Nr. 137. Erfcheint täglich außer Montags. Brets pränumerando: Biertele jährlich 8,30 Mart, monatlich 1,10 mt, wöchentlich 28 Bfg fret In's Haus. Einzelne Nummer 6 Bfg. Sonntags: Nummer mit illuftr. Sonntags: Beilage Neue Selt" 10 Pfg. Boft- Abonnement: 8,30 Mt.pro Quartal. Unter Kreuz band: Deutschland u. Defterreichs Ungarn a Mt., für das übrige Ausland 3 Mt.pr.Monat. Eingetr. in der Poft 8eitungs- Preisliste für 1893 unter Nr. 6708. Vorwärts S 10. Jahrg. Snferttons- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzeile oder deren Raum 40 Bfg., für Bereins- und Bersammlungs: Anzeigen 20 fg Inferate für die nächite Nummer müssen bis 4 Uhr Nachmittags in ber Expedition abgegeben werden. Die Ervedition ift an Wochentager bis 7 1hr Abends, an Sonnund Festtagen bis 9 Uhr Vormittags geöffnet. Fernsprecher: Amt I. 4186. Telegramm- Adresse: " Sozialdemokrat Berlin! Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Wählt die Kandidaten der Sozialdemokratie! I. Wahlkreis: Schneidermeister August Täterow. II. Wahlkreis: Schriftsetzer Richard Fischer. III. Wahlkreis: Stadtverordneter Ewald Vogtherr. IV. Wahlkreis: Stadtverordneter Paul Singer. V. Wahlkreis: Klavierarbeiter Robert Schmidt. VI. Wahlkreis: Schriftsteller Wilhelm Liebknecht. Nieder- Barnim: Mittwoch, den 14. Juni 1893. Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. ein Rechenexempel. Der Sieg muß organisirt, muß vor- eingegeben ward. Die Wahrheit hat sich durchgebohrt". bereitet werden, und läßt sich bis zu einem gewissen Punkt Der Sozialistenschreck ist geschwunden und der Respekt vor mathematisch berechnen. Und wie der kundige Zuschauer den demagogischen Bauernfängern. Und wohin unsere einer Schachparthie nach Entwickelung und Auf Agitatoren" kommen, da tönt ihnen aus Bauernmund das stellung der beiderseitigen Figuren in der Lage ist, Wort entgegen: Die Antisemiten, die Nationalliberalen, beurtheilen zu können, wer der stärkere Spieler die Konservativen, für die wir bisher gestimmt, haben uns und welchen Verlauf das Spiel nehmen wird, so betrogen, diesmal stimmen wir für die Sozialdemokraten." auch der Beobachter des großen Wahl- Schachspiels, das Lügen haben kurze Beine- und um so kürzer je " jetzt in Deutschland sich abspielt, dessen Brett das deutsche dicker sie sind. Und wie dick waren die Wahllügen Reich mit seinen 397 Feldern ist, in dem die sozialdemo- der nationalliberalen, konservativen und antisemitischen tratische Partei zu gleicher Zeit gegen alle übrigen Par- Bauernfänger! teien fämpft, und dessen entscheidender Zug morgen- am Ein Herzerquickendes Schauspiel, dieser Wahlkampf! 15. Juni gethan wird. Ueberall im heißesten Gewühle oben hoch flatternd der Menschheit Farbe, das heilige Roth", und nirgends geht es zurück, immer und überall vorwärts! Welcher Opfermuth! Welche Begeisterung! Welcher Glaube! Welche Summe von Kraft! " Ein Ueberblick zeigt uns sofort, daß unsere Partei im Vordringen ist, daß sie sich nicht auf die Vertheidigung beschränkt, nicht die einfache Behauptung des bisherigen Besisstandes sich zur Aufgabe gesetzt hat, sondern überall zum Angriff übergegangen ist, und neues Gebiet zu erobern Und die größere Kraft muß siegen! trachtet. Das ganze Deutschland soll es sein!" Auf welcher Seite sie ist, das enthüllt sich, bei scharfer war bei dieser Wahl unser Wahlspruch, Während noch Umschau, jedem durch kein Vorurtheil getrübtem Auge. vor 15 Jahren die rothen Punkte, die auf der Wahlkarte Wir Sozialdemokraten sind eine Partei gegen ein die der Sozialdemokratie gehörigen oder von ihr angegriffenen halb Duhend Parteien, aber in unserer Partei ist Jeder Kreise bezeichneten, dünn gefäet waren Dafen in der Soldat, ist Jeder Kämpfer, wirft Jeder das ganze Gewicht Wüste- giebt es in dem gegenwärtigen Wahlkampf kaum feines Willens und Könnens in die Wagschale. einen Wahlkreis, in welchem die rothe Sturmfahne der Da giebt's großprahlerische Bramarbaffe und BierkbankSozialdemokratie nicht entrollt wäre. Die deutsche Sozial- fchwadroneure, die das Wählen für unrevolutionär" erklären demokratie hat sich nicht blos in ihren alten Gebieten be- und das Volk zurückhalten möchten vom Wahlkampf. Vor der festigt, sie hat sich auch über neue Gebiete ausgedehnt und Majestät der Thatsachen wird solches Phrasengepolter zu ist ebenso sehr in die Breite gewachsen, wie in die Tiefe. tindischem Aberwig. Wäre das Bolt so selbstmörderisch Die Sozialdemokratie ist in Deutschland nicht mehr verrückt, dem Rathe zu folgen, die Reaktion würde aufblos sporadisch, sie ist endemisch, pandemisch nicht blos jauchzen und die gefälligen Rathgeber hätten sich einen vereinzelt, in zerstreuten Gruppen- nein, überall; nicht rothen Rock verdient. - nicht rothen Rock verdient. Rein ernsthafter Kampf" dieser überall gleich dicht gesät und gekeimt hier dichter, Wahlkampf, der über die nächste Zukunft unseres Vaterdort und ' Stadtverordneter Arthur Stadthagen. auffschießend, dünner überall aber dichter aufteimend landes und Europa's entscheidet, der unsere Partei um und mehr und mehr die an- Jahrzehnte zurückschleudern, um Jahrzehnte voranbringen deren, weniger lebensträftigen Pflanzen verdrängend kann, und von dessen Ausgang es abhängt, ob in DeutschTeltow- Beeskow- Charlottenburg: namentlich die gemeinſchädlichen Sumpf- und Schmaroger- land der Wille des Volkes oberstes Gesetz ist, oder ob eine Gastwirth Fritz Zubeil. Die Wahlschlacht leht gut. pflanzen des Kapitalismus. Kurz, die Sozialdemokratie Aera wilden Kampfes um die einfachsten Grundrechte bürgerrückt auf der ganzen Linie vor; was sie hat, verschanzt, licher Freiheit uns droht! was sie noch nicht hat, das erobert sie. Und wie kampf- Berglichen mit diesem gewaltigen Ringen der Millionenlustig sie vordringt! Und wie unsere Leute, als gute Armeen von Wählern, welche die Parteien ins Feld geschickt Soldaten, sich dem Boden anpassen, das Terrain für sich haben, und die jetzt mit Aufgebot aller Kraft mit einander auszunuzen verstehen. Wie sie zu Jedem in seiner Landes- ringen, sind die blutrünstigsten Kneipreden und Ravacholsprache zu reden wissen nicht schablonenhaft, nicht alles Kreischereien nur wie das lächerlich harmlose Gekläff neidischer Das Schlachtenglück ist zwar von sprichwörtlichem über einen Ramm scheerend, sondern an die Verhältnisse Köter, die sich über eine lustig vorbeistürmende Reierschaar Wankelmuth und mit Sicherheit genau voraussagen läßt eines Jeden anknüpfend ohne jedoch über der Verärgern. der Gang der Dinge sich niemals, allein der Sieg in jedem schiedenheit das Allgemeine, das Gemeinsame, das Prinzip Ein herrlicher Wahlkampf! Groß ist die Arbeit, groß Rampf ist tein bloßer Zufall, sondern im eigentlichsten zu vergessen. wird der Lohn sein. Nicht Lohn in gleißendem, blinkendem Sinne des Wortes eine Machtfrage: das Ergebniß von So sind wir nicht nur in Wahlkreise, nein, auch in Golde. Herr Eugen Richter, der vor vier Monaten so neuringenden Kräften, die sich ziffernmäßig berechnen lassen Bevölkerungskreise hineingedrungen, die noch vor drei Jahren, gierig nach dem Zukunfsstaat fragte, er könnte jetzt einigen und dem rechnenden Geist bloß die Schwierigkeit bieten, bei der lezten Reichstagswahl, sich uns hartnäckig ver- Bescheid erhalten, wenn er Augen hätte zu sehen. Warum daß sie nicht immer zu Tage liegen und daß übersehene schlossen. Der dicke Bauernschädel", auf den die Herren ist unsere Partei stärker, als die feinige, stärker als alle Faktoren, oft anscheinend völlig bedeutungslos, mitunter Reaktionäre in konservativem, nationalliberalem und anti- anderen kapitalistischen Parteien? im entscheidenden Moment den Ausschlag geben. Indeß im semitischem Kleid ihre Hoffnung gesetzt er ist von dem Weil jeder Sozialdemokrat freiwillig sein Bestes und großen und ganzen ist der Ausspruch richtig: der Sieg ist sozialistischen Gift" durchbrungen worden, das tropfenweise Höchstes für die Sache thut. Bei uns sind nicht Herren und Feuilleton. Nagbrua verboten.) Es müssen ( 3 doch schöne Erinnerungen sein!.. melten Maire und Pfarrer zusammen. Als wir einrüdten, sieur" manchmal mit mon enfant", cher enfant" verVon Bertha von Suttner. standen diese beiden Spizen des Dorfes schon auf dem Plaze vor der Kirche. Ich seh es noch vor mir: inmitten eines grünen dieser Stadt. Ich konnte ihm Auskunft geben, zufällig Thales; die Häuser von Gärten umgeben; eine kleine Kirche hatte ich auch vor einiger Zeit dort gelebt; wenn ich eine mit rundem Zwiebelthurm und neben läutete die Glocke Straße, eine berühmte Kneipe, einen Ausflugsort nannte, zum Ave Maria. Mehrere unserer Soldaten machen das an die der alte Mann sich erinnerte, so leuchteten seine Zeichen des Kreuzes. Wie viele mochten an ihr eigenes Augen auf. Heimathsdorf wohl denken? Blaue, flare, gute Augen! Dazu das filberweiße Haar Unsere Patouillen durchzogen die Straßen und trom- und der herzliche Ton, in welchem er die Ansprache ,, montauschte: er hatte so etwas Naives an sich. Alles Grübeln und Grollen schien ihm fern zu liegen. Ein Leben lang hatte er still und treu seine priesterliche Berufspflicht gethan; in uns sah er ein paar tapfere Kriegsleute, die ihre Be rufspflicht thun: das war ja ganz einfach. Er erzählte uns von seinen kleinen Leiden und Freuden, von seinen Liebhabereien, seinen Pflanzen- und Mineraliensammlungen, von den Schulkindern, die er wie seine Familie betrachtete, von seinen geliebten Büchern, in welchen er täglich sich Erbauung und Genuß zu holen pflegte: seine lateinischen und griechischen Klassiker, seinen Corneille und Racine, seine Nachfolge Chrifti; ein frommes, genügsames, schönes Gemüth. alten Mann völlig lieb. Gerade der Umstand, daß er der Mir ward ordentlich warm ums Herz und ich gewann den Nun ging es an die vorgeschriebenen Fragen: Db der Feind den Ort verlassen; Welche Truppen hier gewesen; Sehr vorsichtig mußten wir uns vorwärts bewegen, denn die Stimmung in der Gegend war eine erregte; wenn wir auch die reguläre Armee im Rückzug wußten, es galt, fich vor den Schaaren der Franttireurs zu hüten. Die ver- Nach welcher Richtung fie abmarschirt seien 2c. dammten Mörder! Auf die konzentrirten wir die ganze Dann die Gewissensfrage, ob der Ort Franktireurs geWuth und sittliche Entrüstung, welche dem Begriffe Todt stellt, ob solche sich hier befänden und zuletzt die feierliche schlagen anhaftet, einer Entrüstung, welcher ja im Kampf Verkündigung der Todesstrafe bei Berheimlichung gegen wirkliche Truppen kein Raum gelassen wird, der wir dieses Falles. aber den feindlichen Frauktireurs gegenüber Luft machen Nachdem dies erledigt war und die Vorposten über Dabei war uns die Erinnerung an die Frei- das Dorf hinausgestellt worden, ging es ans Quartier schaaren unserer Väter von 1812 und 13, während des Rück- machen für uns und unsere todtmüden Soldaten. Bei zugs der Franzosen aus Rußland, gänzlich abhanden ge- meiner Kameraden und ich wurden im Pfarrhof einlogirt. feindlichen Nation angehörte, machte mir ihn um so lieber, Eine Stunde später saßen wir vier der Herr benn es that so wohl, wieder einmal der Pflicht enthoben Pfarrer hatte sich zu uns gesellt- um einen Tisch vor zu sein, einen Nebenmenschen hassen zu müssen, nur weil er Wein und Bigarren. Dem vorgesetzten Wahl hatten wir einem anderen Volte angehört. Dieselbe Empfindung Ehre gemacht, die Schüsseln waren wieder abgetragen und man sah es ihm an, hatte der alte Mann. Durch freundjegt rauchte und plauderte sich's ganz gemüthlich. liche Blicke, durch herzlichen Tonfall sagten wir uns gegen fonnten. tommen. Rechts und links ausspähend, trabten wir weiter und zu wiederholten Malen fielen aus den Gebüschen abge feuerte Schüsse in unsere Reihen wir konnten der Gegner nicht ansichtig werden. Zwei oder drei unserer Leute wurden getroffen und blieben unterwegs liegen-- Unser alter Hausherrer mochte schon über die seitig, was wir unausgesprochen ließen:" Du bist, ob Franz das zählt nicht. Siebzig sein unterhielt sich so freundlich und harmlos mann oder nicht, ein würdiger Alter."" Ihr seid, ob Endlich, gegen Abend, näherten wir uns dem Ziel. mit uns, als ob der Begriff Feind gar nicht existirte. Prussiens oder nicht, ein paar brave Jungen." Wenn man Noch eine Biegung des Weges und das Dorf lag vor uns, Er hatte in seiner Jugend ein paar Jahre in Heidelberg lang gedurftet hat, mundet ein Trunk gar füß; nach langer in fauftes Dämmerlicht getaucht. zugebracht und erkundigte sich um das jetzige Aussehen Anstrengung schmeckt die Ruhe und so berührt auch nach Varteigenoffen! Heute ist der letzte Tag vor der Reichstags- Wahl! Agitirt mit Eurer ganzen Kraft für die Wahl unserer Kandidaten. Uebergeht beim Austragen der Flugblätter und Stimmzettel kein Haus, keine Wohnung. Ohne Flei kein Preis! Knechte nicht Führer mit einer gedankenlosen Heerde hinten will, ist die Ehrlichkeit eine verteufelt unbequeme Eigen- Lawroff wurde im Jahre 1866 verhaftet, vor ein drein. Unsere Führer haben in Reib und Glied mit- schaft. Nach dieser Richtung hin war der Ex- Kanzler Militärgericht gestellt und zu 9 Monaten Gefängniß und zukämpfen- sie haben in der vordersten Reihe zu kämpfen- feinem Nachfolger weit über. zur Internirung in einer der ödesten Provinzen im Norden jeder unserer Führer" ist Soldat, hat doppelte Soldatendes Reiches verurtheilt. Während des Prozesses und der pflichten. Für uns gilt das noblesse oblige je mehr Eugen Richter fürchtet die entschiedensten Gegner der Saft klärten sich seine Ideen und wurden revolutionärer. Kraft, je mehr Pflicht. Wo ist der„ Zwang", den die Militärvorlage mehr als die Anhänger derselben, er läßt nach 3 Jahren eines Lebens voller Härten entfloh er, dank " Führer" auf die Mannschaft ausüben?" Was unsere Ge- gegen die Sozialdemokratie Flugblätter massenhaft ver- des Beistandes eines Gesinnungsgenossen und junger benossen leisten, das leisten sie aus Ueberzeugung, aus Pflicht- breiten und sucht vergeblich in der Freifinnigen Beitung" geisterter Studenten. Er ging nach Paris, und schloß sich gefühl, aus Opfermuth. Und es giebt keine Arbeit, vor seine Partei von den Anschuldigungen der Sozialdemokratie der Internationale an. 1872 übersiedelte er nach Zürich und der sie fich fchenen, zu der sie nicht freudig bereit sind, so blos, daß er einsieht, daß die Wählermassen von seinem wärts), er bekämpfte hier die anarchistischen Theorien Bakuin seiner Manier reinzuwaschen. Gr bekennt damit aber gründete 1876 die sozialistische Zeitschrift„ Wperiod"( Borbald die Partei ruft. Wo ist der„ Stachel des Wettbewerbs", des ,, Erwerbens", Ruck nach links nichts halten und einen wirklichen genin's und vertrat den wissenschaftlichen Sozialismus. Lawohne den nach Herrn Richter keine Arbeitsleistung, tein waltigen Ruck gemacht haben, indem viele Wähler, die roff hatte durch seine historischen Briefe großen moralischen Fortschritt sich senten läßt? Die Masse unserer Ge- früher freifinnig gestimmt haben, diesmal der soziale Einfluß auf die fiudirende revolutionäre Jugend gewonnen. Er nossen arbeitet umsonst, der Sache zu Lieb, für demokratischen Fahne folgen und damit der freisimmigen war mit Tschernischewsky der Erzieher zweier Generationen. die Idee, für das Ideal. Und sie arbeiten hundert- Bolkspartei" für immer verloren gehen. Der Gedanke, welcher in dem Werk niedergelegt war, ist mal eifriger, hundertmal gewissenhafter, und darum Herr v. Egidy gilt den Freisinnigen nun als ein der folgende: Die gebildete Jugend befigt ihre Bildung auf hundertmal tüchtiger als die Söldner, durch welche die überaus gefährlicher Gegner. Wie schlecht muß es um eine Roften des ausgebeuteten Wolfes, sie hat diesem eine Schuld anderen Parteien ihre Wahlarbeit verrichten lassen müssen Bartei bestellt sein, wenn sie von ihren Wählern fürchten muß, zu bezahlen. Sie kann dies nur dadurch thun, daß sie das nach den Maximen des Richter'schen Gegenwartsstaats, der daß sie einem Manne wie Egidy, der doch alles andere ist als Bolk burch die sozialistischen Ideen aufklärt und zur Freiauf schnöde Selbstfucht, niedriges Sonderinteresse, ge- ein Politifer, ihre Stimme geben können. Vossische", heit ruft. Dieses Werk begeisterte die Jugend mächtig. meine Profitwuth gegründet ift. Der freie fozialdemo-„ Berliner“ und„ Bolts- Zeitung" richten schweres Geschüh Lawroff's Einfluß ist es vornehmlich zu danken, daß die kratische Wähler, dem jedes Opfer für die Partei eine selbst auf Egidy, der bei allen seinen sonstigen anerkennenswerthen thatendurftige begeisterte Jugend sich nicht durch Bakunin verständliche Pflicht ist, stellt natürlich eine ungleich größere Eigenschaften kaum ein Baar Dugend Stimmen auf sich fortreißen ließ. Bon 1872-77 lebte Lawroff in Zürich und Kraft dar, als der fortschrittliche, nationalliberale, touser- vereinigen könnte, würden die freisinnigen Wähler so fest London. In ersterer Stadt ward er der Bildner der russivative oder antisemitische Geschäftspolitiker( höherer, niederer und treu, so mit selbstgebildeter Ueberzeugung ihrer Partei schen Jugend, er hielt Vorlesungen zc. zc. 1877 ging er und niederster Sorte, der nach fapitalistischer Manier für angehören wie die Sozialdemokraten. Geld Reden hält, Flugblätter schreibt, und Flugblätter vertheilt oder auch nicht vertheilt-), und der froh ist, wenn er das bezahlte Bensum abgehaspelt hat. Nein unsere freie Butunftsstaatsarbeit ist von ganz anderer, unvergleichlich besserer Art als die kapitalistische Gegenwartsarbeit das fehen wir so recht deutlich in diesem Wahlkampf. Ein herrlicher Kampf. Wer ihn mitfämpft, wird ihn nie vergessen. Wer das Vertrauen in die Menschheit verloren hatte, muß es in solcher Zeit wieder gewinnen und mit Ulrich von Hutten rufen: Es ist eine Luft zu leben." Bu leben und zu kämpfen. " Der„ Neichs Anzeiger" meldet schon bevor die Militärvorlage angenommen ist: Der bisherige Dr, theol. Franz Sie zu M.