Nr. 157. Erscheint täglich außer Montags. Preis pränumerando: Vierteljährlich 3,30 Mart, monatlich 1,10 mt, wöchentlich 28 Bfg frei in's Haus. Einzelne Nummer 6 Bfg. Sonntags- Nummer mit illuftr. Sonntags- Beilage Neue Welt" 10 Pfg. Post- Abonnement: 8,30 Mt.pro Quartal. Unter Kreuzband: Deutschland u. Defterreich: Ungarn 2 Mt., für das übrige Ausland 3 Mt.pr.Monat. Eingetr. in der Post- Zeitungs- Preisliste für 1893 unter Nr. 6708. Vorwärts 10. Jahrg. Infertions- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzeile oder deren Raum 40 Bfg., für Vereins- und Beriammlungs- Anzeigen 20 Pfg Inferate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr Nachmittags in ber Expedition abgegeben werden. Die Erpedition ist an Wochentagen bis 7 lbr Abends, an Sonnund Festtagen bis 9 Uhr Vormittags geöffnet. Fernsprecher: Amt I. 4186. Telegramm- Adresse: " Sozialdemokrat Berlin! Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Quittung. Freitag, den 7. Juli 1893. Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. " Lichtenstein- Callenberg 15, London, 3. Nate, Mitgl. d. Kom. überall geradezu der Beschreibung. In Preußen arbeiteten Arb.- Bild.- Ver. vom Arbeitslohn am 15. Juni 171,87, darunter 1890 ca. 125 000, in Bayern und Sachsen je ca. 15 000 in Im Monat Jnni gingen bei der Parteikasse folgende Bei- 2 Rate aus Jahnkes Fabrik gej. v. G. Wieſe 8 Sh. 6 d. ständigen Betrieben. Die ländliche Zerstreutheit der letzteren 2. 2. 300,-. Milwaukee, Dr. P. F. 20,03. Desgl. Fresco und die große Zahl ausländischer Lohndrücker, die von den träge ein: Painters der Firma Sohns durch G. Winkley 22,25. Marzahn Austriacus, Der wahre Sozialdemokrat ist Menschenfreund bei Berlin, P. 6,30. Mailand 4,-. Meerane, Wahlüberschuß Unternehmern beschäftigt wird, läßt die Ziegler vorläufig und erkennt weder Vaterland noch Dynastie 200,-. Aschersleben 250,- Moers, die rothen Brüder aus dem Kreise 26,84. noch zu feiner rechten Organisation kommen. Deshalb ist die 300,-. Annaburg b. Halle, mehrere Gesinnungsgenossen 19,50. New- York, A. H. Abzahlung 100,-. Desgl. Nat. Eret. Der Arbeitszeit auf Ziegeleien meist eine unmenschliche, 14, 15, Berliner Wahlkreise: 3. Kreis 1700,- 4. Kreis, Dit, 1000,- 6. Arbeiterpartei Nordam. 2. Rate 9732,50, darunter von 16 und mehrstündige, die Kost und das Nachtquartier ( darunter: Kernsviße 30,-. Tischlerei Unger, Königsbergerstr., jüdischen Arbeitern gesammelt durch die New- Yoaker jüdische abscheulich, die Bezahlung schlecht und der Truckunfug, die 4,65. Desgl. 5,10. Andreas P. 50,-. Jammer 2,-. Tischlerei Arbeiter- Zeitung 100 Doll. Netschtau 100,-, darunter von Abspeisung mit Waaren und Branntwein blüht. Frauen von Belling u. Hirsch 7,50). 6. Kreis, Moabit 781,( darunter einer rothen Kindtaufe 1,50. New- York, Nat. Exek. d. Soz. und Kinder werden unglaublich ausgenutzt. Aus allen Sammelgelb 81,-). 6. Kreis, Oranienburger- Vorstadt, Wedding Arbeiterp. Nordam. 3. Rate 5803,-. Oregon( Amerika) Gegenden bringen die Fabrikinspektoren- Berichte seit Jahren und Gesundbrunnen 2000,-( darunter: vom Leseklub Reimer 11 Sozialisten Portlands 128,-. Ostrowo F. D. 20,-. Ostrowo F. D. 20, Ober- alarmirende Schilderungen dieser Zustände, einzelne Regie13,-). 6. Kreis, Rückzahlung 200,-. Berlin, diverse Beiträge: reichenbach 9,-. Posen 10,-. Nom, Comitats operais durch P. S. 50,-. A. B. 50,-. Dr. L. A. 20. Begräbniß Schöne P. Mandré 239,90. Rigdorf, Ww. C. F. 30,-. Ronneburg rungen erließen gegen die krassesten Mißstände Polizeiverberg 4,-. Unbenannt 20,-. D. D., Kreuzbergstr. 1, Bau( Wahlkreis Altenburg) v. Genossen 50,-. Rigdorf, von 7 Dicken, ordnungen, und bei Berathung der sogenannten AbeiterHalensee 2. Rate 12,50. Von den Rothen in der Möckernstr., amerit. Auft. 3,50. Kawitsch, Ueberschuß vom Wahlfonds 100,- schußuovelle im Jahre 1890/91 wäre eine treffliche Ge3. Rate 10,-. Drei v. Frege'sche grüne Jungens aus Moabit Rockville( Nordamerika) von Genossen durch A. Sp. 164,94. legenheit gewesen, einmal gründlich Ordnung in die schänd3,- Freie Turner Deutschlands 20,10. Für die Hinter Schweiz, Sammelliste der vereinigten Korbmacher 20,- San liche Ausbeuterwirthschaft auf Ziegeleien zu bringen. Erbliebenen des„ Daniel" in Chemnih 3,-. D. D., Kreuzberg- Francisto 5000,-. Süchteln, ein Genoffe 10,-. Stettin, von hebungen, welche für die Arbeiterschutz- Reform" vorstraße, 1,-. Reichenberger- und Manteuffelstraßen- Ecke 3,-. Genossen 500,-. Schwedt a. D. 100,-. Sagan 16,65, darunter genommen wurden, bestätigten damals alle die Scheußlich Ein Schlosser aus der Werkstatt Tempelhof von Genossen aus Wiesau 2,50. Von Genossen aus Gräfenhain Neubau Jaunowißbrücke 3,35. Die lustigen Brüder von Wilmers- 4,15. Solingen 400,-. Inter- Bredow, Uebersch. einer amerit. feiten, die bereits bekannt waren, trotzdem man sich dorf 14,30. Bierprozente der Tischlerwerkstatt Müller 10,- Auttion 4,30. Washington, Bowen u. Freunde 228,44. Desal. selbstverständlich nur bei der Bureaukratie erkundigt hatte. R. W. 10,-. Tischlerei Gebr. Lerch 11,50... U. 100,- Schmidt und Genossen 41,23. Wetzlar M. 40,-. Wandsbeck, Ju dem amtlichen Bericht über diese Erhebungen, welcher der Hornstr. 19 8,50. Von den Rothen aus der Möckernstr., 4. Rate durch A. H. 200,-. Zürich, deutsche Sozialisten in der Schweiz Arbeiterschutz- Kommission des Reichstags- mitgetheilt wurde, 16, S. zurückgezahlt 39,-. Bahnhof Grunewald Maurer durch E. B., 3. Rate 500,-. Büllichau b. Stettin, humoristischer hieß es wörtlich, daß die Arbeitszeit häufig im Sommer und Arbeiter 7,70. Töpfer vom Neubau Jannowißbrücke 3,- Klub Gemüthlichkeit 15,-. Zwickau, durch H. S. 400,-. Bürich, mit geringen Pausen von Sonnenaufgang bis SonnenunterGießerei Oranienstr. 4,75. Genossen der Tischlerei von Lange- deutsche Sozialisten in der Schweiz durch E. B., 4. Rate 500,- gang, d. h. 14-16 Stunden, dauert, und daß oft auch an mann, 3offenerstr. 5,85. J., Potsdamerstr. 34,75. Die rothen Vom 4. Berliner Wahlkreis( Südost) sind im Monat Mai Buchbinder aus der Grünftr. 5,-. Personal des Vorwärts" noch abgeliefert worden 500,-, darunter von drei Genossen jugendlichen Arbeiter müßten sich vielfach über ihre Kräfte den Sonntagen gearbeitet wird". Die weiblichen und 50,- Ungenannt, durch Börner 3,75. Kontobucharbeiter, Koch R. G. G. 18,50. straße 4, Die rothen Chemiegraphen aus der Steinmetzstr. 2,50. abmühen Zur Anregung diene häufig in solchen Fällen Zwangs- Photographie für das V.- Album 3,-. Putzerkolonne der Genuß von Branntwein, welcher zuweilen vom ZiegelRixdorf, Ueberschuß der Abrechnung vom 26. Juni 30,01. meister vertrieben wird". Wie zart hier der amtliche Stil Gareau- Sieben 4,-. Gemüthliche Feier b. Mary 1,75. Jn der die Lohubetrügereien geriebener Ziegelmeister anzudeuten Expedition des Vorwärts" im Monat Juni gesammelt 9325,55. weiß! Und wenn auch über die meist stallähnlichen Unter-Bremerhaven, Sattler- und Tapezirerwerkstatt 7,25. Brüssel, Belgische Arbeiterpartei 241,94. Baden- Baaden, von 3 Rothen 1,70. kunftsstätten der Ziegeleiarbeiter nichts in dem amtBoppard 3,-. lichen Bericht steht, so heißt es doch, daß eine Bremen, geschlagen, aber nicht besiegt 1000,-. Bukarest, Klub der Sozialdemokraten deutscher Zunge 322,58, Einschränkung der übermäßigen Ausnutzung der Ardarunter von Malern u. Anstreichern 100,-. Bochum zurück 500,-. beitskraft von der überwiegenden Mehrheit der BeBrandenburg, Gößer Berg, 30,-. Burscheid b. Solingen, Ueber- Auf Ziegeleien in der Umgebung von Berlin find in richterstatter für erforderlich gehalten" werde; ein schuß der Maifeier, 22,05. Bromberg 30,-. Crefeld, Antipoden den letzten Tagen Lohndifferenzen größeren Umfanges aus- Regierungspräsident weist sogar nach, daß eine Ziegelei 20, Cincinnati, Sammlung der Arbeiter- Zeitung", 325, gebrochen, die von der bürgerlichen Presse natürlich sofort seines Bezirkes bei elfstündiger Arbeitszeit weit mehr proFrankfurt a. M. A. M. 300,-. Fürstenwalde A. B. 7, zu Unruhen und Arbeiterrevolten aufgebauscht wurden. Suzirt hat, als bei zwölfstündiger. Genf, sozialdemokratischer Klub bulgarischer Studenten 12,- Dieses Handwerk ist ja den Berichterstattern der Bourgeois- Zu welchen Schutzbestimmungen für Ziegelei- Arbeiter Greiz, die Genossen von Greiz und Umgegend, 200,-. Hamburg G. M. 3, Hastedt bei Bremen v. Genossen 200,-zeitungen geläufig. Was ihnen und den Leitern" dieser hat man sich nun auf grund dieser Schilderungen aufgerafft? Hamelingen, 6. Hannov. Wahlfr., 150,-. Hohndorf- Lichtenstein, Blätter aber nicht geläufig ist, das sind die Arbeits- Man höre und staune! Die Arbeitszeit der erwachsenen von den verfl. rothen Auerhähnen, 10,-. Hamburg, v. d. Ge- verhältnisse der Ziegeleien, die man als Höllen für die männlichen Ziegelei- Arbeiter hat man vollständig belassen, noffen Pferdemarkt, 13,-. Desgl. rothe Bude Hopfenmarkt Arbeiter bezeichnen kann, sowie die Art der gesetzlichen wie sie war; die widerstandslosen Kulis werden heute vor 21, Desgl. H. W. Hopfenmarkt 8,75. Desgl. Fabritarbeiter Regelung" des Schußes für Ziegeleiarbeiter, wie er erst wie nach 15, 16 und 17 Stunden abgerackert, und zwar und Arbeiterinnen zu Rothenburgsort, Ueberschuß einer Teller- fürzlich beliebt wurde. Deshalb mag doch einmal, nach- mit der Peitsche des raffinirt ausgebildeten Akkordsystems. fammlung, 25, Desgl. chemische Arbeiter Steinwärder 2,90. dem von den jetzigen Lohnstreitigkeiten solches Aufheben Der Bundesrath hätte längst auf grund des§ 120e der neuen Desgl. Brauerei- Hilfsarbeiter 3,60. Desgl, von Auswärts durch Röste 2,80. Kiel, rother Stattlub, 8,95. Kaufbeuren, Anzeige gemacht wird, an die Fürsorge" des Staates und der be- Gewerbe- Ordnung die Arbeitszeit der Ziegler regeln können; blätter,-40. London, Chek- Ueberschuß, 5,65. Desgl. National ſizenden Klassen für die Ziegeleiarbeiter erinnert werden. ist ihm gar nicht eingefallen. Es kommt aber noch schöner! DaAdmiristrative Concil of the Independenz Labour Party 102,-. Die Ziegeleiarbeiter sind bei der letzten Arbeiter mit es aussehe, als ob man doch etwas thun wolle, setzte mau Lichtenstein- Callenberg 25,-, darunter amerikanische Auft. 2,60. schutz- Reform" das Opfer weitgehender Rücksichtnahme auf die Ziegeleien in den§ 154, der die Gewerbe aufzählt, für London, Kom. Arb.- Bild.- Ver. Tottenhamstr. 49, 2. Rate 102,- die Unternehmerinteressen geworden. Ihre Lage spottet welche wenigstens die Schutzvorschriften für jugendliche und Feuilleton. Nachdruck verboten.) " [ 9 Berlin, den 6. Juli 1893. Für den Parteivorstand A. Gerisch, Katzbachstr. 9, I. Aus den Biegelstein Höllen. " da wäre? Was soll aus dem Kinde nun werden? Wo ist sie? Wir wollen sie zu uns holen!" " Ich habe schon daran gedacht, Bater, hier ist sie." Und Johanna, die vorher einen Augenblick verschwunden war, trat wieder ein, an der Hand ein braunes, mageres, die er auf den Tisch legte, fügte er hinzu:„ Hier ist zu nächst etwas für das Begräbniß der Eltern und zur Bestreitung der ersten Bedürfnisse der Kleinen. Ich bitte Sie, daran zu denken, daß ich Ihnen zur Verfügung stehe, sobald das Geld verbraucht ist und daß ich immer in Ihrer Schuld Die Bekehrung André Savenay's. tränklich aussehendes Mädchen, das still vor sich hin weinte. bleibe, mein Fräulein." Sozialistischer Roman von Georges Renard. Autorisirte Uebersetzung von Marie Kunert. In seinen großen, thränenfeuchten Augen, in seiner furcht- Ich habe kein Recht, Ihre Hilfe abzulehnen! Ich samen Haltung lag mehr die Scheu vor dem Unbekannten, danke Ihnen im Namen des Kindes. Auf Wiedersehen!" das nun kommen sollte, als der Schmerz über den unersetz- sagte Bater Deschamps, indem er dem jungen Manne die lichen Verlust. Sie war heute wie alle Tage in die Schule Hand reichte. gegangen und fand sich nun plötzlich, als sie nach Hause André drückte die ihm gebotene Hand herzlich, küßte Schöne Unterstützung das!" erwiderte Frau Roguet. tam, ohne Vater und Mutter, von Menschen umringt, die Kleine, verbeugte sich respektvoll vor dem jungen Rann sie denn für all das viele Elend auch nur im Ent- die sie niemals vorher gesehen hatte. Sie begriff einfach Mädchen, grüßte Frau Roguet höflich aber kühl und ging ferntesten genügen, die öffentliche Barmherzigkeit? Gewöhn nicht, was vorgegangen war. Man fragte sie, wie sie heiße hinaus. lich streiten sich immer zehn um eine Brotmarke. Sie hatten Sie antwortete mit leiser, bebender Stimme, einer Stimmie, Nachdenklich ging er seines Weges, in seinem Gedächtniß auch an die Armenunterstützungs- Verwaltung geschrieben. wie man sie häufig bei armen, verschüchterten Kindern findet, alle Einzelheiten dieses sonderbaren Besuchs Revue passiven Die Antwort, die sie darauf erhalten hatten, war mit daß sie Magdalene Féraud heiße. Man fragte sie, ob sie laffend. Er hörte noch immer die flammende Rede Vater einer Stecknadel an der Wand befestigt. Es steht darin, noch Verwandte hätte. Sie wußte es nicht. Deschamps' und fragte sich, ob es nach all' dem, was er daß man ihnen leider nicht helfen könne in Anbetracht der Vater, wir wollen sie bei uns behalten, bis man sie gehört hatte, eines Mannes wirklich würdig wäre, keinen großen Zahl dringenderer Gesuche! Ich verstehe wohl, wie zurückfordert. Willst Du?" Theil zu nehmen an einem Kampfe, in dem sich Millionen man ohne Bedauern eine Welt verläßt, wo Menschen, die Ob er wollte, der Vater Deschamps! Brauchte sie über- von Menschen gegenüberstehen. Er sah das bleiche, begeisterte fich ihr ganzes Leben lang für die Reichen geschunden haben, haupt noch danach zu fragen? Er verspürte etwas wie Ge- Antlig des jungen Mädchens wieder vor sich und fühlte sich nichts zu brechen und zu beißen haben, während gewiffe wissensbisse bei dem Gedanken, daß vielleicht eine Kleinig verlegen, gedemüthigt und entrüstet zugleich. Wie sie ihn noble Faullenzer nicht wissen, wie sie ihr Geld durchbringen teit, Hilfe für kurze Zeit, vielleicht auch nur ein gutes Wort empfangen hatte! Wahrhaftig, er hatte keine schöne Rolle follen!" genügt haben würde, die beiden verzweifelten Menschen zu gespielt. Glücklicherweise hatte er aber wenigstens noch, Wieder begleitete ein haßvoller Blick auf André ihre retten, die so ganz in seiner Nähe freiwillig in den Ab- dank der kleinen Waise, einen guten Abgang gehabt. Er Worte. Er mochte sich noch so schlicht und einfach geben, grund des Todes hinab getaucht waren, wie ermattete war zufrieden und doch auch wieder unzufrieden mit sich. feine elegante Kleidung wies deutlich auf seinen Reichthum Schwimmer, die sich von den Wogen in die Tiefe ziehen Er hatte, wie er sich gestehen mußte, weniger einer großhin. Und Frau Roguet brauchte man nur anzusehen, um lassen. Ja, gewiß, er würde das Kind bei sich behalten. müthigen Regung nachgegeben, als vielmehr dem Wunsch, zu wissen, daß sie einen unerschöpflichen Schatz von Haß für Aber halb und halb, mein Herr, wenn ich bitten sich die Achtung der schönen Revolutionärin zu erzwingen. die Reichen besaß. darf!" sagte André plöglich.„ Sie müssen mir schon ge- Berdiente diese rothe Jungfrau" wirklich so viel Ehre? Bater Deschamps schwieg in Gedanken verloren. Plötzlich statten, mich an Ihrem guten Werke zu betheiligen." Und Eigenartig war sie gewiß, ja sogar interessant, das konnte rief er: Sagten Sie nicht, daß noch ein kleines Mädchen indem er aus seinem Portefeuille zwei Banknoten nahm, man nicht anders sagen. Aber schrecklich fanatisch und weibliche Fabrikarbeiter gelten( also der zehn bezw. elf- I wird dem Reichstage nach den Berliner Politischen Nach- statt. Wir begrüßen unsere Freunde zu ihrem Wahlsiege. stündige Maximalarbeitstag). Danach wären wenigstens die richten" zugehen, sobald die Annahme der Militärvorlage Glückauf! schwächeren Opfer des Backstein- Kapitalismus etwas mehr feststeht. geschützt gewesen, und ihre Zahl beträgt in Deutschland " Zur Futternoth. Wie in Deutschland, so ist auch in ca. 35 000. Aber diese kleine Abweichung von der richtigen Der Bundesrath hat in seiner Sigung vom 6. Juli Frankreich die Futternoth so sehr gestiegen, daß viele LandBourgeoispolitik reute unsere Herren Gesetzgeber sehr der Vorlage betreffend die Verleihung von Korporations wirthe ihr Vieh zu Schleuderpreisen verkaufen mußten. So schnell wieder. Sie bestimmten im§ 139a der Gewerbe- rechten an die mit dem mit dem Size Hamburg errichtete sind, wie die Kölnische Zeitung" mittheilt, ganz Ordnung, daß junge Leute und Frauen in Biegeleien auf Hanseatische Land-, Minen- und Handelsgesellschaft für junge Fohlen um 4 bis 6 Franks das Stück verkauft grund einer Ermächtigung des Bundesraths nöthigenfalls Deutsch Süd- West- Afrika" die Genehmigung ertheilt. worden. Um dieser allgemeinen Noth einigermaßen zit auch bis 70 Stunden wöchentlich beschäftigt werden Eine wirthschaftliche Vereinigung" der Brot- steuern, hat der französische Kriegsminister in der Kammer27. April 1893 gestattet den Unternehmern vollends dafür, 5. Juli traten 78 Mitglieder der Konservativen, Frei- langt, um die Konservenbestände für die Jahre 1894 und dürften, und eine Bekanntmachung des Reichskanzlers vom vertheuerer des Reichstages soll gestiftet werden. Am sizung vom 24. Juni im Einverständniß mit dem Finanzminister einen Nachtragskredit von 10 800 000 Fris. ver daß jugendliche und weibliche Arbeiter bei der Rohmaterial fonservativen, Nationalliberalen und Antisemiten unter dem 1895 schon im voraus zu beschaffen. Die Kölnische Btg." gewinnung und den Ofenarbeiten nicht beschäftigt werden Vorsiz des Abg. v. Plöz zusammen. Zur Ausarbeitung dürfen, ihre Ausnutzung im Uebrigen von 1/25 Uhr Morgens der Satzungen dieser wirthschaftlichen Vereinigung wurde schlägt nun vor, das französische Beispiel nachzuahmen und bis 9 Uhr Abends, während sonst jugendliche Arbeiter be- eine Kommission, bestehend aus den Herren v. Plötz, mit der Beschaffung von Konserven für das Heer jetzt schon ziehungsweise Frauen nicht vor 26 bezw. nach 82 Uhr Enneccerus, v. Kardorff, Lutz, Liebermann v. Sonnenberg, vorzugehen. beschäftigt werden sollen. Also immer rückwärts, rückwärts ernannt. Derartige freie parlamentarische Organisationen im Schutz der Schwachen- für sie sind Staat und Bour- der Schlot- und Krautjunker sind nichts Neues; im heiligen geoisie nicht zu haben! Gruppen einig. Geist der schnöden Gewinngier sind diese großbürgerlichen 1 Auf diesem Hintergrunde spielen sich die Lohn differenzen in den Ziegeleien um Berlin ab, von denen letter Tage zu melden war. Man wird uns vielleicht Die Tante aus der Breitenstraße, die„ Vossische einwenden, daß Lohndifferenzen eine Sache für sich sind Zeitung", leitartikelt heut Abend über die nächsten Wahlen und mit dem Arbeiterschutz der„ neuen Aera", auch zum preußischen Abgeordnetenhaus. Der braven Alten wenn er noch so erbärmlich wäre, nichts zu thun haben. Schlottern die Glieder, wenn sie daran denkt, daß die Das ist der alte Irrthum Derer, welche die Arbeiter Sozialdemokratie sich an diesen Wahlen betheiligen und verhältnisse aus eigener Anschauung nicht kennen. In vielleicht in das Haus an dem andern Ende der LeipzigerLohnstreitigkeiten kommt gewöhnlich der Mißmuth der straße einziehen wird. Proletarier über die gesammte Gestaltung ihres Arbeits- Die Voff. 3tg." kann sich beruhigen, das preußische verhältnisses zum Ausbruch, die Lohndifferenz ist meist nur Dreiklassen- Wahlsystem, das elendeste aller Wahlgesetze" der letzte Tropfen, der das Gefäß zum Ueberfließen bringt. frei nach Bismarck durch die Miquel'sche Reform" noch Und wenn irgend eine Arbeiterkategorie das Recht hat, zum jämmerlicher geworden, reizt die Soeialdemokratie nicht. Himmel zu schreien wegen der Erbärmlichkeit ihrer ganzen Ein Mandat würde unter diesem Wahlgesetz nur durch ein Arbeitsbedingungen, so sind es die armen schwer( arbeitenden Kompromiß mit einer der Bourgeoisparteien möglich sein. Ziegler. Solche Kompromisse zu schließen, überläßt die Sozialdemo fratie aber den Freisinnigen, die ihre Geschicklichkeit in diesen Dingen bei den letzten Reichstagswahlen so glänzend bewiesen haben. Der Hinweis auf Bayern, Sachsen, Baden u. s. w. paßt nicht, weil in diesen Staaten das Wahlrecht, wenn auch durch Zensus eingeschränkt, den Arbeitern die Möglichfeit gewährt, sich selbständig als Klasse an den Wahlen zu betheiligen. Wann wird endlich diesen schwer geplackten und schlecht bezahlten Proletariern gegenüber die Gesetzgebung ihre Pflicht erfüllen? Politische Leberlicht. Berlin, den 6. Juli. Die nationalliberale Fraktion bringt durch den Abg. Ofann im Reichstage eine Interpellation ein, worin Auskunft darüber erbeten wird, ob die Regierung bei den diesjährigen Manövern die nothwendige Rücksicht auf die, namentlich im Westen und Süden herrschende Futternoth nehmen werde. Außerdem war angeregt, einen Antrag betreffs des Militärstrafverfahrens zu stellen; dies soll jedoch erst in der nächsten Session geschehen. " Wenn die Vossische Zeitung" bei dieser Gelegenheit nach Vereinigung der beiden feindlichen Brüder" des Freifinns wimmert, so ziert diese Entschiedenheit das Organ des Berliner Freisinns" zwar sehr, ändert aber nichts an der Thatsache, daß Berlin der Sozialdemokratie gehört, und daß auch der vereinigte Freifinn ferner Mandate in Berlin nur erreichen kann, wo das ,, elendeste aller Wahlgesete" herrscht, oder wo die Minister für den Kandidaten des Freisinns stimmen. N Aus dem Reichstage. Die Tagesordnung für die auf morgen Nachmittag 1 Uhr anberaumte 3. Plenarsizung des Reichstags lautet wie folgt: 1. Berathung des schleunigen Antrages der Abgg. Ancker und Genossen wegen Einstellung der gegen den Abg. Dr. Müller( Sagan) beim Amtsgericht resp. beim Landgericht Glogau schwebenden Strafverfahren während der Daner der Session. 