Nr. 142. Erscheint täglich außer Montags. Preis pränumerando: Biertels fährlich 8,30 Mart, monatlich 1,10 mt, wöchentlich 28 Bfg fret in's Haus. Einzelne Nummer 5 fg. Sonntags- Nummer mit tlluftr. Sonntags- Beilage Neue Selt" 10 Bfg. Boft- Abonnement: 8,30 Mt.pro Quartal. Unter freuzs band: Deutschland u. Defterreichs Ungarn a Mt., für das übrige Ausland 8 Mt.pr.Monat. Eingetr. in der Boft- Bettungs- Breisliste für 1898 unter Str. 6708. Vorwärts 10. Jahrg. Infertions- Gebühr beträgt für di fünfgefpaitene Betitzeile oder berea Maum 40 Bfg., für Vereins- unt Bersammlungs- Anzeigen 20 Pfa Fnferate für die nächste Nummer müffen bis 4 Uhr Nachmittags in ber Expedition abgegeben. werden. Die Erpedition ift an Wochens tagen bis 7 Uor bends, an Sonnund Fefitagen bis 9 Uhr Bormittags geöffnet. fernfprecher: Amt I. 4186. Telegramm- Adresse: Sozialdemokrat Berlin Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Reduktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. An die Wahlkomitee's unserer Partei! Auch über den Ausfall der Stichwahlen bitten wir uns sofort nach dem Bekanntwerden telegraphisch Nachricht zu geben, soweit es sich um Stichwahlen handelt, in denen Kandidaten unserer Partei in Frage kommen. Die Telegramme find wiederum zu adressiren: Dringend Sozialdemokrat Berlin. Diejenigen Wahlkomitee's, denen telegraphische Nachricht über den Ausfall der Berliner Stichwahlen erwünscht ist, wollen uns dies per Postkarte mittheilen. Die Parteipresse wird um Abdrud gebeten. Das Wahlrecht in Gefahr. Dienstag, den 20. Juni 1893. Expedition: SW. 19, 33euth- Straße 3. Wahltyrannei treiben, zu gute fommen. Es ist ja selbstrebend, hat das Nachsehen. Er mag sich schweigend aussaugen daß maffenhaft Arbeiter entlaffen würden, die einen fozial- laffen. demokratischen Stimmzettel abgeben. Vielen ist aber selbst diese Reform" noch lange nicht genügend. Sie wollen das Wähler! Ihr habt es in der Hand, die Stichwahlen Macht die schäbigen ganze allgemeine Wahlrecht abschaffen. Die Beantwortung der zum glücklichen Ende zu führen. Frage nach einem Ersatz ist verschiedenartig; am meisten Machenschaften der Wahlrechtsfeinde zu nichte und zeigt am neigt man sich der Ansicht zu, einen Extrakt aus den Land: 24. Juni, daß Ihr dem herrschenden System entgegenstellt tagen als Reichstag funktioniren zu laffen. Die Einzel- das völkerbefreiende, demokratische, die Klassenherrschaft zerLandtage sollen die Reichstags Abgeordneten wählen ein trümmernde System des Sozialismus. Plan, der übrigens sehr viele Schwierigkeiten hat. Dafür ist auch das Ziel defto verlockender; würde man doch auf diese Weise einen Reichstag zusammenbringen, der nicht einen einzigen Sozialdemokraten zählt. Das wäre doch schon des Schweißes der Edelen" werth." Wähler, seid auf der Hut, die Staatsstreichler wühlen raftlos weiter. Unumstößlich fest steht es, daß sie Hand legen wollen an das höchste, an das einzige politische Recht der Boltsmaffe, an das Wahlrecht. Wie sie es zu Grunde richten wollen, die Reaktionäre aller Schattirungen, darüber. mögen sie noch uneins sein. Sicher aber ist, daß sie einen Gewaltstreich planen. 9 Kommt in den Stichwahlen eine Rartellmehrheit, eine konservativ nationalliberale Hurrah Majorität zu stande, dann wird dieser Gewaltstreich verwirklicht, und die rohe Gewalt des Geldsacks, des Junkerthums, der Baumwoll- und Kohlenritter triumphirt über den Kulturfortschritt, über die Freiheit. Politische tebersicht. Berlin, ben 19. Juni. Die Wahlergebnisse aus 396 Kreisen sind bis zu dieser Stunde bekannt. Der offiziöse Telegraph meldet: 213 Kandidaten find gewählt. In 183 Wahlkreisen finden Stich wahlen statt. Den einzigen noch ausstehenden Wahlkreis vertrat bisher ein Welfe. Gewählt find: Konsers vative 50, Reichspartei 9, Nationalliberale 18, Freifinnige Vereinigung 8, 3entrum 81, Freisinnige Voltspartei 0, Sozialdemokraten 24, Polen 13, Elfäffer 6, Antifemiten 2, Däne 1, Welfen 0, Süddeutsche Volkspartei 4, Bund der Landwirthe 1, bei feiner Fraktion 1. An den Stichwahlen sind betheiligt: 59 Konservative, 9 Bund der Landwirthe, 10 Reichspartei, 73 Nationalliberale, 82 Zentrum, 84 Sozialdemokraten, 14 Freifinnige Vereinigung, 37 Freisinnige Volkspartei, 11 Polen, 16 Antifemiten, 9 Welfen, i Elsässer, 10 jüddeutsche Volkspartei, 1 bei teiner Fraktion." Ein Mahnwort zu den Stichwahlen. Der Vorwärts" hält, wie unsere Leser wissen, seine Mittheilungen betreffs der Gefährdung des allgemeinen Wahlrechts aufrecht, auch gegenüber der Dementirung des Polizeipräsidenten. Das polizeiliche Dementi betrifft, so schrieben wir, nur die Form der Mittheilung. Herr Ob schrittweise oder mit einem Schlage das Wahlvon Richthofen ist nicht allwissend, und unsere Wahlrechts- recht zerstört wird, ist eine Frage zweiten Ranges. Wie notiz ist ebenso echt wie der Brief des Prinzen Albrecht", die siebengefcheidten Staatsweisen des Rückschritts sich erschrieb der Vorwärts". schöpfen in tausend Pfiffen und Kniffen, um das Wahl- Die Stichwahlen müssen die Entscheidung darüber Nun wird der ultramontanen Rö In. Bolts- recht zu erdrosseln, man sieht es. Die geheime Wahl, bringen, ob eine Hurrahmehrheit oder eine Majorität gegen Zeitung zu den offiziösen Behauptungen das Reichs- dieser naturnothwendige Schutz gegen die Obmacht des Militärvorlage und Staatsstreichgelüfte in den Reichstag tags- Wahlrecht sei keineswegs in Gefahr aus Berlin ge- maßregelnden, bedrückenden, verfolgenden, bösartigen Unter einziehen wird. Die Pflicht Aller, denen das Wohl der schrieben: nehmerthums, gegen die Späher und Angeber, die den Masse und die Zukunft Deutschlands am Herzen liegt, ist " Wir wollen niemandem rathen, auf diese Dementis fleinen Beamten, den Staatsarbeitern auflauern, fie foll es, dafür zu sorgen, daß die Opposition siegreich aus Häuser zu bauen. Wer nämlich in hiesigen Regierungstreifen beseitigt werden. Schulze und Gendarm, Wertmeister und der zweiten Wahlschlacht hervorgeht. Je mehr Sozialverkehrt, wird kaum einen einzigen Anhänger des allge. Landrath, Obersteiger und Bergassessor, sie sollen wissen, demokraten in der Stichwahl fiegen, desto günstiger meinen Wahlrechts antreffen. Fast alle Leute machen das Reichs- wie der Arbeitsmann wählt. Die Folgen tann Jeder sind die Aussichten der Gegner jeder Mehrbelastung und tags- Wahlrecht für sämmtliche Kalamitäten, unter denen Reichs sich an den Fingern abzählen. regierung und Reich leiden, verantwortlich. Es ist zweifellos, Volksbedrückung. Die Stichwahlen finden am 24. Juni statt, an daß diese Stimmung über kurz oder lang in irgend einer Form Oder in der landtäglichen Herenküche soll ein Säftchen einen geseggeberischen Niederschlag finden wird. Wenn gekocht werden, worin feine Spur vom Gifte" des SoziaWenn gekocht werden, worin feine Spur vom Gifte" des Gozia- einem Sonnabend, diesem Lieblingstage reaktionärer das dementirt wird, so zucken wir fühl die Achseln. Man lismus sein wird, siebenfach gesiebt und" destillirt. Und das Wahlmacher, am Tage der Lohnauszahlungen, wo der Arleugnet fo etwas ja so lange ab, bis eine bes ausgebeutete Bolt soll diefem erzkapitalistischen Klüngel aller beiter am wenigsten Zeit hat. Nur in Frankfurt a. M. treffende Vorlage ausgearbeitet wird. Wer volksfeindlichen Strebungen und Gewalten wehrlos aus- ist nach Wolff's Telegraphen- Bureau die Stichwahl auf den sich aber bemüht, die Stimmungen tennen zu lernen, kann mit 23. Juni angesetzt. In Bayern ist der Stichwahl- Termin, viel mehr Sicherheit sagen, was später paffiren wird. Der geliefert werden, ein zur Schlachtbank geführtes Opfer! Merger unserer Regierungsfreise über das allgemeine Wahl- Andere Spießgesellen des Despotismus wollen das 26. Juni festgesetzt. Ebenfalls findet in Weimar die Stitch da der 24. Juni ein Feiertag( Johannistag) ist, auf den recht wird sich schon zu Gefeßentwürfen verdichten, sobald wir gleiche Wahlrecht abschaffen, das heißt, der Zensus, wahl am 26. Juni statt. Troß des für den weitans größten nur eine passende Mehrheit, etwa nur eine Kartellmehr der Geldsack soll entscheiden. Je höher das Einkommen, Theil Deutschlands in Frage kommenden ungünstigen Wahlheit, im Reichstage haben. Ich habe in Kreisen hiesiger hoher desto größer das Wahlrecht! Die Krupp und Bleichröder, termins werden die Wähler der Reaktion die Wege weisen. Staatsbeamten zwei Meinungen vertreten gefunden. Die die Stumm und Rothschild, die Fürst Pleß und die Hansemann, gemäßigte" Anschauung wollte nur" Die Minimal grenze des Wahlrechts vom 25. bis zum 30. LebensNufere Genoffen im Auslande. Aus Krakau 25. bis zum 80. Lebens- die Steaktionäre, die Boltsbedrücker, die Ausbeuter werden jahr ausdehnen und die geheime Stimmabgabe ab- dann wie im Landtage, nein, noch viel mehr sogar als unter geht dem Vorwärts" folgende Drahtnachricht zu: schaffen. Dies würde am meisten den Konservativen und dem jezigen Klassenwahlsystem der Landtage, die Entscheidung Mit froher Hoffnung nehmen wir Antheil an dem Wahl den Nationalliberalen als den Parteien, die vorzugsweise in der Hand haben, und der Proletarier, der fleine Mann fiege der deutschen Sozialdemokratie. Möge es auch uns in Feuilleton. Nadbrud verboten.) Die Fabriklerin. Erzählung aus dem schweizerischen Volksleben von einem Baseler Arbeiter. ( 4 Wohl war Schmeichler bereits jeden Abend in seinem Zimmer, trieb jedoch daselbst durchaus nichts Verdächtiges, sondern las gewöhnlich in einem Buche, schrieb wohl auch hie und da Briefe. Eines Abends erlebte Karl ein lustiges Abenteuer. Da es zur Zeit des Vollmondes war, hatte er sich schon früh zeitig auf seinen Lauscherposten begeben, denn sobald der Mond aufgestiegen, wäre es schwierig gewesen, an seinen Posten zu kommen, ohne von jemand entdeckt zu werden. Eine Stunde mochte Karl ungefähr auf seinem Bosten zugebracht haben. Der Mond war inzwischen aufgestiegen und beschien mit seinem milden Lichte das Dorf und seine Umgebung. Da, es ging bereits gegen 11 Uhr, nahte sich jemand vorsichtig bem Birnbaum, auf welchem Karl saß, und blieb unmittelbar muter demselben stehen, aufmerksam nach dem Dorfe spähend. Eine Weile blieb es nun still, da wurde es im benachbarten Garten ebenfalls lebendig und die Gestalt eines verliebten Dorfjungen wurde bald darauf sichtbar und übersprang behende den die beiden Gärten trennenden Stafetenhag, um in die Arme seiner auserkorenen Geliebten zu eilen. Und nun entspann sich eine jener Liebesszenen, wie sie " unter jungen Leuten eben vorkommen und die näher zu Abreise heran, ohne daß er nur das Geringste entdeckt beschreiben wir unterlassen wollen. hätte. Genug, als das Liebeln und Küssen auch gar kein An diesem Tage befand sich Karl begreiflicherweise in Ende nehmen wollte, riß Karl sachte eine Birne vom Baume großer Aufregung. Ruhelos wanderte er umher und faum los und warf fie so geschickt zwischen das Liebespärchen hatte sich die Dämmerung auf das Dorf herabgesenkt, als hinab, daß er das Mädchen gerade auf die Nase traf. er wieder auf der Lauer saß. Heute fühlte er indeß die Mit einem unterdrückten Schreckensruf riß sich diese nun Kälte nicht, die seine Finger beinahe erstarren ließ, denn aus den Armen ihres Liebhabers los und griff nach der ihn bewegte nur ein Gedanke und machte ihn gegen alles Nase. Tiefe hatte indessen keinen Schaden gelitten und als andere unempfindlich, der Gedanke nämlich: Schmeichler der Bursche den Gegenstand, welcher die unsanfte Störung seines Verbrechens zu überführen, koste es was es wolle. verursacht hatte, aus dem Grase aufhob, brachen die beiden in ein Richern aus; denn daß die Birne jemand heruntergeworfen, davon hatten sie natürlich keine Ahnung. etwas in Schmeichler's Zimmer regte, nicht einmal ein Stunde auf Stunde ging jedoch vorüber, ohne daß sich Licht wurde angesteckt. Schmeichler mußte gar nicht zu einem langen Kusse und auch Karl kletterte von seinem Gleich darauf trennte sich das verliebte Pärchen mit Sause sein. luftigen Size herunter und begab sich zur Ruhe. Da es hatte bereits 11 Uhr geschlagen hörte er jemand das Zimmer betreten und gleich darauf wurde es Noch manche Woche beobachtete Karl unablässig das hell. Es war Schmeichler, welcher wahrscheinlich irgendwo Treiben Schmeichler's, als er jedoch auch gar nichts Ver- seinen Abschied gefeiert hatte, denn er befand sich, wie Karl dächtiges wahrnahm, begann sich sein Eifer allmälig in sofort bemerkte, in angeheitertem Zustande. Wuthlosigkeit umzuwandeln. Nachdem Schmeichler die auf dem Tische stehende Da kam ihm etwas zu Dhren, was ihm zu neuem Lampe angezündet, starrte er eine Weile in Gedanken vers Gifer antrieb: Schmeichler hatte seine Stelle in der Fabrik gekündigt und eine solche in 2. angenommen, wohin er in einem Monat zu übersiedeln gedachte. Nun galt es auf der Hut zu sein und den Verbrecher nicht entwischen zu lassen, wäre doch in diesem Falle die Hoffnung auf Rosa's Befreiung für immer dahin gewesen. Indeß die kostbare Zeit verstrich und obschon der Bucklige Abend für Abend auf dem Baume saß und sich beinahe die Augen ausstarrte und dabei fror wie ein nasser Budel denn es war inzwischen Herbst und empfindlich falt geworden, so nahte doch der Tag vor Schmeichler's junken vor sich hin. Endlich aus seinem Brüten aufwachend, ging er zur Thüre und verschloß dieselbe sorgfältig von innen, dann schickte er sich an, einen gegen das Innere des Hauses gehenden Wandschrank zu öffnen und die darin hängenden Kleidungsstücke herauszunehmen. In diesem Momente trat die Sichel des Mondes zwifchen den Wolken hervoz und überfluthete Schmeichler's Bimmer mit seinem Lichte. Dies schien ihn erst darauf aufmerksam zu machen, daß er vergessen hatte, die Läden zu schließen, welches Ver säumniß er dann auch sofort nachholte, zum großen Schrecken des Desterreich beschieden sein, gleich Euch in kürzester Zeit das Barlament zu erobern, die morsche Stütze der Bourgeoisie zu zertrümmern! Hoch das allgemeine Wahlrecht, Hoch der internationale Sozialismus! Sozialdemokratische Voltsversammlung Krakau. Aus Tortona( Italien) wird uns unterm 20. Juni depeschirt: Aus vollem Herzen spenden wir heute den tapferen Streitern für Freiheit und Gerechtigkeit unseren Beifall. Hoch die Sozialdemokratie! Die Mailänder Genossen drahten: Die Sozialisten Mailands veranstalteten zur Feier des Wahlsieges eine große öffentliche Rundgebung. Hoch der Sieg der deutschen Sozialdemokratie! Aus Castiglione Fiorentino( Italien) geht uns folgendes Telegramm zu: Die demokratische Union der Provinz Arezzo, unter ihnen Mitkämpfer Garibaldi's, schickt brüderlichen Gruß den deutschen Genossen. Die verschiedenen Rassen eint die Wölferverbrüderung. Die Genossen in Czernowi( Bukowina) telegraphiren: Mie dort Ihr, Alle hier Gleichfalls handeln sollten, Wie wir dann den Bourgeois Mores lehren wollten! Frisch voran, Mann für Mann, Die Entscheidung naht. Wahlspruch sei: Gleich und frei, Hoch Proletariat! Herzlichste Glückwünsche zu Eurem Siege und zu den bevorstehenden Stichwahlen. Hoch die internationale Sozialdemotratie. die Veröffentlichung der bekannten Militärgerichts- Urtheile handelte. So schrieb z. B. die konservative Hallesche Zeitung" in einem ihrer Extrablätter: Der sozialdemokratische Kandidat für Salle, Kunert, ist heute Abend unter der Anflage der Verleitung zum Diebstahl verhaftet worden und wird morgen nach Breslau abgeführt. Es handelt sich nicht um die bekannten Militärgerichts- ErTenntnisse, von welchen Kunert seinerzeit im Reichstage Mittheilung machte", sondern, wie wir aus bester Quelle erfahren, um Anleitung zum Diebstahl, also ein gemeines Vergehen! Einem solchen Mann feine Stimme! Alle Mann an die Urne! gegen den Frieden und die Ordnung vor allem in Deutschs land zu verstärken, jener rothen Alliance, die es den Massen, auf deren Bethörung fie es abgesehen hat, tonsequent verschweigt, in welchem Maße unheilvoll die Entfaltung der rothen Fahne mit der Aufschrift Krieg den Palästen und Friede den Hütten" in erster Linie für diejenigen Klaffen der Bevölkerung werden muß und bereits geworden ist, als deren berufene Vertreterin sie sich ausschließlich mit Unrecht aufspielt." 