Ur. 55. HbonnementS'ßedlngungen: abimncmcntä- Preis pränumerando: Picrteljährp Mr. monotl. 1,10 Ml, Ivöckientlich 28 Pfg, frei ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg, SonntagS- imnimer mit illufirierter Sonntags- Vellage„Die Neue Welt" 10 Pfg. Post- Sidonncment: 1,10 Marl pro Monat. Eingetragen in die Poft-Zeitungs- Preisliste. Unter Kreuzband für Deutschland und Oesterreich- Ungarn 2 Marl, für das übrige Ausland 0 Mark pro Monat. Postabonncments nehmen an: Belgien, Dänemarl Holland, Italien, Luxemburg, Portugal, Rumänien. Schweden und die Schweiz. 37. Jahrg. vliftelnt ttgl!» auScr montags. Vevltnev VolksMeM. Die Tnfertions. Gebühr velrägt für die fcchsgespallene Kolonel- zeilc oder deren Raum w Pfg, für politische und gewerlschastkche Berrins- und Bersammlungs-Alizeigen SO Psg. „Aleine Mnxtigen", daS erste(fett- gedruckte) Wort 20 Psg,, jedes weitere Wort 10 Pfg. Stellengesuche und Schlaj- slellen-Anzcigen daS erste Wort 10 Psg„ jedes weitere Wort 5 Psg. Worte über 10 Buchstaben zählen für zwei Worte. Inserate für die nächste Nummer müssen bis SUhrnachmittagSinder Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist bis 7 Uhr abends geöffnet. Telegramm-?ld reffe: „SozUdUmolint Berlin-, Zcntralorgan der rozialdemoftratifchen parte! Deutfchtands. Redaktion: SM. 68, Lindcnstrassc 69. Ferusprecher: Amt IV. Rr. 1S8Z. Sonntag, den S. März liUO. Expedition: SA. 68» Lindenstrasse 69» Fernsprecher: Amt IV, Rr. IS8I. Helte llliii 1 bis%\|l|r: mm. Herrn v. Zagam Sekrete. Das Berliner Polizeipräsidium hat Freitag abend an die bürgerliche Presse— der„Vorwärts" ist davon verschont gc- blieben— eine langatmige Erläuterung seiner Ansichten über den Treptower Wahlrechtsspaziergang versandt, jedenfalls aus der ganz richtigen instinktiven Empfindung heraus, daß ohne solche Erläuterung das seltsame Verhalten der Berliner Polizeileitung nicht zu verstehen ist. Und bei dieser einen Erläuterung ist es nicht geblieben. Wie man im Polizeipräsidium gestern morgen nach nochmaliger Durchsicht des am Freitag- abend verschickten Erklärungsversuchs des Polizeipräsidenten mit anerkennenswertem Scharfsinn entdeckt zu haben scheint. bedarf auch dieser Versuch, ivenn sein Inhalt verständlich werden soll, wieder der Erläuterung— und so ist bereits gestern vormittag eine zwar nicht direkt aus dem Polizei- Präsidium hervorgegangene, aber den Polizeicharakter deutlich verratende zweite Erklärung, also eine Erläuterung zur Erläuterung an die„wohlgesinnte" Presse ergangen und von dieser auch teilweise sofort abgedruckt worden. Doch auch diese zweite Erklärung scheint nach den Ansichten des Herrn Polizeipräsidenten v. Jagow noch nicht das Richtige getroffen zu haben; denn gestern nachmittag ließ er durch das„Wölfische Telegraphenburcau" schon eine dritte im neuesten Polizeiplakatstil gehaltene Erklärung verbreiten. Vielleicht wird, da der Nervositäts- barometer in der Polizeiverwaltung in raschem Steigen begriffen zu sein scheint und die dritte Erklärung noch bedenklichere Verstöße gegen die Gesetze der Logik cnt- hält als die ersten beiden, bis zum Sonntagmorgen noch eine vierte Erklärung erscheinen. Etwas viel in so kurzem Zeitraum I Und doch sind>oir ganz damit einverstanden, wenn diese Bereicherung der deutschen Nationalliteratur durch polizeiliche Plakatstilübnngen eine weitere Fortsetzung findet, denn wir haben, tolerant wie wir sind, absolut nichts dagegen, wenn das Berliner Polizeipräsidium zur Förderung seiner Autorität im In- und Auslande den süd- deutschen, englischen und französischen Witzblättern ergiebigen Stoff für ihre politische Satirc liefert. Wir verpflichten uns sogar, alle diese polizeilich-lüerarischen Leistungen wortgetreu abzu- drucken und sie dadurch Kreisen zugänglich zu machen, in die sie sonst vielleicht nicht dringen. Die erste dieser Erklärungen des Herrn Polizeipräsidenten, die uns leider versehentlich nicht zugegangen ist und die wir deshalb nicht schon in der gestrigen Nummer veröffentlichen konnten, hat folgenden Wortlaut: Der von i'ozialdemokratiicher Seite geplante und in der letzten „VorwärtS'-Zlilinincr angelündigte„Wahlrechiöspaziergang nach dem Treptower Park ist als eine„öffentliche Versa mm- lung unier freiem Himmel" anzusehen." Der Sprachgebrauch versteht unter„Versammlung" jede absichtliche Vereinigung mehrerer Menschen an demselben Orte zu einem allen gemeinsamen Zwecke. Deshalb bildet z. B., wie gerichtlich festgestellt ist, schon die zu einer Festfeier vereinigte, über die Straße sich bewegende Menschenmenge eine„Versammlung", ohne daß über die äußere Erscheinung hinaus die Absicht, ein Versammlung-Z- recht auszuüben, nachgewiesen zu werden braucht. Auch ist die Art des durch die Vereinigung erstrebten Zwecks nur bei Versammlungen in geschloffcncn Räumen, nicht aber bei solchen unter freiem Himmel von Bedeutung. Denn letztere unterliegen nach den gesetzlichen Vorschriften der Genehmigungö- Pflicht schlechthin, also auch dann, wenn sie einer„Beratung" oder dergleichen nicht dienen. ES ist klar, daß die Polizeibehörde, die bei ihrer Tätigkeit jede unnötige Einmischung in die persönlichen Angelegenheiten des Publikums zu vermeiden hat, eine kleinliche Anwendung der ihr durch das Gesetz erteilten Befugnisse unterlassen wird. Hannloseu Veraiistalwngen unbedeutender Art wird sie keine Schwierigkeiten bereiten. Wenn eine große politische Partei jedoch, trotzdeni ihr die Genehmigung zu Versammlungen unter freiem Himmel und zu Aufzügen ans öffentlicher Straße(§ 7 R.-V.-G i aus berecktiaten Gründen verweiaert wurde nachträglich einen dasselbe bedeutenden Maffenspaziergang ankündigt und da durch zum Ausdruck bringt, daß sie auf die polizeiliche Genehmr guug verzichtet und somit bewußt das Gesetz verhöhnt, dann hat die Polizeibehörde nicht nur das Recht, sondern auch die Pflicht, von den zuihrerVer- fügung stehenden Machtmitteln den erforder- lichen Gebrauch zu machen. Der Polizeipräsident von Berlin hat deshalb heute folgendes Schreiben an den Vorsitzenden des AltionSaiisschufles des Ber- bandeS der sozialdemokratischen Wahlvereine Berlins und Umgegend gerichtet:„Im Anschluß an mein Schreiben vom 1. d. Mts. setze ich Sie ergebenst davon in Kenntnis, daß ich den in den letzlen Nummern des„Vorwärts" angekündigten„Wahlrechts- spaziergang" nach dem Treptower Park als eine nach§ 7 des Reichsvereinsgesetzes genehmigungspflichtige Veranstaltung ansehe und ihr entgegentreten werde." Sonderbare Auffassungen! Kurzweg idcntisiziert der Herr Polizeipräsident die Wörter Veisanimlung, Ansammlung, Zusammenkunft, Beisammensein und behauptet dam: ungeniert: „Der Sprachgebrauch versteht unter Vcr- sammlung jede absichtliche Vereinigung mehrerer Menschen an den: selben Orte zu einem allen gemeinsamen Z w e ck I" Seltsam. Demnach ist im polizeitechnischen Sinne des Herrn v. Jagow jede Landpartie, jede Turner- Wanderung, jede Gesellschaftsreise, jedes Kaffeekränzchen, jedes Hochzeitsfest, jede Stamm tischgesellschaft, jede Zusammenkunft eines Skatklubs usw. eine„Versammlung", denn sie alle sind Vereinigungen mehrerer Menschen zu einem allen gemeinen Zweck. Alle müssen nach Herrn v. Jagows Bc- griffsdefinition bei der Polizei angemeldet werden und be- dürfen nach ß 7 des Reichsvereinsgesetzes, wenn sie unter freiem Himmel stattfinden, der polizeilichen Genehmigung. Anders als in anderen Menschcnköpfen malt sich in diesem geistvollen Kopf die Welt! Bisher meinten wir, zum Begriff einer Versammlung gehöre, daß eine Mehrzahl von Personen zu einer V e r h a n d l u n g oder zu einer Beschlußfassung über eine gemeinsame Angelegenheit sich zusammenfinde. Gestern haben wir aus der Spruchpraxis des höchsten preußischen Gerichts das von uns bereits am 7. Oktober 1909 und von der „Deutschen Juristenzeitung" am 15. Februar 1910 besprochene Erkenntnis zitiert, nach der eine Wahlrcchtsdenion- st ratio» unter freiem Hinimel an sich keines- wegs rechtswidrig ist. Heute zitieren wir zur Be- lehrung des Herrn Polizeipräsidenten folgenden Passus aus einem Urteil des sächsischen höchsten Gerichts Vom 9. Juni 1909 über den Begriff der Versammlung. ES heißt da: „Was daS Vereinsgesetz in erster Reihe schützen will, ist die Freiheit deS Wortes. Da, wo das gemeinschaftliche Bestreben der sich örtlich vereinigenden Menschen sich darauf richtet, durch Worte Gedanken eines anderen durch die Sinne in sich aufzunehmen oder eigene Denkerzeugnisie mit denen anderer im Wecftselgespräch auszutauschen, wie bei Anhörung von Vorträgen, Wahldebatten usw. wird man von Ver- sammlungen reden dürfen." Dem Herrn Polizeipräsidenten scheint es denn auch bei seiner 5ionstruktion des Begriffs„Versammlung" selbst nicht ganz geheuer vorgekommen zu sein; denn er spricht davon, daß„eine kleinliche Anwendung der der Polizei durch das Gesetz erteilten Befug- nisse unterlassen wird". So? Das Gesetz schreibt doch vor, daß alle Staatsbürger gleich- mäßig zu behandeln sind. Wäre des Herrn Polizei- Präsidenten BcgriffSdefinition ebenso richtig, wie sie unrichtig ist, so würde nach§ 346 des Strafgesetzbuchs der Polizei- Präsident ins Zuchthaus gehören, der gegen die Besucher einer Parade oder gegen die Teilnehmer eines Kaffeekränzchens unter freiem Himmel usw. die Strafanzeige unterließe. Allem Anschein nach verwechselt Herr v. Jagow den preußischen Staat mit einem Zuchthans: eine Herabsetzung, die trotz aller in ihm eingeschachtelten traditionellen g 0 t t- gegebenen Abhängigkeiten" der eigenartige preußische Junkerstaat nicht verdient. Dem Zuchthans- direktor stehen allerdings eine Reihe von Willkiirbefugnissen für das Gebiet seiner Tätigkeit zu, deren Anwendung durch einen Polizeipräsidenten Mißbrauch der Amtsgewalt wäre. Ein Mißbrauch der Amtsgewalt ist es z. B., Staatsbürger an dem gesetzmäßigen Gebrauch ihrer Rechte gewaltsam zu hindern. Deshalb ist auch der Polizeipräsident zur Sperrung des Treptower Parkes nicht berechtigt. Die Macht dazu mag er freilich haben; aber er demonstriert dadurch lediglich in an- erkenncnswerter Weise für die Notwendigkeit der Erringung eines gerechten Wahlrechts, das die Herstellung streng rechtsstaatlicher Verhältnisse gewährleistet. Eine noch größere Begriffsverwirrung verrät die zweite der polizeilichen Stilübungen, die gestern mittag von ver- schiedencn gutgesinnten Blättern, darunter auch die„B. Z. am Mittag", veröffentlicht wurde. Das kuriose Schriftstück lautet: „Die Berliner Sozialdemokratie plant für morgen einen „Wahlrechtsspaziergang" nach dem Treptower Park. Der Polizei- Präsident von Berlin hat erklärt, daß er diesem Vorhaben ent- gegcntreten werde. Nach den amtlichen Darlegungen in der heutigen Morgenpreffe unterliegt es keinem Zweifel, daß die Ent- schließungen der Berliner Polizei die Abwehr einer ungesetz- lichen Handlung der Berliner Sozialdemokratie be- absichtigen. Diese ungesetzliche Handlung hat bereits zu einem Strafversahren wegen öffentlicher Aufreizung gegen den verantwortlichen Redakteur des„Vorwärts" geführt. Die nächste Folge werden Aufläufe fein, gegen die die Polizei pflichtgemäß mit allen ihr zu Gebote siebenden Mitteln einzn- schreiten hat. Für Beschädigungen bei Aufläufen sind alle Teil- nehmer solidarisch haftbar. Der ungesetzliche Massen- spaziergang kann daher der Sozialdemokratie recht teuer zu stehen kommen, wenn sie einen Zusammenstoß mit der Staats- gewalt herbeiführt. Aber unabhängig von den Folgen, die Rechtsverletzungen herauf- beschwören, tritt auch große Sorglosigkeit und Un- bedachtheit in dem Vorhaben der Berliner So- zialdemokratie zutage. Sie versucht ohne Genehmigung der zuständigen Behörden etwa 200 000 Menschen zu einer bestimmten Stunde auf einen einzigen Ort zu dirigieren, ohne Vorsorge zu treffen, falls Unfälle vor- konnnen. Die Polizei wird deshalb schon im eigensten Interesse des Publikums eingreifen müssen und die dem Publikum oder einzelnen Mitgliedern desselben bei einer solchen Massenveranstaltung bevorstehende Gefahr abzuwenden suchen. Man braucht nur an das entsetzliche Unglück erinnert zu werden, das sich am 30. Mai 1896 bei Moskau ereignete, wo bei einem Volksfrstc gelegentlich der Krönung des Kaisers Nikolaus II. in einem furcht- baren Gedränge etwa 2000 Menschen umkamen. Die Mehrzahl wurde erdrückt, weil cS an hinreichenden Einrichtungen zur Orb- nung der Massen gefehlt hatte. Es kann daher nur jedem im eigensten Interesse bringend geraten werden, dieser Masten- Veranstaltung der Sozialdemokratie fernzubleiben, zumal dieser Treptower Spaziergang auf die Erledigung der Wahlrechtsvorlage inr Abgeordneteiihause nicht den geringsten Einfluß ausüben kann. Wir machen noch besonders darauf aufmerksam, daß Neugierde nicht straflos macht, falls eS bei solchem Anlaß zu Rechtsverletzungen seitens der Menge kommt." Auf das polizeijoumalistische Gerede über die„un gesetzliche Handlung" und den„« n g e s e tz» lichen Massenspaziergang" zu antworten, lohnt sich nach den obigen Darlegungen nicht mehr der Mühe. Nur das alberne Geschwätz von der„großen Sorglosigkeit und Unbedachtheit" der Berliner Sozialdemokratie fordert zu einer Zurückweisung heraus. Ms die Gcnoffen Ernst mid Borgmann um die Genehniigung zur Einberufung einer öffentlichen Versammlung unter freiem Himmel nachsuchten, planten sie auch die Beschaffung ärztlicher Hilfe usw. für den Fall, daß trotz des Dienstes der sozialdemokratischen Ordner jemand möglicherweise im Gedränge verletzt werden könnte; gehörte es doch bereits seit Jahren zu den Gepflogenheiten der sozialdemokratischen Partei Berlins, zu den von ihr veranstalteten Volksfesten Samariter- abteilnngen usw. hinzuzuziehen. Wenn demnach bei dem Wahl- rechtSspazicrgang im Treptower Park s olchcVeranstaltungen fehlen, so nicht deshalb, weil es der Berliner Sozialdemokratie an Sorgfalt mangelt, sondern weil das Berliner Polizeipräsidium die nötigen Vorkehrungen unmöglich g e in a ch t h a t. Nicht die Sozialdemokratie, sondern die Berliner Polizei trägt also die Schuld, wenn heute im Treptower Park mangels der nötigen Vorkehrungen Menschenleben gefährdet werden sollten. Ter Hinweis auf die Moskauer Krönungsfeier bedeutet, nebenbei bemerkt, eine grobe Fälschung der geschichtlichen Tatsachen. Erstens sind deutsche Sozialdemokraten keine patriotischen russischen Bauern, und zweitens ist nachgewiesen, das; das Unglück in Moskau allein durch die russische P 0 l i z e i, die mit der preußischen manche Aehnlichkeiten hat, ver- schuldet worden ist. Die Veröffentlichung der Untersuchungsakte in der Geschichtsrevuc„JstoritscheSki Wjestnik"(November 1909) zeigt, daß die entsetzliche Katastrophe, die die Regierung Nikolaus II. einleitete, einzig und allein durch die ver- brccherische Sorglosigkeit und die kleinliche Rivalität der Polizetlriter entstanden ist. Durch die offizielle Untersuchung, die vom früheren Justizminister N. Mnrawjew geführt wurde, ist nachgewiesen worden, daß der Moskauer Oberpolizeimeister Wlassowski, der Günstling des Großfürsten Sergius, keinerlei Sichcrheitsmaßregeln zur Verhütung von Unfällen traf, weil er sich durch die Er- nennung des Beamten des HofministeriumS, Geheinirat Vehr, zum Vorsitzenden deS„Besonderen Komitees zur Errichtung von Volkslustbarkeiten bei der Krönung" zurückgesetzt fühlte. Doch zur dritten Erklärung, die nicht wie die zweite von irgend einem polizeilichen Oberoffiziosus verfaßt ist, sondern wieder in allen Teilen den schönen Plakatstil des Herrn v. Jagow verrät: „ES ist bereits bekannt, daß der ftir morgen angekündigte Wahlrechtsspaziergang nach Treptow polizeilich verhindert werden wird. Ohne eine Sperrung des Treptower Parkes, die niemand mehr als der für die Dolfs- gesundheit lebhaft interessierte Berliner Polizeipräsident bedauert, wird sich dieses leider nicht ermöglichen lassen. Aber die Schuld hieran trägt ausschließlich die Sozialdemokratie und zwar dadurch, daß sie die politische Agitation, welche in Presse, Parlament und Saalversarninlungen sich wahrlich übergenug betätigen kann, unbedenklich auf die Straße und jetzt sogar in die öffentlichen Parkanlagen lierpflanzt. Dies ist eine Verletzung der Interessen der Gesamtheit und der denkbar rück- fichtsloscste Egoismus, gegen den die Gemeinschaft aller Bürger durch die Organe der Staatsgewalt zu schützen ist. Der Kreis derer, welche in ihren berechtigten Interessen durch diese all- sonntägliche Straßenagitation der Sozialdemokratie verletzt werden, wird immer größer. Auch sind solche Massenansammlungen. wie sie hier be- absichtigt werden, schon an und für sich gefährlich; denn keine Polizeigewalt kann bei einem wirklichen großen Menschengedränge die Sicherheit des einzelnen ausdrücklich verbürgen. Es scheint deshalb nachgerade an der Zeit zu sein, daß diesem Treiben der Sozialdemokratie durch die gesamte öffentlichz Meinung und nicht mir von der Polizei ein energisches„bis hierher und nicht Weiler" cnlgegengerufen wird." Wir verspüren keine Neigung, gegen die Beschuldigung zu polemisieren, die Sperrung des Treptower Parks sei das Werk der Berliner Sozialdemokratie und ihres„denkbar rücksichts- losesten Egoismus". Solche rein subjektiven unmaßgeblichen Urteile, die auch wieder dem Argumentenschatz der„Deutschen Tagesztg." entlehnt scheinen, eignen sich nicht zu ernsthafter Behandlung. Die richtige Antwort darauf ver- mag nur ein Blatt wie der„Simplicissimus" zu geben. Wie wenig Herr v. Jagow die Grenzen seiner Urteilsbefähigung und Urtcilsberechtigung kennt, zeigt ohnehin schon die Tatsache, daß er sich in einem polizeiamtlichen Erlaß er- laubt, über die Behandlung der Wahlrechtsfrage in der Presse und int Parlament Zensuren auszustellen. Die Presse über Herrn v. Jagows Dekrete. DaS„Berliner Tagebl." schreibt zum e r st e n Erlaß: .. Auch das, was der Herr Polizeipräsident heute anführt, ist im höchsten Grade anfechtbar. Die Wahrheit ist, daß die reaktionäre Clique, durch die Wahlrechtsbewegung beunruhigt und ergrimmt, einen Beweis ihrer Wacht geben will. Und man kann nur hoffe», daß den frivolen Elementen, denen ein blutiger Zusammenstoß als Aderlatz wünschenswert erscheint, durch die Besonnenheit der Bevölkerung das Konzept verdorben werden wird. Die„Boss. Ztg." sagt: „Man kann zweifeln, ob die Ausführungen des Polizeipräsidenten ganz schlüssig sind. Der§ 7 des Vereinsgesetzes sagt in leinem ersten Absatz:„Oeffentliche Versammlungen unter freiem Himmel und Aufzüge auf öffentlichen Straßen und Plätzen bedürfen der Genehmigting der Polizeibehörde." Nun ist eine Ber- fammlung etwas anderes als ein Aufzug; sonst biilte der Gesetzgeber nicht beide Begriffe nebeneinander zu stellen brauchen. Zu der Versammlung ist die Genehmigung nach- gesucht und verweigert worden. Es war nicht nötig, jetzt den Spaziergang als Versammlung zu behandeln; eö hätte vielmehr genügt, ihn als Auszug, zu betrachten,. zu dem keine. Genehmigung eingeholt und erteilt ist. Das Ergebnis wäre gewesen, wie es der Pylizsipräsident wünscht. Aber den Spaziergang als Verianimlung zu deuten,''erscheint ziemlich gesucht�«nd-l» fch-t überzeugen d. Noch weniger kann die Maßregel der Polizei, wie man auch über die Slechtsauffassung und ihre Begründung denkt, vom Stand- punkte der Zweckmäßigkeit als besonders glücklich bezeichnet werden. Der Park von Treptow ist etwas anderes als der Lustgarten. Wenn die Sozialdemokraten oder wer sonst das Bedürfnis haben, dort in ziemlicher Entfernung vom Niittclpimkte der Neichshauptstadt eine Versammlung unter freiem Himmel abzuhalten, weshalb sollen sie es nicht tun? Nach§ 7 Absatz 2 dürfen solche Veranstaltungen nur verboten werden, wenn„Gefahr für die öffentliche Sicherheit zu befürchten ist". Eine solche Gefahr aber war schwerlich zu be- sorgen, sei es von der Versammlung, sei eS vom Wahlrechts- spaziergang.". Die„Germania" meint: „Die Genehmigung zu einer„Versammlung unter freiem Himmel" hat die Polizei„aus berechtigten Gründen" (was heißt das?) schon vorher versagt, daher sieht sie in dem „Spaziergang" eine„bewußte Verhöhnung des Gesetzes". In der Begründung des Verbots wird beuierlt, daß die Polizeibehörde selbstverständlich eine kleinliche Anwendung der ihr durch das Gesetz erteilten Befugnisse unterlassen und harmlosen Veranstaltungen unbedentender Art keine Schwierigkeiten bereiten werde. Ja, aber lvo fängt bei einem„Spazier- gang" die„Versammlung unter freiem H i in m e l an ü n d h ö r t d i e„h a r m l o s e Veranstaltung auf? Natürlich wird morgen der„Spaziergang" nichl unterbleiben, und zahl- reiche Leute werden zum Treptower Park gehen, schon aus Neu- gierde. Wann wird mm die Polizei von ihren„Befug- nisten" zum Einschreiten Gebrauch machen, wann nicht? Wie viele Leute müssen zusammengehen oder-stehen, bis sie als eine „Versammlung" betrachtet werden? Einfach sperre» kann man den Park doch nicht, also hängt alles von irgend einem Zufall odcr dem Gutdünken eines Polizeilcutnants ab." Die„Berliner Volkszritung" höhnt: „Menn die Berliner Bevölkerung zu Paraden zusammenströmt oder bei seierlicken Einzügen die Linden und den Lustgarten überschwemmt, so handelt es sich nach der polizeipräsidialen Austastung gleichfalls um unerlaubte Versammlungen unter freiem Himmel; denn auch hier vollzieht sich eine „absichtliche Bereinigung mehrerer Menschen an demselben Orte zu einem allen gemeinsamen Zwecke": dem Zwecke der Be« friedig ung der Schau tu st I Werden die Schulkinder zu diesem Zwecke aus der Schule enilassen, so machen sich mithin die Schulbchörden der Anstiftung zum Ungehorsam gegen die Gesehe schuldig, und ztoar unter erschwerenden Umständen, weil sie Minderjährige zu unerlaubten Versammlungen und Auf- zügen unter freiem Himmel anstislen I Alles nach derLogik des zu polizeilichen Dienstleistungen kam« mandierten„Sprachgebrauchs"! »» » Zurückgegeben. Genosse Eugen E r n st hat, wie er uns mitteilt, an das Berliner Polizeipräsidium folgende Antwort gerichtet: Berlin, den 6. März 1910. An de» Herr» Polizeipräsident«» v. Jagow Berlin. In Beantwortung Ihres Schreibens vom 4. März 1910 setze ich Sie ergebenst davon in Kenntnis, daß Sie sich in der Adresse geirrt haben müssen. Ich bin weder verantwortlicher Redalteur des»Vorwärts",»och Veranstalter eines Spazierganges. Eugen Ernst. Sie llisrinepolitii! Se; Belhitiann-Karfes. Eigentlich ist der Ausdruck Marinepolitik des Bethmann-KurseS nicht völlig zutreffend, denn Bethmann Hollweg u. Co. steuern keinen anderen Kurs, wie Bülow u. Co. es vor ihnen getan haben, und Herr v. Bethmann selbst ist für diesen KurS ebensowohl nur Pate und nicht Vater wie Bülow vor ihm. In Ausführung des Auf- träges, die Zukunft Deutschlands auf dem Wasser zu suchen, kreuzen diese beiden Handlanger im Nebel umher in steter Gefahr der Kollision mit einem fremden Staatslchiff. In der Sonnobendsitzung des Reichstages wurde zunächst da? Reichsamt des Innern erledigt, wobei Genosse Zietsch wert- volle Aufschlüsse über die Gefährdung der Arbeiter durch T u b e r- k u l o s e gab. Als der M a r i n e e t a t zur Verhandlung kam, ging zunächst der ZentrumSabgeordnete Graf Oppersdorfs mit einem wohlvorbereileten Angriff aus die Tirpitzsche Metbode der Geschütz- und Panzerplattenbeschafsung vor. Er hatte als Unter- läge für seinen Angriff eine schriftliche Darstellung des Falles den Abgeordneten zugehen lasten und ging im Anschluß daran gegen den Staatssekretär vor. Nach seiner Darstellung hat Herr v. Tirpitz sich völlig in die Hände der Firma Krupp gegeben, was die Lieferung von Geschützen und Panzerplatten anbetrifft. Die Kontrakte mit dieser Firma seien von Periode zu Periode ungünstiger und die Konkurrenz geradezu abgeschreckt worden. Der Staatssekretär v. Tirpitz sang zunächst da? übliche amt- liche Loblied aus den Stand und die Leistungsfähigkeit der Marine und suchte dann die Ausführungen des Grafen Oppersdorfs zu entkräften, indem er erklärte, daß die Firma Eberhardt vergeblich aufgefordert sei, ihrerseits Probegeschütze zu liefern. Als Konkurrentin Krupps für die Lieferung von Panzerplatten habe sich allerdings die Finna T b y s s e n erboten, aber die Unterhandlungen mit ihr hätten sich zerschlagen. Daß für immer längere Perioden der Firma Krupp die Lieferungsverträge zugewiesen seien, erkläre sich ans der Notwendigkeit, der Firma ein Aeqnivalent für Ermäßigung der Preise zu gewähren. Er könne ruhig behaupten, daß Deutschland bessere und billigere Panzerplatten habe als irgend ein anderes Land der Welt. Ebenso wie Gras OpperSdorff vermieden es auch die folgenden Redner, ans die skandalösen Vorgänge auf der Kieler Werft ein- zugehen, da die Erörterung darüber beim Kapitel Werftverwaltung vorbehalten ist. So konnten die Herren Gans Edler zu P u t! i tz sk.) und S e m l e r(natl.) ihrer Flottenbegeisterung frei die Zügel schießen lassen, bei welchem edlen Wettgesang der Nationalliberale an schwülstiger Verherrlichung der Flotte und ihrer Aufgaben sogar den Konservativen erheblich übertraf. Herr Semler insinuierte dabei, daß Graf Oppersdorfs„Thhssens Ge- schoß" im Köcher gehabt habe. Die Kritik kam erst wieder zum Wort, als der freisinnige Dr. Leonhardt allerhand Mißstände der Marinevcrwaltung zur Sprache brachte. Im Gegensatz zu Semler, der protzig heraus- geschmettert hatte, aus andere Staaten brauche Deutschland beim Bau seiner Flotte keine Rücksicht zu nehmen, betonte der freisinnige Redner ausdrücklich, daß seine Partei dringend ein freundschaflliches Verhältnis wünsche. Schade ist es nur, daß im vorigen Jahre, als der Hottentottenblock noch bestand, nur ein einziger freisinniger Ab- geordneter diesem Wunsch Ausdruck durch die Tat gab, als der sozialdemokratische Autrag wegen einer Vereinbarung mit England über die Flottenriistiingen zur Verhandlung stand I Jetzt kamen schon, wie aus Leonhardts weiteren Ausführungen hervorgeht, auch dem Freisinn bange Bedenken wegen der neuen Steuern, die durch die steigenden FlottenauSgabcn erforderlich gemacht werden. ' Wie wenig die Abwehr des Adnurals v. Tirpitz. gegen die Ausführungen des Grasen Oppersdorfs den Kern der Vorwürfe getroffen hatte, zeigte Genosse S ü d e k u m, indem er darauf ver« wies, daß der Marineminister so getan habe, als sei die Marine- Verwaltung eigenilich völlig in den Händen Krupps, weil Krupp ein tatsächliches Lieferungsmonopol für Panzerplatten habe. Er habe dabei übersehen, daß