Nr. 156. Erscheint täglich außer Montags. Preis pränumerando: Vierteljährlich 3,30 Mart, monatlich 1,10 mt, wöchentlich 28 Pig. frei in's Haus. Einzelne Nummer 6 Pfg. Sonntags- Nummer mit illuftr. Sonntags: Beilage. ,, Neue Welt" 10 Pfg. Post- Abonnement: 8,30 Mt.pro Quartal. Unter Kreuzband: Deutschland u. DefterreichUngarn 2 Mt., für das übrige Ausland 3 Mt.pr.Monat. Eingetr. in der Poft Zeitungs: Preisliste für 1898 unter Nr. 6708. Vorwärts 10. Jahrg. Insertions- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzeile oder deren Raum 40 Pfg., für Vereins- und Versammlungs Anzeigen 20 Pfg Inferate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr Nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Ubr Abends, an Sonnund Festtagen bis 9 Uhr Vormittags geöffnet. Fernsprecher: Amt I. 4186. Telegramm- Adresse: " Sozialdemokrat Berlin 00 Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Die Matrikularbeiträge. Donnerstag, den 6. Juli 1893. Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. vom In der Sigung des konstituirenden Reichstages des Kritik seiner von der offiziellen Wissenschaft und Norddeutschen Bundes vom 9. März 1867 bekämpfte Miquel jezigen preußischen Finanzminister, freilich vor sechsmit aller Entschiedenheit die Matrikularbeiträge, er erklärte sie undzwanzig Jahren, verurtheilten Wirthschaft mit den für ungerecht in höchstem Maße, betonte, daß sie nicht die Matrikularbeiträgen dürfte es sein, daß die Finanzminister Wenn je der Inhalt einer Thronrede frei von allen dauernde Basis des Steuersystems des Bundes sein können und der Einzelstaaten ihn an Fähigkeiten und Weitsicht nicht Neberraschungen war, und lediglich den Inhalt der offiziösen bewies dies an einem noch heute ausgezeichnet zutreffenden Bei- überragen. Herr Miquel übertrifft ja unzweifelhaft die Mittheilungen der letzten Wochen wiedergab, so war es die spiele, indem er darauf hinwies, daß durch sie die reichen Ham- übrigen Finanzminister an Geschick und Fähigkeiten, aber Ansprache des Kaisers, mit der der neugewählte Reichstag burger und Bremer in demselben Maße getroffen werden, wo es sich um den Militarismus handelt, ist er ebenso ein eröffnet wurde. Aufgabe des Reichstages sei nach ihr wie die entsprechende Anzahl von Bewohnern der armen willfähriges Werkzeug des General- Reichskanzlers, wie nur lediglich die Annahme der Militärvorlage, um die Deckungs- thüringer Waldgegend. Der Bundeskanzler Bismarck, der irgend ein expedirender Sekretär. Unfaßbar bleibt es aber frage habe er sich vorerst nicht zu kümmern; für das nächste sonst aufs zäheste sein Werk, die Bundesverfassung, ver- trotz alledem, daß die 25 deutschen Finanzminister nun Etatjahr sollen die durch die Militärvorlage nothwendigen theidigte, gestand in der Sigung vom 11. März 1867 zu, mitten im Etatsjahr die Kosten der Militärvorlage Auslagen durch die Matrikularbeiträge aufgebracht werden. daß die Vertheilung der Matrikularbeiträge nach der Kopf- aufbringen wollen, daß sie alle sich bei der Was sind nun diese Matrikularbeiträge? zahl ein unvollkommener Modus sei, er täuschte den Börse Konkurrenz machen wollen, wenn sie infolge Der Ausdruck stammt noch aus dem alten Deutschen Reichstag mit der Erklärung, daß es sich blos um eine der Steigerung der Matrikularbeiträge zum SchuldenReiche. In der„ Reichsmatrikel" des Reiches waren alle Stände Maßregel vorübergehender Natur handle. Mehr als ein machen gezwungen sind, statt das Reich für seine des Deutschen Reiches und ihre Beiträge zu den Kosten Vierteljahrhundert ist seitdem verflossen und noch nie wurde neuen Bedürfnisse selbst sorgen zu lassen. Miquel, der Reichsverwaltung verzeichnet. Die hiernach von der Versuch gemacht, die Matrikularbeiträge abzuschaffen dem in Preußen das Geld für Schulzwecke, für Erhöhung den einzelnen Bundesmitgliedern zu entrichtenden Bei- oder sie auf eine gerechtere Weise auf die Einzelstaaten der Beamtengehälter fehlt, der über seinen Geldmangel wie träge wurden Matrikularbeiträge genannt, ein Aus- umzulegen, obgleich es in der deutschen finanzpolitischen ein Gardelieutenant zu klagen versteht, er muß jezt aus druck, der auch für den Norddeutschen Bund Literatur an bezüglichen Vorschlägen nicht fehlt. den preußischen Staatstassen zu den ohnedies fälligen und für das gegenwärtige Deutsche Reich zur Bezeichnung v. Scheel erklärt sich in seiner längeren Abhandlung Matrikularbeiträgen für das laufende Etatsjahr noch einige derjenigen Beiträge beibehalten worden ist, die nach§ 70 Wie find die Matrikularbeiträge im Deutschen Reiche zu weitere Dugende von Millionen flüssig machen. der Reichsverfassung von den einzelnen Bundesstaaten zur beseitigen?"( Holzendorff und Brentano's Jahrbuch für Ge- Daß man mit dieser Art von Finanzwirthschaft das Beftreitung der gemeinsamen Ausgaben aufzubringen find, setzgebung 2c. 2. Jahrgang, Leipzig 1878 S. 49-77) für Reich immer mehr von den Einzelstaaten abhängig macht, soweit die letzteren nicht durch etwaige Ueberschüsse der die Beibehaltung geringer Matrikularbeiträge, weil das das übersehen gänzlich die den Partikularismus so hassenVorjahre, sowie durch die Einnahme aus den Zöllen, aus Reich derartiger beweglicher Einnahmen bedarf, aber er den Nationalliberalen und die anderen„ reichstreuen" Barden gemeinsamen Verbrauchssteuern und aus dem Post- und erklärte die Höhe der Matrikularbeiträge im Jahre 1878 teien. Hierin, wie in so vielem anderen, können uns die Telegraphenwesen gedeckt werden. schon viel zu hoch, obgleich sie in dem Etatsjahre, in anderen Bundesstaaten, die Schweiz und die Vereinigten dem er seinen Aufsatz schrieb, erst 81 108516 M., demnach Staaten zum Muster dienen, deren Finanzwirthschaft gänz= erst den vierten Theil der im verflossenen Etatsjahre lich unabhängig von Beiträgen der Einzelstaaten ist, sie erreichten Höhe, betrugen. tommen mit ihren eigenen Einnahmen aus. . Die Matrikularbeiträge werden nicht nach der wirthschaftlichen Leistungsfähigkeit der Einzelstaaten auf diese vertheilt, sondern lediglich im Verhältniß zur Kopfzahl der Einwohner, sie wirken also auf die Einzelstaaten ganz ebenso Adolf Wagner erklärt in seinem Auffage über das Endlich darf nicht außer Acht gelassen werden, wie wie Kopfsteuern, deren Erhebung von jedem National Reichs- Finanzwesen( Holzendorff's Jahrbuch I. Band 1872 politisch falsch es ist, daß der auf grund des allgemeinen ökonomen als die mechanischeste, ungerechteste und sozial S.- 628) das Prinzip der Matrifularbeiträge für politisch, Wahlrechts gewählte Reichstag die Ausgaben bewilligen verwerflichste Form der Vertheilung der Staatslaften be finanziell und volkswirthschaftlich unzulänglich. Er sagt: soll, während über die Einnahmen die nach den verzeichnet wird. Das System der Matrikularbeiträge hat" In der Vertheilung nach der Kopfzahl der ganz zufälligen schiedensten Wahlsystemen gewählten Landtage bestimmen feinen einzigen Anhänger, seit Gründung des Norddeutschen und ganz verschiedenartigen Gebilde, welche deutsche sollen. Es handelt sich hier auch um eine Verminderung Bundes wird es stets bekämpft und niemals vertheidigt Staaten" heißen, liegt ein prinzipieller Fehler." Besonders der Rechte des Reichstages und um eine Art Verkümmerung und doch steigen die Matrikularbeiträge ununterbrochen, treffend gegen die jeßigen Pläne der Reichsregierung der Bedeutung des allgemeinen Wahlrechts. Dies sollte sie betrugen im Jahre 1874: 67 144 300 Reichsmark und schrieb Wagner in diesem vor 21 Jahren veröffent nicht außer Acht gelassen werden. waren bis zum Reichshaushaltsetat von 1892/93 fast auf das lichten Aufsaße:" Das Frrationelle und Nachtheilige der Man wird uns einwenden können, wozu der viele Fünffache, nämlich auf 320 859 700 M. gestiegen. Matrikularbeiträge nach Maßgabe der Bevölkerung tritt Lärm. Es handelt sich blos um das laufende Etatsjahr. Unter den Gegnern des Systems der Matrikularbeiträge um so mehr hervor, je absolut größer die Reichsausgaben Nachher sollen die Matrikularbeiträge wieder ver wollen wir, von Männern der Opposition ganz absehend, und je stärker die Quote( der Antheil) derselben ist, welcher mindert werden, indem die Kosten der Militärvorlage durch blos drei unserer vornehmsten Regierungsstügen nennen: durch jene Beiträge gedeckt werden muß." Schon damals, eigene Einnahmen des Reiches gedeckt werden sollen. Se. Exzellenz den tgl. preußischen Finanzminister Miquel, gleich nach Gründung des Reichs, hielt er es für noth Dies ist wohl möglich, aber keineswegs sicher. Kann der soeben das Großkreuz des Rothen Adlerordens mit Krone und Eichenlaub für seine finanzpolitischen Leistungen er halten hat, den Chef unserer amtlichen Statistik, den Geh. Rath Hans von Scheel, und den Professor der Nationalökonomie an der Universität Berlin und Kandidaten der ,, Reichstreuen" im II. Berliner Wahlkreise, den Geheimrath Adolf Wagner. Feuilleton. Nadbrud verboten.) ( 8 wendig auf Ersatzeinnahmen an stelle der Matrikularbeiträge zu finnen, damit jene Erweiterung der Uebelstände dieser Deckungsmittel sich nicht noch steigert". Wir sehen, wie die Matrikularbeiträge von den festesten Stüßen des Reiches prinzipiell bekämpft werden, wie aber doch mit ihnen lustig fortgewurstelt wird. Der einzige Trost des Herrn von Malzahn bei der sich, was leicht der Fall sein kann, der Reichstag über die Steuervorlagen der Regierung nicht einigen, so bleibt es auf grund des§ 70 der Reichsverfassung bei der Deckung der Mehrauslagen durch die Matrikularbeiträge. Deshalb muß mit aller Energie auf Klarheit der finanzpolitischen Situation gedrungen werden, deshalb muß der Reichskanzler und der Staatssekretär des Schahzamtes gezwungen So wollen Sie also das Erbrecht ganz aufheben oder beschränken?" Die Bekehrung André Savenay's. sehr oft ein Dummtopf, ein Wüſtling ist, daß es eine Dinge von der Bourgeoisie als heilig und Sozialistischer Roman von Georges Renard. Autorisirte Uebersehung von Marie Kunert. unver zu werden, daß der Rang, den man in der Gesellschaft einnimmt, durch Verdienst und nicht durch die Geburt er worben werden soll, daß der erbliche Adel ein ungerechtes Mein Gott, ja!" erwiderte der Greis mit ironischem und schädliches Privilegium ist? Lächeln." Wir wagen es, an das Erbrecht, ja an Und wir, was sagen wir? Daß der Sohn eines Bankiers das Eigenthum überhaupt zu rühren, trotzdem diese Schmach ist, mitanzusehen, wie er stolz in den Polstern leßlich erklärt worden sind, weil sie diese schönen seines Wagens ruht, überall den Prahlhans spielt, dabei Einrichtungen so vorzüglich für ihren Profit auszunuzen die kleinen Leute verachtet und sie am liebsten mit einem versteht. Hatte sie etwa Gewissensbisse, als sie vor hundert Blick zerschmettern möchte, während er niemals einen Finger Jahren die Güter der Geistlichkeit in Nationaleigenthum zu ehrlicher Arbeit gerührt hat; ferner, daß die Stellung, umwandelte? Was wollen Sie? Wir folgen nur ihrem Sie hat ihren Geschichtsschreibern befohlen, zu beweisen, die man in der Gesellschaft einnimmt, der Fähigkeit Beispiel und ihren Lehren. Was hat sie uns in diesem daß eine Revolution nichts anderes bedeute, als die furchtbarsten und Tüchtigkeit des einzelnen angepaßt sein soll Jahrhundert unausgesetzt in allen Tonarten vorgepfiffen? Greuel und die schaudervollste Verwüstung. Sie hat auch und nicht dem Geldsack, den er in der Wiege findet; daß Daß das Recht auf Besitz sich einzig und allein auf die ihre Philosophen, die uns gut zureden: Nun, nun, die der erbliche Reichthum ein ebenso ungerechtes wie schäd- Arbeit des Individuums gründet. Thiers, einer von ihren Aristokratie hat doch auch ihr Gutes!" Sie hat ihre Schriftsteller liches Privilegium ist. Wir aber, wir rufen auch: Gebt kleinen großen Männern", hat ein dickes Buch darüber und Staatsmänner, die, wenn sie unter sich find, sagen: Raum dem wahren, persönlichen Verdienst. Und wir geschrieben. Und da wundert man sich noch? Wir haben Gleichheit? Unsinn! Freiheit? Kinderei!" Aber das alles beiläufig gesagt wir sind in einem höheren Sinne die doch recht, wenn wir behaupten, der volle Ertrag unserer nügt ihr absolut nichts mehr. Sie hat sich jetzt wahren Aristokraten. Wir wollen die verantwortlichsten Arbeit müsse uns gehören, und wenn wir dann ein System in eine Sackgasse verrannt, aus der sie nicht hinaus kann. Stellen für die Intelligentesten, Willigsten und Tüchtigsten, verdammen, das den größten Theil dem Unternehmer, den Sie ist schon halb besiegt, ehe der Entscheidungskampf be- aber wir wollen unter Aufhebung der Klaffengegensätze kleinsten dem Arbeiter giebt. Wir sagen auch: Alle Berggonnen. Ohne daß sie es will, ist sie unsere Verbündete. auch, daß alle unsere Kinder gleichberechtigt seien." werke, Fabriken, Grund und Boden sollen der Nation gehören. Wir greifen sie jetzt mit ihren eigenen Waffen an, ihre Das junge Mädchen, das hoch aufgerichtet und unbe- Wir haben darum auch das Recht, zu rufen: Nieder mit den geistigen Waffen nehmen wir, drehen sie um und richten weglich da stand, hörte in andächtigem Schweigen diese Müßiggängern, fort mit den Schmaroßern, die von der ihre Spitzen gegen ihre eigenen Prinzipien." flammende Erklärung an. Ihre lebendigen Züge, ihre strah- Arbeit Anderer leben!" Wie das," fragte André, der sich wider Willen durch lenden Augen drückten ihr Einverständniß mit den Worten die glühende Beredtsamkeit des alten Revolutionärs hin- des Alten aus. Sie blickte den jungen Mann mit triumgeriffen fühlte. phirender Miene an, als wollte sie sagen: Nun " D, das ist sehr einfach. Was sagte sie damals? fieh zu, ob Du neutral bleiben kannst! Sagte sie nicht, daß der Sohn eines Marquis sehr Andre kam sich vor, wie ein Mensch, der sich in einem wohl ein Taugenichts oder ein Schurke sein kann, daß fremden Lande verirrt hat, dessen Sprache er nur schlecht es eine Schmach ist, wenn irgend ein großer Herr für spricht und der nun nach Worten sucht, um seinen Wirthen mit der Antwort. Dann kam ihm seine Weltgewandtheit seine Schandthaten straflos bleibt, nur weil er sich die zu antworten, ohne sie zu verlegen Endlich sagte er, um zu Hilfe. Mühe gegeben hat, als ein Mächtiger dieser Erde geboren wenigstens etwas zu sagen: " Als André einen schwachen Versuch machte, dagegen zu protestiren, blieb der Alte vor ihm stehen und sagte, einer plöglichen Eingebung gehorchend: Aber in der That, ich vergaß..., was ist doch gleich Ihr Beruf?" André zögerte in seiner Verwirrung einen Augenblick Meiner Treu, mein Herr," sagte er heiter, ich könnte werden, die Steuervorlagen dem Reichstage noch in dieser Session vorzulegen, und deshalb darf der Reichstag die Militärvorlage erst annehmen, wenn die Deckungsfrage ihre Erledigung gefunden hat. Politische teberlicht. In Berlin, den 5. Juli. § 2. Vom 1. Oftober 1893 ab werden die Infanterie in Volf hat ein lebhaftes Juteresse daran, nicht erst innerhalb ein 533 Bataillone und 173 Halbbataillone, die Kavallerie in bis anderthalb Jahren, sondern allmonatlich über die Gesunds 465 Eskadrons, die Feldartillerie in 494 Batterien, die Fußheitsverhältnisse seiner Brüder im Waffenrock zu erfahren. artillerie in 37 Bataillone, die Pioniere in 23 Bataillone, die Bielleicht ist Herrn Kriegsminister v. Kaltenborn- Stachau Eisenbahntruppen in 7 Bataillone, der Train in 21 Bataillone die politisch und sozial so nützliche einfache Berichterstattung der unabhängigen Presse über die Zahl der Selbstformirt. Artikel II. Für die Zeit vom 1. Oftober 1893 bis zum 31. März 1899 morde im Heere, über die Zahl der Hitschläge zc. treten bezüglich der Dienstpflicht folgende Bestimmungen in straft: nicht recht willkommen. Wir verstehen. § 1. Während der Dauer der Dienstpflicht im stehenden Heere sind die Mannschaften der Kavallerie und der reitenden Zu den Nachwahlen. In Hamburg I hat, wie Feldartillerie die ersten drei, alle übrigen Mannschaften die ersten der Hamburgische Korrespondent" mittheilt, der Kaufmann der zweiten Sitzung des Reichstages am zwei Jahre zum ununterbrochenen Dienst bei den Fahnen ver- Laeisz sich bereit erklärt, auch für die Nachwahl die ihm 5. Juli wurde das Präsidium gewählt. Präsident wurde pflichtet. Im Falle nothwendiger Verstärkungen können auf An- von dem Kartell der bürgerlichen Parteien angebotene mit 310 gegen 9 Stimmen der konservative Herr ordnung des Kaisers die nach der Bestimmung des ersten Ab: Kandidatur anzunehmen. von Levehow, der auch dem aufgelösten Reichstage behalten werden. Eine solche Zurückbehaltung zählt für eine sages zu entlassenden Mannschaften im aktiven Dienst zurück- In Alzey Bingen ist an stelle Träger's, der für präsidirt hat. Auf den Ahlwardt fiel, was stürmische Uebung, in sinngemäßer Anwendung des letzten Absatzes des§ 6 Oldenburg angenommen, der in Lennep- Mettmann durchSeiterkeit hervorrief, 1 Stimme. Erster Vizepräsident wurde des Gesetzes, betreffend die Verpflichtung zum Kriegsdienst, vom gefallene freisinnige Fabrikbesizer R. Schmidt in Elberfeld das Zentrums mitglied Herr von Buol mit 300 9. November 1867( Bundes- Gesebbl. 1867 S. 131). als Kandidat aufgestellt. Stimmen. Bum zweiten Vizepräsidenten wurde § 2. Mannschaften, welche nach einer zweijährigen aktiven nationalliberale Hoftheater Intendant Bürklin Dienstzeit entlassen worden sind(§ 1), kann im ersten Jahre Das Ausfuhrverbot ist da. Der Reichs Anzeiger" mit 226 von 285 abgegebenen Stimmen gewählt; es fanden nach ihrer Entlassung die Erlaubniß zur Auswanderung auch vom 5. Juli veröffentlicht eine am selben Tage in Kraft sich in der Urne 44 unbeschriebene Bettel. Die Sozial- in der Zeit, in welcher sie zum aktiven Dienst nicht einberufen getretene Verordnung, betreffend das Verbot der demokraten haben weiße Bettel abgegeben. Die Schrift des Reichs- Militärgesetzes vom 2. Mai 1874( Reichs- Gesetzbl. Die beiden ersten Paragraphen lauten: find, verweigert werden. Die Bestimmung des§ 60 3iffer 3 Ausfuhr von Streus und Futtermitteln. führer wurden durch Akklamation gewählt. 1874 G. 45) findet auf die nach zweijähriger aktiver Dienstzeit entlassenen Mannschaften feine Anwendung. Auch bedürfen diese Mannschaften keiner militärischen Genehmigung zum Wechsel des Aufenthaltes. 