Nr. 65. Grscheint täglich außer Montage Abonnements- Preis für Berlin: Bierteljährlich 3,30 Mart, monatlich 1,10 Mart, wöchentlich 28 Pfg. frei in's Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags- Nummer mit bem ,, Sonntags: Blatt" 10 Pfg. Post- Abonnement: 3,30 Mart pro Quartal. Unter Kreuzband: Für Deutschland u.Desterreich- Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mark pro Monat. Eingetragen in der Post- Beitungs- Preisliste für 1891 unter Nr. 6469. Vorwärts TOD GIL 8. Jahrg. Insertions- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzeile oder deren Raum 40 Pfg., für Vereins- und Versammlungs- Anzeigen 20 Pfg. Inserate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr Nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 1 Uhr Mittags und von 3 bis 7 Uhr Nachmittags, an Sonn- und Fefttagen bis 9 Uhr Vormittags geöffnet. Fernsprecher: Amt 6, Nr. 4106. Berliner Bolksblatt. sdnisms Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: Beuth- Straße 2. Quonid dual doil Mittwoch, den 18. März 1891. tho Expedition: Beuth- Straße 3. dun Ensign Parteigenossen! " aller übrigen Länder erblickte in Louis Philippe das Kraft: am 13. März erhob sich Wien. Dort hatte der Ideal vollendetster Staatsmannschaft und die Aristokratie, genialste Staatsmann" seiner Zeit: Metternich, der Im Laufe der letzten Woche wurden von uns die Zirkulare welche die mittelalterlich- feudale Raubritter- Politik zurück- sich mit Louis Philippe in den Ruhm theilte, der beste betreffs der Festschrift: Arbeiter- Maifeier" versandt. ersehnte, erkannte die Vorzüge der modern- bürgerlichen Lenker der Menschen und Bändiger der Revolution zu sie verschluckte ihren Haß gegen den sein, seit vierzig Jahren sein Hauptquartier aufgeschlagen Bis heute sind uns sei es infolge von Wohnungsänderung, Raubpolitik Abreise oder dergleichen als unbestellbar von der Post bürgerköniglichen ,, Emporkömmling" und raubte um die von dort aus vierzig Jahre lang als Generalfeldmarschall der internationalen Reaktion den Kampf gegen zurückgeliefert worden die nach folgenden Orten gegangenen Wette mit der bürgerlichen Räuber- Kanaille. Sendungen and golds Und nun war der Bürgerkönig gefallen, sein Thron die offene und geheime Revolution geleitet. Bockenem bei Hannover, Bruchsal, Eberswalde, auf dem Bastilleplay vor der Julisäule von dem Volk Und siehe da, als die Revolution leibhaftig vor ihm Eklingen, Frankenberg i. S., Lehe, Stade. i als verbrannt. stand, verlor der Generalfeldmarschall der Reaktion das Wir bitten nun die Genossen an diesen Orten, uns Adressen Das Volk von Paris, das arbeitende Volk, die Konzept die Polizei versagte, die Armee konnte nicht zukommen laffen zu wollen, und knüpfen hieran die allgemeine betrogenen Sieger der Julirevolution, die Opfer der bürger- helfen er räumte das Feld und brannte durch nach Aufforderung, di spiegand königlichen Raubpolitik sie hatten ihre Revanche. London, um sich bei seinem Leidensgefährten Louis Philippe Das monarchische, reaktionäre Europa erbebte in Trost zu holen. d 7.81 überhaupt aus allen Orten, wo eine größere Anzahl von Parteigenossen ihren seinen Grundfesten. Während England und Belgien, mit Und nun war die Reihe an Berlin. sim Wohnsiz hat, uns Adressen einzusenden. ihren freien Verfassungen, dem Sturm vergleichsweise un- In Berlin gährte und brodelte es von dem Augen7 G3 genügt nicht, daß wie vielfach angenommen wird erschüttert widerstanden, geriethen die Polizei- und Militär- blick an, wo die Revolutionsbotschaft von Paris eingeaus jedem Wahlkreis je ein Vertrauensmann sich mit uns in staaten des Festlandes mit ihren festen" d. h. volks- troffen war. Die Nachricht aus Wien ermunterte das Verbindung setzt, wir müssen vielmehr, um gegebenen Falles mit feindlichen Regierungen mehr und mehr ins Schwanken, Volk, schüchterte die Regierung ein. Der König willigte den Genossen der einzelnen Orte in raschen und unmittelbaren die Zügel der Herrschaft entfielen den Händen der ohn in die Einberufung des Vereinigten Landtages, von dem Berkehr treten und ohne Verzögerung direkt Nachrichten mit- mächtigen rathlosen Gewalthaber, die sich für allmächtig das liberale Bürgerthum sich damals viel versprach, theilen und Erkundigungen einholen zu können, in allen einzelnen gehalten hatten, weil es ihnen gelungen war, die Ruhe des und in die Abschaffung der Zensur. Das königliche Orten der Wahlkreise die Adressen von zuverlässigen Partei- Kirchhofs" in ihren Landen herzustellen. Patent, das den Landtag berief, erschien am 18. März. genossen zur Verfügung haben und von allen Adreß- Aut heftigsten erschüttert wurde Deutschland Der Jubel war groß. Wohlgemerkt am 18. März! änderungen rechtzeitig benachrichtigt werden. nebst Desterreich. Jubelnd blickte das Volk hinüber Nachmittags zogen Tausende nach dem Schloß, um dem nach Frankreich, jubelnd glaubte es an den Anbruch einer König zu danken. Da reiten plöglich Dragoner in neuen Aera der Freiheit und Menschenverbrüderung. Die Menge hinein, und aus dem Schloßhof rückt eine Unterdrückte Hoffnungen wagten sich hervor und erstarkten Abtheilung Soldaten mit gefälltem Bajonnet. Schüsse zu Forderungen der bürgerlichen Freiheit. Der bürger- fallen und treffen. Wir bitten, diesbezügliche Mittheilungen baldigst an # 111. Auer, Razbachstr. 9 I, Berlin SW., gelangen lassen zu wollen. Mit sozialdemokratischem Gruße Der Parteivorstand. Der 18. März. lichen Freiheit, denn das Klassenbewußtsein fehlte, weil die Vorbedingungen der wirthschaftlichen Entwicklung " Wer hat den Befehl gegeben? Die Voltsstimme Sie sogenannte Geschichtsnoch nicht vorhanden waren. Gegen den Bundes- nannte den Schuldigen tag", diese Mißgeburt des Wiener Kongresses, richtete schreibung müht sich seit 42 Jahren ab, ihn zu verbergen. sich der allgemeine Haß, man schwärmte für ein„ einiges, freies Deutschland", jedoch ohne sich klar zu sein über Am 24. Februar 1848 trug das Volk von Paris, nach Wege und Ziele. Die Bourgeoisie war erst im Werden, Breitägigem Kampf, den Sieg davon über das Bürger- die Scheidung zwischen Bürger- und Arbeiterklasse noch tönigthum" Louis Philippe's, der im Juli 1830 nicht vollzogen. I. さ " Panischer Schrecken der auseinanderstiebenden Menge. Wir sind verrathen," tönt es in Berlin, wie vier Wochen vorher in Paris, als vor Guizot's Hotel die Schüsse aus Mißverständniß" fielen. " Auch hier sollte es ein Mißverständniß" sein. Aber Verrath! Zu den Waffen!" war die Antwort. Und Berlin erhob sich; im Nu wuchsen Barrikaden empor, die erbittert angegriffen, heldenhaft vertheidigt wurden. Berlin tämpfte. Der Kampf dauerte vom Abend an die Nacht hindurch. Tapferer ist nie in einer Straßenschlacht dem Volk von Paris die Früchte des Siegs über die Und jetzt war Bresche geschossen in die„ Ordnung" Contrerevolution der faulen landesverrätherischen, durch des alten Europa- die Revolution, 18 Jahre lang beLandesverrath mit Hilfe des reaktionären Auslandes in graben, war wieder auferstanden. Frankreich wieder eingesetzten Bourbonenmonarchie von Wie die Windsbraut, ehe sie mit voller Kraft hereinGottes und der Kosaken Gnaden heimtückisch abge- bricht, erst hier und da die zitternden Bäume schüttelt, schwindelt und 18 Jahre lang Frankreich ausgeraubt und dann losläßt, scheinbar ermattet, und plötzlich mit verder habgierigen, nimmersatten Bourgeoisie zur Ausraubung doppelter Kraft wieder zugreift, bis die Riesen des Waldes kämpft worden. überlassen hatte. Das enrichissez vous! bereichert getnickt werden, wie Schilfrohr so waren die ersten Am Morgen des 19. März hatte das Volk tegt, Euch! des bürgerköniglichen Ministers Guizot war Luftwellen des Revolutions- Orkans ziemlich harmloser die Truppen mußten sich aus der Stadt zurückzieh das Programm der Regierung Louis Philippe's gewesen. Natur mehr oder weniger unbestimmte Wünsche und am Nachmittag des 19. März trug das Volfe Todten Bereichert Euch!" und sie hatten sich bereichert, die Forderungen, Katzenmusiken, allerhand Radau-, aber die vor das Schloß, und jener Auftritt fand ſevolution sein französischen Herren Bourgeois. Und die Bourgeoisie Wellen wurden stärker und stärker und zeigten bald ihre greifende Tragik dem größten Dichter der End Feuilleton. dust Nachdruck verboten.] ( 14 Die Falkner von St. Vigil. Roman aus der Zeit der bayerischen Herrschaft in Tirol Und dessen erm auf dem Boden. blos gefragt, weil ich geglaubt hab', daß er wegen der Stafi Winters selbst aufertigte, lagen nebeenſchein, der LöffelLarseit gekommen wäre!" Einige Kauflustige nahmen sie Der Klosterbauer zog die Brauen in die Höhe. Er Franz achtete ihrer jedoch nicht, nn das eigentliche Gekonnte den Namen Larseit noch immer nicht nennen hören, schäft begann erst nach dem tesdienst. Er betrachtete ohne daß es ihm einen Stich gab. die jungen Männer, die er Len und scherzen hörte und „ Dacht' ich doch, wie ich Dich so daherkommen sah, sagte mißbilligend: daß Dich der Schelm im Nacken hat," rief der Müller." Schau mir Einer die Suben an! Haben sie nicht die Hüte mit Blumen beste and? Das wird lustig werden, als ob es Hochzeit gäbe? Ist " Jetzt zich schon die Schleus'!" D, es ist garnichts Spaßhaftes dabei," versetzte sie. denn kein Bayer in pizhörndl dort das Kreitfeuer aufvon Robert Sa, weichel. " Ich hab' nur nicht gewußt, daß der Ambros und die wann' mal von dem Pithörndl dort das Kreitfeuer aufWie sie aus brennt!" Afra hatte es wohl bemerkt und nicht sie allein, wie Larseit bekannt mit einander sind. Ambros fie Was giebt es denn?" fragte man und trat näher. Ambros Stasi angeredet und mit ihr den Kirchhof verlassen der Kirch' ist gekommen, da hat der hatte. Sie löfte sich aus dem Kreise, den ihre Freunde und gleich angesprochen und nachher sind sie zusammen fort- Das" Lachen have auf. Der Löffel- Franz spuckte erst aus, härtete. Verehrer um sie gebildet hatten, und schritt, sich in den Hüften gegangen." wiegend, auf ihren Mann und den Klosterbauer zu, die im" Ist doch ein Teufelsbub!" kopfschüttelte der Müller., Sch Gespräch beisammen standen. Sie mußte ein wenig Unheil Der Klosterbauer aber sah starr und scharf ins Blaue. stiften. Ungestraft sollte Ambros ihre Eitelkeit nicht beleidigt " Und ein hübsches Paar ist's," schilte Afra nach ihm, haben, und es fand sich wohl eine günstige Gelegenheit, sich voll das muß wahr sein. Schade, daß die Stasi so arm ist." an ihm zu rächen. Sie lächelte und ihr Mann, eine hagere,„ Unsinn!" rief der Klosterbauer grob und nahm ohne bereits von den Jahren gebeugte Gestalt, sah ihr, auf seinen weitere Rücksicht auf die schöne Afra das Gespräch mit Krückstock gestützt, wohlgefällig entgegen. ihrem Mann wieder auf. " Jst's denn wahr, Klosterbauer, daß der Herr Hannes Afra strich lächelnd an ihrer Schürze herunter heut predigen wird?" fragte sie und auf deffen Bejahung ging. fügte sie hinzu: Da müsset Ihr heut eine rechte Freud Von den männlichen Kirchenbesuchern hatte sich ein coßer haben!" " zufammenbevor er ant ein' nur so," grollte er. Den rothen Adler haben sie an die Kette gelegt und ihr seid lustig. Freilich, euch dat die Kette nicht. Die heiligen Gefäße und Geräths aften, die sie aus den Gnadenörtern weggenommen han, die verkaufen sie an die Juden, und die Juden taben damit am hellichten Tag auf den Gassen ihren Spott. Ist das nicht auch luftig?" Man murrte. Die Augen blickten finster und zornig, und eine Stimme rief:" Daß sie der Donner erschlag', die verfluchten Bayern und Juden!" Wird wohl nöthig sein, daß unser Herrgott sich der Theil auf dem Anger vor dem Kirchhof indem er sich breit hinstellte. " Hat mich auch Geld genug gekostet," versetzte Jener, gestellt, einige saßen auf der langen Bank an der Mauer. Sach' annimmt," bemerkte der Löffel- Franz, die Schultern Auf der äußersten Kante der Bank saß, sein Pfeifchen in die Höhe ziehend, denn ihr Sei still," warnte Einer und deutete mit den Augen Darum ist also Euer Ambros heut wieder' mal zur rauchend, der Löffel- Franz, so genannt von den geschnitten Dort standen Lisei und Kirch gekommen?" rief Afra. Löffeln, die einen Theil seiner Waaren ausmachten, mit denen über die niedere Kirchhofsmauer. er in den Bergen Handel trieb. Außer den Löffeln führte ihr Verlobter im Gespräch, und Wolf sah plöblich alle er Rechen, Schaufeli, Dengelstöcke, Schwefelspäne, Salz- Augen jenseits der Mauer mit einem Ausdruck auf sich gegefäße und dergleichen. Seine Waare, die er während des richtet, welcher ihm die Zornröthe in das Antlig trieb. Mann und der Klosterbauer lachte breit. " Haft wohl gemeint, um Deinetwillen?" scherzte ihr Afra zuckte die runden Schultern und sagte:„ Ich hab' unsterbliches Lied:„Die Todten an die Lebenden" eingegeben hat. Der König erschien auf dein Balkon und entblößte das Haupt vor den Opfern des Straßenkampfes. Und die Ätenge entfernte sich dann unter dem Gesänge des Kirchenliedes:„Jesus meine Zuversicht!" Beide Bilder ergänzeil einander— und offenbaren das Wesen der deutschen Märzrevolution.-- Es geschah, ivas geschehen mußte. Kein Plan, kein Ziel, keine Einigkeit auf der einen Seite, Plan und allmälig wachsender Muth auf der anderen. Das Bürgerthum erschrak vor seinen eigenen Thaten— es mißtraute den Arbeitern, uild die Arbeiter hatten noch kein Klassenbewußtsein, kein Programm. Die „Reaktion" wurde kühner und kühner, und am 9. November des„tollen Jahres",— an demselben Tag, wo in Wien auf der Brigittenau Robert Blum standrechtlich� erschossen ward,— zog W r a n g e l in Berlin ein und jagte die Nationalversammlung auseinander.— n. Wieder ein 18. März. Dreiundzwanzig Jahre sind vergangen. In Deutschland hat die Blut- und Eisen- Politik gesiegt— die„deutsche Frage" ist dynastisch gelöst worden, von oben statt von unten— das Haus Hohem zollern hat das Haus Habsburg„aus Deutschland hinauf geworfen" und auf den blutgetränkten Schlachtseldern Frankreichs die Kaiserkrone gewonnen. Frankreich ist über- wunden— die deutschen Truppen liegen noch vor Paris, obgleich der Krieg beendigt ist. Sie sind die Bundesgenossen der französischen Bourgeois- Regierung, die das Pariser Proletariat fürchtet und der Republik, welche nach dem Zusamnienbruch des Ncipoleonischen Empire bei Sedan gegen alle Verabredung gekommen war, gern den Garaus gemacht hätte— mit Hilfe der Deutschen, der Ausländer. Diese Herren Bourgeois sind so„pattiotisch"! Paris war das Hindern! ß. Paris sollte entwaffnet wer- den— das heißt das arbeitende Volk von Paris, das während der Belagerung Waffen und eine militärische Organisation erhalten hatte. Die Pariser Arbeiter gaben die Waffen nicht her, sie schickten die Sendlings der Bourgeoisregierung mit blutigen Köpfen heim. Das war der 18. März 1871. Wenige Tage später ward die Kommune ausge- rufen. Sie hat zwei Monate lang gelebt und gekämpft. Kein Tag ohne Kampf. Die deutschen Sieger lieferten der besiegten französischen Regierung durch Freilassung der Kriegsgefangenen eine mit jedem Tag sich ver- größernde Armee gegen die sozialistischen Arbeiter. Die Kommune war allein auf sich selbst gestellt. Das übrige Frankreich ließ sie im Stich. Den französischen Bauern und Kleinbürgern war der Sozialismus noch das Rothe Gespenst. Wir können hier nicht— auch nur in flüchtigen Um- rissen— die Geschichte der Kommune erzählen. Näheres findet der Leser an anderer Stelle, und in dem Buche Liffagaray's, das dort besprochen ist. Der Ausgang des ungleichen Kampfes war von vorn- herein nicht zweifelhaft. Nach zwei Monaten des Kampfes erlag die Kommune in der„blutigen Mai wo che". Obgleich die Kommune— außer in ehrlichem Kampf— kein Blut eines Feindes vergossen hatte— die Erschießung der Generale Lecomte und Thomas geschah vor, die der Geißeln nach dem Bestand der Kommune— hausten die Sieger unmenschlich, die ganze Barbarei ihrer Bourgeois-Zivilisation enthüllend. Tausende und Tausende wehrloser Gefangener wurden nach dem Kampf abge- schlachtet. Und, nachdem die Kriegsgerichte Monate lang gewüthet, wurden Tausende und Tausende auf viele Jahre gutem Gewissen hielt er den Blicken Stand, und als cv�ch daraus mit Lisei entfernte, sagte er bitter: j,"' bfist Du Dich selbst überzeugen können, wie sie gegen Jinnnt find." aber fragte:„Was leidet ihr die ®°uch. wenn ihr sie kennt?" s30?. leii>en wir, daß uns die Mücken stechen?* "N... d-° bch!»l? Er . Gleich daraus wß Löffel-Franz wieder allein auf d-'r S,-ch- ha«.«1 kannte, als er seinen Vater, gleich den Wb?wen m seine. Fußen sitzen sah, mochte er wohl Kaen Stolz empfinden und seine Seele den Druck abmerken der auf ihr gelastet hatte, so weit er zurückzudmken vermochte Er vre- d.gte über das achtundzwanzigste Gitel�K Matthäus. dessen Evanaelmm auf den Sonntag traf, und sein Tcrt und �auf �Erdem*e' ift �eben alle Gewalt im Himmel Den Klosterbauer berührten diese Worte eigenthümlick War denn der Mann aus der Kanzel nicht sein Sohn? nicht der Hannes, der sich in seiner Gegenwart stets so tchxü und gedrückt fühlte? Und nun rief er ihm, dem Kloster- bauer, vor der versammelten Gemeinde zu, daß ihm alle Gewalt im Himmel und aus Erden gegeben wäre! Noch seltsanier war es ihm, daß der Sohn ihm so etwas sagen durfte, und er still dazu sein mußte. Im Verlaufe der Predigt verlor sich dieser Eindruck, und nun saß er mit emporgezogenen Augenbrauen steif da, als ob es sein Amt wäre, jedes Wort aus der Wage des unbestechlichen Richters zu prüfen.