Nr. 138. Grscheint täglich außer Montags. Prets pränumerando: Viertels fährlich 3,30 Mart, monatlich 1,10 mt, wöchentlich 28 Bfg fret In's Haus. Einzelne Nummer 6 Pfg. Sonntags: Nummer mit 1uftr. Sonntags- Beilage Neue Belt" 10 Pig. Poft- Abonnement: 8,30 Mt.pro Quartal. Unter Kreuzband: Deutschland u. Defterreich Ungarn 2 Mt., für das übrige Ausland 3 Mt.pr.Monat. Eingetr. in der Boit Zeitungs- Preisliste für 1893 unter Nr. 6708. Vorwärts 10. Jahrg. Infertions- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzeile oder deren Raum 40 Bfg., für Vereins- und Bersammlungs- Anzeigen 20 fg Inferate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr Nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Erpedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr Abends, an Sonnund Festtagen bis 9 Uhr Bor mittags geöffnet. Fernsprecher: 3mt 1. 4186. Telegramm- Adresse: Sozialdemokrat Berlin! Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Donnerstag, den 15. Juni 1893. Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. Genossen! Wähler! Der Lag der Entscheidung ist gekommen. Befragt Euere Vernunft und that Enere Pflicht! Heute schlecht gewählt, und auf fünf Jahre habt Ihr Euch Eueren Feinden überliefert. Wählt gut und Ihr trefft den Feind ins Herz. Ein Verräther an sich selbst und am Volf, wer zu Hause bleibt! Auf jede Stimme kommt's an. Jede Stimme mehr vergrößert den Sieg, jede Stimme weniger verringert ihn. Auf zur Wahl! Auf zur Wahl! Auf zum Sieg! Wähler! Die Schlacht hat begonnen. Da ist keine Zeit mehr Rein Wähler darf die Ausübung seines höchsten politischen für viel Worte. Gekämpft wird um die Zukunft Deutschlands und des deutschen Voltes. Rechtes versäumen. Nur heute von Vormittags 10 Uhr bis Nachmittags 6 Uhr kann der Stimmzettel abgegeben werden. Wer es ermöglichen kann, benuße zur Stimmabgabe die Zeit von 10 bis 12 und von 2 Uhr an, damit die Mittagsstunden für die zur Arbeit Gezwungenen frei bleiben und zu großer Andrang vermieden wird. Soll unser Land die Beute einer winzigen Minderheit von Leuten sein, die Deutschland als ihre Domäne be trachten, die sie in ihrem persönlichen Interesse ausnutzen wollen? Oder soll unser Land die Heimath freier und glüdlicher Menschen sein? Schmach die schmachvollste ist: freiwillig in die Knechtschaft zu stürzen! Auf zur Wahl! Wähler an die Urne! Thut Euere Pflicht! Thue Jeder seine Pflicht! Mahne Jeder den Anderen an seine Pflicht! Und stimmt für den sozialdemokratischen Kandidaten! Fort mit der Militärvorlage, Fort mit dem Militarismus. Hoch das Allgemeine Wahlrecht. Hoch die internationale Sozialdemo Soll das deutsche Volf Herr sein im eigenen Lande? tratie! Soll es mündig sein? Soll es im Wahlrecht einen Hammer besigen, mit dem es sich sein Glück schmieden kann? Soll der Wille des Voltes Gesetz sein? Soll das deutsche Volk ein wehrhaftes Bolt sein, das keinen Soldatenstand kennt, und Der Reichstag wird auf fünf lange Jahre den Frieden sichert und Europa die erdrückende Last bei höchster Entwickelung der Wehrkraft, sich und der Welt gewählt. Wähler bedenkt das! des bewaffneten Friedens abnimmt? Wählt die Kandidaten der Sozialdemokratie! I. Wahlkreis: Schneidermeister August Täterow. II. Wahlkreis: Schriftsetzer Richard Fischer. III. Wahlkreis: Stadtverordneter Ewald Vogtherr. IV. Wahlkreis: Stadtverordneter Paul Singer. V. Wahlkreis: Klavierarbeiter Robert Schmidt. VI. Wahlkreis: Schriftsteller Wilhelm Liebknecht. Nieder- Barnim: Oder soll das deutsche Volk durch die eherne Rüstung des Militarismus in das Verderben gerissen werden, und entweder im bewaffneten Frieden dem Bankrott zueilen, oder, um dem unerträglichen Zustand ein Ende zu machen, sich in das Blutmeer eines Krieges stürzen, verglichen mit dem der deutsch- französische Krieg von 1870/71 ein idyllisches Kinderspiel war? Sollen wir forttaumeln auf dem Weg des Verderbens? Oder soll unser Volt umkehren, und soll unsere Politik in andere, zum Heil führende Bahnen einlenken? Das sind die Fragen, auf die Ihr Wähler heute die richtige Antwort zu geben habt. Pirmasenser Lehren. Ein merkwürdiges Sympton des fortschreitenden Prozesses der Aufsaugung der Kleinbetriebe durch den Großbetrieb und auch von uns bereits erwähnte bevorstehende Vereinigung der der Proletarisirung der Mittelschichten der Bevölkerung ist die Schuhfabriken von Pirmasens. Doppelt interessant ist diese Thatsache für die Gegenwart gerade deshalb, weil Pirmasens dem Militarismus des vorigen Jahrhunderts, der Soldatenspielerei der Zopfzeit, seine Entstehung verdankt. 28ie fast alle deutschen Fürsten im Anfang des vorigen Jahrhunderts suchten auch die Pfalzgrafen von Zweibrücken dem französischen König Sonne", Ludwig XIV, nachzuäffen in ihrem Hofleben, und so erhielt denn auch die glückliche Pfalz auf der Hochebene des Westrich ein Versailles in dem Städtchen Pirmasens. Doch nicht nur dem französischen König, sondern später auch dem stockschwingenden Preußenkönig Friedrich Wilhelm I erwuchs in einem Zweibrückener Pfalzgrafen ein Hinter der Militärvorlage, hinter dem Militarismus Nachahmer. Der Duodeztyrann von Zweibrücken war von dem steht das kapitalistische Gesellschaftssystem, brennenden Ehrgeiz erfüllt, durch ein dem presßischen ähnliches welches auf der Ausbeutung und Knechtung des arbeitenden Riesenregiment seine höchsteigene werthe Persönlichkeit schützen Volkes beruht, und den Mittelstand in Stadt und Land: zu lassen und so werden denn auch durch Zweibrückener Werber die Handwerker, Bauern und Kleingewerbetreibenden jeder aufgegriffen und in die Zweibrückener Uniform gesteckt. Ja, überall lange Kerle" angeworben, zur Noth auch mit Gewalt Art unbarmherzig zu Grunde richtet, und in einem starten Durchlaucht trugen sich mit dem Gedanken, ein eigenes RiefenHeer" seine festeste Stüße, in dem allgemeinen Wahl- geschlecht in höchstdero Landen heranzuzüchten, sintemalen dann recht seine größte Gefahr sieht. für fünftige Zeiten die Werbegelder nicht mehr in das Ausland Die Wahlschlacht des heutigen Tages gilt den höchsten zu wandern brauchten. Zum Size dieses menschlichen Riesengeftüts ertoren Durchlaucht dero getreues Versailles, die Stadt Soll das allgemeine, gleiche, geheime und direkte Wahl- Pirmasens. Die langen Sterle" mußten sich dort nach oder auch recht das heißt das Recht, welches einem Volk die poli- Daß wirklich dieser brutale, im Gehirne des Zweibrüdener wohl vor beendeter Dienstzeit verheirathen und niederlassen. tische Mündigkeit ertheilt, uns erhalten bleiben? Duodeztyrannen entsprungene Gedanke der Riesenzüchtung einen merkbaren Einfluß ausgeübt hat auf die Körpermaße der Pirmasenser Bevölkerung, ist nach allgemeinen physiologischen Erfahrungen allerdings nicht anzunehmen. Die Geschichte verdient aber der Vergessenheit entrissen au dabei herauskommt, wenn in einem Lande oder Ländchen des werden, um auch an diesem Beispiel zeigen zu können, was Fürsten Wille das oberste Gesetz ist. Gütern des Boltes. Oder wollt Ihr es opfern, Ihr Wähler? Wollt Ihr es Euren Feinden ausliefern und selbst die Hand dazu bieten, daß unser deutsches Volk aus der Reihe der freien Kulturvölker ausgestrichen werde? Wähler! In Eurer Hand liegt Euer Schicksal, liegt unsere Zukunft, liegt die Zukunft Deutschlands. Laßt Euch nicht berücken! Laßt Euch nicht einschüchtern. Uns interessirt hier zunächst mehr die weitere Geschichte von Nicht die Russen und Franzosen bedrohen uns be- Pirmasens. Als die Pfalzgrafschaft Zweibrücken das Beitliche droht sind wir nur von den Kosaken im Inneren. gesegnet hatte und die Hofhaltung der bortigen Landesväter einEine Volkswehr, wie wir Sozialdemokraten fie fordern, gegangen war, mußten sich die Pirmasenser auf ihrer unwirthgiebt uns, um ein Drittel der Kosten, doppeltlichen Hochebene nach irgend einem bürgerlichen ErwerbsStadtverordneter Arthur Stadthagen. fo viel wehrhafte Streiter, als die Caprivi'sche Militär- zweige umsehen und da griffen sie zur Schuhmacherei. Aus der organisation im Fall der Annahme nach Verlauf Birmasens in größerem Umfange für den Export zu arbeiten anfänglichen fleinmeisterlichen Betriebsweise entwickelte sich, sobald begann, der Fabritbetrieb. Die Kleinmeister wurden nach und Wähler, seid fest! Denkt an Euer und Eueres Volts nach genöthigt, für größere Geschäfte zu arbeiten, anfänglich als Wohl! Rettet unser Bolt vor der Schmach, die von jeder Hausindustrielle, dann, als die Vortheile der Arbeitstheilung die Teltow- Beeskow- Charlottenburg: eines Vierteljahrhunderts uns geben joIL Gastwirth Fritz Zubeil. Politische Leberlicht. Berlin, den 14. Juni. Ronzentriring in größeren Betrieben herbeiführten, als Theil. arbeiter in Fabriken. So erging es der Mehrzahl der einstigen Meister oder ihrer Nachkommen. Nur eine Eleine Anzazl von ihnen fonnte auch in diesem Stadium Die größte Partei in Deutschland das haben der Entwickelung noch als Werkführer in den Fabriken Ver wendung finden. Sie hatten so zwar eine günstigere Stellung Die Reaktionäre wieder einmal entdeckt sind die Nichtals ihre zu Fabritarbeitern gepreßten ehemaligen Kollegen, aber, wähler". Das heißt, die, welche zu dumm oder zu feige obgleich fie noch den Titel Meister beibehalten hatten, waren fie find, einer Partei anzugehören. Der Unsiun ward seiner aus ſelbſtändigen Gewerbtreibenden auf Lohnarbeit angewiesene Zeit von Fürst Bismarck erfunden, der bei der FaschingsProfetarier geworden. # So lagen die Verhältnisse in Pirmasens, bis neuerdings die wahl von 1887 feinen letzten Sieg diesen Dummen und industrielle Entwickelung in ihr drittes Stadium eingetreten ist. Feigen verdankte, welche vermittelst der bekannten WahlDurch die Erfahrung gewißigt, daß die scharfe Konkurrenz der lügen an die Urne gejagt und ins Garn der Bauernfänger diesmal sind die natio Einzelbetriebe untereinander dem fleinen Fabrikanten nur vorgetrieben wurden. Nun übergehenden Nugen, doch dauernden Schaden bringt, haben sich nalen" Wahllügen selbst für die Dummen zu dumm, und die Inhaber der 61 Schuhwaaren- Fabriten von Pirmasens dahin die größte Partei" wird nicht für die mordspatriotischen verständigt, ihre sämmtlichen Geschäfte zu vereinigen und in eine Stimmenfänger stimmen, sondern zunächst noch hübsch dagroße Aktien Schubsabrit zu verwandeln, Das Attienkapital als 250. =; ber ReiBerlin, 9. Dezember 1884. Lieber Kaempffer! Schicken Sie mir doch, bitte, eine Erklärung über ble Vorgänge bei Abstimmung über das Sozialistengeset, die ich, wenn es Noth thut, publiziren fann. Wendt will das Gleiche thun. Wenn wir jetzt nicht mit den Namen und allen Details herauskommen, tommen wir in eine schiefe Lage. Wenn Sie wünschen was ich indeß nach Lage der Sache nicht an nehme braucht Ihr Name nicht genannt, sondern nur bemerkt zu werden, daß der Schreiber, ein früherer Abgeordneter, bereit sei, die Wahrheit der Schilderung zu bezeugen. Mit ac gez. Phillips. Leipzig, den 10, Dezember. Lieber Phillips! Münch erzählte mir s. 3., daß Fraktionsgenossen, von welchen befannt, daß fie Gegner des Sozialistengefeßes, Briefe von der Parteileitung, unterzeichnet: J. A. Dr. Hermes, erhalten hätten des Inhalts, daß ihre Anwesenheit bei der Abstimmung über das Gesetz nicht nöthig sei und bezeichnete mir als einen solchen Briefempfänger: Günther- Berlin. Diefer, von mir hierüber interpellirt, bestätigte Münch's Aussage mit dem Bemerken, daß noch 10 oder 12 anderen Kollegen gleichlautende Briefe zugegangen wären. D. Hermes, von mir befragt, in wessen Auftrage er diese Briefe geschrieben, antber: Nun, in Gugen's Namen." Das ist alles, was ich wortete: über die Affäre weiß, und bin ich, da mir von keiner Seite Diskretion auferlegt ist, auch erbötig, mit meinem Namen hervorzutreten, wenn wider Erwarten von den Betreffenden meine Aussagen bestritten werden sollten. Mit ze, Kaempffer. Nun wird Herr Eugen Nichter hoffentlich nicht mehr leugnen! ( 17 500 Aftien à 1000 M.) beträgt, wie wir dem„ Sozial- heim bleiben, bis sie allmälig zur Vernunft kommt und politischen Zentralblatt" entnehmen, 174/2 Millionen und wird dann stimmt sie für die Sozialdemokratie. von den bisherigen Einzelfabrikbefizern übernommen. Die bis Das allgemeine Wahlrecht in Gefahr. Unsere herigen Geschäftsinhaber betheiligen sich an der Geschäfts leitung und wählen aus ihrer Mitte Direktoren und Mittheilung in der Sonnabendnummer des Vorwärts" ift Aufsichtsräthe. Die feither beschäftigten 8728 Arbeiter von dem Polizeipräsidenten Herrn von Richthofen für un werden weiter befchäftigt. Frei werden bin begründet erklärt worden. Wir brachten das betreffende gegen ein großer Theil der kaufmännischen Dementi. Inzwischen haben wir weitere Erkundigungen Hilfsarbeiter, besonders ganz fenben. Es waren in den 61 Fabriken 821 Reisende eingezogen, und können auf grund des Ergebnisses die von angestellt; aber man beabsichtigt fünftig nur 12 und eine Anzahl uns erwähnte Nachricht nur als zutreffend bezeichnen. Das Agenten an großen Handelsplägen zu beschäftigen. Die Minder polizeiliche Dementi trifft nur die Form unserer Mittheilung. ausgabe für den Vertrieb der Fabrikate wird allein durch Ein- Herr von Richthofen ist nicht allwissend, und unsere Wahlziehen der vielen Gehälter und Spesen für Reisende auf eine rechtsnotiz ist ebenso echt wie der Brief des Prinzen Million geschäht. Tie Leistungsfähigkeit soll insbesondere da Albrecht. Ist der Nationalliberalismus noch eine Partei? durch erhöht werden, daß fünftig jede Fabrit eine Spezialität liefert eine nur dieses, die andere nur jenes Leder und andere Armer Caprivi! Nach Kalnoky Ferrari nach So muß man fragen, wenn man lieft, daß die ehemaligen nur den oder jenen Stoff verarbeitet, daß in einzelnen Fabriken dem österreichischen der italienische Verbündete, Kulturkämpfer in Aachen den Freiherrn von Huene als Herr nur Herrenschuhe, in anderen nur Frauenschuhe, in anderen nur Ferrart, italienischer Staatssekretär des Aeußern, betonte Randidaten zum Reichstag aufgestellt haben. Kinderschuhe 2c. 2c. hergestellt werden. Nach und nach hofft Als Termin zur Stichwaht ist nach wiederholter man auch räumlich die Fabriken zusammen zu legen und dadurch heute in der Kammer zu Rom die Friedlichkeit der polizwiefache Ersparnisse zu ermöglichen, vorzüglich burch Gin- tischen Lage und schloß sich den betreffenden Grklärungen Mittheilung der Offiziösen der 24. Juni bezeichnet. Irrig ziehung der vielen Auffeber und Meister Stalnoky's an. Herr von Caprivi hat wirklich Pech. ist, daß eine derartige Anberaumung des Stichwahl ftellen. Die Zahl der Einziehungen schäßt man auf mehr Caprivi in Nöthen. Die„ Norddeutsche Allgemeine" Termius auf den 24. Juni gesetzwidrig sei. Nach§ 26 des Für die 61 früheren Fabrikanten, jebigen Aktieninbaber, hat für die legte Stunde" einen breispaltigen Militär- Wahlreglements ist das Wahlresultat am 19. Juni vom hat die Sache sicher großen Vortheil. Die