0 Die Sozialdemokratie, die den Massenmord bekämpft, die den Völkerfrieden und die Völkerverbrüderung auf ihre Fahne geschrieben hat, schreitet unaufhaltsam vorwärts Diese schimpfliche Rampfesweise der Gegner richtet sich troß aller Bossenreißer und Soldschreiber der Bourgeoisie. selbst. Ebenso brauchen wir über die Ansicht der Breslauer Bartbefaitete Reptiliengemüther, die von internatio Staatsanwaltschaft, Kunert für fähig zu halten, einen Dieb- nalen Regierungstrinkgeldern leben, müssen stahl von Akten anzuftiften, auf deren Inhalt er im sich darüber entrüsten, daß unsere Brüder draußen uns Reichstage, also öffentlich selber Bezug nahm, kaum ein helfen. Wenn aber die Pindter auch noch so ärgerlich Wort zu verlieren. Wenn auch die Weisheit der Juristen sind, der 15. Juni hat gezeigt, wem das Volk Vertrauen schon auf Schritt und Tritt mit dem Rechtsbewußtsein der schenkt. Boltsmassen in unlösbarem Widerspruch steht, so bekennen wir, daß die Breslauer Staatsanwaltschaft mit ihrem Vorgehen gegen Kunert eine Leistung vollbracht hat, wie sie uns bisher noch nicht vorgekommen ist. Das deutsche Heeres- Erfahgeschäft im Jahre 1892. dem Bundesrath ist die Uebersicht der Ergebnisse des Heeres Ergänzungsgeschäfts für das Jahr 1892 zugegangen. Danach wurden in den alphabetischen Die National- Zeitung", die es wurmt, daß wir und Restantenlisten geführt 1 463 495 Mann. Davon entdie Zukunftsstaats- Debatten einen faulen Bauber" genannt fallen auf das erste Armeekorps 56 859 Mann; auf das haben, schlägt die Lärmtrommel für ein Wahlbündniß aller zweite Armeekorps 71 440 Mann; auf das dritte 118 757 bürgerlichen Parteien gegen die Sozialdemokratie. Sie er Mann; auf das vierte 99 742 Mann; auf das fünfte flärt mit frommem Augenaufschlag, sie wolle den friedlichen 70 043 Mann; auf das sechste 98 518 Mann; auf das Rampf an der Wahlurne. Käme aber das Bourgeoisfartell siebente 122 490 Mann; auf das achte 82 164 Mann; auf nicht zu stande, so müßte sich die heutige Ordnung für das neunte 107 483 Mann; auf das zehnte 77 450 Mann, bankrott erklären. Und dann hieße es sich gegen die auf das elfte 81 044 Mann; auf die großherzoglich hessische Konkurserklärung schützen durch neue Ausnahme-( 25.) Division 30 615 Mann; auf das zwölfte( föniglich gesete und Sturz des Wahlrechts. Das ist sächsische) Armeekorps 94 912 Mann; auf das dreizehnte gleichfalls fauler Zauber. So oder so, kommt ein( föniglich württembergische Armeekorps 56 903 Mann; auf Kartell- Mischmasch zu stande, dann legt die Reaktion das das vierzehnte Armeekorps 65 400 Mann; auf das fünfzehnte Beil an die Wurzel der Volksrechte. Und eifrig schleift Armeekorps 17 535 Mann; auf das sechzehnte 9250 Wann; Die Redaktion des„ Brünner Boltsfreund" schon die Spießgefellin aller arbeiterfeindlichen Kliquen, die auf das siebzehnte 63 464 Mann; dazu kommen erstes National- Zeitung", des Beiles Schneide. königlich bayrisches Armeekorps 56 084 Mann; zweites sendet uns folgendes Telegramm: föniglich bayrisches Armeekorps 83 072 Mann. Von den Die Gegner der gewerblichen Sonntagsruhe fordern aufgeführten 1 463 495 Mann sind als unermittelt in den Herrn von Berlepsch auf, rasch mit seinen Entwürfen zur Restantenlisten geführt 44 932; ohne Entschuldigung ausRegelung der Sonntagsruhe in gewerblichen Betrieben" geblieben 114 554 Mann; anderwärts gestellungspflichtig herauszurücken, damit die Entwürfe der öffentlichen Kritik geworden 359 870 Mann; zurückgestellt 507 144 Mann; unterstellt werden könnten. Wir sind mit diesem Verlangen ausgeschlossen 1280 Mann; ausgemustert 30 043 Mann; einverstanden, freilich aus ganz anderen Gründen, als die dem Landsturm ersten Aufgebots überwiesen 118 312 Kölnische Zeitung". Diese und ihre großindustriellen Auf- Mann; der Erfahreserve überwiesen 81 349 Mann; traggeber find trotz aller Bugeständnisse der Regierung, die der Marine Ersatzreserve überwiesen aus der seemännis das Bischen Sonntagsruhe auf dem Verwaltungswege glück- schen beziehungsweise halbseemännischen Bevölkerung lich zum Schatten eines Schattens macht, noch nicht zu 281 Mann; aus der Landbevölkerung 166 Mann. Ausfrieden. Sie wollen reinen Tisch mit den färglichen gehoben sind 169 830 Mann; überzählig geblieben 21 074 Schuhmaßregeln machen. In der„ Kölnischen 8tg." liest Mann, freiwillig eingetreten 14 660 Mann, im ganzen also 1 463 495 Mann. Von den Ausgehobenen sind gekommen Ein die chemische Industrie betreffender Entwurf war für das Heer zum Dienst mit der Waffe 161 660 Mann, ja seinerzeit bereits ausgearbeitet und, irren wir nicht, durch zum Dienst ohne Waffe 3598 Mann, für die Marine find Zufall in die Hände von Mitgliedern des Vereins zur ausgehoben aus der Landbevölkerung 2578 Mann, aus der Wahrung der Interessen der chemischen Industrie" gelangt, feemännischen und halbseemännischen Bevölkerung 1994 die das allerdings höchst wunderbare Machwerk denn so Mann. Es sind ferner vor Beginn des militärpflichtigen weiblich zerzausten, daß selbst Herr von Berlepsch sich dieses Alters freiwillig eingetreten in das Heer 14 749 Mann, in Kindleins nicht mehr annehmen wollte, sondern erklärte, es seien das nur Vorschläge gewesen, die feinen eigentlichen Ent bie Marine 974 Mann. Wegen unerlaubter Auswanderung wurf darstellten. Wenn man, nun bedenkt, wie viele Einzel- sind verurtheilt aus der Landbevölkerung 23 893 Mann, fragen bei Regelung der Frage der gewerblichen Sonntagsruhe aus der seemännischen und halbseemännischen Bevölkerung in Betracht kommen, von denen der Dezernent unmöglich 406 Mann, noch in Untersuchung befinden sich aus der praktische Kenntniß haben kann und denen er oft genug genau Landbevölkerung 16 671 Mann, aus der seemännischen und so gegenüberstehen wird wie der Bearbeiter der Vorschläge" halbseemännischen Bevölkerung 381 Mann. für die chemische Industrie, so liegt es flar auf der Hand, daß Aus Agram( Kroatien) telegraphirt uns die Redaktion unseres Bruderblattes, der Sloboda": " Ein donnerndes Hoch zum Wahlstege von den Agramer Parteigenoffen. Hoch die Internationale, hoch die deutsche Sozialdemokratie! Nedaktion der„ Sloboda". Aus Innsbrud( Tirol) wird uns unterm 18. Juni telegraphirt: Die heute in Innsbruck unter freiem Himmel tagende Volksversammlung entbietet den deutschen Brüdern freudigen Gruß und Glückwunsch zu ihren Siegen. Im Auftrage: J. Saßta, Vorsitzender. Aus Kolding( Dänemark) wird dem Vorwärts" telegraphirt: Glückwunsch den Siegern! Nieder der Militarismus! Es lebe die Sozialdemokratie! Das Südjütische Arbeiterfest in Rolding. man u. a.: " nur eine öffentliche Erörterung der einschlägigen Fragen zu Ein Zugeständniß. Wie furchtbare Ansprüche der einem befriedigenden Ergebniß führen tann. In erster Linie Militarismus erhebt, wie er stetig seine Forderungen steigert, handelt es sich bei dieser Frage um das Wohl der Ardas zeigt in einer Auseinandersehung mit den Hamburger beiter, denen durch eine falsche Regelung der Sonntagsruhe Nachrichten" die Norddeutsche Allgemeine Zeitung". Sie ganz ungeheurer Schaden zugefügt werden kann." schreibt: Die Kartellbrüder spekuliren auf unsere grund= fägliche Gegnerschaft zum Deutsch freisinn und hoffen, daraus bei den Stichwahlen Kapital zu schlagen. So entschieden wir den manchesterlichen Liberalis mus des Deutschfreisinns bekämpfen, so ist es selbstverständlich nicht unsere Sache, den Junkern und Junkergenossen, Schlotbaronen und Schnapsbrennern die Wege zu ebnen. Gerade unter den heutigen politischen Verhältnissen haben wir alles Interesse daran, die Opposition gegen die Rück- Die Industrieproletarier wissen nun, daß die Schlotwärtserei von Pfaffen, Junkern und Schlotbaronen zu barone der Kölnischen Zeitung" nur das Wohl der Arstärken. Nicht blos die Militärvorlage steht in Frage, die beiter" wollen. Wir gehen noch weiter, mir meinen, sie Bolfsrechte sind in Gefahr. Für unsere Genossen ist die wollen die Haut der Arbeiter. Unsere SozialEntscheidung klar. reform von Oben geht einträchtig Hand in Hand mit den Schienenflickern und Steuerhinterziehern, den Königen im Der Fall Kunert. Das sozialdemokratische Reiche der schmählichen Ausbeutung, die Wähler werden ahitomitee in alle a. S. hatte bei unserm Ge- es sich merken. noffen Friz Kunert in Breslau nach der Ursache # Budligen, welcher unwillkürlich einen leisen Fluch ausstieß, was sonst nicht seine Sache war. Was nun beginnen? Unverrichteter Dinge heimkehren, bas hätte Karl um keine Welt gethan, denn jetzt oder nimmer mußte sich Rosa's Schickfal entscheiden. Da tam ihm eine Idee. Die verschlossenen FensterTäden hatten zwei kleine, herzförmige Luftlöcher. Gelang es ihm, seinen Standpunkt so zu ändern, daß er durch diese Deffnungen in Schmeichler's Zimmer hineinsehen konnte, so war ihm wohl geholfen. - Wie aber die Militärverwaltung nicht erst neuerlich bes gonnen hat, die Aufgaben des Zukunftstrieges zu studiren, geht schon aus dem Umstande hervor, der den Hamburger Nach richten" entgangen zu sein scheint, daß, während das ReichsMilitärgesetz von 1874 die Zahl der Bataillone noch auf 469, die der Feldbatterien auf 300 normirte, das Gesetz von 1890 diese Zahlen auf 538 bezm. 434, d. h. die der Bataillone Die um 15 pCt., die der Batterien um 45 pt. erhöhte. Militärvorlage will darüber hinaus die Batterien nunmehr auf 494 bringen. Was aber die Zahl unserer im Frieden be= spannten Geschütze angeht, so sind sie von 1874 bis 1890 von 1200 auf 2290 gestiegen." Die Wahlbewegung in Oesterreich, Wolff's Tel. seiner Verhaftung angefragt. Darauf erhielt es telegraphisch Auch ein Zeichen der Zeit. Offiziös wird gedie Antwort: Bermeinte Anstiftung zur Ausschrieben:„ Eine euregelung des Besserungsheftung friegsgerichtlicher Urtheile." Be- und Zwangs- Erziehungswesen 3, welches bisher tanntlich hatte die freifinnige Saale- Zeitung" die Nachricht im Deutschen Reiche der Landes- Gesetzgebung überlassen und verbreitet, Kunert sei wegen Anstiftung zum Diebstahl ver- in den meisten Staaten durch besondere Zwangserziehungs Bureau meldet aus Wien unterm 18. Juni:" Heute haftet. Fast die ganze gegnerische Presse Deutschlands hatte Gefeße erfolgt war, ist schon seit längerer Zeit dringend wurden drei zahlreich besuchte sozialdemokratische Verbiefe Nachricht zu Wahlmanöverzwecken gegen unsere Partei fühlbar geworden. Die Zahl der jugendlichen Versammlungen zu gunsten des allgemeinen Stimmrechts abgeausgeschlachtet, indem sie verschwieg, daß es sich um brecher ist offenbar in der Zunahme begriffen und halten, von denen zwei ohne Zwischenfälle verliefen, es liegt der Gedanke nahe, ob man dem Verbrecherthum während bei der dritten ein unbedeutendes Renkontre nicht schon in der ersten Zeit seiner Ausbildung, d. h. in zwischen Arbeitern und Schuyleuten vorkam. Einige Ver dem Stadium vor erreichter Mündigkeit, wirksamer als haftungen wurden vorgenommen. Verletzt wurde niemand." bisher entgegentreten könne. In erster Linie sind es die Die Polizei wird wieder einmal provozirt haben.urzen Freiheitsstrafen, die den jugendlichen Uebelthäter, Ueber Konflikte zwischen Arbeitern und Polizisten in der sich einmal gegen das Strafgesetz vergangen, durch die Brünn und Brag fabelt der offiziöse Lügenpeter, der schlechte Gesellschaft, die er im Gefängnisse findet, dauernd in den Telegraphenbureaus sein Unwesen treibt, unglaub auf den Weg des Verbrechens führen. In dem jugendliches Beug zusammen. Wie üblich, wird die schneidige" lichen Alter, in welchem der Mensch noch erziehungs- und Behörde, die in Böhmen und Steiermark durch die höchstbesserungsfähig ist, kann und muß dem Befferungszweck der potenzirte Struppigkeit und Sozialistenfresserei sich ausStrafe in ihrer ganzen Gestaltung das Uebergewicht über zeichnet, friedliche Arbeiterversammlungen gesprengt haben. die absoluten Strafzwecke eingeräumt werden." Es genügt Freilich war das ein schwieriges und gefährliches festzustellen, daß auch hier in roh- mechanischen Zwangs Aus der Schweiz. Die Gesammtzahl der bisher für Unterfangen zugleich, denn er mußte sich auf dem Aste so mitteln, im Polizeistock und in der Einsperrung das Heil die Voltsinitiative, betreffend das Recht auf Arbeit weit vorwagen, daß dieser bedenklich ins Schwanken gerieth erblickt wird, daß die Palliativmittelchen einem Uebel bei den Zentralstellen eingegangenen beglaubigten Unterund jeden Augenblick zu brechen drohte. steuern sollen, das nur beseitigt werden kann, wenn seine schriften beträgt 42 821. Auf die Kantone vertheilen sich Indeß das Wagniß gelang wider Erwarten gut und Karl Ursachen fallen. Man kämpfe an gegen das Massenelend, dieselben wie folgt: Zürich 9736, Bern 8623, Luzern 2142, hätte beinahe einen Freudenschrei ausgestoßen, als er von gegen die Noth, diesen Springquell der Kriminalität, und Uri 326, Schwyz 513, Unterwalden 126, Glarus 1014, Bug seinem neuen Standorte aus Schmeichler's Bimmer über- es wird sich zeigen, daß die soziale Reform allem 260, Freiburg 868, Solothurn 2891, Baselstadt 1645, Baselblicken konnte; denn was er von hier aus sah, erfüllte berufen ist, wirklich zu bessern und zu erziehen! land 734, Schaffhausen 814, Appenzell 964, St. Gallen 2362, ihn mit unbändiger Freude und entschädigte ihn reichlich Graubünden 347, Maargau 2287, Thurgau 438, Tessin für alle ausgestandene Mühe. Ergöhliche Klownsprünge macht irgend ein Ober- 670, Waadt 2529, Wallis 221, Neuenburg 3311, Genf Schmeichler stand vor dem vorhin erwähnten Wand- Offiziosus der Norddeutschen Allgemeinen Aus einigen Ortschaften stehen die Bogen noch aus, während schranke und bemühte sich, ein Brett von dessen Rückvand Beitung" in einer langathmigen Betrachtung über die in andern die Sammlung noch fortgesetzt wird. Loszumachen, was ihm nur mit großer Mühe gelang, da er Stichwahlen. Wie sich von selbst versteht, fordert sie auf, jedes Geräusch vermeiden mußte, um die Hausbewohner nur militärfromme Kandidaten zu wählen, natürlich Die französische Sozialdemokratie hat anläßlich der nicht aus dem Schlafe zu wecken und ihren Verdacht zu ermuntert diese inspirirte" Brave alle bürgerlichen Parteien Wahl in Lille ein Manifest, gezeichnet Guesde und zum brüderlichen Zusammenschlusse gegen die Sozialdemo- Lafargue, erlassen, worin sie, wie der Frauks. 3tg." ges fratie. Da heißt es: Drahtet wird, gegen die Beschuldigung antipatriotischer Ge In einem Augenblick, wo die Franzosen den Athem an- finnungen protestirt. Die Internationalisten seien die hielten und ihren Wunsch schwer zu verbergen vermochten, daß wahren Patrioten, weil sie ein Menschheitsvaterland erder Ausgang der deutschen Wahlbewegung ein solcher sei, wie streben, das eine höhere Entwicklungsstufe der gegener den Nevanchegelüften des Gegners unserer nationalen Wiedergeburt am besten entsprechen möchte, entblödeten sie sich wärtigen Nationen bedeute. Die französischen Sozialisten, nicht, sich von jenseits der Vogesen und aus Belgien so heißt es, wollen auch eine starke Republik, die das Gelder für ihre Agitation gegen die Verstärkung unserer bevorstehende 1789 ihrer Proletarier gegen die Koalition Wehrmacht schicken zu laffen und die Hoffnungen des monarchischen und kapitalistischen Europas vertheidigen der internationalen Alliance auf eine baldige Erhebung kann. Die Internationalisten mißbilligten die Losreißung erregen. Als ihm dies endlich gelungen war, fiel ein sorg fältig umwickeltes Packet heraus, welches Schmeichler nun aufhob und auf den Tisch legte, dann befestigte er das Brett wieder so gut es ging an seinem alten Blaze. An den Tisch zurückgekehrt, öffnete er. nun bedächtig das seinem Versteck entnommene Packet, und als die Úmhüllung fiel, zeigten sich den Blicken Karl's die so lange gesuchten Banknoten. ( Fortsetzung folgt.) 