Nr. 144. Erscheint täglich außer Montags. Preis pränumerando: Vierteljährlich 3,30 Mart, monatlich 1,10 mt, wöchentlich 28 Bfg. fret in's Haus. Einzelne Nummer 6 Pfg. Sonntags- Nummer mit illuftr. Sonntags- Beilage Neue Welt" 10 Pfg. Post- Abonnement: 8,30 Mt.pro Quartal. Unter Kreuzband: Deutschland u. Desterreichs Ungarn 2 Mt., für das übrige Ausland 3 Mt.pr.Monat. Eingetr. in der Post- Zeitungs- Breisliste für 1893 unter Nr. 6708. Vorwärts 10. Jahrg Infertions- Gebühr beträgt für dü fünfgespaltene Petitzeile oder deres Raum 40 Pfg., für Vereins- uni Bersammlungs- Anzeigen 20 fr Inferate für die nächite Numme müssen bis 4 Uhr Nachmittags it der Erpedition abgegeben werden. Die Expedition ift an Wochen tagen bis 7 Uhr Abends, an Sonn und Festtagen bis 9 Uhr Wor mittags geöffnet. Fernsprecher: 3mt I, 4186. Telegramm- Adresse: Sozialdemokrat Berlin! Berliner Bolksblatt. Bentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Wähler! Auf zur Stichwahl! Wählt die Kandidaten der Sozialdemokratie! I. Wahlkreis: Schneidermeister August Täterow. II. Wahlkreis: Schriftfeger Richard Fischer. III. Wahlkreis: Stadtverordneter Ewald Vogtherr. V. Wahlkreis: Klavierarbeiter Robert Schmidt. Nieder- Barnim. Donnerstag, den 22. Juni 1893. Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. die staatlichen Arbeiter noch rechtloser sind, wie die Arbeiter viele Arbeitsstunden geleistet werden mußten. Daß bei den in privaten Unternehmungen, daß für sie Vereinsrecht und Staatsbahnen lle berarbeit und zwar oft in unglaublichem Versammlungsfreiheit fast garnicht bestehen, daß das Ver- Maße vorkommt, ist bei unzähligen Gerichtsverhandlungen einigungsrecht für sie keine Geltung hat. Im Reichs- festgestellt worden. Wenn wir nun nach diesen kritischen tage wurde vom Reichskanzler und seinen Staats- Bemerkungen die Löhne der Eisenbahn- Arbeiter etwas näher sekretären und Kommissaren mehr als einmal erklärt, betrachten, so finden wir, daß bei den für die Bahnunterdaß sozialdemokratische Arbeiter in den Betrieben des haltung beschäftigten Arbeitern in feinem Direktionsbezirk Reiches und Preußens nicht beschäftigt werden dürfen. 2 M. auf den Tag kamen, ja daß in zwei DirektionsDies bedeutet eine besondere Art von Rechtlosigkeit, eine bezirken der Lohn weniger als 1/2 M. pro Tag betrug. Beschränkung in der Wahl der politischen Grundsäße bei Im Direktionsbezirk Altona, wo die höchsten durchschnittden Staatsarbeitern. lichen Löhne bezahlt wurden, kamen ganze 1923 Pfennige Vielfach wird angenommen, daß die Staatsarbeiter in auf den Tag! Der niedrigste Durchschnittslohn wurde im einer besseren Entlohnung einen theilweisen Ersatz für den Direktionsbezirk Breslau, nämlich knapp 1 M. 24 Pf., beVerlust ihrer staatsbürgerlichen Rechte finden. Bei dem zahlt. Bei den im Betriebe beschäftigten Arbeitern mit Mangel einer halbwegs genügenden Lohnstatistik ließ sich ihrer überaus langen Arbeitszeit wurden in zwei Direktionsdiese durchaus unrichtige Annahme nicht zahlenmäßig wider- bezirken( Breslau und Bromberg) weniger wie 1 M. 70 Pf. legen. Einiges Material zur Beurtheilung dieser Frage pro Tag bezahlt. In 6 von den 11 Direktionsbezirken bietet der eben ausgegebene Bericht der verwar der höchste Durchschnittslohn 2,12, im Direktionsbezirk stärkten Budgetkommission des preußi- Berlin betrug er knapp 2 M. 2 Pf. und im Direktionsbezirk schen Landtages über einige Rapitel des Altona, wo die höchsten Durchschnittslöhne bezahlt wurden, Etats der Eisenbahn- Verwaltung für 2 M. 67 Pf. für diese Gruppe von Arbeitern. Den hoch 1891/ 92.*) Jn demselben finden wir eine kleine Tabelle qualifizirten Arbeitern der Eisenbahn- Werkstätten wird in über die Löhne, die zwar den bescheidensten Ansprüchen vier Eisenbahn- Direktionsbezirken ein Durchschnittslohn von der Sozialstatistik nicht technung trägt, aber in Er- höchstens 2 M. 70 Pf., und selbst im Eisenbahn- Direktionsmangelung besseren Materials zur Beurtheilung der Ein- bezirk Altona, wo die höchsten Durchschnittslöhne gezahlt tommensverhältnisse der Arbeiter bei den Staatseisenbahnen wurden, überstiegen dieselben um nicht ganz 2 Pf. einen herangezogen werden muß. Thaler! Diese überaus niedrigen Löhne bedeuten aber für die Eisenbahn- Verwaltung einen hohen Lohnftand, die Löhne der Eisenbahn- Arbeiter waren in den vorangegangenen Jahren noch niedriger. Bei diesem Lohnniveau rühmte fich die Eisenbahnverwaltung, daß sie der steigenden Preisbewegung auf dem Arbeitsmarkte folgte, sowie aus„ fittlichen Pflichtgründen" die Löhne der Arbeiter erhöhte. Die Ausgaben an Arbeitslöhnen betrugen im Rechnungs jahre 1891/92 im Durchschnitte für einen Arbeiter nach dieser Tabelle: Bei den für die BahnIm DirektionsBezirk Stadtverordneter Arthur Stadthagen. Teltow- Beeskow- Charlottenburg: Altona Gastwirth Fritz Zubeil. FF Wahlberechtigt ist jeder, der in die Wählerliste eingetragen ist, auch wenn er bei der Hauptwahl nicht mitgewählt hat. Kein Wahlberechtigter darf der Urne fernbleiben! Auf jede Stimme kommt's an. 33 Von den staatlichen Berlin Breslau Bei den im Betriebe beschäftigten Arbeitern unterhaltung Bei den Werf stätten= beschäftigten Arbeitern 986 ( Strecken-) Arbeitern 978 702 787 560 1101 1060 623 452 Bromberg 615 471 912 Köln( linksrheinisch) 812 631 1007 Köln( rechtsrheinisch) 858 702 942 Elberfeld 825 669 1076 Erfurt 770 617 1163 Frankfurt a. M. 794 618 Hannover Magdeburg 758 595 831 650 963 1099 1039 Wie traurig muß es mit dem sozialpolitischen Verständniß der preußischen Eisenbahnverwaltung bestellt sein, wenn sie sich bei einer so elenden Bezahlung schwerster, gefährlichster und verantwortungsvollster Arbeit in die Brust wirft und von ihren sittlichen Thaten zu sprechen wagt. Wir ersehen aus diesen offiziellen Lohnangaben, daß die Eisenbahnarbeiter der königl. preußischen Staatseisenbahnen keinen ökonomischen Ersatz für die Beschneidung ihrer staatsbürgerlichen Rechte erhalten, daß ihre Lage demnach eine unwürdigere und schlechtere ist, als die der anderen Arbeiter, daß die preußischen Staatseisenbahnen das direkte Gegentheil von Musterbetrieben sind. Für die Aus dieser Tabelle ersieht man nicht, wie viele Bahnverwaltungen, welche in überströmender Loyalität << Musterbetrieben Arbeiter unter diesen Durchschnittslöhnen gearbeitet haben, Zehntausende Mart aus dem Säckel des Volkes für Auswas die niedrigsten Lohntlassen waren, wie viele sich mit schmückung von Bahnhöfen verausgaben, an denen der Während der Wahlbewegung waren wir in der un- den niedrigsten Löhnen zufrieden geben mußten, wie sich die König ohne anzuhalten im schnellsten Kurierzugtempo vorbeiangenehmen Lage, von manchen mit dem Geiste des Arbeiter nach Direktionsbezirken vertheilten, welche Leistungen reist, für diese Bahnverwaltungen ist wie für die übrigen Reichstags Wahlgesetes durchaus nicht vereinbaren Be- bei diesen Löhnen von den Arbeitern verlangt wurden, wie staatlichen Betriebe die Forderung, daß die staatlichen Be einflussungen der Arbeiter und Angestellten der preußischen triebe Musterbetriebe sein sollen, in den Wind gesprochen. Eisenbahnen durch ihre Vorgesetzten berichten zu müssen.*) Nr. 261 der Drucksachen des Hauses der Abgeordneten. Aber selbst diese knauserige, engherzige, jedes sozialWir haben nur allzu häufig darauf hinzuwei sen gehabt, daß 17. Legislatur- Periode, V. Session 1892/93. politischen Verständnisses bare Lohnpolitik ist den geaichten Feuilleton. Nadbrud verboten.) Die Fabriklerin. Erzählung aus dem schweizerischen Volksleben von einem Baseler Arbeiter. [ 6 In den meisten Fällen waren die" Fremden" von den Einheimischen gehaßt und gemieden, weil man ihnen vorwarf, daß sie den Ortsangehörigen den Verdienst vorweg nehmen. Damals dachte man eben namentlich auf dem Lande noch viel engherziger als heute, wo das Dampfroß auch entferutere Landestheile einander näher bringt und die Leute mehr durcheinander würfelt. mit solchen Grundsätzen keine Karriere macht, sollte er zeugter Freund der Arbeiter und ihrer Bestrebungen bebald genug erfahren. tannte. Als Rosa in den Saal trat, wurde sie von dem Soeben hatte er mit scharfen Worten die Gewinnsucht jungen Manne, welcher von ihrem Schicksal gehört und das der Kapitalisten gebrandmarkt, als Fader dazu kam und Mädchen tief bedauert hatte, freundlich und wie eine alte nun seinerseits in maßloser Weise über die Reichen zu Bekannte willkommen geheißen, was ihm sofort ihre schimpfen anfing. Diese seien faulenzende Schmaroßer und Sympathien eintrug. nicht mehr werth, als daß man sie sammt und sonders aufMaurer hatte ihr die gleiche Maschine, an der sie knüpfe. schon früher gearbeitet, freimachen lassen, für welche Auf- Diesem gegenüber erwiderte jedoch Maurer triftig, daß merksamkeit sie ihm mit einem warmen Blicke dankte. Wie man nicht einzelne verantwortlich machen könne für die im Fluge verging ihr der erste halbe Tag. heutigen Zustände, sondern daß diese vielmehr ein Produkt Wenn Rosa in den nächsten Tagen mit Freuden das der heutigen Gesellschaft überhaupt seien. Das„ Aufgute Einvernehmen zwischen Maurer und seinen Arbeitern knüpfen" wäre deshalb eine durchaus verfehlte Maßregel, wahrnahm, so machte sie dagegen eine andere, nichts um so mehr, als das Volk bei uns alle jene Rechte genieße, weniger als erfreuliche Entdeckung: Maurer hatte in aller- um eine totale Umgestaltung der heutigen Gesellschaft auf nächster Nähe einen um so gefährlicheren Feind, weil dieser friedlichem Wege herbeizuführen. Die Führer der heutigen das Gefühl des Hasses unter der Maske der Freundschaft Arbeiterbewegung sprechen denn auch immer nur von einer zu verbergen wußte. friedlichen, nicht von einer gewaltsamen Revolution. Es war dies ein langjähriger Arbeiter der Fabrik, Diese friedliche Revolution, die Revolution auf dem welcher schon bei Lebzeiten des verstorbenen Meisters nach Wege der Gesetzgebung, lasse sich erreichen, wenn die arder Aufseherstelle getrachtet, jedoch nicht zu seinem nicht beitende Bevölkerung treu zusammenhalte und an der Urne Als seltene Arbeitskraft hatte man ihn in der Fabrit geringen Merger bei dessen Tode übergangen worden war. so stimme, wie es den Interessen ihres Standes dienlich sei. rasch schätzen gelernt. Im Gegensatz zu vielen seiner All sein Groll wandte sich nun dem neuen Meister zu, So lange man freilich Leute, wie Rentiers, Fabrikanten, Kollegen, die meinen, sich das Vertrauen ihrer Prinzipale trotzdem er sich selbst sagen mußte, daß dieser am aller- spitfindige Advokaten u. s. w. in die gesetzgebende Behörde nur dadurch gewinnen zu können, daß sie die ihnen unter- wenigsten für sein Uebergehen verantwortlich gemacht werden wähle und damit gleichsam den Bock zum Gärtner mache, stellten Arbeiter nach Herzenslust tyrannisiren, war Maurer fonnte. werde es nicht besser werden, vielmehr sei es nöthig, Leute gegen diese stets freundlich und nachsichtig. Rosa tam schon in den ersten Tagen hinter die wahren nach Bern) zu senden, die ein Herz für das Volk haben und In seinen Mußestunden machte es ihm stets eine Gefühle Faders dies war der Name des betreffenden seine Leiden aus eigener Erfahrung kennen. Dies sei der Freude, wenn er sich mit diesem oder jenem Arbeiter in ein Arbeiters- und hatte sich vorgenommen, Maurer gelegent- einzige Weg, der zum Ziele führe, es gebe keinen anderen Gespräch einlassen fonnte, wobei er große Theilnahme für lich vor ihm zu warnen. nach dem Küßnacht" des sozialen Staates. die Leiden des Arbeiterstandes an den Tag legte. Eines Tages kam man auch auf den täglich hiziger Seinen eigenen Vorgesetzten gegenüber war Herr Maurer werdenden Kampf zwischen Kapital und Arbeit zu sprechen, Den Sitz der schweizerischen Regierung( Bundesrath) und freilich zugeknöpfter, wie man zu sagen pflegt. Daß man wobei Maurer sich wiederum als ein aufrichtiger und über Boltsvertretung( Nationalrath). Ludwig Maurer, der neue Meister, war eine sympathische, männlich- schöne Erscheinung. Ein Kind armer Eltern, hatte er dennoch eine sorgfältige Erziehung genossen, die er stets bemüht war, noch zu vervollständigen. hohe Aus Budapest kam noch ferner folgender Gruß: In demselben Augenblick, wo man bei uns hungernde Bergarbeiter in Fünfkirchen mit Gewehrkolben, Bajonette und scharfen Klingen zur Arbeit zwingen will, erhebt uns der Gedanke an Euren Sieg. Hoch die internationale Sozialdemokratie! Vertretern des Kapitalismus, welche durch das famose| Dreiklassen- Wahlsystem zu preußischen Voksvertretern" gemacht werden, noch viel zu weitgehend. Für die Hammacher, Friedberg, von Heydebrand und der Lasa, von MinnigerodeRossitten und wie die anderen Grafen und bürgerlichen Millionäre der verstärkten Budgetkommission des preußischen Landtages heißen, und für die Deutsch freisinnigen zahlt der preußische Staat noch immer 311 Löhne. Die Streckenarbeiter im Direktionsbezirke Altona, die noch nicht zwei Mart pro Tag erhalten, sollen im Vergleich mit ihren Leistungen zu hoch gelohnt sein, wodurch nicht nur der Staat, sondern auch die Landwirthschaft benachtheiligt werde, die nach dem Vorgang der Eisenbahnverwaltung unbillig hohe Löhne an die Arbeiter zu zahlen genöthigt" sei. Einzig angenehm berührt bei dieser krautjunterlichen Sozialpolitik das offene Eingeständniß, daß die Herrschaften auf ihren Gütern noch eleudere Löhne bezahlen Die Sozialdemokraten find die einzige Partei in als der preußische Staat, und daß sie im Landtage ihre Deutschland, die die Kunst Kunst der Partei Sonderinteressen so offen vertreten. Wie müssen diese organisation begriffen hat und versteht" Herren erst ihre Arbeiter behandeln, wenn sie die Behand- das ist, wie wir schon furz berichteten, das Zeugniß, treten, 58 gewählt und 64 in Stichwahl. Unter den Gelung der preußischen Staatseisenbahn- Arbeiter als zu wenig welches das Hauptorgan der englischen Konserwählten wählten sind 39 Konservative, 6 Freikonservative, streng zu rügen wagen. Wer diese Verhältnisse kennt, vativen, der Standard", der deutschen Sozial- 7 Nationalliberale, 2 Polen, 3 Ultramontane, 1 Antiwürde es auch glauben, ohne daß der Regierungskommissar demokratie ausstellt"( Leitartikel vom vorigen Sonnabend). ſemit. darauf hingewiesen hat, daß die Kräfte der Arbeiter so Der" Standard" erkennt weiter an, daß die sozialdemohaftsstenter. In der SteuerGegner er ist. Daß aber die banaufischen Spießgesellen des wadelstrümpfigen Deutschfreisinns den gestürzten Parteiführer, der unstreitig der schneidigste Organisator und beste Parlamentarier unter allen Bourgeoispolitikern ist, in rüdester Weise anpöbeln, geht denn doch übers Bohnenlied. Allerdings liegt es im Wesen dieser Kammerknechte des Geldsacks, daß sie den Mächtigen byzantinisch umwedeln, Redaktionen der Arbeiterpresse" und„, Népszava". den Gefallenen mit dem Eselsfußtritt lohnen. Dieses Kenn Die sozialistische Organisation von Marseille über- zeichen niedriger Gesinnung leuchtet so grell wie ehemals mittelt uns folgende Resolution: ber gelbe Fleck auf dem Brustlaße der Insassen des Die Arbeiterpartei von Marseille übersendet der deutschen Ghettos. Richter's Geschick hat sich erfüllt. Die Thierchen Sozialdemokratie die herzlichsten Glückwünsche aus Anlaß des Berliner Tageblatts" und ähnlicher Blätter, die vom thres großartigen Wahlsieges, sie rechnet fest darauf, daß ihre alten auf den neuen Elephanten hinüberwechseln, weil sie Brüder des Elends bei den Stichwahlen den Sieg vervoll- hier ihr Parasitenbedürfniß leichter zu befriedigen hoffen, erscheinen jetzt am Abend der Niederlage des Deutschfreisinns in ihrer nackten Verächtlichkeit. ständigen werden. Agrarisches. Der Kreuz- Zeitung" zufolge find von solchen Kandidaten, die sich bestimmt verpflichtet haben, die Forderungen des Bundes der Landwirthe zu ver stark angespannt werden, als es die Natur der Arbeit ge- kratische Partei den Hauptgewinn bei den letzten Wahlen Keine Reichserbschaftsstener. stattet und daß die Verwaltung unausgesetzt bemüht ist, davongetragen hat, und daß ihr politisches Gewicht nach kommission des Herrenhauses erklärte nach der„ Kreuzfeinem nicht unbedingt nöthigen Arbeiter Beschäftigung zu Maßgabe ihres Stimmenzuwachses gestiegen ist; und das Zeitung" am Dienstag Vormittag Finanzminister Miquel, geben und die Arbeitsleistungen zu erhöhen. fonservative Organ spricht schließlich die Ueberzeugung aus, daß an die Einführung einer Reichserbschaftssteuer nicht Aus dem Kommissionsberichte geht hervor, daß sich daß die Sozialdemokraten sehr bald in Deutschgedacht werde. Natürlich müßte das arbeitende Bolk die feine einzige Stimme zu gunsten der Eisenbahn- Arbeiter land die Herren der Lage sein würden, Kosten auch für die neue Militärvorlage aufbringen. Die erhoben hat. wenn die Vertretung im Reichstage der Wählerzahl ent- indirekte Steuerschraube wird angezogen. Das war auch nicht anders zu erwarten von dem Aus- spräche( would soon be masters of the situation etc.) schuß eines Parlaments, welches das Bergarbeitergefeß an- Nun wir werden auch mit dem jezigen Vertretungssystem genommen hat, nnd