9 Der deutsche Reichstag ist jetzt glücklich fonstituirt, aber kaum zusammengetreten, ist er auch schon des Zusammenseins müde. Alles hastet wieder nach Hause. Man will die Entscheidung über die Militärvorlage so rasch als möglich herbeiführen, und so wird wahrscheinlich von einer Kommissionsberathung abgestanden werden. Geschieht dies, und werden nicht allzuviel Re den gehalten, so könnten diejenigen Recht haben, die dieser Session blos eine vierzehntägige Dauer in Aussicht stellen. Indeß der Reichstag ist noch ein sehr ungewisser Faktor und die Verhältnisse in Deutschland sind unberechenbar. Die erste Lesung der Militärvorlage beginnt am Freitag. Aus dem Reichstage. Die freisinnige Volks partei hat beschlossen, den Antrag auf Aufhebung aller Bölle für Futtermittel bis 1894 einzu bringen. Der Vorstand der Zentrums Fraktion besteht für die Legislaturperiode 1893 bis 1898 aus den Mitgliedern: Graf Hompesch als Vorsitzendem, Domkapitular Heindl als stellvertretendem Vorsigenden, ferner aus den Herren Aichbichler, Freiherrn v. Buol Berenburg, Dieden, Fritzen, Horn, Graf Galen, Gröber, Dr. Freiherrn von Heeremann, Dr. Lieber, Dr. Lingens, Dr. Rintelen, Dr. Schädler. § 3. Mannschaften der Kavallerie und der reitenden Feldartillerie, welche im stehenden Heere drei Jahre aktiv gedient haben, dienen in der Landwehr ersten Aufgebots nur drei Jahre. §1. Die Ausfuhr von Hen, frischen und getrockneten FutterFräutern, Stroh und Häcksel wird über sämmtliche Grenzen gegen das Ausland bis auf weiteres verboten. § 2. Der Reichskanzler ist ermächtigt, Ausnahmen von diesem Verbot zu gestatten und etwa erforderliche Kontrollmaßregeln zu treffen. insbesondere die bezüglichen Festsetzungen des§ 6 des Gesetzes, § 4. Alle diesem Artifel entgegenstehenden Bestimmungen, Das Ausfuhrverbot ist unnüz, ja schädlich, weil es, betreffend die Verpflichtung zum Kriegsdienst, vom 9. November wie wir bereits früher darlegten, Gegenmaßregeln der 1867, und des§ 2 des Artikels II des Gesetzes, betreffend Aende- anderen Staaten geradezu herausfordert. Die Verordnung rungen der Wehrpflicht, vom 11. Februar 1888( Reichs- Gesetzbl. ist dem Reichstage vorgelegt worden, und von seiner Zu 1888 S. 11) treten außer Kraft. stimmung hängt es ab, ob sie in Kraft bleibt. Spricht sich Artifel III. Die Bestimmungen des Artikels II§ 1, erster Absatz, finden seitigt werden. Warum benutzt die Reichsregierung nicht der Reichstag dagegen aus, so muß sie sofort wieder befür diejenigen Mannschaften, welche nach zweijährigem aktiven die ihr gleichfalls zustehende Vollmacht, die allein wirkDienst hiernach zur Entlassung zu kommen hätten, im ersten Jahre nach Inkrafttreten dieses Gesetzes keine Anwendung; jedoch same und gemeinnüßige Aufhebung der Bölle auf zählt eine solche zurückbehaltung für eine Uebung, desgleichen Futter- und Lebensmittel umgehend anzuordnen? eine etwaige Einberufung während des angeführten Beitraumes. Aber Junkerdienst geht vor Boltsdienst. Artikel IV. Artikel V. Die§§ 1 und 2 des Gesetzes, betreffend die Friedenspräsenz Der Plan der Reichs- Eisenbahnfahrkartenftener stärke des deutschen Heeres, vom 15. Juli 1890( Reichs- Gesebbl. wird von der Norddeutschen Allgemeinen Beitung" sehr 1890 S. 140) treten mit dem 1. Oktober 1893 außer Kraft. gewunden dementirt. So ganz ohne" ist es also doch nicht. Die allerdings unzuverlässige Berliner BörsenGegenwärtiges Gesetz kommt in Bayern nach näherer Be Beitung" will denn auch erfahren haben, daß bei dem ftimmung des Bündnißvertrages vom 23. November 1870 teichstanzleramte die Erhebung einer Reichssteuer auf ( Bundes Gesetzbl. 1871 G. 9) unter III§ 5, in Württemberg nach Eisenbahn- Fahrkarten in Anregung gebracht sei. Der Plan näherer Bestimmung der Militärkonvention vom 21./25. Novem- gehe dahin, auf alle innerhalb des Deutschen Reiches zur ber 1870( Bundes- Gefeßbl. 1870 S. 658), vorbehaltlich der Ver- Ausgabe gelangenden Fahrkarten und Fahrscheinhefte eine einbarung zwischen den Militärverwaltungen Breußens und Steuer bis zu etwa 1 pt. des einfachen FahrpreisesBürttembergs wegen der Ueberführung des Fußartillerie- Bataillons jedoch wenigstens 5 und höchstens 50 Bf.- zu erheben. r. 13 auf preußischen Etat, zur Anwendung. Militärfahrkarten sollen steuerfrei sein. Daß eine solche würde, erhellt aus der Uebersicht der Einnahmen aus dem Stener alljährlich eine recht bedeutende Summe einbringen Personenverkehre auf den deutschen Bahnen", bemerkt dazu das Börsenblatt. Die Laudtagswahlen in Bayern. Aus Nürnberg wird uns unterm 5. Juli depeschirt: Wir haben bei der Landtagswahl mit 13 175 gegen 8000 Stimmen gefiegt. Die Sozialdemokratie hat 143, das deutschfreifinnig nationalliberale Rartell 116 Wahlmänner präsenzstärke auf 492 068 Mann fest, und formirte Die vorjährige Gesegesvorlage setzte die Friedens durchgebracht. Die Stadt Nürnberg wird also nur sozialstatt 173 Halbbataillonen 173 gauze Bataillone sowie demokratische Landtags- Abgeordnete nach München in die 12 Kavallerie- Eskadrons mehr. Landstube auf der Prannerstraße entsenden. Die Wahl der Abgeordneten, zu der die Wahlmänner zusammentreten, findet bereits am 6. Juli statt. Die Kosten der Heeresverstärkung werden in der Be gründung der Gesetzesvorlage geschäßt auf 59 940 000 m. einmalige Ausgaben, und auf jährliche Ausgaben von 54 900 000 M. Unsere Genoffen im Ausland. Eine Versammlung von Delegirten der Londoner Sektion der Independent labour Aus der Ferienkolonie. Der Sergeant Hoyer in party( Unabhängige Arbeiterpartei) hat vor einigen Tagen Erfurt vom 71. Regiment wurde wegen schwerer Soleinstimmig folgenden Beschluß gefaßt, der aus Versehen datenmißhandlungen zu acht Monaten Festungshaft und uns etwas verspätet zugeht: Degradation verurtheilt. Artikel I. Zollschwierigkeiten mit Spanien. deutsche Allgemeine Zeitung" schreibt: Die„ Nord" Nachdem ein Einverständniß mit der spanischen Regierung über die Verlängerung des handelspolitischen Provisoriums bisher nicht zu stande gekommen ist, unterliegen spanische Produkte seit dem 1. d. M. bei der Einfuhr nach Deutschland dem deutschen Generaltarif. Die Verhandlungen über den Abschluß eines Handelsvertrages und eines Provisoriums werden fortgesetzt." Der Bundesrath ertheilte in der am 3. d. M. abgehaltenen plenarsizung dem Entwurf eines Gesetzes, betreffend die Friedens präsenzstärke des deutschen Heeres, die Zustimmung. Einer Eingabe wegen Heranziehung zur Gemeinde- Einkommensteuer beschloß die Versammlung keine Folge zu geben. Diese Versammlung von Defegirten des Distrikts London der unabhängigen Arbeiterpartei beglückwünscht die deutschen Wir verstehen! Der preußische Kriegsminister hat, Sozialisten zum Ausfall der Wahlen und wünscht, daß ihnen wie der Volts- Beitung" mitgetheilt wird, angeordnet, daß ein noch größerer Erfolg bei den Stichwahlen zu theil die Veröffentlichung der General Kranten werde." Rapporte im Militär- Wochenblatt" in Zukunft nicht Die neue Militärvorlage hat folgenden Wortlaut: mehr stattfinden soll. Zur Begründung führt Herr von Kaltenborn- Stachau an, daß die General- Kommandos § 1. Die Friedenspräsenzstärke des deutschen Heeres an von den allmonatlich vorgelegten Rapporten Abschriften erGemeinen, Gefreiten und Obergefreiten wird für die Zeit vom halten und hierdurch in die Lage versetzt" seien, den ihnen In der letzten Sitzung des preußischen Ab1. Oktober 1898 bis 31. März 1899 auf 479 229 Dann als unterstellten Kommandobehörden und Truppentheilen über geordnetenhauses kam auch die Petition der Dissi Jahres- Durchschnittsstärke festgestellt. An derfelben sind die den Gesundheitszustand in der Armee ausführlichere Kennt enten Schuhmacher Fenner'schen Eheleute zu WeißenBundesstaaten mit eigener Militärverwaltung nach Maßgabe der niß zu verschaffen, als dies durch die nur auszugsweise er- fels, wegen Befreiung ihres Sohnes von dem ReligionsBevölkerungsziffer betheiligt. Die Einjährig- Freiwilligen fommen folgenden und deshalb Mißverständnisse nicht ausschließen- unterricht der öffentlichen Volksschule, zur Verhandlung. auf die Friedenspräsenzstärke nicht in Anrechnung. Die Stellen ben" Mittheilungen im Militär Wochenblatt" bisher zu Die Stellen ben" Mittheilungen im Militär- Wochenblatt" bisher zu Petition der Regierung als Material Die Unterrichts- Kommission beantragte, bie der Unteroffiziere unterliegen in gleicher Weise wie die der Offiziere, Aerzte und Beamten der Feststellung durch den ermöglichen gewesen sei." Dem wissenschaftlichen und stati- Petition der Regierung als Material zu überReichshaushaltsetat. In offenen Unteroffizierstellen dürfen Ge- stischen Bedürfnisse soll durch Herausgabe ausführlicher weisen. Abg. Sack( kous.) beantragte natürlich Uebergang meine nicht verpflegt werden. Jahres Sanitätsberichte Rechnung getragen werden. Das zur Tagesordnung. Seine Partei stehe auf dem Standpunkte des Ministers, der auch durch das Kammergericht als zutreffend bestätigt sei. Es sei gewissenlos", die Kinder vollständig dem christlichen Religionsunterricht zu entziehen. darauf a 11= Der Kommissionsantrag wird genommen. Das junge Mädchen konnte sich nicht enthalten, zu lächeln. Der Großvater brach in lautes Lachen aus. Greis. # " Ihnen antworten, daß ich Advokat bin. Aber ich bin es die Frau wiedererkannte, die Alfred" die Hyäne" genannt in der That sehr wenig! Lieber will ich Ihnen bemüthig hatte. Sie erkannte ihn gleichfalls; wenigstens fonnte man gestehen, daß ich selbst einer von den Schmarozern dies aus der ebenso erstaunten wie verdrießlichen Miene, bin, die Sie so wenig liebenswürdig behandeln. Was die ihr Gesicht annahm, und aus dem furzen, trockenen Dem Verdienste seine Krone. Als Anerkennung wollen Sie? Ich habe das Unglück gehabt, reich auf die Gruß, den sie André gleichsam von oben herab zukommen der unschätzbaren Verdienste", die er sich durch das Zustande Welt zu kommen. Sie müssen es mir schon vergeben, es ließ, entnehmen. bringen der neuen Steuergesetze erworben, hat Miquel ist nicht meine Schuld." Nun, was giebt's denn, Frau Roguet?" fragte der vom Kaiser das Großkreuz des Rothen Adlerordens mit Eichenlaub und Krone erhalten. Selten ist dem Volke Ach, Vater Deschamps, ein schreckliches Unglück! ein Orden so theuer zu stehen gekommen. " In der That," sagte er, dann haben Sie ja bittere Die Mietheleute im fünften Stock, Sie wissen, der Former Billen bei uns zu schlucken bekommen. Ich muß Ihnen ja und seine Frau, die oben in der Mansarde wohnten! Wer trägt die Kosten? Um die Militärvorlage den wie ein wahres Stachelschwein vorgekommen sein. Uebrigens Nun... nun! Todt alle beide! Der Mann war schon Wählern in freundlicherem Ansehen erscheinen zu lassen, bin ich persönlich auch nicht böse. Ihr Besuch hat mir ge- über einen Monat lang krant, die Frau arbeitete hielten eine ganze Reihe von Wahlkandidaten den Wählern zeigt, daß Sie ein gutes Herz haben. Die Art, wie Sie für zwei, ja für drei, denn da ist noch ein kleines Mädchen den Köder vor, daß sie dafür wirken würden, daß die die Dinge zu nehmen wissen, beweist mir, daß Sie einen von acht Jahren etwa. Sie hatten schließlich keine Arbeit Kosten nicht wieder auf die große Masse der ärmeren Betüchtigen Charakter haben. Es thut mir sehr leid, wenn mehr, und da hat sie von dem letzten Gelde Kohlen ge- völkerung gewälzt werden. In wenigen Tagen werden die ich Sie verletzt hätte. Ich wollte Ihnen nur zeigen, welch fauft, und und alle beide sind erstickt! Als ich nach- Wähler, die auf den Köder angebiffen, merken, wie sie geeine Kluft heute Arbeiter und Bourgeois von einander trennt. sehen wollte, was da passirt war, tam gerade der Kom- nasführt worden. Die Militärvorlage wird von den Sie sind Brüder wie Kain und Abel. Das würde mich missar, der die Thür aufbrechen wollte. Da hat man denn Stimmenanglern glattwveg angenommen, und die Deckungsaber nicht hindern, Sie zu schäzen, wenn Sie ein Ehren- auf dem Tisch einen Brief gefunden, in dem sie ihr Kind frage vielleicht erst in Jahr und Tag gelöst werden. mann sind. Aber freilich, was bas gegenseitige Verstehen der Barmherzigkeit guter Wienschen empfehlen und sagen, Bis dahin werden die Kosten durch die Matrikular anlangt, so ist das eine andere Sache. Wir beide sprechen sie wollen lieber schnell zusammen sterben, als langsam ver- beiträge der Einzelstaaten aufgebracht werden. nicht dieselbe Sprache. Ich wünschte wohl, Sie steckten hungern. D, diese verfluchte bürgerliche Gesellschaft! Braven Kosten der Heeresverstärkung werden ebenso wie die Kosten einmal ein halbes Jahr nur in der Haut eines armen Arbeitern, wie die Leute es waren, läßt sie nur die Wahl des Militarismus überhaupt aus den Taschen des arbeitenTeufels, der für seinen Unterhalt arbeiten muß. Ich möchte zwischen zwei Todesarten!" den Volkes geholt werden. wohl wissen, wie Sie dann denken werden!" Und mit dieser Verwünschung gegen die Gefellschaft Das Musterungsgeschäft. Nach den Ausführungen Danke schön! Sie sind gar zu gütig!" sagte André schleuderte Frau Roguet einen grinimigen Blick auf André, der Begründung der Wilitärvorlage beläuft sich die Zahl lächelnd. Gestatten Sie mir von jetzt an, mich von Beit als wäre er diese verfluchte bürgerliche Gesellschaft" in der wirklich diensttauglichen zur Einstellung in den aktiven zu Zeit nach Ihrem Befinden und dem der sozialen Re- Person. Dienst vorgemusterten Mannschaften um 90 000 bis 100 000 volution zu erfundigen. Sie sehen, ich bin auch ein neu- Die armen Leute!" rief Bater Deschamps. Warum Mann höher, als der gesammte Rekrutenbedarf. Dabei ist gieriger Mensch." haben sie nicht an unsere Thür geklopft. Ja, dieses große nur zu beachten, daß diesmal das Musterungsgeschäft nach Der Alte wollte antworten, als plöglich sehr heftig Paris, in dem man nicht einmal seine Nachbarn keunt!" den neuen Bestimmungen gehandhabt ist, denen zufolge auch und energisch mehrmals hintereinander geklingelt wurde. Aber," sagte André, es giebt doch auch Wohlthätigkeits- Plattfüßler u. f. w. diensttauglich sein sollen. Das junge Mädchen eilte an die Thür, wo bald darauf einrichtungen hier. Konnten sie nicht noch durch die Armenein Geräusch entstand, geflüsterte Worte hörbar wurden pflege eine Unterstügung bekommen?" und eilige Schritte den Korridor entlang kamen. Eine tleine schmächtige Gestalt zeigte sich, in der André fofort! ( Fortsetzung folgt.) Die Ultramontan- liberales Kartell. In Bayern finden heute die Landtagswahlen statt. Bisher ist der Landtag fozialistenfrei gewesen, und die politischen Kämpfe spielten " " sich nach der alten Schablone ab. Liberale und Ultramon-[ passiv eine Rolle gespielt haben. Zur Beschönigung der jemals wahr, so ist es wahr von diesem letzten Sieg Gladtane rangen um den Einfluß auf die Regierung das häßlichen Geschichte wird hintennach versichert, das Ganze ſtone's. Wenn auch die Rede- Guillotine aufs rücksichtsloseste war alles. Jetzt hat das Auftreten der Sozialdemokratie, sei von Lockspiteln veranstaltet worden, um die Nothdie auch in den bayerischen Landtag zu bringen sucht, das wendigkeit einer festen Regierung" den Spießbürgern flar angewandt wird, so kann die Homerule- Bill doch früheBild etwas geändert; die früheren Feinde fühlen auf ein zu machen." Feste Regierung" heißt in Frankreich stens Ende August durch das Unterhaus gedrückt" sein. mal, daß sie eines Herzens und eines Sinnes sind, und Constans. Und wahr ist, daß der Besieger Boulanger's" Dann fommt die Bill an das Oberhaus, das sie ohne/ lang gemeinsam Front gegen die Sozialdemokratie machen müssen. den Panamaskandal in Szene gesetzt hat, Federlesens verwerfen wird. In München haben sie als vereinigte" Ordnungs- und daß er auch dem letzten Schurkenstreich des Und die Verwerfung durch das Oberhaus ist das parteien einen Wahlaufruf erlassen, den Ein Münchener edlen Bruderpaares Deroulède und Millevoye nicht Beichen zur Auflösung des Unterhauses. So werden die Bürger" im Sigl'schen Vaterland" treffend beleuchtet. ferne gestanden hat, welcher Schurkenstreich bei- Neuwahlen, die über das Schicksal der Homerule- Bill Er schreibt: läufig, wie wir es voraussagten, für Clemenceau, der ver- entscheiden, also voraussichtlich im Herbst dieses Jahres stattDie Charakterlosigkeit, die dieses Schriftstück bedeutet, nichtet werden sollte, zu einer Art moralischer Rettung" finden. drückt mir die Feder in die Hand! Bieber einen Soci geworden ist. als einen Schwarzen" ist die Parole der sogenannten Der Generalrath der belgischen Arbeiterpartei Uebrigens Lockspitel hin, Lockspikel her, ob die Siberalen bis vor kurzer Zeit gewesen; die ver- Herren Studenten aus eigenem Antrieb für die Freiheit hat in seiner Plenarsizung die Affäre Bolders, nachfluchten Rutten ausklopfen" war die erste Bedingung der Bordellvorstellungen eingetreten sind, oder ob sie sich dem dieser sein Entlassungsgesuch zurückgezogen hat, für freifinniger" politischer Arbeit; hochmüthiges, wegwerfendes Behandeln religiöser und firchlicher dazu haben verführen" lassen die Rolle, welche sie erledigt erklärt, und die deutschen Bourgeoisblätter, Fragen gehörte zum guten Lon des aufgeklärten" gespielt, ist in dem einen Fall ebenso jammervoll, wie in die schon seit einigen Tagen in langathmigen Artikeln den Berfall der sozialistischen Partei Belgiens verkündigt haben, " Auf der anderen Seite war der Liberalismus der Für die Lockspitel- Hypothese scheint zu sprechen, sind wieder einmal um eine Hoffnung betrogen. daß die Polizei mit den Herren Studenten sehr Liberalismus. Sündenbock für alles: der Vater des Atheismus dem anderen. der Urheber der den Mittelstand ruinirenden Gewerbe glimpflich, ja höflich umging. Sie ließ dieselben freiheit der Vorspann und Erzeuger der ttt Sozial- ohne ein Wort des Widerspruchs in die Vorhallen der Demokratie- der Urheber aller Revolutionen der Hort der Freimaureret u. s. w. u. f. w. " Und sowohl den Ultramontanen als auch den Liberalen war es bitterer Ernst mit diesen Anschauungen. Demgemäß gestaltete sich auch jeweils der Kampf zwischen diesen feindlichen Elementen. Keine Verdächtigung war zu plump, feine Verleumdung zu gemein, Kullmann wurde den Schwarzen an die Rockschöße gehängt, ein anderer Lump den Liberalen. " Altkatholiken" wurden und werden von den Liberalen gehätschelt, von der anderen Seite mit oft blinder Wuth ver folgt! Weg mit den Pfaffen" aus der Schule" ist der Ruf „ Die Schule gehört der Kirche" protestiren die Führer der Ultramontanen! So flang es in allen Zonarten, so flingt es heute noch und so wird es auch ferner tlingen. Nationalversammlung ein, während sie am 1. Mai gegen die Arbeiter Delegationen in der rohesten Weise porging. Aber das erklärt sich aus der Intelligenz" der Pariser Polizisten, die sehr wohl wissen, daß sie einem Klassenstaat dienen, und daß sie dafür bezahlt sind, der Bourgeoisie Bütteldienste gegen die Arbeiter zu leisten. Sie fühlen sich als Lakaien im Solde