Nr. 133. Erscheint täglich außer Montags. Preis pränumerando: Biertel jährlich 3,30 Mart, monatlich 1,10 mt, wöchentlich 28 Bfg fret in's Haus. Einzelne Nummer 6 Pfg. Sonntags: Nummer mit tlluftr. Sonntags- Beilage Neue Welt" 10 Pfg. Post- Abonnement: 8,30 Mt.pro Quartal. Unter Kreuz band: Deutschland u. Defterreich Ungarn 2 Mt., für das übrige Ausland 3 Mt.pr.Monat. Eingetr. in der Post Beitungs: Preisliste für 1893 unter Nr. 6708. Vorwärts 10. Jahrg Infertions- Gebühr beträgt für di fanfgespaltene Petitzeile oder derer. Raum 40 Pfg.. für Bereins- und Beriammlungs- Anzeigen 20 fg Inferate für die nächste Mummer müffen bis 4 Uhr Nachmittags in der Ervedition abgegeben werden. Die Grpedition ift an Wochentagen bis 7 Ubr Abends, an Sonn: und Festtagen bis 9 Uhr Bor. mittags geöffnet. Fernsprecher: Amt I, 4186. Telegramm- Adresse: Vorwärts Berlin: Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. An die sozialdemokratischen Partei- Wahlkomitees. Um eine möglichst rasche und glatte Uebersicht über die Er gebnisse der Hauptwahl zu gewinnen und um andererseits unsere Genossen in der Provinz möglichst rasch von dem Gesammt ausfall der Wahl in Kenntniß sehen zu fönnen, haben wir für den Wahltag Abend eine Bentralstelle für Telegramme eingerichtet, an welche alle Telegramme und Wahlnachrichten von auswärts zu richten sind und von wo aus auch den Genossen in der Provinz, welche dies wünschen, die Berliner Wahlresultate telegraphisch zugesandt werden. Als Telegramm- Adresse ist mit der TelegraphenVerwaltung vereinbart Dringend Sozialdemokrat Berlin Diese Adresse genügt vollständig. Vorwärts" Freitag, den 9. Juni 1893. Quittung. BeiExpedition: SW. 19, Benth- Straße 3. von 10 Bauhandwerkern 5,50. Dresden, Glaserbude aus Weltfeiertags- Sympathie 6,-. Dahme W. L. 4,-. Deutsch- Wilmersdorf A.-V. Ueberschuß vom 3. Stiftungsfest 50,-. Dresden, revolutionäre Maler 3,10. Elberfeld, Ueberschuß vom Vergnügen der Sattler 9,80. Erie( Nordamer.) F. Keßler 4,22. berg i. Oberschl. 20,-. Gersdorf, Turnverein Germania. Falten Abendunterh. 1,15. Glasgow( Schottl.) E. Fr. 20,-. Glückstadt, Im Monat Mai gingen bei der Parteikasse folgende träge ein: Altwasser, gef. von Porzellanarbeitern am 1. Mai 7, M. Aschersleben, Berg- und Fabrikarbeiter 10,- Apenrade, ges. am 7. Mai 2,36. Anklam, rother August 20,-. Altona, gemeinschaftliche Pfingstmorgentour der Schuhmacher v. Altona u. Um alten Zielbewußten 30,-, darunter von Borsfleth b. GI. 3,-. gebung 31,30. Berlin, Beiträge der Wahlkreise: 4. Kr.( Diten) innten Staatsbeamten 30,-. Desgl. v. einem sozialdem. geHamburg E. M. 5,-. Desgl. von zwei sozialdemokratisch ge2000,-( darunter einige Eisenbahn- Arbeiter 4,-, innere Puger finnten Jünger Merkurs 15,-. Desgl. v. Frant's Bau, Bullend. 2. W., Thiergartenstraße 7,50, innere Puzer Ansbacherstraße Desgl. Ueberschuß von 1893 Sparkl. 12,-, Tischlerei Unger, Königsbergerstr. 9 4,50 u. 6,30). 6. Kr. ofer Damm 20,-. ( Oranienburger Vorstadt, Wedding und Gesundbrunnen 1500,- Morgenroth 9,50. Hannover 1000,-. Haynau i. Schl. 30,-. ( darunter Discher u. Roch 9,-). 6. Kr.( Moabit) 312,60( darunter Haſtedt, Funke 200,-. H.- Münden, von einer rothen Konfirmation 1,50. Desgl. Don Maifeier- Ueberschuß 1893 128,60, Maskenball v. 14. Januar in der einer rothen Kindtaufe Kronenbrauerei 98,40, amerik. Auft. i. d. Versuchsbrauerei v. Harburg, von den Gerbern 10,-. Hastedt F. V. 50,-. HamHamburg, von den Jüngern Hans Sachs 50,-. Negativ und Positiv durch Sänger aus Moabit 2,60, Wette d. Adam u. Buchholz 3,-). Berlin, div. Beitr.: P. S. 50,-. burg- Altona, Liedertafel der Zimmerer Hamburgs 50,-. Ham. B. 50,-. Dr. L. u. 20,-. R. P. 2,-. Auf zur Wahl: burg G.-F. Maurer Deutschlands d. Dammann 500,-. Ilmenau 2,-. Dr. H. B. 100,-. Pianofortefabrik Alte Jakobstr. 132. I. 15,-. Kaip b. Dresden, rothe Hochzeit 4,80. Kl.- Steinheim 10,-. Rokisch- Weißenthal d. 2. 7,50. Luxemburg 2. 5 Kontrollbrüder( ehemalige Achtundvierziger) 1,80. " 2,80. i. B 21,50. 5. H. 300,-..- S. der freien Vereinigung der Kaufleute 20, 400, Luxemburg 20,-. Langburdersdorf D. M. 5,-. London H. W. R., Köpenickerstr. 3,-. M. S. 20,- Bierprozente 23. St. Fr. G. 240,-. Desgl. 2. R. 20,-. Desgl. Dr. med. Pr. 40,-. Dr. M. D. 5,-. Von den Stock- Desgl. Komm. A. B. V. 49 Totenham St. 102,-, darunter aus In dieser Weise als dringend" aufgegebene Telegramme 10, Dr. H. 500, werden als bevorzugt befördert, foften deshalb aber auch das arbeitern bei Goldbach 10,-. G. 6. 20,-. A. H. 3, P. Jahntes Fabrit gef. b. Wiese 16,80. Leipzig, Gesangverein A. Dreifache der gewöhnlichen Zare. Depeschen, M. 8,- Fräulein E. 3,-. Ueberschuß von der Fahrt nach und B. 15,-. Desgl. Gefangverein V. 25,-. Ludwigsluft i. M., Ueberschuß von der Fahrt nach welche bei der Beförderung nicht bevorzugt werden sollen, be- Müggelheim 3,50. M. M., Markthalle Marheinideplatz 10,-... 3,05. Leipzig, Notenstecher Unterstützungsf. 20,- Mylau dürfen des Wortes dringend" nicht. Gefangverein Deutsche Linde" 10,-. Tapezierer Landsberger 3. 75, Marzahn 9,-. Marchewken, H. 10,-. Markneustraße 50,05. Die rothen Tischler aus der Johannisstr. 8,-. firchen, A. B. 3. Mailand, Zentralfomitee d. Jtal. Arbeiter Die Genossen werden ersucht, genau auf die Adresse zu achten Bugerkolonne Schilte 8,-... 50,-. Rauchklub„ Eldorado" partei 100,-. Neustadt i. Oberschl., eine Patrone zur Wahlund nur diese zu benutzen. Selbstverständlich werden die recht: 8,- Stuhlfabrik W. Atowsky 3,55. Tischlerwerfftatt Gebr. Schlacht 5,- New- York, Nat. Eret. d. Soz. Arb.- Part. I. Rate zeitig eingehenden Telegramm- Nachrichten von der Redaktion des Lerch, Stegligerstr. 82, 10,80. Von den Rothen aus der Mödern Blauen Dresden, M. Gr. 20,-. Paris, vom fozialdemokrat. 2487,75. Defterreich, ein Tropfen zum Wahlfonds 8,25. straße 4,60. Von einer sozialdemokratisch gesinnten Lehrerin 3,-. in die Freitags- Nummer aufgenommen. Besondere Telegramme Von den fingenden Kürschnern zum Wahlkampf des Proletariats Leseklub in 3 Raten à 80 m. 240,-. Rirdorf, G. P. 100, an den Vorwärts" erübrigen sich also, sobald die Telegramm- 30,-. Töpfer vom Bau Schenk 5,40. Internationaler Masten- Radolfzell, R. P.-, 50. Rathenow, d. Schulze 15, Rumä Adresse: ball in Tempel's Festfälen 9.- Buzer vom Bau Flemming- nänien, sozialdemokrat. Arbeiterpartei 240,- Rixdorf, amerit. Dringend Sozialdemokrat Berlin straße 9, Gesangverein Kornblume 50,-. Kunst- und Metall- Auktion von 2 Holzlöffeln und einem Strumpfstopfer 5,51. Rosenmog 3,-. Rathenow 3,-. benutzt wird. Ebenso verfehlen Telegramme an das Partei- gießerei Prinzenstr. 4,95. D. Pietsch 3,40. Zum Kriegsfonds, Steglit, Jn 130,-. Tiefenfurt E. H. 8,25. Ulm, u. 50,-. bureau, Kazbachstr. 9, oder an einzelne Borstandsmitglieder ihren von Genossen am Biertisch, Neuenburgerstr. 1,50. Durch Hilpert 18 Holzwürmern 13,-. Wolfenbüttel, rauchloses Pulver zum Gesammelt Welten 10, Wilhelmshaven, amerik. Auktion, veranstaltet v. Zweck. Es ist ausnahmslos für alle Telegramme am Wahltag von Brauern 50,-. Ein Getreuer aus dem Zentrum 5Sturz sog. Ordrungsfäulen 9,80. Wien, fozialdem. Partei 500,-. und mit Wahlnachrichten nur die vorstehende Adresse zu be- Bau Kölln, Kolonne Speer- Pußer 2,30. Drei v. Freg'sche grüne Sturz sog. Ordrungsfäulen 9,80. Wien, sozialdem. Partei 500, Jungens aus Moabit 3,-. 16,-. 2. M. 2,-. A. E. 3,- Butzer- schopau 16, Zürich, deutsche Sozialisten in der Schweiz d. Für die Berliner Parteigenossen sei bemerkt, daß die folonne Joachimsthalerstr. 29 8,-. May Bading 150,-. Jakob. B. in 2 Raten à 500,- M. 1000,-. Zentralstelle für Telegramme Bamberger 50,-. Von den Puzern aus der Brücken- Allee d. Berlin, den 8. Juni 1898. Für den Parteivorstand am Wahltag Abend in den Parterre- Lokalitäten der Buchhandlung Wilfe 4,50. Statklub Caro- Sieben 1. Rate 2,10. Hartmann Luther Worms 300,-. A. Gerisch, Raßbachstr. 9, I. des Vorwärts", Beuthstr. 2, eingerichtet wird, dorthin also alle durch Lassallebüste, Maifeier Bößow 1,-. besondere Boten zu übersendende Nachrichten zu besorgen sind. Buzerkolonne Bau Kleiststr. 24 16,75. Personal des„ Vorwärts" Von dort aus werden auch an die einzelnen Komitees, Ber- 150,-. Dr. 2. 1,-. Acht sozialdemokratische Vegetarier 7,50. fammlungen 2c. die von auswärts und von Berlin und Umgegend Gefangverein Berliner Buchdrucker 50,-. Rothe Buchbinder aus der Grünstraße 5,-. Von den Rothen aus der Möckernstraße eingehenden Nachrichten gesandt werden. Die Wahlkreise, deren Kandidaten in die engere Wahl ge- 8,-. In der Expedition des Vorwärts" bis zum 31. Mai ge2. Rate 9, Rollerlohn 30,- Bußerkolonne Schilke 2. Rate der preußischen„ Wahlreform". langen, wollen im Auge behalten, daß die engeren Wahlen vor sammelt 5348,90. Bredow, Herrenpolonaise Schützenhaus 1,30. aussichtlich alle auf ein und denselben Tag und.,. W. 10,-. Barmbeck, Pfeifentlub Esmaralda 50.-. Barm- Wahlbewegung seine Wirkung ausüben zu können, haben in Noch gerade zur rechten Zeit, um bei der Reichstagszwar vermuthlich auf den 23. oder 24. Juni anbed, Klamotten 2,70. Brüssel, H. R. 100,- Braunschweig der abgelaufenen Woche die im preußischen Abgeordnetenberaumt werden. Es ist also ungefäumt nach Bekannt 300,- Bredow Stettin, Ueberschuß von einem Krauz 1, werden des Wahlresultats die Agitation wieder aufzunehmen. Bant H. T. 3,05. Brötzingen 5,- Boppard 8,- Bukarest hause verschanzten Kartellparteien einen Beweis dafür geDie Parteipresse wird um Abdruck dieser Aufforderung ge- Klub der Sozialdemokraten deutscher Zunge 241,93. liefert, wie gering fie die Ansprüche des Volkes auf Bebeten. Bremen, gef. auf einer rothen Hochzeit 6.-. Brüssel, S. A. G. 2. theiligung an den Staatsangelegenheiten achten und wie Berlin, den 8. Juni 1893. Fraternitě 40,-. Conradsthal, Maifeier 5,-. Copig a. E. tläglich sie die bestehenden Volksrechte verkümmern werden, 7. Gottbus, Höge 10,-. Charlottenburg, Schlüterstr. 60, wo sich ihnen nur eine Gelegenheit bietet. nuten. " Der Parteivorstand. Feuillefont. Macbrua verboten.) Vom Stamm gerissen. Von Elise Schweichel. ( 22 " Der Hokuspokus Glanz der Mittagssonne überfluthet, lag der See in seinem zukehren. Es war nicht seine Absicht, gleich heute Frau Kranze von Gebirgen, von den vielzackigen waadtländer Malm's Einladung zu folgen. Morgen, wenn er seine Alpen bis zu den im Sonnennebel verschwimmenden Wellens Stunden im Pensionat beendet hätte, wollte er sich ihr in linien des Jura, und zu ihren Füßen die Stadt, überragt aller Form vorstellen. Tussy war damit einverstanden. von der herrlichen Kathedrale. Die in zwei Bogenreihen Als sie an der Landungsbrücke des Hotels hielten, über das Thal des Flon führende grandiose Brücke, welche hörten sie über sich eine Stimme rufen: Gott sei Dant, die Stadt mit der weltberühmten Promenade Montbenon da sind Sie endlich, ich habe schon schreckliche Langeweile verbindet, leuchtete in der Sonne wie Marmor. Nach allen gehabt." Seiten waren weiße Villen zwischen dem jungen Grün der Emporschauend sah Dettinger eine noch jugendliche So wanderten nun die Zwei in die knospende, junge Gebäude zerstreut, und auf dem bläulich glitzernden Spiegel dunkeläugige Blondine, ganz in schwarzen Atlas gekleidet, Frühlingswelt hinein, auf dem bald breiteren, bald schmä- des Sees entfalteten lateinische Segel ihre vogelähnlichen die sich unter fortwährendem Geplauder mit heiterer Miene leren Fußpfad, der sich die westliche Thalwand entlang in Schwingen. über das Geländer beugte, bis die Ankömmlinge oben waren allmäliger Steigerung nach dem höchsten Punkte des Pla- Wie mußte diese Bracht ein Auge entzücken, das an die und die Vorstellung erfolgte. Frau Malm, die, als sie teaus, dem sogenannten" Signal", hinaufwand. Waren es vergleichsweise Formenarmuth und Farblosigkeit der nord- nun aufgerichtet dastand, eine majestätische Erscheinung schon früher Dettingers beste Stunden gewesen, wann er deutschen Ebene gewöhnt war. Tussy lebte nun zwar schon war, aber das leutseligste Gesicht von der Welt hatte, reichte feiner Pflichten los und ledig hier herumstreifen konnte, einige Beit in diesem Paradiese, aber sie war nie so hoch Dettinger sogleich die Hand und wollte durchaus nichts ganz der Natur dahingegeben, die für seine noch immer gestiegen, hatte alle Schönheit immer nur vom Ufer aus ge- davon hören, daß er wieder umkehre. nicht verharschten Wunden heilender Balsam war, wie viel schaut. Dettinger weidete sich an ihrem Entzücken. Lieber, goldener Herr Dettinger," rief sic mit ostwonniger empfand er heut den Zauber dieser frühlings- Am Rande des Gehölzes stand eine Bank, auf der sich preußischer Butraulichkeit, das können Sie mir nicht ans grünen Einsamkeit, da ihm zur Seite ein so liebes, holdes Beide niederließen. Hier saßen fie in vertraulichem Gespräch, thun, nachdem ich um Ihretwillen den ganzen Tag wie in Wesen ging, das tausend theuere Erinnerungen mit seinem bis die immer weicher werdende Nachmittagsstimmung der einer Wüste zugebracht habe. Mit diesen Leuten hier ist ja Leben verknüpften! Landschaft, der sich vertiefende bläuliche Schatten in den nicht zu reden. Die einen gurgeln englisch, die andern näseln Tussy schritt leicht wie eine Elfe bald vor, bald neben Einklüftungen der Savoyer Alpen drüben sie daran mahnte, französisch und die dritten glauben zwar deutsch zu sprechen, ihm, je nachdem der Weg es erlaubte, überstreut von dem daß es Zeit sei, aufzubrechen, wenn sie um sieben Uhr in es ist aber nur ihr abscheuliches Schwizerdütsch, das kein Sonnengold, das durch das flimmernde, junge Birkenlaub dem Hafenort Duchy sein wollten. anständiger Mensch verstehen kann. Nein, nein, ich habe fiel. Ihr den Arm zu bieten, wagte Dettinger nicht- ein Sie hatten einen ziemlich weiten Weg vor sich, aber mich so auf Sie gefreut, ich lasse Sie nicht los. Den Kahn? undefinirbares Etwas hielt ihn davon zurück. Beide waren gut zu Fuß, und nach einer Stunde tüchtigen- ach, den schicken wir durch einen Knecht aus dem Hotel Nun war die Höhe erreicht. Als sie aus dem Dämmer, Ausschreitene, wobei es durch die auf- und absteigenden zurück. Und Sie, Kleine," wandte sie sich an Tussy, das droben zwischen den alten Buchenstämmen herrschte, Straßen der Stadt ging, langten sie an dem Ufer des deren Hand sie mittlerweile in der ihrigen gehalten hatte, trotzdem ihre Kronen noch unbelaubt waren, ins Freie See's an, über dessen tiefblauer Fluth ein rosiger Flor sich Sie machen jetzt eiligst zu Tisch Toilette, Sie haben hinaustraten, schlug Tussy entzückt die Hände zusammen zu breiten begann. Dettinger nahm eine Barke, um Tusse höchstens noch eine Viertelstunde Zeit. Ich gehe mit Herrn und stand wie bezaubert da. Bor ihnen, von dem goldenen nach dem nahegelegenen Hotel zu rudern und dann um- Dettinger nach der Terrasse, dort finden Sie uns. Und Seit längerer Zeit bereits beschäftigte sich das Ab- Geschicke wahren soll, nur dann etwas, wenn es sich um geordnetenhaus mit einer„ Wahlreform". Für Breußen be- die volksfeinbliche Verschlechterung irgend einer Einrichtung Politische Leberlicht. steht die schöne Einrichtung des Dreiklassen- Wahlsystems, handelt. Die Nationalliberalen, die Partei der GroßBerlin, den 8. Juni. das die Wahl der Abgeordneten völlig den wohlhabenden Klassen industriellen, hatten auch diesmal nicht vergeblich auf werkin die Hände giebt, sobald dieselben, wie das jetzt in Deutschland thätige Hilfe der feudalen Hochburg gewartet. Das Herren feinem nichtamtlichen Theil einen erbitterten Kampf gegen Der Reichs- Anzeiger vom 8. Juni fämpft in der Fall ist, in einen gemeinsamen Gegensatz gegenüber der haus strich sowohl die Zwölftelung, wie die Nichtanrechnung die Wahlflugblätter und die Wahl agitation der Oppositionsfeinem nichtamtlichen Theil einen erbitterten Kampf gegen Arbeiterklasse gerathen sind. Dieses herrliche System der Steuern über 2000 Mart, und nun stimmten, als das fungirte bisher folgendermaßen: Bunächst wurde ein jeder Gesetz an das Abgeordnetenhaus zurückgegangen war, die parteien in Sachen der Militärvorlage. Die Generalstäbler, Wahlkreis in eine Anzahl Wahlbezirke getheilt, je nachdem Konservativen brüderlich mit ihren Kartellfreunden, den die im Schweiße ihres Angesichts sich mit den Details 100 bis 200 oder mehr. In den einzelnen Wahlbezirken Nationalliberalen, zusammen für die herrenhäuslerische abgequält haben, dürfen dessen sicher sein, daß ihre LiebesAuf kleine Zahlenunterwurden die Wahlberechtigten( jeder Preuße über 24 Jahre Wiederherstellung des elendesten aller Wahlgesetze in seiner müh' umsonst ist. ist wahlberechtigt) in drei Klassen derart nach ihren Steuern elendesten Fassung. Die ganze Reform" ist also darauf schiede und nebensächliche Dinge, worüber sich zerlegt, daß auf die Wohlhabenden in der ersten Klasse der hinausgekommen, daß alles beim Alten bleibt. die Militärstatistiker mit einem großen Aufgebot talmudistischer " nämliche Gesammtsteuerbetrag entfiel, wie auf die mittlere Für das Volk, für unsere Partei insbesondere wäre Silbenstecherei und Rabulistik abquälen, kommt es gar nicht Gruppe in der zweiten Klasse und die ärmere in der dritten auch nichts damit gewonnen gewesen, wenn das Wahlgesez rismus erdrückt die Masse, hinweg mit ihm ist die an. Der Alp des voltsverwüstenden Milita Klasse. Eine jede dieser drei Gruppen wählt dann einen, nach den Wünschen des Zentrums gestaltet worden wäre. oder wenn der Wahlbezirk sehr groß, auch zwei Vertreter, Die gesammten Vorgänge, welche fich an diese sogenannte Losung. Alles andere ist Schall und Rauch. Herr Eugen Wahlmänner" genannt. Erst die sämmtlichen Wahlmänner Reform knüpfen, sind für uns nur deshalb werthvoll, weil Richter, gegen deffen Darlegungen