Nr. 145. Erscheint täglich außer Montags. Brets pränumerando: Bierteljährlich 3,80 Mart, monatlich 1,10 mt, wöchentlich 28 Bfg fret in's Haus. Einzelne Nummer 6 Pfg. Sonntags- Nummer mit tlluftr. Sonntags- Beilage Neue Selt" 10 Bfg. Poft- Abonnement: 8,38 Mt.pro Quartal. Unter fereuz band: Deutschland u. Defterretch= Ungarn 2 Mt., für das übrige Ausland 3 Mt.pr.Monat. Eingetr. in der Poft Beitungs- Breisliste für 1893 unter Nr. 6708. Vorwärts 10. Jahrg. Infertions- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Betitzeile oder deren Raum 40 Pfg., für Vereins- und Bersammlungs- Anzeigen 20 Pfg Inferate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr Nachmittags in ber Expedition abgegeben werden. Die Expedition ift an Wochentagen bis 7 Uhr Abends, an Sonnund fefttagen bis 9 Uhr Bormittags geöffnet. Fernsprecher: Amt 1, 4186. Telegramm- Adresse: " Sozialdemokrat Berlin! Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Wähler! Auf zur Stichwahl! Wählt die Kandidaten der Sozialdemokratie! I. Wahlkreis: Schneidermeister August Täterow. II. Wahlkreis: Schriftseter Richard Fischer. III. Wahlkreis: Stadtverordneter Ewald Vogtherr. V. Wahlkreis: Klavierarbeiter Robert Schmidt. Nieder- Barnim. Stadtverordneter Arthur Stadthagen. Teltow- Beeskow- Charlottenburg: Gastwirth Fritz Zubeil. Wahlberechtigt ist jeder, der in die Wählerliste eingetragen ist, auch wenn er bei der Hauptwahl nicht mitgewählt hat. Kein Wahlberechtigter darf der Urne fernbleiben! Auf jede Stimme kommt's an. Freitag, den 23. Juni 1893. Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. und daß die Schlachten, die in Deutschland geschlagen über den hereinbrechenden Weltuntergang, wie über werden, auch die Lage der Dinge in Desterreich entscheiden. die Prinzipienreiterei ihrer deutschen Parteigenossen. Bei den Parteigenossen war begreiflicher Weise die Span: Es ist höchft bezeichnend, daß kein Wort so unnung auf das Wahlresultat die allergrößte. Als Beispiel getheilten Beifall bei den österreichischen Liberalen ge sei erzählt, daß in der Nacht des 15. Juni so funden hat, als das Birch o w's am Abend des 15. Juni, ziemlich in allen Bezirken Wiens die Genossen daß der Kampf des Liberalismus nun nicht mehr gegen den bis gegen Morgen beisammen blieben und fich Militärstaat, sondern gegen den Zukunftsstaat gerichtet sein die sehr spät einlangenden Telegramme von einer müsse. Bezeichnend für die Rolle, die in der österreichischen Zentrale aus telephouiren ließen. Als die Berliner Ziffern Politik die spezifischen Interessen des Judenthums spielen, famen, nahm der Jubel kein Ende. Sehr bezeichnend ist ist, daß die Neue Freie Presse" für ein Bündniß aller auch die Haltung der österreichischen liberalen Presse zu Ordnungsparteien gegen die Sozialdemokratie plädirt, den Wahlen und zur Militärvorlage überhaupt. Der öfter mit der einzigen Bedingung, daß die Antisemiten reichische Liberalismus ist ein abgestandener und ver- davon ausgeschlossen werden. faulter Absurd des deutschen Freisinns, und die Richter Sämmtliche bürgerlichen Parteien empfinden den Sieg und Konsorten sind geradezu antife Helden gegen unsere der deutschen Sozialdemokratie als ihre eigene Niederlage, Plener und Chlumezky. Den Kampf gegen den und der Jeremiaden ist kein Ende. Ebenso aber fühlt sich Militarismus auch nur in der lahmen und zahmen Weise die österreichische Sozialdemokratie durch den Ausfall der der Freifinnigen versteht man in Desterreich nicht, im deutschen Wahlen gestärkt und gehoben. Niemals aber war Gegentheil sucht die deutsch- liberale Partei durch die dent- ihr diese Hilfe von außen wichtiger als heute. Denn wir bar ekelhafteste Kriecherei, durch einen Byzantinismus, stehen in einem ernsten Kampfe, der, wenn auch vorausfür dessen Widerwärtigkeit ein deutsches Wort fehlt, ihre sichtlich von langer Dauer, fich möglicherweise bald akut Wiedereinfegung in die politische Macht bei der Krone zu zuspizen kann. Schon nach den belgischen Ereignissen, und erreichen. Alle Politit löst sich bei den Bourgeoisparteien noch mehr am Abend des ersten Mai war es jedem Sehenden Desterreichs auf in Schweifwedelei im Vorzimmer des klar, daß nunmehr für das allgemeine Wahlrecht Sturm Mon archen und in Versuche, jene Machtgruppe von böhmi- gelaufen werden müsse. Diese Empfindung war eine so schen und polnischen Landlords auf ihre Seite zu bringen. allgemeine, daß es einer besonderen Aufforderung von seiten Um diese geht der Streit. Jungczechen wie Deutschliberale der sozialdemokratischen Parteivertretung gar nicht bedurfte, buhlen um die Gunst der feudalklerikalen Gruppe um von allen Seiten Rundgebungen für das Wahlrecht anSchwarzenberg. Unter diesen Umständen ist es be- zuregen. Die österreichische Polizei wurde natürlich sofort greiflich, daß für unsere Liberalen der Militarismus ein nervös. Es wurde ein besonderer geheimer Erlaß herausKräutlein Rührmichuichtan ist. Die österreichische Regie- gegeben, daß in Versammlungen die Kämpfe in Belgien rung, welche überdies alle Konflikte scheut und am überhaupt nicht erwähnt werden dürften, ein Erlaß, der Liebsten alles, was sie will, in gemüthlicher" Weise natürlich zu den komischsten Zwischenfällen in den Verperlangt und durchsetzt, hat auch ihre militärischen Forsammlungen führt. Als nun die Parteivertretung für den derungen nicht in eine große Armee- Reorganisation zusammen Sonntag nach den deutschen Wahlen Manifestations- Vergefaßt, sondern in Desterreich verzehrt der Moloch Mili- sammlungen in allen Kronländern empfahl, und auch für tarismus das Gut des Voltes ratenweise. Alle Jahre Wien einige große Versammlungen unter freiem Himmet in rückt das Armeebudget um 5-10 Millionen in die Höhe, Aussicht nahm, stieg die polizeiliche Besorgniß ins Ungeheure. und wegen einer solchen Kleinigkeit wagt es auch die soge- Die Wiener Bersammlungen mußten verschoben werden, da nannte Opposition nicht, sich bei der Regierung irgendwie nach unserem famosen Gesetz am Ort und zur Zeit, wo unangenehm zu machen. Dem österreichischen Liberalismus, Parlament oder Delegation Sigungen haben, Bersamm dem Abg. Rickert erst vor wenigen Wochen in dem lungen unter freiem Himmel nicht stattfinden dürfen. Aber Interview mit Hermann Bahr ein Schutz- und Truß mehr als 30 Versammlungen wurden mit der größten Bebündniß mit dem Freisinn vorgeschlagen hat, war die Oppo- geisterung, mit einer Massenbetheiligung, wie nie zuvor in fition Eugen Richter's gegen die Militärvorlage höchst Desterreich, abgehalten. Nur in Prag und in Brünn ver unangenehm, weil er fürchtete, daß seine Hoffähigkeit bot die Polizei die Versammlungen, und zwar augenscheinBrief aus Oesterreich. unter dem schlechten Ruſe ſeiner Freunde in Deutschland lich deshalb, weil die Herren schon im Berbieten jungleiden würde. Daher ermahnte die Neue Freie Presse" czechischer Meetings drin waren und wahrscheinlich, und " Wien, 20. Juni. in unzähligen Leitartikeln die Freisinnigen, ihren harten mit Recht, fürchteten, daß in diesen Versammlungen auch Unsere deutschen Genossen machen sich kaum eine Vor- Sinn zu erweichen, und erklärte ihre Stellungnahme gegen von dem jungczechischen Antrag auf allgemeines Wahlstellung davon, mit welcher Spannung die Wahlergebnisse den Militarismus für einen politischen Fehler. Also nicht recht gesprochen wurde. Aber es zeigte sich, daß die in Deutschland hier erwartet und mit welcher Begeisterung die 25 000 Mann, welche Richter bewilligte, sondern die Beiten vorbei sind, wo man in Desterreich mit dem Verfie aufgenommen wurden. In diesen Tagen ist es wieder 11 000 Mann, welche er verweigerte, diese waren den öfter- sammlungsrecht umspringen tann wie einst. Im Kanaallen zum Bewußsein gekommen und zwar nicht nur uns reichischen Liberalen der Stein des Anstoßes. Und nun die lischen Garten in Prag tamen etwa 5000, auf dem Weißen Sozialdemokraten, sondern allen Kreisen der Bevölkerung glorreiche Reichstagswahl die Richterei vernichtet hat, Berg bei Brünn über 20 000 Personen zusammen, und als alle unsere liberalen Blätter daß Deutschland und Desterreich ein Kulturgebiet bilden' jammern ebensowohl die Polizei den Platz mit der in Desterreich üblichen BruFeuilleton. Macbrua verboten.) Die Fabriklerin. Erzählung aus dem schweizerischen Volksleben ( 7 burschen betrachten es vielerorts als eine Schmach, wenn befürchtet hätte, daß dies von Fader als Feigheit wäre ausihnen ein Dorfmädchen von einem Fremden" weg- gelegt worden. Einem solchen Verdacht wollte er sich jedoch geschnappt wird und es entstehen deswegen oft die blutigsten am allerwenigsten ausgesetzt wissen und so trat er dann Händel. mit dem üblichen Gruße über die Schwelle und nahm mit Daß auch die Buchegger nach dieser Seite hin leicht seiner Gesellschaft an einem noch leer stehenden Tische Plaz, empfindlich waren, das sollte Maurer bald genug er der rasch herbeieilenden Wirthin eine Flasche„ Guten" be fahren. stellend. Eines Sonntags hatte Maurer mit Rosa und ihrer Mutter einen Spaziergang nach Scharfegg", einer kleinen Wider Erwarten hatte sich Maurer's Stellung in der Bauernwirthschaft, welche ungefähr eine halbe Stunde vom Fabrit nicht wesentlich verschlimmert. Wohl fühlte er, Dorfe entfernt in einem Seitenthälchen lag, verabredet und daß er infolge der Anschwärzungen Faber's unter pein- auch den Buckligen, mit dem er sich schnell befreundet hatte, licher Kontrolle stand. Allein diese hatte Maurer durchaus dazu eingeladen. nicht zu fürchten, da er sich auch nicht das Geringste zu schulden kommen ließ, das man ihm hätte zum Vorwurf machen können. von einem Baseler Arbeiter. Es war ungefähr 3 Uhr Nachmittags, als die kleine Gesellschaft langsam und in fröhlicher Stimmung den einem Bache entlang führenden Weg nach„ Scharfegg" dahin wandelte. Seinem Standpunkte blieb er freilich nach wie vor treu, doch war er flug genug, dabei Fader eine Nase zu Während die beiden Liebenden Hand in Hand und drehen; dieser fand denn auch in den nächsten Wochen zu mehr mit sich selbst beschäftigt vorausgingen, blieben Rosa's seinem Leidwesen keine Gelegenheit, seinem Vorgesetzten neue Mutter und Karl da und dort stehen, sei es, um einen üppig Thatsachen zu melden. Der Zufall sollte Fader freilich bald stehenden Kornacker zu betrachten, oder einen schwer be genug in die Hände spielen und die unvermeidliche Krisis ladenen Obstbaum zu bewundern, denn der Stand der beschleunigen. Kulturen war dies Jahr ein ausgezeichneter und ließ auf ein gutes Jahr schließen. Das Verhältniß Maurer's zu Rosa war inzwischen ein recht inniges geworden und im Dorfe betrachtete man sie bereits als Verlobte. Und in der That sah man das schmucke Pärchen bereits Abend für Abend beisammen und wer die glückstrahlenden Augen der beiden sah, der konnte nicht länger daran zweifeln, daß sich ihre Herzen gefunden hatten. Leider hatte sich Maurer durch sein Verhältniß zu Rosa weitere gehässige Neider geschaffen, denn die DorfNur zu schnell erreichten sie die kleine, von herrlichen Obstbäumen umgebene Wirthschaft, aus welcher ihnen bereits lauter Gefang entgegentönte. In der Wirthsstube wartete ihrer jedoch kein angenehmer Anblick, denn derjenige, welcher dort inmitten einer Gruppe trakehlender junger Burschen saß, war niemand anders als Maurer's heimtückischer Gegner, Arnold Fader. Gerne wäre Maurer wieder umgekehrt, wenn er nicht Als diese mit dem Gewünschten herbeifam, segte sie sich eine Weile zu ihren Gästen und bald war man in ein eifriges Gespräch vertieft. An Fader's Tisch war es inzwischen auffallend stille geworden; es entging jedoch Maurer nicht, daß dort irgend etwas im Gange war, denn Fader sprach eifrig in seine Bechgenossen hinein, dazwischen stets nach unserer tleinen Gesellschaft hinüberschielend. Auch nöthigte er seine Kameraden fortwährend zu trinken, indem er ihre Gläser immer wieder auffüllte und Flasche um Flasche kommen ließ. Es war deshalb nicht zu verwundern, wenn Fader's Bechgenossen nach und nach in eine übermüthige Stimmung geriethen und dabei Maurer zur Bielscheibe ihres Wizes auserforen zu haben schienen. Plöglich erhob sich einer von Fader's Bechgenossen, trat an den von unserer kleinen Gesellschaft besetzten Tisch heran und sprach, indem er Rosa unsanft anstieß: „ Rönntest auch was Gescheidteres thun, als mit einem solchen Windbeutel spazieren gehen, Mädchen." Ein höhnendes Gelächter belohnte ihn von seite seiner Kameraden für die freche Anrede. Mit Maurer's Geduld war es nun zu Ende. Aufspringend versezte er dem Burschen eine solch zünftige Ohrfeige, daß dieser fählings zu Boden stürzte. Dies war nun aber für seine Rameraden das Signal, fich wie ein Rudel Wölfe auf " " bekannt. talität fäubern wollte und die Arbeiter provozirte, tam Izubringen. Es haben ihm an der absoluten Mehrheit ja Gnade, er, der Fabrikpascha mit sieben Roßschweifen, staats. es zu ernften Verwundungen auf beiden Seiten. Bezeichnend thatsächlich nur wenige hundert Stimmen gefehlt. Wir erhaltend" wie er ist. ist der Verlauf der Brünner Erzesse". Die verhältniß- würden denn auch diese phantastische Verleumdung des mäßig fleine Bahl von Polizisten konnte an Ort und Stelle Kieler Stribifares nicht dem Dunkel entreißen, wenn wir Der Franzosen- Popanz. Wie die„ Kölnische gegen die Menge nichts ausrichten und lief davon. Die nicht zu unserem Erstaunen in einem Leitartikel der Beitung" mit dem Franzosen- Popanz agitirt hat, ist Arbeiter blieben ruhig, versuchten nicht einmal eine Verfamm- Time3" über die deutschen Wahlen, also in dem einflußDiese selbe Zeitung aber brachte in ihrer vom 14. Juni einen Artikel mit der lung abzuhalten, sondern begnügten sich damit, einige Lieder reichsten Organ der englischen Bourgeoisie, folgende unver Nummer 486 zu fingen und nach einem Hoch auf das allgemeine frorene Behauptung gelesen hätten: Die Sozialdemokraten Ueberschrift: Die Fortschritte des fran. Wahlrecht wurde der Rückmarsch in die Stadt angetreten. haben das Wahlverfahren( die in" England unbekannten ösischen Heeres," welcher verdient, aufmerksamer be Bur Unterlage für denselben dienen Zwei Eskadronen Dragoner, die am Fuß des Berges auf- Stichwahlen) geschickt auszunuzen verstanden, indem sie in sehen zu werden. gestellt waren, ließen sie ungehindert passiren, wie sich das mehreren Wahlkreisen eine Anzahl wähler Beobachtungen eines vor kurzem von einem längeren Militär nach unseren Berichten überhaupt weit anständiger abtommandirten, um für den fonservativen Kan- Aufenthalte in Frankreich zurückgekehrten deutschen Landsbetrug als die Polizei. Bei der Olmützer Brücke aber warf didaten zu stimmen, damit dieser und nicht der freisinnige mannes; sich den friedlich Dahinziehenden eine größere Abtheilung mit dem ihrigen in die Stichwahl tomme." Ob sich der Polizisten in den Weg und begann ohne jeden Anlaß mit Schreiber dieses Blödsinns, vermuthlich der Berliner Nachden Säbeln einzuhauen. Nun verließ die Arbeiter freilich richtenschnorrer des Weltblatts", dabei wohl irgend etwas die Geduld, ein Steinhagel antwortete auf diese gedacht hat? Aber ein hübscher Beweis ist's doch, wie so niederträchtige Provokation, und ein Polizei- Inspektor, eine Lüge, wenn sie von Kiel bis nach London rollt, lawinender besonders heldenhaft war, wurde übel 3- artig anschwellen kann. gerichtet. Der Kampf währte ziemlich lange, und erst ein Bataillon Infanterie machte ihm ein Ende, indem bei Stimmungsmache. Das offiziöse Wolff'sche Teleseinem Erscheinen sowohl Polizisten als Arbeiter den Schau- graphen- Bureau läßt sich aus Berlin melden, daß die play ruhig verließen. Reichsregierung beschlossen habe, wegen der Erfolge der Agrarier bei den Reichstagswahlen, sowie wegen des Be strebens, den beängstigenden Fortschritten der Sozialdemo fratie auf dem platten Lande erfolgreich entgegenzutreten, die ländlichen Interessen durch gesetzgeberische Maßregeln zu fördern". Die ländlichen" Interessen sind natürlich die Interessen der großen Schnapsbrenner, Kornproduzenten und Zuckerrübenproduzenten, beileibe nicht die der Landarbeiter und Kleinbauern. Doch was thut's, zu der Stichwahl läßt sich doch wohl noch dieser oder jener fleinbäuerliche Gimpel durch den Köder der Berücksichtigung ländlicher Interessen für die Militärvorlage und feinen Kartelllandidaten begeistern. Aus diesen Vorfällen, die man voraussichtlich auf. bauschen und zu Ungunsten unserer Bewegung wird aus beuten wollen, ergiebt