Nr. 101. Abonnements- Bedingungen: Abonnements Breis pränumerando: Bierteljährl. 3,30 Mt., monatl. 1,10 m., wöchentlich 28 Pig. frei ins Haus. Einzelne Nummer 5 Bfg. Sonntags. nummer mit illustrierter Sonntags Beilage, Die Neue Welt" 10 Bfg. PostAbonnement: 1,10 Mark pro Monat. Eingetragen in die Post- Zeitungs Breisliste. Unter Kreuzband für Deutschland und Desterreich- Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 8 Mart pro Monat. Postabonnements nehmen an: Belgien, Dänemart, Holland, Italien, Luxemburg, Bortugal, Rumänien, Schweden und die Schweiz. Ericheint täglich außer Montags. asle 27. Jahrg. Vorwärts Berliner Volksblatt. hart Die Infertions- Gebühr beträgt für die sechsgespaltene Kolonels zeile oder deren Raum 50 fg., für politische und gewerkschaftliche Vereinsund Bersammlungs- Anzeigen 80 Pfg. ,, Kleine Anzeigen", das erste( fettgedruckte) Wort 20 Pfg., jedes weitere Wort 10 Pfg. Stellengesuche und Schlafstellen- Anzeigen das erste Wort 10 Pfg., jebes weitere Wort 5 Pfg. Worte über 15 Buchstaben zählen für zwei Worte. Inserate für die nächste Nummer müssen bis 5 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist bis 7 Uhr abends geöffnet. Telegramme- Adresse: Sozialdemokrat Berlin" Zentralorgan der fozialdemokratifchen Partei Deutschlands. Redaktion: S. 68, Lindenstrasse 69. Fernsprecher: Amt IV, Nr. 1983. Sonntag, den 1. Mai 1910. Expedition: S. 68, Lindenstrasse 69. Fernsprecher: Amt IV, Nr. 1984. Die Träger der Kultur! Ein konfervativer Schriftsteller wandte sich dieser Tage der Zeit teilnehmen können, daß es mit ehrfurchtsvollem Unkultur und damit der wirtschaftlichen wie politischen lebhaft gegen die Forderung besonders profithungriger Respekt die höhere Bildung und die verfeinerten Lebens- Snechtschaft geschmiedet bleibe! Kapitalistenkreise, die Zahl der Festtage noch mehr zu be- formen der Besitzenden und Gebildeten anzustaunen vermag. Das Proletariat ist freilich nicht gewillt, sich den zwar schränken. Der Protestantismus, meinte er, habe dem Volke Diejenigen, deren Reformideen sich am fechsten vorwagen: nicht gottgewollten, aber von der Klasse der Priviligierten fchon genug der Feiertage geraubt. Die Arbeit und das träumen etwa noch von einem seßhaft gemachten Proletariat! beschlossenen ehernen Geseßen der Volksunterdrückung und Schaffen gesellschaftlicher Werte habe gewiß ihr Gutes, aber in winzigen Arbeiterhäuschen und winzigen Gärtchen soll ein Voltsausbeutung für alle Ewigkeit zu unterwerfen. Es ist sie dürfe nicht das ganze menschliche Leben in einen ewig friedsam- genügsames Geschlecht von Arbeitern angesiedelt vielmehr fest entschlossen, die Stetten der politischen und grauen Werkeltag verwandeln, in dem für bunte Lebenslust werden, das sich willig dem patriarchalischen Regiment ökonomischen Bevormundung zu sprengen und sich seine Kulturund Festtagsfreude tein Raum mehr bleibe. Das Ver- unterwirft, das die herrschende Klasse über sie führt. und Menschenrechte mit starker Faust zu erobern! Von diesem nünftigste, was die Sozialdemokratie geschaffen, sei der 1. Mai. So fühlen sich selbst die philanthropisch Angehauchten Kampfe wird es sich weder durch die jesuitischen DemagogenSchade nur, daß ihm ein politisches Gepräge aufgedrückt unter den ärgsten Reaktionären, wie etwa jener von uns fünfte der Geschorenen, noch durch liberale Redefloskeln, noch worden sei. erwähnte konservative Schriftsteller, als Freunde" des gar durch den frechen Truz der geborenen oder lebenslängDer konservative Verfasser urteilte, wie er es verstand. gemeinen Mannes", des Proletariers. Sie wollen ihm lichen Gesetzgeber des Herrenhauses abschrecken lassen! Besäße er eine tiefere soziale Einsicht, so würde er das auch hie und da etwas Daseinsfreude vergönnen, sie sehen Millionen von Proletariern haben erkannt, daß die erste Große, Anfeuernde, Erweckende der Maifeier gerade in ihrem es sogar nicht ungern, wenn er einmal in kurzem Festes- Vorbedingung für die Erringung höherer Bürger- und politischen, sozialistischen Charakter erblickt haben. Denn was taumel die Lastende Bürde des ewiggleichen, sonnenarmen Menschenrechte die Eroberung des gleichen Wahl. wäre der 1. Mai ohne die Beseelung des sozialistischen Ge- Werkeltages bergißt, um sich dann zufrieden wieder unter rechts für Preußen ist. Denn wie wäre irgend ein danfens? Ein Feiertag wie jeder andere, ein großes Bolts- das kapitalistische Joch zu beugen. Ja sie gehen in ihrer wirklicher sozialer und politischer Fortschritt im Deutschen fest bestenfalls, eine vereinzelte Dase in der öden Wüste Arbeiterfreundlichkeit wohl gar so weit, sich selbst einmal Reiche möglich, wenn der ausschlaggebende Bundesstaat proletarischen Daseins. Auch solche Voltsfeste haben ihr Er- unter den Volkstrubel zu mischen, um zu zeigen, daß sie wirk Preußen nichts ist als ein Werkzeug geradezu vorsintflutlicher freuliches und und Erhebendes. Nüchterne Pedanten und lich nicht zu vornehm sind, sich einmal unter gewöhnlichen Granden, der Herzöge, Grafen und Junker, die durch das zimperliche Moraliſten mögen sich vom bunten Trubel solch Sterblichen wie unter ihresgleichen zu bewegen. Sie genießen Herrenhaus die preußische Regierung kommandieren und die frohen Sichauslebens degoutiert abwenden; ein Gottfried Steller dabei mit ästhetischem Behagen das Volt: Der Schweißgeruch ganze preußische Politik beherrschen! fonnte sich an der überschäumenden Lebensfreude fröhlich be- der Arbeit, der Odem gesunden animalischen Lebens wirkt auf Wie diese Herrenhausjunker über das Volk und die Volks. wegter Massen dichterisch berauschen und auch Goethe läßt sie, wie der Erdgeruch der Scholle auf blasierte Salon- rechte denken, davon haben ja die Verhandlungen der letzten seinen Faust inmitten heißen Festgetümmels ausrufen: hier menschen, Tage beredtes Zeugnis abgelegt. Wer sich nach den Reichsbin ich Mensch, hier darf ich's sein! Das Proletariat selbst freilich bedankt sich für solch tagsverhandlungen in dem holden Wahne wiegte, daß wir in Aber der 1. Mai ist mehr, unendlich mehr als solch ein philanthropisches und ästhetisches Interesse. Es will nicht Deutschland in verfassungsmäßigen Zuständen lebten, daß Volksfest. Er ist mehr als die Augenblicksbefreiung aus länger Ausbeutungsobjekt sein für eine Privilegiertenklasse, auch die erwählten Vertreter des Volkes etwas mitzusprechen dumpfer, schwerer Alltagsfron, er ist mehr als sorglos- auch kein künstlerisches Genußobjeft für die Nerven anregungs- hätten, dem ist durch die unerhörten Rundgebungen des freudige Hingabe an ein paar Stunden glücklicher Selbst- bedürftiger Aestheten! Es will sich sein Los selbst gestalten Uebermutes der souveränen„ Herren" gründlich der vergessenheit, er ist das von dionysischem Schöpferdrang und nach freiem Ermessen, nach seinen ureigenen Stulturbedürfnissen! Star gestochen worden. Diese preußischen Granden proletarischem Kampfesmut geschwellte Bekenntnis zum Das Volk der Arbeit fordert gleiche Rechte, gleichen Anteil proflamierten ja nicht nur für Preußen die nienschheitbefreienden Evangelium des Sozialismus! an den Kulturerrungenschaften unserer Zeit. Es hat begriffen, Werewigung des nur durch das junterliche Das Proletariat, das Volk der Arbeit, die breite Maffe daß der Emporhebung des gesamten Boltes auf die höchste Dberregiment gemilderten Absolutismus der Nation fühlt sich zu gut zum bloßen Kulturdünger. Sie Stufe der Kultur teine in Naturgefeßen, in unüberwind- der Krone, sondern sie schleuderten auch ungeniert die fühlt sich zu gut, um den herrschenden Klassen als Aus- lichen wirtschaftlichen Schwierigkeiten bestehende Hemmnisse heftigsten Drohungen gegen das Reichstagsbeutungsobjekt zu dienen. Sie mag nicht länger nur den im Wege stehen, sondern einzig das Klasseninteresse, der wahlrecht! granitnen Sockel abgeben, auf dem sich in leuchtender Bronze Klassenegoismus, die Herrsch- und Bevormundungssucht Das Herrenhaus hat das über alle Maßen elende und das Standbild des modernen Kulturmenschen abhebt, des der besigenden privilegierten Klassen! Immer mehr volksfeindliche Wahlgesetz des schwarz- blauen Blocks noch Typs der oberen paar mal Hunderttausend. Die schwarze, wird das Dichterwort zur Wahrheit, daß es auf Erden nicht derart verschlechtert, daß jetzt selbst die Zentrumspresse das wimmelnde Masse der Proletarier drängt sich empor nach Luft nur Brot genug gibt, sondern auch genug Schönheit und Produkt der herrenhäuslerischen Volksverhöhnung für schlechthin und Licht, nach geadeltem Lebensgenuß und Schönheitsfreude, Luft für alle Menschenkinder! Die einzige Vorausfegung un annehmbar" erklärt. Ob deshalb freilich das Zentrum nach einem Menschendasein, wie es dem Zeitalter der Bändi für die Schaffung menschenwürdiger, glücklicher Zustände für feft bleiben wird, steht noch sehr dahin. Bis zur er gung der Naturkräfte durch den Menschengeist, wie es dem alle ist eine vernünftige Organisation der Arbeit, ist die Ver- neuten Abstimmung des Herrenhauses sind noch drei Wochen Stande seiner Technik und Wissenschaft, wie es moderner Welt wertung der vorhandenen physischen und geistigen Arbeits- Beit, und das ist übergenug für den Kuhhandel. Aber selbst wenn und Lebensauffassung entspricht. traft, die Nutzbarmachung der eisernen Arbeitssflaven für die das Zentrum nunmehr das Wahlgesetz ablehnen würde und Es ist plumpe, demagogische Verleumdung, wenn man im Gesamtheit des Voltes! Die Besigenden und Bevorrechteten wenn auch die Nationalliberalen nicht in die Bresche zu Sozialdemokraten einen Menschen tonterfeit, der sich unter leugnen das freilich! Aber sie sind keine objektiven Beurteiler. springen bereit wären, so bliebe nach wie vor die preußische feinen politischen Gegnern, unter Junkern, Kapitalisten und Sie fühlen sich bei dem jezigen Zustand der Dinge ja wohl, Wahlrechtsfrage die wichtigste und aktuellste Frage im deren Organen, den offiziellen Gelehrten, Geistlichen, Beamten, sie empfinden kein Bedürfnis nach einer Umwälzung der ganzen Reiche! nur unmögliche Zerrbilder der Brutalität und sozialen Vor- fozialen, nach einer Umgestaltung unserer Produktionsverhält- Im preußischen Wahlrechtskampf verkörpert sich zurzeit eingenommenheit vorstelle. Die Sozialdemokratie weiß sehr nisse! Das Proletariat aber, das erkannt hat, daß die Ver- am ernstesten und intensivsten der Klassenkampf des preußischen, wohl zu unterscheiden zwischen den kapitalistischen Institutionen je wigung des Rapitalismus auch die Ver- ja des deutschen Proletariates! Er ist der Gradmesser der und den persönlichen Trägern dieser wirtschaftlichen und polt- e wigung des proletarischen Glends und der politischen Erkenntnis und der Kampfesenergie der klassentischen Mächte. Der Sozialdemokrat weiß, daß er, so un- ich machvollen Unkultur bedeutet, ist entschlossen, bewußten Arbeiterschaft! erbittlich und unversöhnlich er auch die ihm feindlichen, seinen alle Zattraft an die Verwirklichung der Die Mächte des modernen Klassenkampfes stehen sich hier tulturellen Aufstieg ihm sperrenden ökonomischen und politischen sozialistischen Ideale zu sehen! Mächte des Kapitalismus zu befämpfen hat, darum noch in ihrer ausgeprägtesten Form gegenüber. Und seltsamer Widersinn unseres herrschenden Systems! Seite die preußischen Junker und Schlotbarone, im AbAuf der einen lange nicht jeden Junker, Kapitalisten, Universitätsprofessor, In demselben Augenblick, wo der preußische Kultusminister geordnetenhause gestützt durch die pfäffische Demagogengarde Geistlichen, Richter oder sonstigen Beamten als barbarischen einem sozialdemokratischen Abgeordneten Weltfremdheit und des Zentrums, im Herrenhause durch die erblich Belasteten Unmenschen, als bewußten Feind seiner Menschenrechte be- Utopismus vorwirft, weil er für das ganze Volt und die auf Lebenszeit Ernannten auf der anderen Seite trachten darf. Er weiß, daß es selbst unter seinen schärfsten Teilnahme an der geistigen Kultur verlangt, beschließt das das entrechtete Volt, die Masse der Wahlrechtsheloten und politischen Gegnern, den konservativen Agrariern, persönlich Herrenhaus die Einführung besonderer politischer Vorrechte ökonomisch Geknechteten! ehrenwerte und wohlmeinende Persönlichkeiten gibt, die das für die Kulturträger"! Der Klassenstaat Preußen " Auf der einen Seite alles, was an Parasiten im foziale Elend in ihrer Weise ja gern mildern möchten. schätzt die höhere Bildung so hoch, daß er ihren Trägern ein Volkskörper vorhanden ist: Herzöge, Fürsten und Grafen mit Freilich, und darauf kommt es an, in ihrer Weise! Sie höheres Bahlrecht einräumt; und zugleich erklärt es und gleich ihnen alle Anständigen unter den Besitzenden durch den Mund eines Ministers für unmöglich, für utopistisch, quadratmeilengroßem Latifundienbesik, Krautjunker und und Privilegierten, möchten ja gern das Los des Prole- daß auch der großen Masse des Volkes diese höhere Stultur Aktienbesizer, Börseaner und Pfaffen Parasiten und tariates mildern, nur wollen sie darum von ihren zugänglich gemacht werden könne! Nach der Ansicht der Ne- darum Priviligierte; auf der anderen Seite alles, was ehreigenen sozialen und politischen Vorrechten nicht das gierenden in Preußen will es eben die" gottgewollte Drd- liche Arbeit leistet, zu den wahrhaften Stüßen des mindeste aufgeben! An der göttlichen Weltordnung" nung", daß die Masse der Nation in Unbildung, auf einer Staates und der Gesellschaft gehört und des Kapitalismus selbst wollen sie nichts geändert Stufe niederer Kultur gehalten wird, damit dann den höher rechtet ist! darum ent wissen, die" gottgewollten Abhängigkeiten" follen für Gebildeten ein größeres Bahlrecht eingeräumt werden kann! Der 1. Mai gehört dem Proletariat. Er ist nicht nur die Masse des Volkes bestehen bleiben! Das höchste Und diese Kulturträger", die sich ja nur kraft des das Fest, er ist die eerschau der Arbeit! Ant soziale deal, das selbst den radikalsten Reformern Besites höhere Bildung anzueignen vermochten, sorgen 1. Mai sammelt das Proletariat Kraft zu neuen Kämpfen! und Philanthropen der Bourgeoisie borschwebt, ist dann gemeinsam mit den Vertretern des Geldsacks dafür, daß Aus der Massenheerschau des 1. Mai wächst ihm die zuvereine verhältnismäßige Abschwächung des brutalen den Massen des arbeitenden Volkes auch für alle fünftigen sichtliche Kraft zu neuen Siegen! förperlichen und geistigen Elends, unter dem die große Beiten nach Möglichkeit eine höhere Bildung vorenthalten Die Reaktion verweigert der Arbeiterklasse ihre Bürger. Masse des Volkes heute seufzt. Das Proletariat soll sich wird, auf daß die Klassenherrschaft der Besißenden niemals rechte, fie schafft neue Privilegien für sogenannte„ Kultursatt essen dürfen, es soll auch insofern an der geistigen Kultur gefährdet und das frondende Volk stets in den Fesseln der träger". Der einzige Kulturträger ist die Arbeit! Nieder mit jedem Klassenwahlrecht! Vorwärts für die Rechte des Volkes! Deat((l)land und Cngland.'1 Von Karl Kautsky. Die Feier des 1. Mai ist die Feier der internationalen Soli� barität. Ter Solidarität der Proletarier aller Länder gegenüber dem gemeinsamen Feind, dem internationalen Kapitalismus. Sie ist so gleichzeitig die Feier des Krieges und des Friedens; des internationalen Klassenkampfes des Proletariats und der Verbrüderung der Proletarier aller Länder zur Aufrechterhaltung des Weltfriedens. Ueberall ist die Maifeier ein Friedensfest. Nir- gcnds hat sie es augenblicklich mehr zu sein, als in England und Deutschland, den beiden Staaten, von denen heute mehr als von andern der Friede?? der Welt abhängt; deren Rüstungen heute mehr als die anderer Staaten den Weltfrieden bedrohen. Das Proletariat hat mit dem Gegensatz zwischen England und Deutschland nichts zu tun. Es ist nur ein Gegensatz seiner Aus- beuter. Und es hat nicht das mindeste Interesse an den maritimen Rüstungen, denn kein proletarisches, kein nationales Interesse steht bei dem Gegensatz zwischen England und Deutschland auf dem Spiele. l In dem grossen Kriege zwischen Deutschland und Frankreich, der vor vierzig Jahren entbrannte, wurde die Masse des deutschen Volkes von dem Drang nach nationaler Einheit getragen; die Masse des französischen Volkes nach dem Sturze Bonapartcs von dem Drange, das Gebiet der Republik unversehrt zu erhalten, die Vergewaltigung der clsässisch-lothringischen Brüder zu verhüten. Nichts Derartiges ist bei einem Kriege zwischen England und Deutschland für eine der beiden Nationen zu befürchten. ES handelt sich dabei nur um Fragen kommerzieller Eifersucht und kolonialer Ausbeutung, nicht nationalen Gedeihens oder nationaler iUnabhängigkeit und Freiheit. Die Verfechter der Seerüstungen in Deutschland begründen sie damit, dass Deutschland zur See stark sein müsse, um seinen aus- tvärtigen Handel zu schützen, ohne den seine Industrie nicht existieren könne. Andererseits behaupten die Verteidiger der See- rüstungcn Englands, ihr Land müßte zur See übermächtig fein, weil ihm sonst im Falle eines Krieges die Lebcnsmittelzufuhr ab- geschnitten werde. Außerdem sei Deutschland ein Land politischer Unfreiheit und England laufe Gefahr, wenn es nicht zur See Sieger bleibe, von einer Invasion Deutschlands detroffen pnd seiner Freiheiten beraubt zu werden. i- Die Deutschen wie die Engländer, die so sprechen, sind beide gleich im Unrecht. Natürlich schädigt jeder Krieg Handel und In» dustrie, aber Englands Seemacht wäre nie imstande, die Grund- lagen der Handelsblüte Deutschlands zu zerstören. Sie könnte höchstens die deutsche Reederei schädigen, aber nicht einmal während des Krieges den Handel Deutschlands unterbinden, da Deutsch» land zu viele Grenzen besitzt, die für Englands Seemacht un- zugänglich sind. Die Grundlagen der Handelsblüte Deutschlands bildet aber die Ueberlegenheit seiner Industrie und diese wieder hängt ab teils von den natürlichen Hilfsmitteln Deutschlands und seiner geographischen Lage, namentlich aber von der Bildung und Arbeitsfähigkeit seiner Arbeiterschaft. Nur durch Deutschlands eigene verderbliche innere Politik könnte seine Industrie und sein Handel untergraben werden, nie durch die äußere Politik Englands, wie gewaltsam diese auch werden mag. Ebensowenig wie Deutschland von England hat aber England von Deutschland zu fürchten. Um seine Lebensmittelversorgung zu sichern, braucht Großbritannien keine Uebermacht zur See. Eine Aendcrung des geltenden Seerechts würde genügen, in der die Bestimmungen über Seebeute und Konterbande eine Fest- stellung erfahren, die Lebensmitteltransporte von der Beschlag- nähme durch die Kriegführenden ausschließt. Wenn England nur will, kann cö eine derartig« Gestaltung des Völkerrechts erreichen. > Davon aber, daß Deutschland ein Stück Englands an sich reißt, oder Englands Freiheiten bedroht, davon könnte selbst im Falle einer deutschen Invasion keine Rede fem. Deutschland wird nicht einmal mit seinen Polen fertig und empfindet diese als Pfahl in seinem Fleische. Die deutsche Regierung hat kein Bedürfnis nach anderen fremden Untertanen, die nur eine Quelle der Schwäche, nicht der Kraft für sie würden. Andererseits gibt es kein Land, das dank seiner insularen Lage so sehr ein unzerreißbares Ganzes bildet, wie England. Seit den Tagen der römischen Cäsaren ist bei allen Wechselfällen des Krieges nie ein Stück Englands in fremdem Besitz gewesen. Großbritannien kann man nur ganz oder gar nicht besitzen. Die Freiheiten eines selbständigen Volkes durch äußere Ge- Walt anzutasten, ist aber im 20. Jahrhundert nicht mehr möglich. Es ging schon vor 40 Jahren nicht mehr. Frankreich wurde von Deutschland völlig niedergeworfen, trotzdem vermochten Bismarck und Wilhelm nicht, Frankreich die Monarchie aufzuzwingen. Ge» rade der unglückliche Krieg brachte Frankreich die Freiheit, die Republik. Und heute ist die deutsche Regierung kaum noch im- stände, das eigens Volk im Zaum zu halten, das nach mehr Freiheit verlangt. Von ihr hat das englische Volk für seine Freiheit nichts zu fürchten. So wenig wie in Deutschland haben wir Sozialdemokraten daher in England irgendeine Ursache, im Interesse des Volkes kriegerische Rüstungen zu verlangen oder auch nur zu billigen. Wir Sozialdemokraten in Deutschland bekämpfen sie mit aller Macht. Unsere Arbeit würde uns aber aufs' äußerste erschwert, wenn es Sozialdemokraten in England gäbe, die für ihr Land kriegerische Rüstungcn verlangen. Wir Sozialdemokraten in Deutschland können nur dann erfolgreich die Rüstungen dcS eigenen Landes bekämpfen, wenn das gleiche in England geschieht. Gewiß sind in Deutschland wie in England die herrschenden Klassen noch stark genug, auch gegen den Willen unserer Partei Rüstungen und selbst Kriege zu unternehmen. Aber man wagt nicht leicht einen Krieg mehr ohne die begeisterte Zustimmung des Volkes— und daß ein Krieg gegen England die entschiedenste Ablehnung weitester Bolkskreise in Deutschland finden würde, das sieht heute schon fest, dank der Aufklärungsarbeit der deutschen Sozialdemokratie. So ist unsere Partei heute schon eine starke Friedcnsbürg- schaft geworden, und sie wird immer mehr in diesem Sinne wirken können, wenn die englische Sozialdemokratie in gleichem Sinne wirkt. *) Dieser Artikel erscheint gleichzeitig in der Maifestnummer Ser Londoner.Justice, llnd so wollen wir hoffen, daß die Feier des 1 Mai in diesem Jahre hüben wie jenseits des Kanals allenthalben in gleichem Sinne des Weltfriedens, des Krieges gegen jeden Jingoismus und gegen jegliche kriegerischen Rüstungen eine machtvolle Demon- stration bilden wird, die den Ausbeutern und Machthabern aller Nationen die geschlossene Phalanx der Ausgebeuteten und Unter- drückten aller Nationen entgegenstellt. GmeMhatten und fflaidemonftraflon. Kein Jahr ist so geeignet, uns die Notwendigkeit und Wirksam- kcit der Massendemonstration zu erweisen, wie das Jahr 1910, in welchem Preußen unter dem Zeichen solcher Massenkund- gebungcn steht. Wer das Meisterstück der Organisation, die Kund- gcbung der 150000 im Berliner Tiergarten, wer das Wunderwerk der Disziplin, die Riesenversammlung der 180 000 in Treptow, mit eigenen Augen gesehen hat. der fühlte, daß niemand sich dem mäch- tigcn Eindruck zu entziehen vermag, den eine so gewaltige ein- heitliche Willenkundgebung auf Beteiligte und Zuschauer ausübt. Machtvoll und werbend zugleich. S o wünschten wir auch unsere Maifeier. Machtvoll, dem Gegner zeigend, welche unübersehbare und doch geschlossen und einheitlich auftretende Schar die Fordernden bilden. Und werbend, die Unentschlossenen und Schwankenden der eigenen Klasse herüberziehend und aufklärend. Im letzteren Sinne hat ja die Maifeier trotz aller Zweifel gewirkt. Gerade wer in Gewcrkschaftskämpfen erfahren ist und ihre EntWickelung seit über zwanzig Jahren verfolgt, der weiß, wie schwer es war, vor der systematischen Propagierung der Acht- stundenforderung die Masse der Gewcrkschaftöangehörigen für einen Kampf um die Verkürzung der Arbeitszeit zu begeistern. Damals fürchtete man in Arbeiterkreisen noch ganz allgemein, mit der Ver- kürzung der Arbeitszeit auch einen Lohnvcrlust in Kauf nehmen zu müssen, unter dem dann die Familie zu leiden hätte. Heute ist die Verkürzung der Arbeitszeit gerade eine Hauptforderung der großen Masse, und sie wird nie dringender erhoben, als gerade in den Zeiten der Krise» wo allerdings trotz aller humanitären Redensarten sich das Unternehmertum allen Arbeiterforderungen, und auch dieser, am heftigsten und erfolgreichsten widersetzt. Früher ging die Masse für Lohnforderungen mit allem Feuer, um eine Verkürzung der Arbeitszeit nur widerwillig in den Streit. Heut murrt man, wenn aus Gründen der Taktik die Forderung der Arbeitszeitverkürzung nicht mit in das Programm einer Lohnbewegung aufgenommen ist. Und der Effekt dieser Aenderung in der Auffassung ist auch deutlich greifbar im Resultat der Kämpfe seit Einführung der Maifeier erkennbar. Es gibt keine Gewerkschaft, die seitdem nicht auf Kämpfe im Sinne der Maiidee zurückblicken kann, und er- freulicherweise auch keine, die nicht auch Erfolge nach dieser Rich- tung hin zu verzeichnen hätte. Nach 1895 überwog im Maurerberuf bespielsweise die Zahl der Orte mit elfstündiger die derjenigen mit zehnstündiger Arbeitszeit dreimal. Nach der letzten Statistik war es gerade umgekehrt. Und in einer Reihe von Großstädten ist außerdem für die Maurer der Zehnstundentag, den die Unternehmer jetzt durch ihre Aussperrung stabilisieren wollen, ein feit Jahren über- wundener Standpunkt. Die Zimmerer zählten im Jahre 1895 noch 79 Zahl- stellen mit 36,59 Prozent der Beschäftigten, die mehr als zehn Stunden täglich arbeiten mußten. 1903 arbeitete kein organisierter Zimmerer mehr über zehn Stunden. 1895 arbeiteten nur 54 von der Statistik erfaßte Zimmerer unter zehn Stunden, für 62,73 Prozent der Zimmerer galt der Zehnstundentag. 1998 war der Zehnstundentag für 56,11 Prozent der Zimmerer bereits etwas Gewesenes; 17 379 Zimmerer hatten ein kürzere Arbeitszeit Auch die Holzarbeiter haben seit 1893 ihre Arbeitszeit beständig zu verkürzen vermocht. Die Durchschnittsdauer der wöchentlichen Arbeitszeit betrug bei ihnen für das Jahr 1893 1397 1902 1996 61.5 59.3 53,3 57 Stunden. Di« Berliner Holzarbeiter konnten die Arbeitszeit in der- selben Periode von 56,5 auf 52 wöchentliche Arbeitsstunden verkürzen, sind also dem Achtstundentag nahe. Die Buchdrucker erzielten 1896 eine Verkürzung der Arbeitszeit um eine halbe Stunde pro Tag, 1907 ein weitere Ver- kürzung von einer halben Stunde pro Woche. Das seien nur Beispiele, die sich beliebig vermehren ließen. Der früher gefürchtete Lohnausfall durch die Verkürzung der Arbeitszeit ist nirgends eingetreten. Im Gegenteil. Um nur eins herauszugreifen: Ter Durchschnittslohn der Zimmerer beträgt in den Orten mit zehnstündiger Arbeitszeit 5,04 M., in den Orten mit weniger als zehnstündiger Arbeitszeit 6,06 M. Das sind allerdings auch die größeren Orte und die Orte mit umfassenderer Organisation. Die Verkürzung der Arbeitszeit hat sich zweifellos als ein Segen für den einzelnen erwiesen. Sie ist aber auch ein Segen für die Organisation. So mancher Gewerkschaftsleiter mag in der Zeit der gegenwärtigen Krise gewünscht haben, eS wäre für seinen Beruf gelungen, die Arbeitszeit noch weiter herabzusetzen als geschehen konnte. Millionen von Arbeitergroschen, die in Form von Arbeitslosenunterstützungen an die Opfer der Krise gezahlt werden mußten, konnten dann für weitere Kämpfe um die Ver- besserung der Lohn- und Arbeitsbedingungen verwandt werden. Nun hat man sich gegen die Form der Maifeier gewandt, ins- besondere gegen die Feier durch ArbeitSruhe. In diesem Jahre, wo der 1. Mai auf einen Sonntag fällt und die Frage ja nicht so aktuell erscheint, läßt sich mit mehr Ruhe als sonst darüber reden. Man hat eingewandt, daß die Maifeier durch Arbeitsruhe den Unternehmern einen Vorwand geben könnte, mit Aussperrungen vorzugehen. Das kann ganz gewiß nicht geleugnet werden. Aber die gewaltige Aussperrung der 100—200000 Bauarbeiter in diesem Jahre zeigt auch, daß die Unternehmer solcher Vorwände gar nicht bedürfen, wenn sie sich stark genug glauben, der Arbeiterschaft entgegentreten zu können. Solche Kämpfe sind Machtfragen. Macht- volle Arbeiterorganisationen werden auch der Maifeier in Form der Arbeitsruhe nicht aus dem Wege zu gehen brauchen. Fühlen sich andere nicht stark genug dazu, so muß daö für sie eine Mahnung sein, die Angliedcrung der Berufsangehörigen und den inneren Ausbau weiter zu betreiben, bis auch sie den Drohungen der Scharfmacher in allen Lagen mit kühler Gelassenheit zu be- gegnen vermögen. Die Propaganda einer Idee, wie sie der Pariser Kongreß von 1889 inS Proletariat der gesamten Welt warf, darf man nicht schwächen. Nein, man muß alles tun. ihre Wirkung zu steigern! Virmari'! Die Beschlüsse des Herrenhauses haben die gute Wirkung. die Parteien der Volksfeinde nur noch niehr in Ver» »v i r r u n g gebracht zu haben. Nur die Freikonser» Vati den, die geschworenen Feinde der Arbeiter, jubeln: Herrenhaus und Regierung haben ihnen den Willen getan und dem geplanten Mandatsraub zugestimmt. Für die anderen Parteien aber ist die Situation nur noch unsicherer und unbehaglicher geworden. Die Beseitigung der Drittelung nach Urwahlbczirken ist eine empörende und aufreizende Gemeinheit. Denn ein Gesetz, das die plutokratischen Wirkungen verstärkt, die lächer- lich geringe Vertretung der Arbeiterklasse mit Vernichtung bedroht. eine Wahlreform zu nennen, ist eine Provokation und Verhöhnung. die selbst das bisherige Gaukelspiel noch übertrifft.„Mit der einen Hand schneidet man„plutokratische Auswüchse" ab mit der anderen fügt man neue plutokratisch wirkende Bestimmungen in das Wahlrecht ein. Ein solches Vorgehen ist n i ch t natürlich, fast möchte man sagen, es ist kaum ganz ehrlich zu nennen", sagt selbst die— D e u t s ch e Tageszeitung". Daß dieser freche Volksbetrug nicht einen einstimmigen Schrei der Entrüstung bei allen Par- teien auslöst, daß vielinehr eine sehr große Wahrscheinlichkeit dafür spricht, daß die Nationalliberalen diesem hinter- listigen Wahlrcchtsraub zustimmen werden, das ist aller- dings der schlagendste Beweis der Arbeiterfeindschaft dieser bürgerlichen Parteien. Aber der Beschluß des Herrenhauses ist glücklicherweise nicht nur volksfeindlich, er verdirbt auch dem schwarzblauen Block gründlich das Konzept. Er ist eine aus der Pistole geschossene Kriegserklärung an das Zentrum, das plötzlich wieder mit einem Fußtritt aus seiner Stellung als regierende Partei entfernt lverden soll. Ein ver- di enter Fußtritt! Denn eine Partei, die eine Volks- Partei sein will, aber das Volk verrät, wird macht- los und verächtlich und verdient keine andere Behandlung als Fußtritte von der herrschenden Kaste, deren Herrschaft ihr Verrat gefestigt hat. Das Zentrum ist jetzt auf die Gnade derer um Heydebrand angewiesen und wenn die Konservativen ihre Hand vom Zentrum abziehen, dann ist es noch um den Lohn seines Volksverrates geprellt und die Wahl„reform" geht auf seine Kosten. Denn die neuen Drittelungsbestimmungen rauben nicht nur den Arbeitern ihre Vertretung, sondern ver- schlechtern auch die Position des Zentrums, namentlich im Rheinland. So kann das Zentrum nichts anderes sagen als: Unannehmbar. Unter diesem Titel schreibt die«Ger- mania": „Die Wahlrechtsvorlage ist in der Fassung, wie sie heute vom Herrenhause angenommen worden ist, für die Zentrumsfraktion des Abgeordnetenhauses unannehmbar. Wir halten uns verpflichtet, dies sofort festzustellen und mit um so größerem Nachdruck zu betonen, als heute im Herrenbause Stimmen laut ge- worden sind, die der Erwartung beziehungsweise Hoffnung Ausdruck gaben, die ZentrumSfraklion des Abgeordnetenhauses werde sich damit zufrieden geben, das geheime Wahlrecht für die preußische LandtagSwahl erobert zu haben, und geneigt sein, als Gegen- konzession dem Antrage Schorlcmer, der die Drittelung in den UrWahlbezirken beseitigt und dafür eine nach rein-pluto- kratischen Interessen bemessene anderweitige Drittelung aufstellt, gewissermaßen mit in den Kauf zu nehmen.' Und ebenso die„Köln. Volkszeitung". die zu- nächst feststellt, daß die Ausschaltung des Zentrums erreicht sei, und dann fortfährt: »Niemals wird die Fraktion des Zentrums im Abgeordnetenhause solchen Verschlechterungen zustimmen können. In der Maximierung verschärft sie noch den plutokratischen Charakter des DreiklassenwahlrechtcS gegenüber dem Re- gierungsvorschlage. in der Drittelung sogar noch gegen- über dem bisherigen Zustand ganz ungeheuerlich, und der Kulturträgerparagraph ist zum Monstrum der Borlage geworden. Ein WahlrechtSeutwurf mit diesen wesentlichen Verschlechterungen ist für daS Zentrum unannehmbar. Die Freikonservativen und Nationalliberalen mögen sie annehmen, das Zentrum wird nicht dafür sein können. und im Lande draußen wird man seine Haltung verstehen und billigen. Darüber wird bald der L a n d e S a u S s ch u ß der preußischen ZentrumSpartei reden können, der. wie wir hören, für die allernächste Zeit einberufen werden wird. Der Ministerpräsident aber wird zeigen können, ob das Wort wahr wird. daß er das Gesetz gegen keine der großen Parteien deS Abgeordnetenhauses machen wird." Die Nationalliberalen wissen natürlich absolut nicht, was sie tun sollen, aber auch das bloße Schwanken tvird ihnen das arbeitende Volk nicht vergessen. Die neue Regelung der Drittelung ist eigentlich nationalliberale Forde- rung von Anfang an gewesen. Aber noch am 8. April er- klärte Herr Schiffer auf dem Brandenburger Parteitag: „Die Abschwächung der Drittelung in den UrWahlbezirken wird für uns nicht ausreichen, unsere Zustimmung zur Vor- läge zu geben." Aber was sind Erklärungen und Entschlüsse eines Nationalliberalen. Ein Hauch berührt sie und sie sind nicht mehr. Schon drängen die rechtsstehenden Organe, die Gelegenheit zu benutzen, um den Bund mit den Kon- servativen zu schließen.„Hamb. Nachr.",„Rhein. Wests. Zeit." nicht nur, sondern auch der„Hannov. Cour." und noch nachdrücklicher die„Magd. Zeit." Die„National Zeit." ist unentschieden: „Die Regelung der Drittelung... könnte der Ausgangspunkt für eine andere Mehrheitsbildung sein. Aber diese Frage wird an Wichtigkeit übertroffen durch die noch immer ungelöste der geheimen und direkten Wahl, auf der die National» liberalen und die Freisinnigen bestehen. Die Span» nung ist auch im jetzigen Stadium der Wahlrcform noch nicht ge- wichen, denn niemand wird ernsthaft glauben, daß die national- liberale Fraktion nunmehr mit Pauken und Trompeten den veränderten Gesetzentwurs begrüßt. Der zweite Teil dcS Kampfes steht erst bevor." Man kann natürlich für einen Gesetzentwurf stimmen. ohne ihn mit Pauken und Trompeten zu begrüßen, und die „neue Mehrheitsbildung" lockt diese Entmannten. Auch die „Nationall. Korresp." hüllt sich in Dunkel, doch hebt sie das „Entgegenkommen gegen die Mittelparteien" und die„immer- hin diskutablere Fassung", wie sie die neuen Verschlechte- rungen tauft, mit Anerkennung hervor. Die Herren möchten also gerne umfallen, aber sie trauen sich noch nicht recht. Ungewiß ist die Haltung der K o n s e r v a t i v e n. Diese Partei ist jetzt vor die Frage gestellt, ob sie den Bund mit dem Zentrum, dem sie den Sturz des verhaßten Blllow, die Branntweinliebesgabe, die Befreiung von der Erbschafts- sieuer und noch so manches andere schon verdankt und von dessen reaktionärer Enttvicklung sie noch so viel erhoffen darf, opfern soll, um den Nationalliberalen ein paar Mandate zu» zuschanzen und dem ganz gleichgültigen und unhaltbaren Herrn v. Bethmann einen„Erfolg" zu verschaffen. Die „Kreuzztg." hüllt sich noch in diplomatisches Schweigen. Umso schärfer geht die„D. Tagesztg." in's Zeug, der die Erhaltung der reaktionären Gemeinschaft mit dem Zentrum über alles geht. Das Bündlerorgan schreibt: „Durch die gestrigen Beschlüsse des Herrenhauses ist die preußische Wahlrechtsvorlage nicht nur nicht verbessert, sondern verschlechtert worden, und zwar in sachlicher wie in taktischer Hinsicht. Ihre Aussichten im Abgeordnetcnhause sind zweifellos wieder unsicherer geworden. Die Hauptfrage ist dabei zweifellos, wie sich die Konservativen nunmehr stellen wer- schenswert. Die Schwerfälligkeit und geringe Anpassungsfähigkeit den. Die Entscheidung ist ihnen nicht leicht gemacht; sie sind viel, Gesundheitspflege zu schildern, die in Preußen Herrschen. Seine Frage, ob es nicht beffer und vorteilhafter für unsere Staatsmehr durch die Haltung der Regierung und das Eingehen des Anregungen, die er zur Bekämpfung der Säuglingssterblichkeit und betriebe wäre, sie von der Zwangsjacke eines spezialisierten BudHerrenhauses auf die Regierungswünsche in eine ungewöhn- der Tuberkulose gab, verdienen ebensowohl Beachtung wie feine gets zu befreien, für fie also einen Bauschaletat zur Einfühlich schwierige und unangenehme Lage gebracht worden. Schilderung der Wohnungsverhältnisse des Proletariats in Stadt rung zu bringen. Er hält das im Interesse der KonkurrenzfähigEs ist nicht unsere Sache, der konservativen Partei in dieser Situa- und Land und seine Forderung auf Erlaß eines Hebammen- feit der Staatsbetriebe mit den Privatbetrieben für sehr wüntion einen Rat zu erteilen. Aber gegenüber der Behauptung, die auch im Herrenhause verschiedentlich laut wurde, daß die Kon- gefeßes. Daraus, daß der Minister nichts erwiderte, kann man der Staatsbetriebe bei veränderten Konjunkturen würde dadurch fervativen für die neue Fassung der Vorlage stimmen müßten, wohl mit Recht den Schluß ziehen, daß es nach Ansicht der Regie- beseitigt werden. Der Regierung wäre eine solche Lösung ebenveil sie„ konservativ" sei, möchten wir doch unzweideutig feststellen, rung mit der Beseitigung so fulturwidriger Zustände teine Gile hat. falls sehr erwünscht. Die Redner aller Parteien sprechen sich gegen daß ihre Begründung auf recht schwachen Füßen steht." Recht lebhaft ging es bei der Beratung des Etats des Ab- ben Pauschaletat aus, und zwar deshalb, weil damit das Dann folgt eine wahrhaft vernichtende Kritik geordnetenhauses zu. Hier zeigte sich wieder einmal, welcher Ge- Budget des Landtages schwer geschädigt würde der Herrenhausbeschlüsse, die freilich mit den sonst er ringschätzung sich das Haus bei der Regierung erfreut. Seit Es würde die Volksvetretung jede genaue Kontrolle über diese teilten verschwenderischen Lobsprüchen an die Dunkel Jahren fordern die Abgeordneten Freifahrtkarten, sie sind ihnen Gründen, auch aus sozialen nicht wünschenswert wäre. Dagegen Werke und Staatsbetriebe verlieren, was aus verschiedenen fammer seltsam kontrastiert. Sünstliche Willkürlich immer noch nicht gewährt, ja die Regierung hält es nicht einmal ist man allerseits bereit, Erleichterungen zu gewähren. Das foll teit, Verschärfung der plutokratischen Wirkungen, Mittel- der Mühe für wert, eine Antwort zu erteilen. Auch diesmal wieder geschehen einmal dadurch, daß man eine Anzahl Etatposten als standsfeindlichkeit, harte und rücksichtslose Benach- glänzte sie durch Abwesenheit, denn die paar Geheimräte, die ein- übertragbar erklärt und zum anderen, daß man der Bergberwal teiligung des gewerblichen Mittelstandes, das sind die Eigen- sam am Ministertisch saßen, kann man als eine Vertretung der tung eine starte Reserve zur Verfügung stellt. Weiter wird er schaften der Wahlreform der Herrenhäusler nach der ,, Deutsch, Regierung nicht ansehen, zumal da sie nicht einmal die Erlaubnis flärt, daß für unaufschiebbare außerordentliche Arbeiten der LandTagesztg." Eine wertvolle Stritit, die man sich merken und hatten, Auskunft zu geben. Von allen Parteien wurde denn auch tag keine Schwierigkeit in Hinsicht auf die nachträgliche Bewilliden Parteien vorhalten wird, die es wagen sollten, für das weidlich über die Nichtachtung des Hauses gejammert, ja man drohte gung der nötigen Ausgabesummen machen wird. Unser Standelende Machwert zu stimmen. fogar mit Zwangsmaßnahmen. Herr Friedberg( natl.) hätte punkt in diefer Frage wird vertreten durch Genossen Auer, der in längeren Ausfühungen betont, daß die sozialdemokratische bie Minister beinahe zwangsweise vorführen laffen, und Graf Partei von dem Budgetrecht des Landtages nichts abgebe, aber beSpee( 3.) wollte ihnen ihr Gehalt kürzen. Aber die Herren bereit sei, jenen vorgeschlagenen Erleichterungen zuzustimmen. fannen sich doch noch eines Besseren, und so wird denn den Ministern vorläufig fein Haar gekrümmt werden. Aber bei den durch das Privileg verderbten Parteien des Dreiflaffenhauses ist jedes Verbrechen gegen das Recht des Volkes möglich. Deshalb müssen die wenigen Wochen, die uns von der Beratung im Landtag noch trennen, gründlich aus genützt werden. Die Angst vor der Sozialdemo kratie und diese allein treibt die Herrenhäusler und die Regierung, das Schandgesez um jeden Preis in Sicherheit zu bringen. Nun wohl, wir müssen die Angst vor der Sozialdemokratie so steigern, daß keine Partei aus Furcht vor der Abrechnung bei den Reichstagswahlen es wagen kann, für diesen schamlosen Rechtsraub zu stimmen. Politische Ueberlicht. Berlin, den 30. April 1910. - Am Montag beginnt die dritte Beratung des Giats. Verlehung des Vereinsgesetzes Ein preußischer Richter. Den Standpunkt der Fraktion bertrat in geschickter Weise Gin fast unglaublicher Borfall spielte sich dieser Tage vor dem Leinert, der nicht nur die Behandlung kritisierte, die die Re- Schöffengericht in Bochum ab. Ein Parteigenosse war wegen gierung dem Hause auteil werden läßt, sondern sich auch sehr warm bersuchter Nötigung angeklagt. Ihm wurde zur Last ge der Beamten des Hauses, vor allem der Diener, annahm und das legt, auf der Grube zu einem jugendlichen Arbeiter gesagt zu von unbekannter Seite erlassene Verbot des Auslegens haben: Sage Deinem Vater, wenn er noch einmal die( boykot des Simpliciffimus" im Resesaal des Abgeordneten- tierte) Wirtschaft Haarmann betritt, dann hau ich ihn durch und hänge ihn auf. Der Junge hat dies dem Vater wiedergesagt, der hauses gebührend kennzeichnete. nichts Eiligeres zu tun hatte, als Anzeige zu machen. Vor Gericht sagte der Junge aus, daß der Angeklagte, als er die Worte ge= braucht, dabei gelacht habe. Durch Befragen des Verteidigers wurde festgestellt, daß der Vater den Jungen beeinflußt hatte, diesen Umstand bei seiner polizeilichen Bernehmung zu ber schweigen. Trotzdem die Verteidigung diese Momente eindringlich Herborhob und ganz besonders darauf hinwies, daß eine im Scherz ausgesprochene Drohung nicht als strafbar angesehen werden könne, erfolgte Verurteilung zu 50 Mart Gelbstrai fe. gerichtsrat Weber, aus dem Umstande, daß der Angeklagte Bei der Urteilsverkündigung erklärte der Vorsitzende, Amt 3. bei dem Ausspruch gelacht habe, sei feineswegs zu folgern, daß die Drohung scherzhaft aufgefaßt werden solle. Der Angeklagte habe gelacht, um straflos ausgehen zu können, das Lachen sei darauf berechnet gewesen, sich eventueII aus der alle zu ziehen. Dann fuhr der Nichter, aum Angeklagten gewandt, fort: Interessant ist aus dem Artikel die folgende Mitteilung: Trotz der Ableugnung des Staatssekretärs des Innern ( bei Besprechung der fozialdemokratischen Interpellation über das Berbot der für den 6. März geplanten Versammlung im Treptower Park in der Reichstagssigung vom 11. März) scheinen gleiche Anordnungen vor dem 11. März bezüglich der Demonstrationsbersammlungen unter freiem Himmel und Wahlrechtsumzüge er gangen zu fein, vielleicht nicht von allen Regierungen rechtzeitig weitergegeben, find an einigen Orten die öffentlichen Versammlungen erlaubt, an anderen verboten wurden und der Staatssekretär daraus folgern fonnte, es hätte feine allgemeine Vorschrift bestanden. Man berichtet uns fogar, daß verschiedene fönigl. Polizeipräsidenten scharfe Rügen erhalten hätten, weil sie in bezug auf die Furcht vor einer Gefährdung der öffentlichen Sicherheit anderer Ansicht gewesen sind als ihr hoher Chef...." Wir haben hier wieder einen solchen Fall, deren wir hier fo biele haben. Wenn ihre Genossen eine Gewalt= tat begehen und nachher zu feige find, es offen einzugestehen, dann berkriechen sie sich hinter allerhand Ausflüchte und wollen es nicht gewesen sein. So sind die Gesinnungsgenossen des Angeklagten." Zu dem Vertreter des Voltsblattes" dem Genossen Pierentamper, und dem Parteisekretär, Genossen Runge, gewendet, die im Zuhörerraum waren, sehte der Richter diesem unpar teiischen" Ausspruch hinzu: " 27 Schreiben Sie das, bitte, auch auf, schreiben Sie's recht genau auf und bringen Sie's in Ihr Blatt. Was gebe ich darum, danach frage ich gar nichts!" durch die Verfügung der preußischen Regierung auf Verbot der Maiumzüge stellt auch die Freifinnige Zeitung" feft. Sie Die Kriegskosten für Südwestafrika. meint, wenn die Verbote bloß auf die allgemeine Anweisung des Aus dem Reichstag, 30. April. Am Sonnabend wurde inisters zurückzuführen sind und die Polizeichefs, die sie aus führten, feinen aus lokalen Verhältnissen entnommenen Grund die zweite Lesung der Vorlage über die Aufbringung der füd- haben.so werde zweilfellos das Oberverwaltungsgericht entscheiden, westafrikanischen Kriegskosten beendet. Es sind nun bald 4 Jahre her, daß Bernhard Bülow den Bernhard Dernburg daß die allgemeinen, bem reaktionären Wortschatz entnommenen 4 Jahre her, daß Bernhard Bülow den Bernhard Dernburg Ausführungen des Herrn Ministers ein Berbot zum Leiter des Kolonialamts machte. Es war eine Spefu- auf Grund des§ 7 nicht rechtfertigen fönnen. Speku- Ausführungen lation auf das liberale Bürgertum, das in seiner Bescheidenheit so leicht zu gewinnen ist durch das System der Konzessionsschulzen. Was das grassierende Reserveleutnanttum etwa noch übrig gelassen hatte an Oppositionskraft im Liberalismus, das schwand dahin wie Butter an der Sonne, feit ein leibhaftiger Börsenmann und Sohn eines liberalen Feuilletonisten ein hohes Reichsamt erhielt. So gelang es Bülow, nachdem eben noch Kopsch und Ablaß mit strenger Wolfstribunenmiene die kolonialen Mißstände gegeißelt hatten, den berühmten Hottentottenblock zusammen zu bringen. Herr Eickhoff aber, der größte aller Fortschrittsoptimisten, tröstete sich damit, daß der alte Block mindestens in der Kolonialpolitik noch lebe. Aber ach, auch dieser Trost ist zu schanden geworden. Herr Lattmann ist mit Herrn Mugdan, und Herr Werner mit Herrn Wiemer in die Haare geraten. Herr Lattmann erließ eine Kriegserklärung an den Staatssekretär und ein großer Teil der Rechten jubelte ihm zu. Herr Dernburg ist heute in den Tagen des Schnapsblocks eine unbequeme Erbschaft aus den Zeiten des Bülowblods. Diese Situation bot Gen. Ledebour eine gute Gelegenheit, um mit überlegenem Spott den komischen Taumel zu perfiflieren, in den die Dernburgperiode die Freifinnigen gestürzt hat. Dann wandte er sich in wirkungsvollen Ausführun Wozu Soldaten benutzt werden. gen gegen die Absicht, den deutschen Steuerzahlern die Lasten Daß die aktive Dienstzeit der Soldaten ganz bedeutend herabfür die Aufstandsausgaben aufzubürden. Diese Kosten seien Die Dortmunder Wahlrechtsprozesse werden gefezt werden kann, ohne daß die Schlagfertigkeit des Heeres vielmehr zu tragen von den wirklichen Interessenten, die in den nun noch ein Nachspiel haben. Genosse Beher von der Ar- Schaden erleidet, dafür bietet eine Verhandlung vor dem OberkriegsArgericht gericht des 9. Armeekorps einen schlagenden Beweis. Der FeldKolonien Riefenvermögen erobert hätten. Im weiteren Ver- beiterzeitung", der jüngst in den Wahlrechtsprozessen zu zwei webel H. vom 85. Infanterieregiment war vom Kriegsgericht der lauf seiner Rede nahm Genosse Ledebour eine gründliche Ab- Monaten Gefängnis und 500 M. Geldstrafe verurteilt worden ist, 18. Division wegen wissentlich falscher Meldung zu drei Wochen rechnung mit dem Staatssekretär Dernburg vor, dessen hat bei der Dortmunder Staatsanwaltschaft drei Anzeigen Mittelarreft verurteilt. Das Oberkriegsgericht verhandelte die Bea rechnung mit dem Staatssekretär Dernburg vor, dessen wegen Meineids erstattet. Der erste Strafantrag richtet sich rufung. Zunächst geschah das in dienstlichem Intereffe" unter Aus System auf eine einseitige Bevorzugung der großkapita- gegen fünf berittene Schuleute, die eiblich behaupteten, schluß der Deffentlichkeit, großkapita- egen listischen Interessen hinauslaufe. Wenn Herr Dernburg sich von der Waffe feinen Gebrauch gemacht zu haben. Die zweite bie Deffentlichkeit wieder hergestellt. aber nach kurzer Dauer wurde Zwei Soldaten hatten so für das kaiserliche Verordnungsrecht ins Zeug lege, so anzeige richtet sich gegen den Polizeikommissar Schrent, überrasche das nicht, denn längst wisse man, daß Herr Dern- der ebenfalls beschworen hat, es sei nicht gehauen worden. Die auf das Gut der Mutter des Hauptmanns von burg der ausgepichteste aller Bureaufraten dritte Stlage richtet sich gegen den Polizeiinspettor erhalten, um dort zu arbeiten. Um feinen Hauptmann des Kompagnie chefs des Angeklagten, Urlaub ist. Die Liberalen stellen es so dar, als ob sie an feiner Be- ti chard, der das gleiche beschworen hat, außerdem noch auf feinen vor Ungelegenheiten zu fügen, fertigte der Angeklagte einen falschen rufung ein„ Verdienft" hätten. Nicht fie, sondern das hohe Eid nahm, daß sich in der Menge keine Sriminalschuleute beBelieben Seiner Majestät habe ihn auf seinen Bosten gestellt. funden hätten. Aus der Bürgerschaft hat sich eine Menge Rapport ans Bataillon an, als die Soldaten einige Tage später, ale ber Urlaub bauerte, zurüdfehrten. Die Sache wurde aufgedeckt. neuer Beugen gemeldet. Beyer stüßt seine Anzeigen borEid aus, Bei dieser treffenden Charakterisierung fam es zu einem Bu- läufig auf 33 8eugen. Zudem hat schon das Gericht im Prozeß Der Hauptmann v. 5. fagte unter er habe fammenstoß mit dem Vizepräsidenten, Erbprinzen 8u Beyer ausdrüdlich anerkannt, daß an einzelnen Stellen die Polizei bon dem falschen Rapport nichts gewußt. Der Ankläger Hohenlohe, bei dem Ledebour die Lacher auf seiner Seite nicht ohne Schuld gewesen und mit der blanten Waffe ein beantragte die Erhöhung der Strafe auf 82 Tage Mittelarrest. Der hatte. Treffende Worte fand der Redner für die Ausbeutung gehauen habe. Verteidiger plädierte für eine geringe Strafe, da unedle Motive nicht vorlägen. Das Gericht schloß sich dieser Auffaffung an und und Unterdrückung der entrechteten Schwarzen; die großermäßigte die Strafe auf fünf Tage gelinden arrest. Dem fapitalistische Politik in Südwestafrika habe eingestandener angeklagten fei darin zu glauben, daß er, wenn auch irrtümlich, geglaubt habe, seinen Hauptmann schüßen zu sollen. der Frau Hauptmann- Mutter erhalten haben, gelangte nicht zur Nebenbei deutet die Freis. 