Dividende wird sich Bandwurm aus Rumänien importit, und das für die engere Wahl von dem Wahlkommiffär festWahlkommissär zu ermitteln. Sodann ist der Termin erhöhen. Wahrscheinlich wird auch die überwiegende Mehrzahl Wolff'sche Telegraphenbureau hausirt mit einem französischen für die engere Wahl von dem Wahlkommiffär festzufezen. Der Termin ist nach§ 29 des Wahlder fabrikarbeiter sich nicht schlechter stehen als früher, aber was soll aus den entlassenen Meistern, Aufsehern und Handlungs. Stallknechts- Artikel, der über ein deutsches" Rennpferd mittelung des Ergebnisses der ersten Wahl fest= gehilfen werden? Die ersteren fönnen als gelernte Schuhmacher schimpft, und damit die Nothwendigkeit der Militärvorlage reglements nicht länger als 14 Tage nach der Ervielleicht Verwendung finden, wenn es der Attiengesellschaft ge- beweisen soll. Und da aller guten Dinge bekanntlich drei lingt, ihre Produktion und ihren Abfat erheblich zu erweitern, find, jo tischt Bindter unter dem Strich" zwei fürchterliche Buseßen, darf also spätestens auf den 3. Juli dem Termin ist nach was allerdings wiederum die andere Wirkung haben wird, eine Feuilletons über die französische Rachedichtung" auf. als Fabritarbeiter ankommen fann von den überzählig gewordenen hat etwa ein französischer Nachedichter" das friedlich Stunde der Wahl und der Hinweis, daß alle auf andere Anzahl Kleinmeister im Lande brotlos zu machen. Wer nicht Welche Röchin überläuft da nicht eine Gänsehaut? Apropos, SS 30 und 8 des Wahlreglements in einer öffentlichen BeMeistern und Aufsehern, ober die fortgefchickten Arbeiter, deren germanische Haut fie, daß die Lappen fliegen, daß fie all kandidaten als die beiden Stichwahlkandidaten fallenden Stellung man den früheren Meistern überträgt, werden die die Kränke friegen ze." ins Französische übersetzt? Reserve- Armee des handarbeitenden Proletariats erhöhen. Stimmen ungiltig sind, durch die zu amtlichen Publikationen Noch schlimmer daran sind die recht zahlreichen stellenlos Ein Wurm der nicht sterben kann. In den meisten dienenden Blätter zu veröffentlichen und von den Gemeindewerdenden Handlungsgehilfen und Neisenden. Man dente nur: Hunderte in einem kleinen Fabriforte auf die Straße geworfen fortschrittlichen Wahlflugblättern und Wahlartikeln lehrt vorständen in ortsüblicher Weise bekannt zu machen. Au bie in§ 8 des Wahlreglements für die Bekanntmachung zu Ber- die Behauptung wieder, daß die Sozialdemokratie in diesem Man hat gut sagen, fie könnten anderswo wendung finden. Ist es nicht bekannt, daß in feinem Berufe Wahlkampf ihre Biele verschleiere". Thatsächlich liegt für den Hauptwahlen festgesezte Frist von mindestens 8 Tagen das Angebot so außerordentlich die Nachfrage überwiegt wie uns Sozialdemokraten die Hauptbedeutung des Wahlkampfes vor dem Termin ist diese Bekanntmachung, die vor den im Handelsgewerbe? Also auch diese Hunderte, oder die darin, daß er uns Gelegenheit giebt, unsere Ziele" den engeren Wahlen zu erfolgen hat, jedoch nach§ 31 des von ihnen Berdrängten schwellen die Reihen des arbeitslosen Wählern zu entschleiern. Und unter den tausenden von Wahlreglements nicht gebunden. Das übersehen einige Proletariats, stellen ein neues Kontingent zu den„ Vagabunden". Und das alles, trotzdem der„ Boltswohlstand", d. h. das Gin Wählerversammlungen, die wir in den letzten vier oder fünf Beitungen, die die Anberaumung auf den 24. Juni für Tommen der besißenden Klassen sich durch die Konzentrirung der Wochen abgehalten haben, werden wenige gewesen sein, in gesegwidrig erachten. Da die Möglichkeit der Anberaumung Einzelbetriebe erhöbt, wie vermuthlich gar mancher amtliche denen das sozialdemokratische Programm nicht dargelegt des Stichwahltermins auf den 24. daher nicht ausgeschlossen Statistiter eifrig bemüht sein wird, ziffernmäßig nachzuweisen. und erläutert worden wäre. In Wirklichkeit ist unsere ist, werden die Streife, in denen Stichwahl stattzufinden hat, Daß eben ist der Fluch der gegenwärtigen kapitalistischen Partei die einzige, die ihre Ziele dem Wolf unverhüllt zeigt gut thun, das Flugblatt schleunigst nach der HauptProduktionsweise, daß eine jede Arbeit ersparende Betriebs- und zeigen kann, während z. B. die deutschfreisinnige wahl herzustellen und, wenn Verbreitung nur an Sonnverbesserung den Arbeitenden selbst zunächst schweren Schaden Partei im Wahlkampf den manchesterlichen Pferdefuß sehr sorg- tagen möglich, die Flugblätter bereits am 18., dem einzigen Sonntag vor der Stichwahl, und zwar dann außer zufügt. Selten tritt die Wirkung dieses Prozesses an einem fältig verbirgt- und aus guten Gründen. halb der Kirchzeit und außerhalb öffent tonkreten Beispiel in so flarer Weise zu Tage, als wie an den Schuhjabriten von Pirmasens. Einen ähnlichen, doch nicht immer Fortschrittliche Heulmeierei. Tante Boß will heute licher Straßen, Pläge und Wege zu verbreiten. fo sprunghaften Gang nimmt die Produktionsentwicklung überall. Ueberall in der zivilisirten Welt führt die Vervoll bem deutschen Michel Angst machen mit einer sozialdemo fommnung und Konzentrirung des Betriebes zur Vernichtung fratischen Majorität. Dann komme der Staatsstreich und der Mitteltlaffen. Von Tag zu Tag wird die Kluft größer die Revolution! Nur abwarten! Haben wir einmal die zwischen den wenigen Besißenden und der großen Maffe des Majorität, so soll schon für Ruhe und Ordnung gesorgt Proletariats. Aber Hand in hand damit fchreitet auch beim werden. Broletariat die Aufklärung über seine Lage vor; mehr und mehr bie Au werden. anberaumt Vor Samburger Maßregeln gegen die Einschleppung der Cholera aus Rußland. Sämmtlichen Hamburger Rhebereien, Schiffsmaflern, Auswanderer Expedienten und Logiswirthen ist heute eine Verfügung des Senats zu gegangen, wonach derselbe zur Verhinderung der Einbricht sich die Erkenntniß Bahn, daß das arbeitende Volt sich Noch einmal die Abkommandirung. Bezüglich der schleppung der Cholera beschloffen hat, den trotz ausdrück darauf vorbereiten muß, sobald der Konzentrirungsprozeß die Abstimmung von Mitgliedern der deutschfreisinnigen Partei lichen Berbotes immer fortdauernden Buzug russischer Aus. wirthschaftlichen Zustände zur Reife gebracht hat, die Vergesell bei der im Jahre 1884 stattgehabten Verlängerung des wanderer nach Hamburg ab 16. D. M. polizeilich zu ver schaftung der Produktionsmittel durchzuführen, um die Enterbten Sozialistengesetzes veröffentlichte Anfangs Februar 1885 der bieten. Allen nach dem 15. d. M. per Eisenbahn, zu Fuß wieder in ihr Erbe einzuseßen. Die bevorstehenden Wahlen werden zeigen, wie tief diese frühere fortschrittliche Abg. Kaempfer folgende Briefe in und auf dem Wasserwege der Hamburgischen Grenze fich Erkenntniß bereits eingedrungen ist in die Reihen des Proletariats der Leipziger Bürger- Zeitung" mit dem Hinzufügen, daß nähernden russischen Auswanderern wird das Betreten des in allen deutschen Gauen und nicht zum wenigsten hoffentlich anderweitige Mittheilungen von ihm in der genannten An- Hamburgischen Staatsgebietes durch polizeiliche Organe verwehrt, auch wenn sie mit Fahrkarten und ausreichenden auch in Pirmasens, gelegenheit nicht gemacht seien: Feuilleton. Naworua perboten.) Es müssen [ 4 doch schöne Erinnerungen sein!.. Von Bertha von Suttner. Nach einer kleinen Bause fuhr er fort: Wir legten uns schlafen. Premier T. auf das Sopha, ich auf einen Fauteuil, der mit Hilfe zweier barangeschobener Stühle ein Bett abgab. Unser dritter Genosse, Lieutenant v. 9. hatte Dienst und zog sich mit ein paar Liebeszigarren und einer Flasche Bordeaux versehen- in ein Zimmer des Hintertraftes zurück, von wo aus man einen Ausblick auf das Dorf und auf unsere Borposten hatte. Diese mußte er später visitiren. Im Hausflur waren unsere Ordonnanzen und ein Wachtposten untergebracht. Posten. Ich wollte in sein Zimmer gehen und von dort nach dem Dorfe auszublicken. Auf der Treppe stolperte ich über einen Körper. Lautes, jammervolles Stöhnen erhob sich. Ich streifte ein Bünde hölzchen an und schaute hinab. Es war des Lieutenants Ordonnanz. Der Mann lag in seinem Blute mit einem Stich in der Brust und einem Beilhieb am Kopf. Im Zimmer selbst fanden wir den Lieutenant v. M.das eigene Taschentuch als Knebel im Munde, den Schädel von Arthieben fast zerschmettert- todt. cr Bon unseren Leuten waren vier Mann im Dorfe er mordet worden. Um fünf Uhr früh war das Gericht gebildet. Der Pfarrer, der Maive und noch einige Leute standen als Borgeladene da. Die Sache stellte sich folgendermaßen heraus. Der Neffe des Pfarrers, ein Förster, war mit noch ein paar Einwohnern des Dorfes zu einer der herumziehenden Franktireurs Banden gestoßen. Am vorigen Abend waren sie zurückgekehrt und in der Nacht hatten sie unsere Leute überfallen. Ich hatte ein paar Stunden geschlafen, als ein Schuß Jezt ereignete sich das Gräßliche: mich weckte. Zuerst dachte ich, ich hätte nur geträumt. Ju den lezten Tagen hatte ich so viel schießen gehört, daß sich das Geräusch gar oft, als Gehörshalluzination, in meinem Junern wiederholte. Ein Schäfer trat vor und berichtete, er habe gefehen, wie der geistliche Herr am Abend zuvor seinen Neffen zur Hosthür hereingelassen. erhoben. Ich erschrat, als wäre die Anklage gegen mich selber " Ist es wahr, Herr Pfarrer, ist es wahr?" rief ich. Er hob den Kopf und blickte mir mit seinen guten Doch gleich darauf fiel ein zweiter und ein britter Schuß mein Kamerab rief mich und wir warfen uns rasch in die zur Hälfte abgelegten Kleider. Unterdessen tuatierte es weiter und durch die Fensterscheiben sab man blauen Augen voll ins Gesicht. - auch kein ungewohutes Schauspiel mehr den Himmel geröthet von einem Braud. Der Ort ist zur Strafe niederzubrennen. Der Pfarrer als Unterstandsgeber eines meuchelmörderischen Franttireurs ist an dem Thore seines Hausesaufzuhängen. . alten Den Erzähler durchrieselte neuerdings ein Schauer beim Aussprechen dieses Wortes. Ich sprach es nach, in tiefftem Entsetzen: Den " Aufhängen, Aufhängen!... Und das ist geschehen?" sollte dem Kommandanten einen Zettel abgeben, in welchem " Ich sprengte noch eilends einen Boten fort. Er ich flehentlich um Milderung des Urtheilsum Gnade bat. Priester! Die Antwort traf schnell ein: sie lautete: Rein Bardon. Mir kam es zu, das Urtheil vollstrecken zu lassen und ich versichere Sie, meine Verzweiflung, mein Etel an der Welt in diesem Augenblick war so groß, daß ich daran bachte, mich zu erschießen. Die Erinnerung an die Meinen zu Hause hielt mich ab. Und jetzt „ ach, es müssen doch schöne Erinnerungen sein", wie jener feurige Jüngling vorhin ausrief was jest folgte... viele der Einzelheiten sind mir Gott sei Dant aus dem Gedächtniß ges schwunden, zu viele jedoch leider!- wie scharfe Moments bilder eingeprägt geblieben." C'est la guerre die eiserne Pflicht... der höchste Zweck": mit diesen Begriffen kommt man sich selbst und der Mitwelt gegenüber über die Grenel hinweg. Und von den Details spricht man nicht. Das gar zu Häßliche und Schaurige, man räumt es weg, man begräbt es. Ueber verwesende Körper schüttet man Erde und auf faule Geschebnisse schaufelt man Verschwiegenheit. Lassen Sie mich die Geschichte hier abbrechen!" " Nein, ich will das Ende hören. Wurde das Urtheil Ja," sagte er traurig. Aber nur um den armen Tenfel meiner Schwester Sohn im Biegenstall zu ver vollzogen?" glauben -waren wir stecken. Von seinem Vorhaben ahnte ich nichtsSie mir- ich schwöre eś." Ju zehn Minuten es war halb Zwei Alle im Pfarrhof versammelt. Die Meldung traf ein, daß im Dorfe auf unsere Leute geschossen worden und daß zwei Häuser, wo dies geschehen, brennen. Es fehlten uns fünf Mann und Lieutenant v. R. Den Letzteren vermutheten wir bei der Bifitirung der Ich glaubte ihm- aber was nüßte das! Was be vorstand, ich sah es fommen. Der Kommandant war von dem Vorfall pflichtmäßig in Renntniß gesezt worden- um 19 Uhr traf das Urtheil ein. Natürlich. Es mußte sein. Der Krieg kann nicht mit weicher Hand geführt werden. Ich selber ertheilte den Befehl. Zuerst verkündigte ich die über den alten Mann verhängte Todesstrafe, ohne die Todesart zu nennen." Das habe ich erwartet", sprach er mit Sanfimuth und mit Ruhe. Ich bin bereit." 22 Geldmitteln versehen sind. Reisende aus Rußland mit Kajütfahrkarten nach Amerika werden von der Zurück weisung nicht betroffen. Ein Schlag für die Bimetallisten ist der Beschluß baben. Immerhin fönnen wir aber hoffen, daß der 15. Juni der Arbeiter waren vollständig für uns gewonnen. Mit gans auch hier einen Fortschritt unferer Bewegung zeigen wird. Gegen das nicht den gesetzlichen Bestimmungen entsprechende Berhalten des Bürgermeisters uns gegenüber ist Beschwerde bei der Regierung erhoben. paganda zu machen. paganda zu machen. " nebensächlichen, garnicht zur Sache gehörenden Einwendungen bemühten sich nun einige reichstreue" Kapitalisten, den Eindruck des Referats abzufchwächen, jedoch ohne Erfolg. Der Bundesrath faßte in der am 12. b. M. unter Im Schlußwort fertigte Wilfe die Einwendungen der Gegner dem Vorsiz des Vizepräsidenten des Staatsministeriums, nach Gebühr ab und mit einem brausenden Hoch auf die SozialStaatssekretärs des Innern Dr. v. Bötticher abgehaltenen folgende Nachrichten: Ueber die Agitationsiour Singer's erhalten wir noch demokratie und unseren Kandidaten endete die interessante Vers Plenarsizung über mehrere Eingaben sowie über die gefammlung, fo daß die Herren Bureau- Inhaber recht verdutte Im Wahlkreise Zeiß- Weißenfels sprach Singer in drei über: Gesichter ob des Ungehorsams" ihrer sonst so getreuen Arbeiter schäftliche Behandlung neuer Vorlagen Beschluß. Der Ent- füllten Versammlungen. Die Lotale waren nicht im stande, die machten. In einer zweiten, von freisinniger Seite einberufenen Det Gutz be goale waren nicht im ne, nie von is wurf eines Gebührentarifs für die Strecke Holtenau- Rends- Massen aufzunehmen, welche zusammengeströmt waren, um sich Versammlung ebenda fertigte Genosse Beims sämmtliche Gegner burg des Nord- Ostsee Kanals wurde den Ausschüssen für an der Agitation für die Sozialdemokratie zu betheiligen. gebührend ab, so daß ihui am darauf folgenden Tage in der Handel und Berkehr, für das Seewesen und für Rechnungs- nationalliberaler Rechtsanwalt gegen die Singer'schen Aus- geladen waren, das Wort nicht gestattet wurde. Schadet nichts, In Naumburg traten ein Oberstlieutenant a. D. und ein Versammlung der Nationalliberalen, wozu alle Parteien einwesen überwiesen. Whit der Vorberathung der Entwürfe führungen für die Militärvorlage ein, und fangen nebenher noch wir warten mit lube das-Wahlresultat am 15. Juni ab! In von Vorschriften über die Einrichtung von Anlagen zur das alte Lied von der Undurchführbarkeit der sozialdemokratischen Herzberg a. Harz fand wegen Lokalverweigerung die VerAnfertigung von Zündhölzern, die Einrichtung und den Ziele. Die Abfertigung, welche