Nr. 140. Erscheint täglich außer Montags. Prets pränumerando: Viertel jährlich 8,30 Mart, monatlich 1,10 mt, wöchentlich 28 Pfg. fret in's Haus. Einzelne Nummer 6 Pfg. Sonntags- Nummer mit illuftr. Sonntags- Beilage ,, Neue Selt" 10 Pfg. Post- Abonnement: 8,30 Mt.pro Quartal. Unter Kreuzband: Deutschland u. DesterreichUngarn 2 Mt., für das übrige Ausland 3 Mt.pr.Monat. Eingetr. In der Post Beitungs- Preisliste für 1893 unter Nr. 6708. Vorwärts 10. Jahrg Infertions- Gebühr beträgt für di fünfgespaltene Beritzeile oder deres Raum 40 Pfg., für Vereins- unt Bersammlungs- Anzeigen 20 Pfy Inferate für die nächite Nummer müssen bis 4 Uhr Nachmittags in der Ervedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochens tagen bis 7 Uhr Abends, an Sonnund Fefttagen bis 9 Uhr Vormittags geöffnet. Fernsprecher: Amt I. 4186. Telegramm- Adresse: " Sozialdemokrat Berlin Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Sonnabend, den 17. Juni 1893. Genossen, Wähler! Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. Denkt der Stichwahlen! Der 15. Juni war der erste Schlachttag. Der zweite ist am Tage der Stichwahlen, die, wie es heißt, alle am 24. Juni stattfinden sollen. Da ist kein Augenblick zu verlieren. Der Tag der Stichwahlen muß den Sieg des ersten Schlachttags vollständig machen. Auf zu den Stichwahlen! Parteigenossen! Der Berliner Parteitag hat bekanntlich insofern Stellung zur Frage der Stichwahlen zwischen gegnerischen stand hinaus; Die Wahl. Der Arbeit ist ihr Lohn geworden- wir haben gesiegt. Die Hauptwahl ist vorüber und hat, wie sich jetzt schon Kandidaten genommen, als er sich gegen die absolute So wie unsere Genossen in diesem Wahlfeldzuge, hat keine übersehen läßt, unserer Partei einen über Erwarten großen und prinzipielle Wahlenthaltung aussprach. andere Partei gearbeitet. Jeder unserer Genossen arbeitete Stimmenzuwachs nicht blos aus den Industriestädten, son- Unmittelbar vor der Auflösung des Reichstags beschäftigte selbstthätig mit und gab der Partei seine Summe von Arbeit dern auch aus den ländlichen Kreisen gebracht- ein er die sozialdemokratische Fraktion nebst dem Parteivorstand sich und Kraft, so daß die Gesammt- Arbeitsleistung mit Noth freulicher Beweis, daß der Sozialismus von Tag zu Tag mit dieser Frage, und einstimmig wurde dahin entschieden, wendigkeit eine größere sein mußte, als die der übrigen mehr Herz und Kopf des Volkes in Deutschland erobert. unseren Genossen zu empfehlen, daß sie, wo das Parteien, in denen die politische Arbeit nur von Wenigen verrichtet wird und die Masse der Parteimitglieder nicht selbstAber die Zerfahrenheit, die im Lager unserer Gegner Interesse der Partei es erfordert, sich an den Stichwahlen thätig mitwirken. Und wie aller Reichthum und alle Kultur herrscht und ihren Ausdruck in den beispiellos zahlreichen zwischen gegnerischen Kandidaten betheiligen; jedoch nur Produkt der Arbeit sind und nach der Gesammt- Arbeitssumme Kandidaturen der einzelnen Wahlkreise fand, hat für unsere dann, wenn der gegnerische Kandidat, der um unsere sich messen, so ist dies auch der Fall mit Wahlen und ParteiPartei auch eine hohe Zahl von Stichwahlen zur Folge gehabt, Stimmen wirbt, sich in klaren, nicht mißzudeutenden lämpfen. Der Erfolg entspricht der aufgewandten Gesammt Summe von Arbeit und Kraft. in denen unsere Genossen den Sieg gegen Worten verpflichtet, falls er gewählt wird, im Reichstag Daß eine Partei, um zu siegen, die Verhältnisse die vereinigten Gegner nur erringen tön rüdhaltlos entgegenzutreten: für sich haben muß, versteht sich von selbst. In der Luft nen, wenn sie ihre Begeisterung, ihre Kampfesluft 1. jeder Vermehrung des stehenden tann keine Partei wandeln und ringen- das wissen wir und und Opferwilligkeit im Dienste unserer großen Sache Heeres über den gegenwärtigen Präsenz Partei auf dem festen Boden der Thatsachen, hält sich fern die sozialistische Partei bewegt sich mehr als jede andere verdoppeln und alle Kraft darauf richten, daß im von den reaktionären Utopien der Konservativen, Antisemiten, zweiten Wahlgang der letzte Mann an die Urne tritt. Nationalliberalen und Fortschrittler, die sämmtlich entweder Vor allem ist zu den Stichwahlkämpfen auch Geld 3. jeder Beschränkung der Volksrechte, Weise des Herrn Eugen Richter aus der tapitalistischen in der Vergangenheit ihr deal suchen oder sich in der nothwendig. Wir richten deshalb an unsere Parteigenossen die dringende Bitte, alle verfügbaren Gelder an namentlich jedem Angriff auf das all ge- Gegenwart ein spießbürgerliches Wolfenkukuksheim zurechtdie Zentralkasse einzusenden, damit wir dort, wo es noth- meine, gleiche, geheime und direkte Wahl- gemacht haben, das niemals Wirklichkeit war, und niemals Wirklichkeit sein kann. Die siegende Macht der Sozialwendig ist, mit pekuniärer Hilfe eingreifen können. demokratie liegt gerade in ihrer Erkenntniß und Ausnugung Thut jeder Genosse, jeder klassenbewußte Arbeiter seine Wer sich diesen Mindest- Bedingungen nicht unterwirft, der realen Verhältnisse, aus denen sie ihre Stärke saugt Schuldigkeit, dann wird der gestern errungene Sieg durch kann keine sozialdemokratische Stimme erhalten. Und die und jenen tiefernsten Glauben, der zwar nicht Berge verdie bevorstehenden engeren Wahlen ein vollständiger werden! Ehre und das Interesse der Partei gebieten unseren Gesetzen aber Länder erobern kann und schließlich die Welt Von den Genossen der Wahlkreise, in denen die Wahl- nossen, in allen denjenigen Fällen, wo unsere Bedingungen schlacht beendigt ist, erwarten wir, daß sie den Genossen, nicht klipp und klar angenommen werden, sich der Wahl die in Stichwahlen zu kämpfen haben, fräftigsten Beistand zu enthalten und mit allem Nachdruck für Wahl Die Wahlagitation muß sofort wieder aufenthaltung thätig zu sein. genommen werden, da die Stichwahlen schon in kürzester oder persönlichen Rücksichten geopfert werden. Das Prinzip der Partei darf in keinem Falle örtlichen leisten. Frist stattfinden sollen. In einer großen Bahl anderer Kreise ist die Sozialdemokratie durch den Ausfall der Wahl des 15. Juni in die Lage gekommen, bei den engeren Wahlen den Ausschlag zwischen zwei gegnerischen Kandidaten zu geben. Feuilleton. Nachdrud verboten.] Die Fabriklerin. Erzählung aus dem schweizerischen Volksleben von einem Baseler Arbeiter. vorrüden läßt. [ 2 2. jeder Vermehrung der Steuerlast; recht. Die Parteipresse wird um Abdruck dieser Mittheilung gebeten. Berlin, den 16. Juni 1893. Der Parteivorstand. erobern wird. Die Wahl des 15. Juni 1893 bekundet ein elementarkräftiges Wachsthun unserer Bartei, welches sich heute noch nicht ziffernmäßig feststellen läßt, jedoch in allen bis jezt betannten Wahlergebnissen so gleichmäßig und so ausgeprägt sich offenbart, daß es auf allgemeine, organisch wirkende Ursachen zurückgeführt werden muß. Hier haben wir nicht einen Zufalls- und Augenblicks- Erfolg, sondern einen naturnothwendigen Entwicklungsfortschritt. Kein Zweifel in den Städten haben wir gewonnen, und auf dem Land haben unsere Prinzipien Wurzel gefaßt. Wir hatten Recht in unserem Artikel am Tag vor der Wahl: die sozialistische Wahrheit hat die Bauernschädel" durchbohrt " " Dirne, Du hast mich heute gedemüthigt, wie noch niemand zuvor, hüte Dich vor meiner Rache!" Rosa entzog sich dem Bereich des gefährlichen Menschen durch ihre Entfernung. " gann er, daß ich Sie heiß und leidenschaftlich liebe und keinen anderen Wunsch habe, als Sie mein Eigen zu nennen. Werden Sie mein Weib, und es soll Ihnen an nichts fehlen, denn nebst meinem Einkommen besitze ich noch einige tausend Franken ererbtes Geld Als Rosa beim Mittagsmahle ihrer Mutter von dem von meinen Eltern, das ich Ihnen gerne zu Füßen zwischen ihr und Schmeichler Vorgefallenen Mittheilung lege. Bitte, sagen Sie nicht Nein," fuhr er nach einer ab- machte, erschrat diese sehr. weisenden Geberde ihrerseits fort, bedenken Sie, daß sich Warum mußtest Du aber den heimtückischen Menschen An einer beDiese verabscheuungswürdige Spezies Menschen findet Ihnen als Fabriklerin" er betonte das Wort besonders auch noch reizen, Kind?" sprach sie erregt. start nicht so bald wieder solch eine günstige Gelegen- stimmten, aber höflichen Ablehnung Deinerseits wäre es ja man ja leider überall, und ihr Judaslohn besteht gewöhngenug gewesen." lich darin, daß man sie gelegentlich an die besten Stellen beit bieten wird, Ihr Glück zu machen." Du magst ja recht haben, Mutter, aber sieh', ich bin Herr Schmeichler," entgegnete Rosa,, es thut mir leid, Ein solches Gebahren war jedoch Rosa gründlich verhaßt, daß ich Ihren Antrag ablehnen muß, allein Sie hätten nun einmal daran gewöhnt, den Leuten die Wahrheit undenn als wackere Arbeiterin hielt sie stets getreulich zur längst bemerken können, daß ich Ihnen weder Achtung noch geschminkt in's Gesicht zu sagen. Als der hochmüthige Sache ihrer Leidensgenossen. Liebe entgegenbringen kann. Eben gerade, weil ich Mensch so geringschäßig von unserem Stande sprach, da Sie hatte Schmeichler ihre Abneigung schon mehrmals Fabriklerin bin und weil ich fühle, daß Sie unsern Stand konnte ich mich vollends nicht mehr enthalten, ihm eine fühlen lassen, was diesen jedoch nicht hinderte, ihr stets mit verachten, muß ich Nein sagen. Ob ich dabei etwas verderbe Lektion zu ertheilen," erwiderte Rosa. der gleichen glatten Freundlichkeit zu begegnen. säume, wollen wir der Zukunft anheimstellen; doch kann ich Seufzend schwieg die Mutter, als aber ihr buckliger Wohl auf sein Antreiben hin hatte man Rosa seit Ihnen so viel schon heute sagen, daß, wenn ich einmal Freund in die Stube trat, konnte sie sich nicht enthalten, einiger Zeit zur Besorgung des Bureaus herangezogen; heirathe, mein Zukünftiger kein Herrendiener, sondern ver- ihm ihre Befürchtungen mitzutheilen. denn seit dieser Zeit fam Schmeichler regelmäßig eine halbe muthlich ein einfacher, schlichter Arbeiter sein wird." Stunde früher zur Arbeit, selbstverständlich in der Absicht, Schmeichler wurde blaß, denn daß Rosa ihm, der doch Rosa feine faden Schmeicheleien zu sagen und sich bei ihr nach seiner Meinung so hoch über ihr stand, diese einzuschmeicheln. Demütigung bereiten würde, hatte er nicht erwartet, Eines Morgens kam er ihr womöglich noch freund- sondern vielmehr auf freudige Annahme seines Antrages licher als gewöhnlich entgegen, und sein Wesen hatte etwas gerechnet. Weiches, zugleich aber dämonisch Abstoßendes an sich. Um so größer war nun seine Wuth und seine EntLange sah ihn Rosa mit einem Entschlusse tämpfen. täuschung, und seine wahre Natur kam ungeschminkt zum Endlich trat er auf sie zu und machte ihr einen förmlichen Vorschein. Seine Augen funkelten wie diejenigen einer Liebesantrag. Raze, und mit wuthbebender Stimme zischte er Rosa „ Schon lange werden Sie bemerkt haben, Rosa," be ins Ohr: Dieser war jedoch immer weit davon entfernt, Rosa deswegen zu tadeln. ,, Sie hat vollkommen Recht gehabt," erklärte er. Dieser heimtückische Mensch hat keine andere Behandlung verdient, und daß er dem Mädchen auch in Zukunft nicht zu nahe kommt, dafür laßt nur mich sorgen." Kampfbereit und mit funkelnden Augen stand der Bucklige da, so daß die beiden Frauen unwillkürlich lächeln mußten. Karl bekam jedoch in den drei nächsten Monaten keine Gelegenheit, an dem abgewiesenen Freier seine Kraft Varteigenossen! Die glänzenden Wahlerfolge unserer Partei dürfen uns nicht verleiten, die Agitation auch nur einen Augenblick ruhen zu lassen. Es gilt, in den Stichwahlen zu beweisen, daß die sozialdemokratische Partei den riesigsten Aufgaben voll gewachsen ist. Ungeheuer sind die Anstrengungen, die gemacht werden müssen, um unseren Kandidaten in der Stichwahl zum Siege zu verhelfen. Der lekte Mann Der lekte Mann unserer Partei, und der letzte Groschen, den Ihr Euch, Varteigenossen, abdarßen könnt, ist unbedingt nöthig, um den Sieg, den wir über die alte Gesellschaft wiederum errungen haben, in der Stichwahl zu einem foldheit zu gestalten, der die Hoffnung der Reaktion auf Abschaffung oder Verschlechterung des allgemeinen Zahlrechts vollständig vernichtet. Parteigenossen, noch einmal in den Kanipf, geschlossen wie Ein Mann, und der " Sieg ist Ener, aber nur dann Vorwärts! Und sie ist start genug. Sie hat hinter sich das deutsche Volk. Das hat der 15. Juni bewiesen. Schon den wenigen siffermäßigen Daten ist zu entnehmen, daß eine sehr große Anzahl von Gewerbe- Inhabern die Gesetze höchst gering achtet. Diesen Gewerbe- Inhabern gegenüber sollte mit der vollen Strenge des Gesezes vorgegangen werden, damit einerseits die Arbeiter, andererseits auch der solide Geschäftsmann gegen den aus der Gesetzesübertretung Vortheil ziehenden un= soliden geschützt werde." die chinesische Mauer, die das Reich der demagogischen mehr wird das prophetische Dichterwort wahr:„ Es giebt Nichteintragens desselben in das Arbeitsbuch und Nichtanhaltung Bauernfänger und Bauernaussauger umgab, ist durch nur noch ein Hüben und ein Drüben." Hie Sozialismus- zum Besuche der Fortbildungsschule, 8 wegen Nichtanmeldung brochen, und die Erzengel mit geschwungenem Dreschflegel, hie Kapitalismus das sind die zwei ringenden Welt der Hilfsarbeiter bei der Genossenschaft( Innung), 8 wegen die das Bauernfänger- Paradies bisher zu bewachen hatten, mächte. Den Sozialismus vertritt die eine untheilbare Nichtsreisprechung der Lehrlinge nach der gefeßlich normirten marschiren mit den Sozialdemokraten in das so sorgsam Sozialdemokratie, der Kapitalismus wird vertreten von liche Bewilligung, 1 wegen Nichtanmeldung des Betriebes bei Lehrzeit, 1 wegen Benutzung eines Arbeitsraumes ohne behörd= behütete Paradies und betrachten sich dessen Geheimnisse. allen übrigen Parteien, die durch die Logik der Thatsachen der Gewerbebehörde, 4 wegen Entlassung ohne Kündigung, Die Stimmen müssen nicht blos gezählt, sie müssen allmälig in einen einzigen Ordnungsbrei" zusammengebrockt 1 wegen Verwendung eines ungeprüften Refselheizers in einem auch gewogen werden." Darin geben wir unseren Gegnern und gerührt werden. Großbetriebe. Von diesen 336 Uebertretungen wurden 240 mit recht. Und das Wägen der sozialdemokratischen Stimmen| Wie der neue Reichstag zur Militärvorlage fich Strafen von 1 bis 200 Gulden geahndet bezw. die fonstatirten lehrt uns, daß ihr Gewicht weit über ihre 3ahl verhalten wird, ist in diesem Augenblicke noch nicht voraus ebelstände abgestellt, bei 5 Uebertretungen wurden die betreffenhinausgeht. Jede neue sozialdemokratische Stimme mußte dem zu berechnen. Wir können das Wahlresultat noch nicht den Gewerbeinhaber auf die Bestimmungen des Gesezes aufVorurtheil und der Angst abgerungen werden ist eine Frucht übersehen. Gewiß scheint, daß für den Huene'schen Vor- merkjam gemacht, in 40 Fällen wurde von der Bestrafung abder Erkenntniß und des Muths. Es gehört Selbständigkeit des schlag feine Majorität ist. Dagegen ist dem Kompromiß gesehen, 51 Fälle harren noch der Erledigung. Denkens und des Charakters dazu, um mit der heutigen Thor und Thüre geöffnet. Der„ Kuhhandel" wird beginnen, noch die Gewerbebehörden in zahlreichen Fällen Strafen verAußer den Anzeigen des Gewerbe- Inspektors mußten auch Gesellschaft zu brechen, und ihr den Fehdehandschuh hinzu- sobald der neue Reichstag zusammentritt. Und wenn wir hängen. So hat z. B. der Gemeinderath von Brünn als Gewerfen. Der Feige und Gedankenlose schwimmt mit dem die unwürdigen Szenen in den letzten Tagen des alten werbebehörde im Jahre 1892 wegen Uebertretung der GewerbeStrom, folgt dem Wink oder Befehl der kapitalistischen Ge- Reichstags uns zurückrufen wenn wir der Widerstands- Ordnung in 341, wegen Uebertretung des Krankenversicherungswalthaber. Der Sozialist steht auf eigenen Füßen, er ist unfähigkeit und der Zerbröcklung des Deutschfreisinns und Gesetzes in 146 und wegen Uebertretung des