Nr. 152. Erscheint täglich außer Montags. Preis pränumerando: Vierteljährlich 8,30 Mart, monatlich 1.10 mt, wöchentlich 28 Bfg frei in's Haus. Einzelne Nummer 6 Bfg. Sonntags: Nummer mit illuftr. Sonntags- Beilage Neue Welt" 10 Pfg. Post- Abonnement: 3,30 Mt.pro Quartal. Unter Kreuzband: Deutschland u. DesterreichUngarn 2 Mt., für das übrige Ausland 3 Mt.pr.Monat. Eingetr. in der Post Beitungs- Preisliste M für 1893 unter Nr. 6708. Vorwärts 10. Jahrg. Infertions- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzeile oder deren Raum 40 Pfg., für Vereins: und Beriammlungs Anzeigen 20 Bfg Inferate für die nächste Mummer müssen bis 4 Uhr Nachmittags in der Grpedition abgegeben werden. Die Erpedition ist an Wochens tagen bis 7 Uhr Abends, an Sonnund Festtagen bis 9 Uhr Vormittags geöffnet. Fernsprecher: Amt I, 4186. Telegramm- Adresse: " Sozialdemokrat Berlin Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Wahlunregelmäßigkeiten. Sonnabend, den 1. Juli 1893. Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. Vor allem sucht aber das Reptil aus der Wilhelmstraße Also auch damit ist es nichts. aus diesen ebenso unbedeutenden, wie von niemandem ge- Da bleibt nur Mannheim noch übrig, wo es zu einigen In feinem Lande der Welt gehen die Wahlen, wenn billigten Vorfällen, die zum Theil ohne jeden inneren Zu- Schlägereien fam, an denen Arbeiter betheiligt waren. wir von der Schweiz absehen, so ruhig, so ohne äußere Er- sammenhang mit der Wahl stehen und nur zeitlich mit ihr Solche Raufereien kommen bei dem Temperamente der regung, mit so wenig Störungen der öffentlichen Ruhe und zusammenfielen, Waffen gegen die Sozialdemokratie zu Süddeutschen recht häufig vor und zwar aus allen möglichen des Geschäftsverkehrs vor sich wie im Deutschen Reiche. schmieden. Anlässen. Es wird keinem Kenner der süddeutschen VerDie letzten allgemeinen Wahlen, die vor den deutschen statt- Dies wird ihr nicht gelingen, denn, wie wir beweisen hältnisse beifallen, aus einem Vorfalle wie dem Mannheimer gefunden haben, waren die in Serbien. Noch bevor uns werden, sprechen die Thatsachen und gewichtige Zeugnisse, irgend welches politisches Kapital zu schlagen, diese VorWahlergebnisse gemeldet wurden, erfuhren wir durch den wir führen hier blos solche aus dem gegnerischen Lager an, gänge gegen irgend eine Partei auszunüßen. Somit fällt Draht, daß so und so viele Todte, so und so viele Ver- gegen die infamen Unterstellungen und bösartigen Folge- das künstliche Gebäude der Norddeutschen" in Nichts zuwun dete im Wahlkampfe geblieben sind. In Ungarn werden rungen der Norddeutschen Allgemeinen Zeitung". sammen. Dor den Wahlen die Truppen über das ganze Die Erzesse in Breslau fanden einige Tage nach der Würde sie Wahlskandale gegen die Sozialdemokratie Land vertheilt, gleichzeitig mit den Kortes, den Wahlmachern, Wahl statt, betheiligt waren an ihr vornehmlich halb- ausbeuten wollen, müßte sie mit solchen aus Berlin, Hamvertheilen die Korpskommandanten an ihre Truppenkörper wüchsige Jungen im Alter von 14-16 Jahren. Kein burg, München, Nürnberg und ähnlichen Hauptsitzen der die Befehle bezüglich ihres Verhaltens bei den Wahlen. Breslauer Blatt, selbst die reaktionäre Schlesische Sozialdemokratie hinausrücken. Aber überall dort, wo die In Spanien, in Italien, in den südamerikanischen 8tg." nicht, machte den Versuch, die Ausschreitungen in Sozialdemokratie eine Macht ist, verlief die Wahl in vollster Republiken kommt es bei den Wahlen zu förmlichen irgend welchen Zusammenhang mit den Wahlen zu bringen, Ordnung und Ruhe. Es wird sich also aus den Vorgängen Schlachten, die Parteien bekämpfen sich nicht nur in Wort nirgends findet sich auch nur der mindeste Anhalt, daß die bei den Wahlen keine Stimmung gegen die Sozialdemokratie und Schrift, sie lassen nicht allein den Stimmzettel ent- Betheiligten irgendwie der Sozialdemokratie an die Rock machen lassen trotz des heißen Bemühens der Hintermänner scheiden, sondern sie suchen in sicherlich nicht beweiskräftiger schöße gehängt werden könnten, dies hindert jede anständige der Norddeutschen", die in ihrer heutigen Nummer sich Weise die Gründe ihrer Partei durch Faustschläge und Zeitung, jeden Ehrenmann, diese Ereignisse in einer über die Berner Krawalle verbreitet, die aber allen anderen Dolchstiche recht eindringlich zu gestalten. Aber nicht blos Weise zu verwerthen, wie es der Norddeutschen Allgemeinen cher als den herrschenden Gewalten zur Ehre gereichen. der heißblütigen Bewohner des Südens bemächtigt sich bei Beitung" beliebte. den Wahlen große Aufregung. Auch im fühlen Norden werden die Wahlkämpfe erregter und leider auch blutiger geführt als bei uns. " Wo sind denn Exzesse an der Tagesordnung? Da wo das gesinnungstüchtige Hurrah- Bolt sich zu patriotisch"= loyal"- byzantischen Feiern zusammen thut. Wo tracht denn der antikollektivistische Bauernschädel? Nicht im Wahlkampf, aber auf der Kirchweih, beim Sedansrummel und ähnlichen Anlässen, wo die teutsche Begeisterung in Fusel und Lagerbier ihre Feste feiert. Exzesse begehen übermüthige Lieutenants, die kleine Kinder mit der Reitpeitsche mißhandeln, Exzesse gehen vor auf den Tanzböden, wo das Militär Händel sucht mit den Zivilisten. Die offiziöse Hoffnung auf die Bauern als die jenigen, die Revolutionen niederschlagen sollen, fann täuschen, waren doch die Bauernkriege die fürchterlichsten Revolutionen, die Deutschland je gesehen hat. In Pirmasens stand bei der Stichwahl gar kein Sozialdemokrat in Frage. Unsere Partei hatte an der Wahl des Nationalliberalen ebenso wenig Interesse, wie In England fam es oft zu Handgemengen, in Irland an der des Zentrumsmannes. Unsere Genossen hatten zu förmlichen Schlachten, auch in den Vereinigten Staaten daher nicht die mindeste Veranlassung zu besonderer Ervon Amerila floß oft bei den Wahlen das Blut der Bürger. regung. Die Nuheſtörungen, die vorkamen, kommen daher Häufig genug waren es die konservativen Parteien, welche sicherlich nicht auf Rechnung der Sozialdemokratie. am Gewicht ihrer Gründe verzweifelnd, die Gegner mit Ju Lübeck bestanden die Unruhen darin, daß ein paar förperlicher Gewalt an der Wahlhandlung zu verhindern Fensterscheiben eingeschlagen wurden. Von wem und warum suchten. dies geschah, wird die gerichtliche Untersuchung zeigen, auf Sind unsere Wahlen auch kein Muster eines idealen, die vor allem ein Regierungsorgan warten sollte, bevor es rein sachlich, durchaus objektiv geführten Kampfes, spielt aus solchen Vorgängen allgemeine Schlußfolgerungen zieht. auch bei uns Verdächtigung und Verleumdung, Herein- Bei der Affäre in Jauer waren nach übereinstimmenziehung persönlicher persönlicher statt rein sachlicher Momente den Nachrichten Freisinnige und Konservative betheiligt, so Von Wahlunregelmäßigkeiten hätten übrigens die Vers eine Rolle, so lassen sich trotzdem unsere Wahlsitten noch daß blos die aufgebauschten Unruhen in Straßburg und treter der konservativen Parteien am stillsten zu sein, ihre lange nicht mit denen der Serben, Ungarn, Irländer, Eng- Mannheim übrig bleiben. Diese fielen zeitlich mit einem brutalen Eingriffe in die Wahlfreiheit wiegen bedeutend länder und Amerikaner vergleichen. Von ganz geringen Siege und einer nicht erwarteten Niederlage der Sozial- schwerer, als alles, was an Ordnungswidrigkeiten seitens Unordnungen abgesehen, verläuft bei uns der Wahltag und demokratie zusammen, scheinen demnach auf das Konto der der Gegner der Militärvorlage felbst nach Meinung der die Zeit der Wahlbewegung in vollster Ruhe und Ordnung, Sozialdemokratie zu gehören, aber es scheint blos so. In Norddeutschen" vorgefallen ist. Es wird ihnen nicht geam wenigsten wird sie dort gestört, wo unsere Partei ihre den„ Hamburger Nachrichten", einem sicherlich nicht sozia- lingen das allgemeine Wahlrecht zu diskreditiren. alten Sitze hat, wo unsere Genossen die politischen Sitten liftenfreundlichen Blatte, dessen wirklicher geheimer Chefbeeinfluffen. redakteur der Vater des Sozialistengesetzes und der frühere Blos so verlogene Reptilien, wie sie in der Nord- Spiritus rector der Norddeutschen Allgemeinen 8tg." war, deutschen Allgemeinen Beitung" ihr Unwesen wird direkt erklärt, daß nicht die Sozialdemokraten, sondern treiben, können sich bei dieſer Lage der Dinge extühnen, die Proteſtler an dem Entstehen und, wie wir hinzufügen Politische Leberlicht. von Wahlunregelmäßigkeiten, ja von unerhörten Aus wollen, die Schneidigkeit der einschreitenden Organe an dem schreitungen bei den Haupt- und Stichwahlen" Umfange der Unruhen Schuld trugen. Die„ Kölnische zu sprechen, und die vereinzelten Ausschreitungen, die Volts- Zeitung", ein ultramontanes, uns entschieden feindvorkamen, als charakteristisch für die militärpolitische lich gesinntes Organ, erklärte, daß vornehmlich ruhig heim- Aberdeen( Schottland) aus Neapel( Italien) und Situation überhaupt zu bezeichnen, ja sie systematisch zurück gehende Studenten, Beamte von der Polizei verwundet und zuführen auf eine Methode des Wahlkampfes der Herren geschlagen wurden. Ein anderes bürgerliches Blatt stellte Richter, Lieber und Bebel, welche die Geschäfte der Feinde fest, daß Straßburgs goldene Jugend" an dem Radau des inneren und der Feinde des äußeren Friedens besorgen". die Schuld trägt. Feuilleton. Nadbrud verboten.) [ 4 Die Bekehrung André Savenay's. Sozialistischer Roman von Georges Renard. Berlin, den 30. Juni. Sympathiebezeugungen ausländischer Genossen. Aus aus Paris( Frankreich) sind uns weiter von sozialistischen Organisationen warme Glückwünsche zu unseren Wahlfiegen zugegangen. Von Vaillant haben wir folgenden Brief erhalten: André hatte in der That viel gelesen, viel gesehen und Man muß in dieser Welt gar viele niedern Dinge lieben, über vieles nachgedacht. Troß seiner Jugend hatte er sein Üm schließlich zu erfahren, was uns am liebsten ist." Studium mit einem Eifer betrieben, als hinge seine Zukunft Und so hatte er denn nach einander erst mit Geisen davon ab. Als er zwanzig Jahre alt war, starb sein dann mit Fechten, mit Pferden, mit dem Spiel, endlich Vater und hinterließ ihm in dem großen Vermögen die mit einigen Weibern aus der ganzen und halben Welt seine Mittel zum Müßiggang. Aus Ermangelung eines Besseren Zeit todtgeschlagen. Bei alledem aber hatte er mehr gemachte er eine Reise durch ganz Europa, auf der er sich, geben als empfangen. Niemals war er wirklich im Innersten ohne daß es ihm eigentlich zum Bewußtsein kam, eine Fülle erfaßt und gefesselt gewesen. Von seinen Geliebten hatte von Ideen aneignete und viele interessante Bekanntschaften die eine ihm den Abscheu vor der käuflichen Liebe, die Autorifirte Uebersehung von Marie Kunert. machte. Aber er achtete dieses Schayes nicht. Brauchte er andere die Furcht vor der Ehe zurückgelassen. Dann zog Wenn sein Wesen also einerseits etwas Bartes, fast ihn denn? ihn das Spiel für eine Weile an. Als er aber eines Tages Weibliches hatte, so zeigte der erste Blick auf sein Arbeits- So eine Erbschaft," sagte er, ist ein Reizmittel für erlebte, daß ein Marquis, der Träger eines altadeligen zimmer unsern Helden als einen ganz anderen Menschen. die Eltern, die ihre Kinder reich machen möchten; sie ist Namens, aus dem Klub ausgestoßen wurde, weil er Da sah man Tapeten in satten Farben, Möbel aus dunklem aber auch ein Schlafmittel für die Kinder, die durch ihre falsch gespielt hatte, da schauderte er vor dem AbHolz, alles in strenger Einfachheit gehalten, ein einziges Eltern reich werden." grund zurück, der so leicht die Ehre eines Mannes Gemälde an der Wand, das Porträt seines Vaters, ein Wenn man zu André davon sprach, ob er nicht eine verschlingen konnte. Daun wurde er ein regel einziger Stich, ein Wasserfall nach Corot, der, obgleich er bestimmte Laufbahn einschlagen wolle, antwortete er: mäßiger Zuschauer bei den Wettrennen, bis er sich André's eigenes Werk war, doch nichts Dilettantenhaftes Wozu? Rechtsanwalt etwa? Ich habe Geld genug schließlich die Frage vorlegte, wer eigentlich dümmer an sich hatte; sonst nichts, was den Blick ablenken oder zum Leben! Die Kunst? Mein Gott ja, das wäre ganz sei: die Pferde, welche rennen, oder die Menschen, welche ihr den Geist zerstreuen konnte, ein echtes Denkerstübchen", schön. Aber dazu muß man Genie haben! Und ist es Leben damit zubringen, sie rennen zu sehen. Durch sein wie André es nannte. Auf dem Tische diese scheinbare denn nothwendig, daß man durch seine werthe Person noch Herumstreifen balb in diesem bald in jenem Lande hatte er Unordnung von Büchern und Papieren, die auf eine täg die große Heerde der Mittelmäßigen vermehrt?" Wie den Reiz der Heimkehr in fein geliebtes Paris schäßen ge= liche ernste Beschäftigung mit Lektüre und Schriftstellerei es denn mit dem militärischen Beruf wäre? Er ver- lernt. So verbrachte er sein Leben in einer Art beschäftigten hindeutet. In den Bücherschränken nur einfach gebundene abscheute das Soldatenhandwerk im Frieden ebenso sehr, Müßigganges, er betheiligte sich an dem eleganten Leben in Werke, einige Bände mit abgegriffenen Rücken, eingeknifften wie er es im Kriege schätzte und achtete. Die Politit? Paris, nahm zuweilen mit mitleidigem Lächeln, meist aber Blättern, und die am meisten benutzten unter ihnen waren Pfui doch! Sich in unfruchtbare Wortgefechte stürzen, wo gleichgiltig oder gelangweilt als Zuschauer theil an dem feltsamerweise nicht Romane, sondern Geschichts- und philo- es Grobheiten oder gar Büffe regnete! Und dabei Leuten, wilden Kampfe der Leidenschaften und Interessen. Oft sophische Werke, hin und wieder auch ein Band Gedichte, die man verachtet, den Hof machen müssen. Seine re fagte er achfelzuckend: Was wird das alles für eine Bes tiefempfundene finnreiche Verse. Aus der Wahl dieser Unabhängigkeit aufgeben! Das wäre ja reine Tollheit ge- deutung haben, wenn die Sonne einst erstarrt sein wird?" Bücher konnte man einen ernsten, forschenden Geist, der wesen!" War er glücklich? Nein. Dazu fehlte es ihm an träftige Kost liebte und sich nicht mit bloßen Worten oder Seinem Dufel, einem sehr praktisch veranlagien Mann, etwas, das er wünschen oder erstreben konnte. Er hatte blauem Dunst abspeisen ließ, erkennen. antwortete er mit den Worten des Dichters: einen zu gefunden Sinn, und sein Seelenleben war # " Freunde! Paris, den 27. Juni. zu wünschen. Aber ich kann nicht länger warten, und muß ftimmten: Endlich. wird es offenbar, daß in den Fortschritten und Wahlkreisgeometrie. Köln, Elberfeld, Lennep- Imuß auch die Folgen tragen. De- und wehmüthige Klagen Mettmann leiden nicht allein an den Folgen einer unrich- reizen nur zum Spott. tigen Wahlkreisgeometrie. Wenn wir der„ Magde= burgischen Zeitung" glauben dürfen, hat auch zwiDie Sozialistentödter sind unermüdlich. Wie die " " " weiter: zu " Der Verfasser geht von der Ansicht aus, daß in der Armee die Pflege der dem Kaiser und dem Landesherrn gegeschworenen Treue eine gesteigerte Bedeutung hat, seitdem in weite Kreise unseres Volkes die Ideen des Umsturzes getragen sind. Die kleine Schrift will die erziehliche Thätig teit der Vorgesezten nach dieser hochwichtigen Rich tung unterstützen, indem sie den Soldaten in den anerzogenen Gesinnungen zu befestigen und die der Treue am schroffsten gegenübertretenden Bestrebungen in leicht verständlicher und eindringlicher Sprache zu fennzeichnen sucht." Ich wollte das Ende des Rampfes und die Feststellung des Ergebnisses abwarten, um Euch zu schreiben und Euch Glück mit meinen Freunden in Euren Ruf einstimmen: Sieg!, wie schen den Wahlkreisen Berlin V. und Niederbarnim National- Zeitung" schmunzelnd hervorhebt, ist wir, bei der Auflösung des Reichstages, in Euren Ruf ein eine Verschiebung der Grenzen stattgefunden, ohne daß die unter dem Titel" Von der Treue. Dem deutschen L. Reichsgesetzgebung mitgewirkt hätte. The der Bau des Heere gewidmet von v. 2. W."( Berlin, N. Eisenschmidt) Was immer der neue Reichstag auch bringen möge, ob großen städtischen Biehhofes begann,"" schreibt die Magd. eine ganz furze, aber um so gehaltvollere Schrift erschienen, ein Kompromiß über die Militärvorlage zu stande komme oder Btg.", wurde ein Theil der Flur der angrenzenden, zum früheren Soldaten die Pflicht ans Herz legt, der die in trefflicher Sprache den jeßigen und den nicht, die Thatsache, die jetzt die ganze Welt beschäftigt, die Kreise Niederbarnim gehörenden Landgemeinde Lichtenberg Allem voran steht, ist der Sieg der deutschen Sozialdemokratie, in Berlin einverleibt; die dort wohnenden Wahlberechtigten, leisten." In der lärmend- lobenden Besprechung heißt es sozialistischen Verführung Widerstand und dieser Sieg ist ein Stoß ins Herz des Militarismus. So deren Zahl allerdings nur gering sein wird, haben seitdem dem Wachsthum des Sozialismus die beste Garantie des im Reichstags- Wahlbezirke Berlin V. gewählt, während sie europäischen Friedens liegt, und die Völker müffen mehr und dem Kreise Niederbarnim nach wie vor zugerechnet werden mehr lernen, daß im Sozialismus allein die Rettung für mußten. Es ist auffallend, daß bisher Niemand, auch keine sie ist. Verwaltungsbehörde, der Sache näher getreten ist." Ich zögere also nicht länger, und im Namen des Revolutionären Zentralkomitee's und im Namen aller sozialistischen Aus der Ferienkolonie. Lieutenant Hempel, Franzosen, die Eueren Wahlkampf mit athemlosem Interesse der die zu zehnwöchentlicher Uebung eingezogenen Lehrer in verfolgt haben, und ganz besonders auch für mich persönlich empörender Weise behandelt hatte, ist, wie die" Preußische spreche ich den deutschen Sozialdemokraten unsere Glückwünsche für den so tapfer erfochtenen, so viel versprechenden Sieg, und Lehrerzeitung" mittheilt, deshalb zu drei Monaten Festung unsere besten Wünsche für die Zukunft aus. Wegen Majestätsbelei digung ist ein Einjährig Freiwilliger des InfanterieSo lange der volksverwüstende Kapitalismus die Regiments Nr. 113 in Freiburg i. Br. in Untersuchungs- Massen verheert, so lange sein Zwillingsbruder, der MiliDie Schraube ohne Eude. Die Möglichkeit oder schule Rechtswissenschaft. ube ohne haft abgeführt worden. Er studirte an der dortigen Hoch- tarismus, das Volk durch die unsäglich harte Blut- und Auch in diesem Jahre sind, Gutstener zehntet, so lange der Drill des Kasernenhofs, die Wahrscheinlichkeit, daß die deutsche Regierung mit dem wie die„ Norddeutsche Allgemeine Zeitung" meldet, die Herrlichkeiten der Ferienkolonie, die Soldatenselbstmorde neuen Reichstag eine neue Militär- Vermehrung bewerk- Regiments- und Bataillonskommandeure bereits angewiesen und die Soldatenmißhandlungen bestehen, wird der Soziastelligen werde, wird von der französischen Presse worden, Soldaten zur Unterstützung ihrer Angehörigen bei lismus eine Boltsschicht nach der anderen erfassen und ge-. jetzt ernstlich erwogen, und für diesen Fall eine entsprechende der Ernte, soweit die dienstlichen Interessen dies gestatten, winnen. Gehalt voll wäre die Schrift, wenn sie lieferte eine Bermehrung der französischen angekündigt. in die Heimath zu beurlauben".