Ar. 49. H6onn«ments=Bcdingun9«n; ItSonnemcntä.!järciä pränumerando Z Bierteljkhrl. L,S0 Mt., Monats l.w Mr., wöchentlich 2» Pfg. frei ins HauS. Einzelne Nummer K Pfg. Sonntags. innnmer mit illustrierter Sonntags« Beilage„Die Neue Welt" 10 Psg. Post. Abonnement: MO Marl pro Monat. Eingetragen in die Post-Zeitungs. Preisliste. Unter Kreuzband für Deutschland und Oesterreich> Ungarn 2 Marl, für das übrige Ausland S Marl pro Monat. PostabonnementS nehmen an: Belgien, Däneinarb Holland, Italien, Luxemburg, Porliigal, Rumänien, Schweden und die Schweis» 37. Jahrs» Vicht!« tSglich»«Her Biontaat. Bevlinev Volksblakt. Die TnlcrtionS'Getifllir velrägt für die sechsgespaltene Kolonel- zeile oder deren Raum b0 Pfg., für politische und gewerkschaftliche Vereins. und Vcrsammlungs-Anzeigen SO Pfg. „Ktesne Snrelgen", das erste tsctt- gedrurlte) Wort 20 Pfg,, jedes weitere Wort 10 Pfg. Stellengesuche und Schlaf- slellcn-Anzeigcn das erste Wort 10 Pfg, jedes weitere Wort b Pfg. Worte über 15 Buchstaben zählen für zwei Worte. Inserate für die nächste Nummer müssen bis S Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist bis 7 Uhr abends geöffnet. Telegramm-Adresse: „Sozlaliltmolsrat KM!»-. Zcrttralorgan der rozialdcmokratifchcn Partei Deutfcblands. Redahtiom 831. 68, Lindcnstraaac 69. Fernsprecher: Amt l\, Nr. 1983. Sonntag, den Ä7. Februar Expedition: 83l. 68, I�indenstrasse 69. Fernsprecher: Amt IV, Nr. 1984. Werbt WahlrechtskäRtpfer! Die Volksverhiihnung durch die Wahlrechtsvorlage und die über alle Maßen schnöde Haltung der bürgerlichen Parteien haben unter den entrechteten Massen eine Empörung aus- gelöst, wie sie seit Menschengedenken nicht zu beobachten war. Die enorme Beteiligung an den von der Sozialdemokratie veranstalteten Wahlrechtsdemonstrationen legt davon Zeugnis ab! Aber die Teilnahme an dem Massenaufgebot in Ber- sammlungen und ans der Straße, so notwendig und so selbstverständlich sie für jeden Entrechteten sein muß, erschöpft keineswegs die Pflichten, die jeder denkende Volks- genösse in dem Wahlrechtskampf zu erftillen hat l Denn dieser Kamps ist nicht nur durch wuchtige Massenaktionen zu führen, fondern er erfordert auch die l�räfteanspannung jedes einzelnen! Der preußische Ministerpräsident, Herr v. Bethmann H 0 l l w e g, fragte kürzlich verächtlich: Was steht denn hinter der Wahrcchtsbewegung? Für diesen sich philosophisch spreizenden preußischen Obcrbureaukraten ist die Masse des Volkes offenbar nichts als eine blökende Hammelheerde, die blind- lings dem Leitbock folgt. Entrechtete! Beweist durch Euer persönliches Eintreten, daß Ihr nicht das seid, was frecher Junker» und Bureaukratenhochmut in Euch sieht: politisches Herdenvieh, sondern mündige, selbst- und kraftbewutzte Staatsbürger! Zeigt, daß Eure Empörung, Eure Kampfesglut nicht rasch verflackerndes Strohfeuer ist! Beweist, daß Ihr ent- schloffen seid, Einer für alle Alle und Alle für Einen im Kampfe einzustehen! Nur d i e Masse ist stark, die aus klaffenbewußten, kämpf- bereiten Einzelnen besteht. Wie heute die M i l l i 0 n e n- Heere des Militarismus nur dann Wert besitzen, wenn in ihnen die Durchbildung jede» Einzelnen bis zum äußersten entwickelt ist, so ist auch beim politischen Kampfe Organisation und Durchbildung alles! Deshalb ist es notwendig, daß daS um seine Rechte kämpfende Volk vor allem seine Organisationen stärkt! Mitläufer und Außenseiter sind in diesen Zeiten des erbittertsten Kampfes wertloser Ballast! Nur der in die Organisation eingegliederte und geschulte Mitkämpfer vermag in jeder Lage, im Massenkampf wie im Einzelgefecht, seinen Mann zu stehen! Darum stärkt die Kampfformationen des Proletariats! Werbt unablässig, mit unverwüstlicher Energie und Ausdauer neue Mitglieder für die proletarischen Kampfesorganisationen I Jede Kompagnie, jedes B a- taillon neuer Wahlrechtsstreiter erhöht die Siegeschancen des verhöhnten und brüskierten Volkes! Neben der Organisation gilt es dann die Agitation zu fördern! Das wichtigste Mittel der Agitation ist aber die Presse? Deshalb ist es die e r st e Pflicht jedes Partei- genossen, jedes entschlossenen, rührigen Wahlrechtskämpfers, der sozialdemokratischen Presse immer weitere Verbreitung zu sichern! Den Ruf:„Werbt neue WahlrechSkämpfer" beherzigt deshalb nur der Genosse, der unermüdlich neue Abonnenten wirbt auf das Blatt, dessen Titel zugleich die Wahlrechtsparole enthält: „Vorwärts Der Meckergsng des britischen Liberalismus. London, 24. Februar.(Eig. Ber.) Die Thronrede und die Adreßdebatte haben dem britischen Liberalismus tiefe Wunden geschlagen. Der„starke Mann" der liberalen Partei, der Premierminister Asguith, hat sich durch den Verlauf und das Ergebnis der Wahlen das Rück- grat brechen lassen. Die mutigen Manifeste der Minister am Vorabend der Wahlen werden hinweginterpretiert; die Parolen, die den Liberalismus vor dem Zusammenbruch retteten, werden abgeschwächt. Die große Mehrheit der Liberalen machen dem Premierminister bittere Vorwürfe: Kampf gegen die Lords oder Demission! Das ist ihr Verlangen. Die radikaleren Elemente bezeichnen die Handlungsweise des Premierministers offen als Verrat. Zwar versucht noch die liberale Presse ihre erregten Leser zu beschwichtigen, indem sie jeden Tag neue lächerlich klingende Ausreden er- findet, aber in der liberalen Wählerschaft gärt es und diese Gärung kommt auch im Verhalten der linksliberalcn Parla- mentsmitglieder zum Ausdruck. Die Minister erscheinen im Parlament, ohne von den üblichen Zurufen ihrer Anhänger begrüßt zu werden: ein eisiger Empfang wird ihnen zuteil. Von vorne werden sie von den Konservativen angegriffen, in der Flanke haben sie die Iren und die Arbeiterpartei, und im Rücken sitzen ihnen die eigenen Parteigenossen, die das Ministerium am schärfsten angreifen. In den liberalen Klubs, deren Mitglieder bei den letzten Wahlen herkulische Air strengungeu gemacht haben, herrscht die offene Empörung Die liberale Presse wagt es nicht, die Briefe zu veröffent lichen, die sie von ihren Lesern über den Verrat an der Wählerschaft empfängt. Mutlosigkeit und Ratlosigkeit hat sich der leitenden Personen bemächtigt. Nicht genug, daß die von der Regierung eingeschlagene Politik nur eine Fortsetzung des elenden liberalen Schein kampfes gegen die Lords bedeutet, dieser Scheinkampf soll auch noch durch die Hineinzerrung der Reform des Ober- Hauses verwickelt und abgeschwächt werden. In der Thron- rede kommen die zuerst wenig beachteten Worte vor: „Dieses Haus(Oberhaus) soll so beschaffen sein usw." Man schließt daraus, daß die Regierung gesonnen ist, auch eine Umgestaltung der zweiten Kammer vorzunehmen. Zwar soll Asguith gestern die von Sir Charles Dilke ge- führte linksliberale Gruppe in bezug auf diesen Punkt be- ruhigt haben, die Tatsache bleibt jedoch bestehen, daß einfluß- reiche Minister wie Sir Edward Grey und der frühere Haupteinpeitscher der Liberalen P e a s e für die Reform des Oberhauses sind und versuchen werden, den Schachzug der Lords, die sich jetzt selbst reformieren wollen, durch eine liberale Reform des Oberhauses zu unterstützen. Daß die Reform des Oberhauses gerade das Gegenteil von dem be- zweckt, was die Einschränkung des Vetorechts beabsichtigt, daß sie die Positton der zweiten Kammer anstatt zu schwächen stärken wird, ist jedermann klar. Wie nun auch die Vetobill, wenn sich die Minister schließ- lich geeinigt haben, ausfallen mag. eine wirksame Politik von liberaler Seite gegen die Lords ist ganz ausgeschlossen. Dem Volke ist der Mut und der Glaube an die Ehrlichkeit der liberalen Parteifiihrer genommen worden. Fest ver- trauend auf die Worte des Premierministers und seiner radikalen Kollegen, die dem Volke versicherten, daß es endlich zu einer Abrechnung mit den Lords kommen sollte, hat das englische Volk große Opfer gebracht, haben Tausende bei den letzten Wahlen ihre Existenz aufs Spiel gesetzt, hat manch einer seine Stellung eingebüßt, nur um jetzt mit der alten Vertröstung auf die Zukunft genasführt zu werden. Was ist aus all den Versprechungen und den großen Worten der Lloyd George und Churchill geworden? Noch am 3. Dezember hatte der Schatzkanzler erklärt: „Ich würde auch nichi für eine einzige Stunde Mitglied einer Regierung bleiben, die nicht entschlossen wäre, nur dann die Slaatsgeschäfte zu leiten, wenn sie alle Vollmachten zur Gewährleistung der gesetzgeberischen Oberherrschaft des Unterhauses erhalte» hat." Jetzt mußte Asguith gestehen, keine wirksamen Voll- machten zu besitzen und trotzdem die Regierung übernommen zu haben. Diese Ucbernahme begründet aber einen um so schwereren Vorwurf, als er sich dadurch der offenbaren Weigerung des Königs, die verlangten Garantien zu geben, widerstandslos unterworfen, damit aber die Macht der Krone außerordentlich gestärkt hat. Die englische Demokratte ist so wieder einmal um die Früchte des Kanipfes betrogen worden. In Ermangelung der Bürgschaft, daß die Beschlüsse der Volksvertretung in bezug auf die Einschränkung der Macht des Oberhauses auch wirksam sein werden, wird die Aktion gegen die Lords zur reinen Farce. Die Furcht vor der sie schiebenden demokratischen Masse hat die leitenden Personen der liberalen Parteien davon ab- gehalten, in einen ernstlichen Verfassungskamps zu treten. Wären sie zurückgetreten, so könnte man sie jetzt achten, so hätten sie ihr Wort nicht gebrochen, so hätten sie auf die Unterstützung der Mehrheit des Volkes rechnen können. Wie die Dinge jetzt liegen, muß die liberale Partei Englands dem verdienten Untergange entgegengehen. Vielleicht wird sich die Stimmung, die unter den liberal gesinnten Wählern herrscht, schon in allernächster Zeit offenbaren. Fünf Nachlvahlen müssen stattfinden: wer wird die Wiederwahl der liberalen Minister garantieren? In einigen Tagen kommen die Wahlen zum Londoner Grafschaftsrat. Vor acht Tagen hatten die Liberalen noch die beste Aussicht, die große Schlappe, die sie bei den letzten Grafschaftswahlen erlitten, wieder gut machen zu können. Heute sind alle jene hoffnungsvollen Gemüter, die in dem Neuliberalismus den Erlöser sahen, entmutigt und verdrossen und werden nichts tun, um den Konservativen die reiche Beute der Grafschaft London streitig zu machen. Im Parlament haben mittlcriveile die Konservativen daS Heft in den Händen; wenn es ihnen paßt, werden sie diese diskreditierte Regierung nach Hause schicken. Jrländer und Arbeiterparteiler versuchen noch ihr Bestes, um die Regierung voranzutreiben: die erfteren, weil sich ihnen nicht leicht wieder eine ähnliche Gelegenheit bieten dürfte, um einen Druck auf die liberale Partei auszuüben; die letzteren wünschen Neu- wählen zu vermeiden, so lange sie über keine selb» ständige Parteiorganisatton verfügen. Leider ist dieser Wunsch auf die Stellungnahme der Partei nicht ohne Einfluß geblieben und die radikaleren Ansichten Barnes und Keir Hardics sind nicht voll befolgt worden. Das wichtigste für die Arbeiterpartei wäre jetzt, kühne und entschlossene intransigente Politik zu betreiben, um die Wähler» Massen, die an der liberalen Partei irre geworden sind, an sich zu fesseln. Noch ist es zu einer entschiedenen Taktik nicht zu spät, die allein verhüten kann, daß die Wähler nicht auch die Arbeiterpartei entgelten lassen, was die liberale Partei ge» sündigt hat. Der Stand der Krise. London, 26. Februar. Es wird allgemein erwartet, daß die innere Krisis am Montag, wenn Ministerpräsident A s q u i t h seine Programmrede hält, zur Entscheidung kommen lvird. Sowohl liberale wie konservative Morgenblätter wissen heute zu melden, daß die Regierung den Forderungen ihrer Parteigänger plötzlich nachgegeben, ihren bisherigen Standpunkt, wonach sie es für verfrüht hielt, schon jetzt einen Plan über die Reform des Oberhauses zu entwerfen, aufgegeben und sich statt dessen entschlossen habe, die Betobill in den Mittelpunkt ihrer Aktion zu rücken. Trotzdem seien die Nationalisten noch immer unzufrieden, daß die Negierung sich ge» weigert habe, daS Budget bis zur Erledigung der Vetofrage aufzuschieben. Falls sie ihren Sinn bis Montag nicht ändern, so sei eS immerhin möglich, daß die Konservativen mit der Regierung stimmen, um die Annahme des Budgets zu sichern. „Daily NewS" beuten an, baß im Zusammenhange mit ASquith» Frontwechsel Aenderungen im Kabinett bevorstehen. Radikale Blätter wie„Weekly Journal,„The Natton' und„Daily News" fordern, eS solle ein LolkSreferendum über die Veto« bill herbeigeführt werden.„Morning Leader" behauptet, daß die Regierung diesen Schritt ernstlich in Erwägung zieht. Der konser» vative„Daily Telegraph' gibt seiner Freude über die neue Hal« tung der Regierung Ausdruck, da sie geeignet sei, dem Plane, den die Lords selbst über die Umgestaltung des Oberhauses entwerfen, die Gunst des Volke? zu gewinnen. Die pessimistische Auffassung der Lage wird noch verstärkt durch den Beschluß der Iren, keinen Regierungskandidaten in Großbritannien zu unter st ützen, wenn die Re» gierung nicht vor der Einbringung des Budgets Schritte tut, um die Annahme der Vorlage, durch welche das Vetorecht des Ober» Hauses noch in diesem Jahre abgeschafft wird, dadurch sicher zu stellen, daß sie erklärt, daß dies auch die Bedingung für ihr Verbleiben im Amte sei. Heute fand wieder ein Ministerrat statt, der drei Stunden dauerte. ver Nahlrechttßsmpf. Ter Kuhhandel ist perfekt! Immer deutlicher stellt sich heraus, daß der neuliche An» trag der Zentrumsvertreter in der Wahlrechtskommission des preußischen Abgeordnetenhauses, die geheime Abstimmung mit der indirekten Wahl(Wiederherstellung der Wahlmänner- wählen) zu verbinden, nicht nur auf einer infamen Konipro- Misselei zwischen Zentrum und Konservattven beruht, sondern daß diese Parteien auch vorher mit der Regierung Fühlung genommen haben. Deutlich geht das anS dem Rückblick der letzten Nummer der„Nordd. Allgem. Ztg." hervor, in der zwar erklärt wird, daß die Negierung keinen Anlaß habe, schon jetzt zu diesem Beschluß Stellung zu nehmen, in der aber dann iveiter angedeutet wird, daß die Regierung wegen einer Verbindung der geheimen Abstimmung mit der indirekten Wahl wohl mit sich reden lassen werde. Wörtlich heißt es in dem Kanzlerblatt: „Wer behauptet, daß die geheime Wahl durch die Verbindung mit der indirekten für den Liberalismus wertlos wird, beweist damit keineswegs, daß die direkte Wahl ohne die geheime nur ein fonnales Zugeständnis ist. Was nun schließlich die geheime Wahl betrifft, so war. wie wir oben ausgeführt haben, sie weder in Aussicht gestellt, noch in Aussicht genommen worden. Wie man auch über ihre theoretische Berechtigung und über ihre praktische Opportunität denken mag, so wird doch nicht geleugnet werden können, daß sie weder die einzige wesentliche Frage ist. noch allein über den„reaktionären" oder liberalen Charakter der Reform ent- scheidet. Auch diese jionscaucnz ergibt sich logischerweise aus der . Kampsstellung, die die Linke gegen den Beschluß der Kommission ehlgenommen hat. Dieser Beschluß hat nur provisorischen Charakter. Die Parteien, die für ihn gestimmt haben, erklärten ausdrücklich, daß ihre Stellungnahme nur eine provisorische sei. Der Beschluß stellt dein- nach nur eine Phase dar. der im Laufe der weiteren Verhandlungen noch andere folgen werden. Die Regierung bat keinen Anlaß, endgültig gegenüber provi- sorischcn Beschlüssen Stellung zu nehmen. Erst der weitere Verlauf der Verhandlungen dürfte ein Urteil über die endgültige Gestaltung der Nsforrn und ihr Schicksal zulassen. Der Kuhhandel ist also im wesentlichen perfekt! Die Zuflucht der Unzuständigkeit. Im(B ö r l i tz e r Stadtparlamcnt hatten die sozialdemo- k r a i i s ch e n Vertreter einen Wahlrechtsantrag eingebracht. Sosort nach Verlesung des Antrages erhob sich der Führer der Frei- sinnigen und verschanzte sich, trotzdeni er sich mit dem Grund- gedankcn des Antrages einverstanden erklärt hatte, hinter die Städte- ordnung. Er hielt eö für bedenklich, daß solche Angelegenheiten in den Stadwerordnetcnversammlungen erörtert würden. Vergebens war der Hinweis unserer Genossen, daß doch auch in anderen Städten die Freisinnigen für solche Anwäge gcstinunt hätten. Als die Unter st ützungS frage gestellt wurde, erhob sich außer den sozialdemokratischen Stadtverordneten nur ein einziger Bürgerlicher. Nach der Geschäftsordnung reichte die Unterstützung nicht aus und der Antrag konnte nicht zur Verhandlung gebracht werden durch die Schuld der Freisinnigen. »» • Aehnlich erging es einem gleichen Antrage in Branden- bürg a. H. Die sozialdemokratischen Stadtverordneten hatten ihn rechtzeitig eingereicht. Der Stadtverordnetenvorsteher setzte den Antrag nicht auf die Tagesordnung, weil er „politisch" sei. Unsere Genossen vermochten nur im Rahmen einer Geschäftsordnungsdebatte den sozialdemokratischen Standpunkt zu wahren. Der Vorsteher, übrigens der einzige ZentrumSmann im Kollegium, lehnte cS ab, einen Beschluß der Versammlung herbei- zuführe»,-«obwohl Justizrat Kirschner, der stellvertretende Vor- sitzende, eine Beratung für zulässig hielt. « Von den beiden sozialdemokratischen Stadt» verordneten in Essen wurde am Freitag ein Dringlich- keitsanträg, der eine Wahlrechtspetition forderte, im Stadt- verordnetenkollegium eingebracht. Der Oberbürgermeister protestierte unter Bcrrrfung auf die Städteordnung gegen die Zulässigleit des Antrages. Bei der Abstiminung erhoben sich für die Dringlichkeit nur unsere beiden Genossen, alle anderen Stadtverordneten, Nationalliberale wie Zentrumsleute. blieben sitzen und bekundeten auf diese Weise ihre Wahlrechtsfeind- schgft. Besonders bemerkenswert ist, daß im Stadtverordneten- kollegium auch vier sogenannte Zentrums- Arbeiter- Vertreter sitzen, darunter der erste Vorsitzende des Gewerkvereins christlicher Bergleute. Auch diese Leute hielten es nicht für not- wendig, fär den Antrag zu stimmen. - Der Oberbürgermeister in Kiel hat in einem Schreiben an den Stadtverordneten Genossen Adler diesem mitgeteilt, daß er im Einverständnis mit dem Magistrat es ablehnen müsse, den sozialdemokratischen Wahlrechtsantrag auf die Tagesordnung einer der nächsten Sitzungen der städtischen Kollegien zu setzen. Die Ablehnung wird damit begründet, daß die Zuständigkeit der Kollegien nach der Städteordnung auf Gemeindeangelegenheiten beschränkt sei. Der Antrag habe zwar eine Form, durch die die darin bezweckte Petition auf Ablehnung der Wahlrcchtsvorlage der preußischen Regierung und auf Einführung des ReichstagswahlrechtS in Preußen als eine Wahrnehmung städtischer Interessen erscheinen soll, doch durch die Entscheidung des Ober- Verwaltungsgerichtes vom 10. März 188ö, Band 13, Seite 8g, sei städtischen Organen zum Petitionieren der weite Kreis der Gegen- stände entzogen, die, wie namentlich aus dem Gebiete der Staats- Verfassung ihrer tatsächlichen und rechtlichen Natur nach die Be- ziehung auf eine einzelne Geinemde ausschließen. Als em Beispiel dieser Art bezeichnet das Oberverwaltungsgericht eine Petition um Vermehrung der Zahl der für den Umkreis einer Stadt bestinimten Reichstags- und Landtagsabgeordneten. Arbeiter-Ta,nariter und Strafleudemonstrationen. Vom Vorstand des Arbeiter-SamariterbundeS wird UNS geschrieben: In der von der H a l l e s ch e n Polizeibehörde veröffentlichten „amtlichen Darstellung" der blutigen Vorgänge vom 13. Februar, wird zum Ausdruck gebracht, daß ein gewaltsamer Zu- s a m»r c u st o fe mit der Polizei beab sichti gt war, weil Mitglieder der Arbeiter-Samariter-Kolonne mit i m Z u g e waren, die später den Verwundeten beisprangen, die von der Polizei nicht nur liegen gelassen, sondern auch mtt Füßen getreten wurden. Dazu habe er zu erklären: Die Mitglieder der dem Arbeiter-Samariterbunde angeschlossenen Kolonnen haben die Pflicht, bei allen größeren Volksversammlungen ohne cinen Auftrag dazu zu haben anwesend zusein. Wenn sich dann auf dem Nachhausewege etwas Derartiges ereignet wie in Halle, so werden sie den Verletzten rcsps Verunglückten Beistand leisten. Von dieser selbst- verständlichen Ehrenpflicht werden sich die Arbeitersamariter niemals abbringen lasien. UebrigenS können sich bei allen großen Menschen- ansammlungen Unglückfälle ereignen, ohne daß der Polizeisäbel in Tätigkeit zu treten braucht. Angesichts der famosen Folgerung der Polizei interessiert uns vor allem cinS: Wer hat denn die Mit- glieder der patriotischen roten Kreuzkolonnen beauftragt, an den Demonstrationstagen bereit zu sein? Aus einigen Städten ist mitgeteilt worden, daß sie in Bereitschaft ge- halten wurden. Verschwiegen ivird in dem Polizeibericht, daß die Arbeiter-Samariier in Halle von einem Polizei» lommissar beschimpft und als Spione bezeichnet worden sind, als sie zu den Verletzten durch die Polizeikette wollten. Aehnlich es ist auch in Magdeburg vorgekommen; dort hinderte die Polizei die Samariter, den Ber- letzten Verbände anzulegen. Der Vorsitzende der dortigen Kolonne wandte sich beschwerdeführend an das Polizei- Präsidiums Die Antwort steht noch ans.* Wenn noch nicht überall Arbeiter-Samariter in genügender Zahl vorhanden�waren, so liegt das daran, daß die Kolonnen noch nicht diejenige Stärke haben, die sie haben müßten. Es muß Aufgabe der organisierten Arbeiterschaft sein, die Reihen der Samariter zu stärken. Vor allen Dingen muß auf die- jenigen eingewirkt werden, die, trotzdem sie politisch oder geWerk- schafllich organisiert sind, sich noch in den patriotischen Samariter- kolonuen befinden. Der reaktionäre Frankfurter Magistrat. DaS Bureau Herold meldet aus Frankfurt: Entgegen der vielfach verbreiteten Ansicht, daß die ablehnende Haltung des Ragi- siräts in der Frage der Wahlrechtspetition durch einen nahezu ein- stimmig gefaßten Beschluß herbeigeführt worden sei, erfahren wir nachträglich, daß das Stimmverhältnis nur 12:7 war. Bei dieser Gelegenheit sei auch bemerkt, daß der Magistrat sich in früheren Jahren anstandslos an Eingaben, so z. B. an einer solchen gegen die Erhöhung der Gctreidczölle. beteiligt hat, Sie ra?ei wiederum verurteilt. Und abermals stand die Polizei vor Gericht. Wieder wollte sie ein paar Opfer jener Schneidigkeit, mit der sie nach der Ferrer-Prote st Versammlung vom 19. Oktober 1999 gegen das die Straßen füllende Publikum„eingeschritten" war, dem strafenden Arm der Gerechtigkeit überliefern. Aber wieder blühte ihrem Eifer nur der Erfolg, daß sie selber gerichtet wurde. Nach Schluß jener Versammlung, die von einem Komitee bürgerlicher Frauen nach„Kellers Philharmonie" einberufen wor- den war, wurde bekanntlich abends gegen 19 Uhr in der Köpe- nickcr Straße an der Ecke der Wusterhausener Straße auf Be- fehl des Polizeihauptmanns Stephan eine ganze Gruppe von Personen kurzerhand festgenommen. Vier aus dieser Gruppe wurden am Sonnabend vom Amtsgericht Berlin» Mitte(141. Abteilung) abgeurteilt, ein Friseur Diekmann, ein Student Freidberg, ein Schriftsetzer Münch, ein Kellner Z w i n k m ü n n, die gemeinschaftlich durch ruhestörenden Lärm groben Unfug verübt und den Anordnungen der Polizei ruhig zu sein nicht Folge geleistet haben sollten. Die Anklage berief sich auf das Zeugnis der an der Festnahme beteiligten Schutzleute. Der Verteidiger. Rechtsanwalt Dr. Kurt Roscnfeld, stellte ihnen Zeugen entgegen, die das Verhalten der Angeklagten kurz vor ihrer Festnahme beobachtet hatten. Außerdem waren, wie schon in einem früheren Prozeß dieser Art, wieder der Graf HoenS- brocch und die Frau Schulrat Cauer geladen, die beide an der Ver- sammlung teilgenommen und nachher auf der Straße die Polizei- attackeu mitangesehen hatten. Durch ihre Bekundungen sollte aufs neue dargetan werden, wie die Polizei sich ihr„Recht auf die Straße" denkt, und wie durch ihr Vorgehen dieBcvölkerung geradezu provoziert wird. Graf HoenSbroech war indes nicht erschienen, und schließlich wurde auch auf Vernehmung der Frau Cauer verzichtet. Die Angeklagten erklärten sämtlich, nichtschuldig zu sein, da sie sich an keinem Lärm beteiligt hätten. Diekmann. der gar nicht in der Versammlung gewesen war, gab an, er sei aus der Neanderstraße kommend in die Menge geraten, die Plötz- lich von der Polizei aufgehalten worden sei, so daß er nicht vor- noch rückwärts konnte. Freidberg hatte an der Versammlung teilgenommen, wollte ruhig nach Hause gehen, wurde aber gerade durch die attackierende Polizei gehin- dert, sich zu entfernen. Münch war von der Jannowitzbrücke kommend hineingeraten, sah die Verhaftung eines Mannes, bot sich als Zeuge an und wurde dann mitverhaftet. Z w i n k- mann, der gleichfalls nicht an der Versammlung teilgenommen hatte, war aus völlig entgegengesetzter Richtung von der Köpenicker Brücke gekommen. Dieser Angeklagte schilderte ausführlich, wie er in das Gedränge geraten sei, das dadurch verursacht wurde, daß berittene Schutzleute, auf den Bürgersteig sprengend, die Menge vor sich hertrieben. Frauen seien dabei von den Hufen der Pferde getreten worden, so daß große Aufregung entstand und entsetztes Geschrei sich erhob. Auch von der anderen Seite sei dann eine Schutzmannskette vorgerückt, so daß es kein Bor- noch Rückwärts gab. Nun habe ein Polizeibeamter kommandiert,„die Bande zusammenzutreiben" und„jeder sich einen zu fasse n". Zw. wollte dem Gericht auch erzählen, wie die Festgenommenen auf der Wache behandelt worden seien.„Na, Ihr Kerls habt wohl keine Bleibe?" habe ein Leutnant sie angeredet. Doch der Vorsitzende winkte ab:„Schön, schön, das geht uns nichts an." In der Beweiserhebung fiel den Schutzleuten eine Rolle zu, um die sie nicht zu beneiden waren. Zumeist konnten sie nur bekunden, daß sie auf Befehl des Hauptmanns Stephan zugegriffen hatten. Von dem. was sie sonst noch zu wissen glaubten, schränkten sie unter dem überall nachprüfenden Verhör deS Verteidigers manches hinterher wieder ein. Auch der Vorsitzende beteiligte sich erfolgreich an diesen Bemühungen. Fest- gestellt wurde, daß die Schutzleute die Festgenommenen nur zur Wache gebracht hatten und die Anzeigen dann von anderen Beamten geschrieben worden waren. Die Anzeigen waren, wie der Vorsitzende feststellte,»alle über einen Leisten" gearbeitet. Schutzmann Schülke, der Freidberg sistiert hatte, de. kündete, daß„der ganze Haufen jedenfalls von Hauptmann Stephan aufgefordert" worden sei. auseinanderzugehen. Er nahm das an, aber gehört hatte er es selber nicht. Er hatte auch nicht gesehen, daß Fr. mitgelärmt hätte. Wer„der Haufen war zu- sammen und den Haufen haben wir genommen", sagte der Zeuge. Durch die Aussage eines kommissarisch vernommenen Fräulein Freidberg, einer Cousine des Angeklagten, die ihn begleitet hatte, wurde festgestellt, daß Fr. sich ganz ruhig verhalten hatte. Schutzmann Bandelolo konnte nur bekunden, daß er zwei Personen festgenommen und sonst nichts weiter gesehen habe. Im ganzen seien nur etwa 29 festgenommen worden; mehr habe man deshalb nicht festnehmen können, weil an der betreffenden Stelle nicht mehr Beamte zur Hand waren. Wachtmeister Grawunder schilderte in fließendem Bortrag, der dem Zweck einer Verteidigung der Polizei dienen sollte, mit welchen Mitteln man vor dein Versammlungslokal die„Ordnung aufrechtzuerhalten" gesucht hatte. Nach Schluß der Versammlung habe die Menge Hochrufe ausgebracht und„gejohlt". Besonders in dem Augenblick, wo ein Berittener mit seinem Pferde stürzte, habe sich lautes Ge- schrei erhoben.