- Gladbach ist zum außerordent lichen Professor an der Akademie zu Münster i. M. ernannt worden." nach Paris. 1882 wurde er aus Liebedienerei gegen den Zaren ausgewiesen. Als Vorwand diente, daß er eine Sammlung zum Besten der Opfer des Despotismus eröffnet hatte. Die öffentliche Meinung zwang die Regierung, die Ausweisung zurückzunehmen. Er lebt hauptsächlich seinem großen Hauptwerke, der Geschichte des menschlichen Gedankens", von dem der Anfang erschienen. Er hat alles Das amtliche Blatt theilt leider nicht mit, für welches geopfert, seine Familie verleugnete ihn, seine Güter wurden Fach Herr Hize ernannt wurde. Wir rathen vergebens, in fonfiszirt, er muß jezt als er muß noch jähriger Mann vom welcher Wissenschaft Herr Hize die Befähigung erworben Ertrag seiner Feder leben. 1882 gab er den Boten der haben kann, Studenten zu unterweisen. Die Kochkunst, Narodnaja Wolja" heraus, das Organ der Terroristen, er auch die soziale, kann es nicht sein, da diese ja tein Unis suchte hier die sozialistischen Ideen zum Ueberwiegen zu versitätsfach ist. Sollte aber speziell für Herrn Size ein bringen. Von diesem Organe erschienen fünf Nummern, 2B ein. Die deutsche Sozialdemokratie thut ihre Pflicht. Die Lehrstuhl für dieses Fach geschaffen worden sein, so revans dann ging es Lawroff ist in erster Linie nicht Taktiker oder Organis Jede Muskel, jeden Nerv angespannt! Jeder ins Gefecht! vorlage der Regierung gegenüber, indem er ein Kochbuch sator, vielmehr Gelehrter. Er ist einer der kenntnißreichsten Noch vierundzwanzig Stunden kampffroy gerungen – and ifir angehende Rekruten schafft, damit ihnen später die und vielseitigsten Gelehrten unserer Zeit. Hätte er auf seine für der 15. Juni 1898 ist ein stolzer Siegestag des Küche in den Ferienkolonien erträglicher schmecke. Ueberzeugungen verzichtet, so hätte er eine überaus glänzende internationalen Proletariats, ein Zag des Karrière machen können. Er lebt einfach, fast dürftig. Nur Triumphs für die Menschheit. Es splittert weiter vom Zentrumsthurm. Nun in zwei Punkten verschwenderisch: Anschaffen von Büchern erklärt auch Fürst Karl von Isenburg, daß er mit der und Parteiliteratur, Hilfsbereitschaft gegen GesinnungsZentrumspartei nichts zu thun haben will. Die ununter genoffen, stets weiß er guten Rath, hat er eine offene Hand. brochen vor sich gehende Absplitterung der Partei wird das Er verfolgt die internationale sozialistische Bewegung mit Zentrum, wenn die bayerischen Landtagswahlen vorüber größtem Intereffe, unterrichtet sich über Alles auf sein werden, recht gefügig machen. Aus Furcht vor einer zweiten sie bezügliche. Für sein Alter ist er rüftig. Er hat Großes Auflösung werden auch die um Lieber der Militärvorlage gewirkt durch sein Wort und sein Beispiel. Er wird allgezur Annahme verhelfen, die Schwenfung ist eigentlich schon vollzogen, erklärt sich doch die auf Lieber's Standpunkt stehende Kölnische Bolts- Zeitung" für die träftigste Unterfügung der Kandidatur des Herrn v. Huene. Politische Leberlicht. Berlin, den 13. Juni. Der unverfrorene Pindter verdächtigt die deutsche Sozialdemokratie, aus nicht proletarischen ausländischen Quellen Geld für die Wahlagitation erhalten zu haben. Dies ist erlogen. Neben der Lüge läuft auch noch die Unters stellung, daß dieses Geld etwa Regierungsgeld sein könnte. Die Auftraggeber der Norddeutschen" wissen ebenso gut wie wir, daß daran nicht zu denken ist, aber dem eifrigen Bindter kommt es auf eine faustdicke Verdächtigung mehr auch nicht an.-Sozialistenriecherei in den Kafernen. Das Ber: liner Tageblatt" läßt sich aus der Pfalz unterm 10. Juni schreiben: Der Lieutenant Rudolf Hofmeister vom 18. Jnfanterie- Regiment in Landau, der im März wegen sozialistischer Umtriebe verhaftet worden war und einer ärztlichen Unters fuchung unterzogen wurde, ist geistig ganz normal befunden worden. Infolge dessen ist seine Ueberführung ins Unter-mein geehrt, und lebt wie eine Art Patriarch der Bewegung unter den jüngeren revolutionären Kräften, noch immer der Bewegung seine Beit, feine Kraft, das Beste seines Seins und Wesens opfernd. Wir schließen uns aus vollem Herzen den warmen Wünschen an, die am morgigen Tage viele Russen im Ge heimen dem wackeren Manne widmen. Die kolossale Ungeschicklichkeit unserer Reptilien, suchungsgefängniß von Würzburg erfolgt. Die Verhandlung Die Reichstagswahlen. die jetzt einen Federkrieg gegen den verbündeten" Kalnoty dürfte in den ersten Tagen des Monats Juli stattfinden. Liebknecht sprach am Sonntag Bormittag 1/211 Uhr in führen, weil dieser zu ehrlich ist, den Kriegswauwau an die Die Anklage lautet auf Anreizung von Untergebenen zum Beipzig im Saale der Bentralhalle, Nachmittags: 6 Uhr Wand zu malen, macht den Franzosen viel Vergnügen und ungehorsam gegen Borgesezte. In Germersheim wurden in Blaner's Felsenkeller bei Erfurt unter freiem Himmel vor giebt ihnen Stoff zu unzähligen guten und schlechten Wißen mehrere Soldaten einem Verhör und einer genauen förper vielen Tausenden- darunter zahlreiche Bandleute und Abends auf Kosten des armen Dreibunds". Die Tölpelei unserer lichen Untersuchung nach sozialistischen Schriften unterworfen. 28 Uhr in Erfurt im Kongressaale( dem Kaiſerſaal), der nur Reptilien ist um so tölpelhafter, als Herr v. Caprivi Eine Wirthschaft, in der sozialistische Flugblätter auflagen, gilt von der Leipziger Versammlung. Gegner wagten sich nirgends Den fleineren Theil der Zuströmenden faffen konnte. Das Gleiche selbst in früheren Reden die Friedlichkeit der Situation wurde für die Soldaten verboten. Zwei von ihnen, die ein hervor. Die Begeisterung der Genossen spottet feder Beschreibung; ebenso emphatisch betont hat, wie jetzt sein breibündlicher folches mitgenommen, erhielten 14 Tage strengen Arrest. und überall läßt sich erkennen, daß unsere Jbeen in Kreise ge Kollege Ralnoty. Wenn man Militärvorlagen begründen In Speyer fand in der Kasrne des 2. Pionier Bataillons drungen sind, die noch vor drei Jahren sich gegen uns verfchloffen. eine Durchsuchung nach sozialistischen Schriften statt.-Den Bauernfängern von Profeffion dürfte der 15. Juni besonders Dieselbe hatte jedoch kein Ergebniß. graufame Enttäuschungen bereiten. diefem langen Dreinhauen und Wüthen die normale Höflichkeit und Freundlichkeit doppelt erquickend. Trotz der überstandenen Strapazen blieben wir einige Stunden beisammen. Erst um 11 Uhr hieß es: Bonsoir, mes enfants." Bonsoir, et merci, mon père." Republikanische Propaganda in Norwegen. Aus Chriftiania wird unterm 13. Juni telegraphirt: Der Straßenverkauf des neuerschienenen Blattes Republiken" wurde polizeilich verboten und die Verkäufer fiftirt. Altenburg i. S. Am Sonnabend sprach hier 2i ebfnecht im großen Saale des Schüßenhauses, der für die andrängende enge nicht ausreichte. Gegner melbeten sich nicht zum Worte, oogleich ihre gemeine Rampfweise vom Redner sehr scharf getennzeichnet wurde. Der alte Herr hatte uns zu unserer Schlafstätte ge Die Begeisterung der Genossen ist uns leitet sein eigenes Arbeitszimmer. Hier waren die Peter Lawroff, der Vorkämpfer der russischen revo- unserem Kreise den Ausschlag giebt, sehr günstig. Der Klimbimbeschreiblich die Stimmung der Landbevölkerung, die in Schränke mit der kleinen Bücherei, mit den tostbaren lutionären Sozialdemokratie, feiert am 14. Juni fern von Brief des Kriechervereinlers Strack thut auch hier gute DiensteSammlungen; ein Lederfopha zum Bett umgewandelt, der Heimath seinen siebzigsten Geburtstag. So sehr wir es umsomehr, da der reaktionäre Gegenfandidat und bisherige Abein paar Lehnstühle, ein großer Schreibtisch, darüber das vermeiden, dem Personenfultus irgendwie Nahrung zu geben, geordnete Hauptmann von Baumbach selber ein Klimbimler ift. Porträt eines stattlichen Mannes und ein Kruizifig-in so müssen wir doch dem bewährten, tapferen, selbstlosen der Fensternische ein großer, zugedeckter Käfig. Der demokratische Verein theilt uns durch seinen Schrifts Veteranen der russischen revolutionären Bewegung, dem führer berichtigend mit, daß er nicht beschlossen habe, eigene Das ist mein Vater," erklärte der Pfarrer, mit der Manne, der seit einem Menschenalter in Reih und Glied Kandidaten aufzustellen, fondern den früheren Beschluß bestätigt Kerze das Bild beleuchtend. Er hat auch in der Armee der internationalen Sozialdemokratie kämpft, einige Worte habe, daß jedes Mitglied dem Kandidaten der entschiedenen gedient unter Napoleon. damals waren die Rollen an seinem Ehrentage widmen. Linten seine Stimme geben solle, welcher seiner Ueberzeugung vertauscht: wir waren als Sieger im Feindesland das Peter Lawroff entstammt einer reichen, adeligen Familie. am nächsten steht. wechselt so ab... Wie Gott will!" fügte er hinzu. Und Zuerst widmete er sich der militärischen Karrière und war Des weiteren legt der Verein Werth darauf zu erklären, daß das sind meine gelben ausgelassenen Kinder" er wies schon mit 21 Jahren, zu einer Zeit, wo sonst andere die in unserem Bersammlungsbericht aus dem 8. hiesigen Wahl lächelnd auf das Bogelbauer. Ich habe meine große erst an die Hochschule gehen oder in den Militär- freife enthaltene Anschuldigung, daß Gegnern oder blos Sozial Freude daran Täglich kommen sie zu mir auf den dienst eintreten, Professor der höheren Mathematit demokraten in irgend einer unserer Versammlungen das Wort Frühstückstisch und stehlen mir die Brottrumen von den an der Artillerieſchule, bald auch an der Kriegsakademie. beschränkt oder solche aus dem Saale gewiesen seien, vollkommen unrichtig sei. Lippen weg. Sie werden sehen morgen. Aber jetzt, Bald war er Oberst, eine glänzende wissenschaftliche und gute Nacht, Sie müssen müde sein, meine Herren recht militärische Laufbahn eröffnete sich ihm. Sein universeller In Bahn, Kreis Greifenhagen in Pommern, hielten vor müde Ihr armen Kinder!" Geist trieb ihn zum Studium der Literatur, Geschichte, der der ihr Kandidat Stenglein aus Berlin sich vorstellte. Er machte letzten Sonntag die Freisinnigen eine Wählerversammlung ab, in Er reichte uns die Hand, zuerst den Kameraden, dann Naturwissenschaften und Philosophie. Er ward Mitarbeiter als Redner feinen günstigen Eindruck, einen desto besseren der mir und ich es ist ja auch nichts Beschämendes daran: nicht blos wissenschaftlicher, sondern auch liberaler Beitungen, gleichfalls erschienene sozialdemokratische Kandidat Alwin er ein siebzigjähriger Greis ein Priester... ich ein welche Mitte der 60er Jahre in Rußland großen Einfluß för sten aus Berlin. Das Amtsblatt Bahner Anzeiger" blutjunger Mensch kurz: ich beugte mich über diese Hand ausübten. Er gab eine Große Encyklopädie" heraus, schreibt darüber:" Der arme Herr Stenglein war absolut außer und wollte sie tüssen. Er aber entwand fie und legte sie welche den Haß der Geistlichkeit erregte, die Lawroff der stande, sich wirksam zu vertheidigen und saß da, wie Butter an flüchtig auf meinen Scheitel, indem er nochmals wiederholte: Regierung als religions- und staatsfeindlich denunzirte. der Sonne. Hatte er vorher in schamloser Weise gegen die " Bonsior, mon enfant," Nach Tchernischewsky's Berurtheilung gründeten die Freunde Großgrundbesizer und die Konservativen gehest, so mußte er er Der Erzähler fuhr sich heftig mit der Hand über den und Anhänger seiner Ideen eine große Zeitschrift. Lawroff schleudert wurde, daß er als Vertreter des mobilen Kapitals leben, daß ihm von sozialdemokratischer Seite ins Gesicht ges Ropf: wurde einer ihrer angesehenften Mitarbeiter. Hier ver- absolut teine Veranlassung habe, gegen die Großgrundbesizer „ Ach, dieser Gegen... er hat mir noch lang auf öffentlichte er seine Historischen Briefe", dasjenige feiner allein zu donnern. Er solle fich nur gefälligst erst die freisinnigen der Stirn gebrannt." Werke, das den tiefsten und nachhaltigsten Einfluß auf die Fabritherren in den Großstädten, die ihre Arbeiter sehr viel ( Schluß folgt.) revolutionäre Bewegung in Rußland ausgeübt hat. schlechter als die Großgrundbefizer behandelten, ansehen..... 1 " Im übrigen nahmen die sozialdemokratischen Redner die Goslarer Sozialdemokraten war auch nicht ein einziger mehr in I verlassen. Diese Versammlung verlief denn auch ohne passende Gelegenheit wahr und hielten in aller Ruhe Klausthal anwesend, denn diese hatten den Ort bereits gegen Störung. In den Versammlungen der Freisinnigen kommen wir in der freisinnigen Wählerversammlung ihre Wahlreden..... 