2. Berathung der schleunigen Anträge der Abgg. Auer und Ge- Der Fortschritt der Sozialdemokratie in Bayern nossen wegen Einstellung der gegen die Abgg. Schmidt tritt offensichtlich zu Tage in dem erfreulichen Ergebnisse ( Frankfurt) resp. Schulze( Königsberg), Bueb und Metzger der Landtagswahlen. In die bayerische Kammer werden ( Hamburg) schwebenden Strafverfahren während der Dauer zum ersten Male Sozialdemokraten, fünf an der Zahl, einder Session. 3. Erste Berathung des Entwurfs eines Ge- ziehen. Nürnberg wird durch vier, München II. durch einen setzes, betreffend die Friedenspräsenzstärke des deutschen sozialdemokratischen Landtags- Abgeordneten vertreten sein. Heeres. Mit der behaglich- faulen Ruhe des bürgerlichen Karpfenteichs ist es nun zu Ende. Die sozialistischen Landboten werden das ultramontan liberale Joyll, worin ein Schachergeschäft das andere jagte, während die verfassungsmäßigen Rechte des Volkes nichts galten, gründlich zerstören. Bahlreiche bedeutsame Aufgaben politischer und wirthschaftlicher Art, deren Erledigung von größter Wichtigkeit für die Arbeiter, die kleinen Leute ist, harren hier der Lösung: Vereinsrecht, Wahlrecht in Staat und Gemeinde, Steuerfragen, Gehaltsverhältnisse der Unterbeamten, landwirthschaftliche Nothstände, Fabrikinspektion, Arbeit und nochmals Arbeit in Hülle und Fülle. In der Kammer wird jetzt endlich das richtige Wort gesprochen werden, wenn die Beziehungen zum Reiche, die Ansprüche des erhöhte Matrikularbeiträge heischenden Militarismus an die bayerischen Steuerzahler u. f. w. zu erörtern find. Zwar liegt noch keine Schlußnachricht über das Ergebniß der gestrigen Wahlmänner- Wahlen vor, doch ist mit Sicherheit anzunehmen, daß weder die Liberalen noch die Ultramontanen eine Majorität haben. Die letzteren werden Size an die Bauerubündler verlieren, und diese, sowie unsere Abgeordnete, werden aller Voraussicht nach das Bünglein an der Waage der parlamentarischen Entscheidungen in der Prannerstraße bilden. " Ein lustiges Rechenexempel macht die National- Beitung" auf, die kurzweg schreibt, die 44 am 5. Juli bei Bürklins Wahl abgegebenen weißen Zettel seien von den Sozialdemokraten abgegeben worden. Unsere Fraktion zählt, da die Hamburger Wahl noch aussteht, 43 Mann, anwesend waren am 5. Juli 35 Sozialdemokraten, die allerdings sämmtlich weiße Bettel abgaben. Wer mag wohl die anderen neun weißen Bettel abgegeben haben? Der Antrag auf Aufhebung aller Zölle für Futter mittel ist von der süddeutschen und frei sinnigen Volkspartei gemeinsam eingebracht worden. Das Zentrum hat die Aufhebung des Jesuiten Gesetzes beantragt. Ein Nachtragsetat, durch den die durch die Militärvorlage bedingten Aenderungen des Etats und die erforder liche Erhöhung der Matrikularbeiträge festgestellt werden, 4. Rapitel. Die Abgeordnetenwahlen finden am Mittwoch, 12. Juli, nicht wie gestern irrthümlich berichtet wurde, am 6. Juli, Es ist bekannt," führt das rheinische Blatt aus, daß die Vorräthe an Büchsenfleisch und Fleischkonserven für das gesammte deutsche Kriegsheer schon im Frieden theils bei den Truppen, theils in den Festungen bereitgestellt sind. Diese Borräthe müssen alljährlich aufgefrischt werden und werden von den Truppen theils im Manöver, zum größern Theil aber in den Menagen das ganze Jahr hindurch verbraucht. Da nun die Büchsenkonserven zumeist eine garantirte Dauer von etwa 6 Jahren haben, so muß alljährlich mindestens ein Sechstel des ganzen Kriegsbestandes aufgezehrt werden, und es ist diese Auflage für die Truppenmenagen eine sehr schwere Last, da die Konserven den Truppen zum vollen Preise der täglichen Fleischportion abgegeben werden, die Truppen selbst aber meist in der Lage sind, durch ihre örtlichen Lieferungsverträge das Fleisch billiger einzufaufen als die Konserven. Somit ist die Konservenverpflegung für die Truppenmenagen eine sehr theure Sache, und es springt dies um so mehr in die Augen, wenn man bedenkt, daß die Gesammtverpflegung des deutschen Soldaten je nach Lage der Garnison mit 21 bis 30 Pf. täglich geleistet werden muß. Wird im Winter eine Abendsuppe verabreicht, so kommt dieselbe auf mindestens 21/2 bis 3 Pf. zu stehen, und es ist daher namentlich im Winter bei der dann häufiger und mindestens ein bis zweimal in der Woche erfolgenden Verwendung von Konserven von allerhöchstem Werthe, daß diese so billig wie möglich geliefert werden können. Es bestehen nun im Deutschen Reiche gegenwärtig zwei große Militär- Konservenfabriken in Mainz und in Spandau, die zur Bereitung von Büchsenfleisch in größtem Maßstab eingerichtet und befähigt sind, bei ausbrechendem Kriege den Bedarf des Heeres sicherzustellen. Diese beiden Fabriken haben bisher nur den Auffrischungsbedarf geliefert und daher nur im Winter gearbeitet. Sie haben ihre Bearbeitung Ende April geschlossen und sind nun in den Zustand der Ruhe bis zur Eröffnung der Winterarbeit eingetreten, um die sehr verwickelte Abrechnung mit den Truppen vorzunehmen. Die Fabrik in Mainz hat im Winter täglich 35 bis 40 Stückt Ochsen verarbeitet, kann aber mit Leichtigkeit das Doppelte leisten. Rechnet man aber nur 1500 Stück im Monat, so ergiebt dies für beide Fabriken schon 3000 Stück im Monat oder für die ganze Sommerthätigkeit etwa 12 000 Stück. Der Einwand, daß die Bereitung der Konserven im Sommer auf Schwierigkeiten stößt, erscheint nicht zutreffend, da ja in Amerika die Hauptthätigkeit der Fabriken gerade in den Sommer fällt und da in Frankreich der Anstoß zur sofortigen Anlegung von Fabriken ebenfalls gegeben wurde. Auch dem Einwand, daß nunmehr das Vieh infolge der schlechten Ernährung etwas minderwerthig ist, wird damit wohl entgegengetreten, daß auch die Preise dementsprechend gewichen sind. Das Reich besitzt nun weiter in den großen Festungen Metz, Straßburg, Thorn und andern große Gefrier- Anstalten. Werden nun auch diese eröffnet und große Vorräthe gefrorenen Fleisches für die Festungen beschafft, so ist man nicht nur in der Lage, im Herbste oder im nächsten Frühjahr, wenn alsdann die Fleischpreise wieder gestiegen sein werden, das Fleisch zu mäßigen Preisen an die Truppen ab= zugeben, sondern man ist auch in der Lage, einen Versuch im großen mit diesen Anstalten zu machen. Entschließt sich das Kriegsministerium dazu, die Konservenbestände nunmehr im voraus für die Jahre 1895 und 1896 zu beschaffen und theilweise selbst zu bereiten, so wird es nicht schwer sein, beim Einkauf der Thiere durch Vermittelung der Landrathsämter oder der landwirthschaftlichen Vereine unter Ausschluß der Händler sich unmittelbar an die nothleidenden Gemeinden zuwenden und so derabscheulichen Preisdrängerei zuvorzukommen. Es ist wohl anzunehmen, daß der Reichstag bereit sein wird, die erforderlichen Mittel nachträglich zur Verfügung zu stellen, die ja als: dann in den Jahren 1895 und 96 nicht zur Ausgabe gelangen. Auf diese Weise würde nicht nur den nothleidenden Landwirthen eine nicht unwesentliche Hilfe gebracht, sondern es würde auch die Kriegsverwaltung infolge des billigen Einkaufes namhafte Ersparnisse machen, die überdies bei der Verpflegung der Truppen sehr fühlbar sein würden." 0 Der Vorschlag verdient erwogen zu werden, aber die Maßregel wäre doch nur ein Glied in der Kette der nothwendigen Eingriffe von Reich und Einzelstaaten. In erster durchaus nicht sanftmüthig. Ohne Zweifel, eine Schülerin angerissen. Man sah sie überall, wo man sich amü- und sich in allerhand kleinen Tollheiten zu ergehen; sie war von Frau Roguet! Eine kleine Jakobinerin!- Als André firte und selbst an solchen Orten, wo es zum guten Ton naiv mit fofetter Dreistigkeit und berechneter Unschuld. mit seinem Urtheil so weit gediehen war, bemerkte gehört, daß man sich langweilt, im Boulogner Hölzchen, Unter dem Vorwand, daß sie das Französische nur sehr er, daß er vor seinem Hause angekommen war. bei den Rennen, in den Sizungen der Akademie, auf den unvollkommen beherrsche, radebrechte sie mit ernsthafter dreißig Kunstausstellungen, die im Laufe des Jahres ein- Miene oft ganz nette Scherze, oft aber auch kecke Waguisse ander folgen und sich Konkurrenz machen. Sie machte sich und Ungeheuerlichkeiten, die nichtsdestoweniger ihre Zuhörer Es fand an diesem Abend ein kleines, intimes Diner überall durch ihr auffallendes Benehmen und ihre exzen- amüsirten. Zu allen Zeiten beachtet die vornehme Gesellin dem stattlichen Hause der Murillostraße statt. Als trischen Toiletten bemerkbar. Durch ihren unausgesetzten schaft diejenigen ihrer Mitglieder viel mehr, die eine andere André, nachdem er Toilette gemacht hatte, in den Salon Verkehr mit der eleganten Welt glaubte sie sich schmeicheln Sprache sprechen, als diejenige des Landes, in dem sie sich eintrat, fand er dort bereits mehrere der Eingeladenen in zu dürfen, auf dem Gebiet der Kunst und der Literatur aufhalten; Miß May hatte es auch sehr bald weg, daß lebhafter Unterhaltung mit seiner Mutter und seiner eine Kennerin geworden zu sein. einige in die Unterhaltung gestreute erotische Brocken geSchwefter. Da war zunächst Guntram von Serenoize, der Sie hatte hier und da einige gelehrte Brocken, einige nügten, um ihren leeren Schwäßereien ein gewisses Ansehen zu heute nicht so frisch aussah wie sonst. Er wollte ursprüng- Kunstausdrücke aufgelesen, mit denen sie die Leute blen geben, und sie bemühte sich eifrig, sich ihren leichten lich mit Alfred zusammen kommen; aber der arme Alfred dete. Außerdem besaß fie einen unerschöpflichen englischen Akzent in der Aussprache des Französischen zu hatte sich von der gestern ausgestandenen Todesangst noch Vorrath von Anekdoten. Sie war das wandelnde bewahren, während ihre Mutter sich den ihrigen abzu nicht erholt, er hütete noch das Zimmer; vielleicht mochte Journal für Frau Savenay, die sich sonst wenig um Neuig- gewöhnen suchte. Sie galt überall für geistvoll und er sich auch den Spöttereien, denen er sicher nicht ent- teiten fümmerte. Die Bekanntschaft der beiden Damen originell; und sie besaß wenigstens eine oberflächliche gangen wäre, nicht aussetzen. Er hielt es für flug, sich hatte sich auf die natürlichste Weise gemacht. Alle beide Originalität. für einige Tage von dem gesellschaftlichen Treiben zurückzu- begleiteten ihre Töchter in dasselbe Atelier. So lernten sie Sie schmeichelte und liebkoste Germaine mit einer fo ziehen. Dann war noch eine Mrs.( abgekürzt für Mistreß, sich kennen, verabredeten dann regelmäßige Zusammenkünfte, hartnäckigen Ueberschwänglichkeit und war dabei so geschickt, sprich Missis, Frau) Webster mit ihrer Tochter da. Mrs. Webster plauderten miteinander, besuchten einander, und bildeten sich daß niemand auch nur den Schatten eines Hintergedankens war von Geburt Französin, aber durch ihre Heirath Eng- schließlich ein, sie seien Freundinnen. darunter vermuthen konnte. Es fonnte indessen nicht länderin geworden. Ihr Gatte hatte sich in seinem Seiden- Auch die beiden jungen Mädchen hatten sich auf den zweifelhaft sein, daß sie den Bruder mit Hilfe der Schwester waarengeschäft in London ein hübsches Stück Geld er ersten Blick gefallen, vielleicht deshalb, weil sie sich äußer- fangen wollte. André schien ihr eine sehr passende Partie; worben; gerade als er sich zur Ruhe setzen und von seinen lich sehr wenig glichen. Miß( Fräulein) May Webster war man schätzte ihn auf fünfmal hunderttausend Franks, und Renten leben wollte, war er gestorben. Die Wittme, die groß, hatte einen schneeigen Teint und etwas auffallend sein Vermögen erlitt durch die Zugabe seiner Person keine fich immer für eine ins Ausland Verbannte gehalten hatte, blondes Haar, wie man fand, wenn es auch immerhin Ginbuße. Vorläufig stand sie mit ihm auf einem freund. tehrte sofort nach Paris zurück und that sich etwas darauf weniger auffallend war, als ihre Manieren. Mit liebens- schaftlichen Neckfuß. Sie amüsirte sich damit, ihn zu gute, daß sie trotz ihrer langrn Abwesenheit von Paris würdiger Unverschämtheit betrachtete sie jeden, der ihre Auf- beständig zum Widerspruch zu reizen, ließ dabei jedoch mehr Bariserin geblieben war, als irgend eine andere merksamkeit erregte, durch ihre Lorgnette, weniger, um ge- wie zufällig durchblicken, daß sie dieselben Ansichten hegte Dame der Gesellschaft. Sie ließ jetzt ihrer Lebenslust, die nauer zu sehen, als um aufzufallen und gesehen zu wie er. Opfui, seht den Bösewicht, der so spät kommt," rief gern gethan hätte, die Zügel schießen. Dabei war es nur Eine sehr egoistische Natur, hatte sie doch bald eingesehen, sie ihm zu, als er sich der lachenden und scherzenden Gruppe natürlich, daß sie horrende Summen verschwendete. daß es nicht vortheilhaft ist, es zu ſehr merken zu lassen. näherte, welche die beiden jungen Mädchen und Guntram Ihre Zinsen reichten dazu nicht aus. Wie man Obgleich sie eigentlich ein fühles Herz und einen ruhigen in einiger Entfernung von den Müttern bildeten. sagte, hatte sie auch ihr Kapital schon start Kopf hatte, liebte sie es doch, die Unbesonnene zu spielen ( Fortsetzung folgt.) sie in London nicht so hatte austoben tönnen, wie sie es werden. dort von„ liberaler" Seite verbreitet wurden, sodaß wir ge Bettel anfertigen und verbreiten zu lassen. Diese unehrliche Steihe tommt es an auf die Aufhebung der Bölle ausgeheckt hat, lenkt die öffentliche Aufmerksamkeit| auch, so weit die Stadt in Betracht kommt, eingehalten. Dagegen auf Futterstoffe und der Lebensmittelzölle schon wieder einmal durch einen sauberen Streich wurden uns aus verschiedenen Landorten, so aus Stein und aus überhaupt. Dagegen daß die Heereswaltung jetzt Ein- auf sich. Der Macher des Blattes Blattes ist ein ist ein ge- einburg, Kartellzettel von ganz anderen Formen eingesandt, die täufe in großem Maßstabe macht und sie in wisser Bergassessor Hilger. Der hat jüngst im der vorhin angedeuteten Weise verwerthet, ist sicher Bergmannsfreund" den Zentrumskandidaten Grafen von zwungen waren, in letzter Stunde auch noch derartige veränderte nichts einzuwenden, immer vorausgesetzt, daß sie an die der Schulenburg- Dest schwer beleidigt. Graf Handlungsweise kennzeichnet so recht die Gesinnungsniederträchtigrichtige Schmiede geht und den Nothleidenden keine Schleuder von der Schulenburg erwiderte darauf, was die sehr feit unserer" Gentlemen"-Gegner. Bis auf den schmählichsten preise, sondern angemessene Preise zahlt. Wenn die Köln. empfindliche Ehre" des Hilger so kränkte, daß er den Treubruch sind sie schon gesunken, um durch solche unsaubere, Zeitung" meint, die vorhandenen militärischen Anstalten Grafen auf Pistolen forderte. Schulenburg lehnte als verächtliche Manöver womöglich noch die gefährdeten Mandate fönnten nicht ausreichen, man müsse sich deshalb an die Katholik und gesetzestreuer Mann die Pistolenforderung zu retten! " " Betracht. " * * Privatindustrie wenden, Deutschland sei jetzt mit seinen ab. Graf Schulenburg ist Reserve- Offizier, aber da er es großen Fabriken in der Lage, sich vom Ausland unab- abgelehnt hat, einen Frevel gegen das Gesetz zu begehen, Bebel bei der letzten Wahl 840 Stimmen abgegeben worden, In Düren, so berichtet uns ein dortiger Genoffe, find für hängig zu machen, so sind wir der Ansicht, daß die Heeres- ist er es gewesen. Man wird ihn einfach aus dem Offiziers: Bebel bei der letzten Wahl 840 Stimmen abgegeben worden, gegen 786 im Jahre 1890. Dies ist kein nennenswerther Fortverwaltung ihre Bedürfnisse selbst decken soll. Voraus- verband entfernen, wie dies vor Jahren zwei katholischen schritt, aber wenn man bedenkt, wie in der Gegend die Sozialsichtlich reichen auch die Reichsbetriebe dazu aus; wenn Offizieren, die Gegner des Zweikampfes waren, widerfahren demokratie durch Lügen und Verleumdungen der gemeinsten Art nicht, so möge man sie erweitern. ist. Und der Hilger? Ein so schneidiger" Herr verdient in den Winkelblättern und auch von dem Klerus bekämpft Wie es z. B. im Eifelgebiete aussieht, darüber belehrt eine Auszeichnung. worden ist, dann begreift man bei den herrschenden Verhälteine Mittheilung der Westdeutschen Allgemeinen Zeitung". nissen, daß ein besseres Resultat faum zu erwarten war. Es Solch traurige Nachrichten", heißt es,„ kommen über Mangel Wiener Sozialdemokratie hatte für den 9. Juli eine Ver- vier Genossen ruhte, die trop reger Thätigkeit unmöglich in ben Die Wahlrechts- Bewegung in Oesterreich. Die tommt noch hinzu, daß die ganze Agitationsarbeit auf drei oder an Nahrung und Pflege für Mensch und Vieh, daß die Sorge nicht mehr abzuwehren ist, die ganze Ofteifel gehe ſammlung vor dem Wiener Rathhaus, dem einzigen Plage für weiten Revieren alle ihre Aufgaben erfüllen konnten. Doch was einem Nothstands und Hungerjahre entgegen, schlimmer eine Massenversammlung unter freiem Himmel, einberufen, am wesentlichsten in Betracht kommt, ist, daß gerade in den um dort für das allgemeine Wahlrecht zu demonstriren. Wer trotz aller Bedrückungen und Hindernisse diesmal sozialals das unvergessene vor einem Jahrzehnt. Ohne um- Die Angstmeier und Sozialistentödter der Wiener Stadt- bemokratisch gewählt hat, von dem ist auch bestimmt anzunehmen, Bergarbeiter- Revieren Stimmenzunahmen zu verzeichnen sind. faffende öffentliche Beihilfe wird die Eifel in diesem Herbst verwaltung haben die Erlaubniß hierzu verweigert. Unsere baß er fein Mitläufer", sondern fattelfest ist und in kommender und Winter dem Hunger zur Beute." Dem auf den 5. Juli einberufenen Meininger Genossen aber blieben fest und erklärten, unter allen Um Beit kräftig neue Genossen werben wird. ständen demonstriren zu wollen. Dies wirkte. Die StattLandtag ist zunächst als einzige Vorlage die Regierungs- halterei erlaubte im Rekurswege die Abhaltung dieser Verforderung zugegangen, 300 000 M. aus den Beständen der sammlung. Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg. Aus Mainz wird uns berichtet: Kaum ist die Reichstagswahl in unserm Kreise sicgreich ausgefallen und Genosse Jöst Landeskaffe zur Bekämpfung der Futternoth zu mit einer Mehrheit von 2500 Stimmen wiedergewählt worden, bewilligen und zwar bis Ende 1894 als unverzinsliche und Die Straßenkämpfe in Paris denn Straßen- so rüstet die sozialdemokratische Partei sich schon wieder zum von da ab bis 1896 als mit 3 pet. verzinsliche Darlehne.-fämpfe waren es in Wirklichkeit- hatten keine politische neuen Wahlkampf und zwar für die noch in diesem Sommer In der„ Kölnischen Volks- Zeitung" liest man: Bedeutung im engeren Sinne des Worts, fie richteten sich, stattfindenden Ergänzungswahlen zum hessischen Landtag. In Preisaufschlag zur Folge; aber wie man da in manchen Fällen Polizei, welche sich in Paris außerordentlich unbeliebt ge- Bürgermeister Möhn- Laubenheim vertrat, liegen die Orte Kastel, Der Mangel an Streumitteln hat naturgemäß einen nachdem der Studentenkrawall beendigt war, gegen die Rheinhessen kommt dabei vorwiegend der Landkreis Mainz in das Schäfchen scheert, das ist doch nicht mehr schön. So wird macht hat, und zwar so ziemlich bei allen Klassen der Be- Rostheim, Weisenau, Laubenheim, Hechtsheim und Brezenheim, uns mitgetheilt, eine Gesellschaft habe bis ins vorige Jahr für völkerung, so daß fast sämmtliche Pariser Blätter jetzt Partei in welchen die sozialdemokratische Partei am 15. Juni große eine Ladung Torfstreu vo. 10 000 Kilo 100 m. gefordert, an= fangs dieses Jahres 120-130 und 150 m.; augenblicklich gegen die Polizei nehmen. Die Arbeiter das wird Mehrheiten erzielte. Am nächsten Sonntag findet hier im fordere fie aber 225 M. und stelle weitere Preissteigerung in jezt allgemein anerkannt waren bei den Tumulten gar Weißen Rößchen" eine Konferenz der Vertrauensmänner des nächster Zeit in Aussicht. Torfstreu ist bekanntlich kein Artikel, nicht vertreten. Und dadurch war die Möglichkeit einer Kreises statt, in welcher die Agitation ins Leben gerufen werden der dem guten oder schlechten Ertrage einer Ernte ausgefeßt revolutionären Erhebung von vornherein ausge- foll. Bei einer regen Agitation ist es leicht möglich, diesen oder den Schwankungen der Börse unterworfen wäre; sie ist schlossen. Kreis für die sozialdemokratische Partei zu erobern, wodurch ein Artikel, der in den Moorgründen nach wie vor mit derselben Ertragsfraft und unter denselben Lohnverhältnissen seine staatsretterischen Genossen an den Krawallen ihr helles Wohl aber wird es bestätigt, daß Herr Constans und sich die Zahl der sozialdemokratischen Abgeordneten im hessischen Landtag auf vier erhöhen würde. zu fördern ist. Einen solchen Artikel um 100 pet. und mehr zu steigern, nur weil der Mangel an Streu nöthigt, zu Vergnügen hatten, und ihnen gewiß auch nicht fremd waren. Konig. Der neue Bürgermeister Eupel war früher in diesem Mittel zu greifen, das ist wucherische Ausbeutung der Die Regierung, die allen Grund hat, sich vor den Constans gleicher Eigenschaft in Apolda thätig, hat aber seinen dortigen Nothlage." und Genossen zu hüten, wurde dadurch einem güt- Posten verlassen, weil es wider sein streng tonservatives Gefühl lichen Ausgleich mit der Arbeitsbörse günstig gestimmt. ging, mit sozialdemokratischen Stadträthen zusammen zu arbeiten. Ginen Konflikt mit den Arbeitern hätte sie unter solchen Besser als in Apolda scheint es dem Herrn Bürgermeister in Verhältnissen nicht überlebt. Ronit zu gefallen, wenigstens tann er im Punkte konservativer Gesinnung sich nicht über die dortigen Stadtväter beklagen, und Die Arbeitsbörse von Paris ist mit der Regierung so hat er denn im Einverständnisse mit den Honoratioren sein in Konflikt gekommen, weil die Syndikate( Gewerkschaften zu machen. Es war unter den obwaltenden Umständen natürlich Möglichstes gethan, um auch der Sozialdemokratie den Garaus und Fachvereine) sich dem Gesetz vom 21. März 1884 nicht nicht daran zu denken, während der Wahlbewegung einen Saal unterwerfen wollen. Wenn man die französischen Bourgeois zu bekommen, um aber dennoch eine sozialdemokratische VerDeutschfreifinniges. Ein unsicherer Kantonist der blätter von den Wohlthaten" dieses Gesetzes reden hört, sammlung möglich zu machen, entschloß sich ein Parteigenosse freisinnigen Voltspartei scheint der Abgeordnete Pa chdann kann man die Weigerung der Arbeiter nicht be- zur Hergabe seines 2000 Personen fassenden Gartens. Die Genice zu sein. Der Reichsbote" theilt aus einem Briefe greifen. Oder vielmehr man begreift sie, weil ein Arbeiternehmigung wurde versagt. Der Genoffe Riesop meldete darauf Bachnicke's folgende Stelle mit: gesetz, dessen Wohlthaten" die Bourgeoisie preist, den Ar- eine Versammlung in der Behausung des Tischlermeisters Riewold „ Ich bin der Fraktion der freisinnigen Volkspartei bei- beitern feine, oder höchstens sehr zweifelhafte Wohlthaten an; wieder aber wurde das Ausstellen einer Bescheinigung vergetreten, und ich will hoffen, daß mir die Verhältnisse in der bieten kann. Und das ist mit dem famosen Gesetz vom schweren. Endlich wurde eine dritte Versammlung mit der weigert und die Antwort ertheilt, Riesop möge sich nur befelben das Verbleiben ermöglichen. Jedenfalls nehme ich, wie 21. März 1884 auch wirklich der Fall. Wohl giebt es den fonderbaren Klausel erlaubt, daß sie nur von 9 bis 11 Uhr tagen ich schon in Parchim gesagt, darin eine ganz unabhängige und Syndikaten die Rechte der juristischen Person, aber die Erbürfe; eine Beschwerde gegen diese Bestimmung fand beim Selbständige Stellung ein. Ich habe inzwischen bereits die Fehler, die seitens der Fraktion gemacht sind, als solche werbung der juristischen Person ist an die Bedingung ge- Bürgermeister taube Ohren. Seltsam, daß ein studirter Mann privatim und öffentlich gekennzeichnet, und würde, wenn knüpft, daß die Syndikate fich unter Polizeikontrolle stellen vom Vereinsgesetze so geringe Kenntnisse hat. Wahlbeeinflussungen Die Fraktion ähnliche Fehler wiederholen wollte, feine und auf jede freie Entwickelung verzichten. Und das der schlimmsten Art waren im ganzen Wahlkreise an der Bedenken tragen, aus derselben auszuscheiden, um der libe- wollen die Pariser Arbeiter nicht. Sogar die Tagesordnung. Daß Arbeiter von den Unternehmern mit dem ralen Sache im Reichstag außerhalb dieses Fraktionsverbandes„ Bossische Zeitung", die ihrem Haß gegen die selbst- konservativen Stimmzettel in der Hand zur Urne geführt wurden, standigen Arbeiterbewgungen und namentlich gegen die Pariser Arbeiterbörse erst dieser Tage so kräftigen Ausdruck gab, muß in ihrer jüngsten Pariser Korrespondenz zugestehen: Das Ausfuhrverbot wird diese Mißstände ins Ungemessene steigern, da es, wie wir schon hervorgehoben haben, den Großproduzenten und Großhändlern mit Futtermitteln die Kleinbauern auf Gnade und Ungnade ausliefert und den Monopolpreis- Wucher geradezu schafft. Die Aufhebung der Zölle ist das beste Schutzmittel gegen die Ausbeutung der Nothlage unserer Bauernschaft. zu dienen." Herr Bachnicke erblickt den Hauptfehler in der Ablehnung des Antrages Huene, gegen den er am 6. Mai selbst gestimmt hat. Die Berliner Zeitung", ein Organ der freifinnigen Volkspartei, schreibt: „ Das Verfahren dieses Herrn, der sich als Mitglied der freifinnigen Volkspartei wählen ließ, weil er auf andere Weise nicht in den Reichstag hätte tommen können, in parlamentarischen Ausdrücken zu charakterisiren, dürfte kaum möglich fein, und wir verzichten um so lieber darauf, als die unbedeutende Persönlichkeit nicht gerade dazu herausfordert, fie zum Gegenstande längerer Erörterungen zu machen. denken, die freisinnige Volkspartei wird furzen Prozeß mit Herrn Bachnicke machen und ihm schleunigst Gelegenheit geben, der liberalen Sache außerhalb des Fraktionsverbandes zu dienen"." Wir Abwarten! Wie die Freisinnige 8tg." schreibt, bestand bei einer am Dienstag abgehaltenen Konferenz der Reichstags und Landtags- Abgeordneten der freisinnigen Voltspartei keine Meinungsverschiedenheit darüber, daß die Feststellung des neuen Programms erst auf einem nachfolgenden Parteitag zu erfolgen hat". Bekanntlich hat die freisinnige Vereinigung das Verschmelzungs"-Programm von 1884 für sich in Anspruch genommen. " daß ein katholischer Pfarrer von Haus zu Haus ging, um die abgegebenen sozialdemokratischen Stimmzettel zu vernichten, daß unseren Genossen vor den Wahllokalen die Stimmzettel einfach weggerissen wurden, das sind alles Dinge, die in Ostelbien ja leider nicht zu den Seltenheiten gehören. Besondere SchwierigDas 1884er Gesetz fann faum als Fortschritt betrachtet teiten hatten manche Bauarbeiter, die trotz alles Suchens von werden. Es verpflichtet die Fachvereine, Sagungen und Mit- den Wahlvorstehern nicht in der Liste aufgefunden werden glieder u. s. w. der Polizei anzuzeigen und stellt sie unter fonnten; erst wenn der Stadtsekretär auf Verlangen der Wähler Aufsicht. Es gewährt ihnen zwar das Recht juristischer Per- die Gegenliste präsentirt hatte, fanden auch die Wahlvorsteher fonen, jedoch unter vielerlei Beschränkungen. Namentlich ist die Namen. In Tuchel wurden den Parteigenoffen Stimmzettel ihnen Vermögenserwerb schwer gemacht, Grundeigenthum und Flugblätter von der Polizei fortgenommen. Es versteht sich, dürfen sie genau nur soviel besigen, als sie zur Erfüllung daß das Spießbürgerthum sich ebenfalls entsprechend gegen die ihres Zweckes benutzen können. Nicht mit Unrecht sagen Parteigenossen benahm; vor allem suchte man den Arbeitern das daher die Fachvereine: ohne das Gefeß waren wir besser wählen dadurch zu erschweren, daß man Stimmzettel anfertigte, daran. Die Fachvereine sind seit den zwanziger Jahren ent- die von den sozialdemokratischen sehr leicht zu unterscheiden standen, mehrten sich aber erst unter dem Kaiferreich waren. Trotz allem geht es aber auch hier vorwärts; der Grund in größerem Maßstabe, wurden von der damaligen Regie ist gelegt und die überzeugten Genossen werden dafür sorgen, rung schonend behandelt. Ja, sie erlangten die öffentliche An- daß die Sozialdemokratie auch im Osten sich mächtig ents erkennung, da die Behörden öfters ihr Gutachten einholten und wickelt. mit ihnen unterhandelten. Die Beschränkung des Vermögenserwerbes trifft gerade die Arbeiter und Fachvereine am härSum fächsischen Landtagswahlrecht giebt das„ Sächsische testen. Die Fachvereine der Arbeitgeber fönnen jederzeit beliebig Boltsblatt" folgende Aufklärung: Stenerzahler, welche das große Summen aufbringen, deshalb steht jetzt der geldmächtige fächsische Staatsbürgerrecht besigen, aber den erforderlichen Fachverein der Droschkenbesitzer dem aller Mittel entblößten Bensus von 3 M. Einkommensteuer nicht zahlen, da ihr GinFachverein der Kutser gegenüber. Diese sind noch erbittert, kommen unter 600 m. herabgeht oder oft nur 1 m. beträgt weil die Polizei den Besizern gestattet hat, sie durch Leute ohne( 401-500 M. Einkommen), dürfen dennoch wählen und sollen Fahrschein zu ersetzen. Einige Tausend Kutscher find daher sich in die Wählerlisten eintragen lassen, dafern deren Ehefrauen außer Brot gefeßt, wodurch die Heerschaar der Unzufriedenen, oder Kinder so viel Einkommensteuern zahlen, als in VerAufrührerischgesinnten jedenfalls nicht vermindert wird. einigung mit der Steuerquote des Vaters zur Erfüllung von Zur Nachwahl in Alzey- Bingen. Wie wir So die„ Bossische Zeitung". Der Kutscherstreit ist nach 3 M. nothwendig ist. Der§ 5 des sächsischen Landtags- Wahl" Freis. Btg." ebenfalls entnehmen, hat am Mittwoch den neuesten Nachrichten beendigt. Gegen die Arbeitsbörse gesezes spricht es deutlich aus, daß dem Ehemanne und Bater eine freifinnige Vertrauensmänner- Versammlung Herrn sind bis zum Augenblick, wo wir dies schreiben, feine weiteren der Grundbesitz seiner Ehefrau und der in seiner väterlichen Reinhart Schmidt- Elberfeld, den bisherigen Abgeordneten Schritte erfolgt. Die Regierung hat die Sache den Gerichten Gewalt befindlichen Kinder, sowie die für die Ehefrau und Kinder zu entrichtende Steuer anzurechnen ist." Bahlt für Lennep- Mettmann, als Kandidaten der freifinnigen übergeben, und scheint also von gewaltsamem Vorgehen Ab- 3. B. der Vater nur 1 M., eine Tochter 50 Pfennig, ein Sohn Volkspartei für die Nachwahl an Stelle Albert Traegers stand nehmen zu wollen. 2 M. Einkommensteuer, so berechtigt diese Gesammtsumme von aufgestellt. Die Freisinnige Volkspartei" will ihre doppelte Ge Die Guillotine" des Herrn Gladstone arbeitet 3,50 M. den Vater zur Eintragung in die Wählerliste und damit zum Wahlrecht. Zusammenaddirte Steuerbeträge von Familien. stalt beibehalten, eine die sie auf dem Forum und der als ob die„ Knebelakte" gar nicht bestände, halten lange vortrefflich für die Opposition. Die Unionisten thun, mitgliedern, welche unter 3 M. bleiben, zählen somit nicht. Tribüne zur Schau trägt, und eine die sie im intimen Reden zum" Fenster hinaus, bis die von Herrn Gladstone Zur bayerischen Landtagswahl. Dem Freifinn in Nürn Kreise trägt. Die Toga vor allem Volke, den Schlafrock, diktirte Abstimmungszeit gekommen ist, und dann werden berg, so schreibt uns ein Buchdrucker, ist durch die 143 ſoziawenn sie unter sich sind, so hielten es die Freifinnigen und die Anträge und Amendements einfach guillotinirt" listischen Wahlmänner, die gegen 116 Kartellmänner gewählt Fortschrittler bisher, und so wird es die Freisinnige die meisten, ohne daß ein Wort über sie gesprochen worden. worden sind, die gebührende Antwort auf die gemeinen Volkspartei" auch in Zukunft thun. Parteitag wird daher auch unter Ausschluß der Deffentlich solche, daß die Herren der Opposition dem großen alten trattirt hat. Auch hier hat das Volt den Freifinn für immer Der bevorstehende Das ist jegt einmal geschehen, und die Wirkung ist eine Schimpfereien zu theil geworden, mit denen er die Arbeiter bei jeder Gelegenheit und vor allem während des Buchdruckerstreiks teit stattfinden, wie Herr Eugen Richter in seiner Freisinnigen Wann" nicht genug danken können für das Geschick, sich verlassen. Beitung" es entschuldigt, weil es sich um einen zwangs: unpopulär zu machen. losen Meinungsaustausch" über innere Fragen der Partei handelt. Es könnte sich dabei die Toga etwas verrücken und ein nicht lockendes Negligé zum Vorschein kommen. Wie die Freifinnige Zeitung" heute Abend meldet, ist Herr Dr. Bachnicke bereits aus der Fraktion aus getreten. der " Parteinachrichten. % k * Polizeiliches, Gerichtliches 2c. " -Der Redakteur der Wurzener Zeitung", Diehl, wurde vom Landgericht Leipzig zu 150 M. Geldstrafe verurtheilt, weil er durch einen Kommentar zu einer Berliner Die Ergänzungswahlen zum hessischen Landtage Lokalnotiz das Gardekorps beleidigt haben soll. Weil sie an werden Ende August oder Anfang September stattfinden. Ein recht verächtliches Wahlmanöver, so schreibt die einer polizeilich aufgehobenen Sigung der Landagitations- KomDie sommerliche Stille der Saurengurkenzeit wird nach- Fränkische Tagespost", haben die„ ireisinnig" nationalliberalen mission theilgenommen hatten, wurden verschiedene Parteigerade ein Märchen aus vergangenen Tagen. Kartellbrüder noch in legter Stunde verübt. Es war auf An- genossen in Braunschweig mit Strafmandaten zu je 15 M. bedacht. Die Pistole. Der durch seine gewerbsmäßige Be- Wahltomitees sämmtlicher Parteien für die Reichstags- und regung des sozialdemokratischen Wahlvereins zwischen den schimpfung und Verdächtigung der Arbeiterbewegung be- Landtagswahl die gemeinsame Herstellung völlig gleichheitrüchtigte Bergmannsfreund", der jüngst erst die licher Stimmzettel vereinbart worden. Diese Vereinbarung wurde vom„ Neichsboten" kolportirte Lügengeschichte über Bebel für die Reichstagswahl durchweg und für die Landtagswahl Für den Inhalt der Inserate über. nimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung Theater. Freitag, den 7. Juli. Friedrich- Wilhelmkädt. Theater. Der Bettelstudent. Kroll's Theater. Alessandro Stra della. Viktoria Theater. Frau Venus. National Theater. Graf Esser. Adolf Ernst- Theater. Der Schwie: gerpapa. Alexanderplah Theater. Vor Sonnenaufgang. Winter- Garten. Spezialitäten- Vorstellung. Spezialitäten Apollo Theater. Vorstellung. Theater der Reichshallen. Spezialitäten- Vorstellung. Kaufmann's Variété. Spezialitäten Vorstellung. National- Theater. Große Frankfurterstraße 132. Gastspiel der Königlichen Hofschauspielerin Fräulein Julia Behre. Graf Essex. Trauerspiel in 5 Aften von Heinrich Laube. Regic Max Samst. Rassenöffnung 51, Uhr. Anfang der Abend- Vorstellung 71/2 Uhr. Königl. italienischer Circus Ernesto Ciniselli. Stadtbahnstation Zoologischer Garten. Heute, Freitag, den 7. Juli: Gr. Elite- Vorstellung. Tandem, doppelt hohe Schule, ger. vom Direktor. Gr. Hurdle- Rennen, geritten von mehreren Damen und Ser besten Springpferde. Herren der Gesellschaft mit zirka 20 Todes- Anzeige. Den Mitgliedern des Unterstützungsvereins Deutscher Hutmacher( Filiale Berlin) zur Nachricht, daß der Kollege Robert Jäntsch gestorben ist. Die Beerdigung findet Freitag, Nach mittags 6 Uhr, von der Leichenhalle des Neuen Jakobikirchhofs( Brit) aus statt. Um zahlreiche Betheiligung ersucht Der Vorkand. In Vorbereitung: Die Erschaffung des Weibes, oder: Das Weib durch 175/4 die Jahrhunderte. Gr. Ausstattungspantomime, mit durchweg neuen Dekorationen, Rostümen, Requisiten 2c. 2c. ( Gesetzlich geschützt). Achtungsvoll Ernesto Ciniselli, Direktor. Neue freie Volksbühne. Sonntag, 9. Juli, I. Abtheilung, Sonntag, 16. Juli, II. Abtheilung. Tartuffe von Molière. Billets zur Großen Berliner Kunst30 Bf. im Theater und an den Zahlausstellung zum ermäßigten Preise von stellen. 