übersichtliche Zusammenstellung der Ausgaben für Natürlich! Und Herr von Caprivi ist dann wieder genau Heer und Volt, der Steuer- und Schuldenlast so weit wie vorher, und muß in einer späteren Session Junker und Jude raus! Der antisemitische Kukut des Reichs, der Lohn, Arbeits- und Lebensver wieder eine neue Militärvorlage einbringen. Mit der ist im warmen Junkernest so kräftig gewachsen, daß er nun hältnisse der ländlichen und städtischen Arbeiter, der gleichen Wirkung auf Frankreich. Und so fort ins Un- schon daran deuft, die Pflegeeltern hinauszuwerfen. Der Selbstmorde im Heere, verglichen mit der Selbstendliche. Soll die Welt denn durchaus ein Narrenhaus Ahlwardt hat den Kriegsruf bereits ausgestoßen. In einem mordhäufigkeit in der gleichaltrigen Zivilbevölkerung, eine sein und bleiben? uns vorliegenden Offenen Wort" an die Wähler von ungeschminkte Ursachenerklärung dieser Erscheinung, ferner eine Aufzählung der MilitärgerichtsArnswalde- Friedeberg erklärt er: Nochmals Bravo! Pariser Stadthaus. Eduard Vaillant. verurtheilt worden. V " Zollfrieg oder nicht? Das halbamtliche Wolff'iche Sie( die konservativen Gegner) sagen, ich sei schuld an Urtheile gegen Gemeine und gegen Offiziere Telegraphenbureau meldet aus Petersburg, daß die deutschder Ausdehnung der Sozialdemokratie. Das ist unwahr.( Bergehen, Strafmaß, Begnadigungen u. f. w.), und zum russischen Handelsvertrags- Verhandlungen nicht abgebrochen Die Junker und Juden, die das Volk aus- Schlusse einen Abdruck der Erlasse des Prinzen feien. Mitte Juni sei die Antwort Deutschlands ein- schinden und zur Verzweiflung treiben, find Georg zu Sachsen und des weiland bayerischen getroffen, worauf die russische Regierung den Vorschlag ge- daran schuld." Kriegsministers von Safferling. So erhielte das macht habe, in Berlin auf einer Zusammenkunft direkt zu Erst der Jude, nun der Junker! Nun, so mußte es Lied von der Treue" erst die richtige Weise und den richverhandeln. Die deutsche Regierung habe noch nicht geant kommen. Und wenn auch der Ahlwardt, was wir ihm tigen Text. Das Wort: Sozialdemokratie könnte ruhig aus wortet. Der Höchsttarif werde dann in Kraft treten, wenn gerne bezeugen, an der Ausdehnung der Sozialdemokratie" dem Büchelchen, wie wir es vorschlagen, ausgemerzt werden, die Berhandlungen ergebnißlos blieben. Es zeigt sich also, ganz unschuldig ist, so arbeitet er uns doch vortrefflich in es wirkte doch daß Rußland zu einer Uebereinkunft bereit. Im Interesse die Hände. Die Herren Junker werden nicht sehr erbaut des deutschen Volkes muß die Reichsregierung ein friedliches fein. Die Futternoth. Das württembergische Abkommen treffen, damit Deutschland von einem mörderischen Finanzministerium hat dem Bundesrath vorgeschlagen, den Brennereien den Bollkrieg und von Hungerpreisen des nothwendigen Brot- Die Schmalzgesellen von Freiberg in Sachsen landwirthschaftlichen torns verschont bleibt. #ign 100-900haben zehn sozialdemokratische oder als sozialdemokratisch Fortbetrieb in Rücksicht auf den Futtermangel auch in den dost waited angeltende Studenten von der Akademie vertrieben. Pfui! Monaten Juli und August d. I. zu gestatten unter VerDer Bundesrath verhandelte in seiner Sigung vom Die antisemitischen Helfershelfer der traurigen Bürschchen zicht auf die nach dem Reichsgesetz vom 24. Juni 1887 an 29. Juni über Eingaben in Zoll- und Steuer- Angelegen- behaupten, alle 10 Vertriebenen seien Juden. Wäre dies den Sommerbetrieb geknüpften steuerlichen Nachtheile. heiten, sowie über mehrere Gesuche um Befreiung wahr, so gereichte es nur den Juden zur Ehre und den Zur Futternoth, die die westlichen Gebiete des rechtsvon Bestimmungen der Gewerbe- Ordnung. Dem Ent- Germanen zur Unehre. Es ist aber nicht wahr. Blo3 drei der rheinischen Bayerns und die Rheinpfalz heimsucht, wurf eines Gefeßes, betreffend die Gewährung von Opfer dieser schmachvollen Denunziationshehe find Juden, wird in bayrischen Blättern berichtet, daß eine Berlegenheit und an deren Hinterbliebene, dem Verordnungs- Entwurf die übrigen sind germanischer oder wenigstens arischer Ab- über die Drte, von denen Futtermittel zu beziehen sind, wegen Einführung von Reichsgesetzen( gesundheitspolizeilichen funft. Bum Glück ist auch nicht unfere ganze bürgerliche nicht besteht. Es sind von Nah und Fern Angebote Inhalts) in Helgoland und den Entwürfen von Vor- Jugend so verkommen, wie die Freiberger Schmalzgesellen. von Futtermitteln für großen und größten Bedarf bereits schriften, betreffend die Einrichtung von Anlagen zur Anin Menge eingelaufen. Auch über die Mittel, fie zu be fertigung von Zündhölzern, die Einrichtung und den Preußische Gesetze. Das Gesetz, betreffend en de schaffen, braucht man nicht in Berlegenheit zu sein, denn Betrieb der Bleifarben- und Bleizucker- Fabriken und die rung des Wahlverfahrens, wird im„ Reichs das Staatsministerium hat bereits, um namentlich Einrichtung und den Betrieb der zur Anfertigung von Anzeiger" vom 29. Juni veröffentlicht. dem Unbemittelten den Bezug von Futtermitteln Bigarren bestimmten Anlagen, wurde die Zustimmung erzu ermöglichen, mehrere Hunderttausend theilt. Die Resolution des Reichstags, betreffend die gesetzZum deutschfreisinnigen Parteitag. Ein freimark 8 11 uuverzinslichen Zuschüssen liche Einführung einer in das metrische System passenden sinniger Arbeiter" führt in einem Berliner Organe der frei für diesen Zweck angewiesen und wird nach deren Bezeichnung für 100 Kilogramm, wurde dem Reichskanzler sinnigen Volkspartei Klage darüber, daß nach den für die Verbrauch- und es dürfte bereits nicht viel überwiesen. Mit der Borberathung des Antrages der groß- Delegirtenwahlen bestehenden Einrichtungen die Wahl eines mehr davon vorhanden sein weitere Mittel be= britannischen Regierung auf Anerkennung der englischen Arbeiters unmöglich sei. Der auf die heilige Sparagnes reitstellen. Die Regierung veranstaltet jezt eine ErPrüfungszeichen für Handfeuerwaffen wurde der Ausschuß eingeschworene Arbeiter jammert dann: für Handel und Verkehr beauftragt. " Freilich macht es einen ganz andern Eindruck, wenn je- hebung über den Nothstand in der Landwirthschaft, indem mand anstatt Arbeiter, sich Rentier, Kaufmann oder Fabrikant die Gemeindebehörden Bericht darüber erstatten müssen, wieDeutsch Rumänisches Handelsabkommen. Das nennt. Ist denn aber der Parteitag eine Notablenverfamm- viel Stück Vieh seit 1. Mai d. J. unzweifelhaft infolge der Iung? Wenn es gilt zu thaten, dann erinnert man sich des Futternoth abgegeben werden mußten und welche Thiere fich bis Ende Juni verlängert gewesene provisorische Bruder Arbeiter sehr wohl, weiß man doch, daß derselbe als darunter befanden, durch deren Weggabe die wirthschaftliche Handelsabkommen zwischen Deutschland und Parteigenosse selbst dann seine Schuldigkeit thut, wenn, wie in Existenz des Verkäufers und seiner Familie in Frage gestellt Rumänien vom 1. Juli v. J. ist, wie wir bereits Arnswalde- Friedeberg, Gefahren für Leben und Gesundheit wurde. Daß die preußische Regierung Gelder zur Vergestern im Depeschentheil meldeten, nochmals und zwar bis vorhanden. Nicht nur thaten, sondern auch Mitrathen wollen fügung der Kleinbauern gestellt hätte, davon verlautet nichts. zum 31. Dezember d. J. verlängert worden. Die bei die freisinnigen Arbeiter." " Im dringendsten Falle", erklärte am 29. Juni Herr der Einfuhr in das deutsche Zollgebiet vertragsmäßig für Welcher Stolz, welches Selbstbewußtsein! Aber den von Heyden, Preußens Landwirthschafts- Minister, in der die Nummern 9a, ba, bẞ, by, be, c, da, e( Mais) und Arbeitern, die 1893 sich noch im Schlepptau der Geldsack Herrenhaus- Konferenz, könnte die Staatsregierung, wenn f( gemalzte Gerste) des deutschen Zolltarifs bestehenden partei sans phrase befanden, geschieht es recht, daß sie als der Landtag nicht zusammen wäre, außeretatsmäßige Mittel Zollsäge sind den betreffenden rumänischen Erzeugnissen Parteigänger dritter Ordnung behandelt werden. Wer sich zur Verfügung stellen". Wann tritt dieser dringendste auch für die gedachte Zeit zugestanden worden. damit begnügt, Stimmvieh einer Ausbeuterpartei zu sein, Fall" ein? Sie begnügt sich dann, dem Landtag keine Nothstandsvorlage zu überweisen, sie seht die Frachtsäge herab und läßt die Dinge gehen, wie sie wollen. Bruder Junker, Bruder Domänenpächter, Bruder Schlotharon sind nicht bedroht, Bruder Bauer mag sehen, wie er zu Rande tommt. viel zu harmonisch entwickelt, als daß er sich dem schwäch- Abneigung, und er rechnete es sich zur Ehre, sich bereits lichen und weinerlichen Bessimismus hätte ergeben tönnen, einige böse Feinde gemacht zu haben. der die litterarische Krankheit der letzten Jahre war. Er Dafür beteten seine Mutter und seine Schwester ihn die wat litt eher an zu großer Energie und Thatkraft, die er nicht nur um so mehr an. Frau Savenay war eine jener sanften, genügend bethätigen konnte. Die sich ihm näherten, fanden unschuldigen Seelen, die das beneidenswerthe Vorrecht be Die bayerischen Landtagswahlen und der Ordnungsbald heraus, daß in seinem Wesen etwas ihnen Fremdes, sigen, durch das Leben zu gehen, ohne auch nur eine Ahnung brei. Das Anwachsen der sozialdemokratischen Stimmen hat die Bourgeoisie in Schrecken gesetzt, die Virchow und LangerUnbekanntes lag, daß in den Tiefen seines Wesens energisches von seinen grausamen und häßlichen Seiten zu haben. hans waren mit den Mirbach und Stumm der gleichen Wollen und Leidenschaft schlummerten. Er liebte das Dis Sie hatte niemals mehr gesehen, als nur die Oberfläche Meinung, daß der Kampf nun allein dem Sozialismus gelte. kutiren, den Kampf der Ideen, das Aufeinanderplaten der der Dinge, und nie in ihrem Leben war ihr der Gedanke Wir erfuhren es bei den Stichwahlen, daß die Bourgeoisie auch mit einer Heftigkeit, die man bei ihm nicht vermuthet gekommen, daß das, was unter dieser Oberfläche lag, so Klassenbewußtsein besitzt, das dem Proletariat gegenüber alle hätte, die Ansichten der anderen angriff und seine eigenen ganz anders aussehen konnte, als es ihr schien. Von etwas leinen Parteischattirungen innerhalb der befizenden Klaffe ihre schwerfälligem Geifte und immer gleicher Laune, glaubte sie, Bedeutung verlieren. Eine scheinbare Ausnahme machte die vertheidigte. Blöglich ließ dann dieser Eifer nach, er er alles in der Welt sei ebenso friedlich und heiter wie fie. Parteileitung des Zentrums, fie gab als Parole aus, taß die Losch ganz wie ein Feuerwerk, und mit einem ironischen man konnte sich nicht vorstellen, daß sie jemals in Born Angehörigen ihrer Partei weder einem Sozialdemokraten noch einem Nationalliberalen ihre Stimme geben dürfen Lächeln schien er die anderen und sich selbst um Ber- gerathen, daß sie eine heftige Bewegung machen oder über- Wie schon haben, Stichwahlen bewiesen zeihung zu bitten, weil er sich zu solcher Leidenschaftlichkeit laut sprechen könnte. Sie las nicht viel, und wenn man in diese Barole Parole nicht ernst gemeint, in Rheinland- Westhatte hinreißen lassen. In beißenden Sarkasmen äußerte der Unterhaltung mit ihr irgend eine niedrige oder ge falen, Hannover, Schlesien und der Pfalz verhalfen Zentrums er sich gewöhnlich über die Niedrigkeit und Gemeinheit, meine Handlung erwähnte, war der Eindruck, den wähler den nationalliberalen Kulturtämpfern zum Sieg über deren Zeuge er war, über die Welt, in der sich die Gesie empfing, immer der des Erstaunens und eines unfere in der Stichwahl stehenden Kandidaten. Ce wäre aber Es wissen durch gegenseitige Reibung so schnell abnußen. beinahe schmerzlichen Erschreckens. Ihr ausdrucks loses falsch, wollte man hierin blos die momentane Wirkung unseres Dabei hatte er sich seine angeborene Rechtlichkeit und Gesicht, ihre treuherzigen, großen, schwarzen Augen, ihre Wahlerfolges sehen. Ganz im Gegentheil, auch die Gegenfäße Geradheit zu bewahren gewußt. Diese Eigenschaften hatten wohlgenährte rundliche Gestalt, alles, bis auf ihr kastanien wischen Nationalliberalen und Ultramontanen schwinden, sobald sich trotz des leichten Lebens, das ihm das Schicksal be- bie sozialdemokratische Partei in Frage kommt. Dies beweist reitete, in der Treibhausluft der Gesellschaft rein und un- braunes Haar, das in zwei dicken Flechten aufgesteckt war, der soeben veröffentlichte Aufruf der vereinigten Ordnungs parteien im Wahlkreise München II an die Urwähler". Die befleckt erhalten. Er verabscheute das Geld, was man sehr sprach von der Ruhe ihres Gemüthes. häufig bei den Leuten findet, die sich nicht abzumühen Obgleich fie mindestens ihre fünfzig Jahre auf dem Parole der vereinigten Nationalliberalen, Freisinnigen beider brauchen, um es zu erwerben, er begriff die schmutzigen Rücken hatte, sah sie doch nicht älter aus als vierzig, faum, Schattirungen und der Zentrumspartei Münchens lautet: Recht und Ordnung sei unser Banner." Handlungen einfach nicht, deren Triebfeder das Geld so oft daß etliche filberweiße Fäden in ihrem Haar das Nahen In neun Punften stellt dieser Mischmasch sein Programm ist. Gewöhnt, seinen Weg, ohne sich um andere zu kümmern, des Alters verriethen. Trotzdem sie noch hübsch und anzusammen. Darauf einzugehen lohnt sich nicht, da es nur allgeradeaus zu gehen und seine Meinung stets frei heraus muthig war, machte fie doch auf den ersten Blick keinen gemeine Phrasen sind, wie das vom Ordnungsbrei nicht anders zu sagen, haßte er alles, was friechend, gezwungen oder auffallenden Eindruck. Aber nach und nach, man wußte erwartet werden kann. Nicht dieses Programm, nicht fachliche, heuchlerisch schien; und er behandelte infolge dessen die nicht wie, verstand sie es, sich die Herzen zu erobern. Man grundsägliche Gesichtspunkte einigen diese früher sich start beLeute die er nicht für freimüthig oder ehrlich hielt, mit war gefesselt durch die Anmuth der liebenswürdigen Frau. fehdende Gesellschaft, sondern einzig und allein der Klassenstandganz besonderer Schärfe und Schroffheit. So war André, Es ging von ihr derselbe geheimnißvolle Reiz aus, den die punkt der Bourgeoisie, es handelt sich für sie bloß darum, den trotzdem man ihn wegen seines Reichthums und seiner alten, halb verblichenen Bastellbilder, deren weiche Farben Einzug der Sozialdemokratie in den bayerischen Landtag zu verhindern. Dies wird nicht gelingen; unsere Wahlaussichten in Liebenswürdigen Eigenschaften achtete und schäßte, doch für töne dem Auge so wohlthun, auf uns ausüben. München II find die allerbesten, und in anderen Kreisen viele Leute ein Gegenstand der Besorgniß, wenn nicht der recht gute. ( Fortsetzung folgt.) Aus dem vorhandenen Material geht hervor, daß die Kündigungsfciften' n manchen Geschäften beseitigt sind, es ist ans zunehmen, daß die Beseitigung der Kündigungsfristen häufiger vorkommt, als dieses aus dem Material hervorgeht. Die münd lichen Erhebungen müssen auch über diese Frage mehr Klarheit schaffen. Dies beweist ja nichts besser als der hier besprochene Wahl-| Kündigungsfristen der im Handelsgewerbe beschäftigten Personen sie hätten dura, irgend welche Maßnahmen noch mehr Stimmen aufruf und der soeben stattgefundene Friedensschluß zwischen giebt der Referent Oberstaatsanwalt Dr Hartmann zunächst eine für Möller herausgeschlagen. Doch eins möchten wir den GeNationalliberalen und Freisinnigen Volksparteilern in Nürnberg. Uebersicht über den Inhalt der erschienenen Druckschrift, in der noffen ans Herz legen. Konstatiren wir, daß da und dort, in Gin Hüben und ein Drüben nur giebt's! Und dies ist ein gutes die Resultate ser angestellten Erhebungen mitgetheilt find. Redner dieser oder fener Sache Fehler gemacht sind, merken wir uns dieBeichen, je schroffer und klarer der Klassenstandpunkt der Bour- kommt zu dem Schluß: Was übertriebene Arbeitszeit ist, läßt ſelben, aber vergeuden wir nicht Zeit damit, diese Angelegenheiten geoisie in unserem Parteileben zu Tage tritt, desto prinzipieller fich in dem gegenwärtigen Stadium noch nicht fest( bestimmen; immer und immer wieder durchzufauen. Die Fehler hätten verund entschiedener wird von beiden Seiten der Kampf geführt aber aus dem vorhandenen Material geht hervor, daß überhindert werden können, aber ungeschehen lassen sie sich nicht werden können, desto leichter wird der breiten Masse der In- riebene Arbeitszeit vorkommt und große Mißstände vorhanden machen. Es stehen und andere Aufgaben bevor, als