Nr. 150. Erscheint täglich außer Montags. Breis pränumerando: Viertels jährlich 8,30 Mart, monatlich 1,10 mt, wöchentlich 28 Bfg. fret in's Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags- Nummer mit tluftr. Sonntags- Beilage Neue Belt" 10 Pfg. Poft- Abonnement: 8,30 Mt.pro Quartal. Unter Kreuzs band: Deutschland u. Defterreichs Ungarn a Mt., für das übrige Ausland& Mr.pr.Monat. Eingetr. in ber Boft Beitungs- Preisliste für 1893 unter Nr. 6708. Vorwärts 10. Jahrg. Infertions- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Betitzeile oder beren Raum 40 fg., für Vereins- und Versammlungs- Anzeigen 20 fg Inferate für die nächste Nummer müffen bis 4 Uhr Nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochens tagen bis 7 Uhr Abends, an Sonnund Fefttagen bis 9 Uhr Bors mittags geöffnet. Sernsprecher: Amt I, 4186. Telegramm- Adresse: Sozialdemokrat Berlin Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Abonnements- Einladung. Donnerstag, den 29. Juni 1893. Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. ein großer Umzug mit Versammlung auf einem gutgelegenen gewöhnliche Arbeitszeit, die Frage nach den Arbeitsöffentlichen Plage zur Begrüßung der Abgeordneten geplant. räumen, nach der Behandlung des Personals u. s. w. ge Auf einen Abend in der Woche bereiten wir eine große gemein- fliffentlich umging und was ist trotzdem das Ersame Abendunterhaltung vor und am Schlußtage, den 12. August, Mit dem 1. Juli eröffnen wir ein neues Abonnement Nachmittags, hoffen wir, unsern lieben Gästen eine Fahrt auf gebniß? auf den „ Vorwärts" Berliner Volksblatt mit der illustrirten Sonntagsbeilage ,, Die Neue Welt". Für Berlin nehmen sämmtliche Zeitungsspediteure, sowie unsere Expedition, Beuthstr. 3, Bestellungen entgegen zum monatlichen Preise von 1 Mart 10 Pfennige frei ins Haus, wöchentlich 28 Pfennige. Für außerhalb nehmen sämmtliche Postanstalten Abonnements zum Preise von 3,30 Mark für das 3. Quartal Länder am Rongreß. " = dem schönen Zürichsee mit Extradampfer anbieten zu können. Es liegt jetzt in einer Druckschrift der Reichskommission Bur Bedienung des Kongresses, sowie als Führer zu Spazier- für Arbeitsstatistik vor, die sich betitelt: Erhebung gängen in die schöne Umgebung an Morgen- und Abendstunden über Arbeitszeit, Kündigungsfristen und werden hiesige Genossen bereit sein. Lehrlings Verhältnisse im Handels Indem wir uns bemühen, für die Unterkunft der Delegirten, gewerbe. Veranstaltet im September und für die Arbeiten des Kongresses, wie für die Unterhaltung in der Ottober 1892. Bearbeitet im Raiserlichen freien Beit alles so gut als möglich zu organisiren, hoffen wir Statistischen Amt Berlin 1893." Und es hat sich auch auf eine recht starke Betheiligung der Abgeordneten aller herausgestellt, daß gerade in den kaufmännischen KleinWerthe Genossen! Wir brauchen Euch nicht zu sagen, denn betrieben, wo die Ordnungsparteiler" das„ patriarchalische Ihr habt selbst mitgewirtt: Der Vormarsch der sozialistischen Verhältniß" zwischen Prinzipal und Gehilfen preisen, die Arbeiterorganisation aller Länder ist in den letzten Jahren ein Verhältnisse am erbärmlichsten liegen, und die Ausnügung großartiger gewesen. Ueberall ist die Bewegung bedeutend des Menschenmaterials am rücksichtslosesten betrieben wird. stärker geworden und sie ist in immer weitere Kreise gedrungen. In den Großbetrieben und Großstädten, wo das Personal Der Jnternationale Sozialistische Arbeiter- Kongreß von 1893 in schon heller" geworden ist und sich nicht mehr alles bieten Zürich soll ein imposantes Bild dieses Vormarsches geben. Er läßt, wo außerdem auch seitens der Geschäftsinhaber eine wird sich in einer Stadt und in einem Lande versammeln mit Masse kleinlicher Vorurtheile überwunden sind, wo der den freiesten politischen Einrichtungen, bie jezt existiren, er wird Athem des großen Verkehrs geht, der das„ patriarchalische sich also ganz frei bewegen können. Wir laden Euch ein, möglichst viele Abgeordnete zu schicken zum großen Tage der Ver- Verhältniß" weggeblasen hat, da befindet sich das kaufbrüderung aller Arbeiter. Möge der Kongres in Zürich eine männische Personal immer schon etwas besser, wenn es auch noch unter einer Reihe grober Mißstände zu leiden hat. So muß selbst das Deutsche Reich mit seinen mangelhaften „ Erhebungen" der Sozialdemokratie Wasser auf die Mühle führen, der Sozialdemokratie, die die Zukunft in eben jenen Großbetrieben und ihrer Ueberführung in gesellschaftliche Verwaltung fieht. Um nur ein Beispiel anzuführen: Nach der amtlichen Feststellung kommt die regelmäßige, mehr als 16stündige Ladenzeit wohl in den Geschäften mit 1-9 Hilfspersonen, nicht mehr aber in den größeren Betrieben vor. In Wirklichkeit wird sich vielleicht die Sache nicht ganz so günstig stellen, denn auch die RiesenDa sind sie nun aufgedeckt, die schauderhaften Arbeits- Verkaufsgeschäfte fennen zu Zeiten eine ungebührliche Ausverhältnisse im Handelsgewerbe, die bis zuletzt noch von den nutzung ihres Personals, was theilweise schon durch die entgegen.( Eingetragen in der Post- Zeitungs- Preisliste für 1893 nähere Station ſein zur Erfüllung des großen Mahurufs: unter Nr. 6708.) Wir ersuchen unsere Postabonnenten höflichſt, bas Abonnement rechtzeitig aufzugeben, damit die regelmäßige Zustellung des Blattes feine Unterbrechung erleidet. Die Redaktion und Expedition des Vorwärts" Berliner Volksblatt. Internationaler Sozialistischer Arbeiterkongreß 1893 in Zürich. An die Arbeiter aller Länder! Werthe Genossen! Wir laden Euch hiermit ein, Eure Abgeordneten zu wählen und uns deren Namen mitzutheilen, soweit das nicht schon geschehen ist. Der Kongreß findet nach dem von der Brüsseler Konferenz genehmigten Vorschlage des Organisationsfomitees statt Proletarier aller Länder, vereinigt Euch! Mit Brudergruß! Bürich, den 15. Juni 1898. Das Drganisation3tomitee. Soziale Mikkfände im Handelsgewerbe. Sütern der gegenwärtigen Wirthschaftsordnung hartnäckig Feſtſtellung der amtlichen Enquete bewiesen wird, daß " geleugnet wurden, und zwar aufgedeckt bereits durch eine verlängerte Ladenzeit" an einer unbestimmten Zahl von mangelhafte Erhebung des Reiches, die die bekannte Tagen und Stunden ja häufiger ist, je größer der Betrieb „ be- ist Reich stommission für Arbeiterstatistit be ist aber im übrigen trifft eben unser alter Erfahrungsgutachtet" hatte. Das will schon viel fagen. Erst durch sah auch für das Handelsgewerbe zu, daß Großbetrieb und eine Denkschrift des Deutschen Verbandes Kaufmännischer bessere Arbeitsbedingungen Hand in Hand gehen, und diese Vereine", die freilich eine mündliche und gründliche Enquete Wahrheit wird auch den Handlungsgehilfen je länger je vom 6. bis und mit dem 12. August verlangte, ließ man sich zu den betreffenden Erhebungen mehr zur richtigen sozialpolitischen Einsicht verhelfen. im großen Saal der Tonhalle in Zürich. drängen. Man nahm sie dann nur für kaum zehn Den dunkelsten Punkt der ganzen amtlichen Erhebung Das gewonnene Lokal wird auch bei einer sehr starken Prozent der Ladengeschäfte vor, überging dabei eine bilden wohl die Ziffern über Lehrlings und Betheiligung genügen und steht die ganze Zeit des Kon- ganze Reihe großer Handelsstädte, man Kinderausbeutung im Verkaufsgeschäfte. Nur für greffes zur Verfügung. Den Nationalitäten werden für ihre wahrscheinlich fürchtete, daß sich die Verhältnisse in 4996 männliche und 1884 weibliche Handlungslehrlinge, Eigingen besondere Säle zur Verfügung gestellt, die ihnen ihnen schon zu weit zugespigt hätten, vertheilte auf die von denen über 2000 noch unter 16 Jahre sind, stellte man rechtzeitig angezeigt werden. Für anständige Quartiere zu Großstädte überhaupt, wo die Organisationen der Gehilfen die Arbeitsverhältnisse nach bekannter Methode fest. Und mäßigem Preise, sowie für gute und billige Speisegelegenheit naturgemäß am stärksten sind, eine verhältnißmäßig sehr es ergab sich, daß schon 34 pCt. dieser jugendlichen Auswerden wir Borforge treffen. gebeuteten männlichen Geschlechts 15, 16 und mehrstündige Arbeitszeit am Tage haben, während in Fabriken gleich altrige Personen höchstens 10 Stunden abgerackert werden dürfen. Eine solche Ausnutzung spricht jeder Menschlichkeit Die Arbeiterschaft der Schweiz und speziell die von Zürich wird es sich angelegen sein lassen, ihre Arbeitsbrüder als will tommene Gäste zu empfangen, sie werden sich hier als unter Brüdern fühlen. Für den Eröffnungstag, den 6. August, ist Feuilleton. Nadbrud verboten.) [ 2 von denen geringe Anzahl von Fragebogen, ließ Schuyleute über die jenigen Gehilfen bestimmen, die gefragt wurden, machte den Fragebogen so unpraktisch und unvollständig wie möglich, indem man die Gehaltsfrage, die Sonntagsruhe, die außer dort z. B. mit dem zu kurzen Hals und dem gesenkten und deshalb, Bürger, Ehre und Dank denen, die in den Kopfe sei doch ohne Zweifel ein Büffel. Jener andere, Streik eingetreten sind, weil sie ihren Arbeitgebern offen den Krieg dessen ungeheure Nase alles übrige in den Schatten stellt, erklärt haben. Ich weiß es nicht, ob sie dieses Mal Sieger sei das nicht ein wahrer Wasserrabe? Und so wollten sie oder Besiegte sein werden; aber das eine weiß ich, daß sie noch einen Reiher, dem die Federn ausgerupft waren, einen für uns alle kämpfen, daß sie uns an unsere Pflicht eine reiche Sammlung von Papageien zu rechnen, die durch bei allen denen, die nicht Feiglinge find, eine eine Reihe älterer Frauen mit mißvergnügten Gesichtern heilsame Erregung hervorrufen werden. Und dann, und hatenförmig vorspringenden Unterkiefern vorgestellt wenn dieser Streit zu Ende ist, werden wir einen neuen wurden. beginnen, und dann noch einen und immer noch einen und Die Bekehrung André Savenay's. Uhu mit seinen runden Glogaugen erkannt haben, ohne als Kämpfer für die Revolution erinnern, daß sie Sozialistischer Roman von Georges Renard. Autorisirte Uebersetzung von Marie Runert. Rauschender Beifall ertönte, während André sich sagte, Krieg bis aufs Meffer, um Frieden zu haben; ein reizendes Mittel dazu! Uebrigens dasselbe Mittel, das auch die Herrscher zu demselben Zwecke anwenden. Es scheint also, daß man oben wie unten dieselbe Logik hat. Der matt erleuchtete Saal war bereits dicht gefüllt. Mit halblauter Stimme theilte er seine Entdeckungen so fort! Der Streit ist todt: es lebe der Streit! Das Auf einer roth ausgeschlagenen Estrade stand ein Mann Guntram mit, der sie sehr geistreich fand und sich verpflichtet foll unser Kampfruf sein, so lange wir unsere Unterdrücker, mit langem, schwarzem Bart, der mit erhobener Stimme fühlte, darüber zu lachen. Schon war zwei oder dreimal die Unternehmer, nicht überwunden, so lange wir den zu der Menge sprach. Aller Blicke hingen an seinem ungeduldig zu ihnen herübergezischt worden, während André sozialen Frieden noch nicht erreicht haben." Munde, alle lauschten aufmerksam seinen Worten. Niemand zwischen beiden ruhig dasaß und zuhörte. Der Redner sprach von dem Kampf der Klassen, der hatte den Eintritt der brei Freunde bemerkt, die sich geräuschloß auf den Stühlen in der Nähe des Eingangs gegenwärtig überall in der Welt entbrannt sei. Er zeigte niederließen. Ihr erstes Gefühl war das des Staunens: der Versammlung, daß Arbeiter und Bourgeois, Arme und diese begeisterte, lautlose Menge, die jedes Wort begierig Reiche, magere und fette Leute in zwei unversöhnliche, feindin sich aufnahm, fesselte sie, ja, sie imponirte ihnen beinahe. liche Heerlager geschieden seien, und zum Schlusse rief er Sie erinnerten sich dunkel der Bredigten, die sie früher in dem leidenschaftlich erregt: Nein, Genossen, kein Bündniß mit jenen, kein Frieden, geheimnißvollen Zwielicht einer großen Kathedrale mit ans gehört hatten. Aber sie erinnerten fich nicht, jemals dort kein Waffenstillstand im Kampfe mit denen, die uns bis so gespannte Aufmerksamkeit bemerkt zu haben. aufs Blut ausbeuten und uns am liebsten verhungern Stürmische Bravos und lebhafte Zwischenrufe, die nach ließen! Zwischen uns und ihnen bilden all' das eben im Begriff war, zu gähnen, schnitt eine seiner häßgewissen Sägen aus der Menge ertönten, bewiesen ihnen Geld und Gut, das sie uns gestohlen haben, einen höheren außerdem, daß sie sich hier in einem ihnen völlig neuen Wall als den, der unsere Stadt umgiebt. Zwischen uns Kreise von Menschen befanden. Allmälig erst erholten sie und ihnen hat das Blut, das sie vergossen haben, einen fich von ihrem Staunen. Neugierig blickten sie um sich und Graben gebildet, der tiefer und breiter ist, als ein suchten nach Gegenständen, an denen sie ihren Spott aus: Strom. laffen konnten. Alfred behauptete, daß die Bestien aus dem Phrasenheld!" murmelte André zwischen den Zähnen. Boologischen Garten ausgebrochen sein und sich hier in der Der Redner fuhr fort: Versammlung ein Rendezvous gegeben haben müßten. Der " Krieg, Krieg, beständiger Krieg, das ist's, was noth thut, " Wie amüsirst Du Dich?" rief Alfred plöglich.„ Ist das nicht ein Spaß zum Todtlachen?" Ein zorniges, von zottigen, grauen Haaren umrahmtes Gesicht wandte sich nach dem Störenfried um und warf ihm einen eifiigen, verachtungsvollen Blick zu. Alfred, der Lichsten Grimassen und bog sich über André's Stuhl hinüber, um Guntram ins Ohr zu flüstern, daß er in seiner Nach barin mit positiver Sicherheit eine alte Hyäne aus dem zoologischen Garten erkannt habe. Doch tröstete er sich sogleich, indem er sich in die Betrachtung eines reizend ges formten, weißen Nackens vor ihm versenkte, der den köst. lichsten Gegensatz zu dem rungligen Halse der„ Hyäne" bildete. Als Kenner schloß er aus dem eng anliegenden, Hohn. Und dann wundert man sich, wenn das Gros der Handlungsgehilfen, das sich aus diesen Lehrlingen rekrutirt, Politische teberlicht. mörderischen Höchſttarifkriege. wie ja leider gesagt werden muß, für keine soziale oder politische Bewegung Intereffe zeigt, nach den schauderhaften Mühseligkeiten der Lehrlingszeit nur kindische Vergnügungen als Erholung fennt, eine Anzahl strebsamer Leute natürlich ausgenommen, die sich ihren Idealismus sogar durch solche Misère gerettet haben. So züchtet die heutige Gesellschaft selbst ihre Barbaren. Vorläufig scheint ihr die Vers dummung dieser bedauernswerthen Wesen noch nüßlich zu sein; aber lange wird dieser Zustand nicht währen, dafür sorgt schon unsere Bewegung, die jeden an seine Menschenwürde erinnert. Freilich wird es selbst den Gehilfen der Verkaufsgeschäfte schwer genug gemacht. Auch mörderischen Höchsttarifkriege. Wahrlich, the Sparen schrecken. Kein Krieg, sondern friedliche Uebereinkunft, tein Berlin, den 28. Juni. Differentialzoll, sondern der Zollsat des deutsch- österreichis Unsere Genossen im Auslande. Aus Ploeskischen Handelsvertrages, dies ist das Mindeste, was das Volk fordert. Gelöst aber wird die Frage erst, wir wiederholen ( Rumänien) wird uns unterm 28. Juni telegraphirt: es wenn endgiltig mit der Schutzöllnerei gebrochen lands. Es lebe die internationale Sozialdemokratie! Der Sekretär für das Ausland: Alexander Radoviav.Stichwahl- Ergebniffe liegen bis jetzt 177 vor. Sozialdemokraten Ronservative Deutsche Reichspartei Nationalliberale Freifinnige Vereinigung Freisinnige Volkspartei Süddeutsche Volkspartei Ultramontane 20 13 36 81474772225 Begeistert von Eurem glänzenden Sieg schickt der General wird. rath der Sozialdemokratie Rumäniens seine brüderlichen Glückwünsche den tapferen und unermüdlichen Kämpfern Deutsch- treidepreise vor Jahr und Tag reißend schnell empor Ausfuhrverbot für Futtermittel? Als die Ges geschnellt waren, als Weizen wohlfeiler war, wie das Volks forn, der Roggen, da suspendirte die Regierung nicht die Zölle, fie bescheerte uns in Preußen mit dem Staffeltarif, Es der den oftelbischen Junkern den Wettbewerb gegen den für sie dauert nach den vermuthlich noch viel zu sind in ihnen gewählt: westdeutschen Getreidehandel, die westdeutsche Getreides und günstigen Feststellungen der amtlichen Erhebung die Mehlerzeugung erheblich erleichterte. Heute, da die Futterregelmäßige Ladenzeit in 28 pCt. der Geschäfte noth unser Kleinbauernthum ernstlich bedroht, soll dem 15, 16 und mehr Stunden, 12 Stunden und weniger nur Reichstage, wie die Kreuz- Zeitung" meldet, eine Vorlage in 14,9 pŒt. Am schlimmsten find naturgemäß diejenigen zugehen, die das Ausfuhrverbot von FutterRommis daran, die Kost und Wohnung im Hause des mitteln aus Deutschland fordere. Allem Anscheine nach Prinzipals haben fie stellen so eine Art moderner sei in den Nachbarländern, namentlich im Westen, die Hausstlaven dar, welche die Erinnerung an das Mittelalter Futternoth infolge Wassermangels eine noch größere als erhalten helfen, wo der Handlungsdiener" auch äußerlich in Deutschland, und man suche dort nach Mitteln, um die Livree seines Herren" trug. Außerdem zeichnet der Noth abzuhelfen. Das Nächstliegende würde wohl fich der Kolonial- und Materialwaarenhandel durch eine sein, daß Ankäufe bei uns gemacht würden. Dem solle besonders lange Ladenzeit aus. In dieser Branche haben rechtzeitig durch ein Ausfuhrverbot entgegengetreten werden. Da auch 69 pet. der Angestellten teine regelrechte Mittagshaben wir wieder die klägliche Halbheit der sozialen Politik pause; im allgemeinen entbehren nicht weniger als 45 aller Drei Stichwahlen stehen noch aus. von oben, die nur durchgreift, wenn und wo der UnterGehilfen diese Selbstverständlichkeit! So weit hat man Die Norddeutsche Allgemeine Zeitung" berechnet, nehmerschutz ins Spiel fommt, mögen es nun landwirthdie Verhältnisse herunter kommen lassen und den Leuten daß 205 für, 191 gegen den Antrag Huene gewählt schaftliche oder großgewerbliche Unternehmen sein. Das Weit Ausfuhrverbot ist eine unzulängliche Maßregel. fortwährend gepredigt, daß niemand zufriedener sein müßte sind. als fie. Wohl nur als schlechter Scherz