„Die ganze Menge", sagte er, brach in hellen Jubel aus, so daß es nicht mehr anders ging als einzu» schreite n." Der Verteidiger ergänzte später in seinem Plädoyer diese Darstellung durch die Angabe, daß jener Berittene gestürzt sei, als er. auf das Trottoir sprengend, eine Frau attackieren wollte. Daraus sei dann wohl die Kundgebung zu erklären, mit der daS Publikum seinen Sturz begleitete.— Zeuge Grawunder schilderte weiter, wie nunmehr Hauptmann Stephan durch Be- rittene die Menge vom Versammlungslokal bis zur Michaelkirch- straße drängen ließ, und zwar so rasch, daß die Fuß. schutzleute nicht folgen konnten. Später seien die- jenigen, die dabei sich in Haustüren und Bierlokale geflüchtet hatten, wieder auf die Straße gegangen. Diese seien durch die umkehrenden Berittenen den zurückgebliebenen Fußschutzleuten„entgegengebracht" und dann von diesen auf Stephans Befehl festgenommen worden.„Wohin sollten denn die Leute gehen?" fragte hier erstaut der Vorsitzende. Zeuge Friseurgehilfe Funke, der in Diekmanns Begleitung ge- Wesen war, konnte auf die Frage des Vorsitzenden, was denn Diekmann gemacht habe, nur anworten:„Gar nichts hat«r gemacht!" Gegen den Angeklagten Münch sagte Schutzmann Müllerchen aus, er habe bei der Festnahme eines Mannes gedroht und geschimpft:„Laßt doch den loS, Ihr erbärm- lichen Kerls! WaS wollt Ihr denn von dein?" In der A n- zeige stand hiervon kein Wort; erst jetzt nach vier Morlaien wurde diese Beschuldigung vorgebracht. Müllerchen hatte sich nicht mal Notizen darüber gemacht. Nach eindringlicher Befragung hielt er schließlich nur noch aufrecht, Münch habe„geschrien", sei„immer wieder vorgekommen" und habe„sich dabei recht auffallend be- nommen". Schutzmann Schulz, der Zwinkmann sistiert hatte, behauptete, die Polizei habe Sistierungen vornehmen müssen, weil„die Menge sich mit Gewalt entgegenstemmte". Daß die „Gewalt" von der die Menge vor sich hertreibenden Polizei ausging, bestritt er; es sei ihr immer noch möglich gewesen, sich zu entfernen. Ein Zeuge Korn, der Zw. begleitet hatter versicherte. man habe tatsächlich nicht mehr vor- noch rückwärts gekonnt. Gegen die Vernehmung der übrigen Zeugen, im besonderen der Frau Cauer, wehrte sich der S t a a t s a n w a l t. Anderen- falls bestehe er auf Vernehmung noch neuer Zeugen und fordere Vertagung. Er schlug vor den Hauptmann Stephan. den Leutnant Altrogge und andere Polizeibeamte, außer- dem jene vielgenannten Zivilpersonen, von denen die Polizei sich schon privatim hat attestieren lassen, daß sie„maßvoll ge- drängt" habe. Der Verteidiger kündigte an, eventuell gleich- falls noch neue Zeugen zu bringen. Gegen Stephan und Altrogge sei Strafanzeige wegen gesetzwidrigen Vorgehens erstattet, da scheide Wohl ihr Zeugnis aus. Das Gericht sah die Sache als hinreichend geklärt an und schloß die Beweisaufnahme. Der Staatsanwalt beantragte für Diekmann und Freidberg die Freisprechung, gegen Münch und Zwinkmann je. 3 9 M. G e l d st r ä f e. Der Verteidiger forderte die Freisprechung für alle Angeklagten. Erwiesen gegen keinen sei etwas, auch nichts gegen Münch, dan— entgegen den erst jetzt aufgetauchten Angaben des Schutzmannes durchaus zu glauben sei, daß er nur pflichtgemäß sich als Zeuge habe an- bieten wollen. Erwiesen sei aber gegen die Polizei, daß sie ein förmliches Kesseltreiben veranstaltet und dann auf Hauptmann Stephans Kommando blind zugegriffen habe. Erst durch sie seien Ruhe und Ordnung gestört worden, und nur ihr geradezu gesetzwidriges Borgehen habe gänzlich Unschuldigen diese Anklage eingebracht, so daß ihnen auch Uebernahme der notwen- digen Verteidigungskosten auf die Staatskasse zuzubilligen sei. Das Gericht beschloß nach dem Antrage deS Verteidigers die Freisprechung aller Angeklagten und auch d i c Uebernahme der Verteidigungskosten, Bex- urteilt wurde mithin nur— die Polizei. politische deberlickt. Berlin, den 26. Februar 1910. Landräte und Polizeispitzel. Die Landräte und die Polizei saßen am Sonnabend aus der Anklagebank in der Prinz-Albrecht-Straße. Den Land- raten wurde ihre Verteidigung recht leicht gemacht: ihre Helfershelfer schnitten dem Ankläger, unserem Genossen Borgmann, nach bekannter Manier durch einen Schluß- antrag das Wort ab, und nun konnten die Angeklagten froh- lockend ausrufen,„daß das Material gegen sie von Jahr zu Jahr dürftiger wird"! Schlau sind die Herren— daS muß ihnen der Neid lassen— aber ob es anständig ist, alle anderen Parteien zu Worte kommen zu lassen und die Sozialdemokratie daran zu verhindern, das steht auf einem anderen Blatt. UebrigenS mußten die Landräte sclScr zugeben, daß sie die berufensten Hüter der Negierung gegen die staatsgefährliche Sozialdemokratie seien! Ist das nicht das Bekenntnis zum Parteiregiment, das in Preußen herrscht?— Beweist das nicht, daß die Landräte, die von den Steuern des Volkes besoldet Werden, ihr Amt so auffassen, daß sie gegen das Volk ihre Verwaltung zu führen haben?— Der Minister mag noch so oft behaupten, daß es ein konservatives Regiment in Preußen nicht gibt, es gibt ein solches, und verkörpert wird es in der Person der Landräte. Schlechter als den Landräten erging es der Berliner politischen Polizei; die Anklage gegen sie vertrat Genosse Liebknecht: einen Verteidiger hatte sie sich nicht besorgt: der Minister des Innern schwieg sich fein säuberlich aus. und der der Polizei vom Hause gestellte Offizialverteidiger Herr Strosser ritt die Angeklagte nur noch mehr hinein. Und fürwahr, es waren schwerwiegende Anklagepunktc, die Liebknecht anzog: die Behandlung jugendlicher Sozialdemokraten als Verbrecher. die infame Art des Photographierens von vermeintlichen oder wirklichen Anarchisten, die Unterstützung russischer Spitzel durch die Polizei, all' das schilderte unser Redner lebendig und frisch, und der Minister wagte nicht zu widersprechen. Ja. auf die Bemerkung, daß die Polizei mit russischen Spitzeln geradezu in Kompagnie arbeitet, fand Herr M o l t k e kein Wort der Erwiderung. Herr S t r o s s e r aber, der ihm zur Hilfe eilte, wurde von unserem Genossen Hirsch mit leichter Mühe platt auf den Sand gesetzt und öffentlich vor dem Lande wieder einmal als Fälscher entlarvt. Am Montag beabsichtigt daS HauS die zweite Beratung des Etats deS Ministeriums des Jnnerw zu Ende zu führen. Klerikaler Arbeiterfang. Die Politik der Zentrumspartei findet bei manchen katholischen Arbeitern des Rhcinlandes immer weniger Zustimmung, besonders hat das Verhalten der Zentrumsfraktion des Reichstages bei der Beratung der letzten Reichsfinanzreform vielen Arbeitern die Augen geöffnet. Um diese Arbeiter zurückzugewinnen und bei der Zentrumsfahne zu halten, suchen neuerdings die Zentrumsleiter die katholischen Arbeitermassen bei ihren religiösen Instinkten zu packen, indem ihnen die katholische Kirche als ernstlich gefährdet durch die Agitation der immer mehr um sich greifenden atheistischen sozialistischen und liberalen Lehren hingestellt wird. DaS Zentrum veranstaltet nämlich sogenannte„religiöse Sonntage", das heißt politisch-religiöse SonntagSversammlungen, in denen die katholische Kirche als Schützerin des Arbeiterstandes und der Notleidenden verherrlicht wird. Die Idee, dieses Mittel zum Wiedereinfangen der allmählich in einen gewissen Gegensatz zum Zentrum hineinge» ratenen katholischen Arbeitermassen anzuwenden, geht von M.-Gladbach aus. Zu Beginn deS laufenden Jahres gab die „Westdeutsche Arbeiterzeitung", das in M.-Gladbach erscheinende Organ der katholischen Arbeitervereine Westdeutschlands, die An- rcgung, öffentliche Kundgebungen dieser Vereine an den ersten Sonntagen der Fastenzeit zu veranstalten. Für die Erzdiözese Köln nahm der Vorschlag bald feste Gestalt an.„Religiöse Sonn- tage" sind an den ersten Sonntagen der diesjährigen Fastenzeit in Düren und anderen Orten gehalten werden. Di« größte Kund- gebung dieser Art war bisher wohl die Essener am letzten Sonntag. Als Zweck war anfangs angegeben worden, daß durch diese„reli- giösen Sonntage", die künftig jedes Jahr sich wiederholen würden, eine Bewegung eingeleitet werden solle, die zunächst zum Ziele habe, die katholische Arbeiterschaft jivter der Flagge ihrer katholischen Lehensideals gu sammeln, sie mit Stolz und Selbstvertrauen zu erfüllen und ihrem Kampfe Richtung zu geben. In der Essener Resolution werden die Hauptaufgaben der Teilnehmer der„religiösen Sonntage" auf- gezählt: Ausdruck der religiösen Ucberzeugung überall, auch nach außen hin, Ausbreitung und Ausbau der Organisationen der Katholiken, namentlich des Bolksvereins und der katholischen Ar- beitervercine, Verbreitung und Stärkung der christlichen GeWerk- schaften, entschiedene Bctnmpfung der schlechten wie der farblosen Presse, Verbreitung und Unterstützung der katholischen Presse und schließlick. Eintreten für die Erhaltung der konfessionelle» Schule. Sollten die katholischen Arbeiter auch gegen die Wahlrechts- Politik des Zentrums rebellieren, werden diese religiösen Sonn- tagsversammlungen jedenfalls noch beträchtlich vermehrt werden. In Köln sind z. B. zu morgen, am Sonntag, um die katholischen Arbeiter festzuhalten, nicht weniger als 20 solcher Versammlungen einberufen, in denen Protest erhoben werden soll gegen den ,.anti° kirchlichen" und„antichristlichcn Ansturm". An einer dieser Vcr- sammlungn wird sogar der Kölner Erzbischof teilnehmen. Immer noch Mansfelder Streikprozesse. Die mehr als dreizehn Jahre Gefängnis, die bisher über die Mansfelder„Ruhestörer" verhängt worden sind, scheinen der Justiz immer noch nicht zu genügen, um vor der bürgerlichen Welt die Entsendung des Militärs in das Streikgebiet zu rechtfertigen. Sie fügt den zahlreichen anderen weitere Opfer hinzu. Die Strafkammer in Eisleben hatte diesmal gegen vier deS Landfriedensbruchs Beschuldigte, darunter einen 17 jährigen jungen Menschen, sowie gegen einen des Verstoßes gegen den berüchtigten § 153 der Gewerbeordnung Angeklagten zu verhandeln. Die An- klage auf LandfriedenSbruch mußte bei allen vier Angeschuldigten fallen gelassen werden, drei von ihnen sind gänzlich freigesprochen worden und nur einer erhielt eine Woche wegen Beleidigung eines Polizisten. Der eine Angeklagte sollte dadurch LandfriedenSbruch begangen haben, daß er. im Begriff eine Besorgung für seinen kranlen Sohn zu machen, nicht sofort den Anweisungen eines Feldwebels folgte. Er wurde von sechs bis acht Soldaten vom Arm seiner Frau weg arretiert. Nur, weil bor Gericht nicht bewiesen werden konnte, daß eine Aufforderung zum Auseinandergehen erfolgt fei, kam LandfriedenSbruch nicht mehr in Betracht. Die anderen Anklagen standen auf noch schwächeren Füßen. Einen Monat Gefängnis erhielt ein Bergmann, von dem zwei Arbeitswillige glauben. daß er sie getreten habe. Der Angeklagte bestreitet daS entschieden, gesehen haben die Arbeitswilligen die Fuß- tritte auch nicht, wohl aber, daß der Streikende eine„zurückziehende Bewegung" mir dem Fuße machte. In der Urteilsbegründung führt das Gericht aus, daß es als eine durch nichts gerechtfertigte Willkür angesehen werden müßte, wenn der Angeklagte mit Geldstrafe davongekommen wäre. Deutlicher läßt es sich wohl kaum aussprechen, daß die Mansfelder Etreikurteile aus dem Klassenmilieu heraus erfolgen und erfolgt find. Wirkungen des Branntweinboykotts. Am 1. Oktober 1909 ist daS neue Branntweinsteuergesetz in Kraft getreten. Die alte Maischraumsteuer ist in Fortfall gekommen — sie betrug 16 M. pro Hektoliter— dagegen ist die Verbrauchs- abgäbe von 76 M. auf 125 M. erhöht worden. Keinem der neuen Verbrauchssteuergesetze haftet so der Stempel der„Zweckmäßigkeit" an, wie gerade ihm. DaS Gesetz ist durchaus der agrarischen Spiritnszentrale auf den Leib geschrieben. Die Liebesgabe beruht belanntlich darauf, daß den Schnapsbrennem ein KolUingent vorgeschrieben ist, daS zu dem nornialen Satz versteuert werden muß, während der Alkohol, der über dieses Quantum hinaus produziert und verkauft wird, 26 M. pro Hektoliter mehr zu zahlen hat. 1907/08 war die Differenz zwischen dem Kontingent(2.7 Millionen oder 4'/, Liter pro Kopf der Bevölkerung) und dem Verbrauch(rund 4 Millionen) 1.3 Millionen! Nach dem Preise deS UeberkontingcntS richtet sich auch der Verkaufspreis deS kontingentierten Alkohols, die Fuselidealisten machen also an jedem Hektoliter Alkohol 20 M. Extraprofit. Gelingt es, daS Ueberkontingent möglichst weit oder gar ganz einzuschränken, so verschwinden die 20 M. Extragewinn, die Liebesgabe existiert nicht mehr. Recht unangenehm ist daher den Herren der s o z i a l d e m o- kratische Branntweinboykott in die Nase gcfabren. Jetzt liegen die Ergebnisse seit dem 1. Oktober 1909 bis zum 31. Januar 1910 vor. Ele sind mit den vorhergegangenen Jahren w Vergleich gestellt. �°31 �Jonuar3 190ß'0fl l 906/07 1907/08 1908/09 1909/10 Erzeugung.. 2076 033 I SSS SIS 1871 SS? 2088633 1 70S S27 Gewerblicher Verbrauch. 480321 605 953 565 733 605 874 628 593 Trinkverbrauch. 777 034 851 525 854 46»«63 542 577 036 Ausfuhr... 30 083 78 080 20 613 4 123 6 873 Während also der gewerbliche Verbrauch auch nach dem 1. Ot- tober 1900 weiter gestiegen ist, ist der Trinkverbrauch um rund 236 000 Hektoliter oder um 33,3 Proz.. das ist ein volles Drittel zurückgegangen! Auf jeden Fall zeigt die Ziffer, daß der vom Leipziger Partei- tag ausgesprochene Schnapsboylott in weitem Maße von der sozial- demokratischen Arbeiterschaft durchgeführt worden ist. Immerhin kann und niuß der Kampf mit noch viel größerer Energie geführt werden. Treffen wir die Schnapsjunker am Geldbeutel, so haben wir sie an ihrer empfindlichsten Stelle getroffen. Ten Beamten Gehaltszulagen— den Arbeitern Lohnabzüge. Dieser vom meiningschen StaatsfiskuS befolgten Devise hat am Freitag der Mcininger Landtag eine,, Strich durch die Rechnung gemacht. Vor einiger Zeit wurde den Arbeitern auf den staat- lichen Schieferbrüchen unter Bezugnahme auf die schlechte Kon. junktur ein zehnprozentiger Lohnabzug gemacht. Das hinderte die Regierung nicht, dem Landtag ein BeanrtengehaltSgesetz vor- zulegen, daß den Beamten eine durchschnittlich« Lohnerhöhung von 10 Proz. bringen soll, und das, falls alle vorliegenden Anträge genehmigt werden, die Staatskasse mit zirka 500 000 M. belaste:. Bei der am Freitag stattgefundenen Beratung deS Gesetzes wiesen unsere Genossen erneut darauf hin, welch schreiende Ungerechtigkeit eS sei. den ohnehin schon gering bezahlten Schieserbrucharbeitern Abzüge zu machen, den Beamten aber Hunderttausende zuzulegen. vnzcrc Fraktion beantragt« bei der Position„Herzog! ich: Schiefer! lnüche" allen Beamten der Schieferorüche nichi eher eine Gehaltszulage zu gewähren, bis der den Arbeitern gemachte Lohnadzug von 10 Proz. wieder rückgängig gemacht worden ist. Auch ein Teil der bürgerlichen Abgeordneten konnte das Vorgehen der Regierung nicht billige» und obwohl der Staatsminister unserem Antrag den heftigsten Widerstand entgegensetzte, wurde derselbe mit 17 gegen 7 Stimmen angenommen. Bleiben die bürgerlichen Abgeordneten fest, so muß die Regie- rung, will sie nicht die ganze BeamtengehaltSvorlage scheitern lassen, wohl oder übel dem Verlangen des Landtags nachkommen. Zur hessischen Ministerkrise. Gestern abend empfing der Großherzog von Hessen den Staats. minister Dr. Ewald und den Ministre des Innern Dr. Braun zul Besprechung über den Rücktritt des FinanzministcrS Dr. Gnaulh. Wie verlautet, wird das Entlassungsgesuch des letzteren noch heule erledigt werden. Zu seinem Nachfolger soll Dr. Braun ernannt werden. Der Nrbciterverrat des Zentrums. München, 24. Februar 1910. In dreitägiger Debatte wehrten sich die Vertreter der christ- lichen Arbeiter in der Kammer gegen den Vorwurf des Arbeiter- Verrats. Mit negativem Erfolge. Zur Verhandlung stand der Antrag Roßhauptcr und Gc- noffen, den Arbeitern in den Staatsbetrieben eine Lohnaufbesserung von 25 Pf. zu gewähren. Die Vertreter des Zentrums hatten den Antrag im sozialen Ausschuß abgelehnt und mußten nun notgedrungen ihre Stellungnahme vor aller Oeffcntlichkeit rechtfertigen. Sie taten das zum Teil in einer Art, die jeder ehrlichen Kampfcsweise Hohn sprach. Gleich der erste Zentrumsredner Walterbach, Redakteur eines Arbeiterblattes und katholischer Priester, ging in einer Weise mit der Wahrheit um, daß ihm aus den Reihen der empörten Sozialdemokraten die Worte„L ü g e n p e t e r",„Heuchle r" und„Schwindle r" c» tg cgcugc schleudert wurden. Das hielt aber seine Nachfolger nicht ab, in ähnlicher Weise zu verfahren. Sic sprachen sehr viel und von allem, ober sehr wenig von de,: zur Verhandlung stehenden An- trägen. Sie mutzten alles als richtig zugeben, was die sozialdcmo- kratischcn und auch liberalen Redner für die Notwendigkeit der Lohlwrhöhung vorbrachten. Einer konstatierte sogar selbst, daß der Staat noch Schundlöhne von 2,20— 2,40 M. zahle. Aber, sagte der Abg. O s w a l d, es war zu prüfen, ob eä mit dem Wohl des Vater- landes auch vereinbar sei, den Staatsarbeitern die Lohnaufbesse- rung zu gewähren. DaS Zentrum verneinte die Frage und stimmte die sozialdemokratischen Anträge nieder. Von unserer Seite sprachen die Genossen Timm, Roß- h a u P t e r und Auer. Es war ihnen nicht schwer, das Bedürfnis einer Lohnerhöhung nachzuweisen. Auf den Hinweis der Zentrums- redner, daß die Sozialdemokraten auch für die Mittel sorgen sollen, wurde ihnen erwidert, daß diejenigen für die Mittel zu sorgen hätten, welche die Schuld an der Teuerung, an den Zöllen und den Finanzreformen tragen. Da konstatierte der Zentrumsabgeordnete Dauer zum allgemeinen Staunen, daß der jetzt wieder beuierkbare wirtschaftliche Aufschwung aus die Reichsfinonzreform zurückzuführen sei. Der eine Zentrumsmann steht in dem Bier das beste Mittel zur Bekämpfung deS Alkohols, der andere in einer 590 Millionvn-Steuervorlage ein vorzügliches Mittel zum wirtschaftlichen Aufschwung. Wirklich, der Unsinn blüht herrlich auf dem Zcntrumsacker.,. Da auch die Regierung gegen die sozialdemokratischen Antrage Stellung nimmt, so ist an eine Besserstellung der Arbeiter nicht zu denken. Sie mögen sich beim Zentrum dafür bedanken. Breslauer Richter gegen Waldenburger Richter. Der seltene Fall, daß ein schlesisches Gericht sich ostentativ gegen ein anderes schlesisches Gericht wendet, ist aus Breslau zu verzeichnen. In Waldenburg war Genosse Schiller als verant- wortlicher Redakteur der„Volkswacht" zu 3 00 M. Geldstrafe verurteilt worden, weil er von einein Bergverwalter Müller, An- gestellten des Fürsten Plch. der die Hauptschuld trug an der Typhus-Epidemie in Altwasser, geschrieben hatte, er fürchte den Vvllszorn und sei deshalb auf Urlaub gegangen. Der Verurteilte legte zwar Berufung ein, zog sie aber, als ihm gewisse Dinge über den Vorsitzenden der Strafkammer, Amtsrichter und Landtags- abgeordneten Krause, bekannt wurden, zurück, weil er zur Waldenburger Justiz absolut kein Vertrauen haben könne. Das Urteil selbst hatte Sch. unerhört genannt und dazu bemerkt, es spreche jedem Rechtsempfinden Hohn. Das brachte ihm nun eine Anklage wegen Richterbeleidigung ein, die vor der Breslauer Strafkammer verhandelt wurde. Sch. wies nach, daß ihm das Waldenburger Gericht in beiden Instanzen jede Verteidi- gung unmöglich gemacht, ihm die Ladung von Zeugen und Sachverständigen grundlos ver- weigert und ihn so behandelt hatte, daß er nur mit g r ö h t e m Mißtrauen der Verhandlung folgen konnte. Zudem s« ihm, sagte Schiller ferner vor dem Breslauer Gericht, glaubhaft be- wiesen worden, daß der Amtsrichter Krause, Mitglied des preußischen Landtags, Vorsitzender der Kommission zur Beratung der Wahlrechtsvor- läge, in einem fiiianziellc» Abhängigkeitsverhältnis zum Fürsten Pietz stehe und deshalb objektiv nicht urteilen könne. Deshalb habe er ja auch die Berufung zurückgezogen, weil ihm dieser Richter jedes Vertrauen zur Justiz geraubt habe. In Waldenburg könne deshalb ein Sozialdemokrat, der gegen Pleß oder seine Leute schreibe, nie sein Recht finden. Und nun geschah etwas sehr Merkwürdiges: Das Breslauer Landgericht verurteilte zwar unseren Ge- nossen, nicht, wie der Staatsanwalt gefordert, zu zwei Monaten Gefängnis, sondern zu 100 M. Geldstrafe, erklärte aber in der Begründung, daß dem Angeklagten in Waldenburg unrecht gr- schehen sei. Er habe, als er das dortige Urteil unerhört und einen Hohn genannt habe, sich in berechtigter Erregung befunden und habe in Wahrnehmung berechtigter Interessen ge- handelt. Nur sei er dabei über die sachliche Grenze hinaus- gegangen, aber nicht derart, daß eine Freiheitsstrafe erwirkt sei. Das Breslauer Gericht lieh ferner durchblicken, daß das Walden- burger Gericht eigentlich hätte die Zeugen laden ,n,ü s se n usw. Vorher hatte der Verteidiger dem Gericht mitgeteilt, daß er er, staunt gewesen sei wie noch nie über die Handlungsweise des Herrn Krause, und daß er vor diesem Richter so macht- los gewesen sei, wie noch nie in seiner ganzen Praxis. Jetzt wird man neugierig sein können, was nun mit Herrn Krause geschehen wird. Unser Breslauer Bruderblatt teilt nqmlich in seinem Bericht über die Verhandlung die für Herrn Krause und die Waldenburger Justiz so kompromittierende Stelle in Fett- druck mit. Sie lautet: „der Vorsitzende der Waldenburger Straf- kanimer, Anitsrichter Krause, habe vor Jahren sich vom alten F ü r st e n Pleß 3000 M. geliehen unddiesenichtzurückge zahlt. Im Jahre 1907 sei ihm dann die Schuld vom gegenwärtigen Fürsten in Gnaden er- lassen worden." Unser Parteiblatt hat diesen Bericht sowohl an den Landtag wie auch an den Justizminister gesandt. Er wird beim Justiz- etat zweifellos darüber Antwort zu geben haben, was er zu dieser Enthüllung sagt._ Neue Zeugen im Meiueidsprozeh Schröder. Der Essener Meineidsprozcß gegen Ludtvig Schröder und Genossen tvird nun doch noch wahrscheinlich eine Wieder- aufnähme erfahren. Es haben sich zwei Zeugen gemeldet, die bei ihrer Vernehmung bekundet haben, daß sie gesehen hätten. daß der Gendarm Munter zuerst gegen Schröder einen Stoß geführt habe. DicS war der springende Punkt, davon Münter das Gegenteil behauptet wurde und deshalb auch die Ver- urteiluna erfolgte. Der Verteidiger Rechtsanwalt Dr. Viktor Ntemeyer in Essen, der schon früher das leider abgelehnte Wiederaufnahmeverfahren mit Eifer und Hingebung einzuleiten versucht hatte, hat sofort die notwendigen Schritte eingeleitet._ Nur«och eine kurze Spanne. Die„Nationalztg." dementiert die Meldung, daß sie am 1. April ihr Erscheinen einstellt. Sie veröffentlicht folgende Er- klärung: „Die Meldung eines DepeschenbureauS, daß die„Nationalzeitung" am 1. April d. I. eingehen werde, hat verschiedenen, uns mehr oder weniger freundlich gesinnten Blättern Veranlassung gegeben, sich mit dem Schicksal der„Nationalzeitung" zu beschäftigen. Demgegenüber erklären wir kurz und bündig, daß die Nachricht, die„Nationalzcitung" werde am 1. April ihr Erscheinen einstellen, unrichtig ist." Danach hat, wie cS scheint, Herr Bartling sich doch nochmals bereit finden lassen, Geld herzugeben. Aber wie lange wird das vorhalten? Die„Nationalztg." leidet dermaßen an Abonnenten. schwind sucht, daß sie doch bald das Zeitliche segnen wird, wie eS so schön in den Pastoralen Leichenpredigten heißt. Ob sie am 1. April oder am 1. Juli verschwindet, ist schließlich nebensächlich. Tie gefürchtete weibliche Konkurrenz im Handelsgewerbe In der letzten Sitzung der Hamburger Bürgerschaft setzte bei der Beratung des Staatsbudgets. Titel„Verwaltung des Gewerbe- schulwesens". eine Debatte ein. in der bezeichnenderweise so- genannte„Freisinnige" wieder mal ihre Rückständigkeit zum besten gaben. Von den 60 000 M. für weibliche Fortbildungsschulen wollten diese Elemente und deren Gesinnungsgenossen 3600 Di. in Abstrich bringen, damit die Konkurrenz der Handlungsgehilfen durch weibliche Personen beschränkt werde. Einige Abgeordnete vertraten die in der Eingabe des deutschnationalen Handlungs- gehilfcnverbandcs enthaltenen Argumente gegen die Konkurrenz der Kontorlstinncn usw. Ein besonders geistreicher Herr, ein un- cntwcgter Freisinniger, sagte:„Der heutige Zustand führt un- zweifelhaft zur Stellungslosigkeit mancher Handlungsgehilfen und caubt dadurch die Möglichkeit der auch den jungen Mädchen so angenehmen Hcimgründung."' Von der gleichen Qualität waren einige andere„Gründe", die Senator Dr. Diestel in überlegener Weise abfertigte:„Wir geben für Fortbildung der männlichen Jugend rund eine Million aus, für die weibliche 60 000 M., da muß noch die Kleinigkeit von 3600 M. gestrichen und eventuell stundenlang gestritten werden. Die jungen Mädchen gehen doch nicht aus Marotte in den Beruf, sondern weil sie die Not des Lebens dazu treibt. Die Argumente des Deutschnationalen Handlungsgehilfenverbandes entbehren jeder Logik. Daß die jungen Mädchen aber„physisch und moralisch ver- kommen", wie es in der Eingabe heißt, ist einfach nicht wahr. DaS ist eine unverantwortliche Behauptung. Wenn sie regelrecht ar- besten lernen, so tut das ihnen gut fürs ganze spätere Leben. Ilm aber Stellung zu erhalten, müssen sie vorgebildet sein. Die Ein- gaben sind vom Brotneid diktiert." Die Genossen St ubb e und Schaum bürg unterstriche« diese Aeußerungen, worauf die volle Summe bewilligt wurde, Oesterreick. Einigung der deutsch-bürgerlichen Parteien. Wien, 25. Februar. Heute nachmittag fand eine Sitzung des Deutschnationalen Verbandes statt, in welcher die Frage der Einigung der d e u t s ch- f r e i h e i t l i ch e n P a r- t e i e n zu einem einzigen gemeinsamen Verband zur Erörterung gelangte. Vorher hatten Versammlungen der deutsch- fortschrittlichen Vereinigung und der deutsch-radikalen Vereinigung stattgesunden. Auf Grund der Mitteilungen dieser Vereinbarungen hat der Deutschnationale Verband einstimmig die Bildung des vor- geschlagenen Deutschen Nationalverbandes beschlossen. Morgen findet die grundlegende