daS Reich auch ein Abnahme- Monopol habe. So gleiche sich das Verhältnis beider kontra- hierenden Teile aus. Das Abnahmemonopol habe die Verwaltung nicht genügend ausgenutzt. Dann erörterte Südekum die verhängnisvollen Einflüffe, die die kostspielige Flottcnpolitik auf die ReichSfinanzen und unsere ge- laiute kulturelle EntWickelung ausübe. Er konnte sich dabei auf eine Kundgebung der Handelskammer von Altona berufen, in der gegen das Märchen von der Notwendigkeit einer großen Kriegsflotte zum Schutze unseres Handels Front gemacht wird. In der Beunruhigung des englischen Volkes durch die deutschen Kriegsschiffbauten liege eine Gefahr für die Zukunft. Und nun werde obendrein durch die Niederhaltungspolitik der Regierung dem Bolle in Preußen und Deutschland jedes Vertrauen zu dieser Regierung, jede Anhänglich- keit an die Sache, die sie vertrete, genommen. Der Präsident Graf Schwerin vermochte diesen Zusammenhang nicht einzusehen Das war aber durch Südekum bereits hinreichend gekennzeichnet worden, so daß Südekum schließen konnte mit der Erklärung, daß wir verlangen, daß die Flotte wieder zu einer SpezialWaffe herunter- gedrückt werde und daß wir jedenfalls diesem System leinen Mann und leinen Groichcn belvilligen würden. Während Südekumö Rede war der Reichskanzler zu einer kurzen Gastrolle im Reichstag erschienen. In knapp fünf Minuten sprach er sich über das Verhältnis Deutschlands zu England aus. In dieser Fünfminutenrede trat aber mit er- schreckender Deutlichkeit wieder die völlige Nnzulänglichleit dieses sogenannten Staatsmannes für sein Amt zutage. Denn was er vorbrachte, waren wieder nur phrasenhafte Allgemeinheiten, ab- gedroschene Friedensversicherungen, die an dem Kern der Frage, durch welche Tat- und Unterlassungssünden die deutsche Regierung dos mißliche Verhältnis zu England verschuldet hat. vorsichtig vorbeihuschten. Kurz, der Bethmann der Flottenpolitik ist ganz der Hollweg der Wahlrechtüpolitik: ohne Salz und ohne Schmalz, dürr und ungenießbar! Als der Reichskanzler in fünf Minuten abermals den Nicht« befähigungsbeweis geliefert hat, verschwand er. Der Antwort wird er aber doch nicht entgehen. Die Debatte wurde nach achtstündiger Dauersitzung auf Montag vertagt._ Der Nshlrechttksmpf. Verbote über Verbote! Nach dem Beispiel von Berlin regnet es jeßt Verbote der Umzüge und Versammlungen, die die Sozialdemokratie für den 6. März geplant hat. Die preußische Junkerregierung hat offenbar eine allgemeine Weisung an die Polizeileitungen ergehen lassen, keine Demonstrationen gegen die Wahlreform- lüge des Schnapsblocks zuzulassen. Darauf deutet der Um- stand, daß der Polizeipräsident von Kassel, der vernünstigerweise Versammlung und Umzug genehmigt hatte, nachträglich die Genehmigung„auf höhere Weisung" wieder zurückgezogen hat! Neue Verbote werden aus Halle a. S. und D a n z i g gemeldet. Es wird uns darüber berichtet: Halle a. S-, 4. März. Auch die Parteigenossen in Halle hatten zum Sonntag ein Massenmeeting unter freiem Himmel geplant. Von der Parteileitung waren in persönlicher Unterredung mit dem Polizeidezernenten alle Garantien für Aufrechterhaltung der Ord- nung übernommen worden. Der in Aussicht genommene Platz liegt abseits des großen Verkehrs und bietet vielen Tausenden hin- reichend Raum. Nichtsdestoweniger kam aus das Gesuch um Ge- nehmigung des Meetings folgender Bescheid: Halle a. S., 4. März 1010. Der Antrag vom 3. d. M. aus Genehmigung einer ösfent- lichen Versammlung unter freiem Himmel auf dem Grundstück Kröllwitzerstraße 6 Hierselbst, am Sonntag, den 6. März, wird abgelehnt. Große Massen der Teilnehmer der am 13. Februar 1910 im Volkspark abgehaltenen Versammlung haben im Anschluß an diese einen öffentlichen Aufzug veranstaltet und hierbei Neigung zu groben Ausschreitungen betätigt. Es steht zu erwarten, daß dieselben Teilnehmer in großer Anzahl bei der geplanten Ver- fammlung unter freiem Himmel zugeizen sein werden und daß durch ähnliche Ausschreitungen die öffentliche Sicherheit ge? fährdet wird. I. A.: Magdemann. Die Begründung des Verbots ist wohl das tollste, was bisher an polizeilicher Logik geleistet worden ist. Man erinnere sich, daß die skandalösen Vorgänge am 13. Februar, dem Blutsonntag, einzig und allein durch einen blutigen Angriff der Polizei auf abziehende Demonstranten eingeleitet wurden, daß am Donnerstag nach den Polizeigrcueln 10 000 Proletarier die Straßen Halles ohne jeglichq Störung der öffentlichen Ordnung durchzogen, weil die Polizei nicht eingriff, trotzdem die unerhörte Beschimpfung der Arbeiter- schaft, daß sie„Neigung zu groben Ausschreitungen" betätigt habe. Der Berliner Polizeichef beschränkt sich darauf, zu behaupten, daß die Teilnehmer der Demonstration am 13. Februar in Berlin sich durch Beteiligung an einem nichtgenehmigten„öffentlichen Aus- zuge" gesetzwidriger Handlungen schuldig gemacht hätten, in Halle vergröbert man das und fügt eine schwere Beleidigung der Halle- scheu Arbeiterschaft hinzu! Dadurch wird natürlich die Erregung in den Proletariermassen der Saalestadt gewaltig gesteigert. Die Arbeiterschaft allerdings wird sich weder provozieren noch schrecken lassen, sondern am Sonntag in vier Versammlungen ihrer Empörung über den Wahl- rcchtshohn und diesen Polizeistrcich Ausdruck geben. Denen aber, die im Zweifel sind, wer die Aufreizung der Massen besorgt. möchten wir dies polizeiliche Kulturdokument zu eingehender Lektüre empfehlen. Bequemer macht sich der D a n z i g e r Polizeipräsident die Begründung. Er bleibt bei dem in Preußen nach dem Inkrafttreten des Reichsvereinsgesetzes von der Polizei schon stetig angewendeten Schema— die Gefahr für die öffentliche Sicherheit wird aus den verletzten Gefühlen der Nichtsozial- demokraten und ihrer daraus entspringenden Neigung, die sozialdemokratischen Demonstranten zu attackieren, hergeleitet. Es wird uns über seine Entscheidung geschrieben: Danzig, 4. März. Der Herr Polizeipräsident, der unlängst mit dem russischen St. Annenorden ausgezeichnet wurde, stellt in seinem Bescheid allen Ordnungsparteilern ein böses Zeugnis aus. Obgleich er eine «chier unbegreifliche Anklage gegen den Genossen Marckwald wegen bei.der.-Wcchlrechtsdemonstration vom LÄ. Februar angeblich/ be« gängenen Landfriedcnsbruchs usw. veranlaßte, antwortete er jetzt: J:.' Dle'.vcm Ihnen gemäß§ 7 das Sdsichsversichcrungsgesctzes be» " anfragte"Genehmigung zu einem von der sozialdemokratischen Parteileitung geplanten Aufzuge, der am Sonntag, den 6. März d. I., nachmittags 2 Uhr, vom Langenmarkt aus durch die Straßen der Stadt nach Jäschlenthal stattfinden soll, kann nicht erteilt werden, weil mit diesem Aufzuge lediglich eine-poli- tische Demonstration der sozialdemokratischen Parteigenossen be» zweckt wird, was Aergernis und Wider st and beim andersgesinnten Teil der hiesigen Bevölkerung hervorrufen kann und somit eine Gefährdung der öffentlichen Sicher« heit befürchten läßt.(gez.) Wessel. Nach dieser einlvandsfreien polizeilichen Feststellung sind eS also die Gegner der Sozialdemokratie, die friedliche Demonstranten aus Haß gegen das freie Wahlrecht attackieren würden! Die Dan- giger Staatserhaltenden dürften über diese polizeiliche Ein- 'chätzung kaum sehr erbaut sein. Schließlich werden sie sich aber wohl mit der Hauptsache, mit dem Verbot des Umzuges zu trösten wissen. Auf den Ankrag zur Genehmigung einer Versammlung unter xeiem Himmel erging der folgende Bescheid: Die von Ihnen gemäß§ 7 des Reichsvereinsgesetzes bean- tragte Genehmigung zur Abhaltung einer Vollsversammluug unter freiem Himmel, die am Sonntag, den 6. d. M., nach- mittags 2zh Uhr, auf dem Jahrmarltsplatze vor dem Olivaertor abgehalten werden soll, kann nicht erteilt werden, weil mit dieser Versammlung lediglich eine politische Demonstration der An- Hänger der sozialdemokratischen Partei gegen die Wahlrechtsvor- läge, die gegenwärtig im Hause der Abgeordneten beraten wird, und gegen das bestehende Dreiklassenwahlsystem bezweckt wird. Bei dem regen Verkehr des Publikums in der Großen Allee muß aber angenommen werden, daß sich viele Unberufene an der Ver- fammlung beteiligen würden und eS somit leicht zu Gegensätzen und Ausschreitungen kommen könnte, die eine Gefährdung der öffentlichen Sicherheit befürchten lassen. (Gez.) Wessel. iü-.cber müssen sich hier gewisse Staatsstützcn von der Polizei sagen lassen, daß sie Ausschreitungen begehen würden! Man täte natürlich dieser Begründung zuviel Ehre an, wenn man sie ernsthaft widerlegen wollte. « Kassel, 5. März. Der Polizeipräsident hat die Genehmigung, die er der sozialdemokratischen Partei für die am Sonn- tag auf deni„Forst" zu veranstaltende Wahlrech tsversam m- l u n g unter freiem Himmel und für den anschließenden Demonstrationszug erteilt hatte, zurückgezogen, Das zweierlei Maß. Erfurt, 4. März. Hier hatte der Vorstand des Sozialdemokratischen Vereins eine Eingabe an die Stadtverordneten ge- richtet, die Versammlung wolle eine Petition gegen die Wahlreform an das Abgeordnetenhaus senden. Heute kam die Eingabe zur Verhandlung, oder richtiger gesagt, nicht zur Verhandlung, da der Vorsitzende, Brauereibesitzer Döhlcr, äch hinter den§ 3S der Städtcordnung verschanzte, der die BeHand- lung politischer Angelegenheiten in der Stadtverordnetcnversamm- lung ausschließe. Sein Antrag auf Uebergang zur TageS» ordnung wurde debattelos angenommen. Als aber in einer früheren Sitzung über die Uebernahme der Talonfteuer auf die Stadt verhandelt wurde und der nationallibcral« Stadtverordnete und Versicherungsdirektor Dr. Lndeioig an dem Beispiel der Talonsteuer die Lotterhafti gleit kennzeichnete, mit der Konservative und Zentrum in der Eile die söge- nannte Finanzreform zusammengepfuscht hätten sein Urteil, daS gewiß sehr richtig ist), da hatte derselbe Stadtver. ordnetenvorsteher keine Kompetenzbeschwerden, er ließ diese Ex- kursion ins politische Gebiet ruhig geschehen. Zwischen natio- nalliberalen Finanzreformschmerzen und sozialdemo- k r a t i s ch e n Wahlrcchtsfordcrungen ist allerdings auch ein er- heblicher Unterschied. Die Frankfurter Justiz im Wahlrcchtskampf. Frankfurt a. M., 5. März. sPrivntdepesche des„Vorwärts".) Die Frankfurter Strafkammer verhandelte heute gegen den Packer Bauer, der bei der P o l i z e i s ch l a ch t vom 17. auf den 18. Fe- bruar Revolverschiisse abgab. Bauer ist verheiratet und seit neun Jahren in ein und derselben Stellung. Sein Arbeitgeber stellt ihm das beste Zeugnis aus. Er sei ein ruhiger Mensch, der sich noch nie etwaS zuschulden habe kommen lassen. Der Angeschuldigte selbst war nicht in den Wahlrechtsversaminlungen, die von der Partei einberufen worden waren. Er gibt an. an dem betreffenden Abend in zwei Wirtschaften gewesen zu sein und sich dann nach Hause begeben zu haben. Nach der Anklage soll Bauer ohne jede Veranlassung einen Schuß auf eine SchutzmannSpatrouille abgegeben haben und einen weiteren Schuß auf einen ihn verfolgenden Schutzmann. Verletzt wurde dabei niemand. Bauer gibt zu, geschossen zu haben, behauptet aber, vorher durch einen Schutzmann mit dem Säbel an der Stirn verletzt worden zu sein und die Schüsse in Notwehr resp. als Schreckschüsse ab- gegeben zu haben. Er konnte dies aber nicht durch Zeugen be« weisen. Die Schutzleute sagten aus, Bauer sei vor Abgabe der Schüsse nicht verletzt gewesen, er habe nicht geblutet. Der Staats- anwalt beantragte zwei Jahre Gefängnis. Das Gericht kam diesem Antrage nach und verurteilte Bauer zu zwei Jahren Gefängnis wegen Widerstandes gegen die Staats- g e w a l t. Das Gericht glaubte den Angaben der Belastungszeugen. Es sei nicht richtig, daß der Angeklagte vor Abgabe oer Schüsse verletzt oder blutig geschlagen worden sei. Er habe darin gelogen Poiitiscbe(leberltckt. Berlin, den 5. März 1910 Die Beratung des Handelsetats. Daß große Ereignisse ihre Schatten vorauswerfeu. lehrt !>aS Bild, das das Preußische Abgeordnetenhaus augenblicklich bietet. Wer nicht gerade zum Reden bestimmt ist, läßt sich im Sitzungssaal nicht blicken: die Wahlrechtsvorlage, deren zweite Lesung am Freitag beginnen soll, läßt da�Jnteresse für alle anderen Fragen völlig in deit Hintergrund treten. So nahm das Haus am Sonnabend in Anwesenheit von vielleicht 20„Volksvertretern" eine Reihe von Eingemein- dungsvorlagen im Ramsch an rmd begann darauf die zweite Lesung des Etats der Handels- und Gewerbever- w a l t u n g. Die Beratung wurde, dem Programm der letzten Jahre entsprechend, mit einer Rede, oder richtiger gesagt, mit der Rede des Onkels Feilsch über Baugewerksschulen er- öffnet. Den Befähigungsnachweis fordert Herr Fetisch jetzt nicht mehr, er ist mit der Zeit vernünftiger geworden und be- schränkt sich auf die Forderung der Anstellung von Fachleuten als Lehrer. Danil holte Herr M a l k e w i tz(k.) zu allerhand versteckten Angriffen auf alle Leute aus, die nicht seiner Mei- ilung sind.. wobei er sogar den früheren Minister v. Möller beinahe als verkappten Sozialdemokratest hinstellte. Naturlich tonnte der konservative Reaktionär sich wieder einmal auf die„Söz. Monatshefte" berufen l Es tst ja mchf datz erstemal und wird nicht das letztemal sein, daß dieses Organ das Waffenarsenal unserer Feinde füllt. Was der konservative Scharfmacher, der sich auch wieder gegen die Fortführung der Sozialpolitik aussprach, sonst über Sozialdemokratie und Ge- werkschaften sagte, das ist keiner Erwiderung wert. Man weiß wirklich nicht, ob die Selbstgefälligkeit, mit der Herr Malkewitz seine parteipolitischen„Forschungen" vorträgt, oder sein Unvermögen, den tieferen Zusammenhang der Dinge zu erkennen, größer ist. Der letzte Redner war der Zentrumsabgeordncte Dr. Gr u n e n b e r g. der für Fortführung der Schutzzollpolitik eintrat, im gleichen Atemzug aber die damit schwer zu verein- barende Forderung noch Handelsverträgen aussprach, die für die deutschen Interessen günstiger seien. Auch einige-sozial- politische Forderungen, wie die Verbesserung der Lage der kleinen Schiffer, und emo Reform des Wohnungswesens be- fürwortete er._ Der Protest der Bremer Arbeiter gegen die Lehrer- Mastregelungen. In Bremen tagte am Freitagabend eine außerordentlich stark bemchte Versammlung, die sich mit den Lehrermaßregelungen be« faßte. Einer der Gemaßregelten. Genosse H o l z m e i e r, sprach über die Frage:„Warum ich nicht mehr Bolksschullehrer sein darf," und im Anschluß daran Genosse He nke über.Schule und Proletariat". Die Versammlung begleitete die Ausführungen der beiden Lehrer mit tausendstimmigen Bravo- und Pfuirufen. In einer einstimmig angenommenen Resolution erklärten sich die Besucher mit den ge- maßregelten Lehrern solidarisch, insbesondere wurde dem Genossen Holzmeier für sein prinzipienklares und prinzipientreues Verhalten im Kampfe mit der Schukbureoukratie die vollste Anerkennung auS- gesprochen. Ferner wird in der Resolution der brutale Gewaltstreich. den die Behörde mit der Dienstentlassung ausüble, aus daS schwerste veiurteilt. Die Versammlung forderte die volle Gewähr der un- eingeschränkten Staatsbürgerrechle für alle Beamten sowie daS all- gemeine, gleiche, geheim e und direkte Wahlrecht zur bremischen Bürgerschaft. Nach- der Versammlung zogen Tausende vor die Wohnung des Senators Dr. Meyer, des Vorsitzenden der maßregelnden Schulbehörde, unausgesetzt brausende Rufe:„Nieder mit der Schulbehördel".„Hoch Holzmeierl".„Hoch daö allgemeine, geheime, gleiche und direkte Wahlrecht I" ausstoßend. Von der Wohnung deS Senators ging es unter dem Gesang der Arbeitermarseillaise nach dem Innern der Stadt. Auf dem Markte vor dem Rothause er« schollen nochmals brausende Hochrufe, worauf sich die De- monstrauten zerstreuten. Die Polizei störte die Demonstranten nicht. Von der Einigung des Freisinns. Am Sonnabend hat in Berlin der letzte Parteitag der Freisinnigen Vereinigung stattgesunden. Er beschloß die Annahme des bekannten freisinnigen Einigungsprogramms und damit die Auflösung der Vereinigung in die neue geeinigte Partei. Die Tagung war der Hauptsache nach eine Formalität— daß Aenderungen an dem Programm nicht mehr möglich waren, stand fest. So gab es denn auch keine größeren Debatten. Die Herren Schräder, Weinhausen, Mommsen und Naumann erklärten die Verschmelzung als eine politische Notwendigkeit und meinten, eine Partei, tue das ganze entschieden liberale Bürgertum zusalluneil- fasse, werde Erfolg im Kampfe gegen den schwarz-blauen Block erzielen können. Unter„Bürgertum" im Sinne des neuen Pro- granuns soll nicht— wie Naumann sagte— eine bestimmte Be- völkerungsllasse, sondern das gesamte Staatsbürgertum verstanden werden. Zu einer kurzen Debatte gab nur die Frauen frage An- laß. Die weiblichen Mitglieder, welche die Freisinnige Vereinigung bei ihrer Verschmelzung mit den Nationalsozialen von diesen über- nommen hat, sind unzufrieden darüber, daß das Einigungs- Programm nicht die volle politische Gleich- berechtigung der Frauen fordert. Herr Naumann, der als Referent das Programm behandelte, erklärte sich zwar grundsätzlich für die Gleichberechtigung der Frauen, aber es sei nicht möglich gewesen, diese Forderung in das Programm zu bringen, weil in den linksliberalen Kreisen noch keine Stimmung da- für vorhanden sei und die politisch interessierten Frauen noch ge- ring an Zahl seien. Die Liberalen vernachlässigten die Frauen- bewegung heut noch so, wie sie 1862 die Arbeiterbewegung ver- nachlässigt und dadurch ihren Anhang in Arbeiterkreisen eingebüßt liäkten. Die der Partei angehörenden Frauen müßten ihrer Forde- rung Geltung zu verschaffen suchen. Im übrigen komme es jetzt in erster Linie darauf an, daß erst für die Männer in Preußen ein anständiges Wahlreckst errungen werde. Mit einer Wahlreform, die nur eine Berkleisterung des bestehenden Unrechts sei, werden wir uns nicht beruhigen. Es wird dann heißen: dies war nur das Vorspieb die gründliche Reform muß erst kommen, und dabei wird die neugebildete Fortsckwittliche Volkspartei ein Wort initreden. Fräulein Martha Z i e tz und Fräulein Dr. B ä u m e r ver- traten mit Entschiedenheit die Forderung der politischen Gleich- berechtigung der Frauen und machten den Vertretern der Partei Vorwürfe, weil sie bei der Programmberatung nicht auf der Auf- nähme dieser Forderung beharrtem Es sei eine Schande, daß eine neue liberale Partei an der politischen Gleichberechtigung der Frauen vorübergehe. Von den Frauen war ein Antrag eingebracht, welcher ver- langte, daß im Programm die Forderung aufgenommen werde: „Aktives und passives Wahlrecht der Frauen in der 5iommune, zu den Einzellandtagen und im Reiche." Da aber Aenderungen des Programms nicht zulässig waren, so zogen die Frauen ihren An- trag zurück, um die Einigung nicht an dieser Frage scheitern zu lassen. Es wurde aber zu dieser Angelegenheit eine von Fräulein Dr. Bänmer beantragte Resolution angenommen, welche lautet: „Die Delegierten erklären, nach wie vor an dem Grundsatz der politischen Gleichberechtigung der Frauen festhalten und diese Forderung auch ferner vertreten zu wollen." Im übrigen wurden keine Einwendungen gegen das Eini- gungsprogramm erhoben. Ter Parteitag erklärte sich einstimmig für die Verschmelzung. Auch auf dem Parteitag der Freisinnigen Volks- Partei, der ebenfalls am Sonnabend tagte, gab es eine Debatte über die Frauenfrage, die ähnlich verlief. Fräulein Marie Lischnewska begründete den Antrag der Frauen in ziemlich scharfer Weise, so daß der Abg. Ablaß hinterher beklagte, daß sie gleich die Kabinettsfrage gestellt habe. Er fragte, wohin denn d'e Frauen gehen wollten, wenn ihre Forderungen hier nicht bewilligt würden. Fräulein Lischnewska erwiderte:„Was wir tun wer- den, werden Sie hören, wenn Sie heute gehandelt haben." Diese Erklärung rief lebhafte Unruhe hervor. Der Parteitag stimmte dem Einigungsprogramm gegen etwa vier Stim- m e n unter gleichzeitiger Annahme einer Resolution Müller-Meiningen-Wiemer-Ablatz zu, die dem Wunsche Ausdruck gibt, daß in der neuen Partei die Frage der Gewährung politischer Rechte an die Frauen sorgsam geprüft und auf dem nächsten Parteitag erneut zur Verhandlung gebracht werde. Eine notwendige Reform. -...-Qssizös wird verkündet, daß es endlich Ernst werden soll mit der seit Jähren immer wieder gesordertenM es o cmtres Mi k.i'fä.rA rchjAc-s e tz b u ch e s! �Da�' ist'h�e'"'Zeit. Fraglich ist freilich,, was bei der Reform heraüsköm'men ivtrb: Wenn angekündigt wird, daß im neuen Militärstrafgesetz für militärische Vergehen der Mannschaften des Beurlaubten- standes. statt der Saftstrafen auch Geldstrafen zulässig sein sollen, so ist das hoffentlich nicht die einzige und n ich t die wesentlich st e Neuerung. Vor allen Dingen ist es nötig, daß die geradezu wahnwitzigen Mindeststrafen für eine ganze Reihe militärischer Delikte herabgesetzt werden. Reichsbesteuerungsgesetz. Dem Reichstage ist der Entwurf eines Nekchsbesteue- rungSgesetzes zugegangen. durch den die Frage gesetzlich geregelt werden soll, inwieweit da» Reich zu den Staats- und Gemeindelasten beizutragen verpfl'chtet ist. Durch das'Gesetz soll bestimmt werden, daß das Reich verpflichtet ist, die in eine», Bundesstaat, einer Gemeinde oder einem weiteren Kommunal- Verband allgemein sestgeietzten Benutzungs- und Verwaltmigsgebübren zu zahlen, sofern ihm nicht ein besonderer Rechtsritel ans Gebühren- f r e i h e i t zusteht. Dasselbe gilt von den Beiträgen, die die Grund- eigentümer zur Deckung der Kosten für Herstellung und Uiirerbaltüng der durch das öffentliche Jntereffe erforderten Vermistnltiingen zu leisten haben. Dagegen soll das Reich von der Zahlung aller Gerichts- gebübren und aller Staatssteuern mit Ausnahme der Abgabe» von Malz und Bier befreit sein. Zu den Realsteuern, die an die Gemeinde» zu leisten sind, soll das Reich mir in demselben Umfang wie ein ein- zelner Bundesstaat herangezogen werden. Gemeinden, die Ausgaben für die auf ihrem Gebiet gelegenen fabrikmäßigen Reichsbetriebe haben, sollen berechtigt sein, vom Reich Zuschüsse zu ihre» Ausgaben zu verlangen, sofern die in der Gemeinde wohnenden staatlichen Ar- beiter nicht ein höheres Einkommen als20(X>M baden und ihre Zahl mehr als lO Prozent der Zivilbevölkerung der betreffenden Gemeinde aus« macht. Das Recht auf Gebühren und Beiträge sowie auf Steuern soll erlöschen mit Ablauf des Rechnungsjahres, das auf das Rechnungsjahr folgt, in welchem die Forderung entstanden ist. Das Gesetz soll bereits am 1. April d. I. in Kraft treten. Bisher hatte die Reichsverwaltung die Auffassung vertreten, daß dem Reiche durch die Gesetzgebung eines Bundesstaates ohne seine Einwilligung Velpflichtiingen nicht anfeilegt werden köiineli. Nur in gewissem Umfang hat sich das Reich der Verpflichimig miter- ivorfen, Realsteuern vom Grmidbentz zu entrichte». ES sind jedoch Zweifel über den Grundsatz aufgetaucht, ob das Reich in Streitfällen über seine Steuerpflicht der Zuständigkeit der Laiideöbchörde unter- stehe und ob es überhaupt besteuert werden könne. Diese Zweifel will der vorliegende Entwurf beseitigen. Eine würdige„Volksvertretung". Vom Ersten Staatsanwalt am Landgericht Braunschweig ist, wie der„Hannoversche Kurier" mitteilt, an den Präsidenten deS Landtags eine Anfrage gerichtet worden, ob der Landtag die Er« mächtigung dazu erteilen wolle, daß gegen den verantwortlichen Redakteur der sozialdemokratischen Zeitung„Volks. freund" wegen Beleidigung des Landtage», begangen in verschiedenen Artikeln des genaimten Blattes, Anklage erhoben werden dürfe. Die lebhaften Zustimmungsäußerungen aus dem Hause bei Verlesung der Anfrage lassen den Schluß zu. daß daS Verfahren gegen den genannten Redakteur sicher ein- geleitet werden wird.__ Die Gewerbeaufsicht in Baden. Im badischen Landtage wurde der Bericht über die Fabrik- inspektion und die gesamte Gewerbeaufsicht zum ersten Male von einem sozialdemokratischen Abgeordneten, dem Arbeitersekrctär Genossen Willi erstattet. Obwohl die badische Fabrikinspektion eilten guten Ruf inner- und außerhalb Badens genießt, mußte Willi doch rüge», daß man ihr nicht soviel Personal zuerleilt, um den größten Teil der Betriebe revidieren zu köiiiien. Die Zahl der Beamten steht sogar hinter dem Reicksdurchscbiiitt zurück. In der Debatte über den Bericht griff der christliche Arbeiter- sekretär Reinhardt, der von Zentrmnsgnaden im Landtage sitzt, den Fabrikinspektor scharf an, weil dieser in berechtigter Empörung über die s ch m ä h l i ch e R o l l e des ch r i st l i ch e n G e w e r l- s ch a f t s f ü h r e r S Engel in dem bekaniiten Rheinfeldener Streik die Unterhaiidluiigen mit Engeil abgebrochen hatte. Der Minister des Jnnerii v. Bodman» deckte aber den Fabrikinspeklor und war auch in der Lage, den a k t e n in ä ß i g e n Nachweis zu sühreu, daß die E h r i st l i ch e n schmählich gelogen haben. Sie wollten sich bei dem Lohukampfe einen Erfolg andichten und zeigen, was sie im Gegensatz zu den freien Gewerkschaften vermögen. DaS ist ihnen mißlungen._ Aus der Spezialdiskussiou über die bayerische Gebühren- gesetznovelle. München, S. März. Aus der Spezialdiskussion über dieNovelledeSGebühren« g e s e tz e S mögen iiur einige Punkte herausgehoben werden. Die soziatdemokratische Fraktion stellte einen Antrag auf Er- höhuug der Gebühr bei Errichtung von Fideikommisse» von 2 Proz. auf 5 Proz. Genosse v. H a l l e r sieht darin zwar keinen absoluten Schutz vor der Neuerrichtung von Fideikommisien, hält die Erhöhliiig der Gebühr aber für berechtigt, weil sie eine unerfreuliche Ecscheiiilliig in unserem Wirtschaftsleben treffe und nnr sehr leistungsfähige Leute in Betracht kämen. Die Regierung und ein Zentruiiisaristokrat sprechen gegen den Antrag. Er wird aber mit großer Mehrheit angenommen. Ein Antrag Hall er und Genossen wendet sich gegen den„Ge- bührenhlinger" der Regierung und der Ausschußmehrheit bei Ein- tragungen in das Grundbuch. Die Kainmer nimmt den Antrag an und verhütet so eine nicht große, aber durch nichts ge- rechtfertigte Belastung deS ländlichen Besitzes. Gegen die Stimmen der Sozialdemokraten und eine Minderheit der anderen Parteien wird eine Erhöhung der Gebühren für Wandergewerbescheine beschlossen. Genosse Körner nahm sich der Hausierer an, die häufig nichts anderes sind als invalide oder arbeitslos gewordene Arbeiter. Der Antrag der Kommission auf Erhöhung der Jagdkarten- gebühr von 25 auf 30 M. ruft einen heiteren Kampf innerhalb des ZelitruinS hervor. Ein Zentrumsredner befürwortet die Er- böhung und würde es begrüßen, wenn die A a sj ä g e r von der Jagd ollmählich verschwinden würden. Sein Kollegs glaubt, daß uuler den Aasjägern die Bauernjäger gemeint seien und lädt die Salon jäger zu einem Wettschießen mit den Baucrnjägern ein. Er würde eS bedauern, wenn die Jagden mehr und mehr in die Hände der Aristolraten und Geldleute fallen würden. Die Erhöhung ivird von der Kammer beschlossen. Lehrermahregelung in Bayern. Die bayerischen Lehrer führen seit längerer Zeit einen Kampf um die Fachleitung der Schüler. Der Redakteur deS Organs des Bayerischen Lehrervereins, Lehrer Meyerhöfer in Nürnberg, der verschiedene Artikel über die Fachleitung und die geistliche Schul- aufsicht veröffentlichte, ist jetzt von der Regierung gemäß- regelt worden. Die Regierung hat»hm ihr ernstes Mißfallen ausgesprockien und weitere Maßnahmen in Aussicht stellen lassen. Daraufhin hat sich die gesamte bayerische Lehrerschäft solidarisch erklärt und eliimiltigen Protest er- hoÄn-..