sich der„ Reichs- Anzeiger" eines Wahlkreises treten zusammen, um einen oder auch sie zeigen, was das Volt von diesen Parteien eigentlich des öfteren wendet, mag sich über all' den Kleinkram mit dem mehrere Abgeordnete zu wählen. Bei diesem System kann zu erwarten hat. Das Zentrum ist nur da um einen amtlichen Organ auseinandersetzen. Wir beschränken uns die überwiegende Masse des Volkes, die in der dritten Ab- Schatten weniger reaktionär in den wichtigsten politischen heute darauf, festzustellen, daß Graf Caprivi mit seinem theilung zusammengepfercht ist, es günstigsten Falls auf ein Fragen, wo es glaubt einen Vortheil für sich heraus- Bahlenwerte nur gegen Windmühlen tämpft, ein Don Drittel aller Wahlmänner eines Kreises bringen, kann also schlagen zu können. Die Nationalliberalen aber entpuppen Quijote des kapitalistischen Soldatenstaates, während die nie aus sich heraus einen Abgeordneten wählen. Die sich mehr und mehr als die reine Klassenvertretung der Wählerschaft einhellig ihr Urtheil fällen wird! Deffentlichkeit der Stimmabgabe erschwert noch dazu Großindustrie, die dem in der konservativen Partei ver- Aus der Ferienkolonie". Ein Soldaten: den in wirthschaftlich abhängiger Stellung befindlichen förperten Großgrundbesitz brüderlich die Hand reicht, um Selbstmord wird abermals aus Leobschütz geWählern die freie Ausübung des Wahlrechts auf das die Volksrechte zu zernichten und den Volkswohlstand zu meldet. Wie die„ Oberschl. Bolts- 3tg." berichtet, hat sich äußerste. Die sozialdemokratische Partei hat es daher ver- gunsten des eigenen Säckels zu schröpfen. Das Bündniß, dort ein Husar der fünften Schwadron des dortigen Husarenschmäht, sich an den Wahlen zum preußischen Abgeordneten das die preußische Wahlreform" schuf, war nur ein Ab Regiments erschossen. Näheres war über den Selbstmord hause zu betheiligen. Aber selbst bei den anderen Parteien glanz des Bündnisses, dem wir die Steuerreform" mit noch nicht zu erfahren. Seit kurzer Beit ist dies der hat sich allgemach ob dieses verschrobenen Systems ein ihrer Belastung der unentbehrlichsten Lebensmittel zu dritte derartige Fall beim Regiment. starkes Unbehagen eingestellt, das in Fürst Bismarck's danken haben. Munde den drastischen Ausdruck fand, das preußische sei Als eine Warnung müssen uns diese Vorgänge im Reptilischer Schwindel. Die Heulmeier der Reaktion das elendeste aller Wahlsysteme. Wenn trotzdem weder deralte preußischen Abgeordnetenhause aber auch dienen, daß wir bieten alles auf, um die Bevölkerung über die Deckung 3Millionärzüchter noch die Bourgeoisparteien an eine Wahl auf unserer Hut find vor ähnlichen voitsfeindlichen frage der Vorlage hinwegzutäuschen. Jedoch die reform sich heranmachten, so lag das daran, daß sie sehr machenschaften im Reichstage. Das Bolt hat es in seiner Wähler protestiren gegen die Vorlage so gut wie gegen die bald zu der Erkenntniß kamen, in diesem elendesten aller Hand, am 15. Juni dafür zu sorgen, daß den reaktionären bösartigen Mittel zu ihrer Deckung, als da sind in direkte Systeme ein Bollwerk gegen das Eindringen der Sozial- Parteien jedwede Möglichkeit zu neuen Beeinträchtigungen Steuern, Bölle, Monopole. Wenn also irgend demokratie in das Abgeordnetenhaus zu besitzen. Und sie des Volksrechte genommen wird. ein Ober Offiziosus humbugt:„ Eine Verständigung über müßten nicht Interessenpolitiker vom Scheitel bis zur Sohle die Deckungsfrage ohne Belastung der schwächeren Schultern wird sich unschwer erreichen lassen, wenn in der Hauptsache erst einmal ein flares, positives Ergebniß vorliegt", so lacht das Volk dieses Gimpelfängers. Nur die Masse, das weiß jetzt der Gleichgiltigste, müßte auch diesmal wieder die dies Man traue nicht den Beich wichtigungs- Hofräthen, die offiziöses Del in die stürmische Fluth der Wahlbewegung gießen, um die Wähler einzulullen! sein, wenn sie sich die Sachlage nicht zu Nutze gemacht hätten. 6 Aus dem Reiche des Herrn von Stephan. Man schreibt uns: " Erst jetzt unter der Aera Caprivi- Miquel haben Veränderungen der Steuererhebung Regierung und Parteien zu einer Befassung mit der Wahlreform genöthigt. Auf grund der ersten Verhandlungen im Abgeordnetenhause war man übereingekommen, sämmtliche Steuern, auch solche, die aus irgend einem Grunde, wie die untersten Stufen der Klassensteuer in früheren Jahren, nicht mit zur Erhebung gekommen waren, Es ist das Verdienst des Vorwärts" und der Allerlei Vorzeichen. Der Verfasser des bekannten der Klasseneintheilung zu Grunde zu legen. Ferner hatte die sozialdemokratischen Reichstags- Abgeordneten, die betrübende gegen die Soldatenmißhandlungen in Bayern Zentrumspartei, die sich trotz ihrer von dem Reise- Engel Lage der Post- Unterbeamten wiederholt mit Erfolg zur gerichteten Erlasses, Kriegsminister v. Safferling ift Lieber betonten angeblichen demokratischen Grundsäge nicht Sprache gebracht zu haben. Wir erinnern an den im verabschiedet worden. An seine Stelle ist ein General zur Befürwortung des allgemeinen, gleichen und direkten Vorwärts" veröffentlichten Schulze Grlaß, betreffend die lieutenant v. Asch getreten. In Sigl's" Vaterland" Wahlrechts aufschwingen konnte, wie es doch die freisinnige Auswucherung der Post- Unterbeamten durch gewerbsmäßige liest man nun: Partei wenigstens gethan hatte, in ihrem Partei- Interesse Gelddaleiher, ferner an die Schwurgerichtsverhandlung in die sogenannte Zwölftelung der Steuerbeträge durchgesezt. Elberfeld, wo die Geschworenen und Richter für einen zu vier Diese Zwölftelung lief darauf hinaus, daß die Gesammt MonatenGefängniß wegen Unterschlagungen verurtheilten PostSteuerbeträge der drei Klassen in den einzelnen Bezirken Unterbeamten sofort ein Gnadenges uch befürwortet und eine nicht einander gleich sein sollten, sondern daß der Steuer- freiwillige Sammlung veranstaltet haben; wir erinnern betrag der ersten Klasse gleich 5/12 der Gesammtsteuern, der weiter an die im Vorwärts" geschilderten Wohnungsder zweiten Klaffe gleich 4/12 und der der dritten gleich 12 verhältnisse der Post- Unterbeamten und an die Post- Sparbetragen hätte. Diese geringfügige Verschiebung der und Borschußvereine, die im Jahre 1890 nicht weniger als Wählereintheilung zu gunsten der dritten Klasse sollte 28 445 23 orschüsse im Gesammtbetrage von 44 Millionen dann noch dadurch zu ungunsten der ersten Klasse verstärkt Mark und im Jahre 1891 fogar 31 835 Vorschüsse im werden, daß die Steuerbeträge über 2000 m. bei der Be- Gesammtbetrage von 434 Millionen Mark gewährt haben. rechnung nicht in Ansatz kommen sollten. Das hätte er- Bei der dritten Berathung des Postetats im März d. J. schwert, was jetzt sehr häufig vorkommt, daß die erste Klasse hat Exzellenz Paul David Fischer unter anderem zugeben eines Bezirkes ausschließlich durch eine einzige Person, den müssen, daß das Anfangsgehalt der Unterbeamten nicht Rittergutsbesizer oder Großindustriellen des Bezirks ge- einmal bei der Preußischen Eisenbahn- Verwaltung bildet wird, der dann einen oder gar mehrere Wahlmänner so niedrig ist, wie bei der Reichs- Postverwaltung. zu wählen hat, also ebenso viel Einfluß auf den Ausgang Nach dem Bostetat werden die Land- Briefträger Der Wahl ausübt wie Dußende von Wählern der Zweiten mit 650 M., die Packetträger und Stadtpostboten oder Hunderte von Wählern der dritten Klasse. Den mit 700 M. und die Postschaffner und Briefträger Zentrumsmännern war deshalb an dieser Bestimmung ni: mit 900 M. ,, etatsmäßig angestellt." Aber die große Mehran der Zwölftelung gelegen, weil sie auf solche Weis: zahl aller Bostunterbeamten in den Provinzialstädten und hofften, den Einfluß der meist nationalliberalen Groß- auf dem Lande bezieht nur einen Tagelohn von 1,50 M. industriellen in den katholischen Bezirken Rheinlands und Hierfür sind im Bostetat bei Titel 34 und 35 mehr als Westfalens beschneiden zu können. Aus dem nämlichen 21 Millionen Mark angesetzt. Von den 131 317 Beamten Grunde waren natürlich die Nationalliberalen erbitterte und Unterbeamten der Heichs Postverwaltung sind im Gegner dieser Neuerung. Dadurch, daß die Konservativen Gangen noch nicht einmal 58 000 Beamte und Unterbeamte ihre Stimme zu gunsten des Zentrums in die Wagschaale etatsmäßig angestellt; alle anderen find Diätare oder richtiger warfen, ging zunächst die Zentrumsfassung durch. Ueber den Wechsel im Kriegsministerium wird man feine Gedanken haben dürfen; wir haben sogar schwere Bedenken. Es ist kaum zu zweifeln, daß der Wechsel weit weniger in der Krankheit des Herrn v. Saffer. ling als in Anderem begründet ist. Herr v. Safferling ist ein echt blauweißer Bayer durch und durch, sowohl bürger als auch soldatenfreundlich; er nahm sich stets der Soldaten an, auch gegenüber Offizieren, und wurde deshalb von den Soldaten überaus hochgehalten und geliebt. Dem Drängen von Berlin her, namentlich in der Frage des Militär- Gerichtsverfahrens magte er noch zu opponiren, wenn auch unter dem schweren Druck der bekannten Verhältnisse. Der neue Kriegsminister Herr v. Asch paßt zu diesen Verhältnissen", ist der Vertreter der bekannten militärischen Schneidigteit" und na, wir werden ja fehen! Charakteristisch ist, daß jetzt die höchst en militärischen Chargen in München Monocles tragen, fo fchneidig", wie die jüngsten Berliner Jardelieutenants. Wir fürchten sehr, daß die Aenderung mit Militärvorlage und Militär- Gerichtsverfahren recht fatal zusammenhängt." " werde davon gesprochen, daß auch der nächste Landtag über Postalisches. Wir machen unsere Leser auf die zwei Artifel unserer heutigen Nummer aufmerksam, die sich mit der Lage der Post- Unterbeamten beschäftigen, nämlich: Aus dem Reiche des Herrn v. Stephan Hauptblatt) und: Die Bedeutung der Reichstags Wahlen für die unteren Bostbeamten ( 1. Beilage). Die befreundeten Blätter werden im Interesse Tagelöhner. Bieht man noch in Betracht, daß nach der der Sache um raschen Abdruck ersucht. Nun tam aber das Herrenhaus an die Reihe. Man Statistik des Herrn von Stephan die Postunterbeamten reich merkt von dem Dasein dieser erkünftelten Organisation, die mit Kindern gejegnet sind, so ist es im Hinblick auf die bayerischen Staatshaushalts- Etats soll der Offiziöse Mache. Ueber den Stand bes den Einfluß des Adels und Großgrundbesizes auf Preußens bestehenden Gejeze zwar nicht zu rechtfertigen, aber doch Finanzminister von Riedel im Ministerrath nach den milde zu beurtheilen, wenn einzelne Poftunterbeamte zu Münch. hören Sie, Tußchen," rief sie der Davoneilenden nach, daß Weihnachten oder Neujahr von Geschäftshäusern Geld- inch. Neuest. Nachr." wieder sehr günstige Mittheilungen gemacht haben; in Beamtenkreisen wenigstens Sie sich hübsch machen! Das blaue Kleid mit der Ganimet beträge als Geschenke angenommen haben. Man lese den taille und dem breiten Spißenfragen, Sie wissen, ich will folgenden neuen Erlaß: die Verwendung reichlicher Ueberschüsse zu beheute mit Ihnen Staat machen. Da sind so ein paar aufIn neuerer Zeit sind wiederum Fälle zur Kenntniß des finden haben werde, selbst dann, wenn die Kosten einer neuen geblasene Engländerinnen angekommen," wandte sie sich erMilitärvorlage auf die Matrikularbeiträge übergewälzt klärend an Dettinger ,,, die müssen wir ausstechen, das habe Reichs- Potamts gekommen, in denen Beamte zu Weih würden, was indeß wenig wahrscheinlich erscheint. Offenich mir fest vorgenommen." Dabei ballte sie ihre kleinen nachten von Geschäftshäusern Geldbeträge bar ist die Nachricht ein Köder für gläubig- militärfromme milchweißen Hände und schlug damit wie ein schadenfrohes als Geschente angenommen haben, obwohl die Seelen. Wären Ueberschüsse da, dann müßte die Kammer Kind aufeinander. So schritt fie mit Dettinger, den ihr Annahme solcher Zuwendungen wiederholt als unst atthaft sofort dafür sorgen, daß man die wirthschaftlich ge= Geplauder höchlichst ergößte, die Kieswege zwischen den bezeichnet worden ist. Gegen die pflichtvergessenen Beamten drückten Volksschichten durch eine eingreifende Steuerreform Blumenstöcken zu dem höher gelegenen Hotel hinan, auf ist mit Strenge eingeschritten worden. bessen prächtiger, von farbigen Marmorsäulen getragenen Beranda die Versammelten Gäste der Ankündigung des Diners harrten. Als die beiden sich umkehrten, strahlte die ganze Rette der Savoyer Alpen in durchsichtigem Rosenroth. ,, Oh, que c'est beau, que c'est beau!" tönte es begeistert von allen Seiten und dazwischen ließ sich hier und bort ein bedächtiges„ beautiful" hören. Berlin C., 18. Mai 1893. Die Kaiserlichen Verkehrsanstalten werden mit bezug auf die Verfügungen vom 13. März 1876, B 3330, und vom vom 23. Januar 1880, B 880, veranlaßt, dem nachgeordneten Personal von Vorstehendem Nachricht zu geben. Die Herren Amtsvorsteher wollen mit Strenge darauf halten, daß das Verbot der Annahme von Weihnachts- und Neujahrsgeschenken durch weg beachtet wird. Der Kaiserliche Ober- Postdirektor, Geheime Ober- Postrath Griesbach. Tussy kam gerade noch zum Schluß des herrlichen Schauspiels. Dettinger hatte sie noch nie so elegant gekleidet gesehen und war von ihrer Erscheinung wirklich überrascht. Der dunkelblaue Sammet, der ihren zierlichen Wuchs B. 1502. eng umspannte, machte sie zwar etwas bleich, aber es war eine weiche, liebliche Blässe, die, wie von innerer Erregung Es ist die bekannte postalische Milde, genannt Wohlstammend, den Augen erhöhten Glanz verlieh. wollen"! Frau Malm brückte ihre Zufriedenheit mit Tuffy's Ob nunmehr auch die berühmten rekommandirten NeuToilette aus ,, zupfte an dem Spizenfragen und den Stirn jahrswünsche aufhören werden? Wir erwarten es! Aber so löckchen, die jene auf ihren Wunsch jetzt trug, hier und da lange die dem Staatssekretär des Reichs- Postamts unter noch etwas zurecht, und legte, als die Glocke zum Diner stellte Raiser Wilhelm Stiftung" Geschenke ertönte, ohne Umstände ihre zarte kleine Hand in Dettingers und Zuwendungen von Lieferanten der Post annimmt( siehe Arm, um sich von ihm zu Tisch führen zu lassen. Sie hatte die Dantjagungen), so lange wird es wohl beim Alten die Pläge am oberen Ende des Tisches belegt und nahm bleiben. Wir sind allerdings grundsätzlich gegen alle Gean der schmalen Seite Play, während Dettinger rechts und schenke und Trinkgelder und werden nach wie vor eine Tussy lints von ihr faßen. bessere Bezahlung der schwer geplagten Post- Unterbeamten ( Schluß folgt.) erstreben. entlastete. Wirklich? Zu der auch von uns gebrachten Nachricht der Freifinnigen Zeitung", daß der Geheime Finanzrath Schlesien Branntweinmonopol Köhler in Schlesien Studien mache, bemerkt die„ Kreuz- Zeitung", daß Köhler nur der Begleiter zweier belgischer Finanzbeamte gewesen sei, die im Auftrage ihrer Regierung sich über die Erhebungsweise der Verbrauchsabgabe hätten unterrichten wollen. Niederschlesien sei von Köhler nur am 29. Mai besucht worden. Der Besuch hatte lediglich den Zweck, in Grünberg von der seit wenigen Jahren dort kräftig und unter eigenartigen Betriebsverhältnissen emporblühen den deutschen Rognal- Industrie Ueberzeugung zu nehmen." Wenn das am Schnaps lebhaft interessirte Organ der oftelbischen Fuselbrenner, denen ein Rohspiritus. monopol so recht nach ihrem Geschmack ist, eifrig abwiegelt, so verstehen wir eine solche Tattit. Aber die Wähler find trotz aller Abwiegelungsversuche fich darüber klar, daß die Steuerkünstler der Regierung die nothwendigen Lebensmittel als fruchtbarstes Objekt betrachten und weder vor höherer Brauereisteuer, noch vor einem Spritmonopol zurückschrecken. Vom festen Thurm" und von den Huenelingen. Die, Norddeutsche Allgemeine Beitung" veröffentlicht gleich anderen Blättern eine Erklärung von " Ratholiken des Rheinland 3", d. h. Anhängern des Me z der Referent bei Empfehlung der Kandidatur LiebSchorlemer, worin das Verhalten der Zentrumsmehrheit für fnecht's auf die politische und wirthschaftliche Lage zu unpolitisch" erklärt wird. Die rheinischen Katholiten" seien sprechen fam, erklärte der überwachende Beamte: Ueber keine Gegner der Militärvorlage, sie sähen davon ab, sich Politit darf nicht gesprochen werden." Auf ,, völlig von der Partei des Zentrums zu lösen" und eine be die erstaunte Frage des Referenten: worüber anders als fondere, die bewährten Ueberlieferungen wieder aufnehmende über Politik in einer Wählerversammlung gesprochen wer Partei" zu gründen, weil sie hofften, die gegenwärtige Mehr- den könne, gab der Ueberwachende keine Antwort, wiederheit zu gemeinsamem Vorgehen umzustimmen. Den einzelnen holte aber das Verbot, über Politik zu sprechen. In einer Wahlkreisen", heißt es daun, mag es überlassen bleiben, ob Wählerversammlung nicht über Politik sprechen dürfen, sie unter den obwaltenden Umständen und gegenüber der aus das beleuchtet recht hübsch die Zustände in den Reichsfrüheren Zeiten noch vorhandenen straffen Organisation des landen. Natürlich wurde die Versammlung schließlich aufrheinischen Parteiausschusses fatholische Kandidaten zur gelöst. Und mit Ingrimm konstatiren die reaktionären Wahl stellen wollen, welche auf dem Boden des v. Huene- Blätter von Meh, daß die Polizei für Liebknecht's Kandis schen Antrages stehen." Eine vorlautere und weniger be- batur wirksamiste Propaganda gemacht hat. rechtigte Demonstration als die der sogenannten ,, rheinischen Katholiken" ist wohl selten unternommen worden. Sie Es wird immer hübscher. Der Oberpräsident der zeigt Eines, daß das Zentrum zerbröcke It. Aber Provinz Ostpreußen erläßt folgendes Rundschreiben an die die Kundgebung schlägt den Thatsachen ins Gesicht durch Standesbeamten der Provinz: die aus bester Luft gegriffene Behauptung, daß das tatholische Volt im Rheinland für die Vorlage sei. Die große Masse der rheinischen Wähler steht im schroffsten Gegensatz zum Militarismus. Die Katholiken freilich, die dem Pindter ihr Manifest geschickt haben, sind HueneLinge. Wir haben folgende so anschauliche wie beweis fräftige statistische Uebersicht der Unterzeichner nach ihrem Berufe herausgerechnet. Unterzeichnet haben: Gutsbesitzer 34 darunter 4 Grafen, 7 Freiherren, 4 Herren von. ale Fabrikanten Rentner 4 W 1 Landrathe Bürger9 2 darunter 1 Graf, 2 Freiherren, 1 Herr von. meister Sonstige Würdenträger 093 Dolllommen entspricht. Diese Auffaffung fußt insbesondere auf der Erfahrung, daß einerseits die rein defensiven 3wede des Dreibundes richtiger erkannt und unbefangener beurtheilt wer den, daher auch außerhalb des Kreises der Theilhaber dieses Bündnisses die Ueberzeugung immer mehr Terrain gewinnt, daß diese 3 Bündniß keinerlei aggressive 3iele verfolge, sondern daß dasselbe ausschließlich und, soweit dies menschenmöglich, auf die Erhaltung des Friedens gerichtet ist. Andererseits habe auch ebenfalls die Erfahrung erwiesen, daß dieses Bündniß sich stets fiegreich bebauptete gegen jeden, von was mmer für einer Seite fommenden und zu was immer für einem 3 wede unternommenen Ver such, welcher auf die Erschütterung seiner Festigkeit abzielt. Diese zweifache Erfahrung, welche jede Attion gegen den Dreibund einerseits als unnöthig, andererseits als völlig aussichts= Ios erscheinen läßt, hatte zur Folge, daß an diesem Bünd. nisse nicht nur diejenigen unwandelbar feithalten, welche darin die Grundlage ihrer auswärtigen Bolilit erblicken, sondern daß sich dabei auch diejenigen allmälig beruhigen, welche darin eine Zeit lang eine Gefährdung ihrer eigenen Interessen sehen wollten." Kirchlicherseits wird darüber Klage geführt, daß die Vornahme von Eheschließungen an Sonnabenden vielfach zu Unzuträglichkeiten führe und insbesondere auf das tirchliche Leben schädigend einwirke. Die Geistlichen müßten sich durch die Vornahme von Trauungen am Sonnabend von ihren Unseren Kriegsbegern, Rosaten- und Fran Vorbereitungen auf die fonntägliche Amtsthätigkeit in un- 3 ofenschwindlern, denen jedes Mittel recht ist, um erwünschter Weise ablenken lassen. Vor allem aber würde durch die Wähler für die Vorlage zu firren, halte man diese die mit den Hochzeiten verbundenen Festlichkeiten und amtliche Kundgebung, die Friedensluft athmet, entLustbarkeiten, welche sich oft bis in den Sonntagmorgen fortsetten, die Sonntags gegen. Sie genügt. heiligung geschädigt und den Betheiligten der Besuch des Gottesdienstes unmöglich gemacht.