sich nur eine Lehre: Die Polizei darf Versammlungen nicht verbieten. Die österreichische Arbeiterschaft ist heute schon zu weit entwickelt, um sich ihr einziges politisches Recht konfisziren zu Lassen. Man darf ruhig sagen, daß alle Versamunlungen und die großartigsten Demonstrationen in Desterreich, insoweit sich die Polizei nicht einmischt, mit größter Ruhe und Würde verlaufen, aber ebenso sicher ist, daß man hier auf Gewalt auch mit Gewalt antworten wird, weil man einfach nicht anders kann. Uebrigens erwarten wir, daß die öfter reichischen Behörden aus diesen Ereignissen flüger geworden, tünftige Bersammlungen nicht behindern werden. Jeden falls wird der Kampf um das Wahlrecht mit steigender Energie fortgeführt werden, so oder so. " Politische Zteberlicht. Berlin, den 22. Juni. Der Reichstag ist einberufen zum 4. Juli. Der Reichs- Anzeiger" veröffentlicht in seiner Ausgabe vom 22. Juni die von Kiel, 21. Juni, datirte kaiserliche Berordnung. Wähler, thut Eure Pflicht und sorgt dafür, daß in den neuen Reichstag keine Kartellmehrheit einzieht! " " Im französischen Volfe(?) herrscht eine wahre Sucht nach lebendem Material für den Krieg; der letzte Mann und das legte Zugthier ist dienstpflichtig. Nichts ist ein stärkerer Beweis für den Werth, den man hier der Zahl beilegt, als die Art und Weise, wie man die Regimenter vollzählig zu machen sucht. Da der letzte fehlerfreie Mann genommen ist, sieht man fich genöthigt, felbft Strüppel in die Kompagnien einzureihen. Trainsoldaten, die einen ansehnlichen Höder aufzuweisen haben, find keine Seltenheit. Ohne besonders Acht zu geben, habe ich auch mehrere derart verunstaltete Infanteristen gesehen, sowie zwei, die infolge der Verkürzung eines Beines leicht hinkten, der Mangel eines Fingers macht eben so wenig dienstuntauglich. Infanteristen, die sogar im Zivilkleide durch ihre Zwerghaftigkeit auffallen würden, sind häufig genug zu sehen; ihr Anblick ist von komischer Wirkung, da ihnen das Seitengewehr wie ein Schleppfäbel bis zu den Fersen hinabhängt. Zwar ist eine bestimmte Größe und, was uns Deutschen merkwürdig scheint, ein bestimmtes Gewicht für die Aufnahme ins Heer vorgeschrieben; diese Vorschrift wird aber schon lange nicht mehr eingehalten, Moralische Befähigung wird noch weniger verlangt, als förperliche; der jugendliche Zuchthäusler wird unbeanstandet der Ehre gewürdigt, französischer Soldat zu sein. Möglichst viel Soldaten, foste es, was es wolle; auch ein Zwerg und ein Krüppel fönnen ihre Gewehre abschießen, und ihre Kugel thut genau dieselbe Wirkung, wie die einer soldatischen Prachtgestalt." an= Oberoffiziofus und freitonservativer Landbote, orafelt im ölnische Bolts- Zeitung", mit dürren Worten Sozialistengesetz in Sicht! Der von Zedlig, Hier wird also, schreibt treffend die ultramontane Deutschen Wochenblatt" davon, daß die Aufgabe nicht abzugegeben, was die Gegner der Militärvorlage und zuweisen sei, wirksamere Schußdämme gegen der grundsätzlichen Durchführung der allgemeinen WehrDie Ausbreitung der Sozialdemokratie pflicht stets behauptet haben, daß nämlich Frankzu errichten, als dies bisher geglückt ist. Die Lösung dieser reich mit seinem Mannschaftsbestande längst an der Aufgabe liegt natürlich nicht der Regierung allein ob, in- Grenze feiner Leistungsfähigkeit dessen ist sie doch in erster Linie daran betheiligt." Die gekommen sei. Deutschland, dessen Bevölkerungsziffer Reaktion treibt heuer ihr feckes Spiel offen und unverfährlich um 600 000 steigt und dessen Geburten das froren. Der 24. Juni wird die Antwort geben. Doppelte derjenigen Frankreichs betragen, kann, auch wenn Eine offensichtliche Ausflucht ist die neueste Dar- es die Präsenzstärfe nicht erhöht, von Jahr zu Jahr in der Auswahl seiner Refruten tritischer werden und erhält legung der Kreuz- Beitung", wonach der Finanzminister Miquel in der 12. Kommission des Herrenhauses über die doch ein Heer, an welches in qualitativer Hin: te i ch 3- Erbschaftssteuer" nur" gesagt haben soll, licht das französische nicht entfernt hinanreicht. Was seines Wissens werde sie von den verbündeten Regierungen thui Frankreich im Ernstfalle mit seinem starken Prozents bisher nicht erwogen". Rommt durch die Stichwahlen den ersten Strapazen, die ein Feldzug mit sich bringt, die sage von Krüppeln und Schwächlingen? Sie werden bei Der Bundesrath hat in seiner Sitzung vom 22. Juni eine Surrah- Mehrheit zu stande, dann wird nur Eines von Landstraßen besäen und die Lazarethe füllen, und die Kosten dem Entwurf eines Gesetzes gegen den Verrath militärischer der Regierung erivogen: Steigerung der auf der Volks: für ihre Ausbildung waren weggeworfen. Frankreich hebt Geheimnisse nach den Beschlüssen des Reichstages die Zu- masse ruhenden Last indirekter Steuern. Nur Gimpel für ihre Ausbildung waren weggeworfen. Frankreich hebt stimmung ertheilt. Ferner ist dem mündlichen Bericht des gehen den offiziösen Vogelstellern ins Garn der Verheißung zwar alljährlich 24 000 oder 25 000 Rekruten mehr aus II. IV. und VII. Ausschusses über den Entwurf eines Ge- Siretter Steuern. als Deutschland, aber- nur auf dem Papier, in bührentarifs für die Strecke Holtenau- Rendsburg des NordWirklichkeit nicht! Es ist eine bekannte Thatsache, daß ostsee- Kanals und dem mündlichen Bericht des IV. Aus- Die Magdeburgische Zeitung", das Organ der die geseglich erforderliche Anzahl von Rekruten schon seit schusses über die Vorlage, betreffend die auf der inter- Schacher- und Kompromißpartei, rempelt die Sozialdemo- Jahren einfach nicht mehr vorhanden ist. nationalen Sanitätskonferenz zu Dresden unterzeichnete fratie an, weil sie der Reaktion nicht den Gefallen thut, An die Adresse des preußischen Ministers des Junern. Uebereinkunft die Zustimmung ertheilt worden. ihr bei den Stichwahlen durch eine falsche Taktik Vorspann dienste zu leisten. Aus dem zischenden Ingrimm des Aus zuverlässiger Quelle wird uns geschrieben: pridn Eine Lügenlawine. Was in dieser Wahlbewegung Organs der Zuckerbarone läßt sich mit erfreulicher Deuts Vor etwa fünf bis sechs Wochen waren die Papierschläger wieder zusammengelogen ist, um die Sozialdemokratie zu lichkeit schließen, daß wir das Rechte getroffen haben. Die der königlichen Strafanstalt zu Breslau dermaßen entdiskreditiren, das spottet jeder Katalogifirung. Man kann Opposition gegen die Machenschaften der Rückwärtserei träftet das Papierschlagen gehört zu den allerschwersten, aufmuß eine unseren Gegnern bereits so sehr gewöhnt, daß uns die alten Und wenn wir bürgerliche Kandidaten auf die bekannten reibendsten Arbeiten, daß die Leute nicht mehr wie bisher verrichten und sie deshalb am Nachmittag Praftifen nur noch ein Lächeln abgewinnen. Ein neues von drei Punkte festlegen, so ist das taftisch und grundsäßlich nicht wieder aufnahmen. Hierauf wurden sämmtliche Schläger den Gegnern ausgehecktes Schelmenstücklein wollen wir aber so verständig wie nothwendig. wie nothwendig. Kuhhandel treibt der doch zur Erluftigung unserer Leser festnageln, da es ein Nationalliberalismus, der bei Antisemiten und Funkern, mit sieben Tagen strengen Arrests und mit Verlust des ArbeitsBeispiel dafür abgiebt, wie Lawinenartig die Lügen an bei Ultramontanen und Deutschfreisinnigen mit dem Bettel verdienstes für einen Monat bestraft. Acht Tage darauf erschwellen. Echrieb da vor einiger Zeit der ehrsamen sack umhergeht, eingedent des geflügelten Wortes: Hunde hielten die Leute der Anstalt Erbsen mit Graupen, den fo " Bossischen Zeitung" ein wadelstrümpflerischer Skribifax find wir ja doch! genannten„ Rumfutsch", worin Käfer, die auf dem Lagerboden aus Schleswig- Holstein etliche tiefsinnige Betrachtungen über des Lieferanten sich eingefunden hatten, mit verkocht waren. die bösartigen Wahlumtriebe der Sozialdemokraten. Er Der Stumm, dessen absolutistisch beherrschte Satrapie wußte zu berichten, daß im Wahlkreise Pinneberg 2000 JHR vorschriftsmäßig gewählt hat, erläßt einen Utas, Dieſe Speise war natürlich ungenießbar; die Gefangenen mußten sozialdemokratische Wähler„ abkommandirt" werden sollten, worin es u. a. heißt:" Angesichts dessen kommen vielleicht deshalb, obne etwas gegeffen zu haben, schaffen. Das Schreiben um für den konservativen Kandidaten Graf Moltke zu neben den Sozialdemokraten auch die zum Theil recht über eines Gefangenen, worin von diesen Dingen die Rede war, stimmen, damit dieser und nicht der edele Wadelstrumpf spannten Sozialphilanthropen zu der Einsicht, daß die im wurde zurückgehalten. Hänel mit dem Sozialdemokraten in die Stichwahl tomme. Saarrevier von Alters ber seitens der Arbeitgeber gepflegten Diese Mittheilung erscheint uns, troß der ausgezeichneten Natürlich ist auch nicht ein einziger Sozialdemokrat in Binne- Verhältnisse patriarchalischen Charakters die besten im Quelle, aus der wir sie erhalten, so unglaublich, daß wir eine berg oder anderswo auf eine solch blödsinnige Idee verfallen; staatserhaltenden Sinne find." Die Wahlmache ist so amtliche Darlegung fordern. die ganze Albernheit dieser Verdächtigung erhellt aber patriarchalisch, daß sie nichts zu wünschen übrig läßt. Wie Wir richten hiermit die Anfrage an den preußischen Minister daraus, daß in Pinneberg gegründete Aussicht war, unseren aber, wenn der Stumm ohne Beeinflussungsmittelchen anKandidaten Molkenbuhr sofort im ersten Wahlgange durch wenden zu können zur Wahl stünde? Er fiele durch ohne des Inneren, Grafen Botho von Eulenburg: ex- fie. Ist ihm diese Angelegenheit bekannt? Was gedenkt er, falls die Angaben fich bestätigen, zu thun, um derartige Uebelstände für die Zukunft zu beheben? Dringend thut schleunige Abhilfe Noth. Bisher- traurig, Maurer, welcher sich hinter den nächsten Tisch retirirt die verwegenen Burschen nicht noch einmal zurückkehren hatte, zu stürzen, so daß Rosa und ihre Mutter in lautes und der Spektakel dann wieder neuerdings losgehe, meine Wehllagen ausbrachen. Indeß sollten die vom Weine er- fie. Als sie die Wirthin jedoch über diesen Punkt beruhigte, aber wahr- galt es im Reiche der Gottesfurcht und frommen higten Burschen bald genug erfahren, daß Maurer tein ließ fie sich schließlich noch zum Dableiben überreden und leicht zu überwindender Geguer war, denn taum war der in aller Gemüthlichkeit tranf die kleine Gesellschaft noch Sitte als eine wohlverbürgte Auffassung, daß es zahlreichen Proletariern im Gefängniß erträglicher gehe, als in der Freiheit, vorderste auf Armeslänge an diesen herangekommen, als einen Liter, bevor man den Heimweg antrat. " Das er auch schon, von einem wuchtigen Fauftschlage getroffen, Von diesem Tage an hatte Maurer vor den Dorf was die Arbeitszeit, die Intensität der Arbeit, die Ernährung mit blutender Nase zurücktaumelte. Fast noch schlimmer burschen Ruhe, feiner wagte sich mehr an ihn heran; das anlangt. Ist auch dieses einzige Blättchen, das im Kranze erging es einem zweiten, welcher soeben, mit einer leeren war die heilsame Wirkung jener Balgerei auf dem Scharfegg". preußisch teutscher Sozialreform von Oben noch fümmerlich Flasche bewaffnet, auf Maurer zustürzte und zum verderbenbringenden Schlage ausholen wollte. Dieser erhielt einen Stedig bisher einer erfreulichen Prosperität zu erfreuen gehabt, preußischen Gefängnissen bestehen, die ein Rennan ohne weiteres Satte sich die industrielle Unternehmung des Herrn grünte, welf geworden? Es geht nicht, daß Zustände in solchen Stoß vor die Brust, daß er rücklings über einen die den glücklichen Besitzer zum Millionär gemacht hatte, für russisch balten würde. Stuhl fiel, bei welchem Anlasse die Flasche in tausend so sollte das plöglich anders werden, denn eine jener schweren Stücke ging, ohne glücklicherweise jemand zu verlegen. Aber Krisen, wie sie dem heutigen planlosen Produktionssystem Zur Futtersfoth. Der außerordentliche hessische felbft jetzt, nachdem die zwei heißblütigsten der Burschen so eigen find, war im Anzuge begriffen und warf bereits ihre Landtag, welcher über Maßnahmen zur Abhilfe der durch gut wie fampfunfähig gemacht waren, wollten diese noch Schatten voraus. Eine Unsicherheit und ein allgemeines die anhaltende Trockenheit entstandenen Futternoth be nicht von ihrem Gegner laffen, sondern brangen womöglich Mißtrauen griff Play, welches nur eines geringen Anstoßes schließen soll, ist auf den 27. Juni einberufen. noch ungeſtümer auf diesen ein. In diesem Augenblick, als bedurfte, um in eine verderbenbringende Banik auszuarten hessische Ministerium hat die Preise für Waldstreu auf die die Burschen in einem wirren Turcheinander schimpfend, und dieser Anstoß ließ nicht lange auf fich warten. Eine Hälfte herabgefeßt, auch wird der Bahlungstermin bis fluchend und fuchtelnd auf Maurer einbrangen, schoß der der größeren und bisher angesehensten Export- Firmen des Martini 1894 verlängert. Auch im gothaischen Bucklige, welcher dem Kampfe so lange unthätig zugesehen Landes fallirte und riß etliche andere Geschäfte mit ins Landtage ist die Futternoth zur Sprache gekommen. Die hatte, wie ein heiliges Donnerwetter in den Knäuel hinein Berderben. Auch die Firma J. J. Stedig hatte einige nicht Regierung ist deshalb bereits in Verhandlungen mit dem und dicht wie ein Hagelwetter fielen seine Stöße, Büffe unbedeutende Verluste zu verzeichnen, und da unglücklichers Beutralverein in Halle getreten und hat Unterstützung aus und Schläge auf die verdußten Burschen herab, und als weise auch das Waarenlager durch den Preisrückgang Staatsmitteln Don zum Antauf größeren Massen Minute und die Stube war leer, denn einem solchen An- Berluft bereits in die Hunderttausende. nun auch Maurer agressiv vorging, da verging feine halbe eine große Entwerthung erfuhr, ging der muthmaßliche von Futtermitteln zugesagt. Der meiningensche Diese Einbuße Landtag wird voraussichtlich auch dieser Tage einberufen Sturm vermochten selbst die verwegenſten der Burschen nicht vermochte freilich das gut fondirte Geschäft nicht zu Falle werden, um Geldmittel zu beschaffen. Der Herzog hat bes Stand zu halten. zu bringen, machte jedoch seine Rückwirkung in anderer, fohlen, daß infolge des Futtermangels 400 Stück feiner Lachend schüttelten sich die beiden Sieger die Hände, unangenehmerer Weise geltend. Wie es in solchen Fällen Hirsche sofort abgeschoffen, daß seine Wildparke geöffnet dann schickten sie sich an, wieder in die Wirthschaft zurück nämlich zu geschehen pflegt, mußte auch diesmal wieder die und daß das auf den Waldwiesen wachsende Futter den zukehren sie hatten nämlich die Burschen bis vor die sowieso schlecht fituirte Arbeiterschaft für die Fehler und Futterbedürftigen abgelassen werden solle. In Preußen bleiben Thüre verfolgt und nach den beiden Frauen zu sehen. Sünden eines veralteten Produktionssystems herhalten, in- Die Wälder verschlossen und der Landtag rührt sich Diese hatten sich indessen nach dem glücklichen Ausgang des dem eine allgemeine Lohnreduftion stattfand. Kampfes wieder beruhigt; doch drängte Rosa's Mutter gleichwohl zur Heimkehr, denn man fönne nicht wissen, ob ( Fortfehung folgt.) nicht! Die Herabsegung der Frachtsäße für Torfstreu und Futtermittel ist kaum ein Tropfen auf einen heißen Stein. Es fehlt and urchgreifender Unterstügung mit Es C3 ist nur noch ein Tag bis zu den Stichwahlen. Parteigenoffen! In Berlin wird Sonnabend, den 24. Juni, gewählt. Versäumt bei der Agitation keinen Augenblick! Sorgt dafür, daß jeder Wahlberechtigte wählt. Reiner darf der Urne fern bleiben, denn selbst Eine Stimme kann entscheidend sein. Verhütet, daß weniger zur Wahl gehen, als bei der Hauptwahl, und prägt jedem ein, daß er im Wahlbureau feinen Mamen laut und deutlich nennt, deutlich nennt, damit unsere Vertrauensleute ermitteln können, wer noch nicht gewählt hat. Geschieht Geschieht das überall, so können die meisten Säumigen noch zur Wahl veranlaßt werden. Vorwärts denn, mit vereinter Kraft, und der Sieg wird dann, aber nur dann, unser sein. # ein sehr umfassender Gebrauch gemacht. " demokratie. : Geld, Streu und Futter. Eine Anzahl württem mit uns der Ansicht sein, daß das unter feinen Umständen ein schulrath Bertram, sowie darauf, daß er unmittelbar vor seinem bergischer volksparteilicher Abgeordneten hat an die wünschenswerther Zustand ist. Dies um so mehr, als Herr freiwilligen Rücktritt vom Amte von der zuständigen BeRegierung das Ersuchen gerichtet, auch im Bundesrath Professor Doutrelepont die ihm von unserem