Nr. 135. Grscheint täglich außer Montags. Preis pränumerando: Vierteljährlich 3,30 Mart, monatlich 1,10 mt, wöchentlich 28 Bfg fret in's Haus. Einzcine Nummer 6 Pfg. Sonntags: Nummer mit illuftr. Sonntags: Beilage Neue 2Selt" 10 Bfg. Post- Abonnement: 8,30 Mt.pro Quartal. Unter Kreuzband: Deutschland u. Defterreich: Ungarn 2 Mt., für das übrige Ausland 3 Mt.pr.Monat. Eingetr. In der Post: Zeitungs- Preisliste für 1893 unter Nr. 6:09. Vorwärts 10. Jahrg. Infertions- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzeile oder deren Raum 40 Pfg., für Bereins- und Beriammlungs Anzeigen 20 Pig Inferate für die nächste Nummer müffen bis 4 Uhr Nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Grpedition ist an Wochentagen bis 7 or Abends, an Sonnund Fefttagen bis 9 Uhr Vor: mittags geöffnet. Fernsprecher: Amt 1. 4188. Telegramm- Adresse: Sozialdemokrat Berlin: Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Au die sozialdemokratischen Partei- Wahlkomitees. Um eine möglichst rasche und glatte Uebersicht über die Ergebnisse der Hauptwahl zu gewinnen und um andererseits unsere Genossen in der Proving möglichst rasch von dem Gesammtausfall der Wahl in Kenntniß sehen zu können, haben wir für den Wahltag Abend eine Bentralstelle für Telegramme Sonntag, den 11. Juni 1893. 4 251 Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. Alte Bünden und alte Richter und seinen Freunden angekündigt wurde. In ganz Bünder. " Niederschlesien gehen die beiden zerfallenen Bruderparteien in alter Weise vermischt zusammen. Die Kandidaten dort haben sich meist der Freisinnigen Vereinigung, einige der Nichts ist empfindlicher für Herrn Engen Richter, den Freisiunigen Volkspartei angeschlossen. Die Wähler aber, umverbesserlichen Parteimodelleur, als wenn die Abkomman- die fühlen sich nach wie vor als Deutschfreisinn" und dirungsgeschichte von 1884 berührt wird, da sprudelt er schließen Wahlbündnisse mit den Nationalliberalen. In augstergriffen wie der Tintenfisch den Tintensaft sofort ein anderen Kreisen, so neuerdings in Sorau, hat man vordickes Bündel Flunkereien hervor, um sein damaliges Gesichtiger Weise dem Kandidaten die Hand freigelassen, bahren dem spähenden Auge unkenntlich zu machen. Der welcher der beiden Parteien er sich anschließen will, und in Vorwärts" hat bereits auf einen neuerlichen derartigen Sachsen, wo die Sozialdemokratie am bedrohlichsten seit Bertuschungsversuch hin die Thatsache festgestellt, daß bei langer Zeit den Bourgeoisparteien entgegentritt, ist der eingerichtet, an welche alle Telegramme und Wahlnachrichten von der fraglichen Abstimmung über die Verlängerung des Freifinn längst im allgemeinen Ordnungsbrei versunken. auswärts zu richten sind und von wo aus auch den Genossen in Sozialistengesezes nicht weniger als 26 Abgeordnete der Was will es dem gegenüber besagen, daß Eugen Richter der Provinz, welche dies wünschen, die Berliner Wahlresultate Freisinnigen Partei für Mundtodtmachung und Knebelung droht, einigen ihm persönlich antipathischen Anhängern der der Provinz, welche dies wünschen, die Berliner Wahlresultate der Sozialdemokraten stimmten und daß vier andere unent Freisimmigen Vereinigung, wie Hänel und Hinze, die Wahls telegraphisch zugesandt werden. Als Telegramm- Adresse ist mit der Telegraphen- fchuldigt fehlten. Diese Ausführungen bedürfen aber noch freise abspenstig zu machen? Das ändert nichts an der Als Telegramm- Adresse ist mit der Telegraphen zur Klarstellung der Rolle, die Richter als Parteisouffleur Thatsache, daß die Bildung der Freisinnigen Volkspartei selbst bei der Abstimmung spielte, der Ergänzung. nur einem legten Aufflackern demokratischer Reminiszenzen Dringend Sozialdemokrat Berlin Der berüchtigte Abkommandirungsbrief wurde von innerhalb des Bürgerthums zuzuschreiben ist, nicht aber Herrn Otto Hermes auf Veranlassung Richter's nicht ge- einem wirklich ernsthaften Entschluß, durch Verwirklichung In dieser Weise als„ dringend" aufgegebene Telegramme schrieben, um die Stimmenzahl für die Verlängerung des des alten Revolutions- Wahlspruchs Freiheit, Gleichheit, werden als bevorzugt befördert, tosten deshalb aber auch das Gesetzes zu verstärken, sondern um eine Anzahl Abgeordneter, Brüderlichkeit!" dem Volkswohl dauernde Grundlagen zu Dreifache der gewöhnlichen Tage. Depeschen, die gegen das Gesetz gestimmt hätten, zum Fortbleiben schaffen. Erinnerungen an die Konfliktszeit der 60er Jahre welche bei der Beförderung nicht bevorzugt werden sollen, begu veranlassen. Daß nur deren vier diesem zarten waren es, die dem altfortschrittlichen Elemente im Deutschdürfen des Wortes dringend" nicht. Winte Folge leisteten, spricht wohl für das Ehrgefühl der freifinn durch die Glieder fuhren, als der Lärm um die Die Genossen werden ersucht, genau auf die Adresse zu achten Unfolgsamen, entlastet aber nicht den Parteiführer Eugen, geforderte Heeresverstärkung erschallte, wie ja auch ein abund nur diese zu benutzen. Selbstverständlich werden die recht der sich durch jenen diplomatischen Handstreich als einer getriebener Droschkengaul in Erinnerung an seine kriegerische zeitig eingehenden Telegramm- Nachrichten von der Redaktion des jener Sorte von überschlauen Politikusser geoffenbart hat, Jugendzeit noch einmal zu krampfhaften Galoppirversuchen die für einen augenblicklichen geringen Parteivortheil ihre erregt wird, wenn die Trompete erklingt. Aber auch die in die Freitags- Nummer aufgenommen. Besondere Telegramme geheiligsten Grundsäge über Bord werfen. Regierungs- Freifinnige Volkspartei wird gar bald in den kläglichen an den Vorwärts" erübrigen sich also, sobald die Telegramm der neuen 100 Mann starken Partei. Eugen Richter übte fallen, sobald die Aufregung über die Militärvorlage hoffnungen schwellten damals die Brust des Deutschfreisinns, Buckeltrab des manchesterlichen Liberalismus zurückAdresse: Dringend Sozialdemokrat Berlin sich im verschwiegenen Kämmerlein den Fackeltanz ein, nahm verdampft ist. Berwaltung vereinbart Diese Adresse genügt vollständig. " Vorwärts" " benutzt wird. Ebenso verfehlen Telegramme an das Partei- ftaatsmännische Allüren in der Deffentlichkeit an und Wie könnte das auch anders sein! Sind nicht mehr bureau, Razbachstr. 9, oder an einzelne Vorstandsmitglieder ihren versuchte, wie die Abkommandirungsgeschichte zeigt, und mehr die proletarischen Elemente abgesplittert von Zweck. Es ist ausnahmslos für alle Telegramme am Wahltag die Politik diplomatisch zu handhaben. Die schönen der Partei des freisinnigen Bürgerthums? Muß der Reſt und mit Wahlnachrichten nur die vorstehende Adresse zu be- Hoffnungen wurden gar bald getnickt, als bei nicht nothwendiger Weise zu einer immer dürftigeren ungen. " Für die Berliner Parteigenossen sei bemerkt, daß die Zentralstelle für Telegramme am Wahltag Abend in den Parterre- Lokalitäten der Buchhandlung des Vorwärts", Beuthstr. 2, eingerichtet wird dorthin also alle durch besondere Boten zu übersendende Nachrichten zu besorgen sind. Von dort aus werden auch an die einzelnen Komitees, Verfammlungen 2c. die von auswärts und von Berlin und Umgegend eingehenden Nachrichten gesandt werden. den 84er Wahlen die Partei auf zwei Drittel zu Interessenvertretung des Großkapitals zusammenschrumpfen, sammenschrumpfte, die Fackeltanzübungen wurden ein- da auch das untergehende Kleinbürgerthum eine vorübergestellt und die Rolle des Volkstribunen ward wieder gehende Unterkunft bei den Antisemiten gefunden hat? Die Eugen's gewöhnliche Pose. Aber wer bürgt dafür, daß Rickert und Barth haben nur eine feinere Nase für ihre neue Frühlingshoffnungen ihn nicht wieder zu ähnlichen Situation gehabt als Eugen Richter, indem sie durch die diplomatischen Komödien verleiten? Militärvorlage sich nicht abhalten lassen wollen von der Und dabei muß man anerkennen, daß Eugen's eigene Verbrüderung mit den anderen tapitalistischen Intereffen diplomatische Thaten noch weit in den Schatten gestellt gruppen, dem Junkerthum und der Brreaukratie. Dafür werden durch die Kompromißsüchtelei seiner Gesinnungs ist ihnen denn auch flugs der Segen des Rabbi Hirsch Die Wahlkreise, deren Kandidaten in die engere Wahl ge- genossen im Lande. Bei verschiedenen Gelegenheiten hat Hildesheimer zu Theil geworden, der dem militärfrommen langen, wollen im Auge behalten, daß die engeren Wahlen vorfidy's bereits gezeigt, daß die Wähler der freisinnigen Partei jüdischen Großkapital rechtzeitig vorangegangen ist in der aussichtlich alle auf ein und denselben Tag und zwar vermuthlich auf den 23. oder 24. Junian gar keinen Anstand nehmen, in den Bund der sogenannten Anbetung des Moloch Militarismus. Die Zeit ist nicht beraumt werden. E3 ist also ungesäumt nach Bekannt- Ordnungsparteien einzutreten, wenn es sich um die Nieder- mehr allzufern, daß ihm neben dem Moloch Kapitalismus werden des Wahlresultats die Agitation wieder aufzunehmen. kämpfung der Sozialdemokraten handelt. geopfert wird auf gemeinsamen Altären. Und trotzdem sie Die Parteipresse wird um Abdruck diefer Aufforderung gebeten. Berlin, den 8. Juni 1893. Der Parteivorstand. Feuilleton. Nachbruc verboten.) Es müssen ( 1 Auch bei dieser Gelegenheit zeigt sich das wieder. Es sich jetzt noch ziert und sträubt, wird die heutige freifinnige ist gar nicht zu der reinlichen Scheidung zwischen der Frei- Volkspartei mit oder ohne Richter dann überlaufen in's sinnigen Volkspartei und der Freifinnigen Vereinigung ge- Lager der Anbeter des Doppelmoloch. Der neue Reichstag kommen, welche beim ersten Auseinanderkrachen von Eugen wird bald zeigen, wie wenig sich die um Richter von belächelte, von Manchem sogar scheel angesehene" fire Jdee". einstimmung begegnet: Aber natürlich! Wir sind ja Im übrigen läßt sich ja ganz vernünftig mit uns reden, alle Friedensfreunde und einmal... in vielen hundert wozu also uns auf einen Gegenstand bringen, in welchem Jahren wir von findischer Schwärmerei befangen sind; warum der Nun ja, was man nicht ausgeführt sehen will, aber unangenehmen Alternative sich aussetzen, entweder höfliche offen zu verwerfen nicht den Muth hat, das vertagt man Falschheit anzuwenden und ernsthaft über Dinge zu sprechen, ganz einfach. Diese ganze herablassende Versicherung, daß über die man eben in anderer Gesellschaft gespottet hat, wir im Grunde ganz dasselbe wollen wie ringsum alle doch schöne Erinnerungen sein!.. ober uns mit aufrichtiger Grobheit in's Geficht zu sagen, Welt, und daß im Lauf der Zeiten- so ungefähr in Von Bertha von Suttner. ( Dem Vorwärts" von der Verfasserin freundlich zur Verfügung gestellt.) Daß ich zwischen fünf und sechs zu Hause sei, hatte ich meinen Freunden und Bekannten zu wissen gemacht. An jenem Nachmittage, von dem ich erzählen will, war zufällig eine größere Gesellschaft zusammengetroffen, darunter einige unserer Vereinsgenossen, aber noch mehr Außenstehende. genau weiß ich es -O wir Unmögliches wollen, oder doch einen unmöglichen einem recht schlachtengefüllten halben Jahrtausend unser Weg eingeschlagen, mit einem Wort, daß es uns-in Friedensideal sich von selber erfüllen werde damit vers diesem Punkte wenigstens an Vernunft fehlt. leiht man uns doch deutlich ein Ueberflüssigkeitspatent. Und leider viele aus unseren eigenen Reihen, die Lauen und die Bagenden, oder die da fürchten, für gar zu unpraktisch" gehalten zu werden, geben selber diese Jahrhundertefrist zu. Und wir lassen es zumeist auch bei diesem Usus bewenden. Es ist ein gar so ungemüthliches und dabei unfruchtbares Beginnen, die landläufigen Einwendungen immer wieder anzuhören, immer wieder entkräften zu sollen und dabei zu wissen, daß man von seinem Widerpart von vorn Wenn sich das bewahrheitet, wenn es wirklich noch das herein als ich will nicht sagen, als verrückt, aber als Wert vieler Generationen bedarf, um mit dem größten Unfanatifirt betrachtet wird. glück aufzuräumen, das die Menschheit kennt, dann wird Die Unterhaltung drehte sich Ebenso unbequem wie die im geselligen Umgang ver- der Beweis noch nicht erbracht sein, daß es so lange dauern nicht mehr vermuthlich um irgend ein neues Theaterstück, suchte Befehrung, ist die Salon Belehrung. Wenn mußte, sondern es kann die Ursache dieser Verlangsamung oder um die soziale Gefahr, oder um das Ueberhandnehmen da einer mit ungeheuer wißbegieriger und maßlos staunen- eben darin liegen, daß man an die Ferne des Ziels, wie der Kleiderschleppe, vielleicht sehr wahrscheinlich sogar der Miene- als erkundigte er sich über einen fabelhaften, an ein Dogma glaubte. auch um das Wetter. Wovon aber die längste Zeit nicht in der Milchstraße sich abspielenden Vorfäll uns fragt: Freilich entstehen grose Umwandlungen nicht rasch gesprochen wurde, welches Thema zu berühren man ängstlich Ach, fagen Sie mir doch, ich bitte... das ist ja höchst aber erwägt man denn nicht, wie viel der stillen, unbemerkt vermied, dessen kann ich mich genau entsinnen: das ist die merkwürdig... was ist denn das eigentlich für eine Be- gebliebenen Vorbereitung schon vor unserer Gegenwart geExistenz der Friedensgesellschaften. wegung... wo will sie denn hinaus?... und hat sie schehen? Reinesfalls zeugt die Langfamkeit in der Erdenn wirklich schon Anhänger?" reichung eines Ziels für die Länge eines Weges sie Im Hause eines Gehenkten pflegt man den Strick nicht zu erwähnen, und im Sinne dieser selben zarten Rückficht sind die Leute, uns militanten Friedensfreunden gegenüber, stets bemüht, nur gar keine Anspielungen auf unsere unpraktischen Ziele zu machen, auf unsere von den Meisten A Da kann man nur mit einem tiefen Seufzer antworten kann auch aus der Schleichbewegung des Schrittes folgen. und mittels einer leicht hingeworfenen Wendung lenkt Die Hauptsache ist, daß man sich überhaupt auf den Weg man das Gespräch wohl selber ab. macht; was von menschlichen Entschließungen abhängt, das Häufig wird einem auch mit freundlicher Ueber muß auch mit Entschlossenheit aethan werden. denen um um Rickert unterscheiden. Es soll nur eine] weniger als 16 Jahren stehenden Arbeitern bei gleicher Arbeits- 1 Die etwaigen Einwendungen, daß durch ein solches Verbot Frage des Arbeiterschutzes oder sonstiger Sozialreformen zeit mit den Gesellen regelmäßige Pausen von mindestens je halb- die Ausbildung der Lehrlinge leiden könnte, halten wir für hinauf die Tagesordnung kommen, und die Manchesterlinge stündiger Dauer im Gesammtbetrage von 2 Stunden zu gefällig, da der förperlich sich wohlfühlende Mensch stets beffer von Richter bis zu Enneccerns werden ein Herz und eine währen? oder kann, wenn sie hinsichtlich der Pausen nicht ab- lernen und begreifen wird, als der überangestrengte, deshalb weichend von den Gesellen behandelt werden, der Höchstbetrag wird, bei Schonung in der Jugend, später eine fürzere Zeit zur Seele sein in der Bekämpfung der Arbeiterforderungen. ihrer Arbeitszeit um 2 Stunden niedriger festgestellt werden, als Ausbildung nothwendig sein. Außerdem könnten die Lehrlinge Ist doch kaum ein anderer unter den Mitgliedern der für die Gesellen? unter 16 Jahren in der Art von Backwaaren, die am Tage her freifinnigen Volkspartei dem Volksmann Eugen rascher 5. Wie viele Stunden kann die Arbeit an Sonntagen und gestellt werden, unterrichtet werden. Die spätere über das ans Herz gewachsen, als der Oberbürgermeister von Danzig. der gesetzlichen Feiertagen regelmäßig ruhen? Welches sind diese 16. Lebensjahr hinausgehende Lehrzeit würde genügend sein, um dermalen in Vertheidigung der Kinderarbeit in den Fabriken Stunden? auch die übrigen Fächer der Bäckerei zu erlernen. 6. Falls die Gewährung einer regelmäßigen fonntäglichen halten wird: Die Frage 5 ist dahin zu beantworten, daß wir eine fich den byzantinischen Ausspruch leistete: Auch die Hohen- Ruhezeit von mindestens 12 Stunden nicht für möglich ge- 18stündige Ruhezcit( an Sonn- und Feiertagen), und swar von zollernprinzen lernen ein Handwerk. Wie aus des Zaunhockers Baumbach bisherigen Leis stungen wissen wir aus denen Eugen Richter's, was wir von der Volksfreundlichkeit dieser beiden alten Sünder zu halten haben. Die Ausführung der Beschlüsse der Reichs- Kommission für Arbeiter- Statistik. a) ist es dann allgemein oder doch in größeren Betrieben etwa in denjenigen, welche mehr als 2 Gehilfen beschäftigen möglich, jeden Geiellen und Lehrling an jedem zweiten Sonntage von 6 Uhr Morgens bis 6 Uhr Abends oder an jedem britten Sonntage volle 36 Stunden von der Arbeit freizulassen? bezw. b) welche sonstige mehr als 12 stündige Ruhezeit an jedem zweiten oder an jedem dritten Sonntage erscheint durchführbar? Antworten): mittelt worden. 4 Uhr Morgens bis 10 Uhr Abends für leicht durchführbar halten, außerdem Ostern, Pfingsten und Weihnachten je vom ersten Feiertage Morgens 4 Uhr bis zum zweiten Feiertage Abends 10 Uhr, also eine 42stündige Ruhezeit. Außerdem müßte jedem Arbeiter jeden dritten Sonntag eine volle 36stündige Ruhezeit gewährt werden, was in allen Be trieben durch Einstellung von Aushilfsarbeitern leicht durchgeführt werden kann. Frage 6 ist somit gleichzeitig beantwortet. Zum Schlusse bemerken wir noch, daß wir gern bereit sind, diese unsere Antwort auch vor der Reichskommission für ArbeiterStatistit des weiteren mündlich zu begründen, und kann dieses durch Kretschmer, das in Berlin N., Rytestr. 3 wohnende Mitglied der unterzeichneten Kommission geschehen. In aller Hochachtung Die Agitations Kommission: tretern der Unternehmer dieses Beruses sind folgende Fragebogen lichem Sinne dürften wohl auch sämmtliche anderen Arbeiter G. Bleckmann- Hamburg. C. Borchers- Hamburg. Den Vertretern der Bäckerei- Arbeiter sowohl wie den. Verzur Beantwortung unterbreitet worden: Fragebogen Der Agitationskommission der Bäckerei- Arbeiter Deutschlands ist durch das Fabrikinspektorat zu Hamburg der Fragebogen über Dieselbe hat darauf folgende Antwort ertheilt. In ähn vertretungen den Fragebogen der Reichskommission beantworten. An den Fabrik- Inspektor Herrn Steinert Wohlgeb. Hamburg. Auf Ihr werthes Schreiben vom 17. v. M. erlauben wir Auf Ihr werthes Schreiben vom 17. v. M. erlauben wir uns auf die gestellten Fragen folgendes zu antworten: Die im Jahre 1892 unter Mitwirkung der Reichskommission für Frage 1 ist unserseits entschieden mit" ja" zu beantworten; Arbeiterstatistik veranstaltete statistische Erhebung über die Arbeitszeit die Gründe hierfür sind folgende: „ ja“ zu beantworten; im Bäckergewerbe hat ergeben, daß unter den fast 5000 Bäckereien, Wir halten die Einführung einer 12stündigen Maximalauf welche die Erhebung sich erstreckte, einer nicht geringen An- Arbeitszeit für eine unabweisbare Nothwendigkeit und zwar zahl von Betrieben mit längerer, theilweise bedeutend längerer sowohl im Interesse der Bäcker, als in dem des konsumirenden für Vertretungen der Bäckermeister und der Bäckergesellen. E. Kretschmer- Berlin. Bemerken wollen wir hierzu noch, daß soweit aus Unternehmer- Bertreter die Möglichkeit der Einführung der 12- stündigen nehmerzeitungen des Bäckerberufes ersichtlich, sämmtliche UnterArbeitszeit sowie der Sonntagsruhe verneinen. Arbeitszeit doch eine Mehrzahl folcher gegenübersteht, in denen Publikums, die Gründe bierfür find, in unser an den hohen Politische Leberlicht. die regelmäßige tägliche Arbeitszeit der Gesellen einschließ- Bundesrath gerichteten Dentschrift vom Mai vorigen Jahres lich der Baufen und der auf Nebenarbeiten zu verwendenden niedergelegt. Beit nicht mehr als 12 Stunden beträgt. Daß die Möglichkeit der Durchführung vorhanden ist, beweist In einem Theile dieser Bäckereien wird die regelmäßige die Einführung der 12ftündigen Arbeitszeit in einer ganzen AnArbeitszeit allerdings an einzelnen Tagen der Woche, sowie bei zahl von Betrieben, als Beispiel führen wir nur an: besonderen Gelegenheiten( vor Festen zc.) etwas überschritten. Es hat sich weiter herausgestellt, daß in einer nicht unbe trächtlichen Zahl von Bäckereien die regelmäßige Arbeitszeit a b züglich der Pausen für die Lehrlinge kürzer ist, als für die Gefellen. a) Die Hofbäckerei von Seidl in München, b) Konsumbäckerei Neust.