Nr. 139. Erscheint täglich außer Montags. Brets pränumerando Biertel fährlich 3,30 Mart, monatlich 1,10 mt, wöchentlich 28 Big frei in's Saus. Einzelne Nummer 5 Big. Sonntags: Nummer mit tlluftr. Sonntags: Beilage Neue Welt" 10 Big. Boft- Abonnement: 8,30 M.pro Quartal. Unter Kreuz band: Deutschland u. Defterreich Ungarn 3 Mt., für das ubrige Ausland 8 Mt.pr.Monat. Etngerz. in der Boft Rettungs: Breisliste für 1893 unter Nr. 6708. Vorwärts 10. Jahrg. Infertions- Gebühr beträgt für die fünfgefpaltene Betitzeile oder deren Raum 40 Bfg., für Vereins- und Berfammlungs Anzeigen 20 Pfg Inferate für die nächste Nummer inüffen bis 4 Uhr Nachmittags in der Erpedition abgegeben merben. Die Expedition it an Wochens tagen bis 7 Ubr Abends, an Sonnund Festtagen bis 9 Uhr Vor mittags geöffnet. Fernsprecher: Amt I. 4186. Telegramm- Adresse: Sozialdemokrat Berlin! Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Freitag, den 16. Juni 1893. Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. Ergebnisse der Berliner Reichstagswahlen. Gewählt sind: Im 4. Wahlkreise: Paul Singer. Im 6. Wahlkreise: Wilhelm Liebknecht. Stichwahlen finden statt: Jm 1. Wahlkreise zwischen August Täterow( Sozialdemokrat) und Langerhans( Freifinnige Volkspartei). Im 2. Wahlkreise zwischen Richard Fischer( Sozialdemokrat) und Virchow( Freisinnige Volkspartei). Jm 3. Wahlkreise zwischen Ewald Vogtherr( Sozialdemokrat) und Munckel( Freisinnige Volkspartei). Im 5. Wahlkreise zwischen Robert Schmidt( Sozialdemokrat) und Baumbach( Freisinnige Volkspartei). Die Stimmenzahl vertheilt sich wie folgt ( die eingeklammerten Ziffern beziehen sich auf die Hauptwahl vom 20. Februar 1890): 1. Wahlkreis. Zahl der Wahlberechtigten 20169( 1890: 1 4. Wahlkreis. Zahl der Wahlberechtigten 93 063( 1890: 1 21 130, diesmal weniger 1071). Abgegebene giltige Stimmen 89 280, diesmal mehr 3783). Abgegebene giltige Stimmen(?) 15 300( 1890: 15 231). Davon für Schneider Täterow, Goz.( 1890: 56 168), davon für Stadtverordneten Singer 46 375. 4070( 1890: 3588), Dr. Langerhans, freis. 5271( 1890:( 1890: 40 709), Eugen Richter( freif.) 9799( 1890: 14 267), 6674), Rechtsanwalt Beidler, tons. Antisemit 2843( 1890: Polizei- Sekretär Reh, tons. Antisemit 6196( 1890: Anti4688), Stadtrath Marggraff, nat.- lib. 1039( 1890:-), femiten 91, Konserv. 189). Zersplittert(?). Oberstlieutenant a. D. v. Egidy, parteilos 1768, zersplittert 309. 5. Wahlkreis. Zahl der Wahlberechtigten 31 247( 1890: 2. Wahlkreis. Zahl der Wahlberechtigten 75 357( 1890 31897, diesmal weniger 650). Abgegebene giltige Stimmen 72 078, diesmal mehr 3279). Abgegebene giltige Stimmen 23 169( 1890: 21 895). Davon für Klavierarbeiter Schmidt 58 092( 1890: 53 208). Davon für Schriftfeher Fischer, Soz., 9732( 1890: 7234), Oberbürgermeister Dr. Baumbach( freif.) 26 665( 1890: 20 225), Profeffor Virchow, freif. 14 548( 1890: 7840( 1890: 10 059), Rechtsanwalt Hertwig( Antis.- Kons.) 18 245). Profeffor Wagner, tons. Antisemit 13 201( 1890: 5123( 1890: 4324). Bersplittert 474. 14 165). Rommerzienrath Henneberg, nat. lib. 3119( 1890: 50). v. Reßler, ultram. 564( 1890: 397). 6. Wahlkreis. Zahl der Wahlberechtigten 121 625( 1890: 104 460, diesmal mehr 17 165). Abgegebene giltige Stimmen 3. Wahlkreis. Zahl der Wahlberechtigten 32 570( 1890: 81 089( 1890: 67 981). Davon für Schrifsteller Liebknecht 33 938, diesmal weniger 1868). Abgegebene giltige Stimmen 51 396( 1890: 42 274). Landtags Abgeordneter Eugen Richter 26 489( 1890: 24 756), davon für Stadtverordneten Vogtherr( freif.) 12 686( 1890: 14 195). Dr. Schwindt( tons. Antisemit) 12739( 1890: 12 287), Rechtsanwalt Munde!, freif. 7921( 1890: 15 205. Bersplittert 1802. 11 566), Justizrath Winterfeld, nat.- lib. 1052( 1890: 229), Dr. Förster, ant. Conf. 4369( 1890: 174). Bersplittert 408. Feuilleton. Nadbrud verboten.) Die Fabriklerin. Erzählung aus dem schweizerischen Volksleben von einem Baseler Arbeiter. ( 1 Große Veränderungen sind in den letzten Jahrzehnten unter dem Einflusse der modernen Industrie in der Physiognomie unseres lieben Schweizerlandes vor sich gegangen. In zahlreichen unserer einst so stillen und frieblichen Thäler, wo die Bedingungen zur Anlage industrieller Etablissementé einigermaßen günstig waren, erhoben sich rasch fasernen mäßige Fabrikgebäude mit qualmenden Kaminen, Ruhe und Frieden daraus verscheuchend. " Gesammt- Ergebnis. 1890 Zahl der Wahlberechtigten. 1893 " " 852 783 374 031 1893 mehr 21248 E3 erhielten Stimmen: 1890 Sozialdemokraten 1893 126 317 150 977 1893 mehr 24 660 1890 Freifinn. 1893 75 006 58 060 1893 weniger 16 946 1890 Konservative und Antisemiten.. 84 467. 1893 mehr 12 470 1893 46 937 • Aber auch mit der Gesundheit des Voltes ging es einer Reise, die ihn durch den Jura führte, nach Buchegg, rasch bergab, das bewiesen deutlich genug die Rekruten eines der wenigen Dörfchen des Thales, gekommen. Und da Prüfungen, welche eine stete Bunahme der sogenannten ihm hier die Bedingungen zur Anlage eines FabrikationsStaatsfrüppel"- wie man die dienstuntaugliche Mann- gefchäftes außerordentlich günstig schienen die nöthige schaft spottweise nannte konstatirten. Wasserkraft war vorhanden, ebenso eine Anzahl billiger Bor solch betrübenden Thatsachen konnten unsere Arbeitskräfte, so hatte er sich, rasch entschlossen, das Staatsmänner die Augen nicht länger verschließen, um so nöthige Land gesichert und schon ein halbes Jahr später weniger, als der Ruf nach Staatshilfe aus den Kreisen der war die Fabrik erstellt und konnte mit der Fabrikation be gonnen werden. Arbeiterschaft immer dringender erſcholl. Die Aera der Sozialreform begann. Es entstand die Und in der That, Herr Stedig hatte keinen Mißgriff Fabrit und Haftpflichtgefeßgebung, welche wenigstens die gethan, denn das Geschäft prosperitte ausgezeichnet und Schreiendsten Mißstände beseitigte und die Arbeiter vor dem konnte in den nächsten Jahren noch vergrößert werden. gänzlichen Untergang rettete. Etwa fünfzehn Jahre später, zu Beginn unserer Ergänzlichen Untergang rettete. Man wird noch mehr, noch viel mehr thun müssen. zählung, zählte man den glücklichen Fabrikanten denn auch Der Gegensatz zwischen Rapital und Arbeit ist ein Produkt bereits zu den Millionären. Unweit der Fabrik hat er sich der heutigen Gesellschaftsform und wird erst mit dieser eine kleine Villa erbauen lassen, dort genoß er in Ruhe die fallen. Unser ganzes Sinnen und Trachten sollte deshalb darauf schon seit etlichen Jahren beinahe ausschließlich auf den Früchte seiner Arbeit". Die Laft des Geschäftes ruhte gerichtet sein, diese in der Weise zu ändern, daß die durch Schultern eines Fabrikdirektors. unsere Hände hervorgebrachten Reichthümer nicht nur einigen Wenigen, sondern der Gesammtheit zu gute kommen, d. h. Arbeiterinnen, theils aus Buchegg selbst, theils aus den Die Fabrik beschäftigte eine große Anzahl Arbeiter und den kapitalistischen durch den sozialistischen Staat zu ersetzen. zwei zunächst gelegenen Bergdörfchen, welch letztere der In diese oft selbst den bescheidensten sanitarischen Anforderungen Hohn sprechenden Gebäulichkeiten steckte man nun die stolzen Söhne der Berge, ja selbst zarte Frauen und Kinder; das Bolt von Hirten" wurde ein Volk von Fabrikarbeitern. Bei einer Arbeitszeit, welche das Maß des Zulässigen weit überschritt, wurde drauflos fabrizirt, als gelte es, das Versäumte von Jahrhunderten nachzuholen Für Millionen von Arbeiterherzen ist dieser denn auch Fabrik vorzugsweise die billigen weiblichen Arbeitskräfte und dabei weder auf die Gesundheit der Arbeiter, noch auf das Ideal, für das sie bereit sind, zu leben und zu sterben; lieferten. die Bedürfnisse des Marktes Rücksicht genommen. er ist das deal, das sie aufrecht hält in der bittern Stunde Die Löhnung war äußerst gering und hätte zur Die Folgen blieben nicht aus. In immer kürzeren der Verzweiflung und ihnen zuruft: Verzaget nicht! Friftung der Lebenshaltung kaum hingereicht, wenn die Zwischenräumen stellten sich schwere Krisen ein und Das im Berner Jura gelegene Thal, in welchem unsere Leute nicht noch nebenbei ein wenig Landwirthschaft hätten schleuderten zahlreiche Existenzen hinunter in das Pro- fleine Erzählung sich abspielt, war anfangs der sechziger treiben tönnen. Mit ihrem Wohlstand ging es denn auch letariat, während sich kühne und gewiffenlose Spekulanten Jahre ebenfalls mit einer industriellen Unternehmung be- eher rück- statt vorwärts. bereicherten und einen unheilvollen Einfluß im öffentlichen glückt worden. Leben auszuüben begannen. Herr Stedig ein spekulativer Fabrikant aus S., war auf In gewissem Sinne waren die Arbeiter freilich selbst daran schuld, denn sie hatten es nie versucht, durch treues Die Wahl. Berlin, den 15. Juni. Auf vorstehender Seite findet sich das Ergebniß der Wahlen in Berlin. Im Augenblick, wo wir dies schreiben - und es bleibt uns nur ganz kurze Zeit, che wir zur Presse gehen, find die Ergebnisse aus dem Lande nur sehr unvollständig bekannt. Was wir wissen, reicht jedoch aus, uns die Gewißheit zu geben, daß unsere Partei große Fortschritte gemacht und eine neue Etappe auf der Bahn des endgiltigen Sieges gewonnen hat. In Berlin ist die Partei in sämmtlichen Wahlkreisen erheblich im Ganzen um faft 25 000 gewachsen, und die freisinnige Partei, die fich, außer im 4. und 6. Wahlkreis, für sicher gehalten hatte, ist überall zurückgegangen, hat nicht einmal den 1. Wahlkreis in der Hauptwahl erringen können, kaum wird sie mit dem Aufgebot all ihrer Kräfte in Berlin ihre einst unbestrittene Hochburg fich in einem oder zwei Kreisen erhalten können. Die Zahl der fortschrittlichen Wähler ist auf taum ein Drittel der Zahl der sozialdemokratischen Wähler zufammengeschmolzen, und wenn auch das deutsche Reich sich nicht rühmen kann, an der Spiße der Zivilis sation zu marschiren", so gebührt diese Ehre doch ohne Zweifel der Hauptstadt des deutschen Reichs. Berlin ist die Hauptstadt des internationalen Sozialismus geworden und der Sozialismus ist die Zivilisation. Der alte Gladstone hat Recht: die Eigenthumsklassen, d. h. die kapitalistischen Parteien sind Feinde der Kultur, und je mehr der Kapitalismus sich entwickelt, besto kulturfeindlicher wird er, desto mehr muß er sich an die gemeinsten Instinkte und Leidenschaften wenden, desto zynischer streift er das Feigenblatt der Freifinnigkeit und der Gesittung ab- bis der Abgrund antisemitisch- konservativer Demagogie erreicht ist. Die Nachrichten, die uns aus dem übrigen Deutschland vorliegen, stellen die Thatsache fest, daß die Partei überall beträchtlich zugenommen hat. Daß sich zwischen 1890 und 1898 bie Bahl unserer Stimmen nicht verdoppeln würde, wie es zwischen 1887 und 1890 ge= schehen ist, das war für jeden besonnen Urtheilenden von vorn herein flar in der Wahlstatistik gilt, wie in der Bevölkerungsstatistik, das Gefeß, daß mit dem Steigen der Zahl die Vermehrung eine langsamere wird. Wir hatten für diesmal auf zwei Millionen Wähler gerechnet eine halbe Million mehr als 1890. Trügen nicht alle Schlußfolgerungen aus den uns vorliegenden Zahlen, so ist diese Zahl und sind unsere Erwartungen noch übertroffen worden. Mögen die noch kommenden Nachrichten uns auch diese und jene Enttäuschung bringen- auch der Gott der Wahlschlachten hat seine Launen- das steht fest: Der 15. Juni 1893 ist ein Ruhmestag des deutschen Proletariats, und er wird in ben Geschichtsbüchern der Zukunft alle blutigen Siege der Moloch- und Mammonsanbeter weit überstrahlen. Dank den deutschen Wählern! Die deutsche Sozialdemokratie hat ihre Schuldigkeit gethan. Sie hat- allein gegen alle anderen Barteienallen die Stirne geboten, und alle zurückgedrängt und zurückgeworfen. Wir wissen, daß unser heutiger Sieg, so glänzend er auch ist, uns noch lange nicht ans Biel bringt. Wir wissen, daß noch viel, viel zu thun ist. Wir wissen, daß die Gegner in ihrem Arsenal noch Waffen befizen, vor deren Anwendung sie bisher zurückschreckten. Aber wir wissen auch, daß sie feine Waffen befizen, benen wir nicht bessere Waffen entgegenzusetzen hätten. Und heute, am Tage des Sieges, rufen wir aus: Vorwärts! Nühen wir den Sieg aus! Vollenden wir bei den Stichwahlen die Niederlage der Feinde! Borwärts! Immer vorwärts! Rein Sieg genügt. uns, so lange die Bastille des Kapitalismus steht! Hoch die internationale, völterbefreiende Sozialdemokratie! Busammenhalten bessere Löhne zu erzielen. Sie nahmen eben, was man ihnen gab, und lebten im übrigen gedanken los in den Tag hinein. So geht es ja leider: in ihrer bodenlosen Unwissenheit laffen sich die Arbeiter von einigen Wenigen ausnuten und haben feine Ahnung davon, wie leicht es ihnen der großen Mehrzahl fallen dürfte, ihr Loos zu verbessern, wenn sie nur ernstlich wollten. So lange fie freilich in dieser Unwissenheit und Träg heit verharren, werden sie eben die Unterdrückten und Ausgebeuteten bleiben, denn jene wenigen, ihre Herren, werden fie nicht auf den widersinnigen und unnatürlichen Zustand aufmerksam machen, die lachen sich ins Fäustchen und lassen fich's auch fernerhin wohl sein." So tam es denn, daß auch in Buchegg- dank der Unwiffenheit der Arbeiter dieselben nothdürftig von der Hand in den Mund leben mußten, während der Reichthum des Herrn Stedig, trop seines Nichtsthuns, täglich zunahm. Wahlergebnisse aus dem Reich. Gewählt sind Sozialdemokraten: Berlin 4 = Berlin 6 Braunschweig Leipzig Land Breslau( Ost) Breslau( West) Gera Greiz Nürnberg Zwickau Singer, Liebknecht, Blos(?), Geyer, Tuzauer, Dr. Schönlant, Wurm, Förster, Grillenberger, Stolle, Reichenbach Auerbach Hoffmann, Sonneberg- Saalfeld Reißhaus, Glauchau Meerane Auer, München II Gotha " v. Volmar, Bock, Schneeberg- Stollberg Hamburg I Seiffert, Bebel, II " Diez, III Metzger, Frohme, Schippel. " Altona Chemnitz Sozialdemokraten in Stichwahl: Greiß( 3) Stuttgart: Kloß( 6) Siegler( N). Straßburg i. E.: Bebel( S) Petri( N). Köln: Lücke( 5) Leipzig Stadt: Binkau( S)- Hasse( Kartell). Königsberg: Schulze( S)- Krause( N). Danzig: Jochem( S) Rickert( FV). Dresden Stadt( l. Elbe): Gradnauer( S)- Rickert( FV). Elberfeld: Harm( S) Hasenclever( 9). Paasche( N). Magdeburg: Harm( S) Erfurt: Hülle( S)- Caesar( R). Wiesbaden: Fleischmann( S)-Roepp( FV). Schwerin: Groth( S)-Büsing( N). Lübeck: Schwarh( S)- Goerk( N). Mannheim: Dreesbach( S) Baffermann( N) Frankfurt a. M.: Schmidt( S) Oswald( N). Cottbus Spremberg: Schulz( S)- Werdek( K). Pirna: Fräsdorf( S). Lotze( M). Dessau: Peus( 6) Rösicke( N). Sorau: Lux( S) Plök( K). Hannover: Meister( S) Lichtenberg( M). Stettin: Herbert( S) Brömel( FB). Augsburg: Breder( S)- Deuringer( 3). Düsseldorf: Grimpe( S)-Wenders( 3). Halle: Kunert( S)-Mayer( FB). Fretberg: Schulze( S)-Meerbach( R). Aschersleben: Reßler( S) Placke( N). Weimar: Baudert( S) Samhammer( FV). Potsdam: Wernau( S) Vollrad( FV). Oldenburg: Hug( S) Hinzes( Bg). Schwerin: Groth( S)-Büsing( N). Flensburg: Mahlke( S)- Jebsen( N). Hanau: Hoch( S) Stroh( K). Kassel: Pfannkuch( S)-Huebeden( K). Rostock: Gößmann( S. Freisinn. Homburg v. d. H.: Brühne( S) Westermacher( N). Dresden( Land): Horn( S) Hänichen( A). Dortmund: Tölfe( S) Möller( N). Liegnig: Reller( S)-Lüders( FB)." Blauen: Gerisch( S) v. Polenz( R) Nieder Barnim: Stadthagen( S)-Jrmer( R). " Nun, ich fürchte aber doch, daß Du allein den Heimweg wirst machen müssen, Rosa, denn die letzten Deiner Gefährtinnen sind längst verschwunden. Jedenfalls mußt Du Dich sputen, wenn Du sie noch einholen willst." Mit diesen Worten trat der Alte selbst mit Nofa ins Freie und spähte in die Dämmerung hinaus. Bahlenergebnisse: 981. 1. Definitive Ergebnisse. " Privat Telegramme des Vorwärts". Straßburg i. Elf. Bebel( S.) 6206, Petri( N.) 6981, Müller( E.) 3299. Stichwahl zwischen Sozialdemo fraten und Nationalliberalen. Stuttgart. Kloß( S.) 13 336, Siegle( N.) 10 923, Haus mann( D.) 5878. Stichwahl zwischen Kloß( S.) und Siegle( N.). Elberfeld. Harm( S.) 19 000, Hafeuclever( N.) 14 000, Every( FV.) 5500, Lieber( 3.) 2500. Machen. Müller( S.) 3000, Mooren( 3.) 7000, Huene( 3. mil.) 1600. Mooren( 3.) gewählt. Königsberg. Schulze( S.) 11 100, Papendiek( FV) 6400, Krause( N) 7400. Stich wahl zw. Sozialdemokrat und National liberalen. Danzig. Jochem( S.) 4265, Ridert( Bg) 6218, v. Ernsthausen( R.) 3711, Bönig( 3.) 1821, Stich wahl zwischen Rickert und Jochem. Breslau- Ost. Zuhauer( S.) 12 597, Asch( FV) 3737, v. Hove( R.) 5214, Megner( 8.) 1555, Schulze( A.) 1470. Berfpl. 72. Tutauer gewählt. Breslau- West. Schoenlant( S.) 13 506, WinklerTannenberg( FV) 5303, Hobrecht( N.) 4327, Meßner( 3.) 1110, Förster( A.) 1884. doenlant gewählt. 17. fächsischer Wahlkreis( Glauchau- Meerane). Auer ( S.) 11 630 Stimmen; Schubert( R.) 6356. 12. sächsischer Wahlkreis( Leipzig Stadt). Bintau ( S.) 11 685, Hasse( Kartell) 10 826, Eugen Richter( FV) 698; der antisemitische Kandidat erhielt 7018 Stimmen. Stich wahl zwischen Pintau und Hasse. 