Unfallversicherungsfein Heerdenthier, wie die Masse der kapitalistischen Wähler. des Zentrums, der Fäulniß aller alten Parteien, der Gesetzes in 58 Fällen Geld- oder Arreststrafen verhängt. Der Außer der Sozialdemokratie hat nur der Antisemitis- Charakterlosigkeit des deutschen Bürgerthums gedenken, dann Gewerbe- Inspektor bemerkt dazu, daß ihm über die Art und mus zugenommen außer dem echten Sozialismus der ge- tönnen wir auch nicht zweifeln, daß ein Kompromiß zu geworden ist, weil darüber an das Gewerbe- Inspektorat keine Zahl der anderweitig verhängten Strafen nichts Genaues bekannt fälschte, außer dem Sozialismus der Vernünftigen der stande kommen wird. Mittheilungen gemacht werden. " Sozialismus der dummen Leute". Immerhin ein Triumph Die Sozialdemokratie hat dann allein den Kampf der sozialistischen Jdee, die rechts und links alles sich gegen den Militarismus und das ganze herrschende System unterthan macht. Die Fortschritte des Antisemitismus sind zu führen. uns darum nichts weniger als unerwünscht. Im Gegen theil, wir wissen, sie können nur uns zu gute kommen. Der Antisemitismus hat sich auf Kosten der konservativreaktionären Parteien ausgebreitet er bedeutet den Bankrott des hohlköpfigen und straußmagigen Konfer Die österreichischen Behörden haben 1892 in 638 Fällen vatismus, der mit seinem wurmstichigen, verstäubten 518 Etablissements verlängerte Arbeitszeit auf die Dauer von 1 Woche bis 14 Wochen und sogar darüber ertheilt. Trotz dieses Feudalplunder, mit seinem heuchlerischen Gerede von weitgehenden Entgegenkommens ist die nicht erlaubte UeberzeitKönigstreue, Gottesfurcht und praktischem Christenthum arbeit wahrscheinlich viel häufiger als die erlaubte. Der keinen Hund mehr hinter dem Ofen hervorlockt. Der Klagenfurter Gewerbe- Inspektor fonstatirte aus den LohnBauer ist ein verhärteter Materialist, der Greifbares haben büchern einer Fabrik 62 bis 92 Ueberstunden pro Monat will. Und der fette Juden- Knochen, den„ der Sozialismus Der soeben für das Jahr 1892 erschienene Bericht der öster- der Brünner normale Arbeitszeiten von 4 Uhr früh bis 8 Uhr der Dummen" ihm vor der Nase herumtanzen läßt, ist reichischen Gewerbe- Inspektion enthält wieder zahlreiche Belege Abends, in Spinn- und Maschinenfabriken 24. bis 36stündige etwas sehr Greifbares und Begreifbares für Dumme. für die Zucht- und Geseglosigkeit der Unternehmer und zwar der ununterbrochene Arbeitszeiten; in einer Blechgeschirr- Fabrit wur " Die Juden raus" aus Deutschland, und alle Bauern find großen wie der kleinen. Wenn man die Einzelberichte der den jugendliche Arbeiter und Arbeiterinnen ununterbrochen reich nichts fann verständlicher sein. Freilich, lange Uebertretungen der Arbeiterschutzbestimmungen lieft und sich dabei Gewerber Juspektoren durchgeht und die angeführten, massenhaften volle 36 Stunden beschäftigt. Und wie mit der Arbeitszeit ist es mit der Sonntagsruhe, hält die Weisheit nicht vor die Enttäuschung tommt gegenwärtig hält, daß die größere Bahl der bezüglichen Gesetzes mit den Zwischenpausen, mit der Schonzeit der Wöchnerinnen, rasch. Und der Antisemitismus wirthschaftet deshalb verletzungen den Behörden nicht zur Kenntniß gelangt, so wird mit dem Verbot der Beschäftigung von jugendlichen Arbeitern überall, wohin er kommt, sehr schuell ab. Am Rhein, an man zweifelhaft darüber, ob bei der österreichischen Unternehmer- und Arbeiterinnen zur Nachtzeit, mit den Schußvorkehrungen, mit der Lahn und am Main, furz in seinen ersten Domänen, flaffe die Gesezlichkeit oder die Anarchie der normale Zustand der Beschaffenheit der Arbeitsräume, mit der Lohnzahlung, mit ist er gegen 1890 zurückgegangen. Die Bauern haben ist. Die meisten der 5254 Fälle, in denen sich die Arbeiter an die der Kranken- und Unfallversicherung u. f. m. Dem Klagenfurter dort den Jubenbraten gerochen und den Schwindel gemerkt. feitens der Unternehmer. Und übertreten, mißachtet werden alle von Schutzvorkehrungen der Besizer einer Kunstmühle:" Ja, Gewerbe Inspektoren wandten, betreffen Gefeßesübertretungen Aufsichtsbeamten erwiderte auf seine Forderung einer Reihe Und in den neuen Domänen, die der Antisemitismus Vorschriften des Arveiterschutz- Gefeyes ohne Ausnahme, wie ein wenn ich alle diese Schußzvorkehrungen machen lassen soll, wozu seinem konservativen Nährvater undankbar abgejagt hat, übersichtliches Verzeichniß des Brünner Gewerbe- Inspektors lehrt. ist denn dann eigentlich die Unfallversicherung wird er bald dem Sozialismus der Bernünftigen den Platz Derselbe hat im Berichtsjahre gegen 189 Gewerbe- Inhaber über da?" Der Grazer Aufsichtsbeamte seht ein Drittel der 579 ihm räumen müssen. 336 Uebertretungen der Gewerbe- Ordnung bei den Gewerbe- gemeldeten Unfälle auf Rechnung des Mangels von nothwendigen Fortschritte der beiden Extreme, Zerreibung der Mittel- behörden Anzeigen erstatter bezw. Strafanträge gestellt und zwar: Schußvorrichtungen und sagt ferner;" Nicht wenige dieser Unparteien das ist die Signatur der politischen Lage, und 28 wegen Nichtausführung der getroffenen Anordnungen und fälle dieser Kategorie wären vielleicht vermieden worden, wenn das ist auch die Signatur der gegenwärtigen Wahl. Die wegen Verweigerung von Auskünften oder falschen Angaben, in dem betreffenden Betriebe eine andere Praxis in betreff der nationalliberale Partei ist schon längst weggefegt, die deutsch- 28 wegen blos auf den Schein ausgeführter oder über- Verwendung und Behandlung der Arbeiter üblich gewesen wäre; freisinnige Partei des Herrn Eugen Richter, der uns im Berabfolgung von geistigen Getränken auf Rechnung des Aufseher oder indirekte durch den im Affordlohne liegenden Anwegen maßlose Heze derselben, entweder direkte durch Vorarbeiter und Februar vernichtete", ift tragische Antwort auf die Lohnes u. dergleichen, 32 wegen ungefeßlicher Ueberzeitarbeit, sporn hat den einen oder andern Fall auf dem Gewissen. Diese tomische Zukunftstaats- Frage am 15. Juni auf der 46 wegen ungefeßlicher Sonntagsarbeit, 8 wegen Nichteinhaltung Worte enthalten zugleich eine scharfe Verurtheilung des AkfordStrecke" geblieben. der Mittags- oder Mitternachtspause, 2 wegen Kinderverwendung, lohnes. Die Gegensäge spitzen sich zu wie in der Gesellschaft Frauenspersonen zur Nachtzeit, 47 wegen unrichtiger Zeugniffe, 15 wegen Verwendung von jugendlichen Hilfsarbeitern und so in der Politik. Und da die politischen Parteien nur Nichtausfolgung oder fehlender Arbeitsbücher, mangelhafter oder Ausflüsse der wirthschaftlichen Juteressen find, so mußte fehlender Arbeitsordnungen, 42 wegen feblender Arbeiterverzeich sich das Parteiwesen nach Maßgabe der wirthschaftlichen nisse, 12 wegen Nichtversicherung der Arbeiter gegen Krankheit Entwickelung gestalten. Die Mittelparteien müssen ver- und Unfall, 4 wegen nichtentsprechender Arbeitsräume, 29 wegen schwinden, wie die Mittelstände werschwinden. Wiehr und schlechter Schlafstätten, 23 wegen Mangels eines Lehrvertrages, übungen zu machen, denn es ereignete sich nichts, das eine solche Intervention nöthig gemacht hätte. Der Sinn der Kapitalisten für Gesetzlichkeit. 4 von einem der beiden Anwesenden bemerkt worden zu sein, auf seinen Platz nieder, indem er sich den Anschein gab, als ob er fleißig arbeitete. Schmeichler stellte sich möglichst harmlos, und nur wer ihn scharf beobachtete, wurde gewahr, daß unter der schein- Rosa war inzwischen fertig geworden und entfernte sich baren Ruhe das Feuer unbefriedigter Rache glühte. Rosa nun schweigend. auf Schritt und Tritt beobachtend, suchte der Bursche Während einiger Minuten hörte man nun nichts, als zweifelsohne nach einer passenden Gelegenheit, diese zu ver- das Knistern der geöffneten Briefe und das halblaute Serben. Addiren Schmeichler's. Leider sollte sich dem heimtückischen Menschen bald Gelegenheit zur Befriedigung seines Rachedurftes bieten. Endlich wandte sich Herr Stern wieder nach dem geöffneten Kassaschrank um, blieb jedoch erstaunt stehen, als er Wir haben schon erwähnt, daß Rosa seit einiger Zeit die Stelle, wo er vorhin die Banknoten hingelegt hatte, leer mit der Besorgung des Bureaus beauftragt war. Eines fand. Haftig durchstöberte er nun den Kassaschrank; wie Morgens hatte sie sich etwas verspätet. Schmeichler saß er hingegen auch suchte und tastete, Banknoten und Borderau bereits seit einer halben Stunde stumm und in Gedanken blieben spurlos verschwunden. versunken an seinem Plaze, und auch Herr Stern, der" Der Teufel, ich glaube es geht hier nicht mit rechten Kassier und Buchhalter, ein gutmüthiger, jovialer Herr, trat soeben mit einem freundlichen" Guten Morgen" zur Thür herein. Rosa, die er launig die Bureau- Fee" zu nennen pflegte, einige Scherzworte zuwerfend, machte er sich an das Durchschen der aus dem Dorfe mitgebrachten Briefe und Werthschriften. Unter den letztern fiel Rosa ein mit fünf Siegeln versehener Werthbrief, den Herr Stern soeben zur Hand nahm und öffnete, besonders auf. Als sie jedoch die unheimlichen Augen Schmeichlers auf sich gerichtet sah, beeilte sie sich, mit ihrer Arbeit fertig zu werden. Dingen zu," sprach er endlich, sich zu Schmeichler umwendend, vor kaum einer Minute habe ich eine Anzahl Banknoten hier an dieser Stelle niedergelegt und nun ist die Stelle leer und die Banknoten verschwunden." Vergebens durchsuchte er nun mit Hilfe Schmeichler's, welchem es gelang, den Ueberraschten zu spielen, jeden Winkel des Bureaus, wohl fanden sich noch Begleitbrief und Umschlag vor, die Banknoten jedoch wollten sich nicht mehr finden lassen. Aufs höchfte erschrocken, warf sich Herr Stern, die dem Knie zu schlottern begannen, endlich auf einen Stuhl nieder, während Schmeichler eifrig weiter suchte. In diesem Momente betrat Herr Stedig das Bureau und blieb erstaunt stehen, als er die verstörten Gesichter seiner beiden Angestellten und die durch das Suchen verursachte Unordnung gewahrte. losigkeit des permanenten Krieges gegen die gefeßlofen Unter Derselbe Aufsichtsbeamte gefteht refignirt die Aussichtsnehmer ein, indem er fagt:" Die bisherigen Erfahrungen haben zu der Erkenntniß geführt, daß troz roiederholter Vorstellungen, Mahnungen und Drobungen wesentliche Verbesserungen be it eben der Betriesanlagen, wenn überhaupt, nur in den seltensten Fällen erreicht werden tönnen." Ende eine Treppe abwärts in den Arbeitssaal Rosa's führte. Er zog es jedoch vor, einen Umweg zu machen. Zu welchem Zwecke dies geschah, werden wir bald genug sehen. Schmeichler hatte nämlich die gestohlenen Banknoten noch immer in der Tasche, und wenn er nicht ristiren wollte, als Dieb entlarvt zu werden, so mußte er danach trachten, dieselben womöglich vor seiner Rückkehr auf das Bureau an irgend einem sicheren Orte zu verstecken. Nun befand sich in einem etwas entlegenen Theile des Fabrikgebäudes eine Gerümpelkammer, welche selten von jemand betreten wurde. Dort wollte er einstweilen seinen Schatz unterbringen. Ohne von jemand gesehen zu werden, erreichte er jene Kammer und versteckte, nachdem er die Thür vorerst sorgfältig hinter sich verschlossen hatte, die Banknoten in einer mit alten Briefen angefüllten Riste; eine einzige Banknote hatte er jedoch vorher zu sich gesteckt. Nun erst, nachdem er seinen Raub geborgen hatte, begab er sich zu Rosa, um sie auf das Bureau vor den Chef zu zitiren. Diese stand eifrig arbeitend an ihrer Maschine, als Schmeichler zu ihr trat und ihr mit einem falschen Lächeln den Befehl des Fabrikanten ausrichtete. Ohne eine Wort der Erwiderung stellte sie die Maschine ab und trat den Weg auf das Bureau an, gefolgt von Schmeichler, welcher dicht an ihrer Seite blieb. Als die beiden den oben erwähnten Gang betr aten, machte sich der schuftige Schreiber womöglich noch näher an das harmlose Mädchen heran und schob ihr mit Blizesschnelle jene gestohlene Banknote in die Seitentasche ihres Rockes, ohne daß das arme Opfer seines Schurkenstreiches etwas davon ahnte. Herr Stern hatte inzwischen, da dies zu seinen Befugniffen gehörte, den fraglichen Werthbrief geöffnet und ihm eine Anzahl Banknoten entnommen. Diese zählte er sorgfältig nach und legte sie sodann mit sammt dem bei geschlossenen Borderau in den Kassaschrank. Diesen verschloß Als man ihm jedoch die Ursache hiervon mittheilte, er jedoch nicht sogleich wieder, sondern öffnete noch der erschrat er nicht wenig und erkundigte sich aufs genaueste Reihe nach eine Anzahl anderer Briefe, wobei er dem ge- nach allen Umständen; namentlich schien ihm die Anwesen- In der Meinung, daß es sich um irgend einen Auftrag öffneten Rassaschrank den Rücken kehrte. heit Rosa's während und nach der Eröffnung des Werth- handle, betrat Rosa mit ihrem Begleiter das Bureau. In diesem Moment erhob sich Schmeichler geräuschlos, briefes verdächtig, um so mehr, als Schmeichler es geschickt Wie erschrat Rosa jedoch, als man ihr beim Eintritt schlich an den geöffneten Kassaschrank heran und ließ mit verstand, seinen Verdacht nach dieser Seite hin zu lenken. in das Bureau von dem Berschwinden des Werthbriefes einem raschen Griff den dort vorhin von Herrn Stern Er befahl deshalb Schmeichler, das Mädchen zu rufen. Mittheilung machte, ja sie geradezu beschuldigte, denselben niedergelegten Werthbrief sammt Borderau in seiner Tasche Um zu dieser zu gelangen, hätte Schmeichler einen entwendet zu haben. Mit Thränen in den Augen betheuerte verschwinden. Dann setzte er sich wieder ruhig und ohne langen, dunklen Gang passiren müssen, an dessen einem sie ihre Unschuld. ( Fortsegung folgt.) herrlich weiter. * 600 Gerichts- Beitung. Gegen einen Unternehmer mußte Strafanzeige wegen Unter| Sachsen, wo die Antisemiten in einer großen Anzahl allerwenigsten sind sie aber berufen, Angriffe gegen uns in unsere schlagung der feinen Arbeitern vom Lohne abgezogenen Kranten von Wahlkreisen die Konservativen verdrängt haben Bresse zu bringen. faffen- Beiträge erstattet werden. Als ein ertranfter Arbeiter bei dürften. Auch in Preußen erleiden die Konservativen Wir bitten die Parteiblätter, die ben Meininger Artikel des der Kasse sich meldete, wurde ihm die Mittheilung, daß sein Einbußen durch die Antisemiten, wenn auch kaum an Man-" Borwärts" abgedruckt haben, unsere Entgegnung gleichfalls zu Brotgeber" feit 6 Wochen kein Geld mehr an die Kasse abgeliefert habe. Treffend bemerkt der Brünner Aufsichtsbeamte, daten, sondern blos an Stimmen. Ueber die Zentrums veröffentlichen. in dessen Bezirk der Fall vorkam, dazu:„ Sierbei kommt nicht Wahlkreise läßt sich noch kein Bild gewinnen, sicher scheint Bolizeiliches, Gerichtliches 2c. allein die Uebertretung des Gesetzes in Betracht, dafür wurde aber, daß das Volk noch nicht die große Abrechnung mit der Unternehmer gestraft, aber in Fällen, wie in diesem, dem Zentrum gehalten hat, indeß dem Schicksal der sind, erfterer am 15., letzterer am 16. Juni, nach Verbüßung ihrer Die Bielefelder Parteigenossen Slomte und Groth handelt es fich noch darum, daß der der Nekonvales Nationalliberalen und Freisinnigen wird das Zentrum nicht Strafen aus dem Gefängniß zurückgekehrt. zent, indem er tagelang, oft hungernd und frierend, entgehen, an Anzeichen hat es gerade bei der letzten Wahl- Wegen Beleidigung eines Fabrikanten wurde in Frants herumlaufen muß, ehe er zu seinem Rechte gelangt, für den hier bewegung nicht gefehlt, daß die Schicksalstunde dieser Partei furt a. M. am Wahltage der Kandidat unserer Partei, durch seiner Gesundheit erwachsenden Schaden und für die bald schlagen wird. Zwischen den Trümmern der bürger- ilhelm Schmidt, zu 80 Mt. Geld- oder 16 Tagen Gedurch andere verschuldete Zeitversäumniß feinen Ersatz erhält." Im Olmüßer Aufsichtsbezirke hatte ein Ziegeleibesitzer mit lichen Parteien wächst zu immer stolzerer Höhe der Vaumfängnißstrafe verurtheilt. Die Beleidigung ist in einem Artikel dem Ziegelmeister die Theilung des Gewinnes aus der