� Die Glückwünsche seiner Freunde nach beendigtem Gottesdienst nahm er mit einer Miene auf, als ob es sich ganz von selbst verstände, daß ein Falkner gut gepredigt hätte. Cr nahm die Ehre des Erfolges auf sein Haupt; dem armen Hannes kam der neue Schößling, den des Vaters Hochmuth trieb, nicht zu Gut. Lisei war tief und freudig ergriffen, als sie den in den Kerker oder„auf die trockene Guillotine" nach Neu-Kaledonien geschickt. Und, nicht zufrieden, die besiegten Arbeiter abzu- schlachten, suchte man durch groteske Lügen und Ver- leumdungen auch das Andenken der Besiegten zu meucheln Vergebens! Die Arbeiter aller Länder begriffen, daß die Besiegten und Verleumdeten Fleisch von ihrem Fleisch waren—, sie erklärten sich eins mit den Pariser- Arbeitern, und auf dem Grabe der Kommune schloß das internationale Proletariat seinen Bruderbund, den keine Macht der Erde zerbrechen kann. Der 18. März 1848— ein Sieg, dem die Nieder- läge folgte. Der 18. März 1871— ein Sieg, dem die Nieder läge folgte. Doch welcher Fortschritt vom 18. März 1848 bis zum 18. März 1871! Am 18. März 1843 kaum ein Dämmern des Klassenbewußtseins, das Wort Sozialismus nur Wenigen bekannt. Am 18. März 1871 der erste welt geschichtliche Versuch, den Sozialismus in der Gemeinde und im Staat zu v e r w i r k l i ch e n— ein Versuch, der einzig am„Unverstand der Massen" gescheitert ist. Vom 18. März 1871 bis zur Gegenwart ist die Welt in politischer und ökonomischer Hinsicht noch viel rascher und weiter vorgeschritten, als vom 13. März 1848 bis zum 18. März 1871; und wenn wir sehen, wie die sozialistische Idee unwiderstehlich ihren Eroberungszug. ihren Triumphzug fortsetzt— wie ohnmächtig ihr gegenüber die Macht aller Feinde ist— dann können wir auch mit vollster Gewißheit sagen: es wird ein Tag des Sieges kommen, dem keine Niederlage folgen wird! J>olikisÄje Aelrerstphk. Berlin, den 17. März. Der Reichstag hielt heute vor seiner Vertagung, welche bis zum 7. April währen wird, seine letzte Sitzung. u Beginn derselben begründete der antisemische Abgeordnete i i in.n e r m a n n seinen Antrag aus Einstellung des ge- richtlichen Verfahrens gegen den Abg. Werner. Zimmer- mann wies nach, daß auch in diesem Falle eine Verletzung des§ 31 der Verfassung vorliegt. Das Haus stinimte fast einstimmig dem Antrage zu. Der Rest des P o st e t a t s wurde nach einer durchaus belanglosen, der der Reichs- d r u ck e r e i ohne Debatte angenommen. Zum Eisen- bahn- Etat lag eine Resolution des frei- sinnigen Abgeordneten B r ö m e l vor, in welcher eine Ermäßigung der Personentarife ge- fordert wurde, dieselbe wurde zurückgezogen und soll als Initiativantrag den Reichstag später beschästigen. Eine Reso- lution des Abg. Richter betreffend die Vorlage der Ergebnisse der Schien ensubmifsio n e n veranlaßt eine längere leb- hafte Diskussion zwischen den Abgg. Richter und v. Stumm, aus welcher König Stumm nicht ohne einige blaue Flecken hervorging. Die Resolution Richter wurde hieraus angenommen. Nach einer kurzen unwesentlichen Debatte über den Bau einer Eisenbahn in den Reichslanden schließt die Etatdebatte. Nach den Beschlüssen der dritten Lesung balanzirt der Etat in Ausgabe und Einnahme nnt 1 102 435 132 M., und zwar die sortdauernden Ausgaben 941 723 025 M., die einmaligen Ausgaben des ordentlichen Etats 71 721 279 M., die einmaligen Ausgaben des außerordentlichen Etats 83 990 828 M. DaS Etatsgesetz wird in der Schlußabstimmung im Ganzen gegen die Stimmen der Sozialdemo- k r a t e n angenommen. Das Anleihegesetz wird ohne Debatte ebenfalls genehmigt. Nach Annahme des Marine-Nachtragsetats und des Gesetzes über die kaiserliche Schutztruppe für Deutsch-Ostasrika wurde noch vom Abg. Schwartz über eine Petition referirt, worauf die Sitzung ge- Bruder aus der Kanzel stehen sah und ihn mit Wärme von seiner apostolischen Mission sprechen hörte. Feuchten Auges hing sie an seinen Lippen und wünschte, daß die Mutter noch diese Stunde erlebt hätte. Hatte doch die Mutter auf dem Todtenbette ihre Lieblosigkeit gegen Hannes bereut und ihn gesegnet! Afra sah sich unter der Predigt immer nach Anibros um. Er fehlte und Stasi auch. So war es denn unzweifel- hast, daß er nur uni des Mädchens willen vorher in der Kirche sich eingefunden hatte, und in dem Herzen der schönen Frau gohr es von Gefühlen, die mit der christlichen Liebe nichts zu schaffen hatten. Ihre Eitelkeit wetzte Messer für Ambros, der zur selben Zeit in dem Lärchenwalde über dem Gehöft der Wittwe Larseit lang ausgestreckt auf dem Rücken lag, Er hatte die Hände unter dem Kopfe gefaltet und schaute durch das feingefiederte Laub in den Himmel. Er dachte an nichts und träumte auch nicht. Ihn, der sonst immer etwas thun, imnier in Bewegung sein mußte und ein ewiges Treiben in sich verspürte, erfüllte zum ersten Male in seinem Leben eine wunschlose, selige Ruhe. Brütende Stille war um ihn. Erst als die Glocke von St. Vigil mit leisem Summen zu ihm herauf tönte, erhob er sich und trat unter die Bäume am Waldrande. In der Tiefe kamen die Menschen aus der Kirche, standen noch eine Weile in Gruppen bei- einander und zerstreuten sich dann heimgehend auf Wegen und Stegen, zwischen Feldern, Wiesen und Hecken. Er sah den Sägemüller und hinter ihm seine Frau der Brücke zu- schreiten, nachdem sie sich von seinem Vater und Lisei ver- abschiedet hatten, aber der Narben lacht, wer Wunden nie gefühlt. Er sah Jerg seine Schwester begleiten, während der Klosterbauer mit stattlicher Würde voraufging und er sah Herrn Moltenbecher mit seinem Bruder, den er unter- gefaßt hatte, über den Anger nach der Pfarre gehen. Hannes sollte heut bei seinem ehemaligen Lehrer speisen, und Ambros fühlte dabei, daß ihm sein eigener Magen eine Mahnung Sab und suchte den nächsten Abstieg in der Richtung des losterhofes. Das Saatkom der Verdächtigung, welches Vta» in die schloffen wird. Nach seinem Wiederzusammentritte wird de« Reichstag vorerst die zweite Lesung der Gewerbeordnungs- Novelle zu Ende führen.— Im Landtage gab es vor ganz beschlußunfähigem Hause eine vom freisinnigen Abg. B r ö m e l angeregte De- batte über die Eisenbahn-Tarife. Die Regierung erklärte sich nicht abgeneigt, eine Ermäßigung der Personentarife eintreten zu lassen, hüllte sich aber über die Art der Reform in Schweigen. Die Agrarier erklärten sich gegen jede Er- Mäßigung, weil dann die Arbeiter den patriarchalischen Ver- hältniffen der Heimath entfliehen und die Löhne steigen würden. Wir kommen auf diese interessante Debatte noch ausführlich zurück. Im Namen des Vorstandes der s o z i a l d e m o k ra- tischen Partei Deutschlands richtete Liebknecht folgende Adresse an unsere Pariser Freunde, die morgen oen Gedenktag der Kommune feiern. Dieselbe hat in deutscher Uebersetzung folgenden Wortlaut: An den Nationalrath oer französischen Arbeiterpartei. Genossen! Der Vorstand der sozialdemokratischen Partei Deusschlands beauftragt mich. Euch als Vertretern der französischen Sozial- demokratie zur Feier des 18. März die Brudergrüße der deutschen Sozialdemokratie zu übermitteln. Als im Oktober des vorigen Jahres die Genossen Fer- r o u l und G u e s d e von Euren Kongressen in Lille und Ca- lais kommend dem Halle'schen Kongreß die Grüße der fran- zösischen Brüder überbrachten, da antwortete ihnen ein viel- hundertstimmiges:„Hoch das sozialistische Frank- reich! Hoch das Frankreich der Arbeiter!", das sich mit dem„Hoch das sozialistische Deutschland!" Eurer Vertreter mischte. Das vielhundertstimmige Hoch des Kongresses von Halle war aber der Ausdruck des Fühlens und Denkens des sozialistischen Deutschlands, daS bei den Wahlen am 20. Februar 1890 IV» Millionen Männer an die Wahlurne geschickt hatte.— In Halle ward damals der Bruderbund feierlich er- neuert, den wir im Juli 1389 zu Paris besiegelt. Der 13. März— der Gedenktag der Berliner Er- Hebung von 1348 und der Pariser Kommune von 1871 ist zu einem internationalen Feiertag geworden, dessen man in unserem Deutschland in jeder Stadt, in jedem Orte, wo es Sozialdemokraten giebt, ernst gedenkt, um das gegenwärtige Geschlecht durch die Erinnerung an die Großthaten der Vergangenheit für die schweren Aufgaben der Gegenwart und die schwereren der Zukunft zu stählen. Wenige Wochen später wird ein zweiter inter- nationaler F e i e r t a g uns vereinigen: das Maifest, an welchem die deutschen Arbeiter Ein Herz und Eine Seele mit den Proletariern aller übrigen Länder in Achtung gi- bietender Einheitlichkeit und Zahl den Achtstundentag fordern und ihre Zugehörigkeit zur internationalm Gemein- schaft der arbeitenden Klasse bekunden werden. Wohl sagen Euch die Gegner, um Mißtrauen und Zwie- bracht zu säen, die deutsche Sozialdemokratie habe seit der Auf- Hebung des Sozialistengesetzes aufgehört zu sein, was st» war. Das ist eine lächerliche Verleumdung— w i r s i n d, was wir waren und was wir stets sein werden: Sozialdemokraten. Genug— wir reichen Euch zum Gedächwiß an Euren und an unseren 16. März die Bruder- Hand über den Rhein und die Vogesen. Der Weltfriede liegt jetzt in der Hand des französischen und des deutschen Volkes. Möge es unseren vereinigten Anstrengungen gelingen, den Chauvinismus der besitzenden Klassen zu überwinden und durch die Friedensliga des internationalen Proletariats der kapitalistischen Ausbeutung, welche die Mutter des Klassenkampfes und des Kriegs ist, auf ewige Zeiten ein Ende und die Verbrüderung der Menschen und der Völker zur Wahrheit zu machen. Mit sozialdemokratischem Gruß Berlin, den IS. März 1391. W. Liebknecht. Brust des Klosterbauers gesäet hatte, war auf steinigen Acker gefallen. Es war ungereimt, daß Ambros irgend- wie ernstlich an die Tochter Kaspar Larseits denken sollte, ;udem war ja Hartwanger auf der Brautschau für ihn, und )er Klosterbauer dachte so wenig noch an Äfra's Aeuße- rungen, daß kein Argwohn in ihm erwachte, als AmbroS während des Essens freimüthig gestand, daß er die Predigt des Bruders gar nicht angehört hätte. „Auf die Berg' bin ick gestiegen und Hab' in den immel hineingeschaut, ob den Engeln denn wirklich das erz im Leib' lacht,* setzte er hinzu. Da ließen Alle ftagend die Messer ruhen und Ambros erklärte:„Ja, hast Du es denn nimmer gehört, Vater? Die Muhme Vefa behauptet's, daß Sonntags selbst den lieben Engelein der Mund wässerig wird, wann sie den guten Geruch von ihrem Kochen, Backen und Braten aus dem Pfarrschornstein verspüren. Und weil heut der Hannes dort zu Gast ist, da giebt's gewiß eine Extrafreud' für sie.* „O, Du gottloser Bub' Du," schalt der Klosterbauer und schmunzelte. Lisei aber sah ihn bekümmert an und als sie ihn Nach- mittags auf der Gallerie pfeifen hörte, ging sie hinauf, um mit ihm über Stasi zu reden. Denn auch sie hatte ihn mit dem Mädchen fortgehen sehen und konnte sich daher leicht vorstellen, weshalb er die Predigt geschwänzt hatte. Er putzte an seinem Stutzen und ließ sich in seinem Pfeifen durch Lisei's Kommen nicht stören. Sie setzte ich auf einen umgestürzten Zuber und sah ihm schweigend zu. „Schieß' schon los," rief er endlich.„Jetzt fall ich doch die Predigt zu hören kriegen, aus der ich weggelaufen bin." „Ich wollte, ich könnte zu Dir reden, wie es unser Herr Hannes versteht," seufzte die Schwester.„Denn Zeit wär's wohl endlich, daß Du zum Guten einlenkst. Ach, Brosi, soll denn das immer so fortgehen in Saus und Braus? Der Vater wünscht auch, daß Du ein gesetzter Mensch würdest. Ihm könntest Du mit nichts eine größere Freud' machen. Du solltest doch daran denken, daß Du der ünftige Klosterbauer bist und daß Du alt genug bist, endlich ans Heirathen zu denken, meint der Vater." (Fortsetzung folgt.) Die ablehnende Haltung unserer Regierung in Sachen das bekannte„ Et propter vitam vivendi perdere causas" Industriestaaten sind, in denen die Zunahme des amerikanischen Schweinefleisches wird immer un- und um das Leben zu retten vernichteten sie die Bedin- des Schulbesuchs nicht gleichen Schritt hält mit der Zunahme haltbarer, denn die Bedenken gegen dessen Einführung werden gungen ihres Lebens hier anzuwenden, denn mit der der Bevölkerung. von amerikanischer Seite widerlegt. Eine Depesche meldete Sache der Matrofen gaben die Docker ihre eigene Sache Kalifornien( 39,72-37,33); Connecticut( 19,84-6,68); hierüber: In Beantwortung einer Interpellation betreffend die Ver- Preis. Freilich ist es mehr wie fraglich, ob ihr Beistand die Niederlage der Ersteren hätte verhindern können. handlungen im deutschen Reichstage über gesalzenes amerikanisches Schweinefleisch erklärte der amerikanische Sekretär der Land wirthschaft, Rust, das diesbezügliche, kürzlich vom Kongreß angenommene Gesetz garantire eine sorgfältigere Untersuchung des Fleisches, als solche in irgend einem Lande der Welt stattfinde. Die Vereinigten Staaten hätten lange Zeit die unwahren Angaben über ihr gesalzenes Fleisch geduldig ertragen; aber der Zeitpunkt fei jetzt gekommen, wo ein ungerechtes Verbot aufhören müsse. Die Beseitigung dieses Uebelstandes, soweit sie die Geseze des betreffenden Landes gestatteten, müsse feiner Meinung nach verlangt werden. Massachusetts( 25,57-17,33); New- Hampshire( 8,51-7,51); ver= Ohio( 14,83-5,98); Pennsylvanien( 22,77-1,59); Wisconfin( 28,23-16,97) und Wyoming( 192,01-142,59) sind Den Züricher Kantonalrath beschäftigte vor Staaten mit vorwiegend industriellem oder wenigstens immer gestern noch einmal die Ruffen- Ausweisung. Die" Frank- mehr sich entwickelndem industriellem Charakter. Die standafurter Zeitung" meldet hierüber: Anläßlich des Rechenschaftsberichtes der Regierung kon Pennsylvanien, mit seinen unerschöpflichen Bergwerken und löseste Rolle spielt der Haupt- Industriestaat der Union, statirte die kantonräthliche Kommission, die angefochtene Photographirung der bei der Bombenaffaire Ausgewiesenen kolossalen Eisenfabriken. Hier, in diesem Paradies der als lediglich auf Befehl des Bundesrathes geschehen. Haupt- amerikanischen Bourgeoisie" und dieser Hölle der ameritamann Fischer protestirte gegen die verleumderischen Gerüchte nischen Arbeiter" hat sich die Bevölkerung innerhalb der bezüglich einer unzulässigen Verbreitung der Bilder. Der letzten 10 Jahre um nahezu ein Biertel Sozialdemokrat Lang schob das damalige Mißtrauen auf die mehrt, der Schulbesuch aber nur um anderthalb Prozent! Doppelmaßregel, die Photographirung und die Signalisirung Mit anderen Worten, die Bevölkerung hat sich 15 Mal im eigenen Polizei- Anzeiger, während der ausgewiesene Wohl so rasch vermehrt als der Schulbesuch! gemuth nirgends figurirte. Und Pennsylvanien war lange Beit wegen seines treff Die beschäftigungslosen Arbeiter, welche gestern wegen des Bei der Jahresfeier für Mazzini kam es in lichen Schulwesens berühmt. Regens und der polizeilichen Maßregeln tein Meeting abhalten der italienischen Stadt Livorno zu Zusammenstößen mit Mit Recht fordern unsere Genossen in Amerika die fonnten, vereinigten sich heute in größerer Zahl und verder Polizei. Ein römisches Telegramm meldet hierüber: Einführung des Schulzwanges, oder richtiger der suchten, sich von den höher gelegenen Quartieren in einem Nach einer Meldung der„ Fanfulla" sind bei dem gestrigen Schulpflicht, gegen deren Einführung sich die Zuge nach der inneren Stadt zu begeben und dort die üblichen Zusammenstoß in Livorno über 60 Personen verhaftet worden; amerikanische Bourgeoisie bisher mit Händen und Füßen Proteste vorzunehmen. Die Polizei schritt ein und verhaftete in der Nacht wurden noch einige Verhaftungen vorgenommen. gesträubt hat,- und in den meisten Staaten leider ernach den gesetzlichen Aufforderungen zum Auseinandergehen Fast alle Verhafteten führten verbotene Waffen mit sich. Der folgreich. etwa 20 der Demonstranten." Gestern fand in Rom eine von der Polizei behinderte Demonstration der Arbeitslosen statt. Eine römische Depesche meldet hierüber: " 3116 In Frankreich sollte die große Debatte über die von Méline, dem Führer der Hochschutzöllner, beantragte& r= höhung der Bölle vor Ostern stattfinden, dieselbe wurde aber auf die letzten Aprilwochen vertagt. Jm französischen Parlamente ist ein Anmeldet: trag auf Einführung der Arbeiterverfi cherung gestellt worden. Ein Telegramm meldet hierüber: Mehrere Deputirte haben einen Antrag eingebracht, wonach die in gefährlichen Industrien beschäftigten Arbeiter bei einer durch Arbeitsunfälle verursachten Arbeitsunfähigkeit eine Rente in Höhe des halben Jahreslohnes, respektive eine zeitweilige Entschädigung in Höhe des halben dem Arbeiter entgehenden Lohnbetrages erhalten, im Todesfalle sollen den Erbberechtigten zwei Drittel dieser Rente zufallen. Ueber die Maifeier in England schreibt unser Londoner Korrespondent: Am legten Donnerstag hat der Londoner Trades Council in einer Sizung, an der gegen 130 Delegirte theil nahmen, mit an Einstimmigkeit grenzender Mehrheit folgende Resolution beschlossen: Der Londoner Trades Council wirkt Hand in Hand mit dem Komitee für die Achtstundengesetz- Demonstration für die Veranstaltung einer Riesendemonstration am 3. Mai zu Gunsten des gesetzlichen Achtstunden-( Arbeits-) Tages." A -w Gerichts- Beitung. Opinione" zufolge wurden in Livorno noch drei Polizei- Wie der Leser bemerkt haben wird, befindet sich auch Agenten und drei Zivilisten leicht verwundet. yal Massachusetts, der auf seine Bildung pochende In den ganzen Vereinigten Staaten herrscht große puritanische Musterstaat mit seiner lilienreinen Muster- und Aufregung wegen der Vorgänge in New- Orleans, über die Muckerstadt Boston unter den Staaten, in welchen der ein Beweis, wir schon kurz berichtet haben. Telegraphisch wird ge- Industrialismus die Volksbildung erdrückt daß kein Wissenschafts Firniß und kein HumanitätsUnter den Italienern in den Vereinigten Schaugepräge die Barbarei der Bourgeoisie- Gesellschaft zu Staaten herrscht überall eine ungeheure Aufregung. In mildern oder gar zu beseitigen vermögen. Chicago und Pittsburg hielten dieselben Meetings ab, um gegen die Vorgänge in New- Orleans zu protestiren, sowie die Bestrafung der an der Metzelei Betheiligten und Schadenersatz für die Opfer der Lynchjustiz zu fordern. Der Staatssekretär Blaine wendet hiergegen ein, daß, falls Italien auf Schadenersatz für die Familien der Gelynchten bestehe, die Bundes- St.