Nr. 159. Erscheint täglich außer Montags. Preis pränumerando: Vierteljährlich 3,30 Mart, monatlich 1,10 mt, wöchentlich 28 Pfg. fret In's Haus. Einzelne Nummer 6 Pfg. Sonntags: Nummer mit illuftr. Sonntags- Beilage Neue Welt" 10 Pfg. Post- Abonnement: 3,30 Mt.pro Quartal. Unter Kreuz band: Deutschland u. Defterreich: Ungarn 2 Mt., für das übrige Ausland 3 Mt.pr.Monat. Eingetr. in der Post Zeitungs Breisliite für 1893 unter Nr. 6708. Vorwärts 10. Jahrg. Insertions- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzeile oder deres Raum 40 Pfg., für Vereins- und Beriammlungs Anzeigen 20 Pfa Inserate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr Nachmittags in Der Erpedition abgegeben werden. Die Ervedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr Abends, an Sonn und festtagen bis 9 Uhr Vormittags geöffnet. Fernspredjer: 3mt I. 4186. Telegramm- Adresse: „ Sozialdemokrat Berlin! Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Sonntag, den 9. Juli 1893. Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. Ein verfehlter Staatsstreich. Wer die Geschichte der Junis chlacht von 1848 Liste standen und zum Worte kamen, hätte es eigentlich sich ins Gedächtniß zurückruft, wird wissen, daß die Ar- einen großen Tag" geben müssen, in Wirklichkeit aber Die Nachrichten, welche über die jüngsten Vorkomm- beiter durch die plötzliche Auflösung der National- wurde die Debatte in einer vollständig zerfahrenen Weise nisse in Paris zu uns gelangen, erheben es über jeglichen werkstätten aufs Pflaster geworfen und in den Kampf ge- geführt. Eine Ausnahme machte in dieser Beziehung nur Zweifel, daß das wacklige Ministerium Dupuy einen Staats- trieben wurden nachdem man Paris in der Stille mit der Abg. Gröber( Zentrum), der die Debatte eröffnete und der mit einer Rückhaltlosigkeit und Energie für sich und seine streich versucht hat, der jedoch an der Besonnenheit der Truppen angefüllt hatte. Arbeiter gescheitert ist. Wir reden hier nicht von den Die Aehnlichkeit mit dem Verfahren des Ministeriums Partei die Zustimmung zu der Militärvorlage ablehnte, die albernen Studententrawallen, die unsere deutschen Befür- Dupuy im Juli 1893 ist geradezu frappant. Die Studenten- sehr vortheilhaft abstach gegen die gesucht gefünftelte Art, worter der Militärvorlage, in ihrer Verlegenheit um Gründe, trawalle boten einen bequemen Vorwand, um unbemerkt mit der Dr. Lieber seitdem er sich einbildet, Führer des für ihr Leben gern zu einem welterschütternden, die Sicher- große Truppenmassen in Paris zusammenzuziehen, die Zentrums zu sein aufzutreten beliebt. Der Abgeordnete heit Deutschlands bedrohenden Ereigniß aufpuffen möchten. selbstverständlich nicht gegen die Studentchen bestimmt Richter hatte zwar einige sehr glückliche Momente, besonders Hätte der französischen Regierung etwas daran gelegen, die waren. Und die Schließung der Arbeitsbörse entspricht da wo er von Herrn Dr. Böckel als dem Zünglein an der lüderlichen Bourgeoissöhnchen zur Ruhe und zur Raison genau der Schließung der Nationalwerkstätten. Also am Waage, von dem das Schicksal der Militärvorlage abhängt, zu bringen, ein halbes Dutzend Polizisten hätte ihr ausgereicht. 5. d. M. sollte die Arbeitsbörse geschlossen werden; die sprach. Im ganzen aber litt Richters Rede ersichtlich unter Man schonte aber die jungen Leutchen gefliffentlich- und Regierung that aber im letzten Moment so, als ob sie von den Folgen der Ueberanstrengung, denen in den letzten zwar nicht blos, wie wir anfangs glaubten, aus natürlicher der Maßregel abstehen und die Sache den Gerichten über- Wochen der Führer der Freifinnigen Volkspartei sich unterSympathie, weil es Fleisch ist vom eigenen Fleisch, sondern geben wolle. auch aus politischen Gründen, im Interesse einer„ rettenden That", die man in petto hatte. zogen hat. Nichts als alte Lagerhalter wußte Rudolph v. Bennigsen vorzubringen. Nicht ein Gedanke war in der ganzen Rede dieses Herrn, welchen er nicht bei irgend einer früheren Gelegenheit schon zum besten gegeben hätte. Es charakterisirt den Werth der heutigen Rede Bennigsens, daß der Herr Präsident sich genöthigt sah, ihn zur Sache zu verweisen. Für die umgefallenen Freisinnigen sprach Rickert unter " Dadurch gedachte man, wie jetzt feststeht, die Arbeiter in Sicherheit zu wiegen und in eine Falle zu locken. VierundWie den Lesern bekannt ist, war der 5. Juli als zwanzig Stunden, nach dem den Arbeitern mitgetheilt worden Termin zur Schließung der Pariser Arbeits- war, daß die Behörden von einem brüsten, gewaltsamen börse bestimmt, falls die in derselben vertretenen Syn- Vorgehen abgesehen hätten, wurde die Arbeitsbörse plöglich dikate Gewerkschaften und Fachvereine sich nicht dem überfallen, gewaltsam befeht, und die darin dienstlich bes Gesetze von 1884 unterwerfen und nicht freiwillig", ähnlich schäftigten Gewerkschaftsvorstände gewaltsam entfernt. wie der deutsche Buchdrucker- Verein, unter polizeiliche Und das in einem Augenblick, wo die, von der Regie- Lautem Beifall der Konservativen. Das genügt. Den UmKontrolle sich stellen würden. Der Vorstand der Arbeits- rung geduldeten, mit Sammetpfötchen gehätschelten Studenten- fall der Polen erklärte Jadzewski, während Dr. Böckel sich börse, und die Delegirten der Syndikate wiesen das trawalle in Paris eine revolutionäre Atmosphäre erzeugt noch etwas zierte. Er und seine Freunde werden aber provokatorische, durch nichts gerechtfertigte Ansinnen mit und den Weg des Barrikadenbaues gezeitigt hatten! über den Stock springen. Die von Böckel in bezug auf Verachtung von sich. Damit war die Gelegenheit zu einem Die Arbeiter von Paris waren brutal gereizt, wie im die Deckungsfrage gewünschten bestimmter formulirten Zusagen " Konflikt" geboten. Juni 1848. Hätten sie den ihnen hingeschleuderten Hand- lehnte der Reichskanzler rundweg ab. Er verlangt„ VerDas Ministerium Dupuy hat die Neuwahlen auf schuh aufgenommen, so hatten wir, aller Vorausberechnung nach, trauen" zu der Regierung. Nachdem die Herren Böckel und den 20. des nächsten Monats( August) ausgeschrieben. Es eine zweite Auflage der Junischlacht und Zimmermann sich aus Gegnern der Vorlage zu Anhängern ist knieschlotterig schwach, wird von jedem Hauch der öffent- Junis chlächterei die Gesellschaft war gerettet, derselben entwickelt haben, ist nicht abzusehen, warum sie sich lichen Meinung bewegt, ist so schwankend wie die Majorität und die Panamagesellschaft konnte vergnügt und sieges jetzt sich nicht in die verlangte vertrauensselige Stimmung der französischen Kammer, in deren Haltlosigkeit und gesetz- gewiß in die Wahlkampagne eintreten. sollten hinein locken lassen. Uebrigens soll auch ohne die Die Arbeiter von Paris haben das Spiel aber durch- paar Antisemiten die Majorität für die Vorlage ge geberischer Impotenz sich die politische Entartung der Bourgeoisie treu widerspiegelt. Vom Ausfall der Wahlen schaut, sie sind nicht in die Falle gegangen, und der Staats- wonnen sein. hängt die Existenz des Ministeriums und das Schicksal der streich des Ministeriums Dupuy ist mißlungen. Da die noch vorgemerkten Redner auf das Wort ver jezigen Kammermajorität ab. Das französische Proletariat hat seinen Feinden nicht zichteten, konnte die erste Lesung heute beendigt werden. Gelingt es den sozialistischen Arbeitern, die mit aller den Gefallen gethan, sich vor dem entscheidenden Kampf Erst am nächsten Donnerstag tritt das Haus wieder zu= Macht in die Wahlbewegung eingetreten sind, und, durch kampfunfähig zu machen. Die bevorstehende Wahl bietet sammen und stehen an diesem Tag an erster Stelle die das Beispiel des sozialistischen Deutschland ihm die Möglichkeit der Revanche, der Strafe und Interpellationen Bebel( Straßburger Polizei- Präsident) gefeuert und belehrt, die Wichtigkeit der Organi- des Sieges. und Osan( Futternoth) auf der Tagesordnung. an= sation und der Einheitlichkeit des Handelns begriffen haben gelingt es den sozialistischen Arbeitern Frankreichs, die Erfolge zu erringen, die ihnen im Fall organisirten, zielbewußten Borgehens gewiß sind, dann hat die Stunde Politische Leberlicht. Politische Uebersicht. in der nächſten Seſſion eine Novelle zum Alters- und InvalidiBerlin, den 8. Juli. Die Konservativen v. Staudy, Steppuhn und Genossen beantragen gleichfalls, daß die Regierung wenn möglich schon der kapitalistischen Gesellschaft in Frankreich geschlagen tätsgesetz vorlegen solle, wonach die Verwaltung, insbesondere wenn die Bourgeoisie auf dem Boden des betreffs des Markensystems, vereinfacht werden soll. Der Gesezes bleibt. Aus dem Neichstage. Wer heute den Reichstags- Nationalliberale Dsann und Genossen( hauptsächlich So ist die Lage und es gehört nicht viel Verhandlungen anwohnte, ohne sich vorher unterrichtet zu westdeutsche Nationalliberale) richtete an den Reichskanzler Scharfsinn dazu, um einzusehen, daß für das Ministerium haben, was auf der Tagesordnung steht, dem wird es die Anfrage, ob nicht wegen der Futternoth die Dupuy die Versuchung sehr groß war, das alte Kunststück schwer gefallen sein, sich aus den Reden der einzelnen Ab- Manöver in den Nothstandsbezirken ausfallen könnten. zu probiren und einen revolutionären Ausbruch geordneten darüber zu informiren, um was es sich denn Ein vom Abg. Werner eingebrachter schleuniger Antrag künstlich hervorzurufen. eigentlich handelt. Nach den Rednern, die heute auf der ersucht um Einstellung des Verfahrens in zwei Prozessen Feuilleton. Nachorud verboten.) ( 11 Die Bekehrung André Savenay's. Stimme Bater Deschamps', der sagte: Augenverblendung Sozialistischer Roman von Georges Renard. Autorisirte Uebersetzung von Marie Runert. Sört nicht auf die, welche zu Euch davon reden, daß das Eigenthum, daß das Erbrecht aufgehoben werden müsse, die eine chimärische Gleichheit herstellen wollen. Das find Utopisten, Träumer, Leute die Euch nur die Köpfe heiß machen wollen. Es lebe der praktische Sozialismus!" treffen, befizen." " Das goldene Zeitalter wird dahinter weit zurück. bleiben. Das Meer wird sich in einen ungeheuren See von Limonade verwandeln." Sagt ihr, daß Ihr sozialistischer seid als sie, um sie davon " Opfui," sagte Mrs. Webster entrüstet. So wird zurückzuhalten, daß sie es zu sehr sei. Das ist meine also die Kochkunst dann die erste Kunst sein?" Methode, und ich halte dafür, daß sie gut ist." Onein, alle Talente werden sich in unerhörtem Maße Onkel Theodor ließ nur ein dumpfes Grunzen ver- entwickeln. So 3. B. wird die Erde dann mindestens nehmen. André träumte: er erinnerte sich der rauhen 37 Millionen Schauspieler, die unsern Molière weit überdas alles! Augenverblendung! Nichts weiter!" Es ent-" Das kann einen schönen Lärm geben," rief der junge stand ein Augenblick des Schweigens. Herr Dusaule ver- Dusaule, vorausgesetzt, daß jeder ebenso viel Skandal macht, sicherte sich jetzt erst mit einiger Unruhe, daß diese Diner wie ein Schauspieler von heutzutage!" unterhaltung Frau Savenay wahrscheinlich sehr wenig gefallen habe. Zugleich erinnerte er sich aber auch, daß er noch einen Vorrath von Anekdoten über Sozialismus und Sozialisten bereit habe. Man war beim Dessert an- Von frisch ausgepreßten Zitronen," rief Henri Dusaule. gekommen; das war der rechte Moment für seine kleinen Aber wird es dann auch noch Fische geben?" Leckereien. " Ich glaube wohl, nur wird man sie dann soweit ge" Gestehen Sie, gnädige Frau," sagte er, daß wir zähmt haben, daß man sie vor die Schiffe spannt, um diese in einer sehr schwierigen Lage sein würden, wenn zu ziehen. Lachen Sie nicht. Das steht im sozialistischen Man könnte auch sagen: es lebe der Sozialismus wir mit dem, was uns der Sozialismus verspricht, Evangelium, in den Büchern Fourier's." ohne Sozialisten," sagte der junge Dusaule. nicht zufrieden wären. Wissen Sie, daß es, nach dem, was" D, ist das nicht sehr interessant, was uns Herr diese Propheten sagen, wenn die Welt erst nach ihren Dusaule vom Sozialismus erzählt?" sagte Miß May zu Grundsätzen eingerichtet ist, Menschen von sieben Fuß Länge André und zeigte ihre schönen, wenn auch etwas langen Zähne. geben wird?" Doch André ließ diese Fluth von scherzhaft und wißig " D," rief Germaine, da würde ich ja viel zu klein sein sollenden Bemerkungen über sich ergehen, ohne ein " Nicht übel, was Ihr da fagtet, aber behaltet dergleichen sein. Da könnte man mich am Ende für eine Liliputanerin Wort zu sprechen. lieber für Euch, rathe ich. Das Bolt ist ein Kind, das man halten." Was haben Sie denn heute Abend? Sie sind unmit Worten aufregen, aber auch beruhigen fann. Sie kennen" Noch mehr, Sie würden sogar 144 Jahre alt werden. ausstehlich," fing seine Nachbarin wieder an. Ich glaube, das alte Sprichwort:„ Mit den Wölfen muß man heulen". Das ist nämlich das Durchschnittsalter der Menschen in Gott verzeih's, Sie träumen gar von Ihrer Amazone aus Das ist das ABC der praktischen Politif. Wollt Ihr die der sozialistischen Gesellschaft. Außerdem werden die der Volksversammlung. Wenn Sie sie uns doch wenigstens Menge führen, dann heult mit ihr, heult stärker als sie; Menschen aber auch an Klugheit zunehmen. an Klugheit zunehmen. Statt einmal zeigen wollten! Halt! Eine Idee! Walt sie nicht ergreift und tragt ihre Fahne, und dann könnt Ihr sie mörderischer Kriege wird es nur noch einen ungeheuren Fächer? Ich möchte einen bei ihr bestellen." -che führen, wohin es Euch beliebt. Heute läuft sie mit dem Wettbewerb um die Meisterschaft im Pastetenbacken Germaine hatte die letzten Worte gehört. Sie schgeln anSozialismus. Ihr braucht sie nicht vor den Kopf zu stoßen. I geben.. fich dem Verlangen der Freundin an. " „ Oder noch besser: Es leben die Sozialisten ohne Sozialismus," fügte André hinzu. Der alte Dufaule blinzelte zu den jungen Leuten wie zu Eingeweihten hinüber. " gegen AhIwardt. Da Herr Werner bei seinen Freunden[ Der Staatsanwalt wacht. Die Donnerstag- Nummer ihrer ebenso glänzenden als fortdauernden Erfolge ist is nicht die genügende Anzahl Unterschriften gefunden hat, der deutschfreisinnigen Oberschlesischen Grenz Zeitung" ihrer Einheitlichkeit des Handelns, in der Disziplin, welch haben vier Sozialdemokraten den Antrag mit unter- wurde wegen einer in einer Kritik der Thronrede ent- sie von Anfang an in ihre Reihen eingeführt und unte schrieben.haltenen Majestätsbeleidigung beschlagnahmt. An Eifer allen Umständen aufrechtzuerhalten gewußt haben. fehlt es unseren öffentlichen Anklägern nicht, wenn nur eine Ihre Erwählten, welches auch immer ihre Zahl war In der Plenarsihung des Bundesraths wurde über Kritik an den Kundgebungen der Regierung geübt wird. find niemals die Erwählten irgend einer Gruppe oder irgent bie Eingabe des Gründungskomitees der Plettenberger Straßeneiner Stadt, sondern allezeit die Erwählten der Parte bahn wegen Zulassung der Ausgabe von auf Namen lautenden Berg- Gewerbegerichte. Der preußische Handelsminister Aftien zum Nennwerthe von 200 M., über die Gesuche der macht bekannt: Zur Ausführung des Gesetzes über die Gewerbe- gewesen. Ihre Erwählten gehören der Partei; sie sind des Hanfeatischen Land-, Minen- und Handelsgesellschaft für gerichte vom 29. Juli 1890 wird auf grund des§ 83 desselben Partei verpflichtet; sie stehen unter der Disziplin der Partei die in ihrem jährlichen Kongreß souverän alle ihre GeDeutsch- Südwest- Afrika" zu Hamburg und des Innungsverbandes bestimmt: Insoweit es sich hardelt um die auf grund des die in ihrem jährlichen Kongreß souverän alle ihre GeBund deutscher Steinfeger- Innungen" mit dem Sitz zu Berlin§ 77 a. a. D. zu errichtenden Berg- Gewerbegerichte, find unter schäfte erledigt. 