Kantine des Sozialismus auf, strogend von Gesundheit und gefunden worden, der im Dezember 1891 in der„ Voltsstimme" gestanden hatte. vereinbart und wurden auch alle Nahrungsmittel und Bedarfs: Entwicklungsfähigkeit entwickelt er sich in allen Theilen artifel einschließlich Branntwein 20 pCt aufgeschlagen und die Beträge für kreditirte Waaren vom Lohne abgezogen. Wenn die Arbeiter Baargeld haben wollten, wurden sie verwiesen, sich Be- Die Hochburgen" des Freifiuns brachten ihrer darfsartikel aus der Kantine zu nehmen. Die gesammte Arbeiter Partei die schwersten Niederlagen. Kein einziger Berliner schaft dieser Ziegelei, 55 Personen, stellten deshalb die Arbeit Streis ist der Partei sicher, im sechsten Berliner Wahlkreise, ein, doch verweigerte der feine" Herr jedes Zugeständniß. Der Drehorgelspieler Paul Pick mann wurde gestern früher einem der festesten Sitze der Fortschrittspartei, hat von der siebenten Straftammer des Landgerichts I wegen Die österreichischen Arbeitsverhältnisse werden noch durch Eugen Richter um ein Drittheil weniger Stimmen Majestätsbeleidigung zu zwei Jahren Gefängniß verfolgende, vom Olmüßer Inspeitor mitgetheilten Thatsachen als der konservative Kandidat, im ersten zitterten sie vor urtheilt. Der Angellagte hatte- wie er angab, um sich ein Unter charakterisirt:" In einer Fabrik streiften an 1100 Arbeiter und wurden folgende Streifursachen erhoben: Mißhandlung jüngerer einem Kandidaten wie Egidy, in Hagen muß sich Eugen kommen zu verschaffen unfläthige Bemerkungen gegen die Arbeiter, Lohnabzüge wegen fehlerhafter Arbeit, keine Verein- Richter einer Stichwahl unterziehen, im alten Wahlkreise Kaiserin Friedrich ausgestoßen. barung der Einheitspreise, Verweigerung wöchentlicher Ab- Schulze- Delitzsch's, in Wiesbaden, kommt sein Nachfolger nicht Der Agent Karpe wurde gestern aus dem Zuchthause zu Löhnung, Ansprache selbst älterer Arbeiter mit" Du", geheime einmal in die Stichwahl. Durch ihre eigene Kraft scheint Sonnenburg der ersten Straflammer am Landgericht I vorgeführt, Zeichen in den Arbeitsbüchern, Einschränkung der gefeßlichen die freisinnige Volkspartei kaum mehr als ein halbes Dutzend um sich wegen schweren Diebstahls zu verantworten. Der AnRuhepausen, Zurückhaltung des Lohnes bei Affordarbeiten. Sitze erringen zu können. geflagte verbüßt zur Zeit eine fünfjährige Zuchthausstrafe, Wenn in einer Partie ein Arbeiter fehlte, erhielten die in Arbeit welche ihm wegen eines in Alt- Landsberg begangenen schweren stehenden Arbeiter dieser Partie nicht den vollen, ins Verdienen Serr Egidh hat durch seine Kandidatur im ersten Einbruchsdiebstahls auferlegt worden ist. In der Nacht vom gebrachten Lohn, sondern die Fabrik behielt einen Theil des Verliner Wahlkreise sich ein, freilich von ihm nicht erstrebtes 20. zum 21. Geptember 1891 wurde bei dem Kaufmann Lazarus Lohnes unter dem Titel, es sei dies der Ersatz für den Entgang Verdienst erworben. Seine Kandidatur ward der Prüfstein Heymann in der Oranienburgerstraße ein Einbruch verübt. Mit des Reingewinns für den fehlenden Arbeiter. wurde wegen Mißhandlung eines Arbeiters gerichtlich bestraft."-Berliner Wähler. Die Sozialdemokratie allein hat auch schiedene Geldſtücke und Wertbpapiere entwendet. Die Kriminalpolizei Ein Angestellter für das Eindringen der Parteigrundsäge in die Köpfe der aufbewahrt wurden, hatten die Diebe den Geldschrank geöffnet und ver Hilfe dreier Geldschrankschlüssel, welche an einem bestimmten Orte Welche Summe von Schlechtigkeit an einem Orte! Die im Arbeitsverhältniß herrschende Anarchie wird auch hier gezeigt, daß sie auch innerlich weit gefestigter ist als fahndete längere Zeit vergeblich nach dem Thäter, bis der durch das nicht seltene Fehlen jeder Arbeitsordnung dar- die anderen in Berlin in Betracht kommenden bürgerlichen Kriminalkommiffarius e B mann bei Gelegenheit einer Hausgethan. Der Prager Aufsichtsbeamte fand im Berichtsjahre Parteien. Ihr hat die eifrige Agitation des politisch ver- suchung, welche er wegen des Landsberger Einbruchs bei dem 72 Fabriken entweder ohne jede Arbeitsordnung oder die vor schwommenen und unklaren Egidy, obgleich er so manche Angeklagten abhielt, drei Schlüssel entdeckte, welche der Be handenen entsprachen nicht den gesetzlichen Vorschriften. Der den Sozialisten sympathische Akkorde anschlug, so wie wir stohlene fofort als die seit dem Diebstahle fehlenden Schlüssel zu Olmützer Aufsichtsbeamte mußte folgende Beſtimmungen in Arbeits- voraussagten, keine einzige Stimme entzogen, ja trotz Egidy's feinem Geldspinde wiedererkannte. Der Angeklagte hat dann ordnungen beanstanden: Die Verpflichtung, ein Jahr im Arbeitsverhältniß zu bleiben, die Verpflichtung, ohne Entlohnung der gitation stieg unsere Stimmenzahl um fast 12 pet. und auch dem Kriminalkommissar Reßmann ein halbes Zugeständniß gemacht. Inzwischen ist Reßmann gestorben, und nun beFeuerwehr anzugehören, die Aufforderung, in der Fabrik zu über- tamen wir zum ersten Male in dieser Hochburg des Frei- hauptet der Angeklagte, daß ein daß ein gewisser Rother, der nachten, die Bestimmung, sich stillschweigend", also mit Außer finns" in die Stichwahl, während dem Freisian von Herrn bei ihm Möbel aufpolirt, eines Tages diese Schlüffel in achilassung der gefeßlich vorgeschriebenen Verlautbarung, Ggidy 1403 Stimmen entzogen wurden und der anti- feiner Wohnung vergeffen habe. Rother ist aber inzwischen den Bestimmungen der Arbeitsordnung zu unterwerfen, semitisch- konservative Kompromißkandidat, selbst wenn man gleichfalls gestorben, und so gelang es gestern nicht, die Schuld die dem Arbeiter in einem Falle auferlegte Ver- die nationalliberalen Stimmen hinzurechnet, eine Ginbuße des Angeklagten überzeugend festzustellen. Der Gerichtshof hielt pflichtung, daß er die Kosten für Kehrbesen und Sand zur Reini- von über 800 Stimmen erlitt. Dieses Wahlresultat beweist ihn zwar für dringend verdächtig, mußte aber schließlich aur gung der Lokale und nebstdem Lohnabzüge für Fabrikmietbe sich die politische Reife der sozialdemokratischen Partei und die Freisprechung gelangen. Der Staatsanwalt hatte als Busakgefallen lasse, die Verpflichtung, unter Strafandrohung, als Angeber gegen andere Arbeiter aufzutreten, die Bestimmung, daß erfahrenheit und innere Schwäche der bürgerlichen strafe ein Jahr Zuchthaus beantragt. durch zurückgehaltene Theile des Lobnes eine Raution auf Barteien. gebracht werden müsse, welche der Unternehmer ohne sich mit halten an " " Nur Spielhöllen in Spandau entdeckte die Polizeibehörde bei den Gastwirthen Albert Bohrt und Emil Wils. Beiden wurde dem Arbeiter zu vergleichen oder an eine behördliche Entscheidung eingebrochen, verkündet unsere Presse den Angstphilistern. von Glücksspielen seit Jahr und Tag hergegeben haben. In Eine franzöfifche Armee ist in Deutschland bereits überzeugend nachgewiesen, daß sie ihre Gafträume zur Abhaltung gebunden zu sein, in gewissen Fällen für sich verwenden kann. In zwei Fällen fam es vor, daß Unternehmer jene Kor- Zum Glück nur eine Armee" von- Zeitungsbericht einem nicht verfchloffenen, jedem zugänglichen Zimmer Pohris refturen, welche ich in Arbeitsordnungen betreffend die Arbeits- erstattern." Die Nachricht ist wahr; wir selbst haben traf verabredetermaßen zu bestimmten Zeiten eine Spielgeselfzeit, die Ruhepausen und die Nachtarbeit verlangte, aus dem ganze Schwärme in nächster Nähe gesehen. Beiläufig ift es schaft zufammen. Es wurde bei hohen Einfäßen getempelt oder Grunde nicht gelten lassen wollten, damit die Arbeiter nicht sehr vernünftig von den Franzosen, daß sie sich über die Bierblatt gespielt. Als Bankhalter trat ein Kaufmann Struenfee überflüssig, aufgeflärt" werden. Dieser Anschauung fonnte Wahlen in Deutschland genau unterrichten wollen. aus Berlin auf, zuweilen auch andere Personen, die gewöhnlich ich nicht beipflichten, denn die vollständigste Klarheit und Offen- müssen die Herren Berichterstatter auch die Wahrheit sagen. Kaufleute. Pohrt betheiligte sich am Hazard selbst niemals, aber im Verlust waren. Dazu gehörten Kleinhandwerker, Beamte und heit in den Arbeitsbedingungen und das gegenseitige Feit: Die Franzosen werden dann lernen, daß in Deutschland die es war üblich, daß der Bankhalter die Getränke der Mitspieler den gefeßlichen Beſtimmungen bewahrt, ich Chauvinisten ganz abgewirthschaftet haben, und daß unser bezahlte. Dabei sind von dem Wirth oder bessen Ehefrau die bin deffen sicher, am ehesten vor späteren Mishelligkeiten." In einem Falle dauerte der Kampf um die Arbeitsordnung Bolk den Frieden will, um mit dem inneren Feind Preise für Getränke zc. ungewöhnlich hoch gestellt morden. Für mehr als 5 Jahre, in dessen Verlauf der Unternehmer selbst bis fertig zu werden. Und unsere französischen Nachbarn 4 Tassen Kaffee erhielten sie in einem Falle 5, in einem anderen zum Verwaltungsgerichtshof ging, um sich vor der verhaßten Ar- thäten sehr wohl, wenn auch sie sich mit dem inneren 10 m. In gleichem Verhältnisse standen die Preise des Rothbeitsordnung zu retten. Als auch das nichts nutzte, reduzirte er Feind beschäftigten. Und der Panamasumpf muß weins und Sektes. Bei Wils betrieb man die Glücksspiele feine Arbeiterzahl derart, daß er gefeßlich nicht mehr zur Ein- doch endlich einmal ausgefegt werden. Die Dame Justitia weniger öffentlich. Erst nach Schluß des Lokals ging man von führung einer Arbeitsordnung gezwungen werden kann. Mitternacht ab in geschlossener Gesellschaft zum Hazard über und Das Trucksystem, Kennzeichnung der Arbeitszeugniffe, ergeffine thut es nicht. Sie hat den Eiffel, den Lesseps und den feyte es bis zum hellen Morgen fort. Festgestellt ist, daß Wils - das berüchtigte Panama- Kleeblatt, daß fie in 3fter die Bank hielt. Beiden Wirthen hatte das Spandauer einer zornigen Laune am Kragen gepackt hatte, wieder Schöffengericht bedeutende Geldstrafen wegen Duldens von laufen lassen. Da muß das Volk selbst zugreifen. Schon Glücksspielen zuerkannt. Pohrt war zu 750, ils zu 900 M. vor Monaten sagten wir: diesen Augiasstall tann nur ein verurtheilt worden. Gestern erschienen beide vor der ersten Herkules ausmisten. Und der moderne Herkules, der allein Straflammer des Landgerichts II zur Rechtfertigung in der start genug ist, den Schmutz der kapitalistischen Welt weg- um mildere Strafe im Hinblick auf die bisherige gute Führung Berufungsinstanz. Der Vertheidiger, Rechtsanwalt Lenser, bat zuräumen, heißt Volk. seiner Klienten. Das Urtheil sette dann auch die Strafe herab; Bohrt erhielt 500, Wils nur 450 M. Geldstrafe. Ausbeutung der Lehrlinge, 14, 16, 20 bis 24stündige Arbeits zeiten in Klein- und Großbetrieben stehen in schönster Blüthe. Die anläßlich der im Vorjahre gedrohten Choleragefahr vor genommenen Inspektionen der Arbeitsräume, Schlaf- und Wohnſtätten ergaben entsetzliche Reſultate, deren Beseitigung jedoch häufig an an dem wirthschaftlichen Unvermögen der Gewerbe Inhaber scheiterte. Den Genossenschaften der Hand werfer( Innungen) werden sehr schlechte Zeugnisse gegeben und für das Handwerk als eine Last bezeichnet. Das Studium des Berichtes der österreichischen Gewerbe- bote" druckt das bekannte Sigl'sche Glaubensbekenntniß" Ein antisemitisches Wahlmanöver. Der Reichs Inspection läßt das Vorhandensein der sozialen Frage in ihrer mit der Behauptung ab, dasselbe werde mit einem Auf- mittels Bangsmaßregeln. Der Gemeindevorsteher Julius Vergehen im Amte durch Erpressung eines Geständnisses Bielgestaltigkeit erkennen und man sollte meinen, die regierenden Kreise müßten erschrecken ob des trüben Bildes, das ihnen die rufe zu gunsten Stadthagens im Kreise Niederbarnim Riehle von Eckersdorf bei Sagan stand kürzlich vor der StrafAufsichtsbeamten in so beredter Schlichtheit vor Augen führen, verbreitet. Wie das Wahlkomitee und Stadthagen tammer in Sagan, beschuldigt, am 18. Oftober v. J. durch namentlich auch erschrecken über den gesetz und rechtlosen Sinn mittheilen, ist dieses alberne Druckivert selbstverständlich mehrere felbständige Handlungen in Ausübung seines Berufes der besigenden Klassen. Allein eine Regierung, die mit that nicht von ihrer Seite ausgegangen, auch nirgend im als Amtsvorsteher sich der Körperverletzung schuldig gemacht und fächlicher Zustimmung aller parlamentarischen Parteien nach dem Niederbarnimer Kreise verbreitet worden. Da der in allem in einer Untersuchung Zwangsmittel angewendet zu haben, um Grundsay regiert: es wird weiter gewurstelt", erschricht auch unwissende Reichsbote gar als Verfasser auf Stadthagen SS 340 und 343 des R.-St.-G.-B.) Jm Oftober v. J. wurde ein Geständniß zu erpressen.( Vergehen resp. Verbrechen gegen nicht über das Spiegelbild der in ihrem Lande bestehenden so hinweist, so dürfte die Vermuthung nicht unberechtigt fein, bem Angeklagten gemeldet, der neunjährige Sohn der Hebamme zialen und wirthschaftlichen Zustände. Nach uns die Sint- daß das Glaubensbekenntniß" u. s. w. ein plumpes Wahl Krug in Eckersdorf habe einer Dienstmagd 17 M. entwendet. fluth," sagt Herr Taaffe und mit ihm die bürgerlichen Parteien manöver von fonservativ- antisemitischen Ehrenmännera ist.- Rieble ließ den Knaben in fein Haus holen, um ihn zu ver und Klassen. hören. Da dieser nun den ihm zur Last gelegten DiebPolitische Leberlicht. Berlin, den 16. Juni. Glückwünsche unserer Bruderparteien. Aus Wien geht uns die folgende Depesche zu: Die Wiener Genossen begrüßen jubelnd die großartigen und überraschenden Siege der deutschen Sozialdemokratie. Hurrah! es geht vorwärts! Adler. Popp. Die belgische Arbeiterpartei begrüßt den Sieg der deutschen sozialdemokratischen Partei und wünscht ihr einen vollständigen Triumph, der auch der Triumph der gesammten internationalen Sozialdemokratie sein wird. Die belgische Arbeiterpartei grüßt. Bolders. " Auch in Frankreich hat die Wahlbewegung be stabl gar nicht begangen hatte( wie sich später herausgonnen. Es werden nur noch Wahlreben gehalten. Die itellte, hatten denselben zwei Zöglinge des Böglinge des RettungsAuflösung wird wahrscheinlich sehr bald nach Zusammen- baufes verübt), so fonnte er auch selbstredend fein Geständniß tritt des neuen deutschen Reichstags ausgesprochen werden. ablegen. Riehle schlug den Knaben, riß ihn an den Ohren, Die neue französische Kammer muß im Laufe des September zusammentreten, Nur bis dahin dauert das Mandat der alten Nationalversammlung. " 1 Parteinachrichten. patte ihn an der Kehle und sperrte ihn schließlich im Gemeindegefängniß ein. Der Knabe war infolge der Mißhandlungen längere Zeit bettlägerig frant. Riehle zahlte der Mutter des Knaben( einer Wittwe) 300 M. Entschädigung. Später, als sich der Zustand ihres Sohnes verschlimmerte, erstattete sie jedoch Anzeige. Entgegen dem Antrage des Staatsanwalts, welcher die Anklage in vollem Umfange aufrecht erhielt und Riehl mit 1 Jahr Zuchthaus bestraft wissen wollte, stellte sich der Gerichtshof auf die Seite des Vertheidigers, berlichſichtigte das Alter des Angeklagten, feine bisherige Unbefcholtenheit und die Thatsache, daß er 17 Jahre lang das Amt eines Gemeindevorstehers geführt hat. Das Urtheil lautete auf 800 Mart Geldbuße. Das fozialdemokratische Wahlkomitee für den ersten Meininger Kreis, das seinen Sig in Meiningen hat: fahreib: uns: In der ernten Beilage der Nummer 183 des Vorwärts" steht unter Parteinachrichten" die Mittheilung eines Lefers des " Vorwärts" aus Weiningen, die durch Wiedergabe in der Thüringer Tribüne" den Glauben hervorgerufen hat, als fei zur Wahl in Meiningen 1 von unserer Partei nichts gefchehen. Briefhaffen der Redaktion. er Redaktion. Aehnliches ist uns auch schon von fremden Genossen persönlich P. B. 12. 