ist es zu bewichtiger, ja ausschlaggebender ist es, daß die 8ölle auf Die Mehrheit der Wahlstimmen, welche am 15. Juni Futtermittel mindestens suspendirt werden und trachten, wenn im Text zu diesen blamablen Feststellungen gegen die Militärvorlage abgegeben worden ist, zwar ohne Zögern. Eile thut Noth, jeder Aufschub trägt von einigen Prinzipalen gesagt wird, die Ladenzeit und Arbeitszeit der Gehilfen sei blos Arbeitsbereitschaft", beträgt, wie man der Freisinnigen Beitung" bei zum Niedergang derfelben Kleinbauern, für die angeb ihre wirkliche Arbeitsleistung reduzire fich auf die Beit von zuverlässig mittheilt, weit mehr als 200 000 Stimlich der Bruder Junker so viel zu thun bereit ist. Wir 8 bis 2 Stunden täglich; auch könnten sie oft Luft sichtlich mit der Beröffentlichung der Zusammenstellung die Suspension genügt nicht, die Futterzölle so gut wie die Das Reichsamt des Innern soll a b müssen zollfreie Futtermittel in Maffen einführen. Aber schöpfen", in ruhigen Ladenstunden Fortbildungsstudien der Statistik zögern, um nicht dies für die Militärvorlage Lebensmittelzölle müssen beseitigt werden. treiben u. s. 1. Diese Stellen des amtlichen Schriftstückes ungünstige Ergebnis hervortreten zu lassen. müffen recht oft in öffentlicher Versammlung vorgelesen me 11. . . Welfen Polen Antisemiten Wild Elfäffer 13 3 1 Heute mag der Bauer lernen, was es heißt, durch eine junkerfreundliche Schußzollpolitik sich künstlich die Zufuhr abzuschneiden, nur um den Großgrundbesitzern recht hohe Preise zu sichern. Fort mit den Zöllen! Dem Bundesrath ist, wie heute Abend gemeldet Nur immer langfam voran. Ein parlamentarischer Berichterstatter schreibt mit Vorbehalt: " „ Es verlautet, daß die augenblickliche Landtagstagung zwar schnell die schleunigsten Arbeiten erledigen, aber mit Unterbrechung bis zum Herbst hinausgefchoben werden soll. Die Staatsregierung hat zwar für jeht von Nothstandsvorlagen abgesehen, will jedoch die Zwischenzeit zur Anstellung von Ermittelungen in der Noth standsfrage verwenden. Die etwaigen nothwendig werdenden Nothstandsvorlagen würden alsdann im Herbste dem Landtage zugehen. Die Landtags Neuwahlen würden erst im Dezember stattfinden." werden; die betheiligten Gehilfen werden die Antwort Der Kuhhandel hat schon wieder begonnen. Raum darauf nicht schuldig bleiben. Außerdem haben die Herren, ließ das Ergebniß der Stichwahlen sich einigermaßen absehen, die so etwas niederschrieben, übersehen, wie sehr sie gegen so fing auch das Schachern um die Militärvorlage wieder an. sich selbst zeugen: je weniger in der langen Ladenzeit unter der Reichstags- Majorität, welche die Reaktionsparteien wird, in der That der Entwurf einer Verordnung zuwirklich gearbeitet" wird, und mancher Prinzipal soll da für die Militärvorlage zusammengerechnet haben, befinden gegangen, betreffend das Verbot der Ausfuhr von ganz Beträchtliches im Wenig Arbeiten leisten, desto sich auch verschiedene, die nicht ganz sichere Kantonisten sind, Streus und Futtermitteln. Die Vorlage steht blöder sind doch alle Redensarten von der Noth- z. B. die Herren der Freisinnigen Vereinigung und ver- bereits auf der morgigen Tagesordnung der Plenarsizung wendigkeit dieser Ladenzeit und desto rascher kann cine fchiedene Wilde". Diese gilt es nun zu gewinnen und des Bundesraths. Unsere Auffassung zu dieser Frage haben wesentliche Verkürzung derselben eintreten. Die weiblichen da ist denn der Ruhhandel wieder im flottsten Gange. Gehilfen in Verkaufsgeschäften, die zur Hälfte auf Bewir zur Genüge dargelegt. tleidungsgeschäfte fallen, hätten nach der amtlichen Erhebung Zum Zollkrieg mit Rußland feuert das Organ ber wesentlich nur" 12, 13 und 14 stündige Arbeitszeit( immer Brotvertheurer, die Kreuz- Beitung" unsere Reeinschl. Bausen), ebenso die Lehrmädchen; uns will dieses gierung an. Gegenmaßregeln sollen getroffen werden, statt statistische Ergebniß" etwas wunderbar vorkommen. Hier der Vereinbarung soll der Krieg entbrennen. Die Beche hat aller Wahrscheinlichkeit nach immer der Prinzipal die zahlen ja nicht die Edelsten und Besten", die bei der Antwort für das Mädchen gegeben. Wenigstens ist bezüg- Preissteigerung der Lebensmittel glänzende Geschäfte machten, lich der Kündigungsfristen festgestellt, daß die Mädchen noch sondern die ausgepowerten breiten Schichten des Volkes. weit ungünstiger als der männliche Verkäufer stehen: zu Fm Falle der Noth sollen, so gütig ist die Kreuz- Zeitung", 46 pCt. auf fürzere als Vierteljahrs- Kündigung, während die Getreidezölle zeitweise aufgehoben werden, vorübergehend. angeblich nur 26 pCt. der männlichen Kommis eine kürzere Wie hoch müssen die Getreidepreise sein, damit die Kreuzals die handelsgesetzliche Quartalskündigung haben. Beitung" die" Noth" feststelle! Wohl dann, wenn die Er 14 tägige, einwöchige und eintägige Entlassungsfristen find bitterung der ausgehungerten Masse die Herren zittern Regierung vorwärts. Der Nothstand ist afut, fie ermittelt. Jm Marschtempo der Krähwinkler Landwehr geht die ja auch verzeichnet, und fie stellen das Elend macht. Durch die Suspension der Zölle ermögliche man st der Viehstand der Bauernschaft derweilen dezimirt, des kaufmännischen Verkaufspersonals erst in das es, sagt das Junkerblatt, die Ernährung des Voltes zu haben wir die Mißernte, fehlt es an Dünger, es wird rechte Licht. Aber sie würden wahrscheinlich noch weit sichern und Hungerpreise zu vermeiden. So giebt weiter ermittelt. Eine Politik des Bauderns in diesem häufiger festgestellt worden sein, wenn man nicht selbst das Organ der Hochschutzöllner zu, daß unter der Augenblick pautt dem Landmann die Einsicht in mit der Enquete so auf die Dörfer" gegangen wäre. Herrschaft des Tarifs Hungerpreise sich bilden können, die Bauernfreundlichkeit der Herrschenden, Dort muß der Prinzipal dem Kommis für die Haussklaverei wie es schon früher in einer schwachen Stunde er verblendet seinen Stimmzettel abgiebt, mit aller wenigstens eine etwas größere Sicherheit gegen Stellen- eingestanden hat, daß die Zölle die Preise steigern, Gründlichkeit em. Wie anders gehen kleinere BundesLosigkeit bieten. und daß die Verbraucher, nicht die ausländischen Liefe- staaten vor! Der hessische Landtag ist zu einer außerranten den Zoll zahlen. Aber die Kreuz- Zeitung" müßte ordentlichen Tagung einberufen worden, um über eine Vornicht die Vertreterin des profitsüchtigen Großgrundbefizes I age zu berathen, die zur Milderung der Futternoth sein, wenn sie nicht erklärte: 3 Millionen Mark beansprucht und hat diese Vorlage an= genommen. ,, Vor jeder Uebereilung muß man sich dabei wohl hüten. Die heimische Landwirthschaft darf nicht vorschnell benachtheiligt werden; solange die Preise erträglich bleiben, muß sie den Nutzen davon haben, das Ausland nicht. Das läßt sich aber nur durch Maßnahmen zeitweiliger Art regu liren", durch bleibende Bestimmungen nicht." für die Zur Nothstandsfrage ist endlich von dem bekannten freitonservativen Landwirthe Schulz- Lupit, der in Unterstützung von 29 Fraktionsgenossen nachstehende InterFragen des Landwirthschaftsbetriebes eine Autorität ist, mit pellation eingebracht worden: Die hunderterlei sonstigen Daten, die sich über das Elend der Handlungsgehilfen und Lehrlinge in Verkaufsgeschäften aus dem amtlichen Schriftstück entnehmen laffen, müssen in der Bervegung der Handlungsgehilfen noch ausführlicher, als es hier geschehen tann, aufgezählt und weidlich zur Erhellung der Köpfe benutzt werden. Ist es doch so bezeichnend wie nur möglich, daß die mangelhafte amtliche Unifrage im Handelsgewerbe laut Geständniß des Statistischen Amtes größere Schwierigkeiten gefunden hat, als z. B. diejenige bei den Bäckern. Eine Reihe von Ge Die heimische Landwirthschaft, d. h. der verschwindend schäften hat sich positiv geweigert, Auskunft zu geben, den kleine Bruchtheil der Großgrundbesitzer, die auf Kosten der Gehilfen sind die Antworten vielfach vom Prinzipal ver- Kleinbauern und der Gesammtheit sich bereichern, soll erfaßt worden u. f. w. So sehr sind die Prinzipale schon trägliche" Preise haben, das ist das Wichtigste. Nur eine gewohnt, ihr Personal en canaille zu behandeln. Mögen Maßnahme" aber regulirt" diese Dinge, das ist der sich die männlichen und weiblichen Gehilfen rühren, um Sturz der Lebensmittelzölle. Ein Bollfrieg solcher Schande ein Ende zu machen. Zunächst sollten sie wirkt stets verheerend. Man möge sich daran erinnern, wie Den Deutsch freisinn scheint seine ReichstagsEingaben über Gingaben an die Reichskommission richten; Rumänien und Desterreich, Italien und Frankreich bei sol- wahl- Niederlage so erschüttert zu haben, daßer im Landtage wir wollen eine wirkliche Gehilfenenquete, dann werden chen Auseinandersetzungen gelitten haben. Seit Anfang seine vielgerühmte Bauern, freundlichkeit" noch nicht zu noch ganz andere Dinge an das Tageslicht kommen! 1893 zerfleischen sich die Schweiz und Frankreich in einem einem Antrage oder einer Anregung aufgeftachelt hat. Welche Mittel gedenkt die königl. Staatsregierung zu er greifen, um den infolge der anhaltenden Dürre bereits eingetretenen, für den Winter aber noch vermehrt drohenden Nothstand in betreff Viehfutter und Streumaterial namentlich der ländlichen Kleinbesizer auf geringeren Böden nach Möglichkeit zu mildern?" einfachen Kleide auf eine zierliche Gestalt, und als er sich Alles erhob sich, jeder wollte den Urheber des Kragen zu packen und zur Estrade zu zerren, als André weiter vorbeugte, erblickte er auch ein regelmäßig und an- Skandals sehen. Alfred machte sich in seinem Stuhl so plöblich rief: Aufgepaßt, Guntram!" Indem er mit muthig geformtes Profil, dessen größte Schönheit in dem klein wie möglich, leider zu spät! Seine Feindin wies einer heftigen Bewegung die ihn Umringenden zurückstieß, nachtschwarzen Auge lag. unerbittlich mit der ausgestreckten dürren Hand nach ihm. ergriff er einen Stuhl und schwang ihn plöglich mit einer Unterdeffen fuhr der Redner in seinem Vortrage fort. Das Monocle, das der arme Junge ins Auge geklemmt solchen Gewalt um sich her, daß zwei Arbeiter zu Boden Seine Rede und seine Gesten wurden ruhiger. Er sprach hatte, war auch nicht gerade das kleinste von seinen Ver- stürzten und die übrigen schleunig nach rückwärts drängten. von dem endlichen Siege des Volkes, von der nicht mehr brechen. Seht doch diesen Laffen mit dem Biereck im In einem Augenblick war der Platz um ihn herum frei. fernen glücklichen Beit, in der die Gerechtigkeit auf Erden Auge, und der kommt hierher und macht sich über uns Die Thür war nur zwei Schritte entfernt, der Weg frei, herrschen, der Beit, in der aller Neid und aller Haß durch luftig!" Und ein wahrer Strom von entrüsteten Worten so daß Guntram und Alfred, einer den andern nach den reinen, belebenden Hauch der Brüderlichkeit hinweg- und drohenden Geberden ergoß sich über ihn. André und ziehend, in einem Moment draußen waren. ihnen jedoch jedoch nicht so schnell folgen können. geweht sein würden. Er hat also den Schlüffel zum Guntram versuchten zu vermitteln. Ihr Vorgehen erregte batte war schlimm für ihn. Er sollte nun Paradies wiedergefunden, dieser theure Bruder Kain," die Menge noch mehr. Indeffen schwang der Vorsitzende Das murmelte André. Dann erinnerte der Redner die durch auf der Estrade, wo man die Ursache des Tumults für die beiden anderen büßen. Die beiden Männer waren das Bild jener schönen, strahlenden Zukunft bewegte und nicht kannte, verzweifelt die Glocke. Da rief eine Stimme: inzwischen wieder auf die Füße gesprungen und fielen jetzt Ein schrecklicher Stoß, und er war verloren, von André tief ergriffene Menge wieder an die Streifenden," Hier ist ein Bourgeois, der gegen die Unterstützung mit den Fäusten über André her die ohne Brot, ohne einen Unterschlupf, ohne wärmendes an die Streifenden protestirt und uns Possenreißer nennt!" seinen Freunden abgeschnitten und an die Wand gedrückt. Feuer darben müßten; er erklärte, daß die Versamm- Die ganze Versammlung hatte sich empört erhoben." Ich schlage dem ersten, der mich anrührt, den Schädel Lung es sich selbst und der großen Sache schuldig wäre, Einer rief: " ein," rief er und hielt seinen Stuhl in so drohender Haltung bereit, daß alle sahen, er war der Mann, es auch auszuführen. Es trat ein Augenblick des Zögerns und beinahe der gänzlichen Stille ein. Da vernahm man eine helle, vor Erregung zitternde Stimme, offenbar die einer Frau: Das ist feige, was Ihr da thut. Zehn gegen einen! hr solltet Euch schämen!" den Streifenden ihr Einverständniß und ihre Sympathie Er soll auf die Tribüne kommen und von dort sagen, auszudrücken und ihnen durch eine Sammlung, die statt was er will."- Und die Versammlung wiederholte im Chor: finden sollte, eine Unterstützung zukommen zu lassen. ,, Auf die Tribüne! Auf die Tribüne!" Der arme Alfred, Nichts als Phrasen und 25 Franks und 25 Centimes, er hätte einen bejammeruswerthen Aublick schon bei dem selbstverständlich auch einige Knöpfe darunter, und das soll bloßen Versuch, auf die Tribüne zu steigen, geboten! In ihuen auf die Beine helfen?! Albernes Possenspiel!" seinem Stuhl zusammengefauert, mehr todt als lebendig, Es war die quäkende Stimme Alfred's, welcher diese ganz betäubt, von allen Seiten gepufft, gestoßen, gezerrt, Worte, die nur für seine beiden Kameraden bestimmt stammelte er nur mit verlöschender Stimme: André bemerkte zugleich etwa drei Schritte von ihm waren, nicht ebeu leise hervorstieß. Aber seine Bemerkung Aber ich habe ja garnichts zu sagen, meine Herren, dicht neben der Frau mit den wirren grauen Haaren war auch noch von anderen gehört worden. Die„ Hyäne" wirklich nichts. Ich habe nur ein wenig geultt. Lassen zwei große schwarze Augen, die aus einem feinen, bleichen hatte sich entrüstet umgewandt: Sie mich doch los! Ich nehme ja alles zurück, was Sie Gesicht leuchteten. Die helle, zarte Stimme schien wirklich Eindruck auf die Angreifer gemacht zu haben, denn mehrere Vergebliche Mühe! Man machte schon Miene, ihn am! von ihnen zogen sich zurück. ( Forts. folgt.) Das ist eine Unverschämtheit", rief sie, hier die Ver- wollen." theidiger des Volfes in solcher Weise zu beschinifen!" Militärstaatliches. Die Rohheit deZ Lieutenants von Bosse in B r a u n s ch w e i q hat bis zum heutigen Tage keine Sühne gefunden. Die Reitpeitschen- Geschichte des jungen.Edelsten", dem.sein Pferd zu lieb ist", war de- ranntlich in der Braunschweiger Stadtverordneten. Ber- sammlung erörtert worden. Die Versammlung hatte ein- sstimmig beschlossen, daß der Magistrat der Militärbehörde in Erinnerung zu bringen habe, daß der betreffende Theil deS Kleinen Exerzierplatzes überhaupt vom Militär nicht betreten oder benutzt werden dürfe. Die Antwort aus die Verhandlung über den betreffenden Antrag deS Stadtverordneten Lord ist nicht lange ausgeblieben. Wie sie ausgefallen, zeigt folgende Mittheilung des.Braunschweiger Tageblatts": .Die Erwartung. daß militärischerseits nach dem neulich passirlen bedauerlichen Vorfalle auf dem Kleinen Exerzierplätze und namentlich nach dem Beschlüsse der letzten Stadtverord- neten- Versammlung, betreffend die schärfere Respektirung des Abkommens über jenen Platz, nunmehr die Wiederkehr von unerquicklichen Vorgängen wenigstens auf diesem Gebiete— das leidige Schießen auf dem Infanterie- Kasernenplatze dauert ja bekanntlich noch fort— ausgeschloffen sein würde, hat sich nicht erjüllt. Obgleich vertragsmäßig der westliche Theil des Platzes vom Militär überhaupt nicht und obgleich an geivissen Tagen, wie am Sedanfeste, Johannismarkt u. f. w. der ganze Platz vom Militär nicht benutzt werde» darf, sah man wäh- rend des gestrigen Johannismarktes Vormittags halb II Uhr zu allgemeinster Ueberraschung zwei Kusaren-Offiziere, gefolgt von einem Unteroffizier und einem Osfizierburschen in scharfem Trabe von der Ecke der Reben- und Geysostraße her quer über den von vielen Menschen, darunter auch Kinder, belebten Platz reiten. Die dort Dienst lhuenden Polizeibeamten schienen nicht in der Lage zu sein, gegen dieses Verfahren, das man im Publikum allgemein als provozirend auffaßte und das leicht wieder ein Unglück herbeiführen konnte, einschreiten zu können." Daß das liberale„Tageblatt" nicht das Selbstverständ- liche einsieht, daß nämlich die städtische Polizei die ver- dämmte Pflicht und Schuldigkeit hat, solchen Uebergriffen mit aller Energie— die Herren sind ja so„energisch" gegen die organisirte Arbeiterschaft— zurückzuweisen, das ist echt liberal. Wird nicht Wandel geschaffen, so greift das Recht der Nothwehr Platz, der Bürger muß sich selbst gegen den Uebermuth und die Rohheit solcher Offiziere schützen, die durch ihr herausforderndes Verhalten die handfesteste Gegenwehr provoziren. Gewisse Herren im bunten Rock scheint der Hafer gerade so zu stechen, wie ihre Väter vor 1348.