Äs erster J8orfiattd:, der liberale Ländtckgs-' abgrördncte� S chli bei t, erläßt eine Erklärung, in der e# heißt: Die„Bayerische Lehrerzeitung" habe in der Perteidigiliig der Fachleitung in der Volksschule die zulässige Grenze nicht überschritten. Es sei Aufgabe der Fachpresse, die berechtigten Forderungen der bayerischen Lehrerschaft mit allem Nachdruck zu vertreten. Der bayerische Lehrerverein halte an dem Verlangen der Fachaussicht unverrückbar fest, und werde sich immer unter allen Umständen gegen die geistliche Schulaufsicht aussprechen. Dem Redakteur Lehrer Meyerhöfer wird volles Vertrauen entgegen gebracht und die Billigung seiner entschiedenen, aber dennoch maß- vollen� Redaktiotzsführung ausgesprochen. Zur Nachwahl im Kreise Lyck. Als Nachfolger des Grafen Stolberg haben die Konserva- tivsn im Wahlkreise Lyck den konservativen Landtags- abgeordneten Braemer aufgestellt. Herr Braemer isi Landrat._ Ocftcmicb. Eiue Pension für Abgeordnete. Wien, t. März. In der heiltigen Sitzung de? Verfassungs- ausschusseS brachte der Abg. Dr. Hetlinger die Frage des Ruhegehalts für minder bemittelte Abge ordnete zur Sprache, die lange Zeit als Abgeordnete im Dienste der Oeffent- lichkeit standen. Es sei notwendig, daß für Abgeordnete, welche eine bestimmte Zahl von Jahren dem Hause angehören und un- bemittelt sind, von Staats wegen ein Ruhegehalt fest gesetzt werde. frankmeb. Der Marineskandal. Paris, 4. März. Vier neue Verhaftungen, darunter die eines Marinelieferanten, der versucht hatte, die Marine- Verwaltung zu betrügen, sind heute in T o u l o n vor- geuominen worden. R.uKlanck. Deutsch-russische Junkerpolitik. Die„Kretchzertung", die ihre Informationen über Rußland gewöhnlich aus der ihr am nächsten stehenden reaktiv- nären russischen Junkerpresse schöpft, hatte vor kurzein über einen Artikel in irgend einem echtrussischcn Pogromisten- blättckM berichtet, in dem die von den Echtrusson eifrig pro- pagierte Rückkehr zu einem Bündnis mit Deutsch- l a n d empfohlen wurde. Wie das Petersburger Kadetten- blatt„R j e t s ch" nun mitteilt, wurde diese Mitteilung in der sogenannten„Fürsten-Corresponden z", zu deren Lesern auch Wilhelm II. gehört, mit dem Zusatz nach gedruckt, daß man in der russischen Presse eine Reihe Artikel in demselben Sinne erwarten könne. Wenn es schon außerordentlich charakteristisch ist, we l ch e n Artikeln in der russischen Presse eine große Be- deutung beigemessen wird, so zeigt der Hinweis auf eine Reihe von Artikeln, die man in der echtrussischen Presse erwarten kann, welche feine Fäden sich zwischen Berlin und Petersburg hinziehen. Ob das Ansehen des Deutschen Reiches durch diese Intimität mit der russischen Pogromistenpresse und ihren In- spiratoren gewinne» wird, ist eine mrdere Frage. GewerkrchaftUcbce« Sertin und Umgegend. Treue Liebe zu Tarifbrechern. ?aS Hirsch-Tunckerschc Zentralorgan kann sich immer noch nicht über den bösen„TerroriSmnS" gegenüber Hirsch-Dunckerschen Streit- und Tarifbrechern im Verl ine r Töpfergewerbe zufrieden geben. Dem edlen Hirschenorgan hat eö diesmal folgende in der Sonnabendnummcr des«Vorwärts" enthaltene Notiz an- getan: „Achtung, Töpfer! Hiermit heben wir die Sperre über die Firma Melzer, Strahl u. Co., Inhaber Strahl, SW., Kommandantenstr. 16, auf, da selbige sich verpflichtet hat, wieder den Tarif zu zahlen und nur Verbandslollcgen zu beschäftigen. Die Verbandsleitung." Tiefe Notiz veranlaßt den„Gewerkverein" zu folgendem Echu.erzausbruch: „Also die Verpflichtung, nur Verbandskollegen, d. h. Zentral- verbändler zu beschäftigen, ist die Borbedingung zur Aufhebung der Sperre. Noch ani Freitag wurde im„Vorwärts" geleugnet, daß man sich weigere, mit Andersorganisierten zusammenzu- arbeiten. Hier ist der Beweis erbracht, daß man dem Zentral- verbände angehören muß, wenn die„Genossen" mit einem ar- beiten sollen. Nette Vorkämpfer für die Freiheit!" In seiner grenzenlosen Hirschbrunst legt der„Gewerkverein" das Schwergekvicht darauf, daß die freigegebene Firma sich ver- pflichtet hat, nur Ve r b a n d S m i t g I i e d e r zu beschäftigen. Daß die Firma sich auch zur Wiedereinhaltung des be- stehenden Lohntarifs verpflichtet, erscheint dem B-atte nebensächlich; es vergießt vielmehr Krokodilölränen, weil die Firmen nun auch ganz folgerichtig die Hirsch-Dunckerschen Tarifbrecher cnt- lassen hat. Im übrigen dürfte es kein vernünftiger Mensch und ehrlicher Gewerkschafter den im Verbände organisierten Töpfern verdenken, wenn sie sich dafür bedanken, mit solchen notorischen Sperre-, Streik- und Tarifbrcchern zusammenzuarbeiten. Nur der „Gewertrerein" kann das nicht einsehen, denn diese gemeingefähr- lichen Marodeure des Berliner Töpfergewerbes sind ja doch Hirsch-Dunckcrisch organisiertl Das ist dem Blatte die Hauptsache. Tie gewerkschaftliche Qualität ist ihm aber schnuppe und so druckt denn das Hirsch-Dunckersche Zentralorgan unter den üblichen Ausfällen gegen die moderne Arbeiterbewegung diese noto- rischen Streik- und Tarifbrecher liebevoll an das hochklopfende Hirsch-Dunckersche Herz. Und so etwas nennt sich Organ zur Ver- tretung von Gewerkschaftsinteressen l Tie Aussperrung in der Waffcnfabrik von Schwarzlose hat den Beweis erbracht, daß die Polizei unter Außerachtlassung aller Verordnungen und gesetzlichen Bestimmungen das denkbar mög- lichste zum Schutze des Unternehmers und der„nützlichen Elemente" tut. Die Lcvetzowstraßc in Moabit sowie alle umliegenden Straßenzüge zeigen von-4 Uhr an jeden Slbend das Bild eines Belagerungszustandes. Durch ein gewaltiges Heer von Uniformierten und Kriminalbeamten ist jeder Fußgängerverkehr unmöglich gemacht; das ganze Geschäftsleben ist in Mitleidenschaft gezogen.„Die Straße dient dem Verkehr," sagt der Polizei- Präsident. Das Gegenteil trifft hier aber zu. Nach den Polizei- lichen Maßnahmen zu urteilen, müßte Herr v. Jagow die Be- kanntmachung ändern:„Die Straße dient nur dem Verkehr der Arbeitswilligen." Das Nachhausebefördern der Arbeitswilligen ge- schieht unter sicherster Begleitung von mehreren Kriminalbeamten mit dem Privatautomobil der Firma(Nr. 266o) sowie den Nrn. 5674 und 5626, welche durch rücksichtsloses Fabren zum Schrecken der Nachbarschaft geworden sind. Der den Chauffeur begleitende Kriminalbeamte hätte alle Veranlassung, auf die Be- siimmungen der Verkehrsordnung zu achten, statt die Mißachtung derselben zu b e g ü n st i g e n. In welcher Weise die Polizeibeamten ihre Pflichten erfüllen, zeigt folgender Vorgang: Daß die Streikposten, welche ihr gefetz- Uchcs Koalitionsrecht aüsüben, siftiert werden, ist ja bei zckbein Streik uichts Neues. Daß aber dieselben auf dem 64. Polizei- revier wie Verbrecher behandelt werden, fordert den schärssttn Protest heraus. Nicht allein, daß ein sistierter Streikposten sämt- liche Gegenstände, Hosenträger, Legitimationspapiere usw. ab- geben mußte, wurde selbiger LM- Stunden in der Zelle interniert und auch außerdem nicht glimpflich behandelt. Dieselbe Behand- lung mußte sich noch ein anderer Sistierter dort gefallen lassen. so daß der Polizeipräsident gut tun würde, für einzelne seiner Beamten Knigges Werk zu beschaffen. Alle diese Maßnahmen haben die Streitenden noch nicht wankelmütig machen können. Zur Tarifbewegung in der Herrenkonfektion. Gestern abend hatten sich die Herrenkonfekttvnsschneider der Firmen Elsbach N a ch f. und Stern Gebr. im Gewerk- fchaftshaus versammelt, um den Bericht über die Verhandlungen mit den Firmeninhabern entgegenzunehmen. Bei Stern Gebr. ist die Einigung erzielt, so daß bei dieser Firma der Tarifvertrag als abgeschlossen gelten kann. Bei Elsbach, wo bekanntlich die Arbeiterschaft im Streik steht, haben die Verhandlungen wohl größtenteils zu der Eiuigunig über den Ziviltarif geführt, jedoch nicht über den Loden- und Livreetarif. Die Differenzen sind also bei dieser Firma noch nicht erledigt, so daß auch der Streik noch nicht aufgehoben werden konnte. Ueber die weiteren VerHand- lungen in der Branche wird am Montag in einer größeren Ver- fammlung der Herrenkonfektionsschncider berichtet. Forderungen der Anwaltsgehilfen. Der Verband der Bureauangcstellten bemüht sich gegenwärtig Wieder, die Anwaltsgohilfen und-Gehilfinnen zu einem einmüti- gen Vorgehen zu veranlassen und den Rechtsanwälten Forderun- gen zu unterbreiten, um die als recht erbärmlich bekannte Lage der Angestellten zu' verbessern. In einer öffentlichen Versamm- lung, die am Freitagabend in den„Musikersälen" stattfand, be- leuchtete Gustav Bauer die Verhältnisse der Angestellten und legte den Anwesenden eindringlich dar, wie sie sich vor der rück- sichtslosen Ausbeutung zahlreicher Anwälte nur durch eine starke Organisation schützen können. Nur durch den Verband haben sich die Verhältnisse in Berlin seit einigen Jahren etwas gebessert. während sie in anderen Städten, z. B. in Leipzig, sich noch ver- schlcchlcrt haben. Wenn sie in Berlin trotzdem noch miserabel zu nennen sind, so liege dies an der Gleichgültigkeit und Verständnis- losigkeit der Masse der Angestellten gegenüber dem Organisations- gedankcn. Der Redner führte bestimmte Zahlen an, die aus der Statistik der Ortskrankenkasse der Bureauangcstellten, der über 6666 Anwaltsgehilfen angehören, gewonnen sind. Ueber 136 M. verdienen nur 327 Augesielltc oder 11,41 Proz.; zwischen 166 und 136 M. verdienen 561 oder 17,47 Proz.; also von 166 Angestellten verdienen nur 26 über 166 M. monatlich, wälzend die übrigen zwischen 35 und 166 M. verdienen. Mehr als die Hälfte der An- gestellten besteht aus jugendlichen Personen. Die Zahl der weib- lichen Angestellten ist sehr groß, ihre Entlohnung ist in der Regel eine schlechte. Die Arbeitszeit der Burcauangestellten wird oft- mals unerhört ausgedehnt. Bauer machte darauf aufmerksam, daß jetzt, nachdem der Reichstag die Einnahmen der Rechtsanwälte erhöbt hat und zwar gerade mit Rücksicht auf die Angestellten, es an der Zeit sei. mit Forderungen hervorzutreten, denn freiwillig rücken diese Herren keinen Pfennig heraus. Ter Verband hat mancherlei Mittel, die Anwälte dazu zu zwingen, aber er kann diese Mittel nur dann zur Anwendung bringen, wenn er in jedem Bureau wenigstens einige Mitglieder zählen kann. Ter Redner empfahl die Annahme der folgenden Resolution: „Die Burcauangestellten der Rechtsanwälte haben in ihrer am 4. März avgehaUenen Versammlung mit Interesse davon Kenntnis genommen, daß der Reichstag die Notwendigkeit einer "csseren Entlohnung der Angestellten der Rechtsanwälte aner- tannt hat und aus diesem Grunde die Auslagenpauschalc in der Gebührenordnung für Rechtsanwälte erhöhte. Eine Erhöhung der Gehälter ist für die Angestellten der Rechtsanwälte um so notwendiger, als die ständig andauernde Verteuerung der Lebenshaltung sie schärfer trifft als andere Be- rufsgruppen, weil ihre Entlohnung schon von jeher durchaus unzureichend gewesen ist. Die Versammlung beauftragt deshalb den Verband der Bureauangestellten, sämtliche Rechtsanwälte des Bezirks zu er- suchen, den Angestellten, die weniger als 166 M. Gehalt pro Monat beziehen, eine Zulage von mindestens 26 Proz., den höher entlohnten Angestellten eine Zulage von mindestens 16 Proz. des jetzigen Gehalts zu gewähren." In der Diskussion wurden die Ausführungen des Redners bekräftigt durch einige Angestellte, die von ihren Erfahrungen bei Berliner �Rechtsanwälten berichteten. Ueber Rechtsanwalt Edinger, Schönhauser Allee, und Juftizrat Ulrich, Neue Promenade, wurden Klagen erhoben. Betont wurde auch, wie not- wendig die Regelung der Arbeitszeit sei.— Die Resolution wurde einstimmig angenommen. Der Reichstagsabgeordnete Leber- Jena hielt den Ver- sammelten einen Vortrag über die allgemeine Lage in Deutsch- land mit besonderer Berücksichtigung der wirtschaftlichen Verhalt- nisse. Er richtete ebenfalls die dringende Mahnung an die Bureau- angestellten, sich zu einer starken Organisation zusammenzu- schließen. Der Vortrag fand reichen Beifall. Tie Tarifbewegung der Steinmetze». Die Sektion I des StcinarbciterverbandeS. die Bau- und G r a b st e i n m e tzc n hatten sich am Freitag im großen Saale der Arminhallen versammelt, um über ihre Tariffovderungen zu beraten und zu beschließen. Es sind in den Hauptpunkten folgende Forderungen, die nach gründlicher Beratung von der Versammlung gutgeheißen wurden: Die nach dem alten Tarif für die Werkplätze geltende Arbeits- zeit�von L Stunden in den Monaten März bis Oktober, von 7>/bStunden in den übrigen Monaten soll auf alle Steinmetzen ausgedehnt werden, also auch für die Arbeit auf den Bauten so- wie für die Versetzer und ihre Hilfsarbeiter gelten. Ebenso der 3-Uhrfeierabend am Tage vor den drei hohen Festen, der IMi-llhr- feierabend an den Sonnabenden. Zur Einteilung der täglichen Arbeitszeit wird die Aenderung verlangt, daß die halbstündige Vesperpause wegfällt und dafür uin 6 Uhr Feierabend gemacht wird. Der Minimallohn, bisher 85 Pf., soll auf 66 Pf. erhöht werden. Zuschlag für Ueberzeitarbeit wird 25 Pf. statt bisher 26 Pf. verlangt, für Nachtarbeit 45 Pf. statt 46 Pf. Bei Arbeiten innerhalb Berlins und der nahen Vororte, auch auf den Werk- Plätzen, soll das Fahrgeld bis zum Höchstsätze von 1,26 M. die Woche vergütet werden, bei Arbeiten in weiter entfernt liegenden Vororten das volle Fahrgeld. Bei Arbeiten in Orten, die jenseits der Vorortsgrenze liegen, Ivicd das Fahrgeld 3. Klasse sowie Be- Zahlung der Fahrzeit als Arbeitszeit verlangt. Muß der Stein- rnetz an einem solchen Arbeitsort wohnen, solange die Arbeit dauert, so ist eine Zulage von 3 M. den Tag, auch für die Sonn- und Feiertage, zu zahlen. Außerdem ist dem Steinmetzen bei solcher Arbeit alle Vierteljahr einmal das Fahrgeld für eine Reise nach Haufe zu vergüten.— Eine weitere Forderung ist allgemeine Einführung des Tagelohns, also Abschaffung der Aktordarbeit in der Baubranche. Der Akkordtarif für die Grabsteinbranche soll mit der Ausnahme, daß Sandsteinaröeiten nur in Tagelohn aus- geführt werden, bestehen bleiben wie bisher.— Der Sektionsvorsitzende Franke machte darauf aufmerksam, daß zu glücklicher Durchführung der Tarifbeivegung fester Zusammenhalt in der Organisation mehr denn je erforderlich ist. Achtung, Maler! Die Bauten Treptow, Defreggerstraße, und Rummelsburg, Sonntagstr. 36. der Firma Paul Fi nke, find wegen tariflicher Differenzen bis auf weiteres ge- sperrt. Die Ortsverwaltung des Verbandes der Maler, Lackierer, 4„ �-r-- Anstreicher usw.|■ Achtung, Kleber! Firma Linberg, Scköneberg, Eisenacher Straße 47, Firma Bade u. DangerS, Nürnberger 3k. y 57/38, sämtliche Bauten sind gesperrt. Charlottenburg, Frittchestr. 26. Kuno. Fiicherftr. 14. Witzleben, Ecke Kaiserdamm, Bickmarck-, Ecke Neue Grolmaitstraße. Friedenau, Bregenzerstraße, Lefsvrestraße, Varziner Straße. Steglitz, Schildhornstraße. Bau Kutzner. Rix- darf, Bergstr. 7/8, Herfurtbstr. 23, Nansenstr. 21. Berlin, Trift- straße 46/43. Schöneberg. Jnsbrucker Str. 16. Charlottenburg, Bis- marckstraße. Bau P ii s ch e l, Dahlem, Werder Straße. Die Verbandsleitung. Achtung, Fliesenleger! Die Schlichtungskommission für den Geltungsbereich des neuen Tarifvertrages hat sich konstituiert. Alle Meldungen und Beschwerden den Tarifvertrag betreffend sind an die Adresse des Obmannes, Felix B r e i s k e, Rixdorf, Leine- straße 12, 3 Treppen, vom 1. April: Berlin O., Eckertstr. 13. 3 Tr., zu richten. Achtung, Stuckateure! Im oberschlesischen Industriegebiet Beuthen. Kattowitz, Gleiwitz stehen seit dem 2. März die Stulkatenre im Streik! Arbeitsangebote von dort oder von hiesigen Firmen nach dort sind abzulehnen. Zentralverband der Stukkateure. Der Brauereiarbeiterverband im Jahre ISvS. Trotz der besonders auf die Brauindustrie noch im Jahre 1666 wirkenden wirtschaftlichen Depression und der erheblichen Abnahme des Bierkonsums infolge der Brausteucr- und Bierpreiscrhöhung, durch welche Umstände die Zahl der Arbeiter in der Brauindustric eine bedeutende Verminderung erfuhr, ist es dem Brauereiarbcitcr- verband gelungen, die Zahl der Mitglieder im letzten Jahre um 617 zu erhöhen; der Verband zählte im Jahre 1666 33 866 Mit- glicdcr. Auch in finanzieller Beziehung hat sich der Verband verhältnismäßig gut entwickelt. Die Gesamteinnahmen stiegen von rund 746 664 M. im Jahre 1668 auf 784 613 M. im Jahre 1666. An Unterstützungen ausschließlich Streikunterstützung wurden ge- zahlt 233 454 M. gegen 266 688 M. im Jahre 1R>8. Unter dieser Untcrstützungssumme befinden sich 14 365 M. Extraentschädigung an die Opfer des Schnapsblocks. Ohne die Lokalbeständc stieg das Verbandsvermögen von 562 622 M. Ende 1668 auf 744 868 M. Ende 1666._ Die BrcSlauer Buchbinder haben ihre Tarifbewcgung abge- schlössen und folgendes erreicht: Es haben im ganzen 46 Firmen lgegen 28 im Jahre 1667) den neuen Tarif unterschrieben. Für 533 Personen wurde die Arbeitszeit pro Woche um 866 Stunden verkürzt, also iVj Stunden für Den einzelnen; für 632 Personen wurde eine wöchentliche Lohnerhöhung von je 56 Pf. bis 2 M., in Summa 566 M. erzielt. Früher betrug der durchschnittliche Ver- dienst der Arbeiter pro Stunde 35 Pf., jetzt 38 Pf., der der Ar- beitcriniicn stieg von 13 auf 14% Pf. pro Stunde. Ferner Ivurde für 632 Personen ein Zuschlag für Ueberjtunden und ein Lohn- aufschlug für Sonntagsarbeit erzielt. Sämtliche Falzpreise wurden außerdem um 16 Proz. erhöht. Beschäftigt sind in den tariftreuen Betrieben 128 Arbeiter und 564 Arbeiterinnen. Gegen 16 Betriebe (meist Krauter), die 122 Personen beschäftigen und den Tarif nichi anerkennen wollen, wird im Wege der Sperre usw. vorgegangen werden. Die Tapezierer in Breslau haben nach ganz besonders heftigen Kämpfen die Unternehmer doch noch zur Tariftreuc gezwungen. Ueber 156 von 272 Meistern haben bereits den neuen Tarif unter- schrieben, der den Gehilfen pro Stunde eine„Zulage" von 2 Pf. (vom 1. März 1811 ab um einen weiteren Pfennig) und eine Er- höhung des Akkord-Garantielohns von 27 auf 36 M. bringt. Frei- lich nahmen die Gehilfen diese Abmachungen mit nur geringer Majorität(66 zu 76 Stimmen) an. Ueber kurz oder lang beginnt also der Kampf von neuem. Warnung an deutsche Lithographen vor Arbeitsangebote»«ach Amerika und Schweden! Durch die bürgerliche Presse gehen fortgesetzt Inserate gewissenloser Agenten, die Lithographen zur Au?» Wanderung nach Amerika verlocken wollen. Es werden dabei recht annehmbare Löhne in Aussicht gestellt. In Wirklichkeit liegen aber die Verhältnisse in Amerika genau so traurig, wie sie dank unserer industriefeindlichen Zollpolitik in Deutschland sind. Es ist auch nicht zu ersehen, ob sich in Amerika für die Lithographen die Lage in nächster Zeit bessern wird. Wir warnen deshalb vor Abwanderung nach Amerika. In M a l m ö(Schweden) befindet sich das Per- sonal der Skünski L i t h o g r a phsi s k a A! t i ebo t agi e t im Ausstände.— Auskünfte erteilen die internationalen Vertrauens- leute oder der Verband der Lithographen, Steindrucker und ver- wandtcr Berufe. Huslund. Tic Fahrstuhlführer von Paris haben den allgemeinen Aus- siand beschlossen, da ihnen von der Mehrzahl ihrer Arbeitgeber ge» wisse Forderungen nicht bewilligt wurden. An alle Einwohner der Stadt haben die Arbeiter die Mahnung gerichtet, bis zur Becndi- gung des Streiks, wenn ihnen ihr Leb�i lieb sei, die Fahrstühle nicht zu benutzen, da dieselben von ungeübten Kräften bedient werden._ Klassenjustiz in Neu-Südwales. Wir berichteten kürzlich über die Verurteilung von drei Füh- rcrn der Bergarbeiter in Neu-Südwales(Australien) zu% bis 1 Jahr Gefängnis. Es war gegen sie Anklage erhoben worden, weil sie„an Versammlungen, bei denen mehr wie zwei Personen anwesend waren, teilgenommen haben, die zum Zweck der Leitung, Unterstützung und zur Fortführung eines Streikes stattfanden".— Das Zwangsgesetz(Coercion Act), auf Grund dessen die Verurtei- lung erfolgte, wurde erst während des großen ÄohlenarbeiterstreikS angenommen, doch hat es schon, wie obiges Beispiel zeigt, sofort dazu gedient, den Gewerkschaften ganz ungeheure neue Schwierig» leiten zu bereiten. Seine wichtigsten Bestimmungen lauten: „Jede Versammlung von zwei oder viehr Personen, welche sich mit der Leitung, Anordnung und Unterstützung zur Fort- führung einer schon bestehenden Aussperrung oder Streik- bcwcgung in Gewerben der täglichen Bedarfsartikel oder im staatlichen Transportgewerbe geführt wird."—„Jede Person. welche an einer solchen Versammlung teilnimmt und wissen kann. daß die wahrscheinliche Folge der Fortführung einer solchen Ans- sperrung oder Streikbewegung sein wird, das Publikum ganz oder zu einem großen Teile eines notwendigen Gebrauchs- artikels zu berauben, soll mit 12 Monaten Gefängnis bestraft werden." Daß es noch eine Reihe anderer gesetzlicher Methoden gibt, die Tätigkeit der Gewerkschaften unmöglich zu machen, erfuhren 14' Funktionäre ebensovieler lokalen Gruppen des australischen Bergarbeiterverbandes, die Anfang Januar unter der Anklage, „durch die Befürwortung der Annahme der Resolution der Dele- giertenversammlung ihres Verbandes, welche sich für den Streik ausgesprochen hatte, in ihren Sektionen den Streik heraufbeschworen zu haben", vor dem Gerichte in Newcastle standen. Alle 14 wurden zu je 2666 M. Geldstrafe oder zwei Monaten Zwangs- arbeit verurteilt. Aus der Urteilsbegründung des Richters Hehdon verdient folgende Stelle hervorgehoben Zu Werden:„Meine jetzige Pflicht ist die am meisten ekelerregende, der ich jemals nachgekommen bin. Sie zwingt mich, Mitbürger zu verurteilen, die, im gewöhnlichen Sinne des Wortes, ordentliche und achtenswerte Leute sind und denen ich unter anderen Umständen gern die Hände schütteln möchte." Heydon erklärte weiter, daß das„Streikgesetz", nach welchem die Verurteilung erfolgen müsse, einen offensichtlich poli- tischen Charakter trage._ Versammlungen. Der Zentralverband der Schwiedc hielt am Donnerstag ekne außerordentliche Generalversammlung ab. Der Geschäftsbericht für das Jghl» 1666. sowie das Ergebnis der statistischen Erhebungen lagen gedruckt vor. Dem Jahresbericht ist zu entnehmen, daß das Jahr 1666, ebenso wie sein Vorgänger, als ein Krisenjahr zu bc» trachten ist. Dieser Tatbestand äußert sich wieder in der Höhe der zur Auszahlung gelangten Unterstützungen. Bei einer Einnahme der Hauptkasse von 65 535,67 M. wurden für Arbeitslosem.nter- stützung 18 453,22 Mk., für Krankenunterstützung 11 676,46 M. ver ausgabt. An Streik- und Gemaßregeltenunterstützung wurden insgesamt 6664,66 M. gezahlt. Besonderes Interesse beanspruchen die statistischen Erhebungen. Zu diesem Zwecke wurden im An- fang des vergangenen Jahres Zählkarten herausgegeben, dje außer auf die beruflichen Fragen auch aus die Parteizugehörigkeit und dem Lesen einer Tageszeitung ausgedehnt wurden. Von den 1663 Mitgliedern, die Angaben über diese beiden Fragen machten. waren 647 Leser des„Vorwärts", 5 Mitglieder Leser der polnischen Parteizeitung, 321 abonnierten bürgerliche Blätter, 687 lasen keine Zeitung. Politisch organisiert waren 536 Mitglieder. In der Dis. kussion wurde gewünscht, daß dieses Verhältnis in Zukunft ein besseres werden möge. Die Neuwahl sämtlicher Körperschaften hatte folgendes Ergebnis: Siering. 1. Bevollmächtigter; Schlinski, 2. Bevollmächtigter; Hentschel, Kassierer; Ferchland. Schriftführer; Revisoren: Timmermann. Werk und W a r z e ck a. In die Beschwerdekommission wurden Basncr, Grahl, Köhler, Stenzel und Wolff gewählt- Die von einer Kommission vorbereiteten Anträge zur Verbands- generalvcrsammlung in München werden, mit Ausnahme einer Aenderung im RechtSschutzrcglcment, von der Versammlung an» genommen. Die Beschlußfassung über das revidierte ArbeitSnach- weisreglcmcnt wurde bis zur nächsten Versammlung zurückgestellt. Letzte J�acfmchtcn und vepescden. Eine Dampfkessel-Explosion. Beuthen, 5. März.(B. H.) Auf der Julienhütte explodierte ein Dampfkessel, wodurch das Kesselhaus zerstört und auch sonst fürchterliche Berwüstunge» angerichtet wurden. Der Kesselwärter K i w i tz wurde tödlich, mehrere andere Ar- leiter leicht verletzt. Die Zhankali-Asfäre. Wie», 5. März.(W. T. B.) Die Untersuchung gegen Ober- leutnant Hofrichter wird demnächst beendet werden. Die Eiu- berufung eines Kriegsgerichtes soll gegen Hoftichtcr beantragt werden. Die anfänglichen Indizien wurden durch die drei- monatigc Untersuchung erweitert und vertieft. Die untersuchenden Aerzte erklärten Hoftichter für geistig normal, aber für einen Simulanten. Er fingierte Ohnmachtsanfälle, plötzliche Geistes- abwescnheit und religiöse Wahnvorstellungen; er versuchte auch ver. schiedentlich, an gewisse Absonderlichkeiten seines physischen und psychischen Lebens glauben zu machen und suchte wiederholt eine Verständigung mit der Außenwelt herzustellen, um die Zeugen zu beeinflussen. Durch die Nachforschungen in der Affäre Marianowitsch ist die Untersuchung gegen Hoftichter verzögert worden. Eine neue Lawinenkatastrophe. Bancouver(Brit. Columbia), 5. März.(W. T. B.) Beim Regers Paß ereignete sich ein Lawinensturz, durch den 5l) Menschen umgekommen sein sollen. Die verschütteten gehörten zu einer Gruppe von IssO Arbeitern, meistens Japaner und Italiener, die gerade damit beschäftigt waren, die Gleise der Canadian- Pacific-Bahn vom Schnee freizuschanfeln, als ein neuer Law i n c n st u r z erfolgte.