immer differenten die Entscheidung, wohin sie sich zu schlagen haben. sind. Wo die Grenze zu sehen ist, bis zu welcher man in der wieder das Geschehene zu erörtern. Wir haben Aufgaben für Die bürgerlichen Parteien erkennen feierlich unsere Macht Beschränkung der Arbeitszeit gehen ana, läßt sich erst dann be die Zukunft, die den engsten Zusammenschluß der Parteigenossen und ihre eigene Schwäche an, indem sie sich eng aneinander Stimmen, wenn weitere mündliche Erhebungen stattgefunden erfordern, deren Erledigung durch Zwiespalt gehindert würde. schließen, sie täuschen sich, wenn sie meinen, uns mit ihrem Zu- haben. Wir müssen sofort daran gehen und unsere Organisation, wo sie sammenschluß etwa wehe zu thun, sie erfüllen unbewußt nur sich lückenhaft gezeigt hat, ergänzen. Das Proletariat steht nicht einen lebhaften Wunsch der Sozialdemokratie, welche lieber und nur während der Wahlen im Kampfe mit seinen Gegnern, sondern leichter gegen die eine reaktionäre Masse als gegen ein zu jeder Zeit muß es für die Befreiung aus dem Joche des Dutzend verschiedener Parteien mit verschiedenen Programmen Kapitalismus tämpfen. Unablässige Agitation und immer straffere und Taktik kämpft. Lernen wir aus den Organisation muß unsere Parole sein. Fehlern im Wahlkampfe solche fünftig zu vermeiden und schauen Aufhebung der Kammer der Reichsräthe( des Bu einer Petition, welche von Packern, Hausdienern 2c. ein wir trotz der Niederlage muthig in die Zukunft. Durch augenbayerischen Herrenhauses) fordern neben der Berücksichtigung gegangen ist, beantragt Redner, daß die weiteren Erhebungen blickliche Niederlagen wird der Massentritt der Arbeiterbataillone ihrer agrarischen Interessen die Bauernbündler in ihrem sich auch mit den in dieser Petition behaupteten Thatsachen zu nicht aufgehalten. Ein derartiges Hemmniß soll uns anspornen, Landtagsprogramme. Man ersieht hieraus, daß in dieser befassen haben werden. Die Petition wird zu den Aften ge- immer thatträftiger, immer emfiger für die Erreichung unserer Biele zu arbeiten. eigenartigen Klassenbewegung der demokratische Gedanke nominen. nach Ausdruck ringt. Der bayerische Landtag, der bisnun tung angegeben Korreferent Hiße führt aus, daß zunächst die Rich- Im Wahlkreise Kaffel- Melsungen, wo Genoffe Pfanntung angegeben werden müsse, in welcher man die aus zwei fast gleich starten Parteien bestand, die der Re- Frage zu regeln gedente. Redner ist der Meinung, daß legen ist, hat der Wahlkommissar, Landrath Redner ist der Meinung, daßuch dem konservativ- antisemitischen Professor Hüpeden untergierung nach ihrem Belieben zur Durchführung ihrer Pläne man hier ähnlich vorzugeher habe, als dieses bei der Sonntags- legen ist, hat der Wahlkommissar, Landrath v. Dörnberg, dem§ 9 des Wahlreglements eine Auslegung gegeben, welche einzig in zur Verfügung standen, wird in seiner neuen Session vier arbeit geschehen sei. Wenn die zu erlassenden Bestimmungen ihrer Art ist und mit dazu beigetragen haben dürfte, die Wahl Barteien, Sozialdemokraten und Bauernbündler neben den durchgeführt werden sollen, dann muß eine Beschränkung der beiden alten Parteien umfassen. Ein regeres politisches Ladenzeit eintreten. Es ist nicht nöthig, daß die Ladenzeit ohne Hüpeden's zu ermöglichen. Herr v. Dörnberg ist Landrath im Leben in Bayern wird die Folge sein. Unterbrechung ist. Hier hat man Rücksicht zu nehmen auf die reise Rassel- Land und erläßt trotzdem im Melfunger Art des Betriebes, auf die örtlichen Gewohnheiten 1. f. w. Man Kreisblatt Nr. 75 vom Sonnabend, den 24. Juni, amtlicher Theil, tann vielleicht 12 Stunden Ladenzeit empfehlen. Für jugendliche folgende Bekanntmachung: Arbeiter müssen Maximalarbeitszeit und Bausen vorgeschrieben werden. Auch muß den Ortsbehörden das Recht eingeräumt werden, weitergehende als die allgemeinen Bestimmungen zu Schweiz. Die Einführung des proportionalen Wahlverfahrens bei den Gemeindewahlen der Stadt Bern ist mit 2230 gegen 1444 Stimmen verworfen worden. De Minderheit ist immerhin derartig, daß die Gegner keine Ursache zum Frohlocken haben. Die Besiegten werden in absehbarer Frist doch siegen, und der Mut", das brutale Patriziat, das in den Kravall- Orgien schwelgt und von Sozialistenvernichtung träumt, wird im arbeitenden Volke seinen Meister finden. treffen. Siegle will durch weitere Ermittelungen die Ursachen er forschen, weshalb in Norddeutschland die Zustände schlechter sind als in Mittel- und Süddeutschland. Unterstaatssekretär v. Rottenburg stellt zunächst die Frage: inwieweit das Material über die Länge der Arbeitszeit einer Ergänzung bedarf. Die Homerule Debatte schleppt sich träge dahin, Ober- Regierungsrath Dr. Wörishoffer hält das vorliegende Würden alle Geschäfte und alle Versuche der Regierung, die Debatten abzukürzen, Material zur Weiterarbeit ausreichend, Würden alle Geschäfte bleiben erfolglos. Gestern wurde wieder ein Regierungs- gefragt worden sein, dann würde das Material noch nicht zuweniger leicht antrag auf Beschleunigung in Berathung genommen, und fammen sein. Das Bild würde größer, dafür die Debatte zog sich so in die Länge, daß sie auch die übersichtlich, aber wahrscheinlich kein anderes fein als das vorSiegende. Die Angriffe gegen die Arbeit gehen vielfach von einer heutige Sigung ausfüllen wird. Schließlich wird der An- nicht zutreffenden Unterstellung aus und kommen daher zu solchen trag wohl durchgehen, allein er wird ebenso wenig nügen, Schlüssen. Reichstagswahl. Nach§ 9 des Wahlreglements be ginnt die Wahlhandlung um 10 Uhr Vormittags und wird um 6 Uhr Nachmittags geschlossen. IIle Personen, welche nicht zum Wahlvorstande gehören, haben dann das Wahllokal zu verlassen. Das an manchen Orten von einzelnen Zuschauern gestellte Verlangen, auch der nachfolgenden Thätigkeit des Wahlvorstandes, welches in der Eröffnung der Stimmzettel und der Aufnahme des Protokolls besteht, beizuwohnen, ist unberechtigt. Die Deffentlichkeit der Wahlhandlung erreicht ihr Ende mit dem Schluß der Wahlhandlung und dieser tritt um 6 Uhr Nachmittags ein. Die im§ 9 des Wahlgesetzes enthaltene Vorschrift, daß auch die Ermittelung des Wahlergebnisses öffentlich sei, bezieht sich nur auf die vom Wahlkommissar gemäß§ 26 des Reglements vorzunehmende Handlung, denn dieser allein hat das Wahlergebniß zu ermitteln und kann es allein ermitteln, nicht die einzelnen Wahlvorstände. Raffel, den 20. Juni 1898. Der Landrath. Dörnberg. wie die früheren Versuche dieser Art. Ehe eine stärkere Es wird nöthig sein die Frage der Ladenzeit und der Majorität für die Homerule vorhanden ist, kann diefelbe Irbeitszeit getrennt zu behandeln. Es wird sich eine kürzere nicht durchgefeht werden. Und um eine stärkere Mehrheit als 14stündige Ladenzeit schwer durchführen lassen. Bei Am 19. Juni waren zwei Parteigenoffen auf dem Landzu erlangen, muß die Regierung das Parlament auflösen. den Bäckern fonnte man von vornherein die 12stündige ArEs ist daher sehr leicht möglich, daß noch im Laufe dieses beitszeit zur Grundlage nehmen, weil mehr ols die Hälfte der rathsamt und theilten dem anwesenden Kreissekretär mit, daß Jahres Neuwahlen in England stattfinden. Bäder angegeben hatten, daß in ihren Geschäften eine solche von trotz der ministeriellen Verfügung in Sachen der Deffentlichteit 12 Stunden und weniger vorhanden sei, während nach Auskunft der Wahl bei der Hauptwahl in einzelnen Orten die vom WahlDie französische Deputirtenkammer berieth den der aufleute in 15,5 pt. der Beschäfte eine Ladenzeit von 14 Komitee der sozialdemokratischen Partei beauftragten Wähler Die Antwort scheint Gesetzentwurf, betreffend die Petroleumzölle, der ind mehr Stunden üblich sei. 14 Stunden Arbeitszeit ist aber nicht zum Lokal zugelassen feien und ersuchten, daß dieses zu lange und darum muß man nach Mittel und Wege suchen, bei der Stichwahl vermieden werde. gleichzeitig die Zustimmung zu dem französisch- russischen um die Schwierigkeiten zu überwinden, welche sich einer Be der obige Erlaß zu sein, welcher auch an alle Ortsvorstände Handelsübereinkommen in sich schließt. Die Kammer ge- fchránkung der Arbeitszeit entgegenstellen. im Landkreise Kassel mittels hettographirter Schreiben ernehmigte die Beschlüsse der Kommission, durch welche die Ober Regierungsrath von Schicker: Bei der Beurtheilung gangen ist. Die Folgen haben sich nun recht bemerkbar Petroleumzölle auf 9 Frants und 12,50 Frants festgesetzt der Bahlen darf nicht übersehen werden, daß die Bäckerläden in an einzelnen Orten dadurch gemacht, daß bei der Stichwahl werden. Der Regierungsentwurf wurde in einigen Theilen den Tabelle nicht mit aufgenommen find. Würde man diese weniger Stimmen für Pfannkuch abgegeben, dagegen mehr abgeändert, die Abänderungen betreffen jedoch nicht das aus der Bäderstatistit herausnehmen und hier mit aufführen, für den Gegner, so z. B. in Kirchbitmold, wo ersterer 18 weniger, Handelsübereinkommen mit Rußland. Insbesondere hat die dann würde das Resultat noch ungünstiger ausfallen. Sine letzterer 19 Stimmen mehr erhielt, als die gesammten Gegner in Kommission die zeitweilige Bulaffung in ihren Entwurf auf gleiche Behandlung aller Geschäfte wird zu Mißständen führen. der Hauptwahl, troydem sich 9 reichsparteiliche und 27 freiBeim Handel mit Nahrungsmitteln ist eine längere Ladenzeit er- sinnige Stimmen dabei befanden und nur 66 konservativ- antigenommen, gegen die die Regierung sich ausgesprochen hatte. orderlich wie beispielsweise bei Modengeschäften. femitische und 30 nationalliberale. Der vom Wahlkomitee beauf Im Laufe der Berathung erklärte der Minister des AusUnterstaatssekretär von Rottenburg beantragt, daß nicht wie tragte ortsangesessene Wähler war um 6 Uhr durch den Bürgerwärtigen, Develle, Rußland habe die Zusicherung gegeben, bei der Bäckerenquete weitere Fragebogen versandt werden, meister und einen Beisitzer, welcher nachgewiesenermaßen Stimmdie Nachahmung von französischen Fabrikzeichen mit Strafe fondern daß die Mitglieder der Kommission beauftragt werden, zettel für den Gegner in der Tasche hatte, gewaltsam aus dem Wahllokal entfernt worden. Auf grund des Erlasses find in zu belegen. Was die Herbeiführung eines Uebereinkommens mündliche Erhebungen vorzunehmen. mit den Vereinigten Staaten, das ebenso vortheilhaft wäre allen Orten des Wahlkreises, mit Ausnahme Kassel, die Ergebnisse der Wahl hinter verfchloffenen Thüren ermittelt worden. wie dasjenige mit Rußland, anlange, so müsse der Wiederzusammentritt des amerikanischen Kongresses im bevor werden, zur Ungiltigkeit der Wahl führen und werden die sozialDieser Umstand muß in Verbindung mit sonstigen Unregelmäßigfeiten, welche in dem einzulegenden Broteste einzeln aufgeführt stehenden September abgewartet werden. demokratischen Abgeordneten dafür sorgen müssen, daß dies sobald als möglich geschieht. Ueber diesen Antrag entspinnt sich eine längere zum theil staatsrechtliche Debatte. der Bundesstaaten zu ersuchen, die weiteren Erhebungen vorzu Ober- Regierungsrath v. Schicker beantragt, die Regierungen nehmen. Rußland. Der Hamburger Correspondent" will des Herrn v. Rottenburg angenommen. Der Antrag des Herrn v. Schicker wird abgelehnt und der wissen, auch mit England seien Verhandlungen Rußlands Im weiteren Berlauf der Debatte werden die Grundzüge so weit gediehen, daß in den nächsten Tagen ein englisch- festgestellt, die bei der mündlichen Erhebung zu Grunde gelegt russischer Meistbegünstigungsvertrag abgeschlossen werde. werden sollen. Ferner wird beschlossen, daß die Organisationen mfgefordert werden sollen, außer bei den mündlichen Vernehmungen sich auch schriftlich über eine Reihe von Fragen zu äußern. ** Druckfehler- Berichtigung. Im gestrigen Leitartikel ( Tyll Eulenspiegel Redivivus), brittletzter Absatz, muß es heißen: - und die standfesteren deutschen Truppen ber ( nicht: die) Unionsarmee im Stich ließen." Feiner muß vor diesem Sage das komma forte fallen. Sihung der Kommission für Arbeiterstatistik. Der Unterstaatssekretär Dr. v. Rottenburg eröffnet 10/4 Uhr die Sigung und macht zunächst einige geschäftliche Mittheilungen. Herr Assessor Lohmann berichtet über den Stand der Bäcker Enquete und theilt ferner mit, daß im Reichskanzleramt ein leitende Schritte unternommen werden, um Erhebungen über die Hausindustrie zu veranlassen. Zunächst wird untersucht werden, in welchem Umfange eine Hausindustrie vorhanden ist, auf die nach Abs. 4 des§ 154 der Gewerbe- Ordnung die Bestimmungen §§ 135 bis 139b Aus der alten Reichsstadt Wangen im südlichen Württem berg wird uns berichtet, daß dort den guten Bürgersleuten ein heilsamer Schreck in die Glieder gefahren ist, nachdem sich herausgestellt hat, daß auch im Allgäu die bösen Sozi in ganz erklecklicher Bahl vorhanden sind. Gegenüber 213 Stimmen, die auf den Zentrumsmann entfielen, hat unser Genosse Tauscher in diesem Drt 76 Stimmen erhalten. Im ganzen Bezirk find 350 sozialdemokratische Stimmen abgegeben worden. Und das will schon was sagen, wenn man bedenkt, daß das Zentrum in dieser äußerlich nicht mit dem Klerus hält, sich auch schon darauf ge faßt machen muß, sein Bündelchen zu schnüren. Nun, die wenigen dortigen Genossen, die sich offen zu uns zählen, werden wader arbeiten, damit der Sozialismus auch am Bodensee und im Allgäu seine fiegende Fahne fest in den Grund pflanze. Amtliche Ergebnisse der Stich- Gegend dominirt wie selten anderswo, und daß jeder, der es wahlen. Sozialdemokratische Kandidaturen. Würzburg. Abgegeben 14 228 Stimmen. Davon Megger und Gemeindebevollmächtigter Peter Neckermann 3 8490, Redakteur Albrecht Fülle S 5788. Grfterer gewählt. Oldenburg. Wahlkreis 1. Oldenburg, Lübeck, Birkenfeld. Abgegeben 18 830 Stimmen. Davon Geb. Justizrath Prof. Dr. Enneccerus- Marburg N 12 858, Buchdruckereibesizer Paul Hug 5977. Grsterer gewählt. Wahlfreis 2. Jever, meſterſtebe, gegeben, Buchbruceret Davon Rechtsanwalt Albert Träger F 9581, Buchdruckerei befizer Paul Hug S 4053. Träger gewählt. Freifinnsservilismus. Die Berliner Presse", ein freisinniges Blatt, berichtet simperlich, daß in der nächsten umgebung des Neuen Palais in Potsdam, in den Dörfern Eiche, Bornstedt, Goln, Bornim, Alt- Gelon eine große Bahl sozialdemokratischer Stimmen abgegeben w den. Ja, sogar in dem Gutsbezirt Sanssouci, u welchem das Neue Palais" gehört, und die au fost verbaltung ofbediensteten und Angestellten der Hofgartenverwaltung bewohnt wird, wurden zwei sozialdemokratische Stimmen ab gegeben, nach deren Urhebern man jeßt, indessen bisher ers folglos, fahndet. es berichtet. Die berse but we abbes genannten Gefeßes ganz oder teilweiſe Stichwahlen zwischen bürgerlichen Zadels hat für die Ungeſchlichkeit, fiber welche bench bat bas ausgedehnt werden önnen. Ferner wird zu untersuchen sein, ob infolge der Abänderung der Gewerbe- Ordnung Arbeiten aus der Fabrik zur Hausarbeit übergegangen sind. Parteien. Bayreuth. Abgegeben 16 474 St. Davon Bayerlein 8887, Rudolph F2 8137 St. Ersterer gewählt. Kronach. Abgegeben 13 220 St. Davon Stöcker 3 8006, Binner Bauernbund 5214. Ersterer gewählt. Es charakterisirt den Freifinn, daß das Blatt kein Wort des zum Reichstage und kein Recht, nach den Urhebern"() sozialdemokratischer Stimmen zu fahnden. " Briefkaffen der Redaktion. W. D. 16. Um einer Reichstagssizung als Zuhörer beiwohnen. zu fönnen, muß man sich Tages vorher beim Portier des Reichstages melden und notiren lassen. M. B. 24. 1. Proportional- Wahlsystem heißt ein folches, in welchem die Mandate nach dem Verhältniß( Proportion) der erhaltenen Stimmen an die Parteien vertheilt werden. 2. Nein. Der Gewählte muß aber selbst wahlberechtigt sein. R. B. 12. 1. Das tönnen Sie sich selbst ausrechnen. 2. Die Entfernung von Königsberg und Kom nach Aachen ist ziemlich gleich. 