5 Uhr verlassen. Nach Schluß der Welfenversammlung trafen auch nicht zum Wort. Am vorigen Sonnabend war der große Da aber ein redegewandter, schlagfertiger Ordnungsparteiler nicht Bergleute, die in der sozialdemokratischen Versammlung am Nach-„ Eugen" höchstselbst in Hagen, um sich, wie er ausführte, endlich anwesend war, so hätte unserer Ansicht nach der Vorsitzende unter mittage das schändliche Auftreten der Studenten mit angesehen persönlich um sein Mandat zu bewerben. Gr glänzte natürlich allen Umständen die freie Diskussion in so umfangreicher Weise hatten, mit solchen in Klausthal auf der Straße zusammen, wieder durch seine bekannte nationalökonomische Unwissenheit, verhindern müssen. Durch das ungehinderte Auftreten wobei es zum Wortwechsel tam, in dem fich die und bewies auch sonst, daß er von Arbeiterverhältnissen absolut der Sozialdemokraten ist ist es bedauerlicher Weise ge- Studenten wie uns berichtet wird nicht nur mit nichts versteht. Die bestehende jammervolle Gesellschaftsordnung Timgen, die breite Masse aufzuhezzen und für Sie den robesten Ausdrücken begnügten, sondern sogar auf die wurde selbstverständlich als eine der besten gepriesen. Den Kampf fozialdemokratischen Frrlehren empfänglich zu machen. Nach Bergleute schoffen. Das veranlaßte natürlich die gegen die Sozialdemokratie, versicherte Richter, werde er bis zu dem der Vorsitzende Herrn Stenglein fünf Minuten reden Bergleute zu exemplarischer Büchtigung der Studenten, die deren Vernichtung" fortführen. In dieser Versammlung wurde gehört hatte, fonnte er sich doch mit aller Sicherheit fagen, daß dann ins Rathhaus flüchteten, von woher sie wieder auf die Zimm ebenfalls das Wort abgeschnitten. Eine für unsere diefer Herr in einer Diskussion mit den Sozialdemokraten auf Berg leute schossen, die nun in höchster Erbitterung mit Partei äußerst interessante Versammlung tagte am Sonntag alle Fälle verloren war und die ganze Geschichte mit einer Steinwürfen antworteten. Der deutsche Student ist wegen seiner Nachmittag in Börde. E3 war den Genossen nach großartigen Niederlage des Freisinns enden Robheit überall berüchtigt, aber derartige Rowdy- Manieren, wie vieler Mühe gelungen, dort einen der größten Säle zu miethen. mußte. Und so ist es denn auch gekommen. Dies könnte uns sich die Studenten in Klausthal erlaubt haben, übersteigen alles Die Freisinnigen hatten es offenbar barauf angelegt, diese Ver ja nun allerdings sehr angenehm sein, aber wir wiederholen, Dagewesene. Das ist der Hergang der Sache. Bemerkt mag fammlung zu sprengen. Doch gelang es dem energischen Eindaß wir es für tief bedauerlich halten, daß auf diese Weise die noch sein, daß die herbeigerufene Kompagnie Soldaten Klausthal greifen des Vorsitzenden, während der Rede Timm's die Ruhe Sozialdemokratie hier Eingang gefunden und festen Fuß gefaßt im tiefsten Schlafe fand, als sie anrückte. Sie hatte teine Ge- vollständig herzustellen. Der Direktor einer Gasanstalt, ein Freihat. Das hätte mit Leichtigkeit vermieden werden können. legenheit, an den Studenten ihre scharfen Patronen zu erproben, finniger, ritt in der Diskussion das bekannte Steckenpferd dieser Wir können also nur wünschen, daß Herr, Stenglein recht denn diese hatten sich rechtzeitig aus dem Staube gemacht. Partei über Selbstbestimmungsrecht" und dergleichen. Nach der oft nach Pommern kommt. Erwiderung Zimm's brachten die Freifinnigen Hochs auf Eugen Die Reptilien fuchen auch durch Flugschriften in platt Richter aus, darauf die Anhänger unserer Partei auf ihren Helgoland und die Reichstagswahl. Die wahlfähigen deutscher Mundart das Volk zu gewinnen, wieder für die Kandidaten, worauf der überwachende Beamte die Versammlung Männer der Insel Helgoland haben bei der diesmaligen Reichs- Anhänger des Militarismus au stimmen. Unsere Parteigenossen auflöfte. Ihre Wirkung für unsere Grundsäße hat die Bersamm tagswahl zum ersten Male zu wählen, da die Annerion von in den plattdeutschen Bezirken werden vielleicht gut thun, bei lung aber nicht verfehlt. Die Stimmung wird fortgesetzt günstiger Helgoland erst nach den Wahlen von 1890 erfolgte. Die Insel tünftigen Wahlen, und zwar schon bei den Stichwahlen, wo für uns. Der 15. Juni wird auch in diesem Kreise beweisen, bat gegen 800 Wähler, sie ist zum 5. schleswig- Holsteinischen unsere Kandidaten in Frage kommen, ab und zu gleichfalls platt, daß die Sozialdemokratie noch lange nicht todt ist. Wahlkreis geschlagen worden. Die Hamburger Genossen haben nun in den letzten Tagen einen alten Geebären, der die helgoländische Fischerbevölkerung genau fennt, mit Wahlflugblättern und Stimmzetteln wohlausgerüstet nach der Insel geschickt, um dort sein Heil für die Sozialdemokratie zu versuchen. Der 15. Juni wird zeigen, was für Früchte die sozialdemokratische Agitation auf der Insel bringt. In Nordhausen sprach am Montag Genosse Liebknecht vor einer überaus start besuchten Versammlung unter lebhaftem Beifall der Zuhörer. Genosse Glocke, der Kandidat des Kreises, agitirt mit großem Eifer, die Stimmung für unsere Partei ist sowohl in den städtischen als auch ländlichen Bezirten eine ganz ausgezeichnete. deutsche Schriften herauszugeben, damit namentlich die Landbevölkerung die Wölfe erkennen lernt, die sich an sie im Schafs= pelze heranschleichen. Vorausgesetzt ist dabei natürlich, daß jemand ba ist, der den Dialekt des in dem betreffenden Wahlkreise gesprochenen Plattdeutsch gut fennt. Der Bamberger Magistrat bat einstimmig beschloffen, in jedem der zwölf städtischen Wahlbezirke fe einen Sozialdemokraten als Beisiger des Wahlvorstandes fungiren zu lassen. " " In Oberbayern fanden, wie die Münchener Boft" bes Einen unertvarteten Ausgang nahm eine von den Anti- richtet, am Sonntag in verschiedenen Wahltreifen 7 Bersammsemiten veranstaltete Wählerversammlung im Gasthof zum Adler lungen statt, in denen sozialdemokratische Redner aus München in Unterdürrbach bei Würzburg. Als Referent war der über die Bedeutung der bevorstehenden Wahlen sprachen. Sämmt. antisemitische Reichstagskandidat Redakteur Geisler aus München liche Versammlungen waren zum Erdrücken voll, namentlich erschienen, der in einem etwa einstündigen Vortrage weniger waren die Bauern in Schaaren erschienen und lauschten mit ge über das antisemitische Programm sprach, als vielmehr mächtig spannter Aufmerksamkeit den Reden. In Dachau sprach Birt. gegen die Sozialdemokratie losdonnerte. Kurz nach Beginn der Einige Ultramontane, unter Führung des Herrn Biehl, gedachten Geisler'schen Kandidatenrede erschienen plößlich eine Anzahl Standal zu machen, die drohenden Proteste der Versammlung Würzburger Genossen, unter ihnen der sozialdemokratische wangen die Herren aber schnell, andere Saiten aufzuziehen. Aus Klausthal im Harz wird uns geschrieben: Die hiesigen Reichstagskandidat Redakteur Fülle, die von den Versamm Nach Birt's mit großem Beifall aufgenommener Rede sprach Genossen hatten zu vorigen Sonntag in 3ellerfeld bei lungstheilnehmern, ausnahmslos Sozialdemokraten, Biehl, fand aber derart wenig Anklang, daß er mit den Worten: Clausthal, einem meist von Bergleuten bewohnten Orte, den freudig begrüßt wurden. Der antisemitische Redner mußte nun- Gyter genga ma, mir ham do nig weiter' s schaffa", Saal der Wirthschaft zur Villa für 30 M. gemiethet. Schon im mehr den Zon etwas ändern, da seine aufgestellten un- sammt seinen paar Getreuen das Feld räumte. In SchleißWinter bei der Verbreitung der Bebel'schen Rede hatten fich richtigen Behauptungen sofort fofort aus der, Mitte der Ber beim fprach Bayer; der anwesende Kaplan vermochte feinen einige der so sehr gebildeten" Bergschüler und Akademiker ges fammlung torrigirt wurden. Am Schlusse seines Referats politischen und wirthschaftlichen Ausführungen nichts entgegen äußert, daß, falls Bebel mal nach Klausthal fommen sollte, sie erhielt Fülle das Wort, leider nur auf zehn Minuten, zusetzen und spielte die Sache deshalb auf das religiöse Gebiet ihm die Beine entzwei schlagen" würden, so daß er da die Herren Veranstalter der Versammlung angeblich 1/210 Uhr hinüber. In Wohburg, W.-K. Ingolstadt, sprach Eduard nicht mehr Iaufen fönne. Diesen humanen" Vorfaß nach Würzburg zurüd mußten; immerhin war diese Beit für Schmid, welcher schon Tags vorher in Lech baufen gewesen wollten diese sauberen Patrone auch, wie verlautet, den sozialdemokratischen Redner genügend, den Referenten im war, unter großem Andrang und Beifall. Auch hier war von an den Einberufer der erwähnten Versammlung und den beiden wesentlichen zu berichtigen und das Widersinnige des anti- gegnerischer Seite ein Standal beabsichtigt, der aber energisch Referenten Wilte und Reßler aus Berlin ausüben. Bu 3 Uhr femitischen Programms hervorzuheben. Unter donnerndem Beifall unterdrückt wurde. In Holzkirchen, wo Dachsel sprach, war die Versammlung berufen und schon um 2 Uhr strömten die der Versammlung schloß der Redner mit der Aufforderung zur war große Begeisterung. In Wasserburg und Traunstein gebildeten Herren Radau- Patrioten zum Versammlungslokal hin, Wahl des sozialistischen Kandidaten. Nach einer kurzen Replit wo Kästner und Knieriem sprachen, großer Andrang. In so daß von den gegen 3 Ubr angekommenen wohl über 1000 Berg des Herrn Geisler schloß der Borfißende die Versammlung; die Rosenheim sprach Vollmar. Die sämmtlichen Lokalitäten der Leuten nur ca. 150-200 Mann Ginlaß finden konnten. Als der Anwesenden sangen zwei Strophen der Arbeitermarseillaise und Gastwirthschaft zum Sterngarten", der Hof und die Straße Einberufer unfern Kandidaten F. Wilte das Wort ertheilen am Schluffe brauste ein breifaches Hoch auf die Sozialdemokratie waren von Menschen überfüüt. Die Stadt hat wohl nie eine so wollte, fing ein Herr Prömel, Apothefer aus Bellerfeld an zu durch den Saal. Noch vor dem Weggang der Herren Anti- massenhaft besuchte Versammlung gesehen. Besonders ist hervor lärmen und alle feine noblen Gesinnungsgenossen lärmten und semiten gab ein Genosse bekannt, daß sofort im selben Lokal eine zuheben, daß Hunderte von Bauern aus der Umgebung herbeijohlten auf Kommando wie die Wahnsinnigen. Bergeblich machte sozialdemokratische Wählerversammlung statt- gekommen waren. Von einem gegnerischen Redner oder auch nur der Vorsitzende darauf aufmerksam, daß fich die Ruhe finden werde. daß fich die Ruhe finden werde. Zehn Minuten später wurde die Zehn Minuten später wurde die Ver von einer einzigen Aeußerung der Nichtzustimmung feine Rede. störer des Hausfriedensbruches schuldig machten; femehr er fammlung eröffnet und ein Sturm der Heiterkeit Die Stimmung ist für die Sozialdemokratie die dentbar günstigste zur Ruhe aufforderte, jemehr lärmten die Söhne der be- und des Beifalls erhob sich, als unser Kandidat und verspricht vortreffliche Wahlziffern und ein derartiges Fortsitzenden Klaffen. Um die Flegel austoben zu laffen, das Wort ergriff und seine Rede mit folgenden Säßen ein- schreiten unserer Grundsäge auf dem Lande, daß den Gegnern vertagte der Vorsitzende die Versammlung auf unbestimmte Beit leitete:" Es entspricht den Gepflogenheiten des Anstandes und in wenigen Jahren davon die Augen übergehen sollen. und fandte dem größten Schreihals, dem Herrn Apotheker der guten Sitte, für eine erwiesene Gefälligteit sich dankbar zu Ein Bubenstreich. In Braunschweig find am Prömel, schriftlich die Aufforderung, ruhig zu sein, widrigenfalls erweisen. Ich glaube deshalb auch im Einverständniß Aller zu Sonntag Morgen an den Anschlagfäulen die Platate, worauf er wegen Hausfriedensbruchs gegen thn Strafantrag stellen handeln, wenn ich den Veranstaltern der eben beendeten Ver- die Wahl unseres Kandidaten Wilhelm BLos empfohlen wurde, würde. Aufs neue jedoch gab der Apotheker das Signal zum fammlung, den Herren Antisemiten, den Dank dafür ausspreche, von unbekannter Hand fast sämmtlich zerfeßt und abgerissen Lärmen, so, daß die Bergleute, die den Referenten gerne hören daß sie es uns ermöglicht haben, nochmals an hiesigem Drte worden, nachdem sie kaum erst angeklebt waren. wollten, unruhig zu werden begannen und die Schreihälse, die tagen zu können und für die Sozialdemokratie zu wirken, was zwei Drittel des Saales besetzt hatten, aufforderten, ruhig, zu sonst kaum vor der Wahl zu ermöglichen gewesen wäre." Jm 10. fächsischen Wahlkreise( Döbeln, Noffen) hat fein. Der Referent versuchte nochmals, mit Ausbietung feiner Kurz auf das Referat des antisemitischen Redners eingehend, Rommerzienrath Niethammer, der nationalliberale Randidat, seine siemlich starten Zungenfraft, den joblenden Herren begreiflich zu verbreitete sich dann Genoffe Fülle nochmals über die Aufgaben Kandidatur zurückgezogen. machen, daß fie doch durch ein derartiges Verhalten ihre eigene und Biele der sozialdemokratischen Partei, beleuchtete in fernigen Aus Straßburg t. Elf. wird der der Frantf. 8tg." Sache schädigten. Der Apotheker Prömel tommandirte wieder, Worten die außerordentliche Bedeutung der bevorstehenden telegraphirt: Ein vom sozialdemokratischen Wahlfomitee heraus mitten im Saale auf einem Tische stehend, feinen Wahlen und forderte die Anwesenden auf, dahin zu wirken, daß gegebener Wahlaufruf zu gunsten Bebel's wurde seitens des Leuten, zu lärmen, worin ihn ein Herr Bergrath Köbler am 15. Juni auch der leyte Mann an die Wahlurne gebracht Polizeipräsidiums beschlagnahmt. nach Kräften unterstützte. Abermals erhob sich ein Gejohle und werde. Gepfeife, untermischt von den Rufen der Bergleute nach Ruhe. Endlich riß den Bergleuten die Geduld. Sie feyten Aus Reichenbach i. V. wird dem„ Sächsischen Volksblatt" Auch in Worms ist es zwischen den verschiedenen Barteien zu einer Einigung über die Herstellung außerlich gleichnun den Herrn Apotheker einfach vom Tische herunter, um Ruhe gemeldet: artiger Stimmzettel gefommen. Unsere Partei und die zu bekommen. Zwei Studenten ergriffen infolge Der Stadtrath hat abgelehnt, die von Ihnen für das soziale Nationalliberalen und Freifinnigen haben ein dahin gerichtetes beffen ihre Biergläser warfen biese nach den Wahlfomitee nachgesuchte Erlaubniß zur Veranstaltung einer Abkommen getroffen. betreffenden Bergleuten, und andere noble" Serren öffentlichen Sammlung von Beiträgen zu den Roften der Reichs Schlesisches. Die Breslauer Boltswacht" bringt in ihrer fuchtelten mit ihren Gigerin- Knüppeln in der Luit herum. Da gab tagswahl zu ertheilen, weisen Sie hierdurch beschieden werden." es für die Bergleute fein Aufhalten mehr. Sie machten in der So lautet der neueste Beschluß des Stadtraths zu Reichenbach. legten Nummer folgende drei Telegramme, die in ihrer latonischen Nothwehr von den gleichen Waffen Gebrauch. Ein wüftes Hand. Im vorigen Jahre zapfte man uns 200 M. Strafe und Kosten Kürze die Handlungsweise der schlesischen Polizei besser gemenge entstand, alles Ermahnen zur Ruhe war vergeblich und wegen Sammelns für Wahlkosten ab. Bei dieser Wahl wollten charakterisiren, als eine ausführliche Kritik: Der Borsigende fab fich deshalb genöthigt, die Bersammlung wir mit obrigkeitlicher Erlaubniß sammeln; auch das dürfen wir zu schließen. Die durch die Rohheit der Studenten nicht. Nun, der geehrte Stadtrath tann überzeugt fein, daß durch bis auf's äußerste gereizten Bergleute, deren fonft so derartige Verweigerung der Erlaubniß zum Geldsammeln die gutmüthiger Charakter allgemein anerkannt wird, nahmen aber Wahl unseres Kandidaten Franz Hofmann nur befördert wird. nunmehr eine so gründliche Reinigung des Saales vor, ,, Das allgemeine Wahlrecht ist der Wurm im Reichs. daß die Friedensstörer in wilder Flucht unter den wohlgezielten apfel." Wegen dieser Aeußerung, die sich fürzlich der weit Morgen um 8 Uhr ein Wahlflugblatt in etwa 220 000 Hieben der erregten Bergleute den Weg durch die Fenster nahmen, befannte Herr Cremer geleitet hat, wurde der Oberamtmann remplaren in gewohnter Schnelligkeit verbreitet. Süte, Stöde, fogar Stiefel auf dem Kampfplatze zurücklassend. Ring in der zu Mittenwalde am 8. Juni abgehaltenen konser. In der Stadt war die Verbreitung meist in einer Mehrere anständige Gegner, selbst der nationalliberalen Partei nativen Wählerversammlung interpellirt. Die Antwort des Viertelstunde erledigt. Das Flugblatt beschäftigt sich angehörend, die draußen standen, mißbilligten ganz entschieden reaktionären Reichstagskandidaten für den Wahlkreis Teltow- mit den einzelnen hier in Frage kommenden Parteien das geradezu schändliche Verhalten der Studenten. Nun, die Beeskow- Charlottenburg lautete:" Die Stellung bes und fordert zur Wahl von Megger, Dies und Bebel rohen Patrone werden dran denken und es sich merken, daß sich Herrn Cremer ist die Stellung dertonservativen auf. Auch in Altona, Wandsbek, sowie in den anderen nicht, wie sie hofften, der Harzer Bergmann bazu gebrauchen artei, also auch die meinige." Siegt Herr Ring benachbarten schleswig- holsteinischen und hannoverschen Wahlläßt, seine eigenen Freunde durchzubläuen. Als der Saal ge und Seinesgleichen am 15. Juni, so würde mithin die große freifen wurde wie überall in Deutschland der Sonntag zur Verfäubert war, verlangten die Bergleute noch den Referenten zu Masse der Wähler zum letzten Mal ihr höchstes Recht ausgeübt breitung von vielen Tausenden Wahlflugblättern seitens unserer hören, dahin belehrt, daß, nachdem die Versammlung geschlossen haben. Genossen benutzt. wäre, es gefeßlich unzulässig fet, sie wieder zu eröffnen, be gleiteten die Bergleute, wohl dreihundert an der Bahl, den Ge Magdeburgifches. Bei der letzten Flugblattvertheilung Amtliche Wahlbeeinflussungen. Den in den Musternoffen F. Wilfe und seine Freunde auf dem Marsch wurden in Magdeburg mehrere unserer Parteigen offen fistirt, werkstätten" beschäftigten Arbeitern wird jegt in Erinnerung ges nach Goslar, wo am selben Abend noch eine sehr gut besuchte nach Feststellung ihrer persönlichkeiten aber wieder entlassen. bracht, daß sie töniglich preußische Staatsarbeiter sind und daher