8tg." an, daß der von uns gerügte Von einem Nichter, der eine solche hahnebüchene Begründung reaktionäre Baffus in der Begründung, die der Hagener Bürger eines Urteils fertig bringt, ist schon allerhand zu erwarten. Daß meister und fortschrittliche Reichstagsabgeordnete Cuno seinem Verbot er aber seine richterliche Würde so weit vergißt und im Zuhörer gab, nicht die Meinung des Bürgermeisters, sondern des Ministers raum anwesende Sozialdemokraten auf das gröblichste beleidigt, des Innern wiedergibt. Da indes nicht ausgemacht, da der Bescheid das übertrifft so ziemlich alles, was auf diesem Gebiete bisher des Herrn Cuno auch andere lokale Gründe anführt, der Ober- erhört wurde. Daß unsere Genossen diesen unparteiischen" bürgermeister also nicht in der Zwangslage war, minifterielle Aus- Richter fünftig prinzipiell ablehnen, erachten wir für führungen hineinzunehmen. selbstverständlich! Strafanzeigen wegen Meineids gegen Dortmunder Polizeibeamte. Verurteilte Wahlrechtsdemonftranten. Erörterung. des Feldwebels gegen feinen Hauptmann, als die Tatsache, daß Uns intereffiert an dieser Sache auch weniger die Gefälligkeit burch solche Arbeitsurlaube auf adelige Güter die Schlagfertigleit unferes Kriegsheeres nicht Einbuße leidet. Ein gewichtiges Argument für die Verkürzung der aktiven Dienstzeit. frankreich. Briand auf Junkerpfaden. maßen die Proletarisierung und Verelendung der Einge- Vor dem Schöffengericht in Effen wurde am Freitag gegen borenen herbeigeführt. In Wirklichkeit handle es sich bei 38 Wahlrechtsdemonstranten verhandelt. Ein Angeklagter erhielt dem Kampf der großen und kleinen Kapitalisten nur um sei Wochen Gefängnis, drei je eine Woche und zwar wegen Beleidigung von Schußleuten, zwei andere bekamen wegen Widercinen Kampf um die Beute, es sei eine Ehrenpflicht standes gegen die Staatsgewalt je zwei Monate Gedes Reiches, für die unterdrückte und zertretene farbige Befängnis, die anderen erhielten Geldstrafen von 5 bis 60 m., fünf völkerung einzutreten. wurden freigesprochen. Der Antrag unserer Fraktion, in durchgreifender Weise die deutschen Steuerzahler zu entlasten, fand auf Der Beutnant als Erzieher. feiner bürgerlichen Seite Unterstügung. Der An- Der bekannte Erlaß des Kriegsministers, der Schuljugend trag Erzberger war gar nicht wieder eingebracht und der An- Gelegenheit zu geben, an militärischen Veranstaltungen teilzu trag Battmann wurde abgelehnt. Formell hat Dernburg nehmen, hat bereits Früchte gezeitigt. Der Oberst eines Infanterie gefiegt. Wie lange er sich gegenüber dem Ansturm seiner alten regiments in Düsseldorf hat die oberen lassen der Voltsschulen zu den Kompagniebesichtigungen und neuen Feinde, des Zentrums und der Rechten, behaupten einladen laffen. Es wird darüber berichtet, daß die Schüler von macht moralische Eroberungen. Briand hat gar nicht erst das Paris, 29. April.( Eig. Ber.) Das junkerliche Preußen wird, steht dahin. Nachdem der Staatssekretär Delbrück Offizieren auf das eingehendste mit dem jeweiligen Stande ber noch die lakonische Erklärung abgegeben hatte, daß die militärischen Uebungen bekannt gemacht wurden; es wurden auch Alarmgeschrei der kapitalistischen Presse abgewartet, um die nationalliberale Interpellation über unsere Handels- von ihnen selbst Orientierungsübungen vorgenommen, Entfer- Maifeier der Pariser Arbeiterschaft durch das Aufgebot der beziehungen zu Frankreich beantwortet werden solle, aber nungen geschäßt, Marschformen erörtert und schließlich ein staatlichen Zwangsmittel zu stören. Der Gewerkschaftsverband ungewiß, wann, vertagte man sich zu später Stunde auf Parademarsch ausgeführt. des Seine- Departements hat für diesmal außer den üblichen Montag. Hoffentlich achten die Lehrer auch darauf, daß der an ben Branchenversammlungen ein Meeting im Bois de Boulogne Volksschulen ohnehin sehr dürftige Schulplan auch erfüllt wird, um 4 Uhr nachmittags angesetzt. Daran soll sich ein denn unter den" Parademärschen" der Schüler darf ihre Aus- Umzug schließen, der seinen Weg durch die Avenue de la Grande Armée und die Champs Elysées bis zum Concordienplay nehmen soll. Briand kann nun selbstverständlich das Spazierengehen im Wäldchen nicht verbieten und er geftattet gnädig auch das Meeting; aber er will nicht, daß das vom Rennen kommende Publikum durch den Anblick einer proletarischen Rundgebung in seinem Vergnügen gestört werde. Ungeheure Militärmassen werden aufgeboten, um die zum Rennplatz führenden Wege von De München, 28. April. monftranten freizuhalten, auch soll nach Schluß der VerEin verhältnismäßig fleiner, aber wichtiger Etat. Die General- fammlung feine Ansammlung in den Straßen geduldet diskussion ist bekanntlich durch Beschluß des Seniorentonvents ab- werden. Die energischsten Unterdrückungsmaßregeln sind geschafft worden. Wie verkehrt diese Maßregel ist, erhellt aus der von Briand selbst, in einem Interview mit bürgerTatsache, daß ein Redner nach dem anderen in eine Art General- lichen Journalisten, angekündigt worden. Nun ist der debatte sich verliert und von dem Präsidenten zurechtgewiesen Vorwand, werden muß. daß der Umzug zu Ruhestörungen führen Der Referent, Herr Abg. Frant, warf im Ausschuß und würde, hinfällig. Die große Demonstration nach der HinPlenum einige Fragen von allgemeinem Interesse auf. So die richtung Ferrers, die 100 000 Männer und Frauen vereinigt Verbefferung der Fabrikinspektion. Kehrans im Abgeordnetenhause. Endlich hat das preußische Abgeordnetenhaus den Etat wenig. bildung nicht leiden! ftens in zweiter Lesung zu Ende beraten. Es ist also Aussicht vorhanden, daß die dritte Lesung noch vor Pfingsten beendet wird, und wenn dann das Herrenhaus sich einige Mühe gibt, dann ist es nicht ausgeschlossen, daß der Etat schon" zwei Monate nach dem berfassungsmäßigen Zermin verabschiedet sein wird. Die Schuld an dieser Verzögerung trifft einzig und allein die Regierung, die den Landtag so spät einberufen und ihm außer dem Etat sehr wichtige und umfangreiche Gefeßentwürfe unterbreitet hat. " Der erste Punkt, der am Sonnabend erledigt wurde, war das Kapitel Medizinalwesen", eines der wichtigsten Kapitel des Kultusetats. Namens der sozialdemokratischen Frattion griff Genosse Sirsch in die Debatte ein, einmal, um auf einige Angriffe zu antworten, die der Konservative b. d. Often in der Abendfißung vom Freitag gegen die Partei gerichtet hatte, und ferner um die kulturwidrigen Zustände auf dem Gebiet der öffentlichen Im sächsischen Landtag wurde am Freitag schon der erwähnte Beschluß der Deputation, bei Vermehrung der se räfte der Fabrikinspektion Hilfskräfte aus Ar beitertreisen einzustellen, mit Mehrheit angenommen. Der banerische Bergetat. hat. war ein zwingender Beweis für die Selbstzucht, die das Pariser Volk trotz seines stürmischen Temperaments zu bewahren weiß, wenn man es nur nicht durch Polizeischikanen reizt. Gerade diese aber sind für diesmal vorbereitet und so muß man sich schon einiger Konflikte versehen.— Die „Humanits" veröffentlicht heute den Aufruf des Gewerkschafts- Verbandes, der von der Bekanntmachung des Ministeriums keine Notiz nimmt und am Umzug festhält, sowie einen von: Parteivorstand gezeichneten Aufruf der sozialisuschen Partei, der neben der"Bedeutung der gewerkschaftlichen Aktion die der parlamentarischen hervorhebt. Die gecinigte Partei und die Stichwahle». Paris. LS. April.(Eig. Ber.) Der Kongreß von Nimes hat bekanntlich den Beschluß des Parteitages von Chalon bestätigt, wonach die Stichwahltaktik dem Interesse des Proletariats und der sozialen Republik gemäß bestimmt werden soll. Das bedeutet prak- tisch die Zurückziehung der Parteikandidaturen in jenen Wahl- kreisen, wo durch ihre Aufrechterhaltung die Wahl eines Antirepu- blikancrs oder konservativen Republikaners bewirkt werden könnte. Dansben besteht allerdings noch die Resolution C o ch i n, die es den Parteigenossen zur Pflicht macht, in keinem Falle zugunsten der sogenannten„unabhängigen" Sozialisten zu verzichten. Die Details der Stichwahltaktik festzusetzen, ist den einzelnen Föderationen überlassen. Die Seine-Föderation hat am Mittwoch beschlossen, 16 Kandidaturen aufrechtzuhalten, wovon S auf frühere Deputierte entfallen. 11 Kandidaturen wurden zurück- gezogen, unter ihnen die des Genossen Dr. Musy, der gegen M i l l e r a n d aufgestellt war. In derselben Sitzung wurde der Konflikt mit dem ehemaligen Deputierten Chauviere beigelegt, dessen Kandidatur im 2. Bezirk des IS. Arrondissemeuts von der Föderation nicht bestätigt, von Chauviere aber mit Unterstützung der Mehrheit der Bezirkssektion dennoch aufrechterhalten worden war. Chauviere, der 1306 6316 Stimmen erhalten hatte, bekam diesmal nur 3331, der von der Föderation aufgestellte Genosse Boucheron 1384 Stimmen, ein Radikalsozialist 4733, ein Konser- vativer 3333. Chauviere hat nun Erklärungen abgegeben, die den Föderationsvorstand befriedigten, so daß er für den zweiten Wahl. gang als Parteikandidat anerkannt ist. Boucherons Kandidatur ist zurückgezogen. I a u r e s Wahl im Tarn ist jetzt vollständig gesichert, da der radikale Gegner zu seinen Gunsten zurückgetreten ist. Dafür hat in einem anderen Wahlkreis desselben Departements der in der Minderheit gebliebene sozialistische Kandidat seine Kandidatur zu- gunsten des Radikalen zurückgezogen, der so instand gesetzt ist, das Mandat den Konservativen abzunehmen. In anderen Departc- ments sind die sozialistischen Kandidaten, die keine Aussicht auf eine Wahl hatten, einfach zurückgetreten, ohne den Wählern eine andere Weisung zu geben, als die allgemeine, in der Resolution von Chslon ausgesprochene. 6ngland. D'e Maifeier. Auch in England verspricht die Maifeier in diesem Jahre erheblich größere Dimensionen anzunehmen als sonst. Namentlich die gewerkschaftlichen Organisationen werden diesmal in größerer Zahl an der Feier teilnehmen, und auch in dieser Beziehung scheinen die„ungelernten" Arbeiter den qualifizierten den Weg weisen zu wollen. In London werden große Prozessionen aus allen Teilen der Metropole nach dem Hyde Park marschieren, wo von zehn Tribünen herab eine Re- solution vorgeschlagen werden wird, deren SchlußpassuS folgender- maßen lautet: „Ferner drückt die Versammlung ihren Abscheu auS über die Bemühungen der kapitalistischen Klasse, der jingoistischen Presse und ihrer Handlanger in E n g l a n d w i e i n De u t s ch- land, Gegensätze auf die Völker zu übertragen, die kom- merzieller Eifersucht entspringen und die Arbeiter nichts an- gehen. Die Versammlung verpflichtet sich, mit den Arbeitern Deutschlands zusammenzuarbeiten in dem Bestreben, freund- schaftliche Beziehungen zwischen den beiden Völkern zu erhalten, und protestiert aufs schärfste gegen die Zunahme der Rüstungen in allen kapitalistischen Staaten." Das Gesetz gegen die LordS. London, 33. April. Der Gesetzentwurf bezüglich de? Vetorechts der Lords ist veröffentlicht worden. Die Grundlage für ihn bilden die Veto-Resolutionen, welche bereits im Unterhause angenommen worden sind. Die Einleitung nimmt Be- zug auf die Absicht, an Stelle des jetzigen Oberhauses eine zweite Kammer zu setzen, welche auf volkstümlicher, an statt auf erblicher Basis gebildet werden soll. Da aber ein« solch« Veränderung nicht sofort durchgeführt werden kann, so sei eS zweck. mäßig, die bestehenden Rechte der LordS einzu» schränken. Der Gesetzentwurf sieht vor, daß eine vom Unter- hause angenommene F i n a n z b i I l. wenn sie nicht spätestens einen Monat nach der Vorlage von den LordS angenommen sein sollte, dem Könige zur Erteilung der Zustimmung überreicht und nach Erteilung der königlichen Zustimmung Gesetz werden soll. K-ulZlancl. Maifeiervorbmitungen. Während daS Proletariat in allen Kulturstaaten sich rüstet, die Maifeier durch grandiose Demonstrationen, Massenumzüge und Versammlungen zu begehen, ist die Arbeiterklasse Rußlands in diesem Jahre mehr denn je der Möglichkeit beraubt, ihre Soli- darität mit dem internationalen Proletariat offen zu bekunden. Die polizeilichen Bedingungen machen cS in dem klassischen Lande der Knute den Arbeitern weit schwerer, auch nur geheime Ver- sammlungen abzuhalten, als den 1. Mai durch Arbeitsenthaltung zu feiern. Noch im vorigen Jahre kam eS in den westlichen Gouvernements, wo der 1. Mai gewöhnlich nach dem neuen Stil gefeiert wird, trotz der drakonischen Verfügungen der örtlichen Satrapen, zu ziemlich bedeutenden Arbeitseinstellungen. In diesem Jahr wird sich wohl kaum mehr ermöglichen lassen, als irgendwo, in entlegenen Wäldern und Schluchten, geheime Ver- sammlungen zu organisieren, denn an Straßendcmonstrationen, wie sie noch vor einigen Jahren am I. Mai üblich waren, ist bei dem augenblicklichen Stande der Bewegung nicht zu denken. Die sozialdemokratischen Organisationen in den westlichen Landesstrichen haben natürlich ihr Mögliches getan, um der Mai- feier einen umfassenden Charakter zu verleihen. Allerorts wurden Flugblätter verbreitet, kleine Agitationsversammlungen abge- halten usw. Auch die Polizei rüstet, wie alljährlich, zum 1. Mai. Da? Militär und Gendarmerie werden in Bereitschaft gesetzt, die Straßen und Plätze in waffenstarrende Kriegslager verwandelt. Seit Wochen schnüffeln schon die polizeilichen Spürhunde nach sozialistischen„Agitatoren" und„Aufwieglern", und die tradi- ticnellen Maihaussuchungen und-Verhaftungen sind auch in diesem Jahre nicht ausgeblieben. In Lodz, Warschau, Wilna, Riga, Mitau wurden zahlreiche Haussuchungen und Verhaftungen vorgenommen, Flugblätter konfisziert usw. Meist liegt gegen die Verhafteten auch nicht das geringste vor. Sie gelten aber als verantw. Redakt.: Richard Barth, Berlin. Inseratenteil verantw.: verdächtig und werden zum„Schutz der öffentlichen Ruhe und Sicherheit" auf einige Wochen oder Monate in Haft genommen. Einen grandiosen Umfang dürfte die Maifeier in F i n n- l a n d annehmen, wo die Versammlungsfreiheit den Arbeitern noch nicht völlig geraubt ist. Der sozialdemokratische Parteivor- stand hat die Losung ausgegeben, allerorts am 1. Mai Mani- festationen und Versammlungen abzuhalten, um das Volk über die durch den frechen Raubzug des Zaren heraufbeschworene politische Lage aufzuklären. Die Maifeier in Finnland wird aber nicht bloß einen wuchtigen Protest gegen den Kapitalismus und den Gewaltstreik der Petersburger Regierung bedeuten. Sie wird zeigen, wessen das Proletariat des russischen Reiches fähig ist, wenn die minimalsten Vorbedingungen der politischen Freiheit errungen sind. Türkei. Der Aufstand in Albanien. Konstantinopel, 33. April. Nach einer Depesche des Oberkom- mandierenden hat ein Kampf zwischen den Truppen und den Rebellen bei Katschanik lbegonnen. Diese fliehen in nordöstlicher Richtung gegen die Morava. Der Oberkommandant ist gegen die Stadt Orhanij nördlich von Katschanik aufgebrochen. Die Rebellen haben Verschanzungen zwischen Katschanik und Eleschen errichtet. Eine Wendung? Saloniki, 33. April. In der Stimmung der Bevölkerung in O b e r a l b a n i e n ist ein plötzlicher Umschlag eingetreten. Die Arnauten haben beschlossen, der Regierung keine Schwie- r i g k e i t e n mehr zu bereiten, und streben nur Erleichterungen bei gewissen Abgaben an. Die Bevölkerung von Djakowa und Jpek erkennt den Sultan Muhammed an und ist bereit, zu- sammen mit seinen Truppen gegen den Rest der Aufständischen zu kämpfen. Somit scheint der Ernst der Situation in Oberalbaniei' überwunden zu sein._ vei'NenlegsogeinerioÄalSemokrstischeo Versammlung unter freiem Himmel. Am 23. Januar 1333 suchte Genosse Linde aus Königs- b e r g bei dem Amtsvorsteher von Mehlanken(Kreis Labiau) die Genehmigung zur Abhaltung einer Versammlung auf dem Kleeacker des Besitzers P. in Sch. nach. Wegen der bekannten Furcht vor Gefährdung der öffentlichen Sicherheit wurde die Ge- nehmigung am 27. Januar versagt. Die hiergegen am 23. Januar 1333 erhobene Beschwerde bei dem Landvat wurde am 3. Februar zurückgewiesen. Am 18. Februar erhob Linde Beschwerde bei dem Regierungspräsidenten zu Königsberg. Und da auch dieser die Versagung der Genehmigung des AmtSvorstehcrs und des Land- rats rechtfertigte, erhob Linde am S. April 1333 Klage bei dem Obcrverwaltungsgericht. Auf diese Klage gab der Regierungs- Präsident unter dem 12. Oktober 1333 eine Gegenerklärung ab und ersuchte um Abweisung der Klage. Aber erst anfangs April 1313 wurde dem Kläger diese Gegenerklärung zugestellt und Termin vor dem Oberverwaltungsgericht zum 26. April 1313 angesetzt. Das obsiegende Urteil ist in Nr. 33 des„Vorwärts" bekannt ge- geben. Jetzt nach Verlauf von 67 Wochen kann also die zum 31. Januar 1333 geplante Versammlung unter freiem Himmel stattfinden— wenn es den ländlichen Behörden nicht etwa danach verlangt, den Tanz von neuem zu beginnen. Und noch ein ähnlicher, die„liberale" Handhabung deS Reichs- Vereinsgesetzes kennzeichnender Fall: Am 1. September 1333 suchte Genosse Linde bei dem Amts- Vorsteher in Pruszischken, Kreis Gumbinnen, die Genehmigung zur Abhaltung einer Versammlung unter freiem Himmel nach. Auch diesem Amtsvorsteher bangte es" um die öffentliche Sicherheit, desgleichen dem Landrat. Am 27. September 1333 erhob Genosse Linde gegen den Landrat bei dem Regierungspräsidenten von Gum- binnen Beschwerde. Am 6. Januar 1313 erhielt er von diesem den Bescheid, daß im Verfolg seiner Beschwerden noch eine Reihe von Erhebungen erforderlich geworden sind, die demnächst zum Ab- schluß kommen werden. Seitdem ist bis auf den heutigen Tag von dem Verlauf dieser Klage nichts zu hören. Also 34 Wochen harrt der Einberufer auch dieser Versammlung schon auf die nach dem Reichsvereinsgesetz erforderliche Genehmigung. Und falls der Regierungspräsident von Gumbinnen seinem Kollegen in Königs- berg nacheifert und sich auch erst durch Urteil des OberverwaltungS- gerichts über die Handhabung des Reichsvereinsgesetzes belehren lassen will, wird ja wohl auch das Getreide, das auf dem Ver- fammlungsplatz jetzt gesäet ist, schon wieder geerntet sein und Frost den Erdboden gehärtet haben. Hus der Partei» Maifestblätter. Die deutsche Maifestzeitung zeigt auf dem Titel- blatt den markig gezeichneten Kopf des Freiheitsgenius. Das große Hauptbild zeigt eine Proletarierfamilie im Maigrün— ein in straffen, schwungvollen Rhythmen gehaltenes Gedicht ist ihm als Text beigegeben. Die Prosabeiträge sind: Schwerter-Mai von Hermann Wendel, Der Wille zur Zukunft von Karl Korn; Die Befreiung der Liebe von Georg Gradnauer; Das Werden des Weltenmai von H. Müller; Die Ar- beiterfchaft und das gleiche Recht von August Winnig. Der Preis»st 13 Pf. Di« österreichische Maischrift gibt zwei farbige Voll- bilder und mehrere revolutionäre Blätter des berühmten Karika- turistcn Daumier. Von Engelbert Pernerstorfer ist ein Gedicht, Der erste Mai, beigesteuert. An Artikeln enthält das Blatt: Adolf Braun, Alte und neue Internationale; Pfarrer Her- mann Kutter, Die Mammonsgläubigen; Karl Leuthner, Preußens Volk steht auf; Max Winter, Die Brüder hinter dem Pflug; Stefan Großmann, Proletarische LebenSkunst; C. N., Aus dem Leben Rouget de l'JSles, des Dichters der Marseillaise. Der Preis beträgt 23 Pf.__ parlamentarilebes. Die erste Lesung des KaligcsebeS in der Kommission beendet. In der Sonnabendsitzung der Kalikommission wurde zuerst der Gewinnbeteiligungsantrag des Zentrums beraten. Danach soll der nach Abzug von regelmäßigen Abschreibungen und sechsprozen- tiger Verzinsung des eingezahlten Kapitals(Aktienkapitals, Kom- manditkapitals, Gesellschastskapitals, Zubußen) sich ergebende Rein- gewinn zu einem Drittel an die in dem Jahre beschäftigten Arbeiter als Gewinnanteil nach dem Verhältnis des ver- dienten Lohnes vergütet werden. Falls die Empfangsberechtigten nicht zu ermitteln sind, soll der Betrag den Krankenkassen zufallen. Das Zentrum teilt sich bezüglich dieses Antrages in drei Gruppen, von denen eine den Antrag warm empfiehlt, eine andere das Ge- setz an der Ablehnung des Antrages nicht scheitern lassen will, und eine dritte sich gegen den Antrag ausspricht. Staatssekretär Sydow und verschiedene bürgerliche KommisswnSmitglieoer er- klären sich gegen die � Gewinnbeteiligung._ lh. Glocke, Berlin. Druck U.Verlag: Vorwärt« Buchdr. u.Berlagtanftall Die Sozialdemokrate«�treten für den Antrag ein, ohne seine Schwächen zu verkennen. Sie halten aber den Zusatz er- forderlich, daß durch die Gewinnbeteiligung den Arbeitern keiner- lei Einschränkungen ihres Koalitionsrechts, der Freiheit ihrer gewerkschaftlichen oder politischen Be- t ä t i g u n g oder ihres Wohnrechts auferlegt werden dürfen. Solche Vereinbarungen oder Verzichte auf Teile des Arbeitslohnes sollen nichtig sein. Bei der Abstimmung treten Sozialdemokraten, Freisinnige, Polen und drei Zentrumsleute— Schiffer, Müller und Erzberger— für den Antrag ein, der damit abgelehnt ist. Bei der Gegenprobe stimmen Herold, Schüler und Pauly- Kochem— also auch drei Zentrumsleute— dagegen, während zwei— Graf Oppersdorfs und Heim— fehlen. Zur Geschäftsordnung wird konstatiert, daß dies die übliche Zen- trumsmanier sei, Arbeiterpolitik zu treiben. Mit der Ablehnung des Zentrumsantrages ist auch der sozialdemo- kratische Zusatzantrag gefallen. Zu Z 34 beantragen die Sozialdemokraten, daß in die Berufungskommission die Hälfte der Beisitzer vom Reichs- tage aus seiner Mitte erwählt werden und begründen es damit, daß die Berufungskommission jetzt auch über Arbeiter- angelegenheiten zu verhandeln habe. Deshalb sei es nötig, daß auch Nicht-Werksinteressenten darin vertreten seien. Der An- trag wird abgelehnt. Zu§ 3Sck wird ein Zusatz beschlossen, daß dem Reichstage all- jährlich die erlassenen Vorschriften und?lnordnungen des Bundes- rats auf Grund dieses Gesetzes vorzulegen sind. Die Regierung hatte eine Geltungsdauer des Gesetzes bis zum Jahre 1333 vorgeschlagen; die Kommission beschließt GeltungS- dauer bis zum Jahre 132ö. Damit ist die erste Lesung beendet. Die zweite Lesung ist Mittwoch, den 4. Mai._ Kommission für die Zuwachssteuer. In den letzten beiden Sitzungen wurde der Rest der Vorlage! aufgearbeitet. Der Z 23 lautet nach einem Antrag Jäger(Z.): „Die Steuer beträgt zehn vom Hundert bei einer Wertsteigerung von nicht mehr als zehn vom Hundert des Erwerbspreises, steigend bis zu 23 vom Hundert bei einer Wertsteigerung von 373 bis 433 des Erwerbspreises, 33 vom Hundert bei einer Wertsteigerung über 433 des Erwerbspreises." Nach dem A 43 der Vorlage sollen von der Zuwachssteuer erhalten: das Reich 53, die Bundesstaaten 13 und die Gemeinden 43 vom Hundert. Zu diesem Paragraphen beantragen die Sozialdemokraten, daß dem Reich 43 und den Gemeindeverbänden 63 Prozent zu überweisen seien. Nach einer langen Debatte wird der Paragraph in der Regierungs- fassung angenommen. Die 53 bis 55 werden gleichfalls ange- genommen. Bei K 56 handelt es sich um die Abänderung des Reichsstempelgesetzes vom 15. Juli 1333. Schatzsekretär Wer» m u t h erklärt dazu, daß sich für das Jahr 1313 eine Mehrausgabe von 75 Millionen, eine Mehreinnahme von 63 Millionen, mithin ein Defizit von 15 Millionen ergeben habe; hierbei seien die Flottenausgaben in Höhe von 22 Millionen noch nicht mitgerechnet. Die Regierung rechne bestimmt auf die 25 Millionen Mark Einnahmen aus diesem Gesetz; er sei gern bereit, dem ein- stimmigen Wunsche des Reichstages betreffend die Veteranen- b e i h i l f e entgegen zu kommen, ohne neue Mittel gehe das aber nicht. Bei der Abstimmung wird nach dem Antrage Cuno Absatz 2 des§ 56 gestrichen, nach dem bis zum 1. Juli 1314 ein Zuschlag von 133 vom Hundert erhoben werden sollte. Z 57, der letzte in der Vorlage, wurde angenommen. Vor Schluß der Sitzung traf noch ein Telegramm vom Vorsitzenden des Deutschen Städtetagcs ein, in dem um Anhörung von Sachverständigen er, sucht wurde. DaS Gesuch wurde mit Mehrheit abgelehnt. In der zweiten Lesung der Vorlage werden noch viele Aende- rungen vorgenommen werden müssen, um wenigstens einigermaßen Klarheit über die Bestimmungen des Gesetzes zu schaffen. Schuld an dieser Unklarheit ist nach der Meinung aller Kommissionsmit- glicder die späte Einbringung des Gesetzes und die Eile, mit der es fertig gestellt werden sollte. � Letzte JVacbrichten und Oepetcben. Abgewiesene Beschwerde. Frankfurt a. M., 30. April. Die von der sozialdemokrati. scheu Partei gegm das polizeiliche Verbot eines Umzuges am 1. Mai eingelegte Beschwerde ist vom Regierungspräsidenten abgewiesen worden._ Italiens Proletariat zum Weltfeiertag. Rom, 30. April.(Privatdepesche deS„Vorwärts".) Die Vorbereitungen zur imposanten Gestaltung der Maifeier sind überall getroffen. Wie alljährlich, so finden auch in diesem Jahre Umzüge und Massenversammlungen, in deren Vorder- grund die Forderung um ein freies Wahlrecht steht, statt. Die Arbeitsruhe wird in ganz Italien durchgeführt und erstreckt sich auch auf das Personal der Straßenbahnen und Droschken. Die Polizei hat keinerlei Verbote erlassen. Die Kammer für Luzzatti. Rom, 33. April.(W. T. B.) Die Deputiertenkammcr setzte heute die Beratung der Regierungserklärung fort. Calda (Soz.) verlangte eine weitergehende Reform des Wahlrechts und vermißte konkrete Vorschläge auf kirchenpolitischem Gebiete. C i, c o t t i(Soz.) begründete eine Tagesordnung, in welcher das Pro. gramm der Regierung gemißbilligt wird. Der Präsident des Ministerrats, Luzzatti erklärt« hierauf: Ueber die Notwen. digkeit der Wahlreform seien sich alle Parteien einig. Tie Regierung verpflichte sich, bei der Wiederaufnahme der parlamentarischen Arbeiten einen Plan der Wahlreform vorzulegen. Was die religiöse Frage anbetreffe, so kommen in diesem Parlamente nur daS Problem der Ehescheidung in Betracht, die aus moralischen, juristischen und sozialen Gründen zugelassen werden müsse. Die Kirche solle volle Freiheit ge- nießen, aber nur unter voller Aufrechterhaltung der Souveränität des Staates. Der Ministerpräsident bittet um ein klares Ver» trauenSvotum.(Anhaltender Beifall.) Das HauS nahm darauf mit 393 gegen 17 Stimmen das Vertrauens» Votum an. Großfeuer. Worms, 33. April.(B. H.) In den Chemischen Fabriken und den Asphaltwcrken ist durch eine Kessclexplosion ein Großfruer auS- gebrochen._ Drei Kinder ertrunken. Birton(Luxemburg). 33. April.(B. H.) In der Ortschaft M« i x stürzten heute drei Kinder im Alter von 5, 8 und 11 Jahren inS Wasser. Bevor Hilfe eintraf, waren alle drei ertrunken. Der Ausstand der belgischen Grubenarbeiter. Brüssel, 33. April.(B. H.) Der Ausstand der Gruben- arbeitcr im Mitteldecken nimmt-an Ausdehnung zu. Gestern abend veranstalteten etwa 3330 Grubenarbeiter eine Kundgebung; sie durchzogen die Ortschaften Cucsmos. Jemappe, Fleni, Quareeon und H o r n u. Zwischenfälle haben sich nicht er» eignet. In F r a m e r i e s ist der Ausstand seit heute morgen allgemein. Hier streiken etwa 6533 Arbeiter. Die Mehrzahl der Ausständigen benutzen die ArbeitSruhe dazu, auf ihren Feldern zu arbeiten. In Fleni und Jemappe streiken 7533 Mann. PäülSinger&. Co.. Berlin S W. HiertÜ6L«ilagen. * ioi n-imm. 1. Seilllge des Lsmarls" Ktllilltk Nolksdlatt. s«""-' N"«. Die Begehrlichen Behaglich streicht ihr euch den Bauch; daS Mahl war gut geraten! Kahl auf der blanken Schüssel liegt der Knochenrest vom Braten. Da pochen wir mit Macht ans Tor; bleich springt ihr von den Stühlen And eure satte Müdigkeit weicht blassen Angstgefühlen. And schlotternd schreitet ihr zur Tür und öffnet sie mit Zagen And laßt unS widerwillig ein, nach unserm Wunsch zu fragen. „WaS wollt ihr denn," so grollt es dumpf,„die so begehrlich lungern? Der Tisch ist leer, hier gibt eS nichts für Mäuler mehr, die hungern."— Wir aber ftehn und wanken nicht und lächeln:„Brav gesprochen! Zwar haben unssre Nasen gern den Bratenduft gerochen; Doch hungern wir, ihr Satten, nicht nach Dingen, rasch verzehrlich; Nach and'rer Speise hungem wir! Danach sind wir begehrlich. An Tafeln, wo ihr lüstern schwelgt, da wollen wir nicht sitzen, Durch Wein, im Aebermaß geschluckt, uns nicht den Kopf erhitzen; Die Glut nicht, die uns heiß durchloht und feurig wallt zum Äerzen, Vertändeln, wie ihr täglich tut, in seichten Liebesscherzen. Begehrlich sind wir nur nach Zeit, zu stärken unser Wissen, Denn uns're Seele schreit nach Brot, das können wir nicht missen: Nach Bildung, die den Willen stählt, den unterm Druck erschlafften, Aus Ziffern uns zu Menschen prägt, die nicht am Staube haften; Zu Menschen, die, durch Wissen frei, sich heben zu den Sternen And, waS die Welt an Wundern birgt, bewußt erkennen lernen. Ihr seht unS an mit blödem Blick, denn ihr begreift unS schwerlich; 3a, Bildung auch dem ärmsten Knecht! Danach sind wir begehrlich. an die Satten. Wir gieren nicht nach Geld und Gut, nach prunkenden Gewändern, Nach Perle nicht und Edelstein, noch bunten Seidenbändem. Es ziert den Mann die Tüchtigkeit, sie schmückt die Frau nicht minder; Begehrlich sind wir nur nach Recht für uns und uns're Kinder. Nach Recht auf Arbeit und auf Lohn, der unserm Werk genüge, Am keinen Tropfen sauren Schweiß uns krämerhaft betrüge. Begehrlich sind wir nur nach Licht, das euch alleine leuchtet, Seit ihr den Sklaven, der euch ftont, ins graue Dunkel scheuchtet, Ihn zwischen Mauern, schwarz und steil, wie inS Gefängnis, setztet And, wenn er nicht entsagend schwieg, brutal inS Elend hetztet. Der Lug, den ihr„Gewissen" nennt, der bleib' euch unversehrlich; Doch Recht und Licht: daS fordern wir! Danach sind wir begehrlich. Ihr wölkt die Stim und winkt unS kühl und weist unS auf die Sassen And könnt in eurer trägen Ruh', was unS empört, nicht fassen. Ermuntert euch! Die Fenster auf! Ins Zimmer, inS vermüffte, Laßt dringen den Rebellenchor der frischen Frü.,lingslüfte. Äei, wie das herb und würzig weht! Es schmilzt der Schnee im Winde; Begehrlich breitet himmelwärts den nackten Arm die Linde. Der Acker dampft und fern und nah erschallen Lerchenlieder; Da schmettert jäh auf junge Saat ein Hagelschauer nieder. Doch mag im Sterben noch so grimm der kranke Winter wüten: Die Sonne siegt, es kommt der Mai und weckt Millionen Blüten. Bald bricht auch unS der Lenz herein, denn unser Kampf ist ehrlich; Äoch, Geistesfreiheit, Licht und Recht! Danach sind wir begehrlich." dl»» Stempel. R.eickstag. 70. Sitzung vom Sonnatzend, den SO. Lpril, nachmittags 1 Uhr. Cm BundeSrotStisch: Deraburg. Di« zweite Beratung de« Veietzentwurf« Betreffend die Aufstandsausgabe» für Südwestafrika Wird fortgesetzt. Abg. Dr. Wiemer(Fortsch. Vp.): Der Sntrag Erzberger aus der Kommission ist nicht wieder eingebracht; seine breite Be- Handlung wäre also eigentlich überflüssig und erklärt sich nur daraus, dab er keine erste Lesung im Plenum gehabt hat.(Sehr richtig I bei der Bolkspartei.) Mi» Recht ist der Antrag als Feuerbrand bezeichnet worden, und es ist anerkennenswert, datz den kalten Wasserstrahl, den die Kommissionsverhandlung bildete, auch ein Teil der gentrumSpresse billigte. (Zustimmung bei der Volkspartei.) Wir legen Protest da» gegen ein. dost so wichtig« Fragen nicht eine erste Lesung rm Plenum erfahre» und datz daS Schwergewicht der Ber» Handlungen au« dem Plenum des Reichstages in die Budgetkommission verlegt wird.(Sehr richtig l bei der Volkspartei). Das Gefetz findet unsere Zustimmung; aber in diese» Sbrechnungsgesetz dürfen nicht Streitfragen hinein- gebracht werden, wie e« der Antrag Erzberger wollte und der wieder ausgenommene Antrag L a t t m a n n tut. Ebenso darf der Reichstag nicht bei diesem Gesetz anlästlich der Petitionen fich in wichtigen Fragen der Kolonialpolitik festlegen.— Die Frage, wie weit dt« Kolonien zu den Kriegskoslen heranzuziehen find, ist noch keineswegs hinreichend geklärt; deshalb haben wir die Vorlegung erner Denkschrift hierüber angeregt. Bei der günstigen Tuliolikelung der Verhältnisse in Südwest ist der Gedanke nicht abzuweisen, datz da» Schutzgebiet zu den Kriegskosten beitragen soll. Aber vom Antrag Erzberger gilt, wa» die»Kölnische Volkszeitung' von ihm mit dem Hinweis auf die bei der Finanz« reform von Herrn Erzberger beantragte Parfümsteuer sagte: er' ist nicht hinlänglich durchdacht. Alle jene Steuerprojette waren nicht hinlänglich durchdacht.(Lebhafte» Sehr richtig I bei der Volkspartei.) Gegen den Beschlust der Kommisfion, einen Gesctzeiitwurs zu der- langen, durch den die vor dem Aufstand in Südwestafrika domi» zilierten leistungsfähigen Personen und Gesellschaften zur Ent- lastung des ReichSfiskuS herangezogen werden, werden meine politischen Freunde stimmen; denn diese Fragen sollen erst durch die Denkschrift geklärt werden. AuS demselben Grunde lehnen wir den Antrag L a t t m a n n ab, der SS Millionen Mark durch eine Ver- mögenssleuer in Südwestafrika aufbringen will. Dieselben Bedenken haben wir gegen den sozialdemokratischen Antrag, der eine Wertzuwachs st euer für Südwestaftika verlangt. Wir können um so leichter von allen diesen Vorschlägen absehen, als durch den neuen Ber- trag mit der Deutschen Kolonialgesellschast erhebliche Vorteile für das Reich «rzreltsind. Die Hoheitsrechte in den Kolonien sollen natürlich dem F'sknS zustehen; aber die Beseitigung bestehender Hoheitsrechle lästt fich nicht mit einem Federstrich erreichen, sondern mir auf dem Wege der Verhandlung mit den Gesellschaften, welche Hoheitsrechte besitzen; so ist auch England stets vorgegangen.(Zustimmung bei der Volks» Partei.)— Herr Erzberger hat sich dagegen verwahrt, mit seinem Antrag den Staatssekretär Dernburg stürzen zu wollen; aber die Wirkung des Antrages mutzte sein, die Politik des Staatssekretärs zu durchkreuzen, die wir unterstützen wollen, im Interesse des deutschen Volkes.(Lebhaftes Bravo! bei der Volkspartei.) Abg. Ledebour(So;.): Herr Wiemer meinte im Eingang seiner Ausführungen, eine Auseinandersetzung über diese Fragen sei im Plenum überflüssig, weil ja in der Kommisfion alle Parteien über den Entwurf, wie er jetzt vorliegt, einig geworden seien. DaS ist ein Irrtum; unsere Partei hat sich n i ch t für den Entwurf erklärt. Wir er- kennen an, dast bezüglich der Rechnungslegung einige Ver» beflerungen durch die Kommission hineingekommen sind. Aber für uns ist der Stein des AnstosteS, dast von neuem für die grasten Lasten, die daS deutsche Volk für den Aufstand aufgebracht hat, L3 Millionen dem Volke aufgebürdet werden sollen. Dieser Be- stimmung und d«mit dem genzen Gesetz würden wir nur zustimmen können, wenn damit die Bedingung verknüpft wird, daß ein erheb- licher Teil der dem Volk auferlegten Kriegslasten auf die Jnter- effenten in Südwestaftika üdergewölzt wird. DaS ist der Grund für unseren Antrag und unsere Endabftimmung wird von der Stellung heS HaufeS zu diesem Antrag abhängig sein. Damit komme ich auf die übrigen vorliegenden Anträge und den ursprüng- lichen Antrag Erzberger. Herr Wiemer wieS in der Kom- Mission auf konstitutionelle Bedenken gegenüber diesen Anträgen Inn. Die find nach unserer Anficht nicht zutreffend. Die Möglichkeit. Bestimmungen für die Beschaffung der Mittel in den Entwurf hineinzuarbeiten, ist für die Kommission gegeben. Ausschlaggebend kommt für unS noch hinzu, dast dies die einzige Gelegenheit ist, die der Reichstag überhaupt in bezug auf die süd- westafrikantsche Kriegsführung und die dafür entstandenen Kosten hat, um seinen Willen, datz ein Teil der Kosten auf die südwest- aftikanilchen Interessen überwälzt wird, durchzusetzen. Wird diese Gelegenheit verpatzt, so ist eS ein für allemal vorbei. Dann ist de» Reichstag vollständig abhängig von dem Belieben des Herrn Dernburg, und darauf verlassen wir unS unter keinen Umstände». (Sehr richtig I bei den Sozialdemottaten.) Weil der Reichstag sich in dieser Zwangslage befand, dast nur jetzt die Interessenten zu den ungeheuren Lasten, die dem Volke aufgebürdet sind, herangezogen werden können, ist eS durchaus anerkennenswert, datz Herr Erzberger einen Weg dazu vorgeschlagen hat. Wir schlagen einen anderen Weg vor. aber im Prinzip war der Versuch ErzbergerS durchaus anerkennenswert und wir legen Verwahrung dagegen ein, dast er deshalb von anderen Parteien und wie ich zu meinem Erstaunen höre, auch von Mit- gliedern seiner eigenen Partei Vorwürfe bekommt. Weshalb sind wir denn in diese wichtigen, weittragenden schwerverständlichen Auseinandersetzungen gekommen? Weil die Ge- legenheit, um im Reichstag diese wichtige Angelegenheit vorweg zu erörtern, verpatzt ist. Im Jahr«>906 ist eine Kommission zur Untersuchung der südwestaftikanischen Landgescllschaften, ihrer Besitz- verhältnisie und ihrer RechtSverhältnifie eingesetzt worden. ES sollte dem Unheil vorgebeugt werden, daS daraus entsteht, datz eine Neine Zahl internationaler Kapitalisten die Hand auf daS füd- westafrikanische Land legen und eS behandeln tonnte wie etwa Spekulanten, die in der Nähe von Berlin Bodenwucher treiben. Die Kommission hat drei Jahre gearbeitet. Ihr Versuch, die RechtLtitel zu untersuchen, ist gerade durch Herr» Dernburg zunichte gemacht. Die Mitglieder aller Parteien verlangten eS. aber als Herr Dernburg dazu kam, fielen fie alle um. Ich freue mich, datz Herr Erzberger das jetzt als einen Fehler erkennt. Die Kommission hätte festgestellt, datz die Lüderitzverträge fraudulent(betrügerisch) waren, datz die Eingeborenen lein Verständnis für europäische RechiSverhältniffe hätten, datz man ihnen das Land als als Privateigentum abschwindelte für l 0000 M. und 60 alte Gewehre(nicht, wie ich irrtümlich meinte 600 alte Gewehre), während sie nur StammeSeigentum kannten. Herr Erzberger hat noch hin« zugefügt, datz fie auch nicht gemutzt hätten, datz sie deutsche geographische Meilen abtreten. Einem Hottentotten werden deutsche geographische Meilen als Abgrenzung Vorgelegt 1 1 1 Vielleicht kennt er allenfalls englische Meilen, von denen 4'/, auf eine deutsch« gehen. Herr Dernburg hat unfern Versuch. Sachverständige bei der Ermittelung der Befitzverhältuifle hin- zuzuziehen, kaput gemacht. Er sagte, wenn man damit an« finge, mützten wir sämtliche Besitzverhältnisse untersuchen. Wir Sozialdemokraten haben dagegen nichts einzuwenden, doch ver- stehe ich, datz sein Bedenken bei den Vertretern der großkapitalistischen Wirtschaftspolitik auf Verständnis stößt. Herr Erzberger hat sich für den Antrag auf den Regenten von Braunschweig berufen. Meinem Geschmack würde daS nicht gerade entsprechen. Vor allem auch deshalb, weil der Herzog Albrecht, als er in die Kommission einttat, kein Verständnis für ihre Aufgaben hatte; die Kommission sollte schwierige Verhälmisi« untersuchen und auf Grund ihrer Untersuchung Vorschläge machen. Der Herzog sprang aber der Kommission sofort mit eine« Menü von Vorschlagen ins Gesicht, auf die sie nicht einging, und dann hat er sich an ihren Verhand- lungen nicht mehr beteiligt, jedenfalls, weil die schwierigen Geschäfte eines Prinzregcnten von Mecklenburg und Braunschweig seine Zeit vollständig in Anspruch nahmen.(Heiterkeit.) Aber sein Geist ist bei den Verhandlungen geblieben, denn das Resultat und die Vor- schlage der Kommisfion tragen auch seine Unterschrift. Wenn der Reichstag in die Beratung dieser Vorschläge ein- getreten wäre, so hätten die Herren prinzipielle Ein- wände gegen den Antrag Erzberger nicht vorgebracht. Denn im Prinzip sind diese Vorschläge einstimmig angenommen und von Mitgliedern aller Parteien unterzeichnet worden. Ein inter- essanteS Gegenstück zu dem Nichtverstehen der Aufgaben der Kom« Mission seitens deS Herzogs Albrecht bildete übrigens der Staats- sekretär Dernburg, der 2'/, Jahre den Borsitz in ihr führte und in ihr mindestens dreimal soviel geredet hat alS Herr Erzberger.(Heiterkeit.) Er sprach ihe am letzten Tage ihres Bestehens die BefttgniS ab, überhaupt Vorschläge zu machen. DaS geht noch über den Herzog Albrecht hinaus, der nur am ersten Tage nicht wutzte, waS sie zu tun bat.(Heiterkeit.) Zugleich ist«S ein Beispiel für da» Maß von Gewissenhaftigkeit, mit der Herr Dernburg an seine politischen Aufgaben herangeht. Die Kommission hatte u. a. eine Wertzuwachssteuer vorgeschlagen, welche die Verwaltung für die Gemeinden in Aussicht genommen hat. Ueberhaupt bewegen fich alle ihre Vorschläge in der Richtung der Anträge Erzberger-Lattmann. von den Unter« schriften, die diesen Anttägen zustimmten, nenne ich nur die Namen Dave, Kopsch, Kreth, Hieber, Semler, v. Nicht- hosen. Es ist sehr bedauerlich, datz diese Ergebnisse der Kom- Mission hier nicht zur Verhandlung gestellt sind. DaS wäre möglich gewesen, wenn nicht die Geschäftsführung darauf hinausginge, alles zusammen zu drängen, damit der Reichstag nur möglichst kurze Zeit sitzt, sodatz die Abgeordneten überhaupt keine Lust mehr haben etwas anderes zur Hand zu nehmen, alS das, waS absolut not- wendig zu erledigen ist. Diese Methode kommt auf eine Lahmlegung der parlamentarischen Tätigkeit hinaus und der Reichstag muh ernstlich darauf Bedacht nehmen, die Ge- schäste nicht in dieser furchtbar abhetzenden Art zu erledigen.(Leb- Haftes Sehr richtig! bei de» Sozialdemokraten.) Der wesentliche Unterschied zwischen unserem Antrag und dem Antrag Lattmann-Erzberger ist, datz dieser letztere eine Vermögenssteuer vorsieht, mittels deren innerhalb sechs Jahren 36 Millionen, also ein Zehntel der wirllichen Kosteu aufgebracht werden sollen, während wir prinzipiell die Ueberwälzung derKrtegskosten auf die Kolonie Südwestafrika verlangen, und zweiten? die Ver» z i n s u n g und Amortisation dieser Summe durch'eine Wert» zuwachssteuer aufbringen wollen. Bei der Forderung�erjprinzipielleit Ueberwälzung der Kriegskosten auf die Kolonie haben wir geglaubt, die Unterstützung der F r e i s i n n i g« n zu haben, die ja dasselbe schon früher in einer Resolution verlangt haben. Wir legen auf diese Ueberwälzung deshalb grotzen Wert, weil wir dadurch zum Ausdruck bringen wollen, datz die Verhältnisse in Südwest» afrika sich so gestaltet haben, datz eine kleine Zahl von Interessenten einzig und allein Vorteil aus der deutschen Okkupation ziehen und deshalb möglichst hoch zu den Kosten herangezogen werden müssen. Der Staatssekretär hat emgewendet, das sei eure Kon» siSkation, und hat speziell von dem Antrag Erzberger gesagt, er ist ja noch schlimmer als das, was die Sozialdemokraten wollen. AIS Herr Wiemer das zitierte, sagte ich, wir geben unS nicht mit solchen Kleinigkeiten ab. Wenn wir einmal an den Gedanken der Konfiskation herantreten, werden wir selbst- verständlich das Gesamte nehmen.(Heilerkeit.) DaS sollte den Versuch des Herrn Dernburg zurückweisen, mit diesem in Philisterkreisen auherordentlich beliebten Argument zu operieren. Wenn aus bürgerlichen Kreisen ein sozialpolitischer Vorschlag kommt, so sagt man. um ihn zu diskreditiereii, der Mann ist ja fast ein Sozialdeinotrat. Mancher benutzt auch den Komparativ und sagt, er ist ein Sozialdemokrat.(Heiterkeit.) Der Herr Staatssekretär aber benutzt den Superlativ und sagt: der Kerl ist noch schlimmer wie ein Sozialdemokrat.(Heiterkeit.) Auf die Psycho- logie der Philisterseele ist diese? Argument berechnet und deshalb habe ich den Einwurf gemacht. So lange die kapitalistische Wirt- schaftSordnung besteht, haben wir immer nur solche Anträge auf wirtschaftlichem Gebiete eingebracht, die innerhalb dieier WirtschaftS- »rdnuilg realisierbar find; von diesem Gesichtspunkt sind wir auch bei unserem vorliegenden Antrage ausgegangen. Von einer Kon- fiskation kann also gar keine Rede sein, daS könnte man bei jeder Steuer sagen.(Sehr wahr! bei den Sozialdemokraten.) Nun zu dem Unterschied in den Anträgen. Wir halten eine Ver- mögenssteuer in diesem Falle nicht für zweckmäßig, weil sie nicht da» trifft, was doch Herr Erzberger treffen will, näm- lich den unverdienten Wertzuwachs. der den kapitalistischen Gesellschaften und Unternehmungen infolge der Okkupation zugeflossen ist. Die Vermögenssteuer würde die gegenwärtigen Inhaber treffen. zum Teil find das andere Personen und andere Steuerobjekte. während wir nur diejenigen Leute treffen wollen, die infolge der deutschen Okkupation den ungeheuren Wertzuwachs erhalten habe». Wir haben den Antrag absichtlich so formuliert, datz eS späterer Vereinbarung zwischen der Regierung und dem Reichstage vorbehalten bleibt, in welcher Weise die Wertzuwachs st euer gestaltet werden soll, und ebenso soll die Frage der Verzinsung und Amortisierung späterer Vereinbarung vorbehalten bleiben. Nur im Prinzip wollen wir die Anerkennung der Kriegskosten als einer schivebenden Schuld des südwestafrika- nischen Schutzgebietes, lieber die Verzinsung läßt sich reden. Wir haben nichts dagegen, wenn sie ganz minimal festgesetzt wird. Sollte übrigens die Wertzuwachssteuer nicht ausreichen zur Verzinsung und Amortisation, so könnten auch noch andere Ein- nahinen herangezogen werden. Das alles bleibt der späteren Ver- einbarung überlassen. Herr Dernburg meinte, eS sei überhaupt unzulässig, der Kolonie diese Kosten aufzubürden. Er sagte, die Kolonien seien ein Bestandteil des Reiches, und Kriegskosten könnten einer Kolonie sowenig aufgelegt werden, wie einem Einzelstaat oder einer Provinz. Aber der springende Unterschied ist doch, datz die Einzelstaaten und Provinzen an den Lasten und Steuern des Reiches teilnehmen. wZhr«nddieKo!onien!e?nenRnteildaranhaven. Sie sind staatsrechtlich Organismen, die durch das Deutsche Reich beherrscht werden, also eine Dependenz des Reiches sind, und die später möglicherweise einmal selbständige Staaten werden können. Auch aus diesem Grunde ist die Anerkennung der Kriegskosten als einer Schuld der Kolonien wichtig. Weshalb sollen denn die Profit- interessenten in Südwestafrika nicht herangezogen werden? Einer der Herren auS den anderen Parteien führte da einen merkwürdigen Grund an. Er sagte, als ich in Ostafrika war, lernte ich einen Mann kennen der nur ei» Maultier besaß, und nach drei Jahren bereits eine Plantage, die er nicht für 100 VW) M. verkaufen wollte. Das ist ja gerade ein Argument für die Heranziehung dieser Leute.(Lebhafte Zustimmung bei den Sozialdemokraten.) Vor der Okkupation war das Land in den Händen einer Anzahl ein- geborener Stämme, die nach ihrer Art selbständig auf diesem Boden ihre Nahrung erwarben. Nachdem die deutschen spcku- lierendeu Kulturträger ins Land gedrungen sind, nachdem das Deutsche Reich mit seinen Machtmitteln das Kulturwert vrkiVndst hat, ist der tüchtigste Stamm, die Hereros, bis aus ein Viertel aus- gerottet und vertrieben. Die Hottentotten sind auf die Hälfte reduziert, den aufständischen Stämmen ist das Land genommen, sie sind besitzlos, Willem- und wehrlose Ausbeutungsobjekte für die intrr- nationalen Lvapitalisten,— denn darüber darf man sich keiner Täuschung hängeben, dah mindestens soviel ausländisches Kapital wie deutsches dort interessiert ist. DaS kann man nicht hindern, man kann das Land nicht, wie manche kolonialen Kreise gern möchden, �um bloßen Ausbeutungsobjekt für deutsche Kapitalisten machen. Das erlauben die inter- nationalen Beziehungen nicht.(Sehr richtig! bei den Sozialdemo- kraten.) Also wir haben dort ein großes Land, das tatsächlich den Eingeborenen abgenommen ist, die Eingeborenen find zu wehr- losen und willenlosen Proletariern gemacht, worin ia Herr Dern. bürg eine Hauptaufgabe der Verwaltung den Eingeborenen gegen- über sieht. Ich erinnere nur an das Verbot für die Eingeborenen, Großvieh zu besitzen. Und die Kosten für diese Volksruinierung trägt der deutsche Steuerzahler; mindestens 2000 Menschenleben und Hunderte von Millionen hat diese Politik dem deutschen Volke gekostet. Niemals kann es sich darum handeln, daß Südwest- afrika ein Siedclungsgebiet werden könnte, wie gewisse englische Kolonien, etwa Australien oder Kanada. Es ist lediglich ein kapitalistisches AnSbeutungsobjekt, für das daS Reich die Kosten ausschließlich tragen soll. DaS ist ein unhaltbarer Zustand, den nicht nur wir Sozialdemokraten der- antworten können, sondern, den der ganz« Reichstag nicht verantworten kann.(Lebhaftes Sehr richtigl bei den Sozialdemokraten.) Um nun wenigstens etwas diesen unheil- vollen Verhältnissen entgegen zu arbeiten, haben wir unseren Vorschlag gemacht, der durchführbar und praktisch ist, den im Prinzip die Landkommisston anerkannt hat und an dessen Verwirk- lichung in den südwestafrikanischen Gemeinden die Verwaltung herangegangen ist. Ein freisinniges Mitglied der Kom- Mission sagte, für eine WertzuwachSstcuer sei cS jetzt zu spät. Die Diamantenspekulanten könne man nicht mehr fassen. Herr D r ö s ch e r sagte dagegen gestern, er könne die Einführung der Wertzuwcrchssteuer nicht gut heißen, weiles zu früh sei, die Verhältnisse sollten erst ausreifen. Zwischen beiden An- schauungen hält der sozialdemokratische Antrag den goldenen Mittelweg.(Heiterkeit.) Mit Recht golden, weil er den deutschen Steuerzahlern Gold einbringen soll, und deswegen können Sie von rechts und lrnks und aus der Mitte den Vorschlag einmütig an- nehmen.(Bvavol bei den Sozialdemokraten.) Nun wenidet sich der Staatssekretär noch mit einem anderen Einwand gegen den Antrag. Er sagt, er greife in das kaiserliche VcmdnungSrecht ein. Diese Begeisterung des Herrn Dernburg (für das kaiserliche Verordnungsrecht macht die liberalen Freunde des Staatssekretärs überraschend. Uns überrascht sie nicht. Wir wnssen längst, daß Herr Dernburg der ausgepichteste aller Bureaukrateu ist. (Große Heiterbeit.) Die Liberalen aber haben Herrn Dernburg zugejubait, weil er aus Börsenkreisen kam.(Widerspruch des Abg. H a u ß m a n n.) Nun, Kollege Hautzmann, Sie mögen ja nicht so gejubelt haben, Ihre Freunde aber um so mehr.(Heiter- keit und Sehr gut! bei den Sozialdemokraten.) Mich erinnert der liberale Jubel an die Aeußerung eines mir bekannten Armeniers, daß P e r s i e n der demokratischste Staat sei, weil dort der Schah seinen Pfeifenträger oder Stiefelputzer zum Großvezier machen könne. (Stürmische, minutenlange Heiterkeit im ganzen Hause.) Herr Dernburg ist doch weder vom Reichstag noch von der Börse noch von irgendeiner Volksversammlung in sein Amt berufen worden. sondern durch das hohe Belieben S. M. �Grohe Heitev- keit.) Gewisse demokratische Allüren, zum Beispiel eme gewisse ungezwungene AuSdrucksweise(große Heiterkeit), hat Herr Dern- bürg ja beibehalten. Sonst aber hat er sich trefflich in das höfische Milieu eingelebt, und ich weiß wahrhaftig nicht, warum er anders 'behandelt werden soll, als die andere« Teilhaber der Firma Bethmann«. Co. (Große Heiterkeit.) Herr Dernburg hat gestern unseren Antrag als unzulässig bezeichnet, weil er staatsrechtliche und finanzielle Materien verbindet. Der Staatssekretär scheint nichts zu wissen von den Vorgängen in England, von der Verknüpfung der Budget- mit der Vetofrage, er scheint nie gehört zu haben von dem schönen Wort:„Kein Kanitz, keine Kähne", und von der Lex T r i m b o r n scheint er auch nichts vernommen zu haben. Es ist doch sehr blamabel für die Regierung, daß eins ihrer Mitglieder eine derartige Unkenntnis der parlamentarischen und konstitutiv- nellen Rechte und Gebräuche besitzt, aber trotz dieser Unkenntnis hierherkommt und mit gespreizter Selbstgefälligkeit uns Vorlesungen hält.(Glocke deö Präsidenten...) Vizepräsident Erbprinz zu Hohenlohe: Gespreizte Selb st- gefälligkeit in Anwendung auf einen Staatssekretär ist ein parlamentarisch unzulässiger Ausdruck. Abg. Ledcbour: Vielleicht hat der Herr Präsident die Güte und nennt mir«inen besseren Ausdruck.(Stürmische Heiterkeit.) Vizepräsident Hohenlohe: Es ist doch schließlich nicht meine Aufgabe, Ihnen bessere Ausdrücke zu nennen.(Stürmische Heiterkeit.) Abg. Ledeionr: DaS habe ich auch nicht erwartet.(Er- neute große Heiterkeit.) Im Fall der Ablehnung unseres Antrages werden wir für den Antrag Lattmann stimmen. Wir erkennen gern an, daß sich mehrere bürgerliche Mitglieder der Budgetkommisfion sehr um Aufhellung der Sachlage und um Formulierung geeigneter Resolutionen bemüht haben.(Abg. Kreth: Gott wie gnädig!) Ach, wir erkennen gern das gute an, das von anderer Seite geschieht. (Sehr wahr I bei de» Sozialdemokraten.) Wir haben auch stet« die Ber- Lenste de« Staatssekretärs Dernburg anerkannt, trotz unserer prinzipiell ablehnenden Haltung gegen ihn. WaS uns in erster Linie von dem Staatssekretär ttennt, das ist seine großkapitalistische Kolonialpolitik. Um Mißdeutungen zu vermeiden, will ich auS- drücklich erklären, daß wir ihm selbstverständlich nicht vor- werfen, daß er etwa persönlich an einer solchen Politik interessiert sei. Seine Politik ist in dem Sinne großkapitalistisch, daß sie die kapitalistische Ausbeutung der Kolonien und ihrer farbigen Bevölkerung fördert und zu diesem Zwecke auch eingestandenermaßen dir Proletarificrung und Berelendung der Eingeborenen herbeiführt. Der Kampf zwischen den großen und kleinen weißen Kapitalisten ist im Grunde nichts als ein Kampf um dir Beute.