1. Ansprüche auf Entschädigung für Bewirthung vorgehalten worden. So schwierig es nun auch ist, in einem so ausgedehnten i ber 200 Ortschaften und Gehöfte umu. f. w. stehen gegen den jungen Mann nicht zu. 2. Wenn sie es fassenden Wahlkreis ohne jede Verbindung eine erfprießliche nur zur Aufbewahrung erhalten hat, muß sie es herausgeben. Agitation zu entfalten, so glauben wir doch unsere Schuldigkeit Anders steht es, wenn sie das Geld selbst erworben oder gein vollsten Waße gethan zu haben, was uns der 15. Juni be- fchenft erhalten hat. Der Sozialistenschreck ist dem freisinnigen" Bürgerthum in die Glieder gefahren. Tante Boß winselt heut Abend um die Stimmen der Nationalliberalen, und andere freifinnige Bourgeoisblätter seufzen bereits nach einem Kartell aller bürgerlichen Parteien". Das würde auch die Antisemiten umfassen. Und dieser Freisinn" will ernst genommen sein! Nun, auch ein„ Kartell" wird unsere Fortschritte in Berlin und im Lande nicht aufhalten.- stätigen wird. Am wenigsten ist der Vorwurf des Meininger N. St. 99. Die gestern Ihnen ertheilte Antwort ist durch Lefers des Vorwärts" berechtigt. Dort ist am 31. Mai der ein noch nicht aufgeklärtes Versehen ohne Anfrage bei dem Die Mittelparteien haben, soweit sich die Resultate Versuch gemacht worden, ein Lokal zu erhalten. Auch hat das juristischen Mitarbeiter und mit Druckfehler ertheilt. Selbstübersehen lassen, eine vernichtende Niederlage erlitten, dreißig Komitee am 1. Juni in Meiningen und einigen Dörfern, von redend ist die Antwort falsch. Die richtige Antwort lautet: Stunden nach Beendigung des Wahlattes war noch keine Salzunger Genossen Flugblätter vertheilen laffen. E3 find wählbar zum Abgeordneten ist im Deutschen Reich jeder Deutsche, einzige Wahl eines Kandidaten der Freifinnigen Volkspartei ferner, wegen Wangels an einem uns in Meiningen zur Ber- welcher das 25. Lebensjahr zurückgelegt und einem zum Deutschen gemeldet. Aehnlich wie der Nationalliberalismus im Jahre 1890 fügung stehenden Lotals, drei Versammlungen in dessen nächster Reich gehörigen Staate seit mindestens einem Jahre angehört zerrieben wurde, geht es diesmal den freisinnigen Parteien, Umgebung abgehalten worden: in zweten referirte det Randidat hat, sofern er nicht von der Berechtigung zum Wählen ausWehder, in einer Genosse Eckardt. Der Meininger Leser geschlossen ist. Adressiren Sie zur Vermeidung von Versehen fie und die Nationalliberalen werden als fleine Trüppchen des Vorwärts" hat übrigens Briefe an ihn, von denen einer derartige Anfragen an den juristischen Brieftasten. in den Reichstag einziehen und große Berlufte an Stimmen sogar durch Eilboten bestellt worden war, für sich geheim ge- May N...... Führen Sie Beschwerde beim Magistrat, erlitten haben. Auch die Konservativen haben, wie es balten und dadurch uns viel Zeitverlust und Mühe verursacht wenn Ihr Einspruch gegen die Richtigkeit der Wählerlifte un scheint, bedeutende Einbußen zu verzeichnen, so vor allem in Mit solchen Genossen ist uns in jeziger Zeit wenig gedient, am beantwortet geblieben iit. Für den Inhalt der Juferate über. nimmt die Redaktion dem Bublikum gegenüber keinerlei Verantwortung Theater. Sonnabend, den 17. Juni. Opernhaus. Bajazzi. Die Puppenfee. Neues Theater. Bansantasena. Deutsches Theater. Der Talisman. Berliner Theater. Die Waise von Lowood. Friedrich- Wilhelmstädt. Theater. Farinelli. Kroll's Theater. Fidelio. Viktoria- Theater. Frau Venus. National Theater. Die Braut von Messina. Adolf Ernst- Theater. Der Schwiegerpapa. Alexanderplah- Theater. neue Militärvorlage. Die Winter- Garten. Spezialitäten- Bor ftellung. Apollo Theater. Borstellung. Spezialitäten Königl. italienischer Circus Ernesto Ciniselli. Stadtbahnstation Zoologischer Garten. Heute, Sonnabend, den 17. Juni: Große equeftr. und choreograph. Vorstellung. 13um 3. Male: Die Statue der Venus oder: Die Imagination des Künstlers. Romant.- phantast. Ballet in 1 Aft, arrangirt und inszenirt v. tgl. italien. Hofballetmeiſter Sign. Antonio Tignani. Ausgeführt von dem aus 60 Damen bestehenden Corps de Ballet. Auftreten der vorzüglichsten Künstler und Künstlerinnen, sowie Reiten und Vorführen der bestdressirten Schul- und Freiheitspferde. Von 6 Uhr ab Frei- Konzert. Achtungsvoll Ernesto Ciniselli, Direktor. G ratweil'sche Bierhallen. Kommandantenftr. 77-79. Täglich: Danksagung. Für die herzliche Theilnahme bei der wir hiermit allen Freunden und BeBeerdigung meines lieben Mannes sagen fannten, besonders dem Herrn Prediger Roch für die trostreichen Worte unseren innigsten Dant. 426b Ww. Glanz nebst Kind. DEF Potsdam. Restaurant Charlottenhof. DER ABAKINDUSTR NO 274! Arbeiter! Genossen! Kauft nur Cigarren mit der Kontrollmarke der Tabakarbeiter. 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Auftreten von Chansonetten, Sänge rinnen, Tänzerinnen, Clowns, Soubrett., Komikern 2c. 2c. Sonntag: Gastspiel der Frau Sarolta Hoffmann: " 1 vom krystall- alat. Wochent. 71/2 Uhr. Entree 10 Pf. Allf. Sonntags 6 Uhr. Entree 30 Pf. Anerkannt gute Küche. Säle für Festlichkeiten und Versammlungen. Carl Koch. Ostbahn- Park am Küstriner Play, ( Hermann Jmbs) Rüdersdorferstr. 71, am Ostbahnhof. Konzert, Täglich: Theater u. Spezialitäten Vorstellung. Pantomimisten- Truppe Garetton, urtom. Tarameter- Droschtenfahrt, Mr. De Dolfs, Neger- Erentric 2c. Volksbelustig. jeder Art. 4 Kegelbahnen zur Verfügung. Die Cameliendame". Norddeutsche Montag: Boltsvorstellung: Das Wintermärchen. PassagePanopticum. Neu: Blaue Grotte. Neu: Geistertisch. Das Wunderpferd. Täglich 6-10: Brauerei. 58. Chaussee- Strasse 58. Täglich: Concert. Wochentags Entree frei. Bei ungünstiger Witterung im Saal. 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August Penn, Demminerstr. 62. Paul Pflug, Reinickendorferstr. 39. Gustav Pinner, Tresckowstr. 32. Franz Sadowsky, Hagenauerstr. 12. Carl Smital, Griebenowstr. 8-9. August Schmidt, Oderbergerstr. 50. F. Stern, Putbuserstr. 42. Albrecht Steinicke, Stralsunderstr. 19. Wilh. Steinbach, Antonftr. 1. G. Stocklak, Henningsdorferstr. 3a. A. Tiet, Invalidenstr. 124. C. Walter, Hussitenstr. 28. Carl Werner, Gerichtstr. 25. May Winkelmann, Aderstr. 153. May Weidner, Hochstr. 46. H. Zechert, Putbuserstr. 87. NO. Hermann Bailoff, Pallisadenstr. 79. Beher, Landsberger Allee 131. Franz Engel, Raiserstr. 39. Gustav Kommnick, Weberstr. 50. Paul Krämer, Greifswalderstr. 30. Gebr. Lewy, Marienburgerstr. 87. Gustav Mirak, Georgenkirchstr. 12. Mag Ohlert, Landsbergerstr. 117. Jakob Neul, Weinstr. 11. Gustav Richter, Landsberger- Mee 145. Emil Tilefius, Höchstestr. 48. NW. Hermann Beißener, Beusselstr. 9. Paul Böning, Bremerstr. 56/57. Joh. Bösenberg, Beusselstr. 64. G. Deichsel, Stromstr. 33. Franz Jhde, Birkenstr. 20. * Robert Kern, Stromstr. 45. G. Reinde, Stromstr. 5. Meinhard Könkow, Perlebergerstr. 8. Charlottenburg. Brönner, Wilmersdorferstr. 47. Rummelsburg. Theodor Nitter, Kantstr. 6. Ulbrich. Rixdorf. H. Barth, Berlinerstr. 136. G. Filter, Bergstr. 34. 2. Herrmann, Richardplay 10. M. Kahle, Göthestr. 7. R. Kiesel, Prinz Handjernstr. 66. Leopold Magerl, Hobrechtstr. 10. G. Rebuillou, Prinz Handjerystr. 15. C. Schmidt, Hermannstr. 23. F. Walter, Steinmezstr. 33. Weissensee. Emil Apitsch, Langhansstr. 185. Liebschwager, Gustav- Adolfstr. 16. Georg Schröder, Pistoriusstr. 12, Willimsky, Wilhelmsberg 17. Reinickendorf, Burgus, Markstr. 5. Tempelhof. August Reisen, Berlinerstr. 44. C. Bandermann, Stromstraße 61, Otto Saupe, Rottbuserstr. 6a, und Kowalsky, Mariannenstraße 8, ist die Schußmarte wegen Nichterfüllung der Bedingung entzogen. Oben verzeichnete Fabrikanten tönnen an den mit bezeichneten Stellen stets neue Marken erhalten, außerdem im Arbeitsnachweis der Tabat arbeiter, Weinstr. 11, von 11-12 Uhr, und bei Unterzeichnetem. Nenmeldungen von Fabrikanten sowie Beschwerden sind an Louis Dechand, Ruheplasstr. 24, zu richten. 822/6 Die Kontroll- Kommission der Tabakarbeiter. J. A.: Carl Butry, Stralsunderstr. 15( neue Nr. 17), II. Restaurant Zenthen- See, Station Hankel's Ablage- Benthen der Berlin- Görliher Eisenb., empfiehlt fein Lokal zu Ausflügen per Dampfschiff und Kremser an Vereine und Gesellschaften. Großer Tanzsaal, Billard, Kegelbahnen, Kaffeeküche. Für gute Bedienung ist bestens gesorgt. 219b Achtungsvoll Ernst Küntzel. Restaurant zur Pferdebucht. 15 Minuten Waldweg vom Bahnhof Köpenick. Herrlicher Laubwald, kein zweitschönerer Aufenthalt in und um Berlin. Rückfahrt von 2 bis 9 Uhr Abends. Neuer Tanzsaal, Familien- Kaffeeküche, 2 Kegelbahnen, Schiesshalle, Würfelbuden sowie verschiedene Beluftigungen. Jeden Sonntag von früh 7 bis 11 Uhr halbstündlich Kremserfahrt( Perſon 15 Bf.) Wand- und Laschen- Uhren. ff. Weissbier 20 Pf. Bairisch Bier 10 Pf. 4815L Reparaturen zu foliden Preisen 4814L Achtungsvoll geben. Der Garten ist eröffnet. J. Guadt, Swinemünderstr. 120. Verantwortlicher Reduatter: Wilhelm Schröder in Berlin. Druck und Verlag von Mag Bading in Berlin, SW, Beuthstraße 2. F. Hoffmann. Gierzu eine Beilage. Beilage zum„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 140. 24 Sozialdemokraten fiegten nach den bisherigen Meldungen bei der Hauptwahl und zwar: Singer in Berlin IV Liebknecht in Berlin VI Zuhauer in Breslau- Ost mit 46 357 " 51 396 " 12 698 ( 1890: 40 709) ( 1890: 42 274) ( 1890: 10 044) Schoenlant in Breslau- West " 13 507 ( 1890: 11 511) Frohme in Altona " 20 400 ( 1890: 19 533) Bebel in Hamburg I 16 910 " ( 1890: 17 857) Diez in Hamburg II 20 676 # ( 1890: 22 546) Meßger in Hamburg 111 " 30 327 16 586 " 14 200 " ? " " 12 220 ? " " " 9576 35 000 Schippel in Chemnit 23 296 27 15 000 " ( 1890: 15 266) Schmidt in Mittweida " 12 810 ( 1890: 12 665) Stolle in Zwickau " 21 492 ( 1890: 17 424) ? " ( 1890: 13 264) Hofmann in Auerbach- Reichenbach ? " Vollmar in München II 16 000 " " Legien in Kiel Blos in Braunschweig I Reißhaus in Sonneberg- Saalfeld Bock in Gotha Förster in Greiz R. ä. 2. Wurm in Gera R. j. 2. Geyer in Leipzig- Land Auer in Glauchau- Meerane Seiffert in Schneeberg- Stollberg Grillenberger in Nürnberg Bueb in Mühlhausen i. E. ( 1890: 26 928) ( 1890: 14 443) ( 1890: 13 621) ( 1890: 7215) ( 1890: 11 205) ( 1890: 5 885) ( 1890: 9 955) ( 1890: 30 217) ( 1890: 24 641) ( 1890: 11 301) ( 1890: 20 594) 18 000( 1890: 17 045) 11 789( 1890: 9 749) Wahrscheinlich sind außerdem im ersten Wahlgange gewählt, Moltenbuhr in Ottensen- Pinnberg, Körsten in Randow- Greifenhagen, Zubeil in Teltow Beestow Charlottenburg, Horn in Dresden Land, Hofmann in Rudolstadt. Eine Uebersicht über unsere Stichwahlen läßt sich heute noch nicht gewinnen, wir hoffen aber morgen eine vorläufige Liste unserer Stichwahlen Deröffentlichen zu können. Sonnabend, den 17. Juni 1893. Kalbe Aschersleben. Reßler( G) 13 589, Hacke( N) 17 862, Dr. Engel( Vg) 2550. Ober- Barnim. Bruns( S) 4256, Prof. Pauli( R) 6853, Prof. Althaus( Vg) 4210. Stichwahl zwischen Bruns und Pauli wahrscheinlich. Rottbus. Spremberg. 8305, Bleu( FV) 4817. v. Merdeck. Mülheim a. d. Nuhr. Hammacher( N) 13 252, Zentrum 14 306, o hrlad( S) 6118, Dr. König( W) 5952, Schmidt ( FB) 1663. Schulz( S) 6958, v. Werdeck( K) Stichwahl zwischen Schulz und Schönlanke( Provinz Posen). Der sozialistische Kandidat Golibrodi erhielt in Schönlante Stadt 18, Schönlante Dorf 4 Stimmen. Flensburg. Mahlke( S) 4073, Jebsen( N) 6417, Halben ( 2) 3215, Johannsen( D) 8180. Stichwahl zwischen Mahlte und Jebsen. Marburg( Stadt). Böckel( A) 617, Raiser( N) 409, Luce( R) 342, Schott( FB) 253, John( S) 178, Müller( 3) 26, Martin ( heff. Rechtsp.) 30. Magdeburg. Es erfolgt Stichwahl zwischen Klees( S) und Paasche( N), Arnstadt. Stichwahl zwischen Bock( S) und Pieschel( N). Kiel. Legien's( S) Wahl scheint gesichert. Bis jetzt erhielt egien( S) 16 586, Hänel( Vg) 8210, Ohrt( R) 3830. Harburg( Hannover 17). Aus 85 Wahlbezirken sind Resultate bekannt. Baerer( S) erhielt 8742, Harstedt( M) 4716, Graf Grote( W) 2530, Freifinn 895, Antisemit 166. Stichwahl zwischen Baerer und Hajtedt wahrscheinlich. Teltow- Beeskow. 3ubeil( S) 30 644, Ring( R) 17 891, Förster( 21) 7416, Müller( FV) 8031. Stichwahl zwischen Zubeil und Ring. Potsdam- Osthavelland. Wernau( S) 10 037, Vollrath ( FB) 6144, Schall( R) 6838, Dr. Rethwisch( N) 1373, Rödenbed ( 2) 2862. Stichwahl zwischen Wernau und Schall. Einige unbedeutende Ortschaften stehen noch aus. Erfurt. Stichwahl zwischen Hülle( S) und Jakobskötter Das offiziöse Wolff'sche Telegraphenbureau theilte um 4 Uhr( 2), nicht mit Caesar( Kartellkandidat der Nationalliberalen, Nachmittags folgende Uebersicht mit: Es waren 245 Wahl- Ronservativen und Freisinnigen). resultate bekannt. Gewählt waren: 24 Konservative, 11 National- Aus Friedeberg- Aruswalde wird gemeldet, daß die liberale, 4 Reichspartei, 2 Freifinnige Vereinigung, 42 Bentrum, Wiederwahl Ahiwardt's als gesichert gilt. Auch in 1 Wilder, 5 Freisinnige Volkspartei, 17 Sozialdemokraten, 1 Anti- Neustettin soll Ahlwardt gewählt sein. semit, 7 Polen, 6 Elsässer, 1 Däne. In 124 Wahlkreisen sind Stichwahlen erforderlich. An derselben sind betheiligt: 59 National liberale, 69 Sozialdemokraten, 34 Konservative, 11 Freifinnige Vereinigung, 21 Freisinnige Volkspartei, 4 Polen, 3 Bund der Landwirthe, 24 Zentrum, 3 Welfen, 1 Elsässer, 1 Reichspartei, 10 Antisemiten, 8 Volkspartei. Wahlergebnisse aus dem Reidje. 1. Definitive Ergebnisse. V Privat Telegramme des ,, Vorwärts". Mitweida- Flöha. Schmidt( S) 12 810, Ulrich( R) 12484. Schmidt gewählt. Sonneberg- Saalfeld. Reißhaus gewählt. Annaberg- Schwarzenberg. Stichwahl zwischen Grenz( S) 6182 und Böhme( FV) 4783. Randow- Greifenhagen. Vorläufiges Resultat: Körsten ( S) 9000, von Osten Blumberg( K) 4000, Stenglein( Vg) 1600. Stichwahl zwischen Körsten und v. Osten wahrscheinlich. Neuhaldensleben- Wolmirstädt. Hosang( N) 18735, Türk ( S) 5308, Mundel( FV) 1098. Speyer Ludwigshafen. Clemm( N.) 11 000, Dr. Siben ( 3.) 5000, Mertle( FB.) 400, Ehrhardt( S.) 7400. Wolffenbüttel.( 2. Braunschweig.) Wenzel( S.) 5818, Schrader( Vg.) 8083, Schwerdtfeger( R.) 4742, Orth( N.) 1952. Stichwahl zwischen Sozialdemokraten und Konservativen. Mühlhausen( Elsaß). Bis jetzt Bueb( S.) 11 789, Cetty ( 3.) 8927, Belom( 3. mil.) 842. Bueb's Wahl ist gesichert. München- Gladbach. Rebler( 3) 10 889, Görtz( N) 5019, Franzen( 6) 2032, König( 2) 163, Richter( FV) 52. Offenburg( Baden). Geck( S) 1637, v. Schauenburg( M) 6766, Reichert( 3) 5766, Freifinn 860. Stichwahl zwischen Pirmasens( 3. pfälzischer Kreis). Nationalliberalen und Zentrum. Reichenbach- Neurode( Schlesien). Kühne( S) 8665, Conrad( 3) 4770, Gröger( K) 3916, Virchow( FV) 784. Bichopan( 20. sächsischer Wahlkreis). Colditz( S) 8999, Herder( K) 10 750, Löwenthal( FV) 571. Duisburg. Stichwahl zwischen Hammacher( N) und Zentrumsmann. Die Stimmenzahl der Sozialdemokraten hat sich verdoppelt. N = Ottensen Pinneberg( 6. Schleswig Holst.). Bis jetzt für Moltenbuhr( S) 10 500, Gegner 8000; 63 Orte stehen noch aus. Halberstadt. Dahlen( S) 9500, Rimpau( N) 9000, Mauch( FV) 2000. Döbeln. Grünberg( 6) 7888, Sachse( 2) 8556, Freifinn 1819, Niethammer( 9) 1120. Cottbus Spremberg. Endresultat: Schulz( S) 6958, Werdeck( K) 8305, Bleu( FV) 4817. Stichwahl zwischen Schulz und Werdeck. Oldenburg 1. Stichwahl zwischen Hug( Sozialdemokrat) und Enneccerus( N). Sagan. Zubeil( S) 1477, Müller( FB) 6581, Grüning ( R) 7350, 13 Orte fehlen. Stichwahl zwischen Freisinnigen und Konservativen. Meiningen 1. Wehder( S) 2500. Jena. Stichwahl zwischen Walter( N) und Leutert( S). Bielefeld. Landé( S) 5417, Weihe( M) 8633, Humann ( 3) 5955, Bachmann( FV) 1337. Bittan. Keller( S) 5646, Buddeberg( FV) 6070, Wäntig ( N) 7651. Schwarzburg- Sonderhausen. Bod( S) 3935, Pieschel( N) 5629, Lerche( FV) 2223. 2. Unvollständige Ergebnisse. Privat Telegramme des Vorwärts". Jhehoe. Bis jetzt Martitke( S) 6000, Thomsen( Vg) 7500, Richter( FV) 500. Bochum. Vorläufiges Resultat: Lehmann( S) 19 940, Fischer( 3) 21 649, Dr. Haarmann( N) 26 279. Wittenberge( Westpriegnit). Roopmann( G) 1560, Schulz( V) 1813, Podbielsky( R) 1349, Kochhann( Vg) 883. 