Wählerversammlung stattfand. Beim Abschiede versprachen die Wie die" Boltsstimme" berichtet, behaupteten die betreffenden einen folchen Kandidaten zu wählen haben, ber für die MilitärBergleute, nun erst recht für den Sozialdemokraten F. Wilte ein Polizisten, daß zur Vertheilung der Flugblätter vorlage stimmt. Auf dem Werkstätten- Bahnhofe zu Leinhausen zutreten. Von diesem zum treuen Zusammenhalten ermahnt, sich polizeiliche Erlaubniß erforderlich sei!! Nach ist folgendes angeschlagen: nicht weiter provoziren zu lassen, nahmen die Bergleute im Walde dieser Mittheilung kann dem Magdeburger Polizeipräsidenten unter brausenden Hochrufen auf die Sozialdemokratie von den nur dringend empfohlen werden, seine Beamten nachhaltiger über Genossen Abschied. ihre Befugnisse zu instruiren. Das ist um so mehr azu wünschen, als der Magdeburger Polizeipräsident unseres Wissens es an Eifer noch nie hat fehlen lassen, die Magdeburger Einwohner mit Strafbefehlen und staatsanwaltlichen Anklagen heimzusuchen, wenn sie sich hinsichtlich des Vereins- und Versammlungsrechts irgend eine Kleinigkeit zu schulden kommen ließen. Was einem recht ist, ist dem andern billig. Ein dreiftes Wahlmanöver. Aus Klausthal im Harz wird dem in Arbeiterangelegenheiten nichts weniger als zuver läffigen nationalliberalen„ Hann. Kurier" unterm 12. Juni be richtet: Rybnit. Der Kandidat für den hiesigen Wahlkreis, Thiel, und Genossen wurden verhaftet. Rybnit. Thiel wieder entlassen. Oppeln. Unsere Flugblätter sind beschlagnahmt. In den drei Hamburger Wahlkreisen wurde am Sonntag Bekanntmachung. Um sämmtlichen Arbeitern Gelegenheit zur Ausübung bes Wahlrechts au geben, wird am 15. b. Mts., dem Tage der Reichstagswahl, die Arbeit zwei Stunden früher geschlossen. Bufolge höherer Anordnung werden die ausfallenden zwei Stunden Lohn gezahlt werden. Ich darf erwarten, daß sämmtliche Arbeiter sich bea wußt find, einer föniglich preußischen StaatsbahnWerkstatt anzugehören und daß sie demgemäß bei der Reichstagswahl entscheiden werden. Mit der an dem gedachten Tage stattfindenden Lohnzahlung wird zwei Stunden früher, 8,85 Nachm., begonnen werden. Der Arbeiterzug fährt 4,30 Nachm. von Leinhausen. Thiele, Eisenbahn- Direktor. Gestern Abend entstanden hier gelegentlich vor Wahlver fammlungen ernste Ausschreitungen der Sozialdemokraten. Aufgereizt durch fozialistische Rotten, die aus Goslar zum Zwede Aus dem Wahlkreise Hagen- Schwelm, wird uns gevon Wahlumtrieben hierher gekommen waren, haben hiesige schrieben: Je näher der Tag der Entscheidung heranrückt, beito Rowdies im Verein mit den Goslarer Genossen ein regelrechtes intensiver wird unsere Agitation. Die Versammlungen, die von Bombardement mit Pflastersteinen auf das Rathhaus u. f. m. uns abgehalten werden, sind alle großartig besucht. Tros entwidelt, wobei zahlreiche Fenster eingeworfen worden sind. völliger Redefreiheit nehmen unsere Gegner nach der bekannten Da die Polizei den Zusammenrottungen nicht gewachsen schien, Drückebergermanier den Kampf gegen die Sozialdemokratie nicht ist auf Erfordern heute früh 4 Uhr eine Kompagnie 82 er aus auf. Wir müssen daher, um uns bekämpfen" zu lassen, schon Goslar eingerückt und hat Bosten ausgestellt und Patrouillen in ihre Versammlungen gehen. Aber auch dort weichen uns die Der Herr Eisenbahn- Direktor scheint der Wahlprüfungsdurch die Stadt gesandt. Inzwischen ist aber die Rube wieder Gegner aus, indem sie uns nicht zu Worte tommen lassen. In Rommission Material zur Ungiltigkeitserklärung der Wahl liefern hergestellt. einer von den Antisemiten einberufenen Versammlung in Sagen zu wollen. Hoffentlich kehrt sich kein Arbeiter an diesen Utas Der Sachverhalt ist natürlich ein ganz anderer. Nachdem wurden zwar dem Genossen Timm, auf Protest der Anwesenden, und stimmt nach seiner Ueberzeugung. Dazu ist das geheime am Nachmittage in Bellerfeld die Bersammlung durch die gnädigst 5 Minuten Redezeit gewährt. Unter diesen Umständen Wahlrecht da. Studenten gestört worden war, fand Abends in Klausthal eine verzichtete er aber darauf, sich an der Diskussion zu betheiligen, Don den Welfen einberufene Wählerversammlung statt. Bon und forderte die Parteigenossen auf, ruhig das Lotal zu Für den Inhalt der Inserate übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung Für die hiesigen Abonnenten unseres Blattes liegt der heutigen Nummer ein Prospett der Firma F. E. Bilz in Dresden Radebeul bei. Theater. Mittwoch, den 14. Juni. Opernhaus. Tannhäuser und der Sängerkrieg auf der Wartburg. Neues Theater. Die Anna- Lise. Deutsches Theater. Der Talisman. Berliner Theater. Dorf und Stadt. Friedrich- Wilhelmstädt. Theater. Angot, die Tochter der Halle. Kroll's Cheater. Die Rinder der Haide. Viktoria Theater. Frau Venus. National- Theater. Die Cameliendame. Königl. italienischer Circus Ernesto Ciniselli. Stadtbahnstation Zoologischer Garten. Heute, Mittwoch, den 14. Juni: 2 gr. Vorstellungen 2 mit ausgewähltem Programm, Nachmittags 4 Uhr und Abends 8 Uhr. Nachmittags: Schüler- Vorstellung au ermäßigten Preisen. Loge und Sperrsitz M. 1., sämmtliche andere Plätze M. 0,50. In beiden Vorstellungen Auftreten der bestrenommirten Künstler u. Künstlerinnen, sowie Reiten und Vorführen der bestdressirten Schul- und Freiheitspferde. Achtungsvoll Ernesto Ciniselli, Direktor. ratweil'sche G Bierhallen. Kommandantenstr. 77-79. Täglich: Adolf Ernst- Theater. Der Schwie Auftreten der Leipziger Sänger gerpapa. Alexanderplay- Theater. Maria vom Krystall- alant. Wochent. Winter- Garten. Spezialitäten- Bor- Alf. Sonntags 6 Uhr. Entree 30 Bf. ftellung. Apollo Theater. Spezialitäten Vorstellung. Anerkannt gute Küche. Säle Theater der Reichshallen. Spezia- für Festlichkeiten und Bersammlungen. litäten- Borstellung. Baufmann's Variété. SpezialitätenVorstellung. Gebrüder Richter's Variété. Spe zialitäten- Vorstellung. Carl Koch. Schweizer- Garten am Königsthor. Täglich: National- Theater. Concert, Theater Gr. Frankfurterstr. 132. Einmaliges Gattspiel der Frau " Sarolta- Hoffmann. Einmalige Aufführung: und Spezialitäten- Vorstellung. Geschwister Rigoli, Familie Carlo, Die Cameliendame". Mr. Famera, Max Grabow, Schauspiel in 5 Aufzügen Dissenato, Emma Lucas, Gebr. oon Dumas fils. Regie: Max Samst. Troupe Columbia und Gebr. Vercroa. Raffenöffnung 5%, Ubr.- Anfang der Im Saale: BALL.[ 4199L* Abend- Vorstellung 71/2 Uhr. Im Garten: Gr. Konzert u. Spezialitäten- Vorstellung ersten Ranges. Größtes Spezialitäten- Programm der Residenz. Auftreten von Chansonetten, Sänge Norddeutsche Brauerei. riunen, Tänzerinnen, Glowns, Soubrett., 58. Chaussee Strasse 58. Romifern 2c. 2C. Morgen: Doppel- Borstellung zu eins fachen Preisen. " Der Taugenichts". Hierauf: Berlin bei Nacht. Täglich: Concert. wochentags Entree frei. Bei ungünstiger Witterung im Saal. Die neu eingerichtete Kaffeeküche ist den geehrten Gästen von 2 Eonnabend: Boltsvorstellung. Das bis 6 Uhr geöffnet! Wintermärchen. Castan's Panopticum. Neu: Der Tod als Erlöser. Neu: Die Schreden des Meeres. Bauern- Aufstand! Illusionist. Vorstellungen. Irrgarten. Schreckenskammer. PassagePanopticum. Ostbahn- Park am Rüstriner Play, ( Hermann Jmbs) 4146L Rüdersdorferstr. 71, am Ostbahnhof. Konzert, Täglich: Theater u. Spezialitäten Vorstellung. Pantomimisten- Truppe Garetton, urtom. Tarameter- Droschtenfahrt, Mr. De Dolfs, Neger- Exentric 2c. Volksbelustig. jeder Art. 4 Kegelbahnen zur Verfügung. Moabiter Gesellschaftshaus. Alt- Moabit 80 und 81. Täglich: Oeffentliche Wähler- Bersammlungen Mittwoch, 14. Juni, Abds. 8 Uhr, in folgenden Lokalen: Für den 1. Kreis: Boltz( früher Feuerstein), Alte Jakobstrasse 75, Scheffer's Salon, Inselstrasse 10. Für den 2. Kreis: Berliner Bockbrauerei, Tempelhofer Berg. Für den 3. Kreis: Berliner Ressource, Kommandantenstrasse 57, Buggenhagen, Moritzplatz. Für den 4. Kreis( SO.): Sanssouci, Kottbuserstrasse 4a, Urania, Wrangelstrasse 9-10. Für den 4. Kreis( 0.): Böhmisches Brauhaus, Landsberger Allee, Brauerei Friedrichshain( früher Lips). Für den 5. Kreis: Philipp, Rosenthalerstrasse 38, Bötzow, Prenzlauer Thor. Tages- Ordnung: Die bevorstehende Reichstagswahl. Diskussion. Um zahlreiches Erscheinen ersuchen Central- KrankenDie Einberufer. 13/14 und Sterbe- Kasse der Tabakarb. Verein zur Regelung der gewerbl. Verhältnisse der Töpfer Deutschlands Filiale Berlin 1. Den Mitgliedern zur Nachricht, daß das Mitglied August Buschmann Berlins und Umgegend. Den Mitgliedern zur Nachricht, daß unser Mitglied Julius Calertz 824/14 am Donnerstag, den 8. d. M. verstorben ist. Die Beerdigung findet am Mittwoch, den 14. Juni, Nachmittags 4 Uhr, vom Leichenschauhause ( Hannover'sche Straße) aus nach dem Begräbnißplay der Dankestirche, MüllerDer Vorstand. straße, statt. Um zahlreiche Betheiligung bittet 322/7 am 11. Juni im Urban- Krankenhaus gestorben ist. Die Beerdigung findet am 14. Juni von der Leichenhalle des Jakobi- Kirchhofes in Brig um 7 Uhr Abends statt. J. A.: B. Prengel. Nach kurzem Krantenlager verschied am Montag, den 12. Juni cr., Morgens Neu: Theater- und Spezialitäten- 4 Uhr, unfer Kollege der Kürschner Blaue Grotte. New: Geistertisch. Vorstellung, sowie Concert. Anjang 4 Uhr. Wilhelm Glanz. Wir verlieren in ihm einen treuen stets opferwilligen Freund. Sein Andenken wird uns Allen unvergeßlich Das Wunderpferd. Entree 30 Pf., refervirter Blaz 50 Pf. bleiben. 4127L* Täglich 6-10: Spezialitäten Theater ohne Extra- Entree. = Helmuth Peters.. Restaurant Kaufmann's Variété Zur neuen Post, Am Stadtbahnhof Alexanderplatz. Im prachtu. Sommergarten täglich Beuthstrasse 21. Großer Frühstücks- und Mittagstisch, reichhaltige Abendkarte. 3926 Das Personal der J. Heilbrunn'schen Fabrik. PS. Die Beerdigung findet Donners tag, den 15. Juni, Nachm. 4 Uhr, vom Trauerhause, Friedenstr. 63, aus nach dem Markus- Kirchhof, Wilhelmsberg, statt. Die Beleidigung gegen den Bizewirth, Gerichtsstr. 81, nehme ich zurüc. Schröder. Gr. Garten- Concert Festsäle bis 1000 Personen 8916 und Spezialitäten- Vorstellung. Bei ungünstigem Wetter findet die Vorstellung im Saale statt. Anfang: Sonntags 6 Uhr. Wochentags 8 Uhr. Entree 30 Pf. 43341* zu Hochzeiten und sonstigen FestlichDa der Gürtler Herr Max Wolf feiten, Versammlungen. Vereinszimmer, Oftober u. Dezember Berein" Sängertette" nachgekommen ist, jetzt seinen Verpflichtungen gegen den find noch einige Sonnabende u. Sonn- nehme ich die im Vorwärts" unterm Neue Welt, Hasenhaide. Bergschloss- Brauerei. Heute, Mittwoch: Bei ermäßigtem Eintrittspreis: Kinderfest mit Gratis- Verloosung. 886b Puppentheater. Bonbonregen. Preis- Stangenklettern und Wettlaufen. Komiker- Vorstellung. Pantomime: Der Dorfbarbier. Entree: Erwachs. 15 Pf., Kinder 10 Pf., die Gesch. u. Freiloos erhalten. Morgen Donnerstag: Volks- Frei- Concert und Artißen- Vorstellung. Hasenhaide, BergmannstrassenTh. Keller's Hofjäger, Heute, Mittwoch, den 14. Juni 1893: Ecke. 52/21 Großes Kinderfest mit Gratisverloosung, Hahnenschl., Sackhüpf., Bonbonregen. Großes Garten- Konzert und Ball. Marionetten- Theater, Boltsbelust. Abends: Gr. Fackelzug u. beng. Beleuchtung. Anf. des Konzerts 4 Uhr. Entree 15 Pf., vorher 10 Pf., Rinderbill. nur an der Kaffe. A. Froelich. Morgen Donnerstag: Großes Extra- Militär- Ronzert. Weimann's Volksgarten, Badstrasse. Gesundbrunnen. Pankstrasse. tage frei, an Wochentagen unentgeltlich. 6. Mära er. erlaffene Aufforderung zu Gr. Kinderfreudenfest mit Gratis- Verloosung. Moritz Cohn. rück. Schmiedel's Festsäle, Alte Jakobstrasse 32, empfehle meine hocheleganten Säle Morig. Etablissement Morig- zur Abhaltung jeder Art Festlichkeiten. Play. Buggenhagen. Play. Auch steht den geehrten Vereinen 2c. der große Sommergarten zur Verfügung. Täglich: Instrumental- konyert. Großer Frühstücks- n. MittagsWwe E. Schmiedel. tisch. Spezial- Ausschant von Bahn B. Nieft's Festsäle, hofer Lagerbier, hell und dunkel, An Sonn- und Festtagen Sälen statt. Weberstr. 17, J. A.: Paul Zeitsch. Vereinszimmer 3746* zu 25-30 Personen, zur Bahlstelle geeignet, zu vergeben bei Marosky, Brunnenstr. 38. Einige Stat- Brüder werden verl. Dienstags von 9-11 Uhr in Herrath's Restaurant, Boeckhstr. 7. 358b Brauerei Wedding. 48 Reinickendorferstr. 48 empfiehlt feinstes Werdersch, Weiß-, Weizen und Malzbier in Flaschen und Gebinden: 1/16 T. à 1 Mk., 1/8 T. à 2 Mk.[ 43592* Bestellungen frei ins Haus. By Concert, Spezialitäten 1. Ranges, Familien- Ball. DE Anfang 4 Uhr. Entree 15 Pf., Kinder 10 Pf.[ 387b] Max Weimann. Morgen, Donnerstag: Sommernachtsfest, Concert, Spezialitäten. Central- Verein der Gärtner. Sonnabend, den 17. Juni, in den Concordia- Festsälen, Andreasstr. 64: Grokes Rolen- Fest, unter Mitwirkung des Vereins für volksthümliche Kunst, sowie des Gesangvereins Vorwärts 7. GROSSER BALL. Blumen- Verloosung. Entree 30 Pf. Herren, die am Tanz theilnehmen, zahlen 50 Pf. nach. Das Komitee. findet das Konzert in den oberen empfiehlt sich zur bevorst. Saifon den Vereinen zu Festlichkeiten u. Versamm Entree Wochent. 10 Bf. Sonnt. 25 Pf. lungen. Saal gratis u. sonstige toulante Bedingungen. 34412* Säle für Versammlungen, Rommerse, Festlichkeiten 2c. Vereinszimmer: Flick, Simeonstr. 23. Verantwortlicher Redakteur: Wilhelm Schröder in Berlin. Drud und Verlag von Max Bading in Berlin, SW, Beuthstraße 2. 3895 Cotillon. Hierzu zwei Beilagen 1. Beilage zum„, Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 137. Was hat sich der Wähler für die Wahl am 15. Juni zu merken? Einladungen werden nicht versandt, jeder über 25 Jahre Alte muß uneingeladen am 15. Juni nach seinem Wahllofal Jeder muß in dem Wahllokal wählen, welches für den Bezirk bestimmt ist, in dem seine Wohnung bei Aufstellung der Wähler liften lag. Bevor der Wähler das Wahllokal betritt, versieht er sich mit einem Stimmzettel. tommen. Die Stimmzettel sind außerhalb des WahllotaIs mit dem Namen des Kandidaten, welchem der Wähler seine Stimme geben will, geschrieben oder gedruckt, zu versehen. Wird dem Wähler etwa von einem Vorgesetzten oder sonst wie ein Stimmzettel aufgenöthigt, so kann er sich dadurch helfen, daß er den darauf gedruckten Namen durchstreicht und einen anderen, also den von ihm gewünschten Namen darauf schreibt. Solche Bettel haben volle Giltigkeit. Der Stimmzettel muß von weißem Papier sein und darf nur den Namen Eines Kandidaten enthalten. Ungiltig sind Stimmzettel, die 1. nicht von weißem Papier oder mit einem äußeren Rennzeichen versehen find; 2. feinen oder keinen lesbaren Namen enthalten; 3. aus welchen die Person des Erwählten nicht unzweifelhaft zu erkennen ist; 4. auf welchen mehr als ein Name oder der Name einer nicht wählbaren Person verzeichnet ist; 5. Stimmzettel, die einen Protest oder Vorbehalt enthalten. Mittwoch, den 14. Juni 1893. 