21 Varteigenoffen! Die glänzenden Wahlerfolge unserer Fartet dürfen uns nicht verleiten, die Agitation auch nur einen Augenblick ruhen zu lassen. Es gilt, Es gilt, in den Stichwahlen zu beweisen, daß die sozialdemokratische Partei den riesigften Aufgaben voll gewachsen ist. Ungeheuer find die Anstrengungen, die gemacht werden müssen, um unseren Kandidaten in der Stichwahl zum Siege zu verhelfen. Der letzte Mann unserer Partei, und der letzte Groschen, den Ihr Euch, Parteigenoffen, abdarben könnt, ist unbedingt nöthig, um den Sieg, den wir über die alte Gesellschaft wiederum errungen haben, in der Stichwahl zu einem solchent zu gestalten, der die Hoffnung der Reaktion auf Abschaffung oder Verschlechterung des allgemeinen Wahlrechts vollständig vernichtet. Barteigenossen, noch einmal in den Kampf, gefchloffen wie Ein Mann, und der der vom worden ist, lautet: Sieg ist Ener, aber nur dann! Vorwärts! " neuen von Elsaß Lothringen, wollen aber keinen Krieg, der zu unterstüßen, so müffen die Ronservativen Gleiches üppig in die Halme, wie es auch allfeitig vorausgesehen wurde. Millionen Menschen morden und nur der Sache der mit Gleichem vergelten. Das ist, abgesehen von allem Heute Morgen schon waren ihnen 21 Mandate gewonnen; asiatischen Barbarei, repräsentirt durch das Zarenreich, anderen, der Thatsache gegenüber, daß eine größere Anzahl von siebenzig Mal tommen sie, soweit die Nachrichten bis jetzt reichen, dienen würde. Wie mit dem Proletariat der übrigen Welt Konservativen mit den Sozialdemokraten in Stichwahl steht, ein in die Stichwahl. Ihre Stimmenzahl hat überall augenommen. sei aber die französische Arbeiterpartei auch eins mit den herrschenden Erbitterung wohl verstehen, wenn dort die Kon- Kurses" sich diesem unausgesetzten Anschwellen der Sozial Aft der Klugheit. Wir tönnen es daher bei der in Berlin Wir möchten wohl wissen, wie die Staatsmänner des deutschen Sozialisten in ihrem Kampf gegen das Deutsche fervativen im zweiten Wahlkreise beschlossen haben, durch Stimms demokratie gegenüber fühlen, und in welcher Weise sie dem endReich. Das Manifest schließt: Es lebe die Internationale! enthaltung Dr. Virchow zu Fall zu bringen. Aber etwas vor lich zu begegnen denken. Wenn die Sozialdemokraten vor dem Es lebe Frankreich! eilig erscheint uns mit Rücksicht auf die Gesammtlage der vereinten Ansturm ihrer Gegner auch Bremen wieder verloren, Stichwahlen dieser Beschluß doch zu sein." Die Tante Voß so wird doch darin niemand ein Anzeichen ihres Rückganges er Französisch- russische Handelsübereinkunft. Am schreibt auf ein Angebot der" Post":" Wenn die" Post" die fennen wollen." Ueber die Munchener Wahlen schreibt 17. Juni ist die zwischen Frankreich und Rußland abge- unterstüßung fonservativer Kandidaten von den Freifinnigen dasselbe Blatt:„ Es ist dies eine sehr ernste Thatsache, welche zu schlossene Handelsübereinkunft unterzeichnet worden. Die fordert, so soll sie erst ihren Versprechungen bei den ihr nahe nächst den Münchener Katholiken zu denken geben sollte, aber von Rußland zugestandene Zollerniedrigung auf Naphta- stehenden Konservativen und Antisemiten Geltung auch den außerbayerischen Katholifen nicht gleichgiltig sein fann. produkte beträgt die Hälfte des bisherigen Zolles. Rußland verschaffen. Sonst baben ihre Versprechungen ebenso wenig Die diesmalige Wahl, namentlich in München II mit starter gewährt außer den bekannten Vergünstigungen eine Er- Werth als ihre Drohungen." Was sagt sie nun zu diesem Kuh Landbevölkerung, bedeutet den völligen Zusammenbruch der niedrigung der Bölle auf musikalische Instrumente, Woll- handel- Angebot der Boublutkonservativen? Zentrumspartei in der Hauptstadt Bayerns, wo sie ganz waaren und Ackerbaugeräthe. Aus Hannover wird der Kreuz Beitung ge- Stellung im öffentlichen Leben zu behaupten." besonders alles hätte aufbieten sollen, um eine achtunggebietende schrieben: Homerule. Der dritte Artikel der Homerule- Vorlage, Es ist von Intereffe, das rapide Anwachsen der englischen Unterhause angenommen sozialdemokratischen Stimmen bei den einzelnen zu werden. Unter dieser Spizmarte schreibt das wohl am hiesigen Reichstagswahlen zu veriolgen. Während bei dem Der irischen Gefeßgebung sind und bleiben folgende ersten Eintreten der sozialdemokratischen Partei in die Reichss Gegenstände entzogen: tagswahl im Jahre 1867 ihr Kandidat nur 11,13 pt. sämmt: 1. Die Krone, die Thronfolge, die Regentschaft, die Ber- licher Stimmen auf sich veremigte, war diese Prozentzahl im tretung der Krone durch den Lord- Lieutenant; 2. die Ent: Jahre 1875 bereits auf 22,07 gejiiegen. Sie betrug 1877 24,31; scheidung über Krieg und Frieden, alle aus Kriegszustand sich 1878 26,40; 1884 37,37; 1890 44,45, und sie hat sich gegen ergebenden Angelegenheiten, die Regelung irgend eines Theils wärtig, wo der sozialdemokratische Kandidat abermals einen der Unterthanen der Krone von Großbritannien während eines Buwachs von mehr als 4000 Stimmen erfahren hat, auf 46 pSt., Krieges zwischen fremden Staaten, mit welchen die Königin also auf fast die Hälfte sämmtlicher ab im Frieden lebt, in bezug auf die Feindseligkeiten; 3. Die gegebenen Stimmen gesteigert. Die dadurch seitens Armee, die Flotte, die Miliz, die Freiwilligen und alle der übrigen Parteien hervorgerufene Stimmeneinbuße übrigen militärischen Kräfte, die Vertheidigung des Reichs, namentlich die Welfen betroffen, deren Partei wesentlich in den hat die Festungen, die stehenden Lager, die Magazine, die niederen Wolfsklassen vertreten ist. Der Kandidat derselben er Arsenale, Werften und alle für derartige Zwecke erworbenen hielt im Jahre 1887 nicht weniger als 60,20 pet. aller abs Gebäude und Plätze; 4. die Verträge mit fremden Mächten gegebenen Stimmen, verlor bei jeder Zunahme der sozialdemo und übrigen auswärtigen Beziehungen, sowie die Beziehungen fratischen Stimmen ein Beträchtliches an Stimmen und hat jest zwischen verschiedenen Theilen des Reichs, die Verlegung solcher nur noch 21,62 pet. aut sich vereinigt. Aber auch die NationalVerträge und Beziehungen, das Verfahren bei der vertrags- liberalen haben eine Herabminderung ihrer Stimmen erfahren, mäßigen Auslieferung von Verbrechern; 5. Würden und Ehren- da dieselben von 28,67 pct. im Jahre 1867 auf 23,57 pst. bei titel; 6. Landesverrath, Austritt aus dem Unterthanenverband, der gegenwärtigen Reichstagswahl gefunten find. Die VerNaturalisation von Fremden; der außerirische Handel, die ringerung der welfischen Stimmen ti demnach in feiner Weife Quarantäne, die gesammte Schifffahrt, mit Ausschluß der zu gunsten der Nationalliberalen erfolgt, die sich also nicht der jenigen auf den irischen Binnengewässern, die Ortsgesundheits- geringsten Erfolge den Weljen gegenüber rühmen können." bestimmungen und Hasenordnungen; 8. die Leuchtthürme, Bojen, und Signalfeuer mit Ausnahme derjenigen Geezeichen, Ueber den Ausfall der Wahlen im öftlichen Sachsen welche ohne Verlegung einer allgemeinen Parlamentsatte her- schreibt die Sachs. Arb.- 8tg.": gestellt und von den Lotal- Hafenbehörden unterhalten werden können; 9. die Münzprägung, die Währung, Maß und Gewicht; 10. Geschäftsmarten, Waarenmarken; Nach druck und Patentrecht. Jedes von der irischen Gesetzgebung über einen dieser Gegenstände erlassene Gesez ist von selbst null und nichtig." Der volksparteiliche Freifinn fängt fchon an, schlapp entfa, tedeniten auftretende Organ der freifinnigen Bolkspartei", die Bolts Zeitung":" Auf feiten der freifinnigen Boltspartei" bat in Königsbergi. Pr., wo es fich um die Entscheidung zwischen dem Nationalliberalen und dem Sozialdemofraten handelt, der dortige Wahl vorstand beschlossen, es dem freien Ermessen der Parteis genossen zu überlassen, wie sie stimmen wollen. Also ist es dem Königsberger Wahlvorstand gleichgiltig, ob ein Freund oder ein Gegner des Militarismus in den Reichstag tommt?! Und darum der erbitterte Wahlkampf am 15. Juni? tionären Maßnahmen zustimmen, die im Reichstage vorgeschlagen Der Königsberger Nationalliberale wird sicherlich allen reats werden, der Sozialdemokrat teiner. Das müssen sich doch die Königsberger Freifinnigen vor Augen halten." Das Zentrum, dessen Besitzstand durch die Sozialdemokratie bedroht ist, thut sich viel auf seine Stichwahllofung zu gute. Die Germania" schreibt in ihrer Sonntags- Ausgabe: " Mögen also die Zentrumswähler auf grund der einbeits lichen Barole recht eifrig ihre Macht auch noch bei den Stichwablen zeigen, und jegt um so mehr, da es von den Stich= wahlen abhängt, ob die Gefahr einer neuen Kartell mehrheit, die nach dem Ausfall der Wahlen leider möglich ist, sich verwirklicht! Was sie aber nicht hindert zu sagen: So berechtigt und nothwendig nun auch der Kampf gegen Das Auftreten der antifemischen Partei, der sogenannten die Kartellmehrheit sein mag, so dürfen wir uns doch unter Reformpartei", hat hier die früheren Parteiverhältnisse bedeutend feinen Umständen hinreißen lassen, für einen sozialdemo verschoben. In Ditsachsen liegt, wie wir vorausfagten, die tratischen Stichmahltandidaten einzutreten. Es wäre ein tonservative Partei, obwohl sie die Adermänner über Frevel gegen die christliche und die staatsbürgerliche Pflicht, bie Bord geworfen hatte und sich zu verjüngen" versuchte, mit Bartei des Umsturzes der firchlichen und staatlichen Ordnung völlig zerbrochenen Gliedern am Boden, und mit zu unterstügen. Der Gegner des Sozialdemokraten fann vielleicht der konservativen Partei die übrigen im Kartell vereint ge- nicht viel besser sein; in dem Falle ist aber nur die Stimm Indirekte Stenernwirthschaft in Norwegen. Wie wesenen Reichstreuen". Der Niedergang der tonservativen enthaltung erlaubt. Wenn uns ein Versucher zuraunt: Gin überall, sucht auch in Norwegen die besigende Klasse die Partei und damit der konservativen Gesinnung ist eine nicht Sozialdemokrat mehr schadet ja nicht, er stimmt doch wenigstens öffentlichen Lasten von sich so gut wie ganz abzuwälzen und hoch genug zu veranschlagende Thatsache. Selbstredend ist es, gegen die riesigen Laften und die drohenden Rechtsbeschränkungen!" der Arbeiterschaft zu überbürden. Aus Christiania vom sozialdemokratischen Standpunkte betrachtet, tein Ruhm für so muß uns Pflicht und Ehre über einen anscheinenden Vordie Wähler der drei Dresdner Kreise, daß meldet unterm 19. Juni das Bureau„ Herold":" In einer fie theil gehen, und wir können den Entschluß uns auch erleichtern so zahlreich den lockenden Melodien nicht öffentlichen Sigung des Storthinges( Parlament) am Rattenfänger gefolgt find. der antisemitischen durch die Erwägung, daß jeder weitere Erfolg der Soziala Immerhin aber giebt Sonnabend legte die Regierung einen Antrag wegen fo in diesem Abfall von der konservativen Sinnesweise ein widelung mit sich bringt." fich demokratie ganz besondere Gefahren für die innere Ents fortiger Erhöhung des Zolles auf Tabat Bug nach links fund, dessen Bedeutung man nicht unter- Die tatholischen Landarbeiter und Bauern wenden sich vom und Branntwein und der Malzsteuer vor, und schäßen darf. Es zeigt sich, daß selbst die bürgerlichen Wähler, Bentrum ab und tommen zur Sozialdemokratie. Die Reaktions verlangte vom Storthinge die sofortige Behandlung. Der die bisher bundedemüthig den Konservativen nachtrotteten, nichts partei des Ultramontanismus wirthschaftet ab. Antrag bezweckt, der Einführung der direkten Staatssteuer von der Vermehrung des Militarismus und von der gesammten zu entgehen. Nach einer äußerst heftigen Verhandlung bes Antisemiten mögen sich drehen und wenden wie sie wollen, ihre Ang." aus Bolondowo( Kreis Bromberg): Die Wahl in Richtung der herrschenden Politik wissen mögen. Zie Herren Ein fkandalöfes Wahlmanöver berichtet der Oftd. Lokal schloß das Storthing auf den Vorschlag Ullmann's, den Agitation bemotratifirt die bisherigen Anhänger der Kon- Bolondowo wird wahrscheinlich für ungiltig erklärt werden. Regierungsantrag zur Durchsicht auszulegen und dessen Be- servativen, und dies muß, wenn nicht heute, so doch morgen, Gutspächter Schulz Netla, der Beisiger im handlung in einer späteren Sigung vorzunehmen."- unbedingt der Sozialdemokratie zu gute Wahlfomitee, batte verschiedenen Wählern die Wahlzettel abgenommen, geöffnet und zertommen! halten so wären tönnen, zu dem ist strafbar. Glänzende Fortschritte hat unfere Partei auch im rissen und den Leuten dann feine Bettel geBochumer Kreise gemacht. Die„ Rheinisch- Weftf. Arb.- 3tg." geben. Sierüber wurde Herrn Schulz nach der Wahl von Die Reichstagswahlen. schreibt darüber: Wenn es uns auch nicht gelungen ist, in Herrn Moszcynsti- Augustwalde und vom Herrn Pfarrer in die Stichwahl zu kommen und den Siz zu erobern, so ist Bolondowo zur Rede gestellt und den Herren des Wahlkomitees, außer dem Herrn Schulz noch Domänenpächter Der Schacher ist im Gange. Ueber die Stich wahlen daran eben nur der leidige Umstand schuld, daß das Aus- Schuckert( Bolondowo), Vater und Sohn, und die Schulzen Leitartitelt auch der frumbe" Reichsbote". Er fagt u. a.:„ Wenn beuterthum die Wahlbeeinflussungen in alt hergebrachter Kloß- Nimtsch und Guse- Bolondowo gehörten, erklärt, man würde die Freifinnigen im Lande sich zu bestimmten Gegenleistungen Weise ausgeübt hat. Aber das hätte ihnen noch nichts sich gegen sie beschweren. Die Aufregung der Wähler war groß." verpflichten, so wird man sich sagen müssen, daß, während man genügt, wenn es uns möglich gewesen wäre zum Bolte zu Wir vermögen vorläufig an diesen Vorgang nicht zu glauben. zum Beispiel in Berlin für Birchow gegen den Sozialdemokraten prechen. Die denkbar gemeinsten Lügen über uns austreuend, Denn nach§ 107 des Strafgesetzbuches wird, wer einen Deutschen stimmt, man damit eine Stimme für Prof. Kropatscheck im Kreise verhinderten Liberale und Ultramontane durch die bekannten durch Gewalt oder durch Bedrohung mit einer strafbaren HandBauch- Belzig- Jüterbogt- Luckenwalde oder Herrn Schall in Potsdam Saalabtreibereien, daß wir uns wehren, den Spieß umdrehen lung verhindert, in Ausübung seiner staatsbürgerlichen Rechte zu in die Waagschale legt, die dort ein freisinniger für diese fonfer- tonnten. Und trotzdem stiegen wir von 8000 Stimmen im wählen oder zu stimmen, mit Gefängniß nicht unter 6 Monaten vativen Kandidaten einzulösen hat. Jezt müssen die Bentral- Februar 1890, und 10 000 im Tezember desselben Jahres, auf oder Festungshaft bis zu 5 Jahren bestraft. Schon der Versuch Wahlfomitees ihre Schuldigkeit thun, um die Gegenleistungen faum erwartet. Hätten wir am vergangenen Sonntag die 20 000 Stimmen. Ein so glänzendes Resultat hätten wir über das Neich hin richtig auszugleichen." Offen: in Hattingen und anderen Orten geplanten Versammlungen ab herziger fann die politische Mühlendammerei Immer schneidig". Das Pindterblatt schreibt:" In nicht betrieben werden, als in der Geisteswerkstatt der uns unzweifelhaft mindestens Grünberg trieb am Abend des Wahltages vor dem ZeitungsStöcker und Genossen. Ueber ihnen allen schwebt Hirsch Hildes 1000 Stimmen mehr zugefallen, womit die Ultramontanen aus total auf dem Postplate eine johlende und pfeifende Menschenheimer's Geist. Auch des von Hammerstein Organ, die der Stichwahl gedrängt worden wären. Den Ultramontanen ist menge stundenlang ihr Unwesen. Die Polizei ging gulegt " Kreuz- Zeitung", feilscht munter mit der Judenpartei". der stete Zufluß aus dem Diten zu gute gekommen. Die zahl- gefchloffen vor und hieb mit blanter Waffe ein. Es wurden Sie sagt:" Wie dem aber auch sein möge, feinesfalls steht es reichen Polen, bearbeitet durch ihre Geistlichen, haben geſchloſſen elf Berhaftungen vorgenommen; ein Gendarm und ein Polizeiso, daß das allein entscheidende Moment das Zu- für Zuchs gestimmt, um ihr Seelenheil zu retten. Man weiß ja beamter wurden durch Steinwürfe verletzt." fammengehen gegen die Sozialdemokratie fein fönnte. Ob die wie es gemacht wird, um den religiösen Fanatismus unwissender Opposition in der Heeresfrage der Hauptsache aus Ans Boitsmassen gegen politische Gegner zu hellen Flammen aufWahlkuriosa. In dem bayerischen Wahlkreise Erding. hängern Richter's oder Bebel's besteht, darauf kommt lodern zu lassen. Mühldorf Wasserburg hatte sich als Zentrumskandidat zunächst nicht viel an. Der Unterschied liegt nur darin, daß Aus dem Wahlkreise Bitterfeld- Delitzsch, wo der Ron Reichstagsmandat beworben. Wochen lang bereiste er den Kreis, der Münchener Monsignore Josef Knab um das die Sozialdemokratie, wie schon bemerkt, an fich widerstands fervative Bauermeister gewählt wuroe, meldet die national liberale hielt, Versammlungen über Versammlungen ab und entwickelte die fähiger erscheint; deshalb ist sie im Zweifelsfalie als der Magdeburgische 3tg.": Eine ganz besondere Gr. Hauptgegner anzusehen und zu behandeln; aber eben auch cheinung hat diese lette Wahl gebracht, nämlich eine be größten Kraftanstrengungen, um den Sieg zu erlangen. Da stellte nur im Zweifelsfalle, nicht um je den Preis. Das Wesentliche deutende Zunahme der Sozialdemokratie, haupt plöblich heraus, daß Migr. Knab als Ausländer ist, daß Männer in den Reichstag fommen, die den Antrag fächlich in den Städten. Während der sozialdemokratische haupt nicht wählbar ist, was der gute Mann gar nicht gewußt eine Zeit lang österreichisches Parlamentsmitglied!!! Suene annehmen, wie er ist, ohne viel zu fragen und vor allem Standidat 1890 nur 2530 Stimmen im Wahlkreise erhielt, find hat. In letter Stunde mußte er feine Bewerbung zurückziehen ohne viel Stouliffentreiberei, wobei es sich um ganz andere Dinge diesmal 4594 Stimmen für ihn abgegeben worden. In den acht und seines" Irrthums" wegen öffentlich um Entschuldigung handeln würde, als darum, das Reich dem Auslande Städten des Wahlkreises fielen 1890 1728 Stimmen auf Albrecht, bitten. Das geht denn doch übers Bohnenlied. gegenüber start zu machen und sein Ansehen wieder ber- jegt 2646, d. i. 53 pCt. mehr. Nachfolgende Aufstellung läßt zustellen, das unter den innerpolitischen Kämpfen der letzten einen Vergleich für die einzelnen Städte zu. In Eilenburg Monate empfindlich leidet.