Nr. 128. Erscheint täglich außer Montags. Prets pränumerando: Vierteljährlich 3,30 Mart, monatlich 1,10 mt, wöchentlich 28 Pfg. fret in's Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags: Nummer mit illuftr. Sonntags- Beilage Neue Welt" 10 Pfg. Boft- Abonnement: 3,30 Mt.pro Quartal. Unter Kreuzband: Deutschland u. DeiterreichUngarn 2 Mt., für das übrige Ausland 3 Mt.pr.Monat. Eingetr. in der Poft Zeitungs- Preisliste für 1893 unter Nr. 6708. Vorwärts 10. Jahrg. Infertions- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzeile oder deren Raum 40 Pfg., für Vereins- und Versammlungs- Anzeigen 20 Pfg Inferate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr Nachmittags in der Erpedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochens tagen bis 7 Uhr Abends, an Sonnund Festtagen bis 9 Uhr Vormittags geöffnet. Serufprech- Anschluß amt I, Nr. 4186. Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Die Finanzkünkler an der Arbeit. " Sonnabend, den 3. Juni 1893. Expedition: SW. 19, 33euth- Straße 3. Die Sozialdemokratie wird sich jedenfalls mit aller Macht dagegen wehren, daß den Arbeitern auch die neuen Lasten aufgebürdet werden. Statistiker" wohl das heraus klopfen, was Herrn finden, dann ist es verfluchte Pflicht und Schuldigkeit dervon Malzahn in den Kram paßt, sonst wären sie ja jenigen, welche für die Militärvorlage stimmen, auch die auch ihre Geheimrathstitel nicht werth. Lasten zu tragen. Wir halten überhaupt alle diese statistischen UnterIn den hohen Regierungskreisen herrscht, wenn man suchungen für eitel Verschwendung an Zeit und Geld, da nach von Offiziösen urtheilen darf, die ärgste Ver- die Offiziösen des Reichskanzler- Amtes schon vorher wissen, wirrung darüber, wie die neuen Erfordernisse für das was bei denselben herauskommen wird, so auch, Wer den Militarismus für nöthig hält, trage Heer gedeckt werden sollen. Jüngst wurden Luxussteuern daß in Deutschland das System der indirekten Besteuerung die Kosten. Hier bietet sich für die Hammerstein und Kleist, vorgeschlagen, jetzt scheint man wieder zur alten Liebe, noch am wenigsten entwickelt und folglich noch am ent- für die Stumm und Zedlig, für die Hammacher und Benzu der Belastung der breiten Volksschichten wickelungsfähigsten ist. nigsen, für die Rickert und Brömel und für diejenigen, die zurückgekehrt zu sein. Sehr zu beachten ist, was jetzt durch Es giebt kein Gebiet, das vergleichend- statistisch so sie vertreten, die schönste Gelegenheit, ihren Patriotismus den Hamburgischen Korrespondenten" lancirt schwer zu bearbeiten ist, als gerade die Finanz- zu bewähren, indem sie für eine Kostendeckung eintreten, wird. Dieses vom„ neuen Kurs" vielfach zu offiziösen it a t ist it, weil der Vergleichspunkt für die verschiedene welche nur die besitzenden Klassen trifft. Die Sozialdemo Kundgebungen benutzte Blatt fündigt neue statistische Steuerbelastung noch nicht gefunden ist. Ebenso verfehlt fraten werden in diesem Falle ihren Patriotismus durch Ermittelungen über Militärlast und Steuer- wie es war, einfach die Steuersumme, welche die Franzosen feinerlei Opposition stören. aufwand an. Wie in der Ankündigung ausgeführt wird, zu zahlen haben, zu vergleichen mit der der Deutschen, rührten die Staatsschulden in den verschiedensten Ländern aus ebenso falsch wäre es zu behaupten, daß auf den Kopf des Kriegen her, die unglücklich oder erfolglos geführt wurden. Franzosen so und so viele Mark Steuern kommen, auf den des Es seien nun von berufenen Statistikern Ermittelungen an- Deutschen um so viele Pfennige weniger, der Deutsche ist = geftellt, in welchem Maße die aufgenommenen Anleihen zu daher weniger belastet, er kann zu größeren Steuerleistungen Politische Webersicht. militärischen Zwecken verwendet worden sind. Weitere Er- herangezogen werden. hebungen seien über die bestehenden Verbrauchssteuern an gestellt worden. Auch hier lasse sich schon voraussehen, daß „ in Deutschland das System der indirekten Besteuerung noch am wenigsten entwickelt und folglich noch am meisten entwickelungsfähig" sei. Berlin, den 2. Juni. betreffend den Bericht des Ministers der öffentlichen ArDer Bericht der verstärkten Budgetkommission, beiten über die Ergebnisse des Betriebes der Preußischen Staatseisenbahnen im Betriebsjahre 1891/92, ist dem Abgeordnetenhause zugegangen. Die Kommission ist danach zu dem Antrage gelangt, das Abgeordnetenhaus wolle beschließen: Es kommt eben hierbei auf ein statistisch nicht erfaßbares Moment an: auf die Leistungsfähigtet. Diese ist in Der Bundesrath hat in seiner heutigen Sizung die Deutschland bedeutend geringer als in England und in Vorlage betreffend die auf der internationalen SanitätsFrankreich, die Löhne sind in diesen Ländern bedeutend konferenz zu Dresden ani 15. April d. J. unterzeichnete höher, die Lebensmittelpreise sind zum Theil niedriger als Uebereinkunft dem Ausschuß für Handel und Verkehr überWas hier über die Staatsschulden gesagt wird, wird bei uns sowohl in den Städten als auf dem Lande. Die wiesen. selbst den ärgsten Pessimisten erheitern. Wir mit deutschen Familien sind sehr kinderreich, während in unseren 2123 Millionen Reichsschulden haben in der Frankreich das Zweifinder- System herrscht, demnach find in Geschichte unseres erst 22 Jahre bestehenden Reiches, Frankreich viel mehr verdienende Personen als in Deutsch das vor 20 Jahren blos 1415 Millionen Schulden hatte, land, es kommen dann eine Reihe verschiedener Bolts blos einen Krieg u. 3. einen beispiellos glücklichen auf gewohnheiten in Frage, welche die Leistungsfähigkeit bezuweisen, der 5000 Millionen Franken in Gold in's Land einflussen. gebracht hat. Unsere Staatsschulden rühren doch sicherlich Je weniger ein wissenschaftliches Gebiet bearbeitet ist, nicht von unglücklich geführten Kriegen her, und die desto abweichender sind die Meinungen selbst der FachPreußens eines Landes, das seit 1807 keinen unglücklichen männer über die einschlägigen Fragen. Da nun das Krieg aufzuweisen hat, sind seit 1849 von 468,1 Millionen Gebiet der Finanzstatistik und insbesondere das der interMark auf über 4000 Millionen Mart gestiegen, sie haben nationalen Finanzstatistik fast gänzlich unbearbeitet ist, so fich in 44 Jahren, in denen wir drei siegreiche Kriege auf- wird es der Reichsregierung bei geschickter Auswahl vorzuweisen hatten, fast verzehnfacht. Bayerns Schulden stiegen urtheilsloser und strebhafter Fachmänner wohl gelingen, von 1847-1884, einem Zeitabschnitt, der einen siegreichen daß ihr das herausgerechnet wird, was ihr zur Begründung und einen unglücklichen Krieg aufzuweisen hat, von 216,1 ihrer Finanzpläne zweckdienlich ist. Ihr ist es doch bei auf 1346,5 Millionen Mark, die Sachsens verzehnfachten der vollständigen wirthschaftlichen Abhängigkeit der„ besich in der Periode 1850-1884, die Württembergs verfünf rufenen Statistiker" sehr leicht, die ihr nicht ganz behagenfachten sich in der gleichen Zeit. Desterreich- Ungarn hatte seit den Gutachten in den Papierkorb zu werfen und die ihr 1868 außer feiner erfolgreichen Expedition nach Bosnien passenden als die von der Wissenschaft herrührenden, einzig und der Herzegowina keine Kriege geführt und doch stieg in der maßgebenden zu bezeichnen. Periode 1868-1883 die cisleithanische Schuld von 0 auf Für uns hat die ganze geplante Statistik gar keine ca. 850 Millionen Mark, die ungarische von 4521/3 auf Bedeutung, uns kann es ganz gleich sein, wie sich die 21658 Millionen Mark. Belgien, das überhaupt seit Steuerlast in anderen Staaten vertheilt, für uns giebt es nur seinem Bestande bei keinem Kriege in Mitleidenschaft ge- die eine Frage, kann das deutsche arbeitende Volk noch zogen wurde, hat in der Periode 1851-1884 seine Staats- weitere Lasten ertragen? Diese Frage muß mit einem entschulden weit mehr als verdreifacht. schiedenen Nein beantwortet werden. Als schneidige preußische Beamte, die überdies wohl Sollte infolge der Feigheit unserer Bourgeoisie sich für ausgesucht werden dürften, werden die beauftragten die Militärvorlage im neuen Reichstage eine Majorität Württemberg Feuilleton. Nachbrud verboten.) Vom Stamm gerissen. Von Elise Schweichel. ( 17 Er sagte streng der Wahrheit gemäß aus und, was Frau von Kries besonders freute, er sprach von Waleska in durchaus achtungsvoller Weise, suchte sogar das Gewagte ihres Stelldicheins mit ihrem Verlobten in der Inspektor wohnung nach Möglichkeit zu rechtfertigen. Dieses offene Bekenntniß hatte er sich selbst als Buße auferlegt, und so hart es ihm antam, er rang es sich ab. Sowohl seine Standesehre als das Bewußtsein seiner Schuld verlangten es von ihm. 1. den Bericht des Ministers der öffentlichen Arbeiten über die Ergebnisse des Betriebes der Preußischen StaatsEisenbahnen im Betriebsjahre 1891/92 für erledigt zu erklären; 2. die tönigliche Staatsregierung aufzufordern, den Betriebsbericht der Eisenbahn- Verwaltung in Zukunft unter möglichster Berücksichtigung der Grundlagen des Etats aufzustellen und insbesondere zur Aufflärung der Abweichungen von dem Etat zu benutzen; 3. die tönigl. Staatsregierung aufzufordern, in dem alljährlich zu erstattenden Berichte über die Ergebnisse des Betriebes der Staatseisenbahnen thunlichst genaue Angaben über die Wir tungen der eingeführten wichtigeren Tarifermäßigungen und sonstigen wichtigeren Vera tehrserleichterungen vorzulegen; 4. die tgl. Staatsregierung aufzufordern, die Ausgabe von direkten Fahrkarten zwischen Stationen des preußi schen Staatseisenbahnnehes, und demgemäß die Ausgabe von Rückfahrkarten thunlich st auszudehnen. Db's nügen wird? Amtliche Wahlmache. Nachweislich ist auch in die amtliche Wahlbeein verfahrens und der Strafe, die über Dettinger verhängt schönes Stück Geld. Der Miethpreis für die Vorderstube werden würde, an ihn zu stellen beabsichtigt hatte. Er war äußerst bescheiden. Valeska schlug sogleich ein, und schickte sofort seinen Schreiber nach dem Stall, um anspannen schon nach wenigen Stunden war sie die Mitbewohnerin zu lassen und nahm, bis dies geschehen, den Schauplatz des dieser stillen, kleinbürgerlichen Häuslichkeit. Ereignisses, die Inspektorwohnung, in Augenschein. Dann setzte er sich schon im Hofe auf und fuhr davon. Als sie sich Abends in dem schneeweißen, nach Lavendel duftenden Bette ausstreckte und Frau Braun, welche nachMittlerweile hatte Valeska sich in M. häuslich ein sehen gekommen, ob ihre Einwohnerin gut läge und Alles gerichtet. Nach der ersten Unterredung mit dem Rechts- hätte, was sie brauchte, dies und jenes noch im Zimmer anwalt Ehrlich, an den ihr Doktor Zöllner eine Empfehlung ordnete, wobei ihre Bewegungen so sanft und leise wie ihre gegeben, wußte fie, daß die Sache sich in die Länge ziehen Stimme waren, da tam es Valesta vor, als sei sie wieder würde und suchte sich sofort eine Privatwohnung. Sie fand daheim bei der guten theuren Mutter. Es war ein wohliges und ein Stübchen bei einer Beamtenwittwe, einer Frau Registrator schmerzliches Gefühl zugleich. Fortgetrieben aus dem ElternBraun. Als sie die Bettel an den Häusern einer Quer- hause, war sie in den Strudel des Lebens gerissen worden, straße musterte, fiel ihr einer in einem breiten Parterre es half tein Stemmen und Wehren dagegen, sie mußte mit, fenster auf, hinter dessen spiegelblanken Scheiben ein seltener sie konnte nicht in den Hafen zurück, den sie verlassen; Blumenflor in Töpfen prangte: Blühender Kaktus, Alpen- andere neue Ufer lagen vor ihr, die zu gewinnen waren. veilchen, Azaleen, Tulpen, Hyazinthen; und dahinter, von Wie süß ruhte es sich daher in der stillen Bucht, in die ein den weißen Gardinen halb verborgen, sah sie den Kopf einer mitleidiger Windstoß sie für den Augenblick getrieben! Der Herr Assessor, vom feinen Lackstiefel bis zur ge ältlichen Frau, von einem einfachen Mullhäubchen bedeckt, Als Frau Braun Valeska gute Nacht wünschte, reichte brannten Frisur das Muster eines patenten Juristen, strich sich über eine Handarbeit beugen. Die grünen Fensterläden, ihr diese die Hand und zog sie an ihr Bett, und die Frau, fich verlegen bald das blonde Schnurrbärtchen, bald drehte die grün gestrichene Thür mit ihrem spiegelblanken Messing- die einmal eine Tochter besessen, sie aber früh verloren und er an seinem Siegelring, oder zog die Eden seines Steh- klopfer, wie er in fleineren Städten noch Sitte ist, und der nie ein so schönes, junges weibliches Wesen in der Nähe fragens in die Höhe; er hatte eben ganz andere Dinge er weißgescheuerten Schwelle, alles dies war so einladend, daß betrachtet hatte, fonnte sich nicht satt sehen an den feinen wartet, und seine Bemühungen, die Aussagen des Patienten Balesta, augenblicklich entschlossen, den Klopfer in Bewegung Händen, dem vollen zarten Arm und Busen, dem schmalen, als die Folge geschwächten Gedächtnisses erscheinen zu lassen, sette. Dieselbe Frau, die sie am Fenster gesehen, und deren unter dem Halbdunkel des Betthimmels fast kindlichen Köpfscheiterten an dessen bestimmter Erklärung, daß er sich eines sanft freundliche Züge und ganze schlichte Persönlichkeit chen mit den prächtigen, ausdrucksvollen Augen. Ach, fie völlig klaren Bewußtseins erfreue. Endlich mußte der Assessor einen wohlthuenden Eindruck auf fie machte, erschien in der hatte gar keinen Begriff gehabt, welchen Liebreiz ein schönes, das Protokoll schließen, und nachdem Herr von Kries mit Thür; auch war es die zu dem Blumenfenster gehörige junges Weib befäße, und sie konnte sich nicht enthalten, die offenbar sichern Bügen seinen Namen darunter gefeßt, verließ Stube, welche zu vermiethen war. Frau Braun wollte sich Hände und das Haar der neuen Hausgenossin liebkosend zu er mit einem sehr steifen Bückling die Krankenstube. Auch mit ihrem jüngsten Sohn, der ihr von vier Kindern geblieben ftreicheln. lehnte er eine von Fräulein Adele ihm angebotene abermalige und Lehrling in einer Druckerei war, auf ein Hinterſtübchen Ihren Bräutigam hatte Balesta nur einmal nach vielen Erfrischung zum großen Merger der letzteren ab, die noch und die ziemlich geräumige Küche beschränken. Die kleine Bemühungen ihres Rechtsanwalts sehen dürfen und natürlich alle möglichen Fragen betreffs des nun folgenden Gerichts: Pension reichte eben nicht weit, und der Sohn kostete ein in Gegenwart eines Beamten. Es war ein trauriges Wiedera fluffung in ein System gebracht, das regelrecht arbeitet| ordnungs- Novelle die Sonntagsruhe Bestimmungen für tagswahlkampfes den fröhlichen Anfang der Landtagsund deffen Thätigkeit durch die berufenen Erlassé des Industrie und Handwerk in Kraft gesetzt werden sollen." wahlagitation knüpfen. Glückauf! früheren Ministers Renner u. a. m. bloßgelegt worden ist. Gile mit Weile ist die Losung der Sozialreform von oben, " " Wozu kein Geld da ist. Kein Geld ist da für Aufklärung, für produktive Ausgaben, für Fortbildungsschulen, für ein Unfallmuseum, für die Verbesserung der Lage unserer kleinen Beamten. Herr Miquel, der Werber für die Militärvorlage, behauptet das Gegentheil, Herr Miquel, der Finanzminister, weiß besser Bescheid, er sagt zum hundertsten Male, daß nur der Militarismus offene Hände findet, während die Kulturaufgaben eben ungelöst bleiben. " " In der Kammer der Abgeordneten hat am 2. Juni die in ihre Konferenzen teine Arbeiter beruft, die Herr Baumbach hat der„ Neuen Fraktion" des der Ministerpräsident von Mittnacht Erklärungen" an der Sonntags tube wirklich intereffirten Glemente alfo Serrenhauses, die ihm wegen der Herbette- Geschichte den abgegeben, betreffend die Pflichten und Rechte der Staats- ausscheidet. Die Herren Industriellen werden sich ein Stuhl vor die Thür gefeht hat, einen echt Baumbach'schen beamten bei den politischen Wahlen". Ter Antrag auß- Leipziger Allerlei von Ausnahmen zurechtmachen, daß Brief geschrieben, worin er das gesammte Gesagte zum mann's( Volkspartel), daß den Beamten jedwede Wahl- es eine wahre Luft sein wird. Die Wähler sehen, wie elften Male wiederkäut, über die böse Presse, die ihm in beeinflussung zu gunsten bestimmter Kandidaten untersagt es mit den Regierungs, reformen" bestellt ist. Das bischen die Parade gefahren sei, bitterlich flagt und erklärt, daß er werden solle, wurde durch eine motivirte Tagesordnung des Schuß wird jahrelang auf die lange Bank geschoben zwar auf die Zugehörigkeit zu der Neuen Fraktion keinen Ordnungsparteilers Göz mit 63 gegen 12 Stimmen be- und dann durch die Konferenzler in Grund und Boden besonderen Werth lege", daß er aber auf der anderen seitigt. Die Nationalliberalen, die Deutschparteiler, die verballhornt. Seite durchaus nicht einzusehen vermöge, inwiefern die neue Konservativen bekundeten in der Begründung ihres BeFraktion dazu berufen wäre, über sein Verhalten in dem schlusses, sie seien durch die Erklärungen" Mittnacht's, der Die deutschen Kolonialhelden zivilifiven mit Feuer Fall Herbette" ein Urtheil zu fällen". Der Säkularfestthatsächlich alles beim alten beläßt ,,, befriedigt". und Schwert das gegen ihre Kulturthätigkeit sich sträubende Wadelstrumpf findet auch diesmal das richtige Wort Sie können auch befriedigt sein, da ja ihnen, den militär- wilde Afrikanervolk. In der soeben erschienenen Ausgabe nicht, wie das so Brauch bei einem Wanne, dem frommen Kartellbrüdern, die Sonne der Ministerhuld der Deutschen Kolonialblätter" wird über eine sogar die streng monarchische Kreuz- Zeitung" lächelt. Straferpedition" berichtet, die Kapitäne Spring, schmählichen Byzantinismus vorwerfen fonnte, das Lieutenant Sigl und Lieutenant Prince gegen den Suaheli mals als er das Elend der Arbeiterkinder in der Industrie Muini Mtwana unternommen hat, der den Sultan Siti mit der frivolen Redensart abfertigte, daß auch die Hohenmit Mannschaften und Munition unterstüßt, wiederholt zollernkinder ein Handwerk lernten. So girrt auch heute Karawanen überfallen und nun sich mit den Wahehe in der höfische Recke der Freifinnigen Volkspartei", schmelVerbindung gesetzt hatte, um die Station Unyanawira zuzende Wehmuth im Blick, sein Klagelied an die„ Neue überfallen. In dem Siegesberichte heißt es: Fraktion", der auch seine deutsch freisinnigen Ge„ Nach vierstündigem Marsche über bügeliges Terrain machte finnungsgenoffen und Berufskollegen 8elle und Bender, ich an einer entlegenen Stelle bis 11 Uhr Nachts Halt. Der die Ober- Bürgermeister Berlin's und Breslau's, an geplante Angriff in üblicher Weise bei Sonnenaufgang schien mir, gehören. Uns genügt es festzustellen, daß der da ein Rückenangriff am Kwifuru durch die