Nr. 155. Erscheint täglich außer Montags. Breis pränumerando: Viertel: jährlich 3,30 Mart, monatlich 1,10 mt, wöchentlich 28 Bfg. frei In's Haus. Einzelne Nummer 6 fg. Sonntags- Nummer mit flluftr. Sonntags- Beilage Neue Welt" 10 Pig. Post- Abonnement: 8,30 Mt.pro Quartal. Unter Kreuzband: Deutschland u. Defterreich: Ungarn 2 Mr., für das übrige Ausland 3 Mt.pr.Monat. Eingetr. In der Post- Zeitungs- Preisliste für 1893 unter Nr. 6708. Vorwärts 10. Jahrg. Insertions- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzeile oder deren Raum 40 Pfg., für Vereins- und Berfammlungs Anzeigen 20 fg Inferate für die nächste Nummer müffen bis 4 Uhr Nachmittags in der Grpedition abgegeben werden. Die Grvebition ist an Wochens tagen bis 7 Uhr Abends, an Sonn und Festtagen bis 9 Uhr Vors mittags geöffnet. Fernsprecher: Amt 1, 4186. Telegramm- Adresse: " Sozialdemokrat Berlin! Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Die Entwickelung unserer Reichsfinanzen. II. Betrachten wir jetzt die Einnahmen des Reiches. Wir geben die Zahlen von 1874 und für 1893/94 nach Hauptgruppen: Zölle und Verbrauchs Steuern Neichsstempel Abgaben Ueberschuß der Post- u. Telegraphen- Verw. Ueberschuß der Reichs. druckerei( 1880/81) Ueberschuß d. Eisenb. Verwalt.( 1880/81). Bankwesen Verschiedene Verwalt. Einnahmen Aus dem Reichs- nvalidenfonds Zinsen aus belegten Reichsgeldern. Aus der Veräußerung v. Parzellen des ehemal. Stettiner Festungs= Terrains Matrikularbeiträge Zusammen ordentliche Einnahmen . Mittwoch, den 5. Juli 1893. Wie sich seit Gründung des Reiches fast ununterbrochen die Belastung des deutschen Volkes durch die Zölle gesteigert hat, zeigt die folgende Tabelle. Es betrug: Das BruttoDurchschnittlich Erträgniß der Zölle im Kalenderjahre in Reichsmart Auf den Kopf tamen BruttoEinnahme aus den Zöllen in Reichsmark 1874 M. 1893/94 M. 1893/94 mehr als 1874 1871/75 117 850 000 2,87 im Etatsjahre 1876/77 146 140 000 2,74 246 648 800 1877/78 620 919 800 374 271 000 115 139 000 2,66 1878/79 114 716 000 6 000 700 36 514 000 30 513 300 2,62 1879/80 141 864 000 3,21 1880/81 182 222 000 5 156 500 21 290 100 16 133 600 4,08 1881/82 196 926 000 4,38 914 800 1 892 200 1882/83 209 220 000 4,62 4 774 200 1883/84 208 257 000 4,57 1884/85 231 298 000 5 103 900 20 745 100 5,04 15 641 200 1885/86 235 002 000 1800 400 7117 500 5,08 5 317 100 1886/87 253 797 000 5,44 1887/88 270 364 000 6 245 500 13 375 100 5,73 7 129 600 1888/89 312 499 000 6,49 26 943 600 24 672 100 1 2 271 500 1889/90 379 605 000 7,74 1890/91 389 424 000 7,86 406 448 000 6 967 400 148 000 - 6 819 400 8,12 67 144 300 370 210 600 508 600 508 600 856 842 300 289 698 000 1085 524 800+715 314 200 Wir ersehen aus dieser Nebeneinanderstellung, daß sich die Reichs- Einnahmen fast verdreifacht haben; beinahe im gleichen Verhältnisse wuchsen die Einnahmen aus den Zöllen und Verbrauchssteuern, diese ungerechtesten, weil die Armen weit stärker als die Reichen treffenden Steuern. Fast zwei Dritttheile der Gesammt- Einnahmen werden durch diese indirekten Steuern aufgebracht. 1891/92 Hieraus ergiebt sich, daß gerade die ungerechtesten Zölle in den Jahren seit Gründung des Reiches gesteigert wurden. Expedition: SW. 19, Benth- Straße 3. steuern auf. Auf den Kopf der Bevölkerung tamen 1869/70 23 Pfennig, 1891/92 1 Mart 08 Pfennig Tabakabgaben. Die Einnahmen aus der Branntrvein steuer vertheilten sich bis 1887 auf den Kopf der Bevölkerung derart, daß sie höchstens 1 M. 45 Bf. betrugen feit 1887/88 muß aber jeder Deutsche bedeutend mehr bes zahlen und zwar 1887/88 2 M. 52 Pf., 1891/92 2 M. 78 Pf., in den zwei Jahren 1889/90 und 1890/91 überſtieg die Branntweinsteuer- Abgabe sogar 3 M. auf den Kopf der Bevölkerung. Troß dieser ungeheuerlichen Belastung des deutschen Volkes nahmen die Staatsschulden in besorgnißerregender Weise zu. Die verzinslichen Reichsanleihen, welche 1877 erst 16 300 000 m. betrugen, waren 1880 schon auf 218 057 600, 1888 auf 721 000 000, 1890 auf 1117 981 800 m. gestiegen und betrugen 1892 1 685 567 400 m. Eine derartige Lage, das Zusammenfallen der starken Mehrbelastung des Volkes mit Steuern und der sprunghaften Steigerung der Reichsschulden sollte zur allergrößten Sparsamkeit, vor allem bei den unproduktiven Ausgaben veranlassen. Das gerade Gegentheil wird aber von der Leitung des Reiches beliebt. Durch die Militärvorlage wird das Volk die stärkste Anspannung der Steuerschraube zu spüren bekommen, und dabei werden die Einnahmen doch nicht ausreichen, man wird zu den alten Schulden viele neue aufnehmen. 9 Das Merkzeichen der Reichs Finanzpolitik ist ihre Schwäche den Forderungen des Militarismus gegenüber, das Fehlen jedes Jnteresses für die Kulturaufgaben des Reiches, die Belastung der Wermsten mit den schwersten Steuern und die sorglose Schuldenwirthschaft. Betrachten wir nun, bei welchen Erzeugnissen diese Steigerung sich am schärfsten äußerte. Getreide, Hülsen früchte und Malz müssen hier in erster Linie in Betracht gezogen werden, weil sie die unentbehrlichsten Bedürfnisse Wird diese Politit noch lange fortgefeßt, so muß sie befriedigen, und weil gerade aus den Zöllen, die auf diese zum finanziellen und moralischen Zusammenbruch des Reiches Erzeugnisse gelegt wurden, die größten Summen für die führen. Reichskaffe herausgeschlagen wurden. 1883 wurden aus den Zöllen auf Getreide, Hülsenfrüchte und Malz 18 825 000 m., 1892 103 668 000. herausgeschlagen. 1883 zahlte jeder Deutsche 41,4 Pf., 1892 2 M. 5,2 Pf. an Zöllen dieser Art. Der Petroleumzoll belastete 1883 jeden Deutschen mit Berlin, den 4. Juli. Der Reichstag ist heute unter den üblichen Förm lichkeiten eröffnet worden. Die Thron rede lautet: ,, Nachdem Sie zu gemeinsamer Arbeit mit den verbündeten Regierungen berufen worden sind, ist es mir Bedürfniß, Sie beim Eintritt in Ihre Berathungen zu begrüßen und willkommen zu heißen. Der dem vorigen Reichstag vorgelegte Entwurf eines Gefetes über die Friedenspräsenzstärke des deutschen Heeres, durch welchen eine stärkere Ausnutzung unserer Wehrkraft ermöglicht werden sollte, hat zu meinem Bedauern die Zustimmung Boltsvertretung nicht gefunden. Die von meinen ber hohen Verbündeten einmüthig getheilte Ueberzeugung, daß das Reich gegenüber der Entwickelung der militärischen Einrichtungen anderer Mächte auf eine feine Sicherheit und seine Zukunft verbürgende Fortbildung unseres Heerwesens nicht länger verzichten dürfe, mußte zu dem Entschlusse Wie entwickelten sich die Zölle im deutschen Zoll- knapp 49 Pf., 1892 mit mehr als 1 M. Für Bau- und Politische Meberlicht. gebiete? Nubholz zahlte 1883 jeder Deutsche 6/2, 1892 fast 25 Pf., Im Durchschnitte der Kalenderjahre 1836-1840, 31 der Zoll auf Schmalz stieg auf den Kopf der Bevölkerung einer Beit, als das deutsche Zollgebiet etwas mehr Ein in diesem Zeitraum von 6% auf 1935, der Reiszoll von wohner als die Hälfte der gegenwärtigen Bevölkerung hatte, 7 auf 10, der Fleischzoll von 2% auf 10, der Zoll auf war der Ertrag der Zölle 47 544 000 M., im Etatsjahre Schweine von 5/5 auf 9, der Zoll auf Rinder und Schafe 1891/92 betrug er aber 406 448 000 m., damals famen von 3 auf 5%, der von Delfrüchten von 4/5 auf 4%, der auf den Kopf der Bevölkerung 2,27 M., jet 8,12 m. von Giern von 1% auf 3% und der von Käse von 14/5 Zölle. Wir brauchen aber gar nicht so weit zurückzugehen, auf 2%/ 10 Pf. um die riesige Steigerung der Zolllasten zu veran- Wir ersehen hieraus, daß gerade die Zölle, welche auf schaulichen. Massenverbrauchsartikel gelegt werden, sich ganz unverhält In den Jahren zwischen dem österreichischen und nißmäßig gesteigert haben. französischen Kriege wurden im deutschen Zollgebiete erst In den 2 Jahren von 1889/90 bis 1891/92 stiegen die 76 708 000 M. pro Jahr aus den Zöllen vereinnahmt und Zölle an Nahrungs- und Genußmitteln und Vieh um auf den Kopf der Bevölkerung kamen hiervon erft 2,03 m., 25 256 832 M., während gleichzeitig die Zölle auf alle also genau der vierte Theil der Zolllasten, die jetzt der übrigen Artikel um 1533 597 m. saufen. Deutsche zu entrichten hat. Ganz ähnliche Erscheinungen weisen die Verbrauchsdanke, und daß ich weit davon entfernt, Ihr oder der brechen begangen haben, als wir mit dem Recht auf Arbeit Ihrigen Feind zu sein, vielmehr alle Ursache habe, das auch das Recht auf Brot forderten. Jezt waren die Gegentheil zu wünschen. Ich fümmere mich wenig um Sozialisten nur noch Lumpenkerle, werth mit Hunden gepolitische Streitigkeiten, und ich sehe nicht ein, weshalb hegt zu werden. Lieber wollten diese Bourgeois irgend Arbe iter und Bourgeois fich nicht gelegentlich als Freunde einem Gesellschaftsretter die Stiefel ablecken, als denen, die geois, mein Fräulein, wie ich Ihnen versichern kann, und die sogar ein Herz haben, trotzdem sie Bourgeois find." Das junge Mädchen machte eine ungeduldige Bewegung. Sie wollen mich nicht verstehen, mein Herr. Gewiß Und er hat Recht daran gethan," sagte der Alte. Du ist es möglich, daß es auch unter den Bourgeois gute Zwanzig Jahre später fehrten wir aus dem Eril haft ihm einen famosen Dienst geleistet. Meiner Treu, Herr, Menschen giebt. Ich sage nur, daß sie aus Egoismus, aus zurück. Es waren nicht viele, die ein so zähes Leben hatten. ich kann wohl sagen, daß Sie ohne die Kleine hier eine Klasseninteresse, aus Korpsgeist in uns Sozialisten weder Wir hatten gearbeitet und schlecht und recht unser Leben böse Viertelstunde erlebt hätten. Ich weiß, daß Sie ihres Gleichen, noch ihre Brüder oder gleichberechtigte Mitgefristet. Die Bourgeois waren inzwischen des Kaisers gerade nicht taltblütig vorgingen. Ein famoses Manöver, bürger sehen, sondern nur natürliche Feinde. Es ist nicht überdrüssig geworden. Sie riefen Juns zu:" Vorwärts!" das Sie da mit Ihrem Stuhl ausführten! Ich mache mehr als billig, daß wir Gleiches mit Gleichem vergelten, Das Kaiserreich muß gestürzt werden. Es wird Euer Ihnen mein Kompliment. Ich habe meine Freude dran, nicht wahr, Großvater?" Schaden nicht sein." Und wieder sahen wir Dummköpfe Feuilleton. Nacbrua verboten.) ( 7 Die Bekehrung André Savenay's. die Hand drücken sollen. Es giebt auch ehrenhafte Bour Sozialistischer Roman von Georges Renard. Autorisirte Uebersehung von Marie Kunert. nichts haben, Brot und Sonnenschein geben." André war auf eine so heftige Entgegnung nicht ge= faßt gewefen. Er sagte daher in etwas erstauntem Tone: Ich verstehe, was Sie meinen, aber das alles ist doch schon lange her!" Geben Sie acht!" rief Vater Deschamps. " " wenn man so gewandt ist, wie Sie. Aber Sie hätten auch Die Hauptsache ist, daß wir gar keine Ursache haben, die Zukunft in rosigem Licht von uns. Diesmal wird es ebenso gut einige blaue Flecke und Beulen abbekommen sie zu lieben," erwiderte heftig der Alte. In unserer Ernst werden," sagten wir uns. Glauben Sie mir, Herr, können. Und nun erlauben Sie mir, Ihnen einen guten Familie nun erst gar! Jch, der ich jetzt zu Ihnen spreche, am 4. September, an dem Tage, wo die Republik wieder Rath zu geben: gehen Sie mit Ihren Freunden nicht wie- Herr, ich habe Achtundvierzig mitgemacht, war damals ein auflebte, habe ich vor Freude gelacht und geweint wie ein der in solch eine Versammlung. Unsere Männer sind nicht junger Kerl, fünfundzwanzig Jahre alt; ich glaubte damals Kind! Alter Narr, der ich war! Wenn ich damals gesehr geduldig und es könnte Sie am Ende doch einmal noch an die Brüderlichkeit, an die Solidarität und sonstigen wußt hätte, wie sie' s mir eines Tages lohnen würde, die schönen Sachen. Reiche und Arme lagen sich damals in den Republik!.... Ich hatte einen Sohn zu jener Zeit, mein André ließ diese Fluth von bald herzlichen, bald rauh Armen, machten sich gegenseitig Liebeserklärungen. Die Herr, er war der Bater dieses Kindes, das damals noch in der klingenden Worten lächelnd über sich ergehen. Millionäre riefen: Es lebe das Volt! Alles war damals sozia- Wiege lag. Während der Belagerung von Paris hatte er gereuen. „ Ich danke Ihnen für Ihr Kompliment und Ihren listisch, alle Kandidaten nannten sich Arbeiter, die Pfaffen segneten seine Pflicht gethan, so gut wie jeder andere. Er war mit guten Rath," erwiderte er. Aber ich habe durchaus die Freiheitsbäume. Ein halbes Jahr nachher hatten sie mich seinem Bataillon auf dem Marsche, dreißig Sons bekam er feine Lust, dergleichen wieder zu begehen. Ich möchte Sie mit einer Menge Kameraden aus den Vorstädten auf das pro Tag. Zum Henker, das war gewiß nicht viel. Die sogar, wie das Fräulein hier zu der Ueberzeugung Schiff, das uns in die Verbannung auf die trockene Frau und das Kind konnten sich nicht einmal alle Tage bringen, daß ich Ihnen eine tiefe Erkenntniß ver- Guillotine bringen sollte, geschleppt. Wir sollten ein Ver- fatt essen. Aber, wenn das Brot damals knapp war in 4 führen, den Reichstag aufzulösen und durch die Anordnung von Neuwahlen das für nothwendig erkannte Ziel zu verfolgen. den Mitteln auf die Herstellung einer ausreichenden und wirke Die erfte enarsizung wurde von dem Alterspräsidenten teden geleitet. Der Namensaufruf ergab die Anwesenheit von 291 Mitgliedern. Herr Ahlwardt wurde mit einer Lachsalve begrüßt das ist das einzige, was aus dieser ersten Sizung zu erwähnen ist. Morgen, 11 Uhr, findet die nächste Sigung statt, in der die Präsidentenwahl und Konstituirung des Reichstags, des Bureaus und der Abtheilungen erfolgen wird. Ramerun M. Die Gesammteinfuhr... 4470 822 Davon: Spirituosen Zoge M. 2 135 445 550 000 198 000 508 000 Feuerwaffen und Pulver Wir Deutschen wissen, wie man die Wilden zivilifirt, mit Fusel und Mordwerkzeugen. Seit der Vorlage jenes Gefeß- Entwurfs hat die politische Lage Europas feine Aenderung erfahren. Die Beziehungen des Reichs zu dem auswärtigen Staaten find zu meiner großen Befriedigung nach wie vor durchaus freundlich und frei von jeder Trübung. Das Verhältniß der organisirten militärischen Kraft Deutschlands au derjenigen unferer Nachbarn hat sich indessen noch ungünstiger geftaltet, als im verflossenen Jahr. Wenn schon seine geographische Lage und seine geschichtliche Entwickelung Nach der offiziellen Fraktionslifte des Reichss Deutschland die Pflicht auferlegt, auf den Bestand eines ver- Der Reichsnörgler macht wieder ein Pronuncias hältnismäßig großen Heeres Bedacht zu nehmen, so wird die mento gegen die Reichsregierung. Es liegt das in der tages zählen die Deutsch- Konservativen 76 Mitglieder, bie schritte des Auslandes zu einer zwingenden Nothwendigkeit. Um famose Bier, Schnaps- und Wein- Reisekampagne begann, Köhler, Lieber( Meißen), Lotze, Werner und Zimmermann), weitere Ausbildung unserer Wehrkraft mit Rücksicht auf die Fort- Jahreszeit. Gerade zwölf Monate sind es her, daß die Reichspartei 23, die Deutsche Reformpartei( Antisemiten) 10 ( Dr. Böckel, Gräfe, Hänichen, Hirschel, Klemm( Dresden), den mir verfassungsmäßig obliegenden Pflichten genügen zu können, und länger als ein Jahr ruhig zu warten, das kann von das Zentrum 99, die Polen 19, die Nationalliberalen 51, erachte ich es füz unumgänglich, daß mit allen zu Gebote stehen: dem treuen Vasallen" nicht verlangt werden. So hat er die Freifinnige Vereinigung 11, Deutsche Freifinnige Bolts famen Bertheidigung der vaterländischen Erde hingewirkt wird. denn jetzt einen neuen Sturmlauf veranstaltet. Das Organ partei 22, Süddeutsche Volkspartei 12, die Sozialdemokratie über die Friedenspräsenzstärke des Heeres vorgelegt werden. Millionärzüchter" gern wieder am Ruder haben möchte, Lothringer, Ahlwardt, Bachmaier, Graf Bernstorff( Uelzen), Es wird Ihnen deshalb unverzüglich ein neuer Gefeßentwurf des rheinisch- westfälischen Geldprozenthums, das den partei 22, Süddeutsche Volkspartei 12, die Sozialdemokratie 43 Mitglieder. Bei keiner Fraktion find 26( 8 ElsaßDarin find die bei der Berathung des früheren Entwurfs laut die Rheinisch- Westfälische Zeitung", hat der Kaze die Schelle Graf Bismard- Schönhausen, Brückmeier, Prinz zu Carolathgewordenen Wünsche, soweit dies angänglich erschien, berücksichtigt angehängt, und fordert, anknüpfend an den Brief des Schönaich, Graf v. d. Decken, Fusangel, Frhr. v. Hodenund demgemäß die Anforderungen an die persönliche Leistungs- Prinzen Albrecht, bettelhaft- frech, daß der Kaiser sich mit Schönaich, Graf v. d. Decken, Fusangel, Frhr. v. Hodenfähigkeit und an die Steuerkraft des Bolkes, soweit dies ohne seinem Vasallen, der das Alter des Pfalmiſten weit über berg, Hofmann( Dillenburg), Frhr. v. Hornstein, Johannsen, Gefährdung des Zwecks geschehen konnte, herabgemindert. schritten", aussöhnen das heißt sich ihm unterwerfen Langerfeldt, Leuß, Liebermann v. Sonnenberg, Rösice, Das Interesse des Reiches erheischt es, zumal im Hinblick schritten", aussöhnen Dr. Sigl, Thomsen). auf den im nächsten Frühjahr bevorstehenden Ablauf des Sep- solle. Die Unverschämtheit der Zumuthung wird nur durch tanzats, daß der Gefeßentwurf mit thunlichster Beschleunigung ihre Dummheit erreicht. In Hamburg scheint der Geg enkandidat Bebel's, der verabschiedet wird, damit die diesjährige Rekruteneinstellung schon Kaufmann Laiesz, Bedenken zu haben, sich nochmals einem auf der neuen Grundlage vorgenommen werden kann. Eine Mit Rosenwasser macht man ebenso wenig Revo- Durchfall auszusehen. Falls er hierbei beharrt, will die Versäuniß des Termins dieser Einstellung würde sich auf mehr lutionen, wie man damit die Cholera bekämpft. In der hiesige Ordnungsflique den in Stettin durchgefallenen Proals zwei Jahrzehnte zum Nachtheil unserer Wehrkraft fühlbar heutigen Sigung des preußischen Abgeordnetenhauses wurde fessor Brömel gegen den Genossen Molkenbuhr für die im machen. Um es Ihnen zu ermöglichen, Ihre Arbeitskraft un- die Regierung vom Abg. Grafen Douglas interpellirt, 1. Hamburger Wahlkreise nothwendige Wahl aufstellen. getheilt der Berathung der Vorlage zuzuwenden, werden die ver- welche Maßregel dieselbe der Cholera gegenüber zu er bündeten Regierungen davon absehen, die Session mit anderen