Versammlung des Deutschen Nationalverbandes statt, in welcher ein fünfgliedriger Vorstand ge- wählt werden wird._ Tie zweijährige Dienstzeit. Wien, 25. Februar. Der Wehrausschuß deS Abgeordnetenhauses nahm daS Rekrutengesetz an. Im Laufe der Debatte betonte der L a n d e L v e r t e id i g u n g s m i n i st e r, die Vorlag über die zweijährige Dienstzeit sei bereits fertig gestellt. Ihre Einbringung hänge von der Vereinbarung mit der ungarischen Regierung und der Entscheidung über die Frage der finanziellen Deckung ab. Auch die Reform ver Militär st rafprozeßord n ung sei nur noch von der Rege- lung der Frage der Gerichtssprache abhängig. frankreicd. Erbschaftssteuer und Altersversicherung. Paris, 26. Februar. Die Deputierte nkammer hat heute bei Beratung des Finanzgesetzes einen Antrag an- genommen, der vorsieht, daß die Einnahmen aus der Er» höhung der Erbschaftssteuer für die Alters- Versicherung der Arbeiter zurückgestelltwerden sollen. Hus der Partei. Danksagung. Aus Anlaß meines 70. Geburtstages sind mir auS dem In» und Auslände— ich darf ohne Uebertreibung sagen, fast au» der ganzen Kulturwelt— so außerordentlich zahlreiche Glückwünsche und Zeichen der Anerkennung zugegangen, daß es ein Ding der Unmöglichkeit für mich ist, jedem einzelnen zu danken, jjjch muß mich darauf beschränken, auf diesem Wege allen Beteiligten— Korporationen, wie Personen meinen aufrichtigsten und herz- lichsten Dank auszusprechen für all da» Liebe und Gute, daS sie mir gewünscht und erwiesen haben. Ich schließe in diesen Dank auch die Parteipresse des In- und Auslandes ein. die durch Kundgebungen der Sympathie und warmer Teilnahme mir und meinen Angehörigen daS GeburtStagSfest per» schönten. Dank schulde ich aber auch dem Teil der bürgerlichen Presse. der unbeschadet der tiefen prinzipiellen Gegensätze, die un» trennen« «S sich nicht nehmen ließ, meiner freundlich zu gedenken. Schöncberg-Berlin. den 25. Februar 1910. A. Bebel, Ei» sozialdemokratischer Erfolg. Für die Wahlen zur Düsseldorfer Stadtberordnetenpcr. samnilung gilt ein Zensus von 6 M. Staatscinkoinmensteuern, der höchste Satz, den die Rheinische Städteordnung kennt. Ein Antrag des sozialdemokratischen Vereins an die Stadtverordnetenversamin. lung. den Zensu» auf da» gesetzliche Mindestmaß von 4 M. herabzusetze», wurde 1906 vom Zentrum und den Liberalen unsere Genossen sind im Stadtparlainent nicht vertreten— ei». stimmig abgelehnt. Jetzt hat der sozialdemokratische Bcrein seinen Antrag wiederholt, mit dem Erfolg, daß die Stadtverwaltung der am 1. März stattfindenden Stadtverordnetenversammlung die Herabsetzung deS Zensus auf 4 R. vorschlägt. Com Fortschritt der Presse. Die..Frei« Presse' zu Elbe rseld»Bar wen wird vom 1. März da» b i»h e r d r e i- mal wöchentlich erscheinende llnterhaltuipgSblatt täglich osrauögeben. DaS Blatt wird daher künftig mindesten» 10 Seiten stark erscheinen._ ReickiStagSkanbibatur. Auf einer Wahlkreiskonferenz in Worms wurde Arbeitersekretär Genosse Engelmann als Reichs- tagSkandidat für den Kreis Worms a u s g e st e l l t. Kassenbericht des Rastatter DeiikaialfondS. Die Verwaltung des Fonds zur Erhaltung des Denkmal» für die 1849 zu Rastatt gefalle nen FreiheitS» kämpfer gibt folgenden Bericht: Das bei der Sparkasse Achcrn (Baden) angelegte Guthoben von 1101,49 M. verzinste sich zu 4 Proz. während des Kontokorrent-Jahre» 1909 mit 43.36 M. Die Allsgaben des Fonds für die Jnstaiidhaltung de» Grabes und Denkmals belaufen sich auf 93.70 M. Es bleibt für da» neue Jahr«in Saldo von 1046,65 M. Die außerordentlichen Ausgaben, welche durch eine Neuvergoldung der Denlmalsinschrift anläßlich der 60jährigtn Gedenkfeier entstanden, sollten durch Nein« Zuwendungen wieder ausgeglichen werden. Beiträge sende man a» FranzPeterin Achern(Baden). GewcrfefcbaftlkbcB. Gcwerkfcbaf tUchc Unterrtcb tahurfe. Am Sonnabend wurde der zweite, von der Generalkommission der Gewerk'chasten für das Jahr 1909/10 eingerichtete Unterrichtskursus geschlossen. Jeder Kursus währt sechs Wochen. Der erste Kursus fand in der Zeit vom 25. Oktober bis 4. Dezember 1909 statt, der zweite Kursus vom 17. Januar bis 26. Februar und der dritte Kursus wird am 80. März beginnen. Die Meldungen zur Teilnahme an den Kursen sind stets so zahlreich, daß im Interesse eines eingehenden Ul..rrrikbts ost nicht alle Meldungen berücksichtigt werden können. Der erste Kursus zählte 71 Teilnehmer, der soeben be« endete 65. Es werden'Lorlesungen gehalten über: Geschichte und Theorie der deutschen Geiverkschaslsbewegung, gegnerische Gewerkschaften in Deutschland, Gewerkschaitsbewegung des Auslandes, Versicherungs- geietzgebung, Strafrecht, Arbeiterschutz, gewerblichen Arbeitsvertrag, Nationalökonomie, Kartelle und Arbeitgebervereinigungen Einführung in die Statistik. Bankwesen und Geldverkehr. Gewerbebygiene und über gewerkschaftliche Literatur. Der Unterricht für diese sämtlichen Fächer umfaßt rund 200 Stunden. Zum ersten Male hatte die Generalkommission Ende vorigen Jahres einen Unterrichtskursus für Arbeiteriekretäre eingerichtet Während in den Kursen für Gewerkschaftsangestellte Vorlesungen über Wirtschaftslehre bevorzugt werden niüsien, beschränkte sich der Kursus für die Arbeitersekretäre auf die Rechtslehre. ES wurden über Arbeiterversicherung. Staatsbürgerrecht, bürgerliches Recht, Strafrccht und Strafprozeß, Zivilrecht und das Verfahren vor den Gewerbe- und Kaufmannsgerichten, gewerbliches Recht und über Arbeiterschutz Vorträge gehalten. Der Unterricht wurde hier Haupt- sächlich von Juristen erteilt. Dieser Kursus dauerte nur 4 Wochen und umfaßte 136 Stunden? er war von 26 Teilnehmern besucht. Am Schluß jedes Kursus findet in Gegenwart der Vortragenden eine Aussprache mit den Schülern statt, in der stets zum Ausdruck kommt, daß die Schüler durch den Unterricht ihr Wissen wesentlich bereichert haben, das sie nun im Interesse der Arbeiterbewegung und ihrer Organisation nutzbringend verwerten wollen. Auch werden Wünsche der Kursusteilnehmer auf etwaige Aenderungen des Unter« richtsplanes gern entgegengenommen, die dann der Generalkommission zur Berücksichtignng überwiesen werden. Oft wiederkehrend ist dabei der Wunsch, die Kurse zu verlängern, um die einzelnen Unterrichts- gegenstände noch ausführlicher behandeln zu können. Das damit bekundete rege Interesse an der eigenen Fortbildung der Gewerk- schaftsangestellten zeigt, welche wertvolle und nützliche Einrichtung die Generalkommission mit dieser Institution schuf. Berlin und Umgegend. Die Arbeiter der EiseNkonstruktionsfirma Vclter u. Schneevogcl in Berlin stehen im Streik. Die Arbeit in derartigen Betrieben gehört zu den körperlich anstrengendsten in der Metallindustrie und wird am schlechtesten bezahlt. Dem gegenüber steht fest, daß die Besitzer dieser Betriebe mit die höchsten Ueberschüfie erzielen. Bisher waren diese Firmen gewöhnt, daß ihre Arbeiter mit allein zufrieden waren. Das soll jetzt anders werden. Auch in diesem Betriebe wollen die Arbeiter einen Verdienst, der wenigstens einigermaßen auskömmlich ist. Statt dessen macht die Firma Belter u. Schneevogel von dem ohnehin geringen Verdienst dqr Arbeiter noch Abzüge.— Es darf wohl bestimmt erwartet werden, daß jeder Arbeiter sich bemüht, die Streikenden in ihrem schweren Kampfe zu unterstützen. Wer nur einigermaßen die Arbeit in derartigen Betrieben kennt, sehnt sich nicht danach.— Zuzug ist fernzuhalten. Der Streik der Glaser im Lurfer-Prismeu-Syndikat ist be- endet. Die Sperre ist aufgehoben. Die rigorosesten Bestimmungen der Fabrikordnung werden abgeändert, so das Rauchverbot während der Pausen in einigen nicht feuergefährlichen Abteilungen des Betriebes, zum Beispiel in der Glaserei, ferner das frühzeitige Passieren der Pforte zum Stechen der Kontrolluhr und dergleichen. Der Streik wurde beigelegt durch Vermittelung dos Vorsitzenden des Berliner Gewerbegerichts, Herrn v. Schulz. Eine klägliche Rolle haben in diesem Kampfe zwei dort beschäftigte lokalistisch organisierte Bleiglaser, die Herren Grabow und Beyer, ge- spielt. Wenn der Kampf auch nur in einer Abteilung des Be- triebes. nämlich in der Glaserei, sich abspielte, und von den Glasern nicht verlangt wurde, daß die Angehörigen der anderen Branchen die Arbeit niederlegen sollten, so hätten diese beiden, die doch zur angeblich radikalsten Richtung der Gewerkschafts- bewegung zählen, mithalten müssen, denn sie gerade arbeiten in der bestreikten Abteilung. Statt dessen haben sich beide dahinter versteckt, daß sie von den Streikenden, die spontan die Arbeit niedergelegt hatten, am Tage des Ausbruchs des Streiks nicht unterrichtet wurden und nun auch nicht mitmachen brauchten. Dem einen, Herrn Grabow, wurde in der gemeinsamen Be- triebssitzung von dem Vertreter der Metallarbeiter das Zeugnis ausgestellt, wie er hier in der Sitzung auftrete, mache es dein Eindruck, er vertrete nicht die Interessen seiner Mitarbeiter, sondern die der Firma. Herr Grabow ist nebenbei bemerkt Fabrikausschußmitglied. So sieht bei diesen Leuten, welche die Zentralverbände mit den schärfsten Mitteln bekämpfen, die Solidarität zu ihren Klassengenossen aus. Wegen Lohndiffrrenzen ist die Firma Linberg, Eisenacher Straße 47, gesperrt. Die Bauten sind: Bismarck» und Poschinger- straßenecke, Steglitz; Friedrichsruher Straße, Bau PranSdor, Kaiser. dämm 101; Berliner Straße 37, Wilmersdorf; Große Frankfurter Straße 44, Bau Wehnert; Beamtenhäuser Steglitz II; Bamberger Straße, Ecke Grunewaldstraße. Bau Jsaack. Verband der Tapezierer, Sektion der Kleber. Deutsches Reich. Die Generalversammlung des deutschen Arbeitgeber- bundes für das Bangewerbe tagte am Donnerstag und Freitag in Straßburg i E. Sie sollte vornehmlich zu den neuen Tarifverhandlungen mit den Zentralverbänden Stellung nehmen. Aus der Generalversammlung, die von etwa 400 Delegierten besucht war, und deren strenge Vertraulichkeit durch alle erdenklichen Vorsichtsmaßregeln geschützt war, erfahren wir folgendes: Die bereits bekannt gewordenen Vorschläge des Vorstandes auf Abänderung des am 31. März ablaufenden Tarifs erstreckten sich insbesondere auf den Arbeitslohn(§ 4), die Akkordarbeit(Z 5), die Agitation auf den Baustellen und den Arbeitsnachweis(§ 10). Der normale Stundenlohn soll nur mehr auf gelernte tüchtige Arbeiter zutreffen. Die Akkordarbeit soll möglichst ausgedehnt werden, indem die vertragschließenden Parteien sich ausdrücklich verpflichten, in diesem Punkte keinen Einfluß auf ihre Mitglieder auszuüben. Jede Agitation aus der Baustelle soll verboten sein, und die von den Arbeitgebern eingerichteten oder einzurichtenden Arbeitsnachweise sollen anerkannt und ausschließlich benutzt werden. Am ersten Berhandlungstage befaßte sich die Generalver- sammlung nur mit internen Angelegenheiten, am Freitag mit der Tariffrage, auf die sich alles Interesse zugespitzt Hat. Innerhalb des Arbeitgeberbundes war aber von vornherein Einigkeit nur wenig vorhanden, so daß der Vorstand eine Verschiebung der Beschlußfassung und weitere Verhandlung mit den Zentralverbänden der Gewerkschaften beantragte. Hierzu bewogen ihn also nur taktische Erwägungen, zunächst die Angst vor der Uneinigkeit in den eigenen Reihen, dann die Möglichkeit der Vermeidung eine? Konfliktes und dann der Versuch, die Sympathien des Publikums nicht zu verscherzen. Eine Reihe von Delegierten wollte die Eni- icbeidung sofort herbeiführen, aber der Vorstand verhinderte die > Diskussion und setzte die Annahme einer Resolution durch, wonach die Entscheidung auf 4—5 Wochen vertagt wird. Sie soll in Dresden getroffen werden. Die Stimmung, die zum Ausdruck kam. sprach im allgeminen aus, daß die weiteren Verhandlungen keinen Erfolg versprächen, da unbedingt Wert auf die erwähnten Abänderungen des Tarises gelegt würde, namentlich auf die Aus» dehnung der Akkordarbeit. Hierin wollen die meisten keine Nach- giebigkeit zeigen und eventl. die Konsequenzen tragen. Nur die schon besprochenen taktischen Erwägungen veranlagten den Aurschub. Der Kampf im Baugewerbe— das war die allgemeine Stimmung— ist nicht zu vermeiden. Die Verhandlungen waren mittags zu Ende. Tarifverhandlungen im Schneidergewerbe. Am 22., 23. und 24. Februar waren die Vertreter des All- gemeinen deutschen Arbeitgeberverbandes für das Schneider- gewerbe und die Vertreter der freien, christlichen und Hirsch- Dunckerschen Arbeiterverbände in Frankfurt a. M. ver- sammelt, um die örtlichen Lohnstreitigkeiten zu schlichten. Vor dieser Zusaminenkunft waren bereits erledigt: Augsburg, KottbuS, Dessau, Frankfurt a. O., Pirmasens, Potsdam, Rudolstadt, Satz- Wedel, Wiesbaden(Damenschneider) und Zerbst. Die Verhandlungen in Frankfurt a. M. haben ein vollständig befriedigendes Resultat ergeben. Dort wurden die Lohnverhält- nisse in folgenden Orten geregelt bczw. die Differenzen aus- geglichen: Apolda, Arnstadt, Bielefeld, Bonn, Brandenburg, Breslau, Krefeld, Dortmund, Erlangen, Flensburg, Gera, Gießen, Gotha, Halberstadt, Hanau, Karlsruhe, Kempten i. A., Landau i. Pfalz, Limbach, Mainz(Damenschneider), Marburg, Olden- bürg im Großherzogtum, Plauen i. V., Pößneck i. Th., Rathenow, Straubing, Witten und Zwickau. Der Gang der Verhandlungen bei Differenzen ist»folgender: Es wird zunächst örtlich beraten; wenn bei diesen örtlichen Ver- Handlungen keine Differenzpunkte verbleiben, so ist die Sache er- ledigt. Sofern sich die Parteien am Ort nicht einig werden können, treten die Hauptvorstände zusammen und suchen die bei- stehenden Differenzen zu schlichten. Zu diesen Verhandlungen kommen außer den Hauptvorstandsvcrtretern noch zwei Vertreter der Arbeitgeber und der Arbeitnehmer aus dem betreffenden Ort. Wenn die Differenzen zu groß sind, als daß sie ohne weitexes von den Hauptvorständen geschlichtet werden können, müssen die örtlichen Vertreter wieder weiter in Verhandlungen treten; dies veranlassen die Hauptvorstände. Wenn dann noch Differenzen verbleiben, wird her letzte Rest durch die Hauptvorstandsvqrtreter geschlichtet.— Auf dieser Grundlage ist die Einigung zustande- gekommen.— Es darf nicht früher in Streik oder Aussperrung eingetreten werden, bevor dieser Instanzenweg nicht vollständig durchgangen ist. Außer in den vorgenannten Orten schweben noch Differenzen in zirka 50 kleinerejss Orten, in denen der Arbeitgeberverband jedoch nicht in Frage kommt._ Einen schönen Erfolg errangen in Breslau die freien Gewerkschaften bei der Gewerbe- gerichtswahl. Zum ersten Male wurde nach dem Proporz gewählt und„Hirsche" und Christliche hatten gewaltige Anstren- gungen gemacht, um unseren Genossen jeden Erfolg streitig zu machen. Die Parole hieß:„Wenn nicht die Christlichen siegen, ist es mit der Rechtsprechung ein für allemal vorbei!" Die„Schles. Ztg." hatte noch ein Uebriges getan und in einem gehässigen Artikel die Notwendigkeit scharfmacherischer Arbeitgeber» bei sitz er„bewiesen", die Christlichen trugen gemeine Pamphlete gegen uns und die Hirsch-Dunckerschen von Haus zu HauS— kurzum: Eine gewaltige Agitation, wie sie Breslau noch bei keiner Gewerbcgerichtswahl erlebt hatte. Und das Resultat? Es ist noch mehr wie kläglich für die schon im Siegestaumel schwelgenden Hirsche und Christlichen aus- gefallen: Bei einer Wahlbeteiligung von über 73 Proz. aller ein- getragenen Wähler fielen auf die Hirsche 406, auf die Christ- lichen 610 und auf die freien Gewerkschaften 7918 Stimmen! Es erhalten also von den 51 Beisitzern die Hirsche ganz« 2, die Christ- lichen 4 und die freien Gewerkschaften 45 Beisitzer! Ein Resultat, das aufs neue beweist, daß die Breslauer Arbeiterschaft geschlossen im Lager der modernen Gewerkschaften-stehen. Und diese einflußlosen„Hirsche", hinter denen nicht einmal ein Drittel ihrer Mitglieder stehen, hatten während der letzten 3 Jahre sämtliche 51 Beisitzerposten inne, weil wegen eine? — Schreibfehlers seinerzeit unsere Liste für ungültig erklärt worden warl Dies Resultat war immerhin ziemlich sicher erwartet worden. Geradezu überraschend aber war für uns der Erfolg bei der Wahl der A r b e i tg« b e r- Beisitzer. Hier hatte das Kartell überhaupt keine Agitation betreiben können, hotte mit Mühe genug Kandidaten auftreiben köimen und stand den vereinigten Innungen als Gegner gegenüber. Und doch erhielt unsere Liste von den 542 abgegebenen Stimmen 134, d. h. von den 61 Beisitzern entfallen auf unsere Liste 13! Ueber 25 Proz. der Arbeitgeber haben mithin für uns gestimmt, ein Ergebnis, das in den Kreisen der Krauter Helles Entsetzen auslösen wirdl Der vierte Teil der zur Wahl gehenden Arbeitgeber gleich beim ersten Male sozial- demokratisch— wohin soll das noch führen? WaS soll erst werden, wenn wieder Reichstagswahl sein wird? Im schlestschen Hungergebiete, Reichenbach, PetrrS» Waldau, Langenbielau usw., haben die unter wahren Hungerlöhnen leidenden Textilarbeiter beschlossen, in eine Lohnbewegung vinzutretenl Sie haben den steinreichen Arbeitgebern einen Lohntarif unterbreitet und bis zum 31. März Antwort erbeten. Die Arbeiter dort glauben, jetzt so arm au sein, daß sogar die Fabrikanten das Elend erkennen und in Güte ihre Löhne erhöhen werden. Wir wünschten, daß die Hoffenden nicht allzusehr enttäuscht werden._ Pfarrer und Unternehmer gegen katholisch« Arbeitervereine. In S u n d e r n i. W. waren die Arbeiter der Metallwaren- indnstrie einem katholischen Arbeiterverein beigetreten. Die An« regung zur Gründung eines katholischen Arbeitervereins ging von Franziskaner PatreS aus, die im Orte eine Mission abgehalten hatten. Der Unternehmer sah das nicht gern und drohte jedem Arbeiter mit sofortiger Einlassung, der der christlichen Gewerkschaft beitrete; außerdem protegierte er eine gelbe Organisation, der er sogleich 1200 M. in bar für den Anfang geben wollte. Die Arbeiter aber bestanden auf Freiheit der Koalition und traten nicht aus der Gewerkschaft aus. Nun steckien sich die Fabrikanten hinter den Pfarrer, damit dieser gegen die Gründung des Arbeitervereins de- monstrieren solle. Dieser Zweck wurde dann auch erreicht. Der Herr Pfarrer mißbilligte am folgenden Sonntage von der Kanzel herab die ge- plante Gründung eines katholischen Arbeitervereins und das Vor- geben der Herren Missionare in der Angelegenheit. Der katholische Volksbote meint, er sei sprachlos und stehe vor Rätseln, er verstehe nicht, wie der Pfarrer einer Arbeiterpsarrei sich öffentlich in der Kirche gegen die Gründung eines Vereins aussprechen kann, die von den hochwiirdigsten Herrn Bischöfen und auch vom heiligen Stuhle wiederholt dringendst empfohlen wird, und wie die Fabrikanten, die alle gute Katholiken sind, dazu kamen, den Pfarrer gegen die Ausführung oberhirtlicher Wünsche und Bestrebungen meOU z» machen. Uns scheint die Sache weniger unverständlich. Die neue Zeit der wirtschaftlichen Kämpfe und Machiverhältnisse zwischen Unier- nehmer» und Arbeitern räumt alle allen papiernen Proklamationen der hohen Kirchenwärter tort. Der katholische Unternehmer hat bei ieiner Jnteresienvertretung nicht Rücksicht zu nehmen auf katholische Arbeiter, und der Pfarrer steht dem Unternehmer dabei näher als dem Arbeiter. Das wird den katholischen Arbeitern schon noch fühl» bar werden. Kus'.and. Tie Folgen der schwedischen Massenanssperrunge«. Die große Sägewerks-Aktiengesellschaft Baatskärsnäs im schlve- dischen Nordland ist in Konkurs geraten. Die Schulden betragen, außer dem Aktienkapital von 1 500 000 Kronen, 5 083 003 Kronen, die Aktiva 5 381 110 Kronen. Die Kapitalistenpresse erklärt, daß der Konkurs durch den Massenstreik der Arbeiterschaft verschuldet worden ist. Da jedoch dieser Abwehrkampf eine notwendige Folge der Massenaussperrungen war, so ist es in Wirklichkeit die Sckwe« dische Arbeitgebervereinigung, die die Schuld trägt an dem Konkurs und dem Millnonenverlust, von dem vor allem auch die Nordlands- bank betroffen wird._ Aussperrungsbeschluft im Buchdruckgewerbe z« Haag. Es gewinnt immer mehr den Anschein, daß die Lohnbewegung der Buchdrucker in Haag nicht ohne Kamps zum Ziele führen soll. Die Prinzipale hatten sich durch mündliche Abmachungen bereit erklärt, zum 1. Mai die neue Lohnregelung samt der Verkürzung der Arbeitszeit von 10 auf OVi Stunden einzuführen, aber als dieser Tage die Vertreter der Gehilfenorganisationen bei ihnen vorsprachen, um die Unterschriften zu dem neuen Tarifvertrag ein« zuholen, weigerten sie sich alle bis auf einen, ihr Versprechen ein« zulösen. Inzwischen hat eine Versammlung der Buchdruckerei» besitzer beschlossen, wenn es zur Arbeitsniederlegung kommt, alle Gehilfen, die daran teilnehmen, auf z w e i In h r e von der Arbeit auszusperren. Die Herren werden sich das wohl noch einmal über« legen müssen, denn die Gehilfenschaft ist einmütig entschlossen, nicht auf ihre Forderungen zu verzichten, die. namentlich im Ver- gleich zu den Lohn- und Arbeitsverhältnissen im Buchgewerbe anderer Länder, außerordentlich bescheiden sind. Ein Erfolg der Stahlarbeiter? «uS Bethlehem(Peunsylvanien) wird gemeldet: Die Werkstätten der Bethlehem S t e e l Company sollen so lange geschlossen bleiben, bis die Behörden in der Lage sind, die Arbeitswilligen gegen die Ausständigen»wirksam zu schützen". Ungefähr 9000 Arbeiter sind ohne Beschäftigung. DaS New Dorker Gewerkschaftskartell erklärte sich in einer mit großer Majorität angenommenen Resolution für eine unab- hängige politische Aktion der Arbeiterklasse und Gründung einer Arbeiterpartei. Dieser Beschluß ist direkt auf das Urteil gegen die Hutmachcrunion zurückzuführen, die bekanntlich zu 222 000 Dollar Schadenersatz eines Boykotts wegen verurteilt wurde. Das New Uorker Gewerkschaftskartell fordert den Amerikanischen Arbeiter« bund auf, sofort Maßregeln und Vorbereitungen zu treffen, die Interessen der Arbeiterschaft zu schützen. Das Urteil gegen die Hutmacherunion wird aufs schärfste kritissert und der bedrohten Union volle Unterstützung zugesichert. Versammlungen. Berichtigung. Im Bericht des„Vorwärts" vom Freitag, den 25. Februar, über die Versammlung der Arbeiter der Firma Flohr ist ein Fehler eiithalten. Der Höchstverdieust der Monteure beträgt nicht 77>/2 Pf., wie es im Bericht heißt, sondern nur 72j/, Pf. pro Stunde. �_ Letzte rJacbnchtcn und DepeFeben. Reichstagsstichwahl im Kreise Mülheim-Wippersürth« Gummersbach. Mülheim, 25. Februar.(Privatdepesche des„Vorwärts".) Bei der heutigen Reichstagsstichwahl erhielt der Oberlandes» gerichtsrat Dr. Marx(Zentrum) 2149«, der Schriftsteller Dr. E r d m a n n(Sozdem.) 13 382 Stimmen. Das Zentrum hat mithin das Mandat behauptet. Bei der Hauptwahl am 15. d. M. erhielten: das Zentrum 20 37«, die Sozialdemokratie 10 924, die Nationalltberalen 84K3, die Christlichsozialcn 1140 Stimmen. Der überwiegende Teil der Nationalliberalen hat sich also bei der Stichwahl der Stimme enthalten. Ein drakonisches Kriegsgerichtsurteil. Hohenfalza, 26. Februar.(V. H.) Das Kriegsgericht der 14. Division verurteilte den Musketier Schwenk« vom hiesigen In« fanterieregiment wegen Schlägerei unter„alten Leuten" in Ver- bindung mit einem„Wachtexzeß" und einer Schlägerei mit dem Nachtwächter zu 8 Jahren Gefängnis und Ausstoßung auö dem Heere, Drohende Aussperrung. Mnuchc», 26. Februar. Wie die..Münchener Post" er« fährt, soll der Verband bayerischer Brauereien be» absichtigcn, bei Ablehnung der BicrpreiSerhöhang durch die Arbeiterschaft samtliche Branerciarbeitcr anSznsperre«. Ein Bergsturz. Trier, 26. Februar.(W. T. B.) Bei Mehring ereignete sich heute nachmittag ein Bergsturz. Die Gleise der Moselkleinbahn sind an jener Stelle mit über zehn Meter hohem Geröll bedeckt. Der Bahnverkehr wird durch Umsteigen aufrecht erhalten; die Verkehrsstörung wird voraussichtlich mehrere Tage dauern, da fortwährend neue Erdmassen nachrutschen. Folge« des Hochwassers ht Belgien. Brüssel, 26. Februar.(B. H.) Au« dem MoaSgebiet kommen andauernd ernste Nachrichten. Die Maas und ihre Nebenflüsse. speziell die Sambre, sind seit gestern im raschen Steigen begriffen. Die Lage ist um so bedenklicher, als andauernd starke Regengüsse niedergehen. Verschiedene Ortschaften längs den Ufern der Maas und der Sambre stehen bereits unter Wasser, die Keller und Erd» geschosse sind überflutet. Zahlreiche Fabriken werden den Betrieb einstellen müssen._ Eine Schiffskatastrophe. Buenos Aires, 26. Februar.(W. T. B.) Die „AbariS" stieß heute auf der hiesigen Reede mit einem argentini» scheu Dampfer zusammen. Der Argentinier ging unter und mehrere Personen ertranken. Der englische Dampfer ist, wie man annimmt, nicht beschädigt worden. Vaul Singer& Co.. Berlin SW. Hierzu 5 Beilagen. Verantw. Redakt.: Richard Barth. Berlin. Inseratenteil verantw.: Tb. Glocke. Berlin. Druck u. verloa: Vorwärts Bncbhr. u. VerlaaSanftaU Kr. 49. 27. Jahrgang. 1. Sfilnor des Jonittf Knlim WksblM Ssnatag. 37. Febttlar lM. Mgeorclnetenbaus. M. SiHunz: Sonnabend, den 26. Februar X910, vormittags 10 Uhr. Am Ministertisch: M o l t k e. Die zweite Beratung des Etats des Ministeriums b'es Innern Wird»srtgesetzt. Beim Kapitel„landrätliche Behörden" führt Abg. Brors(Z.) Beschiverde darüber, daß der Oberpräsident der Rheinprovinz in einem Falle dem Kreisausschuß das Vor- schlagsrecht für die Besetzung einer Bürgermeisterstelle versagt habe. Darin liege ein Eingriff in die Selbstverwaltung. Ein Regicrungskonlmissar erwidert, daß der Oberpräsident allerdings in einein Falle einen kommissarisch eingesetzten Bürger- meister definitiv angestellt habe, da ihm alle anderen vom Kreis- ausschuß präsentierten Kandidaten nicht zusagten. Dazu sei er nach der Kreisordnuna berechtigt.(Hört! hört! links.) Abg. Schwabach(natl.) wünscht, daß die litauische Sprache in Versammlungen im Kreise Memel-Heydekrug zugelassen werde, und beschwert sich über mißbräuchliche Ausführung des Reichs- vcreinsgesetzes in Litauen. Abg. v. Goßler sk.): Die Beschwerden über die Landräte sind in diesem Hause immer geringer geworden.(Widerspruch links.) Für alle Einzelfälle können wir nicht verantwortlich sein. In ikre? Hauptaufgabe, äem Kampfe gegen die Sozialdemokratie, haben sieh die Landräte durchaus bewährt(ßravol rechts.) Daß unsere Verwaltungsbeamten zum großen Teile konservativ sind, ist ja richtig, aber welcher vernünftige Mensch wird es denn nicht billigen, daß der preußische Staat dadurch, daß er die Be- amten vorzugsweise aus den alten preußischen Beamtenfamilien nimmt, seine alten Beamtentraditionen zu wahren sucht? Jeder gewöhnliche Betriebsunternehmer sucht sich doch heute den Nach- wuchs seiner Arbeiterfamilien für den Betrieb zu sichern. Auch liegt in der altpreußischen Einfachheit und Sparsamkeit dieser Bcamtenfamilien ein wertvolles 5tapital.