3. Nein. Auf Antrag des Direktors des Statistischen Amts Herrn Lohr. Abgegeben 18 760 Stimmen. Davon Bürgermeister v. Scheel wird beschlossen, die Lohnstatistik noch auf die Tages- Keßler 3 9826, Privatier Johann Weißenberger Sp 8932. ordnung der diesmaligen Sigung zu setzen. Zum zweiten Punkt Reßler gewählt. der Tagesordnung:" Untersuchung über die Verhältnisse der in Zweibrücken. Abgegeben 22 788 St. Davon Adt N 11 855, Gast- und Schankwirthschaften beschäftigten Personen" theilt- Reeb 3 10 878. Erfterer gewählt. Unterstaatssekretär Dr. v. Rottenburg mit, daß bereits seit län gerer Beit in den Zeitungen Artikel erschienen seien, die auf die in diesem Erwerbszweige bestehenden Mißstände hinwiesen. In neuerer Beit habe sich auch die wissenschaftliche Literatur mit dieser Frage beschäftigt. So habe z. B. das frühere Mitglied dieser Kommission Herr Schippel in einem Aufsatz in der Neuen Zeit" die Frage eingehend behandelt. Durch eine Reihe von Zitaten aus dem betreffenden Artikel fucht Redner zu beweisen, daß in dem genannten Erwerbszweige Zustände bestehen, die der Abhilfe bedürfen, und rechtfertigt es sich, daß die Kommission sich dieses Gegenstandes bemächtigt, um volle Klarheit über die bestehenden leber den Ausfall der Wahl in Dortmund schreibt Zustände zu schaffen. unfer dortiges Parteiblatt: Die endgiltige Nachricht, daß wir Der Referent Moltenbuhr beantragt, daß zur Feststellung bei der Stichwahl erlegen find, macht begreiflicherweise viele des Fragebogens Sachverständige hinzugezogen werden. Der unserer Parteigenoffen mißmuthig. Gewiß ist es nicht angenehm, K. W., Elsasserstr. Sie können fich in jeder Gestalt" Antrag wird angenommen und beschlossen, daß ein Hotelwirth, so nab am Biele zu unterliegen, ein jeder sagt sich, hätten denn vereinigen, wie es Ihnen am besten paßt. Rein Gesez steht ein Restaurationswirth, ein Hotelfelner und ein Restaurations- diese 64 Stimmen nicht noch herausgeholt werden können, find Ihnen entgegen. tellner hinzugezogen werden sollen. Nach diesem Beschluß wird nicht hier und da Unterlassungsfünden begangen worden? Gewiß A. V. Stuttgart war noch nie im Reichstag durch einen der Gegenstand zurückgesezt und zum dritten Punkt der Tages- hätte fo manches noch gethan werden können, was uns vielleicht Sozialdemokraten vertreten. Bestrafungen wegen Wahlordnung übergegangen. ein Mehr an Stimmen gebracht hätte; aber die Liberalen beeinflussungen find im Deutschen Reiche mehrfach, wenn auch Ueber die Untersuchung über Arbeitszeit, Lehrlingsverhältnisse, werden sich dasselbe sagen, auch sie sind jedenfalls der Meinung, nur in sehr seltenen Fällen, erfolgt. Die Reichstagswahlen. H. in M. Diese Befürchtung ist unbegründet, wenn Sie sich nicht auf andere Weise kompromittiren. W. G. Mit Gedichten sind wir während der Wahlzeit massenhaft überschüttet worden. Einziger in Berlin existirender Circus. Für den Inhalt der Juferate über Königl. italienischer Circus nimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung Theater. Sonnabend, den 1. Juli. Berliner Theater. Das Käthchen von Heilbronn. Friedrich- Wilhelmstädt. Theater. Der Bettelstudent. Kroll's Theater. Euryanthe. Gute Nacht, Herr Pantalon. Viktoria Theater. Frau Venus. National Theater. Der Richter von Zalamea. Adolf Ernst- Theater. Der Schwiegerpapa. Alexanderplak Theater. Sonnenaufgang. Ernesto Ciniselli. Stadtbahnstation Zoologischer Garten. Heute, Sonnabend, den 1. Juli: Große Extra- Vorstellung. unter Mitwirtung des gesammten Herren- und Damenpersonals. In dieser Vorstellung gelangen nur die Nummern zur Vorführung, die bislang mit sensationellem Beifall vom Publikum aufgenommen sind. Morgen, Sonntag: 3wei große Vorstellungen um 4 Uhr Nachmittags und 8 Uhr Abends. In Vorbereitung: Die Erschaffung des Weibes oder: Das Weib durch die Jahrhunderte. Große AusstattungsPantomime, mit durchweg neuen Dekorationen, Kostümen, Requisiten 2c. 2c. Bor( Gefeßlich geschützt.) Winter- Garten. Spezialitäten- Bor stellung. Apollo Theater. Vorstellung. Spezialitäten Theater der Reichshallen. Spezialitäten- Vorstellung. Kaufmann's Variété. Spezialitäten Vorstellung. National- Theater. Große Frankfurterstraße 132. Volks- Vorstellung zu bedeutend ermässigten Preisen. Gastspiel des Herrn Erich Schmidt vom Lessing- Theater. Der Richter von Zalamea. Schauspiel in 3 Aufzügen von Calderon de la Barca. Regie: Max Samst. Rassenöffnung 51/2 Uhr. Anfang der Abend- Borstellung 71/2 Uhr. Im Garten auf d. Sommerbühne. Zum vorlegten Male: Die Konfektionense. G Achtungsvoll Ernesto Ciniselli, Direktor. ratweil'sche Bierhallen. Kommandantenstr. 77-79. Täglich: Auftreten der Leipziger Sänger Auf. vom Krystall- Palast. Wochent. 71/2 Uhr. Entree 10 Pf. Sonntags 6 Uhr. Entree 30 P. Anerkannt gute Küche. Säle für Festlichkeiten und Versammlungen. Carl Koch. Todes- Anzeige. Den Mitgliedern des Unterstützungsvereins deutscher Hutmacher( Filiale Berlin) zur Nachricht, daß der Kollege Paul Wiesner gestorben ist. Die Beerdigung findet Sonntag, den 2. Juli, Nachmittags 2 Uhr, von der Leichenhalle des St. Markus- Kirchhofes vor dem Landsberger Thor, Wilhelmsberg, aus statt. Um zahlreiche Betheiligung ersucht 175/3 Der Vorstand. Allen Freunden und Genossen zur traurigen Nachricht, daß am 28. d. M. plöglich mein lieber guter Mann, unser Vater, der Destillateur 308M Carl Friedrich verstorben ist. Die Beerdigung findet Sonntag Nachmittag 22 Uhr von der Leichenhalle des Emmaus- Kirchhofes statt. Anna Friedrich nebst Kindern. Allen Freunden und Bekannten die traurige Nachricht, daß meine liebe Frau Wilhelmine Träger an einer schweren Operation verstorben ist. Die Berdigung findet Sonntag, den 2. Juli, Nachmittags 4 Uhr, von der Leichenhalle des neuen Zwölf Apostelkirchhofs in Schöneberg statt. 678b H. Träger nebst Tochter. 78 Großes Vereinszimmer auch mit Klavier- Benutzung, zu verges 6826* Charlottenburg, Goethestr. 75. Schloss Schönholz bei Pankow. Sonntag, den 9. Juli 1893: Grosses Volksfest veranstaltet vom Arbeiter- Sängerbund Berlins und Umgegend und der Arbeiter- Bildungsschule, verbunden mit Sängerfest Gesangsaufführungen d. Sängerbundes. unter Mitwirkung von 200 Gesangvereinen. 4 Musikkapellen. Gr. Festzug von 500 Pers. Triumph der Arbeit. Im neuerbauten Saale: Tanz. Volksbelustigungen und Ueberraschungen aller Art.- Preisspiele für Kinder. Verloosung von Büchern. Anfang des Konzerts früh 8 Uhr, der Gesangsaufführungen Nachm. 32 Uhr. Beginn des Festzuges Nachmittags 42 Uhr. Billet vorher 20 Pf. 106/2 An der Kaffe 30 Pf. Müllerstraße 142. Feld- Schlößchen. Müllerstraße 142. Sonnabend, den 1. Juli 1893: Erftes Stiftungsfeff der Freien Vereinigung der Getreideträger und Speicherarbeiter bestehend in Gin freundliches Vereinszimmer mit Konzert, Heftrede, gehalten vom Reichstagsabg. Zubeil, Pianino- Benuhung bei 683b E. Marsch, Steinmetzstr. 5. Empfehle nach wie vor mein verKindervergnügen und komischen Vorträgen. Gesang, ausgeführt vom Gesangverein Nordwacht morig. Etablissement moris größertes Lokal, franz. Billard 2c. Die Musik wird von der Freien Vereinigung der Civil- Berufsmusiker ausgeführt. Buggenhagen. Plaz. Play. Täglich: Instrumental- Konsert. Großer Frühstücks- u. Mittagstifh. Spezial- Ausschant von Pakenhofer Lagerbier, hell und dunkel. An Sonn- und Festtagen findet das Konzert in den oberen Volksstück m. Gesang u. Tanz in 4 Aften Sälen statt. v. Gg. Friedrich. Regie: Fritz Schäfer. Entree Wochent. 10 Pf. Sonnt. 25 Pf. Vor und nach der Konfektioneuſe": Säle für Versammlungen, Rommerse, Auftreten von Spezialitäten 1. Ranges. Neues Programm. Sonntag:„ Graf Essex". PassagePanopticum. Grösstes Schau- u.VergnügungsEtablissement der Welt. Entree 50 Pf. Castan's Panopticum. Der Tod als Erlöser. Neu: Neu: Die Schrecken des Meeres. Bauern- Aufstand! Illusionist. Vorstellungen. Schreckenskammer. Irrgarten. Moabiter Festlichkeiten zc. Schmiedel's Festsäle, Alte Jakobstrasse 32, empfehle meine hocheleganten Säle zur Abhaltung jeder Art Festlichkeiten. Auch steht den geehrten Vereinen 2c. der große Sommergarten zur Verfügung. Wwe. E. Schmiedel. Restaurant Iwert, Hohen- Neuendorf a. d. Nordb. 4 Min. vom Bahnhof, empfiehlt sein Lokal den geehrten Vereinen, Freunden und Genossen zu Landparthien. Großer Garten mit Regelbahn, großer Saal mit Piano und Theaterbühne, Kaffeeküche zc. Treptow dem verehrten Publikum. Vorwärts, Volks- Zeitung, sowie andere Zeitungen liegen aus. [ 3596L M. Berndt, Oranien- u. Alexandrinenstr.- Ecke. Potsdam. Restaurant Charlottenhof. bei Ausflügen nach Potsdam mein am Den Berliner Parteigenoffen empfehle Bahnhof Charlottenhof gelegenes te staurant. Schöner großer Garten, Billard, Regelbahn. Um regen Besuch bittet Achtungsvoll F. Broseit, otsdam, Alte Louisenstr. 32, gegen über dem Bahnhof Charlottenhof. Größere Gesellschaften bitte vorher 18b anzumelden. Den Genossen von Steglitz zur Nachricht, daß der Klempner 421/ 2* Maertens, Steglitz, Forst- Strasse 5, " Mitglied des Arbeiter- Sängerbundes. Großer Sommernachts- Ball. Herren, welche daran theilnehmen, zahlen 50 Bf. nach. Eintritt 25 Vf. Anfang 4 Uhr. 197/12 Achtung! am Ende??? Das Comité. Achtung! Große öffentliche Versammlung aller in der Metallindustrie beschäft. Arbeiter und Arbeiterinnen Berlins u. Umgegend Sonntag, den 2. Juli, Vorm. 10 Uhr, im Lokale des Herrn Rehlik, Bergstraße 12. 232/10 Tagesordnung: 1. Die gewerkschaftliche Organisation. Referent: Rollege Hartung. 2. Distusfion. 3. Verschiedenes. Um zahlreichen Besuch bittet Der Einberufer. vom 1. Juli ab den Vertrieb des Vorwärts"," Boltsblatt", sowie fämmtlicher des Parteiliteratur übernommen hat. Bitte ihn damit zu unterstützen. Bestellungen nimmt auch entgegen Der Vertrauensmann für Steglitz, Schloßstr. 69, Hof part. Habe mich Ackerstr. 118 am Gartenplaz niedergelassen. 663b Albert Fleck, prakt. Arzt. Bender's Restaurant J. Semmel, Oranienſtr. 55, 3 Minuten hinter dem Paradies- Garten. Erstes Lokal an der Chaussee. Jeden Sonntag Tanz. Großer Saal, großer schattiger Garten. Kaffeeküche, 3 Kegelbahnen. am Morigplay, pr. Zahn- Arzt. Spr. 8-6. Sonnt. 9-1. Theilzahlung gestattet. Dr. Hoesch, homöopath. Arzt, Linienstr. 149. 8-10, 5-7, Gonnt. 8-10. Freie Volksbühne. Gesellschaftshaus. Am Sonntag, den 2. Juli, Nachm. 2/2 Uhr, findet für die III. Abtheilung, Alt- Moabit 80 und 81. Täglich: Theater- und SpezialitätenVorstellung, fowie Concert. Anjang 4 Uhr. Entree 30 Pf., reservirter Platz 50 Pf. Helmuth Peters. 4127L* Schweizer- Garten am Königsthor. Täglich: E 9. 21/2 eine Borstellung im National- Theater statt. Zur Aufführung gelangt: IV. Der Richter von Zalamea. Schauspiel in 3 aften von Calderon de la Barca. Mufit von Adoll Wiedecke. Die Hauptrollen liegen in den Händen der Damen Bursta und Samst, der Herren Kober, Dir. Samst, Erich Schmidt. Zu beiden Vorstellungen werden für diejenigen Mitglieder, die die Vorstellung noch einmal besuchen wollen, Extrafarten à 60 Pf. ausgegeben. Dekorations- und Schristenmaler, die sich an den Arbeiten für das Sommerfest der Freien Voltsbühne betheiligen wollen, werden gebeten, ihre Adresse dem Unterzeichneten einzusenden. Besizer von Geschäften( Restaurateure, Cigarrengeschäfte 2c.), die die Billets zum Sommerfest der Freien Voltsbühne verkaufen wollen, werden Concert, Theater ebenfalls gebeten, ihre Adresse dem Unterzeichneten einzusenden. und Spezialitäten- Borstellung. Geschwister Rigoli, Familie Carlo, Mr. Famera, Max Grabow, Gebr. Dissenato, Emma Lucas, Troupe Columbia und Gebr. Vercroa. I'm Saale: BALL.[ 4199L Ostbahn- Park am Küstriner Plaz, ( Hermann Jmbs) Rüdersdorferstr. 71, am Ostbahnhof. Konzert, Täglich: Theater u u. Spezialitäten Vorstellung. Pantomimiften- Truppe Garetton, urtom. Tarameter- Droschtenfahrt, Mr. De Dolfs, Neger- Erentric 2c. Volksbelustig. jeder Art. 4 Kegelbahnen zur Verfügung. Der Vorstand der Freien Volksbühne". J. A.: Julius Türk, SW., Golmsstr. 24. Achtung! 5. Wahlkreis. 246/7 Achtung! Maurer! Achtung! ' Mitglieder- Versammlung Unterstützungsvereins der Maurer im Westen Berlins am Montag, den 3. Inli, Abends 81/2 hr, im Lokale ,, Königshof, Bülowstrasse No. 37. Tages- Ordnung: Auflösung des Vereins. Achtung! Mitglieder Der Vorstand. Achtung! des deutschen Tischler- Verbandes! Nachdem sich die hiesige Zahlstelle am Mittwoch, den 28. Juni als Bahlstelle des Deutschen Holzarbeiter- Verbandes konstituirt hat, muß die Umschreibung der Mitgliedsbücher so bald wie möglich erfolgen. Wir ersuchen deshalb die Mitglieder, die Umschreibung der Bücher vom Sonnabend, den 1. Juli ab auf allen Zahlstellen des Verbandes und im Arbeitsnachweis zu besorgen, damit sie vollberechtigt in den Holzarbeiter- Verband eintreten. 318/2 Die Lokalverwaltung. Verband der in Buchbindereien, der Papier- u. LederGalanteriewaaren- Industrie beschäftigten Arbeiter und Arbeiterinnen Deutschlands. Mitgliedschaft Berlin. F Versammlung. Tagesordnung: " 1. Vortrag des Frl. Wabnitz über: Clara Wettstein Adelt, Drei und einhalb Monat Fabrikarbeiterin". 2. Diskussion. 3. Abrechnung der LiquidationsKommission. 4. Verschiedenes. Brauerei", Hafenhaide 22-31. Billets à 20 Pf. sind bei allen Mitgliedern zu Großes Sommerfest am 17. Juli( guter Montag), in der Unionshaben. Verein der Maschinisten und Heizer Berlins. Sonntag, den 2. Juli, Nachmittags 5 Uhr, im Schultheis Brauerei- Ausschank, Neue Jakobẞr. 24/25: 250/14 General- Versammlung. Tages- Ordnung: 1. Kassenbericht. 2. Verschiedenes. Der Vorstand. Sammellisten für die Reichstags- Wahl find, werden Alle diejenigen Genoffen, welche noch im Besitz von Verband aller in der Metallindustrie beschäftigten Arbeiter ersucht, dieselben bis spätestens Sonntag, den 2. Juli, bei Berlins und Umgegend. Rixdorf. der Vertrauensperson Fr. Krüger, Hirtenstr.10, abzurechnen. Sonntag, den 2. Juli, Vormittags 10 Uhr, im Saale des Herrn 351/14 Das Wahlkomitee. Restaurant zur Pferdebucht. Gröpler, Bergstraße Nr. 129: Große Bezirks- Versammlung. Tages Ordnung: 1. Die Bedeutung der Gewerkschafts- Organisation. Referent: Rollege Naether. 2. Diskussion. 8. Verbandsangelegenheiten und Verschiedenes. Um zahlreiches sowie pünktliches Erscheinen aller Kollegen ersucht Der Vornand. 15 Minuten Waldweg vom Bahnhof Köpenick. o. Herrlicher Laubwald, tein zweitschönerer Aufenthalt in und um Berlin, Jeden Sonntag von früh 7 bis 11 Uhr halbstündlich Kremserfahrt( Perfon 15 Pf.) 229/19 Rückfahrt von 2. bis 9 Uhr Abends. Neuer Tanzsaal, Familien- Kaffeeküche, 2 Kegelbahnen, Schiesshalle, Würfelbuden sowie verschiedene Beluftigungen. Bankow. W. Buge's Vereinshaus. 4314L* ff. Weissbier 20 Pf. Bairisch Bier 10 Pf. Achtungsvoll ( früher Borchardt), Schule- Straße Nr. 28. F. Hoffmann. Station Nordbahn. Jeden Sonntag: Ball. Garten und Regelbahn. Verantwortlicher Redakteur: Wilhelm Schröder in Berlin. Drud und Verlag von Mar Bading in Berlin, SW, Beuthstraße 2. Hierzu eine Beilage. Beilage zum„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 152. Tokales. Achtung 6. Wahlkreis. Alle Diejenigen, welche noch im Besitz von Sammellisten für den 6. Wahlfreis sind, werden ersucht, dieselben bis zum 2. Juli zurückzugeben. Die Vertrauenspersonen. Sonnabend, den 1. Juli 1893. 10. Jahrg. zu retten. Endlich, nach qualvollen 3/4 Stunden, nahte ein Von einem Gerüst abgestürzt ist Donnerstag Vormittag Dampfer, welcher die am Maft Hängenden aufnahm. Nur einer zwischen 11 und 12 Uhr der Maler Richard Grunert in der derselben war jedoch noch am Leben, der Tischlermeister Müller Schultheiß- Brauerei an der Schönhauser Allee, wo er mit Arwährend Schneider in völlig erschöpftem Zustande ans Land ge- letzungen und wurde mittels Kopp'schen Krankenwagens nach dem war durch die über ihn hinfortrollenden Wellen ertrunken, beiten beschäftigt war. Grunert erlitt schwere innere Verschafft wurde. Der ertrunkene Kirpeit, dessen Leiche gestern Krankenhause am Friedrichshain übergeführt. Abend gefunden wurde, ist 35 Jahr alt, verheirathet und eine Frau. Das amtliche Stichwahl Resultat im Kreise Teltow Bater von 4 Kindern, Müller, 59 Jahr alt, hinterläßt nur einigen Tagen berichteten wir über eine Gerichtsverhandlung -" A Ein Beitrag zur Frage der Volkdernährung. Vor Beestow Stortow Charlottenburg war bisher von uns noch nicht mitgetheilt. Genosse 3ubeil erhielt 36 330 St., gegen einen Schlächter, welcher eine größere Menge Fleisch, das Oberamtmann Ring( fonf.) 29 987 Stimmen. Das furchtbare Gewitter, welches am Mittwoch Abend als verdorben oder von franken Thieren herrührend polizeilich in den Vororten Berlins tobte, hat, wie wir nachträglich er- beschlagnahmt und der Abdeckerei zur Vernichtung" überwiesen Todtgeschlagen resp. erschossen soll der Oberamtmann fahren, mehrere Menschenleben gefordert und bedroht. worden war, von dort gestohlen und unter der Hand wieder verRing, der durchgefallene Kandidat im Teltow- Beeskow- Storkow- Bericht darüber. D. Red.), im Köpenicker Forst wurde ein junger schlagnahmten Fleisches zur menschlichen Nahrung ist nicht der Im Müggelfee ertranten zwei Personen( siehe unseren fauft hatte. Dieser Fall von nachträglicher Verwendung beCharlottenburger Wahlkreis, sein, so berichten eine ganze Anzahl Mann durch einen fallenden Baum schwer verletzt. erste, es sind schon früher gerichtliche Bestrafungen deswegen bürgerlicher Blätter, u. a. auch die„ Nationalliberale Korren spondenz" und die konservative„ Allgemeine Reichs- Korrespon- In Köpenick lag dicht an der langen Brücke auf der Spree am erfolgt, und wird vielleicht auch nicht der letzte fein. spondenz" und die konservative Allgemeine Reichs- Korrespon Flemming'schen Garten ein Oderkahn verankert; dicht am Ufer Derartiges Fleisch wird aber auch noch auf andere Weise Denz". Jetzt schreibt Herr" Oberamtmann Ring an die Kreuz- Zeitung",„ daß das in Berlin und Umgegend verbreitete stand eine riesige Weide, die kaum zwei Mann zu umspannen unter die Leute gebracht. Die Zentral- Fleischer- Zeitung" theilt Gerücht, er sei erschossen aufgefunden worden, ein sozial im stande waren; diesel knickte der Sturm, und der riesige Stamm in einem Artikel über die Zustände auf der Abdeckerei mit, daß demokratisches Märchen sei." Unsere Gegner haben im fiel, etwa ein Meter vom Erdboden abgebrochen, auf dort von Amtswegen ein schwunghafter Handel mit Pferdefleisch Wahlkampf das Blaue vom Himmel heruntergelogen, um die den Kahn, in dessen Kajüte Kajüte der Schiffer und der und mit gekochtem Rindfleisch in Portionen zu zirka 10 Pfund Sozialdemokratie zu bekämpfen; das Lügen scheint ihnen so in Knecht Unterkunft vor dem Unwetter gesucht hatte. Der betrieben wird. Das Fleisch wird als„ Hundefutter" verkauft. Saft und Blut übergegangen zu sein, daß sie es auch nach der mächtige Baum fauste, mehrere andere Stämme mit sich Das genannte Blatt behauptet aber, daß dieses„ Hundefutter", Wahl fortsetzen. reißend, auf das Fahrzeug nieder, sodaß das ganze Hintertheil welches anstandslos an jedermann verkauft wird, auch zur Herdes Schiffes von der Last total bedeckt und zertrümmert wurde. stellung von Gullasch, Sauerfleisch, Bouletten u. s. w. Eine Wahlgeschichte. Nach einer wahren Begebenheit. Jetzt ereignete fich etwas Schreckliches; mit rapider Schnelligkeit verwendet und in gewissen Restaurants aufgetischt wird. Von Dr. Max Fendau.