3. Pfälzischer Wahlkreis. Für Huber( S) wurden Stimmen abgegeben in Pirmasens 964, St. Ingbert 828, 3weibrücken 76, 10. Jahrg. Württemberg. Wahlkr. 6. Reutlingen- Tübingen. Payer ( V) 9800, Rupp( N) 5750, Gröber 1000. Bayer gewählt. Frankfurt a. D. Wahlkr. 9. Kottbus- Spremberg. Blell ( FV) 4817, Schulz( S) 6958, von Werdeck( K) 8305. Stichwahl zwischen Werdeck und Schulz. Hannover. Wahlkr. 9. Hameln- Linden. Hische( N) 4700, v. Münchhausen( W) 2500, Graf Görg( A) 370, Prof. Virchow, 193, Brey( S) 3250. Einige Orte ausstehend. Sachsen- Meiningen. Wahlkreis 1. Meiningen- Hildburghausen. Dr. Paasche( N) 4295, Weigt( FV) 3839, Wehder( S) 1767, Dr. Wehner( 2) 593. Stichwahl wahrscheinlich. Wahlkreis 11. Königreich Sachsen. Dschatz- Grimma. Gesammtergebniß. Hauffe( S) 10 501, Buchheim( FV) 1079, Thiele( S) 6911, Bruck( Bg) 687. Magdeburg. Wahltr. 8. Oschersleben- Halberstadt. Rimpau ( N) 9832, v. Erffa( K) 5826, Mauch( FV) 2171, Dahlen( S) 9745. Stichwahl zwischen Rimpau und Dahlen. Magdeburg. Wahlkreis 6. Wanzleben. v. Benda( N) wiedergewählt. Großh. Sachsen- Weimar. Wahlkr. 2. Eisenach. Often( N) 4711 St., Raffelmann( FV) 3576 St., Bod( S) 2322 St., Raiser( 2) 1126 St., Dasbach( 3) 567 St. Stichwahl zwischen Often und Kasselmann. Pfalz. Wahlkreis 4. Zweibrücken. Stichwahl zwischen Adt( N) und Reeb( 3). Pfalz. Wahlkreis 3. Germersheim. Stichwahl zwischen Brünnings( N) und Baumann( 3). B Pfalz. Wahlkreis 2. Landau. Bürklin( N) gewählt. Schleswig Holstein. Wahlkreis 10. Lauenburg. Stich wahl zwischen Lesche( G) und Graf Bernstorff( K) wahrscheinlich. Koblenz. Wahlkreis 4. Kreuznach Simmern. Stichwahl zwischen Cuny( N) und Hompesch( 3) zweifellos. Minden. Wahlkreis 1. Minden- Lübbecke. Generallieutenant a. D. v. Roon( K) mit großer Majorität gewählt. 9 Koblenz. Wahlkreis 2. Neuwied. Bender( 3) gewählt gegen Stassen( N). Oldenburg. Wahlkreis 3. Graf Galen( 3) gewählt. Schleswig- Holstein. Wahlkreis 1. Hadersleben, Sonderburg. Johannsen( D) gewählt. Baden. Wahlkreis 8. Bühl- Rastatt. Lender( 3) mit 9675 St. gewählt. Düsseldorf. Wahlkreis 9. Kempen. Frigen( 3) gewählt. Königsberg. Wahlkreis 6. Braunsberg- Heilsberg. Amtsgerichtsrath Krebs( 3) wiedergewählt. Trier. Wahlkreis 5. Saarbrücken. Justizrath Boltz( N) gewählt. Arusberg. Wahlkreis 1. Siegen. Stichwahl zwischen Stöcker( R) und Dresler( N). Schleswig- Holstein. Wahlkreis 2. Apenrade- Flensburg. Stichwahl zwischen Jebsen( N) und Mahlke( S). Herzogthum Anhalt. Wahltr. 2. Bernburg. Friedberg( N) 11 439, Grelling( FV) 2970, Schulze( S) 1848 St. Friedberg gewählt. Schopfsheim Großherzogthum Baden. Wahlkr. 3. Waldshut. Schuler( 3) gewählt. Großherzogthum Baden. Wahlkr. Lörrach. Blankenfore ( M) 6002, Schüler( 3) 4909, Grether( FV) 2047, Bogel() 1013. Stichwahl. Königreich Sachsen. Wahlkreis 3. Baußen, Kamenz Graf zu Lippe( und natl. Kartell) 5391 St., Graefe( A) 9576 St., Heppner( S) 2983 St., Graf Hompesch( 3) 490 St. Stichwahl zwischen Graefe und Graf zur Lippe. Schwarzburg- Sondershausen. Dr. Pieschel( N) 5629 St., Lerche( FV) 2223 St., Bock( S) 3935 St. Stichwahl zwischen Pieschel und Bock. Breslau. Wahlfreis 10. Waldenburg. Stichwahl zwischen v. Bitter( K und Bund der Landw.) und Möller( S). Breslau. Wahlkreis 11. Reichenbach, Neurode. Stich wahl zwischen Kühn( S) und Konrad- Neurode( 3). Liegnitz. Wahlkreis 7. Landeshut, Jauer, Bollenhain. Stichwahl zwischen Dr. Hermes( FV) und Schola( natl. Kartell). Kreis Sternberg. Sternberg: Boht( R) 59, Pickenbach( A) 81, Rickert( F) 22, Gumpel( S) 59. Reppen: Elsaß- Lothringen. Wahlkreis 10. Hagenau- Weißenburg. Boht 281, Pickenbach 16, Ridert 108, Gumpel 147. Drossen: Die Wahl des Prinzen Alexander zu Hohenlohe( K) ist ge Bohy 186, Pickenbach 30, Rickert 109, Gumpel 102. sichert. 3ielenzig: Bohy 211, Pickenbach 52, Rickert 133, Gumpel: Königreich Sachsen. Wahlkreis 11. Dschah, Grimma. Stich172. Gleißen: Bohy 81, Rickert 32, Gumpel 63. Röris: wahl zwischen Hauffe( S) und Thiele( S). Bohh 181, Rickert 23, Pickenbach 1, Gumpel 151. Sonnenberg: Bohy 139, Rickert 56, Pickenbach 56, Gumpel 142, • Königreich Sachsen. Wahlkreis 1. Bittau. Maentig( Natl. und tons. Kartell) 7654, Buddeberg( F) 6078, Reller( 5) 5661. Stichwahl zwischen Waenting und Buddeberg. Merseburg. Wahlkreis 4. Saalkreis, Stadt Halle. Definitives Ergebniß. Abgegeben 31 530. Davon erhielten Schriftsteller Kunert( S) 12 959, Dr. Alexander Meyer- Berlin( Bg) 10 075, Rechtsanwalt Glimm( Rpart. und Kartell tons. mit Bund der Landwirthe und natl.) 8496. Stichwahl zwischen Kunert und Meyer. Depeschen der Telegraphen Bureaus. Arnsberg. Wahltr. 2. Dlpe- Meschede- Arnsberg. Gewählt Fusangel( 3). Magdeburg. Wahlkr. 5. Wolmirstädt Neuhaldensleben. Gewählt Hosang( N). Köln. Wahlkreis 5. Siegfreis, Waldbroel. Der bisherige Magdeburg. Wahltr. 7. Aschersleben Calbe. Gewählt Abgeordnete Dr. Lin gens( 3) ist wiedergewählt. Placke( N). : B Bayern. Oberfranken. Wahlkr. 2. Bayreuth. Nach definitiver Zählung siegte Bayerlein( N). Hannover. Wahltr. 2. Aurich- Wittmund. Dr. Kruse( N) gewählt. gewählt. Mühlhausen( Thüringen). Aeustergerling( S) 4910, Klemm( R) 8527, Zimmermann( FV) 3662, Zentrum 2074. Burgstädt.( Sachsen.) Schmidt( S) gewählt. Willhelmshaven.( 2. Oldenburg.) Hug( S) 83969, und Hug( S). Träger( F) 4772, Enneccerus( N) 2558, Siemens( Vg) 1686. Geestemünde.( 19. Hannover.) Stichwahl zwischen Schmalfeldt( S) und Hahn( K). Weißenfels- Naumburg- Zeit. Stichwahl zwischen Hoff mann( S) und Dr. Tesdorpf(.). Pforzheim( 9. Baden). Rüdt( G) 7164, Heimburger( FV) 4304, Frant( M) 9880. Stichwahl zwischen Rüdt und Frant. Fürth- Erlangen. Segitz( S) 6177, Weiß( FB) 4058, Rahl( N) 3294, Heigl( B) 1967. Stichwahl zwischen Segitz und Weiß. ( W) 7912. Osnabrück. Bebel( S) 3208, Mamhoff( N) 9785, Schale Karlsruhe. Ged( S) 5935, Rheinau( R) 6645, Pflüger ( FV) 5385. Dresden- Altstadt. Kaden( S) 14 485, Rosenhagen( 2) 10 920, Naumann( K) 8664, Träger( FV) 331. Stichwahl zwischen Kaden und Rosenhagen. München I. Birt( S) 8066, Burkhardt( Vg) 5728, Leib ( 3) 3975. Stichwahl zwischen Birk und Burkhardt. 6. mecklenburgischer Wahlkreis( Güstrow). Rant ( 6) 3147, Graf Schlieffen Schlieffenburg 8741, Gräberer 2589, Pogge( N) 1029. = Frankfurt a. D. Mehner( G) 7988, Knörde( FV) 8502, Haate( R) 7561. Stichwahl zwischen Konservativen und Sozialdemokraten. Meißen. Goldstein( S) 8558, Lieber( 2) 6069, Mehnert( R) 4976. Stich: vahl zwischen Goldstein und Lieber. Prenzlau Angermünde. Bis jetzt erhielt Thierbach( S) 1790, Winterfeld( K) 1784, Knörcke( FV) 590, Förster( A) 585. Die Landbezirke stehen noch aus. Aachen. Wahltr. 2. Landkreis Aachen- Eupen. Dr. Bock( 3) Oldenburg. Wahlfr. 1. Stichwahl zwischen Enneccerus( N) Oldenburg. Wahlfr. 2. Stichwahl zwischen Träger( FV) und Hug( S). Lieguit. Wahlfreis 3. Glogau. In 91 Ortschaften er hielten Maagner( Bg.) 4813 St., Schulz- Brostau( fons.) 3538 St., Stolle( Soz.) 2160 St. Niederbayern. Wahlkreis 6. Kelheim. Bisher gezählt für Dr. Sigl. 2071 St., Aigner( 3.) 1179 St. Stralfund. Wahlkreis 2. Grimmen- Greifswald. Bisher gezählt für: v. Lösewitz( tons.) 4563 St., Löbter( Bg) 1893 St., Professor Virchow 857 St., Wegener( Soz.) 2214 St. Aus 100 ländlichen Bezirken Resultate ausitehend. Reuß j. Linie. Sturm( Rpart. und Kartell) 4243, Fiesahn ( FV) 2033, Wurm( S) 9576. Wahl des Letteren gilt für gefichert. Baden. Wahlkr. 8. Schopfsheim, Waldshut. Stichwahl zwischen Schuler( 3) und Kraft( N). Kaffel. Wahlfr. 2. Kaffel, Melsungen. Hüpeden( tons. Bund der Landw. u. Antisem.) 5078, Endemann( 9) 4723, Eickhoff( FV) 1628, Martin( heff. Rechtsp.) 2145, Pfannkuch( S) 9260. Stichwahl zwischen Hüpeden und Pfannkuch. Düsseldorf. Wahltr. 11. Krefeld. Bachem( 3) 11 134, Senffardt( N) 4168, Helbing( S) 3725 St. Bachem ist somit gewählt. Königsberg i. Pr. Wahltr. 4. Kreis Königsberg, Fisch haufen. Graf Dönhoff( R und Bund) 7419, Schulze( S) 8694, Kühn( FV) 1767, noch einige Bezirke ausstehend. Wahl v. Dönhoff's gesichert. Bayern. Oberfranken. Wahlkreis 1. Hof. Stichwahl zwischen Münch- Ferber( N) und Löwenstein( S). Bayern. Oberpfalz und Regensburg. Wahlkreis 1. Regensburg. v. Lama( 3) mit großer Majorität gewählt. Unterfranken und Aschaffenburg. Wahlkreis 1. Afchaffenburg. Haus( 3) 6337 St., Jordan( freis. Volksp.) 2251 St., v. Komierowski's( P) wahrscheinlich. Schmelzer( natl.) 1171 St., Opifizius( Soz.) 1828 St. Die Wahl von Haus erscheint gesichert. Bromberg. Wahlkreis 5. Gnesen- Wongrowiz. Wahl Elsaß- Lothringen. Wahlkreis 4. Gebweiler( G) gewählt. Elsaß- Lothringen. Wahltr. 11. 3abern. Dr. Höffel( frt) Oberbayern. Wahlkr. 4. Ingolstadt. Brauereibesizer Aichbichler( 3.) mit großer Majorität wiedergewählt. Bayern. Wahlkr. 6. Schwaben Neuburg- Immenstadt. Dekonom Schmidt( 3) 9103 St., Wagner( N) 7946 St., Birt( S) 951 St. Schmidt gewählt. Großh. Mecklenburg Schwerin. Wahltr. 2. Schwerin. Stichwahl zwischen v. Viereck( K) und Groth( S) wahrscheinlich. Großh. Mecklenburg Schwerin. Wahltr. 8. Ludwigs luft. Stichwahl zwischen Anders( K) und Pachnicke( FV). Mecklenburg Strelit. Der Sieg des konservativen Kandidaten v. Schwerin- Wolffshagen scheint gesichert. Düsseldorf. Wahltr. 12. Neuß- Grevenbroich. Weidenfels( 3) 11 000 St., v. Schorlemer( 3 mil.) 3800 St., Grimpe( S) 707 St. Sachsen- Altenburg. Baumbach( R) wiedergewählt. gewählt. Düsseldorf. Wahlkr. 3. Solingen. Definitives Ergebniß. Abgegeben 20 609 St. Georg Schumacher( S) 9041, Albert Römer( N) 5466, Raufmann Fuchs( 3) 4498, Schaaf( S) 853, Träger( FV) 695. Stichwahl zwischen Römer und Schumacher. Düsseldorf. Wahltr. 8. Cleve, Geldern. Die Wahl von Marcour( 3) ist gesichert. Aachen. Wahlkr. 4. Düren, Jülich. Die Wahl des Grafen v. Hompesch( 3) ist gesichert. Braunschweig. Wahltr. 3. Holzminden, Gandersheim. Stichwahl zwischen Krüger( N) und Calwer( S). Posen. Wahlkr. 6. Fraustadt- Lissa. Nach späteren MelDungen erhielten: v. Hellmann( R) 3676 St., Kolisch( Vg) 2582 St., v. Schlapowski( Pole) 2828 St., Propst Stasch( 3) 1507 St. Stichwahl zwischen v. Hellmann und v. Schlapowski. Württemberg. Wahlkr. 10. Gmünd, Göppingen. Schmid ( N) 7229, Speifer( FV) 6146, Schad( 3) 2618, Agfter( S) 3614. Stichwahl zwischen Schmid und Speiser. Württemberg. Wahlkr. 5. Eßlingen, Kirchheim. Weiß( N) 7093, Ehni( F) 8972, Dieb( S) 3716. Stichwahl zwischen Weiß und Ehni. Lieguit. Wahlkreis 8. Rhönau, Hirschberg. Barth( Bg) 6700, Baensch- Schmidtlein( K) 3000, Kambach( S) 1500, Letocha ( Bentrum) 150. Die Wahl von Barth ist gesichert. Gumbinnen. Wahlkreis 1. Tilsit, Niederung. zwischen Käswurm( K) und v. Reibnitz( FV). Stichwahl Gumbinnen. Wahlkr. 2. Ragnit, Pillfallen. Graf von Kanit( R) 5350, Bräside( FV) 1787. Graf v. Raniz gewählt. Rachen. Wahlfr. 1. Schleiden- Malmedy- Montjoie. Bring v. Arenberg's Wahl( 3. f. Militärvorlage) ist gesichert. Posen. Wahltr. 4. But- Kosten. Prinz Czartoryski( Bole) gewählt. Bromberg. Wahltr. 4. Jnowrazlaw- Strelno. v. Roszielski ( Pole) gewählt. Rheinprovinz. Wahltr. 3. Koblenz- St. Goar. Amtsrichter Wellſtein( 3) gewählt gegen Graf Brühl( 3. f. die Militärvor. lage). Königreich Sachsen." Wahlfr. 8. Pirna. Hönerbach( S) 1024, 2oze( 2) 7088, Ensoldt( FV) 3649, Fräsdorf( S) 7872. Stichwahl zwischen Loze und Fräsdorf. Großherzogthum Sessen. Wahlkr. 1. Gießen. Meinert ( N) 3708, Dowe( F) 1738, Köhler( 2) 4619, Orbig( G) 2451. Stichwahl zwischen Meinert und Köhler wird für sicher gehalten. Königreich Sachsen. Wahlkr. 2. Löbau. Hoffmann( nat. und tons. Kartell) 1649, Zimmermann( 2) 6172, Herzog( FV) 4598, Postelt( S) 4487. Stichwahl zwischen Zimmermann und Herzog. Baden. Wahlfr. 10. Karlsruhe. v. Rheinau( N) 7259, Schlebach( S) 3315, Pflüger( FV) 5979, Geck( S) 5888. Stichwahl zwischen v. Rheinau und Pflüger. Frankfurt a. D. Wahltr. 4. Frankfurt- Lebus. Stichwah! zwischen Knörcke( FB) und Meyner( S). Baden. Wahltr. 1. Konstanz, Ueberlingen. Stichwahl zwischen Hug( 3) und Heilig( N). Köln. Wahlkreis 6. Mühlheim, Wipperfürth, Gummersbach. Stichwahl zwischen de Witts( 3) und Meist( S) ist sicher. Pfalz. Wahlkreis 6. Kaiserslautern. Stichwahl zwischen Brunck( 9) und Mayer( FV). Baden. Wahlkreis 7. Kehl, Offenburg. Schauenburg( N) 6766, Reichert( 3) 5766, Mufer( FV) 870, Gect( S) 1637. Stichwahl zwischen Schauenburg und Reichert. Lieguih. Wahlkreis 1. Grünberg, Freistadt. Munckel( FB) 7123, Rommerzienrath Beuchelt( K) 6359, Tischler Stolpe( 6) 1976. Stichwahl zwischen Munckel und Beuchelt. Württemberg. Wahlkreis 14. Ulm. Bantleon( N) 10 383. Die Kandidaten der übrigen Parteien, Hähnle( FV), Gröber( 3). Dietrich( S) haben unter Hinzurechnung der zersplitterten Stimmen gleichfalls 10 883. Baden. Wahlkr. 2. Donaueschingen. Willingen, Definitives Ergebniß. Abgegeben 17 836 St., davon erhielt v. pornstein ( Bund d. Landw. und Kon.) 8665 St., Pfarrer Wacker( 8) 6976 St., Mayer( freis. Volksp.) 975 St., Bielowski( So.) 1178 St. Stichiwahl zwischen v. Hornstein und Wacker. Württemberg. Wahltr. 8. Freudenstadt, Oberndorf a. N Galler( freis. Voltsp.) 6214 St., Egelhaaj( natl) 5622 St., Sipp( 3) 2752 St., Hildenbrand( Soz.) 897 St. Stichwab zwischen Galler und Egelhaaf. Lieguit. Wahlkr. 2. Eagan, Sprottau. In den beiden und 73 Ortichaiten abgegeben für Grünig( Kons. Bund d. Landwirthe u. Antisem.) 4938 St., Dr. Müller( freis. Volkspartei 4871 St., Bubeil( So.) 1368 St. Stichwahl zwischen Grünig und Müller. Kurich. Wahltr. 8 Hannover, Stadt Linden. Lichtenberg ( M) 10 014 St., Meister( Soz.) 19 537 St., v. Dannenberg( Welje 9192 St., Schulte- Steinberg( 2) 3011 St., E. Richter( FW 771 St. Stichwahl zwischen Meister und Lichtenberg. Braunschweig. Wahltr. 2. Helmstedt, Wolfenbüttel Schrader( Vg) 2436 St., Orth( N) 1724 St., Schwerdfeger( St und Bund deutsch. Landwirthe) 3356 St., Wenzel( Soz.) 4190 St. Stichwahl zwischen Schwerdfeger und Wentzel. Oppeln. Wahlkr. 6. Kattowitz, Barbryn. Die Wahl von Letocha( 3) ist gesichert. Elfa- Lothringen. Wahlkreis 6. Schlettstadt. Kreisdirektor Böhlmann( Deutsch- Elsässer) 6539 St., Glöckler( 3lr.) 4770 St. Böhlmann gewählt. Düsseldorf. Wahlkreis 10. München- Gladbach. von Kehler ( Str.) wiedergewählt. Die als hölzerne Jochbrücke fonstruirte Oberbaum= Brücke soll durch einen massiven Neubau ersetzt werden, der auch zur Ueberführung der von Siemens und Halske geplanten elektrischen Hochbahn Zoologischer Garten- Warschauerstraße Platz bieten wird. Zur Herstellung einer Interimsbrücke oberhalb der abzubrechenden Brücke und zu den Kosten des Abbruchs der letzteren sollen 87 000 Mark zur Verfügung gestellt Württemberg. Wahlkreis 9. Babingen- Rottweil. Hauß- werden. mann( freis. Volfsp.) 9950 St., Kraus( nail.) 3200 St., Hilden- Die Vorlage wird angenommen. brand( Soz.) 1470 St. Haußmann gewählt. Für die Erbauung von 4 Rinderställen auf dem BiehHildesheim. Wahlkreis 13. Goßlar, Gellerfeld. Goßlar, Gellerfeld. Engels hofe werden 380 000 m. bewilligt. ( Rpart.) 5576 St., von Minnigerode( Welfe) 2074 St., Quensell Zur Verhandlung steht ferner der folgende Antrag Dinse ( freis. Voltsp.) 923 St., Wilfe( Soz.) 8490 St. Stichwahl zwischen und Genossen: Engels und Wilke. Lüneburg. Wahlkreis 14. Gifhorn, Peine, Celle. Rothbart( natl.) 5128 St., v. d. Decken( Welfe) 3329 St., Warnecke ( Soz.) 2911 St. zersplittert 419 St. Stichwahl zwischen Rothbart und v. d. Decken. Königreich Sachsen. Wahltr. 21. Annaberg. Stichwahl zwischen Dr. Böhme( N) und Grenz( S). Potsdam. Wahltr. 4. Prenzlau, Angermünde. v. Winterfeld( K) mit großer Majorität wiedergewählt. Osnabrück. Wahltr. 4. Osnabrück. Stichwahl zwischen Wamhof( N) und Frhr. v. Schele( W). Bayern, Mittelfranken. Wahlkr. 3. Ansbach Schwabach. Stichwahl zwischen Kröber( B) und Beckh( K 1. Bauernbund). Elian- Lothringen. Wahlfr. 