-G.-B.) hatte sich Genosse Albert Auerbach gestern vor Wegen Aufreizung der Bevölkerungsklassen(§ 130 regierung dem Kongreß eine hierauf bezügliche Vorlage machen der 2. Straffammer des Landgerichts I zu verantworten. Am müsse, da der Regierung hierzu feine Mittel zur Verfügung 4. Dezember fand im Saale der Brauerei Friedrichshain eine ständen. Die Italiener sind über das Verhalten des italient Bersammlung des Freifinnigen Vereins ftatt, zu welcher alle schen Konsuls in Cincinnati start entrüftet, weil dieser Sandlungsgehilfen eingeladen waren. Tagesordnung war„ Stellung behauptet hat, daß die Italiener in New Orleans der Handlungsgehilfen zur Sozialdemokratie". Nach dem Referat zweifellos der gemeinsten, gefährlichsten Boltsklasse an des Herrn Noah fand eine lebhafte Debatte statt, in welcher gehörten und viele von ihnen ungestraft Mordthaten begangen hätten. Barsotti, der Chefredakteur des italienischen hauptsächlich die Lage der Handlungsgehilfen und die Mittel New- Yorker Blattes Progreso", leugnet überhaupt, daß es in sur Besserung besprochen wurden. Seitens des Herrn Noah fiel dabei das Wort: New- Orleans eine Mafia gebe. Diese Behauptung jedoch erDie Handlungsgehilfen sollten sich schon regt in New- York nur Lachen. Padre Manorrita, der ita wegen des revolutionären Charakters der Sozialdemokratie, welcher aus dem beliebten Versammlungslienische Priester in New- Orleans, der stets gegen die Mafia schluß mit einem Hoch auf die internationale, revolutionäre predigte, glaubt nicht, daß durch die Lynchjustiz von Sonnabend die Mafta ausgerottet werden würde, er erwartet im wendet sich Genosse Auerbach und hielt den Freisinnigen vor, Sozialdemokratie hervorgehe, derselben fernhalten. Hiergegen Gegentheil neue Rachethaten, eine Erwartung, welche durch daß sie, wenn sie gegen die Revolution sprechen, ihre Vorfahren die ihm selbst, wie andern Personen zugegangenen Drohbriefe verleugnen. Diese hätten 1848 den Schloßplay auch nicht mit der Mafia bestätigt wird. Die Presse von New- Orleans erRosenwasser ebenfalls mit besprengt, sondern flärt sich einstimmig mit der Lynchung der Italtener einverSäbel, Gewehr und und Barrikaden eine Befferung er= standen. Die angeseheneren Bürger der Stadt bleiben bezwingen wollen. waffnet und haben eine eigene Geheimpolizei organisirt, Ein jeder große Kulturfortschritt sei mit Waffengemalt erzwungen worden und so würden auch wir, wenn uns mit bewaffneter Macht Widerstand gegen die Einfüh rung unserer Reformen geleistet würde, vor einem Gebrauch der Waffe nicht zurückschrecken. " Nicht nur die Annahme dieser Resolution, die von den Delegirten der Londoner Mitglieder des großen Gewerkvereins der Metallarbeiter beantragt worden war, sondern überhaupt die ganze Behandlung des Gegenstandes im Trades Council ist für den neuen Geist, der in diesee Körperschaft eingezogen, bezeichnend. Vor einem Jahr Die Kulturfeindlichkeit des Kapitalismus lehnte der Trades Council mit Mehrheit ab, sich mit der tritt uns in all seinen Früchten und Auswüchsen entgegen. Achtstunden- Liga überhaupt in Verbindung zu setzen, er wei- Wir wollen uns hier nur auf die eine Thatsache begerte sich sogar, eine Kommission derselben zu empfangen, weil schränken: die Hindernisse, welche das industrielle und kom- sagt hätte:" Gin jeder Kulturfortschritt ist durch Gewalt eingeIn der Anklage wird dagegen behauptet, daß Auerbach geFrau Aveling, die derselben angehörte, keine Arbeiterin sei. merzielle Ausbeuterthum der Volksbildung entgegen- führt worden, vor einem gewaltsamen Umschwung scheuen auch Diesmal wurde die Kommission empfangen, obwohl ihr setzt. Der Haß der Fabrikanten und Gutsbesitzer gegen die wir nicht zurück, auch wir sind nicht abgeneigt, von der Gewalt Sprecher, Dr. Edw. Aveling, jedenfalls viel weniger Ar- Volksschule und Fortbildungsschule ist be Gebrauch zu machen." beiter im Sinne der Gewerkvereins Praxis ist, als seine fannt und während der jüngsten Debatten über das so- Diese Behauptung wird durch eine umfangreiche BeweisFrau. Ferner war im Vorjahre Niemand mehr thätig ge- genannte Arbeiterschutz- Gesez kam dieser Haß ja zu ſehr Bersammlung überwacht und auf Grund des von ihm aufge aufnahme festzustellen gesucht. Polizeilieutenant Vogel hat jene wesen, den Anschluß an die Achtstundengesetz- Demonstration Seutlichem und kräftigem Ausdruck. zu hintertreiben, als Drummond, der Sekretär des Vereins Je mehr das Kind lernt, desto weniger eignet es sich Laut festgestellt. Fünf weitere Beugen, von denen zwei als nommenen stenographischen Berichts diesen Wortder Londoner Schriftseher. Diesmal that Herr Drummond zum Lohnstlaven, und je mehr Zeit das Kind in der Schule Belastungszeugen geladen, werden vernommen; alle nichts dergleichen, sondern hielt eine Rede zu Gunsten der zubringt, desto weniger Zeit hat der Unternehmer, es aus zusammen bekunden, aus den Worten des Angeklagten nur Resolution. Er stehe zwar persönlich noch auf demselben zubeuten und Mehrwerth" aus ihm zu pressen der Haß den Sinn gehört zu haben, daß bei einem Widerstand Standpunkt wie im vorigen Jahre, meinte er, aber seine Geist also vom Standpunkte des Kapitalismus durchaus gegen die Kulturbestrebungen die Sozialdemokratie Dor werkschaft, die er vertrete, sei für ein Achtstundengesetz, und natürlich. ber Gewalt nicht zurückscheuen würde. Mithin also er fühle sich verpflichtet, der Ansicht seiner Mandatgeber AusAngeklagte im mit feiner Behauptung Jett liegt uns über den Schulbesuch in den Verder Recht druck zu verleihen. Die Beit sei gekommen, wo Diejenigen, die einigten Staaten von Nordamerika eine gramm des olizeilieutenant Bogel. Derfelbe wendet fet. Dem gegenüber steht einzig und allein das Stend nicht in der Lage seien, für den gesetzlichen Achtstundentag statistische Tabelle vor, welche die kulturfeindliche Thätigkeit ein, daß er sehr nahe bei dem Angeklagten während deffen Rede einzutreten, mit sich zu Rathe gehen sollten, ob es noch des Kapitalismus grell beleuchtet. flug und richtig von ihnen sei, demselben zu opponiren." gesessen habe, es habe eine große Unruhe, fortwährende Nach dem letzten amerikanischen Zensus verhielt sich in Zwischenrufe 2c. geherrscht, so daß die weit ab Sizenden mit Mit anderen Worten: der Strom ist unter meinen Mandat nachstehenden Staaten der Union die Zunahme der Be- ihrer Auffassung sehr leicht im Irrthum sein können. Dagegen gebern so start, daß es hoffnungslos ist, noch länger gegen völkerung zur Zunahme des Schulbesuches innerhalb des befunden wieder alle 5 Zeugen, daß gerade als Auerbach ihn zu schwimmen. letzten Jahrzehnts wie folgt: So sprechen alle Vorzeichen dafür, daß wir in diesem Jahr eine Demonstration im Hydepark haben werden, so gewaltig wie nie zuvor und zugleich von einem und demfelben gemeinsamen Gedanken beseelt. Je großartiger sie ausfällt, um so mehr größer die Aussichten, daß schließlich doch der erste Mai hier der Festtag der Arbeit" werden wird. Der Erfolg im vorigen Jahre war eine allgemeine Ueberraschung, in diesem Jahre muß es sich zeigen, ob wir es nicht mit einem einmaligen Strohfeuer zu thun gehabt. Der Kampf zwischen der Schiffsherren- Föderation und der Matrosen- und Heizerunion in England ist, wie wir schon gemeldet haben, endgiltig zu Ungunsten der Letzteren entschieden, einige in letzter Stunde unternommene verzweifelte Manöver ihres Vorstandes ließen die komplete Niederlage nur noch deutlicher erkennen. " Staaten 2c. Arizona. Californien Connecticut Distrikt Columbia Louisiana Maine Maryland Massachusetts. Montana New Hampshire. Nord Carolina Ohio. Pennsylvanien. Rhode Island Süd Carolina Dakota Vermont • Virginien • Wisconsin. Wyoming • BevölkerungsZunahme in Prozenten. Zunahme des Schulbesuches in Prozenten. 17,33 47,78 85,85 39,72 37,88 19,84 6,68 29,71 39,59 19,01 53,52 1,87 11,49 7,38 22,85 25,57 237,49 260,12 8,51 7,51 17,59 27,65 14,83 5,98 22,77 1,59 die 15,63 24,94 27,49 50,89 234,60 563,86 0,04 9,48 55,06 28,23 10,42 16,97 192,01 142,59 N diese Aeußerung gethan habe, kurz vorher eine bringende Ermahnung zur Ruhe ergangen sei, und do her gerade bei der Widerlegung der oben zitirten Wer des ebenfalls als Zeugen geladenen Herrn Noah feitens err bach's die denkbar größte Ruhe geherrscht habe, erbach Noah verwahrt sich ferner dagegen, den Angeklagten sarischen denunzirt zu haben, er sei als Zeuge zur komend, nicht Vernehmung geladen und gebe nur der Noth geho dem eigenen Triebe", überhaupt Seugniß ab. sanwalt( Herr In seinem Plaidoyer bezweifelt ber Stgtenogramm Müller 11) die vollkommene Suhe, stellt daselbst, wenn Auerals allein maßgebend hin, und führt aus, blaut gebraucht hätte, bach nur den von ihm zugestandenen tragt drei Monat Ge auch dies nach§ 180 strafbar sei! Er b fängniß. Der Bertheidiger, Herr Rechtsaben Sinn der Worte Auer aus, daß selbst die Belastungszeug je de Bestrafung aus bachs in einer Weise auffassen, tönne unmöglich als maßgebend schließe, das Stenogramyache, daß gerade der Stenograph betrachtet werden, es sei Then rechten Eindruck habe, die Bevon dem Sinn der Rede e, der Ausdruck eines Redners gehe 19ihm vollständig verleden vorliegenden Fall. tonung ganz wichtiger Gerade hierin aber liege die Der Zu Freisprechung. Unser Londoner Korrespondent schreibt uns hierüber: Jetzt hat der Vorstand auch auf den letzten Schein von Widerstand verzichtet und an die Mitglieder der Union ein Rundschreiben ergehen lassen, worin denselben freigestellt wird, Föderationskarten zu nehmen, d. h. sich den Bedingrößte Bedeutung anzen gebe ein rechtes Bild von dem gungen der Schiffsherren- Föderation zu unterwerfen. Die fanimenhang des Thatsache, daß von der Begründung des desanzen Folgen dieser Niederlage werden leider nicht auf sich warten Man sieht, die Liste ist nicht vollständig; und ins Christenthums kulturfortschritte mit Gewalt der Waffe eingeführt Gesagten. Es zur Gründung des Deutschen Reiches hinauf Lassen. besondere ist zu bedauern, daß New- Yort, der größte alle derartige fehle der im§ 130 vorgesehene Begriff„ BeUnd es sind nicht nur die Angehörigen des Matrosen- der Einzelstaaten fehlt. und Schiffsheizer- Berufs, die von ihnen werden betroffen seien. Ferassen" vollständig. bis 3 Menschen, die den Redner Auf den ersten Blick fällt die Ungleichmäßigkeit völkerungben haben, seien doch keine Bevölkerungsklassen. Gr werden. Bei den verschiedenen Kämpfen der Dock- und der Prozentsätze auf, in dem kleinen und alten Staat mißver Hafenarbeiter war der Beistand der Matrosen- und Heizer- Vermont blos 0,04 Bevölkerungszunahmed. h. beinahe beaner Angeklagte weist darauf hin, daß er fast nur von geunion von nicht geringer Bedeutung, die Blokade eines Stillstand, in dem neuen Staat Montana 237 Prozent, wschaftlichen Sachen gesprochen habe, die Aeußerung der Docks oder einer Verladungsfirma nur durchzuführen, wenn und in der Zunahme des Schulbesuchs 1,59 im alten Staat ntlage fei nur beiläufig gefallen, übrigens habe derselbe sie sich derselben anschloß, der Stoß, den ihr Ansehen und ihre Pennsylvanien, und 563 Prozent im neuen Staat Dakota Herr Polizeilieutenant bereits einmal ein von ihm in einer VerSchlagfähigkeit erlitten haben, muß also auf alle, das sind gewaltige Unterschiede, die sich in der Haup sammlung gebrauchtes Bild von Peinigern und Geißelruthe falsch mit der Hafenindustrie in Verbindung stehenden Branchen sache aus den raschen Bevölkerungsverschiebungen erklären, aufgefaßt, es habe wohl Vernehmung stattgefunden, eine Anklage zurückwirken und auch deren ohnehin erschütterte Aktions- wie sie nur in„ neuen" Ländern möglich, und insbesondere aber sei nicht erfolgt. Er bitte um volle Freisprechung. fraft beeinträchtigen. Die Dockerunion 3. B. ist heute so Amerita eigenthümlich sind. Nach langer Berathung verkündet der Gerichtshof das wenig im Stande, einen Kampf im größeren Umfange zu Noch interessanter und weit lehrreicher sind die Unter- Schuldig". Im Urtheil wird dem Stenogramm volle Beweisführen, daß sie von der ursprünglich zu Schutz und Truß schiede in den beiden Prozentsätzen der einzelnen auf legalem Wege, ohne Gewaltanwendung sei nicht denkbar, die fraft zugesprochen. Eine Umwälzung der Gesellschaftsordnung geschlossenen Föderation der See- und Hafenarbeiter- Orga- Staaten. Bei den einen Staaten übersteigt sie Zunahme Beit, in der das geschehen würde, komme nicht in Betracht. Es nisationen in dem Augenblick zurücktreten mußte, wo sich der Bevölkerung die Zunahme des Schulbesuch bei den feien die Arbeitnehmer gegen die Arbeitgeber aufgereizt worden, dieselbe grade bethätigen sollte, und dadurch die Niederlage andern ist es umgekehrt. Und wenn wir die letteren Staaten und daher der Angeklagte schuldig und mit 300 Mt. Geldstrafe der Matrosen- 2c. Union entschied. Man ist beinahe versucht, genauer betrachten, so finden wir, daß es gerade die zu belegen. Theater. Mittwoch, den 18. März. Opernhaus. Tannhäuser und der Sängerkrieg auf der Wartburg. Schauspielhaus. Was ihr wollt. Leffing- Theater. Thermidor. Berliner Theater. König Richard II. Deutsches Theater. Die Kinder der Exzellenz. Friedrich- Wilhelmstädt. Theater. Der Vogelhändler. Wallner- Theater. Miß Helyett. Bendenz- Theater. Der selige Toupinel. Borher: Die Schulreiterin. Viktoria Theater. Die sieben Raben. Bellealliance- Theater. Rönig Lear. Oktend- Theater. Deborah. Thomas- Theater. Der Millionen bauer. Adolph Ernst- Theater. Adam und Eva. Kaufmann's Variété. Große Spe. zialitäten- Vorstellung. Concordia. Große SpezialitätenSpezialitäten- Borstellung. Theater der Reichshallen. Große Vorstellung. Gebr. Richter's Variété. Große Spezialitäten- Borstellung. Wintergarten. Große Spezialitäten Vorstellung. Dienstag, den 31. März: Uns're Wünsche, laut und klar, Bringen wir im Jubelschalle Unserm schönen Carl heut dar: Schönfeld hoch! so rufen Alle; Verband deutch. Mechaniker u. verwandter Berufsgenossen ( Bahlstelle Berlin). 45 volle Jahre zählst Du heute altes Saus, Außerord. Generalversammlung Sind auch scheckig schon die Haare, Trintst Du flott den Schoppen aus, Und die Puzkollegen dann Stechen schnell ein Frisches an. 376L Die Kollegen. Unserm Freund und Kollegen Carl Stamm zu sein. heut. Geburtstag ein donnerndes Hoch! Die Kollegen. Carl, ärgere aber Bater Losdau nicht. Danksagung. Allen Verwandten, Freunden und Kollegen, welche beim Begräbniß meines lieben Mannes, des Hutmachers Carl Franke, so herzliche Theilnahme bewiesen haben, sowie für die reiche KranzSpende seitens der Kollegen, desgleichen bem Hutmacher Gesangverein„ Einigteit" meinen tiefgefühlten Dank. 375L] Die trauernde Wittwe Mathilde Franke, geb. Sander Grabdenkmäler bei sauberster Ausführung, zu soliden in Marmor, Granit, Syenit 2c. empfiehlt Preisen 315 L W. Günther, Abschieds- Vorstellung. Rixdorf, Hermann- Straße Nr. 150. Circus Schumann. Friedrich- Karl- Ufer. Heute Abend 71/2 Uhr: Große Vorstellung Das Programm besteht aus 10 der vorzüglichsten Repertoire- Nummern. Fabrit: Stalizerstr. 9. Geschäftshaus S. Heine. Chauffeestraße 14 Die schönsten Kinder- Kleider für Mädchen jeden Alters, sowie Romische Morgenröde, Unterröde, Auftreten der besten Reiterinnen und Reiter. Vorführung der bestdressirten Schul- u. Freiheitspferde. Entrees sämmtlicher Klowns. Zum Schluß der Vorstellung: Nur noch einige Male: Circus unter Wasser. Auf vielseitiges Verlangen: Gine ländliche Hochzeit. Gr. tom. equ. Pantomime mit Ballet und neuer Ausstattung. Morgen: Gr. Vorst. Circus unter Waffer. Eine ländliche Hochzeit. Gtablisement Buggenhagen am Moritzplatz. Täglich: Unterhaltungs- Musik. Direktion A. Rödmann. Dienstag und Freitag: Walzer- Abend. Großer Frühstücks- und Mittagstisch. Spezial- Ausschant von Bazenhofer Export- Bier, Seidel 15 Pf. 641 F. Müller, Bratweilige Bierhallen Kommandantenstr. 77-79. Täglich: Grosses Concert ausgeführt von der Kapelle des MusikDirektor H. Sanftleben unter Mitwirkung des Opernfängers u. Konzertmalers Signor Travieki aus Rom. Coal Trikottaillen u. Blousen auch im Einzelverkauf sehr billig! Massbestellungen u. Reparaturen werden prompt erledigt! Chan feestraße 14 Geschäftshaus S. Heine. ArtistischPhotographisches Atelier Carl Graefe, Don Berlin S., Prinzenstraße 11, empfiehlt sich den Freunden und Parteigenossen zur Aufnahme von Portraits, Gruppen, Landschaft. u. Reproduktionen. Spez.: Vereine u. Gewerkschaftsgruppen. Auch zu Gruppenaufnahmen bei Landpartien halte mich bestens empfohlen. Möbel, empfiehlt Spiegel u. Polsterwaaren. 267L Mittwoch, d. 18. März, Abds. 8 Uhr, im Louisenstädtischen Klubhaus, Annenstr. 16.[ 237/7 Tagesordnung: 1. Wie stellen wir uns zu dem neugegründeten Verband aller in der Mefall- Industrie beschäftigten Arbeiter? 2. Diskussion. 3. Erfahwahl für meh rere Ortsbeamten. 