Korrespondenten hörde durch folgendes Zeugniß ausgezeichnet worden ist:„ Herr dahin zu wirken, daß die Einfuhr sämmtlicher zum zugeschriebenen Worte:„ man könne ohnehin schon nur alle Frizz Kunert fehrte im Anfange des Jabres 1881 aus Konstantinopel, vierzehn Tage frische Wäsche geben, die noch dazu zerlumpt sei". wo er seit 1. April 1877 Lehrer an der dortigen deutschen Schule geBiehfutter verwendbaren Produkte bis auf weiteres von nicht dementirt, es damit also wohl seine Richtigkeit wesen war, nach Berlin zurück Hier wurde er als interimistischer Lehrer jeder Zollabgabe befreit werde. Dieser verhat. Was den übrigen Inhalt der D.'schen Zuschrift angeht, in den hiesigen städtischen Gemeindeschuldienst am 1. April 1881 ständige Vorschlag müßte aber der Vorläufer sein für den so hat unser Bonner Korrespondent bekanntlich seine Mit eingestellt, und seit dieser Zeit ist er an drei verschiedenen Antrag auf Aufhebung aller Agrarzölle. Nach theilungen ausdrücklich als durchaus verbürgte" bezeichnet; Schulen des dem unterzeichneten Schulinspektor unterstellten Aufder ammtlichen Korrespondenz hat das Ministerium für er wird also wohl in der Lage sein, auf die vorstehende Mit- fichtskreises thätig gewesen. Herr Kunert hat auf den verElsaß Lothringen mit Rücksicht auf den außer theilung des Herrn Prof. Doutrelepont die wünschenswerthe schiedenen Unterrichtsstufen in den verschiedenen Elementargegengewöhnlichen Futtermangel die Staats- DepoAufklärung zu geben." ständen unterrichtet. Er hat sein Amt pünktlich, treu und gewissenhaft verwaltet. Die Schüler, resp. Schülerinnen fitenverwaltung angewiesen, bis auf weiteres den öffentSchutzollfegen. Nach einer Mittheilung des offiziösen hat er durch anerkennenswerthes Lehrgeschick, lichen Vorschußkassen zur Gewährung von Darlehen an Hamburger Korrespondent" ist an die Generalfommandos burch plan volles, methodisch richtiges Borführen kleinere Landwirthe, welche zur Erhaltung ihres der Armee die Weisung ergangen, mit Rücksicht auf die des Lehrstoffes in recht befriedigender Weise ge= Viehſtandes Futtermittel( Heu, Kleeheu, Futterſtreb, hohen Haferpreise auch Mais und Mai 3- fördert. In seinem Wesen gegen die Kinder zeigte er Milde und Wurzelgewächse, gewerbliche Abfälle und Produkte) an produkte verfüttern zu lassen. Die Regierung schenke Freundlichkeit, ohne daß jedoch die Disziplin im mindesten zukaufen gezwungen sind, die erforderlichen Betriebsmittel bem Maisimport jetzt besondere Beachtung, da man wegen darunter gelitten bätte. Sein Verkehr mit seinen Kollegen war gegen eine Binsvergütung von 2 vom Hundert inner- Hafermangels sich nach einem Ersaß umsehen muß. brachte er stets die gebührende Achtung und Ehrerbietung enthöflich, zuvorkommend und formgewandt. Seinen Vorgesezten halb des durch das Etatsgesetz festgestellten Gesammtbetrages wird als Pferdefutter eine Mischung von geschrotenem Mais gegen; ihren Weisungen fam er aufs willigste nach. Diefes zu gewähren. Die Binsvergütung, welche die Empfänger und Hafer zur Anwendung gebracht. Der Maiszoll beträgt Beugniß wird Herrn Fris Kunert auf fein Berlangen behufs solcher Darlehen den Vorschußkassen zu zahlen haben, darf 1,60. resp. 2 M. Die Zollmauer aber wird nicht Bewerbung um eine Lehrerftelle der Wahrheit gemäß ausgestent. nicht höher sein, als 2½ vom Hundert. Die dem einzelnen niedergerissen, da die Junker und der Wilitarismus die Berlin, 12. Mai 1887.( L. S.) d'Hargues, Königlicher KreisLandwirthe zu dem ermäßigten Binsfuße zu gewährenden Nugnießer der Böfle find. Derfelbe Militarismus, der jetzt Schulinspektor." Darlehen dürfen den Gesammtbetrag von 400 M. nicht unter den hohen Getreidepreisen leidet. übersteigen. Landwirthe, welche zur Beschaffung von Futters Das freifinnige Wahlkomitee in Planen t. V., wo mitteln von einer Vorschußkasse ein Darlehen zu dem Zins Die Wahlrechts- Bewegung in Oesterreich. Aus unser Genosse Alwin Gerisch mit dem Amtshauptmann v. Polenz in Stichwahl steht, fordert feine Barteigen offen auf, von 2 vom Hundert zu erhalten wünschen, haben ihrem Wien schreibt man der National Beitung":" Die für Gerisch zu stimmen ober, wenn sie das nicht wollen, sich der Antrage eine Bescheinigung des Bürgermeisters darüber bei Strömung für das allgemeine Stimmrecht reicht bereits über Wahl zu enthalten. Infolge dessen ist die Wahl Gerisch's nicht zufügen, daß sie zur Erhaltung ihres Biehbestandes fich die Arbeiterfreise hinaus. Im Gemeinderathe beantragte unwahrscheinlich. Es wäre auch sonderbar, wenn sich in dem Futtermittel im Werthe des gewünschten Darlehensbetrages der Gemeinderath Uhl eine bezügliche Petition an die Kreise des alten Achtundvierzigers Kirbach, der noch die Wundfäuflich zu beschaffen gezwungen sind. Die landwirthschaft- parlamentarischen Vertretungstörper. Der Antrag wurde male trägt, die ihm die Ketten des Waldheimer Zuchthauses verlichen Bezirksvereine sind veranlaßt worden, alsbald Bor- dem Stadtrathe zugewiesen." Die National- Beitung" aber ursachten, die freisinnige Parteileitung für den Reaktionär Bolenz erflärt hätte. fehrungen zu treffen, um eventuell unter Mitwirtung der hetzt gegen das allgemeine Wahlrecht was das Zeug Die bemerkenswerthe Rundgebung des freisinnigen Komitees Kreisvereine den Bezug von Futtermitteln in größeren hält. hat folgenden Wortlaut: Freisinnige Wähler! Die Mengen von auswärts zu vermitteln. Den Gesuchen Aus der Schweiz. Gegenüber der Thatsache, daß Stichwahl steht vor der Thür. Die freifinnige Voltspartei ist um Wasserentnahme wird seitens der Meliorationsverwaltung bereitwilligst entsprochen, sofern nicht erhebliche in der Lohninger Strafuntersuchung zur Erpressung eines dabei in unserem Wahlkreise nicht betheiligt; zwei andere Par Beständnisses öffentliche oder private Interessen dadurch geschädigt werden. Geſtändnisses entgegen den Bestimmungen der Bundes- teien, beide unsere Gegner, tämpfen um den Sieg. Ginerseits das Kartell die Vereinigung der Konservativen, NationalVon der den Viehbesigern ertheilten Ermächtigung zur Ent- verfaffung die körperliche Büchtigung angewandt liberalen, Agrarier und Antisemiten- andererseits die SozialWelchen von beiden wir follen nahme von Futterfräutern und Gräsern in den Gegnern nahme von Futterfräutern und Gräsern in den wurde, sucht sich, wie der Frankfurter Beitung Die Kartell- Partei? die in fast Staats- und Gemeindewaldungen, sowie zum Eintrieb geschrieben wird, der Untersuchungsrichter in einer öffent- dabei unterſtützen? von Vieh in die Waldungen wird seitens der Bevölkerung lichen Erklärung zu vertheidigen, giebt dabei aber un allen wichtigen Fragen des Fortschritts unsere erbittertſte umwunden zu, zur Haselruthe gegriffen zu haben, und Gegnerin war und fein wird, bie für höchste Zölle eintritt, die rechnet es fich zur Ehre an, durch dieses Mittel so energisch auf nothwendige Lebensmittel heute noch Aus Stuttgart wird gemeldet: zu einem Geständniß der Angeklagten gekommen zu sein. bereits die Bolfsrechte verfümmert hat, die am liebsten bas Die von dem Minister des Innern v. Schmid einberufene Was für ihn spricht, ist freilich der Wortlaut der Schaff- gleiche und geheime Wahlrecht ganz beseitigen möchte, die durch Bersammlung von Borständen landwirthschaftlicher Bereine, mehr Polizei und neue Strafgesetze die verbliebenen Rechte und Abgeordneten und hervorragenden Dekonomen berieth am bauser Strafprozeß- Ordnung, wodurch aber amtlich zu Freiheiten noch mehr zu beschränken sucht, die die Freizügigkeit 21. Juni über Mittel zur Hebung der aus dem Futtermangel gestanden wird, daß manche fortschrittliche Errungenschaften Freiheiten noch mehr zu beschränken sucht, die die Freizügigkeit und Gewerbefreiheit bedroht, die durch Verweigerung von entstandenen Noth und beschloß, die Gemeindefassen, die Ober. der Bundesverfassung für einzelne Rantone nicht zu bes Handelsverträgen Industrie, Gewerbe und Handel schädigt? amis- Sparlassen, fowie die Stadtkassen zur Hergabe stehen scheinen. Artikel 21 des Schaffhauser Gesezes über der die Sozialdemokratie? die in allen diesen von Mitteln für Futterankauf zu veranlassen. Von dem das Verfahren bei Untersuchung von Buchtpolizei und Fragen mit uns gehen wird, die gegen jede weitere Kürzung der Wunsch nach einer Einberujung des Landtages wurde Abstand Kriminalfällen 13. Juni 1849 bestimmt, daß. Bolfsrechte fein wird, die für unser wichtigstes, verfaffungs genommen, weil die nachträgliche Genehmigung der Ausgaben wenn sich der Inquisit in einem Verhöre hartnäckig mäßiges Recht, das geheime, allgemeine und direkte Wahlrecht in der Herbstfession zweifellos erfolgen wird. Die alsbald weigert, die ihm vorgelegten Fragen zu beantworten, eintritt. Wir meinen, die Antwort hierauf ist nicht schwer. eingesetzte Subkommission berieth Nachmittags die Errichtung derfelbe mit Verschärfung des Gesänguisses, mit Feffeln, Die nächste und größte Gefahr, fie droht dem Bolke von der Kartellpartei und nicht von der Sozialdemo= schärfste fratie, deren Gegner hinsichtlich ihres nebel= graphischem Wege 150 Doppelwaggons Mais an. In den mit Schmälerung der Kost oder mit förperlicher nächsten Tagen werden weitere große Anfäufe von Delfuchen Büchtigung mittels Streichen bestraft werden haften Zukunftsstaates wir nach wie vor bleiben werden. und Mais erfolgen." fann. Lezteres ist zugestandenermaßen mehrmals geschehen und deshalb rusen wir Euch diesmal zu: Stimmt gegen das Ein parlamentarischer Berichterstatter schreibt, wie die und hat für vorurtheilsfreie Beobachter den Eindruck hinter artell und fomit gegen jede weitere Beschränkung lassen, daß diese Mittel den Charakter einer Folter an der Boltsrechte! Gegen jede weitere Belastung Das Arbeitspensum des preußischen Landtages wird nahmen und zudem in willkürlicher Weise zur Anwendung durch neue drückende Steuern! Last Euch nicht da durch die neuesten Ereignisse in der unglücklichen Stadt tamen. Prügel, Foltern, mittelalterliche Zwangsmittel, durch irre machen, daß die Kartellparteien fich felbft als Ordnungss Schneidemühl und den in der Landwirthschaft die heute noch als unentbehrliche Inventurstücke der Unter- parteien und die Sozialdemokratie als Umfturzpartei bezeichnen. hervorgetretenen Futtermangel noch eine Erweiterung fuchung angesehen werden, beweisen nur, auf einer mie or wißt ja, das noch vor wenigen Tagen auch wir von jenen Herren zur Umsturzpartei gerechnet wurden! Der Umsturz von erfahren. Wie wir hören, werden dem Landtage wei niederen Stufe die heutige strafrechtliche Untersuchung steht onen" durch das Kartell liegt aber weit näher als jeder andere. Vorlagen zur Linderung des Nothstandes nach beiden und wie nothwendig es ist, hierin mit energischen Reformen Bedentet das wohl! Laßt Euch daher nicht irre machen! Welche Richtungen zugeben. einzusezen. Der Nationalrath dürfte diese Woche Partei ist es denn, die mit allen möglichen Mitteln die frete Wahl Es ist die höchste Beit, daß eingegriffen wird. hierzu die nöthige Anleitung geben.zu beeinfluffen sucht, die tagtäglich alle anderen Parteien, auch uns in ber niedrigsten und gehässigsten Weise beschimpit und verunglimpft, und die dadurch den Sinn für Gefeß und Ordnung, für Anstand und Sitte am allermeisten untergraben hat? Das ist die Partei, die sich selbst als Ordnungspartei bezeichnet, die Partei, welche alle 57 035 000.; für das Jahr 1890/91 47 250 000. Ausdruck gegeben, daß das französische Gebiet ein under- und den Kampf für Freiheit und Gerechtigkeit noch nicht aufDer wilde" Pariser Gemeinderath hat dem Wunsche anderen Parteten deshalb als Ümiturzparteien zu brandmarken Für das Jahr 1893/94 wird offiziös in der Norddeutschen Ausdruck gegeben, daß das französische Gebiet ein unverfucht, weil deren Anhanger sich noch ihren Mannessinn bewahrt Für das Jahr 1893/94 wird offiziös in der Norddeutschen leglicher Zufluchtsort für politische Flüchtlinge werde. gegeben haben. Diese Partei, die Kartellpartei, zu befämpfen, Allgemeinen Zeitung" dargelegt, daß der zu überweisende Betrag jebenfalls die Summe von 84 Millionen erreichen, möchten bie Papiere des russischen Flüchtlings Savici's Mannes Anspruch erheben, die es mit dem Bolte wohl meinen. Ferner sprach der Munizipalrath den Wunsch aus, es muß das Ziel aller sein, die auf den Namen eines freisinnigen wenn nicht übersteigen werde. Es sei namentlich eine Und wie deshalb in anderen Wahlkreisen, in denen die frei stärkere Einfuhr von Roggen gegen das Vorjahr fast sicher dessen Familie übergeben werden. In einem an den Mauern angehefteten Blafate werden finnige Boltspartei gegen das Kartell zur Stichwahl steht, in Aussicht zu nehmen. die' Pariser Arbeiter zur Theilnahme an dem am 26. Juni unsere Parteigenossen mit Bestimmtheit darauf rechnen, die Anhänger der Sozialdemokratie der Sozialdemokratie unseren Kanstattfindenden Riesenmeeting aufgefordert. Es handelt sich, daß wie in dem Aufruf gesagt wird, um ein Protestpotuin idaten zum Siege über den gemeinsamen Feind verhelfen so fordern wir auch Euch freisinnige Wähler gegen die Regierung, wegen deren Maßnahmen gegen die auf, am Tage der Stichwahl nicht den Vertreter der KartellArbeitersyndikate. partei, v. Polenz, zu unterstützen, aber auch nicht lässig bei Seite zu treten, sondern dem Kandidaten der Sozialdemokratie, Alwin Gerisch, Gure Stimme zu geben. Wer das von Guch trotz alledem nicht will, der enthalte sich der Wahl! Jeder von uns, jeder von Guch bringt damit ein Opfer. Aber dieses Opfer ist vorliegendenfalls geboten, es ist nothwendig im Inter esse des deutschen Voltes. Und deshalb, Jhr freisinnigen Männer, tretet am Tage der Stichwahl an die Wahlurne mit dem Gedanken: Stets gegen das Kartell. Das freisinnige Wahitomitee. Arnold von Schwarze." einer landwirthschaftlichen Zentralftelle und faufte auf teleAbendblätter melden: vom Der Antheil aus der lex Huene, der den KomFrankreich. Die Sozialdemokraten beschlossen, zu den munalverbänden zu überweisen ist, beträgt für das ab gelaufene Etatsjahr 1892/93 etwas über 36 770 000 m. nächsten Wahlen 210 Kandidaten aufzustellen und in allen Für das Jahr 1891/92 betrugen die Ueberweisungen großen Städten zu agitiren. Der Wäschemangel in Bonn. Die Frank. furter Zeitung" erhält folgende Buschrift: An die Redaktion der Frau tiurter Beitung! In Nr. 168, Erstes Morgenblatt, bringt die Frankfurter Zeitung eine Korrespondenz aus Bonn, 10, Juni, meine klinik betreffend. Jch ersuche die Redaktion, folgende Berichtigung sobald wie möglich aufzunehmen: Die Reichstagswahlen. In einer flinischen Vorlesung habe ich, um zu entschuldigen, daß ich nur zwei, schon früher vorgestellte Stranfe demonstrirte, den Herren Zuhörern mitgetheilt, daß ich wegen Bur Beachtung für die Stichwahlen sei folgendes in Wäschemangel in der letzten Zeit neue Kranke nicht mehr hätte Erinnerung gebracht: 1. Alle Wähler, die in die Liste ein aufnehmen können. Daß der Universitätsfurator gesagt habe, getragen find, haben das Recht, an der Stichwahl theilzunehmen, man müsse sparen", habe ich nicht behauptet, sondern, daß der auch wenn sie am 15. d. M. ihr Wahlrecht nicht ausgeübt haben. Herr Kurator nach den Verwaltungsgrundfäßen eine An- 2. Nur solche Stimmzettel sind giltig, die auf einen der beiden schaffung neuer Wäsche nicht habe bewilligen fönnen, bevor am zur Stichwahl stehenden Kandidaten lauten. 