welches eine reine kapitalistische Interessen- Herren der Lage werden. vertretung und keine Volksvertretung ist. Die abnorme Trockenheit dieses Jahres hat in fast ganz Deutschland Stroh und Futtermangel herbeigeführt. Nachdem die Regierung in Hessen, WürttemFür alle im Staatsdienste stehenden Personen, ins Mehrheitsberechnungen. Ein Kartellblatt ftellt fol- berg u. s. w. ein geschritten ist, um den durch diesen Nothbesondere für die niederen Beamten und die Staatsarbeiter, gende Berechnung an:" Endgiltig gewählt sind bisher stand aufs schwerste bedrohten Landwirthen beizuspringen, ist der hier besprochene Bericht ein ungeheuer bedeutungs- 107 Anhänger der Vorlage, davon 51 Konservative, 12 Frei hat jetzt auch der preußische Minister der öffentlichen volles Artenstück. Sie können aus demselben lernen, was tonservative, 19 Nationalliberale, 3 Sezessionisten, 3 Ben- Arbeiten, wie die„ Norddeutsche Allgemeine Zeitung" meldet, sie von einer Abschaffung oder Beschneidung des allgemeinen trumsleute, 2 Elsässer, 13 Polen, 4 Antisemiten. Von den zur Linderung des für weitere Gebiete der Monarchie begleichen und geheimen Wahlrechts zu erwarten haben. überhaupt im ganzen bisher gewählten 213 Abgeordneten fürchteten Stroh- und Futtermangels für den Bezug von Dann wird sich keine Stimme für sie erheben, dann werden ist hiernach fast genau die Hälfte zu den Freunden des An- Torfstreu( auch Torfmull), und Futtermitteln, z. B. Kleie, fie ganz versflavt werden, der reine ungeschminkte Kapi- trages Huene zu rechnen. Von den 183 Stichwahlen kommen Mais, Delkuchen, Rüben, Schlempe, Stroh u. s. w., die taliſtenegoismus wird im Bunde mit dem patriarchalischen 27 auf je zwei Freunde des Antrages Huene. Diese Tarife der preußischen Staatseisenbahnen vorübergehend be Regime unserer Reichsregierung die Löhne auf dem denkbar 27 Mandate kommen also ohne weiteres zu jenen 107 Stimmen deutend ermäßigt, die gleichen Frachtermäßigungen in niedrigsten Niveau erhalten. Schon die Thatsache, daß im hinzu. Dies wären zusammen 134. Bur Mehrheit erforder- seiner Eigenschaft als Chef der Verwaltung der Reichs- EisenReichstage Sozialdemokraten sizen, zwingt die bürgerlichen lich find 199 Stimmen bei vollbeseztem Hause. Somit bahnen auch für die Eisenbahnen in Elsaß- Lothringen bewilligt. Parteien zu einiger Zurückhaltung, zum Heucheln von etwas würden noch 65 Stimmen fehlen, die aus den ferneren, Die niedrigen Ausnahmefrachten für Torfstreu und Torfmull Arbeiterfreundlichkeit, zum Verhüllen des allzu traffen nach Abzug der erwähnten 27 Mandate übrig bleibenden gelten bis zum 1. September 1894, diejenigen für FutterEgoismus, alle bürgerlichen Parteien geben im Reichstage Stichwahlen herauszuholen wären. Von diesen ferneren mittel bis auf Weiteres". Diese Maßregeln reichen aber vor, daß sie für Besserung der Lage der niederen Be- 156 Stichwahlen schweben nun aber 22 nur zwischen Gegnern nicht aus. Die kleinen Bauern müssen zum Theil ihr Vieh diensteten sind, im Landtage aber, wo die Herrschaften unter des Antrags Huene. Es bleiben also noch 134 Stichwahlen schlachten oder zu Schleuderpreisen losschlagen, da sie kein sich sind, da haben sie feine Schen mit offenen Karten zu übrig, die zwischen Freunden und Gegnern der Militärspielen, da entrüsten sie sich darüber, wenn der Staat für vorlage zu erledigen sind. Wir halten es für ausgeschlossen, schwere, vielstündige Arbeit einem Familienvater 1,75 M. daß die für die Mehrheit erforderlichen 65 Mandate aus Tagelohn bezahlt. Das ist den Herren zu viel. diesen 134 Stichwahlen zu erstreiten sind, so daß die Hoff nungen der Anhänger der Vorlage auf keine Weise anders als dadurch zu erfüllen wären, daß eine ganze Reihe von Bentrumsabgeordneten jetzt, entgegen der Abstimmung vom 6. Mai, für die Militärvorlage stimmt." Jedenfalls bringen die Stich wahlen die Entscheidung. Wähler thut Eure Pflicht! Die kleinen Beamten, die Arbeiter aller Berufe, vor allem aber die Staatsbeamten und Staatsarbeiter haben alle Ursache dafür zu sorgen, daß in den Reichstag nicht eine Majorität einzieht, die mit Hurrahgeschrei das allgemeine Wahlrecht abschafft und aus der deutschen Volts vertretung eine fapitalistische Interessenvertretung macht. Politische Leberlicht. Berlin, den 21. Juni. Unsere Genoffen im Auslande. Aus Pest wird dem Parteivorstande unterm 21. Juni telegraphirt: ,, Genossen! Wie auf das klassenbewußte Proletariat der ganzen Kulturwelt wirken Eure großartigen Erfolge auch auf uns erhebend. Wir beglückwünschen Euch zu Eurem glänzenden Wahlsiege, der die Götterdämmerung des Klassenstaates bedeutet. Hoch die sozialdemokratische Partei Deutschlands, diesem Hort der internationalen völferbefreienden Sozialdemo fratie. Namens der ungarländischen Sozialdemokratie die Redaktion des„ Arbeiters" und" Munkas"( Arbeiter)." Während die übrigen Arbeiter den verständigen Ausführungen Maurers aufmerksam folgten, schnitt Fader ein schieses Gesicht. Mit solchen Theorien sei den Arbeitern nicht geholfen," meinte er wegwerfend und ging brummend davon. " Als Rosa an diesem Tage einmal in die Nähe des Herrschaftshauses tam, bemerkte sie, daß Fader in dem offenen Gartenpavillon stand und eifrig mit Herrn Stedig sprach. Sie war zu weit von den beiden entfernt, um von dem Gespräch etwas zu verstehen, doch vermuthete sie sogleich, daß es sich um den Disput handelte, welchen sie heute in der Fabrit mit angehört hatte. Und dem war in der That so. Fader hinterbrachte bem Fabrikanten brühmarin alles, was Maurer so offenherzig zu gunsten der Arbeiter vorgebracht hatte; zu welchem Mittel er gegriffen, um Maurers Meinungsäußerung zu provoziren, verschwieg er wohlweislich. Nun, wir wollen sehen, wie weit es Maurer eigentlich treiben will," entgegnete Herr Stebig. Berichten Sie mir auch fernerhin darüber, Fader; an meinem Dante soll es nicht fehlen." Mit einem triumphirenden Lächeln auf den Lippen trat dieser darauf den Rückzug an. Rosa aber beschloß nun ihrerseits, mit ihrer Warnung an Maurer nicht mehr länger zu warten und suchte es noch am gleichen Abend so einzurichten, daß sie diesen auf dem Heimwege traf. Nachdem die beiden sich gegenseitig herzlich gegrüßt hatten, steuerte Rosa sogleich auf ihr Biel los. Die ultramontane Rölnische Volkszeitung" rechnet aus, daß von den bis jetzt gewählten Abgeordneten 100 für und 118 gegen die Militärvorlage seien. Sie schreibt dann: Futter für dasselbe haben. Warum wird nicht, wie anderswo, die Waldbenu yung( Streu, Weide) den kleinen Landwirthen vorübergehend erlaubt? Warum greift der Herr Fistus hier nicht schneidig ein? Der preußische Landtag müßte, wenn die Umstände es so erheischen, sofort Noth= standskredite bewilligen. Wir leben aber in der besten aller nur möglichen Welten". 1 Aus der soeben, veröffentlichten Zusammenstellung der Ergebnisse der dritten Saatenstands- Erhebungen für Preußen, die um die Mitte dieses Monats vorgenommen worden ist, geht deutlich hervor, daß die anhaltend nach dem Westen zu sich steigernde Dürre zu ernsthaften Besorgnissen wegen des Erute- Ausfalls Anlaß giebt. Ueber den Rest der preußischen Landtagsarbeiten Vorläufig sind also die Gegner den Freunden um 18 Stimmen voraus. Von den 179 Stichwahlen werden 28 auf alle Fälle sind jetzt die Präsidien der beiden Häuser des Landtags zu gunsten der Militärvorlage ausfallen, weil hier beide Kan- und die Regierung stillschweigend übereingekommen. Der didaten Freunde der Militärvorlage find. 20 werden noth- Landtag wird, wie bestimmt gemeldet wird, am 12. oder wendig gegen die Militärvorlage ausfallen müssen, weil beide spätestens am 15. Juli geschlossen werden. Bis dahin Kandidaten Gegner derselben sind. Das ergiebt für die werden die Steuervorlagen und sämmtliche übrigen Reste Militärvorlage 128, gegen dieselbe 138 Stimmen. Die Gegner der Arbeiten beider Häuser des Landtags, vielleicht mit haben also nur mehr einen Vorsprung von 10 Stimmen. Soll verschwindenden Ausnahmen, zum Abschluß gebracht sein. eine Mehrheit für die Militärvorlage zu stande kommen, so müssen von den noch übrigen 131 Stichwahlen 71 zu gunsten der militärfreundlichen Parteien ausfallen. Das ist keineswegs unmöglich! Wähler, seid auf der Wacht! Eugen Richter ist von keiner Partei so scharf kritisirt worden, wie von der Sozialdemokratie, deren fanatischster Als Rosa geendet, drückte ihr Maurer warm die Hand. Meinen herzlichen Dank für Ihre Warnung, Rosa, sie kommt mir nicht unerwartet, denn schon längst habe ich hinter Fader einen Berräther gewittert. Das ist ja leider ein schwarzer Punkt in der Arbeiterbewegung, daß es viele Arbeiter giebt, die sei es aus Schlechtigkeit, fet es aus um eines kleinen, momentanen Vortheils Dummheit willen stets bereit sind, an der guten Sache der Arbeiter zum Verräther zu werden, Doch sind das zum Glück immer feltener werdende Ausnahmen, die uns nicht abhalten sollen, gleichwohl mit unserer ganzen Kraft für die Verwirklichung unserer Ideale einzustehen. Als ich hierher fam und die Arbeiter noch so dumm und unwissend fand, da gelobte ich mir, fie aufzuklären über ihre elende Lage und sie zu ziel bewußten Menschen heranzubilden, und dieses Gelöbniß werde ich halten, tofte es was es wolle. Und daß Sie mit mir einverstanden sind, Rosa, und fühlen und denken wie ich, das giebt mir Muth und Kraft genug, den kommenden Stürmen zu trotzen. Herr Stedig wird es bald genug inne werden, daß er an mir einen hartnäckigen und ausdauernden Gegner hat, der so leicht die Waffen nicht streckt." In solch zuversichtlicher Weise sprach sich Maurer über die Sache aus und begeisterte auch Rosa für seine Ideale; aber auch die Liebe zu dem wackern jungen Manne nistete sich von dieser Stunde an tief ein in ihrem Herzen. Maurer begleitete Rosa bis zum Häuschen ihrer Mutter und als er Abschied von ihr nahm, da blickte er ihr so tief in die Augen, daß sie erröthend das Köpfchen fenkte. Als er sie dann beim Weggehen fragte, ob er sie einmal in ihrem Heim aufsuchen dürfe, da sagte sie mit Freuden: Ja. Diesen Besuch führte Maurer schon am tommenden Sonntage aus und fand freundliche Aufnahme im Häuschen der Wittive, woselbst er auch Karl vorfand. Sie verzeihen, Herr Maurer," begann fie, wenn ich Sie vor einem Menschen warne, welcher offenbar an Ihnen und uns allen den Berräther spielt. Ich flage gewiß nie mand gerne an, allein wenn ich sehe, wie dieser heimtückische und falsche Mensch, der Fader, bestrebt ist, Sie bei Ihrem Chef in Mißkredit zu sehen, dann empört sich mein Inneres ob dieser bobenlosen Schlechtigkeit. Wenn ich Ihnen fage, Bald war man in ein eifriges Gespräch vertieft, fo daß dieser Elende bereits alles brühwarm Herrn Stedig hinterbracht hat, was Sie heute über die Arbeiterfrage ge- daß der Nachmittag wie im Fluge verging und er beim sprochen haben, dann wird es nicht mehr nöthig sein, Sie Abschiednehmen gerne versprach, bald wieder zu kommen. vor ihm zu warnen." ( Fortsetzung folgt.) Der Wie der Staat Sozialdemokraten erzieht. Bolts will e", unser hannoversches Bruberblatt, veröffentlicht folgendes geheime Aftenstück: Hannover, den 3. April 1890. Der bisher in der Eisenbahn- Hauptwerkstätte zu Königs. berg beschäftigt gewesene Schlosser G 28. aus Königsberg, 30 Jahre alt, ist wegen seiner Angehörigkeit zur Sozialdemokratie entlaffen. Derselbe ist im Falle etwaiger Meldung nicht zur Be fchäftigung zuzulassen. An Königliches Eisenbahn- Betriebsamt ( Hannover- Rheine.) sämmtliche Herren Dienste stellen- Borstände und Bahnmeister. Str. 112 S. 1.( je besonders.) Der auf diese Weise gemaßregelte und hernach vers folgte Arbeiter wird sicherlich nicht mürbe geworden, sondern selbst Sozialdemokrat geblieben sein. Die Veröffent lichung dieses Schriftstückes aber wird wieder einer Reihe von Arbeitern zeigen, wie der Staat für sie sorgt. Herr Thielen, der preußische Eisenbahnminister, ist ein trefflicher Vertreter der Sozialreform von oben. Ueber die Epidemie im Münchener Leibregiment berichtet unser Bruderblatt, die Münchener Post": " Die( offiziös bediente) Bayerische Korrespondenz" des Herr von Stubenrauch weiß zu berichten, daß die beim Leibregimente ausgebrochene Typhusepidemie() im Abnehmen begriffen ist. Das scheint uns aber leider nicht der Fall zu sein. Gin geftriger Besuch der neuen Quartiere des Leibregiments auf Oberwiesenfeld und der dabei theils auf grund eigener Beobachtungen, theils auf grund eingezogener Erkundigungen gewonnene Eindruck läßt nicht auf eine Abnahme der füctischen Krantheit, sondern eher auf das Gegentheil schließen. Die neuen Quartiere des Leibregiments gleichen einem Feldlager. Das Regiment ist in den Remisen der fgl. Artilleriewertstätten in Reservequartieren untergebracht. Das ganze neue Kafernement ist von einem Stafetenzaune umgeben und wird von einem größeren Bostenfordon bewacht, damit ja fein Unberufener" eindringen kann. An der Nordseite ist die Regimentstantine in einer Bretterbude untergebracht. An der Westseite sind die Feldfüchen in Bretterschuppen eingerichtet. Die Menage wird im Freien in großen Kesseln in den dazu gegrabenen Kochlöchern und Kochgräben zubereitet. Dortfelbst müssen auch sämmtliche Koche und Menagegeschirre gereinigt werden, zu welchem Behufe dort mehrere Wasserleitungsröhren gelegt worden sind. Auf derfelben Seite wird gegenwärtig ein großes Belt für Retonvaleszenten errichtet. Auch im Innern des Kasernements find mehrere Belte aufgeschlagen, welche zur Aufnahme der neu zugegangenen Revierkranken bestimmt sind. Die Stimmun, Varteigenoffen! Es sind nur noch wenige Tage bis zu den Stichwahlen. In Berlin wird Sonnabend, den 24. Juni, gewählt. Versäumt sei der Agitation keinen Augenblick! Sorgt dafür, daß jeder Wahlberechtigte wählt. Reiner darf der Urne fern bleiben, denn selbst Eine Stimme kann entscheidend sein. Verhütet, daß weniger zur Wahl gehen, als bei der Hauptwahl, und prägt jedem ein, daß er im Wahlbureau feinen Namen laut und deutlich nennt, damit unsere Vertrauensleute ermitteln können, wer noch nicht gewählt hat. Geschieht das überall, so können die meisten Säumigen noch zur Wahl veranlaßt werden. Vorwärts _ denn, mit vereinter Straft, und der Sieg wird dann, aber nur dann, unſer ſein unter den Soldaten ist eine sehr gedrückte, da täglich Gladstone hat mit großen Schwierigkeiten zu kämpfen. magd der handeltreibenden Kapitalistenklaffe herabgefunkene mehrere neue Erkrankungen und auch einige Die Berathung der Homerule- Vorlage soll nun gar norddeutsche Liberalismus. Todesfälle vorkommen. Die Zahl der bis jetzt Erkrankten auf einige Zeit vertagt werden. beläuft sich auf ca. 800. Die Soldaten halten die Krankheit da ihnen von seiten des Regimentes strengstes Stillschweigen Der Rückgang der freisinnigen Volkspartei. " mehr für Hunger als für Unterleibs- Typhus und geben Da s norwegische Storthing hat die Regierungsdurchwegs der schlechten Verpflegungs- und Ernährungsweise vorlage, die indirekte Steuern auf nothwendige die Schuld. Doch sind sie in ihren Aeußerungen sehr vorsichtig, Lebensbedürfnisse forderte, mit 63 gegen 48 Stimmen zur Pflicht gemacht worden ist. Es wäre endlich einmal abgelehnt. Pflicht des Regimentskommandos sowohl als auch der Lazarethverwaltung, durch Veröffentlichung eines authentischen Berichtes über die Ursachen, über die Art und den Verlauf der Krankheit, sowie durch die Ausgabe offizieller Bulletins über den gegenwärtigen Stand der Krankheit und über die vorgekommenen Todesfälle volle Klarheit zu schaffen. Es werden ja unseres Wissens die genauesten Revier- und Mann eine eigene Krankenfarte geführt, so daß sich der gegenwärtige Stand der Krankheit aus den Zu- und Abgängen leicht feststellen ließe. Von anderer Seite wird der Münchener Post" mitgetheilt, daß zwei gestorbene Soldaten von der 9. Kompagnie sezirt wurden, wobei sich ergab, daß beide Männer durch Grünspan vergiftet waren. Ueber andere nichts weniger als appetitliche Vorgänge in der Küche und Proviantsverwaltung genannten Regiments wollen wir heute hinweggehen und sie erst dann näher beleuchten, wenn Erwartet haben sie's nicht. Trübselig bekennt das Organ auf unsere Anfragen an das Regimentskommando Auskunft Eugen Richter's, die Freisinnige Zeitung", fich leuchtenden ertheilt ist, was die Krankheitsursache der Soldaten ist. Da Siegeshoffnungen hingegeben zu haben, verleitet durch die man aber einer Aufforderung seitens des Herrn Oberst v. Grau- Stimmungsbilder aus dem Lande. Diese Stimmungsberichte vogl ebensowenig Gehör bezw. Folge zu geben geneigt scheint, waren zweifellos zutreffend, insofern sie die Abneigung des Volkes so wenden wir uns nun an den neuernannten Herrn gegen die Militärvorlage zum Ausdruck brachten, aber sie irrten, Kriegsminister von Asch, indem fie der freifinnigen Volkspartei Vortheil davon versprachen. in dieser wichtigen und dringenden Frage eine authentische Allerdings hat der um Eugen Richter gruppirte Flügel der Veröffentlichung über die Krankheitserscheinung und den Ges ehemals deutschfreisinnigen Bartei gegen den Huene'schen