____ Berautw. Redakt.: Richard Barth, Berlin. Inseratenteil verantw.:rtz. Glocke, Berlin. Druck u. Verlag: Vorwärts Buchdr.u.Berlageanstalt Kaul Singer äc Co., Berlin SW. Hierzu 5 Beilagen. Nr. 55. 27. Jahrgang. 1. KeilM des„Dsmölls" Kerlim KIKÄM. Zonntag. k. Marz lM. R.eickstag. 'cirz. 4 9. Sitzung, Sonnabend, den 5, vormittag» 10 Uhr. Am Bundcsratstischc: Tr. Delbrück. Tie Beratung des Etats für das Reichsamt dcsJnnern wird fortgesetzt bei den Einnahmen und Ausgaben. Beim Titel„Beitrag zu den Unterhaltungskosten einer Anstalt für die Bekämpfung den Säuglingsfterblickkeit. im Deutschen Reich 40 000 M." erklärt Abg. Dr. Arendt/. Udr.) Montag: Don Carlos(Ansang 6'/. Uhr.) 'Deutsches Theater tK am m er spiele). Sonntag, Moniag bis Sonntag: Der gute König Dagobert.(Ansang 8 Uhr.) Montag: Frühlings Erwachen. Lcssing- Tbcatcr. Somitagnachmittag 3 Uhr: Hedda Gabler. Abends: DaS Konzert. Montag: Tantris der Narr. Dienstag, Mittwoch: DaS Konzert. Donnerstag: Ein BolkSseiiid. Freitag und Sonnabend: Das Konzert. Somitagnachmittag 3 Uhr: John Gabriel Boclman. Abends und Montag: Das Konzert.(Ansang 8 Uhr.) Berliner Theater. Sonntagnachmittag 3 Uhr: HerodeS und Mariamnc. Abends und Montag: Taifun. Montag bis Sonnabend: Taifun. Sonntag- nachmittag 3 Uhr: Herodes und Mariamnc. Abends: Taisun.(Ansang 8 Uhr., Neues Theater. Allabendlich: Der Philosoph von Sanssouci. (Ansang 8 Uhr.) Neues Schauspielhaus. Sonntag: Der Herr Verteidiger. Montag: TraumuülS. Dienstag: Der Herr Verleidiqer. Mithvochnachmittag 3 Uhr: Die Räuber. Adends und Donnerstag: Der Herr Verteidiger. Freitag: Att-Heidelberg.(Ansang 7st, Uhr.) Sonnabendnachmittag 3 Uhr: Die Räuber. Abends und Sonntag: Der Herr Verteidiger. Montag: Trau- mutus.(Ansang 8 Uhr.) Hebbel- Theater. Sonntag bis Montag: Kavaliere.(Anfang 8',« Uhr.) Komische Oper. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Tiefland. Abends: Zigeuncrliebe. Montag: Hoffmanns Erzählungen. Dienstag: Zigeunerliebe. Mittwoch: Tosca. Donnerstag: Zigeunerliebe. Freitag: Tiefland. Sonn- abend: Zigeunerliebe. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Hosimanns Erzählungen. Abends: Zigeunerliebe. Montag: Tiefland:(Anfang 8 Uhr.) Kleines Theater. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Moral. Allabendlich: Der große Name. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Moral(Ansang 8 Uhr.) Theater des Westens. Sonntagnachmittag 3>/, Uhr: Der sidele Bauer. Abends und Montag bis«Sonnabend: Die geschiedene Frau. Sonntagnachmittag 3'/. Uhr: Der sidele Bauer. Abends: Die geschiedene Frau. Moniag: Die geschiedene Frau.(Ansang 8 Uhr.) Schiller-Theater 4». sonntagnachmiltag 3 Uhr: Der Herr Ministerial. dlreltor. Abends: WallensteinS Lager. Die Piccolomini. Montag: Neue Jugend. Dienstag: Kabale und Liebe. Mittwoch: WallensteinS Lager. Die Piccolomini. Donnerstag: WallensteinS Lager. Die Ptccolomim. Freitag: Neue Jugend. Sonnabend: Goldfische. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Biel Lärmen um Nichts. AbendS: Goldfische. Montag: Reue Jugend.(Ansang 8 Uhr.) Schiller- Theater Charlottenburg. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Der Mcwetdbaucr. Abends: Neue Jugend. Monlaq und DienStag: Egmont. Mittwoch und Donnerstag: Neu« Jugend,-vrettag: Egmoni. Sonnabend: Gespenster. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Der Meineidbaucr. Abends: Die Jungfrau von Orleans. Montag: Egmont.(Ansang 8 Ubr.) Friedrich. Wilheluistädttschcö Schauspielhaus. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Die Jungjrau von Orleans. Abends: Der selige Toupwel. Montag: Der selige Toupinel. Dienstag: Die Jungfrau von'Orleans. Mittwoch bis Freitag: Der selige Toupwel Sonnabend: Die Jmigsrau von Orleans. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Die Jungfrau von Orleans. Abends: Der selige Toupinel Montag: Unbestimmt.(Ansang 8 Uhr.) Boltsopcr. Sonntagnachmittag 3'/, Uhr: Zar und Zimmermann. Abends 8 Uhr: Martha. Montag: Martha. DienStag: Dt« lustigen Welber von Windsor. Mittwoch: Kalis Storch. Donnerstag: Alt-Hetdel- berg. Freitag und Sonnabend: Die Asrilanerin. Sonntagnachmittag 3'/, Uhr: Der Troubadour. Abends 8 Uhr: Martha. Montag: Zar und Zimmermann.«Anfang 8'l3 Uhr.) Luisen-Theater. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Am Altar. Abends bis Dienstag: Was Gott zusammenfügt. Mittwoch: Die Reise um die Erde in 80 Tagen. Donnerstag: Vater und Sohn. Freitag: Was Gott zu» sammensügt. Sonnabend: Vater und Sohn. Sonntag und Montag: BaS Gott zusammenfügt.(Ansang 8 Uhr.) Neues Operetten- Theater. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Der ZIgcunerbaron. Allabendlich: Der Gras von Luxemburg. Sonntagnach» mittag 3 Uhr: Der Zigeunerbaron.(Ansang 8 Uhr.) Luftspielhaus. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Los vom Manne. All» abendlich: Der dunkle Punkt.(Ansang 3 Uhr.) Rose-Theater. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Maria Stuart. Abends bis Dienstag: Die Ehre. Mittwoch: Der Eisenbahnräuber. Donnerstag, Freitag, Sonnabend, Sonntag und Montag: Die Ehr«.(Anfang 8 Uhr.) NoackS Theater. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Der Soimwendhos. ZlbendS. Montag und Dienstag: Uebers Grab hinaus. Mtttwoch: Der Sonnwendhos. Donnerstag: Der Pfarrer von Kirchscld. Freitag: Uebers Grab hinaus. Sonnabend: Satans Gold. Sonntagnachmittag 3 Uhr: UeberS Grab hinaus. Abends und Montag: Satans Gold.(Ansang 8 Uhr.) Thalia-Theater. Sonntag: Die Dollarprinzesfin. Montag: Prinz Bussi. Allabendlich: Die Dollarprinzesfin.('Ansang 8 Uhr.) Residenz-Theater. Allabendlich: Im Taubenschlag.(Ansang 8 Uhr.) Triauon- Theater. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Buridans Esel Mabenditch: Theodore u. Cie.(Ansang 8 Uhr.) Sonntagnachmittag 3 Uhr: Pariser Witwen. Kasiiio-Theater. Sonntagnachmittag 4 Uhr: Mutter Gräbert. Mabendlich 8 Uhr: Berlin bei Nacht. Apollo- Tbcatcr. Sonntagnachmittag 3'/, Uhr: Spezialitäten. Allabendlich: Der LiebcSwalzer. Spezialitäten.(Ansang 8 Uhr.) Palaft-Tbcater. Allabendlich t Spezialitäten.(Ansang 8 Uhr.) Folics Caprice. Allabendlich: Herr Wassertrops. Der Lusttuntcr. (Anfang 8-/. Uhr.) Buggenhagen. Täglich Spezialitäten.(Ansang 8 Uhr.) Mriropvl- Theater. Allabendlich: Halloh l Die große Revue l (Ansang 8 Vchij Reichsdallc»- Theater. Allabendlich: Stettiner Sänger.(Ansang 3 Uhr. Sonntags 7 Uhr.) Wintergarten. Sonntagnachmittag 2'/. Uhr: Spezialitäten. All- abendlich: Spezialitäten.(Ansang 8 Uhr.) Passage- Theater. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Spezialitäten. All« abendlich: Spezialitäten.(Ansang 8 Uhr.) Karl Haverlaud- Theater. Allabendlich: Spezialitäten. Walhalla- Theater. Sonntagnachmittag 3'/, Uhr: Spezialitäten. Allabendlich: Spezialitäten.(Ansang 8 Uhr.) Gebr. Herrnfeld-Theater. Soiintagnachmittag 4 Uhr: Mcwe-Dcine Tochter. Allabendlich: So muß man'S machen. Eine NebergangSehe.(An» sang 8 Uhr.) llrania-Tbeater. Taubenftr. 48/49. Sonntag: Im Firnenglanz deS Obereugadin. Montag: In Afrikas Wildkammern. DienStag: Pom Ki-eml zur Newa. Mittwoch: Die Ausnutzung der Wasser tröste. Donnerstag bis Sonntag: Im Firnenglanz des Lbercngadin. Montag: Unbestinunl (Ansang 8 Uhr.) Sternwarte, Jnvalidenslr. 57—62. Amtlicher Marktbericht der städtischen Marltbaklen.Direktton über den Großhandel in den Zenwai-Marttballcn. Marktlage: F l« i I ch: Zufuhr schwach, Geschäft still, Preise unverändert. Wild: Zufuhr knapp, Geichäst flau. Preise bchaichtet Geflügel: Zufuhr genügend, Geschäft lebhast, Preise gut. Fische: Zusuhr genügend, Gcichast lebhaft, Preise wenig verändert. Butter und Käse: Geschäft ruhig, Preise im- verändert. Gemüse, Obst und Südfrüchte: Zufuhr meist ___,__._.__ Verantwortlicher Redakteur Richard Barth» Berlin. Für den Inseratenteil oerantlv.: Th. Glocke, Berlin. Druck U.Verlag: Vorwärt« Buchdruckerei u, Verlagsanstalt Paul Singer Sc Co., Berlin SW. »m.»„w» 2. ßfilnjt i>cs Jonirto" Sttüncr WIKsdlM Hus der Partei. Die Entlarvung eines Lockspitzels ist den Breslauer Genossen gelungen. Der Bursche, ein l 8 jähriger Zahntechniker Geyer, Uetz sich in die Jugend- organisation aufnehmen, tat immer sehr eifrig und legte eine besondere Vorliebe für verbotene Lieder an den Tag. Besonders leiste er oft die jungen Leute auf, aus Liederbüchern, die er sich hatte kommen lassen, das von der Polizei verpönte Lied:„Stolz weht die Fahne purpurrot" zu singen. Auch in die Partei liest der Herr sich aufnehmen, tat sich aber hier mehr durch Faulheit und Neugierde beim Flugblattverteilen hervor, als durch Mitarbeit. Seit einiger Zeit fiel nun auf,' dast so viele junge Leute polizeiliche Vorladungen erhielten, weil sie angeblich verbotene Lieder ge- jungen und sich politisch betätigt haben sollten. Man forschte »ach und entdeckte, dast Gentlemen Geyer kürzlich einem Schriftsetzcrlehrling 30 Pf. angeboten halte, damit er ihm Abzüge eines im Druck befindlichen Flugblattes gegen die Junker und Polizei vor der Ausgabe besorge. Nun war der Verdacht er- wacht und nach und nach kamen all seine Schmutzereien ans Licht. Am Sonntag hatte er noch die Dreistigkeit, in eine Sitzung der Jugendlichen zu kommen. Dort sagte man ihm seine Büberei auf den Kopf zu, und mit den Worten:„Wartet nur! Euch bringe ich noch alle dahin, wohin Ihr gehört!" verschwand er. Zu verraten gabs ja aus der Jugendorganisation nichts, aber dast dieser Mensch, der wegen Unterschlagung mit Gefängnis vor- bestraft ist, die jungen, harmlosen Leute erst zu verbotenem Tun aufhetzte, um sie dann zu denunzieren und ihnen tausenderlei Un- annchmlichkeiten beim Meister usw. zu bereiten, das ist das Gemeine. Die Breslauer Polizei kann stolz sein auf solche Vertrauensmänner. Wie uns ein Telegramm meldet, ist soeben noch ein zweiter Spitzel entlarvt worden!_ Parteiliteratur. Der„Bibliothekar", Nr. 3(März 1910) ist soeben erschienen. Die zehn Seiten starke Nummer hat folgenden Inhalt: Die Jugendbibliothek in Ottairing.— Die Rache der Volks- feinde und Dunkelmänner. Von Hanauer.— Zur Bibliothek- Verwaltung. Von E. Pantucek, Wien.— Zusammenstellung der Bücherbcsprechungen. Von Jhl.— Bücherbesprechungen.— Bibliotheks- berichte: Augsburg. Berlin, Bernburg, Halle a. S.. Köln, Leipzig. — Bericht über die Resultate der Ilinfrage über die Arbeiterbibliotheken Deutschlands. Der Bezugspreis für die reichhaltige Zeitschrift beträgt nur 2 M. im Jahre._ Hus der frauenbewegung. Eine Zusanimenkunft, der Bedeutung nicht beizumessen ist, da hinter den Veranstalterinnen gar keine reale Macht steht, hatten in dieser Woche mehrere Damen unter der Firnia„Kon- ferenz zur Förderung der Arbeiterinneninteressen" einberufen. Lffiziell war nur der christliche Verband der Heimarbeiterinnen vertreten. Ueber diverse Themata wurden Referate gehalten und entsprechende Resolutionen angenommen. Ueber die Frauenarbeit in Oesterreich geben die Berichte der Arbeiterunfallversicherungsanstalten und der Krankenkassen einigen Ausschlust, wenn dadurch auch natürlich die immense Zahl der Heimarbeiterinnen und der arbeitenden weiblichen Familienangehörigen nicht erfastt werden kaim. Im Jahre 1890, beim Jnslcbentreten der Krankenversicherung, gab es 338 895 weib- liche Äasienmirglieder, 1900 aber 067 273: die entsprechenden Zahlen für die männlichen Mitglieder waren 1890: 1 209 930, und 1906: 2 279 935. Die Gesamtzahlen der gegen Krankheit versicherten Ar- beiter beiderlei Geschlccbts betrugen in den beiden Jahren 1 518 825 und 2 946 668. Das Verhältnis der weiblichen Muglieder zu den männlichen, 23: 77, ist während der ganzen langen Zeit fast un- verändert geblieben. In den L e h r I i n g s krankenkassen waren 1906 12 491 Mädchen, in den Bruderladen des Bergbaues 3230 weibliche Mitglieder. In der Textilindustrie waren nach den Berichten der Geiverbeinspcktore» 1908 beschäftigt: Weiblicke Arbeiterinnen 111806 gegen 93 013 männliche Arbeiter. Bezeichnend ist, dast selbst die Gewerbeinspekloren die Beschäftigung von 55 Arbeiterinnen und 29 Arbeitern unter 14 Jahren feststellen. In der Putz- und B e- kleidungsindustrie waren beschäftigt 26 930 weibliche und 13 473 männliche Arbeiter. Sehr bezeichnend ist, dast besonders in der Altersstufe von 14 und 16 Jahren die weiblichen Ar- beiler weitaus überwiegen.„Komm den Frauen zart ent- gegen" in kapitalistischer Auffassung.... Gewaltig sind auch die Opfer, die die Frauen auf dem Schlacht- selbe der Arbeit bringen. Obgleich sie geringerer Unfallgefahr aus- gefetzt sind wie die Männner. wurden doch von 1890—1905 nicht weniger als 536 weibliche Unfallversicherte getötet und 9583 schwer verletzt. Die Gesamtzahl der von 1890—1903 registrierten Unfälle war 814 082, wovon jedoch nur 244 587 gleich 30 Proz. eine Ent- schädigungsleistung der Anstalten begründeten. Von diesen 814 082 Unfällen verliefen 11528 tödlich. Die Zahl der Unfälle jugendlicher Arbeiterinnen betrug 1830 74, 1303 aber schon 191. So wird die Frau, selbst das Mädchen aus dem Proletariat immer mehr in die Erwcrbsarbeit hineingezogen, in ihr aber auch trotz aller Schutzmastnahmcn, durch die Hast und Treiberei infolge des Zwangs der allgemeinen Teuerung immer mehr gefährdet. Aber— die Sozialdemokraten zerstören die Familie! Der Frauenverband der norwegischen Arbeiterpartei. Anfang der verflossenen Woche hielt der Verband im Volks- hause zu Kristiania seinen 8. JahreSkongretz ab. 86 Delegierte waren anwesend; dazu die Mitglieder des Hauptvorstandes, so dast der Kongrest gegen 100 Vertreterinnen zählte. Der Verband um- saht jetzt 33 Vereine mit rund 1400 Mitgliedern. Aus der Partei- lasse erhielt der Verband einen Zuschust von 500 Kronen, der namentlich in der Storthingswahlbewcgung zur Aufklärung und Agitation unter den Frauen diente. Das auf Beschlust des vorigen Jahrcskongresses gegründete Verbandsorgan„Kvinden" („Die Frau") hat sich als ein gutes Aufklärungsmittel bewährt. Die vom vorigen Kongrest gcfastte Resolution, in der die An- ftellung weiblicher Polizeibeamten verlangt wird, ist der Polizei- kammer von Kristiania überwiesen worden. Der Kongrest richtete an die Ortsvereine die Aufforderung, energische Agitation für das Blatt zu entfalten und dafür so weit wie möglich Gelder zu bewilligen. Ferner erklärte der Kongrest die Anstellung einer besoldeten Geschäftsführerin und die Er- richtung eines Bureaus der politischen Frauenorganisation für dringend notwendig und erteilte dem Hauptvorstande Auftrag, diese Angelegenheit in die Wege zu leiten und mit dem Partei- vorstand zwecks Bewilligung der nötigen Mittel zu beraten.— Aus den übrigen Verhandlungen ist hervorzuheben, dast der Kon- grest sich mit den Regierungsvorschlägen zur Verbesserung � der Lage unehelicher Kinder und ihrer Mütter einverstanden erklärte, ferner einen Beschlust für die Errichtung kommunaler Kinder- gärten herbeiführte, und schließlich zur Frauenwahlrcchtsfrage folgende Resolution annahm: „Der Frauenverband der norwegischen Arbeiterpartei er- sucht das Storthing, den nun vorliegenden Vorschlag zur Aus- dehnung des kommunalen Wahlrechts für Frauen anzunehmen, so dast die Frauen zum Herbst unter denselben Bedingungen wie die Männer zur Wahl� schreiten können. Der Kongrest er- klärt, dast die Frauen durch ihr großes Interesse für die Fragen des Genieinwesens und durrf) ihre Teilnahme an den Wahlen bewiesen haben, daß nun keine irgendwie haltbaren Argumente gegen das allgemeine kommunale Frauemvahlrecht angeführt werden können. Da das begrenzte Wahlrecht eine große Un- gerechtigteit, speziell gegen die Frauen der Arbeiterklasse ist, ersuchen wir das Storthing dringend, den erwähnten Vorschlag anzunehmen." Als Vorsitzende des Frauenverbandes wurde die Genossin Frau Martha Tynäs wiedergewählt, die dieses Amt bisher bc- kleidete._ Leseabende. Trcptow-Baumschulcnwcg. Morgen, Montag, in den bekannten Lokalen. Arbeiter-Turnerbund, 2. Gruppe. Wegen des Spaziergangs nach Treptow findet die für heute angesetzte Vorturn crversamm- l u n g in Lankwitz nächsten Sonntag statt. Der Gruppenleiter. Kaufmännische Kranken- und Sterbekafse von 1885.(E. H. 71.) Dienstag, den 8. März, abends 9 Uhr, im Restaurant A. Ländro, Stralauer Str. 36/37: Sitzung. 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Oeuisshiaiüls 11 (ninnsle SJcMsme • SO SltzplBtzo Feenhaff. Autaiattunj Beginn: Wo« hontag« 4 Ehr. h•» Panopticum| 4� tv€£11 A Ii ST Frledrlchst. 165, Pschorrpal. V llZnt Großes Mate-Konzert NtÄiie„Slümper': Neu! AH Ben Mohamed, orientalischer Gaukler. Mr. Widowskl, Schwert- und Bajonett-Künstler. Heitere Vorträge. Vollständig neues Programm. Casijio-Theater Lothringer Straße 37. Anfang 8 Uhr. Herlin bei Nacht. Possein 3 Akt.».<8. Schödler-Pärassinl. Sonntag 4 Uhr: Muiter GrSbarl. sm Kommandanteuftr. 57. T. 21. 4. 5083. UflT" Nur noch bis inllussve Monlag, den 14. März: So>unß man's machen und Eine Eebergang«- Ehe. Ans. S Uhr. Borvertaus 11— 2 Uhr. Dienstag, den 15. März: Beginn des großen Es werden solgende Stücke aus« gesührt:.Endlich allem".»Fall Blumentops"..Die Welt geht unter-. »Letzte Ehre-.»Familieiitag im Hause Prellstein-.»Hapsisch geht zur Jagd-. »Meine-Deine Tochter-.»Gemeinde. Narr".»Die beiden Bindelbands-. !. Serie: Di« Original- Rlabrlaapartie und Ka lebe daa Nachtleben mit Anton und Donat Herrnfaid m den Hauptrolle». Billetts hierfür ab heute bereits zu' hohem Tonbild-Tlieater Da* ichünste t: Programm o Berlins, o lausend vom L. � u. a.: Am Hofs ü Messallne. Kunstsilm 1. Rang, j« 3. Platz 34 Pf. ä? Kind. 10 Ps. ahn. Nachzahlung. Dauervorsteli. v. 4—11 Uhr. 7. rotttrz L einer»Dpi.» Livlimer--«» 1 8ssl Sonntag, den 6. blärz, Hbr: Mm\ des Bliiaer-Örekien Dir.: Dirig, F. Neisser. Solisten: Beoht, lambinon. Karten bei Bote& Back, Warthelm etc. Oroheiter-Bureau LBtzow. etraie 76, Tage», und Ahendkaeee. Reiehshalleo-Tbeater. SlettinerSänger Oer NachtwAchter vor Zerpensshleuse ponMehsel. Ansang: Wochent. « Uhr. Sonntag» 7 Uhr. Pklsst-shelller. Burgstrabe 24, am Bahnhol Börse. Intern ationalea Ringkampf-Championat um die Weltmciatcrachatt. Proteltor i Herr Pros. H. Hundrioser. Preise: 10 000 M. in bar. Sonntag. 6. Mär» ringen: Ramgnoff, Rubland. geg. Rauertt, Italien. Schneider. Tirol, gegen LtniaufiN. Frankreich. Willy Mehner, Sachsen, gegen Emile Bervet. Belgien.. Charters d'Auvers.'Antwerpen, gegen Herm. Winzer, Hamburg John Pohl-Ads II, Meislerringer von Europa, gegen Herbert Scott, Transvaal. Beginn der Rlngiämpse 0'/. Uhr. Vorher: Die glänzenden Spezialitäten. 5tiif. 8 Uhr. Preise 50 Ps. bis 3 M. Karl liaverland Ansang Theater, präz. 8 U. 77/79 Kommandantenstratze 77/79. Neue erstklassige Spezialität. "ll Heute nach d. Borstellung: Ball. Fracht-Säle des Ostens.| ♦ ♦ ♦ ♦ ♦ ♦ ♦ : � und MQnchenor BUrgerbräu. 4 Inhaber: Onbar Craax. Jeden(Jn VnnTOPt TllMtP?- Sbnnt.;"l. WtltiCt l, IltCtttCI und SpezialitSton-Vorstellung Auf. d. Konz. 5'/,, Vorst 8Hhr, Nach d. Vorst.: Tanzkränzchen. Srantkurtcr Allee 15 1/153. Im welBen Saale: Sonntag: TSH Z-RSUHiOf) bei stark besetzt Orchester. _ Anfang 4 Uhr._ Gr. Künstler-Frei-Konzert Im Bentanrnnt: TSgüoh: verbunden mit hamoristtsehen Vortrügen. Anfang woobectags 7 Uhr. Enlrse frei I Sonntags 4 Uhr. Vorzügl. 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Die in den Vorjahrea prämiierten Veteranen scheiden ans. Preise 50, SO, SO Bark. § Meltcr-ßi!duna$ici)ule. Sonntag, den 13. März, im großen Saale des GcwerkschaftShauscS, Eugeluser 1b: �reZllgrstk-MenÄ. Fest-Vortrsg □ Gesang □ Rezitationen Herr Heinrich Sehuls(Bortrag). £err Walter Eckard(lLeiang). Itatton). Mitwirkende 'l Herr Walter Eckard Herr Emil Ilühne(Nezstalion). —--— Eröffnnng 6 Uhr.---. Beginn 7 Uhr.--—— Billetts A 60 Pf. find in der Schule, an den bekannten Stellen und an der Kasse zu haben.— Karderobe srei. I�scklier: Sonntag, den 6. März, 3'/. und 7't, Ubr: £ grosse iirttlauteBorstellungen Nachmittags hat jeder Besucher ei» Kind frei, weitere Kinder unter 10 Jahren zahlen halbe Preise außer Galerie. In beiden Vorstellungen ungekürzt: Die drei Rivalen. In beiden Vorstellungen: ilei' kleine Reiter. Barbarentänze 11 Pees. Rl-Tchave» U Pers. Die Amerikaner �eriai Shaws. SImtl. Clown« mit neuen Witzen. .Eisenher»- v. Meistersinger a. d. Eloge, ger. v. Kommission». latCnatav Stcnsbeck a. G. Zs irkns-v» arrasam alter Botanischer Garten. Sonntag, den 6. März 1910: nachm. 4 Uhr u, abends 8 In beiden VorsteUungen ein rein ärzensischos Programm. Nur ab 9'/, Uhr abends: Fortsetzung der Ringkampf- Konkurrenz unter dem Protektorot des Herrn Prot Reinheld Begas. •«,-Es ringen: Jack Lewis gegen Nitschke. Andr» gegen Paradanoff. Keykowicz gegen Axel Krook. Entscheidangsliampf: Michaileff gegen Macdanald. Sanssouci, l°ZTl Dtretlion Wilhelm Reimer. Heule Sonntag: Reue» Präge. m-$m tÄ« f. Hollm Jortll Sängers. Zum erstenmal: Mein Trompeter f. immer Opereiten-Burlesle. Löwenmut. Lustspiel in l Akt veg.Sonnt.S.wocheni. 8U. Morgen Mont.ig: Uetlmanns Nordd. Sänger Mttwoch: Theaterabend. Marin und M-gdntene. Schau- spiel w 5 Allen von Hebbel. Jut ernatiouale Ringkämpfe Heute 9>/, Uhr ringen: Alle Kämpfe bis zur Eut- scheidung: Tue miste, Finnland, gegen Oökar Schneider. Sachsen. Uld. Hein. Berlin gegen Georg SUtman». Berlin. Leon de Wotf, Belgien gegen Mb. Sturm, Charloltenburg. Im unteren Saale: Grosses Loekdier-liellerkkZi mU Doppel-Konzert, Beginn 6 Uhr. Morgen Montag v'/, Uhr ringen: Alle Kämpfe bis zur Ent- scheidung: Altmann. Berlin gegen Oskar Schneider, Lachsen. Tuomist», Finnland gegen Mdert tu'iii, Berlin. Alb. Storni. Charlottendura gegen M. Schneider, Luckenwaide. I Alt-noablt 47/48. Sonntag, den 6. Mite»: Schauspiel in 3. Auszügen von Ludwig Fulda. ! Keule Sonntsg, den 6. März 1910. £ Grolle Qsla-Vorstellungen 2 nachm. 3'/, Uhr u. abends Tl, Uhr. Um ü'/jUhr zahlen Kinder unter j zehn Jahren auf allen Sitz- j plfitzenhatbe Preise.(Galerie volle Preise.) Nachmittags 8'/, Uhr: Farmerleben In beiden Vorstellungen: Die Lockford-Truppe! In beiden Vorstellungen; Die Hassans! In beiden Vorstellungea: Vorführen und Reiten der best dressierten Schul-, Frei- heits- und Springpferde. Sämtliche Clowns mit neuen Witzfn und Spaßen. Abends 7'/, Uhr: „Mar)a" Die russische Sensations- Pantomime. Außerdem: Heinrich Fillls, Schulreiter. Volgt-Tbeater Gesundbrunne» Badstrahe 58. Scnntaa. den 6. Mär,, nachm. 3 Uhr: Bertvaift, abend» 7 Uhr: Lueinde vom Theater. Baudevill« in 6 Bildern von Emil Pohl. Musil von Conrandi. Monlag, den 7. März: Aschen-- brödel. Luslpiel in 4 Auszügen von R. Bendix. Kassenerössnung 7, Anfang 8 Uhr. Königgttidt-Kasino. Holzmartlslrahe 72., Täglich: Eranz Sobanski. Neu: Eise Marion; neu: Adda und Otisried Reley. Neu: Ellen Elitta. Neu: Les Nlrxandrow. Prolongiert: Viktor Ritter. Das sensationellste Schaustück. Rad- rennen aus der Bühne. Ztzm dunklen Korridor. Schw. t. l itfl. Volks-Theater. Blxdorl, Hermauustrasse SO. Sounlag, den 6. März, Ansang 3 Uhr: Tie Schule de» LebenS. Schauspiel in ö Alten von Raupach. Montag, den 7. März, Ansang 8 Uhr: Moria u d Magdalena. Schauiviel in 3 Alten v. Dr. P.Lindau. Ä alkalla | Weintaergsweg 19-20. Rosenth.Tor. �eute Sonntag: 2 Vorstellungen.! ftachm. 31/, Uhr: Jeder Besucher! I ein Kind frei u. abends S Uhr I in beiden Borstellnngen: Watt, j das lebende Eiekiriziiätswerk u.- die übrigen Spezialitäten. Im I | Tunnel: Die allergrölte Kanne, j Theaterbesuchern sreler Gintdttl Kerlinkk pratkr-TIlkilter Kaitanienaüee 7— 9. Jed. Sonntag u. Mittwoch 4*rolic Soiree der Apollo-Sttnxcr. fSonntag: Ans. 7 Uhr. Mittwoch; 8'/. Uhr. Nack, per Vorftellmig: T�nzkränzchen. Jed-n Donners:, ig: Glite-Ball. §! LMllüeililllZdW Ti-icktstr.«». Jeden lNentaUi Dsv!% St o ♦ . Z"-'- Springers Kabarett- und Possen-Gesellschalt. Anf. Konz. S Uhr., Vorst. 7 Uhr. Tanz. Burgtlisater-KinematQgrapii von». Grolerjan. In hob.: Rud. Marz, Schönhauser Allee 129. Tel. 3. 9353. Die wnllö Photograpiiie. p°°!� Vornehme. Qäln, neiigebaute» CS*■ 9aBG für Hochzeiten und andere Festlichkeiten mit Empsangszimmer.— Bitte meine Räume zu besichtigen. Menü- Vorschläge in jeder Preislage z. Bersüg. Für den Inhalt der Inserate übernimmt die giedaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung. 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Ulalchröder, „ der Direktion der Disconto-Oesellsehaft, „„ Dcutsrhen Effecten- and Wechsel-Bank, „ E. I.adenburg, n der fforddentKchen Bank In Hamburg, „ Id. Behrens& Söhne, „ der Rheinisch-West raiischon Dlsconto-Gesellscbaft A S sowie deren Filialen, „ dem Barmcr Bankverein Hinsberg, Fischer A Comp., sowie dessen Filialen, „ der Brau nscli weigisehen Bank- und Kredit-Anstalt A H, „ H. Hutkind& Comp.,. ., Gebrüder I.öbbecke A Co., „ der Direktion der Disconto-Gesellschatt, „ E. C. tVcyhnusen, ,, Eiehborn A Co. sowie deren Filialen, „ E. lleiiunnn, „ H. v. Pachaly's Enkel, „ der Ülchlesisclien Handels Bank A H., „ Sinl. Oppenbelm jr. A Cle., „ der Allgemeinen Dentschen Credit> Anstalt, Abteilang Dresden, „.. dtüchsischen Bank an Dresden, „ C. H. Trinkuns, „ B. Simoons& Co., „ von der Heydt-Kersten A Söhne, „ Hermann Bartels, „ Ephraim Beyer& Sohn, „ A. Mplegelberg, „ Veit E. lloniburgcr, „ Strans A Co., , der fiönlgsbergcr Vereinsbank, „„ Norddoutsclien Crcdllanstalt sowie deren Filialen, „ H. A. Samter Xachfolger, „ Hebrneder Sclillmm, „ der Allgemeinen Deutsohen Credit• Anstalt sowie deren Filialen, » ,, Filiale der Slichslschen Bank sn Dresden, „ dem Bagdeburger Bankverein sowie dessen Filialen, „ F. A. b'enbaucr, „ der Direktion der Dlsconto-Hescllschuft, ,,_ Süddeutschen Dlsconto-Hesellscbaft A H. sowie deren Filialen, », Bank för Thüringen vorm. B. B. S trapp A H. sowie deren Filialen, „ n Bayerischen Hypotheken- und Wechsel-Bank sowie deren Filiale in Landshut, _„ Bayerischen Vereinsbank sowie deren Filialen, »„ Bayerischen Dlsconto- und Wechsel-Bank A H sowie deren Filialen, „ n Direktion der Dlsconto- Gesellschaft Zweigstelle Potsdam, „ Wm. Schlntow, „ der Bank von Elsaß and Eothrlngen sowie deren Filialen, „„ Stahl A Federer A H. sowie deren Filialen, _„ Könlgl, WUrtt. Hof bank H. tu. b. Um n Doertenbaeh&. Cle. H. m. b. H, „£. Hummel A Cle., „ der Direktion der Dlseonte-Hesellscbaft Depositenkasse Wiesbaden zu den nachstehenden Bedingungen, ferner in Paris. Bukarest, Brüssel, Antwerpen und Amsterdam zu den dsselbst bekanntgegebenen Bedingungen. Die Subskription erfolgt auf Grund des zum Prospekt gehörigen Anmeldnngsforronlsrs. Einer jeden Änmeidungsstelle ist die Befugnis vorbehalten, die Subskription auch schon wpr Ablauf jenes Termins zu schließen und nach ihrem Ermessen die Höbe des Betrages jeder einzelnen Zuteilung zu bestimmen. Der Siibskrlptlonsprels ist»uf 90"/, vom Nennbeträge der Francs, 100 Francs-- 81 Mark gerechnet, zuzüglich der Sttiokzinsen zo 4"/„ vom 1. März 1010 bis zum Tage der Abnahme. festgesetzt. Die--------- 3. Bei der Subzkri� ist entweder..