diesen militärwüthigen Bersammlung auf einem großen Hofraume statt. Es hatten Betrieb von Bleifarben- und Bleizucker- Fabriken, endlich die fretern der Bourgeoisie zu theil wurde, ließ an Deutlichkeit nichts fich 5-600 Personen, darunter auch die Herren Pastoren, Einrichtung und den Betrieb der zur Anfertigung von zu wünschen übrig. und sonstige Honorationen des Ortes eingefunden. Mit Bigarren bestimmten Anlagen wurde der Ausschuß für In Halle wurde das sehr große Lokal g bei Beginn der moralischen Peitschenbieben versuchte der Borsitzende die Handel und Verkehr beauftragt. Bersammlung wegen Ueberfüllung polizeilich gesperrt und mußten Gegner zu bewegen, das Wort zu ergreifen, aber niemand hatte etwa 2000 Menfchen umkehren, fo weit sie fich nicht im Garten Kurage dazu. In einem Nachbarorte von Herzberg fand unsere vor den geöffneten Fenstern des Saales postiren konnten. Bersammlung unter freiem Himmel auf einem Zimmerplaz statt. der indischen Währungskommission, welche die Einstellung Darlegungen Singer's zwei Studenten auf und suchten für die Referent Wilte bereits 5 Minuten gesprochen hatte, drängte fich Hier traten nach den mit stürmischem Beifall begleiteten Die heilige Hermandad war nicht erschienen. Als jedoch unser der Ausprägung von Silbermünzen auf Privatrechnung christlich- soziale Partet und den herrschenden Militarismus Pro- der Dorfschulze durch die dichten Massen und beschwerte sich empfiehlt. Die Silberleute beruhigten sich beim Niedergange des weißen Metalls stets damit, daß Indien und Ostafien darüber, daß sich der Einberufer vor Eröffnung der VersammUnter braufendem Jubel fertigte der Referent die beiden lung nicht bei ihm gemeldet hätte. Er wurde dahin belehrt, daß eine unbeschränkte Aufnahmefähigkeit für Silber haben und jungen Herren ab; sowohl ihre national- ökonomische Unreise, diefes auch nicht nöthig sei, und die Versammlung nahm ihren so den Preis des Silbers bis zu einem gewissen Grade re- als ihre chauvinistische Phrasendrescherei wurde mit beißendem Fortgang, bis ein Lehrer den Referenten zu unterbrechen ver guliren. Stellt nun Indien, der bisherige Hauptabnehmer Spott der verdienten Lächerlichkeit überliefert. Den Schluß der suchte; der Mann wurde gehörig abgefertigt und ihm bemerkt, des Silbers, die freie Gilberprägung ein, so werden die auswärtigen Agitation Singer's bildete eine Versammlung( in daß er sich nachher gefälligst zum Worte melden möge. Aus der Silberpreise noch weiter weichen, damit würde die Ver: Dalberstadt, welche ungemein stark besucht war und glänzend Mitte der Versammlung wurde ihm unter anderem zugerufen: antwortung derjenigen Staatsmänner noch größer werden, Es waren 3500 Personen im Saal und etwa 1000 Soln Sei doch fo lang det Muhl, bis de Mann utsproten hätt." welche den Uebergang von der Goldwährung zur Doppels Menschen in den Nebenräumen anwesend. Nach Schluß des begeistert aufgenommenen Referats zum Worte Die Parteigenoffen sind überall von einer wahrhaften Be aufgefordert, blieb das Schulmeisterlein stumm. Trotzdem es währung empfehlen würden. geisterung erfüllt. Stadt und Land wetteifern in der Agitation tüchtig regnete, waren die Versammelten nicht vom Blaze gefür die sozialdemokratische Sache, und der heutige Wahltag wird wichen und begleiteten unter Hochrufen auf die Sozialdemokratie gleich dem 20. Februar 1890 ein Sieges- und Ehrentag für und mit dem Gesang der Marseillaise, welche hier unter den unfere Partei werden. Landleuten schon sehr bekannt ist, die bösen Rothen" eine gute Streete Wegs. In Schorsfelde war der Herr Dorfschulze so Daß die Ordnungs" parteien an den Vorgängen in höflich, die Versammlung zu stören, indem er zum selben Abend Clansthal im Harz Schuld tragen, bestätigt auch die Freisim gleichen Lokale, wo sie stattfinden sollte, eine Verpachtung Bei Königswusterhausen hörte am Sonntag eine glänzend sinnige Zeitung", die gewiß nichts weniger als sozialistenfreund vornahm. Der Vorsitzende, ber jeden Standal vermeiden besuchte Versammlung im Saale zur Neuen Mühle einen Vor- lich ist. Sie schreibt: Bu Strawallen ist es in Clausthal im wollte, schloß, obgleich er im Besitze des Hausrechts war, die trag 3ubeil's aus Berlin mit braufendem Beifall an. Zur 18. hannoverschen Wahlkreise infolge Don BrovoVerfammlung mit dem Versprechen, bald wieder zu kommen, antisemitischen Versammlung, die gleichfalls zu Sonntag nach tationen bes Ober- Bergraths Köhler, bes was auch am darauffolgenden Dienstag geschah. Mittenwalde einberufen war, hatten sich außer dem Ein- Direttors der Bergakademie, in einer sozialdemo- Bersammlung fand in einem anderen Lokale außerhalb Schorz Diese zweite berufer nur zwei Mann eingefunden. Das große Licht des fratischen Wählerversammlung gekommen. Uns wird darüber be- felbe's ftatt. Einige Rüpels hatten sich vorgenommen, die SozialAntisemitismus, Herr Förster, mußte deshalb für diesmal unterrichtet: In der am Sonntag tagenden Versammlung der Sozialdemokraten auf dem Heimwege zu überfallen. Wir verfahen den Scheffel gestellt werden. demokraten in Zellerfeld war Ober- Bergrath Röbler mit fämmt uns demgemäß mit etwa 2 Fuß langen und 2 Zoll starken lichen Studirenden und Schülern der Bergakademie und Bergs buchenen Reisegefährten und traten unter Begleitung mehrerer Die Reichstagswahlen. verlief. In Fürstenberg a. d. O. sprach am 1. Juni der Kandidat schule erschienen, darunter viele Ausländer und Arbeiter wohlgemuth den Heimweg nach Herzberg an ohne jedoch unferer Partei, Bölt el aus Berlin, vor einer überfüllten Bergeute unter 21 Jahren. Diese erbaben nun bei jedem belästigt zu werden. Während die Herzberger Genoffen um Herzfammlung über die gegenwärtige politische Lage. Die Verfamm Bersuche der von auswärts gekommenen Einberufer der Berberg berum thätig waren, bearbeiteten die Goslarer Genossen ihre lung war von 700 Personen besucht; 200 mußten, da der Saal fammlung, das Wort zu ergreifen, einen so fürchter- Nachbarorte tapfer und hielten auch in Zellerfeld eine Verzu klein war, von der Straße aus zuhören. Troß des starken itchen. Lärm, daß eine Eröffnung der Versammlung un fammlung ab, über deren Verlauf schon gestern berichtet worden Besuchs fam auch nicht die geringste Störung vor. Der Referent möglich wurde, Es entwickelte sich eine folenue Prügelei, bei erntete lang antauernden Beifall. Ein Geistlicher, der unfere welcher ganze und zerbrochene Bierseidel eine Hauptrolle spielten nationalliberal- fonservativen Ober- Bergrath Engels in Schladen ift. Am Sonntag trat Genosse Günther aus Goslar dem Partei mit den üblichen falschen Behauptungen angriff, wurde und viele Verwundungen vorkamen. Die jungen Leute, mit gutem Grfolg entgegen. Am Montag fand wieder in Gos von den Genossen Völlel und Döring unter hellem Jubel der welche später selbst das unpassende und Dumme lar eine Versammlung statt, die ebenfalls gut verlief. So sehen Versammlung heimgeschickt. ihres Benehmens einsaben, erklären ein In Kattowih foll, nach der Kreuz Beitung", ein Bentner ftimmig, von ihrem Direktor dazu angestiftet wir denn dem 15. Juni mit den besten Hoffnungen entgegen.. fozialdemokratischer Flugschriften tonfiszirt worden sein, nachu fein." bem ein anderer Bentner unseres Agitationsmaterials schon ver Aus Kaffel lancirten die Antisemiten die Schauer Wir sind neugierig, wie fich das Ministerium diesem nachricht in die Welt, daß eine von den Konservativen, Antibreitet war Treiben gegenüber verhalten wird. femiten und dem famosen Bunde der Landwirthe einberufene famosen- Bunde 4000 ( Proving Brandenburg) noch nicht ganz flare Vorstellungen zu 1000 Sostaldemokraten, besucht gewesen sein soll, durch unfere baben. Sie tonfiszirte einigen Schriftenvertheilern nicht nur Barteigenossen derart gestört worden wäre, daß der Hofprediger Flugblätter, sondern sogar Exemplare der Märkischen Bolts Stöcker die Versammlung babe schließen müffen. In Ab stimme" und des„ Wahren Jakob". Im benachbarten Krum- freies Deutsch übersetzt, bedeutet das einfach: die Staffeler Bemendorf that fich der Schulze gleichfalls im Konfissiren von völferung hat die rasseverheßenden Phrasen der Antisemiten nunFlugblättern gütlich. Auf das Gesetz verwiesen, erklärte er, bier mehr fatt und hat bem Stöcker das Urtheil gesprochen, das er wäre Er Schulze und hätte zu bestimmen 2c. Die beim Land- verdient. Da das Urtheil gegen Stöcker ausfiel, müssen natürlich rath und telegraphisch beim Ministerium erhobene Beschwerde Sozialdemokraten Störung gemacht haben. Wer aber soll das war bis Sonnabend noch nicht beantwortet. Stödern glauben? Von der Wahlfreiheit scheint die Polizei in 3üllich au Versammlung, die von angeblicher Landwirthe einberufene Mit der geistreichen Berufung auf die Maul und Klauenseuche hat im Wahlkreise Jüterbogk- Belzig der Amtsvorsteher Rittergutsbesizer, und Bantier D. Apponius unseren Genossen Hindernisse bei der Verbreitung von Flugblättern, Exemplaren des Wahren Jakob" und Slimmzetteln bereitet. Er foll ihnen sogar Schriften und Stimmzettel tonfiszirt haben. Unsere Genoffen werden hoffentlich nicht verfehlen, sofort Be schwerde beim Landrath und, wenn nöthig, den höheren Behörden Aus Konig in Westpreußen wird uns gefchrieben: Trotzdem die Gegner mit Hochdruck arbeiten, hoffen wir doch unsere Stellung zu behaupten. Von den hiesigen Saalinhabern sind wir mit dem Gesuche um Gewährung eines Lotals abgewiefen worden; das heißt die Wirthe haben einem höheren Kommando Folge zit leiften. Man hört die Worte: Berglich gern, aber wir Dürfen nicht!" Die Unabhängigen in Berlin haben das biesige streng tonservative Tageblatt als neuen Parteigenossen erhalten. In ter letzten Nummer erklärte das Blatt, daß es den Ausführungen jener Leute über den politischen Kampf der arbeitenden Klassen gegen die Kapitalmacht beiftimme. Begreiflicherweise wäre es den Konservativen angenehm, die Arbeiter verzichteten auf die In Bojen baben die Freisinnigen in der Versammlung am Erringung der politischen Macht, wie das die Herren Un- 10. Juni unsern Genossen Hellwig niedergeschrien, als ihnen diefer abhängigen" so sehnsüchtig wünschen. Die Phrasen und unreifen ibr Sündenregifter vorhielt. Ju Kolmar ließen ihn die Frei Ideen diefer Lente finden daher hier vor der Wahl im fonfer- finnigen gleichfalls nicht reden. Wie windig es mit ihrem Frei vativen Organ die freundlichste Aufnahme; namentlich wenn sinn bestellt ist, geht noch daraus hervor, daß in der Kolmarer fich einer der Kraftmenschen bie bekannten Verleumdungen ge- Bersammlung ihr Gesinnungsgenosse Rechtsanwalt Paeppel fich stattet. Der Kandidat unserer Partei, Genosse Riesop aus fur die Militärvorlage und gegen einen deutsch- russischen HandelsBerlin, wird nun sämmtliche hier dominirende Parteien öffentlich vertrag erklärte. auffordern, am Vorabend der Wahl eine Bersammlung ein- Am Sonntag, den 11. Juni, versuchten unsere Genossen in zu führen. zuberufen, er ist gewillt vor Gegnern über das Parteiprogramm Bofen zwei Bersammlungen abzuhalten. Die für 11 Uhr zu sprechen; damit diese Herren endlich' mal hören was wir Vormittag einberufene wurde verboten, weil der Einberufer nicht Auf den Dörfern an den Ufern des Bodensees haben wollen, denn ihr Leiborgan giebt als unsere Bestrebungen nur rechts unter der Anmeldung seinen Namen unterschrieben hatte, unsere Parteigenossen ganz überraschende Erjolge in der Wahl an, was wir gar nicht wollen. Bedauerlich ist es, daß sehr sondern links! Bu der auf den Nachmittag war der Anbrang agitation erzielt. Unser Parteibampfer", bie Anne- Marie", viele Bau- Arbeiter wegen Mangels an Arbeit Konig verlassen ein gewaltiger, doch die Mehrzahl mußte umfehren. Genosse dem Genossen Schaffner gehörend, landete am Sonntag eine Morawski re erirte. Trotzdem der Vorsitzende bat, die Beifalls. Kolonne in Immenstaad, wo Genosse Heinrich Schmidt rufe zu unterlalien, wurden dieselben immer stürmischer. Troz( Zürich) den aus den umliegenden Dörfern zahlreich erschienenen Als er aber das über den Ort gesprochene Vernich zweimaliger Aufforderung an die anwesenden Gegner, das Wort Bauern die Bedeutung der gegenwärtigen Reichstagswahl dartungsurtheil vernahm, da schrie er laut auf. Niederbrennen zu ergreifen, meldete fich doch niemand zum Bort, vielmehr legte. Der Redner wurde fortwährend von lautem stürmischem Niederbrennen- alles was er auf dieser Welt liebte! verließen fie schned das Lokal, um nachher in der Bresse ihre Beifall unterbrochen. Dabei hatte noch nie ein Sosialdemokrat Seine ganze Gemeinde zu Grunde gerichtet die Schule Wuth auszulassen. Mit dreimaligem Hoch auf die Sozialdemo in jener Gegend gesprochen. Der jetzt gelegte Same wird gute das Armenhaus, in welchem ein paar hilflose Krante tratie schloß der Vorsitzende Paul Pricelius die Versammlung. Früchte tragen, Weiter ging's per Dampf nach Ueberlingen, Es mag erwähnt werden, daß bei der Flugblattverbreitung in wo Schmidt vor einer großen Bersammlung über die gegen lagen... feine schöne Kirche, die armen Sammlungen den umliegenden Ortschaften, wo früher unsere Genossen durch- wärtige Nothlage und die Bestrebungen der Sozialdemokratie vielleicht dachte er auch an seine kleinen Lieblinge im geprügelt wurden, sie jetzt nicht nur freundlich aufgenommen, sprach und die Wahl unseres Kandidaten, des Landwirths Baum Bogelbauer: ich weiß nicht, woran er dachte, aber der fondern sogar mit Frühstück bewirthet wurden. gärtner, empiabl. Baumgärtner banfte für den Beifall, mit Schmerzensschrei war jammervoll gewesen. dem die Anwesenden seine Kandidatur begrüßt hatten und sprach Seiteres und Erustes aus der Wahlbewegung im sich in furzen fernigen Worten über seine Ansichten aus. Einem dem mir die gewiffen Momentbilber jetzt wieder vor. 13. hannoverschen Wahlkreise. Unser Wahlkreis, wo sich bei Staplänchen, das zu entgegnen versuchte und die Komödie ber dem mir die gewiffen Momentbilder jetzt wieder vor der vorigen Wahl das Stimmenverhältniß gegen die vorauf Butunjtjtaatsdebatte in neuer Auflage zum Besten gab, wurde schweben: Ich sehe-nachdem das Wort durch den gegangene Wahl verzwanzigfacht hat, berechtigt uns zu den beften von dem Referenten fo glänzend heimgeleuchtet, daß die Ber Strang" verkündet worden den alten Mann auf die Soffnungen. Jeder Genosse steht auf dem rechten Platz und fucht sammlung aus der Seiterkeit gar nicht heraustam und der hochRuie sinken ich sehe ihn mit erhobenen Händen flehend, das Menschenmögliche zu leisten. Unser Kandidat F. 28ite würdige Sozialistentöoter sich aus dem Staube machte, ohne das man möge ihn erschießen- nur nicht aufhängen nur war über 14 Tage hier. Wir hatten dafür gesorgt, daß er fast Ende abzuwarten. Der Entscheidung am fommenden nicht den Strick um Gotteswillen, eine Kugel- eine jeden Tag, des Sonntags in zwei Versammlungen, sprechen Donnerstag sehen die Genossen im Konstanzer Wahlkreis mit