Wahehe wahrschein- Held der Baumbachiade sich bis bis auf die Knochen lich war, unseren Erfolg nicht hinreichend zu garantiren. Die blamirt hat. Von der Flucht Baumbach's nach Silfsvölfer verschwanden auch bis auf etwa 30 Leute. Ich beschloß daher den Feind durch nächtlichen Sturm Danzig am 4. Mai zur Verständigungs". Elegie im unter Verwendung von Magnesiumfadeln zu Berliner Tage blatt", von ba zum entschiedenen Uebergang fiberraschen, ließ die Lasten hier zurück und trat sofort in aller in das Lager der freifinnigen Volkspartei", taumelt der Stille den Weitermarsch an. Um 3 Uhr befanden wir uns auf dem Boden des Hof- Parkets wie auf dem strengen vor der Ostfront des Kwikuru. Es gelang, die Sturmleitern Boden der Politik gleich unsichere Landrath a. D. aus einer unbemerkt an die Tembewand zu legen. Dann kommandirte Niederlage in die andere hinein. Auf die Herbette- Rede ich Sturm, der in der angeordneten Weise, wie der Plan zeigt, die Schlappe der Herbette Briefe, dann der klägliche Zumit Tritt gefaßt!" bis 30 Meter heran, dann Marsch, Marsch, burrah!" auf die Tembe hinauf erfolgte." Der mir sammenstoß mit der Betrefatten- Gruppe des Herrenhauses. folgende Gewehrträger erhielt fofort einen Pfeilschuß, in Es wird wenig Leute geben, die in so kurzer Frist so oft türzester Zeit aber waren alle Truppen auf dem Tembedach entgleifen. Zum mindesten werden die Wähler des fünften und eröffneten ein heftiges Schnellfeuer. Die Fackeln be Berliner Wahlkreises es beherzigen, daß der ihnen von feuchteten ein wirres Durcheinander der Feinde Großsiegelbewahrer des Deutschfreisinus als ein Wesen, in den Höfen. Ich ließ daher das Feuer nach kaum einer fein Engel ist so rein", ans Herz Gelegte Eines versteht, Wlinute einstellen und setzte den weiteren Sturm in vier ge- auf lange Beit die Kosten der despektitlichen öffentlichen trennten Bügen an, Direktion die in Fackelschein sichtbar ge Belustigung zu decken. wefene Fahnenstange. Ohne Baudern sprangen die Sudanesen von den fast 3 Meter hohen Zemben in die Höfe; die Insassen Bom Boykott. Vor dem Schöffengericht in GIber. liefen blindlings davon und fielen theilweise den Hilfsmann- feld fand am 30. Mai eine Verhandlung in Sachen des schaften draußen in die Hände, welche die Tembe mittlerweile um im vorigen Jahre von mehreren Elberfelder Genossen gangen hatten und die Verwirrung durch Geschrei erhöhten. Die Unterrichts Kommission des preußischen Abgeordnetenhauses hat eine Petition um Aufbesserung der Gehälter der Strafanstalts= Lehrer der Regierung als Material überwiesen. Bei Berathung der Petition gab der Kommissar des Finanzministers, Geh. Ober- Finanzrath Lehnert folgende Erklärungen ab, die für die Frage der Gebaltsaufbesserung der Beamten überhaupt von Interesse find: „ Die Staatsregierung erfenne eine allgemeine Aufbesserung aller Beanitengehälter als nothwendig an, müsse aber tegen Mangels an Mitteln sich darauf beschränken, die Gehälter der Unterbeamten und Kanzleibeamten allgemein aufzubessern. Sobald es die Finanzlage des Staates gestatte, soll die folchergestalt begonnene allgemeine Aufbefferung der Beamtengehälter fortgefeßt werden. Die Finanzverwaltung fönne es aber nicht für angängig erachten, noch vor der Fortsetzung der allgemeinen Besoldungsverbefferung bie Gehalter einzelner Klassen der noch nicht berücksichtigten Beamtenfategorien vors weg aufzubeffern, und müsse an diesem Standpunkte auch gegenüber der vorliegenden Petition festhalten. Eine solche vorzugsweise Berücksichtigung einzelner Beamtenklassen werde nur zur Folge haben, daß dadurch wieder anderen Klassen zu berechtigter unzufriedenheit und Berufungen Anlaß gegeben werde, die dann ebenfalls nicht abgewiesen werden könnten; es würde auf diese Weise ein einheitliches und planmäßiges Vorgehen unmöglich gemacht werden." So lange das heutige Pickelhauben- System herrscht, wird die Finanzlage" es nie erlauben, soziale Politik zu treiben. Wegen Mangels an Mitteln" wird nur Blutund Eisen politik, die Tausende von Millionen aufzchrt, getrieben werden. Kein Schwamm saugt so leicht und reichlich, wie der Moloch. In der besonderen Tembe des Mtwvana fam es zu einem furzen inscenirten Bierboykotts statt. Angeklagt waren neun Handgemenge, wobei drei weitere Leute, darunter der Kapitän Mitglieder der Boykottkommission wegen Vergehens gegen Spring, verlegt wurden. Innerhalb zehn Minuten war das den§ 153 der Gewerbe- Ordnung. Die Angeklagten sollten Kwikuru vom Feinde gesäubert, Muini Mtwana und sein Vater sich eines strafbaren 3wanges auf die Wirthe und durch den ersten und zweiten Halbzug, welche allen voran Brauereibefizer schuldig gemacht haben. Der Vertheidiger, gingen, verwundet und gefangen. Nach kurzem Verbör ließ Genosse Rechtsanwalt Landé, führte aus, daß im vorich Beide hinrichten, die Tembe in vorläufig hinreichendem liegenden Falle von einem im Sinne des§ 152 der Mase in Brand steden. Dann sammelte ich die Truppe Mase in Brand steden. Dann sammelte ich die Truppe und wartete, eines Angriffs gewärtig, Sonnenaufgang ab. Gewerbe- Ordnung strafbaren 3wange keine Rede sein könne. Etwa fünfzig Toote lagen am Plaze. Von den Regu Nach§ 152 der Gewerbe- Ordnung seien Vereinigungen belären der Schußtruppe war niemand verlegt. Die Hinrichtung hufs Erlangung von günstigeren Arbeitsbedingungen ge Nur immer langfam voran. Die offiziösen Ber Muini Mtwana's batte die Organisation des Feindes gebrochen stattet.§ 153 bedrohe nur den Zwang mit Strafe, welcher und von allen Seiten brachten die benachbarten Ortschaften, ausgeübt werde, um einen Beitritt zu der Vereinigung liner Politischen Nachrichten" melden: Die ihre Unterwerfung darzuthun, Elfenbein und Vieh an." zu erzielen. Im anderen Falle sei der§ 152 der GewerbeSonntagsruhe Bestimmungen für Industrie Wer zweifelt daran, daß diese schneidigen Thaten die Ordnung illusorisch. Das Gericht schloß sich diesen Ausund Handwert seien soweit gefördert, daß mit dem Beginn des Juli ein weiterer von den zuständigen Be- chriftlich teutsche Kultur unter die Schwarzen tragen und führungen an und sprach sämmtliche Angeklagte hörden ins Auge gefaßter Schritt bei der Vorbereitung der dem Deutschen Reiche den Ruhm verschaffen, die Gefittung, tostenlos frei. Sonntagsruhe Durchführung für Industrie und Handwerk die Aufklärung, den Frieden unter die Wilden zu tragen? unternommen werden kann. Zu dem besagten Zeitpunkt", Auch ein Zeichen der Zeit. Auf Veranlassung der heißt es, sollen die Konferenzen mit den Vertretern Regierung hat der dlheimer Magiftrat eine Vorlage über derjenigen Berufszweige beginnen, deren Wünsche auf Grrichtung einer Fortbildungsschule der Stadtverordneten irgendwelche Bedenken gestoßen sind. In diesen Ron Bersammlung zur Genehmigung unterbreitet. Die geplante ferenzen soll den Angehörigen der verschiedenen Gewerbs. Schule sollte zunächst nur zwei Jahrgänge, vom 14 bis zum zweige die Möglichkeit geboten werden, sich auch mündlich 16. Lebensjahre, umfassen. Die Kosten waren einschließlich eines zweige die Möglichkeit geboten werden, sich auch mündlich mäßigen Staniszuschusses auf 1200 m., berechnet. Die Stadt zu äußern. Die Behörden werden dadurch eingehend und zu äußern. Die Behörden werden dadurch eingehend und verordneten- Versammlung hat jedoch mit Rücksicht auf die schwere genau über die einzelnen Verhältnisse unterrichtet werden. Steuerlast 160 pet. Buschlag zur Staatseinkommensteuer Erst wenn diese Konferenzen, welche man in der Reihen den Plan zur Zeit nicht genehmigt. folge der für die Berufsstatistik gewählten Gruppirung abhalten will, beendigt und das dabei gewonnene Material Die bayerischen Landtagswahlen. Nach Beschluß nochmals verarbeitet sein wird, wird dem Bundesrathe ein vom 31. Mai wurde der Landtag geschlossen. Als Termin Entwurf zu Ausführungsvorschriften vorgelegt werden für die Urwahlen wurde der 5. Juli, für die Abtönnen. Nach der Beschlußfassung über diese wird sich der geordnetenwahlen der 12. Juli anberaumt. Unsere Bundesrath an die Berathung der faiserlichen Verordnung bayerischen Genossen können also das Eisen gleich im Feuer machen, durch deren Erlaß nach der letzten Gewerbe behalten und an das hoffentlich fröhliche Ende des ReichsHerr Alexander Meyer, der Halle'sche Mischmasch fandidat, für den Wadelstrümpfe, Nationalliberale und andere Ordnungsparteien fich mannesmuthig in die Arme stürzen wollen, hat in seiner Kandidatenrede allerlei Erbauliches über den tapferen Deutsch freisinn ausgeplaudert. Nach Dr. Meyer fonnte Ridert im Namen von vielen in der Fraktioussigung schon bald nach Einbringung der Vorlage erklären, sich schlechthin an eine gewisse Präsenzziffer nicht binden zu wollen, mit dem Vorbehalte, nach seiner eigenen Ueberzeugung zu stimmen. Wir sagten uns damals, daß eine Auflösung um dieser Frage willen etwas höchft Schädliches sein würde, daß wir daher alles thun müßten, um sie zu vermeiden, daß bei einer Auflösung nur die trüben Elemente nach oben kommen würden. Wir wußten, eine Auflösung war nur dann zu vermeiden, wenn wir der Regierung einen annehmbaren Vermittelungsvorschlag machten, aber wir verhielten uns schweigend, um in dieser Er sehen. Dettinger bewohnte jetzt allerdings eine anständige Partei ihre Macht fühlen zu lassen. Die eigene Belle und beinahe, daß Valesta eine Rolle darin gespielt hatte. Belle, nachdem er eine Zeit lang mit mehreren Bagabonden ein Bettel von Balesta, den er durch Bermittelung ihres war stolz auf sie, stolz auf Dettinger. Auch war er Menschenein und denselben Raum hatte theilen müssen, und auch Rechtsanwaltes erhielt und aus dem er ihre Anwesenheit tenner genug, um das plögliche Erscheinen des Gutsherrn über die Behandlung von seiten der Gefängnißbeamten in Wt. erfuhr, richteten unseren Philosophen jedoch gleich in der Juspektorwohnung auf die richtige Ursache zurückfonnte er nicht flagen. Sie bewiesen ihm sogar einen ge- wieder, auf und Balesta fand ihn bei ihrer ersten Begegnung zuführen, auf Berliebtheit und Eifersucht, es war ihm also wiffen Respekt. Daß er bessere Kost erhielt, dafür hatte so ruhig und gefaßt, daß sie zur Bewunderung hingerissen recht geschehen, und alles zusammen stimmte ihn für Baleska sofort Sorge getragen, indem sie durch Herrn wurde. Balesta's Plan, in M. auszuharren, immer günstiger. Er, von dem sie den größten Widerstand gefürchtet hatte, redete ihr bei der Mutter das Wort. Ehrlich das nöthige Geld einzahlen ließ. Allein für Auch sie war auf Begehr ihres Rechtsbeistandes ver Dettinger waren das alles unerhebliche Dinge. Wenn auf nommen worden, da sie indessen Oettinger so nahe stand Ginen, so paßte auf ihn das Wort Goethe's in seinem und nur zu feinen Gunsten aussagen konnte, so behandelte Nachruf an Schiller: man ihr Zeugniß als von feinem Belang. Alles, hieß es, täme auf die Aussagen des Schwerverletzten an, dessen Genejung abgewartet werden müßte. " Diese sab sich je zt ganz verloren. Sie hatte im Stillen auf den Wachtspruch des Vaters gehofft, denn sie wußte, Und hinter ihm im wefenlosen Scheine daß all' ihr Bitten, heimzukehren, Valesta nicht dazu be Lag, was uns alle bändigt, das Gemeine." wegen würde. D, diese unselige Liebe, sie hatte ihr Kind Er konnte leben wie ein Anachoret, ohne daß er es Go standen die Sachen gegen Ende April. Valeska ihr auf immer entrissen! fühlte, trotzdem er feineswegs für die feineren materiellen hatte gleich nach ihrer Ankunft in M. nach Hause ges Mutter," sagte Tussy ernst, indem sich ihre Wangen Genüsse unempfänglich war. Sein Reich war aber der Geschrieben und ihren veränderten Aufenthalt, sowie die Ur- höher färbten, ich denke, Valesta thut recht. Wenn man dante, und dieser idealen Richtung entsprach der Stoizismus, fache desselben ar gezeigt, zugleich mit dem bestimmten Ent- einen liebt, muß man in der Noth zu ihm stehen. In der mit dem er alle äußeren Leiden ertrug. Selbst die Fahrt schluß, den Ausgung der Sache daselbst abzuwarten. Der Bibel steht: Die Frau soll Vater und Mutter verlassen mit den gefesselten Händen hatte seinen Gleichmuth nicht Vater hat mich aus dem Hause geschickt und mich damit und dem Manne anhangen." erschüttert. Er hatte sich ganz ruhig mit dem Gendarm mündig gesprochen," schrieb sie. Ich habe jetzt mein Leben " Ich habe jetzt mein Leben Dummes Kind, das Du bist! was weißt Du von der und dem Knecht, der sie fuhr, über solche Dinge unterhalten, selbst in die Hand genommen. Ich fordere die Selbst Liebe? Und in der Bibel steht gerade das Gegentheil: der die den Leuten am nächsten lagen; dabei waren sie natürlich bestimmung als mein gutes Recht." Mann soll Vater und Mutter verlassen, und das ist auch auch aufs soziale Gebiet gekommen, und da hatten ihm die Aber diese trogigen Worte galten dem Vater, der scharf das Richtige. Der braucht die Eltern nicht. Aber ein Leute ihre Leiden anvertraut, über beren allgemeine Ursache bearbeitet sein wollte. junges Mädchen und so schön wie unsere Balesta, ganz er sie belehrte. Als sie in M. ankamen, waren seine Ge- Für die Mutter hatte sie einen weicheren Ton; da allein an einem fremden Ort!" fährten ihm so zugethan, daß sie ihm am liebsten zur Flucht sprach das Herz des liebenden Weibes, das an ein anderes verholfen hätten. Es war ihnen schrecklich, ihn abliefern zu liebendes Herz appellirte. müssen. Nie war dem Gendarm fein Schergenamt so schwer gefallen, und mit unterdrückten Thränen sagte er Dettinger Lebewohl. " Sie ist ja bei der guten Frau Braun, die für sie-" " Schweig mir!" rief die Wutter aufgebracht. Gott iin Himmel, auch Du bist gegen mich. Die erste, beste Frau Braun oder Frau Schwarz tann also nach Deiner Meinung die Wutter ersetzen? Lohut es da wohl der Mühe, Kinder zu erziehen?" Herr Stern war anfangs wie ein donneruder Jupiter. Sie soll zurück. Sie muß zurück," schrie er, als er nur bie ersten Beilen gelesen hatte. Aber je weiter er las, desto Im Gefängniß nahm man ihm zwar die Retten ab, stiller wurde er, und endlich brach er in ein lautes Gelächter aber die Gemeinschaft mit den Vagabonden, die er drei Tage aus. Seine Frau und Tussy begriffen nicht, was ihn so Seine Frau und Tussy begriffen nicht, was ihn so Sie brach in ein hysterisches Weinen aus. lang auszustehen hatte, war eine viel größere Prüfung für erheitern konnte, denn fie hatten den Brief schon vorher Frau Stern hatte den ganzen Winter getränkelt. Die ihn. In seinen Mantel gehüllt, saß er die ganze Beit auf gelesen und nur höchst Betrübendes darin gefunden. Aber jahrelangen Sorgen und Entbehrungen, der ewige, offene seiner Pritsche, das Gesicht in den Händen vergraben. fie waren eben Frauenzimmer, wie Herr Stern sagte, die und heimliche eheliche Krieg rächten sich an ihrer GesundNach dem ersten Berhör wußte er, was ihm bevor- teine Freude haben konnten an der famosen Szene zwischen heit, deren Berrüttung der Gram um Valeska vollendete. stand eine lange Untersuchungshaft und schließliche Ver- Dettinger und Herrn von Kries. Der geohrfeigte Junker urtheilung, ob Kries mit deni Leben davon käme oder nicht. machte ihm tausend Spaß, und die männliche Haltung Er hatte offenkundige Gegner zu Richtern, welche die Ge- Dettinger's flößte ihm förmlich Respekt ein. Budem war legenheit benutzen würden, einen von der bestgehaßten die ganze Geschichte ein Stück Romantit, es schmeichelte ihm ( Fortsetzung folgt.) Weise die Regierung zu Ronzessionen geneigter zu machen. G31 ist allerdings dadurch nur erreicht worden, daß die Regierung nach langem Widerstreben mit ihren Konzefsionen bis auf den Antrag Huene herabging, für den eine Mehrheit nicht zu ge: winnen war. Insofern hat sich also unsere Taktik als eine verfehlte erwiesen. Nun denken Sie sich einmal, wir hätten anders gehandelt, wir wären schon im November so offen mit unserer Ansicht hervorgetreten, dann würde man uns den Vorwurf gemacht haben: ihr ermuthigt ja die Regierung, weit mehr zu fordern, als nöthig ist, ihr hindert sie ja, Ronzessionen zu machen, da sie eure Bereitwilligkeit auch ohnebies bat." Parteinachrichten. Broschüren oder Plakaten 2c., welche als Parteikundgebungen zu Die Parteigenoffen werden ersucht, von allen Flugblättern den jegigen Wahlen von unserer und den gegnerischen Parteien veröffentlicht werden, je zwei Gyemplare an das Partei Archiv unter Kreuzlland einzusenden. Adresse: Albin Gerisch, Berlin, Ratzbachstr. 9. Die Wahlkomitees der Provinz Brandenburg werden Die so lange den Wählern vorgefabelte Einigkeit" ersucht, umgehend die Zahl der gewünschten polnischen war von Anfang an nicht vorhanden, die Freunde des Flugblätter dem unterzeichneten Komitee einzusenden, damit Kuhhandels waren zahlreich, nur trauten sie sich nicht diese rechtzeitig vertheilt werden können. heraus. Und das nennt sich Gegner des Militarismus. Zentral- Wahlkomitee der Provinz Brandenburg. J. A.: G. Koopmann, Adresse Verlag des Vorwärts". ( R), Kartellfandidat ber R und N, Freiherr von Langen( 2). 2öwenberg: Landrath von Solleufer( R), Rettor Klopfch( FV). Startell. 2. Braunschweig: Schrader( Bg), Kreisdirektor Breslau Ost: Postassistent Schulze( 2). Breslau- West: Dr. Förster( 2). Dr. Förster( 2). 1. Braunschweig: Profeffor Blasius, Orth( N), Schwenhagen, B. d. Landw."." 