4. Verschiedenes. Mitgliedsbuch legitimirt. Der wichtigen Tagesordnung wegen ist es Pflicht jedes Kollegen, pünktlich zu er scheinen. Der Vorstand. Achtung! Schmiede. Große öffentliche Versammlung am Donnerstag, den 19. März, Abds. 81/2 Uhr, in 3emters Salon( großer Saal), Münzftr. 11. Zages Ordnung: Thierbach. 2. Diskussion. 3. Verschie 1. Die Maifeier. Ref. Herr Otto denes. Um zahlreichen Besuch ersucht 279/4] Der Einberufer Uhrmachergehilfen! Donnerstag, den 19. März, Abends präzise 9%, Uhr, Große öffentliche Versammlung in Gratweil's Bierhallen, Kommandantenstraße 77-79. Tagesordnung: 1. Wie organisiren wir uns? Ref.: Otto Naether. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Zur Deckung der Unkosten findet Tellersammlung statt. Die Kollegen werden ersucht, recht zahlreich zu erscheinen. [ 1042b Der Einberufer. Nur I Mark fostet jede Uhr zu reinigen unter Garantie. Bei allen Reparaturen wird der Preis vorher gefagt. 22 L Lager aller Arten Uhren. Ketten, Ringe 2c. Verlag des ,, Vorwärts" Berliner Boltsblatt Berlin SW., Beuth- Straße 3. Den Vorständen von Wahl, Bildungs- und Fachvereinen 2c. empfehlen wir für die 1. Maifeler das vom Partei- Borstande vorbereitete d Fest- Blatt zur dism Arbeiter- Maifeier zur allgemeinen Benutzung, da es eine einheitliche, der Würde des Tages entsprechende Gestaltung der Feier durch ganz Deutschland ermöglicht. " Jm annähernden Format de3, Wahren Jakob" bringt baffelbe, neben entsprechendem Terte in Poesie und Prosa, das vom Partei- Borstande für ganz Deutschland vorgeschlagene Programm der Maifeier sowie die bei allen Festen, Ausflügen und Versammlungen zur Abstimmung zu bringende Resolution in welcher die Forderungen der Partei nach einem den Bedürfnissen der Arbeiterklasse voll und ganz gerecht werdenden Arbeiterschutzgesetz zusammengefaßt werden. Ebenso werden eine Anzahl für diesen Anlaß geeignete Lieder- Texte dem Festblatt einverleibt, so daß dasselbe bei einer höchst geschmackvollen, künstlerischen Ausstattung allen Anforderungen genügen und von bleibendem Werthe sein wird. Den Verkaufspreis zu bestimmen, bleibt den Vereinsvorständen überlassen, wir liefern das Festblatt wie folgt: 100 Exemplare für 4,50 M., 500 Exempl. für 20 M., 1000 Exempl. für 38 M. portofrei. Für Bestellungen, die nach dem 10. April aufgegeben werden, tann keinerlei Garantie für rechtzeitige Lieferung übernommen werden, weshalb wir uns dieselben bis spätestens zu diesem Termin erbitten. Otto Eleser, Achtung! Uhrmacher( Fachmann), Naunynstr. 15, Ede Mariannenstr. H. Matthies, 70. Grüner Weg 70, n. d. Koppenstr. Spezial- Geschäft für 779b Mehl, Mühlen- Fabrikate, Hülsenfrüchte, Taubenerbsen und Vogelfutter empfiehlt beste Waare z. bill. Preis. Von 5 Pfd. ab Engros- Preise. H. Strelow, Rirdorf, Stempelfabrik Berlinerstr. 40, am Denkmal. 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Schulz Berlin S. 362L 34 Wafferthor- Straße 34. 160L Möbel- und Bolsterwaaren- Fabrik. Gediegene Arbeit. Zeitgemässe Preise. Coulante Zahlungsbedingungen. Verantwortlicher Redakteur: Curt Baake in Berlin. Druck und Verlag von Wer Bading in Berlin SW ,, Beuthstraße 2. Hierzu zwei Beilagen 1. Beilage zum„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 65. Mittwoch, den 18. März 1891. Eine Geschichte der Kommune. bielten den Zug an und legten den Leichnam am Fuß der ( Schluß.) " Wir lassen den Vorhang fallen. 8. Jahrg. Zwischenfall ereignet. Die Föderirten der dortigen Barrikaden Fünfundzwanzigtausend Männer, Frauen und Kinder Julisäule nieder. Männer mit Fackeln stellten sich auf beiden im Kampf getödtet, oder nach dem Kampf geschlachtet; Seiten auf, die Krieger defilirten, einer hinter dem andern, und breitaufend, niedrigst geschäst, in den Gefängnissen, auf Bald zerstreute der Versailler Kanonendonner die Illusionen. Jeder drückt einen Kuß auf die Stirne des Generals. Während den Pontons, in den Forts, oder an Krankheiten, die das Die Partei der Ordnung" hatte sich von dem ersten Schreck fie vorüberzogen, wirbelten die Trommeln zum Angriff. Der Gefängniß erzeugte, gestorben; dreizehntausendfiebenhun erholt. Mit freundlicher Erlaubniß des Fürsten Bismarck zog sie Körper, in eine rothe Fahne gehüllt, wird dem Sarg anvertraut. Dert verurtheilt, die meisten auf Lebenszeit: fiebzigtausend Truppen aus Deutschland heran, die triegsgefangenen Soldaten, Wer morel, der Bruder Dombrowski's, feine Offiziere und Frauen, Kinder, Greise ihren natürliche:. Stüzen beraubt die, ununterrichtet über die Vorgänge in Frankreich, fern von ungefähr 200 Gardisten stehen, das Haupt entblößt, um den oder aus Frankreich geworfen: hundertelftausend Opfer, der ansteckenden Pariser Luft, leicht zu bestialischer Wuth gegen Sarg. Das ist der Mann," rief Vermorel aus, den man des niedrigst geschätzt das ist die Bilanz der Bourgeoisdie rebellischen, landesverrätherischen Pariser sich aufstacheln Verraths beschuldigte! Einer der Ersten hat er sein Leben für rache für die Revolution des 18. März. Und im Augenließen. die Kommune gegeben. Und wir, was thun wir, anstatt ihm blick, wo ich das schreibe, im November 1876, find noch Und die Kommune war nicht vorbereitet. Sie nachzuahmen?" Er mahnt zum Ausharren, geißelt die Feigheit 15000 Männer, Frauen, Kinder in Caledonien oder im entfaltete ein reges Leben, eine gewaltige Schöpfungskraft und Kleinmüthigkeit. Seine Rede, sonst ungelent, strömt, durch Exil.-== aber es fehlte die politische und militärische Leitung. die Leidenschaft erhitzt, wie geschmolzenes Erz:„ Schwören In Frankreich hat inzwischen das Walten der Nemesis be Das Volt begeistert, opferwillig, bereit, den letzten Blutstropfen wir, von hier nur wegzugehen um zu sterben!" gonnen. Gleich den Wölfen, die ein Wild niedergejagt, sind die 311 vergießen, eine Summe von Kräften, die, zusammengefaßt, Das war sein letztes Wort. Er hat es gehalten. Die Kanonen, die Mörder der Kommune über der Leiche in Streit gerathen, richtig gelenkt, immer auf den entscheidenden Punkt konzentrirt, die ein paar Schritte vom Grabe aufgepflanzt waren, übertäubten Monarchisten rüsten zum Staatsstreich und die Bourgeoisrepu Macht der Feinde zermalmt hätten aber sie wurden nicht von Zeit zu Zeit die Stimme des Redners. Wenige der An- blikaner, die von dem boshaften Zwerg Thiers an bis zufammengefaßt, nicht gelenkt, nicht fonzentrirt. Kein Ueberblick, wesenden konnten sich er Thränen erwehren. hinunter zu dem lächerlichen Zwerg Louis Blanc, die Heßjagd feine Organisation. Versäumte man es doch, den Mont Valerien, auf die Kommune als Führer, Jäger oder Treiber mitgemacht, der Paris beherrscht und den die Versailler am 18. März gespähen vergeblich nach den braven Bewohnern der Vorstädte, räumt hatten, zu besetzen! die jeder Ruf zur Vertheidigung der Republik noch bereit fand. Sie sind gemordet und die Mörder hören den Flügelschlag der Erinnyen( Rachegöttinnen). Und dieser Mangel an politisch- militärischer Organisation zieht sich wie ein rother Faden durch die Geschichte der Kommune. Er besiegelte von vornherein ihr Schicksal. Glücklich, wer ein solches Leichenbegängniß hat! Glücklich, wer in der Schlacht das Grab findet, begrüßt von seinen Kanonen, beweint von seinen Freunden!" " Folgen wir Delescluze auf seinem Todesgange. Lissagaray ist Augenzeuge. Es ist der 25. Mai. Keine Hoffnung mehr. Abends um Dreiviertel auf Sieben ungefähr bemerkten Den 2. April eröffnet Versailles den Angriff; am 3. April wir in der Nähe der Mairie Delescluze, Jourde und geht die Kommune ihrerseits zum Angriff über, der am Mont etwa hundert Föderirte, die nach dem Chateau d'Eau zu marValerien scheitert und der Kommune zwei ihrer edelsten und schirten. Delescluze in seiner gewöhnlichen Kleidung: Hut, Rock, fähigsten Vorfämpfer tostet den genial- schwärmerischen Beinkleider- alles schwarz, die rothe Schärpe um die Hüfte geFlourens und den zum Feldherrn geborenen Duval, den schlungen, wenig auffällig, wie er sie zu tragen pflegte, ohne stahlharten Metallarbeiter, welcher das Zeug hatte, der Hoche Waffen, auf einen Stock gestützt. Wir befürchteten eine Panik der neuen Revolution zu werden. Beide gemetelt, ge-( plöglichen Schrecken) am Chateau d'Eau und gingen dem Dele mordet. Die Versailler das Kompliment wüssen wir ihnen girten nach. Ginige von uns machten bei der Kirche Saint machen verläugneten keinen Moment ihre wahre Natur. Ambroise Halt, um sich mit Waffen zu versehen. Wir begegneten Der Tiger hat Blut geleckt und je mehr Blut er trinkt, dort einem Elsässer Kaufmann, der vor fünf Tagen nach Paris desto größer sein Blutdurst. Er mordet, mordet, mordet. gekommen war, und nun, nachdem er einmal auf die Versailler Und Paris? Keine Repressalien! Jeder Gedanke, Mord gezielt", mit durchschossenem Schenkel zurückhumpelte; mit Mord zu vergelten, zur Bestialität der Ordnungsbanditen dann trafen wir Lisbonne, der den Tod zuviel herausherab zu steigen, mit Abscheu zurückgewiesen. gefordert hatte und nun am Chateau d'Eau gefallen war Paris tampft, blutet. gleich Brunel; man trug ihn weg, er athmete nicht mehr; endlich Vermorel, der an Lisbonne's Seite verwundet worden, und den seine Kollegen Theiß und Avrial auf einer Bahre trugen; dicke Blutstropfen bezeichneten seinen Weg. So tam es, daß wir etwas hinter Delescluze zurückblieben. Fünfzig Meter von der Barrikade zerstreuten sich die ihn begleitenden Gardisten, denn die Kugeln verdunkelten den Eingang des Boulevards. Doch wer immer kämpft, immer blutet, muß sich zuletzt verbluten. Der Tiger läßt nicht ab. Wird er von der Kommune nicht getödtet, so mordet er die Kommune. Die Kommune hat in sich selbst nicht die nöthige Kraft. Kräfte in Ueberfluß, doch keine Kraft, wie die Gelegenheit sie erheischt, nicht die 3eit zur Organisation. Und die Kommune verliert täglich an Kräften, während das Heer der Versailler durch Zuzüge aus Deutschland täglich anschwillt. Paris steht allein, bleibt allein; es fämpft, blutet, und verblutet.. oder. -die Dant dem Mann, der die Gräber der Gemordeten mit Blumen geschmückt, ihre Großthaten und die Verbrechen der Feinde mit unverlöschlichen Lettern in das Buch der Geschichie eingetragen hat. Das Volk vergißtseine Todten nicht. Es vergißt aber auch nicht die lebenden Besiegten. Geschrieben am Johannistag 1877. Nachschrift. Seitdem find 13 Jahre vergangen. In Frankreich, in der Welt ist manches anders geworden. Ein Plan, den Lissagaray kurz nachdem Vorstehendes geschrieben mit dem Schreiber zur Befreiung der auf die trockene Guillotine" nach Caledonien geschickten Kommunarden entworfen hatte, brauchte nicht mehr ausgeführt zu werden, weil die Amnestie kam und damit der Anfang der Sühne. Nur der Anfang. Doch die Logik der Thatsachen wird für das Weitere sorgen. W. L. Parlamentsberichtte. Deutscher Reichstag. 991. Gigung vom 17. März. 2 Uhr. Deleseluze ging weiter. Wir fahen zu das Bild ist uns unvergeßlich, möge es sich auf ewig dem Gedächtniß einprägen. Wird Frankreich nicht helfen, für welches Paris das Die Sonne sank nieder. Der alte Geächtete, ohne umzuschauen, Am Tische des Bundesraths: v on Bötticher, v. MarMartyrium der Belagerung ausgehalten, am 18. März sich er- ob Jemand ihm folge, schritt ruhig voran nicht langschall, Graf Hohenthal. hoben hat? famer, nicht schneller als gewöhnlich das einzige Vor der Tagesordnung erklärt Dank der Vorsichtsmaßregeln der Versailler ist Paris von lebende Wesen auf dem Boulevard. An der Barrikade Abg. Böckel: Der Abg. Gutfleisch hat sich gestern gegen dem übrigen Frankreich isolirt. In Lyon, Marseille, angekommen, wandte er sich links, und erkletterte die Pflaster- eine Bemerkung gewendet, welche ich in zweiter Lesung bezüglich Toulouse, St. Etienne, Narbonne, in Greuzoi steine. Zum letzten Male erschien uns dieses strengernste Gesicht, der Revisionsbedürftigkeit des§ 93 der Rechtsanwalts- Gebührenwetterleuchtet's; auch ein paar Donnerschläge, doch nur kalte umrahmt von dem weißen Bart, dem Tode zugekehrt. Plöglich Ordnung gemacht habe; er hat zwei von mir genannte RechtsSchläge" kein zündender Blitzstrahl. Sympathie, Putsche verschwand Delescluze. Wie vom Bliz getroffen, war er auf den anwälte in Schutz zu nehmen gesucht gegen den Vorwurf, daß sie nirgends planvolles Handeln. Von den Keulenhieben des Krieges Platz des Château d'Eau gefallen. die Freiheit, sich höheres Honorar auszubedingen, als die Geist das französische Volk noch betäubt. „ Einige Männer wollten ihn aufheben. Drei von Vieren bührentage vorschreibt, zu einer Art Erpressung benutzt hätten. fielen, auf dem Fleck todt. Man konnte nur noch an die Barrikade Meine Ausführungen stützten sich auf einen Brief der beiden denken, ihre spärlichen Vertheidiger zusammenhalten. Rechtsanwälte, der vorhanden und nicht abzuleugnen ist; danach Der Tod ist nur eine Frage der Zeit. Die Versailler Henkers- Das Kommunemitglied Johannard schwenkte, fast in der sollte der Klient spätestens in zwei Tagen 50 Mart zahlen, fnechte beobachten mit der Uhr in der Hand das dem Tode Mitte der Chauſſee, feine Flinte, und rief, vor Born widrigenfalls die Herren die Rivision nicht begründen, geweihte Opfer, dem aus tausend Wunden das Blut entquilt. weinend, den Zaudernden zu: Baudernden zu: Nein, Ihr seid nicht sondern das Urtheil rechtskräftig werden lassen würden. Sterben muß es! Die neue Welt der Kommune wäre ein werth, die Kommune zu vertheidigen!" vertheidigen!" Die Nacht brach Die von mir an diese Handlungsweise geknüpften FolgePfahl im Fleisch der alten Pfaffen, Junker- und Bourgeoiswelt an. Wir fehrten, das Herz zerrissen, zurück, den Leichnam unferes rungen bleiben für jeden Denkenden in vollem Umfange von Versailles gewesen. Entweder Freundes den Beschimpfungen eines Gegners überlassend, der bestehen, und damit fallen alle Gegenäußerungen des Herrn GutDas Verbluten dauert zu lang. Il faut en finir es muß selbst den Tod nicht achtet. fleisch in nichts zusammen. ein Ende gemacht werden. Er hatte Niemand von seinem Entschluß in Kenntniß ge- Auf der Tagesordnung steht zunächst die Berathung des Den 21. Mai dringen die Versailler in Paris ein und setzt, selbst nicht seine vertrautesten Freunde. Schweigend, allein schleunigen Antrages des Abg. Zimmermann wegen Aufmegeln, megeln acht Tage lang, die blutige Maiwoche mit seinem Gewissen, ging Delescluze zur Barrikade, wie die hebung eines Strafverfahrens gegen den Abg. Werner für die hindurch wird gemegelt, gemegelt. Paris verkauft sein Leben alten Montagnards zum Schaffot. Dauer der Session. theuer. Der todtwunde Löwe fämpft, so lang noch ein Bluts- Das lange Tagewert seines Lebens hatte seine Kräfte Abg. Zimmermann: Durch eine unter der Redaktion des tropjen in ihm. Jeder thut seine Schuldigkeit Männer, erschöpft. Es blieb ihm nichts mehr als ein Hauch; er Abg. Werner herausgegebene Druckschrift hat sich ein Einwohner Frauen, Kinder Volt, Führer. Paris stirbt glorreich, wie es gab ihn. Die Versailler haben seinen Körper bei Seite ge- in Budapest beleidigt gefühlt und die Klage wegen Beleidigung ergekämpft hat. schafft, aber das Andenken Delescluze's wird im Herzen des hoben. Dieser Ausländer hat dabei die Unterstützung des StaatsBetrachten wir an der Hand Lissagaray's einige Schluß- Bolts leben, so lange Frankreich das Mutterland der Revolution anwalts in Kassel gefunden, von dem das Verfahren wegen BeSzenen des Schlußakts. Die oft wunderbar schönen, nie schön- sein wird. Er athmete nur für die Gerechtigkeit. Das war sein leidigung eingeleitet ist. Der Termin in der Sache steht bereits färbenden, nie falsch pathetischen Schilderungen sind von fast Talent, seine Wissenschaft, der Polarstern seines Dentens und auf den 23. März an. Gin öffentliches Interesse lag hierbei um photographischer Treue und entfernen sich nie von der Realität. Handelns. Die Gerechtigkeit forderte er, die Gerechtigkeit be so weniger vor, als wir in dieser Beziehung in Ungarn nicht auf Hier die erste Mordszene en gros; die Einleitung fannte er 30 Jahre hindurch in Verbannung, im Kerker, unter Gegenseitigkeit rechnen können. Der Mann ist aber tro zu den Majsenschlächtereien: Beschimpfungen, der Verfolgungen spottend, die seine Knochen dem nicht auf den Weg der Privatklage verwiesen wongt, Am 23. haben die Angreifer, ohne erheblichen Wider zerbrachen. Jakobiner, fiel er mit Männern des Volks, um die sondern die Staatsanwaltschaft hat sich der Sache bem des stand, den fast undertheidigten Montmartre Gerechtigkeit zu vertheidigen. Für die Gerechtigkeit zu sterben, und das Strafverfahren eingeleitet, ohne die Genehmigurchaus besetzt. Der Schlüſel von Paris ist in ihren Händen, war seine Belohnung, für sie zu sterben, die Hände frei, im Reichstages einzuholen, was unserer Meinung nachten Gie, sie brauchen ihrer Humanitat feinen Zwang mehr anzuthun. Angesicht der Sonne, in seiner Stunde, nicht beleidigt durch den dem Artifel 31 der Verfassung widerspricht. Wir Kaum in Montmartre installirt, bietet der Versailler Generalstab Anblick des Henkers." unserm Antrage einfach zuzustimmen. Den Manen Lecomte's und Element Thomas' ein Todten Und noch eines anderen, keines schlechteren Mannes, Todes- Staatssekretär v. Bötticher: Nicht geging bin ich ge= den Antrag, opfer dar. 3weiundvierzig Männer, drei gang müssen wir uns in's Gedächtniß eingraben. sondern gegen den letzten Theil seiner Begrüßerfassung schreibt Frauen und vier Kinder werden nach Nr. 6 Rosiers-„ Varlin ach! sollte nicht entkommen. Sonntag, den nöthigt mich zu wenden. Der Art. 31 de Reichstages fann Straße geführt, und dort genöthigt, barhäuptig vor der Mauer 28.