— Unterstützung der Invaliden an» den Kriegen vor 187«. Dem Bundesrath ist der Antrag seiner Ausschüsse für Rechnungswesen, für Landheer w. nnd Seeivesen über den Gesetz- entwurf detreffend die Gewährung von Unterstützungen an Invalide aus den Kriegen vor 1870 und an deren Hinterbliebene behufs Gleichstellung mit denen des Krieges von 1870/71 zugegangen. Dieser Gesetzentwurf, der sich mit den Be- stimmungen der Jnvalidengesetze von 1871 und 1873 deckt, ivill die Härten beseitigen, die entstehen durch Anwendung der älteren Pennonsgesetze auf die durch die Kriege vor 1870 invalide ge- wordenen Personen des Soldatenstandcs und Beamten deS Heeres und der Marine sowie aus deren Hinterbliebene, sowie aus die� Hinterbliebenen der in diesen Kriegen Ge- sallenen gegenüber den gleichen Kategorien von Jnter- essenten, die nach dem Pcnsionsgesetze vom 27. Juni 1371 bezw. dem Reichsbeamten-Gesetze vom»I. März 1373 und den später zu diesen Gesetzen ergangenen Novellen behandelt werden. Diese Härten konnten durch Aufnahme entsprechender Be- stimmnngen in die Novelle vom 22. Mai 1393 zu dem gedachten Peusionsgesetze nicht ausgeglichen werden. Ein neues Gesetz war nothwendig. Der Entwurf beabsichtigt nun den als nothwendig anerkannten Ausgleich bei Zugrundelegung der heutigen gesetz- lichen Vorschriften im Unterstützungswege unter Ausschließung des Rechtsweges herbeizuführen und hierfür die entsprechende Handhabe, sowie die erforderlichen Mittel zu bieten. Die Be- stimmungen des Gesetzes sollen übrigens auch auf die früheren Angehörigen der schlesivig-holsteiuischen Armee und deren Hinter- blievene Anwendung finden. Eine Nachzahlung für die vor dem Eintritt der verbindlichen Kraft des Gesetzes liegende Zeit ist ausgeschlossen. Tie Bewilligungen nach Maß- gäbe des Gesetzes sind aus dem Reichs- Invaliden- fonds, und zwar für das laufende Rechnungsjahr, bis zum Höchstbetrage von 1 230 000 M. flüssig zu machen. Dem Königreich Bayern wird zur Behandlung der gleichartigen Ausgaben eine Summe überwiesen, welche sich im Verhältniß des bayerischen Militärkonlingents zu der Höhe des thaisäch- lichen Aufwandes für die übrigen Angehörigen des Reichsheexes bemißt.— Das Herrenhaus hat in seiner Sitzung vom 27. Juni den Gesetzentwurs betreffend die Aufhebung d i r e k t e'r Staats steuern unter Ablehnung des Antrages des Grafen Königsmarck aus Streichung der Bestimmung über Rückzahlung der Grundsteuerentschädigung unverändert nach den Beschlüssen des Abgeordnetenhauses angenommen. Wunderbar, höchst wunderbar! Der„Bund der Land- wirthe" muß nun den Herrenhäuslcrn, die so revolutionär sind, die Rückzahlung einer den Junkern gereichten Liebes- gäbe zu billigen, den Krieg erklären.— Da» Zentrum hat 10 Sitze verloren, Menftein(Ostpreußen) an den militärsrommen„Polen" Wolszlegier, lies Wollschläger, Danzig-Land, Mörs-Rees, Breslau-Land an die Konservativen, Essen und Lörrach an das Kartell, Forchheim an den Deulschfreisinn, Straubing-Pfarrkirchen, Kelheim an die zentrumsfeindlichen Vertreter des niederbayrischen Bauernbundes, und Reichenbach-Neurode an die Sozialdemokratie. Im Zentrum selbst sind Lender und Prinz von Arenberg aus den Antrag Huene eingeschworen und daranf hin gewählt. Er bröckelt doch, der Zentrumsthurm.— Mufi das sein? Auf Anordnung der Berliner Staatsanwaltschaft ist der im Verlage von Glöß erschienene antisemitische politische Bilderbogen Nr. 8 wegen Beleidi- gnng Caprivis in � Leipzig mit Beschlag belegt worden. Graf Caprivi hat bisher die lithographirten Strafanträge feines Vorgängers nicht für nothwendig gehalten. Und er that gut daran. Wer im öffentlichen Leben steht, muß sich auch die schärfste Kritik gefallen lassen; je bedeutsamer seine Stellung ist, um so unepipfindlichcr muß er sein. Und gar die politische Karikatur verfolgen, heißt der Preßfreiheit die Lebenslust nehmen. Je stärker eine Position, desto leichter erträgt sie die Satire, sei sie nun klobig oder fein, grob oder stachlig. Lithographirte oder geschriebene Straf- antrüge sind bisniärckisch.— Mit der Börsen» Enquete- Kommission ist die „Konservative Korrespondenz" sehr unzufrieden. Die Mit- glicder, die der Börse ernsthast an den Kragen gehen wollen, sind in der Minderheit, und die geheimlichen Re- gierungß-Kommissare gehen mit der Mehrheit oder führen sie sogar. Es geht der Regierung hier so wie auf allen wirthschastlichen und sozialpolitischen Gebieten. Die BismareFsche Politik, welche heute in demselben KurS fortgesetzt wird, hat mit den ausschweifensten Forderungen und Quertreibereien der Agrarier, Zöllner, Antisemiten, Zünftler, obwohl keine Regierung in der Lage ist, sie zu erfüllen, kokettirt; mochte sie nun auch noch so viel gewähren, be- friedigt hat sie keinen, wohl aber die Unzufriedenheit und Begehrlichkeit angestachelt. Die Minderheit der Börsen- Enquete-Kommission will nun in einer besonderen Denk- schrift ihre Stellung zu den meisten in der Kommission behandelten Fragen und das Verhalten der Majorität ihnen gegenüber besprechen.— „Germanifirung." Nach einer Meldung an» Posen kaufte die Ansiedelungslommission vier in der Provinz gelegene Hektar, für zektar, ür ür ür Rittergüter: 1. Latalice(Kreis Schroda), 350 216 000 M.; 2. Liedleczko(Kreis Wongrowitz), 503 356 000 M.; 3. Stanislawowo(Kreis Wreschen), 250 Hektar, 217 000 M.; 4. Arkuszewo(Kreis Gnesen), 463 Hektar, 391 100 M. Die Polen gewinnt man durch eine kulturfreund» liche Politik, die der Masse eine Heimath schafft. Das Ansetzen kleiner und größerer deutscher Bauern im polnischen Sprachgebiet hilft nichts.— Die Verkommenheit der Bourgeoisie. National- liberale Blätter beschäftigen sich mit der Tagesordnung des Züricher Kongresses und bemerken zu den im Auszug mitgethcilten Anträgen: Wir müssen uns damit begnügen, aus der großen Zahl der Anträge diese kleine Blürhenlese zu geben; wir denken, der Leser wird nicht nach mehr verlangen. Aber wie sehr der Appetit seil drei Jahren gewachsen ist, mag man aus der neuesten Tagesordnung ersehen, um zu erkennen, daß Jeder- mann, dem die Erhaltung von Kultur und Zivilisation am Herzen liegt, auch gerüstet sein muß, bei Zeiten der andringenden Gefahr der Barbarei und Tyrannei entgegenzutreten. Jedermann muß dies als seine heilige Pflicht ansehen und darf ferner nicht den schweren Kamps allein den Regierungen über- lassen. Und was bezwecken die Anträge, die den Grimm des nationalliberalen Gelichters erwecken? Die B e- kämpfung des Militarismus. Die Herbei- führung des internationalen Friedens! Also eine Knlturaufgabe, die seit Jahrhunderte» allen edlen Menschen und weitsichtigen Denkern als Ideal vorgeschwebt hat, und auch das Ideal des Bürgerthums war, so lange es noch Ideale hatte. Jetzt, da das Bürgerthum im rohesten Materialismus versunken und in die wüsteste Barbarei zurückgefallen ist, hat es die Stirn, seine Barbarei Kultur zu nennen, und die Forde- rungcn der Kultur als Barbarei zu bezeichnen. Die Anträge zum Züricher Kongreß mögen zum Theil etwas überschwäng- lich sein, daß sie aber von den edelsten Beweggründen ein- gegeben, von der tiefsten Humanität durchdrungen sind, das muß auch dem verhärtetsten Gegner unserer Partei ein- leuchten, und wir sagen nicht zu viel, wenn wir sagen: die Bourgeoisblätter, die diese schmachvolle Notiz veröffentlichen, haben sich, ihrer Partei und ihrer Klasse das Brandmal der Schande ausgedrückt.— Aus Freiberg i. S. wird wurden heute von der erkehrs mit Sozial- Freiheit, die ich meine uns tclegraphirt! Vier Bergakademiker Akademie verwiesen wegen i demokraten. Wenn diese Bergakademiker kartellbrüderliche Schlepper gewesen wären, hätte man sie nicht rclegirt.— Für den stieberhaftcn Mordspatriotismus unserer durch- .schnittlichen akademischen Jugend spricht die nachstehende, von der„Staatsbürger-Zeitung" mitgetheilte Nachricht: „Unter den Bergakademikern hatte es recht böses Blut erregt, daß einzelne, zum theil semitische Studirende sich in den Waylkamps gemischt und auffällig mit den Sozialdemokraten fraternisirt und agitirt hatten. Da einer Vorstellung beim Reklor, diesen Elementen vorläufig den Besuch der Vor- lesungen nicht mehr zu gestatten, keine Folge gegeben wurde, so beschloß am Dienstag Nachmittag eine Versammlung von Bergakademikern, so lange von den Vorlesungen fern zu bleiben, als es den an der sozialistischen Agitation bethei- ligten Akademikern gestattet sei, an de» Verhandlungen theil- zunehmen." Sogar die„Staatsbürger-Zeitung" bemerkt dazu:„Mit dieser eigenthümlicheu Forderung dürften die Akademiker kaum durchdringen." Das Antisemitenblatt hat die Empfänglichkeit deutscher Hochschulenverwaltungen für solche Kundgebungen unterschätzt. Unsere Drahtmeldung zeigt, was ein christlich-teutsches Studententhum fertig bekommt.— Die Deichs- Kommt sston für Arveiterstatistik tritt am 29. bezw. 30. d. M. hier in Berlin überraschend schnell und unter Umstände» zusammen, die recht bezeichnend für die Stellung sind, die man ihr zu geben für gut befunden hat. Wir meinen damit nicht das Kuriosum, daß diese Tagung gerade vor der Thoröffnnng des neuen Reichstags, aber mit den vom alten Reichstag ernannten Milgtiedern statlfinden soll. Was man da- init bezweckt, ist nicht recht klar, aber bei der einmal beliebten Zusanimeilseyung der Kommission, in der doch Rcgicrungsbeamte die Mehrheil haben, auch ziemlich gleichgiltig. Es sind andere Dinge, die wir kurz vor dem Zusammentritt moniren möchten. Die letzte von der Reich-kommission zusammen mit der Reichsreaierung und dem Kaiserlichen Statistischen Amt geleistete Arbeit ist die Erhebung über die Arbeitsverhältnisse im Handels- gewert«, die wir in unserem heutigen Leitartikel beiprechen. Diese Erhebung und ihre für die deutschen Ladeninhaber bla- madlen Ergebnisse berühren die Interessen der weitesten Kreise im Deutschen Reich. Die Vertretungen der kaufmännischen Prinzipale, die Handelskammern, müßten sehr nachdrücklich auf die amtliche Veröffentlichung hingewiesen werden, die Handlungs- gehilfen in ihren Vereinigungen müßten sie eifrig besprechen, die politische Presse müßte das Publikum auf die unglaubliche Ausnutzung des Ladenpersonals hinweisen und es zur Mit- Wirkung bei dem Kamps gegen diese dcmoralistrenden Ver» Hältnisse aufrufen, wie dies z. B. in England unerschrocken und beharrlich von der bekannten Early Closing Society (Gesellschaft für frühen Geschästsschluß) geschieht. Nichts von alledem hat stattgefunden, nnd der Schlüssel zu diesem Mangel- hasten Interesse für die wichtige Sache? Vielleicht findet er sich in einer Thalsache, die in den letzten Wochen ganz aus Zufall bekannt geworden ist. Ein Verband Kaufmännischer Vereine hatte beim Reichskanzler um Ueberlassung einer Anzahl Enqueteberichte für seine Bezirksvereine gebeten— und die tilntwort war, wenn wir uns recht erinnern, daß der Reichskanzler nicht so viel Enqneteberichte übrig habe, er könne nur wenige abgeben! So steht es mit der Unterstützung der Arbeiterstatistik im Deutschen Reiche. Die Gleichgiltig- keit der Bourgeoisie für Arbeiter- und Gehilfen-Berhättnisse ist ja ohnedies bekannt. Wenn nun aber einmal aus- nahmSweise ein Fachverband kommt, und der in Rede stehende ist unseres Wissens ganz gemäßigter Richtung, und nicht der s-s-fi Sozialdemokratie ergeben, wie einzelne Gehilfenvereinigungen in Verlin, Hamburg, Leipzig und Dresden, die von unseren Genossen organisirt sind— wenn also ein solcher Fachverband kommt und für seine Vereine ein halbes hundert Enqueteberichte wünscht, damit also sein Interesse für die Sache beweist, so zuckt man die Achsel» und bedauert, die paar lumpigen Drucksachen nicht übrig zu haben. Auf diese Weife haben vermuthlich weder Handelskammern, noch Gehilfen- vereine kfisher genauere Kenntniß von den Erhebungen erlangt. Die Oeffentlichteit ist in der größten Unkenntniß von der Sache. Ter„Vorwärts" ist unseres Wissens mit einem süddeutschen Blatt, dem der Kommerzienrath Siegle, ein Mitglied der Reichskommisston, nahesteht, die einzige Tageszeitung gewesen, die Ausführlicheres mittheilte.(Ein eingehender Aufsatz findet sich im„Sozialpolitischen Zentralblatt".) Die„Nordd. Allg. Ztg." hat sich mit einem kurzen, elenden Auszug begnügt, der„Reichs- Anzeiger" hat aus einem anderen Blatt ein Bruchstückchen der Ergebnisse bezüglich der Lehrlingsverhältnisse abgedruckt und da- bei vergessen, das Wichtigste anzuführen— die lange Arbeitszeit der Lehrlinge. Im Buchhandel ist der Enquetebericht überhaupt nicht zu haben, während in England solche Veröffentlichungen von Staatswegen geflissentlich für einen Spottpreis verkauft werden. So wird die Arbeit der Reichskommission für Arbeiter st atistik und des Kaiserlichen Statistischen Amtes in sozialen Dingen von der Reichsregieruna geschätzt— sollten sich nicht endlich ein paar Mitglieder finden, die gegen dieses Verfahren protestiren und die breiteste, liberalste Oeffenllichkeit für die sozialstatistischen Veröffentlichungen verlangen und durchsetzen köstnen? Aber noch ein Zweites! Wohl deshalb, weil die Ergebnisse der letzten handelsgewerblichen Erhebungen auf jene Wesse bei- nahe geflissentlich im Dunkel gehalten worden sind, hat man es auch gar nicht für nöthig gehalten, den Termin für den bevor- stehenden Zusammentritt der Reichskommission für Arbeiter- statistik und für ihre Berathungen über weitere Feststellungen bezüglich der Misöre iin Handelsgewerbe amtlich bekannt zu geben. Er ist zufällig durch jenes schon genannte süddeutsche Blatt, also durch das Mitglied Siegle, und durch das Mitglied Molkenbuhr im„Hamburger Echo" bekannt ge- worden, sonst wüßte überhaupt kein Mensch, daß die Herren Arbeitsstatistiker wieder etwas zum Besten der nothleidenden Handlungsgehilfen thun wollen. Somit ist das Interesse für die Reichskommisston und ihre Ar- beiten auch nicht einmal durch diese äußerlichen Dinge amtlich zu erregen gesucht worden— über eine Zusammenkunft von preußischen Roßthier-Aerzten, die amtlich in Berlin eme in agrarischen Ställen ausaebrochene Pferdekrankheit berathen wollen, wird sicher im„Reichs-Anzeiger" und anderswo mehr Aufhebens gemacht. Die Folge davon ist, daß vermuthlich eine Kritik und Vorschläge zur Weiterführung der an und sur sich so verdienstlichen handelsgewerblichen Untersuchung seitens der Interessenten, vor Allem der betroffenen Handlungsgehtlfen, kaum vorliegen können, und mit dem schriftlichen Versahren, dem Aus- schluß jedes kontradiktorischen Verhörs und jedes tieferen Eindringens in die elenden sozialen Verhältnisse der Laden- gehilfen wahrscheinlich fortgefahren wird zum Schaden der ein- mal begonnenen Sache und deS betheiligten Ladenpersonals. „Es wird fortgewurstelt", sagt Gras Taaffe. Nun— uns soll es recht sein. Niemand kann mehr davon profitiren, als wir. Trotzdem hoffen wir, daß eZ unser Dele- girter in der Reichskommission für Arbeiterstatistik versucht, auf die Abstellung aller dieser offenbaren Mängel zu dringen. Wir sind gespannt darauf, welchen Erfolg er bei den Geheimrätben mit ihren„Wenn" und„Aber" hat. Es heißt ja, daß die gute Absicht in der Kommisston vorhanden ist, und Leute wie Fabrikinspektor Wörishoffer sollten als Mitglieder eigentlich da- für bürgen. Zur guten Slbsicht gehört aber auch noch das Wollen und Können, und endlich eine gewisse Energie; an der letzteren scheint es aber besonders bei der Mehrheit der Kommission zu fehlen. Vviefkafliett vvv Medaükton. Zwei W. Bebel, Dich und Metzger wurden 1390 in Hamburg gleich im ersten Wahlgange gewählt. Kolbe. Ein Bericht über ihre Versammlung ist bereits in der Dienstagnummer gebracht worden. P. I., Schleswig. Die eigentlichen Spitzbuben sind die- jenigen deutschen Finanziers, welche die Anleihen der süd- amerikanischen Staaten, um ihren Schnitt zu machen, auf den deutschen Markt warfen. (*. M., LudwigShafe». GeschäftsauSkünfte ertheilen wir nicht. Stärkung». Wenn wir ein Mittel zur Wiedererlangung des Kopshaares wüßten, würden einzelne unserer Redakteure selbst Gebrauch davon machen. In welchem Geschäft die genannte Pomade zu haben ist, wissen wir nicht. W. Mongelin. Ein gesetzliche» Hinderniß, einen Klub, dessen Mitgliederzahl nur 5 beträgt, von denen 3 keinen „Vorstandsposten" annehmen wollen, fortbestehen zu lassen, be- steht nicht. Zt. B. 7. Sie können von den Eltern, da der Jung« noch nicht 7 Jahre alt ist, wegen mangelnder Aufsicht der Eltern Ersatz für die vom Jungen eingeworfene Scheibe verlangen. Ein Nixdorfer Genosse. Der vom„Rixdorfer Tageblatt" auS dem„Kleinen Journal" abgedruckte Briefwechsel zwischen Bismarck und Richter ist ein plumper, witzloser Ulk. Frau M. M. Ein tüchtiger Sozialdemokrat muß auch ein sorglicher Ehemann und Familienvater sein. Daß wir der Frau die Möglichkeit schaffen»vollen, auch für sich selbst sorgen zu können, geschieht in ihrem Interesse, damit sie auf eigenen Füßen stehen könne, und nicht blos„um versorgt zu sein", sondern aus wirklicher Liebe und Gleichgesinntheit den Ehebund schließe. Der Mann soll nicht ganz allein in der Familie aus- gehe» und nur am Schürzenband der Frau hängen, ebenso wie die Frau nicht eine bloße Hausglucke sein soll. Faßt Ihr Mann dieses anders auf, dann seien Sie nicht auf den Mund gefallen, sondern sagen ihm nur, wie er auch prahlen mag, daß er doch »och kein richtiger Sozialdemokrat sei. Marktpreise in Berlin am 27. Juni, nach Ermittelungen deS königlichen Polizeipräsidiums. Weizen per 100 Kg. guter von 16,60—16,20 M.. mittlerer von 16,10—15,80 M., geringer von 15,70—15,40 M.. Roggen per 100 Kg. guter von 15,00 bis 14,30 M.. mittlerer von 14,70—14,60 M., geringerer von 14,50 bis 14,30 M. Gerste per 100 Kg. gute von 17,00—16,00 M., nnttlere von 15,90—15,00 M., geringe von 14,90—14,00 M. Hafer per 100 Kg. guter von 13,20—17,70 M.. mittlerer von 17.60—17,20 M.. geringer von 17.10 bis 16,70 M. Stroh. Rich� per lT)0 Kilogramm von 6,65— 6,00 Mark. Heu per 100 Kilogramm von 7,50—5,50 M. Erbsen, gelbe zum Kochen per 100 Kg. von. 40,00—24,00 M. Sprisebohnen, weiße per 100 Kg. von 50,00—20,00 M. Linsen per 100 Kg. von 80,00 bis 30,00 M. Kartoffeln per 100 Kg. von 7,00—5,00 M. Rind- strich von der Keule per 1 Kg. von 1,60—1,20 M. Bauchfleisch per 1 Kg. von 1,30—0,90 M. Schweinefleisch per 1 Kg. von 1,60—1,10 M. Kalbfleisch per 1 Kg. von 1,60-0,80 M. Hammelfleisch per 1 Kg. von 1,40—0,90 M. Butter per 1 Kg. von 2,80—1,80 M. Eier per 60 Stück von 4,00—2,00 M. Fische per 1 Kg.: Karpfen von 2,00—1,00 M. Aale von 2,80 bis 1,20 M. Zander von 2,40—1,20 M. Hechte von 2,00—1,00 M. Barsche von 1,60—0,70 M. Schleie von 2,40—1,00 M. Bleie von 1,40 bis 0,60 M. Krebse per 60 Stück von 12,00—2,00 M. Für den Inhalt der Inferate über. nimmt die Redaktion dem Bublikum gegenüber keinerlei Verantwortung Theater. Donnerstag, den 29. Junt. Opernhaus. Martha. Nenes Theater. Basantafena. Deatsches Theater. Der Talisman. Berliner Theater. Die Waise von Lowood. Friedrich- Wilhelmädt. Theater. Boccaccio. Kroll's Theater. Wohlthätigkeits. Borstellung. Viktoria Theater. Frau Venus. National- Theater. Die Rönigs. tochter als Bettlerin. Adelf Ernst- Theater. Der Schwie. gerpapa. Alexanderplat - Theater. Sonnenaufgang. Bor Winter- Garten. Spezialitäten- Bor. ftellung. Apollo Theater. Vorftellung. Spezialitäten. Theater der Reichshallen. Spezialitäten Borstellung. Saufmann's Variété. SpezialitätenBorstellung. Königl. italienischer Circus Ernesto Ciniselli. Stadtbahnstation Zoologischer Garten. Heute, Donnerstag, den 29. Juni: Danksagung. Für die so überaus große Theilnahme und reiche Kranzspende bei der Beerdigung meiner Frau fage ich hiermit allen Freunden und Genossen meinen Achtung! 