(!) In diesem Sinne muß, wie uns wählten 1890 917 den Sozialdemokraten, 1898 1056; in Delitzsch Mehrheit gegen die Militärvorlage gestimmt. Nach einer Die württembergischen Wähler haben mit erdrückender fcheint, bei den Stichwahlen vorgegangen werden. Ob man 436 und 498; in Landsberg 26 und 89; in Bitterfeld 107 und Meldung der M. N. Nachr." wurden 97 845 Stimmen für und einige Mandate mehr oder weniger erringt, darf nicht den Aus: 558; in Brehna 28 und 93; in Düben 82 und 103; in Gräfen 205 711 gegen die Militärvorlage abgegeben. schlag geben, die Hauptfache ist, daß die Anhänger der Heeres hainchen 19 und 72; in Börbig 163 und 177. Die Zunahme vorlage, die das entscheidende Wort zu sprechen haben, nicht schwantt also zwischen 8,6 und 422,5 pGt. Die große Bunahme halbe, sondern ganze Freunde find." Ünd an anderer Stelle in Bitterfeld giebt besonders zu denken." fagt fie: ,, Verpflichten sich die Freifinnigen, überall den deutschkonserva- Ein ultramontanes Urtheil. Die Rölnische Bolts- 8tg." tiven Kandidaten bei der Stichwahl mit einem Sozialdemokraten schreibt:" Der Weizen der Sozialdemokraten schießt eben er mar überDie Stichwahl in Frankfurt a. M. ist auf Freitag, ben 23. b. Mts., anberaumt worden. Für den Inhalt der Inserate über. nimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung Theater. Dienstag, den 20. Juni. Opernhaus. Der Barbier Don Sevilla. Slavische Brautwerbung. Neues Theater. Ein Schritt vom Mege. Deutsches Theater. Der Talisman. Berliner Theater. Rönig Richard II. Ill. Friedrich- Wilhelmstädt. Cheater. Farinelli. Kroll's Theater. Norma. Viktorin- Cheater. Frau Venus. National- Theater. Die Camelienbame. Adolf Ernst- Theater. Der Schwiegerpapa. Alexanderplay Cheater. Seschloffen. Winter- Garten. Spezialitäten- Bor ftellung. Apollo Theater. Borstellung. SpezialitätenKönigl. Italienischer Circus Ernesto Ciniselli. Stadtbahnstation Zoologischer Garten. Heute, Dienstag, den 20. Juni: Anfang 8 Uhr. Gr. Extra- Vorftellg. Anfang 8 Uhr. unier Mitwirtung des gesammten Damen- und Herren- Personals. Besonders hervorzuheben:„ Troika", die dreifache hohe Schule, geritten vom Direktor. 4 Geschw. Chiarini, gen. pani, ausgezeichnete Campagne- Reiterin. die Südsterne. Fräul. Therese SpamMiß Käthe Lee in ihren graziösen Trab touren zu Pferde 2c. 2c. Ferner Reiten und Vorführen der bestdressirten Schulund Freiheitspferde. Morgen Mittwoch: Gr. Vorstellung. Achtungsvoll Ernesto Ciniselli, Direktor. Ostbahn- Park am Rüstriner Play, ( Hermann Jmbs) Rüdersdorferstr. 71, am Ostbahnhof. Konzert, Täglich: Theater 11. u. Sheater der Reichshallen. Spezia- Spezialitäten- Vorstellung. litäten- Boritellung. Raufmann's Variété. SpezialitätenVorstellung. National- Theater. Gr. Frankfurterstr. 132. Pantomimisten- Truppe Garetton, urtom. Tarameter- Droschtenfahrt, Mr. De Dolfs, Neger- Exentric 2c. Boltsbelustig. jeder Art. 4 Kegelbahnen zur Verfügung. Gastspiel der Frau Sarolta Hoffmann: Morig Die Cameliendame". Blas. Schauspiel in 5 Aufzügen v. Dumas fils. Regie: Mar Samk. Etablissement moris Plaz. Buggenhagen. Hierdurch erfülle ich die traurige Pflicht, meinen Verwandten, Bes fannten sowie Geschäftsfreunden das gestern Mittag erfolgte Ableben meines lieben Bruders, des Kaufmanns Achtung, 1. Wahlkreis! Heute, Dienstag, den 20. Juni, Abends 8% Uhr, Adolph Müller im gr. Saale der Arminhallen, Kommandantenſtr. 20: Seffentliche Wähler- Versammlung anzuzeigen. Um stilles Beileid bittet im Namen der Hinterbliebenen. Berlin, den 19. Juni 1893. W. Hermann Müller. Die Beerdigung findet Mittwoch, den 21. Juni cr., Nachmittag 4 Uhr von der Leichenhalle des Neuen Schöneberger Kirchhofes zu Schöneberg, Marstraße, aus statt. Gestern entschlief unser lieber Freund u. Kollege, der Kaufmann Adolph Müller im Alter von 67 Jahren. Der Dahingeschiedene ist uns während feiner langjährigen Thätigkeit ein gefchäßter Mitarbeiter gewesen und werden wir seiner ftets in Ehren gedenken. Berlin C., den 19. Juni 1893. Das Personal der Firma W. Hermann Müller, Drts- Krankenkasse der Löpfer. Bekanntmachung. = 343/20 Zages Ordnung: 1. Die bevorstehenden Stichwahlen und ihre Bedeutung. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Alle Wähler des ersten Wahlkreises sind hierzu einDas Wahlkomitee. geladen. 3 2. Wahlkreis. öffentliche Wählerversammlungen am Dienstag, den 20. Juni, Abends 8 Uhr, in folgenden Lotalen: 1. Neues Gefellfdjaftshaus, Hafenhaide 57. Referent Reichstags- Kandidat Richard Fischer. 2. Martens, Friedrichstr. 236. Referent Curt Baake. 3. Königshof, Bülowstraße 37. Referent Otto Antrick. Zagesordnung: 851 1. Die bevorstehende Stichwahl. 2. Disfuffion.- Um zahlreiches Erscheinen bittet Das Wahlkomitee. Frauen- und Mädchen- Bildungsverein des arbeitenden Volkes für Berlin und Umgegend. Am Mittwoch, den 21. Juni d. J., Abends 8 Uhr, im Saale der Kronen- Brauerei, Moabit: Täglich: Juftrumental- Konzert. Großer Frühstücks- u. Mittags- Gemäß Nr. 7 der Anweisung vom Raffenöffnung 5/2 Uhr. Anfang der tisch. Spezial- Ausschant von Paben- 10. Juli 1892 zur Aus ührung des Abend- Vorstellung 71/2 Uhr. hofer Lagerbier, hell und dunkel. Kranken Versicherungsgesetzes fetze ich Im Garten auf d. Sommerbühne: An Sonn- und Festtagen mit Rücksicht auf den Beschluß des Die Konfektionense. findet das Konzert in den oberen dortigen Bezirks- Ausschusses vom 2. Sälen statt. 21. Februar d. J. in Ergänzung meines Erlasses vom 8. November vor. Js. 0 P. 13 802 die durchschnittlichen Tagelöhne für die weiblichen Mitglieder der Orts Krankenkasse der Töpfer zu Berlin und zwar: Boltsstück mit Gesang und Tanz. In den Zwischenpausen Auftreten von Spezialitäten ersten Ranges. Raffenöffnung 51/2 Uhr. Anfang der Garten- Borstellung 62 Uhr. Montag: Voltsvorstellung: Die Geierwally. Entree Wochent. 10 Pf. Sonnt. 25 Pf. Säle für Veriammlungen, Rommerse, Festlichkeiten 2c. Schweizer- Garten am Königsthor. B Täglich: Passage- Concert, Theater Panopticum. Neu: Blaue Grotte. Nea: Geistertisch. und Spezialitäten- Vorstellung. Geschwister Rigoli, Familie Carlo, Mr. Famera, Max Grabow, Gebr. Dissenato, Emma Lucas, Das Wunderpferd. Troupe Columbia und Gebr. Vercroa. Täglich 6-10: Jm Gaale: F BALL.[ 4199L* Spezialitäten Theater ohne Extra- Entree. Castan's G ratweil'sche Bierhallen Kommandantenstr. 77-79. Täglich: Panopticum. Auftreten der Leipziger Sänger Neu: Anf. vom Krystall- alast. 1. für weibliche Mitglieder über 16 Jahre auf Versammlung. Zages Ordnung: 1. Vortrag des Frl. Wabnik über: Andere Völfer, andere Sitten". Diskussion. 3. Gründung einer Filiale für Moabit. 4. Fragetasten. Herren und Damen als Gäste willkommen. 166/5 Der Vorstand. Hausdiener, Kellner, Diener, Portiers, Schlächter( Mamsells), Bäcker 2c. 1,50 m. Mittwoch, den 21. Juni, Abends 9 1hr, bei Gründer ( früher Mundt), Köpenickerstr. 100: 2. für weibliche Mitglieder unter 16 Jahre auf.... 1,00 M. hierdurch fest. 469 Große öffentliche Versammlung. Potsdam, den 9. Mai 1993. Der Ober- Präsident: Staats- Minister Achenbach. Der Vorstand: G. Erbe, Borf.. R. Balke, Schriftf., Spandau, Madaistr. 9. Großer Wall i. d.Havel. Ausserordentliche Generalversammlung bereifenfleder n. Berufsgen. 99 Zages- Ordnung: 1. ,, Der Stellenvermittlungs- Schwindel in unserem Beruf". Referenten: Hago Pötzsch( Rellner) und Oswald Grauer( Hausdiener). 2. Diskussion. 171/2 Die Kommissionäre, Agenten 2c., sowie die Vorstände und Mitglieder der hier am Blaße bestehenden Dieners, sowie Portiers- Vereine sind zu dieser Versammlung besonders eingeladen. Um zahlreichen Besuch bittet Der Vertrauensmann. Schöneberg. der Stranken- u. Begräbnißlaſſe 2 gr. öffentl. Wählerversammlungen. u. ( E. H. No. 17) am Sonntag, 25. Juni, Vorm. 10 Uhr, 1. Am Mittwoch, den 21. Juni, Abends 8 Uhr, im Saale der Schlossbrauerei, Hauptstraße 60-63. Referent: Genosse Retzerau. 2. Am Freitag, den 23. Juni, Abends 8 Uhr, im Saale der im Rent. Wollschläger, Blumenfit. 78. Westend- Ressource, djweringr. 13. Referent wird in der Tagesordnung: 1. Aenderung des§ 6, Abs. 3. 2. Wahl Der Tod als Erlöser Wochent. 72 Uhr. Entree 10 Beines Beisizers. 3. Verschiedenes. Neu: Sonntags 6 Uhr. Entree 30 Pf. Anerkannt gute Küche. Säle B für Festlichkeiten Carl Koch. 468b Der Vorstand. Achtung! Versammlung bekannt gemacht. Tagesordnung in beiden Versammlungen: 1. Die bevorßchende Stichwahl im Teltow- Beeskower Kreise. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. 419/15 Zur Deckung der Unkosten wird ein Entree von 10 Bf. erhoben. Das sozialdemokratische Wahlkomites. Die Shreden des Reeves. the tigerten and Bard Koen Parteigenossen a. d. Krelse Große öffentl. Wählerversammlung Bauern- Aufstand! Illusionist. Vorstellungen. Schreckenskammer. Irrgarten. Kaufmann's Variété Am Stadtbahnhof Alexanderplatz. Im prachtv. Sommergarten täglich Gr. Garten- Concert und Spezialitäten- Vorstellung. Bei ungünstigem Wetter findet die Borstellung im Saale statt. Anfang: Sonntags 6 Uhr. Wochentags 8 Uhr. Entree 30 Pf. Norddeutsche Brauerei. Unentgeltliche Spiel und Turnpläge, fowie Restauration- Berpachtung. Näheres beim Eigenthümer 478b Steegmüller, Seeftr. 1. Wittenberg, Torgau etc. Mittwoch, den 21. d., Ab. 81/2 Uhr: Versammlung im ,, Vereinslokal", Neue Grünftraße 14. 388/3 Grosses Waldfest am Sonntag, den 25. Juni d. J., im Müggelschlösschen bei Friedrichshagen, veranstaltet von der für Zehlendorf und Umgegend Referent: am Donnerstag, den 22. Juni, Abends 8½ Uhr, im Lokal des Herrn F. Rost, Karlstraße. Tagesordnung: 1. Die bevorjehende Stichwahl. Reichstags- Kandidat Fritz Zubeil- Berlin. 2. Diskussion. Oberamtmann Ring ist brieflich eingeladen. Zur Deckung der Unkosten wird ein Entree von 10 Pf. erhoben. Um zahlreiches und pünktliches Erscheinen bittet Der Vertrauensmann. 419/16 Bernau. Neuen freien Volksbühne. Große öffentl. Wählerversammlung am Mittwoch, den 21. Juni d. J., Abends S½ 1hr, im Saale des„ Elysium". Aus dem reichhaltigen Programm heben wir hervor: Räuberlager, Distanzritt, Roßüm- Feitzug, Rnderregatta, Kinderfest- und Fackel- 1. Die bevorstehende Stichwahl zwischen dem Kandidaten der Arbeiters zug, Italienische Kneipe( Abruzzenbräu und Goldorangenwein), Wett- partei Arthur Stadthagen und Dr. Irmer( konservativ). Referent Genosse kegeln, Spiele mit Preisen, Bücherverloosung, Original- Mord- Massini- Berlin. 2. Diskussion. geschichte, Kasperle- Theater, Konzert, Tang, Riesen- Feuerwerk mit lebenden Bildern( Die Lorelen). 338/4 Zur Dedung der Unkosten werden 10 Bfg. Entree erhoben. Feltkarten à 25 Pf. an den Zahlstellen, in der Stehbierhalle des Achtung! 88. Chaussee- Strasse 53. Restaurants Belvedere" und bei Juhnke, Jannowißbrüde 2. Dampfer von Täglich: Concert. Wedhentage Entree frei. Bei ungünftiger Witterung im Saal. Die neu eingerichtete Kaffeeküche ist den geehrten Gästen von 2 bis 6 Uhr geöffnet! Moabiter 4146L* Gesellschaftshaus. Alt- Moabit 80 und 81. Täglich: Theater- und SpezialitätenVorstellung, fowie Concert. Anfang 4 Uhr. Entree 30 Pf., reservirter Platz 50 Pf. 41271* Helmuth Peters. Spandau. Das Komitee. Achtung! Jannowitbrüche nach Müggelschlößchen zu ermäßigten Preisen. GinMittwoch, den 21. Sunt, abends 8 Uhr, fache Fahrt 40 Pf., hin und zurück 60 Pf. Der Vorverkauf der Fahr im Lokale des Herrn Winkel( Wilhelmshöhe) auf Pichelswerder: scheine beginnt am Montag, 19. Juni. Retourbillets fönnen nur in beschränkter Anzahl ausgegeben werden. Der erste Dampfer fährt 7 Uhr Der erste Dampfer fährt 7 Uhr Große Große öffentliche Volks- Versammlung Morgens ab. Achtung 409/15 Der Vorstand. Verein d. Lithographen, Steindrucker und Berufsgenossen. Filiale Berlin. Die Juni- Versammlung fällt ans, da ein großer Theil der Kollegen bei den Wahlen vollauf beschäftigt ist. Die nächste Versammlung findet am 20. Juli statt. Wir ersuchen die Kollegen in dieser Versammlung fämmtlich am Blaze zu sein. Gleichzeitig ersuchen wir die Kollegen, rege für den Vertrieb der Billets zum Sommerfest am 8. Juli( in der Brauerei Friedrichshain) Gorge zu tragen, da der Ueberschuß den Arbeitslosen zu gute tommt. Mit follegialem Gruß Die Verwaltung( Berlin). für Männer und Frauen. Zagesordnung: Die bevorstehende Stichwahl. Referent wird in der Versammlung bekannt gemacht. Dampfer stehen an der Charlottenbrücke zur Abfahrt bereit. Um zahlreiches Erscheinen ersucht Das sozialdemokratische Wahlkomitee. Achtung! Spandau. 4666 Achtung! Donnerstag, den 22. Juni, findet in Spandan und umliegenden Dörfern eine ,, Flugblatt- Vertheilung" stait. Genossen, die an der Vertheilung des Flugblattes auf den Dörfern theilnehmen wollen, haben sich Nachmittags 1 hr, bei Radtke, Neunmeisterstraße, zu melden.[ 465b Die Genossen, die an der Verbreitung des Flugblattes in Spandau theilnehmen wollen, haben sich Abends 6 Uhr im selben Lokale pünktlich HOF Die Vertrauensleute ersuchen wir, dieser Annonce unter den einzufinden. Genossen! Um unserem Kandidaten zum Siege zu verhelfen, ist Rollegen die meiteste Verbreitung zu geben. 209/8 rege Betheiligung erwünscht. Das sozialdemokr. Wahlkomitee. Berantwortlicher Reduafter: Wilhelm Schröder in Berlin. Drud und Verlag von Max Bading in Berlin, SW, Beuthitraße 2. Hierzu eine Beilage. Beilage zum„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. r. 142. Weitere Wahlergebnisse. ( Wolff'sches Zelegraphenbureau.) Königreich Preußen. Provinz Ostpreußen. Reg. Bez. Rönigsberg. 2. Labiau, Wehlau. v. Gustedt R. 7078, Rother FV. 3253, Schulze S. 1357. Gustedt gewählt. V Westpreußen. Reg. Bez. Danzig. 1. Elbing Marienburg. v. Buttfamer R. 10 839, Jochem S. 3766, Spahn 3. 2570, Schulze F. 1670, Wagner N. 817, zersplittert 93. v. Puttkamer gewählt. 2. Landkreis Danzig. Stichwahl zwischen Mey 3. und Meyer K. 5. Berent Pr. Stargardt. v. Kalkstein P. gewählt. Reg.Bez. Marienwerder. 4. Thorn Ruim. Krahmer R. 7312, v. Slasti P. 10 782, Nudies FV. 1528, Mituszynski S. 1130, Graßmann N. 854, zersplittert 38. Stich wahl zwischen Krahmer K. und v. Slasti P. 7. Schlochau- Flatow. Graf Kanis R. gewählt. Provinz Pommern. Reg. Bez. Stettin. 1 1. Demmin Antlam. Graf Schwerin R. gewählt. 3. Randow Greifenhagen. Stichwahl zwischen = v. d. Often- Blumberg K. 12 620 und Körst en S. 10 492. 6. Naugard- Regenwalde. v. Dewitz R. gewählt. v. Normann K. ge= 7. Greifenberg Rammin. wählt. = Reg. Bez. Cöslin. 3. 53lin Colberg. v. Gerlach R. gewählt. Provinz Brandenburg. Reg. Bez. = Potsdam. 3. Ruppin Templin. Stich wahl zwischen Lamprecht. 9326 und Bohm FV. 5520. 9 4. Prenzlau Angermünde. v. Winterfeldt R. ge= wählt. 8. West havelland. Stichwahl zwischen Ewald S. 7712 und Wiesicke, Bund der Landwirthe 5583. Reg. Bez. Frankfurt a. D. D 1. Arnswalde Friedeberg. Von 13 238 abgegebenen Stimmen erhielt Ahlwardt A. 8046, v. Bornstedt K. 2973, Ernst Wg. 1447, Millarg S. 743, zersplittert 19. Aylwardt gewählt. 2. Landsberg Soldin. Ebert R. 4176, Pickenbach 21. 2295, Schröder Vg. 4327, Pägel G. 2605. Stich wahl zwischen Ebert und Schröder. 