(Zuruf links: Korps- studententuml) Uebrigens ist es ganz erklärlich, daß die Beamten, die zur Wahrung der Staatsautorität berufen sind, sich an die Partei anschließen, die diese Autorität grundsätzlich und am sichersten anerkennt.(Na! Na! links. Sehr richtig I rechts.) Stellen Sie sich vor, daß in dem Kreise eines liberalen Landrats die Liberalen mit den Sozialdemokraten ein Bündnis eingehen; dann muß er entweder seine Partei verleugnen oder sein Amt niederlegen. In diesen Gewissenskonflikt wird ein konferva- tiver Landrat niemals kommen.(Große Heiterkeit links.) Es liegt eben an dem liberalen Material, wenn nur Konservative Be- amte werden.(Unruhe links.) Wenn man wünscht, daß die höheren Verwaltungsbeamten aus den Parlamentariern genommen werden, so habe ich doch Bedenken, bei aller Achtung vor der hohen Intelligenz, die in den Meisen der Parlamentarier der Linken vertreten ist,(Heiterkeit rechts) ob sich dadurch die Verhältnisse bessern würden, und wenn es nach der Stärke der Fraktionen ginge, würden Sie(zu den Freisinnigen) ja übrigens auch nicht viel besser dabei stehen als wtzt I(Heiterkeit rechts.) Ich kann Ihnen nur zurufen: Aendern Sie sich, dann werden Sie sich und dem Staate mehr nützen.(Bravo! rechts; Gelächter links.) Abg. Graf Praschma(Z.) bringt einen Fall aus Schlesien zur Sprache, wo die Mitglieder einer Mrkommission ihr Amt nieder- gelegt haben, weil der Vorsitzende den Zentrumskandidaten gewählt hatte.(Hört! hört! und Heiterkeit.) Im nächsten Jahre erschien dann eine Verfügung der Zentralbehörde, lvonach die 5zöcordnung für den Kreis aufgehoben wurde. Also weil der Vorsitzende * für das Zentrum gestimmt hatte, wurde auf einmal die freie Kuh- liebe im Kreise proklamiert!(Große Heiterkeit.) Abg. von Kardorff(ff.): Die Körkommission mußte aufgelöst werden, weil die Mitglieder sich zu den Sitzungen nicht einfanden. Im übrigen kann ich mich nur meinem Parteifreunde Freiherrn v. Zedlitz anschließen, der diejenigen deutschen Elemente in den Ostmarkcn, welche sich zu Schleppenträgern des Polentums gemacht haben, als Landesverräter gekennzeichnet hat.(Gelächter im Zentrum.) Ich habe ekn großes Verständnis für den Fdealis- mus der Polen, mit dem sie Phantomen nachjagen, aber eine andere Stellung nehme ich den Deutschen gegenüber ein, die nicht das Maß von Nationalgefühl besitzen wie die Polen. Als Landrat kann ich nur mit Vertrauensmännern der einen oder anderen nationalgefinnten Partei arbeiten, aber nicht mit Ele- (menten, die die Deutschen verachten und die Polen auch. Warum unterstützt � das Zentrum überhaupt die Polen? Aus Mandats- .Hunger! Aber das ist einer so großen Fraktion durchaus unwürdig. (Große Unruhe im Zentrum.) Der konfessionelle Frieden tut nirgends so not wie in der Ostmark, schon um der großen sozial- demokratischen Gefahr wirksam entgegentreten zu können.(Bravo! rechts.) Minister v. Moltke erwidert dem Abg. Schwabach, daß in den Kreisen Königsberg und Gumbinnen der Gebrauch der litauischen Sprache in Versammlungen allgemein gestattet sei. Abg. Graf Praschma(Z.): Ich bin erstaunt, daß Herr Kar- dorff den von mir vorgebrachten Fall zum Anlaß genommen hat. eine so heftige Rede gegen das Zentrum zu halten. Dem fricd- lichen Zusammenarbeiten der Deutschen in der Ostmark wird da- durch nicht gedient.(Sehr richtig! im Zentrum.) ?lbg. Lippmann(frs. Vg.): Herr Goßler hat wieder behauptet. die Konservativen seien berufen, die Staatsautorität zu wahren. Wo blieb denn der Respekt vor der Staatsautorität bei der Reichs- erbschaftssteucr?(Sehr gut! links. Unruhe rechts.) Wo blieb der Respekt sogar vor einem Königswort bei der großen Kanal Vorlage?(Unruhe rechts.) Und was aus der Wahlrechtsvorlage wird, für welche ja auch die Staatsautorität engagiert ist, weiß auch kein Mensch. Bis jetzt haben die Konservativen mit Hilfe des Zentrums das Oberste nach unten gekehrt.(Sehr wahr! links.) DaS konservative Parteiregiment können Sie nicht bestreiten. Der Landrat ist dazu da, gute, das heistt konservative Wahlen zu machen. Wg. v. Böhlcnborf-Kölpin(k.): Der Linken können eS die Landräte nie recht machen. Entweder nennen Sie sie Ja-Brüder oder Rebellengarde. Sie aber sollten doch die Unabhängigkeit der Landräte anerkennen.(Sehr gut! rechts.) Abg. v. Niegolewski(Pole) beklagt, daß die Landräte im Osten mit zweierlei Maß messen. Abg. Dr. Wiemer(frs. Vp.): Herr b. Goßler meinte, die Konser- vativen hätten das meiste Verständnis für Staatsautorität.(Sehr richtig! rechts. Lachen links.) Unabhängigkeit und Selbständigkeit respektieren wir selbstverständlich auch bei den Konservativen. Ab- hängig ist leider meist die Regierung, das ist wohl auch eine„gott- gewollte" Abhängigkeit.(Heiterkeit und Sehr gut! links.) Bei der Reichserbschaftssteuer hat die Staatsautorität durch das Ver- halten der Konservativen schwer gelitten, die sich mit dem Zentrum und den Polen gegen die Regierung verbündeten.(Lachen rechts.) Hieß es doch damals, die Regierung habe den Reichstag nicht auf- gelöst, weil sie nicht sicher war, daß die Landräte für die Regie- rungspolitik in diesem Falle eintreten würden! Herr v. Goßler hat ja heute bestätigt, daß die Landräte ihre Aufgabe darin sehen, die konservative Parteipolitik zu unterstützen. Gewiß sollen auch die Landräte daS Recht der freien Wahl haben, aber sie sollen nicht ihren amtlichen Einfluß zur politischen Beeinflussung mißbrauchen. (Sehr richtig! links.) Nicht die politische Gesinnung, nicht Familien- beziehungen sollen bei der Besetzung von Staatsämtern entscheidend sein, sondern allein die Tüchtigkeit.(Bravo! links.) Jetzt an Aemtern besonders beteiligt zu werden, daran haben wir gar kein Interesse. Der Versuch des Zusammenarbeitens von Konservativen und Liberalen ist gemacht worden und durch die Schuld der Konser- vativen gescheitert. Wenn Herr v. Goßler meinte, wenn die hohen Staatsämter aus Parlamentariern besetzt würden, würden wir auch wenig Vorteil davon haben, so bemerke ich, daß die Stärke der konservativen Fraktion durchaus nicht der Stärke ihrer Wähler- zahl entspricht, sondern lediglich dem rückständigen Wahlrecht und der veralteten Wahlkreiseinteilung zu verdanken ist.(Sehr richtig! links.) Bei einem gleichen und geheimen Wahlrecht würden zweifellos nicht so viele Konservative, namentlich nicht fo viele Landräte in dieses Haus einziehen. Das würde vielen Kreisen zugute kommen, vorausgesetzt, daß die Landräte ebenso viel Ver- waltungstalent besitzen wie politischen Einfluß.(Bravo! links.) Wg. Fleuster(Z.) bringt einen weiteren Fall vor, in dem der Landrat in das Jagdverpachtungsrecht einer Gemeinde cinge- griffen hat. Hierauf wird ein Antrag auf Schluk der Debatte von der Rechten und dem Zentrum angenommen. Wg. Borgvlann(Soz.): Ich stelle fest, daß ich durch den Schluß der Debatte verhindert worden bin, namens meiner Partei, von der überhaupt bei dieser Debatte noch niemand zu Worte gekommen ist. darzulegen, wie sehr gerade unsere Partei durch die Art und Weise, wie die Landräte ihre Geschäfte führen, geschädigt worden ist. Das Kapitel wird bewilligt. kleines Feuilleton. Gedanken aus dem Tagebuch des geheimen OberkommiffarS v. Fehlgriff:»Zirkus Busch. Es war ein erhebender Moment, als Herr v. Oldenburg ausrief: Wir zerschmettern siel Die ganze Landwirtschaft stand aufrecht und streckte die fleischigen Schwur- finger in die Luft. Mir stieg das Wasser in die Augen. Wollte Gott, wir hätten mehr solcher Männer in dieser schweren Zeit." »Schon wieder Aerger. Als der Zug der Stadtmissionare und Jungfern vom weißen Kreuz durch die Burgstraße nach dem Dom zieht und gerade das ergreifende Lied intoniert„Wir sündhaft Eitcrbeu.. heu.. len...", lehnt sich dieser Lümmel von Acht- groschen-Agente gewohnheitsmäßig weit aus dem Fenster und schreit runter: Unser allergnädigster k. pp.! Dieser saudumme Stiesel. ehrliche Bürger zu provozieren! Ich entlasse das Heupferd noch heute. Habe ich ihm darum das Zimmer gemietet? Seinen Nach- folger werde ich vorsichtshalber erst beim Physikus auf Farbenblind- heit untersuchen lassen, ob der auch rot und schwarz unterscheiden kann" »In der Konferenz wurde heut ernstlich erwogen, wie man die Bande besser zu Paaren treiben könnte. Die jetzige Bewaffnung sei unzulänglich. Zumal die Schuppenkette unterm Kinn nicht den gchofften Eindruck macht und die Mannschaft zu beständigem Niesen reizt. Da wir in Frankfurt den Kürzeren gezogen haben, schlug ich vor, den Spieß umzukehren, unsre Leute mit gestoßenem Pfeffer auszurüsten und den verfl. S.-D. die Brownings zu über- lassen. Ich wollte noch weiter die Bierflasche mit dreimaligem Armschwung empfehlen, aber der Polizeipräsident fiel mir gleich in die Parade, wir hätten doch schon einmal Fiasko gemacht mit dem Versuch, de» Raubmördern Mehltüten an den Rockschoß zu heften. Darauf wandte er mir in demonstrativer Weise sein Hinter- gebäude zu. Muß ich mir das bieten lassen? Auch ich bin Reserve- leutnant. Aber man hat Kinder. Und das Gehalt ist gut." »So ein Rixdorfer Stadtverordneter hat es doch furchtbar leicht. Seht auf und sägt, ich bin hier nur kgl. pr. Beamter, und schießt den Vogel ab. Sicher hat er schon einen. Vielleicht sogar dritter Güte. Unsereiner schwitzt täglich aus allen Knopflöchern fürs Vaterland und besieht sich den Essig. Ter Piepmatz wird einem sauer gemacht. Aber das Gehalt ist gut. Und die Renumerationen find besser." „Wir sollen die Rotte photographieren. Dan» gibt's keine Ausrede mehr, wer zuerst gepfiffen hat. Das ist nun wieder so «in Aerger. Geh ich da mit meinem Kasten unter dem Arm durch die Lindenstraße, um meine Jungs zu inspizieren; da fühl ich deutlich, daß ich fixiert werde. Ich blicke entrüstet auf. wie ich so zu blicken Pflege. Aus dem Omnibus grinst mir so ein Patron zu, schiebt eben seine Kamera zusammen und ruft noch: Sie können uns am Abend photographieren! Eh ich noch mein Trillerdings raushole, ist er schon heidi. Also er hat mir! Nun die Geschichte ist am Ende nicht so schlimm. Ich laß mir den Poposcheitel wegfrisieren; dann kennt mich keiner wieder." Für richtige Abschrift bürgt Der Wochenbeschauer. Tie Photographie in natürlichen Farben ist durch die seit etwa zwei Jahren in die Praxis eingeführte Erfindung der Brüder L u m i e r e in Lyon wesentlich vereinfacht worden. Während nach dem älteren Verfahren für eine Photographie, die in natürlichen Farben reproduziert werden sollte, drei Aufnahmen durch farbige Gläser(blau, gelb und rot) gemacht werden mußten, gestattet die Lumieresche Erfindung die Herstellung eines Bildes in natürlichen ! Farben durch eine einzige Aufnahme. Das wesentliche der 1 Lumiereschen Erfindung besteht darin, daß die Erfinder die farbi- j gen Filter in Gestalt mikroskopisch kleiner gefärbter Stärkeköruchen auf die Glasplatte auftrugen und darüber die lichtempfindliche Bromsiwerschicht anbrachten. Nach der Belichtung und Entwicke- lung entsteht schließlich auf der Aufnahmeplatte selbst ein positives, durchsichtiges Bild in natürlichen Farben, das aber nicht, wie die gewöhnliche Photographie auf Papier übertragen werden kann. Ueber die Leistungen des Lumiereschen Verfahrens konnte sich das große Publikum bisher noch kein Urteil bilden, weil in der Oeffentlichkeit sehr wenig davon zu sehen war._ Selbst die vorjährige internationale photographischc Ausstellung in Dresden brachte nur einzelne, nicht einmal durchweg vollkommene Arbeiten nach dem Lumiereschen Verfahren. Daß die Leistungen dieses Ver- fahrens in der Oeffentlichkeit noch wenig bekannt sind, hat seinen Grund: Für den berufsmäßigen Porträtphotographen kommt das Verfahren kaum in Betracht. Seine Ausübung beschränkt sich in der Hauptsache auf einen verhältnismäßig kleinen Kreis von Amateuren.— Am Sonnabend wurde— unseres Wissens zum erstenmal in Berlin— der Oeffentlichkeit eine Vorführung von Bildern nach der Lumiereschen Methode geboten. Das geschah in der Urania durch Herrn Hans H i l d e n b r a n d aus Stuttgart. Er führte Aufnahmen, die auf Platten 13 mal 18 Zentimeter gc- macht sind, mit dem Projektionsapparat in etwa 10 bis 12facher Vergrößerung vor. Die Farben waren von einer überraschenden Natürlichkeit, sowohl in de» Wiedergaben von Gemälden, als auch in den nach der Natur gemachten Aufnahmen von Landschaften, Blumen und Stilleben. Die lange Reihe stimmungsvoller Bilder von unübertroffener Naturwahrheit hat nicht nur für den, der sich für die Farbcnphotographie interessiert, lebhaftes Interesse, son- dern sie bieten audh rein als Bilder betrachtet einen künstlerischen Genuß. Die Borführung wird am Montag wiederholt. Theater. Deutsches Theater:„Judith" von Hebbel. Endlich ist die von Reinhardt für sein vorjähriges München« Sommer- Beim Kapitel „Polizeiverwaltung in Lerlin und Umgebung" weist Wg. von Bülow-Homburg(natl.) auf den Werk eines ein- heitlichen Bebauungsplanes für Groß-Berliu hin. Abg. Liebknecht(Soz.): Das Berliner Polizeipräsidium entfaltet eine ungeheure poli- tische Tätigkeit. Von einer ungeheuren Anzahl Personen, die im Vordergründe des politischen Lebens stehen, besitzt es Personalakten, es bildet den Zentralpunkt der gesamten politischen Polizei in Preußen. In dem Kampf gegen Turnvereine, denen Sozialdemokraten angehöre», geht eS genau so vor wie gegen die dänischen und polnischen Turnvereine. Die Lehrer, die dort ohne besondere Lehrerlaubnis Turnunterricht geben, werden schwer bestraft. Ja, man nimmt selbst die Gastwirte, die solchen Turnvereinen Unterkunft gewähren. in Strafe! Das Berliner Landgericht I hat erst vor kurzem daS Berliner Polizeipräsidium und das Kultusministerium zur Ordnung gerufen, indem es ein solches Vorgehen für ungesetzlich erklärt halt Sogar Jugendchöre, von denen man annimmt, daß ihre Mitglieder auf dem Boden der proletarischen Weltanschauung stehen. werden fortgesetzt chikaniert. Personen, die wegen irgend welcher geringfügiger Delikte in Untersuchungshaft genommen sind, werden wie Verbrecher photographiert und in däs Verbrecheralbum auf- genommen! In einer Verfügung des Berliner Polizeipräsidenten vom 16. Januar 1908 wird dies zwangsweise Photographieren damit „gerechtfertigt", daß der betreffende Anarchist sei und als solcher einer Partei angehöre, die den Umsturz der bestehenden staatlichen und gesellschaftlichen Ordnung bezwecke und deren Tun und Treiben deshalb von der Polizei pflichtgemäß überwacht werden müsse? (Hört! hört! b. d. Soz.) Diese„Begründung" ist skandalös. Danach kann jeder Sozialdemokrat nach Auffassung der Polizei in dieser entwürdigenden und beleidigenden Art zwangsweise photo- graphiert werden. Nach dieser Begründung können auch Polen, Dänen und vielleicht auch einmal die Herren vom Zentrum in daS Verbrecheralbum gebracht werden! Im Interesse der Kulturehre Preußens sollten sich die verschiedensten Parteien dieses Hauses gegen solche Uebergriffe der Polizei wenden. Ferner möchte ich anfragen, ob es richtig ist, daß die berüchtigte russische Polizeiagentin Jutschenka, alias Gernegroß sich jetzt wieder mit Genehmigung der Polizei in Charlottenburg aufhält. Es ist dies bekanntlich eins der jämmerlichsten, moralisch korrumpiertesten Individuen, die es jemals in der politischen Gc- schichte gegeben hat; sie hat alle möglichen Opfer an den Galgen geliefert, hat unerhörte Provokationen getrieben, sich im Ausland von der russischen fteigesinnten Jugend als Märtyrerin für die russische Freiheit verehren lassen und zu gleicher Zeit als weiblicher Judas im Dienste der Polizei gestanden! Es ist kein Zweifel, daß sie ihre jetzige Anwesenheit in Charlottenburg benutzt, um ihre verbrecherische niederträchtige Tätigkeit fortzusetzen. Ferner möchte ich fragen, ob der Berliner Polizeipräsident dar- über unterrichtet ist, daß nach unwidersprochenen Zeitungsmeldungen die russische politische Polizei in Brüssel und Namur unter Leitung des derühmten Harting-Landeffen jetzt wieder eine Zentrale für auswärtige Spitzelei eingerichtet hat und daß in Berlin eine Nnterzentrale zu demselben Zweck für Deutschland, Oesterreich und die sämtlichen skandinavischen Länder eingerichtet worden ist! In Berlin dürfen ja diese Spitzel ihre Tätigkeit ungehindert, ja mit Unterstützung der Polizei entfalten. Die Berliner Polizei arbeitet gradezu in Kompagnie mit de» erbärmlichsten russischen Spitzeln. 1307 wurde bekanntlich eine Razzia unternommen gegen die Berliner russische Lesehalle. Sie wurde aufgelöst und viele Russen wurden ausgewiesen. Die Polizei scheint nachher eingesehen zu haben, daß sie sich damit ge° wissermaßen inS eigene Fleisch geschnitten hat, indem sie sich der Möglichkeit beraubte, die Tätigkeit der in Berlin anwesenden Russen gastspiel inszenierte„Judith" nun auch auf dem Deutschen Theater erschienen. Würdig reiht sich die Aufführung dem besten. waS an diese Stätte geboten wurde, an. Die seltsame Dichtung, in die der junge Hebbel, künstlich konstruierend, allerhand vieldeutig schillernde Gedanken über die Gottesvorstellungen der Menschheit, das Verhältnis von Juden- und Heidentum, den Gegensatz und Kamps der Geschlechter hineinverwoben, glühte und flammte in dieser Wiedergabe, griff wie der Anblick eines imposanten Natur» schauspiels an das Herz. Glänzend war schon der Auftakt des ersten AktS: Der grau- same, zuchtlose, zum Uebermenschen aufgeblähte Holofernes Wegeners, der mit wollüstig verzücktem Lächeln von einer Zu- kunft träumt, wo er, ein Herrscher über die ganze Erde, zugleich als Gott angebetet werden wird. Der Schauspieler verstand mit feinem Takt, die Hintergründe, aus denen die Selbstvergötterung ihre Nahrung zieht, durchscheinen zu lassen und, ohne der Gestalt etwas von ihrer Furchtbarkeit zu nehmen, die Illusion des Mög- lichen zu wahren. In machtvoller Steigerung schlössen sich die Judith-Szenen an. in denen Tilla Durieux' immer eigenartiger und mannig- sacher aufblühendes Talent jede Erwartung übertraf. Mit einer nachtwandlerischen Sicherheit brachte sie die viel verschlungenen Züge der Judith, ihre geheimnisvolle Innerlichkeit zum Leuchten. Weibliche Sinnensehnsucht, der Drang, die Schranken des Gc- schlechts durch eine große heldenhafte Bcfreiertat zu überspringen. religiös begeisterte Extasc und die bohrende Verzweiflung, als sie die blutige Tat vollendet, doch nicht in jenem Geiste vollendet hat. in dem ihr die Ausgabe geworden— das alles sprach in Akzenten fortreißender Uebcrzeugungskraft. Die Erzählung ihres wunder- samen, aus Mysterien der Zukunft deutenden Eheschicksals war eine bedeutsame Ouvertüre. Ein Wilder Farbenbrand, entrollt(ich das Gemälde der nächtlichen Szenen im Lager des Holofernes. Die Volksszencn im belagerten Bethulien zeugten wieder von Reinhardts merkwürdiger Regiekunst. Die Bewegung der ver- durstenden, von Zeit zu Zeit in laute Klage ausbrechenden Menschen war malerisch-rythmisch wunderbar gegliedert und schwoll beim Auftreten des von Schildkraut lrefftich dargestellten Pro- pheten zu tosender Brandung an. Im Schlußakt freilich hätte man eine kürzere Zusammenfassung der Elendsbttder wünschen möge». Dauerte die Aufführung doch ohnehin vier Stunden. 6r. Notizen. Vorträge. Im Institut für Meereskunde spricht am Dienstag, den 1. März, Dr. M. Bonn- München: »Ueber die Regierung d c r K o lo n i e n"; Freitag, den 4., Graf Larisch-Wien üb«:»Sturmtage im Süd- atlantik", unter Vorführung von Lichtbildern, die er auf ein« Fahrt um Kap Horn aufgenommen hat. auf ein« ziemlich bequeme Weise zu beobachten. Man ist bann in inoffizieller Weise an die Russe» herangetreten, sie möchten doch wieder eine Lesehalle gründen, die Polizei würde nichts dagegen haben! Natürlich lehnte man dies„freundliche Ansinnen" ab. In- zwischen ist aber in Berlin eine nene Lesehalle gegründet worden, von der der dringendste Verdacht besteht, daß sie von russischen Spitzeln im Einverständnis mit der Berliner Polizei ausgeht? ES sind Untersuchungen angestellt über die Herkunft des Materials, der Gelder und Bücher, und die betreffenden Personen haben sich in solche Widersprüche verwickelt, und sich solche Un- Wahrheiten zuschulden kommen lassen, daß der dringende Verdacht besteht, daß man es hier mit den unsaubersten Persönlichkeiten zu tun hat. In der Leitung der Lesehalle sitzt eine Persönlichkeit, die seit langem als Spitzel bereits entlarvt ist. Es wird noch eine genauere Untersuchung darüber stattfinden, aber ich möchte schon jetzt von dieser Stelle aus an alle in Berlin lebenden Russen die Mahnung richten, daß sie dieser Lesehalle mit äußerster Vorsicht gegenüber stehen und in diese Polizei falle nicht hinein- geraten! Weiter möchte ich auf folgenden Vorfall hinweisen: Im Februar 1909 befand sich hier ein russischer Schriftsteller Ananjin, um einige ganz unpolitische Vorträge literarischen Cha- rakters zu halten. Er erließ Zirkulare an verschiedene russische Studentengruppen in Deutschland: ob sie auch von ihm Vorträge haben möchten. Gerade in dem Moment, als er die Antworten bei sich hatte, verhaftete ihn die Berliner Polizei, nahm ihm die Schriftstücke ab, und nun wurde in ganz Deutschland herumtele- graphiert und eine Razzia veranstaltet! Man konstruierte das Bestehen einer russischen Geheimbündelei"! In dem Prozeß, der im Juni veranstaltet wurde, sind die meisten Angeklagten frei-- gesprochen worden, eine geringere Zahl zu geringen Strafen verurteilt, da anerkannt wurde, daß sie irgendwelche schädlichen Zwecke nicht verfolgt hätten, sondern der einzige Krund für die Geheimhaltung die Angst vor den russischen Spitzeln in Preußen gewesen sei. Das Gericht stellte dabei fest, daß eine Geheimhaltung vor russischen Spitzeln identisch sei mit einer Geheimhaltung vor der preußischen Polizei, hielt also die Solidarität zwischen den in Deutschland lebenden russischen Spitzeln und der preußischen Polizei für etwas Selbstverständliches.(Hört! hört! bei den So- gialdemokratcn.) Die Berliner Polizei hatte auch an die öfter- reichische Polizeiverwaltung«ine Warnung geschickt; diese hat sie aber ebenso abblitzen lassen, wie in dem bekannten Königs- derger Prozeß das Berliner Polizeipräsidium von der S ch w e i z e r Polizei abgeblitzt wurde. Der Prozeß wurde unter dem Namen Grinblatt u. Gen. im Juni in Dresden verhandelt. In dem Prozeß wurde ein Brief eines gewissen Peskin an Ananjin verlesen, in dem es nach der b e gl a u b iji4 e n Uebersetzung der 7. Abteilung des Berliner Polizeipräsi- diums hieß:.... „Da die Vorträge hier geheim(konsptratrv) veran- staltet werden, so bitten wir Sie, mitzuteilen, unter tvelchem Namen Sie hier auftreten wollen." Am zweiten Tage wurde auf Verlangen des Verteidigers das Original des BozefeS vorgelesen, und es stellte sich heraus» daß die Stelle folgendermaßen hieß: „Da die Vorträge hier legal öffentlich mit Anmeldung bei der Polizei veranstaltet werden, so bitten wir Sie mitzuteilen. (Hörtl hört! bei den Sozialdemokraten.) ES hatte also hier irgendein Halunke, um die Russen hinein. zulegen, den Brief genau in das Gegenteil gefälscht!(Hört! hört! bei den Sozialdemokraten.) Das Gericht war s o konsterniert über diese bewiesene fäirchung dce Berliner Polizei- Präsidiums, daß der Vorsitzende von dem Augenblick an einen ganz anderen Ton gegen die Angeklagten anschlug, und daßMr der Begründung des Urteils ausdrücklich hervorgehoben wurde, �daß die Art und Weise, in der die in Deutschland lebenden Russen von der Polizei bc handelt werden, ihnen allerdings die größte Vorsicht zur Pflicht macht".(Hört! hört! bei den Sozialdemokraten.) Ich frage den Herrn Minister als Vorgesetzten oeS Berliner Polizeipräsidiums, ob er über diese infame Fälschungsgeschichte, die sich würdig den Fälschungen im KönigSberger Hochverratsprozeß anreiht, orientiert ist und befriedigende Erklärungen abgeben kann darüber, ob Remedur stattgefunden hat und ob der erbärmliche Schuft, der die Fälschung gemacht hat, zum Teufel gejagt ist. Wir können ver- langen, daß die Polizei, nachdem sie gegenüber anständigen, wenn auch politisch mißliebigen Russen eine derart unerhörte Praxis zur Anwendung bringt, nicht im allerhöchsten Maße unsauberen Individuen, die aus Nußlano kommen, Unterschlupf gewährt. Wir sind gewiß Gegner jeglicher Ausweisungen. Aber wenn man es für zulässig hält, politisch mißliebige Ausländer zur Schande Deutschlands und zur Ehre der russischen Knute auszutveisen, dann haben wir das gute Recht, zu verlangen, daß das Berliner Polizeipräsidium diese Schufte und Judasse, die nach Deutschland kommen, daß es diese ganze Bande zum Tempel hinausjagt.(Leb- Haftes Bravo! bei den Sozialdemokraten.) Auf eine Anregung des Abg. Faßbender(Z.) erklärt Minister v. Moltke: ES ist mir bekannt, daß das gewohn- hcitSmäßige Tragen von Schußwaffen, das wir jetzt konstatieren müssen, dazu führt, daß Zwistigkeiten, die zuerst einen harmlosen Charakter tragen, leicht einen blutigen Verlauf nehmen. Wir sind bemüht, Slbhilfe zu schaffen. Auf gesetzlichem Wege läßt sich daS vorderhand nicht machen, sondern nur auf dem Verwaltungs- wege. Für Berlin steht die Regelung unmittelbar bevor. Abg. Strosser(k.): Der Abgeordnete Liebknecht stellt eS so dar, als ob die Russen, die überwacht werden, ganz harmlose Leute wären. Ich erinnere daran, daß sie die Gastfreundschaft, die sie genießen, schon in schnöder Weise gemißbraucht haben. Denken Sie nur an die Waffcnsnnde und an die Waffenschmuggeleien für die Revolution.(Lebhafter Widerspruch bei den Sozialdemokraten.) Ob der von Dr. Liebknecht verlesene Brief wirklich gefälscht ist oder nicht, lasse ich dahingestellt. Man hat mir gestern auch vor- geworfen, ich hätte ein Zitat aus dem Buche„Der historische Materialismus" von Gorter gefälscht. Ich habe mir inzwischen das Buch verschafft und halte alles aufrecht, was ich gestern gesagt habe.(Hört! hörtl rechts.) Es steht wörtlich in dem Buche drin, was ich gestern aus der„Schlesischen Zeitung" vorgetragen habe. '(Hört! hörtl rechts.) Im übrigen kann ich den Minister nur bitten, sein ganzes Augenmerk auf di« sich hier aufhaltenden Russen zu richten.