3. Braun ich weig: von Bar, deutschfreifinnig. Streisdirektor Krüger, Kartell der K und N. Homburg Rufel: von Marquardsen ( M), Faßbauer in Köln, Handwerkerverband. Fürth: Bierbrauer Evora( Boltspartei). Die Beblättern und Stimmzetteln feinerlei polizeiliches SinderAuch am Sonntag darf der Vertheilung von Flugni entgegengestellt werden. Ordnung bedarf überhaupt niemand in dieser Wahlzeit zur VerErlaubniß. Jedermann ist berechtigt, solche Stimmzettel und theilung von Stimmzetteln und Flugblättern einer polizeilichen Flugblätter nicht blos im eigenen Wohnort, sondern auch an Der Schiff. Man schreibt uns: Die GIs fIether Nachrichten" berichteten kürzlich, daß am 6. Mai in 24. April sollte eine öffentliche Versammlung stattfinden, in Haus zu vertheilen. Gin Polizeibeamter, der sich dem widerAus Bühl im Ober Glfaß wird uns mitgetheilt: Am in öffentlichen Lokalen oder durch Umbertragen von Haus zu fremden Orten, auf den Straßen, den öffentlichen Plätzen, Bremen die Sektionsversammlung der See welcher man die Bedeutung der Maifeier besprechen wollte. Die fetzen wollte, handelt gefeßiidrig und stellt die Giltigkeit der berufsgenossenschaft tagte, welche nur von zehn Behörde erlaubte es nicht. Es wurde dann eine Volksverfamm- Wahl in Frage. Auch die polizeilichen Bestimmungen Mitgliedern besucht war und zwar darunter vier Vorstands- lung einberufen, deren Tagesordnung lauten sollte: Die wirth über die Sonntagsfeier stehen folcher Ver mitglieder und zwei Revisoren. Die Wahl ergab die schaftliche Lage der Arbeiter. Auch diese Versammlung durfte theilung von Stimmzetteln und Flugblättern Wieder- resp. Eigenwahl der alten Vorstandsmitglieder, nicht abgehalten werden. Am 30. April, wo die Versammlung nicht entgegen. nämlich des Direktors Ahlers in Bremen, des Senators batte stattfinden sollen, legten die Bühler Genossen auf den uneingeschränkt gestattet, geht allen etwaigen Lotal. Das Reichsgesetz, welches die Vertheilung ( Mitgliedes der bremischen Staatsregierung) Wessels in demokratie je einen Kranz nieder. Die Kränze trugen in braun timmungen des§ 48 der Reichs- Gerverbe- Ordnung lauten Gräbern zweier verstorbenen Vorkämpfer der hiesigen Sozial gefeßen und Verordnungen unbedingt vor. Bremen und des Verfassers des„ Leider briefes"( Hugo rothen Buchstaben die Inschriften: Bur Erinnerung an den( Alinea 3 und 4): Zur Vertheilung von Stimmzetteln und Druckund Rebecca) Adolf Schiff aus Elsfleth. Am 1. Mai 1893" und" Solidarität". Die Kränze wurden in der schriften zu Wahlzwecken bei der Wahl zu gefeßgebenden Körper20. Mai fand dann die jährlich den Sitzungsort wechselnde Nacht vom 22. zum 28. Mai von einem Grabschänder gestohlen schaften ist eine polizeiliche Erlaubniß in der Beit von der amtGenossenschafts Versammlung in Elsfleth und auf einen Kirschbaum geschleudert, der 400 Meter von den lichen Bekanntmachung des Wahltages bis zur Beendigung des unter Borsiz des Rheders und Großlaufmanns Laiesz Gräbern entfernt steht. Das Wort Solidarität" war aus der Wahlattes nicht erforderlich. Dasselbe gilt auch bezüglich der aus Hamburg statt. Durch Zuruf wurde der Vorst and Infchrist herausgerissen, die Buchstaben lagen unter dem Baume nichtgewerbsmäßigen Vertheilung von Stimmzetteln und Druckgewählt, darunter auch Adolf Schiff aus Gisfleth. auf der Erde. Ueber die intellektuellen Urheber der Grabschän- schriften zu Wahlzwecken. So wird's gemacht. Ein solcher Biedermann muß in Amt dung ist man hier nicht im Zweifel. Schrieb doch ein in Mülhausen Die Antisemiten werden von der Norddeutschen und Ehren und namentlich in fetten Pfründen bleiben. Stränze auf den Gräbern ungefähr, wenn einige rechte Männer allgemeinen Beitung" wie folgt gerüffelt:„ Die erscheinendes katholisches Blatt einige Tage nach der Niederlegung der Obgleich Elsfleth's Existenz fast ganz von Schifffahrt und in Bühl wären, so würden sie die Kränze zum Kirchhof hinaus: Staatsbürger Beitung" hat fürzlich eine 96 Namen Rhederei abhängt, nahm die Bevölkerung fast gar teine werfen. Die Anzeige von der Grabschändung ist beim Gemeinde- umfassende Liste antisemitischer Kandidaten veröffentNotiz von den 40-50 von auswärts erschienenen Genossen diener sofort gemacht worden. Wir sind immerhin etwas gespannt licht, und die Blätter haben, ohne diefelbe näher zu prüfen, verschaftsmitgliedern. Nur zwei bis drei Freunde des Schiff darauf, was die Untersuchung für ein Ergebniß haben wird. zeichnet, in fo und so vielen Wahlkretsen finde ein antisemitischer nahmen theil. Es verlief alles in ruhigster Weise und so Daß der behördliche Apparat in fieberhaftester Thätigkeit ist, Mitbewerb statt, und haben sich über den Umfang desselben entverlautet denn weder in den„ Elsflether Nachrichten", noch obwohl es sich nur um die Schändung der Gräber von Sozial- rüstet. Prüft man jedoch die Liste der Staatsbürger Zeitung" in der Weser- Zeitung" auch nur ein einziges Wort über die demokraten handelt, ist natürlich in Bühl selbstverständlich. Als genauer, so findet man, daß dieselbe tünstlich in die Länge geVersammlung. lettes aus Brühl sei noch mitgetheilt, daß dem Genossen Michael ogen ist, indem nicht nur für denselben Wahlkreis verBildstein die Wirthschaft behördlich geschlossen wurde, weil die fchiedene Kandidaten darin benannt sind, sondern auch mehrBirthschaft ist heute noch geschlossen. Weiter wird es die Ge- denselben Kandidaten darin figurirt, wie denn endlich auch eine Genossen bei ihm Sigungen" abgehalten haben sollen. Die fach derselbe Wahlkreis unter verschiedenen Namen init noisen in Alt- Deutschland" eigenthümlich berühren, daß uns die ganze Reihe von Kandidaturen als schlechtweg antisemitische aufWirthe in Bühl am 1. Mai nichts zu trinten geben durften. geführt sind, die, von anderen Parteien ausgehend, lediglich sich der Aules in allem genommen, fommen wir elsaß- lothringischen Ar- antisemitischen Unterstügung erfreuen. Zeugt auch die Kandidatenbetter uns vor, als wären wir nicht Bürger des Deutschen Reichs, liste der Staatsbürger- Beitung" für die dem Antisemitenthum fondern Angehörige einer ruffischen Provinz. Wann werden diese eigenthümliche Berfahrenheit, jo läßt sie andererseits erkennen, unerträglichen Zustände enden? wie man bemüht ist, den Thatbestand aufzubauschen, und darauf schließen, daß die antisemitischen Bäume nicht allzu hoch wachsen werden. Ueber das allgemeine Wahlrecht schreibt Professor Delbrück, der bekannte freitonservative Eingänger, im Juni- Hefte der Preußischen Jahrbücher": " Wahlspäße. Das, Deutsche Abelsblatt", Drgan ber Deutschen Abelsgenossenschaft" veröffentlicht einen Auffaz: Dér worin es heißt: delmann als Mitbürger und Voltsfreund", wie Die Mitglieder der höheren lassen, welche sich in dem Gedanken wiegen, wie bequem es wäre, die untern Klassen von der politischen Macht auszuschließen, mögen nicht etwa meinen, daß diese Revolution ihnen zu gute kommen würde. Nach dem allgemeinen Stimmrecht bleibt nur noch der 3äsarismus übrig; nicht einer konstitutionellen Mitregierung der höheren Klassen, sondern allein dem Abso- schen Sozialdemokratie jeden Tag neue Bekundungen des interAnläklich der jetzigen Wahlbewegung gehen der bent. Iutismus würde das demokratische Parlament weichen."- nationalen Solidaritätsgefühls zu, daß die klassenbewußte Armit beiterschaft aller Länder Die französische Rammer hat die Wahlkreis.Generalrath der rumänischen Arbeiterpartei, einander verbindet. Der Vorlage angenommen und beschlossen, daß nur vom die erst jüngst auf ihrem von 62 Delegirten besuchten Kongreß Staat befoldete Beamte und Geistliche nicht als Deputirte fich reorganisirte, hat mit den herzlichen Glückwünschen für den bürger zu gewinnen, müssen wir uns direkt ans Volt wenden, „ Um jenen Einfluß zu erlangen, das Vertrauen unserer Mitgewählt werden könnten. Dadurch schmuggelt sie die be- Sieg der deutschen Sozialdemokratie zugleich 300 Fr. für den in dasselbe hineingehen; müssen wir auerst au ihm tommen, zahlten Agenten der großen Banken, der Eisenbahn- Gesell- Wahlfonds übersandt. Das Eretutiotomitee der sozial dann wird es auch zu uns tommen. Es ist unser großer schaften und Syndikate, denen man anfänglich die Thür der demokratischen Arbeiterpartei Nordameritas, febler gewesen, daß wir bisher viel zu wenig uns um Deputirtenfammer sperren wollte, wieder ins Parlament. Das sofort nach Auflösung des Reichstags die deutschen Genoffen dasselbe betümmert, für die gute Sache nicht Genügt hätte das allgemeine Verbot auch nichts, es wäre angefeuert hat, ist bereits in der Lage gewesen, der deutschen und agitirt haben. Wir dürfen das Volk nicht, in Amerika zur Einleitung von Sammlungen für den Wahlfonds genug Propaganda gemacht viel zu wenig gearbeitet umgangen worden. Partei die erste Rate dieser Sammlung in der Höhe von bisher, thatenlos feinem Verderben überEngland. Das Unterhaus hat mit 241 gegen 203 Union 600 Dollars zu übersenden. Ebenso haben die in der lassen, sondern müssen in Zukunft offensiv vorgehen, bie ,, Union socialiste révolutionaire" des 6. Stimmen einen Antrag Arnold Forsters auf Ver- Arrondissements vereinigten franzöfifchen Genossen Waffen bekämpfen. Diese modernen Mittel zur Beeinflußung Pariser Feinde auf ihrem eigenen Gebiete und mit ihren eigenen tagung des Hauses verworfen. Der Antrag bezweckte, eine Adresse überfandt, worin fie die Einigkeit der franzöfifchen und Gewinnung der Massen sind: Gründung von christgegen die Steigerung von Verbrechen in gewissen Theilen Sozialdemokratie mit der deutschen im Kampfe gegen den lichen und tonservativen Vereinen, über die voltsIrlands zu protestiren und die Regierung zu tadeln, weil Militarismus, für den allgemeinen Völkerfrieden betonen und die freundlichen Ziele der Konservativen auftlärende Borträge und Anfie teine Maßregeln dagegen, ergriffe". Der Chefsekretär Hoffnung ausdrücken, der 15. Junt werde die Zahl der Sprachen, Benuzung der Großmacht Presse und vor allem Boltsdes Lord- Lieutenants von Irland, Morley, vertheidigte die sozialistischen Reichstags- Abgeordneten ganz gewaltig vermehren und versammlungen. Alle diese ursprünglich demokratischen, Regierung und erklärte, die agrarischen Berbrechen hätten zurückwirken auf die Bruderparteien der anderen Länder und diese jest aber völlig legalen Agitationsmittel müssen auch seit dem Amtsantritte des gegenwärtigen Rabinets a b begeistern zum Kampfe wider den gemeinsamen Feind: den wir in Zukunft viel ausgiebiger benutzen; fie find fast die Kapitalismus, für das gemeinsame Ziel: die Abschaffung der einzige Möglichkeit, um auf die Massen einzuwirken und zum Ausbeutung der Menschen durch die Menschen! Jm weiteren Verlaufe der Sigung entspann sich eine österreichischen Genossen haben durch ihre Partei- Aristokraten als seiner un würdig erscheinen; dennoch Auch die Ohr und Herzen des Volkes zu gelangen. Das will manchem lebhafte Debatte über das von Wyndham zum§ 3 der vertretung den deutschen Genossen, mit denen sie in guten aber ist es unumgänglich zur Wiedergewinnung der Boltsseele. Homerule- Bill vorgeschlagene Amendement, daß der irischen und bösen Tagen treue Kampfgenossenschaft gehalten haben, Das Versammlungsrecht ist zur BetheiligungsLegislatur die Kontrolle der Polizei entzieht. Balfour be- die besten Glückwünsche zum Wahlkampf gesandt, ein Kampf, pflicht geworden; das Narrenschiff der Beit und hauptete, die Legislatur könne durch Ausübung solcher den zu führen unseren österreichischen Genossen bisher noch immer bes Parlamentarismus erfordern es unbedingt. Wir Kontrolle militärische Streitkräfte schaffen, die eine Gefahr verwehrt ist, so daß sie mit doppeltem Intereffe unserem Rampfe dürfen nicht unthätig zusehen, daß unser Bolt um tomme für England einschlössen. Gladstone gab schließlich zu, daß folgen: In mehr als einem Sinne fämpft Ihr also auch für und feinen Berführern anbeimfalle." uns Desterreicher! Zwei Millionen sozialdemokratischer Stimmen bie irische Legislatur nicht in der Lage sein dürfe, eine in Deutschland dürften denn doch auch den Staatsmännern Edelmanns" Ultes nicht durch eine Randbemerkung abs Wir wollen den zwerchfellerschütternden Eindruck dieses solche Streitmacht zu schaffen, und erklärte gleichzeitig, daß Desterreichs die Frage vorlegen, ob sie die Macht haben, auf die schwächen. Keinen ergöglicheren Narren zählt das Narrenschiff er an gehöriger Stelle ein Amendement vorschlagen werde. Dauer einen so riesigen Theil des Volkes mit Gewalt nieder- der Beit". Balfour erklärte sich damit einverstanden. Hierauf wurde zuhalten und mundtodt zu machen." das Amendement Wyndham's ohne besondere Abstimmung abgelehnt. genommen." machen! Die deutschen Genossen werden ihren Dank für diese Ueber die Sozialdemokratie und die Wahlen schreibt Sympathiebezeugungen den ausländischen Bruderparteien am die„ Post": besten damit bekundin, daß sie durch ihre unermüdliche Thätigkeit Faßt man alles in allem zusammen, so bietet der Gang bis zum Wahltage alles aufbieten, die Hoffnungen unserer der Wahlbewegung den Sozialdemokraten, selbst wenn ihre Zahl Freunde noch zu übertreffen, und so den 15. Juni zu einem an sich sich nicht gehoben hat, bessere Aussichten, als sie 1890 hatten. Siegestage des internationalen lassenbewußten Proletariats Wahrscheinlichfeit einer nicht unerheblichen Vermehrung der Man wird also gut thun, mit der Möglichkeit oder selbst der fozialdemokratischen Abgeordneten zu rechnen. Es ist dies der aus dem bisherigen Gange der Wahlbewegung ziehen läßt. Bieleinzige einigermaßen sichere Schluß, welcher sich ach sehen sich die Aussichten der Anhänger der Heeresverstärkung sehr viel günſtiger an, als bei der Auflösung angenommen raschungen eintreten werden, ist eine der vielen Fragen auf dem wurde. Ob aber nicht doch noch mehrfach unliebfame UeberGebiete der jetzigen Wahlbewegung, welche fich vorerst nicht mit Sicherheit beantworten laffen." Townsend, der geisteskranke Gladstone Attentäter" ift freigesprochen, für unzurechnungsfähig erklärt und in ein Frrenhaus gebracht worden. Belgisches. Die belgische Kammer berieth die Verfassungsrevisions Vorlage und beschloß ein Genosse in einem Brivatoriese folgendes mit: Mit Hilfe des Ueber die Maifeier in Sao Paulo in Brasilien theilt mit 98 gegen 34 Stimmen, daß die Stimmen abg a bearbeitervereins in Sao Paulo hatte sich ein internationales bei den Wahlen eine obligatorische sein solle mit Romitee gebildet, das das Arrangement der Maiseier in die Ausnahme der vom Gesetze zu bestimmenden Fälle. Die Hand nahm. In der Woche zuvor erschienen in den Zeitungen Rammer hat ferner mit 101 gegen 21 Stimmen den Aufrufe an die Arbeiter, und am Sonnabend und Sonntag Artikel 48 der Konstitution in folgender Fassung ange- waren an allen Straßenecten rothe Plakate angeschlagen, in denen nommen; Die Zusammensetzung der Wahlkörper erfolgt für die Bedeutung des 1. Mai in vier Sprachen( Deutsch, Italienisch, die einzelnen Arrondissements durch Gesetz. Die Stimms Portugiesisch und Französisch) auseinandergesetzt war. Am 1. Mai, Leipzig. Hans Blum hat sich's überlegt, daß im Leipziger abgabe findet in der Gemeinde statt. Mittags 122 Uhr, versammelten sich die Waimanifestanten in Landfreise feine Lorbeeren zu holen find. Dr. Ferdinand Goetz, Die Genter Sozia- der" eyra", um í Uhr war Umzug durch die Stadt, an dem der sich so gut wie möglich aufs Kurieren versteht, hat dem listen feierten ihren Sieg- fie haben, wie wir schon fiber" 1000 Personen theilnahmen, voran ein Musikkorps und eine Hans die Durchfallsbeschwerden erleichtert; er weiß jedenfalls, meldeten, bei den Wahlen zum Rath für Industrie und 9 Meter lange rothe Fahne. An den Umzug schloß sich ein ge was er 1890 bei feinem Durchfall ausgestanden hat. Deshalb Arbeit, einer oberen Instanz für gewerbliche Streitig müthliches Beisammensein und Abends war Lanz. Polizeispizel bat er seinem Freund Hans den Vorschlag gemacht, seine feiten ihre Gegner geschlagen burch Straßenfund oder Anarchisten haben wieder ihr möglichstes gethan, um die Kandidatur zu gunsten des Herrn Liebermann gebungen. Drei Polizisten, welche nach beendetem Dienste Sache der Arbeiter zu schädigen. Es wurden Nachts zwischen Sonnenberg zurückzuziehen, falls der Bund der Landwirthe in einem Wirthshause saßen, wurden von einigen Arbeitern 12/2 und 1 Uhr in drei Häuser Dynamitbomben geworfen. nicht die fegnende Hand von Liebermann zurückzieht. Als erkannt und sofort hinausgeworfen. Auf der Straße Menschenleben sind nicht zu beklagen, aber die Häuser sind sehr Kuriosum sei hier mitgetheilt, daß Liebermann hier dem Bund entspann sich dann, wie die„ Frankfurter Beitung" be beschädigt. 3ur Reichstagswahl schreibt derselbe Ge- der Landwirthe um die Nafe geht, während der Bund der Landrichtet, eine Brügelei, während derer die Polizisten ihre interessante Wahl werden. Hoffentlich thun die deutschen Ur- Die Kreuz- Zeitung" meldet einen besonderen Kandidaten Der Reichstag ist aufgelöst? Das wird eine sehr wirthe feines 1890 er Wahlkreises( Friglar- Homberg) ihm- wie Revolver abfeuerten, wobei ein Arbeiter schwer verletzt beiter ihr möglichstes, damit wahre Boltsvertreter und teine entgegen gestellt hat. wurde. Die Polizisten hatten gar nicht mehr das Volts zer treter gewählt werden! Und Herr Liebermann schreibt auf Recht, ihre Revolver zu tragen und sind alle seinem Friglarer Wahlaufruf, daß er Mitglied des Bundes der Landwirthe set. Allein dies alles will nicht ziehen; die Bauern brei sofort verhaftet worden. scheinen ihn beffer zu fennen. In der heutigen Abendnummer bringt die Leipziger Zeitung" einen Aufruf des Freiherrn v. Friesen, worin er seine Gesinnungsgenossen auffordert, für Liebermann zu agitiren. Da tönnen sich die Nationalliberalen wieder hinter den Ohren tragen! Die Wahlergebnisse in Serbien. In die Stup: ts china find 120 Radikale, 10 Fortschrittler und 1 Liberaler gewählt worden. In drei Wahlkreisen werden Stich wahlen vorgenommen. Insgesammt wurden 203 932 radi tale und 26 012 fortschrittliche Stimmen abgegeben, jonach 6000 Stimmen weniger als bei den Wahlen am 9. März. noffe: Die Reichstagswahlen. Offizielle sozialdemokratische Reichstags- Kandidaturen. Seiligenstadt Worbis: Buchdrucker Matthias Güldenberg in Erfurt. Emden Norden, Aurich- Wittmund DIbenburg- 2übed( im Großherzogthum Oldenburg) und est erste de Fever: Buchdruckereibejizer Hug in Bant. Bürgerliche Kandidaturen. Elberfeld: Stadtverord: neter Every in Elberfeld( FV). Stralsund: von Reudell aufgestellt. aus Für den freikonservativen Agrarier Schulz Bupi, Mitglied des preußischen Abgeordnetenhauses, Reichstagstandidaten für Gardelegen, macht das deutsch= freifinnige Berliner Zageblatt" die heftigste Propaganda! Gegen Schulz- Lupis ist ein konservativer Kandidat Für den Inhalt der Inserate über. nimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung Theater. Sonnabend, den 3. Juni. Opernhaus. Falstaff. Neues Theater. Ein Schritt vom Wege. Königl. Italienischer Circus Ernesto Ciniselli. Stadtbahnstation Zoologischer Garten. Heute, Sonnabend, den 3. Juni 1893, 2 Grite große equeftr. und choreograph. Vorstellung. B 3um 1. Mate: ,, Der Wilddieb". Ausstattungspantomime mit Ballet in 4 Abth. von Direktor Ernesto Ciniselli, arrang. u. inszenirt vom fönigl. italien. Hof- Balletmeister Hrn. Antoni Tignani, ausgef. von ca. 200 Pers. und dem Berliner Theater. Graf Waldemar. aus 60 Damen beſteh. Corps de Ballet. Rehden Theater. Flattersucht( La Die Hauptrolle ,, Der Wilddieb" Papillonne). Friedrich- Wilhelmstädt. Theater. Angot, die Tochter der Halle. Kroll's Theater. Die lustigen litärvorlage. Alexanderplat- Theater. Die Direk trice. Todes- Anzeige. Amm 31. Mai entschlief nach längerem Leiden mein innigstgeliebter guter Mann, der Former Otto Teuber im 32. Lebensjahre. Die Beerdigung findet am Sonntag, den 4. Juni, Nachmittags 3 Uhr, vom Trauerhause Bergstr. 