13. fächsischer Wahlkreis( Leipzig Land). Geyer ( S.) mit 35 000 Stimmen gewählt. Blum( Kartell) 7000, Liebermann von Sonnnenberg( A.) 11 000. 5. fächsischer Wahlkreis( Dresden links der Elbe). Gradnauer( S) 15 031, Weylich( S), 6138, Zimmermann( 2) 18 795, Vollrath( FB) 729. Stichwahl zwischen Grad= nauer und Zimmermann. Gera( Reuk j. 2.). Bis jetzt Wurm( S) 9563, Sturm( R) 3795, Fifahn( F2) 2007. Sieg sicher. Magdeburg. Klees( S) 16 634, Paasche( N) 10 108, Rasper( FB) 5699, v. Schirp( 2) 2987, zerfplittert 400. Stich wahlawischen Klees und Paasche. Erfurt. Stich wahl zwischen Hülle( S) und Cäsar( R). Wiesbaden. Fleischmann( S.) 5301, Roepp( Vg.) 4534, Schent( V.) 3537, Rody( 3.) 1853, Brade( A.) 505. Stich. wahl zwischen Sozialdemokratie und Freisin. nige Vereinigung. Crefeld. Helbing( S) 3900, Bachem( 3) 10500, Seifart ( N) 4000. Lübeck. Schwarz( S) 7389, Görg( N) 7150, Schacht ( FV) 294, Antisemit 419, 3ersplittert 14. Oldenburg. Stichwahl zwischen Hug( S) und Hinze( Bg). Bremen. Bruhns( 6) 14578, Frese( N) 19 128, Antisemit 555. Schwerin( Mecklenburg). Groth( S) 4856, Büsing( N) 4595, Bierect( R) 2178. Stichwahl zwischen Sozialdemo krat und Nationalliberalen. Samburg 1. Bebe!( S.) 16 910, Laierz( N.) 1236. Bebel gewählt. Hamburg 2. Diet( S.) 20 676, Gegner 10 508. Diet gewählt. Hamburg 3. Megger( S.) 80 327, v. Eicken( Vg.) 23 003. Det ger gewählt. Hagen. Breil( S.) 6721, Richter( FB.) 9412, Lohmann( R.) 6428, Stöbel( 3.) 2585. Stichwahl zwischen Sozialdemokrat und Richter. Potsdam. Wernau( S) 7675, Wolfrath( FB) 4705, Rett wifch( N) 1047, Schall( R) 4363, Rödenbeck( A) 2288. Stich. wahl zwischen Wernau und Vollrath. Halle a. S. Kunert( S) 12 868, Alexander Meyer( Vg) 9387, Konservativ 8309. Stichwahl zwischen Runert und Meyer. 9. fächs. Wahlkreis( Freiberg). Schulze( 6) 7685, Meerbach( R) 8196, Schubert( 2) 4529. Stichwahl zwi= schen Schulze und Meerba ch. Heilbronn. Kittler( S) 4949, Mayer( N) 8363, Groeber( 2) 2272. Die sozialdemokratischen Stimmen haben sich gegen 1890 verdoppelt. Hagen. Breil( S) 7048, Richter( FB) 9892, Stößel( 8) 6820, Lohmann( N) 2705, König( A) 266. Stichwahl zwischen Richter und Breil. Effen a. d. Ruhr. Krupp( N) 19 000, Stöbel( 8) 19 000, Schröder( S) 6000. Goslar. Wilke( S.) 8427. Engels( R.) 3489, v. Minnigerode ( 8.) 1699, Quenzell( Vg.) 965. Flensburg. Stichwahl zwischen Mahlte( S.) und Jebsen( N) Rostock. Kretschmann( S.) 5463, Frenzel( Bg.) 4910, Buchte( St.) 3199. Stichwahl zwischen Kretschmann und Frentzel. Greiz( Renk a. L.). Förster( S.) gewählt. offener Straße anzugreifen, gewiß einer dieser frechen Lazzaroni?" Mit diesen Worten war der Bucklige in die Nähe der beiden gekommen und blieb drohend vor dem Italiener stehen. Dieser hatte inzwischen sein Opfer fahren lassen und Und in der That waren Rosa's Befürchtungen nicht wollte sich mit einem Saze auf den Kleinen stürzen, als grundlos, denn still und unheimlich lag der Weg in das ihm dieser seinen Stock zwischen die Beine schob und ihn ungefähr eine Viertelstunde entfernte Dorf vor ihnen. zu Falle brachte. Langes Zaudern konnte jedoch die Sache nur verschlimmern Rasch erfaßte nun Karl- so hieß der Bucklige und so eilte denn Rosa mit einem freundlichen Gute Rosa's Hand und wollte mit ihr entfliehen. Raum hatten Nacht!" davon. fie jedoch einige Schritte gethan, als der Jtaliener, in dessen Hand nun ein Messer bligte, neuerdings auf sie zustürzte, so daß Rosa einen gellenden Hilferuf ausstieß. " Eine Weile schaute der Alte dem schmucken Mädchen nach, als dieses jedoch seinen Blicken entschwunden war, machte er sich an sein unterbrochenes Geschäft und konnte es diesmal ohne Störung zu Ende führen. Geflügelten Schrittes war Rosa inzwischen auf dem Wege nach dem Dorfe dahin geeilt. Der Gedanke, den unheimlichen Weg allein machen zu müssen, verursachte ihr etwelches Herzklopfen, um so mehr, als es inzwischen völlig Nacht geworden war. Es war Feierabend. Schaarenweise strömten die Arbeiter des Stedig'schen Etablissements hinaus ins Freie. Während die jüngeren einander Scherzworte zuriefen und allerlei Namentlich bangte Rosa vor jener Stelle, wo der Weg, Allotria trieben, machten sich die älteren müde und gedrückt durch ein kleines Gehölz führend, eine Biegung nach dem nach Hause; alle aber sogen begierig die frische Luft ein, die Dorfe machte. Aengstlich spähte sie, soweit es die Dunkelihnen entgegenwehte, denn erst wenn man diese entbehrenheit zuließ, nach rechts und links. muß, lernt man ihre Wohlthat schätzen. Plöglich stieß fie einen lauten Schrei aus, denn vor Eben waren die letzten Arbeiter und Arbeiterinnen den ihr stand, wie aus dem Boden gestampft, eine dunkie MännerBlicken des Portiers, eines gutmüthigen Alten, ent- gestalt. schwunden, als dieser am Schließen des schweren Portals D, nicht schrei, ich Jungfer nix thun, nur lieb hab'," durch den Zuruf einer sanften Mädchenstimme verhindert sprach der Bursche, in welchem sie den gleichen Staliener, wurde. Sich umwendend, blickte er in das bittende Gesicht welcher sie schon gestern mit seinen Zudringlichkeiten vereiner jungen Arbeiterin. folgt hatte, erkannte, indem er sie am Arme erfaßte und an Du noch hier, Mädchen?" frug der Alte verwundert. sich ziehen wollte. " Ach ja, Meister Lehner, das Aufräumen hat mich Bornig stieß ihn Rosa jedoch zurück und als er, deffen heute etwas lange aufgehalten. Bitte, laßt mich nun rasch ungeachtet, fie neuerdings umfassen wollte, versetzte sie ihm hinaus, damit ich den andern noch nachkomme. Möchte eine schallende Dhrfeige. Ihr Retter in der Noth ließ sich jedoch nicht überrumpeln. Rosa loslassend, duckte er sich womöglich noch mehr in sich zusammen, dann rannte er bem anstürmenden Staliener plöglich und mit solcher Wucht mit dem Kopfe in die Bauchgegend, daß dieser wie vom Blige getroffen zusammenbrach. Eilends eilte nun der Bucklige mit dem am ganzen Körper zitternden Mädchen dem Dorfe zu. Dort angekommen, übergab er Rosa ihrer Mutter, einer armen kränklichen Wittive. Diese erschrack sehr, als Rosa bleich und mit verstörten Mienen mit ihrem Begleiter in die Stube trat. Um Gotteswillen, Kind, was ist mit Dir geschehen, Du siehst ja aus wie der Tod?" rief sie bekümmert. Rosa war jedoch nicht im stande, zu antworten, sondern brach in Thränen aus, so daß sich die Frau mit einem fragenden Blick nach dem Buckligen umwandte. Dieser erzählte nun mit wenigen Worten Rosa's Be gegnung und ihren Auftritt mit dem Italiener, dabei war er jedoch bemüht, sein Verdienst bei ihrer Rettung aus den Händen des Bösewichts möglichst zu verkleinern. Sobald jedoch Rosa ihre Fassung wieder gewonnen hatte, fegte sie seine Erzählung ins richtige Licht und fonnte dabei nicht Worte genug finden, seinen Muth und feine Kaltblütigkeit zu loben. Innig dankte sie, sowie ihre Welcher Bandit wagt es denn, ehrbare Leute auf Mutter dem Buckligen für sein muthiges Handeln. nicht gern allein nach Hause, denn seit die vielen Italiener So recht, Mädchen, immer drauf!" erfcholl da plötzlich hier sind, ist es nicht mehr ganz geheuer. Erst gestern ist in ihrer Nähe eine Stimme und eine kleine, bucklige Gestalt mir einer dieser Burschen nachgeschlichen und hat mich mit wurde auf dem Wege sichtbar. feinen Budringlichkeiten verfolgt." Lennep Mettmann. Stichwahl zwischen Freifinn und Sozial- I bemokrat. 23. fächsischer Wahlkreis. Blauen i. B. Bis jetzt Gerisch( S.) 8280, v. Polenz( R.) 8238, Kirchbach( V.) 3349. Stichwahl zwischen Gerisch und v. Polenz 2. fächsischer Wahlkreis. 2öbau. Poftelt 4467, Bimmermann( A.) 6172, Herzog( F.) 4598, Hoffmann( N.) 1649. Gotha. Bod( S.) 12 841, Hellermann( FB.) 4304, Rudloff ( N.) 6510. Bock's Sieg sicher. 1. fächs. Wahlkreis( Bittan). Reller( 5.) 5463, Rartell 7562, Freifinn 6082. 11. fächs. Wahlkreis( Grimma- Oschah). Thiele( 6.) 6500, Freifinn 1000, liberal 650, Kartell 9500. Thiele erhielt gegen 1890 4000 Stimmen mehr, der Freifinn 5500 weniger. 18. fächs. Wahlkreis( 3widan). Stolle( S.) 17 000, Rartell 11 500. Stolle gewählt. 1. auhaltischer Wahlkreis( Deffan). Pens( S.) 8000, Rösicke( N.) 6000, Säuberlich( R.) 2000. Stichwahl zwischen Peus und Röside. 2. meiningenscher Wahlkreis( Sonneberg- Saalfeld). Sonneberg Stadt: Reißhaus( S.) 990, Crämer( FV.) 922. Gesammtresultat bis jetzt Reißhaus 7165, Cramer 4687, Sieg unzweifelhaft. Hoch die rothe Fahne! 22. sächsischer Wahlkreis( Reichenbach Auerbach). Hofmann( 6.) 10 926, Opis( R.) 8560. Sieg sicher. S. fächfischer Wahlkreis( Pirna). Fräsdorf( S.) 7872, Loge( A.) 7088, Freifinn 3649, Ronservativer 1024. Stichwahl zwischen Fräsdorf und Loze. Frankfurt am Main. Schmidt 13 494, Oswald( N) 7169, Sonnemann( D u. VP) 7057, Liebermann v. Sonnenberg( A) 1493, Zentrumskandidat 1726. Stichwahl zwischen Sozialdemofratie und Nationalliberalen. Nürnberg. Grillenberger 18 000, Bauschinger( F) 7000, Architekt Alt( N) 2300, Demofrat 1500, Diverse 900 Stimmen. Grillenberger( 6) gewählt. Rottbus- Spremberg. Schulz( S) 6366, Werbed() 5784, Bleu( V) 4149. Stichwa h zwischen Schulz( S) und Werdeck( K). Waldenburg( Schlesien). Bisher: Möller( 5.) 11 519, Goldschmidt( Vg.) 8711, Bitter( R.) 8354. Grünberg( Schlesien). Freifinn 7124, Renfervative 6359, Sozialdemokrat 1976. Stich wahl. Stettin. Herbert( S.) 9585, Brömel( Vg.) 5690, Mundel ( FB.) 2455, Heydebred(.) 2323, Förster( A.) 495, Rehler( 3.) 120. Stich wahl zwischen Herbert und Brömel. Köln a. Nh. Luecke( So.) 12 098, Greiß( 3.) 18 729, Rennen( N.) 11 771, Richter( F.) 649, Antisemit 527. Stich wahl zwischen Luecke Soz.) und Greiß( 3.) Düsseldorf. Stichwahl zwischen Grimpe( Soz.) und Mainz. Joft( S.) 8971, Braun( 9.) 5198, Schlenger( 3.) 5081, Bödel( A.) 205, Schäfer(.) 2091. Stichwahl zwischen Sozialdemokraten und und National Wenders( 3.) liberalen. Tarmstadt. Gramer( S.) 6250, Dfann( 9.) 9424, elfer( M.) 3259, Freifinn 528. Stichwahl zwischen Sozialdemokratie und Nationalliberalen. Seran. 2ug( 6.) 7109, 31( St.) 5700, Jeschke( F. B.) 8774. Stich wahl zwischen ersten beiben. Aschersleben. Reßler( S.) 12 575, Blade( 9.) 13 422, Engel( V.) 2339. Stichwahl zwischen Reßler und Blade. Weimar. Baudert( S.) 5204, sämmtliche Gegner 9629. Stichwahl Baubert's mit Sambammer( Vg.). Solingen. Schumacher( S.) 9041, Schaaf( Soz. Gegenfandidat) 853, Römer( M.) 5466, Fuchs( 3.) 4493, Freifinnige 695. Stichwahl zwischen Sozialdemokraten und Nationalliberalen. Hannover. Meifter( S.) 20 878, 2ichtenberg( N.) 10 300, Dannenberg( 23.) 9300, Antisemit 3000, Richter( F. 2.) 794. Stichwahl zwischen Meister und Lichtenberg. 2. Unvollständige Ergebnisse. " Privat Telegramme des Vorwärts". Glauchau- Meerane. Auer( So.) 11 680, Schubert( R.) 6356. Hiervon Stadt Meerane Auer 2885, Schubert 1265, Glauchau und Umgegend Auer 4764, Schubert 2817. Paffan 355 sozialdemokratische Stimmen( 1890: 211). 17. württemberg. Wahlkreis( Ravensburg) 721 fozialdemokratische Stimmen. Bielefeld( Stadt). Landé( 5.) 8101, Beige( R.) 2009, Hu mann( 3.) 371, Bachmann( V.) 705. Schwarzburg- Rudolstadt. Bis jett ofmann( S) 4209, Gehrfe( FB) 2097, Lüttich( Rartell) 1864. ofmanns Wahl wahrscheinlich. Konstanz. Stichwahl zwischen Bug( 8.) und Heilig( n.). Die Sozialdemokratie hat auf dem Lande großen Stimmenzuwachs aufzuweisen. Altenburg. Buchwald( 6) 10 118, Jean Baumbach()) 9311, Freifinn(?) 760. lensburg( Stadt). Mahlte( 8) 2842, Jebsen( N) 1504, Halben( F) 1123,( D) 471. Rheinbach- Bonn. Wiederwahl von Spahn( 3) gefchert. Liegris. Wahltr. 9. Görlig Stadt und Land. Lauban. Lüders( 8.) 7826 St., v. Eichel( tonf.) 4140 St., Keller( So.). 5270 St. Stichwahl zwischen übers( F.) und Reller( S08.) Westhavelland. Brandenburg. Obwohl noch die Resultate a- aus 22 Ortschaften fehlen, Stichwa blawischen Wiefite ( Rons. und Bund der Land) and Ewald( Sos) als sider. Minster. Bahlte. 2.( Münster, Coesfeld.) Freiherr D. Heerewan( Bentrum) gewählt. Mannheim. Dreesbach( S) 10 047, Mufer( 8) 7227, Baffermann( N.) 10 885, Roefter( A) 701. Bier Drte fehlen. Stichwahl zwischen Sozialdemokratie unb tionalliberalen. bis Freiburg i. B. Rohler( S.) bis jetzt 1800 Stimmen. 10. fächsischer Wahlkreis( Döbeln). Grünberg( 6.) jest 4618, Rachfe( A.) 4265, Schmidt( F) 839. Braunschweig. Bis jett Blo3( 6.) 14 804, Blafius( g.) 8172, Schmidt( R.) 8297. Sieg für uns gesichert. Erklärung der Abkürzungen. 6 Sozialdemokrat. Liegnitz. Resultat aus 4 Städten und 11 Dörfern: R= Konservativ. R= Reichspartel( freifonservativ). 8= Binn( 5.) 4846, Rauffmann( 8.8.) 4246, Bornig( R.) 1850, Bentrum. 3. mil. Zentrum für Militärverlage.-Horn( 3.) 253, Gotsch( A.) 221. Nationalliberal. Bg Freifinnige Vereinigung. FB Frei Schwerin a. b. Warthe.( Wahlkreis Gamter- Birnbaum.) finnige Boltspartei. B= Bollspartei( füddeutsche). A= Antis 96 Sozialdemokratische Stimmen. Bisher die Sozialdemokratie semiten. Elfäffer. P= Polen. D= Dane.= Belfe. im Wahlkreise vollständig unvertreten. U= Unbestimmt. Stralsund. Bis jetzt 1689 fozialdemokratische Stimmen. Altona. Frohme( S.) 18 581, die Gegner insgesammt 6787. Sieg sicher. Meh. Liebknecht( S) 2395, Baas() 4864, Liebermann v. Sonnenberg( 2) 2475. 128 Ortschaften stehen aus. Augsburg. Breder( S) 5200 Stimmen. Bis jett Stichwahl mit Zentrum wahrscheinlich. Iserlohn. Meist( S) 4911, Lenzman( FB) 5583, opp. ftaedter( 9) 6704, Stoegel( 3) 8300. Landsberg- Sohden. Bisher Landsberg Schröder( Bg) 8682, Ebert( S) 2110, Pictenbach( 2) 1691, Basel( S) 2284. Weftprieguis. Bisher Wittenberge: Roopmann( S) 1018, Schula( 2) 787, Kochhann( Bg) 326, Podnalsti() 238. Kalan- Lucan. Bisher aus Senftenberg: Tempel( S) 219, Kreitling 430, Manteuffel( R) 140. Schleswig. v. Elm( S) 2621. Brandenburg a.$. Ewald( S) 6587, Hermes( F) 8094, iesite( S) 2649, v. Börte( A) 309, Stephan(?) 252. Ober- Baruim. Bisher: runs( S) 4254, Pauli( R) 6787. Althaus( Vg) 4200. Hanan. Hoch( S) 8576, Stroh( R) 6467. Stiwal zwischen Hoch und Konservativen. Staffel. Pfannkuch( S. 9162, Hüpeden( S) 4927, Martin Bartifularift) 2047, Enthoft() 1606, Endemann( 9) 4648, Sieben Orte fehlen, ändern aber nichts an der Stichwahl awischen Pfannkuch( S) und Hüpeden( S). Seidelberg. Rüdt( S) 2400, Weber( M) 6600, Gehrke( FB) 4700, Fürst Löwenstein( R) 2400, Röster( 2) 1000. Schergendienste eines Freistaats. Mit nicht geringem Erstaunen und nicht minderer Entrüstung hat man im zivilifirten Europa die Nachricht entgegengenommen, daß die Regierung des größten Freis staats der Welt, der Bereinigten Staaten von Amerika, sich nicht geschämt hat, einen Auslieferungsvertrag mit dem russischen Despotenregiment abzuschließen und daß der amerikanische Senat diesen schmählichen Vertrag ratifizirt, also durch seine Bustimmung gutgeheißen und rechtskräftig gemacht hat. Wie das überhaupt hat tommen können, ohne daß die Millionen freiheitliebender Amerikaner Vers wahrung einlegten gegen diesen schmählichen Mißbrauch der Bollmacht durch die Regierungsmänner, darüber giebt George Rennan, der bekannte Schilderer der schaurigen sibirischen Zustände Aufschluß. Free Ruffia", das in London veröffentlichte Organ der Freunde russischer Freis beit" theilt einen Brief Rennan's mit, in welchem es heißt: Die Empörung fiber den Vertrag scheint im ganzen Lande sehr start zu sein und ich glaube, wir werden im stande sein, ein Gesetz oder eine gemeinschaftliche Resolution in beiden 6798, Müller( F. V.) 6007, Förster(.) 6016.[ Darunter find Teltow Beeskow- Storfow. Zubeil( S.) 21 880, Ring( R.) Häusern des Kongresses im kommenden Herbst zur Annahme 6798, Müller( F. V.) 6007, Förster( A.) 6016.[ Darunter find: zu bringen, welche den Präsidenten auffordert, die erforder Sharlottenburg: Bubeil 6538, Ring 2119, Müller 2467, lichen Schritte zur Aufhebung des Auslieferungsvertrages Förster 1996; Schöneberg: Bubeil 3382, Ring 989, Müller 959, Förster 958; Stopenid: Bubeil 2081, Ring 411, Müller zu ergreifen. Jedenfalls werben wir das Unsrige thun, um 889, Förster 101. Schlußresultat: Zubeil 29 010, Müller das durchzusehen. Der Vertrag hätte niemals durch den 9265, Ring 10 192, Förster 6288, Zentrum 235. Bubeil Senat ratifigirt werben tönnen, wenn wir irgend eine wahrscheinlich gewählt. Ahnung gehabt hätten, daß er zur Berathung ftand. Un glücklicher Weise ist es bei uns ständiger Brauch, Verträge mit fremden Staaten in sogenannten getutiofeffionen" au berathen, alfo im Beheimen. Niemand aber im Bublikum hatte erfahren, daß der fragliche Bertrag auf die Tagesordnung gesetzt war, bis plöglich die Nachricht veröffentlicht wurde, daß er ratifizirt worden sei." Burg.( Kreis Jerichow, Prov. Sachfen). Mode( 6) 8490, Bölmer( F) 3245, Herbert Bismard 5559. Hildesheim. Bertram( S) 4373, v. Bodenberg( 29) 5767, Sander( N) 6453, Antisemit 648, Birchow( F) 477. 