Kugel!... Aber diesen Ehrentod durfte er nicht sterben. tonute. Er hat überall großen Erfolg gehabt. Selten frohem Muthe entgegen. Die 364 Stimmen, die wit 1890 erein Gegner, das Wort zu ergreifen, Das nächste Bild zeigt mir, wie sie ihm auf mein wagte es ob hielten, werden sich in unserer durchweg ländlichen Bevölkerung Kommando die Schlinge um den Hals werfen, wie sie gleich wir ihnen stets die vollste Redefreiheit gestatteten. fo vervielfältigen, daß ben Ultramontanen wie ben National Besonders start waren die unter freiem Himmel stattfindenden liberalen die Augen übergehen werden. Ein offenherziges ihn zu seinem Hausthor schleppen, schleifen... wie sie Bersammlungen besucht. Die Landbewohner strömten dazu meilen e ft ändniß hat in Konstans der Vertreter der Regierung" nein da habe ich weggeschaut dann sehe ich ihn weit herbei. Fast überall wurde einstimmig beschlossen, nur für in der Versammlung unserer Partei am Montag abgelegt. Bei dort hängen der schwarze Talar so geisterhaft schmal den sozialdemokratischen Kandidaten einzutreten. Alle triegs- der letzten nationalliberalen Wahlversammlung war näm und lang, daß weiße Haupt herabgesunken. Ich sehe, wie bezerischen Flugblätter, 3. B.: An die Gewehre"," Die Funten lich die Polizeimacht aufgeboten worden, um jedem das ganze Dorf aufflammt wie unter dem Webgeheul fliegen über unseren Hof" und andere, die bier in Hülle und jungen Arbeiter den Besuch der Versammlung zu verder Bewohner, unter dem Angstgebrüll aus den brennenden Fülle verbreitet werden, verfehlen ihren 3wed. Dei Sch..... wehren. Genosse Krohn stellte dies in unserer VerStällen unsere Soldaten alles niederschießen, was löschen hebben uns 87 tau bulle belogen, wei sind nu flaute worden un fammlung fest, worauf der überwachende Polizeikommissar sich oder sich zur Wehre setzen will ich sehe uns abreiten gläumen diffe Flunkerers nich mehr" und noch viele derbere erhob, um eine Bertheidigungsrede zu halten; es habe sich darum aus dem gestern noch so blühenden Drt hinter uns ein vielen Jahren keine Versammlung war, mußten wir 30 Mart politischer Versammlungen abzuhalten. Genosse Heine. Schmidt usbrücke giebt es zu hören. In Vienenburg, wo feit gehandelt, unmündige Personen von dem Befuche aufregender Feuermeer morgen ein Haufen Schutt und Asche. Saalmiethe bezahlen, um einen Saal zu erlangen. Saalmiethe bezahlen, um einen Saal zu erlangen. Sämmtliche sprach fein Befremden aus über diese merkwürdige Fürsorge der Und zwischen alle dem immer wieder jene blauen, guten Kandidaten waren brieflich eingeladen, aber nur der Polizeiverwaltung und warf die Frage auf, warum gerade die Augen des alten Mannes, dann sein angstverstörter, sein freifinnige und ber unferige Kandidat erschienen. Die liberale Bersammlung von der bewaffneten Macht blockirt worden flehender Blick Ueberhaupt: Die Augen- die Gegner gebildet" wie sie sind zeichneten sich durch sei. Der überwachende Herr. Bertreter der Regierung ging Augen... die vergißt man gar so schwer! Alle anderen Raudaumachen aus, worin ihre Arbeiter auf Kommando, wenn richtig auf die Frage unferes Genoffen ein und plauberte, daß Bilder tann man eher verscheuchen aber der brechende auch widerwillig, einstimmen mußten. Das Bureau gelangte in die Dlationalliberalen einen starten Besuch und Störung( d. h. Blick eines Menschen, den man selber erschlagen die Hände der Nationalliberalen, weil die von ihnen abhängigen nämlich Distuffton) feitens der Arbeiter befürchteten und deshalb Arbeiter es nicht wagen durften, dagegen zu stimmen. Mit einem die Polizei zu dieser Maßnahme aufgefordert hätten. Der Erzähler unterbrach sich und faßte uns an der Hoch auf den Kaiser leitete der Vorsitzende die Versammlung ein. Herren Bolizisten hatten nun natürlich nichts Giligeres zu Hand: Der freisinnige Stadtfyndikus Quensel aus Goslar verzichtete thun, als diesem Wunsche" nachzukommen. Genosse Demps „ Sehen Sie, meine Freunde, solche- schöne" Er auf's Wort, worauf daun unfer Kandidat mit durchschlagendem wolf wußte auf das treffendste diese neueste Seldenthat unserer innerungen wenigstens unsern Kindern zu ersparen, Erfolge, wiederholt von rauschendem Beifall der begeisterten Ur- Bildungs- und Besißmänner zu geißeln. Und nun behaupte baran arbeiten wir..." beiter unterbrochen, den Reigen der Redner eröffnete. Die Herzen noch Einer, wir hätten keinen Klassenstaat, keinen Polizeistaat! Und jammer jammervoll, was mum folgte von nun -Die Für den Inhalt der Inserate über. nimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung Theater. Donnerstag, den 15. Juni. Opernhaus. Geschlossen. Neues Theater. Geschlossen. Deutsches Theater. Don Carlos. Berliner Theater. Der Flüchtling. - Die Eine weint, die andere lacht. Friedrich- Wilhelmstädt. Theater. Angot, die Tochter der Halle. Kroll's Theater. Martha. Viktoria Theater. Frau Venus. National Theater. Der Tauge nichts. Adolf Ernst- Theater. Der Schwiegerpapa. Alevanderplak Theater. Die Räuber. Winter- Garten. Spezialitäten- Bor ftellung. Apollo Theater. Vorstellung. Spezialitäten Theater der Reichshallen. Spezia litäten- Borstellung. Baufmann's Variété. SpezialitätenVorstellung. Gebrüder Richter's Variété. Spezialitäten- Borstellung. National- Theater. Gr. Frankfurterstr. 182. Doppel- Vorstellung zu einfachen Preisen. ,, Der Taugenichts“. Lustspiel in 4 Atten nach dem Fran zöfifchen. Regie: Fritz Schäfer.( Juhalt der gleichnamigen Operette.) " Hierauf: Berlin bei Nacht". Boffe mit Gesang in 2 Bildern. Regie: Hugo Hummel. Königl. italienischer Circus Ernesto Ciniselli. Stadtbahnstation Zoologischer Garten. Heute, Donnerstag, den 15. Juni: Große equeftr. und choreograph. Vorstellung. 3um 1. Male: Die Statue der Venus oder: Die Imagination des Künstlers. Romant.- phantast. Ballet in 1 Akt, arrangirt und inszenirt v. tgl. italien. Hofballetmeister Sign. Antonio Tignani. Ausgeführt von dem aus 60 Damen bestehenden Corps de Ballet. Auftreten der vorzüglichsten Künstler und Künstlerinnen, sowie Reiten und Vorführen der bestdressirten Schul- und Freiheitspferde. Achtungsvoll Ernesto Ciniselli, Direktor. Morgen, Freitag, den 16. Juni: Oeffentliche Volks- Versammlungen heute, Donnerstag, den 15. Juni, Abds. 8, Uhr, in folgenden Lokalen: 1. Wahlkreis: Marten's Salon, Friedrigstraße 236. Boltz( früher Feuerstein), Alte Jakobstraße 75. Zweite große Komiker- Vor 2. Wahlkreis: Berl. Bockbrauerei, Tempelhofer Berg. Bellung. Ostbahn- Park am Küstriner Plaz, ( Hermann Jmbs) Rüdersdorferstr. 71, am Ostbahnhof. Konzert, Täglich: Theater u. Brauerei Tivoli, Kreuzberg. 3. Wahlkreis: Berl. Ressource, Kommandantenstraße 57. Buggenhagen, Morigplay. Sanssouci, Kottbuserstraße 4a. Spezialitäten Vorstellung. 4. Kreis( SO.): Vereinshaus Süd- Ost, Waldemarstraße 75. Pantomimisten- Truppe Garetton, urkom. Tarameter- Droschtenfahrt, Mr. De Dolfs, Neger- Exentric 2c. Volksbelustig. jeder Art. 4 Kegelbahnen zur Verfügung. ratweil'sche G™ Bierhallen. Kommandantenstr. 77-79. Täglich: Urania, Brangeltraße 9-10. Concordia- Festsäle, Andreastraße 64. 4. Kreis( Ost): Joël, Andreasstraße 21. Königsbank, Große Frankfurterstraße 117. Elysium, Landsberger Allee. Brauerei Friedrichshain( früher Lips). Auftreten der Leipziger Sänger 5. Wahlkreis: Schützenhaus, Linienstraße 5. vom Krystall- Palast. Wochent. 71/2 Uhr. Entree 10 Pf. Raffenöffnung 5%, Uhr.- Anfang der Auf. Sonntags 6 Uhr. Entree 30 p. Abend- Vorstellung 71/2 Uhr. Im Garten: Gr. Konzert u. Spezialitäten- Borstellung ersten Ranges. Größtes Spezialitäten- Programm der Residenz. Auftreten von Chansonetten, Sänge rinnen, Tänzerinnen, Clowns, Soubrett., Romitern c. zc, Morgen: Borstellung. Sonnabend: Boltsvorstellung. Das Wintermärchen. Sastan's Panopticum. Neu: Der Tod als Erlöser. Neu: Die Schrecken des Meeres. Bauern- Aufstand! Illusionist. Vorstellungen. Irrgarten. Schreckenskammer. PassageAnerkannt gute Küche. Säle für Festlichkeiten und Versammlungen. Carl Koch. Schweizer- Garten am Königsthor. Täglich: und Concert, Theater Spezialitäten- Vorstellung. Geschwister Rigoli, Familie Carlo, Mr. Famera, Max Grabow, Gebr. Dissenato, Emma Lucas, Troupe Columbia und Gebr. Vereroa. 3m Gaale: BALL.( 4199L Norddeutsche Brauerei. 58. Chaussee- Strasse 58. Täglich: Concert. Panopticum.hentags Entree frei. Neu: Blaue Grotte. Neu: Geistertisch. Das Wunderpferd. Täglich 6-10: Spezialitäten Theater ohne Extra- Entree. : Kaufmann's Variété Am Stadtbahnhof Alexanderplatz. Im prachtv. Sommergarten täglich Gr. Garten- Concert und Spezialitäten- Vorstellung. Bei ungünstigem Wetter findet die Vorstellung im Saale statt. Anfang: Sonntags 6 Uhr. Wochentags 8 Uhr. Entree 30 Pf. Stehbierhalle 407b zu verkaufen wegen Todesfall; sehr gangbares Geschäft. Zu erfragen bei Peter, Neue Roßstr. 8, Hof part. Bei ungünstiger Witterung im Saal. Die neu eingerichtete Kaffeeküche ist den geehrten Gästen von 2 bis 6 Uhr geöffnet! Moabiter 4146L Gesellschaftshaus. Alt- Moabit 80 und 81. Täglich: Theater- und SpezialitätenVorstellung, sowie Concert. Anfang 4 Uhr. als Entree 30 Pf., reservirter Platz 50 Pf. Helmuth Peters. 4127L* Etablissement Moriz Play. Morit Play. Täglich: Juftrumental- Konzert. Großer Frühtücks- u. Mittagstisdy. Spezial- Ausschank von Vahenhofer Lagerbier, hell und dunkel. An Sonn- und Feßtagen findet das Konzert in den oberen Sälen statt. Entree Wochent. 10 Pf. Sonnt. 25 Pf. Säle für Versammlungen, Kommerje, Festlichkeiten 2c,... Buggenhagen. Th. Keller's Hofjäger, 52/22 Hasenhaide, BergmannstrassenEcke. Gente, Donnerstag, den 15. Juni 1893: Gr. Extra- Garten- Konzert. Anfang 5 Uhr. Entree 15 Pf., im Vorverkauf 10 Pf. A. Frölich. Weimann's Volksgarten, Badstrasse. Gesundbrunnen. Pankstrasse. Großes Sommernachts- Fest. Bal paré. 406b Elite- Konzert. Spezialitäten Vorstellung. ..: Lothar, Kolossalmenfch. Clermont, dress. Menagerie. Köhler, Voltshumor. Anfang 5 Uhr. Entree 15 Pf. Max Weimann. Philipp, Rosenthalerstraße 38. 6. Wahlkreis: Noack's Festsäle, Brunnenstraße 16. Nagel's Salon, Schwedterstraße 23. Swinemünder Gesellschaftshaus, Swinemündertr. 35. Weimann's Volksgarten, Badstraße 54-58. Kuhlmey, Schönhauser Allee 28. Collberger Salon, Gollbergerstraße 23. Germania- Festsäle, Chauffeestraße 103. Norddeutsche Brauerei, Chausseestraße 56. Wedding- Park, Müllerstraße 178. Arendt's Brauerei, hurmstraße 26-27. Kronenbrauerei, Alt- Moabit 47-49. Tages- Ordnung in allen Versammlungen: Verkündung der Wahlresultate. Zahlreiches Erscheinen erwarten Die Einberufer. Verlag des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt Berlin SW., Beuthstraße 2. Für den Wahlkampf. Die Thätigkeit des Preis 20 Pfg. Taschenformat, 176 Seiten elegant geheftet. Deutschen Reichstags Don 1890-1893. Mit einem Anhang, enthaltend: Die wichtigsten Beschlüsse der Wahlprüfungs- Kommission, die für die Agitation und die Wahlen wesentlichen Bestimmungen des Strafgesetzes und des Wahlgesetzes für den Reichstag nebst Reglement. In Partieen und für Wiederverkäufer Rabatt. Berantwortlicher Redakteur: Wilhelm Schröder in Berlin. Druck und Verlag von Mag Bading in Berlin, SW, Beuthstraße 2. Hierzu zwei Beilagen 1. Beilage zum„, Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 138. Die Reichstagswahlen. Aus Liegnik wird uns gemeldet, daß am 12. d. Mts., Abends, dort eine von 2500-3000 Personen besuchte musterhaft verlaufene Versammlung stattfand, in der Pinn aus Berlin referirte. Am Nachmittag desselben Tages war von der Stadtverordneten Versammlung ein von unserer Seite eingereichtes Gesuch um Ueberlaffung der städtischen Turnhalle behuss Abhaltung einer Versammlung abgelehnt worden. # Donnerstag, den 15. Juni 1893. Darteinachrichten. 10. Jahrg. 2. Wahlkreis: H. Werner, Bülowstr. 59, Restauration. 3. Wahlkreis: St. Friz, Fürstenstr. 11, 4 Tr. W. Börner, Ritterstr. 108, Laden. Die voraussichtlich bedeutenden Wahlerfolge unserer Partei sucht die Berliner National- Zeitung" natürlich schon zu 4. Wahlkreis SO: W. Erbe, Görligerstr. 57, 3 Tr. verkleinern. Wer tönnte von der nationalliberalen Presse auch 4. Wahlkreis O: Rob. Wenge 13, Fruchtstr. 30, Qugb. 3 Tr. nur einigermaßen gerechte Würdigung der Arbeiterbewegung ver 4. Wahlkreis O: Rob. Wengels, Fruchtstr. 30, Qugb. 3 Tr. langen? So schreibt denn das Blatt des aufgeblasensten Theils H. Baumgarten, Bofenerstr. 4, v. 3 Tr. der Bourgeoisie:„ Wir haben schon einmal während der Wahl- 5. Wahlkreis: 2. Möller, Sophienſtr. 9, v. 8 Tr. bewegung hervorgehoben und es ist nüßlich, es abermals zu beFr. Krüger, Hirtenstr. 10, Restauration, Jn Mecklenburg Strelit, wo Dr. Lütgenau aus ständiger Zurückstellung der sozialdemokratischen Ideen geführt tonen, daß die Sozialdemokratie den Stampf unter fast voll- 6. Wahlkreis: E. Bingau, Zionstirchstr. 7, H. part. Berlin Kandidat unserer Partei ist, fanden in Alt- Strelik hat. Niemals vorher war in ihren Reden und Preßorganen so Wigel, Ackerstr. 29, Restauration. M. Marten, Ackerstr. 44, 2£ r. drei gut besuchte Versammlungen statt, in denen Lütgenau und wenig von der durchgreifenden Reform der Gesellschaft, von dem Baker- Hamburg referirten. Pfarr, Wilsnackerstr. 49. Die Versammlungen waren von sozialistischen Zukunftsstaat und von der, nach Herrn Liebknecht gutem Erfolg. Die Genossen hoffen, daß unser Stimmenzuwachs als Uebergang bekanntlich nothwendigen Diktatur des Prole- Lage sind, am Tage der Wahl im ersten Wahlkreis te Achtung! Diejenigen Genossen, welche gewillt und in der am 15. Juni ein noch größerer sein wird, als bei der vorjährigen tariats" zu hören, wie feit dem 6. Mai. Die Sozialdemokratie zuhelfen, werden ersucht, sich in folgenden Lokalen von 712 Uhr Erfazwahl. hat während des Wahlkampfes jeder Unzufriedenheit nach dem Morgens ab einzufinden: Munde geredet, sogar der agrarischen und vor Allem der über eine etwaige Steigerung der Militärlast; legtere3 hat sie noch für die Stadtbezirke 1-5: " Die Wirkung davon wird in der sozialdemokratischen Stimmenungleich besser verstanden, als die Herren Richter und Lieber. 