Nr. 146. Erfcheint täglich außer Montags. Brets pranumerando: tertel jährlich 8,30 Mart, monatlich 1,10 Wit, möchentlich 28 Bfg fret in's Saus. Einzelne Nummer 6 Bfg. Sonntags- Nummer mit illuftr. Sonntags: Beilage Neue Belt" 10 Bfg. Boft- Abonnement: 8,30 Mt.pro Quartal. Unter freup band: Deutichiand u. Defterreichs Ungarn 2 M., für das übrige Ausland a Wt.pr.Monat. Eingetr. in der Bott- geitungs- Breislifte für 1893 unter Nr. 6708. = landfillonton sind Vorwärts 10. Jahrg. Infertions- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzeile oder beren Saum 40 Pfg., für Vereins- und Beriammlungs- Anzeigen 20 Pfg Inferate für die nächste Nummer müffen bis 4 Uhr Nachmittags in ber Expedition abgegeben werden. Die Expedition ift an Wochens tagen bis 7 Ubr Abends, an Sonne und Fefttagen bis 9 Uhr Bor. mittags geöffnet. Sonerafprecher: Amt I. 4186. Telegramm- Adresse: ezialdemokrat Berlin Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Sonnabend, den 24. Juni 1893. Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. Parteigenossen! Arbeiter! 300 Auf zur Stichwahl! Heute ist für vier Berliner Wahlkreise der Tag der Entscheidung. An Euch ist es, dafür zu sorgen, daß Berlin in der Mehrzahl seiner Wahlkreise nicht länger durch den kapitalistischen Freifinn im Reichstag vertreten wird. Berlin mit seiner überwiegend sozialistischen Wählerschaft gehört der Sozialdemokratie. Und Euere Pflicht ist es, das durch die That an der Wahlurne zu beweisen. Vorwärts Genossen! Mann für Mann zur Wahl, und der Sieg ist unser. Der Liberalismus nimmt die Interessen der Arbeiterklasse nicht wahr, er steht auf dem Boden des Kapitalismus und fämpft für Ausbeutung und Unterdrüdung der Volksmassen. Arbeiter und Genossen! Bietet alles auf, um den letzten Mann an die Wahlurne zu bringen. Thue jeder seine Pflicht, damit das klassenbewußte Proletariat Berlins fiegreich aus dem Wahlkampfe hervorgeht. Vorwärts! Nieder mit dem Berliner Geldsad- Liberalismus! Hoch die Befreierin der Arbeit! Hoch die Sozialdemokratie! Wähler! Auf zur Stichwahl! Nur hente von Vormittags 10 Uhr bis Nachmittags 6 Uhr kann der Stimmzettel abgegeben werden. Wählt die Kandidaten der Sozialdemokratie! I. Wahlkreis: Schneidermeister August Täterow. II. Wahlkreis: Schriftsetzer Richard Fischer. III. Wahlkreis: Stadtverordneter Ewald Vogtherr. V. Wahlkreis: Klavierarbeiter Robert Schmidt. Nieder- Barnim. Stadtverordneter Arthur Stadthagen. Teltow- Beeskow- Charlottenburg: Gastwirth Fritz Zubeil. Junkerliche Häntungen. die Daten der patriotischen Schlachtfeste, nie und nimmer würden sie sich dazu erniedrigen, den Erben der Würger Noch nie zuvor ist in dem vielgespaltenen Parteiwesen und Plünderer ihrer Vorfahren die Schleppe zu tragen. Deutschlands eine solche Zerfahrenheit zu Tage getreten, Aber im östlichen Deutschland ist das" Bauerulegen" fo wie bei den gegenwärtigen Wahlen. Außer bei der Sozials trefflich gelungen, daß die Nachkommen der gelegten" bildungen waren noch nicht einmal abgeschlossen. So wurden ihren Besitz ererbt oder erschachert haben, in blinder Sie haben schon viele Wandlungen durchgemacht seit dem Anders ist's im westlichen und südlichen Deutschland. Bestehen des Deutschen Reiches. Zuerst eine völlig gous Nicht widerstandsunfähig wie die halbgermanischen Leibs vernementale Partei, entwickelte sich in ihrem Schooße das eigenen des nordöstlichen Flachlandes, setzten sich die südantigouvernementale Deklarantenthum in Opposition gegen deutschen Bauern bei Anbruch der Neuzeit fräftig zur Wehr die Gründerära mit ihrer liberalisirenden manchesterlichen gegen die immer mehr überhandnehmende Bedrückung durch Wirthschaftspolitik. Als aber Bismarck zur besseren ihre junkerlichen Beiniger, bis ihre undisziplinirten Schaaren Millionärzüchtung in die Schutzollpolitik einlenkte, die eine in den Bauernkriegen durch die Fürsten und Ritter zu Hand den Großindustriellen hinhaltend, die andere den Paaren getrieben und dann unter dem freudigen Zuspruch Großgrundbesizern, da schluckten die Junker ihren Groll der Geistlichkeit aller christlichen Bekenntnisse mit Feuer gegen den vorübergehend auf liberale Abwege gerathenen und Schwert von den unruhigen Elementen" gesäubert Juntersprößling flugs hinunter und tanzten versöhnt mit wurden. In der langen Nacht dnmpfen Dahinbrütens ihm den Tanz um das goldene Kalb. Das Agrarierthum unter dem Bureaukratenregiment, welchem die süddeutschen war wieder regierungsfreundlich geworden. Bauern seitdem verfielen, haben sie sich dennoch eine größere ökonomische Selbständigkeit bewahrt, als ihre nordöstlichen Leidensgenossen, denen die Junker fast den gesammten Grund und Boden geraubt hatten. demokratie Berjeßung in allen Parteien! Und die Parteien- Bauern noch jetzt vor den Rittergutsbesitzern, mögen fie die Konservativen im Zustande der„ auferung überrascht. Ehrfurcht im Staube liegen. Indeß nach dem Sturze Bismarcks begannen abermals die verschiedenen Strömungen innerhalb der fonfervativen Partei auseinanderzugehen. Die neue Regierung, so eifrig fie sich auch bemühte, im alten Kurs weiter zu segeln, wollte sich Noch günstiger gestalteten sich die wirthschaftlichen Vers doch nicht dazu verstehen, die Klinke der Gesetzgebung nur zu hältnisse bei den Stämmen der Sachsen und Friesen im handhaben, um den Schlotjunkern und den Schnapsjunkern nordwestlichen Deutschland. Dort hat der stammesbürtige Die unergründlichen Taschen zu füllen. Darob entstand Adel nie eine solche Uebermacht besessen, wie der eins natürlich bitterer Groll im Herzen dieser Geldsadspatrioten. gewanderte Germanen- Adel in den, fremdem Volksstamm Was nüßt Loyalität, wenn es nichts einbringt? Immer abgenommenen Ostprovinzen. Bei den Sachsen( d. h. den mehr wuchs sich die konservative Partei zu einer agrarischen Westfalen und den Niedersachsen in Hannover, SchleswigInteressenvertretung aus, welche der antisemitischen Bewes Holstein u. s. w.) waltete das Anerbenrecht vor, das den gung einige gegen das mobile Kapital und die glaubens- Grundbesitz in größeren Bauernhöfen zusammenhielt. Bei und stammesfremden Eindringlinge in Deutschland gemünzten den Friesen, denen, wie keinem anderen deutschen Stamme Schlagworte entlehnte. Die gouvernementalen Elemente, Hell- die Grundsätze Freiheit und Gleichheit" in Fleisch und dorf und Genossen, wurden ausgemerzt. Aber es erschien Blut übergegangen sind, galt diese gleiche Erbtheilung, die den Machern denn doch rathsam, um sich auf größere Massen einen durchschnittlichen Wohlstand der bäuerlichen BeManöverchen anszusinnen. Es wurde der„ Bund der Land- bis der Industrialismus auch dort ein Proletariat gezüchtet ftüßen zu können, zur Einfangung der Bauern ein neues völkerung in den fruchtbaren Küstenniederungen erzeugte, hat. Bei den Friesen entwickelte sich niemals ein Hof- und Dienstabel, wie in den anderen deutschen Stämmen. Nur Häuptlinge" gab es, die in einzelnen Fällen, wie die Girfiena in Ostfriesland, zur landesfürstlichen Würde wirthe" geplant und gegründet. Hätten die deutschen Bauern eine wirkliche Kenntniß ihrer Vergangenheit, hätten sie in der Volksschule etwas mehr gelernt aus der Geschichte als die Regentennamen und emportlommen, ohne jemals ein solches Despotenregiment Bergleute" so schreiben die nationalliberalen Blätter. geboten durch den blöden Ehren" tober, der es gebietet, ausüben zu fönnen, wie die anderen deutschen Duodez Das ist einfach aus den kapitalistischen Langfingern gesogen. Daß die Diener der Rechtspflege die Geseze durch den Koth fürsten, die zu jeder Unterdrückung der Bürger und Kein westfälischer Bergmann denkt an einen solchen Aber- ziehen. In einem gesitteten Gemeinwesen wäre ein Duell Bauern ein williges Werkzeug in der lakaienhaft ver- wig, und Schröder, mit dem wir vor wenigen Tagen erst nichts mehr als irgend ein anderer Mordversuch, ein getommenen Nachkommenschaft der ehemaligen junkerlichen Busch sprachen, hat, wenn er je an die Möglichkeit eines General- meines Verbrechen. Der Bauernbube, der rauft, tommt Klepper und Raubritter zur Hand hatten. Am freiesten von allem ftreits glaubte, die Unmöglichkeit eines solchen, zumal bei der ins Gefängniß, die Duellanten und ihre Helfershelfer junterlichen Einfluß erhielten sich die sächsischen und friesischen gegenwärtigen Geschäftslage, eingesehen. Den Herrn Bergwerks- tommen auf die Festung und werden nicht selten bald Marschbauern auf ihren dem Meere abgerungenen Boden. befizern aber wäre ein Generalstreit sehr angenehm, denn begnadigt. Kann das Volk Vertrauen zu Richtern und Die Heldenkämpfe gegen die Herrschsucht der Fürsten, er würde die Kohlenpreise in die Höhe treiben, die Profite Beamten haben, die solchermaßen selber das Gesetz verJunter und Pfaffen werden zwar stiefmütterlich genug be- vermehren, und die Arbeiter, die natürlich sehr bald zu legen? Dieselben Männer, die gegen das Gesez freveln, handelt werden in den offiziellen Geschichtsbüchern, aber die Kreuz kriechen müßten, vollständig in die Gewalt ihrer Aus- figen zu Gericht über Preßvergehen und politische Vergehen. heutigen Bauern follte man stets erinnern an den Unter- beuter bringen. So drückt diese nationalliberale Lüge vom Auch ein Bild aus dem Gegenwartsstaat! gang der friesischen Stedinger im Kampfe gegen ein vom Generalstreit der Bergarbeiter also thatsächlich nur einen Erzbischof von Bremen geführtes Kreuzheer und an den frommen Wunsch der Herren Kohlenbarone aus. Die Die Münchener Epidemie. Unser Münchener Sieg der sächsischen Dithmarsen über den Dänenkönig und Arbeiter werden sich aber nicht auf den Leim Toden Bruderblatt, die Münchener Post", schreibt über die Vorfeine deutschen„ ritterlichen" Verbündeten, denen zur Ab- lassen. gänge beim Infanterie- Leibregiment:" Die Krankheit ist schlachtung und Beraubung der Bauern natürlich jedes nicht im Rückschritt, sondern auf dem Wege der VerBündniß mit einem ausländischen Despoten willkommen war. In Rheinland und in Westfalen hat die Sozial- schlimmerung. Die Sterblichkeitsziffer bei den Erkrankten „ Lever duadt as Slav", lieber todt als Gtlave", demokratie eine vollständige Verschiebung der bis- ist rapid im Steigen begriffen. Der Krankenzugang ist lautete der Wahrspruch der freien Friesen sowohl wie der herigen Parteiverhältnisse herbeigeführt. Während im nicht abgeschlossen, der Zustand in den Krankensälen kein Sachsen unserer Nordseeküsten. Und im Lande Hadeln an Saargebiet die Bergarbeiter noch unter dem bleiernen Drud beruhigender, sondern ein troft loser. Bei der hannoverschen Seite der Elbmündung haben die sächsischen des fozialreformatorischen" Schreckenssystems stehn und zu 37 bis 38 Grad Fieber starben die Leute und zwar meist Bauern so konsequent danach gehandelt, daß sich niemals selbständigem Vorgehen noch unfähig sind, ist in Westfalen bei vollem Bewußtsein. Ein Mann meldete sich dieser Tage ein Junker unter ihnen ansässig lhat machen können. Die für die Bergarbeiter der Zauber gebrochen; und wenn nicht früh krank, bezw. bezog den Krankensaal, am Abend deses versuchten, mußten in das fette Marschgras beißen. alle Anzeichen trügen, so werden am Tage der Stichwahl die selben Tages war er todt. Nach Gerüchten, die in den " Bei dem diesjährigen Heeresergänzungs- Geschäft sind, wie die" Post" berichtet, 21 074 völlig brauchbare Leute zurückgestellt worden, weil sie über den schon nach Maßgabe der neuen Militärvorlage erhöhten Refrutenbedarf überschießend waren. Demnach haben wir, schreibt die Freifinnige Zeitung", also nach den Grundsäßen der neuen Militärvorlage zu erwarten, daß nach Annahme dieser Vorlage noch eine weitere Heeresverstärkung um zirka 50 000 Mann verlangt wird, um auch diese 21 074 Mann, welche nach den neuen Rekrutirungsbestimmungen„ völlig brauchbar" find, in zweijähriger Dienstzeit ausbilden zu fönnen. Und heute? Heute sind die Nachkommen der friesischen Hauptsäulen des geldprogigen Kapitalismus zusammen- Lazarethen selbst zirkuliren, starben bis jetzt zwischen 30 bis und sächsischen Freiheitskämpfer behäbige Landwirthe" ge- brechen. Mit Ausnahme des Zentrums, das noch aus 40 Mann.... Wir ersuchen Herrn Geheimrath Professor Dr. worden, die, mit einem noch nicht gerade überzähligen und Tradition ein festeres Gefüge hat, sind sämmtliche von Pettentofer, als anerkannt bedeutenden Kenner noch nicht gänzlich ausgedarbten Tagelöhner- Proletariat fapitalistischen Parteien in Rheinland- Westfalen rathlos und bakteriologischer Krankheiten und ärztliche Autorität, damit untermischt, auf ihrer Scholle hausen, ohne gerade allzu in Bersetzung begriffen. Fortschritte macht blos die Sozial endlich Licht in das verhängnißvolle Dunkel komme, um lebhaften Antheil zu nehmen an den politischen Händeln. demokratie der Neft ist Tohu Wabohu. Höchst interessant Angabe und Veröffentlichung seiner Gutachten und BeDas Junkerthum der Ostprovinzen, das in der tonser- ist eine Lektüre der verschiedenen Flugblätter. Dieses obachtungen über die Erkrankungsursache der Mannschaften vativen Partei die Herrenrolle spielt, tennen sie nur dem Heulmeiern und dieses gegenseitige Anbetteln um Stimmen beim Infanterie- Leibregiment." Namen nach, Gefolge haben sie ihm bisher nicht geleistet. gegen die bösen Sozialdemokraten, und dieses Geschacher! Um die Herrschaft in ganz Deutschland zu erringen Der Hunnenschreck fann seinerzeit nicht größer gewesen sein, und ihre reaktionären Pläne durchzusetzen, müssen die als heute der Sozialistenschred. Nur daß dieser sich nicht preußischen Junter aber ihre Parteiorganisation ausdehnen auf das Volt erstreckt, sondern nur auf die Reihen der über den Süden und Westen, und da sind sie denn auf tapitalistischen Geschäftspolitiker. Allein gerade das macht den verflucht schlauen Gedanken verfallen, im Schafspelze diesen ja den Schrecken doppelt schrecklich, daß das Bolt eines Bundes der Landwirthe" sich in die Dörfer der noch nicht mehr vor uns erschrickt. nicht der Junker- Vormundschaft verfallenen Bauern einzuschleichen. Nicht ohne Erfolg haben sie denn auch in Zur Stichwahl, Die konservative Schlesische einzelnen west- elbischen Gegenden diesen Bauernfang be: Beitung" veröffentlicht einen Berliner Brief, worin trieben. In Ost- Friesland ist zum ersten Male es u. a. heißt: ein Deutschkonservativer, der Graf Knyphausen, ge Die sogenannte Wahlschlacht ist zwar gestern, begünstigt wählt und in dem Wahlkreise, der die hannoverschen vom schönsten Wetter, wenn auch im heißen Sonnenbrande, Elb und Weser- Marschen umfaßt, steht als Nachfolger geschlagen worden, aber für Berlin noch nicht entschieden. Ein ,, Ein neuer Anarchistenprozeß" wird aus Leipzig zweiter Kampf steht in vier Bezirken bevor. Das weiseste des Fürsten Bismarck, der Bismarck- Hahn, auch ein Prophet und erleuchtetste Wahlgefet, welches den Stim angekündigt. Natürlich wird er vor dem Reichsgericht sich des neuen Bundes, zur Stichwahl. In der Provinz Sachsen men jedes vaterlandslofen Lumpen und jedes stumpf- abspielen und denselben Inhalt haben, wie alle früheren haben die Nationalliberalen als echte Chamäleon- Naturen finnigen, denk und urtheilsunfähigsten, über das gesen und späteren Anarchistenprozesse. Auch hier wird man fich durch Annahme der agrarischen Glaubenssäge eine An- liche Mündigkeitsalter hinaus gelangten männlichen wohl wieder Die Deffentlichkeit ausschließen. zahl Mandate gesichert und selbst in Süddeutschland haben Wesens denselben Werth und dasselbe Gewicht zumißt wie Deffentlichkeit des Elberfelder Prozesses tödtete seinerzeit aus verschiedenen Bourgeoisparteien sich mandatlüfterne Leute denen der schärfften Denter, der in Staatsgeschäften erfahrensten die Geheimbundprozesse die Deffentlichkeit würde auch und bewährten, im Dienste des öffentlichen Wohles erprobtesten die Anarchistenprozesse tödten. um die neue agrarische Fahne geschaart. Der Bund der Landwirthe", beffer seinem Programm gemäß Bund für segensreichen Wirksamkeit erprobt. Diesmal hat es ganz be Patrioten, hat sich wieder einmal in feiner ganzen höchst Lebensmittelvertheuerung" genannt, ist aber thatsächlich fonders reiche und schöne Früchte, an denen man seinen Werth nichts anderes als die alte, sich abermals häutende, fonser- und sein Wesen erkennen mag, in Berlin so gut wie in der vative Partei der preußischen Junker. Wollen die größeren schlesischen Hauptstadt getragen. Als die würdigsten und be. Bauern West- und Süddeutschlands uneingedenk ihrer Ber- rufensten Vertreter der Bevölkerung, die im Namen Berlins gangenheit gemeinsame Sache machen mit den ehemaligen mit darüber zu entscheiden berufen sind, was dem Vaterlande Feinden, deren Befiz angeschwollen ist von geraubtem Bauernin diefer ernsten schicksalsschweren Zeit feiner Geschichte noth gut, so werden doch die Kleinbauern und Landarbeiter gar thut, sind, dank diesem Wahlgesez, zwei Sozialdemokraten er bald dahinter kommen, daß sie nichts, aber auch gar nichts wählt, denen möglicherweise noch vier andere durch die Stichwahlen beigefellt werden, bei welchen es sich um die Entgemein haben mit dieser Interessentoalition der Großgrundscheidung zwischen je einem Deutschfreisinnigen und einem befizer. Gegen den Bund der Landausbeuter werden sie Sozialdemokraten handelt." antämpfen in einem besseren und zukunftssicheren Bunde, dem Bunde der Arbeiter. 100 " die kommission für Arbeiterstatistik findet am 29. Juni im Die nächste Sitzung des Ausschusses der Reichs. Reichsamt des Innern statt. Dabei kommt, wie der Schwäb. Merkur" mittheilt, der Antrag Siegle zur Verhandlung, der eine Anregung zur Organisation einer allgemeinen Lohnstatistik im Reiche gegeben hat, indem er die berufsgenossenschaftliche Lohnstatistik zur Grundlage allgemeiner Lohnerhebungen machen will. Der Direktor des Statistischen Amts des Deutschen Reichs, Dr. v. Scheel, hat zu diesem Zwecke, den Antrag Siegle vorbereitend, eine Denkschrift ausgearbeitet, die eine Zusammen Die Justiz, die fich schießt. Dieser Tage stellung der bereits bekannten Veröffentlichungen über fand in Heinrichswalde in dem Kreise Niederung ein Lohnstatistiken giebt, um auf grund dieser Vorarbeiten Pistolenduell statt, bei dem sich der Rechtsanwalt Schimmel- baldmöglichst unter Annahme des Antrags Siegle zu greifpfennig und der deutschfreisinnige Amtsrichter Mantey aus baren Ergebnissen zu gelangen. Am 30. Juni wird die Heinrichswalde einander gegenüberstanden. Sekundanten ganze Rommission zusammentreten, um die Erhebung über des Rechtsanwalts waren nach dem Berichte der„ Tils. Allg. Die Handelsgehilfen durchzuberathen, und bezüglich Berlin, den 23. Juni. Beitung" der Landrath Schickert in Heinrichswalde und der der Untersuchung der Müllereiverhältnisse zu Unsere Genossen im Ausland. Auch aus den Landrath Schlenther in Tilsit, Sefundanten des Amts- endgiltigen Beschlüffen zu kommen. Niederlanden geht uns ein Glückwunsch zur Wahl richters der Amtsrichter Adinsti in Heinrichswalde und der Fort mit dem Partikularismus," heißt es darin, Gerichtsaffeffor Morgen in Tilfit. Sämmtliche Betheiligte, fort mit dem Militarismus, vorwärts auf der ein bis auf den Rechtsanwalt, ber schwer verlegt worden ist, in geschlagenen Bahn. Der Sieg des internationalen Sozia- waren demnach unmittelbare Staatsbeamte, und zwar theils geschlagenen Bahn. Der Sieg des internationalen Sozia- solche, die die Polizeigewalt vertreten, theils solche, die als Richter lismus ist gewiß." berufen sind, Vergehen gegen das Strafgesetz zu ahnden. Nationalliberale Lüge. Man schreibt uns: Die Der Zweikampf ist gesetzlich verboten. Richter und Beamte, westfälischen Bergleute unter Führung von Schröder u. s. w. die über das Gesetz zu machen haben, schlagen ihm teck ins benten an einen Generalstreit aller deutschen Gesicht. Dieser schmähliche Hohn auf die Justiz gilt als zu. Politische tebersicht. Feuilleton. Nagbrud verboten.) Die Fabriklerin. Erzählung aus dem schweizerischen Boltsleben von einem Baseler Arbeiter. ( B Ueber den Konflikt zwischen Arbeitern und Polizei Bern schreibt der Nationalrath Curti in der Büricher Boft": „ Ein eigentlicher Arbeiteraufstand war der Tumult nicht. Reine Arbeiterführer von bekannteren Namen standen an der Spitze, und das ganze Vorgehen hat etwas den Bestrebungen der Arbeiterschaft Fremdes, mit den Parteilehren Unvereinbares. Die Führung der Arbeiter sozialdemokratischer, Richtung bekämpfte stets gewaltsame Ausschreitungen bei Streifen setzen, als indem man sich zum Wortführer der Enterbten trauriger zu gestalten. Nach einer verhältnißmäßig furzen ber Gesellschaft macht, ließ er durch seinen Verbündeten die Beit der Thätigkeit haben Sie, Herr Stedig, die GenugIdee unter die Arbeiter werfen, einen oder mehrere Ab- thuung, einen ruhigen, heitern und sorglosen Lebensabend geordnete zu bezeichnen, welche im Namen der Arbeiter mit zu genießen. Nicht so der Arbeiter. Dieser ist zu einer Herrn Stevig Rücksprache zu nehmen hätten. Dieser Ge- raftlosen Thätigkeit von frühester Jugend bis ins späteste dante fand, wie es Fader nicht anders erwartet hatte, unter Alter gezwungen, weil er von dem Produkt seiner Arbeit den Arbeitern sofort lebhafte Zustimmung, ebenso der von nur genau soviel bekommt, um damit mit knapper Noth seinem Komplicen gemachte Vorschlag, Wtaurer zum Wort- leben zu fönnen. Schmälern Sie diesen Bebauernswerthen führer der Deputation zu machen. das bischen Einkommen nicht noch mehr, indem Sie sie Daß eine solche Maßregel selbst eine unsinnige und Maurer war nicht überrascht, als ihn einige Arbeiter für eine Krisis verantwortlich machen, die sie am allernur dazu angethan ist, stattfindende Krisen noch zu ver- aufsuchten und ihn baten, für sie bei Herrn Stedig Vor- wenigsten verursacht haben," schloß Maurer seine Ausschärfen, wollen ja leider unsere Arbeitgeber nicht begreifen. ftellungen wegen der Lohnrebuftion zu machen und er war führungen. Und doch sollte ihnen der einfache Menschenverstand sagen, entschlossen, sich nun, wo es zu handeln galt, nicht feige zurück Wenn er jedoch gehofft hatte, damit den Fabrikanten daß eine in ihrer Rauftraft aufs äußerste geschwächte zuziehen und die Arbeiter, die er so sehr bedauerte, im milder zu stimmen, so sah er sich darin schon bei den ersten Arbeiterschaft nur ein weiterer Faktor zur Erzeugung einer Stiche zu laffen. Hätte er freilich geahnt, daß der schuftige Worten Herrn Stedig's gründlich getäuscht. schlechten Geschäftslage ift. Zudem ist eine solche Maß- Fader die Hand dabei mit im Spiele gehabt, er würde sich regel durch und durch ungerecht, denn es wäre doch gewiß zweimal besonnen haben, ehe er den für ihn so folgen nur tonsequent, daß diejenigen, welche in guten Zeiten den schweren Schritt gethan hätte. " Junger Mann," sprach dieser brutal, sagen Sie Ihren Auftraggebern wenn Sie wirklich im Auftrage der Mehrheit meiner Arbeiter tommen, woran ich einstweilen noch ganzen, oft in die Millionen gehenden sogenannten„ Rein- Der Fabrikdirektor, mit dem er zunächst Rücksprache zweifle daß ich ihnen nicht gestatte, in der Lohnfrage, die zu gewinn" einfachen, auch in schlechten Beiten das Risiko über wegen der Sache nahm, behandelte ihn talt und versagte bestimmen ausschließlich meine Sache ist, mitzusprechen, und nehmen würden. Daß dem nicht so ist, sondern daß man ihm rundweg jede Mitwirkung indem er ihm zugleich daß es auch im vorliegenden Falle unabänderlich bei meinem im Gegentheil immer und immer wieder die ökonomisch den Rath gab, sich jeder