Vorsundheitszustand der Leibregimentssoldaten endlich einmal verschlag gestimmt und nach der Abstimmung die Scheidung von anlassen zu wollen. Oder sollte auch die Stelle sich in Still- den lauen militärfreundlichen Elementen der Partei erzwungen, schweigen hüllen?" und es ist wohl zu glauben, daß die Wahlen noch schlimmer für die beiden freisinnigen Gruppen ausgefallen wären, wenn die Scheidung nicht vorher erfolgt wäre. Aber was für eine Stellung nimmt denn der Richter'sche Freisinn zur Frage des Auffassung prinzipiell von der der übrigen liberalen Fraktionen Militarismus überhaupt ein? Unterscheidet er sich in seiner oder auch nur von der der konservativen Parteien? Reineswegs! Wie tommt es, daß von allen Parteien, welche sich ablehnend gegen die Militärvorlage der Regierung verhalten haben und mit dem Feldgeschrei Gegen den Militarismus" in den Kampf gezogen sind, die freisinnige Volkspartei" allein völlig zermalmt wurde und ohne direkt auch nur ein einziges Mandat sofort gewonnen zu haben, mit einigen zersprengten, in der Stichwahl ringenden Trümmern den 15. Juni überstanden hat? Wie tommt das? fragen sich verwundert und niedergefchlagen die Anhänger dieser Partei selbit. Wie vortrefflich diese Thatsachen agitiren für den Militarismus! Für Herrn Eugen Richter und seine Freunde ist dies eine Zeit trüber Betrachtungen. Doch fie mögen fich trösten. Es wirft ihnen noch eine schönere Zukunft. Wenn die Gegensäße zwischen den einzelnen bürgerlichen Parteien sich mehr und mehr verschleißt haben werden in dem gemeinsamen Kampfe gegen die Sozialdemokratie, dann werden ihnen Junter und Börsenjobber, rechtgläubige Priester, Prediger und Rabbiner einen hervorragenden Platz einräumen in dem Koalitionsheere der Ordnungsparteien, und, den Hofprediger Stöcker an der einen, den Rabbi Hirsch Hildesheimer an der andern Geite, wirb' Gugen den das mit der heiligen Spar- Agnes ge= schmückte Banner der kapitalistischen Gesellschaftsordnung vorantragen. Schon blasen verschiedene freisinnige Organe zum Sammeln des Bürgerthums. Möchte ihr Posaunenruf doch bald Erfolg haben, damit die deutsch- freisinnigen Talente nicht im Schatten des Nörglerthumes verfümmern. Parteinachrichten. Bei der Gewerbegerichtswahl in Braunschweig, wobei von beiden Klassen der Arbeiter und Unternehmer je 3 Vertreter zu wählen waren, wurden unsere Kandidaten mit je 1786 Stimmen gewählt. Zur Klasse der Unternehmer hatten wir teine Kandidaten aufgestellt. Die von den Unternehmern aufgestellten wurden, bei sehr schwacher Betheiligung, jeder mit 76 Stimmen gewählt. Troydem, schreibt man uns, am Donnerstag erst die Reichstagswahl war, ist die Betheiligung des Proletariats an der Gewerbegerichtswahl eine sehr große gewesen. Sollte also der Reichstag nochmals aufgelöst werden: immer zu! Die Braunschweiger Arbeiter sind schon auf neue Rämpfe vorbereitet. Bolizeiliches, Gerichtliches 2. Gegen den Genossen August Bebel soll die Staatsanwaltschaft in Straßburg i. E. Antlage eingeleitet haben wegen eines Wahlflugblattes, das zu seinen Gunsten dort verbreitet wurde. Das Flugblatt verfiel der Konfiskation. Verin Frankreich selbst längst abgeschafften Gesetze geſtügt, nach muthlich ist die Anklage auf eines der wunderbaren franzöfifchen, denen sich der wiedergewonnene Bruderstamm" der Elsaß- Lothringer heute noch richten muß. Das nennt man auch„ beutsche" Politit. Die 3 widauer Staatsanwaltschaft hat es ab= gelehnt, gegen den Bergmann Paul und Genossen wegen beren Verhalten im Prozeß Wiede Anllage auf Meineid zu ergelehnt, gegen den Bergmann Paul und Genossen wegen heben, was von unserm Genossen Gladewiz, dem feßigen worden war. Gegen den Bescheid der Zwidauer StaatsanwaltRedakteur des in Zwickau erscheinenden Glückauf verlangt fchaft hat nun Gladewitz Beschwerde beim Staatsanwalt des worden war. Gegen den Bescheid der Zwickauer Staatsanwaltschaft hat nun Gladewitz Beschwerde beim Staatsanwalt des Oberlandesgerichts angemeldet. Herr Wörishoffer, der vortreffliche badische Fabrik inspektor, ist den Großindustriellen Badens ein Dorn im Auge. Alle Ränke, die gegen ihn gesponnen worden sind, haben bis heute nicht verfangen. Der Mannheimer Sie wollen die zweijährige Dienstzeit, ja. Aber das bat Fabrikantenverein, der an die Regierung und an den Groß- sogar die Regierung angeboten, und mit faurer Miene hat auch herzog Eingaben gesandt hatte, worin die Abberufung die junterliche Reaktionspartei, um nur größere Massen von Wörishoffer's gefordert wurde, ist damit abgebligt. Das Soldaten in den bunten Nock stecken zu können, sich damit einMinisterium hat, wie gemeldet wird, die Eingabe scharf verstanden erklärt. zurückgewiesen. Bugleich wurde, wie die Volts- Beitung" differ ab und wollten die Heeresfosten nur soweit vermehren, als Die Freisinnigen lehnten ferner eine Erhöhung der Präsenz berichtet, dem Fabrikinspektor Dr. Wörishoffer, veranlaßt bie Mehreinstellung von Refruten und die Errichtung neuer durch die Beschwerde, vom Ministerium ein volles Vertrauens- Kadres das rechtfertigen würde. Aber das Alles ist doch keine votum ausgestellt wegen seiner umsichtigen und durchaus prinzipielle opposition gegen den Militarismus. Das sind nur fachlichen Betrachtung und Wahrnehmung der Geschäfte der Rechnungsfeilschereien wegen eines Mehr oder Minder. Das bisher unbestrafte Gemeindeverordnete Genosse Hinsche wegen Fabritinspektion. Daß die Regierung auf die Unverfroren- tommt alles darauf hinaus, daß der Moloch unangetastet bleibt angeblicher Beleidigung eines früheren Nachtwächters zu vierheit des badischen Unternehmerthums so reagirt, ist erfreulich. in feiner ganzen Glorie; man will ihn nur nicht noch feister zehn Tagen Gefängniß verurtheilt! Der Antrag des Vertreters Bei uns in Preußen freilich haben die Schlotbarone mehr mästen und markt und feilscht, ob ein paar Treffen und Knöpfe der Staatsanwaltschaft lautete auf 30 M. Geldstrafe. Gegen Glück. Aber daß sich die Großkapitalisten überhaupt unter mehr auf seine goldstrogende Uniform aufgenäht werden das Urtheil ist Berufung eingelegt. Vom Amtsgericht in Izehoe wurde am Freitag der Briefkaffen der Redaktion. Frau Ludwig. Besten Dant. F. M. Schw. 26. 1. Sie müssen von neuem klagen. sollen. Thatsächlich hat sich also gegenüber den Mehrforderungen fangen, der Fabritinspektion die Zähne zu weisen, ist ein ber Regierung für das Heerwesen die Freifinnige Boltspartei im beachtenswerthes Beichen der Beit. Und das redet von Bunde mit dem Zentrum eingelegt für die Erhaltung des Be" Harmonie der Interessen zwischen Kapital und Arbeit". stehenden. Sie hat sich gezeigt als eine wahrhaft fonservative, vielleicht als die einzige echt tonservative Partei im Deutschen Reiche. Aber das ist nicht die Anschauung der breiten Schichten des 2. Die Zeugen sind nicht mitzunehmen. B. Die Rosten müssen Boltes Die bericht burch unſere wirthschaftlichen Verte find hältnisse, der Bewegungsfreiheit und Entwickelungsmöglichkeit Sie zahlen. 4. Sie werden am besten thun, einen Anwalt zu durch den Zwang des militärischen Drills bestellen. beraubt W. L. Hallbaur. Nur eine gegen ben Thäter gerichtete immer mehr sich durchringen zu der Erkenntniß von der Noth wendigkeit einer gründlichen Umgestaltung unserer Gesellschafts- Sandlung des Richters unterbricht die Verjährung. und Staatsordnung und die nicht zum mindesten zur Erleichterung der Volkslast das stehende Heer ersetzt wiffen wollen durch die zu Bertheidigungszwecken weit wirksamere allgemeine Boltsbewaffnung. Also weil die Freifinnige Volkspartei dem Militarismus garnicht ernstlich an den Kragen geht, beshalb haben diejenigen unter ihren Anhängern, denen es ernst geworden ist mit der Bekämpfung des Molochs, sich in Haufen von ihr abgekehrt und für die Sozialdemokratie gestimmt. Jm gothaischen Landtage brachte der Abgeordnete Winter einen Antrag betreffend die WildschadenRegulirung ein, wonach in Zukunft angezeigter Wild schaden sofort von den Gemeindeschöffen zu tariren sei. Der Antrag wurde der Rechtskommission überwiesen, die beschloß, da der Antrag dem bestehenden Jagdgesey wider spreche, über ihn zur Tagesordnung überzugehen. Genosse Bock regte die Schaffung eines Wildschaden Gesezes an. Die Kommission hat einstimmig beschlossen, die Regierung zu ersuchen, ein solches dem nächsten Lands tage vorzulegen. " Briefkaffen der Expedition. In unserer Expedition gingen zum Wahlfonds ferner folgende Beträge ein: Ges. in der Schneiderwerkstelle Oberwallitraße 6,35. 8 Herren Ueber österreichische Arbeiterkratvalle" lügt und aus der Oberwallstraße 3,50. Sommervergnügen durch Freitag schwindelt unser bürgerliches Zeitungsgeschwister das Blaue 2,50... 2, Rothe Plebfe 7,50. Klempner von Nonnenvom Himmel herunter. Wie liegen die Dinge? Unsere Doch es ist ja auch nicht allein die schwächliche Haltung der macher 1,-. Stöcker'scher Jünglingsverein durch Sch. 1,-. Genossen stehen in der Wahlrechts- Bewegung, sie Richter'schen Partei in der Frage der Heeresorganisation, welche Schafstopf- Klub Fortuna 1, Ges. von Gusten b. Spindler, kämpfen für das allgemeine Wahlrecht. Die verlotterte fie dem arbeitenden Volke mehr und mehr entfremdet. Den näm Reichenbergerftr., 2,-. Gesangverein Mohr'sches Doppelquartett lichen quietistischen Geist des Beharrens bei dem Bestehenden 5,-. Arent'sche Druckerei 5,-. Von einem deutschen Sozia österreichische Bourgeoisie ist mit der Regierung darin einig, zeigt. sie ja vor allem gegenüber der sozialpolitischen Bewegung und liften, Amsterdam, 10,-. Rothe Rürschnerbude Jägerstr. 7daß sie sich in ihrer parlamentarischen Plusmacherei durch jogar in der angeblichen Domäne des Liberalismus, im Kampfe für Kurfürft 148" 1,50. 3. S., Solmsstr. 28 2,-. Für's alldie Arbeiterschaft nicht stören lassen wollen. Daher Ver- die Fretheitsrechte des Volkes. Seine gänzliche Farbenblindheit gemeine Wahlrecht 1,-. R. W., gesammelt unter Bekannten leumbungen auf Verleumdungen, Provokation auf Provo- für die sozialen Entwickelungsgeseze hat der Führer der frei 1,60. Bique Bauer 1, B. it. C. Mezz 20,-. tation, rohe Gewalt, Polizisten und Soldaten. Den innigen Partei felber in so lächerlicher Weise in seinen zukunfts- Von den Arbeitern und einigen Arbeiterinnen der Stroh- und Arbeitern sind Versammlungen, wo sie für das Wahlrecht taatlichen Trivialitäten zur Schau gestellt und die Manchester Filzbutfabrik Goldstein u. Silberstein 7,10. Buchdruckerei D. E. demonstriren wollten, brutal verboten, die Masse ist richtung ist schon so oft Gegenstand unserer Kritit gewesen, 3,85. Gesammelt durch E. H. 3, 2 Giseleure 1,-. A. S. bis zum Aeußersten gereizt und dann überfallen worden. garde des Kapitalismus hier nur hinzuweisen brauchen. Und ftraße 0,50. Thrane 1,50. D. 5, Verein der Binkgießer 10, daß wir auf diese schwache Seite der liberalisirenden Schutz- 0,50. Albert und Hugo 2,75. 1 Schuhmacher OranienburgerWas die liberalen Organe nicht abhält, die Wahrheit zu was es mit den Freiheitsbestrebungen auf sich hat nun das Gesammelt beim Mittagstisch Melchiorstr. 24, 2. Rate 4,35. G3 verhehlen und nach dem sofortigen Eingriff des Militärs lehren uns die berüchtigte Abkommandirung, als es sich um die werde Licht 6. Rate 11, Malerwerkstatt Manteuffelstraße 6,-. zn rufen! Verlängerung des Sozialistengesezes handelte, und alle die Von den Provinzialen durch F. Gleinert 5,- Von Arbeitern Capriolen des in unterthänigiter Demuth ersterbenden Residenz einer fönigl. Musterwerkstatt durch Kleinert 4,55. Gleiches Recht Zum Clémenceau- Skandal. Ein gewiffer Ducret liberalismus im Rothen Hause, der die glänzendften Säulen der für Alle 2,-. Gef. in der Stofferfabrit von Findeisen, Stralaueroeröffentlicht, wie der Bossischen Beitung" aus freifinnigen Volkspartei zu feinen Stüßen zählt. Haben benn in traße 58, 6, 2. Rate gesammelt von 2 Frauen u. 5 rothen Paris telegraphirt wird, in der boulangistischen dem Namen diefer freisinnigen Voltspartei" die Worte frei" Maschinifien 4,-. Bigarrenmacher R. F. 1. E. F. RegieBeitung Cocarde" unter der Ueberschrift Hochverrath" und" Volt" überhaupt einen Sinn?" rungsbezirk Danzig 21,10. Von fieben Kellerwürmern Anzeige, in der er fühl erklärt, techt lehrreich für die Berliner Herren, die fich fett ob aus der der Gerichtsstraße 23 vorderer Keller 3,50. Von einige Freunde hätten sich durch Einbruchsdiebstahl, näm ihrer Niederlage verwundert die Augen reiben, ist ein Verben Gefellen bei Rißmann, Weißenburgerstraße 50, 5,50. mit dem Schicksal der süddeutschen Volkspartei. 2 Rothe Nelken 2,- Von den Befehrten vom Görlizer Ufer Itch burch Erbrechen eines eisernen Schrantes, gewisser gleich Papiere bemächtigt, die einer fremden Regierung gehörten Sie flieg in den Wahlkampf hinein ohne das Odium prinsip durch Ulrich 9,40. Brablow 3,- Gin Parteigenoffe, Bions widriger Diplomatentniffe zu gunsten von Ausnahmegefeßen, firch- Blag 30,-. Arbeiter- Gefangverein Olympia 10,-. G. H., und für die französische Vaterlandsliebe eine ungeheure ungenirt durch die Gesellschaft wadelfirümpferischer Baunhofer, Kottbufer Ufer 8,25. Gef. in der Buchbinderei, Lindenstr. 69, Bedeutung befäßen. Erstaunliche Enthüllungen werden und obgleich ihr einstiger sozialreformerischer Nimbus längst ver 1,80. König 1,50. Bayer 6,-. W. 2. in 2. 400,-. Ges. Bau folgen. In Unterredungen mit Berichterstattern deutete blaßt ist, hat die größere Reinheit ihrer politischen Bestrebungen Steinmetzitr. 24( Reuter), außer einem Raubeinigen, 6, Ducret an, daß die gestohlenen Papiere Clémenceau als ihr doch in der gegenwärtigen Krife genug genutzt, um sie vor 9 rothe Musiker durch Grosch 2,10. Gin Nagel zum Sarge der Werkzeug Englands bloßstellen. Hieran knüpfen die Blätter irgend einem nennenswerthen Verlust an Mandaten und Fortschrittspartei B. Grimm 3,05. J. A., Streligerstr. 33, 3, allerlei Bermuthungen. Nach den einen wären die Papiere Stimmen zu schützen. Die Zeit wird allerdings fommen, in der Strunt, Grüner Weg, 5, Rathmann, Gollnowstraße 8, diejenigen, die dem Cornelius Herz in England abgenommen auch die württembergische Volkspartei zurückweichen muß vor der Bobel- 50. 2 Rothe aus Lübben 4,-. Gebhardt'sche Malerwurden. Nach anderen wären sie in Belgien gestohlen. Sozialdemokratie, deren Zahlen jetzt wieder mächtig angeschwollen werkstatt, Nixdorf, 2,60.$. Kübn 1, Eckardt Göhne 4, sind in den schwäbischen Landen. Aber vorläufig find die wirth- Summa 691,35 M. Bereits quittirt 12 128,85 M.; in Summa Möglicherweise ist aber das Ganze boulangistischer Schwindel. fchaftlichen Verhältnisse dort noch günstiger dem Bestreben einer 12 819,70 Clémenceau scheint ruhig zu sein und läßt heute in seiner auf Kleinbürger und Bauern sich stüßenden bürgerlichen Demo- Verein der Filzschuh- Arbeiter. Wozu soll der eingefandte Justice" durch Pelletan erklären, er sehe den Enthüllungen fratie, und diese Demokratie selbst hat sich bisher noch Betrag verwendet werden? als prinzipientreuer erwiesen höchst gleichmüthig entgegen. Der längst aur Dienst Stofe. Wird gern entgegengenommen. eine " und er 7 Für den Inhalt der Inserate über. nimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung Theater. Donnerstag, den 22. Juni. Opernhaus. Orpheus und Eurydike Neues Theater. Letzte Liebe. Deutsches Theater. Faust. Berliner Theater. Der Hüttenfizer. Friedrich- Wilhelmnädt. Theater. Die Fledermaus. Kroll's Theater. Martha. Viktoria Theater. Frau Venus. National- Theater. Das Käthchen von Heilbronn. Adolf Ernst- Theater. Der Schwiegerpapa. Alexanderplat- Theater. Ge schlossen. Winter- Garten. Spezialitäten- Vorstellung. Apollo Theater. Vorstellung. Spezialitäten Theater der Reidshallen. Spezia. litäten- Vorstellung. Kaufmann's Variété. SpezialitätenVorstellung. Königl. italienischer Circus| Zentral- Kranken- u. SterbeErnesto Ciniselli. Stadtbahnstation Zoologischer Garten. Heute, Donnerstag, den 22. Juni: Auf. 8 Uhr Große Auf. 8 Uhr Künstler- und Spezialitäten Vorstellung mit ausgewähltem Programm. Auftreten der Damen: Sign. Therese Spampani, ausgezeichnete CampagneReiterin. Miß Käthe Lee in ihren graFräul. 3. Wahlkreis. kasse d. dtsch. Wagenbauer. 3. Den Mitgliedern zur Nachricht, daß am Montag, den 19, d. m., unser Mitglied, der Gürtler 387/3 Franz Tessmann verschieden ist. Deffentliche Wähler- Versammlung heute. Donnerstag, den 22. Juni, Abends 8 Uhr, Die Beerdigung findet am Freitag, im großen Saal von Buggenhagen am Moritzplatz. den 23. Juni, Nachmi. 31/2 Uhr, von der Leichenhalle des städtischen KrankenZages Ordnung: 1. Die bevorstehende Stichwahl zwischen Mundel und Vogtherr. hauses am Urban nach dem Thomas- Referenten Th. Glocke und Reichstags- Kandidat Ewald Vogtherr. Rirchhof statt. 