409/20 BERLINER HIPPODROM am Kurfürstendamm. 2 Min. von Station Zoolog. Garten. Freitag, d. 7. Juli: Grosse Achtung Großes Sommerfest am Montag, den 10. Juli, arrangirt von sozialdemokratischen Parteigenossen des 3. Berliner Reichstags- Wahlkreises Hasenhaide. Neue Welt. Hasenhaide. Großes Garten- Concert unter Leitung des Musikdirektors W. Finsterbusch. Auftreten sämmtlicher Spezialitäten. Gr. Feuerwerk und Tanz. Kinderbelustigungen aller Art. Abends: Kinderfackelzug. Jedes Kind erhält eine Stocklaterne gratis. Die Kaffeeküche ist von 2 1hr an geöffnet. Herren, welche am Tanz theilnehmen, zahlen 30 Pf. nach. Anfang 4 Uhr. Entree 25 Pf. Billets sind bei folgenden Komiteemitgliedern zu haben: Börner, Ritterstraße 108; Tschernig, Fürstenstr. 17; Georgi, Simeonstr. 22, 4 Tr.; Germey, Gneisenaustr. 63, Hof 4 Tr.; Kräcker, Alerandrinenstr, 41, Sof 1 Tr.; König, Lausitzerstr. 44; Hoffmann, Allte Jakobstr. 89; Karraus, Manteuffelstraße 115; Vertrauensmann Fritz, Fürstenstr. 11, 4 Tr. und in allen mit Plakaten be= Das Komitee. Kistenmacher! Schölzel, Mariannen- Platz 5; Wartenberg, Elisabeth- Ufer 18, sowie bei dem Sonnabend, den 8. d. Mts., legten Handlungen. Sonnabend, den 8. d. Mts., Abends 8 Uhr, in den Arminhallen Generalversammlung. Tages Ordnung: 1. Vortrag über: welcher Drganisation schließen wir uns an? 2. Beschlußfassung über die Auflösung des Vereins. [ 191/15 3. Abrechnung vom Maskenball. Tischler- Verein. Sonnabend, den 8. Juli 1893, Abends 9 Uhr, Melchiorstrasse 15: Im Garten auf d. Sommerbühne Extra- Vorstellung. General- Versammlung. Die Balletschule. Posse mit Gesang und Tanz. Regie: Hugo Hummel. Vor und nach der„ Balletschule" Auftreten von Specialitäten I. Ranges. „ Neurs Programm". Morgen: Zum 1. Male: Lehmann auf der Weltausstellung in Chicago. Große Posse mit Gefang und Tanz in 5 Atten von Eugen Prudenz. Musik von Adolph Widecke. Castan's Vorzüglich gewähltes Programm, u. a. Röm. Reiten und Fahren von Damen und Herren. Sechs grosse Rennen. Zum Schluss: In den Abruzzen. Grosse Pantomime von 200 Personen. 60 Pferde. Im Park: Grosses Konzert. Anfang ŏ Uhr. Anfang der Vorstellung 8 Uhr. Morgen, Sonnabend; Grosse Sport- Vorstellung. Panopticum. G Neu: Der Tod als Erlöser. Neu: Die Schreden des Meeres. Bauern- Aufstand! Junktionist. Vorstellungen. Irrgarten... Schreckenskammer. PassageTagesordnung: Kassenbericht vom 2. Vierteljahr. Bericht der Bibliotheks Kommission. Wahl eines Bibliothekars. Ausgabe der Billets zur Landpartie. Quittungsbuch legitimirt. 331/14 Der Vorstand. Achtung! Bilderrahmenmacher! Sonnabend, den 8. d. M., Abends 9 Uhr, ratweil'sche bei Rackow, Prinzenstraße 106: Bierhallen. Kommandantenstr. 77-79. Täglich: Auftreten der Leipziger Sänger %. Große öffentliche Zu zahlreichem Besuch ladet freundlichst ein 347/ 17* Verband der Sattler und Tapezirer. Filiale Berlin. Sonnabend, 8. Juli, Abends 812 Uhr, bei Wienecke, Alte Jakobsir. 83: Versammlung. Tagesordnung: 1. Vortrag des Herrn Dr. Weyl über: Proletarierkrankheiten mit besonderer Berücksichtigung des Berufes der Sattler. 2. Diskussion. 3. Abrechnung. 4. Verschiedenes. Der Vorstand. Sonnabend, den 15. Juli 1893: Gr. Dampferpartie auf der Oberspree verbunden mit nachfolgendem Sommernachts- Ball in dem romantisch gelegenen, neu errichteten Etablissement ,, Schlosspark Wilhelminenhof" vis- à- vis Hasselwerder. Abfahrt Abends 9 Uhr von der Jannowitz- Brücke, Rückfahrt gegen 7 Uhr Morgens. Alles Nähere die Programme. Billets( Hin- und Rückfahrt) inkl. Tanz 75 Pf. sind zu haben bei Gründel, Dresdenerstr. 116; Stramm, Ritterstr. 123; Wienecke, Alte Jakobstraße 83; Pötschke, Französischestr. 6; Heller, Petri- Plaz; Blum, Ackerstraße 144, Quergeb. 4 Tr.; Böttcher, Solmsstr. 17, Hof 1 Tr.; E. Schultze, Köpnickerstr. 192, v. 3 Tr.; Carl Schultze, Königsbergerstr. 11, v. 4 Tr. Achtung! Um die Zahl der Dampfer feststellen zu können, werden diejenigen, welche Billets zum Vertrieb entnommen haben, ersucht, am Mittwoch, den 12. Juli, bei Wienecke, Alte Jakobstr. 83, Abends von 8-10 Uhr zu erscheinen. Billets, welche bis dahin nicht zurückgegeben sind, werden als verkauft angesehen. 290/1 Versammlung Freie Tagesordnung: Wert der Organiſation. Referent: fchiedenes. 1. Vortrag über den Nußen und Genosse Hansen. 2. Diskussion. 3. Ver vom Krystall- alast. Anf. Wochent. 75/ Uhr. Entree 10 Sonntags 6 30 Pf. Um zahlreiches und pünktliches Er Anerkannt gute Küche. scheinen aller Kollegen wird gebeten. 757b Säle für Festlichkeiten und Versammlungen. Carl Koch. Moritz Blas. Etablissement Panopticum. Buggenhagen. Grösstes Etablissement MorihPlay. Täglich Instrumental- konsert. Großer Frühstücks- u. Mittagstifd. Spezial- Ausschant von PatenSchau- u.Vergnügungs- hofer Lagerbier, hell und dunkel. Un Sonn- und Festtagen findet das Konzert in den oberen Sälen statt. Entree Wochent. 10 Pf. Sount. 25 Pf. Säle für Versammlungen, Rommerje, Festlichkeiten 20. der Welt. Entree 50 Pf. Kaufmann's Variété Am Stadtbahnhof Alexanderplatz. Heute, Sonntag: Gr. Garten- Concert und 699b Spezialitäten- Vorstellung von Künstlern I. Ranges. Gröffnung 5 Uhr. Entree 30 Pr. Bei ungünstigem Wetter im Saale Die Vorstellungen finden bis Anfang der Winter Saison nur Sonntags statt. A. Zimmermann. Moabiter Gesellschaftshaus. Alt- Moabit 80 und 81. Täglich: Ostbahn- Park am Küstriner Play, ( Hermann Jmbs) Rüdersdorferstr. 71, am Ostbahnhof. Konzert, Täglich: Theater u. Der Vorstand. Achtung! Schneider u. Schneiderinnen! Potsdamer am Gäste willkommen. Das Comité. Freie Vereinigung der Bauarbeiter Berlins. Sonntag, den 9. d. M., Vormittags 11 Uhr: Außerordentliche General- Versammlung in Scheffer's Salon, Inselstr. 10, 2 Tr. Tages Ordnung: 1. Wahl des gesammten Borstandes und der Fachkommission. 2. VereinsAngelegenheiten. 3. Verschiedenes. Gäste haben Zutritt. Um zahlreiches und pünktliches Erscheinen bittet 760b Achtung! Der Vorstand. Achtung! für Sonntag, den 9. Juli, for Sommerfest, Sozialdemokratischer Agitations- Verein welches Nachmittags 4 Uhr beginnt. Da die Berliner eine Einladung er halten, sich daran zu betheiligen, so ersuchen wir diejenigen, welche daran theilzunehmen gedenken, sich am Sonntag Morgen 73/4 Uhr am Potsdamer Bahnhof einzufinden. Der Zug fährt 8 Uhr 5 Min. Das Endziel ist die 1. Vortrag des Genossen Millarg über seine Thätigkeit als Kandidat Station Charlottenhof. Am Vormittag des Kreises. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Ausgabe der Mitgliedsbücher find Ausflüge in die herrliche Umgebung und Statuten. Potsdams geplant." Treffpunkt für Arnswalde- Friedeberg. Sonnabend, den 8. Juli, Abends 8½ Uhr, im Lokale des Herrn Tempel, Langestraße 65: Versammlung. Tages Ordnung: Am 15. Juli findet im Lokale des Herrn Tempel gemüthliches BeiNachzügler: Gartenkofal Charlottenhof, sammensein mit Tanz statt. Billets sind zum Preise von 30 Pf. für Herren welches direkt an der Station Char: inkl. Tanz und 10 Pf. für Damen bei Herrn Tempel, Langestr. 65, zu haben. lottenhof liegt. Die Agitationskommission. Achtung! 392/6 369/12 Drei Der Vorstand. Schöneberg! öffentl. Bersammlungen der Töpfer. Alle Parteigenossen, die im Besitz von Sammellisten sind, welche zur 1. Versammlung in Friedrichshagen Spezialitäten- Vorstellung. Reichstagswahl für Schöneberg aus am Sonntag, den 9. Juli, Vorm. 11 Uhr, im Lokale des Herrn Pantomimisten- Truppe Garetton, urtom. Tarameter- Droschkenfahrt, Mr. De Dolfs, Neger- Exentric 2c. Boltsbelustig. jeder Art. 4 Kegelbahnen zur Verfügung. Restaurant Paul Hilpert, Nigdorf, Karlsgartenstr. 1, Ecke d. Hermannstr. Allen Freunden, Bekannten und Gegegeben sind, werden hiermit aufgefordert, diefelben behufs Abrechnung bis spätestens Mittwoch, den 12. Juli, M. Lerche, Friedrichstraße( Rundtheil). 2. Versammlung in Friedrichsberg Lange, Wartenbergstraße 67. an das Wahlkomitee- Mitglied Wilhelm am Dienstag, den 11. Juli, Abends 6 Uhr, im Lokale des Herrn Bäumler, Hauptstr. 30, Hof part., abzuliefern, widrigenfalls die Namen veröffentlicht werden. 421/3 am Das Wahlkomitee Schönebergs. Die öffentliche Beleidigung, die ich Theater- und Spezialitäten- noffen zur Nachricht, daß ich endlich am Sonntag gegen Frau Lindemann Vorstellung, sowie Concert. Anjang 4 Uhr. 323/17 3. Versammlung in Steglitz Dienstag, den 11. Juli, Abends 6 Uhr, im Lokale ,, Gambrinus", Ahornstraße 15a. Tagesordnung in allen Versammlungen: 1. Berichterstattung vom 8. deutschen Töpfer- Kongreß. Der Vertrauensmann. nach neunmonatlicher Wartezeit geäußert habe, nehme ich hiermit zurück 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. die Schankkonzession erhalten habe, und und erkläre diefelbe für eine ehrenhafte fann nunmehr mein Weiß- u. Bairisch- Frau.[ 756b] Entree 30 Pf., reservirter Platz 50 Pf. Bierlofal bestens empfehlen. Für Ver4127L* Helmuth Peters. eine und Gesellschaften steht ein großes Vereinszimmer mit Pianino zur VerPaul Schweizer- Garten fügung. Achtungsvoll Pant Hilpert. am Königsthor. Du Täglich: Täglich: E Concert, Theater und Spezialitäten- Vorstellung. Geschwister Rigoli, Familie Carlo, Mr. Famera, Max Grabow, Gebr. Dissenato, Emma Lucas, Troupe Columbia und Gebr. Vercroa. Im Saale: BALL.[ 4199L* Neu renovirte prächtige Wohnungen 3 50, 60 Thlr. zu vermiethen. 782b Hennigsdorferstr. 24. Altes Schüßenhaus, Linienstraße 5, empfiehlt seine Festfäle ( 560 Personen fassend) zu allen Gelegen 7336 beiten Am Sonntag, den 2. d. Mts., ist im Vittoria- Park", Frankfurter Allee 72, Frau Ahle. Roh- Tabak A. Goldschmidt, 4435L* am biesigen Plate wie bekannt grösste Auswahl! Garantie für sicheren Brand. Streng reelle Bedienung, billigste Preise! Sämmtliche im Handel befindl. Rohtabate sind am Lager. A. Goldschmidt, beim Wahlſiegesfest des 4. Reichstage Oranienburgerstr.2. Wahlkreises ein goldener Ring mit Stein gefunden worden. Derselbe ist in meinem Besik und wolle der VerGroße öffentliche Versammlung aller im Bergoldergewerbe beschäft. Arbeiter u. Arbeiterinnen am Montag, den 10. Juli, Abends 81/2 Uhr, im Lokale des Herrn Scheffer, Inselstraße Nr. 10. Tages Ordnung: 1. Wie stellen sich die im Vergoldergewerbe beschäftigten Arbeiter und Arbeiterinnen zur Organisation?( Referent wird in der Versammlung bekannt gemacht.) 2. Diskussion. 3. Resultat der Resolutions- Listen. 4. Verschiedenes. In dieser wichtigen Versammlung ist das Erscheinen Aller dringend nöthig. [ 358/8] Die Agitations- Kommission. Jamaica- Rum, [ 131M echt Verschnitt u. Fac., Literfl. 1,10, 1,60, 2,10, bei 5 Fl. 10 Pf. billiger. lierer sich bei mir melden. 4520L Gr. helles Parterre- Fabrik- Tokayer, med. süßer Ungarwein, Literfl. m. 2,10. Fr. Rosche, Frankfurter Allee 72. Lokal, in dem Metallgiesserei beLokal, in dem Metallgiesserei be- Himbeer-, Kirsch, Johannisbeersaft, Liter M. 1,20. trieben wurde, auch für jeden anderen Echt Stonsdorfer Bitter- Likör, Liter 1.20, 5 Ltr. 5,50, 10 2tr. 10. Tischlerei mit g. Rundsch. ist andr. Zweck geeignet ist zu vermiethen. Cognac fine Champagne, 3/4 Literfl. 3,50, 4,50, 5,50, 7,50, 12. Unternehmen w. bill. z. vert.[ 750b Näheres bei A. Meyer, Neue FriedrichEugen Neumann& Co., Wasserthorstr. 14, 1. straße 4. 55/18 6 a. Belle- Alliance- Plaz 6 a. 81. Neue Friedrichstr. 81. 8. Oranienstr. 8. Berantwortlicher Redakteur: Wilhelm Schröder in Berlin. Druck und Verlag von Mag Bading in Berlin, SW, Beuthstraße 2. Hierzu eine Beilage. Beilage zum„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 157. Ans England. London, 3. Juli 1893. Freitag, den 7. Juli 1893. 10. Jahrg. Der Amtsvorsteher. J. V.:( Name unleserlich). Kurz, der ganze Werth der Ausstellung" beschränkt sich welche gelegentlich stattfinden und dem Charakter eines Landdarauf, daß einzelnen Arbeitern, die es der Mühe werth partie- Kränzchens entsprechen, d. h. nach einem Klavier und viel. hielten, Gelegenheit gegeben ward, Proben ihrer persönlichen leicht einer Geige, doch niemals mit vollbeseztem Orchester. Geschicklichkeit auszustellen. Notabene, wenn sie vom Komitee als Außerdem darf weder Entree erhoben werden, noch ein TanzWiederum ein Monstre- Ausstand in Aussicht! Die Ver- ausstellungsberechtigt anerkannt wurden. Es ist mir ein Fall meister funktioniren, auch muß spätestens 8 Uhr Abends der einigten Kohlengrubenbesitzer der Midlands"( die 16 Graf- mitgetheilt worden, wo einem wiederholt von gewerblichen Schluß der Luftbarkeit eintreten. fchaften Mittelenglands), sowie anderer Kohlendistrikte haben sich Schulen prämiirten Arbeiter die Ausstellung eines Produkts seiner bahin geeinigt, angesichts des schlechten Geschäftsganges und der Handfertigkeit abgeschlagen wurde, nicht wegen der Qualität des gefuntenen Kohlenpreise den Arbeitern eine erhebliche Lohn- betreffenden Gegenstandes, sondern weil der Arbeiter fein reduktion anzufündigen. Bei den jetzigen Preisen resp. dem Ver- skilled workman", fein gelernter Arbeiter im- bald Die armen Apotheker flagen über die Konkurrenz der hältniß von Verkaufspreis und Arbeitslohn, könnten sie einfach hätte ich gesagt, pickwick'schen im Trade- Unions Sinne sei. chemischen Fabriken und Droguisten, die mit der Anfertigung nicht bestehen, die meisten Gruben arbeiteten" zur Zeit mit Die Ausstellung von Erzeugnissen persönlicher Geschicklich- und dem Verkauf von arzneilichen Spezialitäten, zu deutsch: Verlust und müßten, wenn die Dinge so fortgehen, abgestellt feit hat aber für die Arbeiter als Klasse gar keinen Zweck, denn Geheimmitteln, noch größeren Verdienst haben als die Apotheker. werden. Dies theilten am letzten Freitag auf einer nach soweit es sich um die technische und künstlerische Ausbildung der Die Apotheker- Zeitung" druckt das Protokoll der FrühjahrsLondon einberufenen Konferenz die Vertreter der Grubenbesitzer einzelnen Arbeiter handelt, so wird diese auf dem Wege ständiger versammlung des Kreises Braunschweig ab, in welchem es heißt: den Vertretern der Bergarbeiter Föderation mit, denn so gewerblicher Fachschulen und-Ausstellungen besser erreicht als„ Ein Mitglied der Versammlung hatte sich der Mühe unterweit sind wir nun einmal in England, daß wo die durch eine solche zusammengewürfelte Ausstellung, die im Grunde zogen, den Selbstfostenpreis einiger Spezialitäten zu berechnen. Arbeiter über leistungsfähige Organisationen verfügen, die Unter- nur ein vergrößerter Bazar ist. nehmer ohne weiteres diese als die berufene Vertretung der Arbeiter anerkennen. Die schäbigen Winkelzüge, deren sich bei gleichen Anlässen das kontinentale Unternehmerthum zu bedienen liebt, sind als zwecklos zeitraubend fallen gelassen worden, genau wie der entwickelte Großhandel auf die schäbigen Manöver des Trödelmarktes verzichtet, nicht aus moralischem Widerwillen, sondern in der geschäftsmäßigen Erwägung, daß das Komödien spiel sich nicht zahlt. " Derselbe ist meist sehr gering und beträgt gewöhnlich nur wenige Pfennige oder Groschen. Der Verkaufspreis aber ist nicht niedrig und da der Fabrikant dem Apotheker als Wiederverkäufer nur 20 bis 25, höchstens 30 Prozent zu bewilligen pflegt, so ist sein Nuzen bei dem fabrikmäßigen Betriebe ein ganz folossaler. Der Nußen, den der Apotheker für Herstellung der Medikamente haben muß, um existiren zu können, wird ihm von Spezialitäten- Fabrikanten entzogen; er muß sich mit der bescheidenen Rolle des Detailverkaufs begnügen, für den ja dann allerdings auch der bescheidene Nuzen von 25 Prozent genügend erscheint. Daß diese Verhältnisse die höchste Gefahr für den Apothekerstand in sich bergen und in ihren Konsequenzen zum Ruin des Standes führen müssen, ist nicht zweifelhaft. Es wurde darauf aufmerksam gemacht, daß es meist sehr leicht sei, die Spezialitäten in sehr guter Qualität und noch besser als die Originale herzustellen, daß bei dem Verkauf nur die äußere Ausstattung einiger Aufmerksamkeit bedürfe. Als Präparate, zu denen gute Vorschriften existiren und deren Herstellung leicht und lohnend ist, wurden genannt: Schweizer Pillen, Pain expeller, Sagrada Wein, Boroglyzerin, Lanolin, Sandow's Mineralwassersalze, und wurde besonders auf letztere aufmerksam gemacht, da deren Her= stellung ganz besonders mühelos und äußerst lohnend sei." Geheimmittelfabrikation, bemerkt hierzu die, Droguisten- Zeitung", foll also dadurch bekämpft werden, daß jeder Apotheker möglichst viel Geheimmittel felber macht. In dem Konkurrenzfampf kommen doch recht schöne Dinge zu Tage. Wenn Apotheker und Droguisten miteinander im Streit sind, erfährt wenigstens das Publikum, wie es von beiden geschröpft wird. Die Und für ein Unternehmen von so zweifelhaftem Kaliber hat sich der sonst die Unbeflecktheit der schwieligen Hand" so hochhaltende Trades Council nicht gescheut, die reat fionären City Korporationen um milde Beiträge und den Prinzen von Wales um seine allerhöchste Protektion anzubetteln. Beides ist ihm zu Theil geworden. Die City Korporationen waren froh, für ein paar hundert Pfund Sterling sich ein populäres Air zu geben, und der Prinz von Wales, der sehr wohl Aber Handel bleibt Handel, und der Interessengegensatz von fühlt, daß er nur ein Luxusmöbel der Nation ist, nimmt auch Kapital und Arbeit wird dadurch nicht aus der Welt geschafft, gern die Gelegenheit wahr, die Fühlung mit gewissen Boltsdaß die Vertreter des ersteren sich daran gewöhnen, die Ar- freisen aufrecht zu erhalten. Es liegt mir sehr fern, ihm das beiter als mündig zu behandeln. Die Delegirten der Berg- zu verargen, er handelt, wie die City Korporationen, von seinem arteiter- Föderation erklärten den Unternehmern, sie wollten Standpunkt aus nur flug, und die Rede, die er als Präsident auf eine Diskussion der ihnen vorgehaltenen Lohn- der Ausstellung bei der Eröffnung derselben hielt, verrieth weit und Preistabellen nicht eintreten, sie wären nur ge- größeres ökonomisches Verständniß als die Weisheit, die Herr tommen, zu hören, hören, was die Masters" ihnen vor Shipton in dem erwähnten Interview zum besten gab. zuschlagen hätten, sie würden die Sache nun ihren Distrikts- Indeß auch Herr Shipton handelte durchaus in seiner verbänden mittheilen und deren Urtheil einholen. Von einer Rolle, von ihm hat kein Mensch anderes erwartet oder er Ueberweisung der Streitfrage an ein unparteiisches Schieds- warten können. Was dagegen billig verwundern dürfte, fomitee versprächen sie sich nichts, man solle also die Konferenz war, daß, obwohl eine Anzahl Mitglieder der Sozialdemokratiauf einen Monat vertagen, bis zu welcher Frift die Distrikts- fchen Föderation in der Exekutive des Trades