4. Frankfurt a. D. Rebus. Stichwahl zwischen Haake N. und Mezner S. 5. Ost und West Sternberg. Landrath Bohzz K. gewählt. • Dienstag, den 20. Juni 1893. Vg. 330. Da nur noch 3 unerhebliche Bezirke fehlen, so ist Stichwah! zwischen Witthöft und Wangenheim( nicht Fischer erforderlich.( Nach einem Privat Telegramm des Vorwärts" erhielt Fischer S. bis jetzt 4339, Wangenheim W. 6879, Witthöft 8150.) " 17. Harburg. Stichwahl zwischen Müller N. und Bärer S. ficher. Provinz Heffen- Nassan. Lokales. 10. Jahrg. Das amtliche Wahlresultat ist heute amtlich festgestellt und stellt sich für Berlin, wie folgt, heraus: 1. Wahlkreis. Abgegebene giltige Stimmen 15 293; davon erhielten Dr. Langerhans 5270, Zaeterow 4069, 2. Wiesbaden- Rüdesheim. Stich wah I zwischen Dr. Beidler 2884, Egidy 1770, Marggraff 1040, v. Rehler 249, Köpp FV. 6289 und Fleischmann S. 6253. Dr. Bachler 38, zersplittert 23. Stichwahl zwischen Langers hans und Zaeterow. Rheinprovinz. Reg. Bez. Koblenz. 2. Neuwied. Bender 3. gewählt. 2. Wahlkreis. Abgegebene giltige Stimmen 58367; davon erhielten Fischer 26 667, Professor Virchow 14 544, Professor 4. Kreuznach Simmern. Stichwahl zwischen Wagner 13 218, Henneberg 3056, v. Kehler 566, Frese 101, Cuny R. und v. Hompesch Z. Reg. Bez. Düsseldorf. 1. 2ennep Mettmann. Stichwahl zwischen Reinhardt Schmidt V. 10 544, Meist S. 13 860. 7. Moers Rees. Gescher fathol.- tons. Reg. Bez. Aachen. 2. Eupen Aachen. Bock 3. gewählt. Reg. Bez. Trier. 0 P 1. Daun Prüm Bitburg. Bröckmann 3. gewählt. 2. Berncastel Wittlich. Dieden 3. gewählt. Hohenzollern. Sigmaringen. Bumiller 3. gewählt. Königreich Bayern. Oberbayern. 1. München I. Stich wahl zwischen Burkhard lib. 5859 und Birk S. 8065. 5. Wasserburg. Geistlicher Rath Harl 3. gewählt. 6. Weilheim. Weinhart, Bund der Landwirthe 4900, Weber 3. 5800, v. Bollmar S. 1315. Stich wahl zwischen Weinhart und Weber 3. 7. Rosenheim. Steininger 3. gewählt. 8. Traunstein. Lehemeier 3. unzweifelhaft gewählt. Niederbayern. 1. Landshut. Bildhauer Wleyer 3. gewählt. 2. Straubing. Stich wahl zwischen Bruckmeyer ( Agrarier, Niederbayr. Bauernbund) 7840 und Conrad Graf Preyfing 3. für mil. 7153. 5. Deggendorf. Leonhard 3. gewählt. Oberpfalz uud Regensburg. 2. Amberg. Lerno 3. gewählt. 4. Neunburg v. W. Wihlsperge 3. gewählt. 5. Neustadt a. W. N. Lehner 3. gewählt. Mittelfranken. 2. Erlangen- Fürth. Stich wahl zwischen Segit S. 6983 und Weiß Fv. 5344. 5. Dinkelsbüh I. Lutz, K. und Bund der Landw., gewählt. 6. Rothenburg a. T. Stich wahl zwischen Keller N. 6. 3 illichau- Krossen. Wahl v. Uhden's R. gesicher und Seyboth FB. 10. Galau udau. v. Manteuffel R. gewählt. Provinz Posen. Regierungsbezirk Pofen. 1. Posen. Stichwahl zwischen Cegielsti p. 9413 St. und Hoffmeyer K. 4539 St. 4. But Rosten. Prinz Czartoryski P. gewählt. Provinz Schlesien. Regierungsbezirt Breslau. 3. Wartenberg Dels. v. Kardorff R. gewählt. 8. Landkreis Breslau- Neumarkt. Stichwahl zwischen Graf Limburg Stirum R. 8738 und Schüz S. 5148 St. 11. Reichenbach- Neurode. Stichwahl zwischen 12. Glay- abelschwerdt. Hartmann 3. gewählt Reg Bez Liegnig. Kühn S. 8665 und Conrad 3. 4770 St. 9 6. Liegnis Goldberg Haynau. Stich wahl zwischen Raufmann V. 8346 und Hornig K. 7297. 10. Rothenburg Hoyerswerda. Graf v. ArnimMustau N. gewählt. Reg. Bez. Oppeln. 0 6. Rattowih- 3abrze Letocha 3. gewählt. 12. Neiße. Horn 3. gewählt. Provinz Sachsen. Reg. Bez. Magdeburg. 1. Salzwedel Gardelegen. Stichwah I zwischen v. d. Schulenburg K. und Schulz- Lupizz R. 3. Jerichow I und II. Stichwa bl zwischen Graf Herbert Bismarck K. und Wöllmer FV. Bismarck ist also nicht gewählt. Reg. Bez. Merseburg. Unterfranken und Aschaffenburg. 1. Aschaffenburg. Pfarrer Haus 3. gewählt. 2. Rigingen. In die Stichwahl mit Eck 3. kommt Dr. Conrad V., nicht Röder N. 4. Neustadt a. d. Saale. Morih 3. gewählt. Königreich Sachfen. 6. Dresden Land.( Berichtigung.) StichwahI zwischen Horn S. 15 025 und Hänichen A. 11 004. Förner K. 4677. 8. Pirna. Stich wahl zwischen Fräsdorf S. 7989 und Loye A. 7805. Baden. = 2. Donaueschingen Villingen. Stichwah! Dr. Bachler 69, Böckel 51, Egidy 28, zersplittert 67. Stich= wahl zwischen Fischer und Virchow. 3. Wahlkreis. Abgegebene giltige Stimmen 26 576, davon haben erhalten Vogtherr 12 782, Mundel 7919; Förster 4534, Winterfeld 979, v. Kehler 318, Frese 41, zersplittert 53. Stichwahl zwischen Vogtherr und Mundel. 4. Wahlkreis. Abgegebene giltige Stimmen 64 961; davon haben erhalten Singer 46 356, Richter 9768, Reh 7469, v. Kehler 869, Böckel 174, Bennigsen 167, zersplittert 158. Gewählt Singer. 5. Wahlkreis. Abgegebene giltige Stimmen 23 193. Davon haben erhalten Schmidt 9729, Baumbach 7840, Hertwig 5143, v. Kehler 255, Dr. Krause 181, Frese 46, zersplittert 49 i Stichwahl zwischen Schmidt und Baumbach. 6. Wahlkreis. Abgegebene giftige Stimmen 81 214. Davon haben erhalten Liebknecht 51 569, Schwindt 15 338, Richter 12 593, v. Kehler 968, Bennigsen 320, Böckel 158, Egidy 61, Bachler 48, Frese 45, zersplittert 114, gewählt Liebknecht. In ganz Berlin find abgegeben 269 604 giltige Stimmen, davon erhielten die Sozialdemokraten die Freisinnigen die Konservativen und Antisemiten die Nationalliberalen bas Zentrum Herr Frese( Bodenreformer) Herr v. Egidy zersplittert 151 122 57.934 49 074 5 693 3225 233 1859 464 Zusammen 269 604 Achtung, 6. Wahlkreis! Alle diejenigen Genossen, die gewillt find, am Tage der Stichwahl zur Agitation in den Kreisen Potsdam- Oft- Havelland und Niederbarnim sich zur Verfügung zu stellen, werden ersucht, fich am Donnerstag, den 22. Juni, Abends 8 Uhr, in folgenden Hermerschmidt, Perlebergerstr. 28. Wilke, Hochstr. 32a. Lokalen zu melden: Witzel, Elisabethkirchstr. 18, Liebke, Schwedterstr. 33. Fahrt und Zehrungskosten werden ver. gütigt. Bugleich ersuchen wir diejenigen Genossen, welche am Tage der Stichwahl im 5. Wahlfreife thätig sein wollen, sich im Zentral- Büreau, Gipsstr. 3, zu melden. Die Vertrauenspersonen. Alle Parteigenoffen derjenigen Kreife, welche keine Stich wahlen durchzumachen haben, werden ersucht, sich uns zur Stichwahl zur Verfügung zu stellen und sich am Donnerstag, den folgenden Stellen einzufinden: zwischen v. Hornstein( bei feiner Fraktion) 8665 und Wader 22. Juni, Abends 7 Uhr, zur Verbreitung der Flugblätter an 3. 6976. 3. Schopfheim Waldshut. Schuler 3. gewählt. 10. Karlsruhe Bruchsal. Stich wahl zwischen Rheinau N. 7259 und Pflüger F. 5979. Hessen. 7. Worms. v. Hey!. gewählt. Reuk jüngere Linie. Wurm S. gewählt. Mecklenburg- Strelit. Naud R. gewählt. Mecklenburg- Schwerin. = 1. Hagenow Grevesmühlen. Rettig R. 5620, Dau FV. 2690, Rathmann G. 2818. Mehrere Landbezirke fehlen noch. Die Wahl Rettig's gilt für sicher. Oldenburg. 1. Trieschmann, Jüdenstr. 55; 2. Sommer, Grünftr. 21; 3. Seidenstücker, Jäger und Kanonierstraßen Ede; 4. Stodfisch, Holzgartenstr. 5; 5. Lehmann, Ohmgasse 5a; 6. Wendt, Claudiusstr. 19; 7. Kronenſtr. 83, Stehbierhalle. Das Romitee. An die Vertrauensleute und Parteigenossen des Teltow Beeston Storfower Wahlkreises! Parteigenossen! Da die Stichwahl bereits am Sonnabend, den 24. Juni, stattfindet, so gilt es überall schnell zu handeln. Das Zentral Wahlfomitee unseres Kreises hat seinen Zentralsiz in Berlin, Naunynftr. 86 bei Zubeil, und ist während der Wahlzeit den ganzen Tag durch 2 Mitglieder vertreten; die Genossen 2. Jever efterstede. Stichwa hI zwischen Träger werden daher ersucht, überall dort, wo noch Bersammlungen 7. Querfurt- Merseburg. Stichwahl zwischen FB. 5537 und Hug S. 4053. Ritter V.( nicht Mutag G.) und Neubarth R. F Reg. Bez. Erfurt. Elfah Lothringen. 3. Colmar. Stich wahl zwischen Ruhland lib. Elsässer 2. Heiligenstadt Worbis. v. Strombed 3. ge= 5034 und Preiß Protestler 4584. wählt. Stich 4. Erfurt Schleusingen- Ziegenrüd. wahl zwischen Hülle S. 10 556 und Jakobstötter A. 9285. Provinz Schleswig- Holstein. 10. 2auenburg. Stichwahl zwischen Lesche S. und Graf v. Bernstorff R. = Provinz Hannover. 1. Emden Norden, Graf Knyphaufen R. gewählt ( nicht Stichwahl). 9. Straßburg- Land. Dr. Bostetter E.( für Militärvorlage) gewählt. 12. Saargemünd Forbach. Abbé Colbus feritaler Elsässer gewählt. % Amtliche Wahlresultate. Privat Telegramme des Vorwärts". Teltow Beeskow. Abgegeben 66 433 giltige Stimmen. Davon erhielt 3ubeil S. 31 424, Ring R. 18 487, Förster A. 3. Meppen Bentheim. Wahl Brandenburg's 3. mit 7786, Möller F. 8253, Räbler 3. 416. Bersplittert 67. Stich großer Majorität gesichert. wahl zwischen Zubeil und Ring. 4. Osnabrück. Wamhoff N. 10 103, von Schele M. 10 932, Dr. Barth Wg. 447, König A. 305, Bebel G. 3279. Stichwahl zwischen Wamhoff und von Schele. 6. Syte Hoya. Weidenhöfer N. 4743, von Arnswald: Hardenbostel W. 5518, Wehrum S. 2011. Stichwahl zwischen ersteren beiden unzweifelhaft. 7. Neustadt a. R. Nienburg. Stichwahl zwischen Sander M. und v. d. Decken W. 9. Hameln. Stich wahl zwischen Hofbesitzer Hische N. 8421 und Aug Brey S. 6943. 10. Sildesheim.( Berichtigung.) Stich wahl zwischen Sander N. und Hodenberg W. 13. Goslar Herzfeld. Engels R. 5576, v. Minnigerode W. 2074, Quenfelle FV. 923, Wilte S. 3490. Stich wahl zwischen Engels R. und Wilke S. 4 Magdeburg. Abgegeben 35 860 Stimmen, davon ungiltig 33. Iees G. 16 633, Paasche N.( von Konserv. unterstüßt) 10 226, v. Schirp A. f. Mil. 2869, Raßbach FB. 3683, Dr. Lieber 3. 407. Bersplittert 9. Altona. Moltenbuhr G. 13 097, Molffe St. 6326, Hänel Vg. 6223, Liebermann A. 718. Stichwahl zwischen Moltenbuhr und Moltke. Wurzen- Oschat( 11. Sachfen). Thiele S. 7164, Hauffe R. 10 996, Buchheim F. 1099, Niethammer N. 700, ungiltig 93, zersplittert 7. Gewählt Hauffe. Lüdenscheid. Hoppstadter N. 8889, Lenzmann Fv. 7467, Meist S. 6035, Stößel 3. 3391. Augsburg. Deuringer 3. 13 559, Breder S. 5485, Geiß Lib. und Bauernbund 5269, Welcker A. 512, Virchow FV. 50, zersplittert 12. Deuringer gewählt. Weimar. Bon 29 730 Wahlberechtigten wählten 21 117. Baudert S. erhielt 6081, Kalmring, K. und Bund der Landwirthe, 6396, Samhammer FV. 4901, Urtel N. 3260, Liebermann von Sonnenberg A. 475. Stich wahl zwischen Baudert und 15. 2 chow- Uelzen. Schult N. 5018, v. Bernstooff W. 5780, Rutsche S. 1794. Stichwahl zwischen den beiden ersteren. 16. 2üneburg- Winsen. Witthöft N. 8123, von Wangenheim W. 6385, Fischer S. 4225, Dr. Alexander Meyer Kalmring. nattfinden sollen, dies sofort dem Zentral- Komitee zu übermitteln. Gleichzeitig werden die Genossen ersucht, in der Referentenfrage sich direkt an das Komitee zu wenden; desgleichen haben die Genossen, welche Ortschaften mit Flugblätter und Stimmzetteln allein belegen wollen, dies sofort zu übermitteln, sowie das Resultat der Wahl gleich per Telegramm an 8ubeil, Naunyntraße 86, einzusenden. Das Zentral- Wahlkomitee. J. A.: Heinrich Bökert. Achtung! Köpenick! Die Genossen, welche bei der Stich wahl am Wahltage mit thätig sein können, find verpflichtet, sich schon vor dem Wahltage bei dem hiesigen Wahlkomitee zu melden, da wir sonst genöthigt sind, uns mit Hilfsmannschaften vom Bentral- Wahlkomitee aus versehen zu lassen. Der Vertrauensmann: F. Richter. " Herrn v. Stephan empfiehlt sich der Telegraphenassistent Karuß durch folgende Erklärung in der Staatsbürger- Zeitung": " In der Morgenausgabe des„ Berliner Lokal- Anzeigers" steht unter Wahlnachrichten" folgendes:" Wir erfahren ferner noch aus zuverlässiger Quelle, daß im sechsten Wahlkreise die Subaltern- Postbeamten zumeist für Liebknecht gestimmt haben." Diese Beschuldigung ist durchaus unwahr und kränkt uns tief in unserer Ehre. Die Würdigung eines solchen Vera fahrens, eine ganze Beamtentlasse des Verraths an Kaiser und Reich zu zeihen, überlassen wir dem Urtheil jedes rechtlichen Mannes. Die Post- und Telegraphenbeamten sind sich wohl bes wußt, daß sie zu wirken und zu schaffen haben für des Reiches macht und Ghre; niemals werden sie der Umsturzpartei in die Hände arbeiten. Im Auftrage von Post und Telegraphens beamten des 6. Wahlkreises. W. Karuz, Telegraphenassistent, Stephanstr. 27 B." Das Großmanl Schweinhagen, Spigel a. D., hat Neißaus genommen, als der Staatsanwalt Miene machte, ihm Gelegenheit zu geben, für seine Ideen" vor Gericht einzutreten. Der Prahl " Hans zog das Hafenpanier vor. Jetzt ist ein Steckbrief hinter| Luckow, der unterwegs fein Wort mit seinem Begleiter) Im Jahre 1893 eristiren in Preußen noch solche Gesetzes ihm erlassen. gewechselt hatte, fiel ihm in dem Hause stürmisch um den Hals bestimmungen, die einer Dienstherrschaft das Recht geben, eine und jagte ihm dadurch, daß er ihm mit fräftiger Männerstimme Untergebene mit den pöbelhaftesten Ausdrücken zu belegen, ohne Das Berliner Tageblatt", das" freifinnige" Organ, die Worte zurief:" Mensch, ich liebe Dich!" einen so großen daß diese wegen Beleidigung flagen fann, ja auch ohne daß sie welches durch sein efelhaftes Gebahren, sich auf der einen Seite Schrecken ein, daß der junge Mann entsetzt davon eilte und auf das Recht hätte, sich diesen Beleidigungen durch ihre Entfernung in freisinnigen Phrafen aufzubauschen, während es hinterher in der Straße einen Schuhmann um Beistand anrief. Luckom zu entziehen. Ob dieser noble Prinz von Hohenlohe ebenso mit höfischen Speichelleckereien alle anderen Blätter überbietet, mehr wurde nach der Polizeiwache des 39. Reviers gebracht und von dort den Damen feines Standes verkehrt, bei denen vielleicht Auszur Förderung des Antisemitismus beigetragen hat als jedes als geistestrant der Heilanstalt zugeführt. Wohin er sich auf drücke, wie die gegen Frl. Löbel gebrauchte, mehr am Playe andere Blatt, macht jetzt den Vorschlag, daß die Freisinnigen zu der Flucht, die er in Anstaltskleidung antrat, gewandt hat, steht wären? den Stichwahlen mit den Konservativen und Nationalliberalen ein noch nicht fest. Sicher ist eben, daß in dem Hause Junkerstraße Kartell zu gegenseitiger Unterstützung schließen mögen. Da aber 21 Stiefel entdeckt sind, die dem Krankenhause gehören und Schwindel auf Schwindel wurde in einer Verhandlung bei einem großen Theil dieser Stichwahlen die Freifsinnigen nur darauf schließen lassen, daß der Entwichene zunächst dort ein- vor Augen geführt, die geſtern vor der ersten Strafkammer des mit Hilfe der Sozialdemokraten einen Erfolg haben fönnen, gekehrt ist. Wahrscheinlich verbirgt sich der übrigens.nicht ge- Landgerichts I stattfand. Der Theater- Unternehmer Fritz Ha= tröstet sich das Schacherblatt damit, daß die Erfahrung gelehrt meingefährliche Geistestrante wieder unter der Maste einer mann und dessen Bruder der Koch Ernst Hamann, befanden hat, daß die sozialdemokratischen Wähler stets, ungeachtet der Dame. sich wegen wiederholten Betruges, bezw. wegen Beihilfe dazu offiziellen Parteiparole, für den ihnen zunächst stehenden Kandiauf der Anklagebant. Im September v. J. stellte der erste Andaten eintreten." Mit seinen zynischen Auseinandersetzungen Seine Drohung wahrgemacht hat vorgestern der Bergolder geklagte sich in dem Bureau des Agenten Funke ein, bezeichnete scheint das„ Tageblatt" es in der That dahin bringen zu wollen, Waldemar Ebert, der am Sonnabend dem Vorsitzenden der zweiten sich als Theater- und Zirkusdirektor und erklärte, daß daß die sozialdemokratischen Wähler, ungeachtet der offiziellen Straffammer des Landgerichts I beim Verlassen des Saales die er beabsichtige, eine Kunstreise durch Mecklenburg zu machen. Barteiparole" bei einer Stchwahl zwischen einem Erz- Konserva- Worte zuries:„ Ich werde mir das Leben nehmen." Er war Er sei im Besize eines großen Theaterwagens und vieler tiven und einem Tageblatts- Freifinnigen, sich nicht der Wahl wegen Beleidigung des Rechtsanwalts Freund, wie gemeldet, zu glanzvoller Kostüme und habe bereits eine auserlesene Gesellschaft enthalten, sondern dem Ersteren, wer es auch immer sei, den 14 Tagen Gefängniß verurtheilt worden. Ebert hat sich vor- von Spezialitäten" angeworben. Er bedürfe nur noch einer Worzug geben. gestern Nachmittag um 42 Uhr in seiner Wienerstraße 54 be- geeigneten Persönlichkeit als Kassirer, die aber 400 M. Kaution legenen Wohnung in einem unbewachten Augenblic erhängt. stellen müsse. Herrn Funke leuchtete dies ein, er veröffentlichte Jn Schöneberg, dem berühmten Millionendorf, herrscht in Ais die Ehefrau ihn auffand, war er bereits todt. Er lebte in eine Annonce im Sinne seines Auftraggebers. E3 meldete sich diesem Sommer eine geradezu unerhörte Wirthschaft, was die guten Verhältnissen. ein junger Materialist, den die Liebe zur Kunst veranlaßte, ſeine Versorgung mit Trinkwasser anbetrifft. Es ist möglich, daß die bisherige prosaische Beschäftigung aufzugeben. Der Agent verHerrschaften, die für ihre Kohlrübenäcker Millionen eingefact Eine Geschäftsübersicht des Gewerbegerichts zu Berlin mittelte eine Zusammenkunft zwischen dem„ Direktor" und dem haben, Wasser innerlich ebenso wie äußerlich verabscheuen, damit für die Zeit vom 10. April bis 9. Juni hat der Vor- Stellensuchenden, der Erstere wiederholte seine Angaben über ist aber den anderen Leuten nicht gedient. Schon seit einiger steher der Gerichtsschreiberei, erster Gerichtsschreiber Milisch, zu seine Verhältnisse und der Materialist erklärte fich Zeit giebt die Wasserleitung eine zähe, dicke, trübe Flüssigkeit, sammengestellt, aus der wir folgende Zahlen wiedergeben. In auf das Ersuchen seines zukünftigen Chefs auch bereit, die mit Schlammtheilchen außerordentlich stark versetzt ist in den genannten drei Monaten gingen ein 2074 Rlagen. die 400 Mark als Darlehen herzugeben. Der Vertrag den letzten Tagen ist aber auch dieser armselige Quell versiegt, Termine vor dem Einzelrichter- Sühnetermine standen an kam zu stande, hoch schwoll die Brust des bisherigen Materiawenigstens findet es die Schöneberger Gemeindevertretung für 1551, Termine vor der Kammer Sizung mit Beisitzern- 466, liften, als Hamann ihn" Rompagnon" nannte. Sie reisten sogut, den steuerzahlenden Bürgern das Wasser überhaupt insgesammt wurde also in 2017 Terminen in den drei Monaten fort zusammen nach Neubrandenburg ab. Hier wurde dent abzuschneiden. Da wird von Bazillen und Infusorien und verhandelt. Auf die Kammer 1 und 11( Assessor von Schulz) ent-" Kompagnon" die erste Enttäuschung. Hamann erklärte, daß er weiß der Teufel von welchen gefährlichen Geschöpfen noch ge- fielen Einzeltermine 366 bezw. 106 und Kammerfachen 98 sich zunächst nach einem passenden Lokal umsehen müsse. Die schrieben und gepredigt, daß man sich faum noch einen Bissen zu bezw. 30; auf die Kammer 111 und IV( Assessor Cuno) Neubrandenburger hatten fein Vertrauen zu den beiden Direktoren, genießen getraut und dicht vor den Thoren Berlins wird den Einzeltermine 276 beziv. 