Einmischung in das Ver- Entschlusse bleibt. Wer sich demselben widersetzt, hat seine Schwachen für die Fehler eines abgelebten Wirthschaftshältniß zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer zu enthalten, sofortige Entlassung zu gewärtigen. Bon Ihnen selbst versystems verantwortlich macht, ist bezeichnend und zeugt nicht es könne dies nur üble Folgen für ihn selbst haben. lange ich des bestimmtesten, daß Sie sich jeder weiteren von großer christlicher Gesinnung unter den heutigen Arbeit- Dieser Anfang war nicht ermuthigend, allein Maurer Einmischung in dieser Sache enthalten. Ueberhaupt scheinen gebern. hatte sich auf Enttäuschungen gefaßt gemacht und nichts Sie mir Jdeen zu verfechten, vor deren Verbreitung ich Sie Es war deshalb kein Wunder, daß die unerwartete fonnte ihn davon abhalten, der guten und gerechten Sache hiermit ein für allemal warne, denn ich werde es nicht und ungerechte Maßregel selbst die friedfertigsten Arbeiter der Arbeiter seine Kraft zu weihen und sie womöglich zu bulden, daß man die Köpfe meiner Arbeiter mit diesem in Buchegg empörte. Da und dort fanden sich Gruppen einem guten Ende zu führen. unsinnigen und unchristlichen sozialistischen Zeug verwirrt." zusammen, welche das betrübende Ereigniß besprachen Er suchte um eine Audienz beim Fabrikbesizer selbst Ruhig hatte Maurer diese progige Rede über sich erund wohl auch weiblich schimpften; an eine wohlüberlegte nach und erhielt diese endlich des folgenden Vormittags. gehen lassen, nun aber richtete sich seine Gestalt stolz in die und gemeinsame Aktion, um der drohenden Maßregel Herr Stedig saß in seinem mit allem Komfort aus- Höhe, und ruhig und fest tlang seine Stimme, als er dem entgegenzuarbeiten, dachte freilich niemand. Fader enthielt gestatteten Arbeitsfabinet, als unser junger Freund ihn Fabrikbesitzer folgendes erwiderte: Als ich zu Ihnen kam, fich jeder Meinungsäußerung in der Sache; doch hatte aufsuchte. Mit barschen Worten fragte er Maurer nach Herr Stedig, da wußte ich, daß ich einer schweren Stunde er sich in der Person eines Nebenarbeiters einen Helfers- seinem Begehr. Mit glühenden Worten schilderte dieser nun entgegenging, einer Stunde, die mich vielleicht für immer helfer gewonnen, mit Hilfe dessen er seine sauberen Pläne die Leiden einer Arbeiterfamilie und beschwor Herrn Stedig, aus meiner bisherigen Thätigkeit herausreißen und meine auszuführen hoffte. Wohl wissend, daß es kein besseres die in Szene gesetzte Lohnreduktion wieder rückgängig ganze Existenz gefährden konnte, denn es war mir nicht unWittel giebt, sich bei den Arbeitgebern in Mißkredit zu zu machen und das Dasein seiner Arbeiter nicht noch bekannt, daß alle diejenigen, welche fich des armen, geknechn �axteiaeuttm) � m öcn Stichwahlen. w H Ii* Sorgt dafür, daß jedev Wahlberechtigte wählt. Meinev darf der Urne fern bleiben, denn selbst Stimme kann entscheidend sein. Vevhiike� daß Weniger zm Wahl gehen, als bei der Hauptwahl, und prägt j-d-m ein, daß er im Wahiiureau reinen Mnnren l n u k nni» d e u k l t li; nennt, damit unsere BertrauenSlmte ermitteln können, wer nach nlHt gewählt hat. Geschieht das überall, so können dle Meissen Säumigen noch Jttt Wahl »»anlaht werden. VnrtVÄrkS dlllk, Mit VersiNkev MvSfk,«nd der Sieg wird dann, aber HU tu», unser sein. ________ Mock die Snztnlds»nnKrskis! und alle RassenkSmpf«. DaS ist ihr Parteigrundsatz, wie in Deutschland, so in der Schweiz. In unserm Falle aber haben wir es sichtlich mit Streitigkeiten zu thun, bei denen der Rassenunterschied eine Rolle spielt, obwohl nicht eigentlich nationale Gegensätze sich zuspitzten. Die Angreifer von gestern hassen schwerlich die Italiener als Nation: aber sie sehen in ihnen gefährliche Konkurrenten. Es ist eme Art Kuli-Frage, aus welcher der Krawall hervorgegangen....... Eine zuverlässige Angabe über die Größe des Lohns und etwaige Lohnunt erschiede fehlt mir deshalb. Auch weiß gerade hierüber niemand sichern Bescheid. 2 Fr. S0 Rp. bis 3 Fr. 20 Rp. soll, wie ziemlich übereinstimmend behauptet wird, ein Bauhand. imler, der Handlanger ist, als Tagelohn beziehen; von den Italienern dagegen nennt man etwas geringere Löhne— 2 Fr. 40 Rp. bis 2 Fr. 60 Rp.— oder es heißt auch, ein Lohn- unterschied bestehe gar nicht, jedoch die Baumeister hätten, wegen ihres zufriedenen Wesens und weil sie den blauen Mon- tag nicht kennen, lieber Italiener angestellt, und dadurch seien viele Schweizer arbntslos geworden. Di« Arbeitslosigkeit, die Roth hat also den Haß erzeugt, aus ihr begreift sich das Ge- schehcne zunächst. Gar sehr haben mich Züge des Erlebten an den Frankfurter Krawall erinnert, dessen Augenzeuge ich vor zwanzig Jahrm gewesen bin.(Curti war damals Redakteur der.Frankfurter Zeitung". R. d. V.) Derselbe stand auch außerhalb der sozialen Bewegung; man versuchte jedoch umsomehr, ihn damit in Zusammenhang zu bringen, als Bismarck im Reichstage gerade einen Strasparagraphen eingebracht hatte, der die Untergrabung von Religion, Eigenthum und Familie strenger ahnden sollte. Es handelte sich um einen Bieraufschlag, wofür in Süddeutschland die Bevölkerung bekanntlich sehr empfindlich ist. Einige hun- dert Arbeiter kamen von Offenbach her, suchten dle Bier- brauereien ab, warfen ihre Fenster ein und zerschlugen darin Tische und Bänke. Lange konnten sie das thun, denn selbst das militärische Preußen hatte an diesem Tage kein« Soldaten in Frankfurt. Endlich erschienen einige Kompagnien Infanterie und gaben Salven ab, bis nach zwölf oder mehr Stunden der Tumult sich legte. Noch größer als jetzt in Bern war die Zahl der Opfer; es gab etwa 30 Tobte und wohl 200 Verwundete. Am Morgen darauf ritt ein Reiterregiment in die Stadt«in. Manche Anstifter und Thcilnehmer büßten; daS Volk«nd die Freiheit hatten nur eine Niederlage erlitten.. DaS Komitee der Berner Arbeiterunion, der vortrefflichen Organisation der klassenbewußten Arbeiter- schaft, erließ am 21. Juni an die Arbeiter folgenden Aufruf: .DaS große Tagesereigniß bildet der Krawall. Wir ge- stehen zum vornherein, daß, obschon wir solche Exzeffe in ihren Ursachen vollständig begreisen, wir sie gleichwohl be- dauern müssen, und zwar aus dem einfachen Grunde, weil sie der Organisation schaden. So lange die Arbeiter unter de» bestehenden wirtschaftlichen und politischen Verhältnissen und Bourgeoisgesetzen leben müssen, so lange sollen sie den Kamps mit den geistig überlegenen Waffen, welche der Sozialdemo- kratie in reichem Maße zu Gebote stehen, führen, die Kampf- weise der rohen Waffengewalt den Gegnern überlassend. Aus wen wird nun die Schuld gewälzt? Auf die organisirte Arbeiterschaft! Gegen diese öffentliche Anschul- digung haben wir uns schon an maßgebendem Orte ver- wahrt und verwahren lönnen. Wir thun dies heute noch an dieser Stelle. Wir waren von dem Ereigniß ebenso überrascht wie die Behörden und das Publikum. Wir ersuchen die organisirten Arbeiter, sich nicht von der gegenwärtig herrschen- den aufgeregten Stimmung mitreißen zu lassen. Soweit man die organisirte Arbeiterschaft in der hiesigen Presse u. f. w. in Mitleidenschaft zieht, werden Eure Führer nicht ermangeln. Ausklärung zu verbreiten, sobald man dies nach vorgekommenen Thatsachen weiter thun kann. Machen wir uns nicht der Uebertreibung unserer Gegner schuldig." Man vergleiche damit die infamen Lügen z. B. des teten Volkes in irgend einer Weise annehmen, von der Herr- schenken Klasse verfolgt und geächtet werden. Ich kabe den Schritt dennoch gethan, denn ich sagte mir, daß es die heilige Pflicht jede? wahren Menschenfreundes sei, für das noty- leidende und bisher so schmachvoll unterdrückte arbeitende Volt zu kämpfen. Sie haben vorhin die Idee der Be- frciung des ArbeitcrstandeS aus den unwürdigen Banden des Kapitals eine unsinnige und unchristliche genannt. Sie ist weder das eine noch das andere, sondern geht gerade darauf aus, einem thatsächlich bereits vorhandenen un- sinnigen und unchristlichen Zustande ein Ende zu bereiten. Denn unsinnig im höchsten Grade ist es ja, daß heute Millionen gezwungen sind, zu darben und zu hungern, während eine große Menge Waare und Nahrungsmittel in den Magazinen unserer Lkaufleute aufgestapelt liegt und dort vermodert und zu Grunde geht. Unchristlich ist die sozialistische Idee schon gar nicht. Oder sollte es wirklich gegen das Christenthum verstoßen, wenn wir eS versuchen wollten, die schon lange vergebens gepredigte Menschen- und Nächstenliebe endlich einmal inS Praktische zu übersetzen? Sollte es unchristlich sein, Zuständen ein Ende zu bereiten, bei denen der Eine geradezu gezwungen � ist, den Andern zu übervorthcilen und zu betrügen? Steigen Sie einmal hinab in die Hütten Ihrer Arbeiter und vergleichen Sie die bittere Roth, die Ihnen dort cntgegcngrinst, mit dem Luxus hier bei Ihnen, und dann fragen Sie Ihr Gewissen criiftlich, ob sich ein solcher Zu- stand wirklich mit Ihrer christlichen Gesiiiiinng und Ihrem Gerechtigkeitsgefühl vereinbaren läßt. Es kann ja un- möglich im Siime des wahren und echten Christcnthums liegen, daß gerade die Arbeiter, welche alle die Schätze her- vorbringen, die uns das Leben schön und angenehm machen, keinen Anspriich auf ein menschenwürdiges Dasein haben sollen. Treu sind die Arbeiter durch all die Jahre hin- durch, während welchen das Geschäft so glänzend prosperirt hat, zu Ihnen gestanden, Herr Stedig; sie sind dabei arm geblieben, während Sie selbst sich einen ansehnlichen Reich- thum erworben haben. Und zum Danke dafür wollen Sie „Berliner Tageblatts", das dem schäbigsten Soldschreiber der Reaktion den Rang abläuft in der Entstellung der Berner Vorgänge. Der Levysohn, der jetzt das„Tageblatt" leitet, ist als weiland Reptil durch eine bildende Schule gegangen.— Das französisch-russische Handelsübereinkomme«. In der Deputirtenkammer legte die Regierung das fran- zösisch-russische Handelsübereinkommen vor. Danach wird Rußland der Mmimaltarif für Petroleum zugestanden; der Zoll wird damit für rohes Petroleum auf 9 Fr., für raffinirtes auf 12,50 Fr. festgesetzt. Rußland gesteht da- gegen Frankreich seinen Minimaltarif mit Herabsetzungen für 51 französische Produkte zu; darunter befinden sich Gewebe von gekämmter Wolle, für die der Zoll um 20 pCt., gewisse Trikotage- und Strumpfwirkerwaaren, für die der Zoll ebenfalls um 20 pCt. herabgesetzt wird, und Weine in Flaschen, für welche der Zoll um 15 pCt. herab- gesetzt wird.— Die bonlangistischea Hanswürste DSroulöde und M i l l e v o y e haben in Paris wieder einen höllischen Kammerskandal und einen richtigen Ahlwardtstreich vertibt. Sie haben irgendwo Akten stehlen lassen, durch die der Be- weis erbracht werden soll, daß Clemenceau im— eng- lischen Sold stehe. Thatsache ist: Clemenceau ist seit Jahr- zehnten mit Gladstone und Chamberlain befreundet— und das ist den Boulangisten, die russische Agenten sind, ein Greuel. Daß Clemenceau von der englischen Regierung bezahlt sei, glaubt kein vernünftiger Mensch, und die Serren Döronlöde und Millevoye haben ihm mit ihren hlwardtakten nur einen unfreiwilligen Dienst geleistet, in- dem ein Umschwung in der öffentlichen Meinung bewirkt wird, welchen Clemenceau gewiß ausnutzen wird, um seine Panama-Thaten vergessen zu machen. Uebrigens stnd, wie eine Depesche j uns meldet, die„Aktenstücke" bereit? als Fälschungen erkannt worden. Kurz, der reine Ahlwardt.— Schwimmende Särge hat ein« n g l i s ch e S Parla- mentsmttglied die modernen Eisenpanzer genannt. Der Ausdruck ist treffend. Das Schicksal des„Großen Kurfürst" ist bekannt. Ein französisches Panzerschiff hat daS gleiche Schicksal gehabt. Und heute wird aus London telegraphirt: „Das zum englischen Mittelmeer'- Geschwader gehörige Panzerschiff„Victoria" ist infolge Kollision mit dem Panzer- schiffe„Camperdown" bei Tripolis in Syrien untergegangen. Der kommandirende Admiral Tryon und 400 Mann Be- satzung fanden ihren Tod." Die Panzerschisse waren bis jetzt den„Freunden" ge- fährlicher als den„Feinden". Es wäre gut, wenn daS Gleiche von allen Kriegsinstrumenten gälte. Dann würden wir das grausame Molochspiel bald loS sein.— Aus Spanien werden fortgesetzt„Anarchisten'-Atten- täte,-Kundgebungen und-Verhaftungen gemeldet. Das „Attentat" aus den früheren Minister riecht sehr stark nach Polizeimache; und der„anarchistische Redakteur", dem eine Dynamitbombe in der Hand losging, erinnert bedenklich an jenen frommen französischen Maire, der zum Mai des vorigen Jahres den bösen Sozialdemokraten ein Dynamit- Kukuks« ins Nest legen wollte und sich dabei die Finger verbrannte. Jedenfalls beweist diese Anarchistelei, daß es der spanischen Regierung arg an den Kragen geht.— nun den Arbeitern bei dem ersten Mißerfolge den Brotkorb höher hängen und ihre traurige Lage noch mehr ver- schlimmern? Das kann doch wahrlich Ihr Ernst nicht sein!" „Na, daS fehlte gerade noch, daß ich meinen sArbeitern noch besonderen Dank schuldig wäre. Ich denke, ich habe sie für ihre Dienste bezahlt und mehr kann man nicht von mir verlangen," entgegnete Herr Stedig trotzig. „Wenn Sie sich auf einen engherzigen Standpunkt stellen wollen, freilich nicht. Allein betrachten Sie die Sache von einer andern Seite. Bedenken Sie, daß eS in allererster Linie die regen Hände Ihrer Arbeiter sind, denen Sie Ihren Reichthum verdanken. Für diesen Dienst, den Ihnen die Arbeiter so gutwillig und gedankenlos geleistet, dürften Sie ihnen heute doch wohl die Anerkennung zollen, daß Sie die so wie so schon geringen Löhne nicht noch mehr reduziren." Eindringlich und mit dem Feuer der Jugend hatte Maurer gesprochen. Herr Stedig aber erging es wie allen Leuten, welche nichts' Triftiges zu erwidern wissen: er wurde grob, und zwar um so gröber, weil er ja nun wußte, daß er einen dieser verhaßten Sozialisten vor sich hatte, den es galt, möglichst bald unschädlich zu machen. „Es bleibt bei meinein Ausspruche und damit basta!" schrie er zornbcbend.„Sie selbst aber mögen sich anderswo Beschäftigung suchen, ich habe Ihre Wühlhuberei satt." Ohne ein Wort der Erwiderung schritt Maurer davon. Wenn er gehofft hatte, seinem Vorgesetzten mit Vernunft- gründen beizukommen, so hatte ihn diese Stunde gründlich von diesem Wahne befreit. Zu spät sah er ein, daß er sich umsonst geopfert hatte, denn daß ans die Arbeiter selbst kein Verlaß war, das sollte ihm bald genug ebenfalls klar werden. (Fortsetzung folgt.) Zur«ordamerikanischen Ciuwanderungs« Gesetz- stebung. Dem amerikanischenGeneralkonsnlat m Berlin ist am 23. Juni, wie die„Norddeutsche All- gemeine Zeitung" berichtet, von der Unionsregierung zu Washington folgende Depesche zugegangen:„Die Ein- wanderungsakte vom 3. März 1893 findet nur aus aus- ländische Einwanderer Anwendung. Personen, welche die Vereinigten Staaten besuchen, werden weder der durch diese Akte vorgeschriebenen Registrirung, noch einer Befragung unterzogen."— Die Reichstagswahl.' Uebee die Agitationstonr, welche Singer w mehreren Wahlkreisen, in denen die Sozialdemokratie in der Stichwahl um das Reichstagsmandat kämpft, gemacht hat, wird uns folgendes mitgetheilt. In Stettin fand eine ganz enorm stark besuchte Versammlung statt. DaS Lokal war polizeilich ab» gesperrt. Hunderte fanden keinen Platz und konnten ihrer Zu- geHörigkeit zur Partei nur dadurch Ausdruck geben, daß sie vor dem Lokale den Verlauf der Versammlung abwarteten. Singer feuerte die Parteigenossen an. den Kamps bei der Ettchwahl mit verdoppelter Energie aufzunehmen und führte auS, welche Lasten dem Volke auferlegt würden, wenn der Wadelstrümpfler Brömel gewählt wird. Die Stimmung der Stettin er Arbeiter ist so be- geistert, daß unser« Genossen guten MutheS in den nochmaligen Kampf ziehen können. Bei Aufbietung aller Kraft ist Stettin unser. Am nächsten Mend sprach Singe« in Spremberg vor einer tausendköpfigen Menge, welch« die Ausführungen mit brausendem Beifall begleitete und beschloß alle? aufzubieten, um dem sozialdemokratischen Kandidaten zum Siege zu verhelfen. Eine Riesenversammlung fand am Mittwoch in Forst statt, welche ebenfalls«inen glänzenden Verlauf nahm. In den Lausitzer Wahlkreisen sind die Aussichten für die Sozialdemokratie nicht ungünstig. Di« Freisinnige Volkspartei, welche dort über eine ziemliche Anzahl Stimmen verfügt, hat die Parole ausgegeben, gegen die konservativen Brotverthenrer und für die Sozialdemokraten zu stimmen. Od der Freisinn sich hierzu aufrafft? Der Sonnabend wird'S zeige«. Eine Cchanermär bringt die„Kreuz- Zeitung" aus I a u« r unterm 23. Juni: „Der konservative Kandidat Scholz wurde gestern beim ver- lassen einer-.....'----- aehetzt»« zugerichtet.____________,................ Tode bedrohte Scholz die ganz« Nacht unter militärischem Schutze gehalten werden." Ein« authentische Darleanng diese? offenbar höchst tendenziös dargestellten BorsallS thut Noty.— A»S Stettin meldet die„Vosfische Zeitung": De« Vorstand de» Wahlvereins drr deutschfreifinniarn Partei ver» öffentlicht jetzt solgende öffentliche Erklärung über seine Stellungnahme zur Stichwahl:„Angesichts der gegenwärtigen Lage haben wir beschlossen, den Parteigenossen zu empfehlen, in der Stichwahl für Herrn Brömel zu stimmen." In einer von Wählern Munckel'S einberufenen Versammlung wurde die vorstehende Erklärung des Vorstandes des deutsch- freisinnigen WahlvereinS besprochen und schließlich beschlossen, der Aufforderung des Vorstandes keine Folge zu geben, sondern„bei der bevorstehenden Stichwahl am 24. d. M. nicht für Herrn Brömel zu stimmen." Ja einer Polemik aegen Engen Richter schreibt dem „Berliner Tageblatt" ein freisinniger Parlamentarier:„DaS Bürgerthum in Stadt und Land ist nicht mehr stark genug, um in Militärfragen Widerstand u leisten. WaS radikal ist, was gegen den ganzen Militarismus front ntacht, geht zum Sozialismus tiber. In den sechziger fahren ließ sich ein Militärkonflilt durchkämpfen, denn damals stützte sich der Bürger noch auf die breiten Schultern der Ar- beiter. Diese Stühe ist dem Liberalismus jetzt entzogen. Die Sozialdemokratie reißt den Arbeiter und sogar schon den Klein- bürger an sich und raubt damit dem Liberalismus die oppo- sittonelle Kraft. Volksparteiliche Politiker meinten, diese geschicht- liche Entwicklung dadurch aufhalten zu können, daß sie selbst möglichst schroff auftraten und dadurch die radikaleren Elemente an sich fesselten. Diese Rechnung hat sich als falsch erwiesen." DaS ist richtig. Aber damit ist auch dem ganzen Liberalis- muS der Stab gebrochen. Und trotzdem muthet dasselbe Blatt den Berlinern zu, anstatt unserer Parteigenossen di« Kandidaten des impotenten Liberalismus zu wählen. Bei der Stichwahl i« Dortmund werben, wie schon bei der Hauptwahl, unsere Partei und die Nattonalliberalen äußer« lich gleiche Stimmzettel herausgeben. In Kaiserslautern stimmt di« Sozialdemokratie für den Kandidaten der Volkspart«. Der Landesvorstand der Sozialdemokratie Württem- bergS fordert die Partoigenossen auf, bei den Stichwahlen in Württemberg für die Kandidaten der Volkspartei zu stimmen, wenn diese sich verpflichten, einzutreten: Gegen jede Erhöhung der gegenwärtigen Präsenzstärke des Heeres; gegen jede Er- höhung der bestehenden oder Einführung neuer Steuern und Abgaben; gegen jede Verminderung der Volksrechte, ins- besondere gegen die Abschaffung oder Schmälerung deS all- gemeinen Wahlrechts; für Förderung auf dem Gebiete des Arbcilerschutzes, insbesondere für Einführung eines Maximal- arbeitstages. Die„Schlestsche DolkS-Zeitung",|da? feudale Organ der tenelinge, fordert, wie schon gestern unter Depeschen mitgetheilt, die katholischen Wähler auf, in den Stich- wählen überall für die Konservativen gegen die Freisinnigen und die Sozialdemokraten zu stimmen. Eine Kartellmehrheit sei aus- geschlossen. Für Zentrumswähler Schlesiens gäbe es kein« andere Parole, als gegen Freisinn und Sozialdemokratie." Kein Zentrumswähler dürfe, selbst nicht durch Wahlenthaltung, die Umsturzpartei oder ihre Vorfrucht verstärken. Ob daS nützen wird? Die Huenelinge sind in Schlesien glatt durchgefallen, der Huene zuerst.— Für den Inhalt der Juferate#ber. nimmt die Redaktion dem Bublifum gegenüber keinerlei Verantwortung * Theater. Sonnabend, den 24. Jani. Opernhaus. Carmen. Neues Theater. Nathan der Weise. Deutsches Theater. Don Carlos. Berliner Theater. Der Flüchtling. Die Eine weint, die Andere lacht. Königl. italienischer Circus Ernesto Ciniselli. Stadtbahnstation Zoologischer Garten. Beute, Sonnabend, den 24. Juni: Anfang 8 Uhr. Große Anfang 8 Uhr. Außerordentliche Borstellung unter Mitwirkung des gesammten Damen- u. Herrenpersonals. Besonders hervorzuheben: Troika, breifache hohe Schule, geritten vom Direktor. Vol au vent, Springpferd, geritten von Srl. Therese Spampani. 4 Geschwister Chiarini, genannt die Südferne. Miß Käthe Lee in ihren graziösen Trabtouren zu Pferde. Konkurrenz- Reiten Oeffentl. Versammlungen heute, Sonnabend, den 24. Juni, Abends 8 Uhr. Friedrich- Wilhelmäädt. Theater. der Jodeys Herren Jales und Felix. 1. Kreis: Boltz' Salon( früher fenerstein), Alte Jakobstraße 75. Boccaccio. Kroll's Theater. Die Hochzeit des Figaro. Viktoria- Cheater. Fran Benus. National Cheater. Die Königs: tochter als Bettlerin. Adolf Ernst- Theater. Der Schmies gerpapa. 9 Alexanderplat Cheater. Sonnenaufgang. Bor Auftreten der Klowns Gebr. Woldemann, Gebr. Kulper, Gebr. Martinek, Tanti, Leonard, Caro, Folchini 2c. 2c. In Vorbereitung: Die Erschaffung 2. des Weibes oder das Weib durch die Jahrhunderte. Große AusstattungsPantomime mit Ballet. Bollständig neue Deforationen, Kostüme, Requisiten 2c. 20. ( gefeßlich geschüßt). 3. $ 3 Morgen Sonntag: 2 Borstellungen Winter- Garten. Spezialitäten- Borum 4 und 8 Uhr. ftellung. Spollo Cheater. Spezialitäten Boritellung. Cheater der Reldshallen. Spezialitäten- Borstellung. Banfmann's Variété. Spezialitäten Borstellung. National- Theater. Gr. Frankfurterstr. 182. Im Theater: Volks- Vorstellung zu ermäßigten Breisen. Achtungsvoll Ernesto Ciniselli, Direktor. Norddeutsche Brauerei. 58. Chaussee= Strasse 58. Täglich: Concert. Wochentags Entree frei. Die Königstochter als Bettlerin Bei ungünitiger Witterung im Saal. oder: Die Schule des Lebens. Die neu eingerichtete Kaffeeküche ist den geehrten Gästen von 2 Schauspiel in 5 Aften von Raupach. bis 6 Uhr geöffnet! Regie: Mar Samp. Raffenöffnung 5 Uhr. Anfang der Abend- Vorstellung 71/2 Uhr. Im Garten auf d. Sommerbühne: Die Konfektionenje. Boltestüd m. Gefang u. Zanz in 4 Aften v. Erich Steffen. Regie: Fritz Schäfer. Bor und nach der„ Sionfettioneuse" Auftreten von Spezialitäten 1. Ranges. 4146L* Aratweil'sche 45 4. 3) 5. " Marten's Salon, Friedrichstraße 236. Berl. Bockbrauerei, Am Tempelhofer Verg. Brauerei Tivoli, Am Kreuzberg. Brochnow's Salon, Sebastianstr. 39. Cohn's Salon, Beuthstr. 20. Berliner Ressource, Rommandantenstr. 57. Sanssouci, Kottbuserstraße 4a. S0., Urania, Wrangelstraße 9-10. Philipp, Rosenthalerstr. 38. Schützenhaus, Linienstraße 5. Germania- Festsäle, Chausseestraße 103. Tages Ordnung: Verkündung des Wahlresultats. Zahlreiches Erscheinen erwarten Die Einberufer. 847/15 Fortuna- Sale Bereinigung der Drechsler u.Berufsg. G Bierhallen. Fortuna- Säle Kommandantenftr. Täglich: 3. 3. Auftreten der Leipziger Sänger vom Aryftall- Palast. Wochent. 