48 aus nach dem Elisabeth- Kirchhof, Prinzen Allee, statt. Dies zeigt tief betrübt an 250b Wittwe Alma Teuber. Zentral- Krankenkasse der Zimmerer. ( E. H. Nr. 2, Hamburg.) Den Mitgliedern zur Nachricht, daß der Zimmerer Bernhard Dorn wird dargest. vom Direktor. 1. Abth.: Grosses Fest in Tirol. 2. Abth.: Der Wilddieb auf der Jagd und die Ermordung des Oberförsters. 3. Abth.: Weiber von Windsor. Das Gericht und die Gefangennahme Viktoria Theater. Frau Venus. des Wilddiebes. 4. Abth.: Der Urtheils- am 31. Mai, früh 6 Uhr, auf der National- Theater. Die neue Mi- spruch und der Tod des Wilddiebes. Bahn verunglückt und gestorben ist. Ort der Handlung: Tirol. Vorkom Die Beerdigung findet Sonntag, den mende Tänze: Gr. Tiroler Tanz, ausgef. 4. Juni, Nachmittags 22 Uhr, von von den Solotänzerinnen Frl. Marie der Leichenhalle des Emmaus- FriedWeldemann, Fister, Bohn und Passoli, hofes aus statt. fowie von dem gej. Corps de Ballet. 366,10 Der Vorstand. Ferner zum 1. Male: Le CanDanksagung. gorou Boxeur aus Paris, ausgef. von Für die zahlreiche Betheiligung bei den Clowns Gebr. Weldemann. Ferner der Beerdigung des Herrn Gustav Auftr. der vorzügl. Reitkünstler und Albrecht sagen wir allen, besonders Reitkünstlerinnen, sowie Spezialitäten seinen Kollegen vom„ Verband der Geschäftsdiener, Packer und Berufsgenossen" und dem Musikverein„ Firmitas" unseren aufrichtigen Dank. Die trauernden Hinterbliebenen. Winter- Garten. Spezialitäten- Bor. itellung. Apollo Theater. Spezialitäten Vorstellung. Theater der Reichshallen. Spezialitäten- Vorstellung. Kaufmann's Variété. Spezialitäten Vorstellung. Gebrüder Richter's Variété. Spes zialitäten- Vorstellung. National- Theater. Gr. Frankfurterstr. 132. Novität! Bum 1. Male: Novität! und Clowns 1. Ranges. Ernesto Ciniselli, Direktor. Schweizer- Garten am Königsthor. Täglich: Die neue Militärvorlage. Concert, Theater Große Posse mit Gesang und Tanz in 4 Akten von Adolph Steinecke. Regie: Way Samit. Raffenöffnung 51/2 Uhr. Anfang der Abend- Vorstellung 71/2 Uhr. Im Garten: Gr. Konzert u. Spezialitäten- Vorstellung ersten Ranges. Größtes Spezialitäten- Programm der Residenz. Morgen: Dieselbe Vorstellung. Passage- Panopticum. Im Parterre lebend ausgestellt: 1 Pferd Mähne 14 Fuß. Schweif 12 Fuß. : Werth 200 000 Mt. aus Californien. Nur kurze Zeit. Worm. 11 bis Abends 9 Uhr. Z Castan's und Spezialitäten- Vorstellung. Geschwister Rigoli, Familie Carlo, Mr. Famera, Max Grabow, Gebr. Dissenato, Emma Lucas, Troupe Columbia und Gebr. Vercroa. Jm Saale: BALL.[ 4199L* Morit Play. Etablissement Buggenhagen. 2496 Norddeutsche Brauerei. 58. Chaussee- Strasse 58. Täglich: Concert. Wochentags Entree frei. Bei ungünstiger Witterung im Saal. Die neu eingerichtete Kaffeeküche ist den geehrten Gästen von 2 Morih bis 6 Uhr geöffnet! 4146L Play. Großer Frühtücks- u. MittagsTäglich Juftrumental- Konsert. 2. Wahlkreis. Oeffentliche Wähler- Versammlung am Sonntag, den 4. Juni, Vormittags 10 Uhr, im großen Saale der Viktoria- Brauerei, Lühowstraße 111/112. Tages Ordnung: 1. Die bevorstehenden Reichstagswahlen. Referent: Reichstags- Kandidat Richard Fischer. 2. Diskussion. Zu dieser Versammlung sind die Geschäftsleute und fleinen Gewerbetreibenden besonders eingeladen. Zur Deckung der Unkosten findet Tellersammlung statt. Das Wahlkomitee. 6. 413/6 Wahlkreis. Große öffentl. Wählerversammlung am Sonntag, den 4. Juni, Vormittags 10 Uhr, in Puhlmann's Sommer- Theater, Schönhauser Allee Nr. 148. Tages Ordnung: 1. Die bevorstehenden Reichstagswahlen. Referent: Stadtverordneter 413/5 Borgmann. 2. Tisfusion. Um zahlreiches Erscheinen ersucht Die Vertrauensperson. Rixdorf. 2 große Wähler- Versammlungen Am Montag, den 5. Juni, Abends 8%, Uhr, im Lokale des Herrn Wirsing, nesebeck- Straße Nr. 77. Am Dienstag, den 6. Juni, Abends 81/2 Uhr, im Variété- Theater, Herrmannstraße 18. Tagesordnung: 1. Die bevorstehenden Reichstagswahlen und ihre Bedeutung. 2. Diskussion. 418/17 Referenten die Genossen Emil Retzerau und Feodor Sigrist. Alle Wähler sind hierzu eingeladen. Das Wahlkomitee. Schöneberg. Große öffentl. Wählerversammlung am Sonntag, den 4. Juni, Vormittags 11 Uhr, im Saale der Schloßbrauerei zu Schöneberg, Hauptstraße 60-63. Tages- Ordnung: 1. Vortrag des Stadtverordneten Vogtherr über: Die Forderung der Regierung und die bevorstehende Reichstagswahl. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Zur Deckung der Unkosten wird ein Entree von 10 Pf. erhoben. Das Wahlkomitee. 343/14 Wilmersdorf. Treptow Deffentliche Wähler- Versammlung hofer Lagerbier, hell und dunkel. Bender's Restaurant An Sonn- und Felttagen findet das Konzert in den oberen Sälen statt. Entree Wochent. 10 Pf. Sonnt. 25 Pf. Säle für Versammlungen, Kommerje, Festlichkeiten 2c. Moabiter Gesellschaftshaus. Alt- Moabit 80 und 81. Täglich: TheaterPanopticum. Enter und Spezialitäten Neu: Der Tod als Erlöser. Neu: Die Schrecken des Meeres. Bauern- Aufstand! Illusionist. Vorstellungen. Irrgarten.- Schreckenskammer. Vorstellung, sowie Concert. Anjang 4 Uhr. Entree 30 Pf., refervirter Platz 50 Bf. 4127L* Helmuth Peters. Vereinszimmer: Flick, Simeonstr. 23. Gr. Vereinszimmer Schillingstr. 24. 3 Minuten hinter dem Paradies- Garten Erstes Lokal an der Chaussee. Jeden Sonntag Tanz. Großer Saal, großer schattiger Garten. Kaffeeküche, 3 Kegelbahnen. Otte's Eisschlößchen Jeden Sonntag: Frith. u. Nach Plötzensee. mittags Freikonzert. Gr. Kaffeeam Sonnabend, den 3. Juni, Abends 8½½ Uhr, im Lokale ,, Viktoria Garten", Wilhelmsan. = Tages Ordnung: 1. Vortrag des Genossen Dr. Zadek. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Bur Deckung der Unkosten werden 10 Pf. Entree erhoben. Das Wahlkomitee. Große öffentliche Versammlung sämmtlicher in Berlin lebenden Oft- u. Westpreußen am Montag, den 5. Juni, Abends 81/2 Uhr, füche und 2 Kegelbahnen. 255b in den Gratweil'schen Bierhallen, Kommandanten- Straße 77-79. Tagesordnung: Empfehle den Genossen u. Bekannten bewegung in den östlichen Provinzen. mein Weiss- und BairischBier- Lokal. Bimmer für Vereine 254/12 mit Pianino zu 60 Personen. Der 4257 Garten ist eröffnet. Benno Stabernack, Pücklerstr. 49, 2. Haus von der Wrangelstr. Bühnenverband ,, Apollo". Sonntag, den 4. Juni, Nachmittags 4 Uhr: 1. Vortrag des Genossen Marasas( aus Ostpreußen) über die WahlWegen der Wichtigkeit der Tagesordnung ersucht um zahlreichen Besuch Der Einberufer. Verein der Bauauschläger Berlins und Umgegend. Sonntag, den 4. Juni, Vormittags 10% Uhr, General- Versammlung bei Brochnow, Sebastianstraße 39. Tagesordnung: 1. Wahl der Revisoren. 2. Aufnahme neuer Mitglieder. 3. Besprechung und Wahl der Bau- Kontrollkommission. 4. Verschiedenes, Fragefasten. Kollegen, erscheint alle, und zwar recht pünktlich, der wichtigen Tagesordnung wegen. Der Vorstand. 182/7 Kaufmann's Variété Gr. Theatervorstellung, Lanzfränzchen Verband der in Buchbindereien, Am Stadtbahnhof Alexanderplatz. Im prachtv. Sommergarten täglich Gr. Garten- Concert und im Kolberger Salon( Pape), Kolbergerstrasse 23. Beitrag 15 Pf. 244b Britz. Der Vorstand. Spezialitäten- Vorstellung. Chausseestr. 69/70. Rosen- See- Terrasse. Chauffeeſtr. 69| 70. Bei ungünstigem Wetter findet die Vorstellung im Saale statt. Anfang: Sonntags 7 Uhr. Wochentags 8 Uhr. Entree 30 Bf. G ratweil'sche Bierhallen. Kommandantenstr. 77-79. Täglich: Auftreten der Leipziger Sänger vom krystall- Palast. Wochent. Uhr. Alle Genossen sind zu diesem Tage des guten Zwecks halber besonders eingeladen. Sonntag, den 4. Juni 1893: Großes Volksfest veranstaltet von den Genossen von Briz unter Mitwirkung des Musikvereins ,, Musikfreunde Rixdorfs" und des Arbeitergesangvereins für Britz"( Mitgl. des Arbeiter Sängerbundes) unter Leitung ihres Dirigenten Max Gacon. Auftreten des Mimifers u. Komiters Ph. Klehme. Boltebelustigungen aller Art. Jm bal champêtre: Ball. L Die Musik hierzu wird von Berufsmusikern ausgeführt. Anfang 4 Uhr. Jedes Kind erhält eine Stocklaterne gratis. Programm 20 Pi. Gesangvereine, welche dem Arbeiter- Sängerbund angehören, werden Das Komitee. Anf. Sonntags 6 ugr. Entree 10 Bersucht, Anerkannt gute Küche. Säle für Festlichkeiten und Versammlungen. Carl Koch. Ostbahn- Park am Rüstriner Play, ( Hermann Jmbs) Rüdersdorferstr. 71, am Ostbahnhof Täglich: Stonzert, Theater ut. Spezialitäten Vorstellung. Pantomimisten Truppe Garetton, urtom. Tarameter- Droschtenfahrt, Mr. De Dolfs, Neger- Egentric. 2c. Bolksbelustig. jeder Art. 4 Kegelbahnen zur Verfügung. zahlreich zu erscheinen. 343/13 Restaurant Zeuthen- See, Station Hankel's Ablage- Zeuthen der Berlin- Görliher Eisenb., empfiehlt sein Lokal zu Ausflügen per Dampfschiff und Kremser an Vereine und Gesellschaften. Großer Tanzfaal, Billard, Kegelbahnen, Kaffeeküche. Für gute Bedienung ist bestens gesorgt. Achtungsvoll Ernst Küntzel. 219b Restaurant zur Pferdebucht. der Papier- und Leder- Galanterie waaren- Industrie besch. Arbeiter u. Arbeiterinnen.( Mitgl. Berlin.) Montag, den 5. Juni 1893, Versammlung. Tages Ordnung: 1. Vortrag des Herrn Dr. Timm über das Bildungsmonopol der heutigen Gesellschaft. 2. Wahl der Arbeits- und Bibliothek- Kommission. 3. Verschiedenes( Abrechnung vom Ausflug). Ausgabe der Mitgliedsbücher und Aufnahme neuer Mitglieder. Desgleichen Ausgabe der Billets zum Sommerfest( guter Montag). Für regen Bertrieb deselben wird ersucht. 120/4 Der Vorstand. Zentral- Krankenkasse und Sterbekasse der Tischler = und anderer gewerblicher Arbeiter. Berlin A. Montag, den 5. Juni, Abends 8 Uhr, im Lokale des Herrn Roll( oberer Saal), Adalbertstraße 21: Mitglieder Versammlung. Tagesordnung: 1. Feftfegung der Gehälter für die Ortsbeamten. 2. Wahl der Ortsbeamten und Beitragsammler. 3. Wahl eines Vertrauens arztes. 4. Verschiedenes. Mitgliedsbuch legitimirt. Die Mitglieder sind verpflichtet, pünktlich am Plate zu sein. 300/8 Achtung, Stellmacher! Große öffentliche Versammlung der Stellmacher Berlins und Umgegend am Sonntag, den 4. Juni, Vormittags 10 Uhr, a in den Arminhallen", Rommandantenstraße Nr. 20. E Tagesordnung: 1. Unser Arbeitsnachweis und das Verhalten des Innungsvorstandes zu demselben. 2. Diskussion. 3. Abrechnung der Agitationsfommission. 4. Verschiedenes. 285/5 Um zahlreiches Erscheinen ersucht Die Agitationskommission. 15 Minuten Waldweg vom Bahnhof Köpenick. Herrlicher Laubwald, kein zweitschönerer Aufenthalt in und um Berlin. Verein der Maschinisten u. Heizer Berlins. Jeden Sonntag von früh 7 bis 11 Uhr halbstündlich Kremserfahrt( Person 15 Pf.) Rückfahrt von 2 bis 9 Uhr Abends. Neuer Tanzsaal, Familien- Kaffeeküche, 2 Kegelbahnen, Schiesshalle, Würfelbuden sowie verschiedene Belustigungen. Eff. Weissbier 20 Pf. Bairisch Bier 10 Pf. 4314L* Achtungsvoll 罾 F. Hoffmann. Sonntag, den 4. Juni, Nachmittags 5 Uhr, in Schultheiss' BrauergiAusschank, Neue Jakobstraße 24/25: 250/13 IF Versammlung. Gäste willkommen. Berantwortlicher Redakteur: Wilhelm Schröder in Berlin. Druck und Berlag von Mar Bading in Berlin, SW Beuthstraße 2. Der Vorstand. Hierzu zwei Beilagen. 1. Beilage zum„, Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 128. Die Reichstagswahlen. Wilhelm Marr, der alte Antisemitenführer, den die Antifemiten einſt heiß verehrten, erklärt im Hamburger„ Echo", unserem Parteiblatt: Etwas für moderne Antisemiten. " " Sonnabend, den 3. Juni 1893. " 10. Jahrg. entlassen worden sei. Nach der Staatsbürger- Zeitung" und selbst großartig. Fast überall wurden unsere Genossen aufgefordert, nach der Frankfurter Zeitung" sollte er wegen Landfriedens- ja bald wiederzukommen. In vielen Häusern, wo vor 3 Jahren bruches" verhaftet worden sein. Seine Freilassung beweist aber, jeder Sozialdemokrat mit Schimpfworten empfangen wurde, sind daß falls wirklich Gewaltthätigkeiten vorgekommen sind, was noch sie sogar zu Tische geladen worden. abzuwarten bleibt, diese nicht von den Sozialdemokraten verübt wurden, die mit Glocke nach Sollstedt kamen. Möglicherweise den Hund. Die Wadelstrümpfler kommen von Tag zu Tag mehr auf haben irgend ein paar Antisemiten einige zu allem fähige Kerle Rickert an die Liberalen im Wahlkreise Schwetz, sie sollten von Wie uns aus Graudenz gemeldet wird, schrieb Wenn der alte Spötter Voltaire noch lebte, der ja bekannt- mittels Schnaps und Biers gedungen, um durch die von diesen der aussichtslosen Kandidatur eines Freisinnigen Abstand nehmen lich auch ein Antisemit war, er würde vielleicht folgende Fragen verübte Zerstörung fremden Eigenthums, auf billigste Weise also, und gleich für den Reichsparteiler Holz- Parlin stimmen. Und an den Sozialismus der dummen Kerle" richten: Ihr guten den Profit des" Martyriums" zu ergattern. Unsere Partei- da rede noch Einer von Zersplitterung im reaktionären HeerLeute und immer schlechter werdenden Mufikanten" sagt mir doch genossen stehen auf einer höheren Stufe der Kultur, als daß sie einmal, wo findet Ihr numerisch die meisten Juden" und das Wahlrecht und sonstige Rechte durch Gewaltthätigkeiten mißhaufen. den jüdischen Machteinfluß", als um Thron und Altar" brauchen würden, wie das der Antisemiten verwerfliches Handherum, als bei den bürgerlichen Ordnungsparteien"? Be werk ist. Im übrigen beweist dieser Vorgang aufs neue, wie Wahlschmerzen, immer noch übrig, wenn es gilt, auf ihre Weise Viel Geld haben unsere Liberalen, trotz aller ihrer schnittene oder unbeschnittene Juden, das ist ganz gleich. Seit sehr das Besuchen von Versammlungen, zu denen man nicht ge- der Sozialdemokratie eins auszuwischen. Lebt da in Hamburg Ihr Euch auch noch für die Militärvorlage erklärt habt, laden ist, seine zwei Seiten hat. ist Euer Plaz doch nur noch in Reih und Glied mit Rothschild, der den älteren Parteigenossen zum Theil noch bekannte Schuh Bleichröder, Warschauer, Erlanger, König Stumm und wie die Aus der Westprieguit. Lezten Montag sollte in als körperliche und geistige Ruine. Mancherlei Widerwärtigkeiten, Letzten Montag sollte in macher und einstige sozialdemokratische Abgeordnete Hartmann jetzt beschnittenen und unbeschnittenen Unternehmer, Gründer und Perleberg eine öffentliche Wählerversammlung stattfinden, in zum größten Theil selbst verschuldet, haben den Mann im Laufe Großkapitalisten sonst heißen mögen. Numerisch findet Ihr den der der sozialdemokratische Kandidat Koopmann aus Berlin zum größten Theil selbst verschuldet, haben den Mann im Laufe Bürger Sem" am schwächsten vertreten in der Sozialdemokratie, sich den Wählern vorstellen sollte. Der Wirth des Lokals zum Mitleid der Genossen und der Zeit derart mitgenommen, daß er schon seit Jahren dem Die aber von 6 bis 7 Millionen Juden in der Welt nicht Schützenhaus hatte schriftlich sein Lokal zur Verfügung gestellt. dem Gespött der Gegner anheimgegeben war. leider muß es gesagt werden Diesen so viel Aufhebens macht, als Ihr, die Ihr die Cohn, Levy Die polizeiliche Anmeldung wurde hierauf eingesandt und die Mann Statt dieser aus ihm durch suchten sich die Letteren nun hervor, preßten u. d. a. zu ausschließlichen Sünden böden einer verfaulenden Inserate in der Perleberger Zeitung aufgegeben. der Himmel weiß, welche Mittel fozialen Unordnung machen wollt und zu diesem Ende Mucker Inserate erschien in dem Blatte eine Notiz, wonach der Wirth eine Serie Schauergeschichten heraus und brachten die= und Finsterlinge geworden seid, Hurrah- und Heilrufer, zur Verweigerung seines Lokals veranlaßt worden war, und eine felben unter seiner- des geistig Unzurechnungsfähigen Klaquere der Reaktion! Der alte Spötter Voltaire würde von diesem Manne unterzeichnete Annonce, worin er erklärte, Berantwortlichkeit mit dem Titel: Sensationelle Enthüllungen sagen:„ Wenn Ihr Antisemiten sein wollt, so werdet erst daß er die Versammlung unter keinen Umständen in seinem Lokal über die Führer der Sozialdemokratie u. s. w. heraus. Das Sozialisten, stimmt für die Sozialdemokraten, abhalten lassen werde. Nichtsdestoweniger war am Montag alberne verworrene Zeug, was da zusammengestapelt ist, wirb welche wenigstens der kapitalistischen Verjudung der Gesellschaft Abend ganz Perleberg auf den Beinen. Polizei und Land- nun vor der Hamburger Börse und sonstwo vertrieben, damit nicht ungezählte Millionen Soldaten zur Verfügung stellen!" Die gendarmen, ferner gedungene Knüppelhelden zogen hinaus zum nun damit die Hamburgische Bevölkerung sich von der Sozia foziale Frage, nicht die abstrakte Judenfrage, Schüßenhaus. Als Koopmann den Sachverhalt erfuhr, erklärte demokratie abwenden soll. Daß das geschehen wird, glaubt das steht heute auf der Tagesordnung! Merkt Euch das, Ihr er dem Wirth, daß dieser für die entstandenen Kosten ersatz- Häuflein liberaler Eiferer in Hamburg wohl selber nicht. Also modernen Geschäfts, Sport- und Radau- Anti- pflichtig gemacht werden würde, und ging dann zurück nach dem muß das angerührte Mittel wohl für außerhalb Hamburgs besemiten! Am 15. Juni stimme ich roth". Nicht ob Bahnhof. Auf dem Heimweg suchte nun eine Rotte Knüppel- rechnet sein, um kurz vor den Wahlen den kleinen Landmann gleich, sondern weil ich ein ehrlicher Antisemit bin. helden unseren Kandidaten in ihre Mitte zu bekommen, was ihr und Handwerker vor der Sozialdemokratie graulich zu machen. " Franklin entriß dem Himmel den Bliz, dem Tyrannen das auch gelang; die Wächter der Ordnung waren verschwunden. Viel Glück werden die Braven damit nicht haben. Szepter; Koopmann erreichte indessen wohlbehalten den Bahnhof. Glaubt mir, das war von je ein und dasselbe Geschäft!" Also sprach s. 3. der alte Spötter und Antisemit Voltaire, der aber heute über die modernen Antifemiten sagen würde:" Herr! Siehe dies Volkan! Es find lauter Zigeuner!" M. Marr. Nichts für ungut! Von Koscielski- Admiralski. Der Drendownit" veröffentlicht ein Telegramm aus Inowrazlaw, wonach der Abgeordnete v. Roscielsti in Inowrazlaw als Kandidat aufgestellt worden sei. Herr v. Koscielski soll dem„ Drendownik" zufolge gebeten haben, man möge ihn wenigstens ernten lassen, was er gefäet habe." Nur auf diese Bitte hin sei er wieder aufgestellt worden. Das ist auch ein Standpuntt! was " " einen Ent Glocke ausreden Die Menge folgte ihm und umringte ihn noch in der Wartehalle. Der Melinitschwindel blüht. So frächst die„ Kölnische" Vor der Wartehalle fanden sich die Gendarmen, an der Spize ein Klagelied über die Revanchegelüfte der Franzmänner und der Wachtmeister und 5 Polizeibeamte ein, die so lange warteten, sagt:" Weil wir aber nie dulden werden, daß die