der Bourgeoisie, und welcher Lakai wird dem ungezogenen Sohn feines BrotHerrn grob begegnen? der Liberalen " Angesichts dieser Thatsachen muß es abstoßend, ekelerregend und, daß die Komik nicht fehlt, geradezu lächerlich wirken, wenn diese feindlichen Gesellen sich als die vereinigten Ordnungs" Parteien aufspielen, sie, die schon so viel Unordnung und groben Unjug miteinander verübt haben. Aber nicht nur lächerlich wirkt diese Komödie, sondern auch sittlich forrumpirend und Mißtrauen erregend! Wenn die bloße Furcht, einen Sozi im Landtag zu haben, solche Blüthen treibt, was ist dann von dieser Gesellschaft zu erwarten, wenn wirklich ernste Dinge vorliegen??" Der geschäftsführende Ausschuß des liberalen Wahlvereins erklärt, daß der Zentralausschuß stets betont habe, daß er vor Kompromissen mit andren Parteien vor Ende des ersten Wahlganges, d. h. vor den Wahlmänner- Wahlen abrathe. Wenn daher in einigen Wahlbezirken die Versammlungen der Urwähler schon vorher Kompromisse ge schlossen hätten, so stehe der Zentralausschuß diesem Bor gehen vollständig fern. Auf den Wahlkreis München II habe überdies der Zentralausschuß keinen Einfluß. Der Kompromiß oder das Kartell besteht also thatsächlich; ob mit oder ohne Zentralleitung bleibt sich gleich. Prinzipiell ist doch auch diese einem Kompromiß geneigt und darauf kommit es eben an. " Vor Nachbars Thüre zu kehren, liebt die Bossische Beitung", zumal gegenwärtig, wo es ihr im eigenen Häus chen nicht recht geheuer ist, und sie nicht weiß, ob sie rechts oder links einkehren soll. Statt in den Pariser Bordell Krawallen nur ein einfaches Symptom der allgemeinen Fäulniß der Bourgeoisie zu sehen, die rechts wie links des Rheines die gleichen Orgien feiert, spielt sie den nationalen Pharisäer und stellt den deutschen Tugendstolz der franzöfischen Verkommenheit gegenüber. Sie schreibt: Die französischen Arbeiter werden sich's merken und die Lehre zu ziehen wissen. " Parlamentarischres. Der preußische Landtag ist am 5. Juli vom König mit folgender Thron rede geschlossen worden: Erlauchte, edle und geehrte Herren von beiden Häusern des Landtages! ersten fünfjährigen Legislaturperiode des Landtages meiner Am Schlusse einer langen und arbeitsvollen Tagung und der Monarchie gereicht es mir zur Genugthuung, Ihnen meine Anerkennung für Ihre erfolgreiche Thätigkeit auszusprechen. Dank Ihrem bereitwilligen und verständnißvollen Zusammenwir fen mit Wolff's Telegraphen- Bureau meldet unterm 5. Juli: meiner Regierung hat diese Sizungs- und Legislaturperiode zu " Der Ministerrath beschloß heute, daß die Regierung von Ergebnissen von grundlegender Bedeutung und dauerndem der Kammer den Aufschub jeder Interpellation über die Werthe geführt. Die dem Vaterlande wiedergewonnene Insel jüngsten Vorfälle in Paris verlangen solle, bis die Ruhe Helgoland ist für immer mit der preußischen Monarchie verwieder vollständig hergestellt sei. Die Kavallerie, welche seit einigt. Die Landgemeinde- Ordnung für die sieben öftlichen heute früh hier eingetroffen ist, ist nach den Gegenden Provinzen und ihre Einführung in der Provinz Schleswigdirigirt worden, welche sie zu besetzen hat. Am Abend Holstein haben für die Landgemeinden dieser Provinzen, werden mehr als 16 000 Mann Kavallerie in Paris die Städte- Ordnung für den Regierungsbezirk Wiesbaden hat für fonzentrirt sein. Da die Meuterer aus den verschiedenen die Städte dieses Bezirks die Grundlagen gedeihlicher Entwicke Vierteln, in denen sie bisher sich zusammengerottet hatten, ver- lung des kommunalen Lebens geschaffen. Durch die Uebertrieben wurden, giebt man ber Befürchtung Raum, daß sie weisung der Anstaltspflege für Geistestranke, Taubstumme und sich in den Stadttheilen verbreiten würden, wo sie bisher nicht Blinde an größere Verbände ist die Armenlast der Gemeinden gesehen wurden. Man ist jetzt der Ansicht, daß die Aus- erleichtert und die Fürsorge für jene Unglücklichen verbessert schreitungen seit 24 Stunden ihren Charakter geändert haben. worden. Die Gefeße über die Errichtung von Rentengütern Es sind nicht mehr erregte Studenten, welche Rundgebungen haben namentlich in den östlichen Provinzen, in erfreulichem Umveranstalten, sondern sozialistische und anarchistische Clemente, fange auf die Seßhaftmachung der ländlichen Bevölkerung hinwelche unter dem Drucke der angedrohten Schließung gewirkt. Ich begrüße es mit Befriedigung, daß Sie bereit ge der Arbeiterbörse in den Straßen Unruhen erregen wesen sind, der Erleichterung der Volksschullasten durch möchten. Das Aussehen Das Aussehen von Paris ist bis in den eine weitere Beitragsleistung aus Staatsmitteln und der Vormittag hinein andauernd ruhig. des Man bemerkt nur Verbesserung Dienst Einkommens der VolksschulNeugierige an den Orten, wo die Schlägereien statt- lehrer durch Erhöhung Alterszulagen zuzustimmen, gefunden haben. Die Polizei läßt die Trümmer der auch die Elementarlehrer von den Beiträgen zur Vera niedergebrannten Kiosks, der Eisengitter und Tramways fort- forgung ihrer Hinterbliebenen zu entlasten und ihren Waisen eine schaffen, damit die Menterer sich nicht derselben bei Gelegenheit erhöhte staatliche Fürsorge angedeihen zu lassen. Das Gesetz, bedienen können. Die Thore von Paris werden bewacht, um betreffend die Ruhegehaltskaffen der Lehrer und Lehrerinnen an nöthigenfalls die Sozialisten der Bannmeile zu verhindern, in den öffentlichen Wolfsschulen, wird die Pensionslast der Gedie Stadt zu kommen und gemeinsame Sache mit den dortigen meinden erleichtern und die Ruhegehaltsabgabe der VolksschulAgitatoren zu machen. Mehrere Deputirte und Gemeinderäthe lehrer beseitigen. Für die Durchführung der Reform des höheren hatten sich Bormittag im Stadthause versammelt, um die Situation zu prüfen. Die Versammlung beschloß, eine Abs ordnung an den Minister des Innern zu senden, um die Entlassung des Polizeipräfetten zu fordern." Beim offiziösen Telegraphen ist der Wunsch eines Butsches der Arbeiter, wo die Flinte schießt und der Säbel haut, während die Bordellstudenten mit Sammt pfötchen angefaßt wurden, der Vater der tendenziösen Drathmeldung. Nach den Telegrammen vom heutigen Vor- und Nach mittag hatten die Krawalle gestern Nacht einen ziemlich bedenklichen Charakter angenommen. Das studentische Element trat zurück, und sehr bemächtigten der Schulwesens sind die erforderlichen Mittel bereit gestellt, auch ist die Verbesserung des Diensteinkommens der Lehrer an den nichtstaatlichen höheren Schulen gesichert worden. Die Ausgestaltung des Staatseisenbahnwesens, die Regelung der Flußläufe, die Herstellung von Kanälen und Hafenanlagen haben weitere Fortwerden. Durch das Gesetz über Kleinbahnen ist das Mittel geschritte gemacht, die der Entwickelung des Berkehrs zu gute kommen geben, auch die bisher von Eisenbahnen noch nicht berührten Gegenden dem Verkehr zu erschließen und den Wettbewerb auf wirthschaftlichem Gebiet auf alle Theile des Landes auszudehnen. Vor allem aber ist es gelungen, das Wert einer grundlegenden umgestaltung der staatlichen und kommunalen Besteuerung zu vollbringen. Im Anschluß an die Neuregelung der EinkommenGäbe es in Frankreich eine starte Regierung, fie verführe mit den Bürschchen vom Moulin rouge- und Fin de siècleBalle, wie sie es verdienten, sie ließe sich von keiner neu: auf weiteres im bürgerlichen Leben noch das der Leitung, so daß die Behörden sich genöthigt sahen, Raval reformgesetze den Grund- und Gewerbebesig von der bisherigen bürgerliche Gesez in Kraft ist." Doppelbesteuerung, ergänzen die Einkommensteuer durch eine lerie zu requiriren. Es wurden Versuche zum Barrikadenbau mäßige stärkere Seranziehung des Besizeinkommens im Verhält In Deutschland existirt natürlich die starke Regierung, die den„ Bürschchen", welche ihre Herrenmoral" über das gemacht; da jedoch die Arbeiter fernblieben, so kam es zu niß zum Arbeitseinkommen, unter ausgiebiger Berücksichtigung feinem ernstlichen Kampf, obgleich mehrere Personen ge- der Minderbemittelten und der persönlichen und FamilienGesetz stellen und womöglich noch eigene Verbindungen tödtet und Dugende verwundet wurden. Die Reaktionäre verhältnisse der Steuerpflichtigen, und vertheilen die öffentgründen, welche die Verlegung des gesetzlichen Duellverbotes verbreiten, die Führer der Arbeitsbörse seien auch die Führer lichen Lasten lediglich nach Maßgabe der Steuerkraft; sie gezur besonderen Pflicht machen, zeigt, daß bis auf bei den gestrigen Tumulten gewesen. Das ist aber eine währen den Gemeinden, ihrer wirthschaftlichen Natur entweiteres im bürgerlichen Leben noch das bürgerliche Geset in Kraft ist."„ Reinem Polizei- burchsichtige Tendenzlüge die Arbeiter haben mit dem sprechende, ergiebige und sichere Steuerquellen. Der infolge der präfetten fiele es ein, mit den Jünglingen vom lateinischen ganzen Skandal nicht das Mindeſte zu thun- und sie Wahlrechts trägt das Gefeß über die Abänderung des WahlBiertel wie Macht zu Macht zu verhandeln"- nein, liebe batten nicht den geringsten Grund, sich in die Sache zu verfahrens Rechnung. Ich hoffe zuversichtlich, daß die NeuTante, das könnte in Deutschland nicht vorkommen, zumal mischen. Eine Straßenrevolte am Vorabend der Neuwahlen ordnung des staatlichen und kommunalen Steuerwesens dem Tante, das könnte in Deutschland nicht vorkommen, zumal unter den studirenden Jünglingen ja doch auch demokratische wäre heller Wahnsinn gewesen und hätte nur Wasser auf Haushalte des Staates und seiner Glieder gleichmäßig zu gute die Mühle der Steaktion geliefert. fommen und daß diese von dem Streben nach ausgleichender Elemente vorhanden sind, mit denen selbstverständlich ein die Mühle der Neaktion geliefert. Gerechtigkeit geleiteten Reformen meinem Volfe zum dauernden deutscher Polizeipräfekt sich nicht so gemein macht; daß aber Die Pariser Arbeitsbörse, deren Schließung für den Segen gereichen werden. Ihnen aber, geehrte Herren, fage in Deutschland ein Polizeipräfeft, ja selbst ein Minister es heutigen Tag angedroht war, ist nach den letzten Depeschen ich meinen töniglichen Dank für Ihre einfichtsvolle darauf ankommen ließe, auch nur den Born eines adligen bis zum Nachmittig unbehelligt geblieben. Der Vorstand, und hingebende Mitwirkung bei diesem bedeutsamen Werke. Studentenkorps auf sich zu ziehen, das wäre ein so großes bestehend aus Delegirten der Gewerkschaften, tagt in Per- Der Rechnungsabschluß des vergangenen Jahres hat sich günstiger Wagniß, daß voraussichtlich nicht das Korps, das die manenz, und hat den Behörden angezeigt, daß er sich jeder hin, daß auch im laufenden Jahre der im Voranschlage des gestaltet, als zu erwarten war. Ich gebe mich der Hoffnung edelsten Blüthen" unserer Jugend vertritt, den Kürzeren Vergewaltigung widersetzen werde. Die Regierung müßte Staatshaushalts vorgesehene Fehlbetrag bei andauernder sparziehen würde. geradezu wahnsinnig sein, wollte sie an den Haaren einen famer Verwaltung die veranschlagte Höhe nicht erreichen wird. Deutsche und schweizerische Studenten. Der Konflikt herbeiziehen, der ihr keine Vortheile, wohl aber den Zu meinem Bedauern haben umfangreiche Landestheile, namentlich deutsche Durchschnitts- Student ist Streber von Geburt, er Untergang bringen könnte. im Westen der Monarchie, infolge anhaltender Dürre an Streuund Futtermangel zu leiden. Meine Regierung hat ohne Verzug hält es immer mit den herrschenden Gewalten, er schleppt Homerule. Der Sieg", welchen Gladstone mit Anordnungen zur Abhilfe getroffen und vertraut auf die für antisemitische und hochkonservative Kandidaten Wähler kräftige Mitwirkung der kommunalen Verbände. Es wird an die Urne, denunzirt, wie erst unlängst in Freiberg, jeden seinem„ Guillotinen- Geſetz", wie die Engländer es nennen, auch ferner ein Gegenstand meiner Landesväterlichen FürKollegen, der freiere Ansichten äußert. Nach dieser Richtung erfochten hat, ist nicht einmal ein„ Pyrrhussieger ist ein forge sein, der Landwirthschaft bei diesen und anderen giebt es feinen Unterschied zwischen dem Korpsstudenten, positiver Gewinn für die Gegner. Und thatsächlich sind Schwierigkeiten, mit denen sie zu kämpfen hat, zu Hilfe dem Burschenschaftler und dem Mitgliede des antisemitischen es auch blos die Unionisten", welche Freude empfinden, u Nicht alles hat zum Abschluß gebracht Vereins für deutsche Studenten. Bortheilhaft stechen hier- während die Freunde des großen alten Mannes" bedenklich werden können, was in der zu Ende gehenden Legislaturvon die schweizerischen Studenten ab. Selbst gelegentlich die Köpfe hängen lassen. In England ist die Achtung vor periode geplant und erstrebt wurde. Aber der Rückblick auf ihre der Polizeiskandalosa in Bern, wo die Bourgeoisie so fest der Freiheit der Rede und des Meinungsausdrucks so Ergebnisse ist sowohl um dieser selbst willen als insbesondere zusammenstand, hatten Studenten den Wuth, dem Chef der allgemein und so tiefgewurzelt, daß jeder Verstoß auch deshalb ein erfreulicher, weil das Erreichte auf dem gegen die Arbeiter aufgebotenen Polizei- und Militärgewalt gegen diefes Fundamentalprinzip die energischste Miß patriotischen Geiste beruht, dem das Wohl des Vaterlandes das in's Gesicht zu sagen, daß die Polizei und nicht die Ar- billigung findet und zur schärfsten Opposition treibt. höchste Ziel ist. Ich schöpfe daraus die Zuversicht, daß es auch beiter an den Ausschreitungen die Schuld tragen. Der Im verdoppelten Maße muß dies der Fall sein, wenn ein welche in immer steigendem Maße hervortreten, daß der Kampf Zürcher Post" wird hierüber aus Bern geschrieben: Die solcher Verstoß von einer Partei ausgeht, die sich in erster der Meinungen und Intereffen nur in jenem Geifte geführt und Studentenverbindung" Helvetia" marschierte gestern nach Linie als Hüterin des freien Worts hinstellt. der Frieden im Lande gemehrt werde. Das walte Gott! dem Mattenhofe zum Kommerse. Dabei fand sich auch als die jetzige Opposition, die damals in der Regierung des Landtags kontrastirt lebhaft durch ihre Freundlichkeit und Und dazu kommt noch, daß Gladstone im Jahre 1887, Die Thronrebe an die erlauchten, edlen und geehrten Herren" Blagkommandant Scherz und sein Adjutant in Gala- Uniform ein. Oberst Scherz sprach bei diesem Anlaß über den war, eine obendrein lange nicht so weitgehende Knebel- Atte" ihren Optimismus mit der Thronrede an die geehrten Herren" Krawall vom 19. Juni, den Arbeitern die Schuld beimeffend. verlangte, mit wahrer Berserkerwuth hiergegen eiferte, jeden des Reichstags. Wir haben fortlaufend an der Thätigkeit des Ihm antwortete Student Müller, indem er das Verhalten Angriff auf die Redefreiheit des Parlaments als ein preußischen Landtags Kritik geübt, und es erübrigt deshalb eine Erörterung der in der Thronrede behandelten Gesetze. Die als Privilegienwirthschaft der Miquel'schen Steuer ,, reform" und die wies, wie die Behörden durch den Präsidenten des Gin- den schwärzesten Verrath an der Nation bezeichnete, von Heyden'sche Rede über die„ entſittlichende Wirkung" der der Behörden und Polizei scharf kritisirte und darauf hin- Attentat auf die Grundlagen der Verfassung, wohnervereins beeinflußt werden. Müller erntete lebhaften und aus dem reichen Artilleriepark seiner Beredtsamkeit Staatshilfe sind noch in frischer Erinnerung; wir verweisen auf die denkbar schwersten Phrasenbomben abfeuerte, die ihm das seiner Zeit von uns darüber Gesagte. So lange der LandBeifall. jezt sämmtlich von den boshaften Gegnern zurückgeschleudet tag auf dem Klassen- Wahlsystem beruht, wird er nichts sein als Der Pariser Studentenkrawall ist zu Ende und werden. die fleischgewordene feudal- großindustrielle Interessenwirthschaft.wie es scheint, schämen sich die Herren Krawaller selbst und Das macht natürlich einen sehr schlechten Eindruck, auch alle sonst, die in diesem schmählichen Radau aktiv oder und wenn das Wort von einer moralischen Niederlage" " tommen. in Zukunft gelingen werde, den Aufgaben gerecht zu werden, " Für den Inhalt der Inserate über. nimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung Theater. Donnerstag, den 6. Juli. Friedrich- Wilhelmstädt. Theater. Der Bettelstudent. Kroll's Theater. Der Perlenfischer. Viktorin Theater. Frau Venus. National Theater. Die Ahnfrau. Adolf Ernst- Theater. Der Schwiegerpapa. Alexanderplat Theater. Bor Sonnenaufgang. Winter- Garten. Spezialitäten- Bor stellung. Spezialitäten Apollo Theater. Vorstellung. Theater der Reichshallen. Spezialitäten- Vorstellung. Kaufmann's Variété. Spezialitäten Borstellung. National- Theater. Große Frankfurterstraße 132. Gastspiel des Frl. Elsa v. Schabelsky: Die Ahufrau. Trauerspiel in 5 Aufzügen von Franz Grillparzer. Regie: Max Samst. Raffenöffnung 51, Uhr. Anfang der Abend- Borstellung 71/2 Uhr. Im Garten auf d. Sommerbühne: Die Balletschule. Posse mit Gesang und Tanz. Regie: Hugo Hummel. Vor und nach der„ Balletschule" Auftreten von Specialitäten I. Ranges. Neues Programm". Morgen: Graf Essex. Sonnabend, den 8.: Zum 1. Male: Lehmann auf der Weltausstellung in Chicago. Große Posse mit Gesang und Tanz in 5 Akten von Eugen Prudenz. Musik von Adolph Widecke. Castan's Panopticum. Neu: Der Tod als Erlöser. Neu: Die Schrecken des Meeres. Bauern- Aufstand! Illusionist. Vorstellungen. Königl. italienischer Circus Ernesto Ciniselli. Stadtbahnstation Zoologischer Garten. Heute, Donnerstag, den 6. Juli: Auf vielseitiges Berlangen: Erfte große Damen- Vorstellung. In dieser Vorstellung werden die Funktionen der Stallmeister von Damen übernommen. 4 Geschw. Chiarini, gen. die SüdSterne. Miss Käthe Lee als Flora zu Pferde. Sgr. Theresa Spampani, Gampagne- Reiterin. Mlle. Rosa in ihren porzüglichen Trabtouren zu Pferde. Frl. Renz, ausgezeichnete ParforceReiterin 2c. 2c. Auf vielseitiges Verlangen: Die Statue der Venus. Gr. phantastisches Ballet, ausgeführt vom gesammten Corps de Ballet. In Vorbereitung: Die Erschaffung des Weibes, oder: Das Weib durch 744b Seut find es 38 Jahr, Daß Alex. Löwenstein geboren war. Als Sozialdemokrat fest und stramm Räimpft er für Wahrheit und Recht als Denn der Mensch kann nichts Höh'res Mann, erstreben Im Kampf mit Sorge und Noth. As ein gutes Gewissen im Leben Und einen guten Namen im Tod. Die Stammgäste der rothen Höhle. Verband der Geschäftsdiener, Packer u. Berufsgenossen. Großes Sommerfest am Montag, den 10. Juli, arrangirt von sozialdemokratischen Parteigenossen des 3. Berliner Reichstags- Wahlkreises Hasenhaide. Neue Welt. Hasenhaide. Großes Garten- Concert unter Leitung des Musikdirektors W. Finsterbusch. Auftreten sämmtlicher Spezialitäten. Gr. Feuerwerk und Tanz. Kinderbeluftigungen aller Art. Abends: Kinderfackelzug. Jedes Kind erhält eine 2 Herren, welche am Tanz theilnehmen, zahlen 30 Pf. nach. Anfang 4 Uhr. Entree 25 Pf. Billets sind bei folgenden Komiteemitgliedern zu haben: Börner, Ritterstraße 108; Tschernick, Fürstenstr. 