- Magdeburg, c) Ronsumbäckerei Leipzig- Plagwig, d) Genossenschaftsbäckerei Hamburg, e) desgl. Hannover und Flensburg. Berlin, den 10. Juni. unseren Militärenthusiasten schwer im Magen; die öfterDie Rede Kaluoky's über die auswärtige Politik liegt reichischen Offiziösen haben schwere Arbeit, ihre Kollegen an der Spree zu versöhnen. Da es nicht gelang, muß nun der österreichische Minister des Auswärtigen selbst das Wort az ergreifen. Er erklärte: Wenn von den höchsten militärischen Autoritäten und der Regierung Deutschlands erklärt wird, daß gewisse Maßregeln im deutschen Heere durchgeführt werden müssen, um das Gefühl der eigenen Sicherheit zu behalten, so halte ich dafür und glaube es auch aussprechen zu dürfen, daß ich in der Durchführung dieser Maßregeln eine entschiedene Garantie des Friedens erblicke." Diese Feststellungen, welche in allen Theilen des Reiches, in Die Einführung in allen Betrieben müßte den örtlichen, großen wie in fleinen Städten und bei Bäckereien verschiedensten Umfanges gemacht sind, legen die Erwägung nahe, ob es nicht sowie auch den Verhältnissen der einzelnen Betriebe angepaßt möglich fet, für Bäckereien allgemein die regelmäßige Arbeitszeit werden, sei es durch Zubau eines Ofens, sei es durch Ablösung der Arbeiter, an vielen Betrieben auch schon durch Mehreineinschließlich der Pausen vorbehaltlich der Zulassung einer gewissen Ueberarbeit an einzelnen Wochentagen und bei stellung von Arbeitern. Frage 2a und 2b ist somit erledigt. besonderen Gelegenheiten auf die Dauer von 12 Stunden, für Arbeitszeit überhaupt nicht nothwendig erscheint. Zu Frage 3 find wir der Meinung, daß eine längere Vor Festen Hierzu war Graf Kalnoky, der unserem Reichskanzler die Lehrlinge auf eine fürzere Dauer zu beschränken. Die Statistik hat ferner ergeben, daß in einem erheblichen und sonstigen Gelegenheiten, wo ein Wehrbedarf an Backwaaren das Konzept arg verdorben hat, aus Kollegialität gezwungen. Die Statistit hat ferner ergeben, daß in einem erheblichen vorhanden, würde dieser Mehrbedarf durch Einstellung von Aus- Aber trotzdem wird der Eindruck der friedlichen offiziellen Theile der Bäckereien am Sonntag( bezw. in der Nacht vom Sonnabend zum Sonntag) entweder überhaupt nicht oder hilfsarbeitern hergestellt werden können, umfomehr als ein Eröffnungen in den österreichischen Delegationen nicht aus doch fürzere Zeit gearbeitet wird, als an Wochentagen: Es fragt Mangel an Arbeitskräften im Bäckereigewerbe nie vorhanden ist, Eröffnungen in den österreichischen Delegationen nicht aus fich, ob eine Beseitigung der Sonntagsarbeit oder doch eine Verso find in Berlin z. B. fortwährend 2000-2500 Bäcker arbeits: der Welt geschafft. Will Rußland Frieden, denft es nicht fürzung derselben gegenüber der Wochentagsarbeit in Bäckereien los, in Hamburg gegen 300, Frankfurt a. M. gegen 200, Breslau entfernt an den Krieg, ist die politische Situation friedlicher gegen 400, wo nur 300 in Arbeit stehen, und so in allen größeren als sie seit vielen Jahren jemals gewesen, könne die Frage allgemein durchführbar ist. und mittleren Städten. der Abrüstung in absehbarer Zeit ins Auge gefaßt werden, Der... wird nun ersucht, unter Berücksichtigung der vorWo diese Aushilfskräfte nicht vorhanden wären also in ist der Dreibund gesicherter und gefestigter denn je, wie dies stehenden Mittheilungen sich über die folgenden Fragen eingehend tleineren Städten und auf dem Lande, könnte der höheren alles Kalnoky erklärte, dann, ja dann ist die weitere Rüstung und mit ausführlicher Begründung der einzelnen Antworten zu Aufsichtsbehörde das Recht eingeräumt werden, vor Ostern, eher eine Störung des Friedens, und nicht eine Friedens 1. Kann die regelmäßige tägliche Arbeitszeit, einschließ- Pfingsten und Weihnachten je 3 Tage eine verlängerte Arbeitslich der Pausen und der auf Nebenarbeiten zu verwendenden zeit um je 2 Stunden zu gestatten, dagegen hätte in der dem sicherheit, wie die Militärenthusiasten behaupten, dann find Beit, für die Gefellen in Bäckereien allgemein auf 12 Stunden be- Fest folgenden Woche ein Ausgleich durch entsprechend fürzere die Flugblätter ,, Die Ruffen kommen", die Rosacen kommen" Arbeitszeit stattzufinden. u. s. w. der denkbar gröbste Unfug, dann muß jedermann schränkt werden? gegen die Militärvorlage stimmen. äußern: 2. Jm Falle der Verneinung von Frage 1: a) welche Hindernisse stehen dieser Beschränkung der Arbeitszeit entgegen? b) wird diese Beschränkung der Arbeitszeit auch dann für undurchführbar gehalten, wenn die Möglichkeit der Ueberarbeit für einzelne Tage vorgesehen wird? 3. Falls die regelmäßige tägliche Arbeitszeit allgemein auf 12 Stunden beschränkt werden sollte, würde dann Bei Märkten und sonstigen Gelegenheiten könnte auch eine längere Arbeitszeit um je 2 Stunden per Tag gewährt werden, ein Ausgleich würde hier kaum möglich sein. Einen Kurssturz unserer Reichs- und StaatsFrage 4 müssen wir mit vollster Ueberzeugung dahin be- Schuldverschreibungen prophezeit die Nordd. Allgem. Arbeitern unter Beitung", falls die Militärvorlage abgelehnt werden sollte. antworten, daß die Beschäftigung von fechszehn Jahren in der Zeit von 8 Uhr Abends bis 4 Uhr Auf Wunsch wird die Großbant, welche sich zu GeldsammMorgens überhaupt verboten werde, da die Beschäftigung lungen für die Militärvorlage erboten hat, auch einen in Dieser Zeit eine den menschlichen Organismus schwer fleinen für sie gewinnbringenden Krach herbeizuführen vera) in solchen, in denen an einzelnen Tagen eine längere fchädigende ist. Als Beweis führen wir hier die geringe Bahl stehen; diese Herrschaften leben ja von der Agiotage und Militärdienst Tauglichen aus dem Bäckergewerbe an, Arbeitszeit nothwendig wird, dafür ein Ausgleich durch ent- und in Fabritbetrieben gewährt man ja den jugendlichen Ar- find Herren derselben. Aber auf die Dauer wird es nicht gesprechende Verkürzung der Arbeitszeit an den übrigen Tagen beitern denselben Schutz. Die Arbeit, der Aufenthalt in den lingen, die preußischen und deutschen Konsols tief zu derfelben Woche stattfinden können? b) vor Festen oder bei sonstigen besonderen Gelegenheiten meist dumpfigen Bäckereien ist noch schädlicherer als in großen halten, da die Schuldtitel derjenigen Staaten steigen, welche Smit des Volkes Schweiß sparen und nicht diejenigen, welche außer der vorerwähnten wöchentlichen Ueberarbeit noch eine Fabritbetrieben, in ohne Rücksicht auf die Staatsfinanzen ins Blaue hinein verweitere Ueberschreitung der regelmäßigen Arbeitszeit nothwendig werden? Für wie viele Tage im Jahre und auf wie viele schwenden. Stunden täglich würde diese Ueberschreitung eventuell zugelassen werden müssen? 4. Ist es möglich, den Lehrlingen und den im Alter von An jenem Nachmittage wurde dennoch mit der Sitte gebrochen, über die Dinge zu schweigen, mit bezug auf welche die Hausfrau und einige ihrer Freunde mit so notorischer Geistesschwäche behaftet sind. Ganz plötzlich es wirkte wie eine falte Douche warf einer die Frage auf: Nun, meine Herrschaften, wie steht es mit der Abrüftung haben Sie den ewigen Frieden noch nicht durch gefett Der frivole Hohn, der in diesen Worten lag, verlegte fogar einen unserer Gegner. Ohne uns Zeit zu laffen, zu erwidern, nahm ein alter Herr, der noch vor kurzem erklärt hatte, sich den Friedensfreunden nicht anschließen zu wollen, jetzt selber für sie Partei: der zum Die Antworten sind getrennt nach den einzelnen Fragen ( au 1":" 3 2a" u. f. w.) unter Freilassung eines vier Finger breiten Randes niederzuschreiben und von dem Antwortgeber bezw. den Antwortgebern zu unterzeichnen.. wüthigen aufgesta chelten, zum Gefeh erhobenen Haß folt verzichtet werden. Gar so zärtlicher, überall hin träufeluder Nächstenliebe bedarf es doch nicht, um dem Toben und Morden und Brennen zu entfagen, bei welchem man zuweilen mitgemordet und mitverbrannt wird." Jetzt meldete fich aber ein Vertheidiger des gegnerischen Systems ein sehr junger Reservelieutenant: Eine fauftdicke Lüge unserer Reptilien und Mordspatrioten ist es, daß die französische Presse die Haltung der deutschen Sozialdemokratie gegenüber der Militärvorlage mit Wohlbehagen betrachte und uns ihre wärmste Sympathie bezeuge. Da die mordenden und schändenden Rothhosen so wenig kommen wollen, wie ihre Freunde, die Kosaten, so soll die Stelle der ausländischen Landsfeinde" durch die einheimischen Sozialdemokraten ersetzt werden, die die Geschäfte des Auslandes besorgen". Schade nur, daß die ganze" Thatsache" eine Lüge ist. Der Theil der französischen Presse, welcher allezeit der deutschen SozialDaß der Krieg nicht mit Rosenwasser geführt wird, demokratie freundlich und dem Chauvinismus feind war, das wissen wir; daß er im Zeichen des Todes und der ist es natürlich auch heute; aber die gesammte chauvinistische Todesverachtung seine erhabene Mission erfüllt, das wissen und reaktionäre Presse Frankreichs greift die deutsche wir auch und das erhöht in den Augen des Tapferen seine Sozialdemokratie, mit der sie sich sonst kaum be schaurige Größe. Kleinlich ist es, entuervend und sogar schäftigte, jetzt mit einer Gehässigkeit an, die der unserer gefährlich wirkt es, immer nur dessen Leiden statt deffen deutschen, Chauvinisten nichts nachgiebt, und die uns verSuhm hervorzuheben, dessen herrlich strahlendes Bild verwundern würde, wenn der Grund nicht so sicht- und Die Herrschaften haben ja gar nicht die Absichten, die dunkeln zu wollen. Es müssen gar stolze, es müssen doch greifbar zu Tage läge. Die französischen Reaktionäre Sie ihnen zuschreiben; fie wollen ja nur den Grundfaß der schöne Erinnerungen sein, die.. fürchten die Popularität der deutschen Sozialisten in allgemeinen Menschenliebe verbreiten, nur die Friedfertig Echöne Erinnerungen oh!" Der leise Ausruf Frankreich, dessen Volk nicht minder soldatenmüde ist, und sie fürchten, daß das französische keit und Sanftmuth pflegen und veredelnd auf die Ge kam von den Lippen eines an meiner Seite sitzenden Vereins- wie das unjerige, müther einwirken, damit allmälig die Kriege seltener genossen. In dem Tone lag so viel Schmerz, daß ich be- Bolt, wenn es sicht, daß die Sozialdemokratie es troffen den Sprecher anblickte. Ein Schauer schüttelte ihn. ist, welche allein ernst an der Beseitigung des Militarismus Ach, bei diesem Plaidoyer-die reine Limonade Ohne auf die fortgesette Heldenstandrede zu laufchen, fragte arbeitet, sich in Waffe dem Sozialismus in die Arme war es bald um meine eigene Sauftmuth und Friedfertigkeit ich halblaut: werfen werde. geschehen, aber ich wollte nicht unterbrechen. Dies that dann Jemand anderes. werden • " Sie haben wohl schreckliche Erinnerungen aus Ihren Feldzügen mitgebracht?" Es war mir bekannt, daß- ich darf ihn nicht nennen daß Herr von X in mehreren Kriegen mitgefochten. Erzählen Sie." Er schüttelte den Kopf. Vergeffen wollte ich," mur melte er. " Ich bitte Sie darum." Ach, ich bitte Sie, wie sollten denn die Menschen jemals solche Engel werden? Wie soll denn so viel Friede und Güte alle Herzen füllen? Und ist die Predigt: liebet einander" etwa neu? Wird sie nicht von allen Kirchen gepredigt, jedenfalls weit vernehmbarer als von den obskuren Friedensfreunden und doch, mit wie wenig Erfolg? Beweist das nicht klar, daß es der menschlichen Natur un möglich ist, allen Groll zu ersticken, ohne Streit zu leben uns find." und von allumfaffender Liebe zu überfließen..." " # Man lese nur die giftigen Artikel, die das HauptBourgeoisblatt Frankreichs, der" Tenips", gegen die deutschen Sozialdemokraten bringt, und in denen die sozialistischen Kandidaturen in Elsaß Lothringen bekämpft werden. Und der" Temps" ist noch das anständigste" der franzöfifchen Bourgeoisblätter und vergleichsweise liberal. Die Angriffe der monarchistischen und klerikalen Blätter - von den boulangistischen gar nicht zu reden- sind noch weit giftiger und knotenhafter. Dagegen sind die französischen Patrioten" mit unseren Mordspatrioten sehr zufrieden. Spielen diese doch das nämliche Spiel und haben bie Chauvinisten hüben und drüben doch ein Komgagniegeschäft. " Gut. Aber ein ander Mal, wenn wir mehr unter Unterdessen war der Panegyriker des Krieges doch Das ist auch gar nicht nöthig," rief einer von den niedergestimmt worden. Auf seinen lebhaft ausgedrückten unseru. Der Groll soll nur weiter gähren, aber nicht Wunsch, es möge bald losgehen", damit er Gelegenheit gegen den Grenznachbar, sondern gegen das Unrecht aller habe, die schönen Erinnerungen zu sammeln, da hieß es doch Orten; der Streit braucht nicht aufzuhören, nur anders von allen Seiten:„ Der Himmel sei vor! Solch' ein Riesen Zur Ueberwachung der Sozialdemokratie in der Maunheimer, Voltsstimme" soll er geschlichtet werden, als durch Kolbenschläge. Und unglück wie der nächste Millionenkrieg! Nein, nein, darin Armee. Die Maunheimer Volksstimme" schreibt: Wieder der Frieden durch Zufall" wurden uns gestern zwei Blättchen auf alle Welt zu lieben, das verdient alle Welt" wahrlich find alle einig die Regierungen voran nicht! Aber auf den Haß, den organisirten, zum blind muß erhalten werden." ( Fortjehung folgt.) unferen Redaktionstisch geweht, die streng vertraulich von Varteigenoffen! einem badischen Bezirksamt unserer allernächsten Nähe im Auftrag der Militärbehörde versandt wurden. Sie sind lithographirt und haben mit Weglaffung von Ort und Datum folgenden Wortlaut: Nr.. Der alph. Liste vom Jahr 189, geb. am. Der Zivilvorsigenden sd str Ersatzkommission der 004) den an 189. Heute ist der lehte Sonntag vor der Wahl! Benutzt Eure Muße, um auf's eifrighte für die Wahl der Randidaten unserer Partei zu agitiren! druck ihrer Organisation gewonnen hat, den Euch das all- die gemeine Wahlrecht gewährt. In mehr als einem Sinne tämpft Parteinachrichten. Ihr also auch für uns Desterreicher. Zwei Millionen fozial- Bei dem polnischen Parteigenoffen Silvester So3na demokratischer Stimmen in Deutschland dürften denn doch in 3 abrze( Oberschlesien) beschlagnahmte die Polizei eine An auch den Staatsmännern" Desterreichs die Frage nahe legen, zahl Flugblätter. Die Hoffnung der Gegner, daß das ihnen bei ob sie auf die Dauer die Macht haben werden, einen so riesigen der Wahl nüßlich sein würde, ist natürlich eitel Dunst. Mehr Theil des Volkes mit Gewalt niederzuhalten und mundtodt und mehr begreift auch der arbeitende Pole, daß er von der zu machen. alten Gesellschaft nur noch Uebles für sich zu erwarten hat und So sehr wir aber den Wunsch haben, Euren Rampf zu daß die Sozialdemokratie die einzige Partei ist, der er sich zuunterstützen, so ist in Auspruch genommen Kraft der jungen Organifir im stande dazu. Die ganze wenden kann, wenn er seine Lage gründlich verbessert wissen will. durch die Agitation zur Erringung desselben Wahlrechts, welches mit Erfolg auszunüßen Ihr alle Bruderparteien gelehrt habt. Mittel der den Herrn Zivilvorſchenden der Erfahkommiffion mehrfache, der Arbeiterschaft aufgedrängte Lohntample in An- Die Reichstagswahlen. Bertraulich! Ich ersuche ergebenst um baldgefällige vertrauliche Gr hebung und Mittheilung, ob Rubritat etwa a) eine gewisse Führerrolle innerhalb der sozialdemokra tischen Partei eingenommen hat oder als zielbewußter Bertreter ihrer Lehre gilt, oder b) unter sozialdemokratischem Einflusse oder in gewiffer Fühlung mit dieser Partei steht. A Gr. Bezirksamt Vertraulich. 189. ben Das Ersatzgeschäft pro 1893, betr. Das Bezirkskommando der Gendarmerie dahier wird veranlaßt, vertrauliche Erhebung und Meldung darüber zu machen, ob die unten verzeichneten, beim diesjährigen Erſaßgeschäft für tauglich befundenen Militärpflichtigen etwa a) eine gewisse Führerrolle innerhalb der sozialdemo fratischen Partei einnehmen oder als zielbewußte Bertreter ihrer Lehre gelten, oder b) unter sozialdemokratischem Einflusse oder in gewisser Fühlung mit dieser Partei steheur? Alph. Liste pro 1893 Nr. Diese liebevolle Fürsorge der Behörden für die Angehörigen unserer Partei! Sicherlich werden diejenigen, so auf die schwarze Lifte kommen, in der Ferienkolonie mit besonderer Zuvorkommenheit und Rücksicht behandelt, damit sie ihren Irrthum einsehen und bekehrt und gebessert als. Stüßen der heiligen Ordnung in das bürgerliche Leben hinaustreten. Oder glaubt jemand etwa, daß dahinter eine andere Absicht stecke? spruch genommen. Wenn wir uns also damit begnügen müffen, Euch einen fleinen Betrag für Guren Wahlfonds zu Vorsicht bei der Stimmzettel- Vertheilung! Die amtüberweisen, so nehmt ihn einfach als Symbol dafür, daß die liche Statistik der Ergebnisse der Reichstagswahlen für 1890 weist flaffenbewußten Arbeiter Desterreichs gefchloffen an Guerer 17 Reichstags- Wahlkreise, darunter München 1 und Hamburg II, Seite stehen; als Symbol für das Volkerbündniß, welches die Desterreicher aller Zungen an die deutsche Arbeiterllaffe fnüpft nach, in denen auf mehrere sozialdemokratische Kandidaten Desterreicher aller Zungen an die deutsche Arbeiterklasse tnüpit nach, und welches sowohl älter als fester ist als die gebrechlichen Stimmen gefallen sind, obgleich in keinem Kreise im Jahre 1890, Alliancen der Diplomaten, und sie überdauern wird, weder offiziell noch privatim, neben dem eigentlichen Kandidaten Sieg der deutschen Sozialdemokratie! G3 lebe die internationale Verbrüderung der Arbeiter aller Länder! Mit sozial- noch ein anderer in Frage stand. Das merkwürdige Ergebniß ist demokratischem dail noftratif dem Gruß aber siencies ingen Sosial mit josial: tetiglich auf Fehler bei der Bertheilung der Stimmestel, wahrFür die Vertretung österreichischen Sozialdemokratie Schramm L. Reumann. Das Wahlrecht in Gefahr. Uns geht folgende Be" fcheinlich auf Verwechselung der Packete oder auf Irrthümer des Druckers zurückzuführen. Die Genoffen mögen deshalb genau darauf achten, daß blos Stimmzettel mit dem Namen des im im Wahltreife aufgestellten Kandidaten vertheilt werden, und die Wähler befönders auffordern, den Stimmzettel vor der Abgabe auf seine Richtigkeit zu tontrolliren. Dies wird sich auch aus anderen Gründen empfehlen. richtigung zu: Aufgrund des§ 11 des Gesetzes über die Presse ersuche ich die Redaktion um die Aufnahme folgender Berichtigung; 192011 Die, in dem Hauptblatte des Vorwärts" vom heutigen Datum( Nr. 184) enthaltene Nachricht, es sei das Berliner it die Militärvorlage so schlecht, wie die Verse, die Polizeipräsidium amtlich oder unter der Handaufgefordert zu ihren Gunsten gemacht werden, muß jeder gegen sie stimmen. Ist die Militärvorlage so schlecht, wie die Verse, die worden, über die Wirkung sich zu äußern, welche eine Ab- uns liegt„ Ein neues Lied für die Reichstagswahl 1893" in anderung des allgemeinen Wahlrechts haben würde", ent behrt 16 Strophen vor. Wir wollen zur Erbauung unserer Leser zwei 16 jeder thatsächlichen Begründung ing unferer Leſer zwei Strophen hier abdrucken: Berlin, den 10. Juni 1893. Der Königliche Polizeipräsident. v. Richthofen. " Ja," sprach da der alte Friße, Seine Augen sprühten Blige: Mir wär' das wohl nicht, passirt. Wären mir die Kerls gekommen, Sätt ich meinen Stock genommen, Hätte sie nicht schlecht trattirt!" 19 si O) " Friedrich", sprach der Heldenkaiser, Dieser Freifinn wird nicht weiser, Jo Braver nicht der Sozialist. dishmag Auch ich bin betrübt darüber, Daß ein solcher Mann wie Lieber Heut in Deutschland möglich, ist. Ein Arbeitsamt in Oesterreich. Die Studien über die Errichtung eines Arbeitsamtes in Desterreich werden, Herr Lieber scheint seinen Umfall in der Militär vie das offiziöse" Fremdenblatt" schreibt, im Handelsvorlage vorzubereiten, er hat unlängst Dr. Porsch, früheres ministerium mit Eifer fortgesezt und wohl in nicht allzu Borstandsmitglied der Zentrumspartei, das er hinaus ferner Zeit in einem Organisationsplane für dieses Amt drängte, in Ems besucht und recht freundschaftlich mit ihm ihren. Ausdruck finden. Das Arbeitsamt soll in erster verkehrt. Herr Lieber gehört zu den Beuten, die alles be- Linie alle Daten sammeln und sichten, die sich auf die weisen können. Er stimmte gegen die Militärvorlage, weil Bewegung der Arbeiter und der Arbeitslöhne beziehen, sonst das Zentrum auseinanderfallen würde, vielleicht und hierdurch ein deutliches Bild der wirklichen Arbeitsstimmt er binnen Monatsfrist für dieselbe, um den zer- und Arbeiterverhältnisse gegeben werden. Damit diese Daten Aus Hamburg wird uns unterm 9. Juni geschrieben: Als borstenen Thurm wieder zusammenzuflicken. Wir haben nie in ausgedehntesten Maße den wirklichen Verhältnissen ent Randidaten zur Reichstagswahl sind nun von den vereinigten im Ernste an die Opposition des Herrn Lieber geglaubt. sprechen, sollen dieselben nicht wie bisher durch Umfrage bürgerlichen Barteien, nationalliberal und freistunig, definitiv und Sammlung bei den politischen Behörden oder im Wege aeisz, Rheder, für den ersten, v. Giden, Tabalfabrikant, Die Welfen und der Herzog von Cumberland. der Handelskammern beschafft werden, sondern es sollen für den dritten und Menzel, Drechsler, für den zweiten WahlDer Kandidat der Deutsch Hannoveraner( Welfen) eigene und geeignete Persönlichkeiten in die Industriebezirke freis aufgestellt. Griterer ist nationalliberal, die beiden anderen v. Dannenberg in Hannover erklärte in öffentlicher entfendet werden, welche auf grund unmittelbarer An- zählen zum Freifinn. Die Antisemiten stellen in allen drei WahlVersammlung, eine bestimmte Stellung habe der Herzog schauung und Erforschung die nothwendigen Daten erheben. sozialen in derselben Weise den früheren Bürgermeister von Ottensen freifen als Bähltandidaten einen Herrn Ra a b und die Christlichvon Cumberland zur Militärvorlage zwar nicht einn dieser Weise hofft man eine Arbeits- und Arbeiter Lenten auf. Die Sozialdemokratie sieht in Hamburg der genommen, aber seine Parteifreunde würden event. a u ch statistik zu erhalten, aus denen man den fattischen Stand Wahl ruhig entgegen. Unser bisheriger Reichstagsabgeordneter gegen den Willen bezw. die Ansicht des mit größter Sicherheit zu erkennen vermögen wird. für den zweiten Wahlkreis, Die B, ist bereits hier eingetroffen Herzogs handeln. Die Welfen in Opposition gegen Schlußfolgerungen für das praktische Leben aus einer und wird in den nächsten Tagen seine Wahlrede halten; ebenfo the angestammtes Herrscherhaus", das ist die neueste Er- solchen richtigen Statistik zu ziehen, wird sich bald Bebel, der den ersten Kreis vertrát. Dieser Kreis tönnte vielleicht scheinung auf dem politischen Schauplaze. So sehr wir die ergeben, denn der Stand der Arbeit in einzelnen Industrie- Bedenken erregen; doch ist anzunehmen, daß die Lücke, welche die feste Saltung der Welfen anerkennen, so muß doch auch zweigen wird sich durch Arbeiterzahl, Arbeitsdauer, Lohn ris, durch den Nachwuchs der letzten Jahre mehr als ausgeglichen Cholera- Epidemie im vorigen Jahre in die Reihen der Arbeiter fonstatirt werden, daß dieser Widerstreit der Standpunkte und deren Schwankungen sehr genau bestimmen lassen ist. Mes ger, Bertreter des dritten Wahlkreises( Vororie und gegen den weiteren Bestand der deutsch- hannoverischen und zu der Erfenntniß führen, daß die Arbeitsbedingungen Landbezirke), ist leider so schwer erkrankt, daß er an der WahlBartei spricht. Der Herzog von Cumberland scheint that höchst ungesund find. Die Zusammenstellung einer solchen agitation nicht hat theilnehmen können. Desto eifriger wird sie sächlich als deutscher Bundesfürst" sein Wort für die Statistik bedarf vieler Arbeit, und es dürfte daher noch für ihn von anderen Genossen betrieben.. Militärvorlage eingelegt zu haben. Daß dies ohne Erfolg längere Zeit dauern, bis die vollen Ergebnisse zu erzielen Aus Magdeburg wird uns berichtet: Die Aussichten find war, ist eine doppelte Blamage für den Cumberländer. möglich sein wird und eine noch längere, bis jenes Resultat bier sehr gut, troßdem uns tifolge des Boykotts nut fleine Sale Die Querköpfe an der Arbeit. Dr. Konrad Küster amte erwartet: die Schaffung der kontinuirlichen Arbeit der Nationalliberalen, sowie der freisinnige Kandidat, politisch sich ergeben wird, das die Industrie von einem Arbeits zur Verfügung stehen. Zudem ist der Prof. Paafche, Kandidat macht in der Allgemeinen Universitäts- Beitung" einen im Gegensage zur jetzigen beliebten Manier des Schwung eine Null. Ersterer hat durch seine vielseitigen politischen UnVorschlag zur Aenderung des Reichswahlrechts, den er haften und Ueberstürzten einerseits und des Mangels an schauungen ja sogar die Entrüstung der Kreuz- Zeitung" hervorselbst als das Ei des Kolumbus bezeichnet. Dr. Küster Arbeit und der plöglichen Stockung derselben anderseits, verlangt, daß die Stimme eines Wählers, der sein Wahlgerufen. Ferner sind die Antisemiten Bachler und Förster nicht In dieser Darstellung findet sich eine ebenso treffliche einmal dem Schicksal entgangen, in hiesigen antisemitifchen rungskandidaten gerechnet wird, ugunsten Regie- stritit recht unentschuldigt nicht ausübt, zu gunsten eines Regie Kritik der Arbeiten unserer Neichskommission für Arbeiter Bersammlungen gründlich abgeführt zu werden. Den Kreis statistik wie ein nachahmenswerther Plan eines Arbeits Wansleben hoffen wir troz aller an die Riefelfelber geamtes, daß objektive jozialstatistische Daten sammeln will. mahnenden Flugblätter berer um Benda im ersten Wahlgang zu nehmen. Desterreich scheint uns eben wie in der Arbeiterschutz- Gesetz gebung, auch in der Sozialstatistik überflügeln zu wollen, Der Herrfurth'sche Erlak bezüglich der Anwesenheit der was die geschäftigen offiziösen Federn aber nicht hindern in anderen Kreisen Wahlberechtigten im Wahllokale ist dem wird, weiter auszupofaunen, daß wir an der Spize der Herrn Landrath Stubenrauch recht unbequemt, wie aus seinem Sozialreform marschiren. slaan alle Wahlvorsteher des Kreises Teltow unterm 6. Juni O sergangenen Birkular zu ersehen ist. Nachdem er seinen Wunsch ausgesprochen hat, daß sozialdemokratische Vertrauensmänner, Die Bewegung für das Recht auf Arbeit in der welche noch nicht 25 Jahre alt sind, aus dem Wahllokale ge Schweiz. Für den in die Bundesverfassung aufzunehmenden wiesen und von ihnen der Nachweis der Wahlberechtigung ge Grundfag des Rechtes auf Arbeit hat die sozialdemokratische fordert werden solle, heißt es dann weiter: Partei bis jetzt über 42 000 Unterschriften gesammelt. Für Des die Initiative dazu sind 50 000 nöthig.rechtigten neueren mache ich darauf aufmerksam, daß den Wahldie Anwesenheit im Wahllokal ge= stattet ist und daraus irgend welche Ver Homerule und der Arbeiterschuh in Irland.pflichtung für den Wahlvorstand zur Gestellung Die Wortführer der nothleidenden Landwirthschaft find noch immer nicht die Aermsten im Lande, wie die folgen den Daten zeigen, die wir der Zeitschrift" Freiland" ent nehmen. Es gehört an Bodenfläche in tunder Summe dem Fürst von Ples. Hohenzollern- Sigmaringen. Herzog von Braunschweig Sektare 70 000 60 000 40 000 Furst Hohenlohe Dehringen. 