(Bravo l rechts.) Abg. Hirsch-Berlin(Soz.):j Es ist mir unbegreiflich, wie nach der gestrigen Debatte und nachdem der Abgeordnete Strosser angeblich das Buch von Gorter gelesen hat, dieser Herr noch die Stirn haben kann, sich hier hinzustellen und zu erklären... Vizepräsident Dr. Porsch: DaS dürfen Sie von einem Mitglieds dieses Hauses nicht sagen. Abg. Hirsch-Berlin(Soz.): Ich will nachweisen, daß das, was ich gestern behauptet habe, den Tatsachen entspricht. Herr Strosser hat gestern zitiert: „Der Klassenkampf tötet ein gut Teil der Sittlichkeit. Nur innerhalb der Klasse kann auf den Gebieten des Klassenkampfes noch von irgendeinem sittlichen Gebot die Rede sein; der anderen Klasse gegenüber gilt das höchste sittliche Gebot ebensowenig wie dem Feind gegenüber." Ich lege kein Gewicht darauf, daß zlvischen diesen beiden Sätzen ein Satz fehlt, der etwa 4 Druckzeilen umfaßt. Dagegen ist folgendes von entscheidender Bedeutung: Herr Strosser fährt nämlich unmittelbar im Anschluß an diese Sätze fort: „Der Arbeiter wird den Unternehmer nicht belügen und bc- trügen, wo er nur kann." Ich stelle fest, daß zwischen den von mir vorhin verlesenen und diesen Worten nicht iveniger als 19 Druckseiten stehen, die Herr Strosser ausgelassen hat.(Hört! hört! bei den Sozialdemo- traten.) Aber nicht nur das. Um die letzten Worte in einen logischen Zusammenhang zu bringen mit dem, was ich zuerst ver- lesen hatte, ist auch der Anfang dieser Worte direkt gefälscht war- den. Auf den 19 ausgelassenen Seiten untersucht der Verfasser die Kräfte, die beim Menschen tätig sind. Er weist, gestützt au' Darwin, nach, daß in der menschlichen Brust ein Drang, anderen zu helfen, lebt; ein sittliches Gebot rein irdischen, ja tierischen Ur- sprungs, daß aber durch den Kampf ums Eigentum, durch die Konkurrenz und den Klassenkampf die Aeußerung dieses Gesetzes immer verschieden ist. und daß gegenüber Klassengenossen das Sittengesetz ganz anders lautet als gegenüber Klassen- a e g n e r n. Und nun stellt Gorter fest, daß das, was er eben behauptet hat, auf den Unternehmer zutrifft, und nachdem er das festgestellt hat, fährt er fort:„Umgekehrt wird auch der Arbeiter den Unternehmer nicht belügen und betrügen, wo er nur kann." Diese Worte sind verwandelt worden in die Worte:„Der Arbeiter wird den Unternehmer nicht belügen und betrügen usw." Wenn das das Zitieren eines wissenschaftlichen Werkes ist, wenn das keine Fälschung ist, dann weiß ich nicht, was eine Fälschung ist. (Sehr richtig! bei den Sozialdemokraten; Unruhe rechts.) Nach diesen Worten Gorters kommen dann die Worte, mit denen Herr Strosser sein Zitat schloß. Aber auch dazwischen fehlt wieder eine ganze Druckseite.(Hört! hörtl bei den Sozialdemokraten.) Ich überlasse es dem Urteil des Hauses, selbst zu entscheiden, ob das, was Herr Strosser verlesen hat, eine Fälschung ist oder nicht. Jeder, der noch seinen gesunden Menschenverstand befitzt, wird mir zugeben, daß es eine Fälschung ist.(Bravo! bei den Sozialdemo- traten.) Abg. Strosser(k.): Ich kann hier doch nicht ein ganzes Buch vorlesen.(Heiterkeit.) Durch das Wort„umgekehrt" wird der Sinn in keiner Weise geändert. Das, worauf es mir ankam, steht in dem Buche für jeden klar und deutlich zu lesen. Auch ich über- lasse das Urteil dem hohen Hause. Abg. Hirsch-Berlin(Soz.): Jeder, der einmal ein wissen. schaftliches Werk gelesen hat— und es handelt sich hier um ein philosophisches wissenschaftliches Werk— wird mir zu. geben, daß man nicht so zitieren darf, wie Herr Strosser es getan hat. Ich halte ihm zugute, daß er in der kurzen Zeit dieses philo- sophische Werk nicht verstehen konnte. Er wirst durcheinander das, was Gorter selbst sagt, und das, was er als Einwendungen wieder gibt. Abg. Strosser(k.): DaS ist nicht wahr! Im übrigen war ich genötigt, den Vorwurf, den mir der„Vorwärts" macht, ich hätte ein Zitat gefälscht, zurückzuweisen. Abg. Hirsch-Berlin(Soz.): Ob der„Vorwärts" das behauptet hat, weiß ich nicht. Nicht gegen den„Vorwärts", sondern gegen mich hat sich Herr Strosser gewendet. 11 ieraU� bertaet k32 Haus die Weiterberatung auf Montag, Schluß 4 Uhr.___ Parlamentarisches. Eine Resolution der sozialdemokratischen ReichstagSftaktion ver langt einen Gesetzentwurf, wonach der§ 8 des Wahlgesetzes dahin ergänzt werden soll, daß die einzelnen Neuwahlen, die während einer Legislaturperiode notwendig werden, innerhalb eineS Zeitraums von 60 Tagen nach Erledigung drS Mandats vorgenommen werden müssen._■ Kali. Die ReichStagskommission zur Vorberatung deS Gesetzentwurfs über den Absatz von Kalisalzen trat Freitag vormittag zu- sammen. ES lagen ihr drei Anträge zur Beratung vor. Nr. 1 vom Zentrum und Nr. 2 von den Sozialdemokraten gestellt, ver- langen die Vorlegung von Materialien, auf Grund deren die Weiterberatung stattfinden soll. Abg. Kölle(Wirtsch. Vg.) ver- langt, daß die Regierung Material über die amerikanischen Kali- Verkäufe der Schmidtmanngruppe beibringe, und daß die Akten eines beim Landgericht Nordhausen gegen Schmidtmann geführten Pro- zesses der Kommission vorgelegt werden. Abg. Gothein bean- tragt die Vorlage einer geologischen Kart«, aus der das Vorkommen von Kalisalzen ersichtlich ist. Auch die Wahrscheinlichkeit des Vor- kommens in Nachbarland ern müsse geprüft werden. Die sozialdemokratischen Kommt sstonsmitglieder stellen noch den Antrag: Die Regierung möge alle bundesstaatlichen Gesetzes- bestimmungen über die Gewinnung von Mineralien für die Kom- Mission zusammenstellen. In der Diskussion sagt Handelsminister S y d o w zunächst nur die Erfüllung des Zentrumsantrags, zu. Erst nach ein- gehender mehrfacher Begründung des sozialdemokratischen Antrags durch Genossen Hu e erklärt sich Shdow bereit,„so weit wie möglich" dem Antrage gerecht zu werden. Der einzige Abgeordnete, der sich gegen den sozialdemokratischen Antrag wendet, ist der National- liberale B ä r w a l d. Er will die Hineinziehung der Grubenvorstands- und AuftichtSratsmitglieder unter keinen Umständen haben. Genosse H u e entgegnet ihm, daß diese Kenntnis dringend notwendig ist, um zu zeigen, um einen wie kleinen Kreis von Interessenten eS sich bei dem vorliegenden Gesetzentwurf handelt. Die Regierungsvertreter werfen die Frage der vertraulichen Be- Handlung des vorgelegten Materials auf. Die Mehrheit der Kom. Mission läßt keinen Zweifel darüber, daß sie nicht gewillt ist, dem Vertraulichkeitsunfug der Regierungen, wie er sich in letzter Zeit breit macht, ohne weiteres Rechnung zu tragen. Es soll die Frage der vertraulichen Behandlung wohl geprüft, aber nur im äußersten Notfalle beschlossen werden. In der Abstimmung wurde auf Antrag des Zentrums einstimmig beschlossen: den Reichskanzler zu ersuchen, daS folgende Material als Unterlage der Kommisstonsberatung zur Verfügung zu stellen: Nachweise über: I. alle bestehenden Kaliwerke(getrennt nach Karnallit- und Hartsalzlverken): ' a) der im Betrieb befindlichen fiskalischen und privaten, d) der im Bau befindlichen, c) der Bohrgesellschaften und sonstigen Besitzer ver- liehener, aber noch nicht erschlossener Grubenfelder, nebst Angabe des ihnen gehörigen Felderbesitzes; 2. die durch Bohrungen und sonstige Aufschlüsse festgestellten Kalisalzmcngcn des zu 1 erwähnten Besitzes; 3. die Jahresrcchnungcn der einzelnen Werke für die Jahre 1999 bis 1999, insoweit solche in diesen Jahren schon in Betrieb gewesen sind, mit Angabe der in diesen Jahren produ zierten und verkauften Kalimengen; 4. die Herstellungs-(Gewinnungs-) kosten der hauptsächlichsten Sorten Rohsalze und Fabrikate n) in den staatlichen Betrieben, b) in den privaten Betrieben für die Jahre 1999/1999; S. die Verkaufspreise für die gleiche Periode ») für das Inland, d) fü' �' 6. d) für das Ausland, unter Angabe der hierauf gewährten Rabatte, Provisionen, Beiträge an Verbände, Propagandazuschüsse und dergleichen sowie die heute geltenden Syndikatspreise für das Inland; die Anlagekosten aller in Betrieb befindlichen Kaliwerke unter Angabe, wie weit solche durch Zubußen, Aktienkapital, Obligationen oder Aufwendungeu aus dem Betricbsgewinn aufgebracht worden sind; die in den Jahren 1999/1999 erzielten Betriebsüberschüsse der einzelnen Werke und deren Verwendung o) für Neuanlagen und BctriebScrwciterung, b) für Ausbeuten. Dividenden und Tantiemen; 8. die in den Jahren 1999 bis 1997 und in den Jahren 1998/1919 erfolgten Feldesteilungen(§ 24) und die dafür gewährten Kaufpreise oder sonstigen Abfindungen; 9. die Schüchtezahl eines jeden bereits bestehenden Kaliwerks, nebst Angabe, ob solche untereinander oder mit denen an» derer Werke durchschlägig sind; 19. die in der gleichen Periode erfolgten Ouotenübertragunge» (§ 29) und die dafür gezahlten Abfindungen; 11. die an die einzelnen Bundesstaaten seitens der Kaliwerke zu leistende» Grubenfeldabgaben und Gewinnanteile; 12. die nach Z 33 und ß 83 in Betracht kommenden LieferungS- vertrage(Lieferzeit, Quantum, Verkaufspreise und Be- dingungen); 13. die zurzeit geltenden Bcteiligungsziffern(ß 2S); 14. die bis zum 31. Dezember 1999 in Geltung gewesenem Be- teiligungsziffern; 15. die Entwickelung der Ausfuhr nach den einzelnen Absatz- gebieten. Gegen den sozialdemokratischen Antrag stimmten National- liberale und Reichspartei, bei Ziffer 2 und 3 auch die Wirtschaft» liche Vereinigung. Die übrigen Parteien, sogar di« Konservativen, verhalfen dem Antrage zur Annahme. Er lautet: den Herrn Reichskanzler zu ersuchen, die in dem Antrage Müller- Fulda und Genossen— Nr. 1 der Kommissions-Drucksachen— gewünschten Materialien zu ergänzen durch Nachweisungen über? 1. die GrubenvorstandS- und Aufsichtsratsmitglieder der in Kommissions-Drucksache Nr. 1 genannten Kaliwerke; 2. die wirkliche Leistungsfähigkeit der Werke; 3. den absoluten und relativen Anteil der Arbeiterlöhne an den Herstellungs-(Gewinnungs-)kosten der hauptsächlichsten Sorten Rohsalze und Fabrikate, wobei die einzelnen Ar- beiterkategorien gesondert aufzuführen sind; 4. die Zahl der beschäftigten Arbeiter, die Dauer und Zahl der regelmäßigen Schichten pro Jahr sowie der Neben- und Sonntagsschichten und Ucberstunden nach Arbeitergruppcn gesondert; 5. die Summe deS in der Kaliindustrie angelegten Gesamt- kapitalS sowie der Zahl der Kuxen und Aktien. Der weitere sozialdemokratische Antrag betreffs der Zu» sammenstellung der Gesetzesbestimmungen sowie der Antrag Kölle wurden einstimmig angenommen. Der Antrag Gothein, eine geologische Karte vorzulegen, fand gegen Konservative, Nationalliberale und Wirtschaftliche Ver- einigung Annahme. Hierauf wurde die Weiterberatung vertagt, bis das verlangte Material vorliegt. Da Handelsminister S Y d o w glaubt, daß er in 5— 6 Tagen das Material vorlegen könne, wird die Abhaltung einer weiteren Sitzung für Dienstag, den 8. März, in Aussicht genommen._ Wahlprüfung. Die WahlprüfungSkommisfion des Reichstages hat jetzt einen weiteren Bericht über die Wahl des konservativen Abgeordneten A r n st a d t im 3. Wahlkreis des Regierungsbezirks Erfurt(Mühl- Hausen-Langensalza-Weißensee) erstattet. Die Kommission war vom Plenum beaustragt worden, über acht Behauptungen des gegen die Wahl eingebrachten Protestes Beweiserbebungen vorzunehmen. Diese Beweiserhebungen haben zu dem Resultat geführt, daß drei Protest- bebaupwngen für widerlegt— beziehungsweise unbeachtlich— er- klärt, die übrigen aber ftir berechtigt anaesehen werden und daß deshalb die Wahl des Abg. Arnstadt, da sich die Gesamtzahl der für ihn abgegebenen Stimmen um 372 vermindert und er dann die absolute Mehrheit nicht mehr erreicht hätte, für ungültig zu er« klären sei._ Soziales* (Siehe auch 3. Beilage.) Neuregelung der Sonntagsruhe. Im Reichsamt des Innern ist ein Gesetzentwurf über die Neuregelung der Sonntagsruhe im Reiche in Vorbereitung. Er soll im Herbst dem Reichstage zugehen. Der Entwurf ieht eine völlige Sonntagsruhe in Kontoren und Betrieben vor. die mit keiner offenen Verkaufsstelle verbunden sind; für gewisse Fälle und einzelne namhaft gemachte Betriebe kann ausnahmsweise eine Beschäftigung des Personals bis zu zwei Stunden Platz greifen. Wenn durch Ortsstatut für Kontore usw. bereits jetzt völlige Sonntagsruhe ohne Zulassung von Ausnahmen eingeführt ist, 'o soll an diesem Zustand auch nichts geändert werden. Füro f f e n e Ve r k a u f s st e l l e n soll die Beschäftigungszeit an Sonntagen auf drei Stunden herabgesetzt lverden, und zwar soll die zuzulassende Verkaufszeit an Sonntagen vor die Kirchzeit fallen, wenn dies möglich scheint. Für bestimmte Gewerbe, die dem täglichen Bedarf des Publikums dienen (Bäckereien. Fleischereien. Butterhandlungen, Kolonialwaren- geschäfte usw.). kann, wenn die Notwendigkeit vorliegt, eine Ausnahme von der dreistündigen Maximalbeschästigungszeit gemacht werden; doch soll die Beschäftigungszett auch in 'olchen Fällen nicht über fünf Stunden ausgedehnt werden dürfen. Eine Verteilung der Geschäftszeit vor und nach den Kirch- 'tunden ist zulässig, doch soll die Beschäftigungszeit auch in olchen Fällen nicht über fünf Stunden ausgedehnt werden dürfen. Eine Verteilung der Geschäftszeit vor und nach den Kirchstunden ist zulässig, doch soll die zweite Hälfte der Ge- 'chästszeit nicht früher als eine halbe Stunde nach Beendigung >es Gottesdienstes beginnen. Sonderbestimmungen für große, mittlere und kleine Ge- meinden wird der Entwurf nicht enthalten, weil die Verhältnisse im Norden und Süden, im Osten und Westen zu verschieden ind, um sich im Rahmen eines Gesetzes fassen zu lassen. >lus diesen Gründen wird auch eine einheitliche Laden- ' ch l u ß z e i t im Entwurf nicht festgelegt werden. Die Zahl der Sonntage, die für einen erweiterten Geschäftsverkehr 'reigegeben werden, soll sechs betragen und sich beschränken auf die beiden, den drei Festen vorangehenden Sonntage. Spezialbestinimungen für bestimmte Fälle sollen der Neu- regelung durch das Ortsstatut überlassen bleiben. Der Bundesrat soll ermächtigt werden, bei der Verschiedenheit der Verhältnisse die Anordnungen für die Durchführung der Sonntagsruhe den Verwaltungsbehörden nach seiner An- Weisung zu überlassen. Auch kann der Bundesrat nähere An- ordnungen für bestimmte Teile des Reiches erlassen betreffs Zulassung und Umfang von Ausnahmen. Diese Vorschriften werden die Handlungsgehilfen, die von der vor zwei Jahren angekündigten Neuregelung der Sonntagsruhe viel erwarteten, schwer enttäuschen. Hoffentlich gelingt es unseren Genossen in der Gewerbeordnungskommission. die von ihnen schon vor zwei Jahren gestellten Anträge zur Durchführung einer wirklichen Sonntagsruhe zur Annahme m der Kommission zu bringen._ Haftet der Arbeiter für ohne sein Verschulden beschädigte Arbeitsgeräte? _ Trotz der juristischen Spitzfindigkeit, mit der die Verträge, die einige Nachtwachgesellschaften mit ihren Angestellten abschließen, aus» gearbeitet find, gelingt es hier und da mal einem der Angestellten zu seinem Rechte zu gelangen. Gegen daS Wach- und Schließin st itut„Groß- Berlin� G. m. b. H. klagte gestern der Wächter K. auf Rückzahlung der Kaution von 30 M. Die Beklagte, mit der fich das Gewerbegericht außerordentlich oft zu beschästigen hat, wird wie immer durch den längst gerichtsbeiannten Oberinspektor Lang vertreten, der 26,50 M. der in Frage stehenden Forderung anerkannt; 3,50 M. sollen für eine vom Kläger gebrauchte Laterne, die jetzt zerbrochen ist, von der Kaution einbehalten werden. Der Kläger bestritt jegliches Verschulden. Er ist mit der Laterne in der Nacht vom 24. zum 25. Januar infolge der durch den Schnee veranlaßten Glätte gefallen, wobei sie etwas lädiert worden ist, aber noch gebrauchs- fähig war. Er ist am 28. krank und erwerbsunfähig geworden und erst m dieser Zeit sei die Laterne, die vom Vertreter des Beklagten dem Gericht gezeigt wird, in den jetzigen Zustand gekommen. Das Gericht verurteilte die Beklagte zur Rück- zahlung der vollen Kaution, da die Laterne weder vorsätzlich vom Kläger, noch durch dessen Fahrlässigkeit entzwei gemacht worden ist. Dies Urteil hat die Beklagte, wie ihr Vertreter sagte, schon vorausgesehen und dementsprechende Vorsorge für künftige Fälle ge- troffen. Die Wächter haben nunmehr bei ihrem Eintritt, genau so wie die Kleidung, auch die Laterne von der Beklagten zu kaufen, die bei der Lösung des Vertragsverhältnisses durch die Be- klagte zurückgekauft wird, vorausgesetzt, daß sie unbeschädigt ist. Ein solches Verfahren verstößt gegen die Verbote des Trucksystems, die getroffene Abrede ist nichtig. Hoffentlich belehrt die Staatsanwalt- schast die Firma, die ihre Angestellten so schlecht stellt, darüber, daß § 115 der Gewerbeordnung auch gegen sie gilt und daß solche Ver- träge einen strafbaren Inhalt haben. Hue Induftm und FtandeL Rrbeiterentlassungen und Feierschichten. Wie schon aus den Mitteilungen des Direktors der Laurahütte bekannt wurde, muß der oberschlesifche Bergbau zurzeit noch vielfach Feierschichten einlegen, da die Lager aufgefüllt sind und der Absatz stockt. Wie nun der„Oberschlesifche Wanderer- berichtet, begnügen sich die Erzwäscher in Scharleh nicht mit den Maßnahmen der zeitlichen Betriebseinschränkung. Weil zu wenig Material ab- genommen wird, sollen bis zum 1. April er. zirka 1400 in den ErzWäschereien beschäftigte Personen entlasten werden. Auch im Ruhrrevier bleibt der Absatz noch hinter der Förder- fähigkeit der Gruben zurück. Der Gelsenkirchener Bergwerksverein hat nach der„B. Z." auf seinen Zechen..Rheinelbe" und„Alma" am Sonnabend den Betrieb ruhen lastem A. Schaaffhaufenscher Bankverein. Nach dem Abschluß für das Jahr 1S0S stellt sich der Gewinn auf 14 830 787 M. gegen 13 863 036 M. im Vorjahre. Die Aktionäre erhallen 7'/z Proz. Ein starker Ueberfltttz an Bauschlossern war noch in den letzten Wochen zu konstatieren. Obwohl die Bautätigkeit an und für sich nicht schlecht war. sondern durch die milde Witterung begünstigt wurde, erreichte der Andrang arbeitsuchender Bauschloster auf je 100 offener Stellen doch eine durchschnittliche Höhe von 537. Das ist im Verhältnis zu dem Andrang in anderen Berufsgruppen ein ungewöhnlicher Ueberfluß. Demgegenüber will es auch nicht viel sagen, daß der Andrang nicht mehr ganz so hoch ist wie vor einem Jahr«, wo er 613 auf je 100 Stellen betrug. In so ziemlich allen Landesteilcn war die Beschäftigung für Bauschlosser unzureichend. Betrachtet man die Landesteil«, in denen einmal die Bericht- erstattung über den Arbeitsmartt schon besser ausgebaut ist, sodann ein größerer Arbeitsmarkt für Bauschlosser besteht, so ragt unter ihnen vor allem das Hamburger Gebiet hervor, wo die Lage geradezu trostlos ist. Während an den öffentlichen Arbeitsnach- weisen 253 Bauschlosser um Arbeit nachfragten, waren im ganzen nur 19 offen« Stellen auSgeboten, so daß sich ein durchschnittlicher Andrang von 1360 ergibt. Auch in Hannover ist das Ueberangcbot exorbitant, ebenso weist Baden einen ungewöhnlich hohen An- drang auf. Eine KowtaunalSank. Wie die„Frankfurter Zeitung' berichtet, wird der Plan verfolgt, eine große Kommunalbank für Preußen zu errichten, deren Aktienkapital mit 25 Millionen Mark in Aussicht ge« nommen ist. Die Aktien sollen ausschließlich bei Provinz-, Reichs« und Kommunalverwaltungen untergebracht werden, an die man sich wegen Uebernahme bereits gewendet hat. Die Kommerz- und Diskontv-Bank erzielte im letzten Jahre einen Reingewinn von 12 104 401 M. gegen 11846 529 M. Die Dividende soll mit 6 Proz. ausgeschüttet werden. Huq der Frauenbewegung. Bund für Mutterschutz. Mit dem ganz überflüssigen Hinweis auf das Preßgesetz geht uns folgende Berichtigung zu: Ein in Ihrer Morgennummer vom 25. d. M. erschienener Bericht(in der Rubrik„Aus der Frauenbewegung") über die Krise im Bund für Mutterschutz erwähnt, daß die Majorität, die unter dem Einfluß von Frau Adele Echreiber-Krieger stand, den Aus- schluß der Presse herbeigeführt hat. Demgegenüber sei folgendes richtig gestellt: Der Ausschluß der Presse wurde veranlaßt durch die Gefolgschaft von Frl. Dr. Helene Stöcker, während gerade die Anhänger von Frau Schreiber aufs entschiedenste für die Zulassung der Presse eintraten. Die Anhänger von Frau Schreiber waren jedoch zu Beginn der Versammlung in der Minorität, sie errangen erst späterhin, nachdem ein Teil des Beschwerdematerials vorgebracht worden war, die Mehrheit. Hochachtungsboll _ Adele Schreiber-Krieger. Vom Kampfe um das Frauenftimmrecht in England. Die Adult Suffrage Society(Vereinigung für das Stimm- recht aller Großjährigen) hielt Mitte Februar ihre Jahresver- sammlung ab, in der die Sekretärin, unsere Genossin Dora B. Montefiore, über das abgelaufene Jahr Bericht erstattete. Die Sache des allgemeinen Wahlrechts hat große Fortschrttte gemacht; viele, die noch vor wenigen Monaten die Befreiung der Frau allein auf Grund des bestehenden Wahlrechts gelten lassen wollten, sind nun überzeugt, daß der einzig befriedigende und demokrattsche Weg zur Lösung der Frage in der Erzwingung einer Wahlreform- Bill besteht, die all die gegenwärtig so widerspruchsvollen und un- logischen Besitzqualifikanonen beseitigt und allen großjährigen Männern und Frauen das Stimmrecht gibt. Die von der Vereinigung geleistete, sehr umfassend« Propa. ganda wurde, wie der Bericht meint, von sehr bescheidenen Ein- nahmen bestritten; richtete sich doch der Aufruf für eine demo- kratische Wahlreform notwendigerweise an die rechtlosen armen Schichten der Bevölkerung, die nicht in der Lage sind, so große Summen für ihre Befreiung zu opfern wie die reichen bürgerlichen Stimmrcchtsorganisationen. Auf dem Kongreß der Arbeiterpartei in Newport wurde in einer einstimmig angenommenen Resolution eine Wahlreform im Sinne der Adult Suffrage Society gefordert. Jedes andere Wahl- recht soll bekämpft werden. � Nach beendetem Wahlkampfe haben die Suffragettes ihre Feindseligkeiten gegen die Regierung borläufig eingestellt. Sie wollen eine erneute Stellungnahme der Regierung zum Frauen- Wahlrecht abwarten._ Der Streik der Blnsenarbeiterinuen in New Kork, über den wiederholt im„Vorwärts" berichtet worden ist, hat in organisatorischer Hinsicht einen glänzenden Erfolg gczeittgt. Die Gewerkschaft der Arbeiterinnen, die bei Beginn des Streiks äußerst schwach war, zählt jetzt 21 090 Mitglieder. Der Wochenbcitrag ist auf 15 Cent(62 Pf.) festgesetzt. Der errungene Sieg stärkt natür- lich die Gewerkschaft sehr, denn in 319 Fabriken dürfen nur Mit- glieder der Gewerkschaft beschäftigt werden. Etwa 800 Mädchen hat die Gewerkschaft noch zu unterstützen, denn in 12 Fabriken bestehen noch Differenzen. Jetzt drängen sich die Arbeiterinnen danach, Mitglied der Gewerkschaft zu werden. Leseabende. Erster Kreis. Montag, den 28. Februar, bei Wegener, S e h d e l- Pankow. Montag, den 28. Februar, bei Großkurt, Berlinerstr. 27. Treptow-Baumschuleowes. Die Leseadenbe find der Gemeinde- wählen wegen auf Montag, den 7. März, verschoben, straße 20. SmcKts- Leitung. Ein gefährlicher Liebhaber mußte sich gestern in der Person des Arbeiters Max Bock unter der Anklage der Bedrohung und der Unterschlagung vor dem Schöffengericht Berlin-Mitte verantworten. Der Angeklagte hatte vor längerer Zeit die noch sehr jugendliche Arbeiterin Freders- darf kennen gelernt. Zwischen beiden entwickelte sich ein Liebes- Verhältnis, welches jedoch von den Eltern nicht gebilligt wurde. Das junge Mädchen zog sich deshalb von dem Angeklagten zurück, der hierüber in die größte Wut geriet. Er kaufte sich einen Revolver und lauerte der F. eines Tages auf. Als das Mädchen ihm wieder- um einen ablehnenden Bescheid gab. zog er den Revolver bervor und gab auf die F. einen Schuß ab, der diese in den Kopf traf und eine glücklicherweise nicht lebensgefährliche Verletzung zur Folge hatte. Gegen den geivalttätigeu Liebhaber wurde ein Ver- fahren wegen versuchten Mordes eingeleitet. Er wurde später jedoch nur wegen Körperverletzung zu neun Monaten Gefängnis ver- urteilt. Nach dar Entlassung aus der Strafanstalt nahm der An- geklagte bei dem Gastwirt Klein eine Stellung als Hausdiener an und versuchte auch, sich wieder seiner früheren Geliebten zu nähern. Als diese sich ablehnend verhielt, unterschlug er seinem Arbeitgeber aus der Ladenkasse die Summe von 38 M. und kaufte sich sofort wieder einen Revolver. Anfangs November ersuchte er dann die F. ihm auf der Admiralsbrücke ein Rendezvous zu geben, um sich zum letztenmal mit ihr auszusprechen. Die F. fürchtete ein neues Attentat und setzte sich mit der Kriminalpolizei in Verbindung. Als der Angeklagte zu d«m Rendezvous ging, wurde er unauf« fällig von Kriminalbeamten verfolgt. In dem Augenblick, als der Angeklagte dann den Revolver zog und der F. drohte, haß sie in einer Viertelstunde ein Kind des Todes sein werde, wenn sie ihm nicht folge, griffen die Beamten zu und entwafsnetcn bei gefährlichen Liebhaber. Das Schöffengericht erkannte gegen B. auf eine Gefängnisstrafe von sechs Wochen. Eine Untersuchung des Geisteszustandes des gemeingefährlichen Individualisten fand nicht statt. Die Kontrolluhren der fleißigen Polizisten. In Stolberg bei Aachen waren im Jahre 1308 drei Polizei- sergeanten L., K. und S. probeweise angestellt. Sie hatten u. g. auch den Sicherheitsdienst während der Nacht auszuüben uud sollten zu verschiedenen Zeiten an verschiedenen Orten die ihckbtt über- gebenen Kontrolluhren stecken. Um sich das langweilige Umher- wandern zu ersparen, öffneten sie die Uhren mit einem Nach- schlüssel und durchlöcherten die Pappzifferblätter mit einer Nadcl. Als diese Mogelei entdeckt worden war, wurden sie entlassen. Wegen Urkundenfälschung im Amte wurden sie am 2. März v. I. vom Landgericht Aachen zu je fünf Wochen Gefängnis verurteilt. Nach Aufhebung des Urteils durch das Reichsgericht erkannte das Land- gericht Aachen am 24. September auf die gleiche Strafe.— Auf die von den Angellagten hiergegen eingelegte Revision hob am Freitag das Reichsgericht das neue Urteil auf und sprach die An- geklagten frei, da die Pappscheibe als Urkunde nicht angesehen werden kann._ Bom dänischen Kriegsschauplatz. Das Oberlandesgericht Kiel hat die Revision des Redakteurs Svensson der Zeitung„Dybbelposten" in Sonderburg verworfen. die dieser gegen das Urteil des Landgerichts Flensburg eingelegt hatte. Durch dies war er wegen Beleidigung des Amtsrichters Dr. Hahn in einem Artikel, überschrieben„In den Fußspuren Dr. Hahns" zu zwei Monaten Gefängnis verurteilt worden. Ebenso wurde die Revision des Redakteurs Strackerjahn von der„SchleS- wigfchen Grenzpost" in Hadersleben verworfen. Strackerjahn hatte den Reichstagsabgeordneten Hansen(Däne) in einem Artikel „Landesverräter" genannt und war deshalb in beiden Instanzen zu fünfhundert Mark Geldstrafe verurteilt worden. ooQOKOooOooOooOo 0 o o 's Einsegn ungs- Stiefel 5.90 bis 10.50 ritzen bequem, haben sehr hübsches Aussehen osd verbinden beste Haltbarkeit mit einem sehr billigen Preise! 0 o o 0 o o 0 o o ö o o :o o o ö o o ö o ö ö o 6 o o 0 o oOoooo ooo oOo©Oo©Oo ooo oOo oOo oooooo oOo oOo ooo ooo oOo oOo ooo oOo 0O0O0 oOo oCZ>o ooo oOo oOo oOo ooo ooo Unübertroffene Leistungsfähigkeit tar modumt* Herren*«. 