1 " -un Verleihung der Korporationsrechte, endlich über das Rekurs- der Bezeichnung höhere Verwaltungsbehörde" ins- Der Klassenkampf heischt solche geschlossene Organis gesuch eines Reichsbeamten gegen seine zwangsweise Versetzung besondere in bezug auf die Entscheidung über Beschwerden gegen fation, soll er zu fiegreichem Ende gebracht werden. in den Ruhestand Beschluß gefaßt. Der Entwurf eines Anbangs die Rechtsgiltigkeit der Wahlen zu Berg- Gewerbegerichten(§ 15 Einheit der Klasse, Einheit des Programms und der zu den Bestimmungen wegen Ausführung des Gesetzes vom Absatz 1), die Ernennung der Mitglieder der Berg- Gewerbe- Taffif, Einheit der Leitung so hat man in Deutschland 19. Mai 1891, betreffend die Prüfung der Läufe und Verschlüsse gerichte im Falle des§ 16, die Enthebung der Mitglieder der gesiegt. So wird man in Frankreich siegen. der Handfeuerwaffen, wurde dem Ausschuß für Handel und Ver- Berg- Gewerbegerichte von ihrem Amt(§ 19 Absatz 1), die Zufehr überwiesen. Mit dem Vorschlage des Reichskanzlers, be ständigkeit zu dem Antrage auf Erhebung der Klage auf Amistreffend eine veränderte Emrichtung der Quittungskarten für die entsetzung von Mitgliedern der Berg- Gewerbegerichte(§ 19 Absah 2), Invaliditäts- und Altersversicherung, erklärte sich die Versammlung sowie die Bestimmung desjenigen Beamten, welcher den Voreinverstanden. sitzenden und dessen Stellvertreter vor ihrem Amtsantritte eidlich zu verpflichten hat, ausschließlich die königlichen Oberbergämter zu verstehen. Dem Bundesrath sind am 8. Juli der Nachtragsetat und das Anleiheges ez zur Durchführung der Militärvorlage zugegangen. " Die Genossen im Ausland. Die Sozialistische Gesellschaft" in Aberdeen( Schottland) hat uns folgenden Beschluß mitgetheilt, der in der letzten Mitglieder versammlung einstimmig angenommen ward: Die Mitglieder dieser Gesellschaft senden unseren deutschen Kameraden unsere Brudergrüße und wünschen ihnen Glück zu ihrem Erfolg bei den letzten Wahlen. Wir geben unseren deutschen Kameraden die Versiche rung, daß wir den außerordentlichen Vortheil, den ihr Sieg der Arbeiterbewegung aller übrigen Länder und der internationalen Sozialdemokratie gebracht hat und bringt, zu schätzen wissen und daß wir entschlossen sind, dem Beispiel unserer deutschen Kameraden nachzueifern, und alles dransetzen werden, um in unserem Land die Verwirklichung des Sozialismus herbeizuführen." Dem Parteivorstand geht aus Madrid unterm 8. Juli folgende Depesche zu: Das Nationalkomitee der spanischen Arbeiterpartei, das Madrider Lokalkomitee und eine heute abgehaltene Versamm lung schicken ihren deutschen Brüdern die wärmsten Glückwünsche zu ihrem durchschlagenden Wahlsiege. Iglesias. Der Fall Feichter. Aus Straßburg i. Els. wird offiziös gemeldet: die Aus der Ferienkolonic. Im Bayerischen Vater land" liest man: Das Militär- Untergericht in Erlangen erkannte gegen einen Trompeter, der bei einer Truppenübung troß erhaltenen Befehls angeblich zu stark geblasen" hatte, wegen Gehorsamsverweigerung vor versammelter Mannschaft unter Gewehr auf 23 Tage Dunkelarrest. Man hofft allgemein, daß gegen dieses drakonische Urtheil, besonders in anbetracht der oft geringen Strafen bei Soldatenschindereien, Berufung zum Generalauditoriat eingelegt werden wird. wird wohl nichts helfen." Konservative Arbeiterfreundschaft. Wie es unseren Arbeitern geht? Mit pharisäischem Augenaufschlag ruft so der Oberschlesische Anzeiger" und erzählt folgende Mordgefchichte: 6 Auf dem Bahnhofe der Nachbarschaft, auf dem sich Sonntag Abend die Rübenarbeiterinnen aus dem Rybniker und Gleiwißer Kreise einfinden, um von da an ihre Arbeitsstätten im Ratiborer, Koseler und Leobschüßer Kreise zu fahren, hatten wir Gelegenheit zu sehen, wie bescheiden und genügsam diese Leute leben, indem sich jedes Mädchen zwei Flaschen „ Kulmbacher" und mehrere Paar Würstchen geben ließ. E3 soll diese Agung bei jeder Durchfahrt genommen werden, wie uns mitgetheilt worden. Vor wenigen Jahren war das noch anders: da nahmen die Mädchen aus dem elterlichen Hause ein Brot und mehrere Käse mit; heute ist das Einfach und Bayrischbier nicht mehr gut genug; es muß„ Echtes" sein! Und da klagen diese Leute noch über schlechte Zeiten und schlechte Löhne!" Die 40. Generalversammlung der Katholiken Deutschlands wird in den Tagen vom 27. bis 31. August in Würzburg abgehalten werden. Ueber die Wiener Wahlrechts- Demonftrationen ( siehe unsern Wiener Brief"), die am Sonntag stattfinden verden, schreibt man einem bürgerlichen Blatte, der Bossischen Beitung" aus der österreichischen Hauptstadt: Die Bewegung für Einführung des allgemeinen und direkten Wahlrechts zum Reichstage nimmt unter der Arbeiterbevölkerung Desterreichs großen Umfang an. Am 9. Juli werden die Sozialdemokraten in Wien eine gewaltige Kundgebung veranstalten. Es war bereits die Woche vorher beim Bürgermeister die Ueberlassung der Volkshalle und des Artadenhofes des Rathhauses zu diesem Zwecke nachgesucht worden, doch hatte dieser die Genehmigung verweigert, obwohl bie Volkshalle bisher zu allen genossenschaftlichen und selbst zu antisemitischen Radauversammlungen bewilligt worden war. Ebenso hatte die Statthalterei die Abhaltung der Verfammlung auf dem großen Platze vor dem Rathhause, verboten. Die sozialistischen Blätter hatten auf das Ungesetzliche dieser Beschränkung des Vereins- und Versammlungsrechts hingewiesen und rundweg erklärt, die Arbeiter würden auch ohne Genehmigung vor dem Rathhause zusammenkommen. Im Wiener Gemeinderathe fanden sich mittlerweile Stimmen, die darauf hinwiesen, daß man den Arbeitern nicht verweigern fönne, was bisher allen anderen Bevölkerungsklassen gestattet worden, und als die sozialistische Parteileitung ein neues Anjuchen einbrachte, in dem sie sich verpflichtete, 2000 Ordner zur Aufrechthaltung der Ruhe zu stellen, bewilligte sowohl die Statthalterei, wie die Stadtvertretung das Gesuch. Am 9. Juli werden daher die Arbeiterbataillone in der Stärke von 12-15 000 Mann vor dem Rathhause aufmarschiren und ihrem Verlangen nach dem allgemeinen Wahl rechte Ausdruck geben. Es ist der erste Fall in Wien, daß auf offenem Plage mitten in der Residenz Taufende behufs Abhaltung einer gesetzlich gestatteten Versammlung zusammens tommen dürfen, und man glaubt mit Sicherheit annehmen zu dürfen, daß die Nuhe gewahrt bleiben wird. Die großen Aufzüge am 1. Mai, die sich seit Jahren in befter Ordnung vollziehen, haben gezeigt, daß die Arbeiterführer die Massen vollkommen in der Gewalt haben. Im Falle der Verweigerung wären dagegen Tumulte, wie kürzlich in Brünn und Prag, ficher gewesen." " Der soeben vom Urlaub zurückgekehrte Polizeipräsident Feichter erklärt, daß zwar der in den verschiedenen Blättern besprochene Empfang von Mitgliedern des aufgelösten Vereins " Fedelta" stattgefunden habe, daß aber die Berichterstattung Wenn wirklich diese Schauergeschichte, die das Organ darüber unrichtig sei und insbesondere die Angaben über eine der Grubenbarone und Schnapsbrenner erzählt, wahr wäre, Beschimpfung einzelner Personen vollständig erjunden seien." Ein offiziöser Bertuschungsversuch ist feine amtliche Er so ist es immer erfreulicher, daß ein armes Rübenmädel, klärung. Wir werden sehen, was die Reichsregierung auf das in schwerster Arbeit bei Hungerlöhnen sich abrackern fozialdemokratische Interpellation muß, auch einmal eine vergnügte Stunde hat, als wenn die in Sachen Feichter sagen, und was für einen Ausgang die Kornwucherer und Wollbarone auf Kosten der Landarbeiter Veleidigungsflage Simonis gegen Feichter nehmen und Industrie- Arbeiter in Genüffen ersticken. Natürlich ist Arbeiterschutz in Norwegen. Tie Gewerbekommission wird. Die Mittheilungen der Kölnischen Volks- Zeitung" das Ammenmärchen des„ Oberschlesischen Anzeigers" gerade waren viel zu positiv, als daß sie durch das anonyme Ge- so wahr, wie die alten Gründerzeits- Lügen vom Cham- des Storthinges beantragt einstimmig, das Gesez, bc= falbader eines Reptils an Werth verlieren könnten. Ebenso paguer trinkenden Backsteinmaurer. Denn die jammer- treffend die Beschränkung der Arbeitszeit in den wenig genügte es, wenn etwa Herr Feichter als Gegenpartei volle Bezahlung der von den Zuckerkönigen ausgebeuteten Bäckereien, in dieser Tagung nicht in Berathung zu den Sachverhalt einfach bestritte. Es wird, dies fei Mädchen erlaubt ihnen nicht den Lugus" von, man nehmen. beiläufig verzeichnet, niemand Wunder nehmen, daß der schaudre, zwei Flaschen Kulmbacher und mehreren Stöcker'sche Reich 3 bote" die Feichter'sche Scheltrede Würstchen. 1 warm vertheidigt und sich darüber freut, daß den Herren Die freikonservative Partei Kardorff und Konder Kopf so gründlich gewaschen worden sei. Es sorten haben im Reichstag einen Antrag eingebracht, in sei menschlich nur zu begreiflich, daß der Mann in Zorn dem Einführung von Handwerker- Kammern, Befähigungsnub Aerger gerieth über das von ihm getadelte Verhalten nachweis und Einschränkung der Gefängnißarbeit gefordert des Klerus und ihm nach all dem freundlichen Entgegen wird. Die Herren Leuschner und Kardorff als Retter des tommen der Regierung gegen den Klerus einmal die Galle Handwerks- das ist auch ein Bild zum Malen. überlief, und er mit den Herren vom Fedeltaverein ein bayrisch kräftig Wörtlein redete". Für das Anstandsgefühl Der deutsche Sieg. Mit dieser Ueberschrift bringt des lutherischen Pastorenblattes, das vor christlicher Liebe der" Socialiste", unser französisches Bruderorgan, einen überquillt, ist die Billigung der wüsten Schimpfreden Artikel über unseren Wahlfieg und die Bedeutung desselben („ Schweinebande", Schweinehund") recht charakteristisch. für die französischen Wahlen. Der Artikel, welcher an der Wenn man nun dem Mitteltrieb der Edeltanne" ab und Spitze des Blattes steht, lautet also: an auch mit solch einem„ bayrisch kräftigen Wörtlein" in Wir werden erst in acht oder vierzehn Tagen die amtliche Ziffer der Stimmen kennen, die am 15. Juni für deutsche Sozialdemokratie abgegeben wurden. die Quere käme? 11 Stimmungsmache. Nach der„ Germania" soll in die Was wir wissen, ist, daß die Zahl zwei Millionen Genossen zugefallen sind. Entspräche die Zahl der Abgeordneten der Zahl der abgegebenen Stimmen, so würde bereits ein Biertel des Reichstags der Sozialdemokratie gehören. Belgisches. Am 8. Juli ist der Senat zusammengetreten, um über die Reform des Senats- Wahlgesetzes zu berathen, nachdem die Kammer sämmtliche bisher eingebrachten Anträge abgelehnt hatte. Frankreich. Der französische Senat ist sich seiner Aufgabe, den sozialen Fortschritt durch das Bleigewicht seines Widerspruches aufzuhalten, gar wohl bewußt. Er lehnte dieser Tage mit 207 gegen 37 Stimmen die Vorlage, betreffend die Strafbestimmungen zu dem Gesetze von 1884 über die Arbeitersynditate ab. Diese von der Kammer angenommene Borlage ist bereits mehrere Male vom Senat abgelehnt worden. Die aus in diretten Steuern u. s. m. stammenden Staatseinnahmen im Monat Juni betrugen 7 Millionen Fr. weniger als der Budget- Voranschlag; an diesem Minder ertrage sind die 8ölle mit 32 Millionen betheiligt. Die Schließung der Pariser Arbeitsbörse ist heute Telegraph meldet darüber: bereits Vorbereitungen zu einer Neuwahl nahe kommt, und daß 44 Reichstags size unseren deutschen in der französischen Kammer zur Sprache gekommen. Der für den Reichstag. Auf dem nicht mehr ungewöhnlichen Wege des Gruseligmachens soll der Spießbürger im Reichstag und außerhalb des Reichstags für die Militärvorlage vollends gewonnen werden. Die Regierung hat alle Ursache, sich vor einer zweiten Kraftprobe zu hüten, die noch ungünstiger für sie ausfallen müßte, als die vom 15. Juni.Ach," rief André," Sie halten sie wohl für ein Wunderthier, das man für Geld zeigen kann?" Schließlich ließ er sich aber doch das Versprechen entreißen, daß er es versuchen würde, sie ihnen eines Tages vorzustellen. die Bedingungen, unter denen er erfochten wurde. Die Bedeutung dieses Sieges wird noch erhöht durch Gleich uns, und mehr noch als wir, weil sie der kaiserlichen Armee jeden Mann und jeden Groschen verweigerten, sind die deutschen Sozialisten als vaterlandslose Menschen, als Verräther ihres Vaterlands denunzirt worden, während sie in Frankreich des Einverständnisses mit dem russischen Barismus beschuldigt wurden, den der„ Patriot" Constans in seiner Toulouser Rede zur Unterstüßung der französischen Republik aurief. Das Diner war beendigt. Die jungen Herren gingen Inmitten der wildesten Orgien des militärischen in das Rauchzimmer. Der alte Dusaule rauchte nicht. Chauvinismus, unter dem Feuer der Spree- Deroulède und André behauptete, er müsse Präsident irgend einer philan Willevoye, von denen sie zu Agenten Rußlands und Frankthropischen Gesellschaft gegen den Mißbrauch des Tabaks reichs gestempelt wurden, haben die deutschen Sozialdemo sein. Der Dntel betrachtete das Rauchen wie ein Lafter, traten obgleich das wahlfähige Alter in Deutschland erst weil er wegen eines Wagenleidens nothgedrungen darauf mit zurückgelegtem 25. Jahre beginnt fast zwei Millionen verzichten mußte. Uebrigens war es ihm auch ganz lieb, Wähler gefunden, die unter unserer gemeinsamen rothen daß er die Diskussion mit dem Gegner, der ihn durch Fahne marschiren. ein so unvorhergesehenes Manöver entwaffnet hatte, fortfezzen konnte. André, der mit seinen beiden Freunden allein geblieben war, neckte Guntram, der während des ganzen Abends den Mund nur zum Essen geöffnet hatte. Er nannte ihn Pylades und fragte ihn, ob er aus Trauer über die Abwesenheit seines theuren Orestes die Sprache verloren habe. Da sage noch einer, daß die Freundschaft nichts als leerer Schall ist!" rief er. Ehre den Braven! Ehre dem Proletariat jenseits der Bogesen! Indem es seine sozialistische revolutionäre und internationale Pflicht in so vollem Maße that, schreibt es uns unsere Pflicht vor: die Pflicht des französischen Proletariats bei den bevorstehenden Wahlen. Unsere Arbeiter, die so lange die Vorhut der Arbeiter bewegung bildeten und den Arbeitern der übrigen Länder ein Vorbild waren, werden nicht zurückbleiben wollen. Entsprechend dem Aufruf der Arbeiterpartei werden fie auch ein Theil der großen Armee der Arbeit sein wollen, die in diesem hundertsten Gedentjahr des bürger lichen 93*) den endgiltigen Triumph des Proletariats durch eine Wahlniederlage des Feindes: der Bourgeoisie, vor bereitet. Die Wahrheit war, daß der brave Junge in peinLichfter Verlegenheit gewesen wäre, wenn er über feine Anfichten bezüglich der besprochenen Gegenstände auch nur ein Wort hätte fagen sollen. Ja, wenn es sich noch um Pferderennen gehandelt hätte! Das wäre etwas anderes ge- Um den Sieg zu erfechten, müssen wir bei unseren wesen! fiegreichen Genossen in die Schule gehen. Das Geheimniß ( Fortsetzung folgt.) . *) 1798 das Höhejahr der französischen Revolution. Paris, Sonnabend. Deputirtenkammer. Berathung der angelindigten Interpellationen. Paulin Méry interpellirte über die Schließung der Arbeitsbörse und warf der Regierung vor, aus der Agitation eine Emeute gemacht zu haben, um den Truppen die Thore von Paris zu öffnen.( Murren im Zentrum, Beifall auf der äußersten Linken.) Dreifus interpellirte alsdann über die Unruhen im Quartier Latin und hob tadelnd hervor, daß die Polizei ein wahres Blutbad angerichtet habe.( Lebhafte Protestrufe im Zentrum.) Der Ministerpräsident Dupuy bezeichnete diese Anschuldigungen als vollständig unbegründet. Dreifus tadelte hierauf das Eingreifen der bewaffneten Macht, deren einzige Aufgabe sei, das Vaterland zu vertheidigen, nicht aber auf das Volk zu schießen.( Beifall auf der äußersten Sinten.) Tony Revillon erklärte, die Arbeitsbörse sei geschlossen worden, ohne die Entscheidung des Gerichtshofes abzuwarten und ohne daß man genügende Beweggründe gehabt habe, denn unter den Meuterern habe sich auch nicht ein einziger Arbeiter bes funden. Die Arbeiter seien der Republit zugethan.( Beifall.) Der sozialistische Deputirte Dumay verlangte, daß Die Regierung in Anklagezustand versetzt werde.( Beifall auf der äußersten Linken und auf den Tribünen.) Der Ministerpräsident Dupuy sprach sein Bebauern über die traurigen Vorgänge der letzten Tage aus.( Heftige Zwischenruie auf der äußersten Linken.) Dreifus habe die Vorfälle im Quartier Latin ganz übertrieben dargestellt. Dupuy legte sodann die thatsächlichen Vorgänge in der Umgebung der Gharitee dar und sagte bezüglich der Arbeitsbörse, der Charakter des Instituts habe sich geändert. Die Arbeitsbörse sei eine Gefahr für die Arbeiter selbst geworden.( Proteftrufe auf der Linken.) Die Syndikate hätten sich geweigert, sich dem Gesetze zu untere werfen, troß einer ausdrücklichen Aufforderung der Regierung und trotzdem ihnen eine Nachfrist hierzu gewährt sei. Die Truppen feien herangezogen, weil die Anwesenheit derselben allein ges nügen follte, bie Ordnung wieder herzustellen.( Beifall.)( Buruf Méry's: Sie sind ein Stambulow.") Dupuy schloß, die Negierung habe ihre Pflicht gethan, indem sie das Gefeß vertheidigte, und sie verdiene auch die Achtung ihrer Mitbürger.( Anhaltender Beifal im Zentrum, welches dem Ministerpräsidenten eine lebhafte Ovation bereitete.) Millerand behauptete, die Regierung habe durch die Schließung der Arbeitsbörse das Gesetz verlegt. Sie halte die den Ar beitern gemachten Versprechungen nicht. Der Minister wisse nicht, wohin die Politit der Provokationen und der Be " schimpfungen der Arbeiter führe.( Lebhafte Protestrufe auf ber die Arbeitermassen mit im Spiele war, ist sie gescheitert. Die gelangt die Allegorie Empor zum Licht", von E. Gersdorf, aur Aufführung. Winifterbant.) Brisson warf der Regierung vor, daß fie czechischen Arbeiter sind eben Sozialdemokraten. 3wietracht unter die Republikaner säe, und protestirte gegen So sind die Jungczechen gezwungen, immer radikaler zu wer Ein Mordversuch ist am Freitag Nachmittag in Ghar das brutale Vorgehen der Polizei. Der Ministerpräsident den, immer mehr den unverhüllten Haß der Aristokratie und lottenburg verübt worden. " Seit dem 1. April d. J. wohnt Dupuy versprach fodann, daß die Polizei reorganifirt werden insbesonders auch des Hofes auf sich zu laden. In unin dem Hause Knobelsdorfftr. 5 die aus Friedenau zugezogene, solle. Hierauf wurde mit 343 gegen 144 Stimmen eine verblümtester Weise, in einer Art, wie sie in tonstitutionellen am 2. Februar 1860 zu Peterwit geborene Frau Agnes Bürger, Tagesordnung angenommen, durch welche die Erklärungen der Staaten unerhört ist, sprach sich der Kaiser selbst bei verschiedenen am 2. Februar 1860 zu Peterwiz geborene Frau Agnes Bürger, deren Gatte, ein Fuhrherr, sich zur Zeit wegen Urkundenfälschung Gelegenheiten gegen die Jungczechen aus. Der Monarch, dem im Gefängniß Plößensee befindet. Frau B. führte das FuhrErnest Roche verlangte die Dringlichkeit für den Antrag, allgemein die höflichsten Umgangsformen nachgesagt werden, ging geschäft allein weiter, unterstützt durch den am 1. April d. J. den Ministerpräsidenten Dupuy in Anklagezustand zu versezen. Soweit, daß er beim letzten Delegationsempfange gelegentlich des engagirten, am 20. Oktober 1869 zu Neustadt in Thüringen geDie Vorfrage wurde mit 341 gegen 44 Stimmen votirt und üblichen Rundganges die czechiſchen Delegiten in unborenen Albert Heinz. Die Kunden des B.'schen Geschäfts wollten somit der Antrag Roche's abgelehnt. zweideutigfter Weise ignorirte. Die Dynastie bildet in Defter sah reich, und das ist einer der bezeichnendsten Züge dieses alten mit dem letzteren jedoch nichts zu thun haben, das abstoßende Wesen Feudalstaates, die Spitze des Grbadels. Der Kampf zwischen des jungen Menschen scheuchte jedermann zurück und so fab sich Funkerthum und Monarchie, den Maria Theresia und Josef II. Frau B. veranlaßt, dem Inspektor H. zu fündigen. H. schrieb geführt, ist seinerzeit nicht wie in anderen Staaten, zur Ent- nun an seine Familie in Neustadt, daß er nach seinem Abgange So wäre die Sache also von der Kammer vorläufig bei Seite geschoben. In Paris herrscht vollständige Ruhe.