39 000 Prinz der Niederlande 85.000 Herzog von Ratibor 84 000 Graj Schaffgotsch 31 000 Fürst Thurn und Taxis 24 000 O Herzog von Sagan 23 000 Graf Hendel Donnersmark 23 000 25.000 Herzog von Dessau 22 000 do 22 000 22 000 Prinz Friedrich Karl von Preußen. Prinz Biron von Kurland Graf Brühl Solms- Baruth Fürst Wernigerode. • Putbus Graf Sayfeld Fürst Radziwill Bismarc 22 000 19.000 19.000 18.000 16.000 11 000 10 000 Pring Reuß. Die Parteivertretung der österreichischen SozialDemokratie hat an den Parteivorstand der Sozialdemokratie Deutschlands folgendes Schreiben gerichtet: 02 abzulehnen. " ein Amendement Whiteley's zum§ 3 der Homerule- einzelner Parteien nicht bergeleitet werden kann. Bill ab, wonach die irische Legislatur sich nicht Sollte daher seitens der sozialdemokratischen Partei wie in auf Fabriten, Werkstätten und Bergwerfe einschließlich der früheren Jahren so auch diesmal ein ähnliches Gesuch an den Regulirung der Arbeitsstunden in denselben erstrecken solle. Wahlvorstand gerichtet werden, ist dasselbe ohne weiteres Das Amendement wurde seitens der Regierung befämpft. Endlich bemerte ich noch, daß Euer p. p. in Ihrer EigenGorft glaubt, angesichts des Umstandes, daß der Gegen- schaft als Wahlvorsteher in dem Wahllokale das Haus recht ftand eine internationale Frage sei, wäre es unbequem, bejizen und daher berechtigt find, alle Personen, welche wenn derselbe von zwei separaten Legislaturen behandelt fich irgendwie lästig oder hinderlich machen, würde. eventuell mit Gewalf aus dem Wahllotale entfernen zu lassen." Spanisches. Am Freitag sollen, nach Meldung des Wolff'schen Telegraphenbureaus, in Valencia anarchistische Unruhen ausgebrochen sein. Außer der Verhaftung mehrerer Personen wird über Umfang und Ausgang der Bewegung nichts gemeldet. Nur dem Buchstaben, nicht aber dem Geiste nach, will der schneidige Herr Stubenrauch die Herrfürth'sche Verordnung durchführen, er will allen Parteien zwar volle Freiheit lassen, der Sozialdemokratie aber eine ungünstige Ausnahmestelle schaffen. Sein Hinweis auf das Hausrecht scheint uns die Sicherung des Wahlrechtes in Frage zu stellen. Herr Stubenrauch handelt mehr als fonservativer Parteimann, wie als Beamter, der des Grundfazes stets eingebent sein soll, daß alle Preußen vor dem GeParteigenoffen! Liebe Kampfesbrüder! Die Augen der proletarischen Parteien der ganzen Welt find auf den Kampf gerichtet, ben die deutsche Sozialdemokratie Deutsch- amerikanische Zollverhältnisse. Der Newfür die Befreiung der Arbeiterschaft der ganzen Welt führt. Yorker Tribune" geht aus Washington, die Mittheilung feze gleich sind. Enger aber noch sind die Bande, welche die österreichische zu, daß eine große Zahl Kongreßmitglieder gegen eine Sozialdemokratie an die deutsche knüpfen, und in guten und Menderung der Bestimmungen der Mac Kinleybill zum Vorbösen Tagen haben uns gleichartige Verhältnisse zu Schicksalsgenoljen gemacht. Go ist es selbstverständlich, daß wir die theile Deutschlands stimmen werde, falls die Nachricht, daß Riefenarbeit, welche Ihr zu leisten habt, mit unseren heißen feitens deutscher Handelstreibenden eine Petition an den Wünschen begleiten, umfomehr, als die Arbeiterklaffe Defter Reichstag um Erhöhung der Zölle auf amerikanische Prove reichs rechtlos dasteht und nicht einmal jenen politischen Aus- Intenzen eingereicht werden folle, sich bestätige. meldet aus Konstanz, daß dort in den Wahlliffen fämmtliche Bahlmeister in der Wählevliste! Die Volts- Zeitung" Bahlmeister des daselbst garnisonirenden Regiments als Wähler figuriren. Selbstverständlich haben diefelben als aktive Militärperfonen kein Wahlrecht. Es wäre interessant, zu erfahren, wie ein solcher Irrthum( 3) entstehen konnte.comis Für den Inhalt der Inserate über. nimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung Theater. Sonntag, den 11. Juni. Opernhaus. Bastien und Bastienne. Montag: Der Troubadour. Neues Theater. Basantasena. Montag: Die Maler. Die Schulreiterin. Berliner Theater. Dora. Mantag: Graf Waldemar. Deutsches Theater. Der Talisman. Montag: Fauft. Friedrich- Wilhelmstädt. Theater. Angot, die Tochter der Halle. Montag: Dieselbe Vorstellung. Königl. italienischer Circus Ernesto Ciniselli. Stadtbahnstation Zoologischer Garten. Heute, Sonntag, den 11. Juni 1895: 2 gr. Vorstellungen, 2 um 4 Uhr Nachmittags und 8, Uhr Abends. !!! Zu der Nachmittags- Borstellung hat jeder Erwachsene das Recht, ein Bind frei cinzuführen. In der Nachmittags- Borstellung: Der gestörte Engländer, Hochkomische Pantomime mit Ballet, ausgeführt vom gesammten Damenund Herrenpersonal. Abends 8 Uhr: Wiederholung der mit so außerordentlichem Beifall aufgenommenen Unserm Vorsitzenden, Propfenbruder| und Großgrundbesitzer Karl Mahlo zum morgenden Geburtstag ein donnerndes Hoch. 353b Neue Welt. Hasenhaide, Bergschloss- Brauerei. Hente, Sonntag, 4 Uhr Nahm.: Biropfenverein Wedding. Finsterbusch- Konzert. Feuerwerk. Zum Erntefest fommen wir Alle. Tischler- Verein. Den Mitgliedern zur Nachricht, daß Geschwister Neiss, Tanzseil. Allison Truppe, Afrobaten. The Moras, Elly u. Erny, Gebr. Richards, Geschw. Blanche, Mujit- Phantasten. Miniaturtänger. Matrosenspiele. Luftpotpourri. Mademoiselle Corini, Velociped. Mr. Paolo, Kraft- Jongleur. D 1 Ball. D Entree 25 Pf., im Vorverkauf 20 Pr.- Mittwoch: Kinderfest. das Mitglied A. Rothe, Prinzen- Pantomime: Der Dorfbarbier. straße 80, am 9. Juni im Alter von 46 Jahren gestorben ist. Die Beerdigung findet Montag, den 12. Juni, Nachm. 6 Uhr, von der Leichenhalle des St. Michael Kirchhofes, Hermannstraße, aus statt.[ 354b] Der Vorstand. 0 Beerdigungsverein Berliner Zimmerleute. Die Beerdigung des verstorbenen Mitgliedes Heinrich Petersen findet Clown- u. Komiker- Vorstellung. Sonntag, den 11. d. Wis., NachBroll's Theater. Die Hochzeit des Vorführen der bestdreffirten Schul- und halle des Martus Kirchhofes in Wil: Figaro. Montag: Diefelbe Vorstellung. Viktoria Theater. Frau Venus. Montag: Dieselbe Vorstellung. National Theater. nichts. Der Lauge Adolf Eruft- Theater. Der Schwvie gerpapa. Montag: Diefelbe Borstellung. Meranderplah- Theater. Die Direk trice. Vorher: Gringoire. Winter- Garten. Spezialitäten- Bor stellung. Apollo Theater. Borstellung. Spezialitäten Theater der Reichshallen. Spezia litäten Borstellung. Baufmann's Variété. SpezialitätenVorstellung. Gebrüder Richter's Variété. Spe. zialitäten- Borstellung. National- Theater. Gr. Frankfurterstr. 132: Doppel- Vorstellung zu einfachen " Preisen. Der Taugenichts", Lustspiel in 4 Atten nach dem Franzöfifchen.( Inhalt der gleichnamigen Operette). General Graf von Morin, Pair von Frankreich Friz Schäfer. Eduard, sein Sohn Hermann Schwendle. Gräfin Morin, dessen Tante Birot Negoziant Madame Meunier Elife Louis Hermine Pögner. May Samst. Louife Wexel. Hedwig Bertrand. deren Enkel Martha Bachow. Hilaire, Kammerdiener Hans Hermes. Jean Francoise Diener Ernst Großmann. Paul Friedrich. Sierauf: Berlin bei Nacht. Große Posse mit Gefang und Tanz in 2 Alten von Anton Anno. Raffenöffnung 3 Uhr. Anfang der Borstellung 71/2 Uhr. Im Garten: Gr. Konzert u. Spezialitäten- Vorstellung erften Ranges. Größtes Spezialitäten- Programm der Residenz. Auftreten von Chansonetten, Gängerinnen, Tänzerinnen, Clowns, Soubrett., Romifern 2c. 2c. Montag, Voltsvorstellung: Die Zieder des Musikanten. PassagePanopticum. Neu: Blaue Grotte. Neu: Geistertisch. Das Wunderpferd. Zäglich 6-10: Spezialitäten Theater 3 In beiden Borstellungen Reiten und mittags 1/2 Uhr, von der LeichenFreiheitspferde, sowie Auftreten der helmsberg statt. vorzüglichsten Künstler und Künstle: 359b rinnen. Morgen, Montag: Große Extra- Bor ftellung. Ernesto Ciniselli, Direktor. Castan's Panopticum. Neu: Der Tod als Erlöser. Neu: Die Schreden des Meeres. Bauern- Aufstand! Illusionist. Vorstellungen. Schreckenskammer. Irrgarten.EN- BRAVEN DRICHSHAIN AktienBrauerei Friedrichshain am Königsthor. Heute Sonntag: Grosses InstrumentalKonzert, W. Böhme. Anfang 4 hr. Eintritt 30 Pf. Kinder frei, Der Vorstand. Danksagung. Allen Freunden, Genossen und Ge Treptow. Bender's Restaurant. Neue Krug- Allee. Jeden Sonntag Tanz. Am 1. und 2. Pfingsfeiertag: 3 Minuten hinter dem Baradies- Garten Früh- Konzert Kaffee- Küche( Liter 60 Pf.), 3 Kegelbahnen. und Tanz. 4183L* Treptow. Restaurant„ Zum Karpfenteich Gr. Konzert u. Spezialitäten- Vorstellung. Herrn Fritz Sydow, ſowie Jeden Sonntag und Mittwoch: Auftr. bel. sämmtl. Spezialitäten 1. Ranges. Entree frei. Hermann Otto. Park Jeden Sonntag von Nachmittags 4 11br. Konzert und Bail. Ausschank v. Weiss- u. Bairisch- Bier. Treptow, strasse. E noffinnen für die vielen Beweise der Bade's Volksgarten. Die Kaffeeküche ist geöffnet. Liebe und Verehrung, sowie für die reichen bei gung meines lieben Blanned, unfetted guten Baters Heinrich Kraft fagen wir hierdurch unseren tiefgefühltesten Dant. Frau Minna Kraft nebst Kindern. Treptow Restaurant W. Jacob Köpnicker Landstr., a. d. Verbindungsb. Ausschank der Berliner Bockbrauerei. 363b ff. Lagerbier 0,4 Lit. 15 Pf., Münchener 0,4 Lit. 20 Pf. 6 Kegelbahn. Kaffeeküche Kaufmann's Variété Treptow. ,, Park- Schloss" Am Stadtbahnhof Alexanderplatz. Im prachtv. Sommergarten täglich Gr. Garten- Concert und Spezialitäten- Vorstellung. Bei ungünstigem Wetter findet die Vorstellung im Saale statt. Anfang: Sonntags 6 Uhr. Wochentags 8 Uhr. Entree 30 Pẞf. Grösster Garten. 11 Kegelbahnen. Tanz. Volksbelustigungen aller Art. Jeden Sonntag: Konzert. NB. Der neuerbaute Saal, 1000 Personen faffend, ist zu Feitlichkeiten 2c. an Vereine und Gesellschaften zu vergeben. . Lagerbier 0,4 Liter 15 Pf., Pfungstädter 0,4 Liter 25 Pf. den 11. Juni cr.: Schloß Zum Sternecker. Sonntag, Weißensee. Nachtfahrt des Luftschiffers Herrn Herzberg mit seinem Depeschen- Ballon 4355 L bei elektrischer Beleuchtung durch Atkumulatoren. Auffahrt 91/2 Uhr. Auftreten der preisgekrönten Thurmfeilkünstler Gebr. Behrwäll. Schweizer- Garten Gr. Feuerwerk. Volksbelustigungen. Ball. Die Gulen am Königsthor. Täglich: Concert, Theater und Spezialitäten- Borstellung. Programm unentgeltlich. Geschwister Rigoli, Familie Carlo, Neu! Berliner Volksmusik Neu! Mr. Famera, Max Grabow, Gebr. 48482 Dissenato, Emma Lucas, Potpourri. Dienstag: Konzert der 1. Garde- Drag. Troupe Columbia und Gebr. Vercroa. Eintritt 10 Pf., Kinder frei. Jm Saale: BALL.[ 4199L Programm unentgeltlich. Jeden Freitag: Militär- Frei- Konzert. Ostbahn- Park am Rüstriner Plaz, ( Hermann Jmbs) Rüdersdorferstr. 71, am Ostbahnhof. Konzert, Täglich: Theater u. Spezialitäten Vorstellung. Pantomimisten- Truppe Garetton, urfom. Tarameter- Droschkenfahrt, Mr. De Dolfs, Neger- Erentric 2c. Boltsbelustig. jeder Art. 4 Kegel bahnen zur Verfügung. G ratweil'sche Bierhallen. Kommandantenstr. 77-79. Täglich: ohne Extra- Entree. Auftreten der Leipziger Sänger W. Noack's vom Kryftall- alat. B. Morig Moritz Etablissement Blas. Buggenhagen. Blas. Täglich: Juftrumental- Bauert. Großer Frühstücks- u. Mittagstifd. Spezial- Ausschant von Patenhofer Lagerbiet, hell und dunkel. An Sonn- und Fetagen findet das Konzert in den oberen Sälen statt. Entree Wochent. 10 Pf. Sonnt. 25 Pf. Säle für Versammlungen, Rommerje, Festlichkeiten 2c. Moabiter Gesellschaftshaus. Alt- Moabit 80 und 81. Täglich: Anjang 4 Uhr. Ostbahn- Park Am Küftriner Plak. Am Küßtriner Plak. Hermann Jmbs. Rüdersdorferstraße 71, am Ostbahnhof. Konzert, Theater- und Täglich: Spezialitäten- Vorstellung. Pantomimisten- Truppe Garetton, urfomische Tarameter- Droschkenfahrt. Mr. De Dolfs, Neger- Evcentrics etc. Volksbelustigungen jeder Art. 4 Kegelbahnen zur Verfügung. Kaffee- Küche geöffnet Sonntags 2-5, Wochentags 2-6. Th. Keller's Hofjäger, * Hasenhaide, BergmannstrassenEcke. Heute, Sonntag, den 11. Juni 1893: Grosses Garten- Konzert und Ball. 51/20 Marionetten- Theater: Grosse Vorstellung. Volksbelustigungen. Anfang 4 Uhr. Entree 15 Pf., im Vorverkauf 10 Pf. A. Frölich. Mittwoch, 14. Juni: Großes Kinderfest mit Gratis Verloosung. Donnerstag, den 15. Juni: Großes Extra- Militär- Concert. Spandauerberg- Brauerei Jeden Sonntag: Militär- Konzert, Volksbelusti gungen etc. Westend bei Charlottenburg. Bequemste Verbindung Jeden Donnerstag: mit der Stadtbahn, Beste Küche. MonstreFeuerwerk Gesundbrunnen. und Theater- und SpezialitätenVorstellung, fowie Concert. Weimann's Volksgarten, sente, Sonntag, v. 4 Uhr ab: Entree 30 Bf., refervirter Blat 50 Bf Militär- Doppel- Konzert beraber Haustapelle. Parteigenoffen empfehle mein schön Artisten- Vorstellung: Roloſſalmensch Löther als Bauline! Erfolg: eingerichtetes Lokal zum gefälligen Be- Roloffaler Erfolg: Mr. Clermont mit seiner dressirten Menagerie. Im Saale: Großer Ball. Volksbelustigungen aller Art. Entree 25 Pf. 4358 L Montag: Volts- und Kinderfest Zukunft II". 4127L* Helmuth Peters. Concert- und Gesellschafts- Säle Wochent. 71/2 Uhr. Entree 10 fuch. Vereinszimmer als Zahlstelle für Brunnenstraße 16. Heute, Sonntag, fowie täglich im schönen großen Garten: Konzert, Theater und Spezialitäten- Vorstellung. Auftreten von Künstlern I. Ranges. Sonntag während der Pause, sowie 361b nach der Vorstellung: Grosser Ball. Gründer's Festsäle ( früher Mundt) Köpenickerstrasse 100. An größere Vereine gebe auch Sonnabends meinen größten Saal für Bälle ab. NB. 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Auch Sonntags. 39812 Sachen täglich unter Tage verkauft.* Berantwortlicher Redakteur: Wilhelm Schröder in Berlin. Druck und Verlag von Maz Bading in Berlin, SW, Beuthstraße 2, Hierzu zwei Beilagen. 1. Beilage zum ,, Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 135. Wählt die Kandidaten der Sozialdemokratie! I. Wahlkreis: Schneidermeister August Täterow. II. Wahlkreis: Richard Fischer. III. Wahlkreis: Kaufmann Ewald Vogtherr. IV. Wahlkreis: Kaufmann Paul Singer. V. Wahlkreis: Klavierarbeiter Robert Schmidt. VI. Wahlkreis: Schriftsteller Wilhelm Liebknecht. Nieder- Barnim: Rechtsanwalt Arthur Stadthagen. Sonntag, den 11. Juni 1893. 10. Jahrg. nicht vom neuen Reichstage angenommen werde, Arbeiter den Krieg bis aufs Messer( sein eigener Ausdruck!) entlassungen stattfinden würden. Auch sollen Beamte der kaiser- predigt. Trotzdem aber wird der Tischler Jordan aus Cassel am lichen Werft Arbeitern, die bei ihnen um Afford vorstellig Tage der Wahl eine stattliche Stimmenzahl auf sich vereinigen. wurden, entgegnet haben:„ Erst geht zur Wahl und dann kommt Es kommt hier wahrscheinlich zur Stichwahl zwischen dem Kanwieder; wir wollen erst den Ausgang der Wahl abwarten." didaten der Agrarier und Liebermann. Sollten wirklich Beamte der kaiserlichen Werft, was wir nicht annehmen mögen, sich derartiger ungehöriger Agitation schuldig gemacht haben, so haben sie einfach das politische haben sie einfach das politische Wissen der Wilhelmshavener Arbeiter unterschätzt. Gleiche Stimmzettel sind zwischen der Sozialdemokratie und den Nationalliberalen und Freisinnigen auch in Erfurt vereinbart worden. Die Antisemiten, deren amüsanten Kandidaten Jacobstötter die Leser des Vorwärts" neulich kennen zu lernen Gelegenheit hatten, haben natürlich noch nichts davon verlauten lassen, ob sie sich dem löblichen Vorgehen der genannten Parteien anschließen werden. " theilung gemacht, daß seit der Auflösung des Reichstages unsererAus Neubrandenburg wird uns die befremdliche Mitseits noch fein Flugblatt vertheilt und keine Versammlung abgehalten worden sei. Hoffentlich ist diese Nachricht unzutreffend. " Teltow- Beeskow- Charlottenburg: zu sein, genöthigt find, ihren Ueberzeugungen Zwang anzuthun, mit ihm den Saal zu verlassen, und unterbrach durch lauteś Gastwirth Fritz Zubeil. Die Reichstagswahlen. Landwirthe Dr. Lur schreibt der„ Magdeburger Volksstimme" aus Forst: Wahlkreis Sorau Forst. Unser Reichstags- Kandidat Die Stimmung hier ist ausgezeichnet. Am Sonntag habe ich auf dem Lande in zwei überfüllten Versammlungen gesprochen. Ein Konservativer suchte den Sonntagserfolg zu vereiteln, indem er sich seine Bauern zu einer eigenen Versammlung einholte. Dafür sind dieselben Bauern gestern 1% Stunden gelaufen, um den Die weitgehendsten eigenen Ansichten gestatten Berliner Sozialdemokratischen Kandidaten zu hören. Montag sprach ich Chefs ihren Handlungsgehilfen, wie aus folgender Thatsache standen auf Stühlen vor den Fenstern. Die Aussichten sind die hier vor 2500 Wählern, hunderte fanden keinen Einlaß und hervorgeht. Kommt am vergangenen Donnerstag ein um den Sieg der freisinnigen Volkspartei" im 5. Berliner Reichstags= besten. Wahlkreise sehr besorgter Herr, sagen wir Herr N. aus der Aus Ueberlingen in Baden berichtet der Offenburger Linienstraße, in ein Manufatturwaaren- Geschäft der Klosterstraße Boltsfreund":" Die Sozialdemokraten fürchten sich nicht vor und ersucht den Prinzipal des Hauses um Ueberlassung dem Teufel und auch nicht vor dem Herrn Vifar, wie Figura einiger Angestellten zur Erledigung von durch die Wahlen er zeigt. War da am Sonntag in dem zwei Stunden von hier forderlichen schriftlichen Arbeiten am Abend des kommenden entfernten Nesselwangen eine Zentrumsversammlung, die von Montags. Natürlich wird seinem Verlangen entsprochen und ca. 100 Personen besucht war. Trotzdem nur Gesinnungszwei Herren werden angewiesen, zur festgesetzten Zeit am genoffen eingeladen waren, gingen mehrere hiesige Sozialverabredeten Ort zu erscheinen. Man beachte dabei zunächst, demokraten dorthin. Als Referent trat der dortige Bikar daß Herr N. in seiner sozialpolitischen Naivetät sich berechtigt auf. Er schilderte in einstündiger Rede die Stellung glaubt, der Einwirkung der Chefs auf die Handlungsgehilfen des Zentrums. Hierauf meldete sich unser Genosse Benz sich zu versichern, um auf ihre Hilfeleistungen in den außer zum Wort. Da fam er aber bei der schwarzen Partei für halb der Geschäftszeit liegenden Mußestunden rechnen zu Wahrheit, Freiheit und Recht" schön an. Das Wort wurde fönnen. Man beachte ferner, daß der Chef nicht die ihm nicht ertheilt. Es entspann sich nun ein lebhafter Wortgeringsten Bedenken hegt, über die Freistunden seines Personals wechsel zwischen dem Genossen Benz und dem Vikar. Benz eigenmächtig zu verfügen, ohne sie darüber zu befragen, ob die durfte nicht reden; so ließ man denn Guttenberg aufmarschiren. zu verrichtenden Arbeiten auch nicht im Gegensatz zu ihren Die Genossen vertheilten in der Versammlung unsere Flugblätter. persönlichen Anschauungen ständen. Wir sind in der Lage, dem Hierauf eröffnete Benz einfach eine neue Versammlung, wurde Herrn N. hierdurch mitzutheilen, daß in diesem Falle in der aber vom Vikar, der auf die Bank sprang, fortwährend unterThat zwei Leute, die es sich zur Ehre anrechnen, Sozialdemokraten brochen. Der rabiate Geistliche forderte die Anwesenden auf, um sich nicht möglicherweise dem Verluste ihrer Stellungen aus Rufen fortwährend unseren Genossen. Als Benz ca. 20 Minuten zusetzen. Einem derartigen politischen Anstand der Berliner gesprochen hatte, wurde es auf einmal ruhig. Kein Bauer verließ Freisinnsgrößen, welche Heuchelei und Servilismus künstlich den Saal, sogar der Herr Vikar blieb da. Benz konnte in auszüchten, wird es mit zu verdanken sein, daß durch die steigende führlicher Rede unsere Ziele und Bestrebungen erläutern, ohne Erbitterung gegen diese aus der wirthschaftlichen Abhängigkeit unterbrochen zu werden. Am Schlusse seiner Rede wurde ihm sich ergebende moralische und intellektuelle Ab- von vielen Bauern für seine lehrreichen Ausführungen gedankt. Freisinnige Kandidaturen. In 210 Reichstags- Wahl- hängigkeit von der Kapitalistenklaffe die Handlungsgehilfen Mit dieser Zentrumsversammlung können wir zufrieden sein, freisen sind nunmehr Kandidaten aufgestellt worden, welche ent- am 15. Juni in gegen früher ganz ungeheuer vergrößerter Zahl das Volt am See wacht endlich auf. Es kommt um so schneller weder zur freisinnigen Volkspartei gehören oder zur füddeutschen zu dem allgemeinen Heere der Lohnarbeiterschaft, zur Sozial- zur Einsicht, je toller es die Klerisei in ihrem geistlichen" Volkspartei oder sich den Anschluß an die freifinnige Volkspartei demokratie, stoßen werden, und auf diese Weise protestiren werden Kampfe treibt. oder die freisinnige Vereinigung noch vorbehalten haben. Unter gegen derartige eines modernen Kulturmenschen unwürdige ZuPlanen i. V. Die Wahlbewegung ist auch in unserem den 210 Reichstags- Wahlkreisen sind 49 süddeutsche, 115 preußische Stände. Kreise, den 23. sächsischen, der bisher in den letzten Wahlen den und 46 aus anderen norddeutschen oder mitteldeutschen Staaten. Die Rowdynatur der Antisemiten trat wieder in einer bekannten Herrn Dr. Hartmann in den Reichstag entfendete, in Kandidaten der süddeutschen Volkspartei find in 30 Reichstags: Versammlung dieser Partei grell zu Tage, die in Gementvollem Gange. Unser Kandidat, Genosse Gerisch, hat in den Wahltreisen aufgestellt. Kandidaten der freifinnigen Voltspartei schleuse( Wahlkreis Landsberg- Soldin) abgehalten wurde. Die letzten Wochen in allen bedeutenden Orten des Kreises Versammoder Kandidaten, welche sich den Anschluß an die freisinnige Neumärk. 