Council sigen und, berichte vollzählig eingelaufen sein würden. Diese Frist war den wenn ich nicht irre, dort sogar die Mehrheit haben, feines ein Unternehmern zu lang, und sie beschlossen schließlich, daß auf Wort des Widerstandes gegen diesen Handel- mir liegt ein allen Gruben den Arbeitern zum 28. Juli gekündigt werden solle, anderes Wort in der Feder gehabt zu haben scheint. um von diesem Tage ab eventuell die für nöthig befundene Die Sozialdemokratische Föderation hat ein scharfes Manifest 25prozentige Lohnherabsehung durchzuführen, daß aber in der erlassen gegen das aus Anlaß der bevorstehenden Vermählung Zwischenzeit ihr Komitee bereit sei, in weitere Verhandlungen des Prinzen George von Wales mit der Prinzessin May von mit den Vertretern der Arbeiter zu treten, und daß sie den Vor- Teck an den Tag gelegte Lakaienthum der bürgerlichen Klassen. schlag der schiedsrichterlichen Entscheidung aufrecht erhalten. Das Manifest ist sehr wirkungsvoll abgefaßt, und fehlte mir Die Begeisterung für die Pflanzenkost" soll, wie ein Die Vertreter der Bergarbeiter- Föderation ihrerseits haben darauf- nicht der Raum, so würde ich es gern abdrucken. Es heißt da hiesiges Blatt erzählt, in Berlin bereits wieder im Abnehmen bin eine allgemeine Delegirtenversammlung auf den 19. Juli nach u. a., daß die Klassen, die heute parasitisch von der Arbeit der begriffen sein. Als Beweis dafür wird angeführt, daß ein Birmingham einberufen, wo über die einzuschlagende Aktion Beschluß Proletarier leben, sich im Vorgefühl des herannahenden Wechsels vegetarisches Restaurant, welches vor einiger Zeit im südlichen gefaßt werden soll. der Dinge verzweiflungsvoll an an jede noch so hinfällige Theile der Friedrichstraße eröffnet worden war, wegen Mangel Diese Präliminarien haben große Aehnlichkeit mit den vor Institution anflammern, wenn dieselbe nur für den an Besuch wieder eingegangen sei. Der aus diesem Ereigniß dem letzten großen Baumwollspinner- Ausschluß, und ohne mich Moment als Damm gegen die vordringende Fluth der Demo- gezogene Schluß ist falsch. Die übrigen der 10 vegetarischen auf's Prophezeien einzulassen, kann ich doch die Bemerkung nicht fratie dienen mag, auch ist von der Monarchie als abgelebter Restaurants, welche es gegenwärtig in Berlin bereits giebt, unterdrücken, daß es mir scheint, als werde der Ausgang des Institution die Rede. Nun, es ist gewiß anerkennenswerth, den floriren allem Anscheine nach immer noch sehr gut. Bei acht Konflikts hier ein ähnlicher sein wie dort. Die Vertreter der Servilismus der Bourgeoisie und der von ihr infizirten Volkskreise derselben hat sich Schreiber dieser Zeilen durch wiederholte BeArbeiter behaupten, daß der Vorschlag der Unternehmer, der energisch zu geißeln, aber noch besser wäre es gewesen, der Vor- suche persönlich davon überzeugt, daß in ihnen ein recht flotter Preisreduktion eine entsprechende Lohnreduktion folgen zu lassen, stand oder das Organ der Sozialdemokratischen Föderation Verkehr herrscht. Mehrere davon bestehen sogar schon seit einer kein Heilmittel für das Uebel sei, unter dem die Kohlenindustrie hätten zur rechten Zeit das rechte Wort dagegen gefunden, daß Reihe von Jahren, und haben in dieser Zeit nicht eine Verleide. Die Preisreduktion sei eine Folge der Ueberproduktion, berufene Vertreter der aufsteigenden Klasse theilnahmen an minderung, sondern eine ganz entschiedene Vermehrung der Gästeman müsse die Förderung einschränken, dann werden auch die einer Prozedur, die mit dem Anflammern an abgelebte Institu: zahl gehabt. Diese Restaurants haben freilich bisher nur bei Preise wieder in die Höhe gehen, die Herabsehung der Löhne tionen" verzweifelte Aehnlichkeit aufweist. Noch einmal, bei einem Theile der Berliner Bevölkerung Anklang gefunden. Die dagegen würde nur zu weiterer Ueberproduktion führen. Das einem Shipton war dies Anklammern wohl zu verstehen, aber Besucher gehören nämlich vorwiegend der besiglosen Klasse an. ist als Kritik des Vorschlages der Unternehmer ganz richtig, wie gehören Leute wie H. Vuely, J. Macdonald, W. G. Pearson, Man trifft hier jedoch weniger Leute im Arbeitskittel als solche, d. h. so wie dieser Vorschlag jetzt lautet, aber ob H. R. Taylor 2c.„ auf diese Galeere"? die durch ihre gesellschaftliche Stellung gezwungen zu sein glauben, die es das trifft, was die Unternehmer wirklich wollen, Budike" zu meiden, z. B. Schreiber, schlecht bezahlte Kommis, ist eine andere Frage. Ich glaube, die Herren werden es gar Lehrlinge, arme Studenten, Post- Unterbeamte 2c. Eine Erklärung nicht sehr ungern sehen, wenn die Arbeiter auf die angekündigte dieser auffälligen Erscheinung erhält man, wenn man sich mit Lohnverkürzung zunächst mit dem allgemeinen Ausstand antdem einen oder anderen dieser Gäfte in eine Unterhaltung über worten. Es ist dies bei der großen Verschiedenheit der Interessen den Werth oder Unwerth des Vegetarismus einläßt. Da trifft unter den Grubenbesitzern fast die einzige Möglichkeit, eine Einman manchen, der, nachdem er sich durch vorsichtiges Sondiren Die Adresse der Agitationskommission der Provinz überzeugt hat, daß er es mit feinem Begetarier zu thun hat, schränkung der Produktion in großem Umfange durchzuführen, ohne durch ein Gesetz sich auch für späterhin die Hände zu binden. Brandenburg ist von jetzt ab Tischler August 2ölker, verschämt eingesteht, daß er ebenfalls garnicht Vegetarier aus Etliche Wochen Ausstand werden den Markt und die Kassen der Berlin SO., Reichenbergerstr. 72a. An diesen sind alle zu- Ueberzeugung ist, sondern die vegetarischen Restaurants nur beArbeiter erleichtern, so daß schließlich, je nach der Konstellation, schriften zu richten. sucht, weil er billig zu Mittag essen will. Billig kann er natürentweder es möglich wird, die Preise hochzuhalten, oder aber lich auch in der" Budike" essen, aber die verbietet ihm, wie Zum Sängerfest in Schönholz. doch eine Lohnherabsetzung durchzudrücken, wenn auch nicht gerade von 25 pet. Diese lettere halte ich überhaupt nur für seien hiermit diejenigen Wirthe in Erinnerung gebracht, die sich Den Genossen, die am Sonntag unfere Ortschaften berühren, gefagt, feine gesellschaftliche Stellung" und der bessere Rock, den sein Beruf erfordert. Von Begeisterung für die einen„ Vorschlag" in dem Sinne, den das Wort in der Sprache " Begeisterung" kann daher auch bei des Marktes hat. Daß dagegen schließlich die Arbeiter doch in weigern, ihre Säle herzugeben, respektive fein Arbeiterblatt aus Pflanzenkost" fann also hier überhaupt nicht die Rede sein. Die dieser Art eine gewisse Lohnverkürzung werden willigen müssen, scheint legen. " Vegetariern", welche zweifellos unter den Gästen der Pankow: Bärwald's Gesellschaftshaus, Kreuzstraße; im allmir deshalb nicht ausgeschlossen, weil die schlechte Lage Krause, Wollantstraße; Effenberg, Schönholzer- und Spandauer vegetarischen Restaurants die Mehrzahl bilden, des Kohlengeschäftes nicht eine spezielle Krankheit diefer straßen- Ecke; Lindner, Hertling, Hilgner, Wöpke, Breitestraße; gemeinen weder im Abnehmen noch im Zunehmen begriffen Industrie, sondern eine Folge der allgemeinen industriellen Ulbricht, Eisenhammer, Schloßstraße; Gello, Müller, Brauerei sein. Wohl aber ist die wirthschaftliche Nothlage im Zunehmen, Depression ist. Angesichts einer solchen die Preise eines die diese Art von„ Vegetariern" entſtehen läßt. Im Zunehmen für die Produktion, und gerade für die Produktion der Willner, Berlinerstraße; Suchland, Damerowstraße. Sämmtliche begriffen ist die Verringerung der Löhne und Gehälter und die diese Art von" Vegetariern" entstehen läßt. Im Zunehmen Weltmarktsartikel, so wichtigen Produktes wie die Rohle in einem anderen Lokale sind frei. Nur zu empfehlen find: Bertheuerung der Lebensmittel; im Zunehmen begriffen ist daher einzelnen Industrielande künftig hoch zu halten, das ist ein Vor- Elysium von Schulz, Lindenstr. 25; Hampel, Buchholzerstraße auch die Zahl derer, welche aus Sparsamkeit die Fleischkoſt haben, dessen Ausgang selbst dann noch zweifelhaft erscheint, so anderen Lokale sind gesperrt. wenn eine ſo ſtarte und so umsichtig und energisch geleitete Sievert, Kaiser Wilhelm- und Blankenburgerstraßen- Ece. Alle durch die Pflanzenkost ersetzen. Es ist möglich, daß mancher dieser Vegetarier wider Willen später auch zum Begetarier aus Organisation wie die Bergarbeiter Föderation hinter ihm steht. Kolonie Schönho 13. Zu empfehlen sind: Bagandt, Har dann doch immer die Rücksicht auf die Billigkeit. Deshalb sind Ueberzeugung wird; aber der ursprüngliche Beweggrund bleibt Indeß so oder so fallen die Lasten der Produktionseinschrän fung doch auf die Arbeiter, und so mag von einem andern Ge- degen, Strewe, Birkenpark. Alle übrigen Lokale sind gesperrt. sichtspunkt aus doch der Ausstand selbst bei schließlichem Kom- Im Auftrage der Lokalkommission für Pankow: die Pseudo- Vegetarier den echten, von vornherein aus UeberH. Grünberg, Schulzenstr. 27. zeugung zur Pflanzenkost greifenden Vegetariern, denen sie später zu Kampfgenossen werden, nicht weniger angenehm als den Gastder Frage ist auf dem Wege blos gewerkschaftlicher Aktion nun Das große Volksfest, welches die Arbeiter Bildungs- wirthen, denen sie die Restaurants füllen helfen. Wenn die einmal nicht möglich, aber für die Frage, was die Gewerkschaft schule und der Arbeiter Sängerbund Berlins und Wirthe nur von den echten Vegetariern leben sollten, würden kann und was sie nicht kann, wird dieser Konflikt auf jeden Fall umgegend am kommenden Sonntag auf dem Terrain der Berliner sicherlich nur wenige von ihnen bestehen können. Auf diese Weise einen interessanten und lehrreichen Beitrag liefern. Schüßengilde„ Schloß Schönholz", arrangirt haben, läßt einen erklärt sich auch das Eingehen des Restaurants in der Friedrichpromiß für die Arbeiter das fleinere Uebel sein. Eine Lösung " " Tokales. Nieder Schönhausen. F M von Am Sonnabend ist hier in der„ Agricultural Hall", einem großen Massenausflug der Berliner Genossen und Genoffinnen straße, das zugleich mit einem Wiener Café verbunden war. für Ausstellungen, Birkusspiele, Bazare 2c. viel benußten erwarten. Die beiden großen und geistig so verwandten Ver- Es war verhältnißmäßig glänzend ausgestattet und theuer. Die Etablissement, eine Nationale Arbeiter Aus- einigungen bieten alles auf, um das Fest zu einem wirklich halben Portionen à 10 Pf., welche man anderswo bekommen kann, stellung" eröffnet worden. Die Ausstellung ist vom Londoner schönen Volksfest zu gestalten. Das Arrangement des Festzuges fehlten hier. Daher fehlten denn auch hier diejenigen Gäfte, welche sich Trades Council betrieben worden. Ihr angeblicher Zweck ist, zu ruht in künstlerischen Händen, und wenn der Anschein nicht anderswo ein Mittagsmahl für 30 oder 40 Pfennig zusammenzeigen, was die gelernten britischen Arbeiter in bezug auf trügt, wird der Zug Triumph der Arbeit" eine Augenweide stellen. Das Restaurant war also auf die Vegetarier allein an gute und geschmackvolle Arbeit zu leisten im stande sind und werden. Der Arbeiter- Sängerbund Berlins und Umgegend giebt gewiesen, und zwar auch nur auf die bemittelteren Vegetarier, Dadurch wie die Seele der Ausstellung, Herr G. Shipton, sich mit seinen 200 Vereinen alle Mühe, zu diesem Volks- und von denen es nicht existiren konnte. Ein Theil der Vegetarier einem hiesigen Berichterstatter erklärte das Niveau der britischen Sängerfest Ehre einzulegen. Seitens des Komitees wird mit läßt sich übrigens bei der Agitation für allgemeine Einführung Arbeit zu heben und ihre Bedingungen zu verbessern, indem sie getheilt, daß auf eine Eingabe hin die Direktionen der Stettiner der Pflanzenkost auch von volkswirthschaftlichen Erwägungen dem wahnsinnigen, sich weder um künstlerischen Werth noch Halt- und Nordbahn bereitwilligst soviel Züge zur Verfügung stellen, leiten und erwartet gerade von einer Ausbreitung des Vege barkeit fümmernden Drängen nach billigen Artikeln möglichst wie irgend möglich. Es fahren Sonderzüge von früh an. Nach- tarismus unter den Besitzlosen segensreiche Wirkungen. Manche Einhalt thun soll." Schade, daß Herr Shipton nicht hinzufügte, wie er und feine Pferdebahn- Direktion hat ebenfalls darauf hin Anordnungen ge- Schwärmern nicht rechten. Aber in einem Punkte dürfen wir mittags hin und Abends zurück fahren die Stunde 4 Züge. Die erblicken darin sogar das wahre und einzige Mittel zur Befeitigung wirthschaftlicher Noth. Wir wollen mit diesen Kollegen fich die Vollbringung dieses Wunderwerkes durch das troffen. Auch sonst ist für reichliche Fahrgelegenheit gesorgt. Mittel einer, obendrein doch auf sehr beschränktem Maßstabe den Vegetariern unsere Anerkennung und Achtung nicht vererrichteten Ausstellung vorstellten. Diejenigen Leute, die ohne Ein Polizei- fas, nicht aus dem sozialistischen Zukunfts- sagen. Unter allen Aposteln auf dem Gebiete der VolksRücksicht auf Schönheit und Dauerbarkeit kaufen, sind meist dazu staate, den uns die Herren Richter, Bachem, Stumm als die ernährung sind sie die einzigen, welche die Kost, die sie ihren durch die Rücksicht auf ihren Geldbeutel gezwungen, wer reine Zwangsfaserne schildern, sondern aus dem gegenwärtigen Mitmenschen empfehlen, vor allen Dingen an sich selber probiren. dagegen den Geldbeutel dazu hat, solide und schöne Waare zu Polizeistaate wird uns aus Dt, Wilmersdorf mitgetheilt. Der Von anderen Aposteln dieser Art kann man das bekanntlich nicht Taujen, findet sie auch ohne die Arbeiter"-Ausstellung in den dortige Amitsvorsteher hat an sämmtliche Wirthe, die über einen sagen, nud selbst Frau Lina Morgenstern zieht den in ihren Riesengeschästen der Hauptstadt Tag für Tag ausgestellt. Und Saal verfügen, folgendes Schreiben zugehen lassen. Volksküchen bereiteten, von ihr so gepriesenen Genüssen den wenn Herr Shipton weiter erklärt, die Ausstellung solle zeigen, Amts- Vorsteher. eigenen Mittagstisch vor. was die britischen Arbeiter für hoch qualifizirte Arbeit" zu J.-No. A. I 7007. leisten im stande sind, so ist demgegenüber zu bemerken, daß Euer Wohlgeboren benachrichtige ich hierdurch, daß ich in- Die seitens der Berlin- Stettiner Eisenbahndirektion auch in dieser Hinsicht die Ausstellung" nur ein schwacher Ab- folge Anordnung des Königlichen Herrn Landraths an den während des Sommers abgelassenen Extrazüge von Berlin nach flatsch von dem ist und sein kann, was ein Gang durch die Wochentagen Tanzerlaubniß fortan nicht mehr ertheilen werde. Stettin werden nicht mehr wie früher Sonnabends Abends um Geschäfte der Hauptstadt jeden Tag zeigt. Ausgeschlossen von diesem Verbot sind nur solche Tanzvergnügen, 11.30 Uhr, sondern schon um 10.35 abgelassen. " " Dt. Wilmersdorf, den 4. Juli 1893. bei Berlin. CO Der Arbeiter- Bildungsverein von Friedenau, Steglitz und Umgegend veranstaltet am 16. Juli zur Feier des Wahl fieges des Reichstags- Abgeordneten Friz Zubeil ein Volksund Siegesfest. Sollten Gesangvereine geneigt sein, dieses Fest zu verschönen, so werden dieselben gebeten, ihre Adresse sobald wie möglich an E. Sudrow, Stegliz, Schildhornstr. 74, 1 r., senden zu wollen. Eine foziale Tragödie fand ihren Abschluß in der Nacht gitm 6. 6. M. in einem Haufe der Greifswalderstraße. Ein blutjunges Mädchen hat sich sich vor der Wohnung ihres Geliebten den Tod durch Erschießen zu geben versucht. In dem oben erwähnten Hause wohnt seit dem 1. April d. I. ein Architekt Esche, welcher seit einiger Zeit ein Liebesverhältniß mit der unverehelichten 17jährigen Weißnäherin Jda Sch. unter hielt. Einer ehelichen Verbindung des Liebespaares widersetzten fich jedoch die Eltern E.'3 mit aller Entschiedenheit und der junge Architekt fügte sich den Wünschen der Seinigen und brach vor kurzem das Verhältniß mit der Sch. ab. Das Mädchen in dem Schmerz der Enttäuschung beschloß nunmehr, in den Tod zu gehen und führte diese Absicht auch in der heutigen Nacht aus. Sie ließ fich heute( Donnerstag) Morgen gegen zwei Uhr durch den Nacht wächter die Thür des Hauses, in dem der Architekt wohnt, öffnen, und begab sich sofort nach der in der ersten Etage belegenen E'schen Wohnung, zog heftig die Klingel und lehnte sich mit dem Oberkörper fest gegen die Thür. Als der junge Mann schlaftrunkend öffnete, richtete die Sch. einen Revolver gegen die Stirn, drückte die Waffe los und fiel blutend in die Arme des Geliebten. Die Kugel war in die Stirn gedrungen, und im Schädelknochen stecken geblieben; auf Veranlassung des hinzugerufenen Vorstandes des Polizeireviers in der Heinersdorfer ftraße wurde die Schwerverlette mittels Krantenwagens nach dem städtischen Krankenhause Friedrichshain geschafft. Gerichts- Beitung. Arbeiter- Bildungsschule( Südost), Reichenbergerstr. 133. daß letterer behufs Anlegung eines Verbandes nach dem täuscht worden sei, als auch er angenommen habe, daß die, ( Gesegestunde.) Den Theilnehmern am Unterricht zur St. Hedwigs- Krantenhause gebracht werden mußte. An der unter allen Umständen für Befriedigung der Forderungen Nachricht, daß derselbe von heute, Freitag, Abends Möckernbrücke sprang ein Mädchen in den Landwehrkanal und Bauhandwerker sorgen würden. Zu der Verhandlung wa 1/29 Uhr, ab wieder seinen Fortgang nimmt. Die Gewerbe- ertrant. Auf der Treppe des Hauses Greifswalderstr. 