3. Der Name des Ende des Etatsjahres die Klinische Verwaltung wirkliche Er Kandidaten kann geschrieben oder gedruckt sein; auch ist es geSparniffe aufzuweisen habe. Die Ersparnisse der Verwaltung stattet, einen gedrudten Namen auszustreichen und einen anderen wären jezt vorhanden und neue Wäsche auch bestellt. Daß darunter zu schreiben. ,, bisher noch feine Abhilfe geschaffen sei", habe ich also auch nicht behauptet. Hochachtungsvoll " Der Direktor der Klinik für Hautkrankheiten. Doutrelepont." Hierzu bemerkt die Frankfurter Beitung": Daß wegen Wäschemangel" in der letzten Zeit"- wie lange mag das sein? neue Krante nicht mehr aufgenommen werden konnten, giebt Herr Professor Doutre lepont auch in der vorstehenden Buschrift zu; er wird auch Der sozialdemokratische Kandidat für alle a. S Friz Kunert, der nach Erlegung von 5000 M. Raution vom Landgericht zu Breslau auf freien Fuß gefeßt worden ist, sprach am Dienstag in einer Versammlung seines Wahlkreises unter begeisterter Zustimmung über das Thema: Die Sozialdemokratie im Kampfe mit der Berlogenheit ihrer politischen Gegner. Gegenüber der unwahren Auslassung des Landrathes und Wahltommissars v. Werder, daß Kunert wegen Vergehen gegen den § 166( leligionsschmähung) aus dem Lehramte entfernt worden fei, berief sich Kunert auf den Berliner Magistrat und den Stadt werden, Arme Vossiu! Die„ Vossische Zeitung" hatte den Muth ihrer Freunde gestählt durch die angebliche Erklärung eines aktiven Ministers", daß er für Virchow stimmen werde. Nun tommt die in Hoffragen gut unterrichtete Kreuz- Zeitung" und sagt:„ Diese Mittheilung ist ohne jeden Zweifel falsch. Denn. es wohnt nicht ein einziger aktiver Minister im zweiten Reichstags- Wahlkreis, es kommt daher kein aktiver Minister in die Lage, für Virchow stimmen zu fönnen. Es ist also ausgefchloffen, das ein attiver Minister gesagt haben könne, er werde im zweiten Wahlkreise für Birchow stimmen." Im zweiten Oldenburger Wahlkreise hat der gefchäftsführende Ausschuß der nationalliberalen Partei seine Anhänger aufgefordert, in der Stichwahl für den Freijinnigen Träger einzu treten. Für den Inhalt der Inserate übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung Theater. Freitag, den 23. Juni. Opernhaus. Bajazzi( Pagliacci). Neues Theater. Ein Schritt vom Wege. Deutsches Theater. Der Talisman. Berliner Theater. Die Waise von Lowood. Friedrich- Wilhelmstädt. Theater. Die Fledermaus. Kroll's Theater. Don Juan. Viktoria Theater. Frau Venus. National Theater. Des Meeres und der Liebe Wellen. Adolf Ernst- Theater. Der Schwiegerpapa. Alexanderplah Theater. Vor Sonnenaufgang. Winter- Garten. Spezialitäten- Bor ftellung. Apollo Theater. Borstellung. Königl. italienischer Circus Ernesto Ciniselli. Stadtbahnstation Zoologischer Garten. Heute, Freitag, den 23. Juni: Zweite große Komiker- Vorstellung, in welch. die ausgezeichneten Clowns des Circus Ciniselli a II es ausbieten werden, um das verehrte Publikum auf das angenehmste und amüsanteste zu unterhalten. Gebr. Weldemann in ihren originellen und neuen Trics. Gebr. Kulper, großartige musikalische Clowns. Auftreten d. beliebten Clowns Tanti, Gebr. Martinek, Caro, Folchini, Leonard etc. etc. Reiten und Vorführen der bestdressirten Schul- und Oeffentliche Wähler- Versammlungen hente, Freitag, Abends 8 Uhr, in folgenden Lokalen: Freiheitspferde, sowie Auftreten der vor- 1. Kreis: Boltz' Salon, Alte Jakobstraße 75. züglichsten Reiter und Reiterinnen. In Vorbereitung: Große reiche 2. Kreis: Berliner Bockbrauerei, Tempelhofer Verg Brauerei Tivoli, Kreuzberg. vom fönigl. italien. Hof- Balletmeister Sgt. Antonio Tignani. Achtungsvoll Ernesto Giniselli, Direktor. 3. Kreis: Brochnow's Salon, Sebastianstraße 39. Konzerthaus Sanssouci, Kottbuserstr. 4a. Spesialitate Schweizer- Garten Theater der Reichshallen. Spezialitäten- Borstellung. am Königsthor. Täglich: Täglich: Kaufmann's Variété. Spezialitäten Concert, Theater Vorstellung. und National- Theater. Epezialitäten- Borstellung. Gr. Frankfurterstr. 132. Im Theater: Preisen. Volks- Vorstellung zu ermäßigten Des Meeres und der Liebe Wellen oder: Hero und Leander. Trauerspiel in 5 Aften v. Fr. Grillparzer. Regie: Max Sampt. Raffenöffnung 5/2 Uhr. Anfang der Abend- Borstellung 71/2 Uhr. Im Garten auf d. Sommerbühne: Die Konfektionense. Geschwister Rigoli, Familie Carlo, Mr. Famera, Max Grabow, Gebr. Dissenato, Emma Lucas, Troupe Columbia und Gebr. Vercroa. Jm Saale: BALL.[ 4199L* Moriz Morit Etablissement Blas. Buggenhagen. Play. Täglich Instrumental- Konsert. Großer Frühstücks- n. Mittagstifd. Spezial- Ausschant von Pahenhofer Lagerbier, hell und dunkel. An Sonn- und Fektagen Boltsstück m. Gesang u. Tanz in 4 Aften findet das Konzert in den oberen von Friedrich. Regie: Frit Schäfer. Sälen statt. Entree Wochent. 10 Pf. Sonnt. 25 Pf. Vor und nach der„ Konfektioneuse": Säle für Bersammlungen, Kommerse, Auftreten von Spezialitäten 1. Ranges. Morgen im Theater: Die Königstochter als settlerin, ober: Die Schule des Lebens. Im Garten: Die Konfektioneuse. Festlichkeiten 2c. ratweil'sche Bierhallen. G Kommandantenstr. 77-79. Täglich: Passage- Auftreten der Leipziger Sänger Auftreten der Leipziger Sänger vom Bryftall- Balatt. Wochent. 71/2 Uhr. Entree 10 Pf. Pf. 5. Kreis: Schützenhaus, Linienstraße 5. Germania- Festsäle, Chausseestraße 103. Tages- Ordnung: Die bevorstehenden Stichwahlen. 847/14 Zahlreiches Erscheinen erwarten Die Einberufer. Reichstags- Wahlkreis! Kaufmann's Variété 5. Berliner Reichstags- Wahlkreis! Am Stadtbahnhof Alexanderplatz. Im prachtv. Sommergarten täglic Gr. Garten- Concert und Spezialitäten- Borstellung. Bei ungünstigem Wetter findet die Vorstellung im Saale statt. Anfang: Sonntags 6 Uhr. Wochentags 8 Uhr. Entree 30 ẞf. Café Wilhelmshöhe" Panopticum. Anf. Sonntags 6 Uhr. Entree 30 B 15 Anerkannt gute Küche. Neu: Blaue Grotte. Neu: Geistertisch. Das Wunderpferd. Täglich 6-10: Spezialitäten Theater ohne Extra- Entree. Castan's Panopticum. Neu: Der Tod als Erlöser. Neu: Die Schrecken des Meeres. Bauern- Aufstand! Illusionist. Vorstellungen. Irrgarten. Schreckenskammer. Moabiter Gesellschaftshaus. Ult- Moabit 80 und 81. Täglich: Theater- und SpezialitätenVorstellung, sowie Concert. Anjang 4 Uhr. Säle für Festlichkeiten und Versammlungen. Carl Koch. Norddeutsche Brauerei. " 9 Woltersdorf bei Erkner, Minuten v. Bahnhof a. d. Chauffee nach Ralfberge Rüdersdorf, 2 gr. öffentl. Versammlungen am Freitag, den 23. Juni d. J., Abends 8 Uhr. 1. Germania- Säle, Chausseestraße Nr. 103. Referent ReichstagsAbgeordneter Paul Singer. 2. Schützenhaus, Linienstraße Nr. 5. Referent Reichstags- Randidat Rob. Schmidt. Alle Wähler des 5. Berliner Reichstags- Wahlkreises sind zu diesen Versammlungen eingeladen. 851/12 Achtung, 6. Wahlkreis! Sonntag, den 25. Juni, in Schloß Schönholz: aljo nigt Woltersdorf. Sälenje. Gr. Sieges- Fest, Haal und Vereinszimmer zu jeder Versammlung frei. Der Garten fäßt bestehend in Doppelkonzert und Gesangsvorträge. ca. 3000 Personen. Regelbahn und Anfang früh 8 Uhr. Programme à 10 Pfg. Billardzimmer. Kaffeeküche NB. Gesangvereine, welche gewillt sind, mitzuwirken, bitte die Adressen täglich geöffnet. Um Zuspruch bittet bei Witzel, Elisabethfirchstr. 18, und R. Bahr, Gerichtstraße 19, abzugeben. Die Vertrauenspersonen. 43718* Carl Gillmann. Steppdecken und 858/14 Oeffentliche Versammlung 58. Chausso: Strasse 50. Schlafdecken der Töpfer Berlins und Umgeg. Täglich: Concert. Wadentags Entree frei. Bei ungünstiger Witterung im Saal. E Die neu eingerichtete Kaffeeküche ist den geehrten Gäſten von 2 bis 6 Uhr geöffnet! 4146L* ( mit kleinen Farbenfehlern) spottbillig in der Deckenfabrik von J. Brünn, Hackescher Markt Nr. 4. ( Stadtbahnhof Börse.) Freie Volksbühne. Am Sonntag, den 25. Juni, Nachm. 21/2 Uhr, findet für die 11. Abtheilung( grüne Karten) eine Vorstellung im National- Theater statt. Zur Aufführung gelangt: Der Richter von Zalamea. Schauspiel in 3 Aufzügen von Calderon de la Barca. Musik von Kapellmeister Adolf Wiedecke. Mitglieder, die zum zweiten Male die Vornellung befuchen am Dienstag, den 27. Juni, Abends 6 Uhr, im Lokale des Herrn Joël, Andreasstraße Nr. 21. Zages Ordnung: 1. Berichterstattung vom letzten deutschen Töpferkongres. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Die Kollegen werden ersucht, tn dieser Versammlung recht zahlreich zu erscheinen, damit die Unwissenheit der Kollegen beseitigt wird, indem in dieser Versammlung Klarbeit geschaffen werden soll, welche Stellung die Berliner Kollegen zu dem Beschluß des letzten Kongresses einnehmen müssen. J. A.: Der Vertrauensmann. G. Melzer. 824/15 Achtung! Putzer( Maurer). Große öffentliche Versammlung wollen, können von 24 Uhr an im Theater Extrakarten à 60 Pf. der Putzer Berlins und Umgegend Entree 30 Pf., reservirter Platz 50 Pf. erhalten. 4127L* Helmuth Peters. Ostbahn- Park am Rüstriner Plaz, ( Hermann Jmbs) Rüdersdorferstr. 71, am Ostbahnhof. Konzert, Täglich: Theater u. Spezialitäten Vorstellung. Pantomimisten- Truppe Garetton, urtom. Tarameter- Droschtenfahrt, Mr. De Dolfs, Neger- Eyentric 2c. Boltsbelustig. jeder Art. 4 Kegelbahnen zur Verfügung. Für Schmiede. Eine Landschmiede mit guter Rundschaft und zirka 8400 Quadratruthen eigenen Ländereten, Gebäude gut, foll Voranzeige. Das Ill. Stiftungsfest der Freien Volksbühne findet am Sonntag, den 23. Juli, in Schloß Schönholz bei Berlin statt. Dekoratinos und Schriftenmaler, die sich freiwillig an den Arbeiten am Montag, den 26. Juni, Nachmittags 5%, Uhr, in ,, Marten's Festsälen", Friedrichstraße 236. Tagesordnung: 1. Bortrag. 2. Abrechnung der Sammellisten. 3. Wie fördern wir die gitation? 4. Was lehrt uns das Gewerbegericht? 5. Gewerkschaftliches. Das Erscheinen aller ist nothwendig; besonders werden diejenigen Kollegen, welche teiner Organisation angehören, ersucht, sich recht zahlreich [ 244/20] Der Vertrauensmann. einzufinden. zu dieſem Feſt betheiligen wollen, werben gebeten, ihre Adreffe dem Unter Allgemeiner Unterstüßungsverein der Töpfer Deutschlands zeichneten einzusenden oder sich zu einer Besprechung am Mittwoch, den 27. Juni, Abends 81/2 Uhr, bei Norbert, Beuthstr. 22, einzufinden. Filiale Berlin). Damen und Herren, die geeignet und gewillt sind, als darstellende Personen an den Veranstaltungen des Vereins für diesen Tag theilzunehmen, Am Sonntag, den 25. d. M.. Vormittags 10 Uhr, im Saale des werden ebenfalls gebeten, am Mittwody, den 27. Juni, bei Norbert zu erscheinen. Der Vorstand der Freien Volksbühne: J. A.: Julius Türk, SW., Solmsstr. 24. 389/19 Herrn Röllig, Nene Friedrichstr. 44: Mitglieder- Versammlung. Zagesordnung: 8. 1. Berichterstattung vom 9. deutschen Löpferkongreß. 2. Diskussion. Freie Vereinigung der Bauarbeiter Berlins? 3. Vereinsangelegenheiten. Außerordentliche 328/11 Der Vorstand. General- Versammlung Achtung! Sattler! Achtung! Tagesordnung: wegen vorgerückten Alters des Besitzers am Sonntag, den 25. Juni, Vorm. 111/2 Uhr, bei Scheffer, Inselstr. 10, II. mit voller Ernte unter günstigen Bedingungen verkauft werden. Bu er 1. Wahl des gesammten Vorstandes. 2. Vereinsangelegenheiten fragen in der Exped. des Rostocker( Beschwerdeführung gegen Mitglieder). 3. Verschiedenes. 512b Anzeiger" Rostoc. 44432* Gäste haben Zutritt. Der Vorstand. Berantwortlicher Reduafter: Wilhelm Schröder in Berlin. Druck und Verlag von Mag Wegen der am 24. d. Mts. stattfindenden Stichwahlen findet die Ver sammlung des Verbandes der Sattler und Tapezirer an diesem Tage nicht statt. Die nächste Versammlung findet am 8. Jult bei Wienede, Alte Jakobstr. 88, statt. Der Vorstand. Hierzu zwei Beilagen 264/20 Bading in Berlin, SW, Beuthstraße 2. 1. Beilage zum„, Vorwärts" Berliner Volfsblatt. Nr. 145. Freitag, den 23. Juni 1893. 10. Jahrg. Was bei Erhebung von Wahl- teht uns ein angehöriger ber uns eng be- Wörtchens„ nicht" unterlaufen. Es hieß in dem in Nr. 142 protesten zu beachten ist. " Stichwahl steht; näher aber als der Sozialdemokrat genossen Cramer in Stichwahl tommt, durch Fortfall der freundeten freisinnigen Voltspartei und für der Neuen hessischen Volksblätter" veröffentlichten Aufruf:" Bur einen solchen einzutreten ist im jetzigen Augenblick für uns doppelte Stichwahl diesen Samstag wird die Sozialdemokratie alles aufZur Einreichung eines Wahlprotestes ist jeder Deutsche Bolfspartei im Wahlkreise Fürth Erlangen ohne Rücksicht im Jahre 1890 haben sich aber die sozialdemokratischen Stimmen Pflicht. Wir bitten namens der Partei alle Anhänger der deutschen bieten, um den Sieg für Balthasar Cramer zu erringen. Bereits berechtigt, gleichgiltig ob er in dem Wahlkreise, auf dem sich der auf den gefaßten Beschluß mit Nachdruck für den freisinnigen zur Stichwahl um nahezu 3000 Stimmen vermehrt und gilt es Protest bezieht, wohnt oder nicht. Der Protest muß spätestens 10 Tage nach Eröffnung 1893. Namens des engeren Ausschusses: Payer." Boltsparteimann zu stimmen und zu wirken. Stuttgart, 20. Juni also unsererseits, teine Mühe und Arbeit zu scheuen, des Reichstages und bei Nachwahlen, die während damit der Wahlkreis Darmstadt- Groß- Gerau einer Session stattfinden, spätestens zehn Tage nach Löblich! Gleiche Stimmzettel werden in Dessau der Sozialdemokratie zufällt." Feststellung des Wahlergebnisses beim Reichstags- bei der Stichwahl sowohl von den Wahlkomitees für Rösicke als Im ersten meiningenschen Wahlkreise wird die Sozialauch vom Wahlkomitee für Peus benutt. Auf die entsprechende Buschrift des sozialdemokratischen Wahlkomitees an die gegnerischen wurde von den letteren in bereitwilligſter Weise ein Muster des von ihnen benutten Stimmzettels übersandt. Unfrerseits wird nun der Stimmzettel in gleicher Ausstattung an gefertigt werden. Bureau eingelaufen sein. Proteste, die später eingehen, bleiben unberücksichtigt. Dagegen ist es angängig, Nachträge zu dem Proteste auch später einzureichen, doch können diese nur Berücksichtigung finden, wenn in dem ersten Protest bereits auf diese Nachträge bezug genommen oder wenn sie darin angekündigt sind, oder wenn der Nachtrag sich als eine Ergänzung zu einem der Protestpunkte erweist. demokratie für den Freifinnigen Dr. Weigt aus Berlin und damit gegen den Kartellkandidaten Prof. Paasche aus Marburg eintreten, nachdem sich ersterer schriftlich verpflichtet hat, 1. gegen jede Vermehrung des stehenden Heeres über den Rahmen der gegenwärtigen Präsenzstärker hinaus, 2. gegen jede Vermehrung der dadurch stärker werdenden Steuerlasten, und endlich Bur Stichwahl in München. Eine Vertrauensmänner- 3. gegen jede Beschränkung des allgemeinen gleichen, direkten und gravirende Vorgänge aufzunehmen und Nebensachen, die auf schlossen, dem Wahlkommissar des Wahlkreises München I, Für den Wahlproteft empfiehlt es sich, nur wirklich Versammlung der sozialdemokratischen Partei Münchens hat be- geheimen Wahlrechts zu stimmen. das Endergebniß der Wahl ohne Einfluß sind, fortzu- Herrn Bürgermeister Borscht, nachstehende Resolution zu didaten der Freifinnigen Voltspartei, Buddeberg, In Bittan stimmen unsere Parteigenossen für den Kanlassen. Gerade durch das Ueberlasten der Wahlproteste mit unterbreiten: In Anbetracht, daß der Magistrat München ebenso im schlesischen Wahlkreise Jauer- Bolkenhain- Landeshut nebenfächlichen Dingen, z. B. daß kein verschlossenes Gefäß, die Ausfertigung von Abschriften der amtlichen Wähler- für Dr. Otto Hermes aus Berlin, der die von unserem Parteisondern eine Schüssel oder gar eine Bigarrenfiste als Wahlurne liften zur Hinausgabe an die verschiedenen Barteien ab- vorstande vorgeschriebenen Bedingungen einzuhalten sich verdiente, oder daß irgend ein Armengeld- Empfänger mitgestimmt habe, wird der Fortgang der Wahlprüfungen ungemein erschwert. gelehnt hat, ersucht der Wahlausschuß der sozialdemokratischen pflichtet hat. Eo ein Armengeld- Empfänger macht eine besondere Erhebung möge am 26. Juni bei der Stichwahl darauf achten, daß keine Partei den Wahlvorsteher des Wahlkreises München I, derselbe In Stettin fordern eine Anzahl von Wählern Mundel's bei der betr. Behörde nothwendig und ist die Angabe richtig, Partei am Wahllokal eine Wählerliste führt, bezw. führen darf." auf, in der Stichwahl den Wadelstrumpf zu wählen. dann ist das Fazit, daß eine Stimme dem Gewählten ab- Anlaß zu diesem Vorgehen gab die nachweisbare Thatsache, daß gezogen wird. Im sächsischen Wahlkreise Wurzen- Oschatz hat nicht Wahlvorsteher die Derartige Angaben haben also nur einen Sinn, wo die Wählerlisten zur Abschrift aus den Händen gaben und somit Freifinnigen Vereinigung angehörende Fabrikant Brud aus denselben anvertrauten amtlichen der nationalliberale Fabrikant Niethammer, sondern der der Wahl nur mit ganz geringer Mehrheit erfolgt ist. Wo das nicht der Fall, lasse man solche Kleinigkeiten fort. Gliste arbeiten kann, während dem sozialdemokratischen Wahl- Steinfurt ist Zimmermann 3, nicht Zimmermann A. geeine Partei mit einer gesetzwidrig erworbenen, forreften Wähler- Oschatz kandidirt. Im westfälischen Wahlkreise Tecklenburgwird dadurch das Prüfungsgeschäft wesentlich erleichtert und der ausschuß die Ausfertigung einer amtlichen Liste gegen Entrichtung wählt worden. durch den Protest beabsichtigte Zweck wesentlich gefördert. Als unum stößlichen Grundsay müssen die Protestder Schreibgebühren behördlich verweigert wurde. Neutralität die Zeugen für die Behauptungen sofort in dem Proteste walten, wenn sämmtliche Listen beseitigt werden und am Wahlerheber festhalten, nur wirklich Erweisbares anzuführen und kann, da die bezeichnete Abschrift der Listen feststeht, nur dann anzugeben. Den Namen der Zeugen ist die genaue Adresse lokal aufzulegen verboten sind. beizufügen. Angaben, die vom Hörensagen herrühren, Aus dem Wahlkreise Ohlan- Strehlen- Nimptsch wird lasse man aus den Protesten lieber fort. Nicht der Umfang, der Bresl. 