3tg." berichtet darüber:" An Schluffe meldete fich lungen abgehalten, die sämmtlich überaus zahlreich besucht waren Boltspartei oder an die freisinnige Vereinigung vorbehalten ein Sozialdemokrat, anscheinend noch ein recht junger und prächtig verliefen. Besonders imposant waren die unter haben, sind aufgestellt in 180 Reichstags- Wahlkreifen. Mensch, zum Wort. Da derselbe der Aufforderung, den Saal freiem Himmel abgehaltenen Versammlungen in Plauen, Delsnig Wahlvorbereitungen der bürgerlichen Parteien: Jm zu verlassen, nicht sofort Folge leistete, wurde er die Treppe und Schöneck. Hier hat uns die Saalabtreiberei feinen Schaden, Wahlkreis Löbau Ebersbach hat dessen bisheriger Ver- hinunter geworfen." sondern eher Nuhen gebracht, denn auch im größten Saale hätten treter, der nationalliberale Fabrikant Hoffmann- Neugersdorf, in letter Stunde eine Kandidatur wieder angenommen gegenüber Im Wahlkreis Liebermann's von Sonnenberg liegt nicht vativen Kreisblätter, die im übrigen den alten Lügenkohl über And Homberg in Niederhessen wird uns geschrieben: die Menschenmengen, die sich zu diesen Versammlungen drängten, micht Platz finden können. Mit saurer Miene müssen die konserdem Antisemiten Zimmermann. Im Namen der nationalliberalen und fonservativen Wähler alles fo, wie Herr Liebermann es wünscht. Hier hat der die Sozialdemokratie zum so und so vielten Male wieder in dem Oberamtmann Oldenburg einen Leipzig 3 gab Dr. von Haffe die Erklärung ab, dieselben Kandidaten aufgestellt, dessen Kandidatur den Liebermann'schen würden im Falle einer Stichwahl zwischen dem Sozial- ernstlich zu schaffen nacht. Herr Liebermann aber ist ein fehr demokraten und dem Antisemiten Liebermann von Sonnenberg gewandter Mann. Er trat dem Bunde der Land für letteren mit Leib und Seele" eintreten. wirthe bei und versichert in einem Flugblatte daß er die Bestrebungen des Bundes theile und billige. Aber es nügte ihm nichts. Die Kandidatur Olden burg wurde nicht zurückgezogen. Gleichzeitig versucht Liebermann, durch Stimmung für sich zu machen, daß er in der verlogenſten der hier in fast unanständiger Weise demagogisch vorgeht, da Weise gegen die Sozialdemokratie agitirt, indem er die Altweibergeschichten vom Theilen, von der Weibergemeinschaft, der zwangsweisen Erziehung der Kinder u. f. w. wider besseres Wissen Ueber eine ganz neue Art von Wahlagitation berichtet aufwärmt und im Anschluß daran gegen die Sozialdemokratie der Bieter Anz." aus den Rheinlanden: Die Luftschiffer Gesemmelblonden Getränk lauter verkleidete Generalstabs- Gerichtshof nahm an, daß diesem Ehrenmann zwar der Inoffiziere. halt der in Rede stehenden Druckschriften bekannt war, daß R. C. Nun wird die Situation brenzlich. Sigest Du So trennen uns nur noch wenige Tage von dem großen jedoch Umstände dafür sprachen, daß er die Verbreitung in Deinem Kämmerlein und ahnst nichts Böses, bringt Dir Moment. Was von Patrioten für die Militärvorlage gesagt nicht in strafbarer Absicht ausgeführt hat. Er war angetrunken und wollte lediglich die Flugblätter los werden. der Briefträger eine unendliche Menge Makulatur ins Haus, werden konnte, ist in die Welt hinauspofaunt worden und der gewissenhafte Staatsbürger hat die Pflicht, alles zu der Graf von Caprivi muß nun abwarten, welche Früchte Die anderen Missethäter waren leider so unvorsichtig, lesen, was von den staatsrettenden, staatserhaltenden Bar- seine Saat zeitigen wird. Daß der österreichische Minister nüchterne Menschen zu sein, und erhielten infolge dessen von Rechts wegen. teien zur Anpreisung ihrer Kandidaten in die Welt gesetzt des Auswärtigen ihm etwas in die Suppe spuckte, wie man fünf und acht Jahre Zuchthaus wird. Die Regierung- doch nein, sie wohl nicht, aber zu sagen pflegt, ist ein liebenswürdiger Scherz, wie er So plätschert das Leben plaudernd und kosend dahin wie die Leute, die es gut mit ihr meinen, verbreiten Broschüren wohl unter Diplomaten vorkommen kann. Auch die Minister ein Wiesenbach, den einen reißt er mit sich in den gähnenden über Broschüren und wer sich jetzt in legter Stunde nicht scheinen jetzt unter dem Unglück zu leiden, daß ihre Reden Abgrund, der Andere kann sich gefahrlos in seinen klaren überzeugen läßt, daß der Franzose mordgierig an der West- entstellt und verstümmelt wiedergegeben werden, und es muß Fluthen spiegeln. Irren ist menschlich das ist eine alte Sache. Es grenze und der Kosat talglichtlüftern an der Ostgrenze steht, bei Freund und Feind einen gleichmäßig angenehmen Eindem ist überhaupt nicht mehr zu helfen. Die Errungen- druck machen, wenn man dann später Alles zurücknimmt und war einmal ein Mann, so fangen bekanntlich alle wahren schaften längst vergangener Zeiten werden neu belebt, und den Angegriffenen für einen Ehrenmann erklärt. Ein Mann Geschichten an, der an einem äußerst lästigen und schmerzam besten sind diejenigen Leute daran, die ihr politisches hatte einen Hund, der ihm sehr lieb war, aber eines Tages haften Fußübel litt. An dem kranten Fuß war allerdings Denken und Fühlen in den Dienst irgend eines Kriegervereins wollte er sich des lieben Bierfüßlers doch entledigen. Er äußerlich nichts zu bemerken und da kein Arzt Linmußte man sich endlich gestellt haben. Hier giebt es für reichstreue Ansichten wenig band ihn irgendwo an und befestigte an seinem Halsband eine derung schaffen konnte Der Patient weigerte ftens Freibier, während der gewöhnliche Sterbliche bei dieser Dynamitpatrone, deren Lunte er anzündete. Der Köter miß- zur Amputation entschließen. Hite außer allerlei anderen Unannehmlichkeiten auch noch verstand aber die Absicht seines Gebieters, denn kaum hatte sich beharrlich, sich chloroformiren zu lassen und man Durst leiden muß, der aus keiner amtlichen Quelle gelöscht sich dieser entfernt, als er sich losriß und seinem Herrn in mußte also ohne weiteres zur That schreiten. Während wird. Fernerhin winkt dem alten Soldaten die Anerkennung wilden Sprüngen nachsetzte. Man kann sich die Freude des der Operation lachte der Mann und schien sich außerhoher Borgesetzten, von der er zwar nicht satt wird, die thierfreundlichen Besizers vorstellen, als er sich von seinem ordentlich zu amüsiren. Als ihn später ein Arzt nach dem aber bei manchen Leuten immer ein befeligendes Gefühl Liebling mit der Dynamitpatrone schweifwedelnd und kläffend Grunde seiner etwas unzeitgemäßen Lustigkeit fragte, antwortete er gemüthlich: Ach, lieber Herr Doktor, ich habe hervorruft. Die übrige Menschheit wird dagegen als Volts- umspringen sah. und Vaterlandsverräther beschimpft, von denen kein Mensch Aehnliche Gefühle müssen auch Herrn von Caprivi be mir man blos dadrum so amiefirt, weil Se mir det falsche genau wissen kann, ob sie nicht doch irgendwo und irgend herrscht haben, als er sich von seinem besten Freund in Been abjeschnitten haben." Wenn Herr Eugen Richter nach wann silberne Löffel gestohlen haben. Es soll unpolitischen ganz ähnlicher Weise behandelt fah. Aber unter Ministern der Wahl seine Getreuen mustern wird, so wird er vielleicht Vereinen im allgemeinen verboten sein, Politik zu treiben, ist ja so etwas ganz egal, und sollte einmal das österreichische auch merken, daß ihm manch' Falscher amputirt wurde, und aber der Begriff der Politik ist ein so dehnbarer, daß man Heer ebenfalls verstärkt werden müssen, so kann man sich ja daß er unter seinen neuen Myrmidonen keinen richtigen Freund mehr besitzt. Seitdem die Feindschaft mit dem mindestens Hauptmann sein muß, um zu begreifen, was in passender Weise revanchiren. unter den Begriff Politik" gehört. Aber Freibier ent Ganz unbemerkt und abseits von dem großen Wahl- Major Hinze sogar schon in einen wüthenden Depeschenschädigt für alles, die Aussicht auf einen guten Schoppen trubel und den Mysterien der hohen Politit hat sich in wechsel ausgeartet ist, steht das Schlimmste zu befürchten, feuert den Soldaten zu den höchsten Anstrengungen heraus: Leipzig eine jener Tragödien abgespielt, die im Reich und vielleicht muß sich der neue Reichstag sogar ohne Herrn wer niemals einen Rausch gehabt, das ist kein braver der Gottesfurcht und frommen Gitte leider nicht zu Hinze behelfen, was man in unserer waffenftarrenden Zeit Mann. Und braver Männer bedarf das Vaterland in dem den Seltenheiten gehören. Es ist eine Anzahl von nur auf das Tiefste bedauern müßte, da ein Major stets jezigen, kritischen Augenblick. Für alles übrige sorgen Anarchisten zu langjährigen Zuchthausstrafen verurtheilt Ersprießliches leistet. Man muß eben seine wilde Neugier die reichstreuen Flugblätter mit ihren wundervollen worden, durch welche sie wundervollen worden, durch welche sie wahrscheinlich gebessert" etwas zügeln, die nächsten Tage werden ja Aufklärung bringen Illustrationen, an den Stammtischen der Weißbierphilister werden sollen. Aber einer wurde auch freigesprochen redet man von den Heeresstärken, als säßen hinter dem nicht etwa, weil er Polizeispitzel war, sondern der hohe Das Heidelberger Bezirkskomitee des Bundes der Landwirthe" erläßt einen Aufruf, in dem es heißt:„ Nachdem sich sowohl der nationalliberale Kandidat Konsul Weber wie der konservative Prinz Löwenstein auf das Programm des Bundes verpflichtet haben, stellen wir es unseren Mitgliedern anheim, für welchen von beiden sie stimmen wollen!" Ein alter Kniff der Gegner. Auf der kaiserlichen Werft in Wilhelmshaven ist, wie die dort erscheinende Nordwacht" meldet, das Gerücht verbreitet, daß, falls die Militärvorlage Sonntagsplauderet. demokratischen Bartet bisher abgehaltenen Bersammlungen zugeben. aufwärmen, den würdigen Verlauf aller von der sozialGegenkandidat ist von konservativer Seite Amtshauptmann von Polenz, von freisinniger Seite Handelskammersekretär Kirbach. während der lettere es abgelehnt hat, an der Wahlbewegung überhaupt persönlich theilzunehmen, versammelt Herr v. Polenz seine Getreuen hinter verschlossenen Thüren, verpflichtet sie erst auf seine Kandidatur und geruht dann allergnädigst ihnen sein Beichen trügen, wird der 23. Kreis diesmal unserer Partei zu politisches Programm mitzutheilen. Wenn jedoch nicht alle fallen. " " vil 01 Lokales. " brüder Damm, welche mit ihrem Enftballon am vorigen Sonne, frömmelnden Seuchelei fich an die Arbeiter im Norden Berlins Der Verein junger Kaufleute von Berlin, eines der tage in Mülheim a. d. Ruhr aufstiegen und bei Velbert landeten, wendet. Diesen Theil des Wahlflugblatts der reichstreuen Barteien zopfigsten Gebilde auf dem Gebiete des Vereinswesens, hat seinen haben auf dem ganzen zurückgelegten Wege Wahlflugblätter für im 6. Berliner Wahlkeise wollen wir den Arbeitern nicht vor- 54. Jahresbericht erscheinen lassen. Derselbe zeigt in jedem Beeinen Kan didaten des Reichstags- Wahlkreises Duisburg- Mülheim enthalten. Er lautet wörtlich: tracht, daß dieser Verein, einstmals vielleicht eine wirkliche Stütze in großen Mengen ausgestreut. ,, Arbeiter! Ihr seid durch eine gewiffenlose, zähe, plan- für die vom Kapitalismus bedrängten jungen Kaufleute, den voll ausgeflügelte und mit allen Mitteln geführte jahrelange Anschluß an die moderne Zeit verschlafen hat und in diefelbe Agitation größtentheils ins Lager der vaterlandslosen Sozial- wie ein Fossil hineinragt. demokratie gezogen worden. Dieser Verein, der ein Baarvermögen von 252 000 M. und Den Glauben an Gott, die Liebe zum theuren Vaterland etwa ein Dußend sehr reich dotirte Stiftungen außerdem besitzt, und zum Kaiser, die Verehrung der großen Männer, welche jammert über einen Fehlbetrag, den die Rechnungslegung in An die Parteigenoffen Berlins! Die diesmaligen Deutschlands Stolz sind, und um welche uns die Welt beneidet, Höhe von ein paar Hundert Mart ausweist, d. h. nicht einmal Reichstagswahlen sind für die innere Entwickelung Deutschlands will man Euch aus dem Herzen reißen, um Euch zu haltlosen wirklich aufweist denn der Hauptfinanzabschluß ergiebt von vielleicht entscheidender Wichtigkett. Jedenfalls müssen die Werkzeugen in der Hand gewiffenloser" Führer" zu machen. In sogar einen stattlichen Vermögenszuwachs sondern nur arbeitenden Klaffen ihre ganze Kraft daran segen, damit das dem am 30. Mai vertheilten sozialdemokratischen Flugblatt wird in Hinsicht auf den ſtatutenmäßigen Ausgaben Etat". Ergebniß der Wahl die Hoffnung der Reaktion vernichtet, durch deshalb unser Bismarck in einer so schmußigen und unsinnigen Werstünde der Verein seine Zeit und seine Zwecke, so würde er, eine ihr gefügige Mehrheit das Wahlrecht verschlechtern zu Weise beschimpft, daß jeder noch denkfähige Deutsche vor Scham der wiederholt von einer weite Kreise durchdringenden wirthföunen. In fast allen Wahlkreisen Deutschlands hat unsere und Zorn erröthen muß. Die Singer und Liebknecht müssen schaftlichen Nothlage spricht, seinen hilfsbedürftigen Mitgliedern Partei Kandidaten aufgestellt, und überall agitiren unsere Ge- Euch für sehr dummn halten, daß sie Euch in diesem Blatte so in diesem Nothjahre mehr unter die Arme gegriffen haben, statt noffen feit Wochen in Stadt und Land aufs allerfleißigste, um großen Unsinn bieten. Wer ist denn der Kornwucherer, ist es über eingebildete Fehlbeträge zu flennen. Während der Verein der Partei einen Zuwachs an Mandaten zu verschaffen und die der kapitalistische(?) Junker" oder vielmehr der Börsenjude? jabraus jahrein große Beträge auf die hohe Kante legt und in Bahl unserer Stimmen zu vergrößern. Diese Agitation, wie fie o giebt es eine große Raferne mit Arbeitshaus und Bucht- feinem eigenen Fett erstickt, find seine Wohlfahrtseinrichtungen so großartig bei keiner andern Partei anzutreffen ist, erfordert haus"? Ist dies nicht der Zukunftsstaat der Sozialisten? auf allen Gebieten geradezu jämmerlich. Bei der Stellernaturgemäß auch ungeheuere Opfer. Um diese aufzubringen, Liebknecht sind im Reichstag von Bachem, Hihe, Richter und nur 397 zu placiren, während die angemeldeten Bakanzen 1169 Arbeiter! Gure redegewandten Führer Singer, Bebel, vernittelung beispielsweise vermochte er von 2075 Bewerbern ist es dringend nothwendig, daß jeder Anhänger unserer Partei nach Kräften Beiträge zu Stöcker so gründlich zum Schweigen gebracht worden, sie wußten betrugen. den Wahlkosten zahlt. Wir appelliren vor allem so gar nichts über ihre Biele zu sagen, daß kein vernünftiger Geradezu spaßhaft aber ist es, wenn der famose Tapitalistischan die schon so oft glänzend bewährte Opferwilligkeit Mensch ihnen noch nachlaufen sollte. Verlaßt doch die falschen freisinnige Bergnügungsverein mit nur jüdischen Mitgliedern der Berliner Arbeiter! Und wir wissen, daß sie wie immer Propheten und helft uns an dem Werke zur Sicherung und erklärt: so auch diesmal ihre Schuldigkeit im vollsten Maße thun Sebung der bedrängten Boltsklassen arbeiten, zu welchem unser großer Kaiser Wilhelm durch die soziale Friedensbotschaft vom Weiter bitten wir alle diejenigen Parteigen offen Berlins, die 17. November 1880 den Anfang machte. Unsere Regiees irgend ermöglichen können, sich am Wahltage von der ung und die tonservativ antisemitische Arbeit frei zu machen und sich zur Besorgung der Wahl Partei haben den besten Willen bewiesen." arbeiten werden. Donnerstag, den 15. Juuf, früh 7 Uhr, in folgenden Lokalen uns zur Verfügung zu stellen. 1. Wahlkreis: Trieschmann, Jüdenstr. 55. 2. Wahlkreis: Bockbrauerei, Tempelhofer Berg. 3. Wahlkreis: Gründel, Dresdenerstr. 116, 4. Wahlkreis: Hente, Blumenstr. 38. 5. Wahlkreis: Byrtet, Gipsstr. 3. 6. Wahlfreis: Germania Festfäle, Chauffeestr. 103. Die Vertrauenspersonen Berlins. Die Adressen der Vertrauenspersonen der sechs Berliner Wahlkreise sind: 1. Wahlkreis: Aug. Zäterow, Zimmerstr. 95/96, H. 3 Tr. J. Timm, bei Buzte, Friedrichstr. 39, H. 3 Tr. 2. Wahlkreis: H. Werner, Bülowstr. 59, Restauration. 8. Wahlkreis: St. Friz, Fürstenstr. 11, 2 Tr. W. Börner, Ritterstr. 108, Laden. 4. Wahlkreis SO: W. Erbe, Görligerstr. 57, 8 Tr. F. 3ubeil, Naunynstr. 86, Restauration. 4. Wahlkreis O: Rob. Wengels, Fruchtstr. 30, Qugb. 3 Tr. H. Baumgarten, Posenerstr. 4, v. 3 Tr. 5. Wahlkreis: 2. Möller, Sophienstr. 12, v. 3 Tr. Fr. Krüger, Hirtenstr. 10, Restauration. 6. Wahlkreis: E. Bingau, Zionskirchstr. 7, H. part. Wigel, Ackerstr. 29, Restauration. M. Marten, Acferitr. 44, 2 Ir. Pfarr, Wilsnaderstr. 49. " # Wie dumm müffen diese Reichstreuen" sein, wenn sie biermit auch nur einen Berliner Arbeiter zu fangen glauben! Eine Frage wollen wir aber den Herren beantworten. Wer ist denn der Kornwucherer, ist es der kapitalistische(?) Junker oder vielmehr der Börsenjude?" Hier kann nicht die Rede sein von Entweder oder, sondern nur von beiden zusammen, die ebenso unzertrennlich sind wie Bismarck und Bleichröder. Wir bewundern nur die eherne Stirn, mit der sie um die Stimmen der Arbeiter werbe, während ihr ganzes Sinnen und Trachten darauf gerichtet ist, den Arbeiter überhaupt des Wahlrechts zu berauben. Die deutsch- konservative Partei, die der Junker und Mucker, hat freilich nie Scham und noch weniger Gewissen gefannt; triecherisch und speichelleckerisch und auch wieder frech und hochfahrend, je nachdem es ihr Vortheil erheischt, hat sich die preußische Junkerpartei, die Partei der Ohm und Gödsche, immer gezeigt. Die verdienstvolle Omuibus- und Packetfahrt Aktien gesellschaft. Von einem Briefträger dieser für die Aktionäre, Direktoren und Aufsichtsräthe so gewinnreichen Gesellschaft wird uns geschrieben: ,, eine Grundbedingung für das Gedeihen des Vereins, der seine Geschäfte nicht nach Politik und nicht nach Religion bestimmt, ist aber, daß niemand mit seinem Verlangen sich über das Interesse der Gesammtheit hinwegsehe" und wenn hinterher die Liste des Lesezimmers, gleichsam zur Illustration des Gesagten, aufführt: 15 freifinnige Zeitungen, 5 nationalliberale Zeitungen, 5 fonservative Zeitungen, 1 katholische Zeitung. "' Unter diesen sind Weltblätter, wie Dampfpost", Wochenschrift für den The fireben for Papierhandel", Intelligenzblatt" u. a., während neben sozialistischen Blättern auch solche wie„ Staatsbürger- Zeitung"," Reichsbote"," Volt" 2c. durch Abwesenheit glänzen. Das nennt man religionslos und unpolitisch. Bekannt ist es ja, mie die 3000 Mitglieder des Vereins stets nur als Folie für die 2 Duhend Herren dienten, welche sich„ Repräsentanten" nennen. Selbstverständlich fehlt auch diesmal der obligate Dank an die Staats- und Stadtbehörden nicht, für deren Wohlwollen und Schutz. Und scheint gar einmal die Sonne fultus ministerieller Huld auf die Scheitel dieser Braven, so ist das Maß ihrer Seligkeit voll. " Was die stellenlosen, vom Kapitalismus brutal aufs Pflaster gesetzten jungen Kaufleute von einem verzopften Verein mit derartigen Grundsäßen zu erwarten haben, sollte " Damit der löbl. Direktion der Packetfahrt- Att. Gef. sich nunmehr doch zur Erkenntniß aller gekommen sein. Diesen nicht wieder den Schein geben tann, daß dieselbe für das Wohl Opfern eines überlebten Wirthschaftssystems fann teine ihrer Beamten bemüht ist, und daß nur einige der Herren Repräsentanten- Versammlung" dieser Art helfen. Eine Veruktionäre dagegen sind, theile ich Ihnen im Namen aller meiner befferung ihrer sozialen und ökonomischen Lage kann allein die bedauernswerthen Kollegen mit, daß statt einer Dienstverkürzung befreiende Sozialdemokratie herbeiführen. Wenn Ihr Kaufleute ( wir haben keine Mittagszeit) dieselbe durch Direktionsbefehl Euer Loos verbessern wollt, so sucht den Anschluß an die Feinde bak vom 7. d. Mts. sogar um 1½ Stunde verlängert wurde, weil es aller Ausbeutung, an die Sozialdemokratie. Parteigenossen und Genoffinnen des zweiten Berliner die Reichstagswahl- Agitation erfordert. Wie Ihnen bekannt sein Neichstags- Wahlkreises. Am Dienstag, den 18. Juni, findet im dürfte, fchicken verschiedene Parteien ihre Zirkulare mit ber Unter der Bezeichnung ,, Nickelwasser" wird besonders zweiten Wahlkreis abermals eine Flugblattvertheilung statt. Ge-" Packetfahrt" aus, und reicht die Zeit, welche uns zum Sortiren von herumziehenden Händlern jetzt vielfach eine Flüssigkeit in den noffen, welche gewillt sind, hierbei mitzuhelfen, werden ersucht wir eine 1/2 Stunde früher zum Dienst kommen und die Gesell- mit einem weißen nickelähnlichen Ueberzuge versehen werden noffen, welche gewillt sind, hierbei mitzuhelfen, werden ersucht der Sachen bestimmt ist, dazu nicht mehr aus; folglich müiffen Handel gebracht, durch die kupferne oder messingene Gegenstände sich am Dienstag Abend 72 Uhr in folgenden Lokalen einzuschaft sieht sich nicht veranlaßt uns dafür zu entschädigen, troß- tönnen. Diese Flüssigkeit enthält nach einer Bekanntmachung dem dieselbe bei den Tausenden von Wahlbriefen ein brillantes des Polizeipräsidiums Quecksilber, ist daher in hohem Maße Geschäft macht! Im Anschluß an die legten Ausführungen in giftig. Das Publikum wird vor ihrer Anwendung zumal zum Ihrem geschätzten Blatte theile noch mit, daß außer den Kaffen- Bestreichen von Eß oder Kochgeschirren eindringlich geabzügen von dem geringen Gehalt, noch bei etwaigen Wer warnt. Der Verkauf der Flüssigkeit ist nur gegen Giftschein gegezogen werden, welche die Höhe bis zu 5 M. erreichen. Kommt spätungen oder sonstigen fleinen Vergehen nach Strafen" ein- ftattet. Giner 5-15 Minuten zu spät, so steht eine Strafe von 50 Pig. orte Fürstenwalde wird uns von der Nacht zum Donnerstag ein Mordversuch und Selbstmord! Aus unserem Nachbarbis 1 M. darauf, im Wiederholungsfalle steigt das Strafmaß; Stunde früher zum Dienst fommen, als sie eigentlich sollen, um seit vielen Jahren der Töpfermeister Wiese mit seiner Frau; die oa aber im eigenen Interesse sämmtliche Beamte schon eine halbe Familiendrama gemeldet, welchem der Thater zum Opfer gefallen ist. In dem Hause Wilhelmstr. 