(Sehr wahrl bei den Sozialdemokraten.) Mr wünschen, daß die Regierung in dem Kampfe möglichst neutral sich verhält. Urbrigcns werden die kleinen Hechte auch«hne Regierungshilfe vi« den große» Haie» ge- fressen werden.(Sehr wahr! bei den Sozialdemokraten.) Mr miß- billigen aus dus entschiedenste die versteckten, eines großzügigen Staatsmannes wirklich unwürdigen Drohungen, die Dernburg gestern gegen die Lüderitzbuchter ausstieß, obwohl wir selbstredend mit diesen Leuten nichts zu schaffeu haben. Der Reichstag hat m einer Resolution beschlossen, die Sin- geborenen mit Land und Vieh auszustatten. Nach anderthalb Jahren hat endlich der Bundesrat dazu Stellung genonimen und hat die Resolution abgelehnt. Zu Ehren des Bundesrats ist anzu- nehmen, daß er über die Verhältnisse nicht informiert war und sich auf die Darstellungen Dernburgs verlassen hat. Der Staatssekretär machte sich seine Ablehnung recht leicht. Er sagte, man könne von ihm keine besondere Liebe für die Resolution erwarten, da er doch auch recht wenig liebevoll im Reichstag behandelt werde. Nun, wir unsererseits verlangen von der Regierung wahrhaftig keine liebevolle Behandlung.(Heiterkeit.) Aber mit solchen Witzen soll man doch nicht über eine ernsthafte Angelegenheit wegzukommen suchen, wo es sich nm die Ehrenpflicht des Reiches gegen«ine unterdrückte und zertretene Bevölkerung handelt.(Lebhaftes Sehr richtigl bei den Sozialdemokraten.) Der Reichstag mutz darauf bestehen, daß seine Ansichten hinsichtlich der Eingeborenen ausgeführt werden, und darf sich eine derartige Verhöhnung nicht gefallen lassen.(Vizepräsident Erbprinz Hohenlohe saßt nach der Glocke, wirft Hilfe- suchende Blicke auf die Schriftführer, beratschlagt ein paar Minuten mit dem Schriftführer H e ck s ch e r und zieht seine Finger von der Glocke wieder zurück.) Wir bitten um Annahme unseres Antrags und werden, wie gesagt, im Falle seiner Ablehnung dem Anttag Lattmann zustimmen. Die deutschen Steuerzahler haben ein Recht, zu fordern, daß die Interessenten und Spekulanten zu den Kosten herangezogen werden.(Lebhaftes Bravo I bei den Sozialdemokraten.) Abg. Lattmann(Wirtsch. Vg.) bittet dringend um Annahme seines Anttages. Die Konservativen, das Zentrum, die Wirtschaftliche Vereinigung und die Sozialdemo» kraten find sich einig über den Grundgedanken der Heranziehung der Interessenten zu den Kosten. Redner polemifiert erregt gegen die Darstellung der liberalen Presse. als ob er aus a n t i f e m i- tischen Motiven gegen Dernburg Stellung genommen habe, und weist darauf hin. daß er in vielen Fällen den Staatssekretär rückhaltlos unterstützt habe. Bedauerlich sei die Stellungnahme der liberalen Parteien, namentlich auch der national- liberalen Partei, in dieser Frage. Die südwestaftikanischen Kapitalisten müßten sich schämen, sich der Zu- ziehung zu den Kosten entziehen zu wollen. Gegen den Antrag der Sozialdemokraten werden wir stimmen, obwohl wir den im Antrage enthaltenen Ge- danken der Wertzuwachssteuer prinzipiell akzeptieren; desgleichen lehnen wir den Freisinns anttag ab.— Man spricht von der „Enteignung" der Gesellschaft. Man enteignet doch in der Ostmark — meiner Meinung nach mit Recht— warum soll man da nicht in Südwestafrika enteignen, wenn das Gemeinwohl es erfordert?— Der Parteien, die nicht auf dem Boden des wirt- schastlichen Liberalismus stehen, beginnt sich ein gewisses Miß- trauen gegen dir Kolonialpolitik des Staatssekretärs zu bemächtigen. (Hört l hört!) Wir verlangen ein« nationale Kolonialpolitik. Eine solche hat zu beruhen auf dem guten Verhältnis zu den Weißen. Der Staatssekretär hat hier schwere Fehler begangen. Nur die Kolonialpolitik kann florieren, die getragen wird von dem Wer- trauen der Nation.(Lebhafter anhaltender Beifall rechts und im Zentrum.) Abg. Werner(Ant.) schließt sich den Ausführungen des Vorredners an und bedauert das Scheiden SchuckmannS.(Bravo I rechts.) Abg. Erzberger(Z.): Möge der Antrag Lattmann angenommen werden oder nicht, ich bin mit dem Verlauf der Debatte zufrieden, denn der Grundgedanke deS AnttageS— das hat die Debatte ge- zeigt— wird sich Bahn brechen. Dem gegenüber kommen die kleinen Bemängelungen des Staatssekretärs nicht in Betracht, auch wenn er sie in reklamehafter Uebertreibung vorgebracht hat. Vizepräsident Erbprinz zu Hohenlohe rügt diesen Ausdruck. Abg. Erzberger(fortfahrend): Nim, der Staatssekretär sagte doch, ich hätte den Ausdruck Bureaukratie 8 X 00 mal gebraucht(Staats- ekretär Dernburg: Das ist ja ein biblischer Ausdruck.) 7X70, a das steht in der Bibel; aber der Staatssekretär hat a mildernde Umstände, wenn er in der Bibel nicht o bewandert ist.(Große Heiterkeit.) Der Redner polemisiert gegen die gesttigen Ausführungen des Abg. Semler und des Staats- fekretärS. Redner geht dann auf die Frag« der Hoheitsrechte der Gesellschaften, die er nicht enteignet, sondern abgelöst wissen will, und ricktet über den Bergrezeß folgend« vier Fragen an den Staatssekretär, um deren Prüfung durch da» Reichsjustizamt er bittet: 1. Hat die Kolonialgesellschast auf alle BerghoheitS- rechte verzichtet? 2. Kann der Fisku» in diesem Gebiet der Kolonialgesellschast Bergbau auf eigene Rechnung treiben? Z. Kann der FiSkuS für sich sperren und dauernde» Ab- baurecht erhalten? 4. Kann der Fiskus im Gebiet der Kolonialgesellschast G e« bühren für sich erheben? Gegen den neuen Vertrag mit der Kolonialgesellschast erhebt der Redner vor allem den Vorwurf, daß von neuem der Gesellschaft ein Privileg erteilt wird. Der Redner geht dann auf die Rechtsgrundlagen der Deutschen Kolonialgesellschaft als RechtSnachfolgerm von Lüderitz ein; die ganze Grundlage besteht in dem Schuld- brief einer Gemeinde, ausgestellt von dem Kapitän der roten Nation Manasse(Heiterkeit.) über 40/z Uhr. beim Genossen Statzlberg, Berliner Str. 124. Frauenversammlung. Berriu für Frauen und Mädchen der ArbcttcrUaffe. Mittwoch, den 4. Mai, Z'/i Uhr, Kommandantenstr. 72: Vortrag. Herr Dr. Heuß: »Ferdinand Freiligrath'. Amtlicher Marktbericht der städtischen Marktballen-Dtteklion über den Großbandel in den Zenttal-Marktballen. Marktlage: Fleisch! Zusubr schwach, GelchSst still, Preis« unverändert. Wild: Z isubr ohne Bedeutung, Geschäft ruhig, Preise sest. Geflügel: Zususr reichlich, Geichäst rege, Preise hoch. Fische: Zusuhr etwas reichücher, Geichäft lebhast, Preise teilweise hoch. Butter und Käs«: Geschäft ruhig, Preise unverändert. Gemüse, Obst und Südfrüchtet Zujuhr genügend, GelchSst ziemlich lebhast, Preise besttedigend. > Vom 8. bis 14. Mai 1910 werde ich in 185/ 16* Berlin, Hotel Quoos, Dorotheenstr. 30 anwesend sein, um künstliche Augen direkt nach der Natur für Patienten anzufertigen und einzupassen. F. Ad. Müller. Augen künstler aus Wiesbaden. Reise zurüd Markgrafen- Sälen bes Melle gurd 34, Markgrafen- Damm 34. An der Stralauer Allee. Jeden Sonntag: Großer Ball. Im Restaurant täglich musikalische Unterhaltung. Vorzügliche Küche, ff. Biere u. Weine, Billard u. Kegelbahn Alhambra Wallner Theaterftraße 15. Jeden Sonntag: Großer Ball Großes Orchester. Anjang Sonntags A. Zameitat. 5 Uhr. En gros detail Knaben- and Jünglings- Garderobe fertig u. nach Maß am billigsten und reellsten in der Fabrik Koppenstr. 85, part., 2 Minuten v. Schles. Bahnhof. Karl Hustädt. Wachet auf! Worte eines Freundes der Natur heilmethode von Dr. med. Adolf Schlesinger, pratt. Naturarzt und Magnetopath in Berlin. Kranten zum Trost! Gefunden zur Belehrung! Eine wahrhaft populär gehaltene, aus der Praxis geschöpfte 74 Seiten starte Streitschrift, die mit unerbittlicher Schärfe und Logit, belegt durch zahlreiche Beispiele, zu den Streitfragen des Tages:„ Hier Schulmedizin-- hier Naturheilverfahren" Stellung nimmt. Zum Preise von 50 Pf. in jeder Buchhandlung erhältlich oder gegen Ginsenbung von 60 Pf. direkt durch den 212/18 Frauenarzt Dr. Frankenstein, Alexanderplat( 12-1, 5-6). Bad Reinerz Dr. Stern. Die Harnleiden ibre Gefahren, Verhütung und Beseitigung von Dr. med. Schaper, BERLIN- Preis 1 Mark. Stes Causend Verlag Max Richter Frankfurt( Oder) Buschmühl.- Chausse 9/89 Syphilis- Nachwels in allen frisch. u. veraltet. zweifelhaft. Fäll. durch wissenschaftl. Untersuchung. fofort; desgl. Harn( bez. auf Go norrhoe- fäden) u. Sputum- Analysen. Dr. Homeyer& Co., Spezial- Laborat., Friedrichstr. 189, 8m. Stronen- und Mohrenstage), I. 8724. Pers. Studspr. disfr. u. fostenl. Geöffnet bon 8-8 Sonntags von 12-1. J. Baer Badstr.26 Ecke * Prinz.- Allee Herren- und KnabenModen, Berufskleidung. Eleg. Paletots. Großes Stofflager zur Anfertigung n. Maß. Allerbilligste, streng feste Preise. 1000MK. bar Preise( 500, 300, 200M.) für neue praktische und gewlonbringende My Erfindungen Presbedingungen grade and Frank J.Bett co Berlin 181 Kommissionsverlag Otto Water, Elektrische Lichtanlage Akkumulatoren 6. m. 5.., Leipzig 5. Elektro- Technikum Maschinen- Technikum Bauschule Berlin, Neanderstr. 3. Prospekta kostenlos. Kredit 290/ 8* Betriebsfertig Monatl. 10 M. liefere eleg. Herrengarderobe n. Maß( billigste Preise) Schneidermeister, J. Tomporowski, indenſtr. 110. Kasse 10 Proz. Rabatt. + Hygienische Bedarfsartikel. Neuest. Katalog In Empfehl.viel Aerzte u.Prof. grat. u.f H. Unger, Gammiwarenfabrik Berlin NW.. Friedrichstrasse 91/9 Möbel, Schuhwaren Bolsterwaren, Taschenuhren, Gelegenheitstäufe, Tapezier- Werkstatt, Handwagen- Berleihung. Förster, Palisadenstr. 46. Borwärts"-Lesern 5 Prozent. Frack Verleih- Institut: Friedrichst.115/ 1, a.Drabg. " Tor. Eleg. Frad, Gehrod 1,50, ose 1,00, este 50ẞf. für elektrische Kleinbeleuchtung. Kleine Zellen 1.00 M. Taschenlampen, Zünderzellen, elektr.Artik.Liste fr. Alfred Luscher, Dresden, 22/316, u. Zweigfabrik Bodenbach- Böhmen, Bünauburg, 316. Eine Mark wöchentliche Tellzahlung elegant. Herren- und Knaben- Garderobe fertig und nach Mass, feinste Verarbeitung. S. Boltuch, Frankfurter Alleo 75, Eingang Tilsiter Strasse. W. Hermann Müller, Berlin, Magazinstr. 14. Geschnittene Java- Einlage a Bfb. M. 1.15 verzollt., fertig zum Berarbeiten. Geschnittene Brafil- Einlage a fd. M. 1.20 verzollt, gute Qualität. Heinrich Franck Tel.: Amt III 4352. Brunnenstraße 185. 8-7 Uhr geöffnet. Helles Deckblatt Nr. 1505 Banjoemas, Vollblatt, zweite Länge, hell und reinfarbig, feinste Qualität, zart und breitblattig, riesig deckfähig, schneeweißer Brand. 2.60 Mk. Zusendung in Berlin kostenfrei und schnellstens. Besichtigen Sie bitte im eigenen Interesse meine anerkannt große Auswahl. Dr. med. Fackelmanns spezialärztl. Institut für Beinleiden: Gicht, Rheuma, Krampfaderleiden, Plattfuß, Flechten, Moderne Behandlung mit Heißluft, Stauung, Massage, Kompression, ohne Operation und Bettruhe. Aufnahme auswärtiger Patienten. Zimmerstr. 78. 9-12, 3-6, Mittw. u. Sonnt. 9-12. Tel. I. 6023. AeltestesSpecial- Haus für Kinderwagen, Kinderbettstellen zusammenlegbare Fahrstühle. F. Bergmann& Sohn Andreasstr, 53, neben der Markthalle Kleiststrasse 15, an der Nettelbeckstr. Die hohe Schule der Hausfrau Ist die eigene tägliche Erfahrung; durch diese lernt sie, dass Kathreiners Malzkaffee das vorteilhafteste, tägliche Getränk ist.- Denn Kathreiners Malzkaffee ist nicht nur gesund und wohlschmeckend, sondern vor allen Dingen auch billig! Das ist bei unseren teuren Zeiten von grösster Wichtigkeit. 10% von der geleisteten Anzahlung erhalten Sle sofort nach geschehenem Einkauf verglitet, wenn Sie Ihren Bedarf auf Credit bel B. FEDER Brunnen- Strasse! Eingang Weinbergsweg Frankfurter Allee 89 Kottbuser Damm 103 Eake Möglinerstrasse an der Kottbuser Brücke decken; trotz verschledentlicher Anprelsungen seitens anderer Firmen ist niemand imstande noch willene. Ihnen gleiche Vorteile bieten zu können. In grösster Auswahl Garderobe far Herren, Damen u. Kinder Damenhute, Schuhwaren Möbel und Polsterwaren Kleinste Anzahlung, ev. gar keine Anzahlung Achten Sie nur auf B.FEDER Stoff- Reste ALLES AUF CREDIT ausreichend für komplette Herren- Anzüge, Hosen, Paletots, DamenKostüme, Kleider, Röcke, Loden- Pelerinen etc, die sich bei uns in Massen anhäufen, verkaufen wir bedeutend unter Preis! Meter Mk. 1., 2., 3., 4., 5.-. Koch& Seeland Tuchfabrik- Lager Gesellschaft m. b. H. Roßstraße 2. Sonntags geöffnet. Brühls Kraftbrüh- Würfel Marke Ochsenkopf vorzügliche Pfg. 5084L* 5Pfg Bouillon Charlottenburg. S. Hoffmann, guten Wilmersdorfer Straße 12 Ecke Schulstraße empfiehlt sein reichhaltiges Lager von selbstangefertigten Sommer- Anzügen and Paletots für Herren und Knaben zu sehr soliden Preisen. Maß- Anzüge aus den modernsten Stoffen von 45,- M. an in eigener Betriebswerkstätte. Bildschön macht ein zartes, reines Gesicht, rosiges jugendfrisches Ausfehen, weiße fammetweiche Haut und blendend schöner Teint. Alles dies erzeugt die allein echte Steckenpferd Lilienmilch- Seife bon Bergmann& Co., Radebeul. à St. 50 Pfg. Überall zu haben. Möbel llefert auf bequeme Teilzahlung bei kleinster Anzahlung in bekannter Güte ( mit größter Rücksicht bei Krankheit und Arbeitslosigkeit) Cohn, Gr. Frankfurterstr. 58. Ein guter Rat: Nehmt nur 99 Ozonit" ( Prof. Giessler's Patent) das moderne Waschmittel Es macht die Wäsche blendend welss! Ges. gasch. Keine Branntweinsteuer kostet die Selbstbereitung von Haustrunk nach meinem Verfahren. Selbstkosten pro Ltr. 9 Pf. Bierbereitung im Haushalt nach meinem Verfahren gesetzlich erlaubt. Enorme Steuerersparnis! Selbstkosten pro Flasche 1, Pf. Nach Urteil des Obersten Bayrischen Landesgerichts wirkliches Bier. Unübertroffener Wohlgeschmack. Bereitung mühelos, kinderleicht. Ohne Vorkenntnisse, ohne Brauanlage. Begeisterte, lobende Anerkennungen! Alkoholfrele Liköre, Limonaden, Brausen durch Selbstbereitung in vollendetster Qualität. Herrlichster Wohlgeschmack. Zu allen obigen Getränken finden Sie viel tausendfach bewährte praktische Anleitungen in meinem reichillustrierten Rezeptbuche, 14. Aufl., welches ich an Interessenten kostenlos versende. Max Noa, Berlin, Elsasser Straße No. 5 drittes Haus vom Rosenthaler Tor und Nieder- Schönhausen, Treskowstraße 5. Herren-, Damen- und Kinderwäsche reell und billig! Damenwäsche kauft man am besten direkt in der Spezialfabrik Möbel L. Becker, Berlin NO., Gr. Frankfurter Str. 110 I. Etage. Vorteilhaft kaufen Sie Möbel ganze Wohnungs- Einrichtungen sowie einzelne Möbelstücke auch auf Kredit zu billigsten Preisen. Zurückgesetzte Möbel stets am Lager. Möbelkaufhaus Weinmeisterstr. 1, I. เอ qoy Ecke Rosenthaler Straße. II. Geschäft: Große Frankfurter Straße 104, I. am Strausberger Platz. Möbel Reinigt Euer Blut im Frühjahre! Die meisten Krankheiten haben ihren Ursprung im unreinen Blute, deshalb reinige man sein Blut mit Reichel's Wacholder Extrakt..Medico" das vollkommenfte und wirksamste Blutreinigungsmittel zur Auffrischung des Blutes und der Säfte. Er wirkt, die Natur unterstügend und den Stoffwechsel mächtig anregend, nach allen Richtungen hin und auf alle Teile des Körpers in milder, nur wohltätiger Weise ein und ist gleichsam ein Filter für den ganzen inneren Menschen. Niemals, lose, garantiert echt und unverfälscht nur in Flaschen mit Marte ,, Medico" à M. 0,75, 1,50 und 2,50. In den meisten Drogerien erhältlich, wo nicht, direkt zu beziehen durch Berlin 43, F- Anschlüsse Otto Reichel, Genbahnstr. 4. IV 4751, 4752, 4753. Man verlange aber ausbrüdlich Marte Medico" und nehme feinesfalls andere Füllungen. A.WERTHEIMO G. m. b. H. LEIPZIGER STR ROSENTHALER STRASSE Versand- Abteilung Berlin W. 66. Frühjahrs- Preisliste kostenlos. ORANIEN- STRASSE 20 Extra- Preise Montag und Dienstag : 16A SOMMER- KLEIDERSTOFFE für leichte Reinwoll. Voile klier, Gewebe, free. 1.80| Wollbatist reine Wolle, ca. 110 cm breit... ca. 110 cm br., Mtr. Seiden- Foulard kleine Muster...... .Mtr. 1.25 1.25 Peau de soie bedruckte Lyoner Kleiderseide Mtr. 1.90 Lyoner Seiden- Foulard et Mr. 4.50 Honan hellfarbige Bastseide.. Mtr. 1.90 Ein grosser Posten ca. 110 cm in modernen Kleiderfarben Mtr. 1.65 Mtr. 65 PL. Mtr. Engl. Krepon Engl. Batist- Krepon gestreift, neue Farben, 55 PL Voile- Chiffon elegantes Blumenmuster.. Mtr. 95 Pt. Schweiz. Stickerei- Stoffe Mr. 1.90, 2.60 Elsasser Wollmusselin Halbfertige nur neue Dessins, beste Fabrikate, früherer Preis bis 1.40. Abgepasste Mtr. 7590 75 and 90 Pl. Batist- Stickerei- Roben 12.50, 16.00 Batist- Blusen mit Schweizer Stickerel 2.40, 2.80 Ungarnierte DAMEN- HÜTE In neuesten Rembrandt- und Bretonneformen, elfenbein-, champagne, bisquit, chantungfarbig Mod. breites Geflecht 2.25 aus breiten modernen Geflechten, hohe Form, mit glattem Rand. Toques 3.25 Feines Bastgeflecht.. 3.45 Sammetband ca. 10 cm breit, in modernen Farben... WaschlederMtr. 68 Pl. • DAMEN- HÜTE aus Hohes Toque Sammetblende u. Kirschen 8.50 Rundhut mit Seidenmohn und Sammetband. 9.50 Rundhut Phantasiegeflecht, mit BlumenBlumen- 10.75 montüre und Sammetband... Rundhut mit Malblumen und Sammetband. 11.75 Rembrandtform mit Flieder u. Rosen 12.75 Rembrandtform Sammetband 14.75 Bast- Rundhut and Feldblumen- Ranke 16.50 mit Flieder und Sammetband. SCHLEIER Chiffon Kristalline Chiffon breit, ca. 225 cm lang Kristalline mit Hohlsaum, u. gestreift. Bordüre 1.35 ca. 48 cm breit, ca. 220 cm lang mit Hohlsaum. ea. 45 em breit, 190 cm lang. mit gewebter Bordüre, ca. 57 em $ 1.30 2.40 14.25 mit Hohlsaum und Bordüre ca. 100 cm br., ca. 230 cm lg. HUTBLUMEN 3 teilig. . Rosen- Piketts leder 40 PE Grosse Rosen- Piketts 75P ..75 3 Rosen mit Laub Viktoria- Rose grosse flache Rose 45 PL DAMEN- HANDSCHUHE dotanisl m. m. Flasdeells H Glacé- Handschuhe Druckverschlum 1.35, 1.65| Lange schwedische Knöpfe... 1.35 Handschuhe 95 Schwed. Handschuhe farbig. 3 Kabyle mit 3 Knöpfen. Blusenhemd weiss Mull aus Stickereistoff, mit Spitzenpasse, halsfrei P Pf. Stickerei- 4.50 Blusenhemd weiss Mull, aus Stickereistoff, mit Spitze, Pierrot- Kragen Blusen hemd 5.50 weiss Mull, mit 3 mal. 6.75 Stickerei- Einsatz und Spitzen Waschleder- Handschuhe elb. gran, Handschuhe 1.90 braun, weiss. 1.55 Form Mousquetaire, 8 u. 10 Kn. Ig. BLUSENHEMDEN Ein Posten: Weisse Mull- Blusenhemden mit Stckend oder Spitzen. 2.45, 2.95, 3.75 Stickerei verschiedene Ausführungen Blusenhemd weiss Mull mit StickEinsatz und Spitzen Blusenhemd . weiss Mull, mit Stick.Einsatz. Spachtelmotiv und Spitzen 8.25 9.75 Zephir- Blusenhemd 2.50, 3.50 farbig gestreift, mit Falten.. Ein grosser Posten Wäsche- Stickereien ausserordentlich preiswert. Berantwortlicher Redakteur Richard Barth, Berlin. Für den Inseratenteil verantw.: Th. Glode, Berlin. Drud u. Berlag: Borwärts Buchdruderei u. Berlagsanstalt Baul Singer& Co., Berlin SW Nr. 101. 27. Jahrgang. 2. KeilM i>ts Janiiärls" fcfliiier Seibliiiitt. Louukag. 1. Illni 1910. Hbcfeordtietcnbaus. 62, Sitzung. Sonnabend, den 30. April, vor» mittags 11 Uhr. Am Ministertisch: v. Trott zu Solz. Die zweite Lesung des. Kultusetats vv» delm«apltel„Medizinalwesen" fortgesetzt. Abg. Hirsch(Soz.): Den Wünschen, die Herr L ü d i ck e gestern in bezug auf die Krüppelfürsorge ausgesprochen hat, können wir uns nur anschließen. Eine ganze Reihe von Gemeinden und auch anderer deutscher Bundesstaaten unterstützen die Krüppelheime durch finanzielle Beihilfe. Diesem Beispiel sollte der preußische Staat folgen. Herr v. d. Osten hat dann wieder über die N a h r u n g s- nijittelkontrolle Klage geführt. Wir stimmen mit dem Herrn Minister dahin übercin, daß die Nahrungsmittelkontrolle für die Gemeinden keine Einnahmequelle bilden soll. Anderer- feits dürfen aber auch die Nahrungsmittel-Untersuchungsämter nicht auf gewisse Interessentenkreise, vor allem agrarische. Rücksicht nehmen; es darf bei der Kontrolle nur das Interesse der Bevölkerung ausschlaggebend fein. Herr v. d. Osten hat die tiefe Weisheit ausgesprochen, daß der eine die Lasten bestimmt, die der andere zu tragen hat. Es ist allerdings in Preußen immer so gewesen, daß die herrschenden Klassen die Lasten bestimmen, während die anderen, die die Lasten �zu tragen haben, nichts zu sagen haben. Was Herr v. d. Osten über die fortwährende Be- lastung der bemittelten Schichten durch die preußische Gesetzgebung gesagt hat, trifft in keiner Weise zu. Ich komme noch auf diese iyrage ausführlich bei anderer Gelegenheit zurück- Davon aber, daß die sozialdemokratische Partei den Arbeitern Lasten auferlegt, wie Herr v. d. Osten wieder einmal behauptete, kann keine Rede sein. Was die Arbeiter für die sozialdemokratische Partei bei- steuern, das tun sie aus freien Stücken.(Lachen rechts. Sehr rich- tig! bei den Sozialdemokraten.) Und wir sind stolz darauf, daß ein solcher Opfermut innerhalb der Arbeiterschaft besteht.(Sebr richtig! bei den Sozialdemokraten.) Sollte Herr v. d. Osten die Gewerkschaften gemeint haben, so vergißt er, daß gerade die Gewerkschaften durch die Mittel, die ihnen ihre Mitglieder zur Verfügung stellen, dem Staat eine erhebliche Menge von Auf- gaben abnehmen.(Sehr ivahr! bei den Sozialdemokraten.) Ich erinnere nur an die Arbeitslosenunterstützung, die Kranken- und Sterbeunter st ützung. Da der Staat in dieser Richtung seine Pflicht nicht erfüllt, nehmen ihm die Ge- werkschaften diese Aufgabe ab, und sie verrichten damit ein gut Stück Kulturarbeit.(Sehr wahr! bei den Sozialdemokraten.) Wir haben im vorigen Jahre dargelegt, daß wir ein besonderes Medizinalministerium angesichts der hohen Bedeutung der Gesundheitspflege für erfor- Verl ich halten. Wir müssen unS nun damit abfinden, daß die Medizinalabteilung dem Ministerium des Innern angegliedert werden soll. Die Hauptsache ist, daß an der Spitze eine tüchtige geeignete Persönlichkeit steht, am besten ein Mediziner, der auf dem Gebiete der Sozialhygiene Erfahrung hat.(Sehr rich- tig! bei den Sozialdemokraten.) Die Wissenschaft hat gewiß Großes auf dein Gebiete der Volksgesundheit geleistet; aber was nützt die ganze Forschung, wenn nicht ihre Ergebnisse praktisch im Jnter- esse der Gesamtheit angewendet werden. Daran fehlt es leider vielfach. Ich will nur einige Beispiele hervorheben, einige An- regungen auf diesem Gebiete geben. So ist wissenschaftlich fest- gestellt eine ungeheure Zahl von Geweberkrankheiten, z. B. Blei- «rkrankungen. Aber es geschieht in der Praxis so gut wie gar nichts zur Abwehr dieser Krankheit. Das ist erklärlich, weil hier die Gcwcrbeinspektoren in Frage kommen, die wieder zu einem ganz anderen Ministerium gehören. Daher sollte alles, was in das Gebiet der sozialen Hygiene fällt, einer einheitlichen Instanz unterstellt sein. Von größter Bedeutung ist die kolossale Sänglingssterblichkeit. Tank der Tätigkeit bor allem der Kommunen hat sie sich ja in den letzten Jahren etwas verringert. Aber sie ist noch erschreckend hoch. Nach den amtlichen Nachrichten starben im Jahre 1907 auf 1000 Lcbendgeborene im ersten Lebensjahr immer noch 168,33, und zwar verteilte sich diese Zahl auf die Städte und das Land ziem- lich gleichmäßig. Im Durchschnitt von ganz Preußen ist die Säug- lingssterblichkoit auf dem Lande sogar noch etwas höher als in den Städten.(Hört! hört! bei den Sozialdemokraten.) Besonders tut sich der Osten wieder hervor. E s ist fast eine Diffe- renz von 100 Prozent zwischen Osten und Westen. In dem Bericht der Medizinalabteilung über das GesundheitS- wesen im preußischen Staat vom vorigen Jahre wird aus Haupt- Ursache für die Säuglingssterblichkeit angegeben:„unzweckmäßige Ernährungsweise, da die Kinder, anstatt die Mutterbrust zu er« halten— meistens aus Unkenntnis, vielfach aus Bequemlichkeit—, feuillcton. Die rote fabne. Da» während der russischen Revolution entstandene Kampflied de» russischen Proletariat», die Marseillaise, drucken wir nachstehend. einem Wunsche vieler Genossen entsprechend, in deutscher Uebersetzung ab. Die Melodie ist eine andere als die der deutschen Marseillaise. De» Volke» Blut verströmt in Bächen Und bilt're Tränen rinnen drein, Doch kommt der Tag, da wir uns rächen! � Dann werden wir die Richter sein! Stimm» an den Gesang! nun wohlan! Die Fahne trägt des Volke» Grollen Ueber Zwingburgen stolz himmelan. Der Freiheit Morgenrot bricht an, Rot ist das Tuch, das wir entrollen, Klebt doch de» Volke» Blut daran! Wohl knüpft ihr knechtisch finstern Schergen Vergeblich das zerrissene Seil. Da» Schlechte fault in dumpfen Särgen, V Da« Gute siegt, der Welt zum Heil l Stimmt an den Gesang usw. Tod Euch, den Henkern, den Despoten! Die alte Niedertracht zerfällt. Wir pflügen um den alten Boden Und bauen eine neue Welt! Stimmt an den Gesang! usw. Auf Brüder, scharet Euch zum Heere, Die Brust vom gleichen Geist durchweht! Wo ist die Macht, die einem Meere, V Die uns'rer Stunnflut widersteht? Stimmt an den Gesang! usw. schon nach den ersten Wochen künstlich ernährt werden". Daß dies aus Bequemlichkeit geschieht, mag in gewissen besitzenden Kreisen zutreffen, in manchen geistig ganz tief stehenden Kreisen geschieht es auch vielleicht aus Unkenntnis, aber in den meisten Fällen wird das Stillen der Kinder deshalb unterlassen, weil die Mütter durch die wirtschaftlichen Verhältnisse gezwungen sind, einem Erwerb nachzugehen. Daher ist die Hauptsache die Besserung der wirtschaftlichen Ver- Hältnisse der Arbeiterbevölkerung.(Sehr wahr! bei den Sozial- Demokraten.) Weiter kommt noch in Betracht, daß die Arbeiter auch meist nicht in der Lage sind, sich die gute Milch zu kaufen, die unbedingt als Ersatz für die Muttermilch notwendig ist.(Sehr wahr! bei den Sozialdemokraten.) Mit aller Aufklärung, so not- wendig sie auch ist, ist der Bevölkerung nicht gedient, wenn diese nicht in der Lage ist, den gegebenen Ratschlägen zu folgen.— Gewundert habe ich mich, daß im Etat der Fonds zur Unter- st ützung des Bezirkshebaurmen Wesens von 180 000 auf 100 000 Mk. vermindert worden ist. Im Etat heißt es: der bisherige Betrag sei über das Bedürfnis hinausgegangen. Viel- leicht ist ober nicht allen Hebammen die Existenz eines solchen Fonds bekannt. Jedenfalls ist der Hebammenmangel im Osten noch sehr groß, noch gehen 10 Prozent aller Entbindungen in Preußen ohne Mithilfe von Hebammen vor sich. Charakteristisch ist auch hier wieder, daß sich der Osten durch eine ganz besonders hohe Zahl von Entbindungen ohne Hcbammenhilfe auszeichnet.(Hört! hört! bei den Sozial- demokraten.) Im Regierungsbezirk A l l e n st e i n zum Beispiel ist die Zahl dieser Entbindungen viermal so groß wie im Durchschnitt des Staates, also auch hier marschiert der Osten, wie immer in der Kultur, hintenan. Von dem seinerzeit in Aussicht gestellten H e b a m m e n g e s e tz ist nichts mehr zu hören gewesen. Die'Regierung sollte dies Versprechen nun end- lich einlösen. Auch die Sterblichkeit an Tuberkulose ist etwas zurückgegangen, aber noch immer sind 17,16 Stcrbefälle auf 1000 vorhanden. Die Gemeinden sind auch auf diesem Gebiete bahn- brechend vorangegangen, sie haben ja auch ein großes Interesse daran, weil dadurch ihre Armenlasten vermindert werden. Den leistungsschwachen Gemeinden sollte der Staat Mittel zur Be- kämpfung der Tuberkulose zur Verfügung stellen. In engem Zusammenhang hiermit steht die Wohnungsfrage. Das gibt die Regierung zu, indem sie in ihrem Bericht betont, daß in verschiedenen Städten die schlechten Wohnungsverhältnisse die Ab- nähme der Krankheit verhindert haben. Daher sollte endlich ein Wohnungsgeseti erlassen werden.(Sehr richtig! bei den Sozialdemokraten.) Auf die Tuberkulose hat auch die Art der Beschäftigung einen großen Einfluß. So weist der amtliche Bericht darauf hin, daß besonders viel Tuberkulöse in den Tabak- und Holzfabriken, in Spinnereien und Porzellanfabriken, als Zigar- r e n a r b e i t e r, in der T e x tl l i n d u st r i e, als Dreher und Schleifer tätig waren. Es muß daher darauf gesehen werden, diese Beschäftigungen möglichst wenig gesundheitsschädlich zu machen, und aus diesem Grunde wäre es gut, wenn den Ge- werbeauffichtsbcamten einige beamtete Aerzte beigegeben würden. Was die Wohnungshygiene anbelangt, so scheitern alle Versuche, die von uns auch für Berlin ausgegangen sind, gesunde Wohnungsverhältnisse zu schaffen, an dem Einfluß der Haus- agraricr in den Stadtverordnetenversammlungen. Es wird be- richtet, daß in Berlin in 34 Fällen aus sanitätspolizeilichen Gründe» die Räumung der Wohnung veranlaßt worden ist. Wie schlimm muß es in diesen Wohnungen ausgesehen haben. Daß es auch heute noch Hunderte von jammervollen Wohnungen gibt, hat die Enquete der Krankenkasse der Kaufleute bewiesen. Hier muß eine vernünftige Wohnungsinspek» t i o n neben Maßnahmen zur Schaffung gesunder Wohnungen ein- greifen. Viel schlimmer sieht es natürlich auf dem Lande aus. Nach dem Bericht findet man hier vielfach Fußböden aus Lehm- schlag oder Ziegelsteinen und kleine Fenster, die Schießscharten ähneln.(Hört! hört! bei den Sozialdemokraten.) Im Osten zwingt die Leutenot erfreulicherweise jetzt die Gutsbesitzer, bessere Wohnungen zu bauen. Aber auch im Westen sieht es schlimm aus. So wird aus dem Bezirk Hildesheim berichtet, daß sich nvch vielfach Wohnräume und Ställe unter einem Dach befinden. Ein erfreuliches Beispiel hat der Landrat zu Lüding- hausen im Bezirk Münster gegeben, der Musterbaupläne in seinem Dienstgebäude ausgestellt hat. Miserabel sind vielfach auch noch die Quartiere der Saisonarbeiter und Arbeiter, die zu vorübergehenden Zwecken untergebracht sind. So waren solch« Arbeiter im Bezirk Frankfurt bei einem staatlichen Bahn» bau teils in einem feuchten Keller, teils in einem Eisenbahn- wagen und einer Baubude untergebracht, in der in einem Raum zwei Familie» wohnte«. (Hört! hört! bei den Sozialdemokraten.) Bielfach werden auch die nicht genügende Trennung der Geschlechter und die mangelnden vluter der Sonne. Nie geschaute FrühlingSbilder hat diese» starre Preußen nn» heuer gezeichnet: Aus den bewegten Linien dunkler Kleider, die sich zu Tausenden drängen, recken sich weiß leuchtende Hände zum Himmel empor. Es sind harte Hände der Arbeit und der Drangsal, verwitterte Hände der Sorge und des Schmerzes, gefurchte, ver» stümmelte Hände; aber alle diese Risse des Alltags sind unsichtbar geworden, aufgelöst in dem schimmernden Weiß, so wie sie sich jetzt aus dem düsteren Gewirr strecken, sind es alles dieselben schwö- renden Hände des großen Willens und des fruchtbaren Zornes, wett und hoch entfaltete Hände, die sich nicht in demütigen Gebeten verschränken, sondern die frei und stolz rufenden Finger dem Lichte zukehren, das an ihnen mild und reich hcrabrinnt, als wollte eS die Sonne selbst in die Herzen leiten. Wie Blüten sind diese Hände, die plötzlich der Frühling auf steinigem Brachland erweckte. Eine neue Eckstinheit hat der bedeutsame Augenblick geboren: Ueber dem finsteren Millionenelend betrogener, geplünderter Menschen, der farblosen Masse, die immer mir anderen Farbe gewinnt, hat sich die unendlich gegliederte, in zahllosen Wandlungen doch ein- heitliche Riesenblüte schaffender Hände strahlend ausgebreitet, und diese öde Welt der Frohn hat auf einmal die Form und Farbe des Frohen gewonnen. Eine neue Sonnenfeier ist wie über Nacht ge- worden. Die Machthaber wußten wohl, was sie taten, als sie sich wei- gerten, die Menschheitsbewegung unserer Zeit in ungehemmtem Sonnenlicht sich ausbreiten zu lassen. Mochten die Rebellen immer sich in öden, qualmigen Sälen einsperren, sich als Höhlenmenschen vor dem natürlichen Licht verkriechen, da sah man sie nicht, da sahen sie sich selber nicht, nur ihre Lungen wurden zerdrückt und verstaubt und ihre Augen verlernten im Licht zu scbauen. Es war eine Aus- sperrung ans der Natur, und die fahle Dämmerung ließ alle Schrunden und Wunden in einem Gvau sich verstecken. Nur unter der Sonn« reift die unzerstörbare Kraft, nur wer in ihrem Licht. das jode Lüge entkleidet, zu bestehen vermag, bezeugt sein großes, gesundes, ungebrochenes Menschentum. Indem die Masse unter dem Himmel sich ausbreitet, zählt sie sich nicht nur, fühlt sie sich nicht nur. wächst in ihr nicht nur die sehnsüchtige Daseinsfreude und die tätige Entschlossenheit, sie gewahrt auch die Zerstörungen. die ihr Leben an ihnen verübt hat: die Sonne bringt es an den Tag, daß in der heutigen gesellschaftlichen Verfassung, dieser ewig Koch- und Abortverhältnisse bemängelt. Die Leute, die den Mund nicht voll genug nehmen können über die sittliche Wer- rohung des Volkes, sollten doch zunächst dafür sorgen, daß ihre Ursachen, wie die mangelhafte Trennung der Ge- schlechter in den Wohnungen, beseitigt werden.(Sehr richdig! bei den Sozialdemokraten.). Ein Krankheit, die auch zugenommen hat, ist dann noch der Säuferwahnsinn. Sie wissen, daß die sozialdemo- kratische Partei den Kampf gegen den Alkoholismus mit aller Macht aufgenommen hat. Wir sind stolz darauf, daß bereits Erfolge in diesem Kampfe errungen worden sind, wir haben durch unsere Agitation dazu beigetragen, daß der Branntweinkonsum ganz erheblich zurückgegangen ist.(Zuruf rechts.) Sie sagen, wir hätten früher damit anfangen sollen. Vielleicht zu der Zeit, wo Sie uns daran verhindert haben, überhaupt Versammlungen ad- zuhalten.(Sehr gut! bei den Sozialdemokraten.) Sic haben ja planmäßig über ei» Jahrzehnt die Kulturbcstrebungcn der Sozialdemokratie niedergehalren. Wenn Sie jetzt endlich zu der Erkenntnis kommen, daß die So- zialdemokratie eine Kulturpartei ist. und sie ist die einzige Kulturpartci, dann ziehen Sie daraus auch die Konsequenzen. Ich möchte die Regierung bitten, mit uns gemeinsam den Kampf gegen den Alkoholismus aufzunehmen. Wir glauben freilich nicht, daß sie es tun wird, weil hier die Interessengegensätze zu sehr aufeinanderplatzen. Weite agrarische Kreise sind ja daran üiter- essiert, daß die Arbeiter möglichst viel Fusel genießen.(Sehr tvahr! bei den Sozialdemokraten.) Ich will mich mit Rücksicht auf die Geschäftslage des Hauses auf diese wenigen Bemerkungen be- schränken. Es handelt sich hier nicht um Parteifragen, sondern um die L ö s u n g v o n K u l t u r f r a g e n, bei der alle Parteien. die den Anspruch darauf erheben, Kulturparteien zu sein, mit- wirken können. Wenn Sie sich eingehend mit diesen Fragen be- schästigen, werden Sie mit uns zu der Einsicht kommen, daß es Pflicht eines Parlaments, das das Parlament eines KulturstaateS sein will, ist, dafür zu sorgen, daß solchen Zuständen möglichst bald ein Ende gemacht wird.(Lebhafter Beifall bei den Sozial« demokraten.) Abg. v. Wenden(k.) äußert Wünsche im Interesse der Diako- nissen. Kultusminister V. Trott zu Solz gibt eine entgegenkommende Erklärung ab. Abg. Mogk(natl.) wünscht Auskunft, wann ein Hebammen- gesetz zu etloarten sei. Abg. Dr. Pachnicke(Fortschr. Vp.) betont die Notlvcndigkeit der Wohnungsfürsorge und eines Feuerbestattungsgesetzcs. Abg. Peltnsohn(Fortschr. Vop.) bringt die Ablehnung eines Medizinalpraktikanten durch den Leiter des Kreiskranken- Hauses i n B r i tz zur Sprache, die mit der Begründung er- folgte, daß die Aerzte in Britz keinen jüdischen Kollegen wünschten. (Hört! hört!) Kultusminister v. Trott zu Solz: Der Herr Vorredner geht von der falschen Voraussetzung aus, daß die Krankenhäuser ver- pflichtet seien, alle Praktikanten aufzunehmen. Nach der Rechts- läge kann ich da keine Vorschriften machen. Die Debatte wird geschlossen. Abg. Easscl(Fortschr. Vp.) bedauert, verhindert zu sein, nach- zuweisen, daß die Erklärung des Ministers mit der Rechtslage und der Verfassung unverträglich sei. Der Rest des Kultusctats wird nach unwesentlicher Debatte bewilligt. Beim Etat des Abgeordnetenhauses regt Abg. v. Kessel(k.) erneut die Verschmelzung der stenographi- schen Bureaus des Abgeordnetenhauses und des Herrenhauses an. Abg. Wallenborn(Z.) schließt sich dem Vorredner an und fragt nach dem Schicksal der Freifahrkartcn für die Abgeordneten. Abg. Dr. Friedberg(natl.) fordert eine gesetzliche Regelung der Rechte der Parlamentsbeamten. In der Frage der Freifahr- karten hätte der Minister des Innern selbst erscheinen und eine Erklärung abgeben müssen. Er erwarte nun bestimmt eine Ant- wort bei der dritten Lesung. Abg. Dr. Pachnicke(Fortschr. Vp.) wünscht gleichfalls eine Be- schleunigung der anderweitigen Organisation deS stenographischen Dienstes. Vor allem bedarf das Rechtsverhältnis der Parlaments- beamten und des Präsidiums einer gesetzgeberischen Regelung. Die Freifahrkarten brauchen wir dringend zur Förderung der Gc- schäfte dieses Hauses und auch, um in der Auswahl der Kandi» baten weniger behindert zu sein. Es wäre angezeigt, daß wir von dem Artikel 60, die Gegenwart der Minister zu verlangen, Gc- brauch machten. Durch diese bewußte Nichtachtung des Parlaments wird das Ansehen deS Parlaments planmäßig herabgedrückt.(Sehr richtig!) Abg. Leinert(Soz.): Ich glaubte vorhin, als der Herr Vertreter des Ministers des Innern feinen Platz verließ, er wolle so schnell wie möglich die Fahrkarten holen.(Große Heiterkeit.) Er ist aber wieder gekommen, ohne das Parlament einer Antwort zu würdigen. Ich mutz ja sagen, das hohe HauS erhält die Behandlung währenden Schlacht, die große Mehrzahl der Menschen entstellende Wunden der Not und der Fesselung mit sich schleppt, die sie schäm» voll verhüllen möchte. Die Sonne heischt die ungebrochene Schön. heit deS Menschen, und sie selbst wird zur Anklägerin wider die Verbrecher an menschlicher Kraft, Größe und Reinheit. Unter der Sonne wird alles Unechte entlarvt, aller hüllende Plunder und alles erheuchelnd Gefühl zerzaust: Nur die ganze starke Wahrheit kann sich in ihrem richtenden Glanz bewähren. Nur in ihr können frohe, ehrliche, brausende F este des Lebens entstehen! ES lag von Anbeginn in der Maifeier des Proletariats, daß die Wiedergeburt der Natur sich mit dem Frühlingswillen mensch» lichen StrcbenS innig verbände— ein Sonncnfest erwachter Völker, ein Menschheitsfest, das zum erstenmal wieder in farbiger Freude und lachender Schönheit die ganze Erde einigen sollte. Aber fast schien es, als öb die Kraft. Feste zu feiern, versiegt sei. Do» Mai- fest bildete sich keine eigenen Formen seines tiefen und heiligen Wefe-» ga schleppte den Geruch und den Druck des Werktags mit �"ÜBfT nahmen an Veranstaltungen teil, nicht aber an einem Fest, in dem sich der erhöhte Sinn des Lebens offen- barte. Nur in unlustigen Sälen gab es etliche Vergnüglichkcit und flüchtige Erbauung. Von unseren Festen, diesen Ausströmungen menschlicher Freude in den Formen der Kunst, der zu unmittelbarem Leben gewordenen Kunst, geht, was William Morris von der Kunst selbst sagt:„Ver. kaust ist sie worden und billig fürwahr, achtlos vernichtet durch die Gier und Unfähigkeit von Narren, die nicht wissen, was Leben und Freude bedeuten, und sie weder selbst besitzen, noch anderen ge- währen wollen, zum Opfer gebracht jenem Ungeheuer, das alle Schönheit zerstört hat, und dessen Name ist— Handelsgewinn." In Wahrheit: sind nicht auch unsere Feste zur Ware geworden, Epe- kulationsobjekte für Saalbesitzer und Bievbrauercien! Nicht nur unsere Arbeit wird auSgesckrotct, sondern auch unsere Freude, und wenn wir in den kargen Minuten losgebundener Knechtstbaft mit ermüdeten Sinnen und kaum sich selbst wagender und bejahender Sehnsucht unS dem Schein einer Freiheit hingeben, so wird auch sie auf dem Markt lärmeud ausgÄoten und feilschend verwüstet. Unsere Feste von heute sollen eine Vorahnung der Wirtschaftsord- nung von morgen fein. Diese Ordnung, die aus dem rohen ChaoS der menschlich-staatlichen Gesellschaft selbst ein Kunstwerk gestaltet. wäre nicht ivert des Kampfes und der Opfer gewesen, wenn sie nur(wieder mag William Morris reden!)„die Bürde der Arbeit erleichtert hätte, ohne ihr wiederum jene Elemente sinnlichen Ver- Abends von der Regierung, die es verdient.( Sehr wahr! bei den Sozial- wurf, in den Wohnungen Kottbuser Damm 6, Dieffenbachstraße 37 Thalia Theater. Täglich: Die lieben Ottos. Kleines Theater. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Moral. demokraten.) Die Petition der Beamten auf Gehalts- und auch bis in die Neuzeit in der Wohnung Grimmstraße 6, in erhöhung sollte der Regierung nicht nur zur Grivägung, son- der sich auch die Mordtat abgespielt haben soll, Prostituierten bis auf weiteres: Luruszug. Nächsten Sonntagnachmittag 3 Uhr: Moral dern auch zur Berücksichtigung überwiesen werden. Sie stehen sich niedrigster Sorte nachts Aufnahme gewährt zu haben. Hauptsäch- Abends: Luguszug. Anfang abends 8 Uhr. Theater des Westens. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Ein Walzer. schlechter, als die Beamten in den Ministerien, die ihre feste lich in der leztgenannten Wohnung soll ein Betrieb wie in einem traum. Abends bis auf weiteres: Lansbufaren. Donnerstagnachmittag Bureauzeit bis 3 Uhr haben. Ein Bedürfnis für die Versor Toubenschlag bestanden haben. Die Wohnung war des Nachts 3 Uhr: Die geschiedene Frau. Nächsten Sonntagnachmittag 3 Uhr: gung der Hinterbliebenen hat der Finanzminister nicht stets erleuchtet und war nicht einmal verschlossen, so daß uns Die geschiedene Frau. anerkannt, trotzdem der Präsident betont hat, daß die Beamten binnen" der Schreck ohne weiteres Eingang fanden. Für diese Schiller- Theater O. Sonntagnachmittag 8 Uhr: Biel Lärmen um hier vielfach bis in die Nacht hinein beschäftigt und sehr ange- Gefälligkeit erhielt die Angeklagte Beträge von 50 Bf. bis zu 1 m. Nichts. Abends: Der Pfarrer von St. Georgen. Montag: Egmont. Donnerstage Mittwoch: Die Statafomben. strengt werden. Die Scheuerfrauen haben von 6 Uhr Vor Gericht war die Angeklagte zum Teil geständig. Rechts- Dienstag: Hans Lange. morgens bis 6 Uhr abends Dienst. Das Haus wäre moralisch anwalt Dr. Puppe hielt in mehreren Fällen wegen Verjährung nachmittag 8 Uhr: Biel Lärmen um nichts. Abends: Hans Lange. Freitag: Die Statakomben. Sonnabend: Die Liebe erwacht. Sonnt verpflichtet, sie zu versorgen, wenn sie nicht mehr arbeiten können. eine Einstellung des Verfahrens für geboten und beantragte im achmittag 3 Uhr: Viel Lärmen um nichts. Abends: Die Liebe erwach. Die Regierung lehnt aber eine solche Fürsorge ab, übrigen eine milde Strafe, da die Angeklagte sich sonst bemüht Montag: Die Statakomben. weil bei keiner Staatsbehörde entlassene Scheuerfrauen irgendwie hat, sich durch den Handel in Schankwirtschaften ehrlich zu er unterstützt würden. Also selbst bei dieser geringsten Fürsorge, die nähren. Das Gericht erkannte auf zwei Wochen Gefängnis. jebe Gemeinde eingeführt hat, versagt die preußische Staatsregie rung.( Hört! hört! bei den Sozialdemokraten.) Die Hilfs. Brämien für Kaffenbetrüger. bediensteten verlangen mit Recht eine Regelung ihrer Verhältnisse nach ganz bestimmten Normen, während sie jetzt von dem Wohlwollen des Präsidenten oder Bureaudirektors abhängig sind. So wird geklagt, daß die beim Präsidenten beschäftigten Diener bevorzugt find gegenüber anderen, die 20 und 25 Jahre im Hause tätig sind. Dann muß ich eine Sache vorbringen, die einer gewissen Komit nicht entbehrt. Während früher der Simpli31ffimus im Lesesaal auslag, ist das seit der Preußen nummer nicht mehr der Fall.( Bravo! im Zentrum.) Wer das angeregt hat, wissen wir nicht, aber es fommt mir bald so bor, als ob wir hier in einer Kleinkinderbewahranstalt Der Kapellmeister Johann Strauß aus Wien, in Charlottenburg, Bleibtreustraße 40, wohnhaft, hatte der Allgemeinen Ortsfrankenkasse zu Berlin insgesamt 199,08 M. Krankenkassenbeiträge nicht abgeführt, die er den von ihm beschäftigten Musikern abge zogen hatte. Er ist jetzt wegen Vergehens gegen§ 82b des Krankenversicherungsgesetzes zu ganzen 50 M. Geldstrafe verurteilt. Die Prämiierung der Unterschlagungen von Arbeitergroschen durch milde Urteile hört also noch immer nicht auf. Das Reichsgericht gegen die Presse. Die Anschauung, einem Redakteur stehe der Schuh des§ 193 nur ganz ausnahmsweise, nämlich bei Wahrnehmung privater, perwären.( Sehr gut! bei den Sozialdemokraten.) Vielleicht hat es der stande unserer Rechtsprechung. Dies erfuhr der Redakteur des sönlicher Interessen zu, gehört noch immer zu dem eisernen Bea Wechselbalg der Wahlreform einigen Herren angetan oder auch" Oberschlesischen Wanderer", Friz Ranz, als er am 31. Januar der Wit, wo die Schußleute sagen: Nur immer feste druff gehauen, vom Langericht Gleiwit wegen Beleidigung des Bürgermeisters M. wir find ja Wähler 2. Klasse. Manche Herren scheinen Angst zu von Gleiwik zu 200 M. Geldstrafe berurteilt wurde. M. hatte haben, durch die Lektüre des" Simpliziffimus" sittlich zu verwahr auf Veranlassung des Zirkus Sarasani dem Zirkus Angelo durch lofen. Bei uns kann das nicht vorkommen.( Große Heiterkeit.) Gs eine Polizeiverordnung Beschränkungen in der Reklame auferlegt. freut mich, daß Sie das bestätigen. Diejenigen, die den" Simpli Als dann der Zirkus Sarajani ebenfalls in Gleiwib Vorstellungen aiffimus" entfernt haben, brauchen ihn schließlich am nötigsten. geben wollte, wurde die Polizeiverordnung auch auf ihn angewandt. Wo sollen sie denn sonst ihre Entrüstung hernehmen?! So müssen Auf die Beschwerde des Direttors wurde die Verordnung gemildert, sie ihn im Café lesen und noch Reklame für ihn machen. Wir aber troßdem verfuhren noch einige Polizeibeamte nach der urempfinden eine solche fleinliche Maßregel im höchsten Waße peinsprünglichen Verordnung. Dies geschah aber, wie jetzt als fest. lich. Diejenigen, die die Entfernung des Simplizissimus" ange- gestellt gilt, ohne Wissen des Bürgermeisters. Der genannte ordnet haben, haben eine große Schuld auf sich geladen, denn sie Redakteur hat nun einen Artikel veröffentlicht, in welchem das haben das Haus draußen der Lächerlichkeit preisgegeben.( Leb- Vorgehen des Bürgermeisters als ein schitanöses bezeichnet wurde. hafte Zustimmung bei den Sozialdemokraten.) Der Bürgermeister hat nach der leberzeugung des Gerichts nicht Abg. Graf Spee( 3.) begrüßt die Entfernung des Simpli- fchitanos gehandelt. Selbst in einer irrtümlichen Gefeßesaus 3iffimus" aus dem Hause, der die religiösen und patrio. legung liegt teine Schikane. Der Presse steht tein allgemeines tischen Empfindungen in gröblichster Weise ver- Recht, zu rügen, zu. Ein eigenes Recht hat der Angeklagte nicht Iege.( Lachen bei den Sozialdemokraten.) bertreten wollen; er wollte vielmehr nur dem Bürgermeister einen Sieb berfeßen. Die Revision des Angeklagten, die die Ver fennung des§ 193 rügte, wurde vom Reichsgericht am Freitag Der Etat wird bewilligt. Ebenso der Etat des Herren hauses, sowie das Etatgefeß. Damit ist die zweite Lesung des Etats erledigt. Präsident v. Kröcher schlägt vor, die nächste Sibung abzuhalten Montag 11 Uhr mit der Tagesordnung: dritte Lesung des Stats. Abg. Frhr. v. Beblis( ft.) wünscht einen Beschluß des Hauses, daß die Wahlrechtsvorlage bei der dritten Etatsberatung nicht be rührt werden dürfe. Die Abgg. Frhr. v. Nichthofen( f.), Herold( 8.) und Dr. Fried. berg( natl.) schließen sich dem an. Abg. Borgmann( Soz.): Soweit kann die Redefreiheit doch nicht eingeschränkt werden, daß es überhaupt verboten fein soll, die Frage der Wahlreform zu berühren.( Sehr richtig! bei den Sozialdemokraten.) Präsident v. Kröcher: Ich hoffe, daß sich die Rebner dem Wunsche des Hauses nach Möglichkeit fügen werden, und daß überhaupt möglichst wenig bei der dritten Lesung gesprochen wird. ( Seiterkeit.) Schluß 4% Uhr. Gerichts- Zeitung. Die unter dem Verdacht des Morbes an ber Arnholz stehende Frau Louise Schreck, geb. 8iethen, hatte heute vor dem Strafrichter noch ein anderes Schuldkonto zu begleichen. Wegen gewerbsmäßiger Kuppelei verhandelte das Schöffengericht BerlinTempelhof unter Vorsiz des Amtsrichters Lehmann gegen die aus der Untersuchungshaft vorgeführte Schreck. Die Angeklagte, welche bekanntlich in dem Verdacht steht, die unberehelichte Arnhola getötet und dann deren Leiche zerstückelt zu haben, ist eine ältere etwas schwammig- aufgetriebene Person, deren Gefichtszüge deutliche Spuren ihrer lasterhaften Vergangenheit aufiveisen. Sie ist unter anderem von Ende der 70er Jahre bis zum Jahre 1903 über 40mal wegen fittenpolizeilicher Uebertretungen bestraft worden und hat auch schon mit dem Arbeitshaus Bekanntschaft gemacht. - Die jetzige Anklage wegen Stuppelei macht der Schred zum Vorgnügens beizumischen, das den Kern aller wahren Kunst ausmacht." Der englische Künstler- Sozialist weiß, was die Proletarier wollen, und was sie aus den tiefsten Tiefen ihrer Barbarei zu erretten vermöchte: Arbeit, die ihr Selbstgefühl nähren, ihnen die Anerkennung und Teilnahme ihrer Genossen eintragen fönnte, ein Heim, das sie mit Freuden aufsuchen, eine Umgebung, die sie besänftigen und erheben würde; vernünftige Arbeit, bernünftige Raft. Aber nur eine Macht in der Welt fann ihnen das schenken, die Kunst." Keine Kunst der Wenigen, sondern eine Kunst, geschaffen durch das Bolt, als ein Glüd für den Schöpfer, wie für den Genießer." Die belebende Seele dieser neuen Ordnung wird die Kunst sein und sie wird eine Gesellschaft entwickeln, in ber bie fünstlerische Berede. Iung des Tagewertes, an Stelle von Furcht und Not, Hoffnung und Frende als diejenigen Kräfte einsehen wird, welche bie Menschen zur Arbeit antreiben und so die Welt in Gang erhalten. Dieser großen Zukunft Gleichnis und körperlich im voraus gestaltetes Abbild ist das Maifest, sollte es sein! Darum muß auch seine belebende Seele die S un st sein. Wenn in der Bölfer feier des Mai die Schreie des Bornes und die Weckrufe zukunftsträchtiger Zuversicht in Maffendhören über der Erde hallen, so be darf der politische und soziale Gehalt des fämpfenden Festes der reinen, farbigen Formen, um auf die Seelen zu wirken, ihnen für immer ein Erlebnis zu bleiben, sie als ewig treibende, gläubige Trösterei durch alle die dumpfen und stumpfen Tage zu geleiten. Die Maifeier fann niemals zugrunde gehen, wenn es gelingt, ihren erhabenen Sinn in dem künstlerischen Ausdrud ihrer Verförperung heranzuholen. Nur wenn sie in einer eilig gepfuschten Routine erstarrt, wenn sie Jahr für Jahr in barbarischem Gemengsel lediglich Antriebe und Borwände für Luftbarkeitssteuern darbietet, dann hat fie ihre Seele, ihr Daseinsrecht verloren, auch wenn man sic mit peinlicher Gewissenhaftigkeit zum fälligen Termin auf die Tagesordnung immer wieder fehen mag. verworfen. Wochen- Spielplan der Berliner Cheater. Königl. Opernhaus. Geschloffen. Königl. Schauspielhaus. Sonntag: Bürgerlich und romantisch. Mon. tag: Wie die Alten fungen. Dienstag: Göz von Berlichingen.( Anf. 7 Uhr.) Mittwoch: Bürgerlich und romantisch. Donnerstag: Strandfinder. Freitag: Wie die Alten fungen. Sonnabend: Die Journalisten. Sonntag: Bürgerlich und romantisch. Montag: Die Jungfrau von Orleans. Neues fönigl. Opern- Theater. Sonntag: Die Meistersinger von Nürnberg.