3tg." geschrieben, daß ein Oberamtmann selbst kleine sondern die Begründetheit der Angaben giebt dem Pro- Bettel aus dünnem Papier geschnitten, den Namen des Konsertest seinen Werth. Etwaige Beweis stücke( Stimm- vativen Rother darauf geschrieben und diese Zettel auf einen zettel, Flugblätter, Zeitungsartitel, Annoncen 2c.) sind dem Tisch am Eingange des Wahlzimmers gelegt hat. Darauf mußte Ueber Wahlbeeinflussungen in Niederbarnim wird Protest beizufügen. Dieser selbst ist:„ An den Deutschen der Schaffer die Leute zur Wahl rufen mit dem Bemerken, daß außerordentlich geklagt. Unter anderem wird mitgetheilt, daß Reichstag", Berlin, zu adressiren. die Wahlzettel oben auf dem Tische liegen. Aehnliche Dinge ein Beamter der preußischen Bergbehörde, welcher Staltberge sollen auf fast jedem Dominium vorgekommen sein. Wie wir Rüdersdorf unterstellt ist, Bergleuten eröffnet hat, die Geschäfte hören, wird die Wahl von der sozialdemokratischen Partei und dem Deutschfreisinn angefochten werden, wegen der vielen Wahlbeeinflussungen, die zu gunsten des Rother, besonders seitens der Landwirthe, ausgeübt worden sind. Es empfiehlt sich, von Wahlprotesten, die an den Reichstag eingesandt werden, der sozialdemokratischen Fraktion eine Abschrift zugehen zu lassen. Die Reichstagswahl. Aus Breslau meldet die Volksw a ch t", unser schlesisches Bruderblatt: Wie bei den bürgerlichen Ordnungsmännern" die Achtung vor dem Gesez" vorhanden ist, davon Gs " 3 " Zur Wahlenthaltung fordert die konservativen Wähler im daß diese Taktik immer proklamirt wurde, aber wie bei der letzten 2. Wahlkreise das„ Volk" auf. Unsere Genossen werden wissen, Wahl werden auch diesmal Konservative und Antisemiten die Freisinnigen gegen unsere Kandidaten in Berlin und anderwärts unterstützen. Deshalb müssen wir alle Kräfte anspannen, damit das hohe Biel erreicht werde, daß Berlin ganz unser werde. gingen schlecht, wenn aber die Militärvorlage angenommen würde, würden mehr Kasernen gebaut; dann brauche die Behörde niemand zu entlassen, da dann Steine gebraucht würden, für das Bergwerk also Arbeit sei. Die nöthigen Schritte zur ftrafrechtlichen Verfolgung des Beamten wegen amtsmißbräuchlichen Versuchs des Stimmentaufs zu Wahlzwecken sind eingeleitet. in Hagen Ueber die Sozialdemokratie schreibt die National geben lehrreiche Beispiele in Hülle und Fülle die Wahlakte in Die Stammburg" Eugen Richter's, Hagen, und die Beitung" ein Langes und Breites. Ihrer Weisheit Schluß allen Theilen der Provinz. Selbst hier in der Stadt ist Wahl schwer bedroht. Die Dinge stehen so, daß beide Sozialistenseines Adjudanten Schmidt, Lennep Mettmann, sind ist: Will man nicht auf Ausnahmegesetze oder eine Krisis hin- beeinflussung geschehen. So hat in der Post balterei auf arbeiten, in der schließlich Waffengewalt entscheidet, so giebt es der Gabigstr. 15 der Posts chaffner Scherner den tödter, wenn sie nicht die Stimmen der Nationalliberalen be= nur das eine Mittel des Zusammenhaltens aller anderen Barteien Postillionen auf den Namen Hobrecht lautende Wahlzettel werden. Das hätte sich der Vater der Sparagnes jedenfalls nicht kommen, von den Sozialdemokraten aus dem Sattel gehoben gegen die Sozialdemokratie an den Wahlurnen. Die Wirkung verabfolgt und mit Entlassung vom Dienste gedroht, wenn sie träumen lassen. Im Schmidt'schen Wahlkreis sprach sieb von parlamentarischen Erörterungen über den Zukunftsstaat, Sobrecht nicht wählen. Nun, des Herrn Postschaffners Vorgehen träumen lassen. Im Schmidt'schen Wahlkreis sprach sieb wie sie im Februar im Reichstag stattfanden, ist an sich zweifel- streift hart ans Lächerliche, denn es war hier in der Stadt denn necht am Mittwoch in zwei Versammlungen in Ronsdorf haft; zu einer lächerlichen Farce aber werden sie, wenn doch unmöglich, Kontrolle über den Inhalt der Stimmzettel am Nachmittag und in Remscheid am Abend. Im Richterder Einigkeit im Reden und Bravorufen gegenüber der Sozial- während dem Wahlakte zu üben. schen Wahlkreis Aus Trebnitz schreibt man sprach am Mittwoch Harm, demokratie bald darauf die Unterstützung derselben durch den uns, daß in der ganzen Umgegend Gendarmen und Nachtwächter fündigt. Die fortschrittlichen Flugblätter wetteifern an Gemeinund ist für Donnerstag Regierungsbaumeister Ke ßler angeeinen Theil der Redner und Bravorufer gegen den anderen bei die sozialistischen Stimmzettel abgeholt haben." den Wahlen folgt. Das wäre ein Schauspiel, welches die heit und Verlogenheit mit den schlimmsten nationalliberalen. Umsturzpartei allerdings nur mit Geringschäßung der bürgerlichen Neber Wahlbeeinflussungen im Kreise Militsch Parteien und mit der Zuversicht erfüllen kann, dieselben zu Trebniß wird der„ Schlesischen Volks- Beitung" geschrieben: reich besuchte Wählerversammlung statt, in welcher 2iebknech t In Dortmund fand am Montag eine außerordentlich zahlüberwinden. Die Hauptredner vom Februar waren Herr Richter" Es soll in Pingen ein herrschaftlicher Förster im Wahllokal mit und nach ihm Regierungsbaumeister Reßler sprachen. Die überwinden. Die Hauptrebner vom Februar waren Herr Richter Stimmzetteln für Herrn von Salisch erschienen sein und die Stimmung ist hier die dentbar günstigste. und Herr Bachem und jetzt sind ihre Parteien es, die der Sozialdemokratie Stichwahl- Hilfe, direkte und indirekte, Stimmzettel der ankommenden Wähler revidirt haben, insofern leisten. Die Mittelparteien haben bei jener angeblich großen dieselben nicht auf den genannten Kandidaten lauteten, sollen sie In Solingen sprach am Dienstag 2iebknecht in überAttion nur sekundirt und sie haben nicht, wie die Haupttheil- eingezogen und andere ausgehändigt worden sein. Nachdem dem füllter Versammlung. Gegner waren anwesend, wagten sich nehmer, hinterher große Reklame dafür gemacht; aber wir betreffenden Förster Müller der Aufenthalt im Hause vom dortigen jedoch nicht heraus. Der Sieg Schumacher's, der ebenfalls denken, daß sie überall, wo dadurch der Sieg eines Sozial- Lehrer verboten worden, soll er sein Werk ani Baune des Schul- das Wort nahm, ist als sicher zu betrachten. Die Kuhhandeldemokraten in der Stichwahl zu verhüten ist, alle Kraft gegen hauses fortgesetzt haben. In Gellendorf wurde vom Direttor geschäfte" der gegnerischen Parteien vermögen hieran nichts zu ihn einsetzen werden, daß die konservativen Wähler dasselbe thun der Vogt im Flur des Schulhauses, wo die Wahlzettel auslagen, ändern. werden und auch viele deutschfreisinnige trop entgegenstehender postirt; derselbe sagte den ankommenden Arbeitern: ihr habt nur Rathschläge fraktionsverblendeter Führer. Es muß der Sozial- von diesen Betteln zu nehmen, von den andern ist es verboten. demokratie dargethan werden, daß die staatliche und soziale Ord- In Jagatschütz soll vor dem Wahllokal ein herrschaftlicher Diener nung, wie reformbedürftig sie in vielen Punkten auch sein mag, mit Wahlzetteln gesessen haben, der den ankommenden Wählern eine starte, feste und entschlossene Vertretung im Volte hat. Der Die abzugebenden Stimmzettel überreichte. Auf ähnliche Weise Stichwahltermine. Außer in den schon bezeichneten Wahllette Mann muß bei den Stichwahlen an die Urnen gebracht soll es in Stroppen zugegangen sein. In Priffelwig ist den freisen findet auch im Regierungsbezirk Osnabrück die Stichwerden gegen die Sozialdemokratie, um deren Bekämpfung es Arbeitern von ihrem Brotherrn gesagt worden, wenn ihr nicht wahl zwischen Wannhof( natl.) und von Scheele( Welfe) am sich in dem zweiten Wahlgange vornehmlich handelt, und gegen solcher Weise wird von„ angesehenen Leuten die Wahlagitation Bayern auf den 26. Juni angesetzt. Es stehen hier im 1. Wahlfür den Kandidaten stimmt, so sind wir geschiedene Leute. In 23 Juni statt. Die Stichwahlen in Weimar sind wie in ihre offenen und uneingestandenen Bundesgenossen. betrieben und als geheime Stimmenwahl betrachtet. Obige An- treise der Freikonservative Kalmring dem Sozialdemokraten Baudert gaben sind von Augenzeugen erzählt, die sich jedenfalls verbürgen gegenüber, im 2. Wahlfreije von der Osten( natl.) gegen Casselfönnen. mann( freis. Volfsp.) und im 8. Wahlkreise Walter( natl.) gegen Leutert( Soz.). " Am 26. Juni findet die Stichwahl statt im 2. olden burgischen Wahlkreise, im 1. wahrscheinlich ebenfalls. In beiden Kreisen kommt unser Genosse Hug aus Bant in Frage. Kommunales. Stadtverordneten- Versammlung. Deffentliche Sigung vom Donnerstag, 22. Juni Nachmittags 5 Uhr. Zur Erklärung unseres Stimmenrückgangs in Leipzig: Stadt wird uns von dort geschrieben: Wir erhielten diesmal 11 784 Stimmen gegen 12 921 Stimmen am 20. Februar 1890. Zunächst hat der Rückgang darin seine Ursache, daß die ärmeren Mischmasch. Zu den Stich wahlen schreibt die Bos Klassen durch die hohen Miethpreise und den Abbruch der alten sische Zeitung", der die Sozialistenangst den Kopf verwirrt Wohnhäuser mit relativ billigeren Wohnungen mehr und mehr liberalen für den Freifinn stimmen), so müssen die freisinnigen hat:" Aber auch wenn es nicht geschieht( daß die Nationalnach den Vororten hinausgedrängt werden. Weiter liegt es daran, daß die Streichung von Personen aus den Wählerlisten Wähler, wo immer sie können, zu gunsten der nationalliberalen noch bei feiner Wahl in solchem Umfange geübt wurde Kandidaten, denen des Zentrums, der Antisemiten, der Sozialals diesmal. Das" Tageblatt" bestätigte dies, indem es demokratie, der Rechten gegenüber den Ausschlag geben." schrieb, e3 sei damit diesmal sehr genau" ge= nommen worden. Wie Wahltyrannei. Aus Marten( bei Dortmund) geht der „ genau" es genommen wurde, geht aus folgendem Beispiele hervor. Die Frau eines Bürgers" Trem." folgende„ Deffentliche Anfrage" zu:" Ist das auch eine war im vorigen Winter bei Glatteis gestürzt und einige Wochen Wahllokals einem Wähler den gefalteten Stimmzettel mit den Petitionsausschusses. geheime Wahl, wenn ein Betriebsführer im Vorzimmer eines Auf der Tagesordnung stehen zunächst Berichte des im Krankenhaus behandelt worden. Obgleich sich ihr Mann Worten:„ laß' mal sehen" aus der Hand reißt, ihm den„ richbetreffs der Bezahlung befragt hatte, betam er feine Rechnung tigen" in die Hand drückt, den ersteren Bettel dann entfaltet Heinrich Ziethen, um Niederschlagung rückständiger Bacht für die Ueber die Petition des Restaurateurs der Markthalle XII, zugesandt. Er wollte nämlich den Hauswirth verklagen, vor und mit Hohnlachen an einem von Beamten u. f. w. vollbesetzten Restauration in dieser Markthalle und um Ueberlassung der dessen Haus die Frau gestürzt war. Jezt wird er von der Wahl Tische herumreicht? Ist das nicht eine gemeine Wahltyrannei? Restauration in der neuerbauten Engros Markthalle an der zurückgewiesen, weil er Almosen empfangen habe. Er ging zum Ein Wähler aus Marten." Armenamte und frug, weshalb er keine Rechnung erhalten habe; Neuen Friedrichstraße sollte nach dem Ausschußantrage zur da wurde ihm mitgetheilt, das Armenamt tönne innerhalb drei Zum Kuhhandel in Reichenbach- Neurode. Im Anschluß Tagesordnung übergegangen werden. In der Sigung der VerJahren die Rechnung senden, wann es ihm beliebe. Auf diese an unsere gestrige Mittheilung über den Schacher zwischen Kon- sammlung vom 27. April wurde jedoch Berichterstattung über die Weise kommt man in Leipzig um sein Wahlrecht! servativen und Zentrum sei noch folgendes nach der Ger- Der Petent ist auf seinen Antrag aus dem ersten Bertrage, nach dem er Petition verlangt. Den Bericht erstattet nunmehr Stadtv. Reich now. mania" mitgetheilt:„ Die Vertrauensmänner- Versammlung der Die Frankfurter Beitung" bekämpft scharf den Beschluß Bentrumspartei des Wahlkreises erklärte, daß sie in der von dem 5000 M. Bacht zu zahlen hatte, entlassen worden, gab dann bei sation Fürths, wonach die Boltsparteiler in der Stichwahl für achtens weitgehende Erklärung unseres Kandidaten, Herrn tragt er, weil er auch bei 1000 Mt. Bacht durchaus nicht auf seine des Fürther Volksvereins, der volksparteilichen Organi- Steuen Wahlverein formulirten Antwort auf die unseres Er- der Neu- Ausschreibung ein Gebot von 1000 Mt. ab, woneben 600 M. Miethe zu zahlen waren. Jetzt nach 6 Monaten bean= Deutschfreisinnigen zu wählen! Der engere Ausschuß Deckungsfrage ganz außer Acht gelassen ist, und bleibt deshalb Miethe von 580 M. und die Ueberlassung der Restauration in Segi( Sozialdemokrat) eintreten wollen. Sie fordert auf, den Conrad, ein Entgegenkommen nicht finden kann, zumal die tragt er, weil er auch bei 1000 m. Pacht durchaus nicht auf seine Rechnung kommen kann, die Niederschlagung der rückständigen der deutschen Volkspartei erklärt: „ Wir lesen, daß ein Bersammlung unserer Parteigenossen in bei der von Herrn Conrad abgegebenen Erklärung stehen. Der neuen Engroshalle, da seine ganze Einrichtung den speziellen Fürth ohne Fühlung mit der Parteileitung beschlossen hat, in so glauben wir jede Berantwortung ablehnen zu müssen." Die Ausschuß beantragt wiederum Uebergang zur Tagesordnung, da Sollte demnach der Kandidat der Umsturzpartei gewählt werden, Bedürfnissen eines solchen Lokals gemäß beschaffen sei. Der Sollte demnach der Kandidat der Umsturzpartei gewählt werden, der Stichwahl gegen die freisinnige Volkspartei für den Sozial- so glauben wir jede Berantwortung ablehnen zu müssen." Die Bedürfnissen eines solchen Lokals gemäß beschaffen set. Der Demokraten einzutreten. Wir fönnen uns diesen Beschluß nur die Wahl des Sozialdemokraten( A. Kühn Langenbielau) so gut zweite Gebot zu hoch abgegeben habe. Würde man auf das Germania" sagt: Bei dem dort grassirenden Katholikenhaß ist der Betent es sich selbst zuzuschreiben habe, wenn er auch das durch eine uns begreifliche, persönliche Verstimmung erklären; wie sicher." mit persönlichen Antipathien und Sympathien macht man aber Betitum eingehen, so könnten mit demselben Rechte alle anderen feine zielbewußte Politik. Die deutsche Volkspartei hat keine Ein luftiger Druck oder Schreibfehler ist im Aufrufe Markthallen- Restaurateure Miethsniederschläge verlangen. Bur Minute gezögert, entschieden für jeden Sozialdemokraten ein- des ordnungsparteilichen" Zentral- Wahlausschusses in Darm Empfehlung einer bestimmten Person für die Restauration der zutreten, der gegen einen Anhänger der Militärvorlage in der st a dt, wo der Nationalliberale Dsann mit unserem Partei- Engros- Markthalle sei der Ausschuß gar nicht kompetent. B " a m Die Vorlage wird genehmigt. ein Müggelsee und in Stadtv. Singer: In dem letteren Punkte bin ich mit schließlich und in ihrem ganzen Umfange mit tuberkulöfen jwert3.Anlagen ist soweit vorgeschritten, daß dem Ausschusse einverstanden; ein derartiges Eingreifen der Frauen zu belegen und alsdann die Wöchnerinnen mit in die Lichtenberg Versammlung in die Grefutive würde zu Konsequenzen führen, Heimstätte für genesende weibliche Personen in Blankenburg auf Theil der Anlagen wahrscheinlich schon anfangs Juli d. J. von welchen ich die städtische Verwaltung außerordentlich gern zunehmen, 4. die Kosten, die durch die veränderten Dispositionen in Betrieb wird gesetzt werden können. Die städtischen Wasserwerke frei halten möchte. Die Gründe des Ausschusses gegen den hinsichtlich der Heimstätten in Malchow und Blankenjelde für werden alsdann 230 800 Rubikmeter Wasser pro 24 Stunden in Mietbserlaß überzeugen mich aber nicht. Daß der Mann später bauliche Arbeiten und Inventarankäufe entstehen, bis zu dem die Stadt zu fördern in der Lage sein. Der Maximaltages= auch noch ein zu hohes Gebot abgegeben hat, ist doch fein Motiv Betrage von 7500 M. aus dem für unvorhergesehene Ausgaben Verbrauch an Wasser betrug im Jahre 1892 182 196 Stubitdafür, ihn für das Nichtrentiren seines Unternehmens verant- bestimmten Fonds von 500 000. entnommen werden, 5. der meter. Derfelbe wird sich voraussichtlich in diesem Jahre auf wortlich zu machen. Die Markthalle auf dem Gesundbrunnen Kostenbetrag für die Verpflegung eines Kindes in einer städtischen 194 000 tubifmeter bis 200 000 Rubikmeter erhöhen und ist dann hat zur Zeit noch keinen irgend erheblichen Verkehr, das