71/2 Uhr. Entree 10 Pf. Morgen Im Garten: Die Konfettioneuse Ans. Sonntags 6 Uhr. Entree 30 Pf. PassagePanopticum. Neu: Blaue Grotto. Neu: Geistertisch. Anerkannt gute Küche. für Feftlichkeiten und Bersammlungen. Carl Koch. Schweizer- Garten am Königsthor. Das Wunderpferd. De Täglich: Zäglich 6-10: Spezialitäten Theater ohne Extra- Entree. Castan's Panopticum. Net: Der Tod als Erlöser. Neu Die Schreden des Meeres. Bauern- Aufstand! Illusionist. Vorstellungen. Irrgarten. Schreckenskammer. Kaufmann's Variété Am Stadtbahnhof Alexanderplatz. Im prachts. Sommergarten täglich Gr. Garten- Concert und Spezialitäten- Vorstellung. Bei ungünstigem Wetter findet die Borstellung im Saale ftatt. Anfang: Sonntags 6 Uhr. Wochentags 8 Uhr. Entree 30 Pf. Moabiter Gesellschaftshaus. Alt- Moabit 80 und 81. Täglich Theater und SpezialitätenVorstellung, sowie Concert. Anjang 4 Uhr. Entree 30 f., refervirter Play 50 Bf. 4127L* Helmuth Peters, Concert, Theater und Spezialitäten- Borstellung. Geschwister Rigoll, Familie Carlo, Mr. Pamera, Max Grabow, Gebr. Dissenato, Emma Lucas, Troupe Columbia und Gebr. Vercroa. Im Saale: BALL.[ 4199L Ostbahn- Park am Rüstriner Play, ( Hermann Jmbs) Rüdersdorferstr. 71, am Ditbahnhof. Konzert, u. Täglich: Theater Spezialitäten Vorstellung. Pantomimiften- Truppe Garetton, urtom. Zarameter- Drofchtenfahrt, Mr. De Dolfs, Neger- Exentric 2c. Boltsbeluftig. jeder Art. 4 Kegelbahnen zur Verfügung. Morit Etablissement Moris las. Buggenhagen. Plaz. Jeden Sonntag: Grosser Ball. Jeden Donnerstag: Große Gesellschaftskunde. Versammlung am Montag, den 26. Juni cr., Abends 81/2 Uhr, bei Gründel, Dresdenerstraße Nr. 116. Tagesordnung: 136/19 1. Vortrag über das Thema: Andere Böller andere Sitten." Ref.: Empfehle meine Säle zu allen Privat Festlichkeiten und Versammmlungen; Fr. Wabnitz. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Gleichzeitig mache ich hiermit bekannt, daß der Arbeitsnachweis der auch sind einige schöne Vereinszimmer 3670L Drechsler von der Dresdenerstr. 116 nach der Wallstr. 7-8 verlegt wird. zu haben. Die Ortsverwaltung. Treptow Atung! Bildhauer. Achtung! Bender's Restaurant Die Resultate der Stichwahlen werden am heutigen Abend des 3 Minuten hinter dem Paradies- Garten Sommerfestes in Keller's Boijáger belannt gemacht. Erstes Lokal an der Chaussee. Jeden Sonntag Tanz. Großer Saal, großer fchattiger Garten. Kaffeeküche, 3 Kegelhahnen. Das Komitee. Bekanntmachung. Das Gewerbegericht ist um eine gutachtliche Aeußerung darüber ersucht 44482 worden: welche Ausnahmen nach§ 105e der Gewerbeordnung für Restaurant Iwert, Gewerbe, deren vollständige oder theilweise Ausübung Hohen- Neuendorf a. d. Nordb. 4 Min. vom Bahnhof, empfiehlt fein Lokal den geehrten Bereinen, Freunden und Genossen zu Landparthien. Großer Garten mit Regelbahn, großer Saal mit Piano und Theaterbühne, Kaffeeküche zc. Potsdam. Restaurant Charlottenhof. Den Berliner Parteigenossen empfehle bei Ausflügen nach Potsdam mein am Bahnhof Charlottenhof gelegenes Re ſtaurant. Schöner großer Garten, Billard, Kegelbahn. Um regen Besuch bittet Achtungsvoll F. Broseit, Potsdam, Alte Louisenstr. 32, gegen über dem Bahnhof Charlottenhof. Größere Gesellschaften bitte vorher 18b anzumelden. Bur Landpartie nach Birkenwerder a. d. Nordbahn Restaurant Schütenhaus. Täglich: Juftrumental- Bontert. Großer Frühüds- u. Mittags- Allen Freunden u. Genoffen, nament tifch. Spezial- Ausschant von Paben- lich den verehrten Vereinen bestens hofer Lagerbier, hell und dunkel. empfohlen. Große Raffeeküche. Zwei An Sonn- und Fefttagen verd. Regelbahnen. Große Halle mit findet das Konzert in den oberen Piano stehen zur Verfügung. Für ff. Speisen und Getränke zu soliden Sälen statt. Preisen ist gesorgt. Vorw." liegt aus. Entree Wochent. 10 Pf. Sonnt. 25 Bf. Säle für Bersammlungen, Kommerje, Festlichkeiten zc. Carl Hietzig, Saftwirth. Restaurant zur Pferdebucht. 15 Minuten Waldweg vom Bahnhof Köpenick. Berrlicher Laubwald, tein zweitfchönerer Aufenthalt in und um Berlin. Jeden Sonntag von früh 7 bis 11 Uhr halbstündlich Kremserfahrt( Perfon 15 Bf Rückfahrt von 2 bis 9 Uhr Abends. Neuer Tanzsaal, Familien- Kaffeeküche, B. Nieft's Festsäle, 2 Kegelbahnen, Schiesshalle, Würfelbuden sowie verschiedene Beluftigungen MS 11. Weissbier 20 Pf. Bairisch Bier 10 Pf. Achtungsvoll 4314L Weberstr. 17, empfiehlt sich aur bevorst. Saison ben Vereinen zu Festlichkeiten u. 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Es wird hierbei im Besonderen zu erörtern sein, für welche Gewerbe, für welche Stunden und unter welchen Bedingungen die Zulaffung dieser Ausnahmen erfolgen soll. Von der Erörterung sind auszuschließen: a) Gewerbe, auf welche die Gewerbeordnung keine Anwendung findet( landwirthschaftliche Betriebe, Aerzte, Apothelen, schöne Künste). b) Gaits und Schanfwirthschaftsgewerbe, Mufifaufführungen, theatralische Vorstellungen und andere Luftbarteiten, sowie die Verkehrsgewerbe, weil dieselben von dem Gebote der Sonntagsruhe ausgenommen find. c) Das Handelsgewerbe, für welches die Bestimmungen über die Sonn tagsruhe bereits in Kraft stehen. d) Diejenigen gewerblichen Thätigteiten, auf welche nach§ 105 e ber Reichss Gewerbeordnung die Vorschriften über die Sonntagsruhe keine Anwendung finden. e) Gewerbebetriebe, welche ausschließlich oder vorwiegend mit burch Bind - Da oder unregelmäßige Wasserkraft bewegten Triebwerfen arbeiten für se besondere Erhebungen vorbehalten bleiben. f) Gewerbebetriebe, für welche auf Grund des§ 105 d der Reichs- Gewerbe Ordnung Ausnahmen durch den Bundesrath angelassen werden sollen, so insbesondere Gasanstalten und elektrische Beleuchtungsanlagen. g) Das Bäckereigewerbe, da für dasselbe besondere Ermittelungen gemacht werden. Gewerbebetriebe, welche bei der Erörterung besonders in Bt. tracht kommen, sind die folgenden: Kunst- und Handelsgärtnerei. Wasserversorgungs- Anstalten. Konditorei. Fleischerei. Barbiers und Friseurgewerbe. Badeanstalten. 8 Buchdruckereien. Photographische Anstalten. Molkereien( Meiereien). Eisfabrikation. Bereitung fünftlicher Mineralwaffer. Die betheiligten Kreise( insbesondere Arbeitgeber: und Arbeitnehmer Verbände) werden hierdurch aufgefordert, Aeußerungen bezüglich der Regelung der Ausnahmen von dem Verbot der Sonntagsarbeit unter möglichst ein gehender Begründung und unter Beachtung der vorstehend angeführten Gesichtspunkte insbesondere also unter Aus schluß des Handelsgewerblichen, auf den Verkauf der Waaren gerichteten Betriebes bis zum 10. Juli cr. bei unserer Gerichtsschreiberei, Stralauerstr. 3-6, schriftlich niederzulegen. Berlin, den 21. Juni 1893. Gewerbegericht zu Berlin. Empfehle allen Genossen mein Hutfabrik A. Lange, 40809* Schankgeschäft. Brunnen- Str. 136-37. Auch ist ein Vereinszummer zu ver- Filz- u. Seidenhüte m. Kontrollmarken. geben. Der Garten ist eröffnet. Gr. Lager in Sonnen- u. Regenschirmen, J. Gnadt, Swinemünderstr. 120. Strohhüten u. Mügen. Billige Preise. Berantwortlicher Reduafter: Wilhelm Schröder in Berlin. Druck und Verlag von Mag Bading in Berlin, SW, Beuthstraße 2 Gierzu zwei Beilage 1. Beilage zum„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 146. Die Reichstagswahlen. Für die Stichwahlen fommen folgende Bestimmungen des Wahlgesetzes und des Wahlreglements in Betracht. § 12 des Wahlgefeges: Stellt bei einer Wahl absolute Stiminenmehrheit sich nicht heraus, so ist nur unter den beiden Kandidaten zu wählen, welche die meisten Stimmen erhalten haben. § 28 des Reglements: Hat fich auf einen Kandidaten die absolute Mehrheit der in dem Wahlkreise abgegebenen giltigen Stimmen vereinigt, so wird derfelbe als gewäbli proflamirt. Sat fich eine absolute Stimmenmehrheit nicht herausgestellt, so hat der Wahilommissar die Vornahme einer engeren Wahl zu veranlassen.(§ 12 des Gefeges.) § 29. Der Termin für die engere Wahl ist von dem Wahlfommiffar festzusehen und darf nicht länger hinausgeschoben werden, als höchstens 14 Tage nach der Ermittelung des Ergebnisses der ersten Wahl(§§ 26 und 27 des Reglements). § 30. Auf die engere Wahl tommen nur diejenigen Kandidaten, welche die meisten Stimmen erhalten haben(§ 12 des Gefeßes). Sind auf mehrere Kandidaten gleich viele Stimmen gefallen, so entscheidet das Loos, welches durch die Hand des Wahlfommiffars gezogen wird, darüber, welche beide Kandidaten auf die engere Wahl zu bringen sind. In der wegen Vornahme der engeren Wahl nach Borschrift des§ 8 des Regiements zu erlafsenden Bekanntmachung sind die beiden Kandidaten, unter denen zu wählen ist, zu benennen, und es ist ausdrücklich darauf hinzuweisen, daß alle auf andere Kandidaten fallenden Stimmen ungiltig feien. § 31. Die engere Wahl findet auf denselben Grundlagen und nach denselben Vorschriften statt, wie die erste. Insbesondere bleiben die Wahlbezirke, Wahllokale und die Wahlvorsteher unverändert, soweit nicht eine Ersetzung der legteren oder eine Verlegung der Wohllofale nach dem Ermessen der zur Bestimmung hierüber nach den§§ 6 und 8 des Reglements berufenen Behörden geboten erscheint. Dergleichen Abänderungen find nach Vorschrift des§ 8 des Reglements befannt zu machen, ohne daß jedoch hierfür oder für die rüdsichtlich der engeren Wahl fonit erforderlichen Bekannt machungen(§§ 8 und 30 des Reglements) die dort festgesetzte Frist eingehalten werden braucht. Auch ist die Bescheinigung darüber, daß die erwähnten Befanntmachungen in ortsüblicher Weise erfolgt sind, nicht auf der Wählerlifte zu ertheilen, sondern von den Gemeindevorständen reichen. den Wahlvorstehern noch vor dem Wahitermine besonders einzuBei der engeren Wahl sind diefelben Wählerlisten anzuwenden wie bei der ersten Wahlhandlung. Sie sind zu diesem Zwecke von den Wahlaften zu trennen und den Wahlvorstehern zuzustellen. Eine wiederholte Auslegung und Berichtigung der felben findet nicht statt. gezogen wird. fchrieben: 20 Sonnabend, den 24. Juni 1893. falt lächelnd ben Herrn Birt wählen, unbeschadet der ewigen Seligkeit, mit der die sehr profaische Frage der Militärvorlage absolut nichts zu thun hat. Wir wählen und zwar den Herrn Birf, weil wir 3. 3. unserem Zorn und Ekel über die gegen wärtige Wirthschaft im Reich keinen prägnanteren Ausdruck geben fönnen, als mit einem Birkzettel. Gin Rother" mehr oder weniger im Deutschen Reichstag ruinirt uns die Herrlichkeit des Deutschen Reiches nicht, aber ein Liberaler mehr kann uns zur Militärvorlage verhelfen; deshalb müssen wir wählen und war den, der uns die meiste Garantie gegen die Militärvorlage 2c. giebt, und das ist eben der Herr Birt. Arbeiter- Sanitätskommission. 10. Jahrg. Emdenerstr. 3. Feuchter Laden und Stube. Der Miether, dem ein Arzt die Gesundheitsschädlichkeit der Wohnung atteftirte, fühlt sich ebenso wie seine Familie frant, bezahlt beim Polizeirevier die Kosten des Physikatsattestes, ohne daß bis jetzt( Ende Mai) 9-10 Wochen nach der Meldung, eine Untersuchung feitens des Physikus stattgefunden. Waisenstr. 16, 2. Etage. Aus einem Raum bestehende Wohnung mit 3 Bewohnern. Der als Küche dienende Raum an der Treppe dunkel, mit Mauersteinen gepflastert. Die Decke drobt jeden Augenblick einzustürzen. Thüren und Schlösser schließen nicht. Rosenstr. 7 hat, wie mehrere andere Grundstücke der näm lichen Straße, teinen Hof. Mülltaften neben den Klosets auf dem Hausflur. Schmale, steile, in den oberen Stockwerken stockdunfle Treppen. Sandstr. 2. Für 28 Miether mit ca. 150 Personen 2 un Gegenüber der Wahlbewegung und dem Beunruhigunge. faubere Klosets. Dumpfe, nasse Kellerwohnungen, vernachlässigt bazillus der Militärvorlage tann selbst der Cholerabazillas nicht wie das ganze Haus. Der Vizewirth muß sparen. Ackerstr. 16. Hinterhaus mit alter Bauart, steilen, schmalen auffommen. Er, der im vorigen Jahre völlig souverän die ganze öffentliche Meinung beherrschte, der auf Straßen und Plätzen das Treppen. Statt Küchen unverschlossene Feuerherde auf den ausschließliche Gesprächsthema bildete, sieht sich plöglich, wie Treppen, naffe Parterrewohnungen. Im Borderhause 2 Meter freilich schon mancher Würdenträger vor ihm, depoffecirt und auf tief gelegene Kellerwohnung, dunkel und dumpfig, unbewohnbar. den fleinen Kreis von Gelehrten, Aerzten und Karbolinteressenten Der lange Hof Abends nicht erleuchtet. zurüdgedrängt. Aber hier sieht man wieder, mie ein föstlich Geschenk des Himmels die Dankbarkeit ift. Die Arbeiter- Sanitätstommission, die gleich dem ReichsSeuchengesetz der Cholera ihre Entstehung verdankt, gedenkt ihrer und hält forgjam ihr Auge auf fie gerichtet. Alio seid nicht lässig, Genossen! Vergeßt über den großen Misthaufen der Reaktion nicht der kleinen, so da lieblichen Geruch verbreiten Lokales. Wer es ermöglichen tann, benuße zur Stimmabgabe auf Höfen und in Häusern. Bringt jeden fanitären Uebelstand, die Zeit von 10-12 und von 2 Uhr an, damit die Mittagsstunden jede hygienische Scheußlichkeit zu unserer Kenntniß und sorgt so, für die zur Arbeit Gezwungenen frei bleiben und zu eure fräftigen Knochen und die Gesundheit eurer Kinder zu erhalten. Die Patrioten" tönnten sonst leicht auf den Gedanken großer Andrang vermieden wird. tommen, ihr wollt reichsfeindlerisch" mit Gewalt frant werden, nur um die Wehrhaftigkeit des Vaterlandes zu schwächen und den wohledlen Herren von der Aushebungskommission herztränkendes ergerniß zu bereiten. " п 1. Wahlkreis: Trieschmann, Jüdenstr. 55. 2. Wahlfreis: Bodbrauerei, Tempelhofer Berg. B Wahlberechtigt ist jeder, der in die Wählerliste ein getragen ist, auch wenn er bei der Hauptwahl nicht mitgewählt hat. Arin Wahlberechtigter darf der Urne fernbleiben! Auf wir von möglichst viel ungefunden Wohnungen Kenntniß erhalten. Aber es ist nicht blos in dieser militärischen Hinsicht nöthig, daß jede Stimme tommt's an. Bir haben nämlich die Absicht, auch dem bessern Zivil hilireich An die Berliner Parteigenoffen! Zur Unterstützung unter die Arme zu greifen und in einer seiner vielen Nöthen bei den Wahlarbeiten ersuchen wir alle Genossen, denen aufs Trockene zu bringen. Sowie 3 Mailüfterl webt, überzählt der Bluto- oder es möglich ist, sich am Wahltage von der Arbeit frei Aristokrat, der Bourgeois- Greis oder Jüngling, was er sich den zu machen, sich uns Winter über an seinem Entbehrungseinkommen hat abdarben Sonnabend früh 7 Uhr tönnen, greit dann nach hohem oder höherem Mufter nach dem Reichs- Kursbuch, multiplizirt die Kilometerzahl mit 8, 6 oder 4 in folgenden Lokalen zur Verfügung zu stellen: Biennig und sieht, sb's bis nach den Alpen oder der märkischen Schweiz, der Nord- und Ostsee oder Seebad Wilmersdorf reicht. Das giebt dann viel Kopfzerbrechen und Arbeit, viel Ueberlegen 8. Wahlkreis: Gründel, Dresdenerstr. 116. 5. Wahlkreis: Pyrtet, Gipsstr. 3. § 32. Tritt bei der engeren Wahl Stimmengleichheit ein, found Streiten mit der theuren Gattin, nebst den an den Mann entscheidet das Loos, welches durch die Hand des Wahitommiffars geben, wo wird das Senfationsgelüfte am besten befriedigt zu bringenden Löchtern. Wo wird's das meiste Amusement Ganz besonders richten wir diese Aufforderung an die werden, wo wird die Luftveränderung die vollkommenste sein! selbständigen Gewerbtreibenden, die sich zu unserer Faßt Muth, ihr Befümmerten, wendet den verlegen fuchenden Partei rechnen und die ja nicht wie die Arbeiter Maßregelungen Sur Stichwahl in Erfurt beschloß der dortige Freifinnige Blick von den 8 bis 11 Beilagen der Voß, laßt euch nicht durch die fettWahlverein, bei der Abnimmung für Bülle( Sozialdemokrat) oder gedruckten Nordenen, Harzburg, Oftende, Gastein 2c. der Kapitaliften- u befürchten haben. Die Vertrauensleute Berlins. Jacobstötter( Antisemit) jedem Parteigenoffen freie Hand zu und Adelsblätter von einem Zweifel in den andern jagen- die Arlaffen. Ein Antrag auf Wahlenthaltung wurde abgelehnt. beiter Sanitätsfommission nimmt euch alle an ihr warmes, wohlParteigenoffen und Genoffinnen des zweiten Berliner Ein Stimmungsbild. Bom Lande wird dem ultramontanen desinfizirtes Herz, sie hat den ganzen Winter für euch gearbeitet Reichstags- Wahlkreises. „ Trierer Bauernfreund". Beilage zum Paulinusblatt" ge- Gommeraufenthalte, wie ihr sie so pitant, so nervenfibelnd, so Stichwahlen durchzumachen haben, und gewillt sind, am Tage und auch für euch gesorgt. Sie ladet euch zu sich, fie giebt euch Alle Parteigenossen, besonders derjenigen Kreise, welche keine Was niemand für möglich gehalten hätte, ist im Trier- reich an neuen Eindrücken noch nicht gehabt, solche, in denen der Stichwahl im zweiten Wahlkreis mitzuhelfen, werden ersucht, schen Land Wahlkreise geschehen. G3 find in ganz ihr die Luft sehr verändert" finden merdet. Die bisherigen fich in folgenden Lokalen von 7/2 Uhr Morgens ab einzufinden: fatholischen Ortschaften von fatholischen Wählern, von Bauers: Miether sind gern bereit, für ein paar Monate ihre Wohnungen leuten, fozialdemokratische Stimmsettel abgegeben gegen eure ungefunden, aus denen ihr ja heraus müßt, um eure worden. Wie ist dies zu erklären? Im Verhalten der angegriffene Gefundheit wieder herzustellen, einzutauschen, ohne Forstbehörde gegen die armen geplagten auf weitere Entschädigung Anspruch zu erheben. Macht nur Bauern, und nur darin darf man die Ursache fuchen. Daß recht ausgiebigen Gebrauch von unserem freundlichen Anerbieten, Genosse" Emmel nicht im Landkreis Trier gewählt ward, hat ihr Sommerfrischler, die Arbeiter- Sanitätskommission wird euch feinen Grund nur und ausschließlich im religiösen mit ihrem Verzeichniß von Erholungsaufenthalten nicht im Stich Glaubensleben unferes Volkes. Wir haben Noth laffen. Wählt nur aus! stand im Viehfutter, Rothstand Ein= in der Kielerir. 15, 5 Tr., Vorderhaus. Giebelwohnung wie Bodenftreu. Taufende von Morgen Gemeindewaldungen blieben fast verschlag feucht. Keine Klappe über dem Kochherd. In der Küche hermetisch verschlossen; wie gerne möchten die armen Bauern ihr regnet es durch. Vieh füttern mit dem entbehrlichen Laub. Aber der Wald ist verschlossen. Der Bauer möchte sammeln, was der Wald entbehren kann, aber er darf nicht; nachdem er tagsüber in der Size gestanden und gearbeitet hat, muß er sich Nachts in den Wald schleichen und Nahrung für sein hungriges Vieh fuchen; wehe, wenn er ertappt wird; und wie müde ist der arme Bauer, nachdem er den Zag über seine Glieder in schwerer Arbeit abgemartert hat. Man muß unter dem armen Bolte leben, Zeuge Naunystr. 87. Klosets im Keller, 8 für 30 Haushaltungen, fein feiner Entbehrungen, feiner Sorgen, seiner Arbeiten. Daß ca. 120 Menschen. da das Vertrauen im Voll gegen die Behörde Fürbringeritr. 1. Rellerwohnung naß, Schimmel; Fußboden sintt, daß eine Erbitterung, ein Seelenzustand, den man entzwei. Die Stube 1,50 Meter, Küche 2 Meter unter dem Der Wirth hat den fast Verzweiflung nennen möchte, fich des Wannes bemächtigt, daß Straßenniveau. Kein Ofen in der Stube. er in feiner Erbitterung zum sozialdemokratischen Wahlzettel greift Miether auf Einschreiten der Arbeiter- Sanitätstommission sieben und ihn mit blutendem Herzen zur Urne tragt: wer wird sich lassen. Auf demselben Grundstück alle Steller feucht, zu tief das nicht leicht erklären! Bu billigen ist es freilich nicht. Aber liegend. so viel ist sicher: Fährt die Forstbehörde fo fort, so hat Rostockerstr. 46. Hinterhaus, Seitenflügel, II. und 111. Etage, der Sozialismus an ihr im Trierischen Wahlkreis den stärksten feuchte Wohnungen. Kesselbrunnen mit ungenießbarem Wasser. Elsasserstr. 12b, Hof L. im Keller Schlafraum für 4 SchlächterAgitator." gefellen, 2 Fenster 0,90 X 0,90 groß. Wenn das ultramontane Blättchen bie einzige Ursache des Fortschritts der Sozialdemokratie in dem Verhalten der Forstbehörde erblickt, so ist das eine findliche Selbsttäuschung. Natür lich tragen die Maßnahmen der Behörde dazu bei, die Erbitterung der Masse zu steigern. Die Grundursache aber ist der wirth: schaftliche Rückgang des Kleinbauernthums, die politische und Soziale Mißwirthschaft, wobei das Zentrum ein gebäuft volles Dias von Schuld tragt. Da liegt der Hase im Pfeffer. Bei der nächsten Wahl wird es noch heller werden. Planujer 94, 11. Gt. Wände find entzwei, Fenster und Thüren schließen nicht, müssen mit Lappen verstopft werden. Manteuffelstr. 58. Bäckerei auf dem Hofe, davor Pissoir mit mangelhaftem Abzug Dunggrube eines Pierdestals, deren Jauche den Kellerbewohnern fat in die Feniter läuft. Klosets ohne Deckel und Abzugsrohr. Reffelbrunnen mit ungenießbarem Wasser. Wittstockeritr. 26. Neubau, Hof Seitenflügel, part. I. Feuchte Wohnung, Schimmel, Stockflecten, Sachen beschlagen. Miether soll 8 M. für Physikatsattest deponiren, dann fann er nach vier Wochen ziehen. 2., 3., 4. Etage auch feucht. Weidenweg 96, Hof 4 Tr. 1. Arbeiterfamilie mit 9 Rindern. Stube feucht, Pilzbildung. 3 Betten, 1 Betttaften, 2 Kinderbett stellen, darin 10 Personen. Ofen unbrauchbar. Die Wohnung vom Arzt für gesundheitsschädlich erklärt, aber der Wirth entbindet nicht vom Kontrakt. Neue Königstr. 80. Kellerwohnungen, Hof, 2. Eingang r. und links, dunkel, feucht, vernachlässigt. 2 Klojets für 12 Miether des rechten und linten Seitenflügels. " Zur Wahlenthaltung sind im ersten Münchener ahltreise die Ultramontanen von ihrem Wahlverein und von der Post Beitung" und dem Bayrischen Kurier" auf gefordert worden. Dazu bemerkt Dr. Sigl im Bayrischen Neue Königstr. 88. Rellerwohnung, vernachläffigt, feucht, Baterland: Die Mehrheit der( ultramontanen) Wähler wird sich Boden mit Ziegelsteinen belegt. 2 Klosets für 20 Wiether und indeß wie gewöhnlich weder nach der Weisheit des Kurier" und 4 Gesellen einer Bäckerei. der Poft- Zeitung", noch nach ber allerunterthänigit treugehor- Rigdorf, Berlinerstr. 61( Eigenthümer Wanzlich). In allen samst ersterbenden Wohldienerei gewisser Herrschaften richten, Räumen naffer Keller. Die Wände trocknen nie aus, Pilzbildung fondern frisch und munter den bisherigen Deputatus von an den Tapeten. Der Bewohner, krank an Rheumatismus und ünchen, Herrn Birt, wieder wählen, der das Herz am Herzfehler, hat sich vergeblich beim Wirth und Gemeindevorstand rechten Fled hat, ein flarer Stopf und ein vortrefflicher Redner bemüht, von der für ihn doppelt gefährlichen Wohnung" los ist, wie wir uns selbst diefer Tage überzeugen fonnten. Denn zukommen. Der von der Gemeinde gesandte Arzt bestätigt die es handelt sich bei der Stich.vahl am 26. nicht um Gunst oder Unbewohnbarkeit der Räume, der Gemeindevorstand sah sich Ungunst von oben, noch um speftulative Wohlbienerei von unten, trotzdem bis jezt nicht veranlaßt, einzuschreiten. sondern um Annahme oder Nichtannahme der Militärvorlage Kaiser'tr. 31( Besizer Hof- Töpfermeister Schuppmann). und was noch nachkommt. Da wäre Wahlenthaltung die Schuhmacher- Keller, 1,27 Meter unter dem Straßenniveau, feucht, felbe Feigheit, deren sich das Zentrum 1887 gegenüber so daß alles verschimmelt. Fußboden im Laden und in der dem Septennat durch Stimmenthaltung schuldig gemacht, Küche aus Ziegelsteinen. Kranke Bewohner. Der Wirth läßt und außerdem eine Dummheit und ein unverzeihlicher Berrath die Miether nicht ziehen, die versprochene Abhilfe unterbleibt. an der Boltsfache, wenn durch blöde Wahlenthaltung den Freunden Feldzeugmeisterftr. 8. Feuchte Kellerwohnung im Vorderder Militärvorlage und der tommenden preußischen Reattion ein haus, 1,75 Meter unter dem Straßenniveau. In den Häusern Mandat mehr überlassen würde. Deshalb wird die Mehrheit 1-8 dieser Straße soll das Wasser der Hofbrunnen ungenießbar der Wähler flüger fein als die Mehrheit des Wahlvereins und sein( ohne daß sich Platate an denselben befinden). des Zentral- Bureau Bodbrauerei( Tempelhofer Berg). 