145, Kammerfachen 83 bezw. 70; ein geeignetes Lokal wurde nicht gefunden. Die Unternehmer einfachsten Anforderungen der Hygiene in einer Weise Hohn ge- auf die Kammer V und VI( Assessor Dr. Leo) Einzeltermine reisten nach Güstrow und hier gelang es nach längerem Besprochen, daß es eine Schande ist. Wenn irgendwo Die 166 bezw. 231, Rammerfachen 48 bezw. 73, und auf die mühen, einen Wirth zur Hergabe seines Lokals zu bewegen. InSchneidigkeit" der Aufsichtsbeamten am Plate ist, so ist es hier Rammern Vll und VIII( Assessor Dr. Freund) Einzeltermine 119 zwischen war der Materialist dahinter gekommen, daß Hamann der Fall, um den bäuerlichen Großproken einmal zu zeigen, was bezw. 142, Kammerfachen 26 bezw. 38. Die Kammern umfassen: weder einen Theaterwagen, noch Apparate, noch Kostüme besaß, die der anständige Mensch zu verlangen hat. 1. Schneiderei und Näherei, I. Textil, Leder- und Putindustrie, von ihm eingeschoffenen 400 m. waren durch den gemeinsamen 111. Baugewerbe, IV. Holz und Schnitzstoffe, V. Metalle, Lebensunterhalt und durch die Reisekosten ziemlich ausgezehrt. In der Anklagesache gegen den Rektor Ahlwardt wegen VI. Nahrungsmittel, Beherbergung und Erquicung, VII. Handel- Der neue Kompagnon fing an, dem Direktor" läftig zu werden, Beleidigung des Beamtenstandes und speziell der Beamten der und Verkehrsgewerbe und VIII. Allgemein", d. h. Gewerbe, die er warf ihn einfach hinaus. Inzwischen war auch der zweite Justizverwaltung durch eine in Essen gehaltene Rede ist ein sich nicht unter die genannten Gruppen einreihen ließen. Er Angeklagte in Güstrow eingetroffen. Auf Anordnung seines neuer Termin zur Hauptverhandlung auf den 27. d. M. an- ledigt wurden 546 Sachen durch Abgabe an die Kammer, 156 Bruders mußte er dem Agenten Funke schreiben, daß der erste gesetzt worden. In dem letzten Termine hatte der Gerichtshof durch Nichterscheinen der Parteien, 95 durch Klage- Zurücknahme, Kassirer nicht eingeschlagen" wäre, Funke möchte sofort einen beschlossen, die bisher nur kommissarisch vernommenen Essener 24 durch Verzicht, 561 durch Vergleich, 33 durch Anerkenntniß, neuen besorgen, der ebenfalls 400 M. Kaution stellen könne. Zeugen persönlich hierher zu laden.- Morgen, Dienstag, steht 242 durch Vursäumnißurtheil und 380 durch kontradiktorische Es sei aber eilig, denn die Vorstellungen in Güstrow seien schon vor der vierten Straffammer Termin gegen den Kaufmann Verhandlung. In vier Fällen nahmen Schiffer das Gewerbe- im vollen Gange. Junte annoncirte wieder und es meldete sich Paasch und Genossen wegen der bekannten Broschüre Eine gericht in Anspruch. ein Hausdiener M. Der erste Angeklagte eilte nach Berlin jüdisch- deutsche Gesandtschaft und ihre Helfershelfer" an. Es wird erwartet, daß der bisherige Gesandte in China, von Polizeibericht. Am 17. d. Mt3. früh geriethen die Kleider zurück und engagirte den M. als Kassirer. Dann begab er sich nach einer Restauration in der Kaiserstraße, wo zumeist Brandt, der jetzt in Wiesbaden weilt, nunmehr persönlich als der fünfzehnjährigen Anna Bothe, Elisabethkirchstr. 15, bei den stellenlose Künstler verkehren. Hamann warb hier 6 Personen Beuge erscheinen wird. Eltern wohnhaft, als sie mit dem Anzünden des Feuers in der Kochmaschine beschäftigt war, in Brand. Die Mutter brückte an, einen Schnellzeichner, einen humoristischen Neger, einen Die Katastrophe auf dem Rummelsburger See. Gin zwar das Feuer noch mit den Händen aus, indessen hatte die Schlangenmenschen, einen Ringfünftler, einen Degenschlucker und entfeßlicher Unglücksfall, dem leider drei junge hoffnungsvolle Tochter bereits so schwere Brandwunden erlitten, daß sie nach eine Dame als Chansonette. Die ganze Geſellſchaft fuhr nun Menschenleben zum Opfer gefallen, hat sich am Sonntag Nach dem Lazarus- Krankenhause gebracht werden mußte, während die nach Güstrow. Diesmal nahm der Direktor auch seine Kostüme mittag auf dem Rummelsburger Eee abgespielt. Gegen 7 Uhr leichter verlegte Mutter in der Wohnung ärztlich behandelt fleinen Bündel, welches er im Rüchenschrank aufbewahrte, die und seine Apparate" mit, die ersteren befanden sich in einem fuhr ein mit 5 Personen besetztes fleines Segelboot der Strand", wird. Ein Klempner vergiftete sich in seiner Wohnung in letzteren bestanden aus zwei einfachen Metallringen und einer das, da es nur für 3 Insassen berechnet, überlastet war und trotz der Meterstraße mittels Arsenik. Nachmittags wurde eine Wäscheleine. In Güstrow vergingen wieder einige Lage, bevor die der starken Nordost- Brise volles Zeug führte, spreeabwärts in Frau vor dem früheren Königsthor durch einen Pferdebahn- Vorstellungen beginnen konnten. Das von dem zweiten Kassirer der Richtung von Köpenick nach Berlin, und befand sich gerade wagen überfahren. Ein Arbeiter stürzte mit einem leeren an der Ginbuchtung des obenerwähnten Sees, als sich plöglich Kalkfaſten vom Gerüst des Baues Schumannstraße Nr. 20 zwei nicht borgen, die Gesellschaft litt bittere Noth. Endlich saß der eingeschossene Geld war wieder draufgegangen, der Wirth wollte ein heftiger Gegenwind erhob, wodurch das kleine Fahrzeug zum Stock tief herab und erlitt dadurch innere Verlegungen, so frühere Hausdiener an der Kasse, die erste Vorstellung hatte bes Kentern gebracht wurde, ehe die Segel eingezogen werden konnten. daß er nach dem Krankenhause am Friedrichshain gebracht Der Unfall geschah so schnell, daß, wiewohl Hilfe durch eine An- werden mußte. Abends machte ein Goldarbeiter in seiner gonnen. Der Schlangenmensch machte die unglaublichsten Leibeszahl in der Nähe befindlicher Boote gebracht wurde, leider drei Wohnung, in der Poststraße, den Versuch, sich zu vergiften. Er die wenigen Zuschauer ahnten wohl nicht, daß der erstere sich vor verrenkungen, der ,, humoristische Neger" leistete das menschenmögliche, Personen untergingen, während die beiden anderen Insassen, die wurde, da er in heftige Krämpfe verfiel, nach der Charitee ge- Hunger wand und der Neger vor Hunger mit den Zähnen fletschte. Eigenthümer des Bootes, deren einer sich an das Fahrzeug an- bracht. Am 18. d. M. früh wurde die verehelichte Maurer geklammert, der andere sich durch Schwimmen über Wasser hielt, Bünger, Manteuffelstr. 6 wohnhaft, nach ihrer Angabe vom Endlich hatten die armen Künstler die Vorstellung beendet der Durch die Fischer Dannhaus und Mühlenhaupt gerettet wurden. Ehemann im Verlauf eines Streits mit einer Kartoffelbacke auf alle hofften, nun einen wohlbesetzten Tisch zu finden. Aber Angeklagte Ernst Hamann war als klown aufgetreten Auf dem zuständigen Amt zu Rummelsburg sind die Namen der den Kopf geschlagen. Nach ärztlichem Ausspruch sind die Ver- alle hofften, nun einen wohlbefeßten Tisch zu finden. Aber drei Ertrunkenen nicht bekannt; wie ein hiesiges Morgenblatt letzungen lebensgefährlich. Die Verletzte wurde nach dem der Direktor hatte die 11 M. betragende Einnahme an sich wissen will, ist der eine der ums Leben Gekommenen der Pferde- Krankenhause Bethanien gebracht. Der Ehemann ist flüchtig ge- anderes übrig, als sämmtliche Geräthschaften und Kostüme zu genommen und war damit verduftet. Den Künstlern blieb nichts bahnschaffner Paul Schur, Kreuzbergstr. 37 wohnhaft, der andere worden. In der städtischen Bade- Anstalt an der Haidestraße heißt Paul Sembach, Hagelsbergerstr. 47, während der dritte der wurde Morgens die Leiche des am Abend vorher beim Baden versehen. Sie lösten dafür 32 M., sättigten sich und benutten Berunglückten unbekannt ist. Die Leichen der Ertrunkenen sind ertrunkenen Arbeiters Rähliche aufgefunden.- Infolge eines den Nest zur Rückreise nach Berlin. Damit schloß dies trübe bis jetzt noch nicht aufgefunden worden. Streites warf Nachmittags ein Arbeiter seine Ehefrau von Kapitel aus„ Künstlers Erdenwallen". der Treppe des Hauses Grenzstr. 10. Die Frau erlitt anDer Gerichtshof war mit dem Staatsanwalt der Ansicht, daß Extrunken ist am Sonnabend zwischen 7 und 8 Uhr Abends scheinend innere Verlegungen und mußte nach der Charitee man in den beiden vielfach vorbestraften Angeflagten ein Paar in der Bade- Anstalt am Nordhafen ein 17 jähriger Lehrling mit bracht werden.- Nachmittags wurde ein Bergolder in seiner gewiffenlose und geriebene Betrüger vor sich babe, Fritz Hamann Namen Rädicke, Eminemünderstr. 125 bei seinen Eltern wohn: Wohnung in der Wienerstraße und ein Hausdiener in seiner Ernst Hamann zu einem Jahre und zweijährigem Ghrverlust wurde zu zwei Jahren Gefängniß und dreijährigem Ehrverluft, haft. Er wurde erst bei Schließung der Bade- Anstalt vermißt, Wohnung in der Hagenauerstraße erhängt vorgefunden. Als indem feine Kleider vorgefunden wurden. Sonntag Morgen der Tischlerlehrling Virgens in der Straße 17, Abtheilung XIV, verurtheilt. wurde seine Leiche aufgefunden. mit einem Teschin schießen wollte, endlud sich die Waffe infolge " " Gerichts- Beitung. 1 und Gewerbegericht. Sigung vom 14. Juni. Rammer I. Die Nings um Berlin fanden am Sonntag Waldbrände ungeschickter Handhabung zu früh. Die Kugel verletzte den Taillenarbeiterin Rohde flagte gegen die Inhaberin einer ftatt. Aus noch nicht ermittelten Ursachen fing die große Virgens am Beigefinger und brang bann dem in der Nähe stehen- Schneiderstube, Frau Schulz, von welcher sie 4 M. rückständigen Kiehnenhaide zwischen Kladow und Groß- Glienice an vier ver- Den Zimmerlehrling Franke in die Brust, so daß er nach dem Lohn und 20 n. verlangte, da sie sich für unrechtmäßig entlassen schiebenen Stellen Feuer und das Element vernichtete einen be- Krantenhause am Friedrichshain gebracht werden mußte. An hielt. In einer Klagebeantwortung der Beklagten, welche von deutenden Holzbestand. Im Jagen 9 des Grnnewalds zündete der Ecke der Fenn- und Reinickendorferstraße wurde Abends ein dieser auch im Termine vertreten wird, bestreitet dieselbe, Klägerin ferner eine Lokomotive die Fichtenwaldung an, der Brand ge- Mädchen durch einen Schlächterwagen überfahren und am Kopfe entlassen zu haben. Fräulein Rohde habe schlecht gearbeitet und bedeutend verlegt. Am 19. d. M. Morgens stürzte fich ein babei Seide verdorben, worüber ihr Vorhaltungen gemacht wann aber feine große Ausdehnung und wurde bald gelöscht. Sehr bedeutend aber war das Feuer, das zwischen den Stationen Mädchen aus dem Fenster seiner im vierten Stock des Hauses worden seien; dazu hätte sie auch langsam gearbeitet, was BeEriner und Fangschleuse in der königlichen Oberförsterei Rüders Bergmannstr. 110 belegenen Wohnung auf den Hof hinab und flagte ebenfalls getadelt habe. Klägerin habe darauf zugegeben, Im Laufe des Tages fanden zwei daß nicht alles sei, wie es sein müsse, und habe dann betreffs dorf( Schutzgebiet Hohenlinde) wüthete. Um 12 Uhr Mittags verstarb bald darauf. Brände statt. wurde bei Bude 29 durch eine vorüberfahrende Maschine der der Ermunterung, schneller arbeiten zu sollen, gesagt: Schneller Niederschlesisch- Märkischen Eisenbahn das dürre Gras an der fann ich nicht arbeiten, dann muß ich eben gehen". Darauf sei Böschung entzündet. Die Flammen sprangen sofort auf die fie sofort gegangen. Fräulein Rohde behauptete gegenüber dieser Jagen 84, 86 und 78 über und, ehe Hilfe herbeigeholt werden Aussage, daß Frau Schulze auf ihre Bemerkung, schneller könne fonnte, standen 250 Morgen Waldung 250 Morgen Waldung, darunter 70 von fie nicht arbeiten, geäußert hätte: Sie fönnen fofort nach einer zwanzigjährigen Schonung,( in Brand. Die Feuer Hause gehen." Da dieser Auseinandersetzung ntemand bei mehr von Ertner erschien bereits um 122 Uhr mittels gewohnt hat, sab sich das Gericht zur Eideszuschiebung verSonderzuges auf der Brandstelle; thr und der Rüdersdorfer Der Prinz Mag v. Hohenlohe hatte gestern vor der anlaßt. Der Beklagten wurde aufgegeben, in einem neuen Löschmannschaft ist es zu danken, daß das Feuer nicht VIII. Straffammer des Landgerichts I als Zeuge zu erscheinen. Termin zu beschwören, daß sie Klägerin wohl getadelt, aber nicht weit größere Ausdehnungen angenommen hat. Sprigen Jm vorigen Frühjahre nahm der Prinz ein Fräulein Löbel, eine entlassen habe. Leistet sie den Eid, dann ist die Klägerin mit fonnten wegen Mangel an Waffer nicht in Thätigkeit treten, ältere Dame, als Köchin an. Sie erhielt ein monatliches Gehalt ihrer Klage fostenpflichtig abgewiesen, leistet sie ihn nicht, so hat die Löscharbeiten beschränkten sich daher auf das Aufwerfen von von 80 M. Am 15. Dezember kündigte Fräul. Löbel den Dienst fie derselben die 24 M. zu zahlen. Eine Verhandlung, in der Dämmen und Gräben. Diese Maßregel brachte insofern Erfolg, zum 1. Januar. Ihr Herr erklärte ihr, daß sie gefeßlich eine es sich um die Einklagung von rückständigem Lohn handelte, als das auf dem Erdboden fortschreitende Element Wiederstand sechswöchige Kündigungsfrist inne zu halten habe. Es tam hier- fonnte nicht zu Ende geführt werden, weil sowohl der Beklagte fand. Menschenleben sind, soweit bis jetzt bekannt, nicht vers bei zwischen den Parteien zu Meinungsverschiedenheiten, wobei wie eine Zeugin desselben nicht erschienen. Das unentschuldigte nichtet worden. In bedeutender Gefahr befanden sich gegen 1 Uhr der Prinz sich hinreißen ließ, seine Bedienstete mit Schimpfworten, Ausbleiben der Zeugin Rost wurde mit einer Strafe von 5 M., die Feuermänner Mohlfe, Schulze 11 und Emmerich aus Ertner, wie verrüctes altes Weib", verfl... Schw.. u. f. w. zu im Unvermögensfalle einem Tage Haft geahndet Eine Frau die sich plötzlich von einem Flammenmeer umgeben sahen, das belegen. Nun leitete Frl. Löbel hieraus ihre Berechtigung her, führte einen anscheinend für sie aussichtslosen Prozeß. Sie vers der umspringende Wind zu Wege gebracht hatte. Gegen 8 Uhr den Dienst vor der gefeßlichen Zeit zu verlassen. Sie zog am langte 16 M. Arbeitslohn für einem Konfektionär gelieferte fonnte die Gefahr für den Wald als beseitigt gelten. Auch unter 1. Januar. Sie erhielt wegen Uebertretung der Gesinde Arbeit, die diesem nach seiner Behauptung infolge zu später dem Wildstande hat das Feuer erheblichen Schaden angerichtet, Ordnung ein Strasmandat über 10 m. Das Schöffen- Lieferung nicht mehr von seinem Auftraggeber abgenommen Vor der Berufungsinstanz wurde. namentlich sind Rehkälber vernichtet worden. Ausflügler gericht bestätigte diese Strafe. Der Beklagte gestand der Klägerin freiwillig 7,50. wollen auch bei Hangelsberg vor Fürstenwalde einen Waldbrand machte der Vertheidiger geltend, daß die Angeklagte auf grund zu, worauf sie ihre Klage zurückzog. Natürlich mußte fie bemerkt haben; doch fehlt darüber genauere Nachricht. der in der Gesinde- Ordnung vorgesehenen Bemerkung wegen auch die Kosten für die Versäumnisse der Zeugen eines früheren einer Behandlung von ungewöhnlicher und ausschweifender und des jetzigen Termins übernehmen. Das Geld dazu Aus der Irrenauftalt in Pankow entsprungen ist am Härte" sofort den Dienst verlassen durfte. Die ihr in Gegen- wurde der in Thränen ausbrechenden Frau von einem der Montag eine interessante Persönlichkeit, der 27 Jahre alte Sohn wart anderer Personen angethane Beleidigung berechtige sie dazu. Arbeitgeber- Beisitzer zur Verfügung gestellt. Ludwig der Wittwe Ludow, Junkerstr. 