______. legen, welche die betreffend» Subskriptionsstelle'als zulässig erachten wird, 4. Die Zuteilung wird sobald wie möglich nach Schluß der Subskription ei Zuteilung weniger als die Anmeldung beträgt wird die überschießende Siel zurückgegeben. 5. Die Abnahme der zugeteilten mit Coupons über die Zinsen vom 1. März n. St. 1910 ab versehenen Obligationen kann vom 15. ÜUr. d. J. ab gegen Zahlung des Preises(3) geschehen. Der Zeichner ist jedoch verpfHchtot, ein Fünltol des Nennbetrages der Stücke spätestens bis einschließlich 15. Ulörz 10 lO ein ,, ,,„»„„ n„ 19. April 19 19 ein �„„„„ ,i»,»» ,, 18. Mal 1010 zwei ,, i, ,,„„»,», ÄO. Juni lOlO abzunehmen. Nach vollständiger Abnahme wird die hinterlegte Sichenheit auf den zugeteilten Betrag verrechnet bezw. zurückgegeben. Für zugeteilte Beträge untfü- 15 000 Francs nom. ist keine sukzessive Abnahme gestattet, und sind solch» bis zum 15. Hiürz d. J. ungetrennt zu regulieren. Anmeldungen auf bestimmte Absnhnitte der 4®/, Obligationen können nur insoweit berücksichtigt werden, als dies nach Ermessen der Subskriptions stelle mit den Interessen der anderen Zeichner verträglich ist. Anmeldungslomnlar« können von allen vorgenannten SubskriptSonsstellen kostenfrei bezogen werden. Berlin, im März 1010. Direktion der Disconto-Oesellscbaft. S. Bleichröder. tieipmig , Bagdeburs Maina , Bannbelm Belnlngen Bttnchen STlirnberg Potsdam Stettin Slraßburg I. Stuttgart Wiesbaden oiiblgen. licherhei1 Diese hinter- Im Falle die eit unverzüglich Selowsky's Boler«■ Cigaretten bleiben unübertroffen I mit Mundslück ohne Mundstück Goldmundstück 10 Stück 20 Pffg.l • s fA H§ L OliyVIllU) Allee No. 83. Kleine und mittlere bfirgerliche Wohnungseinrichtungen. Shhh MÖBEL 7. HL. 8ngelke, K�nl"" iöWi��eiseT�eNkäUün�eä�� Dr. Simmel Spezial-Arzt* für Haut- und Harnleiden. Prinzensir. 41, ÄÄ, 10— 3, 5— 7. Sonntag« 10— 12. 3-— 4. Kredit Nur einmal jahrlich zm inventurpreis! 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Die Oberstufe bietet Vorgeschrittenen und Kaufleuten. die schon praktisch tätig waren, Gelegenheit zur Erweiterung und Vertiefung ihrer kaufmännischen Kenntnisse. C. Höhere Handelskur«« für Herren, die entweder ans einer oberen ' Klasse einer höheren Schule abgegangen sind oder bereits praktisch tätig waren und über eine gnte Vorbildung verfügen. Die Teilnehmer werden tu tüchtigen Bachhaltern, Kontoristen und Korrespondenten ausgebildet. Der Besuch ist besonders solchen Herren zu empfehlen, die im Besitzt des Ein- lahrigcn-Zeugnisse« sind und sich dem kaufmännischen Beruf widmen wollen. Wahlfächer; Engl. Franz. Grammatik od. Korrespondenz u. Konversation. Dozenten: Dr. Kratz, Dr. Wutsch, Dr. Mühler, Rechtsanwalt Syndikus Eickhoff, staatlich geprüfter Handeislehrer Bu«ack, Bankbuchhalter Feltzick. 2. Handelskurse für Damen zur Ausbildung als Buchhalterin, Geschäftsstenographin, Bureaubeamtin, Handelslehrerin, Korrespondentin, Kassiererin. Hit den Halbjahrs- und Jahnt1 kursen ist ein praktisches L'ebnngskontor(Mnsterkontor) verbunden. Jährliche Kurse für Töchter gebildeter Stände zur Ausbildung alt Geschäftsstenographinnen und Korrespondentinnen in fremden Sprachen. Für Damen, die das Abgangszeugnis der ersten Klasse einer höheren Töchterschule und gnte Kenntnisse in der englischen und französischen Grammatik besitzen. Korreapondentlnnen mit SprachkenntnKten, die loa Silben In der Minute stenographieren, die deutsche, engllMhs und(ranzoalsche Stenographie be- herrschcn, werden«tot* getueht und erhalten von vornherein bessert Stellungen und höheres Q ehalt, EQI Die reellsten und billigsten Möbel and Poleterwapcn auf Teilzahlung zu Kassenproiaen und Zins« Vergütung erhält man in der seit 32 Jahren bestehenden Möbelfabrik unter lOjähriger Garantie| Cnlllllv Reichenberger 1106L. Ä. Olli U IL, StraBe 8. 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Wir haben schon einen kurzen Auszug aus der neuen Ordnung veröffentlicht, wollen aber heute ange- sichts der Wichtigkeit des Gegenstandes folgende eingehendere Heber- ficht geben. Der für Berechnung des Wertzuwachses maßgebende § 2 lautet: 1. Als Wertzuwachs gilt der Betrag, um den der Vcräutzerungs- erlös den Anschaffungsweri übersteigt. 2. Ter Anschaffungswert bestimmt sich nach dem gemäß 8 6, Absatz 2 und tz der Umsatzsteuerordnung vom... zu. berechnenden Erwerbspreise. Diesem Erwerbspreisc werden hinzugerechnet: a) die nachgewiesenen Kosten des Erwerbes— einschließlich der V'rmittelungsgebühr bis zur ortsüblichen Höhe—; jedoch keinesfalls mehr als a v. H. des Erwerbspreises; b» alle nachgewiesenen Ausgaben für dauernde Verbesserungen deS Grundstückes, soweit die Ausgaben nicht durch Verficherungs- leistungcn gedeckt worden sind, einschließlich der Straßendaukosten und der Kosten des ÄanalisaitonSanschlusses. Sind dauernde Verbesserungen durch Neu- oder Umbauten herbeigeführt, so werden auch das Architektenhonorar, die üblichen Bauzinsen und die üb- lichen Kosten der zum Zwecke eines Neubaues erfolgten Hypotheken- beschaffung, ferner für die eigene vom Beräußercr bei dem Bau geleistete Tätigkeit, sofern sie in seinen Gewerbebetrieb fällt, eine angemessene Vergütung hinzugerechnet. Kosten der laufenden Unterhaltung, insbesondere der Instandhaltung der Wohnungen und ihres Zubehörs, bleiben unberücksichtigt; c) der Betrag, mit dem der Vcräutzcrer beim Erwerb im Wege der Zwangsversteigerung ausgefallen ist, insoweit für die ausgefallenen Hypotheken und Grundschulden Valuta gewährt und der Verlust nicht anderweitig gedeckt ist; ck) bei Grundstücken, die nach 8 5 der Umsatzsteucrordnung als unbebaut gelten, die an Dritte gezahlten Zinsen von Hypotheken und Grundschulden, insoweit dafür Valuta gewährt ist, bis zur Höhe von 4 v. H., sowie Zinsen von 4 v. H. für das eigene, vorn Beräutzerer nachweisbar zur Tilgung des Erwerbsprcises oder übernommener Hypotheken und Grundschulden aufgewendete Kapital, soweit die Zinsen nachivcisbar nickst durch Einnahmen aus dem Grundstücke gedeckt sind. Tie Zinsen laufen bis zu dem Tag, an dem die Nutzungen des Grundstücks auf den neuen Erwerber übergegangen sind, längstens jedoch bis zum Tage des Eigentums- Überganges. Ist das Grundstück nach dem Erwcrvc bebaut worden, so endet die Zurechnung von Zinsen spätestens mit der polizeilichen Gebrouchsabnahme. Zinscszins wird in keinem Falle berechnet. 3. Als Veräußerungserlös gilt die Summe, die der Umsatz- steuer zugrunde gelegt wird(§ 6, Absatz 1 bis 3 der Umsatzsteuer- ordnung�, abzüglich der vom Veräußerer nachweislich gezahlten ortsüblichen Vermittlergebühr. 4. Wird ein Grundstück in Trennstückcn veräußert, so wird ihr Erwerbspreis dadurch ermittelt, daß der Erwerbspreis des ganzen Grundstücks, unter Ausschaltung etwaiger unentgeltlicher Land- abtretungen zu Straßen und Plätzen, auf die einzelnen Trenn- stücke nach dem Verhältnis ihrer für die Zeit des Erwerbes zu bc- stimmenden gemeinen Werte verteilt wird. lieber die Höhe der Steuer sagt§ 3 in der jetzigen Fassung: Die Steuer beträgt von dem Teil des Wertzuwachse» bis zu 2000 M......... 1 Proz. von 2 000 bis zu 4 000 TO.... 2„ 4000„„ 6000„,.. 3„ „ 6000„„ 10000..... 4„ „ 10000„„ 30000„... 5„ „ 30 000„„ 60 000,... 6„ ,. 60 000.„ 400 000 über 400 000 M......... 9 Zu dem nach Absatz 1 berechneten Beirage werden soviel Pro- zente des Betrages als Zuschlag erhoben, wie der Wertzuwachs Prozente des AirschaffungSwertes beträgt. Hierbei wird nur nach ganzen Prozenten gerechnet, Bruchteile unter 0,0 werden gestrichen, und die höheren als eine Einheit gerechnet. Wenn bei Eintritt der die Steuerpflicht begründenden Tat- fache feit der letzten voraufgcgangenen Veräußerung 10—0 Jahre verflossen sind, so wird zu der nach den Vorschriften der Absätze 1 und 2 zu berechnenden Wertzuwachssteuer ein Zuschlag in Höhe von einem Viertel und bei einer Besitzdauer von weniger als fünf Iahren ein Zuschlag in Höhe der Hälfte und bei einer Besitzdauer von weniger als 3 Jahren ein Zuschlag in voller Höhe dieser Steuer erhoben. Ueberstcigt die berechnete Gesatntsteuersumme 25 v. H. des Wertzuwachses, so wird sie auf diesen Höchstsatz ermäßigt. 'Ve„ Saugewcrbliche Unternehmer, die Baustellen angekauft und darauf Häuser errichtet haben, zahlen bei einer Besitzdauer unter drei Jahren statt des Zuschlages in voller Höhe(§ 3, Absatz 3 a. E.) nur einen Zuschlag in Höhe der Hälfte, wenn der Wertzuwachs hinter 15 000 M. zurückbleibt. Bei Tauschgeschäften wird die Steuer nach 8 4 für jödcs der getauschten, im Stadtbezirke gelegenen Grundstücke besonders er» hoben. Ter Gesellschaftsparagraph lautet in der neuen Fassung: 8 5. Die Steuer gelangt auch zur Erhebung: a> wenn Eigentum an einem Grundstück in das Vermögen einer Gesellschaft oder eines Vereins, oder Grundeigentum einer Gesell- sckaft oder eines Verein» auf einen bisherigen Gesellschafter über» geht und zwar auch dann, wenn es nach den Vorschriften des bürgcr» lichen Rechts einer Auflassung nicht bedarf; d) wenn der Erwerb von Grundstücken im Wege der Uebcr» tragung des Vermögens einer Gesellschaft oder der Umwandlungen von Gesellschaften oder Genossenschaften erfolgt, und zwar auch dann, wenn es nach den Vorschriften des bürgerlichen Rechts einez Auflassung nicht bedarf; c) bei Veränderungen im Personenstände oder in der BetcilZ- gung am Vermögen von Gesellschaften mit beschränkter Haftung, Kommanditgesellschaften, Gewerkschaften, eingetragenen Genossen- schastcn und eingetragenen Vereinen sowie offenen Handelsgesell- schaften von deren Grundeigentum, insoweit als es der Beteiligung der Gesellschafter oder Mitglieder an der Gesellschaft oder dem Verein entspricht. Voraussetzung der Steuerpflicht in diesem Fall ist, daß die Gesellschaft oder der Verein satzungsgemäß oder tat- sächlich den Erwerb und die Veräußerung oder die Verwerfung von Grundstücken oder von Rechten, die Grundstücken gleichstehen, bezweckt. In den Fällen des 8 L wird der Berechnung des Wertzuwachses an Stelle des Erwerbspreises mindestens der gemeine Wert des Grudstücks oder Rechts zur Zeit des Erwerbes zugrunde gelegt. Hinzugerechnet werden dem gemeinen Wert lediglich die in 8 2, Absatz 2, b, aufgeführten Koste», soweit sie in der Zeit ztvischci; dem Erwerb und der eingetretenen Rechtsveränderung entstanden sind. Hat der Besitzwechsel vor dem 1. April 1895 stattgefunden, so tritt für die Berechnung der Wertsteigerung in Ucbercinstimmung mit der Vorlage der gemeine Wert von�jenem Zeitpunkt an Stelle des Erwerbspreises, sofern nicht der Steuerpflichtige diesen E''- wcrbSprcis zugrunde gelegt wissen will. Indessen ist jetzt dem§ 10 folgender zweite Absatz angefügt: Wird gemäß Absatz 1 der gemeine Wert zugrunde gelegt, so werden ihm lediglich die unter 8 2, Absatz b, aufgeführtem Kosten hinzugerechnet und auch diese nur insoweit, als sie nach dem für die Feststellung des gemeinen Wertes maßgebenden Zcitflunlt cnt- standen sind. Der Magistrat hat seine Zustimmung erteilt. Inzwischen sind auch die Genehmigung des Oberpräsidenten und die Zu- stimmung des Finanzininisters und des Ministers des Innern erfolgt."Die Steuerordnung tritt Montag, den 7. MärZ. in Kraft. ooVooooooQoooei>ooo�Ooc�oooO�ooo�oooQooc>O?oo»Qooo�oo Iiis Eröffnung der friihjahrs-Saison o o heben wir folgende günstige Angebote besonders hervor: Anzug„Trefflich" Eleganter Zwimbuckikin in reicher Musterauswahi........... M. Anzug„Triumph" Kammgarnart, in den neuesten Dessins............... M. 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Obiglos festsillc, Zchwcdter Strafte 23, abendZ Nordel) I Pranke« Festsille, Badstr. 19, abends 8'/, Uhr. Pmchtsttle Kord-Weat, Wiclcfstrafte 24, abends Nesten und 8cditoelierg: abend» S'/j Uhr. Neuwahl der Bezirksleitung. Osten und Lielilenljerg:"z. u?rmeI" Stralau und Rümmelsburg:"«Tl�SaeSw?4' abends 81/- Uhr. Bericht und Neuwahl der Bezirksleitung. ZAeii uiill Zllhosl: m'""" K Tanol* Horsigwaldcr Fentsiilc, Borsigwalde, icycl. TPandauer Strafte, abends« Uhr. RlXdOr?! Verelnsbranerel, Hermannftr. 214, abends 8'/, Uhr. Vlaniii?' Sokell Käses Festsiile, Ahoruttrafte 13 a, . abends«>/, Uhr. cdarlotlendurg: Volkskan«, Ronnenstr. 3. abends 3'/, Uhr. NkeiKaneaa' HoLkopls Restaurant, KSnig-Ehauffee 38 n ClUCildCC. abends 8'/. Uhr. Köpenick u. Friedriehsliagen: Friedrlchsbagen, Friedrichstr. 69, abends 8'/, Uhr. Cnonrlan* Restaurant Vorniirts, Schiinwalder Strafte» OjJrtjlürtU. abends 81/, Uhr. Ober-Schiineweide: ÜÄÄÄV'ri».. q, Tages-Ordnung: Stellnngnal/me zur Generalversammlung tSV Mitgliedsbuch legitimiert. Zahlreicher Besuch wird erwartet. 112/18 Kcdtung! Metallarbeiter! Achtung! Montag» den 7. März, abends 7 Uhr: Versammm lung alter in den Sisenkoustruktionsbetrieben Oerlins beschäftigten Kollegen in Dräsels Festsälen, Neue Friedrichstr. SZ. Tagrs- Ordnung 1. Der Streit bei der Firma.Reiter A Stshneevogel in Wlttenun und welche Stellung müssen die in den andere« «touslruktiansbetrieben beschäftigte» Arbeiter da»« nehmen. 2. Diskussion. Kollegen! Die Lohn- und Arbettsverhältniffe W den«onstruttionsbetriebeu bedürfen dringend der Berbessernny. Darum mnft jeder zur Stelle sein. Niemand darf Siretkarbett mache» k— Die Itollegcn solgender Firmen sind hierzu ganz besonders eingeladen: Stöttens& Nolle, Hoinr Lehmann& vis., Dellsohau, Thiesaen, Omckenmüller. Breesi& Cie,, Brellschneider 4 Krüge''. Hirsch(Sichlenberg), Gössen, Fränltel 4 Sohn, SpSther(Rixdorf), Ravens Söhne, Becker (Retmikmdörs), Rössemann& Kühnemann, König, Küken 4 Cie., Oegener, Plagge& Harlmann, Weil Netter 4 Jakobi(AdlerShos), Lauchhammer, Cjrklop. Dienstag, den 8. Marz, abendS 8 Uhr: All�emcliie Versammlung der Kohrleger und Heiser Berlins und llwgegend in Freyers Festsälen(früher Keller), Koppenstr. 29. TageS- Ordnung: 1. Die gegenwärtige Situation im Rohrlegergetverbe. and welche Stellung müssen jetzt die gesamten Kollegen einnehmen? RejercrU: Kollege Handle. 2. Diskussion, Kollegen l Da es endlich an der Zeit ist. eine wirklich wahrheitsgemäße Darstellung der gegenwärtigen Verhältnisse im Rohrlegergewerbe der Oesientiichlctt mit- zuteilen, ist es notwendig, daß Ihr alle in dieser Versammlung erscheint. Lange und ost genug hat man von anderer Seite, des sogenannten.All- gemeinen Deutschen Metallarbeiter-Verbandes' versucht, Euch, Kollegen, und die Oefientlichleit zu täuschen. Iii dieser Versammlung soll sich zeigen, wo und wie die Jnteresten der Arbeiterschaft am besten vertreten werden. Darum agitiert für einen Massenbesuch der Rohrleger und Heiser zu dieser Versammlung,«einer darf fchleu l_ Dienstag, de» 8. März 1»10, abends 8V,Uhr: Versammlung der Schiiilirßltlhsihllifftr mid Zengsilimielic im Dresdener Garten, Dresdener Str. 45. Tagesordnung: Bericht über die Darifverhandlungen mit de« Unternehmern. Pflicht eines jeden Kollegen ist es, in dieser Versammlung zu erscheinen. Dienstag, den 8. März abends 8 Uhr: kroße Versammlimg mit Cichthildern im großen Saale der Brauerei Kimigstadt, Schönhauser Allee 10/11. Ta ges-Ordnung: Vortrag des Genossen Ehagrin über: „Lines Arbeiters Reise um die Welt/4 Kollegen I Der Genosse Thagrin dürste allen bekannt sein durch seine outen Rciscbcschrcibunqen in der.Mclallarbeiter-Zeituyg». Deshalb sollte jeder Kollege es möglich machen, in dieser Versammlung zu erscheinen Auch dürste es angebracht sein, die Frauen zu dieser Versammlung mttzu- bringen. Der Eintritt lostet 10 Ps. und wird durch Tellersammlung er- hcvczl. Die Ortsvcrtvaltnng. Leukeiler Kotzarbeiter-Verliand. Dienstag, den 8. März 191.0: Gemeinsame General-Versammlung für die Orte Serlin, Charlottenburg, ftixdorf, Sehöneberg, Weißensee im Gewerkschaftshaufe, Engelufer 14/13(Saal 4). Tages-Ordnung: 80/3 Kencht öder die Verhaudliiiigeu mit dev Kiitfrurljnifrit uud StrHuiipaijiur M Abschluß des itertrages. Maschinen Arvelter! Donnerstag, den 10. März, in den Andreas- Festsälen, Andreasstraste 21: Branchen-Versammlung. Ovis- Krankenkasse der Möbelpolierer. Sonntag, den 19. Mär» 1919, nachmittags 3 Uhr, im Lokale Blumeustrafte 38: General'Versammluiig. Tagesordnung: 1. Bericht des Vorstandes. 2. Jahresbericht. 3. Bericht der Revisoren (Dechargeerteilung). 4. Ersatzwahl des Vorstandes ft Arbeitnebmer). S. Wahl deS Kassierers, Zahlstelle Ostm. 6. Anträge und BerschieoeneS. Berlin, ö. März 1910. 271/18 Der Vorstand. Berliner Mitgliedsbuch und Delegierteukarte legitimiert. Di« OrtSverwaltung. Zweigverein Berlin. Freitag, den 11. März, abends 8 Uhr, in den„Nenen Arminhallen", Kommandantenstr. S8/S9: General-V ersai ihm ilnng* aller Sektionen, Zahlstellen und Bezirke des Gesamt-Zweigvereins. Tages-Ordnung: 1. Bericht vom 11. Verbandstag. 2. Geschäfts- und Kassenbericht für das Jahr IVOS. 3. Gewerkschaftliches. Mitgliedsbuch legitimiert, ohne dasselbe kein Zutritt. 138/18» _ Vollzähliges Erscheinen erwartet_ Der aSwelgverelnsvorstand. Eingetragene Genossenschaft mit beschränkter Hastpflicht. Bilanz per 30. September 1909. Vlitlva. 1. An Kassa- Konto.... 2S43,24 2, Knoentar-Konto.. 13700,— 3., Gelpann-Konto.. 16000,— 4., Bank-Konto.... 13565,85 6., Waren-Konto... 13972,64 6.„ BrtricbSuntost.-Konto 195,— 7.„ Ylespannunk.-Konto. 411,55 8.. Konto pro diversi. 610,00 Mark 61003,28 Passiva. 1. Per Konto pro diversi. 28643,20 2., ReservefondS-Konto. 550,— 3., Konto der Genossen 1500,— 4., Dartchns-Konto.. 22500,— 5., Gew.- u. Verl.-Konto alter Saldo 1786,76 neuer. 6023.32 7810,08 Marl 61003,28 Im Lause des Geschäftsjahres 1908/09 ist lein Genosse beigetreten und keiner ausgeschieden. ES gehörten der Genossenschaft am Schluß des Geschäftsjahres 1908/09 15 Genossen an mit einer Gesamt- hastjummc von 1500 Mark und dem gleichen Geschältsgulhaben. Die Hast- summe hat sich nicht vermehrt und nicht verringert. 103/10 Berlin, den 6. März 1910. Der Vorstand: 21. Michaelis. Paul Lenz. Hmkn-Kmiskktii»!.! WM Morgen Montag, den 7. März, abends 8'/» Uhr» in den „Königssälen", Neue Königstr. 26(Eingang Wadzcckstraße): Ksascliiiaiisslhacidtr- Unsaimalung. Tages-Ordnung: Bericht über die Berhandlunge« mit den einzelnen Firmen und unsere weitere Stellungnahme. Reserent: Kollege Run,!«. Speziell sind die Kollegen der Finnen: A. Stier, S. Adam, Machol u. Lewin. Bender«. Gattman«, S. Rcichmaun. Pohl u. Schmidt. Stern Gebr., Paul Unger. Jean Popper. H. Lesser,(lohn u. Sohn, L. Elsbach Nachf., Kaufmann u. CT». und ganz besonders die Kollegen der Firma Hugo Hermann hierzu eingeladen.. �. 102/8 ggr* Bitte für vollzähligen Besuch Sorge zu traaen. _ Die Kotumission. Müll Jfilitärsclinelder. AäM! Morgen Montag, den 7. März, abends S'/a Uhr, in den„Arminhall cn", Kommandantenstr. 58/39: der ilili Tages-Ordnung:. 1. Vortrag deS Kollegen Ritter. 2. Bericht der Kommission über die Lage, in den einzelnen Geschäften und Stellungnahme zu den neuen Unisormen. 3. Dislussion und Verschiedenes. Zahlreiches und pünktliches Erscheinen erwartet Di« Kommission. Bezirk Steglitz. Morgen Montag, den 7. März, abends 8>/z Uhr, bei Schrllhase, Steglitz. Ahornstr. 13 a: Versammlung/ atler in Steglitz uud Friedeimu beschSstigteu Kollegen. TageS-Ordnung: „Die Antwort der Arbeitgeber». Reserent: Kollege Kunze. Zahlreiches Erscheinen erwartet Dl« Kommission. = Bezirk Charlottenburg.----- DienStag, den 8. März, abends 8Vi Uhr, im Bolkshause, Rostnenstr. 3: V er isam miung aller in Eharlottenburg beschäftigten Kollegen. TageS-Ordnung: „Die Antwort de« Arbeitgeber-. Referent: Kollege Knnze. .....--- aRq-- Zahlreichen Besuch erwartet Kommission. Deutscher Buchbinder-Verband. Zahlstelle Berlin. Montag, den 7. März 1910, abendS 8 Uhr: Kranchen Nersammlnng aller in den* KerlinerKartonfabrikeuseschsfiigtenArbtiternArbtittmueu in den„Fortnna-Sttlcn"(Jnh. Mann), Strausberg er Str. 3. TageS-Ordnung: 1. Die Tarifbewegung der Kartonnagen-Arbeiter und -Arbeiterinnen in Planen. Resepent: Kollege Klar. 2. Branchen angetegenheUen. 23/13 Zahlreichen Besuch erwartet_ Die Ortsverwaltnng Dr. med. Fackelmanns spezialärzti. Institut liir Beinielden: Cit Uli WM»«. Mi k!M Moderne Behandlnnr mit HeiSloft, Stauung, Massage, Kompression, ohne Operation una Bettruhe. Aufnahme auswärtiger Patienten. Zlmmcrstr. 78. 9—12, 3—6, Mittw. u. Sonnt. 9—12. Tel. L 6023. Ortskrankenkasse der Maschinenbanarbeiter und verwandten Gewerbe zn Berlin. I. Die Wahlen von 143 Vertretern der versicherungspflichtigen und 8 Vertretern der freiwilligen Mitglieder für die Generaloersammumgen pro 1910/1915 gemäß§ 44 des Statuts finden statt am Tonntag, den 20. März 1910, von 10 Uhr vormittags bis 1 Uhr nachmittags. Es wählen: Abteilung I(F. und SO): 39 Vertreter im Märkischen Hof. Admiralstraße 18 e. Abtcllung II(W., SW. und C.): 24 Vertreter im Lokal« von Gustav Löhrich, Markgrasenstraße 88. Wtellung III(N. und NW.): 66 Vertreter in RaabeS Festsälen» Kolberger Straße 23. I Abteilung IV(O. und NO.): 14 Vertreter im Lokale von Albert Trebus. Uirslenwaldcr Straße 17. Abteilung V:(Freiwillige Mitglieder): 8 Vertreter hn Lokale VON • r." Karl Stutz«Drei Stäben), Neue Schönhauser Straße 20. •— Die Wahlen sind geheim." Swgabe der Stimmzettel von 10 blS 1 Uhr. Die Stimmzettel dürfen nicht mehr Namen enthalten, als in den einzelnen Abteilungen Vertreter zu wählm sind. Ferner müssen die Stimmzettel enthalten: Vor. und Zunamen, die genau« Wohnung und die Buchmunmer der zu Wählenden. Stimmzettel, welche obige Angaben nicht oder mehr Namen enthalten, als in der betreffenden Abteuuiig zu wählen find, sind ungllllig. Um 1 Uhr nachmittags wird der Wahlalt geschlossen und beginnt daraus die Ermittelung deS Wahlresultats. Wahlberechtigt und wählbar find nur Mttglleder, welche daS 21. Lebens- jähr erreicht haben und sich im Besitze der bürgerlichen Ehrenrechte befinden. Das Lcgilimationsbuch oder die LegittmattonSkarte ist am Eingange deS Wahllokals und bei Abgabe der Stimmzettel vorzuzeigen. Die Herren Arbeitgeber bezw. Betriebsuntermbmer werden dringend ersucht, die zum Zwecke der Wahlen besonders angesertigtcn Legtttmationslarten zuvor im Kasscnlokale abheben oder aber den Mitgliedern ihre Legitimationsbüchcr — mit dem Tagesstempel des WahllageS versehen— an diesem Tage aus- händigen zu lassen. Um recht zahlreiches und pünktliches Erscheinen wird gebeten. II. Die ordentliche Generalversammlung der Vertreter der Arbeit- geber und Arbeitnehmer findet am Mittwoch, den IS. März 1919, abends 8'/, Uhr, in den Mufikersälen,»aiser-Wilhelm-Str. 18 m, statt. 1019b TageS-Ordnung: 1. Bericht deS Vorstandes über das abgelaufene Geschäftsjahr. S. Be» richt der Reoiloren zur Prüfung der Jahresrechnung und Erteilung der Decharge. 3. Abänderung des Statuts,§§ 12, 13, 18 und 27. 4. Verschiedenes. Nach Schluß dieser Generalversammlung findet t« dem- selben Lokal eine Generalversammlung der Vertreter der arbciwehmendcn Mitglieder behuss Bornahme der Wahlen statt. von zwei Vorstandsmitgliedern III. Die Wahlversammlung der Arbeitgeber zur Wahl der Vertreter zu den Generalversammlungen vom l. April 1910 bis zum 31. März 1911 findet am Dienstag, den 22. März 1910, abendS von 81/,— 9'/, Uhr, im Beritner SiathauS(Frattioiisztmmer), Jüdenftrafte, statt. Zu wählen sind 72 Berlreter, S 44 des Statuts. Die Wahlen find geheim und finden mittels Stimmzettels statt. Nach Schluß dieser Wahwersammlung findet die Ordentliche Generalversammlung der Vertreter der Arbeilgeber in demselben Lokale statt. TageS-Ordnung: Wahl von einem VorstandSmitgllede für die Zeit vom 1. April 1910 bis zum 31. März 1918, sowie Ersatzwahl für Herrn Mllitz. Anfragen und Beschwerde«, zu welchen die Einficht in die Kassen- bücher nolwcndig ist, müssen bis zum 13. März 1910 mündlich oder schrist- llch behuss Beantwortung derselben in der Generalversammlung dem Vor- stmide mitgeteilt werden. Zahlreiches uud pünktliches Erscheinen der Herren Vertreter ist sehr erwünscht. Das Mandat legitimiert. Die Allgemeine Mitgliederversammlung findet am DouuerStag. den 19. Mär» 1919, abendS 8 Uhr. im Lokal von Fr. Wille. Brnnucnftr. 188 statt. TageS-Ordnung: I.Vortrag des Herrn Stadtverordneten K o b l e n z e r über:»Das haben wir von der Reichsversicheimigsordnung zu erwarten 2. Diskussion. 3. Ausstellung der Vertreter zu den Generalversammlungen 1910/1911. 4. Verschiedenes. Berlin, den 5. März 1910. Der Vorstand. Fr. Schuld. W. Hcidcnhain. Unserem AMaveMelier Genosse s Ii. liunrr zu seinem heutigen Geburlstage die herzlichsten Glück- Wunsche. Die Genossen u. Genossinnen des Bezirks 3d, Bixdorl. 4Ö7SL Vortrag der Stadtverordneten �Vsldedi Manasse« Adolf Hoffmann m Ziozijckis Htsellschastshaus in Nnnkoio, Kren;kraße 3—4 am Dicustag, den 8. Mär; cr., abtiids 8 Mr.:::: — visliULSioN. �— 5715* SfiT Tie Geistlichen aller Konfessionen sind eingeladen! Eintrittspreis 10 Pf. Der Euibcrufer:er& Co., Spezial-Laberat., ktzricdrichstr. 189, zw. Kronen- und Mohrciisttasie), I. 8724. Pcrs. Rücfipr. distr. u. tastenl. Geöffnet von 8—8 Sonntags von 12—1.» — Berlin.»Itelakehstr. 124.' Bleklro-feelmiilam! gegr. 1874. Eig. Fabrif. Elcftrv-, Maschinen-, Bau-, Ingenieur., Techiiifer-, Werlmeister-, Mon- teur-ÄuSbild., staall. inspiziert Neuer Abendkursus. Am besten kaufen Sie_ »MM __ jeder Art Drogerie Heiarieb Bocatias, Berlin N., Schönhauser Allee 134a. 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Oer Vorstand. Nächste Gesangstunde: Dieitätaq. den W. März 1910.< ISoziaidemokratiseherWaiiiyerei]] für den Bezirk 118. Am Donnerstag, den 3. März, verstarb unser Mitglied, der Falzer Max Baresel. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet Montag, den 7, März, nachmittags 4 Uhr, von der Leichenhalle de? Heiiia- kreuz- Kirch hdses in Marienoorj, Eisenacher Straffe, ans statt. Übt rege Beteiligung ersuiyi 210/ö Der Porstand. \fS Deaisciier HolzarlieUer- Verband (Zahtsielle Weiffenser.) Am 2. März verstarb nach langem, schwerem Leiden unser Kollege, Tischler Hermsim Kocban. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet am Soiintagnnchmittag 4';, Uhr aus dem Frtedhose m der Röite- straffe statt. Um zahlreiche Beteiligung ersucht 80/4 Oia Ortsverwaltung. ?eM der haugewerbüelien; Rillsarbeiter BeiilseUs. Zwalgverain Berlin u. Umgegend.! (B-zirt Südost.)' Am Miitwoch, 2. März berstarb I infolge eines Unfalles junser treuer I Kollege Bermgnn Brüder. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet, am> Montag, den 7. März, nachmittags 2 Uhr, von der 1 Leichenhalle des Rentrai< Fried- Hofes in Friedrichsseide aus statt. Um zahlreiche Beteiligung ersuchi j 29/8 Oer Zweigverelnsvorsland.> Oeutscher Metailarbeiter-Verbandi Verwaltungsstelle Berlie. Nachruf. Den Kollegen zur Nachricht, dah j junser Mitglied, der Schlosser ! Vriesekinsan � 1. März gestorbetväst. Ehre seinem Andenken 1 Die OrtSverwaltnng. Am4. März verstarb nach kurzem schweren Leiden mein lieber Mann. unser herzensguter Vater, Sohn, Schwiegervater und Großvater, der Restaurateur 4576L Daniel Böttcher im 63. Lebensjahre. Um still-S Beileid bitten Die trauernden Hinlerbltebsnen Luise Bfitlcher geb. Ouba Emilie Bsttcher(Mutter) Georg Büttcher und Frau Mai Büttcher und Frau Gustav Hecht, Valoska Hecht geb. Böttcher. Die Beerdigung findet Montag nachmlttags 5> Uhr, vom Brüder- saai der Böhmischen Gemeinde (Kirchgaffe) aus nach dem Bäh- mischen Kirchhos statt. 'Fodes-�rizeiße. Am Donnerstag, den 3. März, verstarb nach längerem, schwerem Leiden unsere liebe Mutier, Schwägerin, Schwester und Tochter L.uias Vogt geb. Weber im Alter von 28 Jahren. Dies zeigt tiesbetrübt an Bernhard Vogt. Die Beerdigung findet heute Sonntag, nachmittags 3'/, Uhr, von der Kapelle des St. Pauls- Friedhoses aus siatL 996b Todos-A ncelce. Allen Genossen und Bekannten zur Nachricht, daß uns auch unser zweiter Sohn durch Diphlherie am Sonnabendvormittag entrissen wurde. Die Beerdigung findet am Montag, nachmittags 4>/,Uhr. vom Segens- Kirchhof(alter ZlonS- Kirchhof) in Weiffcnsee au» statt. Töpfer Lmll Urzkeitis 1034b Hochmeistclstr. 6. Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme und die herrlichen Kranz. spenden anläfflich des HinscheidenS meiner lieben Frau sage ich allen Verwandtm und Bekannten herz Dank. 11 Er. Keewe Rummelsburg, Äioffener Striche 14. serbzud der Buch- und Steinörnekerei-ifsarheiter D.i Irlleiterin DeDtsehiands. ---Ortsverwaltung Berlin.----- Am 3. d. Mts. starb nach> kurzem Krankenlager an der Pro- 1 lelarierkrankheit unser Kollege, der\ Falzer Max Baresel im Alter von 26 Jahren. Ehre seinem Andenken 1 Die Beerdigung findet Mon- lag nachmittag 4 Uhr aus dem| Heiiig-Kreuz-Kirchhose in Marien- dors, Eisenacher Straffe, statt. 27/7 Bio Ortsverwaltung Am Mittwoch, den 2. März, ! mittag» 1 Uhr, verschied nach langem, schwerem Leiden mein innigstg elicbier Mann, der s Restaurateur 1012b Henuaim Pflügner im<0. Lebensjahr. DieS zeigt mit der Bitte um stille Teilnahme tiesbetrübt im Namen der Hinterbliebenen an Witwe Ida Pstiigner geb. Götze. Die Beerdigung findet morgen Montag, den 7. März, nachmittags 3'/. Uhr, von der Leichenhalle des Philipp-Aposicl-FrirdhoseS Müller- und Seestraffe-Ecke aus statt. SoiiMeilioki'alMhei'Waiiliei'elii dos l Beri. Reichstags-Wahlkreises. Todes- Anzeige. Am 2. März verstarb unser Mitglled, der Gastwirt ttermann Pflügner Mülle; stc. 130. Ehre seinem Andenken l Die Beerdigung findet om Montag, den 7. d. Ml»., nach- mittags 3°/, Uhr, von der Leichen- Halle des Phtlipp-Apostel-Fried- Hose», Müller- und Sccstraffe-Ecke aus statt. Um rege Beteiligung ersuchi Bei* Vor>i__(JnH.: Ii. Kahnt) Clrolou Tunnelntr. 34 OUalllU, TelepH. Amt III. SSO Darlin An der Stralaaer □ Cllin, Bi-ticke 4 5 Telephon: Amt VII, L062 empfiehlt Gefcllschasten, Vereinen und Schule» seine <=***— Jeder GrUße zu Partien in der Umgegend. Der großen Nachfrage wegen empfiehlt eS sich, Dampfer zu Sonnabend- u. Sonntagspartie» IM- schon jetzt zn be st eilen. Tpfe vO sNv »Brühlsi KraffbnihWSirfel % jä i Marke„Ochsenkopf" Pfg'. Bouillon 4524L* Möbel auf Teilzahlung bei allerklelnster An. u. Abzahlung. («röOte RückHlcht in Krankheitsfällen und Arbeitslosigkeit |I»?Ä E. Cohn, Gr. Frankfürterstr. 58. Die erste fabrtfe mit elchtr. Betriebe ßettfedem Gustav Lustig terieabet atatit Zlachnalim« gatoitfint neu«, gut füllend« Bettfebetn pro Psund M. 0.55, 1.00. 1.85: prima Salbdaune» M- 1.75! SSnI«rup>Ieb«rn ÜR. 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Die Genossen treffen sich heute Eoluuag, früh 11 Uhr. bei Hunger, Teltower Straße. Der Vorstand. Britz-Buckow..Heute nachmittag 3 Uhr im Lokal von Raddatz, Britz, Chausseestr. 39: Oeffentliche Gemeindewählerversammlung. Tagesordnung: 1. Die Gemeindewahl. Referent: Gen. Ä. Leid- Berlin. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Nachmittags 6 Uhr findet im Lokal von Klein, Buckow, Chauffee- straße 12. gleichfalls eine öffentliche Versammlung statt. Tages- ordnung: 1. Gemeindepolitik. Referent: Genosse Franz Thurow. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Nieder-Schöneweide. Heute Sonntag treffen sich Wahlrechts- freunde Punkt Ve]2 Uhr in den Bezirkslokalen zum Spaziergang nach Trepiaw. Am Montag, den 7.. abends 8 Uhr. findet eine Handzetlelverbreitung von den Bezirkslokalen aus statt. Am Dienstag, den 8., abends 8 Uhr, im Wirtshaus„Loreley* öffentliche Wählerversammlung. Tagesordnung: Kommunalpolitik und Sozial- demokratie. Referent: Stadtverordneter Genosse Grauer. Am Mittwoch, den 9., fällt der Zahlabend der Versammlung wegen aus. Adlershof. Dienstag, den 8. März, abends S'/a Uhr, im Lokal von Beier, Vismarckstr. 10 öffentliche Versammlung.'Tagesordnung: Die Sozialdemokratie in der Gemeinde. Referent Genosse Horlitz. Diskussion.— Die Verbreitmig der WahlkouvertS findet Montag- abends 7'/a Uhr vom Jugendheim aus statt. Grünau. Die Teilnehmer an dem AuSflug nach Treptow be- nutzen den Zug 11 Uhr 29 Min. Der Borstand. Pankow. Am Dienstag, den 8. März, abends 8 Uhr: Große Volksversammlung bei Rozycki, Kreuzstr. 3/4. ES sprechen Adolf Hoffmann und Waldeck Manasse über daS Thema „WaS treibt uns auS der Kirche Alle Geistlichen Pankows sind hierzu eingeladen. Den Parteigenossen von Pankow-Süd zur Kenntnisnahme, daß wegen der bevorstehenden Gemeindewahlen der gemeinsame Zahlabend im„Türmchen" nicht stattfindet. Beim nächsten Zahl- abend treffen sich die Genossen und Genossinnen, wie stets, in ihren Bezirkslokalen. Tegel. Wegen der am Dienstag und Mittwoch stattfindenden Gemeindevertteterwahlen findet der Zablabend ausnahmsweise am Donnerstag, den 10. März, statt. Dre nicht verkauften Billetts zu dem Morcell Salzer-Abend am 12. März müssen am Zahlabend zurückgegeben werden, da sie sonst als verkauft gelten. Die Bezirksleitung. RowaweS. Mittwoch, den 9. März, abends 81/, Uhr findet im Lokal des Herrn Ernst Schmidt, Wilhelmstr. 41— 43 die Versammlung des Wahlvereins statt. Tagesordnung: 1..Kommunales". Referent Gemeindevertreter Genoffe Karl G r u h l. 2. Geschäftliches. S. Maifeier. 4. Verschiedenes.— Gäste haben Zutritt, auch werden neue Mitglieder aufgenommen. Der Borstand. berliner JVachricbten. Spaziergang. Die Toten werden lebendig... Aus der vierten Di menfion ineldet sich August Friedrich Schulze, der längst von idieser schönen Welt abberufene historische Berliner Schuster- junge aus der vormärzlichen Zeit. Dieser intelligente Äcngel hatte schon vor genau dreiviertel Jahrhunderten der Berliner Polizei etwas zu riechen gegebeee. Die letztere war als Hand- langer der Reaktion damals so nervös wie heute, was bekannt- lich an solcher Stelle immer auf ein schlechtes Gewissen deutet Sie hatte die reaktionäre Nase voll Wind von den späteren clvigdenkwürdigen freeheüsluftigen Ereignissen und suchte die Bevölkerung, die langsam aus dein politischen Winterschlaf erwachte, in der ihr eigenen Art zu rüpeln. Wer im Volk nicht brav Steuern zahlte und hübsch das Maul hielt, durfte auf polizeiliche Anerkennung nicht rechnen. Die harmlosesten Bolksvergnügungen sollten unterbunden werden, als es sich im Preußenlande und weit darüber hinaus allerorten mächtig zu regen begann, und selbst der Stralauer Fischzug, der all- jährlich eeach Stralau und dem jenseitigen Treptoev einen Massenspaziergang der Berliner brachte, eoar der Polizei ein Dorn ine Auge. Schon damals emetz es„Achtgroschenjungen" gegeben haben, denn die Polizei befürchtete aus Anlaß des Fischzugsfestes Demonstrationen und ließ alle Zugänge zu den beiden Oertchen mit bis an die Zähne bewaffneten Polezeicrn bcfetzen. Sogar das Militär war, ganz nach„preußischer Tradition", in den Kasernen konsigniert. Aber August Friedrich Schulze schlug dem Berliner Polizeigewaltigen, dem er an Geist und Huenor entschieden über war, ein glänzendes Schnippchen. Er klebte an das hölzerne Stralauer Tor einen großen Bogen Papier, auf dem in mächtigen Buchstaben zu lesen stand:„Wegen Unpäßlichkeit des Schusterjungen Herrn August Friedrich Schulze kann heute die große Berliner Re- volution nicht stattfinden." Alles lachte unbändig und amüsierte sich in Stralau prächtig. Die Polente aber zog ab wie ein begosseeecr Pudel. Wir everden an dieses Histörchen zeitgemäß erinnert durch eine Epistel, die uns der unsterblich gewordene Schuster- junge auf den Redaktionstisch flattern läßt. Die ehemalige Berliner Range schreibt enit beißendene Spott:„Nu soll also wieder mal, wie ick hier oben in' preuß'schen Himmel höre, uff det Berliner Pflaster Revolutzjon jemacht wer'n. Bloß det de Oerter vaschoben sind un inzwischen aus Stralau det moderne Nest Treptow jcworden is. Un die janze Berliner Polizei is wieder uff de Bceiee un stürzt sich in Staatsunkoften. Mein Jott, hat denn de Preußenpolente jarnischt weiter zu dhun, als umsonst den wackelnden Staatsschemel in Balance zu halten? Ick sage Ihnen. Herr Redakteur, wenn tva hier oben in' Himmel, wo et iebrijens keenen cenzijcn Konser- vativen un keenen Jeistlichen un euch mal Schutzleute übt, mal träftich lachen woll'n. denn brauchen Iva bloß in't preuß'sche Himmelreich uff Erden zu sehen. Da jibt's iininer ivat zu lachen. Aba diesmal is doch faktisch det Ende von tvech. Det is doch noch doller wie'n Stück aus't Dollhaus, die uffjeklärte Menschheit aus't zwanzigste Jahrhundert eenen einfachen Spazierjang nach'n Treptower Park, der beinahe so schecn evie unsa Himmelspark is, vabieten zu ivolleee. Kinners, habt Ihr denn de janze Zeit von Achtundvierzig cm jeschlafen? Hat denn der deutsche Michel noch imma de Zippel- eeeütze üba beide Ohren? Weirn a Euch det jefall'n dhun laßt un nich inächlich uffmuckt, natierlich in die von de jottjewollte Abhängigkeet jejebeeren Jrenzen, denn seid a keen' Schuß Pulva evert. Det heeßt... jeschossen derf nich wer'n. Um Jotteswillen nich, sacht der liebe Jott. Un der muß doch wissen, wat richtich is, weil a die sojenannte jöttliche Welt- ordnung usf de Welt jebracht hat. Det kennte ja die janze Polizeijesellschaft jrade so in' Kram rinpassen, det jeda een «chießeisen mitbringt un in' Treptower Park eeich nach Berliner Spatzen knallt. Aba evie ick Euch kenne, wird Euch so 'ne Leimrute jarnich mang de Finga kleben bleiben. Der liebe Jott sacht, det seine freie Natur for alle Menschen da is un det selbst die Polizei keen Recht nich hat. Euch det Spa- zierenjehen in sein' wunderschecnen preuß'schen Naturjarten zu vakimmern. Kiekt also heute in' Schleichen Busch de Berliner Polizei. Wenn se ooch noch so kampflustich is, nich schleich aee,... laßt sc janz links liejen und denkt evie Jold- schmidts Junge. Un Wenn Euch de Polizei, die an allet Unjlück uff Erden schuld is, Wie der liebe Jott sacht, dennoch nich spazier'n jehn läßt, denn soll se der Deibel hol'n. Ick aba, Aujust Friedrich Schulze aus Berlin, sare Euch: Et Wird ooch uff Erden wieder helle Wer'n! Bloß Stange halten, ivie Euer Keenich sacht, un eeich niederreiten lasseee! Schade. det enir die Reise zu Weit un Preißenland zu eklich is. Sonst würde ick Wieda een' Maueranschlag ankleben un druff schreiben: Wejen Nervosität des Polizeipräsi- deuten dlarf nich spazieren jejangen wer'n." Friedrich August Schulze wird sich wundern über die vielen Spaziergänger, die heute ihre Lungen weiten wollen. Aus dem städtischen EtatauSschust. In der letzten Sitzung des Etatausschusscs sind der Streichwut der Mehrheit nicht weniger denn 800 000 M. zum Opfer gefallen. 400 000 M. davon kommen auf den Etat der Gemeindcschulen. Ob- wohl nur 4 Schulneubauten im Etat eingestellt waren, wurden die hierfür eingesetzten ersten Bauraten um die oben genannte Summe gekürzt. Von sozialdemokratischer Seite ivurde diese gänzlich un- verständliche Finanzpolitik in der schärfsten Weise gerügt. Es wurde dargelegt, daß Vertreter der Mehrheit den Ankauf von Schul- grundstücken als dringlich und unaufschiebbar erklärt hätten mit dem Bemerken, daß so schnell als möglich dem Schulbedürfnis in bestimmten Gegenden Rechnung getragen werden müßte, aber jetzt kein Wort für Ausführung dieser von ihnen selbst als eilig be- zeichneten Schulbauten hätten. Die Sozialdemokraten beantragten, für vier solcher beschlossenen Schulneubauten, die selbst von der Schulverwaltung verlangt, aber bereits dem Rotstift des Kämme- rers zum Opfer gefallen sind, je 100 000 M. als erste Baurate einzusetzen, und zwar für die zu erbauenden Schulen in der Ofener-, Malplaquet-, Zelle- und Zechlmerstraße. Die Mehrheit wehrte sich heftig gegen den Vorwurf der Schulfeindlichkeit, aber man nehme eben an, die bewilligten Summen würden nicht alle verbaut werden können. Diese Annahme wurde unter Hinweis auf die in früheren Jahre» verbauten Mittel widerlegt. Der sozialdemokratische An» trag wurde abgelehnt. Zu einer längeren Erörterung gab der Etat der Kranken- Häuser Veranlassung. Bon unseren Genossen wurden die Lohn- und Arbeitsverhältnisse des Warte- und Pflegepersonals einer ein- gehenden Kritik unterzogen. Die Besprechung ihrer Lage und Formulierung von Wünschen werde dem Personal eingeengt, wenn nicht nahezu unmöglich gemacht. Die Einrichtung der Urlaubs- erteilung sei eine Beeinträchtigung der persönlichen Freiheit. Die Lohnsätze seien minimale, die Kostverhältnisse ließen zu wünschen übrig. Die Folge sei ein ungeheurer Wechsel des Personals. Eine horrend hohe Erkrankungsziffer— im Virchow-Kvankenhaus 67 Prozent— werde auf ungenügende Beköstigung und lange Arbeitszeit zurückgeftihrt. Dazu käme eine willkürliche Anwendung der be- stehenden Lohnordnung durch die Direktoren. Im Interesse einer verständigen Krankenpflege liege die Heranziehung eines guten Pflegepersonals. Der Magistrat habe alle Veranlassung, den Wünschen der Angestellten entgegenzukommen. Vom Magistrat wurde entgegnet, daß die Arbeiter ihre Wünsche der Verwaltung vortragen sollten, eher könnt« diese dazu keine Stellung nehmen. Die Lohnverhälttüsse seien keine ungünstigen, die Kost sei sogar gut, wie dem Magistratsvertreter erst kürzlich bei einem Besuch im Virchow-Krankenhaus von Pflegern selbst bestätigt worden sei. Was die sogenannte Urlaubserteilung betreffe, so werde niemand beschränkt, nur müsse gemeldet werden, wer die Anstalt verlasse, das sei im Interesse der Verwaltung notwendig. Die Kranken- Hausverwaltung habe auch den Wunsch, seßhaftes und gutes Per- sonal zu haben, aber jetzt sähen viele Angestellten die Kranken- Häuser als Durchgangsstation an. Dem wurde erwidert, daß cs mit der Freiheit des Personals nicht weit her sei. Auch aus die Irrenanstalten träfe das Gesagte zu. Es sei zu verlangen, daß das Personal nach Schluß der Arbeitszeit über seine freie Zeit nach eigenem Ermessen verfügen müsse, sonst erinnerten die jetzigen Zustände an das Gefängnis. Anträge aus Verbesserung der Lage des Warte- und Pflegepersonals werde man sich vorbehalten. Beschlossen wurde noch, eine Baurate von 200 000 M. zu streichen, die für den Erweiterungsbau des Kaiser- und Kaiserin- Friedrich-Kinderkrankcnhauses eingesetzt tvar. Die Summe würde voraussichtlich in diesen, Etatsjahre nicht gebraucht, da die Bau- Pläne infolge neuer Wünsche öfter geändert werden»nützten. Bei den Irrenanstalten wurde aufmerksam gemacht auf die Notwendigkeit der Erbauung einer fünften Irrenanstalt. Die Stei- gcrung der Zahl der Geisteskranken führte zu einer Erörterung über die Ursachen der Geisteskrankheiten. Von sozialdemokrati- scher Äite wurde besonders darauf hingewiesen, daß die Stadt mehr vorbeugend wirken sollte, indem sie den Bestrebungen auf Fürsorge für die Kinder mehr Aufmerksamkeit schenke als bisher. Das hierfür aufgewendete Geld würde später Wucherzinsen tragen. Die nächsten von der Zcntrolkommission der Krankenkassen Berlin» und der Bororte veranstalteten hygienischen Borträge finden folgendermaßen statt: Am Donnerstag, den 10. März, sprechen in den Schulen der nachbenannten Gemeindeschulen über das Thema:„Die gcschlecht- liche Ansteckung und ihre Folgen". Herr Dr. Saalfeld, in der 247./2ö2. Gemeindeschule, Rigaer Straße 81/82. Herr Dr. Joseph in der 240-/254. Gemeindeschule, Waldcnserstraße 25/26. Herr Dr. Hirsch in der 117./178. Gemeindeschule, Ebersivalder Straße 10. Herr Dr. Grosser in der 115./237. Gemeindeschule. Skalitzer Straße 55/56. Am Freitag, den 11. März, sprechen über das Thema:„Die geschlechtliche Ansteckung und ihre Folgen" Herr Dr. Chajes in der 91./101. Gemeindeschule, Gneisenaustraße 7. Herr Dr. Lilienthal in der 81�109. Gemeindeschule, Tilsiter Straße 4/5. Herr Dr. Marcuse in der 118./127. Gemeindeschule. Pankstraße 17. Herr Dr. Bodländer in der 228./279. Gemeindeschule, Pasteurstr. 5. In Boxhagen-Rummels bürg in der Neuen Schule, Marktstraßc, spricht am Dienstag, den 8. März, Herr Dr, Tobias über das Thema:-Augen und Arbeit". In Charlotten bürg in der 12. Gemeindeschule, Sophie- Charlotten-Straße 69/70, spricht am Mittwoch, den 9. März, Herr Dr. Lippmann über das Thema:„Geschlechtskrankheiten uiid ihre Verhütung". In Köpenick im Stadttheater, Friedrichstraße 6, spricht am Dienstag, den 8. März, Herr Dr. Strecker über das Thema: „Alkohol und Gesundheit". In L i ch t e n b e r g in der Gemeindeschule, Kronprinzenstr. 10, spricht am Donnerstag, den 10. März, Herr Dr. Laserstein über das Thema:«Frauenkrankheiten und ihre Verhütung'.(Nur für Frauen.) In Pankow in der 2. Gemeindeschule, Grunowstraße, spricht am Donnerstag, den 10. März, Herr Dr. Loetvenberg über daS Thema:„Hygiene der Frau".(Nur für Frauen.) In Reinickendorf in der 3. Gemeindeschule, PankoSver Allee, spricht am Mittwoch, den 9. März, Herr Dr. Falk über das Thema:„Die Menstruation und ihre Störungen".(Nur für Frauen.) In R i x d o r f, in der 9./10. Gemeindeschule, Kaiser.Friedrich» Straße 4, am Hermannplatz. spricht am Freitag, den 11. März, Herr Dr. Bäumer über das Thema:„Frauenkrankheiten und ihr« Verhütung".(Nur für Frauen.)> In Schönedcrg in der 10./11. Gemeindeschule. Feurig» straße 61/62, spricht am Dienstag, den 8. März, Herr Dx. G. Joseph über das Thema:„Ernährung". In T e in p e I h o f, im Restaurant Heimann, Kaiserin» Augusta-Ttraße 1, spricht am Freitag, den 11. März, Herr Dr. Lennhoff über das Thema:„Kopfschmerz, seine Ursache und seine Behandlung". In W e i ß e n s e e, in der Gemeindeschule, Langhansstr. 120. spricht am Freitag, den 11. März, Herr Dr. Jaeobsohn, über daS Thema:„Geschlechtliche Ansteckung und ihre Folgen". Sämtliche Vorträge beginnen pünktlich um 8 Uhr abends. Der Zutritt zu diesen Vorträgen ist für jedermann unentgeltlich. Die Militärverwaltung und das Tempelhofcr Feld. Bekanntlich ist das Tempelhofcr Feld Eigentum des Militär- fiskus. Und da sich auf dem� Felde öfter Personen herumtreiben, die gegen Licbespärchcn Erpressungen verüben, achtet die Militär- behörde neben der Polizei auf die sich dort abspielenden Vorgänge. In einer dieser Tage stattgefundenen Verhandlung vor dem Kriegs- gcricht gegen einige Gardekürassiere, die eine Attacke auf einen Kriminalbeamten gemacht hatten, weil sie ihn für«verdächtig" hielten, wurde festgestellt, daß der Eskadronchef den Leuten die Instruktion erteilt hatte, abends alle Leute, die als pervers verdächtig erscheine,» und sich auf dem Tempel- hofer Felde herumtreiben, zur Kasernenwache zu bringen._ Aus der Magistrats-Ditzung. Nachdem auf den Wunsch der Schulärzte für die Berliner Gl- iileindeschulen der Unterrichtsanfang auf 8 Uhr allgemein festgesetzt worden ist, hat das Provinzial-Schulkollegium beim Magistrai an» gefragt, ob er auch für die höheren Lehranstalten dasselbe Vorgehen empfehle. Der Magistrat hat beschlossen, auch hier für einen gleich- mäßigen Schulanfang um 8 Uhr in allen Schulen einzutreten. Der Magistrat beriet einen mit dem ForstsiSkus zu schließen» den Vertrag über die Eingemeindung eines 277 Hektar großen Ge» läl»des der Gutsbezirke Plötzense« und Jungfernheidc. Das ein» zugeineindende Gebiet liegt zwischen der Afrikanischen Straße. der Seestraße, dem Bcrlin-Spandauer Schiffahrtskailal und den Schießständen des Gardefüsilierregiinents. Ein zwischen der Stadtgcmcinde Berlin und der Landgemeinde Ruhlsdorf schwebender Rechtsstreit über das Eigentum der Dorf- aue in Ruhlsdorf ist jetzt durch das Reichsgericht endgültig zugunsten Berlins entschieden worden. Berlin ist danach als Gnts» eigentüinerin auch Eigentümerin der Dorfaur. Der Ausgang des Rechtsstreites ist von Wichtigkeit auch für andere Gemeinden, in denen das Eigentum der Dorfaue stratig geworden ist. insbesondere in Buch. Mißbrauch der Arbeiterkinder zur Agitation ist ui»d bleibt da? „Vorrecht" derjenigen Kreise, in denen die Arbeiterklasse mit gutem Grunde ihre Feinde sieht. Was würde die bürgerliche Klasse sagen, wenn»vir Sozialdemokraten unsere Flugblätter durch schulpflichtige Kinder austragen lassen wollten? Welches Geschrei würden im be» sonderen die Frommen und ihre Pastoren erheben, wenn»vir unsere Kinder auf die Straße schickten und sie dort sozialdemokratische Schriften verteilen ließen? Im letzten Herbst mußten wir vor den Kirchenwahlen öffentlich feststellen, daß für den Kirchenliberalis» mus ein Schulkind ein paar hundert Flugblätter in den Schank- evirtschaften zu verteilen gehabt hatte. Und einige Wochen später sahen»vir uns genötigt zu melden, daß ein Schulkind abends von Haus zu Haus gegangen war, um für ein zum Besten eines Kirchen- chores zu veranstaltendes Vergnügen Vorbestellungen auf BillettS einzusammeln. Der Mißbrauch, der da zur höheren Ehre der Kirche mit der Arbeitskraft noch schulpflichtiger Kinder getrieben tvurde, wirkte um so peinlicher, weil beide Male hinter den den Kindern gegebenen Aufträgen kirchlich gesinnte Lehrer standen. Heute haben wir über einen neuen Fall zu berichten, der aufs neue zeigt, wie von den Gläubigen der Kirche die Kinder der Ar- beiter mißbraucht werden. Kürzlich wurde an einem Abend um 5 Uhr vor dem Fabrikgrundstück der F i r m a„B e r g m a n n Aktiengesellschaft" i»» der Hennigsdorfer Straße an den Ausgängen mehrere Mädchen im Alter von an» scheinend 10—12 Jahren bemerkt, die den heimgehenden Arbeiterinnen Traktätchen überreichten. Unter dem Publikum erregte es Entrüstmig, daß Schulkinder zu dieser Arbeit verwendet ivurden, die sehr wohl, wenn sie schon den Frommen nötig schien, von Erwachsenen hätte ausgeführt werden können. Aus den Kindern war nicht sogleich herauszubringen,>ver eigentlich sie dahingestellt hatte, um die Blättchen gu verteilen. Unser Gewährsmann sagt, auf ihn habe es den Eindruck gemacht» als ob die von ihm befragten Kinder geradezu instruiert worden wären, keinen Bescheid zu geben. Schließlich kriegte er aber doch heraus, daß eine Frau Kaiser die Auftraggeberin sei. Er verstand die Kinder dahin, daß diese Frau Kaiser ihnen HandavbeitSunter- ncht gebe. Seine Annahme, daß es sich um eine Lehrerin einer Gemeindeschule handle, dürfte irrig sein. Auf einem der verteilten Traktätchen. das er mitgenominen und uns übersal»dt hat, finden »vir eine» Stempel mit der Adresse einer„G e m e i n d e h e l f e r i« Frau Klara Kaiser, Togostraßc 1". Offenbar haben wir cs mit dieser Dame zu tun. die als Leiterin eines„Ebange» tischen Martha-Bereins von Kapernaum" fungiert und durch die Traktätchen zum Besuch ihrer Zusammenkünste einlud. Derselbe Stempel nennt auch die Adressen der in der Kapernaumgemeinde amtierenden Pastoren Kotterba und Lauterbach, die als Vertreter eines„Evalegelischen Arbeiterinnenvereins Groß- Berlins" bezeichnet tverden. Sie müssen es sich gefalle»» lasse». daß man sie mitverantwortlich macht für den Unfug, schulpflichtige Kinder in den Abendstunden vor ein Fabrikgrundstück zu stellen und sie dort Traktätchen verteilen zu lassen. Tic Bestrebungen zum Schutz der K i>» d e r und die Be- stimmungcn des Kinderschutzgesetzcs sollten unseres Erachtens die „moralische Wirkung" habe», hinaus über die Forderungen dieses nur die gewerbliche Kinderarbeit regelnden Gesetzes schon aus er- ziehlichcn Gründen die Kinder vor jedwedem Mißbrauch ihrer Ar- beitskraft zu schützen. Ob die Kinder für Geld oder um Gottes Lohn arbeiten, das ist hierbei sachlich ohne Belang. Mögen doch die Pastoren Kotterba und Lauterbach samt ihrer Gemeindehelferin selber vor die Fabriken gehen und Einladungen zu ihren Bibel- stunden verteilen, wenn nicht die Mitglieder ihres Vereinchens ihnen diese MüHe abnehmen wollen oder können. Es ist� traurige dnß eS immer npch Altern gibt, die ihre Kinder' dazu hergeben, den Pastoren und ihren Gläubigen solche Arbeit zu leisten. Ein aufregender Vorgang wurde gestern in später Abendstunde im Tiergarten beobachtet. Im Schiffahrtskanal, in der Nähe des Bahnhofs Tiergarten, sahen Passanten einen Mann gegen die Fluten ankämpfen. Der Lebensmüde, jedenfalls handelte es sich um einen soliden, stieß laute Hilferufe aus und versuchte vergrb- lich, sich an der Oberfläche des Wassers zu halten. Man unter- nabin sofort Rettungsversuche, kam aber zu spät. Vor den Augen der Retter verschwand der Unbekannte in der Tiefe. Die' Leiche des Ertrunkenen konnte bisher noch nicht geborgen werden. Der Einbrecher auS der Fruchtstraße, der gestern den Schläch- termeister Neumann angeschossen hat und sich ursprünglich Otto Meyer nanyte, ist nunmehr durch den Erkennungsdienst des Poli zcipräsidiums als der mehrfach vorbestrafte Einbrecher, frühere Bäcker Oskar Meyer, 28 Jahre alt, in Schwiehus geboren und als geisteskranker Einbrecher in der Irrenanstalt in Buch interniert gowesen, festgestellt worden. Am 22. Januar wurde er beurlaubt und ist nicht wieder in die Anstalt zurückgekehrt. Er hat seit dieser Zeit eine ganze Reihe von Einbruchsdiebstählen ausgeführt, bis er nun bei dem Einbruchsversuch in der Fruchtstratze abgefaßt wurde. Beim Besteigen eines NingbahnzugeS vom Tode ereilt wurde gestern abend auf dem Bahnhof Wedding eine unbekannte, etwa SSjährige Frau. Sie war im Begriff, einen Nordringzug zu be° steigen, brach plötzlich leblos zusammen und fiel dicht neben dem Zug auf den Bahnstein nieder. Man schaffte die Besinnungslose nach der Wartehalle und rief einen Arzt hinzu, der aber nur den infolge eines Schlaganfalles eingetretenen Tod konstatieren konnte. Die 12. Wahlfortbildungsschule, Derfflingerstratze 18a, sowie die 8. Abteilung des städtischen Gewerbesaales, Pallasstraße 15, tverden nach Beschluß' der Deputation für die städtischen Fach- und Fortbildungsschulen nach der 6. Wahlfortbildungsschule bezw. nach der 2. Abteilung de s.G e we r b e sa a l e s SW., H a g e l b e r g e r S t r a ß e 34, verlegt und mit den letztgenannten Lehranstalten vom 1., April d. I. an vereinigt. Durch die Ver schmelzung der genannten Lehranstalten ist es möglich, in noch höherem Maße als bisher den stufenweisen Aufbau in den Kursen für die einzelnen Berufe durchzuführen. Es konimen hierbei außer den Lehrfächern für den kaufmännischen Beruf insbesondere die Kurse für das Kunstgewerbe und die Metallarbeiter und zwar für die Maschinenbauer, Präzisions- und Elektromechaniker, Bau- und Kunstschlosser in Betracht. Die Lehrlinge und Gehilfen der er- wähnten Berufe finden in Sonntags- und Abendklassen Gelegen. heit, sich im Modellieren, Zeichnen, Fachzeichnen und Entwürfen zu üben und zu vervollkommnen. Für die theoretische Ausbildung sind dem jeweiligen Bedürfnis entsprechend Kurse für Mathematik und Elektrotechnik vorgesehen. Der Unterricht findet Sonntags von 3—12 Uhr, an den Wochenabenden, mit Ausnahme des Sonn- abends, von 74b— älb Uhr statt.