( Anfang 7 Uhr.) Mont 1g: Samjon und Dalila. Dienstag: Die Regimentstochter. Die Puppenfee. Mittwoch: Carmen. Donnerstag: Madame Butterfly. Freitag: Lohengrin. Sonnabend: Der Freischüb. Sonntag: Margarete. Montag: Tristan und Isolde. Deutsches Theater. Sonntag: Die Braut von Melfina. Montag: Faust. Dienstag: Die Braut von Messina. Mittwoch: Faust. Donners. tag: Judith. Freitag: Medea. Sonnabend: Die Braut von Messina. Sonntag: Fauft. Montag: Gyges und sein Ring. Deutsches Theater( Stammerspiele). Sonntag: Geschloffen. Täglich: Gaftspiel der Hölle aus Wien. Schiller Theater Charlottenburg. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Der Meineidbauer. Abends: Die Statakomben. Montag und Dienstag Goldfische. Mittwoch: Hans Lange. Donnerstagnachmittag 3 Uhr: Der Meineidsbauer. Abends: Die Katakomben. Freitag: Bapfenstreich. Sonnabend: Zapfenstreich. Sonntagnachmittag 8 Uhr: Der Meineidbauer. Abends: Bapfenstreich. Montag: Zapfenftreich. Friedrich Wilhelmstädtisches Schauspielhaus. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Die Jungfrau von Orleans. Abends: Stavaliere. Donnerstag nachmittag 3 Uhr: Die Jungfrau von Orleans. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Die Jungfrau von Drleans. Trompeter von Sädingen.( Unjang 8 Uhr.) Montag: La Traviata. Volksoper. Sonntagnachmittag 3% Ubr:: Rigoletto. Abends: Der Dienstag: Der Freischük. Mittwoch: Martha. Donnerstag: Der Trompeter bon Sädingen. Freitag: Undine. Sonnabend: Theaterschule Feßler. ( Anfang 7 Uhr.) Sonntagnachmittag 3, Uhr: Undine. Abends: Der Troubadour. Montag: Der Trompeter von Säffingen. Qnisen Theater. Sonntagnachmittag. 3 Uhr: Was Gott zusammenfügt. Alabendlich: Die Welt ohne Männer. Sonntag, den 8. Mai, nach Zigeunerbaron. Allabendlich: Der Graf von Luxemburg. Anfang 8 Uhr. mittags 3 Uhr: Was Gott zusammenfügt. Neues Operetten Theater. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Der Nächsten Sonntagnachmittag 3 Uhr: Der Zigeunerbaron. 4 Lustspielhaus. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Der dunkle Punkt. Alabendlich: Das Leutnantsmündel. Anjang 8 Uhr. Nächsten Sonntagnach. mittag 3 Uhr: Der dunkle Punkt. Stirchfeld. Abends bis Mittwoch: Die Schule des Lebens. Donnerstag Roje: Theater. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Der Pfarrer bon bis Montag: Des Mädchens Lebenswege. Residenz Theater. Allabendlich: Das Nachtlicht. Der felige Ditave. Anfang 8 Uhr. Donnerstagsnachmittag 3 Uhr: Gretchen. Noacks Theater. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Die Blinde von Paris. Abends: ut Theater. Contagnachmittag 8 Uhr: Buridans Eset. Alt- Heidelberg. Anfang 8½ Uhr. Trianon Allabendlich: Theodore u. Cie. Anfang 8 116. abendlich: Berlin bei Nacht. Anfang 8 Uhr. Kafino Theater. Sonntagnachmittag 4 Uhr: Mutter Gräbert. Au. Gebr. Herrnfeld Theater. Allabendlich: Wenn 8wet dasselbe tun. Gin startes Stüd. Anjang 8 Uhr. Apollo Theater. Allabendlich: In den Lasterhöhlen von San Francisco. Spezialitäten. Anjang 8 Uhr. Valast- Theater. Allabendlich: Spezialitäten. Anfang 8 Uhr. Folies Caprice. Allabendlich: Eine gründliche Stur. Ein ver ſchwiegenes Atelier. Anfang 8½ Uhr. Metropol Theater. Allabendlich: Hallo! Die große Revue 2 Anfang 8 Uhr. • Vaffage Theater. Allabendlich: Spezialitäten. Anfang 8 Uhr. Sonntagnachmittags 3 Uhr: Spezialitäten. Buggenhagen. Täglich: Spezialitäten. Anfang 8 Uhr. Reichshallen Theater. Allabendlich: Stettiner Sänger. Anfang 8 Uhr. Sonntags 7 Uhr. Wintergarten. Allabendlich: Spezialitäten. Anfang 8 Uhr. Sonntag nachmittags 3, Uhr: Spezialitäten. Karl Haverland Theater. Allabendlich: Spezialitäten. Walhalla Theater. Allabendlich: Spezialitäten. Anfang 8 Uhr. Sonntagnachmittags 3, Uhr: Spezialitäten. Urania Theater. Taubenstr. 48/49. Sonntag abends 8 Uhr: In den Dolomiten. Montag: Im Firnenglanz des Oberengadin. Dienstag: Der Hallensche Komet. Mittwoch: Mit Dernburg durch Afrika. Donners tag: 3m Firnenglanz des Oberengadin. Freitag: In den Dolomiten. Sonnabend: Mit Dernburg durch Afrika. Sonntag: Im Lande der Mitternachtssonne. Montag: Unbestimmt. Sternwarte, Invalidenstr. 57-62. Eingegangene Druckfchriften. Leffing- Theater. Sonntag: Ein Bollsfeind. Nachm. 3 Uhr: Die Weber. Montag: Das Konzert. Dienstag: Tantris der Narr. Mittwoch: Das Konzert. Donnerstag: Die Bildente.( Anfang 7, Uhr.) Freitag: Das Konzert. Sonnabend: Nora. Sonntag: Der Biberpelz. Nachmittags 1. Band. Dümmlers Verlag, Berlin W. 30. 3 Uhr: Die versunkene Glode. Montag: Rosmersholm. Anfang 7 Uhr. Abends bis auf weiteres: Taifun. Anfang 8 Uhr. Donnerstagnachmittag Berliner Theater. Sonntagnachmittag 8 Uhr: Bension Schöller. u. Jahn, Berlin C. 2. 3 Uhr: Pension Schöller. Sonntag, den 8. Mai, nachm. 3 Uhr: Pension Schöller. Neues Theater. Täglich: Die goldene Nitterzeit. Neues Schauspielhaus. Sonntag: Alt- Heidelberg. Montag: Ernst fein. Dienstag: Geschlossen. Mittwoch: Der Flieger. Anfang 7%, Uhr. Donnerstag bis Montag: Der Flieger. Hebbel Theater. Täglich: Konkurrenten. Die Befreiung. Zukunftsroman von M. Aflas. 5 M., geb. 6. Deutscher Einheits- Fahrplan. Sommer 1910. 20 Rons Schutz der Mutter und dem Kinde. Von Adelheid Popp. 10. ( Lichtstrahlen Nr. 21.) Jg. Brand u. Co., Bien VL Volkswirtschaftlich- Statistisches Taschenbuch 1910. Von Dr. H. Bonitowsky. 2 M. Gebr. Böh, Kattowiz. Die Naturdenkmalpflege. Bon B. Bod. 1 M., geb. 1,40 Streder u. Schröder, Stuttgart. Jahrbuch 1909 des Deutschen Transportarbeiter Verbandes. Herausgegeben vom Verbandsvorstand. 315 Seiten. Berlag Courter", Berlin, Engelufer 24. abends: Bigeunerliebe. Montag: Der polnische Jude. Dienstag: off Komische Oper. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Hoffmanns Erzählungen. Menschen von Gottes Gnaden. Erzählung. Von K. B. Heinrich. manns Erzählungen. Mittwoch: Tiefland. Donnerstag: Bigeunerliebe. Umschlagzeichnung von Prof. B. Tiemann. 3 M., geb. 4. M., Liebhaberband Freitag: Hoffmanns Erzählungen. Sonnabend: Der Wildschüß. Sonntag. 6 M. Dinge, die man nicht sagt. Von Dr. M. Kemmerich. Um nachmittag 3 Uhr: Tiefland. Abends: Zigeunerliebe. Montag: Hoffmanns Schlagzeichnung von Professor W. Tiemann. 3,50 M., geb. 5 M. Berlag Erzählungen. A. Langen, München. Wir brauchen die Farben der schlichten, echten, feierlichen Freude. Die Masse selbst, die von einem Jdeal bewegt wird, gewährt uns den gewaltigsten Urstoff, ein würdiges Fest zu gliedern, den die Menschheitsgeschichte bisher dargeboten hat. Erfinden wir ihm die Linie und die Farbe seiner stolzen Weihe, rufen wir die Künstler, die mit uns fühlen, uns zu helfen. Nicht daß wir uns mit glißerndem Blunder und täuschendem Flitter behängen wollen, grelle Papierblumen aufpflanzen und die Textilindustrie der Anilinfarben über die Natur breiten, nein, wir rufen nach der großen Einfachheit des Ausdrucks freier Freude, die sich innig schmiegt in die umgebende Natur und sichtbar auswirkt, was uns in Herz und Hirn gärt und zur Sonne hervor brängt. Richte Kleiber der Frauen und Mädchen, Frühlingsblüten in dem gelösten Haar der Kinder, helle Gefänge ber unfertigen Jugend und die martigen Lieber der Reifen, und die große Kunst der flassischen Mufit, der in Tönen eine neue Menschheit fündenden Meifter und alles unter der Sonne, furchtlos sich darbietend ihrer unbestechlichen, un beirrbaren Brüfung. Und dann wird am Ende einst der Tag fommen, wo wir nicht nur geordnet, wie preußische Soldaten, durch die Straßen ziehen und in den Barts uns regelredt fäuberlid sammeln, wunderbar angepakt der streng augenden Bolizei, die im Lineal bas Szepter Gottes anbetet, sondern die farbig er. glühende Masse tanzt durch die Straßen und schlingt unter den Bäumen der jetzt nur fürs Anschauuen behüteten Stadtgärten den Reihen und alle Straßenbahnen, Automobile, Droschten halten vor folchem Mirakel still, und die ältesten Schußmannsgäule wiehern bor erstauntem Vergnügen und hüpfen, daß ihre Reiter herunterfallen und- mittanzen.... Kurt Gisnet. -W Humor und Satire. Kultur- und Hosenträger. ausgebildetes Sißfleisch. Denn Kultur sei gleichbedeutend mit der Basis des modernen Menschen. Jedoch die Herrenhäusler, die nicht nur bier Buchstaben zum Drauffißen haben, sondern noch einen fünften in Gestalt des fleinen b", bermochten sich in diesem Fall für bloßes Sibfleisch nicht zu erwärmen. Wie nun die blinde henne das Korn findet, so fand auch ein hohes Mitglied des Hauses plößlich die richtige Lösung. Unsere Kultur ist( wie alle, bie es probierten, längst wiffen) völlig invalide( 101 Proz.!). Daher traf Prinz zu Soundso absolut ins Schwarze mit dem Antrag, alle InSchuld an der validen mit dem Wahlrechtsprivileg auszustatten. Ablehnung dieser gottgegebenen Erleuchtung trägt nur die Sozialdemokratie, die bekanntlich profitsüchtiger als der unsauberste Börsenjobber ist. Es fann feinem Zweifel unterliegen, daß die Sozialdemokratie unmittelbar nach der Annahme eines solchen Antrags einen europäischen Krieg angezettelt hätte mit dem Be streben, ihre demnächst zu erwartenden 6 000 000 Wähler zu Krüps peln schießen zu lassen und auf diesem Wege die preußischen Landa tagswahlen völlig in ihre Hände zu spielen. So hat also die So. zialdemokratie wieder einmal den Fortschritt der Entwidelung vero past, und es wird nun dabei bleiben, daß deutsche Dichter nur dann in der zweiten Klasse wählen dürfen, wenn sie früher als Militärarzt ausgefniffen find oder ähnliche Geschichten auf dem Serbholz haben. Wahrhaft tröstlich ist in dem ganzen Wirrwarr nur das schöne Wort des Herrn v. Köller:" Wir im Herrenhaus find immer Kulturträger." Halt Dir fefte, Mage, bet de nicht Der Wochenbeschauer. umfallst!! 17 Notizen. Vorträge. Direktor Arenhold wird in feinem Bor trag über den Halleyschen Kometen, der am Dienstag in der Bhilharmonie" stattfindet, auch über den Durchgan der Venus durch den Kometenschweif sprechen. Da die Venus noch vor der Erde den Kometenbesuch erivartet, lassen sich interessante Rückschlüsse für uns daraus ziehen. Die früheren Zeiten tannten den bunten, ein wenig rohen, Das Definieren ist feine Kleinigkeit. Eine ganze Regierung, doch lustigen Kirmeßlärm der Volksfeste, die die Massen in einem zwei halbe Parlamente und sechsundsechzig Schod Schmods haben Drang vereinigte und die echt und lebensstrohend waren, wenn sich mit bereinten Kräften die Köpfe darüber zerbrochen, was ein Boltsausgabe der Werte Björnfons. Der sie auch zumeist das liftig verführende und beschwichtigende Ge- Kulturträger fei. Man triegts nicht raus. Das ganze Staats- Verlag von S. Fischer, Berlin, bereitet eine Bollsausgabe der Werke ichent der Mächtigen waren. Die Volksfeste sind gestorben, und leben steht still wie die Kuh vorm neuen Tor. Ein Hosenträger tras sich noch so nennt, sind, da ihnen alle innere Bolfsgemeinschaft ja, das wäre eventuell leichter zu begreifen. Eine Hose ist jeden felben Verlags fünf Bände umfassen und auch sonst ein Gegenstüc von Björnson vor, die ebenso wie die Boltsausgabe von Jbien desfehlt, leere entartete Nachahmungen und Fälschungen. Wir aber falls etwas, in das sich die Polizei macht, wenn ein Gozialdemokrat felben Verlags fünf Bände umfassen und auch sonst ein Gegenstüc streben heute von den alten Volksfesten, die sich durch viele Tage Hoch" ruft; und ein Träger ist halt ein Träger und fommt von au dieser Ausgabe bilden wird. des Jahres häuften, zu einem Wölferfest: Gin Fest nur, doch träge her. Alfo da haben wirs schon. Diskussionsfähig wäre nur Beary in Berlin. Beary spricht nächsten Sonnabend alle Wölfer! Das ist das Neue, Unerhörte, Gewaltige des Mais noch das Problem, ob der Hosenträger eine Person ist oder eine( den 7. Mai) in der Gesellschaft für Erdlunde über die Erreichung festes. Kein tollendes Betäuben über den Jammer des Alltags, Sache. Aber der Stulturträger hat entschieden mehr als einen des Nordpols. den man wehrlos wie eine ewige Schidung trug, tein bodsmäßiges Hafen. Die Regierung hatte das Rätselraten ursprünglich mit der Die japanische Gemäldeansstellung in Abo Herausspringen aus sonst versperrtem Stall, wie in den Volks- Bermutung eröffnet, Stulturträger sei der Schuhmann. Das Ab-( Finnland) wurde behördlich gefchloffen, weil die ausgestellten Bilder feften von ehedem, sondern ein Bergen und Ernten zukünftigen geordnetenhaus, das damals noch nicht mit der zuständigen Rebier- für die ruifische Armee beleidigend sein sollen. Der Polizeimeister Reichtums in der symbolischen Bersinnlichung ernster Freuden wache telephonisch verbunden war, warf diese Sypothese um und von Abo erhielt den Befehl, seinen Abschieb einzureichen. fcier das ist das Maifest und das muß es zu formen imftande den Schußmann unter den Tisch. Es hob dafür das Abiturium auf fein, den Schild, das heißt die Bescheinigung über ein bis zur Reife ( Siehe Wochen- Spielplan.) Sonntag, den 1. Mai, nachmittags 3 Uhr: Freie Volksbühne. Neues Schatt spielbaus. 5. Abteilung a, b, c: Bunbury( Ernit sein). Thalia- Theater. 12. Abteilung e und Urania. Theater und Vergnügungen] ⠀⠀⠀ Wissenschaftliches Theater Sonntag 8 Uhr: In den Dolomiten. Montag 8 Uhr: 13. Abteilung a, b, c, d: Der Im Firnenglanz des OberDorftyrann. Residens Theater. 7. Abteilung d und 8. Abteilung a: Musotte. Montag, den 2. Mai, 8 Uhr: 17.( IV.) Abendabteilung im Neuen Schauspielhaus: Bunbury( Ernst fein). Donerstag( Himmelfahrtstag) im Neuen Schauspielhavs: 9. Abteilung a, b, c, d, e: Bunbury. Thalia- Theater: 1. Abteilung a, b, c und 2. Abtellung a: Der Dorftyrann. Sonntag, den 1. Mai: Neue Freie Volksbühne. Nach Engadin. 200 LOGISCHER GARTEN Heute am ersten Sonntag im Monat Eintritt pro Person: 25 Pf. Ab nachmittags 4 Uhr: mittags 2 Uhr. im Deutschen Großes Militär- Konzert. Theater: Kabale und Liebe. Nachm. 3 Uhr: Neues Theater: Mütter." Neues Operetten- Theater: Bigeunerbaron. Der Friedr. Wilhelmstädt. Schauspielhaus: Die Jungfrau von Drleans. Schiller Theater O.: Biel Lärm um Nichts. Metropol Theater: Drei Paar Schuhe. Berliner Theater: Pension Schöller. Hebbel Theater: Hanna Jagert. Schiller Theater Charlottenburg: D Der Meineidbauer. Kleines Theater: Moral. Lessing- Theater. Sonntag, 3 Uhr: Die Weber. Sonntag, 8 11hr: Jbsenzyklus, 4. Borstellung: Ein Volfofeind. Montag, 8 Uhr: Das Konzert. Berliner Theater. Heute 8 Uhr: Taifun. Nachm. 3 Uhr: Pension Schöller. Neues Theater. Abends 8 Uhr: Die goldene Ritterzeit. Morgen und folgende Tage: Die goldene Ritterzeit. Volksoper. SW., Belle- Alliance- Straße Nr. 7/8. Heute nachm. 31%, Uhr bei bedeutend ermäß. Preisen: Migoletto. 8 Uhr: Der Trompeter von Säckingen. Theater des Westens. 8 Uhr: Tanzhusaren. Sonnt. 3, Uhr: Ein Walzertraum. Donnerst. 3: Die gefchied. Frau. Nenes Operetten- Theater. Heute und folgende Tage 8 Uhr: Der Graf von Luxemburg. Sonntag nachm. 3 Uhr zu ermäßigten Breifen: Der Zigeunerbaron Residenz- Theater Direttion: Richard Alexander. Abends 8 Uhr: Das Nachtlicht. Schwant in 8 Alten v. M. Ramacois. Hierauf: Der selige Oktave. Grotesle in 1 Aft von bes Miraude und Henry Géroule Morgen und folgende Tage: Dieselbe Vorstellung. Donnerstag( Himmelfahrt) 8 Uhr: Gretchen. Friedrich- Wilhelmstädtisches Schauspielhaus. Sonntag, den 1. Mai, abends 8 Uhr: Bum 1. Male: Kavaliere. Nachmittag 3 Uhr: Die Jungfrau von Orleans. Montag u. folg. Tage: Kavaliere. Luisen- Theater. 8 Uhr Was Gott zufammenfügt. Schauspiel in 5 Aften v. E. Ritterfeldt. Uhr. Berliner Aquarium Unter den Linden 68a Eingang Schadow- Straße No.14 Heute Sonntag Eintrittspreis Welt 50 Pf. Reichhaltigste Ausstellung der an lebenden Seetieren. 53/9 Reptilien etc. Castans Panoptikum Friedrichstraße 165( Pschorrpalaft). Geöffnet von 9 Uhr früh bis 10 Uhr abends. Habu et Jlta indischer Falir und Gaufler ober: Der Mann mit der eifernen Bunge. Zaglich 7%, Uhr abends, Sonntags 2 Borstellungen. Heitere Vorträge. Das neue glänzende Brogramm. Passage- Panoptikum. Die heiligen Fakire in ihren Wunderproduktionen. !! Lebend!! Atom Pring der kleinste Mensch der je gelebt. Buddhas Wundertafel. Alles ohne Extra- Entree! Eintritt 50, Kinder, Soldaten 25 Pf. Passage- Theater. Heute Premiere! Heute Heute Sonntag: 2 Vorst. Nachm. 3-7 Uhr kleine Preise. Abends 8 Uhr: Die Sterne des Humors Claire Waldoff Die Welt ohne Männer. Willi Prager* Boltsstud in 8 Atten von Aleg. Engel und Julius Horft. Montag und folgende Tage: Die Welt ohne Männer. Lustspielhaus. Nachm. 3 Uhr: Der dunkle Punkt. Abends 8 Uhr: Das Leutnant& mündel und das große Varieté- Programm! WING GAJEN DOSE THEATER Heute Premiere! = Große Frankfurter Str. 182. Nachm. 3 Uhr, halbe Preise: Der Pfarrer von Kirchfeld. Ab. 8 Uhr: Die Schule des Lebens. Schauspiel in 5 Aften von Raupach. Montag: Die Schule des Lebens. Metropol- Theater Heute nachmittag 3 Uhr: Drei Paar Schuhe. Abends 8 Uhr: Hallo!!! Die große Revue! Bauchen überall gestattet. Prinz Charles der Affe mit Menschenkultur 10 sowie hochinteressante Debuts! 10 Trianon- Theater. Abends 8 Uhr: Theodore& Cie. Schiller- Theater. Schiller- Theater 0.( Wallner- Theat.) Sonntag, nach m. 3 Uhr: Viel Lärmen um nichts. Lustspiel in 5 Alten v. W. Shakespeare. Sonntag, abends 8 Uhr: Der Pfarrer v. St. Georgen. Schauspiel in 5 Aufzügen von Heinrich Welder. Montag, abends 8 5r: Egmont. Dienstag, abends 8 Uhr: Hans Lange. Achtung! Schiller- Theater( Charlottenburg). Sonntag, nach m. 3 Uhr: Der Meineidbauer. Volksstüd in 3 Atten von Ludwig Anzengruber. Sonntag, abends 8 Uhr: Die Katakomben. Lustspiel in 4 Akten v. Gustav Dabis. Montag, abends 8 Uhr: Goldfische. Dienstag, abends 8 Uhr: Goldfische. Diez' Städtebau- Ausstellung Gr. Berliner Kunstausstellung 1910 1. Mai bis 15. Juni. Eintritt 1 M. Königl. Akademische Hochschule Hardenbergstr. 33. Waldgürtel. Sport- u. Spielplätze. Kunst a. d. Str. Verkehrssysteme. Innenstadt. Vororte. Gartenstädte. Arbeitersiedlungen. Groß- Berlin. 2. Mai: Vortrag, 8 Uhr: Landesbaurat Prof. Goecke: ,, Welche Erwartungen dürfen wir an das Er. gebnis des Wettbewerbs Groß- Belin knüpfen?"( Lichtbilder). Jetzt nur Seeterrasse Lichtenberg 50 000 Personen fassend. Röderstraße 11-13( zwischen Landsberger Allee und Röderplay gelegen). Anfang 3 Uhr.- Sonntag, den 1. Mai 1910: Anfang 8 Uhr. 8888 Große Maifeier 888 0000 ☐☐☐☐ veranstaltet vom Wahlverein des 4. Berliner Reichstags- Wahlkreises. Gr. Konzert. Spezialitäten Vorstellung( bestes Programm Berlins. Auftreten ber besten Turmseil künstler der Gegenwart The Liepelts. Gesang( Arbeiter- Sängerbund). Turnerische Aufführungen( Turnverein Fichte). Auftreten von Mitgliedern des Arbeiter- Athletenbandes. Kinderbeluftigungen aller Art. Riesen- Land- und Wasser- Feuerwerk und Ball. Riesen Kaffeeküche. Vier verdeckte Kegelbahnen. Auf dem See 15 Ruderboote. Volksbelustigungen aller Art. Witwe Luise und Waldemar Diez. NB. Bei ungünstiger Witterung Schutz für 8000 Personen. Um zahlreichen Besuch bitten Große Fach- Ausstellung für das gesamte deutsche Fleischergewerbe:: in den Ausstellungshallen am Zoo geöffnet von 10-8 Uhr täglich von 4 Uhr ab Konzert Eintritt 1 Mark Musterfabrikation von Wurst im Betriebe, Musterstall mit erstklassigem Mastvieh, große Kühlräume, gefüllt mit Pracht- Musterstücken frischen Fleisches, Wurstküche im Betriebe. Kollektiv- Ausstellung von Wurstwaren u. Schinken aus allen Gauen Deutschlands. 58472 Casino- Theater. Lothringer Straße 87. Täglich 8 Uhr. Troz des fenfationellen Erfolges nur noch bis zum 13. Mai: Berlin bei Nacht. Ab 14. Mai auf allgemeinen Wunsch: Familie August Knoche. Sonnt. 4 Uhr: Mutter Gräbert. Herrnfeld Theater Sommandantenftr. 57... 4, 5083. Sensationserfolg bes nenen Opollo Folies Caprice Herrnfeld- Schlagers Theater Unfang 8 Uhr. gründliche Neuer bunter Teil. Premiere! Die bollft. neuen Debuts: Ein verschwiegenes Ateller. Mahara? L. de Vriendta. August. ,, Chanderkräher" od. D. Sängerkrieg Anfang 8%, Uhr. Borverkauf 11-2 Uhr. a. d. Hühnerhof" ausgef. von Familie Schwarz.-Prolongiert! 20 englische Backfifche 20 u. a. m. Frankes Festsäle Badstraße 19. Heute: Paul LUNA PARK Pan& Springers TERRASSEN HALENSEE Kabarett- und Possen- Gesellschaft. Anfang 8, Uhr. Nachdem: Tanz. Walhalla Variete- Theater Weinbergsweg 19-20. Rosenth. Tor. Anfang 8 Uhr. !! Das neue Varieté- Programm!! Die Affen- Familie Mayeer und die übrigen Spezialitäten. Theatert. ununterbrochen geöffnet. Mentes Konzertgarten= Inhaber: Friedrich Neumann, Lichtenberg, Art. Leitung: F. W. Hardt. Kapellm. A. Korsch. Jeden Sonntag und Donnerstag: Röderstr. 28/29, am Bahnh. Landsberger Allee. Gr. Spezialitäten- Vorstellung auf der neuerbauten großen Sommerbühne. Auftreten allererstklassiger Künstler! des 20 Mann Im Riesen Gr.. Konzert starken Orchesters Parkettsaal 6, Ball bei stark besetztem Orchester. Kaffeeküche X 3 Kegelbahnen( St. 80 Pf.). Entree 10 Pf. Anf. des Konzerts 8, Uhr. F. Neumann. Sportpark Steglitz. Heute Sonntag, den 1. Mai, nachmittags 3%, Uhr: Das goldene Rad. 2 Danerrennen mit Motorfchrittmachern Theile, Guignard, Schipke, Robl, Buttler, Przyrembel, Schön, Scheuermann, van Veck, Ebert, Rütt, Wegner, Stabe, Pawke, Peter Kudela, Carapezzi, Techmer, Rudel etc. 5339L Flug- und Sportplatz Berlin- Johannisthal. Vorortverkehr nach Nieder- Schöneweide oder Adlershof. Bei günstigem Wetter täglich Flugübungen. 10. bis 16. Mai Einziger Internationaler Flieger- Wettbewerb in Deutschland. Tageskarten Mk. 0.50 bis Mk. 10, Vorverk. Mk. 0.40 bis Mk. 9.bei A. Wertheim, Invalidendank, Loeser u. Wolff Wagenkarten mit Eintritt für Insassen Mk. 20.-. Jahreskarten auf Photographie auch für die Flugwochen gültig Mk. 6- bis Mk. 100, nur Lützowstr. 89. Mitglieder des D. Luftsch.- Verbandes bedeutende Ermäßigungen ( nur Lützowstr. 69.) Wenn zwei dasselbe tun. Cine Konkurrenz- Romödie in 2 Alten mit den Autoren t b. Hauptrollen u. Das starke Stück. Schwant von Julius Horft. ( Theaterlaffe) 30. April bis 2. Oftober. Im Park täglich Doppel Konzert. Eintritt: 10-6 1hr 1.. v. 6 Uhr ab 50 Pf., Sonntags 50 Pf. Dauert. 6 M. Wilhelm Hagenbecks größte RaubtierDressur- Schau der Erde Bülow- Platz Kaiser- Wilhelm- Straße Ecke Linien- Straße Nähe Alexanderplatz. Heute Sonntag: 2 große Vorstellungen 3 neue Debuts. nachmittags 4 Uhr u. abends 8 Uhr. In den Nachmittags- Vorstell Kinder unter 12 Jahren halbe Preise auf allen Plätzen. Tägl. vorm. von 10-12%, Uhr: Besichtigung, Probe u. Fütterung. Stadt- Theater Moabit Alt- Moabit 47/48. Sonntag, den 1. Mai 1910: Maifeier Reichshallen- Theater. Stettiner Sänger Zenoriften- Bogel. Ein Künstlerbild v. Meysel Anjang: Bochentags 8 Uhr. Sonntags 7 Uhr. Kottbuser Anf. 8 Uhr. Borverkauf 11- ur. Sanssouci, Straße 6. Wilmersdorferst.53 Vitaskop healer V. Charlottenburg Das neue Programm 20 Die englischen Backfisch 20 Original- Tonbild- Aufnahme. Caruso „ Die in: (* ,, Die Afrikanerin". Don Carlos. ( In Anlehnung an das Schillersche Drama.) König und Page. Eine Episode aus dem Leben Friedrich des Großen und zahlreiche andere Schlager. Direktion Wilhelm Reimer. Heute Sonntag: Große Elite- Soiree Nenes hochaktuelles Programm. Zum Schluß: Tanzkränzchen. Sonnt. Beg. 5, wochent. 8 Karl Haverland Anfang Theater. prås. 8 1. 77/79 Kommandantenstraße 77/79. Das wunder Mai Progr. bare Liliputaner- Truppe prolongiert. Burgtheater- Kinematograph Dorm. Groterjan. Jnhab.: Rud. Merz, Schönhauser Allee 129. Tel. 3, 9353. Lebende Photographien. Bochent. 30 u. 40 Pf. Anfang 7 Uhr. Sonnt. 80, 40 u. 60 Pf. An. 4 Uhr. Vorzugskarten nur Wochentags gültig. 25 Pi. auf allen Blägen. Stets wechselndes Programm. Jeden Sonntag im Obersaal: Künstler- Konzert. E Garderobe 10 Bf. Entree 15 Pf. Vorzügliches Theater- Orchester 2. b. Stonzert: Familien- Kränzchen. Eintritt: 30, 50, 75, 1 Mk. Kinder: 20, 30, 50, 75 PL. Vorverkauf im Warenhaus Jakob Gebr. Nachf., Wilmersdorfer Straße 55/56. W. Noacks Theater Brummenttr, 16, am Rosenthaler Tor. Rachmittag 3 Uhr: Alt- Heidelberg, du feine. Abends 8 Uhr: Sherlock Holmes in Paris. Detektivkomödie in 4 Aften. Rach d. Bit.: Familien- Tanzkränzchen. Montag: Thron und Schafott. Voigt- Theater Gesundbrunnen Badstr. 58. Montag, den 2. Mai 1910: Lezte Montags Abonnements. 9 Borstellung: Ausgewiesen. Königstadt- Kasino. Holzmarktstraße 72. Zaglich: Konzert, Theater und Spezialitätenvorst. Um 9 Uhr: Der Segen kommt von oben. Landl. Singspiel v. M. Hohenfels. Neu! The 3 Albertos, phänomen. Kraftakrobaten X Mstr. Ottokar, Trapez voulans X Erich Castelli. Franz Sobanski usw. Elysium Landsberger Allee 40-41 Heute Sonntag, den 1. Mai: Kalauer Sänger. Konzert. X Ball. Kaffeekochen. Entree frei. Anfang 3%, Uhr. Avis! Garten und Saal m. Sängera gesellschaft noch gratis zu vergeben an Vereine. Für den Inhalt der Juferate übernimmt die Rebattion bem Drama in 4 Aufa. von Karl Böttcher. Bublifum gegenüber teinerlet Raffenöffnung 7 Uhr. Anfang 8 Uhr. Berantwortung. Juwelen und GoldSilber Belmonte& Co. Waren Waren. Stets Gelegenheitskäufe in Brillanten. Bevor Sie Ihren Einkauf besorgen, prüfen Sie unsere Preise und besichtigen unsere Auswahl in vielen tausend reizenden Mustern, wie Kolliers mit modernen Anhängern, Broches, Ohrringe, Gliederund Kettenarmbänder, lange Uhrketten, Ringe, Manschettenknöpfe, Krawattennadeln, Zigarettenetuis, Bilb. Bestecke etc. etc. Spezialität: Fugenlose Trauringe. Sämtliche Gegenstände sind mit deutlichen Verkaufspreisen versehen. Tin Jammaln dorf hoffentlich auch die Annoncen des Kauffeuses auf Kredit „ Fins alle Walt!" Schöneberg, Haupttle 19 direkt von Beiger Wilhelm Paź vielleicht oder wiffen Sie noch nicht, daß das Kaufhaus ,, Für alle Welt" an die besten Sammler unter seinen Kunden 50 Geldpreise verteilt und zwar 1. Preis 100 Mark 2. Preis 80 Mart 3. Preis 70 Mart 4. Preis 60 Mart 5. Preis 50 Mart 6. Preis 40 Mark 7. Preis 30 Mart 8. Preis 25 Mart 9. Preis 20 Mart 10. Preis 40 Preise 15 Mart à 10 Mart . Genaue Prospekte zur Verfügung des geehrten Publikums. Jedermann, ob Dame ober Herr, ledig oder verheiratet, erhält auf bequemfte Teilzahlung Garderobe für Herren, Damen, Kinder. Kleiderstoffe, Wäsche, Gardinen, Portieren, Teppiche, Steppdecken Möbel, Polsterwaren. und Einzelne Stüde tomplette Einrichtungen. Reichhaltigste Auswahl. Billigste Preisnotiz. Kaufhaus auf Kredit „ Für alle Welt Schöneberg, Hauptstr. 19 direkt am Kaiser- Wilhelm- Play, dem alten Rathaus gegenüber. Ziehung am 11. u. 12. Mal AusstellungsLotterie der Internationalen Motorboot- und Motoren- Ausstellung, Berlin 1910. 130 000 Lose 5738 Gewinne i. Gesamtwerte v. Mark 130000 Hauptgewinne im Werte von Mark 50000 20000 10000 12W Lose à 3 Mark, o Pfg. extra 30 in allen Lotteriegeschäften u. durch Plakate kenntlichen Verkaufsstellen Generaldebit: Bankgeschäft Lud. Müller& Co. Berlin C., Breitestr. 5 Tel- Adr.: Glücksmüller Grosse Betten 12 Mk. ( Oberbett, Unterbett, 2 Riffen) mit doppeltgereinigten neuen Bett febern, beffere Betten 15, 19, 24 Wit.; 1½ fchl. Betten 15, 20, 23, 29, 36 L usw. Bersand geg. Nachnahme. Preis liste, Proben, Berpadung toftenfrei, Berlin S. 890 Gustav Lustig, Prinzenstr, 46 Größt. Spezial- Geschäft Deutscht. Neu! Leipziger Str. 35. Königstr.46 Ecke Charlottenstrasse Ecke Hoher Steinweg Juweliere, Gold- und Silberschmiede. Ateliers für Juwelenschmuck und Kunstarbeiten. Fabrikation. Export nach allen Ländern. und Uhren Ein Meisterwerk vollendeter Uhrenfabrikation. Patent- Anker- Remont. Kavalier. Eine gleiche Uhr kostet im Stahl- Uhr Modell 1910. mit versilbertem Ziffer blatt VORWÄRTS Nur Qualität! oistin Zigaretten ges. gesch. Handarbeit Silbergehäuse. Bassinform 800/1000 Reichsstempel M. 20 desgl. mit Sprungdeckel M. 28 . M. 10 in Tula- Silber ... M 12 ta Gold. 3jährige schriftliche Garantie. . M. 38 M. 45 Neu! Für Ausflügler empfehlen wir: Wanderbuch für die Mark Brandenburg Keine Ausstattung! Berlins. von nur organisierten Arbeitern hergestellt! • Spezialitäten: No. II No. III ohne Mundstück mit 10 Stück 20 Pf. ohne Mundstück " • mit Gold 10 10 " 20 20 " " " mit mit Gold " Neu! • 3 Teile, mit 56 Karten. Erfter Tell: Nähere Umgebung Preis 1,50 M. Zweiter Teil: Weitere Umgebung Berlins, weftliche Hälfte Preis 2 M. Drifter Teil: Weitere Umgebung Berlins, östliche Hälfte Preis 2,50 M. 100 Ausflüge um Berlin bon Georg Siegerist. Mit 20 Karten. - 2,- M. 10 Stück 30 Pf. Märkische Wanderfahrten. 10 30 " " 10 30 " An Qualität unerreicht! Von Kennern als beste Zigarette der Gegenwart anerkannt. Versuch überzeugt! Kautabak Marke Grimm& Triepel Nr. 3 dick grüne Verpackung Marke Grimm& Triepel Nr. 5 Marke Grimm& Triepel Nr. 6 Marke Grimm& Triepel Nr. 7 mittel Karton gelbe Farbe mitteldünn Kart. rosa Farbe dünn Karton blaue Farbe Wir bitten darauf zu achten, dass jedes Pfund mit OriginalVerschluss geliefert wird und warnen vor Nachahmungen. Grimm& Triepel, Nordhausen. Metzner Verkauft billigst Kinderwagen Metallbettstellen Gartenmöbel Berlin O. Andreasstr. 23. Brunnenstr. 95. Leipzigerstr. 54/55., Beusselstr. 67. Rixdorf, Bergstr. 133, Grösstes Special- Haus. " Neu! + Magerkeit+ Bon Georg Siegerift. Mit 10 Karten.- 1,50 M. Kiehlings Taschenatlas der Um. gegend Berlins, mit 100 Aus2,- M. flügen Das eine Wanderbuch. 100 beliebte Ausflüge von Berlin. Mit 30 Karten und 20 Abbildungen. • . 1,- m. schwindet durch Haufe's Nähr- Pharus- Wanderkarte„ Rund um pulver ,, Thilossia". Preisgekrönt Berlin 1904. In 6 Wochen 24 Pfund ärztl. kontrollierte Zunahme. Gar. unschädl. Viele Anerk. Karton Berlin". 1,50 M. Spezialfarten in reicher Auswahl und in allen Preislagen vorrätig. 2 M., bei Postversand Porto und Expedition des ,, Vorwärts", Nachnahmespesen extra. H. Haufe, Berlin N., Greifenhagenerstr. 70. Depots in folgenden Apotheken: Berlin SW., Lindenstr. 69, Laden. Schneiderei für elegante Leipzigerstr. 74( Dönhoffplatz) Herren- u. Knaben, Kronen- Apotheke, Friedrichst.160, Potsdamerstr. 29, Köpenickerstraße 119, Frankfurter Allee 74, Rosenthalerstr. 61, Reinickendorferstr. 1. Spandau: AdlerApotheke, Potsdamerstr. 40. Best.: Pflanz. Eiw. Haemogl. Lecith. Banm. Natronclh. Cac. Zucker. Rancher nevorzugen " TUMAL Cigaretten EWZ > Zari" 2 Pfg. per Stück. Sohlengeiz DAWZH1873 frage nicht, warum air Sohlen Ah, fo fonell zum Deibel gehn frage nicht, warum der tage Sie nicht beffer widerfchal frage lieber, was die manga Zu befeitigen verspricht Und ich fage dir mein Engel, Sohlengels mat sab und digit Dose 25 Pf. 2 Dosen postfrei 50 Pff. ( auch Briefmarken) v.d. Sohlengeiz fabrik Karl Käch, Berlin- Friedenau Berantwortlicher Redakteur Richard Barth, Berlin. Für den Inseratenteil verantw.: Th. Glode, Berlin. Drud u. Verlag: Vorwärts Buchdruderei u, Berlagsanstalt Paul Garderobe. 9 Fertig und nach Mass. Garan tie für tadellosen Sits und beste Verarbeitung. Auf Teilzahlung Wochenrate vo 1 MK.. J.Kurzberg Rosenthalerstr. 40 direkt am Hacke schen Markt, im Laden u. I. Etage GartenStädte: □ R. 20 M. ant in Biesdorf, Stadtbahn. ☐ R. 15 M. an Seegefeld, am Bahnhof. OR. 15 M. an Bahnh. Sadowa, Bies. dorf, Kaulsdorf. Süd. R. 12 M. an Kaulsdorf, am Bahnhof. R. 4 M. an in Petershagen, Dftbahn. Kleinste Anzahlung. Bequemste Abzahlung Auch zehnjährige Amortisationshypothef Berkaufsstellen an den Bahnhöfen. Nieschalke& Nitsche BERLIN Nene Königstraße 16. Amt VII 6376. teppdecken nur eigene Fabrikation im Hause. Einzelvert. an Private zu Fabrifpreifen. Bernhard Strohmandel, Berlin, 72. Wallstr. 72, wo auch alte Steppdeden aufgearbeitet werden. Juftr. Breistatalog gratis, Singer& Co., Berlin SW, Hr. 101. 27. Jahrgang. 3. Mze des Lmiirls" Serlim WIKsM Zonntag, 1. Mai 1910. Gewerksekaftttcke�. zum Kampf für den Hcbtftundens Arbeitstag 1 Es läßt sich bereits jetzt erkennen, daß die deutschen Ge- werkschaften im Jahre 1909 eine Gesamtzunahme ihrer Mit- gliedzahlen von über Hunderttausend erzielt haben werden. Wenn auch etwa zehn Organisationen Mitglieder- Verluste zu verzeichnen haben infolge der Krise, so wird aber dieser Verlust nicht groß sein, wie schon jetzt feststeht und bei der Gesamtzahl erst recht nicht schwer ins Gewicht fallen können, wenn wir auch wünschen, daß ein Verlust besser bei keiner Organisation vorhanden wäre. Sämtliche Jahres- berichte liegen ja noch nicht vor. Es sei jedoch gestattet, aus den etwa dreißig bisher bekannt gewordenen Berichten von 22 Verbänden das wertvollste Zahlenbeweismaterial mitzu- feilen, woraus die Gesundung sich deutlich erkennen läßt, gegenüber dem Stillstand des Vorjahrs. Die Situation der imAufwärts st eigen begriffenen Verbände ist folgende: Inzwischen hat auch dieses Frühjahr ein weiterer Zu- gang bei allen größeren Organisationen stattgefunden, so daß die Zeit des Stillstandes in der Mitgliederbewegung wieder glücklich überwunden und mit neuer Kraft und größerer Freudigkeit die Werbearbeiten auk der ganzen Linie einsetzen können: Dem Achtstundenarbeitstage entgegen! Ohne Zwei- fel bringt auch die gegenwärtige Bauarbeiterbewegung für die Gewerkschaftsbewegung überall Erfolge, nicht minder die reaktionäre sozialpolitische Regierungspolitik, wie sie mit der Ncichsversicherungsordnung ausgegeben worden ist.- So- vielTatsachenwiegegenwärtigwaren jeden- falls noch nickt vorhanden und klar vor aller A rbeit er a ugeu ausgebreitet, womit die aller- besten Möglichkeiten für eine intensive Agitation überall und für alle Berufsangehörigen gegeben sind. Darum werbt! Arbeiter und Arbeiterinnen, stürzt Euch hinein in die Agitation!_ ßertin und Umgegend. In beut Streik der Leitergerüstbauer sind Friedensverhandlungen angebahnt worden durch den Malermeister Kruse, der versuchte, die Differenzen zwischen den Streikenden und der Firma A l t m a n n vor das Einigungsamt zu bringen. Auch Herr Altmann hatte schon um eine Vermittelung bei dem Gewerbegericht angestagt, und am Freitag fand eine Aussprache darüber bei den streitenden Parteien statt. Herr A l t m a n n stellte sich zuerst aus den Standpunkt, daß er nur mit einem Ausschuß»seiner Arbeiter' verhandeln wolle. Darauf konnten sich natürlich die Vertreter des Deutschen Transport- arbeiterverbandeS. welche die Sache der Streikenden führen, nicht ein- lassen. ES kamen dann einige Differenzen zu Besprechung über die Alt- mann erst am Montag Bericht erteileen will, so daß sich dann entscheiden wird, ob die Verhandlungen in Fluß zu bringen sind. Mit dem Arbeitermaterial, welche« sich die Firma aus Essen ver- schrieben hat, ist man gar nicht zufrieden. Vor diesen Streikbrechern scheint Herrn A l t m a n n selbst ein Gruseln anzukommen, denn er möchte sie am liebsten wieder loS sein und verstieg sich sogar zu dem Vorschlag, daß der Verband den Leuten da? Reisegeld geben könnte. um sie dorthin zu schicken, wo sie hergekommen sind, womit natürlicki die Firma von aller Verantwortlichkeit befreit wäre. Diesen Wunsch konnte der Verband aber nicht erfüllen. Herr Altmann hofft, daß die Streikenden wankend werden, weil Pfingsten bald vor der Tür steht. Aber die Streikenden sind entschlossen auszuharren. Das zeigte sich auch wieder in einer gutbesuchten Versammlung, die sie am Sonnabendnachmittag im.VolkshauS', Charlottenburg, abhielten. Die größte Entrüstung gab sich kund über das Verhalten der Polizei, besonders in Charlottenburg, wo auch Unbeteiligte unter dem rigo- roien Vorgehen der Schutzleute zu leiden hatten. Von einem Bau- arbeiter wurde erzählt, der mit einem dreijährigen Kinde an der Hand dem Treiben der Polizei zusah und plötzlich gepackt und so übel zu- gerichtet wurde, daß er mit einem Wagen nach dem Krankenhaus Westend gebracht werden mußte. Uebcrall ist ein großes Aufgebot vvn Schutzleuten zu sehen, wo Streikbrecher beschäftigt werden. Alle Ausschreilungen der letzteren werden sofort den Streikenden zugeschoben. Der„Vorwärts' hat die lügenhaften Be- richte der bürgerlichen Preffe mehrfach scharf zurückgewiesen. Welchen Lärm machte diese Presse in den letzten Tagen über die Exzesse in Wilmersdorf, die allein von den Streikenden verschuldet sein sollten I Jetzt schreibt die„WilmerSdorser Zeitung" svom Freitag), die sich auch als„amtliche Zeitung" bezeichnet: „Zu den Streikunrnhen in der Prinzregentenstraße, erfahren wir noch, daß der sistierte Verwalter de« Gartens, in dem sich ein Teil der Exzedentcn verborgen gehalten hat, sofort wieder auf freien Fuß gesetzt worden ist. Es hat sich inzwischen auch herausgestellt, daß der Verdacht der Beamten, der Verwalter habe den Streikenden Unterschlupf gewährt, vollständig un- begründet war. Auch die von uns ignorierte, aber von auswärtige» Blattern verbreitete Behauptung, in dem Garten sei ein � voll- ständige? Nachtlager der Streikenden eingerichtet gewesen, ist un- richtig. Der Verwalter de« Gartengrundstücks Prinz-Regenten- Straße, der ein kleines einstöckiges Haus inmitten des Gartens bewohnt, schildert den Vorfall vielmehr folgendermaßen: Gegen Vjl Uhr nachtS sei er durch Schüsse aus dem Schlafe geweckt worden. Als er ans Fenster eilte, näherten sich dem Hause zwei Personen, die sich als Arbeitswillige ausgaben und nach dem Ausgang fragten, da man sie verfolge. Darauf habe er sich rasch angekleidet und sei zur. Türe geeilt. Als er diese öffnete, will er sich einem Trupp Schutzleuten und Arbeitern gegenübergesehen haben. Uit- mittelbar darauf wurde er, von wem kann er nicht an- geben, niedergeschlagen, so daß er annahm, er habe ver- kleidete Schutzleute vor sich. Als es ihm endlich gelungen war, sich loszureißen und in die Haustüre zu flüchten, habe man ihn erneut herausgezogen und niedergeschlagen. Er sei froh gewesen, als man ihn endlich aufforderte, zur Wache mitzukommen und er habe sich nicht geweigert, dieser Aufforderung Folge zu leisten.— Diese Schilderung steht in diametralein Gegensatz zu den Angaben der Beamten. Man wird deshalb gut tun, mit einem Urteil zurückzuhalten, bis die Angelegenheit ihre gerichtliche Erledigung gefunden hat." In dieser Notiz ist nur bestätigt, was der„Vorwärts" über die augeblichen Exzesse der Streikenden geschrieben hat. Achtung, Bautischler! In der Bautischlerei von Herzog, Friedenau, Handjerhstraße 52, sind sämtliche Kollegen in den Aus- stand getrete», weil diese Firma bei Einführung einer neuen Arbeitsmethode 5» Prozent von den bisherigen Tarifpreisen ab- ziehen will. Der Betrieb bleibt bis auf weiteres gesperrt. Der Gauvorstand. Deutlenes Reich- Ueber den Umfang der Bauarbeiteraussperrnng wurde am Donnerstag in einer VorstandSsitzung des Arbeitgeber- bundcs berichtet. Angeblich sind von den Unternehmern im ganzen Reiche 185 5(X1 Ausgesperrte gezählt worden. Die Unternehmer machen sich die Hoffnung, daß diese Ziffer in den nächsten Tagen noch um 10 Proz. zunehmen wird. Wir glauben aber, daß nach dem Beispiel Hamburgs Berlins, Bremens und anderer Orte eine Abbröckelung der Aussperrung stattfinden dürfte. Auch sind wir nicht gerade überzeugt davon, daß die Angabe der Unternehmer von 18S 500 Ausgesperrten die richtigere ist gegenüber der der Arbeiter von nur 130—140 000 Ausgesperrten. Soviel steht aber auch nach den von den Unternehmern gegebenen Ziffern fest, daß die Aussperrung bei weitem nicht den Um- fang erreicht hat. den die Scharfmacher als für ihre Zwecke not- wendig erachtet haben._ Aussperrungen in der Metallindustrie in Hagen in Sicht. In einer vertraulichen Sitzung der Unternehmer wurde be- schlössen, am 4. Mai 50 Proz. der in den Gießereien beschäftigten Arbeiter zu kündigen, wenn bis dahin die in einigen Betrieben streikenden Arbeiter die Arbeit nicht aufgenommen und die geheime Sperre nicht aufgehoben haben. Nötigenfalls soll am 18. Mai der Rest der Gießereiarbeiter und am 1. Juni 50 Proz. der gesamten Arbeiter gekündigt werden. Es würden im ganzen 20 bis 30 000 Arbeiter in Betracht kommen. Ter Gärtnerstreik in Remscheid, über den der„Vorwärts" in seiner Nr. 74 berichtete, ist beendet. Die Gärtner können mit dem Erfolg ihres Kampfes vollauf zufrieden sein. Ganz abgesehen davon, daß sich die Streikenden musterhaft hielten— kein einziger wurde zum Verräter— und sich Streikbrecher überhaupt nur ver- einzelt auftreiben ließen, ist es den Gärtnern gelungen, ihre Forderungen durchzudrücken. Die namhaftesten Firmen haben bewilligt, über die übrigen, einige kleinere Firmen, die nicht bewilligt haben, ist die Sperre verhängt worden. Die Aussperrung im Hamburger Fleischergewerbe ist nunmehr durch die Innung vollzogen worden, weil die Organisation den Boykott über die Firma K o t s ch nicht aufgehoben hat. Durch Rundschreiben der Innung wurden alle Meister aufgefordert, diesem Beschluß sofort nachzukommen. Zuzug von Schlächtergesellen nach Hamburg ist fernzuhalten. Im Steinsetzgewerbe zu Plauen i. B. haben am Donnersiag- abend Verhandlungen stattgefunden, die zu einer Beilegung der Lohn- differenzen führten. Am Montag wird die Arbeit wieder auf- genommen. Die Unternehmer haben sich verpflichtet, einen Stunden- lohn von 60—ö3 Pf. zu zahlen. Die Rammer erhalten 40—50 Pf. Stundenlohn. Die Arbeiter haben durch den Streik eine Erhöhung des Stundenlohnes von 6 Pf. erzielt. Hueland. Die Delegiertenversammlung des Verein? schweizerischer Lokomotivführer hat nach eingehender grundsätzlicher Debatte mit 42 gegen 28 Stimmen bei 8 Stimmenthaltungen den Anschluß an den Gewerkschaftsbund beschlossen. Besonderen Ein- druck hatten die Ausführungen des Vertreters der ö st e r r e i ch i- s ch e n Lokomotivführer gemacht, der darlegte, daß diese die gleiche Krise durchgemacht, durch den Anschluß an die Gesamtarbeiter- bewegung aber große Errungenschaften erzielt haben. Auch in Oesterreich seien die Eisenbahner immer allein auf die Sozial- demokraten angewiesen. Mit 51 Stimmen wurde Zürich wieder als Vorort bestellt. Vorher war die Verschmelzung mit dem Heizerverein beschlossen worden. Dagegen beschloß die Delegiertenversammlung des Verbandes des Rangier- Personals noch einmal, mit 32 gegen 20 Stimmen, A b- l e h n u n g des gleichen Antrages. Den Anschluß an den GeWerk- schaftsbund beschloß gleichfaö. ei n st i m m i g und ohne Diskussion, die Tagung der Arbeiterunion schweizerischer Transportanstalten, der 11000 Mitglieder angehören. Der Beitritt � zur Internationalen Transportarbeiter-Föderation wurde für die nächste Delegierten- Versammlung zurückgestellt._ Der Lohnkampf in der englischen Textilindustrie. London, 28. April.(Eig. Ber.) Die Lage im englischen Textilgewerbe nähert sich von Tag zu Tag mehr dem Punkte, wo eine Krise unausbleiblich wird. Im- Unternehmerverbande scheinen die rücksichtslosen Scharfmacher, die es auf eine Demütigung der Arbeiter abgesehen haben, endgültig die Oberhand zu gewinnen. Am Mittwoch hielten die Unternehmer eine große Versammlung in Manchester ab, in der der Vorschlag des Verbandsvorstandes, „die nötigen Schritte zur allgemeinen fünfprozenti- gen Lohnreduktion zu unternehmen", behandelt wurde. Ueber die„moralische Berechtigung" der Forderung der Unter- nehmer kann man sich daraus ein Urteil bilden, daß sie selbst von einem großen Fabrikanten scharf zurückgewiesen wurde. Dieser erklärte, die Arbeiter haben im Laufe des letzten Jahres ohnehin schon sehr große Lohnausfälle infolge der organisierten Produk- tionseinschränkung erlitten und hätten jetzt ein Recht darauf, daß ihre Interessen berücksichtigt werden. Die versammelten Unter- nehmer aber schenkten diesen Worten kein Gehör und nahmen die Resolution des Vorstandes mit allen gegen zwei Stimmen an. Die „nötigen Schritte", die unternommen werden sollen, sind erstens eine Urabstimmung der Mitglieder des UnternehmerverbandeS. Wenn, worüber kein Zweifel mehr möglich ist, vier Fünftel der Unternehmer für die Lohnreduktion stimmen, dann tritt diese nach einem Monat in Kraft. Am Montag findet die gemeinsame Konferenz der Vertreter der Fabrikanten und Arbeiter statt. Wenn diese zu keinem Ver- gleich führt, dann wird unter den Arbeitern eine Urabstimmung vorgenommen, um festzustellen, ob vier Fünftel derselben für einen Kampf sind. Man nimmt allgemein an, daß die Arbeiter sich prcrk» tisch einstimmig für d-n Widerstand erklären werden. Ein großer Teil der Unternehmer scheint zu dieser scharf- macherischen Haltung durch die Hoffnung veranlaßt zu sein, daß eine Produktionsstockung im gegenwärtigen Augenblicke zu einem Preissturz in der Rohbaumwolle führen werde. Von anderen Fabrikanten wird dies jedoch bestritten und der Befürchtung Ans- druck gegeben, daß eine Produktionsstockung bei dem jetzigen ge- ringen Warenvorrat der englischen Industrie dauernden Schaden zufügen und ihren deutschen Konkurrenten eine Vorzug- liche Gelegenheit geben werde, namentlich in Indien und Süd- amerika einzudringen. Die Zahl der von dem Konflikt unmittel- bar betroffenen Textilarbeiter beträgt 150 000. Verniilektes. Familiendrama. Aus bisher noch nicht aufgeklärten Ursachen versuchte in Bollingen(Elsaß-Lothringen) die Frau des Bergmanns AndrA sich und ihre vier Kinder durch Messerstiche zu töten. Ein sechsjähriges Mädchen ist an den erhall«�.. Verletzungen gestorben, die Frau, ein achtjähriges und ein zwei- einhalbjährigcs Mädchen liegen an schweren Verletzungen danieder, während ein Mädchen von neun Jahren mit leichteren Verwundungen davon kam. Offenbar hat die Frau die entsetz- liche Tat im Zustande geistiger Störung begangen. Zur Affäre Hofrichter. Das Verhör mit Frau Hofrichter wurde Sonnabendvormiitag fortgesetzt. An eine Mitschuld glaubt man nicht. Dem Wiener Sicherheitsbureau ist aus Essen an derRuhr die Mitteilung zugekommen, ein seit 16. April in Haft befindlicher Chemiker, bei dem Zyankali gefunden wurde, habe die Angabe gemacht, daß er eine Stange von diesem Zyankali seinerzeit Hof- richter übergeben habe» den er zufällig auf einer Reife kennen gelernt habe. Nach einer weiteren Meldung wurde Frau Hofrichter Sonn- abend abend aus dem Polizeigewahrsam entlassen, doch wird die Untersuchung wegen dringenden Verdachts des Verbrechens der falschen Zeugenaussage gegen sie fortgesetzt. Schwerer Automobilunfall. In der Nähe des Kölner Stadtwaldes fuhr am Sonnabend ein von Aachen kommendes Automobil, das von vier Personen besetzt war, mit voller Wucht gegen einen Baum. Durch den Anprall wurden die Insassen herausgeschlendert; einer war sofort tot, zwei wurden schwer verletzt, der Führer des Wagens erlitt leichtere Verletzungen. Das Automobil wurde vollständig zertrümmert. Ueberführung der Leiche Björnsons. Nach einer Meldung aus Kopenhagen kam der Sarg mit dem Leichnam BjörnsonS am Sonnabendvormittag auf dem dortigen Bahnhofe an. Zu der Ankunft hatten sich die meisten Minister, viele NeichstagSabgeordnete und eine große Anzahl Ver- treter der Kunst und Wissenschast eingefunden. In feierlichem Zuge wurde der Sarg durch die Straßen Kopenhagens nach dem Hafen geleitet, wo er durch ein norwegisches Panzerschiff i» Empfang genommen wurde, um in die norwegische Heimat über- geführt zu werden._ Sonderbare Salutschüsse. Die Gadebuscher— so wird erzählt— wollten in dem BuZdrnck der Freude ihres Herzens über die glückliche Geburt des«rbgroß- herzogS hinter der Refidenz Schwerin nicht zurückstehen und auch ihre 101 Kanonenschüsse zum Salut des allerhöchsten Stammhalters verfeuern. Der KönigSschußmörser wurde also hervorgeholt, und Schuß auf Schuß donnerte über das patriotische Gadebusch dahin. Allein die Bedienungsmannschaft hatte die Ladungen wohl etwas kräftig bemessen— beim 93. Schuß war ihr plötzlich da» Pulver ausgegangen, und nun war Gadebusch in Not. Kein Körnchen Pulver war in der ganzen Stadt aufzutreiben. Der findige StadtmusikuS fand endlich einen Ausweg. Er eilte mit der großen Pauke auf den Markt- platz, und mit acht mächtigen Schlägen auf das Kalbfell wurden die vorschriftsmäßigen Kanonen» schlüge vollzählig gemacht. Neue Jünger des Hauptmann von Köpenick. Jetzt hat der Hauptmann von Köpenick sogar in Sardinien Nachahmer gefunden. In Saasari stellten sich in der Nacht zum 27. Mai ein Wachtmeister der Corabinieri mit einem Gemeinen derselben Waffe und zweiJnfanteriefoldaten dem Gutsbesitzer Pietro F e d e l i vor und erklärten, sie hätten bei ihm eine Haussuchung vorzunehmen. Sie machten ihre Sache sehr gründlich und fanden in barem Gelde 1300 Lire von Nachdem sie ihrem Zweifel über die Rechtmäßigkeit dieses Besitzes Ausdruck gegeben halten, beschlagnahmten sie die Summe, und da der Besitzer protestierte, stellten sie ihm eine regelrechte Quittung aus. Dann gingen sie ihrer Wege, besuchten den Gutsbesitzer De Candia, beschlagnahmten 60 Lire, q u i t t i e r t e n und wurden nicht mehr gesehen. Am nächsten Tage begaben sich beide Behaussuchten in das Wachtlokal und er- fuhren zu ihrem Schrecken, daß von den Behörden keinerlei HauS- fuchung veranlaßt worden war. Bis jetzt ist man den Schlau- meiern noch nicht auf der Spur. Kleine Notizen. Durch eine Gasexplosion wurde in EberSwalde der Gas- anstalsarbeiter Schumann schwer verletzt, ein anderer Arbeiter erlitt leichtere Verletzungen. Die Explosion entstand bei der Ab- leuchtung undicht gewordener GaSröhren in einem Restaurant. Als Schwindler verhaftet wurde in Budapest der Gutsbesitzer und Sportsinann Julius B e t a f f y. Er wird beschuldigt, einen tm Jrrenhause befindlichen Hauptmann um mehr als 300 000 Kronen betrogen zu haben. Griisi» Vaugha», die Witwe deS verstorbenen Königs Leopold von Belgien, wurde bei einer Ausfahrt von ihrer jüngsten Schwester Frau Adele A n f e l i mit einem Revolver be- droht. ES soll sich bei dem Attentat, das mit einer nicht geladenen Waffe vorgenommen wurde, um Gelderpressimg gebandelt haben. Singegangcne Drucklcbviftcn. Handbuch der sozialdemokratischen ParteUas« 1863—9109, bearbeitet von Wilhelm Schröder, komplett in 18 Licserungen a 80 Ps. zu je 32 Seiten. Verlag vo»(5. Birk u. Co. m. b. H., München. Soeben ist die 9. und 10. Lieserung erschienen. ES werden" darin behandelt: Land- tagSwahlbeteiligung— Lassalleancr(Sezession)—„Leipziger Volks- zeitung"— Löbtauer Prozek— Lokalsrage— Maiseier— Maisestzeitung — MajestätSbcleidlgungSparagraph— Massenstreik— Mecklenburg— Militarismus. Geffentliche politische Versammlungen. Achtung! Gewerkschaften. Geffentliche Versammlungen am 1. Mai. Martusstr. 47. Sämtliche Versammlungen finden mit Hilfsarbeitern und Frauen statt. Die Tagesordnung in sämtlichen Die Bedeutung des 1. Mai. Versammlungen lautet: mittags 12 Uhr. Referent: Johannes Hak. bei Litfin, Referenten: K. Liebknecht und Heinrich Schulz. Glaser, Glasarbeiter, Glasschleifer, Glasbläser, Hilfsarbeiter u.-Arbeiterinnen. it Holzarbeiter. Mittags 12 Uhr in der Neuen Welt", Hafenheide 108-114. Memelerstr. 67. Referent: Paul Stößel. Treffpunkt der Glasarbeiter, Schleifer, Bolterer, Hilfsarbeiter und Arbeiterinnen um 11 Uhr bei Singe, Hutmacher. Mittags 12 Uhr in Obiglos Festfälen, Schwedter Straße 23/24. Referent: R. Roblenzer. Graphisches Gewerbe. Gruppenversammlung: Bockbrauerei( leiner Saal), am Tempelhofer Berg, Isolierer und Steinholzleger. Rachmittags 3 Uhr bei Böker, Weberſtr. 17. Referent: K. Wücke. Alle bazu gehörigen Branchen: Buchdrucher, Buchdruckerei hilfsarbeiter u.-Arbeiterinnen, Schriftgießer, Kupferschmiede. Mittags 12 Uhr bei Melchert, Bergstr. 68. Referent: M. Gecht. Kürschner. Mittags 12 Uhr im Alten Schützenhause, Linienstr. 