17; Georgi, Simeonftr. 22, 4 Tr.; Germey, Gneisenauftr. 63, Hof 4 Zr.; Kräcker, Alexandrinenstr, 41, Hof 1 Tr.; König, Laufigerstr. 44; Hoffmann, Alte Jakobstr. 89; Karraus, Manteuffelstraße 115; Schölzel, Mariannen- Play 5; Wartenberg, Elisabeth- Ufer 18, sowie bei dem Bertrauensmann Fritz, Fürstenstr. 11, 4 Tr. und in allen mit Plakaten belegten Handlungen. Zu zahlreichem Besuch ladet freundlichst ein the Stoclaterne gratis. Die Kaffeeküche ist von Zuhr an geöffnet. Todesanzeige. Am 4. d. M. starb plöglich unser Mitglied 171/4 Josef Gimmel, 29 Jahre alt, am Gehirnschlag. Die 29 Jahre alt, ain Gehirnschlag. Die Beerdigung findet am Donnerstag, den 6. Juni, Nachmittags 6 1hr, von der Leichenhalle des Neuen Jakobi- Kirchhofes( Brit, Hermannstraße) aus statt. die Jahrhunderte. Gr. Ausstattungs- um recht zahlreiche Betheiligung bittet pantomime, mit durchweg neuen Dekorationen, Kostümen, Requisiten 2c. 2c. ( Gefeßlich geschützt). BERLINER HIPPODROM am G Der Vorstand. 847/ 17* Das Komitee. Produktiv- Genossenschaft der vereinigten Bäderei- Arbeiter Berlins. ( Eingetragene Genossenschaft mit beschränkter Haftpflicht.) 131/5 ratweil'sche Sonntag, den 16. Juli, admittags 3 Uhr, im Lokale des Herrn Pyrtek, Gipsstraße Nr. 3: Bierhallen, sound s Kommandantenstr. 77-79. Täglich: Auftreten der Leipziger Sänger vom Wochent. 71/2 Uhr. Pf. General- Versammlung. Tagesordnung: Statutenberathung eventuell Umänderung der Der Aufsichtsrath.. A.: Otto Schellenberg. Genossenschaft. odent, the. Entre 10 Bund der geselligen Arbeitervereine 2 Min. Von Station Zoolog. Garten. Allf. Sonntags 6 Uhr. Entree 30 BF: Täglich: Gr. Vorstellung Röm. Reiten und Fahren etc. Zum Schluss: In den Abruzzen. Grosse Pantomime. 200 Personen. 60 Pferde. Anfang der Vorstellung 8 Uhr. Im prachtv. Park von 5-11 Uhr: Grosses Konzert. Schweizer- Garten am Königsthor. IF Täglich: Concert, Theater und Spezialitäten- Vorstellung. Geschwister Rigoli, Familie Carlo, Mr. Famera, Max Grabow, Gebr. Dissenato, Emma Lucas, Troupe Columbia und Gebr. Vercroa. Sin Saale: BALL.( 4199L Empfehle Genossen m. Restauration, Vereinsz. J. Lenz, Alte Jakobstr. 69. Irrgarten. Schreckenskammer. Gr. Lichterfelde. Bahnhof. W. Griess, Restaurant, Passage- Saal und schattiger Garten. Anerkannt gute Küche. Säle für Festlichkeiten und Versammlungen. Morit Play. Carl Koch. Etablissement Buggenhagen. MorigPlay. Täglich: Jutrumental- Konzert. Großer Frühstücks- u. Mittagstifd. Spezial- Ausschant von Pahenhofer Lagerbier, hell und dunkel. WF An Sonn- und Festtagen findet das Konzert in den oberen Sälen statt. Entree Wochent. 10 Pf. Sonnt. 25 Pf. Säle für Versammlungen, Rommerse, Festlichkeiten 20. 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Juli, in der Brauerei Friedrichshain( Lips). Anjang 5 Uhr. Großes Vocal- und Instrumental- Concert. 209/5 Spezialitäten Borellung Verein der Maschinisten und Heizer von Künstlern I. Ranges. Eröffnung 5 Uhr. Entree 30 Pf. Bei ungünstigem Wetter im Saale Die Vorstellungen finden bis Anfang der Winter Saison nur Sonntags statt. A. Zimmermann. Moabiter Gesellschaftshaus. Alt- Moabit 80 und 81. Täglich: Berlins. Sonnabend, den 8. Juli, im Schweizer- Garten am Friedrichshain, v. d. Königsthor: Grosses Sommerfest verbunden mit Spezialitäten- Vorstellung zum Besten der WeihnachtsBescheerung seiner Wittwen und Waisen. Anfang 4 Uhr. Entree 30 Pf. Das Komitee. Zu zahlreichem Besuch ladet freundlichst ein Theater- und Spezialitäten- 250/ 15 Vorstellung, sowie Concert. Anjang 4 Uhr. Entree 30 Pf., refervirter Platz 50 Bi. 4127L* Helmuth Peters. Ostbahn- Park am Küstriner Play, ( Hermann Jmbs) Rüdersdorferstr. 71, am Ostbahnhof. Konzert, Täglich: Theater u. Spezialitäten- Vorstellung. Pantomimisten- Truppe Garetton, urtom. Tarameter- Droschtenfahrt, Mr. De Dolfs, Neger- Exentric 2c. Boltsbeluftig. jeder Art. 4 Kegelbahnen zur Verfügung. Achtung! Getreideträger( Schipper) und Speicherarbeiter. Sonntag, den 9. Juli 1893, Vormittags 10 Uhr, bei Röllig, Neue Friedrichstr. 44: Vereins- Versammlung. Tages- Ordnung: 1. Vereinsangelegenheiten. 2. Abrechnung vom Stiftungsfeste. 3. Verschiedenes. Gäste haben Zutritt. Aufnahme neuer Mitglieder. Die Versammlung wird pünktlich eröffnet. Um zahlreiches Erscheinen ersucht 197/13 Der Vorstand. Verein schlesischer Sozialdemokraten. Sonnabend, den 8. Juli, Abends 81/2 Uhr, in den ,, Arminhallen", Kommandantenstraße Nr. 20: General- Versammlung. Tagesordnung: 1. Vortrag über den Ausfall der Wahlen, besonders in Schlesien. Referent: Genofje Adler. 2. Diskussion. 8. Geschäfts- und Rassenbericht. Kinderwagen. Andreastr. 23. pp 282/8 Größtes Lager Berlins 4. Vorstandswahl. 5. Verschiedenes. DF Gäste herzlich willkommen. Berlins und Umgegend. Bundesversammlung am Sonntag, den 16. Juli, Vorm. 10 Uhr, in den„ Arminhallen", Kommandantenstr. 20. 1. Vortrag. 2. Aufnahme neuer Vereine. 3. Bundesangelegenheiten und Fragekasten. Wegen wichtiger Punkte unter Bundesangelegenheiten ist das Erscheinen Aller erforderlich. Verlag des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Berlin SW., Beuthstrasse No. 2. Wir empfehlen unseren Parteigenossen zum Studium und zur Verbreitung: Wilh. Liebknecht's Schriften. 8,- M. Volks- Fremdwörterbuch. 6. Auflage. Broschirt in 12 Heften à 20 Pf. Gebunden Hochverrath und Revolution. • -30" Eine ungehaltene Vertheidigungsrede gegen die Anklage des Hochverraths und wider die staatsanwaltliche Polizeiauffassung, Hochverrath und Revolution seien gleichbedeutende Begriffe. Revolution von unten" nämlich. Zur Grund- und Bodenfrage. 2. Auflage... • -, 50 M. Eine Bertheidigungsschrift für die Beschlüsse des Baseler Rongresses der Internationalen Arbeiter- Assoziation auf Bergesellschaftlichung des Grund und Bodens unter Beibringung eines überreichen historischen Materials. Wissen ist Macht- Macht ist Wissen. Festrede gehalten zum Stiftungsfest des Dresdener Bildungsvereins am 5. Februar 1872. 9. Auflage. -30 m. Eine scharfe, quellenmäßige Kritit, was unser Staat für Bildungszwecke und was er für Militärzwecke aufbringt, und eine glänzende Rechtfertigung der Betheiligung der Arbeiterklasse an den politischen Kämpfen der Gegenwart. Die Emser Depesche oder wie Kriege gemacht werden, 3. Auflage. -, 30 M. Besonders für die jüngere Generation liefert die Broschüre einen lehrreichen Beitrag zur Geschichte des deutsch- französischen Krieges. Gebunden • Robert Blum und seine Zeit. Brosch. in 6 Heften à 25 Pf. 2,- M. Darstellung seines Lebens und Wirkens in der Zeit der deutschen Revolution und zugleich ein Stück Geschichte der 48 er Bewegung. Zu Schutz und Truth. Festrede gehalten zum Stiftungsfest des Grimmitschauer Volksvereins am 22. Oftober 1871. 6. Auflage. -, 25 M. Legt in allgemein verständlicher Form die Ziele und die Weltanschauung der Sozialdemokratie dar. Ueber die politische Stellung der Sozialdemokratie, insbesondere mit Bezug auf den Reichstag. Ein Vortrag, gehalten in einer öffentlichen Versammlung des demokratischen Arbeitervereins zu Berlin am 31. Mai 1869. Mit Vorwort und einem tragikomischen Nachspiel. -, 10 M. Für die Geschichte der Entwicklung der deutschen Sozialdemokratie und der Taktik der deutschen Sozialdemokratie ist diese in jüngster Zeit vielzitirte Broschüre ein werthvolles historisches Dokument. Robert Owen. Sein Leben und sozialpolitisches Wirken. Zwei ausgegrabene Skizzen. Mit 2 Abbildungen. 72 S.-, 30 m. Das Alters- und Invaliden- Versicherungs- Gesek. Vortrag, gehalten am 13. August 1888 in einer öffentlichen Boltsversammlung in Wurzen. 3. Aufl. 32 S. -, 10 M. 3,- M. Ein Blick in die Neue Welt. Elegant gebd. Das Buch ist in hohem Grade lesenswerth. Es enthält gerade das, was die gewöhnlichen Reisebeschreibungen nicht enthalten: einen ruhigen, objektiven Blick, eine streng sachliche Würdigung aller möglichen fleinen und großen Vorkommnisse, die Vermeidung alles unnüßen Ballastes und erzeugt auf diese Weise im Leser mit den denkbar einfachsten Mitteln den Eindruck vollendeter Wahrheit." Stuttgarter Beobachter". Bum 18. März und Verwandtes. 46 Seiten brosch.-, 20 m. Die wahrhaftige Lebensgeschichte des Josua Davidsohn. Aus dem Englischen überseht von Natalie Liebknecht. Mit einem Vorwort von Wilh. Liebknecht -, 30 M. Bor, Die Ritter der Arbeit. Nach dem Amerikanischen. Uebersetzt von Natalie Liebknecht. 1, M. Wiederverkäufer erhalten Rabatt. Alle Buchhandlungen, Kolporteure und Zeitungsspediteure nehmen Bestellungen entgegen. Bei Aufträgen von außerhalb ersuchen wir um gleichzeitige Einsendung des Betrages( Porto extra). Verantwortlicher Redakteur: Wilhelm Schröder in Berlin. Druck und Verlag von Maz Bading in Berlin, SW, Beuthstraße 2. 172/13 Hierzu eine Beilage. Beilage zum„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 156. Parlamentsberichte. Deutscher Reichstag. 2. Sigung vom 5. Juli, 11 Uhr. Am Bundesrathêtische: v. Bötticher, v. Marfch a II. Die Sigung wird durch den Alterspräsidenten Dieden eröffnet. Eingegangen ist ein schleuniger Antrag: Der Reichstag wolle beschließen, den Reichskanzler zu ersuchen zu veranlassen, daß die gegen den Abg. Dr. Hermann Müller( Els. Vp.) 1. beim Schöffengericht zu Glogau wegen Vergehens gegen die§§ 185 und 200 des Str. G.-B., 2. beim Landgericht zu Glogau wegen Vergehen gegen die§§ 185, 186, 194, 196 und 200 des Str. G.-B. schwebenden Strafverfahren für die Dauer der Session fiftirt werden. Donnerstag, den 6. Juli 1893. Bei etwas näherem Nachdenken werden Sie auch wohl selbst das Ungerechtfertigte Ihres Ansinnens einsehen, wenn sie auch im Eiser des Gefechts im Recht zu sein glaubten. Achtungsvoll Th. Möller. Hoffentlich bleibt Herr Möller nicht wieder drei Jahre zu Unrecht im Reichstage sigen. = " 10. Jahrg. Wenn Ein ArFühlen Sie sich durch Wahlvorkommnisse beschwert, ist es Die Konsumvereine haben längst aufgehört, als soziale Ihre Sache, in einem Wahlproteſt Beschwerde zu führen, und Heilmittel gegen die Sozialdemokratie von den bürgerlichen erst nach Abschluß der Untersuchung und Klarlegung der Be- Parteien angepriesen zu werden. Der König im sozialen Reiche", schwerden, wobei bekanntlich beide Theile gehört werden müssen, Schulze- Delißsch, ist längst vergessen, und wird von denen, die ist der Reichstag und der Abgeordnete berechtigt, die Schluß ihn himmelhoch priesen, verleugnet. Lassalle hat seiner Zeit die folgerungen zu ziehen. Bedeutung von Konsumvereinen auf ihr richtiges Maß zurückgeführt und gezeigt, daß dem Arbeiter in erster Linie als Produzenten, nicht als Konsumenten geholfen werden müsse. Arbeiter glauben, sich Erleichterungen verschaffen zu können, indem sie Konsumvereine gründen, und durch diese gewisse Vortheile zu verschaffen, mögen sie es immerhin thun. Wir wollen hierüber gegenwärtig nicht diskutiren. Diese genossenschaftlichen Vereine haben für den Arbeiter vielfach das Gute wenigstens Unser Parteigenosse Th. Wächter, der bekanntlich zur gehabt, sie in der Selbstverwaltung zu erziehen. Etwas ganz anders letzten Reichstagswahl im 4. württembergischen Wahlkreise aber ist es mit den Vereinsbeglückungen findiger Köpfe. kandidirt hat, ist in seiner Eigenschaft als Predigtamts Da kommt so einer auf den Gedanken, einen Verein zu gründen, Auf der Tagesordnung steht die Wahl der Prä: Kandidat gemaßregelt worden. Die Schwäbische Tagwacht" dessen Wirksamkeit folgende ist. Er trifft mit einer Anfidenten und der Schriftführer. Das Haus schreitet bringt darüber folgende Zuschrift:" Eine Maßregelung. In zahl Geschäftsleuten ein Abkommen, daß den Kunden, welche zunächst zur Wahl des ersten Präsidenten. Es werden 319 Stimm- ihrem tonservativen Parteieifer für die Kandidatur Schrempf er oder quasi der„ Konsumverein" ihnen zuführt, einige zettel abgegeben, von denen 310 auf Herrn v. Levehow, 4 auf war es mehreren Pfarrern des 4. Wahlkreises unerträglich, daß Prozent Rabatt gewährt werden. Der kleine Geschäftsmann geht Herrn Lieber, 2 auf Herrn Dieden, 1 auf Herrn Ahlwardt einer, der immer noch das Recht auf Anstellung im Kirchendienst mit Vergnügen darauf ein, daß ihm Kunden zugeführt werden ( Heiterkeit) entfallen. hatte, als spezieller Vertreter der Sozialdemokratie auftreten und der Vorstand des Vereins", der sich natürlich einen Auf die Frage des Alterspräsidenten Dieden, ob er die durfte. Damit war ja ihr Hauptkampfmittel gegen die Sozial- Gewinnantheil vorbehält, fegt allen Gifer daran, dem Verein Wahl annimmt, erklärt demokratie, die Verleumdung, daß diese Partei als solche eine möglichst viele Mitglieder zuzuführen. Was hat der Arbeiter für Abg. v. Levezzow: Meine Herren, ich nehme die Wahl zum atheistische Partei sei, direkt Lügen gestraft. Es mußte Vortheile bei solchem Verein? Nehmen wir einmal einen solchen Präsidenten des Reichstages für die geschäftsordnungsmäßige speziell festgestellt werden, daß, wer ein Vertreter der Verein wie den Konsumverein Wedding". Dauer dankbar an,( Bravo!), um so dankbarer als sie mit einer Sozialdemokratie iſt, ist, nicht zugleich als Vertreter des beiter, der sich dazu verleiten läßt, Mitglied zu werden, erhält an Einstimmigkeit grenzenden Mehrheit vollzogen ist. Ich will Christenthums anerkannt werden dürfe. Mehrere Pfarrer allerdings von den Geschäftsleuten, mit denen der Verein in mich redlich bemühen, die Pflichten des Amtes zu erfüllen. Die drohten dem Unterzeichneten, daß sie beim Königl. Konsistorium Verbindung steht, Rabattmarken, die ihm vielleicht nach Ablauf Fehler, die ich sicher machen werde, darf ich mit Unerfahrenheit vorstellig werden würden. Richtig erhielt denn auch der Unter eines Jahres für 100 M. gekaufte und ba ar bezahlte Waaren nicht mehr entschuldigen.( Heiterkeit.) Um so mehr bitte ich Sie, mir zeichnete mitten in der Wahlbewegung eine Anfrage vom Königl. einen Gewinn von 5 M. abwerfen. Ob ihm aber dieser VorIhre wohlwollende Unterstützung und Nachsicht zu gewähren. Konsistorium, ob er ein eingeschriebenes Mitglied der sozial- theil nicht aufgewogen wird durch manche Qualitätsmängel? Und Halten Sie mich, bitte, für das, was ich vor allen Dingen sein demokratischen Partei sei". Unterzeichneter bejahte diese Frage, Und wäre dieses auch nicht der Fall, würde er nicht dieselben Vormöchte, für einen aufrichtigen, unparteiischen und unabhängigen betonte aber, wie dieser sein politisch- wirthschaftlicher Standpunkt theile sich ohne Verein schaffen fönnen? Man gehe nur zu einem Mann( Beifall), der bestrebt sein wird, auch an dieser Stelle dem an seiner theologisch= religiösen Stellung, wie er sie in seinem Geschäftsmann hin und verlange von ihm dieselben Bortheile, Vaterland nach seinen schwachen Kräften zu dienen. Nehmen Sie Dienstexamen bekannt habe und wie er auf grund derselben das die dem Konsumvereins- Kunden gewährt werden; der Einzelfunde vorlieb mit mir, so wie ich war, wie ich bin und, ich muß wohl Befähigungszeugniß für den Kirchendienst erhalten, nichts ge- hat nicht nöthig, sich schlechter als dieser behandeln zu laffen. sagen leider, bleiben werde.( Beifall und Heiterkeit.) ändert habe. Ohne daß dem Unterzeichneten irgend welcher um wieviel besser ist das Nicht- Vereinsmitglied gestellt; der Grund initgetheilt oder er persönlich gehört worden wäre, ward Kaufmann weiß, daß wenn er diesen Kunden nicht gut bedient, hierauf unter dem 21. Juni seine Entfernung aus der Liste der er nicht wiederkommt, während der ihm durch den Konsumverein Predigtamtskandidaten verfügt." Ein Königl. Konsistorium an geschickte Kunde manches sich gefallen läßt und nicht so leicht fortder Spitze einer Staatskirche fonnte ja nicht anders handeln; es läuft. Einen reellen Profit hat nur der Vorstand. Im Konsum= muß den Vertreter des Christenthums zwingen, zugleich die verein Wedding ist der Vorsitzende en städtischer Schulmeister, Politik ihrer Regierung, deren Brot sie effen, zu vertreten. Alle der seine freie Zeit in dem gemeinnütigen" Unternehmen ganz Freunde echten wahren Christenthums können hier wieder sehen, vortheilhaft verwerthen mag." Wir gönnen dem Schulmeister die wie die Religion und ihre Vertreter erst dann wieder eine ihrer freie Zeit, wir gönnen ihm auch einen Nebenverdienst würdige Vertrauensstellung im Volt gewinnen fann, wenn sie wir halten es für sehr überflüssig, daß Arbeiter sich zum Gegens nicht mehr in der Form der Staatsreligion die schwarze Polizei stand solcher Vereinsbildungen gebrauchen lassen. spielen muß, sondern wenn die religiösen Gemeinschaften wie private Gemeinschaften sind, deren Vertreter in ihrer politischen eberzeugung nicht vom Staat gemaßregelt werden können. Ein dem Unterzeichneten zugekommenes Schreiben eines Pfarramtes an das tgl. Konsistorium, die zwei Konsistorialerlasse und seine eigene Entgegnung wird der Unterzeichnete in seinem in den nächsten Tagen erscheinenden Sonntagsblatt" Der Christ" veröffentlichen. Th. Wächter. Herr v. Levehow nimmt darauf den Präsidentensitz ein und fährt fort: Meine Herren! Lassen Sie uns zunächst herzlich danken unserm ehrwürdigen und verehrten Herrn Alterspräsidenten für die Mühwaltung, die er dem Reichstag gewidmet hat.( Beifall.) Möge die jugendliche Frische an Körper und an Geist ihm erhalten bleiben, mit welcher er gestern und heute unsere Geschäfte besorgt hat. Mit diesem Wunsche und zum Zeichen unseres Dankes wollen Sie sich von Ihren Plätzen erheben.( Geschieht unter allseitigem Beifall.) Das Haus schreitet darauf zur Wahl des ersten Vizepräsidenten. Bei derselben werden 313 Stimmen abgegeben. Abg. von Buol erhält 300 Stimmen, 4 entfallen auf den Abg. v. Heeremann, je 1 auf die Abgg. Frißen, Lieber, Ahlwardt und Graf Hompesch; 5 Stimmzettel sind unbeschrieben. Indem ich die Wahl Abg. Buol( 3.): Ihre Wahl ehrt mich sehr. um Ihre freundliche Unterstüßung bitte, nehme ich dankbar an.( Beifall.) Bei der Wahl des zweiten Vizepräsidenten werden 285 Stimmen abgegeben. Davon erhält Abg. Bürklin 226, 44 Bettel sind unbeschrieben, von den übrigen entfallen 4 auf den Abg. v. Benda, 4 auf den Abg. v. Vollmar, 3 auf den Abg. Bebel, je 1 auf die Abgg. Meister, Barth, Hammacher und Ahlwardt. Der Abg. Bürklin ist also gewählt. Abg. Bürklin( natl.): Ich nehme die auf mich gefallene Wahl mit vielem Dank an und bitte zugleich das hohe Haus um gütige Nachsicht und Unterstützung für die Fälle, in denen ich berujen sein werde, die Verhandlungen des hohen Hauses zu leiten.