französischen bis der Zug abfuhr. Beim Einsteigen konnte es ein Knecht nicht Fahnen je wieder am Rhein wehen, deshalb wollen wir vor unterlassen, den Genossen Mähr aus Berlin, der die Versamm- allem eine Stärkung des Heeres, das dem Einfalle des Feindes lung leiten sollte, an den Armen zu fassen und ihm zu sagen, zuvorkommen soll." Nächstens werden die Reptilien bedaß wenn er keine Perleberger Wichse" haben wolle, er in Zuweisen, daß funft in Berlin bleiben möge. Die gedungenen Mannschaften erhielten Nordhäuser und Bier, soviel sie trinken wollten, daher uns retten könne vor dem ihre Rourage! Für diesmal ist es den Gegnern geglückt, die Versammlung zu vereiteln, das nächste Mal gelingt's ihnen nicht, oder vor der dafür wird gesorgt werden. " F Falken nur die Militärvorlage Koloradokäfer Reblans! Eine Tugend muß uns selbst der Haß der Gegner zu- Aus Kelheim, Sigl's Wahlkreise, wird gemeldet: Die sprechen, nämlich den Fleiß, mit dem wir für den Sozialismus Stimmung in der ganzen Gegend ist durchwegs für Unter dem effektvollen Titel:" Der sozialdemo So schreibt das in Zielenzig erscheinende Neu- Dr. Sigl. Von dem Zentrumskandidaten Aigner in Mainburg fratische Aufruhrin Sollstedt" bringt die Kreuz- märkische politische Wochenblatt": Eine Ueberraschung brachte will trotz der energischen Agitation der Geistlichkeit niemand Beitung" einen Bericht des Nordhauser Anzeigers" über eine Pfingsten unseren Sternberger Kreisen, nämlich den Einfall von etwas wissen, während bei der letzten Reichstagswahl die Anam 30. Mai stattgehabte Versammlung zum Abdruck, die von ca. acht sozialistischen Agitatoren, Leuten, deren Gesellenbrief sichten noch getheilte waren. Und wenn man nach dem Grund Antisemiten Nordhausens in Sollstedt arrangirt worden war. kaum trocken geworden. Kaum war die Kirche geschlossen, so dieser Stimmung fragt, hört man fast einmüthig, daß die In dieser Versammlung, in der der antisemitische Redakteur begannen die Boten ihr Amt aus Austräger der Flugblätter, geistlichen Herren selbst dem Faß den Boden Herfurth aus Zeit sprach, sollen auch 60-70 Sozialdemokraten in taum 3/4 Stunden waren in jedem Hause ausgeschlagen hätten. Solche Reden wie: Wenn aus Bleicherode, Nordhausen und anderen Orten erschienen sein, unserer Stadt die Zettel ca. 10 000 Stück vertheilt, Euch Eure Kuh und Euer Stier lieber ist, als worunter der sozialdemokratische Kandidat des Kreises, Theodor so daß die Volksbeglücker" bereits um 3/412 Uhr per Möbel- uuser Herrgott, dann wählt den Dr. Sig!!" Glocke aus Berlin. Die Antisemiten hatten den Rednern in wagen weiter nach Gleißen, Königswalde 2c. fuhren; ebenso soll haben unter der bäuerlichen Bevölkerung die größte Entrüstung der Diskussion nur 7 Minuten Redezeit verstattet, find aber so der Wahlkreis im Um sehen belegt worden sein." hervorgerufen. Man macht sich kaum eine Vorstellung davon, gnädig gewesen, den sozialdemokratischen Kandidaten 10 Minuten Im Wahlkreise Waldenburg stellt das Zentrum feinen welch' zersetzende Wirkung sie haben. Aus Orten, die seither lang reden zu lassen. Darauf entzog man Glocke das Wort, Kandidaten auf und empfiehlt Wahlenthaltung. wie rasch derartige fanatische Aeußerungen folportirt werden und wie der Nordh. Anz." selber sagt ganz schwarz" waren, kommen Briefe mit dem Inhalt:„ Schickt rüstungssturm" erregte. Das Blatt fährt dann fort:" Wiederberg- Grottkau: Schalscha, der Hueneling, unterstützt durch Bahlzettel für Sigl, sonst wählen wir sozialdemokratisch" holte Zwischenrufe der Sozialdemokraten: die Konservativen, Hulbrich( 3). meistens Orte, in denen der geistliche Herr in obenerwähnter lassen," abstimmen lassen," Pfuirufe u. f. w. veranlaßten Der jüngste Leibhusar der Militärvorlage, der Husaren- Weije agitirte." Für Sigl's Renommé wäre es freilich besser, schließlich den Vorsitzenden, die anwesenden Sozialdemokraten lieutenant Hubert von Schorlemer in Großenhain, ist ein er fiele bei der Wahl durch. Derselbe ist weder ein Redner, noch zum Verlassen des Saales aufzufordern, und als dem nicht Folge leiblicher Sohn des abgeschwenkten Zentrums- Ravalleristen von ist sein politischer Standpunkt ein solcher, daß er in einer ernsten geleistet wurde, die Hilfe der Polizei in Anspruch zu nehmen. Schorlemer- Alst. Wie die Alten sungen, so zwitschern die Versammlung vertreten werden kann. Der in Sollstedt stationirte Gendarm ging sofort zur Räumung Jungen. des Saales vor, und langsam, schließlich unter Absingung der In Pforzheim schreibt man uns- sprach am Montag Arbeitermarseillaise verließen die Sozialdemokraten den Saal. Die Der läugnende, aber festgenagelte Herbert. Die Pfälzer Bebel in der großen Turnhalle, die uns zum ersten Male zur Versammlung nahm mit der Erwiderung des Herrn Herfurth Beitung" hatte bekanntlich dem Grafen Herbert Bismarc Verfügung stand, vor einer so großen Versammlung, wie sie in ihren Fortgang, obwohl sich der anwesenden Bewohner Sollstedts die Aeußerung nachgesagt:„ ob es denn überhaupt ein Unglück Pforzheim noch nicht dagewesen ist. Sie war von nahezu 4000 Pereine leicht erklärliche Aufregung bemächtigt hatte. Der Vortrag ei, wenn die kleinen Bauern verschwänden und sonen besucht. Namentlich waren auch die Arbeiter aus den wurde unterbrochen durch ein vor dem Gasthofe seitens der ihr Besiz in größeren rationellen Betrieben aufgehen würde." umliegenden Ortschaften zahlreich anwesend. Bebel, beim BeSozialdemokraten ausgebrachtes Hoch auf die internationale Graf Herbert hatte die Aeußerung im„ Genthiner Wochenbl." treten der Rednertribüne mit stürmischen Hochs empfangen, sprach Sozialdemokratie. Die Versammlung wurde angesichts der zu dementirt und hinzugefügt:„ er erblicke vielmehr in dem kleinen in zweistündiger Rede, oft von großem Beifall unterbrochen, über nehmenden Aufregung geschlossen, indem Herr Herfurth ein Hoch Besizer einen Segen für das Land." Frhr. v. Fechen ba ch die Reichstagswahl und die allgemeine politische und wirthschaftauf unseren Kandidaten Kruse( den antisemitischen Kandidaten. theilt nunmehr in der Pf. 3tg." mit, daß jene Worte im liche Lage, zum Schluß die Anwesenden auffordernd, am Red. d.„ V.") ausbrachte. Kurze Zeit hierauf zerbarsten mit Sommer 1881 bei einem Diner in der oberen Saline thatsächlich 15. Juni dem sozialdemokratischen Kandidaten ihre Stimme zu eigenthümlich flirrendem Geräusch die Fensterscheiben. Große gefallen seien. Sicher sei, daß die betreffende Aeußerung, be- geben. Ein wahrer Beifallssturm ward dem Redner für seine Steine flogen polternd in's Bimmer, während die Fensterkreuze fonders gegenwärtig, dem Grafen Bismarck höchst ungelegen er interessanten und lehrreichen Ausführungen zu theil. Da fich mit dumpfem Krach zersplitterten. Dem Gendarm, der unten den scheinen muß, weniger sicher sei, ob er sich überhaupt an jene troß mehrmaliger Aufforderung des Vorsitzenden Opificius an Ansturm abzuwehren versuchte, wurde die Uniform zerrissen, er 2orte erinnere. Der geniale" Sohn, dessen diplomatisches Ge- die Gegner, die schon oft vernichtete Sozialdemokratie jetzt verhaftete den Uebelthäter, brachte ihn in den Saal, wo man schick im Samoa- und Wohlgemuth Handel Triumphe feierte, vollends todt zu machen, niemand zum Wort meldete, wurde die denselben vor der Erbitterung der Einwohner faum schützen versteht das 2- äugnen noch nicht so gut, wie sein Vater. Aber Versammlung gefchloffen und unter begeisterten, nicht endenfonnte. Der Verhaftete wollenden Hochrufen auf die internationale Sozialdemokratie und er ahmt rühmlich dem erhabenen Vorbilde nach. hatte ein Messer gezogen, er gab an, aus Magdeburg zu sein, anscheinend Die Freifinnigen im Wahlkreise Erfurt haben einen auf Bebel trennten sich die Anwesenden. arbeitsloses Subjekt, eine Art Zuhälter. eine Art Buhälter. Einer Aufforde- immerhin seltenen Äft vollständiger politischer Entmannung an rung an die Einwohner, dem Gendarm zu Hilfe zu sich vollzogen. Sie brachten den Nationalliberalen als den Kantommen, wurde Folge geleistet und die Sozialdemokraten, die didaten, für den die freisinnige Partei stimmen würde, den Aponiemand aus dem Gasthof herausließen, zurückgedrängt. Als theker und Stadtverordneten Caesar in Vorschlag. In der wir nach fürzerer Zeit durch die in dem engen Gange fest vom nationalliberalen Verein einberufenen Wählerversammlung, gefeilten Massen aufgehalten die Straße erreichten, bot sich uns wo beide Parteien vereint mit den Freikonservativen den Handel ein schauderhafter Anblick der Zerstörung dar. Sämmtliche Fenster besprachen, erklärte der nationalliberale Rechtsanwalt Moßdorf, den 4. Juni, findet im 1. WahItreis abermals eine FlugblattAchtung! Genossen und Genossinnen, morgen, Sonntag, zertrümmert, die Fensterkreuze eingeschlagen, das Oberlichtfenster dem für den Fall der Nicht- Einigung die Kandidatur von seinen Verbreitung statt. über der Thür demolirt, lagen die Scherben, zerbrochene Holz- Parteigenossen angeboten war, er werde nur dann zurücktreten, theile umher. Man scheute sogar nicht vor der Brutalität zurück, wenn der von den Freisinnigen vorgeschlagene Apotheker Caesar Kreis für uns der schlechteste von Berlin, so daß er immer auf Genossen, wie Ihr wohl wissen werdet, ist gerade dieser die Fenster derjenigen Zimmer zu zertrümmern, in denen die sich bedingungslos der nationalliberalen Partei an die Hilfe der Genossen aus anderen Kreisen rechnen muß. Kinder des Herrn Schilling schliefen, obwohl die Frau desselben schließen und für die Militärvorlage eintreten händeringend bat, ihre Kinder zu verschonen. Der Fußboden des wolle. Und der Kandidat der Freisinnigen, Herr Caesar, durch- wonnen wird, so kommt und legt Hand ans Werk, indem Ihr Genossen, wollt Ihr, daß auch dieser Kreis für uns geSaales und der Zimmer unten war mit Steinen, zerbrochenen schritt thatsächlich dies caudinische Joch und mit ihm die Euch uns anschließt und mit uns kämpft; denkt an unser KampfBierseideln, Holzstücken zc. wie übersäet. Es muß übrigens dar Freisinnigen, denn zum Schluß der Versammlung fonnte lied, die Marseillaise, und wir siegen." auf hingewiesen werden, daß zu der Versammlung nur konser- der Borsigende feststellen, daß, soweit er bemerkt habe, bei der vative und antisemitische Wähler eingeladen waren, was Herrn Abstimmung niemand gegen die Kandidatur Caesars gestimmt wir Leute; seid Ihr gewillt, uns mit Eurer Kraft zu unterſtüßen, Genossen und Genossinnen, auch am Tage der Wahl brauchen Glocke mitgetheilt war. Auf Requisition der Sollstedter Behörde hätte. wurde der Kandidat der Sozialdemokraten bei seiner Ankunft auf Ein solches Bürgerthum kann politisch überhaupt niemand morgen bei den Komitee- Mitgliedern, welche die Flugblätter ausso gebt Gure Adresse beim Unterzeichneten ab, auch könnt Ihr es hiesigem Bahnhofe verhaftet. Wir hätten es sehr gern gesehen, mehr ernst nehmen. geben, bewerkstelligen. daß diejenigen freisinnigen Größen hiesiger Stadt, die da schon jetzt erklärt haben, bei einer etwaige Stichwahl zwischen den Antisemiten und Sozialdemokraten für den Sozialdemokraten einzutreten, Zeugen jener Sollstedter Revolution gewesen wären." Soweit der Bericht des Nordh. Anzeigers". Aus den Worten unser Kandidat Kruse"" ergiebt sich, daß er von einem Antisemiten geschrieben ist, und die Beziehung auf die Freisinnigen läßt, zumal es sich um die vera hlwardtete eine gute. Partei der Antisemiten handelt, mit Sicherheit darauf Aus Saalfeld i. Th. wird dem„ Thüringer Boltsblatt" schließen, daß er nach jeder Richtung hin tendenziös gefärbt ist, mitgetheilt: Mehr als 60 hiesige Genossen zogen am Sonntag in um die Stimmen des der Sozialdemokratie zuneigenden Theiles 16 Kolonnen auf das Land, um das erste Wahl- Flugblatt zu verdes Bürgerthums für die Antisemiten su ta pern. breiten. Einige, die nach den entlegenen Ortschaften mußten, Uns selbst ist über den Vorfall bis jetzt leider keine Nachricht gegeben gingen schon am Sonnabend fort. Ueberall wohin sie kamen, worden, Genosse Glocke hat hierher, und zwar an einen seiner wurden sie sozusagen mit offenen Armen empfangen, die BeExpeditionskollegen, nur berichtet, daß er wieder aus der Haft geisterung für unsere Jdeen ist besonders auf dem Walde geradezu der " ein Im westhavelländischen Kreise, sowie in einem Theile der Kreise Jerichow und Zauch- Belzig vertheilten am Sonntag 400 Parteigenossen Flugblätter. In Brandenburg war die Vertheilung innerhalb einer Viertelstunde erfolgt. Alles ging ohne Störung von statten. Die Aufnahme der Schriftenvertheiler war, so weit Berichte darüber vorliegen, in allen Orten Lokalen: Lokales. Treffpunkte find morgen, Sonntag, früh 7/2 Uhr in folgenden Wilh. Thierbach, Restauration, Friedrichsgracht 16; Trischmann, Restauration, Jüdenstr. 55, Ecke der Sieberstraße; Stockfisch, Restauration, Holzgartenstr. 5; Seidenstücker, Restauration, Jäger- und Ranonier straßen- Ecke; Wendt, Restauration, Claudiusstr. 19. Das Wahlkomitee des 1. Berliner Reichstags- Wahlkreises. J. A.: Otto Schell wath, Neue Friedrichstr. 92, II. 3. Wahlkreis! Die Parteigenossen, welche gewillt sind, bel Verbreitung eines Flugblatts morgen Sonntag, den 4. Juni, zu helfen, wollen sich an diesem Tage von früh 1/28 Uhr an bei Gaündel, Dresdenerstr. 116, einfinden. Die bereits für später in Aussicht genommenen Verbreitungen werden hierdurch nicht berührt. Der Vertrauen3mann. Achtung! Köpenick! Genossen, welche Sonntag, 4. d. M., an der Agitationstour theilnehmen wollen, haben pünktlich 5 Uhr früh am Schloßplay einzufinden. Der Vertrauensmann. den sich Rummelsburg. Alle Genoffen, welche gewillt sind, sich an der Vertheilung von Flugblättern zu betheiligen, werden hiermit aufgefordert, sich Sonntag, den 4. Juni, früh 7 Uhr, pünktlich im Lokal des Herrn Borchmann, Berlinerstr. 83, einzufinden. Hofprediger Dr. Braun Stuttgart sprach dann über„ Die Annäherung der Stände in der Gegenwart". gemeinschaft bestehe nicht, die Bildungs art sei durchaus ver- während der gottesdienstlichen Zeit und darüber hinaus ein schieden. Die besigende Klasse erwerbe eine ästhetisch- philosophische Ende zu machen, weil dadurch öffentlich der Sonntagsfriede geBitdung, die Arbeiter eine naturwissenschaftlich- ökonomische. Man stört wird. folle nicht blos darauf bedacht sein, die Bildung der besitzenden 7. Das Verkehrs- und Schankgewerbe fann nicht dauernd Klasse den Arbeitern zukommen zu lassen, sondern auch, die ohne gefeßliche Hegelung der Sonntagsruhe bleiben. Den ökonomische Bildung in die besigende Klasse zu tragen. Wie es mit darin Angestellten muß mindestens der dritte Sonntag völlig der Annäherung in der äußeren Lebenshaltung bestellt sei, das frei sein. zeigten statistische Tabellen über das Jahreseinkommen der ver- Den großen Sonntagsverkehr auf den Bahnhöfen hält der Prof. Harnack stattete dann den vier Referenten und dem Präsidenten und Ehrenpräsidenten den Dant des Kongresses ab, worauf die Versammlung eins fang, ein Gebet, zu ihrem Gott anhörte und demnächst auseinanderging. schiedenen Schichten der Bevölkerung. Die Sakramente anlangend, Referent für übermäßig, und er erachtet es als nothwendig, den= solle der Referent doch bedenken, daß dieselben schon Jahrhunderte selben einzuschränken! Er habe das Gefühl: die Arbeit am bestehen und trotzdem die„ Stände" immer weiter auseinander Sonntag werden wir los, aber die Verwüstung des geben. Sonntags durch Luftbarkeiten und Vergnü Geheimrath Prof. Wagner stimmt im Gegensage zum gungen ist die viel größere Gefahr. Pfarrer Naumann dem Referenten im wesentlichen bei und freut Nach dem mit Beifall aufgenommenen Vortrage forderte sich, von demselben gehört zu haben, daß auch auf dem Boden Prediger Wagner- Darmstadt eine gefeßliche, einheitliche Regelung Der vierte evangelisch- soziale Kongreß hielt heute seine der gegenwärtigen Verhältnisse viel Gutes zur Besserung der der Sonntagsruhe und fürchtet, daß das ganze Sonntagsruhezweite und legte diesjährige Sigung ab. Vor Eintritt in die Zustände geschehen kann. Redner erwärmt sich dann für die Gesetz gefährdet sei. Ein anderer Prediger vermißt vor allem Tagesordnung theilte der Vorsitzende mit, daß eine Lifte zur Miquel'sche Steuerreform und verurtheilt die Bekämpfung der die Heiligung" des Sonntags, worauf ibm Prediger Schall entZeichnung von außerordentlichen Beiträgen für den evangelisch- felben durch die besitzenden Klassen, die dabei sicher einen Beweis gegnete, er habe in einem sechsbändigen Werfe von Johann David fozialen Kursus in der Versammlung zirkuliren werde. Mit der ihres Mangels nationalöfonomischer Bildung geben. Michaelis aus dem vorigen Jahrhundert gelesen, daß das biblische Zahlung der Beiträge wurde den Herren Zeit bis zum 1. Sep. Man habe in Preußen die Besitzenden in der Besteuerung Gefeß, man solle am Sabbath dem Herrn ein Fest feiern, bedeute: tember gelaffen. lange Beit zu sehr geschont. Die Gegenfäße der Stände des man solle fröhlich bei Speise und Trank zusammen sein. Nach Ferneren seien in den früheren Jahrhunderten doch viel einem Schlußworte Stöcker's stimmte der Kongreß den Leitsägen schlimmer gewefen als jetzt. Auch im Essen sei der Unterschied Stöcker's zu. Er wies auf die Gleichförmigkeit hin, die sich in Kleidung zwischen Hoch und Niedrig geschwunden. Es esse doch zum Früh und anderen Dingen bei Hoch und Niedrig geltend mache. Dabei stück der Arbeiter seine gute Butterſtulle mit Schinken oder Giern sprach er auch von einer Bildungsgemeinschaft, die zwischen dem und trinke sein Bier dazu. Die Einkommensteuer- Statistik sei Boltsschüler und dem Schüler der höheren Schulen bestehe. Gr nicht geeignet dazu, Schlüsse zu ziehen wie Pfarrer Naumann meinte, ein begabter Boltsschüler, der die Schule einer Großstadt Allerdings sei die Lebenshaltung der Reichsten besonders start besucht hat, werde ohne große Schwierigkeit die Lücke aus- gehoben worden, aber das seien doch nur wenige. Die schnelle füllen können, die ihn von einem Realschüler unterscheidet. und beträchtliche Volksvermehrung in Deutschland führe zur Be Auch in der Wohnungseinrichtung bemühen sich, nach dem Redner, einträchtigung der Lebenshaltung des Voltes. Es sei eine Un die sogenannten„ niederen Stände", e3 den höheren gleich zu thun. wahrheit, wenn man thue, als ob wir von Natur gleich find": Um dies zu beweisen, erzählt der Herr, em Arbeiter, der von wir sind nicht", so sagt der Redner, gleich, wir sind verihm hatte Geld borgen wollen, habe ihm, als er demselben vor schieden nach Körper, Geist und Gemüth." Er müsse den hielt, daß er doch einen ganz guten Verdienst habe, geantwortet: Herren empfehlen, welche der Sozialdemokratie näher stehen, anderer gemacht. " Ja, er habe alles in feine neue Wohnungseinrichtung gesteckt; stets sich bezüglich ihrer Forderungen zu fragen, ob sie möglich. nun habe er sich noch für 28 M. einen Regulator getauft." Selbst- und in absehbarer Zeit ausführbar sind. Redner fordert Die unentgeltliche Lieferung von Lehrmitteln für die verständlich erregte der Vortragende die Heiterkeit der Versamm- schließlich mehr Aufwendung von Mitteln für die Pflege der lung damit, er erreichte seine Absicht, daß die verständige Ver- Kunst. fammlung über den" dummen Arbeiter" lache. Das ist die Art, wie die Evangelisch- Sozialen über die Lage und Verhältnisse der Arbeiter sich auftlären". Redner bezeichnet furz die Bestrebungen der höberen Stände", gegen die äußere Annäherung der Stände sich zu steifen, wie die Herausfehrung einer spezifischen Standesehre, die Betämpfung des allgemeinen Wahlrechts, als vergebliche. Dann hebt er die innere Entfremdung, welche neben der äußeren Annäherung der Menschen besteht, hervor und verlangt, daß das Verhältniß zwischen Hoch und Niedrig herzlicher werde, daß es auf Anerkennung der gegenseitigen Arbeit beruhe. So lange das nicht geschehe, werde für die Arbeiter der Gegensatz zwischen Sein und Schein um so peinlicher sein, werde alles, was sie von der Bourgeoisie annehmen, ihnen nur dienen zum Kampfe gegen diefelbe, zur Schärfung des Klassenbewußtseins. Redner stellt folgende Leitsäge auf: " 1. Gine wirklich werthvolle und fruchtbare Annäherung der verschiedenen Stände hat zu nothwendigen Voraussetzungen a) eine derartige Gestaltung der materiellen Lage für die Glieder aller Stände, daß jedem ein Gefühl der Sicherheit und Befriedigung ermöglicht, und dem Neid wie dem Uebermuth der Boden entzogen wird, b) den innerlich verbindenden Besitz idealer, insbesondere religiöser Güter und Jnteressent, c) Achtung und Vertrauen als Grundton aller persönlichen Beziehungen. 