1. Wahl- Bureau bei H. Werner, Bülowstr. 59. Leopold, Markgrafenstr. 89. " Kresse, Fichtestr. 29. 2. B. # Das Wahl- Romitee. An die Vertrauenslente und Parteigenoffen Teltow Beeston Storfower Wahltreises! Parteigenossen! Es wird gebeten, das Resultat der Wahl sofort per Telegramm an 3ubeil, Naunynstraße 86, einzusenden. Das Zentral- Wahlkomitee. J. A.: Heinrich Bökert. Achtung! Zur Stichwahl in Niederbarnim! Die Parteigenossen des Kreises, welche am 24. Juni, dem Tage der Stichwahl, helfen wollen, wollen sich bei den Ver trauensperfonen ihres Ortes schleunigst melden. Fahrgeld und Behrungstoften werden erstattet. An das Solidaritätsgefühl der Berliner Genossen richten wir die Bitte, uns in unserem schweren Kampfe nach Kräften zu unterstüßen, um troz aller Wahlbündnisse und Wahlbeeinflussungen seitens unserer Gegner der rothen Fahne in Niederbarnim zum abermaligen Siege zu verhelfen. Den Genossen des Kreises theilen wir mit, daß alle Mittheilungen über das Wahlergebniß am 24. Juni an Oskar Schulze zu Friedrichsberg, Friedrich Karlstr. 34, abzugeben sind. Depeschen müssen jedoch ausschließlich an Emil Böhl, Frankfurter Allee 74, gerichtet werden, weil Telegrammbestellungen in Friedrichsberg nach 10 Uhr Abends nicht ausgeführt werden. Das Zentral- Wahlkomitee des Kreises Niederbar ni m. J. A.: Anton Ropp, Friedrichsberg, Borhagenerstr. 20. Achtung! Diejenigen Parteigenoffen, die im Kreise Ober. Barnim wahlberechtigt find, aber außerhalb ihres Wohnortes arbeiten, müssen unbedingt am Tage der Stichwahl, am 24. Juni, ihr Wahlrecht ausüben. Wenn keiner fehlt, ist der Sieg unser. Das Wahlkomitee. Die Stichwahl im Wahlkreise Brandenburg- Westhavelland findet am Sonnabend, den 24. Juni, statt. Alle sich außerhalb ihres Wahlbezirks aufhaltenden Genossen werden gebeten, ihr Wahlrecht auszuüben. Das sozialdemokratische Wahlkomitee. Die Konservativen und Antisemiten fordern in einem Aufruf nochmals auf, sich bei der Stichwahl im 2. Wahlkreise zwischen Fischer und Virchow, sowie bei der Stichwahl in den anderen Wahlkreisen, der Stimme zu enthalten. Das hiesige nationalliberale Wahlkomitee fordert auf, in allen Stichwahlbezirken Berlins für die freisinnigen Kandidaten zu stimmen. Wir ersuchen die Genossen, sich durch den Beschluß der Konservativen und Antisemiten nicht beirren oder täuschen zu lassen, sondern Mann für Mann an der Wahlurne zu er fcheinen. Es ist nicht das erste Mal, daß die Konservativen und Antisemiten zur Wahlenthaltung ausforderten, um dann doch im entscheidenden Montent in geschlossenen Reihen ihre Stimme gegen den Sozialdemokraten abzugeben. Also nochmals, kein Sozialdemokrat fehle bei der Wahl! Ueber ,, Redefreiheit" leitartikelt Stöcker in seinem„ Bolt", nd wagt den kühnen Ausspruch, daß die Christlich- Sozialen und die Antifemit en am meisten Rebefreiheit gewähren. Unbe- 1 Gewerbegericht. Wir machen die betheiligten Kreife auf| geführt worden wären. Staatsanwalt Diek beantragte gegen schränkte Redefreiheit für jeden Gegner, das ist bei ihnen die im Inseratentheile befindliche Bekanntmachung des hiesigen Wißte und Wiese je ein Jahr 3 Monate, gegen Renndie Regel. Nachdem Stöcker seiner bekannten speziellen Gewerbegerichts, betreffend die Aufforderung zur Aeußerung über thaler ein Jahr Gefängniß. Das Urtheil lautete gegen Wahrheitsliebe genügt, schreibt er über die anderen Parteien die Regelung der Ausnahmen von dem Verbot der Sonntags- Migte auf neun, gegen Wiese und Rennthaler auf je sechs ziemlich objektiv: arbeit besonders aufmerksam. Monate Gefängniß. Die reisinnigen, mögen sie sich nnn zur Vereinigung" oder zur Volkspartei" rechnen, fennen seit langer Zeit den Begriff der Redefreiheit nicht mehr. Die von ihnen veranstalteten fog.„ Volts" versammlungen sind keine Versammlungen des Volkes, sondern nur solche waschechter Fortschrittler. Häufig ist sogar der Eintritt nur gegen vorher zu lösende Karten ge stattet. Gine ,, Bolts" partei, die nicht einmal Boltsversammlungen zu veranstalten wagt, ist freilich ein merkwürdiges Ding. Stöcker's. Die Neberführung des Ingenieurs Paasch nach der Die Revolver- Affäre, welche sich am 10. Januar zwischen Charitee ift entgegen der bisherigen Meldung, daß fie gleich nach dem Redakteur Johannes Berndt und dem Redakteur ber der Gerichtsverhandlung am Dienstag stattgefunden habe, erst Kreuz Zeitung", Karl Mayer, abgespielt hat, beschäftigte gestern Nachmittag vom Untersuchungsgefängniß aus erfolgt. heute das Schwurgericht des Landgerichts I. Aus der Untersuchungshaft wurde der Redakteur Johannes Berndt vorgeführt, um aus Weißensee hat sich die oberste Medizinalbehörde noch nicht 10. Januar wurde der Redakteur Mayer, als er Morgens Bezüglich des Geisteszustandes des Pastors Harder sich wegen versuchten Mordes zu verantworten. Am fchlüffig machen fönnen, ob Jrrsinn als wirklich vorhanden an- nach der Redaktion ging, Daß die Mittelparteiler, Nationalliberale wie zuerkennen fei oder nicht. Daher ist beschlossen worden, Harder Mansteinstraße von dem Angeklagten überfallen und durch an der Ecke der York- und Freitonservative, feine öffentlichen Versammlungen mit auf sechs Wochen der Frrenstation der Charitee zur genauen mehrere Revolverschüsse verwundet. freier Erörterung abhalten, ist beinahe selbstverständlich. Einmal Beobachtung zu überweisen, und seine Ueberführung dorthin Angeklagten los, dieser aber feuerte nochmals den Revolver auf Mayer stürzte auf den find die Herren viel zu vornehm, und dann auch viel zu vor dürfte demnächst erfolgen. fichtig dazu. In solchen Versammlungen giebt es gar zu leicht Mayer ab und schlug ihn mit seinem Stocke über den Kopf. Es unbequeme Fragen über die Stellung zu der Börsengefehgebung, Einen Selbstmordverfuch auf offener Straße hat eine entstand ein Ringen, bei welchem die Beiden zu Boden fielen, den Forderungen der Handwerker und Bauern, dem Antisemitis- Dame in der verwichenen Nacht um 1 Uhr begangen. In der Berndt raffte sich aber schnell auf und feuerte aus seinem fechs. mus u. f. w. Die Beantwortung solcher Fragen vermeidet man Friedrichstraße nahe am Bahnhofe trachte plöglich ein Schuß, legten zwei Rugeln auf seinen Gegner ab, die ebenso wie die läufigen Revolver, ben er noch immer in der Hand hielt, die lieber. Sie könnte schaden, mindestens aber in Verlegenheit man lief von allen Seiten zusammen und fand auf dem Straßenbringen. So müssen wir denn auf den Genuß einer Aussprache damm eine feingekleidete Dame liegen, die sich mittels eines Brellschuß in den Rücken und einen Schuß in die linke Hand, so vorhergegangenen trafen. Insbesondere erhielt Mayer einen von Mund zu Mund mit den Herren Mittelparteilern verzichten. Taschenrevolvers, den sie noch in der Hand trug, eine Rugel in baß er dieselbe längere Zeit in einer Binde tragen mußte. Die Schade! Eine öffentliche Volksversammlung der Freikonservativen die rechte Schläfe gejagt hatte. Sie wurde zunächst nach der daß er dieselbe längere Zeit in einer Binde tragen mußte. Die oder Nationalliberalen in Berlin, das wäre zu scherzhaft. Leider Bahnhofs- Polizeiwache und von dort nach einem Krankenhause Wunden sind merkwürdig gut geheilt und haben einen weiteren wird diese Hoffnung wohl stets ein schöner Traum bleiben. gebracht. Kurz vor der That war sie sehr erregt in das Bahnhofs- törperlichen Nachtheil für den Verletzten nicht hinterlassen. Die Man sieht es vor, gebildet" und vornehm" au schweigen, gebäude gelaufen, bald aber auf die Straße zurückgekehrt. In von welcher Berndt schon seit geraumer Zeit gequält wurde. That des Angeklagten war ein Att zügellofefter Eifersucht, gerade wie Herr Dresler, der nationalliberale Gegentandidat ihrem Befige befand sich ein Bettel, der die Worte enthielt: Das Familienleben des Angeklagten war seit lange schon so ge" Frau Rosa Bormann, geborene Weßburg, am 4. Juni 1836 trübt, daß er seine vier noch lebenden Kinder zu Verwandten Bollfte Redefreiheit wenige Ausnahmefälle abgerechnet, geboren." Näheres über den Fall hat, da die Berlegte ver- nach außerhalb gebracht hatte. Der Angeklagte batte feine Ehe. geftatten bie Sozialdemokraten. Das erkennen wir dant nehmungsunfähig ist, bisher nicht ermittelt werden können. Thebar an. So wenig anständig die Sozialdemokraten sich häufig in frau in den Verdacht, daß sie ihm die eheliche Treue nicht begegnerischen Versammlungen benehmen, ein um so besserer Zon Eine Falschmünzerbande beschäftigt die hiesige Kriminal. wahre, und so lebhaft auch seine Ehefrau dagegen fich verwahrte herrscht meist in ihren eigenen Versammlungen. Eine gegnerische polizei. Dem 65. Polizeirevier in der Fruchtstraße wurde die und den schmählichen Verdacht von sich abwehrte, fo ließ der Versammlung zu sprengen, das scheint ihnen besonderes Ver- Mittheilung gemacht, daß sich im Hause Grüner Weg 72 Angeklagte nicht von demselben und marterte sich und seine gnügen zu machen. In den eigenen Bersammlungen muß es bei einer Wittwe Rüdiger eine Falschmünzer- Ghefrau mit den Ausbrüchen seiner Eifersucht oft bis Dagegen möglichst ordentlich zugehen, das erfordert die Partei Werkstatt befinden müsse. Zwei Kriminal- Schußmänner be- zur Unerträglichkeit. Er glaubte entdeckt zu haben, daß ehre, auf die gerade die Sozialdemokraten viel geben. Es ist gaben sich nun vorgestern Morgen um 9 Uhr zu der Rüdiger, die hier eine Gesellschaft lebensluftiger Herren bestehe, welche freilich vorgekommen, daß man auch in sozialdemokratischen Ber- feit dem 1. Mai d. J. im rechten Seitenflügel genannten Hauses verheirathete Frauen in thre Netze lockten, er glaubte Sammlungen uns niederzuschreien versuchte. Aber jedesmal eine Treppe hoch wohnt. Als die Frau auf das Pochen der Beweise dafür zu haben, daß Mayer zu biefer Gesellschaft ge wurde uns feitens der Herren am Vorstandstische der weitest- Beamten die Thür öffnete, stürmten die Schutzleute sofort in die höre und zwischen seiner Ehefrau und Mayer unerlaubte Begebende Schutz zu theil. Recht scharfe Worte mußten sich die sich aus einer Küche, einem zweifenstrigen und einem einfenftrigen siehungen bestehen. Die häuslichen Szenen, welche aus diesen ungebührlich betragenden Genossen" manchmal von ihrem Bor Bimmer bestehende Wohnung. In der zweifenftrigen Stube Swiftigteiten entstanden, follen mehrfach die Grenze des Dent fizenden sagen lassen. trafen sie einen noch nicht festgestellten Polen, der anscheinend baren erreicht haben. Alle Bemühungen der Ehefrau, den AnIn den tonfervativen Bersammlungen herrscht eine mit feiner Wirthin zusammengelebt hat. Er war damit be getlagten von feiner firen Jbee abzubringen, waren fruchtlos, sehr verschiedene Praris. Gerade bei ber diesmaligen Wahl- fchäftigt, gegoffene Fünf, Zweis und Einmartstücke zurecht- der Haß desselben gegen Mayer steigerte sich mehr und mehr und bewegung haben wir bemerkt, daß vielfach volle Hedefreiheit aufeilen und zu poliren. Während dieser festgenommen wurde, zeitigte schließlich die Blutthat, die Berndt nun vor dem Schwurfeitens der Leiter Konservativer Bersammlungen nicht beliebt war. iß ein weiter in dem einfenstrigen Raum plöglich das Fenster gerichte zu verantworten hat. feitens der Leiter konservativer Versammlungen nicht beliebt war. auf und sprang auf den gepflasterten Hof hinab. Giner von den Den Vorsitz führt Landgerichts- Direktor Soppe, die AnMan gestattet, beschränkte" Redefreiheit, man erlaubt dem Gegner Schuhleuten, der schnell herbeigeeilt war, erfaßte ihn noch am flage vertritt Staatsanwalt Frhr. v. Erfert, die Vertheinur, über diesen oder jenen Punkt sich zu äußern, nur 10 oder Rockschoße; dieser riß aber ab, und der Flüchtling stürzte auf digung führt Rechtsanwalt Dr. Grünberg. Der im Jahre 15 Minuten zu sprechen, man stellt ihm nur" Anfragen" frei, einen Sandwagen, wo er mit leichten Verlegungen liegen blieb 1848 geborene Angeklagte, welcher sich seit dem 12. Januar in man unterbricht ihn häufig unnöthigerweise." und ergriffen wurde. Er verweigert mit Entschiedenheit jede Untersuchungshaft befindet, giebt zu seinen Personalien an, daß Herr Stöcker tritt sodann für volle Redefreiheit der Auskunft über seine Person, ist aber mitsammt seinem Komplizen er der Sohn eines Rentiers sei und das Werders che Gymnasium Gegner in allen Bersammlungen ein. Wie Stöder freilich die und der Rüdiger in Untersuchungshaft genommen worden. Eine besucht habe. Nach Beendigung seiner Schulzeit fei er auf drei Redefreiheit in der Praxis versteht, hat er oft genug gezeigt. gleich darauf vorgenommene Haussuchung führte zu dem über Jahre ins Ausland gegangen und habe bort literarischen und Wenn er Schmähungen über Schmähungen auf den Gegner ge- raschenden Ergebniß, daß in den Strohsäcken der Lager- philosophischen Studien obgelegen. Sein Spezialfach sei häuft, dann gestattet er falbungsvoll biefem das Wort, um es stätten, unter Geschirr= und ihm aber, weil der Redner irgend welche heilige Gefühle ver- Falschgeld Rüchengeräth verborgen, die Volkswirthschaft, insonderheit das Versicherungswesen der vorgenannten Art im Nennwerthe von und über Fragen Dieses Gebietes liegen in legt und das thut er immer, wenn er Stöder passend erwidert 1055 Mart vorhanden war. Von Ziegeln und Formen Organ der Feuer- Versicherungsanstalten Deutschlands zahlreiche durch den von ihm angefachten Radau wieder unmöglich zu wurde nichts entdeckt, sodaß die eigene Werkstatt anderswo Publikationen vor. Im Jahre 1882 habe er sich verheirathet. machen. Mit Stöcker zu debattiren in einer Versammlung, die zu suchen sein dürfte, während hier nur die letzte Hand an die Er sei einige Beit Redakteur im Wolff'schen Telegraphenbureau er und seine Freunde leiten, darauf kann sich kein verarbeit gelegt wurde. Inzwischen hat die Polizei noch ermittelt, gewesen, habe dann im Bureau des Herrn Schweinburg gearbeitet nünftiger Mensch einlassen. daß die Schwester der Rüdiger, Wittwe Auguste Grabowsky, mit und im Jahre 1886 selbständig ein Telegraphenbureau einDas Begräbniß des Genoffen Schrader, über beffen turzem aus dem Zuchthause entlassen worden, nachdem er wegen Jahreseinkommen von 10-12 000 M. gewährt, bis die unglückihrem Sohne Koppenstraße 3 wohnt. Der letztere iſt erst vor gerichtet. Legteres sei sehr gut gegangen und habe ihm ein tragischen Tod wir in Nr. 144 des Vorwärts" berichteten, ge: Falschmünzerei verurtheilt war, und steht noch unter Polizei- felige Sache mit seiner Ehefrau sich ereignete. Der Vertheidiger staltete sich zu einem so erhebenden, wie es Klein- Schönebeck, der Aufsicht. Da nun die Rüdiger bis zum ersten Mai bei ihrer beantragt, in dieser Sache die Deffentlichkeit auszuschließen, da Wohnort des Verstorbenen, sicher nur selten gesehen hat. Die Schwester in der Koppenstraße wohnte, auch der Bole, der bei der Verhandlung viele das Privatleben des Ange beiden Chefs sowie die sämmtlichen Arbeiter der Firma Kirchner, Schuster fem soll, dort gesehen wurde, so vermuthete die Polizei lagten und auch des Beugen Mayer betreffende Dinge in der Schrader 24 Jahre lang thätig war, waren mit prachtvollen eine Verbindung zwischen ihnen und hielt auch an dieser Stelle sur Sprache tommen, welche sich nicht für die Deffentlichkeit Kränzen erschienen. Die Arbeiter des Dorfes hatten um 4 Uhr Haussuchung. Falschmünzer- Werkzeuge wurden auc die Arbeit niedergelegt, um ihrem unermüdlichen Borkämpfer geblich gesucht; doch hatte Grabowsky etwa 27 Mart in echtem ben müffen. Der Staatsanwalt widerspricht einem vollen Aus. hier ver- fchicken, und außerdem auch mehrere Prostituirte vernommen wer die letzte Ehre erweisen zu können. Von den Genossen des Gelde bei sich. Die Polizei seht ihre Nachforschungen nach der schluffe ber Deffentlichteit, da er aus der öffentlichen Verhand Nieder- Barnimer Kreises waren gleichfalls Kränze gespendet. Werkstatt mit großem Eifer fort. Das Trauergeleite wurde von den Trägern des rothen Banners lung eine Gefährdung der guten Sitten nicht befürchte. Falls einige Fragen werden Fragen berührt follten, welche der Fabrik und der Marschallsstäbe eröffnet. Unter den zahlnach Aus Arbeitslosigkeit verzweifelt, haben zwei Personen dieser Richtung hin Bedenken erregen sollten, dann würde reichen Leidtragenden bemerkte man auch den Genoffen Vart Hand an sich selbst gelegt. Der 21 Jahre alte Kaufmann Franz er sich vorbehalten, stellenweise diesen Ausschluß der Deffentmann aus Friedrichshagen mit einem prachtvollen, von den Hoffmann, der verheirathet ist und Burgsdorfstraße 2 wohnt, lichkeit zu beantragen. dortigen Genoffen gestifteten Kranz, und den Genossen Stadt- nahm Sublimat und mußte mittels Kopp'schen Krantenwagens Deffentlichkeit während der ganzen Dauer der Verhandlung aus Der Gerichtshof beschließt, die hagen. Der Dorfpfarrer Schröder ließ es sich nicht nehmen, nach der Charitee befördert werden. Ferner hat am Donnerstag zuschließen. dem Verstorbenen, der als Gemeindevertreter sehr beliebt war, Nachmittag der 63 Jahre alte Schloffer Erdmann Karl in seiner die Ehefrau des Angeklagten, welche erklärt, von ihrem gefeßUnter den vorgeladenen Beugen befindet sich einen warmen Nachruf zu weihen, obwohl dieser total anderer Buttmannstraße 18 belegenen Wohnung seinem Leben durch Erlichen Rechte der Zeugnißverweigerung feinen Gebrauch machen politischer Ansicht gewesen. Von den Bauern schüttelte hängen ein Ende gemacht. mancher wehmüthig den Kopf und meinte: es ist doch mancherlei burch ihn hier beffer geworden, wenn nur nicht alles wieder einschläft: wer soll den tüchtigen Genossen ersetzen? Auf einen Kindesmord dürfte ein Leichenfund zurückzuführen fein, der am 21. b. M., Morgens gegen 5 Uhr, in der Thürnische des Hauses Reichenbergerstr. 15 gemacht wurde. Nähere Einzelheiten hat die eingeleitete Untersuchung bisher nicht zu Tage gefördert. 0 dem zu wollen. Ferner find anwesend, der verletzte Redakteur Mayer, zwölf Frauen, darunter einige Prostituirte, der gerichtliche ständige Redakteur Langenbruch. Letzterem hatte der Angeklagte Physitus Sanitätsrath Dr. Mittenzweig und der Schreibsachver feinerzeit Löschblätter von dem Schreibtische seiner Ehefrau zu gestellt, um zu versuchen, ob sich aus den Abdrücken der Schrift: zeichen auf diesen Papieren ein Beweis für die Untreue feiner Ehefrau konstruiren lasse. Der Versuch soll aber fehlgeschlagen sein. Schwennhagen fand gestern warme Bertheidigung in der Versammlung des Deutsch- antisemitischen Vereins, Berlin W". Schwennhagen, wurde der Versammlung aufgebunden, sei nicht durchgebrannt, sondern nach Bukarest gereift, um Beweismaterial Im Rastanienwäldchen gefleddert wurde in einer der gegen Miquel herbeizuschaffen. Es wurde sodann gegen die lehten Nächte unmittelbar hinter der Hauptwache ein Mann, der Staatsbürger- Zeitung" polemifirt und dem Bundesvorstand sich ermüdet auf einer Bank niedergelassen hatte. Beim Erwachen Die Geschworenen gaben ihren Wahrspruch ab auf: Schuldig wurden Uebergriffe vorgeworfen. Er fei nicht berechtigt gegen vermißte er feine filberne Uhr und eine etwa sechs Mart ent- des versuchten Zodtschlags unter Bubilligung mildernder Um Schwennhagen aufzutreten, der noch heute Mitglied des Vereins haltende Geldtasche. Er nannte sich Kaufmann Ostar Schulze stände. sei. Schwennhagen und Ahlwardt seien feste Stüßen des Anti- aus der Veteranenstraße. Die Anzeigen über solche Vorfälle Der Gerichtshof erkannte auf ein Jahr Gefängniß femitismus, zu denen man fest und treu stehen müsse. Wir haben sich in lezter Zeit gemehrt. gratuliren. Im und beschloß, den Angeklagten aus der Haft zu entlassen. Polizeibericht. Am 21. d. M. Nachmittags vergiftete sich Das fogenannte Trucksystem, wonach bei der Lohn- ein Mädchen in seiner in der Oppelnerstraße belegenen Wohnung auszahlung von dem Unternehmer Schulden mit in Anrechnung mittes Arsenik und starb in der darauf folgenden Nacht im gebracht werden, die der Arbeiter kontrahirt hat, scheint un Krankenhause Bethanien. Nachmittags wurde ein Schlosser in geachtet des gesetzlichen Verbotes solcher Lohnkürzung sich neuer- feiner Wohnung in der Buttmannstraße und am nächsten Morgen Sings auf den Bauten mehrfach eingeschlichen zu haben. Bei ein Maurer in seiner Wohnung in der Urbanstraße erhängt vorGelegenheit der Anzeige über einen Straffall wegen Nöthigung gefunden. In der Nacht zum 22. d. M. versuchte ein Mädchen tam bie Thatsache zur Kenntniß des Gerichts, daß ein Bau- in seiner Wohnung in der Anhaltstraße sich die Pulsadern zu unternehmer für seine im Westen von Berlin aufzuführenden öffnen und brachte sich eine Schnittwunde an der linken Hand Neubauten einen besonderen Baureftaurateur engagirt hatte, der bei, so daß es nach dem Elisabeth- Krankenhause gebracht werden für die Erlaubniß, Speisen und Getränke verkaufen zu dürfen, mußte. Am 22. d. M. Mittags stieß ein Gärtner vor dem eine ziemlich hohe Entschädigung an den Bau- Unternehmer Hause Königstr. 27 ein Mädchen zu Boden, so daß es unter die zahlen mußte, wofür dieser sich verpflichtete, die Schulden der Räder eines vorüberkommenden Geschäftswagens gerieth und eine Arbeiter für ben Restaurateur Don dem Arbeits- bedeutende Quetschung des Unterschenfels erlitt. John zu türzen. Der Bau- Unternehmer soll auf diese Spandauer Schifffahrtsfanal, an der Torfbrüde, wurde NachWeise eine Gesammtsumme von 1100 Mark von dem Lohne mittags die Leiche eines neugeborenen Kindes angeschwemmt. ebenso der Angeklagte Schulz, dagegen fehlte wieder der Ander Bauarbeiter abgezogen aber nicht an den Restaurateur ab In der Nacht zum 23. d. Wt. wurde am Bahnhof Friedrichstraße geliefert haben, so daß dieser schließlich zu einer Nöthigung seine eine Frau mit einer Schußwunde in der Schläfe aufgefunden Buflucht nahm, um zu feinem Gelde zu gelangen. In dem aus und noch lebend nach der Charitee gebracht. In dem aus und noch lebend nach der Charitee gebracht. Sie hatte sich diefem Anlaß eingeleiteten Strafverfahren haben mehrere als mittels eines Teschins zu erschießen versucht. Am 22. b. W. Zeugen vernommene Bauarbeiter befundet, daß derartige von Abends fand in der Stalizerstr. 