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Eonntag, den 27. ftebruar, nachmittags 3 Uhr: Freie Volksbühne. Neues Schau- IptclhauS. 10. Abteilung a, b, c, d, e: TraumuluS. Xhalia-Theaicr. 7. Abteilung c, d und 8. Abteilung a, b: Jugend. Residenz-Theater. 1. Abteilung a: Musotte. Montag, den 28. Februar, SUHr: 14.(I.) Abendabteilung im Neuen Schauspielhaus: Traumulus. Neue Freie Volksbühne. Nach. mittags 2'/» Uhr, im Deutschen Theater: Kabale und Liebe. Rammerspielhaus: Major Barbara. Nachm. 3 Uhr: Schiller- Theater O.: Der Herr Ministerialdirektor. Schiller- Theater Charlottcnburg: Der Meincidbauer. Hebbel-Theater: Hanna Jaaert. Berliner Theater: Dr. Eisenbart. Friedr.-Wilhelmstädt. Schauspielhaus: tArobstadtlust. Neues Theater: Mütter. Neues Operetten- Theater: Der Zigeunerbaron. Metropol> Thealer: Die Kreuzel- schreiber. Kleines Thealer: Moral. Heues Tbeuter. Wcnds 8 Uhr: Der Philosoph von Sanssouci. Morgen und folgende Tage: Der Pbilosopb von Sanssouci. Berliner Theater. Nachm. 3 Uhr: Doktor Eisenbart. Heute: TaifUll. S Uhr. liCHHiniE-Theator. 8 Uhr: Gespenster. 8 Uhr: TaS Konzert. Montag, 8 Uhr: DantriSberNarr. Dienstag, 8 Uhr: Das Konzert. Volks-Oper. SW., Belle-Alliance-Straße Nr. 7/8. »achmittag« 3'/. Uhr bei bedeutend ermäßigten Preisen: UI i» Ä t i» v. Abend« 8 Uhr: Altasver. Hierauf: Ter Postillion von Lonjumea«. Äeuei~Operettcn-Theater. Heute und folgende Tage 8 Uhr: Der Gras von Luxemburg. Sonntag nachmittag 3 Uhr zu er« Mähigten Preisen: 0er �igeimeebai-on. Volks-Theater. Hlxdorf, Hermannstrafte 20. Sonntag, den 27. Februar, Ans. 7 Uhr: Der Mustergatte. Luftspiel in 3 Alten von Balebreque. Montag, den 28. Februar, Ans. 8 Uhr: Der zweite Schal,. Volksschauspiel in 4 Akten von Ludwig Kanghoser._ Luisen-Theater. Nachmittags 3 Uhr: Die Reise um die Epde in 80 Tagen. Erohe» Ausstattungsstück in 14 Bild. von A. Ennery u. JulcS Verne. Abends 8 Uhr: Was Ceti zusmligL Schauspiel in fünf Akten von Ernst Ritterseldt nach einer Erzählung von Courthö-Mahler. Morgen und folgende Tage: vaS Gott zusammenfügt._ Theater des Westens. VL Uhr: Der fidele Bauer. Abends 8 Uhr: _ Die geschiedene Frau._ Residenz-Theater Direktion: Richard Alexander. Abends 8 Uhr: Im Taubenschlag. Schwank in 3 Akten von Hennequin und Vcbcr. Morgen und folgende Tage: Dieselbe Vorstellung. Trianon-Theater. Heute und folgend« Tage. 8 Uhr: Tdeodor« A Cle. Sonntag nachm.: Pariser Witwen. OK-nKAre Grotze Frankfurter Str. 132. Nachmittags 3 Uhr �DtrEistNhahnränbttl� Abends 8 Uhr: Wanhender Kode«. Drama in 4 Akt. v. Aspolt u. Duderstädt. Montag bis Mittwoch: Wankender Boden. Donnerstag: Die Ehre. Polles Laprice Der Luttturner. Ib'euer bunter Teil. Herr Wasserkropf. Stfoitt 8V« Ufr. Borverk. 11-2 Uhr Urania. Wissenschaftliches Theater. 8 Uhr; Im Flpnenzrlanz des Ober-Ensadin. Montag 5 Uhr; Hans Hildenbrandt; Die Photographie in natürlichen Falben. (System Lumiere.) 8 Uhr: Im Firnenglanz des Ober-Engadin. Passage-Panoptikum Senegal in Berlin! BO wilde Weiber ——" Männer, Kinder. Drei Negerdörfer Ohne Extra-Entree t • Passage-Theater. J Heute letzter Sonntag ZVorstelluag. j I Nachm. 3—7 Uhr kleine Preise. I Abends 8 Uhr. ! Gussy Holl Lamborg Schneider- Dunckeri (prolongiert) nnd da* neue Februar-Programm.| 14 Varietä-Ättraktionen. I Lusispielhaus. Nachm. 3 Uhr: Los vom Manne. Abends 8 Uhr: Der dunkle Punkt. Vorletzter lax. Hente: 2 Vorstellungen 2 nachmittag* 3'/, Uhr(kleine Preise) nnd abend* 8 Uhr mit jtobevt SteidU Vampir-Tanz! Marionetten- Theater nnd den Februar-Attraktionen! Alt-Hoablt 47/48. Sonntag, den 27. Februar 1910: Zweites Gastspiel des Fräulein Frida Ward vom Rose-Theater. Zum erstenmal wiederholt: Heimat.* Schauspiel in 4 Allen von Hermann Sudermann. Magda: Frida Ward a. G. Heute letzter Sonntag des Februar Progranims. 2 Vorstellungen 2. Nachmittags 3'/, Uhr: Halbe Preise. 2 Operetten sowie sämtlich« Spezia- litäten. Abends 8 Uhr: Die groxen Spezialitäten. 8'/, Uhr: lioarad Dreher a. G. in der Operette „Oer Liebeswalzer". II Heute Sonnlag, den 27.Februar19tO Ä QroOe Gala-Vorstellungen S nachm. 3'/, Uhr u. abends 7'/, Uhr. Um S'/j Uhr zahlen Kinder unter zehn Jahren aul allen Sitzplätzenhalbe Preise.(Galerie volle Preise.) Nachmittags 31/, Uhr: Farmerleben In beiden Vorstellungen: Mc. Danell Co., Skandinavischer Sport-Akt Ski, Bodel und BoUschohe. In beiden Varstellungen: Mr. Jacob,'Z?,'.?' In beiden Vorstellungen: Vorführen und Beiten der best dressierten Schul-, Frei- heits- und Springpferde. In beiden Vorstellungen: Auftreten sämtlicher Clowns mit neuen Witzen und Kntrees. Abends 7>/, Uhr: „Marja" AuCerdom: Therese 51111*. James Leon 511»* jun., Heinrich 51111* in ihren Produkt d. hohen Schale. Wchlller Schiller-Theater 0.(Wallner-Theat.). Sonntag, nachm. 3 Uhr: ver Herr Ministerialdirektor. Lustspiel in 5 Auszügen v.'Alexandre Bissan und Fabrice Carre. Ende 5'/ä Uhr. Sonntag, abends 8 Uhr: Viel Etirmen am nichts. Lustspiel in 5 Akten v. W. Shakespeare. Ende 10-/. Uhr. Montag, abends 8 Uhr: Die Welt, In der man sich langweilt. Dienstag, abends 8 Übt: Wallensleins Lager. Die Piccolomini. -Theater. Schiller-Theater(Charlottenburg). Sonntag, nachm. 3 Uhr: IScc Tleincidbancr. VolkSstück in 3 Akten von Ludwig Anzengruber. Ende ö-/, Uhr. Sonntag, abends 8 Uhr: Exmant. Ein Trauerspiel in 5 Auszügen von Johann Wolsgang v. Goethe. Ende 11-/, Uhr. Montag, abeiidS3llbr: Der Pfarrcrv. 8t. Georgen. Dienstag, abends 8 Uhr: Hiß liobb*. Castan's Panopticum| 5nedriehst. 165, Pschorrpal. "nn°7: Großes Malinee-Konzert„Stümper" Neu! Ali Ben Mohamed, orientalischer Gaukler. Mr. Widowskl, Schwert- und Bajonett-Künstler. Heitere Vorträge. Vollständig neues Programm. Friedrich-WiltielmsMiscIies Schauspielhaus. Sonntag, den 27. Februar, 3 Uhr: Die Großstadtluft. Abends 8 Uhr: Die Junafrau von Orleans. Montag: Der Hypochonder. Dienstag zum erstenmal: Der selige Toupinel._ Sanssouci, sSV Direktion Wilhelm staimer. Heute, Sonntag: Neues Programm. Elite-Soiree»Ä« v. Hoffmanns Nordd. Säng. Zum erstenmal: Am Meer. Bild a. d. Seemannsleben. Miftverstäudniffe. Burleske. Beg. Senm. 5, wochent. 8U. Morgen Montag: Hotkmannt Norddeutsche Sänger. Tanz. Mittwoch Theaterabend. Benefiz für Georg und Wilhelmine Tirmans. um erstenmal: Die Siedzehn- ährigru�ion Max Dreher._ BS alhalla Variete-Thealcr Weinbergsweg 19-20, Rosenth.Tor. Heute Sonntag: «K Vorstellungen nachm. S-/, Uhr(jeder** Besucher ein Kind frei) und abends 8 Uhr. The Aeroplane-Girls. Serpentin- Tänzerinnen in der Luft und die übrigen Spezialitäten. Theaterk. ununterbrochen geöffnet. Tunnel: Bockbicrsest.RcgtS.-Kap.zc Theaterbesuchern freier Eintritt! V«Kst-TZkSatSr Gesundbrunnen Badstrahe 58 Sonntag, den 27. Februar, nachm. 3 Uhr: Syerlock HolmeS. Detektiv- «komödle in 4 Akten; abends 7 Uhr: Verwaist. Charakterbild mit Gesang in 7 BUdern von Elmar. Montag, den 28. Februar: Grefte Extra. Benefiz< Berftellung für Nelly Plate». Kassenössnung 7 Uhr. Ansang 3 Uhr._ Theater Kommandanlenstr. 57. T. A. 4, 5033. Zum 19. Male: Zum 118. Male: I« mit Anton und Oanat Herrnfeld. Ansang 8 Uhr. Lorverkaus 11 bis 2 Uhr. Heute nachmittag 4 Uhr, bei halben Preisen: Meine-Deme Tochter. »0 SARRASANI Alter Boten.Garten Eingang Grunewaldstr; 8onii(uy. den 27. Februar 1010: 9Gala-Yorstellungen9 � nachm. 4 u. abends 8 Uhr. In beid. V orstellung. ein gleich- wertiges, rein zirzens. Progr. Ab 9'/, Uhr: Fortsetzung der Ringkampf-Konkurrenz unter dem Protektorat des Herrn Prof. Reinhold Begas. Es ringen: Strenge gegen Scewarpll** Zorn gegen Lassartesse Maedonald gegen Gocksch Collen gegen Michailoff Cazeaux deBastieu» geg. MadralUI 7, Bornholmer Straße 7. Heute: GeaangH-Koiizerte. Säle für Vereine und Festlichkeiten. Arnold Scholl W©lt Hasenhelde 108/114 g w Tflgllch: S • Oroßes Bockbier- Fest| in den bayerischen Alpen.~ Voranzeige! Dienstag, den 1. März 1910: Voranzeige! PMeruno der ähnlichsten Zwillinge(Herren) nicht unter 16 Jahren. Preise 50, 30, 20 Harb. Anfang; Sonntags 4 Uhr. 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Suseiattung Besinn: Wochentags 4 Chr. _ Reichshallen-Theater. SlettinerSänger Der Nachtwächter von Zerpenschleuse. v.F. Meysel Ansang: Wochent. S Uhr. SonntagS 7 Uhr. Billetts stets 8 Tage vorher. RUlldaer->««> Senntag, den 27. Februar, 7'/, Uhr: Mmi des Bliithner-Orehesiers. Dir.; F. Neisser. Solist: Schramke, Falkner, Sand. Karten hei Bote 4 Bock, Wertheim etc. Orchester-Bureau Lätze»> straBe 76, Tages- und Abendkasse. Königstadt- Kasino. Hotzmarklstratz» 72. Täglich: Franz Nobansbl. Neu: Geschw. Troselli, Handstand. all. The Frankonl, Exzentrit>Duo. Little Julius, Kunrtdiabolospieler. Prolongiert: Viktor Ritter, William Walsen und Eon. Kitty Whest usw. Kamerad!8ebrnppho. Passe in einem Alt v. M. Reichardt. klarligrasen-ZSIe 54. Rarheraken-Darnm 54. -»... An der Stralauer Allee.------- Jeden Sonntag: Grover»all. Im Restaurant täglich mustkattsche Unterhaltung. Vorzügliche Küche, ff. Bier« U.Weine, Billard U-Kegelbahn. H., libausseestr. 110. Karl Richter. — Rente Sonntas: Paul Manlheys lustige Sänger. Anfang«>/, Uhr. Eintritt 50 Ps Nachdem: Familien< Kränzchen. Im weitzen Saale von 5 Uhr ab: (iroker Kall. Mhamhra vallner-Theaterstratze 15. Großer Bali Jeden Ssnntag; Grotze» Orchest*»,. Ansang Sonntag» 5 Uhr. A, Zaineitat. »««» 1 Kaiserhof ii GroB-Llcberfelde.KranoIdplatzJ| Heute Sonnlag, den 27. Februar; j| Großes Bockbierfest;; mit originellen Ueberraschnngen, wozu freundlichst einladet Witwe Elise stall. Für den Inhalt der Inserate übernimmt die Redaktiau dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung. Englischer Gurte«. Säle mil Bühne Sonnabcnde, Sonntage aiplil, Mai frei.(7. 10628.) Sonnabend, den 5. März 1010, ( im Schwetzergarten: | Maskenball. Freunde und Gönner ladet ein j 8235 Der Vorstand. Ii J R�rlin Dresdener Str. 116 UCl 1111,(nahe Oranienplatz) empfiehlt seine Säle mit Theater. bübne sowie Vereinszimmer von 30 bis 200 Personen fassend, für Werk- stattfitzuiige», Versammlungen und Festlichkeiten. Auch ist der Saal für den 2. Osterseiertag noch zu vergeben. Anlo« Boekers Feslslle Weberstr. 17.(Tel. Amt 7 13414.) Mein kleiner Saal mit Neben- räumen, ISO Personen fassend, ist Sonnabends und Montags noch zu vergeben. 37372* Anton Boeker, Weberstr. 17. Deutscher Arbeiter-Sängerbund. Gau Berlin und Umgegend. Sonntag, den 6. März 1910, vormittags 11 Uhr, J im Saale der Brauerei Friedricbshain: «Uebunss. Stunde. Geübt werden folgende Lieder: FrQhlingsstDrme, Zum 1. Mai. Festgesang, Lledeslust, | In,Änv�itPS,!0h AusschußeSItzung. Tages-Ordnung: 17/2| 1. Aufnahme von Vereinen. 2. Bnndesangelegenheiten. NB. Die Vereine werden ersucht, die Matinee-Billetts ab- ! zurechnen. Der Vorstand. Den geehrten Vereinen, Gewerkschaften, Fabriken usw. empsehle ich zur bevorstehenden Saison für Dampserpartien usw. mein in eigene Regie wieder übernommenes Wirtshaus Schloß Woltersdorf ebenso meint Dampfer, bis 31ö Personen safiend. HochachlungZvoA Friedrich Saewert Amt Erkner Nr. 4S. BW. 48, Wilhelmftr. 118. VI. 2418. Zentraloerband der Manrer/Ä? Wir verweisen hiermit aus die am Meirtag, den 28. Februar, beginnende Abstempelung der Mitgliedsbücher bei Arbeitslosigkeit. Die näheren Bestimmungen enthält daS der Nr. 9 des„Grundstein" beiliegende Flug- blatt betreffend die Beitragsleistung. Wir ersuchen die Mitglieder, demgemäß zu handeln. Tin» Itefrtnh-ren deodtinnal DaS aus den Flugblättern angegebene Lokal für Reinickendorf, für dl« All» lulOuvtlkll UllllhlliuI. Sektion der Maurer, befindet sich nicht Residenz» u. Holländer Strageu-Elke, sondern Amendestr. 93 bei Ernst Hirsch. 136/16 Der ZweigvereinSvorstand. Deutscher jtolzarbeiter-Verband. Montag, den 28. Februar, abends SV« Uhr, bei Keller, Koppenstraße 29: Vertrauensmänner-Versamtnlung jiir sämtliche Bezirke und Branchen. TageS-Ordnung! Serieht über die«eiteren Vertragsverhandlungett. Jede Werkstatt muh vertteten sein.— Bertrauensmännerkarte a. Mitgliedsbuch legitimiert. _ Die Ortsverwaltung. Achwng: Venualtungsmitglieder. Achtung: Montag abends 7 Uhr bei Keller: Verwaltunsss Sitzung. imwen Sektion der Gips- und Zementbranche. Zweigverein Berlin. Mittioolh, den 2. 1910, abends 8 Mr, im Engelufer 15(großer Saal): Generai Uersamminng.! 136/15« Tage»»Ordnungi 1. Jahres- und Kaffenbericht des Sektionsvorstandes. 2. Neuwahl des Sektionsvorsitzenden, der Revisoren und des Arbeitsvermittlers sowie der Mitglieder der Schlichtungstommissionen. 3. Verschiedenes. Mitgliedsbuch oder-Karte legitimiert. Ohne dasselbe kein Zutritt,-es Zahlreichen Besuch erwartet Der Sektionsvorstand. oßhultheiss-ßier verdankt sein Renommee seiner hervorrasenden Qualität und BekOmmOchkelt r, mm Filiale Berlin I Bureau: Seiastianstr. 37/38. Telephon: Ami IV, 9737. �edtunx! �eNtunxl Morgen Montag, den 28. Februar, abends 8»/, Uhr: Kiel öfftntlilhk irrfatitittliinp für die Arbeiter«nd Arbeiterinnen der Konfektion aller Kranchen: Aleddmg: w,„Kösliuer Hof", Kösiiner sn. 8; Uorden: bei Obiglo, Schwedt» Sn. 23/24; Osten:»ei Paul Fitfin, Memeler Str. 67; Küdosten: w„Kkichtabergei Hof", Reicheudergerst.. 147. TageS. Ordnung: ».Arbeiterinnenschutz und Heimarbeiterschutz im Deutsche» Reichstage". Referenten: ReichStaaSabgeordnete.Albrecht und Robert Schmidt. Stadtverordneter Adolf Ritter. Kollege Franz Kämina. E Kollegen und Kolleginnen I Erschein! in Massen zu diesen Ver» _:n, zeigt, dag es Euch nicht gleichgültig ist, wie man über Euer Wohl und Wehe befindet. Der Einberufer. Bezirk Steglitz. Montag, den 28. Februar, abends 8>/z Uhr, bei Schellhase, Steglitz, Ahornstr. loa: Versanunlnng aller In Steglitz und Friedenau beschäftigten Kollegen. TageS-Ordnung: »Unser« Forderungen an die Arbeitgeber-. Referent: Kall. Kunze. Zahlreiches Erscheinen erwartet Die Kornmlssloii, = Bezirk Charlottenburg.----- Dienstag, den I. Marz, abends 8'/, Uhr, im BolkShause, Rosinenstr. 3: MI Versaminlang/ � aller in Eharlotteubnrg beschäftigten Kollegen. TageS-Ordnung: 162/7 »Unsere Forderungen an die Arbeitgeber-. Referent: Aoll. Kunze. Zahlreichen Besuch erwartet Dl« Kommission. Hmtliniaßslhlieidn. Montag, den 38. Februar, abends 81/, Uhr. bei Krottcudorser, Martgrafenstr. 83: Oeffentliche Versammlung fir olle in tariflosen Cefchäften arbeitenden Kollegen. TageS-Ordnung: !. Welche Ausgaben erwachsen de» Kollegen in der bevorstehenden Arühjahrssaiion'! 2. Diskussion. IMP* Wicht aller in derartigen Geschäften arbeitenden Kollegen ist eS, «N dieser Versammlung zu erscheinen uiid sür guten Besuch zu agitieren. vi« KommlnsloB. l» Ii- Arbettsuaedwei»: Hos l«Ml 3. 1239. vernialtungSstelle Berlin. Hanptdnrean: Odoritestealo 3. Hof III. Am! 3. 1987. Montag, den 28. Februar 1910, abends 8 Uhr» in den Pharussälen, Müllerstr. 142: Große Versammlnng mit Liclitbildein Tag e«»Ordnung: B-rtrag wer:„lmiustriv unli Arbeiter in Japan." Referent: Genosse Ehagrtn. Kollegen I Der Referent hat durch seine vielen Artikel in der.Metall- arbeiter-Zeitung" bewiesen, daß er über die Verhältnisse in Japan gut insormiert ist und bürste es für alle Kollegen von hohem Interesse sein, dem Vortrag des Genossen Chaarin, der ja auch unse, Kollege ist, beizu» wohnen. Wir empfehlen allen Kollegen den Besuch dieser Versammlung. Der Eintritt kostet 10 Ps. und wird durch Tellersammlung am Eingang zum Sa al erhoben. Auch tun die Kollegen gut, zu diesem Vortrage, der ja durch Lichtbilder besonders interessant wird, ihre Frauen mitzubringen. DirnStag, de» 1. März, abend» 8'/- Uhr, in de» AntreaS-Festsilen, Andreasstr. 31: Allgemeine Versammlung »« Schlosser Berlins und Umgegend. TageS-Ordnung: 1. Hat die Arbeiterschaft in dem heutigen Staat Gleichberechtigung? Referent: Genosse Brückner. 2. Distusston. 112/9 3. Branchcnangelegenheiten. 4. Ausstellung der Kandidaten sür den GesellenauSschuh. Kollegen! Mit Rücksicht aus die Wichtigkeit der Tagesordnung machen wir die Kollegen ausdrucklich daraus aufmerksam, daß bei dem dritten und vierten Punkt der Tagesordnung über wichtige Angelegenheiten beraten und be« schlössen wird. Denn eS ist von den Arbeitgebern die Wahl der Mitglieder für den Gesellenausschnfj ans den 8. März anberaumt. Damit nun aber alle Kollegen dazu Elellung nehmen können, ist es Pflicht eines jeden von Ihnen, in dieser Versammlung zu erscheinen. Deshalb mutz jeder Kollege sür«inen guten«nd zahlreichen VersammlungSbesuch agitieren. DI« Optsverwnltnnff. Verband der Kallsangestellten. Sonntag» den 27. Februar, in den Jndustrie-Festsäle», Beuthstr. SO I(groster Saal): Italienisches Blumenfelt. Dekorierte Säle— Ball— Belustigungen aller Art. Anfang 6 Uhr. Kostümzwang findet nicht statt. Die Arbeiterschast ersuchen wir, all« ihr bekannten Hausangestellten aus diese Veranstaltung aufmerksam zu machen und auch selbst daran teil- zunehmen. 283/16 Deutsche Naturwissenschaftliche Gesellschaft Geschäftsstelle: Leipzig, Talstr. 13(Verlag Theodor Thomas). Am 1. März abends 8'/, Uhr findet im großen Saale der minslk«?» Eostsäle(Kaiser-Wilbelm-Str. 18 m) unser M erster blentlicber Lichtbilder-Vortrag statt über das Thema: �us dem Liebesleben der Tiere. Vortragender: Dozent ZK. U. Baeirc. Eintrittspreis 30 Pf. Kassenostnung>/,S Uhr. Eintrittskarten find nur am Snaleingang zu habe».-W> m IM- Bureau: Engeluser 14/15. Zahlstelle Berlin. Tel. IV Nr. 8578 a 10623. Bodenleger! Montag, den 38. Februar, um 61/, Uhr. im Gewerkschaftbhanse, Engeluser 15, Saal I: Sranchen- Versammlung TageS-Ordnung: 1. Bericht über die Berhandlung betreffs Tarifvertrag. 2. Ab- rechnung vom Streik. 8. Branchenangelegenhetten. 79/15 Um zahlreichen Besuch ersucht Die«ommtsfion. Kopbmachep! Montag, den 38. Februar, abends 8>/, Uhr. im SewerkschaftShause, Engeluser 15, Saal VII: Sranchen-Versammlung. TageS-Ordnung: 1. Bericht de» Kommisston vom vierten Quartal. L, Branchen» angelegenhetlea 3. Verschiedenes. ßrnnche der laloulic-flrbeiter! Donnerstag, den 8. März, abends 8'/, Uhr, bei Boeker, Weberstr. 47: Otsslutlllht Ntchmiuluug aller in der Jalousie-Jndustrie beschäftigten Arbeiter. TageS-Ordnung: ScbmutSkonkurrenA und Heimarbeit« Die Branchentommisstou. Verband der Sattler und Portefeuiller. ===== Ortsverwalfung Berlin.■ Die nächsten Branchenversammlungen finden an nachfolgenden Tagen statt: Gtfchirr-Kranchk: Donnerstag, den 3. März, abends 3'/, Uhr, im Englischen Hof. Neue Rotzstr. 8. portefeuillkr- u. Reiftartikribranche: w3s sv.uh?� bei Braamann, Naunynstr. 27. Militär-Kranche: Mittwoch, dm 2. Mär,, admds s vhr. im Englischen Garten, Alexanderstr. 27 o. Fiiioltiimleger u. TeppichnSher: � bei Weihnacht, Grünstr. 21.'»<> Ullgen-Drandje: Mittwoch, den 2. März, abends 8'/, Uhr. im GetverkschaftShanse, Engeluier 14/lS. Eifetiinöbel- u. Fedkrituhipslsterer: bei Panl Walter, Adaibertstr. 66. Zektiott Ehariotteublirg: Mittwoch, 2. März, abends 8'/, Uhr. i« BolkShause, Rosinenstr. 3. Zahlreichen Besuch dieser Bersammlungm erwarten 156/8 Die Branchenlcltangen, Verband sozialdemokratiseher Wahlvereine Berlins. Dienstag, den 1. März, abends Uhr: Generawersammwngen der Kreiswahlvcreine I» OnZsvIs fos�sslo, I>Ieue prieclrickstrske 35. 1. Vorstandsbericht. 2. Diskussion. 4. Partei» und VereinSangelegenheiten. 2. Stellungnahme zur Verbands- Generalversammlung� II. Nneis. Hof jäger« Palast, Hasenheide 52/53. 1. Anträge zur Geiieralversammlung Grost-BerlinS. 2. Wahl der Delegierten zu derselben. 3. Vortrag des Genossen Wisseil:„AuS der Praxis eines Arbritersekretärs". 4. Vereins- angelegenheiten und Verschiedenes. III. Kreis. Gewerkschaftshaus, Engelufer 15. 1. Anträge zur Verbands-Generaldersammlung. 2. Wahl der Delegierten zu derselben. 3. Die Lokalfrage zum 1. Mai. 4. Partei- und VereinSangelegenheiten. IV. Kre Kellers Festsäle, Koppenstraße 29. 1. Bericht des Vorstandes. S. Anträge zur BerbandS-Generalversammlung und Bestätigung der Delegierte». 2. Verschiedenes. V. Kreis. Altes Schützenhaus, Linienstraße 5. 1. Vorstands- und Kassenbericht. 2. Die BerbandS-Generalversammlung. 3. Wahl der Tele- gierten. 4. Partei- und VereinSangelegenheiten. VI. Kreis. Prachtsäle Nord-West, Wiclefstraße 24. 1. Bestätigung der Delegierten zur Verbands-Generaloersammlung. 2. Bericht deS Vorstandes und Kassenbericht. 3. Beschluhfassung über Einführung des DelegicrtensystemS zu den General- Versammlungen des Kreises. 4. Erledigung sonstiger Anträge. Z« den Versammlungen legitimiert das Mitgliedsbuch des betreffenden Mahlvvreins. Zahlreiches Erscheinen erwarten Die Vorstände. Wahlverein ßharlottenburg. 1 zu m. Dienstag, den 1. März, abends 8 Uhr, im großen Saale de? Volks nanses, Rosinenstr. 3: Oeffentl. Versammlung. Tages.Ordnung: l. Vortrag des Reichstags- Abgeordneten Woltgnng Heine über:„So�l'""' 2. Dislu! o u*. i i. u y ue» jieiajyicujö•« .Soziales Strafrecht". Diskussion. Zu zahlreichem Besuch ladet ein Gäste haben Zutritt.-Mg Der Vorstand. 250/4 I. 91.; A. Wilk. nMMnMiili («Uz. Uerllii). tkerwaltungsslelle u. Arbeitsnachweis: Friedrichstr. 203. Telephon A. I. — Mittwoch, de» L. März, nachts I» Uhr, Oksseutliche Urchmmiling der Kino-Operatenre im Englische» Garten, Alexanderftraße 27c, Tages- Ordnung: 1. Das Prüfnngssyftem der Kino-Qperateure und welche« Wert befltzt das Prüsungszeugnis? 2. fttele Diskussion. 9106 Sämtliche Kollegen sind zu dicier Versammlung sreundlichst eingeladen. Für den Vorstand: Fr. l.ewansowskl, Christinenstr. 4. Fliesenleger! Morgen Montag, den 28. Februar, findet abends S Uhr im Gewerkschaftshause,«aal 8, die Ailßnsrdkiitiilhe Mitglirdtlmsstmililiiliz statt. Tages-Ordnung: 1. Bericht von den Beratungen der gem. Borfiandssitzungen. 2. Vor« ftandswabl. 3. Wahl der SchlichtungSkommission und des LtrheitSvermittlerS. «ollegen. wir weisen nochmals darauf hin, daß es dringend «wtwcndig ist, daß jeder hierzu erscheint. 130/14» _____ Der GektisuSvorstand. der Uli Zablstelle Berlin. Burean: Blankenfeldentr. 10. Achtung: �choßschnhmaclier. Achtung, Montag, 28. Februar, abends 8'/, Uhr, i« den Arminhallen, _ Kommandanteustr. 58: Kombinierte Bezirks-Konferenz. �SS TageS-Ordnung: 1. Tarlfberatung. 169/6 2. Stellungnahme zu einer eventuellen Lohnbewegung. 3. Verbandsangelegenheiten und Verschiedenes. Mittwoch, 2. März, abends 8»/, Uhr, i« den Nesidenz-SSlen, Landsbergerstr. 31: Xombiü. Hilglieäer-Verzsmmluog. TageS-Ordnung: 1. Wahl deS ersten Bevollmächtigte»(OrtSbeamten). S. Differenzen in der»chogbranche. 3. Nerbandsangelegenheiten und Verschiedenes. In Anbetracht der wichtigen Tagesordnung ist es Pflicht eines jeden Mitgliedes in den Versammlungen zu erscheinen. Wir erinnern nochmals an die Ausfüllung der statistischen Lohnkarten. Tlnr Uritdiftttlrt, Zwecks Kontrolle find spätestens bis 15. März alle Flll pi MUjlUllls. Mitgliedsbücher und Karlen aus dem Bureau abzu» liejern. Wir bitten die Vertrauensleute und BezirkStasfierer dieses zu beachten. Mitglieder, die in de» Zahlstelle» bezahlen, müssen ihre Bücher ebenfalls vorlegen. RMe Ortsverwnltnng. jteiichyangswerder! Bahnsiat Zeuthen. Tel: Amt ZeuUieo 18 Vereint, Gewerkschnsten! flu den bevorstehenden Dampferpartien und sonstigen Aus- lügeii erlaube ich mir mein herrliches Etablissement Waldhaus in empfehlende Erinnerung zu bringen. Eduard Rutkewsky. (ö. G. m. b. H.) SO. 26, Kottbnser Ufer 44, H. I. Bilanz am 31. März 1909. Vermögen. GnmdstückS-Konto..... Debitoren-Kont»..... Inventar-Konto..... Abschreibung..... Bau-Konto I...... Abschreibung...,. Bau-Konto I und ll... Wasserwerk-Konto..... Kautions-Konto I und II.. Stratzenbau-Konto.... EntwässerungSanlage-Konto. Bank-Konto....... Kaffa-Konto....... Summa M. 1268,93 63,45 67 073,98 678,52 M. 280 126,49 155142 1205,48 66 395,46 117 843,50 19 970,51 1350,— 18 845,78 6 479,40 7 070,10 1 129,67 521 467,51 Schulde«. Hypotheken-Konto.... Davon gelilgt.... Grundstücks-Konto.... Konto chuIdenzinS'Konto Schuldverschreibungen-Konto HyPolbekenschuldenzinS-Konti GeschästSanteil-Konto.. flichtsvareinlage-Koist» -parsonds-Konto... DarlehnSschulden-Kont« Coupon-Konto.... Reservesonds-Konto editoren-Konto Reingewinn... M. 134 000,- S66chl M. 183 133,19 146 000,— 11 160,— 1338,30 17 712,60 76 261,09 53 401,78 31 745,91 467,60 280,88 13,38 400,— 652,88 Summa... 621 467,51 „ParadieS" zn Berlin. (Eingetragene«enoss-nichast mit beschränkter Hastpflicht.) Der AufsichtSrat: Die Revifionskommissio»: Der Vorstand: P. Schlffke, A. Langer. F. Zimmermano. 8. Dorner, P. Mflller. Vorsitzender. Ch. Schulze. F. Wernicke. Ofrfilit«/»! Sit machen daraus ausmerks am, daß die GeschSstSstunden EpeztalhaaS taufen St» gnt nnb dillig, meint Schlager sind nicht zn übortrotken. I. llloi-tstr.»1,«m«iUnibertdiatz. 2. Nr»»»«»»«».>70» age v.«!d»N»»««»tr. so,»» der voveniir «.»riiMM.Nttr. SÄ. an der«Sgenei StmS». S. Fruklarter Str. Iis,»» der«ndrtaoßr. & frtakrnrter Alle« 7t, n der Theerstr. 7. Orealeaatr. ts, an de- Hochbad». & Belle- All Une«-6tr. 107, an Hall. SM. 9 Beoeeelatr. 18, an der Turmstr. 10. Cherlotteeberir. scharren str. 2. IL Kirdorf, iKtultrrtr. 56. 12. g»e»0e», Havclftr 20. Mau mann Adler Sthse: Iniher, niten der» und rückwäriS. Kneten Kinderbettstelle — 6.50"• 31.11 "•'"Mä m- DDd Slll-Dfltmldtt Ml. •nnpi iiiiitii s,Ä.J3r Vc-Uehr kon! auf WiraA SKE.'JSS Vit lindernp mi BttMeDen" STtlhinaMchinen auch ohne Ansahlang l.OO wfichentlich in. Ortskr««kt»ki>ßk du StaM Ichöiitbttg. Rechuungsabfchlnst 1909. Einnahme. 1. Barbestand am 1. Januar 1909......... 66 680,— M. 2. Zinsen.................. 12 413,87. 8. Beiträge................. 911 791,05. 4. Ersatzleistung für gewährt« Krankenunterstützungen.. 9 654,66, 5. Ersatzleistung van BirusSgenoffenschasttN...... 4 242,53, 6. Durchlaufende Posten............. 4 026,32, 7. Sonstige Einnahme............. 11598,97, Summa 1010 406,90 M. »«Sgave. 1. Für ärztliche Behandlung........... 88 666,65 M- 2. Für Arzenei und sonstige Heilmittel....... 122 211,24, 3. Krankengelder ») an Mitglieder............. 323 659,57 b) an 11 424,42 Unterstützung an Wöchnerstmen......... 20 087,25 5. Sterbegelder 6. Kur» und VerpflegungSkosten in Hellanftaltcn. 7. Ersatzleistung sür gewahrle Krankennnterstützung 8. Zurückgezahlie Betträge und Eintrittsgelder. 9. Für Kapitalanlagen.......... 10. Durchlauf ende Posten........ 11. Verwaltungskosten a) f" b) sächliche 16 941,51. 123 308,15. 9 606,38, 1334,17, 115 530,27. 5 034,38. 81015,02. 16 000,87, 9 727,74. 943 147,42 M. ungSkc erfonlcche . i»liche............... 12. Sonstige Ausgabe«............. Summa Summa der Einnahmen....... 1010406,90 M. Summa der Ausgaben........ 945 147,42, Bestand am 1. Januar 1910,.. 65239,48 M. ErkrankungSsälle der männliche» Mitglieder 6 202 ., weiblichen» 4 390 Krankheilslage der männlichen Mitglieder. 132 957 ». weiblichen.. 117 215 Gterbesälle der männlichen Mitglleder... 