3ahl zum Vorschein kommen." in den Vordergrund trat, so war das natürlich, weil die ReWenn die Militärvorlage bei der Wahlagitation etwas sehr gierung ihretwegen den Reichstag aufgelöst hat. Daß über der Militärvorlage aber die Grundsäge unserer Partei irgendwie ver nachlässigt worden wären, kann aber nur das Augurenthum des Nationalliberalismus behaupten. Aus Boizenburg a. d. Elbe meldet das Hamburger Echo" folgendes heitere Wahlstücklein: Im Mecklenburgischen passiren schon immer bei den Wahlen die merkwürdigsten Dinge. Das ist ja nichts neues. Wir können auch diesmal wieder ein recht duftiges Blümchen aus dem Kranz der Beeinflussungen unseren Genossen zur Kenntniß bringen. Macht da unser hiesiger Vertrauensmann mit dem Wirth 2. Ehrenstein in Wittenburg ab, daß letterer feinen Saal zu einer Versammlung hergeben soll, wozu sich dieser auch bei Zahlung einer Konventionalstrafe verpflichtet für den Fall, daß er anderen Sinnes wird. Was geschieht? Garber, der Vertrauensmann, erhält bald darauf einen Brief von Ehrenstein, worin dieser wieder absagt. Garber stüßt sich auf seinen Schein. die Parteigenossen: Brudergruß und Glückauf zur Wahlschlacht! Aus Troppau in Oesterreichisch- Schlesien schreiben uns Darauf schreibt Ehrenstein folgenden Brief, den wir hier wörtlich Am 11. Juni verbreiteten wir im preußischen Kreise Leobschütz mit allen feinen Schönheiten zum Abdruck bringen, dabei nur in den Ortschaften Klingebeutel, Kl. Joschüß, Piltsch, Wehowitz, noch bemerkend, daß der Vermerk: Copirt" in dem Original: Auchowig, Turkau, Deschlowitz, Jakubowiß, Weiffat, Radschein, briefe auch von der Hand Ehrenstein's herrührt. Hier der Brief: Klemstein Aufrufe für den Reichstags- Kandidaten Paul Hennig Copirt Wittenburg 5. 6. 93 aus Breslau. Die Agitationstour verlief ausgezeichnet. C. Garber Boizenburg Auf ihren Wisch theile ihnen mit, daß auch ich mich nicht abschrecken lasse, sie werden mein Lokal in einem Zustande vor finden, daß Schweine und sonstiges Borstenvieh darin Versamm lung abhalten fann Füer Beleuchtung verlange 500 Mart, bevor die nicht bezahlt, werde einen mein Haus betreten lassen ( gez.) 2. Ehrenstein. unterstehen sie sich nicht zu mir zu kommen dann werde ibnen zeigen daß sie mir mit Unwahrheiten gekommen, und werde dies zu verantworten wissen, ob sie Zettel haben drucken lassen oder nicht auch das ist mir egal. Das sie das Licht des Tages scheuen fieht man ja, da die Zettel Nachts ausgestreut werden. Ich will und darf nichts mit der Sozialdemokratie zu thun haben raus ( gez.) 2. Ehrenstein." werden. Polizeiliches, Gerichtliches 2c. " 6-9: 8entral Bureau: Jüdenstraße 55, Ecke der Sieberstraße bei Trieschmann. Grünstr. 21 bei Sommer. 10-18: Holzgartenstr. 5 bei Stockfisch. 14-16: Kronenstr. 33 im Restaurant. 17-20: Taubenstr. 41 bei Carl Dullin. 283 u. 284: Claudiusstr. 19 bei Wendt. Das Wahlkomitee. Parteigenossen und Genoffinnen des 4. Berliner Reichstags. Wahlkreises! Partei zur Verfügung stellen wollen, tönnen sich in nachfolgenden Lokalen melden: Alle diejenigen, die heute, am Wahltage, ihre Kräfte der straße- Ede; W. Lod, Friedrichsbergerstr. 11; 3ippfe, Mar fusstr. 14, Ecfe Grüner Weg; Spietermann, Markusstr. 6; Für den Osten: ange, Elisabeth und Waßmann 3abel, Frankfurter Allee 90, Ede Möglinerstraße; E. Böhl, Frankfurter Allee 72; Krause, Landsberger Allee 153; alle". Richard Ilge, ist ein Strafverfahren wegen Ungering, Breslauerstr. 27. Gegen den Redafteur des Boltsblatts für Wagner, Königsbergerstr. 33; G. Tempel, Langestr. 65; Radtke, Krautstraße 48; 2. Böhl, Rüdersdorferstraße 8, Majestätsbeleidigung eingeleitet, die er in einer politischen Notiz derjenigen Nummer begangen haben soll, welche er nach seiner Rückkehr aus dem Gefängniß zum ersten Mal wieder redigirte. Ferner schwebt gegen ihn noch eine Anklage wegen angeblicher Beschimpfung der christlichen Kirche. Lokales. " Straße 30, Hof III, S. Baumgarten, Posenerstr. 4, III. und bei den Vertrauenspersonen R. Wengels, Fruchte Rohr, Naunynstr. 78, Tolkdorf, Görlitzerstr. 58, Schaier, Für den Südosten: Fr. Zubeil, Naunynstr. 86, Reichenbergerstr. 54, Spindler, Reichenbergerstr. 118, Stabernac, Pücklerstr. 49 und bei der Vertrauensperson Erbe, Gör ligerstr. 57. Auch alle diejenigen Mitglieder des Wahlvereins, sowie Genossen und Genossinnen, die ein Interesse daran haben, daß am 15. Juni der 4. Berliner Reichstagswahlkreis an der Spize aller Wahlkreise steht, ersuchen wir, am Dienstag Abend 71/2 Uhr sich in denselben obengenannten Lokalen zur Flugblättervertheilung zu melden. Das Wahltomitee. Die Verkündigung der Wahlresultate erfolgt so schnell Daß unsere Genoffen unter diesen Umständen auf den Besuch wie möglich in den im heutigen Inseratentheile bekannt gemachten des Ehrenstein'schen Lotals in Wittenburg verzichten, versteht sich von selbst, ebenso, daß sie den Herrn auch ferner nicht belästigen Lokalen der einzelnen Wahlkreise. Dorthin möge jeder Genoſſe, an dem die arbeitende Klasse der herrschenden Klasse zu zeigen Achtung! Nixdorf! Parteigenossen! Der 15. Juni, der Tag der Entscheidung ist da- der Tag, der die Wahlresultate erfahren will, sich begeben. Der Zutritt hat, daß sie mit den bestehenden Zuständen nicht länger zuAus Jena wird uns geschrieben: Wenn auch außerhalb zu den Redaktions- und Expeditionsräumen des Vorwärts" ist bat, daß sie mit den bestehenden Zuständen nicht länger zu frieden ist. Thüringens und auch dort nicht viel von uns zu hören ist, so nur für die mit besonderen Karten versehenen Es ist nun Pflicht eines jeden Parteigenossen, soll die Partei sind wir doch nicht unthätig gewesen. Bei unseren Ausflügen Boten zur Erledigung ihrer Aufträge gestattet. Wir ersuchen als Sieger auch in unserem Wahlkreis Teltow- Beestow- Stortowhaben wir dem Landmann auf den Bergen und im Thale stets die Genossen, alle Ansammlungen vor dem Lokale des Vorwärts" Charlottenburg hervorgehen, was unter allen Umständen geschehen muß, daß er seine ganze Kraft heute in den Dienst der man uns jetzt bei der Wahl allgemein nicht mehr so feindlich zu vermeiden, durch welche sie nur die schnelle Ermittelung und Partei stellt und vor allem jeden Säumigen zur Theilgegenübertritt, wie das früher der Fall war. In vielen Orten Weiterverbreitung der Wahlresultate erschweren. Bergebensnahme an der Wahl veranlaßt. Gerade unser Wahlkreis hat sind die Leute geradezu froh, wenn wir ihnen etwas zu lesen hofft der Einzelne, vielleicht von den aus dem Lokale unter dem Drucke, in dem die ländliche Bevölkerung gehalten bringen. Am Sonntag vertheilten wir in dem ganzen, 328 Orte des Vorwärts" Herauskommenden etwas zu erfahren, denn größeren Ortschaften eine doppelte Stimmenzahl aufzuweisen wird, zu leiden. Darum ist es doppelt nothwendig, daß die zählenden Kreise 25 000 Flugblätter. Die Stimmzettel werden auf Beschluß aller hiesigen Parteien äußerlich gleichartig her- diese haben die bestimmteste Weisung, sich nicht einen größeren Ortschaften eine doppelte Stimmenzahl aufzuweisen gestellt. Zum Schluß mag noch erwähnt sein, daß der Ordnungs- Augenblick aushalten zu lassen, sondern so schnell wie möglich Gleichzeitig mache ich darauf aufmerksam, daß das Wahlkandidat Mühlenbesizer Walter aus Großheringen seine Kan- die Nachrichten in die Versammlungslokale zu bringen. Jeder ziel resultat in der Neuen Welt" verkündet wird. Der didatenreden ablieft. bewußte Genosse wird es für seine Pflicht halten, in seinem Wahl- Dekonom Herr Bethte hat seine ganzen Räumlichkeiten zur Ver Der Taufschein als Wahlreklame des Freisinns". freise mit seinen Genossen in den bestimmten Lokalen die Sieges- fügung gestellt. Berkündigung der Wahl im Bal champêtre, Die Vertrauensperson Robert Köppen. In Nr. 138 des Pforzheimer Anzeigers" steht zu lesen: Auszug botschaften erwarten und feiern, und wird den Genossen des aus dem Geburts- und Taufbuch der evangelischen Pfarrei Otten- Vorwärts", welche während dieser Feier im Dienste der Partei heim. Band III., S. 23, Nr. 28. Im Jahr Eintausend achthundert neunundfünfzig den 1. November ist dahier geboren und ihre angestrengte, wenn auch freudige Arbeit vollbringen müssen, am fünfzehnten November getauft worden: Karl Friedrich, ehe- nicht Hindernisse in den Weg legen. licher Sohn des hiesigen Bürgers und Landwirths Karl Friedrich " haben. " Den Genossen von Nummelsburg hiermit zur Kenntniß, straße 83 ist. Alle diejenigen, welche heute helfend thätig sein daß der Sitz des Lokal- Wahlkomitees bei Borchmann, Hauptwollen, mögen sich Vormittags um 9 Uhr dort einfinden. Des gleichen sind alle event. vorkommenden Unregelmäßigkeiten sofort Sorthin zu berichten. Das Lokal- Wahitomitee. Weißensee. Genossen, welche heute mit helfen wollen, mögen Morgens 7 Uhr beim Pfeifen- Müller sich einfinden. Gleichzeitig werden Alle, welche noch im Besitz von Sammellisten sind, aufgefordert, spätestens heute, am Wahltage, abzurechnen. Das Wahlkomitee. Heimburger und seiner Ehefrau Rathrine geb. Häß. Dttenheim, An die Parteigenossen Berlins! Die diesmaligen den 15. November 1859. M. Alt, Pfarrer. Für die Richtigkeit Reichstagswahlen sind für die innere Entwickelung Deutschlands nachstehenden Auszuges: Ottenheim, den 7. Juni 1893. Das von vielleicht entscheidender Wichtigkeit. Jedenfalls müssen die evangelische Pfarramt: W. Krauß, Pfarrer. Wir bringen hiermit den Zausschein unseres Kandidaten, des Herrn Landtage arbeitenden Klaffen ihre ganze Kraft daran sehen, damit das Abgeordneten Prof. Dr. Heimburger, zur allgemeinen Kenntniß. Ergebniß der Wahl die Hoffnung der Reaktion vernichtet, durch Pforzheim, den 10. Juni 1893. Der Vorstand des freifinnig- dem. eine ihr gefügige Mehrheit das Wahlrecht verschlechtern zu Vereins." tönnen. In fast allen Wahlkreisen Deutschlands hat unsere Herr von Kardorff macht recht trübe Erfahrungen in Partei Kandidaten aufgestellt, und überall agitiren unsere Gefeinem bisherigen Wahlkreise Dels Bartenberg. In nofsen seit Wochen in Stadt und Land aufs allerfleißigste, um Charlottenburg. Wir ersuchen noch einmal alle Genossen Dels, in Juliusburg und in anderen Orten haben die der Partei einen Zuwachs an Mandaten zu verschaffen und die und Genossinnen, mit aller ihnen zur Verfügung stehenden Kraft Bauern und Arbeiter seine agrarischen Deklamationen durch und Energie für unsere gerechte Sache einzutreten. Ferner bringen einen Entrüstungssturm zum Schlusse gebracht, in Festen 3ahl unserer Stimmen zu vergrößern. Diese Agitation, wie sie wir den diesbezüglichen Theil der in der ersten Wählerversammberg mußte sich der bimetallistische Edle vor der handgreiflichen so großartig bei keiner andern Partei anzutreffen ist, erfordert lung angenommenen Resolution in Erinnerung, daß überall da, Abneigung der Wähler in seinen Wagen flüchten, rechts und naturgemäß auch ungeheuere Opfer. Um diese aufzubringen, wo Maßregelungen nicht zu befürchten sink heute, am 15. Juni, lints esfortirt von Gendarmen. Das arbeitende Wolf hält ist es dringend nothwendig, daß jeder Anhänger die Arbeit ruhen soll. mit dem Lebensmittelvertheurer, der arge Kofenamen erhält, unserer Partei nach Kräften Beiträge zu gründliche Abrechnung. Im 8. fächsischen Wahlkreise( Pirna), wo Genosse an die schon so oft glänzend bewährte Opferwilligkeit Wir appelliren vor allem Täterow aus Berlin in zwei großartig besuchten Versamm der Berliner Arbeiter! Und wir wissen, daß sie wie immer lungen unter großem Beifall sprach, hat man die besten Hoffnungen, daß unser Kandidat Fräsdorf aus Dresden in die so auch diesmal ihre Schuldigkeit im vollsten Maße thun Stichwahl tommt. Die eine Versammlung fand in König werden. stein an einem Bergabhang statt, da kein Saal zu bekommen war. Die andere wurde in Postel wit bei Schandau abden Wahlkosten zahlt. Weiter bitten wir alle diejenigen Parteigenossen Berlins, die gehalten. Echon lange vor ihrem Beginn waren der große Garten, es irgend ermöglichen können, sich am Wahltage von der die Bergabhänge und selbst die Wege von Menschenmassen über Arbeit frei zu machen und sich zur Besorgung der Wahlfüllt. Es war eine wahre Völkerwanderung, wie man sie dort arbeiten noch nie gesehen hatte. Ungefähr 2000 Personen mochten anwesend seien. Täterow's Vortrag wurde mit wahrer Begierde in angehört und oft von Beifall unterbrochen, und am Schluß wollte das Bravorufen und Händeklatschen tein Ende nehmen turz, es war eine Begeisterung, wie man sie wohl selten findet. 10. fächsischer Wahlkreis( Roßwein). Am 5. Juni Abends fand hier unter freiem Himmel eine von zirka 1000 Ber fonen besuchte Bersammlung stait, in der unser Kandidat Karl Grüneberg unter stürmischem Beifall referirte. Die Aussichten find für uns vortrefflich. Donnerstag, den 15. Juni, früh 7 1hr, folgenden Lokalen uns zur Verfügung zu stellen. 1. Wahlkreis: Trieschmann, Jüdenstr. 55. 2. Wahlkreis: Bockbrauerei, Tempelhofer Berg. 3. Wahlkreis: Gründel, Dresdenerstr. 116. 4. Wahlkreis: O. Henke, Blumenstr. 38. SO. 3ubeil, Naunynstr. 86. 5. Wahlkreis: Pyrtet, Gipsstr. 3. 6. Wahlkreis: Germania- Festsäle, Chausseestr. 103, Die Vertrauenspersonen Berlins. Die Adressen der Vertrauenspersonen der sechs Berliner Wahlkreise find: 1. Wahlkreis: Aug. Zäterow, Zimmerstr. 95/96, H. 8 Tr. In Erwiderung auf den Artikel des Berliner„ Vorwärts" abgeben, daß die Vertheilung mit der größten Sorgfalt und Ge= vom 13. Juni 1893 unter Lotales, betr. Flugblatt- Wertheilung im 1. Wahlkreis, Stadtbezirk 284, tönnen wir nur die Erklärung nauigkeit ausgeführt worden ist. Alle weiteren Ausführungen halten wir für überflüssig. Leider müssen wir bedauern, daß kein einziger Genosse aus bat, wir hoffen, daß sie am Tage der Wahl das Versäumte nach dem betreffenden Bezirk bis jetzt sich an der Agitation betheiligt holen und ihre Kräfte uns zur Verfügung stellen werden. Die Agitationstommission J. A.: H. Art Zum lehten Appell vor der Wahhchlacht hatten sich die Parteigenossen von Berlin und Umgegend gestern Abend in etwa zwanzig in den verschiedenen Stadtgegenden abgehaltenen Ver sammlungen so zahlreich eingefunden, daß manche Lokale schon bald nach der Eröffnung polizeilich abgesperrt wurden. Fast ebenso viele Tausende, als in den Versammlungen Platz gefunden hatten, mußten umkehren, ohne das sozialistische Gift" am Abend vor der Wahl noch einmal eingefogen zu haben. In den Versammlungen, über deren Verlauf im einzelnen wir heute nicht mehr beStimmung, ein Geist, der] den Gegnern jeglicher Schattirung richten können, herrschte eine erhabene, weihevolle Kampfes schon Dor der heutigen Schlacht ihr sicheres MeneGeprüft, gewogen und zu leicht befunden, das J. Timm, bei Buhle, Friedrichstr. 39, S. 3 Tr. tetel" zurief. Jm 6. Berliner Wahlkreise werden für den konservativ: antisemitischen Kandidaten Rechtsanwalt Dr. Schwindt zwei Flugblätter von denselben Austrägern verbreitet, welche die Weisung haben, das eine an die Wähler mit jüdisch klingenden Namen, das andere an die christlichen Wähler abzugeben. Das Ichtere macht recht niedlich in Judenheze, während das erstere die Juden ganz aus dem Spiele läßt. Ein echtes Bauernfänger ftückchen, das hoffentlich auch die etwa noch schwankenden Wähler zur Einsicht bringt. Bor mit wird das Wort sein, mit dem die Klassenbewußte Arbeiterschaft| stellung von Arbeitskräften, die früher bei gegenseitigem dann nach der Fürstenbergerstr. 