greifen gedenke". Die Interpellation wurde eingehüllt in In Rinteln- Hofgeismar ist von den Antisemiten an umfa enden Vorlagen zu beschweren. Menngleich bei mir und bei meinen hohen Verbündeten die eine dichte Wolke Weihrauchs, welcher der Fürsorge und stelle des Abg. Werner, der für Hersfeld angenommen hat, Ueberza ugung fortbesteht, daß die durch die Neugestaltung Weisheit der Regierung gestreut wurde. Was der Minister Dr. König in Witten als Kandidat für die Nachwahl auf unserer Heereseinrichtungen bedingten Mittel zweckmäßig und darauf erwiderte, läuft darauf hinaus, daß bakteriologische gestellt. ohne Uberlastung auf dem Wege beschafft werden können, welcher Untersuchungsstationen errichtet sind und die Wasserfrage Unsere Genossen im Auslande. in den im versloffenen Herbst vorgelegten Steuergesetz- Entwürfen studirt wird. Der Abg. Virchow sprach für die Feuer- wird dem Vorwärts" telegraphirt: in Vorschlag gebracht war, so bildet doch die Deckungsfrage den bestattung. Damit war die Sache erledigt. Daß zur Ver Gegenstand fortgesetter Erwägungen. Ich gebe mich der Erhütung und Bekämpfung der Epidemie vor allem die Erwartung hin, daß Ihnen beim Beginn der nächsten Wintersession nährungs- und Wohnungsfrage in Betracht komme, das kam Vorlagen jugehen werden, in welchen der Grundsatz, daß die in diesem Parlament, das aus den Klassenwahlen hervorVorlagen ugehen werden, in welchen der Grundsak, daß die Bereitstellung jener Mittel nach Maßgabe der Leistungsfähigkeit und unter thunlichster Schonung der Steuerfraft erfolgen muß, gegangen, so recht den Klassenstaat präsentirt, nicht zur noch vollständiger als in jenen Vorlagen zum Ausdruck gelangt. Sprache. Bis zum Ablauf des gegenwärtigen Etatsjahres werden für die Deckung des Mehrbedarfs die Matrifularbeiträge heranzuziehen sein. Das Herrenhaus, diese Satire auf eine parlamentarische Körperschaft, zählt nach dem neuen Bericht der Unter schweren Opfern ist es gelungen, die deutschen Matrikelkommission zur Beit 270 Mitglieder. BerechtiStämme durch ein feftes Band zu einigen. Die Nation ehrt diejenigen, welche für dieses Werk Gut und Blut eingesetzt und das gungen“ sind 315 vorhanden. Es ruhen hiervon zur Zeit Vaterland einem politischen und wirthschaftlichen Aufschwung 40, darunter auch die Berechtigungen der Städte KönigsBier Berechtigte sind noch nicht einzugeführt haben, welcher, wie er den Zeitgenossen zum Stolz berg und Memel. und zur Frende gereicht, den nachkommenden Geschlechtern, wenn getreten. Unter den 270 Mitgliedern find 67 Erbliche, sie im Geist der Bäter weiter bauen, des Reiches Größe und 4 Inhaber der großen Landesämter, 44 aus allerhöchstem Glück verbürgt. Die glorreichen Errungenschaften zu wahren, Vertrauen" berufene Personen, 4 Vertreter der Stifter, mit denen Gott uns in dem Kampfe um uniere Unabhängigkeit 8 der gräflichen Verbände, 11 der Familienverbände, 84 der gefegnet hat, ist unsere heiligste Pflicht. Solcher Pflicht gegen Verbände des alten befestigten Grundbesizes, 9 Vertreter bas Vaterland werden wir aber nur dann genügen, wenn wir der Universitäten, 46 Vertreter der Städte. Das Herrenuns start und wehrhaft genug machen, um ein zuverlässiger haus krönt das Gebäude des Bensus Wahlsystems in Bürge des europäischen Friedens bleiben zu können. Ich ver traue, daß mir und meinen hohen Werbündeten ihre patriotische unübertrefflicher Weise. Und so etwas entscheidet über die und opferbereite Unterstützung bei der Verfolgung dieses Biels Gesetzgebung. nicht fehlen wird." P Das preußische Wildschaden Gesetz, das dank Die Thronrede enthält nichts, was nicht erwartet dem Zentrum und der Junkerschaft den Bauerngemeinden worden wäre. An den Widerspruch, daß die Beziehungen die Kosten für die Wildschäden, die das Junkerwild an des Reichs durchaus frenudliche sind, wir aber mehr Soldaten richtet, aufhalst, wird gar seltsam ausgelegt. Und nicht brauchen, find wir gewöhnt. Daß die Sommersession blos zum Schaden des„ edlen" Waidwerks. In der Agrarder Militärvorlage und dem Militär gewidmet sein solle, kommission des Abgeordnetenhauses ist zur Sprache gewar längst bekannt. Auch, daß die Regierung sich vom kommen, daß die Bezirksausschüsse den§ 12 des WildReichstag die nöthigen Steuern unter möglichster Schonung schaden Gesetzes vom 11. Juli 1891 verschieden auslegen. der Steuerkraft" und nach Maßgabe der Leistungsfähig Nach der Auslegung des Bezirksausschusses zu Frankfeit" präsentiren lassen will, war längst bekannt. Erst die furt a. D. kann danach der Abschuß des Rothwildes außer Vorlage, denkt sie, dann die Deckung. Es fragt sich nun, halb der Schonzeit nur für gemeinschaftliche, nicht für was der Reichstag thun will und kann. Bemerkenswerth felbständige Jagdbezirke angeordnet werden. Das Minian der Throurede ist, außer dem ungewöhnlich schlechten fterium erklärte sich außer stande, auf die Entscheidung der Deutsch, nur noch das Wort von der Anwendung aller Bezirksausschüsse einzuwirken. Das Oberverwaltungsgericht zu Gebote stehenden Mittel". Auch dieses Wort ist übrigens sei hier nicht zuständig. Es befinde sich deshalb im Gesetz nicht neues ist uns schon in der Tempelhofer Rede be- eine Lücke, die die Herbeiführung einer einheitlichen Ausgegnet, ist hier aber noch auffälliger, weil es unmittelbar legung unmöglich mache. Die Kommission beschloß, die beauf die Wendung von den verfassungsmäßig obliegenden treffende Petition der Regierung als Material zu überPflichten" folgt. Daß die Regierung den ihr verfassungsweisen mit Rücksicht auf eine Resolution vom 6. Februar mäßig obliegenden Pflichten" nachzukommen hat, ist ebenso 1891, die die Regierung aufforderte, alsbald eine Novelle selbstverständlich, wie daß sie das Recht zu allen verzum Jagdpolizei- Gesetz vom 7. März 1850 vorzulegen. fassungsmäßigen Mitteln hat, und daß es ein Staatsstreich wäre, wenn zu anderen Mitteln ge- Die Einfuhrziffern von Kamerun und Togo find griffen würde. recht lehrreich. Es bezifferte sich " Aus Brünn Die am 3. Juli in Brünn tagende Versammlung des politischen Vereines Volksfreund" sendet den Genossen in Deutschland zum errungenen Wahlsiege die herzlichsten Glückwünsche. Vorwärts! Für die Vereinsleitung: Rieger." Der Militärstaat. Einem Organ der freisinnigen Volkspartei, der Berliner Zeitung", gehen folgende Mittheilungen zu: Bu einer zwölftägigen Uebung" wurde der„ Unabhängige" Maler Viktor Buhr in Gemeinschaft mit noch 48 Arbeitssoldaten für die Zeit vom 13. bis 25. Juni nach Rüstrin eingezogen. Bemerkenswerth ist zunächst, daß diese Einberufung während der Wahlzeit geschah und daß der größte Theil der Reservisten" bis auf wenige Ausnahmen in Berlin wahlberechtigt war. Buhr wurde aus„ Mangel an ehrliebender Gesinnung"( d. h. weil er Sozialdemokrat war) bei der AbLeistung seiner Militärpflicht turzer Hand ohne Verhör Bei und Aburtheilung in die Arbeiterabtheilung versett. dieser Uebung" tamen für die eingezogenen Reservisten und Landwehrleute die Jnstruktionen der Arbeiterabtheilung zur Anwendung. In der ganzen Zeit wurden sie wie Strafgefangene behandelt, sie durften außer dem Dienst das verschlossen gehaltene Neue Werk" der Küstriner Festung nicht verlassen. Der Genuß von Bayrisch Bier war ihnen verboten, über die Löhnung konnten sie nicht frei verfügen. Genau wie bei Strafgefangenen wurden alle einlaufenden Briefe von dem die Abtheilung führenden Offizier erbrochen und erst nach Kenntnißnahme des Juhaltes durch die Unteroffiziete und Ordonnanzen den Empfängern ausgeliefert. Selbstverständlich wurden die abgebenden Briefe in gleicher Art durchgesehen. Beschäftigt wurden die Leute mit Fortifikations- und Artilleriedepot- Arbeiten, Waffen führten dieselben nicht. Die von ihnen verrichteten Arbeiten werden sonst von 3ivilarbeitern besorgt! Selbst am Sonntag, in der freien Zeit, wurde den zu dieser famosen ,, Uebung" eingezogenen ,, Merservisten und Landwehrleuten" nicht gestattet auszugehen, ein dahin zielender Antrag des beaufsichtigenden Offiziers, der mit der Haltung der Leute sehr zufrieden war, wurde von der Kommandantur rundweg abgelehnt. Bei der am 24. Juni erfolgten Entlassung wurde den Leuten noch nicht einmal gestattet, den Bahnhofs- Wartesaal zu betreten, um dort für ihr Geld ein Glas Bier zu ge nießen. Daß ein Mensch zur Strafe während seiner Dienstzeit in eine derartige Strafabtheilung versetzt wird, kann man noch halbwegs verstehen, daß aber verheirathete, selbständige Männer urplöglich ohne Urtheil und Vergehen aus ihrem Kreise und Berufe herausgerissen werden, um als Gefangene unter der demüthigendsten Behandlung Arbeiten zu verrichten, die mit der Uebung zur Kriegstüchtigkeit in feinem Zusammenhang stehen, das grenzt wohl schon an Sibirien." Der Sachverhalt spricht für sich selbst, jede Randbemerkung schwächte seinen Eindruck ab. Paris, so wurde doch immer alles, was da war, unter alle Frau heißt, sich mit einem Kinde in dem großen Paris Traum! Als ich noch jung war, habe ich gerade so getheilt. Jeder bekam seine Portion davon; es war eine durchzuschlagen. Die Genossen halfen ihr, so gut sie konnten, gedacht wie Sie. Ich bin aus meinem Traum aufgewacht, Art Sozialismus im Kleinen! Man entbehrte und hoffte aber sie fonnten eben nicht viel. Ich ließ ihr auch ein als ich das Knattern der Mitrailleusen hörte, welche die zusammen. Dann kam der Waffenstillstand, der Friede paar Franks zukommen, wenn ich welche hatte; aber ich Sozialisten niederschossen. Wie konnten wir aber auch auf wird geschlossen. Da, mit einem Wtale hebt ein Defret die hatte selbst nicht oft Geld. Endlich konnte ich nach der die Bourgeois rechnen, wo es sich um soziale Reformen dreißig Sous auf und befiehlt, daß innerhalb vierundzwanzig Amnestie zurückkehren. Man könnte sagen, das arme handelte! zu glauben, daß sie etwas von ihrem Profit zu Stunden alle rückständigen Miethen bezahlt sein müßten. Weib hatte nur so lange gewartet, um in gunsten der Arbeiter opfern würden!" Den Teufel auch! wo sollten die armen Kerle denn Geld meinen Armen zu sterben. Zwei Monate nach meiner Er lachte ein sardonisches Lachen. Seine Augen hernehmen, nachdem sie sechs Monate unter der Fahne ge- Rückkehr war ich mit meiner braven, kleinen Johanna, flammten. Fieberröthe erschien auf seinen sonst bleichen wesen waren? Sollte man denn auf der Straße schlafen? die ich seitdem nicht verlassen habe, allein. Wir arbeiten Wangen. Mit großen Schritten ging er in dem kleinen Da tam die Revolte, man gründete die Kommune, und alle beide und haben es dabei bisher freilich noch nicht zu Gemach auf und ab. Von Zeit zu Zeit stieß er im Aufam 20. Mai wurde mein Kind, mein Eohn füfiliert Reichthümern gebracht. Aber Sie verstehen nun, mein und Abwandeln Verwünschungen aus. o nicht allein, zehntausend mit ihm, dort im Bart von Mon- Herr, daß wir die Bourgeois nicht lieben können." " Die Bourgeoisie! In der That, eine vortreffliche ceau geschah es, wo der Rasen so üppig grün steht. André schwieg noch immer, von einer nie gekannten Person! Sie fließt ja über von Liebe zu dem armen Von Ihren Fenstern aus fönnen Sie die Stelle sehen, mein Bewegung ergriffen. Der Bürgerkrieg! Er hatte so oft Volke! Wie bemüht sie sich, das Loos des Arbeiters besser Herr. Erst nachdem das geschehen war, haben die Kom davon sprechen hören. Aber es war heute das erste Mal, zu gestalten! Selbstverständlich unter der Bedingung, daß munards die achtzehn Geißeln erschossen... was unsere daß er ihn in seiner ganzen Scheußlichkeit vor seinem es sie nichts kostet. Sie schreibt an die Wände der Häuser: Todten nicht aufwecken konnte. O mein armer Sohn! so innern Auge sah. Zum ersten Male sah er ihn vor Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit! Sie hofft dabei, die gut und so brav!" sich aufleben in der Gestalt von Menschen, die Opfer schönen Worte werden über ihre schlechten Thateu hinwegDer Greis brach ab, die Stimme versagte ihm. Das des Bürgerkrieges gewesen waren. Wit Schrecken maß er täuschen. Sie begeht Feste zum hundertjährigen Jubiläum junge Märchen, das am ganzen Körper zitterte, hatte seine die Tiefe der Leiden, die ihn erzeugen, die aber auch er der dievolution; sie hält dieden über die Menschenrechte. Hand ergriffen und sah André, der stumm, ergriffen da- erzeugt. Er begriff jetzt die verhängnißvolle Ein- Selbstverständlich wieder unter der Bedingung, daß sie nur ftand, mit blizenden Augen an. Der Greis schüttelte den wirkung des Hasses, von dem die einander folgenden auf dem Papier stehen. Augenverblendung das alles, Ropf, wie um eine traurige Erinnerung zu verscheuchen, Generationen erfüllt und genährt werden müssen. Augenverblendung! Nichts weiter! Sehen Sie, mein Herr, Der Park von Mouceau, früher so lieblich, so schön, wir haben diese ewige Komödie dann sagte er: endlich fatt. Es ist unrecht von mir, zu Ihnen von diesen Dingen erschien ihm jetzt mit ein großer Friedhof, ein Leichengeruch Die Bourgeoisie wagt es nicht, ihre Grundsäge ents zu sprechen. Das erregt mir das Herz immer auf's Tiefste. schien von ihm auszugehen, er vernahm die Stimme ver- weder offen abzuleugnen oder aber zu bethätigen. Nun, wir werden Abrechnung mit ihr halten. Gerade Aber da ich nun einmal angefangen habe, will ich Ihnen gossenen Blutes, das wieder Blut forderte. meine Geschichte auch zu Ende erzählen. Ich hatte damals Endlich sagte er mii einer Stimme, in der etwas wie so wie sie seit hundert Jahren nur für sich allein zu denen gehört, welche die Bank besezt hielten, um sie vor Mitleid bebte: gehandelt hat, so werden wir ebenfalls für uns zur Abder Plünderung zu schützen. Man hatte mir irgend einen Ich bellage Sie, mein Herr. Ich bitte Sie um Ver- rechnung sch reiten. Ach, ich weiß es sehr gut, daß sie Furcht tleinen Posten als Inspektor gegeben. zeibung, weil ich so schmerzliche Erinnerungen in bat, wenn sie die Revolution von weitem kommen sieht. Ihnen geweckt habe. Aber weshalb so viel Blutvergießen, Sie fängt jetzt schon an, Abbitte zu thun. Sie gesteht es zu: so viele Megeleien, frage ich? Finden Sie nicht wie ich, Gewiß, ich habe unter dem alten Regime sehr schlecht gewirthdaß sie furchtbar, grausenhaft sind? Ist es denn nicht schaftet. Macht es nicht wieder wie ich, meine Freunde! möglich, daß man sich verständigt, anstatt sich gegenseitig ( Fortsetzung folgt.) Das war Anmaßung von Befugnissen, die mir nicht zustanden": ich wurde deportirt. Ich klage heute nicht mehr barum; ich bin kräftig, ich verdiente da unten mein Brot ebenso gut wie anderswo. Aber in dieser Zeit vertam die Wittwe mei nes Sohnes in Elend, Hunger und Kummer. nbzuschlachten?" Sie wiffen nicht, Herr, was das für so eine arme franke " Ja," entgegnete der Alte lebhaft, das ist ein schöner Ein Mufterbeamter und ein Meister weltmännischer werden. Für das Begräbniß werden umfassende Polizei- säglichen Annahme dieser radikalsten aller StimmrechtsFormen muß der Polizeipräsident von Straß maßregeln getroffen, da befürchtet wird, daß den Demon- Grweiterungen ist nicht mehr weit. Aber freilich ist in burgi. Elf, ein Herr Feichter sein. Feichter hatte ftrationen der Studenten sich auch andere Glemente anschließen Skandinavien die Frauenfrage" am weitesten vorgeschritten, einen katholischen Verein, den Fedelta- Verein, wegen an- tönnten. Im Lateinischen Viertel ist die Erregung noch wie denn auch unter den skandinavischen Staatsuniversitäten geblicher politischer Agitation aufgelöst. Einer Abordnung außerordentlich groß, zumal die bereits gestern angekündigte wenigstens eine, diejenige von Helsingfors in Finnland, dem des Vereins, die ihn deswegen interpellirte, erklärte der Demission des Polizeipräfekten Lozé amtlich widerrufen weiblichen Geschlecht unbedingten Studienzutritt gewährt. Polizeipräsident wir zitiren nach der ultramontanen wird. Die Krawallszenen wurden in der letzten Nacht fort- Hoffentlich wird das allgemeine Wahlrecht in Norwegen Kölnischen Volkszeitung"( Nr. 370 vom 4. Juli): gesetzt. Die Studenten zerschlugen Rioske und Straßen- bald zum Gesetz erhoben. " D diese beste der GesellWir haben bisher auch immer geglaubt, der Fedelta- laternen und schlugen sich mit den Polizeibeamten, die schließ- In England wird wieder ein Riesenstreit det Verein würde dies thun, sind jedoch leider zu der Ueberzeugung lich von den Waffen Gebrauch machten. Einige 30 Per Bergarbeiter inszenirt", wie der deutsche Bourgeoisgekommen, daß er dies noch nie gethan hat; denn die legten fonen wurden verhaftet. Mehr als 100 Verwundungen sollen ausdruck lautet. Die Inszenirung" ist sehr einfach. Die Wochen haben es ja trefflich bewiesen. Der Verein hat dabei vorgekommen sein. Herren Grubenbesitzer muthen den Arbeitern eine Lohneine Haltung eingenommen, die höchst deutschfeindlich ist, ja fogar an Landesverrath grenzt. Um kurz zu sein, will ich Das allgemeine Wahlrecht in Norwegen. Am reduktion von 25 pCt. also einem Viertel des Lohnes Ihnen sagen, daß Jeder, der für Müller Simonis stimmte, ein 28. Juni hat im norwegischen Großthing eine ergebnißlose zu. Die Arbeiter fönnen bei so reduzirtem Lohn nicht auss Landesverräther und infamer Schweinehund ist. Ich Abstimmung über die Wahlrechtsreform ftatt kommen fie protestiren die Grubenbefizer geben nicht frage Sie, wie fann der Verein sich unterstehen, einer Partei gefunden. Bunächst fiel das allgemeine Stimmrecht mit 61 nach und der Streit ist fertig. Die Zahl der Arbeiter, fich zuzugefellen, die einen solchen hergelaufenen Schuft gegen 53, dann das Stimmrecht aller Steuerzahler mit 69 die jest in England auf diese Weise in den Streit getrieben und Schweinehund als Kandidaten für die Reichstagswahlen aufstellt? Ich glaubte doch wirklich, die Katholiken Straßburgs gegen 45, endlich das Frauenstimmrecht mit 58 gegen 56 werden, beläuft sich auf eine Viertel million hätten sich bisher nicht zu beklagen gehabt; denn wir haben Stimmen. Die letztere sehr geringe Mehrheit, klagt die ohne die Frauen und Kinder. thnen stets