5. Referentin: Regina Friedländer. Maler und Lackierer. Mittags 12 Uhr in Dräsels Festfälen, Neue Friedrichstraße 35. Maschinisten und Heizer. Mittags 12 Uhr in den Arminhallen", Kommandantenstraße 58/59. Maurer, Fliesenleger, Backofenmaurer und Kunststeinversetzer. Photographen, Stereotypeure, Lithographen u. Steindruder, Khlographen, Formstecher u. Tapetenbruder fommen in der Gruppenversammlung zusammen. Gruppenversammlung im Deutschen Hof, Handels-, Transport- und Verkehrsgewerbe. Rudauer Straße 15, miltags 12 Uhr. Referent: Adolf Soffmann. Handlungsgehilfen und Gehilfinnen, Kaufleute, Lagerhalter, Sausdiener, Sandelshilfs. Lederbearbeitung. Gruppenversammlung mittags 12 Uhr bei Schmidt, Prinzen- Allee 33. arbeiter, Geschäfts, Arbeits- und Droschkentutscher fommen im Bersammlungslokal zusammen. Referent: Paul Barthel. Lohgerber, Weißgerber, Lederzurichter, Lederfärber und Handschuhmacher gehen direkt in die Gruppenversammlung. Nahrungs- und Genußmittel- Gewerbe. ittags 12 Uhr in Boekers Feitfäle, Weberstr. 17. Referent: Robert Fendel. Treffpunkte: Gastwirtsgehilfen und Café- Angestellten: Bormittags 11 Uhr im Verbandslokal Große Hamburger Str. 16-19. Hotelbiener: Bormittags 11 Uhr im Verbandslokal Beidenbamm 1a. Schlächter: Bormittags 11 Uhr im Berkehrslokal Wächter, Elifabethstr. 11. Mühlenarbeiter gehen von den Betriebslokalen geschloffen in ble Bersammlung.- Friseure und Barbiere, Gärtner, Musliter, Tabat arbeiter und Arbeiterinnen und Zigarrenfortierer gehen direkt in die Versammlung. Schneider und Schneiderinnen, Wäsche- und Krawattenarbeiterinnen und Zuschneider. Mittags 12 Uhr: Kellers Neue Philharmonic, Stopenider Str. 96/97. Ref.: Wolfgang Heine. Treffpunkt der Wäsche, Strawatten, Blusen, Negligés, Korfeit und Schürzenbranche sowie der plätterinnen und Wäscherinnen vormittags 10 Uhr in Schulz' Festsälen, Am Königsgraben, Münzstr. 17. ( Versammlung der Bauhilføarbeiter.) Referent: Emil Dittmer. Asphalteure und Pappdachdecker begeben fich in ihre Gruppenversammlung. Bäcker und Konditoren. tags 12 hr in den Sophien- Sälen, Sophienſtr. 17/18. Bauarbeiter. Mittags 12 Uhr bei Franke, Babstr. 19. Holz-, Stein- und Gips- Bildhauer und Modelleure. Mittags 12 ur im Treptower ustgarten, Treptow, Bartstraße. Referent: G. Lint. Referent: Robert Schmidt. Nachmittags 3 Uhr im KönigBlumen- und Federnarbeiter und-Arbeiterinnen. abtine, Solamartiftraße 72. Referent: G. Bauer. " Referent: Dr. A. Bernstein. Mittags 12 Uhr in der Berliner Bockbrauerei, Tempelhofer Berg. Referent: P. Hirsch. Treffpunkt der Fliesenleger bis 11 Uhr bei Habel, Bergmannstraße, dann Abmarsch. Putzer. Mittags 12 Uhr in Frehers Festfälen( früher Keller), Stoppenstr. 29. Referent: A. Ritter. Gips- und Zementarbeiter. Mittags 12 ur bet Happoldt, Hasenheide. Referent: Dr. Silberstein. Metallarbeiter. Mittage 12 Uhr in der Brauerei Friedrichshain, Am Friedrichshain 16-23. Referent: Fritz Zubeil. Die Mitglieder der einzelnen Branchen treffen sich morgens 10 Uhr in folgenden Lotalen: aufchloffer, Geldschrankschloffer und Schwarzblechschloffer bei Ballschmieder, Badstr. 16. Bauanschläger im Englischen Garten", Alexanderstraße 27c. Chirurgische Instrumentenmacher und Eisenformer in den Borussiajälen", Aderstr. 6/7. Eisen, Metall- und Revolverdreher in den " Germaniasälen", Chauffeeftr. 119( weißer Saal) Elektromonteure in Zühlkes Festfäle, Dennewigstr.13. Gravenre, Ziseleure, Gold: und Silberarbeiter im Dresdener Kasino", Dresdener Str. 96. 13. Maschinenarbeiter und Hilfsarbeiter in den Pharusjälen", Müllerstr. 142. Metallbrücker und Metallformer in der" Drachen. burg", Bor dem Schlesischen Zor 2. Rohrleger und Mechaniker in den Festfälen", Andreasstr. 21. Prachtsäle bes Oftens", Frankfurter Allee 151/152. Schmiede, Feilenhauer und Wickler in der Bock braueret, Chauffeestr. 64. Werkzeugmacher und Maschinenschloffer in der Kronenbrauerei, Alt- Moabit 146/147. Sämtliche Hilfsarbeiter, die nicht in bestimmten Branchen tätig sind, in den" Pharusfälen", Müllerstr. 142. Die Arbeiterinnen schließen sich der Branche an, in welcher fie beschäftigt sind. Gewertihaftshaus, Engelufer 15( Saal 1), Gürtler, Schleifer und Schraubendreher in Kliems Klempner und Drahtarbeiter in den„ Andreas. Porzellanarbeiter und Schildermaler. Sattler, Portefeuiller. Rittags 12 Uhr, Arminhallen, Kommandantenstraße 58/59( großer Saal). Böttcher treffen fi vormittags 10 Uhr im Reſtaurant des Gewerkschaftshauses und geben in die Schirmmacher. Die Mitglieber gehen direkt in die Bersammlung der Holzarbeiter. Schmiede. Mittags 12 Uhr, F. Wilke, Brunnenstr. 188. Referent E. Basner. Brauereiarbeiter. Mittags 12 Uhr im Glyfium, Landsberger Alee 40/41. Referentin: Frau Emma Jhrer. Bootsbauer. Dittags 12 Uhr im Arbeitsnachweislokal, Stralauer tee 17e. Referent: Jonny Hinrichsen. Bersammlung der Holzarbeiter nach Neue Welt. Referent: F. Faak. Treffpunkt 10 Uhr: Album und Galanteriebranche: Wählisch, Staliger Str. 22; Goldschnittmacher: G. Manzey, Reichenberger Str. 16; Kartonbranche( 9 Uhr vorm.): P. Dietrich, Marfiliusstr. 21. Referent: A. Giebel. Bureauangestellten. Mittags 13 Uhr im Rosenthaler Hof, Rosenthaler Straße 11/12 Dachdecker.ttags 12 Uhr im Englischen Garten, Meganderstr. 27c. Referent: Nich. Woldt. mittags 12 Uhr. Referent: Stuhr. Referent: M. Grunwald. hain 29-32. Referent: Eduard Bernstein. Mittags 12 Uhr, Arminhallen, Rommandanten Referent: Dr. H. Weyl. Mittags 12 Uhr, Keller, Köpenider Str. 96/97. Ref.: P. Pawlowitsch. Buchbinder u. Buchbinderei- Arbeiterinnen, Etui- u. Ledergalanterie- Arbeiter u.-Arbeiterinnen. Schuhwaren- Industrie. Gruppenversammlung mittags 12 Uhr im Schweizergarten, am FriedrichsMittags 12 Uhr im Restaurant Sanssouci, Kottbuser Str. 6. Referenten: E. Brückner und E. Sloth: Stein-, Granit- und Marmorarbeiter. 58/59( leiner Gaal). Ref.: Sugo Pochsch. Steinsetzer, Rammer und Steinhauer. Mittags 12 Uhr, Germania- Säle, Chauffeeftr. 110. Stukkateure u. Gipsgießer. Die Mitglieber treffen sich um 11 Uhr in den Bahlstellen des Verbandes. Tapezierer. Mittags 12 Uhr bei Wendt, Beuthstraße 21. Referent: A. Zisewith. Textilarbeiter. ittags 12 Uhr, Patria- Festfäle, Große Frankfurter Straße 31. Referent: 23. Nöffel. Töpfer. Mittags 12 Uhr, Gewerkschaftshaus, Engelufer 15( großer Saal). Referent: Emil Wusky. Hafenarbeiter( Bretterträger)... Die Rolf, treffen fich porn. 10%, Uhr in den gifteen. Zimmerer. Mittags 12 Uhr, Brauerei Königstadt, Schönhauser ce 10. Referent: Dr. David. Mittags 12 Königstadt- Kasino, Referent: Uhr, koll. Zahlstellen. Alle in Berlin stattfindenden Versammlungen gelten durch dieses Juferat als genügend angemeldet. 2 Versammlungen mittags 12 Uhr. 1. bei Raabe, Stolberger Fabrik- und Hilfsarbeiter. age 23; 2. bei Breuer, Gr. Frankfurter Straße 117. Referenten: K. Hetzschold und Zimmermann. Gemeindearbeiter. Mittags 12 Uhr in ben Musikerfälen, Kaiser- Wilhelm- Straße 18m. Referent: P. Dupont. Außerdem finden in Groß- Berlin noch folgende Versammlungen statt: Adlershof. Mittags 12 Uhr bei R. Beyer, Bismarddstr. 10. Referent J. Hartmann. Alt- Glienicke. Mittags 1 hr bei Haberecht. Referent: Ewald ir. Bernau. Bormittags 11 Uhr im Schützenhaus. Referent: Theodor Fischer. Dret Bersammlungen mittags 12 Uhr im Volkshause, Rofinenfte. 3, Charlottenburg. Garten, großer und Heiner Gaal. Referenten: Frau Martha Tich, Dr. K. Rosenfeld, W. Siering. | Nieder-, Ober- Schöneweide- Johannisthal. Oranienburg. Mittags 12 Uhr bei chumann, Waldhaus Sandhausen. Pankow. Mittags 12 Uhr in Rocstahs Gesellschaftshaus, Kreuzftr. 3-4. Referent: U. Welter. Reinickendorf. Ost und West. Sittags 12 Uhr im Reſtaurant Schübenhaus, Mittags 12 Uhr im Restaurant Haffelwerder. Referent: N. Diefing. Referent: Stoermer. Referent: A. Domnick. Steinidendorf- Dft, Rixdorf. Bier Versammlungen mittags 12 Uhr. Die Sektionen des Maurerverbandes bersammeln sich bei Felsch, Knesebecstr. 48/49. Maler und Transportarbeiter bet Wolf, Kirchhofftr. 41. Alle übrigen: 1. bei Fris Hoppe, Hermannftr. 49, unb 2. im Karlsgarten, Karlsgartenstr. 6/12. Referenten: Ottilie Baaber, Heinrich Hilpert, D. Langnitschte und$. Ströbel. Senzig. Mittags 1%, Uhr bei Rurt. Referent: Schumann. Stralau- Rummelsburg., am Spielplab, Brinz- Albert- Straße u. Schlicht. 12 Uhr Versammlung unter freiem Dabendorf. Bormittags 11 Uhr bei Saaker. Referent: Mücke. Erkner. Mittags 12 Uhr in Degebroots Gesellschaftshaus, Friedrichstr. Referent: Julius Hesse. Franz.- Buchholz. Bormittags 10 Uhr bei Rähne, Berlinerstr. 39. Ref.: Mart. Meyer. Friedrichsfelde. Mittags 12 Uhr bei Bube, Prinzen Alee 30. Referent: Jesertch. Groß- Lichterfelde. Bormittags 11 Uhr bei Wahrendorf, Bäteftr. Referent: Knot. Grünan- Bohnsdorf. Bormittags 10 Uhr bei Duchauffour, Köpenider Straße 79. Referent: Brühl. Schöneberg. Mittags 12 Uhr in den Neuen Rathausfälen, früher Obst, Meininger Str. 8. Kaulsdorf. Mittags 12 Uhr in Gamanus Gesellschaftshaus, Frankfurter Chauffee. Referent: Kaming. Königs- Wusterhausen. ttags 12 Uhr bei Webhorn, Altes Schütenhaus, Spandau. Bormittags 8 Uhr im Volksheim( Inh. Böhle), Havelstraße 20. Köpenick. gs 12 Uhr im Stadt Theater( Inhaber. Otto), Friedrichstraße. Referent: Tegel. Mittags 12 Uhr in Trapps Westfälen, Bahnhofstr. 1. Referent: E. Schubert. Lichtenberg- Friedrichsberg. Mittags 12 Uhr, Schwarzer Abler, Tempelhof. Dittags 12 Uhr im Restaurant Wilhelmsgarten, Berliner Str. 114. Mariendorf. Mittags 1 Uhr bei Preuk, Kurfürstenstr. 44. Referent: Barth. Nach der Ber Trebbin. Bormittags 9 Uhr in Plantage Clieftow. Referent: Mbrecht. Referent: Mohs. Hammacher. Franturter Chaussee 5. Ref.: O. Sillier. sammlung: Umzug. Marienfelde. Mittags 12 Uhr bei Berger, Berliner Str. 114. Referent: H. Späte. Mühlenbeck. Mittags 12 Uhr bei Baersch, Zur Sonne". Referent: Wendel. Nieder- Schönhausen. Mittags 12 Uhr im Etablissement Neu- Karlshof. Referent: Denker. Allee. Referenten: C. Hübsch, S. Müller, G. Schmidt. Referent: Dr. Zadek. Referent: Dr. Liebknecht. Referent: W. Nitschke. Wannsee. Bormittags 11 Uhr im Fürstenhof. Referent: Im. Weißensee. Mittags 12 Uhr 2 Versammlungen im Schloß Weißenfee, König- Chauffee 1-4. Wilmersdorf. Mittags 12 Uhr im Gesellschaftshaufe, Wilhelmsane 110/112. Referenten: Schlemminger und Rohl. Referentin: Frau Klara Wehl. Die Anmeldung der Versammlungen der Vororte haben die Funktionäre der einzelnen Orte in der ortsüblichen Weise zu bewirken. Die Bureaus der Versammlungen werden beauftragt, über die Zahl der Versammlungsbesucher der Redaktion des„ Vorwärts", Lindenstr. 69, schriftliche Mitteilung zu machen. Der Ausschuß der Berliner Gewerkschaftskommission. gez.: Ad. Ritter, Engelufer 15, I. Der Verband der sozialdemokratischen Wahlvereine Berlins und Umgegend. L. Liepmann, Rindenftr. 69, IV. Mai- Feier der sozialdemokratischen Wahlvereine am Sonntag, den 1. Mai 1910. Nachmittags- und Abend- Veranstaltungen. Tagesordnung aller Versammlungen: Die Bedeutung des 1. Ifai. Bock- Brauerei, Tempelhofer Berg. Kliems Festsäle, Hasenheide 13-15. Neue Welt, Hasenheide 108-114. Gewerkschaftshaus, Engel- Ufer 15. Sanssouci, Rottbuser Str. 6. Ludwig, Treptow, Köpenicker Landstraße. Seeterrasse, Lichtenberg. Kellers Testsäle, Koppenstr. 29. Referenten: Ottilie Baader - Bauer Hetzschold- Poetzsch Wermuth- Dr. Weyl Berlin. Brauerei Lipps, Am Friedrichshain. Schweizer- Garten, Am Königstor. Jos. Frankes Testsäle, Badstr. 19. Marienbad, Badstr. 35-36. Fröbels Allerlei- Theater, Schönhauser Allee Voigts Theater, Badstr. 58. Nr. 148. Prater- Theater, Kastanien- Allee 7-9. Obiglos Festsäle, Schwedter Str. 23-24. Wilkes Festsäle, Brunnenstr. 188. Ballschmieders& tablissement, Badstr. 16. Ed. Bernstein- Bühler Sillier Rob. Schmidt Woldt- Wutzky. Dr. Conrady Heinr. Schulz Bock- Brauerei( Abt. II), Chausseestr. 64. Pharus- Säle, Müllerstr. 142. Brauerei Patzenhofer, Turmstr. 25-26. Stadt- Theater, Alt- Moabit 47-49. Moabiter Gesellschaftshaus, Wiclefstr. 24. Richard Fischer- Giebel- Grunwald Heine Ströbel Stühmer Umbreit- Hans Weber Wahlkreis Teltow- Beeskow- Storkow- Charlottenburg. Baumschulenweg. Speers Festfäle, Baumschulenste. 78. Lankwik, nachm. 2 Uhr, unter freiem Schenkendorf, nachm. 2 Uhr, bei Otto Paetsch. Brik, nachm. 22 Uhr an bet Raddatz, bon Chauffeestraße 39. bei Wahrendorf, Bäteftr. 22, Charlottenburg.„ Boltshaus", Rofinenftr. 3. Eichwalde- Zeuthen- Miersdorf be witte. Friedenau.„ heinschloß", Rheinftr. 60. Groß- Lichterfelde und im„ Kaiserhof", Kranoldplay. Groß- u. Klein- Besten bei Schmidt, Klein Besten. Johannisthal bet Senftleben, Friebrichitr. 48. Königs- Wusterhausen bet wedhorn. Köpenick Inhaber: Scheer. im Stadt- Theater und im Wilhelmsgarten. H Himmel, sroven- und Zietheuftrahen- Ece. Nachmittagsfeier bet Prochatzka, Bittoriaftraße. bei Singer, Priesterstr. 31. Markgrafpieske bei Ketzerich. Nieder- Schöneweide. Gaffelwerder, Saffelwerberstr. 19. Nowawes, nachm. 2 Uhr, bei Schmidt, Wilhelmste. Rauen, nachm. 3 Uhr. zu den Martgrafensteinen." Reichenwalde, nachm. 2 Uhr, zotal bon Baschin. Rixdorf. Bergarten, Karlsgartenstr. 11. Vereinsbrauerei, Hermannstr. 214/219. Hoppe, Sermanuftr. 49/50. Feldschlößchen, Elsenstr. 75. Steglit im Bietenwäldchen bei Schellhase. Referenten: Dr. Oskar Cohn- Conrad- Ehrlich Kaliski Klar Küter- Nitschke sough Fuchs Gebert Strasser Hartmann Schmargendorf. Altes Schütenhaus, Sundekehlenstr. 20. Schöneberg. schloßbraneret, Hauptfir. 122/124. Teltow, nachmittags 3 Uhr, unter freiem Himmel, Botsdamer, Ece Auguststraße. Tempelhof..wilhelmsgarten, Berliner Str. 9. Trebbin, nachmittags im Gesellschaftshaus. Treptow.„ Kontordia- Säle bei Wanzlik. Wilmersdorf bei Dase, Wilhelmsaue 112. Behlendorf bei Mick. Bernsdorf bei Knorr. Heinig Adolf Hoffmann Otto Hoffmann Thielcke- Ucko- Mathilde Wurm Zeuner Luise Zietz- Zubeil. BMONEN Wahlkreis Niederbarnim. Bernau( Mar). Restaurant Elysium. Borsigwalde. Jaschinski, Spanbauer Straße. Erkner. Degebrodts Gesellschaftshaus. Französisch- Buchholz. Kanne, Berliner Friedrichsfelde. Babe, Prinzenallee 30. Friedrichshagen. Etablissement Gisteller. Herzfelde. Henze, Hauptstr. 57. Str. 39. früher Zemke. Lichtenberg. P. Schwarz, Möllenborffte. 25-26. Rüdersdorf. Gasthof zur Linde, Seinigste. 19. Gebr. Arnhold, Frankfurter Chauffee 5-6. Rummelsburg. café Bellevue, Hauptstr. 2. Mahlsdorf. Linke, Grunowstrake. Schöneiche- Fichtenan. Waldschloß von Mann, Zum alten Deffauer, Petershagen, Schönwalde, nachm. 2½ Uhr. Stralan. te zaverne", Mt- Stralau. Tegel. stippensteins Seefchlöschen, Spandaner Straße 4. Neuenhagen. Kutzner, Bruchmühle, Roonftr. 7. 99 Hennickendorfftrake. Nieder- Schönhausen. Etablissement Ren- Karlshof". Ober- Schöneweide. Mörners Blumengarten. Oranienburg. schumann, Schütenftr. 34. Hohen- Schönhausen. Kontorbiage 118.berger Pankow.„ Zum Kurfürften, Berliner Str. 102. Landsberger Chauffee Karlshorst. zum Fürstenbad, Jnh.: Fr. Bartels, Kaulsdorf. Hamanns Geſellſchaftshaus. Reinickendorf- Oft. Borufflafäle", am Bahnhof Schönholz. 99 Trapps eftfäle, Bahnhofstr. 1. dorf, Stolper Straße 27. Waidmannsluft, velbschlöschen in Hohen- NeuenWeißensee. Satoh Weikensee. Reinickendorf- West. Eichbornfäle, Eichbornstraße und Wilhelmsruh. Kollmann, Kronprinzenstr. 2. Gördes Waldschlößchen. 99 Davidsohn Düwell Faass Hegewaldt John Referenten: Barenthin- Dr. Alfred Bernstein Pinseler Georg Schmidt Stadthagen. Mülbrodt, Walderfeestr. 5. Langnitschke- LiesegangDie Abendfeiern sind zusammengesezt aus Festreden, Konzertaufführungen, Gesangsvorträgen des Arbeiter- Sängerbundes, Darbietungen des Turnvereins Fichte, des Arbeiter- Radfahrerbundes sowie Spezialvorstellungen. Verband sozialdemokratischer Wahlvereine Berlins und Umgegend. Die Mill- Opera Gegen Barzahlung • mit 5% Rabatt. Gegen bequemste ist das anerkannt vielseitigste, vollkommenste Musikinstrument des Jahrhunderts, Bezug nur durch die Firma daher wird auch immer nur die Mill- Opera nachgeahmt und nicht die anderen! Otto Jacob sen., Berlin 505 Friedenstr. 9. Größtes Sprechmaschinen- Geschäft Deutschlands. Monats- Raten Vollständig kostenlos gelangt der Käufer einer echten Mill- Opera in den Besitz eines reichhaltigen Repertoirs, da wir zu jedem gekauften Apparat je nach Größe 20 bis 40 verschiedene Konzertstücke und 200 Nadeln gratis liefern! nab ohne 1 Pfennig Aufschlag! 19 Curan 1752557 Für alle Apparate 2 Jahre schriftliche Garantie. 155555 0 Mod. 20. M. 84,-. Eleganter Salon- Apparat, mahagonifarbig polierter Kasten mit Gold- Arabesken, Größe 35 × 35 × 17 cm. Alle Metalltene ff. vernickelt, farbig lackierter Tonarm und Blumenschalltrichter, 52 cm Schallöffnung. Mill- OperaKonzert- Schalldose. Monatsrate M. 5,-. Doppelplatten à 3 M.= 16 neueste Stücke u. 200 Nadeln bei Lieferung gratis. Bei der 6. Rate noch einmal 8 Doppelpl.gratis. ERA Mod. 17. M 59,-. Aparte Luxus- Ausstattung, mahagonifarbig polierter Kasten mit Gold- Arabesken. Größe 33x33x15 cm. Alle Metallteile ff. vernickelt. Farbig lackierter Blumenschalltrichter, 41 cm Schallöffnung. la Konzertschalldose. Mit Mill- Opera- Konzertschalldose M. 8,- mehr. Monatsrate M. 4, Zum Apparat werden 6 Doppelplatten à 3 M. 12 neueste Stücke und 200 Nadeln gratis geliefert. Weitere 6 Doppelplatten bei der 6. Rate. Vertreter an allen Orten gesucht gegen hohe Provision auch für unsero Abteilung: Uhren und Goldwaren. Interessante Kataloge über Konzert- Apparate und Schallplatten überallhin gratis und franko. Urbin chuhputze bester H. LINDENSTAEDT In Dosen zu 10, 20 und 25 Pf. überall erhältlich. Fabrik: Urban& Lemm, Charlottenburg. DOO Mod. 15a. M. 38.50. Braun oder grün poliertes Gehäuse, Größe 28x28x13 cm, alle Teile ff. vernickelt, farbig lackierter Blumentrichter, 38 cm Schallöffnung, la Konzert- Schalldose, mit Mill- OperaSchalldose M. 8,- mehr. Monatsrate M. 3, 5 Doppelplatten à 3 M.= 10 neueste Stücke u. 200 Nadeln bei Lieferung gratis. Bei der 6. Rate noch einmal 5 Doppelplatten gratis. Mod. 11. M. 48.50. Mahagonifarbig poliertes Gehäuse, Größe 28x28x13 cm, alle Teile ff. vernickelt. Farbig lack. Blumentrichter, 40 cm Schallöffnung. la KonzertSchalldose. Mit Mill- Opera- Schalldose M. 8,- mehr. Monatsrate M. 3,-. Zum Apparat werden 5 Doppelplatten à 3 M. 10 neueste Stücke und 200 Nadeln gratis geliefert. Bei der 6. Rate noch einmal 5 Doppelplatten gratis. Zettel ausschneiden Bestell- Zettel im Couvert einsenden! Hiermit bestelle ich bei der Firma Otto Jacob senior, Berlin 505 1 Mill- Opera Mod. inkl. den dazu gehörigen Schallplatten und 200 Nadeln M Die Begleichung erfolgt durch Zahlung von M. am 1. jd. Mts. Belm Empfang zahle ich M. durch Nachnahme an. Die Ware bleibt Bigentum der Firma bis alles bezahlt ist. Nichtzahlung von zwei Monatsraten hebt die Vergünstigung der Teilzahlung auf. Erfüllungsort Berlin- Mitle. Als Anzahlung sind 10-20 pCt. der Gesamtsumme erwünscht. Ort: Vor- u. Zunamen: Straße u. Hausnummer: Berlins grösstes Kredithaus ALLE TAGE ANDERS" dicht am Nettelbeckplatz. Auf Kredit Herren- Garderobe Damen- Garderobe Kinder- Garderobe für Knaben und Mädchen. Wöchentliche Tellzahlung our 1 M. Sport- und Kinderwagen Kolossale Auswahl. Preise so billig wie nur möglich! Grafiszugabe: Herren: eleganler Hut oder moderner Stock. J. Damen: elegante Lederwaren usw. usw. Bis zum Pfingstfeste Verabfolgung dor doppelten Anzahl der Original- SparMarken des Rabatt- Spar- Vereins ,, Norden", Einziges Waren- Abzahlungs- Geschäft, das zur Verabfolgung der Sparmarken des Rabatt- Sparvereins ,, Norden" berechtigt ist. Waren- und Möbel- Kredit- Haus „ ALLE TAGE ANDERS" Grösstes Haus a.Nettelbeckplatz, Pank-, Gerichts- und Reinickendorferstrassen- Ecke, parterre, L., II, III. und IV. Etage. DOO Datum: Stand: S. Kaliski trühere Firma Baby In meinem größten Spezialbaus taufen Sie gut und billig, meine Schlager find nicht zu übertreffen. Naumann, Adler, Sohnellnäher, nähen 1. Tanentzienstr. 5. 2. Brannenstr. 173, Ede Invalidenstr 3. Chausseestr. 80, an der Boyenstr. 4. Brunnenstr. 92, an der Rügener Straße. 5. Frankfurter Str. 115, an der Andreasstr. 6. Frankfurter Allee 72, an der Thaerstr. 7. Oranienstr. 2a, an der Hochbahn. 8. Belle- Alliance- Str. 4. 9 Beusselstr. 18, an der Turmftr. 10. Charlottenburg, Echarrenstr. 2 11. Bixdorf, Reuterstr. 56. 12. Spandau, Gabelstr. 20. ber- und rüdwärts. Kinderbettstelle BOBBIN Singer A 75.00 JB Kasten m. Gummi 25.00 Korb m. Gummi 21.00 bext 6.50 an Garantie auf Nähmaschinen 3 Jahre. Näh- und Stick- Unterricht gratis. Singer B.versenkbar Vertreter kommt auf Wunsch 190x90 27.50 105.00 mit Meffingbers. Nähmaschinen 4.00 monatlich an. Kinderwagen und Bettstellen zu festen Kassapreisen auch bei 2 Raten, Phänomen Cigaretten Qualitätsmarke mit und ohne, auch mit Goldmundstück, St. 2, 3, 4 und 5 Pf. Cigarettenfabrik NAMKORI TPSSIBIIE COSURE UND WORD VEDDIENSTILLE AUSSTELLE Staatspreise. EIPZIG 1901 Köpenicker Str. 121( Eckhaus) Goldene Medaillen. Carl Zobel Beste Herren- und Knaben- Moden, fertig und nach Maß. Werkstätten im Hause. Ehrenpreise. Michaelkirch- Str. 9-10( Eckhaus) *** Volle Garantie für Alle Größen, auch für sehr korpulente wie überschlanke Herren, in reichster Auswahl vorrätig. jedes bei mir gekaufte Kleidungsstück. Der gute Ruf meiner Firma bürgt für gewissenhafte und billige Bedienung. Sehr große Auswahl in- und ausländischer Stoffe für Maßanfertigung. Besichtigung ohne Kaufzwang gestattet. Ankleidezimmer in allen Abteilungen. Jackett- Anzüge und Paletots, fertig, 18 bis 65 Mark. CRYOCTSO еть CTEPCT WANCOSY 4615L Beste Paßform. Sehr billige, aber feste Preise. Der neue Katalog gratis u. franko. 9 Schaufenster. Berantwortlicher Redakteur Richard Barth, Berlin. Für den Inseratenteil verantw; Th. Glode, Berlin, Drudu. Verlag: Vorwärts Buchdruderei u, Berlagsanstalt Paul Singer& Co., Berlin SW. 9 Schaufenster. . 101. 27. Jahrgang 4. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. fordprozeß Jünemann. Vierter Lag. Nach Eröffnung der Sizung verliest der Vorsitzende Landgerichtsrat Dr. Claude die den Geschworenen vorzulegenden acht Schuldfragen. Diese lauten auf Totschlag, Mord, Tötung auf ernftes und ausdrückliches Verlangen, schweren Raub, Diebstahl in zwei Fällen, Hehlerei in einem Falle und mildernde Umstände, wo sie über haupt zulässig sind. Zur Schuldfrage nimmt sodann Staatsanwalt Dr. Müller Rechtsanwalt Dr. Alsberg o Sonntag, 1. Mai 1910. Somit hat die Aufhebung des Urteils durch das Reichsgericht, die wegen eines Formfehlers erfolgte, eine für den Angeklagten überraschend günstige Wirkung gehabt. Die bei diesem Prozeß in Betracht gekommenen Vorschriften des Strafgesetzbuchs lauten: § 211. Wer borsäßlich einen Menschen tötet, wird, wenn er die Tötung mit Ueberlegung ausgeführt hat, wegen Mordes mit dem Tode bestraft. § 212. Wer vorsätzlich einen Menschen tötet, wird, wenn er die Tötung nicht mit Ueberlegung ausgeführt hat, wegen Totschlages mit Zuchthaus nicht unter fünf Jahren bestraft.( Die Höchststrafe beträgt 15 Jahre Zuchthaus.) § 213. War der Totschläger ohne eigene Schuld durch eine ihm oder einem Angehörigen zugefügte Mißhandlung oder schwere Beleidigung von dem Getöteten zum Borne gereizt und hierdurch auf der Stelle zur Tat hingeriffen worden, oder find andere mildernde Umstände vorhanden, so tritt Gefängnisstrafe nicht unter sechs Monaten ein. § 216. ft jemand durch das ausdrückliche und ernstliche Berlangen des Getöteten zur Tötung bestimmt worden, so ist auf Gefängnis nicht unter drei Jahren zu erkennen. Die Höchststrafe beträgt in den Fällen der§§ 213 und 216 5 Jahre Gefängnis. Arahmer habe nicht bestätigen fönnen, daß Alice Rakowski eine schworenen Worte des Dantes für die Pflichttreue und gerade in solche Energie des Willens gehabt habe, daß ein Mann wie Jüne- diesem Falle besonders anstrengende Mitarbeit. mann sich diesem Willen fügte und auf ihr ausdrückliches Verlangen die Tat ausführte. Der Schrei und die sonstigen Geräusche, die drei Zeugen zur Zeit der Tat aus dem Bäckerladen herauss tommend gehört haben, sprechen auch direkt gegen eine Tötung auf Verlangen und deuten darauf hin, daß die Rakowski vor dem Angeklagten geflohen, dieser ihr gefolgt ist und ohne ihr Wollen die Tat ausgeführt hat. Auch die Verlegung an der Bade und der Eindruck auf den Mund, der an der Leiche vorgefunden wurde, eigen auch, daß vor der Tat keine friedliche Unterhaltung zwischen den beiden geherrscht hatte. Der Staatsanwalt hält es für zweifellos dargetan, daß Jünemann die N. ohne deren Wunsch und Willen vorfäßlich und mit Ueberlegung getötet habe. Auf das fortdas Wort. Er erörtert zunächst die rechtlichen Fragen und weist Stragies, mit der St. endgültig zu brechen, sei der Angeklagte gesetzte Drängen und die immer wiederholte Aufforderung der unter anderem darauf hin, daß zur Anwendung des§ 216 B. G. B. am 19. Oktober in der Absicht zu der N. gegangen, um„ Schluß" ein ausdrückliches und ernstes Berlangen des Getöteten erforderlich zu machen, wenn nicht auf gütlichem Wege, dann im Bösen. Der fei und es nicht genüge, wenn der Täter bei dem Getöteten den Staatsanwalt ersucht zum Schluß die Geschworenen, die SchuldGedanken hervorgerufen und ihn zur Zustimmung überredet habe. fragen nach Mord und Diebstahl in zwei Fällen zu bejahen. Der Staatsanwalt zeichnet dann den Charakter des Angeklagten und schildert diesen als einen außerordentlich gewandten, überlegenen, schlagfertigen Menschen, der sich während der ganzen Verwendet fich gegen die Ausführungen des Staatsanwalts in einem handlung sehr falt und verstockt gezeigt habe und nur ein einziges mehrstündigen Plädoyer. Der Verteidiger erörtert zunächst in Mal Tränen gezeigt habe. Das sei gewesen, als der frühere Ar- eingehendster Weise die Schuldfrage nach Mord, sucht an der Hand beitgeber des Angeklagten und der frühere Liebhaber der Alice Ra- von Reichsgerichtsentscheidungen und Darlegungen von Rechtslehrern towěti dem Angeklagten ein so günstiges Beugnis ausstellten. Ent- den Rechtsbegriff der Ueberlegung flar zu legen und führt den Ge. weder waren dies Tränen der Reue darüber, daß er früher ein schworenen vor Augen, daß fie gar nicht veranlaßt seien, zwischen anständiger Mensch war und dann in ein schlechtes Leben hinein Mord und Tötung auf ernstliches Verlangen sich zu entscheiden, geraten ist, oder es waren Krokodilstränen, um den Richtern etwas sondern zwischen Totschlag und Tötung auf ausdrüdliches ernstes vorzumachen. Der Angeklagte sei ein Mensch gemeinen Charakters Verlangen. Denn die Beweisaufnahme habe feinen zwingenden und großer Gefühlsroheit. Es sei doch eine bodenlose Gemeinheit Beweis dafür erbracht, daß die zweite Alternative nicht vorliegen Bocholter Krantentassen, die Ortstrantentasse I und II, ihre Am vergangenen Sonntag hielten die beiden größten der 24 gewesen, an dem Abend in den Winzerstuben das arme Mädchen könne. Auf keinen Fall habe Jünemann bei der Tat eine ruhige, Generalversammlung ab, in welchen die Jahresberichte über das heimlich zu verlassen und sie ohne einen Pfennig Geld und ohne besonnene Verstandestätigteit" entwidelt. Unter nochmaliger Vor abgelaufene Geschäftsjahr erstattet wurden. Mit 3253 Mitgliedern Bezahlung der Beche zurüdzulaffen. Und wie hat er sich benommen, führung aller in der Beweisaufnahme vorgeführten Tate und( 2168 männliche und 1090 weibliche) ist die Ortskrankenkasse II nachdem er die Tat begangen und seine Geliebte erstochen hatte? psychologischen Momente und der über das Seelenleben der Na- die größte dieser beiden Kassen. Die Ortstrantentasse I hat 930 Er ging unmittelbar zu seiner zweiten Geliebten, az und trant towski zur Sprache gebrachten Einzelheiten sowie der Sachverstän- Mitglieder( 726 männliche und 204 weibliche). Zusammen haben dort und gab der Stragies auf deren Frage die Versicherung, daß digen- Gutachten kommt der Verteidiger zu dem Antrag, die Schuld diese beiden Kaffen mithin 4183 Mitglieder( 2889 männliche und er nun bezüglich der Ratowski„ Schluß" gemacht habe. Er hatte frage nach Tötung auf ernstliches Berlangen zu bejahen. Eventuell 1294 weibliche). Bei beiden Kassen ereigneten sich im Berichtsauch gleich eine Ausrede zur Hand, um über die Blutspuren an fönnten die Geschworenen den Angeklagten nur des Totschlages für jahre insgesamt 1759 Erkrankungsfälle( 1130 bei männlichen und feinen Kleidern Aufklärung zu geben. Der Angeklagte sei in schuldig erklären; in diesem Falle feien dem Angeklagten mildernde 629 bei weiblichen Mitgliedern) mit zusammen 87 830 Krankheitsder Verhandlung als ein Mensch geschildert worden, der au Ger Umstände zuzubilligen. walttätigkeiten neige. Was die Alice Ratowski betrifft, so sei berNach längerer Replit und Duplit des Staatsanwalts und des tagen. Man dürfte hiernach annehmen, daß die Hauptausgaben sucht worden, durch einige Beugen ihren Lebenswandel als einen Berteidigers zogen sich die Geschworenen zur Beratung zurüd, bie der beiden Krankenkassen durch die an die erkrankten Mitglieder gezahlten Krankengelder verursacht wären. Das ist aber nicht der sehr bedenklichen hinzustellen. Diesem Beugnis stehen andere Beug- bis furz vor 7 Uhr abends dauerte. Die Geschworenen befanden den Angeklagten nur des Tot. Fall, denn beide Kaffen zahlten zusammen an die erkrankten MitPerson war und mit jungen Herren geschäfert hat, wie manchmal schlags, des Diebstahls und der sehlerei für schuldig und billigten für ärztliche Behandlung bei beiden Kaffen sich auf insgesamt glieder 31 888,89 M. an Krankengeld aus, während die Ausgaben Verkäuferinnen in Bäderläden und Schlächterläden mit jungen ihm außerdem mildernde Umstände zu. Staatsanwalt Müller beantragte mit Rücksicht auf die bestia- auswärtige Spezialärzte erhielten also aus dem Vermögen dieser 43 697,72. beliefen. Die 9 früheren Kassenärzte und einige Leuten schälern. Zugegeben, daß Alice Ratowski manchmal auch lische Roheit der Tat und die überaus gemeine und niederträgtige beiden Krantentassen 11 808,83 W. mehr ausbezahlt als die 1759 Gesinnung des Angeklagten die bei Totschlag unter Bubilligung Staffenmitglieder, die zusammen 37 830 Tage frant waren. Man mildernder Umstände zulässige Höchftstrafe von 5 Jahren und eine fieht auch hieraus, baß die früheren hiesigen Rassenärzte, deren Gesamtstrafe von 5½ Jahren und 5 Jahre Ehrverluft. N.-A. Dr. Alsberg beantragte, unter die Höchststrafe herunter- samfeit erregte, allen Grund gehabt hätten, mit den ihnen gezahlten Streit mit den Krantentassen seinerzeit die allgemeine AufmertSelbstmordgedanken geäußert hat so waren dieſe aber durchaus nicht ernst zu nehmen. Der Staatsanwalt begründet diese Anficht eingehend und tommt nach ausführlicher Würdigung der Einzelheiten der Beweisaufnahme zu der Ueberzeugung, daß eine Zötung auf ausdrückliches Verlangen nicht vorliege. Die Darftellung, die Jünemann von der Ausführung der Tat gegeben, sei direkt widerlegt. Die Ratowski habe am Tage vor der Tat und am Tage der Tat felbft ein durchaus fröhliches Wesen und feine Spur eines Lebensüberdruffes gezeigt. Man möge doch auch bedenken, daß der Angeklagte, der als Friseur im Besiße eines zur Tötung sehr geeigneten scharfen Rasiermessers, fich ausgerechnet ein Schlächtermesser taufte und dazu Geld übrig hatte, obwohl er in sehr schlechter finanzieller Position war. Auch nach dem Sach verständigen- Gutachten sei eine Tötung auf ausdrückliches Verbengen nicht wahrscheinlich und auch der Sachverständige Dr. sugehen. Das Urtell lautete auf 5 Jahre und 8 Monate Gefängnis, 5 Jahre Ehrverlust unter Anrechnung von zwei Monaten der erlittenen Untersuchungshaft. Wie der Borfihende, Landgerichtsrat Dr. Glaube, betonte, habe bas Gericht bei bem ohnehin schon unverhältnismäßig milden Höchstmaß teine Veranlaffung gehabt, unter dieses herunterzugehen. Der Vorfißende richtete am Schluß der Sigung an die GeHalofin Soziales. Etwas von den Bocholter Krankenkassen. Summen zufrieden zu sein. Für die Massenmitglieder, bei denen in Erkrankungsfällen erfahrungsgemäß sehr bald die Not anzu Klopfen pflegt, blieb nicht so viel übrig. Auch die Apotheker hatten an den beiden Krantentassen gute Kunden, denn die Ausgaben für Medizin und Heilmittel beliefen sich auf insgesamt 25 092,21. Die beiden Krankenkassen gaben hiernach zusammen in einem Jahre für ärztliche Behandlung und Arznei die bedeutende Summe von 68 789,93 M. aus. Es wäre jedenfalls nüßlicher und zwedmäßiger gewesen, wenn der Löwenanteil dieser Summen zur Beschaffung von Stärkungsmitteln Verwendung gefunden hätte. S Besonders günstige Pfingst- Angebote Herren- Kleidung Knaben- Kleidung Herren- Artikel Anzüge M 11-15-18-24-27.- 30.- Knab.- Anzüge M 2 3-4-5-6- Kragen 4fach, in 12 neuest. Formen 95 PL. M. 33.- 36-45.- 50-55.- 60.M. 8.- 12.- 16.- 20.- 25.Neueste Fassons Dutzend Paletots M./18.-18.-21.-24.-27.-30.- Jüngl- Anzüge M 9-12-15.- 18.- 20.- Krawatten 50, 75, 95 Pt. M. 33-36-40.- 45.- 50.- 60...... M. 24.- 27.- 30.- 36.- 39.M. 4.50 5.50 Ulster... M. 40.- 45.- 50.- 60.M. 18.- 27.- 30.- 36.- Pelerinen Knaben, Mädchen und 5.50 Bunte Oberhemden M. 2.00 3.25 Kinglinge...... von M. Beinkleider 3.20 4.50 6-&- 9- Echte Kieler Anzüge u. Pyjacks Bunte Garnitur Serviteur a Manschetten M. 10.- 12.- 15.- 18.- 20.billig M. 0.851.45 Stroh- Hote mit gerader Krempe 0.75 0.95 1.50 2.50 Kniffform 0.75 1.50 2.50 3.50 | Echte Panama- Hüte Sporthemden, Schirme, Stöcke Rucksäcke, Hosenträger:: Moderne Maß- Schneiderei M. 8.- 10.- 12.- 14.- 16.M. 18,- 21.- 24.- 27.- 30, Westen- Gürtel, Trikotagen Sport- Mügen, Stockschirme Baer Sohn Chausseestraße 29-30 11 Brückenstraße 11 a Gr. Frankfurterstr. 20Schöneberg, Hauptstr. 10 Der Haupt- Katalog No. 39( neueste Moden) auf Wunsch kostenlos und portofret. Arbeiter- Wanderbund Verein für Frauen u. Mädchen Zentralverband der Maurer Deutschlands. Zweigverein Arbeiter Wanderbund Mittwoch, den 4. Mai, abends 8%, Uhr, im Neuen Klubhaus", Kommandantenstr. 72: 55/8 Frauenrecht und Familienrecht. Ref.: Rechtsanwalt Dr. Oskar Cohn. Der Vorstand. Gäste willkommen. Deutscher Holzarbeiter- Verband. Verwaltung Berlin. Mittwoch, den 4. Mai: Vertrauensmänner- Verfammlungen der Bezirke und Brauchen. Sonntag, den 8. Mai: Achtung! Sektion der Putzer. Puter! Berlin. Achtung! Mittwoch, den 4. Mai, abends 6 Uhr, im großen Saal bei Freher, Koppenstr. 29: Mitglieder- Versammlung. Tages- Ordnung: Wanderfahrten am Donnerstag, den 5. Mat 1. Der Kampf im Baugewerbe. Referent: Verbandsvorsitzender Th. Bömelburg. 7 vorm. 2. Die jetzt üblichen Preise für Pusarbeit und wie sind dieselben aufzubessern? 3. Abrechnung vom ersten 4. Verschiedenes, 133/10 Es ist Pflicht und Ehrensache eines jeden Mitgliedes, in dieser Versammlung zu erscheinen. Die örtliche Verwaltung. NB. Den Mitgliedern der westlichen Vororte zur Kenntnis, daß sie ihre Marfen zum Streitfonds jeden Sonnabendabend bei Wahrendorf, Groß Lichterfelde, Bäfestr. 22, erhalten tönnen. D. 0. ( Himmelfahrt): 1. Tiefensee- Gamensee- Lattseens Strausberg. Abfahrt: Schles. Bahnh. ( Werneuchener Bahnsteig) 53 vorm. 2. Bernau- Nüdnik- Lanke- Bernau. Abfahrt: Stett. Vorortbahnh. 64° vorm. 3. Spandau- Hennigsdorf- Herms dorf. Abfahrt: Lehrter Fernbahnhof 4. Nachtwanderung Eberswaldeiepe- Plagefeen- Kloster Chorin. As. fahrt: Stettiner Fernbahnhof Mitt woch 110 abends. 1/12 Dienstag, den 3. Mai, abends 81, Uhr, im Gewerkschaftshause: Wahl der Delegierten zum Verbandstage. Sektion der Gips- und Zementbranche! Lichtbilder- Vortrag Montag, den 9. Mai: Mitglieder- Versammlungen. Donnerstag, den 19. Mai: General- Versammlung. Anträge zur Generalversammlung müffen bis Donnerstag, den 5. Mai, ans Bureau eingesandt werden.[ 82/18] Die Ortsverwaltung. Mittwoch, den 4. Mai 1910, abends 8%, Uhr, im Gewerkschaftshaus, Engelufer 15 Bfingitwanderungen in der Mart. ( großer Saal): General- Versammlung. Tages Ordnung: 3. Der Kampf im Baugewerbe. 4. Berschiedenes. 137/18 1. Kaffenbericht vom ersten Quartal 1910. 2. Bericht über die Tarifverhandlungen im Betonbaugewerbe. Mitgliedsbuch und Legitimationsfarte legitimiert. Ohne dasselbe teinen Zutritt. Der Sektionsvorstand. Bahlreichen Besuch erwartet Verband der Sattler und Portefeuiller. Deutfcher Cransportarbeiter- Verband Ortsverwaltung Berlin. Die nächsten Branchenversammlungen finden an nachfolgenden Tagen statt: Geschirr- Branche: sallt dieses Mal aus, Portefeuilles- u. Reiseartikelbranche: Mito, den 4. Mai, bet Graumann, Naunynstr. 27. abends 8 Uhr, Militär- Brande: mittwoch, den 4. Mat, abends 6 Uhr, im Englischen Garten, Alleganderstr. 27 c. Linoleumleger u. Teppichnäher: Mittwoch, den 4. Mat er., bel Weihnacht, Grünftr. 21. Wagen- Branche: sault dieses Mal aus. abends 8 Uhr, Eisenmöbel- u. Lederstuhlpolsterer: samt dieses Mal aus. Bezirk Groß- Berlin. IV 8848 Arbeitsnachweis: Engelufer 15. I 2632 Alte Leipziger Str. 1. Bureau: Engelufer 15. Fernsprecher: Ami IV, 2882, 4747. Mitglieder aus allen Branchen und Distrikten! Montag, den 2. Mai, abends 8 Uhr, bei Keller, Roppenstraße 29: Ordentl. Generalversammlung. Tages Drbnung: 1. Mitteilungen. 2. a) Geschäftsbericht, b) Kaffenbericht, o) Arbeitsnachweisbericht pro 1. Duartal 1910. 8. Geschäftliches. Das Mitgliedsbuch ist als Legitimation mitzubringen. Wer mit seinen Beiträgen länger Sektion Charlottenburg: Montag, den 2. Mat, abends 8%, Uhr, im als 10 Wochen im Rückstande ist, hat keinen Zutritt. Volkshause, Nofinenstr. 3. Lehrlings- u. Jugendabteilung: Sonnabend, ben 7. Mai, abends 7 Uhr, im Gewerkschaftshause, Engelufer 15. Berliner Ik- Trio. Felix Scheuer Ulk- Trio. Strals understr.1 156/13 Eckdeftillation, Lorkingstraße 24, Ede Graunstraße, gegenüber Einfahrt Nordbahn, große Räume, Dttober neu vermieibar. Freier Ruder- Bund Berlin. Organisierte Arbeiter und Arbeiterinnen! 187/ 1* Seit Jahresfrist besteht in Groß- Berlin ein Arbeiter Ruber- Bunb. Derselbe hat sich zum Ziel gefekt, den weitesten und wirtschaftlich schwächeren Kreijen der organisierten Arbeiter und Arbeiterinnen das sportgemäße Rudern zu ermöglichen. Die Einrichtungen der bem Bund angeschlossenen Vereine stehen auf der Höhe der Beit und entsprechen allen billigen Anforderungen. Eintrittsgeld und Beiträge sind so bemessen, daß jeder Arbeiter und jede Arbeiterin dieselben für einen so schönen und gesunden Sport erübrigen fann. Wer die lange Woche in dumpfer Arbeitsstube, Wertstatt oder Fabrilsaal gefrondet hat, wird es wohl begrüßen, wenn er sich jetzt im beginnenden Frühling an den Sonntagen in freier Natur auf unseren herr. lichen Seen und Wasserläufen austummeln tann. Durch Beitritt zu einem der angeschlossenen Bereine ist hierzu Gelegenheit geboten. 285/13 Eventuelle Anfragen beantworten gern Willi Dolle, Charlottenburg, Sophie- Charlotten- Straße 47, Josef Schoengens, Berlin O., Frankfurter Allee 145. Dem Freien Nuder- Bund Berlin" gehören folgende Bereine an: R.- V. ,, Collegia", Bootshaus Ziefierder bet Spandau. Sihung jeden Freitag 9 Uhr, Restaurant Leitner, Bahnhof Charlottenburg, Windscheidstr. 24/25. R.- V. ,, Freiheit", Bootshaus Stralau, Tunnelstr. 28/29. Sthung jeden Donnerstag 9 Uhr daselbst. R.- V. ,, Vorwärts", Bootshaus Stralau, Tunnelstr. 17. Sthung jeden Donnerstag 9 Uhr daselbst. Voranzeige: Die biesjährige Bundes- Regatta findet am Sonntag den 17. Juli statt. 66 " Prachtsäle des Ostens" Inhaber: Oskar Cranz. Frankfurter Allee 151–152. Telephon: Umt 7, 4208. Den geehrten Gewerkschaften, Vereinen und Klubs des 4. Wahltreises sowie der betreffenden Vororte empfehle meine = Fest- Säle 50-1500 Personen fassend, mit allem Komfort der Neuzeit entsprechend eingerichtet, zur Abhaltung von Versammlungen und Festlichkeiten jeder Art zu den kulantesten Bedingungen. Sonntage und Sonnabende im August, September, Oktober, November und Dezember 52582 sind noch frei! Hochachtungsvoll Oskar Cranz. Extra- Dampferfahrt am Himmelfahrtstag nach Neue Mühle nach Gasthaus zur Schleuse. 1/11 Uhr von Kyffhäuser Abfahrt Punkt 10 Uhr von Schillingsbrücke, Nieder- Schöneweide). Hin und zurück 75 Pf. pro Person. Um zahlreichen Besuch bittet Wilhelm Thormann. Restaurant Bum weißen Schwan Größter Tanzsaal im Amtsbezirk Nübersdorf und Umgegend. Jeden Sonntag: Große Tanzmusik. Bringe den werten Vereinen, Gewerkschaften, Fabriten und allen Ausflüglern mein nahe dem Bahnhof Rüdersdorf und fünf Minuten von den Saltsteinbrüchen entfernt gelegenes größtes, gut renommiertes Lokal in empfehlende Erinnerung. Hochachtungsvoll Paul Hoffmann. 19956/ W Johin gehen wir Himmelfahrt? Sanafaat, Regelbahn, Raffee Restaurant„ Hungriger Wolf" tüche. Für gute Speisen und Getränke ist bestens geforgt. Strausberg II! Paul Carow, Besizer. 19455 Es ladet ergebenft ein „ Schwarzer Adler", Werder. den 1. Mai: Auf zur Baumblüte und Maifeier! Alle Genossen labet freundlichst ein 1996b M. Koch. 68/19 Die Bezirksverwaltung Groß- Berlin. Gegründet 1878. M. Schulmeister Herren- und Knaben- Konfektions- Haus 4 Dresdener Straße BERLIN SO., Dresdener Straße 4 Hochbahnstation Kottbuser Tor. 149 Hauptstraße Schöneberg, Hauptstraße 149 Fertig am Lager: Frühjahrs- Paletots Neueste Dessins in haltbaren Qualitäten, elegante Paßformen M. 40.50, 36.50, 32.-, 29.50, 25.50 bis M. Frühjahrs- Ulster moderne Glockenform zum Durchknöpf., praktische graue Streifenmuster, M. 45.-, 42.50, 38.50, 35.-, 30.50, 27.50. 21.50 M. 25.50 Sommer- Paletots Ersatz für Maß! in reinwollenen Qualitäten mit feinst. Zutaten, Ia Verarbeitung, auch ganz auf Seide, M. 58.-, 52.-, 48.50, 42.50, 36.M. 32.50 bis Jackett- Anzüge 24,50 ble 60 M. Rock- Anzüge... 29,50 bis 70 M. Gehrock- Anzüge 36,50 bis 75 M. Anfertigung nach Maß :: in eigenen Werkstätten::: unter meiner persönl. Leitung Prima Sitz und Verarbeitung 95 20 Jahre Inserent des Vorwärts". Den geehrten Bereinen, Gewerkschaften Fabriten usw. empfehle ich zur bevorstehenden Saison für Dampferpartien usw. mein wieder übernommenes ,, Schweizerhof" Wirtshaus Schloß Woltersdorf Melerei und Milch- Kuranstalt ebenjo meine Dampfer, bis 316 Personen faffend. Hochachtungsvoll liefert Friedrich Saewert Vollmilch..Kindermilch Amt Erfner Nr. 49. IV 13989. Sophien- Säle.Sophienstraße 17/18 am Hackeschen Markt Inhaber: Pan! Baatz Straße empfiehlt seine von 60-2000 Personen fassenden Säle zu Bersammlungen. Vortrags- u. Kunstabenden usw. Borzügl. Atuftit. Kulant. Entgegenkommen zu jeder Tageszeit frei Haus zu den üblichen Preisen. Lieferant der Konsumgenossenschaft Berlin und Umgegend. Besichtigung der Meierei jedermann Sonntags, nachmittags 8 bis 5 Uhr, gestattet. Telephon: Eintritt 20 Pf. Bäfte überall wiltommen. Neu! fast alkoholfrei, erfrischend, bekömmlich! Caramel- Weißbier! Prima Weißbier= Amt Pantow, Nr. 6. in Flaschen und Kleineren Gebinden fret Haus. E. Willner, Pankow- Berlin. Berliner Weißbier- Brauerei Neu! Allen Freunden bringe ich hierdurch meine altbekannte 53492 Thüringer Wurststube freundlich in Erinnerung. Wilhelm Jurran Andreasstr. 64 im Daufe der Konfordia, nicht au berwechseln mit den Sälen. 12 MARK Rute Hohen- Neuendorf ( Nordbahn) Wald, Wasser. Am Schützenhaus. 10 Minuten v. Bahnhof 1000 herrlich. Hochwald-, Villen-, Land- Baustellen am königlichen Forst. Langjährige AmortisationsHypothek Kein Bauzwang. Große Wertsteigerung. Baubureau im Schützenhaus. Berlin Wollenberg, Neue Königstr. 71. Tischler! Beds Bründung einer Gesellschaft mit beschränkter Haftung suchen wir no 3 ordentliche Tischler, welche pro Berjon 2000 m. als Geschäfts antelle einlegen fönnen. 19795 Ein großes Fabrikgebäude mit 20Maschinen, elektrischem Licht, Dampf heizung und Trodnungsanlage nebit 40 Banten und vollständigem Zubehör ist vorhanden. Dauernde Beschäf tigung ist gesichert. Personen, welche sich ein jährliches Einkommen bis 4000 m. dauernd fichern wollen, erfahren näheres persönlich beim Tischlermeister Müller in Mustau, Görliger Straße oder beim Einsetzer G. Fischer. Berlin, Grünthaler Str. 11. Gneisenaustraße 10, S. Gran, billigste u. beste Bezugsquelle für Möbel jeder Art. Kassa und Teilzahlung. Paul Töbs, Sneidermeister. Tilfiter Straße 24. Laden. discher Stoffe. in n. ausläns Lager Deutscher Metallarbeiter- Verband Verwaltungsstelle Berlin. Todes- Anzeige. Den Kollegen zur Nachricht, daß unfer Mitglied, der Klempner Franz Hamann am 29. April an Herzleiden ge storben ist. 115/1 Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet am Montag, den 2. Mai, nachmittags 4 Uhr, von der Leichenhalle des Emmaus Kirchhofes, Hermannstraße, aus statt. F Rege Beteiligung erwartet Die Ortsverwaltung. Deutscher Holzarbeiter- Verband Den Mitgliedern zur Nachricht, daß unser Sollege, der Stod arbeiter Otto Hesse am 28. April gestorben ist. Ehre seinem Andenken! am Die Beerdigung findet Sonntag, den 1. Mai, nachmittags 4 Uhr, von der Halle des Simeon Kirchhofes am Tempelhofer Weg aus statt. V Um rege Beteiligung ersucht 82/19 Die Ortsverwaltung. Verband der Steinsetzer, Pilasterer und Berufsg. Deutschl. Filiale Groß- Berlin. Bez. Berlin 1. Den Mitgliedern zur Nachricht, daß unser Kollege Reinhold Bleschke am 28. April im Alter 51 Jahren verstorben ist. bon Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet am Sonntag, den 1. Mai, nachmittags 4 Uhr, von der Leichen balle des St. Hedwig- Friedhofes, Reinidendorf- West, Berliner Straße 26, aus statt. Rege Beteiligung erwartet 175/8 Der Vorstand. Verband d. Bureauangestellten und der Verwaltungsbeamten der Krankenkassen und Berufsgenossenschaften Deutschlands. Ortsgruppe Groß- Berlin. Den Kollegen zur Kenntnis, daß unser Mitglied Otto Wolff am ( Outmacher- Dristrantenfaffe) am 27. April verstorben ist. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet Montag, den 2. Mai, nachmittags 5 Uhr, von der Leichenhalle des Philipp- Apostel- friedhofs, Müllerftraße, aus nach dem städtischen Friedhofe, Ede Seestraße statt. Um zahlreiche Beteiligung ersucht 45/10 Die Ortsverwaltung. Zentralverein aller in der Hutu. Filzwarenbranche beschäftigten Arbeiter und Arbeiterinnen. Filiale Berlin. Am 27. b. M. verfchied nach schwerem Leiden unfer langjähriges Mitglied, der Stollege Otto Wolf im Alter von 44 Jahren. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet am Montag, den 2. Mat, nachmittags der Halle des 5 Uhr von Philipp Apostel Kirchhofes aus nach dem Städtischen Kirchhof, Müllerstraße, Ede Seestraße, statt. Der Vorstand. Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei der Beerdigung meines Statt jeder besonderen Meldung. Am Freitag, den 29. April, vormittags 9, Uhr, wurde uns plötzlich, von langer, schwerer Krankheit fast genesen, mein innigstgeliebter Mann, unser stets sorgender, herzensguter Vater, der Eigentümer Franz Schultze 1983b im fast vollendetem 49. Lebensjahre durch Herzschlag entrissen. Die Beerdigung findet am Dienstag, den 3. Mai, nachmittags 4 Uhr, von der Leichenhalle des St. ThomasKirchhofes in Rixdorf, Hermannstr. 179, aus statt. Schmerzerfüllt bringen wir dies zur Anzeige. Anna Schultze geb. Wentzel und Kinder. Rixdorf, den 29. April 1910. Weisestraße 45 I. 1 Mark wöchentliche Teilzahlungen liefere elegante, fertige Herren- Garderoben :: Ersatz für Mass:: Anfertigung nach Mass Tadellose Ausführung SchneiderJullus Fablan, melater, Gr. Frankfurter Str. 37," Eingang Strausberger Platz. II. Geschäft: Turmstr. 18 nur 1. Etage, kein Laden. Gardinen Gardinenhaus Bernhard Schwark Gardinen, Portieren ze. gros u. Detail. Eigene Fabrit- erfte Bezugsquelle! Neuheiten in allen Abteilungen. Vorrichtungen für Selbstbedienung. Die Firma unterhält feine Filialen, Wallstr. 13 Sie fragen noch! Sie wissen noch nicht, Denboffs PT. Reste Damentuche, sohwarz und farbig, Costumes- Stoffe, neueste Master. Tricot- Stoffe, SeidenPinsch, Sammete, Seida eta. Confection Paletots, Jaeketta, Stanbmäntel, Costumes and Costumrooke in grosser Auswahl. C. Pelz, Hottbuserstr. 5. Während des Sommerhalbjahres halte ich Sprechstunden nur Dienstags, Mittwochs, Donnerstags und Freitags, und zwar nur nachmittags von 2-7 Uhr. Dr. med. Ad. Schlesinger, pratt. Naturarzt und Magenetopath. Berfaffer der Streitschrift „ Wachet auf." Berlauf nur 296/ 3* Untergrundb. Spittelmarkt- Ausgang Grünftraße. Stefte u. Stelfemufter weit unter Breis. ཨ་ Guse& Co Koblenplatz, Rixdorf, Reuterplatz 3. Ausnahmepreise ab Plaz Mai, Juni, Juli. Format 7 per 1000 Stüd ,, Ilse" ,, Heye"" Gotthold" ,, Marie" M. 8.50 M. 8.00 M. 7.75 M. 7.25 ,, Heye" Halbsteine per gentner M. 0.80 bel 10 8entnern. Brikett- Bruch" zu sehr billigen Preisen. Gas- Kokes( zerfleinert) per Heftol. M. 1.40( Basanstaltspreis.) Handwagen stehen zur freien Verfügung. Bet Maffenbestellungen der Mitglieder gewerblicher Betriebe stehen mit äußersten Preisen zu Diensten. [ 52902 lieben Sohnes, unferes guten Brubers Die reellsten und billigsten fagen wir allen Freunden und Befannten sowie dem Personal der Firma Bindelmann unseren herzlichsten Dank. Witwe Förster nebst Kindern. Dr. Simmel Spezial- Arzt Möbel Worte eines Freundes der Naturheilmethode. Berlin SW., Kleinbeerenstraße 5 II. Zel. VI. 14 914. Beinkranke Dr. Strahl's Ambulatorium G.m. b. H. Operationslose Behandlung ohne Berufsstörung Sprechzeit: 10-12 und 3-5 Uhr, Sonntags nur Vorm. Prosp. gratis! Berlin N 24 hstr. 105a iedrichst Beste Bezugsquelle Auf Teilzahlung Wöchentl. nur 1Mark Herren- und Damenuhren, Ketten, Wandund Standuhren, Grammophone, Zithern und allo Musikwaren. dass man jetzt bei Westmarin Mobren Str. 37a nahe Jerusalemer Str. Gr. Frankfurter Str. 115 nahe Andreasstr. für teilweise ein Drittel der früheren Preise hochvornehme aparte, aber auch einfache, gediegene Konfektion, vor allem Telche Sommer- Kostüme und Mäntel, in allen möglichen modernen Stoffen und Fassons, Jacketts, Kimonos, Beduinen, franz. Kleider, Röcke, Blusen C. W. kaufen kann? Vergleichen Sie die Preisunterschiede: jetzt..... M. 9.- 11-, 13-, 15-, 18, 22, 25. früher z. T. M. 24-, 30.-, 35.-, 40.- 50, 60.-, 70 jetzt M. 30, 38.-, 49., 62- n. s. w. früher z. T. M. 84.-, 106.-, 142.-, 175.- u. s. w. U. 8. W. Jonntag geöffnet 8-10, 13-3 Uhr. u. B. W. Bol Einkauf von nur M. 12.- an Gratis! 2, m Stoff zu einem Rock! ( ges. gesch.) Trauer- Westmann( ges gesch.) Extra- Abtell f. fert. Trauerkleider, Blusen, Schiefer, Hüte etes Farbige Pappdächer weiß- grün- rot in leuchtenden, garantiert wetterbeständigen Farben, für Sommerhäuschen, Lauben, Restaurants usw. Die Farben werden streichfertig geliefert und wie Oelfarbe auch auf gewöhnliche geteerte Dachpappe aufgetragen. Sandfreie Pappen( Dachpix- Pappen) für Wandbekleidung, Anstrichfarben für Zäune, Fenster, Türen usw. Sofort trocknend! Hochglanz! Billiger als Oelfarbe! Dachpix- Gesellschaft, S. 61, Planufer 38 Tel. A. IV 1986. Prospekte, Muster usw. gratis. Beim Vorzeigen dieses inserats 4% Rabatt. Damen parem Geld Räumungs- Verkauf Nach beendeter Einzelverkauf" Engros- Saison» 1 Posten hobel. Leinen, Bast-, aparter Tuch- Kammg Kostüme früher 30.- 40.- 50.- 70.- 80.- 90.- 100 M. Jetzt 20-25-30-45.- 50-60-75 M. Anschließende Tuch- Paletets 12-30 M. Läng. 1 Posten Paletots blau, nat 6-25 M. farbige blagonal Hochelegante Modelle Moiré-, Seidenrips -Paletots TF bedeutend unt. Herstellungspreis Spezial.: Extrawelten für starke Damen. Aparte Kimonos n. Bast- Mäntel 10-30 M. Frauenpaletots kanten 10-30 M. mit eleganten Stickereien Welße u farbige Golt- Palatots.. 