( Nachdruck verboten)." Unter dieser sank das durch die Bäume schwer belastete Schiff und was Die 3entral Fleischer Zeitung" nennt feine bestimmten Ueberschrift bringt die Berliner Zeitung" im sogenannten das Schlimmste war die beiden Schiffer vermochten nicht Restaurants. Man darf aber annehmen, Daß das Reklame- Theil, der den Schein erregen soll, als habe man es mehr aus der Kajüte zu entkommen, mächtige Wasserfluthen Hundefutter" nicht in die theueren Restaurants wandert, sondern mit einem redaktionellen Artikel zu thun, die Reklame eines drangen in das kleine Gemach, in welchem die Geängstigten bis in billige Speisewirthschaften, die die Arbeiterbevölkerung beLotteriegeschäftes. Eine rührende Geschichte von einem Klempner- zur Schulter im Wasser umherwateten. So fand die herbei- suchen muß, in denen man für 40, für 35, jogar für 30 oder meister wird erzählt, der ruinirt ist, weil er der in seinem gerujene Feuerwehr die Lage der Dinge, als sie am Schiffe an- 25 Pfennig zu Mittag effen tann, womöglich noch inklusive Wohnorte dominirenden Partei bei den Wahlen opponirte. Er langte. Sofort wurde das Hintertheil des Kahnes durch Martin'sche Bier". Wir hoffen, daß die Zahl der Restaurateure, welche muß aus diesem fortgehen, hat aber anderswo auch nicht Glück Bimmerleute von den herabgestürzten Baumstämmen befreit, und ihren Gästen dieses Hundefutter" vorseßen, nur gering ist. Aber noch Stern"; er stirbt, seine Wittwe ernährt sich fümmerlich als dann erst gelang es, in die Kajüte einzudringen nnd den es wird sicherlich einzelne geben, die gewiffenlos genug dazu Weißzeugnäherin, bis ihr eines Tages eine Frau Geheimrath Berunglückten Hilfe zu bringen und dieselben aus der furcht sind. Soll man fich darüber wundern? Wenn selbst der ein Loos einer der heute wie Sand am Meere sich vermehrenden baren Situation zu befreien. Aus der völlig unter Wasser Berliner Magistrat einen Theil des auf dem Viehhof Kirchbau- Lotterien schenkt, worauf sie 5000 Mark gewinnt. Es gesetzten Kajüte rettete die Feuerwehr alle Werthsachen, Betten, beschlagnahmten Fleisches tranfer Thiere fochen und wieder tommt dann eine Anpreifung der Lotterie im allgemeinen und Möbel 2c., die umherschwammen. Dann wurde der Hydrophor verkaufen läßt, dann müssen im Publikum die Anschauungen eines bestimmten Lotteriegeschäfts im besonderen. Die Ber- angelegt, der Schiffsraum ausgepumpt und ein mächtiges Lect, über die Grenze zwischen ungenießbarem und noch genießbarem, liner Zeitung" liebt es, sich einen extrem radikalen Anstrich zu das am Steuerruber sich vorfand, verstopft. zwischen schädlichem und unschädlichem Fleisch vollends geben und diesen Anstrich benutzt sie, um zum Lotteriespiel anzuFür die Bewohner unserer Nachbarstadt Köpenick wird das schwankend werden. Die bürgerliche Presse hat das Verfahren locken. Der größte Theil der Leser hat keine Ahnung davon, Gewitter am Mittwoch Abend noch lange Zeit unvergessen des Berliner Magistrats wiederholt als eine nationalökonomische daß der ganze Artikel nur eine bezahlte Annonce ist. Es ist ein bleiben. Denn fast zu gleicher Zeit, als der oben erwähnte Ün- Großthat gepriesen, durch welche ein Theil der in dem beschlagJammer und eine Schande, daß auf die Noth und das Glend fall sich zutrug, schlug der Bliß in den Dachstuhl des Wohn- nahmten Fleisch enthaltenen Werthe zurückgewonnen und noch geschäftlich spekulirt wird; und hierzu tragen zumeist die hauses der städtischen Gasanstalt und zündete; nur durch auf- außerdem der ärmeren Bevölkerung Gelegenheit zu billigem große Anzahl von Lotterien zu firchlichen und anderen„ guten" opfernde Thatigkeit der Bewohner gelang es, die Brandstelle zu Fleischkauf geboten werde. Aber dieselben Gründe lassen sich Zwecken bei. Da giebt es faum eine Bigarrenhandlung mehr, in isoliren, so daß die unübersehbare Gefahr einer Weiterver auch für dasjenige Fleisch anführen, das als noch gesundheitsder nicht das Auge des Publikums auf Lotterieloose und deren breitung des Feuer nach den Gebäuden der Gasanstalt gefährlicher gilt und das der Magistrat bisher noch nicht verkaufen Anpreifung gelenkt und der Aermste gelockt wird, seine letzte Schläge" niedergegangen, so im Weinreich'schen Hause in lichkeitsstandpunkt, so kann man sehr leicht dazu gelangen, felbst vermieden wurde. Außerdem sind einige falte zu lassen gewagt hat. Stellt man sich erst einmal auf den NüzMark noch dem Lotterieteufel zu opfern. der Gartenstraße, im Gebäude des Wäschereibesitzers Korbitly, die Grenze, wo die Verwerthung" aufhören soll, immer weiter Amtsfeld Nr. 6. Bei der Langen Brücke, an der Seminar- Insel, spaltete der Bliz einen Kiefernast. Auf dem Gut Diepensee bei Erkner brannten infolge Blitzschlages Stallungen und Scheune nieder. Die Telephonleitungen nach Köpenick, Friedrichshagen, Grünau, Adlershof, Nieder Schönweide sind durch das Gewitter zum größten Theil zerstört worden, und die Reparaturarbeiten wurden erst heute beendet. " Papiere wegen Lademann und Söhne einbehalten." Diese Worte sind aufgedruckt auf Arbeits- Antrittsscheine des Stellenvermittlers Carl Rude, Alte Jakobstr. 40-41. Dieser Vermerk heißt weiter nichts, als daß Herr Kude als Pfand für die Stellenvermittelungs- Provision die Papiere des Arbeiters, der sich seiner Hilfe bedient, einbehalten hat. Und wie sorgsam sich Herr Kude der Arbeiter annimmt, denen er Stellung verschafft, zeigt die gleichfalls auf dem Arbeits- Antrittsschein gedruckte Bemerfung: Die Kündigung Zur Blutthat in Friedrichsberg, über die wir gestern von dem Gesellen, sowie vom Meister erfolgt täglich vor nach berichteten, erfahren wir jetzt die Einzelheiten. In dem Hause vollendeter Arbeit zu entlassen." Wahrlich, die Noth Scharrnweberstr. 41 betreibt die am 2. Mai 1830 geborene des Arbeiters muß schon sehr groß sein, wenn er zu solchen Wittwe des 1872 gestorbenen Tischlermeisters Montag, Auguste, Stellenvermittlern seine Zuflucht nimmt; hat er es aber einmal geborene Rummler, zu ebener Erde ein Schaufgeschäft. Am herauskommt, dafür ist schon gesorgt. Es ist nichts so schlecht, gethan, dann ist er oft nur aus dem Regen in die Traufe gekommen. Zunächst find ihm seine Papiere gepfändet und die Stelle, die er erlangt hat, fann er am selben Tage wieder verlieren; um eine andere zu suchen, ist er nun erst recht an den Stellenvermittler gewiesen, seine Schulb bei diesem wächst, und trotz aller Abzahlungen behält er den Strick um den Hals. Wer diese Lademann und Söhne sind( im Adreßbuch führt diese Firma nur ein Handelshaus für Haus- und Küchengeräthe in der Wall ftraße) und in welcher Art diese mit dem Stellenvermittelungsgeschäft etwas zu thun haben, ivissen wir nicht. hinauszurücken. Konsequenterweise müßte man dann sogar den Restaurateuren, welche Hundefutter" kaufen und es ihren Gästen vorseßen, oder gar dem Schlächter, welcher tonfiszirtes Fleisch stiehlt und nachträglich verkauft, wenigstens mildernde Umstände zubilligen. Der Magistrat trägt sich ja thatsächlich, wie wir be reits früher mitgetheilt haben, längst mit der Absicht, die Grenze der Verwerthungsfähigkeit noch weiter zu rücken. Jene Restaurateure haben das auf eigene Faust gethan. Amtliche Beispiele stecken an; wofür hätte man sich denn sonst gewöhnt, Behörden für unfehlbar zu halten! Außerden läßt man sich niemals so leicht in seinen Ansichten über zu läffig" und" unzulässig“ irre machen, als wenn ein Profit dabei Mittwoch- Abend um 10 Uhr kam die 23 Jahre alte Nichte daß es nicht doch noch von irgend einem gekauft würde, weil der Montag, die unverehelichte Marie Rummler, die in der das Bessere nirgends so billig ist, daß es für die Armuth nicht Liebigstraße bei ihren Eltern wohnte, entgegen ihrer sonstigen immer noch zu theuer wäre. Der Handel mit Schundwaaren Gewohnheit durch den Flureingang in das Lokal und theilte gedeiht um so fröhlicher, je trauriger die Armuth der arbeitenden der Tante mit, daß sie die in Arbeit genommenen Hemden am Bevölkerung ist. Auch der Verkauf von verdorbenen und gesundnächsten Morgen fertigstellen werde; man möge sie die Nacht heitsschädlichen Nahrungsmitteln ist nur möglich, wo es Menschen beherbergen. Gegen Mitternacht begab man sich zur Ruhe. giebt, die nicht nach der Beschaffenheit, sondern nur nach dem Die Rummler wußte es so einzurichten, daß die Schön, die Preise ihrer Nahrung fragen dürfen. Vielleicht wird das von der das Bett mit ihr theilte, nach der Wand zu, sie selbst vorn Abdeckerei verkaufte Fleisch auch von manchem gegessen, der die lag. Gegen 51/2 Uhr erhob sich die Rummler die Rummler leise, Serkunft desselben fennt. Vielleicht kommt es auf den Tisch holte aus der Küche ein erst vor wenigen Tagen geschliffenes mancher Arbeiterfamilie, die zu diesem ekelhaften Surrogat greift, Beschlagnahmt wurde auf Beschluß des königlichen Amts: Fleischerbeil herbei und begann mun ihr blutiges Werk bei der weil das unverdächtige Fleisch im Laden zu theuer ist. Was gerichts in der Buchhandlung von Hans Baate, City- Passage, Tante. Außer Schlägen auf den Hinterkopf und die Stirn brachte will man machen? Die Noth verkehrt manche Anschauung in die soeben erschienene Broschüre Gekrönte Häupter" sie ihr einen Hieb auf die Oberlippe bei, so daß diese herunter- ihr Gegentheil; warum soll sie nicht auch den Geschmack um Katharina II. von Rußland und zwar angeblich wegen Ver- tlaffte. In den Kopf drang die Waffe so tief ein, daß sie das wandeln und den Efel überwinden lehren? Die besitzende stoßes gegen§ 185( Beleidigung). Gefunden wurden etwa 300 Gehirn fajt berührte. Dann machte sich die Nummer, die Klaffe regt sich über solche Zustände nicht sonderlich auf; auch Exemplare. In der Buchdruckerei von Janiszewski u. Quitt ihre Tante für todt halten mochte, an die Schön und versetzte ihr nicht über die amtliche Verwerthung" des Fleisches franter wurden etwa 8000 Exemplare und die Platten konfiszirt. mit der Schärfe des Beils einen Schlag auf den Hinterkopf. Thiere, die sie im Gegentheil billigt und lobt. Sie hat es auch Die Schön wachte sofort auf, tonnte aber nicht verhindern, daß Der gepfändete Sarg. Auf die im gestrigen Blatte ge die Rummler noch dreimal zuhieb und den rechten und linken nicht nöthig, sich darüber zu entrüften, denn sie weiß, daß sie brachte Erklärung des Gerichtsvollziehers Malinowski bestreitet Oberarm und den rechten Oberschenkel traf. Endlich kamen die selber davon nicht betroffen wird. der Tischlermeister Köhler, daß ihm derselbe bei der Pfändung Petri'schen Eheleute zur Hilfe herbei. Frau Petri rüttelte zuerst eröffnet habe, daß auf Antrag des Gläubigers die Pfandstücke an der verschlossenen Thür. Als die Schön Hilfe nahen hörte, Frau auf dem Boden eines Hauses in der Gollnowstraße erhängt Polizeibericht. Am 29. v. Mts. Vormittags wurde eine sofort nach der Pfandkammer geschafft werden sollen, falls stieß sie mit dem Fuße so fräftig nach der nur mit einem Hemd vorgefunden. Im Haufe Stephanftr. 48 fiel Nachmittags ein Schuldner die Forderung nicht bezahlt," sowie daß ihm bedeutet bekleideten Rummler, daß diese hinfiel, öffnete die Thür und Malergehilfe, welcher ein etwa zwei Zentner schweres Faß mit worden, daß er sich resp. der Käufer an das Gericht zu wenden ließ die Petri'schen Eheleute und den hinzugerufenen Wagenlacirer Firniß nach dem Keller tragen wollte, von der Treppe, so daß habe". Herr Köhler erklärt es ferner für unwahr, daß Herr Rösler ein, diese bemächtigten sich der Thäterin und übergaben sie ihm das Faß über das Bein rollte. Er erlitt einen schweren Malinowski bis zu der Zeit, wo der Sarg nach dem Pfand- der Polizei. Als der Gendarm Wolff sie aufforderte, sich anzu- Bruch des Unterschenkels und mußte nach dem Krankenhause hause fortgefahren war, nichts von dem Käufer erfahren haben fleiden, hatte sie die Antwort:" Erst verbinden Sie mir meinen Moabit gebracht werden. Im Landwehr- Ranal, gegenüber will; er sowohl wie seine Frau hätten ihn wiederholt gebeten, verletzten Finger, dann folge ich Ihnen." Die Tante ist nach dem Hause Königin Augustaftr. 30, wurde Abends die Leiche von dieser Pfändung abzusehen, da der Sarg bereits an den dem Krankenhause am Friedrichshain übergeführt worden, die eines neugeborenen Kindes angeschwemmt. In der Prenzlauer Herrn Spangenberg, dessen Namen sie wiederholt nannten, ver- Schön in der Wohnung in ärztlicher Behandlung verblieben. straße 30/31 fand ein kleiner Brand statt. fauft und abgenommen worden sei. " Die Rummmler, die früher Kellnerin war, soll schon vor zwei Ein Urlaubspaß und Gestellungsbefehl auf den Namen Jahren Spuren von Irrfinn gezeigt haben. Die Annahme aber, Klempner Albert Werner lautend ist als gefunden in unserer daß die That im Irrjinn begangen sei, wird nicht allseitig geExpedition abgegeben. Der Eigenthümer des Passes wird Korridor aus eintrat, dafür, daß sie nicht gesehen sein wollte; theilt. Zunächst zeugt der Umstand, daß die Rummler vom ersucht, denselben abzuholen. ferner scheint sie, die That mit Vorbedacht im bloßen Hemd vollGerichts- Beitung: Er betonte, daß er an dem Eine furchtbare Ratastrophe, durch welche zwei hiesige führt zu haben, nachdem sie ihre Kleider zusammengepackt hatte, Der Rutscher Golchert lagte wider die Speditionsfirma Henze Gewerbegericht. Sigung vom 29. Juni, Kammer VII. Familien ihrer Ernährer beraubt worden sind, hat sich am um nicht später durch Blutflecke aufzufallen. Auch hat sie ge- auf Herauszahlung von 124,30 M. Kaution, die ihm einMittwoch Abend auf dem Müggelsee zugetragen. Der Kauf- wußt, daß ihre nicht unbemittelte Tante im Schlafzimmer Geld behalten worden waren als theilweise Deckung für ein von mann Hermann Kirpeit, welcher in dem Hause Fruchtstraße 33/34 aufbewahrte. Das alles läßt die Möglichkeit begründet er feinem Wagen gestohlenes Rolli. wohnhaft, bortselbst eine Handlung überfeeischer Hölzer und scheinen, daß ein Raubmord beabsichtigt gewesen ist. Die Schön Diebstahl nicht schuld sei; dieser hätte nicht passiren fönnen, Fourniere betrieb, war Besißer einer bei Friedrichshagen auf der mußte als Zeugin verschwinden. Die Untersuchung ist noch nicht wenn er, wie es sich gehöre, einen Begleiter auf der betreffenden Müggel vor Anter liegenden Segel- Yacht, mittels welcher er am abgeschlossen. Tour mitbekommen hätte. Der Beklagte führte demgegenüber Mittwoch 1/26 Uhr Nachmittags in Begleitung zweier Freunde, des Gastwirthes Otto Schneider, Fruchtstr. 30, und des Tischler- Königstadt großes Aussehen. Die Eigenthümerin des Hauses per Telephon nach den Ablieferstellen einen fog. Begleiter hinDer Selbstmord einer Hausbesitzerin verursacht in der aus, daß die Kutscher den stets geltenden Auftrag hätten, sich meisters Hermann Müller, Fruchtstr. 64, auf den obenerwähnten Gollnowstr. 3, die verwittwete Rentiere Sonntag, wurde schon zubestellen und wenn ein solcher nicht zur Verfügung stehe, das See eine Ausfahrt unternahm, trotzdem R. von Schiffern des drohenden Ungewitters wegen vor einem solchen Unternehmen gesehen wurde, veranlaßte der in derselben Straße wohnende vorliegenden Falle nicht gethan. Aus der Erwiderung des feit Montag vermißt; da die Dame auch am Donnerstag nicht Gut erst mit nach Hause bringen. Der Kläger hätte letteres im gewarnt worden war. Als nun der Sturm, der dem Gewitter voran ging, um 1/27 Uhr heranbrauste, refften die auf der Macht die Frau hier nicht vor. Dagegen wurde die Hausbesitzerin beften Absicht, dem Chef zu nügen, nicht nochmals nach Hause Schwager der S. das Deffnen der Wohnung, doch fand man lagenden Kutschers hierauf ging hervor, daß er nur in der Befindlichen schnell die Segel und suchten über den Teufelssee bald darauf auf dem Boden ihres Grundstückes erhängt auf gefahren sei und unterwegs mehrere Kollis abgeladen habe, bei rubernd Land zu erreichen. Indessen gingen die Wellen meterhoch, schlugen über das Boot hinweg, füllten es mit Wasser, so daß es gefunden. welcher Gelegenheit er mußte den Wagen turze Zeit ohne bald zu finken begann. Kirpeit, der am Steuer gesessen, wurde Aufsicht lassen der Diebstahl paffirte. Er erklärte, nichts von Schwer verunglückt ist gestern Nachmittag um 5 Uhr in dem allgemeinen Auftrag an die Kutscher zu wissen, welchen der durch eine riesige Woge über Bord gespült und ging lautlos unter. der Stephanftr. 48 der Arbeiter May Tillach. Er wollte ein Beklagte erwähnt hat. Der Gerichtsvorsitzende schlug einen Ver Schneider und Müller umflammerten den Mast und suchten etwa drei Bentner schweres Faß in den Keller rollen, fiel dabei, gleich vor, auf den der Beklagte nach einigem Zögern einging, Hilfe rufend dadurch Schiffer herbei zu locken. Dies war aber und das Faß, das ihm über den rechten Unterschentel ging, zer nachdem das Unsichere des Ausganges dieses Prozesses ihm vor vergeblich, bei der über dem See lagernden Finsterniß und dem malmte ihm die Knochen. Tillach fand im Krankenhause Moabit gehalten worden. Er verpflichtete sich, dem Kläger 75 M. zu furchtbaren Wellengang wagte es niemand, die Verzweifelnden Aufnahme. zahlen. Aehnlich wie in diesem Falle verhielt es sich bei einer Klage! des Kutschers Horn gegen die Firma Marfillier u. Ko. Dem Soziale teberlicht. Horn sind auf dem Bahnhof zwei Kisten Zigarren gestohlen Aufruf an die Töpfer und Berufsgenossen Berlins und und der Wirkung der Karbolsäure. Jm Verhandlungstermine zeigte sich die Angeklagte über das durch ihre Unvorsichtigkeit angerichtete Unglück höchst zerknirscht. Der Staatsanwalt beantragte eine Woche Gefängniß, der Gerichtshof erkannte aber auf zwei Wochen Gefängniß. Umgegend. des allgemeinen deutschen Töpfervereins. Mitgliedschaft Berlin. Achtung, Maurer des Osten Berlin 3. Kollegen! Der kostenlose Arbeitsnachweis befindet sich Rüdersdorfer straße 8 bei Böhl. Dort findet bis auf weiteres jeden Sonntag Morgen von 9 Uhr Frühsprache statt. Um das solidarische Zusammenhalten und Erleichterung innerhalb des Arbeitsverhältnisses zu fördern, ist es unbedingt Pflicht eines jeden Roll egen fich daran zu betheiligen. 