die allergrößte Freiheit gestattet. Das ist nun jetzt National- Beitung", giebt zu denken; von da bis zur grund- schaften! der Dank dafür. Sehen Sie, da habe ich einem Schuft von Möhrel, Pfarrer in Neudorf, die Erlaubniß ertheilt, auf offener Straße die Frohnleichnamsprozession abzubalten, und was war der Dank dajür? Bei mir zu Hause, in Bayern, wenn da der katholische Pfarrer ich bin nämlich auch fatholisch- bei einer Prozession das Santtissimum nicht tragen will, da geht er hin und sucht sich einen ältern und würdigern Herrn, um daffelbe zu tragen; was that aber der Herr Pfarrer Wöhrel? Er geht hin und nimmt uns zum Hohne den unwürdigsten, den er nur finden kann, nämlich diesen Schuft von MüllerSimonis. Aber dem werde ich seine Prozession schon einstreichen. Wir sind ja fest überzeugt, daß die Vorstände der katholischen Vereine an den letzten Vorfällen den kleinsten Theil der Schuld tragen; denn der ganze Druck wurde von der hiesigen niederträchtigen Pfaffenbande ausgeübt. Ich bin fest davon überzeugt, daß die große Mehrzahl bei der Stichwahl für Bebel agitirte. Doch die sollen uns fennen lernen; sie haben bisher goldene Zeiten gehabt; wir werden ihnen aber von jest ab eine Schraube ansehen, daß ihnen Hören und Sehen vergehen soll." Auf eine Bemerkung eines der Abgesandten, daß er an eine Einmischung der Geistlichkeit in die Wahlangelegen heit nicht glaube, antwortete der Polizeipräsident: " Ach, machen Sie mir nichts vor. Wir sind fest davon überzeugt und können es auch so zu sagen bestätigen, daß von 30 jungen Rogern vom Priester- Seminar, die bei der Stich wahl gewählt haben, mindestens 24 ihre Stimme für Bebel abgegeben haben." Dann sprach er von gemeiner Bande", Don ,, Schweinebande" und erklärte auf die Frage, ob denn bie altdeutschen Mitglieder der hiesigen katholischen Bereine, die für Herrn Müller- Simonis gestimmt hätten, auch Landesverräther" wären: „ Das waren entweder nur dumme Simpel, welche vor Dummheit nicht werth sind, daß sie auf der Erde herumlaufen, oder sind hundegemeine ehrlose Schufte, die nicht hierher, sondern in einen Schweinestall gehörten. Gehen Sie und fagen es den Herren." Leider hat der Polizeipräsident von der klerikalen Deputation nicht die empfindliche Antwort erhalten, die ein so ungeheuerlicher Ansbruch wüster Rohheit verdient. Wird ein Wlann, der derartige Manieren hat, noch länger Polizeipräsident bleiben? Hoffentlich wird der in so schmählicher Weise beschimpfte klerikale Kandidat, ein persönlich höchst ehrenwerther Mann, den Herrn Feichter vor den Richter ziehen.Nachwahlen. In Bingen Alzey wird für Albert Träger, der das Mandat in Barel angenommen hat, der in Lennep- Mettmann durchgefallene Reinhold Schmidt aufgestellt. -WO ,, Nasche Arbeit" verlangt die Magdeburgische Beitung von den militärfrommen Reichsboten. Jeder Hueneling müsse auf dem Platze sein, wenn auch an heißen Sommertagen die gewissenhafte Erfüllung der parlamen tarischen Pflichten doppelt schwer falle". Die Mehrheit für die Vorlage sei sehr gering und setze sich aus einem halben Dutzend Parteien zusammen. Bei der Stärke der Bentrumspartei und der Sozialdemokraten könne es leicht kommen, daß in der Kommission wieder die Gegner der Militärvorlage überwögen oder den Freunden die Stange hielten und somit die Berathungen wiederum ohne Ergebniß verliefen. Deshalb solle die Kommission positive Arbeit" und wirklich rasch" leisten. Die Nationalliberalen mühen sich, wie man sieht, gar sehr, die neue Gut und Blutsteuer mit Blizzugsgeschwindigkeit unter Dach und Fach zu bringen. Ob es ihnen gelingen wird? Frankreich. Die Vorstände der Arbeitsbörse von Paris haben sich nicht unterworfen. Es scheint aber zu einem Vergleich zu kommen. Am Vorabend der Wahlen kann die Regierung es nicht magen, den Arbeitern den Krieg zu erklären, und so ist es wahrscheinlich, daß irgend ein Ausweg gefunden wird. Verhandlungen find bereits im Gange. Beiläufig find die Staatszuschüsse für den Monat Juni von dem Ministerium wirklich gesperrt worden. Wie gesagt, es ist aber jetzt alle Aussicht auf eine gütliche Vereinbarung vorhanden zum großen Merger der französischen Bourgeoisblätter, deren ganzer Schimpfvorrath von der biedern Tante Voß übernommen worden und in der Morgennummer vom 4. Juli( 1. Beilage) fein säuberlich als großer Kehrichthaufen ausgestellt ist. Wir sehen will, was ein deutsches und freisinniges Bourgeoisgemüth im Punkt des Schimpfens auf die Arbeiter zu leisten ver mag, der muß diese Notiz lesen, in der die Ausdrücke Umsturzsozialisten"," Schreier", auflehnen"," dreistest", herausforderudstes Benehmen"," arbeitsscheue, gewaltthätige Wühler" nur so herumfliegen. Bwei Studenten, Tullien und Zimmer, die den versiegelten Nachlaß eines durch Noth zum Selbstmord getriebenen russischen Flüchtlings nach Bapieren durchfuchten, um zu verhindern, daß fompromittirende Schrift Stücke durch die gefügige französische Polizei der russischen Gesandtschaft ausgeliefert würden, sind von den Pariser Bravo den Geschworenen freigesprochen worden. Geschworenen! Und bravo den zwei Studenten! Das sind doch andere Burschen, als die erbärmlichen BordellKrawaller, die es wahrhaftig dazu gebracht haben, einen Barlamentssturm und eine Ministerkrise herbeizuführen, so daß die Regierung durch ein Vertrauensvotum fich retten laffen mußte. Schöne Zustände in dieser Panama- Republik! Möge die bevorstehende Wahl zur Sündfluth werden, die diese ganze verrottete Gesellschaft wegschwemmt.Der bei den Studenten- Manifestationen getödtete Kommis Nuger wird wahrscheinlich auf Kosten der Stadt beerdigt 2. Ziehung der 1. Klasse 189. Königl. Preuß. Lotterie. Biebung vom 4. Juli 1893, Vormittag 3. Rur ble Gewinne über 60 Mart find den betreffenden Nummern in Barenthese beigefügt. ( Ohne Gewähr.) 38 76 186 444 502 35 92 607[ 150] 782 802 972 1172 329 33[ 150 63 7 80 81 49) 580 656 77 2107 224 92 313 38 535 614 56 725 68 3014 25 104 39 817 415 538 611 27 712 18 50 850 978 4015 60 75 110 92 245 338 545 82 730 44 91 866 72 916 5080 203 422 63 545 52 835 68 657 78 99 100 127 32 1100 80 214 61 91 330 488 519 88 671 731 57 861 93 7102 19 78 88 256 86 99 3 19 63 441 6 52 648 721 76 847 55 8035 49 119[ 150] 33 70 375 411 552 606 743 855 923 58 1200] 5411 99 9000 219 451 10107 49 89 432 531 53[ 1001 810 88 11250 77[ 20] 850 451 530 66 714 29 12158 337( 10) 57 828 37 66 13145 413 23 5 7 10 30 90 735 14004 167[ 15] 252 60 407 523 627 75 952 56 15047 61 183 220 32 377 423 640 708 985 16048 191 231 338[ 100] 64 510 13001 678 726 49 845 66 9-6 17021 97 285 331[ 100] 523 725 964 1000 175 865 96 216 312 36( 100) 556 71 653 19142 97 213 326 71 411 44 633 55 739 220221 327 432 986 21004 534 55 886 22108 28) 815 27 614 95 750 23072 132 217 449 617 24025 71 11001 116 202 512 22 53 608 814 65( 150 907 13 25116 460 67 508 35 677 98 746 97 872[ 100] 915 32 58 84 20319 751 97 887 27152 263 390 407 8 500 11 623 904 47 75 28243 421 43 29040 91 125 270 302[ 300] 405 85 96 796 981 80022 158 63 236 594 655 909 31 81048 149 60 207[ 100] 31 52 370 441 522 58 11001 74 849 915 48 32006 242 306 57 464 73 510 55 6: 9 738 99 818 33045 116 22 367 619 717 9) 96 882 84098 397 960 90 35216 411 534 80 636 85 880 980 36203 55 317 417 66 654 729 92 857 961 37079( 100) 163 291 312 407 6970 38014 314 412 14 517 615 45 779 948 30034 83 84 116 350 749 827 61 934 87 40014 17 97 304 61[ 100] 60 419 72 762 1300) 835 912 41436 523 34[ 200] 611 16 57 60 72 727 995 42105 228 360 84 93 421 752 53 887 94 956 43135 351 53 621 869 44116 462 556 708 850 45110 98 275 33 568 79 693 770 886 460 5 472 657 723 47 833 47013 43 11001 144 256 681 871 48134 233 388 426 548 647 704 67 49364 85 451 507 638 728 47 86 90 909 501 0 232 328 506 617 45 980 51007 160 355 611 70 711[ 100] 22 69 860 70 7: 938 52057 132[ 100] 63 207 87[ 1001 301 16 63 1100 500 65 81 690 918 53130[ 150] 269 90 400 553 625 42 791 886 9:35 04187 206 110 300 631 9-0 55218 37[ 100] 72 501 462 518 835 939 50028 69 93 10 34 28 3 7 404 97 766 938 57021 22 165 207[ 100) 389 541 62( 100) 620 73 726 813 32 51 58146 25 351 87 495 534 614 978.86 5905 110 27 29 533 728 984 60105 37 66 229[ 100] 334 1201 403 13 21 516 64 66 93 784 61141 76 217 314 452 653 59 989 6: 2014 250 417 626 799 856 63 79[ 100] 63133 274 436 92 686 718 811 75 64116 65 242 70 310 635 52 97 894 65 40 94 328[ 100] 529 63 879[ 100] 66016 2.6[ 200] 3 14 655 702 803 [ 1 01 920 67018[ 100] 120 265 93 565 638 947 63 68051 159 269 311 [ 100] 510 54[ 100] 67 85 616 23 29 797 808 69012 76 179 251 709 851 89 932[ 1001 42 70793 96 71165 233 352 438 595 804 55 59 72114 268 522 615 54 702 78172 97 375 508 827 74091 213 26 387 447 583[ 1001 734 811 57 951 73445[ 300] 529 7067 105 91 200 350 702[ 10] 9.2 77030 196 360 559 78 700 11001 967 1100] 78201 81 90 360 61 499 749 812 79016 119 274 321 39 436 58 543 932 1100] 80165 210 24 55 163 85 660 828 993[ 100] 81059 60 101 439 670 745 49 82227 587 637 778 83 51 168 73 433 09 69 725 41 876 905 84335 46 507 40 1150] 756 833 65 77 92 85051 240 63 318 47.48 524( 100) 632 68 719 965 86314 46 53 714 921 87 65 102 646[ 1001 749 966 8803 86 133 219 83 301 31 487 736 54 878 934[ 100] 80 19 59 105 23: 331 4: 7 50.) 12 83 689 833 90009 21 80 110( 130) 77( 100) 821 01053 155 209 304 412 582 99 666 700 68 02094 120 63 69 313 72 80 855 936 93029 38 264 889 496 668 86 92 703 876 915 94643 731 95 94 335 58 616 85 96281 315 97103 27 272 414 574 613 868 968[ 3000] 98043 141 65 816 6 3 99005 26 402 545 772 937 58 100036 60 118 35 60 379 580 867 101158 258 491 102 41 230 41 86 317 481 697 99 938 103008 37 43 142[ 100] 83 329 89 414 15 667 72 722 93 824 45[ 200] 87 930 104038 115 47 221 89[ 100] 309 [ 150] 92 93 444 557 712 15 17 8 822 35 103078 98 450 526[ 100] 37 11 01 657 88 750 862 106032 48 175 88 95 207 22 41 308 416 83 633[ 1500] 50 765[ 150] 874 10724) 66 89 3.9 43 410 91 531 40 612 700 820 10828) 378[ 100] 504 8 686 818 937 100188 246 373 411 62 587 694 787 810[ 100] 48 974 2. Ziehung der 1. Klasse 189. Königl. Preuß. Lotterie. Biebung vom 4. Juli 1893, Rachmittage. Nur ble Gewinne über CO art find den betreifenden Nummern in Parenthese beigefügt. ( Ohne Gewähr.) 225 92 537[ 200] 620 1049 137 83 232 73 507 605 55 729 92 858 953 2055 101 21 33 328 439 7.0 9) 921 75 3018 118 270 311 11001 66 70 9.1 442 559 68 79 904 5134 69 215 69 306 18 95 469 513 733 66 82 831 995 6199 386 1501 490 7203 3 441[ 1501 521 657 773 869 977 8027 28) 463 78 514 60 8+( 100) 790 85( 150. 906 9015 50 [ 100] 220 49 65 60 73 370 93 51 615 37 79 711( 200) 10063 382 802 933 1100: 65 131 257 318 65 456 1500] 665 728 64 843[ 100] 911 12004 44 128 232 852[ OJI 66 426 515 26 50 674 79 78 84 18031 76 118 23 308 432 43 49 528 726 827 14098 154 211 63 81 420 512 47 622 877[ 10] 15 39 118 67 372 94[ 100] 405 11001 528 696 805 31 9.56 160 15 125 48 99 226 52 354 81 46 557 618 45 77 94 734 43 17327 93 444 574 675 1 89 827 47 906 18060 228 381 543 605 21 717 848 59[ 100] 76 19221 611 92 733 20203 409 73 635 53 768 811 31 957 21055 520 642 713 67 74 817 37 933 22062 160 387 497 727 824 90 983 23037 46 135 215 412 18 633 93 750 24081 117[ 1001 339 43 447 62 552 57 81 832 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33 3 97 125110 40 50 78 574 403 25 80 580 65 756 83 68( 5.00) 71 126052 302 27 401 22 543 601 53 823 930 127 55 146 229[ 200] 53 66 405 720 128210 36 343[ 200] 605 861 99 120170 81 274 411 63 677 728 873 89 990 130 04 12 369 96 419 673 799 893 914 181029 112 256 587 617 50 759 802 182045 142 34 54 583 613 934[ 1] 37 183103 63 270 [ 100] 455[ 150] 685 924 1341-0 201 23 307 10 83 87[ 300] 545 60 7-9 961[ 1500] 80 92 94 135143 45 71 75 279 831 463 684 58 86 625 13607 149 216 94 392 478 529 856 902 29 187010 657 98 907 13866 267 468 928 39 139420 58 77 654 775 86 80 82 958 64 140094 110 228 79 82[ 100] 303 681 722 141415 589 95 638[ 100] 30 77 961 83 142096 106 216 489 503 608 14 782 93 887 99[ 100] 143065 625 35 37 144310 31 36 435[ 150] 512 51 64 95 622 40 81 771 02 57 89 145076 172 218 68 320 420 83 91 537 738 146 81 336 697 886 1470 6 404 5 1 642 148015 340 497 539 818 140008 32 80 99 301 46 93 96 410 713 77[ 100] 830 43 150081 132 235 601 99 706 916 151164 290 545 610 808 69 152039[ 100] 133 357 91 442 616 652 153126 41 668 864 950 154078 289 3.7[ 100] 426 75 99 667 775 80 826 956 155072[ 200] 102 11 25 345 737 925 82 156139 94 337 95 97 537 610 723 35 85 902[ 100] 39 88 157002 129 223 365( 100) 631 890( 1501 158274 433 31 671 833 16916 6 211 77 361[ 100] 661 53 94 755 904 62 160122 551 65 74 538 876 908 40 161225 689 779 162625 88 800 81 932 67 1630.0 353 882 963 101033 92 471 618 707 26 98 870 165051 58 60 60 253 54 881 410 541 603 52 796 830 917 186180 396 413 73 653 703 167111 205 582 751 93 815 931 108050 207 48 80 590 751 96 8 3 981 8 100 22 25 24 1100] 384 491 769 830 984 170015 189 213 60 350 413 50 66 79 537 71 659 68 789 839 97 934 171213 321 93 458 616 172151 279 328 424 507 73 847[ 10 000] 173014 475 89 693[ 100] 982 174007 78 97 213 509 693 753[ 100] 806 8[ 500] 41 61 76 920 175191 321 43 56 639 69 176221 410 18 522 31 61 655 715 80 177000 81 95 194 414 69 77 523 602 6 99 823 23 950 178J32 223 57 79 87 407 12 553 627 782 946 97 179092[ 150] 174 29 326 467 81 99 603 779 830 98 909 10 1800.4 29 36 453 523 601 27 790 860 951[ 100] 181024 39 69 74 163 43 99 516 65 621 77 745 75 901 40[ 100] 37 182151 393 628 60 600 821 957 18 1084 242 363 491 539 605 827 994 184193[ 1.0] 94 97 219 55 77 458 547 78 88 664 65 831 914 185049 75 88 95 214 73 363 408 11001 60 11001 751 836 993 183042 423 551 649 703 816 62 910 91187033 240 8 663 158200 373 99 412 26 559 189319 21 468 525 69 638 42 89 817 191003 215 190053 11 53 71 25 326 95 433 673 203 4 35 51 361 426 66 622 63 91 619 829 11001 957 86 96 1096[ 100] 154 75 270 661 77 96 620[ 100] 99 730 h) 883 945 193032 65 169 237 386 416 862 921 33 194 49 124 46 677 709 17 864 915 69 195003 214 33 145 564 681 867 19600 13 76 307 464 519 602 71 774 910( 100) 197024 226 306 21 45 419 6 84 504 661( 15] 778 840 905 70 198200 20 6.0 780 863 199052 33J 1100 48) 615( 100, 960 81 200158 60 69 297 420 76 635 749 963 201022 91 290 409 28 510 53 733 42 58 917 62 04146 25 718 88; 911 203070 253 55 618 41 no 78 1100, 97 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Inserate über. nimmt die Redaktion dem Publitum gegenüber keinerlei Verantwortung Theater. Mittwoch, den 5. Juli. Friedrich- Wilhelmstädt. Theater. Der Bettelstudent. Kroll's Theater. Der Postillon von Lonjumeau. Viktoria Theater. Frau Venus. National Theater. Faust. Adolf Ernst- Theater. Der Schwiegerpapa. Alexanderplak Theater. SP Königstochter als Bettlerin. Die Königl. italienischer Circus Ernesto Ciniselli. Stadtbahnstation Zoologischer Garten. Heute, Mittwoch, den 5. Juli: Anf. 8 Uhr. Grosse Ant. 8 Uhr. Achtung! Die Beerdigung des Schloffers Otto Wandelt findet nicht Mittwoch um 3 Uhr, sondern 6 Uhr statt. 734b1 Allen Freunden und Verwandten die Brillant- Vorstellung. traurige Mittheilung, daß mein Sohn, 729b Gr. Balletdivertissement, ausgeführt der Steindrucker vom gesammten Corps de Ballet. Troika, Gustav Muchow dreifach hohe Schule geritten vom Di am 29. Juni verstorben ist. Die Be rektor. Die japanische Leiter, aus- erdigung findet am 5. Juli, Abends geführt von der Gymnastiker- Familie 6 Uhr, von der Leichenhalle der ZionsTichiani. Signor Felix, ausgezeichneter gemeinde aus statt. Wittwe Muchow. Jockey- Reiter. Gebr. Weldemann. Urtomische Original- Clowns. Sgr.Therese 3entral- Kranken- und SterbeSpampani, Campagne- Reiterin 2c. 2c. Morgen, Donnerstag, den 6. Juli: Damen- Vorstellung. Auf vielseitiges Verlangen: 1. Grosse fasse der deutschen Wagenbauer. Am 3. d. m. verstarb nach langen, In Vorbereitung: Die Erschaffung schweren Leiden unser Mitglied, der Winter- Garten. Spezialitäten- Bordes Weibes, oder: Das Weib durch Stellmacher 738b die Jahrhunderte. Gr. Ausstattungsrationen, Rostümen, Requisiten 2c. 2c. stellung. Apollo Theater. Vorstellung. Hasenhaide, BergmannstrassenEcke. Heute, Mittwoch, den 5. Juli 1893: 52/9 Th. Keller's Hofjäger, Großes Kinderfest mit Gratisverloosung, Bonbonregen, Hahnenschl., Sackhüpf. Großes Garten- Konzert und Ball. Marionetten- Theater, Voltsbelust. Abends: Gr. Fackelzug u. beng. Beleuchtung. Anf. des Konz. 4 Uhr. Entree 15 Pf., vorh. 10 Pf., Kinderbill. à 15 Pf. nur a. d. Kaffe. Morgen Donnerstag: Großes Extra- Militär- Konzert. A. Froelich. Heute Mittwoch:( 4511L] Neue Welt. Bergiloß- Brauerei, Haſenhaide. Zweites Kinder- Rosen- und Kostüm- Feft mit Gratis- Lotterie. Hauptgewinn: Gin großer Sportwagen. Finsterbusch- Konzert und Spezialitäten- Vorstellung. Familienball, Feft- u. Rosenzug, Bonbonregen, Puppentheater. Eintritt Erwachsene: 15 Bf. Kinder 10 Pf., die Geschenke erhalten. Spezialitäten. pantomime, mit durchweg neuen Delo. Herm. Winkelmann Morgen Donnerstag: Monstre- Feuerwerk: Nachtfest in Japan. Theater der Reichshallen. Spezia( Gesetzlich geschützt). litäten- Vorstellung. Kaufmann's Variété. SpezialitätenVorstellung. National- Theater. Große Frankfurterstraße 132. Volksvorstellung zu ermäßigten Preisen. Gastspiel des Frl. Frieda Eleonore Driller vom Stadt- Theater in Stettin und des Herrn Erich Schmidt vom Leffing- Theater: Faust. Eine Tragödie in 6 Abtheilungen von Goethe. Regie: Mar Samt. Raffenöffnung 5% Uhr. Anfang der Abend- Vorstellung 61/2 Uhr. Im Garten auf d. Sommerbühne: Die Balletschule. Poffe mit Gefang und Tanz. Regie: Hugo Hummel. Vor und nach der„ Balletfchule" Auftreten von Specialitäten I. Ranges. „ Neues Programm". Morgen: Gastspiel des Frl. Elsa v. Schabelsky: Die Ahnfrau. Castan's Panopticum. Neu: Der Tod als Erlöser. Neu: Die Schreden des Meeres. Bauern- Aufstand! Illusionist. Vorstellungen. Schreckenskammer. Irrgarten. Schweizer- Garten am Königsthor. Täglich: E im Alter von 31 Jahren. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet am Mittwoch, den 5. d. M., Nachmittags 6 Uhr, vom Trauerhause Buttmannstr. 