40 ver- ca. 25 Beugen, außerdem als Sachverständige der Bücher gerichts- Beisiger, Gewerkschafts- und Kassenvorstände sind hierzu fuchte ein 22 jähriges Mädchen sich durch einen Revolverschuß revisor Bier städt, Kaufleute Koppe, Margoniner und höflichst eingeladen. das Leben zu nehmen. Es verlegte sich anscheinend schwer an Oliven und Justizrath Hecker geladen. Es wurden jedoch hain gebracht werden. Im Laufe des Tages fanden vier Tischlermeister Haack, welcher Tischlerarbeiten geliefert, hat einen der Brust und mußte nach dem Krankenhause am Friedrichs- nur einige der benachtheiligten Bauhandwerker vernommen. Der Brände statt. Berlust von 7500 M., der Maurermeister Karius einen solchen von 21 000 M. gehabt, der Kaufmann Heinrich, Vertreter der Firma Louis Busch, welcher Rohrlegearbeiten übernommen, ist um 5800 M. geschädigt, der Malermeister Karl Lippelt hat 2300 M., der Stafermeister Demant 2300 M., der Steinhändler Böttcher 2000 m. verloren. Diese Zeugen konnten sich des Wortlautes der Erklärungen des Angeklagten Plewe und der Gin Arbeiter wurde mit einer Lohnentschädigungs- Klage fosten- mehr genau erinnern, sie stimmten aber darin überein, daß fie Gewerbegericht. Sigung vom 29. Juni, Rammer Vlll. Mitangeflagten über die Erfüllung ihrer Forderungen nicht pflichtig abgewiesen, die er wegen Entlassung ohne Innehaltung aus den Bemerkungen der Angeklagten das Gefühl vollständiger der gesetzlichen Kündigung angestrengt hatte, weil nach dem Gesez Beruhigung mitnehmen mußten. Sie hätten annehmen müssen, Freiheitsstrafen, die ein Weiterarbeiten vorerst natürlich unmög- daß das hinter Plewe stehende Konsortium, von denen sie lich machen, zur sofortigen Entlassung berechtigen. Nach seinen Merkewitz und Abrahamsohn als sehr reiche Leute kannten, Darlegungen des Sachverhalts hatte der Kläger drei Tage Arrest rechtlich verpflichtet sei, für die Bezahlung aufzukommen. zu verbüßen und ist mit den Worten verabschiedet worden: Nach diesen Bekundungen verzichtete der Gerichtshof und VerKommen Sie wieder mal mit' ran. Er glaubte deshalb auf theidigung auf die Vernehmung sämmtlicher Entlastungszeugen. eine Lohnentschädigung für 14 Tage flagen zu können. Der Staatsanwalt hielt wiederholten Betrug gegen die BauRammer III. Zwischenunternehmer Wolltopf, welcher im Auftrage des Bau- ein Jahr, gegen Löwy zwei Jahre, gegen Plewe In einer Klageverhandlung gegen den handwerker für vorliegend und beantragte gegen Merkewiz unternehmers Rößler im Palast Hotel die Drahtwände zu errichten 1/2 Jahre Gefängniß. Die Vertheidiger Rechtsanwalt hatte, entschied das Gericht, daß die klagenden Arbeiter Schulze Wreschner und Dr. Friedmann hielten schon aus rein und Müller sich mit ihrer Forderung rückständigen Lohnes juristischen Gründen eine Freisprechung für geboten, da kein lediglich an den Wollkopf zu halten hätten und nicht, wie sie einziger der vernommenen Zeugen befunden konnte, daß Merkewiz infolge dessen Nichterscheinens beabsichtigten, an den Bauunter- oder Löwy ihnen vorgespiegelt haben, daß fie für die Forde nehmer Rößler. Wolltopf wurde zur Zahlung von 20 bezw. rungen haftbar seien. Rechtsanwalt Dr. Sello betonte noch 9 m. verurtheilt. besonders, daß sein Klient PI ewe in dieser ganzen Sache nicht war bei dem Restaurateur Thomas in der Prinzenstraße in selbst die geschädigten Bauhandwerker nicht gezögert haben, ihm Sigung vom 30. Juni. Rammer VI. Der Koch Finder der Schiebende, sondern der Geschobene gewesen sei und daß Stellung und wurde von diesem unter Einbehaltung seiner das Zeugniß eines ehrlichen Mannes auszustellen, der Baus Sachen( drei Anzügen, ein Messer 2c.) entlassen. Thomas geschäfte übernommen, die er wohl nicht übersehen konnte. Der weigerte sich, die Sachen eher herauszugeben, als bis ihm Finder Gerichtshof sprach die Angeklagten frei. Bezüglich des Plewe eine Schuld von 20 m. bezahlt hätte. Finder hat während war der Gerichtshof der Ansicht, daß derselbe den Bauhandnehmen fönnen, weil ihm das Geld zur Anschaffung neuen hielt der Gerichtshof für sehr kluge Leute, denen die Handwerker einiger Monate nach seinen Angaben keine feste Stellung an- wertern nichts vorgeredet habe. Die beiden anderen Angeklagten Arbeitszeuges fehlte. Er flagte nun auf Zahlung einer Ent- nicht gewachsen waren. Sie hätten, wenn man näher zusehe, schädigung gegen Thomas, die rechnung des Verdienstes aus er im Termin mit An- streng juristisch die Wahrheit gefagt, die Beugen hätten ihre Behundert Mark festsetzte. Dabei berief er sich darauf, daß daraus gezogen. Der Vorsitzende lehnte es bei der Verkündigung Aushilfestellen auf vier merkungen anders verstanden und unberechtigte Schlußfolgerungen ihm in der Zeit zwischen seiner Entlassung durch Thomas und des Urtheils ab, sich weiter darüber zu äußern, wie es auf dem der Annahme einer festen Stellung- mittlerweile hatte er sich Berliner Baumarkte bisweilen zugehe. Nach Ansicht des Beim Baden ertrunken ist in der Nacht zum 4. d. M. neues Zeug angeschafft- thatsächlich eine solche Stellung an Gerichtshofes gewähre diese Verhandlung ein ganz flares Bild geboten, ohne sie wegen Mangels an Beug habe antreten können. davon. der 29 Jahre alte Arbeiter Mar Jambelit aus der Tegelerstraße. Troß eindringlicher Ermahnung des Beklagten durch den VorEtwa gegen Mitternacht famen nach Aussage von Beugen vier figenden, einen vom Kläger afzeptirten Vergleichsvorschlag anzu Männer auf dem Treidelwege nach dem Spandauer Schifffahrts nehmen, da er kein Recht besige, sich durch Einbehaltung von fanal, um in den fühlen Fluthen zu baden. Als Jambelit unter Gegenständen für eine Schuld schadlos zu halten, konnte sich ging, ließen ihn die Uebrigen im Stiche und eilten davon. Wer Herr Thomas nicht dazu verstehen. Es wurde ein neuer Termin Sie Begleiter gewesen sind, ist noch unbekanut; der Name des anberaumt, in welchem der Bureauchef( Stellenvermittler) eines Ertrunkenen, der noch nicht aufgefischt wurde, wind aus Köchevereins darüber vernommen werden soll, ob der Kläger in Papieren entnommen, die in der am Ujer zurückgelassenen jener fraglichen Zeit wirklich eine feste Stellung in Aussicht geKleidung steckten. habt und antreten gekonnt hätte, wenn von Herrn Thomas nicht Betrügereien in großartigem Stile haben der Berliner- fein Beug zurückbehalten worden wäre. ftraße 127 in Charlottenburg wohnhafte Schlächte meister 2e on Wie Bauhandwerker reinfallen, zeigte der umfangreiche und seine Ehefrau begangen. Sie hatten eine glänzende Betrugsprozeß der heute vor derselben Straffammer aberWohnungsausstattung von einer der ersten Firmen bezogen, damals zur Verhandlung stand. Angeklagt sind der Kaufmann durch eine Anzahl von Lieferanten sicher gemacht und sie dann Herrmann Mertewig, Kaufmann Guido Löwy und Kaufum sehr bedeutende Summen geprellt. Das Ehepaar ist vorgestern verhaftet worden. Durch einen Sprung von der Möckerubrücke in das Wasser hat in der Nacht zum Dienstag um 2 Uhr ein junges Mädchen den Tod gesucht und gefunden. Allem Anscheine nach handelt es sich um die 19 Jahre alte unverehelichte Anna Frize, die bei ihren Eltern, Arndtstr. 23, wohnte. Näheres über den Vorgang fehlt bis jetzt, auch ist die Leiche bis jetzt noch nicht aufzufinden gewesen. Stachow I, die eingeheimst haben, sind sämmtlich unschuldige Leute. Die Bauhandwerker haben ihr Geld verloren, und die es Eine auf Gattenmord lautende Anklage beschäftigte heute das Schwurgericht des Landgerichts 1. In der Verhandlung wurde ein ländliches Drama vor Augen geführt, welches eine fortlaufende Kette der schändlichsten Rohheiten enthielt. Auf der Anklagebant befand sich die 48jährige Wittwe Emilie Amalie 3illmann, welche beschuldigt war, im Oktober v. J. ihren Ehemann, den Zimmermann August Billmann, vergiftet zu haben. Die Angeklagte war seit dem Jahre 1869 verheirathet und ist Mutter von 5 Kindern, von denen das älteste 22, das jüngste 5 Jahre alt ist. In der fleinen Ortschaft Hammer, welches bei Liebenwalde im Kreise Liebenwalde liegt, ließ das Billmann'sche Ehepaar sich nieder. Schon bald nach der Hochzeit erregte die mann Ferdinand Plewe. Den Vorsiz im Gerichtshofe führt Angeklagte durch thren Lebenswandel Aergerniß. Billmann Landgerichtsrath Braun, die Anflage vertritt Staatsanwalt flagte anderen Leuten, daß seine Ehefrau untreu sei. Das VerFünf Personen verletzt wurden Mittwoch Abend bei An- Wreschner I, Dr. Fr. Friedmann und Dr. Sello. Der der Vertheidigung führen Rechtsanwalt hältniß zwischen den Eheleuten gestaltete sich immer ungünstiger, fang der Vorstellung im Berliner Hippodrom. Regierungsaffessor a. D. Gustav Plewe erwarb im Juli 1887 bei häusliche Unfrieden brachte Zillmann dazu, Trost Gegen 8 Uhr wurden sechs Pferde in den durch eine Holz von den Sobernheim'schen Erben eine Reihe von Grundstücks- ihren unfittlichen Lebenswandel immer offenfundiger, Billder Flasche zu suchen. Die Angeklagte betrieb umfriedigung abgeschlossenen Raum gelassen, um in der Manege vorgeführt zu werden. Vor der Zuschauertribüne gegenüber dem flaglen Löwy. Die Kaufgelder wurden zunächst für die Bank für bold hinab. Seine Frau mißhandelte ihn auf das Rohefte und Parzellen in der Huſſitenstraße durch Vermittelung des Ange- mann sant nach und nach zum willenlosen runtenEingange stießen zwei der dahinrasenden Thiere aneinander, deren eines in die Umfriedigung gedrückt wurde. Diese, die Handel und Industrie zur ersten Stelle eingetragen. Bei dem als die Kinder größer wurden, betheiligten sich diese an den aus 13/18 und 8/8 Bentimeter starken Hölzern besteht, brach infolge Assessor Plewe war dessen Bruder, der mittellose Angeklagte Mißhandlungen des Vaters. Billmann wurde von Frau und des Anpralles auseinander, und das selbst schwer verletzte Pferd schiedene Darlehen gegeben und sein Gehalt Plewe in Stellung; dieser dieser hatte seinem Bruder ver- Kindern nur mit den gemeinsten Schimpfworten angeredet und sprang zwischen die Zuschauer. Während vier Personen mehr lassen, so daß seine Forderung mehrere tausend Mark betrug. mittage des 3. Oktober v. J. fand wieder ein arger Auftritt in sein Gehalt anstehen ihm unverhohlen gesagt, daß er ihnen im Wege sei. Am Nach oder minder schwer verletzt wurden, trug eine fünfte durch die Assessor Plewe ließ nun Ende umherfliegenden Holzsplitter Verwundungen davon. Es sind 1887 diese Grundstücke der Zillmann'schen Wohnung statt. Die Angeklagte fiel mit dies der Bäckermeister August Fizlaff, Augsburgerstraße 77, der an seinen mittellofen Bruder auf, und dieser wurde eingetragener einem Stiefeltnecht über ihren Ehemann her und zerschlug ihm eine Verrenkung des linken Arms davon trug, der Konditor Besitzer. Die Kosten der Auslassung bezahlte Merkewitz, der das Gesicht. Sie forderte auch ihre Kinder auf, sich an den Richard Grenz aus demselben Hause, der sehr schwer am Kopfe Merkewitz war der Angeklagte Löwy thätig und partizipirte zur eine Gabel durch die Hand jagte. Billmann begab sich dann Inhaber der Bank für Hypotheken und Grundbesitz". Bei Mißhandlungen zu betheiligen, worauf eines derselben dem Vater verlegt wurde, der Kellner Ludwig Koch, Griebenowstr. 20, dem der Unterleib gequetscht wurde, der Kaufmann Grunack, Berliner Hälfte am Gewinn und Verlust. Der Assessor Plewe wurde zum Ortsvorsteher Nölte und zeigte demselben seine Wunden. straße 147 zu Charlottenburg, der an der linten Kopfseite und Generalbevollmächtigter seines Bruders, und dieser übertrug die Dann ging er nach seiner Wohnung zurück, um seine Wunden am linken Auge leicht verwundet wurde, endlich der Gastwirth Fruktifizirung, Bebauung 2c. der Grundstücke dem Angeklagten zu fühlen. Von dieser Zeit an wurde Zidmann lebend nicht Hermann Grothe aus der Kronenstr. 47, der einen Husschlag in Merkewitz, welchem 80 pet. des etwaigen Reingewinns zufallen wieder gesehen. Am Abend des 6. Oktober erschien die Angedas Kreuz erhielt. Die Verwirrung, die der Unglücksfall hervor sollten, während 20 pCt. dem Plewe bleiben sollten. Dem An- flagte beim Ortsvorsteher Nölte. Sie machte die Anzeige, daß rief, war überaus groß, und es ist ein Wunder, daß durch geklagten Plewe zur Unterstützung trat ein Konsortium helfend sie soeben ihren Mann auf dem Boden ihrer Wohnung er die entstandene Verwirrung nicht noch weiteres Unglück herbei zur Seite, welches von Merkewiß, dem Kaufmann Siegfried hängt gefunden habe. Der Ortsvorsteher] begab sich mit ihr. geführt wurde. Abrahamsohn und dem Bankier Wachsmann gebildet wurde. Er fand den Ehemann Zillmann an einem Sparren auf dem Dem Merfewiß und Löwy wurden vertragsmäßig 5 pCt. Pro- Boden in hängender Stellung und zwar den Kopf nach unten, Marktpreise in Berlin am 5. Juli, nach Ermittelungen vision von den zur Auszahlung gelangenden Baugelder Raten vor. Um den Hals befand sich ein Strick, die Hände hatte der des königlichen Polizeipräsidiums. Weizen per 100 Kg. guter von zugesichert. Durch Vermittelung des Kaufmanns Abraham- Verstorbene auf die Diele gestützt. Der Todtenschein wurde ver 16,80-16,40 m., mittlerer von 16,30-15,90 m., geringer von fohn Baugelder durch die Rheinische weigert, da der Gendarm Krüger sofort den Verdacht aussprach, 15,80-15,40 M., Roggen per 100 kg. guter von 14,70 bis Hypothekenbank bewilligt, die Baugelder gingen durch die daß die Angeklagte ihren Ehemann ums Leben gebracht habe. 14,50 M., mittlerer von 14,40-14,30 M., geringerer von 14,20 Hand des Angeklagten Merkewiß. Die Baugelder sollten. Die beiden hinzugezogenen Aerzte begutachteten, daß Zillmann bis 14,10 M. Gerste per 100 kg. gute von 17,00-16,00 m., wie üblich, je nach Fortschreiten der Ballenlagen gezahlt werden, erst aufgehängt worden sei, nachdem er bereits verstorben war. mittlere von 15,90-15,00 M., geringe von 14,90-14,00 m. und im Ganzen hat die Rheinische Hypothekenbant ca. 1 Million Nun wurde die Leiche obduzirt und Theile derfelben wurden dem Hafer per 100 kg. guter von 18,40-17,90 M., mittlerer von Mark hergegeben. Zunächst wurden 40 000 M. auf jedes Grund- Gerichtschemiker Dr. Bischoff zur Untersuchung geschickt. 17,80-17,40 m., geringer von 17,30 bis 16,80 M. Stroh, stück gezahlt zur Ablösung der eingetragenen Kaufgelder. Wenn Dr. Bischoff begutachtete, daß er im Magen des Verstorbenen Richt per 100 Kilogramm von 6,80-5,50 M. Heu die gewährten Gelder nicht zur Erfüllung der übernommenen Phosphorverbindungen, eine große Menge unreifer Mohnkörner 100 Kilogramm von 9,80-6,00 m. Erbsen, gelbe zum Kochen Verpflichtungen ausreichten, gewährte das Konsortium wiederholt und Alkohol gefunden habe. Nach dem Gutachten des Medizinalper 100 Kg. von 40,00-24,00 9. Speisebohnen, weiße per Vorschüsse, die schließlich bis zur Höhe von ca. 180 000 m. an- Kollegiums der Proving Brandenburg ist der durch Trunksucht 100 g. von 50,00-20,00 M. Linfen per 100 Rg. von 80,00 bis muchfen. Merkewiß und Lövy behaupten, daß sie selbst bei dem und schlechte Ernährung geschwächte Mann an Vergiftung ge30,00 M. Kartoffeln, neue per 100 Rg. von 18,00-10,50 M. Rind später eingetretenen Krach um diese große Summe, für welche storben. Die Ehefrau Zillmann und deren älteste Tochter Emilie, welche fleich von der Keule per 1 Kg. von 1,60-1,20 m. Bauchfleisch gleichfalls hypothekarische Sicherheit gewährt wurde, gekommen sich stets in hervorragender Weise an den gemeinschaftlichen, per 1 Kg. von 1,30-0,90 m. Schweinefleisch per 1 Kg. von seien. Bevor die Bauten vollendet waren, hörten die Geld- gegen den Vater verübten Mißhandlungen betheiligt hatten, ge 1,60-1,10 m. Kalbfleisch per 1 Kg. von 1,60-0,90 m. vorschüsse auf, und es kam zur Subhastation der Grundstücke, riethen in den Verdacht der Thäterschaft und wurden verhaftet. Hammvelfleisch per 1 Kg. von 1,40-0,90 m. Butter per 1 Kg. bei welcher die Bauhandwerker mit zum Theil erheblichen Emilie Billmann wurde später wieder in Freiheit gesetzt, da die von 2,80-1,80 m. Gier per 60 Stück von 4,00-2,00 m. Fische Forderungen ausgefallen sind. Die Antlage behauptet Angeklagte gestand, die That allein begangen zu haben. Sie hat per 1 Kg.: Karpfen von 2,00-1,00 M. Aale von 2,80 bis nun, daß die drei Angeklagten den Bauhandwerkern be- das Geständniß in drei Vernehmungen wiederholt. Sie gab an, 1,20 M. Zander von 2,40-1,20 in. Hechte von 2,00-1,00. trügerischer Weise vorgespiegelt haben, hinter dem mittel- daß sie am Morgen des 4. Oftober, am Tage nachdem ihr Mann Borsche von 1,60-0,80 mm. Schleie von 2,40-1,00 M. Bleie losen Angekl. Plewe stände das Konsortium Merkewiß, Abraham- bei dem Ortsvorsteher gewesen sei, den Boden betreten habe. von 1,40 bis 0,60 m. Krebse per 60 Stück von 12,00-2,00 m. fohn und Wachsmann. Sie sollen den Handwerkern fälschlich Hier habe sie ihren Mann in halbtrunkenem Zustande in einem gesagt haben, Plewe sei nur ein Strohmann, der eigentliche Haufen getrockneter Lupinen liegend gefunden. Da sei ihr der per wurden. die = Polizeibericht. Am 5. d. Mts. Morgens fiel im Hause Bauherr sei Mertewiß, hinter welchem das Konsortium Abraham- Gedanke gekommen, sich seiner zu entledigen. Sie habe die neben Lindenstraße 29 der Portier beim Reinigen von Fenstern etwa sohn und Wachsmann stehe. Dieses Konsortium hafte laut So ihm liegende Schnapsflasche, in der sich noch ein Rest befand, 1/2 Meter hoch von der Leiter und erlitt eine so schwere Ver- zietätsvertrag für die Forderungen der Handwerker. Lediglich mit nach unten genommen. Hier habe sie die vorhandenen lehung des Rückgrats, daß er nach dem Krankenhause am Urban auf diese Versicherungen hin, welche nicht zutreffen, sollen die Phosphorzündhölzer zusammengesucht, die Köpfe davon abgegebracht werden mußte. Vor dem Hause Landsbergerstraße 85 Handwerker sich zur Uebernahme der Arbeiten verstanden haben. schabt und sie in die Schnapsflasche gethan. Dann sei sie wieder fiel Nachmittags ein Eisendreher in der Trunkenheit zur Erde Nach der Auffassung der Anklage wurden die Bauhandwerker be- nach dem Boden gegangen, habe ihren Mann aufgerüttelt und wurde am Arm bedeutend verlegt. Er wurde nach dem züglich ihrer Forderungen von Pontius zu Pilatus geschickt; und ihm die die Schnapsflasche gereicht mit den Worten: Krankenhause am Friedrichshain gebracht. Am Cuvry- Ufer wenn sie sich an den Angell. Plewe wandten, so sei ihnen die„ Da, sauf den Reſt aus!" Ihr Mann habe gehorcht. Dann sei fiel ein fünfjähriges Mädchen beim Spielen in den Landwehr- Auskunft geworden, daß derselbe nichts besize, wollten sie an die er wieder in die Lupinen zurückgesunken. Sie habe ihm mit den Kanal, wurde jedoch noch lebend aus dem Wasser gezogen und beiden anderen Angeklagten heran, so sei ihnen gesagt worden, Worten:" Du Hund, wie lange soll ich mich noch mit Dir nach erfolgreichen Belebungsversuchen seiner Mutter übergeben. daß der Bauherr" ja Plewe sei und sie nicht haftbar gemacht ärgern" mehrere Faustschläge gegen den Kopf versetzt und ihn Ebenso fiel an der Bellealliance- Brücke ein fünfjähriger Knabe werden fönnten. Die Angeklagten bestritten, irgend etwas ge- dann seinem Schicksale überlassen. Am folgenden Tage habe in den Landwehr- Kanal. Auch er wurde gerettet und nach der than zu haben, was nach Betrug aussehe. Merkewitz und Löwy sie wieder nach ihrem Manne gesehen. Er sei todt gewesen. Sanitätswache am Plan- Ufer gebracht. Abends fiel vor erklärten, daß sie sich niemals als Bauherren gerirt, auch niemals Dann habe sie den Leichnam nach einer anderen Ecke des Bodens dem Hause Andreasstraße 3 ein Sattler beim Abspringen irgend einem Bauhandwerker gegenüber so gethan hätten, als ob geschleppt und ihn hier mit einem Strick um den Hals aufvon einem in der Fahrt befindlichen Pferdebahnwagen zur sie sich für die Forderungen der Handwerker verhaftet hielten. gehängt. Die Kinder seien während dieser Tage sämmtlich auf Erde, wurde eine Strecke weit mitgeschleist und gerieth dann mit Die hier in die Erscheinung getretenen Transaktionen mit Bau- dem Felde bei der Kartoffelernte beschäftigt gewesen. den Beinen unter die Räder. Schwer verletzt mußte er nach dem geldern, den Anzahlungen, dem finanziellen Konsortium 2c. seien Dies Geständniß widerrief die Augeflagte bei ihrer gestrigen Krankenhause am Friedrichshain gebracht werden. In der durchaus nicht schwindelhaft, sondern in Vernehmung und erklärte, daß sie nicht gewußt habe, wo ihr der Nacht zum 6. d. M. entstand vor dem Hause Rosenthalerstr. 