2. Hiernach wird der Annäherung der Stände wenn auch nur mittelbar, so doch um so gründlicher gedient a) durch energische Thaten der sozialen Reform, b) durch Pflege der idealen Faktoren in allen Ständen, insbesondere kraftvolle Bethätigung der christlichen Kirche und Seelsorge, B Pfarrer Naumann ersucht uns zu berichtigen, daß in der Ausschußßigung der evangelischen Arbeitervereine am Mittwoch nicht er es gewesen sei, der sich als Anhänger des Achtstundentages bekannt, aber gegen die Aufnahme desselben in das Programm gesprochen habe, weil es nach einem Handinhandgehen init der Sozialdemokratie aussehe. Diese Ausführung habe ein Berliner Gemeindeschul- Kinder hatte die bürgerliche Presse fürzlich dadurch als überflüssig hinzustellen gefucht, daß fie Amtsrichter Rulemann Braunschweig stimmt nach der meldete, die auf Drängen der sozialdemokratischen Stadtverwirthschaftlichen Seite dem Pfarrer Naumann, nach der ideellen ordneten zur theilweisen Erfüllung dieser Forderung bewilligte, dem Geh. Rath Wagner bei. Er freut sich feststellen zu können, aber bekanntlich noch sehr geringe Summe sei im letzten Jahre daß gegen die Anschauung des Vortragenden, daß das allgemeine nicht einmal ganz verbraucht worden. Insbesondere feien auch Wahlrecht nicht angetajiet werden dürfe, von keiner Seite in dem die Mittel zur Verabfolgung von Heften nicht voll in Anspruch Kongreffe Widerspruch laut geworden ist. Die soziale Seite genommen worden, trotzdem auch hier wohl jedes Gesuch berückdieses Rechtes werde zu wenig beachtet. Redner fordert die fichtigt worden sei. Hierzu wird jezt der„ Pädagogischen Geistlichen dann auf, die plutokratische Unterscheidung Beitung" von einem Berliner Gemeindeschul- Lebrer geschrieben: in den Kirchen bezüglich der Sigpläge aufzuheben; die- Diese Nachricht entspicht nicht den thatsächlichen Verhältnissen. felbe fei ein zu bequemer Angriffspunkt für die Sozial- Vielmehr sind die durch Umfrage des Rettors an unseren Schulen demokratie. Was die Standesunterschiede angeht, so halte ermittelten nothwendigen Hefte in uns bekannten Fällen nur in er es nicht für richtig, das Ziel einer vollständigen Verwischung verminderter Anzahl geliefert worden. Es fonnten demaller Standesunterschiede zu stecken. Er halte das in absehbarer gemäß auch die Gesuche um freie Seite nicht immer berücksichtigt Beit nicht für durchführbar. Redner schließt mit einer Warnung, verden. Nur den erfolgten Abstrichen in den Forderungen dem Pfarrer Nauniann ganz zu folgen, man möchte dabei viel ist ea wohl zuzuschreiben, daß die eingefeßte Summe leicht sich den Arbeitern ein gut Theil nähern, aber würde sich nicht verbraucht worden ist." Es ist doch gut, daß es doch andere Kreise( gemeint ist die besitzende Klasse) entfremden. noch Lehrer giebt, die, dem Verbote des Stadtschulraths Deshalb sei es gut, daß Pjarrer Naumann einstweilen Hecht im Bertram troßend, aus der Schule plaudern". Auf diese Weise Karpfenteiche bleibe. erfährt man doch gelegentlich, wie es gemacht wird. Nachdem die freisinnige" Mehrheit der Stadtverordneten- Versammlung durch Bewilligung einiger Tausende den Schein der Arbeiterfreundlichkeit gerettet hat, wird durch eigenmächtige Abstriche von seiten der ausführenden Organe ein Theil des ach! so bescheidenen Geldstromes wieder in den Stadtsäckel zurückgeleitet. Dadurch wird nicht nur gespart, sondern es wird auch der Unschein erregt, als ob man in der Arbeiterfreundlichkeit noch viel zu weit gegangen fei, als ob man noch viel zu viel bewilligt habe. Und die freisinnige" Presse preist dann die Fürsorge" der städtischen Verwaltung für die Berliner Arbeiterbevölkerung und wettert gegen die böse Sozialdemokratie, die den Arbeitern Vortheile aufdrängen wolle, welche diese weder brauchen noch überhaupt haben wollen. Es ist immer und überall dasselbe Rezept, nach welchem diese Leute arbeiten. -Stöcker hofft, daß eine Annäherung der Stände, wie Hofprediger Braun sie gefordert, es bewirken werde, daß die Erneuerung der Gesellschaft nicht durch Revolution, sondern durch Reform geschehen werde. Stöcker erzählt dann eine Geschichte, wonach er fürz lich, als er auf Agitation in Sachsen war, in einer Versammlung dort die Sozialdemokratie scharf angegriffen und ihm zwei fchlichte Sozialdemokraten die Wahrheit so gut, wie es ging, gesagt hätten. Nach der Versammlung habe ein Kommers tatt gefunden, an dem die Gegner, die Sozialdemokraten, Theil genommen und in das Hoch auf Kaiser und König eingestimmt hätten. Prediger Albert Eggert verlangt Hebung des Ansehens der Geistlichen. c) durch reichliche Anknüpfung und warme unermüdliche Kandidat Wangemann berichtet über die von ihm auf Pflege persönlicher Beziehungen, wie sich ungezwungen im einer dreimonatlichen Tour gemachten Beobachtungen, wo täglichen Leben ergeben. durch Hannover und Westfalen ging, um zu erfahren, wie die 8. In zweiter Linie haben auch besondere Veranstaltungen, Geistlichen und Gebildeten die chriftliche Nächstenliebe pflegen. die unmittelbar eine Annäherung größerer, den verschiedenen Er habe im Arbeiteranzuge bei verschiedenen Predigern vergeblich Ständen angehöriger Kreise herbeiführen und zunächst auf ge- um Unterstützung nachgesucht. Sein Ansprechen um Arbeit sei die felligem Boden( durch Zusammenkünfte, Vereine, Feste) verwirf- ganzen drei Monate hindurch erfolglos gewesen. In Hamburg habe lichen wollen, ihren Werth insbesondere als Gegengewicht er nach dem Gottesdienst einen berühmten Geistlichen ersucht, ihm zur Gehansfucht wurde am Donnerstag in der Buchdruckerei gegen Vereinsbildungen auf einseitiger Standesgrundlage aber Erlangung von Arbeit behilflich zu sein; der habe ihn aber einfach nur, wenn ihre Haltung von den in These 3 und 4 gezeichneten stehen lassen. Auch die Behandlung, welche die Organe der Revon W. Sarinner nach dem Manuskript eines Flugblattes, Gesichtspunkten bestimmt ist, und wenn alles Erfünftelte und gierung den Arbeitslofen angedeihen lassen, sei vielfach ver- welches, nach der Aussage der Beamten, etwas Anstößiges" innerlich unwahre und alle übermäßige Betonung ihrer sozialen legend. enthalten soll. Troy itundenlangem Suchen mußten die Herren Bedeutung vermieden wird. mit leeren Händen abgehen, da weder Manuskript noch Exemplare des Flugblattes gefunden wurden. " " er Die antisemitische Kandidatur des Rechtsanwalts Hertwig für den 5. Berliner Wahlkreis ist, wie die, StaatsbürgerBeitung" mittheilt, vom Vorstand der reichstreuen Wähler dieses Wahlkreises zurückgezogen, weil Hertwig ein Gegner der Militärvorlage ist. Von Herrn J. Schindler geht uns bezüglich unserer Vers öffentlichung betreffs der Generalversammlung der Omnibus- und Backetfahrt Aftiengesellschaft folgendes Schreiben zu: zukommen. In seinem Schlußworte bemerkte Hofprediger Braun bem 4. In bezug auf die Annäherung der Stände wie alle so- Pfarrer Naumann gegenüber, daß er das Materielle nicht habe zialen Aufgaben der Gegenwart haben wir ohne Rücksicht auf besprechen wollen, ohne es gering zu veranschlagen; er habe den Erfolg unentwegt zu arbeiten in Pflichtgefühl und brüder- heute nur das Jdeelle erörtern wollen. Redner polemiſirt des licher Liebe. Längeren gegen Naumann, um nachzuweisen, daß er nicht anAls energische Thaten der sozialen Reform" wünscht derer Ansicht als Pfarrer Naumann sei. Mein Protest in der betr. Generalversammlung bezog sich Redner Thaten von Seiten des Staates und der Gesetzgebung, Der Kongreß nabm schließlich eine Resolution an, wonach in der Steuer- Gesetzgebung entsprechende Heranziehung des Beer in den Ausführungen des Hofpredigers Braun werthvolle nicht auf die Vertheilung einer Gratifikation von 28 000 W. an Beamte und Dotirung des Pensions- und Unterstützungsfonds sizes, weitere Durchführung der Sonntags- Geseggebung, noch ver- Mittel erkennt, den tiefen sozialen Konflikt, der durch unser mit 15 000 m., sondern generell auf die gesammte Gewinnmehrte Fürsorge des Staates für die Arbeiter in seinen Be- Volk geht, nicht in revolutionärer, sondern in reformirender vertheilung, weil diese den Bestimmungen des§ 31 der Statuten trieben, so daß diese wirkliche Musterbetriebe werden, Ans- Weise zu lösen. Außer den erwähnten Posten wurden entgegen zuwiderläuft. bildung der Arbeiterschutz- Gefeßgebung und der privaten WohlNach einer kurzen Frühstückspause theilte Generalsekretär den statutarischen Bestimmungen noch 5000 M. für Werthzeichenfahrtsthätigkeit, nicht der Wohlthätigkeit. Außer den in den Göhre mit, daß auf der Liste, welche zirkulirt war, 630 M. Bei- Reserve und 62 127,10 m. außerord. Zuweisung zum ReserveThefen aufgestellten Forderungen weiß der Herr Hofprediger träge gezeichnet worden seien. noch eine ganze Menge Mittelchen zur Pflege der inneren An- Dann hielt Stöder einen Vortrag über das Sonntags- Gesammtvertheilung muß um so unstatthafter erscheinen, als onds seitens der Verwaltung vom Reingewinn verwandt. Diese näherung der Stände" zu empfehlen. Er warnt seine Be- gefeß und seine Konflikte im Volksleben". Er ging auf die ge- Vorstand und Aufsichtsrath von den erwähnten unrichtigen Posirufsgenossen davor, Standes predigten zu halten, wie das seglichen Bestimmungen über die Sonntagsruhe im Handelsvon einem Kollegen in der Presse empfohlen worden sei, gewerbe und die dazu erlassene Verordnung kurz ein, gedachte der tionen 13 215,24 M. an Tantiemen beziehen, welche ihnen nicht weift auf die Gleichstellung hin, welche Hoch und Niedrig bei Klagen, welche die Ausführung des Gesetzes hervorgerufen habe, der Taufe und bei dem Abendmahle erfahren; diese Sakramente und meinte, auf dem Wege der Durchlöcherung des Gesetzes solle stellten sich demnach als soziale Heilmittel dar, die der Pfaffe man nicht über 2, allerhöchstens 3 Uhr Nachmittags hinaus gehen pflegen müsse. Das gleiche gelte von der Konfirmation, die sich und Beschäftigung der Angestellten gestatten. Redner stellt so sehr eingelebt habe, daß selbst die Berliner Freireligiöse Gefolgende Leitiäge auf: meinde eine allerdings gräßliche Nachäffung derselben nicht ent- 1. Die Sonntagsruhe in ihrer neuesten gesetzlichen Gestalt bebehren wolle. In der Konfirmation meint der Redner sei deutet einen Fortschritt gegen früher, aber noch nicht den normalen erreicht, was die Einheitsschule leisten solle; die Kinder würden Bunand, welcher erst mit der Befreiung des Feiertages von aller dort mit einem Wissensstoff und einer Weltanschauung ver- nicht unumgänglich nothwendigen Arbeit vorhanden ist. sehen. Bur inneren Annäherung der Stände empfiehlt Redner 2. Die aus dem gegenwärtigen Zustande im Handelsgewerbe des weiteren: freundlichen Gruß für den niedriger Stehenden, entstandenen Schivierigkeiten haben ihren Grund zum Theil nicht gelegentlich ein freundliches Gespräch mit dem Milch in der zu großen Schärfe, sondern in der Milde der geltenden mädchen, ferner Herzlichkeit in den täglichen, regelmäßigen Bestimmungen und werden mit der Gewöhnung des Volkes allBeziehungen zwischen Herrschaft und Dienstboten, Abbalten mälig aufhören. Eine Abänderung ist nur dann erwünscht, wenn gemeinsamer Hausandacht mit den Dienstboten, Händedruck für sie die Geschäfts- und Arbeitszeit beschränkt. Die gefeßlich erdieselben des Abends beim Gutenachtsagen. Nicht ganz so intim laubten Ausnahmen sind knapp zu bemessen. tönnten und sollten sich gestalten die Verhältnisse zwischen Ar3. Die landesgefeglichen Berordnungen für die Sonntagsruhe beitern und Arbeitgebern; aber der Arbeitgeber sollte auch nicht in Industrie und Handwerk sind möglichst bald zu erlassen und stumm und grußlos durch die Werkstätten der Arbeiter gehen. bei den dazu erforderlichen Ermittelungen von den StaatsBei dieser Aeußerung mußte man am Vorstandstische wohl Be- bebörden ebenso die Arbeiter wie die Unternehmer heranzu- an, und mit der landesüblichen Niederlage rothhofiger Franzosen forgnisse haben, die Vertreter der Presse tönnten verstanden ziehen. haben: Der Arbeitgeber solle nicht wie König Stumm grußlos 4. Die Verordnungen in betreff der Sonntagsruhe im Handels durch die Werkstätten gehen; denn Generalsekretär Göhre legte gewerbe entsprechen nur dann dem Geist der Gesezgebung, wenn auf den Tisch der Preffe einen Zettel mit dem Wortlaut stumm fie dem Handlungsgehilfen ten Sonntagnachmittag frei lassen und grußlos". Wie vorsichtig! und am Morgen die Arbeitszeit mindestens eine halbe Stunde vor Beginn des Gottesdienstes schließen. Der Vortragende empfiehlt dann noch ungezwungenen Verfehr zwischen Hoch und Niedrig auf den Bolksfesten 2c. und schließt mit einer Ermahnung an die Anwesenden, fräftig für Annäherung der Stände" zu wirken. Ich hätte nichts dagegen gehabt, wenn 28 000 M. Gratifikationen und 15 000 W. Dotirang für den Pensions- und Untertügungsfonds vor Feststellung des Reingewinns in Ausgabe gestellt worden wären, nicht aber erschien es mir recht, daß Vorstand und Aussichtsrath sich von Ausgabeposten Tantiemen bewilligen lassen, indem sie dieselben statutenwidrig unter die Gewinnvertheilung einrangiren." Der Berliner Hippodrom scheint die Sammelstelle für allerlei Leute zu sein, die nicht recht wissen, was sie mit ihrer Beit anfangen sollen. Wenigstens sieht man in den gähnenden Bänken nur gelangweilte Leute, die sich höchstens untereinander amüsiren. Die Reit- und Fahrkünste, Birkusspringereien, die man überall besser sieht, reizten vorgestern Abend das Publikum nur wenig, auch der Adler dressirende" Professor" machte nur geringen Eindruck mit feinen gefie derten Böglingen, bis man benn endlich zu einer Art bildlicher Darstellung der gesammten deutschen Geschichte überging. Mit der Rückkehr des Cherusters Herrmann aus der Schlacht am Teutoburger Walde fing man hörte man auf. Daß„ die Wacht am Rhein" und das heil dir im Siegertrang" dabei eine bedeutende Rolle spielten, ist selbstverständlich. Eine Prügelei unter Geldmännern fand in der Nacht zum Donnerstag auf dem Morigplah statt. In einem nahe5. Die Ortsstatute in Stadt und Land sollen die Sonntags- gelegenen Lokale waren Bantbeamte unter sich zusammenrube des Nachmittags nicht beeinträchtigen. Die Großstädte, gekommen und in Streit gerathen. Da ein Beleidigter in dem Berlin voran, verkennen ihre soziale Aufgabe, wenn sie im Lofale Genugthuung nicht erhielt, so schaffte er sich solche dadurch, Mit lebhaftem Beifall wurden diese Ausführungen von dem Handelsgewerbe die gesetzlich gestattete Arbeitszeit von 5 Stunden daß er seinen Gegner angriff. Infolge hiervon theilte sich die Rongreise aufgenommen. bestehen lassen. Sie vor allen haben die Initiative zu ergreifen Gesellschaft in zwei Parteien, und man wechselte blutige Hiebe In der Diskussion schließt sich Reiseprediger Wagner- und Statute zu erlassen, welche die gesammte Arbeitszeit mög- aus. Die Stimmung wurde schließlich derart flau, daß man für Darmstadt der sozialdemokratischen Forderung einer Einheitsschule lichst vor den Beginn des Gottesdienstes verlegen. die gezogenen Prügel Deckung auf zwei Sanitätswachen fuchen und freien Unterrichts an. 6. Die Staatsbetriebe haben, wie überhaupt, so auch in der mußte. Am schwersten verlegt wurde der Bankbeamte C. aus Vereinsgeiftlicher Naumann Frankfurt bekämpft die Aus- Sonntagsruhe eine vorbildliche Aufgabe zu erfüllen. Ins der Stalizerstraße, der drei erhebliche Kopfwunden aufzuweisen führungen des Referenten so ziemlich von A bis 3. Die Bildungs- besondere ist dem Fahren der Gepädwagen im Poftbetrieb hatte. Paul Wilhelm, der am Mittwoch auf seine Braut, die Schneiderin Mattau schoß, hat sich nicht das Leben genommen, sondern war, nachdem er seine Braut verlassen hatte, nach Guben gereift, dann aber gleich hierher zurückgekehrt. Er ist verhaftet worden und räumt ein, den Schuß in der Erregung abgejeuert zu haben, will aber einen Mord nicht beabsichtigt haben. Gerichts- Beifung. Bei der gestrigen Frühjahrsparade, die wie gewöhnlich zur Erde, gerieth mit dem Fuße unter das Rad und wurde schwer| Moabit. Als der Wagen sich unter dem Stadtbahnbogen beim große Schaaren von Neugierigen, Nichtsthuern 2c. angelockt hatte, verlegt. In der Nacht zum 2. d. M. sprang gegenüber dem Bahnhofe Alexanderplatz befand, bemerkte der Angeklagte, daß ereignete fich, wie ein Berichterstatter der Volks- Zeitung" schreibt, Grundstücke Blan- Ufer 94 eine etwa 30jährige Frauensperson in der Rutscher langsamer und nach der Bordschwelle zu fuhr. ein fchwerer Unfall. Am Baumzeug des Pferdes des den Landwehr- Kanal