20 aus statt. Die Ortsverwaltung Berlin, Bezirk III. Danksagung. Concert, Theater nahme und reiche Kranzspende bei der und Spezialitäten- Vorstellung. Geschwister Rigoli, Familie Carlo, Mr. Famera, Max Grabow, Gebr. Dissenato, Emma Lucas, Troupe Columbia und Gebr. Vercroa. Im Saale: BALL.[ 4199L* Ostbahn- Park am Rüstriner Play, ( Hermann Jmbs) Rüdersdorferstr. 71, am Ostbahnhof Täglich: Theater 11. Konzert, Spezialitäten- Vorstellung. u. Pantomimisten- Truppe Garetton, urtom. Tarameter- Droschtenfahrt, Mr. De Dolfs, Neger- Grentric 2c. Volksbelustig. jeder Art. 4 Kegelbahnen zur Verfügung. Moabiter Gesellschaftshaus. Alt- Moabit 80 und 81. Täglich: Für die so überaus große TheilBeerdigung meines Mannes sage ich allen Freunden und Verwandten, ins besondere dem Unterstützungsverein Deutscher Hutmacher und den Kollegen der Berlin Rüdersdorfer Hutfabrik meinen herzlichsten Dant. Die tiefbetrübte Ww. A. Wiesner. Orts- Krankenkasse zu Berlin. 737b des Zimmerergewerbes Donnerstag, 18. Juli, Abends 8 Uhr, bei Seefeldt, Grenadierstraße 33: Außerordentliche Weimann's Volksgarten, Badstrasse 56. Heute Mittwoch: Gesundbrunnen. Pankstrasse 25. Kinder- Freuden- Fest. Neu: Der lustige Harlekin, Pantomime. Spanischer Clown Pedro. Neu: Miss Victoria und Harriett, Gymnaftit. Franklin Troupe, Ringe. Romifer Otto Köhler. Clown Reiff- Wels. Sommernachtsball. B Anfang 4 Uhr. Entree 15 Pf. Max Weimann. [ 4512L] Großes Sommerfest am Montag, den 10. Juli, 7286 arrangirt von sozialdemokratischen Parteigenossen des 3. Berliner Reichstags- Wahlkreises Hasenhaide. Neue Welt. Hasenhaide. Großes Garten- Concert unter Zeitung des Musikdirektors W. Finsterbusch. Auftreten sämmtlicher Spezialitäten. Gr. Feuerwerk und Tanz. Rinderbelustigungen aller Art. Abends: Kinderfackelzug. Jedes Kind erhält eine Stocklaterne gratis. Die Kaffeeküche ist von 2 Uhr an geöffnet. Herren, welche am Zanz theilnehmen, zahlen 30 Pf. nach. Anfang 4 Uhr. Entree 25 Pf. Billets sind bei folgenden Komite emitgliedern zu haben: Börner, Ritterftraße 108; Tschernick, Fürstenstr. 17; Georgi, Simeonstr. 22, 4 Tr.; Germey, Gneisenauftr. 63, Hof 4 Tr.; Kräcker, Alexandrinenstr, 41, Hof 1 Tr.; König, Schölzel, Mariannen- Blah 5; Wartenberg, Elisabeth- Ufer 18, sowie bei den Vertrauensmann Fritz, Fürstenstr. 11, 4 Tr. und in allen mit Plakaten be= legten Handlungen. Generalversammlung. Tagesordnung: Abänderung bezw. Beschlußfassung über die am 22./5. cr. Der Vorstand. erlaffene Verfügung des Herrn Ober: Causigerstr. 44; Hoffmann, Alte Jakobstr. 89; Karraus, Manteuffelstraße 115; Präsidenten. Nachdem das Statut der Orts- Krankenkasse der Maschinenbau- Arbeiter Bu zahlreichem Besuch ladet freundlichst ein Achtung! 347/ 17* Das Komitee. Sämmtliche Arbeiter- Gesangvereine des NiederBarnimer Kreises, welche gewillt sind, bei unserm Bolksund verwandten Gewerbe zu Berlin Feft am 15. Juli mitzuwirken, werden ersucht, sich bis in der Fassung des Gesetzes vom spätestens Mittwoch, den 12. Juli, schriftlich oder mündlich bei dem Unterzeichneten zu melden. 1892 31. Mai 1893 Theater- und Spezialitäten- bie Genehmigung des Bezug Aus Vorstellung, sowie Concert. fchuffes erlangt, find in Ansehung des Anfang 4 Uhr. § 52 sub 3iffer 9 und 10 und§ 62 Entree 30 Pf., refervirter Plaz 50 Pf. des Statuts auf grund des 26a des Helmuth Peters. Gesetzes von der Generalversammlung 4127L* Restaurant Das Kreis- Wahlkomité Niederbarnims. J. A.: Anton Kopp, Friedrichsberg, Borhagenerstr. 20. NB. Das Volksfest findet im„ Schloß Weißensee" die im Anhang des vorgedachten Statuts( zum Sternecker) statt. enthaltenen Verhaltungsmaßregeln für Passage Zur neuen Post frantte Mitglieder erlaffen und haben Panopticum. Beuthstrasse 21. Grösstes Großer Frühstücks- und Mittagstisch, reichhaltige Abendkarte. Schau- u.Vergnügungs- Festsäle bis 1000 Personen zu Hochzeiten und sonstigen Festlichfeiten, Versammlungen. Etablissement der Welt. Entree 50 Pf. Kaufmann's Variété Am Stadtbahnhof Alexanderplatz. Heute, Sonntag: Gr. Garten- Concert und 699b Spezialitäten Borstellung = von Künstlern I. Ranges. Eröffnung 5 Uhr. Entree 30 Pf. Bei ungünstigem Wetter im Saale Die Vorstellungen finden bis Anfang der Winter Saison nur Sonntags statt. A. Zimmermann. 4334L* Vereinszimmer, Oktober u. Dezember sind noch einige Sonnabende u. Sonntage frei, an Wochentagen unentgeltlich. Moritz Cohn. B. Nieft's Festsäle, Weberstr. 17, empfiehlt sich zur bevorſt. Saiſon den Vereinen zu Festlichkeiten u. Versammlungen. Saal gratis u. sonstige toulante Bedingungen. 34412* Schmiedel's Festsäle, Alte Jakobstrasse 32, empfehle meine hocheleganten Säle zur Abhaltung jeder Art Feſtlichkeiten. Auch steht den geehrten Vereinen 2c. der große Sommergarten zur Verfügung. Wwe. E. Schmiedel. ratweil'sche Bierhallen. Th. Boltz' Festsäle, G™ Bierhallen Kommandantenstr. 77-79. Täglich: Auftreten der Leipziger Sänger vom Botent. 71/3 Uhr. Entree 10 Bf. Anf. Sonntags 6 Uhr. Entree 30 B Anerkannt gute Küche. Säle für Festlichkeiten und Versammlungen. Carl Koch. Etablissement Buggenhagen. Moriz Play. MorikPlay. Zäglich: Instrumental- Konzert. Großer Frühtücks- u. Mittagstisch. Spezial- Ausschant von Pahenhofer Lagerbier, hell und dunkel. An Sonn- und Festtagen findet das Konzert in den oberen Sälen statt. Entree Wochent. 10 Pf. Sonnt. 25 Pf. Säle für Versammlungen, Rommerse, Festlichkeiten 2c. die Mitglieder solche aus den sich in ihren Händen befindenden Statuten zu ersehen. Ferner ift auf grund des§ 55 von der Generalversammlung beschlossen: 338/12 Große öffentliche Versammlung sämmtl. Kutscher Berlins u. Umgegend 2. am Mittwoch, den 5. Juli, Abends 9 Uhr, im Saale der Norddeutschen Brauerei, Chauffeestraße. Tagesordnunga 785b " Die Mahngebühr gemäß§ 52 Biffer 10 und§ 57 des Statuts wird in Uebereinstimmung mit der VerPflicht eines jeden Kutschers, speziell der Droschkenkutscher des Nordens ordnung betreffend das Verwaltungs- und Moabits ist es, pünktlich und zahlreich zu erscheinen. Der Einberufer. zwangsverfahren wegen Beitreibung 1. Vortrag des Genossen Naether über Zweck und Nutzen der Organisation. Diskussion. 3. Verschiedenes. von Geldbeträgen vom 7. September Bund der geselligen Arbeitervereine 1879 festgesetzt. Die Gebühr beträgt bis 3 M. einschließlich.. 10 Pf. den Berlins und Umgegend. Bundesversammlung am Sonntag, den 16. Juli, Vorm. 10 Uhr, in Arminhallen", Kommandantenstr. 20. 1. Vortrag. 2. Aufnahme neuer von 3-15 M. einschließlich 20 Pf. Vereine. 3. Bundesangelegenheiten und Fragekasten. Wegen wichtiger Punkte von 15-150 M. einschließlich 40 Pf. unter Bundesangelegenheiten ist das Erscheinen Aller erforderlich. 172/13 darüber hinaus . 75 Pf. Der Vorstand Glaserei u. Bilderrahmenfabrik von C. Scholz, der Orts- Krankenkasse der Wrangeltr. 32, Durch große Aufträge bin ich in der Lage, den Rahmen u. Maschinenbau- Arbeiter empfiehlt sich zur Einrahmung aller Arten Bilder u. s. w. verwandten Gewerbe zu Berlin. für das Kunstblatt ,, Der erste Mai" sum billigsten C. Scholz, rangelstraße 32. Carl Thieme, H. Steinfeldt, Preise anzufertigen. Bestellungen entgegensehend Vorsitzender. stellv. Vorsitzender. 4510L* Vorstehenden Beschlüssen der GeneralAlte Jakobstrasse 75.[ 727b Bersammlung über die für erkrankte Gr. u. tl. Säle z. Feltlichkeiten u. Kassenmitglieder geltenden VerhaltungsVersammlungen. Garten für zirka maßregeln und über die Höhe der Möbel, Spiegel- u. Polsterwaaren- Magazin. Ganze Ausstattungen Küchenmöbel in grosser in Mahagoni u. Nussbaum. Auswahl empfiehlt Julius Apelt, Sebastianstr. 20 und§ 55 Abs. 3 des Krankenversiche Reelle Waare. Prompte Bedienung. 400 Perf. Teleph- Auſchl. Amt I 1082. Mahngebühren wird nach§ 26a Abs. 2 Altes Schützenhaus, rungsgefeßes die Genehmigung der Zinienstraße 5, empfiehlt seine Festsale Aufsichtsbehörde ertheilt. ( 560 Personen fassend) zu allen Gelegenheiten. 7336 Aufforderung. Alle Parteigenossen von Friedrichsberg, welche im Besitz von Sammellisten find, fordere ich hiermit zum letzten Mal auf, dieselben bis SonnBerlin, den 28. Januar 1893, ( L. S,) Gewerbe- Deputation des Magistrats. J. B.: Hübner. P. N. Die selbstzahlenden Mitglieder tag, den 9. Juli, abzuliefern, da ich können das Statut gegen Vorlegung ( früher 27/28).[ 3749L* D. Wurzel, ieferant des Konsumvereins„ Süd- Oß, Wrangel- Strasse 16. [ 4096L* Kleiderstoffe, Mousseline und Batiste in großer Auswahl. Zahn- Arzt Rob. Wolf, Brunnenstrasse 4( Rosenthaler Thor). Künstl. Zähne. Theilzahlung. Schmerzloses Zahnziehen etc. Sprechstunden 8-7 Uhr. Gesicherte Existenz. Eine vollständig eingerichtete Posamentierwaaren- Fabrik sonst gezwungen bin, die Namen der ihres Quittungsbuches im Kassenlokal, ist zum billigen Inventarpreis fofort zu verkaufen. Adressen unter Chiffre Säumigen zu veröffentlichen. 338/11 Neue Schönhauserstr. 16, in Empfang C. 1785 Büttner's Annoncen- Expe nehmen. 736b dition Rosenthalerstr. 42. 55/17 Die Vertrauensperson. Die dem Restaurateur A. Rabelih, Grünauerstr. 35, zugefügte Beleidigung nehme ich hiermit zurück. G. Sperling. 726b Ein gutgehendes Mehl- und Vorfoftgeschäft mit Rolle und Schant Roh- Tabak A. Goldschmidt, 4435L am hiesigen Plaze wie bekannt grösste Auswahl! Garantie für sicheren Brand. Streng reelle Bedienung, billigste Preise! Sämmtliche im Handel befindl. Rohtabake sind am Lager. A. Goldschmidt, iſt beſonderer Umstände halber billig Oranienburgerstr. 2. Größtes Berlins zu verkaufen bei Schulze, SchönZähne 1 M. Gar, Elisabeth- user 12. Kinderwagen. Andreass. 23. Dp hauser Aller 68. Verantwortlicher Redakteur: Wilhelm Schröder in Berlin, Druck und Verlag von Maz Bading in Berlin, SW, Beuthstraße 2, Hierzu eine Beilage. Beilage zum„Vorwärts" Berliuer Volksblatt. Jle. 155. Mittwoch, dru 5. IM 1893. 10. Jahrg. Darlanrenksbevichfe. Deutscher Reichstag. 1. Sitzung vom 4. Juli, 2 Uhr. Am Tische des Bundesrathes v. Boetticher, v. Mar- schall, G r af L erch e n f e ld, von Maitzahn, Gras Hohenthal. Das Haus ist stark besetzt. In der Vertheilung der Plätze ist insofern eine Verschiebung eingetreten, als die Sozialdemo- kraten einen Theil der Plätze der süddeutschen Volkspartei, diese einen Theil der Plätze der freisinnigen Partei eingenommen haben, welche letztere einige Plätze an die Nationalliberalen ab- gegeben hat. Aus der rechten Seite hat die Vermehrung der Antisemiten und der Polen eine Verschiebung der Plätze der beiden letzten Gruppen bis in die Reihen des Zentrums hinein zur Folge gehabt. Die Parteiführer haben fast sämmtlich ihre alten Plätze behalten. Um 2 Uhr 20 Min. eröffnete der Abg. Dieden die Sitzung mit folgenden Worten: Nach unserer Geschäftsordnung soll das älteste Mitglied des Hauses die Geschäste führen. Ich bin ge- boren am 10. Dezember 1810. Sollte sich niemand melden, der früheren Datums geboren ist, so werde ich den Vorsitz über- nehmen. Es meldet sich niemand, ich übernehme den Vorsitz. Nun bitte ich die Abgg. Melbach, v. Buol, Kropatschcck und Pieschel, sich als Schriftführer an meine Seite zu fetzen. Jetzt wird die Konstituirung des Hauses erfolgen, wozu nach der Geschäftsordnung der Namensaufruf nothwendig ist. Der Namensaufruf ergicbt die Anwesenheit von 291 Mit- gliedern. Das Haus ist also beschlußfähig. Eingegangen sind 1. Gesetzentwurf, betreffend die Friedens- Präsenzstärke des deutschen Heeres, nebst Begründung, 2. Voll- ständiges neues Verzeichniß des als Eigenthum des Reiches fest- stehenden Grundbesitzes gemäß dem Bestände vom 1. Oktober 1892. Die Drucklegung der Vorlagen ist verfügt. Nach Schluß der Sitzung wird das Bureau die Verloosung der Mitglieder in die Abtheilungen vornehmen, welche sich morgen nach der Plenarsitzung konslituiren werden. Schluß gegen 3 Uhr. Nächste Sitzung Mittwoch 11 Uhr. (Wahl der Präsidenten und Schriftführer.) VnvlQnrenkQvtMzes. Die sozialdemokratische Fraktion hielt am 4. Juli ihre erste Sitzung ab. In den Seniorenkonvent wurde Singer delegirt, als Abtheilungsvorsitzender wurde Auer in Aussicht genommen. Einen Schriftführer für das Bureau des Reichstags, woraus sie Anspruch hat, wird die Fraktion nicht aus ihrer Mitte entsenden. Ferner einigte man sich betreffs der Abstimmung bei der Wahl des Präsidiums, sowie über das Vorgehen während der Session. — Zur Militärvorlage werden im Austrage der Fraktion Bebel und Liebknecht reden.— Wie die Nationalliberalen in Dortmund Möller'S Neichstaqs-Mandat ergaunerten. Die„Rheinisch-Westfälische Arbeiter-Zeitung" veröffentlicht weiter folgendes Material: Das sozialdemokratische Wahlkomitee sandte den Maler Karl Gey als Kontrolleur nach Dorstfeld. Gey begab sich, wozu er gesetzlich berechtigt war. in das Wahllokal Ziegler; kaum sich in demselben befindend, wurde er, trotzdem er auf die Ungesetzlichkeit dieser Handlung aufmerksam machte, auf Kommando des Ehren- amtmanns Schulte-Witten, von der Polizei und Gendarmerie gewaltsam herausgeworfen. Der Eingang zu diesem Wahllokale war rechts und links mit Zechenbeamten, welche Stimm- zettcl für Möller vertheilten, besetzt, dieselben wurden gefaltet aus- gegeben. Die dort postirten Beamten konnten genau beobachten, ob die Wähler die dort empfangenen Stimnizettel auch an der Urne abgaben. Neben dem Wahllokal war wiederum ein Zimmer geöffnet, worin sich Zechenbeamten, welche fortwährend Notizen machten, zur Kontrolle befanden. Die Thüre dieses Zimmers, welche zum Wahllokale führte, hatte man mit einem Tische ge- sperrt und die anderen Eingänge verschlossen. In dem anderen Wahllokal in Dorstfeld, welches sich in der Wirthschasl Schürmann befand, wurde Gey ebenfalls von dem Polizisten Hiddemann, im Einverständniß des Wahlvorstehers, herausgeworfen. Als Gey diesen Beamten auf den ß 9 des Wahlgesetzes und den Erlaß des Ministers Herfurth vom 8. Juli 1892 aufmerksam machte, wonach er ein gesetzliches Recht hätte, im Wahllokale zu verweilen, antwortete dieser Gesetzes- Hüter:„Diese Gesetze kümmern mich nicht, iT habe meine eigenen Gesetze." Selbstverständli waren auch in diesem Lokale, zur Beobachtung der Wähler, bis dicht vor dem Eingange, links und rechts, allerlei dienstbare Geister des Kapitals postirt. In Wickede wurden sozialdemokratische Stimmzettelver- theiler auf Kommando des Inhabers des Wahllokales, des Wirthes Kohlmann, von einer Anzahl nationalliberaler Zechen- beamten mit Schlägen und Fußtritten aus dem Lokale getrieben und als Schweine titulirt. Ja sogar mit einem Hagel von Steinen, von dem Platze, überhaupt aus dem Orte vertrieben. In Schwerte wurde ein sozialdemokratischer Stimmzettel- vertheiler, der einen Zettel, welcher die nationalliberale Nachricht, der alte Tölcke sei gestorben, als hundsgemeine Lüge bezeichnete, vertheilt hatte, verhaftet; während der Polizist Knippkamp zu Schwerte vor der alten Schule daselbst sich die ungesetzliche Handlnng jju Schulden kommen ließ, an städtische Arbeiter während seiner Amtsthätigkeil Stimmzettel zu vertheilen. In Annen wurden sozialdemokratische Stimmzcttelvertheiler aus dem Wahllokal Raffe von der Polizei verjagt; dieselben wurden nicht einmal auf der Treppe oder Trottoir geduldet. In Lünen wurde von einem Beigeordneten den Arbeitern, welche Zettel für Tölcke hatten, dieselben aus der Hand gerissen mit dem Bemerken, das sei der richtige nicht und wurde ihnen ein anderer gefalteter Zettel in die Hand gedrückt. Unser Genosse Galh- mann von Gelsenkirchen, welcher mit mehreren anderen Genossen die Wahllokale von Castrop und Umgegend mit sozialdemokratischen Stimmzetteln zu versorgen hatte, schreibt uns wörtlich:„In Bodcl- schivingh mußten unsere Stiiumzettelvertheiler am Sonnabend vom Lokale entfernt stehen bleibe» und durften den Platz zwischen Wahllokal (Schule) und Straße nicht betreten. Nachmittags postirten sich die Beamten einer nahen Zeche vor dem Lokale. Die Wähler mußten erst an unseren Genossen vorbei, welche ihnen auch einen Zettel verabreichten. Viele Wähler, meist Bergleute, mußten den von uns erhaltenen Zettel an die Beamten abgeben, von diesen wurden unsere Zettel zerrissen und ihnen ein Möller'scher gegeben, worauf genau aufgepaßt wurde, ob diese Zettel auch abgegeben wurden." � v» In Rauxel wurden die Bergleute kolonnenweise, den Stimm- zettel in der erhobenen rechten Hand, zur Wahlurne geführt. Genau so machten es Ziegeleibesitzer in Holzwickede und Hörde mit ihren Arbeitern u. s. w. Möller schämt sich nicht, im Reichstag zu sitzen. Vom Muth der Mamelucken. In der stumben„Kreuz- Zeitung" tobt zur Zeit ein gar grimmiger Kampf über die Frage, ob Herr Baron von Langen als neugewählter Abgeordneter für Rügen sich wirklich konservativer Krautjunker ohne Furcht und Tadel nennen könne oder ob ihm vom Antisemitismus stänkerigster Sorte ein Erdenrest zu tragen peinlich verbleibe. Uns kann es nun wenig kümmern, ob der Herr Baron rein und zweifelsohne aus der Wäsche hervorgehen werden, wohl aber interessirt uns ein Zeugniß dcs Muthes, das seine Eideshelfer sich aus- zustellen belieben. Nachdem den Anhängern des ob seines Rein- falls sehr ärgerlichen Gegenkandidaten Fürsten Putbus der Vor- wurf gemacht worden war, daß sie um die Gunst der Deutsch- freisinnigen schmählich gebuhlt und mit deren Parteileitung einen Kompromiß geschloffen hätten, heißt es weiter: Wir Konservativen sind indeß muthig in die Reihen der Sozialdemokraten gegangen und haben sie von ihren Irrlehren bekehrt. dem Kaiser und Könige, dem V aterlande, den: Christenthume zu Hunderten wiedergewonnen. Ja, so ist es! SÖluthig waren die Konservativen nicht allein auf Rügen, sondern überall im Lande, wo sie noch einen Käthner fanden, dem sie mit brutaler Faust drohen konnten, daß er von Haus und Hof gejagt werde, wenn er nicht den Mann ihrer Wahl wähle' muthig waren die Herren, wo es galt, die Knechte unter Aussicht des Verwalters zur Urne führen zu lassen; muthig waren sie auch, wo der kleine Handwerker von ihrer Gnade abhing. Wehe allen diesen, wenn sie sich nicht hätten „dem Kaiser