5. Wahlkreis. Alle diejenigen Genossen, welche noch im Besitz von Außerordentliche Vorstellung. berührt, eine so warme und herzliche ersucht, dieselben bis spätestens Sonntag, den 2. Juft, bei berzlichten Dank. 3 hat mich tief Sammelliften für die Reichstags- Wahl sind, werden der Vertrauensperson Fr. Krüger, Hirtenstr. 10, abzurechnen. Das Wahlkomitee. Wiederauftreten des Direktors Herrn Ernesto Ciniselli.„ Troika", dreifache hobe Schule, geritten vom Direitor. 4 Fuchshengste, dressirt und vorgeführt Dom Direktor. 4 Geschwister Chiarini genannt„ Die Südsterne". Miß Käthe Lee als Flora zu Pierde. Frl. Therese Spampani. Gr. Burdle- Rennen, geritten von mehreren Damen und Herren der Gesellschaft mit ca. 20 der befien Springpferde. Auftreten der Clowns Gebr. Weldemann, Gebr. Kalper, Gebrüder Martinek, Caro, Tanti, Leonard, Folchini 2c. 2c. Theilnahme zu finden. 636b Alfred Malih, Schankwirth. 351/14 Aufforderung! Verein der ost- u. westpreuss. Sozialdemokraten. Alle Diejenigen, welche noch im Besth von Sammellikten" für den Kreis Niederbarnim sind, werden dringend ersucht, spätestens bis zum Sonntag, den 2. Juli, biefelben abzuführen. Säumige werden öffentlich bekannt gemacht. 838/10 In Vorbereitung: Die Erschaffung personen des Kreises Niederbarnim Fernerhin werden fämmtl.Bertrauens des Weibes ober: Das Weib durch die ersucht, spätestens bis Dienstag, den Jahrhunderte. Große Ausstattung: 4. Juli, Rechnung zu legen. Das Kreis- Wahlkomitee: rationen, Rostümen. Requisiten 26. 2C...: Anten Kopp, Friedrichsberg, ( Gefeßlich geschützt.) Borhagenerstr. 20. Achtungsvoll Pantomime, mit durchweg neuen DekoErnesto Ciniselli, Direktor. Norddeutsche Brauerei. Kranken- und Begräbnißkaſſe ber Buchbinder und verw. Berufsg. Sonnabend, den 8. Juli, im Dresdener zu Berlin.( E. H. Nr. 24.) Garten, Dresdenerstr. 45: National- Theater. 58. Chaussee- Strasse 58. Generalversammlung. Große Frankfurterstraße 182. Volksvorstellung. Täglich: Concert. Die Königstochter als Bettlerin hentags Entree frei. Zagesordnung: 1. Raffenbericht pro 2. Quarta! 1898. Versammlung am Sonnabend, den 1. Juli, Abends 8½½ Uhr, im Lokal des Herrn Neblin, Langestr. 108. Tagesordnung: 1. Bortrag des Genossen Riesop über:„ Das geheime Wahlrecht in den östlichen Provinzen". 2. Disfusion. 3. Rassenbericht. 4. Verschiedenes. Gäste haben Zutritt. Mitglieder werden aufgenommen. 254/14 Wegen der Wichtigkeit der Tagesordnung ist zahlreiches Erscheinen dringend nothwendig. Der Vorstand. Achtung. Kürschner. Achtung. Große öffentl. Versammlung aller in der Kürschnerbranche beschäft. Arbeiter n. Arbeiterinnen im am Freitag, den 30. Juni, Abends 8 Uhr, Zagesordnung: Schützenhause", Linienstraße Nr. 5-6. 1. Situationsbericht über die Bewegung. 2. Welche Stellung nehmen 2. Bericht des Vorstandes. 3. Antrag wir den Kollegen gegenüber ein, die sich unserer Bewegung nicht anschließen? des Vorstandes. 4. Verschiedenes. Alle Mitglieder werden ersucht in dieser Versammlang zu erfcheinen. Die Versammlung beginnt präzise 4146L9 Uhr Abends. Bei ungünitiger Witterung im Saal. Die neu eingerichteto Kaffeeküche ist den geehrten Gästen von 2 bis 6 Uhr geöffnet! ober: Die Schule des Lebens. Schauspiel in fünf Aften von Dr. Ernst Raupach. Hegie: Max Samst. Raffenöffnung 51/2 Uhr. Anfang der Abend- Vorstellung 71/2 Uhr. Im Garten auf d. Sommerbühne. Morig Die Konfektionense. Play. Etablissement Buggenhagen. Morig Play. Täglich: Inftrumental- Konzert. Boltsstück m. Gesang u. Zanz in 4 Atten v. Gg. Friedrich. Regie: Fritz Schäfer. Großer Frühstücks- u. MittagsBor und nach der Konfettioneufe": tifd. Spezial- Ausschant von PabenAuftreten von Spezialitäten 1. Ranges. hofer Lagerbier, hell und dunkel. Morgen: Gaftspiel ber fönigl. Hof- An Sonn- und Feltagen findet das Konzert in den oberen Schauspielerin Fräulein Julia Behre. Sälen statt. Ein Wintermärchen. Entree Wochent. 10 Pf. Sonnt. 23 Bf. Säle für Bersammlungen, Kommerje, Festlichkeiten 2c. PassagePanopticum. Schweizer- Garten Neu: Blaue Grotte. am Königsthor. Täglich: Täglich: Neu: Geistertisch. Das Wunderpferd. Concert, Theater Täglich 6-10: Spezialitäten Theater 3 chne Extra- Entree. Castan's Panopticum. Neu: Der Tod als Erlöser. Neu: Die Schreden des Meeres. Bauern- Aufstand! Junßionist. Vorstellungen. Irrgarten. Schreckenskammer. Kaufmann's Variété Am Stadtbahnhof Alexanderplatz. 2m prachtv. Sommergarten täglich Gr. Garten- Concert und Spezialitäten- Vorstellung. Bei ungünstigem Wetter findet die Borstellung im Saale statt. Anfang: Sonntags 6 Uhr., Wochentags 8 Uhr. Entree 30 Pf. Moabiter Gesellschaftshaus. Alt- Moabit 80 und 81. Täglich und Spezialitäten- Vorstellung. Geschwister Rigoli, Famille Carlo, Mr. Famera, Max Grabow, Gebr. Dissenato, Emma Lucas, Troupe Columbia und Gebr. Vercroa. Im Saale: BALL.[ 4199L Ostbahn- Park am Rüftriner Play, ( Hermann Jmbs) Rüdersdorferstr. 71, am Ditbahnhof. Läglich: Konzert, Theater u. Spezialitäten- Vorstellung. Pantomimisten- Truppe Garetton, urkom. Tarameter- Droichtenfahrt, Mr. De Dolfs, Neger- Exentric 2c. 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Kinderwagen.andreastr. 23.5v Zur Naturgeschichte des Absolutismus.( Bu beziehen durch alle Spediteure, Kol Katharina 11. von Russland. porteure und Parteibuchhandlungen, so 80 Seiten. Preis 20 Pig. wie v. Verlag: H. Baake, City- Baffage Carl Koch. Berantwortlicher Redakteur: Wilhelm Schröder in Berlin. Druck und Verlag von Mag Bading in Berlin, SW, Beuthstraße 2. Hierzu eine Beilage. Beilage zum„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 150. Ergebnisse der Stichwahlen. Die Nachricht, daß in Dresden- Land Horn S. gefiegt habe, bestätigt sich nicht. Das amtliche Resultat ergab die Wahl des Antisemiten. Dadurch stellt sich die Zahl unserer Abgeordneten definitiv auf 44. Wir lassen nun noch die amtlichen Ergebnisse der seit dem 24. Juni vollzogenen Stichwahlen nach den Angaben des Wolffichen Bureaus folgen, soweit sozialdemokratische Kandidaten in Frage tommen. Königsberg- Stadt. 3. Rönigsberg. Abgegeben 23 586 St. Davon Carl Schulze S. 13 136, Krause N. 10 450. Ersterer gewählt. Danzig- Stadt. 3. Danzig. Abgegeben 15 480 St. von Ridert Vg 10 358, Jochem S. 5131. Ersterer gewählt. Berlin.( Siebe unter„ Lotalem"). Da Potsdam Osthavelland. 7. Potsdam. Abgegebene Stimmen 27 463. Schall R. 14 893, ernau S 12571. Ersterer gewählt. Ober- Barnim. 5. Potsdam. Abgegeben 15 093 St. Davon Pauli R 8605, Brun 3 S 6488 St. Ersterer gewählt. Soran. 8. Frantjurt a. D. Abgegeben 19 536 St. Davon Don Plög R 10 311, Qur 5 9235 St. Ersterer gewählt. = Kottbus Spremberg. 9. Frankfurt a. D. Abgegeben 18 964 St. Davon von Werdeck K 10 406, Schulz S 8558 St. Ersterer gewählt. Randow- Greiffenhagen. 3. Stettin. Abgegeben 26 368 St. Davon von der Osten K 15 399, Rörsten S 10 969 St. Ersterer gewählt. Stadt Stettin. 4. Stettin. Abgegeben 21 242 St. Davon Herbert S10 772, Brömel Vg 10 470 St. Ersterer gewählt. Reichenbach- Neurode. 11. Breslau. Abgegebene Stimmen 18 600. Davon Kühn S 10 106, Conrad 3 8494 St. Ersterer gewählt. Magdeburg. 4. Magdeburg. Abgegeben 36 373 Stimmen. Davon Klees& 19 074, Paasche N 17 299 Stimmen. Klees gewählt. Aschersleben. 8. Magdeburg. Abgegeben 28 449 Stimmen. Davon Rimpau N 18 154, Dahlen S 10 295 St. Ersterer gewählt. Halle- Saalkreis. 4. Merseburg. Abgegeben 32 008 St. Davon Dr. A. Meyer Vg 17 881, Kunert S 14 127 Stimmen. Ersterer gewählt. Erfurt. 4. Erfurt. Jacobstötter R. A. 15 225, Ile S. 11 443, ungiltig 192. Mithin ist Jacobsfötter gewählt. Naumburg. 8. Merseburg. Abgegeben 28 646. Günther N 15 526. Hoffmann G. 13 120. Ersterer gewählt. Schleswig. 3. Schleswig- Holstein. Abgegeben 16 991 Stimmen. Davon Lorenzen Vg 12 349, Im S 4642. Ersterer gewählt. Donnerstag, den 29. Juni 1893. 10. Jahrg. Duisburg. 6. Düsseldorf. Abgegeben 42 964 St. Davon fingen. Die Freude ist eine allgemeine. Mit sozialdemokratischem Dr. Hammacher N. 23 379 St., Euler 3. 19 585 St. Ersterer Gruß! Paul Beuther und Frau." gewählt. Genosse Beuther war vor zwei Jahren eifriges Mitglied des Davon Lenzmann F. 15 258 St., Hoppstädter N. 10 739 St. der Preßkommission des„ Thüringer Volksfreunds". Altena- Iserlohn. 8. Arnsberg. Abgegeben 25 977 St. fozialdemokratischen Arbeitervereins in Koburg und Vorsitzender Ersterer gewählt. B Stimmen. Bochum Gelsenkirchen. 5. Arnsberg. Abgegeben 67 011 Ersterer gewählt. Davon Fuchs 3 34 444, Haarmann N 32 567. Dortmund. 6. Arnsberg. Abgegeben 48 114 Stimmen. Davon Müller N 21 589, zölde 21 525. Ersterer gewählt. Davon Leuß A 6879, v. Christen R 4882. Ersterer gewählt. Schmalkalden. 4. Rassel. Abgegeben 11 711 Stimmen. Rinteln Hofgeismar. 1. Kassel. Abgegeben 14 262 Stimmen. Davon Werner A 8035, Mertens R 6227. Ersterer gewählt. Erbach- Bensheim. 6. Heffen. Abgegeben 15 531 Stimmen. Davon Hirschel A. 8121, Scipio N. 7410. Ersterer gewählt. Gießen. 1. Heffen. Abgegeben 15 150 Stimmen. Davon Röhler 2. 8163, Meinert N. 6987. Ersterer gewählt. Davon Graf Oriola N. 7880, Bähr A. 5872. Erfterer gewählt. Friedberg Büdingen. 2, Hessen. Abgegeben 12 952 St. Alsfeld. 3. Hessen. Abgegeben 12 166 Stimmen. Davon Bimmermann A. 6352, Backhaus N. 5818. Ersterer gewählt. Land. " Parteinachrichten. Aus Halle a. S. wird uns geschrieben: Es hatte sich in meinen vorigen Bericht insofern ein Fehler eingeschlichen, als ich anläßlich der Wahl 1890 nach der hiesigen Saale- Zeitung" berichtet hatte. Aus Paris wird uns unterm 25. Juni geschrieben: Bon jeher hat sich der deutsche sozialdemokratische Leseklub in Paris als eine Art Bindeglied zwischen den deutschen und den französischen Sozialisten betrachtet und dementsprechend gehandelt. Er ist bestrebt, die franzöfifchen Parteigenossen über den Stand der Arbeiterbewegung in Deutschland zu unterrichten und sucht auch den in Deutschland lebenden Genoffen das Verständ niß der sozialistischen Parteiverhältnisse Frankreichs zu erleichtern. In Frankreich besteht befanntlich keine einige sozialdemokratische Partei; geschichtliche Ueberlieferungen, Unterschiede in der Doktrin, die allerdings sehr geringfügiger Natur finb, ver schiedene Ansichten über die Tattit, wohl auch der Einstuß im Vordergrund der Bewegung stehender Persönlichkeiten lassen die französischen Sozialisten in verschiedene Fraktionen zerfallen, famem Handeln zu vereinigen. Jedoch ist festzuhalten und immer denen es leider nur selten gelingt, fich zu gemeinwieder zu betonen, daß die französischen Sozialisten, mögen sie sich nun" Blanquiſten"," Marristen"," Possibilisten" oder„ Unabhängige" nennen, in der Hauptsache einig sind, daß sie alle daffelbe Ziel verfolgen, die Abschaffung des tapitalistischen Systems und die Befreiung des Proletariats durch Eroberung der politischen Macht und durch die Vergesellschaftung der Pros duktionsmittel, und daß sie sich in diesem Streben mit den orga nisirten Arbeitern aller Länder eins wissen und demgemäß han deln. Wahlproteste werden erhoben von den Parteigenoffen in Solidaritätsgefühl aller französischen Sozialdemokraten ohne Um den Genossen in Deutschland dies internationale Leipzig- Stadt, wo 2000 Wähler aus den Listen gestrichen Unterschied recht deutlich nicht nur mit Worten, sondern durch worden sein sollen. Ferner in Dortmund und Breslau- eine That vor Augen zu bringen, hat der deutsche sozialdemokratische Leseklub von Paris während der Periode der Reichstagswahlen die Vertreter sämmtlicher sozialistischer Zum Siege in Stettin schreibt der pommersche Boltsbote": Frattionen Frankreichs zu seinen Versammlungen eingeladen. Die vereinigte Reaktion ist unterlegen, und die Herren können mit Freuden haben alle dem Rufe Folge geleistet. Am ersten nicht einmal sagen, daß sie mit Ehren unterlegen sind. Wir Abend erschien Allemane; haben schon verschiedene Wahlen mitgemacht, aber bei keiner Wahl Solidaritätserklärungen seiner Parteigenossen, die der deutschen er überbrachte dem Klub die ist so mit dem Gelde gearbeitet, ist so von Seiten der Kapitalisten Sozialdemokratie den besten Erfolg in ihrem schweren Kampfe gelogen worden, wie diesmal. Jetzt wußten die Kapitalisten, daß gegen Militarismus, Absolutismus und Kapitalismus wünschten; Das Mandat nur durch äußerste Kraftanstrengung für sie zu erhalten war wohlan, auch die Macht des Kapitalismus hat der deutschen Partei ruhte, und versicherte, er feite das er wies auf die große Verantwortlichkeit hin, welche jetzt auf eine Grenze, die Partei der ehrlichen Leute hat gefiegt!" Bertrauen auf die deutschen Sozialdemokraten, daß sie sich ihrer Aufgabe gewachsen zeigen würden; andererseits möchten sich auch Kameraden in ihrem Lande vollauf ihre Schuldigkeit thäten; es die Genossen in Deutschland darauf verlassen, daß die franzöfifchen sei bedauerlich, daß zwischen der deutschen Partei und einzelnen französischen Fraktionen eine gewisse Entfremdung eingetreten fei; mit lebhafter Freude sähe er diese jetzt schwinden, und voll aufrichtiger Genugthuung schlage er in die von den deutschen Sozialisten dargereichte Bruderhand ein. Eine Woche später be grüßte der Klub in seinem Lokale den Genossen Vaillant und mehrere seiner Freunde vom revolutionären Zentralfomitee. Ueber diese Versammlung hat bereits ein im ausführlicher Bericht Vorwärts" gestanden; wir kommen daher nicht im einzelnen auf die Ansprachen Vaillants und seiner Begleiter zurück. Auf die Blanquisten" folgten die Vertreter des rechten Flügels der Possibilisten": Brousse mit zwei Freunden, Smith denen sich englischen Sozialdemokratic Federation" an= Caumeau und geschlossen hatte. Prudent Der durch Er eine Versammlung am scheinen verhindert und ließen sich entschuldigen. An diesem Abend waren gerade die ersten Nachrichten über die Wahlsiege der deutschen Sozialdemokratie eingetroffen. An diese anknüpfend übermittelte Smith zunächst dem Klub die Grüße und Sym pathiebezeigungen feiner englischen Freunde, und führte dann in längerer Rede aus, wie man im Auslande Vertrauen in die deutsche Partei fetze, so möchte auch die deutsche Sozialdemokratie den ausländischen Genossen das Vertrauen schenken, daß sie die für ihre betreffende Heimath angebrachte Tattit zu wählen und anzuwenden verständen. Darauf erhob sich Brousse und sagte, furz zusammengefaßt, folgendes:" Mit lebhafter Freude erfült Notiz des Vorwärts", betreffend die Straßburger Genossen", meine und meiner Freunde Genugthuung über die Wahlerfolge Die Straßburger Parteigenossen. Zu der gestrigen es mich, heute in Ihrer Mitte weilen zu fönnen und Ihnen Pirna. 8. Sachfen. Abgegeben 22 157 St. Davon Loze A babént roir zu bemerken, daß nach Ansicht des Vorwärts" bei und das Wachsthum der deutschen Sozialdemokratie auszudrücken. Pirna. 8. Sachfen. Abgegeben 22 157 St. Davon Lote Doppelmandaten dasjenige anzunehmen ist, das in dem zur Beit Seit langen Jahren kämpfe ich in den Reihen des 12 429, Fräßdorf G 9728. Ersterer gewählt. Freiberg. 9. Sachsen. Abgegebene Stimmen 20 849. ist die Entscheidung den Hamburger Genossen anheimgestellt. der Bourgeoisie und der Polizei entgegenstellt. weniger sicheren Wahlkreis erobert ist. Im vorliegenden Falle internationalen Proletariats, das sich der Internationale Davon Merbach R 11 932, Schulze S 8917. Erfterer gewählt. Erklären diese ihren Wahlkreis für sicher und sind sie bereit bin nicht nur Anhänger des Internationalismus, d. h. der Plauen. 23. Sachfen. Abgegebene Stimmen 24 818. einer Neuwahl sich zu unterziehen, so wird Bebel selbstverständlich Verständigung unter Nationen; ich will die Beseitigung Davon v. Polenz R 12766, Gerisch S 12 052. Ersterer für Straßburg annehmen. Die Straßburger Genoffen zu ver- der Grenzen. Niemand wünscht so sehr wie ich eine brüderliche gewählt. Stuttgart. 1. Württemberg. Abgegebene Stimmen 81 910. lezen lag nicht in unserer Absicht. Davon Siegle N 16 073, Kloß S 15 837. Ersterer gewählt. Manuheim. 11. Baden. Abgegebene Stimmen 28 527. Davon Bassermann N 15 465, Drees bach S 13 062. Ersterer gewählt. Darmstadt. 4. Hessen. Abgegeben 20 376 St. Dr. Dfann N 12 855, ramer S 7521. Ersterer gewählt. Offenbach. 5. Hessen. Abgegeben 24 604 Št. Davon Ulrich S 12 802, Haaß N 11 802. Ersterer gewählt. Pinneberg- Segeberg. 6. Schleswig- Holstein. Abgegeben 29 008 St. Graf v. Moltte R 15 277, Moltenbuhr S 13 731. Erfterer gewählt. Kaffel- Melsungen. 2. Kaffel. Abgegebene Stimmen 23 035. Davon erhielt Süpeden R. 11 922, fanntuch S. 11 113. Mithin ist Hüpeden gewählt. Wiesbaden Stadt. 2. Wiesbaden. Abgegeben 21 486, Davon Köpp Vg. 11 870, Fleischmann S. 9566. Ersterer gewählt. Homburg v. d. H.Hochheim. 4. Wiesbaden. Abgegebene Stimmen 21 046. Davon erhielt Brühne S. 10 626, Wefternacher N. 10 420. Gewählt ist Brühne. Hameln Simmern. 9. Hannover. Abgegeben 20 565. Davon Hische N. 11 599, Brey S. 8966. Ersterer gewählt. Rothenburg- Harburg. 17. Hannover. Abgegeben 25 157. Davon Müller R. 14 209, Bärer S. 10 948. Ersterer gewählt. Köln Stadt. 1. Köln. Abgegeben 33 470. Davon Greiß 3. 22 632, 2üce S. 10 838. Ersterer gewählt. Lennep- Mettmann. 