10. Jahrg. kapital von 34 455 244 Mark einen Reingewinn von heitszustand vorläufig leider weder öffentliches Auftreten, noch 3 848 106 M., demnach 11,7 pet. erzielten? Ebenso wie der Einzelhandwerker mit seinem Klein betrieb die Konkurrenz mit dem industriellen Großbetrieb nicht mehr auszuhalten vermag, ebensowenig kann der Kleinbauer mit seiner zersplitterten Wirthschaft troh größten Fleißes die Konkurrenz mit dem Großgrundbesizer aus halten. parlamentarische Thätigkeit gestattet. Breslau, den 12. Juni 1898. Die Konturrrenzunfähigkeit des Kleinbetriebes gegenüber Bruno Geiser. dem Großbetriebe ist die Hauptursache des kleinbäuerlichen Nothstandes, von der aber den Bauern seitens der um ihre des Mansfelder Seetreises, dem„ Rönigreich Leuschner", Von der Agitation. Zum ersten Male wurde im Innern Stimmen werbenden Großgrundbesitzern kein Sterbens- von unseren Parteigenoffen eine Flugblattvertheilung vorgenom wörtchen erzählt wird. men. Die Aufnahme der Genossen war, im Gegensatz zu dem, was man erwartet hatte, eine vortreffliche. Das Boltsblatt für Halle" berichtet darüber: Worte wie:" Es wird endlich mal Beit, daß Ihr etwas bringt", oder: Wie lange soll das nur so fortgehen, es ist hohe Zeit, daß es endlich mal anders wird!" börten wir nicht nur von den ländlichen Arbeitern, sondern auch vielerorts von Landwirthen und Geschäftsleuten. Bemerkungen als Schmeicheleien enthielten, waren nicht selten. Bittere Klagen gegen den bisherigen Vertreter Leuschner, die alles andere eher wurden über Wahlbeeinflussung und Maßregelungen von seiten der Großgrundbesitzer und Ortsvorsteher geführt, wie dieselben an voriger Wahl stattgefunden haben. So kam es vor, daß Frauen die Stimmzettel zurückweisen wollten mit dem Bemerken, die bekämen die Männer vom Gute. Doch fehlte es auch nicht an staatsretterifchen Genies, die das Vertheilen von Flugblättern verhindern wollten. Alles in allem haben wir aber den Eindruck, daß, wenn auch Bergrath Leuschner diesmal teinen Durchfall erleidet, er doch nur mit einem sehr starken Kneipen davonkommen dürfte. Der landwirthschaftliche Großbetrieb bebaut mit Mas schinen und relativ wenigen menschlichen Arbeitskräften ungeheure Flächen Landes auf die rationellste Weise. Wissenschaft und Technik bieten ihm stetsfort neue Erfindungen, welche dem Kleinbauer keinen Nußen bringen, da er nicht die Mittel besitzt, von diesen Erfindungen Gebrauch zu machen. Dem Kleinbauer fehlt das Geld, sich in den Besitz von Maschinen und vollkommenen Werkzeugen zu sehen. Es fehlt ihm das Geld und die Gelegenheit, das beste Zuchtund Spannvieh, den besten und billigsten Dünger, das beste Saatforn anzuschaffen. Alle diese Vortheile kommen nur dem Großbetrieb zu statten. Hat der Wähler den Wahlzettel, den er abgeben will, in der In Amerika werden neuestens sogar zur Viehmästung Tasche, so mag er ruhig die von gegnerischer Seite angebotenen Maschinen benützt, Maschinen zum Füttern, automatische Zettel nehmen und diese dann mit dem ihm passenden ver- Einrichtungen zum Tränken, Maschinen zum Reinigen des Viehs. in Bei der Gewerbegerichtswahl in Lüneburg wurden die sozialdemokratischen Kandidaten mit 365 Stimmen gewählt. Dabei konnte nur ein Bruchtheil unserer Genossen an der Wahl theilnehmen, weil das Wahllokal ungenügend war. Die Gegner bekamen auf ihre Liste nur 108 Stimmen. Lokales: tauschen. Todtenliste der Partei. In Mylaui. V. ist der bes Es ist gut, eine Legitimation mit in das Der geringe Besitz des Kleinbauern ist zersplittert, er sonders auch unter dem Sozialistengefeh wohlbewährte Partei2otal zu bringen. Der Wähler muß sich möglichst zeitig am 15. Juni muß mit Bieh und Pflug oft weite Wege von einem genosse Friedrich Hermann Schaarschmidt gestorben. Streifchen Land zum andern machen, er verliert dadurch das Wahllokal begeben. Denn die Wahlhandlung beginnt am Geld und Zeit und die ist bei der Abhängigkeit der Land15. Juni um 10 Uhr Vormittags und wird bereits um 15. Juni um 10 Uhr Vormittags und wird bereits um wirthschaft vom Wetter noch kostbarer ist, als in anderen 6 Uhr Nachmittags geschlossen. Der Wähler, welcher seine Stimme abgeben will, tritt an Erwerbszweigen. den Tisch, an dem der Wahlvorstand sitt, nennt seinen Namen und giebt seine Wohnung, Straße und Hausnummer an. Der Wähler übergiebt, sobald der Protokollführer seinen Namen in der Wählerliste aufgefunden hat, seinen Stimmzettel dem Wahl vorsteher oder dessen Vertreter, der den Zettel uneröffnet in das auf dem Tische stehende Gefäß zu legen hat. Der Stimmzettel muß derart zusammengefaltet sein, daß der auf ihm verzeichnete Name verdeckt ist. Das Siten im Wahllofal und das Notiren der Abstimmenden darf niemand untersagt werden, soweit Platz im Lokal vorhanden ist. Eine durchaus ungesehliche Verfügung ist z. B. die, daß nur Wahlberechtigte oder nur Drtsangehörige im Lokal sich aufhalten dürfen. So ist vom Reichstag und vom schieden. Wahlvorstände, welche irgendwie ungefeßlich vorgehen, Rammergericht bei Gelegenheit der letzten Reichstagswahl entfönnen unter Umständen mit sehr langen Freiheitsstrafen belegt werden. Die Kleinbauern müssen mit der Zeit erkennen, daß sie und die Großgrundbesizer nicht die gemeinsamen Interessen An die Parteigenossen Berlins! Die diesmaligen haben, daß der Großgrundbejizer durch die Vortheile des Reichstagswahlen sind für die innere Entwickelung Deutschlands Großbetriebes dem Kleinbauer eine erdrückende Konkurrenz von vielleicht entscheidender Wichtigkeit. Jedenfalls müssen die macht, ihn zu immer stärkerer Verschuldung des Bodens arbeitenden Klassen ihre ganze Kraft daran sehen, damit das zwingt und mit Wohlbehagen sieht, daß er, wenn die Schulden Ergebniß der Wahl die Hoffnung der Neaktion vernichtet, durch dem Werthe des Gutes sich genähert haben, aus seinem eine ihr gefügige Mehrheit das Wahlrecht verschlechtern zu Gütchen vertrieben wird, damit er durch billigen Zulauf tönnen. In fast allen Wahlkreisen Deutschlands hat unsere sein Gut arrondiren( abrunden) kann. Die Kleinbauern müssen aber auch mit der Zeit ein- Partei Kandidaten aufgestellt, und überall agitiren unsere Gesehen, daß alle ihre Klagen, all' ihre Versuche, ihre unleid- nossen seit Wochen in Stadt und Land aufs allerfleißigste, um liche Lage zu verbessern, wirkungslos find, daß sie sich mit der Partei einen Zuwachs an Mandaten zu verschaffen und die Erkenntniß der ökonomischen Entwickelung sich mit dem Ueber- so großartig bei keiner andern Partei anzutreffen ist, erfordert einer neuen Gedankenwelt befreunden müssen, daß sie in Bahl unserer Stimmen zu vergrößern. Diese Agitation, wie sie gange zur gemeinsamen Großproduktion befreunden müssen. Es naturgemäß auch ungeheuere Opfer. Um diese aufzubringen, Zur gefälligen Beachtung für gewiffe Leute unter ist leichter als man denkt, ihnen klar zu machen, daß 60 Leute ist es dringend nothwendig, daß jeder Anhänger Zur gefälligen Beachtung für gewisse Leute unter im Großbetriebe bei menschenwürdiger Arbeitszeit das unserer Partei nach Kräften Beiträge zu unseren Gegnern!§ 109 des Strafgesetzbuchs lautet: in einer öffentlichen Angelegenheit eine Wahl- Bleiche fertig bringen, als 400 in Zwergbetrieben arbeitende, den Wahlkosten zahlt. Wir appelliren vor allem stimme tauft oder verkauft, wird mit Geblos fcheinbar selbständige Zwergbauern bei 14-16stündiger fängniß von einem Monat bis zu zwei Jahren Arbeitszeit. Wer die schon so oft glänzend bewährte Opferwilligkeit bestraft; auch tann auf Verlust ber bürger. Es wird den Bauern der Satz leicht verständlich ge- der Berliner Arbeiter! Und wir wissen, daß sie wie immer lichen Ehrenrechte erkannt werden." Die Kleinbauern und die Sozialdemokratie.") macht: " Wer da hat, dem wird gegeben, wer nicht hat, dem wird genommen, was er hat!" Es wird ihnen bei einiger Arbeit einleuchten, daß Groß betriebe weitherum möglich sind, wo jetzt nur Kleinfelder wirthschaft mit elendem Ertrage existirt. so auch diesmal ihre Schuldigkeit im vollsten Maße thun werden. Weiter bitten wir alle diejenigen Parteigenossen Berlins, die es irgend ermöglichen können, sich am Wahltage von der Arbeit frei zu machen und sich zur Besorgung der Wahlarbeiten Daß blos im Großbetriebe sich eine rationelle Donnerstag, den 15. Juni, früh 7 Uhr, In ganz Europa, von ganz vereinzelten eng begrenzten Vertheilung der Hauptkulturen vornehmen läßt, daß in folgenden Lokalen uns zur Verfügung zu stellen. Landstrichen abgesehen, geht der Kleinbauerstand dem wirth sie Maschinen anschaffen, mit Maschinen säen, Unkraut schaftlichen Untergange entgegen. Die Hypothekenverschuldung jäten, ernten, dreschen, Früchte reinigen sollen, daß sie 1. Wahlkreis: Trieschmann, Jüdenstr. 55. hat ganz ungeheuere Dimensionen angenommen. Die Haupt Großställe anlegen müssen mit auserlesenem Zuchts, Bug2. Wahlkreis: Bodbrauerei, Tempelhofer Berg. last dieser Zinstnechtschaft ruht auf den Kleinbauern wie und Mastvich, daß sie die zahllosen unnüßen Feld3. Wahlkreis: Gründel, Dresdenerstr. 116. folgende Zahlen, die Meißen für Preußen im Jahre 1884 wege mitsammt den kleinen Aeckern zu großen Kulturflächen 4. Wahlkreis: O. Hente, Blumenftr. 88. berechnet hat, ergeben: Im ganzen überstieg die Real umpflügen müssen, daß sie den Boden durch Entwässerung SO. 3ubeil, Naunynftr. 86. verschuldung bei Fideikommissen den Grundsteuer- Reinertrag oder Bewässerung, je nach Bedarf verbessern müssen, daß 5. Wahlkreis: Pyrtet, Gipsstr. 3. 6,2- fach, bei großen Gütern 28,1- fach, bei Bauernhöfen fie Engros den besten und ergiebigsten Dünger anschaffen 6. Wahlkreis: Germania- Festfäle, Chausseestr. 103. 18- fach, bei bäuerlichen Stellen 18,7- fach und beim Klein sollen, daß sie die Obstbaumzucht und den Gemüsebau nach befize 46,1- fach. Mit anderen Worten der Besitz des den bewährtesten wissenschaftlichen Methoden betreiben Die Vertrauenspersonen Berlins. Kleinbauern ist mehr als doppelt so stark verschuldet als müssen, daß die Arbeitslast mehr und mehr von Die Adressen der Vertrauenspersonen der sechs Berliner der andere landwirthschaftliche Besiz. Menschen genommen und der Maschine überbürdet wird, Die Bauern werden das wohl einsehen, sie werden aber 1. Wahlkreis: Aug. Zäterow, Zimmerstr. 95/96, S. 8 Tr. einwenden, wenn wir ärmsten unser weniges zusammen J. Timm, bei Butzke, Friedrichstr. 39, H. 8 Tr. legen, so werden wir doch nicht so vernünftig produziren 2. Wahlkreis: H. Werner, Bülowstr. 59, Restauration. tönnen. Dies wird man rückhaltslos zuzugestehen haben und 3. Wahlkreis: St. Friß, Fürstenstr. 11, 4 Tr. dann darauf hinweisen, daß dem Kleinbauer kein Heil in W. Börner, Ritterstr. 108, Laden. Die landwirthschaftliche Verschuldung hat seit 1884 in Preußen gewaltig zugenommen, wie die folgende Bahlen zeigen werden: Es wurden im Jahre neue Hypotheken aufgenommen alte bezahlt Stadt Land Wahlkreise sind: er kapitalistischen Wirthschaftsordnung erblühen kann, daß 4. Wahlkreis SO: W. Erbe, Görligerstr. 57, 8 Tr. ihnen aber die sozialistische Gesellschaftsordnung all' das 4. Wahlkreis O: ob. Wenge 13, Fruchtstr. 30, Qugb. 3 Tr. bieten fann und wird, was sie brauchen um mit geringer Stadt Land 1886/87 1004 810 000 1887/88 1888/89 1 128 050 000 624 160 000 567 620 000 1889/90 1 484 590 000 1 348 400 000 583 120 000 651 930 000 462 100 000 472 800 000 Die neuen Hypotheken überstiegen die getilgten alten 570 520 000 361 270 000 624 410 000 670 010 000 491 000 000 479 590 000 H. Baumgarten, Posenerstr. 4, v. 8 Tr. Arbeit aus ihrem Boden bedeutend größere und bessere Er- 5. Wahlkreis: 2. Möller, Sophienstr. 9, v. 3 Tr. träge zu schaffen als ihnen dies bisnun möglich war. In den antikollektivistischen Bauernschädel, auf dem die Fr. Krüger, Hirtenstr. 10, Restauration. Witzel, Ackerstr. 29, Restauration. W. Marten, Ackerstr. 44, 2 Tr. Pfarr, Wilsnackerstr. 49. im Jahre 1886/87 um 567/2, 1887/88 um 6544/5, 1888/89 Gerade mit dieser ganz prinzipiengetreuen Agitation 6. Wahlfreis: E. Bingau, Bionstirchstr. 7, S. part. um 845, 1889/90 um 99334 Millionen. Der ländliche werden wir, wenn man mit dem Bauer richtig zu verkehren Grundbesih wurde in diesen 4 Jahren in Preußen allein versteht, die größten Erfolge erzielen. mit über 720 Millionen neuen Schulden belastet; da nun diese Schulden zum erheblichen Theile von Kleinbauern auf- Hoffnungen der Schäffle und anderer Berfechter unserer Achtung! Diejenigen Genossen, welche gewillt und in der genommen wurden, hat sich ihre Lage unzweifelhaft ganz Eigenthumsordnung beruhen, läßt sich das sozialistische Lage find, am Tage der Wahl im ersten 23ahlkreis miterheblich verschlechtert, zu einer Zeit, wo die Getreidezölle, Gift leichter einträufeln, als man gemeiniglich annimmt. zuhelfen, werden ersucht, sich in folgenden Lokalen von 7 Uhr Morgens ab einzufinden: welche dem Kleinbauern angeblich so viel nützen sollten, Schon die nächsten Wahlen werden es beweisen! in ihrer vollen Höhe die Getreidepreise beeinflußten. Dann wird der Bauer nicht mehr in sich hinein Für die Stadtbezirke 1-5: 3entral Bureau: Jüdenftraße 55, Ecke der Sieberstraße Infolge der steigenden Hypotheken werden die Klein- knirschen:" Ich säe wohl, ich pflüge und jäte, ich arbeite bei Trieschmann. bauern alljährlich in großer Bahl von Haus und Hof ge- und schwitze, bis mir die Rippen krachen, aber ich ernte trieben, die übrigen sind zu Zinsbauern herabgedrückt, sie zum Nutzen des Andern und mein Erbtheil ist: Arbeit und müssen sich vom Morgens früh bis Abends spät mit Frau Darbniß!" Er wird dann begreifen, daß er Sozialdemokrat und Kind quälen, blos um dem Gläubiger rechtzeitig den Bins zahlen zu können, damit sie weiter auf der Scholle werden muß. Er wird dann auch freudiger zu hoffen beginnen, er wird mit der Zeit von der Interessensolidarität geduldet werden. Warum leidet der Kleinbauer hente so sehr, während der mit der ganzen Arbeiterklasse erfüllt werden. Er wird vernünftig betriebene Großgrundbesiz trotz aller Klagen der dann zum Mitkämpfer für eine bessere Zukunft des nothleidenden Großgrundbesizer" trefflich prosperirt, die am Menschengeschlechtes werden. besten widerlegt werden durch den Nachweis, daß im Jahre 1891 87 landwirthschaftliche Großbetriebe mit einem Mit Benutzung der unseren Genossen, speziell denen auf dem Lande, aufs wärmste zu empfehlenden Schrift von Professor Dr. Arnold Dodel: Bauer, Arbeiter und Wissenschaftler( Stutt gart, J. H. W. Dieß 1898). Preis 75 Pf. . 6-9: Grünstr. 21 bei Sommer. 10-18: Holzgartenstr. 5 bei Stockfisch. 14-16: Kronenstr. 33 im Restaurant. 17-20: Taubenstr. 41 bei Carl Dullin. 288 u. 284: Claudiusstr. 19 bei Wendt. Das Wahlkomitee. Achtung, Parteigenoffen des 4. Wahlkreises. Die zum 14. Juni nach den„ Kontordia- Festfälen" anberaumte und durch Säulenanschlag bereits bekannt gemachte Versammlung findet Umstände halber nicht statt. Das Wahlkomitee. Parteigenossen und Genoffinuen des 4. Berliner Reichstags. Wahlkreises! Erklärung. Um Mißdeutungen entgegenzutreten, erkläre Alle diejenigen, die am Tage der Wahl ihre Kräfte der ich, daß ich nur nothgedrungen meine Reichstags Randidaturen Partei zur Verfügung stellen wollen, können sich in nachfolgenden niedergelegt habe und zwar deswegen, weil mir mein Gesund- Lokalen melden: Parteinachrichten. B " Für den Osten: Lange, Elisabeth- und Waßmann- ihren Gemeinheiten auf den fleineren Kreis der Führer" be- I graben entlang nach der Eifernen Brücke zu, wo sie aufgehalten straße Ecke; W. Lock, Friedrichsbergerstr. 11; 3ippte, Mar- schränken. Früher war es der Arbeiter, vor allem der Maurer, wurden. Unterwegs sprang der Eigenthümer und Führer des fusstr. 14, Ecke Grüner Weg; Spietermann, Markusstr. 6; der sich in bürgerlichen Blättern zum Frühstück seine Flasche Wagens von seinem Sih, herab und erlitt eine bedeutende KopfBabel, Frankfurter Allee 90, Ecfe Möglmerstraße; E. Böhl, Champagner faufte oder an der Straßenece seine 25 Austern im verlegung. Auf dem Hofe des Grundstücks Brunnenstraße Frankfurter Allee 72; Krause, Landsberger Allee 153; Vorbeigehen verzehrte. Jezt schlemmen und prassen nur mehr Nr. 171 gerieth der Maler Kußner mit dem 28 jährigen Sohne Radtke, Krautstraße 48; 2. Böhl, Rüdersdorferstraße 8, die um Bebel und Singer herum". Arme Germania", wie des Hauseigenthümers in Streit und versette diesem einen Wagner, Königsbergerstr. 33; G. Tempel, Langestr. 65; sehr hat dich der Kampf mit geistigen Waffen auf den Hund Stoß vor die Brust. Der Gestoßene taumelte gegen die Wand Ungering, Breslauerstr. 27. gebracht! und begab sich sogleich nach seiner Wohnung, wo er bald darauf und bei den Vertrauenspersonen R. Wengels, Fruchtverstarb. Der Zhäter wurde verhaftet. Jm Spandauer straße 30, Hof III, S. Baumgarten, Bosenerstr. 4, III. Die Schöneberger Bauern find bekanntlich Millionäre Schifffahrts- Kanal bei der Eisenbahn- Ueberführung am Südufer Für den Südosten: Fr. 3ubeil, Naunynstr. 86, und große Herren" dadurch geworden, daß sie ihr Ackerland zu wurde die Leiche eines Mädchens angeschwemmt. Abends fiel Rohr, Naunynstr. 78, Toltdorf, Görligerstr. 58, Schaier, Bauspekulationszwecken verkauften. Troßdem die Bauern ihr ein siebenjähriger Knabe aus dem Küchenfenster der im 2. Stock Reichenbergerstr. 54, Spindler, Reichenbergerstr. 118, Staber Land gewiß anständig bezahlt erhalten haben, machen doch die des Hauses Reichenbergerstr. 51 belegenen Wohnung seiner Eltern nack, Bücklerstr. 