2. Diskussion. Die Wähler aller Parteien werden um zahlreiches Erscheinen ersucht. Der Einberufer. Die Ortsverwaltung Berlin 4. ziösen Trabtouren zu Pferde. Fraut. Ortskrankenkasse der Klempner. Jeannette Renz, Parforce- Reiterin. Frl. Marie in ihren Pirouetten zu Pferde. Einladung der Vertreter der Fräul. Rosa, Grotest- Reiterin. Fräul. Arbeitgeber und Arbeitnehmer zu Helene, Voltigeuse. Wieder- Auftreten der am Freitag, 30. Juni, Ab. 8 Uhr, des weltberühmten Chevaliers Roberto bei Mundt, Köpnickerstraße 100, Alfonso. Die Original- Klowns Gebr. stattfindenden Weldemann und Gebr. Kulper. Die Außerordentlichen aus 6 Personen beſtehende italienische Generalversammlung. Afrobaten- Familie Pischiani, sowie Auftreten d.vorzüglichsten Reiter, Klowns 2c. Morgen: F 3. Gr. ClownVorstellung. Achtungsvoll Ernesto Ciniselli, Direktor. Schweizer- Garten am Königsthor. Täglich: Tagesordnung: 1. Nochmalige Beschlußfassung über das vom Bezirksausschuß nicht definitiv genehmigte Statut, sowie über die Verhaltungsregeln für erkrankte Mitglieder und Festsetzung der Mahngebühren. 2. Erledigung des bei der Dechargeertheilung am 16. April d. J. zurückgestellten Punktes( Klagesache betr.). 500b Der Vorstand. Verloren National- Theater. Concert, Theater dem Ziemlic Gr. Frankfurterstr. 132. Im Theater: Volks Vorstellung zu bedeutend ermäßigten Preisen. und Spezialitäten- Vorstellung. Geschwister Rigoli, Familie Carlo, Das Käthchen von Heilbronn. Mr. Famera, Max Grabow, Gebr. Romantisch. Ritter- Schauspiel inō Atten und einem Vorspiel: Das heimliche Gericht. Von H. v. Kleist. Regie: H. Hummel. Raffenöffnung 5/2 Uhr. Anfang der Abend- Vorstellung 71/2 Uhr. Im Garten: Die Konfektionense. Boltsstück m. Gesang u. Tanz in 4 Atten von Friedrich. Regie: Fritz Schäfer. Vor und nach der Konfektioneuse": Dissenato, Emma Lucas, Troupe Columbia und Gebr. Vercroa. Jm Saale: BALL.[ 4199L* Ostbahn- Park am Rüstriner Play, ( Hermann Jmbs) Rüdersdorferstr. 71, am Ostbahnhof. Konzert, Täglich: Theater u. Auftreten von Spezialitäten 1. Ranges. Spezialitäten- Vorstellung. Freitag im Theater: Vor Sonnenaufgang. Soziales Drama von Gerh. Hauptmann. Sonnabend: Volksvorstellung. PassagePantomimisten- Truppe Garetton, urtom. Tarameter- Droschtenfahrt, Mr. De Dolfs, Neger- Exentric 2c. Volksbelustig. jeder Art. 4 Kegelbahnen zur Verfügung. Moabiter Panopticum. Gesellschaftshaus. Neu: Blaue Grotte. Neu: Geistertisch. Alt- Moabit 80 und 81. Täglich: Theater- und SpezialitätenDas Wunderpferd. Vorstellung, sowie Concert. Täglich 6-10: A Anfang 4 Uhr. Spezialitäten Theater Entree 30 Pf., refervirter Platz 50 Pf. ohne Extra- Entree. 4127L* Castan's Panopticum. Neu: Der Tod als Erlöser. Neu: Die Schrecken des Meeres. Bauern- Aufstand! Illusionist. Vorstellungen. Irrgarten. Schreckenskammer. Kaufmann's Variété Am Stadtbahnhof Alexanderplatz. Im prachtv. Sommergarten täglich Gr. Garten- Concert und Spezialitäten- Vorstellung. Bei ungünstigem Wetter findet die Vorstellung im Saale statt. Anfang: Sonntags 6 Uhr. Wochentags 8 Uhr. Entree 30 Bf. ratweil'sche G: Bierhallen. Kommandantenstr. 77-79. Täglich: Auftreten der Leipziger Sänger vom Krystall- Palast. Anf. Sonntags 6 Uhr. Entree 30 Anerkannt gute Küche. Säle Pf. Pf. für Festlichkeiten und Versammlungen. Carl Koch. Gr. Lichterfelde. Anhalter Bahnhof. W. Griess, Restaurant, Helmuth Peters. Etablissement Buggenhagen. Moritz Plaz. Moriz Play. Täglich: Instrumental- Konzert. Großer Frühstücks- u. Mittagstifd. Spezial- Ausschant von Pahenhofer Lagerbier, hell und dunkel. Det bas Konzert in den oberen F An Sonn- und Festtagen Säle für Bersammlungen, Rommerje, Entree Wochent. 10 Pf. Sonnt. 25 Bj. Sälen statt. Festlichkeiten 2c. Norddeutsche Brauerei. wurde am Dienstag ein Statutenbuch 347/13 5. Wahlkreis. Große öffentliche Wähler- Versammlung am Donnerstag, den 22. Juni cr., Abends 8½ Uhr, im Saale der Brauerei ,, Friedrichshain"( fr. Lips). Tagesordnung: 1. Die bevorstehende Stichwahl. Referent: Reichstags- Abgeordneter Dr. Bruno Schoenlank. 2. Diskussion. Alle Wähler des 5. Wahlkreises sind hierzu eingeladen. 351/13 Das Wahlcomité. 5. Berliner Reichstags- Wahlkreis! 2 gr. öffentl. Versammlungen des Berliner Metallarbeiter- Verbandes, am Freitag, den 23. Juni d. J., Abends 8½ Uhr. 1. Germania- Säle, Chausseestraße Nr. 103. Referent ReichstagsAbgeordneter Paul Singer. einliegend ungefähr 45 Beitragsmarken für denselben und etwa 20 Unterstüßungsmarken des Fachvereins der Uhrmacher. Der ehrliche Finder wird gebeten, dasselbe im Arbeitsnachweis der Metallarbeiter", Wallstr. 7-8, abzugeben. Vorräthig in allen Eisenwaaren- Handlungen. Der Schutzengel D.R.P.a. 501b An jedem Fenster leicht anzubringen. 2. Schützenhaus, Linienstraße Nr. 5. Referent Reichstags- Kandidat Rob. Schmidt. Alle Wähler des 5. Berliner Reichstags- Wahlkreises sind zu diesen Versammlungen eingeladen. Rixdorf. 851/12 Große öffentl. Wählerversammlung am Freitag, den 23. Juni, Abends 8 Uhr, im Lokale des Herrn Gröpler, Bergstraße Nr. 129. Tagesordnung: 1. Die bevorstehende Stichwahl. Referent: Genosse Julius Türk. 2. Diskussion. Um zahlreiches Erscheinen bittet Das Wahlkomitee. Das Wahlresultat wird am Sonnabend Abend 9 Uhr in demselben Lotale, sowie in Wiersing's Lokal, Knesebeckstraße 76, verkündet. Das Wahlkomitee. 419/20 Adlershof und Umgegend. Am Freitag, den 23. Juni d. J., Abends 8½ Uhr, in ,, Wöllstein's Lustgarten" zu Adlershof: Große öffentl. Wählerversammlung 2. Diskussion. Tagesordnung: 1. Die bevorstehenden Stichwahlen. Referent Gen. Augustin. Bur Deckung der Unkosten wird ein Entree von 10 Pf. erhoben. Der wichtigen Tagesordnung halber ist es Pflicht eines jeden Partei Der Vertrauensmann. Preis 3 u. 4 M. macht es den Kindern unmöglich, genossen, zu erscheinen. das Fenſter zu öffnen, und ver hindert das Hinausfallen der Kinder aus offenstehenden Fenstern. Gegen Eins. von M. 3,50 resp. 4,50 franko bei Littauer, Berlin, Landsbergerstr. 25/26. Prospekte gratis und franko.[ 56/9 Ein grosser Posten Steppdecken Friedrichshagen. 502b Große öffentl. Wählerversammlung am Freitag, den 23. Juni d. J., Abends 8½ hr, im Lokale des Herrn M. Lerche( Rundtheil). Tagesordnung: 1. Vortrag über:" Die Stichwahl. 2. Diskussion. 8. Verschiedenes. HUF Das Wahlbureau befindet sich am Wahltage im Restaurant A. Blanke, Friedrichstraße 58, woselbst sich auch Genossen, die bei der Wahl 338/9 Grösse 150x200, Stück 7,50 M. echt Wollatlas( reine Wolle) helfen wollen, melden können. Pf. 58. Chaussee- Strasse 58. Täglich: Concert. Wochentags Entree frei. Bei ungünstiger Witterung im Saal. Die neu eingerichtete Kaffeeküche ist den geehrten Gästen von 2 bis 6 Uhr geöffnet! 4146L* Roh- Tabak A. Goldschmidt, 4435L am biesigen Plage wie bekannt grösste Auswahl! Garantie für sicheren Brand. Streng reelle Bedienung, billigste Preise! Sämmtliche im Handel befindl. Rohtabate find am Lager. A. Goldschmidt, circa 1000 Stück schwere buntfarbige Normal- Schlafdecken mit kleinen Maschinenflecken, in reizenden Jacquard- Mustern, Grösse 150 x 200 cm. Sonstiger per Stück 4,50 M. Preis 9 M. Meine illustrirte Preisliste über hochfeine Stepp- und Schlafdecken gratis und franko. 3783L* Das sozialdemokratische Wahlkomitee. Charlottenburg. Freitag, den 23. Juni, Abends 8 Uhr, in ,, Bismarckshöhe", Bismarckstraße 80: Grosse öffentliche Bersammlung für Frauen und Männer Tages- Ordnung: 1. Die bevorstehende Stichwahl. Referent: 421/1 Stadtverordneter Fritz Zubeil- Berlin. 2. Diskussion. Sonnabend, den 24. Juni, Abends 8 Uhr, in beiden Lokalen Bismarckshöhe" und„ Gambrinus Brauerei", Wallstraße 46: Verkündigung des Das Lokal- Wahlkomitee, Steppdecken- Emil Lefèvre, ahlresultats. Um zahlreiches Erscheinen ersucht Fabrik Berlin S., Oranienstraße 158. Achtung! Steinmetzen. Achtung! Arbeitsmarkt. Große öffentliche Versammlung Grandirer gegen hohen Lohn bei ständiger Arbeit fucht Plagemann u. Maack, 44342* Gotha. Ein tüchtiger Monteur auf Bierapparate wird verlangt 4916 Fr. Korka, Invalidenstr. 135. Blätterinnen Oranienburgerstr. 2. auf Oberhemben, Serviteurs, Kragen Freie Berliner Kunstausstellung 1893 Juni bis September 1893 Saal und schattiger Garten. Hohenzollern- Gallerie( Moltkebr.) NB. Ginziges Lokal, welches zu Geöffnet von 10-10. Entrée 50 Pf. Arbeiter Versammlungen zu haben ist. und Manschetten finden lohnende Beschäftigung bei Gebrüder Borchardt, Neue Rönigstr. 19. am Sonntag, den 25. Juni, Vorm. 11 Uhr, bei Müller, Johannisstr. 30. Tages Ordnung: = 1. Bericht der Delegirten vom 6. deutschen Steinmez- Rongreß zu Frankfurt a. M. 2. Verschiedenes. Die Marmor- und Granitarbeiter sind freundlich eingeladen. Um pünktliches und zahlreiches Erscheinen ersucht 286/15 Der Vertrauensmannn. Sonnabend, den 24. Juni 1893: Zum Schultheiß( früher Gisteller), Chausseestr. 88: Gr. Sommerfest, Verfilberer auf glatte Leiften verl. veranstaltet vom Gesangverein Sängerdhor Ad. Göpfert, Markusstr. 44, 2 Tr. Eine alte deutsche Feuer- Vers.- Gesellthätige Haupt- u. Spezial- Agenten. Hohe fortlaufende Bezüge event. auch festes Gehalt werden zugesichert. Offerten unter 0. P. 2 nimmt die Expedition entgegen. 43632* der Töpfer Berlins ( Mitglied d. Arbeiter- Sängerbundes). Dirigent: Herr Lieber, verbunden mit Theater- und Spezialitäten- Vorstellung. Alles Nähere die Programme. 492b Die Kaffeeküche steht den geehrten Damen von 3 Uhr ab zur Verfügung. Anfang des Konzerts 6 hr. Um regen Zuspruch bittet Berantwortlicher Reduakter: Wilhelm Schröder in Berlin. Druck und Verlag von Max Bading in Berlin, SW, Beuthstraße 2. Der Vorstand. Hierzu eine Beilage. Beilage zum„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 144. Die Reichstagswahl. Breil unsere Stimme und bleiben dabei nach wie vor gute Ratholiken und treue Anhänger unserer Kirche, was wir mit unserem Gewissen gut vereinigen tönnen, denn die Sozialdemokratie bekämpft niemals die Kirche, wo sie sich ihrem Berufe gemäß in den Dienst der Gerechtigkeit stellt, diejenigen, die das Gegentheil von der Sozialdemokratie böswillig behaupten, verfolgen unter diesem heuchlerischen Vorwande andere( uns bekannte) Interessen, als die der Kirche." Donnerstag, den 22. Juni 1893. 10. Jahrg. nicht ganz bescheiden gemessen sind. Die aus dem Erlaffe her- auf eine Anfrage aus Polfwitz erklärt, daß er sich im Falle geleiteten Ansprüche konnten nicht befriedigt werden. Das Ver- einer auf ihn fallenden Wahl zum Reichstagsabgeordneten für Gegen den Aufruf der Zentrumspartei im Kreise Hagen- lebel behüteten Arbeiter der Sozialdemokratie fern bleiben zuständiger Stelle gern verwenden und befürworten will, daß trauen des Kaisers, daß die durch das Schuhgesetz vor manchem das Projekt einer Bahnverbindung der Stadt Poltwit an Schwelm, der die Katholiken auffordert, für Eugen Richter würden, hat sich nicht erfüllt. Schon die am 14. Mai 1888( 1889) diese Bahn als Primär- oder Sekundärbahn gebaut wird." Gin zu stimmen, veröffentlichen katholische Arbeiter in der von ihm empfangenen drei westfälischen Bergleute waren Sozial- in Bolkwitz gedrucktes Flugblatt verkündet der Bürgerschaft die dortigen„ Bolkswacht eine Erklärung, worin unter treffender bemofraten; am 16. Mai rühmte der Kaiser von ihnen beim frohe Kunde. Augenscheinlich ahnen die Flugblattverfaffer eben Kritik des unsympathischen Verhaltens, das Eugen Richter von Empfange der Gewerten, er habe sich gefreut, daß sie sich jeder fo wenig als ihr Kandidat, daß der Eisenbahnbau Sache der jeher gegen die Arbeiter beobachtet hat, ausgeführt ist: Wir geben bei der Stichwahl dem Arbeiterkandidaten Herrn Ernst Fühlung mit der Sozialdemokratie enthalten, den Ein- Einzelstaaten ist. mischungsversuch derselben energisch abgewiesen hätten; aber schon acht Tage später sind In Stettin will der Vorstand der freisinnigen in Bochum diese volkspartei den Beschluß darüber, für wen ihre Mannen Delegirten mit vielen Anderen verhaftet worden, weil 28." Februar 1890 der Kaiser die Sizungen des Staats. Kartellbruder,„ geheim" halten. Das ist tapfer und weise! ein Verzweiflungskampf" angekündigt worden war. Als am zu stimmen haben, ob für den Sozialdemokraten oder für den rathes schloß, äußerte er, es habe sich lediglich um die Ermittelung berechtigter Wünsche der Arbeiter gehandelt, und fügte beschloß, bei der Stichwahl für unsern Parteigenossen Dreesbach Aus Mannheim wird gemeldet: Die demokratische Partei hinzu: Was die Sozialdemokratie betrifft, so ist das eine andere und gegen den Nationalliberalen einzutreten. Sorge, mit der werde ich nöthigenfalls allein fertig werden und bedarf Ihres Rathes und Ihrer Unterstützung nicht.".... Daß manche Vorgänge in Preußen und im Reiche, ohne daß die Handelnden es ahnten, der Sozialdemokratie starken Vorschub Der Vorstand der deutschfreisinnigen Partei in Mainz namentlich die geplante Erhöhung der Brausteuer, die vom geleistet haben, ist oft betlagt worden. Die Steuerprojekte, beschloß folgende Erklärung: Da die deutschfreisinnige Partei Schatjekretär vorgeschlagene, vom Bundesrath abgelehnte Einunter feinen Umständen für einen Kandidaten eintreten kann, schränkung der Liebesgabe" bei der Branntweinsteuer waren welcher nach seinen eigenen bestimmten Erklärungen ein un- bankbare Gegenstände der Agitation. Der Kontrast zwischen den konservativen und Konservativen und Sozialdemokraten den Aus. bedingter Anhänger der Militärvorlage und ebenso entschiedener Klagen preußischer Minister über Mangel an Mitteln mit der fchlag geben kann, so in Solingen, Elberfeld, Hanau, finden schon Gegner der Handelsverträge ist, so müssen wir unseren Partei- gleichzeitigen Disposition über sehr große Summen für die am 23., also vor dem für die meisten Stichwahlen bestimmten und Gesinnungsgenossen anempfehlen, ihre Stimmen bei der be- Standesherren, für Cumberland, für den Dombau sprach nicht Tage statt; man wird an diesem somit schon wissen, wie die vorstehenden Stichwahl für den Kandidaten der Sozial- für weise und sparfame Wirthschaft. Das Schloßseeprojekt folgte freifinnige Volkspartei sich dort thatsächlich verhalten hat." demokratie abzugeben." Der Ausschuß der demo= fratischen" Partei beschloß dagegen, seinen Parteigenossen find behandelt worden zur Verstimmung der Künstler und Kunst- Gentlemen"-Partei genehmes Fleißzeugniß beibringen. allzu schnell auf die Schloßfreiheits- Lotterie, Monumentalfragen Wehe also den Richterschen, wenn sie am 23. Juni kein der Wahlenthaltung zu empfehlen. tenner wie zum Staunen der Laien. Die Reform des der Gegenwart unwürdigen militärischen Strafverfahrens stößt immer In Speyer empfiehlt der Wahlvorstand des Zentrums wieder auf Hindernisse, der Fall Lück hat lange Zeit große Er- bei der Stichwahl Wahlenthaltung. Damit ist das regung verursacht ehe eine halbe Abhilfe erfolgte. Die Sozial- alberne Gerede von einem ultramontan- sozialistischen Kompromis demokratie hat von ihren schärfsten Gegnern die reichste Unter- bündig widerlegt. stüßung erhalten." Jn Karlsruhe stimmt die sozialdemokratische Partei für den Kandidaten der Freisinnigen Volkspartei, der ein erklärter Gegner der Militärvorlage ist. " " " " Zur Stichwahl in Potsdam- Osthavelland, wo unser Kandidat Wernau mit dem konservativen Brediger Schall in Kladow um das Mandat kämpft, schreibt der" Anzeiger für das Havelland: Die Führer der freisinnigen Partei in unserm Wahltreise haben beschlossen, es dem freien Ermessen der Parteigenossen zu überlassen, wie sie in der bevorstehenden Stich wahl zwischen dem konservativen und dem sozialdemokratischen gegen früher wie folgt: Kandidaten stimmen wollen. Die liberalen Männer sind politisch selbständig genug und bedürfen teiner Direktive in dieser Frage." Jn Wiesbaden hat der Vorstand der Freisinnigen Voltspartei die Empfehlung des gegen unseren Genossen Fleisch= mann in Stichwahl stehenden Wadelstrumpfs Koepp a b gelehnt.„ Hoffentlich," schreibt die Volts- 3tg.", finden sich in Wiesbaden noch Volksparteiler genug, die den Durchfall Koepp's nicht blos wahrscheinlich, sondern sich er machen." " " Wahlbeeinflussungen sind, wie die Thüringer Tribüne" meldet, in den an der Gera bei Erfurt gelegenen Dörfern mit unerhörter Dreiftigkeit geübt worden. In Walschleben sei unter starter polizeilicher Aufsicht gewählt worden, so daß viele Landleute aus Angst vor Nachtheilen gegen ihre Ueberzeugung für den Antisemiten Jacobstötter stimmten. In Elx leben habe sich der Wahlvorsteher sogar erdreiſtet, die Stimmzettel zu öffnen. Das sozialdemokratische Wahlkomitee wird Fürsorge treffen, daß bei der Stichwahl Üngefeßlichkeiten nicht vorkommen fönnen. Freitag, den 23. Juni, finden ferner Stichwahlen statt in Elberfeld. Die Stichwahl in Speier Ludwigshafen, wo unser Genoffe Ehrhardt mit dem Nationalliberalen Klemm um das Mandat ringt, findet nicht, wie in dem rechtsrheinischen Bayern, am 26., sondern Sonnabend, den 24. Juni, statt. 1890 1893 1. Wahlkreis: 4877 4002 2. 7637 6743 " 3. 3046 3362 " 4. 1132 3698 " 5. 6974 7304 ep 6. 