und Könige, dem Vaterlande, dem Christenthum wiedergewinnen lassen". Schwer zu ergründen ist nur, ob man den Herren Ostelbiern oder den Schlotjunkern des Westens die Palme reichen soll. Dies möge ein Wettstreit unter den Herren entscheiden. Parteifinanzen. In der'am Sonntag abgehaltenen Kon- serenz der Vertrauensmänner des Kreises Kalbe-Aschers« leben wurde die Kassenabrechnung über die stattgehabte Reichstagswahl verlesen. Danach betrugen die Einnahmen 906,95 M., die Ausgaben 812,90 M. und verblieb ein Ueberschuß von 94,05 M. In den Ausgaben ist eine Summe von 300 M. mit einbegriffen, die an den Partei-Vorstand abgeführt worden ist. Polizeiliches, Gerichtliches rc. — Der Redakteur der„Bergischen Arbeiter- stimme" in Solingen, Genosse Wilde und der Vorstand des Messerschlägervereins waren der Verletzung des§ 153 der Gewerbe- Ordnung, Genosse Laisiepen, außerdem wegen Z 20 des Preßgesetzes angeklagt, ein Vergehen, dessen sich die An- geklagten durch Veröffentlichung der Namen von Streikbrechern schuldig gemacht haben sollten. Gegen zwei Genossen, die glaubhaft nachwiesen, daß sie bei der Be- schlußfassung der Angelegenheit in der Versammlung nicht zu- gegen gewesen waren, beantragte der Staatsanwalt Freisprechung, gegen die übrigen Angeklagten je eine Woche Gesängniß. Das Gericht konnte sich von der Schuld der Angeklagten nicht über zeugen. Es erfolgte für sämmtliche Angeklagten kostenlose Freisprechung. Bei der Urtheilsbegründung führte der Vorsitzende aus, daß durch die Notiz in der„Bergischen Arbeiter- stimme" eine Einwirkung aus die sogenannten Streikbrecher nicht stattgefunden habe. Wenn auch unbedingt die Veröffentlichung der Namen eine Verrufserklärung enthalte, so sei doch nicht er- wiesen, daß dieselben dadurch eingeschüchtert werden sollten, und es sei den Angeklagten zu glauben, daß sie durch diesen Beschluß nur ihre Vereins- und Arbeitskollegen vor den Streikbrechern haben warnen wollen. Infolgedessen mußte die Freisprechung erfolgen. Lokales. Armuth schändet! Nur Heuchelei und Schönfärberei können diesen Spruch im Bonrgeoisstaate bestreiten wollen. Es giebt keine verlogenere Phrase als die, daß Armuth nicht schändet. Es giebt kaum etwas was mehr schändet, als die Armuth. Der Reichthum deckt alle Laster, ja selbst das Ver- brechen zu. Daher bewunderten wir kürzlich bereits die Naivetät des Genossen Singer, von den Bourgeois-Stadtverordneten zu verlangen, daß sie jedes Magistratsmitglied bei seiner Anstellung verpflichten, keinerlei Stellung als Direktor, Aussichtsrath u. s. w. bei Aktiengesellschaften oder sonstigen Geschäften anzunehmen. Der arme Stadtrath wäre dann blos aus sein Gehalt ange- wiesen und müßte sich mit 8000 bis 10 000 M. begnügen, während er als Mann bei der Spritze leicht das Doppelte und Mehrfache mit Leichtigkeit erwerben kann, wenn er als Stadtrath zugleich bei irgend einem Bourgeois-Unternehmen betheiligt ist. Je mehr er prosttirt, je höher steigt sein Werth und sein Ansehen; der Profit stinkt nicht und Reich- thum ist keine Schande. Wenigstens betrachtet die Städte- Ordnung ihn nicht als etwas, was eines Bürgers Rechte mindert, sondern durch das Dreiklassen-Wahlsystem stellt sie sogar den Reichen hundertmal höher als den armen Ehren- mann. Gegen den Armen, da kennt die Släde-Ordnung wohl Vorsichtsmaßregeln. Von dem Reichen fürchtet sie nicht, daß er das Gemeinwohl hinter sein persönliches Interesse stellen werde, daß er etwa als Aufsichtsrath der Elektrizitätswerke oder Direktor oder Aktionär der Pferdebahngesellschaft bei den Stadt- verordncten-Berathungen den eigenen Prosit in den Vordergrund stellen möchte. Bei den Reichen wird die höchste Noblesse von vorneherein angenommen. Anders steht es mit dem Armen. Dessen Wahlrecht ist schon an und für sich ein sehr beschränktes und schwindet ganz, wenn ein besonderes Unglück ihn die Hilfe des Gemeinwesens in Anspruch nehmen läßt. Die Gaben des Gemeinwesens, des Staates wie der Stadt, haben einen bitteren Beigeschmack; sie streichen den Empfänger aus der Liste der Bürgerrechte. Aus Spandau bringt die„Brandenburger Zeitung" folgenden Bericht: „Ueber ein in der Städte- Ordnung vorgesehenes, im ganzen aber wohl höchst selten eintretendes Vorkommniß hatte kürzlich die Stadtverordneten- Versammlung Beschluß zu fassen, nämlich über den Ausschluß eines Stadtverordneten, weil er öffentliche Armenunterstützung erhalten hatte. Einem hiesigen Stadtverordneten war eine Tochter an den Augen erkrankt und zwar so schwer, daß der Arzt deren Ueberführung in eine Berliner Augenklinik anordnete, wenn das Mädchen nicht völlig erblinden solle. Der betr. Stadtverordnete befand sich, weil zur Zeit arbeitslos, nicht in der Lage, die dazu nöthige Summe, die vorweg in der Klinik hinterlegt werden muß, herzugeben, und so wandte er sich denn an die Stadt, damit sie die fragliche Summe vorstrecke bezw. garantire. Hierdurch war er aber der städtischen Wohlthätigkeit zur Last gefallen und damit ist der Verlust des Bürgerrechts verbunden. Der Magistrat hat in solchem Falle nach der Städte- Ordnung die Pflicht, der Stadtverordneten-Versammlnng Mittheilung zu machen und sie aufzufordern, das Mandat des Betreffenden für erloschen zu erklären. Die Stadtverordneten konnten sich nun bei ihrer kürzlich stattgehabten Zusammenkunft diesen Gründen nicht ver« schließen; nur einer der Herren trat für seinen Kollegen ein und betonte, dieser würde, wenn auch ratenweise, sicher das vor- geschossene Geld zurückerstatten, sobald ihm die Rechnung über- bracht werden würde. Dein widersprach ein anderer Stadt- verordneter, der selbst als Mitglied der Armendeputation Ruck- spräche mit dem Betreffenden genommen hatte; er versicherte, jener habe erklärt, daß er vorläufig nicht in der Lage sei, irgend- wie seinen Verpflichtungen nachzukommen. Der Herr Vorsteher betonte, daß derartige Fragen gar nicht ins Gewicht sielen dem klaren Wortlaut der Städte-Ordnung gegenüber. Falls der Be- treffende inzwischen die Angelegenheit regele, so könne er bei einer Neuwahl immer wieder aus der Urne hervorgehen. Vor» läufig aber könne die Versammlung nichts anderes thun, als fem Mandat für erloschen zu erklären. Dem schloß sich denn auch die Sladtverordneten-Versammlung fast einstimmig an." Wir brauchen diesem Bericht keinen Kommentar anzufügen, Er spricht ganze Bände über den Klassenstaat. Zur Schließung der Krankenkasse des Vereins„Zukunft" theilt das königliche Polizeipräsidium mit, daß an stelle des inzwischen verstorbenen G. Steuk der zu Charlottenburg, Pestalozzistraße 66, wohnhafte Prokurist Moritz Gotthardt zum Liquidator der Kasse ernannt worden ist. In betreff der Geschäftsstelle sowie der Geschäftszeit der Kasse findet eine Aenderung nicht statt. Die Liquidatoren beabsichtigen, im Laufe dieses Monats aus den vorhandenen Baarmitteln sünfundzwanzig vom Hundert als Abschlagszahlung auf die anerkannten Ansprüche an die Berechtigten'zu vertheilen. Diejenigen Kassen- Mitglieder, welche seit Empfang des Anerkennungsschreibens der Liquidatoren ihren Ausenthaltsorl oder ihre Wohnung gewechselt haben, ohne den Liquidatoren davon Nachricht zu geben, werden gut thun, diese Versäumnib alsbald nachzuholen. Die Erfahrungen mit dem sogenannten Verein �Zukunft" möge den Arbeitern eine Warnung sein vor jenen Menschen- beglückern, die ihr Geschäftchen init der Gründung eines Vereins maskiren. Es ist merkwürdig, wie Tausende auf den Verein �Zukunft" hineinfallen konnten, einen„Verein", in welchem die Mitglieder nur Puppen sein konnten, während der Gründer im Statut bereits sich selbst zum unabsetzbaren Vorsitzenden, � Geschäftsführer u. s. w. gemacht hatte, der die unbeschränkte Herr- schaff über alles hatte. Seines AmtcS entsetzt wurde am Montag durch Urtheil des Disziplinarhofes beim Kammergericht der Gerichtsvollzieher F. vom Amtsgericht I. Ihm war zur Last gelegt worden, daß er u. a. Psandgegenstände widerrechtlich freigegeben, auch für seine Ehefrau eine Pfändung vorgenommen habe. Gegen einen hiesige» Restaurateur schwebt zur Zeit eine Untersuchung, weil er Hazardspiele in seinem Lokale ge- duldet haben soll. Gestern haben mehrere Zeugenvernehmungen vor dem Untersuchungsrichter stattgefunden. Die Betheiligten gehören zuin größten Theil den sogenannten besseren Gesellschafts- kreisen an— es befinden sich Aerzte, Juristen ec. darunter. Die Untersuchung wurde auf grund einer anonymen Denunziation eingeleitet, in welcher die Namen der„Templer", sowie Stand und Wohnung genau angegeben waren. Selbstmord. Ein trauriges Geschick waltet über der Familie des Wildmeisters Weber in Wildpark. Erst kürzlich hat sich eine Tochter desselben in Athen vor LiebeSgram vom Parthenon herabgestürzt. Am Sonntag erschoß sich ein Sohn des Wild- meisters. Der junge Mann diente beim Leib-Garde-Husaren- regiment in Potsdam, wo er vor kurzem zum Unteroffizier avancirt war. Der junge Weber war fortwährend kränklich, so daß er überhaupt nicht zum Militär genommen werden sollte und nur aus Veranlassung des Kaisers, dem der Vater die Bitte vorgetragen hatte, bei den Leib-Garde-Husaren eingestellt war. Am Sonntag besuchte der junge Weber seine Eltern, bei denen er den Kaffee einnahm. Die Mutter bemerkte nun durch das fenster, daß aus dem Waldweg die Braut ihres Sohnes, eine örsterstochter aus Bornim daherkam, und machte ihren Sohn mit den Worten:„Jetzt kommt Marie!" aus den Besuch des jungen Mädchens aufmerksam. Schweigend erhob sich der junge Weder, und man glaubte, er würde seiner Braut entgegen- gehen, bis plötzlich auf dem Hofe ein Schuß erdröhnte, der, wie sich alsbald ergab, dem Leben des jungen Mannes ein iäheS Ende bereitet hatte; mit demselben Gewehr, mit dem sich vor einigen Jahren sein beim Garde-Jägerbataillon stehender Bruder g etödtet, hatte er sich erschossen. Was ihn in den Tod getrieben, steht noch nicht fest, doch dürften darüber Briefe Auskunft geben, die Weber vorher zur Post ge- geben hatte. Mit diesem Sohne verliert derffchwergeprüste Wild- meister sein viertes Kind durch S e l b st in o r d. Der Oranke-See bei Hohen-Schönhausen hat wiederum ein Opfer gefordert. Der Maurer Hermann Balzcr in Weißensee, Königschaussee 75 wohnhast, hatte sich am Sonntag Vormittag mit mehreren Bekannten nach dem obenerwähnten Pfuhl begeben, um ein Bad zu nehmen. B. der des Schwimmens unkundig war, ging trotz der Warnungen seiner Freunde, die sich in der Nähe des Ufers aufhielten, bis in die Mitte des kleinen Ge- wäffers, als er plötzlich lautlos untersank und nicht wieder zum Vorschein kam. Ob der Unvorsichtige vom Schlage getroffen oder in eine Untiefe gerathen und so ertrunken ist, konnte, da die Leiche noch nicht gefunden, nicht ermittelt werden. Bestohlene Radfahrer. Am Montag in der 6. Nachmit- tagsstunde wurden zwei dreizehnjährige Knaben ans der Renn- bahn in Halensee gewahr, wie sich ein etwa 18 Jahre alter Bursche in vier Umkleidezelle» der Radfahrer schlich und dann eiligst von der Rennbahn verschwand. In den Zellen hatten die Radfahrer Tischbeiu-Halle, Habich-Mannheim, Lurqon-Wien und Larsen-Friedrichborggade ihre Anzüge mit der Sportskleidung vertauscht und Geld und Werthsachen liegen lassen. Der Dieb hatte Tischbein einen Brillantring im Wcrthe von 1300 M. und einen goldenen Kettenring, ferner 40 M. in baar, wie auch eine Elsenbahn-Fahrkarte nach Halle: Habich eine Rückfahrtkarte nach Mannheim und 10 M., Lurgon und Larsen je 20 M. ge- stöhlen. Der Verdacht fiel auf den von den Knaben bemerkten Unbekannten, und die Personalbeschreibung wurde gleich der Charlottenburger Kriminalpolizei übermittelt. Kriminal- beamten machten sich auf die Suche, und ein Schutzmann be» merkte um 10 Uhr Abends auf einem Wagen der Pferde- Eisenbahn einen Menschen, der ihm verdächtig erschien und auch mit dem von den Kindern beschriebenen Aehnlichkeit hatte. Als er ihn sistirte, zitterte der Bursche am ganzen Leibe. Ein Kriminal-Wachtmeister nahm eine Durchsuchung der Kleider vor und förderte aus einem Stiefel die beiden werlhvolle» Ringe zu Tage. Von dem Gelde war aber nichts mehr zu entdecken. In dem frechen Diebe ist der 18 Jahre> lte frühere Schreiber Paul Haupt festgestellt worden, der in Charlottenburg bei seiner " waren. Mutter, einer Schuhmacherwittwe, wohnt. Er konnte angesichts 1 getroffen, indem er, als Peschel Kohlen aus dem Keller herauf-| glaubwürdig, zumal da deffen Aussage durch verschiedene andere Der Angeklagte habe auch ein der Beweise die Diebstähle nicht in Abrede stellen, verweigert schaffte, ein Beil mit nach oben nahm. Nach der That fand Umstände unterstützt werde. aber jede Austunit über den Verbleib des Geldes. Hiernach Hauptmann v. B. das blutige Beil an der Korridorthür, mit Interesse daran gehabt, den Zeugen Jahn zu beeinflussen, thatscheint er Mitschuldige zu haben, denn er kann die sich auf dem Peschel ermordet werden sollte. Mit der Schneide des sächlich sei ja auffälliger Weise das qu. Schriftstück auch ver90 M. beziffernde Geldsumme in der kurzen Zeit unmöglich ver- Beils hat Peschel im Gesicht und an der Stirn Verlegungen er schwunden, trotzdem es für ihn eine besondere Wichtigkeit gehabt braucht haben. litten, die indessen nicht lebensgefährdend und bald vernarbt hätte. Der Zeuge Jahn fei auch gar nicht zum Zwecke einer Die Geschworenen bejahten die Schuldfrage auf ver- Denunziation gegen v. A. bei dem Staatsanwalt Dr. Benedig Todtschlag in Nigdorf. Die unter diefer Spitmarte in fuchten Mordes. Das Urtheil lautete auf 8 Jahre Zuchthaus, erschienen, sondern gerade zu dem Zwecke, das Ddium des Dieb Nr. 154 des Vorwärts" gebrachte Notiz berichtigte der erwähnte Ehrverlust und Polizei- Aufsicht. stahls an den Wechseln in Höhe von 93 000 Mart von Erst im Laufe des Ge dem Angeklagten zu nehmen. Gastwirth Herr Freund, Hobrechtstr. 19, gestern persönlich von Die Greuelthat, der am Nachmittage des 15. Mai d. I. spräches habe der Zeuge dann dahin, daß er an der Todtschlagsaffaire, wenn von einer solchen dem Ersuchen des überhaupt die Rede sein könne, durchaus unbetheiligt gewesen der fünfjährige Knabe Erich Klinger zu Charlottenburg zum Angeklagten in bezug auf das qu. Schriftstück Mittheilung gefei. Er habe weder den Artisten Luhn auf der Straße verfolgt Opfer fiel, sollte bereits gestern ihren gerichtlichen Abschluß macht und daraus sei dann schließlich die Anklage entstanden. und geschlagen, noch sei er je verhaftet gewesen; es sei ihm viel- finden. Dem Schwurgericht des Landgerichts II wurde gestern Der Zeuge Jahn sei daher gar nicht so animos gegen den Anmehr gänzlich unbekannt, auf welche Weise sich die so unglücklich der des Mordes beschuldigte Barbiergehilfe Ernst Kappler geklagten, wie dieser behaupte. Der Staatsanwalt beantragte Rechtsverlaufene Angelegenheit, nachdem die Gäfte sein Lokal verlassen vorgeführt. An dem vorbezeichneten Nachmittage wurde der An- 2 Jahre Zuchthaus und 2 Jahre Ghrverlust. hätten, auf der Straße weiter zugetragen habe. geflagte bemerkt, wie er wiederholt Kinder durch Versprechungen anwalt Dr. Friedmann plädirte auf Freisprechung, indem er und Schenken von Bonbons zu verlocken suchte, ihm zu folgen. Die Glaubwürdigkeit des einzigen Belastungszeugen Jahn angriff Mit durchschnittenen Pulsadern der linken Hand wurde Die meisten Kinder verhielten sich ablehnend, in der Nähe des und nachzuweisen suchte, daß sich derselbe hinterher Manches am 1. b. M., Nachmittags um 3½ Uhr, der 38 Jahre alte Schuh- Charlottenburger Schützenhauses, bei der schwarzen Brücke, gelang zufammentombinirt, was in Wirklichkeit nicht stattgefunden habe. macher Karl Bell durch den Lück'schen Krantenwagen in die es dem Angeklagten aber leider, von mehreren spielenden Knaben Der Gerichtshof erkannte auf Freisprechung, weil er dem Charitee eingeliefert. Bell, der Fischerstr. 