70 Drt Zilterbogk- Belzig: Bisher gezählt: Gerisher( s) 4825, Frähndrich( FB) 1680, Sobrecht( 9) 458, Kropatiched( R) 1787. Königsberg i. d. Neumark: Bisher Neudamm 549. fchaften fehlen. Depeschen der Telegraphen- Bureand. Jufel Helgoland.( Schleswig- Holstein 5, Dithmarschen.) Thomsen( freis. Bereinig.) 441, Martite( Soz.) 19 Stimmen. Würzburg. Unterfranten und Aschaffenburg, abltreis 6. Stichwahl zwischen Nedermann( Bentrum) und Fülle( Soz.) gilt als sicher. Krefeld. Dr. Bachem( 3) 10 997, Senffarbt( 9) 4168, Helbing( S) 3730 Stimmen. Bachem gewählt. Dortmund. Stadt und Land: Möller( M) 15 485, Lenfing ( 8) 12 585, Tölde( S) 16 107 Stimmen. Stichwahl awischen Möller und Lölcke. Homburg v. d. H. Stichwahl zwischen Westermacher( natt.) und Brünne( Soz.). Dresden- Land. Stichwahl zwischen Hänichen( Antifem.) und Horn( Soz.). Nieder Barnim. Frmer( R) 11 249, Bachler( A) 2751, Perls( FV) 8136, Stadthagen( S) 17 283. Stich wahl zwischen Frmer und Stadthagen. = Dieser Brief erflärt allerdings die Neberrumpelung des amerikanischen Boltes durch die in seiner Regierung fizenden Freunde des russischen Despotismus", er enthebt aber nicht die zahlreichen Freunde der russischen Freiheit" in den Bereinigten Staaten des Vorwurfs der Läffigkeit. Daß ein solcher Vers trag im Werte, war längst bekannt, und da das fible Berfahren der Geheimhaltung der Verhandlungen über Verträge mit fremden Staaten gleichfalls ein alter Branch ift, hätten bie Gegner des Bertrages rechtzeitig eine Entrüftungsbewegung im amerikanischen Volke gegen diesen schmählichen Plan einleiten können und müssen. Nechtzeitig eingeleitet, hätte diese Bewegung ihre Wirkung nicht verfehlt. Doch das Versäumte tann nachgeholt werden und gleich seitig, indem fie eine fräftige Agitation gegen den Aus lieferungsvertrag in Schwung bringen, werden die Freiheits freunde Ameritas gut thun, darauf zu bringen, daß der Brauch der Geheimhaltung auswärtiger Berträge bis zu ihrer Publizirung aufgegeben wird. Sonst fönnten gar leicht ähnliche Neberrumpelungen fich wiederholen. Posen. Stabt und Kreis Posen. Herse( F.) 3122, Hoffmeister( R.) 2466, Cegielsti( Bole) 4288, Dr. Szymansti Bereits ist die Anti- Auslieferungsbewegung in den Ver ( Pole) 1422, Morawski( S.) 1046 Stimmen. Stichwahl zwischen einigten Staaten gut im Gange. Durch zahlreiche BroHoffmeister und Cegielski. Stollberg Schneeberg. Seifert( S.) mit großer Schüren und Versammlungsreden wird das Bolt über die Schmach dieser Abmachung aufgeklärt, und in verschiedenen Mehrheit gewählt. Trier. Wahltr. 3.( Trier, Stadt und Land.) Rintelen Städten der Union haben die Entrüftungsversammlungen ( 8entrum) gewählt. eine Sprache geführt, die an Deutlichkeit nichts zu wünschen teine unlauteren Abfichten hegte. Dieser ging den beiden Frauen auch sonst an die Hand, sei es durch Besorgung leinerer Geschäfte, oder indem er ihr Dasein durch allerlei Aufmerksamkeiten zu verschönern suchte. Dieser lehnte jedoch ihren Dant bescheiden ab; als ihn Mütterchen hätte sie ja freudig noch viel Schwereres ge- sich wenig darum, war fie doch davon überzeugt, daß Karl die beiden jedoch mit freundlichen Worten einluden, ihr opfert. Wäre schon damals wie heute bescheidenes Nachteffen mit ihnen zu theilen, sagte er nicht die Haftpflicht nein, denn es schien ihm offenbar Bergnügen zu machen, der Arbeitgeber anerkannt und gefeßlich geregelt gewesen, so ihre Gesellschaft noch länger zu genießen. wäre die kleine Familie wenigstens vor der äußersten Noth Bald saß die kleine Gesellschaft zu Tische, und wenn geschüßt gewesen, so aber mußte fie ein recht fümmerliches ihr Appetit infolge der vorhergegangenen Aufregung auch Dasein fristen, da sich Herr Stebig, der reiche Fabritbesitzer, nicht gerade groß war, so verging ihnen die Abendstunde zu feiner freiwilligen Entschädigung hatte bewegen lassen, doch sehr rasch, denn ihr Gast war ein unermüdlicher trotzdem es ihm von wohlwollender Seite war nahe gelegt Plauderer, ohne dabei die Leute zu ermüden. So ift ja leider die große Mehrzahl unserer heutigen Daß man im Verlaufe des Gesprächs immer und immer wieder auf das heutige Erlebniß zu sprechen Arbeitgeber: In der Jagd nach Gewinn glauben sie selbst fam, war natürlich. Alle brei waren empört über das die einfachsten Gebote der Menschlichkeit gegenüber den Arfreche Auftreten dieser beim Bahnbau beschäftigten Italiener, beitern außer Acht lassen zu dürfen und wenn sie sich je und es wurde beschlossen, energische Maßregeln gegen den zu einer Konzession an diese herablassen, so geschieht es nur nach heißem, erbittertem Rampfe. heutigen Attentäter zu veranlaffen. Als man jedoch andern Tags nach seinem Verbleib forschte, war er verschwunden, und keiner seiner Rameraden wollte seinen Aufenthalt tennen, und so blieb die freche That denn einstweilen ungerächt. worden. Wenn der Kampf der Arbeiter um beffere Existenzbedingungen deshalb da und dort etwas bizig geworden ist, so möge man nicht diese oder ihre Führer dafür verantwortlich machen, sondern gerade jenes gewinnsüchtige, nimmersatte Unternehmerthum, dem nichts heilig ist, so lange die Rendite in Frage tommt. Noja's Matter lebte in den dürftigsten Verhältnissen. Ihr Mann war vor etlichen Jahren durch einen schweren Unfall in der Stedig'schen Fabrik ums Leben gekommen, Dant dem energischen Auftreten der selbst in Arbeiterund da er ihr nebst ihrem Häuschen, weiter nichts hinter- treisen noch so viel geschmähten organisirten Arbeiterschaft laffen hatte, so war sie gezwungen gewesen, selbst ihren ist es übrigens auf dem Gebiete des Arbeiterschußes heute Lebensunterhalt für sich und Rosa.- glücklicherweise ihr besser geworden. Tausende, welche heute diesen Schutz geeinziges Kind zu verdienen. nießen, dürften freilich kaum eine Ahnung davon haben, wie viel schwere Rämpfe es gekostet hat, um unsere Arbeitgeber nur so weit zu bringen. Das ftrenge Arbeiten hatte jedoch die so wie so schon schwache Gesundheit der Wittwe rasch untergraben, so daß fie feit geraumer Zeit taum mehr das nöthigste in der Haushaltung besorgen konnte. Da war es denn ein großes Glück für sie gewesen, daß Rosa die Lücke ausfüllen und ihrem Berdienst in der Fabrit nachgehen konnte. Doch kehren wir nach dieser kurzen Abschweifung auf bas Gebiet des sozialen Kampfes wieder zu unserer Er zählung zurück. Karl verdiente fich seinen Lebensunterhalt theils durch Besorgung des Botendienstes, theils durch einen kleinen Holzhandel, den er nebenbei betrieb, und da seine Bedürf niffe teine großen waren, so reichte sein Einkommen voll tommen hin, ja er hatte sich mit der Zeit sogar ein fleines Sümmchen erspart und sicher angelegt. Ein Jahr verfloß nun, ohne daß fich etwas Rennens werthes in unserer kleinen Familie zutrug. Da Rosa eine geschickte Arbeiterin war, hatte man ihr in der Fabrik eine kleine Aufbefferung nicht vorenthalten, so daß sich ihre ökonomischen Verhältnisse um ein Geringes gebessert hatten. Leider hatte fich der Gesundheitszustand ihrer Mutter während dieser Zeit noch verschlimmert, so daß Mosa sehr besorgt um sie war und heimlich viele Thränen ihretwegen pergoẞ. Rosa selbst hatte sich dagegen seit Jahresfrist sehr zu ihren Gunsten entwickelt, und man fonnte sich taum eine anmuthigere Erscheinung denken, als unsere Fabriklerin; bewundernd ruhten benn auch die Augen der männlichen Jugend auf ihr. Unter den jungen Leuten, welche sich um ihre Gunst bes warben, that fich namentlich einer hervor: der Schreiber der Stedig'schen Fabrik, Namens Heinrich Schmeichler. Keine Gelegenheit ließ dieser vorübergehen, ohne ihr seine Krazfüße zu machen. Von dem Tage jenes Ueberfalles an hatte Rosa von Rosa hatte jedoch den widerwärtigen und unheimlichen und nach der Fabril einen steten Begleiter: Karl, ben Menschen schon deshalb nie gemocht, weil sie wußte, daß er Rosa selbst hätte freilich lieber etwas Rechtes gelernt, Buckligen. Regelmäßig wie eine Uhr stand er morgens bei Herrn Stedig den Buträger machte. Wenn irgend ftatt Fabritterin zu werden, allein die Verhältnisse lagen und Abends zu ihrer Begleitung bereit und nichts tonnte etwas unter den Arbeitern vorging, dann wußte es der nun einmal so, daß die Erfüllung ihres geheimen Wunsches ihn an der Erfüllung dieser Freundespflicht hindern. falsche Mensch aufzuschnappen und dem Fabrikanten zu schlechterdings unmöglich war, und so fügte fie fich ohne Rosa bekam deswegen viele anzügliche Nebensarten hinterbringen. Murren in das unerbittliche Wuß“. Für ihr liebes feitens ihrer Nebenarbeiterinnen zu hören, allein sie scherte ( Fortsetzung folgt.) die " . Jm vierten Wahlkreife waren für bie Bersammlungen übrig läßt. In New- York, Philadelphia, Bofton, Chicago Bewegung. Die Genoffen, welche fich dem Bahlfomitee zur und anderen Großstädten hat das Bolt seine Stimme er Verfügung gestellt batten, waren auf dem Posten und arbeiteten der sozialdemokratischen Partei fieben Lotale, drei im Südoften hoben. In der Weltausstellungsstadt erklärten, wie ein Be- tüchtig; hier und da waren ihnen erfreulicher Weise Frauen bei und vier im Often, bereit gestellt, aber sie reichten nicht aus, die ihrer Thätigkeit behilflich... Einigen Wählern find un- Menge der Herantommenden zu fassen. Kopf an Kopf gedrängt, richt der Chikagoer Times" sagt, mehrere Redner, sie würden nöthigenfalls bereit sein, mit Gewalt sich einer An- angenehme Laufereien dadurch entstanden, daß die so schnell her- füllten die Parteigenoffen um 8½ Uhr bereits die Sale bis auf würden nöthigenfalls bereit sein, mit Gewalt sich einer An- gestellten Wählerlisten Schreibfehler enthalteu. Waren auch nur den letzten Play, und die Polizei beeilte sich, den noch Zuftrömenwendung des ruchlosen Vertrages gegen irgend einen einzelne Buchstaben falsch im Namen, so mußten sie sich doch den den Eintritt zu verwehren, die Säle zu sperren. Im Südosten politischen Flüchtling zu widersetzen, und diese Kundgebung legitimiren und etwa die Hilfe des Hauswirths dazu in An waren dies die Säle im Bereinshaus Südoft"( Waldemarstraße), in fand einen begeisterten Widerhall bei den Besuchern der spruch nehmen. der Urania( Wrangelstraße), in den Konkordiasälen( Andreas ftraße), im Often bei Joël( Andreasstraße), in der Versammlung. Selbst verschiedene Vertretungen der EinzelDie beiden Versammlungen im 2. Wahlkreis waren Königsbank, Elysium und Brauerei Friedrichshain. Mit staaten haben es für nöthig erachtet, gegen den infamen bis auf den letzten Platz gefüllt; die in der Bodbrauerei mochte lebhaftestem Beifall wurde die Verkündigung des Wahlresultats Vertrag ihre gewichtige Stimme einzulegen. So find von etwa 2500 und die auf Tivoli etwa 4000 Personen umfaffen. aus dem vierten und sechsten Wahlkreise aufgenommen, und auch ben gesetzgebenden Körperschaften der Staaten New- York Die Polizei hatte die Lokalitäten abgesperrt. Viele Genossen aus den übrigen Wahlkreisen wurden die Stimmenzahlen, welche und Ohio direkte Tadelsvoten gegen das Verfahren der fanden feinen Einlaß mehr. Erwartungsvoll harrten die An die sozialdemokratischen Kandidaten erzielt hatten, mit Freude Zentralregierung und des Senats ergangen, und wesenden der Eröffnung der Versammlung. Die Fragen: Ist begrüßt. In einzelnen Lofalen nahmen Parteigenossen das Lande Agitation im falls nicht bald den Fischer gewählt?" und: Rommt er in Stichwabl? und mit Wort, um die Bedeutung zu erörtern, welche der Stimmen. beherrschten alle die eifrigen Gespräche der zuwachs der Sozialdemokratie, wie er heute überall erzielt sein Erfolg haben wird, die Regierung zur Rüdgängigmachung wem?" des Bertrages zu zwingen, wird das Beispiel jener jeweiligen Tischgenoffen, welche in ihrer Gesammtheit ein werde, hat. Gegen 11 Uhr wurden im 4. Wahlkreise die meisten Körperschaften sicher von anderen gesetzgebenden Versamm riesiges Stimmengewirr ergaben. Als endlich gegen 10 Uhr die Versammlungen mit enthusiastischem Hoch auf die SozialdemoEröffnung der Versammlung auf Tivoli vor sich ging und vom fratie geschlossen. lungen nachgeahmt werden. Genoffen Kiging das Resultat verkündet wurde, löste sich der Man tann wohl mit einiger Zuversicht behaupten, daß Bann. Mit Jubel wurde die Zunahme der für den Sozial- Im 6. Wahlfreife vollzog sich die Wahlschlacht auch dies schließlich diese Boltsbewegung in Amerita von Erfolg ge- demofraten abgegebenen Stimmen begrüßt. Fischer, der zu Mal in äußerlich vollständig ruhiger und unauffälliger Weise. frönt sein wird, denn der Vertrag felbft spricht den besten nächst in der Bodbrauerei bei der Verkündigung des Wahl. Die allgemeine Phyfiognomie des ausgedehnten Kreises hatte sich Ueberlieferungen der transatlantischen Republit Hohn. resultats zugegen gewesen war und dort unter stürmischem Beis in nichts verändert, und wären nicht die unvermeidlichen Aber dieser Erfolg wird hoffentlich auch nicht ohne Rückfall sich fundgebender Begeisterung der Versammelten eine furze Attribute des Wahltages, d. h. die Wahllokale mit den davor wirkung bleiben auf die Länder Europas, deren Re- Ansprache gehalten hatte, erschien gegen 10 Uhr im Tivoli- Saal, poftirten Stimmzettelvertheilern gewefen, man wäre taum an gierungen in gleicher Weise sich zu Schergen der russischen begrüßt mit donnerndem Applaus. In kurzen, fernigen Aus den großen Wahlkampf, in dem sich die Parteien auf has führungen wies er auf die hohe Bedeutung des errungenen Mehr heftigste befehdeten, erinnert worden. Einzig die Antisemiten Despotie gemacht haben. an sozialdemokratischen Stimmen hin. In dem Verhältniß, in hatten es für nöthig befunden, noch Straßenagitation für ihren Unter dem Titel: Hat doch gerade dieser Tage in der französischen welchem die Bevölkerung des 2. Wahlkreises feit der legten Wahl Schwindt" sucbtstandidaten zu betreiben. Republik infolge des Auslieferungsvertrages mit Rußland zugenommen, und zwar an Arbeitern zugenommen habe, fei Aufgepaßt! Wählt für den Frieden!" ließen fie in Massen ein Gerichtshof die Verfügung getroffen, die hinterlassenen die sozialdemokratische Stimmenzahl gewachsen. Und die Ar Flugblätter vertheilen. Als Seitenstüd hierzu diente„ Ein neues für die Reichstagswahl 1893", zu fingen nach Papiere des durch Selbstmord gestorbenen polnischen Flücht beiter an die Partei au fesseln, fie zu lassen bewußten ied schönen Melodie:„ Kaiser Wilhelm faß ganz lings Samigti an die russische Regierung auszuliefern, Proletariern zu machen, darauf komme es für die Sozial- Der demokratie an. Nicht darauf, daß ein Paar wohlmeinen de beiter," welches ebenfalls gans gang gratis verabfolgt wurde. welche sie als Belastungsmaterial gegen verschiedene hatten spekulative russische Freiheitsmänner verwenden zu tönnen hoffte. Ideologen aus der Bourgeoisie zu unseren Ideen bekehrt m den Humbug zu vervollständigen, hatten werden. Redner sprach dann unter stürmischer Zustimmung Geschäftsinhaber unter dem vielversprechendens Titel: Auf zur Daß diese schmachvolle Aushändigung fompromittiren der freudig erregten Menge die Ueberzeugung aus, daß jeder Wah!! Geschäftsempfehlungen drucken lassen, welche ebenfalls verder Schriftstücke nicht zur Durchführung gelangte, Genoffe das Möglichste thun werde, die Stichwahl zu einem theilt wurden. Die Straßenfeger werden nicht sehr erbaut gewesen hat das französische Volk der Beherztheit zweier Siege der Sozialdemokratie ausfallen zu laffen. Ein Hoch auf sein von der Menge Papier, welches, fortgeworfen, die Straßen Landsleute Sawigti's zu danken, die furzerhand die thn wies er zurück, mit dem Bemerken, das sei der Partei zu bedeckte, und welches fortzuräumen ihnen oblag. Einige Schwierig amtlichen Siegel an Sawitti's Bimmer erbrachen und die widmen. In das darauf von ihm ausgebrachte Hoch auf die teiten in dem Auffinden der Wahllofale verursachte mitunter die Papiere zerstörten, ehe die in Begleitung des russischen Sozialdemokratie ftimmten die Genoffen mit Begeisterung ein. Neunummerirung der Häuser, da vielfach die alten Hausnummern Konsuls erschienene Polizei sie daran hindern konnte. Sie Die Bekanntmachungen der weiteren befannten Resultate stei- beseitigt waren; indessen dürfte wohl Jeder seine Wahlstätte ge= werden zwar eine empfindliche Strafe für diese wider gerten noch die siegesirohe Stimmung, welche einem Jeden inne- funden haben. Besonders schneidig nahmen sich etliche antisemiwohnte, trotzdem mancher, wenn nicht mit dem Verstand, so doch tische Stimmzettelvertheiler, mit Angströhren" behauptet, aus, gefeßliche Handlung zu erleiden haben. Sie werden sich mit dem Herzen betreffs des 2. Wahlkreises noch mehr erhofft während hoffnungsvolle, faum der Schule entlaufene Jünglinge aber damit zu trösten wissen, daß ihnen der Dank aller hatte. mitunter als freifinnige Stimmzettelvertheiler fungirten. In den Vor mittagsstunden herrschte in den Wahllokalen gähnende Langeweile, Freiheitsfreunde in der zivilisirten Welt für ihre aufopferungsvolle That zu theil wird. Im dritten Berliner Reichstags- Wahlkreis, wo es in den äußeren Bezirken mehr noch, als in den inneren Be Die Zeit ist hoffentlich nicht mehr fern, wo auch Re- 1890 der sozialdemokratische Kandidat Wildberger im ersten airten. Lebhafter gefaltete fich das Wahlgeschäft in den Mittag gierungsmänner es für eine Entwürdigung ansehen, dem Wahlgang auf 12.287 Stimmen brachte, während der Freifinnige hunden, der Hauptdrud entfiel aber naturgemäß auf die späterest Mundel nur 11 566 erreichte,( der jedoch bei der Stichwahl Nachmittagsfunden. Die meisten großen Fabriken schlossen erst zarischen Despotismus Schergendienste zu leisten. fiegte), entwickelten alle Parteien schon von 7 Uhr ab eine um 4 Uhr Nachmittags, vereinzelt auch wohl schon um 2 Uhr. rege Thätigkeit. Unsere Hilfefräste sammelten sich in der Auf Bauten wurde vielfach, wenn auch gegen den Willen der Dresdenerstr. 