2882 3811 Meckl- Strelit: 1687 3300 28235 82220 Ju Frankfurt a. M. hat der Wahlausschuß der Volkspartei den Parteigen offen empfohlen, bei der Stichwahl zwischen Oswaldt( natl.) und Wilhelm Schmidt( Soz.) für den sozialdemokratischen Kandidaten einzutreten. „ National- Zeitung" schreibt:" Einige Stichwahlen, bei denen die Nationalliberale Drohungen. Die kontrollirsüchtige freisinnige Boltspartei zwischen Nationalliberalen, resp. Frei" 1 Die Wahlerfolge unserer Partei werden von den In Mecklenburg stellt sich die Stimmenzahl unserer Partei Arbeitern des Auslandes fortgesetzt aufs freudigste be= grüßt. Aus Mailand liegt hierfür wieder ein Zeugniß vor. Dort fand am 17. Juni eine imposante Rundgebung zu gunsten der deutschen Sozialdemokratie statt. Die Kölnische Volks- 3tg." berichtet darüber: Etwa 2000 Arbeiter und Handwerker durch zogen mit flingendem Spiel und wehenden Fahnen unter Jubelrufen die Straßen der Stadt. Die Marseillaise wurde gesungen und gespielt. Der Zug, welcher sich auf der Piazza del Duomo gebildet hatte, bewegte sich durch den Corso Vittorio Emmanuele, die Hauptader des Verkehrs, und hielt vor dem deutschen Konsulatsgebäude an. Dort wurde der Führer Gicotti auf fräftigen Schultern in die Höhe gehoben und hielt von dieser lebenden Bühne aus wird uns geschrieben: Der Kampf war schwer und bewegt. In fach durch markerschütternde Beifallsrufe unterbrochen wurde. Aus dem hessischen Wahlkreis Friedberg- Büdingen eine begeisterte Lobrede auf die deutschen Sozialisten, welche vielkatholischen Orten haben wir keine Säle bekommen, bei unseren Zur Verhütung etwaiger unliebsamer Ausschreitungen war das pirklich noch wohlhabenden Bauern waren nur die gebildeten, Konsulatsgebäude von einigen zwanzig Karabinieri bewacht. Die hat genau um die Hälfte verloren. Die Proletarier der ärmsten zogen die Sozialisten wieder nach dem Domplatz, wo eine zweite überzeugungstreuen Männer auf unserer Seite. Der Freisinn Sache verlief jedoch ganz ruhig. Nachdem die Rede beendet war, Schichten ließen sich von den Nationalliberalen durch Spenden von Ansprache von einem Gelegenheitsredner gehalten wurde. DieSchnaps, Würsten und Freibier einfangen. Ein großer Theil felbe wurde mit derselben Begeisterung angehört wie die erste, der Juden stimmte aus purer Angst für den nationalliberalen worauf die Versammlung auf friedliche Weise sich verlief. Grafen Oriola und half so den freisinnigen Kandidaten zu Fall und den Antisemiten in die Stichwahl mit Oriola bringen. Unsere Genossen haben 10-14stündige Touren gemacht und oftmals in den Wirthschaften nicht Speis und Trant erhalten, aber die Bevölkerung hat doch ein anderes Bild von uns bekommen. Der Kuhhandel. Die nationalliberale National. Lokales. An die Berliner Parteigenossen! Zur Unterstügung Beitung" schreibt: Nachdem die Zentralleitung der bei den Wahlarbeiten ersuchen wir alle Genossen, denen In der Provinz Hannover sind gegen die Militär, freifinnigen Bolts partei die Unterstützung der es möglich ist, sich am Wahltage von der Arbeit frei Dorlage 205 620, für 157 108 Stimmen abgegeben worden. nationalliberalen Randidaten in den Wahlkreisen zu machen, sich uns Troh des folossalen Druckes, der von den Nationalliberalen und Bensheim Erbach, Gießen, Friedberg Bü= Reichsparteilern auf die abhängigen Wählermassen ausgeübt dingen, Alsfeld Lauterbach und Siegen zugesichert, wurde, erlitt die Regierung also eine vollständige Niederlage. ist von seiten des geschäftsführenden Ausschusses des Bentral in folgenden Lokalen zur Verfügung zu stellen: H vorstandes der nationalliberalen Partei die UnterSonnabend früh 7 Uhr 1. Wahlkreis: Trieschmann, Jüdenstr. 55. 2. Wahlkreis: Bodbrauerei, Tempelhofer Berg. 1 3. Wahlkreis: Gründel, Dresdenerstr. 116. 5. Wahlkreis: Pyrtet, Gipsstr. 3. Ganz besonders richten wir diese Aufforderung an die Die Bertrauensleute Berlins. Parteigenossen und Genosfinnen des zweiten Berliner Reichstags- Wahlkreises. Im Großherzogthum Baden wurden gegen die Militärit ütung des Kandidatenderfreifinnigen Volts: vorlage 135 110, dafür nur 124 759 Stimmen abgegeben; nach partei in Lennep Mettmann, Erlangen- Fürth Parteien wurden insgesammt Zettel abgegeben: 84 033 national- und Kulmbach bei den betr. Kreiskomitees dringlich empfohlen liberale, 14 876 tonservative, 71 140 Zentrums, 26 617 demo- worden. Für Hagen hat die dortige nationalliberale Parteifratisch- freifinnige, 37 335 fozialdemokratische, 7313 leitung bereits Wahlenthaltung empfohlen, wonach die Niederantisemitische, 18 537 wilde( Lender, v. Hornstein) Bettel, au- lage des Sozialdemokraten, der 3000 Stimmen weniger als sein felbständigen Gewerbtreibenden, die sich zu unserer fammen 259 869 Bettel. In ganz Württemberg wurden für freisinniger Gegner hat, als gesichert gelten kann." In den Partei rechnen und die ja nicht wie die Arbeiter Maßregelungen die Militärvorlage 97 341, dagegen 205 711 Stimmen abgegeben. zuerst genannten Wahlkreisen stehen den Nationalliberalen Nur prinzipienfest! In der Bossischen Zeitung", antisemitische, in den zuletzt genannten Wahlkreisen den Frei- zu befürchten haben. die übrigens gleichfalls die Fabel von dem rheinpfälzischen sinnigen zwei sozialdemokratische und( in ForchheimWahlbündniß des Zentrums und unserer Partei, die urkundlich Kulmbach) ein klerikaler Kandidat gegenüber. Der in widerlegt ist, behaglich breittritt, liest man: Reichenbach Neurode mit unserem Genossen Kühn in " In Halle hat die konservative Parteierfreu- Stichwahl stehende klerikale Rathsherr Conrad zu Neurode hat licher Weise ausdrücklich erklärt, den freisinnigen Kandidaten auf eine Anfrage des fonservativen neuen Wahlvereins betreffs Dr. Alexander Meyer mit ganzer Kraft gegen die Sozialdemo- der Militärvorlage sich dahin verpflichtet:" Ich erkläre auf dem fraten zu unterstützen. Und in Berlin, wo die antisemitisch- Boden des Zentrums, ohne mich für den Antrag Caprivi- Suene tonservative Partei Wahlenthaltung beschlossen hat, erflärt u binden, alles was nachweisbar nothwendig und jetzt selbst die„ Kreuz- Zeitung", daß dieser Beschluß mindestens erschwinglich ist, zu bewilligen, falls die Deckung so herbeivoreilig gewesen sei. Dieses leitende Organ der Rechten weiß geführt wird, daß der Mittel- und Kleinstand nicht weiter bealso auch nichts mehr von der Wahlparole der Parteileitung und lastet wird." Diese Erklärung ist von dem neuen Wahlverein hält unter Umständen ein abweichendes Verfahren nicht nur für nicht für genügend" erachtet worden; es wird indeß weiter geberechtigt, sondern für geboten. Und da sollte eine freisinnige handelt. Wählerschaft nicht soviel Kraft haben, ebenfalls nach den Verhältnissen des Wahlkreises in der Stichwahl zu handeln?" Die„ Bossische Zeitung" meldet ferner: Am Donnerstag, den 22. Juni, findet im zweiten Wahlkreis abermals eine Flugblatt- Bertheilung statt. Genossen, welche ge willt sind hierbei mitzuhelfen, werden ersucht, sich am Donnerstag, Abends 72 Uhr, in folgenden Lokalen einzufinden: Hermann Werner, Bülowstr. 59, Restauration. Wwe. Läge, Fürbringerstr. 22, Restauration. Sachs, Martgrafenstr. 102, Restauration. Leopold, Markgrafenstr. 89, Restauration. Wilh. Grube, Mariendorfer- u. Solmsstr.- Ecke, Rest Otto Klein, Schönleinstr. 6, Restauration. Alle Parteigenossen, besonders derjenigen Kreise, welche feine Stichwahlen durchzumachen haben, und gewillt sind, am Tage sich in folgenden Lokalen von 71/2 Uhr Morgens ab einzufinden: der Stichwahl im zweiten Wahlkreis mitzuhelfen, werden ersucht, Zentral- Bureau Bockbrauerei( Tempelhofer Berg). 2. 1. Wahl- Bureau bei H. Werner, Bülowstr. 59. " Leopold, Markgrafenstr. 89. Kresse, Fichtestr. 29. 3. " Das Wahl- Komitee. In Mecklenburg hat, so wird uns geschrieben, die sozialdemokratische Sache in allen Wahlkreisen größere oder geringere " Es ist bereits hervorgehoben worden, daß die von der schlossen allerdings diesmal ein Wachsen um 50 pCt. aus. Säle Fortschritte gemacht. Die rapiden Erfolge bei der vorigen Wahl tonservativen Partei in Berlin ausgegebene Wahlparole der wurden vielfach verweigert. Das Ergebniß für die parlamen Stimmenthaltung bei den hiesigen Stichwahlen auf tarische Vertretung Mecklenburgs wird hoffentlich sein, daß der Widerspruch selbst bei der Parteipresse stößt. Wie wir hören, fünfte Wahlkreis, Rostock, diesmal einen sozialdemokratischen wird diese Wahlparole auch an einflußreichen Stellen als ver- Abgeordneten bekommt. Strelitz wird wahrscheinlich den Freitehrt angesehen. Beispielsweise hat einer der aktiven sinnigen von den Konservativen abgenommen werden. Sonst Minister unumwunden erklärt, er werde im aber dürfte alles beim Alten bleiben. Die Wahl des Konservazweiten Wahlkreise für Virchow stimmen und tiven in Strelitz hat der freisinnige" Kandidat Wilbrandt Alle Parteigenoffen derjenigen Kreise, welche keine Stich halte die gleiche Abstimmung aller fonserwesentlich mitverschuldet, da er sich in der Militärfrage auf den wahlen durchzumachen haben, werden ersucht, sich uns zur vativen und nationalen Wähler dieses Kreises nationalliberalen Standpunkt( Bewilligung ohne zweijährige Stichwahl zur Verfügung zu stellen und sich am Donnerstag, den für geboten." Wenn nun der Birchow- Karren nicht aus dem Sumpf daß seine Agitation vielmehr deren Sache förderte. Die Sozial- folgenden Stellen einzufinden: Dienstzeit) stellte und auch den Agrarien so weit entgegentam, 22. Juni, Abends 7 Uhr, zur Verbreitung der Flugblätter an fommt, dann ist alles verloren. Giner der attiven Minister", demokratie hat sich in diesem Wahlkreise seit 1890 verdoppelt. auf die Knie zur Anbetung, Ihr liberalen Mannesseelen, eine Der für die Wahl des Konservativen Nauck eintretende Pastor ,, Exzellenz" stimmt für Virchow. Steffen- Mahrbende gab die Nothlage der Arbeiter zu, erklärte In Mülhausen i. E. find am 15. Juni 1000 weiße sie aber aus der schlechten Gewohnheit der Arbeiter, zu viele Bettel abgegeben worden. Sie stammen von solchen Wählern. Kinder zu erzeugen! Im fünften und sechsten Wahlkreise die weder sozialdemokratisch, noch ultramontan wählen wollten agitirte gegen die Sozialdemokratie vom Standpunkte der Unabhängigen aus und zu gunsten der Konservativen, von denen Das Wachsthum der Sozialdemokratie bespricht die er bezahlt wurde, der ehemalige Theologe und jetzige Knecht Berliner Börsen- Zeitung", ein ein nationalliberal Beggerow. Der Bursche ist jetzt, nachdem seine Bergangenheit großkapitalistisches Blatt. Aus dem wirren Sammelsurium sei bekannt geworden ist, unschädlich. Etliches, das teiner Kritik bedarf, herausgehoben: " " In dem zweiten der kaiserlichen Erlasse vom 4. Februar 1890 Ju Schlesien erregt, wie die Bossische Zeitung" meldet, ist als Aufgabe der Staatsgewalt bezeichnet worden, dafür zu ein Polkwizer Stückchen, das sich bei den Reichstagswahlen zu sorgen, daß auch die wirthschaftlichen Bedürfnisse der Arbeiter getragen, große Heiterfeit. Der Kandidat des Bundes der Land befriedigt werden. Dieses Wort hat bei den Arbeitern große wirthe im Glogauer Wahlkreise, Gutsbesitzer Schulz- Brostau, hat, Hoffnungen erweckt, namentlich bei denjenigen, deren Bedürfnisse ohne eine Ahnung von der Zuständigkeit des Reichstags zu haben, 1. Zrieschmann, Jüdenstr. 55; 2. Sommer, Grünftr. 21; 3. Seidenstücker, Jäger- und Kanonierstraßen- Ecke; 4. Stockfisch, Holzgartenstr. 5; 5. Lehmann, Ohmigasse 5a; 6. Wendt, Claudiusstr. 19; 7. Kronenstr. 33, Stehbierhalle. Das Komitee. Abend an den bekannten Stellen zur Verbreitung eines Flug3. Wahlkreis. Die Genossen werden gebeten, sich heute blattes einzufinden. der Stichwahl mithelfen wollen, werden gebeten, sich am Die Genoffen des 4. Wahlkreises( Dsten), die am Tage Donnerstag Abend bei Friz Wilke, Andreasstr. 26, einzufinden. Besonders bitten wir die Gastwirthe und Geschäftsleute, welche unserer Partei angehören, uns zu unterstützen, da voraussichtlich viele Arbeiter am Sonnabend verhindert sein werden, für uns thätig zu sein. Ostar Schulz, Friedrichsberg, Friedrich Karlstr. 34. Kleine Hamburgerstr. 27 und Neue Königstr. 89. Das Wahlkomitee. Achtung, 6. Wahlkreis! der Arbeiter wegen Plate fein. strebungen der Arbeiter am feindlichsten entgegentritt. In Berlin selben zu einem gewinnbringenden Geschäft. Der fönigliche Hoffeid Ihr in verschiedenen Wahlkreisen zerstreut, in Eurem Steinsetzmeister Hein in Potsdam beschäftigt zur Zeit 59 LehrDie Vertrauenspersonen. Heimathsort tretet Ihr alle für unseren Kandidaten ein es linge bei 10-12 Gesellen. Wir stehen nun selbstverständlich nicht auf dem Standpunkt, Bierter Wahlkreis. Parteigenossen, welche bei der Stich- Wahlkreises ein, und 100 Stimmen fönnen uns den Sieg wahl im Nieder- Barnimer Kreis am Sonnabend helfen wollen, bringen. Darum sollt Ihr das Opfer bringen und spätestens in daß die jungen Leute von unserm Gewerbe zurückgewiesen werden bitte sich bei Emil Böhl, Frankfurter Allee 74, am Freitag ist der Sieg unser. Thue jeder seine Pflicht! der Mittagstunde nach Hause fahren. Auf alle zur Wahl, dann müßten, da ja in allen anderen Berufen dieselbe Neberfüllung Abend 8 Uhr einzufinden, um das Nähere zu besprechen. herrscht: aber selbst der enragirteste Anhänger des Lehrlingswesens J. A.: Alex Sailer. wird zugeben müssen, daß die Lehrlinge denn doch nicht dazu zu Achtung! V. Wahlkreis. Den Genoffen zur Nachricht, die Stichwahl am Sonnabend statt, an einem Tage, an welchem u bringen. Und wenn wirklich die Arbeit so fnapp ist, fo Achtung, Parteigenossen Nixdorfs! Bekanntlich findet dienen haben, verheirathete Leute notorisch außer Arbeit daß am Donnerstag, Abends 71/2 Uhr, ein Flugblatt zur Verimmer nüßlich breitung gelangt. Nicht allein die in diesem Wahlkreis wohnender Lohnzahlung enger als sonst an ben Genossen, sondern auch die der anderen Berliner Wahlkreise feinen Beruf gefesselt ist. Trotz alledem aber gilt es für uns unterrichtet werden. Jetzt müssen diefelben die Fachschule Sonnwerden ersucht, sich zahlreich an dieser Arbeit zu betheiligen. Burlassenbewußte Arbeiter, mehr noch als am 15. Juni auf dem tags Vormittags von 7-10 Uhr besuchen; diefelbe liegt im Ausgabe gelangt das Flugblatt in den Lokalen: Hirtenstraße 10, Gegnerschaft, daß sie sich verrechnet hat, wenn sie annimmt, daß gegenden zerstreut und zumeist sehr weit ab wohnen. Wie wäre Zeigen wir den Kapitalisten, zeigen wir unserer äußersten Nordosten, während die Lehrlinge in allen Himmels. diefer für den Lohnarbeiter am schlechtesten gelegene Wochentages denn, wenn der Fachschul- Unterricht auf die Wochentage verlegt würde? auf die Sozialdemokratie einen ungünstigen Einfluß ausüben wird. Seid daher alle Mann am Blah, Parteigenossen, stellt Berliner Steinfegmeister trotz ihres großen 3opfes nicht das Bor allen Dingen sind wir jedoch der Meinung, daß auch Eure ganze Kraft an diesem Tage in den den Dienst der Partei, bedenkt, daß der Erfolg des 15. Juni, Recht" haben, die Lehrlinge ohne weiteres wie das erste beste den Ihr mit Hilfe des Landvolks, mit Hilfe Eurer trotz des bie Innung vielleicht aus diesem Grunde die Rechte aus§ 100e? Stück Vieh oder einen Gegenstand zu verborgen! Genießt schweren Druckes zur Erkenntniß gelangten ländlichen Arbeits- Hoffentlich schenkt die Aufsichtsbehörde, die Gewerbedeputation brüber errungen habt, am 24. Juni zu einem vollen, entscheidenden des Magistrats, dieser Art der Lehrlingsausbildung" eine etwas Parteigenossen! In unserm Wahlkreise wird gerade zur genauere Beachtung. Auch sind wir der Meinung, daß die Stichivahl von gegnerischer Seite mit ungeheuerlichem Druck, mit städtische Baudeputation ebenfalls dabei interessirt ist. den schimpflichsten Mitteln gearbeitet, um der Reaktion zum Ver= Stöckerei. In Rigdorf, das 6500 sozialdemokratische Fahrt und Zehrungskosten werden verderben des Volts noch einen letzten, wenn auch noch Stimmen abgegeben hat, sind so viel fremde, unbekannte Namen gütigt. Zugleich ersuchen wir diejenigen Genossen, welche am so gemein erschlichenen Erfolg zu sichern. Die unglaub in den Wählerlisten verzeichnet, daß man nicht irre geht, wenn Lage der Stichwahl im 5. Wahlkreise thätig sein wollen, sich im lichsten, lächerlichsten Lügen verbreiten bie Voltsfeinde man den ungeheuren Bugang an sozialdemokratischen Stimmen Zentral- Büreau, Gipsstr. 3, zu melden. dieser Tage in Wort und Schrift, um den Landarbeiter, auf Abkommandirungen" aus den sicheren" Berliner WahlDie Vertrauenspersonen. den Kleinbauern von der Sozialdemokratie, der er sich im ersten bezirken zurückführt. Daffelbe an Betrug streifende Manöver Wahlgange in flarer Erkenntniß seiner Intereffen zugewendet haben die Sozialdemokraten auch an anderen Orten in Szene Achtung! Rofenthaler Vorstadt! gefegt." Armseliger Stöcker, wie plump Du selbst im Rügen Diejenigen Bartelgenossen, welche gewillt sind, noch weiter bat, jest wieder abspenstig zu machen. thätig zu sein, werden ersucht, sich am Donnerstag, Abends geworden bist! 71/2 Uhr, zur Flugblatt- Bertheilung im 5. Wahlkreis bei Wittschow, Kl. Hamburger- und Elsasserstr.- Ecke einzufinden. Alle diejenigen Genossen, die gewillt sind, am Tage der Stichwahl zur Agitation in den Kreisen Potsdam- Ost- Havelland und Niederbarnim sich zur Verfügung zu stellen, werden ersucht, sich am Donnerstag, den 22. Juni, Abends 8/ Uhr, in folgenden Lokalen zu melden: Hermerschmidt, Perlebergerstr. 28. Wilke, Hochstr. 32a. Witzel, Elisabethkirchstr. 18, Liette, Schwedterstr. 