25 wohnt, hatte sich den kleinen Klinger an sich heranzulocken. Er zog das Kind in einzigen Belastungszeugen Jahn keinen größeren Glauben beiin dem Geschäftslokal des Schuhmachers Mauff, Neue Friedrich- ein in der Nähe befindliches Gebüsch, wo er es geständlich in zumessen vermochte, als dem bisher unbescholtenen Angeklagten. straße 36, die Verlegungen in selbstmörderischer Absicht beigebracht, nachdem er vorher wiederholt die Absicht zu erkennen gegeben hatte. Er erreichte seinen Zweck nicht, erhielt auf der Wache des 14. Polizeireviers einen Nothverband und wurde in das Kranten haus gebracht. Ueber die Veranlassung zu der That verweigert er hartnäckig jede Auskunft. " Soziale Leberlicht. " bestialischer Weise umbrachte. Er erdrosselte den Knaben mit den Fäusten und versette dem Bewußtlosen eine Menge Hiebe gegen Hamburg, 1. Juli. Das hiesige Landgericht verurtheilte den Kopf. Dann verstümmelte er das Kind in nicht wieder den fallirten Bankier Bartels von der Firma Carow u. Bartels, zugebender Weise. Die Annahme, daß der Thäter geiftestrant welcher verschiedentliche Depots unterschlagen und anvertraute fein müsse, fand durch die in der Voruntersuchung abgegebenen Gelder verspefulirt und sonstige unreelle Manipulationen vorGutachten teine Bestätigung, so daß die Anklage wegen Mordes er- genommen hatte, wegeu Unterschlagung, Untreue und Bankerotts hoben werden konnte. Der Angeklagte, der im Jahre 1866 zu Delitzsch zu 15 Monaten Gefängniß und zweijährigem Ehrverlust. Die Marktpreise in Berlin am 3. Juli, nach Ermittelungen beboren ist, machte feineswegs den Eindruck, als ob er seine That fünfmonatliche Untersuchungshaft wurde angerechnet. Der Firmenbes königlichen Polizeipräsidiums. Weizen per 100 Rg. guter von gereue, selbst als die Mutter des ermordeten Knaben bei seinem Associé Carom ist aus Hamburg entwichen und verübte Selbst16,50-16,10 m., mittlerer von 16,00-15,70 M., geringer von Anblick weinend und händeringend zum Saale hinauswankte, mord. 15,60-15,20 M., Roggen per 100 kg. guter von 14,50 bis verrieth das ausdruckslose Gesicht des Angeklagten feine Spur 14,40 M., mittlerer von 14,30-14,20 m., geringerer von 14,10 von Gemüthsbewegung. Die Deffentlichkeit wurde sofort nach bis 14,00 M. Gerste per 100 kg. gute von 17,00-16,00 M., Berlesung des Anklagebeschlufjes ausgeschlossen. Nach wenigen mittlere von 15,90-15,00 m., geringe von 14,90-14,00 M. Minuten wurde die Berhandlung vertagt, der Vertheidiger hatte Safer per 100 Kg. guter von 18,20-17,70 m., mittlerer von den Antrag gestellt, den Angeklagten noch einmal auf seinen 17,60-17,20 m., geringer von 17,10 bis 16,60 m. Stroh, Geisteszustand untersuchen zu lassen, und der Gerichtshof hatte Die Ausstandsbewegung unter den Ziegeleiarbeitern Richt per 100 Rilogramm von 0,00-0,00 m. Heu per diesem Antrage statt gegeben. im Kreise Templin hat der Boss. 3tg." zufolge ihr Ende 100 Kilogramm von 0,00-0,00 M. Erbsen, gelbe zum Rochen per 100 kg. von 40,00-24,00 M. Speisebohnen, weiße per Das Schwurgericht des Landgerichts I verhandelte gestern erreicht. Die Ruhe sei vollständig wieder hergestellt worden und 100 Kg. von 50,00-20,00 m. Linfen per 100 Kg. von 80,00 gegen die unverehelichte Anna Fornfett, die des wissentlichen die Betriebe seten alle wieder vollständig im Gange. Unorganisirt, bis 30,00. Kartoffeln per 100 kg. von 8,00-5,00 m. Rind- Meineides beschuldigt und geständig war. Die Angeschuldigte wie die Arbeiter waren, mußte ihr Ausstand ein trauriges Ende fleich von der Keule per 1 Kg. von 1,60-1,20 M. Bauchfleisch hatte in einer Antlagefache gegen ihren Beschützer", den sie nehmen. per 1 Kg. von 1,30-0,90 m. Schweinefleisch per 1 Kg. von wegen Kuppelei und Mißhandlung angezeigt hatte, als Be1,60-1,10 9. Kalbfleisch per 1 Kg. von 1,60-0,90 m. Taftungszeugin aufzutreten. In diesem Termine zeigte sich, wie Hammelfleisch per 1 Kg. von 1,40-0,90 m. Butter per 1 Kg. die dämonische Gewalt, die die Zuhälter auf die sie ernährenden von 2,80-1,80 9. Gier per 60 Stück von 4,00-2,00 m. Fische Frauenspersonen auszuüben pflegen, die damalige Zeugin widerper 1 Kg.: Karpfen von 2,00-1,00 M. Male von 2,80 bis rief ihre frühere Aussage unter ihrem Gide, obgleich es ein 1,20 M. Zander von 2,40-1,20 M. Hechte von 2,00-1,00 M. Leichtes war, fie des wissentlichen Meineides zu überführen. Sie Barsche von 1,60-0,80 M. Schleie von 2,40-1,00 M. Bleie wurde sofort vom Gerichtszimmer aus verhaftet. Die gestrige von 1,40 bis 0,60 m. Krebse per 60 Stück von 12,00-2,00 M. Verhandlung endete mit ihrer Verurtheilung zu anderthalb Jahren Zuchthaus. Polizeibericht. Am 3. d. M. Morgens sprang ein Mädchen gegenüber dem Hause Schiffbauerdamm 26 in die Spree, wurde jedoch noch lebend aus dem Wasser gezogen und nach der Charitee gebracht. Im Hause Memelerstraße 81 wurde ein Arbeiter im Klosetraum erhängt vorgefunden. An der Ecke der Leipziger- und Markgrafenstraße wurde Nachmittags ein sechsjähriger Knabe durch einen Arbeitswagen überfahren und am Kopfe bedeutend verlegt. Auf dem Neubau der Luthertirche ftürzte ein Maurer beim Reinigen der Chorfenster vom Gerüst etwa 11 Meter hoch herab und erlitt so schwere innere Verlegungen, daß er nach dem Elisabeth- Krankenhause gebracht werden mußte. Vor dem Haufe Linienstr. 202 gerieth ein vier jähriger Knabe unter die Räder eines Geschäftswagens und wurde am Kopfe und am Fuße bedeutend verlegt. Im Laufe des Tages fanden drei kleine Brände statt. Gerichts- Beitung. Achtung! Maschinenbauer und Montenre! In der Mögelin'schen Maschinenfabrik, so wird uns aus Bosen berichtet, ist ein großer Theil der Arbeiter vor kurzem entlassen worden; vor allem wurde mit den älteren Arbeitern aufgeräumt. Troßdem sucht die Fabrik durch eine Annonce in der Volks- Zeitung" Maschinenbauer und Monteure. Unter den obwaltenden Umständen fönnen Arbeiter dieser Branche nicht genug vor Zuzug nach Posen gewarnt werden. = Also der Streit, dessen Inszenirung" angekündigt wird, dient zur Geschäftsreklame. Wie mancher Streik mag von den Herren Spekulanten und Rapitalisten zu solchen Zwecken inszenirt" werden! Der Arbeiter muß hungern, der Bourgeois macht ein Geschäft. beWozu ein Kohlenstreik gut ist. Im Leipziger TageDer vom Amte suspendirte Kriminalfommiffarius Otto von Arnauld wurde gestern aus der Untersuchungshaft der blatt" lejen wir: Die hiesige Kohlenfirma Hoffmann- Ebeling u. Romp. 2. Straffammer hiesigen Landgerichts I vorgeführt, um sich auf die Anklage der versuchten Verleitung zum Meineide zu ver- versendet an ihre Fabrik- Kunden ein Rundschreiben, welches auch antworten. Der bekanntlich in den Prozeß Hugo Löwy ver- für Hausbrandbedarf von Wichtigkeit ist. In demselben wird wickelte Angeklagte ist unter der Anklage der Anstiftung zur auf die Absicht der Bergarbeiter des Brüger ReBegünstigung zur Untersuchung gezogen worden, weil er kurz vor piers, im Herbste einen allgemeinen Streit zu dem Zusammenbruch des Löwn'schen Geschäfts sich zur Befriedi infeniren, hingewiesen, der dann jedenfalls von längerer gung seiner Forderungen 94 000 M. Wechsel hatte überweisen fassen. Dauer sein dürfte. Unter solchen Umständen sei es gerathen, Ueber diese Transaktion fam ein Schriftstück in der Weise sich in den kommenden zwei Monaten einen entsprechenden zu stande, daß Löwy seine Blanko- Unterschrift gab und es dem Vorrath hinzulegen, um einen längeren Streit aushalten zu Angeklagten überließ, nach Rücksprache mit dem Buchhalter können. Carl Jahn einem entfernten Verwandten des Angeklagten und dem Makler Rohn, dem er die empfangenen Wechsel zur Verwerthung übergeben hat, den Text des Uebereinkommens einzutragen. Dieses Schriftstück ist nur in dem von der Hand des Angeflagten geschriebenen Entwurf vorhanden, die von Jahn gefertigte Reinschrift ist nicht aufzufinden. In dem Prozeß Löwn ist auch Ein Streik der Droschkenbefizer, und zwar ein erfolg der Buchhalter Jahn vernommen worden, der in den verschiedenen reicher, hat sich in den lezten Tagen in Aachen abgespielt. Die Hauptverhandlungs- Terminen eine besondere Gehässigkeit gegen Der Bohrer Ernst Albert Wolschke stand heute vor dem den Angeklagten v. A. zur Schau getragen hat. Die Anklage dortigen Fuhrwerksbesitzer haben, nachdem ihre bei den zuSchwurgericht des Landgerichts 11. Am Sonntag, den 9. April d. J. behauptet nun, daß der Angeklagte versucht habe, den Jahn zuständigen Behörden wiederholt schriftlich und mündlich vorgebrachten Wünsche, es möchten die in dem neuen Tarif vorwurden die Bewohner Spandaus durch die Kunde von einer bewegen, daß er bei seiner Vernehmung im Prozeß Löwy von Blutthat erschreckt, die während des Hauptgottesdienstes um 11 Uhr jenem Schriftstücke nichts sagen möge. Er soll jerner dem Zeugen gesehenen, theils bis zur Hälfte der bisherigen Sätze herunterin dem Junggesellenheim des Artillerie- Hauptmanns von Loga, Jahn nahe gelegt haben, daß wenn Löwy nicht verurtheilt gehenden Preisminderungen rückgängig gemacht werden, keine durchgreifende Berücksichtigung gefunden haben, mit Ausnahme Das Quartier des würde, er zu seinem Gelde kominen würde. Der Angeklagte Schürftr. 2, ins Werk gesetzt worden war. dem Hauptmann beigegebenen Burschen Gustap Peschel befand bestritt diese Beschuldigung und behauptete, daß er dem eines einzigen Fuhrwerts besizers im Einverständnisse mit den den öffent fich, durch einen Korridor von den Zimmern des Hauptmanns Jahn, der sich vorgenommen hatte, so ungünstig wie möglich fahrenden Kutschern beschlossen, mit dem 1. Juli die bisgetrennt, in der Küche. Wolsch te war dort häufiger Besucher, gegen Löwy auszusagen, nur vorgehalten habe, wie unrecht dies herigen Haltestellen an den Bahnhöfen und lichen Plägen nicht mehr mit ihrem Fuhrwerk zu so auch am 9. April. Er fam diesmal jedoch in unlauterer Ab- wäre, da er doch von der Verurtheilung des Löwy nichts habe. ziehen und die Annahme der ihnen dieserhalb zugehenden foficht. Ihm war der gräßliche Entschluß gereift, erst den Beschel Zeuge Ja hi bekundete, daß der Angeklagte eines Tages zu auf gewaltsame Weise zu beseitigen und dann die Wohnung des ihm gekommen und ihm nahe gelegt habe, bei seinen Ber- genannten„ Briefchen" zu verweigern. Die Befizer begründen, wie aus Hauptmanns auszuplündern. Bei demselben war Wolfchke, nehmungen nicht mehr auszusagen, als worüber er gefragt einer im" Echo der Gegenwart" veröffentlichten„ Erklärung" If hervorgeht, ihr Vorgehen damit, daß ihr Gewerbe bei den Der im 52. Jufanterie- Regiment gedient hat, früher Bursche ge- werde. Der Angeklagte habe ihm gesagt, daß er selbst günstig hervorgeht, ihr Vorgehen damit, daß ihr Gewerbe bei den wesen und er kannte die Gewohnheit des Herrn von Loga, für Löwy aussagen werde, und er( der Zeuge) doch bedenken theuern Lebensmittel- und Futterpreisen, sowie in Anbetracht der Vergrößerung der Stadt und der Ausdehnung des Pferde= Sonntags auszugehen. Zufällig blieb Beschel an jenem möge, daß nur wenn Löwy frei ausgehe, ihm eine Aussicht erbahnneges und infolge sonstiger Lasten unter dem neuen Zarif Bormittage nicht allein in der Wohnung mit dem Wolf chef, ſtehe, für seine Forderungen befriedigt zu werden. Speziell mit seinen zum Theil viel zu niedrigen Fahrpreissägen empfindv. Arnauld ihm wiederholt gesagt, daß er von der schon um neun Uhr Morgens gekommen war um habe den geeigneten Zeitpunkt zur Ausführung der geplanten Mord- jenem Schriftstück nichts befunden solle, da sonst Löwn lich geschädigt, ja an den Rand des Ruins gebracht würde. Es that zu erwarten. In dem Augenblick, als Peschel sich über das wegen betrügerifchen Bankerotts vor das Messer kommen würde. fält dabei noch ins Gewicht, daß der bisherige Tarif fast 20 Waschbecken beugte, sprang Wolfchte von seinem Siz auf und Der Angeklagte bestritt diese Behauptungen und meinte, daß die volle Jahre in Geltung war. warf dem Beschel eine Längst bereitgehaltene Buderschnur um den Gespräche, die er über das Schriftstück mit dem Zeugen geführt, Hals, in der späterhin zugestandenen Absicht, auf diese Weise sich gar nicht auf den Prozeß Löwy, sondern auf den Prozeß den Beschel zu erwürgen. Mit voller Kraft und Geistesgegen des Massenverwalters Brinkineyer gegen ihn bezogen haben. In wart setzte sich der Ueberfallene zur Wehr. Es gelang ihm, die dem lezteren Prozeß ist v. Arnauld übrigens zur Herausgabe Finger zwischen Hals und Schlinge zu bringen und so das Zu- der Wechsel verurtheilt worden. Rechtsanwalt Dr. Fr. Fried. König Stumm hat, wie aus Neunkirchen berichtet wird, ziehen der Schnur zu verhindern. Dabei war P. rüdlings zu mann behauptete, daß der Zeuge in einem Termine direkte Falle gekommen, er hatte aber den Welsch te durch einen träf- Schimpfworte gegen den Angeflagten gebraucht habe, so daß diefer Tage die üblichen jährlichen Gratifitationen an diejenigen tigen Fußtritt bei Seite geschleudert und sich dann gänzlich von Direktor Martins ihn eruflich habe zurechtweisen müssen. feiner Arbeiter vertheilt, die 25 Jahre auf dem Werke thätig sind, der Schlinge befreit. Nun griff Wolfchte zu einem eigens v. Arnauld habe ihm darauf hin mit einer Beleidigungsklage oder sich im jüngsten Geschäftsjahre durch Führung oder Leistungen deshalb bereit gestellten Küchenbeil, mit welchem er dem Befchel gedroht, und die jetzige Anflage sei nun die Antwort darauf besonders ausgezeichnet haben. Es erhielten im ganzen 94 Armehrmals über den Kopf hieb, ihm jedoch lebensgefährliche Ver- Der Vertheidiger behauptet ferner, daß dieser Beuge noch nach beiter eine Brämie von je 50 M. Wie es das Beremoniell erlegungen nicht beibrachte. Jetzt mögen dem Wolfchte Bedenken dem er angeblich zum Meineide verleitet werden sollte, mit dem fordert, ließ fich Rönig Stumm auch diesmal höchsteigenhändig aufgestiegen sein, ob er den P. überwältigen tönne; er warf Angeklagten und seiner Familie ganz freundlich verkehrt habe. zu feinem Volte herab, um ihm gnädig seine Anerkennung dafür das Beil von sich und ungesehen entfam er aus dem Hause. Später und bis zum heutigen Tage babe der Zeuge in engitem auszusprechen, daß die Neunkirchener Arbeiter mit der BürgerEinige Augenblicke später wäre W. dem Hauptmann in die Verkehr mit dem Makler Rohn gestanden, welchen v.. be- schaft das im vorigen Jahre dem Kaiser abgelegte Gelöbniß Hände gerathen, der mit Revolver und Säbel bewaffnet in schuldige, ihm 22 000 W. unterschlagen zu haben. Beuge unverbrüchlicher Treue in so glänzender Weise bei der Reichsder Küche erschien, von dem Lärm des Kampfes herbeigerufen. Noch Jahn wies diese Angriffe auf seine Glaubwürdigkeit zurück, tagswahl eingelöst hätten". Ganz besonderen Dant fand die begeisterte Stim an demselben Tage erfolgte die Verhaftung des Wolschte auf der versicherte, die Wahrheit gesagt zu haben und meinte, daß Rohn in welche die Arbeiter ob Des mung" günstigen Straße zu Spandau. Er war sofort geständig und gab als ihm die Krait verliehen habe, daß er nicht zum Schurken werde. Zeuge to hn bestritt, gegen von Arnaulo irgendwie un- Ausfalls der Wahl am Wahlabend vorschriftsmäßig ver allen Beweggrund zur That an, daß er seine in der Havelstraße wohnDie Denunziation desselben gegen waren. Nachdem König Stumm noch besonders markant verhaite Geliebte habe heirathen und nach Verbrauch ererbten ehrlich gehandelt zu haben. Geldes sich hierzu die Mittel durch einen Diebstahl in der tyn wegen der angeblichen Unterschlagung habe gar keinen Erjolg fundet hatte, daß die Wahl so frei gewesen, wie es in seinem Dem Mitzeugen Jahn Reiche überhaupt nur möglich sei, zeigte er sich allmälig wieder Wohnung des Hauptmannes habe verschaffen wollen. Die Geld: gehabt, weil sie eben gegenstandslos war. fassette auf dem Echreibtisch im Zimmer des Hauptmannes ent- giebt diefer Beuge ein gutes Zeugniß. Dieser habe auch ihm von der menschlichen Seite, indem er einen langen Jammer los hielt genug, um den W. zu bereichern. Vor dem Schwurgericht erzählt, daß ihn der Angeklagte zum Weineid habe verleiten ließ über das schlechte Geschäft bei den schlechten Zeiten. Doch wenn schon, denn schon, trog afledem solle die Tyeuerungszu war Wolfchte der ihn zur Lait gelegten That geständig, wollen. Rechtsanwalt Silbergleit hat dem Angeklagten mehrfach lage von drei Mart monatlich für die über 24 Jahre alten Arjedoch bestritt er, Beschel in der Absicht überfallen zu haben, einen Mord auszuüben. Er behauptete vielmehr, daß er P. nur juristischen Rath ertheilt, derselbe bezog sich jedoch, wie der beiter einstweilen bestehen bleiben. Aber, aber! Werde die habe verhauen wollen, da ihn derfelbe des Diebstahls bezichtigt Beuge versichert, nur auf den Zivilprozeß desselben. Bei dieser Militärvorlage nicht angenommen, dann könne er für nichts und ihn auch sonst noch anderweitig verleumdet hätte. Der Vor- Gelegenheit will Beuge dem Angetlagten allerdings gejagt mehr bürgen und in dem Elend, das die Opposition dann über das Schriftstück, in welchem dem Zeugen das deutsche Volk bringe, würden unzweifelhaft auch seine Arfizende, Landgerichts- Direktor Gary, wies den Angeflagten auf haben, daß das Schriftstück, einbeiter sie das Unwahrscheinliche dieser Einwendung hin und stellte Jahre ungewöhnliche Befugnisse zu gunsten des Angeklagten ein- beiter versinken, wenn fie ihn, König Stumm, nicht fest, daß Wolschte mit seiner Geliebten, einer geräumt waren, sich im Zivilprozesse nicht verwerthen lasse. Bon hätten. Auch in Neunkirchen werden die Arbeiter lernen, auf eigenen Kellnerin, einen lüderlichen Lebenswandel geführt, nachdem einer Verschweigung des Schriftstückes in irgend einem Kriminaler 1500 Mart verpraßt, nicht daran gedacht, zu arbeiten und prozesse sei seines Wissens nicht die Rede gewesen. Bei dem Füßen zu stehen. Dafür sorgen wir, die Sozialdemokraten. schließlich ohne einen Pfennig Geld am Tage nach der That ver: Beugen Jahn hat der Zeuge eine außergewöhnliche Animosität Von der Harmonie der Interessen auf dem Laude. haftet worden ist. Aus den Bekundungen des Zeugen Beschel, sowohl gegen Löwy als auch gegen v. Arnauld wahrgenommen. 21 Jahre alt, geht hervor, daß W. schon am 8. April d. J., Von einer Verleitung zum Wleineide hat Jahn zu diesem Aus dem Sauerlande wird einem ultramontanen Blatt, der bei verschiedenen Unterhaltungen nichts gesagt. Hamm- Soester Voltszeitung" berichtet, daß in den gräflichen Abends zuvor, ihn besucht, sich übermäßig lange aufgehalten, Beugen bis das Haus geschlossen war und dann das Verlangen geäußert Beuge Jahn erklärte dies damit, daß er den Rechtsanwalt Waldungen bei Gabbel ca. 30 Morgen Himbeeren, die in acht hatte, über Nacht bleiben zu dürfen, was abgelehnt wurde. Ver- Silbergleit für den Bevollmächtigten des Angeklagten gehalten bis vierzehn Tagen eine reiche Ernte und lohnenden Verdienst Damit war die Beweisaufnahme erledigt. Staats für viele arme Leute versprochen hätten, abgemäht worden muthlich sollte die geplante Blutthat im Schuße der nächtlichen habe. Duntelheit ausgeführt werden. Die Vorbereitungen hatte W. anwalt Dr. Borchert hielt den Zengen Jahn für durchaus feien. Wozu auch auf den Verdienst der armen Leute Rücksicht Der Streif ist, wie gesagt, erfolgreich verlaufen. Die Polizei birektion hat nämlich von der Einführung des neuen Tarifs Abstand genommen. Ob Verstöße gegen den§ 153 der GewerbeOrdnung und sonstige Ausschreitungen vorgekommen sind, darüber wird nichts berichtet. " " dus Barbier- und nehmen; es ist ja das Recht des Grafen, zu schalten über sein| fräftige Bescheid ohne weiteres anfgehoben. Der neue Bescheid von Morgens(?) bis Nachmittags 2 Uhr und in den Winter Eigenthum", wie es ihm beliebt. Dasselbe Blatt bringt eine tritt vollständig an die Stelle des zulegt erlassenen dergestalt, daß monaten von Morgens( 3) bis Nachmittags 8 Uhr ausgesprochen bezeichnende luftration zu der Vortrefflichkeit des sogenannten auch den anderen Rentenfeststellungs- Instanzen nunmehr die Mög- hat. Nach Ansicht des Referenten sei aber an ein Durcharbeiten Wildschadengesetzes. Eine Wittwe, so schreibt es, beantragte lichkeit gewährt ist, ihrerseits den geltend gemachten Anspruch einer nicht zu denken, auch müsse der Beginn der Arbeitszeit vor Als Mitglied des Ausjüngst Wildschadenersatz für eine durch Hochwild abgefressene umfassenden, an die Begründung des neuen Bescheides in feiner allen Dingen festgestellt werden. Fichtenkultur. 