12 zu dem Straßenreiniger in Berlin wie im ganzen Reiche über die Feinde der Kultur und Ausschluß der Kündigungsfrist schon mal von ihnen Arnholdt zog. Schellnack und die Lade arbeiteten, wie gedes sozialen Fortschritts heute, am 15. Juni, zur weltgeschichte Arbeitsbedingungen verwiesen. Etwa fo:" Sie fönnen anfangen, etwa Jahresfrist beschäftigt würden, einfach ganz allgemein auf die früheren meldet, in Reinickendorf beziehungsweise Spandau gingen fie ein Liebesverhältniß lichen Tagesordnung übergehen wird, dem endlichen sicheren Siege Sie wissen ja, wie es bei mir gehandhabt wird." Eine einander Eine einander ein. Schellnack war ein sehr aufgeregter und entgegen! solche Abmachung genügt nicht, die Kündigung zu Gewaltthätigkeiten geneigter Mensch, der schon im auszuschließen, wie durch Erkenntnisse des Gewerbegerichts August vorigen Jahres seine Mutter mit einem Messer festgestellt wurde. Jedoch kann es feinem Arbeiter empfohlen in einem Zwiste zu erstechen drohte. Kurz nachher machte werden, in ähnlichen Fällen sich mit einer gewiffer Sicherheit auf er einen Selbimordversuch durch Gift, weil er eine Anzeige ber diese Erkenntnisse zu stützen und flugs zu klagen, wenn er plöglich Mutter fürchtete. Vor etwa sechs Wochen erklärte er seiner entlassen wird; denn schon ein wenig mehr Genauigkeit genügt zur Mutter, daß er bald nach Pfingsten eine große That vollbringen Giltigkeit der vom Arbeitgeber gestellten Bedingungen, sofern der werde, wozu er einen Revolver gebrauche; die Welt werde über betreffende Arbeiter durch das Aufnehmen der Arbeit sich mit sein Vorhaben in Schrecken gerathen. Frau Schellnack ver ihnen einverstanden erklärt. Einer solchen Untlarheit der muthete, daß er Mutter und seine vier Geschwister umbringen Pflichten und Rechte gegenüber, die aus dem Arbeitsverhältniß wolle, und bat ihn vor acht Tagen, sich ein anderes Untereripachsen, kann nur dringend gerathen werden, daß der Arbeiter tommen zu suchen. Inzwischen war die Braut nach dem Hause Anch in der Ludwig Löwe'schen Fabrit in Martinicen- oder schriftlich, dringt, wenn der Arbeitgeber flüchtig die wichtige bei Frau Strobel Schlafftelle. Am legten Sonnabend legte er in auf möglichste Genauigkeit des Arbeitsvertrages, ob mündlich Fürstenbergerstr. 12 gezogen, und er nahm auf demselben Korridor felde ist durch Anschlag bekannt gemacht, daß um 4 Uhr Nach- Angelegenheit erledigt. G3 sei hier darauf hingewiesen, daß, der genannten Knopffabrik die Arbeit nieder, weil er sich im mittags erst die Fabrik geschlossen wird. Für manche Arbeiter entgegen der falschen Ansicht vieler Arbeiter, die mündliche Ver- Grunewald erschießen wolle. Die Waffe kaufte er noch an dem= wäre es kaum möglich, zur rechten Zeit noch sein Wahllokal zu einbarung volle Rechtskraft besitzt, aber durch eine spätere schrift- felben Abend in der Müllerstraße, ohne daß die Braut von erreichen, wenn sie erst nach 4 Uhr sich auf den Weg machten. liche aufgehoben wird. Natürlich ist die schriftliche vorzuziehen. feinen Planen wußte. Sie folgte daher am Montage willig Wir glauben aber, daß in solchen Ausnahmefällen dem Ein- wie manchmal Arbeitsverträge geschlossen werden, dafür noch feiner Ginladung zu einem Ausfluge nach Tegel, um dort der zelnen wohl gestattet würde, sich früher zu entfernen. Besser folgendes Beispiel: Der Hauptmann a. D., jekt Fabritbesiger Statastrophe entgegenzugehen. Ein eigentlicher Grund zur That wäre es freilich gewesen, wenn die Fabrit am Wahltage schon ftellte einen Werkführer ein und machte ihm die ist nicht ersichtlich und wird auch wohl überhaupt nicht gefunden wie in früheren Beiten bereits um 2 Uhr Feierabend gemacht Sache tlar", indem er also sprach:„ Ich bin Hauptmann ge- werden. hätte, Wie sich die Fabrikleitung auch verhalte, Pflicht der Ar- wesen, Sie Unteroffizier. Sie wissen also, was es heißt, wenn beiter ist es, auf jeden Fall ihr Wahlrecht auszuüben. Die Lifte Nr. 164 sum Parteifonds ist durch Vertrauens. bruch, wie der frühere Inhaber derselben uns schreibt, verloren gegangen und bittet derselbe, sie, wo sie gefehen wird, anzuhalten. Von Herrn Schlächtermeister Heider, dessen mündliche Erklärung wir in der Mittwochsnummer brachten, geht uns folgendes Schreiben zu, das sich mit jener zwar vollständig deckt, das wir aber dennoch hier wiedergeben: Die Notiz auf der 2. Seite der 1. Beilage der am Dienstag, den 13. d. M., erschienenen Nr. 136 Ihrer geschäßten Zeitung betreffend den Schlächtermeister Heider, Grünauerstr. 81, beruht vollständig auf unwahrheit. n. Ein sonderbarer Selbstmord wird uns aus Weißenfee gemeldet. Am Dienstag Nachmittag erhängte sich dort der in der Lothringerstr. 3 wohnende Kentier Krüger in einer leeren Stube dieses Hauses. Die Gründe, warum sich der etwa 70 jährige Mann das Leben genommen hat, sind bis jetzt unbekannt. In der Küche lag ein Bettel, der folgenden Worlaut hat: " Liebe Anna, lieber so sterben, als mir vom Barbier Goldschmidt todtschlagen lassen, womit er mir fortwährend droht. Dein Krüger." Die Polizeibehörde Weißensees hat sofort Recherchen anich sage, bei mir geht alles militärisch zu. Das erste Mal, Wegen verschmähter Liebe hat sich gestern Vormittag etwa wenn Sie sich etwas zu Schulden kommen lassen, giebt um neun Uhr das 22 Jahre alte Dienstmädchen Hulda Kuttta es einen Verweis; und das zweite Mal: Raus! denn aus einem Feniter des dritten Stockwerts auf den Hof des GrundDer Unteroffizier a. D. wurde vom Hauptmann a. D. entlassen, G. in Stellung war, hatte hinter dem Rücken ihrer Herrschaft in Arrest fann ich Sie jetzt nicht mehr stecken." Bums! itücks Spenerstr. 33 gestürzt. Die Kuttka, die bei dem Kaufmann weil er ein Glas zerschlagen hatte; ohne seine Schuld, wie ein Liebesverhältniß mit einem Soldaten geschlossen, der aber er angab. Dem Hauptmann, von welchem sein so plöglich von von ihr nichts mehr wissen wollte. Dies war die Veranlassung der Lait der Arbeit befreiter Werkführer 60 m. einklagte den zu dem Sprunge. Die S. trug derartige Verlegungen davon, Lohn für 14 Tage wurde eröffnet, daß die famose Art seiner daß fie nach etwa zehn Minuten starb. Die Leiche ist dem Schaus Abmachung doch sehr zweifelhaft erscheinen lasse, ob er mit der baufe zugeführt worden. Die Kuttfa hat schon vorgestern dem Grünplöglichen Entlaffung eines Glases wegen im Rechte sei, und daß framhandler R. gegenüber angedeutet, daß sie sich das Leben es für ihn sehr rathsam sein würde, sich mit dem Kläger zu nehmen werde. vergleichen. Das geschah denn auch, der Kläger ermäßigte freiwillig feine Forderung auf 30 M. Unzweifelhaft wäre der Beklagte Nicht eine Kundin, sondern ein kleines Kind erschien Abends sonst verurtheilt worden, den Erfahrungen nach zu urtheilen, gegen 10 Uhr in meinem Geschäftslokal und legte meiner Frau welche Schreiber dieses als Zuschauer bezw. Zuhörer auf dem eine Sammelliste zur Zeichnung vor; ob das eine Liste der Gewerbegericht gemacht hat. Bei unrechtmäßiger Lösung des fozialdemokratischen oder einer anderen Partei war, wußte meine Arbeitverhältnisses durch den Unternehmer begeben sich die ArFrau nicht einmal. Ich selbst war nicht anwesend. Mit Rück- beiter oft ihres Rechtes, indem sie durch ihr Stillschweigen den ficht hierauf erklärte meine Frau gegenwärtig nicht zeichnen Anschein erwecken, als seien fie mit der Entlassung eventuell ein zu können, da sie zuvor meine Genehmigung einholen wolle. Davon, verstanden. Ein Fall für viele: Ein Schriftseter klagt Daß meinerseits der gezeichnete Betrag ausgestrichen oder gar die Be- gegen seine Chefs auf eine auf eine Entschädigung dafür, daß merkung:„ Für folches Gesindel gebe ich nichts", gethan worden ist, kann er nicht 14 Tage vor der Entlassung gefündigt wurde. gestellt, die jedoch zu feinem Resultat geführt haben. feine Rede sein, da ich, wie schon hervorgehoben, bei dem ganzen Er hatte dem Faktotum des Chefs, einem lange Jahre Borfall nicht zugegen war. Auch feitens meiner Frau sind der und ihm die Beendigung feiner Thätigkeit ankündigte, erklärt, Kindes herbeigeführt, wird uns aus Köpenick gemeldet. Das bei diesem beschäftigten Buchbinder, welcher den Lohn auszahlt Ein fchrecklicher luglücksfall, der leider den Tod eines Wir können nicht umbin, bei dieser Gelegenheit die ganz daß er damit nicht einverstanden sei, er wolle die vierzehn Tage 5jährige Söhnchen der Förster'schen Eheleute der Mann ist ge= unverantwortliche Leichtfertigkeit zu tadeln, mit welcher Genoffen, eingehalten haben. Besagter Buchbinder meinte darauf zu ihm, lähmt, die Frau wäscht außer dem Hause war am Montag auf teren Zuverlässigkeit wir rechnen müssen, sich hintergehen er könne nichts dazu thun, er möge zum Chef gehen. Das that Nachmittag gegen 4 Uhr in den Pferdestall des Joch'schen laffen und dann dazu beitragen, das Partei- Organ zu miß er aber nicht. Er wurde mit seiner Klage abgewiesen. Grund: Grundstückes gegangen, in welchem sich eine Menge Stroh, alte brauchen. Es ist dieses, um tein berberes Wort zu brauchen, im Daß er nicht zum Chef gegangen und mit diesem gesprochen, Kisten u. f. w. befinden. Dort hat der Kleine mit einer Schachtel höchsten Grade zu tadeln. habe zu der Annahme berechtigt, er sei mit der Entlassung nach Streichhälzer gespielt und dürfte mit einem derselben das Stroh träglich einverstanden gewesen. Weitverbreitet ist unter den in Brand gesetzt haben. Auffällig ist der Umstand, das niemand Arbeitgebern die Praxis, Arbeiter und Arbeiterinnen trot Nicht des aus dem Stallschuppen hervordringenden Rauches gewahr ausschlusses der gefeßlichen Kündigungsfrist im betreffenden Be- wurde, erst als die Flammen aus dem Gebäude schlugen, triebe ohne Kündigung zu entlassen, blos weil sie oft sehr ge- orangen Hausbewohner in dasselbe und hier bot sich ihnen ein ringfügige Fehler bei der Arbeit begehen, oder langjam entfeglicher Anblick dar. Inmitten des Qualms, von Flammen arbeiten, oder nicht jeder Anordnung des Prinzipals nach umgeben, fauerte das Kind in der Ecke an eine Kiite gelehnt. tommen, vielleicht nicht ganz fein in ihrem Benehmen sind und dergleichen. Wenn Arbeiter in solchen Fällen flagten, bekamen jie, wo nicht Vergleiche zu stande kamen, fal. ausschließlich Recht. Selbstverständlich ist, daß grove" Vergehen, wie sie die GewerbeOrdnung als Gründe zur sofortigen Entlassung verzeichnet, hier mit nicht gemeint sind. Dies zur Sichtschuur jür die, welche es angeht. artige Aeußerungen nicht gefallen." Der Architekt F. Fessel ersucht uns zu erklären, daß er nicht identisch ist mit dem wegen fahrlässigen Meineid verurtheilten Robert Fessel, über den in Vir, 135 des Vorwärts" berichtet wurde. Die gefehlichen Garantien unserer Presfreiheit" zeigten sich in ihrer ganzen Werthlosigkeit in der gestrigen Gerichtsverhandlung gegen den Genossen Wilke. Das von diesem herausgegebene Fenblatt zum 18. März wurde noch ehe es in weiteren Kreisen verbreitet werden konnte auf polizeiliche Veranlaffung hin durch den Richter beschlagnahmt. Im Gesetz ist bestimmt, daß ein solcher Beschluß durch Anjührung der Stellen strafbaren Inhalts begründet werden muß, dieser Verpflichtung genügte das Gericht durch die Anführung: Weil der ganze Juhalt, insbesondere aber das Titelblatt, die Gedichte, Freiheitsregen( letter Vers), Die Carmagnole ( letter Vers), Im Friedrichshain( letzter Vers) ganz offenkundige und direkte Aufforderungen zur Gewalt enthalten. Biergegen giebt es zwei gefeßliche Garantien", das Recht der sofortigen Beschwerde und die Berpflichtung des Staatsanwalts, binnen einer sehr kurz bemessenen Frist Anklage zu er heben, widrigenfalls die Beschlagnahme hinfällig wird. 28ilte erhob durch den Hechtsanwalt eine rechtzeitig die Beschwerde. Er begründete diese kurz mit einer Anführung der " gefährlichen" Stellen. Das erste Gedicht fordert auf Kämpft mit echten Geistes Waffen", bie Camagnole schließt: " Frisch auf zum Kampfe seid bereit" " Bum heil'gen Kampf ums Brot." " und die letzte Strophe des Gedichts Im Friedrichshain" enthält überhaupt feinerlei Aufforderung und ebensowenig wie die anderen Stellen eine zur Gewalt. Rechtsanwalt Heine führte dies genau aus und wies auch aus anderen Artikeln der Festnummer nach, daß die Märzkämpfer nicht gerade deshalb gefeiert würden, weil fie mit den Waffen, sondern weil sie für Ideale gekämpft hätten und gestorben wären. Die Kleider waren dem unglücklichen Jungen auf dem Leibe ver brannt, den ganzen Körper bedeckten gräßliche Brandwunden. Das Feuer, an und für sich unbedeutend, wurde bald gelöscht, das schwerverletzte Kind nach dem Köpenicker Krankenhause geschafft, woselbst es bald verstarb. Am Ufer des Oranefees erhängt wurde am 8. d. M. nahe bei Hohen- Schönhausen ein etwa dreißigjähriger Mann Bierter Klasse auf der Eisenbahn zu fahren, ist kein Ver- aufgefunden. Der Unbekannte scheint abfichtlich vorher alles gnügen, und auch eine Fahrt in der dritten Klasse ist nur ein entfernt zu haben, was zur Feststellung seiner Persönlichkeit einen fehr mäßiger Genuß. Der Besiylose, welcher in diese untersten Anhalt hätte bieten können. Ungenommen wird, daß er nach Wagentlassen hineingedrängt wird, muß das täglich am eigenen Berlin gehört. Der Todte hat schwarzes Haar und einen ebenLeibe erfahren. Die Unbehaglichkeit einer solchen Fahrt wird solchen Bollbart, und ist mit einem schwarzen Rock und grauihm aber durch die Eisenbahnverwaltungen noch über Gebühr gestreiftem Beinkleid angethan. vergrößert; er muß sich zu dem Mangel an Bequemlichkeit noch die weitestgehende Beschränkung des Raumes gefallen lassen. Die Gerichtsverhandlung gegen den Schriftsteller Johannes Wie ungleich die Besetzung der einzelnen Wagenklassen in den Berndt, der seiner Zeit aus Eifersucht auf den Stedakteur Personenzügen der preußischen Staatsbahnen auch im ver- Dr. Maier schoß, wird am 23. d. Mts. im Schwurgerichtssaale gangenen Jahre wieder gewesen ist, ergiebt sich aus dem Ber- Nr. 102, Vormittags um 9/2 Uhr beginnen. P waltungsbericht 1891/92. Danach wurden von den vorhandenen Plätzen durch zahlende Reisende benußt: in allen Klassen zus Polizeibericht. Am 13. d. M. Morgens sprang ein fammen 24,7 pt., jedoch in der ersten Klasse allein nur 9 pšt., Mädchen von der Potsdamer Brücke in den Landwehrkanal, in der zweiten Klasse allein 18,4 pct., in der dritten Klasse wurde jedoch, anscheinend ohne Schaden genommen zu haben, 22,9 pet. und in der vierten Klasse 34,5 pet. Dieses Miß- aus dem Wasser gezogen und nach seiner Wohnung gebracht. verhältniß zu ungunsten der dritten und besonders der vierten Oberhalb der Freiarchenbrücke fiel Nachmittags ein siebenjähriger Klasse ist nicht zu verwundern. Den Reisenden der Knabe beim Spielen in den Fluthgraben und ertrant.- Im ersten und zweiten Klasse werden alle möglichen Zugeständ- Hopfengraben am Garten- Ufer wurde die Leiche eines neugeborenen niffe in bezug auf Bequemlichkeit und Bewegungsfreiheit gemacht, indes angeschwemmt. Vor dem Hause Oranienstr. 