14. Mez. Dr. Haas( flerifaler Elsässer) gewählt. Kommunales. Stadtverordneten- Versammlung. In den Verhandlungen der Berliner Stadtfynode find gestützt auf die Reichsgerichtsentscheidung betr. die Giltigfeit der Kirchen und Visitationsordnung für Brandenburg vom Jahre 1578, umfangreiche Forderungen an die Stadt Berlin, be treffend den Neubau von Kirchen, Pfarr häusern zc. gestellt worden. Die Versammlung ersucht den Magistrat um Auskunft darüber, was er in dieser Angelegenheit zu thun gedenkt oder schon gethan hat. Der Antragsteller weist zur Begründung des Antrags auf den Widerspruch hin, der darin liegt, daß die Gerichte die Verordnung von 1573 für giltig erklärt haben, während doch durch die Synodalordnung gerade wegen der Kirchenbaulast den Synoden das Besteuerungsrecht verliehen sei. Auf der letzten Sigung der Berliner Stadtfynode seien jetzt die ausschweifendsten Ansprüche an die Stadt erhoben, auch die Meinung geäußert worden, daß der Magistrat sich der gerichtlichen Entscheidung löblich unterwerfen werde und daß, wenn auch die andern, d. h. die Nichtevangelischen, wenn auch wider Willen, zu der Kirchenbaulast beitragen müßten, dies ein sehr rühmliches Zeugniß für die evangelische" Stadt Berlin sei. Oeffentliche Sigung vom Donnerstag, 16. Juni, das Erkenntniß des Reichsgerichts in Sachen der Johannis Nachmittags 5 Uhr. Der Saal ist nur schwach besetzt. " Stadtfyndikus Weise bemerkt, daß die Prinzipienfrage durch Evangelistgemeinde für die Stadt noch nicht ganz entschieden sei. Wenn auch hier nicht mehr viel zu hoffen sei, so werde Dem Kunsthändler Schulte war das Bild des Oberbürger- doch jede noch zulässige Maßnahme ergriffen werden, meisters von Fordenbeck für Zwecke der Lenbach- Ausstellung in um die der Stadt zugemuthete Belastung möglichst zu vermindern. verschiedenen Städten Deutschlands durch einen früheren Beschluß Gleichzeitig habe der Magistrat mit 58 märkischen Städten den der Versammlung überlassen worden. Da inzwischen zweifelhaft Minister um Schritte zur Aufhebung dieses veralteten Gesetzes geworden ist, ob der Stadt ausreichende Garantien gegen Ver- ersucht. Aus den Verhandlungen der Stadtfynode gehe hervor, luft oder Beschädigung des Bildes geboten sind, wird heute nach daß der Minister an eine Ablösung" dieses Rechtes der Kirchenfurzer Debatte der vorige Beschluß mit großer Mehrheit rück gemeinden denke. Die Ablösung" eines von der Stadt gängig gemacht. durchaus bestrittenen Rechtes sei etwas sehr Hartes und UnUnter Bezugnahme auf den Versammlungsbeschluß vom erfreuliches; die städtischen Behörden würden sich jedenfalls 12. Dezember 1889 ersucht der Magistrat die Versammlung, sich ganz energisch gegen den Versuch einer solchen Ablösung ſträuben. amit einverstanden zu erklären, daß nach der Auffassung und Ein Zurückgehen auf die Geschichte der hiesigen Kirchen habe Freilegung der Privat grundstücke an der Schloßfreiheit ergeben, daß bei den ältesten 8 Kirchen der Magistrat lediglich deren Gebäude mit einfachen gärtnerischen Anlagen als Patron die Baulast übernommen habe, niemals sei die poli versehen werde. Die kostenfreie Auflassung der betr. Privat- tische Gemeinde als solche in Anspruch genommen worden. Nach grundstücke sei seitens des Komitees für die Niederlegung der der Ansicht des Magistrats sei schon im achtzehnten Schloßfreiheit dem Magiftrat angeboten worden und der Abbruch Jahrhundert das alte märkische Provinzialrecht durch der Baulichkeiten ziemlich vorgeschritten. Die Kosten im eine neue Observanz, bie fich herausgebildet habe, Betrage von 8800 m. sollen aus dem Dispositionsqantum außer Kraft gesetzt worden. Auch aus diesem Grunde müsse oon 500 000 m. entnominen werden. Aus einem gleich nochmals die Frage durch alle Instanzen getrieben werden. Der seitig mitgetheilten Ministerialerlaß geht hervor, daß die Magistrat freue ich keineswegs über den bisherigen Ausgang unentgeltliche Abtretung des fiskalischen Grundstücks, auf der Sache, halte denselben vielmehr für betrübend, auch für die velchem sich jetzt das Helms'sche Restaurant befindet, der Stadt- Kirchengemeinden selbst. Das gute Einvernehmen der Stadt gemeinde schon längst zugesagt ist. Der Erlaß, in welchem dem behörden mit den evangelischen Kirchengemeinden sei dadurch Magistrat die entsprechende Entschließung des Kaisers vom auf's Spiel gesetzt. Bisher seien übrigens direkte Anforderungen 21. Dezember v. J. mitgetheilt wurde, datirt bereits vom an den Stadtsäckel noch nicht in größerem Umfange gestellt 13. Januar 1893. Sein Schlußsah lautet:„ Ueber die Zeit worden. der Auslassung des Grundstücks an die Stadtgemeinde wird noch Der Antrag ist damit erledigt. besondere Bestimmung ergehen." In bezug auf die Müllabfuhr hat der Magistrat nach Stadtv. Hütt will die Vorlage nur unter der Bedingung der Ablehnung der Vorlage, betreffend die Errichtung eines Müllgutheißen, daß der Magistrat sofort auch die nöthigen Schritte einschiffungs- Plazes auf dem Stralauer Anger zwei anderweitige hue, um auch die Freilegung des Helms'schen Grundstücks zu Vorschläge an die Versammlung gelangen laffen. 1. sollen erwirken. Es solle daher im Antrage des Magistrats das Wort 100 000. bewilligt werden, um Versuche zur Verbrennung Privatgrundstücke" ersetzt werden durch sämmtliche Grundstücke". des Hausmülls unter Leitung eines geeigneten Technikers Stadtrath Voigt bestreitet, daß der in Frage tommende Ge- anstellen zu lassen; 2. wird die Anstellung praftischer Verfuche meindebeschluß eine gleichzeitige Freilegung sämmtlicher mit dem von dem Direktor der städtischen Straßenreinigung Grundstücke vorausseye. Mit den Arbeiten zum Kaiser- Wilhelm- Schlosty tonstruirten Müllsammel- Apparat und event. Denkmal werde wahrscheinlich schon im nächsten Frühjahr be auch ähnlichen Apparaten befürwortet und die Bewilligung von gonnen werden. Die Niederlegung des Helms'schen Gebäudes 4000 W. für diesen Zweck beantragt. jei also nur eine Frage fürzester Zeit. " 1 Bayern, Oberbayern. Wahlkr. München I. Wahlberechtigt 33 345 Personen; abgegebene Stimmen 17 282. Davon erhielt Burkhardt( Kartellkandidat) 5747 St., Leib( fathol. Antisemit) er verweist mit diesem auf den Umstand, daß eben noch die 3966 St., Birt( Soz.) 8069 St. Stichwahl zwischen Birk und Burkhard. Großherzogthum Seffen. 9. Wahlkreis Mainz. Jöst( S.) 8940, Braun( St. und Kartell mit tons.) 5052, Slanger( 3) bäudes ein. 5176, Schäfer( FB.) 2041, Böckel( Antisemit) 203. Vier Orte fehlen. Stichwahl zwischen Jöst und Braun ist sicher. Elfak- Lothringen. Straßburg. Wahlkreis 8. Stadt Straß burg. Dr. Petri( 9.) 6698, Bevel( S.) 6206, Dr. Müller- Simonis ( Bentrum) 3399. Stichwähl zwischen Petri und Bebel. Württemberg. 1. Wahlfreis. Stuttgart. Siegle( N.) 10863, Kloß( S.) 14 443, Haußmann( FV.) 6108, Gröber( 3.) 876, Nübling( A.) 493. Stichwahl zwischen Siegle und Kloß. Düsseldorf. Wahlkr. 5. Essen a. d. Ruhr. Definitive Ergebnis. Abgegeben 45 042 Gt. Davon erhielt Fr. Alfr. Krupp ( N) 19 484, Gerh. Stöbel( 3) 19 447 St., Reit entfiel auf die Kandidaten anderer Parteien. Stichwahl zwischen Krupp und Stößel. 0 Nach dem von Herrn Schlosfy fonstruirten Apparat wird an der jetzt üblichen Art des Einsammelns der Abgänge in den Häusern im Allgemeinen nichts geändert und bleibt das Müllfammelgefäß in den Häusern für die zentrale Benutzung der fämmtlichen Haushaltungen bestehen, behält die Form des gegen wärtigen eisernen Behälters; der eiserne Kasten wird aber durch einen in einem eisernen Rahmen liegenden Sad von Asbestgewebe ersetzt, welcher Abmessungen von 60 Zentimeter Seitenlänge und Höhe und unten eine eiferne Fußplatte hat. Der ge füllte und zugebundene Sack kann ohne Staubentwicklung vers laden und braucht erst dort wieder geöffnet zu werden, wo der Jubalt endgiltig abgelagert werden soll. Stadtv. Talke äußert sich im Sinne des Stadtv. Hütt; Hintersront des Helms'schen Restaurants neu abgeputzt und in Stand gesetzt werde, so daß es den Anschein habe, als richte man sich noch auf ein jahrelanges Weiterbestehen des GeStadtv. Löw el ist für einstweilige Ablehnung der Vorlage. In der Abstimmung wird der Antrag Hütt Talte und mit dieser Modifikation die Vorlage angenommen. Die Straßen der Stadtbahn" foll nunmehr auf der bisher dem Verkehr verschlossenen Strecke zwischen önigsgraben und Kaiser Wilhelmstraße re- Stadtv. Schwalbe wünscht für diese Verbrennungs- Vergulirt und eröffnet werden. Nach erfolgter Besißnahme des fuche eine besondere Sachverständigen Kommiffion, während bisher militärfiskalischen Mehlmagazins( Am Königsgraben 16) Stadtvv. Jacobi und Dinse, fowie Stadtrath Meubrink vill der Magistrat die erforderlichen Arbeiten beschleunigen und die unveränderte Annahme der Vorlage im Interesse der Beersucht die Versammlung um ihre Zustimmung zum Verkauf der schleunigung dieser Versuche empfehlen. niederz legenden Baulichkeiten auf Abbruch und um Bewilligung von 62 500 M. für die Regulirungsarbeiten. Eine zweite Straßendurchlegung betrifft die Gormann, Fürstenthum Lippe( Detmold). Rietehoff( R) 6700, itraße. Um nämlich die ehemaligen Thorstraßen von ihrem Uhlendorf( F) 4500, Schnittger( S) 1200 St. Hietehoff ge- bermäßigen Verkehr zu entlasten, ist für die Lothringerstraße, wählt. bis wohin die Verlängerung der Gormannstraße bereits beschlossen Lieguit. Wahltr. 4. Bunzlau- Lüben. Bunzlau Lüben. Schmieder( FB) ist, die Verbindung der Schönhauser Allee und Chorinerstraße 3462, Leupold( u. Bund) 3571, Stolpe( S) 1980, Lux( 3) 256, einerseits und der Rosenthaler- und Gormannstraße andererseits zersplittert 13 St. 8 unbedeutende Ortschaften fehlen noch. erforderlich. Der Magistrat unterbreitet nunmehr der Versamm Stadt Lüben und Rogmau. Schmieder 1212, Leupold 606, Stolpe lung den Entwurf zur Gestschung von Baufluchtlinien für die 149 St. Stichwahl zwischen Schmieder und Leupold sicher. Durchlegung der Gormannstraße von der Lothringer- bis zur Oppeln. Wahlfr. 12. Meisse. Stiftsrath Horn( 8) 9041, Chorinecitraße. n. Suene 1801, E. Richter( FV) 861, Bebel( G) 713 St. Die Wahl von Horn ist gesichert. 2 " B Der Magistratsantrag betreffs der Müll- Verbrennungsversuche wird angenommen. Bezüglich der zweiten Vorlage beantragt Stadtv. Wohl gemuth, das Wort„ eventuell" zu streichen, damit die Verfuche auch auf andere Apparate ausgedehnt werden müssen. Gegen den Schlosty'schen Vorschlag hat der Antragsteller namentlich deshalb Bedenken, weil der Apparat nach den Ausführungen des Herrn Schlozky zur Schonung des Asbeststoffes ein Verbot des Hineinwerfens von Glasscherben u. dgl. erfordert; Redner hält solches Verbot für undurchführbar und den Apparat für werthlos, wenn er ohne dasselbe nicht zu gebrauchen wäre. Stadto. Spinola tritt diesem Antrage bei. Die Vorlage betr. die Straße An der Stadtbahn" geht auf Die Vorlage wird unter Streichung des Wortes eventuell" Antrag Selle an einen Ausschuß von 10 Mitgliedern; die angenommen. Düsseldorf. Wablfr. 1. Lennep Mettmann. Stichwahl andere Vorlage wird unverändert angenommen. Noch in diesem Monat tommt der Bau der zweiten städtizwischen Reinhard Schmidt( FV) und Meist( S). An die Berliner Kanalisation sollen angeschlossen schen Volksbadeanstalt, an der Schillingsbrücke gelegen, zur Cöslin. Wahltr. Cöslin, Colberg, Görlin, Cublig. Die werden der im Nordwesten Berlins auf dem rechten Spreeuser Vollendung. Diefelbe ist für den Osten und Südosten der Stadt Wahl v. Gerlachs( S) ist sicher. belegene Theil des Charlottenburger Weichbildes, der bestimmt. Für den Süden und Südwesten soll auf dem GrundBreslau. Wahlkr. 6. Stadt Breslau, öftl. Theil. Defini- im Westen und Norden von dem neuen Verbindungskanal, von ftücke Wafferthorstraße 46 eine dritte Boltsbadeanstalt tives Ergebniß. Abgegeben 24 759 St. Davon erhielten der Berliner Weichbildgrenze und von der Spree umschlossen errichtet und das Grudstück für 375 000 m. angekauft werden. Tischlermeister Tutzauer- Berlin( S) 12 698 St., Ober- Regierungs- wird, ferner das zur Gemeinde Lichtenberg gehörige Gebiet, In Verbindung mit dieser Vorlage steht ein Antrag der Hath v. Hofe( R) 5213 St., Dr. Asch( FV) 3714 St., Megner( 3) das im Norden durch die Frankfurter Chaussee, im Osten durch Stadtvv. Reichnow und Genossen: 1552 St., Postassistent Schulze- Frankenstein( Deutsch- foz.) 1484 St. die Ringbahn, im Süden und Westen durch die Gemeindegrenzen Bersplittert 98 St. Tuyauer gewählt. von Borhagen- Nummelsburg und Berlin begrenzt und im wesentlichen mit dem Namen" Friedrichsberg" bezeichnet wird, sowie endlich eine Strecke der Frankfurter Chaussee östlich der Ringbahn auf ungefähr 450 Meter. Der Anschluß an Die Kanalisation soll nach dem Vorbilde und auf Grundlage der mit Charlottenburg und Schöneberg bestehenden Werträge bewirkt Die Verfammlung beschließt nach dem Antrage Geride. Der Stadtv. Wohlgemuth beantragt Ausschußberathung. Vorstand fezt sofort die Zusammenfeßung des Ausschusses fest, Der Anschluß des betr. Theils von Charlottenburg folle auf in denselben wird auch Stadtv. Singer deputirt. grund eines zwischen beiden Städten im Jahre 1885 abeschlosse Die für das Gewerbegericht im Hause Stralauer nen Vertrages erfolgen; dieser Vertrag sei mit der veränderten Gestaltung der Kanalisationsverhältnije nicht mehr ganz vereinbar und müsse revidirt werden. Thatsächlich komme jetzt der Charlottenburger Hauseigenthümer durch den Wertrag weit besser weg, als der angrenzende Berliner Besizer. Bayern. Pfalz. Wahltr. 1. Speyer. Frankenthal. Stich wahl zivischen Elemin( N) und Ehrhardt( S). Fürstenthum Schaumburg- Lippe. v. Dheimb( R. Bund der Landw. u. natlib. Startell) 8199 St. Langerfeldt( liberal) 2603 St., Flöther( S) 1801 St. Stichwahl zwischen v. Dheimb und Langerfeldt. werden. Erfurt. Wahlkr. 1. Nordhausen Stadt und Land. Nitt meister Struse( tons., natt. Kartell) 4491 St., Dr. Schneider( FB) 3656 St., Glocke( S) 8301 St. Die Ergebnisse aus 2 Ort schaften stehen allein noch aus, ändern aber am Endergebniß nichts. Stichwahl zwischen Kruse und Schneider. Erfurt. Wahltr. 8. Mülhausen, Langensalza, Weißensee. Stichwahl zwischen Klemm( part. mit fart. tonf., Bund der Landw. u. natt.) und Neustergerling( S) ist sicher. Oppeln. Wahlfr. 1. Kreuzburg, Rosenberg. Erbprinz Kraft Die Versammlung beschließt nach dem Antrag Wohlgemuth; zu Hohenlohe( S) gewählt. die Wahl oes Ausschusses von 15 Mitgliedern erfolgt durch den Oppeln. Wahlkr. 5. Beuthen, Tarnowih. Stichwahl Borstand; dem Ausschüsse gehört auch Stadtv. Vogtherr an. zwischen Samula( P) und Nerlich( 3). Für die Herstellung von je zwei Tobzellen und einer Württemberg. Wahlkreis 7. Nagold.Neuenburg. v. Gült. Wärterstube in den Stellergeschossen der Pavillons XI und XII lingen( part.) 8280 St., Gleß.( freis. Boltsp.) 6550 St. Ersterer des Krankenhauses im Friedrichshain werden gewählt. 