- Diese Klagen sind zweifel. Die sozialdemokratische Landesvertretung Desterreich. Aus Böhmen wird uns geschrieben: Ios begründet. Die erwähnten Mißstände werden sich aber ohne besondere Schwierigkeiten wenn nicht völlig beseitigen, so doch von West böhmen hat nicht weniger als 17 Volkswesentlich vermindern lassen, falls die Standesbeamten im versammlungen mit der Tagesordnung: Das allge= Verein mit den Geistlichen dahin wirken, daß die Ehe- meine, gleiche und direkte ahlrecht, anwww.schließungen thunlichst auf andere Tage, als gerade auf die beraumt. Die Stimmung in den Kreisen der ParteiSonnabende verlegt werden. In den ländlichen Bezirken und genossen ist ausgezeichnet, selbst Anhänger der bürgerlichen den kleineren Städten wird es dem persönlichen Einfluß der Parteien geben zu, daß das österreichische Wahlrecht verStandesbeamten sicherlich in den allermeisten Fällen gelingen, rottet und veraltet ist. Wenn die Wahlen in Deutschland auf die Betheiligten bei der Festsegung des Tages der Ehe für die Sozialdemokratie gut ausfallen, was ja nach der schließung in dieser Weise einzuwirken." Sachlage zu urtheilen selbstverständlich ist, so fällt dieser Erfolg für uns schwer ins Gewicht. 8 darunter 1 Staatsprofurator, 1 Landes. direkt., 1 Landesrath, 1 Justiz rath, 1 Kom get dele merzienrath, tammerpräsident, 1 Beb. Regier Rath, 1 Oberit lieutenant a. D. 20) Rein Gesetz giebt dem Oberpräsidenten das Recht zu einer solchen Verfügung, die übrigens in ihrer urwüchsigen Schönheit für sich selbst spricht. Das Zivilstandsgesetz erlaubt es an keiner Stelle, Eheschließungen an bestimmten Tagen auszuschließen. Wir sind sehr fromm" heutzutage. " " Am 19 Mai brachte der„ Adeverul", ein antidynastisches Blatt, die Nachricht, daß der Kronprinz Ferdinand, Major und Kommandeur des 2. Jägerbataillons, beim Eyerzieren einen Rekruten wegen eines fleinen Fehlers eigenhändig geohrfeigt habe. Am nächsten Lage tam der zweite Rommandant, Major Soce a nebst zwei Offizieren in die Redaktion des Adeverul" und verlangten eine Berichtigung der prinzlichen Ohrfeigennachricht, da sie Augenzeugen beim Erezieren waren. Am 21. Mai, Mittags, brachte der Adeverul" folgende Berichtigung: Die obigen 3 Difiziere, Cocea, Dimitriu und Boboc, versichern uns auf ihr Ehrenwort, daß der erite Rommandant, Kronprinz Ferdinand, keinen einzigen Soldaten oder Rekruten geohrfeigt habe 2c. Rumänisches. Der Adveru!" beschuldigt den ronprinzen der moralischen Urheberschaft der gegen seinen Herausgeber verübten Mißhandlung, über die wir gestern berichtet haben, während die übrige OppositionsBörsenstatistische Erhebungen. Nach der Post" presse, wie die Frankfurter Beitung" meldet, dieselbe Anein. Aber die große Masse der katholischen Wähler des Erhebungen über die Emissionen veranstaltet auf Ver- gelegenheit des„ Adeverul" zu bringen. Man schreibt uns Daß diese Herren zu den Huenelingen gehören, Teuchtet werden in Berlin und Frankfurt a. M. statistische schuldigung gegen die Regierung erhebt. Wir sind in der Lage, etwas Näheres über die AnRheinlands wird am 15. Juni ihre antimilitanlassung der Börsen- Enquetekommission. Der Plan dazu au But a rest unterm 6. Mai: ristische Gesinnung dadurch bekunden, daß sie nur ent- Arbeiten selbst von den der Kommission zugewiesenen sei von Professor Schmoller entworfen worden, während die schiedenen Gegnern der Vorlage ihre Stimme giebt. Am Assessoren ausgeführt werden. Bei dieser Erhebung wird Tage nach der Wahl- sie sind recht trift für die Reaktion, auch nichts Fruchtbringendes herausspringen. 1. diese Lendemains möge die Pindterschaft die Ziffern der sozialdemokratischen Stimmen im Rheinlande Der Fall Köster Jn der Zeitschrift für interzählen! nationales Recht" sind die Entscheidungsgründe des UrDie Nationalliberalen unter sich. Im 19. Hannover- theils abgedruckt, durch das die Auslieferung schen Wahlkreise, wo 1890 Bismard gewählt worden ist, Röster's verweigert wurde. Nach Ansicht des Bundesgeht es recht munter zu. Während unsere Partei zielsicher gerichts hat das neue eidgenössische Auslieferungsgesetz vom vorgeht, ist unter den Nationalliberalen und verwandten 12. Januar 1892 die Bestimmungen des deutschKartellbrüdern eine heftige Fehde entbrannt. Der Schoof. Dieser Vertrag läßt die Auslieferung sowohl bei den schweizerischen Auslieferungsvertrags Auslieferungsvertrags nicht abgeändert. der Bismarck Hahn, der Sattler stritten um die Balme des Durchfalls. Endlich ist Schoof, der national absolut wie bei den gemischt politischen Am Abend desselben Tages tamen die drei erwähnten liberaler Landtags- Abgeordneter ist, zurück- trajthat in Busammenhang stehenden Strafthaten und den mit einer politischen Offiziere nebst anderen neun, also beinahe das ganze Offiziergetreten. Die National- Beitung" stellt ihm Bergehen nicht zu, während das Bundesgesetz die torps des 2. Jägerbataillons, in die Redaktion des„ Adeverul", und Major Cocea schrie im befehlenden Tone den ersten Refolgendes Fleißzeugniß aus: dakteur Beldimanu an, daß die Berichtigung nicht beHerr Schoof hat allerdings durch die mancherlei Vor- Auslieferung bei letztern gestattet, sofern der politische friedigend sei, da Major Cocea bestritt, daß die Offiziere auf gänge nicht gerade an Beliebtheit gewonnen und eine von dem Charakter der That nicht überwiegt. Die Kölnische Ehrenwort versichert hätten, daß Kronprinz Ferdinand den nationalliberalen, für Sattler wirkenden Amts- Beitung" schreibt, Denunzianten- und Polizeierseele durch Soldaten nicht geohrfeigt habe. Major Cocea verlangte eine Romitee von Geestemünde, Lehe und Neuhaus und durch: andere Berichtigung und zeigte Herrn Beldimanu deren erlassene Erklärung sagt ihm in Anspielung auf die eigen„ Der Auslieferungsvertrag ist zu einer Zeit abgeschlossen Manuskript. Während Beldimanu sich an den Tisch setzt, um artige Rolle, welche er schon bei der Wahl des Fürsten Bis- worden, in welcher die Schweiz noch anderen Ansichten huldigte das Manuskript Cocea's durchzulesen, schleicht sich Cocea von mard 1891 gespielt hat, bittere Wahrheiten. Es heißt in der als jetzt. Es dürfte fich empfehlen, den Vertrag durch einen hinten an und giebt Belbimanu ein paar Ohr. übrigens vor dem Rücktritt Schoofs verfaßten Rundgebung: neuen zu ersehen, dessen Inhalt mit dem neuen Gesetze in feigen. Das war das Signal für die anderen Offiziere, die Die Stunde ist zu ernst, als daß wir nicht die Pflicht er- Einklang steht, und damit den eigenthümlichen Zustand fennen sollten, unsere Rechnung mit Herrn Schoof ins Reine sich auf die drei anderen anwesenden Redakteure stürzen und zu beseitigen, daß Staaten, die mit der Schweiz keinen Ausfie arg zurichten. Namentlich der zweite Redakteur, Roman, zu bringen. Herr Schoof hat 1891 mit den Interessen und lieferungsvertrag in früheren Jahren abgeschlossen haben, die erhält u. a. auch eine Kopfwunde. Dann, verlassen diese zwölf dem Ansehen dieses Wahlkreises und der ganzen Nation Auslieferung flüchtiger Personen in weiterem Umfange verheldenhaften Offiziere mit gezückten Säbeln das Lotal, besteigen ein frevelhaft leichtfertiges Spiel getrieben. langen und erhalten fönnen, als Staaten, die bereits schon in eilends die bereitstehenden Wagen und fliegen davon. Seine übernommenen Garantien hat Herr Schoof nicht ein- ein Vertragsverhältniß zu der Schweiz getreten find." lösen, seine Verpflichtungen nicht erfüllen tönnen. Herri Das Schweizervolt wird hoffentlich in absehbarer Zeit Schweiz. Der Nationalrath hat am 7. Juni Schoof hat ein Vierteljahrhundert im Abgeordnetenhause der durch ein Referendum das Auslieferungsgesch volt 3- den Antrag zu gunsten der finanziellen Unternationalliteralen Partei angehört, und nachdem die Partei diesen Tag unlängst festlich begangen hat, macht er, ein Offizier thümlicher gestalten, um allen reaktionären Abfichten stüßung der Volksschule durch den Bund ander Partei, fich an die Arbeit, mit von langer Hand wohl ein für allemal einen Riegel vorzuschieben. Hände fort, genommen. Wir Deutschen können uns diesen Luxus nicht überlegtem Plan, ihr einen Wahlfreis, der zu den sichersten muß es heißen. erlauben bant dem Moloch: der nationalliberalen Partei gehört, zu rauben, indem er uns " Gro einen der unstrupulöseiten Streber aufzudrängen Helgoländisches. Eine unter dem 17. Mai b. J. ergangene Die Wahlrechts Bewegung in Schiveden macht sucht, der sich offen zu Parteigrundsägen bekennt, die den Berordnung, betreffend die Auseinandersetzung zwischen vasche Fortschritte. Aus Karlstad wird uns geschrieben: unfrigen mehr entgegen sind, als die von irgend einer Partei dem Staat und der Gemeinde Selgoland hinsichtlich Am 4. Juni fand hier unter freiem Himmel eine von rechts und links neben uns. Wir hatten erwartet, zu dem der Grundstücke des bisherigen Helgoländer Gemeinwesens, be 1500 Personen besuchte Demonstrations Versammlung zu Verrath des Herrn Schoof an feiner eigenen Partei stimmt in der Hauptsache, daß mit einigen besonders aufgeführten gunsten des allgemeinen Wahlrechts statt. würde von einer autoritativen Stimme Stellung Ausnahmen vom 1. Juli ab die Grundstücke des bisherigen Abgeordnerer Berg aus Stockholm referirte. Reichstags genommen werden, wie wir auch wohl gedacht haben, Herrn Helgoländer Gemeinwesens, soweit sie im Oberlande der Abgeordnerer Berg aus Stockholm referirte. Schoof's Tattgefühl möchte so weit mit dem unsrigen über- Infel belegen sind, dem preußischen Staat, soweit sie im Der Schandvertrag, den die nordamerikanische einstimmen, daß er es nicht mehr für schicklich hielte, ferner Unterlande liegen, nebst der Düne und der Austernbank Republik mit Bäterchen" geschlossen hat, tritt am 24. Juni einer Partei anzugehören, in beren Mitte er nur noch die der Gemeinde Helgoland zum Eigenthum überwiesen 5. in Kraft. Durch diesen Vertrag sind Rußlands Rolle des Judas Ischarioth nach vollbrachter That werden. spielen lann. Das Liberale" hat Herr Schoof in den Augen politische Flüchtlinge und Freiheitstämpfer von den sonst unferer Wähler gründlich verloren." Kalnoky's Rede ist den militärfrommen deutschen ein Afyl bietenden Küsten der Republit ausgeschlossen, Recht herzhaft gesprochen für die Partei„ von Bildung sehr peinlich gewesen. Sie haben darüber gescholten und ausgeliefert zu werden. Blättern, Kreuz- Zeitung"," National Beitung" u. f. w., wollen sie nicht Gefahr laufen, den Schergen des Barismus werden dafür von den österreichischen Offiziösen derb geund Besit"! Der Redaktion des., Wähler", Leipzig, ist folgende Erklärung zugegangen: Wie man uns in Elsaß. Lothringen behandelt. zauft. In dem von Koloman Tisza und Mar Falt Gine harte Maßregel, so schreibt man der Frankfurter unterzeichneten Berichte des Ausschusses der Beitung" aus dem Saarrevier, ist auf grund der bestehenden ungarisch en Delegation für auswärtige An Gefeßgebung in Elsaß Lothringen über einen gelegenheiten heißt es wörtlich über den Dreibund: Das„ Leipziger Tageblatt" vom 5. d. Mts.( MorgenDer Herr Minister des Auswärtigen hat mit der größten Ausgabe 3. Beilage) bringt eine Korrespondenz aus„ BeiersBestimmtheit erklärt, daß die zwischen unserer Monarchie, borf bei Krimmitschau", in der die Rede ist von einem Deutschland und Italien bestehenden Beziehungen heute noch ebenso intim und fest seien, wie sie es" Liebknecht'schen Ausspruch gegen einen Franzosen":„ Ich jemals gewesen, und er sprach gleichzeitig die begründete( Liebknecht) bin gewiß, daß Deutschland im Hoffnung aus, daß dies auch fernerhin so bleiben fünftigen Krieg bestegt werden wird." werde. Und wenn dessen ungeachtet der Kaiser in der Er- Natürlich ist dieser Liebknecht'sche Ausspruch" von öffnungsrede diefes Dreibundes nicht besonders gedachte, so irgend einem nationalliberalen oder sonstigen Patrioten" liege der alleinige Grund dieses Stillschweigens darin, daß und Lügenpeter erfunden. Was ich gesagt habe, und der Bestand und die Fortdauer dieses Bündwiederholt gesagt habe vor Franzosen und vor Tausen niffes außer allem weifel stehen. Der Herr den von Deutschen, und was ich hiermit wiederhole, Minister des Auswärtigen hat gleichzeitig hinzugefügt, daß Wirth in Merlenbach( Kreis Forbach) verfügt worden. Er hatte sein Lokal dem Reichstags- Kandidaten& mmelSt. Johann zur Abhaltung einer öffentlichen Wahlversammlung vermiethet, jedoch verabsäumt, fie bei der Kreisdirektion. anzuzeigen. Nicht nur wurde die Versammlung gleich nach Eröffnung aufgelöst und Wirth wie Einberufer erhielten ihr Protokoll, sondern es wurde auch, wie die" Forbacher Beitung" hört, seitens der Kreisdirektion Forbach die be treffende Wirthschaft polizeilich geschlossen. Hoffentlich schickt Elsaß Lothringen diesmal wirkliche Protestler in den Reichstag, das heißt, recht viele Sozialdemokraten, die gegen die Wirthschaft des Diktaturparagraphen und der napoleonis schen Zwangsgesezgebung, die von unseren Chauvinisten zärtlich erhalten wird, mit Thatkraft pros testiven. Jedenfalls agitiren die Behörden der Reichslande sehr erfolgreich für die Sozialdemokratie. ,, Ueber Thema darf nicht gesprochen werden." Als am vorigen Sonntag in einer Wählerversammlung zu . wie dies auch der Kaiser erklärte die Beziehungen unserer das ist: In einem tünftigen Krieg zwischen Monarchie zu allen Mächten, ohne Ausnahme, febrFrankreich ohne Ausnahme, fehr Frankreich und Deutschland, falls ein freundschaftliche seien, und eben dies ist es, was die jol cher noch möglich, wird der Angreifer bes Ansicht als vollkommen berechtigt erscheinen läßt, daß auch siegt werden." ohne äußerlich wahrnehmbare Veränderung die allgemeine Und von Rechtswegen, füge ich heute hinzu: Dem AnLage eine Wendung zum Besferen genommen hat, greifer und Friedensstörer die Hiebe, dem Angegriffenen der und daß jene allgemeine Auffassung, wonach das Sieg- so soll es sein. Gefühl der Sicherheit und die Hoffnung auf die Erhaltung des Frieden sich überall ge träftigt hat, den thatsächlichen Zuständen Gotha( in der Wahlagitation) den 7. Juni 1898. M. Liebknecht. Für den Inhalt der Jnierate über. nimmt die Redaktion dem Bublifum gegenüber keinerlei Verantwortung Theater. Freitag, den 9. Juni. Opernhaus. Die Tochter des Regi ments. Slavische Brautwerbung. Neues Theater. Hans Lange. Berliner Theater. Ein Tropfen Gift. Friedrich- Wilhelmstädt. Theater. Angot, die Tochter der Halle. Kroll's Theater. Frißchen und Lieschen. Der Schwur. Gute Nacht, Herr Pantalon. Viktoria Theater. Frau Venus. National- Theater. Die neue Militärvorlage. Alexanderplat- Theater. Die Direk trice. Borher: Gringoir. Winter- Garten. Spezialitäten- Bor ftellung. Apollo Theater. Voritellung. Spezialitäten Theater der Reichshallen. Spezia litäten- Boritellung. Kaufmann's Variété. SpezialitätenBorstellung. Gebrüder Richter's Variété. Spe zialitäten- Borstellung. National- Theater. Gr. Franksutterstr. 