7-18 M. Backfisch- Kinder- u KielerPaletets 3-10 M. • Gegründet 1894. Engros- Lager Staubmantel, Regenmäntel 5-25 M. Kein Laden! Max Mosczytz, Landsberger Str. 59, am Alexanderpl. eine Troppe, Berlin C, Achten Sie in Ihrem eigenen Interesse auf die Hausnummer. Gaskronen 3- fl. zu konkurrenzlosen Preisen. m. Hängecht. M. Ampeln etc. verkaufen wir durch eigene Fabrikation Zuglampen 18, Salonkronen 27. Speisezimmer- Kronen mit Hängelicht M. 40. Beleuchtungsgegenstände für Geschäfte und Private. ohne PreisAuf Ratenzahlung aufschlag. Wunsch August- Straße 27, Gustav Baum& Co., Tel III 5595 Ohne Verbindlichkeit entsenden wir Vertreter. Straußfedern und Polsterwaren auf Teilzahlung zu Kassenpreisen und Zins- Juhre& König, Belegenbeltstäufe. Die schönsten, größten und beften bekommen Sie be vergütung erhält man in der seit 32 Jahren bestehenden MöbelWarschauer Str. 68, für Haut- und Harnleiden. fabrik unter 10jähriger Garantie A. Schulz, Reichenberger Reinickendorfer Str. 101, Prinzenstr. 41, Moritzplatz, dicht am 5278L 10-2. 5-7 Sonntags 10-12. 2-4 Westmanns Trauermagazin Extra- Abteilung 1. Gesch.: Berlin W., MohrenStraße 37a( 2. Haus von der Jerusalemer Straße). II. Gesch.: Berlin NO., Große Frankfurt. Str.115( 2. Haus von der Andreasstraße). Sehr gr. Ausw. fert. Kleider, Hüte, Handschuhe, Schleier etc. v. einfachsten bis zum hochelegant. Genre z. äußerst niedrigen Preisen. Sonder- Abteilung: Maßanfertigung in 10 bis 12 Stunden. Dr. Straße 5. med. Karl Reinhardts spezial- ärztliche Institute für Geschlechtskrankheiten Haut-, Harnleiden, Schwäche. Neanderstraße 12 nahe Jannowitzbrücke 5 bis 18 Ubr. der Lützowstraße ,, 12-2 Uhr Potsdamer Straße 117 and 18 bis 9 Uhr abends.==== Vollkommenstes kombiniertes Heilverfahren bei frischen und veralteten Fällen. XXX Nachweislich unerreichte Dauererfolge in verhältnismäßig kurzer Zeit. Um sich vor zwecklosen evt. schädlichen Kuren zu schützen, verlange man ausführliche Broschüre in meinen Instituten oder durch die Post( verschloss. Kuvert) gratis und franko. Zur gefl. Beachtung!! Der nächste Herrenvortrag über Geschlechtskrankheiten, Haut- und Harnleiden findet erst nach Pfingsten an 278/11 noch näher bekanntzugebendem Tage statt. 19. sonders billig im Blauen Bazar, Kaiser- Wilhelm Straße 16, neben Zentral- Markthalle, gleich beim Bahnhof Alexanderplat. Urteilen Sie selbst. Ste finden stets großes Lager in allen Farben. Ausschneiden! Aufbewahren! Muster an jedermann franko! Seiden- Herzogs Reste- Tage sind Festtage für jede praktisch denkende Dame, denn sie bieten in jeder Beziehung ganz enorme Vorteile. Wir raten jeder Braut, Brautmutter sowie allen Damen, die Gelegenheit wahrzunehmen, sich aus Tausenden von Resten, Coupons und Stücken kostbare Beide zum Kleide, zur Bluse etc. für einen ganz kleinen Betrag herauszusuchen. Aussergewöhnlich billig werden verkauft: Effektvolle Seiden für Braut- und Gesellschafts- Roben 1.50, 2.25, 2.75 ete. Aparte Blusen- und Jupons- Seiden, Streifen, Karos, Chinés, 1.25, 1.50, 1.75 etc. Reinseidene schwarze Damaste, Merveilleux etc. 15.-, 20.30 per Robe. Wundervolle doppeltbreite Seiden- Gewebe, Eoliennes, Crepes de chine in allen Lichtfarben 8.50, 4.50 etc. Schwere Damast- Futter- Selden für Jacken und Abendmäntel 1.50, 1.75 etc. Aparte Bast- und Foulard- Selden in grösster Auswahl 1.50, 1.75, 2.25 etc. Konfektions- Abtellung: Viele hundert schicke seidene Blusen 10.50, 12.50, 15.00 etc. Ferner 1 Serie wundervoller Seiden- und Spitzen- Blusen( durch Auslage etwas gelitten), enorm billig. Elegante seidene Jupons, schicke Kostüm- Röcke, entzückende halbfertige Roben 7.50, 10.50 ete. Seiden- Herzog nur: Leipziger Strasse 79, Der Vorkant hogtant Moning Wh Aus der 1 Treppe am Dönhoffplatz. Partei- Speditionen: Zentrum: Albert Habnish. Auguftftr. 50, Eingang Joachimstraße. 2. Wahlkreis, Besten: Gustav Schmidt, Stirchbachstr. 14, Hochparterre. Süden und Südwesten: Hermann Berner, Gneisenauftr. 72, Laden. 8. Wahlkreis: St. Fris, Prinzenstr. 31, of rechts part. 4. Wahlkreis: Often: Robert Bengels, Gr. Frankfurterstr. 120. Wilhelm Mann, Petersburgerplat 4( Laden). 4. Wahlkreis, Südosten: Paul Bohm, Laufiperplaz 14/15 ( Laden). 3. Wahlkreis: Leo 8ut, Immanuellirchftr. 12( of). 6. Wahlkreis( Moabit und Hansaviertel): Rarl anders, Salzwedelerstr. 8, im Laden. Wedding: Karl Weiße, Nazarethkirchstraße 49. Rosenthaler und Oranienburger Vorstadt: Bilhelm Baumann, Bernauerstr. 9, vorn part. Gesundbrunnen: F. Trapp, Stettinerftr. 10. Schönhauser Vorstadt: Rarl Mars, Lyhenerftr. 123. Adlershof: Karl Schwarzlose, Hoffmannstr. 9. Alt- Glienicke: Wilhelm Dürre, Rudowerstr. 83 II. Baumschulenweg:. Hornig, Marienthalerstr. 13, I. Bernau, Röntgental, Zepernick, Schönow und Schönbrück Heinich Brose, bohesteinstr. 74, part. Bohnsdorf und Falkenberg: Alois Lauf, Bohnsdorf, Ge nossenschaftshaus Paradies". Charlottenburg: Gustav Scharnberg, Sefenheimerstraße 1, de Goethestraße, Laden. Eichwalde, Zeuthen, Miersdorf und Hankels Ablage: Dstar Mahle, Eichbalde, Stubenrauchstr. 99. Erkner: Ernst Hoffmann, Friedrichshagener Chauffee. Fredersdorf- Petershagen: ofelbarth, Petersbagen. Friedenan- Steglitz- Südende:. Bernfee, Schloßftr. 119, Hof I, in Steglik. Bestellungen nehmen entgegen in Steglitz: H. Mohr, Düppelstr. 32, und Fr. Schellhase, Ahornstr. 15 a. Friedrichshagen: Ernst Berimann, Köpenider Straße 18. Grünau: Franz Klein, Bahnhofstr. 6 III. Johannisthal: Bielide, Staiser- Wilhelm- Blat 4. Karlshorst: Richard Rüter, Rödelstr. 9, II. Königs- Wusterhausen: Friedrich Baumann, Bahnhofstr. 13. Köpenick: Emil Wigler, Stiegerstr. 6, Laden. Lichtenberg, Friedrichsfelde, Wilhelmsberg: eifel, Kronprinzenstraße 4, L. Dtto Mahlsdorf und Kaulsdorf: Qugo Seibe, Mahlsdorf, Walderfeestr. 14. Mariendorf: August Leip, Chauffeeftr. 296, Hol. Marienfelde: Emil Beinert, Dorfstr. 14. Nieder- Schöneweide: Mar Brieble, Brizerftr. 14 II Nowawes: Wilhelm Jappe, Friedrichstr. 7. Ober- Schöneweide: Auguft Henjes, Laufenerftr. 2, L. Pankow- Niederschönhausen: Dtto tißmann, Mühlen straße 30 Reinickendorf Ost, Wilhelmsruh und Schönhols: P. Gurich, Rameteftr. 12, 1. Rixdorf: M. Heinrich, Nedarftraße 2, im Laben. Rummelsburg, Boxhagen: A. Rosenfrana, lt- Boghagen 56. Schmargendorf: Gustav Staminsty, Cunostraße 2 Schöneberg: Wilhelm Bäumler, Martin Lutherstr. 51, im Laben. Spandau: Stoppen, Jagomstr. 9. Tegel, Borsigwalde, Wittenan Waidmannslust, Hermsdorf und Reinickendorf- West: Baul Kienast, Borfigwalde, Räuschstraße 10. Teltow: Wilhelm Bonow, Zeltow, Behlendorfer Str. 4. Tempelhof: Albert Thiel, Friedrich Wilhelmstr. 20. Treptow: Rob. Gramenz, Stiefholzstraße 412, Laden. Weißensee: R. Fuhrmann, Sedanstr. 105, parterre. Wilmersdorf- Halensee: Paul Schubert, Bihelmsaue 26, Hof parterre. Sämtliche Parteiliteratur sowie alle wissenschaftlichen Werte werden geliefert. Annahme von Inseraten für den ,, Vorwärts". Bitte ausschneiden. 245/1 ர்ளி Auch die allerschärfste Kritik muß zugeben, daß JOSETTI VERA Kein Zweifei mehr doe in allen Merk malen, die EigenIschaften feinster Qualität sind, nicht übertroffen werden können. Cigaretten Josetti- Vera- Cigaretten m. u. o. M 10 St. 30 Pfg. 5322L Sonder- Offerte! Elne Echter PlüschPartie Teppiche erstklassiges Fabrikat ( kein Axminster!) wundervolle Muster- Auswald Größe ca. cm Mk. Wert 180/200 14.75( 20.00) 160/230 21-50( 30.90) cm 200/300 cm 84 ( 44.00) 230/320 cm 47.50( 58.00) 250/350 cm 53.50( 70.00) Tähne 180 Fast gänzlich schmerzlos Zahnziehen 1m. Warum? bestellen Sie Ihre Zähne bei den Reisenden, die von Tür zu Tür gehen und für jeden Auftrag 12 M. und mehr Provision erhalten? Warum nehmen Sie Zähne auf Abzahlung, wo Sie 4 M. und mehr dafür bezahlen müssen und jede Woche vom Kassierer belästigt werden, außerdem in alle Munde kommen und jede Diskretion ausgeschlossen ist. Warum brechen solche Zähne mit unechten Stiften schon in der ersten Zeit ab? Weil die Abzahlungs- Zahnateliers zum größten Teil Zähne verarbeiten, welche mit gar keinem Stift oder mit Eisenstiften versehen sind. Wer? 5053L muß die hohe Provision der Reisenden, die hohe Provision des Einkassierens, die enorm großen Verluste durch das Abzahlungs- System bezahlen? Doch nur der Patient! Es ergeben sich daher für Sie folgende Vorteile: 1. Haben Sie sich keine Schulden aufgebürdet. 2. Vermeiden Sie die Unannehmlichkeiten der Teilzahlung( kassiert werden etc.). Yortelle: 3. Haben Sie ein Gebiß für 1,80 M. pro Zahn mit echten Platinstiften. 4. Haben Sie noch ein schönes Stück Geld gespart und sind Schulden und Laufereien Ios. Ueberzeugung macht wahr! Reform Zahn- Praxis Carl Rudolph. 1. Praxis: Friedrichstr. 35. 16. Praxis: Charlottenburg, 1 Die erste und renommierteste Firma ist und bleibt M.Glogau Alte Jakob- Straße 75, ( oke Dresdener- und Roß- Straße). L, II., III. and IV. Etage, Jeder erhält Kredit unter nachfolgenden Bedingungen: Herren- Anzüge n. Paletots, nur moderne, elegante Formen, in allen Preislagen, Anzahlung von 5.- M. an. Damen- Kostüme, Jacketts, Blusen u. Röcke ( Auswahl wie in jedem Spezialgeschäft), Anzahlung von 3.- M. an. Möbel auf 8 M. an. Einzelne Gegenstände: Ansahlung von Ein einfaches Zimmer: Anzahlung von Elne kleine Einrichtung: M 8 M. an. Anzahl von Kredit Ein Schlafzimmer und Kached Anzahlung von 20 M. an. Zusammenstellung nach eigner Wahl. F Wochenrate Hark 300/400 cm 87.50( 105.00) Nach auswärts per Nachnahme. Teppich- Spezial- Haus Emil Lefèvre Berlin S. Seit 1882 nur Oranienstr. 158 Unterhalte nirgends Filialen! Spezial- Katalog mit 600 Abbildungen etwa in künstlerischer Ausstattung auf Wunsch gratis und franko. Ausnahmepreise! für die Monate Mai, Juni u. Jull. Gerstberger& Müller Kohlengroßhandlung. 1. Lagerplay Am Schlesischen Güterbahnhof, Mühlenstr. 18. Fernspr.- Amt VII 10290. 2. Lagerplat Palisadenstr. 95. Fernspr. Amt VII 4861. Breise ab Blatz bon 10 8tr. an: p. 8tr. ca. 120 St. a 8tr., p. 1000 St. Ferdinand Salon 72 f. 6,75 M. Marie Grube Alwine 72 Poley, Fielitz und Pfännerschaft Anhaltische Kohlenwerke Ilse . 6,75. . . 82 7,75. 90 8,50 • " 90 8,50 80 Halbsteine, Brima Dualitat Bullan u. Ferdinand a 8tr. 70 81. Heye u. A. K. W. Halbst. Handwagen stehen kostenlos zur Verfügung. • Bei größerer Abnahme verlangen Sle bitte Borzugsofferte. Bet Anlieferung frei Haus per Str. ca. 10-20 1. mehr. AbessinierPumpen zum Selbstaufstellen für Gartenbefizer u. Lauben. toloniften von 8 M. an Flügelpumpen, Gartensprisen, Filter, Röhren, Schläuche usw. billigft. Erdbohrer leihweise. Carl Kochlin& Co., Berlin SW. ( IV 1676.) Alte Jakobftr. 18/19. Uhren, Ketten Goldwaren in bester Ausführung zu billigsten Preisen Preisliste amsonst und portofrel Berlin 595 S. Kretschmer, Neue Königstr. 4. Moderne Wohnzimmer- Einrichtung M. 290, Musterbuch ,, F“ gratis& franko. Geöffnet 8-8. Sonntags 8-2 Frankfurter 2. Elsasser Str. 14. Wilmersdorfer " Straße 117. 3. Oranienstr. 61. " 7. " Lichtenberg, 4. Palisadenstr. 106 " 5. " Moabit, Huttenstraße 65. Allee 169. 8. 53 Spandau, Neuendorfer Str. 106. Moebel- Boebel Berlin S., Moritzplatz 58. Kein Laden! Verkauf nur im Fabrikgebäude! Spezialität: Wohnungs- Einrichtungen einfachen und mittleren Genres. M. 67, M. 75, M. 67, M. 80,- M. 6,- M. 39, Berantwortlicher Redakteur Richard Barth, Berlin. Für den Inseratenteil verantw.: Th. Glode, Berlin. Drud u. Verlag: Vorwärts Buchdruderei u. Verlagsanstalt Paul Singer& Co., Berlin SW. Nr. 101. 27. Iahrgavg. 5. Keiltze des Jonsärts" Stiliiiet Pollislilult. 5sutttag, 1. Mai 1910. Partei-?Zngelegenkeiten. Zur Maifeier. Das Inserat der Geroerkschaftskominission sowohl wie auch das des Verbandes sozialdemokratischer Wahlvereine Berlins und Umgegend in der heutigen„Vorwärts"- Nummer enthält noch einige Nachträge, worauf die Arbeiterschaft wie auch die Referenten besonders hingewiesen werden. An die Parteigenossen Berlins und der Provinz Brandenburg. ! Die neue L o k a l l i st e liegt der heutigen Nummer des„Vor- wärts" bei und empfehlen wir dieselbe wiederum der Arbeiterschaft dringend zur Beachtung. Gerade mit Rücksicht auf die nun beginnenden Ausflüge und Partien der Vereine, Klubs usw. in die verschiedenen Provinzorte ist es die unerläßliche Pflicht jedes denkenden Arbeiters, sich stets vor Augen zu halten, unter welch schwierigen Verhältnissen und mit wie schweren Opfern unsere Parteigenossen in der Provinz gc- zwangen sind, den Kampf um Versammlungslokale zu führen. Wohl sind die Herren Wirte jederzeit gern bereit, bei Veran- staltung von Vergnügungen und Partien das Geld der Arbeiter einzustecken, aber so bald dieselben Arbeiter das Verlangen stellen, daß ihnen zur Erörterung ihrer ureigensten Interessen oder der politischen Verhältnisse ein Saal zur Verfügung gestellt werden möge, so wird ihnen dies in den allermeisten Fällen in der höhnendsten Weise verweigert. Hinzu kommt noch allenthalben der vereinte Druck unserer Gegner auf diejenigen Wirte, die uns ihre Räume zur Verfügung stellen und nicht zuletzt die Maßnahmen der Behörden und behördlichen Organe, die schon so oft als reine Schikanen bezeichnet worden sind. Allen diesen vereinten Mächten unserer Gegner gegenüber gilt es. die Solidarität der gesauiten Arbeiterschaft hochzuhalten und zu pflegen. Jeder auch nur einigermaßen aufgeklärte Arbeiter muß stets dessen eingedenk sein, daß Versammlungsräume für die weitere Eutwickclnng unserer ganzen Bewegung das erste Er- fordernis sind. Darum ist es unbedingte Pflicht, auf die beste Partie und das schönste Vergnügen zu verzichten, wenn man dabei unseren Genossen irgendwo in ihrem Lokalkampf in den Rücken fallen muß. Stets müssen wir an dem Standpunkt festhalten:„Boykottbruch ist Streikbruch!" Selbst in der näheren Umgebung Berlins haben unsere Ge- nassen in einer ganzen Anzahl Orte einen Kampf zu führen, der leider bisher erfolglos geblieben ist. Wir richten deshalb auch an die Bauhandwerker, die in den Landorten arbeiten, das dringende Ersuchen, sich ihre Verkehrs- lokale besser noch als bisher anzusehen, und nicht, wie leider noch sehr oft, dem ersten besten Wirt das Geld ins Haus zu bringen. Beachtet die Lokalliste! Des weiteren ersuchen wir die Vorstände und Komitees, bei allen ihren Veranstaltungen dafür zu sorgen, daß das notwendige Bedienungspersonal stets vom kostenlosen Arbeitsnachweis des Ver- bandcs deutscher GastwirtSgehilfen bezogen wird.(Ortsverwaltung Berlin. Große Hamburger Straße 18/19. Tel. Amt III, 1313.) Außerdem ist es im eigenen Interesse der Vereine selbst dringend notwendig, daß allen Verträgen mit Lokalinhabern eine Klausel angefügt wird, wonach für den Fall, daß das betreffende Lokal später für Arbeiterversammlungen verweigert werden sollte, der Vertrag seine Gültigkeit verliert. Alle sonstigen Anfragen, Mitteilungen usw. sind stets durch die in der LokaUiste angegebenen Kommissionsmitglieder an den Ob- mann der Lokalkomniission zu richten, soweit Lokale Berlins und der Kreise Nieder-Barnim, Teltow-Beeskow und PotSdam-Ost» Havelland in Frage kommen. Für die übrigen Provinzorte sind alle Anfragen direkt an den Obmann zu richten, in keinem Falle jedoch direkt an die Redaktion dcS„Vorwärts"; dies bitten wir zu beachten. Zum Schluß ersuchen wir die Parteigenossen, die jeweilige Lokalliste stets bis zum Erscheinen der nächsten aufzubewahren, sowie von allen in der Zwischenzeit eintretenden etwaigen Aende- rungen Notiz zu nehmen. Für verloren gegangene Listen kann jederzeit Ersatz von allen Kommissionsmitgliedern bezogen werden. Die Lokalkommission. Groß-Lichterfelde. Am Dienstag, den 8. Mai, findet bei Wahren- dorf ein vom BildungZauSschuß veranstalteter Bortrogsabend statt. Thema: Sozialismus al» Weltanschauung. Vortragender: Genosse Stampfer. Borsigwalde-Wittcnau. Treffpunkt der Genossen und Genossinnen zur Beerdigung der Genossin Krause heute Sonntag 2'/, Uhr bei Hülecke. Die Bezirksleitung. Wilhelmsruh- Niederschönhausen- West. Dienstag, den 3. Mai, abends 8 Uhr. findet im Lokal von Milbrodt, Walderscestr. 6, unsere Mitgliederversanimlung statt. Vortrag des Genossen Herm. Schulz über: Die Reichsversicherungsordnung. Bereinsangclegenheiten. _ Die Bezirksleitung. Berliner J�aebriebten. Vor zwanzig Jahren. Die erste Maifeier im Jahre 1890 stand unter dem Schatten des Sozialistengesetzes. Versammlungen bedurften noch der polizeilichen Genehmigung. Diese wurde aber in Berlin fast ausschließlich zu den Maiversammlungen versagt. Zahlreiche Gewerkschaften änderten infolgedessen ihre Mai- feierpläne und bereiteten Ausflüge, in die Umgebung Berlins vor. In Erwartung zahlreicher Maifeierdemonstranten be- gaben sich damals einige Genossen in Friedrichshagen zu dem Amtsvorsteher Drachholz, um die Erlaubnis für 2 Volksversammlungen nachzusuchen. Drachholz, der heute tot ist, war ein sonderlicher Herr, man mußte ihn kennen, um mit ihm umzugehen. Zunächst gab er seiner Verwunderung Ausdruck darüber, daß wir gleich zwei Versammlungen einberufen wollten.„Warum wollen Sie denn zwei Versammlungen in unserm kleinen Orte abhalten? frug er. „Weil wir am 1. Mai viel Besuch von Berlin bekommen, war die prompte Antwort. Und da wir annehmen, daß diese Besucher auch in die Versammlungen gehen, reicht eine Ver- sammlung nicht aus. Das sah Herr Drachholz schließlich ein und meinte: Na. ich will mir die Sache überlegen, ob ich Ihnen die Genehmigung erteilen kann. „Wir haben noch ein zweites Anliegen, fuhren unsere Genossen fort. Wir haben uns am 1. Mai eine Musikkapelle bestellt, die konzertieren soll und zwar am Morgen des 1. Mai in dem direkt an der Bahn gelegenen Waldhaus? restaurant. Nun haben wir die Absicht, nach Schluß der Ver- sammlungen mit Musik durch das Dorf zu ziehen und ersuchen Sie, uns auch hierzu die Erlaubnis z» erteilen. Herr Drachholz machte ein erstauntes Gesicht und kratzte sich hinter den Ohren. Er versuchte, uns unfern Plan auszu- reden. Wir zerstreuten seine Bedenken und setzten ihm aus- einander, wie gerade durch diesen Durchmarsch durch das Dorf erst unser ganzes Arrangement mit der gewohnten Präzision und Ordnung vor sich gehen würde. „Meinen Sie? frug er nochmal, denn um die Ordnung war ihm zu tun. Wir bejahten. Na, erklärt unser Amtsvorsteher, ich kenne Sie als ordent- liche, ruhige Leute. Wenn Sie das so bestimmt versichern, will ich auch in diesem Falle nicht gerade ablehnen. Und Drach- holz hielt Wort. Er erteilte uns schriftlich die Genehmigung zu zwei Volksversammlungen am 1. Mai und die Erlaubnis mit Musik durch das Dorf ziehen zu dürfen. Als das im Orte bekannt wurde, bestürmten die Honoratioren den Amtsvor- steher, entweder die Genehmigung zurückzuziehen oder wenig- stens vom Landrat vermehrte polizeiliche Hilfe zu erbitten. Drachholz tat keins von beiden. Am Morgen des 1. Mai kamen Tausende von Genossen von Berlin nach Friedrichshagen. Sie waren nicht wenig er- staunt, beim Aussteigen mit Musik begrüßt zu werden und wollten anfänglich gar nicht glauben, daß diese Begrüßung den Maifeierdemonstranten galt. Darguf dirigierten wir die Genossen in die Versammlungen. Die eine fand in dem Hotel Kaiserhof am Bahnhof statt, die andere in dem in der ent- gegengesetzten Richtung gelegenen Lokal von Conrad. In der ersten sprach Genosse G c r i s ch und in der zweiten Genosse Z u b e i l. Der Schluß beider Versammlungen war pünktlich fest- gesetzt. Dann schlössen sich die Versammlungsteilnehmer der Musik an und zogen von dem Conradschen Lokal die Friedrich- straße entlang nach dem Lokale Kaiserhos, wo sich die Genossen aus dieser inzwischen rasch beendeten Versammlung einreihten. Es war ein imposanter Zug, der sich gebildet hatte. Begleitet wurde er durch zwei Gendarmen, die mit umgeschnalltem Revolver unfern Ordnern voranschritten. So ging es nach der Wilhelmstraße, wo Genosse Schippel wohnte, um ihm, der kurz vorher wegen einer Rede in Chemnitz zu 9 Monaten Ge- fängnis verurteilt worden war, eine Ovation zu bringen. Genosse Schippel war in eine eigenartige Situation gekom- men. Sollte er, der auf dem Balkon stand und ergriffen von der Begrüßung dankte, sollte er reden? Eine Rede unter freiem Himmel war zwar nicht vorge- sehen, allein er konnte nicht anders, als einige Worte sagen, auch auf die Gefahr hin, eine neue Anklage zu erhalten. Und so redete er vom Balkon herunter und feierte den 1. Mai. „In den letzten Tagen habe ich zu leiden gehabt unter der Ver- folgung unserer Gegner, schloß er, in den nächsten Tagen werden Sie unter der Rachsucht und Niedertracht der Arbeit- geber zu leiden haben, weil Sie getvagt haben, sich einen freien Tag selbst zu nehmen. Trotzdem grüßen wir den 1. Mai und rufen aus tiefstem Herzen: die Partei der Unter- drückten und Ausgebeuteten, die intcrimtionale Sozialdemo- kratie lebe hochl Begeistert stimmte alles ein. Es war ein ergreifender Augenblick und Tausende von Genossen, die teil- genommen, haben ihn nie wieder vergessen. Dann ging es nach den Festlokalen, nach Bcllevue und dem Müggelschloß, wo sich immer neue Massen einfanden. Nachmittag kam die Nachricht, daß Tausende von Berliner Formern von Köpenick aus auf dem Wege nach Friedrichshagen begriffen seien. Kurz entschlossen wurde ihnen die Musik- kapelle entgegengeschickt und die Genossen unter Sang und Klang eingeholt. Der Verlauf der Maifeier war glänzend und selbst Zeitungskorrespondcnten der halboffiziösen russischen Zeitung „Nowoje Wremja" äußerten sich enthusiasmiert über diese Maifeier. Abends kam der Amtsvorsteher zu uns und erklärte, daß nach drei ihm gewordenen Berichten alles gut verlaufen sei. Das sei immer der Fall, antworteten wir ihm, wenn man uns die Ordnung selbst überlasse. Zwar fehlte es auch damals nicht an kleinlichen Chikanen, indem die Eisenbahnverwaltung wegen der Beförderung des Publikums große Schivierigkeiten machte, allein viele Unbe- quemlichkeiten wurden von unseren Genossen in Kauf genom- men, weil die Demonstration gut gelungen war. Das Bürgertum hatte eine Heidenangst bekundet. Viele Rentiers hatten ihr Geld vorher nach Berlin auf die Bank gebracht, manche hatten während unseres Umzuges die Häuser geschlossen, selbst Geschäftsleute hatten die Jalousien herab- gelassen. Das war alles unnötig. Friedrichshagen stand am 2. Mai noch auf dem selben Fleck wie am Morgen des 1. Mai. Der Berliner Lefjrerverein hörte am letzten Freitag einen Vor- trag des Herrn Lehrers G o l z über:„Die körperliche Er- ziehnng der Jugend in den Berliner Gemeinde. schule n. Der Vortragende forderte Gleichberechtigung und ge- nügenden Raum für die körperliche Erziehung in unseren Volks- schulen. In den Erörterungen, an denen sich in der Debatte auch der städtische Herr Obertnrnwart als Verteidiger der Stadtverwaltung beteiligte, wurde auch der Unzulänglichkeit der Berliner Turnhallen, Schulhöfe und Mietsschulhäuser gebührend gedacht. In den Miets. scbulen dient als Turnhalle in der Regel.ein größeres Zimmer. Einer vom Vortragenden benutzten Statistik über die Benutzung von 41 Berliner Turnhallen zufolge wurden von diesen Hallen 49 bis 49 Stunden 18, b9 bis 59 Stunden 9 und 99 und mehr Stunden 4 in Anspruch genommen. Auf eine dieser Hallen waren 9499 Schüler angewiesen, auf zwei andere 5199 und 4959, auf sieben weitere je über 3999 und auf neun je über 4999 Schüler. Die Zahlen stammen aus dem Jahre 1999. Das Bild, das sie geben, dürfte sich in der Hauptsache leider nicht wesentlich geändert haben. Folgende Leitsätze gelangten zur Annahme: 1. Der Berliner Lehrerverein hält eine erhöhte Pflege der Leibesübungen in unseren Gemeindeschulen für notwendig. Er fordert deshalb: a) mehr Turnhallen und Turnplätze(jede Schule erhalte ihre eigene Turnhalle); b) die baldige Einführung der 3. Turnstunde, jedoch nicht auf Kosten des deutschen Unterrichts(eine gleichzeitige Anord- nung der Kurzstunde für den gesamten Unterricht wird die da- durch entstehenden Schwierigkeiten im Lehr- und Stundenplan wesentlich herabmindern). 2. Der Berliner Lehrerverein bekennt sich grundsätzlich zur Einführung des verbindlichen Spielnachmittags in unseren Ge- meindeschulen. Da aber zurzeit der Einführung noch bedeutende Schwierig- leiten entgegenstehen, ist dieselbe vorzubereiten, indem a) größere� Mittel für das Jugendspiel bewilligt, b) mehr Spielplätze geschaffen werden, c) jede Halle die üblichen Spielgeräte erhält, ck) wenn möglich, an jeder Gemeindeschule ein freiwilliges Jugendspiel eingerichtet wird. 3. Zur Förderung eintägiger Schülerwanderungen, die im Durchschnitt wenigstens alle vier Wochen zu unternehmen sind, empfiehlt er der Stadtverwaltung: a) ausreichende Mittel für Kinder armer Eltern bereitzu- stellen, b) den führenden Lehrern die bei Schülcrwanderungen ent« standenen tatsächlichen Unkosten zu erstatten, c) bei den maßgebenden Körperschaften darauf hinzuwirken, daß bei Schulausflügen auch im Stadt-, Ring- und Vorortverkehr sämtliche Kinder der Volksschule den Kinderfah�preis bezahlen. 4. Wünschenswert ist endlich, daß den Volroschulkindern mehr Gelegenheit zum Baden und Eislauf verschafft wird; jedes gesunde Kind sollte schwimmen lernen. Die Große Berliner KnustanSstelluilg wurde am Souuabend in den weiten Hallen am Lehrter Bahnhof, die diesmal in 59 Sälen (die Nebenabtcilungcu nicht gerechnet) 2987 Kunstwerke beherbergen, eröffnet. Der Präsident der Ausstellung Prof. Kall morgen suchte in einer programmatischen Rede gegen die Bevorzugung der jüngste» ausländischen Kunst zu protestieren, da sie verwirre und die Heimatkunst schädige. Diese Spitze gegen die Sezession wird natürlich ohne Bedeutung bleiben, so lange das Aus- laud der deutschen Malerei etwas zu sagen hat(und eS hat ihr sehr viel zu sagen gehabt). Im übrigen ist es den lebenden Knustlern ja nachzufühlen, wenn sie die ivahntvitzigen Preise, die für angebliche und wirkliche alte Kunstwerke und die jeweiligen Modekllnstler bezahlt werden, mit Neid erfülle»._ Im übrigen denkt die Große Berliner ja auch nicht daran, den Ausländern ihre Pforten zu versperren. Sie bietet diesmal eine überreiche ungarische Ausstellung und auch sonst ausländische Werte, wenn auch kaum solche, die der heimischen Kunst gefährlich werden könnten. Der allgemeine Eindruck der Ausstellung, die ja auf einmal kaum zu übersehen ist, läßt sich dahin zusammenfassen: eS ist eine Durchschnittsernte, die»ach keiner Seite besonders auffällt. Die Anordnung, die dieses Jahr getroffen ist, daß alle Bilder ohne Rücksicht auf Schulen und Herkunft durcheinander hängen, crlciibtert keineswegs die Uebersicht und den Genuß. Glücklicherweise sind einzelnen Künstlern Sonderzimmer gewidmet, so dem Land- schafter Bergmann- Karlsruhe, B o h r d t, ferner dem Maler norddeutscher Stiminungen mit Tierstaffage Oskar §renzel. den, eigenartigen Lesser Ury, den Zeichnern ü t t n e r und©tone n>. Unter den Ausländern ragt einsam Pnois de Chavannes hervor mit einigen Kartons zu den Pantheonsbilderu in Paris, den tiefst enchfundensten und nionumen- talsten Schöpsnngeil moderner Wandmalerei.— Die plastischen Werke enttäuschen Heuer fast noch mehr als früher. Sie hoben zwar die handtverkliche Grundlage, die auch Professor Kallmorgen wie Liebcrmann reklamierte, aber dafür fehlt meist alles andere, was das Kunstwerk auszeichnet. D- Die Allgemeine StädtebanauSstellung, die im Anschluß an den Wettbewerb„G r o ß- B er l i n" veranstaltet wird, kommt am Sonntag, den 1. Mai, zur Eröffnung. Ein Rundgang durch die für die Ausstellung zur Verfügung gestellten Säle und Hallen der Akademischen Hochschule in Charlottenburg, den wir am Sonn- abend antreten konnten, zeigte bereits, welche Fülle von sozialen und technischen Problemen diese Ausstellung in sich birgt. Gewiß, sie ist mit ihren zahllosen Plänen, Modellen und den lehrreichen Diagrammen nicht so amüsant wie manche reinen Schaudarbietungen. Sie erfordert tieferes Interesse. Aber wer in sie eindringt(Führungen und Vorträge werden das er» leichtern), der wird reichen Nutzen davontragen. Die kapitalistische Entwickclung hat, wie sie daS Kapital akkumu« lierte und die große Industrie schuf, gewaltige Menschenmengen auf beschränktem Wirtschaftsgebiet zusammengedrängt. Diese Agglomeration der Bevölkerung in den Groß- und Fabrikstädten. deren Existenzberechtigung der Kapitalismus gleichfalls erst schuf, hat eine Menge von Probleinen geschaffen, die von einschneidender Bedeutung sind. Wie die zusammenströmende und aus sich heraus- wachsende Bevölkerung unterzubringen, zu behausen, von und zur Arbeit zu befördern sei, wie die Stadtpläne und das Verkehrs- wesen, die Hygiene und zuletzt auch die Aesthctik des Stadtbildes den neuen Bedürfnissen anzupassen sei, das sind so einige davon. Das riesenhaft anwachsende Berlin wird sich in den nächsten Jahren in erhöhtem Maße mit all den Fragen beschäftigen müssen. Die Ausstellung bietet Handhaben dazu und bietet auch Vergleichs- Möglichkeiten. Freilich unsere Klassengesellschaft schließt rationelle Lösungen aus, und Berlin ist doppelt und dreifach gehemmt durch die vorherrschenden Klasseninteresscn und durch die Abhängigkeit von der Staatsregierung. Um so mehr werden wir die Anregungen, die die Ausstellung gibt, in unserem Sinne auszunutzen haben. Neue Fahrpläne bei der Straßenbahn am 1. Mai. Die Straßenbahn fährt am 1. Mai verschiedene Aenderungen in ihrer Linienführung und ihrem Fahrplan ein. Vor allem wird die Linie 21 Moabit— Rixdorf, Knesebeckstratze bis zur Germania- Promenade in Britz verlängert. Die Linie geht bekanntlich von der Ecke der Wilhelmshavener Straße und Turmstraße in Moabit über den Potsdamer Platz und das Hallesche Tor nach Rixdorf. Die Linie 48, Schönhauser Allee— Rixdorf, Ecke der Walter- und In- liusstraße. wird bis zur Jahnstraße am Rixdorfer Gemeindefried- Hof in der Rudower Straße verlängert. Die Linie geht über den Hackeschen Markt, den Spittelmarkt und den Moritzplatz. Ferner wird die Linie 58, Zentralviehhof— Britz, Germaniapromenade. bis zum Rathaus in Britz verlängert. Die Linie 53 verkehrt über den Alcxanderplatz, den Spittelmarkt und den Moritzplatz. Infolge der Verlängerung der Linie 58 werden die Fahrten der Linie 28, die jetzt am Rathaus in Britz enden, nur bis zur Germaniapro- menade durchgeführt. Die Wagen der Linien 7, 15 und 21 er- gänzen sich zwischen der Rathenower Straße und dem Hermann- platz zu einem Betrieb von Z?L bis 7V- Minuten. Die Wagen der Linien 47 und 48 ergänzen sich zwischen der Schönhauser Allee und der Rudower Straße in Britz zu einem Betrieb von 7Z4 Minuten. Die Züge der Linien 58 und 95 stellen diesen Be- trieb zwischen dem Zentralvichhof und dem Hermannplatz her. AuS der KrankeuhauSverwallung. In der am Sonnabend stattgehabten Sitzung der Krankenhaus- deputation wurden zivei bemerkenswerte Angelegenheiten ver- handelt. Zunächst wurde der Antrag des Genossen Dr. Wehl auf Befürwortung einer Eingabe an den Magistrat, von einer Hochbahn am tlr bau- Kranken hause vorbei, im Interesse der Kranken absehen zu wollen, zum Beschluß erhoben. Befürwortend wies die Dirck» tion des Urban-KrankenhauseS darauf hin, daß das Krankenhaus geradezu wertlos würde, wenn die Hochbahn an dem Krankcnhause entlang geführt werden sollte. Liegen doch gerade an der Front die einzigen Stationen, in denen kleine Säle und Einzelzimmer zur Isolierung Schwerkranker vorhanden sind. Es wurde alsdann verhandelt über den Antrag des Genossen Dr. Wehl:„Die. Deputation wolle beschließen, das ärztliche und Pflegepersonal der städtischen Kranken« an st alten anzuweisen, im Verkehr mit den über 18 Jahre alten männlichen Kranken der Anrede „Herr" sich zu bedienen. Der Antragsteller wies darauf hin, daß den weiblichen Kranken die Anrede„Frau" und„Fräu- lein" zuteil werde; die männlichen Kranken würden jedoch häufig mit„Euch",„Patient" oder dem Familiennamen angeredet. Das trage nicht dazu bei, die Selbstachtung und das Ehrgefühl der Pa- tienten zu fördern. Eine Verfügung aus dem Jahre 1993, wonach alle erwachsenen Kranken ohne Unterschied der Lebensstellung und ohne jede Ausnahme mit„Herr",„Frau" oder„Fräulein" anzureden seien, werde vielfach nicht beachtet. Die Deputation beschloß, diese Verfügung dem Arzt- und Wartepersonal zur strengsten Nach» achtung zu überantworten. Es wird Sache der Pfleglinge und deren Angehörigen sein, darüber zu wachen, daß diese Verfügung auch wirklich befolgt werde. Die Anmietung der Turnhalle Ses Turnvereins Jahn" zum Nachdem Gen. Arendsee über den Stand feines Streitber Preise von 600 m. wurde genehmigt. Maßgebend hierfür ist die fahrens berichtet und auf die widerspruchsvolle Handhabung der Unzulänglichkeit der vorhandenen 8 Schulturnhallen dem Bedarf Geschäfte durch den Gemeindevorsteher sowie die Baghaftigkeit der gegenüber. Unter dem Deckmantel eines Gerichtsassessors tritt ein dreister bürgerlichen Opposition hingewiesen, wurde folgende Resolution Für bedürftige, an Rüdgratsverkrümmung leidende GemeindeSchwindler auf, der in letzter Zeit viele Bimmervermieterinnen schülerinnen will der Magistrat orthopädischen Turnunterricht eineinstimmig angenommen. geprellt hat. Der Gauner, der recht elegant auftritt, fucht beffere richten und fordert dafür 400 M. Der Kreisarat, Stadtv. Dr. von etwa 800 Mitgliedern der Gemeinde Tegel befuchten öffent In der am 28. April 1910 in Trappes Festsälen tagenden, Pensionate oder Wohnungsinhaberinnen, die Zimmer abgeben, auf Dietrich, polemisiers gegen diesen vernünftigen Vorschlag. und will angeblich Zimmer mieten. Er versteht es dann in gana Bürgermeister Dr. Weinreich, der Verfasser der vom Borrebner lichen Versammlung ist festgestellt, daß der Amts-, Gemeinde- und raffinierter Weise, die Vermieterinnen um Geldbeträge anzu- als ganz ungenügend bezeichneten Borlage, und Stadtv. Dr. Wahlvorsteher Weigert gehen. Hat er sich Gelder erschwindelt, so verschwindet er auf Silberstein( Soz.), welch lekterer den Antrag als einen be Nimmerwiedersehen. Der Betrüger hat bereits in zahlreichen scheidenen Anfang begrüßt, traten dafür ein. Die Versammlung Fällen mit Erfolg operiert. trat der Absicht des Magistrats bei. Schwerer Sturs vom Neubau. Bei einem verhängnisvollen Fehltritt ist der Maurer Friedrich Neumann schwer zu Schaden gekommen. N. war auf dem Neubau Binetaplah 27 beschäftigt. Is er eine Ladung Steine nach den oberen Stockwerten trug, ftürzte er infolge Fehltritts so unglücklich ab, daß er sich schytvere innere Verlegungen zuzog. N. fand im städtischen Krankenhaus Aufnahme. Eine fast zweistündige Betriebsstörung im Straßenbahnverkehr ereignete fich gestern mittag in der Potsdamerstraße. Dort war an der Ede der Lüßowstraße der Arbeitsdraht in der Dese und vom Schutzbügel losgerissen. Infolgedessen fielen 38 Meter Draht zur Erde, die zum Teil durchbrannten und daher vollständig ersetzt werden mußten. Während der von 1220 bis 207 Uhr nachmittags dauernden Störung mußten die sämtlichen nach dem Often ber Lehrenden Straßenbahnwagen über die Lützow- und Linkstraße abgeleitet werden, Ihren Berlegungen erlegen ist die Arbeiterfrau Hedwig Schönberner aus der Köpenicker Straße, die gestern in der sieben ten Abendstunde in der Behrenstraße von einer Kraftdroschte überfahren und nach der Charité gebracht wurde. Mit Rücksicht auf die große Zunahme der Gemeindefchüler ( Ostern 1910 find 670 Sinder eingeschult worden) beabsichtigt der Magistrat, am Richardplaß eine Gemeindeschule mit 36 Stlassen und in der Donaustraße eine solche mit 20 lassen zu errichten. Mittelschulrektor Stadtb. Winter benußte diese Gelegenheit, um seine Schmerzen um den Ausbau der Mittelschule anzubringen, worauf ihm Bürgermeister Dr. Weinreich ganz mit Recht bemerkte, daß in Rigdorf die Bedürfnisse der Voltsschule an erfter Stelle zu befriedigen sind. Die Projekte wurden hierauf genehmigt. Der Wartheplat soll insofern umgestaltet werden, als um den dort befindlichen Pflanzenlieferungsgarten für die Schulen herum eine Schmudanlage gezogen werden soll. Alle Redner wandten sich gegen diese ungenügende Absicht, so daß schließlich ein Antrag des Stadtv. Wubky( Soz.) angenommen wurde, der die vollständige Ausgestaltung als Schmudplak will und dafür einen Betrag bis zu 6000 W. auswirft. Nach einigen Beschlüssen auf Verstärkung von Etatpositionen trat die Versammlung in eine geheime Sibung ein. 1. am 8. und 9. März d. J. rechtswidrig die Wahl von Beifizern zum Wahlvorftande nicht vorgenommen hat; 2. Die am 8. März d. J. mit 1034 Stimmen auf den Kassens beamten Arendfee gefallene Wahl zum Gemeindeverordneter rechtswidrig für ungültig erklärt hat; 3. am 19. März d. J. rechtswidrig eine Stichswahl zwischen zwei unterlegenen Kandidaten anberaumt und ausgeführt hat; 4. am 18. April d. J. rechtswidrig die Einführung der als gewählt proklamierten Herren trop vorliegender Proteste vorgenommen hat. In Erwägung, daß Gefeßlichkeit und Unparteilichkeit die Grundlage für das Gedeihen jedes Gemeinwesens sein muß, ir. fernerer Erwägung, daß die am 18. März d. J. von über 1000 Tegeler Einwohnern einstimmig angenommene Mißbilligung ohne jeden Einfluß auf den Amts, Gemeinde- und Wahlvorsteher Weigert geblieben ist, beauftragt die heutige Versammlung das Bureau, eine Beschwerde an den Herrn Landrat zu richten und ihn zu ersuchen, den Herrn Amts-, Gemeinde- und Wahlvorsteher Weigert sur Jnnehaltung und Respektierung der gefeßlichen Vorfchriften zu verweisen. Die Versammlung beauftragt das Bureau ferner, ihr das Resultat der Beschwerde in geeigneter Weise bekannt zu geben." Nach Schluß der Versammlung meldeten sich 20 Versammlungsbesucher zur Aufnahme in den Wahlverein. Aufsehen erregt der Selbstmord des in der Beughofstraße 16 wohnhaft gewefenen Kaufmanns Friz Müller, der Vertreter einer Ueber bas Verhalten der Geschäftsinhaber zur Sonntagsruhe Anzahl namhafter auswärtiger Firmen war. M. hatte gestern in Rigdorf sprach in einer am Freitag in den Bürgerfälen" bom abend mit den Inhabern der Firma Trettin u. Co., Ritterstr. 23, Bentralverband der Handlungsgehilfen einberufenen, gut besuchten in deren Geschäftslokal eine Besprechung, im Verlaufe deren er Angestelltenversammlung Genosse Georg I do. Redner erstattete plößlich einen Revolver hervorzog und sich durch einen Schuß in dabei Bericht über die Verhandlungen, die der Zentralverband Maifeier in den Vororten. das Sera tötete. Die eigentliche Ursache zu dem Aufsehen erregen- mit den Geschäftsleuten wegen Einführung der Sonntagsruhe ge den Selbstmord hat sich nicht feststellen laffen, da die Beteiligten führt hat. Ein Teil der Geschäftsinhaber, darunter die größten freiem Himmel im Garten des Gen. Wahrendorf, Rankestraße. Die Groß- Lichterfelde. Vormittags 11 Uhr Versammlung unter jebe diesbezügliche Auskunft verweigern. Der Verstorbene war Firmen am Orte, hat sich rückhaltlos für Schließung der Geschäfte Nachmittagsfeier findet in zwei Lokalen statt, und zwar für den 41 Jahre alt und verheiratet. ausgesprochen, ein anderer ist einer flaren Stellungnahme durch allerlei Ausflüchte aus dem Wege gegangen. Die Berlesung der östlichen Ortsteil im Kaiserhof", für den westlichen bei Wahrenablehnenden Antworten erregte zum Teil Seiterkeitsausbrüche. dorf. Beginn 4 Uhr, Eintritt 20 Pf. Die Billetts haben GültigDie ältesten, längst abgetanen Ladenhüter, die von rückständigen teit für beide Lokale. Für Arbeitslose ist der Eintritt frei, dieGeschäftsleuten gegen den Achtuhrladenschluß schon vorgetragen felben erhalten in der Vormittagsversammlung eine entsprechende wurden, tauchten wieder auf. Der Referent erklärte, daß ein Regitimationstarte. Appell an die Konsumenten schon erreichen werde, daß auch die noch zaghaften Geschäftsbefizer die Forderung der Angestellten er. füllen. Die Diskussion bewegte sich im Sinne des Referats. Es gelangte folgende Resolution einstimmig zur Annahme: " Die am 29. April in den Bürgerfälen" tagende Bersammlung der Angestellten von Rigdorf nimmt Kenntnis von dem Stande der Sonntagsruhebewegung und beauftragt den Zentralverband der Handlungsgehilfen, bei denjenigen Ge. schäftsinhabern, die bisher die Einwilligung zum Ladenschluß Borwärts- Frohsinn, Stralau( M. d. A.- S..B.), Kraftturnverein an den Sonntagen der Sommermonate noch nicht gegeben haben, ein zweites Mal vorstellig zu werden. Ein Taubstummer überfahren. Der taubstumme, 36 Jahre alte Schuhmachergeselle Johann Lewes lesty aus der Grerzier Straße Nr. 3 follte gestern nachmittag für den Schuhmachermeister Kuschel am Alexander Ufer Nr. 8, bei dem er arbeitete, eine Beforgung machen. Beim Ueberschreiten des Fahrdammes geriet er, weil er die Warnungsrufe des Kutschers und das Geräusch des Gespannes nicht hören konnte, unter einen Kohlenwagen, dessen Mäder ihm einen Oberarm germalmten. Der Meister brachte feinen verunglückten Gesellen nach der Charité. Ein schwerer Betriebsunfall ereignete fich gestern in der Asphaltfabrik von Stopp u. Cie in der Kaiserin- Augusta- Allee. Dort war gestern nachmittag der 25jährige Arbeiter Anton Maher aus der Chriftburgerstraße 20 mit dem Kochen von Asphalt beschäftigt. Er kam dabei der Feuerung zu nahe, wobei seine Kleidung von den Flammen ergriffen wurde. Da die Kleidungsstücke über und über mit Asphalt beschmutzt waren, glich M. in wenigen Sekunden einer lebenden Feuersäule. Obwohl die Arbeitskollegen dem Bedauernswerten sofort zu Hilfe eilten und ein Arzt zur Stelle war, hatte der Arbeiter doch bereits am ganzen Körper so schwere Brandtunden erlitten, daß er nach dem Krantenhause Moabit übergeführt werden mußte. In den Spandauer Schiffahrtskanal gesprungen und er. trunken ist in der vergangenen Nacht eine unbekannte Frau von etiva 40 Jahren. Sie ist mittelgroß und trug einen schwarzen Rock, eine graue Bluse und keine Kopfbededung. Gleichzeitig ersucht die Versammlung den Zentralverband, bas konsumierende Publikum energisch zu veranlassen, nicht an Sonntagen zu kaufen, damit den Geschäftsinhabern auch der lehte Grund genommen wird, die Einwilligung auch nur mit einem Schein von Berechtigung vertveigern zu können. Die Versamelten erklären weiter, daß sie die Antworten im Gedächtnis behalten und dafür sorgen werden, daß auch die Ein. wohner Rigdorfs davon Kenntnis erhalten." Schönebera. Stralau. Zunächst treffen sich die Genoffen um 11% Uhr in ihren Bezirkslokalen; von hier aus begeben sie sich zu der in Rummelsburg auf dem Spielplas Prinz Albrechtstraße um 12 Uhr stattfindenden Versammlung. Nachmittags Feier im Etablissement Alte Taverne", Alt- Stralau 26. Außer Instrumentalfonzert der Kapelle des Herrn Maximilian Fischer wirken mit: Gefangverein Südost und die Zentralriege des Arbeiter- Radfahrerbundes Solidarität. Volksbeluftigungen aller Art. Die Staffeeküche ist von 2 Uhr an geöffnet. Billetts 20 Pf. Eröffnung 2 Uhr, Anfang des Konzerts 3 Uhr. Albert Gobin, Roonstraße 2; von hier geht es zur Versammlung Johannisthal. Die Genoffen treffen sich pünktlich 11 Uhr bei nach Niederschöneweide- Haffelwerder. Nachmittagsfeier in den Gefamträumen von Senftlebens Festsälen. Mitwirkende: Gesang berein Typographia", Berlin, Freie Turnerschaft Johannisthal. Kinderbeluftigungen, Gartenkonzert und Tanz vervollständigen das Programm. Eintrittspreis nur 10 Pf. Ein Mädchen verschwunden. Seit dem 25. April ist die 18jährige Tochter Elfe des in der Torgauerstraße 7 wohnhaften Köpenid. Die Feier wird eingeleitet mit einer mittags 12 Uhr Kaufmanns West spurlos verschwunden. Das junge Mädchen, das im Stadttheater tagenden öffentlichen Versammlung. Nachmittags in einem großen Fabriketablissement als Buchhalterin angestellt war, hatte sich am leßten Montag gegen 8 Uhr früh aus der bon 3 Uhr ab in zwei Lokalen, im Stadttheater und WilGroßfeuer in einer Schweinemästerei. Gestern früh fura bor geben, ist dort aber nicht eingetroffen, und es fehlt seitdem von elterlichen Wohnung entfernt, um sich zur Arbeitsstelle zu be helmsgarten, Konzert, Theater und Tanz. 8 Uhr tam am Nonnendamm zu Charlottenburg in der ihr jede Spur. Die Angehörigen der Verschwundenen befürchten, Mittenwalde und Umgegend. Die Nachmittagsfeier des Wahl= Schweinemäfterei von Christian 8 immermann Großfeuer aus. bak bie 23. verschleppt worden oder einem Verbrechen zum Opfer bereins findet im Gasthof zum Kronprinzen"( Inh. Ernst Neudaß W. G3 brannte ein 25 Meter langer und 12 Meter breiter Schuppen, gefallen ist. Es ist aber auch möglich, daß das Mädchen, obgleichmann) von 3% Uhr ab ftatt. Gartenkonzert, Reigenfahren und Geder zu Stallungen für Schweine, Mühe, Biegen und Hühner ein- fie als sehr lebenslustig galt, Selbstmord verübt hat, da fie eine fangsborträge bilden das Programm. gerichtet war. Als die Feuerwehr von der Haupt- und Südwache derartige Absicht mehreren Freudinnen gegenüber wiederholt aus. am Brandorte eintraf, schlugen bereits hohe Flammen durch das gesprochen hat. Das vermißte Mädchen ist 1,72 Meter groß, hat Dach. Zunächst galt es, die Tiere möglichst alle in Sicherheit zu bundles Stopfhaar, volles, obales Geficht und graue Augen. Be. Freund" statt. Das Programm weist Konzert, Gesangsauffüh bringen. Gegen 50 Schweine fonnten auch gerettet werden, doch fleibet war bie 23. bei ihrem Weggange mit blauem Saltenrod, rungen, Reigenfahren, Theater, turnerische Vorführungen, Vertamen 12 Borstentiere, sowie eine Stuh, einige Biegen und das blauem Feberhut, schwarzen Strümpfen und schwarzen Schnür: lofung u. a. auf. Anfang nachmittags 3 Uhr, Eintritt 10 Pf. ganze Geflügel in den Flammen um. Brandmeister Lebbe ließ stiefeln; ihre Wäsche war nicht gezeichnet. eine Dampfiprize direkt an den Verbindungskanal anlegen und dann mit zwei Rohren angreifen. Von dem Schuppen war indes Steglitz- Friedenau. nichts mehr zu retten, er brannte vollständig nieder. Nach zwei- Zu dem vom Bildungsausschus geplanten Familienausflug stündiger Arbeit konnte die Wehr wieder abrüden. Wenn auch am Donnerstag, den 5. Mai( Simmelfahrt) treffen sich die Gedie Brandursache nicht sicher festgestellt ist, so wird doch anges nessen und Familienangehörige morgens 49 Uhr an der Westseite nommen, daß das Feuer durch einen Ofen, in dem das Viehfutter der Bahnhöfe Steglitz und Friedenau. Fahrt bis Zehlendorf gefocht wurde, entstanden ist. ( Beerenstraße). Dann nach dem Frühstück im Walde, zur Mach. nower Schleuse. Für Nachzügler Restaurant Waldschänke", Mach nower Schleuse. Der Amts- und Spandau. Die Maifeier findet in Bichelswerder beim Alten Von nachmittags 2 Uhr ab Charlottenbrüde regelmäßige Motorbootfahrt, à Berfon 15 Pf., Rinder 5 f., Kinder unter 4 Jahren frei. Von Bichelsdorf( Brauerei) ab 2 Uhr Motorbootüberfahrt. Perfon 5 Pf., Kinder frei. Bankow. Mittags 12 Uhr in Nohadis Gesellschaftshaus, Streuzstr. 3/4, allgemeine Versammlung. " Die Parteiveranstaltung findet nachmittags 3 Uhr im Lokal .8um Kurfürsten", Berlinerstraße 102, ftatt. Stonzert, Kinderbeluftigungen, Vorträge, Zanz usw., werden den Besuchern abwechselnde Unterhaltung bieten. Jugendveranstaltungen. Bei der Arbeit verunglüdt ist der 23 Jahre alte Bootsmann Hermann Krüger aus Westpriegniß, der am Humboldthafen mit einem Stahn steht. Als er dort gestern Pfeffer verlub, rollte ein Tegel. Faß zurüd, traf ihm am Stopf und zertrümmerte seine Schädel. Mit ben Praktiken bes Amts- und Gemeindevorstehers Weigert dece. Der Berunglückte wurde nach dem Krankenhause gebracht. beschäftigte sich abermals eine am Donnerstag, den 28. April, Boghagen- Nummelsburg. Die Parteigenossen treffen sich Zeugen gesucht. In einer Straffache werden Beugen gesucht, tagende Voltsversammlung. Gen. Grunow- Ober- Schöneweide be- pünktlich 11% Uhr in den Bezirkslokalen und begeben sich von die am 4. April gesehen haben, wie vor dem Hause Libauer leuchtete die einzelnen Verfehlungen des Herrn Weigert. In den dort nach dem Versammlungsplatz an der Brinz- Albert- Straße. straße 21 in der Nachmittagsstunde ein Mann ein Kind festhielt, fleineren Gemeinden werde es übel vermertt, wenn die Sozial. Es wird noch darauf hingewiesen, daß die in Borhagen- Rummels bas von anderen Kindern mit Peitschen geschlagen wurde. Adressen demokraten durch ihre Kritik die sonst so gemütlichen Gemeinde- burg wohnenden Gewerkschaftsmitglieder nicht die Versamm werben an A. Manteuffel. Sibauerstraße 5. Quergeb. I, erbeten. bertretersizungen stören. Der Sozialdemokratie spreche man so oft lungen in Berlin, sondern die Rummelsburger Versammlung zu Arbeiter- Samariterkolonne. Dienstag, den 3. Mai, Tester bas Rechtsempfinden ab, ber hiesige Gemeindevorsteher aber habe besuchen haben. Zum Ausweis für den Versammlungsbesuch wird Vortragsabend der 2. Abteilung bei Dase, Brunnenstr. 154. Bor- offenbar aus Gefälligkeit für eine fleine Clique, mit der er gefell eine besondere Maimarke ausgegeben. trag des Bahntechnikers Herrn Gebide über:" Bahn- und Mundschaftlich verkehrt, ober aus persönlichen Gründen arg gegen die frankheiten". Die neuen Lehrpläne werden ausgegeben. Niederschöneweide. Die Nachmittagsfeier findet um 4.Uhr im Vorschriften ber Bandgemeinde- Ordnung verstoßen. Aber alle Lokal Hasselwerder, Saffelwerderstraße, statt. Eine braune Handtasche, enthaltend ein Bortemonnaie mit solche zur Fernhaltung der Sozialdemokraten aus den ver= Inhalt, ein Taschentuch, eine Starte, auf den Namen Arbeiterin fchiedenen Barlamenten unternommenen Gewaltmittel bringen Bauline Schöning lautend, ist Mittivoch abend gefunden worden. auch bi bis jetzt gleichgültigen Einwohner in Empörung Diese Tasche fann beim Schantwirt Walter Boy, Bankstr. 84, in un ftacheln sie aum Widerstande auf. Empfang genommen werden. Lichtenberg Friedrichsfelde. Am Himmelfabrtstage unternimmt Gemeindevorsteher werde zu spät erkennen, daß er mit der Jugendausschuß einen Ausflug. Treffpunkt 7 Uhr, Frankfurter Chauffee, Bon da aus nach Stralau feinen Taten nur für die sozialdemokratische Organisation und Ede Gürtelstraße, am Schwarzen Adler. für die Arbeiterpresse, den Vorwärts", gewirkt hat. Dann sprach Rummelsburg, mit der Bahn für 10 Bf. nach Sadowa. Bon Sadoma über Köpenid( Schmetterlingsborst: Frühstüc) nach den Müggelbergen am Gemeindevertreter Gen. Lichtenberg über die letzte Gemeinde- Müggelfee entlang nach Rahnsdorf( Ueberfegen) und gegen Abend nach bertretersizung. In derselben hätte sich herausgestellt, daß Herr Friedrichshagen( Rüdfahrt). Gesamtfahrt 40 Bf. Lieberbücher mitbringen! Beigert auf Grund der 60 000 M. Aftien der Tegeler Gasanstalt, Stabtverordnetenversammlung. Eingangs der Sizung am welche die Gemeinde befizt, in den Aufsichtsrat diefer AktiengesellDonnerstagabend berichtete der Stadtverordnetenvorsteher über ein schaft gewählt sei und als solcher Lantieme beziehe. Der Schöffe reaktionäres Muckerstückchen der Regierung, indem er von der Reichelt habe nun flugs den Antrag gestellt:„ Diese Tantieme Streichung des für die Erbauung eines Serematoriums in die neue fortan als privates Nebeneinkommen des Gemeindevorstehers anAnleihe aufgenommenen Betrages Kenntnis gab. Im übrigen zuerkennen." Dieser Antrag sei aber sofort zurückgezogen worden, wurde die umfangreiche Tagesordnung fast debattelos erledigt. als seinerseits darauf hingewiesen wurde, daß mit diesem Antrage Für die Beteiligung der Stabt an der Allgemeinen Städtebau anerkannt werde, daß Herr Weigert bis dato diese Tantieme au ausstellung werben 1800 M. aufgeworfen. Die Brufendorfer Unrecht eingesteckt habe. Straße wird zwischen Teupiter und Saalestraße, die projektierte Straße 16 awischen Wefer- und Kaiser- Friedrich- Straße reguliert. Gemeindevertreter Gen. Halfes fam auf die Auffassung des Ueber die beantragte Anmietung von Räumen in einem Quer- Gemeindevertreters v. Borfig zu sprechen, der es als beschämend gebäude des Hauses Kaiser- Friedrich- Straße 207 für weitere Silfs- und unerträglich für die Gemeindebertretung bezeichnet habe, daß schultlassen und eine neu eingerichtete Schwerhörigentlasse Arendsee bisher in der Gemeindevertretung gefeffen, seine Wiederentspinnt sich zwischen dem Stadtv. Dr. Silberstein( Soz.) aufstellung fei aber geradezu eine Verhöhnung der Gemeindeverund dem Stadtv. Rosenow eine kleine Kontroverse. Ersterer tretung gewesen. Rirdorf. Vorort- Nachrichten. lehnte die Vorlage namens feiner Fraktion ab, worauf letterer Gen. Massa weist dies als Beleidigung der Wähler Arendfees für diese in einer für einen Schulmann merkwürdigen Art eintrat; zurüd; eine Erklärung für solches Gebaren könne er nur in dem er mußte sich dafür von dem sozialdemokratischen Rebner mit Recht Umstande finden, doß der Gemeindevertreter v. Borsig zwar das ungeeigneten Mietstafernen für Schulzwede eintreten dürfte. Die Geld, aber anscheinend nicht die Intelligens feines Vaters geerbt geforderten 2000 m. Miete bewilligte hierauf die Mehrheit. habe. Sozialdemokratischer Wahlverein 4. Berl. für den Reichstags- Wahlkreis. Köpenicker Biertel. Bezirk 190. Den Mitgliedern zur Nachricht, daß unser Genoffe, der Metal arbeiter Franz Hamann Manteuffelstr. 