1 Berlin gang und gabe und tämen millionen- Kopf stand, als sie ihre früheren Zugeständnisse gemacht. eine Schlägerei, bei der der Photograph Schindler einen Bäcker und milliardenweise vor. Der Angeklagte Plewe Im Gefängnisse sei ein so starker Geruch von Chlortalt durch einen Messerstich am Oberschenkel so bedeutend verlegte, I versicherte, daß er selbst durch die Mitangeklagten infofern ge- gewesen, und der habe ihr die Ueberlegung geraubt. Die S verübt. Es sind über 60 Zeugen und 5 Sachverständige geladen. Den Vorsitz führt Landgerichtsdirektor Garh, die Anklage behörde vertritt Staatsanwalt ohse, die Vertheidigung ist dem Rechtsanwalt Stubenrauch übertragen worden. Angeklagte, die sich mit großer Ruhe und bedeutender Zungen- dieses liegt aber nur an dem Indifferentismus der Arbeiter.| Pariser Kürschnern eine Geldsendung angekündigt wurde, hielt fertigkeit vertheidigte, bestritt, daß sie im Punkte der ehelichen Wir appelliren nun an das Solidaritätsgefühl der Arbeiterschaft Dr. Lütgenau einen mit lebhaftem Beifall aufgenommenen Treue gefehlt, daß sie und ihre Kinder den Verstorbenen gemiß- Berlins, uns in diesem gerechten Kampfe finanziell zu unter- Vortrag über:„ Unsere Bewegung und welche Bedeutung hat die handelt und ihn beschimpft hätten. Billmann habe stets im stüzen und überall da, wo Genossinnen und Genossen mit Ar- Abschaffung der Affordarbeit". An der Diskussion betheiligten trunkenen Zustande Standal gemacht und die größten Rohheiten beitern unserer Branche zusammentreffen, dieselben aufzufordern, sich die Kollegen Hopsch, Grünbaum und Buschazki. nur in Wertstellen zu arbeiten, die unsere Forderungen bewilligt Letterer schilderte die schlechten Werkstättenverhältnisse der Firma haben, eventuell sich um Auskunft an den Arbeitsnachweis, Land- Levin. Sodann wurde berichtet, daß bis jetzt 27 Bewilligungen wehrstr. 11, bei Mertins, zu wenden. Briefe, sowie Geldsen- in der Belzbranche und 29 in der Müßenbranche zu verzeichnen dungen sind zu richten an H. Wier, Weberstr. 29, 3 Tr. find. In einer Anzahl bekannt gegebener Werkstätten gelten die Die Lohnkommission. Verhältnisse noch immer nicht als geregelte. Mit Entrüstung J. A.: A. Regge, Stallschreiberstr. 24, 2 Tr. wurde die Mittheilung aufgenommen, daß von seiten der Unternehmer der Beschluß gefaßt sei, solchen Zwischenarbeitern die Die Genossen von Ost- und Westpreußen, die von hier Arbeit zu entziehen, die bis jetzt die Forderungen der Arbeiter während der Wahlbewegung Flugblätter und Stimmzettel an bewilligt hätten. Nachdem der Vorsitzende und alle anderen Verwandte und Freunde vertheilt haben, werden ersucht, alles Redner zum muthigen Ausharren angefeuert hatten, wurde eine Material über vorgekommene Unregelmäßigkeiten dem Unter- Resolution angenommen, die sich für die Durchführung der ge zeichneten zur Verfügung zu stellen. Carl Rott, Münchebergerstr. 29. 11 fohl. Der Beuge Krüger erklärte die für erfunden. worden sei. Das Urtheil lautete auf Todesstrafe. der Berg leute Schröder und Margraf, welche am 11. März d. I. Leipzig, 6. Juli. Das Reichsgericht hat die Revision von dem Landgericht zu Essen wegen Aufreizung zum Ungehorfam gegen die Gesetze zu 4, bezw. 6 Monaten Gefängniß verurtheilt waren, verworfen. Dagegen wurde die von dem Staatsanwalte eingelegte Revision insoweit berücksichtigt, als es sich um eine am 6. Januar dieses Jahres gehaltene Hede Schröder's Deutsche Konkursstatistik für 1892. In dem fürlich erHauptzahlen derselben sind nach dem„ Sozialpolitischen Bentral Schienenen amtlichen statistischen Jahrbuch für das Deutsche Reich findet sich eine auf das Jahr 1892 bezügliche Kontursstatistit. Die blatt" die folgenden: stellten Forderungen ausspricht und die Berufskollegen auffordert, der Organisation beizutreten. nur Die Beweisaufnahme begann mit der Vernehmung des Gendarmen Krüger. Sofort nach dem Bekanntwerden von Zillmann's Tod habe es allgemein geheißen, daß ein Selbstmord nicht vorliege. Der Zeuge hält dies ebenfalls nicht für möglich, denn die Schlinge sei in einer Weise verknüpft gewesen, daß Zillman, selbst dies gar nicht ausführen fonnte: Der Beuge meint auch, daß eine Person den schweren Leichnam nicht in die Lage zu bringen vermochte. Eine andere Zeugin weiß zu be= tunden, daß auf dem Boden etwa 1/2 GScheffel getrockneter Mohntöpfe gelegen hat, der Verstorbene muß zu diesem Mittel beiter und Arbeiterinnen der Damenkonfektions- Firma Franz woch in einer öffentlichen Versammlung mit der Berathung über Aus Oesterreich. In Franzensbad stellten die Ar- Die Photographen- Gehilfen beschäftigten sich am Mitt gegriffen haben, um seinen Hunger zu stillen. Ueber die Ver- Rulid die Urbeit ein, weil ihnen eine Erhöhung der überaus das seitens des Handelsministers vom Gewerbegericht geforderte hältnisse in der Zillmann'schen Familie wurden durch die Beweis- niedrigen Löhne nicht zugestanden worden war. Wie oft, so ver- Gutachten, betreffend die Ausnahmestellung der Photographen aufnahme haarsträubende Dinge zur Sprache gebracht. Bei den suchte ehelichen Zwisten, die auf der einen Seite durch unsittlichen suchte auch in diesem Falle die Behörde, die Streifenden durch Anstalten bei Regelung der Sonntagsruhe. Der Beauftragte des Lebenswandel, auf der anderen durch Trunkenheit hervorgerufen mürbe zu machen. die so überaus beliebte Methode des Abschiebens in die Heimath Gewerbegerichts- Ausschusses, Klavierarbeiter Riediger, theilte wurden, nahmen die Kinder für die Mutter Partei. Zillmann den Anwesenden zunächst mit, daß sich die Herren Prinzipale wurde bisweilen furchtbar zugerichtet, ein Zeuge hat ihn einmal bereits eingehend mit der Sache befaßt hätten. Die zahlreich an mit einer tiefen und fingerlangen Wunde über dem Auge ge- greift weiter unt sich. Auch in Cremona find 2000 Ar- Sonntagsarbeit betonen meist, daß für die Anfertigung von Die Lohnbewegung der Seidenspinnerinnen in Italien das Handelsministerium gerichteten Eingaben auf Zulassung der troffen, Billmann habe erzählt, daß sein Sohn ihn mit dem beiterinnen ausständig geworden. Sie verlangen einen zwölf Portrait Aufnahmen der ganze Sonntag frei gegeben werden Mejser bearbeitet habe, während feine Ehefrau ihm die Hände stündigen(!) Arbeitstag im Sommer und einen zehnstündigen im müsse. feithielt. Gelegentlich eines anderen Streites zwischen den Ghe- Winter, sowie eine zehnprozentige Lohnerhöhung. In asal tönnten Insbesondere die unbemittelten Bevölkerungsklassen leuten habe der jüngste 5 jährige Knabe seiner Mutter zugerufen: buttano, wo viele Seidenspinnereien sind, steht der Ausstand photographiren zu lassen. diesem Tage die Zeit erübrigen, sich Mutter, schlag Die Aufnahmen tönnen nur das Aas doch todt, wir brauchen bevor. Der Kapitalismus sorgt überall dafür, daß das Klassen bei Tageslicht gemacht werden, feinen Vater." deßhalb sei besonders Die Angeklagte habe darauf erwidert: bewußtsein in der Arbeiterschaft kräftig erwache. im Winter Während " Ja, warte nur, bis Emilie aus Berlin zurückkommt, dann der ganze Sonntag freizugeben. nun wollen wir ihn schon los werden." Einige Zeugen schildern ein Theil der Interessenten die unbedingte FreiIn der Nähe von Bologna haben, wie der Köln. 3tg." gabe des Sonntags zur Verfertigung von Porträt- Aufnahmen ten Verstorbenen nur als einen Gelegenheitstrinker, der seinen berichtet wird, 200 beim Eisenbahnbau beschäftigte Arbeiter ihre fordert, wird von anderer Seite mehrfach hervorgehoben, daß häuslichen Berger vergessen wollte. Er habe mal 14 Tage lang Thätigkeit eingestellt. Wie es in Italien Gebrauch ist, mußte nur ein kleiner Theil der Bevölkerung in der Lage und geneigt bei strengster Kälte im Freien für einen Tagelohn von 1,75 m. die Flinte schießen und der Säbel hauen, angeblich, weil die fei, fich öfter und in kurzen Intervallen photographiren zu laffen. gearbeitet, ohne daß ihm seine Angehörigen ein einziges Mal Streifenden andere Arbeiter am Weiterarbeiten gehindert haben. Für diesen alljährlich sich höchstens einmal wiederholenden Aft warmes Essen gebracht. Den Lohn habe sich die Angeklagte von Zahlreiche Verhaftungen sollen erfolgt sein. dem Arbeitgeber auszahlen lassen. werde sich jeder Einzelne auch während der Woche einmal frei Dem Zeugen Gendarm Krüger, der der Angeklagten nach ihrem ersten Geständniß vor- Die Lohnbewegung unter den englischen Bergarbeitern nimmt machen können, so daß die Sonntagsarbeit nur für die Aufhielt, daß sie doch unmöglich den Mann allein habe aufhängen an Ausdehnung zu. Die Kohlengruben- Arbeiter des nahme von Gruppenbildern erforderlich wäre. Aus diesem fönnen, erwiderte fie: Herr Wachtmeister, ich bitte Sie, erst Forest of Dean weigern sich, auf die ihnen angebotene Lohn- Grunde wird nur eine beschränkte Sonntagsbeschäftigung, etwa habe ich ihn vergiftet und dann aufgehängt, und dann müssen herabsetzung von 20 pet. einzugehen und sind bereit, es auf von 12-3 Uhr Nachmittags für hinreichend erachtet. Voraussichtlich Sie bedenken, der Kerl hatte ja seit drei Tagen nichts gefressen." einen Streit ankommen zu lassen. heißt es in den vom Handelsminister dem Gewerbegericht zuDie Angeklagte bestritt diese Aeußerung und behauptete, der gestellten Anlagen wird daher die Freilassung von 5 Stunden Gendarmi habe ihr gerathen, sie solle doch machen, daß sie nach frappantero Borschein, als werft er in die unangenehme Lage Rechnung tragen, namentlich wenn die Forderung aufgestellt Selten kommt Arbeiterfeindlichkeit des Bourgeois für Anfertigung von Porträtaufnahmen allen berechtigten Ansprüchen Mcabit komme, da erhalte fie Gänsebraten und Schmor- verjet wird, in feiner etwaigen Eigenschaft als Stadtvater über wird, daß die Beschäftigung nicht während des aute Die Gutachten der Sachverständigen gingen dahin, die Entlohnung städtischer Arbeiter zu Rathe zu sigen. Dies dienstes und nicht nach 5 Uhr Nachmittags stattfinden darf. Ge gingen bahin, daß 1. der Verstorbene als Leiche in die hängende Stellung tral türzlich wieder in Stuttgart zu Tage, wo das fozialdemo- hilfe Bowel bemerkte, die Gehilfen seien zum Theil schon in fratische Bürgerausschuß- Mitglied R. Kloß dem Gemeinderath den Geschäften, meist in Gegenwart der Meister von gebracht; 2. daß demselben Gift, und zwar Phosphor, beigebracht folgende Anträge unterbreitet hatte: 1. den städtischen Tag recherchirenden Beamten befragt worden, deshalb könne aus dieser und 3. daß hierdurch der Tod des Vergifteten herbeigeführt föhnern solle auch für die Festtage, die auf einen Wochentag Art der Erhebung auch nur eine zum Theil befriedigende UntWährend der Staatsanwalt in seinen Ausführungen zu be- fallen, der volle Lohn bezahlt werden; 2. den städtischen Tag wort herauskommen. Nach der Meinung des Redners kann im weifen fuchte, daß die Angeklagte fich zweifellos des Mordes löhnern solle der Lohn um 5 bis 10 pet. aufgebeffert werden; Photographengeschäft die Sonntagsarbeit vollständig entbehrt ſchuldig gemacht habe, erhob der Vertheidiger Bedenken darüber, Stunden heruntergesezt werden; 4. städtische Arbeiten sollen blos der Ausführungen des Borredners. Schließlich ſprach er sich für 3. die Arbeitszeit solle bei den städtischen Arbeitern auf zehn werden. Geschäftsführer Schröder bestreitet die Richtigkeit ob die That mit Ueberlegung ausgeführt sei und deshalb nur an solche Unternehmer vergeben werden, die sich zur Ginhaltung fünfstündige Sonntagsarbeit aus und für Freigabe jedes britten Todtschlag vorliege. der 10 stündigen Arbeitszeit verpflichten. Punkt 1, 3 und Sonntages für die Gehilfen. Die Geschworenen sprachen die Angeklagte schuldig des Mordes, 4 wurden abgelehnt. 3u Buntt 2 wurde beschlossen, den schwach besucht war, wurde beschlossen, innerhalb einer Woche Da die Versammlung ziemlich worauf der Staatsanwalt gegen dieselbe die einzig zulässige Strafe, städtischen Arbeitern eine Zohnerhöhung von sage und schreibe nochmals eine Versammlung einzuberufen. die Todesstrafe, in Antrag brachte. Auf Befragen des Vorsitzenden, ob die Angeklagte auf diesen bie soziale Frage für sein Theil wieder einmal gelöst zu haben, auf Holzplägen beschäftigten Arbeiter und Arbeiterinnen, Ortszehn Pfennig pro Tag zu bewilligen. Und in dem Bewußtsein, Der Verband der in Holzbearbeitungsfabriken_und Antrag etwas zu bemerken habe, erwiderte fie:" Ich bin un- legte sich der brave Stuttgarter Gemeinderath beruhigt schlafen. verwaltung Berlin 1 hielt am 3. Juli eine Mitgliederversammun- ie schuldig". Inng ab. Der Kassirer Scharf gab den Kassenbericht und die Bom Kollegen Kobold wird sodann bekannt gegeben, daß der Abrechnung von der Dampferpartie und wurde ihm für beide Berichte Becharge ertheilt. Ein ausgearbeitetes Reglement für den Arbeitsnachweis fand die Zustimmung der Versammlung. Die Zahl der Konkurseröffnungen betrug 7684 gegen 7623 Rollege Teubner drei Bücher für die Bibliothek geschenkt hat. im Jahre 1891. Auf Preußen entfallen 3744( 1891: 3679) Kon- Die nächste Versammlung findet am 7. August statt. 30( 360), Baden 823( 305), Elsaß Lothringen 270( 260), Ham- Versammlung ab. In derselben erstattete Kollege Scholz einen turse, auf Sachsen 1098( 1206), Bayern 833( 848), Württemberg Die Bäckerei Arbeiter hielten am 4. Juli eine öffentliche burg 173( 192) und Hessen 149( 130) Konkurse. Von den Bericht über die Verhandlungen auf dem Kongreß der Nahrungspreußischen Provinzen hatte nächst Berlin, wo 322( 1891: 294) mittelarbeiter in Hannover. In der Diskussion sprachen sich die Konkurseröffnungen stattfanden, das Rheinland mit 561( 1891: meiſten Redner, wenn auch aus verschiedenen Gründen, gegen 567) Konkursen die größte Zahl; dann folgen Schlesien mit 392 die Gründung eines Industrieverbandes des Nahrungsmittel( 1891 noch 474), Westfalen mit 362( 267) und Sachsen mit 348( 337). Gewerbes aus. Folgende Resolution fand Annahme: Die Ver Die Abnahme in Schlesien und die Zunahme in Westfalen sind auffällig. fammlung erklärt sich gegen einen Industrieverband, weil die Auch in Ostpreußen hat eine sehr erhebliche Abnahme( von 303 Gründung eine verfrühte wäre, und legt den Hauptwerth darauf. auf 222) stattgefunden. Im Vergleich zur Einwohnerzahl hatte, sich im eigenen Gewerbe erst zu organisiren. Most verlas wie schon 1891, Bremen die meisten Konturse, nämlich 45,0 hierauf den Bericht der Agitationstommission. Mit einem über( 1891: 45,6) auf 100 000 Einwohner, demnächst folgen Reuß ä. 2. nommenen Bestand von 134,60 m. betrugen die Einnahmen mit 38,4( 51,9) und Königreich Sachsen mit 30,4( 34,1). In 272,72 M.; die Ausgabe 189 M., so daß ein Bestand von Württemberg tamen auf 100 000 Ginwohner 19,4( 1891: 17,6), 83,72 m. geblieben ist. Vom Kollegen Scholz wurde auf die in Bayern 14,7( 15,1) und in Preußen 12,3( 12,2) Ronkurse. Mißstände aufmerksam gemacht, daß vielfach die Bettstätten der Von den preußischen Provinzen hatte in beiden Jahren Schleswig- Bäckergesellen, wenn diese von ihnen des Abends verlassen sind, von Holstein verhältnißmäßig die meisten Konkurse, nämlich im den Hausdienern oder Dienstmädchen benuzt würden. Er fordert Jahre 1892: 22,3, 1891: 20,2 auf 100 000 Einwohner. Dann die Kollegen auf, da wo diese Uebelstände beſtehen, dies dem famen Berlin mit 19,4( 18,3), Westfalen mit 14,4( 10,9) und Bureau oder der Agitationskommission mitzutheilen, damit es Achtung, Metallarbeiter! Sachsen mit 13,2( 13,0). Die amtliche Statistik beschäftigt sich dem Polizeipräsidium gemeldet werden kann, Nachtheil würde Die Konferenz der Werkstatt- Vertrauensleute für den Norden auch mit dem Berufe der in Konfurs gerathenen Personen. Die dadurch für keinen erwachsen. Ueber das Submissionsunwesen findet am Sonnabend, den 8. Juli, Abends 9 Uhr, bei Wilte, Schwierigkeiten, die sich hierbei einer genauen Statistik entgegen sollen Mittheilungen an Kollegen Pfeifer übergeben werden. Hochstr. 82a, statt. stellen, sind sehr groß, da in den amtlichen Bekannt: Scholz bemerkte sodann noch, daß ein Meister in der Stalizer= Des weiteren geben wir bekannt, daß am Sonntag, den machungen der Gerichte einerseits sehr oft der Beruf straße auf dem Fragebogen der Reichsenquete angegeben hätte, 30. Juli, Vormittags 9 Uhr, für die Mitglieder eine Sonder- Ser Kridatare gar nicht oder ganz unbestimmt angegeben bei ihm würde nur 12 Stunden gearbeitet, während in der That vorstellung in der Urania stattfindet; Billets sind bei den ist, andererseits mehrfache Berufe eines und desselben 16-18 Stunden dort gearbeitet werde. Die Agitationsfommission, Kassirern zu haben. Kridatars genannt werden. Wie die amtliche Erhebung diefe der das hinterbracht wurde, meldete es der Polizei und die Folge Schwierigkeiten überwunden hat, geht aus der Veröffentlichung war, daß der Meister vom Polizeilieutenant über seine Lüge zur nicht hervor, die sich darauf beschränkt, die in Konkurs gerathenen Rede gestellt wurde. Redner knüpfte daran die Ermahnung, der Personen nach den Berufsgruppen der Berufsstatistik von 1882 Agitationskommission nur von allen derartigen Mißständen zusammenzustellen. Den Hauptantheil bat natürlich das Handels- Kenntniß zu geben. gewerbe mit 3554( 1891: 3511) Konkursen, dann folgt die In dustrie der Nahrungs- und Genußmittel mit 684( 681), die Be- Eine öffentliche Versammlung für Kutscher aller fleidigung und Reinigung mit 659( 729), die Land- und Branchen tagte am 5. d. M. in der Norddeutschen Brauerei". Forstwirthschaft mit 473( 406) und die Metallverarbeitung, In einem ausführlichen Vortrage veranschaulichte der Genosse Maschinenindustrie 2c. mit 433( 376). Von den einzelnen Ge- äther den Zweck und den Nutzen der Organisation. Er werben 2c. hatten die meisten Konkurse die Gastwirthe mit 367 machte es allen Kutschern zur Pflicht, den Indifferentismus ( 1891: 390), Bäcker und Konditoren mit 297( 318) Schuhmacher schwinden zu lassen, sich der Organisation anzuschließen, sich aufmit 289( 324), Schneider mit 205( 244), Gutsbesitzer und Pächter zuklären und für geregelte Lohn- und Arbeitsbedingungen einzumit 155( 97), Brauer mit 112( 106), Mühlenbesitzer mit 109( 92), treten. Die Darlegungen des Referenten wurden mit allseitigem Bimmerer und Maurer mit 107( 89), Schlächter mit 101( 100), Beifalle entgegengenommen. Droschkenkutscher Hoffmann Bau- Unternehmer mit 96( 53), Hutmacher und Kürschner mit 79 wandte sich an seine Berufskollegen und forderte dieselben zum ( 80), Uhrmacher mit 74( 70) und Klempner mit 65( 73). Beamte Beitritt in den Verein Berliner Droschkenkutscher auf. Droschkengeriethen 60( 1891: 88), Rentiers 87( 22) und Aerzte 9( 10) in futscher A. Schulz bemängelte den bestehenden Verein Berliner Droschkentutscher und dessen Leiter, Herrn Schütte, hinsichtlich der ungenügenden politischen Aufklärung der Vereinsmitglieder und empfahl demgegenüber den Anschluß an die Freie Vereinigung sämmtlicher Kutscher Berlins und Umgegend. Arbeitskutscher Franz Gutzeit, SO., Eisenbahnstraße Nr. 22, Jahnte bemerkte, daß in seiner Branche die Verhältnisse, wenn Vertrauensmann der Berliner Metallschleifer. auch schlecht, doch noch nicht so schlecht seien, wie in der Droschfenbranche. Für 1 M. Lohn pro Tag sehe sich kein Arbeitsfutscher Achtung, Kürschner! Der Stand unserer Bewegung ist Der sozialdemokratische Wahlverein für den zweiten auf den Wagen. In seinem Schlußworte wandte sich der Refe ein guter. Die Zahl der Streifenden ist dieselbe wie in der Berliner Wahlkreis hielt am 5. Juli seine erite Versammlung rent gegen eine Branchenorganisation im Fuhrgewerbe und trat vergangenen Woche, trotzdem wieder 6 Arbeitgeber der Mützen nach der Wahl ab. Da der in Aussicht genommene Referent für eine gemeinsame Organisation aller Kutscher ein. Diese branche, bei denen 28 Arbeiter beschäftigt sind, bewilligt haben. am Erscheinen verhindert war, hielt Genosse Wag eine Ansprache Organisation sei die Freie Vereinigung der Kutscher. Eine ReDer Geist unter den Ausständigen ist ein ausgezeichneter. Eine über die Thätigkeit der Parteien nach den Wahlen. Sodann solution, in der die Anwesenden sich verpflichten, der Freien Vervon den Hausindustriellen gewählte Lohnkommission von acht wurden einige Anregungen über die beste Agitation im Kreise einigung der Kutscher und sämmtlicher im Fuhrwesen beschäfMann hatte am 5. Juli eine Zusammenkunft mit den Fabri- besprochen. tigter Arbeiter beizutreten, wurde angenommen. tanten. Dabei zeigten sich die Herren wieder in ihrer ganzen Größe, indem sie den Antrag an die Fabrikanten stellten, Die in der Kürschnerei beschäftigten Arbeiter und Der Fachverein der Uhrmacher und verwandter Berufsdenjenigen Hausindustriellen die Arbeit zu entziehen, die Arbeiterinnen hatten sich zahlreich zu der öffentlichen Ver- genossen von Berlin und Umgegend hielt am 1. Juli eine ordent unsere Forderungen bewilligten. In der Pelzbranche liegt sammlung am 5. Juli im alten Schüßenhause, Linienstr. 