2. Richter. A. Bilice. H. Jänsch. Mit sozialdemokratischem Gruß August Richter, Posenerstraße 5, Seitenflügel 3 Tr. tomitees. daß Agitationskomitees; die wirthschaftliche Entwickelung und bit internationale Arbeiterbewegung; Stellungnahme zum internationalen Arbeiterkongreß in Zürich event. Wahl eines Dele worden, wofür die Firma 102 M., die Kaution des Klägers, eingirten; Situationsbericht der Delegirten; Drganisation und behielt. Das gestohlene Gut hatte einen Werth von 600 M. Auch diesmal berief sich die Beklagte bezw. ihr Vertreter darauf. Joel's Salon, Andreasstraße am 27. Juni tagte, wurde nach Rollegen! In der öffentlichen Versammlung, die in Agitation; Anträge der Delegirten; Neuwahl des Agitations daß der Kutscher nicht gehandelt hätte, wie es ihm zukomme; dem Bericht der Delegirten eine Resolution angenommen, welche der Diebstahl hätte sonst nicht vorkommen können. Und auch Vereinigung der Gewerbegerichte Deutschlands. Die biesmal gab der Kutscher an, daß er, nur um recht schnell den ihm besagte, die jetzt hier bestehende Organisation beizubehalten und Herren Bürgermeister- Belgegrdneter Dr. Gassner, Vorsitzender des ertheilten Auftrag ausführen zu können, die fraglichen Risten sind die Beschlüsse des letzten Kongresses ignorirt. Trotzdem die sitzender des Gewerbegerichts von Frankfurt a. M. haben sich auf keinen Kompromiß irgend welcher Art einzugehen. Dadurch Gewerbegerichts von Waing, und Stadtrath Dr. Flesch, Vorturze Zeit ohne Aufsicht gelassen habe. Er beklagte sich ebenfalls darüber, daß er feinen Begleiter mit hatte. Die Parteien hiesigen Delegirten den anderen Kollegen das Versprechen gaben, dem„ sozialpolitischen Zentralblatt" zufolge bemüht, im Interesse für eine Einigung in Berlin zwischen der Filiale und der Rechtsorganisation, wie dieselbe in dem Reichsgesetz von schlossen einen Vergleich auf 50 M. der sogenannten Kampfesorganisation einzutreten, hielten 29. Juli 1890 geschaffen wurde, eine Verbindung aller in DeutschEin verhängnißvoller Mikgriff führte gestern die sie es dennoch für angebracht, ihren bisher geführten land bestehenden Gewerbegerichte anzubahnen. In dem betreffenden 18jährige unverebelichte Anna S. unter der Anklage der fahr- Rampf gegen die Bentralorganisation und deren An- Einladungsschreiben an die Gewerbegerichts Borsigenden einer Nun, Kollegen, fordern lässigen Tödtung vor die fiebente Straffammer des hänger fortzusetzen. wir Alle, Anzahl Städte wurde zunächst darauf hingewiesen, Landgerichts I. Die Angeklagte war im Mai zu ihrer ver- die auf dem Boden des Rongresses stehen, auf, auch end das prattische summarische Verfahren der Gewerbegerichte, heiratheten Schwester, einer Kaufmannsfrau, gekommen, um der giltig mit jenen zu brechen, um zu zeigen, daß es in unserer Be- sowie die Theilnahme der unbemittelten Bevölkerung an selben im Hausstande Hilfe zu leisten. Das 11 Monate alte wegung auch eine noch höhere Instanz giebt, als die einer öffentlichen der Rechtssprechung immer mehr anerkannt werde; ebenso Kind der Frau 2. erhielt allabendlich einen Theelöffel voll Berliner Versammlung. Dies sind die Beschlüsse des Kongresses, sei auch ihr fortschreitender Einfluß auf das Verhältniß zwischen Eintritt ersucht, sich nach der Schlafftube zu begeben und dem faßt sind. Kollegen, erfüllt Eure Pflicht, indem Ihr allesammt überhaupt unverkennbar. Um nun einen gegenseitigen Austausch Rinde aus der mit einer Etiquette versehenen Arzneiflasche, die dem Verein der Töpfer u. Berufsg. Deutschl. beitretet. Tretet der der gemachten Erfahrungen, vor wichtigen Urtheilen, Schieds. auf dem Tisch neben dem Bette stehe, einzugeben. Die Ansicht, daß Jeder Beschlüsse brechen könne, wie er mag, mit sprüchen in Einigungssachen, Jahresberichten, Statistiken 2c. zu Angeschuldigte fand dort zwei Flaschen stehen, eine nach Apotheker- Entschiedenheit entgegen. In nächster Zeit wird eine außer ermöglichen, wäre eine Verbindung von Werth. Ehe man jedoch art ausgestattete Arzneiflasche und eine zweite mit einer auf- ordentliche Generalversammlung des Vereins der Töpfer und dazu überging, sämmtliche Gewerbegerichte des Reichs für diese geklebten Etiquette. Ohne die Ausschriften anzusehen, nahm die Berufsgenossen Deutschlands. Mitgliedschaft Berlin, stattfinden, Berbindung zu interessiren, wollte man zunächst eine Basis Angeklagte die zweite Flasche und flößte dem Kinde von dem in der Klärung geschaffen werden wird. Die Kollegen, die ihre schaffen, auf der man weiter zu bauen beabsichtigt, und hatte zu Inhalte einen Theelöffel voll ein. Das Heine Wesen verschied Aufnahme vorher bewerkstelligt haben, sind in dieser Versamm- diesem Behuse eine Anzahl Interessenten benachbarter Städte auf bald unter entseglichen Schmerzen. In der Flasche hatte sich lung ſtimmberechtigt. Die Versammlung wird rechtzeitig im Sonntag, 11. Juni, zu einer Besprechung nach Mainz eingeladen. Lysol befunden, eine Desinfektionsflüssigkeit von dem Charakter Borwärts" bekannt gegeben. Bahlreiches Erscheinen der bis- Diese Konferenz fand zur festgesetzten Zeit in dem geräumigen herigen Mitglieder ist erwünscht. Das Mitgliedsbuch legitimirt. Sigungssaal des Gewerbegerichts statt und waren Bertreter von Der Vostand Gewerbegerichten folgender Städte erschienen: Mainz, Frankfurt am Main, Karlsruhe, Mannheim, Weylar, Hanau, Wiesbaden, Cannstatt, Stuttgart, Kastel, Biebrich- Mosbach, Offenbach und Kreuznach. Heidelberg, Ludwigshafen, Bonn und Koblenz hatten Eine fonderbare Geschichte beschäftigte gestern die dritte schriftlich ihr Ausbleiben entschuldigt und ihre Zustimmung erStraffammer des Landgerichts I. Auf der Anflagebank befand lärt. Die Verhandlung zeigte, daß alle Anwesenden die angeregte Verbindung als nothwendig anerkannten und nur in unfich die unverehelichte Luise Neuhaus, welche der intellektuellen Urkundenfälschung und der Kindesunterschiebung beschuldigt war. wesentlichen Dingen eine Abweichung der Ansichten sich ergab. EinSie legte ein reumüthiges Geständniß ab. Seit längerer Zeit die stimmig sprach man sich für die geplante Vereinigung der Gewerbegerichte Deutschlands aus. Zur Leitung der Geschäfte Braut eines hiesigen Schankwirths, wünschte sie, daß das Verhältniß mit einer Heirath enden solle. Ihr Bräutigam schob das wurde ein Ausschuß von vier Personen gewählt und in denselben Aufgebot aber immer hinaus. Da kam sie auf die Idee, in die Herren Dr. Gassner- Mainz für Hessen, Stadtrath Dr. FleschFrankfurt für Preußen, Bürgermeister Boekh- Karlsruhe für Baden tgenartiger Weise einen Druck auszuüben. Bei einer Hebamme, die in der Dragonerstraße ein Privatinstitut besitzt, holte sie sich Rath. und Bürgermeister Lautenschläger- Stuttgart für Württemberg bestimmt. Ein Vertreter für Bayern soll später gewählt, ebenso Sie fragte bei derselben an, ob sie ihr nicht zu einem Kinde verhelfen Achtung, Schneider und Schneiderinnen! Die Arbeiter wird der Ausschuß nach Bedürfniß eine Erweiterung erfahren. könne, welches die Mutter gern abgeben wolle. Die Hebamme flaffe befindet sich in fortwährendem Kampfe. Nachdem die Weiter wurde beschlossen, der geschaffenen Vereinigung eine zu verwies fie auf den Weg des Inferats. Es wurde verabredet, Reichstagswahlen beendet, gilt es, wieder mit aller Kraft für die große Ausdehnung vorerst nicht zu geben, sondern dieselbe zudaß die Angeklagte, nachdem ihr ein Kind überlassen worden gewerkschaftlichen Angelegenheiten einzutreten und den Ausbau nächst nur auf Mittel- und Süddeutschland auszudehnen, doch war, sich mit demselben im Institut einstellen solle. Das Inserat der Organisationen fördern. Unsere nächste öffentliche Versamm wurde die Erwartung ausgesprochen, daß es gelingen werde, hatte Gifolg, wenige Tage darauf stellte die Angeklagte sich mit lung tagt am Montag, den 3. Juli, in Gratweil's Bierhallen, auch alle anderen Gewerbegerichte zu der Verbindung heranzueinem Kinde ein, das ihr überlassen worden war. Inzwischen Kommandantenstr. 77/79. Die Tagesordnung ist eine wichtige. ziehen. Dieselbe umfaßt bis jetzt die Gewerbegerichte folgender hatte die Angeklagte ihren Bräutigam darauf vorbereitet, daß er Es kommt u. a. das Submissionswesen zur Behandlung. Die 21 Städte: Bonn, Biebrich- Mosbach, Cannstatt, Coblenz, Frankdemnächst Baterfreuden zu gewärtigen habe. Derselbe war daher Kollegen der Lieferungsbranche sind daher besonders aufgefordert, furt a. M., Hanau, Heidelberg, Höchst, Karlsruhe, Kastel, Kaisersfeineswegs überrascht, als er aus dem Institut eine von der zahlreich zu erscheinen. Alles weitere siehe Annonce in der lautern, Kreuznach, Ludwigshafen, Mainz, Mannheim, Mombach, Angeklagten mit frihlicher Hand geschriebene Starte erhielt, worin Sonntags- Nummer des Vorwärts" und an den Anschlagssäulen Offenbach, Pforzheim, Stuttgart, Weylar und Wiesbaden. Als ihm das Eintreffen des erwarteten Ereignisses mitgetheilt wurde. Montags. Organ der Vereinigung wurden die in Frankfurt erscheinenden Er begab sich nach dem Institut, wurde von der Inhaberin em Zur Beachtung! Nochmals fordern wir dringend auf, die Blätter für soziale Braris gewählt. Es ist somit eine Vereinigung pfangen und auf Befragen dahin unterrichtet, daß Mutter und Kind noch ausstehenden Listen von unserem Streit, zwecks baldiger verschiedener Gewerbegerichte geschaffen, welche unverkennbaren sich den Umständen nach" wohl befänden. Der Schankwirth traf die Abrechnung, abzuliefern. In der Versammlung, in der die Ab- Vortheil bieten wird, wenn dieselbe sich frei hält von jenem Angeklagte im Bette liegend an und freute sich über das un- rechnung erfolgt, werden auch gleichzeitig die Namen derjenigen bureaukratischen Zuge, der ähnlichen Verbindungen anhaftet. verhältnismäßig große und gut entwickelte Kind. Bei seinem veröffentlicht, die bis dahin ihre Listen nicht abgeliefert haben. Fortgange zahlte er im Voraus die Pension für 5 Tage mit Die Agitationstommission 30 M. Wie die Angeklagte behauptet, hat die Hebamme fie aufder Schneider und Schneiderinnen Berlins. gefordert, das Kind beim Standesamt anzumelden. Sie that bies, indem sie dem Kinde ihren Namen gab. Nach einigen Die öffentliche Versammlung der Kürschner Berlins Tagen tehrte fie zu dem angeblichen Water des Kindes zurück, vom 28. Juni hat ergeben, daß die gesammten Kollegen gewillt der nun auch versprach, Anstalten machen zu wollen, um es sind, ihre Forderungen zum Durchbruch zu bringen. Der größte durch eine Ehe als das seine zu legitimiren. Die Täuschung Theil der Werkstätten in der Pelzbranche, namentlich der großen follte aber schlechte Früchte tragen, das Kind verstarb. Konfektionsfirmen, haben bereits bewilligt. In der Müzen- Der Züricher Arbeiterfekretär Greulich hat, wie der Wieder meldete die Angeklagte es auf einen falschen Namen branche liegen die Verhältnisse sehr günstig; überall, wo die" Bund" berichtet, im Großen Stadtrath folgenden Antrag einals verstorben an. Wenige Tage darauf wurde die An- Forderungen bis jetzt noch nicht bewilligt waren, legten die gebracht: 1. Die Vorstände der verschiedenen Dienstabtheilungen geklagte verhaftet, zum großen Schrecken ihres Bräutigams, Kollegen alle die Arbeit nieder. Die Zahl der Streifenden be- find darauf aufmerksam zu machen, daß bei Anstellungen vorder nun erst von der unwürdigen Komödie erfuhr, die man mit trägt ca. 120 Arbeiter. Wir machen hier nun folgende Werkzugsweise Schweizer Bürger zu berücksichtigen seien und daß ihm gespielt. Jm Termine bestritt die als Beugin vernommene stellen bekannt, wo die Arbeit niedergelegt und von Seiten infolge dessen bei Beendigung von Arbeiten namentlich ledige Sebeamme, daß sie von der falschen Anmeldung etwas gewußt, der Lohnkommission die Sperre verhängt worden ist: landesfremde Arbeiter vor den Einheimischen zu entlassen seien. fie wurde aber nicht vereidet, weil sie der Theilnahme für start 1. A. Messer, Prenzlauerstr. 37; 2. 2. Thorner, Lands: 2. In Ausführung der Gemeinde Ordnung und unter Hinweis verdächtig gehalten wurde. Der Staatsanwalt beantragte gegen bergerstr. 32; 3. Gabler, Neue Königstr. 11; 4. Boehm, auf den Umstand, daß arbeitslose Schweizer Bürger vorhanden, die Angeklagte neun Monate Gefängniß, während der Ver- Neue Königir. 11; 5. Hunder, Straßburgerstr. 14; 6. Erd: sind die mit städtischen Arbeiten betrauten Unternehmer anzu theidiger Rechtsanwalt Dr. Schwindt, auf Freisprechung plädirte, mann, Styfestr. 12; 7. Knappert, Christburgerstraße 81; halten und die übrigen Bau- Unternehmer im Stadtgebiete da die Angeklagte die falsche Anmeldung sicher berichtigt haben 8. Samprecht, Mendelssohnstr. 4; 9. Gerholdt, Georgen: dringend anzugehen, bei Anstellungen vorzugsweise Schweizer würde, sobald sie ihren Zweck, die Heirath, erreicht hatte. Der firchstr 66; 10. Busch, Rytestr. 4; 11. J. Cohn, Choriner Bürger zu berücksichtigen. 3. Bei Vergebung von Bauarbeiten Gerichtshof konnte sich dieser Auffassung nicht anschließen, er- straße 73; 12. Manthey, Belforterstr. 10; 13. Muschke an Unternehmer auf dem Gebiete der Stadt Zürich ist dem fannte aber mit Rücksicht auf das reuige Geständniß der An- wit, Diedenhofenerstr. 11; 14. Boigt, Glisabethstraße 16a; Pflichtenheft eine Vorschrift, die obigen Bestimmungen entspricht, geflagten nur auf eine Gefängnißstrafe von 3 Monaten. 15. Simonsohn, Linienstr. 11/12; 16. Heilbrunn, Neue beizufügen. Rönigstr. 10; 17. Friedländer, Hirtenstr. 21; 18. 3ins, So gut dieser Antrag gemeint ist, so wenig wird er, dank Prenzlauer Allee 21; 19. Kranig, Saarbrückerstraße Nr. 30; der unbezwinglichen Profitjucht der Unternehmer, nügen. Die 20. 2ece, Weinstraße 20. Wir ersuchen die Kollegen und Herren werden schon Mittel und Wege finden, sich der ihnen Kolleginnen, in vorstehenden Wertstellen teine Arbeit anzunehmen. auferlegten Verpflichtung unter nichtigen Vorwänden zu entziehen, Die Lohukommission: wenn nicht die Arbeiter ihnen durch eine kräftige Organisation Raison beibringen. Man weiß, wie fein deutsche und öfterreichische Fabrikanten Geseze zu umgehen verstanden, die viel weniger sich dem drei Mal heiligen Profit entgegenstellten. " Eine bezeichnende Illustration zu dem von offiziellen und offiziöfen Schönfärbern behaupteten allmäligen Aufschwung der Geschäfte" bildet eine Mittheilung der Köln. Volfsztg.", wonach das Siegerlander Puddel- und Blech walzwert fämmtlichen Arbeitern fündigte und Anfang Juli den Betrieb gänzlich einstellen wird. 0 Neber die Bevölkerungs- Verhältnisse Deutschlaubs Das rohe und brutale Auftreten zweier Studenten beschäftigte am 29. Juni das Reichsgericht. Als eines Tages ein junger Mann namens Schüßler im Oktober v. J. in den Anlagen von Godesberg spazieren ging, wurde er von einem Herrn, der fich als der Student Hans Gwers aus Bonn erwies, ohne J. A.: A. Regge, Stallschreiberstr. 24, 2 Zr. irgend einen Anlaß mit den Worten:" Flegel, Bauernlümmel" begrüßt. Als Schüßler höflich erwiderte, es liege wohl eine Die Bildhauer werden in ihrem Fachorgan ersucht, den Verwechslung vor, sprang Ewers sofort auf ihn zu, faßte seinen 3uzug von Oldenburg und von Düsseldorf fernRock und zerriß denselben. Schüßler stieß den sonderbaren zuhalten. In Oldenburg ist es in der Werkstatt von Witte zu vereine auf unentgeltliche Beschaffung der 2ehrmittel stößt Die in der Schweiz betriebene Agitation der Grütli Jünger der Wissenschaft von sich weg, aber im selben Augenblicke Differenzen gekommen. erschien auch schon ein Genosse des Ewers, der Student Röder. zur Zeit bei der Bevölkerung leider noch auf Widerstand. Ein Dieser hatte ein schwer beschlagenes Hunde- Halsband in Ueber einen Ziegleransstand werden einem bürger- dahingehender Antrag wurde in Thurgau mit 9429 gegen 5131 der Hand und schlug den Schüßler damit über den Kopf. A13 lichen Blatte aus dem Kreise Templin bedenkliche Schauer- Stimmen abgelehnt. In Graubünden fiel ein gleicher Antrag die wir mit selbstverständlicher mit 569 gegen 591 Stimmen durch. fich nun Schüßler gegen den neuen Feind wendete, setzte Ewers nachrichten mitgetheilt, Das Blatt schreibt, daß feit den Angriff seinerseits fort, indem er mit seinen Fäusten auf Reserve wiedergeben. Aus London berichtet ein Wolff'sches Telegramm: Gine Echüßlers Kopfe herumtrommelte. Auch Röder schlug mit seinem Montag auf den meisten Ziegeleien der Zehdenider Gegend Halsbande weiter auf Schüßler ein, sodaß sein Hut durchlöchert nicht gearbeitet werde, und zwar infolge von Lohnabzügen, der größten Wollstoff- Fabriken Großbritanniens, Merwurde und sein Hinterkopf eine blutige Wunde davontrug. Ein die durch die niedrigen Steinpreise hervorgerufen feien. Am rall u. Söhne in Howorth, fündigte vor kurzem ihren Beuge namens Schmitz, welcher auch einige von den wohlfeilen Montag und Dienstag, so wird weiter berichtet, sind zwischen Webern eine Herabsehung des Lohnes um 10-15 pt. an. Ropfnüffen abbetam, befundete, daß Ewers ohne irgendwelche den arbeitenden und nicht arbeitenden Ziegelarbeitern schwere Etwa 800 Arbeiter erhoben gegen diese Maßregel Einspruch. Veranlassung auf Schüßler losgesprungen sei. Das Landgericht Ausschreitungen vorgekommen; etwa 80 Personen liegen schwer Infolgedessen schloß die Fabrit drei ihrer Spinnereien. Gegen Bonn verurtheilte am 11. März Ewers wegen Körperverlegung darnieder, fortwährend wurden durch die Gendarmerie Verhaf- 4000 Arbeiter sind ohne Beschäftigung. zu 500 M. Geldstrafe, Röder dagegen wegen des gleichen Delifte tungen vorgenommen. Die Leute ziehen mit rothen Fahnen und aber mittels gefährlichen Werkzeuges begangen, zu 800 M. Geldstrafe. Gebrüll in der Umgegend auf den Biegeleien, wo noch gearbeitet Der von den Angeklagten erhobene Einwand der Nothwehr wurde wird, umher. Nach den Schmidt'schen Dampfsiegeleien in bringt das statistische Jahrbuch des Deutschen Reiches für 1898 als unbegründet zurückgewiesen, da sie, wenigstens Ewers, die Mildenberg sind fünf Polizeibeamte berufen, die Tag und Nacht werthvolle Angaben. Die Ergebnisse der letzten deutschen VoltsStreitigkeiten begonnen haben und Schüßler sich nur gegen den auf den Ziegeleien wachen, denn auf dem Mildenberger sowie zählung werden darin mit den Zählungen bis 1816 zurück verihm zu theil werdenden rechtswidrigen Angriff vertheidigte. Da Damhorster Theil find die Ziegeleien noch in Betrieb, dagegen glichen. Danach ist die Bevölkerung auf dem heutigen Reichsdie Angeklagten noch unbestraft waren, wurde von einer Ge- sind die Ribbeck- Marienthaler genöthigt, die Ringöjen ausgehen gebiete feit 1816 bis 1. Dezember 1890 von 24 833 000 auf fängnißftrafe abgesehen, aber mit Rücksicht auf das rohe und zu lassen. 