( Mai) wurde er in der Straße Lafayette erkannt und an den ausdrücklich vor:" Ohne Genehmigungsperiode wegen einer niederzutnieen, an welcher die Generale des 18. März- als Fuß der Montmatre- Höhen(( buttes Montmartre) vor den kein Mitglied desselben während der Sitersuchung gezogen oder Op er ihrer Schuld und ehe die kommune bestand tommandirenden General gebracht, richtiger geschleift. Der mit Strafe bedrohten Handlung zur der Ausübung der That hingerichtet worden. Dann tödtet man sie. Eine Frau, Versailler schickte ihn nach der Rosters- Straße, um dort er- verhaftet werden, außer wenn es Tages ergriffen wird... die ihr Kind auf dem Arm hat, weigert sich, niederzutnieen und schossen zu werden. Durch die Straßen des Montmartre oder im Laufe des nächstfolgend jedes Strafverfahren gegen ruft ihren Gefährten zu:" Beigt diesen Glenden, daß ihr auf führte man Varlin eine Stunde spazieren, eine Auf Verlangen des Reichstags jebe Untersuchungs- oder volle Stunde lang- die Hände auf den Rücken gebunden, unter ein Mitglied desselben Sizungsperiode aufgehoben." Ein paar Tage später ging's tausendweis! Der einem Hagel von Schlägen und Beschimpfungen. Zivilhaft für die Dauer oſtverſtändlich, daß ein solches Chassepot arbeitete nicht rasch genug, die Mitrailleuse Sein schöner junger Kopf mit der Denkerstirn, die nie einen Danach ist es ganz grausamen Gedanken beherbergt, war, von Säbeln zerhackt, Verlangen des Reichstag vorliegen muß, um ein bereits einEin Blick ins Stadthaus und dann auf den Père Lachaise! ein ungestalter Fleischklumpen das eine Auge, geleitetes Strafverfahren kann mich diesen Ausführungen nicht Es gilt einem Todten, den wir alle kennen! Der 23. Mai ist's, ausgeschlagen, hing vor der Höhle! In der Abg. Werner: enehmigung des Reichstages darf überhaupt Rosiers- Straße fonnte er nicht mehr gehen man trug ihn. anschließen. Ohne eingeleitet werden; das ist der ganz flare --In den unteren Gängen des Stadthauses liegen man sette ihn hin, um ihn zu erschießen. Die tein Strafverfahr 31. Die Staatsanwaltschaft in Kassel hat gar Nationalgarden in ihre Decken gerollt; Verwundete stöhnen auf Glenden mißhandelten noch den Leichnam mit Wortlaut des gehabt, gegen mich vorzugehen, sie mußte erst ihren blutigen Matrazen; von längs der Wand stehenden Bahren Kolbenschlägen. teine Befugne um die Genehmigung einfommen. rinnen Blutstropfen. Man bringt einen Bataillonstommandanten, Das Heer der Märtyrer hat keinen Glorreicheren. Möge beim Reichetretär v. Boetticher: Der Borredner hat under fein menschliches Gesicht mehr hat eine Rugel hat ihm auch" er in dem großen Herzen der Arbeiterklasse seine ewige Staceretär v. die Wange durchbohrt, die Lippen weggerissen, die Zähne zer- Ruhestätte finden. Barlin's ganzes Leben ist ein Vorbild. Er zweifel während der Dauer der Session handelt; daß dies der Recht, wenn es sich um die Einleitung eines VerSchmettert unfähig, einen artikulirten Laut hervorzubringen, hatte, durch seine unerschütterliche Willenstraft, sich selbst zu jahret, habe ich aus den Ausführungen des Begründers des venkt dieser Tapfere eine rothe Fahne und fordert mit dem gemacht, was er war, indem er am Abend die spär- Fal stummer Beredsamkeit die Ruhenden auf, dahin zu eilen, wo liche Beit, welche die Werkstätte übrig läßt, auf die Pflege ages nicht entnommen. Abg. Werner: Das Verfahren ist thatsächlich während der gekämpft wird, ihn im Kampf zu ersetzen. In einer Kammer feines Geistes verwandte und lernte, nicht, wie Andere, um ( ber chambre de Valentine) begrüßen wir den Leichnam sich zur Bourgeoisie empor zu schwingen, sondern, um das Volk gegenwärtigen Sigungsperiode eingeleitet worden. Der Antrag wird darauf fast einstimmig ange Dombrowski's, auf einem blauen Atlasbett ruhend. Eine zu unterrichten und zu befreien. Er war die Seele der Arbeite einzige Rerze wirft ihr trauriges Halblicht auf den heldenmüthigen verbindungen zu Ende des Kaiserreichs. Unermüdlich, bescheiden, nommen. Krieger. Ruhig, heiter ist das schneeweiße Geficht mit der feinen sehr wenig redend, aber das Wenige gut, treffend, ent- Grund der Beschlüsse dritter Berathung ergiebt die endgiltige Nase, dem zarten Mund, dem blonden, aufwärts gedrehten zur rechten Zeit und die verwickeltste Diskussion Bärtchen! Zwei in den dunklen Ecken figende Adjutanten halten wirrend hatte er den revolutionären Sinn bewahrt, ein stimmige Annahme des Gesetzes. Es wird die dritte Lesung des Etats für 1891-92 fortschweigend die Todtenwacht. Ein anderer sfizzirt in der Eile die der sich häufig bei gebildeten Arbeitern verliert. Einer der legten Züge feines Generals." Ersten am 18. März, unermüdlich arbeitend, während der Dauer gesetzt. Ende. Der Noch in der Nacht wird der Leichnam nach dem Père der Kommune, war er auf den Barrikaden bis Zum Extra- Ordinarium des Postetats liegen zwei Anträge Lachaise- Friedhof geschafft, und am Morgen des 24. begraben. Todte gehört ganz den Arbeitern. Barlin und Delescluze wäre vor: Abg. Graf v. d. Schulenberg- Hehlen( Welfe) be-Auf dem Père Lachaise empfängt der Körper Dombrowsti die Geschichte der Kommune von Lissagaray gewidmet worden, antragt die Bewilligung der in zweiter Lesung gestrichenen bie legten Ehren. Man hatte ihn während der Nacht hin- wenn auf dem Titelblatt für einen anderen Namen Platz gewesen 62 500 M. als erste State für ein neues Postgebäude in Northeim gebracht. Unterwegs, an der Bastille, hatte sich ein rührender wäre, als für das große Paris." ( Hannover); Abg. v. Minnigerode( Welfe) beantragt die recht sterben könnt!" mußte aushelfen! spät Abends. Ein echtes Nachtstück! " " Bum Zu suspendiren. Die Gesammtabstimmung über das Patentgeses auf nommen werden wird. " Abg. Brandenburg zieht danach seinen Antrag zurück. Schluß 4/2 Uhr. Nächste Sigung Mittwoch 11 Uhr( Etat Nothgefet, Eleinere Vorlagen). Streichung der in zweiter Lesung bewilligten 182 000 m. zur Er-[ dings auf Initiative der Staatsverwaltung eine recht dankens- Jeher möglich wäre, als die Geschäftslage eine Sigung nicht er werbung eines neuen Bauplatzes für ein neues Dienstgebäude in werthe Reform durchgeführt worden, aber nur dadurch, daß die fordert. Goslar. Zeitkarten eingeführt wurden. Für die Wohnungsverhältnisse ist Die Abgg. Stengel und Sack widersprechen dieser Bitte, Der erstere Antrag wird von dem Antragsteller und es dringend nothwendig, daß die Staatsbahnen alles Mögliche weil sonst die Geschäfte des Hauses nicht erledigt werden könnten, dem Abg. v. Stromberg empfohlen, von den Abgg. Rickert, leisten, um den Verkehr nach den Vororten zu ermöglichen. Jezt namentlich nicht, weil das Nothetat- Gesetz noch vor Ostern erv. Bennigsen und Scipio bekämpft, da die Thunlichkeit hat die Abgeschlossenheit Berlins von seinen Vororten zu einer ledigt werden müßte. eines Aufschubes für das im Uebrigen nachgewiesene Bedürfniß bedenklichen Steigerung des Grundwerthes in Berlin geführt. Abg. Graf Limburg- Stirum weist darauf hin, daß die mor des Neubaues nachgewiesen sei und Die Forderung im Der Vorortverkehr ist erheblich mehr belastet, als der gende Tagesordnung nichts enthalten werde, was irgendwie prä nächsten Jahre ja doch wiederkehren werde. Verkehr auf der Stadtbahn. Der Verkehr auf der Stadt- judizirlich werden könne. Die morgende Sigung habe nur einen Nachdem der Direktor im Reichs- Postamt, Fischer, be- bahn ist jetzt schon erheblich verbilligt, und ich glaube, formalen Charakter, um die Geschäfte zu fördern. stätigt, daß man mit dem Bau vielleicht noch ein Jahr warten daß die Regierung diesen Zustand nur als einen Uebergangskönne, wird der Antrag gegen die Stimmen der Welfen und zustand betrachtet. Man wird schließlich dazu übergehen, für einiger Mitglieder des Zentrums abgelehnt. Der zweite die Benutzung der Stadtbahn einen einheitlichen Preis von 10 Pf. Antrag, gegen welchen sich Direktor Fischer ebenfalls wendet, festzusetzen. Jetzt besteht auf der Stadtbahn ein Bonentarif; findet nicht genügende Unterstützung. der Fahrpreis bis zu 8 Kilometer beträgt 10 Pf., darüber hinaus Der Rest des Postetats wird darauf ohne Debatte ge= 20 Pf. Warum will man nicht für die weiteren Entfernungen nehmigt, desgleichen der Etat der Reichsbruckerei. auch einen solchen Zonenverkehr einführen? Die Kosten der snosi zonedesno nad statis diod Zum Etat der Reichs- Eisenbahn- Verwaltung Bahnverwaltung, der Züge, des Transports wachsen durchaus waren in zweiter Lesung zwei Resolutionen berathen worden. nicht mit der Zahl der zurückgelegten Rilometer. Das ganze Lokales; mit Die erste vom Abg. Brömel bezog sich auf die Ermäßigung der Reformgebahren der Eisenbahnverwaltung ist ein sehr kurzsichtiges. Das für den Stadtkreis Berlin errichtete Schiedsgericht Personentarise und die Einführung eines Zonentarifs, sowie auf Die Pläne der Eisenbahnreformatoren, der Herren Engel und für die Invaliditäts- und Altersversicherung hielt am Sonn die Herabsetzung der Gepäcktarife. Perot haben in den Kreisen der Eisenbahnfachmänner durchaus abend unter dem Vorsitz des Regierungsrathes Steifenfand und Die Resolution ist von der Kommission im Wesentlichen un- nicht die Beurtheilung gefunden, welche von der preußischen in Gegenwart des Staatskommissars, Regierungsrath v. Sybel, verändert angenommen worden; die Verhandlung darüber wird Staatsbahn Verwaltung ausgehen. aber heute auf allgemeinen Wunsch ausgesetzt, und zwar, wie des Reichs- Anzeigers" über die Reform- Vorschläge zeugen Berlin war durch sein Mitglied, Magistratsassessor Mugdan, verDie Veröffentlichungen seine erste Sigung ab. Der Vorstand der Versicherungsanstalt der Referent Abg. Schrader ausdrücklich erklärt, in der Vor- von einer großen Bornirtheit. Wie kann man einem Reform: treten. Von den zur Verhandlung gelangten Fällen heben wir aussetzung, daß die Angelegenheit demnächst vom Hause als selbst- Verein an den Kopf werfen, daß er eine Idee vertritt, die eine folgende hervor: Der in Bischofswerder dauernd stationirte Bibelständiger Gegenstand an bevorzugter Stelle zur Verhandlung ge- sozialdemokratische Utopie darstellt? Der Verfasser hat wohl verbote 5. der in Berlin domizilirenden britischen und ausländischen geffen, daß das Sozialistengesetz abgeschafft ist? Wenn es sich um Bibelgesellschaft hatte von der hiesigen Anstalt Altersrente bean Die zweite Resolution war vom Abg. Richter eingebracht folche Reformbewegung handelt, kann die Landesvertretung ihre sprucht, war jedoch abschlägig beschieden worden, da er nicht in und ist von der Budgetkommission in folgender Fassung an- Ansicht nicht zurückhalten sie muß der Regierung befunden, daß sprucht, war jedoch abschlägig beschieden worden, da er nicht in genommen worden: Den Herrn Reichskanzler zu ersuchen, all- sie zur Unterstützung der Reformidee bereit ist. ben hiesigen, sondern in einem getrennten auswärtigen Betriebe jährlich dem Reichstage eine besondere Uebersicht mitzutheilen Minister v. Maybach: Ich würde bitten, den Antrag richt erfannte nach Vernehmung des Direktors der Gesellschaft beschäftigt, auch selbständiger Gewerbetreibender sei. Das Ge über die Ergebnisse der von der Reichs- Eisenbahnverwaltung aus einer Kommission zu überweisen. Es ist richtig, daß das allge- dahin, daß dem H. die Altersrente zu gewähren sei, dessen Fest geschriebenen Schienenfubmiffionen unter Mittheilung der ein- meine Niveau der Tarife ein stationäres geblieben ist. Die Ber zelnen Preisofferten aus dem Inlande und Auslande sowie der waltung ist mit einzelnen Erleichterungen vorgegangen: Mit segung dem Anstaltsvorstande übertragen wurde; es nahm an, Zuschlagspreise. Rückfahrtkarten, Saifontarten, Beittarten u. s. w. Aber dieser daß die Berliner Anstalt zuständig und H. nicht selbständiger GeAbg. v. Stumm nimmt auf die Verhandlungen der zweiten Standpunkt ist nur als ein Uebergangsstandpunkt zu beals ein Uebergangsstandpunkt zu bewerbetreibender sei. Der Stadtreifende H. erlangte BubilliLefung Bezug und erklärt, seinen damaligen Vorwurf wegen trachten. Man muß versuchen, langsam auf dem Boden gung der Altersrente, da das Schiedsgericht im Gegensage zu der des nicht anständigen Zones nicht gegen die freisinnige Partei fortzuarbeiten, um schließlich auf ein regelmäßiges Niveau zu Provisionsreisende, welche nur ungarantirte Provision beziehen Auffassung des Vorstandes annahm, daß auch solche sogenannte im Hause gerichtet zu haben. Im Weiteren geht der Redner gelangen, nochmals auf die Geschichte der Eisenzölle ausführlich ein, Es ist der Wunsch, daß etwas dem System Entsprechendes her- und nicht zu einer bestimmten Thätigkeit verpflichtet sind, vielum erneut nachzuweisen, daß ihm in dieser Frage ein Widerspruch auskommen mag, ohne daß eine Erhöhung eintritt. Unsere mehr nur nach den ihnen überlassenen Abschlüssen bezahlt wer nicht nachgewiesen werden könne. Wünsche gehen in der Nichtung des Antrags Brömel. Aber wie den, der Versicherungspflicht unterliegen. Abg. Richter: Nach seinen eigenen Ausführungen hat Herr dieses Ziel zu erreichen ist, mit welchem Apparat, welchen finanv. Stumm 1867 und 1868 mit der Regierung für die Ermäßigung ziellen Effekt dieses Verfahren haben wird, das muß erst geprüft Dr. Windthorst fand gestern Vormittag in der St. Hedwigs Die Leichenfeier für den dahingeschiedenen Abgeordneten der Eisenzölle gestimmt, ist 1879 für die Erhöhung derselben ein- werden. Der Fühler, der im Artikel des Staats- Anzeigers" aus tirche mit allem Pomp und dem ganzen Gepränge des katholischen getreten und hat mir seinen Dank für meine damaligen Be- gestreckt ist, sollte nur die öffentliche Kritik herausfordern. Wir Ritus statt. Die Einladungen zur Trauerfeier waren von den mühungen gegen diese Bollerhöhung ausgesprochen, weil ich mich müssen auf die finanzielle Seite der Sache Rücksicht nehmen. Vorständen der Zentrumsfraktionen des Reichs- und Landtags mit meinen Ausführungen in Hagen gänzlich unmöglich gemacht Wenn wir eine erhebliche Ermäßigung der Tarife durchführen, ausgegangen. Trotzdem es schwer genug war, eine derartige hätte. Sie sehen, ich habe seitdem in Hagen ganz munter fort- werden wir zu ganz anderen Verkehrseinrichtungen kommen Karte zu erlangen, vermochte die geräumige Kirche die Zahl der gelebt.( Heiterfeit links.) müffen: zu einer erheblichen Vermehrung der Personenwagen und Theilnehmer, welche gekommen waren, dem greifen Parlamentarier Abg. von Stumm: Ich gestehe loyal, daß ich mich in diesem Lokomotiven, welche 14-15 Millionen Mart tosten wird. Ich die letzte Ehre zu erweisen, faum zu fassen. Das Hauptkontingent Punkte geirrt habe, aber nur in diefem. würde nichts für verkehrter halten, als Erleichterungen zu gezur Trauersammlung stellten natürlich die Mitglieder der Parla Abg. Richter: 1873 allerdings ist es Herrn von Stumm währen, welche man nachher wegen schlechter Einrichtungen nicht ments, namentlich des Reichstages. gelungen, einen gewissen Erfolg über die Regierung zu zur Durchführung bringen fann. Abg. v. Tiedemann- Bomst( ft.) beantragt nach der eben geerzielen, sonst aber ist er immer mit der Regierung gehörten Erklärung des Ministers über den Antrag zur Lagesordnung überzugehen. gangen. Der Rest der Situng wird der Verhandlung von Petitionen gewidmet. Abg. Schwart( Soz.) berichtet über eine Petition des Fischhändlers Meister in Ueckermünde, welche die Aufnahme von Fischquatzen mit einem Raumgehalt von 45 Rubikmeter in die See- Berufsgenossenschaft verlangt. Die Kommission empfiehlt die Neberweisung zur Erwägung. Abg. Röfice empfiehlt diesen Antrag. Die See Berufs geoffenschaft sei mit der Ausdehnung der Versicherungspflicht Angelgenheit bereits beim Reichs- Versicherungsamte in Anregung etleineren Fahrzeuge durchaus einverstanden und habe die gebracht. welchem aus man weiter arbeiten kann. Abg. Brömel: Die Reform der Eisenbahntarife hängt nicht davon ab, ob das preußische Abgeordnetenhaus über diesen Antrag zur Tagesordnung übergeht oder nicht. Ich weiß nicht, wie mein Antrag die Verhandlungen mit anderen Regierungen stören kann. Abgesehen von der Zentrumsfraktion, welche in corpore er fchienen war, waren sämmtliche übrigen Fraktionen des Hauses burch zahlreiche Mitglieder vertreten. Von der sozialdemokratischen Die Resolution wird darauf gegen die Stimmen einiger Mitglieder der Parteien auf der Rechten angenommen. Molkenbuhr erschienen. Außerdem waren die Mitglieder des Fraktion waren die Abgg. Singer, Meister, Tuhauer und Auf eine Anfrage des Abg. Hammacher bestätigt Bundesraths und preußischen Staatsministeriums mit dem ReichsGeh. Rath Kinel, daß die in zweiter Lesung erfolgte Befanzler von Caprivi an der Spize fast vollzählig zugegen. Der willigung zum Bau einer Eisenbahn Mommenheim- Saargemünd mit Blumen und kostbaren Palmen schier überschüttete Metallso lange als feine definitive angesehen werden kann, als der Landesausschuß den aus elsässischen Landesmitteln zu leistenden Abg. Seer( ntl.) bringt Klagen von Zuckerfabriken vor, Katafalle aufgebahrt; auf dem Erdboden ringsherum waren die farg war in dem großen Mittelgange der Kirche auf schwarzem Zuschuß von etwa 4 Millionen nicht zur Verfügung gestellt hat. welche von der Eisenbahnverwaltung sehr benachtheiligt würden, vielen Balmenwedel und Lorbeerfränge, welche auf dem Sarge Der Etat der Eisenbahn- Verwaltung wird darauf unverändert trotzdem sie doch den Eisenbahnen