182. Novität! Bum 7. Male: Novität! Die neue Militärvorlage. Königl. italienischer Circus| Zentral- Kranken- u. SterbeErnesto Ciniselli. Stadtbahnstation Zoologischer Garten. Heute, Freitag, den 9. Juni 1893, Exße große Clown- u. KomikerVorstellung, oder Man soll und muß lachen. Kasse der Tischler und anderer gewerblicher Arbeiter ( E. H. zu Hamburg). ( Dertliche Verwaltung: Berlin G.) Montag, den 12. Juni, Abends 8 Uhr: Mitglieder- Versammlung im ,, Salon zum Freischüh, Fruchtstraße 36a. In dieser Vorstellung werden sämmtl. Tages Ordnung: Original Clowns( die besten der Gegens wart), welche nur der Circus E. Ciniselli 1. Wahl der gesammten Ortsverbesißt, mit den komischsten Nummern waltung und der Beitragssammler. ihrer Repertoirs auftreten. In den 2. Wahl des Vertrauensarztes. 3. VerZwischennummern Auftreten der vor schiedenes.- Sprechstunden des Be züglichsten Kunstreiter u.-Reiterinnen, vollmächtigten und Kassirers finden an Mitglieds: bestrenommirter Künstler und Künst: diesem Abend nicht statt. lerinnen, Spezialitäten 1. Ranges, sowie buch legitimirt. Um pünktlichs ErVorführen u. Reiten der bestdressirten scheinen aller Mitglieder wird gebeten. Die Ortsverwaltung. Schul- u. Freiheitspferde. U. a. zum 1. Male: Die weltberühmten OriginalClowns Gebrüder Didic und Eugen Weldemann auf der Reise nach Chicago. Größter Lacherfolg. Morgen, Sonnabend: Gr. Brillant Vorstellung. G Ernesto Ciniselli, Direktor. 305/3 Laut Beschluß der letzten außerordentlichen Generalversammlung des Lokalverbandes Berlin der Berliner Zimmerleute geben wir den Verbandsmitgliedern vorläufig folgende Bahlstellen bekannt: Osten. Zahlitelle 1 bei W. Zippke, Markusstr. 14. ratweil'sche Südosten. Babfftelle 2 bei Fürstenau, Bierhallen. Kommandantenstr. 77-79. Täglich: Auftreten der Leipziger Sänger vom Kryftall- Palatt. Wochent. 71/2 Uhr. Entree 10 Pf. Anf. Sonntags 6 Uhr. Entree 30 Anerkannt gute Küche. Säle Große Posse mit Gefang und Tanz für Festlichkeiten und Versammlungen. in 4 Akten von Adolph Steinecke. Regie: Mar Samit. Raffenöffnung 512 Uhr. Anfang der Borstellung 71/2 Uhr. Im Garten: Gr. Konzert u. Spezialitäten- Vorstellung ersten Ranges. Größtes Spezialitäten- Programm der Residenz. Carl Koch. Norddeutsche Brauerei. Auftreten von Chanjonetten, Gänge. 58. Chaussee Strasse 58. rinnen, Clowns, Tänzerinnen, Komitern, Soubretten 2c. 2c. Morgen, Sonnabend: Wiederholung der Festvorstellung zum Ehrengedächtniß für Ludwig Erk u. Ferdinand Schmid, veranstaltet vom Deutschen Lehrer- und Schriftstellerbund. Szenischer Prolog von Baul Risch. Hierauf: Gold und Eisen. Volfsschauspiel mit Gesang in 5 Aufzügen von Hermann Jahn. PassagePanopticum. Neu: Blaue Grotte. Nen: Geistertisch. Das Wunderpferd. Täglich 6-10: Spezialitäten Theater ohne Extra- Entree. 40 Castan's Panopticum. Neu: Der Tod als Erlöser. Neu: Die Schrecken des Meeres. des Meeres. Bauern- Aufstand! Juußionist. Vorstellungen. Irrgarten. Schreckenskammer. Kaufmann's Variété Am Stadtbahnhof Alexanderplatz. Im prachtv. Sommergarten täglich Gr. Garten- Concert und Spezialitäten- Borstellung. Bei ungünstigem Wetter findet die Vorstellung im Saale statt. Anfang: Sonntags 6 Uhr. Wochentags 8 Uhr. Entree 30 Pf. Schweizer- Garten am Königsthor. Täglich: Concert, Theater und Spezialitäten- Vorstellung. Geschwister Rigoli, Familie Carlo, Mr. Famera, Max Grabow, Gebr. Dissenato, Emma Lucas, Troupe Columbia und Gebr. Vercroa. Jm Saale: BALL.[ 4199L Ich nehme hiermit die Beleidigung, welche ich dem Maurer Fritz Rabe aus Rolberg zugefügt habe, zurück und erfläre denselben für einen ehrbaren und rechtschaffenen Kollegen. Klebs. Täglich: Concert. Wochentags Entree frei. Bei ungünstiger Witterung im Saal. Die neu eingerichtete Kaffeeküche ist den geehrten Gästen von 2 bis 6 Uhr geöffnet! 4146L, Ostbahn- Park am Rüstriner Plaz, ( Hermann Jmbs) Rüdersdorferstr. 71, am Ditbahnhof. Konzert, Täglich: Theater u. Spezialitäten Borstellung. Pantomimisten- Truppe Garetton, urtom. Tarameter- Droschtenfahrt, Mr. De Dolfs, Neger- Erentric 2c. Voltsbelustig. jeder Art. 4 Kegelbahnen zur Verfügung. Moabiter Gesellschaftshaus. Alt- Moabit 80 und 81. Täglich: Theater- und SpezialitätenVorstellung, sowie Concert. Anfang 4 Uhr. Entree 30 Pf., refervirter Plaz 50 Pf. 4127L* Helmuth Peters. : Reichenbergerstraße 39. Vertrauens mann: Josef Schmidt. Südwesten. 3ahlstelle 3 bei H. Elsner, Kassirer, Bellealliancestr. 21a. Westen. Zahlstelle 4 bei J. Raumann, Kulmſtr. 36. mann C. Stehr, Stromstr. 38. Achtung! 2. Wahlkreis. Achtung! Heute, Freitag, den 9. Juni, Abends 8 Uhr, im großen Saale der Tivoli- Brauerei, am Kreuzberg, Deffentliche Wähler- Versammlung. 345/10 Tagesordnung: 1. Die bevorstehenden Reichstagswahlen. Referent: Stadtverordneter Ewald Vogtherr. 2. Diskussion. Zur Deckung der Unkosten findet Tellersammlung statt. Um zahlreiches Erscheinen ersucht Das Wahlkomitee. 3. Wahlkreis. Zwei große öffentliche Wähler- Versammlungen 1. Sonntag, den II. Juni 1893, Vormittags 10 Uhr, in den Bürgersälen, Dresdenerstr. 96, 2. Montag, den 12. Juni 1893, Abends 8 Uhr, in Sanssouci, Rottbuserstr. 4a. Tagesordnung: 1. Die bevorstehenden Reichstagswahlen. 2. Diskussion. Um zahlreiches Erscheinen ersucht Der Einberufer. 5. Wahlkreis. Grosse Wähler- Versammlung Freitag, den 9. Juni, Abends 8 Uhr, Nordwesten. Bahlitelle 5 Vertrauens- in den Germania- Festsälen, Chausseestr. 103. Tagesordnung: 1. Die bevorstehenden Reichstagswahlen. Referent: 351/8 Alle Wähler sind hierzu eingeladen. Das Wahlkomitee. Norden. Bahlstelle 6 Bertrauensmann Reichstags- Kandidat J. Auer. 2. Diskussion. A. Charlet bei Chr. Hilgenfeld, Bergstr. 60. Norden. Zahlstelle 7 Vertrauensmann M. Leonhardt bei R. Wilte, Alte Hochstr. 32a. Sozialdemokratischer Wahlverein Norden. Bablitelle 8 Bertrauensmann für den 6. Berliner Reichstags- Wahlkreis. A. Weiss bei Ruhlmey, Schönhaufer Allee 28. Die Vertrauensleute sind verpflichtet, die Beiträge für den Monat Mai mit einzuziehen. 360/ 14* Die Beiträge resp. Aufnahme neuer Mitglieder werden in sämmtlichen Bablitellen Sonntags Vormittags von 10 bis 12 Uhr entgegengenommen. Der Vorstand. J. A.: Max Leonhardt, Magstr. 15. Erklärung. Achtung! Die Genossen und Genossinnen werden ersucht, soweit ihre Kräfte nicht im 6. Kreise gebraucht werden, sich den Genossen im Nieder- Barnimer Kreise zur Vertheilung der Flugblätter und Stimmzettel zur Verfügung zu stellen. Gebraucht werden ca. 200 Personen. Wir bitten diejenigen, welche gewillt sind, dieser Aufforderung nachzufommen, sich Abends 8 Uhr beim Genossen Wilke, Neue Hochstraße 32, einfinden zu wollen. 240,12 Der Vorstand. J. A.: Kiesel. Schmargendorf. Hundekehlektraße 20: Nachdem der Metalldreher Herr Otto Schultz( Vertreter von der Filiale der Germania- Brauerei), wohnh. Reichen- Sonnabend, den 10. Juni, Abends 9 Uhr, im Schützenhause, bergerftr. 162, meiner Aufforderung, Beweise für die über mich gemachten Aeußerungen zu schaffen, welche mich als Denunzianten hinstellen, nicht nachgekommen ist, erkläre ich diefelben als Berleumdung. 814b Max Hahn. Etablissement Morit Play. Moritz Play. Buggenhagen. Täglich Juftrumental- konsert. Großer Frühstücks- u. Mittagstildi. Spezial- Ausschank von Pahenhofer Lagerbier, hell und dunkel. An Sonn- und Felttagen findet das Konzert in den oberen Sälen statt. Entree Wochent. 10 Pf. Sonnt. 25 Pf. Säle für Verfammlungen, Rommerse, Festlichkeiten 2c. Oeffentliche Volks- Versammlung. Tagesordnung: 1. Die bevorstehende Reichstagswahl. Referent: Fritz Zubeil- Berlin. 2. Diskussion. Das Wahlkomitee. Charlottenburg. 419/4 Sonntag, den 11. Juni, Vormittags 10% Uhr, in Bismarckshöhe, Bismarcktraße 80: 419/2 Große öffentl. Wählerversammlung für Männer und Frauen. Tagesordnung: 1. Die bevorstehende Reichstagswahl und ihre Bedeutung. Ref.: Genosse W. Wach- Berlin. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Um zahlreiches Erscheinen ersucht Das Lokal- Wahlkomitee. Nene freie Boltsbühne. Große öffentl. Wähler- Bersammlung ,, Der Meineidbauer" von Anzengruber. Sonntag, 11. Juni, I. Abth. Sonntag, 18. Juni, II. Abth. Waldfest im Müggelschlösschen". Sonntag, 25. Juni.( Siehe große Annonce in der Sonntagsnummer.) Zu Wahl- Versammlungen, Privat- und Vereins- Festlichkeiten 4843L find die Säle und Zimmer der Armin- Hallen, Kommandantenstr. 20, noch an einigen Tagen in der Woche zu vergeben. Jamaica- Rum, [ 181M echt Verschnitt u. Fac., Literfl. 1,10, 1,60, 2,10, bei 5 Fl. 10 Pf. billiger. Tokayer, med. süßer Ungarwein, Literft. M. 2,10. Himbeer, Kirsch, Johannisbeersaft, Liter M. 1,20. Echt Stonsdorfer Bitter- Liför, Liter 1.20, 5 Str. 5,50, 10 2tr. 10. Cognac fine Champagne, 3/4 Literfl. 3,50, 4,50, 5,50, 7,50, 12. Eugen Neumann& Co., 6a. Belle- Alliance- Play 6a. 81. Neue Friedrichstr. 81. 8. Oranienstr. 8. Oranien- Bad Oranienstrasse 44. Abonnements I. RI. 60 Pf., II. Kl. 3 Bäder 1 M. Dampfkasten- Bäder. Einpackung und Massage. HF Leitungswaffer. 4310L* Spezialgeschäft Damen- Kleiderstoffe Verantwortlicher für Oranienstrasse 175, Albert Hammer, Ecke Adalbertstrasse. Seidenstoffe, Wollstoffe und Waschstoffe. Empfehle insbesondere 4342L* Mousseline, Zephirs, Batiste, Organdys in besten Qualitäten. Eingang von Neuheiten. Feste Preise. Freitag, den 9. Juni, Abends 8 Uhr, im großen Saale der Brauerei ,, Borussia" u Nieder- Schönweide. Tagesordnung: 1. Die bevorstehenden Reichstagswahlen. Referent: Paul Singer. 2. Diskussion. Alle Parteien sind eingeladen. Die Vertrauensperson. Achtung, Maurer! Sonntag, den 11. Juni, Vorm. 10 Uhr: 419/8 2 öffentl. Maurer- Versammlungen 1. in den Konkordia- Sälen, Andreasstraße 64, 2. in Hensel's Salon, Invalidenstraße la. Tagesordnung: Berichterstattung über den Stand der Lohnbewegung und weitere Stellungnahme zu derselben. 243/5 Das Erscheinen sämmtlicher Berliner Maurer ist nothwendig. J. A.: Hermann Legeler, Kreuzbergstr. 77. Freie Vereinigung der Bauarbeiter Berlins. Den Kollegen hiermit zur Nachricht, daß die statutenmäßige Versammlung am 11. b. M. zu gunsten der Agitation für die Reichstagswahlen ausfällt. Dafür findet am 25. d. M. bei Scheffer eine Generalversammlung statt. Im Auftrage des Vorstandes: W. Gassmann, Grünthalerstraße 67, Hof part. 313b Verband der Sattler Tischler- Verein. Sonntag, den 11. Juni: und Tapezirer. Serrenpartie nach Grünerhaide. Versammlung am Sonnabend, den 10. Juni, 264/19 Abends 81/2 Uhr, bei Wienecke, Alte Jakobstr. 83. Tages- Ordnung: 1. Vortrag. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Der Vorstand. Treffpunkt: Schlesischer Bahnhof, früh 7 Uhr. 331/18 Der Vorstand. Billig. Händler Billig. fönnen viel Geld verdienen, wenn sie sich die neuesten 1-, 5- und 10- PfennigArtikel in Chokolade und Zucker zulegen. Ein gut gehendes Mehl- u. Vorkost- Pfeffermünzschachteln sehr billig, feine Geschäft mit Destillations- Niederlage Vanille pro Pfund 3,00. Deutsche zu vert. b. H. Jäger, Wallstr. 3/4. 315b Chokoladenfabrit, Invalidenstr. 138. Redakteur: Wilhelm Schröder in Berlin. Druck und Verlag von Mag Bading in Berlin, SW, Beuthstraße 2. Hierzu zwei Beilagen. 1. Beilage zum ,, Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 133. Freitag, den 9. Juni 1893. 10. Jahrg. Die Bedeutung der Reichstags- gegangenen Beschäftigung in der Induſtrie, dem Hand: 5 Pfg. zu geben, wenn er weiblich ist und wahlen für die unteren Post- er ebel aus der Welt geschaffen wird burch Bethätigung 2. Glauben die Gegner nicht, daß die Vorlage nothwendig sei. Nun " beamten. u. w. gefühlt; Ihr fühlt jetzt aber auch die Härten des dazu schön( Aha!) tommt es uns auf 10 fg. Staatlichen Kapitalismus täglich; Ihr habt erkannt, daß keines nicht an. Mehr als dieses kostet die Mehrforderung nicht. einen Sozialdemokraten! In aller eines Rassenhasses, der Euch nur zum Vorspann reaktionärer beginnt Redner zu erzählen, wie er auf der Reise sogar" mit Bestrebungen macht, Bestrebungen, die nicht Euch zum Wohle einem höheren Beamten gereist sei, er glaube aber taum, daß es Aus postalischen Kreisen wird uns geschrieben: gereichen, sondern anderen, denen Ihr die Kastanien aus dem ein solcher gewesen, trotzdem er sich dafür ausgab, denn derselbe Seit Jahresfrist weht durch die Schaaren der unteren Bost- Feuer holen sollt. fei gegen die Militärvorlage. Dieser habe gesagt, das Volk habe beamten ein frischer Wind. Die Post assistenten erkennen schlägt für die Ideale der Menschheit, für Frei nöthig. Dem entgegne er: der Generalstab halte sie für nöthig, Darum Postassistenten, wenn Euch noch das Herz auch ein Urtheil, und das Volk halte die Vorlage nicht für das Ungewisse ihrer Lage, ihre Abhängigkeit, ihre übermäßige beit, Gleichheit, Brüderlichkeit, darum Unter- und der Generalstab müsse das wissen. Im Generalstab seien Arbeitsleistung, ihre mangelhafte Besoldung; sie sehen ihre Ausschließung von den besseren Stellen, ihre systematische Nieder- beamte, wählt Männer in den Reichstag, die keine Junker, keine Leute, die nur mit Sporen rasselten, da feien bort Gure berechtigten Forderungen mit Nachwissenschaftlich gebildete Leute" Das wissen wir Eisenhaltung, die ihnen zu Theil werdende Behandlung als nur brud vertreten, wählt Männer, die dem An- bähner". Trier sei das erste Opfer der Franzosen. Nur"-Arbeiter. Aber während sie so in jeder Beziehung am bringen des Militarismus das entschlossene der nächsten Abend- Nummer der Trierer Landes- Zeitung" stand eigenen Leibe verspüren, was es heißt, mit geringem Einkommen Nein! entgegenseßen, wählt auf unterster Stufe unter Zurückhaltung jedes freien Wortes weiterzuleben, wird bei ihnen das demokratische Gefühl, das Gefühl der Interessengemeinschaft mit dem ar= beitenden Wolfe geweckt und zur vollständigen Reife ge bracht. Sie rufen sich ins Gedächtniß zurück, daß sie selbst den arbeitenden Klassen entstammen, sie ordnen ihre Wünsche den zum Wohle der gesammten Arbeiterklasse dienenden Bestrebungen unter und unter Begrabung des Rassenhasses und Be thätigung einer allumfassenden Liebe zu den Unterdrückten und Ausgebeuteten kommen auch sie zu der Ueberzeugung, daß die Gier nach Erwerb und die Furcht vor Mangel die heutigen Verhältnisse geschaffen hat, daß erst andere beffere Zeiten kommen wenn nach Aufhebung des Privateigenthums der Produktionsmittel der rücksichtslose Kampf um das Wein und Dein aufhören wird. fönnen, Die Reichstagswahlen. nun folgende lakonische Annonce: Kollegen! Herr Baurath Müller vom Eisenbahn- Betriebsamt hat in der liberalen Wählerversammlung den Antrag gestellt, den Kellnern die Trinkgelder zu entziehen, um das Geld zur Deckung der Kosten der Militärvorlage zu verwenden. Kollegen! Gegen diesen Vorschlag müssen wir Front machen! Kollegen! Wäre es nicht angemessener ge= wesen, wenn Herr Baurath Müller den Vorschlag gemacht hätte, Gotha, 7. Juni. Gestern sprach Liebknecht hier im daß die Beamten den Theil des Kommunalzuschlages zur EinSchüßenhaus über die bevorstehenden Wahlen. Da der geräumige Beamten befreit sind, auf den Altar des Vaterlandes niederlegten? tommensteuer, von welchem sie durch das Steuerprivilegium der Saal die anströmenden Tausende nicht faßte, so wurde die Rednerbühne im Garten errichtet. Sogar von den benachbarten Kollegen! Hier heißt es zusammenstehen, damit nicht der VorDächern lauschten Zuhörer. Die begeisterte Versammlung er wir dann leben? Mit unserem Dasein wäre es aus. Von schlag des Herrn Baurath Müller Thatsache wird. Wovon sollten flärte sich einstimmig mit den Ausführungen des Vortragenden wir dann leben? Mit unserem Dasein wäre es aus. Von einverstanden und gelobte, mit aller Kraft für die Wahl Bock's unseren Kolleginnen dürfen wir erwarten, daß sie zu uns stehen einzutreten. werden im Kampfe für unser Dasein. Ein Kellner." einer Versammlung, in der Bueb referirt hatte, einstimmig Die Sozialdemokratie in Mülhausen i. E. faßte in einen Beschluß, worin die Forderung erhoben ist, daß den halbe Tag freigegeben wird. wahlberechtigten Arbeitern am 15. Juni der Die Regierung hat mit ihren Freunden wirklich Pech. Gestern Baurath Müller, Vorsteher einer fgl. preußischen Eisenbahn- Bauder Hauptmann Strack mit seinem famosen Zirkular, heute der Inspektion! Dieser findliche Herr weiß noch nicht einmal, daß die Kellner in sehr vielen Fällen gar keinen Lohn bekommen, sondern eine Schande für die Gastwirthe lediglich auf das Trinkgeld angewiesen sind. = Parteinachrichten. Bei den gesammten Post Unterbeamten( Briefträger, Botschaffner, Landbriefträger, Stadt post boten, Posthilfsboten) bedarf es solcher Einwirkungen nicht. Sie alle sind dem Proletariat entnommen, sie leben und leiden mit diesem, sie haben die gleichen Jutereffen wie dieses; eine Verbesserung der Lage der arbeitenden Klassen, eine Erstarkung der proletarischen Bewegung muß rückwirkend In Wiesbaden hielt am Sonntag Nachmittag der sozialihnen zu gute kommen, da sie Fleisch vom Fleisch des Prole- demokratische Reichstags- Kandidat Fleischmann aus Frant- Gegen Huene haben die Zentrumsleute von Neisse detariats find. So liegt bei diesen Beamten ein Zusammen- furt unter großem Beifall eine Rede über die Militärvorlage. monstrirt, weil er sich gegen den offiziellen Zentrumskandidaten marschiren mit der Sozialdemokratie in der Natur der Sache. Die Versammlung erklärte sich mit seinen Ausführungen voll- Horn habe aufstellen lassen. Beide Beamtenkategorien sind durch die Reichstags- Auf- tommen einverstanden. Die Aussichten für unsere Partei sind Niethammer( N) hat für Döbeln abgelehnt. lösung und die am 15. Juni vorzunehmenden Neuwahlen an ihr sehr günstig. wichtigstes Staatsbürgerrecht erinnert worden. Auch bei ihnen Bürgerliche Kandidaturen. Wolmirstedt: Munckel heißt es, Stellung zu nehmen in diesem Streit: Für oder bezweifelt die Abneigung des Nationalliberalismus Bensheim Erbach: Hirschel( A). Schlochau- Fla. Nationalliberale Antisemiten. Die Kreuz- 3 tg."