( Beifall.) Auf Antrag des Abg. v. Bennigsen werden durch Akklamation zu Schriftführern gewählt die Abgg. Braun, Cegielsti, Hermes, v. Holleuffer, Krebs, Kropatscheck, Merbach, Pieschel. Zu Quästoren ernennt der Präsident die Abgg. Rintelen und Böttcher. Damit ist das Haus konstituirt, und der Präsident wird dem Kaiser die pflichtgemäße Anzeige davon machen. Die Fachkommissionen sollen auch diesmal wieder zusammengefeht und nach der nächsten Plenarsizung von den Abtheilungen gewählt werden. * Ein Jdyll. Die Magdeburger Volksstimme" veröffentlicht ihr Strafregister für die Zeit vom 1. Juli 1892 bis zuin 1. Juli 1893. Es lautet: An Strafgeldern und Kostenrechnungen wurden bezahlt 847,82 M., für Rechtsanwälte 605,50 M., sonstige Kosten 36,85 M.; in Summa 1490,17 M. Gefängnißstrafen( von mehrwöchentlicher resp. mehrmonatlicher Untersuchungshaft der Genossen Löste und Beer abgesehen) Lux: 3 Monat, 1 Monat, 1 Woche( Haft); Martini: 20 Tage; Löste: 2 Wochen und 2 Wochen; Beer: 10 Tage, 2 Tage, 14 Tage und 6 Monate. Summa 1 Jahr und 1 Monat. * Eine Konferenz der südungarischen sozialdemokratischen Partei hat Ende Juni in Temesvar stattgefunden. Sie beschäftigte sich vornehmlich mit inneren Organisationsangelegen heiten. Aus den Beschlüffen sei hervorgehoben, daß der Boltswille" in Temesvar als Parteiorgan anerkannt worden ist und daß demnächst eine ungarische Landeskonferenz abgehalten werden soll, welche eine leihe innerer Streitigkeiten zu schlichten hat. Parteipresse. Ein neues Parteiorgan ist in Hof heraus Schluß 22 Uhr. Nächste Sigung Freitag 1 Uhr. gegeben worden. Es nennt sich„ Hoser Volksblatt, Volksbote ( Schleunige Anträge Schmieder und Auer, welche lettere während für Oberfranken"; als Redakteur zeichnet Daniel Stücklen. der Sigung eingegangen sind, auf Sistirung schwebender Strafverfahren gegen die Abgg. Müller- Sagan, Schmidt- Frankfurt, Schulze Königsberg, Bueb und Megger- Hamburg; erste Berathung des Gesezentwurfs, betr. die Friedenspräsenzstärke des deutschen Heeres.) = Parteinachrichten. Zum Dortmunder Wahlschwindel. Folgender Briefwechsel, der unserm Dormunder Parteiblatt zur Veröffentlichung übergeben wird, möge der Welt zeigen, wie es mit dem politischen Anstandsgefühl des Herrn Möller bestellt ist: Parteifinanzen. Der Vertrauensmann für Minden berichtete in einer fürzlich abgehaltenen Parteiversammlung, daß im verflossenen Geschäfts- Halbjahr 247 M. 20 Pf. eingenommen und 173 M. 26 Pf. ausgegeben worden sind. Der Kassenbestand beträgt 73 M. 94 Pf. * Paris. Sonnabend, den 8. d., halten die französischen Genoffen ein Bankett zur Feier des Wahlsieges der deutschen Sozialdemokraten ab. Nach dem Bankett folgen Ansprachen, Reden und Toaste. * Polizeiliches, Gerichtliches 2c. Wegen angeblichen Vergehens gegen§ 131 des Straf gesetzbuches hatte sich der Redakteur des Offenburger Volts: freunds", Genosse Ged, am 3. Juli vor den Geschworenen zu verantworten. Das Delift sollte begangen sein durch Abdruck einiger markanter Stellen aus der bekannten Broschüre„ Soldaten oder Menschen?" Die Verhandlung endete, wie vorauszusehen war, mit Freisprechung. Tokales. aber Der Turnverein Gesundbrunnen", resp. dessen Vorstand, ist höchlichst entrüstet, daß er in seiner Mitte Sozialdemo traten hat. Er schickt uns folgendes Schreiben: Unterzeichneter bittet ergebenst um Aufnahme folgender Berichtigung: In der Nummer 149 Ihres werthen Blattes vom Mittwoch, den 28. Juni d. J. stand unter„ Sammlungen zum Wahlfonds": Vier rothe Turner aus T.-V. Gesundbrunnen Mäßchen?" 1,-." Ein Mitglied folchen Namens haben wir nicht. Außerdem sind unsere Sahungen den Grundgesehen der deutschen Turnerschaft angemessen, zu der wir auch gehören, und haben sich der Verein sowie unsere Mitglieder als folche jedem Partei- und Politiftriebe fern zu halten und insofern als Turner auch zu keinem Wahlfonds etwas zu zugeben. Turnverein Gesundbrunnen". J. A.: P. Schulz, Vorsitzender." Das nennt Herr P. Schultz eine Berichtigung! Er ist wohl der Beichtvater seiner Vereinsmitglieder! Die vier rothen Turner haben angemessen den, Sagungen" des Vereins es durchaus für unthunlich gehalten, den Herrn Vorsitzenden von ihrer Parteirichtung zu unterrichten, und der Herr Vorsitzende sollte ebenso faßungsgetreu sein und sich nicht um die Parteirichtung der Mitglieder fümmern. Uebrigens ist in den Sammlungen zum Wahlfonds nicht Mäßchen als Beitragender genannt; es ist nur der Vermerk hinzugefügt„ Mäßchen?", was wohl augenscheinlich heißen soll: Da wird ein gewisses Mäßchen in dem Verein wohl gern dahinterkommen wollen, wer wir sind." Wer mag wohl als das Mäßchen gemeint sein? Eine entsetzliche Aufklärung findet das von mehreren Blättern gemeldete Geschehniß, daß in Steglitz am SonnabendMorgen der anscheinend leblose Körper eines Mädchens in empörender Weise, mittels Handkarrens, von der Bluth'schen Gärtnerei nach dem Amtsbureau transportirt worden ist. Das Mädchen, welches sich mit dem Austragen von Backwaare beschäftigt, ist dem steinreichen Gärtnereibesiger Bluth in die Erdbeeren gegangen. Bluth selbst, der als eine gefürchtete Persönlichkeit gilt, hat das Mädchen bei der That ertappt und so lange gehetzt und geschlagen, bis es regungslos am Boden lag. Dann hat er seinem Personal den Auftrag er theilt, das Mädchen nach einem Keller zu schaffen; als dies geschehen, ist er allein nach jenem Keller gegangen, wo er ich nochmals an dem Mädchen vergriffen haben soll. Trotz des furchtbaren Jammerns und Schreiens der Gemißhandelten hat es niemand gewagt, dem Grausamen sein Opfer zu entreißen. Da die Gemißhandelte nicht wieder zum Bewußtsein gekommen ist, hat Bluth seinen Leuten befohlen, sie vom Grundstück fort ieder Menschlichkeit zuwiderlaufenden Weise erfolgt ist. Das und nach dem Amtsbureau zu schaffen, was in der gemeldeten, bedauernswerthe Mädchen ist von der Polizei in ärztliche Behandlung gegeben worden und am darauffolgenden Tage qualvoll gestorben. Die Leiche befindet sich bereits im Obduktionshause. Bluth wurde Dienstag auf staatsanwaltliche Requisition festgenommen und in das Untersuchungsgefängniß Berlin- Moabit abgeführt. Gelsenkirchen, Friedrichsstraße 49, 28. Juni 1893. Herrn Theodor Möller auf Kupferhammer bei Brackwede. Bisher mit dem Einsammeln von Wahlprotesten für den WahlTreis Dortmund beschäftigt, finde ich, daß ich mich veranlaßt finde, an Sie als Landsmann das Anfinnen zu richten, doch uns, Bielefelder" nicht die Schmach anzuthun, das mit derartigen Mitteln ,, eroberte" Reichstagsmandat anzunehmen, damit nicht zum zweiten Male der Reichstag in die Lage versetzt wird, ein vernichtendes Urtheil über im Wahlkreise Dortmund geübte Wahlpraktiken zu fällen. Wenn bei der Reichstagswahl im Jahre 1890 grobe Berstöße vorgekommen find, dann sind dieselben gegen die bei der jüngsten Gewerbegerichtliches. Sehr häufig, wenn nicht meistens, Bezüglich des festgenommenen Schreibers Paul Haupt, Reichstagswahl Stichwahl vorgekommenen groben, gewalt- fommen die Vertreter beklagter sowie klagender Arbeitgeber mit der aus den Umkleidezellen der Beloziped- Rennbahn Geld- und thätigen Wahlbeeinflussungen das reine Kinderspiel. Vollmachten für den auszufechtenden Streit, die bei Klage- Werthfachen entwendete, hat sich ferner herausgestellt, daß er auf Es unterliegt feinem Zweifel, daß nach dem gesammelten ansprüchen von 150 M. und mehr ohne Stempelmarke sind, ähnliche Weise die Bellen der Badeanstalt am Kochsee in reichhaltigen Wahlprotestmaterial, die Prüfungskommission und während bei Objekten dieser Höhe die Stempel pflicht besteht. Charlottenburg aufgesucht und geplündert hat. Ueber den auf der Reichstag die Wahl für ungiltig erklären mnüssen. Derartige ungestempelte Vollmachten berechtigen nicht zur Ver- der Rennbahn geglückten Diebstahl war er so freudig erregt, Bei der geringen Bahl, mit welcher Sie gewählt sind, glaube tretung des in Betracht kommenden Klägers oder Beklagten. daß er sich sofort nach der Badeanstalt begab und die Anich mich nicht zu täuschen, wenn ich annehme, daß Sie auf mein Natürlich gilt das auch für Arbeiter. Da nun das Gewerbe- ordnung traf, feine Belle für den nächsten Tag zu bekränzen, da Anfinnen eingehen werden. gericht nicht, wie andere Gerichte, befugt ist, die Stempelgebühr sein Geburtstag sei. Der in der Badeanstalt verübten Diebstähle Mit aller Hochachtung zeichne als Landsmann! zu liquidiren, ist es dringend jedem Interessirten anzurathen, wurde Haupt dadurch überführt, daß dem Kriminalwachtineiſter Ludwig Schröder. von vornherein auf Erfüllung der gefeßlichen Stempelpflicht Rummert bei einer Durchsuchung der Wohnung eine Badekarte Brackwede( Westfalen), 29. Juni 1893. bei Klageobjekten unter 150 m. besteht dieselbe nicht zu in die Hände fiel, die mit einer Geldtasche zusammen als ge= Herrn Ludwig Schröder achten. Dadurch schützt er sich vor unangenehmen Weiterungen stohlen gemeldet worden war. Das auf der Rennbahn entwendete Gelsenkirchen, Friedrichstr. 49. und zweitens beeinträchtigt er nicht die Wirksamkeit des Gerichts, Geld ist gleichfalls bis auf 40 M. zur Stelle gebracht worden. Auf Ihr gefl. Schreiben von gestern erwiedere ich Ihnen, dessen Hauptaufgabe mit es ja sein soll, schnell und in jeder Bedaß ich meine Pflicht als Abgeordneter für den Wahlkreis Dort ziehung möglichst billig zu arbeiten. Der gewiß feltene Fall, daß ein Menschenbiß den Tod mund- Hörde gröblich verletzen würde, wenn ich lediglich auf herbeiführt, ist in der hiesigen königlichen Klinit festgestellt worden. grund Ihrer völlig unbewiesenen Behauptung, meine Wahl sei Der Landrath des Kreises Teltow macht amtlich be- Am 28. v. M. wurde dort der 44 Jahre alte Gastwirth Friedrich durch unerlaubte Wahlbeeinflussungen zu stande gekommen, mein fannt, daß in Schöneberg eine Masern Epidemie Karl Mösenthin aus Stendal eingeliefert. Drei Tage vorher beMandat nicht ausüben wollte. ausgebrochen ist. fuchte ein Bigarrenarbeiter seine Wirthschaft und brachte es durch " Soziale Ueberlicht. An die Maurer Berlins! fein Betragen dahin, daß er vor die Thüre gefeht wurde. Besitzer des Hauses ist der Böttchermeister Lipkow, das Re-| Bier. Wenngleich es einen Bestandtheil des Bieres ausmache Während dies geschah, wurde der Mensch so wüthend, daß ihm giment führt aber Frau Lipkow und zwar so energisch, daß die und insofern diesem im allgemeinen nicht fremd fei, so sei doch Schaum aus dem Munde kam und daß er dem Wirth den Familie auf die Straße gesetzt wurde, obwohl Frau Banger erst im besonderen, d. h. in Beziehung auf ein bestimmtes Bier, jedes Daumen der rechten Hand durchbiß. Der Arm schwoll alsbald vor 10 Tagen entbunden worden war. Die Sachlage war so, Wasser, das nicht zu seiner Erzeugung gedient habe und hieran und ärztlicherseits wurde in anbetracht der hohen Gefahr die daß selbst der Gerichtsvollzieher, der am Abend die Sachen ab- durch ein Bestandtheil desselben geworden fei, in jedem Sinne Ueberführung des Verletzten nach Berlin angeordnet. Als holen follte, Mitleid hatte und die Ueberführung nach der des Wortes ein fremder Körper. Es ist also", fahren die UrtheilsMösenthin hier anlangte, war sein Zustand so bedenklich, daß Pfandkammer ablehnte, weil die Ermission erst am Mittag gründe fort, da es sich hier nur um Zusatz zu fertigem Bier der Arm abgenommen wurde. Trotzdem starb der Krante am desselben Tages erfolgt war. Kein Wunder daher, daß auch die handelt, gleichgiltig, ob vorher ein solcher Zusah nach den Regeln 1. d. M. Die Leichenöffnung ergab als Todesursache Blut- Nachbarn und die Straßenpassanten Mitleid mit der Frau Langer der Bierbrauerei Technik geboten ist... Gs genügt jede Menge vergiftung. Wenn man nicht annimmt, daß der Thäter vor dem hatten, die fast nackt und blos mit ihrem Windelfind vor der eines Busages, die eine Verschlechterung des reinen Stoffes ver Biß Speisen genossen hat, die giftige Stoffe enthielten, muß es Thür des Hauses saß, während der Gatte unterwegs war, um ursacht." als wahrscheinlich gelten, daß der Biß des rasenden Menschen Hilfe zu suchen. Hatten sich schon zahlreiche Menschen um die durch eine Vergiftung des Speichels tödtlich gewirkt hat. weinende Frau angesammelt, so entstand erst eine große Bu fammenrottung gegen 8 Uhr Abends, als die Arbeiter von der Ein betrogener Betrüger. Der 21 Jahre alte Drechsler Arbeit heimkehrten. Unterdeffen hatte sich im Hause bereits ein Paul M. war feit etwa 6 Monaten bei der hiesigen Firma A. Akt abgespielt. Die Schwester der Frau Langer, die Arbeiterin im Südwesten beschäftigt und genoß das Vertrauen des Prinzipals Marie Werner, hatte ihr bestes Kleid und ein Plätteisen in der in dem Maße, daß ihm Cheks zum Umfeßen und zur Auszahlung Langer'schen Wohnung verwahrt. Sie hatte die Hauswirthin des Geldes an die Arbeiter anvertraut wurden. M. hatte gute Frau Lipkow gebeten, die Sachen, die ihr gehörten, herauszu- Kollegen! Die Reichstags- Wahlbewegung ist vorüber Freunde, von denen Alex 2. und Otto R. ihm zuredeten, die auf geben, Frau Lipkom aber verwies die Bittende in brüster und damit tritt für uns wieder die Organisation unserer Berufs der Bank erhobenen Gelder für sich zu behalten. Am Sonnabend Weise an den Gerichtsvollzieher, wobei das eben der Schule genossen in den Vordergrund der gewerkschaftlichen Thätigkeit schenkte der junge Mann den Einflüsterungen Gehör und ver- entwachsene Töchterchen der Wirthin„ muthvoll" Beistand leistete. Kollegen! Wir sind überzeugt, daß jeder zielbewußte Berliner schwand mit etwa 400 M. in Begleitung seiner Genoffen nach Nach einer Stunde kam aber die Werner wieder, und zwar in Maurer in diesem Wahlkampfe seine Schuldigkeit gethan hat; Magdeburg. Diesen war aber darum zu thun, das Geld in Begleitung ihrer Mutter und einer Frau Laube. Höflich wurde wir erwarten aber auch von Euch, daß Ihr, als unseren Prinzipien ihren eigenen Besitz zu bringen; fie machten den wohlhabenden die Bitte wegen Herausgabe des Kleides und des Plätteisens durchdrungene Genossen, mit derselben Energie auch den wirthFreund betrunken, nahmen ihm in dem Gasthofe das Geld ab wiederholt, als aber Frau Lipkow wieder provozirend auftrat, schaftlichen Kampf aufnehmen werdet. Jeder überzeugte Sozialund verschwanden. Als m. erwachte, besaß er nur noch 2 M. und der Werner die Thür vor der Nase zuschlagen wollte, da demokrat muß auch der Organisation seiner Gewerkschaft ange90 Pf., um damit am Dienstag Morgen hier wieder einzutreffen. wurden Weiber zu Hyänen", die Thür wurde wieder aufgerissen, hören, andernfalls er ein politischer Heuchler ist, der immer Unschlüssig hat er sich nun bisher in der Stadt umhergetrieben, bas Thürschild zerschlagen und Frau Lipkom mußte sich zunächst aus Egoismus oder Feigheit sich dem wirthschaftlichen Kampfe bis er vorgestern Abend auf zureden von anderer Seite den in das Innere ihrer Wohnung flüchten. Die drei Frauensleute der gewerkschaftlichen Organisation entzieht. Verschiedene UnterEntschluß faßte, sich unter Darstellung des wahren Sachverhalts entfernten sich ruhig, als sie aber auf die Straße famen, da nehmer zahlen schon 42% Pf. Stundenlohn, und wieviel Monate selbst der Polizei zu stellen. Die Anstifter haben, wie verlautet, hatten sich schon Hunderte von der Arbeit heimkehrende Arbeiter im Jahre haben wir Arbeit? Seht Euch ferner die Schmaroßer einen großen Theil des Geldes verjubelt und sich gleichfalls wie vor dem Hause angesammelt, die sämmtlich ihrer Empörung Luft in unseren eigenen Reihen an, denkt an die Speckgesellen! Und der nach Berlin begeben. machten. Die Hauswirthin Lipkow hielt es nun für angebracht, dann werdet Ihr zugeben müssen, daß die Berliner Maurer ihr Del ins Feuer zu gießen, indem sie schmutziges Wasser aus dem Theil dazu beitragen müssen, zu verhindern, daß die GesammtSelbstmord. Aus dem dritten Stock des Hauses Kirch- Fenster auf die Volksmenge herabgoß. Das gab das Signal heit dem Pauperismus verfällt. Deshalb, Kollegen, verlangen traße 16 in Charlottenburg stürzte sich gestern Vormittag gegen dazu, daß eine Menge von Männern nach einem gegenüber und erwarten wir von Euch unbedingten Beitritt zu unserem 10 Uhr die etwa 50 Jahre alte Ehefrau des seit vier Jahren liegenden Bauplatze lief, dort Steine aufhob und damit das Verein, denn nur vereint tönnen wir dem Kapital Trotz bieten. in einem Irrenhause untergebrachten Lehrers Alfleben auf den Haus bombardirte. In der Lipkow'schen Wohnung wurden die Der Verein tagt jeden ersten Donnerstag nach dem 1. und 15. Hof hinab und starb bald darauf. Auch an der Frau waren seit Doppelfenster total zertrümmert, selbst ein Kanarienvogel in der im Monat, Abends 812 Uhr, Sebastianstr. 39. Aufnahme von einiger Zeit Spuren geistiger Umnachtung zu Tage getreten. Lipkow'schen Wohnung wurde von einem daher sausenden Steine Mitgliedern sowie Zahlung von Beiträgen ist auch ermöglicht Polizeibericht. Am 4. d. M., Vormittags, wurde im getödtet. Der Herr des Hauses hatte sich während des Standals Sonnabends Abends in den bekannten Zahlstellen. in seiner Wohnung versteckt. Drei Gendarmen und zwei PolizeiDer Vorstand des Vereins Landwehrkanal, bei der Bellealliance- Brücke, die Leiche eines diener konnten nur mit großer Anstrengung den Tumult unter zur Wahrung der Interessen der Maurer Berlins. etwa 30 Jahre alten Mannes angeschwemmt. In ihrer drücken. Das Verhalten der Frau Lipkow wurde am Schlusse Wohnung, in Alt- Moabit, wurde Nachmittags eine Frau erhängt der Verhandlung durch den Staatsanwalts- Vertreter Assessor Dr. J. A.: E. Blaurod. vorgefunden. Sie wurde jedoch noch rechtzeitig losgeschnitten Damnu scharf gekennzeichnet. Daß das Berhalten der Zentral Juvalidenkasse für die Mitglieder des Verbandes Die außerordentliche General Versammlung der und durch ärztliche Hilfe ins Leben zurückgerufen. In der Nacht zum 5. d. M. sprang ein Tischler gegenüber dem Hause Frau Lipkow vom Standpunkte der elementar Deutscher Buchdrucker, welche am 3. Juli in Weimar ab der Wertreter der Anklage offen zu, en Humanität unverantwortlich sei, gab lebend aus dem Wasser gezogen und nach der Charitee gebracht.zeitig erklärte er aber, daß gleichdie Auflösung der Invalidenkasse. Das vorhandene Ver-Im Laufe des Tages fanden vier Brände statt. Staatsbehörde aut 3 Gründen des Rechts mögen im Betrage von ca. 1 140 000 m. wird zur Unterstügung versagt fei, einzuschreiten, es nicht dem under jetzigen Invaliden und ein etwaiger Rest nach statutarischen organisirten Pöbel gestattet sein dürfe, ein Bestimmungen verwendet werden. Gericht der Rache zu bilden. Die Geschworenen Die Allgemeine Arbeiter- Kranken- und Unterstüßungs. sprachen einen Angeklagten gänzlich frei, die beiden Jüngsten fasse in Wien, die größte Krankenkasse Desterreichs feierte am mußten freigesprochen werden, weil die Geschworenen die Er- Sonntag das Fest ihres fünfundzwanzigjährigen Bestehens. Die Im National- Theater wurde am Dienstag Grillparzer's fenntniß von der Strafbarkeit der Handlung verneinten. Die Kaffe zählt 100 000 Mitglieder und besigt ein Vermögen von Medea" aufgeführt. Als Gast debütirte eine junge Kunstnovize übrigen Angeklagten wurden nur der Zusammenrottung( einfacher 260 000 fl. Fräulein Elly Francis aus Hamburg. Die Leistungen der Landfriedensbruch) schuldig erklärt, das Urtheil lautete für BauEin Streit der Seeleute ist nach einem Londoner Telejungen Dame wurden von dem anwesenden Publikum recht arbeiter Adolph Laube auf 5 Monate Gefängniß, wovon freundlich aufgenommen. Fräulein Francis besitzt sehr große 2 Monate verbüßt, dessen Ehefrau Marie, geb. Scheuer, auf gramm des H. T. B." in Melbourne im Dock ausgebrochen. Die Vorzüge. Sie ist jung, von hoher, vornehmer Figur, verfügt 6 Monate Gefängniß; für unverehelichte Marie Werner auf dortige Regierung soll es abgelehnt haben, zwischen den Rhedern über ein wohlflingendes Organ voll Feuer und Leidenschaft. 