21, der seit langer Beit Der Staatsanwalt widersprach dieser Auffassung. Der Gesetz- Die Klage eines Meisters, welche sich gegen den Vater seines an Wahnsinn leidet. Er war bereits früher zu seiner Heilung geber habe mit den erwähnten Worten eine fortgesette" un- Lehrlings richtete, wurde dem Innungs- Schiedsgericht überin der Anstalt zu Dalldorf untergebracht, wurde aber zu Beginn zulässig barte Behandlung bezeichnen wollen und nimmermehr habe wiesen, weil sich herausstellte, daß der betreffende Meister der dieses Jahres von dort entlassen. Er leidet an der Wahnvor- ein Dienstbote das Recht, den Dienst sofort zu verlassen, Innung angehört. stellung, ein Mädchen zu sein und hatte nichts Giligeres zu thun, wenn die Herrschaft sich in gereiztem Zustande zu einer Be- Rammer II. Die Verkäuferin Brusch flagte gegen den als sich nach der Entlassung aus dem Irrenhause vornehme leidigung hinreißen lasse. Der Vertheidiger hielt bei der sozialen Schuhwaarenhändler Schulz. Sie gab an, daß ihr Herr Schulz Damenkleidung zu beschaffen und damit auf öffentlicher Straße Stellung und bei der Bildung der Parteien die vorliegende Be- beim Engagement einen Monatsverdienst zwischen 80 und zu zeigen. Am 29. Januar hatte er in seiner Verkleidung fich leidigung für härter, als wenn beispielsweise ein Handwerker 120 Mart versprochen habe. Nach 13 Tagen sei sie entlassen gefallen lassen, daß ein junger Mann, der fest davon überzeugt seinem Dienstboten eine Ohrfeige versete. Der Gerichtshof trat worden. Herr Schulz warf ihr lodderige Arbeit vor.. war, es mit einem jungen Mädchen zu thun zu haben, den Ausführungen des Staatsanwalts bei und verwarf die ein- mußte nämlich, wie das in Schuhwaarengeschäften Gitte ist, ihm seine Begleitung in die mütterliche Wohnung anbot. gelegte Berufung. Garnirungsarbeiten verrichten, wenn ihre Thätigkeit als Ver. Sie täuferin nicht in Anspruch genommen wurde. Sie betrachtete diese Die Dresdener Haide wurde am Sonntag von einem] Arbeit als einen Verstoß gegen ihr Engagement als Verkäuferin, ung ebeuren Waldbrande heimgesucht. Die gesammte worauf ihr von den Beisigern entgegen gehalten wurde, daß die Dresden er Garnison war alarmirt. Das Unterdrücken des Nebenarbeit in ihrem Beruf bezw. der Branche ihres Berufs, Feuers gelang wegen Wassermangels erst nach großen Mühen. in welcher fie thätig war, Usus sei. Herr Schulz wurde ver- Ein in der Nähe gelegenes Pulvermagazin war äußerst geurtheilt, der Klägerin 40 M. zu zahlen. Rücksicht genommen fährdet. wurde beim Urtheil darauf einerseits, daß Herr Schulze so große Graf von Bnin- Bninski Lodzin auf Samostrzel, Mitglied Versprechungen gemacht hat, andererseits, daß die Arbeit der des preußischen Herrenhauses, ist gestorben. Klägerin thatsächlich nicht sehr gut gewesen ist. 40 m. erhalten im Durchschnitt nach den Bekundungen der fachverständigen Beifizer Verkäuferinnen der Schuhwaarengeschäfte. Soziale Iteberlicht. Depelchen. ( Depeschen des Bureau Herold.) Petersburg. 19. Juni. Von der Insel Sachalin wird gemeldet, daß daselbst die Influenza einen epidemischen Charakter angenommen habe und zahlreiche Opfer sowohl unter dem Beamtenpersonal, wie auch unter den Zwangsansiedlern und Zwangs. arbeitern fordere. Petersburg, 19. Juni. Die Getreidefelder an der oberen Wolga werden von Heuschreckenschwärinen heimgesucht. Christiania, 19. Juni. Das Organ der radikalen Storthingsmajorität empfiehlt, den bisherigen Beitrag von 184 900 Kronen zu der gemeinschaftlichen Diplomatie und der Verwaltung der auswärtigen Angelegenheiten nicht zu bewilligen. 9 In unserer Expedition gingen zum Wahlfono 3 fernet folgende Beträge ein: International 5,-. Zimmerleute v. Schramm d. E. Fink 3,25. Henke 6,-. Braun, Brandenburgstr. 1,50. Gefellen der Baus tischlerei von Dewald 10,-. Bersonal der A. W. Ahl'schen Glasschleiferei 3,65. Schneiderwerkstatt, Behrenstr. 7 8,-. Maurer an der Schloßbrauerei Schöneberg 4,50. Die rothen Lithographen bei 2. u. B., 2. Rate 9.-. Schädlich-, 50. Von dem SteinDie schottische Stadt Glasgow ist vom Waffermangel metzen, Play Hennig 4,-. Mitglied. v. Heiserkeit 7,- Von einig. bedroht. Auch der Wasserstand im Reservoir in Plymouth Bimmerern des Westens 11,50. Gesammelt von den Tischlern d. ( England) reicht nur noch für einen Tag aus. Bautischzei von Karänke 7,-. Einige Formmacher a. der Acker. Dak Berlin in betreff der Nahrungsmittel- Berfälschung die Entscheidung getroffen, daß die Ausstellung an den Wilhelm Quappe 7,70. 12 grüne Jungens aus der Chauffeeſtr., Der Appellhof der Vereinigten Staaten hat endgiltig straße, 2. Rate 3,-. Von den Rothen, Bernauerstr. 3,-. Durch beffer ist als sein Ruf, dafür spricht die durch mehrere in letterer Sonntagen nicht zu schließen sei; es würde nuglos 4. Rate 10,- Die Böttcher aus der Borsigstr. 4,50. PuberBeit stattgefundene Prozesse erwiesene Thatsache, daß die Milch sein, an den obersten Gerichtshof zu appelliren, da diefer vor Kolonne Juhl 12,-. Gesammelt durch Hermann Schubel, schon in verfälschtem Zustande nach Berlin eingeführt wird und Oftober nicht zusammentritt. daß somit in solchen Fällen nicht die Milchpächter, fondern die 1. Mai bis 14. Juni von 2323 759 zahlenden Personen besucht Arbeitern Die Weltausstellung ist vom Maurer 5,60. Dicker, Usedom- Ecke 3,-. Gesammelt von den Bauern selbst die Fälscher find. Nachdem kürzlich von dem der Nothmann'schen Nähmaschinen- Fabrik 15,60. Rothe 1,50. Gesammelt in der Ditten'schen hiesigen Landgericht 11 mehrere Kladower Bauern wegen Milch- worden. Die tägliche Durchschnittsfrequenz beträgt jest 90 000 Drei Wertstelle 4,50. Besucher. Tischlerei 28. Rutschmar, verfälschung zu erheblichen Strafen verurtheilt wurden, haben Stralsunder straße 7 3,20. Personal von Coofe, Weiland und ähnliche Prozesse vor den Landgerichten zu Zossen und FrankBauchwiz 5,50. furt a. D. stattgefunden. In Zonen befanden sich 12 Bauern aus Innere Buzzer Kolonne, Sedanstr. 9,10. dem Dorfe Fern- Neuendorf auf der Anklagebant, meil sie nach dem Gesammelt Wienerstraße beim poln. Ochsen im Keller durch Keller 5,00. Gutachten der beiden Gerichtschemiker, Dr. Bischoff und Dr. Einige Kegelfchieber durch G. 3,50. Durch Frau Jeserich, verfälschte Milch an ihre Berliner Bächter geliefert Hoppe 5,70. Zur Stichwahl gesammelt durch May Glagow 4,-. Liebert, Gartenstr. 66 6,-. Simonstraße 3,70. hatten. Während zwei der Angeklagten empfindlich bestraft wur 10 Lachse 2,50. den, schlüpften die übrigen durch, weil das Gericht nicht für erGesammelt von den rothen Ramm, Ramphaufenstraße 2,-. Von 2 Rothwiesen hielt, daß sie selbst die Verdünnung mit Waffer vorKollegen zu Sperlingsluft Taubenstraße 3,35. 1,-. Malerwerkstatt Baars genommen hatten. Vor dem Gericht zu Frankfurt a. D. hatte gewordenen aus Berlin W. fich der Gutsbesitzer Heinze aus Augustenaue zu verantworten. Strauß, Markgrafenstr. 44-45, 2. Rate 6,40. Bisher freisinnig Alexandrinenftraße, 2 Rate 22,15. Buchdruckerei von Reinhold Der Angeklagte hat seit Jahren seinen von 40 Kühen stammenden Milchertrag in verdünntem Zustande nach Berlin geliefert, der . 2. 2, H. R. 50. Anton 3, Tischler R. Rentsch und Vorsitzende rechnete aus, daß er mehrere tausend Liter Wasser als V. Rogge 4,-. Damit den Sieg bei Stichwahl'n man erreiche, Sind Milch bezahlt erhalten habe. Das Urtheil lautete auf eine mehrnöthig viele Grüne Jungenstreiche. Frei nach 2. Rate Frege. monatliche Gefängnißstrafe und 500 W. Geldstrafe. Demminerstraße 58,50. Niehhold 1,30. todte Partei 6,-. Für die D. S. 4,-. J. R. 6,-. Albumfabrik Schope und 1,60. Kompagnon Vergolder 3. Rate 17,-. Gef. von Otto Brieft auf dem Bau Schönes von Tiefe, 2. Rate 4,- Buchbinderei, Rochstraße, berg. Sedanstraße 3,10. Aus Interesse, Stallschreiberstraße 9,10, Berlia, Leseklub Karl Mary 40,-. Bau Kurfürstendamm 119 6,75. Bildhauer von Pfaff 13,35. Arb. n. G. Martus, Stalizer12 Rothe und 1 Schwarzer, Bau Uhlandstr. 57 6,60. Jm Fachtraße 10 7,80. Rothe Arbeiter des Berl. Lokal- Anzeigers" 6,40. verein der Uhrmacher gef. durch Näther 14,05. Gef. von 5. P. Cuvryſtr. 24 2,-. F. Lutz 1, Max und Moriz, 5. Rate 3,05. Von einem Hospitaliten 1,-. Rothes Ehepaar 1, Das beste Pulver aus der Kurstraße 11,-. Dresdenerstr. 100 durch W. H. 5,-. Leo Götzte und Kollegen 8,-. Puterkolonne Schröder 2,50. Arb. a. d. Spiegelrahmenfabrik v. Kichle 5,70. Ein Montagslenz verauktionirt von den rothen Handschuhm. aus der Wallstr. 11 4,-. Von Gefellen der Tischlerei A. Stavenow 7,70. Beterien 8,75. Tischlerei Schüßenftr. 68 2. Rate 8,50. Tapezier Drei Solche und so heeft er 6,-. Dänische Genossen durch 2. Petersen 3,75. Tischlerei Schützenftr. 68 2. Rate 3,50. Tapezier werkstatt von Dittmar 3,-. 2. M. 1,-. Rothe Knechte 5,80. Verzicht auf ein Sommervergnügen H. S. Hermann 8. Rate 100,- Cuba 1,20. 3 Lederarbeiter 8, Gesammelt in der Uebungsstunde des Gefangv. d. Stuckateure 6,25. Tischler. werkstatt House, Lindenstr. 93, 6,15. Tischlerei von Bahn 8,50. Ich werde es abdarben M. M. 1,. R. 20,- Grüne Jungens 2,-. Die rothen Gäste bei Schober, Manteuffelstr. 116, 2. Rate 2,70. Kronenstr. 22 2,-. Schafskopf- Gewinn Männergefangverein Olympia 4,50. Neptunshain 3 Schafskopfbrüder 2,75. Blaupfeifer in der Luckauerstr. 11 5,-. Gesammelt von den Arbeitern der Pianofabrik Weber 18,60. Buchdruckerei Bajanz u. Von Studer 5,50. den rothen inwendigen Buzern in der Flensburgerftr. 9 4,75. Jul. Böttcher u. Sozialpolitisches Zentralblatt, herausgegeben von Dr. Heinrich Gl. 4,50. Maschinenfabrikant 500,-. B. B. 10, Braun( Carl Heymanns Verlag in Berlin, vierteljährlich 4 Uhrmacher und 2 Goldschmiede, Invalidenstr. 6,-. Ges. vom 2,50 M.). Die foeben erschienene Nr. 38 hat folgenden Jubalt: Rauchklub Brüderlichkeit" bei Schaletti 3,-. Von den Tischlern Jugend und Volksspiele in ihrer sozialen Bedeutung. Von Münzstr. 2 11,-. Amerit. Auktion von Berliner u. Friedrichs Prof. Dr. E. v. Philippovich. Die europäische Ausfelder Genoffen am 18. Juni bei Markofsky, Friedrichsfelde 6, wanderung. Desterreichische Gewerbe- Expertise. Zur Von Sachfe's photogr. Tischlerei, 2. Rate 7,-. 6 grüne Jungens Sonntagsrube in Industrie und Handwerk. Die öfter reichische Gewerbe- Juspektion im Jahre 1892. Von Prof. Dr. Ernst Mischler. Eine Maßregelung im öfterreichischen Gewerbe- Inspektorat.- Zur Statistit der österreichischen Arbeiter- Unfallversicherungs- Anstalten im Jahre 1891. Entscheidungen des Reichs- Versicherungsamts. Ober- Gut achten in Unfallsachen. Gebrochene Gefahrenklassen. Normal- Miethshäuser mit kleinen Wohnungen in Berlin. Arbeiterwohnungen in der Kasseler Lokomotivfabrik. Deutsche Volks- Baugesellfa, aft. Die hauswirthschaftliche Ausbildung des weiblichen Geschlechts in der Schweiz. Von Pfarrer Dr. Emil Hofmann. Plan einer Webeschule in Reichenbach. Schulunterricht und Nübenbau in Aschersleben. An die Vertreter und Vertreterinnen der Orts. Krankenkasse der Schneider ze. Nachdem erst vor 2 Jahren auf Verfügung des Oberpräsidenten der Provinz Brandenburg die Beiträge der Mitglieder erhöht worden sind, soll in der nächsten Generalversammlung am Mittwoch, den 21. d. M., Abends 8/2 Uhr, bei Bolz, Alte Jakobstr. 75, schon wieder über Erhöhung der Beiträge berathen werden. Da der Generalver fammlung obliegt, über Annahme oder Ablehnung der Beitragserhöhung zu beschließen, so ist es dringend nothwendig, daß alle Vertreter und Vertreterinnen in der Versammlung erscheinen, um zu beschließen, ob die Beiträge erhöht werden sollen oder nicht. Im Auftrage mehrerer Vorstandsmitglieder. R. Wiesemann, Krugstr. 21. Für Töpfer! Die Zeitschrift Der Töpfer" ersucht um Fernhaltung des Zuzugs nach Stettin( Werkstubenarbeiter), Rixdorf, nach der Ofenfabrik in Freienwalde a. D., nach Rottbus, Königswusterhausen, Halle a. S. ( Chriftian Glaser) und nach Bettenhausen. Versammlungen: in Die Versammlung, welche Sonnabend am Friedrichsberg abgehalten wurde, war außerordentlich zahlreich besucht und nabm, nachdem einigen antisemitischen Rüpeln gegenüber das Hausrecht gebraucht worden war, einen imposanten, erhebenden Verlauf. Der von dem sozialdemokratischen Reichstagskandidaten Stadthagen gehaltene Vortrag übte eine begeisternde Wirkung aus und überzeugte die Anwesenden davon, daß einzig die Sozialdemokratie berufen ist, den heutigen unhaltbaren wirthschaftlichen Verhältnissen ein Ende zu machen und bessere Zustände dauernd herbeizuführen. Die Aufforderung des Redners, sämmtliche etwa vorgekommene Wahlbeeinflussungen fchleunigst mit Angabe von Zeugen dem Wahlkomitee zu melden, förderte bereits in der Versammlung einige Mittheilungen über Handlungen einiger Arbeitgeber" zu tage, die, wenn sie sich bestätigen, sich als ganz ungeheuerliche Wahlbeeinflussungen darstellen. Einstimmige Annahme fand eine Resolution, welche die Anwesenden verpflichtet, mit aller Energie am Tage der Stichwahl für die Wiederwahl Stadthagens einzutreten. Mit einem Hoch auf die Sozialdemokratie ging die Versammlung auseinander. Eine Glaserversammlung, welche am Sonntag stattfand, beschäftigte sich mit einigen Gewerkschaftsangelegenheiten und beschloß, dem Wahlfonds der sozialdemokratischen Partei 10 M. zu überweisen. Zum Schluß erging an die Versammelten die Aufforderung, am Tage der Stichwahl nach Krästen für den Arbeiterkandidaten zu agitiren. Brüssel, 19. Juni. Die Indep. belge" bespricht die Lage Deutschlands und bemerkt, daß der Reichskanzler Caprivi nicht mit dem nöthigen Geschick zu Werke gegangen sei, er hätte viel mehr vom Reichstage erlangt, wenn er mit mehr Diplomatie zu Gefahr gelaufen, alles zu verlieren. Jetzt mache der Reichs Werke gegangen wäre. Caprivi wollte alles erhalten, und ist fanzler gute Miene zum bösen Spiel und werde bald alles zugestehen, was er vor den Wahlen verweigert hat. Das Zentrum werde bald seine Bedingungen formuliren, welche auch wohl angenommen werden dürften. ( Wolff's Telegraphen- Bureau.) Elberfeld, 19. Juni. Die Stichwahl im Wahlkreis Elberfeld- Barmen wird Freitag, den 23. Juni stattfinden. Halle, 19. Juni. Die tonservativen Parteien treten für die Stichwahl in öffentlicher Erklärung nachdrücklich für Dr. Alexander Meyer, freisinnige Vereinigung, gegen den Sozialisten Kunert ein. Petersburg, 19. Juni. Um die Spekulationsgeschäfte auf den Kours des Kreditrubels zu verhindern, sollen Termingeschäfte im Kauf und Verkauf von Goldvaluta, Tratten, auf Goldvaluta ausgestellte Werthen 2c. verboten werden, wenn solche ausschließ lich den Zweck haben, die Differenz zu erhalten und wenn die Art und Weise der Realisirung des Geschäftes beim Abschluß deffelben in das Belieben eines der beiden Kontrahenten gestellt ist. Literarisches. Briefkasten der Redaktion. ihrer Reime derart ist, daß sie, trotzdem Zubeil's Chancen günstig stehen, dennoch seine Wahl ernstlich gefährden könnten. Ein Rother. Bebel vertrat im letzten Reichstag den 1. Hamburger Wahlkreis. Alter Abonnent. Eine Milliarde find tausend Millionen. Obwohl Sie es wissen, verlangen Sie die Antwort, weil ein Streithahn nicht zu belehren" ist. Das ist doch kein Grund, mit Fragen, die der Vorwärts" schon unzählige Male beantwortet hat, den Briefkasten" wegen jedes einzelnen Streithahns in Anspruch zu nehmen. " 3,-. aus der Tegelerstr. 