77 ein kleiner Brand statt. dem Unternehmer bei der Lohnzahlung vorgenommenen Lohn abzüge nichts Ungewöhnliches feien und auch auf anderen Bauten vorfämen. Man sieht hieraus, daß mit dem Lohnrüdgang im Baugewerbe auch eine Verschlechterung der Löhnungsverhältnisse durch die Anwendung des gefeßlich unzulässigen Trucksystems stattgefunden hat, das in diesem Falle von dem Unternehmer zugleich in der Weise ausgebeutet worden ist, daß er sich auf Roften des Restaurateurs bereicherte, der das Nachsehen hatte. Man sieht daraus, daß bas Unternehmerthum immer neue Verdienft- Gelegenheiten ausfindig zu machen weiß. Die Auflage gegen den Schriftsteller und Buchdruckereis besitzer Wald und den Kaufmann Schulz, welche beschuldigt sind, in einer Nacht im Café Ronacher eine lärmende Szene verursacht zu haben, sollte gestern zur Verhandlung kommen. Die beiden Herren waren mit dem Geschäftsführer in einen leb haften Konflift gerathen, und als sie aus dem Lokale entfernt werden follten, foll Wald mit einem Stockbegen herumgefuchtelt und beide Angeklagte follen bann auf der Straße durch Lärmen und die Behauptung, fie feien von Juden hinausgeworfen worden", einen Auflauf verursacht haben. In dieser Angelegenheit fand gestern der sechste Termin vor dem biesigen Schöffengericht statt, nachdem die früheren Termine wiederholt durch das Ausbleiben des Angeklagten Wald vereitelt worden waren. Gestern waren wieder die beiden Bertheidiger, Rechtsanwälte Dr. Hertwig und Arnold Goldstein, zur Stelle, geklagte Wald, welcher unmittelbar vor dem Termin im Gerichtsgebäude bemerkt worden war. Rechtsanwalt Dr. Hertwig beantragte wiederum die Vertagung, weil der Angeklagte nicht anwesend und die gesetzliche Ladungsfrist von einer Woche gegen denselben nicht gewahrt sei. Der Angeklagte Schulz bat dringend, feine Sache nun wenigstens zum Abschluß zu bringen und sprach feine Verwunderung über die behauptete Abwesenheit des Angeklagten Wald aus, den er entschieden im Gerichtsgebäude ge= sehen habe. Herr Wald erschien denn auch plöglich, erklärte aber, daß er nicht verhandeln lassen wolle, weil die Ladungsfrist von mindestens einer Woche nicht gewahrt sei. Der Vorsitzende Ein Anarchistenprozeß beschäftigte geftern die fiebente fab fich veranlaßt, sein höchstes Befremden über dieses Berfahren Straffammer des Landgerichts 1 unter dem Vorsitze des Land- auszudrücken, indem er hervorhob, daß schon 5 Termine vertagt gerichts- Direktors Voigt. Auf der Anklagebant befanden sich der und eine rechtzeitige Bufstellung der Badung nur durch den Verzug Schantwirth Oskar Wigte, der Schloffer Wilh. Wiefe und des Angeklagten in die Sommerfrische unmöglich gemacht worden der Schankwirth Bernhard Rennthaler, welche beschuldigt sei. Angeflagter Wald blieb aber bei seinem Bertagungsantrage, Ein Geistlicher fungirt jegt im Polizeipräsidium als Seel- waren, erstere in zwei Fällen, lezterer in einem Falle in öffent- weil er es vereiteln wolle, daß die gegnerische Presse so kurz forger für junge Mädchen, die auf hwege gerathen und zum licher Versammlung verschiedene Bevölkerungsflaffen gegen vor den Wahlen noch Kapital aus dieser Affaire schlage". Der erften Male der Polizei in die Hände gefallen find. Anständige einander zu Gewaltthätigkeiten aufgereist zu haben. Die beiden Gerichtshof glaubte, daß er dem Angeklagten sein Recht auf Bezahlung der Arbeiter und Arbeiterinnen würde die Moral" ersten Angeklagten beftritten, daß ihre Ausführungen so gelautet Labungsfrist nicht verschränken tönne und vertagte beshalb der Mädchen tausendfach mehr schützen, als alles Predigen, wo hätten, wie in der Anklageschrift behauptet sei. In letterer feien wiederum die Verhandlung. Thatsächlich lag eine Nothwendiges doch die Noth, die bittere Noth ist, welche Mädchen auf vereinzelte Säße herausgegriffen, die einen ganz anderen Sinn teit dazu nicht vor, denn es steht durch reichsgerichtliche Ent Abwege führt. bekommen würden, wenn auch die Vor- und Nachsäge mit auf. fcheidungen fest und ist in den Anmerkungen zu§ 216 St.- P.- D Gerichts- Bettung. Har zu lesen: Bei der Ladung au einer neuen Hauptverhandlung( eine solche steht hier in Frage) greift die Frist bestimmung des§ 216 nicht von neuem Play. Unter der Anklage eine von schweren Folgen begleitete Fahrlässigkeit bei Ausübung ihres Berufes begangen zu haben, stand gestern die Hebeamme Rohde vor der siebenten Straftammer des Landgerichts I. Die Angeklagte behandelte im vorigen Herbste eine Frau, deren Zustand eine jedesmalige gründliche Reinigung und Desinfizirung der Hände der Hebeamme er forderte. Diese Vorsicht soll die Angeklagte außer Acht gelassen und dadurch eine andere Frau, welche sie gleichzeitig zu behandeln hatte, angesteckt haben, fodaß dieselbe infolge Blutvergiftung verstorben ist. Der Vertheidiger, Rechtsanwalt Dr. Ivers, trat einen Beweis dafür an, daß der Ansteckungsstoff auch auf andere Weise auf die Verstorbene übertragen fein fonnte und dieser Beweis gelang insoweit, daß der Gerichtshof die Schuld der Angeklagten nicht für erwiesen erachtete und deshalb auf Freisprechung erkannte. und Vorkommnisse aus der Offizin des Herrn Jädel angeführt,| Siple, 1. Borsitzender; Garow, 2. Borsigender; Schmidt, Schrifts die gewiß geeignet sind, feinen schon guten" Ruf in Buchdrucker- führer; Dehnhof, Raffirer. freifen noch zu vermehren. Mit Hinsicht darauf wurde er auch vom Gericht verwarnt; das nächste Mal er hat nämlich Im Fachverein der Stuckateure hielt Genosse Roland fehr oft Streitigkeiten mit seinen Angestellten vor Gericht auszu- am 19. Juni einen mit Beifall aufgenommenen Vortrag über fechten würde er nicht so billig davon tommen. das Thema„ Kraft und Stoff". Die in der Diskussion an den früheren Meister 50 Mart, weil ihn dieser plöglich entlassen hat. Die Versammlung dem Vortrag entgegenbrachte. Hierauf wurde Rammer III. Herr Thorat verlangte von feinem Redner gestellten Fragen bewiesen bas lebhafte Interesse, welches Der Beklagte hielt sich zu keiner Kündigung verpflichtet; bei ihm die Abrechnung vom Maskenball verlesen. Eingenommen wurden bestände eine solche nicht. Wenn es Kläger vielleicht auch nicht 145,50 mt., ausgegeben 63,80., somit wurde ein Ueberschuß beim Arbeitsantritt gesagt worden sei, so hätte er es boch von von 81,7 M. erzielt. Nachdem noch über die Abänderung der den Kollegen auf jeden Fall gehört; er verweise außerdem auf Statuten des Gesangvereins berathen worden war, fand Schluß einen in der Baubude angeschlagenen Bettel. Der Kläger führte der Versammlung statt. an, daß ihm am fünften Tage nach seiner Annahme ein die Kündigungsfrist ausschließendes Schriftstück Schäftebranche! Die Bersammlung am Sonnabend, den 24. Junt, fält zum Unter aus; diefelbe findet am 1. Juli, Wallstr. 20, ftatt. schreiben überreicht wurde, worauf er nicht ein- Allgemeine Kranken- und Sterbekasse der Metallarbeiter( E. 8. 29), Kläger 50 m. zu zahlen. Gründe: Allgemeine Bemerkungen, gegangen fei. Der Beklaßte Beil wurde verpflichtet, dem Filtale Berlin 1. Bersammlung, Sonntag, den 25. Junt. Vormittags 10 Uhr, bet Poppe, Lindenstr. 106. Verein rohinn" ehem. GSchüler der 7. Gemeindeschule( gegr. 1888). die an alle Arbeiter zusammen gerichtet werden und ausdrücken Abends 9% Uhr, Restaurant Mäder u. Fris, Kommandantenstr. 60. follen, daß Kündigung nicht stattfinde, befäßen keine Giltigkeit. abends 9 Uhr, Vereinsversammlung bei Dehlmann, Münzsir. 11. TagesEntweder sei beim Antritt des Arbeitsverhält ordnung: Bortrag des Herrn Referendar Arthur Daniel: Aus unserem nisses jedem einzelnen zu sagen, daß die Kündigung aus- Prozeßrecht. geschloffen sei, oder, was besser wäre, ein entsprechender Schriftlicher Arbeiter( G. 5. zu Samburg), Ortsverwaltung Berlin D. Montag, satz zur Unterschrift vorzulegen. Einen Kündigungsausschluß den 26. Juni, Abends 8 Uhr, Mitglieder- Bersammlung im Dresdener Garten, Dadurch, daß ein Arbeiter dem anderen davon erzähle, gebe es Dresbenerjir. 45. Sostale Itebersicht: Heuer Berliner Handwerker- Versin. Gonnabend, den 24. Juni, Bentral- Kranken- und Sterbekaffe der Tifdhlee und anderer gewerbEthische Gefell fdjaft. Am Sonntag, den 25. b. M., bends 8 Uhr, in ben Arminhallen, Kommandantenstr. 20, Bortrag des Herrn Dr. Bütgenau über„ Autoritäten". Nach dem Bortrag gemüthliches Beifammenfein. Die Generalversammlung findet am 4. Jult, Abends 8 Uhr, Rosenthalerstr. 38, statt. Mitgliedstarte legitimirt. Arbeiter Bildungsschnle. Sonnabend, bends 8-10% thr. Süd: Oft Schule, Reichenbergerftr. 133: Unterricht in Physiologie und Buchführung( doppelte). Oft- Schule, Martusstraße 31: Unterricht in Rechnen führung, tönnen noch Schüler und Schülerinnen, auch jezt im Laufe des ( unt.). In allen Unterrichtsfächern, mit Ausnahme Mathematit und BuchSemesters, eintreten. Sonore 314 Cafe du Lion de Belfort. Jeden Sonnabend öffentliche BerDeutscher fojialdemokratifdjer gefektub in Paris. Rue St. fammlung; reiche Bibliother, Seitungen, franzöfifcher unterricht. Der deutsche Rath und Belehrung. Ein eigenartiger Sachverhalt lag der Anklage wegen Meineides zu Grunde, welche gestern vor dem Schwurgerichte des Landgerichts I gegen den 22jährigen Arbeiter May Hornauf verhandelt wurde. Am Abende des 7. März d. J., in der zehnten Stunde, fanden einige Personen, welche durch den Friedrichshain gingen, den Angeklagten neben einer Bant liegen. Er lag in einer Blutlache und es zeigte sich, daß er in entsetzlicher, überhaupt nicht. nicht wiederzugebender Weise verstümmelt war. Der Angeflagte, der vollständig bei Sinnen war, erzählte eine wahre Schauergeschichte. Er habe harmlos auf der Bank gesessen, als plötzlich drei Männer aus dem Dunkel des umliegenden Gebüsches hervorgesprungen feien und ihn überfallen hätten. Es feien givei fleinere Männer gewesen, deren Gesicht er nicht beschreiben tönne; diese hätten ihn gleichzeitig an den Armen gepackt, ihm den Mund zugehalten der Arbeiter und Arbeiterinnen unserer Branche, welche am Achtung, Kürschner! In der öffentlichen Versammlung und ihn nach hinten über die Bant gezogen. Der Dritte, ein Montag, den 12. Juni tagte, wurde endgiltig befchloffen, in eine großer Mann mit schwarzem Bart, habe ihm dann die Ver- Lohnbewegung einzutreten und sollen folgende Forderungen am legung beigebracht. Die Berstümmelung ist keine vollständige Sonnabend, den 24. Juni in Kraft treten: 1. Abschaffung der geworden, sondern der Angeklagte, der nach dem in der Nähe Attordarbeit. 2. Einführung des 91/ aftündigen Arbeitstages mit Arbeiter, der fremd nach Paris tommt, findet hier einen Anlehnungspuntt, liegenden Krankenhaus Friedrichshain gebracht wurde, ist nach folgenden Unterbrechungen: 1/2 Stunde Frühstück, 11/2 Stunde London. Der einzige hiesige fozialdemokratische Werein Londons, ber 4 Wochen als vollständig geheilt wieder entlassen worden. Der Mittag und 12 Stunde Vesper. 3. Einführung eines Minimal- alte, von art arr und Friedrich Engels 1840 begründete Ueberfall erregte begreifliches Aufsehen und die Polizei that ihr Wochenlohnes von: 25 M. für Gesellen, 18 M. für Stepperinnen, wie vor 49 Tottenham Street, Tottenham Court Rd., W. London. Rommunistische Arbeiter Bildungsverein befindet sich nach Möglichstes, die Thäter zu ermitteln, welches allerdings bei der 14 M. für Mamsells, ausschließlich der Lehrmamfells. 4. Ab. Arbeiter- Sängerbund Serlins und Umgegend. Alle Menderungen mangelhaften Beschreibung, die der Verlegte von den Männern schaffung der Sonntags- und Ueberstundenarbeit. 5. Daß an im Bereinstalender find zu richten an Friedrich Kortum, Manteuffelzu geben vermochte, mit großen Schwierigkeiten verbunden war. Tagen vor Sonn- und Festtagen, an denen gefeßlich um 51/2 Uhr neuer Mitglieder. Grüne Eiche, Rigdorf, Sermann- und Knesebeckstraße 70. Sonnabend, Abends 9 Uhr: Debungsstunde. Aufnahme Als der Angeklagte sich in Bidersprüchen verwickelte, schöpfte für Arbeiterinnen Feierabend sein muß, nicht früher angefangen traßen- de man Verdacht, daß die ganze Geschichte von dem Ueberfall er- werde, wie gewöhnlich und die geforderten Paufen nicht gekürzt Freundschaft 2, Friedenstraße Nr. 49 bei Zollkühn. bet Beyerle. Byrania, Landsbergerstraße 31 bet Ganges Echo, Naunynstraße 88, bet Bubell. funden war und der Angeklagte, vielleicht um der ihm in Aus- werden. 6. Die Lohnzahlung muß spätestens am Sonnabend um Badstraße 66, Weimann's Boltsgarten. Glud zu, ficht stehenden Militärpflicht zu entgehen, sich die Verlegung selbst 51/2 Uhr beendet fein. Teltow in Zeltow, Schwarzer Adler. Esmeralda, Fruchtstr. 70 bet itfche. Siebertranz in beigebracht hatte. Durch verschiedene Nebenumstände erhielt dieser Berdacht neue Nahrung und als der Angeklagte angenommen worden, deshalb fordern wir Euch auf, voll und chor, Gesundbrunnen, Brinzen- Allee 10. Sand in Sand 2, FriedrichsKollegen, diese Forderungen find fast einstimmig von Euch Brandenburg, Mengert's Bollsgarten. berg, Friedrich Karlstr. 11 bei Heinecke. Gesundbrunner Männer= in die Enge getrieben wurde, Tegte Gefangverein, ruderhand" er ein Geständ ganz für diejelben einzutreten und Sonnabend überall geschlossen in Schönwalde( in der Mart) bei Schulze.- Frisch auf" Friedrichsberg, niß dahin ab, daß er fich selbst verlegt um für einige Beit Verpflegung im Krankenhause zu genießen. wird und daß wir Buzug von außerhalb nicht zu fürchten haben. Schulz. Borwärts 7" Rummelsburg, bei habe, vorzugehen. Wir wissen, daß unsere Arbeitskraft jetzt gebraucht Rummelsburgerstraße bei Deckert. Gesangverein mmergrün", Tegel, Schloßstraße bet Inzwischen war der Angeklagte am Tage nach feiner Ein- Außerdem kommt dazu, daß die Pelzbranche zum großen Theil Gefangverein Süd: ft 2", Faltensteinftr. 41 bet Trittelwig. lieferung im Krankenhause von dem Untersuchungsrichter ver- Wochenlohn hat und nur in der Müßenbranche ein energisches nommen worden. Er hatte diesem die Geschichte von dem an- Borgehen erforderlich ist. Schließt Euch alle an, dann ist der geblichen Ueberfall ebenso aufgetischt, wie bei seiner polizeilichen Sieg unfer. Bernehmung und dann seine Aussage beschworen. Dies trug Wir geben ferner bekannt, daß die Lohnkommission am ihm die Anflage wegen wissentlichen Meineids ein. Im Sonnabend, den 24. Juni, von 6 Uhr Nachmittags ihr Bureau geftrigen Termine bestritt der Angeklagte, daß er sich Landsbergerstr. 31 bei Seehausen hat, und sind die Kollegen und für den Militärdienst habe untauglich machen wollen, Kolleginnen verpflichtet, sich am Abend dorthin zu begeben, um er wollte nur wegen Arbeitslosigkeit ins Krankenhaus. uns davon in Kenntniß zu sehen, wie die Sache steht. Daß er einen wissentlichen Meineid geleistet habe, räumte er unumwunden ein. Nachdem festgestellt worden war, Die Lohn- Kommission. J. A.: Alb. Rogge, Stallschreiberstr. 24, 2 Tr. Versammlungen. Cine daß der Angeklagte fich bei seiner Bernehmung in einem Bu stande völliger Klarheit befunden hatte, wurde die Beweisaufnahme geschlossen. Der Bertheidiger, Rechtsanwalt Unger beantragte bie Unterfrage zu stellen, ob der Angeklagte sich nicht bei der Eidesleistung in einer Zwangslage befunden habe, da er sich doch wegen wissentlich falscher öffentliche Wählerversammlung für Anschuldigung der Gefahr einer strafrechtlichen Verfolgung 3. Wahlkreis, die von etwa 1200 Personen besucht war, tagte aussette, wenn er feine falsche Aussage nicht mit einem am Donnerstag bei Buggenhagen. Die Referenten h. Glocke Gide bekräftigte. Der Staatsanwalt v. Jaroczewski widersprach und Ewald Vogtherr geißelten die Sünden der bürgerlichen in seinem Plaidoyer diefer milderen Auffassung, da eine Person, gegen welche fich die falsche Anzeige richtete, nicht vorhanden war, sondern die Straffache wegen des angeblichen Ueberfalls sich gegen Unbekannt" richtete. Der Vertheidiger trat für die mildere Auffassung ein. Mufehold. Borgmann. Freier Männerchor Den" Friedenstr. 74, bei Engelhardt. Glühltch t"( gem. Ghor), Perlebergerstr. 28." Frisch auf 2", Schöns walbe in ber Mart bei Reſtaurateur Schulz. gund der geselligen Arbeitervereine Gerline und Umgegend Alle Buschriften, den Bund der geselligen Arbeitervereine betreffend find zu richten an: B. Sentel, Bergmannstr. 31, 6of 3 Tr. Sonnwanalidstraßen- Gde. geben Sonnabend nach dem 1. und 16. abend: Zambour: Verein Vorwärts" Nixdorf, Hermann- und Tambour verein Deutsche Eiche bet Niederschuh, Fürbringerstraße 7. Theaterverein Spigenta", bei Kramer, Sirdorf, Hermannstraße Nr. 140. Gefelliger Berein Italia" bet Bahn, Hochstraße Nr. 48. Theaterverein Aurelia", Mendelssohnstr.bet Miethe Abends 9 Uhr Rauchtlub, Anita", Roppenftr. as bei Lorenz. Gefelliger Verein. Nord", Fennstraße 5 bet Strüger. Bergnügungsverein, Selgo land", Stralauerstr. 67 bei Miegel. Gefang-. Turn- und gesellige Vereine. Sonnabend. Baut Mickel'scher Mufitverein Allegro bei Spindler, Reichenbergerstraße 119, Ecke Forsterstraße. 58. Rauchklub Kartenflub Nulle tagt jeben Sonnabend und Montag im Restaurant Hum. Zouristenverein Wanderlun bends e Uhr im Restaurant Märkischer Dermischtes. Zurnverein Gesundbrunnen. Die 2. Männerabtheilung turnt heute von 8%-10% Uhr in der Turnhalle, Freienwalderstr. 39.- Zurnverein Fichte ( Mitglied bes Märkischen Arbeiter- Turnerbundes) turnt Sonnabend von 9 den bis 11 in der Zurnhalle Friedenstr. 37. geichnis, Königsbergerstr. 24. Bühnenverband Normania jeben legten Sonnabend im Monat bet abends 9 Uhr bet Schulz, Brunnenstr. 116. Theaterverein Berliner Privattheatergesellschaft, ch neeglödchen", Bar jeden Sonnabend nach dem 1. und 15. Abends e Uhr bei Weick, Röpe= Parteien und zeigten an der Hand einer Reihe Flugblätter, welche abend im Monat 9 Uhr Abends Sigung bei Rudolph, Krautftr. 6. ni derstraße 68.- Theaterverein 2essing. Jeden ersten und legten Sonnzur Stichwahl von der freisinnigen Partei herausgegeben sind, die Wandlung, welche in der turzen Zeit von acht Tagen schein- Bergnügungsverein& uftige Jugend Abends 9 uhr, im teftaurant Bergnügungsverein Azalia 9% Uhr bei D. Seindorf, Barnimftr. 10. bar mit dieser Partei vor sich gegangen ist. Während die frei- Lautenbach, Guvryftr. 3.- Bergnügungsverein Luftige Becher Abends sinnigen Ritter ohne Furcht und Tadel vor dem 15. Juni mit uhr im Restaurant von D. Wils, Mariannen- Ufer 2.9% Uhr Mendelssohnstr. 9.- Bergnügungsverein Carmen Sylva Stzung Die Geschworenen sprachen den Angeklagten des wiffent- voller Suada gegen die Bedrückung des Volkes durch den Gefelliger Bere in Sinde" jeben Sonnabend 9 Uhr bei Rausch, Suffitenstraße 9.- Vers lichen Meineides schuldig, worauf der Staatsanwalt eine 3u cht: Militarismus loszogen und hoch und heilig versicherten, die gnügungsverein Sarmlos, Sigung mit Damen Sonnabend, Abends& Uhr, hausstrafe von fünf Jahren beantragte. Das Urtheil Rechte und den Geldbeutel der Staatsbürger mit ganzer Mannesmorgenstern, Sigung 9 Uhr, bet Grbsmehl, Elfafferftr. 68. bet Went. Mitglieder pünktlich. Blumenstr. 46 Bergnügungsverein lautete auf zwei Jahre Zuchthaus und die üblichen traft zu vertheidigen, schielen diese Braven jezt loyal bis zur Blaue Quaste, Sonnabend s uhr bei Mücke, N., Wöhlertstr. 2. Nebenstrafen. äußersten Rechten hinüber, um zur Stichwahl etwa vom Minister Stattlub Gorbischer Knoten, jeden Sonnabend 9 Uhr bei Kar Gewerbegericht. Rammer Vll, Sigung vom 22. Juni. oder vom Hoflieferanten noch eine Stimme zu ergattern. Von Schilling, Büdlerfir. 65.- Dansk Forening Freia( Dänischer Berein Freta), Lindenst caße 108 bet Poppe. Verein ehemaliger Schüler Von hoher Bedeutung ist ein Entscheid, welcher in einer Klage- einem Wechsel der Anschauungen bei den Freisinnshelden fei ber 30. Gemeinbefchule, Abends Uhr, Reſtaurant Wurl, Koppensache des Maschinisten Scheel gegen das Monopolhotel allerdings nicht zu reden, es habe vor der Hauptwahl nur gea, ofberger Geselliger Berein Italia, jeden Sonnabend im testaurant beziehungsweise gegen den Verwalter Thun desselben ge- golten, sich von wegen des Stimmenfangs ein bischen mannes- Sta ttlub Kreuzbube bet Steuer, Weinftr. 22.- Statflub evolution fällt wurde. Scheel war ohne Junehaltung der nicht aus- muthig zu drapiren. Durch ihr Urtheil vom 15. Juni habe die Abends Reichenbergerstr. 78, bet Fauftmann. Schaftopf- Klub Bruder: geschlossenen Kündigungsfrist von Thun entlassen worden, weil Wählerschaft den Trümmern des Deutschfreisinns gezeigt, wo sie ette tagt jeden Sonnabend Abends» Uhr bei Weiß, Andreasstraße 77a. er angeblich den Maschinenmeister thätlich angegriffen hat, und hingehörten: Ins reaktionäre Lager. Wer ernsthaft bestrebt sei, bolohein, Sochftr. 32a.- Stattlub Blaue Blouse, feden Sonnabend bei beanspruchte eine Entschädigung von 65 M. Durch Beugen- die spärlichen Rechte des Voltes gegenüber der Reaktion zu ver- Wutite, Braudenzerstr. a. aussagen wurde festgestellt, daß der Kläger und der Maschinen. theidigen, der wisse, daß er nur für eine Partei, die sozial- ot, quifterne, Inc. meister infolge eines erst ganz harmlosen Streites sich wohl zu packen bemokratische stimmen könne. Den Ausführungen der beiden Gof, admiralfir, 18c. Redner folgte stürmischer Beifall. Zum Schluß ermahnte Frau gefriegt" hatten, daß man sie aber auseinanderriß, bevor es zu Thätlichkeiten kommen konnte. Auf den vom amtirenden Assessor Lange die Parteigenossinnen, am Stichwahltage wieder vollauf Dr. Freund angestrebten Vergleich ging Herr Thun nicht ein, ihre Pflicht zu thun. Mit einem Hoch auf die Sozialdemokratie sondern er verlangte ein ftriftes Urtheil. Er sprach dabei aus, wurde die Versammlung geschloffen. daß er 40 M., welche der Kläger zu Weihnachten als Geschenk erhalten habe, auf grund der gefeßlichen Bestimmungen zurück hundert Bersonen besuchte Wählerversammlung abgehalten, in auf ihre Mittheilungen über die bekannten Vorgänge in ber In Friedrichsfelde wurde am Donnerstag eine von fünfDer Breslauer Polizeipräsident sandte der„ Volkswacht" fordern werde, nach denen Geschenke innerhalb fechs Monate welcher Millarg über die Bedeutung der Stichwahlen sprach. auf ihre Mittheilungen über die bekannten Vorgänge in ber rückgängig gemacht werden können. Kläger erklärte, die Der Redner brachte in seinem Vortrage namentlich die Lohn- Matthiasstraße folgende Berichtigung:„ 1. Ein Bauer aus 40 Mark laut einem Bettel für Kohlen- und Delersparniß und Arbeitsverhältnisse in diesem Wahlkreise zur Sprache, die zu Festenberg" ist bei den in Rebe stehenden Vorgängen nicht be. erhalten zu haben, was der Bellagte beftritt. Das Gericht den elendeſten in Deutschland überhaupt gerechnet werden müssen. zutheiligt gewesen. Es handelt sich um einen Stellenbefizer aus theiligt gewefen. Sprach folgendes Urtheil: Der Beklagte habe erstens 65 W. an Weiter erwähnte Millarg, es sei bezeichnend für den Druck, unter Groß- Gahle, welcher wegen einer Straßen- Bolizei- lebertretung Scheel zu zahlen, da Thätlichkeiten des Sch., die zur sofortigen dem die Arbeiter leben, daß nur ein einziges Versammlungslokal, von einem Schumann notirt, nicht aber verhaftet worden ist. sei das Gericht auf die Forderung des Beklagten, die 40 W. be- für sozialdemokratische Versammlungen zur Verfügung stehe. Entlassung desselben berechtigen, nicht erwiesen seien. Zweitens das des Herrn Maikowsky, Wilhelmstr. 