15 M. Wildschaden und 30,60 M. Kosten sind Weise gebundenen Prüfung zu unterziehen. Hieran wird auch schusses des Gewerbegerichts, welchem festgesetzt worden. Empört ist man allgemein über die großen dann nichts geändert, wenn der nunmehr allein maßgebende Friseurgewerbe zur Recherche zugetheilt ist, war Schneider Wildschäden, die das Wild in den angepachteten Gemeindejagden, Bescheid sich ausdrücklich auf die Rechtskraft des früheren beruft. Pfeiffer erschienen, um die Wünsche der Versammlung entwelche vom Anpächter umzäunt und in ungefeßlicher Weise Wenn dagegen der Anstaltsvorstand die Ertheilung gegenzunehmen und danach sein Gutachten abgeben zu können. gehegt und gepflegt werden, verursacht. Nach dem neuen Jagd- eines anderweiten Rentenbescheides in form Die Freie Vereinigung selbständiger Barbiere sind Friseure_habe gefeße ist der arme Bauer nie in der Lage, Schadenersaß zu loser Weise ablehnt, so stellt dieses Antwortschreiben ihre Wünsche dahin präzisirt, daß an Sonatagen von 7 Uhr bekommen, höchstens fann er noch Kosten hinzuzahlen. Der einen anderweiten berufungsfähigen Rentenbescheid im Sinne des Morgens bis Nachmittags 2 Uhr ohne Unterbrechung gearbeitet Kleine Bauer fann teine hohen Herren zur Jagd einladen und Gesetzes nicht dar und kann dagegen auch ein Rechtsmittel nicht werden möge, sich aber bereit erklärt, den Gehilfen in der Woche muß einfach still halten, wenn ihm nicht Pachtland u. s. w. eingelegt werden. einen freien Tag zu gewähren. Einer der anwesenden Innungs gekündigt werden soll und Generationen leiden unter diesen Zu- Im Falle der Wiederaufnahme des Verfahrens meister erklärte zwar die Sonntagsruhe für den Ruin des Ges ständen." gemäß§ 82 des Invaliditäts- und Altersversicherungs- Gesetzes werbes und befürchtete, daß die Sonntagsrub bewirken werde, Das vielseitigste Geschöpf in Preußen ist unstreitig der ständigkeit betreffende§ 547 der Zivil- Prozeßordnung- wonach wachsen will, oder aber sich selbst rasiren und sich gegenseitig die und§ 543 Nr. 3 der Zivil- Prozeßordnung findet der die Zu- daß die Sonntagskunden fortan wachsen lassen würden, was Sieger von Sadowa. Was einem preußischen Schulmeister alles in diesem Falle zur Entscheidung über die Anfechtungs- Haare schneiden würden; trotzdem war das Resultat der ge zugemuthet wird, das zeigt von neuem wieder die nachstehende,(" Restitutions"-) klage das Berufungsgericht ausschließlich zu pflogenen Berathungen doch dieses, daß die Versammlung sich für von der Preußischen Lehrerzeitung" veröffentlichte Verfügung ständig ist feine Anwendung. Das Reichs- eine öftündige Arbeitszeit, und zwar Sommer und Winter von eines Königlichen Kreis- Schulinspektors, die dem genannten Blatte Versicherungsamt ist vielmehr stets dann zur Wiederaufnahme 7-10 und von 12-2 Uhr erklärte. aus Luckenwalde zugestellt worden ist: des Verfahrens zuständig, wenn es entweder die angefochtene Entscheidung selbst oder auch nur eine der mehreren angefochtenen Eine öffentliche Versammlung in der Metalla Entscheidungen gefällt hat. und Ars industrie beschäftigter Arbeiter Die Vorschrift des§ 549 der Sivil- Prozeßordnung, wonach beiterinnen tagte am 2. Juli. In dieser hielt der Kollege die Wiederaufnahmeklage vor Ablauf eines Monats, nachdem Sartung einen Vortrag über die Organisation. Der VorDie Bartei von dem Anfechtungsgrunde Kenntniß erhalten hat, tragende empfahl den Anschluß an den deutschen Metallarbeiterzu erheben ist, findet auch in dem Wiederaufnahmeverfahren des Verband. Der Beitrag zum Verbande beträgt pro Woche 15 Pf., Invaliditäts- und Altersversicherungsgesetzes Anwendung. wofür jedem Mitgliede allwöchentlich auch das Verbandsorgan, Auf einen lediglich auf die Behauptung, daß der Kläger die Deutsche Metallarbeiter- Zeitung", geliefert wird. Der Vers für die Richtigkeit seiner Angaben neue Zeugen ermittelt habe, band zählt ca. 30 000 Mitglieder. Dem Referenten traten gestüßten Wiederaufnahmeantrag gewährt die Bivil- Prozeßordnung, Bä hold und Näther entgegen, den Zentralverband mithin in entsprechender Anwendung" derselben auch der§ 82 als verwerfend, Unterstützungsverein während Ellert des Invaliditäts- und Altersversicherungsgesetzes die Restitutions- und Müller für Fachvereine eintraten. Diese gegen wurden theiligen Standpunkte in der weiteren Debatte flage nicht. in gründlicher Weise zur Geltung gebracht. In seinem Schlußworte stellte der Referent nochmals die Nothwendigkeit des Zentralverbandes in das hellste Licht. Zur Annahme ge langte eine Resolution, in welcher sich die Versammlung mit den Ausführungen des Referenten einverstanden erklärte und fich Eine öffentliche Verfammlung für den 5. Wahlkreis die Anwesenden verslichteten, dem deutschen Metallarbeiter- Ver war vom sozialdemokratischen Wahlverein am 3. Juli nach der bande anzuschließen. Bekannt gegeben wurde, daß im Norden Brauerei Friedrichshain einberufen, um sich mit dem Thema zu eine Zahlstelle, Gerichtsstr. 19 beim Restaurateur Baar, besteht beschäftigen: Unsere Aufgaben nach den Wahlen". Reichstags- und daß daselbst Sonnabends Abends von 8-10 Uhr tafsirt Abgeordneter Robert Schmidt referirte hierzu. Er be- wird. Die Mitglieder des Nordens wurden zu einer Be merkte, daß die gestellte Frage einfach dahin beantwortet werden sprechung am Sonnabend Abend bei Baar, Gerichtsstr. 19, eins fönne: Wir haben nach der Wahl das zu thun, was wir bisher geladen. Es sind mir heute mehrfach eruste Klagen zu Ohren getommen, daß sich eine große Anzahl von Schülern und Schüle: rinnen der Volksschulen an den letzten Abenden spät, d. i. bis 11 Uhr und darüber, bei den Schaustellungen der Volksbeluftigungen auf dem Wege vor dem Lackner'schen Etablissement betheiligt, bezw. herumgetrieben hätte. Abgesehen von der Ungehörigkeit folcher Treibereien, haben sich die Folgen deutlich und schmerzlich zu erkennen gegeben in der Schlaffheit und mangelnden Leistungsfähigkeit der Betreffenden. Ich sehe mich deshalb veranlaßt, Ihnen hiermit aufzugeben, am morgenden Vormittag fofort in sämmtlichen Klaffen der Volks- und der ge hobenen Knabenschule ausdrücklich sämmtlichen Schülern das Verbleiben auf dem genannten Plaze bis nach 8 Uhr Abends strengstens unter Androhung angemessener Schulstrafen zu unters fagen. Die Organe der Polizeiverwaltung sind gleichzeitig angewiesen, Schüler und Schülerinnen, die sich trotzdem da draußen fehen lassen, nicht nur zu verweisen, sondern auch zu notiren. Behufs Erleichterung der Kontrolle durch die Polizei- Organe, die zunächst nicht im stande sein werden, das Erforderliche völlig zu leisten, wollen Ew. Wohlgeboren von jeder Schule, so longe der pp. Morgenroth hier weilt, abwechselnd je einen der jüngeren Lehrer ersuchen, den genannten Organen Hilfe zu leisten. Ich erwarte von diesen Herren, daß sie im Intereffe der Schule und der ihr anvertrauten Schüler und Schülerinnen gern bereit sein werden, helfend beizuspringen. Zander, Kreis- Schulinspektor." Vielleicht, daß man für die Lehrer bei guter Führung fähigung noch ein übriges thut und sie dann zu ständigen Polizei beamten befördert. Natürlich mit ressortmäßigem Gehalt. Derlammlungen. " " 60 und 9 cm= = hänger zu gewinnen und die Angehörigen unserer Partei in fammlung ab, in der Kollege Witte über die Lohnregulirung stets gethan haben: aufzuklären, für unsere Jdeen neue An- Die Parquetbodenleger hielten am 3. Juli eine Vers unferen Anschauungen zu befestigen. Der Redner gab dann bei der Firma Emil Ende, Kochstr. 50/51, berichtete. Der Die Vorschriften und die Einrichtung in dem Betriebe einen Ueberblick über den Ausfall der Wahlen und die Partei- Ginmüthigkeit des größten Theiles der dort arbeitenden zirka der Bleifarben- und Bleizucker- Fabriken vom 12. April 1886 gruppirungen, zum Schluß die Genoffen ermahnend, dem Wahl- 50 Kollegen sei es zu verdanken, daß Herr Gnde sich herbeiließ, haben insofern eine Aenderung erfahren, als der§ 7 der ge- verein beizutreten und unsere Presse zu unterstützen. Mit lebbachten Vorschriften nunmehr besagt, daß jugendliche Arbeiter in baftem Beifall stimmten die Anwesenden diesen Ausführungen am 29. Juni folgenden Tarif zu bewilligen: 1. für Stäbe unter 1,20 M.; 2. für Stäbe von 60 und 9 cm und solchen Anlagen bis zum 1. Mai 1903 nicht beschäftigt werden zu. Bur Diskussion wurde von feiner Seite das Wort verlangt. Darüber 1,10 M.; 3. diese tafelartig verlegt 1,35 M.; dürfen und daß Arbeiterinnen bis zum gleichen Zeitpunkt in Nachdem eine Pause zur Aufnahme neuer Mitglieder für den 4. in Muster mit Quadern 1,50 90.; 5. für Parquet solchen Anlagen nur zugelassen werden dürfen, wenn sie mit Wahlverein stattgefunden hatte, erfolgte Uebergang zum dritten à Quadratmeter= 0,80 m., und 6. mit Bordüren per Zimmer bleibaltigen Produkten nicht in Berührung fommen. Den Ar- Punkt der Tagesordnung: Verschiedenes. Hier wurde beschlossen, 4 M. Zulage bei fostenloser Lieferung der erforderlichen Nägel. beitgebern soll aufgegeben werden, zu den nach§ 17 der oben ein Sommerfest abzuhalten und 11 Genossen als Komitee Dieser Zarif soll jedoch keineswegs bindend für angeführten Verordnung zu erlassenden Vorschriften, wonach mitglieder gewählt. andere Firmen sein, sondern nur für jene Kollegen, die Arbeiter Branntwein, Bier und andere geistige Getränke nicht in die Anlage bringen dürfen, hinzuzufügen, daß die Arbeiter im Falle der Zuwiderhandlung gegen diese Vorschrift vor Ablauf der vertragsmäßigen Zeit und ohne Kündigung entlassen werden tönnen. = Freie Vereinigung der Bureau- Angestellten Berlins und Umgegend. Große öffentliche Bersammlung heute Abend 8% Uhr, bet Stein, Rosenthalerstr. 38. Tagesordnung: Begründung der Petition zur gesetzlichen Regelung der Arbeitsverhältnisse der Bureau- Angestellten. Referent: Kollege F. Schulz. Eine öffentliche Schneider- und Schneiderinnen- noch geringere Preise erhalten, als vorläufig zu erstrebendes Biel Versammlung tagte am Montag, den 3. Juli, in„ Gratweil's gelten. In der ausgedehnten Debatte über diesen Bericht wurden Bierhallen". Kollege Timm sprach über das Submissionswesen die Firmen Fröhlich, Teltowerstraße, Leibe u. Kom p., Großin der Schneiderei und unsere Stellung hierzu. Redner erklärte, beerenstraße, und Mittag, Möckernstraße, als solche benannt, bei daß die Submissionsfrage dadurch in ein anderes Stadium ge- denen ein derartiges Vorgehen der Kollegen dringend von Hygienische Bestimmungen für Zigarrenfabriken. In- langt sei, daß die Maurer bei dem Ausschuß der Submissions- nöthen wäre, und gelangte ein Antrag zur Annahme, die in der folge der Gewerbe- Ordnungs- Novelle vom 1. Juni 1891, sowie fommission wegen eines festzusetzenden Minimallohnes petitionirt legten Versammlung gewählte Kommission möge in Verbindung infolge des Umstandes, daß bei Zuwiderhandlungen gegen die hätten, und vertrat die Ansicht, daß auch für die Arbeiter mit der Ortsverwaltung des deutschen Holzarbeiter Verbandes Bundesraths- Verordnungen, welche die Einrichtung und den anderer Branchen etwas Bestimmtes festgesetzt werden müsse. In einen einheitlichen Lohntarif ausarbeiten, der alsdann der Betrieb der zur Anfertigung von Bigarren bestimmten Anlagen der Schneiderei tämen die Schußmanns-, Feuerwehr- und Post- nächsten Versammlung vorgelegt werden soll, um nach endgiltiger betreffen, in letzter Instanz ein freisprechendes Urtheil ergangen lieferungen besonders in Betracht, und sei von der Kommune Beschlußfassung schleunigst allen Firmen unterbreitet zu werden, ist, ist Anlaß gegeben, diese Vorschriften unter Aufhebung der Berlin zu verlangen, daß diese sich die Lage der Arbeiter an- damit sich diese bei der nächsten Bauperiode danach richten. betreffenden Berordnung vom 9. Mai 1888 auf grund der gelegen sein laffe und deshalb die Arbeiten nur dorthin vergebe, wo Es wurden noch weitere Mißstände in der Branche besprochen §§ 120e und 138a neu zu erlaffen; und hat das Plenum des diefelben in eigenen Arbeitsräumen hergestellt werden. Pflicht aller und den Kollegen der Anschluß an den Holzarbeiter- Verband Bundesraths in seiner lezten Sitzung hierzu seine Zustimmung Kollegen und Kolleginnen sei, alles diesbezügliche Material unverzüg- empfohlen, um bei einer eventuellen Lohnbewegung einen fräf gegeben: lich dem Ausschußmitgliede Pfeiffer zuzustellen. Er schlage hierzu tigen Rückhalt zu haben. Kollege S ch mits rügte, daß in solch Im wesentlichen gehen diese neuen Bestimmungen dahin, daß folgende Resolution vor: Die Versammlung der in der wichtiger Versammlung ein Beitragsammler des Holzarbeiter das Abrippen von Tabak und Sortiren der Zigarren in Keller- Schneiderei beschäftigten Arbeiter und Arbeiterinnen stellte be- Verbandes anwesend war; auch wurde über das Aufheben der räumen und Bodenräumen, welche unter nicht verschalten Dächern züglich des Submissionswesens in unserer Branche folgende Zustellung des Verbandsorgans durch Spediteure lebhaft Klage liegen, in Wohn-, Schlaf-, Koch- oder Vorrathsräumen oder auch Anträge: geführt. Innerhalb acht Tagen soll wieder eine Versammlung, in Lager- und Trockenräumen verboten sein soll. Alle Arbeits- Von der Stadtgemeinde Berlin ist zu fordern, daß sie alle der Branche stattfinden. räume müssen mit einem festen und dichten Fußboden versehen zu vergebenden Arbeiten in eigene Regie übernimmt und diefein, eine Höhe von mindestens 3 Metern haben, und mit Fenstern felben in Betriebswerkstätten bei geregelter Sstündiger Arbeitszeit versehen sein, welche geöffnet werden können. Auf jede be- und einem Minimallohne von täglich 4 M. herstellen läßt. In schäftigte Person haben mindestens 7 Kubikmeter Luftraum zu gleicher Weise hat der Berliner Magistrat seinen Einfluß geltend entfallen. In den Arbeitsräumen dürfen Vorräthe von Tabat zu machen bei den Arbeiten, welche staatlich im Submissionsund Halbfabrikaten nur insoweit gelagert werden, als dieselben wege vergeben oder in Gefängnissen und Buchthäusern angefertigt zur Tageszeit erforderlich sind. Das Trocknen von Tabak 2c. werden, für welche die Stadt aber die sächlichen Kosten zu tragen ist in diesen Räumen auch außerhalb der Arbeitszeit untersagt. hat. Werden Arbeiten in Submission vergeben, so sind dem beWährend der Mittagspause und nach Beendigung der Arbeit treffenden Unternehmer obige Forderungen als Grundbedingung müffen die Arbeitsräume durch vollständiges Deffnen der Fenster zu machen. Die Versammlung protestirt entschieden dagegen, daß gelüftet und die Fußböden und Arbeitstische mindestens täglich angesichts der herrschenden Arbeitslosigkeit in unserer Branche einmal vom Staube gründlich gereinigt werden. Die Kleidungs- folche Unternehmer diese Arbeiten erhalten, welche dieselben in stücke der Arbeiter dürfen nur innerhalb der Arbeitsräume Buchthäusern und Gefängnissen anfertigen lassen und dadurch aufbewahrt werden, wenn dies in ausschließlich dazu bestimmten den freien Arbeitern Konkurrenz machen." verschließbaren Schränken geschieht. In besonderen Fällen fann Pfeifferfügte noch einiges über die Eisenbahn- und Waisendie höhere Verwaltungsbehörde auf Antrag des Unternehmers in Lieferungen hinzu, und verurtheilte die Lauheit vieler Kollegen bezug auf das Lüften der Arbeitsräume Abweichungen gestatten, betreffs Unterbreitung geeigneten Materials. Die Resolution wenn anderweitig für eine ausreichende Ventilation gesorgt ist. Zimm wurde einstimmig angenommen. A. Schulz erstattete In bezug auf die Beschäftigung von Arbeiterinnen und jugend- den Bericht der Streit- Kontroll- Kommission. Bei der darauf lichen Arbeitern wird bis zum 1. Mai 1903 beſtimmt, daß die folgenden Neuwahl eines Delegirten in die Streit- Kontroll- Dem württembergischen Staatsminister von Schmid genannten beiben Kategorien in unmittelbarem Arbeitsverhältniß Kommission wurde A. Schulz wiedergewählt und als dessen widmet das Tettnanger Amtsblatt" folgende Artifelchen, das zum Unternehmer stehen müssen, durch andere Arbeiter weder Stellvertreter Pfeiffer. Timm hob zum internatio- auch ohne Randbemerkung deutlich genug spricht:" Tettnang, angenommen noch abgelohnt, noch für Rechnung anderer Arbeiter n alen Kongreß in Zürich die Nothwendigkeit der inter- 17. Juni. Am 26. Juni d. J. feiern die Eheleute Franz Anton beschäftigt werden dürfen, sofern dieselben nicht im Verhältniß nationalen Verständigung in der Schneiderei hervor; um ein von Ehegatten, Geschwistern und Deszendenten und Aszendenten Vorgehen in der Konfettion zu ermöglichen, bedürfe man der ftehen. Für männliche und weibliche Arbeiter müssen getrennte Unterstüßung aller Länder. Sei von diesem ersten internationalen Aborte und getrennte Aus- und Ankleideräume vorhanden sein, Kongres auch nicht allzuviel zu erhoffen, so müsse eine Verwenn über 10 Personen beschäftigt werden. Die vorstehenden fändigung herbeigeführt werden; die Verhältnisse in der Vorschriften betreffen alle Anlagen, in welchen Personen der Schneiderei, hauptsächlich in der Konfektion erfordern dies. Bigarrenfabrikation beschäftigt werden, welche nicht zu den Familienmitgliedern des Unternehmers gehören. $ Von allen Ländern sei ein Delegirter zu entfenden. Jeder Ort habe das Vorschlagsrecht, und auf grund dessen seien bis jetzt Bwiener Bielefeld, Holzhäuser Flensburg, Neumann München, Stühmer Hamburg, Sabath Hamburg und Timm- Berlin vorgeschlagen. Abgelehnt habe Sabath- Hamburg. = $ = gefe- und Diskutirklub Bentrum. Generalversammlung am MittVierteljahres- Bericht. Wahl des Vorstandes. woch, den 6. Juli, Abends& Uhr, bet Sommer, Grünftr. 21. Tagesordnung: Landsmannschaft der Schleswig- Holsteiner zu Berlin. Mittwoch, den 5. Juli, Abends 8% Uhr: Generalversammlung im KommandantenGarten", Kommandantenstr. 