49 und bei der Vertrauensperson Erbe, Gör- Terrainspekulanten noch immer ein großartiges Geschäft, wie aus auf den Hof hinab und erlitt einen Bruch des Borderarmes und ligerstr. 57. Auch alle diejenigen Mitglieder des Wahlvereins, dem Geschäftsberichte der Schöneberg- Friedenauer Terrain- Gesell- einen Schädelbruch. In der Nacht zum 13. d. M. erhielt in sowie Genossen und Genossinnen, die ein Interesse daran haben, fchaft für das Jahr 1892/93 recht augenfällig zu Tage tritt. der Mariannenstraße, beim Heinrichsplay, der Wächter von einem daß am 15. Juni der 4. Berliner Reichstagswahlkreis an der Der Bericht konstatirt, daß trotz der ernsten Krisis, welche die Manne, den er zum Weitergehen aufgefordert hatte, mittels eines Spize aller Wahlkreise steht, ersuchen wir, am Dienstag Abend neue Baupolizei- Ordnung für die Vororte von Berlin hervorrief, stumpfen Gegenstandes einen so heftigen Schlag vor den Kopf, 7/2 Uhr sich in denselben obengenannten Lokalen zur Flugblätter- das Unternehmen sich doch in„ erfreulicher Weise" entwickelt habe. daß er besinnungslos zu Boden fiel. Er wurde auf der Sanitätsvertheilung zu melden. Das Wahlkomitee. Es wurden verkauft im Ganzen 3 ha 3 a 61 qm Terrain mit wache im Görliger Bahnhof verbunden. Im Laufe des Lages einem Nußen von 494 222 M. Nach Abzug der Abschreibungen fanden zwei Brände statt. Genoffen! and bleibt ein Gewinnüberschuß pr. 1892/93 von 441 978 M. Dazu tommt der Vortrag von 1891/92 mit 99 754 M., macht zusammen einen Gewinnüberschuß von 541 738 M.! Davon erhält der Aufsichtsrath als Zantième 35 358 M., vertheilt werden 12 pet. eido d Dividende und 266875 m. bleiben als Vortrag pr. 1893/94! Und wer bezahlt schließlich Alles? Die Bauarbeiter und Wohnungsmiether! s Am Mittwoch, den 14. Juni, Abends 7 Uhr, gelangt das legte Flugblatt im V. Wahlkreise zur Massenverbreitung. Wir bitten in den folgenden drei Lokalen: Hirtenstraße 10, Neue Königstraße 89, Kleine Hamburgerstraße 27 fich recht zahlreich einfinden zu wollen, und rechnen wir besonders leber den Landgerichtsrath Curtins, der vor einigen auf die Unterstüßung aus anderen Wahlkreisen. Das Wahlkomitee. Achtung! Rigdorf! Parteigenossen! Der 15. Junt, der Tag der Entscheidung, ist vor der Thüre, der Tag, an dem die arbeitende Klasse von ihrem heiligsten Rechte Gebrauch machen kann, um der herrschenden Klasse zu zeigen, daß sie mit den bestehenden Zuständen nicht länger zu frieden ist. Es ist nun Pflicht eines jeden Parteigenossen, soll die Partei als Sieger auch in unserem Wahlkreis Teltow- Beestow- Stortow Charlottenbung hervorgehen, was unter allen Umständen ge: schehen muß, daß er seine ganze Kraft im Dienste der Partei zur Verfügung stellt. Gerade dieser Wahlkreis hat unter dem Drucke, in dem die ländliche Bevölkerung gehalten wird, zu leiden. Darum ist es doppelt nothwendig, daß die größeren Ortschaften eine doppelte Stimmenzaht aufzuweisen haben. Gleichzeitig mache ich darauf aufmerksam, daß das Wahl resultat in der Neuen Welt" verkündet wird. Der Defonom Herr Bethke hat seine ganzen Räumlichkeiten zur Verfügung gestellt. Verkündigung der Wahl im Bal champêtre. Die Vertrauensperson Robert Röppen. = Den Genossen von Rummelsburg biermit zur Kenntniß. daß der Sitz des Lotal Wahlkomitees am Tage der Wahl im Lotale des Herrn Borchmann, Hauptstr. 83, sich befindet. Alle diejenigen, welche am Tage der Wahl heljend thätig sein wollen, mögen fich Vormittags um 9 Uhr dort einfinden. Desgleichen find alle event. vorkommenden Unregelmäßigkeiten sofort dorthin zu berichten. Tagen durch Selbstmord endete, bringen jetzt die bürgerlichen Blätter ausführliche Mittheilungen, wonach derselbe schon seit länger als Jahr und Tag ein Benehmen als Richter zeigte, das nahezu auf Unzurechnungsfähigkeit schließen ließ und Anlaß zu mancherlei Beschwerden gab. Daß dieses erst jetzt, nach dem Tode des Curtius in die Deffentlichkeit tritt, während bei seinen Lebzeiten tiefes Schweigen darüber beobachtet wurde, zeigt, wie schlecht es mit dem Rechtsbewußtsein der Bourgeoisie und ihrer Presse bestellt ist, und wie ihre Feigheit sich nicht heranwagt an irgend einen Träger der Autorität, und wenn derselbe selbst geistestrant wäre. " " Charlottenburg. Wir ersuchen noch einmal alle Genossen und Genoffinnen, in der bisher bewährten Agitation bis zum Siege nicht zu erlahmen, sowie am Tage der Wahl mit aller zur Verfügung stehenden Kraft und Energie für unsere gerechte Sache einzutreten. Ferner bringen wir den diesbezüglichen Theil der in der ersten Wählerversammlung angenommenen Eine eigenartige Kindesaussetzung hat am 7. b. M. Resolution in Erinnerung, daß überall, da wo Maßregelungen nicht zu befürchten sind, am 15. Juni die Arbeit ruhen soll. Genossen, die noch nicht wahlberechtigt sind und am Wahl: tage in Ober- Barnim helfen wollen, mögen sich am Mittwoch beim Genoffen Bruns, in der Buchhandlung des Vorwärts", Beuthstr. 2, melden. od 191 Gerichts- Beifung: welcher die am 18. März cr. auf rothem Papier gedruckte In dem Prozesse gegen den Schloffer Emil Müde, Nummer des Sozialist" als verantwortlicher Redakteur" ge zeichnet hatte, wurde gestern vor der vierten Straffammer des Landgerichts I das Urtheil verkündet, nachdem die Verhandlung bereits vor acht Tagen stattgefunden hatte. Das Gericht war der Ansicht, daß der Artikel in der erwähnten Nummer, der der Anflage zu Grunde lag, in hohem Grade zu Gewaltthätigkeiten verschiedener Bevölkerungstlaffen gegen einander aufreize und er tannte deshalb gegen den Angeklagten auf eine Gefängnißftrafe von zwei Monaten. " Gegen denselben Angeklagten, sowie gegen den Drechsler Frizz Krengel wurde sodann eine Anklage wegen Verbreitung unzüchtiger Schriften verhandelt. Der Lettere figurirte auf der ersten Nummer des„ Sozialist" als Redakteur. In derselben befand sich ein Auffas unter der Ueberschrift Thesen über die Prostitution". Dasselbe Thema behandelte ein Artikel Unmoralische Gedanken" der in Nr. 5 des Sozialist" erschien und für den der Angeklagte Mücke die Verantwortung zu tragen hatte. Der Staatsanwalt hielt beide Artikel für unzüchtig und unfittlich, er beantragte gegen die Angeklagten eine Geldstrafe von je 200 M. Der Gerichtshof schloß fich indessen den Ausführungen des Vertheidigers, Rechtsanwalt Freudenthal, an und fällte ein freisprechendes Urtheil. Man möge über den Inhalt der beiden Artikel denken wie man wolle, der Begriff der Unzucht sei darin nicht zu finden. Mit ihrer Ohnmacht wächst noch die Gemeiuheit, von welcher man glaubte, daß die Nationalliberalen während der Beit ihrer Blüthe bereits den höchsten Gipfel er stiegen hatten. An die Wähler des dritten Berliner Reichstags- Wahlkreises" wird jetzt von dieser Partei, bei der Vaterland, Ehre, Gewissen, Recht und Freiheit nur heuchlerische Phrase ist, ein Flugblatt verbreitet, welches die Neden ihres Kandidaten, Justizrath Winterfeld, und des Eisenbahndirektors a. D. in einer Bersammlung, die am Sonnabend stattfand, wiedergiebt. Der Nationalliberalismus hat unser Volt mehr im Innersten geschädigt, als es ein äußerer Feind jemals vermöchte. Und Diese Partei der Lüge und Charakterlosigkeit erfrecht sich, in dem Flugblatt von der mit französischem Gelde geleiteten sozialdemokratischen Agitation" zu reden und zu erklären, daß ein Freigesprochen von der Anklage wegen Aufreizung erheblicher Erfolg der Sozialdemokratie ein halber Sieg der um klassenbaß wurde heute der Parteigenosse Wilte. Franzosen" wäre. Wenn Deutschland wirklich einmal einen Krieg Das Vergehen sollte der Anklageschrift zufolge begangen fein in führen und in demselben Mißerfolge haben sollte, das nationals der Märznummer", welche Wilte f. 8. herausgegeben hat. Das Lokal Wahlkomitee. liberale Rapitalisten- und Professoren- Gesindel wäre zuerst bereit, Die Beschuldigung, fich auf Kosten der Kompagute Weißenfee. Genoffen, welche am Wabltage helfen wollen, dem Feinde die Hand entgegenzustrecken. bereichert zu haben, war gegen den Hauptmann und Chef der mögen sich schon in der am Mittwoch im Sternecker" stattfinden- Der Schlächtermeister Herr Mag Heyder, Grünauer: 12. Kompagnie des 3. Brandenburgischen Infanterie- Regiments den Versammlung, in welcher unser Kandidat, Genosse Stadtstraße 31, theilt uns mit, daß die in der gestrigen Notiz auf- Nr. 20 in einer an die Militärbehörde gerichteten Eingabe er. hagen, sprechen wird, beim Wahlkomitee melden. Am Wahl- gestellte Behauptung, er habe auf einer Sammelliste die von hoben worden, welche der hiesige Gastwirth Lintow entworfen tage ist Treffpunkt Morgens 7 Uhr beim Pfeifen- Müller. seiner Frau gezeichneten 50 Pf. wieder ausgestrichen und gefagt: und unterschrieben und welche seine Frau geschrieben hatte. Gleichzeitig werden Alle, welche noch im Besitz von Sammel- Für solches Gesindel gebe ich nichts!" vollständig un- Lintow, der selbst bei jener Kompagnie in Wittenberg gedient liften find, aufgefordert, spätestens am Wahltage abzurechnen. wahr sei. Er sei während der Beit garnicht im Geschäft ge- hatte, behauptete in der Eingabe, der Hauptmann v. Raden, Das Wahlfomitee. wefen, und feiner Frau habe nicht eine Kundin, sondern ein jetzt Major 3. D. in Frankfurt, habe aus den Beständen der eines Mädchen Abends gegen 10 Uhr eine Lifte präsentirt, auf Stompagnie, ohne dazu befugt zu sein, sich öfters Holz und welche sie einfach deshalb nichts gegeben habe, weil ihr nicht Rohlen anfahren lassen und dafür einen Preis an die von ihm selbst verwaltete Kompagniekasse gezahlt, der hinter dem Werthe flar war, welchen Zwecken die Liste dienen sollte. Wir ersuchen den betreffenden Genossen, der uns die gedachte des Heizmaterials weit zurückstand. Weitere haarsträubende Sachen bezüglich des Herrn Majors sollten noch zur Kenntniß Notiz brachte, sich in der Nedaktion persönlich einzufinden. der Behörden gelangen. Hauptmann v. Raden habe auch ihm, dem Verfasser der Eingabe, und seiner Frau die Ehre abzu gegen 9 Uhr Abends eine unbekannte Frauensperson in der schneiden versucht, indem er den Unteroffizieren verboten habe, Andreasstraße zu Wege gebracht: fie gab einem zehnjährigen in Berlin bei Lintow zu verkehren oder Briefe mit ชิน wechseln, und indem er andererseits Mädchen ein wenige Monate altes Kind männlichen Geschlechts demselben feiner, Lintow's, Frau geäußert habe, dieselbe mit dem Ausuchen, es seinem Vater zu überbringen, der in von Angabe war nur ein Vorwand, sich des Knaben zu entledigen; haften Rufes zu verstehen pflege. Der Staatsanwalt erhob auf einem bestimmten Haufe der genannten Straße wohne. Diese fei ein Schäufmädchen gewesen, worunter man Personen zweifels denn als das Mädchen bald nachher unverrichteter Sache zurück grund dieser Beschuldigungen Anklage gegen Lintow und fehrte, war die Auftraggeberin verschwunden. Das Kind wurde Frau wegen Beleidigung des Offiziers, und die Sache wurde durch das zuständige Polizeirevier dem Waisenhause in der Alten nach jahrelanger Voruntersuchung zc. heute vor der 4. Straf Jakobstr. 33 überwiesen. Beugen, die zur Sache Auskunft geben tammer des Landgerichts verhandelt. Die Beweisaufnahme getönnen, wollen sich im Zimmer 319 des Polizei- Präsidialgebäudes staltete sich äußerst günstig für Lintow. Es wurde feitmelden. Die Frauensperson steht in den zwanziger Jahren, hat gestellt, daß der Hauptmann von Kaden in den 9 Jahren, wäh dunkles Haar mit sogenannten Bonnys, trug ein braungestreiftes rend deren er die 12. Rompagnie befehligte( 1882 bis Kleid und führte einen braunen Deckelforb mit sich. Februar 1892) in einer großen Anzahl von Fällen auf seinen Aus Furcht vor der Polizei ist wiederum ein Selbst- Befehl Holz aus dem Kompagniekeller erhalten hat, wofür er pro Klobe 10 Pf. bezahlte, während nach dem Urtheil der mordverfuch zurückzuführen. Der 36 Jahre alte Mülltutscher Schönemann hatte das Unglüd, mit einer Droschke in der Müller: Beugen und eines Sachverständigen die Sloben 15 bis 20 f. werth waren. Eine amtliche Auskunft der Kasernenverwaltung straße zufammenzufahren und sollte von einem Schuhmann fest theilt mit, daß jeder Berkauf von etwaigen Ersparniffen an gestellt werden. Um sich nun einer ihm bevorstehenden Strafe zu Heizmaterial- Beständen der Kompagnie verboten war. entziehen, wartete er das Erscheinen des Beamten nicht ab, schiedene Beugen befunden ferner, daß auch zur Anfuhr von sondern knüpfte sich kurz vorher an einem Kirschbaum im Garten Stohlen für den Hauptmann der Kompagniewagen verlangt worden des Grundstücks Wüllerstr. 75 auf. Seine Frau hatte die Auf- ist. Da aber der Hauptmann unter dem Eide bestreitet, regung bemerkt und kam noch rechtzeitig hinzu, um ihn los Kohlen empfangen zu haben, und von den Zeugen niemand zu zuschneiden und der Charitee zuführen zu lassen. fagen vermag, daß die Kohlen auch wirklich an den Hauptmann felbst gelangt sind, so wird die diesbezügliche Behauptung der Angeklagten als nicht erwiesen angesehen. Der Staatsanwalt beantragte für beide Angeflagte je 100 M. Geldstrafe wegen Beleidigung. Das Gericht fam jedoch zu einem freisprechenden Urtheil, indem es folgendes feststellte: In der Eingabe feien Thatsachen behauptet, welche allerdings geeignet feien, den Haupt mann v. Kaden in der öffentlichen Meinung herabzusetzen. Ausdrücke feien gebraucht, die zweifellos beleidigender Natur feien. Aber der Beweis sei erbracht, daß v. Kaden Holz, das er sich nicht aneignen durjte, fich habe anfahren lassen und einen geringeren Preis dafür gezahlt habe, als das Holz werth war. Bezüglich der Kohlen sei der Beweis nicht erbracht. Den Angeklagten müffe der§ 193( Wahrnehmung berechtigter Interessen) zugebilligt werden. Aus der Form der gebrauchten Ausbrücke ergebe sich die Absicht der Beleidigung nicht, sondern nur eine nach dem Urtheile der Angeklagten zutreffende Kritik. Unter anderem bezögen fich die weiteren haar sträubenden Sachen", welche noch zur Kenntniß der Behörden Aus Friedrichsberg wird uns mitgetheilt, daß der Oberlehrer Kräutlein am Sonntag Nachmittag nach Schluß des KinderGottesdienstes die Kinder aufgefordert, wenn deren Eltern es erTauben, sich nächsten Dienstag und Mittwoch Nachmittag bei ihm einzufinden, um Flugblätter zu vertheilen. Es wird uns nicht geschrieben, von welcher Partei die Flugblätter herrühren, wahrscheinlich bürsten es fozialdemokratische sein, aber nichtsdestoweniger halten wir diese Verwendung von Schulkindern durch den Lehrer für abfolut unzulässig. " Ultramontane Buschkleppereien. Die Germania" bringt folgendes Wahlmärchen: Proletarier- Glend." Im sozialdemokratischen Hauptquartier in Berlin gab es in den letzten Wochen viel Arbeit für die große Mobilmachung und Parade" am 15. Juni. Vor einigen Tagen war nun wiederum eine Anzahl Herren vom Generalstab der Herren Bebel und Singer in der Dorotheenstraße in Berlin zu löblichem Thun verfammelt", aber die Herren Proletarier waren der Arbeit überdrüffig geworden und beschlossen, etwas Bernünftigeres" anzufangen und nach Dressel zu gehen.( Das Restau Angefchwemmt wurde vorgestern Abend um 6 Uhr in Moabit rant Dreffel Unter den Linden ist bekanntlich das feinste unter der leberjührung der Stadtbahn im Landwehrkanal die und theuerste Restaurant in Berlin. Wie gesagt, eiche einer unbekannten Frau. Nach aufgefundenen Papieren so gethan. Die Herren Proletarier", von denen einer im scheint es sich um ein Dienstmädchen Amalie Meyer zu handeln, Vorwärts" oft genug über das Proletarier Glend bittere das vor einiger Zeit in dem Haufe Perlebergerstr. 