( S. den Leitartikel). Die serbische Skuptschina hat in zweiter Lesung den Handelsvertrag mit Deutschland, sowie die Muster- und Markenschutz- Konvention angenommen. jiedza neb Parlamentarisches. läßt Desterreich der Kaiser noch immer mit und durch die Feudal- die briefliche Mittheilung, er solle nur in Berlin bleiben. Auch grafen. Der Konflikt der Jungczechen mit der Krone hat also sonstige Versuche, sofort anderweitige Stellung zu bekommen, schlugen dem jungen Menschen fehl. Am Donnerstag Nachmittag noch eine ganz andere Seite als die nationale. Es ist sehr be- brachte. seine Sachen zu einer in Berlin wohnenden Schwester, zeichnend, daß dieselbe jungczechische Partei, die ins Feld 30g, fehrte am Abend nach Charlottenburg zurück und verblieb die Arm in Arm mit den schwärzesten Reaktionären sich gezwungen Nacht in der Bürger'schen Behausung. Am Freitag Vormittag fieht, demokratische Anträge, wie den auf allgemeines Wahl- traf ein Fuhrwerts besizer Walter nebst erwachsenem Sohn zur ashaydiga koprecht einzubringen. Wie von allen Göttern verlassen das Unterstützung der Frau B. aus Friedenau ein; am Nachmittage beutsche Bürgerthun in Deſterreich ist, det sich schon fahen diese Personen, wie Heinze in der Küche ſizend mit einer daraus ersehen, daß die Liberalen gar nicht versuchen, den Jung Feile ein Meffer schärfte. Bald darauf begab sich der alte Herr czechen den Wind aus den Segeln zu nehmen, indem sie sich. in den Etall, sein Sohn Karl auf die Straße hinaus. Da an die Spitze der demokratischen Bewegung stellen, sondern daß ertönten gegen 8 Uhr aus der Küche gellende Hilferufe der Frau sie bei der Dynastie, und neuerlich auch bei Junkern und Pfaffen, Bürger und die beiden sofort nach dort eilenden Männer unterfriechen. Beim losstach. Ein Bild anderer Art, aber in seiner Weise nicht weniger sahen nun, wie Heinz blindlings auf die Frau Bürger Gintritt der Beiden in die Küche interessant, zeigen die Vorgänge in Wien in den lezten Tagen. stieß der Mordgeselle das Messer der B. in den Rücken Die Sozialdemokraten hatten bereits anfangs Juni eine rege und ergriff die Flucht; fofort eingeholt ließ der Bursche sich Agitation für das Wahlrecht entfaltet, die insbesonders durch willenlos festnehmen. Bei der durch die Krimminalpolizei voreine Massenverbreitung von Flugschriften am Tage der deutschen Die Wahlprüfungskommission hat sich nach Schluß der heutigen Reichstage sigung tonstituirt. Die Abgeordneten Mar quardfen( nationalliberal) und Brandenburg( Zentrum) wurden als Vorsitzende und die Abgeordneten Dr. Stephan und Basser mann( Mannheim) als Schriftführer gewählt. Die sozialdeinofratische Fraktion ist durch die Abgeordneten Auer und Fischer in der Kommission vertreten. Wiener Brief. Sidien, 7. Juli 1893. die Stadtrath und Reichstagswahlen und durch Massenversammlungen im ganzen Reich genommenen Untersuchung ergab sich das überraschende Resultat, am darauffolgenden Sonntag zum Ausdruck fam. Das an diesem daß auch Heinz an Kopf und Schulter sechs frischblutende Stichwunden aufwvies; er tann sich dieselben nach dem Tag in Wien geplante Massenmeeting in und vor dem Rathhaus Mordversuch unmöglich beigebracht haben, H. behauptete, daß mußte wegen Tagung der Delegationen, während welcher das böse Männer ihn gestochen hätten und ihn haben vergiften Gefeß Versammlungen unter freiem Himmel verbietet, auf den wollen. Wie uns der Bruder der schwer verletzten Frau Bürger, Die Bewegung für die Erlangung des allgemeinen Wahl- 9. Juli verschoben werden. Das Rathhaus, einer der schönsten Paläste die sofort nach dem Charlottenburger Krankenhauſe überführt rechtes schreittet immer fort und nimmt immer größere Wiens, enthält in seiner Mitte einen wunderbaren Säulenhof, wurde, mittheilt, hat Heinz schon früher Spuren geistiger Dimensionen an. Die Regierung fuchte am 18. Juni in Prag der zwischen 15 000-20 000 Menschen faßt und bisher nur großen Störung gezeigt, wie auch sein ganzes Wesen ein anormales und Brünn mit Versammlungsverboten einzugreifen, und als sich Gesangsfesten zur Verfügung stand. An der Spiße der Gemeinde war. Auffallend ist stets seine Schlaffucht gewefen; früher, bis trotzdem eine nach Tausenden zählende Menschenmenge einsand, steht der Bürgermeister Fr. Vrix, mit dem Beinamen„ der war. Auffallend ist stets feine Schlafſucht gewesen; früher, bis vor Jahresfrist, hatte Heinz start getrunken, seitdem jedoch dem In Prag holte sich die Polizei an diesem Tage eine Niederlage; eine Gemeindevertretung, die sich in liberale Mamelucken und in Genuß von Spirituosen nur mäßig gehuldigt, so daß Delirium Die Säbelhiebe wurden so fräftig abgewehrt, daß schließlich die Antisemiten theilt. Die Sozialdemokraten, mußten nun um Ueber- tremens ausgeschlossen erscheint. Was die Veranlassung zu dem Angreifer die Geschlagenen waren. Diese Scharte sollte am laffung der Rathhauslokalitäten beim Stadtrath ansuchen, ander- unbedingt geplant gewesenen Morde gewesen, dürfte sich heraus2. Juli ausgewetzt werden. Es war wieder eine Versammlung seits bei der Polizei, die Erlaubniß für die Versammlung auf stellen, sobald Frau B., die nicht unbedingt lebensgefährlich verunter freiem Himinel angekündigt, die mit derselben Regelmäßigkeit dem Rathhausplatz, der zu den größten und schönsten in Europa leßt, vernehmungsfähig ist. verboten wurde. Diesmal entfernten sich auf die Aufforderung zählt, erwirken. Der Stadtrath verweigerte die Lokale in brutalſter Eine zweite Blutthat ist genau um dieselbe Zeit in der Polizei die anwesenden Arbeiter aus dem betreffenden Lokale. Weise ohne jede Motivirung. Es wurde eine Eingabe an den Moabit verübt worden. In dem Wirthshause Germania", Gin folossales Aufgebot von Militär die gesammte Garnison Gemeinderath gemacht, und um nun diese Angelegenheit nicht Alt- Moabit 15, war gestern Nachmittag um 8 Uhr die 22 Jahre war fonfignirt verfolgte die Abziehenden, wo immer sie sich in öffentlicher Sigung Sigung zur Sprache kommen zu lassen, alte Dienstmagd Marie Treppe mit Kartoffelschälen beschäftigt. hinwendeten. 200 der Leute ließen sich weit außerhalb Prags, ließ der eiserne Bürgermeister durch vierzehn Tage teine Zu dieser Verrichtung nahm fie merkwürdigerweise ein großes in Altftraschnitz in einem Gasthausgarten nieder, wo sie ruhig Gemeinderathssigung abhalten, ein wohl ganz unerhörter Fall. Scharfgeschliffenes Zerlegemesser. Da die Kartoffeln nicht gut ihr Bier tranfen. Ein Arbeiter soll dort gesprochen haben. Im Aber die zähe Ausdauer und die Tapferkeit unseres Kriegsheeres Wiener Großbürgerthum ist nämlich Progenhaftigkeit mit gefchält waren, fo tam es zwischen dem Mädchen und dem Feigheit in ganz folgte ihnen auch dorthin. Drei Bataillone Soldaten und eine eigbeit in ganz eigenthümlicher Weise gemischt. Aber die 25 Jahre alten Koch Hans Heidenreich zu einem Wortwechsel. Die folgte ihnen auch dorthin. Drei Bataillone Soldaten und eine Sozialdemokraten ließen sich durch diesen vorläufigen Miserfolg Mago wurde derart wüthend dabei, daß sie, als der Koch Echwadron Dragoner umzingelten das Haus, und in feiner Weise abschrecken, ihre Versammlungen wurden Woche wieder am Feuerheerd stand und einen Tiegel in der Rechten Polizei machte folgenden perfiden Kunstgriff: Der Kom- für Woche in allen Arbeiterblättern angekündigt, als ob gar hielt, mit dem Messer auf ihn losstürzte und ihm mit einem miffär forderte die Leute auf, ben Garten zu vernichts geschehen wäre. Gegen das polizeiliche Verbot der Ver- wuchtigen Hiebe die rechte Hand vom Arme fast völlig abtrennte. lassen, widrigenfalls alle verhaftet würden. Als sich die Arbeiter fammlung auf dem Plaze aus Rücksicht auf den Verkehr" Heidenreich mußte nach einem Krankenhause gebracht werden, nach einigem Bögern wirklich erhoben, wurden fie draußen von wurde einfach Rekurs an die Statthalterei erhoben, und bei während die wüthende Frauensperson durch die Polizei festdem Militär in Empfang genommen, und es wurde auf sie jeder Gelegenheit erflärt, am 9. Juli würden die Ver- genommen wurde. Charakterisch für die Magd ist der Umstand, förmlich Jagd gemacht. Einzelne Gruppen wurden von den Dragonern vollständig zernirt und hierauf zum Auseinandergehen sammlungen stattfinden. Diese in dem gemüthlichen Desterreich daß sie vor ihrer Festnahme erst zu einer Brennscheere griff, aufgefordert. Ueber 90 Leute, Männer und Frauen, wurden aus ganz unerhörte Hartnäckigkeit rief schließlich in der gesammten um sich das Haar zu träufeln. Bevölkerung eine beträchtliche Erregung hervor, die sich in der Ueber eine dritte Blutthat wird aus der Grenadierstraße diese Weise zu Kriegsgefangenen gemacht und sollen nun wegen Bourgeoispresse deutlich spiegelte. Allgemein wurde für uns und Aufruhrs abgeurtheilt werden. Die Empörung in allen Schichten gegen Bürgermeister wie Polizei Partei ergriffen. Die blutigen gemeldet, daß gestern Nachmittag unbekannt gebliebene Männer der Bevölkerung von Prag ist ungeheuer. Fast täglich kommt es Abends zu kleinen, wenn auch an sich höchst unbedeutenden Scharage von Brünn und Prag zeigten zudem deutlich, daß die auf der Straße in Streit geriethen und einen von ihnen derart Abends zu kleinen, wenn auch an sich höchft nnbedeutenden Schar österreichischen Sozialdemokraten die gefezwidrige Durchbrechung ihn am Leben zu erhalten. Der Verletzte, der noch nicht veranscheinend mit Knütteln bearbeiteten, daß wenig Aussicht besteht, mützeln mit der Polizei, die in höchst provokatorischer Weise auftritt. des Versammlungsgesetzes durch die Behörden nicht so ganz ihn am Leben zu erhalten. Der Verletzte, der noch nicht verEs hat beinahe den Anschein, als ob die Regierung einen Vor- gutmüthig zu dulden gewillt sind. Und da ereignete sich das nehmungsfähig ist, hat entsegliche Verletzungen am Genic. Wie wand suche, um den Ausnahmezustand über Böhmen zu ver- unerhörte. Der eiserne Bürgermeister, dessen Faust unumschränkt wir hören, ist Aussicht vorhanden, die Thäter zu ermitteln. hängen, der als Maßregel gegen die trotzigen Jungczechen die Stadt beherrscht, wurde weich und schmolz endlich. Polizeibericht. Am 7. d. M. wurde im Mühlengraben hüchst wünschenswerth wäre, während sie nicht wagt, ihn nur Er ließ die Einberufer der Versammlung fommen und sie auf hinter dem Hause An der Stechbahn 5 bie schon in Verwesung durch den Hinweis auf die Agitation einer bürgerlichen Partei fordern, ihren Rekurs an den Gemeinderath in eine nochmalige übergegangene Leiche eines etwa 15jährigen Mädchens anzu begründen. Gelänge es, eine dauernde Aufregung unter den Vorstellung an den Stadtrath zu verwandeln. Der hochgebietende gefchwemmt.- Vor dem Hause Anklamerstr. 21 gerieth BorArbeitermassen zu provoziren oder wenigstens zu erfinden, so Stadtrath mit dem Eisernen an der Spize harrten geduldig im mittags ein dreijähriger Knabe unter die Räder eines Möbelwäre dies im Augenblick der Regierung höchst bequem. Kein Nebenraume, bis die Arbeiter ihre Einwilligung zu der Aende- wagens und wurde an der Hand und am Fußgelenk schwer Mensch zweifelt daran, daß gerade die bisherigen Verbote der Ver- rung des Titels ihrer Eingabe gegeben und ihm so eine erträg verlegt. Im Laufe des Tages fanden sechs Brände statt. fammlungen und das Benehmen der Polizei einzig und allein an liche Brücke zum Rückzug gebaut hatten. Die Blamage der Geben Krantallen schuld find. Wenn der Statthalter Graf Thun, meindehäupter ist eine ganz ungeheure, und weil über die Kreise unein reaktionärer Junker vom Scheitel bis zur Zehe, von seinem ferer Parteien hinaus die Genugthuung darüber, daß es doch eine Macht Posten entfernt und der Polizeidirektor von Prag, der ganz un- in Wien giebt, welcher der Giferne fich beugen muß, die Macht der fähig ist, ihm folgen würde, so wäre mit einem Schlag die Ruhe organisirten sozialdemokratischen Arbeiter. Unter diesem Gindruck hergestellt. Zu erwarten ist aber das Gegentheil, ein immer konnte die Polizei ihre Einwilligung nicht verweigern, und es Achtung, Vergolder! Sämmtliche Farbigmacher der Firma strafferes Anspannen der Bügel. Die Regierung ist verblendet handelt sich nur noch um die Versammlung vor dem Rathhause, Schmid, Braune u. Comp., Kottbuser Damm Nr. 100, wie immer, und ihre unheilbare Dummheit wird von der deutsch welche hartnäckig verweigert wird, mehr deshalb, weil man haben wegen Lohndifferenzen die Arbeit niedergelegt. Die Abliberalen Partei getheilt, die heute schlechtweg Regierungspartei eigentlich nicht gut mehr zurück fann, als um fie zu hindern. züge betragen 20-25 pet. Dies fällt umsomehr ins Gewicht, ift, ohne die Vortheile davon zu genießen. Täglich erhebt sich in Denn am Sonntag werden, ob nun das Ministerium, an das als die Preise schon äußerst niedere waren, und das Material ihren Blättern ein Jubel darüber, daß die czechischfeudalen Ka- Refurs ergriffen wurde, die Bewilligung zur Abhaltung( Metall) von den Arbeitern beschafft werden mußte. Es wird valiere, die Schwarzenberg, Lobkowig und Harrach der Versammlung giebt oder nicht, vor dem Rathhause gebeten, den Zuzug fernzuhalten. mit den Jungczechen gebrochen haben und sich die Kluft immer mehr viele Behntausende von Männern und Frauen stehen, welche erweitert. Während nun Regierung und Linke den Verlust eines jeden unmißverständlich ihre Forderung nach dem allgemeinen Wahlfolchen Stavaliers als eine effatante Shiederlage für die che recht erheben werden. Die Aufrechterhaltung der Ordnung in Jung: ist czechen begrüßt, gewinnt gerade dadurch die jungczechische von der Polizei nothgedrungener Weise durchaus in die Hände unserer Partei erst recht einen Boden im Volke. Das unnatürliche Organisation gegeben worden; ungefähr 1500 Droner werden Bündniß zwischen Feudaladel und der czechischen Bürger- und dafür sorgen, daß keine Provokation der Polizei zu irgend einem Bauernichaft, welches unter nationaler Maske den Großgrund- Bwischenfall führt. Wir sind durch die Vorgänge in Prag und befizern und Klerifalen reiche Fischzüge gestattete, scheint end- Brünn zu der größten Disziplin genöthigt und sind es den Prager giltig gesprengt zu sein, und indem die täuschende Decke der und Brünner Genossen schuldig, den Beweis zu fahren, daß Allgemeine Kranken- und Sterbekaffe der Metallarbeiter( E. 6. 29), nationalen Solidarität weggezogen ist, enthüllt sich der Klassen große Demonstrationen der Arbeiter nur dann die öffentiale 2. Montag, ben 10. gult, Abends 9 Uhr, bei Kröſche, Fichtelit. Mitgliederversammlung. Tagesordnung: 1. Kassenbericht. 2. Bortrag.( Stehe gegensatz zwischen Bauer und Junker um so schärfer. Böhmen fiche Ruhe ſtören, wenn die plumpe und brutale Hand Inferat.) gerade ist für diesen Rampf ein historischer Boden und Polizei eingreift. So wird der in einem Staate, Freie Kranken- und Begräbnißkaffe der Schuhmacher und Berufssowohl die Erinnerungen an die Hussiten als an die in welchem es als Verbrechen gilt, sich in einem Zweige der genoen Berlins( G. S. 27). Generalversammlung am Montag, den 17. Jult, Abends 8 Uhr, im Sotal Fischerstr. 25. Tagesordnung: RassenDragonaden Ferdinands des Katholischen sind heute noch im exekutiven Gewalt eine Autorität anzumaßen", an einem Tage, bericht. Wolfsbewußtsein lebendig. vor dem die bewährtesten Stügen der Ordnung insgeheim zittern, Sterbekaffe von Arbeitern der Berliner Maschinenbau- Aktiendiese Ordnung von den Sozialdemokraten allein verbürgt und Gesellschaft. Heute Babltag Ackerstr. 128, bet Stümte. aufrecht gehalten werden. Wir werden sehen, wie lange man diesen Arbeitern, deren Intelligenz und Disziplin man bewundernd anerkennt, das Wahlrecht verweigern kann. Die parlamentarische Vertretung der jungczechischen Partei ift eine feineswegs homogene. Neben einigen demokratischen und radikal- fleinbürgerlichen Elementen, einigen fozialreformatorischen Professoren ist der Großtheil der Jungczechen eine Vertretung der czechisch- liberalen Bourgeoisie. Es war ein Sieg der radikalen Elemente über die liberalen, als die Jungczechen den Antrag auf Einführung bes allgemeinen Wahlrechts einbrachten, und man dachte damit einfach einen jener ungefährlichen und harmlosen Schachzüge zu thun, die einen Parlamentsflub populär machen, die aber dabei durchaus nicht ernst gemeint find. Hier hat das Ein greifen der Sozialdemokratie, aber selbstverständlich auch die Den Parteigenossen und Genoffinnen hiermit zur Kennt belgischen Vorgänge, der Sache ein durchaus anderes Bild niß, daß am Sonnabend, den 29. Juli, in der„ Neuen Welt" gegeben. Die Jungczechen werden beim Wort gehalten, und( Hafenhaide) ein Sommerfest stattfindet, arrangirt von sozialzwar in feierlichfter und öffentlichster Weise und die Bewegung demokratischen Parteigenossen des 2. Berliner Reichstags- Wahlfür das allgemeine Wahlrecht ist ihnen schon weit über den freises. Näheres wird noch bekannt gegeben. Ropf gewachsen. Sie tönnen nicht zurück, auch wenn sie wollten, und gerade badurch wird wieder der Gegensatz zu ihren bisTokales: Die Vertrauensperson. Soziale Uebersicht. Verband der im Vergolders und verwandten Gewerben befchäft. Arbeiter und Arbeiterinnen Deutschlands. Filiale Berlin L Dersammlungen. Allgemeiner deutscher Tapezirerverein( Filiale Berlin). Montag, den 10. Jult, Abends 8½ Uhr, Alte Jakobstr. 76: Versammlung. Lagesordnung: Vortrag. Vergnügungsverein Italia. Abends 7% Uhr: Fidelitas. Tanz. Freireligiöse Gemeinde. Sonntag, den 9. Juli, Vormittags iox Uhr, Rosenthalerstraße 38, Herr Dr. Bruno Wille: Moralpfaffenthum. Fritillaria" bei Dreßler, Barnimstr. 16, Sigung 6 Uhr; dann Fidelitas und Tanz Vergnügungsverein„ Vorwärte". Sonntag, den 9. Jult, Nachmittags 6 Uhr, Sigung mit Damen, bei Engelhardt, Friedenstr. 