69( Amtskolonie)' wohnt nur Zeit zum Gifen zu haben, so ist es endlich wohl einmal Ghe war in lezter Beit keine glückliche, die Gatten vertrugen sich angebracht, daß die Gesellschaft durch Veröffentlichung dieser nicht, und es tam zu wiederholten Schlägereien, welche schließlich Zeilen in das rechte Licht gestellt werde. finden: Hermann Werner, Bülowstr. 39, Restauration. Ww. Laege, Fürbringerstr. 22, Restauration. Gaß, Martgrafenstr. 102, 9estauration. Leopold, Martgrafenftr. 89, Restauration. 23ilh. Grube, Mariendorfer- u. Solmsstr.- Ecke, Restaur. Otto Klein, Schönleinstr. 6, Restauration. Jul. Raumann, Kulmistr. 36, Restauration. den Lokalen melden: Partei zur Verfügung stellen wollen, können sich in nachfolgen Alle diejenigen, die am Tage der Wahl ihre Kräfte der Zentral- Wahlbureau Bockbrauerei, Tempelhofer Berg. 1. Wahlbureau bei Werner, Bülowstr. 59. Leopold, Martgrafenstr. 89. ci co 2. 3. Lokalen melden: " " Krefche, Fichtestr. 29. Das Wahltomitee. Wahlkreises! Wir übergehen die Schlußfäße des Briefes, der das Ver- immer und immer wieder durch Nachbarn geschlichtet wurden. halten der Gesellschaft in kräftigen Ausdrücken charakterisirt; die Am Mittwoch Abend kam W. von seiner Arbeitsstätte aus Neueneinfachen Thatsachen reden laut genug. Nun, die geplagten An- dorf nach Hause und legte sich alsbald schlafen. In der Nacht Parteigenossen und Genoffinnen des 4. Berliner Reichstagsgestellten der Verkehrsanstalten, ob staatliche oder private, wissen, Schlafzimmer des W.'schen Ehepaares drangen, geweckt, und die wurden die übrigen Bewohner durch Hilferufe, die aus dem einzig und allein von der Sozialdemokratie Abhilfe zu Alle diejenigen, die am Tage der Wahl ihre Kräfte der erwarten haben. Sie gehören mit in die Reihen des bedrückten hinzueilenden Nachbarn fanden hier die Frau blutüberströmt auf Partei zur Verfügung stellen wollen, fönnen sich in nachfolgenden und unterdrückten Proletariats, und sie mögen am 15. Juni mit dem Bette liegend mit zwei starken Wunden am Kopf und Arme. diesem ihre Schuldigkeit thun! 28. selbst stand im Zimmer, stieß sich, als er an weiterer Mißhandlung seiner Frau verhindert wurde, ein Messer in die Brust Für den Osten: Lange, Elisabeth- und Waßmannstraße- Ecte; W. Lock, Friedrichsbergerstr. 11; 3ippte, Marsellschaften werden gut thun, möglichst schnell eine Eingabe an wurde, gelang es doch nicht, W. festzunehmen; am Freitag Die Angestellten der Pferdebahn- und Omnibus- Ge- und eilte davon. Trotzdem die Verfolgung fofort aufgenommen fusstr. 14, Ecke Grüner Weg; Spietermann, Markusjir. 6hre Direktionen zu richten, damit sie am 15. Juni so viele dienst Morgen aber wurde die Leiche des Thaters in der Spree aufBabel, Frankfurter Allee 90, Ede Möglinerstraße; G. Böhreie Zeit erhalten, um ihr Wahlrecht auszuüben. Daß die be- gefunden. W., der übrigens als ein fleißiger und nüchterner Frankfurter Allee 72; Krause, Landsberger Allee 153 treffenden Direktionen aus eigenem Unftandsgefühl ohne solche Mann gefchildert wird, hatte seinem Leben durch Ertrinken ein Radtte, Krautstraße 48; 2. Böhl, Rüdersdorferstraße 8 Mahnung das Wahlrecht ihrer Arbeiter respettiren werden, Ende gemacht. Die Wunden der Frau W. sind nicht lebensWagner, Königsbergerstr. 88; G. Zempel, Langeftr. 65; vagen wir faum zu hoffen. Jedenfalls fann eine Erinnerung gefährlich. Ungering, Breslauerstr. 27. und bei den Vertrauenspersonen R. Wengels, Fruchtfiraße 30, Hof II, H. Baumgarten, Pofeuerfir. 4, III. Für den Südosten: Fr. Zubeil, Naunynſtr. 86, Rohr, Naunynstr. 78, Toltdorf, Görligerstr. 58, Schaier, Reichenbergerstr. 54, Spindler, Reichenbergerstr. 118, Staber nac, Püdlerstr. 49 und bei der Vertrauensperson Erbe, Gör ligerstr. 57. Auch alle diejenigen Mitglieder des Wahlvereins, sowie Genoffen und Genossinnen, die ein Interesse daran haben, daß am 15. Juni der 4. Berliner Reichstagswahlkreis an der Spize aller Wahlkreise steht, ersuchen wir, am Dienstag Abend 7½½ Uhr sich in denselben obengenannten Lokalen zur Flugblätter vertheilung zu melden. Das Wahlkomitee. Achtung! nicht schaden. Achtung. Parteigen offen des 4. Wahlkreises, welche am Tage der Wahl in Cüürin sich zur Verfügung stellen wollen, werden ersucht, sich umgehend beim Genossen Griepentrog, Kleine Hamburgerstr. 7, zu melden. Fahrgeld wird vergütet. Die Bertrauenspersonen des 4. Wahlkreises Baumgarten. Wengels. Friedrichsfelde. Genossen, welche bei der Wahl mitwirken wollen, werden gebeten, sich bei folgenden Adressen zu melden: Schadewald, Prinzen- Allee 22, im Barbiergeschäft, oder bei Herwig, Uhrmacher, Berlinerstr. 17 und am Tage der Wahl im Lokale des Herrn Momber, Wilhelmstr. 10. Die Kunde von einem Verbrechen verbreitete sich Freitag Abend vom Often Berlins aus durch die Stadt. Im Friedrichhain hatte der Schlächter H. die Leiche eines gutgekleideten Mannes neben einer Bank aufgefunden. Der Todte hatte eine Schußwunde im Kopfe, eine Waffe war aber nicht vorhanden, und dieser letztere Umstand hatte zu dem Gerücht Anlaß gegeben. Bald nachher bemerkte man aber einen blutigen Zettel, der die folgenden mit Blei geschriebenen Worte trug:" Wer mich zuerst findet, wird eine filberne Remontoiruhr Mr." 35 450 bei mir finden, einiges Geld und Schriften. Ich will in Eßlingen, nicht in Berlin begraben sein; für die Koſten wird mein Pfleger aufeiner Leiche soll sich telegraphisch an meine Frau Marie Riefer kommen. Ferdinand Kiefer." Darunter stand:„ Der Finder in Eßlingen in Württemberg wenden." Diese Zeilen bezeugen Die hiesigen Parteigenoffen aus Ost- und Westpreußen hinlänglich, daß es sich um einen Selbstmord handelt. Ob lich die in ihren Händen befindlichen Wahlsonds- Listen an der werden ersucht, sich so viel wie möglich mit Flugblättern Rieser, der von einem Pfleger spricht, irrsinnig war oder vielund Stimmzetteln zu versehen, um sie an ihre Ber- leicht als Verschwender erklärt wurde, bedarf noch der Festwandten, Freunde und Bekannten abzuschicken, damit stellung. Flugblätter und Stimmzettel von sämmtlichen Kandidaten Ostdiese vom richtigen Gebrauch des Wahlrechts unterrichtet werden. Die Zahl der spruchreifen Schwurgerichtssachen hat und Westpreußens sind beim Unterzeichneten in Empfang zu sich so vermehrt, daß am hiesigen Landgericht I außer der am nehmen. Ebenso expedirt er sie an die ihm übermittelten Adressen. 19. d. M. unter Vorsitz des Landgerichtsdirektors Hoppe be Karl Rott, Münchebergerstr. 29, im Auftrage der Agitations- ginnenden Schwurgerichts- Periode vor dem Eintritt der Gerichts. fommission für Ost- und Westpreußen. ferien noch einmal das Schwurgericht zu einer Tagung zusammen treten muß. Dieselbe wird unter Vorsitz des Landgerichtsraths Rolmann am 8. Juli beginnen und bis zum 15. Juli andauern. Unterzeichneter fordert alle Genossen auf, so schnell als mögbetreffenden Stelle abzurechnen. Die Bertrauensperson des zweiten Kreises: 5. Werner. Die Sammellisten Nr. 468 und 591 für den Wahlfonds des 6. Kreises( Moabit) sind verloren gegangen. Es wird gebeten, sie an die Adresse des Vertrauensmannes Johann Pfarr, Wilsnackerstr. 49 Hof 2 Tr. gelangen zu lassen. Achtung! Die Beisiger in der VI. Kammer des Gewerbegerichts( Arbeitnehmer) find hiermit aufgefordert, am Dienstag den 13. Juni, Abends 81/2 Uhr, bei Seefeld, Grenadierstr. 33, zu einer Besprechung über das vom Polizeipräsidium gewünschte Gutachten betreffs der Sonntagsruhe erscheinen zu wollen. Ernst Pfeiffer, Bernauerstr. 30, Mitglied des Gewerbegerichts- Ausschusses. Proletarier- Ende. Bon vier Hunden zerfleischt wurde in Achtung! Parteigenossen des sechsten Wahlkreises der Nacht zum 8. d. M. der obdachlose 36 Jahre alte Arbeiter für die Stabltheile Oranienburger Vorstadt, Wedding und Auguft Reismann auf dem Grundstück Brombergerstr. 8-12. Gesundbrunnen. Diejenigen Genossen, welche während des Wahl Dort stehen zur Nachtzeit Möbelwagen, auf deren einem Reis tampfes und am Tage der Wahl die Partei in ihren Armann zweifellos hat nächtigen wollen. Zur Ueberwachung des beiten unterstüßen und thätig sein wollen, werden hiermit er- ausgedehnten Grundstücks in der Wächter August Olbrich ansucht, zu einer Besprechung am Montag, den 12. Juni cr. im gestellt, der sich zu seiner Unterstüßung bisfiger Hunde bedient. Weddingpart, Müllerstr. 178, zu erscheinen. Um 3/2 Uhr früh kletterte Reismann über einen hohen Zaun. Polizeibericht. Am 9. b. Mts. Bormittags wurde ein ihnen, daß sie sich zahlreich daran beiheiligen werden. Sofort stürzte ein Hund auf ihn zu und biß sich in dem linten Raufmann in seiner Wohnung, in der Alexanderstr. 14, mit einer Arme feft. Das Geschrei des Angefallenen, das Knurren des Schußwunde in der Schläfe todt aufgefunden. Hinter dem Die Vertrauenspersonen: Hundes lockte die übrigen Thiere herbei, die sich alle an den Krögel fiel Mittags ein fünfjähriger Knabe beim Spielen in die Eindringling machten und ihm die linke Seite des Körpers buch- Spree und ertrank. Nachmittags sprang ein Arbeiter von der Im 6. Neichstag3- Wahlkreis ist als Kandidat der stäblich zerfleischten. Als der Wächter hinzueilte, war es bereits Fennbrücke in den Spandauer Schifffahrtskanal, wurde jedoch reichstreuen" Parteien der deutsch- konservative Rechtsanwalt zu spät: die wüthenden Bestien hatten Reismann so zugerichtet, noch lebend aus dem Wasser gezogen, aber, da er in Krämpfe Dr. Schwindt aufgestellt. Es ist töstlich, wie die Partei der daß er im Strankenhause am Friedrichshain, wohin er gebracht verfiel, nach dem Krankenhause Moabit gebracht. Auf dem Junker und Muder, der aristofrätigen Hochnäßigkeit und der wurde, sehr schwer darniederliegt. Michaeltirchplay brachte sich Abends ein Schuhmacher zwei Wir erwarten von Wilh. Marten. Rud. Bahr Revolverschüsse in den Unterleib und in den Oberschenkel bei 1 gestanden hat und die§§ 128 und 129 mußten deshalb gegen p In Gothenburg in Schweden find 700 Maurer von und mußte nach dem Krankenhause Bethanien gebracht werden. ihn Anwendung finden. Schürmann's Freisprechung hat er den Unternehmern auf 3 Bilaster gesezt worden, weil sie In der Nacht zum 10. d. Mts. wurde im Friedrichshain ein folgen müssen, weil der Gerichtshof davon ausgegangen ist, daß eine geringe ohnerhöhung forderten. Die Schweden Bijeleur mit einer Schußwunde in der Schläfe todt auf ihm nicht eine Verbreitung des Flugblattes nachgewiesen ist. Er erwarten, daß die Arbeitsangebote der Unternehmer, die nach gefunden. Nachmittags entstand in der Küche eines Zapezirers hat allerdings ein solches an mehrere Leute weitergegeben und Deutschland gefahren sind, um Streitbrecher anzuwerben, von in der Koppenstraße ein fleiner Brand. Bei den Löschversuchen gewußt, was darin stand, aber die Umstände führen zu der An- feinem Deutschen angenommen werden. Wir hoffen, daß erlitt der Wohnungsinhaber so bedeutende Brandwunden an den nahme, daß er angetrunken war und weiter nichts gethan hat, diese Erwartung der schwedischen Bauarbeiter nicht getäuscht Händen und im Gesicht, daß seine et ührung nach dem als sich dieser Blätter zu entledigen, ohne einen strafbaren Zweck wird! Alle deutschen Arbeiterzeitungen werden um Abdruck des Krankenhause Bethanien erforderlich wurde. Außerdem fanden zu verfolgen. Bei den Verurtheilungen mußte die Gefährlichkeit vorstehenden ersucht. im Laufe des Tages sechs Brände statt. der Persönlichkeiten erwogen werden; Schönberger als den gefährlichsten hatte die höchste Strafe zu treffen, minder gefährlich war Grasser. AS eas ontifices Gerichts- Beifung. Der Präsident verkündete sodann noch, daß die Haftbefehle gegen die Freigesprochenen aufgehoben seieu und schloß die Sigung, welcher ein zahlreiches Publikum beigewohnt hatte. Reichsgericht. Leipzig, 9. Juni.( Das Urtheil Fahrlässiger Meineid wurde dem Stuckateur Robert im Anarchistenprozesse.) Heute Mittag 1 Uhr wurde& eff zur Last gelegt, der gestern vor der ersten Straftammer das Urtheil gegen die fieben angeklagten Anarchisten durch Herrn des Landgerichts I stand. Im Jahre 1890 hatte Fessel gegen Senatspräsident von Wolff verkündet. Es wurden verden Maurermeister Dorsch Anzeige wegen Betrugs erstattet. urtheilt: der Bergmann Blasius Graffer aus Scheifling Dorsch hatte das Grundstück Bücklerstr. 53 gebaut und dem Fessel und der Tischler und Orgelbauer Anton Schönberger aus die Stuckateurarbeiten übertragen. Als das Haus bis zur ersten Lerben wegen Verbrechens gegen das Sprengstoffgefeß, Aufforde- Baltenlage fertig geworden war, gerieth Dorsch in Geldverlegen rung zur Ausführung des Hochverraths, Majestätsbeleidigung und heit, worauf er zu dem bekannten Mittel griff, das Grundstück Vergehens gegen die öffentliche Ordnung(§§ 129 und 129), Graffer feinem Schwager Schmidt aufzulassen. Als Fessel nach Fertig: zu 5 Jahren 6 Monaten, Schönberger zu 8 Jahren 6 Monaten stellung feiner Arbeiten Geld haben wollte, erklärte Dorsch, daß Buchthaus, ferner jeder zu 10 Jahren Ehrverlust und Polizei- er den Bau mit sämmtlichen Rechten und Pflichten feinem Aufsicht, der Bergmann Gerhard Lanius aus Beckerath wegen Schwager übertragen habe, und der Leytere verweigerte die Vergehens gegen die öffentliche Ordnung zu 1 Jahr Gefängniß unter Zahlung, weil er nicht der Besteller gewesen sei. Fessel Freisprechung von der Anklage der Aufforderung zur Ausführung hat seine Forderung in Höhe von etwa 400 Mark des Hochverraths und des Verbrechens gegen das Sprengstoff nicht eintreiben können. Hauptsächlich auf grund der belastenden geset sowie von der Anklage der Majestätsbeleidigung, der Berg- Aussage des Fessel, daß er von der erfolgten Uebertragung des mann Michael Müller aus Oberbreisig wegen Widerstands Hauses keine Renntniß gehabt, wurde Dorsch derzeit von der gegen die Staatsgewalt zu 1 Jahr 6 Monaten Gefängniß unter Straftammer zu sechs Monaten Gefängniß verurtheilt. Der Freisprechung von der Anklage der Majestätsbeleidigung und letztere erbrachte dann genügende Anhaltepunkte dafür, daß Fessel des Vergehens gegen die öffentliche Ordnung; freigesprochen sich mindestens einer Fahrlässigkeit bei Abgabe seiner Aussage wurden dagegen die Angeklagten Handelsmann Heinrich schuldig gemacht hatte. Dieser Beweis wurde im geitrig en Schürmann aus Mühlheim, der Steinhauer Johann Termin insofern für erbracht angesehen, als festgestellt wurde, Müller aus Essen und der Bergmann Adalbert Golg daß Fessel wohl von der Hausübertragung Kenntniß gehabt aus Brodin von der Anklage der Aufforderung zum Hochverrath hatte. Das Gericht ahndete diese Fahrlässigkeit mit einer Geund der Anklage der Majestätsbeleidigung. Die Kosten des Ver- fängnißstrafe von einem Monat. fahrens fallen den Verurtheilten zur Last. Außerdem Leipzig, 9. Juni. Der vierte Straffenat des Reichsgerichts wird auf Einziehung und Vernichtung des Flugblattes Glückauf, verwarf die Revision des Staatsanwalts gegen die Einstellung ihr Bergarbeiter zum Kampfe für Brot und Freihei" t erkannt. Die Urtheisgründe hatten folgenden Wortlaut: Die Haupt- des Strafverfahrens, welche am 15. September v. J. gegen den verhandlung hat ergeben, daß in London ein Klub unter dem Redakteur und Reichstags. Abgeordneten Friz Kunert in Namen„ Autonomie" befteht, der ein eigenes klublokal befit Breslau vom dortigen Landgericht ausgesprochen war, weil Verund Versammlungen abhält, im übrigen sich wesentlich damit jährung eingetreten sei. Es handelte sich um die Anklage wegen beschäftigt, die anarchistischen Grundsäge zu verbreiten und zwar Aufreizung, begangen durch die am 5. Oktober 1890 erfolgte vorwiegend auf dem Kontinente und speziell in Deutschland. Der Veröffentlichung ter schlesischen Marseillaise. 16 Klub besitzt eine eigene Druckerei und giebt eine selbständige Zeitung Autonomie" heraus, die mit lateinischen Lettern in deutscher Sprache erscheint, sowie anarchistische Flugblätter. Der Klub unterzieht sich der Versendung dieser Blätter nach dem Kontinente und insbesondere nach Deutschland theils durch die Post, theils dadurch, daß er in der Nähe der Grenze größere Quantitäten niederlegt und von Personen, die mit dem Klub in Verbindung stehen, ab holen läßt, die fie dann in Deutschland zur Verbreitung bringen. Dieser Klub gab Deckadressen aus und empfing solche, er hielt Agenten und Emissäre und ließ auf diese Weise die anarchistischen Blätter selbst verbreiten. Es war allgemein bekannt, daß dieser Klub die Anarchie nach jeder Richtung hin beförderte. Dieser Daß ein Arbeiter vernünftigerweise nur einer Bartei seine Umstand hat den Angeklagten Michael Müller, der mit dem Aus- Kraft widmen kann der Sozialdemokratie ist in feinem gange des letzten Bergarbeiterstreits unzufrieden war, bestimmt, Verhältniß zum Unternehmerthum begründet. Folgt weder dem fich an die Autonomie selbst zu wenden und sie um ein Flug- albernen Harmoniegeflöte noch den Muckern! Die Zukunft geblatt zu ersuchen. Dieses Flugblatt ist in London angefertigt hört dem Sozialismus! Unterstübungen und Hilfe nehmen an und herübergeschafft worden. Michael Müller hat an sich die im Vorwärts" befannt gegebenen Vertrauensleute der weiter nichts gethan, als daß er dieses Flugblatt in England Wahlkreise. bestellt hat. Beweise dafür, daß er vor dieser Bestellung in irgend welcher Verbindung mit dem Klub gestanden hat, find durch die Verhandlung nicht herbeizubringen gewesen. Der Aufe ruf selbst beschäftigt sich damit, die Arbeiter zu veranlassen, mit " W mod pslao s Versammlungen. Allgemeiner Deutscher Capezirer- Verein( Filiale Berlin). Montag feine Versammlung, Die nächste findet am 26. Juni statt. Sandemannschaft der Schleswig- Holsteiner. Mittwoch Abend% 9 Uhr Kommandantenftr. 10-11: Vortrag Heute, Sonntag Nachm., von 2 Uhr ab Busammenkunft im Restaurant W. Grieß in Groß- Lichterfelde( an d. Anhalter Bahn). Nationale kaufmännische Kranken- und sterbekaffe.( G. S. 71.) bei steller, Bergstr. 68. Arbeiter- Gefangverein„ Nord". Montag Abend 9 Uhr Monatssitzung Geselliger Verein Regina". Sommernachtsball am Sonnabend, den 17. Juni, Arminhallen, Rommandantenſtr. 20. Abends 8 Uhr, bei Boly, Alte Jafobftr. 75. Schuhmacher. Große öffentliche Versammlung am Montag, den 12. Junt, Bergnügungsverein Glückstern 2. Montag, den 12. Junt, Sigung mit Danten bei Spielberg, Streligerfir. 10. Vergnügungsverein„ Vorwärts". Seute, Sonntag, Nachmittags 4 Uhr, bei Becker, Stoppenſtr. 49: Sizung mit Damen. Sonntag, den 18. Junt, bet haberecht, Gr. Frantfurterstr. 30: Gesellschaftsabend. Bureau: G., Solzmarktstr. 67. Montag, den 12. Junt, Abends 8 Uhr er., im Restaurant P. Bodenburg, Kommandantenstraße Nr. 10-11. Vorstands Sigung. Theater- und Vergnügungs- Verein" Lustig und Fidel". Sizung Nach der Sigung Tanz und Fidelitas. heute, Sonntag, Nachm. 5 Uhr, in Stachel's Planina- Grotte", Naupachstr. 6. Sterbekasse von Arbeitern der Berliner Maschinenbau- AktienGesellschaft, Heute, Sonntag: Zahltag Ackerstr. 123 bei Stümte. 10% ühr, Rosenthalerstraße 38: Bortrag über:" Moderne Götterdämmerung". Freireligiöse Gemeinde. Heute, Sonntag, den 11. Juni, Vormittags Achtung, Bauarbeiter Berlins! Bu gunsten der Agitation für die sammlung aus. Dafür findet am 25. bs. mts. bei Scheffer eine GeneralReichstagswahlen fällt die statutenmäßig am 11. Ds. Mts. abzuhaltende Berverfammlung statt. ed infes Vermischyles: Sonnabend vouständig niedergebrannt. Das Kurhaus in Friedrichroda ist in der Nacht zum Aus Landsberg a. d. W. wird gemeldet: Der KaffenAus Landsberg a. d. 2. wird gemeldet: Der Kassenrendant Baet aus Arnswalde, der sich in den nächsten Tagen vor dem hiesigen Schwurgericht wegen 2 mts verbrechen verantworten sollte, ist aus dem Gefängniß ausgebrochen und entkom men. Der Flüchtling hat die eisernen Stäbe seiner Belle mit einer Laubsäge durchschnitten. Ein netter Scherz. In einem kleinen Dorfe Nieder Schlesiens machte fürzlich eine Bekanntmachung die Runde, die mit folgenden Worten beginnt:" Behufs Auflösung des Reichstages find die Wahlen neuer Reichstags- Abgeordneten auf den TS 15. Juni festgesezt worden." there babash babe ostale Ueberlicht. Bildhauer in Holz und Stein und Modellenre! dhamidsiz nog isilius Thut Euere Schuldigkeit am Tage der Wahl und vor der Depelchen. felben durch Hilfeleistung in jeder Form! Möge am 15. Juni jeder sich frei machen von der Arbeit und zu einer besseren bereit sein, die lohnender ist und entscheiden kann über unsere Zukunft! 