11, in der Umgegend 2. Berhaftet wurde dagegen ein Arbeiter aus Groß- Gahle, weil fei das Gericht auf die Forderung des Beklagten, die 40 m. be er den vorerwähnten Schuhmann wegen dieser Notirung ohue treffend, nicht eingegangen. Und zwar deshalb, weil solche Geld Wesentlich zur Befestigung der sozialistischen Grundsäge unter jede Veranlassung in brutalster Weise beschimpfte und thätlich angriff. zuwendungen von Betriebsleitern an ihre Angestellten feine Ge- der Bevölkerung würde es beitragen, wenn die Parteigenossen 3. Der verhaftete Arbeiter ist weder gestorben, noch erkrankt, befchenke im gewöhnlichen Sinne wären, fondern einer Tantième, felber auch der Parteipreffe mehr Beachtung als bisher schenken findet sich vielmehr bei völliger Gefundheit im Gerichtsgefängniß. einer Gratifitation für geleistete Arbeit gleich erachtet werden würden. Vor allem gelte es aber jetzt, die Tage vor der Stich das Geringste darüber ergeben, daß am Abende des Tumultes 4. Die sehr sorgfältigen amtlichen Ermittelungen haben auch nicht müßten. Oft wäre ja ein solcher freiwilliger Lohnzu- wahl mit ganzer Kraft zur Agitation auszunuzen, damit durch schlag", deffen Zahlung gerade Weihnachten häufig er die Wahl Stadthagens der Reaktion die wohlverdiente Nieder- unter der Bevölkerung das Gerücht von dem Tode des Verfolge, schon beim Schließen des Arbeitsvertrages in Aus- lage bereitet werde. Durch wiederholten Beifall, sowie durch bafteten zirkulirt habe. 5. Weder seitens eines Polizeikommiffarius, ficht gestellt. Mit dem Charakter eines Geschenkes fällt die Annahme einer entsprechenden Resolution erklärte sich die Ber noch seitens irgend eines anderen Polizeibeamten ist eine SchußMöglichkeit des einseitigen Widerrufes. waffe gebraucht worden. Dagegen ist festgestellt worden, daß Rammer VII. Der Inhaber der Blau'schen fammlung mit den Ausführungen des Redners einverstanden. sowohl aus der Menge, als auch aus den Häusern auf die Buchhandlung wurde verurtheilt, gemäß dem Klage Anspruch eines früheren Hausdieners von ihm, dieſem 80 M. ber Maurer, Bahlstelle Berlin II, welche am 18. Juni statt worfen worden ist." In der Mitgliederversammlung des Zentralverbandes Polizeibeamten geschossen, sowie mit Flaschen und Steinen gewegen sofortiger unbegründeter Entlaffung zu geben. Der Ver- fand, sprach Schig olsti über das Thema: Warum sind wir Aus Schneidemühl wird gemeldet: Bis jetzt bringt treter des Beklagten hatte geltend gemacht, daß der Kläger mit arm?" Hierauf wurde beschlossen, das diesjährige Stiftungsfest Waffer weder neben dem Rohr noch in dessen weiterer Um der Entlassung einverstanden war, mußte aber dann zugeben, gemeinsam mit der Bahlstelle Berlin I am 22. Juli im Schweizers gebung hervor. Die größte Gefahr scheint vorüber zu sein. baß derselbe einige Stunden später bis Abend garten zu feiern. Ins Vergnügungskomitee wurden Schmiel, Bwei Säufer wurden gestern durch Pioniere gesprengt. Die follte er noch arbeiten auf 14 tägige Ründigung An Schigolsti und Schulz gewählt. Bum Revisor wählte die Bers übrigen beschädigten Häufer werden abgerissen. Spruch erhoben habe. Da dieser Umstand nach Annahme des Gerichts fammlung das Mitglied Jänicke. Die Abrechnung von der Im Kirchdorfe Niederweifel, Kreis Friedberg, hat eine bas Nichteinverstandensein des Klägers mit der sofortigen Ent. Matinee ergab ein Defizit von 26,35 M. Mit dem Appell, Feuersbrunst 23 Wohnhäuser nebst Wirthschaftsgebäuden, Bieh laffung fundthat und fein Grund zur Außerachtlaffung der ge- träftig für die Entwickelung der Gewerkschaftsbewegung ein- und Vorräthen zerstört. fehlichen Ründigungsfrist vorhanden war, wurde genanntes Ur- autreten, wurde die Versammlung geschlossen. theil gesprochen. " Panik in der Kirche. In der Auferstehungs- Kathedrale der Stadt Romanow Borissoglebst( Gouvernement Jaroslaw) Rammer VIII. Ein Buchdrucker und eine Anlegerin mußten Eine öffentliche Bezirksversammlung der Barbiere, batte sich am 17. b. M. zu einer Prozession eine überaus zahlmit ihrer Entschädigungsklage gegen den Druckerei besiber Friseure und Perrückenmacher Berlins tagte am reiche Menge eingefunden. Plöglich erscholl der Ruf" Feuer". Jädel abgewiesen werden, weil sie der Form nach 19. Juni. Auf den Vortrag des Mitgliedes Siere über Zweck Darauf entstand eine furchtbare Panit. Alles drängte zu den durch ihr Benehmen bei der Entlaffung auf die vierzehn- und Ziele des Verbandes folgte eine lebhafte Debatte. Beschlossen Ausgängen, wobei sich eine Ausgangsthür als verschlossen erwies. tägige Kündigung verzichtet hatten. Nach der beschworenen wurde, einen Bezirksverein zu gründen; sämmtliche anwesenden Hier entstand ein fürchterliches Gedränge. Eine große Anzahl Beugenausfage des Jäckel'schen Kutschers soll zum Beispiel Kollegen ließen sich in die Organisation aufnehmen. Die regel- Bersonen erstickten. Andere sprangen aus den Fenstern und der Kläger beim Berlassen der Arbeitsstätte ironisch gefagt mäßigen Mitgliederversammlungen für den Bezirk Süden- Süd- fanden so den Tod. Erst später wurde die Thür geöffnet. Im haben: Adio, ich empfehle mich Ihnen, wenn Sie wieder mal often werden fortan jeden Donnerstag vor dem 1. und 15. im Ganzen werden 186 Leichen gezählt. Von den Verwundeten was brauchen. Im Verlauf der Verhandlung wurden Bustände Monat abgehalten. Der Vorstand besteht aus den Rollegen wurden 15 in dem Hospitale der Stadt und viele andere in Sämmtliche Bollbeamte im Puget Smid- Distrikt( Bereinigte Staaten), einschließlich der Direttoren, Inspektoren 2c., find wegen Opiumschmuggels entlassen worden. Amerikanisches. Aus San Franzisko wird gemeldet: Die zwischen Jam- Ballen und Sacramento- Žadson verkehrende Postfutsche ist mit vier Passagieren, zwei Damen und zwei Herren, von Wegelagerern überfallen worden. Der Wächter und ein Passagiere wurden getödtet, die übrigen entfamen. antwortet. Unders. In Nummer 145 unter„ Zreue Genoffin A.“ be 2. M. Nichts. R. 3. 10a. Sprechen Sie gelegentlich zwischen 12 und 1 Uhr unter Mitbringung der Adoptivurtunde vor. 2. W. 33. 1. Nein. 2. Gefängniß. A. 3. 70. Nachdem Sie, wenn auch widerwillig, beigetreten, haben Sie an sich tein Recht auf Rückerstattung der bislang gezahlten Beiträge. Privathäufern aufgenommen. Huch von diesen find mehrere es gerade auf die Arbeiter abgefehen hat, und wenn er nicht bie thren Berlegungen erlegen. Bisher ist nicht aufgeflärt, wem die Unverfrorenheit befäße, dieselben zur Gründung von Reform Schuld an dem Unglüd zuzuschreiben ist. Der Ruf Feuer" vereinen" in seinem Sinne zu veranlassen. Nicht als ob wir war unbegründet. befürchteten, daß auch nur ein llaffenbewußter Arbeiter darauf hineinfiele, aber es wäre schon zu viel, wenn einer derselben, durch den Titel des Buches verführt, 3 M. an den Ankauf deffelben verschwendete. A. Bl Von der„ Neuen Zeit"( Stuttgart, J. S.. Die W. Berlag) ift foeben das 39. Heft des 11. Jahrgangs er schienen. Aus dem Inhalt heben wir hervor: Krause. Ein Mädchen kann für ein zweites Rind, das von Eigen: bröbler.. Der Untergang des adeligen Großgrundbesißes Alimente beanspruchen. einem anderen als dem Vater des ersten Kindes erzeugt ist, teine in Rußland. Die Ergebnisse der EinkommensteuerAbschähungen im Königreich Sachsen. Von Dr. H. Lur. Zwei Streitende. Auch der Militäretat ift alljährlich festLiterarische Rundschau. Notizen: Die militärischen Fach- Bufetzen. Artikel 69 der Verfaffung lautet: alle Einnahmen Notizen: Die militärischen Fach- und Ausgaben des Reiches müssen für jedes Jahr veranschlagt Ieute. Frauen und Kinderarbeit im indischen Bergbau. Feuilleton: Die sozialen Buñtände im römischen Reich vor und auf den Reichshaushalts- Etat gebracht werden. dem Einfall der Barbaren. Von Dr. Paul Ernst.( Schluß.) hat zunächst diefer selbst aufzukommen. Ohne Beweismaterial E. W. Für die Wahrheit, des im Vorwärts" Stehenden Wo ist das Zuchthans? Darstellung der sozialdemokratischen nügt es uns gar nichts, wenn Sie für die Wahrheit des Ers Volkswirthschaft. München. Verlagsanstalt von M. Poefsl. zählten bürgen. Preis 40 Pfg. Literarisches. Bilz. Die 28fung der sozialen Frage. Dresden Radebeul. 1892, Breis 8 M.(!!) Depeschen: Das 20sen der sozialen Frage ist neuerdings ein sehr beliebter Sport geworden. In der Regel ist dieser Sport ziemlich harmlos, insofern er weder dem Liebhaber noch seinen Opfern viel Schaben zufügt. Eine etwas gefährlichere Sorte ist schon bie geschäftssozialistische Spielart deffelben, bei der die soziale Frage nur den Deckmantel für ganz gewöhnliche faufmännische Spekulationen abgiebt. Diefe Spielart wird mit Vorliebe von Naturheilkünstlern und Begetariern betrieben, wenn wir auch Privat Telegramme des Vorwärts". nicht lengnen wollen, daß es fonderbare Schwärmer giebt, welche wirklich glauben, daß 言 28. burch Elberfeld, 28. Juni. In der heutigen Stichwahl wurden vegetarische Rebensweise das Volt glüdlich, gefund nnd für Harm( So.) 22 630 und für Dahm( nat.) 20 189 Stimmen aufrieden gemacht und somit durch Einführung all abgegeben. Harm ist mithin gewählt. gemeiner Bedürfnißlosigkeit- ein paradiesischer Zustand auf Erden geschaffen werden könne. die Frankfurt a. M. Schmidt( Sozialdemokrat) ist mit 17 281 Stimmen gegen den Nationalliberalen Oswald gewählt, welcher 11 894 Stimmen erhielt. Ein solches bleibendes Paradies auf den Trümmern der heutigen jammervollen Erbe" verspricht auch Herr Bila der ftaunenden Menschheit zu schaffen, vorausgeseht, daß die sozia liftische Partei feine dem Naturgefeße entlehnten Vorschläge an Solingen, 23. Juni. Stichwahlrefultat. Schumacher( Soz.) erkennt und für dieselben eintritt. Diese Vorschläge bestehen in 11 764 Stimmen, Römer( natl.) 8188 Stimmen. Schumacher der Hauptsache in nassen Packungen, Abreibungen und Dampf- ist somit gewählt. bädern an ftelle der heutigen Medizin, nebenbei werden dann noch Wunder- und Sympathie- Ruren, Helimagnetismus und Leipzig, 28. Juni. Bei der heutigen Stichwahl im 12. Spiritualismus empfohlen und fämmtliche möglichen und un- fächsischen Reichstagswahlkreise( Leipzig- Stadt) wurde Baffe möglichen Dinge, deren Zusammenhang mit der sozialen Frage( nationalliberal) mit 16 239 Stimmen gegen Binlau( Soz.). ebenso schwer zu erkennen ist, wie mit der Naturheilkunde. auf welchen 14 235 Stimmen entfielen, gewählt. Folgende Blüthenlese der Kapitelüberschriften zeigt am besten den reichhaltigen" Inhalt des Buches: " Der Name als Ursache, Stadtverordneter au merden." Die Erdbeben." " Beispiel, wie eine Mutter thr verzogenes Rind nicht mehr an beherrschen vermochte." Wie ist Gott recht zu würdigen." Das Weizenschrotbrot." formen." ( Wolff's Telegraphen- Burean.) Lübeck, 23. Juni. Nach Verkündigung des Resultats ber das Rathhaus und die Häuser der Führer der liberalen Barteten Stichwahl zog gestern eine Anzahl halbwüchsiger Burschen vor und verübte arge Ausschreitungen. Im Senatssaale des Rath hauses, im Rathsteller und an den Läden der Hauptstraße wurs den Fensterscheiben durch Steinwürfe zertrümmert. Als die London, 23. Juni. Eine bei der Admiralität aus Tripolis Kurze Beschreibung einiger Bäder und Wafferanwendungs- Bolizei einschritt, gelang es ihr rasch, dem Unfuge Ginhalt zu thun. Sprichwörter und Denksprüche, die auf das Kapitel Ueber Religion" Bezug haben." Kriegers Gattin, ein Opfer des Krieges." " Die Frauen sollen das Haar turz tragen und falsche Haar gopfe meiben." " Das Bäckergewerbe muß erleichtert werben." Gepumpt wird im Zukunftsstaat nicht." in Syrien eingelaufene Depesche von heute meldet, daß die Rollifion Nachmittags während des Manöverirens erfolgte. Die ben Stiel nach oben. Außer dem Admiral Tryon sind der Schiffs Vittoria" fant nach 15 Minuten in eine Tiefe von 150 Metern, geistliche, der Chef Ingenieur, ein Lieutenant und acht Marine Aspiranten uns Leben gekommn. Die Biftoria" wurde von dem, Camperdown" an der rechten Seite gerammt. Der„ Camperdown" selbst ist sehr schwer beschädigt und wird zur Ausbesserung in Dod gehen müssen. Von den 650 Mann an Bord der Bittoria" find 255 gerettet. " Besonders auf den Zukunftsstaat, in dem-leiber nicht gepumpt wird, hat es der Berfaffer abgefehen; alle unnügen Arbeiten follen abgeschafft und nur 8-6 Stunden gearbeitet werden; auch wird genau beschrieben, wie man bafelbft wohnt, ist, spricht 2c. Zwischendurch stehen dann ganze Seiten von Netlame- Atteften für Bilg's Neues Heilverfahren und Lobhudelungen des alten Raisers Wilhelm, der gelegentlich seiner goldenen Hochzeit, dem edlen Zuge feines Herzens folgend, die Briefkaffen der Redakkton. Gründung einer Stiftung für das nothleibende Bolt veranlaßt 6. S. 100. Kommen Sie bitte am Sonntag Abend 6 Uhr habe(?) tur und gut, bas ganze Buch, ein Sammelsurium auf die Redaktion. völlig zusammenhanglofer Dinge und plattester Phrafen, trägt A. 11. Er muß zahlen: Das Zulaffen eines Dritten ben Stempel der widerlichen Rellamemache allzu deutlich auf der während der Konzeptionszeit befreit. Stirn. Landpartie, Weberstraße. Sie erscheinen nicht verpflichtet, Wir würden daffelbe auch gar nicht an dieser Stelle be- aber find zum Erfah eines dem Fuhrherrn dadurch etwa ersprochen haben, wenn nicht der Zitel und die Art des Berwachsenen Schadens verbunden, daß er den Wagen nicht hat ver triebes darauf schließen ließen, daß der spekulative Verfaffermiethen tönnen. Zentral- Kranken- n. Sterbekasse Wo speisen Sie? der Tischler n. s. w. ( E.. zu Hamburg.) Oertliche Verwaltung Berlin B. Montag, den 26. Juni, Abends 8 Uhr: Mitglieder- Versammlung im Dresdener Garten, Dresdenerstr. 45. Tagesordnung: In der alten pommerschen Rüche Oranienstraße 181, Sof part., bei G. Buckow. Frühstück 30 Pf., Mittagstisch mit Bier 50 Pf., Abendtisch von 30 bis 50 Pf. nach Auswahl. 4315L* Empfehle nach wie vor mein ver. 1. Festsetzung der Entschädigung an größertes Lokal, franz. Billard 2c. Die Ortsbeamten. 2. Wahl der gesammten dem verehrten Publikum. Vorwärts, Steppdecken Schlafdecken und ( mit fleinen Farbenfehlern) spottbillig in der Deckenfabrik von J. Brünn, Hackescher Markt Nr. 5. ( Stadtbahnhof Börse.) Drisverwaltung und der Beitrags- Volks- Zeitung, sowie andere Beitungen Damenschneiderei und Buz fammler. 8. Wahl des Vertrauensarztes. liegen aus. 4. Berschiedene Raffenangelegenheiten. Mitgliedsbuch legitimirt. M. Berndt, Um zahlreiches Erscheinen aller Mit Oranien- u. Alexandrinenstr.- Ecke. glieder wird gebeten. 301/6 Die Ortsverwaltung. Freir eligiöse Gemeinde. lehrt gründlich Frau Hoffmann, Guorgstr. 48, 2 r. Schneidern 20 M., Buh 10 M., Mufterzeichnen 41052* Genossen empfehle mein Ver. für Schneiderin 8 M. immer nebst • schönem, fchattigem Garten zur gefl. Benukung. Gräf, Stephanstr. 47. Sonntag, Bormittags 104 Uhr Bäste Dresdenerstr. 28, Hannich. 88: Reſtaur. Prebengel" Vortrag des Herrn Ewald Vogtherr: Religiöser Knechtssinn. Gäfte sehr willkommen. 416/7 Schnauder& Co., Frol. möbl. Schlafft. f. 2 Gen., Herren oder Damen, b. Schulze, Manteuffelstraße 90, 2 Tr. links. 517b Möbl. freundl. Schlafft. für 2 Herren zum 1. bet Eisenblätter, DieffenbachAuch ist ein Zimmer für Zahlst. frei. straße 27, vorn 3 Zr. 516b Thüringer Klöße. Invaliden- Strasse 29. Garten- Restaurant. Jeden Sonnabend Abend und Sonntag Mittag. Restaurant [ 55/15 mit voller Ronzess. an hief. Hafen mit lebhaft. in Berlin N., Lothringerstr. 28/29, Bertehr wegen Krankheit b. bish. Inh. Telephon Amt III Nr. 2881, fof. 3. verm. Aust. ertheilt Werther, Schiffbauerdamm 87, part. offeriren Sohllederhälften, 518b* narbenrein, gut gegerbte, feft gewalate, Schankgeschäft fof. für jeden annehm.Preis helle, schöne und haltbare waare: vert. Näh. Kleinert, Oderbergstr. 89, 14-16 Bfb. pr. 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Wenn Sie Veröffentlichung Ihrer Privatsache in einem anderen Blatt, das der Kaiser lieft", wünschen, so wenden Sie sich an das betreffende Blatt. Noch malige Antwort erfolgt nicht. Reinhold, Nyteftr. 2. Einen Erfolg würde die Rlage, die event. beim Gewerbegericht anhängig zu machen wäre, für Sie nicht haben, da ein festes Engagement nicht vorliegt. Das Gewerbegericht befindet sich Stralauerstraße 8-6; Aufnahme der Klagen geschieht von 8-9 Uhr morgens. Kind werden mit 18,50 bis 18 M. für angemessen von den A. 2. 000. Monatliche Alimente für ein uneheliches Gerichten erachtet. Lenz. Wir sind ganz Ihrer Ansicht. Db die Betreffenden ausgeschlossen merden können, richtet sich nach dem Inhalt des ausdrücklich als Ausschließungsgrund zu, so tann dieselbe nicht Statuts. Läßt dies nicht den von Ihnen angegebenen Grund erfolgen. Briefhaffen der Expedifton. folgende Beträge ein: In unserer Expedition gingen zum Wahlfond3 ferner Baul u. Ludwig 2,-. Von den Rothen d. Berl. Turnerdurch Neumann 2,65.. B. 10,-. Scherflein v. einem armen 5. 1,-. d. fchaft 4,-. Von den Zielbemußten aus der Schönleinstr., gef. Künstler, der von der tapferen Sozialdemokratie allein die Be freiung der Kunst erwartet, die jetzt von d. Geldsack schmachvoll durch Dennert, Adlershof 3,-..-, 50. Pflug 1,50. Gef. v. D. Mitgliedern b. Gesangvereins Sangestuft 3,80. Gesammelt gefnechtet wird, 1,-. Rauchklub Kernfpige 18,-. Gesammelt von den rothen Arbeitern der chem Fabril v. Schering, Müllerftraße 71, 2. Rate 17,05.. 1, Deutscher Arbeiterverein Brüssel 7,25. Werner, 50. E. Jahn, Friedenstraße, 2. Rate Bootograph. Tischlerei Kath u. Walther, Alexandrinenstraße, 30,-. D. 8. durch Morig 1,-. Drei Handwerker R. D. 4,-. Großmutter Danice 0,85. Die Waffen nieder" 3,-. A. S., Moltens martt 2,-. Rothe Turner von Wedding 5,- Zur Aussteuer für die Spar- Agnes von der J. G. Pfaff'fchen Tischlerei 1 Treppe 5,50, 2 Treppen 7,05, 8 Treppen 11,60, 3uf. 24,15. 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Berlin SW., Beuthstr. 2. * " Sonnabend, den 24. Juni 1893. fassender Organisation, wie sich deutlich zeigt, wenn man das verschiedene Resultat in den einzelnen Gegenden betrachtet, in denen die selben Verhältnisse herrschen. Es zeigt dies aber auch zugleich den Weg, überall in diesen Kreisen dieselben günstigen Resultate zu erzielen. Die Erfolge auf dem Lande, in den bäuerlichen Ortschaften, zeigen, daß der Sozialdemokratie die ländliche Bevölkerung nicht verschlossen ist und der Spott der Gegner über die erfolglose Landagitation der Sozialdemokratie bald verstummen wird. Wie der Erfolg der Stichwahlen in den beiden Kreisen aber auch sein mag, jedenfalls wird er unsere Genossen in der frohen Hoffnung bestärken, daß die beiden Kreise bei den nächsten Reichstagswahlen definitiv erobert werden. 10. Jahrg. bürger vom 20. Lebensjahre angefangen das Recht garantirt wird, in alle Verwaltungs- und Gesetzgebungskörper seine Vertreter zu wählen. Die heutige Voltsversammlung fordert daher in erster Linie entschieden das allgemeine, gleiche und direkte Wahlrecht." Unterm dritten Punkte wurde ein Antrag des Genossen K. Szabo angenommen, welcher gegen die unerhörten Brutalitäten der Fünfkirchener Polizei energisch protestirt und worin energisch eine Untersuchung und die unnachsichtliche Bestrafung der Schuldigen gefordert wird. Unter dem Gesang der Arbeiter- Marseillaise und mit Hochrufen auf die Sozialdemokratie und das allgemeine Wahlrecht entfernten sich die Anwesenden, welche zu dieser Versammlung mit Abzeichen auf dem Hute erschienen waren, die die Inschrift trugen:„ E3 lebe das allgemeine WahlPolizeiliches, Gerichtliches 2c. Gerichts- Beitung. Das Wahlergebnis im Herzogthum Braunschweig, Aus Budapest wird uns geschrieben: Eine von zirka schreibt man uns, bietet in mehr als einer Hinsicht Interesse. 6000 Personen besuchte Voltsversammlung fand am Sonntag recht!" zu gleicher Zeit fanden in Arad, Temesvar, Bum ersten Male ist der 1. Wahlkreis gleich bei der Hauptwahl unter freiem Himmel im Stadtwäldchen statt. Die Tagesordnung Breßburg, Lugos 2c. Versammlungen mit der gleichen erobert, während es 1887 und 1890 einer Stichwahl bedurfte. war: 1. Zivilehe. 2. Allgemeines Wahlrecht. 3. Anträge. Tagesordnung statt, die ebenfalls von Tausenden besucht waren, Freifinnige und Nationalliberale hatten ein Kartell geschlossen, Ueber beide Punkte referirten die Genossen Alex Nady( ungar.) und sämmtlich die gleiche Resolution faßten. Damit hat in und ihre Stimmen auf einen Freifinnigen vereinigt, der für die und Julius Hoffmann( deutsch), beide zuerst die kirchenpolitischen Ungarn der proletarische Klassenkampf um das allgemeine Militärvorlage und gegen die Aufhebung des Jesuitengesetzes zu Fragen in Ungarn beleuchtend, wobei sie alle bürgerlichen Bar Wahlrecht begonnen. stimmen versprach. Das einigende Band bildete die Furcht und teien, sowohl die klerikalen wie die liberalen und auch das verder Haß gegenüber der Sozialdemokratie. Die konservativ- anti- 3opfte Magnatenthum einer eingehenden Kritik unterzogen, Todtenliste der Partei. In München ist der Schuhsemitischen Bestrebungen fanden ihre Vertretung in einem be- namentlich aber die Habgier des Pfaffenthums, das, wie Mary macher Alois Barometler im Alter von 61 Jahren gefondern Kandidaten, dem Schwiegervater des Braunschweigischen von der englischen Hochfirche sagte, auch in Ungarn lieber auf storben. In Burkersdorf bei Burgstädt i. S. der NadelPolizeidirektors. In der Stadt Braunschweig schlug Genosse alle seine Dogmen als auf ein Minimum seiner Sporteln vermacher Emil Barth, 28 Jahre alt; sein sehnlichster Wunsch, Blos bereits seine Gegenkandidaten mit mehr als 4000 Stimmen zichten würde. Der Froschmäusefrieg um die Bivilehe, welcher jetzt noch den Tag der Reichstagswahl zu erleben, ist ihm erfüllt über die absolute Majorität. Aber diese hätte kaum zum Siege die bürgerlichen Parteien in Ungarn in Extase versetzt, läßt uns an worden. verholfen, wenn wir nicht in der ländlichen Bevölkerung eine sich gleichgiltig; er intereffirt uns nur insofern, als sich dabei das Stüße gehabt hätten. bei Bremen gelegene Amt gänzliche politische Unvermögen der herrschenden Bourgeoisie zeigt, Thedinghausen stellte zwar auch diesmal 813 gegnerische die infolge des bei uns üblichen miserablen Wahlgesetzes auf die Wegen Beleidigung des Leimfabrikanten Rese in Forst Stimmen gegen nur 7 sozialdemokratische. Die ländlichen Bezirke Unterstüßung von„ Oben" angewiesen ist, wo aber alles andere wurde der Redakteur der Märkischen Volksstimme", H. Bappay, um die Stadt Braunschweig, die Aemter Vechelde und Riddags- eher als freiheitliche Ideen vorhanden sind. Wir fordern die vom Schöffengericht in Frankfurt a. D. zu 72 M. Geldbuße ver hausen verschlimmern die Aussichten der Sozialdemokratie auch, radikale Trennung der Kirche vom Staate, die Erklärung der urtheilt. noch in nicht geringem Umfange, wenn sie auch hier bereits in Religion zur Privatsache, wonach jedermann, ob gläubig oder- Desterreichisches. Wegen Singens eines von der den meisten Ortschaften Boden faßte und in manchen bereits nicht, die Freiheit garantirt ist, nach seiner Façon selig zu Bensur un beanstandet gebliebenen sozialistischen Liedes bei eine überwiegende Majorität hat. Ausschlaggebend wirkt der werden. Diese unsere Forderungen sind aber, so lange das Volk einem geselligen Zusammensein unserer Genossen in Fischern im Harz gelegene Kreis Blankenburg. Die Stadt Blankenburg vom Wahlrecht ausgeschlossen, zu Staatsbürgern zweiter Klasse in West- Böhmen verurtheilte der Bezirkshauptmann Dr. Maurig felt ft mit ihren zahlreichen Beamten, Rentiers, Pensionären ver- degradirt ist, auch nicht im bescheidensten Maße durchführbar. in Karlsbad den Schuhmachermeister Johann Pfeiffer zu leiht zwar das Uebergewicht den Gegnern, doch hatten wir auch Die forrumpirte Bourgeoisie, die es nach 25 Jahren noch immer 5 fl. Geldstrafe oder 24 stündigem Arrest. hier einen bedeutenden Erfolg gegen früher( 500 gegen 813 Gegner) für Recht und Gesez erklärt, daß von 17 Millionen zu verzeichnen, dagegen der übrige Kreis einschließlich des Städt- Einwohnern nur girla 30 Tausend das Wahlrecht chens Haffelfelde, das jüngst von dem großen Brandunglück be besitzen, muß erst eines besseren belehrt werden. Die Erfolge troffen wurde, verschlimmert unsere Situation jedenfalls nicht, unserer belgischen Genossen, die Siege der deutschen Sozialdemo falls er sie nicht noch verbessert. Dabei ist in Betracht zu ziehen fratie und der fröhliche Muth, mit dem das österreichische Proledie große Abhängigkeit von den Beamten, unter der die Be- tariat in den Kampf ums Wahlrecht zieht, es hat auch uns mitvölkerung, meist arme Waldarbeiter, lebt. Trotz seiner Armuth gerissen, und auch wir werden unsere Schuldigkeit thun. Wir weist dieser Kreis einen prachtvollen, biederen Menschenschlag auf, verlangen das allgemeine gleiche und geheime Wahlrecht für Gewerbegericht. Sigung vom 21. Juni. Rammer I. der trotz des auf ihn lastenden Drucks mit ganzem Herzen uns angehört. jeden Staatsbürger vom 20. Lebensjahre an, denn wer reif genug Fräulein Seefeld war gegen ein Monatsgehalt von 100 M. Hier zeigt sich die bedeutsame Wirksamkeit, welche die Persönlich ist, fürs Baterland erschossen zu werden, der ist auch reif genug, bei dem Blusenfabrikanten Rosenberg als Direttrice beschäftigt feit des verstorbenen Wilhelm Bracke ausübte; der