Heimstätte auf 1,50 M. auf den Tag festgesetzt wird. nur noch eine weitere Zunahme des Wasserverbrauchs um 80 800 Restaurant tann nicht rentiren, und wenn der Magistrat aus Zur Begründung dieser Vorschläge wird bemerkt, daß es sich Kubikmeter erforderlich, um die Grenze der Normalleistungsmehr hygienischen Rücksichten die Nothwendigkeit eines darum handle, die Blankenfelder Heimstätte für genesende Wöch fähigkeit der vorhandenen Werke erreicht zu haben. Da dieser Restaurants anerkennt, so muß es von Verwaltungs wegen nerinnen, die bisher nur sehr schwach belegt war und im vorigen Zeitpunkt in nicht langer Zeit eintreten dürfte, so soll nach der unterstügt werden. Der Petent hat sich in hat sich in Rücksicht Herbst gefchloffen werden mußte, in ihrem ganzen Umfange der Fertigstellung der ersten Hälfte der Anlagen am Müggelsee und auf diefes Unternehmen eine Einrichtung anfertigen Fürsorge für Refonvaleszenten nugbar zu machen. Die in Lichtenberg sofort mit dem Bau des ersten Theils der zweiten laffen, in die er fein bischen Vermögen hineingefedt hat; der Aufnahme von Wöchnerinnen fcheitere gewöhnlich an der Hälfte dieser Anlagen begonnen werden. Bum Anfaufe Verkehr aber ist so minim, daß er überhaupt irgend welche Bacht oftenfrage, da die Krankenfassen grundfäßlich die Ueber. von Baumaterialien, Schiebern und nicht herauswirthschaften fann. Zudem ist unmittelbar neben nahme von Verpflegungstoften für genesende Wöchnerinnen Röhren soll die Versammlung, obwohl die detaillirten Pläne der Markthalle ein polizeilich tonzessionirter Privatmarkt vor- ablehnten und die Wöchnerinnen selbst die Kosten nicht und Kostenanschläge erst 1894 vorgelegt werden tönnen, schon jest handen, der der Markthalle und dem Restaurateur die wenigen aufbringen fönnten, die verheiratheten Wöchnerinnen auch schwer 800 000 M. aus Anleihemitteln bewilligen. Käufer vollends entzieht. Etwas befremdlich ist ein weiterer auf mehrere Wochen von ihrem Haushalt abkömmlich seien, da Vorgang. Der Magistrat hat den Betenten, wozu ja die formelle der Mann für eine geeignete Vertretung in der Wirthschaft nicht Mit Rücksicht auf das fortgesetzte Anwachsen der Be Berechtigung zweifellos ift, aufgefordert, binnen acht Tagen die zu sorgen vermöge. Nach der Ansicht des Magiftrats find völkerung Berlins und der fortschreitenden Vergrößerung des rückständige Miethe zu zahlen, sonst müßte seine Raution versilbert Freistellen die erste Bedingung für die Lebenskraft einer städtischen Verwaltungs- Apparates soll das rothe Buch", werden. Der Magistrat wußte dech, daß Biethen fich petitionirend Wöchnerinnen- Pflegestation, und solche sollen in größerem Um welches den Nachweis sämmtlicher in der Gemeindeverwaltung an uns gewandt hatte, und es wäre vielleicht ein Aft der Kollegialität fange als bisher an bedürftige Wöchnerinnen vergeben werden, angestellten Personen enthält, in Zukunft alljährlich erscheinen. gewesen, wenn er mit dieser Drohung wartete bis die Versamm- da hierzu die Zinsen aus dem von der Kaiferin über Der bisherige Inhalt foll im allgemeinen beibehalten werden, Lung gesprochen hätte. Juzwifchen aber ist die Raution thatfächlich wiesenen Betrag von 100 000 m. aus dem Ueberschuß der Schloß- Form und Ausstattung jedoch eine Aenderung erfahren. Der verilbert worden, woran Petent noch einen Verlust von 200 m. freiheits- Lotterie, die Zinsen der Stiftung des Dr. Schlösser nächste Neudruck soll noch im Laufe des Etatsjahres 1893/94 ererlitten hat. Sehr milde hat man hier offenbar nicht gehandelt. in Potsdam mit einem Kapital von 100 000 m., der vom folgen; die Kosten werden in Höhe von 8000 M. aus dem DisIch bitte dringend, dem Petenten die rückständige Miethe nieder- Kommerzienrath Arons überwiesene Fonds von 20 000 M. pofitionsquantum von 500 000 m. bewilligt. im der jährlich zuschlagen und ihm die Möglichkeit zu geben, mit dem Rest seines und Etat ausgeworfene Betrag Zu dem auf dem Grundstück Thurmstr. 30 au errichtenden Bermögens irgend etwas anderes zu beginnen; wir haben allen 2000 m. zur Verfügung stehen. Außerdem hat der Verpflegungs- Bau einer städtischen höheren Töchterschule soll auch das den Borsig'schen Erben geAnlaß, zu verhindern, daß der Mann, der doch keine andere faß eine Herabsehung von 2,35 auf 2 M. täglich erfahren. Nach Dorotheenschule Schuld hat, als darauf vertraut zu haben, daß er in der Markt- den bisherigen praktischen Erfahrungen genügen aber bis auf hörige Grundstück Wilhelmshavenerstr. 1-5 theilweise halle fein Brot würde finden können, an den Bettelstab kommt. weiteres 15 Betten für die öffentliche Wöchnerinnenpflege, mitverwendet werden. Der Magiftrat schlägt daher vor, den Die Versammlung hat in zahllosen derartigen Fällen Milde be- während in Blankenfelde 60 vorhanden sind. Demgemäß sollen betr. Terrainftreifen von 1587 Quadratmetern zum Preise von fürwortet, und ich beantrage, den ersten Theil der Petition dem hier in Zukunft auch tuberkulöse Frauen und Kinder auf- 100 m. pro Quadratmeter zu erwerben. Magistrat zur Berücksichtigung zu überweisen. genommen und die Anstalt für Brustkranke in Malchow, welche zur Aufnahme von 48 Männern und 48 Frauen eingerichtet ist, nur noch mit Männern belegt werden, da die Aufnahme männlicher Tuberkulöser in immer stärkerem Maße nachgesucht, da: gegen die Frauenstation in erheblich geringerem Maße in Anspruch) genommen wird. von Nach kurzer Befürwortung durch den Stadtv. Sa ch 3 I, der sich namentlich gegen eine falsche Darstellung der Entstehung der Vorlage und der Vortheile derfelben in der Bolts Zeitung" wendet, wird die Vorlage angenommen. W Zur Beschaffung der Mobilien für die in dem neuen Dammmühlenbau einzurichtenden Bureauräume der Armendirektion sind im Etat 73 000 m. ausgeworfen. Der Kostenanschlag, den jetzt der Magistrat zur Prüfung und Genehmigung vorlegt, schließt mit 72 000. ab, welche zur Verfügung gestellt werden. Schluß 7 Uhr. Tokales. 1. Wahlkreis: Trieschmann, Jüdensir. 55. Stadtv. Spinola unterstützt diesen Antrag. In der Verfilberung der Kaution liege eine große Härte, die die städtische Behörde nicht gut verantworten könne. Viel besser wäre es gewesen, darüber sei man jetzt einig, wenn die Markthalle XII überhaupt nicht gebaut worden wäre. Nach der Versicherung des Biethen folle ein febr unterrichtetes Kuratoriumsmitglied Stadtv. Dr. 8abet: Ich bin von der Vorlage durch 1. 3. gesagt haben, daß dort ein Mann, auch wenn er gar keine aus nicht befriedigt, sie scheint mir mehr einen Richschritt Bacht zahle, nicht bestehen könne. Es sei nicht gerecht, wenn als einen Fortschritt zu bedeuten. Die Schwindsucht ist die Stadt sich an dem Schaden des Mannes bereichere. von der Wissenschaft als eine ansteckende Krankheit ermittelt, und Stadtrath Ma mroth: Wir haben dem Manne schon dieser Thatsache wird direkt ins Gesicht geschlagen, wenn, wie früher Stundung bewilligt und ihm dann nahegelegt, auf den hier projeftirt, Krante und Gefunde zusammengelegt werden sollen. Vertrag zu verzichten, wenn er sich auf dieser Stelle nicht Die vorgesehene räumliche Trennung wird eine Berührung beider ernähren könne; das hat er aber stets abgelehnt, weil sein ganzes Stategorien ausschließen, heißt es in der Vorlage; aber dann fann Vermögen in bem Inventarium stecke. Auch wenn wir die sie nur auf Kosten der Annehmlichkeiten der Infaffen erfolgen. äußerste Milde walten ließen, das Miethsverhältniß müßte doch Würde man Maßregeln, wie die Zerschneidung eines Gartens durch An die Berliner Parteigenossen! Bur Unterstügung einmal seine Endschaft haben: Die Versilberung der Kaution ift einen Zaun, auch bei einem Sanatorium für Lungenkranke der beteine Härte; wir können doch nicht die Verwaltung aufhalten, figenden Klassen ausführen? Wir haben aber gerade zu fordern, daß bei den Wahlarbeiten ersuchen wir alle Genossen, denen bis der Mann alle Instanzen erschöpft hat. Auch kann der auch die Anstalten für die Besislosen nach allen den Ansprüchen es möglich ist, sich am Wahltage von der Arbeit frei Mann an den paar tausend Mart preußischer Staatspapiere nicht der Hygiene eingerichtet werden, die man für jene berücksichtigt. 200 m. verloren haben. Dem Verhältniß der Kollegialität sind Ich bitte daher die Vorlage in einem Ausschusse näher zu prüfen. zu machen, sich uns Sonnabend früh 7 Uhr wir auch nichts schuldig geblieben. Bei der Auflösung des Ich habe s. 3. die Anregung zur Umwandlung der Blankenfelder Bertrages werden wir gewiß zu theilweisem oder auch Anstalt gegeben, ich schlug vor, fie in ein wirkliches Wöchnerinnen- in folgenden Lokalen zur Verfügung zu stellen: gänzlichem Erlaß bereit fein; aber wir tönnen dem und Säuglingsafyl zu verwandeln, wie ein solches bei Breslau Manne doch nicht länger städtisches Eigenthum unentgeltlich existirt. Magistrat und Versammlung scheuten aber die Kosten. überlassen. Die Roftenzahlungsfrage wird auch bei der vorgeschlagenen neuen in Zukunft ebenso wie liegen Stadtv. Heilmann ist auch für Abweisung des Petenten, Einrichtung bisher. Rajien werden feine Wöchnerinnen hinaussenden, an dem die Stadt schon ein Opfer von ca. 15 000 W. gebracht Die habe. Daß der Mann hineingefallen" sei, sei bedauerlich; dafür die Legate genügen nicht, da fie engherziger engherziger Weise Ganz besonders richten wir diese Aufforderung an die tönne aber die Stadt nichts. hauptsächlich Berheiratheten gu gute tommen follen, während Unterschied zwischen diesen felbständigen Gemerbtreibenben, die sich zu unserer Stadtv. La de wig meint gleichfalls, daß keine Veranlassung die Gesundheitspflege einen vorliege, auf den Erlaß einzugehen. Man dürfe das prinzipiell und unehelichen Wöchnerinnen nicht kennt oder höchstens zu Partei rechnen und die ja nicht wie die Arbeiter Maßregelungen nicht thun; wenn der Petent sich bei einer geschäftlichen Ral- gunsten der viel hilfsbedüritigeren letzteren Kategorie. Dhne diese fulation geirrt habe, so theile er dieses Schicksal mit vielen. Legate würde der Magistrat die Anstalt einfach eingehen lassen. Stadtv. Löwel bemerkt gegen ben Borreduer, daß die Ver: Man sollte also ein Asyl daraus machen, dann aber auch die fammlung fchon mehrfach in foulantester Weise Miethsverträge Roften tragen. Denn ein Bedürfniß liegt vor, und es scheint mir aufgehoben habe, verwahrt aber gleichzeitig den Ausschuß und nicht ganz würdig, erst an weitere Wohlthäter zu appelliren, die noch Es ist die Verwaltung dagegen, als ob sie mit Recht der Härte fehlen und das öffentliche Bedürfuiß decken sollen. beschuldigt werden konnten. Es sei forrekt und nobel verfahren Sache der Gemeinde, in solchem Falle die Kosten zu tragen, die Gesellschaft würde dann nur ihre Pflicht thun, nicht den bestz losen Klassen eine Wohlthat erweisen, gäbe sie doch blos in Löffeln zurück, was vorher in Scheffeln genommen wurde( Unruhe). Wollen Sie aber das Asyl nicht, dann lassen Sie die 1. Wahl- Bureau bei H. Werner, Bülowftr. 59. dee gang fallen und errichten Sie eine Station für weibliche Leopold, Martgrafenftr. 89. Lungentrante. Nach den Erfahrungen in Malchow sollte doch auch " Kresse, Fichteftr. 29. recht schnell an die Errichtung einer Heilanstalt für Lungenfrante Das Wahl Komitee. gegangen werden. Dort sind bei allen in den ersten Stadien der Mu die Vertrauensleute und Parteigenossen Krankheit Befindlichen ganz außerordentliche Erfolge erzielt worden. Was ist denn übrigens mit der Bleichröder'schen Million geschehen, des Teltow Beestow Stortower Wahltreises! Barteigen offen! die doch für diesen Zweck hergegeben war? worden. Stadtv. Singer: Ginen Vorwurf gegen den Ausschuß zu erheben, fann uns gar nicht in den Sinn kommen. Ich verlange lediglich, daß die Versammlung aus Billigkeitsgründen die Petition befürwortet. Nach Lage der Dinge ist es ein nobile officium der Stadt, dem Manne entgegenzukommen. Das Kuratorium faun ihn ja einfach unter Niederschlagung des Rüditandes aus dem Miethsverhältniß entlassen. Auf dem Standpunkt des Herrn Ladewig steht die Bersammlung nicht, solche Dinge werden hier anders aufgefaßt, als in der Gerichtsstube. genommen. 2. Wahlfreis: Bodbrauerei, Tempelhofer Berg. 3. Wahlkreis: Gründel, Dresdenerstr. 116. 5. Wahlkreis: Pyrtet, Gipsstr. 8. zu befürchten haben. Die Bertrauensleute Berling. Parteigenossen nud Genofsinnen des zweiten Berliner Reichstags- Wahlkreises. Alle Parteigenossen, besonders derjenigen Kreise, welche feine Stichwahlen durchzumachen haben, und gewillt sind, am Tage der Stichwahl im zweiten Wahlkreis mitzuhelfen, werden ersucht, fich in folgenden Lokalen von 71/2 Uhr Morgens ab einzufinden: Zentral- Bureau Bockbrauerei( Tempelhofer Berg). 2. 8. " Stadtv. Spinola bittet nochmals, die Angelegenheit nicht nach dem strengen Recht oder nach den fiskalischen Grundsätzen, Stadtrath Straßmann: Die räumliche Trennung der Da die Stichwahl bereits am Sonnabend, den 24. Juni, sondern nach den Rücksichten der Humanität zu entscheiden. Kranken und Gefunden soll in ftrittester Weise durchgeführt stattfindet, so gilt es überall schnell zu handeln. Das ZentralDer Antrag Singer wird abgelehnt, der Ausschußantrag an- werden. Rapazitäten wie Birchow haben erklärt, daß gegen das Wahlkomitee unferes Kreises hat seinen Zentralfiz in Berlin, Bufammenlegen beider Kategorien absolut fein Bedenken ob- Naunynitr. 86 bei Zubeil, und ist während der Wahlzeit den Ueber die Petitionen eines jetzt 72jährigen früheren Hilfs- waltet. Die Trennung der Gärten für männliche und weibliche ganzen Tag durch zivei Mitglieder vertreten; die Genossen werarbeiters beim Einkommensteuerbureau um Erhöhung der ihm Kranke, wie sie in Malchow besteht, ist eine sehr wohlthätige den daher ersucht, überall dort, wo noch Versammlungen stattgewährten laufenden Unterstügung geht die Versammlung zur Maßregel, weil es nicht zweckmäßig wäre, tuberfulöse Wänner finden sollen, dies sofort dem Zentral- Komitee zu übermitteln. Gleichzeitig werden die Genossen ersucht, in der Referentenfrage Tagesordnung über, desgl. über die Petition eines Kaufmanns und Frauen in einem Garten zusammenzulassen. um Zurückzahlung von durch Doppelbesteuerung veranlaßter Stadtv. Spinola: Die sozialdemokratischen Deklamationen fich direkt an das Komitee zu wenden; desgleichen haben die zuviel gezahlter Einkommensteuer für das Etatsjahr 1892/93. des Herrn Badet werden wohl feinen Eindruck auf die Ver- Genossen, welche Ortschaften mit Flugblättern und Stimmizetteln Das Komitee der 1892er Ausstellung von Wohnungs- sammlung machen. Ich bitte, die Vorlage einfach anzunehmen allein belegen wollen, dies fofort zu übermitteln, sowie das einrichtungen und verwandter Gewerbe bat fich wegen Erlaffes und, was Herr Zadek sonst vorgebracht hat, der Zukunft zu über- Resultat der Wahl gleich per Telegramm an 3 u beil, Naunyns der für Waffer- und Gasverbrauch während der stattgehabten lassen. Auch im Institut für Iniettionskrankheiten liegen folche Straße 86, einzusenden. Ausstellung zu zahlenden Beiträge abermals petitionirend an die Krante zusammen, und Professor Koch hat gar kein Bedenken dagegen. Versammlung gewandt, da der Magistrat das Gesuch, welches Stadtv. 