116 im Lokal von Gründel, von wo aus fie den Poliere, zu Mittag Schicht gemacht. Das Wahlgeheimniß wurde einzelnen Bezirken, deren der Kreis 61 befigt, zugewiesen auch diesmal wieder in bester Weise gewahrt, indem die Stimm wurden. Das Wahlgeschäft vollzog sich jedoch überall in ruhiger zettel der einzelnen Parteien sowohl in bezug auf Größe als Weise. In einzelnen Bezirken hatten gegen Mittag 1 Uhr schon auch in bezug auf Papier verschiedenartig waren. Daß im bis 50 pCt. der Wahlberechtigten ihre Stimme abgegeben. Gegen übrigen alles tlappte", dafür war von unserer Seite in bester 3 Uhr begannen die freisinnigen Handelsbefliffenen das Schleppen" Weise Sorge getragen. der meist wirthschaftlich abhängigen Wähler; natürlich fonnten nun Schon der auch unsere Genossen nicht unthätig zuschauen. Gedanke, die mühevolle Wahlarbeit in einer eventuellen Stich wahl wiederholen zu müssen, spornte jeden aufs äußerste an, etwaige ängstliche oder fäumige Wähler an die Ausübung ihres höchsten Rechtes zu erinnern. Tokales. Die Wahlschlacht ist vorüber. Der Kampf vollzog fich an dem Wahltage selbst in möglichster Ruhe und Ordnung. Am lebhafteften oder vielmehr am lautesten trat die antisemitische Agitation zu tage, während die Sozialdemokratie durch ihre geordnete und ineinanderflappende Thätigkeit, durch den Eifer und die Selbständigkeit und die Pflichttreue, mit welcher tausende Arbeiter die Wahldienste leisteten, den Neid und die Bewunderung aller anderen Parteien erregte. Das zielbewußte Proletariat feierte heute feinen Ehrentag; es legte Beugniß ab, daß es nicht nur vom Sturme der Aufregung hingerissen ist, sondern mit Mannesfinn und Ueberzeugungstreue vorwärts strebt, daß es das Gefühl der Kraft ist, welche jeden Widerstand überwinden zu können sich bewußt ist, die ihm die ruhige Sicherheit für's Handeln verleiht. Aus den einzelnen Wahlkreifen erhalten wir folgende Be richte über den Wahlkampf: -O Sechster Wahlkreis. Ruhig, wie der Wahltag felber, verlies auch der Abend. Die elf Versammlungen, welche einberufen waren, um das Wahlresultat bekannt zu geben, waren sämmtlich überfüllt, meistens sogar polizeilich gesperrt. Auch die Gärten der betr. 2otale waren vollbefeßt. Die Stimmung war überall Soziale Ltebersicht. Was viele befürchteten, ist leider eingetroffen. Nochmals eine begeisterte. haben sich unsere Parteigenossen mit den bürgerlichen Parteien im Wahlkampf zu meffen, die voraussichtlich feßt alle ihre Stimmen auf Mundel vereinigen werden. Als das Resultat gegen 8 Uhr Abends bekannt wurde, standen an allen Eden und Pläßen fleine und größere Gruppen, welche zumeist ihre Verwunderung über das Anwachsen der antiAchtung, Schuhmacher! Die Differenzen in der Schuhs semitischen Strömung befprachen. Der Freifinn hat eine gefabrik von Fürstenheim& Co., Neue Friedrichstr. 37, sind beihörige Schlappe erlitten, während die Sozialdemokratie troß der gelegt. Im ersten Wahlkreise, welcher das Geheimraths- Viertel Berringerung der Wählerzahl um fast 1500 eine Zunahme Die Agitations Rommission der Schuhmacher der Stimmen zu verzeichnen hat. Die drei großen Säle umfaßt, fah man neben Ministern und hohen Beamten auch die Sanssouci, Ressource und Buggenhagen, wo die Proletarier zahlreich vertreten. Angesichts der Starrbeit der Berkündigung der Wahlrefuitate für die Parteigenoffen des Bureaukratie und der Gelecktheit der Aristokratie, brachten sie erst Leben in den Wahlkampf. Die Betheiligung war eine äußerst rege. Schon um 2 Uhr hatten 2/3 der Wahlberechtigten ihre Estimme abgegeben. Der 1. Wahlkreis ist der kleinste von allen; er umfaßt nur 20 000 Wähler bei einer Einwohnerzahl von noch nicht 100 000 Seelen. wurden. 3. Wahlkreises erfolgen sollte, waren schon um 8 Uhr überfüllt und wurden polizeilich gesperrt. Am Morizplay wogte eine ungeheure Boltsmenge; die zahlreich aufgebotene Polizeimannschaft hatte Mühe, die Baffage frei zu halten. Jeder gemeldete abisieg wurde mit brausendem Hoch auf die Sozialdemokratie beantwortet. Berlins. Depeschen. ( Wolff's Telegraphen- Burean.) Breslau, 15. Juni. In den Freiherr von Thielmann'schen Chamottegruben zu Geppersdorf- Steintirche wurden gestern sechs Bersonen durch eine einstürzende Thonwand verschüttet. Fünf derfelben wurden todt aus den Trümmern hervorgezogen. München, 15. Juni. Der Professor der Philosophie an der Universität München, Dr. Jakob Frohschammer, ist gestern in Bad Kreuth bei Tegernsee gestorben. Mittelbegbach, 15. Juni. Auf der pfälzischen Grube Frankenholz" eriolgte heute durch schlagende Weiter eine Explosion. 13 Mann wurden sofort getödtet. Briefkaffen der Redaktion. 2- n: Sie schicken uns folgende Verse: An die Freisinnigen. Erster Wahlkreis. Im dichtgefüllten Lokale des Herrn Im vierten Wahlkreise Oft war die Wahlbetheiligung Marten, Friedrichstr. 236, harrten die Genossen mit gespanntester Erwartung der Verkündigung der fortwährend einlausenden Wahl- im Allgemeinen nicht sehr start. Bis 4 Uhr Nachmittags hatte resultate, deren Verlesung mit lautem Jubel begrüßt wurden, zumeist erft der dritte Theil der Wähler den Stimmzettel abgeJuzwischen hielt der Kandidat dieses Kreises August Täterow geben, und auch nach 4 Uhr, als auf verschiedenen Bauten und eine turze Ansprache an die Versammelten. Eine zweite in Fabriken Feierabend gemacht worden war, wurde, wenigstens Versammlung fand im überfüllten Saale bei Feuerstein bis 5 Uhr, die Wahlbetheiligung nicht viel reger. Bis zu dieser statt. Jubelnd nahm man auch hier die Verkündigung der Beit waren in den meisten Bezirken noch nicht mehr als 50 Prozent Resultate entgegen. Stimmung allgemeinen Befriedigtfeins der eingeschriebenen Wähler an die Urne getreten. Wesentlich Fünfkirchen, 15. Juni. Ter Streit ist als beendet an herrschte in beiden Versammlungen, welche mit braufendem Hoch günstiger lag be Sache, so weit sich übersehen ließ, nur in gonz auf die internationale revolutionäre Sozialdemokratie geschlossen wenigen Bezirten; so hatten im 301. Wahlbezirk( Wahllokal zufeben; die Arbeit ist in allen Bergwerfen wieder aufgenommen; Gr. Frankfurterstr. 74) bis 4 Uhr bereits 50 Prozent der in der es arbeiten 2500 Mann. Lifte Verzeichneten von ihrem Wahlrecht Gebrauch gemacht und Die Wahl im zweiten Wahlkreise, welcher Villen, im 316. Bezirk( Wahllokal: Pallisadenstr. 59) hatten um diese Von diesen AusHandels- und Arbeiterviertel in fich schließt und so wohl mehr Beit gar 66 Prozent bereits gestimmt. als die anderen Wahlkreise Berlins die verschiedensten Schichten nabmen abgefeben, hing also für die Gestaltung des Reder Bevölkerung aufzuweisen hat, bot je nach der Gegend ein fultates im Ganzen noch viel von der letzten Wahlstunde verschieden geartetes wild. Jm Thiergarten- Viertel und in den ab. Was den sonstigen Verlauf des Wahlaktes betrifft, Wahlbezirken der Potsdamer Vorstadt, sowie der Friedrichstadt, so sei erwähnt, daß Mittags ein besonders zahlreiches Erscheinen welche die vornehmen sind, erschien natürlich an der Wahl von mit ihren Stimmzetteln ausgerüsteten Beamten am WahlSie treten ein jetzt voll und ganz urne in größerer Anzahl die Elite des Bürgerthums, die Ver- tische bemerkt wurde. Unter anderem schienen auch die Schuz Für ihren alten Langerhans, treter von Rang und Besig. Stolz und erhobenen Hauptes leute von ihren Vorgesezten besonders angehalten worden zu sein, Und wissen doh nicht, wo und wie durchschritten fie die Gasse der Stimmzettelvertheiler, hier und Mittags ihr Wahlrecht auszuüben; jedenfalls hatten dieselben in Jft zu bekämpfen gidy; da einen Bettel an sich nehmend, während die sozialdemokratischen verschiedenen Bezirten um 2 Uhr bereits bis auf den lezten Wir aber wissen, wie und wo, von ihnen meistens mit vornehmer Gelassenheit zurückgewiesen Mann ihren Beitel abgegeben. Einem jungen Schuhmanne, der Und wählen unsern Täterow. wurden. Ganz anders sah es da aus, wo die Arbeiter und sich bisher wenig mit Politit befaßt haben dürfte, passirte es das sonstigen Habenichtse einen Theil, und noch anders, wo sie den bei, daß er mit drei verschiedenen und noch offenen Stimmzetteln Leiber trafen die Verse zu spät ein. Auf sie hin wäre Genoffe größeren Theil der eingeschriebenen Wähler bilden. Reine talte an die Urne trat. Vom Wahlvorstand belehrt, daß er nur einen Täterom jedenfalls gleich im ersten Wahlgang gewählt worden. R. St. 99: 1. Der Reichstagskandidat braucht nie das Bornehmheit, sondern wirkliches Leben herrschte hier vor. Bettel abgeben dürfe und diesen draußen geschlossen haben müsse, Die rothe Waare" fand reißenden Absatz und die Scherzworte, ging er zurück, wandte sich an den einzigen Uniformirten, den er Alter zu haben, welches die Berechtigung zum Wählen ertheilt, welche gelegentlich hin- und herflogen, gewannen sogar den als wohl draußen fand, an einen Briefträger, und ließ sich von diesem er muß das 25. Jahr vollendet haben. 2. Bismard war nur im bestallte Bettelvertheiler von den Nationalliberalen engagirten Dienst sagen, welchen von den drei Betteln er denn abgeben solle. Es türkischen Dienite. 8. Der Reichstanzler ist wahlberechtigt, da er Leuten ein Lächeln ab, die sonst ein gar trübfeliges Gesicht machten; ist nicht ausgeschlossen, daß der Postbote ihm den für Paul nicht aktiver Militär ift. hatten ihnen doch ihre Auftraggeber Unmasien der fleinen be. Singer empfohlen hat. Ein wenig rücfichtsvolles Vorgehen gegen brudten Papierstücken mit auf den Weg gegeben, und wurden Arbeiter seitens des Wahlvorstandes wurde uns aus zwei Bezirlen sie doch so herzlich wenig davon los. Einzelne Gebildete wollten gemeldet. Jm 353. Wahlbezirk( Wahllotal Frankfurter Allee 85) Zwei Streitende. 1. Ein Mädchen, das von einem nicht verfehlen, ihrer Bildung flaren Ausdruck zu geben, so z. B. wies man einen Arbeiter, dessen Wohnung, Stand und Alter mit ein feiner Herr, dem man den Beamten ansah. Einen sozial- der Liste völlig stimmte, von der Wahlurne zurück, weil ein anderen als dem Vater ihres eriten Kindes geschwängert ist, hat demokratischen Stimmzettel in die Hand nehmen, ihn als solchen Buchstabe seines Namens in der Lifte fehlte. Im 290. Bezirk feinen Alimentenanspruch gegen den zweiten Schwängerer. erkennen, die Kraft der Fäuste dran probiren und das un-( Wahllokal: Blumenstraße 63a) duldete der Wahlvorsteher nicht, 2. Wegen unehelicher Alimentenansprüche ist Lohnarrest nicht schuldige Ding dem Rothen vor die Füße werfen, war eins. Daß eine Genoffin im Wahllofale sich zur Führung der Linens zulässig. 3. Ein Abgeordneter tann nur für einen Wahlkreis Ja, das heißt sich als Held zeigen! Die Betheiligung tontrolle aurhielt; er meinte, nach dem Geseze dürften nur wahl annehmen. der Wähler war Louis Fr. 1. Entschädigungsanspruch scheint vorzuliegen. fehr rege, so daß man schon berechtigte Personen sich im Wahllotale aufhalten. Die Genossin Mittags um 2 Uhr in einigen Wahllokalen auf ein übernahm infolge dessen die Stimmzettelvertheilung am Gingange 2. Den Nachweis müßten Sie führen. 3. Nach der verkehrten hohes Maß überhaupt abgegebener Stimmen rechnete. zum Wahllokale. Dort hatte ein Polizei- Wachtmeister nicht übel Abrede ist Ihr Anspruch auf 50 Pf. schwer durchzuführen. R. K. 21. Nein. Das Gros der Arbeiter wählte nach 4 Uhr, nachdem in Lust, sie zu vertreiben, wobei ihm der Wahlvor teher seine UnterRichard Fischer, Sanitäts- Kommiffionsmitglied. Wenber Mittagsstunde schon ein großer Ansturm feitens derselben ftügung gewähren wollte. Dem legteren wurde jedoch bedeutet, erfolgt war. Um 3 und 4 Uhr schloffen eine Menge Werkstätten daß er nur in dem Wahllokale, nicht vor demselben Wacht den Sie sich au bas betreffende Wahlkomitee. flar ge C. W., Elfafferstraße. Nein, aber auf ein Viertel, und Fabriken; die von ihnen ausströmenden Arbeitermassen befugnisse habe, und dem Wachtmeister wurde fegten sich meistens sofort nach dem zuständigen Wahllokal in macht, daß vor dem Wahllokale stehen könne, wer da wolle. fprechen Sie gelegentlich zwifchen 12 und 1 Uhr vor. Hierzu Verantwortlicher Reduatier: Wilhelm Schröder in Berlin. Drudt und Verlag von Mag Bading in Berlin, SW, Beuthstraße 2. eine W. N.: Solche Mittheilungen werden am fichersten persön lich eingereicht, damit man die Zuverlässigkeit der Nachricht prüfen tann. Beilaga Beilage zum„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 139. Freitag, den 16. Inni 1893. 10. Jahrg. Versammlungsfreiheit u. Polizei- Gewerbebetrieb bis um 3 br bes 21. Junt nicht auszuüben" vorlage die Gr- Königin Marie von Hannover A. verpflichtet sich, von Eintritt der Polizeistunde ab seinen In lehter Stunde ist für die Annahme der Militär stunde in Preußen. und tragen Sie durch Aufstellung eines Postens an der mobil gemacht worden. Der Cumberländer hatte auf die Thür, durch Mittheilung an der Thür oder durch BekanntDie Klagen über Schließung öffentlicher Arbeiterversamm: machung in der Einladung zur Verfaminlung dahin Gorge, daß hannoverschen Welfen keinen Eindruck gemacht. Da hat tungen wegen Eintritts der Polizeiſtunde mehren sich. Ber: des Versammlungs- Borſizenden nach Gintritt der Polizeiſtunde natürlich nicht mehr schief gehen. Wer würde sich, Welfe niemand ohne ausdrückliche Genehmigung des Einberufers oder denn seine Mutter ins Gefecht rücken müssen. Nun fann's schiedene Regierungspräsidenten haben schon vor der Wahlzeit das Lofal betreten darf, so ist selbst wenn das Er- oder Nichtwelfe, nicht der Wucht dieser Kriegsautorität im die ihnen nachgeordneten Polizeibehörden ausdrücklich darauf kenntniß vom 9. Juli 1892 zutreffend sein Unterrock beugen. Wenn wir erwähnen, daß die besagte hingewiesen, bei Eintritt der Polizeistunde Schluß der Versammollte, eine bann etwa dennoch wegen Ueberschreitens der Dame am 14. April 1818 geboren, also 75 Jahre alt ist, lung zu verlangen, eventuell aufzulösen. Entscheidungen der Merseburger, Düsseldorfer und Potsdamer ist im Großen und Ganzen mit Erjolg z. B. im Kreise Nieder- biefer erschütternden Nachricht auf alle militärfcommen Die diesbezüglichen Polizeistunde eintretende Auflösung ungesetzlich. Diese Praxis so wird diese Thatsache zweifellos die Wucht des Eindrucks Regierung haben wir unlängst mitgetheilt. Die Behörden stüßen sich zur Begründung der Berechtigung barnim be olgt. ihres Vorgehens auf eine( Band 23 S. 399 abgedruckte) Ent- berichtes von 1849 die Streichung des Vorschlages des ReDas Erfenntniß führt aus den Gründen des Kommissions. Gemüther nur verstärken. fcheidung des Ober- Verwaltungsgerichte vom 9. Juli 1892. Dies gierungsentwurfs( die Zeitdauer einer Versammlung auf die zur Das allgemeine Stimmrecht in Gefahr. Erkenntniß spricht allerdings seine Ansicht nackt dahin aus: Schließung öffentlicher Orte seitgesezte Zeit zu beschränken") selbst Bindter ist ein so großer Tölpel, daß er aus lauter Eine für Wirthshäuser Polizeistunde u. f. 1. überhaupt feſtgeſetzte an. Die Kommission hatte einen solchen Vorschlag als theils Tölpelei mitunter die Wahrheit sagt. So hat er z. B. trifft auch bie in folchen Lokalen ab= gehaltenen öffentlichen Vereinsverfammlungen" überflüssig, theils unzulässig gestrichen, weil in Be- jetzt seinen Freunden und Gönnern den bösen Streich ge in anderen Lokalen abgehaltenen Versammlungen). Wie siehung auf öffentliche rüdsichtlich öffentliche rüdsichtlich ihrer Schließung spielt, ihre Pläne gegen das allgemeine Stimmrecht zu vergelangt das Erkenntniß zu dieser Anficht? Es geht davon ohnehnehin einer besonderen polizeilichen Vorschrift unter rathen." Die Demagogen von Sozialdemokraten aus, daß nach dem geltenden preußischen Recht die Theilnehmer felbft versteht"- folche Lokale waren die damals in Preußen feuern und die Massen aufzureizen, die Nachricht, das worfene Lokale die betreffende Bestimmung sich Don poltert der Pindter verbreiten, um ihre Wähler anzus einer Berfommlung nicht nur den Vereinsgefeßen, sondern auch konzeffionirien Bordelle während aur Ausdehnung allgemeine Stimmrecht sei in Gefahr. Das ist eine Lüge. daß die Polizeibehörde zur Ausübung aller ihr fouft zu zureichender Grund als eine Berechtigung vor Eine Gefahr droht dem allgemeinen Stimmrecht nur fonſtigen Befehen unterworfen feien, derfelben auf Privatwohnungen fo wenig ein allen Straf und ( nicht die Befugnisse auch dann bered tigt sei, wenn die Person oder Sache, die das Objekt ihres Einfchreitens bilde, gerade ihr Versammlungsrecht ausübt oder liegen" würde. " Der 10 seitens der Sozialdemokratie, falls sie das Nicht ausgefchloffen ist, daß die Grundsätze des Erfennt- allgemeine Wahlrecht mißbrauchen sollte." Nun, da zu deffen Ausübung benutzt wird. Nach§ 365 Str.3.3. feiniffes vom 9. Juli 1892 in einem jest anhängig gemachten hätte ja der Pindter, den wir nicht wörtlich aber genau daher bei Eintritt der Polizeiftunde die Schließung beziehungs- Berwaltungsstreitverfahren von demselben Gericht verlaffen dem Sinne nach) zitiren, in seiner genialen Tölpelei bis daher bei Eintritt der Polizeistunde die Schließung beziehungs- werden. Solange aber die Entscheidung noch nicht ergangen ist, aufs Tüpfelchen über's i bestätigt, was wir von Anweise Auflösung der in einem öffentlichen Vergnügungslokale stattfindenden Versammlung zuläffig".