( FV.) Lubliniz: Rechtsanwalt Bohl in Gleiwiß( FV.). gegen die Militärvorlage. Für die Vorlage stimmen, heißt Verzicht leisten ist als deutsch- sozialer Kandidat Fabritant Schubert Ment( B. d. Landw."). gegen den Antisemitismus. In Glauchau- Meerane tow: Graf Kaniz( K). Gumbinnen: Ober- Amtmann auf alles, was Fortschritt bedeutet, heißt ben Steuerdruck erhöhen, heißt dem Moloch aus Chemnitz aufgestellt. Derselbe Herr kandidirt aber auch als Militarismus alles bas in den Rachen„ Nationalliberaler" gegen den Freikonservativen Merbach werfen, was zur Wohlfahrt Aller, auch zu in Döbeln die Unterstützung gegen den Nationalliberalen in Freiberg, und da die Konservativen den, Deutsch- Sozialen" einer Verbesserung unserer Lage dienen fann Niethammer versagen, so thun die Nationalliberalen dem und soll, heißt auf Jahre hinaus jede Bessergestaltung Herrn Schubert in Freiberg gegenüber das Gleiche. unterdrücken. An den jezigen ungeheuren Lasten, die meist auf Herrn Schubert in Freiberg gegenüber das Gleiche. Aus Meiningen theilt ein Leser des„ Vorwärts" seine Verindirektem Wege aufgebracht werden und, weil die nothwendigsten Ueber die Vorgeschichte der Militärvorlage bringt ein wunderung darüber mit, daß dort von seiten der Sozialdemokratie Lebensmittel belastend, den kleinen Mann am schwersten drücken, in den Aushängebogen vorliegendes Wert des Oberstlieutenant teine Voltsversammlungen einberufen würden. Bis jetzt hätten ist es noch nicht genug, ein Ende dieser Steigerung nicht ab. Knorr Die Heeresentwickelung in Deutschland seit dem Til mur die Gegner, und zwar zuletzt die Freisinnigen, solche abzusehen. Wir würden uns und unseren Besiter Frieden bis zur Gegenwart", einige Angaben, die hier und gehalten. Würde einmal in Meiningen ein tüchtiger Redner unserer strebungen selbst das Grab graben, wollten da neue Streiflichter auf die Entstehung der Vorlage werfen. Partei sprechen, so wäre aller Wahrscheinlichkeit nach bald eine wir ein Ja sagen. Nein und tausendmal Nein, so muß Dem Verfasser zufolge hat General v. Verdy bereits am bedeutende Zahl von Anhängern gewonnen. Leider ist der Briefes auch aus unseren Reihen flingen. 31. August 1889 an den Reichskanzler Fürsten Bismarck ge- schreiber aus ganz dringlichen Gründen verhindert, öffentlich für Während alle anderen politischen Parteien zu Bugeständ- schrieben, der Ausbau unserer Organisation fönne teinen Auf- unsere Partei einzutreten. Vielleicht geben diese Beilen Anlaß nissen in der Militärvorlage bereit sind, verhält sich voll- schub mehr erleiden. Bismarck erklärte jedoch die Verwirklichung zur Bildung einer Organisation in Meiningen. tommen ablehnend nur allein die Sozial- dieses Planes wegen bevorstehender Wahlen zum demokratie. Wird Don ihr die Wahrung auch Reichstage für den Augenblick als nicht oppor In Vorarlberg hat die Pfaffenschaft wieder ein Pröbunserer Interessen sichergestellt? Ein Blid auf die Vor- tun". Jm März 1890. wurde sodann auf den Verdy- chen dümmster Bosheit abgelegt. Der in Dornbirn bestehende gänge des letzten Jahres giebt die richtige Antwort. fchen Plan zurückgegriffen. Dieser Plan, Dieser Plan, welcher beim Politische Verein für Vorarlberg hielt in dem benachbarten Dorf In dem Kampfe der Post assistenten um das Rücktritt Bismard's noch vorlag, zu seiner seiner Aus- Gözis eine Volksversammlung ab, in der der Redakteur der Roalitionsrecht für Freiheit, Gleichheit und führung 117 Millionen erforderte und auf lange Zeit hinaus Boltsztg.", Genoffe Grufal, über die Lage des arbeitenden Volfes, Recht eingetreten, hat die sozialdemokratische Presse nur mit dreijähriger Dienstzeit möglich gewesen wäre, blieb jedoch insbesondere die der Bauern und über die Forderungen der Sozialzugleich stets den Grundsatz verfochten, daß dem Individuum Projekt. Es tam nun die Forderung von 18 500 Mann zum demokratie sprach. Die Versammlung war eine der zahlreichst besuchten, tünstliche Schranken in seiner Weiterentwickelung nicht gezogen wecke organisatorischer Erweiterungen. Bei den Debatten die bisher in Vorarlberg abgehalten worden sind. 800 Personen, werden sollen und daß die Postassistenten bei vorhandener Be- hierüber enthüllte v. Verdy bekanntlich seine vom gesammten die Kopf an Kopf standen, füllten den Saal der Engelbrauerei; gabung auf höhere Stellen Anspruch machen können. Ebenso Reichstag energisch bekämpften Pläne wegen der vollen Ver- Viele fanden teinen Zutritt. Als Crufal seinen Vortrag beendet aber auch die Unterbeamten. Aber bei dieser Klasse wirklichung der Scharnhorst'schen Gedanken". Von dem Verdy- hatte, sprach der Pfarrer Rudegier aus Gögis. Er suchte die liegen die Verhältnisse viel mehr noch im Argen. Abhängigkeit schen Projeft, welches Fürst Bismarck seiner Beit gutgeheißen Sozialdemokratie mit den albernsten Beschuldigungen zu verbis ans Lebensende, alles zu Gewährende ist vom Wohl hatte, wurde daraufhin Abstand genommen, jedoch fortwährend dächtigen. Als Grufal in seiner Entgegnung die Anschuldigungen wollen" der Behörde abhängig übermäßige Arbeitsleistung, nach etwas anderem gesucht. Auf grund einer kaiserlichen Ver- des Pfaffen als Lüge und Betrug am Volke brandmarkte, entzog unzureichende Bezahlung, gänzlich unzulängliche Normirung des fügung vom 16. Mai 1891, welche die fallen gelassenen Arbeiten ihm der überwachende Beamte das Wort. Nach Schluß der VerWohnungsgeldzuschusses, Borenthalten eines Erholungsurlaubs 2c., wieder aufzunehmen und Vorschläge über die zweijährige Dienst- sammlung wurde Crufal von einem durch die Pfaffen aufgehegten das sind in der Hauptsache die Punkte, die die sozialdemokra- zeit zu machen befahl, wurden mit der letzteren die bekannten Kerl, namens F. J. Brater, auf der Straße angefallen, die Parteitische Presse und besonders der Vorwärts" immer und immer praktischen Versuche gemacht. Nachdem diese günstige Ergebnisse genossen schüßten den Angefallenen thatkräftig vor dem Rüpel, wieder in die Deffentlichkeit brachte. Fühlte die Poftverwaltung geliefert, wurde die Vorlage ausgearbeitet. sowie vor der Menge, die 6-700 Mann start, geführt von dem sich nun genöthigt, auf alle diese Anklagen zu reagiren? D ja, nur fiel die Antwort anders aus, als wir uns in unserem be- Bericht über die vereitelte Versammlung in Perleberg, wobei der sowie Steinwürfe sich und ihren Pfaffen bis auf die Knochen Das Kreisblatt für die Westpriegnis erklärt unseren 40 Sozialdemokraten daherzog und durch die rohesten Schimpfereien Pfaffen Rudegier und dem Lehrer Elsensohn, hinter den etwa schränkten Unterthanenverstand" träumen ließen. sozialdemokratische Kandidat des Kreises, Gustav Roop blamirte. Natürlich werden sich die Sozialdemokraten Borarl Die Postverwaltung erklärte im verflossenen Reichstage auf mann, von den Ordnungs" parteilern im höchsten Maße un- bergs durch diese Vorkommnisse nicht im geringsten von der die Interpellation des Abg. Bebel, daß der Wohnungsschicklich behandelt wurde, für aufgebauscht. Dem gegenüber Agitation abschrecken lassen. Sie werden den Bann der Dummgeld- Zuschuß vollfommen ausreiche, da er ia baben wir einfach zu erklären, daß nach wiederholt eingezogener heit, in dem die Pfaffenschaft die Bauern gefangen hält, zu Buschuß"() fei; sie verherrlichte das System Erkundigung die Vorgänge fich eher noch in schlimmerem Maß- brechen wissen. Dann wird den Pfaffen zu spät die Erkenntniß der Post- Vertrauensärzte, sie erklärte, von den Aufsehen stabe abspielten, als sie in unserem Bericht geschildert sind. erregenden Urlaubsverweigerungen, die Bebel aus Leipzig betommen, daß gerade sie gar nichts Dümmeres thun konnten, als richtete, nichts zu wissen; sie antwortete mit teinem Worte dem Die Freifinnigen im Wahlkreise Liegniß- Haynau sich dem Sozialismus zu widersehen. fozialistischen Abg. Schmidt, der die Erhöhung der Gehälter Goldberg haben nun endlich einen Kandidaten gefunden. Es der Land- Briefträger und Post- Hilfeboten forderte. ist der Rechtsanwalt Gustav Kaufmann aus Berlin. In Berlin Unterbeamte! Jezt gilt es wieder, auf fünf Jahre foll er sich als schneidiger Demokrat gebärden, in Haynau, wo einen Reichstag zu wählen. Biel, sehr viel aber gilt es für Euch auf. Wohl der dortigen Stadtrathspartei zu liebe. Im übrigen er neulich sprach, trat er jedoch eher als zahmer Wadelstrümpfler in den nächsten Jahren zu reformiren. Das Altersstufen= System harrt seiner Erledigung. Mit diesem System zugleich ist er ein Freiſinniger Richter'scher Observanz. muß Eure etatsmäßige Anstellung nach feststehenden, für alle Die vorgesetzte Behörde des Bürgermeisters Dallski Bezirke giltigen Grundsätzen geregelt und Gure unkündbare An- in ich in Posen ersuchen wir, diesen Herrn anzuweisen, daß ftellung, die jetzt erst nach 20-25jähriger Dienstzeit eintritt, die er während der Wahlzeit weder sozialdemokratische Flugblätter aber von der Behörde bis zu 30 Jahren hinausgeschoben oder beschlagnahme, noch auch unseren Genossen die Verbreitung von auch ganz verweigert werden fann ganz wie es ihr beliebt, solchen vezbieten oder sie sonstwie daran hindern darf. Aus mit einem früheren Zeitpunkte gesichert werden. Gure tägliche Kolmar wird uns gemeldet, daß dergleichen vorgekommen sei. Dienst stundenzahl ist zu verringern, Euer Anfangs- und Maximalgehalt zu erhöhen. Für den Sonntagsdienst is Euch wie den Beamten in jedem Jahre ein Urlaub zu gewähren. Der Euch gewährte Wohnungsgeld 3uschuß, der schon lange nicht mehr dem Stande der Miethspreise entspricht, für dessen Erhöhung aber Mittel nicht vorhanden sind, unterliegt im Jahre 1897 der Neufestsegung. nur ein " " " Nationalliberal antisemitischer Schacher. Wie der Bitten seine Kandidatur zu gunsten der Nationalliberalen zurück. Reichsbote" meldet, zog in Hagen der Antisemit König Gegenleistung ist die Unterstützung Stöckers in Siegen." Ein edles Brüderpaar! Todtenliste der Partei. Am 6. Juni wurde der bei der Hofmann'schen Agitationstour nach Werda verunglückte VertrauensPersonen gaben dem verstorbenen Braven, dessen Tod eine empfindmann Teubner in Falkenstein i. V. beerdigt. Mindestens 1000 liche Lücke in die Reihen der Parteigenossen des Wahlkreises der Familie des im Dienst unserer Sache gefallenen Parteigenossen Reichenbach gerissen hat, das letzte Geleite. Für Unterstüßung wird selbstverständlich von Parteiwegen gesorgt werden. * Polizeiliches, Gerichtliches ic. Das Darmstädter Landgericht verurtheilte am 7. Juni den ehemaligen Redakteur der„ Hessischen Volksstimme", Phil. Müller, zu einer Geldstrafe von 300 M. oder 60 Tagen fchienenen Artitels Zur Sedanfeier", worin Staatseinrichtungen Gefängniß wegen des im September 1890 in diesem Blatt erverächtlich gemacht sein sollen. Wegen desselben Artikels sind feiner Zeit die Redakteure der„ Mainzer Volkszeitung" und des Aus den armen Kellnern sollen die Rosten für Revision hin hat das Reichsgericht das verurtheilende Erkenntniß " Offenbacher Abendblatts" verurtheilt worden, auf eingelegte die Militärvorlage herausgeschunden werden! aufgehoben, worauf das Gericht erster Instanz auf Freisprechung Unterbeamte! Wie sich die Herrschenden die Verbesserung Aus Trier berichtet die„ Germania":" Am Sonntag fand hier erkannte. Sogar die Kosten des Verfahrens sammt der VertheiEurer Lage vorstellen, das zeigte der Ministerialdirektor im eine Wählerversammlung der Militärpartei statt, in welcher deren digung wurden damals der Staatskasse zur Last gelegt. Müller Reichspostamt, Fischer, im Reichstage, als er Euch und Kandidat Herr Dr. Dronke sprach. Verlegenheit bei den An- wird gegen das Urtheil Berufung einlegen. Eure Familien auf den Weg des Nebenerwerbs hängern, Heiterkeit bei den Gegnern der Militärvorlage rief eine perwies. Jetzt habt Ihr zu zeigen, daß Ihr solche Art Auf- Rede des Bauraths Müller, Vorsteher der Königbesserung verwerft, daß Ihr erkannt habt, wie innig Gure Ver- lichen Eisenbahn- Bau- Inspektion Trier III. hältnisse mit denen der Arbeiterklasse zusammenhängen, daß eine hervor, welche wir nach der Landeszeitung" wiedergeben wollen. Verbesserung der Lage der Arbeiterklasse durch Verkürzung der Redner meint, wir feien wohl so ziemlich unter un3" Arbeitszeit, Erhöhung der Löhne auch Euch zu gute kommen muß, und es feien keine Gegner der Partei anwesend. Alle seien wohl daß die Sozialdemokratie als die Vertreterin mit den Ausführungen einverstanden. Er wolle nur kurz der arbeitenden Klassen auch Eure wahre Ber- Folgendes ausführen. Die Einwände der Gegner find: Können Deffentliche Sigung vom Donnerstag, 1. Juni, treterin ist. wir die Kosten aufbringen? Das ist eine Kleinigkeit. Wir Nachmittags 5 Uhr. Unterbeamte! Die Härten des Kapitalismus, ob er jüdisch Deutsche pflegen, wenn wir Abends unser Die Einführung und Verpflichtung des neugewählten Stadtv. oder christlich ist, habt Ihr in Eurer dem Postdienst vorauf Glas Bier getrunken haben, dem Kellner Bracke findet in der üblichen Weise statt. Kommunales. Stadtverordneten- Versammlung. Varteigenoffen! In wenigen Tagen wird gewählt. Agitirt unablässig, damit unserer Partei möglichst keine Stimme verloren geht. Vergeßt neben der Verbreitung von Druckschriften und der sonstigen Agitation unterm Publikum nicht den Werth der mündlichen und brieflichen Propaganda unter Euren Verwandten, Freunden und Bekannten. Das Krankenhaus foll 1000 Betten, die Abtheilung für Geschlechtstrante 400 Betten enthalten, die Entbindungsanstalt für 1000 Entbindungen im Jahre hergerichtet werden. Ohne Diskussion wird der Magistratsantrag in allen seinen Theilen angenommen. Bei der Bau- Abnahme der VI. Realschule, Dinse will die Untersuchung auch auf die gewerblichen Anlagen eigneter Pflegerinnen zur Verfügung zu haben, wird die Er Bellealliancestraße 80, hatte sich herausgestellt, daß einige der zum ausgedehnt wissen, deren Feuerung nicht durch Dampfteisel be- richtung einer Krantenpflege- Schule für zweckmäßig erachtet. Dachstuhl des Schulgebäudes verwendeten Sparren- und Lager- wirkt wird; Stadtv. Schwalbe beantragt, die Bewilligung an Der Magistrat hält es auch im Interesse der Anstalt wie der ge hölzer, den Bedingungen des Lieferungsver- die Voraussehung zu knüpfen, daß die erwähnten städtischen Kom- fammten Bevölkerung, daß mit der Entbindungsanstalt ein Hebtrages entgegen, aus einftieligen, also minder misfare fernerweit bei den Untersuchungen betheiligt bleiben. ammen- Bildungsinstitut zu verbinden sei. werthigen Hölzern bestehen, während sie aus über Kreuz auf- Stadtrath Bail bemerkt gegen den Antrag Esmann, daß geschnittenen stärkeren Stämmen hergestellt sein sollten. Bei der auch der Minister für öffentliche Arbeiten nur 2000 m. statt der Besprechung des der Versammlung vorgelegten Bau- Abnahme- durch die Kommission erbetenen 4000 M. bewilligt hat. Protokolls war aus der Mitte derselben behauptet worden, daß Nach kurzer Debatte wird die Vorlage mit den Anträgen nicht nur bei drei diefer Sparren, sondern bei einer weitaus Dinse und Schwalbe genehmigt. größeren Zahl diese vertragswidrige Beschaffenheit vorliege. Der Magistrat batte nur bezüglich der genannten drei Sparren die Berechtigung eines Monitums anerkannt, sich dagegen für die übrigen auf zwei von ihm extrahirte, von gerichtlichen Sachverständigen ertheilte Gutachten berufen, berufen, die aber der Versammlung nicht im vollen Wortlaute zur Kenntniß gebracht wurden. Die Versammlung fehte zur Klarstellung des Die Versammlung giebt ohne Debatte ihre Zustimmung. Sachverhalts einen Ausschuß ein. Dieser hat eine Besichtigung Desgleichen erklärt die Versammlung ihr Einverständniß mit des ganzen Dachverbandes des Schulgebändes vorgenommen und dem Vorschlage des Magistrats, die Ansprüche der Stadtgemeinde dabei festgestellt, daß neben den 3 beanstandeten Sparren des auf die von dem Rentier Hubert in Besitz genommene Fläche von östlichen Dachtheils nach der allgemeinen Ansicht der größere 21 Quadratmeter des alten Mühlenwege3( TeltowerTheil der Sparren des westlichen Dachtheils ftraße 35/36) gegen Zahlung von 200 m. aufzugeben. anscheinend aus stärkeren einstämmigen Hölzern durch Abtrennen Dem Elisabeth Siechenhause werden zur Tilgung von Bohlen und Brettern gewonnen ist. Mit Rücksicht darauf seines ortsstatutarischen Beitrags zu den Regulirungskosten der jedoch, daß das Holz als gut und tragfähig bezeichnet werden Eberswalderstraße von 35 229 M. Theilzahlungen von jährlich fann, empfiehlt der Ausschuß, über diesen Umstand hinweg zu 8000 M. unter der Bedingung bewilligt, daß das Kuratorium sehen und von dem Bau- Abnahmeprotokoll einfach Kenntniß zu eine Rautionsbypothet in Höhe des ganzen Beitrages auf das nehmen. Siechenhaus- Grundstück eintragen läßt. Der Magistrat hat bei der Stadtverordneten- Versammlung Zur Berausgabung für Kunst zwede follen aus dem beantragt, sich damit einverstanden zu erklären, daß ein Theil Fonds für unvorhergesehene Ausgaben pro 1893/94 100 000 m. der für das Gtasjahr 1894/95 erforderlichen Pflastersteine bereit gestellt werden und bis auf weiteres ein gleicher Betrag bis zum Kostenbetrage von 800 000 m. schon jezt in Bestellung in die zufünftigen Etats eingestellt werden. Die Entscheidung gegeben und die Kostensumme aus dem Ueberschusse des Jahres über zie Verwendung soll einer jährlich neu zu bildenden 1892/93 entnommen werde. Deputation von fünf Stadträthen und zehn Stadtverordneten zu ftehen. Nach dem Referat des Berichterstatters Wohlgemuth wird der Ausschußantrag ohne Debatte angenommen. Die vorgelegten Projekte und Kostenanschläge für 10 verschiedene Um- und Neubauten auf den städtischen Riefelgütern werden genehmigt. Die Vorlage wird nach kurzer Befürwortung durch den Stadtv. Horwih angenommen. Behufs Besuches der Weltausstellung Chicago feitens städtischer Beamten