3 adet: Mir ist doch zweifelbajt, ob Roch speziell die Versammlung schon am 20. September v. J. demselben zur zu dem Modus, wie er in Blankenfelde Plas greifen soll, jein Berücksichtigung empfohlen hatte, ohne Abgabe von Gründen Ja so anstandslos hergeben würde. Gewiß fann strenge foli wiederum abschläglich beschieden hat. Der Ausschuß beantragt, rung die Ansteckung verhindern, aber für die Jufassen ist solche bei dem früheren Votum stehen zu bleiben und die Petition dem Isolirung nichts weniger als angenehm. In Walchow müssen Magistrat wiederum zur Berücksichtigung zu überweisen. die Männer sich in einem viel zu fleinen eingezäunten Stück Garten bewegen, und empfinden das lebhaft als großen Uebel= Gerade weil man die Verheiratheten nicht hinaus stand. bekommt, wüssen die Vorzüge der Anstalt auch den unehelichen Wöchnerinnen mehr zugewendet werden. Der Antrag Badet wird abgelehnt, die Vorlage gelangt uns verändert zur Annahme. Die Versammlung beschließt demgemäß ohne Diskussion. Turch Beschluß der Versammlung vom 28. März cr. war der Magistrat um Auskunft über den Sachverhalt bezüglich des Widerspruchs der Zwölf Apostel- Kirchengemeinde gegen die von der Firma Siemens u. Halste projettirte elektrische Hochbahn ersucht worden. Unterm 18. Juni erwidert der Magistrat, daß nach einer ihm unterm 29. Mai„ von bestunterrichteter Bezüglich der Feitsetzung der Ferien für die höheren Etelle" zugegangenen Nachricht durch Kabinetsordre der Ein- Lehranstalten Berlins hat der Kultusminister den Anspruch der Kirchengemeinde zurückgewiesen und der Bau der trag des Magistrats auf Abänderung des Termins der SommerHochbahn ohne besondere erschwerende Bedingungen genehmigt ferien abgelehnt, so daß dieselben diesmal in die Zeit vom worden ist. Juzwischen ist weiter bekannt geworden, daß die 14. Juli bis 22. August fallen. Die Michaelisferien dagegen stud Bahn nicht bis zur Station Zoologischer Garten, sondern nur dergestalt verlegt worden, daß fie vom 30. September bis 12. Ot tober erfl. dauern sollen. bis zum Nollendorfplay genehmigt worden ist. Die Versammlung nimmt von der Mittheilung ohne Debatte Kenntniß. Stadtv. Schwalbe bittet den Magiftrat, seine Bemühungen um eine Früherlegung der Sommerferien auch im nächsten Jahre beim Kultusminister fräftig geltend zu machen, da die Uebelstände, die aus der Verkürzung des Restes des Sommerfemesters sich ergeben, ganz außerordentlich störend seien. Für den Ausbau der Gasanstalt in Schmargen dorf werden weitere 1 401 900 M. zur Verfügung gestellt. Bur Belegung der städtischen Heimstätte zu BlankenZur Festsetzung von Fluchtlinien für eine neue felde auch mit anderen Refonvaleszenten als Wöchnerinnen unterbreitet der Magistrat der Versaminlung eine Reihe von über das Grundstück der Aktiengesellschaft H. F. Edert zur Ver Borschlägen und ersucht dieselbe, sie möge fich damit einverstanden bindung der Straße 44 mit dem Weibenwege anzulegende erklären, daß: 1. die Heimstätte für Brustkranke zu Malchow in Straße hat der Magistrat der Versammlung das Projekt zur Zukunft in ihrem ganzen Umfange nur mit tuberkulos ertranften Genehmigung vorgelegt. Männern belegt wird, 2. in die Heimstätte zu Blankenfelde a ußer Mit der Gemeinde Neu- Weißensee foll über die Zu23 öchnerinnen auch tuberkulöfe Frauen und, wenn führung und Lieserung von Wasser aus den städtischen in dem für Wöchnerinnen bestimmten Theile Plätze hierfür frei Wasserwerken ein Vertrag abgeschlossen werden. Der Preis find, auch retonvaleszente Kinder im Alter von 8 bis für das zu liefernde Wasser soll 17 Pf. pro Rubikmeter betragen. 10 Jahren aufgenommen werden, 3. das Kuratorium der Der Vertrag soll zwei Jahre nach von einer Seite erfolgter städtischen Heinstätten für Genesende berechtigt ist, bei ein. Kündigung erlöschen. tretendem Bedürfnisse die Anstalt in Blankenfelde aus Der Bau der ersten Hälfte der neuen Waffer Das Zentral- Wahltomitee. J. A.: Heinrich Bötert. Achtung! Bur Stichwahl in Niederbarnim! Die Parteigenossen des Kreises, welche am 24. Juni, dem Tage der Stichwahl, helfen wollen, wollen fich bei den Ver trauenspersonen ihres Ortes schleunigst melden. Fahrgeld und Behrungskosten werden erstattet. An das Solidaritätsgefühl der Berliner Genoffen richten wir die Bitte, uns in unserem schweren Kampfe nach Kräften zu unterstützen, um trotz aller Wahlbündnisse und Wahlbeeinflussungen feitens unserer Gegner der rothen Fahne in Niederbarnim zum abermaligen Siege zu verhelfen. Den Genossen des Kreises theilen wir mit, daß alle Mittheilungen über das Wahlergebnis am 24. Juni an Ostar Schulze zu Friedrichsberg, Friedrich Karlstr. 84, abzugeben sind. Depeschen müssen jedoch ausschließlich an Emil Böhl, Frankfurter Allee 74, gerichtet werden, weil Telegrammbestellungen in Friedrichsberg nach 10 Uhr Abends nicht ausgeführt werden. Das Zentral- Wahlkomitee des Kreises Niederbar ni m. J. A.: Anton Kopp, Friedrichsberg, Borhagenerstr. 20. Achtung! Diejenigen Parteigenoffen, die im Kreise Ober. Barnim wahlberechtigt find, aber außerhalb ihres Wohnortes arbeiten, müffen unbedingt am Tage der Stichwahl, am 24. Juni, ihr Wahlrecht ausüben. Wenn feiner fehlt, ist der Sieg unser. Das Wahltomitee. Die Stichwahl im Wahlkreise Brandenburg Westhavelland findet am Sonnabend, den 24. Juni, statt. Alle fich außerhalb ihres Wahlbezirts aufhaltenden Genossen werden ge beten, ihr Wahlrecht auszuüben. Das sozialdemokratische Wahlkomitee. Wahlkreis Bauch- Belzig- Jüterbogk- Luckenwalde. Parteigenossen von Berlin und umgegend! Wenn unser Wahlkreis erobert werden foll, so ist es Eure heiligste Pflicht, mit dafür au forgen, daß Sonnabend, den " Gegen Sozialdemokraten ist jedes Mittel, und sei es noch so schäbig, erlaubt! 24. Juni( am Stichwahltage), fein Arbeiter in der Werkstelle, ihr den Zorn Gottes und Miswachs und Pestilenz von[ beiter gerade Vesper, wäre die Senkung während der Arbeitszeit in der Fabrit, auf dem Bau steht, der seinen Wohnsiz im Kreise ihrer Ablehnung abhängig macht? Oder heiligt bei euch auch eingetreten, so würde das Leben vieler gefährdet gewesen Bauch- Belzig- Jüterbogk- Luckenwalde hat. Raus aus Berlin an der gute" 3wed jedes Mittel, auch Lüge, Berleumdung und sein. In letter Nacht gerieth das britte Rohr auf ihren Wahlort zur Urne! 1500 Stimmen fommen dann schon Blasphemie? ber verschiebt die Antwort nicht bis nach der Steine, die selbst der Steinbohrer nicht befeitigen konnte. mehr, und der Sieg ist unser. Wahl, sonst seid ihr Mitschuldige der Verfasser jenes frommen Es mußte daher das ganze Rohr herausgezogen und Das sozialdemokratische Wahlkomitee. Flugblattes, die offen befunden: eine neue Bohrung vorgenommen werden. In den letzten Tagen J. A.: Eugen Bartsch. führte das Waffer bedeutendere Mengen von Sand mit sich und nahmen die Sentungen des Bodens auch zu. Parteigenossen, die am Sonnabend bei der Stichwahl im Wahlkreise Ober- Barnim helfen wollen, mögen sich in der Wie uns aus Weißenfee mitgetheilt wird, verüben gegen: Stunde zu Stunde bedenklicher gestaltet. Inzwischen hat sich die Situation von Tag zu Tage, von Buchhandlung des Vorwärts", Beuthstr. 2, melden. wärtig die Gegner der Sozialdemokratie dort folgenden Koup. Nachdem am Sonntag Bormittag das Straubel'sche Hinters Frauen und Mädchen, Parteigenoffinnen! Die Stich reaktionär stimmen werden, die Mär ein, daß der Stimmzettet baus eingeftütt, begann am Montag das Vorderhaus zu stürzen. Stich- Sie reden Leuten, von denen sie annehmen, daß sie nicht wahlen erfordern die Anspannung aller Kräfte. Wir verweisen außer den Namen des Kandidaten auch noch die Nummer der Steinmassen lösten sich von Zeit zu Zeit los, durch den starken auf die Aufrufe der einzelnen Wahlkomitees und erwarten, daß Druck des Hauses sind die Mauersteine in fleine Stücke gebrochen. jede zielbewußte Genoffin am Sonnabend, den 24. Juni, fich voll Wählerliste enthalten müsse, in welche der betreffende Wähler ein. Der Thorweg ist vollständig eingefallen und in dem Innern des getragen ist. Rein Wähler wird selbstredend auf solchen Unsinn jeder Richtung hin unterstüßt. Jede Genoffin muß mitbesorgt feinde, daß fie es aufgegeben haben, mit ehrlichen Mitteln zu Haus in der Großen Kirchenstraße. Die Katastrophe muß allen und ganz in den Dienst der Partei stellt und die Genossen nach hineinfallen, aber immerhin zeigt dies Gebahren der Volks- Hauses dröhnt es fortwährend, dort muß die Zerstörung eine weit größere fein. Dem Einsturze nahe ist auch das Polareksche sein, daß auch nicht eine einzige Stimme den sozialdemokratischen kämpfen. Kandidaten verloren geht. Seid also mit aller Kraft am Stich abend hier wie anderswo den Dunkelmännern schon die richtige Die Arbeiterschaft des Wahlkreises wird am Sonn- Anzeichen nach bald eintreten. Das Pflaster zeigt überall meite Erdfpalten, die Eleineren Häuser zwischen den wahltage thätig und helft den Sieg der Sozialdemokratie ers Antwort geben. aus. ringen. Mit fozialdemokratischem Gruß großen halten einen größeren Drud nicht mehr Die Frauen Agitationstommission Berlins. Ein großer Brand wüthete vorgestern Abend auf dem Holz Die Dachbalken find zum Theil gebrochen. Das Zrottoir bedeckt. und stellenweise mit Mauerstücken plage von F. Sauerlandt Nachfolger Boßling u. Ko., der zum ist aufgerissen Dr. Baumbach, der freisinnige Kandidat des 5. Wahl- Theil auf Riydorfer, zum Theil auf Treptower Gelände am Es ist ein Bild, wie es trauriger nicht zu denken ist. bezirts, hielt in einer Versammlung der freisinnigen Wähler vor: Lobmühlenweg liegt. Der etwa 5 Morgen große Komplex birgt Gefährdet sind bisher 20 Grundstücke, in denen bisher über gestern eine Rede, wobei er seine sozialreformerische Thätigkeit im Schaalbretter, Kanthölzer und geschnittene Balfen im ungefähren 100 Familien wohnten. Die Senkung in der Nähe des Brunnens Reichstage pries. In dem Berichte des Berliner Tageblatts" Schägungswerth von 500 000 m. Gegen 3/2 Uhr waren Ur- beträgt 75 Bentimeter. Man hofft immer noch, die Quelle ohne beiter damit beschäftigt, an dem nördlichen Ende des Gefahr stopfen zu können, und beabsichtigt aber, zur Sicherheit Hierbei wies Herr Dr. Baumbach den Vorwurf, daß Plages dreiviertelgöllige Schaalbretter auf einen Wagen noch ein zweites Rohr bis zur Tiefe von 75 Metern einer in einer Reichstagsrede in byzantinischer Weise auf zu laden. Eine halbe Stunde später sahen An zubohren. Die Stimmung unter der Bevölkerung ist eine ver das Erlernen eines Handwerks durch die Hohenzollern aus gestellte des Komtoirs dem Stapel, von dem auf- zweifelte. Bezug genommen, energisch zurück, ebenso den allgemeinen geladen wurde, eine Flamme emporzüngeln; man telephonirte Die durch den Brunnenbau hervorgerufene Erbsenkung beVorwurf in sozialdemokratischen Flugblättern, daß er über- fogleich nach dem Sauptgeschäft in der Reichenbergerstr. 79/80, trägt bereits 1 Meter. Berstört find 23 Häuser, 80 Familien haupt ein byzantinischer Mensch", ein Höfling" fei." Der Begriff des„ byzantinisch" ist selbäverständlich ver- das die Berliner Feuerwehr um Hilfe anrief. Der Brand hatte mußten ihre Wohnungen räumen. Bioniere sind zur Hilfe. schieden im Munde des freien Mannes und in dem des schieden im Munde des freien Mannes und in dem des aber inzwischen eine ganz bedeutende Ausdehnung genommen, leistung eingetroffen. Heute früh stürzte das Straubel'sche Haus Lafaien. Was hatte der Hinweis auf das Erlernen eines sodaß die Feuerwehr bald auf amtlichem Wege die Meldung ein, jeden Augenblick wird der Einsturz anderer Häuser in der Der Handel Groß- Feuer" erhielt. Die Löschmannschaft rückte mit 3 Dampf großen und der kleinen Kirchenstraße erwartet. Handwerts durch die Hohenzollernkinder, den Herr Baumbach doch nicht einmal bestreitet, für einen Zweck bei und 2 Drucksprigen aus, die Rixdorfer Feuerwehr mit 2 und die Treptocht. Ohne Staatsbeihilfe wird sich die Stadt schwerlich Der Berathung des Kinderschutzes in den Werfstätten und tower und Britzer mit je einer Druckfprize aus. Den gemeinsamen erholen. Anstrengungen gelang es, die Feuersbrunit gegen 7 Uhr auf einen Der Bolts- Zeitung" wird noch berichtet: Nach vor Fabriken? Selbst die Konservativen waren erstaunt ob eines bestimmten Heerd zu beschränken. Hier aber ist das ganze Lager genommenen Messungen beträgt der Gehalt nur noch ein Prozent, jolchen Byzantinismus aus freisinnigem Munde. Wer in ernst- vernichtet worden. Der Schaden beläuft sich nach oberflächlicher so daß auf Abnahme der Erdfenkungen gerechnet werden kann. haster Debatte, bei der es sich darum handelt, Arbeiterkinder der Schägung auf etwa 30 000 W., ben die Magdeburger Feuer- Oberbergrath Freund und Oberregierungsrath Kummer aus äußersten Ausbeutung in den Fabriken und Werkstätten wie in der Hausarbeit zu entziehen und nur darum handelte es sich versicherungs- Gesellschaft zu tragen hat. Der Brand war um Berlin bielten heute mit den bisherigen Bauleitern eine Konferenz 9 Uhr Abends noch nicht gelöscht. ab, in welcher beschlossen wurde, den Brunnen auf mehrere Tage zu in der Debatte fich bewogen fühlt, solche Geschichten herbeizuzerren, der mag zum Oberbürgermeister nach dem Herzen der schließen, um zu sehen, ob sich das Wasser beruhigen wird. Nach Bourgeoisie, zum Kammerdiener oder Hofmarschall taugen einigen Tagen wird das Rohr wieder geöffnet werden, ob dadurch zum Volksvertreter paßt er jedenfalls nicht. thatsächliche Hilfe geschaffen fein wird, bleibt abzuwarten. Auch Die Arbeiterfreundlichkeit des Herrn Baumbach ist die des fatten Geheimer Ober- Medizinalrath Schönfeld aus Berlin ist hier und bornirten Philifters, der dem Verhungernden das Trost eingetroffen, um Schußmaßregeln im fanitären Interesse zu er greifen. wort spendet, daß Reichthum nicht glüdlich macht, und jede Verlängerung der Arbeitszeit gutheißt, weil ja Arbeit nicht schändet. heißt es: Aus dem Teltow- Beeskow- Charlottenburger Wahlkreis wird uns folgende Satyre auf das tonservativ- fromme Flugblatt eingesandt: Der Segen des Himmels, je nach dem Ausfall der Wahlen. ( Aus den Prophezeiungen des Sperenberger Kirchspiel- Romitees.) Wahlkreis, in welchem Stöcker, Prachtvolle Ernte; Weizen trägt Herr v. Hammerstein und Ge 25 fach; viermalige Heuernte. nossen gewählt werden: Wahlkreis, in welchem Ahlwardt, Pickenbach u. s. m. ge wählt werden: Wahlkreis, in welchem ein Nationalliberaler gewählt wird: Wahlkreis, in welchem Rickert oder Hänel gewählt werden: Wahlkreis, der Eugen Richter wählt: Wablfreis, der Zubeil oder sonstigen Sozialdemo traten wählt: Weizenernte schlecht, Roggen mittelmäßig. Kartoffeln faulen theilweise. In dem Wirthshaus von Bluhm, Kanonierstr. 26, ist gestern Abend um 834 Uhr ein unbekannter Mann plöglich getorben. Kaum hatte er die Wirthschaft betreten, als er an einen Tisch herantaumelte und dann zu Boden fiel. Ein Blutstrom entquell seinem Munde und der Tod trat alsbald ein. Der Unbekannte führte eine Anzahl Schlüssel mit sich, und es gewinnt den Anschein, als ob der Verstorbene in einem größeren Geschäfte angestellt gewesen ist. 著 Nach einer Meldung der Bofener Zeitung" aus Schneide mühl von heute hat der Brunnenmeister Bayer den Brunnen geschlossen. Derselbe wird von Zeit zu Zeit geöffnet, um das Wasser ablaufen zu lassen. Das Gebiet der Bodensenkungen hat sich nicht erweitert. Ein tödtlicher Unglücksfall ereignete fich gestern Nachmittag um 4 Uhr in einer im Südwesten Berlins belegenen Druckerei. Der dort beschäftigte 15 Jahre alte Laufbursche In Augsburg ist am 21. Juni der Raubmörder Kranzer Rudolf Hein, der Hagelsbergerstr. 27 bei seiner Mutter, der hingerichtet worden. Er hatte feft auf seine Begnadigung Wittwe Hein, wohnte, tam aus eigener Unvorsichtigkeit dem gehofft. Fahrstuhlschacht zu nahe und stürzte aus der Höhe des zweiten Stockes in das Kellergeschoß hinab. Er trug nach dem ärztlichen Befund derart schwere innere Berlegungen davon, daß der Tod gleich darauf eintrat. Ausgezeichnete Ernte. Weizen Polizeibericht. Am 20. b. M. Nachmittags fiel ein Dachträgt 20 fach. Heuernte reich decker auf dem Kohlenplate Görligerfir. 30 beim Theeren eines lich. Daches etwa zwei Meter hoch von einer Leiter und erlitt so Gute Mittelernte. Grummet verschwere innere Verlegungen, daß er in der darauf folgenden Nacht starb. Am 21. d. Mis. Nachmittags stürzte in der regnet. Druckerei der Neuesten Nachrichten", Königgräßerstr. 41, der Laufbursche Hein durch den Fahrstuhlschacht aus dem zweiten Stock in den Keller binab und starb auf der Stelle. Vor dem Sause Tilsiteritr. 7 wurde ein Schiffer von einem unbekannten Mann durch Messerstiche am Kopfe so schwer verletzt, daß er Weizen und Roggenernte fehr nach Anlegung eines Nothverbandes nach dem Krankenhause am schwach; theilweise nicht aus Friedrichshain gebracht werden mußte. In der Nacht zum gereist, theilweise durch Mehl 22. d. M. wurde ein Kutscher vor dem Hause Falckensteinstr. 30 thau und Mutterforn ver- mit einer schweren Verlegung am Kopfe aufgefunden und nach dorben. Kartoffeln gänzlich dem Krankenhause am Urban gebracht. Es wurde festgestellt, verfault. daß die Verlegung durch den Arbeiter Kobisch beigebracht worden ist, der deshalb verhaftet wurde. Im Laufe des Tages fanden drei Brände statt. Außerdem wurde Nachmittags die Feuerwehr nach Rigdorf geruien, wo auf dem Holzplaße von Sauerwald Nachfolger, Lohmühlenstr. 