10/11. Tagesordnung: Geschäfts- und Kaffenbericht. Ausgabe der Billets zur Stremserpartyte am 16. Juli er. nach Safelhorst. Wanderfreunde. Mittwoch, den 5. Jult, Abends 8% thi: Monats: des Schatzmeisters. Sigung. Tagesordnung: Mittheilungen der Führerschaft und Berichterstattung Theater- Verein Uniknm. Sizung um Uhr bet Sehmann, Ratfer Franz- Grenadier- Plaz 7. " Vermischkes: Schmid( geb. 18. Juni 1812 in Munderkingen) und Maria Anna Gaupp( geb. 18. Januar 1813 in Oggelsbeuren) ein feltenes Fest, nämlich die diamantene Hochzeit. Den beiden hochbetagten Leutchen möchte man es taum ansehen, wenn sie die öffentliche Unterin ihrem hohen Alter beanspruchen müssen, ftüßung daß sie gar hohe Herren unter ihre nächsten Verwandten zählen. Der diamantene Hochzeiter" ist nämlich der Onkel des Staatsministers von Schmid, der in früheren Tagen, da dem alten Bärchen die Sonne rosiger leuchtete und sie in besseren Verhält nissen standen als heute, oft die Vakanz bei seines Vaters Bruder zugebracht. Heute sind die Leute nicht nur alt, sondern auch arm, und fühlen sich auf fremder Leute Butthätigkeit angewiesen. Deshalb haben sie auf öffentliche Feier des feltenen Festes auch verzichtet." Todesfall. Salzburg. 8. Juli. Der Direktor des Mozar teums, Otto Bach, ist gestorben. Ein Schuldenmacher. Wie die Zeitungen melden, hat sich der Airika- Reisende und Schriftsteller Lieutenant Alexander Barges der Wiener Polizei mit der Selbstantlage gestellt, daß er aller Mittel entblößt sei und leichtsinniger Weise etwa 4000 fl. Schulden gemacht habe, welche er nicht bezahlen könne. Varges wurde daraufhin in Haft genommen. Bur Jnvaliditäts- und Altersversicherung. Die Nr. 18 der Sonderausgabe der Amtlichen Nachrichten des Reichs- Verficherungsamtes", Invaliditäts- und Altersversicherung, vom Nachdem Pfeiffer die Bedeutung eines Delegirten von Berlin 1. Juli d. J. enthält folgende Revisionsentscheidungen: besonders flargelegt, wurde Timm mit 89 von 90 abgegebenen Der Schiedsgerichts Borsigende hat nach§ 16 Stimmen gewählt. Der Vorsitzende gab noch bekannt, daß die der Kaiserlichen Verordnung vom 1. Dezember 1890 das Recht, Potsdamer Kollegen eine Einladung zu ihrem in Charlottenhof vor der mündlichen Verhandlung, um diese zweck am Sonntag, den 9. d. M., stattfindenden Sommerfest ergehen mäßig vorzubereiten, von Behörden 2c. die ihm geeignet er ließen. Wer sich hieran betheiligen wolle, möge sich Sonntag scheinenden Urfunden und Auskünfte jeder Art früh 8 Uhr 5 Min. auf dem Potsdamer Bahnhoje einfinden. einzuziehen. Er ist aber auch verpflichtet, den Betheiligten In einer Mitgliederversammlung der Drechsler am vor der Urtheilsfällung von dem Inhalte der eingezogenen Ur- 26. Juni hielt Fräulein Wabniz einen mit Beifall aufgenomtunden ze. Renntniß zu geben oder doch wenigstens ihnen die menen Vortrag über Andere Wölfer, andere Sitten". An der Möglichkeit zu gewähren, daß sie sich die Kenntniß davon ver- darauf folgenden Diskussion betheiligten sich fünf Kollegen. Schaffen. Zum Untergang der Wiktoria". Ein Augenzeuge der Es besteht im allgemeinen feine Pflicht, sondern nur eine Eine kombinirte Versammlung von Arbeitgebern und furchtbaren Katastrophe erzählt: Es war Morgens 3 Uhr Befugniß der Versicherungsanstalt, nach Erlaß Arbeitnehmern des Barbier und Friseurgewerbes tagte 35 Minuten; das Wetter war prachtvoll und das Meer ruhig. eines die Gewährung einer Altersrente ablehnenden Bescheides am 3. d. M. behufs Stellungnahme zu den Erhebungen über die Ich befand mich gerade im Innern der Victoria", als ich auf grund nachträglich beigebrachter Unterlagen in eine wieder Sonntagsruhe. Wie der Referent, Herr Steca niewski, mit plöglich einen heftigen Stoß verspürte und auf die Brücke stürzte. helte Prüfung des Rentenanspruchs einzutreten theilte, habe sich der Handelsminister Herr v. Berlepsch an die Rapitän Bourke, der Kommandant des Schiffes, gab in diesem und zutreffendenfalls einen anderweiten Bescheid zu ertheilen. organisirte Arbeiterschaft gewandt mit dem Ersuchen, ihm die Augenblick den Befehl, alle Beute sollten sich nach hinten zurückHat aber einmal der Vorstand von jener Befugniß durch Er Wünsche betreffs der Sonntagsruhe befannt zu geben. Die sieben. Nunmehr fonnte ich mir Rechenschaft geben von dem, theilung eines neuen berufungsfähigen Be- Innung habe bereits hierzu dergestalt Stellung genommen, daß was vorgefallen: der„ Camperdown" war in das Steuerbord fheides Gebrauch gemacht, so wird dadurch der frühere rechts- fie fich für Offenhaltung der Geschäfte in den Sommermongten der Victoria" gerannt. Als man sah, daß der Zusammenstoß " " " Depeschen. ( Depeschen des Bureau Herold.) ( Wolff's Telegraphen- Bureau.) Danzig, 4. Juli. Die Stadtverordneten- Versammlung be. willigte heute einstimmig 1000 M. für die durch das Brunnenunglück betroffenen Einwohner von Schneidemühl. sowie die republikanische Garde zerstreuten nach mehreren Zu Paris, 4. Juli, 8 Uhr 30 Minuten Abends. Die Polizei sammenstößen die Manifestirenden und säuberten die Place St. Germaine, St. Aurcrois, den Boulevard St. Germain und die Rennes- Straße, woselbst die Ruhe wieder hergestellt wurde. Der von den Unruheftiftern angerichtete Schaden ist ziemlich be trächtlich. Mehrere Kioske und Bänke wurden umgerissen. London, 4. Juli. In dem Kohlenbergwert Thornhill in der Nähe von Dewsburg fand heute Nachmittag eine Explosion statt, wobei annähernd 130 Bergleute verschüttet worden sind. 4 Leichen wurden bisher aufgefunden. Die Schächte stehen in Flaminen. Man befürchtet, daß eine große Anzahl von BergLeuten umgekommen ist. unvermeidlich felt, wurde Gegendampf gegeben, aber verhaftigkeit des Solzes fehr günstig ist. Das Verfahren wurde befahl ein Polizei- Offizier feiner Mannschaft, die Manifeftanten gebens. Als ich auf die Brücke gelangte, hatte der„ Camper- fetthin im großen angewendet, wobei die Stämme bis auf ein zurückzutreiben. Es erfolgte ein heftiger Tumult. Die Menge down" sich bereits losgemacht. Admiral Tryon wie Rapitän Fünftel ihres Umfanges durchschnitten und dann wie gewöhnlich griff die Polizeifoldaten Bourke standen oben. Ich hörte sagen, die anderen Schiffe zum Fallen gebracht werden. Der glühende Draht wird mit einem und mit Stockschlägen, Fußtritten hätten sich erboten, ihre Boote auszusenden. Das Anerbieten Bügel mit isolirten Griffen eingespannt und durch geeignete Vor- ziehen. Das Straßenpflaster war bald mit Stöcken, Hüten und an, Fauftschlägen die Polizisten mußten blant sei jedoch zu spät angenommen worden. Mit den andern richtungen in dem Maße vorgeschoben, wie das Einbrennen vor Räppis bedeckt. Auf beiden Seiten gab es mehrere Verwundete. zugleich stürzte ich mich ins Meer. Ich mußte alle Kraft auf- fich geht. Ein Baum, dessen Fällung nach der allgemein üblichen Inzwischen galloppirte berittene Schuhmannschaft heran, welche wenden, um vom Strudel wegzukommen. Als ich weit genug Methode zwei Stunden in Anspruch nahm, wurde in kaum einer die Manifestanten alsbald zerstreute. Alle Straßen in der Ums entfernt war, wimdte ich mich um, um zu sehen, wie es mit der Viertelstunde niedergelegt. Viktoria" stände. In diesem Augenblicke verschand das Hintergebung des Hospitals wurden vollständig gesäubert. Gegen theil. Einige Sekunden hernach fand eine Explosion unter 6 Uhr bewegte sich ein aus ftreifenden Kutschern und Bagabunden Waffer statt. Eine ungeheuere Wasserwelle wurde in die Höhe zufammengesetter Zug nach dem Play Saint Germain des Prés, geschleudert. Das Schiff faut in ungefähr 12 Minuten. Ich wo zwischen der Menge und den Schuhleuten neue Zusammenstöße schwamm noch etwa zehn Minuten, bis ich ein Boot des erfolgten. Zum Schuße gegen die Angriffe der Polizei bemächtigtten sich die anfs höchste erregten Manifeftanten der auf dem Camperdown"( erreichte. Ein anderer Augenzeuge berichtet: Die Vittoria" verschwand erst 15 Minuten nach dem ZuPlaze stehenden Pferdebahnwagen, warfen dieselben um und ver Wien, 4. Juli. Die Allg. 3tg." findet es höchst auffallend, sperrten damit die Boulevards. Eine andere Gruppe von Des sammenstoß in den Wellen; aber vier Minuten nach daß in der deutschen Thronrede die bei den Wahlen zu tage ge- monftranten, welche den Bussy- Platz besetzt hielten, warf ebenfalls ihm tippte fie nach vorn. An Bord herrschte, wie es schien, tretenen allgemeinen Erscheinungen, wie das Anwachsen der mehrere Wagen um. Troß des gegen 6 Uhr fallenden Regenviel Ordnung. Ich glaube nicht, daß viele Matrosen sich extremen Elemente, gar nicht erwähnt werden. Dies sei um so guffes dauern die Zusammenstöße fort. ins Wasser warfen, bevor der Befehl ,, Sauve qui peut" gegeben bedauernswerthen, da diese Erscheinung die Bedeutung der Militärwurde. Eine große Anzahl von ihnen scheint in den Strudel vorlage bei weitem überrage, und sich die deutsche Regierung des versinkenden Schiffes geriffen worden zu sein. Viele Leute einer politischen Kurzsichtigkeit schuldig machen würde, wenn geriethen auch in die weiterarbeitenden Schiffsschrauben und sie über das Emporkommen der extremen Elemente die Augen wurden dadurch getödtet. Es wird behauptet, Admiral Tryon, verschließen würde. der auf der Kontuandobrücke stand, habe selbst zugegeben, daß er Brüffel, 4. Juli. Die Independance Belge" bespricht die einen Fehler ge macht. Er ließ beide Abtheilungen so gegen deutsche Thronrede und sagt, wider Erwarten sei dieselbe farba einander umfebrem, daß sie die Gegenrichtung ihres früheren Kurses los, und sie enthalte nicht eines jener effektvollen Worte, womit einschlugen. Die Schiffe fuhren in zwei Linien mit einem Zwischen- der Kaiser seine Reden sonst schmücke. raum von 1200 Ellen, indem so 600 Ellen für die Innenschwenkung eines jeden Schiffes übrig blieben. Admiral Markham, der die Unmöglichkeil sah, den Befehl auszuführen, antwortete nicht fofort, worauf die Vittoria" signalisirte" Was thun Sie?" Darauf führte der Camperdown" den Befehl aus. Man behauptet, der Stabskommandant Hawkins Smith von der„ Viktoria" habe Tryon bemerkt, die Schiffe hätten feinen Platz zur Schwenkung nach innen, worauf der Admiral erwiderte: Man soll nur machen." Dann frage es fich nur noch, welches Schiff das andere anrennen würde. Der„ Camperdown" traf die Vittoria" gerade vor dem Thurm und fuhr mehr als sechs Fuß tief in ste hinein. Alle anderen Schiffe fahen die Gefahr und ließen die Boote herunter; Admiral Tryon aber, der offenbar glaubte, die„ Bittoria" würde weiterschwimmen, ließ keine Boote herunter. Offenbar lag ihm alles an der Rel tung des Schiffes. Man behauptet, die wasserdichten Räume der Viktoria" feien nicht geschlossen gewesen. Paris, 4. Juli. Seit 2 Uhr Nachmittags bewegt sich eine Einige der Verf chläge fonnten nicht abgeschlossen werden. Der erregte Menschenmenge in dichten Massen den Boulevard SaintRapitän sah nun die Unmöglichkeit, das Schiff zu retten und Michel entlang. Der Studentenausschuß hat erneut die Aufgab den Befehl„ Sauve qui peut". Admiral Tryon blieb auf Gegen 2 Uhr 30 Minuten begaben fich die Studenten nach der schen Kunst- u. Bauschlosserei 2,35 M. Sozialdemokratischer Verein forderung an die Studenten gerichtet, sich ruhig zu verhalten. Auf einer Landpartie gesammelt von d. Gesellen d. Gödlerdem Schiff. Leg teres schlug um und ging, mit dem Kopf zuerst Charitee. Eine zahllose Menschenmenge durchzog den Boulevard in Rotterdam 20,40. Die Proletarier der Malchower Heimstätte und indem die schrauben fortarbeiteten, 13 Minuten nach dem Saint- Germain und schaarte sich um die Zugänge zur Charitee. b. Berlin 4,-. Eine Wette von Ludwig Hoffmann, NaunynZusammenstoß unter. Der„ Camperdown" entging mit knapper Noth dem gleichen Schicksal. Er langte in Tripolis fünf Fuß mehrfach waren die berittenen Schuhleute genöthigt, die ftraße 67 1- Piquetwette 1, Schachgewinn 1,-. Einem Noth dem gleichen Schicksal. Er langte in Tripolis fünf Fuß Menge der Neugierigen, welche die Sicherheitsmannschaften Bahnarzt ausgezogen 1,50. 13 schwarze Brüder aus der Saartiefer am Bug an. Er wird Mittwoch in Begleitung des Inflexible" in Malta erwartet. Der Flotten- Zahlmeister Riccord mit unbeschreiblichen Verhöhnungen empfingen, auseinander brückerstraße 1,40. Gin Peterspfennig von einigen Jüngern der wurde lebendig aufgelesen, aber er war nebst anderen von Balken 8 treiben. Vor dem Hospital sammelten sich zahlreiche Piusgemeinde 1,50. A. D., Gräfestr. 32 3,00. P. V., Wedding Bereine mit Emblemen. Eine Deputation der streifenden 2,75. Durch Sattler P. B. 2,20. G. 5. 2,-. Den kämpfenden Barbiergehilfen erschienen mit einem Banner. Die Zahl der Bereinigung Droschkenfutscher überbrachte einen Kranz, und Abgesandte der Brüdern in Deutschland aus Zwickau, Gabel- Niemes 8,25. bei den gestrigen Tumulten verwundeten Polizisten beträgt über 15,15. der Schmiede, Ueberschuß vom Kommers 50, über 150 Manifestanten sowie Neugierige wurden verwundet, Bau Schenk, Riefholzstraße, durch Gleinert 4,50. darunter auch der dänische Schriftsteller Hermann Bang, welcher K. 2. Oslavan 0,95. eine Verlegung am Kopfe davontrug. Generalfonds der Glafer 10,-. Gellmann, Woltersdorf-, 80. Bon den rothen Mühlenbauern, Gesundbrunnen 2,30. Jubiläums geld- Binfen 2,65. 5. M. 22, 4. Rate 2,50. Euterpe proc. S. N. V. 26,-. Räbeler II, 41 macht der Karnickel 2,50. Tischlerwerkstatt Freudenreich, Nixdorf 1,60. Buzerkolonne Schröder 5, D. B. 2. 5,25. Von einigen an der Anhalter Bahn beschäftigten Parteigenossen 2,50. des versunkenen Schiffes schwer verletzt. Die Cholera ist nach einer Meldung aus Riew in Podolien im Zunehmen begriffen. Wie aus Smyrna gemeldet wird, sind auch an Bord eines englischen Schiffes, welches aus Marseille gekommen war, im Lazareth von Klazomene drei Todesfälle an Cholera vorgekommen. Amerikanische Zustände. Nach einer Depesche aus Galveston( Texas) kam es dort zu einem verzweifelten Kampfe zwischen Bürgern und mexikanischen Strolchen. Beiderseits wurden viele Personen getödtet. Die Mexikaner versuchten sich auf mexikanisches Gebiet durchzuschlagen, wurden aber zum Theil verhaftet. Unglück durch Blikschlag. New- York, 3. Juli. Während eines heftigen Gewitters schlug der Blizz in ein Gefängniß von St. Louis. Mehrere Sträflinge und zwei Aufseher wurden getödtet. Paris, 4. Juli. Der Polizeipräfett Lozé hat seine Entlaffung eingereicht. Dem Bernehmen nach gedenkt die Regierung dieselbe jedoch erst nach Wiederherstellung der Ordnung an zunehmen. Paris, 4. Juli. In den Wandelgängen des Palais Bourbon gaben die Deputirten ihrem Unwillen über die Anstifter der Unruhen lauten Ausdruck und zeigten sich geneigt, die Regierung in allen Maßnahmen zu unterstützen, welche dieselbe gegen die Ruheſtörer ergreifen wird. Bum Schuße des Senats sind umfassende Anordnungen getroffen, Paris, 4. Juli. Um 4 Uhr Nachmittags ist die Lage noch unverändert. Der Berkehr in den Straßen bei der Charitee ist wegen des Menschengewühls vollständig unterbrochen. Man erwartet vergebens den Wagen, in welchem, mie man sagt, der Leichnam Nuger's nach dem Lyoner Bahnhof geschafft werden foll. Es werden fortgefeht Kränze herbeigebracht. Die Studenten lösen sich ab bei der Ueberwachung der Ausgänge des Hospitals. Gegen 5 Uhr erfolgt ein heftiger Zusammenstoß zwischen der Polizei und der Volksmenge. Gegen 20 Personen werden verwundet, davon 10 ziemlich schwer. Die Verwundeten werden fortgetragen. Zwei Abtheilungen republikanische Garde stellen die Ruhe her. London, 4. Juli.( Reuter- Meldung.) In Jeddah find gestern 490 Personen und in Metta 260 an Cholera gestorben. Briefkaffen der Redaktion. B. M. 31. Die Frau scheint nicht rentenberechtigt; viel leicht sprechen Sie zwischen 12 und 1 Uhr vor. Briefkaffen der Expedition. In unserer Expedition gingen zum Wahlfonds ferner folgende Beträge ein: Tischlerei B. u. 2., Alte Jakobstraße 1, von Neumann, Schönhauser Allee 122 3,45. 14 812,95. Summa 138,50 M. Bereits quittirt 14 674,45 R.; in Summa such in unserer Buchhandlung. Gustav Koopmann, hier. Wir bitten um sofortigen Bes Elektrische Holzfällung. Mittels einen durch einen eletWir ersuchen den Kassirer des Verbandes der Kontrischen Strom glühend gemachten Platindrahtes kann Holz in ditoren 2c. um gefl. Angabe seiner Adresse. ähnlicher Weise durchschnitten werden, wie Seife mit einem falten Paris, 4. Juli, Abends 7 Uhr 30 Minuten. Als der ZuDraht. Das Durchschneiden des Holzes geht auf diese Art viel fammenstoß zwischen der Polizei und der Volksmenge erfolgte, 6 M. Den Betrag tönnen Sie auch in Briefmarken, einsenden. Weimar. Das Inserat tostet bei dreimaliger Aufnahme leichter vor sich, als mit der Säge, und man erhält keine Späne, hatten die Studenten die Zugänge zur Charitee verlassen. Da Die Insertionskosten bei den beiden anderen Zeitungen sind uns sondern nur eine leicht angekohlte Fläche, welche der Dauer- leine Anzahl Vagabunden die Polizisten zu insultiren begannen, I unbekannt. Verlag des Vorwärtsatt, Berlin SW., Beuthstr. 2. Berliner Das zur diesjährigen Maifeier in Aussicht gestellte Kunstblatt welches bereits in der Maifest- Beitung als Mittelbild gebracht wurde, ist nunmehr in bedeutend vergrößertem Maßstabe- Plattengröße 68x47 ctm; Kartongröße 95x78 ctm in feiner Kupferäßung ausgeführt in unserem Verlage erschienen. Das Bild heißt Der erste Mai 414 und ist dazu angethan, jeden Bersammlungsraum, jedes Vereinszimmer der Arbeiter zu verschönen, vor allem wird es für jedes Proletarierheim ein würdiger Bimmerschmuck D sein. Um dies wahrhafte Kunstblatt auch weiteren Kreisen zugänglich zu machen, ift der Preis auf nur Drei Mark festgesetzt. Gegen Einsend. d. Betrages werden Bestellungen von außerhalb porto- u. emballagefrei effektuirt. Steppdecken und Schlafdecken Wiederverkäufer erhalten Rabatt. ( mit kleinen Farbenfehlern) spottbillig in der Deckenfabrik von J. Brünn, Hackescher Markt Nr. 4. ( Stadtbahnhof Börse.) Oberbett, * 13983 66. MIJREE HECH HECHT BERLIN Stempelfabrik CG von a R. Hecht BERLIN S. 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