hat der Magistrat bei der Versammlung beantragt, diefelbe möge sich damit einverstanden erklären, 1. daß für städtische Beamte zum Besuche dieser Ausstellung fünf Reifeftipendien in Höhe von je 3600 m., zusammen 18 000 m., gezahlt, und 2. daß zur Gewährung von Beihilfen an folche gewerbliche Fach- und Fortbildungsschullehrer, welche die Ausstellung in Chicago zu be fuchen beabsichtigen, 5000 M. zur Verfügung gestellt, fowie 3. baß biefe 18 000 M. und 5000 m., zusammen 23 000 m., aus dem Dispositionsquantum von 500 000 m. entnommen werden. Den Beamten und Lehrern soll die Verpflichtung auferlegt werden, Reiseberichte zu erstatten. Gesuche von Lehrern liegen dem Magistrate bereits vor. Die Vorschläge des Magistrats, die für die Verwaltung der städtischen Krankenanstalten bestehenden Einzel- Vom Stadto. E affel ist mit Unterstützung von 62 Stadt turatorien aufzuheben und dafür eine einheitliche Depu verordneten folgender Antrag eingebracht worden: Die Vertation einzusetzen, sind von dem hierzu eingesetzten Stadt- fammlung wolle beschließen, den Magistrat zu ersuchen, bei den Stadtv. Wohlgemuth ersucht um eine Bewilligung für verordneten Ausschuß angenommen worden. Nach eingehender kompetenten Behörden die Beseitigung der durch Verlegung die Lehrer bis zu 10 000 m. und will die Auswahl der zu EntDebatte ist der Ausschuß dahin schlüssig geworden, daß die neu von 24 Prozeßabtheilungen des töniglichen Amtsfendenden nicht dem Magistrat überlassen, sondern eine gezu bildende Berwaltungsdeputation aus vier Magistratsmitgliedern gerichts I zu Berlin nach dem Hotel Germania für die mischte Deputation( 10 Stadtverordnete, 5 Stadträthe) damit be und acht Stadtverordneten bestehen solle. Rechtspflege und das interessirte Publikum trauen, um eine bessere Auslese zu garantiren. Nach der Bor Ein Antrag, den Magistratsvorschlag dahin einzuschränken, hervorgerufenen Uebelstände in Anregung zu lage sollen die 5 Beamten dem Hoch- und Tiefbau, der Schuldaß lediglich zur Verwaltungskontrolle über die bestehenden bringen. verwaltung, dem Erleuchtungs- und Heizungswesen angehören; Krantenanstalten eine Deputation eingesetzt werden solle, ist mit Nach ausführlicher Begründung durch den Antrag hier vermisse man einen Elektrotechniker, den die Stadt Berlin allen gegen 1 Stimme abgelehnt worden. Mit 10 gegen 5 Stim- steller, den Stadto. Spinola unterstügt, wird der Antrag doch vor allen andern nach Chicago schicken müßte. Auch bei men wurde auch ein Antrag verworfen, der den Magistrats- einstimmig angenommen. der Auswahl der Beamten halte er die Mitwirkung einer ge vorschlag wesentlich erweitern, nämlich der neuen Deputation Mit der Errichtung des Erziehungshauses für mischten Deputation für unerläßlich. außer den Krankenhäusern auch die städtischen Frren- und verwahrlofte Mädchen in Klein- Beeren soll nunmehr Stadtrath Koch hann tritt dem legteren Verlangen ent Idiotenanstalten, die Anstalt für Epileptische, die Siechenanstalten vorgegangen werden. Der Kostenüberschlag für die Renovirung gegen. Der Magistrat sei der Ansicht, daß ihm die Auswahl und die sonstigen für die öffentliche Gesundheitspflege bestimmten An- des Gutshauses schließt mit 5000 m., der Etat der Anitalt ein überlassen bleiben müsse( Widerspruch). Die Auswahl sei auch stalten und Wohlfahrtseinrichtungen unterstellen und die Deputation schließlich des Extra- Ordinariums für die erste Einrichtung mit bereits getroffen worden. Nach dem Wortlaut der von der Veraus 5 Stadträthen, 10 Stadtverordneten und 3 Bürgerdeputirten 10 043 M. in Ausgabe und 150 m. in Einnahme ab. fammlung beim Etat gefaßten Refolution habe der Magiftrat bestehen lassen wollte. Die Mehrheit des Ausschusses hielt diesen Die Vorlage und der Etat werden ohne Diskussion an- auch gar nicht anders verfahren können. Antrag für zu weitgehend; es handle sich hier zunächst nur um genommen. Stadtv. Schwalbe will die Beihilfen allgemein für einen Versuch, dessen Ergebniß abgewartet werden müsse. Auch Bur Regulirung der Brüden Allee von der Lehrer, insbesondere für gewerbliche Fach- und Fortder Antrag Badet, in die Verwaltungsdeputation für die Händelstraße bis zum Großen Stern ist noch der Erwerb dreier bildungs- Schullehrer, und auch in Höhe bis zu 10 000 m. be Krankenhäuser, wie sie der Magistrat vorschlägt, drei Bürger- Flächen des Thiergartens mit insgesammt 481 Quadratmeter willigt wissen. Dem Verlangen der Stadtv. Wohlgemuth kann deputirte abzuordnen, ist mit 10 gegen 5 Stimmen abgelehnt Flächeninhalt erforderlich. Der Finanzminister fordert, wie er sich nicht anschließen, weil die Zeit dränge und auch eine schon bei früheren Abtretungen von Thiergartenterrain, 20 M. Deputation nicht die absolute Zuverlässigkeit der Auswahl vers für den Quadratmeter und inkl. der erforderlich werdenden bürge. gärtnerischen und sonstigen Veränderungen einen Gesammtbetrag von 10 900. worden. Die Versammlung stimmt dem Erwerb unter den angegebenen Bedingungen zu. Stadtv. Dr. 3 adet: Ich muß meinen Antrag aufrecht er halten. Er ist im Ausschuß gefallen, trotzdem die Verhandlungen im Ausschusse durchaus für ihn gesprochen haben. Ich war sehr erstaunt, daß der Antrag fiel, denn alle Redner, die zu ihm Stellung nahmen, äußerten sich sympathisch; nur der Oberbürgermeister meinte, die Körperschaft würde zu schwerfällig Wenngleich die fönigl. Genehmigung zur Feststellung von werden, wenn statt 12 Mitglieder 15 darin wären. Allerdings Baufluchtlinien für den Engpaß in der Rosenthaler möchte die neue Deputation nicht so leicht arbeiten, wie es bisher straße, sowie für die Weinmeisterstraße zwischen letzterer und vielfach leider geschehen zu sein scheint; denn es wurde im Aus der Gormannstraße noch nicht ertheilt worden ist, hat der schuß erwähnt, daß Mitglieder von Kuratorien in zwei Jahren Magistrat, um dem Verkehrsbedürfniß daselbst möglichst bald ein einziges Mal zu einer Besprechung eingeladen worden sind, Rechnung tragen zu fönnen, mit den Besigern des Grundstücks daß die Dezernenten ganz selbstherrlich schalten und auch die Rosenthalerstr. 54- Weinmeisterstr. 19 Gormannstr 31 AnkaufsAssistentennellen einfach persönlich vergeben. Wenn die verhandlungen angeknüpft. Der Eigenthümer Hirschberg forderte Selbstverwaltung, der angebliche Stolz der Stadt, nicht zur ursprünglich 770 000 M., ermäßigte diesen Preis aber später bis lächerlichen Phrase werden soll, muß hier Wandel eintreten. Arbeitet ber Apparat zu schwerfällig, so möge man doch nur 3 Stadträthe und 6 Stadtverordnete in die Deputation entfenden. Den Fehler des Ausschusses bezüglich der Bürgerdeputirten muß das Plenum wieder gut machen. auf 610 000 m.( 886 M. für den Quadratmeter), welchen Preis der Magistrat für angemessen hält. Er schlägt daher der Versammlung den freihändigen Erwerb des Grundstücks vor, da die Genehmigung zur Feststellung der neuen Fluchtlinie unzweifelhaft fei und in kürzester Frist erfolgen werde. Stadtv. Wohlgemuth macht den Magistratsvertreter auf die Inkonsequenz aufmertfam, die darin liege, daß der Magistrat doch die gemischte Deputation für die Verwendung des Kunstfonds selbst vorgeschlagen habe. Es handle fich doch darum, wirklich fähige Beamte, nicht dii minorum gentium nach Chicago zu schicken. In der Abstimmung wird der Magistratsantrag mit dem Antrag Schwalbe angenommen. Der Antrag Wohlgemuth auf Ginfegung einer gemischten Deputation wird abgelehnt. Schluß 7 Uhr. Tokales. Achtung 3. Wahlkreis. Diejenigen Genonen, welche zur Verbreitung der Flugblätter Oberbürgermeister Belle: Die Angabe, es sei in Kura Ohne Debatte tritt die Versammlung dem Vorschlage bei. am Sonntag, den 11. noch keine Zusage gemacht haben, werden torien binnen mehr als Jahresfrist nur eine Sigung abgehalten Eine weitere Borlage des Magistrats betrifft die Gesucht, Morgens um 7 Uhr bei W. Gründel, Dresdenerstr. 116 worden, beruht nach meinen Erkundigungen auf einem Irrthum. richtung eines vierten städtischen Kranten fich einzufinden. Alle übrigen melden sich Sonntag früh dort, Ich kann aber überhaupt nicht absehen, weshalb die gemischte hauses. Deputation nicht nach den Formen und Regeln der Selbstver Der Magistrat ersucht die Versammlung, sich damit einver- wo sie von den Bezirksleitern bestellt worden sind. Die Vertrauenspersonen. N. B. Das Wahllokal für Stralau befindet sich im Restaurant Storchrest, Dorfstr. 16. waltung arbeiten sollte, wenn feine Bürgerdeputirte darin figen. standen zu erklären, Die gemischten Teputationen ohne Bürgerdeputirte arbeiten baß auf dem der hiesigen Stadtgemeinde gehörigen, zwischen Achtung, Stralau! Sonntag, den 11. Juni findet eine ebenso der Selbstverwaltung gemäß( Zustimmung; Ruf: Biel dem Spandauer Schifffahrts- Kanale und der Seestraße, gegen Agitationstour statt und werden die Genossen ersucht, sich recht beffer!), als die mit Bürgerdeputirten. Das ist also kein Grund, über der Tegeler Forst gelegenen Gelände ein viertes städtisches zahlreich daran zu betheiligen. Treffpunkt Restaurant Gursch, den Antrag Badet anzunehmen. Der Vorschlag des Herrn Badet, Krankenhaus errichtet werde, indem sie der Vorlegung des spe- Dorfstr. 5, früb 51% Uhr. die Zahl der Stadträthe und Stadtverordneten zu verringern, ist ziellen Bauprogrammes nebft Stizzen, sowie einer gleichzeitigen auch im Ausschuß und früher schon im Magistrat erwogen Mittheilung darüber entgegensieht, welche Beobachtungen auf der worden. Wir haben aber geglaubt, daß in dieser Deputation Baustelle hinsichtlich der Wirkungen des Schießens aus Ge gerne die Stadträthe und Stadtverordneten sigen würden, die schüßen auf dem Artillerie Schießplage zu Tegel gemacht Charlottenburg. Wir ersuchen nochmals ernstlich, bei der bisher den Krankenhaus Kuratorien angehörten; für diese worden sind. Tetzten und wichtigsten in dieser Wahlperiode am Sonntag den sind aber dann neun Bläge zu wenig. Aus diesem Bezüglich des letzteren Punktes glaubt der Magistrat, daß 11. Juni früh 6-7 Uhr stattfindenden Bertheilung von Fluge Grunde, nicht etwa aus Abneigung gegen Bürgerbeputirte ernste Störungen nicht zu befürchten sein werden, da der Plaz blättern sich reger als das letzte Mal zu betheiligen, und fich überhaupt habe ich und hat der Ausschuß geglaubt, dem Antrage vom Schießplate noch weiter abliegt, als die Frrenanstalt nicht durch nichtige persönliche Borthuerei Einzelner zurückorängen widersprechen zu müssen.( Beifall.) zu Dalldorf. Trotzdem sollen bei den im Juli und Of zu lassen. Der Sieg sowie der Verdienst für denselben gehört tober stattfindenden Schießübungen genaue Beobachtungen der Gesammtheit. Also alle Mann auf Dect! Treffpunkt Sonntag gemacht werden. Sollten die Befürchtungen irgendwie begründet morgens 6-7 Uhr bei Genosse Wernicke, Krummeftr. 19. erscheinen, so würde von dem gewählten Bauplas Abstand ge= nommen werden müssen. genommen. Der Antrag Badet wird abgelehnt, der Ausschußantrag an Die Auswahl der acht Stadtverordneten wird dem Vorstande überlassen. Ot Das Lokal- Wahlkomitee J. A.: G. Beyer, Wallstr. 48, Deputation Pantow: Treffpunkt Hermann Sonntag, Wollantstr. 115. Abmarsch früh 6 Uhr. Der Minister für Handel und Gewerbe batte im vergangenen Im übrigen wird in der Begründung der Vorlage ausgeführt, Jahre angeordnet, daß eine Kommission berufen werde, um die daß infolge des andauernd starten Wachsthums der Stadt bereits Die Parteigenossen und Genosinnen des Niederneuerdings eingeführten Rauch verbrennungs- Apparate bald nach der im Jahre 1890 erfolgten Eröffnung des dritten Barnimer Kreises werden ersucht, fich Sonntag zur Verbrei zu prüfen, namentlich dahin sich zu entscheiden, ob polizeiliche städtischen Krankenhauses am Urban das Bedürfniß für Be- tung eines Flugblattes in folgenden Lotalen recht zahlreich eine Verordnungen zur Verhütung des Rauches gewerblicher Anlagen schaffung weiterer Unterkunftsräume für förperlich Stranke zufinden: in größeren Städten erlassen werden können. Mit der Führung dringend hervorgetreten ist. Der Magistrat hat daher bereits im Friedrichsberg: Treffpunkt Oskar Schulze, Friedrich dieser Angelegenheit hatte der Mininer den Präsidenten des Zentral- Februar v. J. eine Kommission zur Ermittelung eines Grund- Carlstraße 34; Bernhard Lange, Wartenbergstr. 67; Abmarsch Berbandes der preußischen Dampfteffel Ueberwachungsvereine, stücks eingefeßt, welches zur Errichtung eines neuen Rranten früh 6 Uhr. Kommerzienrath Delbrick- Stettin, beauftragt und demselben an hauses passend wäre. Nach längerer Umschau ist von Weißensee: Treffpunkt Pfeifenmüller. Abmarsch früh das Kommission schließlich heim gegeben, auch das Reichsmarineamt und den Magistrat von der vorgeschlagene Grund: 6/2 Uhr. worden. Auch Don der Berlin zu ersuchen, sich durch einige Kommissare vertreten zu laffen. Stück empfohlen Auf ein bezügliches Ersuchen sind als Vertreter des Magistrats für die öffentliche Gesundheitspflege ist dieser Bauplay Stadt- Baurath Blankenstein, der Direktor der städtischen Wasser für geeignet erklärt und eine Subtommission mit dem Auftrage Reinickendorf: Treffpunkt Böttcher's Seeschlößchen, werke, Gill, und der städtische Ingenieur für Heiz- Anlagen, niedergesetzt worden, das Bauprogramm zu entwerfen. Auf Martstraße 1. Abmarsch 6 Uhr. Caspar, abgeordnet worden. Auf grund der Ermittelungen der grund des fertiggestellten allgemeinen Programms wird gegen Rummelsburg: Treffpunkt Borchmann, Berlinerftr. 83. aus der Mitte der Gesammtkommission niedergesetzten technischen wärtig vom Stadtbaurath Blankenstein das spezielle Bauprogramm Abmarsch früh 7 Uhr. Kommission"( in welche auch die Herren Gill und Gaspar ge- ausgearbeitet. Der ca. 27 Hektar große Bauplatz liegt in ge- Drautenburg. Genoffen, welche gewillt sind. wählt wurden) hat die Gesammtkommission beschlossen, sofort funder Luft und entspricht allen, auch den Verkehrsverhältnissen Sonntag, den 11. b. M. wieder an der Berbreitung eines Flugmit der Untersuchung der in Berlin in großer Zahl in Betrieb in günstigster Weise. Ueberdies bietet die Wahl dieses Bau blattes theilzunehmen, werden ersucht, zu dem hier früh 6 Uhr befindlichen Rauchverbrennungs- Apparate vorzugehen. Es handelt plages demnächst die Möglichkeit einer leichten Evacuirung des 20 Min. oder 6 Uhr 58 Min. eintreffenden Zuge sich einfinden sich nunmehr um die Aufbringung der hierdurch entstehenden Serankenhauses Moabit für den Fall einer größeren Epidemie. zu wollen. Da die Zahl der zielbewußten Genoffen hier sehr Rosten; mit Rücksicht darauf, daß die Stadt Berlin an der Lösung Bei der Anstalt foll, was nicht zu umgehen ist, eine besondere schwach ist, so ersuchen wir die Berliner Genossen, fich recht der Rauchverbrennungsfrage allerdings ein hervorragendes Interesse Station für Geschlechtstranke, welche nicht unter fittenpolizeilicher zahlreich zu betheiligen. Treffpunkt bei Mohaupt, Kanal hat, beantragt der Magistrat bei der Stadtverordneten- Ver- Kontrolle stehen, errichtet werden, ferner muß eine Entbindungsstraße 67. sammlung die Bewilligung eines Beitrage zur Decfung der Kosten anstalt im Zusammenhange mit der Haupt Anstalt, jedoch Friedrichshagen: Treffpunkt Restaurant Blanke früh errichtet werden. abgesondert davon Und für die ge- 7 Uhr. Etadtv. Esmann will 4000 m. bewilligen; Stadto. fammte Anstalt selbst stets die erforderliche Bahl gein Höhe von 2000 m. Das Wahl Romitee Parteigenoffen von Brih, welche am Wahltage freie Beit saben, werden ersucht, ihre Kraft in den Dienst der Partei zu stellen und fich beim Wahlkomitee zu melden. J. A. des Wahlfomitees: H. Gottwald, Bürgerstr. 6. Rigdorf. Den Genoffen von Rigdorf zur Kenntniß, daß heute Freitag Abends 71/2 Uhr die letzte Flugblattvertheilung stattfindet in folgenden Lokalen: Schumme, Hermannplay 4, Ostertag, Prinza Handjernstr. 34, Papte, Biethenstr. 71, Herr mann, Cigarrengeschäft, Richardsplay 10, Wirsing, Knesebeckstraße 76. Um recht zahlreiche Betheiligung an der Verbreitung ersucht Das Wahlkomitee. Der vierte Reichstags- Wahlkreis von Berlin ist schwer bedroht. Die vereinigten reichstreuen Parteien haben als alleinigen Kandidaten den Polizeifetretär Reb aufgestellt. Wie die 50 000 sozialdemokratischen Wähler des Wahlfreises vor dem Herrn Polizeisekretär ins Mauseloch kriechen freises vor dem Herrn Polizeisekretär ins Maufeloch friechen werden! Armes Rehlein, das giebt eine luftige Jagd am 15. Juni! " Mittels Nachschlüffel war gestern Abend ein junger Mensch in die dritte Etage im Haufe Alexandrinenstraße 65 ein gedrungen. Der Uebelthäter wurde jedoch von Nachbarn entdeckt und von diesen der Polizei übergeben. freundliche Preffe ihren Befern alles bieten.