33. Die Vertrauensperson. Wähler von Teltowo- Beeskow- Storkow. Charlottenburg! Ihr steht vor einer furchtbaren Katastrophe. Am nächsten Sonntag dürfte der Wahlkreis bereits wie Sodom und Gomorrha vernichtet und Ihr Alle mit Weib und Kind gleich der Rotte Korab von der Erde verschlungen sein. Das ist Euer Schidfal, wie es Euch das Flugblatt der Ordnungsparteien, welches das Komitee des Kirchspiels Sperenberg verbreitet, prophezeit, wenn Ihr den Oberamtmann Ring nicht wählt. Es schreibt wörtlich: werden soll. wir am 24. Juni uns mit aller Kraft zu wenden haben, soll der Gegen diese Macht der Lüge und der Berleumdung werden Tag für uns, für die Träger der Kultur, zu einem Siegestag werden. Seid daher eingedenk Genossen, daß es Eure Ehre und die Ehre unserer heiligen Sache fordert, am Stichwahltage Mann für Miann auf dem Platz zu sein! Desgleichen hat sich jeder Genosse an der heute Abend statt findenden Flugblatt- Vertheilung zu betheiligen. Treffpunkt bei Papfe, Ziethenstr. 71, 71, Uhr. Das Wahlkomitee hat am Sonnabend seinen Sitz bei Wurbs, Lessinge und Kopfstraßen Ecke, Taubenbörse. Das Wahlresultat wird bei Gröbler, Bergstr. 129 und bei Wiersing, Knesebeckstr. 77 bekannt gegeben. Die Vertrauensperson Robert Röppen. " Brandenburg beim 85. Regiment eingezogen war, ist, wie die Der hiesige Branddirektor Stude, der zur Uebung nach Boff. 3tg." meldet, Mittwoch früh plöglich am Herzschlage ge= torben. In Gegenwart seiner zwei kleinen Knaben hat sich vorgestern der 26 Jahre alte Schloffer Karl Schönfeld in seiner Vorfstraße 44 belegenen Wohnung erhängt. Schönfeld, der wegen Mißhandlung seines elfjährigen Stiefsohnes mit sechs Wochen Gefängniß bestraft war, hatte seine Frau durch Mißhandlung dahin gebracht, daß sie ihn verließ. Die beiden fleinen Kinder blieben beim Bater zurück. Am Montag Abend übergab er der in demselben Hause wohnenden Frau Groß einen WohnungsSeht Ihr nicht, wie Gott Euch seinen beschlüssel mit der Bitte, am nächsten Tage nach seinen Kindern Charlottenburg. Alle Parteigen offen werden fruchtenden Regen vorenthält, Euren Roggen verkümmern, dringend ersucht, zu der heute, Donnerstag Abend von 6 Uhr Frau G. erschien, so fürchtete sie sich einzutreten, und man rief zu sehen. Da er die Behausung noch nicht verlassen hatte, als Eure Wiesen verdörren, Guer Vieh verhungern und ab stattfindenden gewissenhaften Verbreitung von Flugblättern Die Polizei. Diese fand Schönfeld bereits leblos vor, während dursten läßt, weil der rächende Gott unwillig, seine sich im Restaurant H. Wernice, Krummestraße 19, recht die beiden Kinder daneben in ihrem Bette ruhig schliefen. fürsorgliche Hand wegen Eurer gegenwärtigen Verirrung zahlreich einzufinden. Es versäume feiner seine Pflicht zu er- Schönfeld war am Sonnabend von seiner Arbeitsstelle entlassen von Euch wegwendet?" füllen, denn unsere ganze Kraft einzusehen ist erforderlich. Die worden. Und dieses Flugblatt, das förmlich von pfäffischster Gemein- nächste Wählerversammlung findet Freitag Abend in Bismarcksheit getränkt ist, während es sich mit seiner Religion" und seinem höhe statt. Patriotismus" brüstet, broht Guch wahrhaft di ristlich an, daß Euch die Arbeitgeber, wenn Ihr sozialdemokratisch wählt, aus der Arbeit jagen und ausrufen werden: Laßt das gottvergessene, vaterland8lose Gesindel betteln gehen, wenn es hungrig ist." Und nach dieser progigen Drohung kommt denn noch die pfäffisch spitzbäbische Mahnung an Euch, wenn Ihr denn doch Bubeil wählt, es nicht etwa geheim zu thun, indem Ihr konser vative Wahlzettel benutzt und den Namen abändert, sondern Euch dann lieber der Wahl zu enthalten. Schließlich reicht dann noch der pfäffisch- konservative Aufruf den Freisinnigen zur Verföhnung die Bruderhand, um gemeinsam gegen den Sozialdemokraten Zubeil für den Herrn Oberamtmann Ring Düppel" einzutreten. 2 Wahrlich mit Etel muß jeder Mensch, der nur ein Fünkchen Anstand besitzt, sich von diesem Angstprodukt abwenden, und, wäre er selbst der Todfeind der Sozialdemokratie, lieber für sie seine Stimme geben, um nur nicht gemeinsame Sache mit dem Schreiber jenes Flugblatts zu machen. Das Lokal- Wahl Komitee. J. A.: G. Beyer, Wallstr. 48. Die Genossen von Schöneberg werden hiermit ersucht, Donnerstag, Abends 7 Uhr, an der Flugblattvertheilung zu der bevorstehenden Stichwahl im Teltow Beeskow- Storfower Kreise sich recht rege zu betheiligen. Die Genossen, welche helfen wollen, mögen sich in folgenden Lokalen m.Iden: Restaurateur Pinzer, Vollendorffstr. 18, Restaurateur Siegler, Golßstraße 43, Hoffmann, Sedanstr. 16. Das Wahltomitee. Achtung! Parteigenossen! Alle in Berlin und Umgegend arbeitenden, im Kreise Füterbogt Ludenwalde 3 auch Belzig wohnenden Genossen werden aufgefordert, am 24. d. M. ihr Stimmrecht auszuüben, um unserem Genossen Gerischer in der Stichwahl den Sieg erringen zu helfen. Das Wahlkomitee. Unter Hinterlassung einer Schuldenlast von zirka 50 000 M. ist der Besizer der bekannten Nuhholzhandlung Dahliz und Hoffmann, Greifswalderstr. 49, der Kaufmann Friz Dahliz, zuletzt Christburgerstr. 8 wohnhaft, spurlos verschwunden. Dablig ist in letzter Zeit dadurch in pekuniäre Schwierigkeiten gerathen, daß viele seiner Kunden, ihre Zahlungen durch Wechsel deckten, diese Papiere jedoch bei der gegenwärtig ungünstigen Zeit nicht einlösten, so daß Dahlitz dafür aufkommen mußte. ußerdem hat der Nutzholzhändler viele Gefälligkeitswechsel in hohen Beträgen in Umlauf gesetzt, die jetzt fällig wurden, und hierzu fommt noch, daß Dahlis ziemlich viel Geld für seine eigene Person verbraucht hat. Der noch vorhandene Waarenbestand im Werthe von ca. 5000 M. ist durch Ausbringung eines schleunigen Arreſtes von einem der Gläubiger mit Beschlag belegt, so daß die übrigen Geschädigten das Nachsehen haben dürften. Es wird angenommen, daß Dahliz zwischen sich und seine Gläubiger den Ocean gelegt hat. Ein Nohheitsaft, wie er öfters und leider auch von ArEin schwerer Verlust hat uns getroffen: Genosse beitern begangen wird, tam am legten Sonnabend wieder vor. Ju lester Berzweiflung hat sich zur Ohnmacht der Gegner Schrader aus Klein- Schönebeck bei Friedrichshagen ist am Der vierjährige Sohn des Gastwirths R. erkrankte plöglich; die die vollste Verstandestollheit bemächtigt und nur ihr ist die sie 19. d. M. verstorben. Unermüdlich war er im Interesse unserer Augen stierten, der Gang schwankte, vor den Mund trat Schaum der Knabe war offenbar trunken gemacht, wenn nicht sogar blamirinde Lächerlichkeit dieses und anderer Flugblätter zuzu- Partei thätig. Schwertrant schleppte er sich noch am schreiben. Die beste Antwort auf solches verächtliches Gebabren a hItage zur Wahlurne und rief denen, die ihn auf vergiftet worden. Der hinzugerufene Arzt Dr. F. konstatirte, daß werdet Ihr am 24. Juni geben. Mann für Mann werdet sein Leiden hinwiesen, beruhigend und aufmunterud zu: Die er nur trunken war. Als das Kind wieder zur Besinnung geIhr an die Urne treten und mit glänzender Majorität wird Pflicht ruft mich, für sie ist teinOpfer zu schwer. tommen war, fonnte es angeben, daß Wilhelm" ihm gewaltsam aus der Stichwahl als Sieger hervorgehen Infolge der Ueberanstrengung verschlimmerte sich sein Leiden Schnaps eingeflößt hatte. Wilhelm ist ein auf einem Bau und führte zu seinem von allen tief betrauerten Tode. In nebenan beschäftigter Arbeiter. Derselbe sieht jetzt einer Beruhiger, ftiller, aber unablässiger Arbeit war er für strafung entgegen. die Interessen des arbeitenden Volkes fiets opferbereit thätig. Nicht umsonst soll sein Wirken gewesen sein, der zum 20. d. Wits. der 32 Jahre alte Kaufmann Morih Zimmt. Aus unglücklicher Liebe vergiftet hat sich in der Nacht einer der Besten der Unseren war: sein Beispiel feuere uns an, nicht zu rasten in der mühevollen Arbeit zur Erreichung unseres Bieles! Dank dem braven, tapferen Streiter! Frizz Zubeil. An die Vertrauenslente und Parteigenoffen des Teltow Beestow Storfower Wahlkreises! Parteigenossen! Der Vertrauensmann des Kreises Niederbarnim. Da die Stichwahl bereits am Sonnabend, den 24. Juni, stattfindet, so gilt es überall schnell zu handeln. Das ZentralWahlkomitee unseres Kreises hat seinen Zentralsiz in Berlin, Naunynstr. 86 bei Zubeil, und ist während der Wahlzeit den ganzen Tag durch zwei Mitglieder vertreten; die Genossen wer- Die Beerdigung des braven Genossen Schrader zu Kleinden daher ersucht, überall dort, wo noch Versammlungen statt- Schönebeck bei Friedrichshagen findet am 22. d. Mis., Nach finden sollen, dies sofort dem Zentral- Komitee zu übermitteln. Gleichzeitig werden die Genossen ersucht, in der Referentenfrage mittags 5 Uhr, statt.( Schrader war über 20 Jahre bei Kirchner, sich direkt an das Komitee zu wenden; desgleichen haben die Genossen, welche Ortschaften mit Flugblättern und Stimmzetteln allein belegen wollen, dies sofort zu übermitteln, sowie das Resultat der Wahl gleich per Telegramm an Zubeil, Naunyn straße 86, einzusenden. Das Bentral Wahitomitee. J. A.: Heinrich Bökert. Achtung! Zur Stichwahl in Niederbarnim! Die Parteigenossen des Kreises, welche am 24. Juni, dem Tage der Stichwahl, helfen wollen, wollen sich bei den Vertrauenspersonen ihres Ortes schleunigst melden. Fahrgeld und Behrungskosten werden erstattet. An das Solidaritätsgefühl der Berliner Genossen richten wir die Bitte, uns in unserem schweren Kampfe nach Kräften zu unterstüßen, um trotz aller Wahlbündnisse und Wahlbeeinflussungen seitens unserer Gegner der rothen Fahne in Niederbarnim zum abermaligen Siege zu verhelfen. Den Genossen des Streises theilen wir mit, daß alle Mit theilungen über das Wahlergebniß am 24. Juni an Ostar Schulze zu Friedrichsberg, Friedrich Karlstr. 34, abzugeben sind. Depeschen müssen jedoch ausschließlich an Emil Böhl, Frankfurter Allee 74, gerichtet werden, weil Telegrammbestellungen in Friedrichsberg nach 10 Uhr Abends nicht ausgeführt werden. Das Zentral- Wahlkomitee des Kreises Niederbar ni m. Brandenburgstr. 33, thätig.) Er stammt aus Schrimm und war seit dem 10. d. Mts. bei einem Bruder in der Chauffeeſtr. 12 zum Besuche anwesend. In einem hinter dem Laden befindlichen Zimmer wurde er vorgestern Morgen um 8 Uhr als Leiche aufgefunden. Die drei Leichen der am Sonntag Abend im Rummelsburger See nahe der Liebesinsel ertrunkenen Insassen des Segelbotes Strand" find am Dienstag Mittag herausgezogen worden. " Wie es sich herausstellt, haben die Bedauernswerthen, welche neben einander lagen, bei dem Bemühen, sich über Wasser zu Die Omnibus- Gesellschaft hat bereits bei der Hauptwahl halten, einen furchtbaren Kampf gekämpft, und sind dann in ihren Angestellten feine Zeit zur Ausübung des Wahlrechts ge- einem unentwirrbaren Knäul gemeinschaftlich untergegangen. währt. Do die freisinuigen Direktoren der Gesellschaft auch während zwei der Todten als der Pferdebahnschaffner Paul bei der Stichwahl ihre Angestellten des Wahlrechts berauben Schur und Paul Lente sofort refogueszirt wurden, ist die dritte werden? Echt freisinnig wäre das allerdings! der Leichen erst gestern als diejenige des 18 jährigen Schlofferlehrlings Franz Hein gleichfalls aus Berlin festgestellt worden. Aus Steinfeger( Arbeiter-) Kreifen erhalten wir folgende Zuschrist: Wegen Verbrechens gegen die Sittlichkeit war der Einigen Berliner Steinsey( Innung) Meistern praktische Arzt Dr. Flatow in Rirdorf verhaftet, aber gegen gebührt das Verdienst, eine Institution ins Leben zurückgerufen Stellung einer Raution von 20 000. wieder aus der Unterzu haben, welche man in allen Kulturstaaten als längst übers fuchungshaft entlassen worden. Heute( Mittwoch) Vormittag ist wundenen Standpunkt zu betrachten gewöhnt ist: Die fattische er auf Antrag des Oberstaatsanwalts auf's neue verhaftet worden. Stlaverei! Ganz genau so, wie die Sklavenhalter früherer Zeit Bei der Stschwahl fann eine einzige Stimme ausschlagmit ihren Stlaven nach Belieben schalteten und walteten, dieselben verborgten und verfausten, so gehen besagte Steinfeß- gebend sein. Daher darf kein Wähler ausbleiben, und ebenso meister mit ihren" Lehrlingen um. Wie in allen Branchen wenig seine abgegebene Stimme aus Versehen ungiltig werden des Baugewerbes, so ist auch im Steinfegergewerbe in diesem Jahre nur sehr wenig Arbeit; und da auch die hiesigen Stein- lassen. Bei der Wahl am letzten Donnerstag wurden im 5. Wahlfegmeister, wie die Innungshelden alle, auf die Lehrlings- freis ein paar Stimmzettel abgegeben, die gedruckt den Namen ausb- ildung den größten Werth legen, so verifigen diefelben bes Oberbürgermeisters Baumbach und darunter den des sozial über eine unverhältnismäßig große Anzahl) Lehrlinge. Da ist demokratischen Kandidaten trugen. Da der gedruckte Name es nun in diesem Jahre schon mehrfach vorgekommen, daß solche nicht ganz ausgestrichen war, wurden die Stimmzettel für un Meister" nicht einmal die sämmtlichen Lehrlinge beschäftigen tonnten, und da haven diefelben, turz entschlossen, die Lehrlinge giltig erklärt. gegenseitig ausgeborgt! Es sind zahlreiche Fälle zu vers Polizeibericht. Am 20. b. M. Morgens wurde in einem J. A.: Anton Ropp, Friedrichsberg, Borhagenerstr. 20. zeichnen, daß Gefellen, Familienväter, aufhören mußten, weil der Geschäftsraum in der Chausseestraße ein Raufmann von außer Weister. feine" Lehrlinge dem Kollegen 9. zuschickte resp. halb todt aufgefunden. Er hatte sich vergiftet. Im NordAchtung! Diejenigen Parteigenoffen, die im Kreise Oberlegterer bei ersterem um leibweise" Ueberlassung der Lehrlinge hafen wurde die bereits start verweste Leiche eines Rutschers an Barnim wahlberechtigt find, aber außerhalb thres Wohnortes vorstellig wurde. Grst fürzlich erhielten mehrere Stemfeger von gefchwemmt.- Vormittags wurde ein Schloffer in seiner arbeiten, müssen unbedingt am Tage der Stichwahl, am 24. Juni, einem Meister die bestimmte Zusicherung, daß fie in Wohnung in der Yorkstraße, und ein Brauer in einem Hause in ihr Wahlrecht ausüben. Wenn feiner fehlt, ist der Sieg unser. Arbeit Könnten, jedoch verzögerte sich das An der Brunnenstraße erhängt vorgefunden. Nachmittags wurde Das Wahlkomitee. fangen fast unt eine volle Woche, und endlich, als ein Maurerlehrling aus dem Schanklotale Gräfeftr. 4 a gewalt fie nun" gang bestimmt" anfangen sollten, da hatte An die in Berlin beschäftigten Arbeiter aus dem Wahlder Obermeister" ber Berliner Steinfeger Jnnung dem anscheinend so schwere innere Verlegungen, daß er nach dem ber Berliner Steinfeger- Innung dem fam entfernt. Er kam dabei auf der Straße zu Falle und erlitt freife Jüterbogk- Belzig. betreffenden Meister- 82ehrlinge geborgi! Diese Art Krantenhause Am Urban gebracht werden mußte. Ein BuchParteigenossen! Wähler! Sonnabend, den 24. Juni, findet auch in unserem Wahlkreise Verwerthung der Lehrlinge macht die Ausbildung" der halter versuchte Abends in seiner Wohnung, in der Burgsdorfstraße, fich mittels Sublimats zu vergiften. Er wurde schwer die Stichwahl statt. Es ist Eure heilige Pflicht, am Wahltage Euer Wahlrecht in Eurer Heimath auszuüben. Es gilt*) G3 ist hier noch zu berücksichtigen, daß die Steinfegerei durch erkrankt nach der Charitee gebracht. Vor dem Hause Karlden reaktionären Kandidaten Kropatschel aus dem Sattel die vervollkommnete Technik des Steinpflasters einer- und das Um straße 14 wurde ein zwölfjähriger Knabe durch einen Pferdebahnzu werfen, einen Mann, welcher derjenigen Partei angehört, die sichgreifen des Asphalts andererseits immer mehr und mehr aus wagen überfahren und am Fuße so bedeutend verlegt, daß seine Euch Euer heiligstes Recht, Euer Wahlrecht rauben will. Berlin verdrängt wird, daß also so wie so schon Arbeitskräfte Ueberführung nach der Charitee erforderlich wurde. Im Laufe des Tages fanden vier Brände ftatt. Stropatschet ist ein Brotvertheurer, ein Mann, welcher den Be- überflüffig werden. treten " G Gerichts- Beitung. mehr Toleranz uden wird an Andersdenrenden, und er es unter Boltsvertreter vor Augen und empfahl durch die Wahl laffen wird, ins Blaue hinein von Verdummung und Richard Fischer's Protest einzulegen gegen die gesammte heutige Der Prozeß gegen den Bankier Schulze und Genoffen Schlachtfeldern, über den der Angeklagte gefpottet hat, ist steuerungsfystem. Nach einer kurzen Diskussion dieser von lebLächerlichkeit zu sprechen. Der Dantesgottesdienst auf den Wirthschaftsweise, den Militarismus und das indirette Be wurde am Dienstag vor der 8. Straffammer des Berliner Land- allerdings nicht eine Einrichtung der christlichen Kirche, hätte er haftem Beifall begleiteten Ausführungen wurde noch von gerichts I verhandelt. Auf der Anklagebank saßen 1. der 38 jährige den Gottesdienst im Allgemeinen beschimpft, dann würde er in Rising zu reger Agitation und zur Hilfeleistung am Wahltage Bankier Erich Biert, 2. beffen 72 jähriger Onkel A. H. Friedr. Diesem Punkte strafbar fein. Der Angeklagte Briem müsse frei aufgefordert. Mit einem braufenden Soch auf die Sozialdemo Schulze, 3. Schulze's 48 jähriger Schwiegersohn, der Haupt: gesprochen werden, da er bei seinen Ausführungen nicht die tratie fand die Versammlung ihren Schluß. mann der Reserve des 3. Garderegiments 3. F. Ingenieur Paul Geistlichen im Allgemeinen, sondern nur den Prediger von G. E. D. Treutler und 4. sein Prokurist, Kaufmann Alex. Friedrichsfelde im Auge gehabt und legterer einen Strafantrag ferner im Friedrichstädtischen Kasino. An Stelle Curt Gne öffentliche Wählerversammlung tagte Jof. Rich. Fischer. Durch die Anklage wurden beschuldigt: wegen Beleidigung nicht gestellt habe. Prettfi dagegen bildet ein Baate's, der verhindert war zu erscheinen, referirte Roopmann. 