3102409 Berlins. Die Agitationstommission der Bildhauer J. A.: P. König, S., Jahnstr. 7. Die Lohn Rommission wurde Herr M. darüber pisidag ( Wolff's Telegraphen- Bureau.) Wien, 10. Juni. In dem der österreichisch ungarischen Staats- Eisenbahngesellschaft gehörigen Romaschachte ftreiben feit wohnerhöhung. Die Ruhe ist bisher nicht gestört worden. Alle gestern fännntliche 1800 Arbeiter. Diefelben verlangen eine Lohnerhöhung. Die Ruhe ist bisher nicht gestört worden. Alle Sicherheitsmaßregeln sind getroffen. 1518 udington indux atig dzerautópi indux atin indiana- galerist Briefkaffen der Redaktion. D. C. Zum Nußen aller Arbeiter" wollen Sie den langen Auffah abgedruckt haben, der nichts weiter enthält, als daß der Prinzipal Sie ohne einen Grund anzugeben, entlassen hat. Sie müssen sich wenig um die Arbeiterbewegung bekümmert und vor aa in bee ijec padmap sate Gewaltthätigkeiten gegen die Behörden die bestehende Gesell- Achtung! Filzschuharbeiter! Die Kollegen der Filzschuhallen Dingen nicht den Vorwärts" gelesen haben, um nicht zu schaftsordnung zu beseitigen, die Verfassung des Deutschen Reiches fabrit von Wwe. Reinhardt, Swinemünderstraße 63, sin gemaß- wissen, daß es leider etwas alltägliches ist, was Sie berichten. und der Bundesstaaten durch Beseitigung der Fürsten zu ver- regelt worden. Wir bitten den Zuzug fireng fern zu halten, Die Willkür der Arbeitgeber wird noch dadurch gefördert, daß ändern, und insofern enthielten diese Aufforderungen einen straf- weil die Fabrit gesperrt ist. baren Thatbestand der Ausreizung gegen die Behörden und die prys die meisten Arbeiter jeder gewerkschaftlichen Organisation fernbesitzenden Klassen. In dem Aufrufe, wie er nach Deutsch- der Filzschuh- Arbeiter Berlins und Umgegend. ſtehen. Hier steckt der wunde Buntt. Kapitel. Sie haben sehr Unrecht gethan, nicht zunächst land gekommen ist, steht aber mehr als in dem ursprüng lichen Entwurfe. Es wird in der Flugfchrift zum Hochfabrit in& ranfenhausen( Kyffhäuser) baben am 8. Juni Herrn die weitere Verwerthung, begehren S.e vollen SchadensKnopfarbeiter- Streif. In der R. Meyer' schen Knopf- Ihre Ideen sich patentiren zu laffen. Unterfagen Sie dem verrath aufgefordert, die Beseitigung des Kaisers und der Bundesfämmtliche Knopfmacher die Arbeit eingestellt. Serr ersatz und wenden sich in dieser nunmehr leider verwickelten Ans fürsten wird verlangt und sehr grobe Beleidigungen werden einfürsten wird verlangt und sehr grobe Beleidigungen werden ein- Meyer wollte dieser Tage in seinem Geschäft heil arbeit ein- gelegenheit an einen Anwalt. Der Hofliefrant" darf die Ergemischt, deren Wiederholung nicht erforderlich ist, da sie von jühren, stellte aber dabei die Affordpreise so fest, daß sich für die findung anderer nicht benußen. Vielleicht sprechen Sie gelegentlich feiner Seite bestritten worden sind. Es wird weiter den Berg Arbeiter gegen früher ein 2ohn abzug von 15-20 pCt. heraus- zwischen 12 und 1 bei uns vor. leuten angerathen, gewaltsame Maßregeln zu treffen und sich des ſtellte. Als darauf am letzten Montag sämmtliche Ausbohrer die Frage: Wer ist Eugen Silberstein Freilich lag in der Frage Neubrandenburg. Besten Dank für die Beantwortung der Dynamits zu bedienen, mit denen sie alle wohl Bescheid wüßten. Dieser Aufruf ist demnächst nach Deutschland gekommen. Bei Lohnliste verlangten, der Beurtheilung der Schuld des Michael Müller ist man davon fündigte. Infolge dieser Maßregelung fand am nächsten Tage aufgebracht, daß er in furzer Zeit fünf Arbeiter auch schon die Antwort. J. F. E. Mölln liegt in Schleswig- Holstein, im früheren ausgegangen, daß er allerdings ein träftiges Einschreiten verlangt eine Bersammlung sämmtlicher Arbeiter die größtentheils Herzogthum Lauenburg. hat, es ist aber ein Beweis dafür nicht zu erbringen ge- als Hausarbeiter beschaftigt find wesen, daß er gewußt habe, daß der demnächst in London Forderungen an den Fabrikanten beschlossen wurden. 1. Aufstatt, in welcher folgende del mediode verfaßte Aufruf auch zum Hochverrath und zum Gebrauch des rechterhaltung der alten Arbeitsmethode ohne jeden Abzug; Briefkaffen der Expedition. Dynamits auffordern werde. Ihm hat nicht nachgewiesen werden 2. humane Behandlungsweise, alle Arbeiter über 18 Jahre sind lönnen, daß er von diesem weitergehenden Inhalte Kenntniß mit Sie" anstatt wie bisher mit Du" anzureden; 3. regel folgende Beiträge ein: gehabt hat. Sein Thun beschränkt sich darauf, daß er zum mäßige Lohnauszahlung Sonnabends zwischen 4-7 Uhr; In unserer Expedition gingen zum Wahlfonds ferner Widerstande gegen die Behörden aufgefordert hat, und in dieser 4. Burücknahme der erfolgten Kündigungen und unterlassung Schönhauser Allee 108, Berlin 5,65. Regal 1, Pausch, Bau Richtung hin hat seine Bestrafung erfolgen müssen. Johann späterer Maßregelungen. Diese Forderungen wurden seitens des Magdeburger Platz 6,25. Meinecke 1,70. G. it. S. 3, Buzer Ges. bei der Landpartie vom. Personal d. Jägerhauses, 1, Müller und Goly mußten freigesprochen werden, da sie nur Fabrikanten rundweg abgelehnt. Darauf fand am Mittwoch Kolonne Basch, ges. Bau Rummelsburg 8,75. Gesangverein Kenntniß von dem Unternehmen des Michael Müller hatten, eine öffentliche Knopfarbeiter Versammlung statt, welche nach Eyra I, Berlin, Raupachstr. 6 5, Tempelhof, Ueberschuß von und wenn dieser selbst nicht wußte, daß zum Hochverrath auf Prüfung des Sachverhalts sich einstimmig für den Eintritt in Mai- Festzeitungen und Wahren Jacob, revid. von den Genossen gefordert wurde, so fonnten sie es auch nicht wissen. Auch der einen Streif erklärte. Von den schriftlich eingeladenen Knopf 10,90. Vom Geburtstag d. Rothen aus der Brunnenstraße 2,80. $ 189( Anzeigepflicht bei Kenntniß von einem hochverrätherischen fabrikanten waren sechs erschienen, welche sich ebenfalls zu mora- Aug. Bieberstein, Laufiger Play 2 10,-. G. H. b./Pf. aus dem Unternehmen) war gegen Johann Müller und Golz aus lischer und materieller denselben Gründen nicht zur Anwendung zu bringen. Was Unterstützung der Streikenden verEl. Krantenjaal 50. G. a. R. 7, Thaeter 4,-. Bei einer pflichteten. die anderen Angeklagten betrifft und zunächst Grasser, so ist er im vollen Umfange der Antlage für überführt erachtet Genossen die dringende Aufforderung, allen 3uzug und Bierfahrer J. Königstr. Nr. 25 10,-. F. Herzog, PücklerNach erfolgtem Ausbruch des Streits ergeht an sämmtliche b. Werft. eines Herings 6, Geburtagsfeier der Mey'ſchen Tischlerwertätte, Urbanſir. 102, Hausmann 1.5 Hutmacher Derselbe ist offenbar mit dem Klub Autonomie in von Knopfmachern von Frankenhausen fernzuftraße 20,-.&. M., Friedrichsgracht 1,50. S. H., MarkgrafenLondon in Berbindung gewesen, er bat mit demselben korrespondirt, balten. Die Streifenden haben ein Recht auf die Sympathie fraße 12, Papierausstattung Hoffmann u. Ko., gef. d. Lutter 2,35. theils direkt, theils durch Deckadressen, und er hat Anweisung aller aufgeklärten Arbeiter; denn seither betrug der Durchschnitte: traße 12, Papierausstattung Hoffmann u. Ko., gef. d. Lutter 2,35. gegeben, die Flugschriften abzuholen. Er hat burch fein ganzes lohn der Knopfmacher in Frankenhausen schon nur 10 M. pro offnung 1,80. Bechpflaster und sein Lachs 1,25. Aus einer Handeln zu erkennen gegeben, daß er mit der Autonomie in 3o che, es war denselben also abfolut unmöglich, sich den Aus der Auktion einer Zigarre Steinmetstr. 57 Berlin W. 4,50. amerikanischen Auktion des Moabiter Thurm- Eulen- Klubs" 6,10. engerem Zusammenhange steht, und es ist davon auszugehen, daß er als Wiitglied angesehen werden muß. Dieser Verein mußte ohnabzug gefallen zu lassen; mag die Lust am Kyffhäuser auch Setzer der Buchdruckerei von R. Gensch 2. Rate 6,20. Charlottennatürlich die Deffentlichkeit scheuen, er war also echo her, leben. An alle kollegen der Knopf branche richten wir B. 5, Trost und Söhne durch Stephan 2,05. Bon einem ein Arbeiter davon nicht burg 1,-. Deutscher Arbeiter- Verein Brüssel( 67 Franes) 53,95. deffen Dasein und Zwed gebeim gehalten wird und welcher zum insbesondere das Ersuchen, ihre streifenden Genoffen moralisch österr. Sutmacher 2,- Silberarbeiter 2,10. Von 4 Statſpielern Ungehorsam gegen die Behörden auffordert. Wenn nun auch und auch materiell zu unterstützen. Es ist Ehrenpflicht aller, die 2,50. Von den Arbeitern der Perlmutterfabrik M. Silberblatt dieser Angeklagte nicht wie Schönberger im Besitz einer Frankenhausener Kollegen in ihrer ungemein elenden Lage nicht 5,60. Mechaniker Steglitz 2,-. Burgstraße außer Dreien 6,50. Mitgliedstarte war, so ist doch angenommen, daß er Mitglied war und Beziehung zu der Leitung des Klubs gehabt im Stiche zu laffen. zu unterstützen sind 44 Mann mit 71 Kin-. u. 2., Alte Jakobstraße 1,-. Behrendt 1,-. V. Th. Knopf= haben muß. Der Angeklagte hat den Aufruf offenbar getaunt Bentralvorstand der Vereinigung der Drechsler und Berufsgenossen nosse B., Winterfeldtstr. 1,50. F. V. 3, dern! Etwaige Gelder sind an Unterzeichneten erbeten. Der fabrit Manasse B. 8,50. Tapezirer- Werkstatt ,, Käse" 3.-. Geund verbreitet. Er war deshalb in der angebebenen Weise zu Deutschlands. Th. Leipart, Hamburg, an der Koppel 79. bestrafen. Was Schönberger betrifft, so ist auch er in der ganzen Für den Parteifonds wurde für Monat Mai in unserer Verbandlung als ein thätiger Genosse und als ein Emissär des te Arbeiterblätter werden um Abdruck gebeten. nona Egpedition noch abgeliefert: worden. Summa 284,30 M. Bereits quittirt 7402,50 M.; in Summa 7686,80 M. des Klubs Autonomie anzusehen. Er hat viel mit den Leitern In Pirmasens haben sich die Inhaber von 61 Schuh- Von den Klassenbewußten Arbeitern der M. J. S.'schen Lederdes Klubs korrespondirt, er ist herumgereist nach Kleve und Köln fabriken zu einer Aktiengesellschaft vereinigt. Das Aftien- fabrit 31,30. Bur Maifeier für den Parteifonds ges. von den u. f. w. und hat eine große Menge Flugblätter eingeschmuggelt fapital, 175 000 Attien zu 1000 Mart, wird von den bisherigen Sattlern der Werkstatt D. 18,05. und verbreitet. Er hat sich selbst dadurch nicht abschrecken lassen, Einzelbenkern übernommen. Die bisher beschäftigten 8723 Ardaß gegen Graffer bereits das Verfahren eingeleitet war, und beiter sollen weiter beschäftigt, jedoch ein Theil des kaufmännischen dann noch Schriften an Lanius abgegeben. Er ist deshalb im vollen Hilfsperfonals, über 300 Heisende und über 250 Ausseher und Umfange der Antlage zu verurtheilen gewefen. Lanius hat allerdings Meister entlassen werden. Ob sie am Baun verderben und die Blätter von ihm erhalten mit den Worten, es stände etwas sterben oder nicht, was kümmer die herrschende Gesellschaft? für die Arbeiter darin. Aber es ist nicht erwiesen, daß Lanius in diesem Augenblick schon Kenntniß von dem speziellen Inhalten Gramont in Belgien streiken die Bündholzhatte. Wenn er nun die Schriften durch seine Angehörigen hat arbeiter. verbrennen lassen, so ist ihm nicht nachgewiesen, daß er zur Auf- In Cincinnati streiten, wie die Sächs. Arb.- Btg." erfuhr, forderung zum Hochverrath irgendwie Beihilfe geleistet hat. Da die Tischler. Die Zahl de Ausständigen, unter denen sich gegen ist ihm nachgewiesen, daß er mit dem Klub in Verbindung sehr viele Deutsche befinden, beträgt 6000. In der Quittung des Gesangvereins Maiglöckchen soll der Inhaber des Lokals nicht Weßmann, fondern Weimann heißen. In der Maiquittung vom 9. Mai über eingegangene Barteigelder soll es statt Buchhändler H. A. 1,50 M. A.( May Artelt) heißen. Gothe Brüffel. Ihre Postauweisung ist bereits vor acht Tagen bei uns eingelaufen, aber ohne irgend welchen Hinweis über die Verwendung des Geldes. Der Betrag ist in unserer heutigen Abrechnung quittirt. 2. Wahlkreis. 2 öffentliche Wähler- Versammlungen Freie Berliner 1. Montag, den 12. Juni, Abends 8 Uhr, in Königshof, Kunstausstellung Bülowftr. 37. Referent Curt Baake. 1893 Juni bis September 1893 Hohenzollern- Gallerie( Moltkebr.) 2. Montag, den 12. Juni, Abends 8 Uhr, bei Martens, Geöffnet von 10-10. Entrée 50 Pf. Friedrichstr. 236. Referent Dr. Zadek. Tagesordnung in beiden Versammlungen: 1. Die bevorstehenden Reichstagswahlen. 2. Diskussion. Um zahlreiches Erscheinen ersucht 845/11 Das Wahlkomitee. 3. Wahlkreis. Zwei große öffentliche Wähler Versammlungen 1. Sonntag, den 11. Juni 1893, Vormittags 10 Uhr, in den Bürgersälen, Dresdenerstr. 96, 2. Montag, den 12. Juni 1893, Abends 8 Uhr, in Sanssouci, Rottbuserstr. 4a. Tagesordnung: 1. Die bevorstehenden Reichstagswahlen. 2. Diskussion. Um zahlreiches Erscheinen ersucht Der Einberufer. V. Wahlkreis. Große Wähler- Versammlung am Sonntag, den 11. Juni, Vormittags 10 Uhr, Badesalz in Säden von 200 Bid. 4, M., von 100 Pid. 2,50 M., von 30 Pfd. 1,50 M. für Berlin frei ins Haus, nach außerhalb frei ab hier gegen Nachnabme. 43292* Niederlage der Stassfurter Salzwerke. Berlin SW., Lindenstr. 12. B. Nieft's Festsäle, Weberstr. 17, empfiehlt sich zur bevorst. Saison den Bedingungen. 34418* Arbeiter- Bildungsschule. Am Tage der ReichstagsVereinen zu Festlichkeiten u. Berfamm- wahl, sowie an dem vorherlungen. Saal gratis u. sonstige koulante gehenden Tage, also am 14. und 15. Juni, fällt der Unterricht in sämmtl. Schulen aus. W. Buge's Vereinshaus ( fr. Borchardt) Pankow, Schulzestrasse 28. Garten und Regelbahn. Jeden Sonntag: Ball. 1 W. Buge, Gastwirth. 335b Brauerei Wedding. 48 Reinickendorferstr. 48 empfiehlt feinstes Werdersch, Weiß, Weizen und Malzbier in Flaschen und Gebinden: 1/16 T. à 1 Mk., 1/8 T. à 2 Mk.[ 43592 Bestellungen frei ins Haus. 403/1 Der Vorstand. Zentral- Kranken- u. SterbeKasse der Tischler und anderer gewerblicher Arbeiter ( E. H. zu Hamburg). ( Dertliche Verwaltung: Berlin G.) Montag, den 12. Juni, Abends 8 Uhr: Mitglieder- Versammlung im ,, Salon zum Freischük, Fruchtstraße 36a. Zages Ordnung: Wahl der gesammten Ortsvers Blücherstraße Nr. 11. Kranzbinderei und Blumen- waltung und der Beitragssammler. vis- à- vis der Kreuz- Kirche 3626 1 Wilhelm Böhm. im Lokale der Brauerei Königstadt, Schönhauser Allee 11/12. Sämmtliche Hüte mit KontrollZages Ordnung: 1. Die bevorstehenden Reichstagswahlen. Referent: Reichstagskandidat Robert Schmidt. 2. Diskussion. 878/12 Alle Wähler find hierzu eingeladen. Das Wahlkomitee. Ahtung! 6. Wahlkreis( Moabit). Ahtung! Große öffentliche Volks- Versammlung am Mittwoch, den 14. Juni, Abends 82 Uhr, im Saale der Arend'schen Brauerei, Thurmstraße 26/27. marken. Großes Lager in Schirmen. Steinmetzstraße 40, Ede Groß- ärfchenstraße. 844b Nur Hüte mit Kontrollmarken. Grosse Auswahl in Schirmen. W. Wolff. 1. Die Reichstagswahl. Referent: Wilhelm Liebknecht. 2. Diskussion Presskohlen Bahlreiches Erscheinen erwünscht. 853/ 13* Die Vertrauensperson. J. Pfarr. Britz. Große öffentl. Wählerversammlung am Dienstag, den 13. Juni 1893, Abends 8 Uhr, in lähur's Lokal( vormals Engel), Chauffeeßraße. Zagesordnung: 1. Die bevorstehenden Reichstagswahlen. Referent: Reichstags- Randidat Fritz Zubeil, Stadtverordneter zu Berlin. 2. Dis tuffion. 3. Verschiedenes. Zur Deckung der Unkosten findet Tellersammlung statt. Das Wahlkomitee. Wilmersdorf. anerkannt von J. Meyer, Wienerstr. 1( nur dort) schiedenes. Guirlanden à Mtr. von 15 Pfg. an. Telephon Amt 9, 9482. Handlung 35292 2. Wahl des Vertrauensarztes. 3. VerSprechstunden des Bevollmächtigten und Kassirers finden an diesem Abend nicht statt. Mitgliedsbuch legitimirt. Um pünktlichs Erscheinen aller Mitglieder wird gebeten. 305/3 Die Ortsverwaltung. Achtung! Kein Laden. Kontroll- Schuhmarke. Nur eigene Fcbritation, 25 Bigarren Mart. Garantie rein amerikanische Allg. Deutsch. Lapezirer- Berein 561 Tabake. Rippentabat 2 Pfd. 60 Pig. 5. F. Dinslage, Rottbuserstr. 4, Hof part. Cigarren, rein amerikan. Tabat, eigener Fabrif, 25 St. 1 M., Hippen3516 abatib. 80 Pi Muth, Boechstr. 50, Hof part. ( Filiale Berlin). Montag, den 12. Juni: keine Versammlung. Nächste Versammlung am Montag, den 26. Juni. 3466 Die Ortsverwaltung. !! Roh- Tabak!! Maler, Auftreicher. Sämmtl. in- u. ausländischen Sorten, Filiale 5( Norden). Montag, den 12. Juni, Abds. 8 Uhr, billighter Preislage, empfiehlt gute Qualität, tadelloser Brand, in Versammlung Heinr. Franck, ahtabakHandlung Brunnenstr. 185. beite Sei- Roh- Tabak fraft, wenig Sumatra- Deckblatt v. 140 Pf. 4035L* an, Java- UmAsche gebd., Marte Centrum 3,80., blatt u. Einlage v. 90 Pf. an, Carmenbeste Senftenberger Mariekoble 4,50 M. Umblatt v. 100 Pf. an, sowie sämmtl. ab Play, frei Haus Keller 50 Pf., frei anderen Sorten. Boden 70 Pig. pro Tausend mehr. Vorstehende Preise bis 1. Juli. 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Juni cr. findet in dem Saale der Bötzow'ichen Brauerei, Prenzlauer Allee, eine Außerord. General- Versammlung ftatt, zu welcher die Mitglieder hiermit ergebenst eingeladen werden. Zages Drdnu g: 1. Etatutenänderung. 2. Festsetzung der Händlerprovision. Der Aufsichtsrath. 97/1 D. Baer, Vorsitzender. Der Vorstand. Freytag, Geschäftsführer. Grashold, Raffirer. Genossenschafts- Bäckerei für Berlin und Umgegend. ( Eingetragene Genossenschaft mit beschränkter Haftpflicht.) Wegen Eröffnung der Centrale beabsichtigen wir unsere Filialen abzutreten. Bewerber wollen sich gefl. in unserem Komtoir, Müllerstr. 166a, melden. 97/ 2* Jede Uhr 2 au repariren ( außer Bruch) unter Sarantte foftet bei mir 1,50 Mk. Kleine Reparaturen entsprechend billiger. Uhren, Gold- u. Silberwaaren Der Vorstand. 360 M. Wohnung, 2 Stuben u. Küche, Manteuffelstr. 51. 8296 2 schöne Schlafstellen f. Genossen bei 3406 Forst, Frankfurter Allee 123. Liegmannstr. 4, H. 3 Tr. b. Schmidt, C. Wunsch, nr. 38, frbl. Schlafstelle f. 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Mittenwalderstr. 33, v. 4 Tr Schlafft. f. 2 Herrn( sep. Eing.) fogl. oder am 15. d. M. bei W. Fischer, 348b Röpeniderftr. 134/35. Sämmtliche Waare ist mit Kontrollmarke versehen. A. Gerlach, 38. Kastanien- Alles 38. 2. Beilage zum ,, Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 135. Von 1884 bis 1893. II. Sonntag, den 11. Juni 1893. Gerichts- Beitung. 10. Jahrg. Vor Und damit konnten wir nur sehr zufrieden sein. Allerdings Mängel der Arbeit nicht zur sofortigen einseitigen Aufhebung war ja aus allen den vorher angeführten Ursachen ein bedeutender des Arbeitsverhältnisses berechtigen, und verurtheilte die Be Mandatsverlust eingetreten, aber wenige sichere Stüßen sind lagten, dem Kläger 50 M. zu geben. immer besser als viele unsichere, und speziell unserer Partei in Ein anderes Bild. Es war Bismard gelungen, die staats- ihrer unbarmherzigen Rolle als Todtengräber aller anderen eine Sache zur Erledigung, die schon mehrere Verhandlungen Die Kammer II brachte am Mittwoch, den 7. Juni, erhaltenden" Parteien alle unter eine Bretter- Baracke zu bringen fapitalistischen Parteien fann es gar nicht erwünscht sein, wenn hinter sich hat. Der Sticker Pflug flagte wider den Fabrikanten und mittels Bitrinfäure und Melinitbomben die Aufregung bis einige ihrer Vertreter mit Hilfe anderer Parteien gewählt werden, Schuster, von ihm fordernd, daß er eine Entschädigung zahle, in den letzten Bodensah der Wählermasse zu tragen. Die Folge wie das 1884, selbstverständlich ohne ihr Zuthun, der Fall weil er nach seiner Behauptung von demselben ohne Ründigung war eine ungeheure Wahlbetheiligung, welche selbstverständlich war. Im Jahre 1887 stand sie auch mit ihrer parlamentarischen entlassen sei. Seine Frau wäre dadurch ebenfalls arbeitslos gegrößtentheils dem Kartell zu gute tam und ebenso selbstverständlich Vertretung wieder in voller Unabhängigkeit da, der Mandats- worden. Der Beklagte bestritt, den Kläger entlassen zu haben; einen Verlust von Mandaten für unsere Partei verursachte und verluft zeigte nur die Machtzunahme der Partei an, er war die er hätte nur deffen Arbeit getadelt und bei der Gelegenheit ge zivar troh des bedeutenden Stimmenzuwachses, den auch wir Quittung, welche uns die vereinigten Gegner über unseren Wahl- droht, ihm teine Arbeit mehr geben zu wollen, wenn er nicht hatten. Dies gilt namentlich von den fächsischen Ländern, wo erfolg, über den zum Schluffe des vorigen Abschnitts erwähnten besser arbeite. Kläger hätte darauf fofort die Arbeit verlassen. denn auch die Mandatsverluste fich hauptsächlich einstellten. allgemeinen Beginn unseres Angriffs ausstellte, und er bedeutete Der Beklagte sowohl wie der Kläger brachten für ihre Angaben Wenn troh Zunahme unserer Stimmen der Prozentsatz in Leipzig daher, namentlich insoweit er durch den Ausfall der Stichwahlen Beugen bei, die in ihrem Sinne aussagten. Dem Beklagten wurde Land von 55,1 pt. auf 49,1 pct., in Glauchau von 52,6 pt. herbeigeführt war, eine Gesundung der Verhältnisse. Auf grund nun der Gid zugeschoben. Beschwört er, daß er den Kläger nicht auf 42,1 pet., in Chemnitz von 59,5 pot. auf 45,7 pet., in dieser Gesundung erfolgte nunmehr unsere weitere Machtzunahine, entlassen hat, so wird derselbe kostenpflichtig mit der Klage abgewiesen. Zwickau von 58,3 pt. auf 47 pet. und in Reuß älterer Linie und legten wir allein von allen Parteien, wie uns als den Für den Schwur wurde ein neuer Termin anberaumt. Don 56,7 pot. auf 41,1 pet. sinken fonnte, so war dies für den Augen- fommenden Männern das auch zukommt, die Hand auf alle derselben Gerichtstammer stand als Beklagte Fräulein Euphroblid ja nicht angenehm, für die Zukunft mußte es aber eine heilsame Wahlkreise des Deutschen Reiches. Lehre für uns sein. Und in diesem Sinne rufen wir auch den dina Mieka, von welcher der Fabrikant Oppenheim verlangte, Berliner Genossen aus dem IV. und VI. zu: Sorgt dafür, daß daß sie auf 14 Tage in das von ihr aufgegebene Arbeitsihr diesmal die Majorität, nicht der Abstimmenden, sondern der verhältniß bei ihm zurückkehre. Der Kläger stüßte sich auf ein Wahlberechtigten bekommt. Wir wissen wohl, daß dies bei den Schriftstück, welches die Bellagte unterschrieben hat und in dem ungefähr 120 000 Wahlberechtigten, die Berlin VI diesmal haben sie sich verpflichtete, die gesetzliche Kündigungsfrist inne zu halten. wird, eine schwere Aufgabe sein wird, wir wissen aber auch, daß Fräulein Mieka berief sich sonderbarer Weise darauf, daß sie es durchaus möglich ist, und vor allen Dingen ist es nothwendig. vor Unterschreiben des Zettels öfter geäußert, sie bleibe nur so Gewerbegericht. Sigung vom 8. Juni. Kammer VII lange bei Oppenheim, wie es ihr gefalle. Es habe ihr halt nicht Im Jahre 1890 hatte Berlin IV 96 000 Wahlberechtigte, davon Vier Kutscher der Firma Steffen und Schwinning waren vom mehr gefallen und da sei sie gegangen. Auf das Einreden des stimmten für uns 40 000. Im Jahre 1878 hatte es 48 000 Wahl Inspektor derselben entlassen worden, weil sie nicht genug ge- Gerichtsvorsitzenden einigten sich die Parteien dahin, daß Beklagte berechtigte, d. h. die Hälfte, davon stimmten für uns arbeitet haben sollen. Sie tlagten auf eine Lohnentschädigung die 14 Tage für Oppenheim arbeite und daß dieser ihr für die 20 000, b. b. auch die Hälfte wie 1890. Der Prozentsatz für 14 Tage. Die Verhandlung ergab, daß die Kläger zur Woche 13,50 M., anstatt wie früher 12 M., gebe. der sozialdemokratischen Wähler im Verhältniß zu den Wahl rechten Zeit mit ihren Wagen am richtigen Orte waren und berechtigten ist also von 1878 bis 90 derselbe, nämlich 41,7 pet. bieie nicht abladen konnten, weil der Fubrherr vergessen Herr Johannes Röll, Restaurateur, Berlin NO., Große geblieben. Das muß diesmal anders werden. Wenn auch das Schicksal hatte, an die Besitzer des in Betracht tommenden Frankfurterstr. 