4 geftorben ist. Ehre seinem Andenken. Die Beerdigung findet morgen Montag, nachmittags 4 Uhr, von der Halle der Emmausgemeinde aus ftatt. Um rege Beteiligung ersucht Der Vorstand. Wir empfehlen: ArbeiterGesundheitsbibliothek Seit 11: Frauenleiden u. deren Verhütung. Nebst einem Anhang: Die Berhütung der Schwangerschaft. Von Dr. J. Zadek. Preis 20 P Gute Ausgabe 50 Expedition des ,, Vorwärts" Berlin SW., Lindenstr. 69. Laben. Ziehung nächste WocheMittwoch und Donnerstag. Berliner ArbeitsstättenLotterie Gesamtbetrag der Gew. Markw. 50000 spez 2327 Gew. von 5 bis 5000 Markw 30000 Hauptgewinn Markw. PRIMA QUALITAT Ohne Anzahlung Echtes Eichengehäuse mit reidhornamentiert, Leisten, Präzisionswerk, drehbarer Tonarm, 45 cm großer Lotostrichter. liefern wir I Luxus- Apparat ,, Meteor" It. Abbildung mit Phönix Brauerei Aktiengesellschaft Berlin N. 20, Hochstraße 21/24. Amt III, 1608 und 3183. 20000 Erstklassige Biere. Originallose a 2.- Mark, Porto u. Liste 30 Pf. extra, empfiehlt und versendet der General- Debit G. Dischlatis& Co., Bankgeschäft, Berlin C. 2, Königstr. 34-36. Auch zu haben in sämtlichen Lotterie- und Zigarrengeschäften. Großes Lager fertiger Herren- und KnabenGarderoben Stets reichhaltiges Lager der neuesten Stoffe. Anfertigung nach Maß. Feste Preise. Jos. Steinitz Berlin O. Andreas- Straße 68 Ecke Langestraße. Gegr. 1873 Teleph. Amt 7. 2907. Berufs Bekleidung. Ausnahmepreise* Mai, Juni, Juli. Wollen Sie vorteilhaft kaufen? So kaufen Sie prima Briketts nach Gewicht! A. B. Koch Kohlen- und Brikett- Großhandlung Gegründet 1893. Haupt Kontor Berlin 0. 34, Petersburger Straße 1. Lagerplag I: 0. 34, Rüdersdorfer Straße 71. Lagerplag II: 0. 17, Fruchtstraße 13. Lagerplak III: N. 113. Behmstraße 28-34. Breile für nur la Marken ab meinen Lagerplägen bei Entnahme von 10 Zentner: Ba. Hanfa- Halbfteine p. 8tr. 70$ 1. Ba. Ta Salon- Britetts, Marke Marienglüd. p. 8tr. 72 Pf. Ba. Ia Salon- Briketts, Marte Gotthold oder Pfähnerschaft, p. 8tr. 82 BI. Ba. Ia Salon- Brifetts, Marke Diamant. p. 8tr. 90 Pt. b. 8tr. 90 Pf. Pa. Ia Salon Brtletts, Marte lfe. Für Transport bis in den Keller ober 4. Etage je nach Quantum 10-18 Pf. mehr. Bruchbrifetts guter Qualität und Steinfohlen billight. Rots zu An staltspreisen. Holz nach Wunsch zertl. p. 8tr. 2,00 M. Bei größeren Ab schlüssen und Originalwaggons fämtlicher Brennmaterialien ver. langen Sie meine Spezialofferte. Bersand nach allen Bahnstationen hier und außerhalb. Hochachtungsvoll A. B. Koch, Kohlengroßhändler. 37152 Enorm billiger Verkauf B Verkauf eleganter, hochmoderner Anzüge, Paletots, Ulster aus feinsten Maßstoffen jetzt 20 bis 50 M. VERSANDHAUS GERMANIA Unter den Linden 21, II. Etage. Hier können Sie es lesen! Das Waren- und Möbel- Kredithaus Hugo Udo Cohn No. 13 Kottbuser Damm No. 13 ist das grösste, älteste u. bestrenommierteste des Südens. Auf bequeme Teilzahlung Herren-, Damen- u. Kinder Garderobe I Mark Grössie Auswahl Strengste Diskration in besonderen Abteilungen Wochenrate Manufakturwaren, Kleiderstoffe, Wäsche Schuhwaren Tepplebe, Gardinen, Portieren Möbel and Polsterwaren ()) Alles auf Kredit bel Hugo Udo Cohn Koltbuser Damm 13 ANTILÄDIN selbsttätiges Dichtungsmittel für Fahrrad- Luftschläuche. Garantie: Schädigung des Gummis ausgeschlossen. Preis pro Füllung, für 1 Schlauch ausreichend, M. 1,25. Porto M.- 20 extra. Einfülltrichter M.-, 05, bei 2 Füllungen ein Trichter gratis. Vertreter an allen Orten gesucht. Antilädin- Gesellschaft m. b. H., Frankfurt a. M. 76. Möbel kompl. Wohnungs- Einrichtungen sowie einzelne Stücke Herren- und Damen- Garderobe auf Kredit empfiehlt 4619L Koppenstr. 4 A.Kretschmann& Co., Ecko Madalstraße Kleine Anzahlung Reelle Ware. am Schles. Bahnhof Bequemste Ratenzahlung. Lieferung frei Haus. Nächstes Kreditgeschäft der östlichen Vororte. 20 für 60 40 60 80 100 ausgewählten Stücken 90 120 150 180 Mark gegen 2 3 4 5 6 Mark Monatsrate und überlassen Apparat und Platten, beren sorgfältige Wahl auch verwöhnteste Ansprüche befriedigen dürfte, solventen Reflektanten ohne jede Kaufverpflichtung lediglich gegen Zahlung der minimalen Spesen für Die Hin- und eventuelle Rücksendung 5 Tage zur Probe vom Tage des Empfanges an gerechnet. Irgendwelche Nachberechnung, etwa für Emballage, findet nicht statt. Da wir ferner Apparat sowie nicht gefallende Platten bereitwilligst gegen solche nach eigener Wahl umtauschen, ist jedes Risiko ausgeschlossen. Platten ohne Apparat entsprechend weniger. Verlangen Sie Ansichtssendung unter Angabe der gewünschten Plattenzahl, sowie Ihrer genauen Adresse, Straße, Hausnummer usw. Postkarte genügt. Unter ähnlich günstigen Bedingungen liefern wir Musikinstrumente aller Art, Zithern, Fern- und Operngläser, photogr. Apparate, Schreibmaschinen, Relẞzeuge, Bücher, gerahmte Bilder usw. Verlangen Sie gratis und frei per Postkarte unseren reiduillustriert. Hauptkatalog. Bial& Freund Breslau 804 Jagogewehre, Teschings, Revolver, usw. Ein fröhliches Pfingitfeit bereitet sich jeder selbst, wenn er seinen Bedarf an Kleidungsstücken bei der Firma Leske& Lehrer 78 Kottbuser Damm 78 Spezialhaus guter Herren- und Knaben- Bekleidung deckt. fertig und nach Maß In allen Abteilungen unseres Spezialgeschäftes unterhalten wir eine Riesenauswahl :: Sommer- Paletots::|:: Jünglings- Anzüge von M. 15.00 an Jackett- Anzüge von M. 14.00 an Sommer- Ulster von M. 16.00 an Jünglings- Paletots: von M. 9.00 an | von M. 8.50 an Wetter- Kapes= von M. 8.50 an Herren- Stoffhosen von M. 2.75 an Knaben- Anzüge:: von M. 2.50 an Phantasiewesten in Wasch-, Woll- u. Seidenstoffen entzückende Neuheiten. W Unsere Grundsätze: ir verarbeiten nur gute, reelle, ausgeprobte Stoffe von M. 1.90 an ir haben in sämtlichen Abteilungen enorme Auswahl Original- Entwurf! ir achten auf tadellose Verarbeitung and gaten Sitz ir werden stets das Neueste zum Verkauf bringen Nachdruck verboten! ir verkaufen zu billigen, aber streng festen Preisen ir haben auf jeden Gegenstand den festen Verkaufspreis mit Zahlen vermerkt. Leske& Lehrer, Kottbuser 78 Damm Der reich illustrierte Prachtkatalog mit Angaben der neuesten Moden ist erschienen. Zusendung erfolgt auf Wunsch kostenlos. ロー Der erste Blick zeigt den Schick von Oskar Wollburg's Damen- u. MädchenBekleidung Gold. Medaille Berlin N, für gewerbl. 56 Brunnenstr. 56 Leistung Paletots, Jackette, Capes, Kimonos, Stanb- u. Reisemäntel in großer Auswahl za denkbar billigs'en Preisen. Durch Selbstfabrikation in großem Stil bin ich in der Lage, ganz besondere Vorteile zu bieten. Trauer- Magazin Große Auswahl in schwarzer Konfektion, auch einzelne Röcke u Blusen, Hüte, Handschuhe, Flor u. sämtl. Bedarfsartikel für den Trauerfall. Maßanfertigung in G Stunden. Kostüme Cheviot u engl. Stoffen, aus Tuch, Kammgarn, lauge a. kurze Fassons. 1400, 1975, 25005800 M. Bast- u. Leinen- Kostüme in weiß, ecru, lila u. erika. 1650 2400, 3800 M. Kinder- u. Backfisch- Konfektion für jedes Alter. „, RABOLA“- Spar- System Fortdauernd werden die Hausfrauen bei ihren Einkäufen von Margarine- Butter, die heute bei den hohen Naturbutterpreisen ein unentbehrliches Nahrungsmittel geworden ist mit Zugaben aller Art, deren Wert ein sehr geringer ist, überhäuft. Dem Konsumenten ist es nicht immer möglich zu beurteilen, wie hoch er vergütet worden ist. Wenn wir uns nun entschlossen haben, den Abnehmern unserer Margarine Rabola" eine kleine Vergütung zu gewähren, so wollen wir jedoch das leider immer mehr Platz greifende Zugabe- Unwesen nicht unterstützen, sondern bekämpfen dasselbe, und bieten unseren Konsumenten vollen und bedeutend besseren Ersatz, indem wir die Rabattsätze in Bar auszahlen. Wir geben den Hausfrauen keine wertlosen und minderwertigen Gegenstände, als Teller, Tassen, Töpfe usw., die meistenteils schon im Haushalte vorhanden sind, sondern geben en sind, sondern Geld das bei der heutigen Zeit zu sparen willkommener und angebrachter ist, als Gebrauchsgegenstände. Die Vergütung, welche wir unseren Abnehmern bieten, ruht auf reeller Basis! Durch unser, Sparsystem zahlen 99 wir an jeden Konsumenten, welcher uns ein mit 100 Sparmarken beklebtes Sparbuch aushändigt, Mark 5.- in bar. Bedienen Sie sich daher des Rabola"-SparSystems und fordern Sie bei einem Einkauf von einem Pfund resp. zwei halben Pfunden ,, Rabola" die Rabola- Spar- Marke! Die Sparbücher, welche 100 Marken enthalten, werden im Bureau, Dircksenstraße 47, ausgezahlt. P. C. Rabstein G. M. B. H. Um die schnellere Einführung unserer„ RABOLA" zu erleichtern, haben wir uns entschlossen, Preise auszuschreiben und zahlen an unsere Kunden, welche bis zum 17. Mai er., abends 8 Uhr die größte Anzahl Rabola- Sparmarken eingeklebt uns übersenden, folgende Preise: 100,00 Mark erhält derjenige Kunde, welcher die 50,00 30,00 20,00 10,00 größte Anzahl Marken gespart hat Mark erhält derjenige Kunde, welcher die 2.größte Anzahl Marken gespart hat Mark erhalten diejenigen Kunden, welche die 3. u. 4.größte Anzahl Marken gespart haben Mark erhalten diejenigen Kunden, welche die 5., 6. u. 7.größte Anzahl Marken gespart haben Mark erhalten diejenigen Kunden, welche die 8., 9., 10., 11. größte Anzahl Marken gespart haben Mark erhalten diejenigen Kunden, welche die 10. nächstgrößte Anzahl Marken gespart haben Die Bewerber, welche kein Anrecht auf eine Prämie haben, erhalten als Trostpreis 5,00 1 Pfund Rabola, feinste Pflanzen- Margarine gratis Das Ergebnis des Wettbewerbes geben wir in Tageszeitungen in der Zeit vom 19. bis 21. Mai cr. bekannt und erfolgt die Auszahlung der Preise in denselben Tagen. Rabola extra feinste Pflanzenbutter- Margarine, bester Ersatz für Naturbutter, bräunt, schäumt und duftet beim Kochen und Braten, hinterläßt beim Erkalten keine Rückstände am Gaumen; ist frei von tierischen Fetten, deshalb leicht verdaulich. Wegen seines hohen Fettgehaltes bedeutend sparsamer im Gebrauch wie andere Natur- Fettprodukte. Rabola extra ist infolge der weichen Beschaffenheit und des angenehmen und aromatischen Geschmacks auf Brot streichbar. Erhältlich in allen Kolonialu. Delikateẞwarengeschäften In Packungen Pfd. 1 Pfd. Zum Preise von 0,45 M. 0,85 M. Fordern Sie beim Einkauf unsere Rabola- Sparmarke! Desgl. Sparbücher mit Bedingungen. P. C. RABSTEIN G. m. b. H. P.C. Pflanzenbutter- Margarinefabrik Berlin C. 25, Dircksenstr. 47. H. Greifenhagen Nachf. Brunnenstrasse 17-18 Veteranenstrasse 1-2 Grosser Extra- Verkauf! Zweite Serie Das grosse Riesenlager einer ersten Fabrik war so umfangreich, dass wir es in zwei getrennten Hälften in den Verkauf nehmen mussten. Wir benennen untenstehend einige Artikel und machen Sie hōilich darauf aufmerksam, dass die Wertpreise, so aussergewöhnlich sie erscheinen mögen, ganz genau dem wirklichen Wert entsprechen Kostümrock aus prima reinwollenem Kammgarn- Cheviot, marine oder schwarz früherer Wert 13.75 jetzt 7.50 Prinzess- Kleider aus reinwollenem KammgarnCheviot, reich soutach., früherer Wert 30.00.. jetzt 12.75 Hochmod. Kostüme bestickt, früh. Wert 48.50, 28.50 aus prima Seidenleinen, reich jetzt Frauen- Jacken aus schwarzem Seiden- Rips, früherer Wert 65.00, jetzt 18.75 Damen- Paletots aus blauem Cheviot, letzte Neuheit.... früherer Wert 18.75, 7.50 jetzt Reinwoll. Kimonos dauerhafte gediegene Stoffe, aparte Farben, reich garniert, früherer Wert 21.00.. Cheviot- Kostüme jetzt 9.75 Reinwoll. Kostümrock gute Cheviotware, blau oder schwarz, früherer Wert 11.75 jetzt nur marine, neueste Fassons beste Verarbeitung, früherer Wert 32.50... Schwarzseid. Rips- Jacken Herren- Sommer- Anzüge in großer Auswahl sind gut und billig zu haben Otto Heinicke. Brunnenstr. 158, saben gelb gestrichen. 50 .. jetzt ganz gefüttert früh. Wert 32.50 jetzt 5.75 14.75 8.75 Pfennig Ohne Anzahlung wöchentl. Spiegel, Bilder, Decken, Portieren, Teppiche, Gardinen, Stores; ferner mit kl. Anzahlung( 1 Mk. wöchentlich) Herren- Garderobe, Damen- Mäntel, Kostüme, KostümRoeke, Blusen, Bett- und Leibwäsche, Betten. I a J. Antel, jetzt Brückenstr. Bitte Besuch Eigene Betriebswerkstätten nahe Jannowitzbrücke ,, Hoffnung." od. Postkarte. Berliner Schneiderei- Genossenschaft E. G. m. b. H. zwischen Rosenthaler Tor :: und Invaliden- Straße:: Brunnen- Str. 185 zwischen Rosenthaler Tor Reichhaltiges Lager in :: und Invaliden- Straße:: Sommer- Paletots, Ulster, Anzügen und Hosen :::: Elegante Maßanfertigung:::: NB. Wir weisen besonders darauf hin, daß wir nur für eigenen Bedarf fabrizieren und unsere Waren in keinem anderen Geschäft zu haben sind. Heute am 1. Mai bleibt das Geschäft geschlossen. Lieferantin der Konsumgenossenschaften Berlins u. Charlottenburgs Verantwortlicher Rebatteur Richard Barth, Berlin. Für den Inferatenteil verantw.; Th. Glode, Berlin, Drud u. Verlag: Vorwärts Buchdruckerei u, Verlagsanstalt Paul Ginger& Co., Berlin SW. Nr. 101. 27. Jahrgang. 6. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt Aus Industrie und Dandel. Sonntag, 1. Mai 1910. 1907 gewonnenen Materials ergibt die interessante Tatsache, daß die Regierung zu verstehen geben möchte, daß die Einführung der geEinzelunternehmung weitaus vorherrscht, die Kollektivunternehmungen planten Maßregeln gegen Finnland von England als für dessen aber schon bald die Hälfte der beschäftigten Personen umfassen. Handelsinteressen schädlich betrachtet werden müsse. Ein Aufsizer. Betriebe bon Einzelinhabern mehreren Gesellschaftern. Vereinen 100 Der Auszählung der Gewerbebetriebe nach der Unternehmungsform find die Gesamtbetriebe als Betriebseinheiten( nicht die in den Haupttabellen der Gewerbestatistik beschriebenen Einzel- und TeilLondon, 27. April.( Eig. Ber.) Den englischen Tarifreformern betriebe, deren Zahl höher ist als erstere) zugrunde gelegt worden. ist ein großes Malheur passiert. In einer der Gesellschaften, die Von den 1810 778 Gesamtbetrieben( einschließlich der Musik-, Theater- und Schaustellungsunternehmungen) waren 794 216 Allein- bon der Tarifreformliga nach Deutschland geschickt worden sind, betriebe, die bier nicht weiter berücksichtigt werden. Von den ver um dort die Wohltaten des Schutzollsystems mit eigenen Augen bleibenden 1 016 562 Gehilfen- und Motorenbetrieben mit 7 592 605 tennen zu lernen, befand sich nämlich ein sozialdemokratischer englischer Arbeiter, der in Manchester wohlbekannte Genosse Personen waren bon je mit bon je Menzies, der jetzt die grausame Wahrheit über die„ Studien100 Personen reise" den englischen Arbeitern erzählt. Von den 29 Mitgliedern 92,70 4327 184 56,99 der Gesellschaft verstand nur eine Person, der Führer, deutsch. 4,61 1164 879 15,34 Schon ganz im Anfang wurden die englischen Arbeiter, die vor 13 211 0,17 ihrer deutschen Reise Schutzöllner waren, von der Aktualität 59 007 0,78 1088 343 der Lebens- und Genußmittelzölle unangenehm überrascht. Auf 14,38 holländischem Gebiet nämlich, so erzählt der Genosse, bestellte einer 0,18 von ihnen im Zuge Getränke für seine Freunde, die ihrerseits 0,32 tvieder traktierten. Der Zug flog durch das Land, der deutschen Grenze zu, und die Gesellschaft war frohen Mutes. Doch als fie 4,75 tamen ins deutsche Quartier, da ließen sie die Köpfe hangen; denn 0,01 da hörten sie alle die traurige Mär, daß sie jetzt für dieselben Ge2,79 tränke im selben Zug bedeutend mehr zahlen mußten. Also, mit 0,07 dem schönen Traume, daß Zölle nicht zu einer Preissteigerung 0,38 führen, war es aus. Aktien mungen dem Reiche 18 467 24 148 860 463 623 211 939 Betriebe 942 402 46 853 1513 0,15 802 0,08 5 695 0,56 auf 202 0,02 2 732 0,27 7706 0,76 98 0,01 894 0,04 159 0,01 465 0,05 5405 28458 2244 0,22 192 936 4 384 0,43 843 0,08 570 Haftung. Innungen bergrechtlichen Gewerkschaften anderen privaten Unterneh ohne Post, Teleeinem Staate( graphie, Eisenbahnf politischen Gemeinden. anderen politischen Selbstver waltungsförpern. anderen öffentlichen Körper schaften • zusammen. Industriealisierung und industrielle Konzentration. Heute demonstriert das Proletariat in besonderer Weise für den Sozialismus, für Arbeiterschutz, für größere Anteilnahme an den Kulturerrungenschaften. Da ist es wohl angebracht, durch ein paar Zahlen ein Bild der industriellen Entwidelung vor das geistige Auge zu zaubern. Bilden doch die Gütererzeugung resp. die Produktionsmöglichkeiten die Grundlage der Kultur, sie bestimmen das Ausmaß des sozialen Aufstiegs, den eine vernünftige, von kapitalistischen Bei einer Fesseln befreite Gesellschaftsordnung erlauben könnte. sozialistischen Wirtschaftsweise würden selbstverständlich die Pro- Kommanditgesellschaften duktionsmöglichkeiten noch ganz enorm gesteigert. Es mag als Attiengesellschaften Hinweis dafür nur an das periodische Brachliegen motorischer und Kommanditgesellschaften menschlicher Arbeitskräfte erinnert werden. Kapitalistisches Interesse Hemmt die Gütererzeugung, obwohl noch eine Unsumme von Be- eingetragenen Genoffenschaften Unter der Gesellschaften mit beschränkter dürfnissen bescheidenster Natur unbefriedigt bleibt. arbeitenden Bevölkerung ist heute die soziale Not teilweise größer als früher, obwohl die industrielle Gütererzeugung fich riesenhaft entwickelt hat. Bringt man die Bevölkerungsbewegung in Deutschland mit der großindustriellen Produktion in Beziehung, dann ergeben sich unter anderem folgende interessante Bergleiche: Deutschland zählte im Jahre 1850 rund 35 Millionen Einwohner, im Jahre 1909 rund 64 Millionen. Die Zunahme macht rund 83 Prozent aus. Dems gegenüber ging im wichtigsten deutschen Kohlengebiete, im Oberbergamtsbezirke Dortmund, die Zahl der Kohlenwerte von 198 auf 163 oder um 18 Proz. zurüd, während gleichzeitig die Belegschaft bon 12 741 auf 339 280 Mann, gleich 2555 Proz., anschwoll, und die Koblenproduktion in derselben Zeit aber von 1665 662 Tonnen auf 61 247 028 Tonnen oder um 3580 Proz. hinaufſprang; die Erzeugung von Kols nahm gar von nur 73 228 Tonnen auf über 15 Millionen Tonnen oder um 21 000 Broz. zu. Nach der Statistik des Vereins deutscher Gisenindustrieller wurden in Deutschland im Jahre 1878 erft etwas über 2 Millionen Tonnen Roheisen produziert, im Jahre 1909 schon fast 18 Millionen Tonnen. Der Aufstieg für diese turze Zeit macht über 500 Broz. aus. Auf den Stopf der Bevölkerung berechnet hatte Deutschland in den Jahren 1861 bis 1862 einen Elfenverbrauch von 25,2 Kilo, bei einer Eigen produktion von nur 21,8 Silo; im Jahre 1908 produzierten die deutschen Hochöfen pro Stopf der Bevölkerung 187,47 Stilo, der Eigen verbrauch absorbierte 114,85 Kilo. Die riesenhafte industrielle Entwickelung tommt auch in der Zunahme der beschäftigten Personen zum Ausdruck. Nach den Berufszählungen in Preußen waren beschäftigt im Jahre 1849 in der Metallberarbeitung 27 334 Perfonen, 1907 787 478 Personen; das ergibt eine Vermehrung um rund 2600 Prozent. Das Perfonal in der Industrie der Maschinen und Apparate vermehrte sich von 43 665 auf 518 506 oder um 1090 Prozent; die Papierindustrie, die 1849 - 101 982 Beschäftigte; auch 8105 Personen beschäftigte, zählte 1907 hier ist eine Zunahme von über 1000 Prozent zu verzeichnen. In der mineralurgischen und chemischen Industrie stieg die Zahl der Beschäftigten von 82 953 auf 555 179, in der Nahrungsmittelindustrie bon 212 116 auf 610 266, in der Textilindustrie, dem Leder gewerbe und der Bekleidungsindustrie zusammen von 678 915 auf 1 547 375, in der Industrie der Holz- und Schnitzstoffe von 123 141 auf 429 110, im Baugewerbe von 135 094 auf 1160 298, und im Handelsgewerbe bon 174 471 auf 962 201. In Preußens Berg, Hütten- und Salinenbetrieben waren im Jahre 1858 erst 179 718 Berfonen beschäftigt, 1907 zählte die Belegschaft 835 577 Mann. So sehen wir auf allen Gebieten eine gewaltige Entwidelung, hinter der ber foziale Aufstieg der Arbeiter weit zurückgeblieben ist. Bom Baumwollmarkt. Die Nachrichten über große Sturmberheerungen in den Baumwollplantagen der amerikanischen Südstaaten ließen den Markt ziemlich ruhig, woraus wohl mit einiger Berechtigung der Schluß gezogen werden kann, daß die Meldungen zum mindesten sehr start übertrieben waren, wenn nicht gar ein fleiner Wind von der Hauffespekulation zum Sturme aufgebauscht worden ist. Die Umfäge waren jedoch ziemlich rege, da zu den etwas erhöhten Preisen, viele in den letzten Monaten erzielten Gewinne glatt gestellt wurden. In den letzten Tagen trat sogar wieder eine Abschwächung ein. Auf die Börsen von Liverpool und Bremen hatten die Alarmnachrichten von den angeblichen Bernichtungen eines großen Teils der amerikanischen Ernte gleichfalls nur geringe Wirkung. Die Gewerbebetriebe Preußens. Eine Untersuchung der Gewerbebetriebe nach der Unternehmungsform und zwar auf Grund des bei der Betriebszählung im Jahre 1016 562 85 579 6255 0,06 10 713 100 7 592 605 2,54 Da niemand außer dem Führer deutsch verstand, begnügten 1,18 sich die Teilnehmer der Studiengesellschaft" damit, sich die Schaufenster der Läden anzusehen und sich die Preise der 0,08 ausgestellten Waren zu notieren. Abends im Hotel verglich man seine Forschungen. Die meisten," sagte der Genosse Menzies, 0,14 stellten es so an, daß sie sich die niedrigsten Preise, die sie in den 100 Der Bahl der Betriebe nach herrscht die Einzelunternehmung mit ganz erdrückender Mehrheit vor( 92,70 Broz.); aber die darin beschäftigten Personen machen vom Gesamtverſonal nur 53,990 aus. Die Kollektivunternehmungen beschäftigen 8 265 421 oder 43,01 Proz. der in Gehilfen und Motorenbetrieben gewerbstätigen Personen. Die Kollektivunternehmung beruht zu allermeist auf dem Bedürfnis der Kapitalzufammenbringung, weshalb fie fich nicht an nähernd gleichmäßig auf die einzelnen Gewerbearten und Gewerbe gruppen berteilt und auch der Umfang der Kollektivunternehmungen, an der Personenzahl gemessen, ist außerordentlich verschieden. Der Bahl der beschäftigten Berfonen nach gliedern fich die Einzel- und die Kollektivunternehmungen, wie folgt: Es entfielen Betriebe bezw. beschäftigte Bersonen( einschließlich der Inhaber, Geschäftsleiter usw.) in Gehilfen und Motorenbetrieben mit bis 3 Berfonen 4 und 5 6-10 11-50 51-200 201-1000 . über 1000 " barunter mit mehr als 5000 Personen zusammen auf Einzelunternet nungen Kollektivunternehmungen Betriebe Personen Betriebe Berfonen 47 872 48 418 93.792 477 411 698 248 121245 70 950 44 889 1 514 447 534 445 6401 651 10 529 498 932 593 564 914 221 053 80 234 21 670 9765 12 246 20 242 7616 789 677 2 253 905 864 368 958 887 39 942 402 4 327 184 819 178 74 160 8 265 421 Die größten Betriebe, mit mehr als 5000 Personen, sind ausin Preußen 39 mit 819 178 Personen vorhanden; die meisten dovon, schließlich Kollektivunternehmungen. Derartige Riefenbetriebe find 22, werden von Aftiengesellschaften betrieben, 7 von bergrechtlichen Gewerkschaften, 4 vom Reiche, 8 von mehreren Gesellschaften, 2 bon einem Staate und 1 von einer Gesellschaft mit beschränkter Haftung. Die Handelsbeziehungen mit Finnland. Schaufenstern sehen konnten, als die Durchschnittspreise notierten. In Essen sagte einer, er habe Schuhe zu dem Preise von 5,50 M. bemerkt?" fragte der Führer der Partie. Als ich ihm sagte, ich habe welche zu dem Preise von 15,50 M. ausgestellt gesehen, schien er mißvergnügt zu sein." Diese Studenten" der wirtschaftlichen Verhältnisse Deutschlands sahen sich das industrielle Essen an einem Karfreitag an und Berlin an den Osterfeiertagen. Sie amüsierten sich großartig in Deutschland und sahen alle Denkmäler und ähne ausgestellt gesehen." Hat jemand noch einen niedrigeren Preis liche Dinge. Ueber diese Forscher sagte Herr Balfour lebten Montag in seiner Rede, in der er den Deutschen manche Artigkeiten sagte, unter anderem:" Ich glaube nicht, daß es jemand unter Ihnen gibt, der nicht heimgekehrt ist mit Erfahrungen bereichert durch Kenntnisse, die Ihnen das Studium von Büchern, das Brüten über statistische Tabellen oder die Betrachtung abstrakter wirtschaftlicher Lehren nie und nimmer gegeben hätten. Wie fich der Schelm in die Zunge gebissen haben muß! Wafferftands.Nachrichten am feit 29. 4. 28. 4. Bafferftand Memel, Tuft Bregel, Infterburg eichsel, Thorn Dder, Ratibor Strossen Frankfurt Barthe, Schrimm 22 Landsberg 14 Rese, Bordamm Elbe, Leitmeri Dresden Barby Magdeburg + bedeutet Buchs, Ratbenom³) 12000 am fett Bafferftand 29. 4. 28. 4. cm cm) cm om¹) 194 1 Saale, Grochit 112 -19 -6 Havel, Spandau) -4 72-2 94 0 115 174 Spree, Spremberg) 78 129 145 Beeston +6 Beser, Münden Minden 74 0 -23+5 64 0 Rhein, Marimiltansau 488 Kaub 289 47 Köln 291 -74 Redar, Heilbronn 106 202-10 Main, Bertheim 170 Mosel, Trier 161 96 Fall. - Unterpegel. Witterungsüberficht vom 30. April 1910, morgens 8 br. Stallonen Das Wüten der Reaktion in Finnland gefährdet die wirtschaftlichen Interessen derjenigen Länder, die mit dem Großfürstentum Handelsbeziehungen unterhalten. Das haben die englischen Handels. fammern eingesehen und demgemäß Schritte getan, um ihre Regierung auf die drohende Gefahr aufmerfiam zu machen. So teilt die Handelstammer in Glasgow am 23. April mit, daß sie an den englischen Minister des Auswärtigen, Sir Edward Greh, ein Schreiben gerichtet habe, des Inhalts, daß das leitende Stomitee der Handelskammer die Frage erwogen habe, ob nicht britische Handelsinteressen durch die von der russischen Regierung gegen Finnland geplanten Maßregeln berührt würden. Man fei ohne Meinungsberschiedenheiten zu der Ansicht gelangt, daß Rußlands Kredit in Swinembe 763 S britischen und kontinentalen Finanztreifen, falls der Regierungs- pamburg 763 S entwurf zur Durchführung gelange, ernstlich gefährdet würde, und Frank.a.m. 765 DGD daß diese Umsturzpolitik für die britischen Handelsinteressen in Finn Münden 763 N land von außerordentlichem Nachteil sein würde. Bugleich teilte die Bien Handelskammer dem Minister die Resolution mit, die sie in dieser Berlin 7648 Wetter Stationen Better 2 better 7 Haparanda 763 2molten! 5 4 balb bb. 7etersburg 763 SH tollig 1 moltig 1 halb bb. 8 Scilly 6 berbeen 763 N 772 NN 3 heiter 3bedeckt 5 Baris 3 Regen 762 Stil bedeckt 10 Wetterprognose für Sonntag, den 1. Mai 1910. 5898Frage gefaßt und die dahin lautet, daß an das Auswärtige Amt ein Nachts tühler, am Tage wieder etwas wärmer, vielfach heiter, aber Gefuch zu richten fei, daß die Regierung entweder durch Vorstellungen veränderlich mit leichten Regenschauern und ziemlich frischen westlichen oder durch andere diplomatische Mittel, die geeignet befunden würden, Winden. innerhalb der Grenzen internationaler Sitte und Etikette der russischen die größßte Berliner Betterbureau. nil bnJifningft Golfouts„ Kownons"! korke Jedes Wort 10 Pfennig. Das erste Wort( fettgedruckt) 20 Pig. Stellengesuche und Schlafstellen- Anzeigen 5 Pfg.; das erste Wort ( fettgedruckt) 10 Pfg. Worte mit mehr als 15 Buchstaben zählen doppelt. Verkäufe. Kleine Anzeigen Piandleihhaus Krebber, Küftriner plat 7, spottbilliger Bettenverkauf, Gardinenverkauf, Wäscheverlauf, Ubrenverlauf, Dedenverlauf, Schmud fachen, Goldsachen, Silbersachen, ver. fallene Pfänder. 2492st Teppiche( fehlerhafte) Gelegen Fabritlager Mauerhoff, beitskauf. Große Frankfurterstraße 9, Flurein Borwärtslejern 6 Brozent gang. Extrarabatt. Sonntags geöffnet. Steppdecken billigst Fabrik Große Frankfurterstraße 9, Flureingang ftraße zweiunddreißig alt. ANZEIGEN für die nächste Nummer werden in den Annahmestellen für Berlin bis 1 Uhr, für die Vororte bis 12 Uhr, in der Haupt- Expedition, Lindenstrasse 69, bis 5 Uhr angenommen. Monatsanzüge, Sommerpaletots, Gehrodanzüge, Fradanzüge, Hofen, Phantasieweften spottbillig. Rofenthalerstraße 48 L. 19686* 19165* Milchgeschäftseinrichtungen! Milchverkaufsgefäße, Milchkannen, Milchmaße, Milchfiebe, Butter maschinen, Biegeschalen, Spezialfabrik Hermann Michaelkirchstraße 21. Bücher des deutschen Hauses. Eine Sammlung guter Erzählungen, Geschichten, Novellen usw. Gut aus gestattet, girta 300 Seiten umfassend, zum Teil illustriert und gebunden. 90 Pfennige pro Band. Expedition, Lindenstraße 69, Laden. billigst. Jordan, 3898 Teppiche!( feblerhafte) in allen Bentral- Pfandleihe, Brinzenstraße Herrenanzüge, Herrenpaletots, Größen für die Hälfte des Wertes 86( zwischen Ritterstraße und Moris aus feinsten Maßstoffen, deren Maß Teppichlager Brünn, Hadeicher plat), spottbillig, große Geldersparnis. preis bis 70,00, bertaufen 18-38,00, Martt 4, Bahnboi Börse.( Leser des Verdienst nur Binsenberechnung. täglich, Sonntag. Deutsches VersandBorwärts erhalten 5 Prozent Jadettanzüge 10, 12, 15, 20 Mart, haus, Jägerstraße 63 I. Firmas Rabatt.) Sonntags geöffnet! Gebrodanzüge, Sommerpaletots von beachtung. 8,25 Mart an, Hosen von 2,50 Gastronen. 5 Tage Probeliefe Klaffiker- Ausgaben, Goethe, Heine. Monatsgarderobe, Spezialität, für rung 1 Tatsächlich ohne Anzahlung, Reuter, Schiller, Shakespeare, je vier jede Figur passend, nur in der wöchentlich 1,00( bis hundert Stauf- Bände 6,- Mart. Eichendorff, Hauff, Bentral- Pfandleihe, Brinzenstraße 86. jumme). Riesenlager Louis Böttcher je zwei Bände 3,50 Mart. Bürger, Fahrgeld wird vergütet. 52/4 ( felbft), Betriebsleitung Borhagener stleift, Lenau, Uhland, Wieland und Monatsanzüge, Baletots, wenig ( Hochbahn, andere, je ein Band 1,75 Mart. Er. Stadtbahn: Warschauerstraße). Fili getragene, bon 5 Mart an, große Getragene Jadett- Anzüge, Som Auswahl für jede Figur, auch neue merpaletots, Ulster, Hosen, Phantasies alen: Potsdamerstraße 81, Rigdorf, edition, Lindenstraße 69, Laden. Kaiser- Friedrichstraße 247. Anzugftoffe. Knabenanzüge 1,50. elegante Garderobe aus erster Be. Lauben Baumaterialien, ge- westen, einzelne Gehröde( wenig gea Konkurrenzlos. Pfandleibhaus Herrenanzüge 9,50. Baletots 12,00. augsquelle, 20 Brozent billiger wie brauchte und neue, wie: Stanthols, tragene Maßsachen aus besten Häusern), Berufs fleidung im Laden, direkt vom Schneider Bretter, Latten, Leisten, Türen, Fenster, auch Damenkleider verkauft( pottbillig Große Frankfurterstraße 17 Pfänder- uchstoffe 1,50 an. verkauf. Gelegenheiten, neue Waren. billig. Besichtigung ohne Stauf meifter Baul Fürstenzelt, nur Roien. Dachpappe in größter Auswahl Weiß, Blücherstraße 67 I( Haltestelle 7375 Spottbilliger Bettenverlauf. Hoch zwang. Direkter Berkauf an Brithalerstraße 10. 278/15 billigst. Safenheide 2( am Hermann- Mittenwalderstraße). bate. Tuchgesellschaft Rottbufer play). moderne Herrengarderobe. Teppich Pfandleihhans! Rigdorf, Bergdamm 16/17. Binfwaschfäffer, 8ober, Git. verkauf. Uhrenverkauf. Plüsch Straße 58 Spottbilliger Bettenverkauf! Afrana Haus. Befte Afrana wannen, Badewannen. Spezialfabrit portieren. Plüschtischdecken. Ause Wäscheverlauf! Gardinenauswahl! Nähmaschinen für Industrie und Wienerstraße 12. Lefern 5 Proz. Steuerwäsche. Gardinenverlauf. Stepp Bortieren! Steppdecken! Plüschdecken! Hausbedarf. Preise billig. Abzahlung beden Schmudsachen. Kinderwagen, Klappsportwagen +33 Zeppichverkauf! Hochmoderne Herren günstige Bedingungen, weitgehende Dameukostüme, englische, Baletots, Bellmann, Schuhwaren. Elegante Damen garderobe! Uhrenverkauf! Schmud Garantie. nagelneu, herrschaftlich, spottbillig Gollnow monatlich 10 Mart, liefert Tompo. Exerzierstraße 19a, Borderhaus Iftiefel, braun 7,50, schwarz 6, fachen 1 Freischwinger 1 Bilderverkauf! straße 26, nahe Landsbergerstraße. romski, Schneidermeister, Linden. Ingenieur. Alte Maschinen nehme in Bahlung. Straße 110.( Maßanfertigung.) 817* +95 Rofenthalerstraße 33, Engrosgeschäft Spottpreise I Gardinenhaus, Große Frant furterstraße 9, Flureingang. 9491 Taschenbuch für GartenfreundeGin Ratgeber für die Pflege und lachgemäße Bewirtschaftung des baus. lichen Zier, Gemüse und Obst. gartens von May Hesdörfer. 8meite vermehrte Auflage. Mit 137 Tertabbildungen. Preis 3,50 Mart. Erpebition Borwärts, Lindenstr. 69. 135* 7398* Gardinen Spezialhaus Emil Lefèvre, nur Dranienstraße 158, Garbinen in Tüll 2,50 bis 25, Erbstüll 13,50 bis 75, Tüllstores 1,85 bis 10. Erbstüllſtores 4,35 bis 75. Mart. Spezialtatalog 600 Abbildungen gratis. 6629 Durch Rauch beschädigte Gardmen| Hermanpplag 6. Großberlins aller. reste, Fenster 1.25, 1.45, 1.85, 2.45, 3.25, 4.50. Tüllbettdecken 1.75, 1.95, 2.45, 3.25, 4,50, 5.50 2c. Grbstüllstores 3.45, 4.65, 5.85, 6.50, 7.50 zc. E.Weißenbergs Gardinens haus, Große Frankfurterſtraße 125, im Haufe der Möbelfabrit, 2. Haus an der Koppenstraße. Durch Rauch beschädigte Tuch beden 0.95, 1.25, 1.85, 2.50, 3.25, 3.85, 4.50 2c. Plüschdecken 4.25, 4.85, 5.25, 5.95 Mobair- Plüschbeden 6.25, 7.85, 8.50, 9.85, 11.50 2c. Tuchportieren, fomplette Garnitur, 8.25, 3.85, 4.50, 5.25, 5.75, 6.50 2c. Plüschportieren, fomplette Gar nitur, 6.25. 6.85, 7.85, 8.75, 9.50, 11.50, 13.50. Bortierenhaus, Große Frankfurterstraße 125, im Hause der Möbeljabrit. Steppdecken, Similifeide, 3.25, 3,75, 4.50, 5.25, 6.25 2c. Wiener Steppbeden, Mufter, 7.85, 8.50, 9.75, 11.25, 13.75, 15.50 bis 30 Mart. Chaiselonguebecken, extra groß. 4.50, 5.75, 6.75, 7.50, 8.75, 9.50 2c. Große Frankfurterstraße 125. Abfallteppiche 3.25, 3.85, 4.75, 5.25. Berliner Plüschteppiche 6.85, 7.50, 8.75, 9.65, 11.25, 12.50 2c. Echte Plüschteppiche 12.50, 14.50, 16.50, 18.50, 21.50 bis 60 Mart Teppichhaus, Große Frankfurter straße 126, im Hause der Möbelfabril. Läufer und Linoleumrefte zu Fabrikpreisen. Cofareste, Bolle und Plüsch, gu Spottpreisen Gardinen- und Teppich haus, Große Frankfurterstraße 125, im Haufe der Möbelfabrik. 621 Vorwärtsleser erhalten 5 Brozen Extrarabatt felbft bei nachstehend auf geführten Gelegenheitskäufen. Teppich Thomas, Dranienstraße 160, Drantenplay. Teppiche, farbfehlerhafte, pott. billig. Gardinen, Stores, Künstler gardinen, Restpartien für halben Wert. billigste Einkaufsquelle. Extrabillige Warenverkäufe. Riesenauswahl. Pfän derverkäufe. Sommerpaletots. Jadett anzüge, Bebrodanzüge. Herrenboien. Extrabilliger Bettenverkauf. Wäsche verfauf. Brautgeschenke. Aussteuerfachen. auswahl 1 Blüichtischbeden. Stepp. Gardmenauswahl. Teppich deden. Wanduhren. Taschenuhren. Rettenauswahl. Ringeauswahl. Damensachen. Warenverkauf Hermannplag 6. Auch Sonntags.+ 105* Photoapparat! Spottbilligt! Ernit, Friedrichstraße 234. 19396* Vereinsbibliotheken empfehlen wir zur Ergänzung ihres Bestandes unser großes Lager antiquarischer Bücher aus allen Gebieten der Lite: ratur, Bissenschaften. Kataloge gratis. Berlin C, Kurstr. 37. Lederer, Buch261 handlung und Antiquariat. Ohne Anzahlung, Woche 50 Bilder, Spiegel. Ferner: Möbel, Bolfterwaren, Teppiche, Gardinen, Steppdecken, Tischdecken, Bettbezüge, Portieren, Uhren, Gastronen, Herren Besuch, eventuell Postkarte. garderobe. Beber, Prenzlauerstr. 25. 390S Teilzahlung, monatlich 10 Mart, Itefert elegante Herrengarderobe nach Maß Tomporomsti, Schneidermeister, Lindenstraße 110. 3188 Gelegenheitstäufe. Reisemodelle, Bosten Damenmäntel, Baletots, teils auf Seide 10 Mart, elegante Kostüme, 15 bis 27 Mart, elegante Boletots, Kostümröde, Blusen spottbillig.( Ersparnis Ladenmiete.) Julius Neumann. Bellealliancestraße 2 Treppen. 106, 5848* Arbeitsanzüge, ganz gleich für Koper oder welchen Beruf, müffen sechsmal soviel halten als Sonntagsanzüge, weil fie fechsmal fobiel getragen werden, fie müssen auch nach dem Waschen voll ihrem 8med entsprechen. Eine Mehr Bahl ber im Handel befindlichen Arbeitssachen, ganz gleich ob blau, Manchester, Leinen, englisch Leder, entspricht diesen Anforderungen nicht. Der schöne Griff ft Appretur, die nach der Wäsche fort ist, die Farbe ist nicht echt usw. Vorzügliche Qualttäten, welche fich im Tragen und Waschen bewähren, Firma: bringt Herrmann Schlefinger, Turmstraße 58 und Neinidendorferstraße 48. Es ist dies dieselbe Firma, die in Sonntags. angigen zu 30 bis 60 Mart, Joppen und Baletots in vorzüglicher Ausbie Läuferrefte spottbillig. Sofastoffreite pottbillig. Vorwärtslefer, beachtet vorführung, Knaben und Jünglings. stehende 5 Anzeigen. 3678 anzigen so berühmt geworden ist. Auf Wunsch: Maßanfertigung. 50s Hochwald, Landparzellen, Quadrat. rute 4,00 an, Stettiner Borortbahn. Stloß, Weißenburgerstraße 59. 55/8 4,25 prachtvolle Betten, 7,00, daunige Bauernbetten, Aussteuer, Damast bezüge 3,60, Steppdeden. Nur Pfand leihe, Andreasstraße achtunddreißig. 10,00 ganzer Stand, rotrofa ge ftreift Snleft, einzig nur in der billigen Pfandleihe Andreasstraße achtund. dreißig. 750st Laubbett, zwei Dedbeften, amei Riffen, zweischläfrig, 15,00, große Laten 90 Pfennige. Andreasstraße 38. Bauerndeckbett, Unterbett, awei Riffen 24,00. Bfandleihe, Andreas. straße achtunddreißig. Annoncenbor zeigern bergüte Fahrgeld. Prachtvolle Betten, 4,50, daunige Bauernbetten 8,00, Aussteuer, 3,90 Damaftbezüge, Landbett, groei Ded betten, zwei Stiffen, ameifchläfrig 16,50, große Lafen 90 Pfennige, Bauern bedbett 25,00, Unterbett, givet Stiffen. Bfandleihe, Prinzenstraße 86. 58/ 6* Monatsanzüge und Sommerpaletots von 5 Mart sowie olen bon 1,50, Gebrodanzüge von 12,00, Frads von 2,50, fowie für torpulente Figuren. Neue Garderobe zu ftaunend billigen Preisen, aus Blanbleiben berfallene Sachen tauft man am billigsten bei Nag, Muladstraße 14 Leihhaus„ Rosenthaler Tor", Linienstraße 203/4, de Rosenthalerstraße: Großer Verlauf verfallener Anzüge 9,50 an; Baletots, Dronats- Abonne ments- Garderoben, Uhren, Golda, Silberwaren. 70958 Humboldtlethhans! Brunnen straße 58 Spottbilligster Pfänderbertauf und Gelegenheitsfachen Dedbett 4,50, Stopffiffen 1,751 Braut betten, Aussteuerwäsche, Bettbezüge 2,501 Laten 90 Pfennige. Extrabilliger Gardinenverkauft Tüllstores, Blich. portieren. Extrabilliger Teppichberkauf! Steppdeden, Plüschtisch becken Egtrabillige Sommerpaletots! Zadettanzüge! Gebrodanzüge. Extra billiger Uhrenverlauf. Aber nicht irren! Nur Brunnenstraße 58, Edhaus Stralsunderstraße! I Land- und Wald parzellen, wunder boll gelegen, nahe Bahnhof Freders. borf, verlauft, well noch aus erster Hand, Quadratrute von 4 Mart an Otto Bresele, Petersbugen, Dftbahn. Rinderwagen, Sportwagen, Leiter wagen, testbestand früheren Ladengefchäfts, unter Fabrikpreis. Röder, Ebertyftraße 4. Hühnerfutter. Bentner 5,00, Brüb. Gerste 7,50, Getreidespeicher, Neue Schönhauserstraße 11. +132 Saarfärbemittel, unübertroffen, Probeflaschen 0,50. Winterfeldt, Steg 54/17 figerstraße 25. Littauers Nähmaschinen ohne AnRestauratton wegen Strankheit für Inventarpreis Waitstraße 10. Milchgeschäft, für Anfänger, billig verläuflich Tilfiterstraße 9. ftraße 33 II, Mitte. Möbel, große Auswahl, Spott Handwäscherei Frau Bachs, Schlafftelle, Herrn. Romazfit, preise, Kastanien- Allee 56, Möbel Köpenid, Müggelheimerstraße 44, liefert Brinzenstraße 94, born II. +115 fpeicher, 19926 sauber, schonendst großen Bezug 0,15, Möblierte Schlafstelle, wanzen Möbel, gebrauchte, neue und ver- fleinen 0,05. Laten, Leibwäsche, vier frei, Reichenbergerstraße 159, vorn +23 parterre. Provision nach Verkauf, schnell, lieben gemejene, Atleiderspind 18,00, Handtücher, vier Taschentücher 0,10. distret. Käufer vorhanden. Bor. Sommode 15,00, Ruhebett mit Dede( Abholung Dienstags, Mittwochs.) Möblierte Schlafstelle, separat, Handwäscherei Frau Weber, Gartenaussicht, Manteuffelstraße 11, Bertreter besuch fostenlos. 4, 11611. 18.00. Muschelschränke, Muschelvertiko Köpenid, Amtsfeld 2, wäscht schonend Duergebäude 4 Treppen, Köbler. nifiewicz Co., Oranienstraße 149. 19.00, Bettstelle mit Federmatraze Wegen der Maifeier bleiben unsere 28,00, Herrnschreibtisch 36,00. hoch zu billigen Preisen, trodnet im Freien. Schlafstelle für Herrn, Flur 53/20 feines Speisezimmer, Schides Herrn Stein Bertauschen. Abholung, Liese Bureaus heute geschloffen. 7628 eingang, mit Staffee 13 Mart. Naunyn. Kohlengeschäfte, gutgebend, Nor.simmer, Lederstühle 8,00, bunte tücherung Mittwochs. 55,00, Federbetten, Bilder, Teppich straße 10, vorn, bei Herrmann.+23 den 2c.. berlaufe wegzugshalber. Sonneberger Spielwaren, früher Plüschtischdecke 7,50. Möblierte Schlafstelle für zwei Kohlenreisender, Stargardt, Ausstellung Gewerfichaftshaus. VerAdalbertstraße 5, Lothringerstraße 69. Herren vermieten zu Soldiner 246/12 trieb jezt durch Meyer, Strelizer. +105 Babenhofer. +91 Plüschgarnitur verkauft Riegner, ftrase 32. Bapier- und Schulbuch: Gutgehendes Dbft., RolonialGitschinerstraße 17, III. 19886 handlung. +66 Möblierte Schlafstelle, Herrn, waren- Geschäft billig verfäuflich wegen Uebernahme einer Frau Reimann, Brunnen Chaiselongue 16,00, Schlafsofa Landwirtschaft Damenhüte, auch modernisieren billig. 19916 struge 164, born. +91 25,00, Spiralbett Fafermatrage 15,00. Frau Byfa, Wilhelmstraße 12, par Schwedenstraße 4. Jonscher, Ellenacherstraße 66.+55 terre. 17016* Gute Schlaffielle, zwei Herren, Milchgeschäft, Rolle, schöne fofort. Dame verkauft Bettstelle mit Feder. Langestraße 84, born I, Patentschutz, Erwirkung, Ver19876 Wohnung, billig verkäuflich ChisabethMüller. straße 2. 1989b boden 12.00, Pliidiofa 25,00, Säulenswertung, Unfauf. Modellbau. Braris trumeau, Kinderwagen 6,00, Sofa- fett 1893. Schnell, anerkannt billig: Existenz. Gastwirtschaft fofort tisch 7,00, Teppich, Betten, Bronze- Gebrauchsmuster sig und fertig 10 frankbeitshalber für Inventarpreis trone, Kleiderschränte, Slavier 50,00, verläuflich. Nicht- Fachleute werden Plüschgarnitur 35,00. Auch Sonntag. genügend angelernt. Auskunft Drews. Neue Stönigstraße 79, II, Benfionat. Soldierstraße 18. Gutgehendes Bigarrengeschäft billig zu berlaufen Malplaquet +83 straße 37. Gerrentaberab Damentabrrad Milchgeschäft, Straßenfundschaft, einmal benutt 35.00 Qola, Blumen180-200 Liter, bertauft tranfheitsitrage 86 b. 1683* halber Reinidendorf- West, Schillings Geschäftsdreirad, äußerst stabil, straße 11. 50,00 an. Hola, Blumenstraße 36b. Herrenfahrrad, Damenfahrrad, Brennabor, aufgabehalber. Witme + 83* Ropp, Koppenstraße 94. Möbel. +91 +83 Teilzahlung Möbeleinrichtung, Stube und Küche, 15 Marl Ber lieben gewesene Möbel spottbillig. Berolina, Kastantenallee 49. 3978* Möbelgelegenheit! Wenig ge brauchte, guterhaltene Möbel, auch einfachfte, elegantefte, belieben geneue, jomie ganze Brautausstattungen, melen, verfallen, spottbillig. Stiefenlager. Lagerspeicher, Neue KönigStraße 5/6, Fabrikgebäude. Sonntags geöffnet.( Auch Teilzahlung.) 278/ 14* Möbel! Für Brautleute günstigste Gelegenheit, sich Möbel anzuschaffen. Mit leinster Anzahlung gebe on Stube und Küche. An jedem Stüd deutlicher Breis. Uebervorteilung daher ausgeschlossen. Bei Krankheits fallen und Arbeitslosigkeit anerkannt größte Müdsich. Möbelgeschäft M. Goldftaub, Bossenerstraße 38, Ede Gneisenaustraße. Kein Abzahlungs. 2901 gefchäft! moderne Gelegenheitetäufe. Burüdgesette Bufetts 85,-, Vertito, nußbaum 39,-, leiderspind dito 39,-, Wachs. tuch- Ausziehtisch 16,50, billige Sofas, Schreibtische, Trumeaus, Küchen. Möbelfabrit, Graefeftraße 34, Fabrifgebäude. Spezialität: Kleine bürgerliche Wohnungseinrichtungen. Teilzahlung geftattet. 199St* Möbelverkauf. Rudolf Bartsch, Innungsmeister, Oranienstraße 73. Ausnahmepreise in einfachen wie ele. ganten Möbeln. Brautleuten emp fehlenswert. Schlafzimmer 151, engtische 214-350, reiche mit Apothekenbau 492, vornehme Nüfter, Sapell, Goldbirte, preiswert. Speisezimmer 325, 857-512, schwerer Barodstil, aparter Entwurf, 615. Herrenzimmer 194, 292, 380, reich geschnigt, aner lannt billig, 594. Anerkennungen aus allen Streifen. Salons, elegante, als Gelegenheit. Breise sichtbar. Ga rantie. Bimmer- Küche 228. 8mei Bimmer- Suche 350, 415-800. Muschel gablung, gebrauchte spottbillig, Stafleiderspinden, Bertitos 80, 45, 59, ligerftraße 99, Barschauerstraße 67. 90. Bettstellen mit Spiralmatrazen Steppdecken, staunend billiger 26, englische 30-50. Plüschgarnituren 98-200. Trumeaus 34-115. Büfetts 100-600. Sofas 86-130. Bücher spinden 50-95. Klubfeffel 68-180. Standuhren. Stüchen 40-190. Stets preiswerte Gelegenheitstäufe. Ent Bahlungsweise. Gastocherhaus!!! Geschlossene gegenkommende 8wetlochgastocher! 5,00. Vierlochgas. Transport durch Deutschland frei. focher! 9,00. Gasbügelapparat! Gas- Sonntags geöffnet. Ausstellung und plätteisen! Gaslyren! 1. Bronze- Fabrikgebäude Dranienstraße 73. Gaszuglampen! Ge gastronen! Möbeltlicleret. Barnad. Tischler chäftsverlauf spottbillig Boblauer, meister, gegründet 1901, Stallschreiber Wallnertheaterstraße 32. 7585 ftrage 57( Morigplag), liefert tomAbessinierpumpe 7,50, Sauger plette Bobnungseinrichtungen Unüber 2,50, Robre, Flügelpumpen, Garten- niedrigsten Fabritpreisen. Bumpenfabrit Schroeder, troffene Leiftungsfähigtett. Enorme prizen 19645* Auswahl. Bahlungserleichterung. ochstraße 43. Borwärtsleser 3 Brozent. Sportwagen verkauft Dhlbehrendt, Laden, Berkauf Fabritgebäude. +64 Boldenbergerstraße 25, Maschinenbau Elettrotecnit, Salonkrone, breiflammig, 15,00, Waffenverlauf!! Similiseide 3,95, 4,85 bis 10,50. Wundervolle doppelseitige 6,85, 8,35. Steppbedhaus Richard Wolf, Dresdenerstraße 8( Stottbuser. tor). Abonnenten Rabatt i! 7558 * Rein Fahrräder. art! Sprechzeit 9 bis 7, Sonntags 10 bis 2. Telephon 6a, 18981. Ver einigte Bureaus Friedrichstr. 230, II. Arbeitsmarkt. Stellengesuche. Bierabzieher fucht Beschäftigung bei Restaurateur. Bogeslewsti, War schauerstraße 11, Quergebäude II. Technikum Berlin, Neanderstr. 3 ( Schinkel- Akademie). Maschinenbau.j Elektrotechnit. Wertmeister, Techniferkurse. Ingenieurfurse. Abend turse. Tagesturse. 655* Bauschule Berlin, Neanderstr. 3 Steinmetz fuchi Arbeit auf Mar ( Schinkel Akademie). Bolterfurie. mot, am liebsten maffio. F. EL Bost +83 amt 65. Meisterkurse. Technikerturse. ArchiAbend- Arbeit, auch Heimarbeit, suchen teftur. Hochbau. Tiefbau. 656 Genoffinnen Offerten unter G. B., turse. Tagesturse. Batente, Erfindungen werden Spedition Nazare blirchstraße 49. ber und angelauit. Herrenfahrrad, Damenfahrrad, vorschußlos unter.74 postlagernd SO. 26. 55/9 Bum Teufel laßt uns geh'n, da gibt es viel zu sehn, nur Skalitzer. ftrage 11. träftige. Brandt, Große Frankfurter. Offerten + 93* straße 121. Herrenfahrräder, gebrauchte, guterhaltene, spottbillig, große Auswahl Brennaborräder, Zeilzahlungen neue. Heinze, Brüdenstraße 6.[ 700s obne Anzahlung, gebrauchte 35, 715 ente, Danzigerstraße 95, Herrenfahrrad, umständehalber. Braunad, Stoppenstraße 95. +* 25.00, albrenner, selten ge botene Gelegenheit. Horn, Koppen. haße 33. + 30* Herrenfahrrad guterbaltenes, dringend, spottbillig, Gubenerstraße 15, zweiter Hof I, lints. 54/20 Herrenfahrrad, Damenfahrrad, guterhaltene, umstände. moderne balber 35,00. Große Frankfurter 55/ 1* ftraße 14, Hof Seller. Brennaborrab, Freilauf, faft neu, 55/3 54/2 bringend, 55,00. Stolbergerstraße 14 III 1976b Stellenangebote. Geldschrankschlosser, tüchtiger, selbständiger Schranfbauer, berlangt Lindener, Gollnowftrage 43. 19575 Sofortigen hohen Verdienst ge Ausgefämmtes Haar laufi jedes währt jedermann die Alquifition für Quantum, höchste Preise, auch feinste Jduna, Voltsversicherung und Nebens Saararbeiten staunend billig angebranchen. Richtfachleute werden ein fertigt Haarbandlung Tieder, Friedrich gearbeitet. Fachleuten eventuell sofort ftraße 247, of I. 771 festes Bebalt. Borstellung wochentags Aufpolsterung. Bettmatrage 4,00, 8-10, Friedrichstraße 113a, II, Gine Sofa 5,00. Auch außerm Hause. So gang Oranienburgerstraße. mann, Neue Königstraße 30. 246/11 Tapezierer, Kleber, der Wohnung mietet, findet Beschäftigung bei Be fizer von 4 Häusern, Mariendorf, Bergstraße 8. Bfanbleibe Martusftaße 27. Geld auf Bohnungs- Einrichtungen, Bianinos, Warenposten, Automobile, anerkannt tulant, schnell. Lager Speicher, Neue Stönigstraße 5.( VII, 278/17 1587.) Aftenmappe im Nordringzuge verloren. Hohe Belohnung Elbinger 19865 ftraße 19 III. An Be eine! Biete meine Feft Prachtfahrrad, frankheitswegen, abends zu Festlichkeiten an. Jeder fale nebst Naturgarten des SonnGofinonftraße 6, I lints. Berein erhält egtra 10 Mart. InFahrrad, herrliches, dringend. validenstraße 84. Frau Beint, Stoppenstraße 60. 54/18 Herrenfahrräder, 2 elegante, find sehr günstig zu verkaufen, Butter laben, 8immerstraße 23. lints. 1955b Teilzahlungen. Dreijährige Ga rantie. Spezial- Garantierad 55,00 Kaffe. Invalidenstraße 20, Wilhelms760* havenerstraße 73. Straßenrenner, hocherstflasfig, pottbillig Exerzierstraße 19a, II rechts. Herrenfahrrad, wenig benutt, Kleinschmidt, Oberbergerstraße 22. Herrenfahrrad umständehalber. dhaus Usedomstraße, Wattstraße 20, parterre links. 246/9 Motorrad, 4 8ylinder, 3, betriebssicher. Ludwig, Große Frant furterstraße 121, Duergebäude.+33 Musik. Pianino, hobes, goldgrabiert 120,-, Turmstraße 8, I.( Borwärts. 53/16 leser Rabatt.) Nusbaumplanino, neues 450,00. Tismer, Badstraße 42/43. Abends. Pianino, vorzüglides, tadellos er halten, ist jofort ganz billig zu ver. faufen Französischestraße 15, I geradezu Pianino, Hoflieferant, wenig ge braucht, 200,-, Alexanderstraße 58 246/6 III( Alleganderplay). 761 19525 Korbmacher auf runde Gescho förber verlangt Bronter Nachfolger, Dranienstraße 108. 19826 Gürtler und Schleifer Lehrling auf Stronleuchter sucht Schneider, 19775 Adalbertstraße 6. Gürtlerlehrling verlangen Stron ftrage 33. leuchterjabril Siegel u. Co., Prinzens 53/19 Pappenzuschneider verlangt Leo 19946 pold Stein, Neue Königstraße 30. Vereinszimmer, 30-100 Berfonen, Dienstag, Freitag frei, BrizerStraße 19. Korbmacher auf grün geschlagen verlangt. Bader, Friedrichsfelde, +69 +23 Berlinerstraße 82. Marmorschleifer verlangt Brieß. Dranienstraße 20. 19935 Ein Lehrling für Dreherei und Fräserei Friz Mauer, berlangt Beuffelstraße 42. +51 Blusenkleidchen- Näherinnen im und außerm Hause verlangt Reimann, Wichertstraße 153. +75 Wer Stoff hat, fertige Anzug 16,00. Raczynski, Lichtenberger ftraße 9, II. +33 Knabenanzüge, Anfertigung aller billigft, Frau Beder, Bernauer straße 22 II. +64 Vermietungen. Wohnungen. Swet Bimmerwohnungen fofort, Sonnenburgerstraße 27. 