1. Schulze und viert gemeinschaftlich: 1. die Geschäftsbücher der Seitenstück zum Angeklagten Thal. Auf die mangelhafte Bildung Derfelbe beleuchtete noch einmal die gegenwärtige politische Lage und Firma unordentlich geführt und es unterlassen zu haben, die der Angeklagten und besonders des Thal müsse bei der Straf- forderte die Anwesenden auf, die Macht, welche die Sozialvorschriftsmäßigen Bilanzen zu ziehen. 2. gemeinschaftlich durch abmessung Rücksicht genommen werden; sie suchen sich zu bemokratie am 15, Juni bei der Hauptwahl zum Schrecken der 88 felbständige Sandlungen Depots unterschlagen, 3. in 12 Fällen bilden, sie befinden sich auf Frrwegen, sie sind schwer zu Gegner gezeigt hat, auch am Sonnabend zu entfalten und die sich der Untreue schuldig gemacht und 4. in 2 Fällen durch Bor- belehren, weil sie niemand hören wollen; aber sie schaden auch noch indifferenten Arbeiter zur Ausübung der Wahl heranzuziehen, Spiegelung falscher Thatsachen eine Wittwe Krischt zur Hergabe fehr viel, indem sie ihre Halbbildung in die Maffen schleudern, damit sich ein sicherer Damm gegen die weitere Erhöhung ber von 16 000 m. in ruffischen Bapieren und eine Wittwe Barth zur bie oft noch weniger Bildung besitzen und dort allen Glauben Militärlaften und gegen jede Verkürzung der Boltsrechte erhebe. Sergabe von 115 000 m. in Papieren bewogen zu haben. II. Ange- vernichten. Schließlich beantragte der Staatsanwalt für Thal Mit lebhaftem Beifall stimmten die Anwesenden den Ausflagter Biert allein: 1. durch 41 selbständige Handlungen als 6 Wochen, für Briem Freisprechung, für Prettfi 2 Wochen Ge- führungen des Referenten zu. In der Diskussion meldeten fich Bevollmächtigter des Angeklagten Schulze absichtlich zum Nach fängniß. Angeklagter Thal: Die Intoleranz ist beim Staats- troy Aufforderung und Zusicherung vollster Redefreiheit Gegner theile desselben über der Firma anvertraute Vermögensstücke zu anwalt, der dem Zeugen im Waffenrocke des Kaisers mehr nicht zum Wort. Drei Genossen traten dann für eifrige Begunsten des Angeklagten Treutler verfügt zu haben, 2. durch Glauben schenkt, als wie den Beugen im Zivilrod, mehr als bei theiligung an der Stichwahl ein. Der Vorsitzende machte darauf Vorspiegelung falscher Tbatsachen und um der Firma August mir zu suchen. Wenn ich im Uebrigen angeführt habe, aufmerksam, daß bei der Hauptwahl allein auf dem„ Bock" H. F. Schulze einen Vermögensvortheil zu verschaffen, ein daß seit dem Krimfriege 3 Millionen Menschen auf den 37 Wähler, die zum Theil die Wählerlisten eingeſehen Fräulein Sauer zur Hergabe von 10 000 m. in Papieren und Schlachtfeldern der Kulturvölker gefallen find, so beziehe hatten, ihr Wahlrecht nicht ausüben fonnten, weil ihr einen Rentier Noack zur Hergabe von 9200 M. bewogen zu haben. ich mich auf die Statistik, die ich der Kreuz- Zeitung" ent- Name 3. Treutler und Fischer: Den Angeklagten Viert zur Begehung nommen habe, und diese denke ich-" wird wohl auch der lichen Fällen müsse stets gerechnet werden und daher dürfe falsch worden abgeschrieben der ihm ad 2 vorgeworfenen Untreue und in der Zeit vom Herr Staatsanwalt als maßgebend anerkennen.( Staatsanwalt tein Wahlberechtigter der Urne fernbleiben. Nach einem Schlußwar. Mit ähn 22. Januar 1890 bis 20. September 1892 zur Unterschlagung" Nein!") Nach langer Berathung sprach der Gerichtshof die worte des Referenten, in welchem derselbe nochmals zur Wahl von Wetthpapieren im Gesammtbetrage von 171 228 m. durch Angeklagten Briem und Pretti fret, Thal wurde zu zwei, Fischer's aufforderte, wurde bekannt gemacht, daß Donnerstag Ueberredung vorsätzlich bestimmt zu haben. Gegen Fischer, Wochen Gefängniß verurtheilt. Thal habe offenbar das Be Flugblattvertheilung stattfindet. Dann wurde die Bersammlung welcher flüchtig ist, wurde die Verhandlung ausgesetzt. Der Ge- ftreben, sich zu bilden, was lobenswerth ist, dagegen ist zu tadeln, mit einem Hoch auf die Sozialdemokratie gefchloffen. richtshof verurtheilte den Angeklagten Viert zu acht Jahren baß er nicht alles prüft, sondern nur das, was seiner vorgefaßten Gefängniß und acht Jahren Ehrverlust, den An- Ansicht entspricht. Würde er auch die gegnerischen Ansichten wurde am Dienstag Abend ebenfalls in Reinhardt's Neuem getlagten Schulze zu fünf Jahren Gefängniß und studiren, so würde er anders urtheilen. Im Uebrigen wurde aus Gesellschaftshaus abgehalten. Der Referent; ReichstagsEine Wählerverfammlung für den 2. Wahlkreis fünf Jahren Ghrverlust und rechnete den Verurtheilten je der Menge der zur Anklage stehenden Säge nur einer als fandidat Richard Fischer, stellte in seinem Vortrage den 6 Monate durch die erlittene Untersuchungshaft ab. Der Un- strafbar herausgegriffen, der von den Dankgottesdiensten auf den glänzenden Erfolgen, welche die Sozialdemokratie am 15. Juni getlagte Treutler wurde freigesprochen, da ein Beweis seiner Schlachtfeldern handelte, denn wenn dies auch keine Einrichtung wiederum errungen, das Urtheil gegenüber, welches die Wählerschaft Mitschuld nach feiner Richtung hin erbracht sei. sei, so sei es doch ein Gebrauch der christlichen Kirche und diefer an diesem Tage über die Partei Eugen Richter's, des Vernichters der Gebrauch sei beschimpft worden. Sozialdemokratie, gefällt hat. Herr Eugen Richter und sein Anhang sei geschlagen auf der ganzen Linie, und die wenigen Mandate, welche die Freisinnige Volkspartei noch etwa in ber Stichwahl erobere, erhalte fie größtentheils durch die Gnade eben der Partei, die man Anfangs Februar dieses Jahres todtschäftigte sich Fischer mit seinem Gegenfandidaten Virchow und gefchwätt geglaubt habe. Jm weiteren Verlaufe seiner Rede bebrachte einige Aussprüche dieses Mannes zur Verlesung, welche seien. Soziale Leberlicht. Eine für Schankwirthe interessante Verhandlung fand geftern vor der 128. Abtheilung des Schöffengerichts statt. Die auf der Anklagebant befindliche Frau Marie Arpadi hat im Hause Friedrichstr. 114 ein Kellerlokal inne, worin sie Ungarweine und Speisen verabfolgt. Es war nur ein Raum tongeffionirt, welcher der Inhaberin nicht genügte. Sie fam deshalb beim Polizeipräsidium um Konzessionirung zweier an 7-800 Siegele Arbeiter streiten in Damm Saft stoßender Kellerräume ein. Dies wurde unter Hinweis auf die wegen 25 prozentiger Herabsetzung des Attorblohns. Die im furz zuvor erlassene Verfügung, wonach Rellerlofale, welche tiefer Tagelohn stehenden Arbeiter sind fufolge dessen auch brotlos. dessen politische Unzuverlässigkeit, dessen Schwenkung nach rechts als/ Meter unter dem Bürgersteige liegen, zu Schantzwecken Sollte sich der Streit über sämmtliche Ziegeleien der Gegend unzweideutig darlegen. Am 24. Juni fei die vorgeschrittene als 1/2 Meter unter dem Bürgersteige liegen, zu Schantzwecken ausdehnen, so werden auch viele Schiffer zum Feiern gezwungen, Wählerschaft berufen, die Scheidung zu vollziehen zwischen der nicht benutzt werden dürfen, abgelehnt. Bald darauf ließ die nicht benutzt werden dürfen, abgelehnt. Bald darauf ließ die denn wenn feine Steine gemacht werden, so tönnen auch keine reaktionären Masse, zu der auch die Freisinnigen sich um ihrer Behörde das Lokal revidiren. Der Schußmann stellte fest, daß in den beiden beanstandeten Nebenräumen Getränke und abgefahren werden. Im Akkord verdienen bie Biegelei Arbeiter fümmerlichen Selbsterhaltung willen bald offenkundig schlagen Speisen lagerten, die Polizei erblickte hierin den Betrieb der nach dem neuen Tarif bei einer Arbeitszeit von früh 15 bis müßten, und der Sozialdemokratie, welche erkannt habe, daß der Edhantwirthschaft und nahm die Angeklagte in die gesegliche Abends 1/29 Uhr, nach Abzug der Pausen also 15-16 stündigen morsche Bau der alten Gesellschaft seinem Schicksal unrettbar Schankwirthschaft und nahm die Angeklagte in die gesetzliche Strafe. Im geftrigen Termine fonnte die Behauptung der An- thatsächlichen Arbeitszeit bei angeſtrengtester Thätigkeit ca. 4. verfallen' fei und daß an seiner Stelle fich ein neues Gebäude getlagten, daß sie die beiden fraglichen Räume nur als Auf- Die im Tagelohn arbeitenden Kameraden bekommen bei einer erhebe, welches allen, auch den Ausgestoßenen von heute, Raum bewahrungsstellen und nicht zum Aufenthalt von Gästen benutzt noch je eine Stunde zu rechnen ist, die sie von ihrem Heim zur An der Debatte betheiligten sich Sucker, Dochow und Frau Arbeitszeit von 6 Uhr Morgens bis 7 Uhr Abends wozu biete. Dem Vortrage folgte stürmischer, anhaltender Applaus. habe, nicht widerlegt werden. Der Staatsanwalt hielt Arbeitsstätte und von da nach Hause zurückzulegen haben die Angeklagte dennoch für schuldig, da auch die beiden Räume, von denen aus die Speisen und Getränke ich nur 1,75 M. Lohn. Die letzteren sind daher der Unterstüßung tage ihre Pflicht zu thun. Mit einem begeisterten Hoch auf die täg- Fahrenwald. Letztere forderte die Frauen auf, am Stichwahl= nach dem Schanfraume gebracht wurden, fonzessionspflichtig der Arbeiter besonders bedürftig. Bei ihrem dürftigen Verdienst Sozialdemokratie ging die Versammlung auseinander. Dieser Auffassung wurde seitens des Bertheidigers, find fie direkt dem Hunger überliefert, wenn sie acht Tage lang R.-A. Leop. Meyer, widersprochen. Die Konzession beziebe sich außer Arbeit sind. Im Sozialdemokratischen Wahlverein für den fechsten naturgemäß nur auf die von der Polizei genehmigten Räume, aber niemand könne dem Inhaber verweigern, die neben dem worte wird der Bildhauer Zeitung" aus Würzburg be- Was lehrt uns der 15. Juni?" In Ermangelung eines ReBerliner Reichstags- Wahlkreis stand in der am 20. d. M. Blüthen unferes Militärstaates. Unter diesem Stich abgehaltenen Mitgliederversammlung die Frage zur Erörterung: Echantzimmer befindlichen Räume als Aufbewahrungs bezw. richtet: Noch nicht genug, daß das minder bemittelte, aber um ferenten trat die gut besuchte Versammlung in eine freie DisZubereitungsräume zu benutzen. Wenn die Ansicht des Staats- so mehr arbeitende Volk den größten Theil zur Deckung der kussion über die Frage ein. Man gelangte angesichts der manniganwalts richtig sei, müßten ja auch Küche, Keller, Speisekammer Militärausgaben durch direkte und indirekte Steuern zu tragen fachen Schwankungen in der Stimmenabgabe einzelner Wahlkreise, und andere für die Gäste nicht bestimmten Räume tonzessions bat, wird in neuester Zeit, wie nachstehender Fall beweist, die ja des stellenweise zu verzeichnenden Rückganges der sozialdemo pflichtig sein. Der Staatsanwalt beantragte ein Gutachten des Kaserne auch noch zur Werkstätte gemacht, wodurch für den Ge- fratischen Stimmen zu der Erkenntniß, daß Mittel und Wege Bezirksausschusses über diese Frage einzuholen. Der Gerichtshof schäftsmann Konturrenz und als nothwendige Folge für den gefunden werden müssen, um die Agitation noch nachhaltiger und hielt dies nicht für erforderlich, sondern erkannte auf Freisprechung Arbeiter Brotlosigkeit erwächst. Der Angeklagten, wobei auch die Kosten der Vertheidigung der Infanterie- Offiziertafinos hier werden nämlich fondern überzeugte, zielbewußte Sozialdemokraten, auf die man sich Bei dem Bau des neuen wirksamer zu gestalten als bisher, um nicht nur Wähler zu erhalten, Staatstaffe auferlegt wurden. Bildhauerarbeiten von eigens dazu kommandirten verlassen tann. Bezüglich der bevorstehenden Stichwahlen erging Wegen Gefährdung des öffentlichen Friedens durch Auf- Soldaten hergestellt und infolge dessen wurden drei Kollegen nochmals an alle verfügbaren Kräfte die dringende Mahnung, in reizung verschiedener Bevölkerungsklassen gegen einander standen in der Hofmöbel- Fabrit von Gebr. Ostberg entlassen. Wenn man den Dienst der Partei zu treten und sich an den im„ Borwärts" gestern der Tischlergeselle Anton Brzestwieniewicz und nun den geplagten Ferienkolonisten auch gerne die möglichste Er- bekannt gegebenen Stellen zu melden. Unter Vereinsangelegen der Klavierarbeiter Franz Morawski vor der zweiten Straf- leichterung ihres anstrengenden strapaziösen Lebens und kleine beiten stellten Rogert und Gen. zur Generalversammlung den Der Klavierarbeiter Franz Morawski vor der zweiten Straffammer des Landgerichts I. Der erste Angeklagte ist Redakteur, petuniäre Bortheile gönnt, so wird selbst dieses Wenige zu Wasser, wenn Antrag, das Bereinsmitglied D. Baer aus dem Verein auszuder zweite Verleger der hier erscheinenden polnischen Arbeiter man bedenkt, daß die betreffenden Soldaten, die mit der Ausschließen. Trotzdem die Versammlung mit großer Majorität zeitung„ Gazetta Robotnicza". In der Nr. 7 des Blattes erführung eines Theiles der Bildhauerarbeiten betraut sind, als Ent- gegen diesen Antrag Stellung nahm, wird derselbe doch auf der schien ein Artikel, worin die Arbeiter gegen die Unter- breißig Pfennige erhalten; den Profit steckt der Unter- davon, daß statutenmäßig jedem Mitgliede das Recht zusteht, worin die Arbeiter gegen die Unter- Schädigung refp. Lohn pro Tag 30- fage nnd schreibe Tagesordnung der Generalversammlung erscheinen, da, abgesehen drückungen und Ungerechtigkeiten der Arbeitgeber in Schutz genommen werden. Die strafbare Aufreizung wird darin in nehmer ein. Dem Soldaten ist mit diesen paar Pfennigen auch Anträge zu stellen, besagter Antrag auch von anderer Seite wiefolgenden Stellen gefunden:" Euere Kraft sind die sozial- nicht viel gedient, der Geschäftsmann und somit der Arbeiter der aufgenommen wurde. Nach Erschöpfung der Tagesordnung folgenden Stellen gefunden:" Euere Kraft sind die sozial aber sehr benachtheiligt. Das Offizierkasino wird auf Kosten der wurde die Versammlung mit einem Hoch auf die internationale demokratischen Organisationen, welche mit allem fämpfen, was Euch quält und bedrückt zum Zwecke der Befreiung Staatskaffe, mithin aus den Taschen des steuerzahlenden Bolts Sozialdemokratie geschlossen. der Menschheit von dem sie quälenden Unglück. In den sozial hergestellt, mithin sollte es auch an den Arbeiten dieses selben demokratischen Organisationen, im Kampf mit den Herren und Fabrikanten fönnt Ihr nur den rechten Weg finden, welcher Euch aus Eurer schrecklichen Lage herausführt. Kämpft bis zum letzten Tropfen Bluts mit der Aussaugung und mit der Un gerechtigkeit, und der Sieg wird der Eure fein!" Die An geklagten erklärten, daß der Artikel nur eine Wiedergabe des von dem Priester Peter Sciegienny an die Arbeiter Polens gerichteten offenen Briefes sei. Während der Staatsanwalt gegen den ersten Angeklagten 6, gegen den zweiten 9 Monate Gefäng niß beantragte, folgte der Gerichtshof den Ausführungen des Vertheidigers Rechtsanwalt Freudenthal und und erkannte auf Freisprechung, da in dem Artikel von eigentlichen Gewaltthätigkeiten teine Rede sei. Staates Antheil haben. In Bergamo( Lombardei) haben sämmtliche( ungefähr 4000) Seidenspinner und Weber, nachdem wochenlange Verhandlungen mit den Unternehmern ohne Ergebniß verlaufen sind, die Arbeit eingestellt. Sie verlangen verkürzte Arbeitszeit und höhern Lohn. Versammlungen. Wilmersdorf. Große öffentliche Bolts- und Wähler- Bersammlung für Männer und Frauen am Donnerstag, den 22. Junt, in Schulze's Restaurant, Reichstagswahl. Referent Genosse Antric. Berliner- und Augustastraßen- Ecke. Tagesordnung: Die bevorstehende Stich bei Th. Bois, Alte Jakobstr. 75. Bortrag des Herrn Dr. Christeller. LehrLehrkurfus der Berliner Arbeiter und Arbeiterinnen que ersten Hilfe bei Unglücksfällen. und uebungsstunde. Donnerstag, den 22. Juni, Abends 8% ihr, Verband deutscher Barbiere, Friseure und Pervüdtenmacher. Bweigverein. Donnerstag, den aa. Juni, Abends 10 Uhr, Nosenthalerfir. 