74. Depeschen.ed ( Debeichen des Bureau Herold.) Bonn, 8. Juli. Die Deutsche Reichszeitung" erklärt die Nachricht, der Papst arbeite an einer Encyclica über die Demotratie, für unrichtig. In nächster Zeit werde ein Schreiben des Papstes von bedeutendem sozialistischem Inhalte, gerichtet an den Nationalrath Decurtius, veröffentlicht werden. herigen öffentlichen Gönnern verschärft. Freilich scheint es bei- Freie Volksbühne. Bei dem von dem Verein Freie nabe, als ob es den jungczechischen Abgeordneten gar nicht so Boltsbühne" veranlaßten Preisausschreiben hat bas Preisrichter lieb wäre, daß ihr Antrag so sehr im Vordergrunde des Inter- tollegium von den eingesandten Festspielen als die besten an- Paris, 8. Juli. Zu heute Abend ist in St, Quentin eine effes steht. Aus ihrer Initiative find bisher Versammlungen erkannt das Festspiel Der junge Dichter" von Ad. Bartels, öffentliche Versammlung der Sozialisten angesetzt zur Befür das allgemeine Wahlrecht nicht hervorgegangen, und an Frankfurt a. Main und die Allegorie" Empar zum Licht" von sprechung der Borgänge in Paris, namentlich der Schließung der fenen, die von fozialdemokratischer Seite einberufen wurden, be-. Gersdorf, Dresden. Da die erste der Dichtungen nach An- Arbeitsbörse. sheiligten sie sich nur ausnahmsweise. Dazu trägt natürlich der sicht der Preisrichter fünstlerisch bedeutender, die andere aber Wien, 8. Juli. Nachrichten aus Becs melden abermals Umstand sehr bei, daß die czechischen Arbeiter sehr scharf unter theatralisch wirksamer ist, so bat bas Kollegium dahin entschieden, vier Todesfälle unter choleraähnlichen Symptomen; in gleicher Das ungarische fcheiden zwischen dem allgemeinen Wahlrecht, das fie energisch die Preise von 130 Mart unter beide Autoren gleichmäßig zu Wetse ist gestern ein Infanterist ertrantt. fordern, und der jungczechischen Partei, die sie ebenso energisch vertheilen, Am 8. Stiftungsfest der Freien Voltsbühne, welches der Ministerium hat sofort die umfassendsten Vorsichtsmaßregeln an ablehnen. So weit also mit dem Antrag eine Spekulation auf Verein am 23. Juli in Schloß Schönholz bei Pantow feiert, geordnet. Für den Inhalt der Inserate übernimmt die Redaktion dem Vublikum gegenüber keinerlei Verantwortung Theater. Sonntag, den 9. Juli. Friedrich- Wilhelmstädt. Theater. Die schöne Helena. Montag: Dieselbe Vorstellung. Kroll's Theater. Martha. Viktoria- Theater. Frau Venus. Montag: Dieselbe Vorstellung. National Theater. Lehmann auf der Weltausstellung in Chicago. Montag: Dieselbe Vorstellung. Adolf Ernst- Theater. Der Schwie gerpapa. Alexanderplatz- Theater. Essex. Montag: Galeotto. Apollo Theater. Borstellung. Graf Spezialitäten Kaufmann's Variété. SpezialitätenVorstellung. National- Theater. Große Frankfurterstraße 132. Sensationelle Novität! Lehmann auf der Weltausstellung in Chicago. Große Posse mit Gesang und Tanz in 5 Aften von Eugen Prudens. Musik Don Adolph Widecke. Negie: M. Samst. Rassenöffnung 3 Uhr. Anfang der Abend- Borstellung 71/2 Uhr. Im Garten auf der Sommerbühne: Ein kleines Mißverständnis. Lustspiel in 1 Att. Hierauf: Die Sonntagsjäger. Posse in 1 Att. Zum Schluß: Die Balletschule. Posse in 1 Att. Vor, nach und zwischen dem Lustspiel und Possen Auftreten von Specialitäten I. Ranges. Neues Programm. Morgen: Lehmann auf der Weltausstellung in Chicago. Königl. italienischer Circus| Seut sind es 39 Jahr, Ernesto Ciniselli. Stadtbahnstation Zoologischer Garten. Heute, Sonntag, den 9. Juli: Große Borstellungen 2 um 4 Uhr Nachmittags und 8 Uhr Abends Zu der Nachmittags- Borstellung hat jeder Erwachsene das Recht, ein Kind frei einzuführen. In beiden Vorstellungen: Auftreten der renommirtesten Künstler und Künstlerinnen. In der Abend- Vorstellung: Die Erschaffung des Weibes oder: Das Weib durch die Jahrhunderte. mit durchweg neuen Dekorationen, Gr. Ausstattungspantomime mit Ballet Kostümen, Requisiten 2c.( Gesetzlich geschützt). Achtungsvoll Ernesto Ciniselli, Direktor. BERLINER HIPPODROM am Kurfürstendamm. 2 Min. von Station Zoolog. Garten. Sonntag, den 9. Juli: Grosse Gala- Vorstellung. Neu! Erstes Auftreten Neu! der berühmten Thurmseilkünstler Miss Athene und Mr. Hajex in ihren unerreicht dastehenden Leistungen. Zum Schluss: In den Abruzzen. Grosse Pantomime von 200 Personen. 60 Pferde. Im Park: Grosses Konzert. Anfang 4 Uhr. Anfang der Vorstellung 8 Uhr. Montag und Dienstag, den 10. und 11. Juli, findet wegen Vorbereitung der neuen Pantomime ,, Hippodrom unt. Wasser" keine Vorstellung statt. Dafür von 4 Uhr ab: Frei- Konzert. Passage- ratweil'sche Panopticum. G Bierhallen. Kommandantenstr. 77-79. Täglich: Grösstes Auftreten der Leipziger Sänger Schau- u.VergnügungsEtablissement der Welt. Entree 50 Pf. Castan's Panopticum. Neu: Der Tod als Erlöser. Neu: Die Schrecken des Meeres. Bauern- Aufstand! Illusionist. Vorstellungen. Schreckenskammer. Irrgarten. 1vom Kryftall- Palast. Wochent. 71/2 Uhr. Entree 10 Pf. Auf. Sonntags 6 Uhr. Entree 30 P Anerkannt gute Küche. Säle für Festlichkeiten und Versammlungen. Carl Koch. Moriz Play. Etablissement Moritz Play. Daß Hermann Schimansky geboren war, Als Sozialdemokrat fest und stramm, Kämpft er für Wahrheit und Recht als Mann. Ein dreimal donnerudes Hoch dem alten Burgruine Arndtstr. 25 wackeln. Geburtstagskinde, daß die Mauern der Die rothen Freunde 45312 C. B. F. F. Todes- Anzeige. Unser langjähriger Kollege Heinrich Gleitsmann, im 70. Lebensjahr stehend, ist am Freitag, 7. Juli, Nachmittags. infolge eines bei der Arbeit eingetretenen Herzschlages nach zweistündigem Krantenlager verstorben. Die Beerdigung findet statt am Diens: tag, 11. Juli, Nachm. 5 Uhr, von der in Mariendorf. Leichenhalle des heil. Kreuzkirchhojes 813b Die Kollegen von Ferd. Thielemann'sBanklempnerei. Todes- Anzeige. dem Schanklokale von Freund erschlagen. 790b Schloss Schönholz bei Pankow. Sonntag, den 9. Juli 1893: Grosses Volksfest veranstaltet vom Arbeiter- Sängerbund Berlins und Umgegend und der Arbeiter- Bildungsschule, verbunden mit 106/7 Sängerfest unter Mitwirkung von 200 Gefangvereinen. 4 Musikkapellen. Gr. Festzug von 500 Pers. Gesangsaufführungen d. Sängerbundes. Triumph der Arbeit. Im neuerbauten Saale: Tanz. Am 1. Juli wurde der Kernmacher Volksbeluftigungen und Ueberraschungen aller Art.- Preisspiele für Kinder. Wilhelm Luhn Verloosung von Büchern. Die Kaffeeküche ist den ganzen Tag geöffnet. E in der Sobrechtstraße in Rirdorf, vor Anfang des Konzerts früh 8 Uhr, der Gesangsaufführungen Nachm. 3½ Uhr. Beginn des Festzuges Nachmittags 42 Uhr. An der Kaffe 30 Pf. Die Beerdigung findet Sonntag, den Billet vorher 20 Pf. 9. Juli, Nachmittags 4/2 Uhr, von der Billets sind in den mit Plakaten belegten Handlungen zu haben. E Leichenhalle des Jakobi Kirchhofes, Herrmannstraße, statt. Dies allen Freunden und Bekannten zur Nachricht. Der Vater. Am Freitag, den 7. Juli, wurde nach langen schweren Leiden unsere geliebte Mutter, Großmutter und Urgroßmutter, die Wittwe Chriftiana Scholz, geb. Ferdinand, in ihrem 84. Lebensjahre durch den Tod erlöst. Die Beerdigung findet am Montag, den 10. Juli, von der Leichenhalle des neuen Michaelis- Kirchhofes statt. Statt je er besonderen Meldung. 7876 Fahrgelegenheiten: Nordbahnhof( Bernauerstraße) bis Station Schönholz. Stettiner Bahnhof bis Station Schönholz oder Pantow. Außer den fahrplanmäßigen Zügen werden Extrazüge eingelegt. Vom Alexanderplatz und Schönhauser Thor Kremser- Verbindung. Ueber den Verkehr der fahrplanmässigen und ExtraZüge siehe heute Säulen- Anschlag. Großes Sommerfest am Montag, den 10. Juli, Die Hinterbliebenen. arrangirt von sozialdemokratischen Parteigenossen des Danksagung. Allen Freunden, Verwandten und Bekannten, die unsere liebe Tochter Elfe die letzte Ehre erwiesen haben, sagen wir unseren tiefgefühlten Dank. Die trauernden Eltern u. Geschwister. 8226] Eduard Zeller und Frau. Victoria- Brauerei, Lüzowstraße 111-112. Garten resp. Saal. Läglich Sonnabends) ( außer 3. Berliner Reichstags- Wahlkreises Hasenhaide. Neue Welt. Hasenhaide. Großes Garten- Concert unter Leitung des Musikdirektors W. Finsterbusch. Auftreten sämmtlicher Spezialitäten. Gr. Feuerwerk und Tanz. Kinderbeluftigungen aller Art. Abends: Kinderfackelzug. Jedes Kind erhält eine Stocklaterne gratis. Die Kaffeeküche ist von 2 Uhr an geöffnet. Herren, welche am Tanz theilnehmen, zahlen 30 Pf. nach. Anfang 4 Uhr. Entree 25 Pf. Billets sind bei folgenden Komiteemitgliedern zu haben: Börner, Ritterftraße 108; Tschernig, Fürstenstr. 17; Georgi, Simeonstr. 22, 4 Tr.; Germey, Gneisenauftr. 63, Hof 4 Tr.; Kräcker, Alexandrinenstr, 41, Hof 1 Tr.; König, Lausitzerstr. 44; Hoffmann, Alte Jakobstr. 89; Karraus, Manteuffelstraße 115; Stettiner Sänger. Schölzel, Mariannen- Play 5; Wartenberg, Glisabeth- Ufer 18, sowie bei deur Stets wechselndes Programm. Anfang Sonnt. 7 Uhr, Wochent. 8 Uhr. Entree 50 Pf. Vorverkaufs Billets Sonntags teine Giltigkeit. Neu! Zum Schluß: Neu! Kurirte Weiberlaune. Nach der Soiree: Tanzkränzchen. Buggenhagen. Altes Schüßenhaus, Großer Frühtücks- u. Mittags- Linienstraße 5, empfiehlt seine Festsale Täglich Gr. Garten- Konzert. 7336 Vertrauensmann Fritz, Fürstenstr. 11, 4 Tr. und in allen mit Plakaten be legten Handlungen. Zu zahlreichem Besuch ladet freundlichst ein Th. Keller's Hofjäger, 847/ 17* Das Komitee. Hente, Sonntag, den 9. Juli 1893: Hasenhaide, BergmannstrassenEcke. Grosses Garten- Konzert. Im großen Ball. Marionetten- Theater. Saale: Volksbeluftigungen. Anfang 4 Uhr. Entree 15 Pf., im Vorverkauf 10 Pf. A. Froelich. Mittwoch, 12. Juli cr.: Großes Kinderfest mit Gratis- Verloosung. Donnerstag, 13. Juli cr.: Großes Extra- Konzert. 52/11 Bergschloss Brauerei. Heute, Sonntag: Neue Welt, Hasenhaide. Gründer's Festsäle Finsterbusch- Concert. Brillant- Feuerwerk. tifd. Spezial- Ausschank von Paten-( 560 Personen fassend) zu allen Gelegenhofer Lagerbier, hell und dunkel. heiten. Bei ungünstiger Witterung findet das Konzert in den unteren Restaurationsräumen statt. B Entree Wochent. 10 Pf. Sonnt. 25 Pf. Säle für Versammlungen, Rommerse, Festlichkeiten 2c. Kaufmann's Variété Schweizer- Garten vis- à- vis Stadtbahn- Station Alexanderplatz. Heute, Sonntag, den 9. Juli: Grosses Garten- Konzert u. Spezialitäten- Vorstellung. Anfang 5 Uhr. Entree 30 Pf. Bei ungünstigem Wetter findet die Vorstellung im Saale statt. 788b A. Zimmermann. Moabiter Alt- Moabit 80 und 81. Täglich: am Königsthor. Täglich: Concert, Theater und Spezialitäten Vorstellung. ( früher Mundt) Köpenickerstrasse 100. An größere Vereine gebe auch Sonnabends meinen größten Saal für Bälle ab. NB. Meine 5 Vereins:-Säle von 50 bis 200 Personen halte ich Vereinen, Gesellschaften 2c. bestens empfohlen. 41311* Fortuna- Säle 3. Straußberger- Straße 3. Jeden Sonntag: Grosser Ball. Geschwister Rigoli, Familie Carlo, Mr. Famera, Max Grabow, Gebr. Jeden Donnerstag: Große GesellDissenato, Emma Lucas, schaftsstunde. Troupe Columbia und Gebr. Vercroa. Empfehle meine Säle zu allen PrivatGesellschaftshaus. Im Gaale: BALL.[ 4199L* Festlichkeiten und Versammmlungen; auch sind einige schöne Vereinszimmer Aktien3670L* zu haben. Brauerei Genossen empfehle meinen FrühRücks-, Mittags- und Abendtisch. FriedrichsVereinszimmer mit Piano. 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Wählern zusagen in bezug auf die Steuervorlage gemacht haben? die Verjüngung der Armeee an dem Widerspruch des ReichsMan gesteht ganz offen ein, wenn die Steuerlage bekannt ge- tages scheitert, dann werden die Ablehnenden die Nackenschläge geben würde, würden die Gegner derselben die Gegner der von der Nation bekommen. Herr Gröber meint, daß man erst Militärvorlage werden. Das wäre eine Mausefalle. Diese die Einnahmen bewilligen müsse; das ist ein circulus vitiosus. 4. Sigung vom 8. Juli. 11 Uhr. Mausefalle wird aber von der Regierung aufgestellt, die auf Diejenigen, die eine Sache nicht wollen, sagen, wenn die Steuern Am Bundesrathstische: Graf von Caprivi, diese Weise die Abgeordneten fangen will.( Zustimmung links.)| verlangt werden, wir wissen ja nicht, wozu fie verwendet werden Kaltenborn, von Bötticher, von Marschall, Graf Die Durchführung der allgemeinen Wehrpflicht stammt aus dem sollen; wenn die Militärverstärkung verlangt wird, heißt es da Hohenthal, Graf Lerchenfeld. Jahre 1889; damals hat der Reichskanzler den Gedanken in die gegen, man weiß nicht, wie die Kosten aufgebracht werden Gingegangen ist der Bericht der Reichsschulden- Kommission. Schublade gelegt, weil er wußte, wie eine Militärvorlage auf sollen. Die Verstärkung der Armee ist nothwendig zur AufIn der Fortsetzung der ersten Berathung der Militär- die Wahlen von 1890 wirken würde. Erst zwei Jahre später ist rechterhaltung unserer Existenz. Sind wir davon überzeugt, borlage erhält das Wort der jetzige Reichskanzler mit seiner Vorlage gefommen. Da dann müssen wir nachher die gerechten Steuern suchen, welche Abg. Gröber( 3.), welcher erklärt, daß das Zentrum keine können wir doch wirklich noch bis zum Herbste damit warten, die Ausgaben decken sollen. Das ist in diesem Falle das natür andere Stellung einnehmen könne, als in dem vorigen Reichstage bis die Steuervorlagen auch erledigt werden fönnen, felbst auf liche Verhältniß. Ich war erfreut, daß gestern der Reichs Wir sehen kanzler bestimmter...( Heiterkeit links). Ich bin nicht blos immer und zwar sei dieser Beschluß einstimmig gefaßt worden und auch die Gefahr hin, daß ein Jahrgang Rekruten ausfällt. unter Zustimmung der vielen neuen Mitglieder. Das Zentrum die Sache für so klar an, daß wir eine Kommissionsberathung der Meinung des Reichskanzlers, sondern folge meiner eigenen sei nicht davon überzeugt, daß eine Vermehrung der Friedens- nicht wünschen; wir werden die Vorlage pure ablehnen.( Bu- Ueberzeugung, die ich nicht blos diesem Reichskanzler, sondern auch einem präsenzstärke wirthschaftlich und politisch nothwendig sei. Was ſtimmung beim Zentrum.) vertreten habe. viel mächtigeren gegenüber bei den Abg. v. Bennigsen( ntl.): Neues fann nicht mehr vor( Beifall Nationalliberalen.) Herr von Stumm angeführt habe, sei durchaus nicht neu und Ich bin erfreut, etwas der Reichskanzler bestimmter und auch nicht maßgebend, denn die französische Heeresverstärkung gebracht werden; auch der Borrebner wird kaum glauben, daß daß offener daß sei schon vorher bekannt gewesen. Redner verweist auf den Be- er etwas anderes vorgebracht hat, als er und seine Freunde die Bier- und Branntweinsteuer hat fallen lassen, richt der früheren Militärkommission und die dort abgedruckten schon früher vorgetragen haben. Die Regierung an sich greift er die Börsensteuer in den Vordergrund geschoben hat. Erklärungen der Regierungsvertreter. Es bleibe überhaupt das nicht immer wieder zu neuen Rüstungen; sie ist dazu gezwungen Wir werden uns im Herbste darüber verständigen können. Bis von dieser Kommission geprüfte Material maßgebend. Die wegen der schwierigen geographischen Lage Deutschlands und etwas anderes beschlossen ist, werden die Matrikularbeiträge in politische Lage habe sich durchaus nicht verändert. Die Be- wegen des Vorgehens unserer Nachbarn, welche sich zu einem Anspruch genommen werden müssen, d. h. die Lasten werden auf hauptung des Reichskanzlers, daß die militärische Lage sich ver- Bündniß vereinigen könnten und welche bis zur äußer die direkten Steuern abgewälzt; das ist ja Jhre( zu den Sozial schoben habe, daß wir uns zwar vertheidigen, aber nicht sten Grenze der Rüstungen gegangen sind, wie Frankreich. demokraten gewendet) Parole.( Widerspruch der Sozialdemokraten.) mehr die Offensive ergreifen können, stimmt wenig zu Den militärischen Ausführungen des Vorredners kann ich nicht Es sind viele Steuern vorgeschlagen worden: Wehrsteuer, den früheren Ausführungen des Reichskanzlers über die fo viel Gewicht beilegen als den Ausführungen unserer ersten Inseratensteuer und was weiß ich noch! Ich will darüber kein Zahlenwuth und den Beunruhigungs- Bazillus. Bei der Ver- militärischen Autoritäten. Es kommt nicht blos darauf an, sofort Wort verlieren, weil das heute nicht unsere Aufgabe ist. Aber gleichung mit Frankreich müsse man namentlich in Betracht nach Gröffnung des Krieges dem Feinde eine entscheidende Nieder- auf eine Art Steuern muß ich hinweisen, auf die sogenannten ziehen, daß bei der zahlenmäßigen Berechnung der lage beizubringen. Hat denn der Vorredner 1870 geschlafen? Quyussteuern, durch welche allerdings der ganze Antrag nicht ge= französischen Kriegsstärke sehr viele non- valeurs angerechnet Troß Metz und Sedan, trotzdem vom ganzen französischen regu- deckt werden kann. In England und Frankreich bestehen Luxusworden, die man bei uns außer Rechnung läßt. Die jetzige lären Heere nur noch eine einzige Division intatt war, hat Frank- steuern, welche annähernd die Summe von 15 Millionen Mark Vorlage zeigt an den vorgenommenen Abstrichen, wo später die reich nicht an Frieden gedacht, sondern einen Voltskrieg ent- bringen. Es wird als dringend erwünscht bezeichnet, die Verneuen Forderungen wieder kommen werden; es wird auch schon fesselt, welcher unseren deutschen Truppen und ihrer genialen bandlungen zu Ende zu führen; das Zentrum legt auf eine tomdavon gesprochen, daß man dafür sorgen müsse, daß höhere Leitung die größten Schwierigkeiten bereitete. Wenn die fran- missarische Berathung keinen Werth mehr, ebensowenig wie die Stäbe bewilligt werden, damit für die neu geschaffenen Offizier zösische Regierung auch jetzt schwach ist, so kann doch ein mili- Parteien, deren Vertreter gestern gesprochen haben. Seit dem stellen das nöthige Avancement vorhanden ist. Das französische tärischer Abenteurer wieder eine starke Regierung schaffen. Nicht Herbste hat sich in der Industrie ein Aufschwung bemerkbar geCadresgesetz bietet einen Anhalt dafür und die vierten Bataillone die Studentenkravalle sind bedenklich, sondern der anarchistisch- macht, und die Industriellen haben mir gesagt, daß die Befind durchaus geeignet, fich weiter auszubilden. Herr v. Man- sozialistische Pöbel, welcher dahinter steckt.( Widerspruch bei den unruhigung über das Schicksal der Militärvorlage den Aufschwung teuffel hat auf die Studentenkrawalle in Paris hingewiesen. Sozialdemokraten.) Wer steht denn an der Spitze der Gemeinde behindert. Wenn die geordneten Vertretungen des Reiches sich Vor einer Regierung, die sich von Studenten ins Bockshorn Paris? Wer hat die Revolution immer hervorgerufen?