Name durch die Abgabe seiner Stimme über sein Wohl und Wehe selbst gewesen und wurde fie war am 13. April frank geworden Bracke gilt in jeder Hütte schon als Verkörperung der Ideen zu entscheiden. am 15. April zum 1. Mai gekündigt, mit dem Hinweis, daß sie der Gerechtigkeit und der Erlösung des Proletariats. Die Versammlung faßte folgende Resolution:" In fortgesetzt leidend sei. 30 M. ihres Gehaltes für April behielt Die beiden anderen braunschweigischen Wahlfreise Erwägung, daß die Freiheit des Geistes und damit verbunden ihr Rosenberg vor, gegen den sie auf Herausgabe dieser 80 M. brachten selbst uns überraschende Resultate, indem in beiden die freie Entschließung der Staatsbürger in religiösen Dingen und auf Bahlung von weiteren 50 m. flagbar wurde. Die unsere Genossen zur Stichwahl tommen. Der 2. Wahlkreis eine jener Grundbedingungen für den allgemetnen Fortschritt in lettere Summe verlangte sie, weil sie glaubte, auf eine vier( Wolfenbüttel Helmstedt) war im vorigen Reichstag fultureller Beziehung darstellt, die zur Eintracht und zum fried- wöchentliche Kündigung Anspruch sie haben. Sie habe wohl durch den Freisinnigen Schrader vertreten, der nur durch die lichen Zusammenleben der Menschen unerläßlich find; in Erwägung, einen Revers unterschrieben, nach dem an stelle der bis dahin überaus große Hälfte der Sozialdemokraten bei der Stichwahl daß das Motiv der Eheschließung aus den natürlichen geltenden vierwöchentlichen Kündigung eine vierzehntägige treten siegte. Außer einigen Kleinstädten hat der Kreis eine rein länd- Bedürfnissen der Menschen in allererster Linie entspringt, derselben follte; der Prinzipal hätte aber das nur zum Schein verlangt, liche Bevölkerung. Größere Industrie- Orte existiren nicht, und daher weder aus religiösen noch anderen Gründen ein Hinderniß um einen ihm unbequemen jungen Mann schnell los zu werden. Das in den kleinbürgerlichen Städten hatten wir diesmal nicht ein- bereitet werden darf; in weiterer Erwägung, daß es Pflicht bestreitet Beklagter nicht, behauptet dagegen, die Klägerin habe mal die absolute Majorität. Aus den durchweg bäuerlichen Ort- eines jeden Rechtsstaates ist, die Freiheit der Staatsbürger zu beim Unterschreiben geäußert: Na, denn kann es ja bei den schaften mußte unser Kandidat, Zigarrenarbeiter Wenzel, schützen und dieselbe zu garantiren; erklärt die heutige Bolts 14 Tagen bleiben. Die 30 m. hat er nach seinen Darlegungen 3000 Stimmen noch erlangen, um mit über 6000 Stimmen in versammlung die Freiheit der Religion und der Eheschließung nicht bezahlt, weil die Klägerin von der Krankenkasse durch ihr die Stichwahl zu kommen. Berdrängt ist sowohl der freisinnige in einem freien Staate als unerläßlich. Die heutige Voltsver- Krankengeld schadlos gehalten sei. R. wurde verurtheilt, 30 M. wie auch der nationalliberale Kandidat Kreisdirektor Orth sammlung fordert die Trennung der Schule von der Kirche, und an Fräulein Seefeld zu zahlen und diese wurde mit der Mehrund die Oberhand hat ein von dem in Braun die Trennung der Kirche vom Staate, um allen fortschrittsfeind forderung abgewiesen. Die Rosten wurden verhältnißmäßig ver schweig erst ganz neu aufgetretenen Bund der Land: lichen Einfluß zu verhindern; in Erwägung, daß obenerwähnte theilt. Gründe: Der Beklagte wäre berechtigt gewesen, die wirthe aufgestellter Randidat, der Defonom Schwerdtfeger, Fragen nur dann im Sinne des Voltswillens durchgeführt Klägerin sofort ohne Rücksicht auf die Kündigungsvereinerhalten. Mit einem Schlage sind die bisherigen politischen werden können, wenn das Volt auch das Recht besitzt, durch barung zu entlassen, als sie arbeitsunfähig wurde(§ 124 der GeParteien beiseite geschoben; die Bauern haben sich losgelöst von seine Vertreter feine Stimme zur Geltung zu bringen; werbeordnung); deshalb sei es gleichgiltig für die Beurtheilung den Schlagworten der anderen bürgerlichen Parteien. Sie gehen in weiterer Erwägung, daß der Staat erst dann der Berechtigung der Mehrforderung, ob sie zwei oder vierhier nicht im Schlepptau der adligen Großgrundbesitzer und verfeinem Zwecke entsprechen kann, wenn alle jene, die wöchentliche Kündigung gehabt habe. Die fraglichen 30 M. aber folgen eigene, wenn auch nicht weniger egoistische Zwecke, als die zur Erhaltung und zur Sicherung des Staatsbestandes müßten der Klägerin zugebilligt werden, weil der Beklagte durch bürgerlichen Parteien. und zur Förderung dessen fulturellen Fortschrittes durch seine Kündigung die Fortdauer des Arbeitsverhältnisses bis zum Der 3. Wahlkreis, der die Kreise Gandersheim irgend eine nützliche Thätigkeit beitragen, die gleichen 1. Mai ausgesprochen und darum zu ihrer Zahlung verpflichtet und Holzminden und das Amt Harzburg umfaßt, war Rechte besigen; in schließlicher Erwägung, daß dies nur dann sei, wobei es gleichgiltig sei, ob Klägerin soviel von der Kasse im letzten Reichstage durch den mehr als militärfrommen, klein- der Fall sein wird, wenn einem jeden Staatsbürger ohne Rück- erhalten hat oder nicht. bürgerlichen Freifinnigen Schütte vertreten. An seine Stelle war sicht auf dessen Besitz oder bürgerliche Stellung das gleiche Ein Schneider wurde mit seiner Lohnentschädigungs- Klage, Professor v. Bar getreten, ber kaum über 2000 Stimmen erlangte. politische Recht ertheilt wird, letzteres aber schon in allen angestrengt wegen unrechtmäßiger Entlassung, abgewiesen. Die Die beiden größeren Städte, Gandersheim und Holz- europäischen Kulturstaaten der Fall ist: erklärt die Bolksver- von ihm gegen den beklagten Meister im Verlaufe eines Streites minden, gaben für uns ein äußerst ungünstiges Resultat( 2550 sammlung es für ein schreiendes Unrecht, wie auch vom politischen gethane Aeußerung:„ Sie wollen mich wohl auch betrügen, wie gegen 748). Außer den paar kleinen Landstädtchen und Flecken und kulturellen Gesichtspunkte aus für Unflugheit, dem ungarischen Sie den Kollegen A. betrogen haben!" wurde vom Gericht als waren es also die Bauerndörfer, denen wir die ansehnliche Volte die politischen Rechte vorzuenthalten. Sie fordert daher grobe Beleidigung aufgefaßt, die ein Grund zu augenblicklicher Stimmenzahl verdanken. Dabei fehlte es an genügender und um die Schaffung eines Gefeßes, durch welches einem jeden Staats- Entlassung sei. in der Mephistopheles sagt: " Bom Rechte, das mit uns geboren ist, von dem ist, leider! nie die Frage." bestimmungsrecht in diesem Sinne, insbesondere das Recht des recht, in der Epoche der ständischen Gliederung der Gesellschaft Von den Menschenrechten. Steuerpflichtigen über Erhebung und Verwendung der Steuern war die Gleichheit des Gesetzes für Fremde und Einheimische, Lotmar Lotmar, Philipp, Professor an der Universität Bern: Vom zu bestimmen, die er leisten soll, und weiterhin das Recht des für Adel, Bürger und Leibeigene kein Naturrecht. Rechte, das mit uns geboren ist. Die GerechVolts, seine Verfassung jederzeit zu ändern, so daß keine Gene- streift leider nur diesen Gesichtspunkt, ohne auf ihn näher einzutigkeit. Zwei Vorträge. Bern. Schmid, Frank u. Co. ration die nächstfolgende ihren Gesetzen unterwerfen kann. Wie gehen. Uns erscheint er als der Wichtigste bei einer Untersuchung 95 S. 8°. Rechtsphilosophische Stoffe behandelt der Verfasser, dieses, so finden wir z. B. in der französischen Erklärung der über das Naturrecht. Es müßte auch auseinandergesetzt werden, ein hervorragender Jurist, mit tiefem Verständniß für wirth Menschenrechte noch das Recht des Widerstandes gegen gewaltfame daß die verschiedenen Gesellschaftsklassen nicht das Gleiche als schaftliche und politische Verhältnisse, in diesen beiden sich viel Willtürakte, namentlich willkürliche Haussuchungen, Beschlag- Recht, das mit uns geboren ist, betrachten. Die Stumm und fach ergänzenden Vorträgen. Trotz strenger Wissenschaftlichkeit nahmen und Verhaftungen überhaupt gegen Unterdrückung, end- Strupp denken sich bei diesen Rechten etwas ganz anderes als und Verwerthung eines überaus reichlichen Materials aus den lich das Recht zur Revolution, welche alle als Erscheinungen die Arbeiter, von deren Mehrwerth diese Industriebarone leben. Aber auch die Arbeiter fassen heute etwas anderes als ihr NaturJuristischen, ökonomischen und historischen Wissenschaften ist die des Nothwehr- Rechtes angesehen werden mögen. Sprache der Vorträge durchaus gemeinverständlich, flar und Rechten bildet das Recht auf die Gleichstellung mit jedem MitDen Uebergang zu der anderen Gruppe von natürlichen recht auf als vor 150 Jahren. Diese ewigen in den Sternen geschriebenen Rechte" sind eben flüssig, niemals an das furchtbare Gelehrten- und das noch bürger vor dem Richter und auch vor dem Geseze hinsichtlich dem Wechsel unterworfen, sie ändern sich mit der Klassenbildung ärgere Juristendeutsch erinnernd. der öffentlichen Rechte und Lasten, z. B. der Gleichheit der und diese mit der ökonomischen Entwickelung. Dieses Recht, Der erste Vortrag geht von der Schülerszene des Faust aus, Wehrpflicht. In dieser zweiten Gruppe handelt es sich unmittel- das mit uns geboren ist", ist überhaupt kein Necht, es liegt bar um den Schutz des menschlichen Individuums in feiner außerhalb des Gebietes der Rechtswissenschaft, es ist eine ZuIndividualität, nur mittelbar um den Schuß seines gesellschaft- sammenfassung von Wünschen und Forderungen der einzelnen Gelichen oder bürgerlichen Daseins, seiner Hinauswirtung auf sellschaftsklassen, wechselnd nach dem Stande der ökonomischen andere, wie es bei dem Rechte zur Meinungsäußerung und bei dem Entwickelung. In ihnen sind die Ideale zusammengefaßt, um Rechte zur Gefeßgebung der Fall war. In diese Gruppe gehört die sich die politischen Kämpfe in der Presse, den Parlamenten das Recht zu leben, das Recht auf Existenz und körperliche und bei Revolutionen drehen. Das Recht, das mit uns geboren Aus dem reichen Inhalte des Vortrages über diese Rechte Integrität( Recht auf Unterlassung jeder Störung oder Ver- wird, es ist nicht wirkliches, es ist zum größten Theile blos gesei hier zusammengedrängt das Wichtigste wiedergegeben, wobei minderung des Lebens und der Unversehrtheit), das Recht auf dachtes, erstrebtes, zu erkämpfendes, ideales Recht. wir unsere Abweichungen und weiteren Ausführungen in die den Ausschluß der Verfügung über den eigenen Körper Aber es schwebt nicht bloß in der Luft, es ist nicht nur das Darstellung gleich einflechten. ( Gegensah: Sllaverei, Leibeigenschaft, Knechtschaft), das Recht von der Insel Utopia, von einem fernen Nirgendsheim; Bei der einen Gruppe diefer Rechte scheint mehr an den Recht auf Eigenthum, wobei die einen beim Privat dadurch, daß es die Köpfe erfüllt, daß es ein Ausdruck politischen bleiben, die Berechtigten als Staatsbürger gedacht zu sein, hierher gehört das eigenthum stehen anderen es durch das Wollens ist, dadurch, daß es aufstrebende Klassen, kämpfende Recht der Meinungsäußerung ohne Unterschied des Mittels, des tommunistische ersehen. Aus dem Rechte auf Existenz folgt das Parteien erfüllt, besißt es die Kraft, sich in die Wirklichkeit zu Inhaltes, des Zwedes, des Ortes und der Gelegenheit, somit Recht auf Wuße, das auch Recht auf Faulheit genannt wird. übersetzen. So manches Menschenrecht" ist heute Rechtssatzung auch die Bekenntniß- und Kultusfreiheit, d. h. das Recht zur Eine Reihe anderer Rechte könnte man hier anfügen. geworden. Das Recht sich zu versammeln und zu vereinigen, religiösen Meinungsäußerung, das Beschwerde und Petitions- Sind nun diese Rechte" wirklich ewige, mit uns geborene bas gleiche Recht vor dem Gesetze, die allgemeine Wehrpflicht, recht, die Preßfreiheit, die Lehr- und Lernfreiheit, das Versamm- Rechte, Naturrechte, Menschenrechte? Sicherlich nicht in dem das allgemeine Wahlrecht und alles, was aus diesem folgt, fie lungs- und Vereinsrecht, weiter dann das Recht auf Ehre, d. h. Sinne, daß sie zu jederzeit, in jeder Gesellschaftsordnung und bei waren früher ungeschriebene Menschenrechte", die von den das Recht, feine beschimpfenden Strafen zu erleiden, dann das allen Individuen als folche Rechte galten. In jeder Wirth- herrschenden Gewalten nicht gewährt wurden, heute sind sie, Recht auf Butritt zu allen Berufen und Geschäften, auf Eintritt fchaftsepoche werden andere Forderungen als Rechte betrachtet wenn auch noch nicht ausgebildet und gesichert, Bestand unseres in alle Märkte, auf Austritt aus dem Gemeinde- und Staats- werden, die mit uns geboren sind". Zur Zeit der Sklaverei geschriebenen Rechtes. gebiet. sprach sicherlich niemand von einem Rechte auf Arbeit, zu Zeiten, Sicherlich sind aber diese Rechte nicht mit uns" geboren, Noch näher weist auf das Leben im Staate hin das Recht wo der Despotismus in voller Kraft war, galt das Recht sondern von uns geboren, aus den Menschen, ihren Bedürfjedes Bürgers, an der Gesetzgebung theilzunehmen, daß Selbst der freien Meinungsäußerung sicherlich nicht als Menschen- niffen entnommen, sie sind nicht ursprüngliche Rechte, sondern Dieses Recht, das mit uns geboren ist, wird von anderen natürliches Recht"," Menschenrecht"," Grundrecht"," Volksrecht" genannt. " und Der Zuschneider Rißte flagte gegen feinen ehemaligen Landsberg a. W., 22. Juni. Vor dem hiesigen Schwur- p Alters- und Invalidenversicherung. Hinsichtlich der Arbeitgeber Herrmann auf Bahlung von 152 M. Er war gericht begannen vorgestern die auf 8 Tage angefeyten Berhand- Quittungskarten für die Invaliditäts- und Altersvon demselben am 1. Mai mit einem Monatsgehalt von 240 m. Lungen in einem fenfationellen Giftmord- Prozeß gegen die versicherung ist, wie die Norddeutsche Allgemeine Zeitung" mitangestellt worden, wurde aber am 18. bereits trotz vereinbarter Wittwe Emilie Ernestine Breffel geb. Bade zu Altcarbe, eine theilt, dem Bundesrath eine Entschließung darüber anheimKündigungsfrist entlassen, angeblich, weil er hintereinander drei 40jährige, bisher unbescholtene Person, und deren Liebhaber, den gegeben: ob die Karten, unbeschadet des Verbrauchs verhandener Röcke verschnitten hat. Für die 13 Tage, welche er gearbeitet früheren Werkführer Heinrich Wegwitz zu Altcarbe, einen Borräthe, fortan zwar unter bisherigem Format und bisheriger rat sind ihm 88 M. von Herrmann bezahlt worden. 50jährigen, bisher gleichfalls unbescholtenen Mann. Die Bressel Farbe, aber in einer( durch ein beigelegtes Muster erörterten) Dieser behauptete nun im Termine folgendes: Rißke ist beschuldigt, ihren Ehemann, um ihn los zu werden und mit abgeänderten Einrichtung und aus einem Stoff hergestellt werden habe vor seinem Engagement drei Proberöcke schneiden ihrem Geliebten nach Amerika auswandern zu können, mit sollen, der aus 50 pet. Bellulose, 25-30 pet. Leinen und 20 müffen, die er wegen Beitmangels sich nicht hätte ansehen können. Schweinfurter Grün, welches sie sich als Rattengift verschafft bis 25 pet. Baumwolle besteht, eine mittlere Reißlänge von Er hate Rißte aber doch engagirt, und zwar weil ihm derselbe hatte, ermordet zu haben. Sie giebt die Beibringung des Giftes 4500 Meter, eine mittlere Dehnung von 4 pt. hat, vorgeredet hätte, zwölf Jahre in einem und sechs weitere Jahre zu, welches sie von Wegwiz empfangen haben will, behauptet bei der Verbrennung einen schegehalt von nicht mehr in einem anderen renommirten Geschäft als erster Buschneider aber, an die tödtliche Wirkung des Giftes nicht geglaubt zu als 4 pCt. zurückläßt im Quadratmeter ein Ge thätig gewesen zu sein. Er hätte angenommen, daß der Kläger haben; sie hätten sich sehr gefreut, wenn's ihr Mann ertragen wicht von 277 bis 283, im Durchschnitt 280 Gramm aufweist. dann gewiß ein gutes Stück schneiden können müsse. Der Kläger hätte." Wegwiß, dem bisher der vorzüglichste Leumund zur Seite Dem Antrage ist eine eingehende Erläuterung beigefügt. bestritt, je etwas davon geredet zu haben, daß er zwölf stand, giebt allein zu, den Bewerbungen und Aufdringlichkeiten welche daran anknüpft, daß der Bundesrath sich im November Jahre in einem Geschäft als Buschneider gewesen sei. Herr der Frau nicht Widerstand geleistet und mit ihr verkehrt zu 1891 damit einverstanden erklärt habe, daß Quittungskarten für Herrmann vermochte nicht den Beweis zu erbringen, daß er zu haben. Er scheint allerdings derartig unter ihrem Einfluß ge- die Invaliditäts- und Altersversicherung aus dem neuen Stoff R. gefagt: Ich habe die Proben nicht gesehen, aber wenn Sie standen zu haben, daß er seinen Umgang mit ihr sogar fort hergestellt werden. Eine ansehnliche Reihe von großen Berzwölf Jahre in einem Geschäft als erster Zuschneider thätig feßte, als er den von ihr an ihrem Ehemanne ausgeübten Gift- ficherungsanstalten hat 225 000 Stück Quittungskarten aus dem waren, dann werden Sie das Gewünschte leisten, ich engagiere mord fannte. Die Vernehmung der Angeklagten, die zu heftigen neuen Stoff ausgegeben, und die Urtheile darüber lauten überEie hiermit." Er wurde verurtheilt, dem Kläger 152 Mart zu Ausbrüchen, besonders auf Seiten der Bressel führte, füllte den wiegend dahin, daß diesen Karten unbedingt der Vorzug vor den zahlen. Das Gericht nahm an, der Beklagte habe einen großen ganzen ersten Tag aus. Die Vertheidigung führen für Bressel der älteren gebühre; dazu komme, daß auch hinsichtlich des HerLeichtsinn begangen, indem er jemand als Zuschneider Rechtsanwalt Meyer aus Landsberg und für Wegwit Rechts- stellungspreises der neue Stoff Vortheile vor den älteren Karten einstellte, von dem er keine Arbeit gesehen, noch sonst etwas ge- anwalt Dr. Fritz Friedmann aus Berlin. Geladen sind über gewähre. Mängel, die sich hinsichtlich der Einrichtung der wußt habe. Die Behauptung betreffs der 12 Jahre sei beweislos 40 Bengen und Sachverständige, darunter Gerichtschemiter Quittungstarten in der Praxis herausgestellt hätten, seien durch geblieben und deshalb ohne Belang. Sein Verhalten gebe dem Dr. Bischoff aus Berlin. die neue Einrichtung abgestellt worden. In fieben Punkten Beklagten fein Recht, den Kläger vor Ablauf der vertragsmäßigen Nach dreitägigen Verhandlungen ist gestern der Prozeß zu fommen dann die neuen Karten den Wünschen entgegen, welche Beit zu entlaffen. Der Vorweis eines gefälschten Zeugnisjes liege Ende geführt. Der erste Staatsanwalt Großpietsch be- von verschiedenen Seiten über Unzuträglichkeiten bezüglich der nicht vor. antragte gegen beide Angeklagte das Schuldig im Sinne der An- Quittungskarten erhoben worden waren. Fräulein Treichel flagte 12 M. vom Schneidermeister Friebel Flage. Rechtsanwalt Meyer bestritt, daß die Frau in dem ein, die sie für 16 Jaquets beanspruchte, welche sie dem Be- Augenblick, als sie ihrem Ehemanne das Schweinfurter Grün fie, nachdem die Lohnreduktion fiegreich zurückgewiesen worden Die Glasarbeiter Großbritanniens hatten erwogen, ob tlagten gearbeitet hat. Im ganzen war fie drei Wochen bei beigebracht, mit Ueberlegung gehandelt habe. Rechtsanwalt demfelben, in welcher Zeit fie 20 Jaquets verfertigte, wovon 4 Dr. Friedmann beantragte die Freisprechung des Angeklagten war, nun eine Lohnerhöhung von wöchentlich 3 M. fordern auf die erste, auf die Lehrwoche kamen. Diese 4 rechnete sie Wegwiß, der sich ganz im Banne der Mitangeklagten befunden davon Abstand. Die Löhne in Schottland stehen bedeutend wollten. Auf ihrer Nationalversammlung in Alloa nahmen sie gegen die Mühe auf, welche der Meister mit dem Anlernen und dieselbe zu dem Verbrechen nicht angestiftet habe. Die Ge gehabt hat. Sie gab an, derselbe habe sich, als ihm für die Lehre schworenen sprachen die Bressel des Mordes, den Angeklagten niedriger, als in allen anderen Theilen des Landes. Um nun Geld angeboten wurde, selbst für durch die geleistete Arbeit befriedigt Wegwith nicht der Anstistung, aber der Beihilfe schuldig. Der eine Gleichheit der Verhältnisse zu erzielen, wurde beschlossen, erklärt. Der Beklagte wollte 6 m. abzüglich 1 M. Kranken- und Gerichtshof verurtheilte Frau Bressel zum Tode, den eintreten sollen und im Falle eines Streits von allen anderen daß die schottischen Glasmacher sofort für eine Lohnerhöhung Invalidengeld geben. Er bekomme für das Stück 1 M. und nach dem Angeklagten Wegwis zu 15 Jahren Zuchthaus und Ehr- Distrikten zu unterstügen sind. Weiter wurde die Frage einer herrschenden Usus bekäme jeder Zwischenmeister die Hälfte, verlust. während er die andere Hälfte der Arbeiterin gebe. Eine Zeugin für das ganze Land einheitlichen Arbeitszeit beschlossen. Die Arbeitszeit soll 91/4 Stunden( ohne Anhalten) nicht führte aus, daß die Frau des Meisters ihr gefagt habe, für das überschreiten, fünf Schichten follen eine Woche dar Stück bekämen sie 1,50, wovon sie der Arbeiterin 75 Pfennig stellen. Sonnabends wird gäben. Das Gericht verurtheilte den Beklagten, der Klägerin nicht gearbeitet. Während dieser Zeit dürfen nicht mehr Flaschen gemacht wer 12 M., nach Abzug des von dieser anerkannten Betrages für Invalidenmarken und für Krankenkassenbeiträge, 11 M. zu zahlen. den, als diejenige Bahl, die auf der nächsten Versammlung festDie Aussage der Zeugin wurde für glaubhaft gehalten. Das geftellt wird. Ueber diese Frage wird jetzt eine Abstimmung der Gericht faßte die zwischen der Klägerin und dem Beklagten geMitglieder vorgenommen. Ferner wurde die Nachtarbeit an den troffene Abmachung, daß die Lehrzeit acht Tage zu dauern habe, kontinuirlichen Defen( Wannenöfen) eingehender Erwägung unternicht wie der Beklagte wörtlich auf, sondern nahm an, daß dazogen. Man tam zu dem Schluß, daß nach einer zwölfjährigen mit nur eine Arbeitswoche von 6 Tagen gemeint sei, wofür Erfahrung jedermann überzeugt ist, daß die Nachtarbeit auf die 4 Jaquets angerechnet werden. Da an den anderen 16 Jaquets Gesundheit der Arbeiter sehr schwer einwirkt, und es soll mit allen Mitteln dahin gestrebt werden, daß die Fabrikanten davon 14 Tage gearbeitet wurde, sei die Forderung der Klägerin so minimal, daß das Geld unbedingt verdient fei. Mit der Widerabsehen, weitere Wannenöfen zu bauen; andernfalls sollen sich die Arbeiter weigern, daran zu arbeiten. Ein Fabrikant hat flage auf Entschädigung wegen unrechtmäßigen Berlaffens der Arbeit wurde der Beklagte abgewiesen, weil nachgewiesenermaßen schon erklärt, daß er die Arbeiter in dieser Sache unterstüßen das Mädchen ein paar Mal in der Werkstätte desselben war, um würde, denn die Nachtarbeit sei kulturwidrig, und die Nacht sei zum Schlafen und nicht zum Arbeiten da. nach Arbeit zu fragen. Die Geschworenen sprachen den Angeklagten von der Münz fälschung völlig frei und nur der Fälschung eines Beugniffes zum Zwecke des besseren Fortkommens schuldig. Hierfür erkannte der Gerichtshof auf eine Haftstrafe von 4 Wochen. Soziale teberlicht. Bildhauer in Holz, Stein und Modelleure! Unterstützt heute, am Tage der Stichwahl, die sozialdemokratischen Wahl fomitees und Vertrauensmänner, die für jeden Wahlkreis im Borwärts" bekannt gemacht sind, mit thatkräftiger Hilfeleistung und Beiträgen! Berlin muß die Zentrale der deutschen Sozial demokratie werden durch Eroberung der uns noch fehlenden Wahlkreise! Unsere Sache muß siegen, wenn wir einig sind und anpacken! Also auf, Kollegen! Die Agitationstommission der Bildhauer Berlins. J. A.: P. König, Bildhauer, S., Jahnstr. 