8 Monate Gefängniß; für Arbeiter Jakob Schmerbuch auf Frei- und Seeleuten zu vermitteln. Wenn das etwas überschäumende Temperament der jungen sprechung; für Tischler Richard Klitschke auf 5 Monate Ge Ein Dorn im Auge sind den waschechten Zunftbrüdern die Künstlerin sich erst etwas abgeklärt haben wird, so wird sie bei fängniß; für Schlosser Adolph Hoffmann auf Freisprechung; für Fortbildungs- Schulen. Betrachten diese Herren doch Fleiß und Eifer sicher eine Zierde jeder Bühne werden. Arbeiter Robert Scheuer auf Freisprechung. Der Gerichtshof die Lehrlinge als Menschen, die ihnen auf Gnade und Ungnade gab selbst zu, daß der Impuls der Angeflagten Mitleid gewesen überliefert sind und auf deren Arbeitsfraft sie, getreu der alten sei, daß aber in Betracht zu ziehen war, daß die Angeklagten patriarchalischen Hunger- und Prügeltradition, von Rechtswegen sich nicht in ihrem Rechte befanden. " Theater. Gerichts- Beitung. It es da, wo es der während der ganzen 24 Stunden, die der Tag zählt, Anspruch haben. Was Wunder daher, daß sie in ihrer Beschränktheit die Den Irrthum eines Bankbeamten hatte der Bäcker Zeit, welche der Lehrling in der Fortbildungs- Schule zubringt, Friedrich Rogalsky sich zu nuze gemacht und dadurch eine als eine ihnen gestohlene betrachten und am liebsten der Schule In den Streitfragen über die Sonntagsruhe, welche einer Auflage wegen Betruges zugezogen, die auch vor dem Schöffen- überhaupt den Garauß machen möchten? In größeren Städten Entscheidung durch das Kammergericht noch harren, gehört auch 50 M. Geldstrafe zur Folge hatte. Rogalsky hatte sich einige daß die öffentliche Meinung ihnen gar zu unbarmherzig auf die gerichte seine Verurtheilung zu einem Monate Gefängniß und verbergen die Zünstler zwar ihre Gelüste, weil sie wissen, die, ob die Zeitungshändler, die ihr Gewerbe auf den Straßen betreiben, des Sonntags bis 9 Uhr ihren Geschäften nachgehen tausend Mart erspart und wandte sich damit dem Differenz Finger Klopfen wird; an fleinen Orten dagegen betreiben sie dürfen. Die Polizei verbietet den Gewerbebetrieb auf der Straße geschäft an der Börse zu. Gelegentlich einer Abrechnung in dem offen ihre Minirarbeit zu Ehren des dreimal heiligen Unan Sonntagen überhaupt, der Zeitungshändler Fritz Berger, treffende Kassierer den Irrthum, dem Angeklagten 180 M. zu Bureau des von ihm beauftragten Bankgeschäites beging der be- verstands. welcher mit seinem Beitungskaften an den Königskolonnaden am viel auszuhändigen. Gleich nach dem Fortgehen des Kunden langer Zeit versuchten es die Stadtverordneten von Tirschtiegel, Die Breslauer Morgen- Zeitung" berichtet: Bor nicht Alexanderplatz steht, ist in dieser Beziehung anderer Meinung, entdeckte der Kassirer den Frrthum. er behauptet auch Sonntags feinen Plaß und ist in ewiger Fehde Angeklagten und bat um Rückgabe. Rogalsky erwiderte darauf, nur das Veto des dortigen Magistrats verhinderte das Attentat. Er schrieb dem die Fortbildungsschule in diesem Städtchen zu beseitigen, und mit den Schutzleuten. In zwei Fällen, über welche das Schöffen- daß er für das begangene Versehen nicht aufkommen könne, aus Der Ruhm der Tirschtiegler Stadtväter scheint nun die bildungsgericht gestern zu entscheiden hatte, war er neuerdings wegen erger über den bei dem letzten Differenzgeschäft gehabten Verluft feindlichen Elemente unter den Handwerkern anderer Städte der Bergehens gegen die Gewerbe- Ordnung denunzirt worden. Er fetzte der Auflage einen eigenartigen Einwand gegenüber. habe er nach dem Besuche des Bankgeschäfts eine Bierreise ge- Provinz Posen zur Nachahmung angespornt zu haben, wie aus Er behauptete, daß er seine Zeitungen gar nicht feilgeboten" macht und besonders viele Kneipen mit Damenbedienung besucht, einer Korrespondenz des„ Kuj. Boten" aus dem Städtchen Tre habe, daß er vielmehr eine ganze Anzahl fester Abonnenten be- gegen Morge.. fei er in unzurechnungsfähigem Zustande und messen hervorgeht. Nach derselben sind am Sonntag voriger fige, die monatlich ihr Abonnementsgeld bezahlen und sich täglich schaft müsse ihm entweder gestohlen oder sonstwie abhanden ge- Schritte gegen die staatliche Fortbildungsschule zu berathen. G3 aller Geldmittel bar nach Hause gekommen, feine Baar- Woche etwa 15 Handwerksmeister zusammengetreten, um über ihre Zeitung im Vorbeigehen von ihm abholen. In dem zweiten fommen sein. Das Schöffengericht glaubte dieser Erzählung wurde beschlossen, einer Schöffengerichts- Berhandlung, in welcher Falle stellte er die nicht widerlegbare Behauptung auf, daß das ebenso wenig wie der Bantbeamte. Im gestrigen Termine über eine Schulversäumniß abgeurtheilt werden sollte, beis Geld, welches ihm erwiesenermaßen von einem Passanten ge- vor der Berujungsinstanz erklärte auch der Vertheidiger des An- zuwohnen und bei ungünstigem Ausfall vorzugehen. Glücklicher geben worden, gar nicht als Entgelt für eine Beitung gegeben geklagten, R.-A. Leonhard Friedmann, daß auch er demselben Weise ist dafür gesorgt, daß selbst in Tremeffen die zünstlerischen sei, sondern für ein Inserat, welches er dem Kunden besorgt feinen Glauben schenken fönne. hatte. Der Staatsanwalt meinte, daß auch in einem solchen bescholtenen nur mit einer Geldstrafe zu belegen. Es sei nun die Regierung die Sache der Fortbildungsschulen gegen derartige Er bitte aber, den bisher Un- Bäume nicht in den Himmel wachsen; bis jetzt wenigstens hat Aushändigen der Zeitungen an fefte Abonnenten ein Feilhalten" einmal eine im Publikum weit verbreitete, wenn auch irrige An- Angriffe ftets sehr energisch vertheidigt und wird es hoffentlich zu erblicken sei, da da sonst alle Straßen- Zeitungshändler die Bestimmungen über den Betrieb des Handelsgewerbes an sicht, daß ein Bankbeamter, der irrthümlich zu viel auszahle, den auch in Zukunft thun." Sonntagen leicht illusorisch machen könnten. Es wurden deshalb Gerichtshof fand sich nicht veranlaßt, an dem ersten Urtheil etwas Verlust zu tragen habe und feine Ansprüche machen könne. Der Aus Mainz läßt sich die„ Vosfische Zeitung" berichten: 40 M. Geldbr.ße beantragt. Der Gerichtshof erkannte jedoch nach Die unter Führung des Geh. Kommerzienraths St. E. Michel dem Antrage des Rechtsanwalts Goldschmidt auf Freisprechung. 34 ändern, sondern verwarf die Berufung. stehende Mehrheit der hiesigen Stadtverordneten- Versammlung Da§ 41a der Gewerbe- Ordnung sich nur auf den Gewerbebetrieb in offenen Berlaufsstätten beziehe, die Verordnung vom 20. Juni Tagespost", welchen das" Berliner Tageblatt" am" 6. Juni in Wind aus den Segeln zu nehmen. Man wählt ihre Mitglieder Vom Brautkranze handelte ein Artikel der„ Eisenacher versteht es ausgezeichnet, den Sozialdemokraten den 1892 den Betrieb des Handelsgewerbes im allgemeinen regele und es an einer Verordnung fehle, durch welche der Gewerbe: abgeschwächter Form übernommen hatte. Es wurde darin das in die verschiedenen Kommissionen und veranlaßt sie so zur post: betrieb auf der Straße an Sonntagen überhaupt verboten werde, einem Brautpaare gegenüber als Aufsehen erregend dargestellt befangene Beurtheilung und eventuell Annahme. Neulich beanVorgehen des Pfarrers Horn zu Depferhausen bei Meiningen tiven Mitarbeit. Stellen sie einen Antrag, so erfährt er unso hatte, nach Ansicht des Gerichtshofes, der Angeklagte, der als Darnach sollte Pfarrer Horn einem der Kirchlichen Einsegnung tragte der Stadtv. Dörr, daß den Arbeitern der Besuch der Beitungsspediteur thätig war, auch das Recht, sein Beitungs- ihrer Ghe harrenden Brautpaare befohlen haben, den Kranz vom Konzerte der städtischen Kapelle gegen ein geringes Eintrittsgeld speditionsgeschäft bis 9 Uhr Vormittags zu besorgen. Kopfe der Braut zu entfernen, da diese des Schmuckes nicht zugänglich sein solle; man inöge jogenannte Volts- Konzerte einDer Zahnarzt Robert Wolf wurde von dem Landgericht 1 würdig sei. Der Pfarrer sollte dann selbst Hand angelegt und richten. Der Antrag wurde angenommen. Vorgestern nun wurde wegen Bergehens gegen§ 110, bas er durch Verlesung einer den Kranz herunter genommen haben, worüber die Braut schwer- das erste dieser Konzerte abgehalten, aber die Arbeiter blieben Stelle aus der Liebknecht'schen Broschüre zu Schutz und Trug" müthig geworden sei.- Wegen dieses Artifels hatte Pfarrer fern. Freilich wäre es besser, solche Veranstaltungen auf den in einer öffentlichen Bersammlung von Wännern und Frauen Horn den Strafantrag gegen den Redakteur Harich gestellt, und Sonntag zu verlegen, und das wird voraussichtlich auch geschehen. Was diese Notiz besagen soll, ist der Vossischen Beitung" Aus am 12. Februar d. J. begangen haben soll, zu 100 M. Geld- dieser wurde gestern vor der I. Etraftammer zur Berantwortung gewahrscheinlich selber unerfindlich. Wenn sie mit dem hinter ihr strafe verurtheilt. Das Schwurgericht des Landgerichts 1, welches am Mons tag seine Sigungen begann, hatte in den verflossenen drei Sigungstagen nur Meineidssachen zu verhandeln. Gestern befand sich der Tischler Hermann Seibt dieserhalb auf der Anflagebant. In einer geringfügigen Straffache hatte Seibt vor dem Schöffengerichte einen Meineid in höchst frivoler Weise ge leiftet, um feine angeklagte Wirthin zu entlasten. Die Ge schworenen bejahten die Schuldfrage nach kurzer Berathung, worauf der Gerichtshof den Angeklagten zu 2%, Jahren Buchthaus, 5jährigem Ehrverlust und dauernder Unfähigkeit als Beuge auf zutreten, verurtheilte. 0 Die Kranzgeschichte sich nicht ganz in der geschilderten Form stehenenden Philifterflüngel glaubt, durch Annahme sozialistischer abgespielt hatte. Insbesondere hatte nicht der Pfarrer den Kranz Anträge in Stadtverordneten- Kollegien und Parlamenten der entjernt, sondern die Brautleute selbst, nachdem der Pfarrer seinen Sozialdemokratie den Wind aus den Segeln nehmen zu tönnen, dahingehenden Willen fund gethan und ein Messer zur Ent- so wundert es uns sehr, daß man in Berlin nicht bereits die fernung des Kranzes dargeboten hatte, zum andern aber war die Probe auf dies Grempel gemacht hat. Was es übrigens mit dem Braut nicht schwermüthig geworden, es hatte sich bei ihr viel der Arbeiterschaft vorgeworfenen Banaufenthum auf sich hat, das mehr nur ein Nasenbluten eingestellt. Der Staatsanwalt hielt möge der Vossin eine Mainzer Korrespondenz der" Frankfurter hiernach eine Beleidigung durch nicht erweislich wahre That Beitung" auseinandersehen, welche lautet: G3 war recht von fachen für vorliegend und beantragte 300 Mart Geldbuße. den hiesigen Stadtvätern, daß sie den gut gemeinten Antrag ihres Rechtsanwalt Mosse glaubte dagegen, daß bei der Behandlung sozialistischen Kollegen Dörr auf Schaffung von„ Boltskonzerten" diefes eigenartiges Falles der Angeklagte jede beleidigende Form durch die städtische Kapelle annahmen; leider ist das Experiment vermieden habe und bestritt die formelle Richtigkeit des Strafverunglückt, und das lag an den Veranstaltern. Als antrages. Der Gerichtshof erkannte auf 100 M. Geldbuße. ich gestern Abend nach dem Garten der Stadthalle ging, malte Ein Landfriedensbruch unterlag am Mittwoch dem Verdikt ich mir aus, wie schön es sei, daß nun auch die Armen und der Geschworenen am Landgericht II. Am 14. September v. J. Der Zusak von Waffer zn fertigem Bier ist nach einem Entbehrenden rechte Kunst genießen sollten. Und doch stiegen wurde die Familie des Kutschers Langer, die im Hause Stein- Urtheil des Heichsgerichts als Fälschung zu bestrafen. Gin an- Bweifel in mir auf. Ist der Sonnabend geeignet für Arbeitsmegstraße 23 in Rigdorf wohnte, ermittirt. Der Ehemann war geklagter Braumeister hatte eingewandt, Wasser sei fein dem leute? Ist nicht selbst ein Eintrittsgeld von 20 Pf. zu hoch für verunglückt, war von einem Wagen überfahren worden, hatte Biere fremder Gegenstand; es verbinde fich init dem fertigen Leute, die bei 12-20 M. Wochenlohn eine mehrtöpfige Familie den Fuß gebrochen und mehrere Monate im Krankenhause zu- Biere so vollständig wie das vorher dazu verwendete Wasser und ernähren müssen? Weiter fragte ich mich: Kommt das Konzertgebracht. Bährend dieser Zeit konnte die Frau feine Miethe lasse sich als späterer Zusatz chemisch gar nicht nachweisen. Das programm dem Geschmacke der Besucher entgegen? Mit der zahlen und dies um so weniger, weil sie sich in hochschwangerem Reichsgericht hat diese Argumentation verworfen. Das Natur Lösung dieser Frage beschäftigt, trat ich es war 912 Uhr Bustande befand und deshalb nicht auf Arbeit gehen fonnte. produtt Waffer sei ein anderer Gegenstand als das Kunstprodukt in den Garten; er zeigte sich nicht zur Hälfte befeßt. Ich schaute " " = Mais nach dem„ Volke" aus, von dem aber konnte nichts entdeckt sollen den verschiedenen Agitatoren gewisse Routen vorgeschrieben weg Treptow.manzipation, Abends 8% Uhr bei Spät, Weinstr. 28 werden. Das gewohnte Stamm- Publikum der städtischen Kon- werden. In den Städten und Provinzen, wo die Bewegung Reichenbergerstr. 157, Gigung. Sozialistischer Lese und Distutirtlub Abends 8% Uhr, Distutirtlub Bettget ft" jeden Don= zerte faß an den Tischen, alles wohlgenährte und wohl noch zurück ist, sollen nur Brauer sprechen, da diese am ersten im nerstag nach dem 1. und 15. des Monats bet Tempel, Langeftr. 65, Abends habende, reiche, sehr reiche Leutchen; auch das schnei- stande sind, die Leute über die Verhältnisse aufzuklären; dort aber, 8 Uhr. ,, Brüderlich teit". Abends 9 Uhr, im Restaurant Wernau, dige Militär und die Gigerl's aller Art fehlten wo die Leute schon aufgeklärt sind, können beliebige Redner Rosenstr. 30. Arbeiter- Sängerbund Berlins und umgegend. Alle Aenderungen im nicht. Abseits von der kleinen Zuhörerschaft war ein gewählt werden. Als Referenten werden Hilpert( Berlin), Bereinstalender sind zu richten an Friedrich Kortum, Manteuffelstr. 70. hübsches Plätzchen; dort setzte ich mich nieder und studirte das Müllmer( Hannover), Schmidt( Nürnberg), als Hilfskräfte Preuß Donnerstag. Uebungsstunde Abends suhr. Aufnahme neuer Mitglieder. Programm. Welche Zusammenstellung von Stücken für ein( Berlin), Wagemann( Mannheim), Tänessen( Barmen) gewählt. wuttte.- Frühlingsluft, Bülowstr. 59, bei Werner. Breßelschluß, St. Urban, Annenstr. 9, bei Prog.. Kornblume, Blumenstr. 54, bet Volts"-Konzert: Kriegsrateten", Potpourri,„ Für's Es folgen dann die Berathungen über das Verbandsorgan. Annenstr. 16, bet Keßner. Weiße Rose, Reinickendorf, Seeschlößchen bei Vaterland", Marsch, Victoria Quadrille" u. a. m.; Der Name wurde bereits festgestellt. Wiehle, der Redakteur des Böttcher.morgenroth 1, Rummelsburg, Berlinerstraße 9, bei Friefecte. mir behagten diese Kompositionen nicht; andern, wie es schien, Organs, betont, wie schwer es ist, in dieser Beziehung jedem ge: Ginigteit( Sutmacher), Bappel- Allee 3/4. b. M. Meinhardt.- Harmonie, Dorfglödlein, Wilmersdorf, Berliner- und Auguftstr.- Ecke bei Schulz. auch nicht. Die Stimmung fehlte. Draußen aber, nur wenige recht zu werden. Der Kopf des Blattes mit Titelbild fällt weg, Tempelhof, Dorfitr. 10, bet Gerth. Oft- und Westpreußischer MännerSchritte entfernt, floß der Rhein, erleuchtet von unzähligen da solches den heutigen Bedürfnissen nicht mehr entspricht; jedoch Gesangverein, Solzmarktstr. 3, bei Deter. Edelweiß, MelchiorLichtern. Was ließe sich auf diesem schönen Fleckchen Erde nicht soll das Blatt nicht in vergrößertem Format erscheinen, sondern glödchen 2, Güb- ft, Reichenber gerftr. 16 b. Bagold. Freie Sänger, straße 15, b. Stehmann. Borar, Wienerstr. 31 b. Drügemüller. schaffen? Bu Tausenden müßte das arbeitende Volk nach des im Bedarfsfalle durch eine Beilage ergänzt werden. Inter- rautftr. 6, bei Rudolf. Butunfts, Welten, bei W. Grunow.-KreuzTages Müh herbeiftrömen und in edler Kunst schwelgen. Freilich nationale Verbindung wird fast von allen Zweigvereinen be- berger Sarmonie Fichtestraße 29, bet träfche. Nordstern, nicht mit leerem Magen, da hört alles auf. Vor allem aber antragt. Von Kurzenfnabe, dem Nationalsekretär des Brauer Nachmittags, Gipsstraße 3 bet Pyrted. Müllerstr. 7 bei Reichardt. Morgengrauen,( Bäcker), 3 bis 5 Uhr Steinfeger Sängerchor, gebe man den Sonntag frei, das ist der richtige Tag der Er- bundes in den Vereinigten Staaten, wurde der Antrag gestellt, Kastanien uuee Nr. 28 bei Maiwald. Liedes Echo, Seichenbergerholung, und herab mit dem Eintrittspreise auf 10 ẞf.! Lang- sich durch gegenseitige Mitgliedskarten zu verbinden. Es würde fraße Nr. 145-146 bei Brandt. Liedertafel Westend, Blumenthalfam schlenderte ich dem Ausgang zu. Kellner, einen Rheinsalm dann jeder deutsche Brauer, der nach Amerika straße 5 bei Behrendt. Vorwärts 9, Charlottenburg, Schillerstr. 102 geht, bei Stahl. Gesangverein Abendroth in Deutsch- Wilmersdorf bei grillé"( Summa Summarum 2,50 M.), schnarrte ein Jüngling. fofort Mitglied der dortigen Union sein, und daß die Mölter. Gesangverein der Stucateure Bert ins und Umgegend, SeydelAn der Umzäunung standen Hunderte von Menschen; bleiche, Amerikaner die Deutschen im eventuellen Lohnkampfe in der Straße so bei Preußer.