§ 365 Str. G.B. bestimmt: Maßregeln zur Verhütung von Unfall gegen vermeintliche fang an fagten, und was wir heute wiederholen. So lange die werden die Einberufer gut thun, die oben Wer in einer Schankſtube oder an einem öffentlichen Vergnügungs. Polizeibefugnisse über überall da anzuwenden, wo die Polizei- Wähler das allgemeine Wahlrecht so gebrauchen( oder orte über die gebotene Polizeiſtunde binaus verweilt, ungeachtet tunde früher schlägt, als die letzte Stunde der Polizei. Gin nicht gebrauchen) wie es den Gewalthabern lieb ist, denkt der Wirth, sein Vertreter oder ein Bolizeibeamter ihn zum Fort Grund für den Irrthum des Ober- Berwaltungsgerichts, aus dessen man nicht dran, es zu beschneiden oder zu zerstören; wenn der Wirth, sein Vertreter oder ein Polizeibeamter ihn zum Fort- stunde gehen aufgefordert hat, wird bestraft" u. f. m. Diese Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts ift aus Rechtsprechung im allgemeinen bei Weiten häufiger richtige Ent- aber die Wähler das allgemeine Wahlrecht nicht so gemehrfachen Gründen selbst dann unzutreffend, wenn die die Dungen seit einem Jahre als aus dem Kammergericht anzuf hren brauchen, wie die Herren Gewalthaber wünschen, d. h. also Polizeiftunde regelnde Bolizeiverordnung in formell unanfechtbar fcheidung provozirte, die Klage im Verwaltungs- Streitverfahren werden. Damit wäre das Attentat ja ngestanden. Zum find, scheint wesentlich darin zu liegen, daß der Verein, der jene Ent- es mißbrauchen" dann soll es dem Volt genommen giltiger Weise erlassen sein sollte. Zunächst steht der Auflösung der Versammlung die flare Be: ohne hinreichenden fachverständigen Beirato durchzuführen Glück giebt es in Deutschland eine Sozialdemokratie. stimmung des Vereinsgesetzes entgegen. Daffelbe fpezialiſirt ausleitung zur Handhabung des Vereins- und Versammlungsversucht hatte. Die in der jüngst erschienenen Andrücklich als Gründe für Auflösung einer Versammlung lediglich rechts" aufgestellten Mahnung, derartigen Klagen mit Rück Wer rüttelt am allgemeinen Wahlrecht? In folgende: 1. Nicht- vorlegen- können der Anmeldungsbescheinigung, ficht auf die vielgestaltigen Maschen, die in das geieg- einer Kölner Wahlversammlung der Sozialdemokraten ver2. Erörterung von Anträgen oder Vorschlägen, die eine Aufliche und rechtsprechende Webzeug durch Gesetzgeber mit tonititu- breitete sich ein Redner über das jetzige Wahlsystem, bei forderung oder Anreizung zu firafbaren Handlungen enthalten, tioneller Schminke und militärisch- absolutistischem Herzen hinein welchem eine wirkliche Volksvertretung nicht zu stande 3. Nichtentfernung Bewaffneter, 4. Nichtentfernung weib licher Personen, Schüler oder Lehrlinge, aus Bereins- gewirkt sind, nie ohne durchaus sachverständigen Rath ein- tomme; er empfahl das proportionirte Wahlsystem, d. h. versammlungen, welche bezwecken politische Gegenstände zuleiten und zu führen ist, ist beachtenswerth. die Vertheilung der Mandate nach der Gesammtzahl der in Versammlungen zu erörtern. Daneben fungirt nach Für die Wahlzeit tritt nun noch hinzu, daß§ 17 des auf jede Partei gefallenen Stimmen und das Wahlrecht der konstanter Praxis des Ober- Verwaltungsgerichts allein das Wahlgefezes ausdrücklich für die Vereine und die VersammFrauen." Polizeimädchen für Alles:§ 17 11, 10 A. 2.- R.; danach ist der lungen, die zum Betrieb der den Reichstag betreffenden WahlSo lautet eine Notiz der nationalliberalen RheinischPolizei die Verpflichtung auferlegt, Veranstaltungen zur Ab: angelegenheiten seitens Wahlberechtigter einberufen werden, wendung der dem Bublifum drobenden Gefahren"( s. B. Feuers: iede Beschränkung mit Ausnahme allein der die Anzeigen und Westfälischen Zeitung", des Organs der Baare und anderer gefahr, Einsturzgefahr, Ansteckungsgefahr) zu treffen. Die Zagung ueberwachung betreffenden landes gefeßlichen Vorschristen auf Steuerhinterzieher. Das Blatt giebt vor, nicht zu begreifen, einer Versammlung über die Polizeistunde hinaus ist zweifellos gegeben hat. Die Genossen thun behuis Wahlanfechtung gut, zu daß ein gewaltiger Unterschied zwischen dem Rütteln am keine dem Publikum drohende Gefahr, zu deren Beseitigung dies registriren, ob innerhalb der Wahlzeit sozialdemokratische Bersamm Wahlrechte und dem von uns vertretenen Ausbau desMädchen den Räumungsbefen gebrauchen darf. Eine Auflösung ungen wegen Anbruchs der Polizeistunde aufgelönt sind und ob andere felben ist. einer Versammlung aus dem vom Ober- Verwaltungsgericht an- schmalen Bien des Vereinsrechts dürfen wir nicht noch mehr Versammlungen über diese Stunde hinaus getagt haben. Den genommenen Grunde ist daher unzulässig, weil der betnabbern lassen, als das Gesez dies zuläßt. flare Wortlaut des Vereinsgesetzes diese Befugniß der Polizei nicht giebt und bie Auflösungsbejugniß eingehend und völlig durch das Vereinsgesetz geregelt ist. Diese schon aus dem Wortlaut der vereinsgefeßlichen Bestimmungen flar hervorgehende Auslegung findet ihre schlagende Bestätigung in dem Umstande, daß die preußische Regierung 1849 der zweiten Kammer eine Bestimmung vorgelegt hatte( Abfaz 2 des§ 6 des " Entwurfs von 1849), inhaltlich deren die Dauer der Versammlung Politische Iteberlicht. wegen 1 Berlin, den 15. Juni. Die gänzliche unhaltbarkeit des Zentrums als politische Partei bescheinigt jetzt auch der Domkapitular Dr. Wid in Breslau durch eine Erklärung in der " Schles. Bolts- Zeitung". Das Zentrum habe sich thatsächlich nur für religiöse und kirchliche Fragen solidarisch erklärt, demnach seien die Huenelinge und die geschorenen Lämmer Westfalens eben so gute Zentrumsmänner wie der Reise- Engel Lieber. Das heißt die zur Schließung öffentlicher Drte festgefeßte Zeit nicht übermit anderen Worten doch so viel, daß in 99 von 100 schreiten sollte und daß die zweite Kammer diesen Res brennenden Fragen der Gegenwart das Zentrum als gierungsvorschlag abgelehnt hat. Die internationale Sozialdemokratie. Aus Frank politische Partei nicht mehr ernst zu nehmen ist. Wie wenig Das Erkenntniß gelangt zu seinem irrigen, die Freiheit des reich( von den Sozialisten in Bordeaux und in Paris), Liebe zwischen den verschiedenen Zentrumsgruppen übrigens Versammlungsrechts schwer bedrohenden Reiultat durch die An- aus England( von dem Battersea Zweig des Sozial besteht, kennzeichnet der wackere Domkapitular dadurch, nahme, der Polizei stehe ein Recht zum Einschreiten gegen eine demokratischen Bundes Socialdemocratic Federation und daß er zum Schluß seiner Erklärung die gegenwärtigen Sache", nämlich das Versammlungslokal zu. Nirgends ist der Polizei eine derartige Befugniß beigelegt: ihr Ginschreiten tann on dem Kommunistischen Arbeiterverein in London), aus Bentrumsmacher wegen ihrer widerlichen Ausfälle" auf die fich gegen Besizer, Eigenthümer, Inhaber von Sachen richten, Belgien( von dem Ausschuß der Arbeiterpartei), und aus militärfromme Minderheit der Partei seinerseits mit Auswürde aber gefeßlicher Grundlage entbehren und zweifelsohne Böhmen( von der sozialdemokratischen Landesvertretung brücken wie" Buschklepper" beehrt, über ihre Feigheit und von den betroffenen Objetten unverstanden bleiben, wenn es sich und von den czechischen Sozialdemokraten) sind uns be- Bornirtheit" tlagt und im Namen der zahlreichen gegen Sachen richtet. Dieser von der steten Praxis des Ober- geisterte Glückwünsche zu der heutigen Wahlschlacht zu Bentrumswähler ohne Zwangsjacke" erklärt, für einen verwaltungsgerichts abweid endeKonstruktion von Polizeibefugnissen gegangen. Unsere Genossen zweifeln nicht an unserem Sieg. fowohl glaubens wie militärfrommen Oberregierungsrath bedurite es, um zu dem weiteren irrigen Schluffe zu Sie haben sich nicht getäuscht. Die deutschen Arbeiter wissen, stimmen zu wollen. gelangen, daß der Polizei das Recht zustehe, nach Eintritt der was sie sich und der Sache der Arbeit schuldig find. Wer Polizeiftunde das Lotal( gewissermaßen als ftrafbares Objekt) mit solchem Bewußtsein in den Kampf geht, muß fiegen. zu schließen. Befugnisse erwachsen der Polizei aus Anlaß der ,, Vorfrucht der Sozialdemokratie" wird jetzt von Festsetzung einer polizeilich bevormundenden Polizeistunde ledig. Dank den Brüdern jenseits unserer Grenzen! der nationalliberalen Presse das Zentrum des Herrn Lieber lich gegenüber Personenden Gästen und dem Wirthe. ,, Der Himmel ist mit uns" gegen die Militärvor eine Vorfrucht der Sozialdemokratie; und thatsächlich giebt Erstere müssen auf Aufforderung des Polizeibeamten hin genannt. Die alte Raketenfifte nannte einst die Fortschrittler bas Lotal verlassen und macht die Nichtbeachtung der Auflage. Jufolge der anhaltenden Dürre herrscht in ganz es jetzt in Deutschland feine einzige reaktionäre Partei, die forderung nach§ 365 St.-G. B. strafbar. Den Wirth Europa Futtermangel und wird die Getreideernte schlecht nicht von ihren reaktionären Gegnern und politischen Ge darf der Polizeibeamte lediglich Uebertretung ausfallen. In Rußland besonders ist allgemeiner Miß schäftsfonkurrenten mit diesem geschmackvollen Namen bes der Polizeistunde zur Strafanzeige wegen Verstoßes gegen wachs und beginnt nun eine dritte Hungersnoth oder zeichnet worden wäre. Und auch alle mit Recht. Denn den zweiten Abfaz des§ 865 St.-G.-B. bringen. Diese ge richtiger wird die Hungersnoth nun ein weiteres Jahr es giebt in dem ganzen Reiche teine Partei von den schnapsfammte Materie ist durch das Strafgesetzbuch geregelt und ist fortdauerndenn sie hat seit 3 Jahreu nicht aufgehört. brennenden, fornwuchernden Konservativen an bis hinunter baher der Regelung durch Polizeiverfügungen, Polizeiverordnungen Das väterliche Barenregiment hat Rußland so zu Grunde zu den bauernfängerischen Antisemiten und Nationalliberalen u. f. w. entzogen. Allein aus der in der Jubitatur angerichtet, daß der Boden erschöpft ist und das Bolt nichts die alte Ratetentiſte mit eingeschlossen genommenen Befugniß der Polizeibehörde, strafbaren Handlungen - die uns nicht vorzubeugen, ließe sich allenfalls noch die gewaltsame Entfernung mehr zu essen hat. Bon Krieg kann da nicht die Rede als„ Vorfrucht" gedient hätte und dienen müßte der Gäste, die trotz Verbots als Gäste des Births im sein. Unsere Herren Kriegsheger und Molochsdiener erblicken ein Theil von jener Kraft, Lokal verweilen, oder die gewaltsame Behinderung ferneren Aus- aber allesammt in dem russischen Barismus das höchste die stets das Böse will und stets das Gute fchanfens rechtfertigen. Solche Maßregel ist aber mit der Regierungsideal und wollen auch bei uns russische Zuschafft." Schließung des Lotals oder gar mit Auflösung der Berstände" einführen. Sei auf der Hut, deutsches Volt! fammlung teineswegs identisch. Aber mag immerhin der Polizei das Recht zugestanden Kulturaufgaben Teen nicht unter dem Militaris- Parteien ein Herz und eine Seele. Wie die folgende Er Gegen die Sozialdemokratie sind die bürgerlichen werden, für Räumung der öffentlichen Lokale Gorge zu tragen, mus: fo ungefähr meinte neulich Finanzminister Miquel in flärung an die Zentrumswähler des Wahlkreises Altenas die über die Polizeiftunde hinaus ihren Durit löschen und den Frankfurt. Eine wunderschöne Illustration hierzu liefert ferlohn beweist: Da zu befürchten ist, daß der sozialBier und Branntweinsteuerertrag so in nationalem" Opfermuth folgende, der Frankfurter Zeitung" aus studentischen bemokratische Kandidat in die Stichwahl erhöhen wollen, mag immerhin dem citirten Erkenntniß so weit Kreisen in Bonn zugesandte verbürgte Mittheilung: Bor fommt, wenn die Zentrumswähler an einem eigenen Kans Recht gegeben werden weiter geht die polizeiliche Befugniß einigen Tagen theilte Professor Doutrelepont den Wedizinern didaten festhalten, so ziehe ich hiermit meine Kandidatur nach sonst stats anerkannter Juditatur feinesfalls. in der Klinik mit, er sei leider nicht im stande, ihnen neue zurück und bitte die Zentrumswähler des Altena- Iserlohner Die Polizei überschreitet unbedenklich auch nach diesem Kranke vorzuführen, da er keine mehr in die Klinik auf- Wahlkreises, gleich im ersten Wahlgange einmüthig für den Erkenntniß vom 9. Juli 1892 dann ihre Befugnisse, wenn das zu räumende Lotal eine Schantstätte oder ein öffentlicher Ber- nehmen könne. Es fehle nämlich an Wäsche; den vor- freisinnigen Kandidaten Herrn Lenzmann zu stimmen. gnügungsort nicht oder nicht mehr ist. Wann ist es das nicht handenen( Haut-!!!) kranten tönne man ohnehin schon nur Gerh. Stößel. mehr? Von dem Augenblick an, wo nicht oder nicht alle 14 Tage frische Wäsche geben, die noch dazu zerlumpt Herr Stözzel, der Renommirarbeiter des Zentrums, tritt mehr ausgeschänkt wird und um selbst auf der Basis sei. Der Universitätsturator habe gesagt, man Der Universitätsturator habe gejagt, man müsse im Interesse der Freifinnigen gegen die Arbeiterpartei auf. des Erkenntnisses vom 9. Juli 1892 ficher zu gehen- zweifels- sparen; bei dem Kultusminister Bosse sei man, als er nichts kann uns lieber sein, als wenn Herr Stößel sich ohne von dem Augenblick an nicht mehr, von dem ab dem während des Beethovenfestes in Bonn weilte, ebenfalls des immer entschiedener gegen die Interessen der Arbeiterklasse Wirth die Befugniß, über seine Räume zu verfügen, entzogen und wegen vorstellig geworden, es sei aber bisher noch keine Abdas Lokal nicht mehr Jedermann zugänglich ist.. vergeht. hilfe geschaffen." Diefen 3nstand herbeizuführen liegt aber Unsere wissenschaftlichen Anstalten können verkümmern, in der Hand der Versammlungseinberufer. Treffen Der Bundesrath genehmigte in seiner heutigen Plenars Sie mit dem Inhaber des Lokals eine schriftliche Berein- unseren Krauten kann man die nochdürftigste Pflege ent- sigung den mündlichen Bericht des II., IV. und VI. Ausbarung etwa des Inhalts:„ Der Wirth A. vermiethet von... Uhr ziehen, wenn wir nur von Jahr zu Jahr größere Opfer schusses über die Vorlage betreffend das Zusagprotokoll zu ab des 20. Juni 1898 bis um 3 Uhr Morgens des 21. Juni 1893 dem Moloch Militarismus bringen. Sind wir noch ein dem internationalen Vertrage wegen Unterdrückung des seinen Saal an Herrn B. gegen Zahlung von... Mark Miethe; Kulturvolt? Branntweinhandels unter den Nordseefischern auf hoher See. " " werden. Ueber den Werth plattdeutscher Flugblätter wird uns Tokales. " Unser Genoffe Kunert ist am Tage vor der 2. Wahlkreise im Gesellschafts- und Ballhause" seine Wahlrede gefeht hat. Die Anreger dieser Sammlung werden den Dienst. Wahl verhaftet worden. Fast alle bürgerlichen Beitungen vor mindestens 4000 Anwesenden. In allen drei Versammlungen den fie damit unserer Sache erwiesen, zweifelsohne durch ein haben auf grund eines offiziösen Telegramms diese Notiz war die Begeisterung für die Sache der Sozialdemokratie günstiges Erträgniß belohnt sehen. ohne jeden weiteren Zusatz als den, daß Kunert wegen eine große. Wilhelm Wilhelm Megger ist glücklicher Weise Unstiftung zum Diebstahl" verhaftet sei, in fettem Druck deshalb in seinem Wahlkreise, dem dritten, in den letzten Tagen wieder von feiner Krankheit genesen. Er konnte sich Polizeiliches, Gerichtliches ze. gebracht. Die gemeine Absicht, unseren Genossen dadurch persönlich an der Agitation betheiligen und wird heute, am Iberfeld vor. Sie fahndete in den Räumen der Redaktion, Eine umfangreiche Haussuchung nahm die Polizei in zu verdächtigen, daß er irgend etwas Ehrenrühriges legten Tage vor der Wahl, im Vororte Barmbeck Viktoriagarten" Expedition und Druckerei