3,-. Von Stuckateuren der R. Schirmers fchen Werkstatt, 3. Rate 10,50. Gef. von E. Lemberg 10,-. Tischlerei Feldmann 6,20. Schles. Bahnhof 150. Rothe Buchbinder aus der Grünstr., 2. Rate 50,- 2 Damen aus Freude über die Wahl 2,- Ges. in der Buchdruckerei M. W., Stallschreiberstr. 6,-. Vom Bau Brunnenstr. durch Gnadt 3, Von A. S. durch Gnadt 1-. Pichelswerder, amerit. Auktion 1 Messer durch Wenser 2,-. Ein Freisinniger der Freifiunigen Boltspartei in der Militärvorlage nicht traut 2,-. Von der rothen Familie, Krautstr. 52, 5,-. Ein grüner Junge gesammelt 2,-. Puter, Ecke Schaber- und Ranfeftraße, 9,-. Von den Rothen aus der Alexandrinenstr. 101 3,- Von A. und O. Sturm 2,-. Gin rother Maschinist 1,-. Von einem rothen Schneider aus dem Kaiserbazar 1,50. Zu den BeerdigungsToften des Freisinns 2,-. Nielbock u. Dees' Broncefabrik 3. Rate 4,45. Auf einer Landpartie von Dehne'schen Stammgästen gesammelt 6,20. Geschwister T. 4,-. Von den Zielbewußten aus der Grünauerstraße 12,65. Fideler Abend 2. Rate 2,50. Von den Weißgerbern d. E. Meyer'schen Fabr. 24,80. Wuzom 1,-. Aus Süd- Devon. Mit uns das Volk mit uns der Sieg 2,05. 4 rothe Mechaniker von Bachmann 2,50. Dr. Walter 5,-. Sattler, Tegel 4,50. Von den Genossen der 3 Wie stellt sich Herr v. Egydi zur Stichwahl? Mit dieser Frage mochten sich wohl die meisten der Leute quälen, welche sich am Sonntag nach dem Wintergarten begeben hatten, allwo der Herr Reichstags- Kandidat a. D. zu seinen Wählern sprechen wollte. Nun, diejenigen, welche etwa denten mochten, daß Herr v. Egydi, weil er vor kurzem der Sozialdemokratie als J. B. 94. Auf solche Dinge läßt sich unsere Partei nicht Vertreterin des mit seinem Mitleid beehrten Proletariats einige ein. Wir halten Ihre Schilderung des strebernden Kiferitis von Kußhände zugeworfen hatte, jezt auch seine Wähler auffordern Otterndorf für durchaus zutreffend. Aber seine Eigenschaften würde, dem sozialdemokratischen Kandidaten ihre Stimme zu find die des waschechten Bourgeois unserer Tage. geben, diese sollten am Sonntag zur Evidenz erfahren, daß der Ein neuer Freund des Rechts in Schöneberg. Sie Firma Martin Schlesinger 3,35. Gesammelt von ZemeutMann der Ernsten Gedanken" das ist, wofür wir ihn immer gewollen unter der Bedingung, daß wir Ihr Gedicht abdrucken, arbeitern bei einem Glase Bier 3,30. Gesammelt von den halten haben, ein unfruchtbarer Bourgeois- Ideologe, weder Fleisch einen Beitrag zum Wahlfonds geben. Leider müssen wir um Ofenseßern Bau Fasanenstraße, Firma Hennigdorf, 5,05. noch Fisch. An der Sozialdemokratie fand Herr v. Egydi auch diesen Preis auf ihre Geldspende verzichten, da die Qualität Von den Buchdruckern von F. und N. 4,40. Buchdruckerei am Sonntag manches schön und gut, jedoch fönnten alle angeRudolph Gensch, 3. Rate, 4,65. Bielbewußte Lithographen, Steinnehmen Seiten an ihr den einen schweren Fehler nicht auf drucker u. Schleifer b. Schäfer u. Scheibe 13,05. Druckerei Otto wiegen, daß sie wisse was sie wolle und tonsequent auf ihr Ziel von Holten, 2. Rate, 19,-. Die Rothen bei Hannibal 5,55. zustrebe. Und fonfequent in feiner Infonsequenz ließ Herr Arbeiter von F. Maurer u. Komp., 2. Rate, 5,-. Werkstatt v. Egydi denn auch sein Publikum in derselben Untlarheit nach von F. Gerite, Prinzenstr. 33, 5,-. Gef. in der W. SipperHause gehen, wie es gekommen war. ling'schen Werkstatt 9,25. Tischler u. Polierer, Krautstr. 48b, 5,20. Gef. auf der Landpartie der rothen Schuhfabrit, Grünthalerstraße, 11,60. Bildhauer, Sophienstraße, 2,65. P. p. 1,50. Vier weiße und rothe Hotelsflaven 2,- 2. B. 2,-. Gef. in d. Roßleder Fabr. v. Alb. Asch 6,80. Gürtlerei, Ritterstr. 51, 7,75. 2. Rate von den Arbeitern der Firma Methlow u. Ro. 18,05. F. 2. 3,-. Rummelsburger Holzindustrie, finanzielle Hilfe erfordert unsere Stichwahl 15,90. G. O. 5,-. G. Sch. G. H. M., Manteuffelstraße 7,-. Reine Baumwolle 10,10. Moabiter Gebrts.- Club 4,-. Behrendt 1,-. Aus einer Seidenfärberet, 2. Rate, 4, Kolonne Dobrich 7,50. Die rothen Biseleure aus Sibirien 4,50. Fräserei von Hoffmann, Hagelsbergerstr. 52 7,20 Gesammelt von neun rothen Bimmergesellen 4,25. A. S. Waldemaritr. 14 8,20. Präger, Schleifer und Buchbinder, Dresdener straße, 2. Nate 6,15. A. G., Kurfürstenstr. 37, Drechslerwertstatt, 1. Rate, 2,80. Ginige rothe Fliesenleger 2,60. Tischlerei von Often, Brunnenstr. 122, außer einem 9,-. Tischlerwerkstatt Trempenau, Eisenbahnstr. 13, 7,05. Rother Bourgeois( dritter Wahlkreis) 5,-. 4 Tischlerei Boppstr. 9,05. Metall arbeiter Otto, Brandenburgstr. 75, 3. Rate 3,70. Durch Hatscher, Glasschleifer, B. Rate 3,-. Tischlerei Siebert und Aschenbach, Wilhelmstraße 6,20. Ges. von den Rothen beim Richtfest 12,05. Von den Arbeitern der Mester'schen Spiegelrahmenfabrit, Manteuffelstr. 54/55 19,-. Spartaffe Neue Friedrichstraße 5,65. Jänisch und Söhne 3,-. Tischlerei von Gerds, Charlottenstr. 18 durch Böhnisch 5,35. Von den Buchbindern bei Littauer und Boysen, 2. Rate 7,50. Rothe Tischler, BrunnenGrimmstraße 39 11,-. Nothe Klempner- Kolonie 3,-. Von den Böttchern Berlins 30,-. Zapezirerwerkstatt Albrecht u. Noll 8,-. Die Arbeiter der Tischlerei J. Pingel 10,70. Von einem rothen Muſterzeichner 1,-. Bielbewußte Arbeiter in einer föniglichen Eisenbahn- Musterwerfitatt, 8. Rate, 23,25. Bildungsverein der Frauen und Mädchen des arbeitenden Volkeo. Bersammlung am 21. Junt, in Alt- Moabit, Kronenbraueret, Ganverein Berliner sildhauer. Dienstag, den 20. Junt, Annenfr. 16: Bersammlung. Zagesordnung: Bortrag über Naturforschung und Gesundheit der Seele. Dermischifes: In Potsdam entstand in der Sonntag- Nacht im Neuen Proviantamt der Garnison in der Louisenstraße Feuer, wodurch es fast gänzlich in Aiche gelegt wurde. Es sollen gegen 600 3tr. Brot sowie ein großer Posten Heu verbrannt sein. Der Schaden ist ziemlich bedeutend. " In Breslau ist es am Sonnabend Abend zu einem Zusammenstoß des Publifums mit der Polizei gekommen, wobei die letztere blank zog und 23 Tumultuanten verhaftete. Militär fprengte" schließlich die Menge. Der Telegraph giebt als Grund des Zusammenstoßes an, daß eine Anzahl Burschen einen Laden stürmen wollte" und die Polizei mit einem dichten Steinhagel und Revolverschüffen" empfing. Eine weitere Nachricht befagt: Die Zusammenrottungen in der Matthiasstraße wurden dadurch hervor: gerufen, daß die Polizei aus einem geringfügigen Anlaß einen Ruhestorer verhaftete. Gin Fleischermeister leistete der Polizei hierbei Hilfe und zog sich den Born der Menge zu, worauf fich die geschilderten Vorgänge abspielten. Wenn so viele Personen fich zusammenrotteten, so werden sie wohl sehr berechtigten Grund bazu gehabt haben. W. B., Kürschner. Da hat sich ein dummer Junge einen ult machen wollen, der noch dazu recht wiglos ausgefallen ist. ' Rein in den Papierforb! W. 2., trph. Wenn Sie das Gizydi'sche Wert haben, werden Sie dort auch andere Quellenangaben finden. Wir sind nicht in der Lage, eins für das beste zu erklären. J. G. Ob die fromme Schwester, welche am Sonntag Traktätchen an Rutscher, Pferdebahnbeamte u. f. m. vertheilt, damit Erfolge, und zumal im 6. Wahlkreise erzielt, braucht nicht unsere Sorge zu sein. S. K. u. J. M. Die allgemein gehaltenen, wenn auch wohl. gemeinten Ansprachen des Herrn v. Egidy zu fritisiren, haben wir feinen Anlaß. H. C. Da hätten wir viel zu thun, wenn wir alle Widersprüche der alten Tante" aufzeichnen wollten. F. M. Neu- Weißenfee. Sie mußten, als Sie merkten, in welche Gesellschaft Sie gerathen, sich sofort entfernen. M. S. 27. Das reicht zur Scheidung nicht aus; vielleicht liegen aber andere Gründe vor? Sprechen Sie nach dem 20. zwischen 12 und 1 Uhr vor. Paul. Sie können die Bettel kniffen wie Sie wollen; der Wablvorsteher hat aber das Recht und die Pflicht, sich davon zu überzeugen, daß nicht mehr als ein Bettel abgegeben ist. ftraße 7,40. Gesammelt von den Genossen von. Dette u. Co., Glückauf! Weinert, Wien. Leider bleibt Ihnen nichts übrig als zu zablen; schriftliche Antwort ist unmöglich auf derlei Privat anfragen zu ertheilen. Das Burückbehaltungsrecht besteht leider in Ihrem Fall. C. B. Sprechen Sie nach dem 20. zwischen 12 und 1 Uhr vor. Summa 1810,95 M. Bereits quittirt 9674,85 M.; in Summa 11 485,80 2. Kaufmännische Wähler! Morgen, Mittwoch, den 21. Juni, Abends 81/2 Uhr, im Saale des Herrn Philipp, Rosenthalerstraße Nr. 38: Große öffentliche Versammlung HEF von selbständigen Kaufleuten und Handlungsgehilfen. Zages Ordnung: 1. Vertritt die freisinnige Partei die Interessen der kleinen Kaufleute und der Handlungsgehilfen? 2. Diskussion. Jeder Kaufmann wird dringend ersucht, zu erscheinen. 188/18 Der Einberufer. A. Borchardt, Wallstraße 89. Verband deutscher Zimmerleute. Lokalverband Berlin. Laut Beschluß der letzten ausserordentl. GeneralVersammlung machen wir den Verbandsmitgliedern vorläufig folgende Zahlstellen bekannt: Bahlstelle I: Osten bei W. Zippke, Markusstr. 14. Bahlstelle II: Süd- Osten bei Fürstenau, Reichenbergerstr. 39. Vertrauensmann: Joseph Schmidt. Zahlstelle III: Süd- West bei H. Elsner, Rafftrer, Bellealliancestr. 21a, Hof 3 Tr. Bahlstelle IV: West bei E. Raumann, Culmstr. 36. Bahlstelle V: Nord- West bei C. Stehr, Stromstr. 38. Bahlstelle VI: Nord bei Chr. Hilgenfeld, Bergstr. 60. Vertrauensmann: A. Charlett. Bahlstelle VII: Nord bei R. Wilke, Alte Hochstr. 32a. Vertrauensmann: M. Leonhardt. Bahlstelle VIII: Nord bei Buchholz, Wörtherstr. 39, Ecke Tresckowstraße. Vertrauensmann: A. Weiss. Die Vertrauensleute sind verpflichtet, die Beiträge für den Monat Mai mit zu erheben. Die Beiträge werden in sämmtlichen Zahlstellen des Sonntags Vormittags von 10-12 Uhr entgegengenommen. 660/15 Die Aufnahme neuer Mitglieder erfolgt ebenfalls in den Zahlstellen. Der Vorstand: J. A.: Max Leonhardt, Magstr. 15, v. 2 Tr. Neu! DRG.M.7156 Billig! D. R. G. M. Gut! Die Mammuthsohle! Diese imprägnirte, gefeßlich geschütte Ledersohle ist die größte Erfindung der Neuzeit auf dem Gebiete der Lederindustrie! We Dreifache Haltbarkeit garantirt! OF Vollkommen wasserdicht! Bet jedem Schuhwerk verwendbar! und Billig! Billig! Der Preis des Paares für Herrenstiefel 1 Mt. 50 Pf. Für Damen- und Kinderstiefel entsprechend billiger, Die Preise verstehen sich per Rasse oder Nachnahme. In jedem besseren Schuhwaaren, Gummis, Leder- und Eisenwaaren- Geschäft zu finden. We Schuhmacher und Händler erhalten Rabatt! Wir versenden 1 Pane Probefohlen für 2 Mk. fre. -Thatsachen beweisen! Man lefe untenstehende notariell beglaubigte Atteste! Bahlr. Anerkennungsschreiben und andere Atteste stehen zur Verfügung. Ein Versuch kann nichts schaden und ist billig. Man beliebe Bestellungen zu richten an die Patentfohlen- Fabrit Schnauder& Co. Berlin N., Lothringer- Straße 28/29. Telephon Amt III 2331. Fillalen: Emdenerstr. 50, Strelitzerstr. 18 III, und Bülowstr. 38. Eigene Besohlungsanstalt. Hierdurch bestätige ich, daß die von Herrn Schnauder er. fundene imprägnirte Ledersohle gegen die bisherigen guten Rernlederfoblen eine 3-4fade Haltbarkeit bethen. Es ist dies dadurch konstatirt, daß ich die Schnauder'schen imprägnirten Lederfoblen faft ein ganzes Jahr getragen, während ich früher die benten Bernfohlen fets in 8-10 Wochen durchlaufen hatte. Dies bezeuge ich der Wahrheit gemäß. Wurzen, den 10. Mai 1893. Eduard Döschner, Sergeant i. Kgl. Sächs. 3. Jäger- Bat. Nr. 15. Murzen, 12. Mai 1893. B.R.20/ 1893 Taubert, Nofar. Herr Eduard Döschner, Sergeant im Rönigl. Sächs. 8. JägerBataillon Nr. 15 zu Wurzen, mir, dem unterzeichneten, in Wurzen wohnhaften, Notar von Person bekannt und verfügungsfähig, hat heute vorstehende Urkunde vom 10. Mai 1893 nad Juhait und feiner Namensnnterschrift anerkannt. [ 4287L* Wurzen, am 12. Mai 1893. Heinrich Eduard Taubert, Königlich Sächßfcher Notar. Spezialgeschäft Damen- Kleiderstoffe für Oranienstrasse 175, Albert Hammer, Ecke Adalbertstrasse. Seidenstoffe, Wollstoffe und Waschstoffe. Empfehle insbesondere 4342L* Mousseline, Zephirs, Batiste, Organdys in besten Qualitäten. Eingang von Neuheiten. Feste Preise. Beleidigung gegen Frau Vetter] Säle zu Privat- Festlichkeiten u. Vernimmt zurück[ 4716] Frau Kettmann. sammlungen Oranienstr. 180. Größtes Lager Berlins Kinderwagen. Andreasar. 23.5v 80 Thlr. Frdl. Wohnung m. sep. Eing. zu übern. Stube, Küche, Keller, Bod. 1. Juli Urbanstr. 36, 1. Duerg. 4 r. bei Courtois. 463b 3551b 464b Verlag des Vorwärts" Berliner Volksblatt Berlin SW., Beuthstraße 2. Als vorzügliche Agitationsmittel für die bevorstehenden Stichwahlen empfehlen wir den Parteigenossen folgende Erscheinungen unseres Verlages: Grundsäge und Forderungen der Sozialdemokratie. Erläuterungen zum Erfurter Programm Don Karl Kautsky und Bruno Schönlank, Groß- Ottav 64 Seiten. Zweite durchgesehene Auflage. Preis geheftet 10 Pf., in Partieen zum Massenvertrieb Rabatt. Im ersten Theil ist die Prinzipien Erklärung des Programms behandelt. In den Kapiteln- Kleinbetrieb und Großbetrieb, Kapitalist und Proletarier, Privatmonopol und Staatsmonopol, die Erbebung des Proletariats, der Sozialismus find die grundlegenden sozialdemokratischen Lehrsäge populärwissenschaftlich niedergelegt, während im zweiten Theil unsere Programm- Forderungen, die von dem flassenbewußten Proletariat als Mittel aufgefaßt werden, um das schließliche Ziel, die sozialistisch organisirte Gesellschaft, zu erreichen, erläutert sind. Es handelt sich bei dieser Broschüre darum, allen Parteigenossen, die sich in den Dienst der Partei- Organisation gestellt haben, den Massen Vertrieb" besonders zu empfehlen, da mit dieser Schrift die Möglichkeit gegeben ist, immer neue, ungezählte Anhänger für unsere gemeinsame Sache zu gewinnen. Der Preis ist aus dem Grunde so niedrig ge= stellt worden. Zur Beachtung für den Norden. Unterzeichneter, welcher vom 1. bis 10. Mai d. J. als erster Borsitzender und Lieferant des Consum- Vereins„ Wedding" fungirte und sein Amt freiwillig niederlegte, erlaubt sich dem geehrten interessirten Publikum Aufklärung über den Grund seines Austritts zu geben. Der Consum- Verein ,, Wedding", nach dem Muster anderer Consum- Vereine gegründet, nennt in seinem im April d. J. ausgegebenen Zirkulär den Verein eine Wohlfahrtseinrichtung für das faufende Publikum, woraus demselben feine Kosten entstehen sollen. Es werden aber bei einem angenommenen Umfag von 4000 000 m. pro Jahr, wozu ca. 5000 Mitglieder mit einem durchschnittlichen Wochenverbrauch von 15 M. gehören, dem 1. Vorhhenden 4000 M. " " 2. Vorshenden 4000 Rendanten 8000 Auffidtorath 4000 für Markenverkauf 4000 20 " " " N Reklame u. f. w. 2000Busammen 26000 M. gezahlt. Eine gewiß ansehnliche Summe, welche von den Mitgliedern getragen werden muß. Zu obigem Umsatz würden 100 Lieferanten genügen, welche monatlich ca. 3400 M. umfeßen, darauf würden dieselben 5 resp. 10 pЄt. durchschnittlich 6 pet. Rabatt zahlen, was für jeden Lieferanten pro Jahr 2400 m. ausmachen würde. Aus eigener Erfahrung weiß ich, was auch jeder andere Geschäftsmann bestätigen wird, daß bei der heutigen Geschäftslage ein Geschäft gut zu nennen ist, wenn es die Unkosteu deckt und es daher unmöglich ist bei reellem Gewicht und Lieferung guter Waare eine so hohe Summe abgeben zu fönnen, deshalb ist jeder Confum- Lieferant gezwungen theurer zu verkaufen oder schlechtere, sogenannte Schleuder- Waare zu liefern, womit dem Käufer doch nicht gedient ist. Da ich es mit meinem Gewissen nicht vereinbaren konnte, al3 Vorsitzender des Consum- Vereins ,, Wedding" die Mitglieder auf Vors theile hinzuweisen, von denen ich selbst nicht überzeugt bin, so habe ich das gewiß recht einträgliche Amt als 1. Vorsitzender dieser Wohlfahrtseinrichtung niedergelegt und bin aus dem Verein ausgetreten. 4317L 6666666666 R. Gallin, Solonialwaaren- Handlung, Cöslinerstr. 10, Ecke Wiesenstraße. Schonet Eure Wäsche! Ruinirt wird Wäsche nicht durch Tragen, sondern durch das viele Reiben beim Waschen. 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