1. Düsseldorf. Abgegeben 28 496 St. Davon erhielten Meist S. 15 000, Schmidt- Elberfeld FV. 13 496. Meist gewählt. Düsseldorf Stadt und Land. 4. Düsseldorf. Abgegebene Stimmen 26 140. Davon Wenders 3. 17 017, Grimpe S. 9123. Ersterer gewählt. Dresden rechts der Elbe. 4. Sachfen. Abgegebene Stimmen 34 740. Klemmn A. 19 550 St., Kaden S. 15 190. Ersterer gewählt. Davon Das wahl 1890: a mtliche Resultat betrug in der HauptKunert( S.) 12 808( rein sozialistische Stimmen) Nationallib. 9477 Freisinn 7625 Ga. 29 910 Stimmen. Das amtliche Resultat in der Stichwahl 1890 war: Kunert( S.) 15 109( nicht reinsozialistische St.; inkl. Freifinnige.) Nationallib. 13 440 Sa. 28 549 von der Stichwahl 1893: Amtliches Resultat: Runert.. 14 127( rein sozialistische Stimmen) Meyer. 17 881( Freisinnig- Antisemit.- Nationallib.- villers Konservativ- Ordnungsbreiige Stimmen.) Ga. 32 008 giltige Stimmen 146 ungiltige 32 154 im Ganzen abgegebene Stimmen. Sonach ist, trotz aller Gemeinheiten unserer Gegner, der Zuwachs der reinsozialdemokratischen Stimmen: 1893: 14 127 1890: 12 808 1319 Stimmen. " And Kreuznach meldet die rheinische Presse unserer Partei eine höchst wahrscheinlich von den Nationalliberalen und den übrigen Ordnungs" stützen angestiftete schuftige Mißhandlung von Sozialdemokraten. Unter der Anführung von Aufsehern er schienen in der Wählerversammlung am 13. Juni, wo unser Genoffe Emmel aus Saarbrücken sprach, eine Anzahl Glashüttenarbeiter( jedoch keine Glasmacher), ferner Knechte, Taglöhner, waren. Diese Bande bedrohte den Referenten mit Todtschlagen Portiers 2c., zusammen 30-40 Mann, die mit Knüppeln bewaffnet waren Verständigung mit den Sozialisten Deutschlands sowohl wie mit denen aller anderen Länder; und so erstrebe ich auch die Einigfeit der französischen Sozialisten; damit befürworte ich jedoch nicht, daß sich sämmtliche sozialistische Fraktionen zu einer einheitlichen Partei verschmelzen sollten; dies halte ich für nicht möglich und auch nicht für naturgemäß. Propaganda und Tattit müssen sich den Verhältnissen anpassen; zu den Arbeitern von einem industriell so entwickelten Orte wie z. B. Roubaix, wo die fapitalistische Konzentration vor aller Augen liegt und die Ver Mainz. 9. Hessen. Abgegeben 18 893 St. Davon Joeft sozusagen mit Händen greifen läßt, kann und muß man ganz gesellschaftung der Produktionswerkzeuge als Rettungsmittel fich 10 684, Braun N 8199. Ersterer gewählt. Güstrow- Ribaig. 6. Mecklenburg Schwerin. Abgegeben und störte die Versammlung durch Singen 2c., wobei ein Auf- anders sprechen als etwa zu den Arbeitern von Paris, wo noch Mecklenburg- Schwerin. 14 000 St. Davon Graf v. Schlieffen R 8824, Randt 5176. es ab, gegen die Unholde einzuschreiten. Die Versammlung des sozialen Milieus ist noch die Verschiedenheit des Volks seher kommandirte. Die überwachenden Polizeibeamten lehnten Kleinhandel und Kleingewerbe blühen. Neben diesen Einflüssen Ersterer gewählt. Schwarzburg- Rudolstadt. Abgegeben 14 458 Stimmen. statt dazubleiben, bis der Saal sich geleert hätte, entfernten sich. berücksichtigen. So bin ich kein Anhänger einer eisernen Disziplin, mußte infolge dessen geschlossen werden. Die Polizeibeamten, an- charakters, der geistigen Bildung, des Temperaments u. f. w. zu Davon Lüttich g. 7372, Hofmann G. 7086. Ersterer gewählt. Nun griff die Rotte zu ihren Knüppeln und schlug auf unsern wünsche aber ein gemeinsames Vorgehen aller Sozialisten bei Schwarzburg- Sondershausen. Abgegeben 12000 Stimmen. Genossen los. Dabei wurden Stühle, Tische, Bänke zertrümmert, wichtigen Fragen. Die Debatte unter Sozialisten, die nothDavon Dr. Pieschel N. 7304, od 6. 4696. Erfterer gewählt. man warf mit Gläsern nach den Fliehenden und von außen wendig ist, und nur zur Klärung der Anschauung beitragen fann, Straßburg( Stadt). 8. Elsaß Lothringen. Abgegebene Stimmen 15 886, Davon Bebel G. 8193, Petri 9. 7693. wurden Steine in das Lokal geschleudert. 20 Personen sind auf soll höflich, freundschaftlich, ja brüderlich sein. Vor allem S. diese Weise mehr oder weniger mißhandelt worden. Die tommt es jezt darauf an, einen Krieg zwischen Ersterer gewählt. gegnerische Presse hat über die Schändlichkeiten natürlich kein Frankreich und Deutschland zu verhindern. Wort des Tadels. Die Polizei ließ sich nicht sehen. Hoffentlich Würden wir besiegt, so träfe die Niederlage wieder am schwersten können die Schuldigen der Staatsanwaltschaft so bestimmt be- die gefürchtete Pariser Kommune, den Hort der Revolution; ein zeichnet werden, daß diese gegen sie das Strafverfahren einleiten Sieg würde uns einem neuen Zäsarismus in die Arme führen herauszubekommen. . Stichwahlen zwischen bürgerlichen muß. Vielleicht ist es hier auch einmal möglich, die Anstifter und die sozialiſtiſche Bewegung um 20 Jahre zurückwerfen. Für Parteien. " Deutschland wären die Folgen nicht minder verhängnißvoll. So richten sich jetzt unsere Blicke und Hoffnungen auf die deutsche Forchheim. 3. Oberfranken.( Berichtigung.) Pezold 3 Arbeiterfreundes" beschloß, dieses Blatt vom 1. ttober den Militarismus gänzlich vernichten wird. Bu ihren ersten Sozialdemokratische Preffe. Der Preßverein des Basler Sozialdemokratie, und wir erwarten mit Gewißheit, daß diese mit 500 St. Mehrheit, nicht Barbeck FV gewählt. Kronach. 4. Oberfranken. Stöder 3 gegen Bimmer ab täglich unter dem Titel„ Vorwärts" erscheinen zu lassen. Das Siegen beglückwünschen wir unsere deutschen Brüder von gauzem Stöcker 3 gegen Zimmer ist in der Schweiz das erste sosialdemokratische Tageblatt. Herzen." In gleichem Sinne sprachen sich unter lebhaftem Bei( Bauernbund) gewählt. fall die Begleiter des Genossen Brouffe aus. Zum folgenden Aus Bukarest( Rumänien) ging dem Genossen Wehder in Abend hatte man als Vertreter der Marxisten" Guesde Sonneberg folgender Glückwunsch zum Wahlsiege zu: Ein eingeladen; derselbe befand sich jedoch auf einer Agitations Bravo! Den Genossen im Wahltreise Meiningen II und Glück reise und entschuldigte damit fein Nichterscheinen. Statt feiner auf zu dem erjochtenen Sieg! Hoch die internationale Sozial fam im Namen der„ marxistischen" Frattion Quesnel und demokratie! Nieder mit dem Militarismus! Die Genossen in überbrachte dem deutschen Klub die Einladung zu einem Feste, Bufarest nehmen den inuigsten Antheil an den großen Erfolgen das die marristischen" Gruppen von Paris veranstalten wollten, der deutschen Sozialdemokratie. Heute Sonntag, den 16. Juni, um den Wahlsieg der deutschen Sozialdemokratie zu feiern. Man eine fleine Wölferwanderung nach den Lokalen, wo der Vor- nahm mit Vergnügen die Einladung an, äußerte jedoch den wärts" ausliegt, und allgemeiner Jubel. Man hört die Mar- Wunsch, auf dem Feste auch die übrigen Fraktionen der fran seillaise in deutscher, französischer und rumänischer Sprachelzösischen Sozialdemokratie, welche an den Abenden vorher ihre Rigingen. 2. Unterfranken und Aschaffenburg. Ecf 3 gegen Röder N gewählt. Lohr. 3. Unterfranken und Aschaffenburg. Keßler 3 gegen Weißenberger SVp gewählt. Weilheim. 6. Oberbayern. Weber 3 mit 400 St. Mehr heit gegen Weinhart( Bauernbund) gewählt. Amtliche Resultate. Neustettin. 5. Röelin. Abgegeben 10 273 St. Ahlwardt A. 7326 St., von Herzberg K. 3046 St. Ersterer gewählt. " internationale Solidarität in so erhebender Weise bekundet hatten, rechnet. Die Sammlungen hierfür brachten anfangs der vorgestern früh als Leiche mit einer Schnur um den Hals vertreten zu fehen; Quesnel versprach, dafür zu sorgen, daß dies wenig ein. Ueberdies sant die Gesammt- Jahreseinnahme des aus dem Humboldthafen gezogen wurde. Da Wolff wiederholt geschähe. Bon seiten der„ unabhängigen" Sozialisten, d. h. der Vereins wohl infolge des allgemeinen wirthschaftlichen Nieder- die Abficht ausgesprochen hatte, sich das Leben zu nehmen, so Freunde Malons, hatte Rouanet versprochen, an einem ganges unserer Bevölkerung"." In dieser äußerst fritischen Zeit muß mit Sicherheit angenommen werden, daß er, bevor er den Abend im deutschen Klub zu erscheinen, wurde jedoch noch im half nun der Herr wiederum wunderbar(!)( das eingeklammerte Sprung in das Wasser unternahm, mit dem Stricke einen Stein letzten Augenblick durch eine wichtige Wahlversammlung ver Ausrufungszeichen ist ein Zusatz des Herrn von Rothfirch) aus, an feinen Hals befestigt hatte. hindert, sein Wort zu halten; er übersandte schriftlich seine Solidaritätserklärungen. Der deutsche Sozialdemokratische Leseklub von Paris hält es für seine Pflicht und es ist dies eine angenehme Pflicht bie Genossen in ganz Deutschland durch das Zentralorgan der Partei von den geschilderten glänzenden internationalen Kundgebungen in Kenntniß zu feßen. Todtenlifte der Partei. In Erfurt wurde am Wahltage der Parteigenoffe Gustav Burche beerdigt. Noch am Tage der Stichwahl war er mit Vertheilung von Stimmzetteln thätig. Tokales. Das Resultat der Reichstags- Stichwahlen in Berlin wurde heute amtlich wie folgt festgestellt: Wahlkreis 1. Abgegeben 12 313 Stimmen. Davon erhielt Dr. Sangerhans, V, 7065, Zäterow, G, 5248. Langerhans gewählt. Wahlkreis 2. Abgegeben 49 206 Stimmen. Davon erhielt Fischer, S, 29359, Professor Virchow, FV, 19847. Fischer gewählt. 28ahlkreis 8. Abgegeben 23 768 Stimmen. Davon erhielt Bogtherr, S, 14068, Mundel, FV, 9700. Vogtherr gewählt. Wahlkreis 5. Abgegeben 20 517 Stimmen. Davon erhielt Schmidt, 6, 11 245, Baumbach, FV, 9272. Schmidt gewählt. indem Er, der große Herzenslenter, uns aus unserem Beirath, Freundes und Mitgliederkreise eine Gesammtschenkung von 28 200 m. innerhalb weniger Wochen zuführte." Zum Schluß hebt Herr v. Rothkirch noch einmal hervor, nach all' den vorerwähnten wunderbaren Gnadenführungen Gottes" dürfe man zuversichtlich hoffen, daß die Filiale„ ein Wert von Gott ist, und daß Er uns an diefen Ort geführt hat". Ueber die Aufgaben des Zweigvereins äußert sich der Redner in ähnlich interessanter Weise. Er rechnet auf den Besuch der Kellner, Bäcker und Kinder( für die Sonntagsschule), besonders aber der Mann schaften der nahe gelegenen Alexanderkaserne. Voraussichtlich wird er sich wenigstens in dem legten Punkte nicht verrechnen. Die Offiziere des Alerander- Regiments werden sich beeilen, ihre Leute auf das neugegründete Institut in wirksamer Weise hinzuweisen. Vielleicht", fügt Herr v. Rothkirch hinzu, that uns der Herr unter den Postillonen des unweit ge: Vielleicht; das Sicherste wäre aber auch hier, man ließe die legenen Generaldepots für das Postfuhrwesen eine Thür auf." Postillone durch ihre Vorgesetzten auf die Filiale des Vereins aufmerksam machen. Sollten die Räume jedoch trotzdem nicht voll werden, so wird es der Verein schon mit Gründung einiger weiteren Filialen versuchen müssen. " Zwei Selbstmorde, die auf nervöse Ueberreizung zurüdzuführen sind, werden uns gemeldet: = Der 15jährige Schüler Otto N., der die Tertia der hohen Bürgerschule in der Weißenburgerstr. 4a besuchte, der Vater ist Rendant und wohnt Landsberger Allee 7, war auf den sonder baren Gedanken gekommen, die Wirkungen zu probiren, die das Erhängen auf den Menschen ausübe und hatte bereits verschiedene Versuche so durchgeführt, daß er sich noch rechtzeitig aus der Schlinge befreien konnte. Am Montag Abend gegen 6 Uhr hatte er sich den elterlichen Hängeboden, wo das Mädchen schläft, zur Grneuerung des Versuches ausgewählt. Diesmal mußte er seinen Wahnwiß mit dem Lode büßen, denn er hatte nicht mehr die Kraft, feinen Kopf aus der zusammengelegten Waschleine herauszuziehen und wurde vom Vater gegen neun Uhr Abends als Leiche aufgefunden. Die Hilfe zweier Aerzte kam zu spät: Der Tod war etwa um fieben Uhr eingetreten. Der zweite Fall betrifft den Buchhalter Adolf Riersky, der in der Johannisstr. 13 ein möblirtes Zimmer inne hatte und sich in seinen Mußeftunden mit dem Lesen Schopenhauer'scher Schriften beschäftigte. Am Montag fand die Wirthin auf dem Tisch einen Zettel, der die Erklärung enthielt, daß Kiersky in Schopenhauer die Wahrheit ergründet habe, die ihn zwinge, fernerhin nicht mehr unter den Lebenden zu weilen. Noch an demselben Tage hat er sich am Geftade des Plögensees erschossen. Die Leiche wurde bald darauf gefunden. Trucksystem. In neuerer Zeit sind vielfach Fälle zur behördlichen Kenntniß gekommen, in welchen ein Arbeitgeber im Baugewerbe auf dem Bauplage Baubuden als Schank ftätten gegen verhältnißmäßig hohen Pachtzins jemandem überließ und sich als Gegenleistung hierfür verpflichtete, feinen daAus Furcht vor einer gerichtlichen Bestrafung entleibt selbst beschäftigten Arbeitern von dem Wochenlohn diejenigen hat sich gestern der Maler Eberhard Weichel: er wurde in seiner Beträge einzubehalten, welche sie dem Buteninhaber für daselbst Ackerstraße 16 belegenen Wohnung erhängt aufgefunden. Gegen verzehrte Waaren schuldig geblieben waren. Wir haben oft ihn schwebten Strafanzeigen wegen verschiedener Vergehen. auf diese ungesetzlichen Vorkommnisse hingewiesen; jetzt macht Die Berliner Genoffen, welche bei der Stichwahl im auch die Baugew.- 3tg." darauf aufmerksam, daß ein derartiges Bruno Schulz, der wegen Verdachts, den Mord am Spandauer Die Schwurgerichts- Verhandlung gegen den Böttcher Kreise Oft avelland thätig waren, werden ersucht, alle Verfahren unstatthaft und mit Strafe bedroht ist. Nach§ 115 Berg begangen zu haben, verhaftet wurde, wird am 7. Juli Unregelmäßigkeiten, welche vorgekommen find, so fort dem der Gewerbe Ordnung sind Gewerbetreibende verpflichtet, Genossen J. Wernau, Rosenstr. 30, zu melden, um Protest die Löhne ihrer Arbeiter in Reichswährung zu berechnen stattfinden. gegen die Giltigkeit der Wahl einlegen zu können. Der Vertrauensmann. R. Bräuer, Velten i. Mart. Der Wahre Jakob Nr. 181 ist augenblicklich vergriffen und erscheint erst wieder am Sonnabend. " ,, Herrlicher Held, fturmerprobt", als solcher wird der besiegte Stöder in feinem Bolt" angefungen von einem Dichter, dem vor Ingrimm das Herz stöhnt". Das Blatt giebt der Hoffnung der Dresdener Nachrichten" Raum, daß einer seiner Tonservativen Parteigenossen ihm sein Mandat abtreten wird. O tindlicher Glaube! " Die bisherige Thätigkeit des Gewerbegerichts und des Ausschusses, so wird uns mitgetheilt, machen eine Besprechung fämmtlicher Beisitzer nothwendig; es findet daher eine Versamm lung am Freitag, den 30. Juni, Abends 8 Uhr, in der Berliner Ressource, Kommandantenstr. 57 statt, mit der Tagesordnung: 1. Berichterstattung des Ausschusses. 2. Besprechung über die Abgabe von Gutachten über Ausnahmebestimmungen zur Sonntagsruhe. 3. Besprechung des Fragebogens. = und baar auszuzahlen. Sie dürfen Den Arbeitern Polizeibericht. Am 27. b. Mts. Vormittags starb in seiner feine Waaren treditiren und Lebensmittel nur zu dem Wohnung in der Ackerstraße ein Maler infolge einer Vergiftung. Selbstkostenpreise verabfolgen, müssen dann aber in der Er hatte am Abend vorher arsenithaltige Farbe getrunken, um Arbeitsordnung Bestimmungen über die Lohnabrechnung auf sich das Leben zu nehmen. Vor dem Hause Königgräßerstr. 25 nehmen. Es ist ihnen nach§ 115 a untersagt, Lohn- und Abfiel Abends ein etwa 35 Jahre alter Mann in der Trunkenheit schlagszahlungen in Verkaufsstellen zu leisten und solche zu gunsten zur Erde und erlitt eine so bedeutende Verlegung am Kopfe, daß Dritter zu machen. Daraus folgt die Unzulässigkeit von Lohn er nach Anlegung eines Verbandes nach der Charitee gebracht abzügen zu gunsten des auf dem Bauplay eingesetzten Speise werden mußte.- Im Laufe des Tages fanden zwei Brände statt. wirths, selbst wenn der Arbeiter sein Einverständniß dazu erklärt. Die Arbeiter tönnen die Nachzahlung der in der geschilderten Weise einbehaltenen Beträge jederzeit verlangen, sie erlangen einen Rechtsgrund, ohne Auskündigung die Arbeit zu verlassen, außerdem wird nach§ 146 mit Geldstrafe bis zu 2000 m. oder Gefängniß bis zu 6 Monaten bestraft, wer als Arbeitgeber unzulässige Lohnabzüge macht. Der Romen, der die Meineidsverleumdung über die Sozial. demokratie tolportirt hat, scheint seiner staatsanwaltlichen Lorbeeren müde zu sein. Er ist, wie wir hören, nm feine Ent laffung eingefommen und will sich in Berlin als Rechts anwalt niederlassen. Sein Meineidshandel ist sicher die beste Empfehlung für dieses neue Mitglied des Berliner Barreaus. % Gerichts- Beitung. Die achte Straffammer des Landgerichts I hatte gestern Gelegenheit, gegen einen Angeklagten wegen Majestätsbeleidigung auf die außerordentlich hohe Strafe von vier Jahren sechs Monaten Gefängniß zu erkennen. Aus der Untersuchungshaft wurde der arbeitsscheue Arbeiter" Franz Segler vorgeführt, der kürzlich wegen Diebstahls zu einem Jahre Gefängniß verurtheilt worden ist. In seiner Zelle erging er sich dann dem Aufseher gegenüber in einer Fluth Der„ Chriftliche Verein Junger Männer zu Berlin" Schmähungen gegen Nachdem die Ferusprech- Verbindung Berlin- Rönigs von Den Raiser und das ge hat zu seinem Vereinshause in der Wilhelmstraße in diesem Jahre Hohenzollernhaus, betreffs derer der Voreine Sweiganstalt am Alexanderplatz begründet. Veranlaffung berg bis Elbing fertig gestellt ist, wird der Fernsprech fammte Landgerichtsdirektor Baath, bei der Urtheilszu diesem Schritte war derselbe Umstand, welcher die noch immer Verkehr zwischen den Städten Berlin, Posen, Gnesen, Bromißende, Landgerichtsdirektor fortdauernde maßlose Vermehrung der Zahl der Kirchen Berlins berg, Thorn, Danzig und Elbing am 1. Juli eröffnet. Für verkündigung erklärte, die Lippen sträubten sich, die Aeußerungen brwirkt hat: nicht der Mangel an Raum, sondern der Mangel Gespräche zwischen Berlin einschließlich der Vororte und den ge- wiederzugeben. Da der Angeklagte schon einmal wegen Majestätsan Besuchern. Vor Jahren haben die um Stöcker erklärt, nannten Städten werden bis zur Dauer von 3 Minuten je 1 M. beleidigung mit 12 Jahren Gefängniß bestraft worden ist und gerade weil die Berliner Kirchen leer blieben, der Verdacht vorlag, daß er zu diesem Mittel griff, um fich für müßten Gebühren erhoben. fängere Zeit Unterkommen im Gefängnisse zu verschaffen, er mehr Kirchen gebaut werden, damit die Gelegenheit Die Einnahmen, welche durch den Verkauf von Bahn- fannte der Gerichtshof auf die oben erwähnte hohe Strafe, die zum Kirchenbesuche vermehrt werde." Da die Absagen steigtarten an das nicht reisende Publikum auf den Berliner mit der wegen Diebstahls noch zu verbüßenden Strafe auf insresp. Austrittserklärungen von Vereinsmitgliedern wegen Bahnböjen erzielt werden, sind teine geringen. Während der gesammt fünf Jahre Gefängniß zusammengezogen wurde. der weiten Entfernungen immer zahlreicher würden", sagt gana acht Monate von Januar bis August 1892 bezifferten sich diese ähnlich das Jahrbuch" des Chriftlichen Vereins des Chriftlichen Vereins Junger Einnahmen auf Bahnhof Friedrichstraße auf 24 576 M., Männer" für 1893, so verfiel der Vorstand auf den Gedanken Alexanderplatz 13 779 m., auf dem Schlesischen Bahnhof auf der Gründung von Zweigvereinen in anderen Stadttheilen. 