117 ., weiblichen.... 38 Die durchschnittliche Mitglicderzahl betrug am Schlug deS Jahre» 1909 21 123, die des Vorjahres 21 612, mithin 489 weniger. 271/14 Der Vorstand. Möbel-Halle Harry Goldschmidt E.k. I»;».«»". yi, z dfjjjpijij BS-- l'SSJ«'- == Bekannt für beste, gediegenste Arbeit!- Auf Kredit! Kalanteste Z ahla n gs b e dingnn gen! „Schweizerhof" Meierei und Milch- Kuranstalt liefert Vollmilch..Kindermilch zu jeder Tageszeit. frei Dan« zu den»blichen Preisen. Lieferant der Konsumgenossenschaft Berlin und Umgegend. 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Februar 1909 gelangt. Nach diesem Abkommen dürfem den Patentinhabern der beiden Länder im Auslande nur immer die Beschränkungen auferlegt werden, die das Heimatland vorschreibt. Während nun in Amerika eine Frist für die Verwertungsverpflichtung deS Patents überhaupt nicht besteht, verfällt das Patent nach dem deutschen Patentgesetz nach drei Jahren, wenn der Inhaber es unterläßt, die Erfindung im Jnlande zur Ausführung zu bringen, oder falls er nicht alles tut, was erforderlich ist, um die Ausführung zu sichern. In der vorliegenden Entscheidung spricht nun das Reichs- gericht aus, daß der Amerikaner auch in Deutschland der dreW jährigen Verwertungspflicht nicht unterworfen ist und daß das besagte Abkommen auch für die Patente Anwendung zu finden hat, die schon vor dem Abkommen zur Entscheidung gelangt sind. Danach wäre es für die deutschen Patentinhaber, die ihr Patent nicht innerhalb von drei Jahren ausführen lassen können, das- selbe aber nicht zurückgenommen haben wollen, ratsam, das Patent an Amerikaner zu übertragen. Das ist ein Ergebnis, das dringend nach Aenderung des zitierten Abkommens oder unseres Patent- gesetzes schreit. Die Klage auf Rücknahme des Patentes, in der das Reichs- gericht die erwähnte Entscheidung getroffen hat, war von der Maschinenfabrik Schubert u. Salzer zu Chemnitz gegen die The National Cash Register Co. zu Berlin erhoben, an deren Stelle durch Uebertragung der Patente an die Muttergefellschaft, die The National Cash Register Company zu Tayton, Ohio, getreten ist. Die reichsgerichtlichen Entscheidnngsgrnndc führen unter anderem aus:„Was die Sache selbst anlangt, so darf nach der Ausfassung des Gerichts die VerWirkung der Patente, auch wenn sie vom Patentamt auf Grund des Z 11 des Patentgesetzes mit Recht ausgesprochen sein sollte, nicht aufrecht erhalten werden, nachdem mit dem 1. August 1909 das Abkommen des Deutschen Reiches mit den Vereinigten Staaten von Amerika, betreffend den gegen- seitigen gewerblichen Rechtsschutz vom 23. Februar 1909(R. G. Bl. S. 39h), in Kraft getreten ist und die Patente auf die jetzige Beklagte umgeschrieben worden sind. Die Tragweite der Be- stimmung für die hier allein interessierenden Patente ergibt sich aus dem Umstände, daß das deutsche Patentgesetz durch die Vorschriften des§ 11 dem Patentinhaber unter Androhung der VerWirkung die Verpflichtung auferlegt, die Erfindung im In- lande in angemessenem Umfange zur Ausführung zu bringen, daß dagegen der Gesetzgebung der Vereinigten Saaten der Aus- führungszwang unbekannt ist. Wie auch die Denkschrift, womit der Reichskanzler das Abkommen dem Reichstage vorgelegt hat (12. Legisl-Per. 1. Sess. Nr. 1377), hervorhebt, folgt daher aus der Bestimmung, daß amerikanische Staatsbürger von den Vor- schriften des deutschen Rechtes über den Ausführungszwang bc- freit sind.„Sie werden hierdurch," wie es dort weiter heißt, „den deutschen Staatsangehörigen gleichgestellt, für welche in An- sehung ihrer in den Vereinigten Staaten erteilten Schutzrechte... eine Ausführungspflicht nicht besteht." Sonach ergibt sich aus dem Abkommen, daß der in der deutschen Gesetzgebung vor- gesehene Ausführungszwang nicht zur Anwendung gebracht werden darf, wenn daö Patent einem Bürger der Bereinigten Staaten zusteht. Weil sein Heimatstaat einen Ausführungszwang nicht kennt, soll er Kraft seiner Nationalität auch in Deutschland hiervon befreit sein." Im weiteren legt das Reichsgericht noch dar, daß die tteber- tragung der Patente nicht geeignet ist, den späteren Erwerber von den Bestimmungen des Abkommens auszuschließen. Sodann wird dargolegt, daß die Befreiung vom Ausführungszwange mindestens von jetzt an unbeschränkt, also auch bezüglich älterer Schutzrechte Platz greifen soll; und zwar auch auf solche, wie die vorliegenden Patente, die schon über die in§ 11 des Patent- gesetzes bestimmte Frist hinaus bestanden haben und innerhalb dieser Frist nicht zur Ausführung gebracht worden sind. �ur�lnzegnung >VS5cKe, Hüte Hosentr3ger Handschuhe Krawatten n sehr bfIHgeD Prefien Spezial-Haus größten Maßftabes für gute Herren- und Knaben-Kleidung Chausseeftr. 29-30 □ Brückenftraßell a Gr. Frankfurter ftr. 20 n Schöneberg, Hauptftr.10 Ginsegnungs-Anzüge Reichhaltigste Auswahl in den neuesten Moden und Webarten, Kammgarnen, Satins, Cheviots, Drapes, Foul6s, Melton u.i.w.— Nur eigene Erzeugnisse.— 36.- 33- 30- 28- 26- 24- 22.- 21.- Mk. 20- 18- 16- 15- 14- 13- 12- 11.- Mk. Der Haupt-Katalog auf Wunsch kostenlos und portofrei. Prüfungs- Anzuge Solide Webarten Moderne Formen Nor«Ig. 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Generalvertreter für Berlin, Brandenburg und Posen Franz Kaiser, Berlin W. 8., Mohrenstr. 22 Lkrantwortli�ex Aedaltkiir Siichard Bartj, Berlin, gür denLnseratenteilveragf«� TH.Gl,«ke, Berlin, Druck u. Verlag: Vorwärt» Buchdrucker« u. BerlagSanKält Paul Singer& EoH Berlin SMC ».». timm 4, Sfilnjf iifä Jonnirts" fifrlintt Polliölilntt. flcutc Sonntag,><»«»f!-»» Flugblattvrrbreitnng von den bekannten Stellen aus. Marge» Frauen-Kesealiend in Groß-Herlin. Partei- Angelegenheiten. An die Parteigenossen Berlins und der Provinz Brandenburg'. Im März erscheint wiederum eine neue Lokalliste. Wir eriuwen daher, olle Aenderungen bczw. Neuaufnahmen bis spätestens Sonntag, den K. März, an die nachverzeichneten Kom- missionsmitglieder gelangen zu lassen: Für den I. Wahlkreis an den Genossen Paul Bartsch. NW. 29, Lessingstrabe 32. Für den II. Wahlkreis an den Genossen Heinrich Schröder, L. 53, Berginannstratze 95, II. Für den m. Wahlkreis an den Genossen Karl König, L. 69, Urbanstrosse 93. Für den IV. Wahlkreis an den Genossen Karl Rott, O. 34, Stravmannstrasse 29. Für den V. Wahlkreis an den Genossen Albert Hahnisch, 0. 64, Auguststrasse öl, Ouergeb. IV. Für den VL Wahlkreis an den Genossen Richard Henschel, N. 68, Ueckermünder Strasse 17, IL Für Nieder-Barnim an den Genossen Hermann Elias, O. 119, Blumenthalstrasse 24. Für Teltow-Becskow an den Genossen Karl Rohr, Rixdorf, Selchower Strasse 15—16, IV. Für Potsdam- Osthavelland an dm Genossen Emil Schubert, Spandau, Zurstraße 21. Für alle übrigen Orte der Provinz find Mitteilungen zur Lokal- liste durch die Borsitzenden der Kreise an den unterzeichneten Ob- mann der Kommission zu richten. Um das rechtzeitige Erscheinen der Lokalliste zu ermöglichen, ersuchen wir die Parteigenossen dringend, alle Mit» teilungen in Lokalangelegenheiten für Groß-Berlin dem zu- ständigen Kommissionsmitgliede, für die übrigen Orte der Provinz dem Vorsitzenden des betreffenden Kreises zu übermitteln.— Ferner weisen wir wiederholt auf den in dm Lokalkonferenzen der Lokalkreise so oft gefassten Beschluß hin, wonach die örtlichen Kommissionsmitglieder unbedingt verpflichtet sind, vor dem Erscheinen jeder neuen Lifte rechtzeitig an den Obmann ihres Kreise» einen Bericht einzusenden, gleichgültig, ob Veränderungen vor- gekommen find oder nicht. Orte, aus denen kein Bericht kommt, werden in der Liste nicht Weiter aufgeführt und haben sich die betreffenden Genossen die etwa hieraus entstehenden unangenehmen Folgen selbst zuzu- schreiben. Alle nach dem 6. März einlaufenden Meldungen können sticht mehr berücksichtigt werden und ersuchen wir, dies zu beachten. Des weiteren ersuchen wir wiederholt, alle Mitteilungen in Lokalangelegenheiten nur durch die oben genannten KommissionS» Mitglieder an den Obmann der Kommission zu richten und nicht direkt an den.Vorwärts". Es entstehen hierdurch nur unnötige Verzögerungen, und da die meisten Einsendungen immer erst in letzter Stunde einlaufen, ist, wenn eS sich um eine Sperrnotiz handelt(Vergnügen in einem gesperrten Lokal), eine Publikation nicht mehr möglich. Richard Der Obmvnn der Lokalkommisfion: Henschel, Berlin N. 58, Ueckermünder Straße 17j II. Sozialdemokratischer Zeatralwahlverei» für Teltow-Beeskow-Storkow-Charlottenburg. Am heutigen Eon.» tag, nachmittags 2 Uhr findet im Volkshause zu Charlottenburg. Rostnenstratze 3. die Kreis-Generalversammlung statt. Tagesordnung: 1. Bericht deS Vorstandes und der Funktionäre. 2. Der internationale Kongreß in Kopenhagen. Wahl der Delegierten. 3. Anträge. Die Delegierten müssen mit Mandaten versehen fein. Mitglieder haben als Gäste Zutritt. _ Der Zentralvorstand. Sroß-Lichterfelde. Morgen(Montag) abend Szh Uhr findet im..Kaiserhos" am KranoldSplatz eine öffentliche Kom. munalwählerverfammlung statt, in welcher der Stadt- verordnete Genosse Ewald»Berlin über«Kommunalpolitik und Sozialpolitik" sprechen wird. Die UebungSstunde des Gesangvereins.Männerchor Groß- Lichtcrfelde" fällt wegen obiger Versammlung Montag aus und findet dafür am Dienstag statt. Lichtenberg. Außerordentliche Generalversammlung DienS- tag, den 1. März, abends 8% Uhr, im Lokale«Schwarzer Adler", Gebr. Arnold. Frankfurter Chaussee 5/6. Sehr wichtige Tages- ordnung: Einführung eines ExtrabeitrageS, Stellungnahme zur BerbandSgeneralversammlung. Mariendorf. Die Flugblattverbreitung findet am Montag abends 7 Uhr von den bekannten Bezirkslokalen aus statt. Der Vorstand. Ober-Schöneweide. Aus Anlaß der bevorstehenden Gemeinde. Wahlen findet am Dienstag, den 1. März, abends 8Mi Uhr, in Mörners Blumengarten eine öffentliche Wählerversammlung statt. Genosse G r u» o w wird über die Bedeutung der Wahl referieren. Hierauf werden die Kandidaten aufgestellt. Am Montagabend findet eine Handzettelverbreitung von den BezirkZlokalen aus statt. Der Vorstand. Schmargendorf. Am Montag, den 28. Februar, abends 8 Uhr, findet im Schützenhause, Hundekehlestrasse. eine grosse öffentliche Versammlung statt. Tagesordnung: Vortrag über..Gemeinde- wählen". Die Genossen werden ersucht, Außenstehende auf die Versammlung aufmerksam zu machen. Der Vorstand. Boxhagen-Nummelsburg. Heute. Sonntag, früh 8 Uhr von den bekannten Lokalen aus Flugblattverbreitung über den ganzen Ort. Der Borstand. Karlshorst. Heute, Sonntag, früh 8 Uhr findet von den be- kannten Stellen aus Flugblattverbreitung statt. Stralau. Am Dienstag, den 1. März, findet eine Handzettel- Verbreitung von den Bezirkslokalen aus statt. Adlcrshof. Dienstag, den 1. März, abends 8Va Uhr. findet im Lokal von Wöllstein eine öffentliche Versammlung statt. Tages. ordnung:„Weshalb beteiligen wir uns an den Gemeindewahlen?" Referent: Gemeindevertreter F. Hildebrand, s. Diskussion. Reinickendorf. Heute früh früh 8 Uhr Flugblattverbreitung von den bekannten Stellen. Die Bezirksleitung. WilhelmSruh-Riederfchönhausen-West. Am Dienstag, den 1. März, abends 8 Uhr, findet im Lokal von Kollmann, Krön- prinzenstratze 2. unsere Mitgliederversammlung statt. Der wich- tigen Tagesordnung wegen muß jeder Genosse erscheinen. Die Bezirksleitung. Tegel. Die Genossen und Genossinnen werden auf den morgen(Montag) bei Halses, Brunnenstr. 23, stattfindenden Dis- kutierabend aufmerksam gemacht; gleichzeitig sind über die Ge- meindewahlen wichtige Mitteilungen zu machen. Die Bezirksleitung. Hermsborf. Am Dienstag, den 1. März d. I.. abends SU Uhr, findet im Lokal«zum Forsthaus", Auguste-Viktoria-Stratze, eine öffentliche Gemeindewählerversammlung statt. Tagesordnung: 1. Vortrag über:«Die Sozialdemokratie in der Gemeindever- tretung." Referent: Stadtverordneter Genosse B r ü h l» Lichten- berg. 2. Diskussion. 3. Aufstellung unserer Kandidaten. Die Bezirksleitung. ßerlimr JVadmcbten, Bebel unter den Berliner Parteigenossen. Unvergeßlich bleiben wird allen Teilnehmern die Vcran- staltung, die die Berliner Genossen zu Ehren unseres nun- mehr 70 Jahre alten Kampfgenossen August Bebel am Freitag in der„Neuen Welt" in der Hasenheide arrangiert hatten. Trotzdem der größte Saal Berlins zu dieser Feier ge. wählt war und die Räumlichkeiten überfüllt waren, war es nur einem verhältnismäßig kleinen Teil von Genossinnen und Genossen aus allen Wahlkreisen und Bezirken Groß-Berlins vergönnt, an der denkwürdigen Festlichkeit teilzunehmen. Als das Geburtstagskind den Saal betrat, wurde es allseitig lebhaft begrüßt. Nach Vortrag eines von Ludwig Lessen verfaßten, von G. Winkler gesprochenen, der Bedeutung des Tages entsprechenden Prologs, betrat Genosse Richard F i s ch e r das Podium und nahm das Wort zur Begrüßungs- rede. Im Auftrage und im Namen der Berliner Genossen ent- biete er dem Geburtstagskinde und alten Parteifreunde herz- lichen Glückwunsch und Dank. Besondere Glücksumstände und ein besonderes Schicksal hätten Bebel an eine Stelle gestellt, wo er Großes und Schönes für die Partei geleistet hätte. Wohl habe Bebel sich verbeten, Gegenstand besonderer Ehrungen zu sein, da er glaube, nur seine verdammte Pflicht und Schuldigkeit getan zu haben. Das sei aber nicht ganz richtig. Bebel habe mehr getan und uns auch viel ge» geben. Und unter Hinweis auf alles über Bebel schon Ge- sagte entrollte der Redner ein Bild von der besonderen Be- deutung Bebels, von seinem rastlosen Wirken und seiner Arbeit im Dienste des Proletariats. Bebel sei es gewesen, der nach Erlaß des Schandgesetzes die Fahne aufhob, die versprengten Truppen sammelte und weiter führte. Wo sind denn alle unsere Verfolger, wo sind die Tessendorfe, Put» kammer und andere geblieben? Kaum ein Mensch spricht noch von ihnen, und wenn, dann nur im Tone der Ver- achtung. Und keinen geringen Anteil habe Bebel an dem Sturze jenes anscheinend allmächtigen Mannes, des Fürsten Bismarck, der uns zu vernichten glaubte, schließlich aber selbst das Opfer wurde. Groß und mächtig sei unsere Partei ge- worden— die stärkste Partei Deutschlands— nicht zuletzt unter der kräftigen Initiative unseres Bebel. Es sei nicht wahr, daß Bebel ein Mann sei, wie wir alle. So gut es nur einen Schiller, nur einen Goethe, nur einen Lincoln, nur einen Marx gegeben, so gebe eS nur einen Bebel. Die Berliner Genossen danken auch seiner Gattin. Nur daß sie in den vielen Jahren der schweren Kämpfe, der schlimmsten Verfolgungen, die Bebel zirka fünf Jahre seines Lebens in den Kerker warfen, ihm treu und redlich zur Seite gestanden, ihm viele Sorgen verscheuchte, nur dadurch habe Bebel das leisten können, was er geleistet hat. Die Genossen danken Bebel für seine opferfreudige Tätigkeit, die er ein halbes Jahrhundert im Dienste des Proletariats ausgeübt, und hoffen, ihn noch lange in ihrer Mitte kämpfen zu sehen. Vor 28 Jahren hätten die Genossen New Aorks zwar schon eine Totenfeier für Bebel veranstaltet, was für ein langes Leben unseres August Bebel den Beweis geliefert habe. Den Dank, den die Genossen Berlins ihrem alten Kriegskameraden abstatten wollten, bestünde darin, daß sie gelobten, mit aller Kraft und Entschiedenheit für die Ideen zu streiten, für die Bebel sein ganzes Leben gekämpft habe; mit ihm, so lange er noch unter uns weile, nach ihm, wenn er von uns ge- gangen. Donnernden Beifall lösten die von innerster Ueberzeugung getragenen Worte Fischers und bewiesen, wie sehr er den Ge- nossen aus dem Herzen gesprochen. Nach Rezitation eines von Fräulein Winkler vorgetragenen schlichten Festgruß einer Proletarierin" nahm der Gefeierte, Genosse Bebel, selbst das Wort und mit einer geradezu jugendlichen Frische sagte der Siebzigjährige u. a.: Er sei tief gerührt von dem herzlichen Empfang, den die Genossen ihm heute bereitet hätten, er danke aus vollem Herzen. Ihm scheine aber, als ob die Verherrlichung, die mit seiner Person getrieben werde, und das Bestreben, ihn zum „berühmten" Manne zu machen, noch für ein Stück Autori- tätsglaube spreche, der in manchen Genossen noch stecke. Er habe nur getan, was er glaubte tun zu niüssen. Und was hätte alles Reden, alles Predigen genützt, wenn nicht die Wirt- schaftliche EntWickelung erst den Boden bereitet hätte, in dem der Samen deS Sozialismus ausgestreut werden konnte. Erst der Kapitalismus habe die Bedingungen für den Sozia- lismus geschaffen. Und nun zeichnete Bebel in großen Züjjen ein Bild von der wirtschaftlichen und politischen EntWickelung Deutsch- lands, wie die Sozialdemokratie von Sieg zu Sieg geeilt sei und Widerstände überwunden, die sich hemmend entgegen- stellten. Wie sehr man mit uns rechnen müsse, beweise die Tatsache, daß man sich überall, im Reichstag und im Landtag den Kopf zerbreche, um unseren Siegeslauf zu hemmen. Dabei komme man zu keinem gesunden Fortschritt mehr. Die politischen Verhältnisse spitzten sich immer mehr zu. Die Situa- tion sei günstig; an uns liege es, sie gehörig auszunutzen. Wenn nicht alles trüge, würden wir bei den nächsten, Ende nächsten Jahres stattfindenden Wahlen den bürgerlichen Parteien, die sämtlich gegen uns seien, einen Generalmarsch blasen, daß unseren Gegnern Hören und Sehen vergeht und an den sie noch lange denken sollen. Wozu wird die Gegner dann die Angst vor der Sozialdemokratie sie treiben? „Genossinnen und Genossen!" schloß Bebel,„ich bin ein alter Kerl. Da kann einem der Atem bald ausgehen. Aber das sage ich Euch! Den Tag möchte ich noch erleben, wo ich Euch die Sturmfahne in dem dann folgenden Kampfe voran- tragen könnte. Und daß wir alles daran setzen wollen, um unserer großen Sache zum möglichst baldigen Siege zu ver- helfen, das laßt uns bekräftigen durch den Ruf: Die intcr- nationale Sozialdemokratie lebe hoch! hoch! hoch!" Unter nicht endenwolleiidem Jubel stimmten die anwesenden Genossen iu das Hoch ein. Die Glut der Begeiste- rung war durch die Rede Bebels zur hellen Flamme entfacht und unter endlosem Beifall verließ Bebel die Tribüne. Umrahmt war die Feier durch einen gut zusammen- gestellten geselligen Teil. Das Konzertorchester(Zivilberufs- musikcr unter Leitung des Kapellmeisters Herrn Jrrgang) hatte ein vorzügliches Konzertprogramm aufgestellt. Den gesanglichen Teil bestritten der Männerchor„Typographia", der sich durch seine großen Chöre wie„Götterdämmerung" von Zöllner und„In den Alpen" von Hegar ganz besondere Anerkennung verdiente und die Konzertsängerin Fräulein Anni Brehmer, die einige recht hübsche Volkslieder gut zum Vortrag brachte. Die Rezitation lag in den Händen des Herrn Eduard von Winterstein vom Deutschen Theater, der ein auf- merksames und dankbares Publikum fand. Die harmonisch verlaufene Feier fand erst gegen 12 Uhr ihr Ende. Draußen aber vor der Tür und in der Nähe des Festlokals patrouillierten mehrere Polizeioffiziere auf und ab. Schutzleute waren vereinzelt sichtbar. Eine große Zahl soll anderweitig untergebracht gewesen sein, um auf einen Wink den Staat zu retten. Die Gelegenheit bot sich aber nicht! Po» der„Wiescnburg". Wenn kleine Geister mit ihrer Kunst am Ende sind und merken. daß die von ihnen verfahrene Karre nicht mehr ans dem Dreck zu ziehen geht, suchen sie einen Blitzableiter und wollen andere Leute für ihr Tun mitverantwortlich machen. Dieses Kleinlinderrezept befolgt jetzt tapfer auch Herr Fischbeck, indem er sich auf die be- kannten Anklagen gegen die unhaltbaren Obdachzustände damit herauszureden versucht, daß eS in der„Wiesenburg", dem Asyl des Berliner Asylvereins in der Wiesenstraße.ebenso" zugehe. Natürlich kann daS Herr Fischbeck nickt beweisen. Wir möchten glauben, daß er noch niemals in der.Wiesenburg" zu Besuch war. Sonst müßte er doch der Wahrheit die Ehre geben und sich, wenn er eS noch kann, über den gewaltigen Unterschied schämen. Ein genauer Kenner der Wiesenburg, der in seiner Sturm« und Drangperiode sehr häufig dort nächtigte und scharf beobachtete, schreibt uns zur Steuerung der Wahrheit folgendes: .Die Erklärung des Stadtrats Fischbeck, daß auch in der Mesenburg feste gehauen und gewerbsmäßig Unzucht getrieben werde, ist geradezu frivol und offenbar wider besseres Wissen ab- gegeben. Ich habe bei mindestens dreißig Besuchen dortselbst im Lause eine« Jahres niemals auch nur eme Spur davon bemerkt, obwohl ich mitunter stundenlang wach lag, insbesondere habe ich nie beobachlet, daß AufsicktSbeamte einen Obdachlosen auch nur grob angefasst hätten. Selbstverständlich herrscht ein energischer Ton, der auch zur Aufrechthaltung der Disziplin notwendig, aber von jeder Roheit weit entfernt ist. Im Gegenteil habe ich wiederholt beobachtet, dass hier die AufsichtSbeamten über ihre eigentliche Pflicht hinaus ein Herz für die Obdachlosen hatten. Selbst wenn Obdachlose, die stark angetrunken oder als Störenfriede bekannt sind oder sich un- gebührlich oft bintereinander einfinden, bei der Eintrittskontrolle abgewiesen werden, kommt es»ach meinen auch von zahlreichen anderen Selten bestätigten Erfabrnngen selten zu lärmenden Auf- tritten, die zudem im Keime erstickt werden, das heißt ohne Faust- schlüge und Gummiknüppel. Unsittliche Handlungen sind so gut wie ausgeschlossen, da jede Drahtbeltstelle von der anderen mehr als einen halben Meter entfernt ist. überdies auch eine geregelte nächtliche Kontrolle ohne jede Schlafstörung stattfindet. Die Obdach- losen wissen, daß man ihnen hier menschenfreundlich entgegentritt, und gehorchen daher ansS Wort. Dabei sind eS im grossen und ganzen ähnliche Elemente, denn wohl jeder cinzelne, der die Palme aufsucht, hat zuvor auch schon in der polizeireinen„Wiese" geschlafen. Richtig ist nur, daß auch hier gelegentlich gestohlen wird, wa» aber auch bei der strengsten Aufsicht niemals ganz zu vermeiden ist. Die Wasch-, Bade-, Speise- und Schlafeinrichtungen de« BereinSasyls sind so oft beschrieben«vorden, dass der Vergleich mit der„Palme" wie Tag und Nacht ausfällt. Die ganze Art der Aufnahme, die strenge, doch mit vemunftgemässer Behandlung verbundene Disziplin ist geradezu geeignet, erzieherisch oder auf- munternd zu wirken. Hier wird fast unmerklich jeder gezwungen, sich daran zu erinnern, dass er Mensch und kein Tier ist und daß er die Selbstpflicht hat, sich wieder empor« zuringen. So gering auch nur die geringe materielle Hilfe für den Einzelnen ist, geht doch von dein VereinSobdoch und von dem polternden, aber jovialen.Draht- vater" etwas Wohltuendes aus, während man nach jedem Besuch in der„Palme" stundenlang eiueu unsagbaren, nicht von dem Obdachlosenstamni herrührenden Ekel empfindet. Wollte»»an sich in MagislralSkreisen endlich entschließen, das städtische Obdach ähnlich wie die„Wiesenburg" eiilzurichten, so würde das ganz gewiß keine noch grössere„Anziehungskraft auf das Gesindel im ganzen Lande" ausüben, wohl aber vielleicht auf die Moral auch oer Gelungensten einwirken. Nur weil die Obdachleitung der Stadt die Obdachlosen als halbe Tiere behandelt, gebärden sich manche Elemente auch als Tiere." Diese Aeuszerung stammt von einem Manne, der sich heute in hochangcsrhener Stellung und sogar in guter Vermögenslage be- findet. Er bezeichnet sich in der Sache 6lS ganz unparteiisch und meint, daß es erst mal anders werden Sann, wenn an der Spitze des Berliner städtischen Asylwesense Gefahren des Alkohols". In Tempelhof, im Restaurant Heimann, Kaiserin-Augusta» Straße 1, spricht am Freitag, den 4. März. Herr Dr. Richter über das Thema:„Gebärmutterblutungen".(Nur für Frauen.) In Weißensee, in der Gemeindeschule. Langhansstr. 129, spricht am Freitag, den 4. März, Herr Dr. Wey! über das Thema:„Alkohol und Gesundheit". Sämtliche Vorträge beginnen pünktlich um 8 Uhr abends. Der Fuhrverkehr Unter de« Linden. Der Polizeipräsident gibt bekannt: Unter Aufhebung der bis- hcrigen Vorschriften bestimme ich hiermit, daß vom 1. März d. Js. ab bis auf weiteres in der Straße„Unter den Linden" von allen Fuhrwerken mit Ausnahme der Equipagen und Kraftwagen des Königlichen Hauses in jeder Richtung nur der zur Rechten gelegene Fahrdamm benutzt wird. Dementsprechend sind auch die beiden nördlichen Durchfahrten des Brandenburger Tors lediglich zur Fahrt nach Westen und die beiden südlichen Durchfahrten lediglich zur Fahrt nach Osten zu benutzen. Befindet sich in der Straße„Unter den Linden" das Ziel der Fahrt auf dem zur Linken gelegenen Fahrdamm, so darf erst auf der nächsten hinter dem Ziel gelegenen Durchfahrt(Quer- straße) nach dem linken Fahrdamm eingebogen Werdern so daß die Vorfahrt an dem Ziel in der vorgeschriebenen Fahrtrichtung er- folgt. Auch die demnächstige Abfahrt darf nur in dieser Fahrt- richtung erfolgen. Lei der Bebelfeier in der„Reuen Welt' ist einem Jnbaliden. der mit Postkarten handelte, ein grauer länglicher Pappkarton, enthaltend Demonstrationskarten, Oldenburgkarten sowie Serien- karten, Kragenknöpfe und andere Galanteriewaren, aus der zweiten Vorhalle des Saales abhanden gekommen. Es wird um Abgabe an Otto Werner, Wiclefstr. 38 II, gebeten. Ein kleiner Schlüssel, zu einem Kunstschloß passend, bei der Bebelfeier in der„Neuen Welt" gefunden worden und kann im Verbandsbureau, L in den st r. 69, vorn 4 Tr., abgeholt werden. Arveiter-Samariter-Kolonne. Montag abends 9 Uhr: I. Äv- teilung, Dresdenerstr. 45. Vortrag über gefahrdrohende Krank- heitszustände mit praktischen Hebungen.— Mittwoch: 5. Abteilung, Donnerstag: 3. und 4. Abteilung. Vorort- JVadmcbtctn Die Gemeindetvahlbetveguug. Treptow-Baumschulenwez. Die Neu- und Ergänzungswahlen zur Gemeindevertretung finden am Dienstag, den 1. März von 1— 7 Uhr statt. DaS Ringen um den Besitz beziehungsweise Erwerb der Mandate der dritten Abteilung wird sehr schwer werden, da nicht weniger als vier Kandidaten aufgestellt sind. Die am Donnerstag stattgefundenen Wählerversammlungen, in denen die Ge- nossen He in ig und Obst über das Thema:„Die Sozialdemokratie in der Gemeinde" sprachen, beschäftigte sich auch des weiteren mit der Frage, inwieweit die bürgerlichen Kandidaten(HauS- und Grund- besitzer usw.) in der Lage sein könnten, die Interessen deS werk- tätigen Volkes in der Gemeinde zu vertreten. Die Versammelten kamen zu dem Schluß, daß dieses nur durch die Kandidaten der Sozialdemokratie wirksam geschehen könne, die auch stets die Interessen der Allgemeinheit vertreten. Um nun. trotz der erschwerten Ver- hältnisse, die Wahlen zu einem für uns guten Abschluß zu bringen, ist eS notwendig, daß jeder Genosse und Genossin die kurze Frist zu reger Agitation für unsere Kandidaten aus- nutzt. Um auf die Besetzung deS WahlbureauS Einfluß zu haben, ist eS notwendig, daß unsere Wähler um �1 Uhr in den Wahllolalen anwesend sind, da die Beisitzer aus der Mitte der Versammelten ge« wählt werden.