der Freien Preffe" sowie in den gethan habe, liegt auf der Hand. Selbstverständlich handelt fprechen. Von Hamburg aus ist während der lehten Wochen das Privatwohnungen unserer Parteigenossen Grimpe, Singweiler, es fich, wie wir bereits gestern andeuteten, um nichts anderes irgend Menschenmögliche in den nächstgelegenen Provinzen zweds Gewehr und üllenbaum nach dem Manuskript des in der als um die Verfolgung des Genossen Kunert wegen der Agitation für die Kandidaten der Sozialdemokratie gethan Nummer vom 2. Juni abgedruckten Artikels Stille Bes Beröffentlichung einer Fülle militärgerichtlicher Erkennt worden. Selbst auf Helgoland, zum 5. Schleswig- Holsteinischen trachtungen". Trotzdem bei Ullenbaum fogar der Keller durchnisse, die Kunert im Reichstag vortrug, und die die unge- Wahlkreise gehörend( Randidat Martikke), wurden bekanntlich sucht wurde, fand die Polizei nicht das Gewünschte. heuren Leiden unserer Brüder im Waffenrock und die auf Helgoland, von unserer Seite arrangirt, die erste Wähler- Wählerversammlung stattfinden. Auf die ordnungsmäßig erStimmzettel und Flugblätter vertheilt. Heute, Mittwoch, findet-In Goglow follte am Montag eine fozialdemokratische Ungeheuerlichkeit des Abstandes zwischen militärischen versammlung überhaupt statt. S. Molkenbuhr, der zuerst folgte Anmeldung ertheilte der Amtsvorsteher statt der Be und bürgerlichen Anschauungen farlegten. Nachdem die dort als Redner bestimmt war, ist leider verhindert, für ihn ist scheinigung folgende Antwort:„ Sie werden hiermit benachrichtigt, Behörden vergeblich nach den Erkenntnissen selbst in einer Blume aus Hamburg eingetreten. So werden wir hoffentlich daß die von Ihnen angemeldete Versammlung am Montag, den Anzahl Redaktionen und Privatwohnungen gehaussucht auch die neueste friedliche Eroberung Deutschlands geistig und 12. d. M., Abends 8 Uhr, im Lokale des Restaurateurs Borgfeld hatten, ist man nun offenbar etwa auf den Gedanken ge- friedlich erobern. nicht genehmigt werden kann." Der Amtsvorsteher ist danach tommen, da Kunert die Erkenntnisse im Reichstag im Vereinsgefeße und in der deutschen Sprache gleichmäßig schlecht Aus Clausthal wird der Bolts- Beitung" berichtet: Gine beschlagen. vorgetragen, müsse er sie also einmal besessen haben. Die Wählerversammlung in Clausthal, in welcher der freisinnige Erkenntnisse tönnen nur durch Entwendung beschafft Kandidat Quensel und der Rechtsanwalt Flatau sprechen sollten, sein; daß hundert Mittelspersonen eine Rolle gespielt haben wurde polizeilich inhibirt, da der Mauerschwamm im Getönnen, ist unerheblich: Kunert lehnt selbstverständlich bäude auftrete! Eine solche Vorsicht der Aufsichtsbehörde ist wie jeder Sozialdemokrat die Nennung seines Gewährs wohl noch nicht dagewesen. maines ab also muß Kunert zum Diebstahl" an gestiftet" haben. Die Löcher in dieser Deduktion geschrieben: Im geftrigen Vorwärts" lese ich die Notiz, daß Ein neuer Berliner Ferien Verein" hat sich gebildet, find zwar flaftergroß- aber sie ist juristisch". Reptilien auch Flugschriften in plattdeutscher Mundart als seine Gründer nennen sich die Herren von Arnim und Veröffentlichung von Dokumenten, welche fiber Leiden vieler herstellen und vertheilen lassen, welche dann auch die Anregung J. Rofenthal Dieser Verein hat, wie die Bossische unserer Brüder im Waffenrock eine beredte Sprache führen bringt, die Parteigenossen möchten bei kommenden Wahlen das Beitung" meldet, in diesen Tagen ein Rundschreiben verschickt, um Anftiftung zum Diebstahl" gleichsetzen- das entspricht Gleiche thun. zu Beitrittserklärungen aufzufordern. In diesem Rundschreiben tapitalistisch militärischer Anschauung. Die Ich tenne die Verhältnisse in plattdeutschen Bezirken heißt es: ,, Romiteemitglieder verpflichten fich zu einer jährlichen Gabe Verhaftung Kunerts ist von Breslau aus verfügt. Pommern, Mecklenburg, Hannover) schon seit 45 Jahren ziemlich Sie ist um so befremblicher als vor dem Landgericht genau und möchte von diefer Maßregel abrathen; denn das von 20 M., Ehrenmitglieder zu einer folchen von 50 M. Der zu Breslau in den etwa 12 Anklagen, die gegen Befen ist ein großer Unterschied. Wer die plattdeutsche Sprache hrenmitglieder voran, plattbeutfche Sprechen als Muttersprache und das plattdeutsche öffentliche Aufruf werde stets mit den Namen der fowie sämmtlicher Kunert als Redakteur erhoben waren, teine einzige spricht, fann noch lange nicht Plattdeutsches lesen, Romiteemitglieder unterschrieben. Die Komiteemitglieder ein anderes Ende fand als das, daß das Ber- denn dazu bedarf es einer ganz besonderen Uebung, weil das haben in den Kinderftationen das Recht sowie die Pflicht der fahren gegen Genossen Kunert durch das gefchriebene Blatt ganz anders ausgesprochen wird, als Revision, falls sie ihr Weg nach dem betreffenden Orte hinführt. Reichsgericht eingestellt werden mußte. Die Ver- man es gedruckt vor sich hat. Es ist in den seltensten Den Ehrenmitgliedern find in geordnetem Zuge haftungen, die in jenen Prozeffen gegen Kunert vom Fällen ein Plattdeutscher im ftande diese seine der Kinder Honneurs zu machen. Das Protet Breslauer Landgericht beschlossen waren, sind vom Ober Grunde, weil es nicht geübt wird. Ober- Muttersprache auch zu lesen, aus bem einfachen torat einer hochstehenden Person wird seiner Zeit Landesgericht aufgehoben, weil nach der lichen Schulen In fämmt eingeholt werden. Vereinsmitglieder zahlen einen Jahresbeitrag wird in hochdeutscher Sprache unter- von 2 M., und haben das Recht, daß ihre Kinder gegen einen zutreffenden Ansicht dieses Gerichts teine richtet, und wer überhaupt lefen gelernt hat, der liest auch nur täglichen Pensionspreis von 1,50 m. pro Kind während der Rede davon sein kann, daß Kunert ir hochdeutsch.- Legen Sie doch einmal dem ersten besten Bommer Sommerferien in ein Soolbad oder aufs Land unter guter Aufgend fluchtverdächtig. Die letzte Verhaftung oder Mecklenburger ein in plattdeutscher Sprache geschriebenes ficht( Fahrt einbegriffen) gefandt werden. Sobald genügende Fonds Kunerts geschah bekanntlich unter ähnlich auffallenden Buch vor, z. B. von Fritz Reuter, Sie werden finden, er kann's vorhanden, wird dieser Preis ermäßigt werden. Alle Zuſchriften Umständen wie die jetzige: am Abend des am 31. März nicht lesen, oder aber, er müßte darin schon geübt sein. sind zu richten an den Generalsekretär Herrn J. Merges, 1892 erfolgten Schlusses der langen Reichstags= Session Hiernach bin ich der Meinung, daß wir uns durch das Bor- Reichenbergerstr. 176." wurde Kunert auf der Straße vom Arme seiner gehen der Gegner nicht verleiten lassen, ein Gleiches zu thun, Gunft und sonstigen Vortheilen selbst mit der ehrlich gemeinten So spekulirt die Eitelkeit, Prahlerei und das Haschen nach Gattin weg verhaftet. Die jetzt unmittelbar benn es hat keinen Zweck. Wünschenswerth wäre es aber, wenn die Genossen, die die Wohlthätigkeit. Es giebt nichts Beschämenderes für den Arbeiter vor der Wahl vorgenommene Berhaftung wird voraus dortige Gegend bearbeiten, der plattdeutschen Sprache mächtig als auf Wohlthaten angewiesen zu sein, wo er doch mit seiner sichtlich auf Beschwerde unseres Genossen aufgehoben wären, um vor und nach dem Vortrage Privatgespräche mit den Arbeit im ftande sein müßte, Wohlthaten entbehren zu können. Genosse Kunert ist in das Breslauer Leuten anzuknüpfen: das erweckt Bertrauen, und die Genoffen Das ist eben der Fluch unserer fapitalistischen Gesellschaftsordnung, Gefängniß überführt. Wenn irgend ein Ordnungs- werden sehen, daß sie dadurch schon ein großes Entgegenkommen daß der Arbeiter nicht im ftande ist, sich und seiner Familie ein mann glaubt, durch solche Verfolgungen einen Sozialdemo- bei der Landbevölkerung finden. menschenwürdiges Dasein zu verschaffen. Wenn der Arbeiter Fraten zu bewegen, seinen Gewährsmann zu nennen, so aber sieht, daß selbst solche Veranstaltungen, wie die Gewährung täuscht er sich gewaltig. Lieber Haft und Gefängniß tragen, Am Samstag Abend find 17 Packete sozialdemokratischer Flug- Kinder, von Bourgeois zur Befriedigung der RenommirDie Behörden des Reichslandes und die Wahlfreiheit. eines gefunden Sommeraufenthalts für tränkliche und schwächliche als uns die Quellen abschneiden, aus denen Dokumente blätter, welche von 6 Genossen als Passagiergut von Basel hier fucht ausgebeutet werden, dann muß der Arbeiter jede sogenannte jener Art fließen, die in Lapidarstil jedem nothwendige, hergebracht und für die Wahlkreise Mülhausen, Altkirch- Thann, Wohlthätigkeits- Veranstaltung der Bourgeoisie als einen ihm ins gemeingefährliche Folgen des Militarismus enthüllen. Gebweiler, Colmar, Rappoltsweiler und Hagenau- Weißenburg Gesicht verfekten Schlag empfinden, und um so dringender darauf beUeber irgend eine Maßnahme der Regierungen, bestimmt waren, bei ihrer Ankunft in Mülhausen um 6 Uhr stehen, daß solche Anstalten wie die Schul- Ferienkolonien, deren Nüßdie aus jenen Erkenntnissen flar zu Tage tretenden Schäden 40 Minuten polizeilich beschlagnahmt worden. Die miteintreffenden lichkeit und Nothwendigkeit selbst die Bourgeoisie anerkennen muß, als abzustellen, verlautet nichts. Die Faffung des offigiösen 6 Genossen wurden verbrechergleich von der Polizei in Empfang Pflichtleistung der Gemeinde und des Staates betrachtet werden. Wolff'schen Telegramms muß als Versuch gemeinster Ehr- genommen, unter großem Aufsehen der anwesenden Reisenden auf Nun, der heutige Wahltag ist eine neue Etappe auf dem Wege abschneiderei gefennzeichnet werden: ob sich ein Staats- ben nächsten Polizeiposten geführt und dort durchsucht, ob sie nichts zu einer vernünftigen, menschlichen Gesellschaftsordnung. anwalt findet, der eine Anklage gegen den intellektuellen jedoch wurden sammt und sonders von der Polizei einbehalten und Berfängliches bei sich führten. Gefunden wurde nichts, die Flugblätter Rapitalistische Steckbriefe. Eine gebrudte Poftfarte fols Urheber des Telegramms wegen Anstiftung zum Diebstahl den Genoffen gesagt, am Sonntag Morgen um 9 Uhr werde auf genden Inhalts versendet der Buchdruckereibefizer W. Schwiering oder Versuch des Raubes eines ehrlichen Namens" fon- der Kreisdirektion Bescheid gegeben, ob die Flugblätter definitiv in Berlin an seine Kollegen: struirt? beschlagnahmt blieben oder ob dieselben freigegeben würden. P. P. Der Lehrling Robert Müller, in meiner Druckerei Am Sonntag Morgen um 9 Uhr, als auf der Kreisdirektion feit 8 Jahren in der Stereotypie thätig, ift plötzlich ausgeblieben. Die Einigkeit des Freifinns. Der frühere Abg. angefragt wurde, hieß es, die Staatsanwaltschaft habe noch keine Nachträglich erfahre ich, daß sich derselbe in Fachzeitungen um Wilbrandt, der Mecklenburg- Strelitz im Reichstage ver Entscheidung getroffen; als man sich hierauf nach der Staats- Stellung bewirbt. Der pp. Müller ist von mir in der anstän trat, hat dieser Tage in einer Kandidatenrede erklärt, daß anwaltschaft begab und dort Nachfrage hielt, hieß es hingegen, bigsten Weise behandelt worden und von Anfang seiner Lehrzeit Freifinnige Volkspartei und Freifinnige Vereinigung sich die Polizei habe noch nichts eingereicht u. s. w. So zögerte man an mit mehr Lohn bedacht, als er zu fordern hatte. Irgend voraussichtlich wieder vereinigen würden. Herr Wilbrandt die Entscheidung über den Sonntag hin den letten Sonntag welcher Grund für sein Fortbleiben ist absolut nicht vorhanden. Feststellung der zweijährigen Dienstzeit erklärt. Wilbrandt genügend Kräfte zur Vertheilung zur Verfügung standen. Blattes" und der Wohnungszeitung". Das erstere Blatt erfreut hält also Eugen Sichter gar nicht für einen so bösen Menschen. Gestern, furz vor Mittag endlich erfolgte der definitive fich einer sehr großen Verbreitung, die es zum Theil den Arbeitern Bescheid: die Flugblätter für Mülhausen werden frei selbst verdankt. Wir überlassen den Arbeitern das Urtheil über Das Recht nicht photographirt zu werden wird gegeben, während bezüglich der Programme für die anderen diese Verfolgung des entlaufenen Lehrlings. im Deutschen Reiche ununterbrochen übertreten, wie folgende Wahlkreise die Beschlagnahme ausgesprochen wird. HeranMeldung beweift: Die Anarchisten, welche vor drei Wochen gezogen wurde, wie am vorigen Sonntag in Mülhausen, der mitgetheilt ist, wegen Anftiftung zur schweren Ruppelei ftedDer Bankdirektor Auguft Sternberg, der, wie bereits in Hamburg wegen Geheimbündelet verhaftet wurden,§ 131 des Strafgesetzbuches( Verächtlichmachung von Staats- mitgetheilt ist, wegen Anstiftung zur schweren Kuppelei fted brieflich verfolgt wird, schickt aus London ein längeres Metallarbeiter Gammisch und Goldarbeiter Müller aus einrichtungen oder Anordnungen der Obrigkeit). Berlin, find wieder auf freien Fuß gesetzt worden, da kein nahmten Flugblätter für die Kreise Altkirch- Thann, Gebweiler, fein, daß in einigen( drei) Fällen- jedes Mal eine andere So der einfache Hergang. Die Zahl der endgültig befchlag- Schreiben an die Bolts- Zeitung" in welchem es heißt: Diese That( Anftiftung zur Ruppelei) soll dadurch begangen Beweismaterial gegen fie vorlag. Sie wurden vor der Bersönlichkeit mir ihre Freundin vorgestellt habe und wird die Sie wurden vor der Entlassung auf dem Polizeipräsidium photographirt. Wir Colmar, Rappoltsweiler und Hagenau- Weißenburg beträgt ins möchten gerne erfahren, woher die Behörden das Recht das Wahlresultat in den genannten 5 Kreisen ausübt, ist un- Bermuthung gehegt, daß ich dieselben durch Geldgeschenke dazu veranlaßt hätte, was ich indeß ganz und gar nicht ges nehmen, unschuldig verhaftete Personen zwangsweise photo- berechenbar, da die sozialdemokratische Partei hierdurch über: than habe. Ich brauche den Kennern der Berliner Verhältnisse graphiren zu lassen. haupt verhindert ist, Wahlflugblätter auszutheilen, und sich auf und der sonstiger größerer Städte wohl nicht zu sagen, daß, das Affichiren der hauptsächlichsten Programmpunkte be- wenn man derartig Strafthaten konftruiren wollte, man wohl die Ein internationales Uebereinkommen zur Herbei schränken muß. führung des Achtstundentages forderte in den öfter- Boraussichtlich werden die sozialdemokratischen Wahlkomitees Mehrheit der männlichen Bevölkerung zu erfolgen hätte." Für die Mehrheit der Finanzwelt der reichen Lebe reichischen Delegationen der radikale czechische Abgeordnete der betreffenden Kreise im Falle des Unterliegens ihrer Kandi- männer" mag das wohl stimmen; daran zweifeln wir nicht. Professor Masaryk. Natürlich wurde diese Anregung weder daten den Wahlprotest einleiten. Abgesehen von der 36stündigen In betreff des im Steckbrief genannten§ 181 bf. 2, der es von den Ministern noch von den übrigen Abgeordneten Sinzögerung der Entscheidung über die Beschlagnahme, wodurch als schwere Suppelet bezeichnet, wenn der Schuldige zu den eines näheren Eingehens gewürdigt, natürlich ist dies des- der lezte Sonntag vor der Wahl für die Propaganda verloren Personen, mit welchen die Unzucht getrieben worden ist, ging, indem man nicht wußte, woran man war, abgesehen halb, weil der österreichische Parlamentarismus theils auf bavon tamen in den betreffenden Streisen so viele Eingriffe amt in dem Verhältniß von Eltern zu Kindern, von Vormündern ständischer Bertretung, theils auf einem hohen Bensus beruht licher Personen in die Wahlfreiheit vor( Einschüchterung von ziehern zu den von ihnen zu unterrichtenden oder zu erziehenden zu Pflegebefohlenen, von Geistlichen, Lehrern oder Er und deshalb Bertreter der Arbeiterklasse in die Parlamente Wirthen, in deren Lokalitäten Wählerversammlungen stattfinden Bersonen steht", erzählt Herr Sternberg folgende Geschichte: nicht hineingewählt werden können. follten, polizeiliche Störungen der Stimmzettel- Vertheilung u. f. 1.). Eine alte Frau tam vor geraumer Beit nach meinem Bureau daß Material genug zur Begründung eines Wahlprotestes vorKleine Diebe hängt man, große läßt man laufen. liegt. Wenn der fünftige Reichstag eine einigermaßen demo- und erbat sich unter Berufung darauf, daß sie vor ca. 10 Jahren einige Zeit über meine Bureaus gescheuert habe, eine UnterDer Rasfationshof hat das Urtheil des Appellhofes auftratische Zusammensetzung erhält, wird er wissen, wie er sich fügung, die ihr auch zu Theil wurde. Sie erwähnte dabei, daß gehoben, durch welches Charles Lesseps, Fontane und diesen Vorgängen gegenüber zu verhalten hat. fie von dem Gelde ihrer zur Zeit im Spital befindlichen Tochter Eiffel, die Hauptmacher des Panama Schwindels, wegen etwas Wein taufen wolle. Diese selbst( eine Persönlichkeit Betruges verurtheilt waren. zwischen 20 und 25 Jahren, ihres Berufs Chansonetten- Sängerin und etwas Aehnliches) tam nach einiger Zeit ebenfalls nach meinem Bureau, um sich für die Unterstügung zu bedanken und eine neue zu erbitten. Aus diesem Umstande resp. der