12 204 M., auf dem Potsdamer Bahnhof auf 8221 M. Dieses Mittel ist nicht übel. Jeder kundige Geschäftsmann weiß, daß er, wenn er recht viel Filialen errichtet, das Publitum auf ſich aufmerksam macht und zum Besuche animirt. Die Sache " 1 Wie fehr Wirthe und Kommissionäre unsere großmehrfach Beweise bringen können. Ueber einen neuen Fall, der auf das Zusammenwirken beider Faktoren ein recht grelles Schlaglicht wirst, wird uns von fachmännischer Seite folgendes städtischen Kelner gemeinsam ausbeuten, davon haben wir schon " Gotteslästerung. Wegen einer in der Markthalle in Gegenwart vieler Personen ausgesprochenen Gotteslästerung wurde gestern der Maurer Wilhelm Frenzel von der ersten Straf fammer des Landgerichts zu drei Monaten Gefängniß verurtheilt. Der Angeklagte war angetrunken gewesen. au toftet zwar wie jede Reklame, wenn sie wirksam sein soll Ein eigenartiger Sachverhalt lag der Anklage wegen zum Anfang viel Geld, aber fie rentirt sich nachher um so beffer. Auf Bergebens gegen die Gewerbe- Ordnung das Geld braucht der Chriftl. Verein junger Männer", wie überhaupt Grunde, welche gestern vor der Berufungs Straftammer des das Muckerthum, nicht zu sehen; es fließt diesen Leuten zu aus berichtet: Landgerichts I verhandelt wurde. In der hiesigen Gewerbetausenderlei verborgenen oder offenen Quellen, und selbst für Die Neue Freie Boltsbühne" hatte am lektvergangenen schule, welche 8. 3. von 270 Schülern besucht wird, fanden im die fostspieligsten Unternehmungen wird das Geld schließlich Sonntag im Müggelschloß", Friedrichshagen, ein Waldfest Januar und Februar d. J. d. J. die Klausurarbeiten der immer noch wieder zufammengebracht.- Ueber die Entstehungs arrangirt; zu diesem Behuse waren 40 Stellner nöthig, die der Examinanden statt. Da sich in der Nähe der Schule verschiedene geschichte des Zweigvereins Alexanderplatz" hat der Vereins Birth aus allen möglichen sogenannten Kontrollen" und Restaurationen mit Damenbedienung befanden und der Direktor vorsitzende von Rothkirch bei der Einweihung der Filial- sonstigen Kommissionärspelunten zusammengetrommelt hatte. Der befürchtete, daß die Schüler die ihnen zu Gebote stehende freie räume eine Rede gehalten, die jezt im Jahrbuch" gedruckt vor Borstand der„ Voltsbühne" hatte es unterlassen, die Bedingung, Beit dort zubringen könnten, gestattete derselbe dem Schuldiener liegt. Diese Geschichte ist so merkwürdig, daß sie wirklich in daß die Hilfskräfte vom tostenlosen Arbeitsnachweis Bolduan, Den Schülern auf Verlangen Flaschenbier weiteren Kreisen verbreitet zu werden verdient. Herr der organisirten Gastwirthsgehilfen genommen zu holen. Den Schülern behagte das Getränt nicht; sie baten von Rothkirch meint, nothwendige Voraussetzung für werden sollen, schriftlich in den Kontralt mit aufzunehmen; der den Schuldiener, ihnen Bier von der Schloßbrauerei Schöneberg die Erfolge der Filialgründung fei, fet, daß dieser Ort nachträglich geäußerte Wunsch blieb einfach unberücksichtigt. zu besorgen. Bolduan kam dem Wunsch nach und von dieser von Gott felbst bestimmt sei", und fährt daher mit dem Wunsche Wie aus einem uns vorliegenden Arbeitsschein", den der Beit an lieferte die Brauerei täglich amei Kästen voll Flaschenfort: Möchte die Entstehungsgeschichte dieser Stätte diefelbe als eine von Gott bestimmte erweisen!" Er erzählt dann, wie der Kommissionär Weber, Kürassierstraße, die Gnade hatte, jedem, bier, welches den Schülern ohne Aufschlag von den Bolduan'schen Da Frau Bolduar mit dem ZuBorstand mehrere Stadtgegenden ins Auge gefaßt hatte. Aber der ihn haben wollte, für 50 Pf. auszustellen, hatten die be- Eheleuten abgelassen wurde. ein erster Versuch, in der Nähe des Oranienburger Thores uns treffenden Kellner um 5 Uhr Morgens anzutreten, um für zwei fammenholen der leeren Flaschen erhebliche Mühe hatte, so der Kutscher ihr ab und зи eine Flasche Mart bis Nachts gegen 12 Uhr zu arbeiten und am anderen schenkte anzusiedeln", sagt Herr von Rothkirch, wurde uns vom Herrn Tage noch nach zupu sen. Rechnet man den Arbeitsschein", Bier. Ein in der Nachbarschaft wohnender Bier verlegt. Wir schauten nun weiter aus und warteten auf Gottes fowie die Fahrt nach Friedrichshagen, die im Mindestfalle verleger erblickte in dieser Thätigkeit des Schuldieners Winte! Da eines Tages fagte mir unfer Generalsekretär, daß 60 Pf. foftet, so verbleiben 90 Pfennig Lohn. Daß der hart eine unerlaubte Ronkurrenz. Er erstattete Anzeige und der er gehört habe, hier am Alexanderplatz sei ein Theater schon mehrere arbeitende Kellner unter solchen Umständen geradezu zum Trink Schuldiener Bolduan wurde auch vom Schöffengericht wegen Male bankrott geworden, es stehe jetzt leer und sei vielleicht mieths geldbettel und zu noch weit Schlimmerem getrieben wird, ist ein- unbefugter Ausübung des Schankgewerbes zu der gefeßlichen weise für unsere Zwede zu haben". Der Parochus der Georgen- leuchtend. Strafe von 108 m. das Doppelte der hintergangenen JahresGemeinde, Superintendent a. D. Wegener, rieth jedoch von dem Das war nun felbft den leider zu gefügigen Rellnern, die steuern verurtheilt. Im gestrigen Termine vor der zweiten Miethen des alten Komödiantenheims ab und empfahl die gewiß an starke Stückchen gewöhnt, des Guten zu viel, und sie Instanz focht der Vertheidiger, Rechtsanwalt Dr. Bonk, das ErStadtbahnbogen gegenüber dem Polizei- Präsidium. Nun begannen die Berhandlungen mit der Eisenbahn- Behörde. In forderten 5 M. für solche, welche nachzupuzen, 4 M. für die, fenntniß des Vorderrichters energisch an. Zur Ausübung des Schankgewerbes sei doch in erster Linie erforderlich, daß der Ausdiesen Tagen suchten wir durch Rücksprachen und Unterredungen beren Arbeit am Sonntag Abend beendet. Borerst lehnte Herr Täschner, der Wirth, rundweg alles ab übende einen Vortheil dadurch erziele. Dies sei vorliegend doch mit Freunden unserer Sache, wie durch viel Gebet, den Willen und erst dadurch, daß der Vorstand der„ Voltsbühne" fich erbot, nicht zutreffend, denn die Flasche Bier, welche die Ehefrau des Herrn in dieser so wichtigen Angelegenheit zu ergründen. Da, den Fehlbetrag zuzulegen, scheint auch Herr T. veranlaßt worden Bolduan von dem Kutscher erhalten habe, sollte nur eine Grwurde uns um 11/2 Uhr ein ohne Namen" abgegebenes Briefchen überreicht, das mit zu sein, von seinem hartnäckigen Standpunkt abzugehen, und hat fenntlichkeit für ihre Hilfeleistung sein. der Bestimmung für den Zweigverein" einen Hundert dann schließlich das Geforderte bezahlt. eines Abends spät, " Der Gerichtshof schloß sich diesen Ausführungen an, hob das erste Urtheil auf und fällte ein freisprechendes Erkenntniß. markschein enthielt und einen schönen bezüglichen Segens- Ueber eine ungeheure Brutalität wird uns aus dem wunsch! Dies nahmen wir, gerade an diesem Abend, als Haufe Höchstestraße 17 berichtet. Der Drehorgelspieler Schulz Welchen Weg bisweilen das Fleisch nimmt, welches von einen Fingerzeig Gottes auf." In der daher sofort einberufenen hatte sich am Dienstag Nachmittag auf den Hof des oben ge- den Thierärzten als ung enießbar verworfen und der Abdeckerei Beirathssigung hielten wunderbarer Weise" die Gegner des nannten Hauses begeben, um dort zu spielen; hier aber wurde überwiesen wird, lehrte eine Verhandlung, welche vor einigen Projektes mit ihren Einwänden zurück. Es wurden auf zehn ihm bedeutet, daß dies nicht gestattet sei und alsbald schnallte Tagen vor der neunten Strafkammer des Landgerichts I statt. Jahre 2 Stadtbahnbogen gegen 1500 M. pro Jahr gemiethet. er das Instrument wieder auf den Rücken, um sich zu entfernen. fand. Der Schlächter Jakob Werner zu Friedrichsberg und ( Daß das wunderbar billig, nicht nur für die dortige Gegend, Da trat ihm auf dem Hausflur der Portier Scheibner entgegen, die beiden auf der fiskalischen Abdeckerei b schäftigt geweſenen sondern besonders auch mit Rücksicht auf die so überaus spar stellte den halbgelähmten Mann zur Rede und stieß, als sich der Arbeiter Karl 2ucht und Gustav Börlig waren des Bandenfame, den Unterbeamten und Arbeitern gegenüber stets knappfende Drehorgelspieler verantworten wollte, denselben berartig gegen diebstahls, die Ehefrau Marianne Werner war der gewerbsEisenbahnbehörde, ist Herrn von Rothkirch nicht aufgefallen.) Die die Brust, daß er zu Boden fiel. Nun holte der Portier eine mäßigen Hehlerei und alle vier Angeklagte waren des VerSache ging weiter. Jest legte uns Gott der Herr eine lange Geduld- Baunlatte, mit welcher er dem Sch. einen Hieb über den Kopf gehens gegen das Nahrungsmittel Gefeß beschuldigt. In waren Diebstähle die drei erften An probe auf, da wir, nach Einreichung der bezüglichen Pläne versetzte, daß der Alermste besinnungslos zusammenbrach und Betreff der zum Ausbau der Bogen, volle 3 Monate auf die polizeiliche später auf Veranlaffung der Polizei nach dem Krankenhause geklagten geständig. Sie räumten sechs Fälle ein. die in der Abdeckerei Genehmigung berselben warten mußten!" Die Genehmigung tam Friedrichshain gebracht werden mußte. Natürlich hatte der ber Schuppen, die zur vorläufigen endlich, der Ausbau erfolgte mit Gottes Hilfe", aber unter Borfall viele Zeugen gehabt, die nun gegen den Portier Front Aufnahme des verworfenen Fleisches dienen, wird von einem Zeitung zweier Baumeister, und der größere Theil des für die machten, so daß diefer polizeilichen Schutz nachsuchen mußte, Weg begrenzt und hat nach dieser Seite hin ein Fenster. Lucht Einrichtung nöthigen Geldes wurde beschafft." So waren wir doch dauerte es längere Zeit, ehe die Menge, die Sch. lynchen und Pörlig wußten sich mit Hilfe eines Nachschlüssels Zutritt zu in den Stand gefeßt, die Einrichtungsgegenstände anzuschaffen in wollte, auseinandergetrieben werden konnte. diesem Schuppen, zu verschaffen. Zur verabredeten späten Abendder Hoffnung, daß die etwa noch fehlende Summe von stunde hielt Werner mit einem Sandwagen auf dem Wege neben ca. 1000 m. der Herr uns noch senden würde." Die Kosten dem Schuppen und Lucht und Pörlig warfen dann große Stüde des bloßen Ausbaues wurden auf 28-24 000 m. be Fleisch durch das Fenster hinaus. Es sollen bisweilen sechs bis A18 der Kaufmann Simon Wolff, der 55 Jahre alt war und Solmsstr. 10 wohnte, ist der Unbekannte festgestellt worden, Einer 22 Sieben Bentner gewesen sein. Am Abend des 26. Februar wurde nit mit den eigenen Worten des Urtheils dieses fapitalistischen Wirthschaftsweise jede Werner von dem Gendarmen Klößsch, der in der Gerichtes wiedergegeben war. Den zweiten Theil des Be: währenden Wechselungen und Schwantun Nähe verborgen ge jalten, überrascht. Es befanden sich richtes bildeten die Revisionsanträge, die Ausführungen des Ver- und daß bei diesem Entwickelungsprozeß bereits 4 Bentner Fleisch auf dem Wagen. Die in der Werner theidigers und das Urtheil des Reichsgerichts. Diesen Bericht zweigen eine ftetig zunehmende Existenzlosn fchen Wohnung vorgenommene Nachfuchung ergab ein überdruckten eine Reihe von Beitungen ab, und aus einer von ihnen Personen immer häufiger zu Tage triit, ist der d raschendes Resultat. Es wurde im Keller ein großes Faß voll entnahm der Redakteur der Voltswacht", Paul Hennig ficht, daß ein großer Theil der Töpfer und verw Pökelfleisch gefunden, ein gleiches Faß voll Fleisch und sieben in Breslau ihn wörtlich. Das Landgericht Bres genossen, gleichviel ob ledig oder verheirathet, abn Schinken hatte Frau Werner kurz vor der Haussuchung, als fie lau erblickte nun in dieser Wiedergabe eine Be- die Landstraße gedrängt von Ort zu Ort hin- und h von der Verhaftung ihres Mannes erfahren, einem benachbarten leidigung des des Königs Don Preußen und verurtheilte werden, Restaurateur zum Aufbewahren gegeben, und ein Rinderviertel Hennig am 27. April zu 6 Monaten Gefängniß. Eine Wieder In fernerer Erwägung, daß durch vorgenannte The war von der Ehefrau eines Restaurateurs aus der Werner'schen gabe der Urtheilsgründe müssen wir uns aus naheliegenden vielfach die Unmöglichkeit eintritt, eine fleinere Gruppe o Wohnung abgeholt worden. Die Anklage nimmt an, daß alles Gründen versagen, wenngleich sich nicht bestreiten läßt, daß es firter Topfer und Berufsgenossen in einer Einzelorganisa bies Fleisch aus den Diebstählen auf der Abdeckerei im höchsten Grade wünschenswerth wäre, wenn die hierbei zu zusammen zu halten, indem die besten Kräfte innerhalb jed herrührt. Im Besige der Frau Werner fand die Polizei Tage getretenen Rechtsanschauungen zur allgemeinen Kenntniß Arbeiterorganisation am meisten unter dem Druck der Unter zwei Sparkassenbücher über 2500, beziehungsweise 200 M., gelangten.- Die Revision des Angeklagten fam in der nehmerwillfür zu leiden haben und brotlos gemacht werden, das Geschäft scheint demnach ein sehr einträgliches gewesen zu heutigen Stzung des 4. Straffenats des Reichsgerichts zur Ver- Drittens, weil die bestehenden und immer wiederkehrenden fein. Der bereits wegen Betrugs und Diebstahls vorbestrafte handlung. Der Vertheidiger, Herr Rechtsanwalt Hacke von hier, Krifen nach und nach ständig bleiben werden, und bei längerer Werner ist übrigens eine feineswegs gut beleumundete Persönlich der auch im Januar den obenerwähnten Redakteur Feldmann ver- Anbauer fleinere Organisationen ohne weiteres in Frage stellen, feit. Er war der Geliebte der Frau Baneß, die vor einigen treten hatte, rügte Verkennung des Begriffes der Be- Beschließt der 8. deutsche Töpfertongreß, den Allgemeinen Jahren von dem Schneider Klausin ermordet wurde. Frau leidigung. Dem abgedruckten Berichte fehle jede eigene Unterstützungsverein der Töpfer und Berufsgenossen Deutschlands Banes betrieb schon damals einen schwungvollen Fleisch- Kritik und es sei auch nicht festgestellt, daß der Angeklagte als Organisation für die Töpfer Deutschlands anzuerkennen; die handel. In der Boruntersuchung hatte Werner angegeben, die Absicht gehabt habe, nur durch die objektive Wiedergabe zu Kollegen werden allerorts ersucht, Mitgliedschaften des vordaß er das gestohlene Fleisch an Schiffer verkauft beleidigen. Herr Reichsanwalt Kreplin beantragte die genannten Vereins zu gründen und sich durch Wahl eines Vorhabe, die mit ihren Kähnen bei Stralau und Rummels Verwerfung der Revision, da das, worauf es in solchen Fällen standes oder Vertrauensmannes anschließen zu lassen. burg lagen. Im Verhandlungstermin widerrief er diese ankomme, fehlerlos festgestellt sei. Mit Recht sage das Urtheil, Der Kongreß tritt endlich der irrigen Meinung entgegen, die Angaben insoweit, als er den Schiffern ausdrücklich gesagt daß der Angeflagte, wenn er einen anderen Zweck als den der lokalen Mitgliedschaften hätten teine Bewegungsfreiheit. Jede haben will, daß das Fleisch nur als Hundefutter zu verwerthen Wiedergabe der Beleidigung verfolgt hätte, er sich anders hätte Mitgliedschaft wird aufgefordert, wenn erforderlich, mit Gewerk. fei. Er habe es auch nur als solches bezahlt erhalten. Das ausdrücken und die fraglichen Stellen hätte weglassen tönnen, schaften gleicher Art Verträge einzugehen, welche für die lokalen Fett habe er vorher von dem Fleische losgetrennt und es an daß er demnach die Beleidigung habe weiter verbreiten wollen. Verhältnisse des einzelnen Ortes nüßlich sind. Seifenfieder verkauft. Werner behauptete ferner, daß dasjenige Das Urtheil des Reichsgerichts lautete ohne weitere Begründung Fleisch, welches in seiner Wohnung beschlagnahmt, und dasjenige, auf Verwerfung der Revision. welches an Restaurateure geliefert wurde, gesund und gut gewesen sei. Er sei ein ständiger Einkäufer in der Markthalle gewesen und könne sich hierüber auf Zeugen berufen. Der Vertheidiger, Rechtsanwalt Wurm, hielt diesen Entlastungsbeweis für so wichtig, daß er die Vertagung beantragte. Der Gerichts hof glaubte ebenfalls, dem Angeklagten Werner diesen Beweis nicht abschneiden zu sollen und vertagte deshalb die Verhandlung. Gewerbegericht. Sigung vom 24. Juni. Rammer VI. Der Schleifer Schiller flagt gegen die Stockfabrikanten Gebrüder Kalinowsti auf Zahlung eines Lohnrestes für einen Tag, und awar verlangt er den zweiten Pfingsttag, und im Falle der AbLehnung feines Klageantrages, den Himmelsfahrtstag bezahlt. Er stüßt sich darauf, daß er in Wochenlohn bei den Beklagten beschäftigt war. Kläger hat, wie seine Bernehmung ergab, beinahe ein Jahr bei denselben gearbeitet und während dieser Zeit bisher nie auf die Bezahlung der gesetzlichen Feiertage Anspruch erhoben. Er wurde mit seiner Klage tostenpflichtig abgewiesen. Die Urtheilsbegründung lautete: Der Gerichtshof habe ich nicht davon überzeugen können, daß, wenn auch Kläger in Wochen John angenommen war, er Anspruch hatte auf die Bezahlung berartiger gefeßlicher Feiertage. Prinzipiell ist diese Entschei dung nicht, da besondere Umstände in diesem Ginzelfalle für sie maßgebend waren; betreffs der Bezahlung der Feiertage an Wochenlohnarbeiter hat das Gewerbegericht bisher noch feine grundsägliche Entscheidung getroffen. Nur einmal wurde von einem der amtirenden Assessoren die Bezahlung eines gefeß lichen Feiertags an einen in Wochenlohn stehenden Arbeiter als gefeglich bezeichnet, worauf der beklagte Arbeitgeber einen entsprechenden Vergleich schloß. " Der Kongreß erklärt weiter, jeder Zöpfer, welcher als organisirt gelten will, muß dem Allgemeinen deutschen Töpferverein angehören.