erhebliche Frachteinnahmen selbst nicht mehr Blaz finden fonnten, ausgebreitet. Zu beiden genehmigt, ebenso der Rest der Spezialkapitel der Ein- bringen. Seiten brannten sechs neunarmige filberne mit Trauerflor um nahmen. Die Einnahmen betragen 1 102 485 132 M. Das Ordi- Abg. Graf Limburg- Stirum( t.): Herr Brömel will die Preise hüllte Kerzenkandelaber. Bald nach 10 Uhr erschien unter Vorantritt narium der Ausgaben beträgt 941 728 025, die einmaligen Aus- für die Rückfahrkarten maßgebend fein laffen. Die Preise waren des gesammten hiesigen Klerus und geleitet vom Feldprobst gaben im ordentlichen Etat belaufen sich auf 71 721 279, im vielleicht schon sehr niedrig bemessen. Die Einführung so niedriger Aßmann und dem Erzpriester Fahnel der Fürstbischof Dr. Kopp außerordentlichen Gtat auf 88 919 818 M. An Matrikular- Tarife, daß auch die ärmeren Klassen weite Reifen ohne Opfer Derselbe feierte in Ludwig Windthorst vornehmlich den treuen beiträgen gelangen zur Erhebung 314 557 865 M. machen können, enthält eine sosiale Gefahr. Die Tarife Sohn der katholischen Kirche, die ihm, als einem ihrer begabtesten Das Etatsgefeh mit dem Etat wird darauf find jetzt nicht mehr so hoch, daß dadurch die ärmere Bevölkerung und hochverdientesten Söhne das Ehrenkreuz aufs Grab lege. in definitiver Abstimmung gegen die Stimmen abgehalten wird von weiten Reisen, das sieht man an der Gr feierte alsdann in dem Dahingeschiedenen den großen, mit der Sozialdemokraten genehmigt; desgleichen das Sachfengängerei ze. Eine größere Ausnutzung der Pläße ist ungewöhnlicher Klugheit und Begabung ausgestatteten StaatsAnleihegesetz, sowie das Gesetz, betr. Die Feststellung eines wohl wünschenswerth, aber sie ist nur möglich dadurch, daß das mann und Parlamentarier. In großen Zügen gab er hierauf vierten Nachtrages zum Etat für 1890-91, welchem ein§3 hin Publikum sich einschränkt in seinen Raumansprüchen. Die ein Charakterbild des Verstorbenen und stellte die glänzenden zugefügt wird, wonach die für den Bau der Kreuzerkorvette" K" finanzielle Seite der Sache habe der Borredner gar nicht Eigenschaften des selbstlosen und unerschütterlich an seinen einmal für 1890-91 bewilligte erste State von 2 300 000 m. in Wegfall berücksichtigt. Die Finanzen dürfen nicht geschädigt werden für richtig befundenen Grundsätzen festhaltenden Mannes ins tommt und in der Rechnung als erspart nachgewiesen werden soll. durch Verminderung der Einnahmen; jedes Reformprojekt hellste Licht. In seinem Schlußworte wurde Dr. Ropp Der Gefeßentwurf betreffend die kaiserliche Schuztruppe für muß von diesem Standpunkt aus betrachtet werden. Die etwas hochpolitisch und richtete an die Gesinnungs Deutsch- Ostafrita wird in dritter Berathung genehmigt Tarife sind nicht zu hoch, sondern man könnte fragen, ob und Glaubensgenossen einen warmen Mahnruf zur Einigkeit und nachdem Abg. Graf Mirbach im Anschluß an eine Aeußerung nicht schon etwas zu viel gereist wird. Im politischen Interesse zu festem Zusammenhalten in der Partei, welche dem Dahin des Reichskanzlers die Erwartung ausgesprochen hat, daß die liegt es, die Reiselust nicht noch mehr zu fördern.( Bustimmung.) geschiedenen ihre Größe verdanke. Mit der Spendung des verbündeten Regierungen die Frage der eventuellen Erlangung Abg. v. Tiedemann- Bomst( ft.): Aus finanziellen und voltsüblichen Segens am Sarge war die Trauerfeier zu Ende. Die des Protektorats über Sansibar im Auge behalten würde. wirthschaftlichen Gründen sind die Engel- Perot'schen Pläne nicht Leiche wurde auf den bereitstehenden vierspännigen Leichenwagen durchführbar. Unsere finanziellen Verhältnisse sind nicht so, daß gehoben und der endlose Leichenkonduft, an welchem außer den wir erhebliche Einnahmen entbehren können. Mitgliedern des Zentrums zahlreiche fatholische Vereine, VerAbg. Brömel: Wenn ein Mann vom Schlage der beiden bindungen und Korporationen mit ihren florumhüllten Bannern Vorredner Eisenbahnminister wäre, dann würden wir nicht zur und Fahnen theilnahmen, setzte sich nach dem Lehrter Bahnhof Ermäßigung, sondern zur Erhöhung der Personentarife kommen. Die zu in Bewegung. Bom Bahnhof aus wurde der Sarg mittelst Arbeiter, welche ihre Heimath verlassen, gehen doch nicht als Extrazuges nach Hannover überführt, wo heute Vormittag die Vagabunden ins Ausland, sondern sie suchen sich Arbeitsgelegenheit. Beisegung erfolgt. Wenn Sie die Möglichkeit, sich anderweitige beffere Arbeitsgelegenheit zu suchen, unterbinden, so wird dadurch die Sozialdemo Beutralfüche. Gleichwie durch die heutige Produktionstratie mehr gefördert, als durch die Leichtigkeit des Reifens. weise die Familien der Arbeiter zerrissen werden, indem Mann, Abg. v. Huene( 3.): Das Material zur Prüfung der Tarif- Frau und Kinder in die Fabrik wandern, jeder wo anders hin, fragen liegt jetzt nicht vor; da wir keinen Einfluß auf die Ge- so wird auch in die gemeinsamen Familienmahlzeiten durch die staltung der Tarife haben, so muß ein Ausspruch des Hauses, heutige Arbeitsweise erheblich Bresche gelegt und und die Hauswenn er etwas mehr als ein Sentiment sein soll, gründlich vor tocherei" immer mehr auf den Aussterbe- Etat gesetzt, indem die bereitet sein. Familienglieder mehr oder weniger auf die Restaurationen angewiesen werden. Wenn nun in Anbetracht dieser Thatsachen sowohl, als auch in Rücksicht darauf, daß die Frau ihre Zeit besser verwenden könne, als sie mit Rochen zu verbringen, insbesondere in Arbeiterinnenversammlungen darauf hingewiesen wurde, wie vortheilhaft es wäre, wenn das Einzeltochen beseitigt und dafür eine Zentralfüche eingerichtet würde für jedes Haus oder einen noch größeren Kreis, so ging ein Hohngelächter durch die gegnerischen Kreise und man wußte nicht genug eine derartige Einrichtung zu bespötteln und lächerlich zu machen, ja wohl auch für ganz undurchführbar zu erklären. Jezt müssen wir nun erleben, daß die praktischen Amerikaner Zum ersten Titel der Einnahmen: Aus dem Personen- und die Richtigkeit und Wichtigkeit dieses Gedankens erkannt und sich Abg. Schulk- Lupit( ff.) tritt für die Herabsehung der Tarife sofort an die praktische Ausführung desselben gemacht haben. In Gepäckverkehr 232 Millionen Mark, liegt folgender Antrag des für Dünger ein. Die Schiffsfracht für Dünger elbabwärts bis Chikago hat sich nämlich, dem„ Gen.- Anz, f. Delit.- Solg." zuAbg. Brömel vor: Die Staatsregierung zu ersuchen, der in nach Amerika sei immer noch niedriger als die Eisenbahnfracht folge, kürzlich die" Cooperative Housekeeping Association" ge Aussicht genommenen Reform der Personen- und Gepädtarife von Sachsen nach Ostpreußen. 1. eine durchgreifende Ermäßigung der Zariffage aller Klassen gründet, welche den Zweck hat, die Mahlzeitkocherei für eine Abg. Gerlich( ft.): Für die Beförderung der Personen hat ganze Anzahl Familien im großen Stil zu besorgen. Es haben und eine Bereinfachung des Tariffyftems für den Personenver- die Eisenbahnverwaltung gesorgt, so daß die Leute uns jest in fich bis jest 50 Familien mit 260 Köpfen dem Massen- Kochverein fehr, unter Ausschluß von Erhöhungen bestehender Säße, ein großen Trupps verlassen. treten zu laffen; 2. für den Nahverkehr eventuell versuchsangeschlossen und sich verpflichtet, für die Mahlzeiten( Frühstück, Abg. Friedberg spricht sich dagegen aus, den Transport Mittag und Abendessen) 4 sh. per Woche für jeden Erwachsenen weise für den Nahverkehr Berlins oder einer anderen Groß- vom Often nach dem Westen zu erleichtern; das würde die und 2 sh. per Woche für jedes Kind unter 12 Jahren zu bezahlen. stabt einen Bonentarif ungefähr nach dem Muster und Landwirthschaft des Westens und der Mitte Preußens schä- Der Speisezettel wird den Familien immer einen Tag vorher ins Haus mit den Säßen des Bonentarifs ber Berliner Stadtbahn einzu- digen. Wenn die landwirthschaftlichen Bölle gerade die Landes- geliefert und steht es den Familien frei, sich für jeden Gang" führen; 3. bei Aufhebung des Freigepäcks den Gepäcktarif auf theile, auf welche sie berechnet gewesen sind, nicht gefördert hätten, eine der auf dem" Menu" verzeichneten Speisen zu bestellen. eine niedrige, für längere Zonen gleichmäßige Gebühr festzu so mußte man untersuchen, ob die Zölle überhaupt das richtige Auf halbstündige Bestellungen werden Extra- Mahlzeiten für Gäſte setzen. zu 25 Cents Mt. 1,10 per Kopf geliefert. Die Mahlzeiten Abg. Brömel( dfr.): Die Bewegung wegen Ermäßigung der Nachdem nochmals die Abgg. Schöller und Gerlich für die werden in Gefäßen aus galvanisirtem Blech, mit verschiedenen Eisenbahntarife für den Personenverkehr nimmt immer mehr an Ermäßigung der Stückgut und die Einführung der Staffel- Abtheilungen für Fleisch, Gemüse, Thee oder Kaffee, die sich in Ausdehnung zu. Der Personentarif ist fast auf demselben Puntte tarife eingetreten, wird Titel 2 genehmigt, ebenso die übrigen einem mit heißem Waffer gefüllten Behälter befinden, ausgesandt. stehen geblieben, wo er zur Zeit der alten Posttutsche stand. Die Einnahmetitel. Die Behälter sind mit Namen und Adressen der Familien verneuen Vorschläge wegen der Tarifreform bedeuten ja in gewiffer Beziehung eine Reform; aber von der erheblichen Ermäßigung Der Präsident v. Köller schlägt für morgen eine Sigung vor. sehen und werden in den mit einem fleinen Ofen geheizten Abg. Brandenburg bittet namens des Zentrums, morgen Wagen in besondere Fächer gestellt. In der Centralder Tarife ist gar nicht die Rede. Von dem Preise der Rückfahrts teine Sigung zu halten; das Zentrum werde morgen insgesammt gartüche sind drei Oberföche und eine ganze Armee von farte muß man ausgehen, um eine Reform der Personentarife herbei zu nach Hannover fahren, um seinem verehrten Führer die letzte Unterföchinnen und Frauen zum Tellerwaschen, Her führen. Mein Antrag stellt die allgemeinen Grundzüge einer Reform, Ehre zu erweisen. Es fönne aber darauf rechnen, daß man richtung der Gemüse 2c., beschäftigt und es ist damit eine wie wir sie allgemein wünschen, zusammen. Im Nahverkehr ist aller- ihm dafür die Freiheit von Geschäften gewährt, was um so Wäscherei verbunden, die mit Dampf betrieben wird, Das qus tritt dem Kommissionsantrage bei. Darauf vird die Vertagung beschlossen. Schluß 4 thr. Nächste Sigmg Dienstag, den 7. April 1891, 1 Uhr. Fortsetzung der zweiten Berathung der Gewerbe- OrdnungsAbgeordnetenhaus. C). Sigung vom 17. März. 12 Uhr. An Ministertische: Maybach, Miquel und zahlreiche Rommiffarien. Uuf der Tagesordnung steht die Berathung des Etats der Eisenbahnverwaltung. Abg. Brömel: Durch Zurückziehung meines Antrages würde ich das Haus in die Lage versezen, sich überhaupt nicht über diese Sache aussprechen zu können. Gegen die Stimmen der Freifinnigen, eines Theils der Nationalliberalen und des Zentrums wird der Antrag Brömel durch Uebergang zur Tagesordnung erledigt. Die Einnahme aus dem Personenverkehr wird bewilligt. Beim Titel 2: Einnahmen aus dem Güterverkehr 650 Mill. Mart tritt Abg. Schöller( ft.) für eine Ermäßigung des Stückgut Tarifs ein und empfiehlt ferner die Ausdehnung des StaffelTarifs. Mittel waren. in der Hemden, Tischtücher, Servietten, Handtücher und der- 1 erklärt, daß Dr. Becker fein Guthaben bei der Bank habe und Nothstand. Auch in Dresden bestritt bekanntlich der Stadtgleichen Wäsche gereinigt werden. Mächtige Kessel liefern das deshalb auch nichts abheben könne. Die Checks waren also werth rath, daß ein durch große Arbeitslosigkeit entstandener außer erforderliche heiße Wasser und Dampf. Für die Angestellten los und von gleicher Güte war der Wechsel über 3000 Mart, ordentlicher Nothstand vorhanden sei und schätzte wirklich die find strenge Vorschriften gemacht, die auf gedruckten Plakaten in denn es war ein von zahlungsunfähigen Leuten afzeptivtes und Zahl der Arbeitslosen in Dresden und Umgegend auf 4-5000. der Anstalt angeschlagen sind. ausgestelltes Papier. Scholz hat bis heute noch nichts von seinem Eine Reihe von Gewerkschaften hat es sich nunmehr angelegen Die Vortheile einer solchen Zentraltüche liegen so klar zu Darlehn zurückerhalten. Der Angeklagte bestritt energisch, daß er sein lassen, gewissenhaft nachzuforschen, wie viel Arbeitslose im Das Resultat Tage, daß dieselben wohl kaum erst erläutert zu werden brauchen. von unreellen Absichten geleitet worden sei. Er könne nachweisen, Januar in einzelnen Branchen vorhanden waren. Es ist aber hiermit wie mit so vielem Anderen. Was in anderen daß er später noch Hunderttausende umgesetzt habe und veröffentlicht die Sächsische Arbeiterztg." Es stellt sich folgenderLändern schon lange durchgeführt ist, das wird bei uns vergebens wenn es ihm nicht möglich gewesen sei, für den Check bei der maßen: erstrebt und als Utopie verworfen. Dafür sind wir Deutsche Bank rechtzeitig den abzuhebenden Betrag zu hinterlegen, so aber auch das Volk der Denker. Dr. Cornet, der durch seine Massenbehandlung nach der Koch'schen Methode viel von sich reden machte, hat, wie wir aus ärztlichen Kreisen hören, Berlin den Rücken gekehrt und sich wieder nach Reichenhall begeben. In der letzten Zeit sollen ihm die Patienten nicht mehr nach Wunsch zugeströmt sein. Im Bentralhotel hielt er Sprech- oder Spritstunden von 7 Uhr Abends bis in die späte Nacht. In ärztlichen Kreifen tapirte man damals seine Tageseinnahmen auf 10 000 M.! Ein Chinese, der sich im Hippodrom von Dr. Cornet behandeln ließ, hatte monatlich 1500 M. zu zahlen und den gleichen Betrag feine Tochter, die lediglich zur Pflege bei ihrem Vater weilte. Die Beköstigung wird allerdings als eine gute bezeichnet. Die Jahrespacht, die Cornet für das Hippodrom zu entrichten hatte, soll 80 000 2. betragen haben. Täuschend ähnlich nachgemachte falsche Einmarkstücke mit der Jahreszahl 1886 und dem Münzzeichen F fursiren seit einigen Tagen in Berlin und Umgegend und sind solche auch an der Stadthauptkasse zu Bernau angehalten worden. Nach Feststellung der hiesigen königlichen Münzdirektion, der dieselben überfandt, sind dieselben aus Zinn und Antimon gegossen und ist der Klang derselben von den echten schwer zu unterscheiden, so daß im Geldverkehr die größte Vorsicht gerathen ist. Die sogleich polizeilicherseits eingeleiteten Recherchen haben bis jetzt noch zu teinem günstigen Resultat geführt, doch hofft man den Falschmünzern auf die Spur zu kommen. Wie geschickt übrigens die Geldstücke angefertigt sind, beweist der Umstand, daß die vor einiger Zeit jedenfalls von derselben Bande verausgabten falschen Zweimarkstücke sich sogar bei hiesiger Stadthauptkasse Eingang verschafft haben und erst bei genauerer Untersuchung als Falsifikate entdeckt wurden. Eins derselben ist seiner vorzüglichen und geschickten Ausarbeitung wegen dem Märkischen ProvinzialMuseum einverleibt worden. Talu sei dies eine Folge unvorhergesehener, widriger Umstände gewesen. Er habe damals einen Hauskauf im Auge gehabt, der später nicht verwirklicht worden ist. Der Staatsanwalt führte aus, daß der Angeklagte ein Mann sei, der sich durch allerlei bedentliche Geschäfte über Wasser zu halten suche, wirkliche Werthobjekte habe derselbe niemals aufweisen können. Er halte den Betrug für erwiesen und beantrage dafür eine Gefängnißstrafe von 4 Monaten. Der Vertheidiger, Rechtsanwalt Wolff, plaidirte aus rechtlichen Gründen auf Freisprechung. Der Gerichtshof hielt die Schuld des Angeklagten für erwiesen und verurtheilte den Angeklagten zu einer Gefängnißstrafe von sechs Wochen. Ein umfangreicher Prozeß wegen Vergehens gegen das Aktiengesesz wird heute, Mittwoch, vor der I. Straf fammer hiesigen Landgerichts I unter Vorsitz des Landgerichtsraths Denso seinen Anfang nehmen. Die Anklage richtet sich gegen die früheren Direktoren des" Preußischen Leihhauses," Kaufmann Friedr. Wilh. Otto Ha a te und Referendar a. D. Ludw. David Hoffmann. Dem Erstgenannten wird außer dem Vergehen gegen das Aktiengesetz auch Unterschlagung zum Borwurf gemacht. Unter den 23 Zeugen, welche vernommen werden sollen, befinden sich auch einige aus Barmen und Hamburg, ferner der gegenwärtig in Strafhaft sigende Armeelieferant Hagemann. Die Verhandlung, welche im großen Schwurgerichtsfaale stattfindet, dürfte drei Sigungstage in Anspruch nehmen. Arbeiterbewegung. " 1 11 Bäcker Buchbinder Buchdrucker Drechsler Glaser Holzarbeiter Korbmacher Maurer Maler, Lackirer 2c. Arbeitslose waren im Monat Januar: 150 150 100 # 10 46 1000 10 012000 700 Metallarbeiter 4000 Tischler inkl. Modell- und Barquettischler 720 Schneider 1000 300 170 10 1000 120 105 300 300 250 22 Schloffer Steinmetzen Stellmacher Schuhmacher Töpfer Bildhauer Klempner Dachdecker Zapezirer Zabatarbeiter 12463 Markthelfer, Boten, Schiffsauslader, Tagelöhner, Handlanger 2c. sind dabei nicht inbegriffen. Auch haben verschiedene Gewerke, z. B. Riemer, Sattler und Gerber feine Berichte eingesandt. Obige Zahl dürfte sich darum bedeutend erhöhen. Und Die Zählung ist jedenfalls eine sicherere, als die stadträthliche. gummisohlo God son Versammlungen. Die freisinnigen" Auch- Arbeiter Sulzbach, 15. März. Die heutige Versammlung der GrubenAusschußmitglieder hierselbst verfiel ebenso wie diejenige vor 14 Tagen der polizeilichen Auflösung. In dem Augenblick, als ein Gemurmel durch den Saal ging, erhob sich der überwachende Auf dem Neubau der Kaiser Wilhelmkirche, Ecke Kurfürsten Polizeibeamte, welcher die Würde eines Fußgendarmen bekleidete, haben sich jetzt endlich in ihrem wahren Lichte gezeigt. Gine damm und Hardenbergstraße, werden, wie man uns mittheilt, und erklärte die Versammlung für aufgelöst. Angesichts dessen Anzahl von ehemaligen, fast sämmtlich im 6. Reichstags- Wahl40 Pioniere unter Leitung dreier Unteroffiziere mit den Grd- famen die Mitglieder des seiner Zeit zu Völklingen gewählten freis wohnenden Mitgliedern des Freifinnigen Arbeitervereins arbeiten beschäftigt. Arbeitslose Arbeiter giebt es in Berlin beständigen Vorstandes der Gruben Ausschüsse überein, folgende Berlins", welche vor Kurzem wegen persönlicher Bänkereien austanntlich nicht. Bergleute als Abgeordnete zum Pariser Bergmannstag zu ent- geschieden sind, hatten für Montag Abend eine von noch nicht senden: Warten Bildstod, Thome- Altenwald, Berwan- 40 Personen besuchte Versammlung einberufen, um einen neuen Ein Bau- Unfall, der glücklicherweise ohne schwere Folgen ger- Thelay, Schillo Altenteffel und Müller- Bildstock. Arbeiterverein für den Norden Berlins zu begründen. Zweck des blieb, ereignete fich vorgestern in der sechsten Abendstunde. Auf dem Für das ganze Revier sind für die nächsten 14 Tage örtliche neuen Bereins ist angeblich die gründlichere Bearbeitung" des Grundstück Usedomstr. 