Bes rührung, in die ich zu ihr getreten sei, leitet der Aus Nordhausen schreibt man uns, daß von den dortigen Untersuchungsrichter die Beschuldigung schwerer Ruppelei gegen Behörden die umfassendsten Recherchen bezüglich der Affäre in jene alte Frau her und hat solche in der Vermuthung, daß ich Sellstedt angestellt wurden. So fanden Vernehmungen in die Frau dazu angeftiftet habe, auf mich ausgedehnt. Die Nordhausen und Bleichero de statt, wodurch insbesondere Frau hat meiner Ueberzeugung nach sich diefer Strafthat nicht bie Namen derer festgestellt werden sollten, die die Fenster des fchuldig gemacht; jedenfalls ist es mir aber ganz und gar nicht Gasthauses eingeworfen haben. Ob die Behörde dieselbe Mühe eingefallen, fie zu einer solchen anzustiften. Anhängig gemacht aufwendet, um festzustellen, wer diejenigen sind, die die Thüren wurde die Angelegenheit dadurch, daß ich einer Frau, der Gastwirthschaft verschloffen und dann die mittels dieses die einen Betrag von 300 Mart von mir zu er3wanges im Gasthause zurückgehaltenen Arbeiter geschlagen pressen versuchte, diesbezüglich nicht willfährig war. Ich haben, tonnte man bis jeht nicht in Erfahrung bringen. bin in diefer Angelegenheit in Berlin Dor einiger Zeit awei Mal vernommen worden und habe Ergebenst W. Schwiering." hat sich für die Militärvorlage auch ohne die gesetzliche vor der Wahl, den einzigen Tag vor dem Wahltag, an dem unserer größtentheils aus Arbeitern bestehenden Partei Herr Schwiering ist der Drucker und Verleger des Deutschen Die englischen Behörden und die Cholera in Frankreich. Die englischen Behörden beschäftigen sich eingehend mit dem allmäligen Fortschreiten der Cholera in Frankreich. Nach Berichten, welche die englischen Konsuln dem Local Government Board( Ministerium des Innern) übersandten, sind innerhalb der letzten Wochen in Lorient 500 Erkrankungen und 178 Todesfälle vorgekommen. Aus Morbihan wurden heute zwei neue Fälle gemeldet. Die Reichstagswahlen. " sein, daß in einigen( drei) Fällen gefammt zirka 100 000. Der Einfluß, den diese Maßregel auf Parteinachrichten. " volls Im Kommunistischen Arbeiter- Bildungsverein in ständig erschöpfende Auskunft zu den Aften gegeben. Vor einigen Hamburg, 14. Junt. Am Sonntag, den 11. b. M., sprach London haben acht Mitglieder den Genossen den Vorschlag Wochen, gerade in Paris oder Amsterdam geschäftlich anwesend, hier Genoffe August Bebel in zwei Maffenversammlungen, gemacht, von dem am 15. Juni erzielten Arbeitsverdienst einen erhielt ich wieder eine Vorladung; ich ersuchte um gefällige Verim St. Georger Zivoli" und im Englischen Zivoli" vor seinen Theil in die Sammellisten einzuzeichnen, die der Verein zu gunsten tagung bis zu meiner Rückkunft und habe vor etwa zehn Tagen Wählern. Am Dienstag Abend hielt Genosse H. Dies iml des Wahlfonds der deutschen Sozialdemokratie in Birkulation dem Untersuchungsrichter geschrieben, meine Abwesenheit aöge fich " noch etwas hinaus, und gebeten, es möchten mir die etwa noch daß ihr nicht ein Gewinn zum Berthe von 10, sondern ein die Marken und Listen vom Streif her an iner, p. Abreffe verbliebenen Verdachtsgründe schriftlich mitgetheilt werden, da solcher von 30. zugefallen fei. Sie erhielt ein filbernes Gß. Wagner, Neue Königftr. 86, abzuliefern. Dafelbft find auch fich solche meiner Ueberzeugung nach inzwischen sicher schriftlich bested im Gtui. Jest wurde gegen Mathesius Anklage wegen Billets für das am 15. Juli im Gisteller stattfindende Bergnügen beseitigen ließen. Die Antwort bierauf ist die mir aus Berlin versuchten Betruges erhoben. Der Angeschuldigte blieb auch im zu haben. Zum Schlusse gab Rranse bekannt, daß am 9. Juli gewordene Nachricht von der Veröffentlichung( des Steckbriefs) gestrigen Termine mit Entschiedenheit dabei, daß er das Opfer der Verein deutscher Schuhmacher in der Königsbank" sein in der Kölnischen Zeitung". einer Personenverwechselung geworden fei. Der Staatsanwalt Stiftungsfest feiert. Nun, Herr Sternberg wird sich am besten rechtfertigen, wenn führte dagegen aus, daß felten eine Rekognition mit solcher Beer aus London möglichst schnell hier eintrifft. Sonft bleibt stimmtheit geschehen sei, als feitens der Zeugin Hoffmann; er Der Verein der Arbeitervertreter tagte am 7. b. mts. alles, was Herr Sternberg Sternberg weit Dom Schuß zu hielt den Angeklagten für überführt und beantragte gegen ben- im Lokal des Herrn Seefeldt, Grenadierstr. 38. Die Tagess feiner Bertheidigung spricht, nichtssagend. Charakteristisch felben eine Woche Gefängniß. Der Gerichtshof hielt den Ange- ordnung lautete: 1. Berichte über Entscheidungen des Schiedsaber in dem Schreiben des Herrn Sternberg ift, flagten ebenfalls für schuldig und verurtheilte ihn zu einer Geld- gerichts und des Reichsversicherungs Amts. 2. Berschiedenes. daß aus seinen eigenen Worten der Geist der finanziellen strafe von 500 m. Lebemänner spricht. Die Moralität ihrer Handlungen fümmert fie den Teufel, wenn dieselben nur haarscharf vor der Grenze bes Strafgefeges stehen bleiben. Den Wohlthäter gegenüber jungen Damen spielen und fich den Preis seiner Wohlthat mit der Preisgebung ihres Körpers zahlen lassen, das pflegt in Geſellſchaft gang und gäbe zu ſein, und dieſe Handlungsweise Derlammlungen. da Als Gäste waren die Herren Riemann aus Chemnitz und Overbed ans Merseburg erschienen, welche beide Vertreter des Reichsversicherungs- Aints find. Herr Niemann überbrachte die Grüße der zentralisirten Krantenfaffen Sachfens. Von der Tagesordnung wurde Abstand genommen, Herr Riemann aus Chemnitz die Frage aufwarf, wie fich der Verein zur Wahl der Arbeitervertreter zum Reichsversichescheint Herr Sternberg gar nicht von sich abzulehnen. Und da Ueber die Versammlungen vom Mittwoch Abend wird rungsamt stelle. An der Diskussion betheiligten sich die Herren er diese Anschauung in feinen Kreisen überall trifft, so erscheint uns berichtet: Giner Völkerwanderung ähnlich fab es am Mitt Martin, Buchholz, Gutheit, Tamm, Wolff, Krause, Kelbel, ßes als besonderes Bech, wenn Einer, der blos das Zuchthaus woch Abend gegen 8 Uhr in der Nähe sämmtlicher Botale aus, mann und Stuhlmann. Dann wurde eine Kommission gewählt, streift, diesem so nahe kommt, daß es ihn felbft an sich zieht. in welchen die legten Wählerversammlungen vor dem bedeutungs: bestehend aus den Herren Schüß, Enigt und Tamm, um die WerVorläufig macht das Landgericht I bekannt, daß gemäß vollen Wahlschlachttage stattfanden. Für den 1. Berliner dächtigung zu prüfen, die Herr Lange von der Allgemeinen dem $ 382 der Strafprozeßordnung das im Deutschen Reiche befind: Reichstags- Wahlkreis fand im dichtgefüllten Saale bei Vorstand der Alten Maschinenbauer- Stranfenfasse gegenüber ausliche Vermögen des Angefchuldigten mit Beschlag belegt ist. Zu Feuerstein, Alte Jatobftr. 75, die eine Versammlung statt, in gesprochen hat. Auch wurde beschloffen, den Modus, die Mits den Vermögensobjekten des Herrn Bankdirektors gehören u. a. welcher der Reichstagskandidat August Täterom unter leb- glieder durch Karten zu den Sigungen einzuladen, beizubehalten. die großen und theuren Grundstücke Leipzigerstraße 95, Ecke Ghar- bastem Beifall noch einmal über die bevorstehende Reichstags: Ebenfalls wurde zum Beschluß erhoben, daß der Schriftführer lottenstraße( in dem früher die Bureaus der Vereinsbant sich be- mahl sprach, welchem sich die Genossen Walther, Krüger und einen kurzen Bericht über die Verhandlungen der Sizungen bes fanden), Potsdamerstraße 124/125( an der Potsdamer Brücke) Wohlleben in ihren Ausführungen anschlossen. Gegner hatten Vereins dem Vorwärts" regelmäßig einzusenden habe. und Unter den Linden 44( Hotel Imperial vorm. Arnim). fich nicht hervorgewagt. Gs wurde folgende Resolution anIm Verein deutscher Schuhmacher, Filiale Berlin 2, genommen: Die heutige, am 14. Juni tagende sozialdemokratische Zwei Unglücksfälle durch Ueberfahren. Am Dienstag Wählerversammlung des 1. Berliner Reichstags- Wahlkreises erklärt hielt Herr Dr. Gerbert am Montag einen lehrreichen Bors Die darauf verlesene Abappellirt an die gesammte Arbeiterschaft des 1. Kreises, dem Kan- rechnung ergab eine Ginnahme von 191 M. und eine Ausgabe didaten August Täterom zum Siege zu verhelfen." von 188,70 M. Das Stiftungsfest wird am 9. Juli in der geistertem Hoch schloß diese imposante Versammlung. Königsbank, Gr. Frankfurterstraße 117, gefeiert. Scheffer in der Inselstraße 10. Hier wußte der Kaufmann Blum Eine zweite Bersammlung tagte zu gleicher Zeit bei breitung des Fachblattes für den Norden wird vom 1. Juli ab Don hell besorgt. die gespannt Buhörenden durch seine trefflichen Ausführungen Der Fachberein der Stellmacher hielt am 11. Juni feine besonders zu fesseln. Durch brausenden Beifall gaben die Ber- regelmäßige Versammlung ab. In derselben wurde der Anschluß sammelten ihre Uebereinstimmung mit dem Referenten fund. an den Holzarbeiter Verband erörtert; eine Fortsetzung der Eine Diskussion erfolgte nicht, Gegner schienen auch nicht an- Debatte hierüber soll in der nächsten Versammlung erfolgen. wesend zu sein. Nach kurzer Ansprache, welche allen An- Unter Berschiedenem wurden Mißstände in den Werkstätten von wesenden zur Pflicht machte, am 15. Juni dem Standidaten August Rudowsky in Moabit und Benzin, Reinickendorferstraße, befannt Täterom zum Siege zu verhelfen, schloß die Versammlung gegeben. Zum Schluß forderte der Vorsigende zur regen Bes mit jubelndem dreifachem Hoch auf die Sozialdemokratie. Auch die Versammlung, welche für den zweiten Wahl, theiligung am Sommervergnügen auf, dessen Ueberschuß dem Agitationsfonds zu gute kommen soll. reis in der Bock brauerei abgehalten wurde, war überfüllt. Mit brausendem Beifall wurden die begeisternden Worte, welche Fischer an seine Wähler richtete, aufgenommen. kutschers Hoch, der am Elisabeth- User wohnt, vor dem Hause Oranienstr. 170 mit einem Handwagen an einen Rollwagen vorüber, wurde aber in diesem Augenblick von einem zweiten Rollwagen umgeworfen, und die Hinterräder verursachten ihm einen Bruch des linten Oberschenkels. Er mußte mittels Krantenwagens nach Bethanien gebracht worden. Der Vater, der einige Häufer weiter mit feinem Gefährt hielt, hatte von dem Unfalle feines Sohnes nichts bemerkt. Am nächsten Abend fiel der Schlächtermeister Karl Göschel, Burgsdorfstr. 13, als er das Geschirr seines Pferdes während der Fahrt in Ordnung bringen wollte, so unglücklich vom Wagen, daß ihm die Räder über die linke Hand gingen und zwei Finger germalmten. Er wurde nach der Charitee gebracht und wird wahrscheinlich den gänzlichen Verluft beider Finger zu beflagen haben.be Der Verein Freie Volksbühne" veranstaltet am Sonntag, den 18. und 25. Juni, den 2. und 9. Juli, Nachmittags 21%, Uhr, je eine Vorstellung im National- Theater". Zur Aufführung gelangt Calderon's Richter von Zalamea". Die Hauptrollen liegen in den Händen der Damen Bursta und Samst, der Herren Gustav Kober, Direktor Samst, Erich Schmidt fav Rober, Direktor Direttor Samſt, und Wesselsky. " Polizeibericht. Am 14. b. M. Bormittags stürzte fich ein Mädchen aus dem Rüchenfenster der im 3. Stod des Hauses Spenerstr. 33 belegenen Wohnung feiner Dienstherrschaft auf den Hof hinab und verftarb bald darauf. Im Laufe des Tages fanden vier Kleine Brände statt. Gerichts- Betfung. Mit be Die beiden Versammlungen, welche am Vorabend der Wahl im britten Berliner Reichstagswahlkreis stattfanden, gestal teten sich zu einer großartigen fozialdemokratischen Demonstration. Das Lotal von Buggenhagen am Morigplay war bereits um 714 Uhr polizeilich abgesperrt, Saal und Tribüne waren dicht gefüllt; Tausende, welche bis in die neunte Stunde andrängten, mußten, ohne Einlaß gefunden zu haben, wieder um fehren. Bebel, stürmisch von den etwa 2500 Personen im Lotal begrüßt, gab, nochmals die konfequente ablehnende Stellung der Sozialdemokratie zur Militärvorlage betonend, ein Bild der gegenwärtigen europäischen Lage, bezeichnete in furzen Zügen die, angesichts der immer elender werdenden Erwerbs verhältnisse fich zur dringenden Nothwendigkeit erweisenden sozialdemokratischen Forderungen und schloß seinen häufig von stür mischem Beifall unterbrochenen Vortrag mit der Aufforderung, am Wahltage feinen Empfindungen durch Abgabe der Stimme für Vogtherr Ausdruck zu verleihen. Die Ber In Friedrichshagen hielt Wach am Mittwoch eine auf die Bedeutung des Wahltages. bezügliche Ansprache. Die Debatte gestaltete sich ungemein lebhaft, da ein Konservativer, sowie ein Antisemit in derselben die Sysiphusarbeit auf sich nahmen, die Anwesenden für die Reaktion zu gewinnen. Auch in dieser Vers sammlung wurde wieder die bekannte Polizeimaßregel geübt, um 12 Uhr Schluß zu gebieten. Die überaus zahlreich anwesenden Genoffen trennten sich, von dem festen Willen beseelt, am Wahl. tage durch ihre Stimme ihren Gegensatz zum heutigen Syftem mit all' feinen einlichen Maßregeln träftig zum Ausdruck zu bringen. Allgemeine Branken- und Sterbekaffe der Metallarbeiter( 19), iltale Rigdorf. Sonnabend, ben is. Sunt, Abends 8 Uhr, Bersammlung bet Schaller, Berlinerstraße 117. Tagesordnung: Neuwahl der gesammten Ortsverwaltung. saule, Mariendorferstr. 5 bei Grube. Süd- Ost Schule, ReichenbergerArbeiter- Bildungafhule. Freitag, Abends von 8%-10% Uhr: Sab ftraße 133. Unterricht in Mathematit Dst- Schule, Marfusstr. 31. Unter richt in Gefchichte( alte). Nord- Schule, Müllerstraße 179a: Unterricht in Physiologie und Buchführung. In allen Unterrichtsfächern, mit Ausnahme von Mathematit und Buchführung, tönnen noch Schüler und Schülerinnen, auch jezt im Laufe des Semesters eintreten. veretn Lange. 9. Eine Lehrerausschreitung in der Gemeindeschule lag In der Versammlung, welche in der Ressource abgehalten Lese- und Diohutirhlubs. Freitag. Karl Mart, Abends ay nhr, einer Anklage wegen Rörperverlegung mittels einer das Leben wurde, sprach Vogtherr gleichfalls unter stürmischem Beifall. bel Gruber, Mariendorferstr. 6. We sien, bei S. Werner, Bulon str. 69. gefährdenden Behandlung zu Grunde, welche den Gemeindelehrer Auch hier wurde das Lotal, in welchem etwa 1500 Personen anHolzarbetter". Abends 8 Uhr im Lotale des Herrn Peterson, Friedrich Koch rian gestern vor die 4. Straffammer des Land- wesend waren, schon bald nach der Eröffnung abgesperrt. Veteranenftr. 22. Befe und Disfuftrflub Otto Reimer, Abend s uhr gerichts Berlin I führte. Zu den Rindern, welche von dem AnDiskutirflub Auguft eib tagt jett Im vierten Wahlkreis Oft tagten im Böhmischen Wilhelmshaven erftr. 23 bei stuba. Lefes und Diskutirklub Hand geflagten unterrichtet werden, gehörte auch der Sohn der Weber Brauhaufe und bei Lips Versammlungen, die in jedem der beiden Freitag Abends 8 Uhr Restaurant Bubell. in Sand" 8 Uhr bet Liewald, Manteuffelstr. 46. Dietrich'schen Eheleute. Als am 8. Dezember v. J. der Knabe ofale den großen Saal bis auf den legten Blag füllten. Zum Arbeiter- Sängerbund Serlins und Amgegend. Alle Herberungen wegen ungenügender Arbeiten nachbleiben mußte, erschien Frau legten Male vor der Wahl hatten fich die Parteigenoffen im Bereinstalenber find zu richten an Friedrich Kortum, Manteuffette. ro. Dietrich in der Schule, verlangte ihren Sohn zu sprechen und zu Tausenden zusammengeschaart, nm noch einmal öffentlich Freitag. Uebungsstunde übends 9 Uhr. Aufnahme von Mitgliedern. atfer fcher Männerchor, Schönhauser Allee 28, bet Stuhlmey.- Nord, Bergwünschte Aufklärung über den Grund des Nachbleibens. Sie Protest einzulegen gegen den Militarismus und gegen die ftraße 68, bet fteller. Vorwärts 1, G.D. Adalbertstr. 21, bel Roll. Buch= den war mit der Erläuterung des Angeklagten durchaus nicht ein- fapitalistische Gesellschaftsordnung, die Militarismus summer'fcher Gesangverein, Langeftraße 65, bei Tempel. Mais verstanden, sondern gab demselben zu verstehen, daß fie für ihre nicht entbehren kann. binder Männerchor Berlins, Holzmarttstraße 3, bei Deter. Im Böhmischen Brauhause referirte 13dchen, Bochstr. 32a, bei Witte. Gemüthlich feit Puzer, Kinder und deren häusliche Arbeiten nach besten Kräften über die bevorstehenden Reichstagswahlen Genosse Hübsch Sendelfir. 30. Palme, in Belten, bei Schröder. Morgenroth 4, Karthaus'fcher Gefang forge und der Lehrer beffer thäte, anstatt zu strafen, und rief mit seinen Ausführungen wiederholt den stürmischen Köpentd, Müggelheimerstr. 3 bei Geld. verein, Lichtenbergerstr. 21, bei Heife. Gesangverein Morgen zunächst dafür zu sorgen, daß die Kinder überhaupt etwas Beifall der imposanten Versammlung hervor. Nachdem einige vorba, Charlottenburg, Bismarckstraße 74. Arbetter Gefang lernten. Damit wollte sie ihren Sohn bei der Hand nehmen. Redner in der Diskussion noch Schlaglichter auf das voltsfeind verein. Gefangverein Berliner Typographia, Sommandanten Gefangverein Nordwacht, Müllerstr. 