— Die Anmeldungen für das Sommersemester, das mit dem 8. April d. I. beginnt, nimmt der Leiter der Lehranstalten, Herr Rektor B e r n d t, SW., Hagel- berger Straße 34, täglich während der Sprechstunden ent- gegen. Arbeiter-Bildungsschule Berlin. Der Unterricht in der Nationalökonomie fällt heute(Sonntag) nicht aus; er wird aber pünktlich 11 Uhr geschlossen werden. Der Unterricht des Genossen Wurm in Natur- erkenn tniL kann auch an diesem Montag, den 7. März noch nicht Wiederbeginnen. Weiteres wird in der nächsten Sonntagsnummer bekannt gegeben. Der Jugendkursus iu Nationalökonomie(Fortschrittskursus) fällt heute, Sonntag, den 6. März, aus. Die nächste Zusammenkunft findet am Sonntag, den 13. März, Dle Ortsgruppe Berlin der Deutschen Gesellschaft zur Be- tämpfung der Geschlechtskrankheiten veranstaltet am 9. März, abends 8 Uhr in den Armiahallen. Kommandantenstraße 58/69 eine» Vor- tragsabend. Dr. Berthold Hirschfeld spricht über: Die Geschlechts« krankheitcn in ihren Beziehungen zu Hals, Nase und Ohr. Der Zutritt ist jedermann gestaltet. Im Zoologischen Garten sind kürzlich zwei ebenso seltene als wertvolle Wildentenarten eingetroffen, die in den Wasserflugkäsigen untergebracht worden sind, wo sie von den Besuchern aus nächster Nähe beobachtet werden können. Die bräunlich gefärbten, sehr schmal-schnäbligen Marmelenten stammen aus dem Mittel- nieergebiet, wo sie nicht gerade häufig vorkommen, weshalb auch ihre Bälge von den Museen verhältnismäßig hoch bewertet werden. Die zierlichen, in der Gefiedcrfärbung der Bahama-Ente ähneln- den Ro t s chn a b e l e n t e n. die in Süd- und Ostafrika leben und ein geschätztes Wildpret liefern, sind das erste Paar ihrer Art, das lebend zu uns gekommen ist.— An diesem Sonntag, dem ersten im Monat März, kostet der Eintritt nur 25 Pf. Im Apollotheater tritt Conrad Dreher in einer neuen Posse „Der Zechpreller'' auf und erhält allabendlich das Publikum bei bester Laune. Als Professor der Botanik kehrt er in Bcglei- tung seiner Tochter in einem Touristenhotel in der Schweiz ein, wo er konstatieren muß. auf der Tour seine Briestasche verloren zu babcni Das bringt ihn in den Verdacht der Zechprellerei und er wird zur Strafe dafür, und um die Sckmld abzudienen zum Hausknecht, Stallknecht degradiert; zum Schluß tritt er obendrein als Tiroler und Schuhplattler auf, kurz er macht die schwierigsten Sachen. Die Posse ist keine Glanzleistung, aber das Publikum lacht' und das ist die Hauptsache. Wirksam unterstützt wird Dreher, der sächselt, durch Hanna Liedke-Prost, die als niedliche Pro- sesforstochter den Erfolg des Abends herbeiführen Hilst. Zeugengesuch. Personen, die am 27. Januar, früh 8 Uhr, ge° sehen haben, wie vor dem Hause Raupachstrc.ße 19, Ecke Wallmr- theäterstraße, eine ältere Frau durch Glätte zu Fall kam, werden um Angabe ihrer Adressen an Frau Münschmeier, Markusstraße 24, Hof parterre, gebeten. Arbeiter-Samariter-Kolonne. Montag abend 9 Uhr: 2. Abteilung, Brunnenstr. 154, Vortrag über: Gefahrdrohende Krankheits- zustände.mit praktischen Uebuugen. Vorort- s�aebrickten. Die Gemeindewahlbewegung. Ober-Schiincweide. Eine stark besuchte öffentliche Gemeinde- wählerversammlung nahm zu den bevorstehenden Wahlen Stellung. Genosse Grnnow berichtete eingehend über die Tätigkeit der Ge- meindevertretung und die Stellungnahme der sozialdemokratischen Ber- treter zu den einzelnen Vorgängen. Ausführlich behandelte er die Ein- geineindiingsfragen, die Finanz-, Steuer-, Polizei- und Schulverhölt- insse deS Ortes, dabei vor Äuge» füdrend, wie in den allermeisten Fällen die bürgerlichen Vertreter eine Stellung einnähmen, welche mit den Interessen der Allgemeinheit schwer in Einklang zu bringen sei. Zu den bevorstehenden Wahlen übergehend, enipfähl der Referent, sich diesmal nicht in dem Gedanken zu wiegen, daß ein Sieg unserer Kandidaten außer allem Zweifel sek. Nach seinen Informationen ständen diesmal Bürgervcrein» Katholischer Volks- verein und gelbe Werksvereine der Sozialdemokratie gegenüber. Pflicht aller Arbeiter sei es, solchen Verrat an der Ar- belt.erklasse übenden Vereinigungen am 19. Mörz zu zeigen, daß sie ihre Hoffnungen ohne die Arbeiterschaft gemacht habend Als Kandidaten wurden die Gsnoffen Muth und Imberg aufgestellt. Britz-Buckow. Morgen Mo u tag findet die Gemeindewahl der dritten Klaffe statt. Es ist Pflicht jedes Arbeiters sein Wahl- recht auszuüben. Gewählt wird von 2 bis 7 Uhr im Lokal von Raddatz, Chauffeestr. 39. Versehe sich jeder mit Legitimation und erscheine so früh als möglich. Die Leser des.Vorwärts" werden ersucht, in Britz wohnhafte Kollegen, Freunde usw. auf ihre Wahl pfllchl aufmerlsam zu machen. Lankwitz. Die Ersatzwahl zur Gemeindevertretung für die dritte Klasse findet am Dienstag, den 8. März, von 11 bis 1 und 3 bis 7 Uhr in der Turnhalle des Realgymnasiums statt. Pflicht jedes Genossen und Arbeiters ist es, bis zum Tage der Wahl für den Sieg des sozialdemolralischen Kandidaten, des Maurers Otto Franke Sorge zu tragen. Am Freitag fand im Restaurant Schulz eine öffentliche meindewählerversammlung statt, in der Genosse Grauer über die „Sozialdemokratie in der Kommune" referierte. Redner entledigte sich seiner Aufgabe in befriedigender Weise. Genosse Radicke als derzeitiger Gemeindevertreter berichtete einiges auS der Praxis des Gemeindeparlaments. Die Versammelten stimmten geschloffen für den aufgestellten Kandidaten Otto Franke. Nach einigen auf munternden Worten des Vorsitzenden, Genossen Amders, fand die Versammlung ihr Ende. FriedrichShagcu. Uebermorgen, DienStag,>den 8. März von nachmittags 5— 8 Uhr, findet im Brauereiausschank, Seestr. 23. die Gemeinde wähl der dritten Klasse im zweiten Bezirk statt. Kandidat ist der bisherige Vertreter Otto Barth Pflicht der Parteigenossen ist es, eifrig für die Wahl zu agitieren und alle Säumigen zur Stimmabgabe heranzuziehen, damit unser Kandidat mit überwältigender Majorität gewählt wird; denn die Gegner sind ebenfalls emsig an der Arbeit. Von der Biirgerpartei(richtiger: nationalliberale Partei) ist ein Herr Telto. „Registrator im Großen Gencralstab", als Kandidat für die dritte Klasse ausersehen. Es darf darum kein Arbeiter, kein Parteigenosse der Wahl fernbleiben in der Annahme, daß uns der Sieg doch sicher sei, sondern sie müssen geschlossen ihre Stimme abgeben für Otto Barth. Die Wahlparole muß sein: die dritte Klasse gehört der ozialdemokratie I— Der zweite Bezirk umfaßt folgende Siraßen: Breeslpromenade, Bellevuestraße, Kaiserstraße, Kastanien allee, Kirchstraße. Kvnigstraße, Kurzestraße. Neu-Kamerun, Pollandt straße, Rahnsdorfcrstraße, Scharnweberstraße, Seestraße, Spritzenweg. Viktoriastraße, Waldowstraße, Wasserwerke und Kolonie Hirschgarten. Auf zur Wahll Mahlsdorf(Ostbahn). Die Termine für die bevorstehenden Wahlen zur Gemeindevertretung sind wie folgt festgesetzt: die dritte Klasse wählt am Mittwoch, den 9. d. M., nachmittags von 12 bis 9 Uhr. Kandidaten unserer Partei sind die Genossen Albert Schmidt und Oswald Schumann. Die zweite Klasse wählt am Donnerstag, den 19. d. M., nachmittags von 5 bis 8 Uhr. Kandidat unserer Partei ist der Genosse H u g o S ch e i b e. An der„Wahl in der ersten Klasse beteiligen wir uns nicht. Wahllokal ist Brandts Restaurant, Bahnhofstr. 33.— Unsere Gegner machen die größten Anstrengungen, um den Sieg an ihre Fahnen zu heften. Der Hausbesitzerverein, welcher sich aus den unterschiedlichsten Elementen zusammensetzt, hat in allen drei Klassen fia» baten aufgestellt, wobei er es nicht verschmäht hat, auf Personen zurückzugreifen, die noch bis vor zwei Jahren als sozialdemokratische Gemeindevertreter tätig waren. Wenn die Herren glauben, damit Stimmenfang betreiben zu können. o setzten sie dabei jedenfalls voraus, daß die Urteilsfähigkeit der übrigen Wähler gerade so gering ist wie ihre eigene. Die große Masse der Wähler wird den Herren am Wahltage zeigen, daß sie olche Ucberläusex für unsichere Kantonisten hält, denen man kein- Mandate�' onbertraüen darf. Auch der Grundbesitzerverein zieht mit zwes Kandidaten ,in� Feld, von denen sich früher ebeasulls zur. Soziatdemokratte rechnete. Daß sie bei der Agitation die kleinlichste Bezirks- und Viertel Politik treiben, nimmt weiter nicht Wunder, weiß doch jedermann zur Genüge, wie wenig diese Gruppen imstande sind, sich zu einer ver- nünstigen, den Interessen der Allgemeinheit dienenden Politik aufzu chwingen. Aber die krampfhasten Anstrengungen, welche von jener Seite gemacht werden, um uns den Sieg streitig zu machen, werden unsere Genossen veranlassen, die kurze Spanne Zeit, welche uns noch von der Wahl trennt, zu intensiver Agitation auszunutzen, um auch in diesem Kampfe einen vollen Erfolg auf unsere Seite zu bringen. Nieder-Schönhausen. Die Wahlen zur Gemeinde- Vertretung finden, wie jetzt bekannt wird, für die dritte Wähler llasse am M o n t a g. den 14. März, von 11 biZ 8 Uhr abends >tatt. Zu wählen sind zwei Hausbesitzer. Parteigenossen! Die Agitation muß bis zum Tage der Wahl energisch betrieben werden, damit«S uns gelingt, unsere beiden Kandidaten in das Dorfparlament hineinzubringen. Die Wahlzeit ist so festgesetzt, daß es jedem Wähler möglich ist, seine Stimme abzugeben. Boxhagen-RummelSturg. Zu den Gemeindevertreter» wählen am Dienstag, den 8. März, findet heute Sonntag früh 8 Uhr die Austragung der Wahlaufforderungen in Kuverts von folgenden Lokalen auS statt. Für de» 1. Wahlbezirk von Kubsch, Grünberger Str. IS; für den 4. Wahlbezirk von A. Schmidt, Alt- Boxhagen 25; für den 5. Wahlbezirk von Blume, Alt-Boxhagen 56 und für den 7. Wahlbezirk von Zandereit, Lessing- straße 23.' Die Wahlen für die zweite Wählerklasse finden am Mittwoch, den 9. März, von mittags 1 Uhr bis abends 6 Uhr statt. Diejenigen Parteigenossen, welche sich an den Wahltagen von der Arbeit freimachen können, werden gebeten, sich im Wahlbureau bei Blume, Alt-Boxhagen 56, am Dienstag um 1 Uhr und am Mittwoch um 12 Uhr mittags einzufinden. In Anbetracht der Wichtigkeit der Wahlen muß erwartet werden, daß die Parteigenossen recht zalreich und pünktlich zur LS ahlarbeit er- scheinen. v DaS Wahlkomitee. Pankow. Unter besonders erschwerenden Umständen find in diesem Jahre die G e m ein d e w a h l en für unseren Ort auS- zufecbten. Ob man geglaubt hat, sich gerade diesmal nach einem Enticheid deS OberverwattungsgerichtS richten zu müssen, wonach die Verbindung von Ergänzungs- und Ersatzwahlen in einer Wahl- Handlung nicht zulässig ist, oder ob man aus anderen näherliegenden Gründen von dem bisher hierorts geüblen Brauch, diese Wahlen miteinander zu verbinden, abgewichen ist. das läßt sich schwer ergründen. Jedenfalls müssen die Wähler der dritte» Abteilung diesmal in beiden Wahlbezirken a» zwei anfeinanderfolgenden Tagen an den Wahltisch trelen. Am 16. März werden in dieser Abteilung die Ergänzungswadlen und am darauffolgenden Tage, den 17. März, die Ersatz Wahlen vollzogen. Durch diesen Umstand wird das Wahlgeichäft infolge des dadurch erforderten doppelten Aufwandes an Mitteln und Arbeit ganz wesentlich erschwert. Aach bei der Bestimmung des Wahllokals für den heiß umltrittenen ersten Wahlbezirk scheint man diesmal der eigenartigen Auffassung gewesen zu sein, daß es für die Wähler.bequemer" sei. wenn sie, statt wie bisher, � im Zentrum dieses Bezirks(im Lokal„Zum Kurfürsten", Berliner Str. 192) an der äußersten nördlichen Grenze desselben(im Restaurant Frunzke,. Breiteslr. 34) zur Wahl erscheinen. Welche Gründe für diese Maßnahme obgewaltet haben, entzieht sich ja der öffentlichen Kenntnis, doch liegt die Vermutung nahe, daß man es hier mit einer besonderen„Wahlstrategie" zu tun hat, an welcher der bürgerliche Wahlmischmasch vielleicht nicht ganz unschuldig iit. Wenn auch die Wahlzeit von vormittags 11 bis abends 8 Uhr angesetzt ist, so wird dennoch den in vorgerückter Abendstunde von ihren Arbeitsstätten heimkehrenden Wählern der Ucker- mark-, Kaiser Friedrich- und der umliegenden Straßen durch die Verlegung des Wahllokals nach der Breitenstraße die rechtzeitige Erreichung desselben— es handelt sich um einen etwa halbstündigen Weg— sehr erschwert. Ob hier talsächlich eine bestimmte Absicht vorliegt, mag dahingestellt sein; jedenfalls gibt die sonderbare Maß- nähme einer solchen Vermutung Raum. Konzentrieren die Bürger- lrchen doch gerade in diesem Wahlbezirk ihre ganze Kraft angesichts der Tatsache, daß es ihnen ini Vorjahre unter dem Einfluß der da- nialigen bedauerlichen Vorgänge im hiesigen Parieileben gelang, die Sozialdeniokralie zweimal kurz hintereinander zu schlagen. Unsere Parteigenossen werden aus der geschilderten Sachlage ersehen, wie schwer sich der diesmalige Wahlkampf gestaltet und wie notwendig es ist, daß jeder einzelne nicht nur an den beiden Wahltagen zur Stimmabgabe erscheint, sondern auch überall wo es Not tut und die Äuffordernug an ihn ergeht, tätig mit Hand anlegt. Bor allem aber heißt es jetzt, einig und geschlossen dem wahren und gemeinsamen Gegner entgegenzutreten. Es kann nichl Aufgabe der Pankower Genossen sein, durch Uneinigkeit und Zwist in den eigenen Reihen de» bürgerlichen Gegnern abermals einen billigen Sieg zu bereiten. Es müssen jetzt alle etwaigen persönlichen Mcimingsverichiedenbeilen, vor allem die aus den Vorgängen des Borjahres vielleicht noch hier oder dort vorhandenen Ver- stimmimgen vor dem allgemeinen Parteiinteresse zurücktreten. Wenn letzteres geschieht und wenn jeder an seiner Stelle und an seinen? Teile seine volle Pflicht und Schuldigkeit tut, dann mutz und wird eS auch gelingen,, die oben gekennzeichneten Wahlerschweruisse mit Leichtigkeit zu überwinden und der Partei auch bei den Pankower Gemeindewahlen am 16. und 17. März einen glänzenden Siez zu sichern. Tegel. Am Dienstag, den 8. März, findet im.Alten Krug". Hauplstr. 14, die Gemeindevertreterwahl für die dritte Klasse statt. Als Kandidaten sind aufgestellt die Genossen R u d o l f A r e n d s e e und Karl Radunz. Die Wahlzeit ist von vor- mittags 19 Uhr bis abends 8 Uhr festgesetzt. ES ist somit jedem Wähler die Möglichkeit gegeben, seine Stimme ab- zugeben. Wer es irgend möglich machen kann, finde sich bereits um 19 Uhr im Wahllokal ein, damit es möglich ist, im Wahlbureau vertreten zu sein. DaS Wahlbureau der sozialdemokratischen Parier befindet sich beim Genossen HalfeS, Brunowstr. 23. Dort mögen sich alle Ge- nossen und Genossinnen einfinden, welche am Wahltage helfen können. Agitiere jeder bis zum Wahltage, damit unsere Kandidaten mit einer imposanten Stimmenzahl gewählt werden. In einer von über 599 Personen besuchten Versammlung referierte Genosse Dupont über sozialdemokratische Gemeinde- Politik. Redner krilisierte in scharfen Worten die Klassendrittelung in den preußischen Gemeinden, welche die Wahlen zu einer Karikatur von Vertretung der Gemeindeangehörigen mache. I» großen Zügen entwickelte Genosse Dupont die Tärigkeit der Sozialdemokrane in den Gemeinden. Um die sozialpolinschen Aufgaben vqll und ganz zu lösen, sei es notwendig, daß am Wahltage jeder seine Pflichl erfüllt. Dem Redner wurde reicher Beifall für seine Ausführungen gezollt. An der Diskussion beteiligten sich die Genossen Halses und Boeskc. Letzterer teilte mit, daß die Hausbesitzerstclique versuch: habe, unseren Kandidaten, Genossen Radunz zu bewegen, nicht für die Arbeiterschaft zu kandidieren. Genosse Radunz lehnte dies eigentümliche Ausinnen natürlich ab. Hierauf hielt Genosse Arendsce noch eine Ansprache an dieVcrsamm- lung, in der er die Situation in der Gememdeberwältung schilderte und zum Schluß betonte, baß ein größerer Einfluß der Arbeiterschaft dringend nöftoend» sei. Es sei hier noch mttfleteilt, daß die Stimmabgabe um 8 U h r geschlossen wnn>. wer also wählen will, muß um 8 Uhr seineStimmeabgegebenhaben. Charlottenburg. Auf dem Maskenball des Deuffchen Transportarveiter-VerbandcS im„Volkshause" ist versehentlich ein Damenschirm herausgegeben worden. Es wird gebeten, denselben im VerbandSbureau, Rosineu- straße 3 abzugeben. Frau Bunge. Rixdorf. Zur Einschränkung der Diebstähle in den Schulhänsern soll nach einem Beschluß der Schuldeputarion dem Publikum in Zukunft das Betreten derselben nur noch während der Leit der Sprechstunde der Rektoren gestattet werden. Die Schuldiener sollen Anweisung er- halten, während der Sprechstunde stets im Schulgebäude anwesend zu sein und das Publikum streng zu überwache».— Von der angeregten Verlegung des Schulbeginns an den Montagen von 7 auf 8 Uhr vormittags soll abgesehen werden. Ober-Schönetoeide. Gemcindcvcrtretcrsitzung. Der Antrag unseres Genossen Grunow betreffend Absendung einer Petition an das Haus der Abgeordneten um Ablehnung der Wahlrechtsvorlage stand, nachdem in der letzten Sitzung die Dringlichkeit abgelehnt Ivar, erneut auf der Tagesordnung. Genosse Grunow suchte an den Ergebnissen der letzten Wahlen den Einwand zu zerstreuen, daß hierbei keine ört- lichen Interessen in Frage kämen. Schon die ungerechte Wahlkreis- einteilnng berühre gerade die Interessen von dicht bevölkerten Jndustriegememden ganz gewaltig, was die auf die einzelnen Kreise entfallende llrwählerzahl beweise. Zudem müsse die neueste Vorlage die Entrüstung jedes nur einigermaßen freiheitlich und gerecht denkenden Menschen herausfordern und eS dürfe sich hier niemand hinter Kompetenzfragen verstecken, wie eS der Gemeindevorsteher tue, indem er eine cvent. Petition aus diesem Grunde nicht zur AuS- nhrung zu bringen erklärt habe. Tatsache sei es ja leider, daß alle ogenannten Bürgerlichen sich in der Rolle politischer Aufwaschweiber gefielen. Waren schon in der letzten Sitzimg alle Vertreter stumm geblieben, so vermochten auch diese Anzapfungen nicht, auch nur ein Wort von irgend jemand heranszulocken, ein Borgang, wie er wohl noch bei keiner zur Debatte stehenden Sndhe vorgekommen ist. Bei der Abstimmung iand sich auch nicht eine Mannesseele, welche dafür timnite. Wenn es sich um KanalisationSabgaben oder sonstige die Herren angehende Grundbesitzsteuern handelt, werden sie allerdings gesprächiger. Eine nette Sorte Politiker. Bei den kommenden Wahlen zur Vertretung wird die Arbeiterschaft den Herren die Quittung geben. Erkner. Bei einem verhängnisvollen Unfall kam der Bootsbauer Hans Spindler aus Wollersdorf schwer zu Schaden. W. war in Berlin gewesen und benutzte den letzten Abendzug, um nach Erkner zurück- zufahren. In Erkner angekommen, öffnete er in dem Glauben, der Zug stehe bereits, die Kupeetür. Im nächsten Augenblick wurde Sp. aus dem Zug herausgeschleudert. Besinnungslos blieb er aus den Gleisen liegen. Der Verunglückte hatte eine schwere Gehirn- erichntterung und anscheinend auch erhebliche innere Verletzungen er- litten. Nowawes. Vernünftige Polizei. Einen Stcaßennmzug genehmigt hat d)e hiesige Polizei für den heuligen Sonntag. Der Zug geht vom Versammlungslokal in der Wilhelmstr. 41/43 durch die Linden-, Plantagen-, Lessing«, llhland», Goethestraße über den Plantagen- platz, die Turm- und Priesterstraße bis zum Singerschen Lokal, wo die Auflösung erfolgt. Jugendveranstaltungen. StoglMn Die Freie Jugendorganisalion unternimmt beule Sonntag einen AuSslng nach den Müggclbergem Treffpunkt: Kaisereiche, Friedenau, Ab- marsch pünktlich 10 Uhr. Fahrgeld 30 Ps. Alle Jugendlichen sind hierzu herzlich eingeladen. Gerichts-Zeltung» Zum§ 153 der Gewerbeordnung. Im Frühjahr vorigen Jahres war bei dem Klempnermeister Zeglin ein Streik ausgebrochen. Dieser wollte die Löhne herab- setzen und entließ darauf, nachdem seine Arbeiter hierauf nicht eingingen, diese sämtlich. Lchziglich einem einzigen Arbeiter Rindfleisch, der bis dahin in der Werlstätte gearbeitet hatte, be- hielt Zeglin, um ihn an Stelle der entlassenen Bauklempner zu beschäftigen. Auch Rindfleisch hatte anfänglich den Ausgesperrten versprochen, zu keinem niedrigerem Lohnsatz als bisher zu arbeiten. Er hielt jedoch sein Versprechen nicht ein. Der Angeklagte. Klempner Hoffmaun, soll nun dem Rindfleisch zugeredet haben. seine Zusage zu erfüllen und dabei gesagt haben, Rindfleisch handele ehrlos, wenn er den Kollegen in den Rücken falle; er sei ein Streikbrecher. Auch soll Angeklagter einen Zettel an den Bau, auf dem Rindfleisch arbeitete, angeklebt haben, des Inhalts, die auf diesem Bau beschäftigten Klempner sind Streikbrecher. Das Schöffengericht Rixdorf verurterlte hierfür den völlig un- bescholtenen Angeklagten zu drei Monaten Gefängnis wegen Ver- gehens gegen§ 153 der Gewerbeordnung und Beleidigung. Die Strafkammer bestätigte auf die Berufung Hoffmanns das Urteil hinsichtlich der Schuldfrage, setzte jedoch die Strafs auf zwei Wochen Gefängnis herab. Das Kammergcricht hob auf Revision Slindfleischs das Urteil auf und stellte dabei Rechtsgrundsätze von erheblicher Tragweite auf. Wäre die vom Kammergericht hier vertretene Rechtsauffassung stets herrschend gewesen, so hätten zahlreiche Verurteilungen nicht erfolgen können. Das Kammer- gericht vermißte zunächst eine Feststellung, darüber, ob Zeglin ver- traglich zu einer Lohnherabsetzung befugt war oder nicht. In letztem Falle, also wenn die Arbeiter Nur die Erfüllung be- stehender Bertragspflichten erstrebten, müsse Z 153 ausscheiden. Vor allem aber komme in Betracht: Die Strafkammer führe aus, daß Zeglin seine Arbeiter ausgesperrt habe. Z 153 verlange aber nicht nur, daß die Arbeiter sich verabreden, günstige Lohn- und Arbeitsbedingungen zu erlangen, sondern auch, daß die dies Ziel verfolgenden Verabredungen sich bestimmter Mittel, insbesondere des Mittels der Einstellung der Arbeit bedingen. Dies aber sei von der Strafkammer nicht festgestellt. Das bloße Uebereinkommen der Arbeiter, auf die Herabsetzung nicht einzugehen, enthalte solche Verabredung, mittels Einstellung der Arbeit auf den Arbeit- geber einzuwirken, nicht. Mit dem geschilderten Uebereinkommen wäre es verelnbar. wenn die daran beteiligten Arbeiter beispiels- weise in Aussicht genommen hätten, im Klagewege gegen Zeglin vorzugehen oder sonst auf eine Aenderung seiner Absichten.be- züglich der Lohnherabsetzung hinzuwirken. Diese Tatsache liege offenbar vor. Denn zu einer Einstellung der Arbeit auf feiten der Gesellen sei eS nach der Feststellung der Strafkammer nicht gekommen, die Arbeiter seien vielmehr von Zeglin entlassen, offen- sichtlich, weil er von dem erwähnten Uebereinkommen der Arbeiter Kenntnis erhalten hatte.