— Alle Mitglieder, auch Nichtwohlberechtigte, die am Tage der Wahl helfen wollen, werden ersucht, um 12 Uhr in unseren KontrollbureauS: für den 2. Wahlbezirk bei Erbe, Baum- fchulenstraße 14, für den S. Wahlbezirk bei Krause. Kiefholz«, Ecke Marienthaler Straße, für den 4. Wahlbezirk bei Jul. Schmidt, Kiefholzstraße 22, erscheinen zu wollen. Morgen Montag finden noch zwei öffentliche Wählerversammlungen in der.Radrennbahn" und in Speers Festsälen statt. Thema:.Ein letztes Wort an die Wähler!" Referenten die Stadtverordneten G r a u« r- Lichtenberg und Leid- Berlin. Steglitz. Gemeindewahlen am 7. und 8. März. Etwas NeueS hat unser Gemeindevorsteher wieder ausgeklügelt, was ganz geeignet erscheint, der Bürgerschaft daS Wahlgeschäft nach Möglichkeit zu verleiden. Allerdings kommen hierbei nur die Wähler der dritten Klasse in Betracht. Durch die An- beraumung der Ergänzungswahlen auf Montag, den 7. März und einer Ersatzwahl auf Dienstag, den 8. März sind die Wähler des 1. Bezirks der dritten Klasie ge- nötigt, an zwei Tagen zur Wahl zu gehen. Wenn durch dieses, bisher noch nie geübte Verfahren der Gemeindevorsteher eine Wahlmüdigkeit zu verursachen wünscht, dann können wir uns nicht erklären, was er sonst damit bezwecken will. Im übrigen ist die Wahlzeit an beiden Tagen derart festgesetzt, daß eS wohl fast jedem Wähler möglich ist. seine Stimme abzugeben, nämlich von 19 Uhr vormittag« bis 2 Uhr nachmittags und von 3>/z Uhr nachmittags bis 8 Uhr abends. Unsere Parteigenossen haben die Vorbereitungen zur Wahl getroffen. Die Wahlvcreinsversammlung am letzten Dienstag bestimmte die Kandidaten, am Mittwochabend wurde daS erste Flugblatt verbreitet und am Donnerstag tagte eine öffentliche Wählerversammlung, in der Genosse K u b i g- Pankow unser Gemeindeprogramm erläuterte. In der Diskussion schilderte unser Kandidat Genosse Leimbach die Steglitzer Verhältnisse. Aus seinen Ausführungen konnte man erkennen, wie dringend notwendig es für die hiesige Arbeiterschaft ist, endlich einmal wieder im Gemeindeparlament vertreten zu sein. Um das Ziel zu erreichen, ist jedoch die eifrigste Agitation sämtlicher Parteigenossen geboten. Nicht öffentliche Wählerversammlungen und Flugblätter, allem vermögen die Interesselosen aufzurütteln, nein, hinzukommen muß die Agitation von Mund zu Mund bei allen sich bietenden Gelegenheiten: in den Werkstätten, auf den Bauten, in Gewerkschaftsversammlungen, bei geselligen Zusammen- künflen usw. Darum, Genossen, nutzt die kurze Zeit bis zur Wahl in diesem Sinne aus, der Erfolg wird nicht ausbleiben. Grünau. Die Mitgliederversammlung deS Wahlverein» nominierte für die Gemeindewahl einstimmig den Genossen M i tz n e r als Kandidat für alle drei Abteilungen. Genosse Bluhme teilte mit, daß diesmal die Wahl in der dritten Abteilung besonders aussichtsreich für uns sei, wenn alle Genossen ihre Pflicht tun. Der Bericht deS Genossen Mitzner über die Komödiespielerei in der letzten Gemeindevertretersitzung wurde mit großer Heiterkeit ausgenommen. Die öffentliche Wählerversammlung soll nach Festsetzung des Wahl- termins stattfinden. Bis dahin tue bereits jeder Genosse seine Pflicht, dann ist der Sieg unser. Tegel. Ein heftiger Kampf um die Macht im Gemeinde» Parlament ist am hiesigen Orte ausgebrochen..Hie Bürgermeister, hie Hausagrarier" lautet der Schlachtruf. Und dieser Kampf wird mit einer persönlichen Gehässigkeit schlimmster Art geführt. Die eigentlichen Aufgaben der Gemeindevertretung werden in diesem Kampf völlig außer acht gelassen. Alles was nur möglich ist wird getan, um der Bürgermeister» oder Ordnungspartei den Sieg bei den bevorstehenden Wahlen zu sichern. Ein zu diesem Zweck ge- gründet« Beamtenverein übt bereit? den unerhörtesten Terra- rismuS gegenüber den Geschäftsleuten. In Schützenvereinen. bei Kaffeepausen, bei Bereinsgründungen, überall wird für die.Ordnungspartei" Stimmung gemacht. Und der Grund? Die Hausagrarier sollen zu den Gemeindelasten etwa« stärker heran» gezogen werden. Dieselben Herren, die deshalb ganz wild geworden sind, scheuen sich jedoch nicht, einem Ruderverein 14 990 M. aus Gemeindemitteln zur Verfügung zu stellen. Der Verein soll an- geblich Schulden haben, und wohl lediglich, um die paar Beamten» stimmen zu ergattern, soll der Verein noch ein zinsloses Darlehe» erhalten. An der Tegeler Arbeiterschaft liegt e«. am Dienstag, de» 3. März, dem Tage der Wahl der dritten Abteilung, dafür zu sorgen, daß Vertreter gewählt werden, welche die Interessen der Allgemeinheit vertreten. Gewählt wird von 19 Uhr vonnittagS bis 8 Uhr abends im Lokal„Alter Krug", Hauptstr. 14. Sorge jeder dafür, daß unsere Kandidaten Rudolf Arendsee und Karl R a d u n g mit einer imposanten Stimmenzahl gewählt werden. Die zweite Abteilung wählt am Mittwoch, den 9. März, in den .RatSsinben" von 12 bis 6 Uhr nachmittags. Kandidat ist der Ge- nosse Waldemar Scheidemantel. Eine eifrige Agitation muß bis zu den Wahlrerminen entfaltet werden. Tue jeder klassen» bewußte Arbeiter seine Pflicht. Steglitt-Friedenau. Der zweite Abend des BortragSkursuS:„Dartvinism,us und Sozialismus" findet am Montag, den 28. Februar» abends 8% Uhr, im„Rlheinschloß". Friedenau. Rheinsir. 61,-statt. ffia ftter VoriraaSaLend für sich abgeschlossen ist, können noch Teil- Nehmerkarten entnommen werden. Ter BildungsauSschust veranstaltet am Dienstag, den 1. März, abends Lt- Uhr, im„Rheinschlotz", groster Saal, einen heiteren Unterhaltungsabend mit Lichtbildern über Wilhelm Busch. Eintrittskarten a 30 Pf., Garderobe frei, sind bei den Bezirksführern der Wahlvereine und abends dort un Lokale zu haben. Kinder, welche den Vortrag nicht stören, sind frei. Jugendliche haben zu beiden Veranstaltungen freien Zutritt. Ter Bildungsausschuß. Karlshorst. Bier Pferde durch GaS vergiftet. Ein eigenartiger Unglücksfall hat sich auf dem Gnindstiick Dönhoffstraste 2i zugetragen. Durch einen der dort befindlichen Pferdeställe führt ein Gasleitungsrohr. In der Nacht wurden die Pferde unruhig, und eines der Tiere zer- störte durch einen Hufschlag das Gasrohr. Am Morgen fand der Besitzer die vier Pferde bewußtlos am Boden liegen; drei konnten wieder ins Leben zurückgerufen werden, das vierie war schon tot. Spandau. Tie Stadtverordnetenversammlung beschäftigte sich zunächst mit der Beratung des Hauptctats für lölO. Einleitend gab der Stadtkämmerer Weber einen Bericht über den Stand der Ge- meindeangelegenheiten. Aus demselben sei folgendes hervorgehoben: Das Getverbegericht verhandelte in 298, das Kaufmannsgericht in 25 Sachen. Die unentgeltliche Rechtsauskunftsstelle erteilte in l859 Fällen Auskünfte. Eine Eingemeindung habe bis jetzt nicht statt- gefunden, jedoch stehe eine größere bevor. Im Krankenhaus waren 2436.Kranken untergebracht. Mit den städtischen Betrieben könne man allgemein zufrieden sein; die Straßenbahn ist ja zurzeit noch nicht ganz rentabel, es sei aber zu hoffen, daß hierin bald eine Aenderung eintreten werde. Der Schlachthof sei bedauerlicherweise zurückgegangen, namentlich weist die Schlachtung der Schweine einen Rückgang von 2227 Tieren auf. Ties sei einesteils auf die hohen Vieheinkaufspreise und anderenteils darauf zurückzuführen, daß die Garnison ihre Lieferung aus Berlin bezieht. Von der 31 468 909 M.-Anleihe sind bis jetzt erst aufgenommen und oben mit verrechnet 7 419 999 M. Die Zuschläge zu den Steuern sind so beibehalten worden wie im Vorjahre, nämlich 159 Proz. zur Staatscinkommensteuer. 249 Proz. Zuschlag zur Gewerbesteuer, 257,59 Proz. zur Grund- und Gebäudesteuer und 3,35 pro Mille von 221 641 791 M. Grundwert zur Grundwertstcuer. Die Wert- zuwachssteuer ist mit 75 999 M. eingesetzt.— Genosse Pieper vermißt bei dem Jahresbericht die sozialen Einrichtungen; er richtet die Frage an den Magistratsvertrcter, ob denn der Magistrat hierfür nichts tun wolle. So sei z. B. die Walderholungsstätte bis heute noch nicht eingerichtet. Auch die Volksschule bedarf der Verbesserungen. Hierfür scheinen die bürgerlichen Stadtverordneten aber nicht zu haben zu sein. Die Jubiläumsturnhalle; an die alle Steuerzahler ein Anrecht haben, habe man dem Verein„Freie Turnerschaft" trotz wiederholter Gesuche nicht zur Vcrsügung ge- stellt, ja, man habe dessen Gesuche gar nicht beantwortet. Auch Jür das Submissionswesen haben seine Freunde den Antrag gestellt, aß bei Ausführung städtischer Arbeiten der tarifmäßige Lohn ge- zahlt werde. Tie Sache sei heute noch nicht geregelt. Auch die Ein- ricktung einer Badeanstalt in der Wilhelmstadt harre noch der Er- ledigung.— Nach weiterer Debatte wurde schließlich in die Be- ratu/lg des Etats eingetreten. Der Etat schließt ab in Einnahme und Ausgabe mit 11 359 249 M. gegen 8 296149 M. im Vorjahre. Davon entfallen auf die ordentliche Verwaltung 8 333 199 M. und auf die außerordentliche Verwaltung 3 917 149 M. Bei dem Titel Polizei bringt Stadtverordneter Genosse Pieper nochmals die Angelegenheit zur Sprache, daß bei der Beerdigung seines Sohnes ein berittener Polizeisergeant cmf dem Friedhof erschienen war, ferner, daß an dem darauffolgenden Sonntag bei der Beerdigung des Genossen Weile ein Kriminalbeamter das Hinaufbringen der Kränze mit roten Schleifen verhindern wollte, trotzdem ein Stadt- verordnetenbeschluß besteht, daß rote Schleifen mit cinwandsfreien Inschriften nicht verboten sind. Ter Oberbürgermeister, der ihm gleich in der nächsten Sitzung Auskunft geben wollte, habe bis heute noch nicht darauf geantwortet. Ferner brachte der Genosse Pieper das taktlose und provozierende Auftreten der Polizei am Tage der Wahlrechtsdemonstration zur Sprache und meinte, daß die Unruhe erst durch die Polizei entstanden sei. Ganz unmotiviert habe man den Marktplatz selbst für einzelne Personen abgesperrt; das dürfe sich die Versammlung, solange sie noch etwas bei der Polizei mitzureden habe, nicht gefallen lassen. Oberbürgermeister K ö l tz e bestritt zunächst der Versammlung das Recht, in Polizei- fachen mitzureden. Er gab dann auf die Aufragen folgende Er- klärung: Ein Stadtverordnetenbeschluß, daß Kränze mit roten Schleifen auf den Friedhof getragen werden dürfen, bestehe nicht. Im Jahre 1964 habe rin Stadtverordneter der sozialdemokratischen Fraktion an den Magistrat die Anfrage gerichtet, wie er sich zu den roten Schleifen stelle. Ter Magistrat habe dann in seiner nächsten Sitzung dazu erklärt, er habe nichts dagegen einzuwenden, I sofern keine Demonstration damit verbunden ist. Von dtesem | Standpunkt des Magistrats habe die Versammlung dann Kenntnis genommen. Was den Polizeisergeantcn bei der Beerdigung des Sohnes des Genossen Pieper betreffe, so erklärte der Oberbürger- meister, habe der Beamte an den Friedhofsinspektor einen Brief abgegeben. Er sei dann neugierig getvesen und habe dann bei der Beerdigung zugesehen. Was die Demonstrationen betreffe, so sei es Aufgabe der Polizei, Straßendemonstrationen zu verhindern. Ohne polizeiliche Genehmigung sei kein Aufzug gestattet. Die Polizei habe also mit Recht diejenigen Personen, die einen Zug bilden wollten, in die Nebenstraßen gedrängt. Genosse Pieper erwiderte darauf, daß bei bürgerlichen Aufzügen die Polizei sogar vorauf marschiere. Nur seiner Partei werde es nicht gestattet. Bemerkenswert sind die Ausführungen des konservativen Stadt- verordenten Schob hierzu. Er meinte, jeder Umzug müsse Polizei- lich angemeldet werden, und wenn die Parteigenossen des Stadt- verordneten Pieper einen solchen Umzug anmelden, müsse dieser auch genehmigt werden.(Ob's wahr ist?) Auch dieser Stadtver- ordnete hält die Absperrung des Marktplatzes für eine allzugrohe Aengstlichkeit der Polizei.— Bei dem Titel Rechtspflege wurde alt seitig lebhaft Klage geführt über die unentgeltliche Rechtsauskunft� stelle, für welche die Stadt an den Verein Berliner Rechtsfreunde jährlich 899 M. zahle. Die dort erteilten Auskünfte seien meistens falsch. Es wurde gewünscht, daß das Kuratorium der Sache näher trete. Der Oberbürgermeister ließ durchblicken, daß er wünsche die ganze Rechtsauskunftsstelle wieder eingehen zu lassen. Der Etat wurde schließlich unverändert genehmigt.— Bei der nächsten Vorlage betreffend Weiterverpachtung der städtischen Badeanstalt wurde beschlossen, die Anstalt für 4999 M., bisher 1699 M., an die alten Pächter auf 5 Jahre weiter zu verpachten. Genosse Pieper brachte bei dieser Gelegenheit die Verunreinigung der Havel bei der städtischen Freibadeanstalt zur Sprache, welche durch die städtische Gasanstalt erfolgt sein soll. Der Magistratsvertreter be- stritt, daß die Gasanstalt die Verunreinigung hervorgerufen.— Zum Schluß teilte der stellvertretende Vorsteher Hülsebeck mit, daß von den Stadtverordneten Pieper. Götze, Beile, Tornow, Zschalig und Weber folgender Antrag eingereicht worden sei: „Die Stadtverordnetenversammlung wolle beschließen: Eine Peti- tion an das Abgeordnetenhaus abzusenden, worin vom Standpunkt der Spandauer Bürgerschaft aus die sogenannte Wahlrechtsreform in ihren Wirkungen auf die breiten Massen des Volkes dargelegt und das Haus der Abgeordneten ersucht wird, die Wahlrechtsvor- läge abzulehnen. 2. Den Magistrat zu ersuchen, diesem Beschlüsse der Versammlung beizutreten."— Ein fast gleichlautender Antrag war von freisinniger Seite eingegangen. Beide Anträge werden auf die Tagesordnung der nächsten Versammlung gesetzt werden. Die übrigen Punkte der Tagesordnung wurden vertagt. Die Ver- sammlung trat dann in die geheime Sitzung ein, in welcher namentlich die Vorlage betreffend den Ankauf des Spandauer Schiffahrtskanals für den Preis von 387 849 M. erledigt wurde. Ueber die Rechtlosigkeit der Arbeiter und Arbeiterinnen wird in einer am Dienstag, den I. März 1919, abends 8 Uhr, im Lokale von Bohle, Havelstr. 29, stattfindenden öffentlichen Versammlung Fräulein Martha Hoppe- Berlin sprechen. Die Wichtigkeit der Tagesordnung erfordert, daß ein jeder Genosse für guten Besuch der Versammlung agitiert. Im übrigen verweisen wir auf das heute für Spandau dem„Vorwärts" beiliegende Flugblatt. Gewerkschaftskartell Spandau. Allgemeine ffamilien-Tterbekaffe. Heut« Sonntag von 3— 8 Uhr- Zahltag bei Wernicke, Ackerstratz« 123, und bei Neumann, Mariannen- stratze 49.._ (Nocken-Spielplan der ßerlnicr CKeater. Köntgl. Opernhaus. Sonntag: Der Prophet. Montag: Salome. lAniang 8 Uhr.) Dienstag: Tannhäuicr. Mittwoch: Der Barbier von Sevilla.(Ansang 7 Uhr.) Donnerstag- Der Prophet. Freitag- Die Meistersinger von Nürnberg.(Ansang 7 Uhr.) Sonnabend: Der Prophet. Sonntag: Mignon. Montag: Der Freischütz.(Ansang Tl2 Uhr.) König!. Schnuspiclhaus. Sonntag: Die Fourualisten. Montag: Der deutsche König. Dienstag: Der Familientag. Mittwoch: Strandtinder. Donnerstag: Die Welt in der man sich langweilt. Freitag: Strandkinder. Sonnabend: Hamlet. Sonntag: Strandkinder. Montag: Der Familientag. (Ansang 7','x Uhr.) Neues königl. Qpcrn-Theater. Sonntag, den 27. Februar: Nathan der Weise, sonntag, den 6. März: Cavalleria rusticana. Bajazzi. (Ansang Uhr.) Deutsches Theater. Sonntag: Judith. Montag: Hamlet. Dienstag: Judith. Mittwoch: Der Widerspenstigen Zähmung. Donnerstag bis Sonntag: Judith. Montag: Faust.(Ansang?'/z Uhr.) Deutsches Theater(K a mm e r I p i e I e). Sonntag: Der gute König Dagobert. Montag: Hilse l Ein Kind ist vom Himmel gefallen I (Ansang Vj. Uhr.) Dienstag: Der gute König Dagobert. Mittwoch: Hilse I Ein Kind ist vom Himmel gefallen! Donnerstag: Der gute König Dagobert. Freitag: Hilse! Ein Kind ist vom Himmel gefallen! Sonnabend: Der gntc König Dagobert. Sonntag: Hilfe I Ein Kind ist vom Himmel gefallen I Montag: Der gute König Dagobert.(Ansang 8 Uhr.) Lessing- Theater. Sonnlagnachmlttaz S Uhr: Gespenster. Abend»» Das Konzert. Montag: Tanwis der Narr. Dienstag. Mittwoch: Das Konzert. Donnerstag: TantriS der Narr. Freitag und Sonnabend: Das Konzert. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Hedda Gabler. Abend?: Das Konzert. Montag: Tanwis der Narr.(Ansang 8 Uhr.) Berliner Theater. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Doktor Eisendart. Abend?: Taisun. Montag und Dienstag: Taifun. Mittwoch: Hohe Politik. Donnerstag bis Sonnabend: Taifun. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Herodes und Mariamne. Abends und Montag: Taisun.(Ansang 8 Uhr.) Neues Theater. Allabendlich: Der Philosoph von Sanssouci. (Ansaug 8 Ubr.)_ Neues Schauspielhaus. Sonntag: Der Herr Verteidiger. Montag: TraumuluS. Dienstag bis Sonntag: Der Herr Verteidiger.(Ansang 7'/, Uhr.) Montag: Traumulus.(Anfang 8 Uhr.) Hebbel- Theater. Sonntag, Montag und DienStag: Kavaliere. Mittwoch: Zwischen ihm und ihm. Der Frosch.. Trauerdiner. Donnerstag bis Montag: Kavaliere.(Anfang 8'/« Uhr.) Komiiche Oper. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Hoffmanns Erzählungen. Abends: Zigeunerliebe. Montag: Tosca. Dienstag bis Donnerstag: Zigeunerliebs. Freitag: Tiesland. Sonnabend: Zigeunerliebe. Sonntag- nachmittag 3 Uhr: Tiesland. Abends: Zigeunerliebe. Montag: Hoffmanns Erzählungen.(Ansang 8 Uhr.)> Kleines Theater. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Moral. Wabendlich: Der grotze Name. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Moral.(Ansang 8 Uhr.) Theater des Westens. Sonntagnachmittag 3'/, Uhr: Der stdele Bauer. Abends und Montag bis Sonnabend: Die geschiedene Frau. Sonntagnachmittag 3'/< Ubr: Der fidele Bauer. Abends: Die geschieden« Frau. Montag: Die geschiedene Frau.(Ansang 8 Ubr.) Scliiller-Theater O. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Der Herr Ministerial- dtrektor. Abends: Viel Lärmen uin Nichts. Montag: Die Welt, in der man sich langweilt. Dienstag: Wallensteins Lager. Die Piccolomint. Mittwoch und Donnerstag: Neue Jugend. Freitag: Viel Lärmen um Nichts. Sonnabend: Gespenster. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Der Herr Ministerialdirektor. Abends: WallensteinS Lager. Die Piccolomini. Montag: Neue Jugend.(Ansang 8 Uhr.) Schiller- Theater Charlottcnburg. Sonntagnachmittag 8 Uhr: Der Mcineidbauer. Abends: Egmont. Montag: Der Pfarrer von St. Georgen. Dienstag: Mitz HobbS. Mittwoch: Egmont. Donnerstag: Der Meincidbauer. Freitag: Egmont. Sonnabend: Neue Jugend. Sonntagnachmittag 3 Udr: Der Meineidbauer. Abends: Neue Jugend. Moniag: Egmont.(Ansang 8 Ubr.) Friedrich-WilhelmstädtischeS Schauspielhaus. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Die Grotzstadtiiist. Abends: Die Jungfrau von Orleans. Montag: Der Hypochonder. Dienstag und Mittwoch: Der selige Toupinel. Donnerstag: Die Jungfrau von Orleans. Freitag: Der selige Toupinel. Sonnabend: Im bunten Rock. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Die Jungfrau von Orleans. Abends: Der selige Toupinel. Montag: Der selig« Toupinel.(Ansang 8 Uhr.) Bolksoper. Sonntagnachmittag 3>/, Uhr: Undine. Wend» 8 Uhr: Ahasver. Der Postlllon von Lonjumeau. Montag: Cleopatra. DienStag: Der Troubadour. Mittwoch: Der Trompeter von Säckingen. Donnerstag: Die Afrikanerin. Freitag: Undine. Sonnabend: La Traviata. Sonntagnachmittag 31/, Uhr: Zar und Zimmermann. Abends 8 Uhr: Martha. Montag: Martha.(Ansang 8'/, Uhr.) Luisen-Thcater. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Die Reise um die Erb» in 89 Tagen. Allabendlich: Was Gott zusammensügt.(Ansang' 8 Uhr.) Neues Operette»- Theater. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Der Zigcünerbaron. Allabendlich: Der Graf von Luxemburg. Sonntagnach- mittag 3 Uhr: Der Ztgeunerbaron.(Ansang 8 Uhr.) Liistspielhnns. Soimtagnachmlttag 3 Uhr: LoS vom Manne. All« abendlich: Der dunkle Punkt. Sonntag, den ö. März: nachmittags 3 Uhr: Los vom Manne.(Ansang 8 Uhr.) Rose-Tbeater. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Der Etsenbahnräuber. Abends: Wankender Bode». Montag, Dienstag und Mittwoch: Wankender Boden. Donnerstag: Die Ehre. Freitag: Der Eisenbahnräuber. Sonn- abend, Sonntag und Montag: Wankender Boden.(Anfang 8 Uhr.) NonckS Theater. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Dorf und Stadt Abends und Montag: Die Tochter des Brandstifters. Dienstag: Die. Anna-Lise. Mittwoch: Die Tochter des Brandstifters. Donnerstag: UeberS Grab hinaus.(Ansang 8 Uhr.) Sonnabendnachmittag 3 Uhr: Kinder- Vorstellung: Frau Holle. Thalia-Theater. Sonntag: Die Dollarprinzesfln. Montag: Wohl- tätigteitS-Vorstellung für Paris. Allabendlich: Die Dollarprinzessin.(An- sang 8 Uhr.) Residenz-Theater. Allabendlich: Im Taubenschlag.(Ansang 8 Uhr.) Triano»- Theater. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Pariser Witwen. Allabendlich: Theodore u. Cie.(Ansang 3 Uhr.) Sonntagnachmittag 3 Uhr: Pariser Witwen.' Kasino-Theater. Sonntagnachmittag 4 Uhr: TrudchenS Sommer- reise. Allabendlich 3 Uhr: Berlin bei Nacht. Apollo- Tlicater. Sonntagnachmittag 3'/, Uhr: Spezialitäten. Allabendlich: Der Liebeswalzer.»Spezialitäten.('Ansang 8 Uhr.) Wintergarten. Sonntagnachmittag 3's, Uhr: Spezialitäten. All« abendlich: Spezialitäten.(Ansang 8 Uhr.) Passage- Theater. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Spezialitäten. All» abendlich: Spezialitäten.(Ansang 8 Uhr.) Karl Havcrland- Theater. Allabendsich: Spezialitäten. Walhalla- Theater. Sonntagnachmittag 3'/, Uhr: Speziasitäten. Allabendlich: Spezialitäten.(Ansang 8 Uhr.) Gebr. Herrnfeld-Theater. Sonntagnachmittag 4 Uhr: Meine-Dein« Tochter. Allabendlich: So mutz man'S machen. Eine Uebergangsehe.(An- sang 8 Uhr.) llrania-Theater. Taubcnstr. 48/49. Wabendlich: Im Firnenglanz des Oberengadin. Montag, den 23. Februar, nachmittags 5 Uhr: Die Photographie in natürlichen Farben. Mittwoch und Freitag: Vom Kreml zur Newa.(Anfang 8 Uhr.) Sternwarte. Jnvalidenstr. 57— KS. Verlinerlllli-M. r«Ua Scheuer 1# Stralsunderstr.l. Dir«mpsehlen ein Bild von* Avgllß Kkliel. Neueste Ausnahme. Tadellose Ausfühnlng. 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Rege Setelligung erwartet 74/10 Die OrtSverwaltnng. Allen Verwandten und Bckann- ten die traurig« Nachricht, dah mein lieber Mann, unser guter Bater,-Schwiegervater und Groß- vater, der früher« Gastwirt iugust Mentzel nach langem, schwerem Leiden im SS. Lebensjahre verschiede» ist. Dies zeigt betrübt an rninllte»eng»«!. Familie Franske. DI« Beerdigung findet am Montag, den 28. Februar, nach- mittags 3'l, Udr, von der Leichen- Halle des neuen Rixdorjer Gc- memdesriedhos« auS statt. 44S9L SvMldeiiiliki'atiÄh.Vahlvei'eiii Mf-Ma Bezirk lilchtenbery. Den Genossen zur Nachricht, daß unser Mitglied, der Schankwirt Paul Kluger verstorben ist. 14/2 Ehre seinem Zlndenken! Die Beerdigung findet heute Sonntag, den 27. Februar, nach- mittag» 3 Uhr, vom T-auerhausc, Scharnweberslr. 5, aus statt. Rege Beteiligung erwartet Ter Vorstand. Wand der freieo Gast- uod Schaniwirte Deutsehlaiids. OrttverwBltung Lichtenberg, Am Freitag, den 25. d. MtS., verstarb unser Kollege Paul Kluger (Scharnweberstt. 5). Wir verlieren in ihm einen braven Kollegen. Die Beerdigung findet heute, Sonntag, den 27., nachniiltagö 3 Uhr vom Trauerhause auS statt. Um rege Beteiligung ersucht Der Vorstand. Zentral-Kranken- un lasse der Tischler (E H. 8.) Zahlstelle Lichtenberg. Den Mitgliedern zur Nachricht, dafi unser Mitglied, der Gastwirt Paul Kluger am 25. Februar 1310 an Wasser- sucht verstorben ist. Ehre seinem flnbcnlcn! Die Beerdigung findet am Sonntag, den 27. Februar, nach- mittag« 3 Uhr, vom Trauerhausc Lichienberg, Scharnweberstr. 5, auS statt.' 184/1 Die Ortsverwaltung. Allen Freunden und Bekannten dt« traung« Nachricht, dag mein lieber Mann, unser guter Batec, Bruder und Onkel, der Gastwirt Paul Kluger am Freitagvormittag 8 Uhr ver- sterben ist. Sg7b Die trauernde Witwe nebst Kinder». Die Beerdigung findet heute Sonntag, nachmittags 3 Uhr, vom Trauerhause Lichtenberg, weberstrasje 5 aus statt. charn- Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei der Beerdigung meines lieben Mannes und guten Vaters sagen wir hierdurch allen, insbesondere den Kollegen unseren herzlichsten Dank. 44602 Die trauernde Witwe __ Hedwig Sechehay. Bücher, Meyer-, Brodhaus- Lexikon Kaust Hannemanns Buchhandlung» «erlitt SW., 208 Friedrichstraste 208. SozialdemcIratischerWabliereiii des 8. Herl. Reichstags-Walilkrelses. Tode»» Anzeige. Am 25. Februar verstarb unser Mttglied, Frau �!ma Schmidt Pappel-Allee 64. Ehre ihrem Audeur«»! Die Beerdigung findet am Montag, den 28. Februar, nach- mittags 4 Uhr, von der Leichen- halle deS Gethsemane-Kirchhofes, Nieder-Schönhausen-Nordend, aus ItatL Um rege Beteiligung ersucht ver Verstand. Deutsetier Holzarbeiter- Verband Den Mitgliedern zur Nachricht, daß unser Kolleg«, der Kisten- machcr Otto Weidler am 24. Februar gestorben Ist. Ehre seinem»ndrnten! Die Beerdigung findet am Montag, den 28. Februar, nach- mittags 4 Uhr, von der Halle des neuen Jakvbi-KirchhoseS in Rix- dors, Hermannstratzc, auS statt. 79/16 Die Ortsverwaltung. Deutscher Transportarheiter-Terhaä Bezirktverwaltung OroB-Berlln. Den Mitgliedern zur Nachricht, dafi unser Kollege, der Hausdiener Albert Bieicbstein am 23. d. MtS. im Aller von 55 Jahren verstorben ist. Ehre feine« Andenke« t Die Beerdigung findet morgen. Montag, den 28. Februar, nach- mittags 5 Uhr, von der Leichen- halle deS Städtischen Friedhofes in Friedrichsselde auS statt. 66/14 Um rege Beteiligung ersucht Tie BezirkSverw.'ltuug. Deutsetier Metallarbeiter-Verband Verwaltungsstelle Berlia. Tode»- Anzeige. Den Kollegen zur Nachricht, dafi unser Mttglied, der Dreher Otto poppen am 24. Februar an Herzleiden gestorben ist. Ehre seinem Andenke»! Die Beerdigung findet hellte Sonntag, den 27. Februar, nach- mittag» 3 Uhr, von der Leichen- halle des alten ThomaS-Kirch- HoseS tn Zlixdors, Hernwnnstrafie, auS statt. 112/8 Rege Beteiligung erwartet Die OrtSverwaltnng. Am 24. Februar starb erster Vorsitzender unser Ctlo Poppen. (ährt seinem Andenken I Lotterieliub„Lustige Brüder". Di« Beerdigung findet heute nachmittag 3 Uhr ans dem alten Tbomae-Kirchhof statt. Hierdurch die traurige Nachricht. dag meine liebe Frau, unsere gute Tochter, Schwiegertochter und Schwester g2tb Martha Keose geb. Prien am Freitag, den 25. Februar, nach langem schwerem Lelden sanst entschlafen ist. Um stille Teilnahme bittet im Namen der Hinterbliebenen Fr. Keeite als Gatte. Rummeisburg, Kroffener Str. 14. Die Beerdigung findet am Dienstag, den 1. Marz, nach. mittag» 4 Uhr, von der Leichen. halle des Friedhofe» der Gemeinde Boxhagen-RummelSburg in Fried- richSfelde, RuinmelsburgerStr.40, aus statt. Dr. Simmel Spezial-Arzt* für Haut- und Harnleiden. Prinienslr. 41, ÄÄ 10—2, 5— 7. 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