20 in Stellung Selage geführt hat, thaten sich bei Dressel etwas sehr viel zu gute, war. Bermuthlich liegt Selbstmord vor, da Verlegungen an der sehen war. aber es follte ihnen nicht gut befommen. Einige Genossen" Todten nicht wahrzunehmen sind. Näheres hat sich über den hatten nämlich von diesem Besuch bei Dressel Wind" bekommen. Vorgang noch nicht feststellen lassen. stager Ob es nun Neid war, der sich in ihnen regte, oder ob gerechter Infolge von Krämpfen in das Wasser gefallen ist heute die von den Arbeitergroschen des hungernden Proletariats leben, Morgen um sieben Uhr der 51 Jahre alte obdachlose Arbeiter wollen wir dahingestellt sein laffen; genug, die" Genossen", welche August Pfeiffer am Humboldthafen. Schiffer hatten den Vorbei Dressel einer bei Bourgeois Millionären und Garde- Offizieren gang bemerkt, eilten in einem Fahrzeuge hinzu und ergriffen ihn, üblichen fostspieligen Schlemmerei" gefröhnt hatten, werden von als er wieder an die Oberfläche emportauchte. Pfeiffer batte üblichen kostspieligen Schlemmerei" gefröhnt hatten, werden von aber schon so viel Wasser schlucken müssen, daß er in schwer anderen zielbewußten Genossen" nicht etiva öffentlich im trantem Bustande nach einem Krankenhause übergeführt werden „ Vorwärts", sondern unter vier Augen zur Verantwortung ge mußte. zogen. Aus der sozialdemokratischen Partei sind sie aber Unwille über eine solche feudale Schlemmerei" von„ Genossen", " " 119 Bers beshalb nicht hinausgeflogen", denn als Rechtfertigung" Der Steckbrief gegen den Bankdirektor Sternberg be- tommen sollten, auf Beschwerden, die nach gerichtlicher Fest führten sie an, sie hätten nur die Schlemmerei" der Bourgeois zieht sich auf die$$ 180, 181, 2, 48 und 74 bes Strafgefeß- stellung Sintom nach Absendung der hier in Frage stehenden bei Dressel aus eigener Anschauung und Erfahrung fennen buches.§ 180 betrifft Ruppelei,§ 181 schwere Kuppelei, und Eingabe an die Militärbehörde gesandt habe. Die Angeklagten lernen wollen, um desto wirksamer dagegen auftreten zu können. zwar der Absatz 2 desselben insbesondere die Verkuppelung durch wurden daher, wie bemerkt, freigesprochen und die nicht geringen Geglaubt hat diese Ausrede natürlich niemand, nur hat sich auch die eigenen Eltern, Pflege- Eltern, Vormünder, Geistliche und Rosten des Prozesses der Staatstaffe auferlegt. bei anderen Genoffen" der Wunsch geregt, ebenfalls aus eigener Lehrer.§ 48 handelt von der Anstiftung und§ 74 über das Anschauung und Erfahrung die Schlemmerei der Bourgeois bei zusammentreffen mehrerer Verbrechen oder Vergehen. Es dürfte Dressel es tönnte auch bei Hiller oder Uhl sein tennen zu sich also hier um eine in der noblen Welt nicht seltene Gelernen, bevor noch der Zukunftsstaat mit der allgemeinen Bolts- pflogenheit handeln, in der man sich zur Befriedigung seiner füche ins Leben tritt. Die sozialdemokratische Parteikasse, die sich üste junge, unschuldige Mädchen von der eigenen Mutter vervon den Arbeitergroschen nährt, ist ja reich genug, um noch fuppeln läßt. einigen anderen verdienten" Genossen von der Partei,, Einfach Sekt". Was an die Gäste gewiffer Ball Lokale bisweilen verzapft wird, zeigte recht anschaulich eine heute vor der zweiten Straftammer hiesigen Landgerichts I geführte Verbandlung gegen den Restaurateur Andreas Barton wegen wiederholten Betruges. Der Angeklagte ist der Besizer des am Schiffbauerdamm Nr. 1 belegenen Bergnügungslokals Raiserleitung ein solches" Bourgeois- Bergnügen zu gestatten. Was Polizeibericht. Am 12. d. Mts. Morgens sprang eine Saal", in welchem sich Abends lebenslustige Herren mit fefchen fagen die sozialdemokratischen Arbeiter im unter fittenpolizeilicher Aufsicht stehende Frauensperson, als sie Damen zu Tanzvergnügen und geistreicher Unterhaltung zu Lande dazu?" verhaftet werden sollte, aus dem Fenster ihrer im ersten Stock fammenfinden. In dem Lokale herrscht Weinzwang, und um Was die sozialdemokratischen Arbeiter dazu sagen? Nun, sie des Hauses Bergstr. 2 belegenen Wohnung auf den Hof hinab Mitternacht, wenn dort das Leben beginnt, knallen die Ghamnehmen einfach Notiz davon, daß die bürgerlichen Blätter ob und erlitt außer einer Berstauchung beider Beine anscheinend pagnerkorten, und die Gläser flingen so luftig zusammen, als aus Feigheit oder aus erwachendem Schamgefühl, möge dahin innere Verlegungen, so daß ihre Ueberführung nach der Charitee gäbe es in der Welt teine Sorge und keinen Rummer. Da gestellt bleiben nicht mehr wie früher ihr Gift gegen die erforderlich wurde.- In der Georgenstraße wurden Nach kneipte der Freiherr von H. in einer Korona schöner Damen, große Masse der Arbeiter sprizen, sondern sich allmälig mit mittags die Pferde einer Kutsche scheu und liefen den Kupfer- unter denen sich bie Wiener Tänzerin Rosa besonders auszeichnete, " M J. A.: H. Böttcher, Müllerstr. 188. Achtung, Schuhmacher! B Die Agitations Rommission der Schuhmacher Berlins. Der Riemendreherstreik in Barmen hat, wie die in Solingen erscheinende Bergische Arbeiterſtimme" berichtet, mit einer Niederlage der Arbeiter geendet. Der größte Theil der find ausgesperrt und bedürfen der Unterſtüßung. Steifenden ist zur Arbeit zurückgekehrt. Ueber hundert Arbeiter " Cardiff und John Rebherd" von Middelsburogh, wobei ersterer faft durchschnitten wurde und bald darauf sant. Der 14 Mann starten Besayung glückte es, fich an Bord des John Redherd" zu retten, der mit zerfchmettertem Bug in Gothenburg antam. Der Dampfer Majorka" hat die verunglückte Schiffsbesaßung nach Helsingör gebracht. Der Schornstein der Porzellanfabrik in Lengsfeld i. Th. stürzte ein und begrub im Fallen mehrere Arbeiter, von denen einer getödtet und drei schwer verwundet wurden. In Alais( franz. Departem. Gard) sind am Montag sieben Personen an der Cholera gestorben. Direktor fängniß, der Kassirer derselben Bant, d'Allessandro, zu 6 Jahren 8 Monaten Gefängniß verurtheilt. gemeldet: In der Juncio- Grube wurden infolge schlagender Arbeiterrififo. Aus Caltanisetta( Süditalien) wird etter 13 Bergleute verwundet, darunter 3 schwer. 5 Arbeiter, welche todt geglaubt wurden, konnten noch gerettet werden. Die Stadt Prachmetre in Mexiko ist durch einen Wirbelsturm vernichtet worden. Eine große Anzahl Personen obdachlos. Einwohner ist getödtet, viele Personen sind verlegi; über 2000 Depeschen. 9001 ba erschien allabendlich der jetzt wegen Unterschlagungen ver- nicht genug damit. Jedem von Euch sind Kollegen bekannt, die folgte Buchhalter May Leistikom aus Lichtenberg, welcher unter leider noch nicht zu der Einsicht gelangt sind, daß nur die Sozialdem Spiznamen Seft Mar" zu den Koryphäen des Lokals ge- demokratie das Wohl der Arbeiterschaft im Auge hat und daß hörte. In der Nacht vom 23. zum 24. Oftober verlebte der alle anderen Parteien der organisirten Arbeiterschaft sich feind Restaurateur J. in diesem Lokale einige fidele Stunden, er hatte lich gegenüber stellen. Agitirt unablässig bei denen, damit auch in tnapp dreiviertel Stunden neun Flaschen Pommery kommen sie zur Erkenntniß tommen und ihr Wahlrecht im rechten Sinne laffen, an deren Bertilgung sich auch der Angeflagte betheiligte. ausüben. Thut unablässig Gure Pflicht. Er hatte für seine Zeche 169 Mart 50 Pfennige zu bezahlen und als er sich die bescheidene Bemerkung erlaubte, daß der Wein gar kein echter Pommery sei, wurde ihm in sehr energischer Weise das Lokal verboten. Eines Abends kneipte dort der Wegen Lohndifferenzen ist in der Schuhfabrik von FürstenWeinhändler K. und verzehrte vier Flaschen Mumm. Nachher heim u. Co., Neue Friedrichstr. 37, die Arbeit eingestellt worden. In Rom wurde in dem Prozesse gegen Cuciniello und Ge hat er erfahren, daß die Kellner sich darüber lustig gemacht, daß Der Zuzug ist streng fern zu halten. Alle arbeiterfreundlichen nossen wegen Unterschlagung von 2 450 000 Lire zum Nachtheile er als Weinhändler sich falsche Weine vorfegen laffe. Gines Blätter, hauptsächlich die Sächsische Arbeiterzeitung", werden der römischen Filiale der Bank von Neapel der ehemalige Gins Blätter, hauptsächlich die Sächsische Arbeiterzeitung", werden der ton for Bant von Neapel, Cuciniello, zu 10 Jahren GeTages erschien bei dem Generalagenten Mertens, Vertreter der um Abdruck gebeten. Firma Pommery u. Greno, ein ehemaliger Angestellter des Angeklagten und theilte ihm mit, daß im ,, Kaifersaal" die Firma Pommery schnöde mißbraucht und einfacher Schaumwein als Pommery verkauft werde. Herr Mertens erstattete Anzeige bei der Staatsanwaltschaft, bald darauf folgte der Vertreter der Firma Mumm mit einer ähnlichen Anzeige. Der Angeklagte führte nur theure Weine, namentlich die Marken Mennier frères, Charlier u. Go. und Sellier u. Co. à 12 M., Roederer zu 15 M., Mumm u. Co. zu 16 M. und Pommery zu 18 M. Die Marken Charlier und Sellier sollen deutsche Schaumweine gewesen sein, welche der Angeklagte zu laffung von über 100 Eisenbahnarbeitern, HilisWo Papa" Fiskus spart. Ueber die plötzliche Ent1,50 und 1,60 m. pro Flasche bezog. Außerdem führte der An- bremsern und Unterbeamten wird der„ Germania" getlagte noch eine Marte Testoulat à 16 M., welche er zu 4,75 W. aus Soest in Westfalen geschrieben: Hier wurde an einem bezog. Nach den bei der Polizei eingegangenen Anzeigen sollen die Tage über 100 Arbeitern, Hilfsbremsern und anderen nicht fest Gäfte im Kaifer- Saal" in folgender Weife betrogen worden sein. angestellten Unterbeamten der Eisenbahn ohne weiteres gekündigt, Wenn ein Gast erschien und Pommery bestellte, so wurde er sofort so daß sie auf unbestimmte Zeit, die meisten wohl für immer, von durstigen Damen umschwärmt, und die leeren Seftflaschen feinen Verdienst mehr bei der Eisenbahn finden werden. Viele auf dem Tische des Gastes vermehrten sich mit überraschender darunter haben zehn, fünfzehn, ja über zwanzig Jahre lang Schnelligkeit. Die erste Flasche, die der Gaft erhielt, foll echter in den Diensten der Eisenbahn gestanden, Jahre lang Pommery gewesen sein, bei weiteren Bestellungen soll dann der Beiträge geleistet zu den verschiedenen Hilfs und Pensions Angeklagte den Kellnern ein Zeichen gegeben und damit bestimmt fassen und sind jetzt mitsammt ihren Familien brotlos. haben, daß unter der Flagge Pommery" die Marke Testoulat Gerade den älteren Leuten wird es sehr schwer, andere Arbeit wurden in der Hauptstadt gewählt: Der Bürgermeister Aleris Luxemburg, 13. Juni. Bei den Wahlen für die Kammer untergeschoben werden solle. Dann sollen die Kellner, welche die zu bekommen. Die meisten befinden sich schon jetzt in Noth, da Brasseur und das Gemeinderaths Mitglied Servais. Zwischen bereits geöffneten Flaschen herbeibrachten, die zu diesem Zweck diese Leute durchweg so wenig verdient haben, daß es ihnen nicht dem bisherigen Vizepräsidenten der Kammer Karl Simons und aufbewahrten echten Pommery- Rorke in das Eiswasser des möglich war, Ersparnisse zu machen. Sie hätten wenigftens er- Serriges findet Stichwahl statt. In Diekirch erhielt der frühere Champagnerkühlers geworfen haben. Der Angeklagte hatte kein warten tönnen, daß man ihnen die Entlassung eine angemessene Staatsminister von Blochaufen die meisten Stimmen. Der Eisengutes Gewissen; er erschien eines Zages bei dem Generalagenten Beit vorher ankündigte, um ihnen Gelegenheit zu geben, sich industrielle Emil Meh wurde wiedergewählt. Im flachen Lande Mertens und erbot sich, 2000 m. an die Armen zu zahlen, außer anderswo nach Arbeit umzusehen. dem aber einen Schuldschein über 40 000 M. auszustellen, welcher wird, jetzt mit einem über hundert Personen verminderten Mehrheit. Wie es möglich gemacht befinden sich die toalirten Klerifalen und Agrarier überall in der fällig werden sollte, wenn in seinem Lokale noch einmal folche Personal für die Sicherheit des Publikums zu sorgen, ist Betrügereien vorkommen follten. Die Polizei fab sich ver uns ein Räthsel. Es ist doch früher schon oft genug Klage von 2000 Rutschern besuchten Versammlung wurde beschlossen, Paris, 13. Juni. In einer heute Nachmittag stattgehabten, anlaßt, den Kriminalschußmann Rarge damit zu betrauen, sich geführt worden über Ueberbürdung des Eisenbahnpersonals. den Ausstand fortzusehen. Heute haben nur wenige Rutscher die das Treiben im„ Kaisersaal" einmal genauer anzusehen. Herr Es scheint uns eine verhängnißvolle und verkehrte Sparsamkeit Arbeit eingestellt. Rarge erschien denn auch, um das Terrain zu sondiren, eines zu sein, deren man sich hier befleißigt, und das zu einer Zeit, Abends in dem Lokale des Angeklagten, wurde von einigen Damen wo alle Einsichtigen drängen auf Schutz des Arbeiters, in einem fehr freundlich empfangen und zeigte sich auch von der liebens- Augenblick, wo man entschlossen ist, gegen den Willen des Volkes würdigsten Seite, indem er den dames d'honneur verschiedene Flaschen Millionen für übermäßige Militärforderungen zu bewilligen. Es Laubenheimer fredenzte und sich dabei für einen biederen Gutsbesizer herrscht hier deshalb eine erklärliche Erbitterung." aus Pommern ausgab. An jenem Abende kam der Beamte dem Verlangen der Damen nach Süßem" noch nicht nach, erklärte vielmehr, daß er auf zwei Tage nach Hause reisen müsse, dann aber wiederkehren werde. Und er fam wirklich wieder, diesmal aber in Gesellschaft des Kriminalschuhmanns Modrow, den er als einen befreundeten Fleischermeister vorstellte. Diesmal wurde In Fünfkirchen sollen, wie Wolff meldet, bereits 700 BergPommery vorgefahren. Die erste Flasche war echt, bei leute die Arbeit wieder aufgenommen haben. Die Summe ist zu den übrigen Flaschen bemerkten die Beamten die oben rund, als daß man die Nachricht ohne Bestätigung glauben bezeichneten betrügerischen Maßnahmen. Die liebenswürdigen könnte. Damen ahnten nichts Böses, fie aßen Rosinen und " Man wird sich nicht wundern dürfen, meint dazu die „ Boff. 3tg.", wenn derartige Maßnahmen der Staatsbahnverwaltung den Sozialdemokraten fort und fort bei den Wahlen neue Stimmen zuführen. Knackmandeln, jauchzten und waren guter Dinge. Als Die 1100 streikenden Arbeiter der zweitgrößten Sammets die Rechnung in Höhe von 104 Mart präsentirt wurde, und Seidenfabrik in Mährisch- Trübau, Franz Reichert ftand Herr Karge auf, stellte sich mit verbindlichstem Söhne, bitten die ausländischen Parteigenossen dringend um Lächeln dem Angeklagten als Striminalbeamten vor und erbat Unterstützung. Unter ihnen befinden sich viele Familienväter. fich nähere Einsichtnahme in die Weinrechnungen des Angeklagten Sendungen sind zu richten an die Redaktion des Volksfreunds" und in die Buffetzettel der Kellner. Sowohl aus diesen Schrift- in Brünn in Mähren. stücken, als auch aus den Aussagen der Kellner des Angeklagten Wunderbares haben. ( Wolff's Telegraphen- Bureau.) Société générale ist heute Mittag auf dem hiesigen Bahnhofe Luxemburg, 13. Juni. Der flüchtige Kassirer der Pariser verhaftet worden. bieligen ( Depeschen des Bureau Herold.) Kladno, 18. Juni. Der Streit hat an Ausdehnung zu genommen. Nach dem Scheitern der Einigungsversuche wird augenblicklich nirgends gearbeitet. Toulon, 18. Juni. Die Versammlung, welche der Abbé Garnier hier zur Besprechung der sozialen Frage ins Werk geſetzt hatte, verlief gestern äußerst stürmisch und endete mit der Auflöfung. London, 18. Juni. Aus Queensland werden große Ueberschwemmungen des ganzen südöstlichen Theiles des Landes gemeldet. London, 13. Juni. In der verflossenen Woche haben in England 102 Firmen, 50 mehr als in der gleichen Beit des Vorjahres, fallirt. Briefkaffen der Redaktion. R. L. Wenn die Eltern die deutsche Staatsangehörigkeit nicht verloren haben, so ist der Sohn Deutscher und wehrJohn Deutſcher und ständlich. Es geht daraus nicht hervor, an wen Sie gezahlt C. F., Schöneberg 5000. Ihr Brief ist nicht ganz verhaben, ob eine Strafsache oder eine Zivilsache vorliegt u. f. w. In Strafsachen kann der Angeklagte durch den Gerichtsvollzieher Beugen laden lassen. Die Zeugengebühren sind vom Angeklagten zu verauslagen, ein Ersatz durch die Staatskasse kann stattfinden. Sprechen Sie zwischen 12 und 1 Uhr vor. und der Weinhändler, von denen er seine Weine bezog, ergiebt Bergleute der dort liegenden drei Schächte, sowie der Schlener Jm Kladnoer Grubenrevier streiten nunmehr sämmtliche pflichtig. fich, daß er seit Jahr und Tag das bei ihm verkehrende Garoli- Beche, nach der Angabe des Wolff'schen Bureaus im Publikum in der angedeuteten Weise übervortheilte. Er bestellte sich bei Weinhändlern billige Schaumweine und ganzen 5103 Mann. Im Revier wimmelt's von Gendarmen und ordnete je nach seinen Wünschen die Ausstattung dieser Weine Militär, so daß Szenen zwischen diesen und den Bergleuten nichts mit Staniol, à la Pommery" oder Staniol à la Mumm" an. Die Marken Sellier u. Co. und Charlier u. Co., welche der An- Situationsbericht der Generalfommission in Hamburg. geklagte führte, find fingirt, denn solche Firmen giebt es gar Der Streit der französischen Möbelpolirer bei der nicht. Die Kellner bestätigten übereinstimmend, daß sie nach Firma Herrmann, East London, Doodstreet, Stnehouse, ist bei der Weifung des Angeklagten anstatt Pommery die Marke, Testoulat" Generalfommission als beendet gemeldet, da Ausständige nicht bringen mußten, wenn er das Wort Tes" aussprach und daß mehr vorhanden sind. Ueber die Firma ist jedoch die Sperre Das Wort„ Lehmann" anzeigte, daß es Zeit sei, Limonade verhängt. In der Vereinsbrauerei, A.