( 3u- nicht einigen können, so wirkt das auf das Geschäftsleben zurück jagen läßt, brauchen wir uns nicht zu fürchten.( Zustimmung ftimmung rechts.) In der Kommission ist es bewiesen worden, und daran sind nicht blos die Arbeitgeber, sondern noch vielmehr im Zentrum und links.) Man thut so, als wenn der Reichstag daß die Franzosen uns sehr vorgeeilt sind, speziell seit 1889, die Arbeiter interessirt( Sehr richtig! rechts), weil sie am meisten eine Regierungsvorlage, betreffend das Militär mit Rücksicht auf namentlich bezüglich der Einrichtung ihrer Kadres zur Erleichte Gewicht darauf legen müssen, daß sie dauernd und lohnend be das Ausland unbedingt annehmen müßte. Das wäre ja der rung der Mobilmachung. Wir Deutsche, die wir einen neu ge- schäftigt sind. Das Geschäftsleben von der Sorge um die MilitärMilitärabfolutismus mit dem parlamentarischen Feigenblatt. wonnenen Nationalstaat zu vertheidigen haben, für welchen vorlage zu befreien, dazu möge auch der neue Reichstag beitragen. Ein reiner Militärabsolutismus würde sich wohl hüten, dem eine Niederlage vielleicht den Verlust der nationalen Man spricht von einer kleinen Mehrheit für die Vorlage und Bolke solche Lasten aufzuerlegen. Herr v. Stumm meint, daß die Selbständigkeit bedeutet, müssen verlangen, daß wir wenig Herr Payer meint, daß sich darunter Personen befinden, die Beunruhigung der Industrie durch die Militärvorlage mit der stens jedem der beiden bedeutenden Nachbarstaaten, Frank- gegen ihre eigentliche Ueberzeugung nur aus politischen und Annahme derselben verschwinden werde. Herr von Stumm reich und Rußland, gleichkommen in bezug auf die Rüstungen. taktischen Gründen für die Militärvorlage stimmen. Woher nimmt danach also an, daß die Großindustrie das Haupt- Namentlich müssen wir den Franzosen das Gefühl beibringen, nimmt Herr Payer die Legitimation zu solchen Insinuationen? interesse an der Annahme der Vorlage habe. Danach wäre es daß wir mit allen Kräften bestrebt sind, die wiedergewonnenen Was würde er sagen, wenn ich ihm gegenüber behauptete, daß auch richtig, daß die Großindustrie die Hauptlasten trägt. deutschen Landestheile zu bewahren. Daß die französische Re- er gegen die Militärvorlage stimmt, nicht weil er sie für unVielleicht ruft Herr von Stumm den Genius der Großindustrie gierung sich nicht unbesonnen in militärische Unternehmungen berechtigt hält, sondern als Gegner der gegenwärtigen Staats31 Hilfe, damit er das Füllhorn seiner Schätze zu gunsten der stürzen wird, muß man wohl als sicher annehmen. Man fürchtet, form! Die Gegner der Militärvorlage haben sich bemüht, daß Militärvorlage ausschüttet. Bei steigender Militärlast entsteht daß die Zivilregierung von einer militärischen verdrängt würde; die Militärvorlage nicht allein zur Wahlparole gemacht wird. die Gefahr, zu einem frischen und fröhlichen Krieg zu fommen, aber derjenige Staatsmann, der den Revanchegedanken fallen Sie haben davon gesprochen, daß dem Reichstag noch andere um die Rüstungen einmal zu verwenden. Es besteht aber auch lassen würde, hätte jede Zukunft verloren und wäre unmöglich Dinge beschäftigen, daß die Reaktion eintreten würde. Wenn die Gefahr, daß die steigenden Lasten die Erbitterung vermehren geworden. Weshalb ist Jules Ferry's politische Existenz ver- die Militärvorlage allein zur Abstimmung gekommen wäre, so und schließlich den blödesten Partitularismus groß ziehen, weil nichtet worden? Weil man ihn in Verdacht hatte, daß er die würde die Wahl anders ausgefallen sein. Wie ist es denn sonst die Freude am Reiche vermindert wird. Mit einer fleinen Gedanken Frankreichs von den Revanchegedanken frei machen zu erklären, daß die Partei, welche den geschicktesten und hartMehrheit von wenig Stimmen fann vielleicht die Vorlage an- wollte. Die Gloire der Franzosen kann nur dadurch gerettet näckigsten Widerstand geleistet hat, Herr Richter und seine genommen werden, vielleicht von Abgeordneten, deren Mandat werden, daß die verlorenen Provinzen wieder gewonnen werden. Freunde, so zerschmettert aus dem Wahlkampf hervorgegangen nach kurzer Frist kassirt wird( Sehr richtig, links), von Abgeord: In die Schulbücher sogar wird der Gedanke hineingetragen. sind? Nur mit Hilfe anderer Parteien sind die Freunde des neten, die nicht wissen, auf welche Weise die Kosten gedeckt( Buruf der Sozialdemokraten: Bei uns auch!) In unseren Herrn Richter durch die Stichwahlen in den Reichstag gewerden sollen( Zustimmung links); ja, die Abgeordneten sind Schulen wird gelehrt, daß unser Heer den Nachbarländern Pro- fommen. Wenn Herr von Manteuffel gestern behauptete, daß vielleicht nicht einmal von Freunden der Militärvorlage gewählt vinzen abnehmen solle? Die Regierung wollte die Verstärkung seine Partei sehr verstärkt aus dem Wahlkampf hervorgegangen worden. Hat Herr von Stumm vergessen, daß sein Fraktions- der Armee erst vornehmen unter Beibehaltung der dreijährigen sei, so ist das nicht richtig, oder wollen die Konservativen sich genosse Krupp fogar sozialdemokratische Stimmen erhalten hat, Dienstzeit. Sie hat sich aber überzeugt, daß diese Maßregel zu etwa die Antisemiten zurechnen, die größten Theils gegen die blos um den bösen Zentrumsabgeordneten wegzubringen( Sehr schwer belasten würde; sie hat sich zur Einführung der zwei- Konservativen gewählt sind? Es ist auch nicht wahr, daß die richtig! links). Es ist bedenklich, daß der Reichskanzler seine jährigen Dienstzeit für die Fußtruppen entschlossen. Die Regie- Konservativen allein für den Mittelstand eingetreten sind. Borlage eingebracht hat, ohne über die Steuervorlagen Klarheit rung hat an ihrer ursprünglichen Vorlage Erhebliches nach- Auch andere Parteien haben diese Interessen vertreten. zu geben. Es ist nicht offen und nicht ehrlich, so zu verfahren; gelassen und versichert, daß sie weiter im Nachlaß nicht gehen Man hat von der Abwirthschaftung der Mittelparteien gesprochen, das ist ein Verfahren, das man sonst vielleicht nur beim Roß- könnte, wenn nicht eine Verschlechterung der Armee eintreten solle. und gerade die Mittelparteien find beim Wahlkampf am besten handel finden kann. Es ist nicht richtig, die Vorlage jetzt zur Wir sind jetzt in die Zwangslage versetzt, entweder die zwei gefahren, zum Theil besser als die Sozialdemokraten.( Buruf des Abstimmung zu bringen, während die Abgeordneten nicht wissen, jährige Dienstzeit mit allen ihren Folgen anzunehmen, oder darauf Abg. Singer: durch die Stichwahl!) Wenn der Einfluß der wie die Kosten gedeckt werden fönnen, und vielleicht wegen der zu verzichten. Auf die zweijährige Dienstzeit wurde früher der Sozialdemokraten ernstlich so gewachsen wäre, wie Sie immer Art der Kostendeckung gegen die Militärvorlage stimmen würden? größte Werth gelegt bis zu dem Augenblick, wo die Regierung behaupten, dann müßte der Zuwachs von Stimmen doch ein In welche Zwangslage kommen die Abgeordneten, welche ihren die Sache in die Hand nahm. Wenn die zweijährige Dienstzeit, größerer gewesen sein; Sie haben auch mit Sicherheit einen metall verfügt, so kann es jedem gleichgiltig sein, nun noch ein erheblicher Wassermangel nicht nur für das ob er nach den Gesetzen des Bimentallismus oder den Vich, sondern auch für die Menschen, aber die Leiter der jenigen der reinen Goldwährung ausgepowert wird; da Charlottenburger Wasserwerke denken wahrscheinlich mit R. C. Die Size zeitigt die allermerkwürdigsten Blüthen. man aber augenblicklich beim Versetzen einer silbernen Uhr Dr. Martin Luther:" Wasser thut's freilich nicht." Man Brütete sie in früheren Jahren die Seeschlange aus, so hat wegen des Preissturzes des Silbers kaum noch auf die sieht aber, wie sehr man stets den beruhigenden Versie sich jetzt auf ganz andere Gebiete der Schöpfung ge- Kosten kommt, so glauben jetzt sogar schon studentische sicherungen der Behörden vertrauen muß, wenn es heißt, worfen und die Ergebnisse ihrer Thätigkeit sind nicht minder Kreise, daß die Regierung ihre Fürsorge nicht nur und aus- daß im Falle einer Epidemie für alles in der besten Weise überraschend und phantasiereich. An die Seeschlange glaubt schließlich der nothleidenden Landwirthschaft zuzuwenden gesorgt sei. Im Wasser befinden sich bekanntlich die niemand mehr, genau so, wie man nur noch vereinzelte habe. So wird die Unzufriedenheit in immer weitere Kreise meisten Bazillen, und da ist es denn sehr gut, wenn Kinder findet, die an die höhere Mission des Klapperſtorches getragen und selbst die Börse fängt nach den geheimniß die dürftende Menschheit zu Menschheit zu einem anderen Getränk glauben. Nun wurde aber der preußische Finanzminister vollen und verschämten Andeutungen des Reichskanzlers an, gezwungen wird, als es das Leitungswasser ist. in öffentlicher Reichstagssigung zum Liebling der Götter etwas auffässig zu werden. Das weiß schließlich jedes Kind, Nach der Ansicht mancher Leute ist Wasser überhaupt erklärt, und die Kühnheit dieses Bildes überstieg selbst das, daß die Börse als solche herzlich gern jede Militärvorlage fein Getränk, und so muß man denn die weise was man bei der jetzigen Backofenhite als Abkühlung ver- und jede Steuer bewilligt hätte, wenn es sich um Fürsorge der Behörden rückhaltlos bewundern, daß es in tragen konnte. Die Götter müssen es schlecht mit uns armen das Wohl des Vaterlandes handelte vorausgesetzt, daß den westlichen Vororten überhaupt kein Wasser mehr giebt. Staubgeborenen meinen, wenn sie zulassen, daß man in dieser sie selbst von lästigen Beiträgen verschont geblieben wäre. Aber auch ohne Wasser eilen wir unaufhaltsam der Weise mit unserer Leichtgläubigkeit spielt. Es ist wahr, die Be- Wenn das aber nicht der Fall ist, so ist es natürlich Beit, irdischen Glückseligkeit entgegen. Nachdem die freisinnige wohner des Olymps setzten vor die Tugend den Schweiß, Beter und Mordio zu schreien, mit Intensität darauf hinzu- Volkspartei ihren Parteitag angekündigt hat, wird die freiwie jeder jetzt an sich selbst zur Genüge erfahren kann, es weisen, daß jedes Geschäft unter solchen Umständen gestört sinnige Vereinigung nicht zurückbleiben wollen. Zwar, was ist aber hart, wenn man heut zu Tage schließlich den wird, und daß der breite Rücken des Volfes der einzige Herr Richter seinen Getreuen anzuvertrauen hat, braucht Steuererheber oder gar den Gerichtsvollzieher für einen passende Ort ist, wohin man unangebrachte Belastungen nicht jedermann zu erfahren, und da ist es denn sehr gut Sendboten himmlischer Gewalten ansehen soll. Von all abwälzen kann und muß. Patriotismus ist und angebracht, wenn man unter gänzlichem Ausschluß der den vielen Beamten, welche unser modernes Gemeinwesen eine feine Sache, aber er wird sehr verwerflich, Deffentlichkeit tagt. Streitigkeiten existiren bei denen um in Athem erhält, wird eigentlich einzig und allein der sobald man Geld dafür ausgeben soll. Dieselben Ge- Richter bekanntlich überhaupt nicht: diese giebt es nur bei Geldbriefträger als eine durchaus einwandsfreie Persönlich fühle bewegen auch die äußerste Rechte des Reichstages, der Sozialdemokratie, die man dafür auch gebührender feit betrachtet, während man sonst schon im Allgemeinen und mit ihr darf eine wohlmeinende und weitblickende Weise schon hundert Mal vernichtet hat. Daher üben auch die vor dem gewöhnlichen Schußmann ein geheimes Regierung überhaupt nicht anbinden. Deshalb dienerte auch Weisesten unter den Volksparteilern die bemerkenswerthe Grauen empfindet. Aber der Finanzminister, dessen der ganze Bundesrathstisch und gab die wohlmeinendsten Vorsicht, lieber vorher das Lokal zu verlassen, bevor das geheimnißvolles Walten jeder Einzelne am eigenen Versicherungen. Und so dürfte es dem Sehenden nicht mehr allgemeine Rausschmeißen beginnt. Herr Abgeordneter Leibe sehr bitter verspürt, für einen besonders bevorzugten verschleiert sein, woher man die Mittel zur Deckung der Dr. Pachnicke ist der Typus eines fürsichtigen Politikers: Liebling der Götter zu erklären, das war eine Entdeckung, neuen Ausgaben nehmen wird. Der Liebling der Götter trat er überhaupt von Richter's Gnaden in das Parlament die dieser warmen Jahreszeit vorbehalten blieb. Der süd- fizzt still in der Ecke und lacht sich vorläufig noch ins ein, so hindern ihn heute keineswegs ganz überflüssige deutsche Volksparteiler, welcher die Bezeichnung erfand, Fäustchen. Vielleicht trifft auch hier das Wort zu: Junger Strupel, sich der einem strebsamen Manne mehr Ausweiß wahrscheinlich nicht, mit welch' inniger Liebe man in Kommunist- alter Monopolbruder. sicht bietenden freisinnigen Vereinigung anzuschließen. Die unserem engeren Vaterlande die Finanzkünfte der Re- Den Futtermangel hat man inzwischen aber auch noch Ratten verlassen das sinkende Schiff ach, das ist ein gierung betrachtet. Wohl ist es richtig, daß eine nicht gehoben. Den Pferden war's so schwach im Magen schlechtes Zeichen. Herr Mosse allerdings gewinnt einen imponirende Mehrheit unserer Mitbürger dem fast mußte der Reiter die Mähre tragen", und dem wackeren Mitstreiter, auf den er sich verlassen kann benden Kampf des Finanzwesens etwas skeptisch und übrigen Vichzeug geht es auch nicht besser. Für Magervieh aus dem Grunde, weil heute Mancher nicht weiß, welcher verständnißlos gegenübersteht. Wenn man doch nie hat man allerdings die Tarife ermäßigt für die Fett Meinung er morgen sein wird... mals über ein genügendes Quantum von Edel- prozen war's ja auch nicht nothwendig. Dazu kommt aber Sonntagsplauderet. to= Der schon mus man aber größeren Zuwachs erwartet. Die Sozialdemokraten ertären eine gerechte Besteuerung der reichen Leute durchführen können. I solche Vorkommnisse? Wenn die Regierung, sich als unsicher erimmer, daß gegen die Bourgeoisparteien gestimmt wird, aber sie 213 man in Preußen den reichen Lenten 1 pt. des weist, was folgt daraus? Höchstens daß eine solche Regierung leihen den Welfen und andern Parteien Unterstützung in der Einkommens an Steuern auflegen wollte, da sprach nicht bündnißfähig ist. In dem Bündniß allein liegt die Ge Hoffnung auf Erwiderung. Diesmal ist aber die Unterstützung man von einer Expropriirung des Vermögens! Die fahr; Frankreich allein gegenüber find wir im stande, jeden anderer Parteien für die Sozialdemokraten nicht sehr bedeutend Reichs- Einkommensteuer müssen wir umsomehr ins Auge Krieg zu bestehen. Ich fann es verstehen, wenn man aus der gewesen. Daraus folgere ich, daß diese Bewegung in Deutsch- fassen, als noch eine ganze Reihe anderer Steuern besteht, die Sache heraus die Militärvorlage annimmt, aber ich kann es land den Höhepunkt erreicht hat.( Lachen bei den Sozial- ungerecht sind, so z. B. der Kaffeezoll. Von einer wirklich nicht verstehen, wie man solche Vorkommnisse im Auslande als demokraten.) Woher kommt es denn, daß das sozialdemokratische sozialen Reform tönnen wir nicht reden, wenn wir nicht das Grund anführen kann. Wenn man solche Dinge heranzieht, Programm immer mehr zurückgedrängt, daß von dem Zukunfts- Anstauen der großen Kapitalien durch den Binsgenuß unmöglich warum verweist man denn blos auf Paris und nicht auf die staat den Neugierigen nichts mitgetheilt wird!( Präsident machen, und zwar durch eine Steuer. Auf die Gefahr hin, als Erklärung des Grafen Kalnocky. Heute scheint es, als ob Herr von Levehow bittet den Redner wieder zur Sache zurück- Sozialiſt verschrieen zu werden, muß ich sagen: Wir müssen v. Bennigsen immer zu den begeisterten Anhängern der Vorlage zukehren.) Wenn die bürgerlichen Parteien zusammen arbeiten, dahin kommen, daß die Großkapitalien eines Bleichröder, eines gehört hätte. Hat er aber nicht die schwersten Bedenken dagegen dann wären die Sozialdemokraten lange nicht so weit gekommen. Rothschild am Wachsen verhindert werden. Ich mache geltend gemacht, sogar als schon der Antrag Huene bekannt war? Die Mittelparteien sind verstärkt in den Reichstag gekommen, unser Ginverständniß davon abhängig, daß feine Konsum- Damals wollte er über 49 000 Mann mehr nicht hinausgehen, besonders auch der gemäßigte Liberalismus und zwar ge- steuern, die die großen Maffen treffen, vorgeschlagen werden. weil er befürchtete, daß die Kulturaufgaben des Staates ge rade in dem Augenblicke, 100 der radikale Liberalis- Die Interessen der kleinen Städte müßte man auch schädigt werden würden; er beklagte damals die schwache Vermus eine Niederlage erlitten hat. Der gemäßigte Liberalis- berücksichtigen, indem man ihnen die Garnisonen nicht tretung der wirthschaftlichen und finanziellen Jutereffen. bat in Gemeinschaft mit dem großen Staatsmanne wegnimmt und an die Dislokation denkt. Einen Gedanken Jezt bewilligt er 20 000 Mann mehr als er früher das Deutsche Reich gefeßgeberisch begründet und ausgestaltet. fann ich nicht unterdrücken, selbst wenn ich mich zustimmend zur anbot, die zweijährige Dienstzeit zu retten. Die Ich will nicht bestreiten, daß der Partitularismus jegt mehr Vorlage verhalten werde, daß es die letzte sein möge.( Lachen Militärvorlage und die neuen Steuervorlagen sollten neben hervorgetreten ist als früher; die Verfassung hat den Parti- links.) Denn ich bin der Ansicht, daß der Reichstag sich viel zu einander zu gleicher Zeit berathen werden. Es ist bezeichnend, tularismus gar nicht beseitigen wollen. Deshalb muß derselbe viel mit militärischen Dingen beschäftigt hat. Die traurige Lage daß man sagt, weun man die Steuervorlagen jetzt machen würde, feinen Ausdruck auch im Parlament finden. Aber innerhalb der des Mittelstandes muß unsere Aufmerksamkeit in Anspruch dann würde die zweifelhafte Mehrheit für die Vorlage zusammenverbündeten Regierungen ist ein Partikularismus nicht mehr zu nehmen; denn woher sollen die Soldaten kommen, wenn der brechen. Einige Herren von der Börse haben sich für die Vorfinden, das sehen wir an dem einmüthigen Vorgehen der ver- Mittelstand und das Landvolt zusammenbricht unter der Militär- lage begeistert. Ich hätte gegen die Besteuerung dieser Herren bündeten Regierungen bei der Militärvorlage, und das geschieht last! Wir müssen eine Reform der Gesetzgebung, z. B. nichts einzuwenden. Aber diese Herren von der Börse legen die jetzt unter einem anderen, nicht unter dem früheren mächtigen des Gerichtswesens herbeiführen.