und ertrant. Im Laufe des Tages fanden Seine Annahme, daß jemand, der mitfahren wollte, dem Kutscher Adjutanten des Prinzen Friedrich Leopold war die Kinntette drei Brände statt. einen Wink zum Halten gegeben, war richtig, gleich darauf fam geriffen und die Kandare lofe geworden. Damit hatte der Reiter eine Frau zum Vorschein, die hinter dem Wagen hereilte. feine Gewalt über das Pferd verloren. Als bei der Ankunft des In dienstbereiter Weise bückte sich der Schaffner, um Kaisers Hoch geschrieen wurde, wurde das Pferd scheu, stieg boch der Frau beim Aufsteigen durch Festhalten am Arme auf und sprengte alsdann in gestrecktem Galopp behilflich zu sein. Er zog dabei mit der Linken gleichzeitig an in die Menschenmenge hinein. Alles stob schreiend die Signalleine, die Glocke schlug einmal an, für den Kutscher auseinander. Nur das achtzehnjährige Dienstmädchen des Zahlmeister- Aspiranten M., das sich mit dem Kinde seiner Herrschaft Donnerstag vor der ersten Strajkammer am Landgericht II zwei wollte, sie trat zu kurz, tam zu Falle und erlitt eine leichte Berdas Zeichen zum Weiterfahren. Die Pferde fetten sich in demGegen den Genoffen Arthur Stadthagen standen am selben Wagenblick in Trab, als die Frau das Trittbrett besteigen auf dem Paradefelde befand, fonnte so schnell nicht mehr aus verschiedene Verhandlungen an, von denen die erste allerdings legung am Kniee. Der Angeklagte meinte, daß der Unfall ihm weichen. Das Mädchen wurde sammt dem Kinde überritten. Legteres fam merkwürdigerweise ohne jede Berlegung erft Nachmittags 5 Uhr begann. Dieselbe betraf ein Bergeben nicht zur Last gelegt werden könne, er habe durch zweimaliges gegen das Vereinsgefeh vom 11. März 1850. Am 4. Juli 1891 davon, während das Kindermädchen sich den rechten Arm als ausfiel. Das Pferd wurde schließlich von Schuyleuten auf- fand in Rigdorf eine fozialdemokratische Versammlung statt, in Anziehen der Leine das Zeichen zum Halten geben wollen, als ausfiel. Das Pferd wurde schließlich von Schußleuten auf welcher der Angeklagte einen Vortrag hielt, der am Schluß mit er aber einmal gezogen, mußte er, um der Frau zu helfen, eine gehalten. Dieses Budrängen zu militärischen Schauftelungen lebhaftem Beifall belohnt wurde, daß fich der überwachende Stellung einnehmen, wodurch er verhindert wurde, noch einmal ſelbſt ſeitens solcher Leute, welche Demokraten fein wollen, zeugt Gendarm Geride veranlaßt fah, wegen„ Zumults" die Versamm zu ziehen. Der Gerichtshof hielt doch eine Fahrlässigkeit für von wahrhaft findischer Neugier. Ganz unverantwortlich aber lung aufzulösen. Die aus etwa 800" Köpfen bestehende Ber: vorliegend, die mit 10 M. zu fühnen sei. ist es, Rinder den Gefahren, die allein schon durch das Gedränge fammlung entfernte fich ruhig, obwohl die Berechtigung zur entstehen, auszufezen. Unter der Auflage der Urkundenfälschung und des Auflösung febr fraglich war, nur der Angeklagte blieb noch etwa Betruges stand gestern der Bureaudiener Alfred& Ist er mann zwei Minuten auf seinem Plaze an dem Vorstandstische auf dem vor der ersten Straftammer des Landgerichts I. Der Angeklagte Podium ſizen, um seine Papiere zu ordnen und in seiner Mappe war seit Jahren bei der Nationalbant bedienstet. Er besitzt u verpacken. Zwei Drittel der Anwesenden hatten bereits den einen Bruder, welcher als Buchhalter bei der Dresdener Bank Ausgang pafsirt, als der Gendarm an den Angeklagten herantrat angestellt war. Wie der Angeklagte behauptet, hat sein Bruder und bemerkte:„ Die Aufferderung zum Verlassen des Lokals, richtet auf eigene Hand Börsenspekulation getrieben und dadurch sich und ihn sich auch an Sie, Sie gehören auch zur Versammlung!" worauf der unglücklich gemacht. Ende März habe sein Bruder ihm eine von Angeklagte erwiderte:" Was wollen Sie von mir?" sich aber der Dresdener Bant ausgestellte, über etwa 4200 Mark lautende erhob, seine Effekten unter den Arm nahm und am Eingange Rechnung für den Bankier Cohen gegeben und ihn ge= des Saales noch warten mußte, bis die Vorstehenden heraus beten, diefelbe einzuziehen. Cohen bezahlte die Rechnung waren, um ebenfalls aus dem Saale zu kommen. Wegen dieses mit einem Check auf den Berliner Kassenverein, Verhaltens unter Anklage gestellt, erkannte das Mirdorfer Angeklagte erhielt hier den Betrag und führte das Schöffengericht am 30. September v. J. auf 15 M. Geldstrafe, Geld an seinen Bruder ab. Nach einiger Zeit ftellte den§ 15 des preußischen Vereinsgesetzes dahin präzisirend, daß sich heraus, daß der Bruder des Angeklagten die Rechnung nach erfolgter Ausforderung zum Entfernen seitens des über für Cohen heimlich ausgestellt und die Unterschriften gefälscht wachenden Beamten jeder Anwesende ohne Verzug An ft alten hatte. Der Fälscher flüchtete und ist bisher nicht ergriffen zur Entfernung zu treffen habe. Der Angeklagte babe geworden, es fonnte somit nus deffen Bruder und Helfershelfer verzögert, und wenn auch nur zwei Minuten lang, so hatte er doch urtheilt werden. Während dieser früher eingeräumt hatte, daß er gegen das Gesez verstoßen. Auf die vom Angeklagten eingelegte die That gemeinschaftlich mit seinem Bruder geplant und ausBerufung tam die Sache vor die Strafkammer. In längerer geführt habe, um das Geld zur Deckung von Differenzschulden zu Ausführung bekämpfte der Angeklagte die juristisch seiner benußen, wiederrief er im Verhandlungstermine dies Geständniß. Meinung nach unhaltbare Auffassung des ersten Richters, Er wollte von der Fälschung erst Kenntniß erhalten haben, nachwährend der Staatsanwalt Verwerfung der Berufung beantragte. dem er seinem Bruder das Geld eingehändigt hatte. Der GeDer Gerichtshof nahm an, allerdings hätte der Angeklagte den richtshof schenkte ihm keinen Glauben, sondern verurtheilte ihn Saal auch dann nicht früher verlassen fönnen, wenn er sofort nach dem Antrage des Staatsanwalts zu einem Jahre Gedem Ausgang zugeschritten wäre. Denn er hatte noch mehrere fängniß und 2jährigem Ghrverlust. Minuten lang im Saale wegen der vor ihm dem Ausgang zuschreitenden Menge gewartet. Dennoch sei die Berufung zu verwerfen, weil, um das Gefeß nicht unter Um ständen illusorisch zu machen, jeder Anwesende verpflichtet sei, fofort nach Auflösung erkennbare Vorbereitungen aur Entfernung aus dem Saal zu treffen! Wegen groben Vertrauensbruches verhaftet wurde der Konfektionär K., der in dem Kleidergeschäft von St. in Stellung war, und dem insbesondere oblag, die Arbeiten, die die Firma bei Schneidern ausführen ließ, anzunehmen. Er hat sein Haus in der Weise geschädigt, daß er den Schneidern die Ablieferung größerer Mengen Kleidungsstücke bescheinigte, als in Wirklichkeit geliefert waren, und sich dann von den Schneidern, die auf grund der Bücher das Geld an der Kasse erhielten, den Mehr betrag auszahlen ließ. meldet: Es sei wohl also angenommen, der subjektive Soziale Uebersicht. Arbeiter beEine noch nicht aufgeklärte Vergiftungsgeschichte, durch welche 4 Personen lebens gefährlich ertranften, beschäftigt gegenwärtig unsere Polizeibehörde. Es wird uns darüber geAnscheinend durch Genuß von verfommenem Fleisch sind 4 Mitglieder der Familie des Möbeltischlers Fensch in der Büschingstr. 24 schwer erkrankt. Am Dienstag Abend hatte sich Frau F. bei einem in demselben Stadtviertel wohnenden Fleischermeister R., bei dem die Hausfrau übrigens ihren gesammten Bedarf deckte und bei welchem sie schon seit Jahren faufte, fogenannte Knobländer" Würste geholt, wovon Herr F., die älteste 16jährige Tochter und sie selbst zum Abendbrot mit gutem Appetit aßen. Später kam die 14jährige Tochter, welche mit der Schule eine Landpartie gemacht, nach Hause und auf Bitten des Kindes holte Frau F. noch mehrere Paar solcher Würste, wovon ein Theil Der zweite Fall, ebenfalls Berufung, betraf eine Verurtheilung von dem jungen Mädchen verzehrt wurde. Gegen 10/2 Uhr des Angeklagten feitens des Schöffengerichts in Oranienburg den Kollegen der Firma Ralinowsky werden Achtung, Stockarbeiter! Unterstützungen für die streifenbegab sich die Familie zu Bett, gegen Mitternacht jedoch er- wegen Beleidigung des Regierungs- Präsidenten Grafen uc Stellen angenommen: für den Norden bei Gnadt, Swinemünderan folgenden frankten die vier Personen, die von den Würsten gegeffen, in der de Grais und des Berliner Polizeipräsidenten Freiherrn von ftraße 120, Sonnabends Abends von 8 bis 10 Uhr; für den heftigsten Weise; bei allen Bieren frat heftiges Erbrechen, sowie Richthofen. Das Urtheil lautete auf je 150 M. Geldstrafe, Südosten bei Schmidt, Adalbertstr. 16, gleichfalls Sonnabends Krämpfe auf, so daß die Flurnachbaren sofort einen in der Nähe im Unvermögensfalle 75 Tage Gefängniß. Folgender That Abends von 8 bis 10 Uhr, sowie ferner Sonntags Vormittags wohnenden Arzt holen ließen, der bei den Patienten Symptome bestand lag der erstrichterlichen Entscheidung zu Grunde: Am einer starken Bergiftung tonstatirte und am anderen Morgen, 17. Januar v. J. hielt der Angeklagte in Zehlendorf bei Dranien von 10 bis 12 Uhr im Restaurant Steuer, Weinstr. 22. nachdem er durch geeignete Gegenmittel die drohende Lebensburg einen Vortrag, in dessen Einleitung er u. a. verschiedene Die Agitationstommission. gefahr, in welcher sich die Mitglieder der F.'schen Familie Gefeßwidrigkeiten kritisirte, z. B. die Saalabtreiberei seitens der Achtung, Putfach! befunden, beseitigt, die Angelegenheit dem Vorstande des Polizei, besonders aber das Verbot der Tellersammlungen Im Anschluß an den in der vorigen Woche veröffentlichten zuständigen 18. Polizeireoiers unterbreitete. Die Behörde durch die Polizei- Verordnung vom 7. Januar 1891. Diese Aufruf sei hiermit nochmals auf die heute Abend 8 Uhr Annenbeschlagnahmte nun sofort bei dem Fleischer R. die noch vorhandenen Berordnung soll der Angeklagte als eine unfinnige, wahnstraße 16 stattfinden de entscheidende Versammlung aufmertfam Knobländer- Würste, doch war nichts nach geschehener Untersuchung finnige" bezeichnet haben, welche dem Gesetze entgegensteht. gemacht. Die Zustände in den meisten Branchen des Pußfaches zu entnehmen, was den Verdacht einer Bergiftung dieser Waare und dadurch soll der Regierungspräsident beleidigt worden sein. find so traurige, daß die Arbeiter und Arbeiterinnen endlich bestärkt hatte; auffällig ist auch der Umstand, gleichzeitig auch Jm weiteren Verlauf des Themas führte Redner als Beispiel einmal vor die Alternative gestellt werden müffen: Entweder entlastend für den Fleischer K., daß Meldungen von anderen einer Klassenjustiz die bekannten Vorgänge des 1. Mai 1890 an, aufraffen und ernstlich an die Aufbesserung der Organisation Personen, die bei demselben am Dienstag Abend Knobländer ge- insbesondere den Umstand, daß der Berliner Polizeipräsident von gehen, oder weiterschlafen und weiter drücken lassen. Deshalb, fauft, nicht eingetroffen sind, welche darauf schließen lassen, daß dem Verband der Metallindustriellen Berlins 3000 Mart zmecs Arbeiter und Arbeiterinnen des Puzfaches, Genossen und Gedie erwähnten Käufer nach dem Genuß der Waare krank ge- Bertheilung unter die Beamten zur Verfügung angenommen und nofsinnen, deren Angehörige mit der Fabrikation von Damenworden sind. Andererseits aber steht fest, daß das 10- jährige verwendet hat, welche bei der Maifeier über Gebühr angeftrengt hüten und Garnirungsartikeln beschäftigt sind, erscheint alle in Töchterchen der F'schen Eheleute, welches an der Mahlzeit nicht waren. Mithin habe der Polizeipräsident seine Untergebenen dieser Versammlung. Neben einem Vortrag des Genossen Wagner theilgenommen, einzig und allein gesund geblieben ist, während angestiftet, die strafbare Handlung zu begehen, für in ihr Amt und eventl. Stellungnahme zur Organisation findet auch die Eltern und Geschwister ertranften. Von den durch Frau F. geschlagende Handlungen Geschenke anzunehmen. Weshalb fei Wahl eines Mitgliedes zur Gewerkschafts- Kommission statt. fau ten Knobländer ist noch eine solche Wurst übrig geblieben der Polizeipräsident nicht angeklagt? Die Gründe seien nicht Mit sozialdemokratischem Gruß die nun von dem gerichtlichen Chemifer untersucht wird. Die bekannt gemacht. Der objektive Thatbestand eines Vergehens beiden Töchter sind bereits wieder hergestellt, während die liege vor. W. Jäger, Rigdorf, Hermannftr. 84. F'schen Ehegatten sich noch in recht leidendem Zustande befinden. Thatbestand liege nicht vor. Unzurechnungsfähige, Un- An die rauchenden Arbeiter Berlins. Das Verzeichniß Der erste Selbstmord von der Kottbuser Brücke aus mündige, Kinder rechne das Gesez zu solchen, bei denen der die kontroll- Schußmarte der Zabalarbeiter die subjektive Seite einer Strafthat nicht vorliegen könne. führenden Fabrikanten und Händler wird allhat in der verwichenen Nacht stattgefunden. Gegen vier Uhr also sei der Polizeipräsident den Kindern wöchentlich Sonnabends bekannt gegeben. Wir bitten sah der Schiffer Mottik von seinem Kahne aus, wie sich eine gleichgestellt. Gegen das Urtheil des Schöffengerichts hatten von diesem Verzeichniß Gebrauch machen zu wollen und beFrauensperson in die Fluthen stürzte. Er machte sich sogleich an beide Theile Berufung eingelegt. In langen Plaidoyers wies merken, daß alle anderen Veröffentlichungen von Fabrikanten die Rettung, fonnte aber nur noch einen Leichnam an das Land der Staatsanwalt darauf hin, daß nur eine Freiheitsstrafe von resp. Händlern, welche in diesem Verzeichniß nicht bringen. In der Todten ist die 38 Jahre alte unverehelichte Anna 3 Monaten eine angemessene Sühne sein tönne, Stadthagen, enthalten sind, auf Täuschung der Martin, die am Kottbuser Damm 2--3 wohnte, erkannt worden. daß nur eine Freisprechung berechtigt sei. Er habe die ungiltige rechnet sind. Händler, welche ausschließlich Waare mit Dem Selbstmord liegt unglückliche Liebe zu Grunde. Die Martin Bolizeiverordnung durchaus zutreffend, wenn auch scharf, fritisirt, Rontrollmarke führen, werden in dieses Verzeichniß mit aufhatte sich in einen Lieutenant R. verliebt, der vor einiger Zeit barin liege teine Beleidigung eines Mannes, der dieselbe erlassen genommen. Wir richten an die Genossen die Bitte, den Tabatseinen Abschied nehmen mußte. Seit dieser Zeit muß eine babe. Auch der Polizeipräsident sei nicht beleidigt, da nicht arbeitern in ihrem Kampfe um Erringung befferer ArbeitsTrübung des beiderseitigen Verhältnisses eingetreten sein, sodaß feine feines Erachtens zutreffende Ansicht, daß er eine strafbare bedingungen, zur Wahrung ihres Koalitionsrechtes, fowie zur die Martin die Lust zum weiteren Leben verlor. Sie legte ihre besten Kleider an, legte sich das Bild ihres Geliebten auf das Handlung begangen habe, sondern nur die Kritik von der Bekämpfung der Schund- und Schleuderwaare, als auch der Staatsanwaltschaft unter Auflage gestellt fei: Buchthaus- und Strafanstalts- Arbeit beizustehen, was ihnen um Herz und ging in das Wasser. In ihrem Zimmer wurde ein nicht er, sondern diese habe nach seiner ironischen so leichter wird, als sie teine materiellen Opfer für Bettel gefunden, auf dem sie bat, sie mit der Kleidung und dem Darstellung den Polizeipräsidenten auf ftrafrechtlichem die Unterstügung zu bringen haben, indem die Kontrollmarte Bildniß zu beerdigen und ihr ein Paar Handschuhe anzuziehen. Gebiete Kindern gleichgestellt. Nach einstündiger Be nur eine Beschneidung der riesigen Profitrate mancher Zwischendie der Offizier getragen hatte, und in denen sein Name ent- rathung entschied das Gericht dahin, daß der Angeklagte von der händler bewirkt und dem reellen Händler es ermöglicht, eine halten war. Beleidigung des Regierungspräsidenten freizusprechen, da preiswürdige Waare mit 5 Pfg. das Stück auch ferner liefern zu Polizeibericht. Am 1. d. M. Vormittags wurde ein Mann gegen der Beleidigung des Polizeipräsidenten schuldig fei. Bur fönnen. Auch an die parteigenössischen Händler, Gaitin seiner am Luisenplatz belegenen Wohnung mit einer Schuß- Anflage stehe lediglich die oben gesperrt hervorgehobene in ir the 2c. richten wir das Grsuchen, die Kontrollmarke der wunde im Kopfe, die er sich mittels Revolvers beigebracht hatte, ironische Wendung. Aber deren Spize wendete sich sowohl Tabatarbeiter einbürgern zu helfen, und zwar umsomehr, als aufgesunden und nach der Charitee gebracht. Beim Nieder gegen die Staatsanwaltschaft, wie gegen den Polizeipräsidenten, gerabe von ihnen vielfach noch die oben bezeichneten Schundlegen einer vor dem Grundstuce Gartenstr. 62 stehenden Pappel der als den Kindern gleichstehend hingestellt sei. Die Beleidigung waaren bezogen werden. Sorgt also dafür, Parteigenossen, daß wurde Nachmittags ein in der Nähe befindlicher fünfjähriger fei eine sehr schwere, so daß als eine milde Strafe 300 Mart, die Kontrol marke immer mehr eingebürgert wird; ihr bannt Knabe von einem Aste erfaßt und zu Boden geworfen. Er erlitt eventuell breißig Tage Gefängniß, festgesetzt wurde. damit den außerordentlich schlecht gestellten Tabafarbeitern die schwere Verlegungen an beiden Beinen und mußte nach Stadthagen bat gegen die Erkenntnisse, soweit nicht auf Wege, auf denen sie eine Besserung ihrer elenden Lage erreichen dem Lazarus- Krankenhause gebracht werden. Vor dem Hause Freisprechung erkannt ist, Berufung eingelegt. Uferfir. 9 gerieth ein vierjähriger Knabe unter die Räder Ein kleiner Streit mit einer Rundin hat dem Kaufmann eines Geschäftswagens und wurde an beiden Beinen schwer Eugen Günther eine Anflage wegen Freiheitsberaubung und verlegt. Vor drm Quisenstädtischen Kirchhofe in der Bergmann straße fiel ein Kutscher von dem Sige seines in der Fahrt versuchter Erpressung zugezogen, die gestern vor der ersten Straf befindlichen Mörtelwagens herab, wurde überfahren und erlitt so fammer des Landgerichts I gegen ihn verhandelt wurde. Eines schwere innere Verlegungen, daß er bald darauf im Kranken- Tages betrat Frau v. V. den Laden des Angeklagten und verhaufe am Urban veritarb. Auf der Schloßbrücke wurde ein langte eine Büchse Heringe in Afpic. Der Angeklagte übergab Mädchen durch eine Kutsche überfahren und am Halse so schwer der Käuferin eine Büchse, die er auf ihr Ersuchen sofort Gewerbegerichtliches. Die Gewerbe Schiedsgerichte in verletzt, daß seine Ueberführung nach der Charitee erforderlich öffnete. Jetzt fah Frau v. V., daß die Büchse nicht die vers wurde. Vor dem Hause Holzmartistr. 