170 wurde besonders im Sommer, während in die Wagen dritter und vierter ein zwölfjähriger Knabe durch einen Rollwagen überfahren. Klasse bineingepropft werden, soviel nur irgend hineingehen, oder Abends gerieth ein Schuhmacher an der Potsdamer Brücke unter auch noch mehr. Das ist nicht blos an schönen Sommersoun- die Räder eines Dunibus und wurde an beiden Beinen so tagen auf den Ferliner Stadt und Vorortzügen der Fall, schwer verleßt, daß seine Neberführung nach der Charitee er sondern es geschieht auf manchen Linien und bei gewissen Zügen forderlich wurde. auch in der Woche in genau demselben Umfange. Die Be- Brände statt. Stimmungen über geringere Besetzung der Wagen bei großer Hize, welche mit Beginn jedes Sommers wieder in Grinnerung Diese gefeßliche Garantie" versagte also ganz. Mit der gebracht werden, können bei der dritten und vierten Stlasse von anderen war es nicht besser. Der Staatsanwalt reichte rechtzeitig den ausführenden Beamten nicht beachtet werden, weil hier nicht seine Auflage ein. Ueber die Frage, ob der Augeflagte das genügende Wagenmaterial zur Verfügung gestellt wird. dringend verdächtig sei, die ihm zur Last gelegte straf- Welcher Ueberflus an Platz dagegen den Reisenden der ersten bare Handlung begangen zu haben, mußten nunmehr wieder und zweiten Klasse gewährt wird, beweist nicht nur die oben andrei andere Richter Beschluß faffen. Der Vertheidiger be- geführte Zahlenreihe, sondern man tann sich auch auf jedem leuchtete nochmals in einer Schuhschrift die Saltlosigkeit der Bahnhofe durch den Augenschein davon überzeugen. Für die ganzen Anklage, aber es half nichts, das Hauptverfahren wurde leer mitgeschleppten Wagen erster und zweiter Klasse sollte man eröffnet, weil die Ausführungen der Schußschrift nicht gelieber noch ebenso viel Wagen dritter und vierter Klasse ein eignet sind, den durch das Ermittelungsergebniß begründeten stellen. Noch besser wäre es freilich, wenn man überhaupt mit Verdacht zu entfräjten". dem Klassenwesen auf der Eisenbahn bräche. Aver was sollte Endlich fand nun Termin zur Hauptverhandlung vor aus der Gesellschaft des Klassenftantes werden, wenn nicht einer anderen, wieder aus 5 Richtern bestehenden Straf überall da, wo es Geld fostet, die Menschen in Klassen getheilt tammer statt; der Staatsanwalt beantragte drei Monate werden könnten? Gefängniß gegen Wilfe und je vierzehn Tage gegen Die Beschwerde wurde vom Landgericht zurückgewiesen, denn bie Drudschrift enthalte eine Berherrlichung der Revolution, preise die Rämpfer um die sogenannte Freiheit als Helden und Märtyrer und feuere in unverblümter Weise die Proletarier zur Nacheiferung an". Im Laufe des Tages fanden fünf eine Gerichts- Beifung. Nautionsschwindeleien sind das Verfuchsfeld des Kellners Heinrich Hauffe, welcher gestern wegen wiederholten Betruges vor der 1. Straffammer des Landgerichts I stand. Der Angeklagte hat schon einmal eine recht empfindliche Strafe erlittent, weil er unter falfchen Vorspiegelungen Kellnern und Hausdienern, welche von ihm angestellt wurden, das Geld abnahm. Er ist durch die Strafe aber nicht flug geworden, sondern hat den ziemlich bequemen Echwindel aufs neue angefangen und dabei die Erfahrungen des ersten Prozesses zu verwerthen gesucht. Er nahm sich diejenigen Leute aufs Korn, welche durch Annoncen Stellungen bei Restaurateuren nachsuchten. Er spielte dann die Drucker Maurer u. Dimmick. Der Bertheidiger wiederholte Durch die Geistesgegenwart eines Pioniers vom Eisen- selbst die Rolle eines gut fituirten Gastwirths und bot lediglich seine bereits zweimal gemachten schriftlichen Aus- bahn- diegiment, Alfred Pofer, wurde am Sonntag Abend ein den Betreffenden gute Stellen gegen Bürgschaft an. Aus dem führungen und das Gericht sprach alle drei Angeklagten frei um 9 Uhr 30 Minuten in Südende, Anhalter Bahn, einlaufender früheren Prozesse gewißigt, tnüpite er zum Schein Kaufsverhand Seit der Beschlagnahme einer absolut harmlofen Druck- Personenzug vor dem Zusammenstoß mit mehreren ihm entgegen- tungen mit verschiedenen Restaurateuren an, die feinerlei reelle schrift bis zur Freisprechung sind trotz aller gefeglichen Garantien fahrenden Güterwagen bewahrt. Der genannte Pionier hatte Unterlage hatten, ihm aber doch ermöglichten, die Stellungs brei Monate vergangen. Legt der Staatsanwalt Revision in Tempelhof den Bug verlassen, um über den Ererzierplay suchenden in die betreffenden Restaurationen zu entbieten und ein, so werden wohl 6 Monate daraus werden, und auch wenn eiligst feinen Weg nach der Kaserne zu nehmen, als er eine fich dort so auszuspielen, als ob der Kauf schon ein ganz aber es nicht thut, so ist doch die für eine bestimmte Gelegenheit Lokomotive mit 5 Güterwagen berankommen sah. Durch laute gemachter fei. Auf diese Weise gelang es ihm leicht, den verhergestellte Festschrift schon jest längst werthlose Matulatur. Rufe gelang es ihm, den Zugführer des Personenzuges aufmerksam trauensseligen Personen unter der Bezeichnung„ Kaution" ihre Rein Mensch entschädigt den Herausgeber für diesen Geldverlust. zu machen, so daß dieser noch zu rechter Zeit den Zug zum Sparpfennige abzunehmen. Der Gerichtshof verurtheilte den Keine Freisprechung vermag es zu ändern, daß troy Benutzung Halten bringen konnte. Schwindler zu 8 Jahren Zuchthaus, 750 M. Geldbuße aller gefeglichen Garantien und auf formell ganz unanfechtbare und Ehrverlust auf 5 Jahre. Weise die ganz barmlose Druckschrift thatsächlich unter brudt worden ist, von Rechtswegen und auf grund der deutschen Preßfreiheit. Schießplatz wird berichtet, daß die beiden Leichen, von denen Zu dem Mord und Selbstmord auf dem Tegeler wir in der vorlegten Nummer berichteten, gestern Abend Jadson, welcher im September v. J. vor der ersten Straf Der Prozeß gegen die russische Konzertfängerin Eveline refognoszirt worden sind. Der Mörder ist der am 6. November fammer des Landgerichts I stattfand, erfuhr gestern vor dem Gewerbegerichtliches. Ungenauigkeiten beim Eingehen oder 1874 geborene Arbeiter Theodor Schellnad, der bis felben Gerichtshofe insofern eine Wiederholung, als der damalige der Lösung des Arbeitsverhältnisses haben oft unangenehme gestern vor acht Tagen bei seiner Mutter, der Gürtlerwittwe Mitangeklagte der Jackson, der Kaufmann Grünspan, der zu Folgen für die Betheiligten. Das tritt so recht zu Tage bei Sch., Fürstenbergerjir. 14, wohnte. In der Erschossenen hat einer Gefängnißstrafe von 3 Monaten verurtheilt worden war, Klagen auf Bahlung einer vierzehntägigen Lohnentschädigung, man die am 2. Mai 1875 geborene unverehelichte Bertha gegen das Erkenntniß mit Erfolg die Revision eingelegt und der welche in Masse das Gewerbegericht beschäftigen. Mehrfach ist abe ermittelt, die sich bis 1. April bei ihrem Vater, dem Gerichtshof nun nochmals zu prüfen hatte, ob G. em Beihelfer es beispielsweise vorgekommen, daß Arbeitgeber bei der Ein- Bizewirth Lade, in dem Hause Cbrijtburgerstr. 42 aufhielt und zum Betruge, oder, wie er behauptete, ebenfalls ein Betrogener " gewesen sei. Die Jadson hatte hier eine hochstaplerische Thätigkeit| Krankenkaffe( E. S.) in Lehe, der et. Crispinus- Unterstützungskasse In Newyork ist am Dienstag ein größeres Gebäude in der entfaltet. Sie war bier unter dem hochtönenden Namen„ Prinzessin( E. H.) in Uedem, der St. Nemigius- Krankenkasse( E. H.) in Viersen, Montgomerystraße, wo 300 Schneider und Schneiderinnen von Eveline v. Wseolowsky" aufgetreten, hatte mehrere Personen der Vittoria", E. S. in Danzig, der Krankenkasse des Allge- fünf Unternehmern beschäftigt werden, durch eine Feuersbrunft geschädigt und besonders den Direktor Sternecker zu meinen Bildungs- Vereins( E. H.) in Danzig, der Kranken- und zerstört worden. Eine Frau und zwei Männer, die sich aus dem Weißensee hinter's Licht geführt. Derfelbe glaubte, daß der Titel Unteritüßungstasse zu St. Magnus, dem Allgemeinen Unter- vierten Stock durch einen Sprung retten wollten, blieben todt. der Sängerin eine bedeutende Zugkraft für sein Etablissement stüßungsverein( E. H.) in Lehe, der Kranten- und Begräbnißkaffe Mehrere andere erlitten bei dem Versuche sich zu retten schwere bilden würde und hatte deshalb auf Fürsprache des G., der sich der Glasarbeiter zu Rietschen der, Concordia", Kranken- Verlegungen. Bisher sind o Leichen aus den Trümmern hervor 0 B # I Depelchen: ( Deveschen des Bureau Herold.) Paris, 14. Juni. Die den Präsidenten Carnot behandeln. den Aerzte halten dessen Gesundheitszustand für äußerst bebunden mit beständiger Kolit, gegenüber machtlos befinden. Die Lage wird deshalb allgemein für fritisch gehalten. da als eine Art Impresario geberdet haben sollte, mit der angeb und Sterbetasse der Bäcker- und Konditorengehilfen( E. H.) in gezogen. lichen Fürstin einen Engagementsvertrag abgeschlossen, wonach Glberfeld, der St. Josefs- Krankenkasse( E. H.) in Kleve, der dieselbe eine Monatsgage von 400 Mark erhalten sollte. Ihre Krankenkasse zum hl. Carl Borromäus( G. H.) in MülBeistungen waren nur mittelmäßig, und bald stellte es sich auch beim a. d. Ruhr, der Algemeinen Handwerker- Kranken- und heraus, daß es mit dem Fürstentitel nichts war. Der damalige Unterstützungskaffe( E. H.). zu Mülheim a. d. Ruhr, der SanktMitangeklagte G. hatte nach seiner Verurtheilung so viele That Josefs- Krankenkasse( E. H.) in Barmen, der Kranken- und Sterbefachen geltend gemacht, woraus zu schließen war, daß er selbst taffe f. Schuhmachermeister, Gesellen u.-Lehrlinge( E. H.) in Barmen, Spezial- Telegramme des Vorwärts". ein Opfer der Prinzessin" geworden, daß das Reichsgericht die der Kranten Unterſtüßungs-, und Sterbekaffe des HandwerkerHalle, 14. Juni. Soeben wurde der Kandidat der sozial Sache zur nochmaligen Verhandlung an die Borinstanz zurück vereins zu Neuhardenberg( E. H.), der Zimmergesellen Krantenverwies. Herr G. ging denn auch als Freigesprochener aus der und Unterstützungskasse( G.$.) in Stolp i. P., der Maurer- demokratischen Partei für Halle, Kunert, wegen Anstiftung erneuten Verhandlung hervor. gefellen- Kranten und Unterstüßungstaffe( G. S.) in Stolp i. B., zum Diebstahl verhaftet. Allem Anfchein nach handelt es sich der St. Barbara Krantentaffe( E. 5.) in Stolberg( Reg. Bez. um die bekannten Militärgerichts- Erkenntnisse. Eine VersammEin für die Preffe wichtiges Urtheil hat, wie die Freif. Aachen), der Krankenkasse der vereinigten Handwerker des Kreises lung, in welcher Kunert sprechen sollte, wurde wegen entstandener Btg." mittheilt, das Landgericht in Dresden gefällt. Ein Ge Arnswalde( G. H.), der Alvesloher Krantenfasse( E.§.) in der schaftsmann hatte in zwei Dresdener Zeitungen eine große An- Alveslohe, dem Kaltenkirchener Kranken- Unterstützungsverein und Unruhe aufgelöst. zeige einrücken laffen, in der mitgetheilt wurde, eine bestimmte Sterbefasse( G. H.), ber Kranken- und Sterbefasse zu Kevelaer Theemarte sei gerichtlich eingetragen und auch mit einem Preise( E. H.), der Maurergesellen Krankenkasse( E. H.) zu Lucken ausgezeichnet. Hierauf schickte der Inhaber eines Konkurrenz walde, der Freien Unterstützungskasse in der Gemeinde Döberig in der die Behauptungen der Anzeige bes anderen Geschäfts: maler, Studateure und Bildhauer zu Charlottenburg( G.§.), mannes als falsch bezeichnet wurden. Zugleich verlangte der der Barsbütteler Kranfenfasse( E. H.), der Krantentasse des Inhaber des Konkurrenzgeschäfts auf grund§ 11 des Preß: Ortsvereins der Reepschläger, Segelmacher und Seiler( E. H.) Wien, 14. Juni. In der Delegationssigung sprachen die gesezes die kostenlose Aufnahme der Anzeige im Anzeigentheil in Danzig, der Kranken- und Sterbefasse der löblichen Schiffs jungczechischen Abgeordneten Masarit und Pacat äußerst erregt an gleicher Stelle und mit gleichem Schriftsatz. Die zimmergesellen- Brüderschaft zu Danzig( E. H.), der Unterstüßungs- gegen den Dreibund, worin sie durch die Demonstrationen seitens Beitungen lehnten die kostenlose Aufnahme dieser Berich- fasse( E. S.) der Schlosser, Büchsenmacher, Nadler, Feilenhauer der auf der Gallerie anwesenden czechischen Studenten bestärkt tigung" ab, und das Amtsgericht hielt diese Ablehnung für und Siebmachergesellen zu Danzig, dem Wilhelmsverein( E.$.) wurden. Dem Abg. Bacak wurde schließlich das Wort entzogen. gerechtfertigt. Das Landgericht verurtheilte als Berufungsinstanz in Danzig, der St. Augustinus- Krankenkasse( E. H.) in Koblenz, Kladno, 14. Juni. Die Zahl der Streifenden beträgt beide Beitungen zu 3 W. Geldstrafe und zur tostenfreien der Kranken- und Sterbelasse( E. H.) der Haus- Zimmergesellen etwa 8000, Aufnahme der„ Berichtigung" im Anzeigentheile. Die Innung in Danzig, der Kranten- und Sterbetasse zu Wehen( E. H.), Kopenhagen, 14. Juni. Journalist J. Ipfen wurde wegen Anschauung des Staatsanwalts, daß im Preßgeseze zwischen Ar- der Hilfskrankenfaffe zu Eschbach( E. 6.), der Kranken- und der Anmeldung des Buches Krante Liebe" im„ Sozialdemokraten" titeln im Redaktionstheile und Anzeigen im Inseratentheile tein Sterbetasse zu Niederems( G.$.), ber St. Josephs- Krankenfalle zu einem Monat Gefängniß verurtheilt. Unterschied gemacht werde, wurde auch vom Gericht getheilt.( G.$.) in Paderborn, der Augemeinen Schneider- Strankenkasse Newyork, 14. Juni. Wegen Verweigerung höherer Löhne Unterstützungsverein( G. H.) in Kreuzberg, der Kranten- und ( E. H.) in Bielefeld, dem Männer- Kranken- und Sterbekassen- streifen 3000 Weber in Biddeford. Wirkermeister zu Barmen, der Kranten und Sterbekasse der Sterbe- Auflage in Hilgen, der Kranten- und Sterbefaffe für Bandwirtermeister zu Elberfeld( E.$.), der Kranken- und Sterbe tafje( E. H.) zu Kervenheim Der Küper- und Arbeiter Kranten und Unterstügungskaffe( E. H.) in Geestemünde, der Krankenkasse der vereinigten Maurergesellen für Wandsbeck und Umgegend( E. H.), der Kranken- und Sterbe- Unterstüßungskasse des Vereins Hannover'scher Kellner( E. H.) zu Hannover, der Arglift des Kapitals. Aus Fünftirchen in Ungarn Kranken- und Unterstügungskasse zu Aumund, der Krankenmeldet das Wiener Frembenblatt", daß die Bergwerfsdirektion Unterstützungs- und Sterbekaffe des Vereins der Privatbeamten allen zur Arbeit zurückkehrenden streifenden Bergleuten volle zu M.- Gladbach( E. H.), der Kranken- und Begräbnißkasse des Verzeihung" und einen fünfzigprozentigen Nachlaß vom bisherigen Gewerkvereins der Schiffszimmerer und Berufsgenossen( E. 5.) Wohnzins gewähren wolle. Diefelbe arbeiterfreundliche Direktion in Danzig, der Kaufmännischen Krankenkasse zu Saarbrückenfündigte dagegen den fremden Arbeitern die Wohnungen; sie St. Johann( G. S.). 51 müssen sie schon am Freitag räumen. Angeblich zahlreiche Arbeitsangebote fremder Arbeiter will die Direktion nicht annehmen, weil sie noch immer auf eine friedliche Lösung des Ausstandes hofft." Wenn überhaupt Arbeitsangebote fremder Arbeiter zahlreich vorliegen, so wird die Ablehnung wohl darin ihre Ursache haben, daß die Direktion meint, den Einfinß der Ideen der Arbeiterbewegung auf diese Weise besser hindern zu können. Arbeiter, die den Ort wechseln, stehen im Geruche, diesen Ideen zugänglicher zu sein als die, die in einem und demselben Orte geboren worden, leben und sterben. Teufelau: Elberfeld. Der Staatsanwalt hat gegen das freisprechende Erkenntniß der hiesigen Strafkammer im treibungs- Prozeß des Paters Aurelian gegen van Look, ben verantwortlichen Redakteur der Köln. 8tg.", Revision angemeldet. worden. Soziale Leberlicht. 