- Arbeiter- Gesango. Spandau Lynarstraße Restaurant Kiefers. Gesangverein abgehärmte Männer, Frauen und Kinder, fie lauschten den ausgiebigsten Weise unterstützen würden, haben sie bei dem HamVorwärts 2" Schönhauser Allee 28, bei Kuhl= men. Arbeiter- Gesangverein yra 2, Charlottenburg, Caurftr. 23, bet Klängen der Musit. Hier also war das Volk zu suchen! burger Ausstand genügend gezeigt. Es wird nun beantragt, in sange.- Gefangverein Felfen fest( Gem. Chor), Badstr. 12, Victoriagarten. ein Freizügigkeitsverhältniß mit den amerikanischen Kollegen zu Gesangverein Collegia 2( freie Bereinigung der Zivil- Berufsmusiker), Neue Gefangverein der Kürschner, Landsbergermit der erste Schritt zur internationalen Verbindung gethan. Goring. treten. Dieser Antrag wird einstimmig angenommen und ist so- Friedrichstr. 44, bei Röllig. straße 81 bet Seehausen. Gesangverein Arion in Wittenberge, bet Gefangverein Glodenrein( gem. Chor) Kaftanien- Allee 95/96. Steinnette, Röslinerstr. 17. Sängerrunde, Kottbuserstr. 6 Auch von Desterreich liegen Nachrichten vor, daß die dortigen bei Braun.- Alpenrose, Grenzftr. 16 bei Seidel. Frohsinn 2, Kollegen weder mit den herrschenden Zuständen, noch mit der Friedrichsberg- Lichtenberg, Frankfurter Chauffee bet Müller. · Treu und Vertretung ihrer Interessen zufrieden sind und sie suchen deshalbeit, Lebuferstraße 5 bet Nemiz. Gefangverein Brüderschaft StallVerbindung mit dem deutschen Verband. Der nächste Ver- schreiberstraße 29"" Sum eisernen Stab". Gefangverein Freundesbandstag wird in Berlin abgehalten; für 1895 ist Dortmund treue( gem. Chor), Sandsbergerstr. 31 bei Seehausen.- Brauer- Gesangverein Gerstenähre, Neue Friedrichstr. 20 bei F. Keller.- Gesangverein Einvorgesehen. Es war beantragt worden, den Verbandsvorstand mehr tracht 2, Neu- Glienicke, Hudowerstraße bet Hasdorf. Fris" Naunyn- ,, Waldesgrün"( gem. Chor) Böchstr. 8 nach Süddeutschland zu verlegen, was abgelehnt wurde und fraße 86, bei Frig Bubeil. bet M. Moewes. Vergnügungsverein Felsenfeft" in Rigdorf, Herverbleibt der Verbandsvorstand in Hannover. Als Vorsitzender, mannstraße 167 bei Fülleborn. Bund der geselligen Arbeitervereine Berlins und Umgegend. Rendant und Redakteur des Verbandsorgans wird Wiehle gewählt und bleibt demselben überlassen, sich die Ergänzungs- alle Sufchriften den Bund betreffend find zu richten an: sentet, personen selbst auszuwählen. Wiehle erstattet sodann Bericht Bergmannstr. 21, Sof 3 Tr. Donnerstag: Bergnügungsverein Bruderbund, Andreasstr. 8 bei Noll. Rauchflub Graue Worte, Krautstr. 48. über den Kongreß der in der Nahrungsmittel- Branche beschäftigten Musikverein Osiris, Adalbertstr. 21. Geselliger Verein Grüne Arbeiter in Hannover. Er erklärt sich im Prinzip mit den dort sich e( vor dem Salle'schen Thor), Solmsstr. 1 bei Raporte. Regelgefaßten Beschlüssen einverstanden, doch ist für die Brauer die klub" Quftige 13", Wienerstr. 1 bei Boll. Bergnügungsverein JugendIust, Ohmgaffe 2 bei Krebs. Rauchflub Frisch auf, Koppenstr. 43 bei Beit zum Anschluß an einen Verband der in der NahrungsmittelBranche beschäftigten Arbeiter noch nicht gekommen. Außerdem sind auch die Verhältnisse der Brauer ganz andere als die der Bäcker und Metzger, da dieses meist Kleinbetriebe sind, die Brauer aber Fabrifarbeiter seien. Die Diskussion über diesen Punkt wird dann auf Nachmittag vertagt. Eine bemerkenswerthe Entscheidung zur Unfallver. ficherung hat das Reichs- Versicherungsamt vor kurzem getroffen. Die Müllerei- Berufsgenossenschaft hatte die Entschädigung eines Unfalles abgelehnt, weil der Verunglückte in der Wohnstube des Meisters sein Vesperbrot verzehrt hatte und beim Hinausgehen nach seiner Arbeit dadurch verunglückte, daß er ausrutschte, über einen Wasserkübel fiel und einige Rippen brach. Das Reichs- Versicherungsamt entschied, daß die Begründung der Müllerei- Berufsgenossenschaft, nach welcher während der Vesper die Versicherung geruht(!!) habe, nicht zutreffend fei und verurtheilte die Berufsgenossenschaft zur Entschädigung des Unfalles. Wenn es gilt, einem Arbeiter seine Rente illusorisch zu machen, wird oft ein erstaunlicher Scharfsinn entwickelt. Die Lage der landwirthschaftlichen Dienstboten in Oberösterreich erfährt eine treffende Beleuchtung in einer Buschrist, welche die Wiener Wolfstribüne veröffentlicht. Es heißt darin: der Stadt und Versammlungen. Berich Sprecisaal. " Es wäre sehr nothwendig, daß man sich einmal um die Dienstboten auf dem Lande umsehen würde. 15-18stündige Arbeitszeit ist hier das Gewöhnliche. Bei der Getreide und Futterernte ist das Aufstehen um 1 oder 2 Uhr Früh nicht Seltenes, in der anderen Zeit aber spätestens 4 Uhr. Das geht dann bis 7 Uhr Abends, die Stallbediensteten tönnen sogar bis 9 Uhr Abends Die Redaktion stellt die Benuzung des Sprechsaals, soweit der Raum dafü racern. Diese sogenannten Dienstboten sind natürlich der gräßabzugeben ist, dem Publikum zur Besprechung von Angelegenheiten allgemeinen Intereffes zur Verfügung; sie wahrt sich aber gleichzeitig dagegen, mit dem lichsten Size wie dem ärgsten Unwetter ausgesetzt. Dabei ist der Inhalt desselben identifizirt zu werden. Lohn ein elender. Ein Knecht mit 70 fl. Lohn jährlich muß 3ur Frage der freien Arztwahl. schon sehr tüchtig sein, eine Dirne" hat höchstens 50-60 fl., da Nach einem Berichte über die Generalversammlung der muß sie aber in Haus und Stall brauchbar sein und auch auf Die Stockarbeiter beschäftigten sich am 3. Juli in einer dem Felde mitarbeiten wie ein Knecht. Die guten alten Ge- Versammlung mit dem Streit bei den Gebrüdern v. Kalinowski. Ortskrankenkasse der Tischler und Pianofortearbeiter( Nr. 151 des bräuche, wie„ Bauernfeiertage", die früher üblichen Mahlzeiten Julius Hildebrandt führte folgendes aus: Die Volts- Vorwärts") hat dort der Rendant der hiesigen Ortskrankenkasse zu Martini, Weihnachten, im Fasching 2c., die doch dem„ Ge- Zeitung", das Organ der sogenannten Demokraten, fei es ge- neten Verein aufgestellt, die in jeder Beziehung unrichtig sind. der Bildhauer, Herr Lampe, Behauptungen über den unterzeich finde" einige fröhliche Stunden verschafften, werden immer wesen, die bei Beginn des Streits, also vor etwa fünf Wochen, weniger gehalten. Die Hudeleien sind nicht zu beschreiben, durch Aufnahme eines Artikels der Gebrüder v. K. verwirrend Es ist erstens unrichtig, daß bei der Bildhauerkaffe die Auszumindest sind sie ebenso arg wie bei den" Gnädigen" in in die Bewegung eingegriffen habe. Verwirrend deshalb, weil gabe für Arzthonorar im 1. Quartal 1893 um 3509,99 M. höher war, als im 1. Quartal 1892. Das Honorar, das die Bildhauerdie Redaktion anfänglich weigerte, immer schlechter und sich eine die Kost wird. aufzunehmen und eine tasse uns für das 1. Quartal 1893 gezahlt hat, betrug überhaupt folche ungenießbarer. Was der Bauer nicht ist, bekommen die Dienst- tigung erst aufnahm, leute, und sie müssen's zufrieden sein. Und da wundern sich die als man sich auf das Preßgesetz berief; darüber sei aber nur 2229,75 M.; zweitens ist es unrichtig, daß ein Arzt bei länglichen Dienstgeber, wenn niemand mehr„ dienen" will und eine Woche vergangen, Zeit genug, um auf grund der bis dahin etwas gesteigerter Inanspruchnahme seiner Person erklärt hat, lieber als Fabritarbeiter fein gewiß auch trauriges Brot sucht. unwidersprochenen Behauptungen v. K's. das Gerücht sich in den er möchte nicht gern feinen Kollegen so große Konkurrenz machen Auch Arbeitslosigkeit herrscht unter den landwirthschaftlichen Ar- weitesten Kollegen freisen verbreiten zu lassen, der Streit wäre und er werde in Zukunft nur noch Kassenbeamte resp. Vorstandsbeitern. Ist die Ernte vorbei, so tönnen jedes Jahr eine An- thatsächlich frivol. In der betreffenden Zusendung der Firma mitglieder behandeln". Der Arzt, der hier nur gemeint sein zahl von Leuten gehen, ohne daß man sie fragt, wovon sie ist nämlich behauptet worden, ihre Arbeiter hätten 25 bis 30 m. kann, ist der Vorsitzende unseres Vereins; dieser ist bei Beden Winter über leben sollen. Das Prinzip Leben und leben die Woche verdient. Es lasse sich nicht leugnen, daß einzelne schwerden von Aerzten gegen Rassenmitglieder und von KaffenLassen" fennt man schon lange nicht mehr. Die Maschinen der in den Ausstand Getretenen bis zu 33 m. verdient haben; mitgliedern gegen Aerzte, oder Aerzten untereinander, die dringen auch in der Landwirthschaft immer mehr ein und werfen das sei aber nur in besonders, guten Wochen" gewesen und dann mit erste Instanz, und deshalb glaubt er die Unparteilichkeit Menschen in die Noth. It's ein Wunder, wenn sich mancher Ginrechnung der Entlohnung für Ueberstunden. Um diese Verdienste seiner Geschäftsführung gesicherter, wenn er sich von jeder Bean fremdem Eigenthum vergreift? habe es sich aber garnicht gehandelt, sondern in Wirklichkeit sei der handlung fern hält. Er hat einem Mitgliede der BildhauerWas bleibt da aber zu thun? Vorläufig nichts, als sich, Streit nur ein Solidaritätsatt zu gunsten zweier schlecht gestellten Kasse dies in höflichster Weise erklärt, und wenige Tage hierauf ein anderes Mitglied derselben Kasse, das zufällig ein Vorstandsben Arbeitern in der Stadt gleich, zusammenthun, und Rechte Feiler. Dieselben hätten durch ihre Bücher sei das nachzuund beffere Bedingungen zu fordern. Sollte es unmöglich sein, weisen einen Durchschnitts- Wochenverdienst von 18 und 20 m. mitglied war, nur deshalb untersucht, um ihm- es war Sonntag - viele vergebliche Wege zu ersparen. Das Verfahren unseres daß sich auch die Lagelöhner und Dienstboten beiderlei Geschlechts gehabt. Da sei auf einen neuen Artikel ein ca. 40prozentiger auf dem Lande organisiren? Es muß gehen. Wenden wir uns Abzug gemacht worden, so daß sie bei dieser Arbeit es vielleicht Vorsitzenden hat aus den angeführten Gründen durchaus die an die große Arbeiterpartei. Sie wird, ja sie muß uns ja helfen auf 13 und 15 M. die Woche hätten bringen können. Die Beiden Billigung der Delegirten derjenigen Ortskrankenkassen gefunden, und es wird ihr um so leichter sein, uns rasch zu helfen, wenn hätten auf ihre Mehrforderung einfach die Antwort erhalten: die sich zur Freien Vereinigung der Berliner Ortsfrankenkassen wir uns ihr anschließen und sie unterstützen. Beherzigt diese Sie können aufhören!" Darauf seien die anderen Kollegen an mit freier Arztwahl" vereinigt haben. Was schließlich den Fall Worte, Ihr Arbeiter auf dem Lande, die Ihr so oft beneidet den Chef herangetreten und hätten in der vernünftigsten Weise Buscher anbetrifft, so haben wir denselben nur aus der Zeitung werdet von denen, die nichts thun und die nicht wissen, wie's mehrmals versucht, zu gunsten der Feiler eine Einigung herbei- erfahren, obwohl fontraktlich zur Erledigung von Beschwerden Euch geht; dann wird's Euch und allen Arbeitern besser gehen. zuführen, ohne Gehör zu finden. Der Streit war die Folge. eine aus drei Aerzten und drei Kassenmitgliedern bestehende Von den 14 Streifenden sei einer anfangs gleich abtrünnig ge- Beschwerde- Kommission berufen werden soll. Es ist wiederum Ein Berbandstag der Brauer wird dieser Tage in worden, während 8 anderwärts untergebracht und 4 noch zu nicht wahr, daß Herr Buscher bei drei Aerzten vergeblich Einlaß Raraberg abgehalten. Anwesend sind 20 Delegirte, die unterstüßen seien. Ein Antrag, den Streit für beendet zu er- gesucht hat, sondern er hat den ersten Arzt, den er aufsuchte, zufammen 64 Stimmen haben. Im Rechenschaftsbericht wurde flären, wurde wieder zurückgezogen. Eine Resolution, in welcher fonfultiren können. Es ist auch unrichtig, daß derselbe an hochmitgetheilt, daß sich die Mitgliederzahl im legten Geschäftsjahr das Verhalten der„ Volts- Zeitung" aufs schärfste getadelt wurde, gradiger Schwindsucht leidet: sein Leiden bestand nur in einer perdoppelt hat, der Verband zählt 4580 Mitglieder. Ein be- fand einstimmige Annahme. Nervosität, nach deren Besserung er ununterbrochen arbeitsfähig fonders glücklicher Griff war die obligatorische Einführung der Außerdem wurde noch eine Resolution angenommen, in der gewesen ist. Verbandszeitung. An Unterstützung für Streits wurden 1720 M. die Versammelten den Streit für berechtigt erklären, den Ausgewährt. Die statistischen Erhebungen haben gezeigt, daß in den ständigen ihre Unterstützung zusagen und das Vorgehen des 90 Brauereien, in welchen solche angestellt wurden, 18 Stunden Schuigers Knappe verurtheilen. gearbeitet wird, und dabei kommen nur Städte in Betracht, in welchen die Arbeiterverhältnisse günstige sind. Die Kassen- Eine öffentliche Versammlung der Gasanstalts- Arbeiter verhältnisse würden bessere sein, wenn Vereins- beschäftigte sich am 2. Juli mit den Lohn- und Arbeitsverhält vorstände ihren Verpflichtungen besser nachgekommen wären. nissen dieser Arbeitsbranche. Genosse Sch ware beleuchtete Die Einnahmen betrugen 13 701,38 m., die Ausgaben in seinem Referate vielfache Mißstände und führte an, daß die 11 525,08 m. Die Ausgaben waren deshalb so groß, weil ein Sofarbeiter und Rohlenkarrer troß der sehr schweren Arbeit häufig flagen, mit einem Schlage durch die Einführung der freien Arztwahl Defizit von über 1300 m., welches durch das Verbandsorgan noch nicht 3 M. pro Tag verdienten. Er stellte eine Lohn- beseitigt werden, und bedauern es deshalb um so mehr, wenn entstanden war, gedeckt werden mußte. Das Vermögen des Ber- bewegung zu gunsten einer 25prozentigen Lohnerhöhung in Aus- durch Anführung direkter unwahrheiten ihrer weiteren Ausbandes beziffert sich gegenwärtig auf 1187 m. 75 Pf. Nach Be- ficht. Diese Absicht habe die Zustimmung der englischen und dehnung Hindernisse bereitet werden. sprechung einiger in Hamburg vorgekommenen Unregelmäßigkeiten amerikanischen Gewerkschaft der Gasarbeiter gefunden, welche Der Verein der freigewählten Kaffenärzte. folgte die Fortsetzung der Statuten berathung. Das Eintrittsgeld ihrerseits eintretenden Falles finanzielle Unterſtüßung in Aussicht wird von 2 auf 1 W. herabgesezt; der Monatsbeitrag von 80 Pf. gestellt hätten. Diese Mittheilung wurde mit Befriedigung ent bleibt bestehen, und bleibt es den einzelnen Vereinsvorständen gegengenommen und verpflichteten sich die Anwesenden, im Falle überlassen, diesen Beitrag wöchentlich oder monatlich einzuziehen. einer Lohnbewegung thatkräftig für eine Lohnerhöhung von Von den Beiträgen find pro Mitglied monatlich 60 Pf. an die 25 pt. einzutreten. Wenn von den vorhandenen etwa 2000 GasVerbandstaffe abzuliefern, 20 Pf. bleiben zur Beftreitung der anstalts- Arbeitern auch verhältnißmäßig wenige organisirt feien, Eine Reminiszenz. Wir lesen in verschiedenen Blättern: Lokalvereinstoften am Orte. Ferner wurde beschlossen, daß Mit so mache der bestehende Fachverein doch ersichtliche Fortschritte Ueber das Schicksal der Königin Marie Angliedern, welche infolge Agitation gemaßregelt werden, Unter- bezüglich des Wachsthums seiner Mitgliederzahl, was ein erftützung bis zur Hälfte des verdienten Lohnes gewährt werden freuliches Zeichen sei. Der Verein veranstaltet am 22. Juli im toinette während der letzten Hälfte ihrer Gefangenschaft foll. Dies wird angenommen. Von Bedeutung ist der Beschluß, Märkischen Hof", Admiralstr. 18c, und am 12. August im brangen nur spärliche Nachrichten nach Deutschland. daß Streifende nur vier Wochen vom Verbande zu unterstützen Colberger Salon", Colbergerstr. 23, je einen Sommernachtsball. brachte die" Magdeburger Zeitung" vom Juni 1793 aus find, alles andere foll den lokalen Verhältnissen angemessen Frankreich nachstehende kurze Notiz:„ Aus dem Templegeregelt werden. Der Rechtsschutz hat im ganzen 263 Mart Versammlung der Händler( Straßenhändler) Behnfs Gründung eines Vereins tagte am 3. Juli eine thurm ist nichts weiter bekannt geworden, als daß die von Königin zum Zeitvertreib für ihren Sohn den Roman Gil 22 Pf. Kosten verursacht. Verschiedene Punkte im Rechtsschutz- Berlin und Umgegend. Nachdem die von Herrn Maybaum Blas" verlangt habe, welchen der Genteinderath obgleich nicht Reglement werden geändert und einige neue aufgenommen, baupt ausgearbeiteten Statuten angenommen waren, beschloß man eine ohne Schwierigkeiten zugestanden hat, indem u. a. eingewendet sächlich der, daß den Mitgliedern in allen Rechtsfällen betreffs größere Versammlung am 13. Juli einzuberufen. Herr May- wurde, daß einem so fähigen und frühreifender Unfallversicherung Rechnung getragen werden muß. Statuten, baum sprach hierauf über die am 3. Juni an den Minister den Kinde fein Buch in die Hände gegeben Streifreglement und Rechtsschuß sind hiermit erledigt und wird von Berlepsch abgegangene Resolution betr. die Regelung werden müsse, woraus es listige Kunstgriffe beschlossen, die Statuten am 1. Oftober d. J. in Kraft treten zu der Sonntagsruhe im Handelsgewerbe. Zum Schluß verpflichteten lernen könnte!"" lassen. Es wird dann die Wahl der verschiedenen Kommissionen sich die Anwesenden, thatkräftig für den neuen Verein einzutreten. vorgenommen; zuerst des Preßausschusses. Es werden gewählt Die franzöfifchen Schreckensmänner" haben von Erziehung Müllmer- Hannover, Hilpert- Berlin und Vees- Stuttgart. Die Lehrkursus der Berliner Arbeiter und Arbeiterinnen zur ersten jedenfalls bessere Begriffe gehabt, als die Königin Marie Rechtsschutz- Kommission besteht in Berlin und wird es den Silfe bet Unglücksfällen. Donnerstag, den 6. Juli, Abends 8½ Uhr, bet Antoinette. Wer Gil Blas fennt, weiß, daß es eine unpassendere dortigen Kollegen anheimgegeben, die geeigneten Mitglieder tursus. Bortrag des Herrn Dr. Griſteller über: Transport Berunglückter. Lektüre für einen Knaben überhaupt nicht geben kann. Und Bolg. Alte Jakobstraße 75. Leyte Uebungs- und Lehrstunde des Sommerauszuwählen. Als weiterer Punkt der Tagesordnung Besprechung über die Partte nach Grünau. tommt die Agitation zur Berathung. nicht die französischen Kommuneleute( der Gemeinderath" ist die Es kommen An- Arbeiter- Bildungsschule. Donnerstag Abends 8%-10% uhr: Südträge von verschiedenen Städten zur Verlesung Schule, Mariendorferjir. 5( bet Grube): Unterricht in Deutsch( oberes). furchtbare" Kommune von 1792) find durch obige Notiz geund wird in allen um regere Agitation gebeten. Südost- Schule, Reichenbergeritr. 133: Unterricht in Kaufmännischem troffen, sondern die Ex- Königin und der Ex- Hof. Es wird der An- Rechnen, Korrespondenz und Geschichte. Oft Schule, Martusstr. 31: trag gestellt, daß, um auch die einzelnen Mitglieder in kleinen unterricht in Physiologie. In allen Unterrichtsfächern, mit Ausnahme Städten mit unseren Prinzipien bekannt zu machen, von Zeit latentatit und Buchführung, können noch Schüler und Schülerinnen, auch au Zeit Flugblätter verbreitet werden sollen. Es werden daher Eese- u. Diskutirklubs. Donnerstag. Dieggen, abends 8% uhr, die verschiedenen Zweigvereine aufgefordert, Flugblätter auszu- bet Schröder, Wiefenſtr. 