14 ist zur Zeit ein Neubau begonnen, der Bergarbeiter- Bersammlungen geplant, um die Bergleute über die 6. Wahlkreises unter schärferer Betonung des Programms der dem Maurerpolier Keiler unterſtellt ist. Die Baustelle grenzt Bedeutung des Pariser Bergmannstages aufzuklären. Legteres alten Fortschrittspartei". Das Interessanteste aus den umständhart an einen Vichschuppen, welcher, entgegen allen Regeln der hat sich infolge der Berichte der„ arbeiterfreundlichen" lichen Berhandlungen war das Bild, welches die Herren von dem Baukunft und polizeilichen Vorschriften nicht abgesteift ist, auch ultramontanen Bresse als wünschenswerth erwiesen, welche Tag für alten Freifinnigen Arbeiterverein" entwarfen. In diesem Verein sind keine anderweitigen Vorsichtsmaßregeln zum Schuße der in Tag den Leuten weißmacht, in Paris solle der Weltausstand" feien fast gar keine wirklichen Arbeiter, aber desto mehr Handeiner Tiefe von zwanzig Meter beschäftigten Arbeiter getroffen. und die Weltrevolution" beschlossen werden. werker, Raufleute und Fabrikanten. Die Arbeiter dienten dort Die Tagelöhner Neumann und Baschte, welche erst vorgestern früh In der Versammlung war auch Herr Landtags- Abgeordneter nur als Aushängeschild. Der Vorstand, der eine Klique bilde, Dort Arbeit getreten sind, hatten vom Polier Keiler am Nachmittag Kaplan Friz Dasbach erschienen. Da man leider seiner Beit ver- fei nach unten herrisch, nach oben knechtisch. Er frage nicht nach den Auftrag erhalten, von der an den Viehschuppen anstoßenden säumt hatte, diesen" Boltsmann" zum Mitglied eines Gruben- den Wünschen der Mitglieder, gebe aber klein bei, wenn Lehmwand/ Meter abzuschlagen. Um 54 Uhr stürzte plöglich ausschusses zu wählen, die Versammlung aber lediglich für solche wie bei der letzten Wahl im 21. Kommunal- Wahldas untergrabene Erdreich in einer Länge von zwölf Meter Mitglieder anberaumt war, so konnte dem Wunsche des hoch- bezirk, die Herren von der Fraktion kommen und zwanzig Meter hoch ab und verschüttete beide Arbeiter. Alles würdigen Herrn Kaplans, die Versammlung durch eine Ansprache mit dem Finger drohen". Diese Wahl habe so recht die eilte nun herbei, um die Verunglückten auszugraben, während zu erfreuen, bedauerlicherweise nicht entsprochen werden. Ein Ohnmacht des Vereins bewiesen. Gegen den Versuch, einen von sofort auch die Feuerwehr zur Hilfeleistung requirirt wurde. Nach Barlamentarier von der Bedeutung Dasbachs läßt sich indessen den wenigen wirklichen Arbeitern in den Vorstand zu bringen, langen bangen zehn Minuten wurde Simon, nach zwanzig Mi- fo leicht nicht abweisen. In dem Augenblick also, als die Ver- babe man sich gewehrt. Man habe gesagt, daß die Arbeiter zu nuten Birk aufgefunden. Beide waren bewußtlos, tonnten aber fammlung aufgelöst war, schlängelte sich derfelbe an die bewaffnete roh und ungebildet feien und nicht zur Leitung eines solchen durch den herbeigeholten Arzt ins Leben zurückgerufen werden macht heran, um die Erlaubniß bittend, an die Aufgelösten" Vereins paßten." und befinden sich außer Gefahr. Der Vorstand des 59. Polizei eine staatsrettende Rede zu reden. Welche Liebesmühe aber ver- Das Bild muß wohl zutreffend sein, denn die Herren haben Reviers am Gartenplay, die Kriminalpolizei und ein Vertreter gebens war. Herr Frizz Dasbach hat, wie er selbst sagte, vorder Baupolizei waren sofort zur Stelle und stellten den oben mit gestern noch mit Minister v. Berlepsch gesprochen. Da der Nach getheilten Thatbestand fest. barwahlkreis Ottweiler- St. Wendel- Meisenseim nächstens frei werden wird, in welchem er durchgefallen war, so fühlt Dasbach das Bedürfniß, nächster Tage zum Bergetat eine feiner welt erschütternden Neben zu halten, um sich bei den Bergleuten zu empfehlen. stri Polizeibericht. Am 15. d. M. Abends sprang ein Arbeiter nahe der Torfbrücke in den Spandauer Schifffahrtskanal und er trant. Ein Dreher der Berliner Maschinenbau- Aktiengesellschaft vorm. 2. Schwarzkopff. Chauffeefir. 17/18, bestieg am 16. b. m. Nachmittags unberufener Weise das Dach des Fabrikgebäudes, Köln, 16. März. Der Köln. Boltszeitung" wird aus Saar glitt auf demselben aus, durchbrach ein Lichtfenster und stürzte Durch dasselbe in die Dreherei hinab. Hierbei erlitt er so schwere innere Verlegungen, daß er bei der Ueberführung nach dem Lazarus- Krankenhause verstarb. Vor dem Hause Mühlenstraße Nr. 49A fuhr ein Kaufmann mit seinem Geschäftswagen mit London, 16. März. Nach Meldungen aus Philadelphia solcher Gewalt einen anderen Wagen an, daß beide Führer der herrscht unter den Kohlen- und Eisenarbeitern in Pennsylvanien Wagen durch den Anprall auf den Straßendamm geschleudert eine Gährung. Man befürchtet einen Streit zwecks Erlangung wurden. Ersterer erlitt hierbei anscheinend eine bedeutende Ver- des achtstündigen Arbeitstages. brücken gemeldet: Der stellvertretende Vorsitzende des Rechtsschutzvereins ist wegen Agitation gegen das Knappschaftsstatut ohne Kündigung entlassen worden. Soziale Uebersicht. ja Gelegenheit gehabt, die Verhältnisse genau zu studiren. Daß die Arbeiter für ungeeignet zur Leitung eines Arbeitervereins ge halten werden und demselben nur als Aushängeschild dienen, ist jedenfalls ein sehr werthvolles Geständniß, welches festgenagelt zu werden verdient. Die Sache entbehrt nicht einer gewissen Romit, wenn man sich erinnert, wie trampfhaft sich jene AuchArbeiter früher immer gegen die Behauptung gewehrt haben, daß Spaßhafteste dabei ist, daß die obige Schilderung fast in allen in diesem furiosen Arbeiterverein" keine Arbeiter seien. Das Punkten auch auf den am Montag unter dem Namen„ Freisinniger Arbeiterverein Fortschritt" mit 31 Mitgliedern begründeten neuen Verein paßt. Die Mitglieder sind ebenfalls weiter nichts Verein scheint seine Entstehung eigentlich nur dem Umstande zu als eine Relique eine Klique der Zurückgesetzten- und der verdanken, daß der Klempner A. Jakob auf der letzten Generalversammlung bei der Wahl des 2. Borsigenden durchgefallen ist. legung des rechten Armes, während Letterer nur leicht Um ihn zu entschädigen, hat ihn die Klique der Zurückgesetzten am Ruie verletzt wurde. jezt zum 1. Vorsitzenden des neuen Vereins gemacht. Die MitVor dem Hause Markusstraße 10 ftürzte Nachmittags ein Schußmann mit dem Pferde und brach glieder sind wieder nur zum allergeringsten Theil wirkliche Arden linken Unterschenkel, so daß er nach Anlegung eines Nothbeiter. Sie suchten das freilich möglichst zu verdecken. Bei der verbandes nach dem Krankenhaufe am Friedrichshain gebracht Berlesung der Mitgliederliste wurde nur von Tischlern, Schnei werden mußte. Auf dem Neubau Usedomstr. 14 stürzte zu der bern, Klempnern u. f. w. gesprochen. Der Bufab Meiste felben Zeit beim Legen des Fundaments eine mehrere Meter hohe Die Freie Vereinigung hat behufs statistischer Erhebungen über feld verbesserte die dem überwachenden Beamten gemachte Mottle Au die Maurer Berlius und Umgegend. Kollegen! wurde wohlweislich weggelassen. Ein Schneidermeister jabe Lehmwand in die Grube und verschüttete die beiden darin be- Einnahme und Ausgabe, über Arbeitslosigkeit 2c., überhaupt Schneidermeister" eilig in" Schneider" und ein Portier schäftigten Arbeiter Neumann und Baschte. Es gelang jedoch, behufs Untersuchung und Ermittelung der sozialen Lage eines fagte, als er aus gleicher Veranlassung vom Vorsit diefelben schleunigst wieder aus ihrer Lage zu befreien. Grsterer Berliner Maurers Bücher anfertigen lassen, in welchen nach einem" Arbeiter" bezeichnet wurde, mit verlegenem Lächel hatte einen Knöchelbruch erlitten und wurde nach dem Lazarus Schema die Materialien, auf die es dabei hauptsächlich antommt, meinetwegen!" Krankenhause überführt, während Letterer nur leicht am Knie zusammengestellt sind, um an der Hand der Thatsachen nachzuVon dieser Gesellschaft soll also die„ Neubelichen Auch- Arverlegt worden war. Abends wurde an der schwarzen Brücke weisen, wie verbesserungs- und der gefeßlichen Hilfe bedürftig die finns" im 6. Wahlkreis ausgehen. Die wun Werkstätten aufein ehemaliger Pferdebahn- Schaffner mit Schnittwunden am Halse Verhältnisse eines Maurers sind. Der Gedanke, welcher den beiter werden besonders die Agitation in und an den Handgelenken, welche er sich selbst beigebracht hatte, Berein leitete, diese Kosten anzuwenden, ist der, den Machthabern nehmen. Für diejenigen Schlepper, we unbekannter Wohlen es gelingt, einen aufgefunden und nach dem Krankenhause am Friedrichshain ge- die Phrase zu entziehen, daß die Löhne heute bessere feien, als wirklichen Arbeiter zu übertölpeln, bracht. Zu derfelben Zeit fand in einer Wohnung Louisenstr. 2 ehemals, den Nachweis führen zu können, daß tros sozialer thäter einem unverbürgten Gerücht habe bereits einen Ehrenein fleiner Brand statt. Beim Löschen wurde der dort wohn Reformen und Schußgefeße die Lebenslage der Arbeiter nichts sold von fünf Groschen geftiftet. zuf hafte Kellner Hoffmann, welcher wahrscheinlich im Bett geraucht weniger denn besser geworden ist. und dadurch das Feuer hervorgerufen hatte, erstickt vorgefunden. Kollegen! Um nun dieses bedeutungsvolle Mittel für unsere Emanzipations Bestrebungen möglichst umfangreich gestalten zu elfer fand am 16. März im nie hI statt, um den Bericht Eine öffentliche Versanying der Rohrleger und unter fönnen, ist es nothwendig, daß Ihr Euch dem Verein anschließt. dem Borsi des Herrn Ra régen zu nehmen. Zunächst erhielt Gs wäre betrübend, wollte sich nur ein leiner Bruchtheil an der Reviſionskommiſſion hur Berlesung der Abrechnung vom diesem Unternehmen betheiligen. Die Thatsache der Bohndrückerei Herr Becker das Wort vorigen Jahre. Die Gesammt- Einund die Verschlechterung der Verhältnisse im Baugewerbe liegt Streit der Rohrleger on betrug banach 1702,16 m., und die Geschäfte gewagter Art führten gestern den doch nur daran, daß die Mehrzahl der Kollegen der Organisation nahme der Streiffomy 26 M.; somit bleibt ein Bestand von Dr. juris Albert Becker unter der Anklage des Betrugs gleichgiltig gegenübersteht. Berlangt ihr, daß Eure soziale Lage Gesammtausgabe vor die zweite Straffammer des Landgerichts I. Der Angeklagte besser gestaltet wird, so glaubt nicht, daß es ohne Guer Buthun 206,90 M. Bonesem Gelde sind 182 M. auf Darlehnsscheine hat sich in den letzten Jahren in Grundstücks- Spekulationen ver- geschieht. Da müßt Ihr mit Hand anlegen und Euch in die an verschiedene ben), verborgt worden, wovon 16 M. zurückgellegen, welche in Noth waren( Becker verliest fucht, die aber nicht zu seinen Gunsten ausgefallen sind, denn er eihen derjenigen stellen, welche bemüht sind, die alten, ver- die Namen depaß ein Baarbestand von ca. 40,90 M. vorhanden foll fast sein ganzes Vermögen verloren haben. Im Juni v. I. rotteten, die Mehrheit der Menschen bedrückenden Zustände zu zahlt sind, verborgtes Geld einzuziehen ist. Diese Abrechnung befand sich der Angeklagte in Geldverlegenheit und soll er unlau beseitigen. Gerichts- Beitung. 0 und 166 erden als Naang des Freitere Mittel angewendet haben, sich aus derfelben zu befreien. Kollegen, laßt diesen Mahnrus nicht wieder durch das eine wird hieuf von einem der Revisoren im Namen der RevistonsDer Hausverwalter Scholz hatte dem Angeklagten mitgetheilt, Ohr hinein und aus dem andern wieder hinausgehen. Ist es Komminon als richtig anerkannt; derselbe verliest außerdem eine daß er im Besize von 4 Stück Aktien der Berliner Immobilien- nicht schrecklich, daß nach dem langen und harten Winter Liste on Personen, bie noch Listen in den Händen haben und Gesellschaft zum Nominalbetrage von je 400 M. fei, welche aber Tausende von Arbeitskräften, Taufende Familienväter arbeitslos fort zur endlichen Ablieferung derselben auf. Es entspann sich damals einen Werth von 472 M. hatten. Der Angeschuldigte auf der Straße liegen, die gerne arbeiten möchten und feinen über die Abrechnung eine zirka zweistündige, unerquickliche bat Scholz, ihm 2 Aktien auf ſechs Lage leihweise Arbeit finden, weil durch die zu lange Arbeitszeit im Beſonderen, reichte: Debatte, welche ihr Ende durch Annahme folgender Anträge erzu überlassen, wofür er ihm großen Verdienst und hinreichende durch die anarchische Produktionsweise im Allgemeinen die Masser Sicherheit gehen wolle. Scholz ließ sich bereden und erhielt für der Berelendung preisgegeben find? Deshalb, Kollegen, er die beiden Attien einen vom Angeklagten ausgestellten Chet über noch nicht vollständig macht- und kraftlos diesen Zuständen sum 1120 M., den der Darleiher nach sechs Tagen bei der National- Opfer gefallen ist, der helfe und unterstüße uns in unserem Be die Rückgabe des Darlehns nicht erfolgt war. Nach zwei Tagen tag, den 19. d. M., findet bei Orschel, Sebastianstraße 89, eine erbat der Angeklagte sich von Scholz auch die beiden übrigen Bersammlung statt, dort werden Euch die zur Babrung der Attien gegen dieselben Bedingungen, wie bei den ersten Papieren. Statistik angefertigten Bücher eingehändigt werden. Der Vorstand Diesmal bändigte Becker dem Darleiher noch als besondere der Freien Bereinigung der Maurer Berlins und Umgegend. Sicherheit einen Wechsel über 3000 m. ein. Als Scholz an dem bezeichneten Tage den ensten Check des Angeklagten bei Potsdam. Der Streit bei der Firma C. F. Schlösser, Der Nationalbank zur Zahlung präsentirte, wurde ihm einfach Potsdam, ist zu Gunsten der Arbeiter beendet. " Die Versammlung erklärt sich mit der Erklärung der Revisionskommission bezüglich ber Bücher und Abrechnung des Streiffomitees einverstanden und ertheilt beiden ihren Dank." " Die Versammlung beschließt, dem Vertrauensmann der Rohrleger und Helfer die Kompetenz zu ertheilen, die noch ausstehenden Listen und Vorschüsse einzuziehen und zu felbem Zweck auch noch die Revisionstommission bestehen zu lassen, die Agitationstommiffion und das Streitfomitee aber aufzulösen." Nachdem Herr Rarpentiehl über die Thätigkeit der Berliner Streit- Rontrollkommission Bericht erstattet hatte, erhielt zum 3. Punkt der Tagesordnung:„ Stellungnahme zum 1. Mai", island 17 willkommen. Depeschen. ( Wolff's Telegraphen- Bureau.) Briefkaffen der Redaktion. Brieflich K. G. Maurer, Friedrichsberg. Sie waren mit der betreffenden Antwort nicht gemeint; aber von Ihrer Mittheilung ist uns nichts bekannt. Herr Redner das Wort. Redner befürwortet, am 1. Mai| Privat Theatergesellschaft Fidelio". Gigung, nachher Tanz, die Arbeit nicht ruhen zu lassen, sowie überhaupt von einer Be- Fivelitas bet Wohllebe, Alexandrinenstr. 110, 9 Uhr. Montag, den 30. März, schlußfaffung betreffs der Feier Abstand zunehmen. Da jetzt die kleinen traße 61. Billets intl. Zanz 50 Pf., bei Rendant Robert Gausche, Linden2. Diterfeiertag, große Theatervorstellung und Kränzchen bet Heinrich, BlücherBranchenorganisationen in eine große, allgemeine Metallarbeiter- ftraße 84. Organisation aufgehen, so könne man der Gesammtheit der Ber- abestiererein Harmon Serm Paffom'über:„ Die Lage Sonnabend die Arbeiter zu Gunsten der streikenden Metallarbeiter Homöopathischer Hahnemann. Donnerstag, den 18. März, Brüffel, 17. März. In Haine- St. Pierre veranitatiin am liner Metallarbeiter die Beschlußfassung über ihre Stellung zur der Wohnungen vom fanitären Standpunkte." Maifeier überlassen. Redner empfiehlt den Besuch des am Freie Bolksbühne. Außerordentliche Generalversammlung heute Abend, eine Kollekte. Von Gendarmen in Zivilkleidung unter Androhung 2. Mai stattfindenden, wahrscheinlich letzten Stiftungsfestes der püntilich 8 Uhr, im Konzerthause Sanssouci, Kottbuserstr. 4a. Tagesordnung von Verhaftung aufgefordert, die Kollefte einzustellen, weigerten Vereinigung der Rohrleger und Helfer. Nach längerer Debatte Bortrag über& hamiffo, fowie Borlesung, folgender Gedichte Chamiffo's; fich und ihre Genoffen mit Steinen und Eisenstücken, um den Statutenänderung. Bon 9 Uhr ab haben Gäfte Butritt. Es findet ein sich die Arbeiter, der Aufforderung nachzukommen, und versahen über diesen Punkt wurde im Sinne der Rechner'schen Aus- 1. Schloß Boncourt. 2. Die alte Waschfrau. 3. Die goldene Beit. führungen beschlossen. Nach Erledigung einiger interner An- 4. Der Stein der Mutter. 5. Tragische Geschichte. 6. Der Bettler und sein Gendarmen, die Verstärkungen holen wollten, Widerstand zu Hund. 7. Das Bild von der Weibertreue. 8. Der rechte Barbier. gelegenheiten wurde die Versammlung geschlossen. 