58, erklärt in einer Zusendung an uns den ihm der sächsischen Reichstags- Wahlkreise hier nicht zu befürchten ist, Grundstückes rechtzeitig das Abladegeld zu entrichten. in der am 2. Juni stattgefundenen Sigung des Gewerbegerichts so erfordert es doch das Ansehen des sozialdemokratischen Berlin, Die Entlassung der Kläger erkannte das Gericht als uns gemachten Vorwurf, er habe statt echten Pfungstädter Bieres daß es seinen Abgeordneten zur Unterstützung ihrer Aufgabe die berechtigt an und verurtheilte die beklagte Firma, an einem Gaste Kronenbräu vorgeseht, für unwahr. Ein derartiges Majorität der Wahlberechtigten mit auf den Weg giebt. jeden der Vier 40,75 Mart zu zahlen. Der Herr Inspektor Vergehen sei ihm schon aus dem Grunde unmöglich, weil er Thatsache bleibt, daß in den Wahlen von 1887 die sächsischen zweifelte den Gerechtigkeitssinn des Richterkollegiums an, wofür überhaupt in seinem Lokal niemals Kronenbräu geschänkt habe Kreise, die für sicher gehalten worden waren, durch größere er, wegen Ungebühr vor Gericht, in eine Strafe von 10 M. ge- und laut Kontrakt an den Ausschank von Pfungstädter Bier ge= Wahlbetheiligung der Gegner, mag diese durch was für nommen wurde. bunden sei. Mittel immer bewirkt worden sein, verloren gingen. Diese Rammer III. Der Bildhauer Seelig wurde verurtheilt, Wahlkreise waren eben noch nicht sicher gewesen, und dem Tischler Zwetsch, welcher bei ihm beschäftigt war Wegen Verkaufs verdorbener Nahrungsmittel hatte das Aufdecken dieser Thatsache konnte uns nur angenehm sein. und plößlich entlassen rourde, 51 M. zu zahlen. Zwetsch sich gestern der Kaufmann Ernst Engels vor der 131. AbAuch war dies gar nicht das Ausschlaggebende für den großen hatte an einem Sonnabend ein von ihm schon öster in der tbeilung des Schöffengerichts zu verantworten. Der Angeklagte Mandatsverlust. Da Berlin VI und Nürnberg im ersten Wahl Werkstelle gesungenes unanständiges Lied zum besten gegeben, hielt im November vorigen Jahres in seinem Laden Gänsepökelgang genommen wurden, so hatten wir noch immer 6 Mandate und zwar nach einem fleinen Streit mit seinem Chef. Dieser fleisch zum Preise von 35 Pf. für 2 Pfd. feil. Der außerordentund 17 Stichwahlen 1887 gegen 9 Mandate und 24 Stichwahlen glaubte, das Lied beziehe sich auf ihn. Als am Arbeitstage lich billige Preis lockte besonders die Hausfrauen an. Als eine 1884, was angesichts des Umstandes, daß wegen des gefchloffenen darauf Zwetsch eine halbe Stunde zu spät tant, benutte Seelig solche zu Hause ihren Einkauf prüfte, wurde sie gewahr, daß Borgehens der Kartellparteien die Anzahl der Stichwahlen gegen nach seiner eigenen Aussage die Gelegenheit, ihn zu entlassen. das Fleisch einen höchst üblen Geruch verbreitete. Sie brachte 1884 fich naturgemäß erheblich vermindern mußte, ein durchaus Der Gerichtshof nahm an, daß es nicht genügend erwiesen sei, es zum Polizeibureau, das Fleisch wurde untersucht und angemessenes Resultat war. In diesen 17 Stichwahlen standen ob befagtes dummes Lied sich auf den Beklagten bezog. Das vom Sachverständigen als vollständig verdorben bezeichnet. Der uns 2 Freifinnige, I vom Zentrum, 10 Nationalliberale, 1 von Buspätkommen um eine halbe Stunde aber könne nicht als ein Verkäufer behauptete im gestrigen Termine, daß ihm der faulige der Reichspartet und 3 Konservative gegenüber. Mit Ausnahme berechtigter Grund zur sofortigen Entlassung betrachtet werden; Geruch des Fleisches entgangen sei, einer Behauptung, der feitens aber von Frankfurt a. M., wo uns die Unterstützung der Volts als ein nicht Befolgen der Anordnungen des Arbeits- des Gerichtshofes fein Glauben geschenkt wurde. Es wurde vielpartei ward, war da fein Stichwahlsieg, den wir nicht fast aus gebers( was unter Umständen solch ein Entlassungsgrund wäre) mehr in der Urtheilsverkündigung hervorgehoben, daß die Handschließlich der eigenen Kraft verdankten, wenigstens die gegne- sei es nicht anzusehen; in diesem Falle um so weniger, als nach lungsweise des Angeklagten um so gemeingefährlicher sei, weil rifchen Parteien als solche dachten gar nicht mehr daran, uns zu den eigenen Angaben des Herrn Seelig es bei ihn mit dem dergleichen Vergehen nur in den seltensten Fällen zur Anzeige unterstügen. Und es waren im ganzen 5 von 17, d. h. nicht Späterkommen der Angestellten nicht so sehr genau genommen gelangten, da die Geschädigten, um Laufereien und Umstände zu ganz ein Drittel, die uns zufielen, aber das richtige Verhältniß wurde. Drei Arbeiter wurden mehrere Male hintereinander vermeiden, von einer Anzeige Abstand zu nehmen pflegten. für unsere tompromißlose Partei; denn es ist in der Ordnung, von der Firmg Jeserich, beziehungsweise deren Vertreter, zum sei deshalb gegen den Angeklagten auf eine Geldstrafe von 50 M. daß die kapitalistischen Parteien sich uns gegenüber an ihre andern Tage hinbestellt, zum vierten Tage mit dem Auftrage, erkannt worden. Intereffengemeinschaft erinnern, und wir können auch nicht ver- ihre Sachen mitzubringen, es gehe nach Spandau. Als sie langen, daß irgend eine für uns stimmt, auch der Freifinn nicht. Und diesmal erschienen, wurde ihnen bedeutet, daß man fie wenn wir uns über dessen Hasenherzigkeit luftig machen, mit der er nicht brauche, es feien schon Arbeiter eingestellt. Für die so gegen uns für das Kartell stimmte, von dem er doch selbst auf die verbummelten vier Tage verlangten die Arbeiter eine Entschmählichste Weise behandelt worden war, so wollten wir damit schädigung, die jedem von ihnen in der Höhe von 8,25 M. auch feine Handlungsweise gar nicht beschweren, sondern nur seine zugebilligt wurde. großen Worte von Freiheit u. f. w. in die richtige Beleuchtung Sammer VIII. Die Firma Priester u. Eit, Luguspapier- Die Bestimmungen der Sonntagsruhe haben, wie es rücken und dem Burschen das Löwenfell abreißen. Es ist aber Fabrit, hatte einen Preßvergolder auf Veranlassung des heißt, die preußischen Minister des Junern, des Handels und der noch besonders hervorzuheben, daß auch schon 1884 der Freisinn Werkführers angenommen, welcher denselben als tüchtigen Kultusminister, entgegen der Auslegung eines Regierungsuns zu feinem Mandat verholsen hat, siehe Kassel, Hamburg III, Arbeiter empfohlen hatte. Als der Betreffende nach fünf- präsidenten, auch auf die Konsumvereine für an: Hanau; er ist sich also troh der großen Worte feines Eugen tägiger Arbeit ju einem Termin war, wurde feine wendbar erachtet. Der Schankbetrieb sei allerdings auch bei Richter wenigstens in seiner Angst vor der Sozialdemokratie stets Arbeit nachgesehen und einzelne Karten als untauglich den Konsumvereinen von den Einschränkungen der Sonntagsruhe tonfequent geblieben. Aber auch den Kartellparteien war ein befunden. Nach seiner Rückkehr in das Geschäft mußte der befreit, es feien aber, um zu verhüten, daß mit dem Betriebe Licht aufgegangen, als die Sozialdemokratie mit 763 000 Stimmen Bergolder in das Komptoir tommen, wo ihm eröffnet wurde, er des Schankgewerbes Uebertretungen bezüglich der anderen Arten aufmarschirt war, und sie wagten das Manöver von 1884 bei den hätte Sauarbeit geliefert und sei entlassen. Auch wurden ihm 2 M. des Gewerbebetriebes stattfinden, die Konsumvereine, insbesondere diesmaligen Stichwahlen in München II und Berlin III nicht von seinem Verdienst abgezogen. Er lagte nun auf Bahlung die das Schankgewerbe betreibenden, Sonntags genau zu über= zu wiederholen. Auch bei ihnen hatte die Angst vor der Sozial- einer Entschädigung, da ein Ausschluß der gesetzlichen Kündigung wachen, und es sei zugleich dafür Sorge zu tragen, daß bei dieser demokratie fich gebührendermaßen wieder eingestellt. nicht vereinbart war. Das Gericht war der Metnung, daß Gelegenheit auf die sorgfältige Sammlung solchen Materials Vom Berliner Kunkleben. " " " Soziale Leberlicht. . 63 zurückgewiesenen Werken, die der großen Ausstellung nur zur Del und seinen feingestimmten Kohlenzeichnungen von der Seine, Ehre gereicht hätten, finden wir bei einem Rundgange durch die da ist der Lübecker& ü ders zu nennen, der seinem Weimaraner ( Freie Berliner Kunst- Ausstellung."- freie Ausstellung", die uns des Sehenden und Er Lehrer Hagen alle Ehre macht, da sind der Marinemaler 3. Schereschewati's Sibirischer Gefangenen freulichen gar Vieles bietet. Vor allem Adolf Lißmann, der zeichengewandte Holz, die farbenfrohe LandTransport".) von Medel's großes orientalisches Seestück„ Sommermorgen". schafterin Westphal Lösser, die sehr begabte Malerin und -n. Der in unserem Artifel) über die große Berliner Das gewaltigste und vollendetste Bild dieses reichbegabten Künst- Radirerin Käthe Kollwis, die Bildhauerin Finzelberg, Runstausstellung flüchtig gestreifte Kampf zwischen den Alten" lers! Man begreift gar wohl, wie dessen Zurückweisung auf der Genre- Maler Schmidt Constant, die Porträtmaler und Jungen" in der Berliner Künstlerschaft ist nun zu offenem den nervös empfindlichen Maler unheilvoll wirken konnte. Eine Wolff, Berény, Marie Crelinger, der Jagdmaler Rappstein Ausbruch gekommen. In den Räumen der Hohenzollerngallerie, Sammlung von Landschafts- und Genrebildern aus dem Nach- u. a. m. ehrenvoller Erwähnung werth.- Gar mächtige Intriguen dem Ausstellungspalaste gegenüber, haben jene Maler und Bild- lasse Medel's begrüßen wir als willkommene Zugabe, da fie uns müffen auch im Spiele gewesen sein, um das zweimal preishauer, die von der Jury der großen Berliner Kunstausstellung ein gutes Bild seines Strebens, Kämpfens und Wirkens giebt. getrönte Denkmal des rühmlich bekannten Bildhauers mit Unrecht zurückgewiesen zu sein glauben, und andere Künstler, Auch andere Refusirte"( Burückgewiesene), wie Horte und Klein von der großen Ausstellung zu verbannen. die diese Bestrebung unterstützen wollen, eine Truzausstellung Schmidt- herboth, haben eine ganze Sammlung von Bildern Sein hier ausgestellter großer Entwurf spricht beredt eröffnet unter dem Titel: Freie Berliner Kunst Aus- und Studien gebracht, um dem Publikum zu zeigen, daß ihnen mit Un- genug. Der ausgezeichnete norwegische Marinemaler Norstellung." Man weiß ja, wie es bei Berliner Ausstellungs- recht so übel mitgespielt worden sei. Vom ersteren finden wir unter in ann, dessen frische und ursprüngliche Kraft nichts fommissionen im allgemeinen und besonders in diesem Jahre zu anderem ein Genrebild in der Kirche", das von ernstestem von Schablone weiß, hat sich durch Ausstellung mehrerer Werke gegangen ist. In den Aufzeichnungen zu einem Vortrage über Studium und großem Rönnen zeigt. Es war letztes Jahr im als bewährte Stütze der wahrhaft freien Kunstbestrebungen erdie Jury und Hängekommission, die sich im Nachlasse des so Pariser Salon ausgestellt für die Berliner Offiziellen, die ja wiesen. Der von den„ Alten" auch bestgehaßte geniale 2. v. Hoftraurig geendeten Malers Meckel vorfanden, sind diese Ver- bekanntlich den Pariser Malern so weit vor sind, war es natür- mann hat seinen prächtigen Plakatentwurf der Ausstellung überhältnisse, die unzweifelhaft mit zu seinem Selbstmorde bei- lich zu schlecht. Die Abweisung seiner prächtigen Radirung von lassen. So regt sich denn auf allen Seiten neues Leben, und getragen haben, ungeschminkt geschildert. Wenn es ans Hängen" Rafael's Sirtinischer Madonna ist einzig und allein aus den wir wollen nur wünschen, daß die Refüsirten im Interesse der der Bilder geht( von der Art des Platzes hängt ja die Wirkung famosen Grundfäßen zu erklären, Schülerarbeiten zu unterdrücken, freien Kunst" zusammenstehen werden zur Vernichtung des der Bilder und Stulpturen sehr ab), da ist für die wenn sie beffer als die gleichzeitig eingereichten Werte Cliquenwesens und zur Förderung aller wahrhaft künstlerischen Zuweisung der besten Plätze nicht etwa die tünft ihrer( Berliner) Meister sind. Schmidt- Herboth zeigt uns Bestrebungen welcher Dichtung" immer. Werke lerische Beschaffenheit der maßgebend weit außer einem liebevoll und liebenswürdig gemalten Aquarell, demselben gefehlt! Sei Mitglied der Akademie oder der Ausstellungs- das Schicksal verfiel, eine große Anzahl Wladimir Schereschews ti ist der Name eines jungen kommission oder einer anderen wichtigen Körperschaft oder landschaftlicher Studien, die von feinem Blick für die russischen in München lebenden Malers, der seiner ganzen Art wenigstens ein guter Freund dieser Kreise, ja, dann bist Du ge- Natur und tiefem Empfinden abendlicher Stimmungen Beugniß nach auch zur freien Kunst" in unserem Sinne zu rechnen wäre. borgen! Der Augenschein zeigt es ja und ein bekannter geben. Ein echter und ganzer Künstler, dem in diesem Jahre be- Sein im Architektenhause ausgestelltes großes Bild stellt eine Künstler ging so weit, aus der Aufstellung eines jeden Kunst- fanntlich wiederholt von den lieben Berliner Kollegen übel genug Etappenstation in Sibirien dar. In zwei fellerartigen Räumen wertes im Glaspalaste ersehen zu wollen, ob deffen Urheber jener mitgespielt worden, Edv. Munch, lieferte ein( selbstverständlich ist eine große Anzahl nach Sibirien verschickter, wohl meist poliKlique angehöre oder nicht. Aus solchen Zuständen erklärt es refufirtes) tiefempfundenes Stimmungsbild eines monderhellten tischer Sträflinge unter Bewachung von Gendarmen zusammensich leicht, wenn recht gute Bilder, to btgehängt" oder von Gemaches. Die mitausgestellte Stizze eines Mannes, wegen gepfercht. Eine neblig trübe Stimmung liegt über dem ganzen der Ausstellung zurüdgewiesen wurden, während die öde deren ihm vorlängst die Aufnahme in den Berliner Künstler- Bilde ausgebreitet und verstärkt so den Eindruck der Mittelmäßigteit sich auf den schönsten Plägen verein verwehrt wurde, ist schwächer, doch hätten sich jene Hoffnungslosigkeit und des Mitleides, den diese un gütlich thut. Wenn man ferner bedenkt, daß eine Herren immerhin gratuliren können, ein so echt fünstle- glücklichen Opfer des Barismus bei bem Beschauer ganz erfleckliche Anzahl stümperhafter Machwerke viele risches Werk für ihr Album zu gewinnen. Edm. erwecken. Mit großer Kunst ist jede Effekthascherei vermieden. Quadratmeter der Ausstellungsräume bedeckt während del zeigt in seinen Bildern und Stizzen ein verwandtes Einfach, wahr und ernst ist dieses Bild empfunden und gemalt. die Herren der Kommission andererseits so fleinlich waren, Streben. Doch fehlt ihm noch jene fünstlerische Vollendung und Es ist ein sensationelles Gemälde im guten Sinne, ein Tenhervorragende Werke nur der ihnen nicht sympathischen oder gar virtuose Sicherheit der Zeichnung Munch's. Doch giebt uns folch benzbild, das wahrhaft berechtigt ist, weil seine Tendenz sich verständlichen fünstlerischen Richtung" wegen abzuweisen, dann ein aufrichtiges und jeder Schablone abholdes Ringen, wie es nicht aufdringlich und nüchtern an den Verstand, sondern mit ist das Unternehmen dieser Protestausstellung gewiß sympathisch eine verhältnißmäßig große Zahl der hier vertretenen Rünstler tiefer Junerlichkeit an unser Gefühl wendet. Eine genauere Bezu begrüßen. Und eine ganze Anzahl jungfräftiger Talente mit aufweist, wieder ein wenig Hoffnung auf eine tommende Blüthe fchreibung der Einzelheiten dieses ergreifenden Werkes wollen der Berliner Kunst. Da ist vor allem der begabte in Paris ge- wir uns ersparen tönnte sie doch nur einen schwachen Begriff S. Nr. 118 des Borwärts" vom 16. Mai 1893, bildete Wohlenberg mit seinen prächtigen Landschaften in seiner mächtigen Wirkung geben. * Bedacht genommen werde, welches eine geeignete Unterlage für 1 au protestiren und sich mit Opfermuth am Wahlkampf zu be-[ vortrefflichen und mit reichem Beifall aufgenommenen Ausstrafrechtliche Berfolgung wegen Ausschanks geistiger Getränke theiligen, sowie am 15. Juni dem Reichsfangler von Caprivi führungen des Redners wurden in der Diskussion von den Gean Nichtmitglieder und, wo möglich, für den Nachweis bietet, ihren Patriotismus dadurch klar zu legen, baß sie für die Wahl noffen Mafaras, Mäther, Bernihly und Kraft ergänzt. Nachdem daß der betreffende Konsumverein nur zum Schein und zur Ver- der sozialdemokratischen Kandidaten wirken."- 2. Die Vereine entsprechende Resolution einstimmig angenommen worden schleierung eines ohne Konzession geübten Schankgewerbes ein- fammlung stimmt den Ausführungen des Genossen" Bogtherr zu war, ging die Versammlung mit einem Hochruf auf die Sozialgerichtet ist. und verspricht, für die Wahl des Genossen R. Fischer mit aller demokratie auseinander. Montag zwei Wählerversammlungen für den zweiten Kreis statt Kraft einzutreten." Nachdem noch bekannt gegeben war, daß am finden werden, die eine im Königshof", die andere bei Martens in der Friedrichstraße, schloß die imposante Versammlung mit einem dreimaligen, begeisterten Hoch auf die internationale = " " Literarisches. Arbeiterschutz in Oesterreich. Man schreibt uns: A13 Echt freifinnig verlief am 7. Juni eine in Nauen abin Desterreich das Gewerbe Juspektorat ins Leben trat, erhielt gehaltene Verfammlung, in der Herr Vollrath seine Kandidatenden Reichenberger Bezirk, einen der industriereichsten des ganzen rebe hielt. In anbetracht, daß viele Sozialdemokraten anwesend Reiches, der Inspektor Joseph Malek zugewiesen. Der Mann waren, richtete der Herr Wasserstiefler seine Rede auf Stimmen besaß eine gründliche, sozialpolitische Bildung und war ein Sozialdemokratie. fang ein. Sein Konzept wurde ihn jedoch gründlich verdorben, pflichteifriger Beamter, d. h. er that genau, was ihm das Gesetz als unser Parteigenosse Näther, trok der für ihn auf 10 Minuten vorschrieb. Sein jährlicher Bericht war im Vergleich zit hen Die öffentliche Wählerversammlung, welche für den beschränkten Redezeit Blatt für Blatt des welfen freisinnigen Berichten der übrigen Gewerbe- Inspektoren ein wahrer Muster- 5. Wahlkreis am Freitag Abend in den Germania- Festfälen ab- Ruhmestranzes zerpflückte. Solch strafwürdiges Treiben durften bericht. Aber gerade das lenkte auf ihn den Haß der Unter- gehalten wurde, war überaus zahlreich besucht. Die Referate die braven Freisinns- Spießer natürlich nicht ungerochen lassen; nehmer. Sie empfanden es schmerzlich, daß ihnen die Aus- wurden von Richard Fischer, sowie von dem Kandidaten des während unfere Parteigenoffen, was ja selbstverständlich, die beutung der Frauen- und Kinderarbeit wirklich soweit unmöglich Wahlkreises, Robert Schmidt, gehalten; beide Nedner ernteten Rede Vollrath's mit Ruhe angehört hatten, verübten die Angemacht wurde, als es das Gesetz vorschrieb. Malet begnügte begeisterten Beifall. Da Gegner fich nicht zum Wort meldeten, hänger des Herrn Vollrath schon gleich zu Anfang der Ausfich nämlich nicht, wie so manche seiner Kollegen, damit, daß er wurde von einer Diskussion Abstand genommen. Die Versamm führungen Näther's einen so ohrenbetäubenden Lärm, daß es ihm eine Anzeige machte, sondern er sette es auch durch, daß that lung nahm folgende Resolution an:" Die heutige öffentliche unmöglich war, weiter zu sprechen. Troßdem fomit Herrn Bollfächlich Abhilfe geschaffen wurde. Er untersuchte weiter die Wählerversammlung erklärt sich mit den Ausführungen der rath das letzte Wort blieb, wird die fümmerliche freisinnige Beschwerden der Arbeiter bis ins Einzelne und berichtete wahrheits- Referenten voll und ganz einverstanden. Sie sieht die Forde Saat, wie der 15. Juni beweisen wird, auf sehr steinigen Boden getren an seine vorgesetzte Behörde. In Desterreich stellt sich rung der Regierung, die Vermehrung der Friedens- Präsenzstärke gefallen sein. bei einem Streit die politische Behörde, der Bezirkshauptmann des Heeres um 100 000 Mann nur als eine Mehrbelastung der ( Landrath) fofort auf die Seite der Unternehmer; die Rädels- großen Masse der Bevölkerung, namentlich der Arbeiterklasse, an. Zu dem in Nr. 126 gebrachten Bericht über die Ber führer" werden in der Regel eingelecht, und, gehören sie nicht in Infolge dessen erklärt die heutige Versammlung, am Tage der fammlung