1000-1500 Arbeiter sind nach Hannover verzogen. 49 428 470 Einwohner gestiegen. Im Jahre der Begründung des Deutschen Reiches zählte man am 1. Dezember 1871: Die Revision der Angeklagten rügte ungenügende Fest- erhalten. Die durchschnittliche jährliche Boltsstellungen und mangelhafte Begründung der Gemeinschaftlichkeit, Wohlweislich verschweigt das Blatt, bis zu welchem Grade 46 855 704 Einwohner. sowie des Nichtvorhandenseins der Nothwehr. Die einzigen Schwer- die Lohnabzüge getrieben wurden, durch welche die Ziegelei zunahme im Deutschen Reiche betrug von 1871/75: 1,00, 1875/80: verlegten bei jenem Renkontre seien die Angeklagten gewesen, Emers Arbeiter, die sonst von einer wahrhaft beschämenden Bedürfniß- 1,14, 1881/85: 0,70 und 1885/90: 1,07 pet. Sonach hat die insbesondere habe infolge mehrerer Messerstiche, die er erhalten, sich losigkeit sind, sich zu derartigen Ausschreitungen hinreißen ließen. größte Steigung von 1875-80 und die geringste von 1880-85 stattgefunden. einer mehrwöchigen flinischen Behandlung unterziehen müssen. Arbeiterrisiko. Aus Dortmund wird berichtet: Auf Wie bekannt, hat in dieser Beit infolge der ungeheuer verAlle diese Einwände konnten einen Erfolg nicht haben, da sie der Schlackenmühle des Hörder Vereins wurde vor einiger Zeit schlechterten Erwerbsverhältnisse am Ausgang der siebziger und mit den thatsächlichen Feststellungen in Widerspruch standen. Die ein Arbeiter tobt aufgefunden, bei welchem als Todesursache am Beginn der achtziger Jahre die Auswanderung im VerRevision wurde deshalb heute von dem 1. Straffenate des Reichs- Lungenfäule festgestellt wurde. Eine vorgenommene Unterhältniß zu den Vorjahren geradezu erschreckende Dimensionen gerichts verworfen. fuchung hat nun, wie die Rhein.- Westf. 3tg." berichtet, ergeben, angenommen. Folgende Zahlen beweisen dies: Die deutsche Wenn so gemeine Rohheiten von Studenten mit Geldstrafen daß der Betrieb in der Schlackenmühle auf den menschlichen Auswanderung betrug 1875 nur 32 329, 1876: 29 644, 1877: gefühnt werden, dann ist es nicht zu verwundern, wenn sie noch Körper in gesundheitsschädlicher Weise einwirkt, weshalb bie 22 858, 1878: 25 627, 1879: 35 888 Personen; dagegen 1880: obendrein sich durch das milde Urtheil beschwert fühlen. Wie Mühle bis auf weiteres geschlossen wurde. In derselben waren 117 097, 1881: 220 902, 1882: 203 585, 1888: 173 616, 1884: muß aber durch ein solches das Rechtsbewußtsein ungebildeter" bis dahin etwa 50 Arbeiter beschäftigt. 149 865, 1885: 110 119, 1886: 83 225, 1887: 104 787, 1888: Arbeiter befestigt werden, die gleiche Vergehen nicht mit Geld, 103 951, 1889: 96 070, 1890: 97 103, 1891: 120 089 und 1892: sondern mit der eigenen Person büßen müssen! a 116 339 Personen. brutale Auftreten erschien das erwähnte Strafmaß angemessen. Die Gendarmerie giebt sich alle Mühe, die Ordnung aufrecht zu 41 058 804 Einwohner, 1875: 42 727 360, 1880: 45 234 061, 1885: Die Textil- Arbeiter und Arbeiterinnen von Rheinland und Westfalen treten am 16. Juli in Aachen zu einer Konferenz zufammen, deren Tagesordnung wie folgt lautet: Bericht des Anlangend das Geschlecht, fo zählte man 1890: 24 280 832 männliche und 25 197 688 weibliche Personen. es tamen mithin Fachverein der Uhrmacher und verwandten Berufsgenossen Berlins und umgegend. Sonnabend, den 1. Jult, Abends 9 Uhr, General- Verfammlung bei Wienecke, Alte Jafobftr. 88. Tagesordnung: Vortrag des Genossen Räder über unsterblichkeit". 18 Vermischtes. auf 100 männliche 104 weibliche Personen( in der preußischen| Berichtigung. In dem Bericht über die öffentliche Töpfer| Drts- Krankenkassen zu hintertreiben. Der Vorstand der freien Proving Westfalen tamen auf 100 männliche nur 95,8, dagegen versammlung in Nr. 150, 2. Blatt, muß es heißen: 1. Gs waren Vereinigung der Orts- Krankenkassen mit freier Arztwahl. A. Dähne. E. Rosmus. E. Davidshäuser. im Königreich Sachfen 105,9 weibliche Personen, was sich 52 Orte durch 32 Delegirte vertreten. 2. In der Resolution soll R. Aßmann. namentlich aus der Verbreitung der Kohlen- und Eiſenindustrie es heißen: Strengste Verwahrung einzulegen gegen die vom E. Tannhausen. in Westfalen und der Textilindustrie in Sachsen erklärt). Kollegen Jacoben auf dem Kongreß ausgesprochene Beseitigung Auf 1000 der mittleren Bevölkerung tamen im Jahre 1891 des Vertrauensmännersystems. 8,03 Cheschließungen, 38,24 Geborene, 24,66 Gestorbene und mithin Mehrgeborene als Gestorbene 13,58. Unter den Geborenen des Jahres 1891 tamen auf 100 Mädchen 106,2 Rückfahrkarten! Offiziös wird geschrieben:„ Um wieder Knaben. Auch hier tritt wieder die Erscheinung hervor, daß das Arbeiter- Sänger- Bund Berlins und Umgegend. Sonntag, den holt wahrgenommenen Unregelmäßigkeiten und Be= männliche Geschlecht keineswegs von vornherein in der Minder 2. Juli, Vormittags 9 Uhr, bet Lips, Friedrichshain General- Probe mit zahl ist. Im Gegentheil werden verhältnißmäßig bedeutend Orchester. Das pünktliche und vollzählige Erscheinen der Bereine zu dieser trügereien im Verkehr mit Rückfahrkarten nach Möglichkeit vorzubeugen, hat der Minister der öffentlichen Arbeiten mehr Knaben wie Mädchen geboren. Doch tritt schon in den Bersammlung ist Ehrenfache. Vuzfach. Arbeiter und Arbeiterinnen! Heute Sonnabend, Abends 8 Uhr, die königlichen Eisenbahn- Direktionen veranlaßt, von Neuem ersten Lebensjahren eine größere Sterblichkeit bei den Knaben Deffentliche Bersammlung bei Ehrenberg, Annenftr. 16. Bortrag der Frau öffentlich darauf aufmerksam zu machen, daß Rückfahrkarten auf der zu Tage. Später räumt bdie Beschäftigung in gefährlichen Be- Verband der in Holzbearbeitungs- Fabriken beschäftigten Arbeiter Sin- wie auf der Rückfahrt von den Zugbeamten fog lei en d Palm über: Die wirkliche Lage der Proletarier." rufen und auch der Militarismus unter der und Arbeiterinnen Deutschlands. Ortsverwaltung Berlin 1. Mitglteberer ersten Vorzeigung auf der Fahrt zu durchlochen sind völkerung mehr auf, sodaß im späteren Lebensalter schon das Bersammlung am Montag, den 3. Jult, Abends 8 Uhr, Grüner Weg 29 und undurchlocht den Reisenden nicht abgenommen werden weibliche Geschlecht überwiegt. Von je 100 Geborenen waren bet Säger. Neuer Berliner Handwerker Verein. Sonnabend, den 1. Juli, dürfen. Es darf erwartet werden, daß das Publikum die Ver9,06 unehelich und 3,31 todtgeboren. In den einzelnen Staaten abends 9 Uhr, Bereinsversammlung bet Dehlmann, Münzftr. 11. Zages waltung in der Verhütung von Betrügereien dadurch unterſtüzen des Deutschen Reichs find enorme Unterschiede. Die Zahl der Ordnung: 1. Vortrag des Herrn Schriftsteller Karl Tilly. Thema: Deutsche werde, daß es auch seinerseits auf das gehörige und rechtzeitige Unehelichen auf 100 Geburten ist z. B. in der Provinz Weft Kulturgeschichte 1. falen nur 2,50, in Oldenburg nur 5,50, dagegen im Königreich Rosenthalerstr. 38. Serr Bursche aus Magdeburg über Werth der CharakterFreireligiöse Gemeinde. Sonntag, den 2. Jult, Bormittags 10% Uhr, Durchlochen der Fahrkarten durch die Schaffner achtet." Preußen 7,66, in Bayern 14,05, in Sachsen 12,38, in Württem- bildung". berg 10,10, in Baden 8,26 und in Elsaß- Lothringen 8,25 Uneheliche unter 100 Geburten. Nach dem Familienstand waren 1890 im Deutschen Reiche unter 100 Einwohnern 60 ledig, 83,9 verheirathet und 6,1 ver wittwet oder geschieden. 118 legitimirt. AM Ueber die Lage in Schneidemühl wird berichtet, daß der Ethische Gesellschaft. Am Sonntag, den 2. d. M., Abends 8 uhr, Brunnenmacher Beyer die Verstopfung der Quelle, welche das Rosenthalerstr. 38, Vortrag des Herrn Dr. Weyl über Der Begetarismus" Unglück angerichtet hat, für absolut sicher hält. Die Quelle fei Nach dem Vortrag gemüthliches Betsammensein. Die Generalversammlung durch die Verstopfung durch das 45 Meter tiefe Rohr auf den findet am 4. Juli, Abends 8 Uhr, Rosenthalerstr. 38, statt. Mitgliedstarte früheren Abfluß wieder angewiesen. Da das eiserne Rohr aber Schäftebranche! Sonnabend, den 1. Jult, Abends 9 Uhr, Bersammlung nur 30 Jahre höchstens halie, önne er für seine Verstopfung auf im Bofale Wallstr. 20 bei Mathies. länger als 30 Jahre nicht einstehen. Seine Absicht geht dahin, durch eine Verstopfung in der Tiefe die Quelle für immer zu schließen. Er hofft, daß ihm hierzu die Genehmigung der Re Der Provinzial gierung und des Magistrats ertheilt werde. ausschuß hat beschlossen, den Oberpräsidenten zu bitten, für 4000 M. zu bewilligen. Falls dieser Fonds erschöpft ist, soll Schneidemühl aus dem Ueberschwemmungs Dispositionsfonds Schneidemühl direkt 3000 m. erhalten. Nach dem Religionsbekenntniß waren 1890 unter 10 000 orts- Verein Deutscher Schuhmacher. Montag, den 3. Jult, Abends 8½ Uhr anwesenden Personen 6277 Evangelische, 3576 Katholische, Versammlungen. Filiale 1 bei Gründel, Dresdenerstr. 116. Vortrag des 29 sonstige Chriften, 115 Jfraeliten und 2,7 anderer Religion Genossen Wagner. Filiale 2 bet Keller, Bergstraße 68. Vortrag des Genoffen Thierbach. In beiden Versammlungen werden die Billets zu dem am 9. Juli oder ohne Angabe. Im Jahre 1880 war das Verhältniß( Königsbant, Frankfurterstraße 117) stattfindenden dritten Stiftungsfest aus6263 Evangelische, 3589 Katholiken, 17 sonstige Christen, gegeben. 124 Jfraeliten und 6,8 anderer Religion oder ohne Angabe der Religion. Hiernach hat sich die Zahl der Israeliten nicht, wie gewöhnlich angenommen wird, verhältnißmäßig vermehrt, sondern vermindert. Auf 1 Quadratkilometer fommen im ganzen Deutschen Reiche 91,5 Einwohner, in Preußen 86,0, in Bayern 73,7, in Sachsen 233,6, in Württemberg 104,4, in Baden 109,9, in Elsaß- Lothringen 110,5 GEinwohner. ausländer. Versammlungen. oft Schule, Reichenbergerstr. 133: Unterricht in Phytologie und BuchArbeiter- Bildungsschule. Sonnabend, Abends 8%-10% Uhr. Güd führung( boppelte). Ost- Schule, Markusstraße 31: Unterricht in Rechnen ( unt.). In allen Unterrichtsfächern, mit Ausnahme Mathematit und Buchführung, tönnen noch Schüler und Schülerinnen, auch jegt im Laufe des Semesters, eintreten. Deutscher sozialdemokratischer Lefeklub in Paris. Rue St. Sonore 314„ Cafe du Lion de Belfort. Jeden Sonnabend öffentliche BerArbeiter, der fremd nach Paris kommt, findet hier einen Anlehnungspunkt, ſammlung; reiche Bibliothet, Beitungen, französischer Unterricht. Der deutsche Rath und Belehrung. firaßen- Ecke bei Beyerle. Musehold. 2yrania, Landsbergerstraße s1 bet Liederkranz in Zur internationalen Bostwerthzeichen- Ausstellung in Zürich hat die eidgenössische Postverwaltung eine besondere Posttarte zu 5 Rappen geschaffen, die nur in 30000 Exemplaren her bereits verkauft, aber es hat einen großen Skandal gegeben, denn gestellt und nur im Ausstellungsgebäude verkauft wurde. Sie ist Unter den 49 428 470 Einwohnern des Deutschen Reiches London. Der einzige hiesige sozialdemokratische Berein Londons, der trotz der vorsichtigen Bestimmung, daß jeder Besucher nur zwei gab es am 1. Dezember 1890 433 264 Reichsausländer, davon kommunistische Arbeiter: Bildungsverein befindet sich nach Koupons zur Eintrittskarte, haben die gewerbsmäßigen Briefalte, von Karl Marr und Friedrich Engels 1840 begründete Karten sollte kaufen dürfen, und zwar gegen Vorzeigen des famen auf Preußen 164 798, auf Bayern 74 313, auf Sachsen wie vor 49 Tottenham Street, Tottenham Court Rd., W. London. 79 142, auf Württemberg 12 226, auf Baden 17 852, auf Elsaßereinstatender find zu richten an Friedrich Kortum, Manteuffel- Menge aufzukaufen gewußt, und dabei hat es ein Gedränge, Arbeiter- Sängerbund Berlins und Umgegend. Alle Renderungen markenhändler und ihre Helfershelfer die Marken in großer Lothringen 46 463, auf Hamburg 16 748 Reichsausländer. Straße 70. Sonnabend, Abends 9 Uhr: Uebungsstunde. Aufnahme Balgerei und Schlägerei abgesetzt, daß ein anständiger Mensch, Von den übrigen deutschen Staaten hatte keiner über 4000 Reichs- neuer Mitglieder. Grüne Eiche, Rirdorf, Hermann- und Senesebeck: wie die N. 3. 3tg." sagt, tein Billet mehr zur Ausstellung, ge= Sanges Echo, Naunynstraße 88, bei Bubeil. schweige denn eine der Postkarten bekommen konnte. Die letzteren Freundschaft 2, Friedenstraße Nr. 48 bei Tollfühn. fück zu, wurden denn auch sofort zu 5 Frs. per Stück weiter verkauft Badstraße 66, Weimann's Boltsgarten. Teltow in Teltow, Schwarzer und es sollen bereits 20 Frts. für einzelne Gremplare gegeben Adler. Esmeralda, Fruchtstr. 70 bet Ritsche. Brandenburg, Mengert's Boltsgarten. Hand in Hand 2, Friedrichs- worden sein. Man tadelt jetzt sehr, daß die Postverwaltung überberg, Friedrich Karlstr. 11 bei Heinecke. esundbrunner Männer haupt die Sache ins Wert feßte. chor, Gesundbrunnen, Prinzen- Allee 10. Gesangverein Bruderhand" Frankreich war das erste Land, welches Frauen zu Ane Der Verein der Filzschuharbeiter Berlins und Um in Schönwalde( in der Mart) bet Schulze. Frisch auf" Friedrichsberg, Vorwärts 7" Rummelsburg, bei stellungen im Postdienst zuließ, und zwar geschah das schon zur gegend hielt am 26. Juni eine gutbesuchte Versammlung in Rummelsburgerstraße bei Deckert, Borgmann. Gesangverein Immergrün", Tegel, Schloßstraße bet Beit der großen Revolution im vorigen Jahrhundert durch eine Seefeldt's Lokal ab. Nach Entgegennahme des Berichtes der Ne- Schulz. Gefangverein Süd- Ost 2", Faltensteinstr. 41 bei Trittelwig. amtliche Verfügung, d. d, 17. Vendemiaire im Jahre 13 der visoren vom Stiftungsfest, wurde dem Kassirer Steffen Decharge reter Männerchor Osten" Friedenstr. 74, bei Engelhardt. Frisch auf 2", Schön- Republik. Jetzt sind in Frankreich 8128 Frauen im Postdienst ertheilt. Dann wurde nochmals auf das am 15. Juli im Eis- Glühlicht"( gem. Chor), Perlebergerstr. 28. walde in der Mart bei Restaurateur Schulz. teller, Chauffeestraße, stattfindende Sommerfest aufmerksam Bund der geselligen Arbeitervereine Berlins und Umgegend angestellt. Von den für die nächste Beit neu zu schaffenden gemacht. Billete sind zu haben bei Paul Steffen, Meherstr. 19, Alle Buschriften, den Bund der geselligen Arbeitervereine betreffend 646 Stellen sollen 283 für Frauen offen gehalten werden. Im Dorn 4 Tr. und bei Herrn Wagner, Neue Königstr. 89. sind zu richten an: P. Hentel, Bergmannstr. 21, Hof 3 Tr. Sonn- Dienste der sechs großen französischen Eisenbahn= Gesellschaften abend: Tambour Berein Vorwärts" Rixdorf, Hermann und stehen zur Zeit 24 080 weibliche Beamte. Die Gehälter dieser Wanzlichstraßen- Ece. Jeden Sonnabend nach dem 1. und 15. verein Deutsche Giche bei Niederschuh, Fürbringerstraße 7. Theater- veiblichen Angestellten beziffern sich auf durchschnittlich 1000 Fr. verein Iphigenta", bet stramer, Rirdorf, Hermannstraße Nr. 140. im Jahr. Italia" bet Zahn, Hochstraße Nr. 43. Gefelliger Beretn Die Cholera in Frankreich. Im südlichen Frankreich Theaterverein" Aurelia oppenfur, et ore the outer ein werden noch immer einzelne Fälle von Cholera gemeldet, so am Mauchklub Anita, 43 bei Lorenz. Geselliger Verein nord", Fennstraße 5 bet Krüger. Bergnügungsverein Selgoland", 20. d. M. aus Montpellier 3 Todesfälle, am 21. b. M. aus Stralauerstr. 57 bet Miegel. Toulon und Umgebung 5 Todesfälle, am 21. und 22. d. M. Gefang- Turn- und gesellige Vereine. Sonnabend. Paul aus Cette 2 Todesfälle, am 22. d. M. aus Alais und UmEde Forsterstraße. gebung 5 Todesfälle. In Toulon sind, den französischen Zeitungen zufolge, feit dem 1. Januar ds. Js. 150 und feit zwei Monaten 38 choleraverdächtige Fälle vorgekommen. Aus dem Departement Morbihan werden keine neueren Fälle gemeldet. Tambour In einer auch von Frauen besuchten öffentlichen Versammlung der Knopfarbeiter Berlinsundumgegend hielt am 24. Juni Frau Palm einen sehr beifällig aufgenommenen Vortrag über Voltsernährung und Jugenderziehung. Der Bericht des Delegirten der Streit- Kontrollkommission mußte wegen allzu schwachen Besuchs der Versammlung zurückgesetzt werden. Es folgte ein gemüthliches Beisammensein mit Zanz und Bor- nickel'scher Musitverein Allegro bei Spindler, Reichenbergerstraße 118, trägen. Der Verein zur Wahrung der Interessen der 3intgießer und Stürzer Berlins und Umgegend hielt am 30. Juni seine regelmäßige Mitgliederversammlung ab. Genosse Kaufmann theilte mit, daß der als indifferent bekannte Gießer Büchler in der Fabrik des Herrn Vogel Arbeit gefunden habe. Die um ihr Verhalten befragte Versammlung beschloß: Büchler gegenüber eine durchaus abwartende Stellung einzu nehmen. Ein von dem Mitglied Elsner gestellter Antrag, dem Wahlfonds 10 M. zu überweisen, wurde angenommen. Um den Arbeitslosen Gelegenheit zu geben, die Versammlungen häufiger zu besuchen, wurde eine Entschädigung von 30 Pf. pro Sigungsabend bewilligt. Die nächste Versammlung findet am Dienstag, den 4. Juli, bei Schröder, Reichenbergerstr. 24, statt. " " Zurnverein Gesundbrunnen. Die 2. Männerabtheilung turnt von 8%-10% Uhr in der Zurnhalle, Freienwalderstr. 39.- Zurnverein 3 tete ( Mitglied des Märtischen Arbeiter Turnerbundes) turnt Sonnabend von 9 bis 11 in der Turnhalle Friedenstr. 