„ Wir Deutschen misfare Gaud zu verlesen, während der Staatsanwalt eine fürchten Gott, sonst nichts auf der Welt." Darum lassen sie fich Verlesung der inkriminirten Stellen aus dem Bericht für geauch mit dem Russen und dem Franzmann schrecken, wie man nügend erachtete. Gaud hat bei seiner eidlichen kommissarischen Kinder mit dem Mummelsack graulich macht. Bernehmung sich auf diesen seinen Bericht berufen und vers sichert, daß derselbe den Thatsachen entspreche. Der Gerichtshof befchließt nach mehr als einstündiger Berathung, den Antrag bes Bertheidigers auf Verlesung des gesammten Berichts abzulehnen, da dieser Bericht teine Urfunde ist. Der Gerichtshof beschloß aber ferner, die Sache zu vertagen, da er es für Ein eigenthümlicher Leichenfund ist gestern( Donnerstag) Gerichtsstelle zu vernehmen. Der Angeklagte erklärte, daß er die nothwendig hält, den Polizeikommissar Gauck persönlich hier an Morgens um 9 Uhr im Landwehrkanal am Gartenufer zu Ghar Absicht gehabt habe, auf weitere Beugenvernehmungen zu ver lottenburg gemacht worden. Dort wurde die Leiche eines fräftig gebauten Mannes angeschwemmt, an der die linte Hand und der sichten, daß er nun aber bei der gegenwärtigen Sachlage doch finte Fuß fehlten. Um die Strümpfe waren fungerechte Ver- beantragen müsse, amtliche Auskunft über folgende ihm gemeldete bände geschlungen. Bei dem Todten wnrden Papiere vorge Thatsachen einzuholen. Es werde ihm nämlich gemeldet, daß funden, die auf den Ziegeleibefizer Otte Trömel, am 22. April Polizeikommissar Gaud seit 14 Tagen wegen fälschlicher Unschul1859 zu Göhr 1859 zu Göhrig, Kreis Querfurth geboren, lauten, ferner ein bigung gegen verschiedene Effener Bürger, Trunksucht und Ausweis über den Aufenthalt in einem Berliner Krankenhause auch schon im vorigen Jahre in einer Raltwaffer- Heilanstalt beGeisteskrankheit vom Amte suspendirt sei. Derselbe soll sich vom 5. April bis 7. Juni d. J. Daher ist nicht ausgefchloffen, funden haben. Der Gerichtshof beschloß, auch diesem Antrage zu daß Hand und Fuß durch eine ärztliche Operation abgenommen Einen wie geringen Erfolg die Ordnungspartei" im wurden, und daß der Verstümmelte in den Tod gegangen ist, entsprechen und die amtliche Auskunft einzuholen. Kreise Niederbarnim fich für ihre Partei verspricht, ergiebt um nicht als Krüppel durch das Leben gehen zu müssen. Ferner an Herrn Bilz zu Pankow gerichtetes Schreiben des wurde der Abschnitt einer Poftanweisung aufgefunden, aus- fammer des Landgerichts Elberfeld den Redakteur der Kölnischen Elberfeld, 7. Juni. In heutiger Situng hat die StrafOrdnungskandidaten Professor Dr. Ir mer. Bilz hatte Herrn weislich dessen der Gutsbesitzer Theodor Trömel zu Göhriz Geld Beitung", van Look, welcher von dem Landgericht Köln wegen Irmer gebeten, neben Stadthagen in Pantom zu referiren. abgeschickt hatte. Ueber die näheren Umstände hat sich noch Abdruckes des Protokolles über die Wemdinger Teufelsaustreibung Darauf erfolgte eine höflich ablehnende Antwort, der wir nichts ermitteln lassen; doch dürften die behördlich eingeleiteten zu 50 M. Geldarafe verurtheilt worden war, von Strafe und Folgendes entnehmen: Für die freundliche Einladung sage ich Nachforschungen demnächst volle Klarheit schaffen. Ihnen meinen verbindlichsten Dank. Ich bin aber bereits ander Kosten freigesprochen. Das Reichsgericht hatte das Urtheil des meitig belegt. Selbst wenn das nicht der Fall wäre, würde Mord und Selbstmord. Am Mittwoch Nachmittag wurde Kölner Landgerichts auf die vom Angeklagten eingelegte Revision ich doch nicht erscheinen, nicht weil ich mich fürchte denn ich am Rottbufer Ufer bie Beiche einer etwa zwanzigjährigen Frauens aufgehoben und die Sache zur nochmaligen Entscheidung nach habe seiner Zeit auch in sozialdemokratischen Versammlungen person aus dem Landwehrkanal gezogen. Elberfeld verwiesen. Etwa eine Stunde gesprochen fondern, weil ich mir feinen Erfolg verspäter fand der Schiffer Karl Zeit in demselben Wasserlauf nahe spreche". Auch Dr. Bachler, der reine" Antisemit, ver dem Görlitzer Ufer die Leiche eines etwa drei Jahre alten Kindes. Hochverrathsprozeß gegen die 7 bereits in dem Bericht Reichsgerichts- Entscheidung. Leipzig, 7. Juni. Der spricht fich feinen Erfolg, deshalb bringt die Staatsbürger Nach Verlauf von einigen Stunden wurden in der Todten die in der vorigen Nummer namhaft gemachten Anarchisten begann Beitung" ftatt wahrheitsgetreuer Versammlungsberichte lediglich unverebelichte Tabatsarbeiterin Helene Fuchs, am 1. Februar heute früh 9 Uhr vor dem vereinigten 2. und 3. Straffenat des eine Kette armdicker Lügen. Aus gleichem Grunde laffen die 1873 geboren, die Reichenbergerstr. 72 bei den Eltern wohnte, Reichsgerichts unter dem Vorsitze des Senatspräsidenten v. Wolff. Antisemiten im Kreise Diskussion uns gegenüber nicht mehr zu. und das am 28. August 1890 geborene Mädchen Frida Fuchs, Gleich nach dem Aufrufe der Angeklagten und Zeugen resp. Troy alledem und trotz der hinsichtlich im Kreise Niederbarnim eine Tochter der ersteren, feitgestellt. Helene Fuchs, welche in Sachverständigen beschloß der Gerichtshof infolge des Antrages wachsenden Aufklärung ist noch tüchtige Arbeit erforderlich, um einer Zigarrenfabrit in der Gegend des Kreuzberges beschäftigt des Ober- Reichsanwalts Teffendorf wegen zu befürchtender Geben Kreis zu erhalten, da infolge der Sommerzeit etwa 1500 mar, hatte vor acht Tagen die Arbeit niedergelegt, befand sich fährdung der öffentlichen Ordnung die Deffentlichkeit während Stimmen fehlen, deren Inhaber sich außerhalb des Kreises be aber feineswegs in Notb, da sie im Elternhause ihren Unterhalt der ganzen Dauer des Prozesses( etwa 3-4 Tage) auszuschließen. finden. fand. Wie sich herausgestellt hat, fuchte sie bei ihren Ausgängen Wie wir erfahren, handelt es sich ebenso, wie in dem letzten Ein anonymes Schreiben, das wir in anbetracht der einen jungen Mann auf, der ihr Herz und Hand angeboten hatte. Hochverrathsprozeß gegen Höfer, Camin u. Gen.( Juli 1892) um Wichtigkeit des Wahlrechts glauben nicht unbeachtet lassen zu Braut feinen makellosen Lebenswandel geführt habe sie war Autonomie". Geladen find 17 Beugen, sowie ein SchriftenAm leyten Sonnabend nun muß er erfahren haben, daß seine Berbreitung anarchistischer Druckschriften, insbesondere der follen, geht uns von angeblichen Angehörigen der schon zweimal Mutter und es scheint eine Lösung des Ver vergleicher und ein Uebersetzer als Sachverständige. In der Reichsdruckerei" zu. Es lautet: Sehr befremden muß, daß von der Direktion der hältnisses bevorgestanden zu haben. Dieser Umstand hat den heutigen Sigung wurden die Angeklagten, sowie 6 Zeugen verReichsdruckerei angeordnet ist, am Wahltag, Donners traurigen Entschluß in ihr reif werden lassen. Sonnabend Abend Wo ist Frida?" tag, den 15. Juni, erst um 4 Uhr zu schließen. Eine nicht um neun Uhr betrat fie mit den Worten: unbedeutende Anzahl Angehöriger, welche erst die Eisen: das Elternhaus; in diesem Augenblick fam ihr das Kind entbahn benutzen müssen, um ihren Wohnort zu erreichen, gegengesprungen; sie nahm es auf den Arm und verschwand. Ghe dürften wohl kaum ihre Stimmen noch abgeben tönnen Sie das schauervolle Werk vollführte, besuchte sie eine bekannte Es würde jedem angenehm sein, wenn Sie die Direktion Familie R. in der Nachbarschaft. Kurz vor zehn Uhr machte sie veranlassen fönnten, an dem betreffenden Zage um sich auf den Weg nach der Kottbuser Brücke. 3 Uhr zu schließen, ohne dabei die üblichen Pausen zu Achtung, Schneider und Schneiderinnen! Polizeibericht. Am 7. d. M. Vormittags versuchte ein verkürzen." Die nächste öffentliche Versammlung findet, um alle Maurer auf dem Grundstück Sebastianstr. 42 einen etwa Kräfte für die Wahl freizuhalten, erst am Montag, den 26. Juni, Dem Wunsche sei hiermit, soviel an uns liegt, nachgekommen. 750 Kilogramm schweren eisernen Träger vom Wagen zu in den Arminhallen statt. Die Tagesordnung ist so reichhaltig Im übrigen ist uns die Safenfüßigkeit der Verfasser des ziehen. Der Träger glitt dabei ab und fiel ihm auf das Bein, und wichtig, daß wir allseitiges Erscheinen erwarten. Einen anonymen Briefes ebenso befremdlich wie die von ihnen beso daß er einen Bruch des Schienbeines erlitt. hauptete Maßnahme der Direktion der Reichsdruckerei es wäre, nach dem Krankenhause am Urban gebracht werden. Er mußte dringenden Appell richten wir noch an die Kollegen und wenn das Schreiben die Wahrheit sagt. Es ist doch der Gipfel Landwehr- Kanal wurde Nachmittags in der Nähe der Wiener zum Streit. Um eine schnelle Abrechnung zu ermöglichen, Im Kolleginnen bezüglich der noch ausstehenden Sammellisten der Angstmeierei, den Beistand der Redaktion einer Zeitung an- ftraße die Leiche eines vierjährigen Mädchens und Abends gegen erfuchen wir, die Listen umgehend beim Kassirer W. Schulze, zurufen und ihr dabei zu verschweigen, mit wem sie es zu über der Forsterstraße die Leiche einer etwa 30 Jahre alten Bimmerftr. 86, 2. H. 11, oder Schüßenstraße 18/19 im Bureau thun hat. Frauensperson angeschwemmt. Auf dem Schloßplate, bei der abzuliefern. Das Ergebnis der bekannten, von uns fürzlich Schloßfreiheit, fiel Abends ein etwa 60jähriger Mann von einem Die Agitationstommiffion besprochenen Enquete des Ministers für Handel Omnibus und erlitt eine so schwere Verlegung am Hinterkopfe, der Schneider und Schneiderinnen Berlins. und Gewerbe, betreffend die Zulässigkeit der Ausnahmen, daß er bewußtlos liegen blieb. Er wurde nach der Charitee J. A.: Emil Rogge. welche von dem im§ 105 b Absay 1 der Gewerbe: gebracht. In der Nacht zum 8. d. M. wurde ein Arbeiter beim Ordnung festgelegten Verbot der Sonntagsarbeit zulässig sein vier Hunden angefallen und durch Bisse am Arm und Bein so unbefugten Betreten des Grundstücks Brombergerstr. 8-12 von sollen, ist vom hiesigen Polizeipräsidenten dem Gewerbegericht bedeutend verlegt, daß seine Ueberführung nach dem Krankenübermittelt worden, damit es ein bezügliches Gutachten einhole. Es entspricht dieses dem Erlaß des Handelsministers vom Hause am Friedrichshain erforderlich wurde. In der Marien19. Mai an die Regierungspräsidenten, in welchem diese auf burgerstr. 8/4 fand ein kleiner Brand statt. gefordert werden, besonders die betheiligten Kreise, insbesondere die Arbeitgeber und Arbeiter derjenigen Gewerbe in ausgiebiger Weise zu hören, für weld, e die Zulassung von Ausnahmen in Frage kommt. Vom Assessor Dr. Freund ist bereits zum nächsten Freitag eine Sigung des Ausschusses der GewerbegerichtsBeisitzer einberufen worden, in welcher der Ausschuß gehört werden soll. Gerichts- Beifung. nommen. Soziale teberlicht. M berger, Barnimstraße, Goldmann, Landsbergerstraße, und Flegel, Achtung, Filzschuh- Arbeiter! Die Fabriken von Lands Stralsunderstraße, find nach wie vor gesperrt. Der Zuzug ist streng fernzuhalten. Der Filzschuh Fabrikant Knopf, Lichtenbergerstr. 5, hat uns mitgetheilt, daß er den geforderten Lohn schon vordem bezahlte und aus diesem Grunde teine Neuforderung bewilligt habe. Die Lohn- Kommission der Filzschuh- Arbeiter Berlins und Umgegend. be " Vermischtes. Achtung! Bauarbeiter! Am 15. Juni, als am Tage der Rektor Ahlwardt stand heute vor der II. Etraftammer Reichstagswahlen, ist es Pflicht der Kollegen, ihre Kraft für die hiesigen Landgerichts I( Borsigender Landgerichtsrath v. Kirch Wahlagitation zur Verfügung zu stellen. Ich ersuche die Kollegen Betreffe der Choleragefahr begrüßt die„ Norddeutsche bach), um sich wegen Beleidigung der Gesammtheit der preußi- daher, soweit es ihnen möglich, die Arbeit ruhen zu lassen und Algem. 3tg." es als Fortschritt, daß die verkehrserschwerenden schen Beamten, insbesondere der Beamten und Behörden der mit vollem Eifer am Plaz zu sein. Mit kollegialem Gruß Carl Maßregeln fortfallen, und empfiehlt das System der Vertuschung, Justizverwaltung zu verantworten. Die Staatsanwaltschaft ver- Deredder. denn darauf läuft die Warnung an die Presse hinaus, mit Rüd- anwalt Dr. Hertwig. In der Sache haben bereits mehrere trat Staatsanwalt Riegel, die Vertheidigung führte Rechtsficht auf das Ausland und die schweren Verluste des NationalDer Ausstand der Berglente in Fünffirchen hat sich vermögens" fich in ihren Mittheilungen zu beschränken. Wenn Termine stattgefunden und es war nach verfchiedenen Rich auf fämmtliche Kohlenbergwerte der DonaudampfschifffahrtDie Norddeutiche" so ungeheure Rücksicht auf das Ausland und tungen hin Beweiserbebung beschlossen worden. Die Beleidigungen Gesellschaft ausgedehnt. Die Zahl der Streifenden beträgt mehr die Schädigung des Nationalvermögens nehmen will, so sollte sie sollen in einer antisemitischen Rede gefallen fein, welche Ahiwardt als 2200. Die Ordnung ist in feiner Weise gestört worden. In in erster Reihe thre Hehartikel zu gunsten der Militärvorlage am 29. Oftober 1891 in Effen gehalten hat. Gr foll babei u. a. einer Bekanntmachung wird allen denen, die bis Donnerstag die einstellen. Die Cholera in ein wirklicher Feind, der nur bekämpit folgendes gesagt haben: Der Beamtenstand sei durch die Juden Arbeit nicht aufnehmen, die Abschiebung" angedroht. Wenn werden fann, wenn mit dem System der Bertufchung gebrochen forrumpirt, viele höchste Staatsbeamte feien verschuldet und durch die Bergleute fest zu einander stehen, wird man die Abschieberei wird; die Russen und die Franzosen find aber Feinde, welche die Juden torrumpirt. Das Judenthum überwuchere immer mehr, schon bleiben lassen. je höher der Beamte stehe, defto unwürdiger sei er oft feiner durch unfere Ofiziösen erst herausbeschworen werden. Stellung. Die Beamten seien zu 60 pSt. verschuldet, die Offiziere Der stud. med. Schröder, der infolge eines bei einer zu 70-80 pet. Speziell vor Gericht gelte der Germane als Pauterei erhaltenen Schmisses auf der rechten Wange an Luft, er müsse sich, wolle er sein Recht suchen, einen Sache Blutvergiftung erkrankt ist, befindet sich gegenwärtig in der fgl. verständigen nehmen, das große germanische Volt sei vor Gericht Klinit in der Ziegelstraße in so fchwertrantem Zustande, daß vollständig entmündigt, das babe sich der Jude zu Nuge gemacht Wieder ein Pfaff, der selber den schönen Lehren nicht wenig Hoffnung auf Erhaltung des Lebens vorhanden ist.- und Deshalb trete das Judenthum in der Justiz be folgte, die er seiner Gemeinde gab! Aus Dahlen i. S. beDas Baufunwesen an der Universität nimmt immer mehr über- sonders start hervor. Wer nicht den Sack voll Geld richtet das perold'sche Telegraphenbureau: In dem Nachbarhand. Die Polizei ist nicht im stande, die Quelle zu verhindern habe, fei rechtlos. Es sei vielfach an dem, daß orte Bucha ist der Pfarrer Meißner verschwunden, nachdem ihm und die Verbindungen und Korps, welche in ihren Statuten ganz diejenigen, die weit nach oben ständen, die ver feine Abſegung wegen ausschweifenden Lebenswandels angekündigt offen den Duellzwang verordnen, zur gefeßlichen Strafe zu ziehen. tommenſten Lumpen seien. Für den Juden gebe es keine war. Bei der Revision der Kirchentasse wurde ein beträchtliches Gerechtigkeit mehr, der reiche Jude könne manches Verbrechen Manto entdeckt. ,, Alte Prophezeiungen eines großen europäischen begeben, die Justiz finde ihn nicht. Bei dem armen Jungen, der Krieges" bringen die„ Psychischen Studien", eine Monatsschrift im Bäckerladen vielleicht aus Noth für 10 Pfg. Brot steble, da aus parallel laufenden Straßen gegen 90 Gebäude nieder, Ju Haffelfelde am Harz brannten in drei vom Markte für Spiritismus, Gespensterfeherei und verwandten Humbug. treffe das römische Recht absolut sicher. An vielen Beispielen darunter das Postamt. Menschenleben sind nicht verloren ge Wir erinnern uns," heißt es da, einer uralten schlesischen tönne er zeigen, wie weit die Korruption in der Justiz vor gangen; dagegen ist viel Vieh umgekommen. Unter den eheProphezeiung, die dem Gefretär der Redaktion von seiner feligen geschritten sei. In der That herrschen in der Justiz Zustände, die maligen Bewohnern der zerstörten Häuser herrscht große Noth. Mutter als schon von ihren Großeltern überliefert mitgetheilt man sich nicht länger gefallen lassen dürfe. Trete ein Mann worden ist, daß im letzten Jahrzehnt des 19. Jahrhunderts eine dagegen auf und mache er sich unbequem, so sperre man ihn ins wina, Ost- und Westgalizien lauten fortgesetzt sehr troftlos. Die Ueberschwemmungsnachrichten aus der Wukoso große Völkerschlacht stattfinden würde, daß sich nach ihr immer Irrenhaus. Ihn werde man nicht wehrlos machen, bis jezt An vielen Orten find ganze Häufergruppen weggeschwemmt oder nur je zwei Menschen über je hundert Feldraine hinweg noch habe er erst mit Flinten geschossen, er habe aber noch geladene von Wasser umgeben. Mehrere Brücken stürzten ein. Außerdem begrüßen oder begegnen fönnten. Die von allen Seiten heran- Kanonen zur Verfügung. Strafanträge wegen des Inhalts wüthen noch Hagelstürme. Der Landesausschuß votirte Unterziehenden Heere aus Rußland und Polen würden in Schlesien diefer Rede sind vom Königl. Staatsministerium und vom nühungen für die Nothleidenden. bei Liegnitz am Roischwißer See sich versammeln, und deren Rosse Justizminister Dr. v. Schelling gestellt worden. Bei der würden so zahlreich sein, daß derselbe bis auf den Grund aus vorigen Verhandlung der Sache war vom Staatsanwalt eine getreten. Die Pocken sind in Gothenburg( Schweden) heftig aufgetrunken würde" u. f. w. u. f. w. In demselben Artikel wärmen Strafe von sechs Monaten Gefängniß in Antrag gebracht worden, Sie Psychischen Studien" eine andere, angeblich bereis aus dem der Gerichtshof gab aber damals den Anträgen der Vertheidigung Institut der Lockspitel zu laboriren. Aus New- York wird geDie Chinesen in Amerika scheinen auch schon an dem vorigen Jahrhundert stammende Prophezeiung auf, wonach gegen auf Ergänzung der Beweisaufnahme nach. Der Angeklagte meldet: Ende des 19. Jahrhunderts, in dem Jahre, in welchem in Brüssel behauptet heute wie damals, daß der der Anklage zu wurde beschlossen, das Lokal einer anderen Gesellschaft in die In einer geheimen Gesellschaft von Chinesen ein Kongreß abgehalten und viel über den Frieden geredet Grunde liegende Bericht nicht zutreffe; der Polizeikommissar Luft zu sprengen. Die rechtzeitig benachrichtigte" Polizei fand werden würde, ein großer europäischer Krieg ausbrechen Gauck habe einzelne Stellen aus dem Zusammenhange bei einer Haussuchung eine Menge Sprengstoff und einen unterwürde. Die genannte Beitschrift erinnert daran, daß diefe herausgeriffen, zum Theil unrichtig wiedergegeben, zum irdischen Gang vor, welcher bis zu dein bedrohten Lokale reichte. Prophezeiung bereits im Jahre 1890 von der Kreuz- Zeitung" Theil auch seine, des Angeflagten, Schriften zur Herstellung Bahlreiche Verhaftungen wurden vorgenommen. Es ist nicht veröffentlicht worden sei, läßt sich jedoch mit feiner Silbe dar feines Berichtes benutzt. Es habe ihm absolut fern gelegen, dem anzunehmen, daß die Chinesen nach Amerika herüberkommen, um über aus, daß im Jahre 1890 der versprochene Weltkrieg aus Beamtenthum in feiner Gesammtheit irgend einen Matel an dort durch Attentate Kopf und Kragen zu ristiren. geblieben ist, obwohl damals thatsächlich in Brüssel ein Rongreß hängen zu wollen, er habe es nur als seine Aufgabe betrachtet, abgehalten wurde, auf welchem bas internationale Proletariat zu zeigen, in wie korrumpirender Weise sich der überwuchernde Fargo( Norddakota, Bereinigte Staaten) ist durch Feuer zerDer größte Theil der Geschäftsgegend in der Stadt sich gegen den friegswüthigen Militarismus ertlärte. Bielleicht Einfluß des Judenthums in unserem gesammten Staatsleben nört worden. Die Brücke der Great Northern- Eisenbahn ist so werden wir trotz dieses fleinen Mißgeschickes der Nichterfüllung geltend mache. Was er von den Beamten gesagt habe, habe sich beschädigt, daß sie nicht befahren werden kann. jener Prophezeiung das Bergnügen haben, auch dieser neuen nur auf einzelne bestimmte Beispiele zugefpigt und die in diesen find obdachlos. Der Schaden wird auf zwei Millionen Dollars Tausende Prophezeiung in der eblen Kreuz- Beitung" und ähnlichen Beispielen aufgeführten Thatsachen müsse er aufrecht erhalten. geschäßt. Blättern begegnen. 