in der Kronen- Brauerei theilt uns Herr die betreffende Gemeinde, in ihre Heimath abgeschoben". Auch Reichstagswahl nur dem Kandidaten der Sozialdemokratie ihre Stiller mit, daß er fein trantes Kind zu Hause habe. Die gegen dieses Verfahren erhob der Fabrikinspektor Malet seine Stimme zu geben, weil einzig und allein diese Partei mannhaft Kosten der Protokollaufnahme habe er selber zu tragen sich erStimme. So dauerte es denn gar nicht lange, da hatte er einer- und gefchloffen gegen jede Wiebrbelastung des arbeitenden Volkes boten, um die Sache zu beschleunigen, doch sei entgegenkommender seits die Unternehmer, die ihren Entbehrungslohn gekürzt sahen, jederzeit eingetreten ist. Im weiteren erklären die Versammelten, Weise dies Anerbieten abgelehnt worden. anderseits die Beamtenklasse, die nun etwas mehr Arbeit hatte mit allen Kräften für die Ideen der Sozialdemokratie und deren und ihre Allweisheit bedroht glaubte, als Todseinde gegen sich. Verwirklichung thatkräftig eintreten zu wollen." Nachdem der Die Unternehmer, Deutschliberale" und Deutschnationale" ohne Borsigende bezüglich der Agitation noch einige Mittheilungen ge Unterschied, vereinigten sich und schickten an die Regierung und macht hatte, wurde die Versammlung mit Hochrufen auf die den Reichstag ein wuthschnaubendes Schriftstück, in dem sie den Sozialdemokratie geschlossen. Reichenberger Fabrikinspektor beschuldigten, er hetze systematisch die Arbeiter gegen die Arbeitgeber" auf und schaffe Zwei großartig verlaufene fozialdemokratische Ver im Bezirke anarchistische Zustände. Die Entfernung des Beamten fammlungen im Teltow- Beeskow Storkower Wahlkreise fanden wurde fategorisch verlangt. Und wirklich wurde der Gewerbe- am vergangenen Sonntag in Krausnick und Wendisch Buchholz Inspektor, der nichts als seine beschworene Pflicht gethan, zwar statt. Ein Theil Berliner und Charlottenburger Genossen hatten nicht entlassen, aber nach Olmüh versezt. Das war vor einigen auf einer Agitationstour dorthin durch Verbreitung von HandJahren. Kaum war Malet in Olmüz, so begannen die Angriffe zetteln tüchtig für den Besuch der Versammlungen agitirt und der Unternehmer von neuem, eine Intrigue folgte der andern, der Erfolg derfelben war ein geradezu überraschender. Lange bis den pflichtetfrigen Beamten endlich das Verhängniß ereilte. vor der festgesetzten Zeit waren die beiden Lokalitäten gedrängt Am 81. Mai dieses Jahres wurde der Gewerbe- Inspektor von voll, so daß Hunderten von Personen die Möglichkeit genommen Olmüz, Joseph Malet, von der mährischen Statthalterei in war, Plah zu finden. Die Fenster nach den Höfen und der Brünn seines Amtes aus Dienstrücksichten" enthoben. Die Unter- Straße waren dicht befetzt. Der fozialdemokratische Randidat nehmer werden jauchzen, und die Regierung wird nach einer des Kreises Genosse Friz 3ubeil referirte in beiden Ausrebe suchen lassen. Und die wird sich finden. Wie Brom- Versammlungen, vielfach durch brausenden Beifall unter beeren in jedem Jahre. Und der österreichische Reichstag wird brochen, über die Reichstagswahlen und die Militärvorlage, die Ja und Amen sagen und Fünf gerade sein lassen. Diese Anwesenden ermahnend, am 15. Juni durch die Abgabe eines Herren Volksvertreter" haben etwas ganz anderes zu thun. Sozialdemokratischen Stimmzettels energischen Protest gegen die Schon seit fünfzehn Jahren und länger müffen sie darüber heutige fapitalistische Produktionsweise und des heutigen Bestreiten, ob in Pscheloutsch oder Leitomischl der Nachtwächter steuerungssystems einzulegen. Auch in diesen beiden Versamm fein„ Bewahret das Feuer und das Licht zc." auf deutsch oder lungen waren die zahlreich anwesenden Gegner, trozdem ihnen czechisch heruntersingen soll. volle Redefreiheit vom Vorsitzenden zugesichert wurde, nicht zu bewegen, das Wort zur Diskussion zu ergreifen. Eine mit den Ausführungen des Referenten sich einverstanden Resolution, welche versprach, unermüdlich für die Wahl des sozialdemokratischen Kandidaten zu agitiren, fand einstimmige Annahme. Die allseitig kampfbegeisterte Stimmung unter der dortigen Bevölkerung bewies, daß auch in jenen Ortschaften unsere Jdee bereits festen Fuß gefaßt, wofür der Beweis am 15. Juni sicher nicht ausbleiben wird. W Aus der Schweiz wird uns geschrieben: Das abgetretene Berner Zentralfomitee für die Maifeier theilt mit, daß seine Resolution und Eingabe an die Bundesversammlung von rund 28 000 Bürgern, welche die Versammlungen am 1. Mai zählten, angenommen wurde. Das Zentraltomitee bemerkt hierzu: Wenn man die durch ausnahmsweise günstige Verhältnisse bedingte starke Betheiligung des letzten Jahres beiseite läßt, so fann nicht geleugnet werden, daß die Maifeier seit ihrem Bestehen, d. h. feit 1890, an Umfang zugenommen hat. Heute wird es feinen Arbeiterverein in der Schweiz mehr geben, der nicht in irgend einer Weise, auch wenn Kräfte und Wiittel zu dieser Demonstration und Volksversammlung nicht langen, des Arbeiter- Weltfeiertages gedenkt. In den Herzen aller ziel und klassenbewußten Arbeiter wird der Gedanke dieses Tages unauslöschlich festgehalten, wenn gleich die Art der Feier wechselt." V Der vom„ Vorwärts" bereits erwähnte Vorfall in St. Jmier( Berner Jura) bei dem die Anarchisten die führende Rolle spielten, wird auf die Tyrannei dortiger Uhrenfabrikanten zurückgeführt. Der Uhrengehäuse Fabrikant Gygax hat seit längerer Zeit feinen der Gewerkschaft angehörigen Arbeiter mehr angenommen und alle, die ihr angehörten, worunter zahlreiche Familienväter, gemaßregelt und an ihrer Stelle fremde, nicht organisirte Arbeiter eingestellt. Das mußte die Arbeiterschaft, die vor Jahresfrist bei der Krise größten Mangel litt, aufs tiefste erbittern, was die Gewaltthätigkeiten zwar nicht recht fertigt, aber doch begreiflich macht. Da die meisten der zwölf Verhafteten dem Vorstande der St. Jmier Arbeiterunion( Kartellverband der Gewerkschaften) angehörten, dürften es nicht allein Anarchisten gewesen sein. Wer Wind fäet, tann eben nur Sturm ernten das hätten sich die Kapitalisten, die die Arbeiter bis zum Aeußersten getrieben haben, sagen und sich selbst als die Urheber solcher Vorfälle autlagen sollen. Versammlungen. Die Handlungsgehilfen hatten am Donnerstag eine gutbesuchte Versammlung in der Ressource. An der Hand freisinniger Flugblätter und Zeitungen führte Borchardt die verschiedenen Unfälle vor, die den hauptsächlichsten Führern dieser Partei schon passirt sind. Der Redner schloß mit der Aufforde rung an die Anwesenden, einzig den Bertretern derjenigen Partei, die sich mit Recht Voltspartei nennen könne, der Sozialdemokratie ihre Stimme zu geben. Nachdem ein freistuniger etwa eine Stunde lang das Lob seiner Partei gesungen hatte, wurde ein von dieser Seite gestelter Antrag auf Beschränkung der Redejeit von der Versammlung abgelehnt. Blum zeichnete hierauf mit scharfen Strichen den Unterschied zwischen Freifinn und Sozial demokratie und schloß mit dem Mahnwort an die Versammelten, am 15. Juni dem sozialdemokratischen Kandidaten Vogtherr ihre Stimmen zu geben. Sodann wurde mit der Bestimmung, daß die noch eingetragenen Redner in der nächsten Versammlung zuerst zum Bort tommen sollen, ein Antrag auf Schluß der Dis. fussion angenommen, worauf die freisinnigen Theilnehmer an der Versammlung das Lokal verließen. Folgendem Antrag wurde zugestimmt: Die Versammlung beauftragt das Bureau, dem Minister v. Bötticher eine Protestresolution mit eingehender Be gründung einzureichen gegen die den Tabathändlern in bezug nuf die Sonntagsarbeit gemachten Versprechungen." Desgleichen fand folgende Resolution Annahme:" Die Versammlung erflärt ihr Ginverständniß mit den Ausführungen des Kollegen Borchardt, protestirt energisch gegen die geplante Mehrbelastung der besitzlofen Klassen und verpflichtet sich, am Tage der Wahl dem Kandidaten der Sozialdemokratie, als dem einzig berufenen Vertreter der Kaufleute ihre Stimme zu geben. Die Stichworte der Silberleute. Von Ludwig Bam. berger. Berlin W. Verlag von Rosenbaum u. Hart. Preis 1,50 M. Von der Neuen Zeit"( Stuttgart, J. 5. W. Diey' Verlag) ist foeben das 37. Heft des 11. Jahrgangs er. Schienen. Aus dem Inhalt heben wir hervor: Der Gang der Wahlen. Die internationale Bedeutung des Wahltampfes in Deutschland. Von Eduard Bernstein. Die Konservativen und der Antisemitismus. Von May Schippel. Einige Streiflichter auf die Lage der Gymnasiallehrer. Bon L. Scherer. Literarische Rundschau. Notizen: Die Profitrate. Bon Landé. Preisausschreiben.- Feuilleton: Die sozialen Zustände im Reich vor dem Einfall der Barbaren. Von Dr. Paul Ernst. Fortsetzung.) SeenothGelübde. Erzählung aus dem Boltsleben in den Scheeren von Auguft Strindberg. Autorisirte Uebertragung von Grich Holm. Massenmord. Eine Zukunftsschlacht. Eine Zukunftsschlacht. Von Karl Bleibe Der Wellensittich, feine Naturgeschichte, Pflege und Bucht. treu. Leipzig. Verlag von W. Friedrich. Von Dr. Karl Ruß. 3. Auflage. Mit einem Bollbild und 14 Abbildungen im Text. Magdeburg( Creuz'sche BerVon den Gesammelten Vorträgen und Auffäßen" von Profeffor lagsbuchhandlung). Preis 1,50 M. Dr. Arnold Dobel, welche unter dem Gesammttitel Aus Leben und Wissenschaft" herausgegeben werden, ist die zweite Lieferung soeben im Verlag von J. H. W. Dieß in Stuttgart erschienen. 136 Seiten Ottov. Preis 75 Pfg. Die zweite Lieferung enthält: Konrad Deubler, der oberösterreichische Bauern- Philosoph. Bom Weib. Seine foziale Stellung und feine Befähigung.- Ueber die ältere Matur verachtung und die neuere Naturbetrachtung. Zweiter Wahlkreis. Eine wahre Völkerwan= derung war es, welche am Freitag die nach dem Etablissement In Mariendorf tagte am Dienstag eine öffentliche WählerTivoli vom sozialdemokratischen Vertrauensmann einberufene versammlung, welche im Verhältniß zu dem kleinen Lokal, das Wählerversammlung veranlaßte. Um 8/49 Uhr füllte den weiten den Genossen zur Verfügung stand, zahlreich besucht war. Der Saal eine Kopf an Kopf gedrängte Menge es mochten wohl Kandidat für den Wahlkreis, Fritz 3u beil, hielt über die 4000 Menschen anwesend sein die mit voller Begeisterung bevorstehende Reichstagswahl einen mit großem Beifall aufgeden Worten des Genoffen Ewald Bogtherr folgte, welcher nommenen Vortrag. Von einer Diskussion wurde abgesehen, da in volfsthümlicher und troydem prinzipiell unanfechtbarer Rede Gegner nicht anwesend waren. Auch die Antisemiten, welche den Ernst unseres Zeitalters, insbesondere aber die hohe Bedeu- öffentlich eingeladen waren, glänzten aus Furcht, die Wahrheit tung der bevorstehenden Reichstagswahl erörterte. Lebhafte zu hören, durch Abwesenheit. Hierauf wurde einstimmig eine me Heiterfeit erregten seine Darlegungen, wo der Spott, großen Resolution angenommen, in der die Versammlung sich gegen die Beifall, wo scharfe Kritit die Widersacher des internationalen Militärvorlage und für die Wahl unseres Kandidaten Friz Sozialismus traf, ob freifinnig- voltsparteilich oder fonfervativ, Bubeil in Berlin aussprach. Zum Schluß wurde bekannt geob antisemitisch- kleinbürgerlich oder nationalliberal. Unter brau- geben, daß am Sonntag eine Agitationstour stattfindet. Treffsendem Beifallssturm schloß Redner mit der Mahnung an die punkt für Mariendorf 5½ Uhr bei Hilgert, für Tempelhof Versammelten, den sozialdemokratischen Kandidaten Rich. Fischer 52 Uhr bei Fischer. zu wählen. An der Debatte betheiligte sich zunächst ein Genosse, Der welcher die Moral der„ Stüßen von Ordnung und Sitte" durch hatten am Mittwoch in Gratwell's Bierhallen eine öffentliche Die Genossen aus Jüterbogt- Luckenwalde- Bauch- Belzig Anführung von Selbsterlebtem ins rechte Licht rückte. In Bersammlung. Seiler sprach in seinem beifällig aufgenommenen schlichten Worten erzählte er, wie er fich bewogen gefühlt habe, Vortrage über die bevorstehenden Reichstagswahlen, und zwar während der Wahlbewegung seinen Heimathsort Gusow, an der hauptsächlich über die Art und Weise, wie in diesem Wahlkreise Ostbahn im Kreise Frankfurt- Lebus gelegen, aufzusuchen, um am thatfräftigsten und erfolgreichsten zu agitiren fei. dort eine Versammlung einzuberufen. Um seinetwillen habe Redner forderte die in Berlin Arbeitenden auf, wenn sie in ihrer darauf der Herr Amtmann die in den sechziger Jahren stehen- Seimath in die Wählerlisten eingetragen feien, auch dort ihr den Eltern, welche von ihm durch ihre Arbeit direkt oder in Wahlrecht auszuüben und namentlich am Wahltage kräftig zu birekt abhängig waren, auf die Straße gefeßt. Es sei ihnen vom agitiren. Nach längerer Debatte schloß man sich diesem VorAmtmann dann gesagt worden, warum sie denn den Sohn immer schlage an, und beschloß, am kommenden Sonntag mit allen des Sonntags aufgenommen hätten; hätten sie ihn gleich raus Sträften dahin zu wirken, daß am 15. Juni ein Votum abgegeben geschmissen, dann könnten sie noch wie früher ihr Brot haben. werde, welches beweise, daß des Boltes Wille bas oberste Auf diese Ausführung antwortete die Versammlung mit Gesetz fei. ftürmischen Pfuirufen. Genoffe Reßner feuerte hierauf die Genoffen an, am nächsten Dienstag bei der Flugblatt Für die Bäcker und Nachtarbeiter fand am Dienstag eine Dertheilung mehr auf dem Posten zu fein wie das öffentliche Versammlung statt, in welcher G. Wagner einen Tette Mal. Die Lotale, in benen sie sich einzufinden mit Beifall aufgenommenen Vortrag über die bevorstehenden hätten, würden am Sonntag( also heute) nochmals im Bor: Reichstagswahlen hielt. Nach einer lebhaften Diskussion, an märts" veröffentlicht. Weiter forderte Reßner dazu auf, den Wahl- welcher sich Pfeiffer, Münchow, Schlüter, Scholz, Hohlfeld und tag so viel wie möglich als Feiertag zu proflamiren. Nach Hübscher betheiligten, wurde eine Resolution angenommen, in einem mit großem Beifall aufgenommenen Mahnwort der Ge- der sich die Anwesenden für die Wahl eines Sozialdemokraten noffin Palm an die Frauen, ebenfalls auf dem Plate zu fein, erklärten. Hierauf folgte noch eine längere Debatte über die in wurden folgende Resolutionen angenommen: 1. Die in der Berlin bestehenden Genossenschafts- Bäckereien. Bersammlung anwesenden Proletarierinnen sind mit den Ausführungen des Genoffen Begtherr einverstanden und erklären, In Böhow's Brauerei sprach Kaufmann Borchardt mit allen zu Gebote stehenden Mitteln gegen die Militärvorlage am Freitag über die bevorstehenden Reichstags- Wahlen. Die Vermischtes. Mein Bettler. Den Konservativen und Nationalliberalen Robochachtungsvoll gewidmet. Handwerker bin ich zieh' im JochHab' auch nicht viel zu brechen. Und einen Bettler hab' ich doch, Sogar' nen äußerst frechen! Er fommt schon an um's Morgenroth Greif ich nach meinem Frühstücksbrot. Da steht er schon Der Herr Baron, Da hält er hin den Deckel: Lad' ab, lad' ab Du Menschensohn Koruzoll für meinen Sädel!" Ich bin ein Tischler, manches Brett Berschnitten meine Hände Ich bau die Wiege, bau das Bett Und auch den Sarg am Ende. Jedoch bei Wiege, Bett und Sarg,) Der Bettler fordert seine Mart. Da steht er schon Der Herr Baron, Da hält er hin den Deckel: Lab' ab, lab' ab, Du Menschenfohn Holzzoll für meinen Säcfel!" ' S wird Mittagszeitvorläufig Schluß! Fort feg' ich Säg' und Bohle. Was giebt's? Hei? Schweinepökelfuß Mit schönem Sauerkohle. Doch mach ich meinen Teller leer, So zaubr' ich auch den Bettler her. Da tommt er schon, Der Herr Baron, Da hält er hin den Deckel: Lad' ab, lad' ab Du Menschensohn, Fleischzoll für meinen Säckel!" Zwei Stündchen darauf die Alte bringt Den Kaffee mit den Tassen. Ich weiß es wohl, sie selber trinkt Ibn füßtann's mal nicht laffen. Nun dazu langt es noch zum Glück! Indeß bei jedem ZuckerstüdDa tommt er schon Der Herr Baron, Da hält er hin den Deckel: か Die Prämie ber, Du Menschensohn, Als Zoll für meinen Sädel!" Und so verfolgt mich dieser Taps Als nimmerfatter Freffer. Bor Aerger trint ich einen Schnaps, Vielleicht wird mir dann besser. D, weit gefehlt ich armer Thor Da springt er ja erst recht hervor, Da lacht er fchon Der Herr Baron, Da hält er hin den Decke!! Der Kuckuck hole den Baron Bufammt mit seinem Säckel! ( Siegener Boltsblatt".) Freie Volksbühne.erband d. Geschäftsdiener, Packer u. Berufsg. Am 15. Juni, dem Tage der Reichstagswahl bleiben Am Sonntag, 18. Juni, Nachm. 2½ Uhr, findet für die 1. Abtheilung unsere Bureaux geschlossen. " " " 25. " " 2. Juli 9. eine Vorstellung im National- Theater statt. Zur Aufführung gelangt: " " " 17 " " " " Der Richter von Zalamea. Schauspiel in 3 Aufzügen von Calderon de la Barca. Mujit komponirt und dirigirt von Herrn Kapellmeister Wiedeke. Die Hauptrollen liegen in den Händen der Damen Burska und Samt, der Herren Hummel, Sams, Erich Schmidt, Mitglied des Lessing- Theaters. Zu diesen Vorstellungen muß der Beitrag für den Monat Juni gezahlt werden; die Zahlung der Beiträge für Juli fann unterbleiben. 889/16 Vorläufige Anzeige. Sonntag, den 9. Juli 1893: 170/20 Auf die am 21. Juni bei Gründer, Köpniderstr. 100, statt findende Oeffentliche Versammlung der Hausdiener machen wir hiermit besonders aufmerksam. Achtung! Der Vorstand. Hausdiener. Achtung! Heute, Sonntag, Nachmittags 3 Uhr: Gr. Familien- Sommerfest im Konzertpark ,, Viktoria", Frankfurter Allee( 72-73, arrangirt vom 171/1 Verband der Geschäftsdiener, Bader und Berufsgenossen. Konzert, Spezialitäten- Vorstellung und Tanz. Die Kaffeeküche ist von 2 Uhr an geöffnet. Eintritt 30 Pf. Um zahlreiche Betheiligung bittet Der Vorstand. Große öffentliche Versammlung aller in der H. Richter, Optifer, Berlin, C. Spittelmarkt,( Wallstr. 1) und Weinbergsweg 15b, nahe am Rosenthaler Thor. Anerkannt beste und billigste Be zugsquelle aller optischen Artikel. SE Rathenower Alumingold- Brillen und Pincenez, " " " garant. nie schwarz werd. M. 2,50 Nickelbrillen u. Pincenez 1,50 do. allerfeinste Qualität 2, Rathenower Stahlbrillen 1, Alles mit den besten Rathenower Krystallgläsern I. 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Feuerwerk, Lebende Bilder, Kostüm- Festzug, Bücherverloosung, Italienische Kneipe, Räuberlager, Kinder- Festzug, Distanzritt, Wettspiele mit Prämien vertheilung, Rasperletheater, Tanzplatz im Walde zc. Dampfer von Jannowißbrücke nach Müggelfchlößen von 7 Uhr Morgens an zu ermäßigten Preisen: Einfache Fahrt 40 Pf., hin und zurück 60 Pf. Der Vorverkauf der Fahrkarten an der Jannowißbrücke beginnt am Montag, den 19. Juni. Festkarten à 25 Pf. intl. Ueberfahrt: im Theater, an den Bahlstellen und in den mit Biakaten belegten Handlungen. 409/13 Der Vorkand. Dr. Bruno Wille. Dr. Max Halbe. R. Bertelt. Achtung! Königsbank, 117 Große Frankfurterstraße 117. Sonntag, den 18. Juni: Achtung! Grokes Sommerfelf, arrangirt vom Verein der Ost- und Westpreussischen Sozialisten Berlins und Umgegend und dem Ost- und Westpreussischen Männer- Gesang- Verein ( Mitgl. d. Arb.-S.-B.). 254/13 Grosses Garten- Konzertu. SpezialitätenVorstellung. Die Musik wird von Zivil- Berufsmufitern ausgeführt. Jm großen Saale von 6 Uhr an Tanz, Herren die daran theilnehmen, zahlen 50 Bf. nach. Die Kaffeeküche ist von 2 Uhr an geöffnet. Eröffnung 2 Uhr. Anfang 4 Uhr. Billets à 20 Pf. find zu haben beim Kassirer E. Rott, Münchebergerstraße 29 v. 4 Tr. und C. Klein, Bergstraße 66 v. 3 Tr. bei Schulz, fowie in allen mit Blakaten belegten Handlungen. Der etwaige Ueberschuß wird zur Agitation verwendet; bei ungünstiger Witterung findet das Konzert im Saale statt. Hierzu ladet freundlichst ein Das Komitee. Arbeiter- Sängerbund Berlins und Umgegend. Grosses Sommervergnügen am Montag, den 19. Juni, in der Unionsbrauerei( Hasenhaide), bestehend in grossem Konzert, ausgeführt von der verstärkten Haustapelle, großer Fetball Fadelpolonaise Kindertanz. Die Kaffeeküche ist von 3 Uhr Nachmittags geöffnet. Billets à 30 Pf. find bei den bekannten Kollegen und im Arbeitsnachweis Schützenstr. 18/19 zu haben. 292/2 Bu zahlreichem Besuch ladet ein Die Agitations- Kommission. Lederetui u. 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Juni, Abends 9 Uhr: Großer geselliger Abend 363b in den Arminhallen, Sommandantenstraße 20. Vortrag des Herrn Stüve, über: Die Cholera in Hamburg. auftrirt durch ca. 40 Lichtbilder und Naturaufnahmen. Nachher: Tanz. Gäste willkommen. Der Vorstand. Achtung! Stralau. Gardinen Stück von 22 Mtr. 10, 15-40 M. Teppid Emil Lefèvre, Fabrik Berlin S., 3782 L* 158 Oranien- Straße 158. reich illustrirt, Brachtkatalog gratis u. franto. Feste Preise. Adhtung! Reisner Am Dienstag, den 13. Juni 1893, Abends 8 Uhr, Große öffentl. Wählerversammlung Friedrichstr. 244 im Saale der Gräßlich Reischach' fchen Brauerei. Tagesordnung: 1. Vortrag über: Un's Vaterland, an's theure schließ Dich an." Referent Reichstagskandidat A. Stadthagen. 2. Disfuffion. 336/15 Der Einberufer. 6 Häuser vom Belle- Allianceplat entfernt. 8788L Größtes Fabrikhaus für hochelegante Herren- und Knaben- Garderobe. 15 000 Valetots An D. 6-25 M. 14000 Rammg. 10-33 Achtung! Friedrichsberg. Achtung! 12000 engl. 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Meyer, Mariannenstr. 2; Ad. Neumann, Brunnenftraße 130, 2 Tr. Bei Abholung der Billets wird ersucht, die Bundes Mitgliedstarte des Vereins vorzuzeigen. 19 Vorläufige Anzeige. 105/18 Das Sommerfest der Freien Volksbühne" findet am Sonntag, den 23. Juli in Schönholz bei Berlin statt. Die Festspiele müssen bis spätestens 1. Juli dem Unterzeichneten eingesandt werden. 889/17 Der Vorstand der ,, Freien Volksbühne". J. A.: Julius Türk, Solmsstr. 24. Orts- Krankenkasse der Weber und verwandter Gewerbe. Bekanntmachung. Die Vorschriften über das Mahnverfahren nach§ 55 des Kranken Versicherungs- Gesetzes in der Fassung der Novelle vom 10. April 1892, fowie bie Verhaltungsregeln der erfrantten Mitglieder, welche Krankengelb beziehen, sind nach Beschluß der Generalversammlung vom 23. April 1893 von der Gewerbe- Deputation des Magiftrats genehmigt worden. Der Vorkand. 849b P. 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