( Berlin ausgenommen.) Leipzig, 28. Juni. Das Reichsgericht hat in dem LandesDem Berichte der drei Delegirten Hagen, David und verraths- Prozesse gegen den Gastwirth Emil Fohrer aus Bies- Thieme folgte eine ausgedehnte Diskussion, an der von beim im Elsaß den Angeklagten wegen versuchten Landesverraths zentralistischer Seite Jacobey, Tschibulati, Münsterzu 7 Jahren Zuchthaus und 10 Jahren Ehrverlust verurtheilt post und Greier theilnahmen. Bu bemerken ist noch, daß und die Vernichtung des beschlagnahmten Notizbuchs des An- die Verbandsbeiträge wie folgt normirt sind: bei einem Wochengeklagten, welches Stizzen der Forts von Neubreifach enthält, lohn bis zu 13 M. Beitrag 15 Pf. pro Woche, von 18-20 m. angeordnet. Während der Urtheilsbegründung wurde wegen Beitrag 20 Pf. pro Woche, von 20-30 M. und darüber BeiGefährdung der Sicherheit des Staates die Oeffentlichkeit wieder trag 30 Pf. pro Woche. Zum Schlusse der Diskussion und mit ausgeschlossen. ihr der Versammlung gelangte unter Ablehnung einer von Jacobey und Genossen beantragten Resolution folgende von Daudert eingebrachte Resolution mit bedeutender Stimmenmehrheit zur Annahme: Soziale Meberlicht. T " Aufnahme in den Die heutige Versammlung erklärt sich mit der Thätigkeit ihrer drei Delegirten auf dem 8. deutschen Töpferkongresse einverstanden und beschließt strengste Verwahrung einzulegen der letzten Volkszählung, am 1. Juni 1890, aus 62 622 250 Per ben Rongreß, sowie gegen Eingehung irgend eines Kompromisses, Die Bevölkerung der Vereinigten Staaten bestand be gegen eine Beseitigung des Vertrauensmänner- Systems durch sonen; mit den Indianern und anderen Personen auf indianischem da das Fortbestehen einer Verbandsfiliale in Berlin bei event. Territorium, indianischen Reservatgebieten und in Alaska mit vorkommenden Lohnkämpfen, wie es die letzte Lohnbewegung beeingerechnet, betrug die Bevölkerung 62 979 766 Personen. Im wiesen hat, ein gemeinsames Vorgehen unmöglich macht. In Jahre 1880 belief sie sich mit Ausschluß der vorerwähnten anbetracht dessen beschließt die heutige Versammlung, die bisIndianer- auf 50 155 283. Der absolute Zuwachs in dem herige Form des Vertrauensmänner Systems als geeignetste Jahrzehnt war daher 12 466 467 oder 25 pCt. Zwischen 1860 Stampfesorganisation beizubehalten, diefelbe nach Kräften auszuund 1890 verdoppelte sich die Bevölkerung: im ersteren Jahre bauen und die Kollegen Deutschlands zu veranlassen, hierzu betrug fie 81 448 321- die Indianer nicht mit einbegriffen. Stellung zu nehmen, um mit der unzulänglichen festen Zentraliangenommen, daß die Zunahme der Bevölkerung seit 1. Juni fationsform endgiltig aufzuräumen, da dieselbe für den eigent1890 sich in demselben Verhältniß vermehrt habe, wie während lichen Hauptzwed, Lohnfampf und Agitation, teine Mittel übrig der Jahre 1860-90, so müßte dieselbe am 1. Juni 1893 bei- bat, vielmehr der weitaus größte Theil aller Einnahmen für nahe 67 300 000 gewesen sein. Von der Gesammtbevölkerung Verwaltungsfoften, Wanderunterstützung zc. verbraucht wird, wie Die Elberfelder Straffammer verhandelte vor einigen die Indianer ausgeschlossen- waren 53 372 703 ameridieses der Rechenschaftsbericht von Halle und die erfolgten AbZagen gegen den verantwortlichen Redakteur des hiesigen tanischer und 9 249 547 oder 14,7 pct. fremder Geburt. Die rechnungen anderer Berbände zur Genüge ergeben haben." Generalanzeigers", Herrn Dr. Roßbach, wegen Belei größte Anzahl der letzteren Klasse war in North Dakota, welches digung der hiesigen Hauptlehrer. Angeklagt war 45.58 pGt. hatte. Unter den anderen Staaten hatte Minnesota In der Versammlung des Vereins zur Wahrung ein Artikel in Nr. 181 des Generalanzeigers" vom 5. Ottober 35,9 pt., Wistonsin 30,78, Rhode Island 30,77, Kalifornien der Interessen der Gast- und Schantwirthe vorigen Jahres, worin den hiesigen Hauptlehrern absucht 30,32, Massachusetts 29,35, Newport 26,19, Michigan 25,97, vom 23. Juni hielt Dr. 3 adet einen Vortrag über:„ Die und Gewiffenlosigkeit vorgeworfen wurde. In Konnektikut 24,6, New Jersey 22,77, Illinois 21,01, Sowa 16,95, optischen und physikalischen Instrumente in der Medizin". Eine Disdem Artikel wurde behauptet, daß die Hauptlehrer von der Pennsylvanien 16,08, Ohio 12,51 und Kansas 10,86 pet. Be fussion über den mit großem Beifalle aufgenommenen Bortrag ihnen für Reinigung und Heizung der Klassenzimmer ausgefeßten völferung von fremder Geburt. Mehrere der neuen Staaten fand nicht statt. Der Antrag des Kollegen E. Böhl, 200 M. für Pauschalsumme von 96 M. jährlich dadurch Ersparnisse machten, und Territorien im Nordwesten hatten große fremde Be- den Wahlfonds der sozialdemokratischen Partei zu bewilligen, daß sie minderwerthiges, mit Asche und Kehricht vermischtes völkerungen. Unter den nördlichen Staaten hat Indiana den wurde nach längerer Debatte angenommen. Heizungsmaterial lieferten. Die Verhandlung ergab, daß der geringsten Prozentsah von Einwohnern fremder Geburt- Verein fanden folgende Kollegen: Wilh. Dannenberg, KastanienArtikelschreiber so ziemlich ins Schwarze getroffen hatte. Sechs nämlich 6,67 pet.; Virginien, Tennessee und Arkansas haben jedes Allee 94; Heinrich Möller, Straße 44a Nr. 8; Joh. Schoemann, zehn als Zeugen geladene Klaffenlehrer bekundeten, daß that nur 1 pet. Die Gesammitzahl der Personen von afrikanischer Ab- Heimstr. 16. Mehrere Anträge, welche noch auf der Tagesfächlich seit dreizehn Jahren in fünf hiesigen Schulen wegen des stammung war am 1. Juni 1890 in den Vereinigten Staaten 7 470 040, ordnung standen, wurden vertagt, um denjenigen, welche fich schlechten und dazu nicht einmal ausreichenden Heizungsmaterials außerdem gab es noch 107475 Chinesen und 2039 Japaner. Im Jahre noch an der Agitation für die Stichwahlen betheiligen wollten, im Winter die Zimmertemperatur so niedrig gewesen ist durch 1860, gerade vor dem Ausbruch des Sezessionisten Strieges, nicht länger aufzuhalten. Deshalb fand auch die Versammlung schnittlich 5-9 Grad Reaumur, daß Lehrer und Schüler die zählte die Bevölkerung von afrikanischer Abfunft 4441 830 Per einen frühen Abschluß. Mäntel anziehen mußten, um sich gegen die Kälte einigermaßen fonen. New York war bis zur Zeit der Volkszählung von zu schützen. Alle Beschwerden bei den Hauptlehrern und in 1890 der volfreichste Staat der Union. Illinois nahm 1890 den Arbeiter und Arbeiterinnen Deutschlands erörterte in seiner Der Verband der im Vergolder- Gewerbe beschäftigten einzelnen Fällen bei der vorgesetzten Behörde brachten feine Ab zweiten Rang, Ohio den vierten, Missouri den fünften ein, und legten Bersammlung die betrübenden Zustände, welche naienthilfe. Die Verhandlung warf namentlich interessante Streiflichter bann folgten Maffachusetts, Texas, Indiana und Jowa. Die lich in der Leistenbranche vorherrschen. Bei den Firmen Jörs auf das Verhalten der städtischen Schulverwaltung den ver- Bevölkerung der nordwestlichen Gruppen von neuen Staaten veru. Sohn, August Werkmeister und andere sind z. B. Löhne von einzelten Beschwerden gegenüber. Ginem Klassenlehrer, der dem doppelte sich während 1880-90, während Nevada an Bevölke 10 bis 15 M. feine Ausnahme. Durch vielfache Abzüge ist der Stadtschulrath Dr. Bordstein gegenüber diese Mißstände erörtert rung abnahm. Das Wachsthum des Staates Washington von Lohn für Akkordarbeit auf die Hälfte gesunten; die Arbeiter hatte, wurde mit Verfegung bedroht; ein anderer Lehrer, der sich 1880-90 war verhältnißmäßig größer als das irgend eines fehen unter diesen Umständen ihre Lage immer tiefer sinken, ohne beschwerdeführend an die vorgesetzte Behörde gewandt hatte, anderen Staates, seine Bevölkerung verfünffachte sich beinahe baß sie, dank ihrer Indifferenz, ernsthaft an eine Bewegung zur wurde derartig barsch angefahren, daß er es vorzog, lieber weiter während dieser Periode. In 1880 gab es nur eine Stadt, die Besserstellung ihrer Lohn- und Arbeitsverhältnisse denken. Bezu frieren, als die Angelegenheit ein zweites Mal zur Sprache eine Bevölkerung von über 1 000 000 Seelen besaßnämlich schlossen wurde, durch lebhafte Agitation die unorganisirten zu bringen. Ein Mitglied des Schulvorstandes, das die Richtig New- York. Im Jahre 1890 gab es drei solcher Städte näm Rollegen an ihre gewerkschaftlichen Blichten zu gemahnen. Zum feit einer eingelaufenen Beschwerde untersuchen sollte, begnügte lich New- York, Chicago und Philadelphia. Im Jahre 1870 gab Schluß wurde noch bekannt gegeben, daß die Firma Rosenzweig, sich damit, festzustellen, daß es in dem Klassenzimmer allerdings es nur 14 Städte, von denen jede mehr als 100 000 Einwohner Lüneburgerstr. 24, ebenfalls Lohntürzungen vornimmt. sehr kalt sei und die Kinder auf den kommenden Frühling zu enthielt; 1880 hatte sich diese Bahl auf 20 und 1890 auf 28 vertrösten. Angesichts eines solchen Verhaltens der städtischen vermehrt. Schulverwaltung ist es erklärlich, wenn die Klassenlehrer sich nicht weiter beschwerdeführend an die vorgesetzte Behörde wandten, wie denn auch sämmtliche Beugen auf Befragen, warum sie nicht Anzeige erstattet hätten, erklärten, daß es eine mißliche Sache sei, sich mit dem Hauptlehrer zu überwerfen und sich bei der städtischen Schulverwaltung in Mißkredit zu bringen. Ein Klaffenlehrer führte ein Halsleiden, mit Der sozialdemokratische Wahlverein für den vierten dem er seit einigen Jahren behaftet, ist und ein anderer Berliner Reichstags- Wahlkreis hatte am Dienstag eine Vereinen hartnäckigen Rheumatismus auf diese Uebelstände zurück. fammlung, in welcher Adler einen mit lebhaftem Beifall aufNach etwa einstündiger Berathung verkündete der Gerichtshof genommenen Vortrag über die Landbevölkerung und die Sozial- Im Verein der Bau- und gewerblichen Hilfsarbeiter das Urtheil, das dem Angeklagten zwanzig Mart Geld- demokratie hielt. Unter anderen flocht der Redner eine Reihe für Schöneberg und Umgegend wurde am 18. Juni über einen strafe auferlegte. In der Begründung wurde hervorgehoben, von Mittheilungen über vorgekommene Wahlbeeinflussungen in von Seibel eingebrachten Antrag verhandelt, wonach franke daß die oben geschilderten Zustände allerdings die Kritik heraus- fein Referat ein, die von Neuhaus, Stabernack, Dastig, Lapen, Kollegen vom Verein aus unterstützt werden sollen. Dieser Angefordert hätten. Der Angeklagte hätte seine Beschuldigungen Lütgenau, Koch und Göriß noch ergänzt wurden. Zu Revisoren trag wurde jedoch abgelehnt und beschlossen, daß Kranke wie aber nicht gegen alle Hauptlehrer richten dürfen, ba nur in bezug wählte die Versammlung darauf die Genossen Fischer, Scholz bisher auf privatem Wege durch Listensammlung unterstüt auf fünf der Beweis der Wahrheit geführt worden sei. Die und Gadegast. Nachdem auf die am 11. Juli stattfindende werden sollen. Zum Schluß wurden die Mitglieder in einer Frankfurter Beitung", der wir diesen Bericht entnehmen, be- Generalversammlung hingewiesen war, wurden die Briefkasten- Resolution zur fleißigen Betheiligung an der Wahlarbeit aufmerkt hierzu: Dieses Urtheil bildet wieder eine interessante Fragen erledigt. Bu längerer Debatte gab die Anfrage wegen gefordert. Illustration unserer preßrechtlichen Zustände. Der Redakteur Berleihung der Fahnen und Dekorations- Utensilien an den zieht schwere Uebelstände aus Tageslicht und führt dadurch Arbeiter- Sängerbund Veranlassung. Diese Organisation hält geDie in der Marmor- und Granitbranche beschäftigten voraussichtlich deren Abstellung herbei. Er hat sich dadurch ohne meinschaftlich mit der Arbeiter Bildungsschule am 9. Juli ein Arbeiter nahmen in einer am 27. Juni stattgefundenen öffentZweifel um weite Kreise des Publikums ein großes Verdienst Fest ab, bei welchem diese Gegenstände verwendet werden sollen. lichen Versammlung den Bericht ihres Delegirten vom 6. Steinund den Dank der Eltern, Lehrer und Kinder erworben; das Gegen einige Stimmen wurde schließlich ein Antrag angenommen, megfongreß in Frankfurt a. M. entgegen. Der Kongreß hat auf Gericht aber diktirt ihm wegen eines geringfügigen, wahrschein wonach die Fahnen und Dekorationsstücke zu diesem Fest herzu- Antrag der sächsischen Delegirten hin mit großer Majorität als lich kaum vermeidbaren Formfehlers eine Geldstrafe! Wie leihen find. fernere Organisationsform die lose Zentralorganisation mit Verermuthigend muß das wirken!" Aber, liebe Frankfurterin, foll trauensmännersystem gewählt. Der bisherige Zentralverband denn zur Aufdeckung von Mißständen überhaupt ermuthigt den Bericht über den letzten deutschen Töpferfongreß in Halle a. S. und macht der 3 entral Organisation aller in der Eine öffentliche Töpferversammlung nahm am 27. d. M. der Steinmegen Deutschlands", geht zum 1. Oktober d. J. ein entgegen. Auf dem Kongreffe waren 22 Ortschaften durch Steinindustrie beschäftigten Arbeiter Deutsch= Reichsgericht. Leipzig, 27, Juni.( Majestäts 32 Delegirte vertreten. Der Zentralverband ist durch den Kongreß land 3" Play, in der sich alle verwandten Berufe verschmelzen beleidigung.) Daß auch in dem Abdruck eines Berichtes begründet worden. Die Berliner Töpfer werden als organisirt follen. Berlin wurde als Vorort und Siz der Geschäftsleitung über eine Verhandlung wegen Majestätsbeleidigung unter Um- gelten, auch wenn sie nicht dem Verbande beitreten; auch werden gewählt. Einige Berliner Delegirte wurden beauftragt, unter ständen eine neue Majestätsbeleidigung erblickt werden kann, hat die reifenden organisirten Berliner Töpfer Wanderunterstüßung Hinzuziehung befähigter Kollegen in fürzester Zeit den Organi der Redakteur der( sozialdemokratischen) Volkswacht" in Breslau vom Verbande erhalten, sofern dieselben ihren hiesigen Ber- fationsplan auszuarbeiten. Außer den Delegirten von Halle, erfahren müssen. Im Januar d. J. fand vor dem Reichsgericht pflichtungen nachgekommen sind. Ebenso find die Berliner Magdeburg und Augsburg waren alle Theilnehmer des Kongresses bie Revisionsverhandlung gegen den sozialdemokratischen Rebatteur Töpfer zur Unterstüßung verpflichtet. Das Fachorgan Der durchaus nicht mit der Schreibweise des Bauhandwerker" Feldmann in Langenbielau statt, welcher vom Landgericht Schweid- Töpfer" bleibt bestehen. In betreff der Koatstorbfrage und( ihres Fachorgans) einverstanden, da jedoch keins der Organe nig wegen Beleidigung des Königs von Preußen zu 1 Jahre Ge- Fensterfrage wurde eine Petition an den Reichstag um reichs- verwandter Berufe so wie„ Der Bauhandwerker" auf dem Boden fängniß verurtheilt worden war. Ueber diese Berhandlung ging gefegliche Regelung dieser Fragen beschlossen. Die internationalen der losen Zentralorganisation steht, so werde man dies Blatt einer größeren Anzahl von Zeitungen aller Parteien ein gleich beziehungen foll eine Kommission regeln. Die vom Kongreffe wohl auch in Zukunft beibehalten. Um die Agitation möglichst lautender Bericht zu, in welcher der Thatbestand( es handelte sich beschlossene Resolution betreffs der Organisation lautet wie folgt: intensiv betreiben zu können, foll Deutschland in Bezirke mit beum den Abdruck einer Thierfabel) angedeutet und die bemfelben In Erwägung, daß bei der heutigen industriellen Ent- stimmten Vororten getheilt werden. Nur wenn geeignete zu theil gewordene Beurtheilung durch das Landgericht Schweide wickelung, sowie unter der immer weiter um sich greifenden agitatorische Kräfte in demselben nicht vorhanden sind, hat die werden? Versammlungen. Der Bauarbeiterverein der Rosenthaler Vorstadt beschloß in seiner Versammlung vom 18. Juni, daß dem Mitglied Ehrengrube die Unterstützung von 6 M. nicht gewährt werden foll. Die Angelegenheit des Mitgliedes Häusler fand dadurch ihre Erledigung, daß die Krankheitsbescheinigung vorgebracht wurde. Zum Schluß forderte Gaßmann die Mitglieder auf, das am 12. August in Noack's Festsälen, Brunnenstr. 6, stattfindende neunzehnte Stiftungsfest zahlreich zu besuchen. Die nächste Verfammlung tagt am 16. Juli. Ersuchen folche zu entfenben. Für ganz vom 1. Oftober ab eine gemeinsame Diarte am Generalfonds zur Ausgabe, deren Werth zu jedem Ort überlassen bleibt. Einige anwesende Steinmegen bestätigten, resp. ergänzten diese Ausat welchen fich nach längerer Distuffion die Vereinverstanden erklärte. In einer baldigst einen kombinirten Versammlung mit den Steinmetzen soll ussion fortgesetzt und die Kommission zur Ausarbeitung cganisations- Entwurfs gewählt werden. Mit einem Hoch sie internationale Sozialdemokratie wurde die Versammlung chlossen. Der Verein deutscher Schuhmacher, Filiale I, hatte am 19. Juni eine Vereinsversammlung, in welcher Dr. Blasch to einen mit großem Interesse entgegengenommenen Vortrag hielt. Hierauf wurde der Vorstand beau tragt, zwei feste Lotale für Bersammlungen zu besorgen. Zum Schluß wurde zu zahlreichem Besuch des Stiftungsfestes aufgefordert. Die nächste Berfammlung tagt am 3. Juli bei Gründel, Dresdenerstr. 116. Fund der gefelligen Arbeitervereins Berline und gegend. A. H. 56. Nach§ 123 Nr. 3 der Gewerbeordnung könen e Buſchriften den und betreffend find zu richten an: gente: Arbeiter ohne Einhaltung der Kündigungsfrist entlassen werden, bund, Andreasfir. 3 bet Noll. Bergmannftr. 