7. Unter den streikenden Siegelei Arbeitern in Damm Haft bei Potsdam sind zehn Verhaftungen vorgenommen worden. eshalb ist noch nicht bekannt. Weiter wird uns gemeldet, daß Militär requirirt worden sein soll. Versammlungen. Die Bedeutung der Stichwahl im 5. Wahlkreise ver. anschaulichte am 22. d. M. Reichstags- Abgeordneter Dr. Bruno Schönfant einer von gegen 1500 Personen besuchten, in der Brauerei Friedrichshain tagenden öffentlichen Wählerversammlung. Der Vortrag sowohl, wie auch die Ansprache des Kandidaten Robert Schmidt entfesselten wahre Beifallsstürme. Un der Diskussion betheiligte sich auch ein- allerdings sehr harmloser Freisinniger. Einstimmig wurde eine Resolution Um Einpfennigftücke handelte es sich in der Anklage wegen Münzverbrechens, die gestern vor dem Schwurgericht des Landgerichts I gegen den Diener Paul Tasche verhandelt Die Leipziger Steinfeger fordern die Innungsmeister wurde. Außerdem wurde dem Angeklagten zur Last gelegt, ein ihres Gewerbes öffentlich auf, den Gehilfenvertretern auf das Zeugniß zum Zwecke seines besseren seines besseren Forttommens ge- bereits im April abgesandte Schreiben, betr. die Regelung der fälscht zu haben. Die letzte Strafthat gab Tasche zu, er bestritt Lohnfrage, endlich einmal eine bestimmte Antwort zubagegen das Münzverbrechen. Auf die Anzeige eines Schlaf- tommen zu lassen. Sie erklären die Handlungsweise der follegen hin wurde bei dem Angeklagten im Februar d. J. eine Steinfegmeister für im höchsten Grade frivol, unter Benutzung Durchsuchung vorgenommen, wobei bei ihm ein Einpfennigftück der besonders ungünstigen Arbeitsverhältnisse ganz will gefunden wurde, welches auf fünstlichem Wege und zwar mit Hilfe der türlich von den gegenseitig vereinbarten Lohn fogenannten„ Vernickelungsflüssigkeit", vor dessen Ankauf der Polizei- fäßen abzugehen und dann die Gefellen zwei Monate und noch präsident fürzlich wegen seines giftigen Quecksilbergehalts warnte, länger ohne jede Antwort auf ihr Schreiben zu lassen. einen weißen Schein und dadurch das Aussehen eines Fünfpfennig. stückes erhalten hatte. Es wurde festgestellt, daß der Angeklagte Die Unruhen in Bern. In Bern, wo das Unternehmer angenommen, in welcher die Versammlung der freisinnigen dem Wächter, der ihm das Haus aufgeschlossen hatte, ein zweites thum durch das Engagement billiger arbeiten der Partei das Recht abspricht, sich eine Boltspartei zu nennen, da übertünchtes Einpfennigstück für ein Fünfpfennigstück in Zahlung italienischer Bauarbeiter die einheimischen Bau- fie dem Proletariate gegenüber lediglich eine Reaktionspartei sei, übertünchtes Einpfennigftück für ein Fünfpfennigstück in Zahlung arbeiter dem Hunger überliefert, ist es zwischen den italienischen die nur die Interessen des Geldsackes, niemals die der Augegegeben und ein drittes einem Schankwirth gezeigt hatte. Der Angeklagte behauptete, daß er nur" des Scherzes halber" drei und schweizerischen Arbeitern zu ernsten Zusammenstößen ge- meinheit vertreten habe. Die Versammlung erklärte ferner, einen solcher Pfennigstücke„ versilbert" habe. Die Flüssigkeit habe er fommen, wobei den Italienern übel mitgespielt wurde. Die Protest einlegen zu wollen gegen die heutige Gesellschaftsvon dem Führer eines Handfarrens in der Friedrichstraße ge- übrigen Berner Arbeiter nahmen Partei für ihre Landsleute, als ordnung durch kraftvollen Eintritt für die Wahl Robert fauft, um damit seiner Uhrfette neuen Glanz zu verleihen. Dem unter diesen Verhaftungen vorgenommen wurden, und wollten Schmidt's. Mit einem braufenden Hoch auf die internationale Wächter müsse er aus Versehen ein weißes Pfennigstück gegeben das Gefängniß ftürmen. Das führte zu kämpfen mit der Sozialdemokratie und unter dem Gesange der Arbeiter- Marseillaise Polizei, die durch rohes Dreinschlagen und durch Schießen mit trennten sich die Versammelten. haben. Der Belastungszeuge befundete dagegen, daß Tasche ihm mindestens 10 bis 15 Ginpfennigftüde, die blant gemacht dem Revolver fogar auf schuldlose Frauen und Mädchen! In Mariendorf fand am Dienstag eine öffentliche, vom waren, gezeigt habe mit den Worten, daß man dieselben gut als wie gewöhnlich bewies, daß sie ganz und gar unfähig ist, BoltsFünfpfennigstücke ausgeben fönne, wenn man die Krone nach maffen gegenüber Ruhe zu ftiften, ohne noch viel schlimmeres Arbeiter Bildungsverein einberufene Bersammlung statt, in oben lege. Während der Staatsanwalt die Schuld des Ange- unheil anzurichten, als schon geschehen. Der Bundesrath schickte welcher Genosse Apelt aus Berlin über die Stichwahl im flagten für erwiesen hielt, führte der Vertheidiger, Rechtsanwalt schließlich Soldaten, da die Polizei durch ihre blödsinnige Rohheit Teltower Kreise sprach. Für seinen anderthalbstündigen Vortrag, Unger, aus, daß die Aussage des dem Angeklagten feindlich ge- die Truppen wurde nur die Sache verschlimmert hatte. Der Befehl über in dem er fräftig für die Wahl Zubeil's eintrat, erntete der finnten Zeugen nicht ausreiche, um den völlig unbescholtenen Go fehr insoweit das dem Obersten Scherz übertragen. Redner reichen Beifall. Da Gegner sich nicht zum Wort melAngeklagten für schuldig zu erklären. So ganze Verfahren der Schweizer deten, wurde von einer Diskussion Abstand genommen. Nachdem im Gegensatz zu Republit dem Verfahren der Monarchie gleicht, so ist einige die Wahl betreffende Angelegenheiten geregelt worden den Gepflogenheiten des Militär- und waren, schloß der Vorsitzende die Versammlung. Polizeistaats doch die Art und Weise bemerkenswerth, wie der Oberst Scherz feine Amtspflichten auffaßt. Er fagt in einer walde- Friedeberg hat am 17. b. M. feine erste MitgliederDer Sozialdemokratische Agitationsverein für ArnsProklamation an die Berner:" Wir werden bestrebt sein, durch Versammlung abgehalten. In derselben sprach Bogasch über ebenso entschiedenes wie taktvolles Auftreten aller, des Militärs das Ergebnis der Reichstagswahl mit spezieller Berücksichtigung historische, von den Menschen erkämpfte oder zu erkämpfende und der gesammten städtischen Polizei, die Ruhe herzustellen. des Arnswalder Kreises. Der Vortrag des Redners wurde beiRechte, sie sind gleichzeitig eine eigenartige Kritit des thatsächlich weisen. Wir appelliren jedoch an den gefunden Sinn der Mit- und Bunt sprachen im Sinne des Referenten. Mit einem Hoch Jede Ausschreitung werden wir mit aller Entschiedenheit zurück- fällig aufgenommen. Die Genoffen Rosenow, Döring, Schinke bestehenden Rechtes der Gefehbücher. bürger, und erwarten, daß niemand durch gesetzwidrige auf die Sozialdemokratie wurde darauf die Versammlung geKürzer wollen wir uns über den zweiten Vortrag„ Die Handlungen, die in unseren Verhältnissen nicht gerecht- fchloffen. Gerechtigkeit" faffen. Lotmar weist dort auf den möglichen Unter- fertigt find, die ohnehin gedrückte Lage des Die erste Generalversammlung des Verbandes der fchied des im Einklange mit den Paragraphen des Gesetzbuches standes verschlimmere. Der Bürger halte sich von allen ZusammenSchiffbau und an der Schifffahrt be. stehenden Richterspruches und der Gerechtigkeit hin, auf die rottungen fern, damit nicht der Unschuldige mit dem Schuldigen a m große Verschiedenheit der Strafen, die ein Richter bei der getroffen werde, da im Augenblick des Einschreitens, wenn bis fchäftigten Personen wurde vom 18. bis 20. Juni in gleichen Gesetzesübertretung verhängen kann, die alle gesetzlich zum letzten Augenblick zurückgehalten wurde, keine Unterscheidung Bremerhaven abgehalten. Wie auf manche Organisation, fein können, während höchstens eine gerecht ist. Er zeigt, wie mehr möglich ist. Wir erwarten von euch, Mitbürger, daß ihr so hat auch auf diese der schlechte Geschäftsgang der letzten Jahre schwierig es ist, die auf dem Papiere stehende Gleichheit vor dem die Ehre unserer Stadt wahren werdet. Der Plazkommandant: ungünstig eingewirkt. Die Mitgliederzahl ist zurückgegangen, und Gesetze bei der ungeheueren Verschiedenheit der Individuen nach Scherz, Oberst." aus diesem Grunde, sowie auch infolge der Lauheit der MitKlaffenangehörigkeit, ökonomischer Stellung 2c. 2c. in der Praxis Oberst jedenfalls weit mehr aus, als feine namentlich dem rechtigkeit", sein Erscheinen einstellen müssen. Der aus der Mitte Durch eine solche Proklamation richtet der schweizerische gliedschaft im Allgemeinen hat das Verbandsorgan, die„ Gedurchzuführen. Lotmar zeigt dies an einem reichen Beiſpielmaterial, wehrlosen Wolf gegenüber vor wir bedauern, daß er dabei ein Eingehen auf die verschiedene Berufsgenossen in anderen Ländern. Wenn der Bundesrath seine einführung eines Fachorgans konnte der ungünstigen Kaffenwehrlosen Volt gegenüber vor Schneidigkeit" triefenden der Generalversammlung ergangenen Anregung auf WiederWirkung der Geldstrafe bei verschiedenen Gesellschaftsschichten, Pflichten gegen das arbeitende Bolt auch so vernünftig auffaßte, verhältnisse. halber nicht stattgegeben werden, jedoch wurde ein auf die Bedeutung der Verschiedenheit der Klassenangehörigkeit indem er die erforderlichen Schritte gegen die Ausbeutungswuth Rorrespondenzblatt herauszugeben beschloffen, und des Gedankenkreises der Richter und der Angeklagten des Unternehmerthums einleitete, so tönnte man sagen, er sei die wichtigsten Vorgänge innerhalb des Verbandes, sowie unterließ. Der Verfasser beleuchtet nicht blos den Begriff der Gerechtig- um Regieren ebenso befähigt wie jener Oberst zum Stubestiften. über die Kassenverhältnisse desselben von Zeit zu Zeit feit auf dem Gebiete des Rechtslebens, er geht auch auf die Alaffenjustiz in Oesterreich. Beim Bauarbeiter- Streit in berichten soll. Die Leitung der Agitation, für welche, wie anFrage der indirekten Besteuerung, auf die politische Rechtlosigkeit Graz hatte der Baumeister Krayner mehrere streifende Bau- geführt wurde, namentlich die Rheingegend ein reiches Feld der Frauen zc. ein. Seinen schönen Ausführungen pflichten wir arbeiter angeschossen, einer derselben bekam von ihm nicht bietet, wurde wesentlich dem Bentralvorstand in die Hand ge vollständig bei. weniger als 32 Schrottförner in den Leib gejagt. Das Gericht geben. Weiter wurde beschlossen, den Monatsbeitrag auf 40 Pf. Lotmar hat ein fehr feines Gefühl für die Schwierigkeit, die verurtheilte den Schützen zu 5 Gulden Strafe wegen- Ueber- herabzusetzen und jede Extrasteuer fallen zu lassen. Der geGerechtigkeit festzustellen gegenüber den großen ökonomischen tretung der Nothwehr". Ein anderer bürgerlicher Schütz und der überwiesen. Der Hauptsitz des Werbandes bleibt in Hamburg. sammelte Generalfonds wurde der Kasse zu Agitationszwecken Berschiedenheiten innerhalb unserer Wirthschaftsordnung, er sieht Gendarmerieführer Schneider, der einen fliehenden Ar- überwiesen. Der Hauptsitz des Verbandes bleibt in Hamburg. auch die Gerechtigkeit als eine historische Kategorie an, die sich mit beiter mit dem Bajonett in den Rücken gestochen hatte, wurden waren und noch einige Angelegenheiten von minderer Bedeutung Nachdem die Wahlen zum Vorstand und Ausschuß vollzogen Nachdem die Wahlen zum Vorstand und Ausschuß vollzogen der Klaffenbildung ändert, die überhaupt noch nicht verwirt- gar nicht angeklagt. Dagegen verurtheilte das Gericht eine An- waren und noch einige Angelegenheiten von minderer Bedeutung licht ist. zahl der am Streit betheiligt gewesenen Bauarbeiter, die nach ihre Erledigung gefunden hatten, wurde die Generalversammlung Seinen zweiten Vortrag und damit sein Buch, das wir biefer Affäre am selben Tage verhaftet und dann wochenlang in geschlossen. Unter dem Gesang der Marseillaise gingen die Theilnehmer auseinander. und hoffentlich auch viele andere mit großem Nußen und Untersuchungshaft gehalten worden waren, wegen einiger ungroßer Befriedigung durchgearbeitet haben, schließt er mit dem bedachter Aeußerungen zu Kerkerstrafen bis zu 4 Monaten. Sage: Die Zahl der streifenden Berglente in Dug beträgt jest " Auf der fernen Insel Utopia aber herrscht verhältnißmäßige über 10 000. Der Streit hat sich auch auf das Teplitzer levier Gleichheit, ist die Gerechtigkeit in weitem Bezirke verwirklicht. Thomas Morus wollte jedoch, da er sein Nirgendsheim schilderte ausgedehnt. Arbeiter " und als den allein gerechten Staat hinstellte, nur sagen, daß Im Brüger Revier wird gar nicht gearbeitet. In den solche Zustände, wie er zeichnete und anpries, nirgends bestehen, Streifrevieren wimmelt's von Soldaten; sie bekommen natürlich nicht daß sie nirgends bestehen können." nichts zu thun. br. 高雄 地 welches über In der Freien Vereinigung selbständiger Barbiere, Friseure und Perrüdenmacher Berling hielt egert einen interessanten und von der Versammlung mit Beifall aufgenommenen Vortrag über Besiz und Ehre. In einer von Wegner eingebrachten Resolution erklärte sich die Versammlung mit den Ausführungen des Redners einverstanden. Hierauf berichtete Pfeiffer, daß der Ausschuß des Gewerbegerichts vom Handelsminister aufgefordert worden sei, sich gutachtlich über die Sonntagsruhe zu äußern. Die Versammlung nahm in Jund Schlächter beschäftigte am 21. Juni eine Versammlung der Herren zu wissen. So lasse die Firma Heinrich Jordan alle ihre Dieser Angelegenheit eine Resolution an, in welcher sie sich dahin Arbeiter dieser Berufe, zu der die hier bestehenden Dienervereine Diener, die monatlich 75 M. Lohn erhalten, von Herrn Schröder aussprach, daß einschließlich der Kirchenzeit die Arbeit an Sonn- und die Stellenvermittler eingeladen waren. Von letteren waren kommen, der sich von jedem 11 bis 16 M. zahlen laffe. Die und Feiertagen höchstens bis zwei Uhr Mittags ausgedehnt auch verschiedene erschienen. Pötzsch referirte über die Ur- Firma Rosenthal und Tobias beziehe von einem Budiker ihre werde. Weiter wurde eine von der Innung an den Handels- fachen des Stellenwuchers, als welche er einmal die große Arbeits- sämmtlichen Diener, die diesem 3 M. Einschreibegeld und 6 weitere minister gerichtete Petition verlesen und kritisirt, in welcher für losigkeit in den genannten Berufen, dann die Schwäche der Dr Mart, wenn sie eine Stelle erhalten, geben müssen. In der DisAusdehnung der Arbeitszeit im Sommer bis 2 Uhr und im ganisationen derselben anführte. In Berlin gebe es allein fussion erzählten Vertreter des Konditoren, Bäcker- und SchlächterWinter bis 3 Uhr eingetreten wird. Sodann wurde für den 24 Kommissionäre für Kellner und ebenso viele für die Haus- berufes, daß es bei ihnen nicht besser wie bei den Kellnern und 10. Juli eine Kremserpartie nach Saatwinkel beschlossen. In diener, Bäcker, Schlächter. Wie dieselben ihre Opfer ausbeuten, Dienern bestellt sei. Von den beiden hier bestehenden Bäckerden Vergnügungsausschuß wurden Freyer, Schlonsky und Kutschte das sei ja jedem der Anwesenden bekannt. Man habe sie öffent- innungen wurde mitgetheilt, daß dieselben eigene Arbeitsnachgewählt. lich gebrandmarkt, aber diese Herren feien gegen moralische Verweise haben, daß aber die Herren Innungsmeister, wenn fie Im Oberbaruimer Kreise ist die Sozialdemokratie den nichtung gleichgiltig. Daher müsse anders diesem Unwesen ent- Arbeitskräfte gebrauchen, sich nicht an den Sprechmeister, sondern Junkern wie anderswo ein Gräuel und wahrhaft lächerlich sind gegengetreten werden. Leicht wäre dies, wenn die Prinzipale an einen Kommissionär wenden, weil sie wissen, daß die Arbeiter, die Mittel, mit denen die sozialdemokratische Gefahr" zurück- statt dessen an die Arbeitsvermittlungen der Arbeiter wendeten. bieten laffen, als andere. Alle Redner sprachen die Ansicht aus, und Meister sich jener Vampyre nicht bedienen wollten und sich welche ihre Stellen haben theuer bezahlen müssen, sich mehr gehalten wird. Meistens gleicht die Art und Weise, wie man fich vor uns zu schüßen sucht, entweder der so sehr bewährten Aber die Prinzipale fürchteten die Stärkung der Arbeiter- daß die Stellenvermittler, deren Geschäftsführung ja unter KonBogelstraußpolitit oder man greift, wenn alle Stränge reißen, zu für die Weinkneipereien der Kommissionäre tomme, welche von eine für die Polizei und eine vollständigere für sich. Organisationen, wozu bei den Gastwirthen noch die Vorliebe trolle der Polizei steht, zwei Buchführungen haben müssen, dem berühmten, durch Iskraut zu hoher Virtuosität entwickelten Rampf mit geistigen Waffen. So berichtet uns ein Parteigenosse, vermittelten viele Bereinchen die Stellen; dieselben züchteten aber Organisation anzuschließen, hingewiesen. Kellner Moriz, der den Kellnern bezahlt werden müssen. Neben den Kommissionären Mehrfach wurden die Anwesenden auf die Nothwendigkeit, sich der daß die Leiter einer fonservativen Versammlung in Werneuchen, in ihren Bureauchefs" nur neue Kommissionäre, denn die für den Verein Berliner Gastwirthsgehilfen die Arbeit verin der Prof. Pauly die Bauern zum Grufeln zu bringen suchte, Bureauchefs thäten sich regelmäßig in wenigen Jahren als mittelt, erzählte, am letzten Sonnabend habe er Abends spät sich mit wahrer Höllenangst dagegen gewehrt hätten, daß er, der Sozialdemokrat, das Wort ergreife. Als man aber schließlich in selbständige Kommissionäre auf. Außerdem gebe es selbst Ver- nicht genug Kollegen zur Verfügung gehabt, um die bei ihm aneinigungen von Gastwirthen, deren deren Arbeitsvermittelungs gebotenen Stellen zu besetzen. Er fei deshalb mit einem Kollegen bekannter Manier rüpelhaft geworden sei, hätten die zahlreich Kontrolleure gleich hohe Gebühren wie die Kommissionäre von zu dem Kontrolleur des Vereins der Berliner Weißbierwirthe, anwesenden Kleinbauern sich um ihn geschaart, und ihn tapfer den Kellnern erhöben, Auch sonst segelten Kommissionäre unter Herrn Marcinkowski, Luckauer Plat 6, gegangen. Dort hätten vor den Liebenswürdigkeiten der Krautjunker geschüßt. Mit sie beide sich Bier fräftiger Stimme sei das Hoch, welches er auf die Sozialdemo: fich selbst alle Rechte vorbehalten, die sonst der Mitglieder: Etage gegangen und haben sei der Kollege in die obere Bruns, ausgebracht habe, von den Bauern aufgenommen worden. Bersammlung zukämen. Ein Wunder sei es, daß die Polizei das Ohr geflüstert, um ihm fostenlos die Arbeit zu verschaffen, Es bedürfe nur einer tüchtigen, planvollen Agitation in diesem gegen die betreffenden Vereins- Statuten, aus denen der Zweck Da habe ihm aber Marcinkowski gedroht, ihn mit seinem eigenen Kreise und bei der nächsten Wahl gehöre Oberbarnim trots feuchte, nicht einzuwenden habe. Der Diener- Berein und die ich habe meine Kontrolle zum Vergnügen?" Ein Schlächter Schwarze der Ausbeutung der Mitglieder aus jedem Paragraphen hervor Stocke zu schlagen, und zu Morih habe er gesagt:" Denken Sie, junterlicher und pfäffischer Knüppeltaktik der Sozialdemokratie. Diener- Akademie des Herrn Schröder sei z. B. ein Verein meinte, die Schlächtermamsells wüßten offenbar gar nicht, wie sie Im Fachverein der Uhrmacher und verwandter Berufs- folcher Art. Eine gründliche Besserung in dieser Angelegen ausgebeutet würden, namentlich auch von den Schlächtermeistern genossen Berlins und Umgegend sprach am 17. Juni Genosse beit werde erst durch Gründung von Arbeitsbörsen felbst, die sie vom frühen Morgen bis zum späten Abend hinter Hoffmann über Erlebnisse auf der Wahlagitation". Der nach dem Muster der Pariser erzielt werden. Redner dem Ladentisch beschäftigten. Aehnlich sei es mit den Gesellen Referent schilderte, mit welchen schmutzigen Mitteln besonders die schlug vor, eine Kommission zu wählen, welche die Frage weiter und besonders mit den Lehrlingen. Wenn er, Redner, einen Antisemiten gekämpft haben, um die Landbevölkerung für sich zu im Auge behalte; ferner empfahl er folgende Resolution zur Schlafburschen aufnehme, dann fomme erst die Polizei und messe Den Bäckermeistern aber werde es nicht vergewinnen. Noch verschiedene Illustrationen aus dem Wahl- Annahme:" Die Versammlung erkennt an, daß der in Berlin den Raum aus. fampfe vorführend, betonte der Referent, daß die Genossen unter herrschende Stellenvermittelungs- Schwindel zu einem bedenklichen wehrt, ihre Gesellen und Lehrlinge unter der Erde schlafen zu der Landbevölkerung bei der Agitation eine Tüchtigkeit und Nothstand ausgeartet, den zu bekämpfen Pflicht der gesammten lassen. Nachdem noch eine Reihe weiterer Einzelheiten über Zuverläffigkeit an den Tag gelegt haben, wie sie bei einem Arbeiterschaft ist. Die Versammelten sind des weiteren überzeugt, Auswüchse der schlimmsten Art in der Stellenvermittelung an großen Theile der Genossen in den größeren Städten noch sehr daß die Vermittelung der Arbeitskraft einzig und allein Sache geführt worden waren, wurde nach einem Schlußworte von vermißt würde. Die Anwesenden zollten dem Redner für den der Arbeiterorganisationen selbst zu sein hat. Dieses Endziel zu Pötzsch die oben abgedruckte Resolution angenommen und sodann belehrenden Vortrag reichen Beifall, worauf eine lebhafte Dis- erreichen, soll der Magistrat aufgefordert werden, eine Arbeits- eine Kommission zur Sammlung von Material und Uebertuffton stattfand, an welcher sich die Kollegen Eßlinger, Beer, börse" zu errichten." Oswald Grauer ging des näheren ein mittelung deffelben an das Polizeipräsidium gewählt. Die Kom Naether und Krüger betheiligten. Auf Antrag des Kollegen auf das Gebahren der Geschäftsinhaber" der Dienervereine der mission besteht aus dem Hausdiener Dewald Grauer, dem Kellner Naether fand für den Wahlfonds eine Geldsammlung statt, welche zuletzt von Bößsch geschilderten Art. Er theilte mit, daß er ein Moritz, dem Schlächter Keßlinke, dem Bäcker Pfeifer, dem Kon etwa 14 M. ergab. Am 1. Juli, Abends 9 Uhr, wird im Ver- Statut solches Dienervereins" dem Polizeipräsidium eingereicht ditor Rohlfeldt, dem Diener Walter und dem Koch Binge. Unter einslokale Wienecke, Alte Jakobstr. 83, eine ordentliche General- habe. Der Dezernent habe ihm gesagt, die Polizei habe nichts Verschiedenem wurde Mittheilung von der Erledigung mehrerer versammlung abgehalten, wozu auch Nichtmitglieder freien Zutritt weiter zu thun, als die Bescheinigung zu ertheilen, daß der früherer Versammlungsbeschlüsse gemacht und die Anwesenden haben. Gleichfals wird am 1. Juli der Arbeitsnachweis bei den Vereinsvorstand das Statut eingereicht habe. Als Grauer ihm ersucht, am Stichwahltage auf dem Posten zu sein. Kollegen Naether und Krause, Anklamerstr. 44, eröffnet. Der die schamlose Ausbeutung, welche unter der Flagge dieser Hoch auf die moderne Arbeiterbewegung wurde die Versammlung Arbeitsnachweis ist für Gehilfen und Prinzipale unentgeltlich. Vereine getrieben wird auseinandergesetzt habe ba habe geschlossen. Von den anwesenden Kommissionären hatte teiner der Dezernent geantwortet, die Polizei sei doch nicht das Wort genommen. Der Stellenvermittelungsschwindel in den Berufen der dazu bie Dummen zu schüßen. Verschiedene Hausdiener, Kellner, Diener, Portiers, Bäcker, Köche, Mamsells I große hiesige Firmen schienen nichts von dem Treiben dieser da, " Sommer Herren- u. Knaben- Garderobe, Arbeitssachen, Bestellungen nach Maaß. Sachen. empfiehlt wie bekannt in reellster Ausführung und allerbilligsten Preisen SommerJackets. J. BAER, Berlin N., Gesundbrunnen, Badstrasse 18, Cdte der Stettinerstraße. Ich habe keine Filialen und sche mit ähnlich lautenden Firmen in keinerlei Beziehung. Bitte daher genau auf Firma zu achten. Emil Tiersch, Uhrmacher, Brunnenstr. 21-22@ retfenhagen) Grosses Lager aller Arten Uhren, Goldwaaren und Ketten zu soliden Preisen. Reparaturen unter Garantie! Kinderhüte. Damenhüte. Th. Sabor, 6181L* Oranienstr. 204, am HeinrichsPlatz. Trauerhüte. Blousen. Herrenwäsche. Cravatten. Uhren und Goldwaaren zu den denkbar billigsten Preisen. Musikwerke. vormals Reparaturen streng A. Th. 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