( Vizepräsident von Buol Steuern blos aus, ihre Kunden müssen sie schließlich tragen. Kanzler. Um so mehr müßten die Parteien des Reichstages den bittet den Redner, bei der Sache zu bleiben.) Wenn Was sind die leistungsfähigsten Schultern? Es ist von LurusPartitularismus zu überwinden suchen, damit ein Zusammen- die Franzofen mit ihrer Leistungsfähigkeit zu Ende find, steuern gesprochen, die in England vorhanden sind. Aber in wirken im Reichstage möglich ist. Wenn der Reichstag die Be dann können wir auch Frankreich gegenüber mit Rüstungen auf England fennt man teine Salzsteuer und keine Zuckersteuer. An deutung behaupten, oder ich möchte sagen, wieder gewinnen soll, hören und Rußland gegenüber müssen wir doch unsere Bundes der Zuckerprämie und an der Liebesgabe, will der Reichskanzler, dann muß er den Bartikularismus unterdrücken, wie es innerhalb genossen in Rechnung stellen. Mit einem solchen Reiche wie soll nichts abgebrochen werden. Herr Böckel, der jetzt ein so der Regierungen geschehen ist. Wehe dem Reichstage, wenn Rußland können wir in bezug auf die Zahl der zu stellenden einflußreicher Mann ist, daß er die Brausteuer und jemals die Uneinigteit und geringe Leistungsfähigkeit desselben Soldaten überhaupt nicht tonfurriren; da müssen wir auf die die Branntweinsteuer aus der Welt geschafft hat, sollte die Hoffnung der Nation täuscht! Die Vertretung der Nation geistige Uebermacht unserer Soldaten vertrauen; das moralische sich vom Reichskanzler auch einen Revers ausstellen lassen, muß im Großen an der Führung der Geschäfte mitwirken und Uebergewicht des einzelnen Soldaten ist doch schließlich im Kriege daß an ein Spiritusmonopol nicht gedacht wird. Auch ohne die hoffentlich wird die Vertretung auch dieser ihrer Aufgabe gerecht die Hauptfache. Darin sind wir Rußland gegenüber immer noch Militärvorlage werden die Matrikularbeiträge erhöht; in Preußen werden.( Beifall.) im Uebergewicht. Während gegen Rußland mehr Soldaten ver- aber sind die persönlichen Lasten so gewachsen, daß die Gemeinden Reichskanzler Graf von Caprivi: Was Herr Gröber vor langt werden, verhandelt man über einen Handelsvertrag. Man nicht mehr Buschläge zur Staatssteuer erheben wollen. gebracht hat, haben wir schon von Sozialdemokraten und Frei- schließt doch solchen nicht mit einem Feinde. Hoffentlich be- Reichskanzler verlangt Vertrauen und Glauben. Ach! Herr finnigen gehört. Es sind nichts als demokratische An- tommen wir bald die Auskunft, daß aus dem russischen Handels- v. Hansemann hat schon vor langen Jahren gesagt: In Geldschauungen, was mich nicht in Erstaunen setzt, seitdem wir vertrag nichts wird. Zunächst ist es die Hauptaufgabe, unsere fachen hört die Gemüthlichkeit auf. Herr v. Manteuffel, der doch haben hören müssen, daß das Zentrum aus einer wirthschaftliche Gesetzgebung zu reformiren, damit unser Bolt zuerst hätte Vertrauen haben müssen, hat sich entschieden ablehnend fatholischen konfessionellen Partei in eine demokratische nicht wirthschaftlich zu Grunde geht. verhalten, während er Herrn Miquel volles Vertrauen entgegenpolitische umgewandelt wird.( Widerspruch beim Zentrum.) Reichskanzler Graf Caprivi: Der Vorredner hat eine so brachte. Die Konservativen fonnten aus ihren Reihen keinen Ich habe hier den Versammlungsbericht der„ Kölnischen Bolts große Menge Fragen angeregt, daß es die Arbeit von Hunderten besseren Vertreter ihrer Interessen wählen( Sehr richtig! rechts), Beitung", in welcher darüber berichtet ist. Auf solche demo- von Beamten in Anspruch nehmen würde, um Klarheit darin zu so daß sogar Herr v. Malyahn, dieser konservative Finanzmann fratischen Töne war ich gefaßt. Herr Gröber hat die Regierung schaffen. Die Regierung fann der geistvollen Phantasie des Ab- in dem Hintergrund und zum Gehilfen des Herrn Miquel degra als unehrlich bezeichnet in bezug auf die Deckungsfrage. Ich geordneten nicht folgen; fie muß sich erst über die Dinge dirt wurde( Heiterkeit links). Das französische Cadres- Gesetz er begreife nicht, wie man ein Verhalten als unehrlich bezeichnen orientiren. Wenn ich jeht eine andere Antwort abgeben wollte als fordert nur 500 000 M. Was bedeutet das gegenüber unserer tann, daß ich Dinge nicht sage, die ich zum Theil nicht weiß, vorhin, so würde ich den Vorwurf verdienen, den mir der Abgeordnete Vorlage? Das Cadres- Gesetz ist nur das Schlußstück der Heeresdaß ich andere Dinge nicht sage, die ich zum Theil nicht weiß, Gröber gemacht hat. Ich habe gefagt, was zu sagen ist, und ich organisation, welche bei allen früheren Verhandlungen uns schon sie unser Erwerbsleben vielleicht ganz unnöthig beunruhigen meine, daß das Wesentliche in meiner Antwort enthalten ist. vorgeführt ist. Daß man in Frankreich die Militärvorlagen tönnen. Vielleicht ist der Ausdruck nicht ehrlich" eine Folge Die Reichen will ich auch heranziehen, aber wir müssen uns erst überſtürzt, ist durchaus nicht der Fall. Ste werden der zunehmenden demokratischen Richtung. Ueber die Menschen, darüber vereinbaren, wer reich ist. Ich stimme darin mit dem meist Jahre lang berathen. Außerdem hat die sich beunruhigen, habe ich gefpottet, um zu beruhigen. Jch Vorredner überein, daß das Schuldenmachen vom Uebel ist. Die in Frankreich eine parlamentarische Regierung, welche habe das auch damals für längere Zeit erreicht und auch diese Schulden müssen allmälig amortisirt werden; auch die Matriku- solche Vorlagen gar nicht einbringen fann, welche auf WiderVorlage beabsichtigt zu beruhigen. Herr Gröber meint, daß die larbeiträge sind ein Uebelstand, den man zu beseitigen trachten spruch des Parlaments stoßen. Das Parlament wirkt bort bei Staatsmänner vom Kriege zurückgehalten werden müßten. Herr muß, aber in extremen Verhältnissen muß man doch vielleicht auf militärischen Dingen viel mehr mit als wir. In Frankreich Lieber foll gesagt haben, daß je mehr Soldaten vorhanden sind, die Matrikularbeiträge zurückgreifen und ich kann an den Vor- tann die Regierung gar nicht erklären, daß das nun ihre letzte desto mehr todt geschossen werden. Das ist allerdings ein redner nur die Bitte richten, das Vertrauen zur Regierung zu Konzession sei. Man nimmt dort auch Vorschläge aus dem Argument, wie man nur je eines gehört. Ebenso gut tann man haben, daß sie die Deckungsfrage zu Ihrer Befriedigung lösen Parlament entgegen und behandelt die parlamentarischen Dinge fagen, daß mit der Zunahme der Bevölkerung auch die Zahl der wird. ebenso wie jede andere Frage. Das Cadres Gesetz enthält für Todesfälle wächst. Es giebt eine Richtung, welche jeden Krieg Abg. Nichter( Fr. Vp.): Ich finde es erklärlich, daß die uns keinen Anlaß zur Erhöhung der Militärlasten; aber unsere vermeiden möchte und sich keine Sorge darum macht, wie man Parteien, welche Erfolge bei den Wahlen errungen haben, sich Vorlage wird die anderen Staaten anreizen zur Verstärkung ihrer bei einem Kriege durchkommen solle. Die Frage der Quantität und damit herauszustaffiren suchen. Aber ich möchte bitten, darin Rüstungen, was wieder auf Deutschland zurückwirkt. Dagegen der Qualität ist oft falsch beurtheilt worden. Für das Eine und nicht zu weit zu gehen. Die Nationalliberalen haben noch nie wird auch Herr Böckel nichts machen können, wenn er dann noch das Andere kann man sich nicht entscheiden. Das ist eine grundfalsche mals die Probe darauf gemacht, gegen die Regierung aufzu- von Einfluß sein sollte. Bei unserer Regierung sind die mili Situation. Die Zitationen der spanischen Kriege, des Krieges in der treten. Sie sind immer mit Hilfe der Krücken der Regierung in tärischen Anschauungen in erster Linie maßgebend, während die Vendée sind ganz falsch. In der Vendée war der Katholizismus und den Reichstag gekommen. Die Nationalliberalen haben nicht bürgerlichen Interessen nicht vertreten sind. Diese sind allein der Royalismus die ethischen Momente, welche den Sieg der den Standpunkt festgehalten, den Herrn von Bennigsen ein- im Reichstage vertreten. Wenn der Reichstag schwach wird, ungenügenden französischen Truppe hinderte. Eine schlechte genommen hat, sondern haben sich auf die Seite der Regierung wo soll dann noch eine Grenze gegen militärische FordeTruppe macht den Krieg blutiger, fostspieliger und länger. begeben. Unsere Partei ist wie feine andere von zwei Fronten rungen zu finden sein. Wer jetzt der Vorlage Bu Wenn wir mit ungenügenden Truppen nach Frankreich kommen angegriffen worden. Daß wir Mandate an die Sozialisten ver- stimmt, übernimmt eine große Verantwortung. Wenn und eine Schlacht gewinnen, dann fönnen wir nicht stehen bleiben, loren haben, beweist nichts für die Militärvorlage, sondern nur, wir bei unserer Ablehnung beharren, so thun wir was außerdem von den Franzosen abhängen würde; der Krieg daß wir vielleicht nicht scharf genug gewesen find.( Sehr damit unsere Schuldigkeit nicht nur unserer Ueberzeugung gegen würde sich sonst in infinitum ausdehnen. Bei Vionville standen richtig! Bei den Sozialdemokraten.) Wenn wir Verluste über, sondern auch dem Interesse des Vaterlands gegenüber. 63 000 Deutsche und 113 000 Franzosen sich gegenüber. Wir erlitten haben, so können wir doch stolz darauf sein,( Beifall links.) konnten die Franzosen nicht verfolgen und erst zwei Tage später, daß wir an feine Sonderinteressen appellirt haben. Abg. vou Jagdzewski erklärt namens der Polen, daß die als wir 187 000 Mann auf unserer Seite hatten, fonnten wir den Können das die Nationalliberalen auch von sich sagen? selben für die Vorlage eintreten werden( Beifall rechts), nicht Sieg ausnutzen. Das beweist, daß die besten Truppen bei ge- Sie haben sich an die Agrarier und an die Antisemiten heran- aus Liebedienerei, sondern in der Ueberzeugung, daß sie auf diese ringerer Zahl Schwierigkeiten in der Ausnutzung der Erfolge hat. geschlängelt, nur um sich ein Mandat zu retten!( Zustimmung Weise am besten die Interessen ihrer polnischen Landsleute Niemals hätten wir Gravelotte oder Eedan geschlagen, wenn wir links). Die Nationalliberalen haben erheblich an Stimmenzahl vertreten. Die Polen hoffen von der Staatsregierung in nicht mehr Truppen als der Feind gehabt hätten. Man kann verloren und ohne die Stichwahlen würde Herr v. Bennigsen Preußen und von der Reichsregierung, daß sie dieser Stellung niemals zu start sein. Das Urtheil der militärischen Autoritäten nicht einmal in den Seniorenfonvent hineingekommen sein. Die Rechnung tragen. Wenn die Polen in dieser loyalen Weise geht dahin, daß wir mehr Soldaten haben müssen. Daher muß Konservativen haben schon bei der Hauptwahl nationalliberale auftreten, dann wird die Regierung auch loyal verfahren und die Regierung bei ihrer Vorlage stehen bleiben. Uniform anziehen müssen, um die Nationalliberalen durchzu der Mißitimmung in Posen zu begegnen fuchen.( Buruf Singers: Abg. Preiß( Elsaß- Lothringer): Meine Freunde und ich find bringen. Ihre Mandate verdanken Sie nur der Angst vor Wenn Sie sich nur nicht irren!) Täuschen wir uns darin, nach wie vor Gegner der Militärvorlage; wir stimmen in den unserem Siege. Man hat also keine Veranlassung sich uns gegen- dann haben wir wenigstens unsere Schuldigkeit gethan.( Leb Gründen unserer Ablehnung im wesentlichen mit dem überein, über auf das hohe Pferd zu sehen. Zum vierten Male erscheine hafter Beifall rechts.) was die Abgg. Payer und Gröber vorgebracht haben. Das ich hier in dieser Minderzahl im Deutschen Reichstage. Aber Abg. Nickert( FVg.) bemängelt es, daß man in den aufDeutsche Reich ist mit seinen heutigen Streitkräften stark und im parlamentarischen Leben ist der nicht verloren, der sich selbst gelösten Reichstag in der legten Sizung nicht die Vertagung mächtig genug, um sich mit Erfolg vertheidigen zu können. Man nicht verloren giebt. Es giebt noch eine parlamentarische zu befchloffen habe; es wäre dann eine Verständigung herbeigeführt hat uns in der Preise und in regierungsfreundlichen Kreisen funft. Es wird uns oft vorgeworfen, daß wir gegen die orga- worden. Er habe die Vorlage immer von einem fachlichen Elsaß- Lothringens diese Stellungnahme gegen die Militärvorlage nischen Gesetze des Reichs gestimmt haben. Das ist der Fall, Standpunkt aus betrachtet. Er bedaure deshalb, daß man nicht sehr übel genommen. Man hat uns in Privatgesprächen, in weil wir dieselben auf eine bessere Grundlage stellen wollten. früher zu einer Verständigung gekommen sei, weil nachher solche offiziellen und anderen Blättern mit Schimpfworten und Be- Sind denn die Verhältnisse so, daß man sich immer rühmen kann, Fragen leicht zu Fragen des Charakters werden.( Zuruf leidigungen förmlich überschüttet und als Reichsfeinde und dabei mitgewirkt zu haben? Es würde durchaus besser sein, seitens der Sozialdemokraten.) Ich habe ebenso viel Charakter Landesverräther bezeichnet. Wir stimmen überein mit der Mehr wenn Herr von Bennigfen weniger fonnivent gegenüber der Re- wie Sie.( Lachen bei den Sozialdemokraten.) Ihr Lachen läßt heit des früheren Reichstages, vielleicht auch mit der Mehrheit gierung gewesen wäre.( Zustimmung links.) Wenn die Re- mich ganz fühl. Wie sind Sie denn mit der Kritik in Ihren diefes Reichstages, jedenfalls mit der Mehrheit der Wähler gierung mit der amtlichen Statistit herauskämte, würde sich er- eigenen Reihen umgesprungen? Wie haben Sie Ihre Jungen" ( Lebhafter Widerspruch rechts, Zustimmung links) und mit vielen geben, daß die Zahl der Stimmen für die Gegner behandelt?( Ruf des Abg. Liebknecht: Hampelmänner!) preußischen, bayrischen und württembergischen Abgeordneten. Der Militärvorlage größer ist, als die für die Freunde Hampelmänner!( Große Heiterkeit.) Also Hampelmänner nennen Sind auch das Landesverräther? Wir stimmen gegen die Vor- derselben. Die ungerechte Eintheilung der Wahlkreise hat Sie diejenigen, die von Ihrer Haltung in Parteiprinzipien lage aus volkswirthschaftlichen Gründen und wir erklären, alle hierher vielleicht eine Mehrheit für die Vorlage gebracht. Nur fragen abweichen! Das thun Sie, die Partei der Freiheit! Anfeindungen und Drohungen, von welcher Seite sie auch kom- die Stichwahlen sind der Regierung zu Gute gefommen.( Heiterkeit.) Ich glaube auch, es ist besser, einen Fehler, den men mögen, laffen uns vollständig kalt. Wir Elsaß Lothringer Was wäre der Bund der Landwirthe gewesen ohne die Land- man gemacht hat, zu bekennen. Wenn ich für den Grundge fürchten Gott, aber sonst niemanden.( Beifall links.) Wenn räthe, die dabei zum Theil Opposition gegen die Regierung ge- danken der Vorlage eintrete, so entferne ich mich damit nicht wir auch in den Roth gezogen werden, wir werden so handeln, macht haben. Die Konservativen haben auch noch nicht die vom Programm der Freifinnigen Partei, weil dasselbe die volle wie wir es nach Pflicht und Gewissen für recht halten.( Beifall Probe der Selbständigkeit gegen die Regierung gemacht. Die Durchführung der Wehrpflicht und die zweijährige Dienstzeit lints.) Wähler des Herrn von Stumm und seiner Freunde sind auch fordert. Die volle Durchführung der Wehrpflicht wird aber hier Abg. Böckel( antisemitische Reformpartei): Unsere Stellung nicht alle begeisterte Anhänger der Militärvorlage. Da sind durchaus noch nicht erreicht. Die Sozialdemokraten verweisen zur Militärvorlage hängt ab von der Deckungsfrage. Wir geben Hunderttausende von armen Leuten, die nach dem Wunsch ihrer immer auf Frankreich. Dort spricht man auch von Abrüstung, gern zu, daß die Regierung uns in dieser Beziehung etwas ent- Arbeitgeber wählen müssen. Sind nicht alle Wahlkunststücke wie aber man will durchaus nicht, wie ein vom Vorwärts" zitirter gegengekommen ist, aber wir müssen weitergehende Garantien früher in Szene gesetzt worden? Kriegsfurcht hat man zu er Artikel eines sehr radikalen Blattes beweist, selbst anfangen, feitens der Regierung verlangen. Wir haben mit der Wahlparole regen versucht und amtliche Belehrungen sind in den Kreis- sondern den Anfang andern überlassen. Da müssen wir auch gefiegt: Die Soldaten müssen vom Wolfe, die Gelder für die blättern ertheilt worden, und trotzdem eine solche unsichere, vorsichtig sein. Die Miliz können wir nicht einführen, jedenfalls Soldaten von den Reichen aufgebracht werden! Die gestrigen leine Mehrheit, daß das Bünglein der Wagschaale bei Herrn nicht im Augenblick, wo die Schweiz einfieht, daß es mit seinem Erklärungen des Reichstanzlers haben uns nicht voll befriedigt. Böckel liegt. Das ist der Triumph der gegenwärtigen Regie- Miligfyftem nicht durchkommen kann. Würde denn das Volk bei Klar war nur, was der Reichskanzler über die Börsensteuer ge- rungspolitit. Herr Böckel ist Herr der Situation, er ist der Einführung des Milizsystems finanziell beffer fahren? Wir fagt hat, möge uns der Reichskanzler auch über das Uebrige Gönner des Herrn Reichskanzlers. Ich kann es Herrn würden keine Ersparnisse machen, aber die persönliche Belastung eine flare Antwort geben, damit wir für die Vorlage stimmen Böckel nicht übel nehmen, wenn er die Situation des Einzelnen würde sehr viel größer sein. Es schweben jeht können. Eine Bier- und Branntweinsteuer wollen wir nicht, auszunüßen sucht, denn fie tommt nicht wieder. zwei Fragen: Die zweijährige Dienstzeit und die Deckungsfrage. darum mußten wir gegen die erste Militärvorlage stimmen. Wir( Heiterkeit.) Heute haben Sie den Reichskanzler noch in der Die erstere ist leider beim Wahlkampf zu sehr in den Hintergrund wünschen aber auch keine größeren Reichsanleihen. Die Schulden Tasche, nachher giebt das Zentrum die Entscheidung über die gedrängt worden. Vor 30 Jahren hätte die zweijährige Dienstdes Deutschen Reichs haben heute bereits eine Höhe von zwei Steuerfragen. Das Rückzugsgefecht mit einigen Plaßpatronen zeit den Konflikt verhindert, und jetzt wollte man Milliarden erreicht. Wir gerathen damit immer mehr in Ab- über den Militarismus nimmt Ihnen der Reichskanzler nicht zurückschrecken vor den Kosten dieser Maßregel, wenn sie uns hängigkeit von der Börse. Auch eine Bermehrung der Matrikular- übel, wenn Sie nur für ihn stimmen.