39.- Neue Bett, Abends 8% Uhr, Boyenstr. 40, bei arbeiten und solche der Verbandsleitung einzusenden. Gieshott. Süd- Ost, bet Toltsdorf, Gorauer- und Görligerstraßen Ecke. Klub ber Freunde" bet Gnadt, Swinemünderstraße 120. Agitation wird von der Verbandsvorstandschaft geregelt und safenelever, Abends 8% Uhr, Restaurant Bischof, BaumschulenDie jetzt im Laufe des Semesters, eintreten. Ganz im Gegensatze zu den Ausführungen des Herrn Lampe findet in den Kreisen der Arbeitnehmer die Idee der freien Arztwahl fort und fort größeren Anklang; es sind auch bisher, trozdem gegenwärtig schon ca. 50 000 Kaffenmitglieder freie Arztwahl haben, im ganzen nur vier Beschwerden gegen Aerzte erhoben worden, welche sämmtlich zur Befriedigung beider Theile erledigt wurden. Wir glauben bestimmt, daß viele Mißstände bei den Krankenkassen, über die in gleicher Weise Versicherte und Aerzte Vermischtfes: Sehr richtig! Go Aus dem Königreich Krupp. Bezeichnend für die Stimmung, in welcher die Wähler der Krupp'schen Kolonie sich befanden, mag sein, daß die Kinder auf den Straßen von Kronenberg den Vers sangen:„ Wer Krupp wählt, der sündigt, und wer Stöbel wählt, wird gekündigt." 03 Depeschen. " Privat Telegramme des Vorwärts". München, 5. Juli. Die hiesigen Wahlmännerwahlen er: gaben im 1. Kreis großen Stimmenzuwachs. Im 2. Kreis ist die Wahl des sozialdemokratischen Kandidaten gesichert. Tumulten; es gebe unter denselben auch viele Fremde, mit] W. T., Forsterstraße. Nicht hinlänglich klar; Sie sprechen denen man unbarmherzig Kehraus machen würde.( Beifall.) wohl gelegentlich zwischen 12 und 1 Uhr vor. " Der Arbeiterdeputirte Ferroul unterbricht hierbei den Minister- Alter Abonnent. Der Betreffende darf den Brief be präsidenten mit den Worten:" Ihre Agenten sind Mörder." halten, die Kündigung ist ungiltig. W. S. Wildbad. Das ganze Zentrum erhebt sich und läßt den ZwischenDa die Frist versäumt ist, kann die Dupuy schließt sodann seine Rede mit Wittwe nichts mehr machen. rufer hart an. der Erklärung, die Regierung werde entschlossen ihre F. 1003. Die Rechte des unehelichen Kindes und seiner Pflicht erfüllen und unverzüglich die Ruhe wieder Mutter hängen von dem Recht des Ortes ab, an welchem zur ( Depeschen des Bureau Herold.) herstellen.( Belfall.) Mehrere Deputirte bekämpften alsdann Zeit der Geburt der Wohnsitz der Mutter sich befand. Verjährt Wien, 4. Juli. Der Stadtrath hat die Voltshalle und die Vertagung, beklagten sich über das rohe Vorgehen der Polizei ist das eventuelle Recht noch nicht. Geflagt werden muß bei ten Arkadenhof des neuen Rathhauses zur Abhaltung sozial- und tadelten, daß der Polizeipräfekt seine Demiffion noch nicht dem Gericht des Wohnortes des Beklagten. Die Betreffende wird demokratischer Volksversammlungen über das allgemeine Wahl- gegeben habe. Der Ministerpräsident trat nochmals zu gunsten gut thun, sich an einen Anwalt zu wenden. recht am 9. Juli bewilligt. der Vertagung ein. Pelletan versuchte zu sprechen, aber er G. K. Im Auftrage mehrerer Mitglieder des Londoner Budapest, 5. Juli. Großes Aufsehen erregt hier ein Erlaß wurde von Schlußrufen übertönt. Mehrere Mitglieder des Arbeitervereins. Sie schreiben so gereizt, daß wir auf persönliche der Regierung, welcher alle Volksversammlungen untersagt, von Zentrums beantragten, daß die Berathung auf Montag festgesetzt Animosität gegen den namhaft Gemachten schließen müssen. welchen ungarische Staatsbürger ausgeschlossen sein sollen. Der würde. Ministerpräsident Dupuy nahm für diesen Tag an und Wenn der Name nichts zur Sache thut", wie Sie selbst schreiben, Erlaß scheint namentlich gegen die sich hier aufhaltenden Rumänen auch die Kammer stimmte mit 377 gegen 133 Stimmen für warum dieser Zornesausbruch? gerichtet zu sein. diese Tagesordnung. F. H., Reichenbergerstraße. Der 3. Berliner Reichstags= Belgrad, 5. Juli. Die projektirte Konsumsteuer belegt: Paris, 5. Juli. Bis 32 Uhr ist kein weiterer Zwischenfall Wahlkreis war bisher nie durch einen Sozialdemokraten verParaffin- und Stearinkerzen mit 18, Bier und Del mit 20, Reis gemeldet worden. Im Quartier Latin, wo sich ein Nachlassen treten. Sch. Die Reichstags- Kommission für Arbeiterschutz wurde mit und Raffinadenzucker mit 25, Zuckerwaaren, Kaffeefurrogate, der Erregung geltend macht, scheint man feine neuen Unruhen Käse, gefalzene und getrocknete Fische mit 30, Chokolade und zu befürchten. Der Ministerpräsident Dupuy erklärte gegenüber der Vollmacht ernannt, ihre Arbeiten auch während Auflösung des Salami mit 50, Fischkonserven mit 60, Liqueure, Rum und einer Deputation von Mitgliedern des Munizipalrathes und De- Reichstags bis zum Zusammentreten des neuen Reichstages fortRognat mit 100, feine Weine, Champagner, Malaga und putirten, es wäre ihm bei der gegenwärtigen Lage unmöglich, zusetzen. Cyperwein mit 200 Dinars per 100 kilogramm, resp. per eine Bitte auf Ersetzung des Polizeipräfekten entgegenzunehmen. A. 1. Bei den Wahlen 1890 fand in Berlin 1. auch eine 100 Liter. Die Ausfuhrzölle anf Rindshäute werden auf 11/2, Der Gemeinderath bewilligte den Inhabern der verbrannten Stichwahl statt. auf Pferdehäute auf 4, für alle andern Häute, sowie für Wolle, oder geplünderten Kioske eine Unterſtügung von 1000 Francs. auf 8 Dinars erhöht. Mit Frankreich und England werden Das Zuchtpolizeigericht verurtheilte eine Anzahl der an den Meistbegünstigungsverträge nach dem Muster der österreichischen letzten Grzessen betheiligt geweſenen Personen, darunter mehrere Verträge abgeschlossen. Studenten, zu Gefängnißstrafen von einem Tage bis zu zwei Monaten. Paris, 5. Juli. Der Kutscherstreik ist beendet; die Streifenden haben beschlossen, die Arbeit morgen wieder anfzunehmen. Paris, 5. Juli. Als Folge der heute in der Kammer wieder: holten Interpellation wegen der Maßregeln der Regierung bezüg lich der Angriffe der Polizei auf die Studenten erwartet man den Sturz des Ministeriums Dupuy. Paris, 5. Juli. Der Ausschuß der Studenten ist nicht zusammengetreten, woraus man schließt, daß Manifestationen nicht mehr stattfinden. Die Mitglieder der Arbeiterbörse sind ununterbrochen versammelt; mehrere derselben sind vor den Untersuchungsrichter geladen. Die Polizei verbot Nachmittags den Omnibus- und Droschkenkutschern auszufahren in Voraussicht neuer Unruhen. Der Ministerrath beschäftigte sich Nachmittags mit der allgemeinen Lage. Dupuy beschloß, auf feine Juter pellation zu antworten, so lange die Ruhe nicht wieder hergeſtelit sei. Heute Abend werden 1600 Mann Kavallerie in Paris sein. London, 5. Juli. Das Komitee der Arbeitslosen hat be schlossen, nächsten Donnerstag am Vermählungstage( des ältesten Sohnes des Prinzen von Wales) eine Massenversammlung auf Tower- Hill zu veranstalten und dann einen Zug zu formiren, welcher sich direkt an die Prozession des Brautpaares durch die City anschließen soll, selbst auf die Gefahr hin, daß es bei dieser Gelegenheit zu einem Zusammenstoß mit der Polizei komme. London, 5. Juli. Cornelius Herz befindet sich noch immer in sehr fritischer Lage, und hat sehr stark unter Schlaflosigkeit und Erbrechen zu leiden. London, 5. Juli. Bis jetzt sind aus den Gruben von Torn Hill 5 Leichen von 147 eingefahrenen Berglenten gefunden worden. Um 2 Uhr Nachmittggs wurde das Feuer gelöscht. Die Bergungsarbeiten dauern fort. Die Hoffnung, daß noch eine Anzahl Arbeiter am Leben sich befindet, schwindet immer mehr. ( Wolff's Telegraphen- Bureau.) Christiania, 5. Juli. Die aus Mitgliedern der Linken bestehende Majorität des Verfassungsausschusses wird dem Vernehmen nach die Annahme des Kofulatsbudgets beantragen unter dem Vorbehalte, daß die Regierung die Vorlage, betreffend die Kündigung der Kofulatsgemeinschaft mit Schweden von Neujahr 1895 ab, einbringe und eine Vorlage, betreffend die Herstellung eines speziellen norwegischen Konsulatswesens, vorbereite. Petersburg, 5. Juli. Die Nowoje Wremja" erfährt, daß vorgestern um 4 Uhr Nachmittags der frühere Seminarist Ghiazintow, 25 Jahre alt, kränklichen Aussehens und auf Krücken gehend, in Barstoie Selo in der Villa des Oberprokureurs des hl. Synod, Pobedonoszew, erschien und denselben zu sprechen wünschte. Als Pobedonoszew erschien, machte Ghiazintow den Versuch, ihm einen Messerstich zu versehen, wurde aber sogleich von einem Diener am Arme gepackt und in ein Zimmer eingesperrt. Als die Polizei erschien, erklärte der Attentäter, er habe nur zufälligerweise mit dem Taschentuch das Messer aus der Tasche gezogen, und dies habe so geschienen, als ob er stechen wollte. Später sagte Ghiazinto aus, er habe dem Oberprokureur nur Furcht einflößen wollen. Die Untersuchung ist eingeleitet worden. Paris, 5. Juli. Deputirtenkammer. Saal und Tribünen find überfüllt. Es herrscht große Erregung. Der Präsident giebt bekannt, daß mehrere Anträge auf Interpellationen über die jüngsten Vorgänge in Paris an ihn ergangen seien. Der Ministerpräsident Dupuy wünschte die Berathung dieser bis Interpellationen Wiederzur vollständigen herstellung der Ruhe zu vertagen.( Beifall im Zentrum, Protestrufe auf der äußersten Linken.) Dupuy fügte hinzu, der Charakter der Kundgebungen erscheine heute flar, die Studenten verabscheuten die Vorgänge der jüngsten Tage, die Manifestanten seien die gewöhnlichen Veranstalter von Briefkaffen der Redaktion. P. M. Die Notiz R. erhalten und an den Lokalredakteur abgegeben, von der anderen Zuschrift weiß ich nichts. Senden B. S. Sie von jest ab an mich. A. F. 95/96. Diesbezügliche Gesuche richten Sie am besten an das Bezirkskommando. Sprechen Sie zwischen 12 und 1 Uhr vor. Steffenshagen. Briefliche Antworten in Privatsachen zu ertheilen, ist nicht angängig. Das Recht, Strafantrag zu stellen, steht Ihnen zu. 3. Ziehung der 1. Klasse 189. Königl. Preuß. Lotterie. Ziehung vom 5. Juli 1893. Nur die Getvinne über 60 Mart sind den betreffenden Nummern in Parenthese beigefügt. ( Ohne Gewähr.) 148 82 369 422 892 916 18 1282 93 629 811 906 2090 110 46 48 72 86 447 645 70 93 700 865 3360 461 550 691 4118 463 74 573 81 641 825 29 5057 106 404 6019 100 293 309 87 474 717 899 7170 251 62 389 517 37 62 838 905 52 8218 30 469 91[ 100] 93 597 817 9039 188 239 466 558 712 10312 622[ 100] 823 973 11148 78 258 60 480 572 631[ 200] 709 866 974 77 12399 403 763 77 91 13156 310 439 9.5 51 14071 514 675 150 3 136 49 235 462 56 89 735 833 16 128 52 256 427 520 828 80 99 17080 100 38 350 559 608 85 701 52 54 857 18151 339 443 632[ 200] 724 894 19107 270 313 98 472 98 764 20038 421 788 11001 905 31 21184 540 22014 191 370 77 75! 94 966 23010 219 52 408 19 540 628 757 962 24514 924 96 25109 45 249 427 35 501 660 721 815 912 26096 676 2719 208 25 413 34 66 655 950 28129 214 459 77 580 652 743 923 74 29160 276 88 325 96 587 601 86 700 844 904 7 27 30164 93 747 960 31286 336 440 544 997 32023 199 217[ 100] 35 77 97 993 33381 85 407 652 69[ 150] 925 34710 35047 301 973 36030 290 324 84 625 43 89 823 37151 275 307 38 67 441 71 911 38510[ 100] 715[ 3000] 815 69[ 100] 951 39232 70 524 755 71 911 40301 830 41280 93 854 42039 129[ 500] 427 830 56 43141 426 551 649 75 875 44021 83 245 1501 506 12 96 803 88 45034 127 30 46172 86 678 92 803 930 47118 986 48151 229 38 42 48 72 84 392 541 736( 100) 73 821 31 68 983 40083 91 143 272 99 617 721 45 50127 280 715 68 859 959 71 51028 10 63 214 37 554 658 79 87 718 967 52448 54 511 27 601 754 863 960 53397[ 100] 493 650 95 898 924 54105 326 525 743 79 55050 86 752 69 560 2 99 144 265[ 100) 400 13 707 60 57415 720 58045 207 463 526 622 28 59639 747 881 60047 260 372 73 664 61115[ 1501 61 85 413 48 565 901 62141 202 504 15 52 870 63386 437[ 150] 56 659 89 738 79 838 62 913 36 39 64260 84 364 527 605 57 732 65243 547 60 607 703 837 83 910 66071 129 395 532 719 79 893 67248 549 622 739 975 68027 371 577 601 26 57 69000 28 101 39 383 604 821 84 70709 935 71415 629 74 719 72002 49 143 84 421 820 58 909 76 73092 321 844 91 924 74041 261 74 313 47 429 850 936 82 75004 262 571 72 782 76060 182 97 351 427 50 544 56 617 725 26 1150) 865 918 77203 29 517 83[ 200] 697 78124[ 100] 298 390 776 79052 60 63 115 24 301 558 615 744 915 80111 314 447 88 505 817 908 81309 479 537 955 69 82086 87 152 274 448 551 619 60 83400 31 52 44 773 84042 275 469 530 607 65 819 89 977 85197[ 200] 217 366 76 436 93 630 42 743 83 827 67 86091 246 86 729 834 937 87029 80 114 91 282 317( 100] 646 822 [ 100] 23 50 S8096[ 100] 202 29 42 61 370 679 73+ 834 60 956 79 89195 336 62 529 762 90 06 191 423 66 732 91005 S 90 101 211 330 573 663 724 76 832 92035 65 80 110 431 571 74 686[ 300] 757 810 93025 88 133 89 94186 34 516 713 95089 519 604 789 96431( 200) 91 585 639 712 47 93 7099 1 × 2 410 61 539 618 721 98009 127 335[ 300] 918 72 99350 464 86 771 970 100186 453 674 815 101006 29 62 383 411 39 753 895 914 102036 168 207 45 501 788 926( 150) 40 41[ 1001 103916 56 104522 610 82 746[ 100] 865 105: 08 902 39 106050 276 451 756 107133 72 94 243 72 626 710 108134 218 369 531 109296 577 110233 340 61 409 10 73 646 717 111494 665[ 100] 713 21 40 Glaserei u. 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Wohl kann aber ohne jeden weiteren Grund ein Ausländer aus Preußen ausgewiesen werden, falls er sich nach Ansicht der Behörde lästig macht. 2. Ch. 52. 55 Pf. 71 M. Sie sind im Irrthum; Sie müssen zahlen. Ein Gesetz, inhaltlich dessen öffentlich gemahnt so gut wie bezahlt" ist, besteht nicht. Büschel. Ein Rücktritt vom Lehrvertrag ist ohne Einwilligung des Lehrherrn nicht zulässig. G. P. S. Der Miethsvertrag dauert mangels schriftlichen Abschlusses bis zum 1. Mai 1894. $. 1000. Eine Zahlungsaufforderung mittels Postkarte fann eine Beleidigung darstellen: es ist dies der Fall, wenn das Gericht annimmt, daß der Gläubiger die Absicht der Beleidigung gehabt habe. 112016 607 89 706 938 113109 83 482 536 607 30 739 957 114213 378 467 515 641 900 115095 139 266 74 467 502 720 806 116157 94 223 64 933 53 117414 17 39 883 89 118242 331 576 693 962 119124 59 84 92 373 459[ 150] 514 803 ALE 120191 504[ 50] 836 94 121006 25 36 101 36 84 613[ 1501 83 912 122077 196 372 589 996 123177 124046 159 71 376 514 649 64 69 743 125327( 150) 79 439 508 39 869 126012 397 639 49 721 51 875 127000 118 234 391 684 702 887 96 128136 336 793 896 901 9 129060 298 421 54 71 667 871 949 130240 48 864 131041 220 42 340 490 503 613 777 95[ 100] 132019 291 301 96 711 43 78 133030 83 325 95 427 550 607 69 705 813 982 134063 228 324 412 604 185049 5 8 618 94 708 83 991 137025 292 357 412 47 136028 85 366 83 461 632 65 777 808 991 519 75( 100) 780 830 32 138631 758 139206 81 407 57) 730 950 140061 73 129 433 503 643 800 141145 235 889 142101 39 47 76 673 816 143086 183 701 45 86) 960 144157 317 18 39 86[ 100] 895 903 145111 66 212 302 425 81 614 146105 36 225 72 306 583 719 147476 551 770 857 77 148395 458 796 817 149013 136 266 92 715[ 150] 150008 59 136 82 83 655 61 93 721 863 929 41 69 151151 459 551 73 863 152120 273 329 85 689 153414 509 674 741 151003 20 295 363 603 76 786 851 72 155154 495 96 527 663 701 53 156080 146 221 54 402 707 19 157035 74 263 327 653 853 158379 421 159102 325 91 442 737 160064 230 55 572 840919[ 100] 21 161057 196 715 961[ 100] 162208 307 23 435 661 796 828 163025 105 463 647 52 58 164031 79 256 333 79 507 921 165345 48 59 63 814 914 98 166317 490 511 13 32 700 3 76 167051[ 150] 231 317 65 412 578 839 168226 518 91 623 56 750 [ 2001 800 4 169279( 30000] 317 489 631 86 784 890 170 36 173 523[ 100] 676 830 171023 366 601 970 86 172375 441 571 91 609[ 200] 753 950 173010 128 419 531 691 722 851 914 77 174162 231 395 616 67 726 982 91 175323 49 84 424 529 874 176058 113 249 341 440 68 516 866 97 177.00 6 268 393 494 649 716 75 91 873 944 178 09 186 99 393 542 613[ 100] 732 821 29 179168 206 418 538 641 61 793 836 947 180380 466 99[ 100] 604 37 40 181020 310 63 436 522 706 808 979 87 182053 486 607 797 858 183588 984 181071[ 150] 77 136 269 315 430 98 728 50 824 79 185027 118 39 309 400 512 23 630 50 731 97 938( 100) 186120 42 296 409 570 634 765 187006 251 1200] 355 473 768 987 1-8271 364 560 189120 201 85 734 915 49, 190037 120 278 323 73 518 20 756 839 68 979 191058 202 79 [ 1001 323 36 537 778 817 92 192003 101 394 419 500 13 605 47 60 718 875 977 79 193071 353[ 100] 695 726 866 92 901 194023 271 305 70 445 61 599 866 195020 9 172 231 668 749 52 832 69 908 198025 80 192[ 100] 271 441[ 100] 609 711 90 921 197096 203 35 561 716 944 198200 82 514 649 68 71 90 949 199174 397 532 617 994 200068 539 43 68) 732 931 39 201369 624 748 840 971 202029 287 364 537 87 669 871 983 203192 266 318 406 94 572 677 707 66 860 931 66 204096 175 236 92 536 87 25018 145 48 630 805 206112 221.330 500 10 27 61 694[ 150] 992 207042[ 100] 163 211 20 552 627 59 727 845 55 942 43 208058 141 54 525 415 83 596 708 962 209126 228 787 865 210062 261 80 817 909 211458 537 706 800 11 82 98 212125 38 759 956 81 213053 302 39 68 75 456 525 27 96 706 47 888 975 214057 156 261 363 424 560 66 630 72 802 919 215049 330 493 578 624 760 817 216904[ 100] 217081 180 279 39 661 718[ 100] 21S061 106 10 49 65 232 44 344 58 600 790 219578 636 797 854 220197 221 305 706 43 21159 82 307 76 572 768 222261 512 19 60 94 917 223002 319 31 540 707 76 881 224114 259 320 47 665 855 225153 203 Den Genossen von Steglitz zur| Nachricht, daß der Klempner 421/ 2* Maertens, Steglitz, Forst- Strasse 5, vom 1. Juli ab den Vertrieb des Bor " wärts"," Voltsblatt", sowie sämmtlicher Parteiliteratur übernommen hat. Bitte ihn damit zu unterſtützen. Beſtellungen nimmt auch entgegen Der Vertrauensmann f. Steglik, Schloßstr. 69, Hof part. 2. Geschäftliche Großer Massen- Ausverkauf. 204/4 Der Vorstand. J. A.: G. Busse. Lese- und Diskutirklub ,, Süd- Oft“. Genoen empfehle meinen Frühtids-, Mittags- und Abendtisch. Vereinszimmer mit Piano. Für gute 3613L Getränke sorgt stets Atraße 43. Fritz Fröhlich, NaunynBierdruc- Apparate. n. Borschrift. Schieker u. Selchow, Prinzenstr. 11. Lager flüssiger Kohlensäure zu Tagespreisen. * 7426 Nach beendeter Hauptsaison kommen Dr. Hoesch, homöopath. Arzt, von jetzt ab ca. 1000 Regenmäntel Linienstr. 149. 8-10, 5-7, Sonnt. 8-10. à 6,-., 500 Jaquets à 4,50 M., 200 Staubmäntel à 3,50 M., 100 Um hänge in Wolle und Seide à 8,- M. zum Ausverkauf. 43232* Donnerstag, 6. Juli, Abends 81/2 Uhr: Damen- Mäntel-Bazar General- Versammlung. 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