5/6, liche Generalversammlung ab, in welcher Genosse Räder über die Sache nach wie vor günstig, jedoch giebt es auch eingefunden. Nachdem der Vorsitzende eine Buschrift aus Paris das Thema„ Unsterblichkeit" referirte. Hierauf erstattete der hierin noch Wertstellen, die bis jetzt noch nicht bewilligt haben, verlesen, laut welcher den ausständigen Kollegen von den Raffirer den Kassenbericht für das verflossene Quartal. Danach handelt. Soziale Lteberlicht. An die Gewerkschaften Berlins. Parteigenossen! Am Donnerstag, den 20. Juli, findet in den Konkordia- Fest fälen eine Parteiversammlung statt mit der Tagesordnung: Der Internationale Arbeiterkongreß zu Zürich und Wahl der Delegirten. Im Interesse der Sache ersuchen wir die Parteigenossen, an diesem Tage keine Bersammlungen einzuberufen. Die Vertrauenspersonen. Die Ergebnisse der Statistit, sowie der Geschäftsbericht des Vorstandes werden zu der am 24. Juli stattfindenden Generalversammlung gedruckt vorliegen und zur Vertheilung gelangen. Der Vorstand des Verbandes aller in der Metallindustrie beschäftigten Arbeiter Berlins und Umgegend. Dtto Mäther, Vorsitzender, Anflamerstr. 44, Achtung, Metallschleifer! Die Wahlen sind vorüber, und ist es nunmehr Eure Aufgabe, energisch für die Organisation unserer Branche einzutreten. Des: halb richte ich an alle Kollegen die Aufforderung, in allen Werf ſtätten Vertrauensleute zu ernennen und deren Adressen mir baldigst mitzutheilen, damit ein besserer Zusammenhalt herbeigeführt wird. Des Weiteren mache ich die Kollegen darauf aufmerksam, daß Marken zum öffentlichen Unterstüßungsfonds der Berliner Metallarbeiter bei mir zu haben sind, und ersuche ich, für regen Konkurs. Vertrieb derselben einzutreten, um diesen unseren Kampffonds zu stärken. Mit kollegialem Gruß Versammlungen. F Freitag, 7. Jult, Abends Uhr, im F. schlesischer Generalversammlung beliefen sich die Einnahmen auf 92,50 M., die Ausgaben auf Molkerei- und Meierei- Arbeiter und Arbeiterinnen. Deffentliche 66,70 M. Der Kaffenbestand betrug am 31. März d. J. 126,69 M., Sale, Perlebergerjir. 13. Tagesordnung inntefern ericetint es geht am 30. Juni 152,49 M. Nachdem noch auf die vorgenommene fertigt, daß den obigen Arbeitern die gefeglich festgefeßte Sonntagsruhe einUmgestaltung des Arbeitsnachweises hingewiesen wurde, indem gefchränkt werden tann"? ſich derfelbe jetzt bei den Kollegen Näther und Krauße, Anklamer: abend, den 8. Suft, Abends& Upr, in den Urminbauen, kommandanten: straße 44, befindet, gab Kollege Näther bekannt, daß am 13. Juli ftraße 20. eine öffentliche Versammlung sämmtlicher Uhrmacher Berlins stattfinden wird. Die nächste Vereinsversammlung findet am 15. Juli im Vereinslokal, Alte Jakobstr. 83, statt. In einer Versammlung der freien Vereinigung der Uniform- und Zivilschneider hielt Genosse Hansen einen recht beifällig aufgenommenen Vortrag über Zivilisation und Selbstmord". Der Kollege Roloff bemerkte: daß, nachdem der deutsche Offizierverein den Kollegen auf grund richterlicher Entscheidung die beim Streit einbehaltenen Prozente hat zurückzahlen müssen, der Offizierverein auf die Idee gekommen ist, ein Formular von den Kollegen unterschreiben zu lassen, wonach der Offizierverein nur denen die Prozente auszahlt, welche ohne Entlaffung aufhören. Ferner wurde beschlossen, am 25. Juli eine Partie nach Grünau zu machen. Eine Versammlung des Verbandes der deutschen Korbmacher beschäftigte sich am 26. Juni zunächst mit der Wahl von 3 Vertrauensmännern und wurden gewählt die Kollegen Voigt, Brückner und Seefeld. Ein Reglement betreffend das Verhalten der Vertrauensmänner fand nach eingehender Berathung Annahine. Da in der Versammlung lebhaft Klage geführt wurde bezüglich des Schriftführers, wurde derselbe seines Amtes entsetzt, und an deffen Stelle Kollege Scholz einstimmig gewählt. Des weiteren wurde Kollege Hannig wieder als Zeitungsverbreiter ernannt. Nachdem der Vorsitzende aufgefordert hatte, die streifenden Dresdener Kollegen zu unterstützen, wurde die Versammlung geschlossen. Arbeitsnachweis und Reise Unterstützung befindet sich bei Jungnickel, Wienerftr. 11, Herberge bei Stramm, Ritterstr. 123. Nächste Versammlung am 17. Juli. In einer öffentlichen Versammlung aller im Blumen, Putfeder- und Pubfach beschäftigten Arbeiter und Arbeiterinnen sprach Frau Palm über die Lage der Arbeiterinnen. An der Diskussion betheiligten sich die Herren Brawih, Winistädt und Jäger; alle forderten zur fräftigen Agitation und zum Beitritt in die Organisation auf. Die Zustände in der Firma Joel und Tobias wurden einer sehr scharfen Kritik unterzogen. Alle Montage nach dem Ersten findet die Vereinsversammlung bei Ehrenberg, Annenstr. 18, statt. In einer Versammlung der oft und westpreußischen Sozialisten sprach Genosse Mart über die letzten Wahlen, und gab den Anwesenden eine Reihe recht krasser Wahlbeeinflussungen zur Kenntniß. Im Verband der in Buchbindereien, der Papier: und Leder Galanterie waaren Industrie bes schäftigten Arbeiter und Arbeiterinnen sprach am 3. d. M. die Genossin Fräulein Wabnitz über das bekannte Buch der Frau Minna Wettstein- Adelt:" Dreieinhalb Monate Fabrifarbeiterin". Die Vortragende gab einen Auszug und fortlaufend eine sich daran anschließende Kritik, die in einer beißenden Satire des beschränkten frauenrechtlerischen Bourgeois- StandVermischtes. Vollzug des Staatsvertrags betreffend die Herstellung des ElbTravefanals. Dem preußischen Landtage soll der Vertrag in der nächsten Session zugehen. Paris, 6. Juli. Die Regierung hat, obwohl die Ruhe endgiltig wiederhergestellt zu sein scheint, 3 Regimenter Infanterie herangezogen. Wie die Autorité" meldet, soll gestern in der Seine der Leichnam des in der Nacht zum Dienstag von den Unruhestiftern am Pont au Change in's Wasser geworfenen Polizisten aufgefunden worden sein. „ Ist es schon Wahnsinn, so hat es doch Methode." Unter Clermont- Ferrand, 6. Juli. Gestern Abend fand die Bes dieser Ueberschrift berichtet die„ Magdeburger Zeitung":" Der erdigung von Nuger statt; das Mitglied des Pariser Gemeindewieder zum Reichstags- Abgeordneten gewählte Ahlwardt befand raths, Blondel, hielt eine Rede, in welcher er die Polizei auf sich vor einigen Tagen in Swinemünde und trank dort, wie das heftigste angriff: andere gewöhnliche Sterbliche, auch Kaffee. Von diesem welt- Paris, 6. Juli. Die Polizei ließ die Haupt- Arbeitsbörse geschichtlichen Ereigniß giebt nebst interessanten Einzelheiten ein an der Place de Chateau d'eau und deren Filiale in der Rue Schriftstück Kunde, welches folgendermaßen lautet:„ Swinemünde, Jean Jacques Rousseau räumen, weil das Verhalten der Ar25. Juni 1893. Herrn Oberkellner Anton Kryzanti, z. 3. Swine- beitersyndikate mit den Gesezen micht in Einklang stände. Beide münde, bescheinige ich, daß derselbe heute den Reichstags- Ab- Gebäude wurden durch Polizei- Agenten und Jäger zu Fuß bes geordneten Rektor Ahlwardt- Berlin bedient und die Tasse des feßt. Bisher sind keine weiteren Ruheſtörungen vorgekommen, felben, aus welcher derselbe seinen Kaffee getrunken, zum es wird jedoch befürchtet, daß die Schließung der Arbeitsbörsen Andenken an den heutigen Tag behalten hat. René, erster neue Kundgebungen zur Folge haben werde. Vorsitzender des deutsch- sozialen Landesverbandes von Pommern." Heute Vormittag sind 25 Infanterie- Bataillone und sechs Ueber die Methode des Wahnsinns hat nun die Magde- weitere Kavallerie- Regimenter eingerückt. burger Zeitung" am wenigsten Anlaß, sich luftig zu machen, da Paris, 6. Juli. Der Schriftsteller Guy de Maupassan ist fie und ihre nationalliberalen Kollegen diese Methode aufs heute Vormittag in der Irrenanstalt, in welcher er sich seit äußerste ausgebildet haben. Die Speichelleckerei, die sie an einem Jahre befand, gestorben. ihren Gößen übte und die bis auf den Schweif des Tyras ausgedehnt wurde, kann jedenfalls nicht überboten werden. Don Ein Großfener wüthet in Altona seit gestern Abends 8 Uhr in der Großen Elbstr. 71 bis 81. Dasselbe brach im Briefkaffen der Redaktion. vierten Boden der Kaffeeſortir- Anstalt von Stücken und Andresen aus, verbreitete sich dann nach beiden Seiten hin und dort schon Rede und Antwort stehen. J. T. Wenden Sie sich an die richtige Instanz, wir werden ergriff die großen Getreidespeicher Georg Wöhnert T. B., Weberstraße. 1. Eine vor 4 Jahren entstandene sowie andere Nebenhäuser, welche bis an die Elbe hin Darlehnsforderung ist nicht verjährt. 2. Ihre Kinder brauchen in Flammen stehen. Um Mitternacht hoffte man der Sie nicht taufen zu lassen. 3. Der Bundesrath besteht aus den Weiterverbreitung Einhalt thun zu tönnen. Von Hamburg Vertretern der zum Deutschen Reiche gehörigen Regierungen. Im waren mehrere Dampf- und Schiffssprigen zur Hilfeleistung Bundesrath hat Preußen 17, Bayern 6, Sachsen und Württemherbeigeeilt. Der Schaden wird bereits auf mehrere Millionen berg je 4 Stimmen, Baden und Hessen je 3, Mecklenburg- Schwerin geschäßt. Die Schiffe wurden rechtzeitig fortgeholt. und Braunschweig je 2, Sachsen- Weimar, Mecklenburg- Strelit, Bald nach Witternacht gelang es, den Brand auf seinen Oldenburg, Sachsen- Meiningen, Sachsen- Altenburg, SachsenHeerd zu beschränken. Um 6 Uhr früh rückte die Hamburger Koburg- Gotha, Anhalt, Schwarzburg- Rudolstadt, SchwarzburgFeuerwehr ab. Zwei hiesige Feuerwehrleute sind schwer verlegt. Sondershausen, Waldeck, Reuß jüngere Linie, Reuß ältere Linie, Gegen 400 Personen sind durch den Brand beschäftigungslos ge- Schaumburg- Lippe, Lippe, Lübeck, Bremen, Hamburg je eine worden. Die Speicher, in denen der Brand noch eine Zeit fort- Stimme. Das Nähere ersehen Sie aus der deutschen Reichsverdauern dürfte, find völlig verloren. fassung Artikel 6 und folgende. in Metka 260 an Cholera gestorben. Nach einer Meldung aus Die Cholera. In Dicheddah find gestern 490 Personen, Kiew ist die Cholora in Podolien im Zunehmen begriffen. Wie aus Smyrna gemeldet wird, find an Bord eines englischen Schiffes, welches aus Marseille gekommen war, im Lazareth von Klapomene drei Todesfälle an Cholera vorgekommen. fabriken. Depeschen. ( Depeschen des Bureau Herold.) G. B. 100. Verjährung tritt nicht ein. Rückgabe nicht durch einen gerichtlich zugestellten Brief innerhalb Adelheid 999. Den Ring können Sie behalten, wenn die 6 Monaten nach Schenkung zurückgefordert ist. G. H. 1. Die Sachen sind der Pfändung unterworfen, das nothwendige Küchengeschirr nicht. 2. Verjährt ist die Forderung nicht. Cismer. Es muß zunächst die Todeserklärung erfolgen. Die Todeserklärung tann nach zehn Jahren seit der letzten Nachricht des volljährig Gewordenen, also seit 1874, beantragt werden. Den Antrag zu stellen sind die nächsten Verwandten des Abwesenden befugt. Nach erfolgter Todeserklärung fällt die punktes der Verfasserin gipfelte. Der Vortrag wurde sehr bei- 20 pet. Lohnerhöhung streiken die Arbeiter mehrerer Schuh- thun, damit die Sache sich nicht noch mehr verzögert, sich an Wien, 6. Juli. Wegen Verweigerung der verlangten Der Antrag ist beim Amtsgericht zu stellen. Sie werden gut Wegen Verweigerung der verlangten Erbschaft dem zu, dem sie nach der gesetzlichen Erbfolge gebührt. fällig aufgenommen. Die sodann gegebene Schlußabrechaung der LiquidationsRommission des früheren Verbandsvereins weist auf an Einnahme Ausschusse des norwegischen Storthinges gestellten Antrages, die tönnen Sie auch keine beanspruchen. 2. Die Geschenke gehören Stockholm, 6. Juli. In Veranlassung des im Konstitutions. einen dortigen Anwalt zu wenden. O. R. 1. Wenn Sie feine Entschädigung vereinbart haben, 1094,62 M., an Ausgabe 912,31 M.; der Bestand von 182,31 M. nebst sämmtlichen Geräthen, Bibliothek zc. wurde der Verbands- meinschaftlichkeit mit Schweden zum 1. Juli 1895 gekündigt Gerichtsvollzieher darf wegen Schulden des Mannes auch in der Konsulatausgaben nur zu bewilligen, wenn die konsulare Ge- der Frau, falls Sie hier in Berlin geheirathet haben. 8. Der Filiale Berlin überwiesen. werde, schreibt die offiziöse Nya Dagl. Allehanda", daß ein In einer öffentlichen Versammlung der Dachdecker, solcher Schritt der Storthingsmajorität, eine mißliebige Re- Wohnung der Frau pfänden, da die Wohnung der Frau stets die am 5. Juli stattfand, berichtete Kollege Preste über die gierung zu verdrängen, emen fritischen unionellen Konflikt her- auch dem Manne gehört. Vorgänge auf dem am 26. Juni in Berlin abgehaltenen Kongreß. vorrufen müsse und daß die Antwort darauf nur in einem darauf an, aus welchem Grunde die Forderung entstanden ist, C. N. 1. Schulden verjähren verschiedenartig: es tommt In der auf den Bericht folgenden Distusfion tam es zu heftigen außerordentlichen schwedischen Reichstage formulirt werden ob aus Lieferung von Waaren oder aus Leistung von Diensten Auftritten und beiderseitig leider mehr persönlichen als fachlichen könne. Auseinandersehungen zwischen den Anhängern der Verbandsoder aus Hingabe eines Darlehns u. s. w. 2. Die Mutter hat filiale und den Mitgliedern des Fachvereins. das Recht der Pfändung. Burückstellung an. 1005. Die Zeichen geben den Grund Ihrer vorläufigen Wiski. 1. Ja. 2. Ja. 3. Ja. In einer Versammlung des Sozialdemokratischen Wahlvereins für den 6. Berliner Reichstags- Wahlkreis, die am Dienstag tagte, hielt Dr. Lütgenau einen Vortrag über die Frage: Was haben uns die Wahlen gelehrt? Nach erfolgter Diskussion wurden die Namen derjenigen verlesen, die mit ihren Billets noch nicht abgerechnet hatten; auch wurde zum fleißigen Besuch Verviers, 6. Juli. In der ganzen Umgegend ist die Arbeit wieder aufgenommen. In Hodimont sind neue Arbeiter an die Stelle der Ausständischen getreten; die Gendarmerie gewährt den Arbeitenden vollen Schuß. An anderen Orten wird wegen Wiederaufnahme der Arbeit verhandelt. Paris, 6. Juli. Wie aus Clermont- Ferrant gemeldet wird, Kroll. Die Preise für Biolinbogen sind sehr verschieden haben sich dort nach der Beerdigung Nuger's bewaffnete Gruppen artige. Sie sind nur dann erfaßpflichtig, wenn Sie eine dahingebildet, welche feindliche Kundgebungen gegen den Minister Dupuy gehende Verpflichtung im Lehrvertrag übernommen haben. und den Polizeipräfekten Lozé veranstalteten. P. V., Burgstädt. Trozz§ 43 der Gewerbe- Ordnung der in 14 Tagen stattfindenden Generalversammlung aufgefordert. London, 6. Juli. Eine Anzahl Führer von Ausständischen können derartige fächsische Partikularschmerzen als zu Recht be= Ferner gab der Vorstand bekannt, daß ein Zyklus von Vorträgen wurden wegen Werlaffens der Arbeit ohne Kündigung und vorstehend vom Gericht erachtet werden: eine diesbezügliche Entin Aussicht genommen ist, in welchen Liebknecht die französische Ablauf der Dienstzeit zu je 14 Tagen Zwangsarbeit verurtheilt. scheidung ist uns nicht bekannt. Venedig, 6. Juli. M. K. Es könnte vielleicht wegen Vergehens gegen§ 289 In Cremona streiken die Seiden- Str.-G.-B. vorgegangen werden: mehr als 20-50 M. Geldstrafe spinnereien und erzediren gegen die noch thätigen Arbeiterinnen, die sie am Eintritt in die Fabriken hindern wollen. Militär wird wohl nicht erkannt werden, wenn Verurtheilung erfolgen mußte einschreiten. E. T. Wegen Vernachlässigung der Aufsicht haften Sie für den durch Ihr Kind verursachten Schaden. F. B. R. 30. Sie werden gut thun zu zahlen, da die Rechnung sich in den Grenzen der Tare hält. Revolution behandeln wird. Zu dem Bericht über die Ausschußsihung der Beisitzer ( Arbeitnehmer) des Gewerbegerichts, den wir am Sonntag trachten, theilt uns der als Redner angeführte Herr Koch mit, daß er nicht gesagt habe, das Eis könne zwei Tage im Voraus bereitet werden. Er habe vielmehr erklärt, daß das Eis am Tage vor dem Verkauf hergestellt werden könne. ( Wolff's Telegraphen- Bureau.) Lübeck, 6. Juli. Das amtliche Blatt meldet den am 4. Juli zwischen den Bevollmächtigten Preußens und Lübecks erfolgten sollte. Berband aller in der Metallinduſtrie beſchäftigten Arbeiter Bitte lesen Sie! Sophastoff Reste Arbeitsmarkt. Berlins und Umgegend. Sonnabend, den 8. Juli, Abends 8½½ Uhr: Branchen- Versammlung der Nagelschmiede im Lokale des Herrn Heise, Lichtenbergerstraße 21. Zages Ordnung: 1. Bortrag des Kollegen List. 2. Diskussion. 3. Berbandsangelegenheiten und Verschiedenes. Sonnabend, den 8. Juli, Abends 9 Uhr: Sitzung der Vertrauensleute des Nordens im Lokale von Wilke, Hodjftr. 32a. Um zahlreiches und pünktliches Erscheinen ersucht 229/20 Der Vorstand. Jedem Genossen, der billig und gut in Rips, Damast, Crêpe, Fantasie, kaufen will, empfehle mein sehr reichb. Gobelin, Plüsch Schlosser( Mechaniker), faufen will, empfehle mein sehr reichh. Gobelin, Plüsch und bunten in der Elektrotechnik bewandert, mit Lager von ca. 1000 Sommer- Paletots, 2000 Anzüge, sowie einzelne Röcke, Jaquets, Hosen, Welten 2c. Mocquets spottbillig! Proben franko! S., Reparaturen von Fahrrädern u. Näh* maschinen vertraut, findet in einer Provinzialstadt dauernd Beschäftigung. Off. d. 7486 Ferner Uhren, Betten, Binge, Emil Lefèvre, nienkrake( u. M. M. a. D. Grp. D. Bl. Betten, Wäsche, Stiefel, Hüte, Reise- u. Holzkoffer, Waldykeffel 2c. Sämmtliche Sachen in alt und nen, auch werden verfallene Pfänder verkauft. A. 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