7, Der Junge wurde ihr aber entrissen und sie des Weges liche Verhalten der besitzenden Klasse geworfen hatten, wurde ftraße 20, Arminhallen. Gefangveretn Schmargendorf in Schmargendorf, verwiesen. Sie behauptet mun, daß sie dieser Weisung auch still- folgende Resolution angenommen:" In Erwägung, daß die Ab- bet Reichert. Wirthshaus. Butunft 1, Steglty, Ahornstraße, im Gambrinus. schweigend nachgekommen sei. Nach ihrer Darstellung sei dann, lehnung der Militärvorlage nicht der alleinige Grund zur Auf- Offenbacher Sängertrana Reñaurant Bron, Annenstr. Gefangverein Gollegia 1, Manteuffelste. 9 bet Nowiads. Gesangs als fie an eine die Treppe abschließende Glasthür gefommen sei lösung des Reichstages war, daß vielmehr das geheime allFreiheit Moabit, Kronen Braueret, Alt- Moabit Nr. 47/49. und diese eröffnet habe, der Angeflagte ihr nachgeeilt und habe gemeine Wahlrecht, das Roalitionsrecht, alle wichtigsten InBeretnie Gangesbrüder Moabit Stromstraße 28 bet ihr von hinten einen so fräftigen Stoß gegeben, daß fie die zehn ftitutionen des Volles die heute herrschenden Parteien abs Sängerverein Sorgenfrei" Welchiorftr. 15 bet Stehmann. Nord- eft= Gefangverein" Rosalia Blumenstr. 45 bei Went. Stufen hinabgestürzt sei. Die Frau befand sich damals in ge: juschaffen gewillt sind, erklärt die heutige sozialdemokratische Bineta", Swinemünderftr. 122. fegneten Umständen; sie hat sich damals sofort bei dem Rettor Wahlerversammlung: Der heutigen Regierung leinen Mann und Stern", Altonae ftraße 27 bei Sipte. bet nabt. Frete Stebertafel, Neue Röntgftr. 7s bei Bahn. beschwert und ihre Behauptungen durch mehrere blutige Stellen teinen Groschen! Ginig, Lebuferstraße 6 bet Remig. Brandenburger Mannes an ihrem Körper bekräftigt. Die Untersuchung, welche der In der Lip3'schen Brauerei bielt Genoffe Roop Sefangoerein in Brandenburg a. G., Mengert's Boltsgarten. Mothe Schulinspektor Dr. Jonas über diefen Vorgang angeftellt bat, mann das Referat, und der wiederholte Beifall, welcher ihn abne, Görligerstr. 52 del Bogel. Sund der geselligen Arbeitervevetne Bretins und Umgegend. hat zu dem Antrage auf Einleitung des Disziplinarverfahrens unterbrach und am Schluffe seiner Ausführungen sich zu einem ane Buschriften find su fenden an B. entel, Bergmannitr. 21, of 8 Tr. Zambourverein Bir bel gegen den Angeklagten geführt. Dieser hat übrigens vor stürmischen Bravo steigerte, zeigte, wie fehr er den Anwesenden freitag: Zambourverein Ruf, Inselstraße 1. Gartenftr. 62.- Tambourverein Boruffta" Weidenweg 98-94 bei J. Scholz, Jahresfrist schon einmal wegen einer gleichen Affäre aus dem Herzen gesprochen hatte. Mit Rücksidit auf die am Wahltage Gefang-, Eurn- und gefellige Vereine. Freitag. Männer- Gesangs Quartettveretn derselben Straftammer geftanden und ift da nöthige Wahlarbeit wurde von einer Diskussion Abstand genommen verein union, abends s uhr, Berliner Bockbrauerei. Männerchor mala freigesprochen worden. Die Beugin behauptete, und folgende Hesolution erhielt die Zustimmung der vom besten ebbing, Abends 8% Uhr, bet Schäfer, Neue Hochftr. 49. Privats Waldesrauschen, Abends 9 Uhr, bei Weigt, Wtartgrafenftr. 87.daß der Angeflagte feiner Zeit von einer Schule in eine Geist beseelten Versammlung: Die am 14. Juni in Lips' Theaterverein Gre 3 c'en do, abends s uhr, bet Schulz, Butouferftr. 85. andere versezt worden sei, weil viele Rlagen über denselben laut Brauerei tagende öffentliche Wählerversammlung ftimmt den Mufit- Dilettantenverein on ita", Abends 8 Uhr bei Schent, Krautr. 89 Musttverein Friscauf. Restaurant Schröder, Reichen, geworden seien. Der Angeflagte erflärte die Darstellung der Ausführungen des Referenten voll und ganz zu. Sie ist über Uebungsstunde. Beugin für eine tendenziöse. Nach seiner Behauptung babe erzeugt, daß daß nur die sozialdemokratische Partei ernstlich bergerstr. 24. Berliner Zurngen offenschaft. Die erfte Männerabtheilung Frau Dietrich, die auf dem Flur gelärmt und ihren Sohn mit gewillt ist, dem Militarismus wie auch dem herrschenden turnt Freitag und Dienstag Abend von 8-10) abr in der Turnhalle bes Turnverein Gesundbrunnen Gewalt habe an sich reißen wollen, aus der Schule weisen müffen Glend คัน machen und jeder Verkürzung Leffing- Gymnasiums Pantsir. 9-10. und sie unter ganz leijer Berührung ihres Rüdens aus der Glas: der Boltsrechte entschiedenen Widerstand entgegenzusehen, die die 1. Wanner- Abtheilung turnt heute Abend von 8-10% Uhr in der Zurn halle des Leffing- Gymnasiums, Pantstr. 9-10. thüre hinausgeschoben. Von einem Hinunterstürzen über die Versammelten erklären daher, daß sie am morgigen Wahltage nur Bergnügungsveretn Giperance, Abends 9 Uhr, Rosenthalerstr. 11-18, Stufen will er absolut nichts gefehen haben. Der Staatsanwalt dem sozialdemokratischen Kandidaten Paul Singer die Stimme tm Restaurant. Bergnügungsverein Beilchen, Abend s uhr, bet Brauns, Orantenir. 183 p. Geselliger Arbeiterverein Graphia, Abends 8 Uhr, hielt die Zeugin für durchaus glaubwürdig und beantragte gegen geben werden, um damit Proteft nicht nur gegen den Militaris alte Satobftr. 138 120genhaus). Unterhaltungsflub Schiller, Abends Lepidopt. Bereinigung Den Angeklagten 6 Monate Gefängniß. Der Gerichtshof mus, sondern auch gegen die ganze Bedrückung des Voltes, gegen s uhr im Restaurant Holzbacher, Drenfeftraße a. Orion, Abends Uhr Sigung Schüßenstr. 29. Musikverein Boffsah die Sache milder an. Er eiwog, daß die Zeugin den An- die ganze tapitalistische Gesellschaftsordnung zu erheben." getlagten offenbar gereizt habe, daß dieser die Autorität ber Nachdem der Vorsitzende noch zum träftigen Eintreten für nung Abends von 8-11 Uhr Hebungsstunde Prostauerstr. 36-37 bet Schneider. Stattlub Kairo" Abends 8 Uhr bei glid, Simeonftr. 28. Schule habe wahren wollen, ein Hinabstürzen der Frau auch die Wahl Singers aufgefordert hatte, ging die Versammlung mi Bergnügungsverein Berolina, jeden Freitag Abend 9 Uhr im Restaurant Sur Gletchheit", Andreasstr. 26, Sigung. Nach derfelben Zang. Zanglebrew wohl nicht beabsichtigt habe, und daß die Zeugin glüdlicherweise einem Hoch auf die Sozialdemokratie auseinander. feinen größeren törperlichen Schaden erlitten habe. Die Strafe Beren Solidarität, jeben Freitag Abend 8% Uhr im Lotale von Ehren berg, Annenstr. 16, Stzung. lautete deshalb nur auf 60 M. Geldbuße event. 6 Zage English Conversational Club Shakespeare. Meeting every Friday at 9 p. m. Gefängniß. at Behrens Restaurant Königstr. 62. Lecturer Mr. J. Bloch. Guests are welcome. Dor ein Ende Für den fünften Wahlkreis waren zwei Berfammlungen einberufen, die unter zahlreicher Betheiligung stattfanden. Die Versammlung bei Philipp in der Rosenthalerstraße war von etwa 600 Personen besucht. Hier referirie Genoffe Der Bantier Auguft Mathefins batte fich geftern vor 3oft. Die Versammlung in 885 how's Brauerei, wefelbft ber VI. Straffammer des Landgerichts I wegen versuchten Be Robert Schmidt referirte, war von gegen 800 Personen truges zu verantworten. Das Schöffengericht hatte den An- besucht. Froher Rampfesmuth und Siegeszuversicht, sowie der geflagten freigesprochen, der Staatsanwalt aber Berufung ein- Wille, unseren Kandidaten Robert Schmidt zum entscheidenden gelegt. Jm Juni 1892 bekleidete der Angeklagte eine Stellung Siege zu verhelfen, trat in beiden Versammlungen zu Tage und in dem Heinze'schen Lotteriegeschäft. 8n damaliger Beit waren fand in entsprechenden Beschlüssen und Reden Ausdruck. Briefhaffen der Expedition. in dem genannten Geschäft die Loose zum Besten des St. Valentin- Der sechste Wahlkreis hatte in Mo a bit eine VersammIn unserer Expedition gingen zum Wahlfonds ferner Krankenhauses bei Bieberich vertrieben worden. Die Ziehung lung, in welcher Liebknecht seine Wähler an ihre Wahl- folgende Beträge ein: war beendet, und fortgesezt erschienen Loosinhaber, um die Ge- pflicht gemahnte. Auch diese Versammlung war überfüllt. G. G., Wrangelfir. 110 1,-. Bon den Wäschern Köpenicks winnlifte einzusehen. Bu diesen gehörte auch eine Frau Hoff mann. Ste wandte sich an einen jungen Mann, in welchem ſte In der öffentlichen Bersammlung der Filzschuh Ar. b. 3. Röppen 7, G. Jahn, Friedenstraße 1,- Ein Mother mit Bestimmtheit den Angeklagten wiedererkennen will. Sie gab better und Arbeiterinnen vom 12. Juni theilte 28 iiner mit, aus der Georgenkirchstraße 1, Klassenbewußte Arbeiter der bie Nummer ihres Looses an. der Angestellte prüfte die Gewinn- daß die Lohnbewegung einen guten Fortgang nimmt. Ueber die Leberfabrik M. J. 2. 15,40. Drei Rothe und einer, der nicht lifte und erflärte, daß das Loos mit einem Gewinn Herren Bordelliner u. Bode wurde berichtet, daß fie, obgleich sie wählen kann 3,50. K. P., Wallstraße 2,-. Dachdecker 5, gezogen sei, dessen Werth mit 10 M. angegeben sei. Als die anfangs mit gestreift haben, jezt in Fabriken arbeiten, wo der Wehrere Unterbeamten aus Steglitz 25,-. Auf Landpartiegeld Dame ihr Bedauern darüber äußerte, daß sie den Gewinn, Streit noch fortdauert. In einer Resolution erklärte die Ver- verzichtet M. 3. vom Gesangverein M. St.. 2,90. Helwig einen Hemdentnopf, nicht gebrauchen tönne, flüsterte der Ange- fammlung darauf, daß die Sperre über die Fabriken von Lands- 40. Verspätet von A. G., 3. Rate-, 50. Summa 64,70 M. Bereits quittirt 8977,30 M.; in Summa tlagte ihr zu, daß er ihr für Abtretung des Gewinns 1,50 M. berger, Goldmann, Flegel und Reinhard aufrecht zu halten ist und 9042,00. zahlen wolle. Das Anerbieten wurde mit Entschiedenheit zurück- daß die ausständigen Kollegen nach wie vor mit allen Kräften gewiesen, die Dame entfernte fich. Bald darauf ermittelte fie, au unterstützen sind. Unter Berschiedenem wurde aufgefordert, M Für den Inhalt der Inferate über. nimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung Theater. Freitag, den 16. Juni Opernhaus. Der Freischüß. Königl. Italienischer Circus Ernesto Ciniselli. Stadtbahnstation Zoologischer Garten. Heute, Freitag, den 16. J Große equeftr. und choreograph. Vorstellung. Zum 2. Male: Danksagung. Für die zahlreiche Betheiligung bei Achtung! 4. Wahlkreis. Ahtung! Sonntag, den 18. Juni 1893: der Beerdigung meines unvergeßlichen Concert- Park Viktoria, Frankfurter Allee 72-73. Mannes August Rothe sage allen Bekannten und Freunden, sowie dem Gefangverein Echo I und dem Tischlerverein Berlins meinen herzlichsten Dant. 419b Grosses Sommerfest, arrangirt vom Mathilde Rothe geb. Fechner. Sozialdemokratischen Agitationsklub für den Osten Berlins, Die Statue der Venus Für die so zahlreiche Betheiligung oder: Die Imagination des Künstlers. Romant. phantaft. Ballet in 1 Aft, Neues Theater. Die Geschwister. arrangirt und inszenirt v. tgl. italien. Clavigo. Deutsches Theater. Der Talisman. Hofballetmeister Sign. Antonio Tignani. Berliner Theater. Der Hütten- Ausgeführt von dem aus 60 Damen besitzer. Friedrich- Wilhelmnädt. Theater. Angot, die Tochter der Halle. Kroll's Theater. Die luftigen Weiber von Windsor. Viktoria- Theater. Frau Benus. National Theater. Die Direktrice. Borher: Jm Vorzimmer Sr. Excellenz. Adolf Ernst- Theater. Der Schwiegerpapa. Alexanderplat- Theater. Die Lieder des Mufitanten. Winter- Garten. Spezialitäten- Bor. ftellung. Apollo Theater. Borstellung. Spezialitäten Theater der Reichshallen. Spezialitäten- Boritellung. Kanfmann's Variété. SpezialitätenVorstellung. Gebrüder Richter's Variété. Spes zialitäten- Vorstellung. National- Theater. Gr. Frankfurterstr. 132. Doppel- Vorstellung zu einfachen Preisen. We Sensationelle Novität. " Die Directrice". Berliner Sittenbild in 4 Aften von Erich Steffen. Regie: Max Samst. Vorher: Im Vorzimmer Sr. Excellenz. Lebensbild in 1 Aft von Hahn. Regie: Ludwig Stiehl. Raffenöffnung 5%, Uhr. Anfang der Abend- Vorstellung 71/2 Uhr. Im Garten: Gr. Ronzert u. Spezialitäten- Borstellung ersten Ranges. Größtes Spezialitäten- Programm der Residenz. Auftreten von Chansonetten, Sänge rinnen, Tänzerinnen, Clowns, Soubrett., Romifern 2c, 2c. Morgen: Bolts Vorstellung. Gaftspiel der Hoffchauspielerin Julia Behre und des Herrn Erich Schmidt. Einanalige Aufführung: Braut von Messina. PassagePanopticum. Neu: Blaue Grotte. Men: Geistertisch. Das Wunderpferd. bestehenden Corps de Ballet. Auftreten der vorzüglichsten Künstler und Künstlerinnen, sowie Reiten und bei der Beerdigung meines geliebten unvergeßlichen Mannes sage ich allen Herrn Prediger Baierhofer für seine Freunden und Bekannten, sowie dem troftreichen Worte am Grabe meinen herzlichsten Dank. 420b Die trauernde Wittwe Marie König geb. Schönwälder. unter Mitwirkung der Gesangvereine Flöter'scher und Deutsche Eiche ( Mitgl. des Arb.-S.-B.). Dirigent Herr Patschan. Grosses Concert und Specialitäten- Vorstellung. Die Musit, unter Leitung des Herrn Gelfert, wird von Mitgliedern der Freien Vereinigung der Zivil- Berufsmusiker ausgeführt. Jm großen Saale von 5 Uhr an Tanz. Herren, die daran theilnehmen, zahlen 50 Pf. nach. 349/ 16* Die Kaffeeküche ist von 2 Uhr an geöffnet. Kassenöffnung 2 Uhr. Anfang 4 Uhr. Billets, an der Kaffe 30 Pf., im Vorverkauf 25 Pf., find zu haben bei den Vertrauenspersonen R. Wengels und H. Baumgarten, sowie Freiheitspferde. Vorführen der bestdressirten Schul- und Deutscher Metallarb.- Verband. bei ben bekannten Genoffen und in den mit Plakaten belegten Handlungen. Bon 6 Uhr ab Frei- Konzert. Achtungsvoll Ernesto Ciniselli, Direktor. Nene freie Volksbühne. Sonntag, 18. Juni, II. Abtheilung, " Der Meineidbauer," von Anzengruber. Sonntag, 25. Juni: Waldfeft im Müggelschlößchen( siehe große Annonce in der Sonntagsnummer). 409/14 ratweil'sche G Bierhallen. Kommandantenftr. 77-79. Täglich: Auftreten der Leipziger Sänger vom Kryftall- Palant. Ans. Sonntags 6 Uhr. Entree 30 Wochent. 72 Uhr. Entree 10 Anerkannt gute Küche. Säle Sonnabend, den 17. Juni, Abends 81 Uhr, bei Schöning, Stallschreiberstr. 29, A Versammlung. Tagesordnung: Achtung, Maurer! Sonntag, den 18. Juni, Vormittags 10 Uhr: Bortrag über Mofes oder Darwin 2 Versammlungen des Vereins zur Distusfion.-Zeitung dafelbft, fowie in den Zahlstellen im Südosten bei Tauchert, Waldemarstr. 65, und im Norden bei Bahr, Gerichtsstr. 19, jeben Sonnabend- Abend. 416b Die Ortsverwaltung. Ich warne Jeden, meinem Mann etwas zu borgen, da er geistestrant ist und ich für nichts auffomme. 417b Frau Lührs, Louisenstr. 88. Bitte lesen Sie! Jedem Genossen, der billig und gut faufen will, empfehle mein sehr reichh. Bitate, 2000 Anzüge, sowie einzelne f Lager von ca. 1000 Sommer Palefür Festlichkeiten und Versammlungen. Carl Koch. Kaufmann's Variété Am Stadtbahnhof Alexanderplatz. Im prachtv. Sommergarten täglich Gr. Garten- Concert und Spezialitäten- Borstellung. Bei ungünstigem Wetter findet die Borstellung im Saale statt. Anfang: Sonntags 6 Uhr. Wochentags 8 Uhr. Entree 30 Pf. Norddeutsche Brauerei. Wahrung der Interessen der Berliner Maurer. 1. Für den Norden und Weißenfee in Kuhlmey's Salon, Schönhauser Allee 28. 2. In Friedrichsberg in Spitzig's Salon, Frankfurter Allee. Tagesordnung in beiden Versammlungen: 1. Vortrag über: Die verschiedenen Formen des Klassenkampfes. 2. Diskussion. 3. Vereinsangelegenheiten. Sämmtliche Maurer dieser Bes zirke find hierdurch dringend eingeladen. Mitglieder werden aufgenommen. 381/1 Der Vorstand. Knopfarbeiter! Sonntag, den 18. Juni: Herrenpartie nach dem Grunewald. Röcke, Jaquets, Hofen, Weften 2c. Abfahrt vom Schlenfchen Bahnhof früh 614 Uhr. Treffpunkt für Ferner Uhren, ketten, Ringe, Nachzügler: Spandauer Bock( linte Seite) bis 9 Uhr früh. Um zahlreiche Betten, Wäsche, Stiefel, Süte, Betheiligung ersucht J. 2.: Paul Schneider. Reise- u. Holzkoffer, Waschkeffel 2c. Achtung! Sonnabend, den 24. d. M. findet bei Joël, AndreasSämmtliche Sachen in alt und nen, ftraße Nr. 21, eine öffentliche Versammlung der Knopfarbeiter mit auch werden verfallene Pfänder vertaust. Frauen statt. A. Wergien, Schneidermeister und Parthiewaaren Händler, 37681* 127 Staligerstraße 127. Schöneberg. 193/1 Freie Bereinigung der Bau- und gewerblichen Hilfsarbeiter Schönebergs und Umgegend. Bestellungen nach Maah werden Am Sonntag, den 18. Juni, Nachmittags 1 Uhr, im Lokale des gut und billig ausgeführt. Bitte sehr, recht genau auf Namen und Hausnummer zu achten. Sophastoff- Reste in Ripe, Damant, Crêpe, Fantante, 129/5 Herrn Jakob, Grunewaldstraße Nr. 110: Mitglieder- Versammlung. Um pünktliches Erscheinen ersucht Der Vorstand. Gross- Lichterfelde( Anhalter Bahn). Gobelin, Plüsch und bunten Sonntag, den 18. d. M., Nachm. 3 Uhr, im Restaurant W. Gries: Mocquets spottbillig! Proben franko! 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Kolporteure, sowie vom Verlag: H. Baake, City- Passage.[ 4268L Der Kuhhandel.page Berantwortlicher Redakteur: Bilhelm Schröder in Berlin. Drud und Berlag von Mag Bading in Berlin SW., Beuthstraße 2