( Heiterfeit.) Daß die An- ficher gestellt ist. Wenn der Reichstanzler an seinem Playe beiträge halten wir für unerträglich. Die Einzelstaaten sind vernahme der Vorlage Beunruhigung bringt, ist nicht wahr. Es bliebe, dann würden wir vertrauen fönnen, daß die zweijährige schuldet genug und mit ungerechten Steuern überlastet. Ich er würde zur Ruhe des Kirchhofes führen, wenn auf diese Weise Dienstzeit erhalten bleibt; aber es giebt Gegner der zweijährigen innere nur an die Grundsteuer. Die seitherige Börsensteuer verfahren würde, daß eine Vorlage angenommen werden müßte, Dienstzeit, welche dieselbe bald wieder beseitigen möchten. Die müßte nicht verdoppelt oder verdreifacht werden, sondern es um Beruhigung zu schaffen. Die Ablehnung der Vorlage hat Deckungsfrage muß gleichzeitig mit der Vorlage behandelt werden, müßten die ausländischen Werthe besteuert, eine Emissionssteuer feine Beunruhigung geschaffen. Aber daß die Regierungsparteien Aber es ist auch fein Unglück, wenn die Militärvorlage vorher eingeführt werden, damit aus der Börsensteuer wirklich etwas mit mehrfacher Auflösung und mit Konflikt gedroht haben, das erledigt wird. Das war 1887 auch so, als wir jeden Mann und Erfleckliches herauskommt. Wir wünschen ferner eine Lurus- hat beunruhigt. Während der ganzen Zeit der Berathung der jeden Groschen bewilligten und die Steuerfragen noch nicht erfeuer, eine Wehrftener. Vor allen Dingen fassen wir ins Auge Militärvorlage ist es sehr ruhig, so ruhig wie selten in den anderen ledigt waren. Einer Börsensteuer will ich zustimmen, sobald sie den Plan einer progressiven Einkommensteuer. Ohne eine Reichs- Staaten gewesen; da fam endlich der Studententrawall in Paris den Verkehr nicht beschwert und die Geschäfte nicht unferen Ronenkommensteuer wird man auch in den einzelnen Staaten nicht und nun heißt es: Deutschland rüste dich! Was beweisen turrenten zutreibt. Unter feinen Umständen darf aber eine Be fteuerung der Lebensmittel der ärmeren Leute herbeigeführt werden. I warten, ob wir nicht auch später fest und treu für die Grund- Partei- Intereffen in den Hintergrund treten. Ich will niemand Ich nehme an, daß die Brausteuer und die Branntweinsteuer nicht fäße des Liberalismus eintreten werden. Wenn man den Kampf einen Borwurf daraus machen, wenn er gegen die Vorlage ist. wiederkehren werden.( Der Reichstanzler nickt mit dem Kopfe.) gegen den Bund der Landwirthe, gegen die Intereffenpolitik für Wir verlangen aber auch, daß er unsere Ueberzeugung respektirt Der Reichskanzler bestätigt das. Es liegt im Interesse der ver- so gefährlich hält, dann müßte man doch um so mehr sich und uns nicht verdächtigt. Liberalismus und Eintreten für die bündeten Regierungen, daß die ärmeren Leute nicht belastet sammeln auf dem Standpunkt des Liberalismus. Jezt be Vorlage find mit einander zu verbinden und ich hoffe, durch die werden. Darin stimme ich mit dem Reichskanzler überein, daß zeichnet ja schon ein Redner Rußland als Feind, was doch Verständigung mit der Regierung dem Frieden des Landes zu wir den vaterländischen Boden schützen müssen gegen einen feind die Regierung nicht zu geben wird. Ein unverfälschter Demokrat, dienen( Beifall). lichen Einfall. Das hat mit der politischen Parteistellung nichts Franz Ziegler, schrieb aus Anlaß der Annexion von Elsaß- Darauf schließt die Debatte mit einer Reihe persönlicher würde aus den Reihen der liberalen Parteien Lothringen an einen Freund: Wenn die Sicherheit des Vater- Bemerkungen. Schluß 3 Uhr. Nächste Sizung: Donnerstag, den theidigung des Baterlandes einzutreten.( Lebhafter Beifall Leute, welche das Unterwerfung unter die Oberen nennen, sind 13. Juli, 12 Uhr( Interpellation Osann betreffend die Futterrechts). Daß die Freunde der Militärvorlage Gegner des all- zu verblendet, um die Sachlage zu begreifen. Mit solchen noth; Interpellation Bebel betreffend das Verhalten des Polizei gemeinen Wahlrechts sind ist nicht wahr. Ich bin ein überzeugter Geistern diskutire er nicht. Ich auch nicht!( Heiterkeit). Wo die direktors Feichter in Straßburg; zweite Berathung der MilitärAnhänger des allgemeinen Wahlrechts. Man follte doch erst ab Sicherheit des Vaterlandes in Betracht komme, müßten die vorlage). zu thun. Senn es mir unmöglich gemacht würde, für die Ber- an einen Greundin femme et teine, partetitellung: austreten, 70 Nur für Wieder Verkäufer Achtung! Rauchrequisiten Sämmtliche schriftlichen sowie mündlichen Angelegenheiten, welche unsere Vereinigung betreffen, bitte an den 1. Vorsitzenden Gust. Grass, tralFunderstr. 36 part., gelangen zu lassen. Bei Musikaufträgen bitte sich an bie Geschäfts- Kommission, the 10 weräaun, zu wenden. Auf verschiedene Anfragen erklären wir, daß unser Mitglied G. Schonert mit der Leitung unserer Vereinigung nichts zu thun hat. Der Vorstand der Freien Vereinigung der Civil- Berufsmusiker 398/6/2 Berlins und Umgegend. Glaserei u. Bilderrahmenfabrik von C. Scholz, Wrangelstr. 32, empfiehlt sich zur Ginrahmung aller Arten Bilder u. f. w. große Aufträge bin ich in der Lage, den Rahmen Durch für das Kunstblatt ,, Der erste Mai" sum billigßen Preise anzufertigen. 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Ich habe keine Filialen und sehe mit ähnlich lautenden Firmen in keinerlei Seziehung. Bitte daher genau auf Firma zu achten, 4994L Sozialdemokratischer Wahlverein für den 4. Berl. Reichstags- Wahlkreis. Dienstag, den 11. Juli, Abends 8 Uhr, in den Konkordia- Festsälen, Andreasstraße Nr. 64: General- Versammlung. Tages Ordnung: 〃 1. Vortrag des Genossen Georg Wagner über: Was lehrt uns die Reichstagswahl und was lehrt uns die Thronrede?" 2. Diskussion. 3. Kassenbericht und Bericht des Vorstandes. 4. Wahl des gesammten Vorstandes. 5. Verschiedenes. Mitgliedsbuch legitimirt. Neue Mitglieder werden am Eingange der Versammlung aufgenommen. Um zahlreichen Besuch bittet Der Vorstand. 377/2 Schönhauser Fachverein der Klempner Berlins und Umgegend. General- Versammlung 14 am Mittwoch, den 12. Juli cr., Abends 82 Uhr, bei Bolg'( früher Feuerstein), Alte Jakobstr. 75. Tagesordnung: 187/9 1. Vorstands- und Situationsbericht des Vereins. 2. Diskussion. 8. Kaffenbericht. 4. Ergänzungswahl des Vorstandes und der Arbeitsnachweis- Rom. miffion. Mitgliedsbuch legitimirt. Neue Mitglieder werden aufgenommen. Kollegen, seid alle am Blaze. Der Vorstand. Landsbergerstr. 105 bei Germer. Der Arbeitsnachweis ist geöffnet: an Arbeitsnachweis und Zahlstellen: Ritterstr. 123 bei Stramm und stelle bei Germer: Sonnabends von 8-10 Uhr Abends und Sonntags von Wochentagen von 81/ 2-10 Uhr Abends, Sonntags von 10-12 Uhr; die Zahl10 bis 12 Uhr. Allgemeiner deutscher Tapezirerverein. Filiale Berlin. Montag, den 10. Juli, Abend? 81/2 Uhr, bei Bolt, Alte Jakobstr. 75: Versammlung. Tagesordnung: 1. Vortrag. 2. Diskussion. 3. Berschiedenes. Die Ortsverwaltung. 8046 Allee 103. Jägerhaus. She user Achtung! Kürschner. Achtung! Verband der Bäcker. Schönhauser Allee 103. Sonntag, den 16. Juli cr.: Großes Sommer- Fest arrangirt von den Sozialdemokraten des 5. Berliner Reichstags- Wahlkreises, bestehend in Gr. Garten- Konzert und Gesangsvorträgen unter Mitwirkung von 200 Sängern.( Mitgl. des Arbeiter Sängerbundes.) De Jm Saale: Tanz. Bei eintretender Dunkelheit: Großer Fackelzug, wozu jedes Kind eine Stocklaterne gratis erhält. Volksbelustigungen und Ueberraschungen aller Art. Die Kaffeeküche ist von 3 Uhr ab geöffnet. Billets sind zu haben in allen mit Plakaten belegten Handlungen zum Preise von 20 Pf., an der Kasse 30 Pf. 378/4 Anfang Nachmittags 2 Uhr. Das Komitee. Achtung! Filzschuh- Arbeiter! Achtung! Am 15. Juli, Bum Schultheis( Eiskeller), Chauffeeftr. 88: Großes Sommer- Fest Große öffentliche Versammlung aller in der Kürschnerbranche beschäft. Arbeiter und Arbeiterinnen am Montag, den 10. Juli, Abends 8%, Uhr, in Böhow's Brauerei, Prenzlauer Allee Nr. 242. Die Tagesordnung wird in der Versammlung bekannt gegeben. Wir ersuchen die Kollegen und Kolleginnen dahin zu wirken, daß sämmtliche Werkstellen vertreten find. Die Lohukommission. Dienstag, den 11. Juli, Nachmittags 31/2 Uhr, Gipsstr. 3: Mitglieder- Versammlung. Tages- Ordnung: 1. Regelmäßige Monatsgeschäfte. 2. Bericht von der General- Versammlung. 3. Gewerkschaftliches. 8016 Der Vorstand. Rixdorf. Achtung! Verlag des ,, Tourist, Arbeiter- Landpartie- Verkehrs- Zeitung". Achtung! Generalversammlung Wahlresultat- Karte Deutschlands. Preis 20 Pf. Wiederverkäufer sehr hohen Rabatt. des sozialdemokratischen Vereins " Vorwärts" 8246 am Dienstag, den 11. Juli, Abends 81/2 Uhr, im Lokale des Hrn. Hoffmann, Bergstraße 133. Tagesordnung: W. Buge's Vereinshaus Station Pankow, Schulzestr. 28. Empfehle beim 1. Rechenschaftsbericht d. Borstandes. 2. Rechenschaftsbericht des Kassirers. 3. Bericht der Revisoren. 4. Bericht Ausflug zum Sängerfest nach Schönholz den geehrten des Bibliothekars. 5. Vorlesung: Die Vereinen meine Lokalitäten. Grosser Tanzsaal. Garten. Kegelbahn. 45262 W. Buge, Gastwirth. Don Zukunft der Sozialdemokratie J. Dietzgen. 6. Diskussion, 7. Vereinsangelegenheiten. Jedermann hat Zutritt. Die Mitglieder werden ersucht Der Vorstand. verbunden mit Theater und Spezialitäten- Vorstellung unter Mitwirtung Herm. Faber, Juwelier und Goldarbeiter, Grünauerstr. 6, pünktlich zu erscheinen. hervorragender Kräfte, veranstaltet vom Verein der Filzschuh- Arbeiter und Berufsgenossen Berlins und Umgegend. Bei eintretender Dunkelheit: Großer Fackelzug mit bengalischer Beleuchtung, wozu ein jedes Kind eine Stocklaterne gratis erhält. Während und nach der Vorstellung im großen Saale Ball. Herren, die daran theilnehmen, zahlen 50 Pf. nach. Den geehrten Damen ist die Kaffeeküche von 3 Uhr an geöffnet. Entree 25 Pf., an der Kasse 30 Pf. Anfang 4 Uhr. Billets sind bei den Kollegen P. Steffen, Megerstr. 19, v. 4 Tr.; F. Valerius, Mendelssohnstr. 14; W. Stendel, Barnimstr. 44; G. Holz, Brunnenstr. 114; G. Matowiac, Danzigerstr. 15-16, sowie in den mit Plakaten belegten Handlungen zu haben. Genossen und Freunde ladet bestens ein 166/7 Das Komitee. Beerdigungs- Verein Berliner Zimmerleute. Sonnabend, den 15. Juli 1893, in Th. Keller's Hofjäger, Hasenhaide: Diesjähriges Stiftungs- Fest bestehend in Konzert, komischen Vorträgen und gr. Sommernachtsball. Die Ballmusik wird von zwei Orchestern ausgeführt. Anfang des Konzerts 7 Uhr, des Balles 81/2 Uhr. Billets für Herren à 50 Pf., Damen 25 Pf., find bei den unterzeichneten Komitee- Mitgliedern bis zum Donnerstag, den 13. Juli, zu haben, von da ab treten erhöhte Preise ein: Klebb, Mariendorferstr. 2; Gieche, Andreasstraße 59; Girke, Naunynstr. 62; Mahn, Eisenbahnstr. 31; Dietrich, Willibald Alerisstr. 40, Quergeb. 2 Tr.; Dorn, Belforterstr. 8; Schacht, Prenzlauer Allee 232; Schultz, Pappel- Allee 10; Blankenburg, Liebenwalderstr. 33. Außerdem bei Herrn Würtemberg, Teltowerstr. 34, und Bandelow, Langestr. 13 im Restaurant. 784b Das Comité. J. A.: August Klebb, Mariendorferstr. 2. Allgemeiner Verein der Töpfer und Berufsgen. Deutschlands ( Mitgliedschaft Berlin). 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Juli cr., 3 Uhr, werde ich in Charlo Nehringstr. 4, einen großer vom Brande der Schulz u. schen Fabrit theils leicht, tb beschädigte 1. Bericht des gesammten Vorstandes und Wahl desselben. 2. Stellung Altenberg's hem. Färberei, Wäscherei, Garderob.- Reinig. verfch. Buster gegen Baarz nahme zur Gründung eines zentralisirten Arbeitsnachweises. 3. Festsetzung des für Berlin zu zahlenden Kassenbeitrages. 4. Außerordentliche Vereins angelegenheiten. Mitgliedsbuch legitimirt. Kollegen, welche sich vor der Versammlung aufnehmen lassen, haben Stimmrecht. Alle Kollegen, welche die Kongreßbeschlüsse hochhalten wollen, sind freundlich eingeladen. Der Vorstand. 328/12 Central- Verband der Textilarbeiter Deutschlands( Filiale Berlin). Am Dienstag, den 11. Juli 1893, Abends 81/2 Uhr, im Lokale des Herrn Joël, Andreasstraße 21( unterer kleiner Saat): Versammlung. Tages Ordnung: 1. Der internationale Textilarbeiter- Kongreß in Zürich. 2. Ausstellung von Delegirten- Kandidaten. 3. Verschiedenes. Um zahlreichen Besuch bittet Der Bevollmächtigte. E. Liebers, Höchstestr. 19. 818b Deutscher Holzarbeiter- Verband. Zahlstelle Berlin. Mittwoch, den 12. Juli, Abends 8 Uhr, bei Röllig, Neue Friedrichstraße Nr. 44: Versammlung der Parquetbodenleger. Zages Ordnung: Lohnregulirung einzelner Firmen. Diskussion. Verbandsangelegenheiten. Die Kollegen der Firmen Froehlich, Mittag, Leibe& Co. find hierzu befonders eingeladen. 318/14 Montag, den 31. Juli, in der Neuen Welt, Hafenhaide: Gr. Sommer- Fest bestehend in Konzert, Spezialitäten- Vorstellung, Feuerwerk und Ball. Billets sind auf allen Zahlstellen und bei den Mitgliedern der Ortsverwaltung zu haben.. Die Ortsverwaltung. Anstalt, Neue Jakobstr. 17, Brunnenstr.162( fr.123), Andreasstr.54, Fruchtstr.36, Potsdamerstr. 57/58, empf. f. 3. Färb. u. Reinig. v. Garderob. jed. Art, Spizen, Gard., Möbelst. gef. 1 Mt. p. Pfd., Bettdeck. gef. 1,25 Mt. p. Stück. HerrenAnzug gereinigt, gebügelt von 2,50 Mk. an. Reparaturen billigst. Neu! 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Die Bleichsoda der Fabrik Union ist reine, stark entwässerte Soda und übertrifft die sämmtlichen andern Proben erheblich in Gehalt und entsprechender Verwendbarkeit. Berlin, den 29. März 1893. Dr. C. Bischoff, Warnung: jedes Packet das Wort Man achte darauf, dass Union- Bleichsoda" trägt. Engros durch Henschel& Meyer, Kurfürstenstr. 13.( T.-A. VI. 1446.) 99 Verantwortlicher Redakteur: Wilhelm Schröder in Berlin. Druck und Verlag von Max Bading in Berlin SW., Beuthstraße 2. aben 2. Beilage zum„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Ur. 159. 01 quam Sonntag. den 9. Juli 1893. Gerichts- Beifung. Reichsgericht. Leipzig, 5. Juli. Von den berechtigten Interessen der Presse. Die sozialdemokratische Freie Presse" in Elberfeld brachte am 1. Oftober v. J. einen Bericht über die Tags zuvor stattgehabte Straffammerverhandlung, in welcher sich ibre Redakteure Lingweiler und Gewehr auf drei Anflagen hin zu verantworten hatten. Der zweite Prozeß, über welchen berichtet wurde, bezog sich auf einen unter der Berantwortlichkeit von Gewehr erschienenen Artikel, welcher„ Die Elberfeld" überschrieben war. Der " moke Signo 10. Jahrg. Soziale Leberlicht. beten, die ausgefüllten Liſten in der am Montag stattfindenden An die Gewerkschaften Berlins. Achtung, Vergolder! Die Vertrauensleute werden ge( Versammlung abzugeben. Diejenigen Werkstätten, welche noch Am Donnerstag, den 20. Juli, findet in den Konkordia- Fest- nicht im Besik von Listen sind, werden gebeten, dieselben in der sälen eine Parteiversammlung statt mit der Tagesordnung: Versammlung in Empfang zu nehmen. taong sio? Der Internationale Arbeiterkongreß zu Zürich und Wahl der sdo is mis- aid Die Ortsverwaltung. Delegirten. Jin Interesse der Sache ersuchen wir die Parteigenossen, an diesem Tage teine Versammlungen einzuberufen. Die Vertrauenspersonen, Au Gewerbegerichten sind auf grund des Gesetzes vom 29. Juni 1890 eingeführt worden in den sechs größten deutschen Staaten 179 Gewerbegerichte, nämlich 188 in Preußen, 13 in Bayern, 18 in Sachsen, 9 in Württemberg, 7 in Baden und 4 in Hessen; die Reichslande besigen noch kein einziges GewerbeProzeßbericht trug die Ueberschrift Die Bastille von An die Parteigenossen von Berlin und Umgegend! gericht. Die Mehrzahl der preußischen Gewerbegerichte kommt Elberfeld und die Freie Presse". Es wurde mitgetheilt, Bei der verflossenen Reichstagswahl hat die Lokalfrage wieder auf den gewerbereichen Westen. Die oftelbischen Provinzen des daß der Gefängniß- Oberinspektor Dölle sich durch jenen eine bedeutende Rolle gespielt. Während fast überall den Gegnern Königreichs haben, wenn man die Regierungsbezirke Potsdam Artikel beleidigt gefühlt habe und daß der Angeklagte Gewehr die Säle zur Verfügung standen, wurden unseren Genossen an und Schleswig ausschließt,' nur 52 Gewerbegerichte, die westdeswegen verurtheilt worden sei. Zum Verständniß des Pro- den meisten Orten die Lokale verweigert und somit der Agitation elbischen dagegen einschließlich Potsdam und Schleswig den Rest zesses waren einzelne inkriminirte Stellen des fraglichen Artikels für unsere Sache sehr geschadet. Es ist auch vorgekommen, daß von 81. Von den Regierungsbezirken fallen durch die große wiedergegeben. In dieser Erwähnung erblickte die Staats- Wirthe, die bisher ihre Lokalitäten hergaben, wenn sie einen Bahl der in ihnen errichteten Gewerbegerichte auf Potsdam anwaltschaft eine neue Beleidigung und erhob Anklage Wink von oben erhielten, ihre Busage zurücknahmen. und Posen mit 7, Siegnig mit 8, Breslau mit 9, Düsseldorf gegen den Redakteur Wilhelm Gewehr, der am 1. Oktober den Spandauerberg- Brauerei hatte bisher ihrem Defonom gestattet, mit 11 und Arnsberg mit 13 Gewerbegerichten, von denen allerProzeßbericht veröffentlicht und verantwortlich gezeichnet hatte. unserer Partei die Lokalitäten zu Versammlungen herzugeben. Das Landgericht Elberfeld sprach ihn jedoch am 18. April cr. Da in Spandau tein Lokal für uns zu haben ist, hielten die dings 9 abgezweigte Spruchkammern des Kreis Gewerbegerichts Altena sind. frei, da es die Voraussetzung des§ 193( Wahrnehmung be- Spandauer Genossen ihre Versammlungen auf dem Bock ab. rechtigter Interessen) für gegeben erachtete. Das Urtheil sagte Am 14. Juni, am Tage vor der Hauptwahl, sollte wieder eine in dieser Beziehung:„ Es ist davon auszugehen, daß eine Versammlung auf dem Bock" stattfinden, und nun wurde uns Redaktion das berechtigte Interesse hat, ihre Leser über Straf mit einem Mal das Lokal verweigert. Nochmals traten bei der prozeffe gegen einen ihrer Redakteure zu unterrichten und zu dem Zwecke Stichwahl die Spandauer Genossen an den Defonom heran, er Berichte über die Gerichtsverhandlungen zu bringen. Jedenfalls möge uns den Saal zur Verfügung stellen; jedoch war derselbe Der Verein deutscher Schuhmacher Filiale I Berlin ist der Angabe des Angeklagten Glauben zu schenken, daß er, dazu nicht zu bewegen, ja selbst als unsere Genossen bei der bezw. der Verfasser des Berichts bei der Abfaffung den Zwed Direktion vorstellig wurden und 300 M. Entschädigung boten, tagte am 8. Juli. Genosse Wagner hielt einen mit vielem verfolgt haben, die Leser über die Gründe, aus denen die Re- wurde ihnen die Antwort gegeben:„ Nach der Wahl, jeht nicht." Beifall aufgenommenen Vortrag über:" Die Ursachen der Verbatteure verurtheilt feien, aufzuklären, und daß er die ernste Ab- Dadurch nun, daß man uns das Lokal verweigerte, ist unsere brechen". Den Kollegen wurde nochmals das Stiftungsfest zum ficht gehabt habe, zur Wahrung der Interessen des Blattes zu Wahlagitation in Spandau sehr geschädigt worden. Am 6. Juli 9. Juli bekannt gegeben, und ein scharfer Tadel ausgesprochen handeln. Damit find die Voraussetzungen für die Anwendung fand auf Veranlassung des Spandauer Vertrauensmannes eine über das wenige Intereffe seitens der Kollegen gegenüber dem des§ 193 gegeben. Daß neben dem Angeklagten noch ein Ronferenz der Spandauer, Charlottenburger und Berliner Lokal- Schuhmacher- Fachblatt. Sämmtliche Vorstandsmitglieder nehmen anderer Redakteur im Vorprozesse angeklagt war, fann nichts tommission statt mit Hinzuziehung der dortigen Vertrauenspersonen. Abonnements entgegen, ferner Kollege Holzgrefe, Wasserthorverschlagen, da der Angeklagte berufen war, die Interessen Auf dieser Konferenz ist nach reiflicher Erwägung der Beschluß straße 45, 3 Tr. Die nächste Versammlung findet am 17. Juli sämmtlicher Redakteure zu wahren. Die Ueberschrift ist offenbar gefaßt worden, die Spandauer Bergbrauerei zu boykottiren und bei Henke, Blumenstr. 