4, ein bedeutendes Feuer ent standen war. Die ganze Ernte zu Grunde gegangen. Der Fruchtboden fortgeschwemmt. Was nicht vers borrt ist, ist im Sumpf verfault. Gegen die staat8umstürzende internationale Sozial. demokratie wendet sich das freisinnige Wahlflugblatt des 3. Reichstags- Wahlkreises. Daß das Flugblatt die Eugen Richterschen Irrlehren ausprahlt, wollen wir ihm nachsehen, aber es leistet sich auch noch folgenden Sat: Die Sozialisten wollen durch Aufhebung des stehenden Heeres das Vaterland schuylos den gerüsteten Feinden preisgeben." Man fiebt, der Freistan" will seine Niederlage noch mit ber eigenen Schande überbieten. Pfui! " aber durch einen weiteren Vermerk giltig gemacht worden. Vermischykes. Ans Czernowit wird gemeldet: Infolge eines Wolken bruchs ist der Listowezbach bei Storogynets ausgetreten, hat die Eisenbahnbrücke und die Brücke der Reichsstraße weggerissen und 3 Säuler fortgeschwemmt. Die Stadt Gibson in Neu- Braunschweig in Amerika ist Sälfte durch Feuer zerstört worden. Menschen sind sum Glüd nicht umgekommen. Depeschen. Privat Telegramm des ,, Vorwärts". Lübeck, 22. Juni. In der heutigen Stichwahl ist der Kompromißkandidat Görg mit 8024 Stimmen zum ReichstagsAbgeordneten gewählt worden. Schwark erhielt 7870 Stimmen. ( Wolff's Telegraphen- Bureau.) Breslan, 22. Juni. Die Schlesische Voltszeitung", das Sauptorgan des Zentrums in Schlesien, fordert die katholischen Wähler auf, in den Stichwahlen überall für die Konservativen gegen die Freifinnigen und die Sozialdemokraten zu stimmen. Gine Kartellmehrheit sei ausgeschlossen. Für Zentrumswähler Schlesiens gäbe es teine andere Barole als gegen Freifinn und Sozialdemokratie". Rein Zentrumswähler dürfe, selbst nicht durch Wahlenthaltung, die Umsturzpartei oder ihre Vorfrucht ver stärken. Stuttgart, 22. Juni. Wie der Staats Anzeiger" für Württemberg meldet, ging die gestern hier abgehaltene Ber Zur Katastrophe in Schneidemühl. Ueber die Ent- fammlung, welche zur Berathung von Vorkehrungen gegen die stehung der Bodenfenfung in Echneidemühl als Folge der An- Futternoth zusammenberufen worden war, davon aus, daß zu lage eines artesischen Brunnens berichtet das Schneidemübler nächst die Gemeinden in Aftion treten müßten, und daß erst in Tageblatt" u. a.:" An der Stelle, wo jetzt der artesische Brunnen zweiter Linie der Staat Vorschüsse gemähre. Es wurde eine seinen Ausfluß hat, befand sich seit Jahrzehnten ein Brunnen, Rommission niedergesetzt, welche die besten Bezugsquellen für dessen Wasser aber den sanitären Anforderungen nicht ent Futtermittel feststellen soll. Ferner publizirt der ,, Staatssprechend gefunden wurde. Der Magistrat ordnete daher an, Anzeiger" einen Erlaß an die Oberämter, nach welchem dieselben Ungiltig ist jeder Stimmzettel, auf welchem fich irgend daß man tiefer bohre. Der Brunnenmacher Huth begann sofort den Bedarf der Landwirthe ermitteln, der Nothstandseine Bemerkung oder irgend ein Vermerk befindet. Der Stimm zettel darf nichts meiter wie den Namen, Stand und Wohnung diese Bohrungen Ende vorigen Jabres. Als die Bohrung bis Kommission darüber berichten und mit den Gemeinden über die zur Tiefe von 54 Wetern gelangte, tam das Wasser mit ge- Mittel zur Deckung verhandeln sollen. des Kandidaten enthalten. Im fünsten Wahlkreise sind verwaltiger Kraft empor und führte eine Menge Sand mit sich. Um Paris, 22. Juni. In dem Berichte der Doktoren Charcot schiedene Stimmzettel mit dem durchstrichenen Namen Baumbach's nun reines Wasser zu erhalten, bohrte man noch tiefer. Wan und Brouardel, welche von der Regierung nach Bornemouth zur und dem geschriebenen Namen unseres Kandidaten abgegeben, bediente sich, um die Arbeit zu fördern, eines Hammbärs, mit Untersuchung des Gesundheitszustandes von Cornelius Herz entin einem Falle hatte dem man die Rohre eintrieb. Das Rohr verstopfte sich aber fendet waren, wird konstatirt, daß Herz nicht reisefäbig ist. der Stimmende seine Wählerlisten- Nummer aufgeschrieben-un- und das Wasser hörte überhaupt auf zu laufen. Durch das Die Minister Dupuy und Develle lehnten es ab, von Milles Rammen war der Boden um das Rohr vermuthlich gelockert voye die in den Blättern besprochenen Schriftstücke entgegen. „ Seht ihr nicht, wie Gott euch seinen befruchtenden und es tam allmälig Wasser neben dem Rohr heraus. Dieser zunehmen und darüber weitere Mittheilungen zu empfangen. Regen vorenthält, euren Roggen verkümmern, Gure Wasserlauf nahm von Tag zu Tag an Stärke zu und beförderte Dupuy erklärte im Namen der Regierung, daß er es ablehne, in Wiesen verdörren, euer Vieh verhungern und durften eine Menge Sand heraus. Die Gefahr ertennend, ersuchte man seinen Händen oder selbst nur vor Augen Schriftstücke zu haben, läßt, weil der rächende Gott unwillig seine fürsorgliche Sachverständige um Rath. Es war aber, als sei die Stadt vom die einer befreundeten Macht entwendet sein sollen; er wolle weder Hand wegen eurer gegenwärtigen Verirrung von euch Unglück verfolgt worden; der Brunnenmacher schickte die verein derartiges Vorgehen benugen, noch irgend eine Unsicherheit wegwendet?" sprochenen Rohre nicht und die Sachverständigen waren behindert bei den Botschaftern aufkommen lassen, die zu der französischen Also heißt es in dem neuesten Flugblatt, daß für die Wahl zu tommen. Regierung in Beziehung stehen. des Oberamtmanns Ning im Wahlkreis Teltow- Beeskow- Stortow- Am 28. Mai entschloß man sich, das Rohr herauszuziehen ( Deveichen des Bureau Herold.) Charlottenburg verbreitet wird. Es ist dieses die neueste Art und das Bohrloch durch Saudsäcke, Steine und Dung zu verWien, 22. Juni. Das W. T." läßt sich aus Berlin der Wahlagitation, Gott in Person für die Militärvorlage stopfen, was aber ohne jeglichen Erfolg blieb. Inzwischen machten melden, daß die Reichsregierung befchloffen habe, wegen der agitiren zu laffen. Und in wie enger Verbindung diese Frommen fich auch die Unterspülungen an den Häusern bemerkbar, es knisterte Erfolge der Agrarier bei den Reichstagswahlen, sowie wegen des mit Gott stehen! Als ob unsere Verbindungen nicht mindestens unheimlich in den nächstgelegenen Häusern und zeigten sich Bestrebens, den beängstigenden Fortschritten der Sozialdemokratie ebenso eng wären! Und so wissen wir ganz zuversichtlich, Riffe, die von Tag zu Tag größer wurden. Sachverständige auf dem platten Lande erfolgreich entgegenzutreten, die lände daß das schöne trockene Wetter in bem Wahlkreise nur ordneten alsdann die umfassung des Bohrloches durch einen lichen Intereffen durch gefeßgeberische Maßregeln zu fördern. Deshalb andauerte, um die Agitation für Fritz Zubeil gemauerten Brunnen an, der bis zur Thonfchicht gefentt Paris, 22. Juni. Der Anarchist Martinet, welcher zu erleichtern, daß aber, sowie diefer gewählt ist, werden sollte. Am 2. Juni Nachmittags drang plöglich das 20 Jahren verurtheilt worden ist, wurde gestern, nachdem er prachtvollste Landregen zur Land- Wasser in die Kellerräume des Hellwig'schen Hauses und die frei- 15 Monate gesessen, aus der Haft entlassen. Freude aller leute den trocknen Boden erquicken und eine so reiche Ernte willige Feuerwehr mußte requirirt werden, um das Haus zu herbeiführen wird, daß die junkerlichen Agrarier und Brot räumen. Dieselbe arbeitete rastlos und umsichtig und löste ihre vertheurer Beter und Mordio über den Segen schreien und ver- Aufgabe in wenigen Stunden. Nachdem die Gefahr eine sehr langen werden, daß der Kornzoll mindestens verdoppelt werde. ernste geworden, hatte man Sachverständige in Hülle und Fülle Es wurden Gutachten abgegeben, die UmBriefkaffen der Redaktion. der Jetzt wißt ihr Landleute auch, warum ihr bisher so viel zu in Schneidemühl. P. A. Kommen Sie Vormittags zwischen 11 und 12 flagen hattet, über Mißernte, über Hagelschlag und andere Ber- faffung mit einem großen gemauerten Brunnen gutzuheißen. Das wüstungen. Das war die Strafe bafür, daß ihr bisher immer Senten dieses Brunnens ging aber nur sehr langsam von statten, Nachmittags zwischen 6 und 7 Uhr. üßten W., Zieleuzig. Um Berichtigungen zu vermeiden, mers den Junkern und Erzreaktionären eure Stimmen gegeben habt; der während die Unterspülungen immer mehr Häuser in MitleidenDa erschien Herr Brunnenmacher Beyer aus wir erst die näheren Umstände der Entlassung des Bra ver gottlofe Jammer bei jeber guten Ernte, daß die Kornvreise santen, schaft zogen. hat den Zorn des Himmels heraufbeschworen. Dieser Zorn wird ein Berlin, eine Kapazität im Brunnenbau, und erklärte, das fennen. Veranlassen Sie diesen doch, sich an das in Hanne Ende nehmen, wenn ihr feinen Junker mehr, sondern einen Bohrloch verstopfen zu wollen und gleichzeitig flares Waffer erscheinende Gehilfen- Fachblatt Deutsche Brauer- Zeitungach Sozialdemokraten wählt.- Nun, ihr Frommen und Frömmler, zu schaffen. Donnerstag, den 8. Juni, begann Herr Beyer mit wenden. Derartige Borkommnisse gehören zunächst on hi wie gefällt euch diese Anwendung eurer Logit? Was fagt den Bohrungen. Bet seiner Arbeit stieß er auf verschiedene blätter. aber ihr dazu, denen es mit der Religion Ernst ist? Hali ihr Hindernisse, deren Beseitigung viel Arbeit foftete. Außerdem die Kandidatur des Oberamtmanns Ring oder die Annahme der sentte sich am Donneritag, den 15. Juni, Nachmittags 4 Uhr, Militärvorlage so sehr mit der Person Gottes verknüpft, daß plößlich der gemauerte Brunnen. Zum Glück hielten die Ar gu der " MR. M. 1. Ja. 2. Nein. 8. Mein. R. S., Württemberg. Da Jene sich weigerte, lag Ihnen teine Pflicht ob. G. 150. 12-18 Mart, falls kein höheres Honorar vereinbart ist. G. M. 100. An die Verwandten haben Sie nichts herauszugeben. Klein. Die Namen auf dem Wahlzettel können auch mit Blei durchstrichen werden, indessen ist Tinte awed mäßiger. nicht. A. S. Das Zurückbehaltungsrecht hat sie nicht. Gnft.. Eröffnung des Testaments fann fofort nach F. dem Tode bei dem Gericht beantragt werden; eine Frist existirt Th. Rohde. Das genügt nicht, um die Wahl mit Erfolg N. S. Stellen Sie den Briefträger zur Rede oder führen Sie event. bei der vorgesetzten Behörde Beschwerde. anzufechten. D. Flad. Parteikassirer ist Genosse Gerisch. H. F. Wenn der Sohn unter 7 Jahre alt ist, so sind Sie Schadenersatzpflichtig, fonit nicht. Büschingstraße. G. 100. Eventuell liegt Betrug vor: Die Anzeige muß an die Staatsanwaltschaft gerichtet werden. Briefkaffen der Expedition. In unserer Expedition gingen zum Wahlfonds ferner folgende Beträge ein: partei 1,30. Buchdruckerei G. Buchdruckerei 3., 4. Rate, 2,80. Tischlers 3. R. 1, werkstätte Fruchtstr. 75 3,75. P. v. R. 5,-. Bäckerei- Arb. Brn.- Str. 178 2,50. C. Tsch. 2. Rate 4,35. Mehrere grüne Jungens aus der Wriezenerstr. 10 6,40. A. 2. 1,-. P. Von den Maurern Brunewald 4,30. Drei Schwertfeger, Marienstraße 3,-. C. Heinike, Kunstanstalt, 2. Rate 1,55. Streitköpfe aus dem 2. 10, Dr. 2. A. letztes Aufgebot 200, von Theichfischer 12,10. Tischlerei G. Werth 6,-. Scherflein Die grünen Jungens vom Stattlub Null Namsch" aus der Schwedter zur Stichwahl von einem grünen Jungen à la Frege 10,-. Von ftraße 7,-. Liebert, Gartenstr. 66, 2. Rate 4,-. Ges. in der den Warnsdorfer Genossen 16,50. Genossen aus Fermersleben Goldleisten. Fabrik Adolf Wertmeister, Schmidtstraße, 2. Rate und Westerhüsen 100,-. Carl Duisdiefer 5,- Die Lithos 19,35. Personal von Maurer u. Dimmict 10,-. Von einem graphen von W. 2, Falstaffs steifleinene Töpfer aus dem Bennbruderverein 8,60. Von 2 Sozialisten aus Roermond 5,-. Tintenfleckser Stralauerstr. 43 2,-. Gesangverein Deutscher Männerfang", 2. Rate 22,-. Maler Schönebergs zu Richter's Vereinte Sangesbrüder Moabit vom Frühkonzert 1. Pfingſtfeiertag 20,- Gesangverein Akazie( Gem. Chor) 3,80. 8 rothe Pensionsfonds 5,50. Von einem Schußmann und zwei Sozi durch Petsch 3,50. Von den rothen Façadenpuzern vom Bau Bandagiſten Dresdenerstraße 2. Rate, Adreffe verlegt, deshalb so spät 4,-. Eine soz. Lehrerin nochmals zum Wahlfonds 2,-. Potsdamerstr. 28 10,-. Ad. Müller'sche Wertstelle, Koppenstr. 77 Ein rother Buchdrucker 0,75. Gesammelt von den Genossen im Vorstandsmitglieder des Senefelder Bundes 11,- Ein Droschkenkutscher, Rixdorf 1,-. Humoristische Pfeifenbrüder, Ausbau Eisenbahnstr. 35 durch W. Bruhn 8, Storch extra 1 Groschen 5,10. Zahnarzt S. 20,-. Werkstatt von Grüder, Franzstr. 55, 6,-. Theaterverein MorgenIroth" 3,30. Zum Grabdenfmal für die Freifinnige Volts:| Der Kuhhandel. erscheint bei( 2, Zur Wahl 1893. Preis 10 Pf. 32 Seiten illustrirt. Zu beziehen durch alle Spediteure u. Kolporteure, sowie vom Verlag: H. Baake, City- Passage.[ 4268L* Gekrönte Häupter. Preis 20 Pfennig. " Summa 582,45 M. Bereits quittirt 12 819,70 M.; in Summa 13 402,15. Achtung, Steinmetzen! In der gestrigen Versammlungsanzeige muß es straße 20( statt 30). Sonnabend H. 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Den Mitgliedern des sozialdemo fratischen Vereins ,, Vorwärts" hierdurch die traurige Nachricht, daß unser braves Mitglied, der Genosse Oskar Thiem am 20. d. M. plötzlich am Herzfchlag verstorben ist. Die Beerdigung findet am Freitag, den 23. d. M., Nachm. 4 Uhr, vom Trauerhause Bergstr. 13 aus statt. Um rege Betheiligung ersucht Der Vorstand. 365/16 Danksagung. Achtung! Der Vertrauensmann. Achtung! Noack's Festsäle, Brunnenstraße 18, Sonnabend, den 24. Juni: Großes Sommerfest, veranstaltet vom Gesangverein ,, Vineta", Mttgl. des Arbeiter- Sängerbundes, unter Leitung des Dirigenten Herrn Beutner. Konzert, ausgeführt von den Zivilberufsmusikern. Auftreten des Gesangshumoristen Herrn Pienih. Während der Pausen SpezialitätenVorstellung. Alle Freunde und Genoffen ladet freundlichst ein 5146 Das Komitee. Billets, à 25 Pf. Herren, die am Zanz theilnehmen, zahlen 50 Pf. nach. Ende? Anfang 8 Uhr. Rnopfarbeiter! Sonnabend, den 24. Juni, Abends 8/2 Uhr, bei Joël, Andreasstr. 21( oberer Saal): Oeffentliche Versammlung mit Frauen. Tagesordnung: Für die erwiesene rege Theilnahme und Kranzspenden seitens der Maurer und Tabatarbeiter von I a nick und Pasemalt bei der Beerdigung meines lieben Mannes und der An- 1. Vortrag der Genoffin Frau A. Palm über„ Boltsernährung und theilnahme des Möbelfabrikanten Herrn Jugenderziehung". 2. Diskussion. 3. Bericht des Delegirten der Streif Lademann( Firma: Hoflieferant Rontrolkommission. 4. Verschiedenes.- Zur Deckung der Unfosten 10 Pf. Entree. Dittmar), sowie den Kollegen für die Nach der Versammlung findet gemüthliches Beisammensein mit dargebrachten Spenden während seines Tanz statt. Um zahlreiches und pünktliches Erscheinen ersucht Der Einberufer. schweren Krantenlagers meinen innigften 193/2 Dank. Das Wahlresultat wird in der Versammlung bekannt gemacht. Clara Lungfiel geb. Blachmann. Achtung! Orts- Krankenkasse 5096 der Buchbinder 2c. Montag, den 3. Juli, Abends 8 Uhr, im Oranien- Salon, Oranienstraße 170: Außerordentliche General Versammlung. Tagesordnung: 1. Verlesung der Protokolle. 2. Berathung des Statuts inkl. Antrag Heghoff betr. Statutenänderung. 3. Wahl eines Kassenschreibers event. Achtung! Kürschner! Sonntag, den 25. Juni, Vormittags 9% Uhr, im Schützenhaus, Linienstr. 5-6: Grosse öffentl. Versammlung aller in der Belz- und Mützenbranche beschäftigten Arbeiter und Arbeiterinnen. Tagesordnung: 1. Situationsbericht über die Arbeitsniederlegung. 2. Wie stellen wiz Ergänzungswahl eines Borstandsmit uns zu den Werkstellen, die noch nicht bewilligt haben? 3. Verschiedenes. gliedes. Der hochwichtigen Tagesordnung halber ist zahlreiches Erscheinen er Die Lohnkommission. 4. Feststellung des Mahngebühren- wünscht. tarifs. 5. Festsetzung der Strafen betreffend Krantenkontrolle. Ausflug Sämmtliche Vertreter werden hier der Arbeiter- Bildungsschule zu Berlin mit eingeladen. 119/16 Der Vorstand: C. Hoffmann, Vorsitzender, Naunynstr. 38, 4 Tr. Empfehle in reicher Auswahl Sozialistische Haussegen und Bilder mit und ohne Rahmen. Billigster Bezug für Wiederverkäufer. 506b Th. Mayhofer Nachf. Sozialdemokratische Buchhandlung. Berlin N., Weinbergsweg 15b. Neuenfreien Volksbühne Bitte lejen am Sonntag, den 25. Juni, Sie! Jedem Genossen, der billig und gut Lager Enten will, empfehle mein fehr reich. tots, 2000 Anzüge, sowie einzelne in Müggelschlöchenb.Friedrichshagen. Röcke, Jaquets, Sofen, Weſten æ. Räuberlager und mittelalterlicher Kostümzug( Gruppe aus dem Bauern friege), dargestellt von Schauspielern verschiedener Theater. Italienische Kneipe, fünstlerisch arrangirt, Italienisches Konzert( Truppe Donatelli), Nationaltänze( Tarantella), Ausschant von Goldorangenwein ( à Glas 15 Pf.) und Abruzzenbräu. Distanzritt. Ferner Uhren, Ketten, Ringe, Betten, Wäsche, Stiefel, Hüte, Reise- u. Holzkoffer, Waschkessel zc. Sämmtliche Sachen in alt und neu, auch werden verfallene Pfänder verkauft. 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