88 gerieth ein drei- langten Heringe, sondern solche in einer flüssigen Brühe ent- Genf baben im verflossenen Jahre 1082 Streitfälle meist durch hielt. Sie weigerte sich, diese Waare zu nehmen, der An- Vergleich erledigt. Um diese Arbeit zu bewältigen, mußten 528 jähriger Knabe unter die Räder eines Geschäftswagens und erlitt einen Bruch des linken und eine bedeutente Quetschung geklagte behauptete aber, daß nicht Heringe in Afpic, Sizungen stattfinden, 144 Prüfungen vorgenommen und 446 fondern Delikates Heringe verlangt worden feien. Die Zeugen verhört werden. Seit 1884 bis auf den heutigen Tag des rechten Unterschenkels. In der Frankfurter Allee mißhandelte Nachmittags ein Kutscher sein Bierd durch Peitschen- Dame beftritt dies und wollte sich ohne die Waare entfernen. find nur 24 Fälle vor das Bundesgericht gezogen und in 8 Jahren hiebe, so daß es scheu wurde und mit dem Wagen durchging. Der Angeklagte vertrat ihr den Weg und erklärte, daß er sie nur drei Urtheile der Gewerbe Schiedsgerichte für falsch erklärt abworden. Dies beweist, meint die Züricher Arbeiterftimme", Hierbei wurde ein vor dem Hause Nr. 31 spielender 3jähriger nicht hinauslassen würde, wenn sie die gekaufte Waare nicht abs worden. Knabe überfahren und an der Hand und an der Brust so nehme und bezahle. Frau v. B. zahlte und ging. Dieser kleine daß diese Gerichte besser als die von Juristen und Berufsrichtern schwer verlegt, daß er nach Anlegung eines Nothverbandes nach Auftritt fand vor Gericht eingebende Prüfung, der Angeflagte besetzten arbeiten. behauptete auch hier mit Entschiedenheit, daß er sich in seinem Abends dem Krankenhause am Urban gebracht werden mußte. Quittung über bei der Generalfommiffiou der Gefiel ein Mädchen gegenüber dem Hause Staligerstr. 64 beim Rechte befunden. Der Staatsanwalt beantragte eine Gefängniß werkschaften Deutschlands in der Zeit vom 27. April bis Abspringen von einem in der Fabrt befindlichen Pferdebahn: strafe von 2 Monaten, während der Vertheidiger, Rechtsanwalt 25. Mai 1893 eingegangene Gelder. Quartalsbeitrag wagen zur Grbe und blieb bewustlos liegen. Es mußte nach Lehieldt, auf Freisprechung plädirte. Der Gerichtshof hielt nur 1. Quartal 98) des Verbandes der Schneider zu. 219,60 W. eine Nöthig ung für vorliegend und erkannte dieserhalb auf Quartalsbeitrag( 1. Quartal 93) des Verbandes der Schuhmacher dem Krankenhause Bethanien gebracht werden. Ein Drechsler wurde vor dem Hause Landsbergerplatz 2 durch einen Steinwagen eine Geldstrafe von 50 Mart. 320, Quartalsbeitrag( 1. Quartal 93) des Verbandes der überfahren und anscheinend innerlich schwer verlegt, so daß seine Der Omnibusschaffner August Heide hatte sich gestern Sattler, Tapezirer 2c. 34,65. Quartalsbeitrag( 1. Quartal 93) Ueberführung nach dem Kranken hause am Friedrichshain erforder wegen fahrlässiger Körperverlegung vor der ersten Straffammer des Verbandes der Lederarbeiter 88,75. Cuartalsbeitrag lich wurde. Vor dem Hause Rosenstr. 29 fiel ein Mann beim des Landgerichts I zu verantworten. Der Angeklagte begleitete( 1. Quartal 93) des Verbandes der Former 100,- Quartals. Absteigen von einem in der Fahrt befindlichen Pferdebahnwagen am 81. Oktober v. J. einen Omnibus der Strecke Alexanderplay- beitrag( 2. Quartal 93) des Vereins der Lithographen zc. 195,95. tönnen. Die Kontrolltommission der Zabatarbeiter. Aus Grabow( Mecklenburg) wird gemeldet: Der Ausstand der bei der Eldekorrektion beschäftigten Arbeiter ist be= endet. Die Arbeiter, welche mit Ausnahme einiger sogenannter Rädels ührer" wieder eingestellt wurden, erhalten jetzt einen Tagelohn von 2,40 m. statt der bisherigen 2,20. N Siebesleben". Quartalsbeitrag( 3. und 4. Quartal 92 und 1. Quartal 93) des| Abends 9 Ubr, Bereins- Bersammlung bei Dehlmann, Münzstr. 11. Tages:| lung der Zentrumspartei fast einstimmig den Frhrn. v. Huene Berbandes der Fabrif- und gewerblichen Hilfsarbeiter 363,70. ordnung: Bortrag des Herrn Dr. Mar Birnbaum über:„ Aus Goethe's zum Reichstagskandidaten für Breslau- Land- Neumarkt auf. DerQuartalsbeitrag( 1. Quartal 93) des Verbandes der Schiffs= Kranken- und Begräbnißkaffe des Vereins fämmtlicher Berufs- selbe nahm auf telegraphische Anfrage die Kandidatur an. zimmerer 26,45. Quartalsbeitrag( 1. Quartal 93) des Ver- klaffen, Verwaltung Berlin 3. Jeden 1. Sonnabend im Monat. Bahltag Frhr. v. Huene ist auch in Militsch- Trebnih als Kandidat aufbandes der am Schiffsbau und bei der Schifffahrt beschäftigten m Lokal Cafe Humboldt, Usedomstr. 33. gestellt. Arbeiter 150,-. Quartalsbeitrag( 4. Quartal 92 und 1. Quartal 93) des Verbandes deutscher Holzarbeiter 60,-. Barmstedt, von den Schuhmachern 50,-. Zur Deckung des Defizits sind eingegangen: Zentralverband deutscher Former 100,-. 3entralverband der Böttcher, Filiale Quedlinburg 2,-. Bentralverband der Maurer, Bahlstelle Cuxhaven 5,-. A. Dammann, Kassirer, Hamburg, Zollvereinsniederlage, Wilhelmstr. 13, 1. Et. Versammlungen. Dermilchttes. " ( Depeschen des Bureau Herold.) Toulon, 2. Juni. Hier sind blutige Streitigkeiten ausge brochen zwischen den Franzosen und Italienern. 14 Jtaliener wurden verhaftet, viele sind schwer verwundet. Briefkaffen der Redaktion. In 5. fam im Wirthshaus das Gespräch auf die bevorstehende Ein Wahlfuriosum erzählen bayerische Blätter wie folgt. H. Reichstagswahl. Anwesenden Bauern wurde der Kandidat genannt und ihnen ans Herz gelegt, die Kandidatur zu unterstützen". Mit dem Unterstüßen" war selbstverständlich der Ph. Schulaff, Bukarest. Warnungen können nur in AusWahlzettel gemeint. Gleich darauf steht ein Bauer auf, begiebt nahmefällen und nur dann aufgenommen werden, wenn sie von sich zum andern Tisch und sagte zu einem der Herren, wahr- uns als zuverlässig bekannten Parteigenoffen beglaubigt sind. scheinlich einem Komiteemitglied:" I kann den Herrn, den Ihr Wenden Sie sich deshalb zunächst an das in Bukarest erscheinende nach Berlin schickt, net besonders unterstüßen, i hob selber Weib sozialdemokratische Blatt. und Kinder z'Haus, doch kommt's ma auj wöchentlich an Laib H. A., Swinemünderstraße. 1. Ob die ganze deutsche Brot net z'samm." Großes allgemeines Halloh und große Armee auf das Tempelhofer Feld geht? Kopf an Kopf gedrängt Heiterkeit folgte der guten Absicht des Landmanns. und ohne Pferde und Kanonen mag sie wohl hinaufgehen. 2. Liebknecht ist in Gießen geboren. J. D. Auf diese Behandlung muß man rechnen, wenn man sich zu militärischen Schaufstellungen drängt. Sie sehen, daß die betreffenden Herren die ihnen gewordene Behandlung ruhig einstecken, ohne uns ihre Beschwerde vorzutragen. uns wenden. Marienfelde. Am Sonntag fand hier eine von ca. 500 bis 600 Personen besuchte Versammlung unter freiem Himmel Der Arresthansaufseher Schröter in Koblenz hatte sich und zwar auf dem Gehöft des Herrn Meißner statt. Einen vor dem Schwurgericht in Limburg wegen Körperverlegung mit Saal zu dieser Versammlung zu bekommen, war den Genossen tödtlichem Ausgange zu verantworten. Schröter hatte, wie die trotz der größten Anstrengung leider mißlungen, da die Wirthe" Franks. 3tg." berichtet, am 13. November in einer Arrestzelle gern möchten, aber- Polizei und Landgendarme! An stelle des zu Weylar, in der ein Gefangener tobte und schrie und alle durch anderweit zu erledigende Parteigeschäfte am Erscheinen Gegenstände zertrümmerte, einen Revolverschuß abgefeuert. Er 11. St. Das ist der Militärstaat! Warum giebt sich das verhinderten Referenten Fris Zubeil aus Berlin hielt Kasper traf den Arrestanten in den Unterleib, der Mann starb nach drei Publifum bei allen Schaustellungen zur Hurrah- Kanaille her? aus Steglit einen mit großer Begeisterung aufgenommenen Tagen. Die Geschworenen nahmen Nothwehr an und W. N. Mögen sich doch die Betreffenden persönlich an Vortrag über: Die bevorstehende Reichstagswahl". An der sprachen den Mann frei. darauf folgenden Diskussion betheiligten sich Genossen aus faft Schlecht bekommen ist den Vegetariern unter den O. Gabriel, hier. Ihr ungeschliffener Brief beweist nur, sämmtlichen umliegenden Orten. Eine Resolution, in welcher Leuten, die vermuthlich sonst nichts zu thun haben, der daß wir Sie noch viel zu milde beurtheilt haben. Sie haben sich die Versammlung mit den Ausführungen des Referenten ein- Distanz- Marsch, den sie unter Nachäffung des bekannten allerdings das heutige Wahlrecht in seiner Wurzel auf's verstanden erklärte, sowie sich verpflichtete, am 15. Juni dem Distanzrittes von Berlin nach Wien unternahmen. Die Frank schnödeste angegriffen, denn Sie fordern die Beseitigung sozialdemokratischen Reichstags- Kandidaten, Genossen Fris furter Beitung" meldet aus Zittau: Auf dem Distanzmarsch des gleichen Wahlrechts, das Sie als eine ungerechtig Zubeil aus Berlin, die Stimme zu geben, fand einstimmige mußten die Vegetarier wegen zerschundener Füße hier zurück- te it" bezeichnen. Dies genügt für uns und für den„ großen Annahme. Nachdem wurde ein aus 4 Mitgliedern bestehendes bleiben. Der erste ist jetzt ein Wiener Ingenieur. In großen| Unbekannten". Wahlfomitee gewählt. Zum Vertrauensmann für Marienfelde 3wischenräumen folgen der Naturmensch und ein Buchdrucker K. S. Nein. wählte man darauf den Genossen Greulich. Mit einem Hoch aus Floeha in Sachsen. Fast alle sind sehr heruntergekommen auf die internationale Sozialdemokratie schloß der Vorsitzende und gewähren einen mitleiderregenden Anblick. die von einer großen Polizeimacht geschüßte" Versammlung. Aus Wien wird berichtet: Der Hauptmann des GeneralFriedrichsfelde. Genosse Stadthagen sprach am stabes Graf Olivier Wallis wurde wegen Defraudation 29. Mai im Saale des Herrn Maikowsky vor einer zahlreich und Desertion am Semmering verhaftet und von Gendarmen besuchten Wählerversammlung. Seine Ausführungen, die das nach Wien eskortirt. Thema: Ans Vaterland, ans theure. schließ dich an" behandelten, Die Mucker in Norwegen. Auf eine Anfrage John wurden von den Anwesenden mit brausendem Beifall auf- Lunds im norwegischen Storthinge an den Kultusminister, genommen. Nachdem Arnold noch einen Appell an die Ver- ob es richtig sei, daß er die Aufführung von Cherubinis fammlung gerichtet hatte, mit ganzer Kraft dahin zu wirken, Requiem in der Domkirche zu Bergen zum Vortheil der Verdaß Stadthagen wiedergewählt werde, nahm die Veriammlung unglückten in Verdaelen verboten habe, erklärte Kultusminister eine entsprechende Resolution mit allen gegen eine Stimme an. Bang, daß er auf grund verschiedener Verfassungsparagraphen, Leider hatte dieser eine Gegner nicht den Muth, der Aufforde- wonac in norwegischen Kreisen nichts zu dulden sei, was gegen rung, seine Ansichten der Versammlung vorzutragen, zu ent- Gottes Wort und die Augsburgische Konfession" streite, die Aufsprechen. Zum Schluß wurde ein aus 16 Perionen bestehendes führung des Requiems als tatholische Seelenmesse" Wahlkomitee gewählt. Mit einem Hoch auf die Sozialdemokratie allerdings verboten habe. Auf den Einwurf Michelsens, daß gingen die Versammelten auseinander. man eine solche Anschauung eines Kultusministers im Jahre 1893 nicht jolle erwartet haben, beschloß das Storthing die Sache zu einer späteren Verhandlung mit allen gegen 47 Stimmen zu vertagen. Ein Kunstwert wie Cherubinis Requiem vom Standpunkte des bornirten lutherischen Pfaffenthums zu betrachten, ist also nicht Vorrecht der deutschen Orthodoxen. Die Bang sind ihrer würdig. " Verband der in Holzbearbeitungs- Fabriken und auf Holzplähen beschäftigten Arbeiter und Arbeiterinnen Deutschlands, Ortsvermal tung Berlin 1. Mitglieder- Bersammlung mit Frauen am Montag, den 5. Junt, Abends 8½ Uhr, bet Säger, Grüner Weg 29. Tagesordnung: Bortrag von Frau Palm. Touristen- und Wanderklub Waldesgrün". Sigung am Sonnabend, Abends 9 Uhr, im Restaurant des Herrn Weick, Köpenickerstraße 68. Tischler- Verein. Sonnabend, den 3. Juni, Abends 9 1hr, MelchiorMohamed und seine Lehre". Jufolge von Ueberschwemmungen sind in der Gegend ftraße 16: Berſammlung mit Damen. Vortrag des Herrn Dr. Binn über: von Savona( Italien) mehrere Brücken eingestürzt. Die Fabriken liegen still. " Verein deutscher Schuhmacher, Filiale 2. Versammlung bei Keller, Bergstraße 68. Tagesordnung: Bortrag des Herrn Dr. Gebert über Ge schlechtsfrankheiten. Vereinsangelegenheiten. Abrechnung vom Stiftungsfest. Die nächste Versammlung der Filiale i findet am 19. Juni bet Gründer( fr. Mundt), Köpenickerstr. 100, statt. Die Advokaten in Riom( Frankreich) streiken. Der Gerichtshof mußte am Donnerstag alle Verhandlungen vertagen. Ein heftiges Erdbeben zerstörte in Guayaquil Putfach- Arbeiter und Arbeiterinnen. Heute Sonnabend Abends( Amerika) außer anderen Gebäuden binnen einer halben Minute 8 Uhr Annenstraße 16, öffentliche Versammlung. Tagesordnung: 1. Bortrag das Gefängniß, den Palast des Gouverneurs, das Rathhaus und nahme zur Gründung eines" Verbandes aller im Bußfach beschäftigten Per- fängnisses wurden eine Menge Sträflinge getödtet, die übrigen des Genossen Wagner über:" Die Frau und der Sozialismus". 2. Stellung: mehrere andere öffentliche Gebäude. Durch den Einsturz des GeEthische Gesellschaft. Sonntag, den 4. d. M., Abends s uhr, Rosen- entsprangen. thalerstraße 38. Bortrag des Fräulein Baader über: Die Morgenstunde hat Gold im Munde". Nach dem Vortrag gemüthliches Beisammensein. Gäste willkommen. fonen. Frauen- und Mädchen- Bildungsverein des arbeitenden Volkes von Berlin und Umgegend. Mitgliederversammlung am Montag, den 5. Junt, Abends 8½ Uhr, in Borchmann's Restaurant in Rummelsburg. Bortrag. Referentin Fri. Baader. Depeschen. ( Wolff's Telegraphen- Burean.) Rügenwalder Verein. Sonnabend, den 3. Juni, Abends 9 Uhr, BerBreslau, 2. Juni. Der Schlesischen Volkszeitung" zufolge einssigung bei Keller, Köpenickerstr. 96-97. Neuer Berliner Handwerker- Verein. Sonnabend, den 3. Junt 1893, stellte eine vom Klerus zahlreich besuchte Vertrauens- VerfammLaut Beschluß der letzten außer Schmiedel's Festsäle, ordentlichen Generalversammlung des Lokalverbandes Berlin der Berliner Bimmerleute geben wir den Verbandsmitgliedern vorläufig folgende Bahlstellen bekannt: Osten. Bahlstelle 1 bei W. Zippke, Markusstr. 14. Südosten. Bahlstelle 2 bei Fürstenau, Reichenbergerstraße 39. Vertrauensmann: Josef Schmidt. Südwesten. Bahlstelle 3 bei H. Elsner, Kassirer, Bellealliancestr. 21a. Westen. Bahlstelle 4 bei J. Raumann, Kulmftr. 36. Nordwesten. 3ahlstelle 5 Vertrauensmann C. Stehr, Stromstr. 38. Norden. Bahlstelle 6 Vertrauensmann A. Charlet bei Chr. Hilgenfeld, Bergstr. 60. Norden. Zahlstelle 7 Vertrauensmann Alte Jakobstrasse 32, empfehle meine hocheleganten Säle zur Abhaltung jeder Art Festlichkeiten. Auch steht den geehrten Vereinen 2c. der große Sommergarten zur Verfügung. Wwe. E. Schmiedel. Empfehle nach wie vor mein ver. größertes Lokal, franz. Billard 2c. bem verehrten Publikum. Vorwärts, Volks- Zeitung, sowie andere Beitungen liegen aus. M. Berndt, [ 3596L Oranien- u. Alexandrinenstr.- Ecke. Empfehle allen Genossen mein Schankgeschäft. 40802* Auch ist ein Vereinszummer zu verM. Leonhardt bei R. Wilke, Alte geben. Der Garten ist eröffnet. Hochstr. 32a. Norden. Bahlstelle 8 Vertrauensmann J. Guadt, Swinemünderstr. 120. Köpenick. Den Vereinsvorständen Berlins und Umgegend, welche vom Hotelbesitzer A. Klein in Köpenick eine Empfehlung seiner Lokalitäten erhalten haben, verweisen wir hiermit auf die Boytottliste. 418/ M Die Lokalkommission. Bur Landpartie nach Birkenwerder a. d. Nordbahn Restaurant Schüzenhaus. Allen Freunden u. Genossen, nament lich den verehrten Vereinen bestens empfohlen. Große Kaffeeküche. Zwei verd. Kegelbahnen. Große Halle mit Piano stehen zur Verfügung. Für ff. Speisen und Getränke zu ſoliden Preisen ist gesorgt.„ Vorw." liegt aus. A. Weiss bei Rublmen, Schön- Nordring- Restaurant u. Garten Carl Hietzig, Gastwirth. hauser Allee 28. Die Vertrauensleute sind verpflichtet, Nr. 8 Lindowerstrasse Nr 8. Empfehle mein Lokal nebst schattigem die Beiträge für den Monat Mai mit Garten als angenehmen Aufenthalt. einzuziehen. 360/ 14* Täglich Königsberger Fleck. Vereinszimmer zu vergeben. Borwärts" liegt [ 245b] C. Eteft. Die Beiträge resp. Aufnahme neuer Mitglieder werden in sämmtlichen aus. Zahlstellen Sonntags Vormittags von 10 bis 12 Uhr entgegengenommen. Der Vorstand. J. A.: Max Leonhardt, Magstr. 15. Freireligiöse Gemeinde. Sonntag, Vormittags 104 Uhr Rosenthalerstr. 38: Vortrag des Herrn Waldeck Manasse: " Restaurant Iwert, Hos Potsdam. Restaurant Charlottenhof. Den Berliner Parteigenoffen empfehle bei Ausflügen nach Potsdam mein am Bahnhof Charlottenhof gelegenes ReA. N., Wiesbaden. Der nicht eingetragene Wahlberechtigte, der seinen Einspruch gegen die Unrichtigkeit der Wählerliste nicht bis spätestens am 25. Mai erklärt hat, ist, wie 12 Mal in unserem Blatt vor dem 26. Mai mitgetheilt war, seines Wahlrechts verlustig gegangen. F. S. 43. Sie können bis zum 1. Oftober Ihre alte Wohnung behalten. Briefkaffen der Expedition. Berichtigung. Die Summe der eingegangenen Beträge zum Wahlfonds find irrthümlich quittirt. Es muß heißen in Nr. 123 bereits quittirt( statt 4046,50) 4587,05 Hierzu kommen die Beiträge: aus Nr. 123 124 " 125 " 126 127 . 129,60 526,55 68,15 105,80 92,60 Summe 5509,75 In unserer Expedition gingen zum Wahlfonds ferner folgende Beträge ein: Von den klassenbewußten Genossen der Glas, Porzellan- u. Induſtriemaler Wiens: Durch Einigkeit zum Sieg 12,10. Zwei Rothen, B. V. 4,-. Posamentiere v. E. Wendel, außer zwei 2,-. Glückauf 3,-. Justiz 10,-. Bartusch, Brocklyn 5,-. Rothe Nr. 1 1, Eduard Ludewig 2,-. G. M., D. Diester, Rosa Krause 2,75. Für Scheibe. Anzeige erhalten-, 50. Von zwei übermüth. Apotheker- Hausknechte 2, Bielbewußte a. d. BehrenRate, 8,80. Rother August 5,-. Kellner d. Norddeutschen Br. straße 10,- Gesammelt am Biertisch der Berl. Schirmmacher 3,30. 3 gemüthl. Schafskopfspieler 1 ,. Es werde Licht, dritte d. Wegener 3,-. G. Jackisch 3,-. Ges. auf dem Geburtstag bei G. G. 2,-. Amerik. Auktion im Fliegenden Holländer, Holzmarktstr. 1, 8,-. Russow, Stralauerstr. 10, 1,50. Rother Heizer, Leipzigerstr., 1,-. P. B. 30,-. Stralsunder Stattlub 5,-. Deutsche Schriftgießerei Arbeiter in Budapest 13,20. Cand. med. 4,-. Summa 143,15 M. Bereits quittirt( siehe Berichtigung) 5509,75 M.; in Summa 5652,90 m. Martin Klein, Uhrmacher, 3544L 25 Neue Hochstr. 25 empfiehlt sein Lager aller Arten Wand- und Taschen- Uhren. Reparaturen zu soliden Preisen Steinmetzstraße 40, Ede Groß- Görichenstraße. 254b Nur Hüte mit Kontrollmarken. Grosse Auswahl in Schirmen. W. Wolff. Damenschneiderei und Puz lehrt gründlich Frau Hoffmann, Cuvry str. 48, 2 Tr. 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