38, statt. nur gewählt, um durch Wiederholung der Ueberschrift des früheren nicht eher frei zu geben, bis uns Bedingungen garantirt sind, die Die freie Vereinigung der Zivil. Berufsmufifer be Artikels den Lesern zu zeigen, um was es sich handelt. Es mag vor solchen Vorkommnissen schüßen. Wir bitten nun die Geschäftigte sich in einer am 4. Juli cr. abgehaltenen Generalversammlung mit Antrage des Bergbrauerei schänken, diese £ 99 A8081 Joto I mo Versammlungen. auch die Absicht des ursprünglichen Artikels gewesen sein, nossen, alle die Wirthe anzuzeigen, wir dann veröffentlichen. nach welchem eine Anzahl von Mitgliedern, die als Arbeiter eine hinzustellen, in dem heute inkriminirten Artikel findet sich diese In Bichelswerder steht das Lokal von Adolf Winkel( Restaurant Beschäftigung oder als Pensionäre eine auskömmliche Pension Absicht nicht ausgedrückt." Die von der Staatsanwalt. Wilhelmshöhe) und in Pichelsdorf das Lokal von Witte zur Ver- beziehen, von der ferneren Mitgliedschaft ausgeschlossen würden. schaft gegen die Freisprechung Gewehr's eingelegte Revision fügung. Den Vorwärts" legt aus Bernhart, Pichelsdorfer- Nach einer lebhaften Diskussion gelangte der Antrag mit großer wurde am Montag vom 1. Straffenate des Reichsgerichts unter Straße. In Berlin hat unterschrieben und ist zu Versammlungen Majorität zur Annahme. Die Statuten fanden nach kurzer Defolgender Begründung verworfen:" Der Senat stimmt mit der zu haben Berliner Prater", Kastanien- Allee 8/9. Parteigenossen, batte die Zustimmung der Versammlung. Der Kollege Fallen. Reichsanwaltschaft darin überein," daß die Redaktion eines forgt dafür, daß obiger Beschluß seine Wirkung im Interesse berg wurde vom Verein ausgeschlossen, und die Vereinbarung Blattes ein berechtigtes Interesse daran haben kann, ihre Leser unserer Partei nicht verfehlt. mit dem Bund geselliger Arbeitervereine über den Tarif von der Versammlung gutgeheißen. über Strafprozesse gegen ihre eigenen Redakteure zu unterrichten. Es ist nun festgestellt, daß dieser Vericht auch nur gebracht ſei zum Zwecke der Wahrnehmung berechtigter Interessen. Dafür, " Die Botalfommission. J. A.: Julius Wernau, Rosenstr. 30. thillsing thi Briefkaffen der Redaktion. Achtung, Weber! Am 29. Juni wurden die Weber der daß noch andere Gründe zur Reproduzirung der beleidigenden Besams'schen Fabrit in Eimbeck durch Lohnreduzirung sowie Stellen vorgelegen hätten, war ein Anhaltspunkt nicht vorhanden. Maßregelung von acht Kollegen gezwungen, die Arbeit nieder Das Gericht war nicht verpflichtet, andere Zwecke zu erörtern, zulegen. Wir ersuchen die Kollegen, den Zuzug von Webern nach wenn es einen bestimmten Zweck für vorliegend erachtete." Gimbeck streng fernzuhalten. Der Zentralvorstand der Textil- und den Vertrag dem Wirth übergeben haben. arbeiter und Arbeiterinnen. J. A.: Karl Hübsch. J. Ks. Der Wirth ist gebunden, falls Sie unterschrieben F. B. Nein. Kein Feilschen, fein Handeln, sondern streng feste, sehr billige Preise. lus ban aside Wegen überfüllter Sommer- Läger Sommer- Ausverkauf zu bedeutend herabgesetzten, außergewöhnlich billigen Preisen, so weit der Vorrath reicht. Alle Preise sind in Zahlen an den Waaren ausgezeichnet. Geschäftshäuser Baer Sohn 1. Geschäftshaus ben limitan sast OTR 190 ind i udlan Herren- u. Knaben- Bekleidung med at miehist 2. Geschäftshaus 24a. Chauffeestraße 24a. 8. Brüdienstraße 8. V luni Wasch- Hosen für Don 1 Mk. an. 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Büsten, Bildern uogl. en gros, en détail.( tan verlange den Breistourant.)& Kinderwagen.andreaskr. 23. Hp dur bu b> mbali zisipo Neue Welt, Bergsgloß- Brauerei, Neue Welt,| Deutscher Tischler- Verband Hasenhaide No. 108. Sonnabend, den 15. Juli 1893: Gr. Sommer- Fest arrangirt vom Centralverband d. deutschen Brauer ( Zweigverein von Berlin und Umgegend) unter Mitwirkung des Gesangvereins ,, Gerstenähre( M. d. A.-S.-B.) Konzert, Spezialitäten- Vorstellung, fowie gr. Monstre- Feuerwerk, Kinderbelustigungen jeder Art. Grosser Sommernachts- Ball im Bal champêtre. ( Filiale Charlottenburg). Achtung Maurer! 246/8 Am Montag, den 10. Juli d. J., Abends 8 Uhr, im Lokale des Westen infolge Nichtgenehmigung am Herrn Krause, Bismarckstraße Nr. 76: Außerordentliche Versammlung. Tages- Ordnung: Da die Mitglieder- Versammlung des Unterſtügungsvereins der Maurer im 3. d. Mts. nicht stattfinden fonnte, findet die Versammlung mit derselben Tagesordnung am Montag, 10. Juli, Abends 8 Uhr, im„ Königshof", Bülowbittet Der Vorstand. 1. Umgestaltung des deutschen Tischlerverbandes zum Holzarbeiter- Straße 87 statt. Um zahlreichen Besuch Verband. Referent Herr Wiedemann- Berlin. 2. Diskussion und Stellung nahme zu derselben. 318/9 Verein Berliner Hausdiener. Herren, welche am Tanz theilnehmen, zahlen 50 Pfennig nach. Damen frei. in den„ Arminhallen", Kommandantenstraße Nr. 20: Dienstag, den 11. Juli, Abends 9 Uhr, Die Kaffeeküche steht den geehrten Damen von 2 Uhr an zur Verfügung. Kaffenöffnung 2 Uhr. Anfang 4 Uhr. Entree an der Kasse 30 Pf., im Vorverkauf 25 Pf., Kinder 10 Pf., dafür erhält jedes Kind eine Stocklaterne. Billets sind in den mit Plakaten belegten Handlungen, sowie bei den Vertrauensmännern der einzelnen Brauereien zu haben. Hierzu ladet freundlichst ein Das Komitee. 88/5 Yerb. deutscher Zimmerleute Lokal- Verband Berlin, General- Versammlung RF am Sonntag, den 16. Juli cr., Vormittags 91/2 Uhr, bei Boltz( Gartensaal), Alte Jakobstraße 75. Tagesordnung: 1. Vorstandswahl. 2. Wahl des Verbands- Ausschusses. 3. Abrechnung vom 1. Quartal 1893. 4. Verschiedenes. 360/16 In anbetracht der wichtigen Tagesordnung werden die Mitglieder erfucht, vollzählig am Plaze zu sein. Mitgliedsbuch legitimirt. Der Vorstand. J. A.: Max Leonhardt. Freireligiöse Gemeinde. Sonntag, den 16. Juli cr., in der Königsbank", Große Frankfurterstr. Nr. 117: Grokes Sommerfelt bestehend in Konzert, Vorträgen und Tanz unter gefälliger Mitwirkung des Gesangchors der Freireligiösen Gemeinde. Die Kaffeeküche ist von 3 Uhr an geöffnet. Anfang 4 Uhr. Programme à 25 Pf.( exkl. Tanz) find zu haben bei Decker, Schwebterstraße 245; Günther, Große Frankfurterstr. 74; Gragert, 3ionstirchplatz 5; Heber, Reichenbergerstr. 121; Pütter, Gerichtsstr. 28; Peege, Rüdersdorferstraße 48, sowie in den Geschäften von Rubenow, Brunnenstr. 134; E. Vogtherr, Stephanfir. 27a, Moabit; Börner, Ritterstraße 108; Gumpel, Barnimftraße 42; Tutzauer, Röpnickerstr. 250; Stöpel, Dresdenerstr. 32, sowie in allen Versammlungen. 416/10 Das Komitee. Ethische Gesellschaft. Am Sonntag, den 9. d. Mts., Abends 8 Uhr, Kommandantenstr. 20: Vortrag des Herrn Borchardt über: Moderne Ehe und freie Liebe." Ordentliche General- Versammlung Tagesordnung: und Ausgabe der Billets zu dem am 5. August im„ Böhmischen Brauhaus" 1. Mittheilung. 2. Vierteljahresbericht. 3. Aufnahme neuer Mitglieder. stattfindenden Sommernachts- Ball. 4. Verschiedenes und Fragekasten. Quittungsbuch legitimirt. Der Vorstand. 8066 Berliner Kranken- Unterstützungsu. Begräbnissverein f. Frauen u. Mädchen. Sonntag, den 9. Juli, in Kümpel's Lokal in Treptow, Köpnicker Landstraße a. d. Verbindungsbahn Zentral- Kranken- u. Sterbekasse der Maler u. verw. Berufsg. Deutschlands ( Eingeschr. Hilfstaffe 71). Montag, Abends 9 Uhr, bei Raabe, Ruppinerstr. 42: General- Versammlung der Filiale 1, Nord. Tagesordnung: 1. Bierteljährlicher Kassenbericht. 2. Vortrag. 3. Wahl der Krankenbesucher. 4. Verschiedenes. 8076 Die örtliche Verwaltung. Allgem. Kranken- u. Sterbekasse der Metallarbeiter ( E. H. 29), Filiale 2. Großes Sommerfest Gr. Mitglieder- Berjammlung am 10. Tagesordnung: bestehend in Concert, Gesang und Tanz. Bei eintretender Dunkelheit: 8 Uhr, in Krösche's Salon, Fichtestr. 29. Kinder- Fackelpolonaise, wozu jedes Kind eine Stoclaterne gratis erhält. Der Reinertrag ist für hilfsbedürftige Mitglieder bestimmt. Alle Freunde und Bekannte wollen den guten Zweck recht warm berücksichtigen. Billets à 20 Pf. find bei allen Vorstandsmitgliedern, fowie bei Frau Stolle, Oranienftr. 126, in sämmtlichen mit Plakaten belegten Handlungen und am 9. Juli an der Kasse zu haben. In dem 6000 Personen fassenden Lokal befinden sich 11 Kegelbahnen. Die Kaffeeküche ist von 2 Uhr an geöffnet. 407/11 Der Vorstand. J. A.: Fr. Freudenreich, Reichen bergersir. 3. Verband aller in der Metallindustrie beschäftigten Arbeiter Berlins und Umgegend. Morgen, Montag, den 10. Juli d. J., Abends 8½ Uhr, in Bolk' Salon, Alte Jakobstraße Nr. 75: Branchenversammlung der Klempner Tagesordnung: Pessimismus". 2. Diskussion. 3. Vorschläge zur Wahl eines Beißthers 1. Vortrag des Genossen Mattutat über: Ein Zukunftsbild des zum Vorftande. 4. Verbandsangelegenheiten und Verschiedenes. Um zahlreiches und pünktliches Erscheinen ersucht 230/11 Der Vorstand. 1. Rassenbericht. 2. Vortrag des Herrn Dr. Kochmann über: InfektionsKrankheiten. 3. Filialangelegenheiten. Um zahlreiches Erscheinen der Mitglieder ersucht Der Vorstand. Sozialdemokr. Arbeiter- Berein für Cöpenick. Ordentl. Generalversammlung am Dienstag, den 11. Juli, Abends 8 Uhr, im Lokale des Herrn Held, Müggelheimerstraße. Der Vorstand. NB. Den Mitgliedern zur Nachricht, nach Neue Mühle stattfindet. Abfahrt daß am 30. d. M. eine Dampferpartie früh präzise 8 Uhr vom Restaurant Linsener, Kiez. 104/10 Gauverein Berliner Bildhauer. Uhren- Fabrik Dienstag, den 11. Juni, Annenstrasse 16: Nach dem Vortrag gemüthliches Beisammensein und Tanz, Damen und General- Derlammlung. Herren als Gäste sehr willkommen. 142/7 Anhang zum Statut der Ort- Krankenkasse der Schneider zu Berlin. Verhaltungs- Regeln für erkrankte Mitglieder, welche Krankengeld beziehen. Auf Grund des§ 24 des Statuts und§ 26a 3iffer 2 a des Krankenversicherungs- Gesetzes werden hierdurch nachstehende Vorschriften erlassen: 1. Kaffenmitglieder, welche infolge einer Krankheit erwerbsunfähig werden, haben hiervon innerhalb drei Tagen nach dem Eintritt der Erwerbsunfähigkeit der Kaffenverwaltung unter genauer Angabe der derzeitigen Wohnung Anzeige zu erstatten. Ein während der Dauer der Erwerbsunfähigkeit eintretender Wohnungswechsel, sowie die Wiederaufnahme der Arbeit sind ebenfalls innerhalb drei Tagen der Verwaltung zu melden. 2. Dem Kranken- Kontrolleur muß zu jeder Zeit der Zutritt zur Wohnung des Kranken gestattet werden, und hat der Krante jede Auskunft zu ertheilen, welche sich auf die Krankheit bezieht. Der Krankenschein ist dem Kontrolleur stets vorzulegen und muß beim Verlassen der Wohnung für den Kontrolleur zurückbleiben, falls der Kranke sich nicht zum Arzt oder zur Kaffe begiebt. Tages- Ordnung: 117/18 Ersatzwahl des Vorstandes und der Revisoren. Bericht des Vorstandes und der Kommissionen. Der Vorstand. Verband der in Holzbearbeitungs- Fabriken und auf Holzplätzen beschäftigten Arbeiter und Arbeiterinnen Deutschlands. Filiale Berlin II( Nord). Sonnabend, den 22. Juli, int Weimann's Volksgarten, Badstr. 56 u. Pantstr. 25: Großes Sommer- Fest bestehend in Gr. Garten Konzert, Spezialitäten- Vorstellung und Ball. Anfang 4 Uhr. Entree 30 Pf. Die Kaffeeküche ist den geehrten Damen von 3 Uhr ab geöffnet. Billets sind in allen mit Plakaten belegten Handlungen, sowie bei sämmtlichen Vorstandsmitgliedern zu haben. Zu zahlreichem Besuch ladet freundlichst ein 174/13 Der Vorstand. Gustav Kersten Uhrmacher, etablirt seit 1869 Haupt- Depot: Luisenstr. 30 an der Marschallsbrücke, Kommandantenstr. 5 am Dönhoffspl. 4502L* 112 10 ( 9 8 3. Den ärztlichen Vorschriften haben die Kranken unbedingt Folge zu Verein deutsch. Schuhmacher Glashütter-, Union- u. Longines- Uhren. ( Filiale Berlin). leisten; insbesondere ist es ihnen nicht gestattet, ihre Wohnung außerhalb der ihnen vom Arzte bewilligten Ausgehezeit zu verlassen. Das Verziehen nach einem, außerhalb des Bezirkes der Kassenärzte gelegenen Ort während der Sonntag, den 9. Juli, Königsbank, Frankfurterstr. 117: Krankheit ist nur mit Genehmigung des Arztes und des Vorstandes gestattet. III. Stiftungsfest 5. Zuwiderhandlungen gegen vorstehende Vorschriften werden mit Ordnungsstrafen bis zu 20 Mark geahndet. 4. Den Kranken ist ferner der Besuch von Schanklokalen nur während der ärztlich vorgeschriebenen Ausgehezeit zum Zwecke der Ernährung gestattet; bestehend in Konzert, Vorstellung, Feftrede, Prolog, Tanz, unter gütiger die Vornahme irgend einer Beschäftigung oder der Genesung hinderlichen Mitwirkung des Theatervereins Aurelia( M. d. B. d. g. A.). Die Musit Handlung ist untersagt. wird von Mitgliedern der Freien Vereinigung der Zivil- Berufsmusiker ausgeführt. Dirigent: Herr Gartmann. Die Kaffeeküche ist von 3 Uhr an geöffnet. Jedes Kind erhält eine Stocklaterne gratis. Programme à 25 Pfg. find in allen bekannten Lokalen, sowie bei Stumpe, Kastanien- Allee 74, Hof 3 Tr. A. Fleischer, Höchstestr. 11, 2 Tr. Sperber, Weidenweg 5, 3 Tr. Kördel, Forsterstr. 7. Gudud, Bergmannstr. 89, zu haben. Die Vorstände. 6. Die Kaffe hat das Recht, die Strafgelder von dem Krankengeld in Abzug zu bringen. 7. Mitglieder, welche ihrem Erwerb nachgehen und gleichzeitig Krankengelb beziehen, unterliegen den Bestimmungen des Strafgesetzbuches. Vorschriften über das Mahnverfahren. D Auf Grund des§ 55 Abs. III des Krankenversicherungs Gefehes vom 10. April 1892 werden hierdurch nachstehende Borschriften über das Mahnverfahren erlassen: Arbeitgeber, welche die fälligen Beiträge an die Kassirer gegen vorgelegte Rechnung nicht begleichen, erhalten nach 8 Tagen eine Mahnung; für Diese Mahnung haben die Arbeitgeber folgende Gebühren zu zahlen: 1. Für Beiträge bis zu 3 M. 2. Don 3,10-15 M. 3. " " von über 15 M. exkl. des verauslagten Portos. Berlin, den 9. April 1893. Der Vorstand. 10 Pfg. 20 30 " 276/2 Kurhaus Friedenau. Sonntag, den 16. Juli 1893: VM do. mit Goldrand. do. stark in Silber m. Goldr. Anfer- Normal- Uhren 15 Steine filber. Damen- Uhren 10 Steine Unter 3 jähriger Garantie von jetzt av: Cylinder Remontoir- Uhren 6 Steine • M. 9 15 . " 17 " 33 " 18 W 25 " 45 " 12 • " · " 12 " mit Goldrand gold. Damen- Uhren 10 Steine, gestempelt gold. Herren- Uhren, gestempelt Regulateure. Wecker- Uhren, Ankergang Wecker- Uhren mit Musikwerk. ETS 249 Gr. Auswahl in goldenen u. silbernen Ketten, Ringen, Armbändern, Broschen, Ohrringen 2c., gold. Trauringe in allen Sorten und Größen stets vorräthig. Eigene Werkstatt für Reparaturen. Großes Volks- und Sieges fest Steinmetstraße 40, arrangirt vom Arbeiter- Bildungsverein von Friedenau, Stegliz u. Umg. bestehend in Konzert und Tanzkränzchen, humoristischen Vorträgen, ausgeführt vom Boltshumoristen H. Osang, Feftrede, Aufsteigen eines Luftballons, Feuerwerk, Kinderfackkeling. Anfang 4 Uhr. Entree 20 Pf. Herren, welche am Tanz theilnehmen, zahlen 40 Pf. nach. Jedes Kind erhält beim Eintritt eine Stocklaterne gratis. J. A.: C. Adler, Borsigender. R. Schütz, Schriftführer.• Vorstehende Verhaltungsregeln für erkrankte Mitglieder und Vorschriften über das Mahnverfahren wird hierdurch gemäß§ 26a Abfaz 2 Biffer 2a 357/2 refp.§ 55 Absatz 3 des Krankenversicherungs- Gesezes vom 10. April 1892 die Genehmigung ertheilt. Berlin, den 24. Juni 1898, A Gewerbe Deputation des Magistrats. Mugdan. Vorstehende Verhaltungsregeln bringen wir hiermit zur Kenntniß der Betheiligten und können Exemplare in Bureau, Stallschreiberstraße 36, vom 20. Juli cr. abgeholt werden. Berlin, den 8. Juli 1898. Der Vorstand. 278/10 Das Komitee. Achtung, Filzschuh- Arheiter! Große öffentliche Versammlung aller in der Filzschuh- Branche beschäft. Arbeiter und Arbeiterinnen Berlins und Umgegend am Montag, den 10. Juli, Abds. 8 Uhr, im alten Schützenhause, Linienstr. 5. Zages Ordnung: 166/8 1. Vortrag des Herrn Kretschmann. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Um zahlreichen Besuch bittet Der Einberufer: E. Weise. Ecke Groß- Görschenstraße. 800b Uur Hüte mit Kontrollmarken. 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