37. Bühnenverband ormania jeben letzten Sonnabend im Monat bei seichnis, Königsbergerstr. 24. Privattheatergesellschaft Schneeglöckchen", Abends 9 Uhr bei Schulz, Brunnenstr. 116. Theaterverein Berliner är jeden Sonnabend nach dem 1. und 15. Abends 9% Uhr bei Weid, köpe= niderstraße 68. Theaterverein Leffing. Jeden ersten und legten Sonnabend im Monat 9 Uhr Abends Sitzung bei Rudolph, Krautstr. 6. Morgenstern, Sigung 9 Uhr, bei Erbsmehl, Gisafferfir. 58. Rauchklub Depeschen. Vergnügungsverein Azalia 9% Uhr bei D. Heindorf, Barnimstr. 16. Bergnügungsverein 2ustige Jugend Abends 9 Uhr, im Restaurant Lautenbach, Cuvrystr. 3.- Vergnügungsverein Lustige Becher Abends ( Wolff's Telegraphen- Burean.) 9% Uhr Mendelssohnstr. 9.- Bergnügungsverein Carmen Sylva Sigung Straßburg i. Elf., 30. Juni. Der Bürgermeister Spieß 9 Uhr im Restaurant von O. Wils, Mariannen- Ufer 2. Geselliger Vere in gnügungsverein harmlos, Sigung mit Damen Sonnabend, Abends 9 Uhr, Amtes enthoben worden. Linde" jeden Sonnabend 9 Uhr bei Rausch, Hussitenstraße 9. Ber von Schlettstadt, Mitglied des Landesausschusses, ist seines Blumenstr. 46 bei Went. Mitglieder pünktlich. Bergnügungsverein Paris, 30. Juni. Gestern Abend fanden auf den äußeren Eine Versammlung des Allgemeinen Unter- Blaue au a fte, Sonnabend 9 ühr bet Müde, N., Wöglertstr. 2. Boulevards infolge des Kutscherstreits ernstere Ruhestörungen ftübungsvereins der Löpfer Deutschlands wurde Statklub Gordischer Knoten, jeden Sonnabend 9 Uhr bet ar statt. Die neuangeworbenen Rutscher wurden bei der Fahrt Danst Forening Freia( Dänischer Verein nach den Wagendepots mißhandelt und zahlreiche Wagen zeram 25. Juni abgehalten. Nachdem über den legten Kongreß Be- Schilling, Bücklerfir. 55. Freia), Lindenst caße 106 bei Poppe. richt erstattet worden war und die Versammlung den gefaßten der 30. Gemeindeschule, Abends 9 Uhr, Restaurant Wurl, Koppen- trümmert. Beschlüssen zugestimmt, gelangte eine Resolution zur Annahme, fraße 68. Geselliger Berein Italia, jeden Sonnabend im Restaurant in der der Wunsch ausgesprochen wurde, daß die Löpfer Berling Botte, Solbergerstr. 23. Statflub treuzbube bet Steuer, Weinftr. 22.- Statflub Revolution die Zwistigkeiten unter sich beilegen und vereint mit ihren Kollegen Abends Reichenbergerftr. 78, bei Faustmann. Schaftopf- Klub Bruder im Lande gegen das Unternehmerthum vorgehen möchten. Üm tette tagt jeden Sonnabend Abends 9 Uhr bet Weiß, Andreasstraße 77a.die Zustellung des„ Töpfers" zu ermöglichen, wird ersucht, die Gartentu tulle tagt jeden Sonnabend und Montag im Restaurant Sum boldhein, Hochstr. 32a. Statflub BI aue Blouse, jeden Sonnabend bei Speditionsgebühren an den Kollegen Karl Manthe zu ent utite, Graudenzerstr. 2. richten Sonnabend Abends Rosenstraße Nr. 30, Restaurant, bei Touristenverein Wanderlust Abends 9 Uhr im Restaurant Märkischer Hof, Admiralstr. 18c. Wernau. Die Freie Vereinigung der Banarbeiter Berlins hielt am 25. Juni eine Versammlung ab. Die Wahl des Vorstandes wurde bis zur nächsten Versammlung vertagt. Sodann wurde eine sehr scharfe Kritik an der Handlungsweise des ehemaligen Kollegen, des Herrn Bauunternehmers Ernst Weber geübt, der einen seiner Arbeiter um die Summe von 133 M. übervortheilt hatte. Die Versammlung beschloß, ihn aus der Vereinigung auszuschließen. -Verein ehemaliger Schüler Spredfaal. Die Redaktion stellt die Benutzung des Sprechfaals, soweit der Raum dafüz abzugeben ist, dem Bublifum zur Besprechung von Angelegenheiten allgemeinen Interesses zur Berfügung; sie wahrt sich aber gleichzeitig dagegen, mit dem Inhalt deffelben identifizirt zu werden. Freie Arztwahl. Belgrad, 30. Juni. In der Skuptschina gelangte der Ausschußbericht über den deutsch- serbischen Handelsvertrag zur Ververlesung. Der Bericht befürwortet die Annahme dieses Ver trages fowie des Uebereinkommens über Muster- und Markenschuß. In einem anderen Bericht des Finanzausschusses wird beantragt, daß die im vorigen Jahre von der Regierung für Maßregeln gegen den Ausbruch und die Verschleppung ber Cholera bestimmte Summe von 150 000 Dinaren ausschließlich zu dem genannten Zwecke verwendet werden solle. Christiania, 30. Juni. Das Storthing nahm in seiner heutigen Sitzung einen Zoll von 4 Dere auf Schmalz und von 10 Dere auf Schinken an, lehnte dagegen einen Antrag auf Gin führung eines Bolles auf Eier, Theer und Maschinen ab. onion Briefkaffen der Redaktion. S. R. Der Sohn muß zunächst die Erbeslegitimation führen und dann klagen; am gerathensten erscheint, daß er sich der Hilfe eines Anwalts bedient. In Charlottenburg hat am 29. Juni eine gutbesuchte öffentliche Bersammlung der Töpfer stattgefunden, die zuvörderst Bur gefälligen Beachtung der Orts Krankenkassen zu Berlin. den Bericht ihres Delegirten Nitlas vom 8. deutschen TöpferInfolge mehrerer Anfragen hiesiger Orts- Krankenkassen erfongreß in Halle a.. entgegennahm. Nach einer längeren flärt der unterzeichnete Vorstand, daß das im Umlauf befindliche Diskussion über diesen Bericht, worin die ungünstige finanzielle Gerücht: der Verein der freigewählten Kaffenärzte beabsichtige, Lübbenau. Ihrem Schwager steht leider nach dem Gesetz Lage des Verbandes näher beleuchtet und betont wurde, daß bei sobald eine größere Anzahl Orts- Krankenkassen die freie Arzt- tein Anspruch zu, da er zur Zeit des Inkrafttretens des Gesetzes dieser Organisationsform für den wirthschaftlichen Kampf wenig wahl eingeführt haben, das bisherige Arzthonorar von 3 M. bereits arbeitsunfähig war. oder garnichts übrig bleibe, ermahnten sämmtliche Redner zum pro Kopf und Jahr auf 4 bis 5 m. zu erhöhen" jeder Be- M. N. 23. Nachdem Sie rechtskräftig zur Zahlung ver Ausbau des Lokalvereins und riethen von dem Anschluß an den gründung entbehrt. urtheilt sind, läßt sich nichts weiter machen, als daß Sie auf Zentralverband mit Entschiedenheit ab. Mit allen gegen eine Auf unsere Anfrage vom 17. Juni cr. erhielten wir vom grund Ihrer Forderung die von Ihnen zu zahlende Summe in Stimme gelangte hierauf die bereits in der Versammlung der Vorstande des Vereins der freigewählten Kassenärzte durch Herrn Höhe Ihrer Forderung pfänden lassen. Töpfer Berlins von Daudert gestellte Resolution zur An- Sanitätsrath Marcuse folgendes Schreiben: M. 11. 11. Nein, falls nicht vertraglich das Erbrecht ein. nahme( Vorwärts" Nr. 150). David gab dann bekannt, daß in Berlin, den 18. Juni 1893, geräumt ist. dem Prozeß wegen Hausfriedensbruchs gegen ihn und Hagen An den Vorsitzenden der freien Bereinigung der Orts- K. B. Die Karte war unanständig; eine Beleidigungsklage gelegentlich des Spandauer Streits zweimal Freisprechung erfolgt sei; Krankenkassen mit freier Arztwahl Herrn Aßmann, Wohlgeboren wäre aber erfolglos. nunmehr habe der Staatsanwalt Strafantrag wegen Verstoßes hier, Hussitenstr. 70. 101. R. Allerdings liegt eine Beleidigung vor, wenn ein gegen§ 153 ber R.- G.- Ordn. gestellt und nach kürzlich erfolgter Sehr geehrter Herr! Auf Ihre geft. Anfrage von heute Bürgermeister dem Wirth befiehlt, dem Gaste fein Bier einzuabermaliger Freisprechung nochmals Berufung eingelegt. theile ich Ihnen ergebenst mit, daß das mir von Ihnen mit schänken, weil dieser Sozialdemokrat ist. Richten Sie den StrafHoffentlich werde er auch diesmal feinen Erfolg erzielen. Weiter get heilte Gerücht, der Verein der freigewählten Kassenärzte antrag an die Staatsanwaltschaft beim Landgericht II. Ihren famen in der Versammlung die Arbeitsverhältnisse beim Töpfer beabsichtige eine Erhöhung des Honorars auf 4 bis 5 m. Brief haben wir als Beweis für die Wahlbeeinflussung in Obermeister Jahnke zur Sprache. Herr Jahnke erklärte, es pro Kopf und Jahr eintreten zu lassen, je der Be- barnim dem Wahlkomitee übergeben. wäre ihm nur erwünscht, wenn seine Leute alle größeren Ar- gründung entbehrt. Hinzufügen will ich, daß Menge. Sprechen Sie zwischen 12 und 1 Uhr, aber nicht beiten, die im Tarif nicht angeführt sind, im Lohn ausführen die Generalversammlung den Vorstand des Vereins der am 8. Juli, vor. möchten, dann habe er feine Differenzen, wie sie sonst bei freier freigewählten Kassenärzte ermächtigt hat, mit den hiesigen Vereinbarung der Preise vorkommen, zu befürchten, und es sei Orts- Krankenkassen zu den in den bestehenden Verträgen festbeiden Theilen geholfen. Thieme ersuchte die bei Jahnte gesezten Bedingungen( drei Mart pro Kopf und Jahr als arbeitenden Kollegen, dieses Unerbieten anzunehmen, dadurch sei Honorar) auch ferner Verträge abzuschließen. auch den schwächeren Kollegen die Möglichkeit geboten, ihre Arbeitskraft gegen einen anständigen Lohn zu verkaufen, während fie beim Atfordsystem mehr als die tüchtigen unter der Ausbeutung zu leiden haben. Die Versammlung schloß sich dieser Meinung an und verpflichteten sich die bei Jahnte arbeitenden Kollegen, diesem Wunsche Folge zu leisten. Mit vorzüglicher Hochachtung ergebenst Verein der freigewählten Raisenärzte: Sanitätsrath Dr. S. Marcuse, 1. Borfizender des Vereins der freigewählten Kaffenärzte. Aus dieser Erklärung ist zu ersehen, das obiges Gerücht auf Erfindung beruht und von den Gegnern nur deshalb verbreitet wurde, um die Einführung der freient Herztewahl bei den hiesigen Briefkaffen der Expedition. Schubert, Zwickau. Auf dem Postabschnitt war nichts bemerkt, daß die betreffenden 5 Gulden dem Wahlfonds zufließen sollten. Wir nahmen an, daß der betreffende Betrag für weiteres Abonnement bestimmt sei. Infolge Ihrer Reklamation wurde die Sache zweckentsprechend geordnet und finden Sie Quittung in heutiger Nummer. DER HBAKINDUSTE Arbeiter! Genossen!| Bekanntmachung. Kauft uur Cigarren mit der Kranken- Unterstützungs- und Begräbnißkasse der Kontrollmarke der Lederzurichter. Tabakarbeiter. ( E. H. Nr. 50.) Wir machen hiermit bekannt, daß das neue Statut von der Behörde genehmigt ist und vom 1. Juli 1893 ab in Kraft Nachfolgend verzeichnete Fabrikanten und Händler führen nur Cigarren tritt. mit der Kontroll- Schuhmarke der Tabakarbeiter. S. Händler können nur veröffentlicht werden, wenn dieselben ausschließlich Waare mit Schuhmarke führen, jede andere Weröffentlichung beruht auf Täuschung. 1* Johann Hahn, Fehrbellinerstr. 3, Gustav Hennig, Colonieftr. 147. August Hinge, Pantstr. 14a. Lorenz Heidemann, Danzigerstr.10/ 13. Julius Hinge, Weißenburgerstr. 47, Rudolf Singe, Müllerstr. 145. * Wilhelm Böruer, Ritterstr. 108. P. Böttcher, Kottbuser Damm 92, H. F. Dinslage, Rottbuserstr. 4. R. Fiebig, Böckhstr. 4. Otto Ley, Schönleinstr. 17. Guft. Lochmann, Brandenburgstr. 82. August Sirte, Swinemünderstr. 67. Michaelis, Alexandrinenstr. 40. H. G. Schmidt, Gräfestr. 68. Carl Schonheim, Gräfestr. 8. Julius Stark, Schönleinstr. 10. SO. Carl Abert, Pücklerstr. 6. Behnke n. Kinkel, Schmidstr. 21. Carl Böhlert, Mariannenstr. 5. G. Carl, Admiralstr. 25. 2. Dalichow, Reichenbergerstr. 83. R. Fischer, Reichenbergerstr. 74a. George, Mariannenstr. 35. E. Getschmann, Sorauerstr. 10. Theodor Goecke, Wrangelstr. 125. E. Gosda, Manteuffelstr. 8. Konrad Greber, Görligerstr. 68. Eduard Klein, Köpenickerstr. 190. Lobbes, Reichenbergerstr. 49. * Wilh. Mertens, Cuvrystr. 34. G. Moritz, Manteuffelstr. 68. Reinländer, Waldemarstr. 32. Carl Schindler, Görligerstr. 53-54. Christ. Schneider, Köpnickerstr. 26a. Theodor Stampehl, Mariannenstr. 26. Stübner, Reichenbergerstr. 157. A. Warnecke, Wrangelstr. 106. Herm. Wicht, Dresdenerstr. 16. SW. W. Kinzel, Mexandrinenstr. 103. * Heinrich Schröder, Kreuzbergstr. 15. E. Schulze, Friesenstr. 23. 0. Max Beyer, Frankfurter Allee 178. August Dahuke, Roppenstr. 91. Richard Fricke, Grüner Weg 111. A. Gräff, Holzmarktstr. 42. August Heck, Gr. Frankfurterstr. 4. desgl. Weidenweg 96. Erhard Hoffmann, Memelerstr. 82. Ernst Krüger, Andreasstr. 16. Laske, Frankfurter Allee 76. Johann Liebich, Memelerstr. 8. Julius Mali, Mühlenstr. 49 a. * August Motes, Posenerstr. 11. August Neumann, Markusstr. 1, Fr. Peters, Koppenſtr. 85. Otto Piel, Münchebergerstr. 23. Louis Rund n. Komp., Cigarretten Fabrik en gros, Holzmarktstr. 10. Th. Schlodder, Krautstr. 51. Otto Schreiber, Blumenstr. 51c. Rich. Schulze, Friedrichsfelderstr. 21. Otto Unterberg, Roppenstr. 14. B. Unterlauff, Frankfurter Allee 117. Gustav Vogel, Koppenstr. 75. Wagner, Lebuserstr. 7. W. Wolf, Andreasstr. 60. P. Wotschke, Andreasstr. 3. C. Carl Blanzwirn, Linienstr. 21. * Robert Drescher, Linienstr. 50. Mag Flataner, Landsbergerstr. 72. Hermann Gumpel, Barnimftr. 42. N. Adolf Adelt, Reinickendorferstr. 64b. Frik Albrecht, Bernauerstr. 33 II. Neinhold Anders, Streligerstr. 45. Karl Basemann, Prinzen- Allee 57. Wilhelm Brall, Swinemünderstr. 4. * Louis Dechand, Nuheplatstr. 24. Franz Döring, Ruppinerstr. 21. Eickenjäger, Rheinsbergerstr. 31 a. Franz Frank, Röslinerstr. 2. Paul Frauke, Eichendorffstr. 15. August Gerlach, Kastanien- Allee 38. Rudolf Gefelle, Vinetaplah. Albert Guick, Brunnenstr. 112. Wilhelm Göppner, Fennstr. 1a. Jakob Götting, Lindowerstr. 9. Emil Höhne, Ackerstr. 89. Joseph Huffam, Grünthalerstr. 9. Oskar Klose, Reinickendorferstr. 20. Louis Knoch, Grünthalerstr. 5. Kümmelberg, Oderbergerstr. 31. Löffler, Badstr. 42-43. Gust. Löwenberg, Badstr. 19. Rudolf Magnus, Weinbergsweg 10. 2. Malkowis, Kastanien- Allee 95/96, Mehnert, Diedenhofenerstr. 3. B. Moritz, Bernauerstr. 18. Emil Nauen, Ackerstr. 116, Gartenpl. Franz Nofffe, Borsigstr. 28. H. Opių, Pafewalferstr. 2. August Penu, Demminerstr. 62. Paul Pilug, Reinickendorferstr. 39. Gustav Pinner, Trescowstr. 32. Carl Smital, Griebenowstr. 8-9. August Schmidt, Oderbergerstr. 50. Aug. Schönfeld, Weißenburgerstr. 47a. F. Stern, Putbuserstr. 42. Albrecht Steinicke, Stralsunderstr. 19. Wilh. Steinbach, Antonstr. 1. G. Stockla, Henningsdorferstr. 8a. A. Tietz, Invalidenstr. 124. H. Vollmann, Prenzlauer Allee 218. C. Walter, Hussitenstr. 28. Carl Werner, Gerichtstr. 25. May Winkelmann, Ackerstr. 153. Max Weidner, Hochstr. 46. H. Bechert, Putbuserstr. 37. NO. Hermann Bailoff, Pallisadenstr. 79. Beyer, Landsberger Allee 131, Franz Engel, Kaiserstr. 39. Gustav Kommnick, Weberstr. 50. Paul Krämer, Greifswalderstr. 30. Gebr. Lewy, Marienburgerstr. 37. Gustav Miras, Georgenkirchstr. 12. Franz Niemeyer, Weberstr. 19. Jakob Reul, Weinstr. 11. Gustav Richter, Landsberger- Alee 145. O. Schüßler, Friedenstr. 97. Emil Tilesius, Höchstestr. 43, NW. Hermann Beißener, Beusselstr. 9, Paul Böning, Bremerstr. 56/57, Joh. Böfenberg, Beuffelstr. 64, G. Deichsel, Stromsir. 33. Franz Jhde, Birkenstr. 20. * Robert Kern, Stromstr. 45. Meinhard Könkow, Perlebergerstr. 8. G. Reincke, Stromstr. 5. Charlottenburg. Brönner, Wilmersdorferstr. 47. Rummelsburg. Theodor Ritter, Kantstr. 6. Ulbrich. Rixdorf. 5. Barth, Berlinerstr. 136. G. Filter, Bergstr. 34. 2. Herrmann, Richardplatz 10, M. Kahle, Göthestr. 7. R. Kiefel, Prinz Handjerystr. 66. Leopold Magerl, Hobrechtstr. 10. G. Rebuillon, Prinz Handjernstr. 15. C. Schmidt, Hermannstr. 23. F. Walter, Steinmegstr. 33. Weissensee. Emil Apitsch, Langhansstr. 185. Liebschwager, Gustav- Adolfstr. 16. Georg Schröder, Pistoriusstr. 12. Willimsky, Wilhelmsberg 17. Reinickendorf, Burgus, Markstr. 5. Tempelhof. August Reisen, Berlinerfir. 44. * Oben verzeichnete Fabrikanten können an den mit bezeichneten Stellen stets neue Marken erhalten, außerdem im Arbeitsnachweis der Labatarbeiter, Weinftr. 11, von 11-12 Uhr, nnd bei Unterzeichnetem. Neumeldungen von Fabrikanten sowie Beschwerden find an Louis Dechand, Ruheplatstr. 24, zu richten. Die Kontroll- Kommission der Tabakarbeiter. J. A.: Carl Butry, Stralsunderstr. 17, II. 322/6 § 7. 3. Der laufende Beitrag eines Mit gliedes beträgt für die 1. Stufe 40 Pf. wöchentlich, . 2. " 60 § 8. # 2 1. Als Krankenunterstüßung wird gewährt: a) Vom Beginn der Krankheit ab freie ärztliche Behandlung und Arzenei, sowie Brillen, Bruchbänder und ähnliche Heilmittel. b) Im Fall der Erwerbsunfähigkeit vom ersten Tage der Erkrankung ab für jeden Arbeitstag ein Krankengeld, welches in der 1. Stufe 1,50 M. oder 9 M. wöchentl., 2. Stufe 2,25 M. oder 13,50 M. wöchentlich beträgt. § 18. Sterbegeld. 1. Die Hinterbliebenen verstorbener Mitglieder erhalten ein Sterbegeld: für die 1. Stufe 75 M., 680b " " 2. " Verlag des ,, Vorwärts" Berliner Boltsblatt Berlin SW., Beuthstraße 2. Soeben erschien: Heft 46 der 401/ 6* Reden und Schriften Ferd. Lassalle's ( Vollständig in ca. 50 Heften à 20 Pf.) Bestellungen nehmen alle Buchhandlungen, Zeitungsspediteure und Rolporteure entgegen. Reellste und billigste Stettin- Heringsdorf Uhrmacherei Bu einer Dampferpartie von Berlins Stettin nach Swinemünde- Herings. Verkaufz. Engrospreisen borf im Anschluß an den Extrazug nach Silb. Remontoir- Uhren v. Stettin am 8. 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S. 379) Auswahl in Herren-, Damen- und hiermit bescheinigt, daß sie, vorbehaltlich Kinderstiefeln. Bestellungen nach Maaß der Höhe des Krankengeldes, den Anin türzester Zeit. Reparaturen schnell forderungen des§ 75 dieses Gesetzes nnd billig. Louis Zaake, genügt. Berlin, den 15. Juni 1893. Der Minister für Handel und Gewerbe J. A.: Reffert. B. 6605. Beerdigungs- Verein Berliner Zimmerlente. Die dritte Generalversammlung findet nicht am 9. Juli, sondern am 2. Juli d. Js. bei Seefeldt, Grenadier 685b straße 33, statt. C. Plötz, Vorsitzender. Verein der Lithographen, Steindrucker und Berufsgenossen Deutschlands. ( Filiale Berlin.) Am Montag, den 3. Juli, Abends 81/2 Uhr, bei Philipp, Rosenthalerstraße 38: Vertrauensmänner- Sitzung. Da ein besonderer Fall vorliegt, ist es nothwendig, daß die Kollegen alle am Plaze sind. 209/4 Die Verwaltung. Möbelpolirer Rixdorfs! 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