4800 M. gefordert und ohne Debatte bewilligt. Den Magistrat zu ersuchen, bei der Erbauung einer neuen Bolts- Badeanstalt auf die Errichtung von Dampfbädern im Interesse der Kranken Bedacht zu nehmen. Stadtv. Gericke ersucht, die Vorlage und den Antrag einem Ausschusse zu überweisen, um die Kostenfrage für das Grundstück recht gründlich zu prüfen. Aus dem gleichen Grunde ist Stadtv. Schönflies für Ausschußberathung. straße 3-6 gemietheten Sofalitäten haben sich bereits als unzulänglich erwiesen, da die Amtsgeschäfte sofort einen ganz un vorhergesehenen Umfang angenommen haben und der Verkehr des Publikums ein so starker geworden ist, daß die daraus entsprungenen Uebelstände schleunigster Abhilfe bedürfen. Der Magistrat schlägt vor, für 6000 m. jährlich eine Reibe weiterer Räume der ersten Etage des Vorderhauses des Grundstücks vom 1. Juli d. J. bis zum 31. März 1898 zu vermiethen. Stadtv. Borgmann: Die Vorlage entspricht allerdings einem dringenden Bedürfniß, wird ihm aber lange nicht vollständig gerecht. Es hat sich gezeigt, daß das Gewerbegericht bei der guten Aufnahme, die es seitens der Betheiligten gefunden an verein geboten hatte. In der Versammlung, die den Ausstand beschloß, fiel das entscheidende Wort:„ Wir sind es überdrüssig, 18 Fr. den Tag abzuliefern, wenn wir nur 15 Fr. einnehmen." Alle den Aktiengesellschaften gehörenden Droschten sollten heute hat, sich noch immer mehr ausdehnen wird, und die zu er- und die Verbreiter derselben find natürlich weder verhaftet, noch miethenden neuen Räumlichkeiten werden unzweifelhaft nicht nur haben sie zu befürchten, daß man ihnen einen Prozeß macht. nicht bis 1898 ausreichen, sondern fie reichen nicht einmal für Wenn zwei daffelbe thun, ist es eben nicht dasselbe. das augenblicklich bereits vorhandene Bedürfniß hin. Es fehlt jekt vollständig an einem Raum, in dem sich die ein- In bezug auf die Mittheilung über den Schlächter- feiern, nur die 1200 Droschten der Erwerbsgenossenschaften und berufenen Richter aushalten können; sie müssen auf den meister Heider in der Grünauerstraße 31 hat sich trot unserer die 553 Eigenfutscher sollten fahren. Statt 11-12 000 wären Rorridoren, auf den Treppen verweilen, bis fie die Aufforderung der betreffende Berichterstatter nicht gemeldet, und nur 1632 Wagen auf dem Pflaster gewesen. Doch ist der AusReihe tommen. Dieser auf die Dauer unhaltbare Zustand ist daher für bestimmt anzunehmen, daß derselbe uns belogen stand nicht allgemein. Der vornehmliche Grund der so oft wird auch durch die Vorlage nicht beseitigt. Es soll hat. Wir ersuchen daher unsere Genossen, Herrn Heider als wiederkehrenden Kutscherausstände ist in der großen Gründerei allerdings ein Wartezimmer eingerichtet werden, aber auch dann Opfer einer Lüge zu betrachten, und ihm nach wie vor ihre unter dem zweiten Raiserreich zu suchen. Damals sahen sich ist doch blos ein Warteraum vorhanden, und entweder die Kundschaft zuzuwenden. alle Fuhrherrn genöthigt, ihre Betriebe der mit Ausschlußrecht Richter oder die Parteien bleiben auf die Treppen und Korridore Einen verwegenen Fluchtversuch unternahm am Donners: ausgestatteten Droschten- Aktiengesellschaft abzutreten. Diese verangewiesen. Der Kontrakt follte also nicht auf fo lange Zeit tag Morgen das zehnjährige Kind Frieda Klamm aus der im puffle 40-60 m. in einem riesigen Börsenschwindel, arbeitete festgelegt werden, der Magistrat aber Borsorge treffen, möglichst vierten Stod des Hauses Oranienstraße 147 belegenen mütter. aber mit Berlust, weil sie eines ganzen Schwarmes Angestellter bald das Gewerbegericht in größeren, ordentlichen Räumen unterlichen Wohnung. Das Mädchen war schon wiederholt fort- und Aufseher bedurfte. Selbst die Erhöhung der Fahrpreise zubringen, damit die Parteien nicht ferner genöthigt sind, sich auf gelaufen, und wollte sich wiederum der Aufsicht entziehen. Obund Aufseher bedurfte. feizte sie nicht in den Stand, auch nur eine der Straße oder in den umliegenden Destillationen aufzuhalten, gleich nur die Ausgangsthür offen stand, sürchtete es der Be- die Kutscher gedrückt, fie müssen gewöhnlich 12-15 Fr. den scheidene Dividende zu vertheilen. Deshalb wird auf wenn sie das Gewerbegericht in Anspruch nehmen müssen. gegnung der heimkehrenden Mutter auf der Treppe und beschloß, Stadtv. Sa ch 3 u bittet um die Annahme der Vorlage: über die benachbarten Dächer hinweg zu entfliehen. Die Kleine Tag abliefern, an Sonn- und sonstigen günstigen Tagen viel die neuen Räume würden mindestens dem bringendsten Bedürfniß band an ein Fensterkreuz eine Schnur, um sich zunächst auf ein mehr, felbft bis 40 Fr. Außerdem haben fte etwa 2 Fr. täglich welche die Berlegung der 24 Prozeßabtheilungen des Amts- fie fich aus dem Fenster geschwungen, da riß der Bindfaden, sie bestens 20 Fr. müßte der Rutscher jeden Tag einnehmen, um bes abhelfen. Er bittet aber unter Hinweis auf die Schwierigkeiten, zwei Stock tiefer belegenes Binkdach hinabzulassen. Kaum hatte an Trinkgeldern für Stalknechte und Wagenpuyer, sowie für Vervollständigung der Nahrung des Pferdes auszugeben. Mingerichts I in das Hotel Germania für die Justizpflege geschaffen fiel und blieb mit verftauchten Füßen auf dem Dache liegen. ftehen zu können. Aber dies ist nicht leicht möglich, ba fchon hat, den Magistrat schon jetzt, wo man sich noch im Provisorium unter Buhilfenahme von Leitern wurde sie heruntergeholt; ihr unter dem Kaiserreich der Droschtenbetrieb wieder freigegeben befinde, auf die Errichtung eines eigenen Gebäudes für Bustand giebt zu ernsten Bedenten teine Veranlassung. das Gewerbegericht Bedacht zu nehmen, damit die Stadt werden mußte, und deshalb jest 11 000-12 000 Droschten in auch dem Fistus zeige, daß fie gewillt und im stande ist, die Rechtsprechung in würdigen Räumen stattfinden zu lassen. Die Vorlage wird genehmigt. 9 Zur Errichtung der Schuh- und Erfrischungs halle im Treptower Part, die im Prinzip von der Versammlung bereits am 9. März d. J. genehmigt ist, beantragt der Magistrat nunmehr die Bewilligung der auf 33 000 m. ver: auschlagten Kosten. Die Halle wird zwischen dem am Karpfen teich entlang führenden Weg und dem Spielplatz errichtet. Zur Freilegung der Schönhauser Allee auf der Strecke von der Danzigerstraße bis zur Buchholzerstraße soll das erforderliche Terrain von den Vorgartenbefizern zum durchschnittlichen Preise von 5 M. pro qm und gegen Uebernahme der Regulirurg der Bürgersteige erworben werden. Beide Vorlagen werden ohne Debatten angenommen. Schluß 73/4 Uhr. Lokales. ba be= Durch einen Ballon der Militär- Luftschiffer- Abtheilung Betrieb find. Die ehemals bevorrechtete Gesellschaft hat ihre ist Donnerstag Nachmittag die Fernsprech Werbindung 5000 Droschten behalten, neben ihr sind mehrere andere Aftienzwischen Rathenow und Brandenburg unterbrochen gesellschaften entstanden, die ihre Kutscher und Pferde kaum worden. Gegen 2 Uhr Mittags versuchten die Infassen des besser behandeln. Daher die stetige Unzufriedenheit der Ballons bei dem dicht bei Rathenow gelegenen Dörfchen Kutscher." Bamme zu landen. Dabei verwickelte sich der Anker in den Telephondraht und zerriß denselben. Der Ballon erhob sich hierauf mit rasender Geschwindigkeit. Die Landung der Luftschiffer ist gegen 5 Uhr Nachmittags zwischen Steckelsdorf und Wudicke erfolgt. Polizeibericht. Am 15. d. M. Vormittags versuchte ein zehnjähriges Mädchen sich mittels eines Bindfadens aus dem Fenster der im 4. Stock des Hauses Oranienstr. 147 belegenen Wohnung seiner Mutter auf das etwa zwei Stock tiefer belegene Dach des Nachbargrundstücks hinabzulassen. Hierbei riß jedoch der Bindfaden, das Mädchen fiel auf das Dach herab und erliti eine bedeutende Verlegung am Fuße. In der Nacht zum 16. d. M. wurde in der Prenzlauer Allee das Pferd eines Geschäftswagens scheu und ging durch. Der auf dem Wagen sigende Schlächter Breitenfeld und sein Begleiter sprangen vom Wagen herab und erlitt Ersterer anscheinend innere Verlegungen. Laufe des Tages fanden vier Brände statt. Soziale Ueberlicht. Im Achtung! Bergolder! Bei der Wichtigkeit, die einer eingehenden Statistit beizumeffen ist, erwarten wir von allen Rollegen, daß sie sich aufs gewissenhafteste an der Aufstellung der Statistik betheiligen und demgemäß die Formulare ordnungsgemäß an die Vorstände und Zahlstellen abliefern. Eine neue Bahlstelle ist bei Günther Josefstr. 10, eröffnet worden. zu. 02& stoll sintegrad stora Versammlungen. Central- Kranken- und Sterbekaffe der Tischler und anderer gewerblicher Arbeiter. Berlin D. Mitglieder- Bersammlung Sonntag, den 18. Juni, Bormittags 10 Uhr, Perlebergerstr. 18. Allgemeine Branken- und Sterbekasse der Metallarbeiter( E. S. 29 Samburg), Filiale Berlin 6. Sonntag, den 18. Junt, Vormittags 10% Uhr. Große außerordentliche Versammlung bei Keller, Bergstraße 68. Tagesordnung: Bortrag des Herrn Dr. Rubinstein über„ Arbeit und Musteltraft. Allgemeine Kranken- und Sterbekaffe der Metallarbeiter( E. H. 29), Filiale 2. Sonntag, den 18. Juni, Borm. 10 Uhr, Außerordentliche Mit glieder- Bersammlung in Krösche's Salon, Fichteftr. 29. Tagesordnung: Wahl Ser Ortsverwaltung Kranken- und Begräbnißkaffe des Vereins sämmtlicher Berufshalen( Verwaltungsstelle 4), Sonnabend, den 17. Junt, Abends 9 Uhr, Flottwellstr. 5 bei Bartelt. Allgemeine Branken- und Sterbekaffe der Metallarbeiter( G. H. 29 Hamburg), Berlin Filiale 5. Sonnabend, den 17. Suni, Abends 9 Uhr, Alte Schönhauferstraße 42 bei Reimann. Mitglieder- Bersammlung. Tagesordnung: 1. Rassenbericht, 2. Vorstandswahl. Branken- und Begräbnißkasse des Vereins fämmtlicher Serufshlaffen, Berwaltungsstelle Berlin 3. Jeben 1. und 3. Sonnabend im Monat Babltag im Lokal kaffee Humboldt", Usedomftr. 83. Fachverein der hrmacher etc. Sonnabend, den 17. Junt, Abends 9 Uhr, Bersammlung bei Wienecke, Alte Jatobitr. 83. Bortrag des Genoffen Soffmann über die Sozialdemokratte auf dem Sande" ftraße 15. Berfammlung. Tischlerverein. Sonnabend, den 17. Junt, bends 9 Uhr, Melchiors Schäftebrande. Berein der Arbeiter und Arbeiterinnen, Sonntag, den 18. Junt, Vormittags 10 Uhr. Generalversammlung bei Mathies, Walfir. 20. Abends 9 Uhr, Bereinsversammlung bei Dehlmann, Münzftr. 11. unters Heuer Berliner Bandwerker- Verein. Sonnabend, den 17. Juni, baltungsabend. Sund der geselligen Arbeitervereins Berline und mgegend. Sonntag, den 18. Juni, Bormittags 10 Uhr. Große Berfammlung, Arminballen, Kommandantenfir. 20. Vortrag: Streiflichter der Geschichte." Sonntag Bormittag 10 Uhr Herr G. Schäfer den Vortrag über:" Warum flegte das Cbristenthum über das flaffisch- humanistische Seidenthum Sozialdemokratischer Agitation overein für Arnowalbe- Friedeberg .-. tagt heute bei Tempel, Langestr. 65, Abends 9 Uhr. In der Humanistischen Gemeinde, Kommandantenstr. 79, hält am nächsten Die Hauptschlacht ist geschlagen, aber der Kampf ist noch nicht beendet. Noch dürfen die Genossen sich nicht der Ruhe hingeben, faum der durch die Anstrengungen der letzten Beit wohl verdienten Erholung eine Stunde weihen, denn es gilt, noch mehr als bisher alle Kraft bis aufs äußerst e einzusehen, um die Erfolge des Hauptwahltages in Sicherheit zu bringen. Die Berliner Genossen haben mit Leichtigkeit den IV. und VI. Wahlkreis Berlins behauptet, jetzt aber gilt es, auch die vier anderen Kreise Berlins zu er obern, ebenso wie die beiden Berlin umschließenden Wahlfreise Niederbarnim und Teltow Beesfow- Gharlottenburg. Jedes Genossen Pflicht ist es, zu den Stich wahlen seine ganze Kraft in den Dienst der Partei zu stellen, und besonders legen wir diese Pflicht den Genossen bes 4. und 6. Wahlkreises ans Herz; nachdem sie ihre Kreise unserer Der Streit der Bergleute im Kladnoer Revier nimmt Partei gesichert, haben sie jezt den Genossen der Nachbar Man beürchtet, daß er sich über das nördliche und west: freise hilfreich zur Seite zu stehen. Es zeigt sich liche Kohlengebiet Böhmens ausdehnen wird. Die Polizei hat hier die Macht der Solidarität des klassen durch Versammlungsverbote große Erbitterung hervorgerufen. bewußten Proletariats, daß jede Errungenschaft, die ein Theil erwirbt, ein Sporn dazu ist, sie auch über das ge= Der Streik der 500 Lohgerber Brünns ist siegreich Verein deutscher Schuhmacher. Bersammlungen. Montag, den 19. Junt, [ ammte Bolt auszubreiten. Doch wir haben nicht nöthig, beendet. Errungen wurde: Verkürzung der Arbeitszeit um einens 8% Uhr. Filiale Stopnickerstr. 100 bet Gründer( fr. Mundt). dieses den Genossen noch besonders zuzurufen; sie tennen ihre Stunde täglich; Sonnabend wird nur neun Stunden gearbeitet Ethische Gesellschaft. Am Sonntag, den 18. Junt, Abends 8 Uhr, Pflicht, zumal der Wahlkampf sie zu vollster Begeisterung ent-( eine Stunde weniger als andere Tage), die Sonntagsarbeit ist Rosenthalerstr. 38. Bortrag des Herrn Waldeck Manaffe über„ Der Kampf flammt hat. Der 24. Juni wird den Erfolg des Kampfes geigen. abgeschafft; ein Minimallohn für Hilfsarbeiter von 6 Fl. ums Dasein". Nach dem Vortrag gemütliches Beisammensein. Ein gemeinsamer Siegesjubel möge die Genossen der sechs Berliner 30 Kreuzer pro Woche; eine Lohnerhöhung für gelernte Arbeiter und der beiden Nachbartreise vereinen! mit höherem Lohn von 50 Kreuzer pro Woche; doppelte Bezahlung der Ueberfeierabendarbeit. Der Kampf war ein hartdie Berkürzung der Arbeitszeit zugestehen, von einer Lohnnäckiger. Nach 14 tägiger Dauer wollten die Fabrikanten nur erhöhung war noch feine Rede. vergebens andere Arbeitskräfte suchten und sahen, daß die ArDie dritte Woche aber, als sie beiter aller Länder ihre kämpfenden Klassengenossen unterſtüßen, brach ihr Muth zusammen. Wir danken Euch, Genossen in Deutschland, für Guere Opferwilligkeit und versprechen von nun an, treue Mitkämpfer der organisirten und fämpfenden Arbeiterklasse zu bleiben und stets unsere Pflicht zu thun. Auf zum Siege! Die Genossen des 4. und 6. Berliner Wahlkreises werden von dem Vertrauensmann für den Kreis NiederBarnim ersucht, fich am 18. Juni recht zahlreich an der Verbreitung des Flugblattes zu betheiligen. Achtung! Die Vertrauensleute des Kreise3 Nieder Barnim werden ersucht, sich am Sonnabend, den 17. Juni, Abends, vor der öffentlichen Kreisversammlung bei Dstar Schulze, Friedrichsberg, Friedrich- Karlstr. 34, einzufinden. 6 Uhr. Weißensee: Treffpunkt Pfeifen- Müller. Abmarsch früh Pantow: Treffpunkt Hermann Sonntag, Wollantstr. 115. Abmarsch früh 6 Uhr. Reinickendorf: Treffpunkt Böttcher's Seeschlößchen, Martstraße 1. Abmarsch früh 6 Uhr. Rummelsburg: Treffpunkt Borchmann, Berlinerstr. 88. Abmarsch früh 7 Uhr. Oranienburg. Genossen, welche gewillt find, am Sonntag, den 18. d. M. wieder an der Verbreitung eines Flug blattes theilzunehmen, werden ersucht, zu dem hier früh 6 Uhr 20 Min. oder 6 Uhr 58 Min. eintreffenden Zuge fich einfinden zu wollen. Da die Zahl der zielbewußten Genossen hier sehr Schvach ist, so erfuchen wir die Berliner Genoffen, sich recht zahlreich zu betheiligen. Treffpunkt bei Mohaupt, Ranal Straße 67. I Filiale 2, Bergstr. 68 bei Reller. " Literarisches. von der ,,, Gleichheit", Zeitschrift für die Interessen der Ar beiterinnen( Stuttgart, J. H. W. Dietz' Verlag) ist uns soeben die Nr. 12 des 3. Jahrgangs zugegangen. Aus Inhalt dieser Nummer heben wir hervor: Wahlrecht Wehrrecht. Pharisäer und Heuchler. Die Sozialdemos tratie. Feuilleton: Das Korn. Von Graf Leo Tolstoi. -Arbeiterinnen- Bewegung.- Kleine Notizen, Von der Neuen Zeit"( Stuttgart, J. H. W. Diet' Verlag) ist soeben das 38. Heft des 11. Jahrgangs erschienen. Aus dem Inhalt heben wir hervor: Gin ver bienter Erfolg. P. 2. Lawroff. Brief aus Amerika. Von F. A. Sorge. Die Weltanschauung Henrik Ibsen's. Von R. Saitschik( Bern). Bu„ Die Nationalisirung der Gesundheitspflege". Literarische Rundschau.- Feuilleton: Die sozialen Bustände im Reich vor dem Einfall der Barbaren. Von Dr. Paul Ernst.