0 Vermischkes. Eine elektrische Straßenbahn ist am 14. Juni in Breslau eröffnet worden. lizer Anzeiger" meldet, ist in dem Dorfe Neugersdorf bei Bauzen In den Flammen umgekommen. Wie der Neue Gördie aus füuf Personen benebende Familie des Malergehilfen Dreßler bei dem Brande eines Hauses mit verbrannt. Newyork, 14. Juni. Die Blätter sprechen bezüglich der daß dieselbe mit Leichtigkeit vom neuen Kongreß zu erlangen sei. Aufhebung der Shermanschen Silberantaussbill die Ansicht aus, Briefkaffen der Redaktion. A. S., Regensburg. Gignet sich mehr für ein bayerisches Blatt unserer Partei. Wenden Sie sich an ein solches. G. A., Nidda. Das Gedicht ist leider nicht verwendbar. Trupke. Ihr Brief ist nachträglich eingegangen. Er steht Ihrer Verfügung. zu H. B., Krenzuach. Vertrauensmann für Leipzig- Neudniz ist D. Grellmann, Leipzig- Reudniz, Seitenstr. 6. Einem russischen Freunde. Brief und Geld erhalten. Dant und Gruß. Carl in Schmöckwit. Mit Geldstrafe bis 150 M. oder Haft ist das Schießen mit Feuergewehren oder anderen Schießwerkzeugen ohne polizeiliche Genehmigung an bewohnten oder von Menschen besuchten Orten nach§ 867 Nr. 8 Strafgesetzbuchs verboten. hält sich die Sache so, wie Sie mittheilen, so muß er frei Gräfe, Trebbin. Der Wirth soll Einspruch einlegen; ver gesprochen werden. R. 1. Leider kann Ihre Tochter Schadensersatzansprüche Ans dem Neichs Bersicherungsamt. Die Nr. 11 der Noble Bezahlung. Das" Niederschlesische Tageblatt" vom nicht mit Erfolg geltend machen, weil sie nichts Schriftliches Sonderausgabe der" Amtlichen Nachrichten des Reichs Ver- 7: Juni enthält folgendes Inserat:" Bum 1. Juli brauche ich über eine bestimmte Annahme in Händen hat. ficherungsamts"," Invaliditäts- und Altersversicherung" vom Wohnung und Betöftigung 10 mt. Wochenlohn lange der Sohn das 25., die Tochter das 24. Lebensjahr nicht einen Diener für Haushalt und Büreau. Ohne Glagow. Cheliche Kinder bedürfen zur Eheschließung, so1. Juni d. J. enthalt folgende Revisionsentscheidungen: Ein Gutstagelöhner, der seit Jahren als ständiger und freien Dienstanzug. Junge anständige Männer vollendet hat, der Einwilligung des Baters, nach dem Tode des Arbeiter auf einem Rittergut beschäftigt gewesen war, hatte von guter Erscheinung und gebildetem Benehmen, die jedoch Waters der Einwilligung der Mutter und, wenn sie minderwährend einer Zeit, in welcher die gewöhnlichen Arbeiten in dem einige Kenntniß von der Gärtnerei haben müssen, jährig sind, auch des Vormundes. Uneheliche Kinder stehen in landwirthschaftlichen Betriebe zum Theil ruhten, den Auftrag er tönnen sich Sonntag, den 11. d. M., Vormittag, in meiner dieser Beziehung den vaterlosen ehelichen gleich. Das volljährige halten, ausnahmsweise in seiner eigenen Behausung Wohnung, Bahnhofstr. 20, 1 Treppe, melden. Hugo Söder- Kind fann auf Ginwilligung flagen. gegen den üblichen Tagelohn Befen für die Gutsherr tröm, Kgl. Geheimer Kommissionsrath." 1837. Die dreimonatliche Antragsfrist bei Beleidigungen schaft zu binden. Für die Zeit dieser häuslichen Beschäftigung Gewiegter Geschäftsmann, dieser Herr Geheime Kommissions- ist auch dann durch den an die Staatsanwaltschaft gerichteten ist die Arbeiter eigenschaft und damit die Versicherungsrath! Hoffentlich zählt Deutschland nicht allzu viele seiner Art. Strafantrag gewahrt, wenn die öffentliche Klage von der Staatspflicht des Rentenbewerbers als fortdauernd angenommen Unschuldig verurtheilt. Vor der Bremer Straftammer anwaltschaft zu erheben abgelehnt wird. Die Frist ist also nicht wurde die Arbeiterin Wilhelmine Kähl, Ehefran, nachdem sie verstrichen. Ein feinem Hauptberuf nach landwirthschaftlicher Tage- eine ihr von der Strafkammer II des Landgerichts am 12. Juni Nr. 8 W. N. zu 2. Wenden sie sich zunächst an den Vorarbeiter betrieb den Maulwurfsfang derart, daß der letztere 1890 auferlegte Gefängnißstrafe von 3 Monaten längst verbüßt stand der Berufsgenossenschaft mit dem Antrag auf Unfallrente. lediglich bei Gelegenheit seiner gewöhnlichen Arbeit stattfand batte, im wiederaufgenommenen neuen Verfahren gänzlich freis Der Meister ist schadensersaßpflichtig, wenn er wegen fahrlässiger und insofern als ein Ausfluß jener seiner Hauptbeschäftigung gesprochen. Sie war damals der Verleumdung gegen einen Körperverlegung beftraft wird. Solche liegt vor. Den Antrag gelten mußte. In der Regel war der Arbeiter für dieselben Schugmann Karl Rochner aus Woltersdorf auf grund feiner stellen Sie( unabhängig von dem an die Berufsgenossenschaft) bei Befizer, bei denen er gegen Tagelohn ländliche Arbeiten ver- beeidigten Aussage schuldig erkannt. Dieser Mensch aber mußte der Staatsanwaltschaft unter Darlegung der unvorschriftsmäßigen richtete, auch als Maulwurfsfänger beschäftigt. Das Maß per sich am 9. Juni 1891 vor dem hiesigen Schwurgericht wegen Gestaltung des Kammrades und der früheren Unglücksfälle. sönlicher und wirthschaftlicher Abhängigkeit feinen Auftraggebern Meineides verantworten, wurde schuldig befunden und zu einem$.. 100. 1. Der Betreffende wohnt Königstr. 1. 2. Bitte gegenüber war in beiden Fällen das gleiche. Der Maulwurfs: Jahre Zuchthausstrafe verurtheilt. Nachdem das Urtheil rechts- um Besuch zwischen 12 und 1. fang ist in diesem Falle als eine versicherungswegen einen Antrag auf Wiederaufnahme des Verfahrens be- hat geworden war, hat der Bremer Staatsanwalt von Amts. pflichtige Nebenbeschäftigung angefehen worden. Die Frage, ob die Ausführung eines aftorbweise züglich der Kähl gestellt, welchem Antrage willjahrt wurde. Der übernommenen fleineren Straßenbaues ein frühere Schußmann, jezige Arbeiter Höhner, war wieder als felbständiges Unternehmen oder eine Attord: Beuge zu der erneuten Verhandlung, die bei verschlossenen arbeit darstellt, tann stets nur unter Berücksichtigung der ob- Thüren stattfand, geladen neben einer Menge anderer Zeugen. waltenden Umstände des Einzelfalles entschieden werden. Hierbei Die Unschuld der Angeklagten wurde unzweifelhaft fengestellt und wird neben der sozialen Stellung des Uebernehmers der Arbeit darauf das sie verurtheilende Erkenntniß wieder aufgehoben. der Inhalt der Vereinbarungen, der Umfang der Arbeit und das Maß der Verantwortlichkeit des Uebernehmers in Betracht zu ziehen, sowie auch zu prüfen sein, ob das dem letzteren gewährte Entgelt die Erzielung eines Unternehmergewinnes gestattet oder lediglich die Eigenschaft des Arbeitslohnes besigt. Chorfänger an einer größeren Oper unterliegen nicht der Versicherungspflicht. an 3 angenommen wurde. die zweite nicht, wohl aber ist sie erbberechtigt in ben etwaigen Erbschaft 23. Recht auf das Bermögen der ersten Frau Nachlaß ihres Mannes und ihres Baters. A. W. Ja. Abonnent Hugo. Ja, aber der Unternehmer ist enfchädi gungsverpflichtet. Spaßfritze. Sie meinen, die Regierungen waren im No vember bei Vorlegung der Militärvorlage guter Hoffnung? Na, jetzt sind sie jedenfalls in anderen Umständen, aber nicht in gefegneten; das ausgetragene Mädchen Militärvorlage tann doch fein Siebenmonatskind sein. A. Klewen. Sprechen Sie persönlich auf der Redaktion vor. 9. G., Tresckowstraße. Ein derartiges Manuskript ist nicht in unsere Hände gelangt. P. Grimm. Der Bericht ist benutzt worden, wie Sie in gestrigen Nummer ersehen haben werden. Ju Staßfurt beschloß, wie die„ Köln. 3tg." berichtet, ein lebensmüdes altes Ehepaar, gemeinsam in den Tod zu gehen. zu diesem Behuse wurden an einem Balfen auf dem Boden zwei Stricke mit Schlingen befestigt; man hatte sich nach längerer Ueberlegung für das Hängen entschieden. Lant Verabredung follten beide zu gleicher Zeit den Kopf durch die Schlinge stecken und auf das Kommando" Los" seitens der Ehefrau diese zuEiner bisher stets in landwirthschaftlichen Betrieben beziehen. Dies geschah denn auch bis auf das Buziehen der der schäftigt gewefenen Dienstmagd aus der Provinz Bosen, welche Schlinge. Als die Frau„ 203" tommandirte, wandte sie sich einem mit unerträglichen Ausdünstungen verbundenen nach ihrem Ehemanne, um zu sehen, ob derselbe auch vorschriftsunbeilbaren Nafenübel litt und aus diesem Grunde nirgends mäßig gehandelt, und da fab sie denn, daß derfelbe seinen Kopf mehr dauernde Arbeit finden konnte, ist in Uebereinstimmung mit aus der Schlinge gezogen hatte- hierauf heftige Vorwürfe der Briefkaffen der Expedition. dem Schiedsgerichte die Invalidenrente zugesprochen worden, da, Frau, ihr Mann habe sie nur Los sein wollen u. s. w. Den In unserer Expedition gingen zum Wahlfonds ferner bei dem dauernden Ausschluß jeder Arbeits- Schluß der Anseinandersetzung bildete eine solenne Prügelei der folgende Beträge ein: gelegenheit, Erwerbsunfähigkeit im Sinne des Ehegatten untereinander. Arbeiter und Arbeiterinnen der deutschen Hutfabrik, 2. Nate § 9 Abs. 8 des Invaliditäts- und Altersversicherungs Gesetzes lohnt werden, schildert die dort erscheinende Arbeiter- Zeitung" Metallarbeitern 7,40, von den Kürschnern 10,30, Möbelpolirern Wie die Arbeiter bei Baron Rothschild in Wien ent- 50,-( darunter Geschenke für Besichtigung der Fabrik von den Lagegen ist einer Dienstmagd aus der Umgegend von Wies- recht anschaulich: Johann Müller, Nußdorf, Kirchengasse 10 2,35). Von einigen Albumarbeitern Oranienstr. 188 8,-... baben, welche wegen hochgradiger Schwerhörigkeit wohnhaft, war bei Baron Nathaniel feit 6. März 1886 als Tag. Nr. 4 7,25. Gef. aus dem Paradiese 100,- Gesammelt durch keinen Dienst mehr finden fonnte, die aber nicht nur zu land- löhner in den vielbewunderten Gärten auf der Hohen Warte" die Binimerleute Bankow's, Kaiser Friedrichstraße 4,15. Beitrag wirthschaftlicher Arbeit jeder Art, sondern auch zu gröberer mit einem Tagelohn von 1 Gulden 20 Kreuzer beschäftigt. Be v. Genoffen in Wolkenstein i. S. 1,81. Von den Metallarbeitern häuslicher Frauenarbeit, wie Waschen und dergl., vouständig reits im Jahre 1888 80g er sich bei der Abwaschung der Dresdenerstr. 40 7,-. Galanteriearbeiter der Fäßig'schen Fabrik fähig war, die Invalidenrente unter der Annahme versagt Orchideen eine Erkältung zu, die eine schwere Lungen- am Morigplay 2,50. Cuba 1,-. Lederarbeiter aus der Alexanworden, daß die Klägerin in den benachbarten verkehrsreichen und Rippenfell- Entzündung zur Folge hatte. Die Krank drinenstraße 6,50. Männergesangverein Schildhorn", UsedomOrtschaften als freie Arbeiterin das gesetzliche Mindestmaß an heit dauerte 16 Wochen. Während dieser Zeit erhielt er eine straße 33 25,- Gesammelt durch W. t. 4,30. Verein Feste Lohn sich noch habe verdienen können und deshalb als dauernd Unterstüß ng von 3 Gulden 60 Kreuzern pro Woche. Als Müller Brüder 2, Rother Komiker 1,-. Bon den rothen Brüdern, erwerbsunfähig nicht zu erachten sei. wieder genas, arbeitete er weiter bis zum 16. Mai 1892, wo er Jerufalemer Kirche 2,-. Bechhaus, Landsbergerstraße 1,-. abermals an Lungenkatarrh erkrankte und wieder 16 Wochen ar- Stammtisch im Münchener Hofbräu 3,-. E. J. M. 5, StatKrankenkassensvesen. Nachfolgend angeführten Raffen ist beitsunfähig war, in welcher Zeit er 7 Gulden 80 Kreuzer an gewinn bei Proz 2,25. Von den Maleru von D. Schwarz, die Bescheinigung ertheilt worden, daß sie, vorbehaltlich der Höhe Unterstügung erhielt. Quis neue in Arbeit tretend, machte am Neubau, Tauenzienstraße 5,05. H. Dücker, Frankfurterite 55 3,-. des Krankengeldes, den Anforderungen des§ 75 des Kranfen- 4. November ein Lungenblutsturz der Arbeitsfähigkeit Müllers D. H. durch Moris 1,-. Die rothen Façadenpuzer Potsdamerversicherungsgesetzes genügen: dem Kranken- Unterstützungs- Verein abermals ein Ende; wieder wurde er auf lange Zeit arbeitsun- ftraße 28 10,-. G. Krüger 0,50, Gef. i. b. ahlerei von für Xylographen in Stuttgart und München( E. S.) in Stutt fähig. In dieser Zeit erhielt er ganz und gar teine Unterſtügung. Artus, Wildenowstr. 5 3,45. Verein russischer Sozialisten in X. gart, der Allgemeinen Krankenkaffe für Hemelingen, Arbergen, und als er, endlich hergestellt, in Arbeit treten wollte, wurde ihm 15,95. Für den heiligen Kampf 4,95. Dr. E. S. D. 10,-. Mahndorf, Hastedt, Bahr, Sebaldsbrück und Diterholz( G. H.) bedeutet, daß er entlassen sei. Er reichte, da er verheirathet ist, E. 2. d. St. 25,-. Rauchklub Portorico SO. 5,-. Ueberschuß in Hemelingen, dem Kaufmännischen Hilfsverein( E. H.) in Essen, ein Bittgesuch an den Baron Nathaniel Rothschild um wieder eines Geburtstages Lausitzer Play 2 8,35. Schuhmacher N- 3. der Nationalen Kranken- und Sterbefasse der Droschtenbenzer aufnahme in die Arbeit ein. Das Gesuch fand ganz und gar 0,50. Von 4 Sattlern der Werkstatt M. Sch. 2,-. Die rothen ( E. H.) in Berlin, der Kranken- nnd Begräbnißkaffe der Beug- teine Beachtung. Während der ganzen angeführten Krankheits- Lithographen bei 2. u. 2., 1. Rate 12,- Bleisteg 4,-. Lehrer und Blaschmacher- Gesellen und Berufsgenossen( E. 5.) in Berlin, zeit hat Müller 11 Gulden und 40 Kreuzer an Unterſtüßung er- 3,- Von einigen Nörglern aus der Paulstraße 8,80, der Kranken- und Sterbelaffe der Bremerhavener Baggerarbeiter halten und obendrein wurde er, als er genesen, aufs Pflaster ge- Summa 341,30 M. Bereits quittirt 8636,- M.; in Summa und Angestellten( E. H.) in Bremerhaven, der Maurergesellen- feßt. Das ist doch eine tavaliermäßige Handlung. 8977,80 Dt. Unserem Freunde und Genossen Waldemar Röber, genannt der Dicke, zu seinem heutigen Wiegenfeste ein donnerndes Hoch, daß die ganze Falckensteinstraße wackelt und das Rehlein zum Durchfall verhilft! Nieder- Barnim. Das Zentral- Wahlbureau 4096 befindet sich in Friedrichsberg Na, Dicker, das giebt aber heute bei Oskar Schultze, Friedricheine luftige Jagd. Zwei grüne Jungens von 0. u. So. Karlstraße 34. Unserem Pfropfenbruder u. ChamberAlle Depeschen die Wahl nanden August Marquardt zum betreffend müssen dahin geheutigen Geburtstag ein donnerndes Hoch! Piropfenverein Wedding, sandt werden. 888/2 Beim Herrenabend kann Dir doch Das Zentral- Wahlkomitee. feiner. 403b Allen Kollegen und Genossen die traurige Nachricht, daß unser Rollege, der Mechaniker Gustav Karpischek, 4085 Freie Bereinigung am Sonnabend, den 10. Junt, bei d. Zivil- Berufsmusiker Berlins einer Segelpartie( Woltersdorf.Schleuse) verunglückte und seinen Tod in den und Umgegend. Wellen fand. Die Beerdigung findet Dienstag, den 20. Juni, Vormittags Donnerstag Nachmittag 4 Uhr in 10 Uhr, in Röllig's Restaurant", Neue Friedrichstr. 44: Ertner statt. Die Kollegen der Aktiengesellschaft Mig u. Genest". Filiale Mitglieder- Versammlung. Brandenburg- u. Gitschinerstraße, 393/5 Dank sage allen, welche meinem Manne Johannes Krüger bei der Beerdigung die letzte Ehre erwiesen haben. 400b Wwe. E. Krüger. 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