— Am Donnerstag wurde nunmehr die Sache wiederum vor der Strafkammer verhandelt. Auf die Frage des Verteidigers, des Rechtsanwalts Dr. Heinemann, erklärte Rindfleisch hier, daß er sich durch die Worte Hoffmanns gar nicht beleidigt gefühlt habe. Er habe den Strafantrag nur gezwungen gestellt. Ein Werkmeister ZeglinS habe ihm, als er ihm von der Aeußerung Hoffmanns Mitteilung gemacht habe, gesagt:„Sie werden jetzt wissen, was Sie zu tun haben/ und sei mit ihm züv Polizei gegangen. Er habe darin das Verlangen, dem er sich fügen mußte, gesehen, Strafantrag zu stellen. Der Staatsanwalt beantragte wiederum eine zweiwöchige Gefängnisstrafe, indem er das Verlangen aus§ 153 der Gewerbeordnung für vorliegend hielt. Das Gericht verneinte jedoch auf Grund der Ausführungen des Kammergerichts das Vorliegen des§ 153 der Gewerbeordnung und verurteilte Hoffmann wegen einfacher Beleidigung zu 30 M. Geldstrafe. Von der Anklage aus 8 153 wurde Hoffmann frei- gesprochen. Berechtigte Interessen der Gewerkschaftspresse. Wichtig für die gewerkschaftliche Presse ist ein Prozeß, den der Dreher Eduard Willing gegen den Genossen Schcrm als ver- antwortsichen Atedakteur der„Metallarbeiter-Zeitung" angestellt hatte und der am Mittwoch vor der 4. Strafkammer des Land- gerichts Berlin III als Berufungsinstanz entschieden wurde. Willing war Mitglied des Metallarbeiterverbandes gewesen. Er hatte mit seinen Mitarbeitern eine Differenz, wurde von diesen vor die im Statut vorgesehene Kommission geladen, kam aber nicht und trat aus dem Verbände aus. Deshalb wurde er statuten- gemäß für nicht wiederaufnahmefähig erklärt und dies wurde in Nr. 28 der„Metallarbeiter-Zeitung" vom 10. Juni IVOS in der üblichen Form veröffentlicht:„Für nicht wieder aufnähme- fähig: Auf Antrag einer Untersuchungskommission in Berlin: Der Dreher Emil Willing.... wegen unkollegialen Verhaltens und Denunziation." Im Gebrauch des Wortes„Denunziation" hatte daS Amts- gericht Wcdding eine Beleidigung gesehen, weil daS Wort ohne Rücksicht auf die Umstände immer beleidigend wäre. Scherm war zu 10 M. verurteilt worden. Hiergegen legte er Berufung ein, die in der Hauptverhandlung zweiter Instanz durch Rechtsanwalt Wolfgang Heine vertreten wurde. Als Zeugen wurden zwei frühere Mitarbeiter des Klägers vernommen. Aus den Be- kundungen derselben und den eigenen Angaben des Klägers er- gab sich folgendes: Der Kläger war zu einer Beerdigung verreist und hatte, sich bei dem Vorarbeiter in einer Postkarte entschuldigt, die durch irgend etwas den Spott seiner Kollegen hervorgerufen hattej. Von unbekannter Hand würde die Postkarte über seinen Arbeits- platz genagelt. Darüber war er so entrüstet, daß er von„Spitz- buben" und„Halunken" sprach, und als er darauf zur Rede gestellt wurde, seinen Austritt erklärte. Er will auch noch von den anderen gehänselt worden sein. Beim Weggange des Abends vermißte er seinen Hut und bezichtigte drei Kollegen, daß sie ihm den Hut weggenommen hätten. Diese Bezichtigung wiederholte er dann auch vor dem Werkmeister, obgleich der Hut, der auf einem falschen Nagel gehangen hatte, sich längst vorgefunden hatte. Der Werkführer stellte die Beschuldigten zur Rede, weshalb sie gegen den Kläger„agitierten". Irgendeinen Beweis, daß die Be- treffenden ihm den Hut versteckt hätten, konnte Willing nicht bringen. Der Verteidiger verlangte Freisprechung, einmal weil die „Denunziation", und zwar eine für die Kollegen deS Klägers recht gefährliche, eriviesen sei, dann aber auch auf Grund der Statuten des Metallarbeiterverbandes. Die„Metallarbeiter- Zeitung" müsse als Publikationsorgan des Verbandes derartige Ankündigungen für die Mitglieder aufnehmen. Diese geschäft- lichcn Mitteilungen erfolgten in Vertretung berechtigter Jnter- essen, zu deren Wahrung der Redakteur speziell beauftragt und angestellt wäre.'' Das Gericht sprach den Angeklagten frei und lcgke dem Kläger die Kosten auf. Es hielt zwar nicht für erwiesen, daß Willing eine„Denunziation" begangen hätte, wohl aber daß die Zeugen eine solche Denunziation annehmen mußten und an- genommen hätten, und daß Willing wegen Denunziation für nicht mehr aufnahmefähig erklärt worden wäre. Die Mitteilung der Tatsache dieses Beschlusses in dem dazu bestimmten Publikations- organ erfolgte in Wahrung berechtigter Interessen und sei keine Beleidigung._ Ein Autoschiebcrprozeß beschäftigte gestern in einer längeren Verhandlung die 1. Straf- kammer des Landgerichts II. Angeklagt wegen Betruges in mehreren Fällen war der Direktor der Berliner Automobilreifen- Gesellschaft, der Kaufmann Karl NathanSki.— Der schon wegen Eigentumsvergehen vorbestrafte Angeklagte, welcher in enger Fühlung mit dem in dem kürzlich verhandelten Autoschieberprozeß Dr. Straßmann u. Genossen verurteilten Angeklagten steht, wird beschuldigt, in mehreren Fällen wertvolle Automobile angekauft und dafür wertlose Hypotheken und Wechsel in Zahlung gegeben zu haben. So kaufte er unter anderem von einem Herrn Ch. ein Automobil im Werte von 10 000 M., für welches er einen von einem Freiherrn von Perfall und einem anderen Offizier akzcp- tierten Wechsel und zwei Hypotheken in Zahlung gab. Die Hypo- theken stellten sich später als völlig wertlos heraus, der Wechsel wurde nicht eingelöst. Aussteller und Akzeptant leisteten den Osfenbarungseid. Allerdings trat später die Familie des von P. zum Teil für den entstandenen Schaden ein.— In einem anderen Falle gab Nathanski ebenfalls eine wertlose Hypothek in Zahlung. Bei einem Automobilkauf gab der Angeklagte ein Akzept eines Kaufmanns Brasch in Wilmersdorf in Zahlung, von dem er be- sonders betonte, daß dieser Reserveoffizier sei und in den glän- zendsten Vermögensverhältnissen lebe, obwohl er genau wußte, daß Brasch vermögenslos war und den Wechsel schon im Jahre 1307 nicht eingelöst hatte.— Im Hintergründe dieser unsauberen Ge- schäfte soll als„Hauptschieber" ein Kaufmann Fiebelstein stehen, der jedoch zurzeit nicht ermittelt werden kann.— Der Staatsanwalt beantragte eine Gefängnisstrafe von 2 Monaten. DaS Ge- richt ging jedoch mit Rücksicht auf die Vorstrafen des Angeklagten und die hohen Objekte über diesen Antrag hinaus und erkannte auf 4 Monate Gefängnis bei sofortiger Verhaftung. Das Gericht beschloß jedoch auf einen dahingehenden Antrag nach Einzahlung einer Kaution von 4000 M. den Haftbefehl aufzuheben. Eine Wurst als Bestechungsmittel. Wegen versuchter Bestechung und Beleidigung mußte sich der Schlächtermeister Julius Kaufmann gestern vor der 4. Straf- kammer des Landgerichts I verantworten. Der Angeklagte be- treibt in der ESmarchstraße ein Schlächtcreigeschäft, in welchem am 3. Januar dieses Jahres noch nach Uhr eine Kundin er- schien, um Einkäufe zu machen. Dies war von dem Schutzmann Krüger bemerkt worden, der den Angeklagten auf die von ihm begangene Uebertretung aufmerksam machte. Der Angeklagten er- griff eine auf dem Ladentisch liegende Wurst und eilte hinter dem Schutzmann her. Als er ihn erreicht hatte, schob er ihm die Wurst unter den Arm mit dem Bemerken, daß er sie schmecken lassen solle. Der Schutzmann gab ihm das appetitliche Bestcchungs- objekt sofort wieder zurück. Die Folge dieser etwas unüberlegten Handlungsweise war die jetzige Anklage. Vor Gericht war K. be- züglich des Bestechungsversuchs geständig, bestritt aber jemals die Absicht gehabt zu haben, den Beamten zu. beleidigen. Das Gericht erkannte auch nur wegen versuchter Bestechung mit Rücksicht auf die bisherige Unbescholtenheit des Angeklagten auf eine Geldstrafe von 30 M. Warnung vor Taschendieben grober Unfug? Was ein preußischer Staatsanwalt manchmal als groben Un- fug- anzüseherr betiebt, zeigt folgender. Vorfall: Di«„Niederschle- ülche Zritnng"� in Görlitz hatte kurz vor Weihnächten eine Notiz gebracht, in der stc das Publikum bei den Weihnachtsrinkänfrn vor' Taschendieben warnt, da solche Diebstähle im Gedränge wiederholt vorgekommen seien. Nach einigen Wochen wurde der verantloort- liche Redakteur des Blattes vor die Polizei zitiert, wo ihm eröffnet wurde, daß die Polizei bisher keinen Diebstahl feststellen konnte, und er auf Antrag der Staatsanwaltschaft wegen Berübung groben Unfugs zu einer Strafe von 15 M. verurteilt sei. In der schössen- gerichtlichen Verhandlung gelang es dem angeschuldigten Redak- teur nachzuweisen, daß tatsächlich einige Diebstähle vorgekommen seien. Das Gericht erklärte, daß auch ohne diesen Nachweis der Angeklagte straffrei bleibe. ES sprach ihn frei und legte sämtliche Kosten der Staatskasse auf._ Notwehr gegen einen Arbeitswilligen strafbar! Zu diesem eigenartigen Ergebnis gelangte die Strafkammer in Pr. Stargard in einer vor kurzem verhandelten Anklage gegen die Böttcher W. Zydel und Turner zu Pr. Stargard. Im Juni ver- gangenen Jahres reichten die bei der Spritfabrik und Kognak- lrennerei H. A. Winkelhausen zu Pr. Stargard beschäftigten Bött- cher eine Lohnforderung ein. Am 0. Juni waren dix beteiligten Böttcher nach Feierabend in einem Bierkellcr und unterhielten sich' über die schwebende Angelegenheit. Plötzlich stürzte der Böttcher Spitzkeit in dem Raum auf den ahnungslos dasitzenden Zydel mit den Worten zu: Dich Hund habe ich schon lange gefressen und packt Z. an der Gurgel und würgt ihn. Zydel wehrte den Spitzkeit von sich ab, dabei wurde er von dem Böttcher Turner unterstützt. Spitz- feit kam zu Fall und fiel gegen einen Floschenbierkasten. Er trug eine Augenverletzung davon, die ihn eine Woche arbeitsunfähig machte. Der Staatsanwalt brachte diese Angelegenheit mit dem mehrere Tage später ausgebrochenen Streik, bei dem Spitzfeit als Arbeitswilliger stehen blieb, in Verbindung. Die Strafkammer verurteilte W. Zydel zu 4�> Monat und Turner zu 2 Monaten Ge- fängnis!— Gegen dies gesundes Rechtsempfinden empörend« Ur- teil ist selbstverständlich Revision eingelegt. Die betrogene Schutzmanusbraut. Vom Landgericht Koblenz ist am 28. Oktober v. I. der ftüheve Schutzmann, jetzige Handelsmann Karl Fischer wegen Betruges zu 0 Monaten Gefängnis verurteilt worden. Als er 1007 noch Ser- gcant in Koblenz war, verlobte er sich mit Fräulein H. und ver- sprach ihr, sie nach der Fastenzeit 1003 zu heiraten. Den Eltern sagte er, er werde aus dem Regimente austreten und zur Gendar- merie übergeben, die Heiratskaution werde er aus eigenen Mitteln beschaffen und das bei der Kompagnie hinterlegte Geld könne seine Braut zur Slnschaffung von Möbeln verwenden. Schließlich mcl- dete er das Aufgebot an. bestellte es aber am nächsten Tage wieder ab, angeblich weil er seine Papiere noch nickst bekommen habe. Gleichzeitig teilte er seiner Braut mit, er müsse die Heirat ver- schieben, weil er erst noch die Gendarmerieschule besuchen müsse. Er reiste dann ab, wiederholte sein Eheverspvechen und erhielt von seiner Braut Geschenke und Nahrungsmittel zugesandt. Schließ- lich mußte sie ihm noch 150 M. senden, welche Summe ihm an- geblich zur Heiratskaution fehlte. Im Juli 1008 wurde er in Halensee bei Berlin als Schuhmann angestellt. Eirde August bat er seine Braut um 40 M., damit er sie in Koblenz besuchen könne. Er reiste dann zu ihr und kehrte später nach'Schöneberg zurück, wo er inzwischen Schutzmann geworden war. Von nun an schrieb er seltener und kurz vor dem 1. Oktober 1308 schrieb er der Braut, er könne sie nicht heiraten. Am 14. Oktober gebar die H. ein Kind, dessen Vater der Angeklagte war. Bald darauf erfuhr sie, daß der Angeklagte inzwischen eine andere geheiratet hatte. Um die schon erwähnten 150 und 40 M. sowie weitere 30 M. soll Fischer die H. betrogen haben, da sie das Geld nickst gegeben haben würde, wenn sie gewußt hätte, daß er sie nicht heiraten wolle. Auf die Revision des Angeklagten hob am Freitag das Rsichsgericht das Urteil wegen eines prozessualen Verstoßes anf und verwies die Sache an da» Landgericht zurück» Spielschulden und Schadenersatz'. Eine interessante Schadenersatzklage, die auf Erschleichung eines nicht rücksorderbarcn Spieldarlchus basiert, lag kürzlich dem Reichsgericht zur Entscheidung vor. Ter in Liquidation befindliche„5ilub von 1300" zu Berlin klagt gegen einen Amerikaner X. in Berlin auf Rückzahlung eines Tarlehns von 10 000 M., das er dem Beklagten bei einem Glücks- spiel gewährt hatte. Der Verein ist zu dem Zweck gegründet worden, um seinen Mitgliedern ein Glücksspiel mit außerordentlich hohen Einsätzen zu gewähren. Es wurden deshalb statutenmäßig Darlehne gewährt, entweder in bar oder in Jetons, die von der Klubkasse gegen bar wieder eingelöst wurden. Der Beklagte bc- streitet seine ZahlungSpflicht, weil derartige Verträge nach§ 138 des Bürgerlichen Gesetzbuches nichtig seien und weil auch die Zurückgcivähruiig des aus Grund der nichtigen Verträge vom Kläger Geleisteten nach 8 817 Satz 2 deS Bürgerlichen Gesetz- buchcs nicht beansprucht werden könne. Das Kammcrgericht zu Berlin hatte diese Einrede für be- gründet erachtet und den Kläger abgewiesen. Gegen das Urteil des Kammergerichts hat der Kläger Revision beim Reichsgericht eingelegt und unter anderem geltend gemacht� für die Anwendung von Z 138 des Bürgerlichen Gesetzbuches sei nichts Raum, solange nicht feststehe, daß der Beklagte das geliehene.Gelb verspielt habe. Das gleiche gelte auch deshalb, weil der Beklagte erklärt habe. er sei im Besitz der Mittel und habe das Geld nur augenblistlick, nicht zur Verfügung. Diese Einwenduligen weist daS Reichsgericht zurück: Die Gewährung der Darlehne durch den Kläger habe gegen die � guten Sitten verstoßen wegen des Zweckes, der damit verfolgt worden sei. Ob das nachfolgende Spiel des Beklagten er- folgreich oder erfolglos gewesen sei, bleibe für die Bedeutung der Handlungsweise des Klägers gleichgültig. Ebensowenig sei es ausschlaggebend, ob der Empfänger des zum Zweck der Unter- stützung zu übermäßigem Giücksspiel gegebenen Geldes für bc- mittelt gehalten wurde oder nicht. Andererseits aber hatte der Kläger den Anspruch auf Rück- zahlung der 10000 M. noch auf den Rechtsgrund der arglistigen Täuschung gestützt. Denn der Beklagte habe auf einem Scheck Banken angegeben, bei denen er-Guthabeii habe, trotzdem er gewußt habe, daß bei den von ihm genannten Banken kein Gut- haben für ihn bestand. Durch die unwahre Vorspiegelung des Guthabens habe er den Klubkassierer getäuscht und dadurch zur Hergabe des DarlchnS bewogen. Infolge dieser Täuschung- ser dem„Klub von 1300" der eingeklagte Schaden entstanden, für den der Beklagte nun hafte. Das Kammergericht hatte demgegenüber ausgeführt, durch die Hergabe des Schecks mit den falschen Er- klärungen sei der Kläger nicht zur Auszahlung der 10 000 M. bestimmt worden, denn wie sich aus der Beweisaufnahme in den Bei- akten ergebe, seien die Tarlehne an die Klubmitgliedcr teils ohne, teils gegen Schecks auSgezaW worden. Diese Schliistsolgorulig hält das gicichsgcricht für unloMck,. Denn aus der Tatsache, daß die Klubvcrwaltung nicht in jeoem Falle die Ausstellung von Schecks forderte, lasse sich nicht folgern, daß, wenn sie solche Forderung stellte, es für sie unerheblich war, ob sie einen Scheck bekam. Llußer- dem sei auch die Rcvisionsrügc begründet, daß die Benutzung der Beiaktcn gegen Prozesivorschristen vcrstöstl. Das Landgericht hat die Bedeutungslosigkeit des Schecks nicht festgestellt; das Berufungs- gericht entnimmt diese Tatsache allein aus. den Beiakten. Infolge- dessen erfolgte die Aufhebung deS kammcrgerichtlichcn Urteils. In der erneuten Verhandlung vor dem ftaiilmergericht(wohin die Sache zurückverwiesen worden ist) soll auch die Frage des eigenen Pcrschuldcns des Klägers mitgeprüft werden. Vermischtes. Frau v. Schönebcck-Webcr wieder verhaftet. Die Untersuchung über die Ermordung des Majors v. Schönebeck in Allenstein ist in ein neues Stadium getreten: die Witwe des Toten und jetzige Gattin des Schriftstellers A. O. Weber, Frau Aiitainskte v. Schönebeck-Weber, ist vorgestern auf Anordnung der Staatsanwaltschaft in Charlotte, Iburg wieder verhaftet worden. Die Verhaftete würde von ihrer Wohnung, Goethestraße 87, in daS Charlottenburger AmlSgerichtSgefäiignts in der Kantstraße über- geführt. Der Haftbefehl des Staatsanwalts stützt sich auf das Obergutachten der Wissciischaftliche» Deputation, das dieser Tage fertiggestellt worden ist und das die der Anstiflung zur Ermordung ibies Gatten Beschuldigte für zurechnungsfähig erklärt. Das Ergeb- ms des ObergntachlenS ist:„Daß bei der Angeschiildigten zur Zeit der Strafhandluiigeil die Voraussetzungen§-31 Strafgesetzbuches nicht vorgelegen haben. Andererseits ist sticht zu verkennen, daß die Symptome der hysterisch-psychopathischen Konstitution, welche bei der Angeschuldigten vorgelegen hat und vorliegt, auch bei den Strashandlungen miigewirll haben." Noch am Abend stellte der Rechtsbeistand der Verhasteten den Antrag auf Haftcnllassmig seiner Klientin unier Zahlung einer Kaution von 50000 bis 100 000 Vi. So lange Über diesen Antrag nicht entschieden ist, bleibt Frau v. Schönebeck in Haft; in diesem Falle wird sie in den nächsten Tagen nach Allenstein transportiert werden, wo die Verhandlung gegen sie als die erste der nächsten SchwurgerichtSsession geführt werden soll. Die Anklage gegen Frau v. Schönebeck geht dahin, daß sie ihren Geliebten, den Hauptmann Friedrich Wilhelm v. Gocbcn im De- zember 1307 dazu angestiftet habe, sie von ihrem Mann zu befreien. Hauptmann v. Goeben, der sich für schuldig bekannte, hat vor seinem Selbstmord im Alleilsteiner Militärgefäiigniö Iran v. Schönebeck schwer belastet. Sie habe ihm unter dem Weihnachtsbaum, zwei Tage vor der Tat, deu Schwur abgenommen, Major v. Schönebeck zu töten. In dem Chärlottenburgec Untersuchungsgefängnis in der Kant- straße fand gestern vormittag eine Vernehmung der Frau b. Schönebeck- Weber statt. Da sie sehr angegriffen ist, beendete AmtSgerichtSrat Schulze das Verhör bereits nach kurzer Zeit. Masseuverletzungen auf dem Jahrmarkt. Einer Meldung aus Paris zufolge sind aus dem Stadtplätz von Castelnau im Departement Gers, wo Jahnnarkt stattfand, durch scheue Rinder und Pferde etwa sechzig Personen verwundet worden, darunter acht schwer. Untergegangener Dampfer. Der russische Dampfer„Korea" von 6000 Tonnen Gehalt, der von Kristiania nach Philadelphia unter- wegS war, ist, wie aus London gemeldet wird, im Stillen Ozean »mergegangen. Die 48 Mann Besatzung wurden durch den englischen Dampfer„Colodonia" gerettet. Eingegangene Druchrdmften. Kleine BeschäftignngSbücher. 1. Das Kind im Hause. Bon Lili Droescher. 83 Ps. 2. Was schenkt die Statur dem Kinde? Von Minna Vlanckertz. 1 M. S. Kinderspiel und Spielzeng. Von Klara. Zinn. 1 M. 4. Geschenke von Kinderhand. Von Emma Humicr 1 M. 5. Allerlei Papierarbeiten. Von Hildegard Gierte und Alice Davidsohn. 1,20 M. Bon B. G. Tenbner, Leipzig. BSitterunaStlbersicht vom 5. März 1910, morgen« 8 ttyr. Wetterprognose für Sonntag, den S. März 1010. 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Insbesondere war in diesen Artikeln gesagt, daß Ermert als Mitglied des Christlichen Gewerkvereins der Bergarbeiter Ver- rat an dieser Organisation geübt habe, indem er dem freien Berg- arbeiterverband Material zustellte, das dieser gegen den Gewer!* verein und dessen Vorsitzenden Brust verwendete. Weiter war Ermert vorgehalten worden, daß er sich als Geschäftsführer des Eiscrfekder Äoniumvereins Schmiergelder in Form von Provifion anbieten lieft. Auch der Versuch Ermerts, den Bergarbeiterverband um 20 990 M. anzupumpen, war von den beklagten Zeitungen an- geführt worden als Beitrag zur Charakterisierung des späteren ReichsvcrbändlerS. Ermert klagte daraufhin gegen die Redakteure Weber in Berlin, Feldmann in Langenbielau und.Äliihs in Breslau wegen Beleidigung. Den Beklagten kam cS vor allem darauf an, die Beweise für ihre Behauptungen zu erbringen. Da Ermert aber früher in Westdeutschland tätig war, zog sich der Pro- zeß mit seinen vielen Zeugenvernehmungen und Aktemvandcrungen soweit in die Länge, daß er erst am Freitag nach S'chjährigcr Dauer zur Verhandlung kam. Von den Beklagten war nur Genosse Fcldmann persönlich er- schienen. Ihm stand Justizrat Lucks als Verteidiger zur«eite. Genosse Weber wurde vom Rechtsanwalt Dr. Rosenfeld-Berlin, Genosse ÄlühS vom Rechtsanwalt Simon-Breslau vertreten. Der Kläger Ennert war selbst nicht anwesend, sondern überlieft die Abtvaschung seines Ehrenschildes dem Rechtsanwalt Dr. Walter. Vergeblich, denn die kommissarisch vernommenen Zeugen aus Eiserfeld, Effen und Bochum redeten eine zu deutliche Sprache. Es kaincn zur Verlesung die eidlich gemachten Aussagen der Zeugen: Johann Will, Johann Leimpeter», Otto Hne, Friedrich Will, August Brust, Karl Heinrich Schneider, Hermann Sachse, Richard Breide»- dach und Sommer. Besonderes Gewicht verdienten die Aussagen der Brüder Will, Brusts, Sommers und Breidenbachs. Aus ihnen ging hervor, das; Ermert, in die Enge getrieben, zugeben muhte, daß er von den Liefcrantenfirmen Wallrabe u. Bommat in Düsseldorf wegen 2 bezw. 3 Proz. Provision verhandelt hat, dah er ferner aus diesem Grunde um seinen Posten als Geschäftsführer kam, daß er ferner seine Stellung benutzte, um gegen Brust zu intrigieren und daß er gedroht hat, dem Brust das Messer im Leibe umzudrehen. Tie Behauptung der Beklagten, Eruiert habe 20 000 M. vom Berg- arbciterverbande leihen wollen, wurde erwiesen durch die Verlesung des betreffenden Briefes, der sich in Abschrift nebst dem ablehnen- den Antwortschreiben des Verbandes bei den Akten befand. Ver- lesen wurde weiter auf Antrag Dr. Rosenfelds das Urteil des Bochumer Gerichts in Sachen Ermert gegen Wagner, in dem es heiftt, daß Ermerts Verhalten„in moralischer Beziehung anstößig" sei, daft er„moralisch nicht völlig intakt wäre" und daß Ermert eine„gehässige Bekämpfung seiner Gegner übe". Letztere Fest- stellung konnte auch das Waldenburger Gericht inachen. Denn es gelangte auf Antrag RosenfeldS eine Schreibprobe ErWerts aus dem„Feierabend" zur Verlesung, die von unanständigen Schimpfe- reien strotzte. Angesichts des ungeheuren Belastungsmaterials gegen den Kläger Ennert wurde es dessen Vertreter natürlich schwer, ein paar gute Haare an ihm zu finden, die eine Bestrafung seiner Gegner rechtfertigen konnten. Desto leichter hatten es die Verteidi- ger der Preftsünder, den Kläger als das wahrheitsgetreue Original der von den beklagten Zeitungen gebrachten Photographie zu kenn- zeichnen. Besonders wirksam waren die Hinweise darauf, daft ein Mann mit einer so robusten Moral wie Ermert am allerwenigsten zum Kläger berufen sei, wenn im Parteikampfe scharfe Worte fallen, und daft es gerade die Pflicht der politischen Presse sei, auf Anwendung sauberer Kampfesmittel bei den Parteien zu achten. Den Angeklagten müsse deshalb auch der Schutz des§ 193 zugebilligt werden. Uebrigens sei aber eine Bestrafung deshalb nicht möglich, weil bereits Verjährung eingetreten ist. Genosse Feldmann wies in kurzer, treffender Rede den tollen Versuch des klägerischen Anwalts zurück, seine in 20jährigem Partei- dienst erlittenen Strafen als erschwerend hinzustellen. Das Gericht erkannte nach längerer Beratung auf Einstellung des Verfahrens gegen Weber und Feldmann, da tatsächlich seit der letzten Verfügung über ein Jahr verflossen und daher Verjährung eingetreten ist. Die Kosten des eingestellten Verfahrens hat der Kläger zu tragen. Der dritte Beklagte, KlühS, wurde dagegen der Beleidigung schuldig befunden und zu 30 M. Geldstrafe und den Kosten verurteilt. Wie der Vorsitzende begründend ausführte, ist der Wahrheitsbeweis als erbracht anzusehen bezüglich der Beschuldi- gung, Ermert habe sich Provision versprechen lassen. Weiter hat das Gericht als erwiesen erachtet, daft Ermert der Führer der Rebellion gegen Brust war, und weiter, daß Ermert der„Berg* arbeiter-Zeitung" Material geschickt hat. Ermert sei aus der Ver- Handlung nicht so moralisch intakt hervorgegangen, als er es wollte, es sei erwiesen, daft er sich Verstöfte gegen das Sittengesetz zu- schulden koinmen lieh. Der§ 193 wäre bei der Strafabmessung zur Anwendung gekommen, weil die in der„Volksmacht" enthaltenen Beleidigungen Ermerts im politischen Kampfe gefallen sind. Briefhaften der Redaktion. SU lurlftlsche Sprechstunde findet Linden st rag, g, iweiter S»>. dritter EinglXiz,-irr Treppen, MIT» Fahrstuhl wochcntäglich abends von 7� dts 9Vi Uhr statt. Gcöfsnet 7 Uhr. Sonnabends besinnt die Sprechstnildc»in«i Uhr. Jeder Anfrage ist ein Buchstabe und eine Zahl als Mcrkjrichcn beizusiigen. Briefliche Antioort wird nicht erteilt. Bis»nr Beannvortung im Brieflasten tonnen 11 Tag«»ergehen. Eilige Fragen trage man in der Sprechstunde so:. F. K. Zt. Ihre Anfrage ist nicht verständlich. Kommen Sie in die Sprechstunde.— Emilie 57. Die Erhebung des Mictsitempels ist be- gründet.— Schulz. Rixdorf. Nicht bekannt 1 fragen Sie bei der Kasse an. — Auswanderer ZZZ. Nein.— Kumpel 10«. Vom 1. April bis dahin des folgenden Jahres.— Bü. H., Eharlottenbnrg. 1., 2. n. 3. Leider sind alle Fragen zu bejahen.— PS. PS. 100. Ist Jahresmiete ver» einbart, so kann zum Schlüsse eines Kalendervierteljahrcs iimerhalb der erstell 3 Wochentage desselben, ist Monatsmiete vercilibart, fo kann bis zum 15. jeden Monats gelündigl werden. Wird, obwohl Jahresmiete verabredet ist, in z. B. monatlichen Teilbeträgen gezahlt, so ist das für dle KündigmigS- srist ohne Eüislutz.— Nr. 42. Sic sind zur Nachzahlung verpflichtet. — ft. L. 20. Sind damit erhebliche Störungen verbunden, fo können Sie vom Vermieter die Entfernung verlaugen unter Setzung einer Frist und, falls dem Verlangen nicht entsprochen wird, aus Beseitigung klagen.— H. M. 36. Ein derartiges Testament ist ungültig. Es mutz zu notari- ellcm oder gerichtlichem Protokoll errichtet werden.— 31.®i. 12. Das kann nur die Behörde in Nugarn beauslunslen, vorausgesetzt, datz der Be- iresteiide sich noch in Ungarn ausbält, was aus Ihrem Schreiben nicht er- sichllich ist.— Meier 1000. Sic können aus Jnnehaliung des Vertrages besteben und, falls der Eigentümer sich dessen weigert, Ersatz des Schadens, eventuell im Älagewege, verlailgeu. Die Klage ist beim Amtsgericht zu erhebe».— Maliuka, Straße 60«. Kommen Sie in die Sprechstunde. — Abonnement R. K. O. Ihr Vater hat das Mitbestimmungsrecht. Zu einer Beräutzerung des Erwerbsgeschästs bedarf er jedoch der Genehmigung des Voriiiundschastsgerichts.— H. M. 32. 1. Ist die Wahl eines An» gesessenen ausgeschrieben, so sind die aus einen Nichtangescssciicn etwa ent- fallenden Stimmen ungültig, vorausgesetzt, datz die Ausschreibung dein Gesetz entsprach. Wir verweilen hierbei aus§ 52 der Landgemeindeoronmig. 2. Ohne genaue Kenntnis der Verhältnisse— Gesamtanzahl der Vertreter, Verteilung der Angesessenen aus die einzeliien Klasse!,. wie sie bei der Ausschreibung erfolgt ist— lätzt sich das nicht beurteilen. — W. 69. 1. Der Mictstalcr kann bei der ersten Lohnzahlung in Abzug gebracht werden. Die Juvalideiivcrsicherungsbciträge trägt der Dienstbote zur Halst c: auch diese Beträge können vom Lohn abgezogen werden. 2. Michacllirchplatz 1.— H. Z. 2. Wir halten Sie zur Beschaffung eines LegitimationsscheineS, für dessen Erteilung das Polizeipräsidium zustälidig ist, nicht sür verpflichtet.— M. W. 29. Ein solcher Anspruch besteht nur, wenn er im Kafsenstatut sestgelegt ist. Die LandcSverficherungSanstalt kann ans die Krankenkasse einwirken, datz das Heilverfahren eingeleitet wird.— Grete 20. Das Vormundschastsgericht ist nicht bciugt, die Ein- williguilg zu ersetzen.— O. K. l. Wir halten cinc strafbare Handlung sür vorliegend. 2. In 5 Jahre». 3. Der zivlirechlüche Anspruch ist verjährt. Sluswafil Si iiiig üe Goulanz sind das AB Q von o&iser Schuhwarenhaus Pnlsltsfr qrafi»! Einsegnungssfiefel Leipziger Straße— Oraniensfraße 34 ftönigsfraße 84— Oraniensfraße 47a— MQUersfraße 8a. Unübertroffene• Xeisiungsfähigkeit J In den Spezia/prelslagen Z 's 5 SO£S0 JQSO J250 j ooooooooooooooooooooooO Farbentöne Moderne Einsätze fteu eröffnet: Tiitdorf Bergstraße 7-8. Uomehm wirkt ein zartes, reines Gesicht, rosiges, jugendfrisches Aussehen, weiße, sammetweiche Haut und ein blendend schöner Ttint. 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