88. Bersammlung. platens 7006200 Vermischtes: Ein Eine öffentliche Wählerversammlung für den 1. Bereber die Ursache des Konflikts zwischen Publikum liner Neichstags- Wahlkreis tagte am Dienstag in den ArminWegen Gotteslästerung und wegen Beschimpfung begeisternder Wirkung und forderte die Parteigenossen unter dem den Angaben von Augenzeugen folgendes ermittelt: hallen. Der Referent, Dr. 3 adet, hielt eine Ansprache von und Polizei in Breslau hat die Breslauer Wolfswacht" nach von Einrichtungen der chriftlichen Kirche waren der Arbeiter Adolf Otto Julius Thal aus Reinickendorf, der rauschenden Beifall der Versammlung auf, dahin zu arbeiten, daß Matthiasstraße ein Pferd verkauft; da er und fein Sohn, nach Band mann aus Festenberg hatte in einem Gasthof auf der in einem Gasthof auf der Töpfergeselle Franz Johannes Priem und der Tischler auch der erste Nepomut Prettti letztere beiden in Friedrichsfelde wohn- treten werde. Auch Täterow, der sozialdemokratische anderer Mittheilung fein Knecht, mit zwei Wagen in der Stadt haft felde eine Bersammlung statt, in welcher Thal die ihm zur Last alles aufgeboten werden müsse, um diesen Kreis für die Sozial- heran, um ihn zur Anzeige zu notiren. Es entspann sich bald angeflagt. Am 27. November v. J. fand in Friedrichs Kandidat, sprach sich dahin aus, daß, obgleich die Aussichten im waren, foppelten sie den Wagen, von welchem sie das Pferd verersten Wahltreise weniger günstig sind als anderswo, dennoch kauft hatten, an den anderen, um so ihren Heimweg anzutreten. gelegten Delifte gelegentlich eines Vortrages, den er hielt, be- demokratie zu erobern. Der Schuhmann Kirmiß trat an das Gefährt des Landmanns gangen haben soll, wogegen sich die beiden Mitangeklagten der In der ferneren Debatte gab ein gleichen Bergehen in der Diskussion schuldig gemacht haben sollen. Schlesischer Genoffe ein beschämendes Bild von dem Druck und der eine Auseinandersetzung zwischen den beiden, die dem SchutzWährend die als Beugen bei der Verhandlung anwesenden feindliche Wahlen erziehlt worden sind. Zum Schluß wurde zur arten etwas berb und auch, aus Beranlassung des PferdeBeeinflussung, womit in diesen dunkeln Gegenden bisher volts- mann schließlich Veranlassung gab, zur Verhaftung des LandGendarmen, welche die Versammlung überwachten, dabei blieben, feindliche Wahlen erziehlt worden sind. Zum Schluß wurde zur manns zu schreiten. Der Landmann foll in seinen Redensdaß die Worte, welche die Angeklagten gesprochen haben, nach regen Betheiligung an der am Donnerstag erfolgenden Flugblattganz anderen, lediglich wissenschaftliche Zweifel ausdrückenden 28ählerversammlung aufgefordert. Mit einem Hoch auf die Bauer hielt sich an seinem Gefährt nur fest und wollte sich nicht ihrer Ansicht sträflich gewesen seien, legten die Angeklagten einen Berbreitung, sowie zum Besuch der am Freitag stattfindenden verkaufes, etwas angetrunken gewesen sein. Bu Thätlichkeiten soll gekommen sein. Der verhaften lassen. Ein Arbeiter, und zwar wie es heißt " Sinn unter. Das Interessanteste an der Verhandlung waren die Sozialdemokratie gingen die Versammelten auseinander. Plaidoyers mit den daran schließenden Re- und Dupliken. Der Im zweiten Berliner Reichstags- Wahlkreis waren ein sehr zweifelhaftes Individuum, kam zunächst dem Schutzmann Vertreter der Staatsanwaltschaft, Assessor Damme, bemerkte ein- um Dienstag vier große Wählerversammlungen einberufen. Auf au Hilfe, nicht bedrohte er ihn, wie der wahrheitsliebende" leitend: Ich fann es nicht leugnen, daß es für mich stets etwas Tivoli wollte sich Virchow nur allen denen, welche seine General- Anzeiger" und die Morgen- Beitung" ausführen. BeRührendes hat, wenn Arbeiter, die den ganzen Tag angestrengt Wahl zu unterstützen gesonnen wären, vorstellen. In dem treffender Arbeiter soll von anderen Arbeitern unter dem Ruf: thätig sein müffen, ihre Mußestunden benußen, sich wissenschaft- großen Saal, der an 4000 Perfonen faßt, batten sich nur an- Du hast den Bauer mit todtschlagen helfen, gehörig lich zu bilden, selbst wenn sie hinterher auftreten und die Welt nähernd 200 Wähler eingefunden. Birchow erschien nicht und geprügelt worden sein. Dem Schuhmann und dem Arbeiter, belehren wollen. Darin liegt aber auch gleichzeitig das Be so hielt es der Einberufer, der freisinnige Stadtverordnete welche an dem sich am Wagen festhaltenden Bauer zerrten dentliche, daß fie in mangelnder Vorbildung nur halb Kreitling, für das beite, die Versammlung gleich nach der hierbei soll dem Schußmann die Uniform zerrissen worden sein begreifen und verstehen, daß sie ihre Halbbildung wirkliche Bildung halten als Eröffnung wieder zu schließen. und Kritik üben an Dingen, Die vom sozialdemokratischen Wahlkomitee einberufenen drei berichten, auf Ersuchen des Schußmanns, der Fleischermeister Eisebit tam nun ungerufen, nicht, wie die bürgerlichen Blätter an welche fich unfere höchsten Geistesgrößen nicht heranwagen. öffentlichen Wählerversammlungen waren dagegen aus zu Hilfe. Diefer, ein sehr träftiger Mann, riß in unverantwortlicher Der Angeklagte Thal hat an den schwersten Problemen Kritit gezeichnet besucht. geübt und sich dabei auf Humboldt, Galilei und Ropernifus be rufen, er hat geglaubt, deren Forschungen zu begreifen, obwohl über„ Die bevorstehende Stichwahl zwischen Virchow und den Kopf aufschlagen hörte. Gisebit schlug dann mit der Faust Weise den Landmann zu Boden, dabei schlug letterer mit dem Jm Königshof( Bülowftraße), wo Otto Antrid Kopf fo heftig aufs Steinpflaster, daß man mehrere Schritte weit er deren Namen nicht einmal richtig aussprechen kann. Dabei unserem Randidaten Richard Fischer" referirte, wurde bald 10 bis 12mal auf den am Boden Liegenden ein und soll den war Humboldt der frömmste Mann und intime Freund des nach Eröffnung der Versammlung der Saal polizeilich Bauer auch fogar mit dem Fuße in wüthender Weise getreten frömmsten Königs Friedrich Wilhelm IV. Ich glaube, wenn der abgesperrt. Der Redner führte in faft zweiftündigem haben. Dies alles foll sich mit einer solchen Geschwindigkeit vollder freifinnigen Izogen haben, daß allem Anscheine nach der Schußmann für den Angeklagte einen höheren Reisegrad der Bildung erlangt, er auch Vortrage den Anwesenden die Sünden In der Nähe von Salamis flog ein Pulvermagazin in die Luft, wodurch drei Offiziere und acht Soldaten das Leben verloren und mehrere verwundet wurden. = = " Augenblick ganz erschrocken gewesen sei. Der Bauer wurde nun Wahlscherz. Jn Gera wird zur Zeit folgender Wahl- 1 Bern, 21. Junt. Der von der hiesigen Arbeiterunton zur gefeffelt und wie man uns mit Bestimmtheit versicherte, ein scherz folportirt. Ein Bürger erscheint an der Wahlurne, um Wahrung ihrer Intereffen festangestellte Arbeitersekretär WaffiStück auf dem Boden geschleift. Bewußtlos und geschlossen feine Pflicht zu erfüllen. Der Wahlvorsteher hält den empfangenen lieff ist verhaftet worden. Die bei der Haussuchung bei ihm wurde er nach der Polizeiwache auf der Waterloostraße gebracht. Bettel wie prüfend zwischen den Fingern, da mahnt der offenbar vorgefundenen Papiere sollen sehr gravirend sein. Wassilieff ist Der Bauer soll eine Stunde später verschieden sein, und äußerst weichherzige Wähler:„ Drücken Se nich so sehr,' 3 is Se naturalisirter Russe. die wie ein Lauffeuer sich verbreitende Kunde vom Tode des ä Wärmchen drin." Der inzwischen wiedergewählte sozial- Brüg, 21. Juni. Dem Streit im Amalienschacht haben sich Bauern gab den angeblich geringfügigen" Anlaß zu den nun demokratische Kandidat war bekanntlich Wurm. weitere sieben Schächte mit 2100 streifenden Grubenarbeitern in folgenden tumultuarischen Vorgängen. Wir fühlen uns verpflichtet, dem Gebiet zwischen Dur und Bilin angeschlossen. In dem die uns gleichfalls gewordene Mittheilung, daß der Bauer Brürer Bezirk herrscht Ruhe. nicht toot sei, sondern nur schwer verletzt darniederParis, 21. Juni. Der Matin" meldet, Charcot und Tiege, gleichfalls unseren Lesern mitzutheilen. Die Polizei, die In dem Parkville Tunnel bei Brooklyn( Vereinigte Brouardel würden sich, angeblich von Lord Roseberry berufen, allein richtigen Aufschluß geben kann, schweigt sich leider aus Staaten) entgleiste am Dienstag ein mit etwa 1000 vom nach Bornemouth begeben, um den Gesundheitszustand von und wir selbst nehmen an, daß der Bauer todt ist. Auf die Sheapsheadbay- Rennen zurückkehrenden Passagieren besetzter Zug Cornelius Herz zu untersuchen. Kunde vom Tode des Bauern rotteten sich Menschenmassen vor der Manhattan Beach Eisenbahn. Neun Personen wurden ge- Mehrere Blätter deuten an, Millevone befäße Papiere von dem Laden des Fleischers Eisebit zusammen; schon während tödtet und etwa 100 Personen verwundet. Viele Passagiere Cornelius Herz, durch welche Clémenceau's Rolle in der Eisebit den Bauer mißhandelte, bemächtigte sich der Massen eine wurden gegen die Granitwände des Tunnels geschleudert oder egyptischen Politik Frankreichs bloßgestellt werde. ungeheure Erregung gegen Eisebit. Man stürmte Gisebit's geriethen unter die Räder der Wagen. Die Katastrophe foll Madrid, 21. Juni. Die Untersuchung über das gestrige Laden und wollte diefen lynchen. Bald fam es zu heftigem dadurch herbeigeführt sein, daß der Weichensteller schlief, als der Attentat im Garten des Hauses des vormaligen MinisterKampfe zwischen Polizei und Militär einerseits und empörten Zug in den Tunnel einfuhr. präsidenten Canovas ergab, daß der Attentäter Ernesto Alvarez, Arbeitern andererseits. Die Schüsse, die gefallen sind, sollen In Mekka sind in der Zeit vom 16. bis 20. Juni 830 der Leiter eines Anarchistenblattes, war. Man fand in den nicht, wie die bürgerlichen Blätter berichten, von den Exzedenten, Personen an der Cholera gestorben. Taschen des Getödteten Briefe von Anarchisten aus Barcelona, sondern von einem Polizeikommissarius als Echreckschüsse ab- Ein verheerender Regensturm ist über Süd- Georgia, welche Alvarez zu Attentaten gegen die Sicherheit Madrids aufgegeben worden sein. Nur ein Echuß soll, und auch dies Vereinigte Staaten, niedergegangen. In Valdosta und Thomas- fordern. Der Explosionsförper, den Alvarez in der Hand hielt, wurde mehrfach bestritten, von seiten des Publikums gefallen ville sind viele Häuser eingestürzt, in letzterem Orte auch die explodirte unvermuthet und tödtete Alvarez auf der Stelle. Sein sein. Die mit blanker Waffe vorgehenden Polizisten Baptisten- Kirche und die Feuerwehrstation. Die Melonen- und Komplice wurde schwer verwundet. und Soldaten haben nach dem, was wir faft überall Birnenernte ist schwer geschädigt. in den Kreisen des Publikums hörten, durch ihr Vorgehen eine tiefe Erbitterung erzeugt. Es ist vorgekommen, daß vollständig Unschuldige mit dem Säbel geschlagen wurden. Wir erkennen an, daß die Polizei bei solchen Anlässen einen schweren Stand hat, aber auch sie hat die Pflicht, dafür zu sorgen, daß nicht der Un schuldige mit dem Echuldigen leidet. Am Montag Abend fanden gleichfalls ungeheuere Menschenaufläuse in jenem Stadttheile statt, die Polizei in Uniform und Zivil war natürlich massenhaft vertreten. Wir hielten uns bis gegen 9 Uhr in jenen Straßen auf, tönnen aber mit Freuden berichten, daß es zu erregten Szenen glücklicher Weise nicht gekommen, und wie es scheint, auch später nicht gekommen ist. Ein Bubenstück an der Gerechtigfeit aber haben, durch ihre Berichterstattung über diesen Tumult, die bürgerlichen Blätter fich geleistet. Wir sind weit davon entfernt, Tumulte, wie den vorliegenden, zu billigen, aber die Wahrheit ist man selbst dem Verbrecher schuldig, noch vielmehr aber Leuten, die lediglich nur aus über ein geschehenes Unrecht empörtem Gefühl sich zu unbesonnener That hinreißen ließen. Todesfälle. In Straßburg i. E. starb am 19. Juni der Historiker Hermann Baumgarten, in Leipzig Hubert Janitschet, Professor der Kunstgeschichte an der dortigen Universisät. In der Irrenanstalt in Gich berg im Rheingau wurde in der Montagnacht das erste Stockwerk, und zwar die FrauenAbtheilung, durch eine Feuersbrunst zerstört. Der Kölnischen Volksztg." zufolge werden mehrere Krante vermißt. " Depelchen. Briefkaffen der Redaktion. Genosse. Fünfter Wahlkreis. Sie machen mit Recht darauf aufmerksam, daß in dem Aufruf zu gunsten unseres Genossen Robert Schmidt, das sich an der kaufmännischen Wähler wendet, versehentlich: Wähler des fünften wäre jede in einem anderen Wahlkreise für Schmidt abBerliner Wahlkreises fortgefallen ist. Selbstredend gegebene Stimme ungiltig. Glück auf zur Agitation in allen D. D., Thurmstraße. Ihnen steht ein Anspruch leider nicht zu. rührt seine Giltigkeit nicht. Welche Rechte und Pflichten Schneider. Ob ein Vertrag gestempelt ist oder nicht, beaus dem Vertrage folgen, läßt sich ohne Einsicht in denselben nicht sagen. ( Deveschen des Bureau Herold.) Kladno, 20. Juni. Der Ausstand der Bergarbeiter ist vollständig beendet, nachdem auch auf den Schächten der Buschtehrader Bahn die Streikenden die Arbeit wieder aufgenommen haben. Kreisen. Wien, 21. Juni. Der Passus der letzten Thronrede über die besseren Beziehungen Desterreichs und Rußlands soll veranlaßt sein durch ein vor kurzem zwischen den beiden Kabineten erzieltes Einverständniß über die seitens Desterreich Ungarns gegenüber den Balkanstaaten, vorzüglich Bulgarien, zu befolgen den Politik. = Stockholm, 21. Juni. Durch fönigliche Resolution ist die Bildung einer besonderen Abtheilung für Cholera- Angelegenheiten in der Medizinalverwaltung angeordnet worden; die Abtheilung erhält volle Handlungsfreiheit. Generaldirektor Almén wurde zum Vorsitzenden der Abtheilung ernannt. B Robert D., Laufigk. 1, Die Dienstboten fallen nicht unter das Krankenversicherungs- Gesetz. 2. Das Wahlrecht steht dem Vater leider nicht zu. 3. Eine Stimme des Doppelwählers ist ungiltig. 4. Der Stiefvater ist mit Unrecht für nicht wahlberechtigt erachtet. Kopenhagen, 21. Juni. Auf dem im Marinehafen liegenden B., Stralan. An den Regierungs- Präsidenten; Aussicht Wachtschiffe„ Själland" sind drei Erkrankungen an Genicstarre vorgekommen; das Marineministerium hat umfassende Maß- auf Erfolg ist allerdings gering. Landräthchen a. D. und andere. 1. Wer erst nach dem nahmen zur Verhütung der Weiterverbreitung getroffen. New York, 21. Juni. Einem Telegramm aus Montreal 15. Juni 25 Jahre alt geworden ist, kann auch bei der Stichzufolge beabsichtigen eine Anzahl bekannter amerikanischen Eisen- wahl nicht wählen. 2. Elsaß- Lothringen ist keine preußische bahn- Millionäre, an deren Spize George Gould steht, die Attien Provinz, sondern Reichsland. der Grand- Trunt- Eisenbahn anzukaufen, um durch Majorifirung Nillsch. Sie müssen die Klage bei dem ordentlichen Gericht die Verlegung der Verwaltung der Bahn, an deren Spize Gould führen, werden aber ohne Hilfe eines Anwalts Ihren Anspruch treten soll, von London nach Montreal zu verlegen. Die Mehrschwerlich durchsetzen. zahl derselben befindet sich bereits in London. In der Burgkaserne in Zuaim( Mähren) hat der Infanterist Prag des 99. Infanterie- Regiments im MannschaftsInfanterist Pray des 99. Infanterie- Regiments im Mannschaftszimmer mit seinem Gewehre feinen Zugführer Joh. Christ, während dieser im Bette schlief, von rückwärts erschossen. Die Kugel drang dem Chrift durch's Herz, durchbohrte noch sein linkes Handgelent und blieb dann ist der Wand stecken. Der Führer, der seit zwei Jahren dient und erst vor kurzer Zeit befördert worden ist, war sogleich todt. In dem Zimmer befanden sich noch drei Mann, Erfurt, 21. Juni. Der Staatssekretär des Reichs- Postamts die von dem Vorhaben des Infanteristen Prag teine Ahnung Dr. v. Stephan hat die Herstellung eines Telephons Erfurthatten. Der Infanterist hat den Mord wegen schlechter Be- Halle- Leipzig genehmigt. Der Bau der Linie soll noch im laufenhandlung verübt, die er durch den Führer erlift. den Etatsjahre erfolgen. Moabiter Gesellschaftshaus Alt- Moabit 80/81.] Sonnabend, den 24. Juni 1893: Großes Sommer- u. Sieges- Fest, arrangirt vom Verein ,, Vereinte Sangesbrüder Moabit's" ( Mitgl. d. Arb.- Sänger- Bundes), bestehend in Theater- und Spezialitäten- Vorstellung, Gesang u. lebendem Bild( Siegesfest der Arbeiter). Großer Ball. Die Ballmusik wird von Zivil- Berufsmusikern( Nord- West) ausgeführt. Anfang 4 Uhr. Die Kaffeeküche steht den Damen von 3 Uhr an zur Verfügung. Billets à 25 Pfg. find bei den Mitgliedern und den mit Blafaten belegten Handlungen zu haben. Alles Nähere die Programme. 159,2 ( Wolff's Telegraphen- Burean.) W. Sie können nichts mehr machen, weil Sie die Frist vom 18.- 25. Mai, auf die wir seiner Zeit täglich wiederholt hinwiesen, versäumt haben. Hollmannstr. 134. Nein, nur wenn die Bahnverwaltung ihm Freifahrt bewilligt. Hosena bei Hohenbocka. Wir wissen nicht, um was es sich handelt. Theilen Sie uns Näheres mit. Verlag des Vorwärts" Berliner Volksblatt Berlin SW., Beuthstraße 2. Für die Stichwahlen. Orts- Krankenkasse der Maler. Die Thätigkeit des Laut Beschluß der General- Versammlung vom 20. April 1893 sind die§§ 27 und 28 des Statuts wie folgt abgeändert: § 27: Das Eintrittsgeld beträgt für die 1. Klaffe 1. 50 Pf., für die 2. Klaffe 1 M. § 28: Die wöchentlichen Kassenbeiträge betragen: für die 1. RI. 54 Pf., für die 2. Kl. 24 f. Die Aenderungen treten vom 5. Juni an in Kraft. Der Vorstand: H. Wentker, Borsigender, Memelerfir. 61. Borstehender Nachtrag wird hierdurch genehmigt. Berlin, den 1. Juni 1893. Der Bezirks- Ausschuß: Kayser. Gesangverein Senefelder. Sonnabend, den 24. Juni: Nachtpartie nach Wannsee. Dort Zusammenkunft mit den Brandenburger Kollegen. Treffpunkt: Bahnhof Alexanderplatz. Wartesaal III. Klasse bis 9 Uhr 30 Minuten. Kollegen find Alle eingeladen. 495b 159b Altenberg's hem. Färberei, Wäscherei, Garderob.- Reinig.Anstalt, Neue Jakobstr. 17, Brunnenstr.162( fr.123), Andreasstr. 54, Fruchtstr.36, Preis 20 Pfg. Taschenformat, 176 Seiten elegant geheftet. Deutschen Reichstags von 1890-1893. 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