( Fortsetzung.) Depeschen. Privat Telegramme des Vorwärts". " M " Wien. 16. Juni. Die liberale Wiener Presse ist ganz bes stürzt. Die Neue Freie Presse" sagt:" Das Ergebnis ist eine einzige große Ueberraschung. Der Gewinn der Sozialdemokratie übersteigt bei weitem alle Erwartung. Er bildet das eigentliche Merkmal des Wahlkampfes." Für die Siegreichen: Anton Sytora. Parteigenoffen und Genoffinnen des Kreises NiederBarnim. Zwar nur wenige Stimmen haben uns zum Sieg im Ueber den Streik der Berglente Fünfkirchens wird erften Wahlgang gefehlt; dennoch bedarf es des Zusammenhaltens der Frankfurter Zeitung" aus Budapest geschrieben: Ginem aller Kräfte, um in der Stich wahl den Sieg zu erfechten. Mitarbeiter des Pesti Naplo" gegenüber hat selbst der BergDie Genossen und Genofsinnen des Wahlreises und Berlins werden bauptmann Kamill Kaufmann, der Delegirte des Ministererfucht, fich Sonntag, den 18. Juni, zur Verbreitung eines Flug präsidenten, gestehen müssen, daß ein großer Theil der blattes in folgenden Lokalen recht zahlreich einzufinden: Beschwerden der Fünfkirchener Bergleute beFriedrichsberg: Treffpunkt Ostar Schulze, Friedrich- rechtigt fei. So schienen die Löhne nicht eingehalten zu Karlstraße 34; Bernhard Lange, Wartenbergstraße 67; Abmarsch werden, große Lohnabzüge seien üblich und die Beamten früh 6 Uhr. gingen unmenschlich mit den Arbeitern um. In seinem offiziellen Bericht freilich schiebt Herr Kaufmann die ganze Schuld auf ausländische Agitatoren, welche die Arbeiterschaft beherrschen und ein Lohnminimum von 2-3 Gulden erzwingen wollten. Von diefem offiziellen Bericht beeinflußt scheint auch der Handelsminister Bela Lukacs zu sein, der nach der Mittheilung des Deputationsführers Bernat die Deputation mit den Worten empfing: Das Protokoll der Arbeiterversammlung ist von einem Sozialdemokraten verfaßt worden." Auf die bitteren Klagen Bernat's, daß die Kinder der Arbeiter hungerten, machte der Minister eine abwehrende Handbewegung und sagte:" Gehen Sie arbeiten!" Was Wunder, daß dann einer der erbitterten Arbeiter dem Minister zurief: Wir können auch außerhalb des Bergwerks Suigers sterben! Wir werden morden und stehlen, wenn wir fein Brod bekommen. Jin Buchthaus giebt's wenigstens zu Briefkaffen der Redaktion. effen!" Nach den Nachrichten hat die Donau- DampffchifffahrtsGesellschaft schon einige Konzesionen gemacht, von welchen man Joseph Schm. 1. Geldansprüche fönnen Sie leider schiverdie baldige Beilegung des Streits erhofft. Jedenfalls enthalten lich mit Aussicht auf Erfolg geltend machen. 2. Der Antrag auf sich die Behörden auf grund höherer Weisungen jeder schärferen Bestrafung würde Erfolg haben, wenn der Sachverhalt so, wie Maßregel gegen die Streikenden. So ist auch die Abschiebung der von Ihnen geschildert, bewiesen werden sollte. Ortsfremden von Tag zu Tag verschoben worden. Handels- 3. 100. Rigdorf. Was Sie unter Klagen mit einem minister Lufacs, sonst ein sympathischer und eifriger Mann, Objett von 500 m. bei einem Kriminalgericht" verstehen, ist untranft wie fein Vorgänger an dem nationalen Vorurtheil, daß verständlich. die Ansprüche des Arbeiters auf menschenwürdige Existenz ausländischen Ursprungs und deshalb schlechtweg zu verwerfen feien. Den ungarischen Arbeiter ist der gnädige Herr" gewöhnt, mit Fußtritten zu behandeln. Nun ist aber die Arbeiterschaft nicht mehr rein ungarisch und slovakisch, sondern vielfach von sozialistisch infizirten" Deutschen durchsetzt, und diese sind unverschämt genug, leben zu wollen. Mit der Zeit werden davon auch die ungarischen Arbeiter angesteckt, und so werden sich denn auch die ungarischen Behörden, selbst so unerhört große Herren, wie Gendarmen und Stuhlrichter daran gewöhnen müssen, mit folgende Beträge ein: dem Arbeiter wie mit einem Menschen umzugehen. Für den Am Tage der Wahlschlacht am Stammtisch im Augustiner Handelsminister aber, glauben wir, blühen in Ungarn noch ganz durch Herzfeldt 65,-. Drei Golche und so heißt er 2,50. G. St. 4 andere Lorbeeren, als daß er seine Kraft an das ebenso ge- durch F. Gleinert 3, Justiz 10,- Gefangverein Gleichheit hässige als aussichtslose Wert hängen sollte, die sozialistische Be- 10,-. Von den Glasarbeitern Gichstedt 7,40. Glück auf zum wegung von Ungarn fernzuhalten." Sieg! Einige Deutsche und 2 Schiveben, gef. d. Janssen in Gotenburg 14,-. Gesangverein" Gerstenähre" bei einer verregneten Landpartie 8,20. Ges, von den Tischlern von Hartwig und Schirmer 5,60. Gef. von den Textilarbeitern der Leipzigerftraße 5,90. Cooperativa tipografica Roma durch Pietri Mandre Friedrichshagen: Treffpunkt Restaurant Blanke früh 7 Uhr. " Der Vertrauensmann beskreises Nieder- Barnim. Zu den Ausschreitungen der Sozialdemokratie zählt die Vost" die Vorkommnisse in Klausthal und anderen Orten, wo die Arbeiter die bubenhaften Angriffe der gebildeten" Gegner und ihrer Meute fräftig zurückschlugen. Die Vorgänge in Blumberg und Blankenburg find mehr nach dem Herzen des konservativen Blattes, ebenso wie die Robheiten des Pastors Jefraut 2c. Die Burschen, welche in Klausthal das Bergfach er lernen sollen, erfrechten sich, dem Beispiel, das seinerzeit die „ ordnungsfreundlichen" Leipziger Studenten gaben, nachahmen und ältere, erfahrene und rechtschaffene Bergleute auf unvers schämteste Weise beeinflußen zu wollen. Da tamen sie aber bei diesen schön an; die Bergleute behandelten sie, wie man dumme Jungen behandelt. Wenn von Ausschreitungen gesprochen wird, muß man überhaupt in erster Reihe die Freunde und Gesinnungsgenossen der Post" nennen. Melent. Die Gerichtstoften müssen Sie vorläufig verauslagen, dann durch das Gericht seitseßen lassen und vom Gegner beitreiben. Briefkaffen der Expedition. In unserer Expedition gingen zum Bahlfonds ferner In der katholischen Kirche zu Rigdorf wurden am Sonntag Nachmittag sozialdemokratische Flugblätter verbreitet. Ju Paris streifen die Kutscher der großen Kompagnien, Die Verbreiter derfelben wurden verhaftet und sehen einer An- die zusammen etwa 5000 Wagen befizen. Ueber die Ursache des flage wegen Kirchenschändung entgegen. Go hörten wir eben Ausstandes wird der Boss. 8tg." aus Paris unterm 12. Juni einen Genossen aus Nixdorf erzählen. Wir hatten uns jedoch mitgetheilt, daß er eine Folge des großen Rennpreises vom lezten 45,05. verhört, denn wie der betreffende Genoffe uns berichtigt, waren Sonntag wäre. Die Droschkengesellschaften ließen die Kutscher Summa 176,65 M. Bereits quittirt 9042,-.; in Summa es nicht sozialdemokratische Flugblätter, sondern des Zentrums, für diesen Tag 21,75 Fr. zahlen, statt der 20 Fr., die deren Fach- 19218,65 m. Freie Volksbühne.tung! Niedorf Zentral- Kranken- und Am Sonntag, 18. Juni, Nachm. 22 Uhr, findet für die 1. Abtheilung Sterbekasse der Tischler ( rothe Karten) eine Vorstellung im National- Theater statt. Zur Aufführung gelangt: Der Richter von Zalamea. Schauspiel in 3 Aufzügen von Calderon de la Barca. Musik von Kapellmeister Adolf Wiedecke. Die Hauptrollen liegen in den Händen der Damen Emma Samp und Sophie Burska; der Herren Gustav Kober und Erich Schmidt vom Lessing- Theater, Hummel, Direktor Samt und Wesselsky vom NationalTheater. Achtung! Königsbank, 117 Große Frankfurterstraße 117. Sonntag, den 18. Juni: Achtung! Grokes Sommerfelt, arrangirt vom Verein der Ost- und Westpreussischen Sozialisten Berlins und Umgegend und dem Ost- und Westpreussischen Männer- Gesang- Verein ( Mitgl. d. Arb.-S.-B.). 254/13 Grosses Garten- Konzertu. SpezialitätenVorstellung. Die Mufit wird von Zivil- Berufsmusikern ausgeführt. n. anderer gewerbl. Arbeiter. ( Dertl. Verwaltung Rigdorf). Mitglieder- Versammlung am Sonntag, den 18. Juni cr., Vorm. 10/2 Uhr, b. Hoffmann, Bergstr. 133 ( fl. Saal.) Tagesordnung: 1. Neuwahl des Gesammtvorstandes. 2. Verschiedenes. Es ist Pflicht der Mitglieder, zu er scheinen. Mitgliedsbuch legitimirt. 4246 Die Ortsverwaltung. Große öffentliche Versammlung der Glasergesellen Berlins heute, Sonnabend, Abends 8½ Uhr, in" Gratweil's Bierhallen", Rommandantenstraße Nr. 77/79. Tagesordnung: 1. Vortrag des Genossen Herrn Fritz Hansen über:" Zivilisation u. Selbstmord". 3. Verschiedenes. Damenhüte, Knaben- u. Mädchenhüte garnirt und ungarnirt, sowie Herrenwäsche und Kravatten 2c. empfiehlt zu besonders billigen Preisen Th. Sabor, Oranienstr. 204 zwischen Heinrichsplatz und Manteuffelstrasse. Jede Uhr 8852L zu repariren und reinigen kostet bei uns unter Garantie des Gut gebens nur 1 Mk.50 Pfg.( außer Bruch), fleine Reparaturen billiger. Großes Lager neuer und gebrauchter Uhren, getragene Uhren von 5 M. an. Neue silb. Cylinder- Remontoirs, 6 Steine, on 14 M. an, do. 10 Steine, von 16 M. an, goldene Damen- Remontoirs, 14- Rarat Gold v. 24 M. an. Gold- und Silberwaaren in gr. Auswahl zu Fabrikpreisen E. Rothert& Stolz, 1. Geschäft: Andreasstr. 62 Uhrmacher. 2. " Chausseestr. 78. Uhren u. Goldwaaren Georg Wagner Oranienstr. 63, I. in bester Ausführung zu den billigsten Preisen. Silb. Cylinder- Remontoir 12,75 M. Massiv gold. Trauringe, 1 Dukaten 10,50 M., 11, Duk. 15,50 M., 2 Duk. 20 M. Im großen Saale von 6 Uhr an Tanz, Herren die daran theilnehmen, Bur Dedung der Unkosten findet Allgemeiner Hilfsarbeiterzahlen 50 Pf. nach.- Die Kaffeeküche ist von 2 Uhr an geöffnet. Eröffnung 2 Uhr. Anfang 4 Uhr. Billets à 20 Pf. sind zu haben beim Kassirer E. Rott, Münche bergerstraße 29 v. 4 Tr. und C. Klein, Bergstraße 66 v. 3 Tr. bei Schulz, sowie in allen mit Plakaten belegten Handlungen. Der etwaige Ueberschuß wird zur Agitation verwendet; bei ungünstiger Witterung findet das Konzert im Saale statt. Hierzu ladet freundlichst ein Achtung! Das Komitee, Achtung! Oeffentliche Volks- Versammlung für den Kreis Nieder- Barnim! Am Sonnabend, den 17. Juni, Abends 9 Uhr: Oeffentliche Kreisversammlung zu Friedrichsberg im Saale des Herrn Westphal, Frankfurter Chauffee 120. Tellersammlung statt. 165/8 J. A.: H. Hennig. Zentral- Kranken- u. Sterbekasse der Tischler u. ( Oerti. Verwaltung Berlin C.) Mitglieder- Versammlung am Sonntag, den 18. Juni, Vorm. punkt 11 Uhr, bei Lehmann, Rreuzbergstraße 48. Tagesordnung: 1. Wahl der gesammten Ortsverwaltung und Beitragsammler. 2. Verschiedenes. 302/4 Die Ortsverwaltung. u. Arbeiterinnenverein Berlins und Umgegend. VEREIN DER MAURER 25 Marken z. quittiren von ParteiBeiträgen empfiehlt allen Genossen die Quittungsmarken und Kautschuk- Stempelfabrik von Conrad Müller, Schkendih- Leipzig. Mitglieder- Versammlung Sonntag, den 18. Juni, Vormittags 10 Uhr, beim Kollegen Wendt, Cös160/18 linerstr. 17. Tagesordnung wird in der Versammlung bekannt gemacht. Wir erWir er: Preisliste gratis und franto. suchen unsere Mitglieder vollzählig zu erscheinen. Gäste haben Zutritt. Die Alle Uhren( 35830L Kollegen, welche länger als 3 Monat werden sauber und sorgfältig reparirt mit den Beiträgen im Rückstande sind, unter Garantie des Gutgehen für ersuchen wir, ihren Verpflichtungen 1,50 Mark( außer Bruch) bei W. Winkler, nachzukommen Der Vorstand. Berlin N., Reinidiendorferstr. 2 g, Achtung! Parquetbodenleger! gegenüber der Dankes- Kirche. 1. Die Stichwahl. Referent Reichstags- Kandidat Arthur Stadt- 3entral- Kranken- u. Sterbekasse am Sonntag, den 18. Juni, findet Lager aller Arten Uhren, Uhrketten hagen. 2. Diskussion. 8. Verschiedenes. Der Vertrauensmann. Mitglieder- Versammlung der Holz- und Bretterträger Berlins u. Umgegend am Sonntag, den 18. Juni, Vorm. 10 Uhr, im Lokale des Herrn Otto Klein, Schönleinstraße 6. Zages Ordnung: 1. Vereinsangelegenheiten. 2. Aufnahme neuer Mitglieder. 3. Verschiedenes. 179/12 Um zahlreiches Erscheinen ersucht Der Vorstand. J. A.: P. Karnal. Achtung! Achtung! Versammlung 869/8 der Tischler u. s. w. Oertliche Verwaltung Berlin D. Mitglieder- Versammlung am Sonntag, den 18. Juni, im Vormittags 10% Uhr, Victoria- Salon, Perlebergerstr. 18. Tagesordnung: 1. Kassenbericht vom 1. Quartal. 2. Festsetzung der Gehälter. 3. Wahl der Ortsverwaltung. 4. Verschiedenes. 303/4 Die Ortsverwaltung. Zentral- Kranken- u. Sterbekaffe des sozialdemokratischen Agitations- Vereins für den der Tischler n. s. w. Wahlkreis Arnswalde- Friedeberg. am Sonnabend, den 17. ds. Mts., Abends 81/2 Uhr, bei Tempel, Langestr. 65. Zages Ordnung: 1. Vortrag über: Das Ergebniß der Reichstagswahlen unter spezieller Berücksichtigung unseres Kreises. 2. Verschiedenes. 3. Verschiedenes u. Fragetasten. Der Vorstand. Achtung! Maurer! Sonntag, den 18. Juni, Vorm. 10/2 Uhr, bei Prochnow, Sebastianstr. 39: Mitglieder- Versammlung ( Bahlstelle Oertliche Verwaltung Beriin H. Mitglieder- Versammlung am Montag, den 19. Juni, Abends 81/2 Uhr, b. Schweitzberger, Röpenickerstraße 3( am Schlesischen Thor). Tagesordnung: 1. Festsetzung der Gehälter für die zu wählende Ortsverwaltung. 2. Wahl d. gesammten Ortsverwalt. 3. Wahl des Vertrauensarztes. Mitgliedsbuch legitimirt. des Zentralverband. deutsch. Maurer Berlin II.) sind alle Witglieder unbedingt verTages Ordnung: O 245/15 1. Bortrag des Rollegen Schigolski über: Warum sind wir arm". 2. Diskussion. 3. Gewerkschaftliches. Jeder Maurer hat Zutritt. Neue Mitglieder werden aufgenommen. Der Bevollmächtigte. Bentralverband d. Textilarbeiter Deutschlands Filiale Berlin. Sonnabend, den 17. Juni, Abds. 81/2 Uhr, Der wichtigen Tagesordnung wegen pflichtet, zu erscheinen. 306,6 außerordentliche Morgensprache bei Schöning, Stallschreiberstr. 29, statt. Die Kollegen der Fabrik von Kampfmeier sind hierzu freundlichst eingeladen. 316/5 Freireligiöse Gemeinde. Sonntag, Bormittags 10 Uhr Rosenthalerstr. 88: Vortrag des Herrn Dr. Bruno Wille: Moderne Götterdämmerung. Gäste sehr willkommen. Zum 4272L* Roth. Cylinderhut Hüte mit Arbeiter- Kontrollmarks. Größte Auswahl. neben Frifter Staligerstraße 131, und Rohmann Wilhelm Zapel, sutmacher. Name, Straße und Hausnummer zu Bitte sehr, recht genau auf 416/5 achten. Steppdecken Schlafdecken und ( mit fleinen Farbenfehlern) spottbillig in der Deckenfabrik von J. Brünn, Hackescher Markt Nr. 4. ( Stadtbahnhof Börse.) 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Rassireis von Pincenez. 38882 für Schneiderin 8 M. 7-8 Uhr statt. Carl Lux, 34. Chausseestr. 34. Bitte genau auf No. 34 zu achten. Zum Arbeiter- Freund. Zentral- Kranken- u. Sterbekasse der Tischler u. s. w. in ,, Heise's Salon", Lichtenbergerstraße Nr. 21: Oertliche Verwaltung Berlin F. Versammlung. Tagesordnung: 1. Bortrag. 2. Diskussion. 3. Raffenbericht vom 1. Quartal. 4. Der Streit in Barmen. 5. Die Gründung eines einheitlichen Arbeitsnachweises. Um zahlreiches und frühes Erscheinen ersucht Der Bevollmächtigte: E. Siebert. Mitglieder- Versammlung am Sonntag, den 18. Juni cr., Vorm. 10 Uhr, in ,, Nagel's Salon", Schwedterstr. 23. Tagesordnung: 1. Feitstellung der Vergütigung für die Verwaltungsmitglieder. 2. Wahl der gesammten Ortsverwal tung und Beitragsammler, sowie des Vertrauensarztes. Achtung, Maurer! Maurer! Sonntag, den 18. Juni, Vormittags 10 Uhr: 2 Versammlungen des Vereins zur zu Wahrung der Interessen der Berliner Maurer. 1. Für den Norden und Weißensee in Kuhlmey's Salon, Schönhauser Allee 28. 2. In Friedrichsberg in Spitzig's Salon, Frankfurter Allee. Tagesordnung in beiden Versammlungen: 1. Bortrag über:" Die verschiedenen Formen des Klassenkampfes. 2. Diskussion. 3. Vereinsangelegenheiten. Sämmtliche Maurer dieser Bezirke sind hierdurch dringend eingeladen. Mitglieder werden aufgenommen. Der Vorstand. 381/1 Möbel, Spiegel und Polster- Waaren. Ausstattungen in Mahagoni u. Nusbaum; Küchenmöbel empfiehlt; Preislisten auf Wunsch franco. Berlin S.0., Franz Tutzauer, nidertr. 25. Möbel- Magazin. Eigene Tischlerei. Fr. Janitzkow, NW., Thurmstr. 45. 3. Verschiedene Kassenangelegenheiten. Es ist Pflicht eines jeden Mitgliedes, erscheinen. Mitgliedsbuch legitimirt. 304/7 Die Ortsverwaltung. MonatsVersammlung der Vergolder am Montag, den 19. Juni, Abends 82 Uhr, bei Scheffer, Inselstr. 10. Tagesordnung: 1. Bortrag des Herrn Dr. Pinn über die französische Revolution. Distufſion. 8. Abrechnung vom Stiftungsfest. 4. Berschiedenes. NB. Billets zum Sommervergnügen können dort in Empfang genommen werden. Gäste sehr willkommen. 353/13 Polsterwaaren. Eigene Werkstatt. Grösster Kleiderbazar rothe der Neuzeit. Siegfried Bornstein 201 Oranienstr.201 eleganteste, billigste und beste Bezugsquelle für Herren- und KnabenGarderobe. Maassbestell. ohne Preiserhöhung. Besichtigung meiner großen Läger jedermann gestattet. 4328L* 201. Oranienstraße 201. von 6000 jung Stalizerstr. 132. 48532* Größtes Lager Berlins Staare, junge, 1 Mart. Schnelle, Kinderwagen. Andreasftr. 23.5 p Neue Hosen! Hosen! Herren- u. Knabengarderoben ze., sehr billig. Pfandleihe Skaliker4313L* Araße 13, 1 r. hoch modern, Kinderwagen pott billig, Niederwallstr. 11 vorn 1.[ 3106* J. Semmel, Oranienſtr. 55, am Morigplay, pr. Zahn- Arzt. Spr. 8-6. Sonnt. 9-1. Theilzahlung gestattet. * Dr. Hoesch, homöopath. 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