63 wäre das noch nicht die ärgfte Sein Gedankengang und seine Worte seien aber vielfach von dem Spekulation auf die kindische Furcht gewiffer Kreise des Boltes. überwachenden Polizeibeamten mißverstanden worden. Der Wenn die Wahlen vor der Thür stehen, darf die regierungs- Bertheidiger beantragt, den gesammten Bericht des Polizeikom43. Straße 6 Einwohner, die im oberen Stockwerte gewohnt In New- York verbrannten bei einem Schadenfeuer in der hatten und sich nicht mehr hatten retten tönnen. 5 worden. Depelchen: ( Wolff's Telegraphen- Bureau.) Fünffirchen, 8. Juni. Der Ausstand auf den Kohlenbergwerken der Donau- Dampfschifffahrt- Gesellschaft ist heute ein allgemeiner. Die Direktion verweigert die Zahlung eines firen Lohnes, würde aber die sonstigen Forderungen bewilligen, was die Streifenden ablehnen. Die Ruhe ist bisher nicht gestört Paris, 8. Juni. Der Rasfationshof hat heute die Ver: handlungen über die von den Leitern der Panama- Gesellschaft und dem Ingenieur Eiffel gegen das Urtheil des Appellhofes eingelegte Berufung begonnen. Fontane und Eiffel hatten sich heute Bormittag dem Gerichte gestellt, während Cottu nicht erschienen war. Der Gerichtshof verkündete, daß die Berufung Gottu's hierdurch die Rechtsfraft verloren habe. Die Verhandlungen werden 3 Tage dauern. Paris, 8. Juni. Nach hier vorliegenden Meldungen aus Buenos- Ayres hat sich das neue Kabinet bereits konstituirt. Als Minister werden genannt Venceslav Escalante für Inneres, Cane für Auswärtiges, Avellaneda für Finanzen, General Viebueno für Krieg und Amancio Alcorta für Justiz. Scheine. ( Deveschen des Bureau Herold.) Mannheim, 8. Juni. Der Bundesrath hat das Noten privileg der Badischen Bank auf 25 Jahre unter der Bedingung verlängert, daß die Konzession im Jahre 1900 erlöschen würde, falls dann eine Aufhebung aller Notenbanken nothwendig erKopenhagen, 8. Juni. Follethings- Abgeordneter Lauridsen äußerte in einer Wählerversammlung in Jydstrup auf Seeland bezüglich des Militarismus, daß, wenn Dänemart nicht auf die allgemeine Dienstpflicht verzichte, so habe es nur zwei Wege offen, entweder die Vereinigung mit Deutschland, von dem Danemari ökonomisch abhängig sei, oder die Verminderung des Heeres auf 8-10 000 Mann. Paris, 8. Juni. Im Elysee hält man die Unterhandlung mit der belgischen Regierung betreffs der Reise des Präsidenten Carnot nach Brüssel sehr geheim. Die Freunde Carnots sind der Meinung, daß die Reise unterbleiben werde. Triest, 8. Juni. Infolge des falschen Gerüchtes, daß Matrosen von zwei griechischen Kriegsschiffen ein Mädchen geraubt, entstand, wie" Piccolo" meldet, in Taranto ein Afstand. Wüthende Pöbelhaufen durchzogen die Straßen und insultirten thätlich mehrere griechische Difiziere und Matrosen, sowie dort lebende Griechen. Erst spät in der Nacht gelang es, nachdem dreißig Verhaftungen vorgenommen, die Ruhe wieder herzu Washington, 8. Juni. Siam, welches bisher hier nicht vertreten war, hat eine Gesandtschaft bei der Union errichtet. ftellen. Briefkaffen der Redaktion. Magdeburg, Leipzig, Greiz, Augsburg, Kaffel, Bremen. Einverstanden. A. Schneider, Oppelnerstraße. Schreiben Sie an das Breslauer Wahlfomitee( Adresse: Emil May, Breslau,„ Drei Tauben", Neumarkt 8). B. R., Schwerin O. W. Wir haben Ihren Brief dem hiesigen polnischen Komitee zur Erledigung übergeben. Loewe u. A. Wir werden hoffentlich sehr bald berichten fönnen, daß auch in den noch fehlenden Wahlkreisen Schlesiens und Westfalens Kandidaten offiziell aufgestellt sind. Laske. Dem Beuthener Antisemiten würde ja eine ganz unverdiente Ehre erwiesen, wenn der Vorwärts" sein albernes Schreiben veröffentlichte. K., Lejeberg. Das gewünschte Material erhalten Sie beim Tischlermeister A. Raufendorf- Guben. halber Amerika besuchen. 8. Das Ausscheiden aus dem deutschent Unterthanenverbande" hat im allgemeinen weder Vortheil noch Nachtheil. N. 33. Die Kündigung Ihrerseits erfolgte rechtzeitig, wenn Sie den Inhalt des Vertrages richtig mitgetheilt haben. F. Schultz, Urbanstraße. Die Einsendung fann nicht auf- N. B. 1. Den Verkauf von Bier in Flaschen über die genommen werden, da feine Zeugen angegeben sind. Straße an Sonntagen zwischen 10 und 12 und nach 2 Uhr halten H. J. Zu derartigen Sammlungen sucht man polizeiliche wir für unzulässig; eine dahin gehende Entscheidung hat in Erlaubniß nicht nach, weil dieselbe doch nicht ertheilt wird; solche einem Falle auch das Kammergericht getroffen. Indessen ist die Sammlungen fönnen allerdings als Rolletten, die polizeilicher Frage deshalb sehr zweifelhaft, weil die Grenze zwischen GeErlaubniß bedürfen, erachtet werden. Die Erhebung eines Ein- werbebetrieb und Handelsgeschäft sehr flüssig ist. Soweit der trittsgeldes( Tellerfammlungen) für Versammlungen ist in Preußen Flaschenbier- Verfaus zum Handelsbetrieb gehörig, ist er verboten. bedenkenfrei. 2. Wenden Sie sich nochmals an den Stadtausschuß oder fragen Neukirch. Wir haben Ihr Schreiben an die Stettiner Ge- Sie vielleicht auf dem Bureau an. noffen gesandt.( Adresse: Friz Herbert, Redaktion des„ Voltsboten"). L., Friedrichshagen. Nicht druckreif. Gruß! D. W., Wittstock. Wird besorgt. Lemke. Ihre Mittheilung ist mit Vergnügen zur Kenntniß genommen worden. Verwenden läßt Sie sich jedoch aus naheliegenden Gründen nicht. K., Gießen. Ein Bericht war schon von anderer Seite ein gegangen( fiehe gestrige Nummer). J. K. 38. Sie müssen zahlen, können dann Regreß gegen den Miterben nehmen, diesen verklagen 2c. W. J., Fürstenbergerstr. Ja. 2 Angler. Ja, der Gendarm ist berechtigt. Die zweite Frage wird von anderer Seite beantwortet werden. Schwan Wien. 1. Erst nach dem Tode Ihrer Mutter haben Sie Anspruch auf Zahlung aus dem Testament. 2. Wegen der Unterstüßung können Sie sich an den Konsul oder die Ge meinde wenden; ein Recht auf Unterstützung steht Ihnen nicht zu. zuschieben. Karl B. 1. Für den Inhalt der Inferate kann die Redat tion selbstverständlich nicht einstehen. 2. Wegen der Ansprüche G. V. 1000. 1. Die Klage ist beim Gewerbegericht, aus außerebelicher Schwängerung findet eine Lohnbeschlag Stralauerstr. 3, 8-9 Uhr Morgens, anzubringen. 2. Ihr Erfolg nahme nicht statt. vor anderen, insbesondere nicht das Vorrecht der Ansprüche wieviel eventuell angewachsen ist. Zum Beweise der Verein. aus ehelicher Schwängerung. Wegen jeder Forderung, alfo barung können Sie Zeugen angeben, auch den Chefs den Eid auch wegen einer Forderung aus außerehelichem Beischlaf, ist der E. 2. Das ist kein Grund zum Bruch des Vertrages. Gehalt und die Dienstbezüge der im Privatdienst dauernd anBr. Das Wuchergesetz ist noch nicht publizirt. gestellten Personen soweit der Pfändung unterworfen, als der Gesammtbetrag die Summe von 1500 M. für das Jahr übersteigt. Als dauernd in diesem Sinne gilt das Dienstverhältniß, wenn dasselbe gesetzlich, vertrags- oder gewohnheitsmäßig mindestens auf ein Jahr bestimmt oder bei unbestimmter Dauer für die Auflösung eine Kündigungsfrist von mindestens drei Monaten einzuhalten ist. 3. Ob die Eltern hierzu verpflichtet, ist sehr zweifelhaft. N. B. Nach§ 16 Nr. 2 des Regulative für Berlin sind die Hunde tauber blinder Personen steuerfrei, welche nach dem Ermessen der Steuerbehörde denselben zu ihrer Diese Hunde müssen auf der Unterstügung unentbehrlich sind. Straße stets an der Leine geführt werden. Nochmals Hundesteuer. Die Hundesteuer ist in Berlin für jeden Hund, der in Berlin gehalten wird und drei Monate alt geworden ist, zu entrichten; durchreisende" Hunde sind steuerpflichtig, wenn sie länger als vier Wochen Berliner Luft athmen. O. W. 50. 1. Er soll unter Ueberreichung einer Bescheinigung darüber, daß er vom 1. Januar 1888 bis 1. Januar 1891 in dem Arbeitsverhältniß gestanden hat, sich wiederholt mit dem Antrag auf Beschleunigung an die Behörde wenden, event. Beschwerde führen. Nicht Invalidenrente, sondern Altersrente steht ihm zu. 2. Es kann weder dazu noch davon abgerathen werden. Die verschiedenen Bedingungen erhalten Sie am besten von den betreffenden Gesellschaften selbst. Franz, Hildesheim. Die zuerst getroffenen Vereinbarungen sind, wiewohl nur mündlich getroffen, giltig. R. K. Ihre Anfragen sind ohne Kenntniß der Statuten nicht zu beantworten. A. K., 100. Na so ein neugieriger Spizbube! Unbefugter Eröffnung eines Briefes hat er sich schuldig gemacht und kann deshalb mit Gefängnißstrafe belegt werden, wenn seine Bestrafung beantragt wird. Aber sollen denn die süßesten Herzensergüsse vor Gericht ausgebreitet werden? Strafen Sie den Neugierigen mit dem Gegentheil Jbrer Achtung und lassen sie ihn laufen! Vielleicht hat die Liebe zu ihn zu der Indiskretion veranlaßt. B. N. Der Sinn der Abkürzungen auf dem Loosungsschein ist uns unbekannt. B. 5. 1. Ja. 2. Nein. 3. Nein; ein Mädchen, das schon einmal außerehelich geboren hat, hat keinen Anspruch aus einer zweiten außerehelichen Geburt, deren Urheber ein anderer als der erste Schwängerer ist. N. 2. 24. Vierzehntägige Kündigung steht Ihnen zu. Briefkaffen der Expedition. In unserer Expedition gingen zum Wahlfonds ferner folgende Beträge ein: Nr. 4. Drei solche und so heißt er 2,90. Amerikanische Auktion eines frähenden Staars, August, das ist ja eine Krähe 2,50. 3 Herren aus der Oberwallstraße 3,-. Es werde Licht, J. B. N. 6. Leider hat Ihr Vater troh des schweren Un- 4. t. 8,50. Kraftturnverein Hoffnung 5,-. Beim gemüthlichen glücks teinen Anspruch auf Invalidenrente, da das Unglück ihn Abend 4. Juni gesammelt im Eichenen Stab 2,35. Vom Arb.vor 20 Jahren traf und er im Sinne des Gesezes noch Gesangv. Vorwärts I SO. 10,-. Tischlerei von Bad 2,-. nicht invalide ist. 6 grüne Jungens aus der Tegelerstraße 3,-. Emil Stulz, Louise 22. Ein Dienstmädchen ist ebenso wie jeder Staats- Kansas 50,- Abonnent Karlstad, Schweden 2,65. Von einigen bürger ohne Unterschied des Alters von dem Augenblick an dem Packetfahrt- Briefträgern, welche weder Gratifikation noch 181/2 pot. Staat und der Gemeinde steuerpflichtig, wo sie ein steuerpflichtiges Dividende geschluckt haben 2,50. A. E. S. 4,-. Loeste 2,-. Einkommen hat. Aber Ihr Einkommen ist ein derartiges nicht: Von einem Landwehrtopf 3. Wahlkreis durch Grabowsti 1,50. reklamiren Sie. Einem Dienstmädchen mit 90 M. Jahreslohn Amerikanische Liederbuch- Auktion im Maschinenmeister Verein 8,80 M. Gemeindeſteuern abknöpfen, geht über die gesetzliche Steuerschraube hinaus. Paul O. Wenden Sie sich wegen der Adresse Gießmanns an Emil May, Breslau, Drei Tauben", Neumarkt 8. Wandrer. 1. Bestimmte Zeugnisse sind nicht vorgeschrieben, es ist rathsam, den Geburtsschein mitzubringen. 2. Ein Defter: reicher erlangt die Majorennität nach österreichischem, M. A., Buchholzerstraße. Reineswegs braucht sich eine nicht nach preußischem oder deutschem Geseh, auch wenn der Defter früher einmal unter Suttenkontrolle gestandene ehrbare Frau der reicher in Preußen lebt, also mit 24, nicht mit 21 Jahren, gleichen fnotige Beleidigungen gefallen lassen. Stellt der saubere jedoch trifft auf die von ihnen im Gebiete des preußischen All Schwager seine rohen Schimpfereien nicht ein, fönnen Sie ihn gemeinen Landrechts geschlossenen Verträge die Regel des§ 35 verklagen. Wahrscheinlich würde Gefängnißstrafe ihn dann Einleitung zu, wonach Fremde, die im Inlande Verträge treffen. schließen, in betreff ihrer Handlungsfähigkeit nach demjenigen J. F. 1. Buchhandel und Buchdruck stehen unseres Wissens Gesetz beurtheilt werden sollen, nach welchem die Handlung am in allen größeren Städten der Vereinigten Staaten in hoher besten bestehen kann. 3. Wenden Sie sich vielleicht an Former Blüthe. Hauptort beider Gewerbe wird New- York sein. 2. Gtiva Alwin Körsten, per Adresse Verlag des Vorwärts", Beuth- 100 Dollar müssen Sie aufweisen können und nicht angeben, straße 2. Gutenberg durch P.S. 6,25. Anton2,-. Gesangv. Unverdroffen 6,-. Gesangverein Maiglöckchen vom Frühkonzert bei Waßmann 50,-. Bigarrenjabrit Rich. Schulze und Arbeiter, Friedrichsfelderstr. 21, durch Preuß 2. Rate 5.- Freie Vereinigung der chirurgischen Branche 25,-. Vom Ref. H., Versammlung des Fachvereins der Uhrmacher vom 3. Juni 4. von Frege'schen grünen Jungens durch A. Schiefel 3,85. Bei einer Geburtstagsfeier in Moabit durch A. Schiefel 2,-. Gesammelt bei Armann, Rostockerstr. 85, Kowalsti 5,-. Summa 246, M. Bereits quittirt 7016,05 M.; in Summa 7262,05 m. C. H., Jägerstraße. Haben wir nicht. Wenden Sie sich Idaß Sie Arbeit suchen, vielmehr daß Sie etwa Jhres Studiums an die Vertrauenspersonen der einzelnen Wahlkreise. Verlag des Vorwärts" Berliner Volksblatt Berlin SW., Beuthstraße 2. Für den Wahlkampf. Thätigkeit des Die Preis 20 Pfg. Taschenformat, 176 Seiten elegant geheftet. Deutschen Reichstags Don 1890-1893. Mit einem Anhang, enthaltend: Die wichtigsten Beschlüsse der Wahlprüfungs- Kommission, die für die Agitation und die Wahlen wesentlichen Bestimmungen des Strafgesetzes und des Wahlgesetzes für den Reichstag nebst Reglement. In Partieen und für Wiederverkäufer Rabatt. Der Kuhhandel. Die Berliner Freilandgruppe Sophastoff- Reste hält 9. Zur Wahl 1893. Preis 10 Pf. 32 Seiten illustrirt. Bu beziehen durch alle Spediteure u. Kolporteure, fowie vom Verlag: H. Baake, City- Passage.[ 4268L. Alle Werkzeuge für Studateure, Bildhauer, Löpfer fein Reinfall. Krenzlin, Linienliefere unter Garantie Invalidenstraße Nr. 107 Kari Kurze. 3226 Vert. sich. Brodst. flott. Milchgesch. Schankgeschäft verkauft für jeden 5 Faß tgl. viel Backw. u. Butter, für annehmbaren Preis. Näheres Kleinert, 400 Thlr., M. 200 Thlr., Lad., 2 St., Oberbergerstr. 39, Hof 4 Tr. straße 199. 820b Alte Stiefel Beſt. reell u. billig. gr. Ausw., Reparatur u. Größtes Lager Berlins Runge, Naunynr. 2. Kinderwagen. Andreasftr. 23. Sp 3196* " Mocquets spottbillig! Proben franko! Berlin S., 81/2 Uhr, in ihrem Vereinslokale, in Rips, Damast, Crêpe, Fantasie, Restaurant Schultheiß" Friedrichstr. Gobelin, Plüsch und bunten ( Eingang Behrenstr. 49) eine Versammlung ab. Gäste sind willtommen, neue Mitglieder werden aufgenommen. Tages Ordnung: 1. VereinsAngelegenheiten. 2. Diskussion über die freiländischen Bestrebungen. 317 Emil Lefèvre, Oranienstrake Der Vorstand. Bitte lesen Sie! Jedem Genoffen, der billig und gut faufen will, empfehle mein sehr reichh. Lager von ca. 1000 Sommer Paletots, 2000 Anzüge, sowie einzelne Röcke, Jaquets, Hosen, Wetten 2c. Ferner Uhren, Ketten, Ringe, Betten, Wäsche, Stiefel, Hüte, Reise- u. Holzkoffer, Waschkefel zc. 158. Bruchbänder, chir urg, Gummiwaaren, GummiStrümpfe, Gerade halter, Leibbinden, Spritzen, Suspensor's etc. Umstandsbinden, medicin. Verbandstoffe, Brillen etc., Pincenez, sowie Artikel aller Art zur Krankenpflege empfiehlt J. Ch. Pollmann, gepr. Bandagist, Berlin, 30 Linienstrasse 30. Lieferant für die vereinigten Hilfs- Krankenkassen. von 6000 jung. Sämmtliche Sachen in alt und neu 3000 Pfd. biesi. Gänsen auch werden verfallene Pfänder verkauft. A. Wergien, gepflückte, meist weiße, reine Gänsefedern, à Pfd. 1 M., bessere kleine Schneidermeister und Parthiewaaren Bid. 1,30 M., Gänsefedern 3. Selbstr. 3768L* a Pfd. n. 40 Pf.( Pr. können vorh. Händler, 127 Stalizerstraße 127. eingef. werden.) Berf. von 10 Bfd. ab. Bestellungen nach Maaß werden gut und billig ausgeführt. Bitte sehr, recht genau auf Namen und Hausnummer zu achten. Roh- Tabak A. Goldschmidt, 3806L am biesigen Plage wie bekannt grösste Auswahl! Garantie für sicheren Brand. Streng reelle Bedienung, billigste Preise! Sämmtliche im Handel befindl. Rohtabate find am Lager. A. Goldschmidt, Oranienburgerstr. 2. 38812] Fritz Ebel, Zehdenick. Nach Amerika Australien, Afrika und überhaupt nach allen Hafenplätzen der Welt und zur Chicagoer Weltausstellung verkauft für Reisende billige Fahrkarten und ertheilt jede gewünschte Auskunft gratis und [ 4316L franto das Reisebureau von Theodor Reiner, Berlin, Platz am Neuen Thor 3. Vereinszimmer oder Zahlstelle( bis 40 Personen, sep. Eing.) zu vergeb. beim Gen. Jacob, Boeckhstr. 5. 34676* Arbeitsmarkt. Versilberer. v. A. Göpfert, Markus 821b Vereinszimmer: Flick, Simeonstr. 23. straße 44 2 Tr. Berantwortlicher Redakteur: Wilhelm Schröder in Berlin. Druck und Verlag von Maz Bading in Berlin SW., Beuthstraße 2.