21, Hof 3 2r. Donnerstag: Bergnügungsverein Bruder Rauchtlub Graue Wolte, Krautstr. 48. wenn fie unbefugt die Arbeit verlassen haben oder sonst Musikverein Osiris, Adalbertstr. 21. Gefelliger Berein Grüne den nach dem Arbeitsvertrage ihnen obliegenden Verpflichtungen ice( vor dem Salle'schen Thor), Solmsstr. 1 bei Razorte. Bimmer Schüßenverein Fein Korn, Boechstr. 61 bet klatt. Regel- Klub nachzukommen beharrlich verweigern. Aus den gesperrt Luftige 18", Wienerftr. 1 bet Boll. Bergnügungsverein Jugendlust, gedruckten Worten ergiebt sich, daß Fortgehen zur Ausübung Ohmgaffe 2 bet Krebs. Rauchflub Frisch auf, koppenstr. 43 bet Lorenz. des staatsbürgerlichen Wahlrechts tein Entlassungsgrund ist; es ist fein unbefugtes und feine Arbeitsverweigerung. Rafino, Aderstr. 144. -OW Lüneburg. Gendarmen sind in Preußen nicht wahlberechtigt; die entgegenstehende Antwort ist Folge eines sehr unliebsamen Schreibfehlers. Nach§ 2 des Wahlgefezes sind die Personen des Soldatenstandes nur so lange wahlberechtigt, als fie fich bei der Fahne befinden". Dte Gendarmen unterstehen war der Militärgerichtsbarkeit, unterstehen auch sowohl militärischem wie zivilem Kommando, werden aber nicht als„ bei der Fahne befindlich" erachtet. Gefangverein' It: Dessau, Abends& Uhr, bet find, Wrangelftr. 91. Gefang-, Turn- und gesellige Vereine. Donnerstag. Männer Gesangsabtheilung des fozialdemokratischen Arbeitervereins für Weißenfee und umgegend. Donnerstags und Sonnabends Abend; yrolienne, Abends 9 Uhr bet Faunmann, Reichenbergerstr. 73a. bei Müller( Pfeifenmüller), Königs Chauffee. Männer Gefangverein Gefangverein íodenrein, gemischter Ghor, jeden Donnerstag von 9 bis 11 Uhr bei Knapp, Kaftanien- Allee 95/96. Privat- Theaterverein Fideler Geist a", Abends 9 Uhr, im Märkischen Sot, omiralitr. 18.- Theater- Berein Bultania 2" 9 Uhr, Borstädtisches Zurnverein Gesundbrunnen( Lehrlings- Abtheilung) turnt Montag und Donnerstag Abend von 8-10 Uhr, in der Zurnhalle, Banfftr. 26. W. 17. 1. Die Vereinbarung, daß Sie eine Summe zahlen Gefelliger Klub Blau Beilchen, Abends 9 Uhr, Restaurant Lehmann, Maunynftr. 44. 9 Uhr bei Schröder, Stegligerftr. 18. Berein ehemaliger 22. Gemeindefchüler, punti follen, falls Sie jemand anders heirathen, ist ungiltig und ge fropfenverein Wedding, Abends währt fein Klagerecht. 2. Sollte die Vereinbarung einen 8 Uhr, bei Selterhoff, Antonftr. 5.- Bergnügungs- Verein Renata s uhr, anderen Inhalt haben, so sprechen Sie unter Mitnahme einer Abends im Restaurant Göz, Drantenftr. 158. Gefangverein Broletariat Mit der Frage der Sonntagsruhe beschäftigte sich der( gem. Chor) Abd. 9 Uhr, Uebungsstunde 6. Möwes, Böckyfir. 8.- GefelligerBerein Abschrift des Scheines zwischen 12 und 1 Uhr vor. Universum, Sigung mit Damen Abends 9% Uhr 6. Hagemann, LothringerBerband selbständiger Konditoren in feiner am 22. Juni ftraße 81. Vorträge, Fidelitas. K. E. 9. 3n Ihrer Heirath hier als Defterreicher ist Geselliger klub der alten abgehaltenen Versammlung. Das einleitende Referat, welches Moabiter, Stephanstr. 23, bet Littto, jeben Donnerstag um 8% Uhr und nur die Beibringung der von Ihnen erwähnten Papiere und, beifällige Aufnahme fand, hatte Herr Weigert übernommen. Die Berein univerfum, Gigung Abends 9% Uhr, tm Restaurant Neumann, Vaters nothwendig. Wenn der österreichische Konsul Ihnen mitjeden Donnerstag nach dem 15. im Monat Sigung mit Damen. Gefelliger falls Sie noch nicht 25 Jahre alt find, die Einwilligung Ihres eingeladenen Arbeiter erklärten sich mit der Sonntagsarbeit, Sinienftr. 19: Vorträge, Fidelitas. Verein Gemüthlich feit und Klub soweit sie das Gefeß gestatte, einverstanden, jedoch verlangten Sumor, Abends 9 Uhr, Lothringerfir. 105: Geselliges Betfammenfein mit, getheilt hat, er könne Ihrem Wunsche, ein Fähigkeitsattest" fie als Entschädigung einen Wochentag vollständig freigegeben. bends 9-11 Uhr, Bazenhofer Ausschant, Landsbergerfir. 82. Damen, Fidelitas und Tanz. Männergefangverein Gangesfreunde zwecks Heirath zu erlangen, nicht entsprechen, so hat er ganz Berein Recht. Lassen Sie sich die Bescheinigung ausstellen, von welchem In ihrer Antwort redeten die Meister des langen und breiten albesgrün, Abends 9 Uhr Sigung bet Nebelin, Langestraße 108. das genügt. von ihrer väterlichen Fürsorge, an der sie es den Gehilfen gegen Bitbert tub Gleichheit, jeben Donnerstag, 9 Uhr abends, bet. Net Alter ab Desterreicher heirathsmündig find über nicht fehlen lassen wollten, doch müffe bedacht werden, daß maißner, Gartenstr. 162: Sigung mit Damen. A.N. 1. Ansprüche auf Unterstützung für die Familienmitglieder fie, die Meister, ein höchst wichtiges Problem zu lösen hätten, der zu Uebungen Eingezogenen sind bei der Gemeindebehörde Rauchtlub Kollegia, Abends Uhr, in Bernhardt's deftillation, desjenigen Ortes anzubringen, an welchem der Unterstützungsnämlich die Rettung des fierbenden Handwerks und diese sei nur Staligerstr. 41. Rauchflub Waldesgrün, Abends 8 Uhr, Reftaurant möglich, wenn die unbeschränkte Arbeitszeit weiter bestehen bliebe.. Gaspar, Reichenbergerstr. 113a.- Rauchflub Dbneforge, Abends 9 uhr berechtigte zur Zeit des Beginns des Unterstüßungsanspruchs Restaurant Buder, Gräfestraße 18. Kurz, wie in so vielen Fällen, so zeigte auch hier das Kleins 8% Uhr, bei A. Böhl, Rüdersdorferftr. 8. Rauchflub Kernfpise, abends feinen gewöhnlichen Aufenthaltsort hat, und erlöschen, wenn solches Rauchflub Arabi Basha, nicht binnen 4 Wochen nach Beendigung der Uebung geschieht. meisterthum fich in seiner ganzen Silflosigkeit und Beschränkt abends 9 Uhr, bei Berndt, Perlebergerstr. 17. Klub Dhn eftreit, heit. Da die Gehilfen wacker ihren Mann standen und ihren Süd- Weft, Abends 9 Uhr, Simeonftr. 23 bei Flid. Abends 9 Uhr Springstubbe's Restaurant, Manteuffelftr. 67. Rauchflub 2. Die Höhe der Unterstützung beträgt für die Ehefrau 30 pбt. Theaterverein Mat: des ortsüblichen Tagelohnes für erwachsene männliche Arbeiter, Arbeitgebern prompt die ihnen so nöthige Auftlärung in dieser glochen, Englischer Hof, Neue Rožit. 3.- Rauchklub Brüderlich:= Frage gaben, so hatte die Versammlung nur das eine Resultat, feit, von bis 11 Uhr bei Stabernack, Pücklerstraße 49. Rauch= für jedes Kind 10 pt. diefes Tagelohns, insgesammt jedoch daß die Meister sich gehörig ärgerten. Irgend ein Beschluß tam lub Nordstern, jeden Donnerstag nach dem 15. im Monat bet nicht über 60 pCt. des ortsüblichen Tagelohns, der für erE. Heinicke, Friedrich- Karlstr. 11, Friedrichsberg. Rauchklub Eldorado, wachfene männliche Arbeiter am Aufenthaltsort des Einberufenen nicht zu stande. Abends 8 Uhr, Restaurant W. Schulze, Ontbahnhof 7. Rauchtlub Su festgesezt ist. matra, Abends 8½ Uhr, im Reñaurant Krause, Gitschinerstr. 93. Stattlub Tournee, bends 8% Uhr, bei Ulrich, Wrangelstr. 84. Rückwärts, Abends 8% Uhr bei Arndt Ballifadenitr. 47. Stat tlub Gordischer Knoten Abends 9 Uhr, bei Schilling. Ruderverein Borwärts. Sigung Abends 8 Uhr, bet Bodenburg Rommandantenftr. 10-11. Gäste wiltommen. Sießtlub ell Abends 8 Uhr bet Nagel, Schwedterstr. 23. Der Arbeiter Bildungsverein für Schöneberg und Umgegend hatte am 19. Juni eine Mitgliederversammlung, in welcher Mattutat einen Vortrag, benannt Das wirthschaftliche Leben", hielt. An der Diskussion über das interessante und mit Beifall aufgenommene Rejerat betheiligten sich Matizewski, Seidel und Schimanski. Die Rigdorfer Filiale des Berbandes der in Holzbearbeitungsfabriken und auf Holzplägen beschäftigten Arbeiter hatte am 20. Juni eine Versammlung, in welcher Potheisky über die ökonomische Entwicklung und die Klassentämpfe einen mit Beifall aufgenommenen Vortrag hielt. Der Redner wies nament lich auf die Bedeutung hin, welche die gewerkschaftliche Bewegung in der Gegenwart hat. An der Diskussion nahmen Kobold, Necker und Heinemann theil; in einem Schlußwort ermahnte der Referent die Anwesenden darauf noch zum energischen Eintreten für die Organisation. Nachdem einige Vereins angelegenheiten besprochen waren, wurde bekannt gegeben, daß sich der Arbeitsnachweis bei Schüße, Prinz Handjerystr. 7, befindet. Vereinigung der deutschen Schieds. Donnerstag, den as. Juni Abends 8% Uhr, große Bersammlung, bet Tempel, Langestr. 65. Zages: orbnung: 1. Bericht der Delegirten über die Generalversammlung. 2. Abrechnung vom Kommers. mann, Alte Schönhauferstr. 42. Privat Theaterverein Grescendo bet 1 Vermischtes. Stat Das Bremer Fregattschiff Roland", auf der Reise von Narva nach Cardiff unterwegs, ist in der Nähe von RuteMißloper an der Ostküste von Gothland gestrandet. Etwa 20 Baumwoll- Plantagen am Mississippi stehen unter Wasser. Der Schaden wird bereits auf eine Million Dollars geschäßt. Depelchen. ( Deveschen des Bureau Herold.) Arbeiter- Bildungsschule. Donnerstag bends 8x- 10% Uhr: Süd. Wien, 28. Juni. Das feudal- fleritale, Vaterland" bespricht Saule, Martendorferfir. 6( bei Grube): Unterricht in Deutsch( oberes). in einem weiteren Artikel die Wahlresultate in Deutschland und Südost- Schule, Reichenbergerfir. 133: Unterricht in Kaufmänntichem bemerkt, in dem relativ großen Zuwachs der Sozialdemokraten Sechnen, Korrespondenz und Geschichte. Dft Schule, Martusitr. 81: Unterricht in Physiologie. In allen Unterrichtsfächern, mit Ausnahme und Antisemiten sei ein sprechender Beweis für die zunehmende Mathematik und Buchführung, fönnen noch Schüler und Schülerinnen, auch Unzufriedenheit ganzer Volksschichten zu sehen. jegt im Laufe des Semesters, eintreten. Sefe- n. Diskutirklubs. Donnerfag. Dietgen, abends 8% Uhr Bet Schröder, Wiesenstr. 39.- Meue Beit, Abends 8 Uhr, Boyenftr. 40, bet Gieshott.. Süd Oft, bet Zoltsdorf, Gorauer- und Görligerstraßen Ede. Klub der Freunde" bet Gnadt, Gwinemünderstraße 120. Safenelever, Abends 8% Uhr, Restaurant Bischof, Baumschulen weg Treptow. manzipation, abends 8% Uhr bei Spät, Weinftr. 28 Sozialistischer Lese- und Distutirtlub Abends 8 Uhr, Reichenbergerftr. 157, Sigung.- Diskutirtlub Bettget it" jeden Don: nerftag nach dem 1. und 15. bes Monats bet Tempel, Langeftr. 65, Abends 8 Uhr. Brüderlichkeit" Abends 9 Uhr, im Restaurant Wernau, Rosenstr. 30. " ( Wolff's Telegraphen Bureau.) Dresden, Hauptmannschaft. 6. Wahlkreis.( Amtliches Resultat.) Abgegeben 33 980 Stimmen. Davon Hänichen Antifem. 17 037, Horn S. 16 943. Griterer gewählt. Pirmasens, 28. Juni. Injolge hier bei der Wahl vor gekommener Rubestörungen find zwei Kompagnien Infanterie zur Aufrechterhaltung der Ordnung aufgeboten. Die legte Nacht ist ruhig verlaufen. Es wurden insgesammt 20 Personen, darunter sämmtliche sozialdemokratische Führer, in Hast genommen. ( Natürlich müssen die Sozialdemokraten wieder das Karnickel sein. Wenn es wirklich zur Gerichtsverhandlung fommen sollte, wird natürlich die ganze Echauermär, soweit unsere Parteigenossen in Frage kommen, in Nichts zusammenfallen.) = O. 23. 5. Nein; nur§ 187 für Arbeiterinnen. Diese dürfen in Fabriken am Sonnabend und am Vorabend der Festtage nicht nach 5, Uhr Nachmittags beschäftigt werden. Kirchheim.§ 6 und 6a des Krankenkassen- Gesetzes fönnen wir unmöglich aboruden: die beiden Paragraphen würden etwa 50 Reihen in Anspruch nehmen. Das Krantenlaffen- Gesetz tönnen Sie durch den Verlag des Vorwärts", Beuthstr. 2, be= ziehen. Wie es scheint, haben Sie die Bestimmungen der§§ 6, 6a, 7 und 75 im Auge. Genosse G. B. 25. 1. Nein. 2. Uns unbekannt. Salzungen. Einspruch gegen die Richtigkeit der Wählerliste mußte spätestens am 25. Mai erfolgen. In den Fällen zu 1 und 3 war zu Unrecht, in dem Falle zu 2 mit Recht die Wahlberechtigung gestrichen. Die Unterstützungen, welche jetzt auf grund des Geseyes an Familienangehörige zum Heere Einberufener gezahlt werden, sind teine Armenunterstützungen. . Zur Zahlung des Gehalts ist der Prinzipal verpflichtet. E. N. S. Ist die Rückforderung des Ringes durch ein von einem Gerichtsvollzieher zugestelltes Schriftstück erfolgt, so ist der Ring zurückzugeben, sonst nicht. A. W. Sie müssen eine Zivilflage bei dem Amtsgericht anstrengen. Rosten für den Anwalt haben Sie zu verauslagen, der unterliegende Theil zu erfezen. anwaltschaft vor und berufen Sie sich dabei auf einen Sachver W. Sch. Tragen Sie nochmals die Sachlage der Staatsständigen darüber, daß die Anlegung eines Sicherheitsgurtes nothwendig war und daß es erlegung der Pflichten eines Meisters ist, nicht dafür Sorge zu tragen, daß der Lehrling nur mit Sicherheitsgurt arbeite. A. S. Besondere Höflichkeit können Sie von dem betreffenden Wahlvorstand nicht erwarten. Die Erlebniffe, die Sie schildern, find verhältnißnäßig noch höchst glimpfliche. Jedenfalls ist den Herren am besten durch den Sieg unseres Kandidaten heimgezahlt. 100 junger Abonnent. Nach§ 119 der Gesinde- Ordnung tönnen Dienstooten entlassen werden, wenn sie die Kinder der Herrschaft zum Bösen verleiten oder verdächtigen Umgang mit ihnen pflegen." Danach konnte allerdings ohne Einhaltung einer Kündigungszeit die Betreffende entlassen werden, weil sie dem Husarensohn den Beischlaf gestattete. Wegen der Alimenten forderung ist Aussicht auf Erfolg vorhanden. Der Vormund soll um Bewilligung des Armenrechts eintommen; Anwälte nachweisen, die vielleicht unentgeltlich die Sache führen, können wir nicht. Arbeiter- Sängerbund Berlins und Umgegend. Alle Aenderungen im Bereinetalender sind zu richten an Friedrich Kortum, Manteuffelnr. 70 Donnerstag. Nebungsfiunde Abends 9 Uhr. Aufnahme neuer Mitglieder. St. Urban, Annenstr. 9, bei Prog. Kornblume, Blumenr. 54, bei Wuttle. Frühlingsluft, Bülowftr. 59, bei Werner. Brezelschluß, Annenftr. 16, bet Reßner.- eiße Stofe, Reinickendorf, Geefchlößchen bei Böttcher.- Morgenrothi, Rummelsburg, Berlinerstraße 9, bet Friefecte.- Petersburg, 28. Juni. Das russische Ministerium der Dorfglödlein, Wilmersdorf, Berliner- und Auguststr.- Ecke bei Schulz. Ginigteit( Sutmacher), Pappel- Allee 3/4. b. A. Meinhardt.- Harmonie, Rommunikationswege hat angesichts der in Aussicht stehenden Zempelhof, Dorfiir. 10, bei Gerth. Oft- und Weft preußischer Männer reichen Ernte zur Sicherung der Möglichkeit der Massen Gesangverein, Solamaittftr. 8, bei Deter. Edelweiß, Melchior- beförderung von Getreide sämmtliche Eisenbahn- Direktionen beftraße 15, b. Etehmann. Borax, Wienerfir. 31 b. Drügemüller.. Mais glödchen 2, Süd- Ost, Reichenbergerstr. 16 6. Pagolo.- Freie Sänger, auftragt, zum 22. Juli über den Umfang des für den Herbst zu Krautftr. 6, bet Rudolf. But unft 3, Welten, bei W. Grunow.- kreuz erwartenden Frachtenverkehrs zu berichten. Alle für den Getreideberger harmonie Fichteftraße 29, bet kräfche. Nordfern, transport in Betracht kommenden Bahnen sind außerdem an= Müllerstr. 7 bet Reichhardt. Morgengrauen,( Bäcker), 8 bis 5 Uhr gewiesen worden, sämmtliche Remonte Arbeiten bereits so Briefkaffen der Expedition. Nachmittags, Gipsstraße 3 bei Pyrtec.-Steinfeger Gängerchor, Kaftanien Allee Mr. 28 bet Maiwald. Liebes Echo, Reichenberger frühzeitig vorzunehmen, daß sie den gesteigerten Ansprüchen In unserer Expedition gingen zum Wahlfonds ferner ftraße Nr. 145-146 bei Brandt. Siedertafel eft end, Blumenthal des Frachtverkehrs im Herbite in allen Stüden genügen fönnen. folgende Beträge ein: ftraße 5 bei Behrendt.. Borwärts 9, Charlottenburg, Schilleritr. 102 Paris, 28. Juni. Die Wahlen in Frankreich werden am bet Stahl. Gesammelt durch E. Mener-, 60. Von einer Landpartie Gefangverein Abendroth in Deutsch- Wilmersdorf bei Gefangverein der Stuca te ure Berlins und Umgegend, Gendel- 20. August stattfinden, auf den 3. September sind die Stichwahlen des Männergesangvereins St. Urban( amerit. Auktion) 12,45 und Straße 30 bet Preußer. Arbeiter- Gefango. Spandau Lynarstraße Restaurant angefeßt. 20 Pi vom Spieltisch, zusammen 12,65. Schlosserei Blume 1,50. Die Gefangverein, Borwärts 2" Schönhauser Allee 28, bet tuhl Paris, 28. Junt. Das Zuchtpolizeigericht verurtheilte den Menschenbeförderungs- Maschinisten und Budiker aus P.'ftr. 5,-. Arbeiter Gesangverein yra 2, Charlottenburg, Gaurftr. 23, bei Deputirten Boudeau( Boulangist) wegen Vertrauensmißbrauchs Bigarrenfabrikant und Arbeiter, Friedrichsfelderstr. 21 d. Preus, Lange. Gefangverein elfenfeft( Gem. Chor), Badur. 12, Bictoriagarien. Gefangverein Collegia a( frete Bereinigung der Stoll- Berufsmufiter), Neue und Betrugs zu 3 Jahren Gejängniß. Friedrichstr. 44, bet Röllig. Gesangverein der für schner, Landsberger ftraße 81 bet Seehausen. Gesangverein Arion in Wittenberge, bet Goring. Gefangverein Glodenrein( gem. Chor) Kastanien- Allee 95/98. Stetnnelte, Röslinerstr. 17. Sängerrunde, Kottouferftr. 6 bet Braun. Alpenrose, Grenzftr. 16 bei Geldel. Frohsinn 2, Treu und Friedrichsberg- Lichtenberg, Frankfurter Chauffee bet Müller. eft, Lebuferstraße 5 bei Nemiz. Gefangverein Brüderschaft Stallfahretberstraße 29" Bum etfernen Stab". Gefangverein Freundes Mölter. Rieters. men. Briefkaffen der Redaktion. Gräfe, Trebbin. Erheben Sie Widerspruch: die Bertreue( gem. Chor), Landsbergerftr. 31 bei Seehausen.- Brauer- Gesangverein orbnung vom 7. Januar 1891 ist ungiltig und aufgehoben. Gerftenähre, Neue Friedrichftr. 20 bet F. Keller. Gefangverein Ein- D. M. 485. Die Sachen Ihrer Frau haften firaße 86, bei Frig Bubeil. -in Berlin geheirathet haben. " tracht 2, Neu- Gltenice, Rubowerstraße bei Hasdorf. Fris" Naunyn die von Ihnen gemachten Schulden nicht, wenn Sie für wie es bet M. Moewes. , Waldesgrün"( gem. Chor) Böchstr. 8 Ein grosser Posten Steppdecken echt Wollatlas( reine Wolle) Grösse 150x200, Stück 7,50 M. circa 1000 Stück schwere buntfarbige Normal- Schlafdecken scheint Roh- Tabak A. Goldschmidt, 4435L* am biesigen Plage wie bekannt grösste Auswahl! Garantie für sicheren Brand. Streng reelle Bedienung, billigste. Breife! Sämmtliche im Handel befindl. Rohtabate find am Lager. A. Goldschmidt, 3. Rate 4,-. 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