17405* Wohnungen, 2 Stuben und Küche, find in bester Lage des Dftens billig Näheres per fofort zu bermieten, Hausverwaltung, O. 17, Mühlenstraße 8. 1973b Rigdorf. Billige, renovierte Bracht. wohnungen sofort, später vermietbar: Siegfriedstraße 22( direkt Bahnhof Hermannstraße) 3 8immer, Bad, Bubehör. Näherinnen auf bessere Nachts hemden sucht bei hohem Lohn DamenWäsche Fabrik William Levinsohn, 1985b Kaiser Wilhelmstraße 38/36. Blufen- Stepperinnen, Batist, Wolle, in, außerm, hober Lohn, dauernd. Fessel, Nigdorf, Bannierstraße 17. Turnkleiber- Arbeiterin gewünscht. Goldschmidt, Taubenstraße 25. Fantasiefeder Arbeiterinnen in und außer dem Haufe finden lohnende und dauernde Beschäftigung bei 2. Fünfenftein u. Co., Dranienstraße 24. Lehrmädchen aus achtbarer Fa milie zum sofortigen Antritt bei Bodestraße 32. Julius monatlicher Bergütung gesucht. ftraße 22/23, Juliusstraße 38/39 Meldungen nur in Begleitung der ( Bahnhof Hermannstraße) ein und Eltern oder des Vormundes in der zwei Bimmer. 187/2 Personal- Berwaltung in der IV. Etage. 2. Jandorf u. Co., Belle- Allianceftraße 1/2. 7188* Jm Arbeitsmarkt durch besonderen Druck hervorgehobene Anzeigen kosten 50 Pf. die Zeile. Zimmer. Möbliertes Zimmer einen auch Violinunterricht( neue, doppelt zwei Herren sofort, Aussicht Dranien fördernde Methode bis zur Bollendung) plak. Boß, Oranienstraße 40/41 IV. gibt erfahrener Künstler wöchentlich, Möbliertes Zimmer vermietet auf Bunich auch nur eine Leftion Frau Schmidt, Kottbuserdamm 39 I Dermannplay). Wohnzimmer 5,50, Speisezimmer 9,50, isentonstruktion, Ausbildung. In a 1,25 M., bei zwei Schülern je 75 Bf. genieur. Technifer, Maschinenmeister, Wertmeister, Monteur, Maschinist, Majchinistenapplifant, Marine. Se mester Anfang Juli. Profpette. Reformtechnikum Chauffeeftraße 1. Metallbetten, spottbillige Rauf gelegenheit. Barschauerstraße 85 I. Ohne jeden Kaufzmang bitte ich um Besichtigung meiner auf das Reichhaltigste ausgestatteten Möbel fabrifläger. Gediegene bürgerliche Einrichtungen zu Fabrikpreisen. M. Stellmacherei, gutgehend, zu verhirshowit, Stalizerstraße 25, an der Bu erfragen bei Better, Hochbahn! 730. Birke- Schlafzimmer mit Umbau Seifengeschäft, günstige Lage, und Apothekerschränken, ganz schwere gute Wohnung, billig zu verkaufen Arbeit, fomplett mit Batentmatragen Petersburgerstraße 78. 890. Ausnahmsweise günftig. M. 2005* Seifengeschäft, tonturrenzlos, Hirschowit, Staligerstraße 25, an der 729 verkäuflich. Billige hübsche Wohnung. Hochbahn! Offerten Preiswert", Lantwiz. Nirdorf, Niemeßstraße 6, I. +105 Lieferwagen und alle Sorten Naber, Klappfportwagen billig Balt. Jabenftr. 101. 1990b Seiferthähne, Urbanstraße 185, 19726 7115 Restaurant. Kanarienhähne billig Brinzen. Straße 31, rechter Seitenflügel parterre. Geschäftsverkäufe. Leihhaus Schöneberg". gegenüber Bahnhof, Sedanstraße 1, Telephon Amt 6, 15687, bietet stets Belegen heitstäufe in verpfändet gewefenen und neuen Anzügen, Sommer- und Winterpaletots, einzelnen Hosen, goldenen, filbernen Herren und laufen. Damen Remontoire Uhren, Stetten Gormannstraße 14. 3,50 an, ferner goldene Ringe, Broschen, Ohrringe, Planinos, Fahrräder, Freischwinger 10 Mart an. Richard Eichelmann. S Mustersachen elegantester Leib. wäsche, Tischwäsche, Bettwäsche, paffend für Ausstattungen, teilmeise angeftaubt, bis zur Hälfte des Wertes. Ferner Damenhemben mit handge. flidter Basse 1,15, Herrenhemden 1,15, Bettbezug nebft amet Ropffiffen 3,95, große Bettlaken 1,25, brei Handtücher 0,70, Hembentuch zehn Meter 3,00. Wäschefabrit Salomonsto, Dirdien 18685* straße 21, Alexanderplaz. Oranden Pfandleihe, Dranien Glinkigste Gelegenheit ftraße 28a. in Sadettangligen von 10, 12, 14, 18 act, Sommerpaletots 8, 12, 15 Mart, Gehredanzüge, Hofen von Gardinen, 2.45, Betten, Bäsche, 19425 55/4 Verkaufe sofort unter günftigen Bedingungen mein Edlofal mit Borgarten. Breis 2600. Brauereihilfe 1500. Große Baugegend. Lieferant bon großem Schulbau. Fris Heinrich, Nieder- Schönhausen, Körnerstraße 20. Möbel Einrichtungen spottbillig. Baul Biehr, Petersburgerstraße 69. Kleiderspind, Bertiko, Schreib. tisch, Küchenmöbel verfauft billig Balisadenstraße 7, Restauration. Teil zahlung gestattet. Kommode, Vertiko, Sofatisch, Stinderwagen billig. Dolaigerftr. 38, 55/5 Vorschußlos verkaufe nachweislich Geschäfte Stäufern! Verkäufern Bro- I lints. vision nach Berlaufsabschluß. Gleinberg, Schillingstraße 35a, Telephon amt 7, 12820 und 4983. Stoloffale Berlaufserfolge. Bertreterbefuch fostenlos. Stäufer für alle Branchen stets borgemerkt. 19755 Offerten unter D. 2 Expedition des Borwärts". Klavierkursus. Erwachsenen Schnellmethode. Monatsprets 3,00, Stlapterüben frei. 20 Slaviere. Musil akademie Dranienstraße 147, Moriz play. 53/ 4* Verschiedenes. Batentanwalt Beffel. Gitschiner age 94a. Englischen Unterricht für Anfänger und Vorgeschrittene, Ginzelstunden und im Birkel erteilt( G. Swienty, Schöneberg, Sedanstraße 57, III. Stunititovieret von Frau fotosto Schlachtenfee, Rurftrage 8, III. Wer Stoff hat? Fertige Herrenanzüge 15,- Wagner, Schneider. meister, Lichtenbergerstraße 9, Laden. ( Namen beachten.) 6478* 18505 Parteigenosse zum Bimmer ge sucht. Libauerstraße 9, Hof 1 bet Menschel, Barsch auer Bahnhof. Arbeiter- Gesangverein M. d. A.-S.-B., girta 100 Mitglieder, sucht 58502 tüchtigen Chormeister Möbliertes Zimmer an Serren tüchtigen +23 fofort Büdlerstraße 19. Teilnehmer möbliertes Bimmer, 12 Mart, Stottbuserstraße 20, drei Treppen rechts. +118 Möbliertes Bimmer, Nähe Stet tiner Bahnhof. Tesch, Invall den straße 35 IV. +57 Logis, Herren auch Damen, fofort. Blant, Rigaerstraße 18 born IV.+7 Zimmer, möbliert, vermietet, 20 Mart inklusive, Palisadenstraße 99, born II, Neubacher. +118 Zimmer für 1 und 2 Herren Brinzenstraße 110, born IV rechts. Schlafstellen. Schlafstelle, anständiges Mädchen, au bermieten. Stoltenburg, Stars garderstraße 59, born II.+75 Möblierte Schlafstelle, 13 Mart Girod. für Freitag, abends 9-11 Uhr. Offerten an E. Rosseck, Reinickendorf- Oft, Benfeftr. 10. Achtung! Holzarbeiter Wegen Streit und Differenzen find gesperrt: Bautischlerei Herzog, Steglit, Hanbjergstr. 52. Pianinofabriken Förster. in Löbau und Georgswalbe. erluchen Gleichzeitig wir bte Kollegen aller Branchen der Holz industrie das Bermittelungsbureau bes gelben Handwerkerschutz berbandes ftreng zu meiden. Die Ortsverwaltung. Der heutigen Nummer unferes Blattes liegen Prospette folgen. der Firmen bei: Gewerkschaften, Vereine, bestes Lokal im Zentrum mit Garten an der Spree. Frids Bierhaus, Ball- Monat, Gabriel- Magstraße 21, born I, straße 90/91. Bereinszimmer mit +7 Bianino, 80 Personen. Möblierte Schlafstelle, einen Schönholzer Gesellschaftshaus, Möbel- Gelegenheitsfäufe in aller auch zwei Herren, Blank, Rigaer Für die Gesamtauflage: Provinzstraße 74-76. Am 1. Mai einfache fowie straße 13, born IV. + 7* des Eröffnung größter Auswah!; Bracht Ballsaals. Lehmann& Assmy, Tud Möblierte Schlafstelle, 1 oder 2 beffere Wohnungseinrichtungen be Bernau u. Söhne. 733 Herren, Budowerstraße 7, born IV fabrik in Spremberg 2. deutend billiger wie regulär. Er Sierzu laden freundlichst ein Julius gänzungsmöbel. Büfette 120, Schreibrechts. 19465* Für den Norden: fiiche 45, Sofas 45, Garnituren 65, Chauffeur- Ausbildung, theoretisch Bernhard Cohn& Co., Möblierte Schlafstelle für awet Kundentischlerei( Ladengeschäft), Trumeans 30, Schränke, Bertilos und praktisch. Auto-, Flugtechniker. Bortieren, Uhren, Stetten und Bold: Lomplett eingerichtet, alte gute Stund 26, Kronen, Teppiche, Bilder, Küchen- Tages-, Abendkurse. Brofpeft Auto Herren. Bäßler, Schönleinstraße 26, Raufhaus, Berlin N., Müller. I links. waren. Fahrgeld wird vergütet. 52/ 9* fchaft, fofort zu verlaufen oder mit möbel, Klubfessel, Ledersofas, Um- technikum, Charlottenburg, Fritsche+118 traße 153. 444S Möblierte Schlafftelle allein, Diverse Stadtbezirke und Kinderwagen, Sportwagen, Bett- Utensilien zu vermieten. Geisberg baue, Lederstühle usw. spottbillig. ftraße 27 n. Vororte: 19746 Lennerts Möbelspeicher, Lothringer billigftes ftellen. straße 14 beim Portier. Spezialgeschäft, Wer Stoff hat? Fertige Anzüge Schwedterstraße 17, III, Scharfinsti 19818 tulante Bahlungsweise. Weißenburger- Kundentischlerei, gutgehend, um ftraße 55, Rosenthaler Tor. Die nach Maß, 20 Mart an. Fahrrad- Vertrieb GroßZadelloser( Schönhausertor). ftraße 8, Hauptstraße 101, Rottbuser ständehalber zu verlaufen Charlotten Möbel find in vier Etagen auf Sth, haltbar. Futterfachen, Frante, Schlafftelle, Herrn, billig, Witwe Berlin. bamm 12a. 245/16 burg, Friedbergstraße 20. 55/7 gestellt. 7548 Uderftraße 143, Ede Invalidenstraße. Dröseler, Rigaerffraße 18.j Berantwortliches Rebatteur Richard Barth, Berlin. Für den Inferatenteil verantw: Th. Glede, Berlin. Drud u. Verlag: Borwärts Buchdruckerei u. Berlagsanstalt Baul Ginger& Co., Berlin SW. Strausberg( Stadt). Vehlefanz. P.-O.-H. Wilsnack.( West- Brignis.) Ausbau, frei. Beetsch, Gesellschaftshaus, Müllers Gasthof. Schlagmühle Bolfsthal Strausberg( Borst.u.Umg.). Paul Schlöitte gesperrt. Nose, Bürgergarten, Briezenerftr. Neft. Franz Magnus, Wilhelmstr. Heim. bab Landhaus täppchen Alte Spizmühle Hungrigen Wolf. Alle Lotale gesperrt. Südende. T.-B. Guft. Neubarth, Kl.- Ströbih. Baul Romfa, Prellbod. See Straße gesperrt. am See u. Reft. Hamusel, HauptNeft. Strandschloß, Reft. Bellevue Tegel. I.-B. Raiferftr. 80. Bum Kaiserhof, P. Gapinski, Tasdorf N.-B. lle Lotale gesperrt. Summt. I.-B. Wannsee. T.-B. Alle anderen Lokale find gesperrt. Prenzlauer u. Bernauerstr.- Ede. Georg Lakau, Gesellschaftshaus, Wandlitz- Wandlitzsee. N.-B. Bum Bergschloß, Inh. R. Heinrichs. ftraße 26/33. Inh. B. Hartig. Neft. Schweizerhäuschen, Diana. Waidmannslust. I.-B. Neft. Sabert, am Viehmarkt. Vietz.( Landsberg- Soldin.) Alle Lotale gesperrt. ftraße 100. Ernst Wittchow, Dranienburger. Albert Schulze, Hauptftr. 56. Wittenan. H.-B. Zepernick Nest. zur Eisenbahn, C. Dsten. Zehlendorf b.Liebenwalde( H.-B.) Ede Derflingerstraße. Dtto Schöne, Potsdamer Chaussee, straße 12. Wilh. Mied, Gesellschaftshaus, Karl B. Mieflei, Potsdamerstraße 25 ( Waldeslust). Zehlendorf. T.-B. K. Kadler, Dammhaftstr. 13. Restaurant Buchholz, Amtsfreiheit. Zehdenick. P. Behrend, Gafth. z. Palme. Zeesen. T.-B. Brauerei Friedr. Buchholz. Zechin( Frankfurt- Lebus). Zückerick a. O. a. Hinze Fr. Schade gesperrt. Woltersdorf( Ludenwalde) Alle anderen 2otale fret. Stranichsberg gesperrt. Woltersdorfer Mühle und Hotel. Woltersdorf( Schleuse). H.-B. Alle Lokale fret. Woltersdorf( Dorf). I.-B. Meißner, Zur Eisenbahn". Wittstock( D.- Brignit). Boltsgarten und Landhaus. Bürgergarten, Stiehms. Central- Halle( Gutſche) u. Reſtaur. Wittenberge( Beft- Brign.). ftraße 88-89, gesperrt. Ströbitz( Cottb.- Sprembg.). Friedrich Schulze, Dranienburger. Vetschau. Seeschloß. straße 96, frei Turnvereins. Alle and. Lok. fret. Neft. zum Lübarfer Eberhardt, ftr. 67 und Turnhalle des Männer- Julius Neue Spizmühle Not Gesperrt: Julius Tübbede, BreiteVelten. P.-O.-H. Valentinswerder. Jägerheim", Jul. Schmoll. Uetzdorf. H.-B. Hotel Bur Boft". Triebel. Sorau- Forst. Guft. Norenz, Breitestr. 254. Herm. Dornow, Berliner Borstadt 2. Treuenbrietzen. Alle anderen Lokale frei. Bw. Graßmann, Elsenstr., gesperrt. Treptow. T.-B. H. Graf, Beeligerstraße. B. Rudolf, Plantage Cliftow. Bw. Hanje, Boffenerstraße. J. Hirsch, Markt. linerstraße. B. Fromm, Schüßenhaus, Ber W. Jütiner, Berlinerstraße. P. Gräfe, Bahnhofstraße. H. Gleiche, Bahnhofstraße. Lehmann, Bahnhofstraße. Bahnhofstraße. Dtto Wolff, Bum Kronprinzen, Bahnhofstraße. Emil Schulze, Gesellschaftshaus, Trebbin. T.-B. Dtto Natonz. Trattendorf( Cottbus.- Sprbg.) Rein Lotal fret. Tietwerder a.I. P.-0.-H. Templin. Alle Lokale gesperrt. August Avelt, Berlinerstr. 41/42. Genossenschaftswirtsh., Dorfftr. 50. Berlinerstr. 9. Bilhelmsgart., Hans Schneiderett, Tempelhof. T.-B. G. Kupsch, Hoher Steinweg 12. Beblendorferstr. 4. Berkebrslokal: Wilhelm Bonoto, Alle Saallokale gesperrt. Teltow- Seehof. T.-B. gesperrt. Alle andern Lokale frei. Neft. Bedmann u. Haideschlößchen Tegelort. N.-B. Frei. P.-O.-H. Alle Lokale frei. Wilhelmsruh. H.-B. Alle Lotale frei. Wilhelmshagen. H.-B. Alle Lokale frei. Wilhelmsberg. I.-B. Dtto Heiser, Volfsgarten. Otto Schuhmann, Bildauer Hof. Wildan. T.-B. Restaurant Franz Winnenberg. Weskow.( Cottbus- Sprbg.) Schwedler, Zum Dder Spree- Kanal Gottlieb Handschke. Sportshaus am Crossinsee, Inh. Wernsdorf. T.-B. Carl Schlottle( fr.Wittenberg). Wernenchen. Fischerstr. 98. Schwarzer Adler,( Inh. Koch), Werder a. d. Havel. Alle Lokale gesperrt. Wensickendorf. H.-B. August Bötschik. . Pfeiffer, Zum deutschen Kaiser. G. Model, Gafth. zur Grube Clara. Welzow. Cottb.- Sprbg. Alle Lotale frei. Weissensee. I.-B. M. Kanter. Weissagk, Sorau- Forst. P.-O.-H. Benthin. Weinmeisterhorn. Gust. Koch, Chauffeeftr. 2a. Glieniderstr. 10. Bairischer Hof, Inh.: Bollenzien, ftraße 40. Fürstenhof, Inh. Philipp, KönigZossen. T.-B. August Heinrich. Zinna( Kloster). Rest. Schüßenbaus. Berkehrslokal: Restaurant Tiet ( Ost- und West- Sternberg.) Zielenzig. Dorfstr. 15. " Bur Dorsaue", Inh. Lindemann, Albrechtshof( Spethmann). Zeuthen. T.-B. gesperrt. Alle andern Lokale fret. Georg Schulz, Bur Friedenseiche" Zernsdorf. T.-B. Bum Bank- Schlößchen"( Ostertag). an der Stettiner Bahn. K.-B. * Wilhelmsruh( Oberhav.). Berkehrstotal: Kurzner, Baruther Berkehrslokal, Inh. Rieter. Zühlsdorf. N.-B. straße 10. Bittoria- Garten, Wilhelmsaue [ 114-115. Inh. Dase. Gesellschaftshaus, Wilhelmsaue 112 Nest Bur Eisenbahn", F. Gilge. Wilmersdorf. T.-B. Zur Klause, Hildegardstr. 5/6. Inh. Stechert. Spichern- Säle, Spichernstraße 3, Züllichau. T.-B. Seddin- See. Gärtner, Berliner Schweiz, am Zwiebusch. Alle Lokale gesperrt. Drud: Borwärts Buchdruderei und Berlagsanstalt Paul Singer& Co., Berlin SW. 68, Lindenstr. 69. Berantwortlich: Richard Henschel. Berlin N. 58, ledermünderstr. 17. Alle Lokale, die keinen Saal haben, find frei! |_ read cul für Berlin und die Provinz Brandenburg. Lokal- Lifte Ausgegeben am 30. April 1910. Kreis Potsdam- Ost- Havelland an Emil Schubert, Spandau, Kurstr. 21. Blumenthalstr. 24, für Kreis Teltow- Beeskow an Carl Rohr, Nirdorf, Selchowerstr. 15/16, b. IV; für betreffenden Streises zu richten. Für Kreis Rieder Barnim an Hermann Elias, O. 112, Alle Mitteilungen, Anfragen 2c. find für Berlin an das unterzeichnete Kommissionsmitglied des Dbmann der Kommission: Richard Henschel, N. 58, Uedermünderftr. 17. = S in der Zwischenzeit eintretenden Menderungen Notiz zu nehmen. Die Lokalkommission. Diese Lifte ist bis zum Erscheinen der folgenden aufzubewahren, und bitten wir, von den wir darum bitten, alle Anfragen möglichst frühzeitig zu stellen. Zu jeder gewünschten Auskunft ist die Kommission jederzeit gern bereit, nur müssen unternehmen zu wollen. dringend, Vereins, Werkstatt- oder sonstige größere Partien nicht nach diesen Lokalen * bezeichneten Orte bezw. Lokale gelten als frei, jedoch ersuchen wir die Parteigenossen Bur besonderen Beachtung empfehlen wir folgendes: Die in der Lifte mit einem = P.- O.- H. Für alle übrigen Orte sind Anfragen usw. direkt an den Obmann der Kommission zu richten. T.-B., Potsdam Ost- Havelland N.-B., Teltow Beestow bezeichnet: Nieder Barnim: Die zu den genannten drei Kreisen gehörenden Orte find durch folgende Buchstaben besonders Berlin. Kommandanten Hajenheibe 57. Reinhardts Neues Gesellsch.- Haus, Kellers Neue Philharmonie", Industrie- Festfäle, Beuthstr. 19/20. Raabes Festfäle, Fichteftr. 29. Carl Nigles Festfäle, Dennewigstr. 18. Insel Festfäle, Inselstr. 10. Mürichs Festfäle, Stegligerstr. 35. Sanuszkiewicz, Melchiorstr. 15. Grupes Festfäle, Annenstr. 16. ftraße 83. dantenstr.77/ 79( Inh.Haberland). Martgrafen- Cafino, MarkgrafenLeuchtturm, Fontane Promenad.15 Gratweils Bierhallen, Kommanbrinenstr. 44. Königshof, Bülowstr. 37-40. Kliems Festsäle, Hafenheide 13/15. Graphisches Vereinshaus, Alexan Gewerkschaftshaus, Engelufer 15. Hofjäger- Balaft, Hasenheide 52/53. Hochbahn- Mest., Tempelhofer Ufer 30. Gesellschaftshaus, Prinzenstr. 94. Happolds Brauerei, Hasenheide 32/38 Fürstenhof, Stöpeniderstr. 137/138. Straße 39( Inh. J. Meier). Habels Brauerei, Bergmannstr.5-7. B. Frantes Festsaal, Sebaftian. Gründer, Schwerinstr. 13. straße 75( Inh. W. Kube). Heilmann, Schönleinstr. 6. Feuersteins Festfäle, Alte Jalob. Gramkau, Stegligerstr. 18. Englischer Hof, Neue Roßr. 3. Goßmann, Kreuzbergstr. 48. straße 45, Jnh. W. Pa nadi. Gliefing, Wasserthorstr. 68. Bonaders Festsäle, Blücherstr. 61. Dresdener Garten, Dre ener Dresdener Kasino, Dresdenerstr.96. Bohne, Hasenheide 45-47. Bod- Brauerei, Tempelhofer Berg. Deutscher Hof, Luckauerstr. 15. straße 52/53. Anhalt. Ressource, Mödernstr. 114. City- Hotel( D.Holzky), Dresdener 2. Wahlkreis. Brillant- Feitfäle, City- Baffage. Berliner Klubhaus, Ohmstr. 2. Paul Bartsch, Lessingstr. 32. Berchts Ritterfäle, Ritterstr. 71/75. Lokal- Kommissions- Mitglied: ftraße 62. Zum gold. Löwen, Jüdenstr. 55. Beckers Festsäle, Kommandanten Balaft Theater, Burgstr. 24. ftraße 58/59. Louisen- Belt, In den Zelten 9a. Arminhallen, Dräsels Festsäle, NeueFriedrichst.35. brinenftr. 110. Centrum Feftfäle, Niederwallstr. 20. Merandrinen Festsäle, Megan3. Wahlkreis. 1. Wahlkreis. Köpeniderstr. 96/97. Schnegelbergs Feftfäle. Hafen- stöpenider Festsäle, Köpenider Schröder, Bergmannstr. 95 II. Lokal- Komm.- Mitglied: Heinrich Bittoria- Brauerei, Lüßowst. 111/12. Unions- Brauerei, Hasenheide22/ 31. heide 21, Jahnst. 8. ftraße 116. Lüdttes Vereinshaus, Dresdener niderstraße 62. Köpenicker Vereinshaus, Ropeftraße 127 a. 1 G. Wollschläger, Adalbertstr. 21. Walter( Urania), Wrangelstr. 9/10. Schuhmacher, Stalizerstr. 126. Schlesischen Tor. Schode( Drachenburg), Vor dem Sanssouci, Kottbuserstr. 6. ftraße 147. Reichenberger Hof, NeichenbergerDranien Salon, Dranienstraße170. ftraße 6. Naunynfestfäle( Böhm), NaunynMar Nowad, Manteuffelstr. 9. Ufer 2. Mariannen Festsale, Mariannen Industrie- Festfäle, Mariannenſtr. 31 Grünauer Garten, Grünauerstr. 14. Graumann, Naunynstr. 27. Gleve ,,, Süd- Ost", Waldemarstr.75. Central- Festsäle, Oranienstr. 180. Café Alsen, Bord. Schlesischen Tor2. ftraße 95. Behrends Festfäle, Manteuffel. 4. Wahlkreis. Süd- Ost. Hof I bet Pötzsch. Carl Stönig, Rottbuserdamm 7 Lotal- Stommissions- Mitglied: brinenstr. 37 a. " Zum Allerandriner", Alexan Orpheum- Festfäle, Brüdenstr. 2. straße 72. Neues Klubhaus, Kommandanten Michael- Festfäle, Michaelfirchstr. 39. Meyer, Dranienſtr. 103. Märkischer Hof, Admiralstr. 18 c. Jakobstr. 37( Inh. Jak. Lis). Luisenstädt. Konzerthaus, Alte Oft. Albrecht, Gesellschaftsh..Langeft.108. Alhambra, Wallnertheaterstr. 15. Falkenberg. Nur die Carlsburg" frei. * Falkenhagen b.Seegefeld. P.-0.-H. Gesperrt: Zu den 3 Linden, Zu den Inh. P. Schönberg. 3 Kaisern, Inh. Brandenburg. Die übrigen Lokale fret. Fangschleuse. N.-B. D. Bogrel, Hotel, Zum Dampfschiff Fr.Karolewsky, Restaurant Werlfee. Fehrbellin. P.-O.-H. Bw. Rosenträger, Jnh.: D. Friz gesperrt. Fret: Schulz. Fichtenau. N.-B. R. Höhne, Gesellschaftshaus. Mau, Kurparf- Restaurant. * Finkenkrug. P.-0.-H. * Alle Lokale frei. Finsterwalde ( Calau- Lucau). Sämtl. Lofale frel. Forst. Schüßenhaus u. Grand Hotel ge. sperrt, alle anderen Lokale fret. Frankfurt a. d. 0. Gewerkschaftshaus, Dderstr. 51. Eldorado, Buschmühlenstr. 34. Aug. Karge, Bahnhofstraße. Ernst Merkel, Schwarzer Adler. Fürstenwalde. Alle Lokale fret. Gallinchen( Cottb.- Spremb.) Chr. Feiertag. Gassen( Sorau- Forst). Gasthof Bum deutschen Hause" und Welz Berg. Gatow a. d. H. P.- 0.- 1. Stein Lofal fret. Germersdorf b. Guben. Restaur. Schulz. Restaur. Räbiger. Giesendorf. T.-B. Alle Lokale gesperrt. Glienicke bei Hermsdorf. Trampel, Inh. H Schulze, Hauptstr. 8um Stronprinzen, Altermann, Wilhelmstraße. Glindow b. Werder a. d.H. August Schmidt, Dorfstr. 12. ( Bauch- Belzig). Göhlsdorf Gustav Lips fr. Gohra( Calau- Ludau). Alle Lokale frei. Golm. P.-0.-H. Zum Rutschberg( Schulz) gesperrt. Gosen. T.-B. Franz.- Buchholz. B.-B. Lindenhof, Inh. And. Wiesmann. KähnesGesellschaftsh., Berlinerft.39 Fredersdorf. H.-B. Alle Lofale gesperrt. Freienwalde a. 0. Franz Rubin, Kanalstr. 3. Friz Scherbing, Alt Kuz 21. Gottow bei Luckenwalde. Reichmann und Hanad. Gräbendorf. T.-B. Kein Lotal frei. Gross- Beeren. T.-B. Dsm. Schramm, Eberswalderstr. 7. Gr.- Besten a.d.Girl Bahn. T.-B. T.-B. Friedenau. Rheinschloß, Rheinstraße 60( Inh. M. Habermann). Friedersdorf. T.-B. Alle Lokale gesperrt. Friedrichsfelde. I.-B. Café Hoppegarten( Bansdorf), Berlinerstr. 18. Franz Bubes Festfäle, Prinzen Allee 30. Gottlieb Schulz, Lindenpart", Wilhelmstr. 11. Friz Haberland, Wilhelmstr. 30. Friedrichshagen. I.-B. Alle Lokale frei. Rein Lokal frei. Hotel- Reft. Zum deutschen Kaiser, Inh. Herm. Meinede. Gr. Breesen b. Guben. Adolf Klein, Schwarzer Adler. Gr.- Kölzig( Sorau- Forst). Gasthof 8. Deutschen Reich, Ratthey. Gr- Lichterfelde. T.-B. Wm. Rau, Restaurant Kaiserhof", Bahnhof Dft. Friedr. Wahrendorf, Bälestr. 22. Rest. Richter, Chauffeeftr. 104. Gr.- Neuendorf a. 0. ( Frankfurt- Lebus). Sotel zum schwarzen Adler, Inh. Peter Leisten. Franz Menzel. Gesperrt: Gustav Binte. Gr.- Schönebeck. H.-B. Jung,„ Gasth. z. deutsch. Hause". Grunewald, T.-B. Restaurant Waldburg amBahn. hof Hirschgarten. N.-B. Lokale am Müggelsee.. Müggelschloß. T.-B. Müggelwerder, Inh. A. Trop. Frei: Café Bein, Hubertusbader. pens. N.-B. Rübezahl. T.-B. Strandschloß am Müggeljee T.-B. Prinzengarten a.Müggeljee T.-B. Müggelhort b. Rahnsdorf, Inh. Road. N.-B. Nen- Helgoland vis- a- vis Rahns. dorf N.-B. 20. Erdmann. Müggelsee Strandrestaurant gesperrt. Friedrichswerder bel Schwiebus. Zum grünen Baum, I Zippel Fürstenberg a. 0. Gesellschaftshaus Schleicher. Babel, Königstraße. ftraße 8( Schmargendorf). Gesperrt find: Alle übrigen Lokale des Grunewalds gelten als fret, jedoch ersuchen wir die Parteigenossen drin. gend, Bereins, Werkstatt oder son tige größere Bartien nicht nach diesen Lofalen zu unternehmen und empfehlen daher, bei Beranstaltung derartiger Partien diesbezügliche Anfragen recht frühzeitig an die Botalfommiffion au richten. Grünau. T.-B. Arb. Bertebrslotal: 8. grünen Ede, Köpeniderstr. 88, Inh. J. Franz. Restaurant Bur Gravelotte", Inh. J. Duchauffour, Köpeniderstr. 79. Jägerhaus, Inh. G. Erhardt, Bahnhof und Friedrichstr. Ede. Carolinenhof b. Grünau, Jnh.Raabe Richters horn b. Grünau, Inh. Mohr Grünheide b. Erfner..- B. Restaurant Bater Fieliz. Guben. ( Berglofal Sanssouci" gesperrt.) Alle übrigen totale frei. Güstebiese( Neumark). Vereinshaus. Gussow T.-B. Gasthof Hermann Schuft. Hakenfelde b. Spandau P.O.H. Alle Lokale gesperrt. Halensee. T.-B. Wilmersdorfer Festsäle( Schröter), Johann Georgftr. 19. Hammer. I.-D. Alle Lokale gesperrt. Hankels Ablage. T.-B. B.Heinrich, Seglerschloß( fr. Näppel) Havelberg. Café Concordia( Groß). Heegermühle b.Eberswalde Restaurant Ad. Baußmann. W. Wede. testaurant Paul Buchwald Heiligensee( Dort). H.-B. 8ietom und Peter gesperrt. HeiligenseeSandhausen. N.-B. " Bum Baldschloß u.„ Heiligenseer " Schweiz. Heiligenseer Schweiz. Bietom. Heinersdorf. N.-B. Wilh. Raddah, Tiniusstr. 60. A. Stud, Kaiser- Wilhelmstr. 67. Heinrichsfeld ( Cottbus- Spremberg). Ernst Noad; Gottlieb Buder, Gast hof zum gold. Löwen. Helgoland. P.-O.-H. Insel Oberhavel. St. Hubertus, Reft., Schmargen Helmsdorf( Gorau Forst). Baldhaus, Inh. Giesen, Schmar- Joh. Bröllop und D. Schneider. dorf, Hubertusbaderstr. 1. Hennigsdorf. P.-0.-H. gendorf, Hubertusbaderstr. 5. Waldpart, Inh. Michelmann( mit&. Brose. Euens Gasthof, Inh. Gonschior. Valentin, Waldschloß. Kutscherfneipe), Hubertusbader Gesperrt: 8um deutschen Kaiser straße 2-6. Jnh. Böhmer. Hennickendorf. H.-B. Bur Wachtelburg, G. Goldgräbe. Hermsdorf. N.-B. Franzensbader Garten, vis- a- vis Waldpark, Franzensbaderstr. Café Grunewald, Schmargendorf, Baulsbornerstraße. Schillings Restaurant, Dahlem. S. Heidenreich, Forsthaus, Auguste Bw. Mads Dorfkrug, 4 Viktoriastr. 18. Herzfelde. 1.-B. Henze, Hauptstr. 57. Hessenwinkel. H.-B. Theod. Gulich, Gesellschaftshaus. P. Heimann, Kaiserzelt. Hirschgarten. I.-B. Restaurant Ravenstein. Hohenbinde. I.-B. Heideschlößchen zum Butenberg. Hohenneuendorf 1.-B. ( an der Nordbahn). Reft. Bum Bürgerhof"( Stöhr), Ruhwaldstr. 45. Feldschlößchen, Inh. Fähnrich, Stolperstr. 27. Hohenschönhausen, Neu- Hohenschönhaus. 1.-B. Alle Lofale fret. Hohenschöpping. P.-O.-H. Stein. Hoppegarten( Frif.- Leb.). Bum wilden Mann. Jänickendorf ( Bauch- B.- Luckent.). Gasthof zum deutschen Kaiser, E. Emmermacher. Joachimsthal. Gasthof Lange, Glodenftr. Johannisthal. T.-B. T.-B. Kl.- Machnow- Machnower Schleuse. Alle Lokale fret. Klosterfelde. N.-B. Alle Lotale gesperrt. Kochsdorf Cottb.- Spremb. Christian Budig. Unterteschnit", Earl Brandom. Kolkwitz( Cottb.- Spremb.) Richard Melchert, Schwarzer Ubler. Zur Eisenbahn", Gumlid. Kolzenburg b. Ludenwalde. Bw. Krüger, fret. Königs- Wusterhausen. T.-B. Altes Schützenhaus, Inh. Mag Bethorn. Bartschlößchen, Botsdamerstr. 53, Inh. Emil Detting. Köpenick. T.-D. Alle Lotale fret Wilhelmshof b. Köpenid Marienlust b. Köpenid. T.-B. Pferdebucht b. Köpenid. T.-B. Schmetterlingshorft b. Köpenid. [ Schmödwiz. T.-B. Lehnin. 5. Laege, Hauptstr. 63. Lenzen. Alle Rotale gesperrt Lichtenberg. 1.-B. le Lofale frei. Lichtenrade. T.-B. Rudolf Deter, am Bahnhof. Lichterfelde. 0.-B. Bilh. Lindenberg. Liebenwalde. 1.- 1. e Lokale gesperrt. Liependorf. Arasw.- Friedeberg Carl Schmalowski( Saal). Lindenberg. 1.-B. Alle Lotale gesperrt. Lindow i. M. Auguft Stads, Bretteftr. 74. Löwendorf b. Trebbin. Auguft Bintsch. Luckenwaldo. Schüßenhaus gesperrt. Lübben. Reft. Gurann, Sternstraße. Lübbenau. Goldener Ring, Inh. Mehnert. Voigts Krampenburg vis- à- vis Restaur. H. Biegler. Wendenschloß, vis- à- vis Grünau Stadt Berlin, Inh. Aug. Nopper. Wendenschloß Kolonie: Reft. T.-B. Waldesruh. Berkehrsl.: Alb. Gobin, Noonstr. 2. Teufelsfee T.-B. Bürger Garten Johannisthal, Inh. Willy Boese, Park, Ede Friedrichstr. Johannisthaler Boltsgart., Senft leben, Friedrich- und Köpenider. straße- Ede. Bart- Restaurant, Inh. Hesse, Park ftraße 12/13. Uhlenhorst b. Köpenid. T.-B. Korbiskrug bei Gr.- Besten. T.-B. Restaurant Karl Halfpap. Krausnick. T.-B. Kein Lokal fret. Kremmen. P.-0.-H. Fr. Schulz, 8ur grünen Eiche, Paproth. Friedrichstr. 10. Neues Gesellschaftshaus, Friz Bieler, Friedrichstr. 6. Jörsfelde. 1.-B. Alle Lokale fret. Jüterbog. Inh. Kriescht ( D. u. W.- Sternberg). Piet's Hotel und Donath gesperrt. Frei: Restaurant Igel. Krummensee b. Schenkendorf. T.-B. Stein Lokal frei. Lychen i. M. Robert Deltow, Templinerftr 181. Madlow( Cottb.- Sprembg.) Morih Heipt. Mahlsdorf. I.-B. Reft. Zu den Rathausbären, Ro lonie Grunowstraße. Berners Badeschlößen, a.hellers. dorfer Weg. Mahlsdorf- Süd( Klekemal). Rest. Heidefrug( Inh Dräger). Malchow b. Beißensee..- B. „ Café Tiez. Malz b. Grabowofee. Neubert, Waldschlößchen. Mariendorf. .- B. T.-B. Reft. Paul Lucas, Stönigstr. 14. Bum weißen Schwan, Markt und Kunzendorf. Sorau- Ferst. Rest. Bum Schweizerhaus( Hans Wassermann, Grüner Weg. Kanntdorf ( Cottbus- Spremberg). Matthes Kanter. Karlshof. Cottb.- Sprembg. Kunze's Lokal. Karlshorst. H.-B. Rest. Fürstenbad, Brinz Adalbert, A. Sabrowski, Trestow- Allee 66. Kaulsdorf. H.-B. Hamanns Gesellschaftsh.( Kobbelt). Bobbey, am Bahnhof. Ketschendorf. T.-B. E. Krüger, Gasth. z. schwarz. Adler. Festhalle, Inh. Herm. Richter. Ketzin a. d. H. P.-O.-H. Klemms Restaurant. Kiekebusch Cottb.- Sprbg. Carl Endermann. Rest. Rabenburg. Kurtschlag. Bißmann. Ladeburg. N.-B. Bum alten Krug, Inh. Dietrich. Landsberg a. W. Rothenburg, Cüstrinerstr. 31. Altes Schüßenhaus, Wall. Friedrichshalle, Jnh. Gust. Schulz. Tivoli, Bergstr. Langewahl 5. Ketschendorf. T.-B. Gafthof Buchwald und Gasthof Roberstein. Lanke. I.-B. Stodmann, Restaur. Waldschloß*. Ottilie Wegger, Schloßpart. Lankwitz. T.-B. Ebels Wirtshaus, Mühlenstr. 9. Hermann), Gr. Beerenstr. 79/81. Rest. Zum Feldschlößchen", Kur fün stenstr. 44. Rest. Georg Löwenhagen, Chauffee straße 27. Gesperrt: Joh. Graßl's Gefell schaftshaus, Chauffeestr. 805. Marienfelde. T.-B. Adolf Berger, Berlinerstr. 114. Markgrafpieske bei Fürstenwalde. T.-B. Dsw. Fischer, Langestr. 31. Festhalle, Kirchplatz 2. Inh. Kezrich. Wilh. Grasmid, Langendammerft. Marwitz. P.-O.-H. Schurbaum. N. Beschel H. Leffing. Marzahn..- B. Alle Lokale gesperrt. Baradies- Garten, Inh. Saula, Merzdort.( Cottb.- Sprbg.) Poppels Lokal. Mühlenstr. 21. Kirchhain( Calau- Ludau). Anton Prochazka, Gesellschafts. Michendorf( Zauch.- B.) Schüßenhaus u. Bildes Lokal. Kl.- Besten. T.-B. Gustav Schmidt. haus, Biltoriastr. 41/43. Lebbin bei Stortowo, T.-B. B. Lehmann. Gesperrt: H. Beber u. R. Muntélt. Miersdorf. T.-B. Reft. zur Mühle, Inh. G. Lier. 9 Ad. Baersch, Woltersdorferstraße. Mühlenbeck. H.-B. Alle Lofale frei. Müggelheim. T.-B. Neuer Grund", Schönborn. Mückenberg b. Guben. Mönchwinkel. H.-B. Lenz. Gesperrt: Bur historischen Mühle". Mönchsmühle b.Schildow N.B. Ernst Neumann, Gafth. z. Kronpr. Mittenwalde. T.-B. Müllrose. Frankfurt- Lebus. Liedemit, Kaiser Wilhelmstr. 3. Aug. Mayer, Buchhorsterstraße. E.Stechert, Bum schwarzen Adler." Strauchwiefe, Inh. U. Gordoffsty, ftraße 43.[ Schloß- Allee 1/2. Lindengarten, H. Weiland, Linden Settetorns Waldschlößchen. Ndr.- Schönhausen, I.-B. Kein Lotal frei. ( Oberhavel). P.-0.-H. Nieder- Neuendorf Alle anderen Lokale find fret. Gesperrt:„ Sedan"," Neuer Krug". Ndr. Schöneweide.T.- B. Mahnke, Neu- Karishof". Gafthof Treplin frei. Neu- Golm. T.-B. Louis Neumann. Neuer Krug. 1.-B. Reftaurant Arthur Frank Hotel Satserhof, Rest. Paul Schäfer. Neudamm.( Neumark.) Bum deutschen Kaiser, E. Gohlte. Wiese, Rest Bur Vogelwiese. Haater, Wald und Seeschloß. Neu- Dabendorf b. Zessen. T.-B. P.-O.-H. ib. Maahs. Neubrück bel Hennigsdorf. * Ernst Fagerstern, im Dorfe * Neuenhagen. I.-B. Reinichfes Lotal u. Baumann. Nebesdort( Calau- Lucau). Alle Lokale gesperrt. Nedlitz. P.-O.-H. Baldichente, Kolberg, jun. * Weinberg, Stolberg, sen. Chausseeftr. 55. Boltsgarten, Inhaber D. Rumfe, Scholz, Marktstr. 16. Nauen. P.-0.-H. Restaurant Sur Flora". bei Zossen. T.-B. Nächst- Neuendorf Gasthof zur Linde, Edert. Münchehofe. H.-B. Stadt Rom, Inh. Herm. Gunholz. Müncheberg( Frankf.- Lebus). Sadzel, Kaiser Wilhelmstr. 10. Gastwirt Road. Gastwirt Hurtig. Lunsch, Sanssouci". Straffes Lotal frei. Nossdort Thomsen, Blankenfelderst. 20. Schüßler. Kühn. Bratvogel. Peter Nordend..- B. Bruder, Wilhelmshöhe. Königgräter Garten. Wilh. Nadwth. p. Schmidt, Pichelswerder. P.-O.-H. Pichelsdorf. Garten( E. Rupprecht). Pichelsdorf. P.-0.-H. * Seeschloß, Haase- Brauerei. * 5. Kühne, Reft. Statfergarten. * Pichelsberge. T.-B. gesperrt, alle anderen Lokale fret. Ferd. Brejete u. Schuberts Gasthof Petershagen. R.-B. * Herm. Ver am Bahnhof Charlottenhof. Biftoriagarten, Alte Louisenstr. 37 Wilhelmstr. 38. Verkehrslokale.: Bw. Glafer, Kaiser Potsdam. P.-0.-H. Reft. Kühl, Central- Herberge. Plaue a. H. Frankfurt- Lebus. Bereinshaus. Plathkow bei Gusow. tehrslokal: Freunds Inselgarten. Prenzlau gesperrt. Alle anderen Lokale mit Tangfälen Wilhelmstr., Ede Friedrichstraße. Ernst Schmidt, früher Kaiser- Saal Carl Trebesch, An der Schnelle 67. straße 81. May Singer, Boltsgarten, Briefter. Nowawes T.-B. ( Corau- Forst). Alle anderen Lokale fret. Spreeschloß gesperrt. Ob.- Schöneweide. 1.-B. N.-B. Restaurant Bur Dubrow". Pätz bei Gr. Besten. Borwert, Berlinerstr. 39 b. Auguft Dietrichs, Mühlenstr. 31. BurErholung( Saal), Berlinerstr.29 b. baufen( Saal), Schützenstr. E. Schumann, Baldhaus SandOranienburg..- B. De anderen Lokale fret. Landsberg. 1.-B. Aue" und Schüßenhaus". Radebrück 6. AltGesperrt: A. Ferlig, Bur grünen Alle Lotale gesperrt. Oderberg i. M. Putlitz.(.- Prigniz.) Carl Schneider. Pumpe( Cottbus- Sprembg.). Gustav Fiebig, am Bahnhof. Pritzwalk( Ost- Brignitz). Gafth. z. d.5 Linden, Inb.Hilgenfeld Prenden. H.-B. Engelhardt. T.-B. Großturt, Feldschlößchen", Ber Berlinerftr. 102 Zum Kurfürsten", Jul Redow, Dameromstr. 19. Pankow. Ebersbach, [ linerstr. 27. Stristallpalaft, Inh. Stockfisch. Rathenow. Verkehrsl.: Gasth. v. Wm. Klemm. H.-B. Alle Lokale frei. Rahnsdorfer Mühle. am Bahnhof, gesperrt. frei. Bärenhöhle u. Witte Johann Gley, Bum großen Hecht, Rahnsdorf. R.-B. Zum Hammerfrug, Otto Wittwer. Rädnitz( Züllich.- Cross.). Alle Lotale gesperrt. Neu- Hardenberg( Frankf.- Lebus). Rosydi, Befellſchaftsh., Streuzftr.3/ 4. Gafthof zur Sonne, Bahnhofstr. Neuzelle( Guben). Gasthof Schübler, Karlstr. Neu- Ruppin. Reft Waldschlößchen, Leiste Gasthof z. Schleuse( B Thormann). Neumühle. T.-B. Bauline Kopping. Ausschant, Berlinerstr. 80/82. R. Brandt, Willners Brauerei Boltegarten, Schloßstr. 2. Rutkowskis Baldhaus. Rauchfangwerder. T.-B. Sentral- herberge, Waldemarstr. 9. Schlachthausstr. 1a. Oppermanns Volksgarten, Storkow. T.-B. Reichenwalde bei Znb. B. Noatnid Gasthof zu den Martgrafenfteinen, Ranen. T.-B. Reinickendort. L- B. 3. Eichhorn. Heißes Volksgarten. M. Mörschel; Rest. Biegenhals", Gasthof Ferd. Roggisch. 8um Sportshaus Biegenhals", Petersdorf b. Ketschendf. T.-B. Niederlehme Abbau. T.-B. Perleberg. Alle Lofale geip. Caroline Schäfer, Lutherstraße. Berkebrslokal: Alb. Klir. Paul Laurischke, Mittelstraße. Jägersruh, G. Koch. Reinhold Bechel, Cottbus. Vorstadt. Lindenhof, D. Ballmüller. Berthold Gertys Lokal. Rest Bellevue, Wilh. Herrmann. Malstie, Reft. Dietrichs Klubhaus. Lehmann, Cottbuser Vorstadt. Ernst Stegling, Reichshallen. Niederlehme. T.-B. Friedrichshof, Inh Frent, stolonie Peitz( Cottbus- Spremberg). ftraße 16. [ Burig.( Donay) u. Rest Havelschloß( Lenz). Neft. A. Baschin. B. Trucke, Hubertushof, Gosener Restaurant Endrigat, Eichenhain Papenberge. P.-G.-H. Neu- Zittau. T.-B. Bantower Tivolt, Esplanade. Bum Bantgrafen", Schloßitr. 6.1 Schüßler, Part- Rest.( Schloßpart). schaftsh.. Kaiser- Friedrichstr. 12. Albert Rößler, Bantower Gewert. Rest. Zur Linde, Inh. Müller. straße 50/51. J. Gördes, Waldschlößchen, WaldAugufta Vittoria- Allee. 3. Wohlfahrt, Eichbornstr. 18, Ede Ernst Muster, Berlinerstr. 29. Westen, Tegeler Chaussee. gesperrt. Alle and Lotale fret. und Kubrmann, Hauptstr. 33, Kaiser Friedrichgarten" ,,, Seebad" Osten. Provinz Brandenburg. Bohnsdorf. T.-B. Clettwitz. ( Calau- Ludau.) R. Kaul, Bismardstr. 15. Bölfteins Luftgart., Bismarckstr. 24. Verkehrslotal: Carl Mentel, Re- Fischers Gasthof, fret. Adlershot. T.-B. mardfiraße 10. Begers Gesellschaftshaus, BisClistow b.Trebbin. T.-B. Colonie Alb. Liefeld. Neft. Thom. Schmidt. Alt- Landsberg L.- 1. Baufelde bei Brandenburg a. d. H. Jacobi, Plantagenstraße 12. Heinrich Löser, Um Bahnhof. Ahrensfelde. H.-B. Bötzow. P.-O.-H. Fr. Rhinow. Bahnhof Spindlersfeld. Rest. Rubwald, F. Schüße, Am A. Boywodt, Schw. Adl., Mittelstr. 12 Neft. Paul Bengsch, Sedanftr. 3/4. Bornstedt- Bornim. P.-0.-H. Alle Lotale fret. Eschner, Bismardftr. 60. Borsigwalde. 1.-B. Adlershofer Garten, Inh. Franz E. Kohlheim, deutsch. Gasthaus. Borgsdorf. H.-B. ftaurant„ Faltenruh", Billa Stahl. Alle Lokale gesperrt. Café Cüstrin- Neustadt. H.-B. Alle Lotale fret. Conradshöhe, Bez. Tegel. Cüstrin- Kietz. Bendtlandt, Chauffeestraße. Döring, Gesellschaftshaus. Cottbus. Sarnante, Bur Strone. Bw. Flohr, Schüßenhaus. Bremsdorf, Guben- Lübben. Dröscher, Zur Meze. A. Bettermann, Wilhelmsdorferstr.111 Helgoland, Wilhelmsdorferstr.17 Alt- Buchhorst. H.-B. Voltshaus, Steinstr. 42. Julius Schneider, Am Ostfriedhof. Bollsgarten, Bergstr. 20. Alle Lokale frei. Alt- Glienicke. T.-B. Restaurant Thomann. Gesperrt: Conrad Lütjens und Berkehrslotal: Herm. Beo. Alt- Geltow. P.-O.-H. Buch( Kolonie) 1.-B. H.-B. e Lofale fret. Lofale fret. Bruchmühle bei Alt- Landsbg..- B. Britz. T.-B. Sämtl. Säle fret. Samberg's Garten- Reſtaurant. Britz bei Eberswalde. A. Bodeitsch. Rest. Lenz, Verkehrslokal. Alt- Mönchwinkel. I.-B. Verkehrlotal: Ralms, Berlinerstr. Alle Alt- Landsberg..- B. Buch. Alt- Stahnsdorf. T.-D. walde a. O. Alle Lotale gesp. Buckow bei Alt- Ranft bei Freien- Alle Lofale frei. Arnswalde. Restaurant Seebad". Angermünde Alle Lokale gesperrt Rich. T.-B. Gasthof 3. Löwen( Bio Schimming) Dtto Kolbe, Budow, Lindenstraße. Basdorf. N.-B. D.- Wusterhausen. T.-B. Restaurant sur grünen Linde. Restaurant zum Kaisergarten. Dahme. Alle Lotale gesperrt." Dahlem. T.-L. ( Stebe Neu- Dabendorf.) Dabendorf b. Zossen T.-B. Alle Lokale gesperrt. Crossen a. 0. Schneider, Felbichlößchen". Schulz, Wachsbleiche. Dobring. Rob. Müller, Stap b. guten Hoffnung Herm. Nollwig, Konzerthaus. Restaurant Liborius. Beetz b. Kremmen. P.-0.-H. Germ. Bod, Tegeler Weg 40, Beeskow.T.- B.Rein Saal frei. Ferd. Müller, Spandauer Chauffee, Volkshaus", Rosinenftr. 3. Charlottenburg. T.-B. Gafth. z. Stadt Beeltz, Brüderstr.285 Carow. H.-B. Alle Lokale gesp. Beelitz i. M. Alle Lokale frei. Baumschulenweg. T.-B. Ernst Liesche, Weberstr. 36. Caputh.( Bauch- Belzig.) ftraße 50. Gr.Buckow Cottb.Spremb. Dissenchen( Cab.- Spremb.) St. Sebastian, Nadlersruh", Dorfe Marie Elias. Eduard Hetsrath. Que Lokale gesperrt. Anfragen find zu richten an: Reinsch, Schweizerhaus". Frankfurt Lebus) Buckow.( Märt. Schweiz.) Alle Saallokale gesperrt. Verkehrsl.: N. Klein, Chauffeeftr. 12. Britz. Gasthof Köppen. Berkenbrück b.Luckenwalde. R. Richter, im Dorf( Altobolfrei.) * Bum Einsiedler( Czekowskt). Bergfelde( Kolonie) H.-B. 1.-B. Waldfater". 110 Domsdorf( Soran- Forst). ( Suppiner Stanal) fret. Döhringsbrück. P.- 4.- 1. Stoal. Drebkan. Calau- Luckau. Drewitz. T.-D. Schützenhaus. 5. Berlin, Marzahnerstr.( Nord.) Bum weißen Hirsch, Inh. Köhler, Eggersdorf b.Strausberg, H.-B. Biesdorf. N.-B. garten u Waldkater b.Bernau frei. Alle anderen Lokale, fowie Kirsch- Schadow, Charlottenburger PferdeStores Staisergarten gesperrt. Söhne, Tegelerweg 74/75 ,,, Ber. Restaurant Bur Mühle, Etch. Bernau. Eberswalde. ( gnügungspart". haus". F. Kant, Tegelerweg 38/39 ,,, Bald. Ressource", Gust. Gratias. 3. Fiedler, Tegelerweg 63, Ba. Drossen( D- u.8.- Sternberg) Lutherstr. 31/32.[ radiesgarten". Baul Junge, Brüdentopf 1( Saal). Driesen. Auguste Biftoria- Sale( Körting), G. Schulz, Kaiser Friedrichstr. 24, Georg Roßbach, Potsdamerstr. 15. L& eftiäle". * Blankenfelde. H.-B. Wirtshaus an der Banke, Blankenburg. 1.-B. Alle Lotale gesperrt. Birkholz. H.-B. C. Sengbusch, Baradiesgarten". Birkenwerder. I.-B. Alle Lotale gesperrt. Bindow. T.-B. Berkehrsl.: Franz Stoll, Breitestr. Biesenthal. Erners Gesellschaftshaus( Süd). E. Erbe, Lindengarten, Bringenstr. 45 * Stab. martt, Königsdamm. F. Lindstedt, Marchstr. 23. Englischestr. 26. Schröders Boltsgarten, Freten fammlungslokal)[ walberstr. 8. werderftr. 55.( Berkehrs- u. Ber Auguft Gebert, früher Lübbede, Am Spand. Schiffahrtsfanal: Eisenspalterei bef Eberswalde. Mar Broß, Gafth. z.deutschen Kaffer. Reft. Lindenhof( 5. Mitfchrid). Bruno Woiths Kastanienwäldchen. Carl Weise ,,, Deutscher Kronpring" Wiemer, Karlshof". Rudolph ,,, Klostergarten". Baul Fritsche, Inh. Hans Baumann. Berkeyrslotal: Schloß Seglerheim, * Cladow. P.-O.-H. Jul. Werner ,,, Bum Lindenbaum". F. Kühn,„ Zum weißen Roß". Rest. zur Blechbude, Inh. Hennig. Königsdamm. Heideschlößchen", Traube" und Neues SchützenNeft. Klosterhof",.Gasthaus zur Erkner. H.-B. Bittes Waldichlößchen. Eichwalde. T.-B. Alle Lokale gesperrt. Eiche. N.-B. manns Botal frei. Jäschau, Brauerei Eulo( Sorau- Forst). haus gesperrt. Aus gum 21. Lands Andreas- Feftfäle, Andreasstr. Andreas- Garten, Andreasftr. 26. H. Behrend, Sängerheim, Landsberger Alee 156. Bolzmanns Gesellschaftshaus, Lichtenbergerstr. 21. Böhmisches Brauhaus, berger Allee 11-13. BoetersGesellsch. Haus, Weberft.17. Braueret Friedrichshain, Am Friedrichshain 22/29. Breuer, Große Frankfurterstr. 117. Bürger- Hof, Küftriner Blab 10. Elifabeth Garten, Elisabethstr. 80. Elysium, Landsberger Allee 40/41. Englischer Garten, Alexanderftr.27e. Fortuna- Sale, Strausbergerstr. 3. Germantabrauerei, Franks. Allee53. Gesellschaftshaus, Lichtenbergerst.16 Giesle, Landsbergerstraße 89. Graez, Gr. Frankfurterstr. 30. Keller, Koppenftr. 29( Inh. Freyer). Kern, R., Große Frankfurterstr. 18. Stolwigs Festfäle, Gr. Frankfurter straße 99. Königstadt- Kafino Holzmarktstr.72. Königstädtisches Kafino, Große Frankfurterstr. 76. E. Krüger, Gesellschaftshaus, Gubenerftr. 48. B. Litfin, Memelerftr. 67. Lutter, Weinftr. 11. Markgrafenfäle, Markgrafendamm 84 C. Nidel, Gr. Frankfurterstr. 41/42. Nowottnid, Langeftr. 80. Dft- Kafino, Frankfurter Allee 106. Ditbahnhof Restaurant, 3. Oppermann, Küftriner Plaz. Patriafestfäle, Gr.Frankfurterstr.28. Bazenhofer, Landsberger Allee 24. Brachtsäle Alt- Berlin", F.Schmidt, Blumenstr. 10. Refidenz- Festfäle, Landsbergerft.31. Schmidt, Zum Freischütz", Frucht ftraße 86 a. Scholz, Große Frankfurterstr. 74. Schröders Gesellschaftshaus, Frantfurter Allee 127. [ Luna- Sale, Neue Königstr. 7. Müller, Restaurant, Linienftr. 65. Mündner, Linienftr. 19. Neues Konzerthaus, Meganderpl. Bachuras Klubhaus, Landsberger Straße 85. " Philadelphia, Greifswalderst.138/ 39 Restaurant Bürgerheim", Alte Schönhauserstr. 23/24. Rosenthaler Hof, Rosenthaler. straße 11/12.[ thalerftr. 57. Rosenthaler Vereinshaus, Rosen Schüzenhaus, Linienftr. 5. Schweizergarten, Am Königstor. Sophien- Sale, Sophienftr. 17/18 Union- Festfäle, Greifswalderstr.222 Berbandshaus der Gastwirtsge hülfen, Gr. Hamburgerstr. 18/19. Bendts Bracht- Säle, Münzftr. 17, Eing. Königsgraben. Lofal Komm. Mitglied: Albert Sahnisch, Auguststr.51, Duerg.IV. 6. Wahlkreis. Moabit. Artus Hof, Perlebergerstr. 26. Arminius- Hallen, Bremerstr. Bauern- Schänke, W. Küfter, Beuffelstr. 22. Danziger Ball Salon, Stromstr. 28. Eisschlößchen( Blögensee). Gieshott, Insel- Rest.( Blößenjee). Kron. Braueret, Ali- Moabit 47/49. G. Ladewig, Lehrterstr. 34. Moabiter Bürgersäle", Beuffelstr.9. Moabiter Gesellschaftshaus, Bereins- Nestaurant, Wilh. Reinelt, Sparrstr. 14. Bum Bolfsheim, Aderftr. 123. Bum Schillerpart, Paul Mann, Müllerstr. 59. Nosenthaler Vorstadt und Gesundbrunnen. Boruffia, Aderstr. 6/7. Brunnen Säle, Brunnenstr. 15. E. Daase, Brunnenstr. 154. Dietrichs Feftfäle, Brunnenstr. 34. Elsasser Ball- Salon, Elsafferstr. 15. Fey, Brunnenstr. 184. Sol. Frantes Festsäle, Babstr. 19. Frischs Victoria- Garten, Badftr. 12. Gramotte, D., Bergstr. 12. Harmonie, Invalidenstr. 1a. Melchert, Bergstr. 68. Roads geftfäle, Brunnenstr. 16. Diböter, Usedomstr. 33. Restaurant u. Festfäle, Elfafferftr.26. Roeivers Festfäle, Elisabethfirchstr.14 Swinemünder Gesellschaftshaus, Swinemünderstr. 42. F. Schuster, Aderstr. 144. 70/ 71..28iltes Festsäle, Brunnenstr. 188. Zum Sängerheim, Beteranenstr. 18 Ballschmieder, Badstr. 16. Bernhard Rose- Theater, Badstr. 58. Gregory- Brauerei, Badstr. 67 Mar Hahn, Kolonieftr. 124. Leonhardt, Kolonieftr. 147. Marienbad, Badftr. 35/36( Inh. Nagel). Schmidt, Herm., Prinzen- Allee 33. Boltsgarten- Theater, Badstr. 8 ( Behm und Bellermannstraße). Balhalla- Restaurant, Weinbergs weg 19/20. Wiclefftr. 24, Emdenerstr. 34/35. Moabiter Safino, Wilsnaderstr. 68. Moabiter Schüßenhaus( Blößensee). Schüler( Brauerei Moabit), TurmG. Start, Waldstr. 8[ straße 25/26. Biktoria Salon, Berlebergerstr. 14. Wedding und Oranienburger Vorstadt. Altmanns Vereinshaus, Invaliden. straße 146. Berliner Bod- Brauerei, Abt. II, Chauffeeftr. 64. Berliner Nordpart, Müllerstr. 148. B. Schumsti, Langeftr. 65. Tauert, Große Frankfurterstr. 85. Gebr. Crang' Festfäle, Stöslinerstr. 8. Boltsgarten- Theater, H. Damm, Detloffs Feftfäle, Invalidenftr.84/ 85. Landsberger Allee 76/77. Funkes Gesellschaftshaus, Triftftr.41 G. Wolff, Kolonie Wilhelmshöhe, Genossensch. Wirish.IV Nordufer 10 Hohenschönhauser Str. Germania- Säle, Chauffeeftr. 110. Bieg, Warschauerstr. 61. Gefellschaftshaus, Inh. M. Schöl Bimmermann, Grüner Beg 29. zel, Boyenstr. 12. Hoffmann, Basewalkerstr. 8. Lotal- Kommiffions- Mitglied: Carl Rott, Straßgmannstr.29, ptr. Hoppe, Seeftr. 1. Humboldt- Säle, Huffitenstr. 40. 5. Wahlkreis. Hübners Festfäle, Chauffeeftr. 120. Berliner Mufiterfäle, Staiser Bil Köblers Salon, Tiedstr. 24. StromreysFestsaal, Eichendorffftr.8. helmstr. 18 m. Diesener, Landsbergerstr. 37. Meeses Gesellschaftshaus, Schulft.29 A. Ernst, Prenzlauerstraße 41. Milbrodts Gesellschaftsh., Müllerft.7 Fürstenberg Säle, Rosenthalerstr. 38. Oranienburg.Festfäle, Chauffeest.16 Grunows Vereinshaus, Dragoner. Pharus- Sale, Müllerstr. 142. ſtraße 15. Haabes Festfäle, Stolbergerstr. 23. Sachon, Müllerstr. 136. Königssäle, Neue Königftr. 26. Kürbis, Luifenftr. 26. Schmidts Festfäle, Gartenstr. 6. Schreiners Vereinshaus, Schulst.66. Kuhns Festfäle, Linienftr. 8. Landsberger Casino, Wb. Scheruch, Schultheiß, Seeftr. 32.[ straße 17. Landsbergerstr. 39. Schumanns Vereins- H., Rösliner. Leydeders Salon, Sophienftr. 34. Schwantes Feftfäle, Chauffeeft. 102. Logen- Restaurant, sel.Auguftftr. 14. 15. Schwarz, Tegelerstr. 55/56. Schönhauser Vorstadt. Arndts Festfäle, Belforterstr. 15. Arnim- Festfäle, Schönfließerftr. 22 Berolina Festfäle, Schönhauser Allee 28. Bier- Sprudel, Gaudystr. 10. Brauerei Bözow, Prenzlauer Allee. Brauerei Groterjan, Schönhauser Allee 180. Brauerei Pfefferberg, Schönhauser Allee 176. Brauerei Gabriel u. Jäger, Delon. Wendorf, Zehdeniderstr. 10. Brauerei Königstadt, Defon. Rob. Liebing, Schönhauser Allee 10. Conzerthallen, Süßmilch, Borns holmersir. 7. Fröbels Allerlei Theater, Schön. haufer Allee 148. [ garderstr.3. Genossenschafts- Wirtshaus, Star. Stelsch, Schönhauser Allee 134a. Stopenhagener Klubhaus, Gliesche, Kopenhagenerftr. 74. Maertins Festjäle, Pappel- Mee 25. Obiglos feitfäle, Schwedterft.23/ 24. Brater Theater, Stastanien Allee7/ 9. Reimanns Bereinshaus, Bornholmer Str. 72. Sänger- Heim, C. Grunze, Schön hauser Allee 156. Schultheiß'Fests., Kaftanienee23. Steuerhaus, Prenzlauer Allee 148. Lotal- Kommissions- Mitglied: 1. Benigel, ledermünderstr.17. W. Dito, Berlinerstr. 113/114. Engel, Eichbornftr. 72/73. H.Schiller, Eichbornfäle, Eichbornſt.60 H. Digmann, Berlinerstr. 70. E. Runge, Am Broden", Scharn weberstr. 158/159. Meyer( Artushof), Berlinerstr. 73. Reppen( O. u. B.- Sternberg). Verkehrslokal: Hotel Karl". Alle übrigen Lotale gesperrt Rheinsberg. Auskunft erteilt: Aleg Freitag, Rheinsberg, Langestr. 19. Rixdorf. T.-B. .- B. Alle Lotale frei. Röntgenthal. H.-B. Aug. Lange, Reft. Röntgenthal. Herm. Mary's Waldhaus. Rosenthal. H.-B. Alle Lokale gesperrt. Rüdersdorf( Dorf). R. Marg, Luisenstr. 31. Bernhard Schulze, Friedrichstr. 38. Rüdersdorf( staltb.). H.-B. R. Roll, Gasth. 8. Linde, Heinigerst. 19. Deutsches Haus, am Kesseljee, Inh. Edwin Schwederskh. Gesellschaftshaus, Glid Auf", Inh. Köppen, Schulstr. 18. Weißer Schwan ,. P. Hoffmanni, Vogelsdorferstr. 1. Rudow bel Johannisthal T.-B. Verkehrslotale: Aug. Balm, Köpeniderstraße. Rich. Rolle, Soepeniderstr. 86. Alle anderen Lokale gesperrt. Ruhlsdorf. H.-B. Alle Lokale gesperrt. Ruhlsdorf b. Teltow. T.-B. Alle Lokale gesperrt. Rummelsburg. I.-B. Alle Lokale fret. Saarmund( Luckenwalde). A. Hildebrandt. Saatwinkel. P.-0.-H. Alle Lokale frei. Sachsendorf. ( Cottbus- Spremberg.) Aug. Dobring u. Paul Sachs. Sacro.( Sorau- Forst.) Nt. Schönborn, Brauerei. Sadowa. T.-B. Pflugs Rest. a. d. Oberspree. Zur Waldschänke, Inh. Löldte. Sandberg- Belzig. Fr. Thiele, Bur grünen Tanne. Sandhausen. H.-B. Waldschloß. Schenkendorf. T.-B. Otto Pätsch( Saal). Schenkendorf( Guben- Lübben). Deutscher Kaiser, Ing. Karl Richter. Schenno( Gorau- Forst). G. Schneider u. E. Gebhardt, ( Waldschloß). * Schildhorn. P.-0.-H. * Hans Righaupt.* Schröder. * Schmidt, Wirtshaus Schildhorn. Schildow. N.-B. Alle Lotale gesperrt. * Schlachtensee. T.-B. Beelithof, Seifersdorf. Sorau- Forst. Wilhelmshöhe und Rest. Schober. Raftanienwäldchen, Inh. Krüger, Senftenberg II.( Calau- Ludau) frei; alle anderen Lofale gesperrt. Beusters Gasthof in Sauo. Schmargendorf. T.-B. Senzig. T.-B. Alle Lofale fret Slamen( Cottb.- Sprembg.) E. Fischer; Reft. F. Lemfe; Adol Zurt, Bellevue. Slamen- Ziegelei. Hoffmanns Lotal. Sommerfeld( Schwiebus). 8um Kurfürsten, Bahnhofstraße. Sommerfeld b.Kremmen.P.O.H. Brauerei Weber fret. Reft. Eindel Sonnenburg 8. Bartels Wirtshaus, Schmargen. dorf, Warnemünderstr. 6. Lindenbaum", Spandauerstr. 40, Inh. Ad. Pöttscher. Schüßenhaus, Hundekehlenftr. 20, Inh. Meißner. Schmellwitz( Cottb.- Sprembg.). Richard Lucian. Herm. Hoffmann. Schmertzke bei Brandenburg a. d. H. Restaurant Geride. Schmöckwitz. T.-B. Gasthof Bur Palme", am Seddin see, Herm. Peter. Road, Restaurant Zum Seddinsee. Murfeldt, Seglerschlog". " Wald- Jdyll", Witwe Lorenz. Schönblick b. Woltersdorf. N.-B. Bum Waldschlößchen, Th. Müller. Schöneberg. T.-B. Alle Säle frei. Schöneiehe- Schönebeck. H.-B. Waldschloß, Jnh Lemte. Schönerlinde. N.-B. Sperrliesti. Schönfliess. 1.-B. Alle Lokale gesperrt. Schönfliess b. Fürstenberg. Neft. Aug. Krüger. Schönholz. R.-B. Schloß Schönholz gesperrt. Alle anderen Lokale frei. Schönow. H.-B. Schulz. Schönwalde i. d. M. H.-B. H. Schulz. 2. Liebenhagen. H. Borowski, Internat. Sportshaus a. Gorinſee. Schöpfurth. 0.-B. Schützenhaus( Frit Schufar). Schulzendorf. N.-B. * Reft. Neue,* Reft. Müller, Reft. Hubertus, Inh. Mlosch, frei. Schulzendorfb. Eichwalde. T.-B. Kein Lotal frei. Schwanebeck. H.-B. Alle Lofale gesperrt. Schwedt a. 0. Deutsches Haus, Heinersdorferstr. Schwiebus. Bw. Pratsch, Croffenerstraße. Guftab Gondolatsch, Mühlenstr. Wilh. Pansch, Herrenstraße. Rob. Peil, Frankfurterstraße. J. Peschel, Saltanerstraße. Jul. Lantisch, Kutschlauerstraße. Ost. Schmidt, Martt. Reinh Bilz, Angerstraße. 8. weißen Lamm, R. Weber, Poststr. Seddin bei Beelitz. Rest. Willt Gräb. * Seegefeld. P.-0.-H. Alle Lokale fret. Seidlitz, Landbez. Landsbg. 8um Spipfrug. 7 ( D. ut. W.- Sternberg). Wilh. Greiser und Hotel Martgraf. Soran. Gasthof Flora, Saganerstraße. Rumbauer, zur Elle, Gilplak. Pförtnerstraße.- Goldener Anker, Briebuserstraße. Spandau. P.-O.-H. Berlehrslotale: Carl Gottwald, Schönwalderstr. 80. G. Stopnids Ball- Salon, Pichels. dorferstr. 39. Paul Holldorf, Seeburgerstr. 26. Bolfsheim", Fr. Böhle, Havel ftraße 20. Spandauer Berg. T.-B. Bockbrauerei. T.-B. Spindlersfelde. T.-B. Rest. Rubwald. Spreenhagen. Alle Bokale gesperrt. Spremberg. Baul Heinze, Gesellschaftshaus. Baul Robelt, Konzerthaus. Ludwig Krüger, Bergschlößchen. Bruno Rüdert, Bürgerhaus. Springelberg. N.-B. Restaurant Fathte. Sprucke bei Guben. Rest. Schulz. Rest. Halenz. Sputendorf b. Gr.- Beeren T.-B. Gottl. Vogel, Dorfstr. 9. Staaken, P.-O.-H. Gasthof Bum braunen Hirsch", Hamburger Chauffee. StahnsdorfKlein- Machnow. T.-B. Alle Lotale gesperrt. Steglitz. T.-B. Frei: Schellhase, Saal u. Garten Ahornstr. 15a, u. Birkenwäldchen Saal und Garten, Schüßenstr. Steinfurt. 0.-B. Wilh. Schleusener. Stolpbrück. W.-B. Wilhelm Lehmann. Stolpe a. b. Nordbahn. H.-B. Bergemann, im Dorf. Stolzenhagen. H.-B. Alle Lokale gesperrt. Storkow. T.-B. Berkehrsl.: H. Lehmann, Altstadt Alle andern Lofale gesperrt. Stralau. 1.-B. De Lotale frei.