-G., in Apolda oder minderwerthigen Schaumwein vorzufahren. Die Ver- wurden am 3. d. M. fämmtliche Brauer, Schlosser und Maschinisten handlung ergab für Champagnerfreunde manches erbauliche wegen ihrer Bugehörigkeit zur Organisation entlassen. In einer Moment. Einzelne Weinhändler führen 60-80 verschiedene vom Apoldaer Gewerkschaftstartell einberufenen Bolfsverfamm Sorten von Etiquettes mit den Namen recht flangvoller fran- lung wurde der Boykott über die Brauerei verhängt. Ausgesperrt zösischer Firmen, die gar nicht existiren. Diese Etiquettes werden sind 12 Berheirathete und 2 Ledige. Sendungen und Buschriften dann je nach Wunsch der Kunden auf die Schaumwein- Flaschen sind zu richten an den Vorsitzenden des Gewerkschaftskartells geklebt. Auf die Vernehmung des Gerichtschemiters Dr. H. Meier, Apolda, Jakobstr. 1. " S. 28. Laut Beschluß der Preßkommission dürfen Erwiderungen, welche sich auf Veröffentlichungen im Inseratentheil beziehen, fortan nur in der Form einer preßgefeßlichen Berichtigung, die ebenfalls im Inseratentheil stehen muß, aufgenommen werden. Wir verweisen Sie daher auf diesen Weg.. W. Gaßmann. Der Bericht steht in Nr. 128 des Vorwärts". Paul Schulze. Eine derartige Erklärung müssen Sie in der Expedition des Vorwärts" als Annonce aufgeben. Trupke. Ein Bericht aus Forst ist nicht in unserem Besitz. Meran. Die Nörgelei der Unabhängigen über die Kritik der Stoff fehlt. Telegrammbeförderung zeigt nur, daß den Leuten zu ernsthafter Bischoff, welcher in seinem schriftlichen Gutachten dem von dem Die Bergleute Schottlands faßten auf einer Ronferenz in Angeklagten verkauften„ Champagnerweine" ein niederschmettern Glasgow einstimmig eine Resolution, die, wie das Herold'sche des Zeugniß ausgestellt hatte, verzichtete der Gerichtshof. J. K., Rosenthalerstraße. Wer sich unter Rüpel begiebt, Staatsanwalt Roth ar dt betonte, daß der Angeklagte Jahre lang Telegraphenbureau angiebt, in der Woche vier Arbeitstage au ristirt von ihnen verhauen zu werden, das hätten auch Sie vorje 8 Stunden festsegt." sein Publikum in der unverschämtesten und dreistesten Weise bes her bedenken sollen. Hoffentlich halten Sie sich fortan aus fontrogen habe und beantragte 3 Jahre Gefängniß, 2000 m. Aus Mainz wird uns geschrieben: 8ur Gründung fervativen Versammlungen fern und bleiben in anständiger sozialGeldbuße, eventuell noch 200 Tage Gefängniß und 5 Jahre Ghr einer Vereinigung deutscher Gewerbegerichte demokratischer Gesellschaft. Zu einem Sprechfaal- Artikel wäre es verlust. Rechtsanwalt Dr. Friedmann glaubte dagegen, fand am Sonntag im biefigen Gewerbegerichtssaale eine Konferenz schade um die Druckerschwärze. daß eine Gefängnißstrafe hier gar nicht am Blaze sei, da es bei statt, zu der die Gewerbegerichte der Städte Mainz, Frankfurt, Klar. Machen Sie Ihrem Vertrauensmann Mittheilung von den Lebemännern, welche in solchen Lokalen ihr Vergnügen Offenbach, Hanau, Wiesbaden, Biebrich, Kastel, Wetzlar, Kreuz der Angelegenheit. fuchen, allgemein bekannt sei, daß man dort für theueres Geld nach, Mannheim, Karlsruhe, Cannstatt und Stuttgart ihre Vor- A. B. 133, Cörbeke. Ihr Brief ist dem Parteivorstande fchlechten Wein erhalten und daß man, wenn man des füßen sigenden gesandt hatten. Zweck der Vereinigung soll sein, eine übergeben. Weines voll ist, immer schlechtere Sorten vorgesetzt bekommt. Verbindung unter den deutschen Gewerbegerichten herbeizuführen, H., Probstan. Wenden Sie sich an die Redaktion des Deshalb sei diese Sache nicht zu feriös zu nehmen, zumal es sich um Erfahrungen sowie für die Allgemeinheit wichtige Urtheile Sächsischen Boltsblattes" in Zwickau. Uns ist die Firma in den hier zur Sprache gekommenen Fällen um Weinhändler und Gutachten und die Jahresberichte untereinander auszutauschen. nicht bekannt. und ganz gute Bekannte des Angeklagten und um zwei Beamte Nach längerer Debatte wurde die Vereinigung beschlossen und Zwei Genossen in Steinhausen. Rechtskonsulent G. W. handelte, welche mit der Absicht, sich täuschen zu lassen, das sofort konstituirt. Als ihr Organ wurden die in Frankfurt Tölcke in Dortmund. Lokal besucht hatten. Criminalcommissarius vult decipi, ergo erscheinenden Blätter für soziale Praris" bestimmt. Marquardt bei Potsdam. Die Betreffenden hätten sich. decipiatur! Der Gerichtshof billigte dem Angeklagten mildernde Bur Geschäftsführung wurde ein Ausschuß gewählt, als die Liste auslag, entweder persönlich oder durch Andere Umstände nicht zu, sondern verurtheilte ihn zu sechs Moder aus deni Bürgermeister Dr. Gaßner Mainz, darum bekümmern sollen, ob sie in der Wahlliste eingetragen naten Gefängnis, 2000 M. Geldbuße und Ehrverluft auf Stadtrath Flesch Frankfurt a. M., Bürgermeister Bonth waren. Der Gutsbesiger hatte keine Verpflichtung, für ihre Eindie Dauer von 2 Jahren. Karlsruhe und Bürgermeister Lautenschläger- Stuttgart besteht. tragung zu sorgen. Wunderbar, sehr wunderbar, scheint es Dem Verbande werden laut zugegangener Erklärung vorerit an- allerdings, daß man in so einem fleinen Orte die Eintragung Reichsgericht. Leipzig, 12. Juni.( WiederaufnahmeVerfahren nach 25 Jahren.) Am 19. Februar 1868 wurden zwei gehören die Gewerbegerichte der Städte Frankfurt a. M., Mainz, von Arbeitern unterließ, die schon mehrmals mitgewählt hatten. Wiesbaden, Biebrich- Mosbach, Mombach, Kastel, Höchst, Offen- M. Oe. Einer für viele. Das Reglement zur Ausführung Brüder Thelen vom damaligen Zuchtpolizei- Gericht zu Aachen zu bach, Hanau, Weylar, Bonn, Koblenz, Kreuznach, Mannheim, des Wahlgefeßes für den Reichstag bestimmt:" Der Wähler brei Monaten Gefängniß wegen Sachbeschädigung verurtheilt, welche Strafe ste auch verbüßten. Im vorigen Jahre beichtete Raiserslautern, Ludwigshafen, Pforzheim, Karlsruhe, Stuttgart übergiebt, sobald der Protokollführer seinen Namen in der ein gewiffer Silvester Meuser, daß er in dem Prozeß gegen Der Ausschuß hat das Recht, sich zu ver- Wählerliste aufgefunden hat, seinen Stimmzettel dem Brüder Thelen fälschlich gegen fie gezeugt habe, und daß die be: tärken und die Gewerbegerichte anderer Städte zum Beitritt zu Wahlvorsteher oder dessen Vertreter, welcher denselben untreffende That von ihnen nicht verübt sei. Von dem Beichtvater veranlassen, um allmälig unter jämmtlichen Gewerbegerichten des eröffnet in das auf dem Tische stehende Gefäß legt." De tschen Reiches, deren Zahl etwa 200 beträgt, gegenseitige an die Geschädigten gewiesen, wiederholte er dies Bekenntniß. Fühlung herzustellen. Ueber die hohe Bedeutung der GewerbeDie unschuldig Verurtheilten beantragten nun das Wiederaufnahme- Verfahren. In demselben hielt das Landgericht zu gerichte waren alle Konferenztheilnehmer einig. Aachen, vor dem dasselbe zur Verhandlung fam, das frühere Urtheil aufrecht. Auf die eingelegte Reviston der Angeklagten hat jedoch das Reichsgericht, übereinstimmend mit dem Antrage der Reichsanwaltschaft, das Urtheil des Aachener Landgerichts aufgehoben und die Sache zur nochmaligen Berhandlung an das Landgericht zu Düsseldorf überwiesen. Soziale Leberlicht. die und Cannstatt. Vermischtes. Der Arzt Dr. Tischendorf in Leipzig, dessen kürzliche Verurtheilung zu acht Monaten Gefängniß wegen Betrugs zum Nachtheile der Ortskrankenkasse allgemeines Aufsehen erregte, wurde vom Könige zu 1 Monat Gefängniß und 5000 M. Geldstrafe begnadigt. W. In Leipzig- Band wurde 1874 Johann Jacoby gewählt, der die Wahl ablehnte. 1877-78 vertrat ihn Demmler, 1884 bis 1887 Biered und 1890-1893 Genolje Geyer. E. B., P. N., R. B. Der„ Demokratische Arbeiterverein" hat weder mit der Demokratie noch mit Arbeitern was gemein. Sie brauchten nicht dorthin zu gehen, um sich davon zu überzeugen. Br. Wenn Sie in der Wählerliste eingetragen sind, können Sie wählen; Sie sind wahlberechtigt. O. P., Bergstraße. 1. Etwa 16 Millionen. 2. Adel fann nicht verkauft werden, er hat weder Handelswerth noch sonstigen Werth. 2. K. Leistung des Offenbarungseides raubt keineswegs das Wahlrecht. August in Calbe. Das ist zulässig, ist kein Wahlanfechtungsgrund. 6. 2. 27. Jawohl. Ju Neugersdorf in der Oberlausitz äfcherte eine Feuers Aufruf an sämmtliche Kutscher Berlins. Kollegen! brunst das Haus des Gutsbesizers Vogt vollständig ein. Als Nur ein Tag trennt uns noch von der Wahl. Auch Ihr habt dieser seine drei Kinder im Alter von zwei bis fünf Jahren am Donnerstag die Verpflichtung, Guer erstes Recht im Staate retien wollte, verbrannte er sammt diesen. M. 100. Dhne eingehende Darlegung des Sachverhalts auszuüben und dem Kandidaten, der einzig den Muth hat, auch Schiffszusammenftof. Am Sonnabend stießen im Rattegat felbft nicht zu beantworten. Unverständlich ist, weshalb bas Eure Lage beffer zu gestalten, Eure Stimme zu geben. Aber bei dichtem Nebel die englischen Dampfer Rougermont" von Packet zurückgekommen ist. Briefkaffen der Expedition. 1,50. G3 werbe Licht, 5. Rate 10,-. Hermann Bredered 10,-. 1 Steldt. Durch Rampf zum Sieg! 4,- Won Webergesellen 2,43. Meine Wünsche zur Wahl 16,55. Von den Rohrlegern und Drei Freunde der Sache 3,15. Gef. d. M. R. 4,25. Von den In unserer Expedition gingen zum Wahlfonds ferner Schlossern aus der Fruchtstr. 59, mit Ausnahme Einiger durch Arbeitern Hornstr. 11 3,75. Dider, Usedom- Ecfbau 1,75. Pugerfolgende Beträge ein: Rarpentiel 5,-. Meyer 1,-. Bauarbeiter P. Fleck. Daß die Kolonne E. Brendler 5,45. Ges. im Froschteulenteller von weißen, Die Rothen von Dette, Grimmstr. 30 5,60. Gesammelt von rothen Fahnen fliegen, und die Sozialisten fiegen 1,50. schwarzen und Faßbindern, Weißenburgerstr. 35 7,95. Ges. bei ben Malern Demminerstr. 61 3,50. Die elf Schwarzen( Brauerei Buchhändler May Artelt 0,75. 23. Richter 1,-. Rummer'scher einer Geburtstagsfeier d. R. P. 2,05. Bom aufgelösten Gesang Amerit. Auftion 1,55. Vom geselligen Rönigstadt) 5,50. Durch einen grünen Jungen ges. bei Boden Gesangverein 15,-. Gesell. Verein„ Hoffnung", 1. Rate 20,- verein Vorwärts 6, u. Marzahn 2,60. Möbelfabrik von Barth, Fruchtstr. 8, 2. Rate Eugen Schlesinger 2,-. Metallgießerei W. E. 8,-. Verlorene Verein Brüderbund" 2,-. 2 rothe Brüder in Budapest und 24, Von einer Sattlerfabrik Leipzigerstr. 5,80. Gen. Eduard Dehne und Beene 2,-. Stereotypeur D. R. 1,-. Ges. b. Voß, Sofia 1,95. Die Gürtler von Gebr. 2. Brandenburgstraße 4,-. Panzer, Rumburg- Böhmen 3,-. Lesser, Wiktoriaftr. 10,-. Ge- Alte Jakobstr. 52, 1,25. Rauchtlub zu Wasser und zu Lande Osten 1,-. Die Echten der Alfenidenwaarenfabrit Jul. Guir Tammelt von den Arbeitern( außer einem) der Stahlflaschenfabrik 2,-. H. K. 0,50. Wilh. Hoffmann, Former 3,-. Ges. in der mand 3,40. Berein Berliner Formerbund 10,-. Durch Renner E. Werler, Charlottenburg 6,10. Klavierarbeiter 7,85. Von Schlosserei R. Blume 9,-.. 1,-. Sch. 5,-. Gesangverein freihändig gesammelt 3,15. Von den Arbeitern der Maschinen. Studateuren der R. Schirmer'schen Werkstatt, 2. Rate 14,50. Berl. Buchdrucker, Ertrag einer amerit. Auftion 10,-. Erste fabrit Schriewern u. Co. 10,20. F. Wesenburg, Staligerstr. 3,-. Buchbinderei H. S. Herrmann, 2. Rate 9,60. Ginige Arbeiter Fahrt Mariendorf 1,-. G. R. 3,- Kusche 1,-. G. P. 1,-. Buchdruckerei G. 3. Rate 1,05. Summa 358,85 M. Bereits quittirt 8277,15 M.; in Summa von Schwarzkopff, 2. Rate 5,40. Amerit. Auktion b. Riegel, Tischlerei von Hillner, Fruchtstr. 25 2,80. W. Ohmann 1,25. 9 Schleifer, 1 Gürtler durch Gieshoit 5,50. Von einem Arbeits- 3 Hutmacher von Elster 3,-. Agitationstour von Weißensee 8636,-. In der gestrigen Quittung muß es heißen: Von einem Ge lofen gesammelt durch Gieshoit 1,50. Vereinigung der Maler, nach Buch, ges. d. Mai 1,20. F. N., Prinzen Allee 37 2,-. Filiale V, Nord 20,-. Schuhmacher E., Landsberger Allee 3 Bielbewußte 3,-. 3 Posamentiere der Ordensbandfabrit von maßregelten von 1878, Weidenweg 12" nicht 11. I 3. Wahlkreis. Die durch Flugblätter in Norbert's Salon, BeuthStraße 21, angekündigte Wähler- Versammlung kann Umstände halber nicht stattfinden. Dafür findet eine Versammlung in der Berliner Ressource, SommandantenStraße 57, statt. Siehe Versammlungs- Anzeige, sowie Säulen- Anschlag. 413/16 Teltow- Beeskow- Storkow- Charlottenburger Wahlkreis. Das Zentral- Wahlbureau befindet sich in CharTottenburg in der Gambrinus- Brauerei. Alle Depeschen betreffs der Wahl müssen dahin gesandt werden. Das Zentral- Wahlkomitee. 348/19 Charlottenburg. Donnerstag, den 15. Juni, vou 8 Uhr Abends ab in beiden Sälen Bismarckhöhe, Bismarckstr. 80, und Gambrinus- Brauerei, Wallstr. 46: Verkündung des Wahlresultats. Ganz besonders machen wir noch auf die heutige Versammlung in Bismardshöhe alle Genofsinnen aufmerksam, wo außer unserem Referenten Genossen Mattutat auch Genoffin Fran Gubela spricht. Um zahlreiches Erscheinen ersucht 419/12 Das Lokal- Wahlkomitee. Adlershof und Umgegend. Donnerstag, den 15. Jnni, Abends 9 Uhr, in Wöllstein's Luftgarten: Große öffentliche Versammlung. Zages Ordnung: Verkündigung des Wahlresultats. Um zahlreiches Erscheinen ersucht Der Vertrauensmann. 15 Rixdorf. Wahlresultat- Verkündigung von Nirdorf, Charlottenburg, Berlin u. s. w. am Donnerstag, den 15. Juni 1893, Abends 9 Uhr, in der Neuen Welt, Hasenhaide( Bal champêtre), und um 92 Uhr Abends in Wirsing's Lokal, Knesebeckstraße Nr. 77. Um den zahlreichen Genossen das Wahlresultat bekannt geben zu können, veranstaltet die Direktion der Neuen Welt" an diesem Tage Frei- Concert. 419/11 Das Wahlkomitee. Achtung! Concordia- Festsäle Achtung! Andreasstrasse 64. III. Stiftungs- Fest des Verbandes deutscher Korbmacher( Fil. Berlin) am Sonnabend, den 17. Juni 1893. 194/16 Um 12 Uhr: Kaffeepause, Festrede, humoristische Vorträge u. s. w. Anfang 8 Uhr. Entree: Herren 50 Pf., Damen 30 Pf., einschließlich Tanz. Um zahlreichen Besuch bittet Das Komitee. Orts- Krankenkasse V Verlag des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt Berlin SW., Beuthstraße 2. Für den Wahlkampf. Die Thätigkeit des Preis 20 Pfg. Taschenformat, 176 Seiten elegant geheftet. Deutschen Reichstags Don 1890-1893. Mit einem Anhang, enthaltend: Die wichtigsten Beschlüsse der Wahlprüfungs- Kommission, die für die Agitation und die Wahlen wesentlichen Bestimmungen des Strafgesetzes und des Wahlgesetzes für den Reichstag nebst Reglement. In Partieen und für Wiederverkäufer Rabatt. Zur Wahl 1893. Preis 10 Pf. 32 Seiten illustrirt Bu beziehen durch alle Spediteure u. Kolporteure, sowie vom Verlag: H. Baake, City- Passage.[ 4268L Der Kuhhandel. 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Verlag des ,, Vorwärts" Berliner Volksblatt Berlin SW., Beuthstraße 2. Soeben erschien: Heft 45 der 401/ 6* Reden und Schriften Ferd. Lassalle's ( Vollständig in ca. 50 Heften à 20 Pf.) Bestellungen nehmen alle Buchhandlungen, Zeitungsspediteure und Kolporteure entgegen. Uhren. ( früher 27/28).[ 3749L Regulateure mit Schlagwert von 16 M., an Wecker, best. Fabrit. Junghaus" v. 3 Wanduhren Silberne Cylinder- Remontoir " " 2,50"" 12 " 89812* Staare, junge, 1 Mart, Schnelle Staligerstr. 132. 43538* Größtes Lager Berlins Kinderwagen.andreauer. 23. Hp Stand Betten sehr schön, spottbillig Grosse Auswahl in Uhrketten zu den billigsten Preisen. zu verkaufen. Prinzenstr. 66, 2 Tr., r. Reparaturen jeder Art unter Garantie gnt und billig. nahe der Otto Näther& Krausse, Anflameritr. 44, Brunnenstr. Brinzenstr. 66, 2 Tr. r. 66. Resterhandlung. 66. Billig Reste zu Knaben- Anzügen von 1 M. 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