9. Der leisten. Es entspann sich darauf ein Kampf, bei welchem auf Bettler( von Beranger). Vorgetragen von Herrn Hans Adler. beiden Seiten Verwundungen vorkamen. Sozialdemokratische Lese- und Diskutirklubs am Mittwoch. Eine öffentliche Versammlung der Holz- und Bretter- Vorwärts", Abends 8% Uhr, Sigung im Lokale des Herrn Köhn, träger Berlins und Umgegend tagte unter Vorsiz des Herrn Naunynſtr. 83. Säfte haben Zutritt. Neue Mitglieder werden aufgenommen. " Nord", Abends 8½ Uhr, bet Raabe, Ruppinerstr. 46. ,, Gleichheit". Schönstein am 10. März. Herr Dr. Lütgenau sprach unter all- abends 8% uhr, bei Hilgenfeld, Bergstraße 60. Gäste haben Zutritt. seitigem Beifall über den Arbeiterschuh. Gine Diskussion fand Emanzipation", Abends 8½ Uhr bei Wagner, Neue Königstr. 89. Gäste nicht statt. Folgende Resolution wurde einstimmig angenommen: " Kultur", Abends 8 Uhr bei Steuer, Weinstr. 22. " Gleichheit", 8% Uhr bei Schönemann, Staligerstr. 7. Gäste willkommen. Bet Anfragen bitten wir die Abonnements- Quittung beizufügen. Die Versammlung der Holz- und Bretterträger Berlins erklärt " Freie Denfer", 9 Uhr bei Haugt, Böthstr. 12. Gäste willkommen. Antwort wird nicht ertheilt. sich mit den Ausführungen des Referenten einverstanden. Haupt- Arbeiter Sänger- Bund Berlins und Umgegend. Mittwoch, Abends, sächlich billigt die Versammlung das Verhalten der sozialdemo- 9 Uhr, uebungsstunde( Aufn. von Mitgl.). Gesangverein Freya",( Gem. Chor) bei Zemter, Münzstraße 11. tratischen Reichstags- Fraktion, betreffend den Schutz der Arbeiter Hochstr. 32 a bei Wilfe. Männer- Gesangverein Silarttas", Flöterscher Gesangverein", Landsbergerstr. 31 gegenüber den sogenannten bürgerlichen Parteien, welche den bei Musold.- Arbeiter- Gefangverein„ Borwärts", Schönhauser Allee 28 bet Arbeitern das Koalitionsrecht verkümmern wollen. Die Teller- Nürnberg. Gesangverein iedesfreiheit", Blumenstr. 38 bei Hente. P. G- 3, Paulsdorf. Sie müssen versuchen, daß der Mann, sammlung wurde den ausgesperrten deutschen Arbeitern über- verein Deutsche Eiche", Blumenftr. 46 bei Went. Gesangverein der Steinmegen", Johannisftr. 21 bei Müller.- Gesang welcher die Wittwe heirathen will, die Konzession erhält. Die Arbeiter- Gesang Erlaubniß zum Ausschank geistiger Getränke läßt sich nicht auf wiesen. Schönstein ermahnte die Kollegen zu reger Agitation für verein& cho", Pantom bet Borchardt, Schulzeſtr. 27. Gesangverein Minderjährige übertragen. Gesangden Verein, daß derselbe wieder dahin kommen möge, wo er vor er che", Abends 9 Uhr, bet 3immermann, Brunnenſtr. 119. verein, Johanni" am Ostbahnhof Nr. 7 bei Junold.. R. W. 45. Ob der aus Berlin ausgewiesene Ludwig Hecht, Jahresfrist stand. Hierauf gab der Vorsitzende bekannt, daß verein" Freiheit", Uebungsstunde von 9 bis 11 Uhr im Restaurant der hierher zurückgekehrt ist, sich noch hier befindet, können wir innerhalb 14 Tagen eine Vereinsversammlung stattfinden wird, Hämmerle, Bülowstr. 59, part. Männergesangverein Morgenroth" die im Vorwärts" bekannt gemacht werden wird. Wrangelstr. 147 bet W. Schmidt. Verein Steinfeger- Sängerchor", Ihnen leider nicht sagen. Sollte uns einer unserer Leser MitSchwedterstr. 17 bei Wolter. Gefangverein Südo ft" bet 3temer, Cuvry theilung machen, geht Ihnen von uns direkt Nachricht zu. straße 16. Männergesangverein Steinne Ife", Gerichtstr. 10 im Restaurant. Jwan Marakoff. Sie wollten sich wohl mit uns einen Männergesangverein" 3ufriedenheit" bei Gauger, Willibald- schlechten Wig machen. Ihre Einsendung eignet sich höchstens Alexisstraße 5. Gesangverein, yra" bei Stachel, Raupachstr. 6. auf", Abends 8-10% Uhr bei Haller, Naunynstr. 70. Gesang-, Turn- und gesellige Vereine. Gesangverein Frisch für den Papierkorb oder die„ Kreuz- Zeitung". Gesangverein Duisburg. " Bause beutel" Abends 9 Uhr bei Boppe, Lindenstr. 106. Gesangverein Dresden. Wegen der Büsten verfolgen Sie den Inseratentheil Die Lieder erhalten Sie bei J. Günther, " offnung", Moabit, Abends 9 Uhr bei Jlges, Wilsnackerjir. 63. der Arbeiterzeitungen. Es hängt von dem Ermessen der PolizeiWännergesangverein" Sangestreue", Abends 9-11 Uhr bei Luther, Brüderstr. 26.- Gefangverein Alpenrose",( Sem. Thor) 8-10 uhr, behörde ab. dua Alexanderstr. 37, Ecke Kaiserstr., 1 Tr. Gefangverein Alpenglühen" A. S. B. 150. Das wissen wir nicht. hr, bet Schröder, Reichenbergerfir. 24. Gäſte, durch Mitglieder eingeführt, willkommen. Bitherklub„ Alpenveilchen", Abends 8½ Uhr, Raiser- C. H., Gräfeftraße. Sie müssen Ihre Anfrage wiederfiraße 25b, Ecke Alexanderstraße. Gäste willkommen. bourverein holen. männergesangverein„ Edelweiß", Abends 8 Uhr, bet Schneider, Belforter,, Echo"( Vergnügungs- Verein), Abends 9 Uhr bet Hüttrich, Gounoftr. 9.straße 15. Neue Mitglieder werden aufgenommen. " Berichtigung. In Nr. 58 im Versammlungs- Bericht über die Steinmetzen- Versammlung heißt es, daß Kollege Hempel sein Amt als Vertrauensmann niedergelegt habe. Er hat aber nur das Amt als Delegirter der Streit- Kontrollkommission niedergelegt und tafsirt die Streifgelder jezt nach wie vor. Die Kollegen werden ersucht, das Geld für die Oppacher Steinmezen an ihn abzuliefern. Friedrichshagen. Eine öffentliche Volksversammlung fand am Sonnabend, den 14. März cr., im Saale des Herrn Conrad statt, um einen Vortrag des Herrn Julius Türk über die Ursachen und Wirkungen der französischen Revolution entgegen zu nehmen. Bevor in die Tagesordnung eingetreten wurde, ersuchte der Vorsitzende die Versammelten, sich zu Ehren des vor acht Jahren verstorbenen Vorfämpfers Karl Mary von den Plätzen zu erheben, welcher Aufforderung allseitig Folge geleistet wurde. Alsdann hielt der Referent seinen Vortrag. Unter Verschiedenem wurde auf die am 1. April erscheinende Zeitung Volksblatt für die Kreise Teltow- Beeskow, Nieder- und OberBarnim" hingewiesen und aufgefordert, das Blatt durch fleißiges Abonnement zu unterstützen. Bezüglich der 1. Maifrage, welche angeregt wurde, einigte man sich dahin, die Regelung der felben einer späteren Versammlung vorzubehalten. Am Schluß der Versammlung nahm der Referent Veranlassung, darauf hinzuweisen, daß Karl Mary es war, welcher den Schleier von der Bollkommenheit der heutigen Gesellschaftsordnung unbarmherzig zerriß, daß er aber auch weiter in seinem Werk:„ Das Kapital" Die wissenschaftlichen Grundlagen legte zu einer neuen, besseren Gesellschaftsordnung. Und somit konnte die Versammlung, welche gerade am Todestage Mary' tagte, nicht würdiger und eindrucksvoller geschlossen werden, als durch Verlesen des im Vorwärts" enthaltenen Gedichts. " 1 " Arbeiter- Gefang Briefkaffen der Expedition. Lübeck'scher Turnverein: 1. Lehrlingsabtheilung, Abends von 8 bis 10 Uhr im Turnfaale des Königstädt. Gymnas.", Elisabethstr. 57-58. Berliner Turngenossenschaft. 5. Männerabth. Abds. von 8-10 Uhr; Turniotal Mariannen- Ufer 1a. 8. Männer- Abth., Abends von 9 bis Für die Ausgesperrten gingen ferner ein: Gesammelt von 11 Uhr. Turnlokal: Mühlenstr. 49-50.- Turnverein ,, Often", Männer den rothen angehenden Millionären der Ludwig Löwe'schen Fabrik Abtheilung, von 8-10 Uhr Abends, Blumenstr. 63a. Theaterverein" Blumenlese" Sigung 9 Uhr Abends im„ Dresdener 12,95. Verein Berliner Nagelschmiede 7,15. Bon den vereinigten Garten", Dresdenerstraße 45, Damen und Herren als Gäfte willkommen. Schriftgießern Berlins gesammelt 65,50. Durch E. Wilschke( von Theater- u. Vergnügungsverein„ Bultania" Abends 9 Uhr, in Meißners Steinbildhauern, Bau Ritterschaftsbund 5,50. Auktion TempelRestaurant, Gartenstraße 162. Damen und Herren, welche ge neigt find, dem Verein beizutreten, fönnen hof 3, Baubude Meißner 3,-. Tellersammlung Steinbild sich daselbst melden oder beim Vorsitzenden M. Lieste, Ackerstraße 13, of 1 Treppe. hauer R. 7,-. Steinbildhauer von Gebr. Beidler 3,50. Drei Pollac- klub„ Luftge Brüder", Abends 8-10% Uhr im Restaurant Freunde 1,50. Belle Allianzestr. 79 W. 10,50. Ueberschuß einer Liewald, Dresdenerstr. 38. Bergnügungs- Verein Proletariat", abends 9 uhr, bet Steemann, Melchioritt. 15, 5of part. Gäste wiútommen. Sammlung zur Spendung eines Kranzes zum 18. März von den Geselliger Klub Proletariat" bei Lorenz, Roppenjir. 40 e. Ge Arbeitern der Allgemeinen Elektrizitäts- Gesellschaft 20,-. felliger Klub Soffnung" bet Feige, Martusstraße 31.- Geselliger Verein Bund der geselligen Arbeitervereine Berlins und Umgegend 3,25. reiheit abends 8 Uhr, bei Reichert, Whülerstraße 7; Gäste, Damen und Fünf Mann von 2. 3,-. Rundgefang H. W. 1,-. BuchHerren, willkommen. Vergnügungsverein, Ponum", Abends 8½ Uhr bei Schröder, Stegligerstr. 18. Gäfte, durch Mitglieder eingeführt, willkommen. druckerei Möfer, erste Rate, 2,95. Gesammelt v. G. Julich durch Verein der Solbiner", Abends 8% Uhr bei Wutte, Friedrichsbergerstr. 24.- das Wort„ Gott" fagen 6,-. Bei einer Festlichkeit gef. ZwingliBerein" reusfibel"," Sizung mit Damen bei Soeren, Mariannen straße 6, 1,80. Von fünf Verkappten 2,50. Gesammelt auf dem Abends 9 Uhr im Albrechtsgarten, Wilhelmstr. 105. Rauchtlub ,, Nord: Maskenball der Zentral- Kranken- und Sterbekasse der Tischler in stern" in Friedrichsberg. Rauchtlub Bultan", Abends 9 Uhr bei Sanssouci 12,62. Rother Gyps 4,-. Schönemann 1,-. Ahmer, Gräfefir. 82.- Orientalischer Rauchflub, Abends 9 Uhr, bei Hart E. H. H. u. R. v. B. 1, Sechs Dreher, Konservativ B. u. mann, Manteuffelftr. 71. Gäfte willkommen. Rauchflub, Frisch gewagt", Abends von 9-11 Uhr, Posenerstr. 5 bei Rockendorf. straße 31.ehem. Schüler der 44. Gemeindeschule", 1 M. 5,50. Butter- Handlung, Berein zur Wahrung der Intereſsen der Gaß- u. Shankwirthe Achtung, Töpfer! Pelitateñen and sleigwaren Berlins und Umgegend. General- Versammlung V Tages Ordnung: Da durch die ausnahmsweise Arbeitslosigkeit der Kollegen, sowie durch die günstige warme Witterung am Freitag, den 20. März, Nachmittags 5 Uhr. 159/3 unser Beschluß betreffs der verglasten Fenster nicht mehr 1. Wahl des 1. Vorsitzenden. 2. Vortrag. 3. Diskussion. 4. Aufnahme aufrecht erhalten wird und werden kann, indem die neuer Mitglieder. 5. Vereinsangelegenheiten: a) Bericht des VergnügungsRomitees; b) Wahl der Rechtsschuß- Kommission. 6. Verschiedenes u. Fragefaſten. Minderheit der Kollegen nicht im Stande ist, auf die Um zahlreiches und pünktliches Erscheinen bittet Der Vorstand. Bauherren einzuwirken, muß die Regelung dieser Frage bis zum 1. April den Kollegen überlassen bleiben. C. Thieme. Verein d. Militär- u. Lieferungs- Schneider. 816/7 Große Mitglieder- Versammlung am Donnerstag, den 19. März, Abends 8½ Uhr, E bei Müller, Johannis- Straße Nr. 20. Tages- Ordnung: 1. Bortrag von Regierungs- Baumeister Kessler. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes und Fragekasten. am zahlreichen Besuch bittet Der Vorkand. 223/7 NB. Der Kursus der Fachschüler beginnt am Freitag, den 20. März. Erstes Stiftungsfest der Freien Vereinigung der Seifensieder und Berufsgenossen am Sonnaben, 21. März, in Buss' Salon, Gr. Frankfurterstr. 85. Um 11 Uhr: Enthüllung des Vereins- Banners und Fest- Prolog, gesprochen von Herrn Julius Türk. 262/4 Gäste find wilkommen. Anfang 8 Uhr. Der Vorstand. J. A.: W. Hoffmann. Rixdorf! Große öffentliche Volks- Versammlung am Donnerstag, den 19. März, Abends 8½ Uhr, in Hoffmann's Festsälen, Rixdorf, Bergstrasse 133. Tages Ordnung: 1. Vortrag des Reichstags- Abgeordneten Herrn Stolle. 2. Diskussion. 3. Stellungnahme zum 1. Mai. 4. Verschiedenes. 335/16 Um zahlreiches Erscheinen ersucht Der Vertrauensmann. Empfehle mein reichhaltiges Fager von Cigarren und Tabacken. Clara verw. Hasenclever Chaussee- Strasse 49-50. Fachverein der Tischler ( West und Süd- West). Donnerstag, den 19. März, Abends 8½ Uhr: A Versammlung in Habel's Brauerei, Bergmannstr. 5/7. is Tages Ordnung: von 318 L J. Ruff& Töpfer, Berlin SW., 10 Bergmannstraße 10. Ein Vereinszimmer ist zu vergeben Pommersche Küche Oranienstraße 181. Freie Aussicht. Wohnungen v. 2-3 St. mit o. ohne Bad, Balkon, Erfer, zum 1. April zu verm. Friedenstr. 55, Eckhaus. Frdl. Schlafft. f. 2 Herren 3. verm. b. Höhne. Sorauerstr. 21 v. pt.[. Suche Theilnehmer f. frol. mbl. 3. 3 1. Apr. Wwe. Ziemer, Wienerstr. 34 11.1. Schlafft. f. 1 Herrn v. 1 Tr. bei 1088b] Schicht, Ackerstr. 59. Eine mbl. Schlafft. f. 1 auch 2 Hrn. 1. Kontraktbruch und Koalitionsrecht, mit spez. Berücksichtigung Grimmstr, 35 v. 1V I. zu vermiethen. der dem Reichstage vorliegenden Gewerbe Ordnungs- Novelle. Referent: Th. Glocke. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. 813/31 Kl. Biehfuhren werden angenom. Die Mitglieder werden ersucht, recht rege für die Versammlung zu Weidenweg 4 IV. bei Brok.[ 1041b Der Bevollmächtigte. agitirent.- Gäſte haben Zutritt. Arbeiter- Bildungs- Schule. Donnerstag, den 19. März, Abends 8 Uhr, bei Lips( Brauerei Friedrichshain): " Vereinszimmer f. Gen. Fischerstr. 8 Reft. Gefangverein i. W. fucht f. Sonnabds. tücht. Dirig. Mid. Lügomst. 82, Portier. Nur I Mark.& Klagen, Eingaben, Reklamationen, Rath im Zivil- und Strafprozeß. Einziehung von Forderungen. Pollak, 108/10 jest Raupachstr. 7, I. Auch Sonntags Große Mitglieder- Versammlung. Tages Ordnung: 1. Vortrag des Reichstags- Abgeordneten Herrn August Bebel über: Hierdurch nehme ich meine Beleidi Deutschland im ersten Viertel des 16. Jahrhunderts." 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Zum Eintritt legitimirt das Mitgliedsbuch. Gäste zahlen Schäfer zurück und erkläre dieselbe für gung gegen Frau Maurer Bocho geb. à Person 20 Pig. Im Vorsaal Beitragszahlung und Aufnahme neuer eine ehrenwerthe Frau. 2. Rother. Mitglieder. Möbel, Spiegel and Polsterwaaren. eigener Gr. Lager, bill. Preise. Fabrik. Emil Heyn, Brunnenstraße 28, Hof parterre. Theilzahlung nach Uebereinkunft. Ausverkauf von Herren- und Knaben Garde robe und Sommer- Ueberzieher, billig. Jäger- Strasse 67, Hof.[ 266L Das gr. Lager Berlins Kinderwagen. Andreaskr.23,§.p. Der Vorstand. 1000 Fuhren Schwarzen Boden zu Gartenerde ver langt und zahlt pr. Fuhre 1 Mart. Wilhelm Brandt, Eigenthümer, Flensburgerstr. 40-41. E. Demain, Adlershof, Bismarckstrasse 5. Alien Freunden u. Genossen empfehle m. Lager von Cigarren n. Tabak der geneigten Beachtung.[ 981/50 Ein Packet mit Kinder- Anzügen ist am Sonnabend Abend Görliger- und Stalizerstraßen- Ecke gefunden. Abzus holen bei Bild, Wendenstr. 5 p. Arbeitsmarkt. Zücht. eigene Wirker auf Kette find. Besch. Joachim, Neue Friedrichstr. 3. 1 gut. Rock- u. 1 g. Hosenschneider verlangt R. Müller, Reinickendorf b. Berlin, Residenzstr. 109. [ 1088b Wer Milchgeschäfte billig u. vor 2 Korbmch. vl. F. Franke, Urbanstr. 188. theilhaft einrichten will, wende sich an 652b Rehdorff u. Oberlaender, Blechwaarenfabrik, Waldstraße 44. Lehrling zur Messerschmiederei verl. 1006b] E. Schulz, Roßstr. 24. Möbel-, Spiegel-. Polsterwaaren- Magazin on Aug. Herold, SO. 5. Reichenbergerstraße 5. Šo. Verantwortlicher Redakteur: Curt Baake in Berlin. Druck und Verlag von Mag Bading in Berlin SW., Beuthstraße 2. 172 L 2. Beilage zum„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 65. Korrespondenzen und Parteinachrichten. Vater das Wahlrecht entzogen!" ** Mittwoch, den 18. Mär 1891. 8. Jahrg. Zeit, 12. März. Gestern fand vor dem Amtsgerichtsrath gar kein Bedenken getragen, dem jungen Manne das Geld auss Herrn Rittler hierselbst die Vernehmung des Redakteurs des zuhändigen. Nachher hat sich dann aber in allen Fällen herausVolksboten" wegen angeblicher Beleidigung der Weißenfelser gestellt, daß der Schwindler nur halb soviel Kartoffeln in den Bolizeibehörde statt. Begangen soll die Beleidigung sein durch Reller getragen hatte, als sich in dem Sack befinden sollten. Da einen Artikel in Nr. 21 des„ Voltsboten", gez. Kr., Weißen- das Geschäft auf diese Weise ganz lukrativ ist, so dürfte der fels a. G. Kartoffelhändler den Versuch machen, es weiter fortzusehen; es sei deshalb vor ihm gewarnt. Aus dem nördlichen Bayern. Wie schon vor längerer " Der Arbeiter wird gegen Gerichts- Beitung. Bernan. Wiederholt ist schon über die äußerst traurige Lage der hiesigen arbeitenden Bevölkerung geschrieben worden, und man hat darauf hingewiesen, daß z. B. die Lage der Bernauer Weber mindestens ebenso entseglich sei, wie die der Weber im Beit kurz berichtet wurde, hat sich in Nürnberg ein„ Sozial- Ein sonderbares Benehmen gegen seine Gäste an den Eulengebirge. Es ist kürzlich hier konstatirt worden, daß der demokratischer Agitationsverein" für das nördliche Tag zu legen, wenn dieselben Sozialdemokraten sind, scheint dem Wochenlohn einer ganzen Familie etwa 8 M. beträgt eine Bayern gebildet. Wir sind heute in der Lage, darüber berichten Gastwirth Pf. in der Stalizerstraße Vergnügen zu machen. Familie z. B. verdiente schon seit Jahren wöchentlich nur 7,25 M., zu können, daß es diesem Verein gelungen ist, viele neue An- Wenigstens spricht dafür der Vorfall, den wir hier mittheilen wenn Mann und Frau und drei Kinder vom frühesten Morgen zu bis zum spätesten Abend aufs anstrengendste arbeiten. Gehr viele inüpfungspunkte in solchen Distriften zu schaffen, in denen bis wollen: Vor einigen Tagen setzte sich in dem genannten Lokal in jetzt die sozialistischen Bestrebungen wenig Eingang gefunden Weber haben überhaupt keine Arbeit, so daß sie schon längst eine hatten. Soweit es möglich ist, werden in diesen Orten Versamm- später Abendstunde ein Arbeiter an einen Tisch, an welchem schon andere Beschäftigung ergriffen haben, die aber gerade so schlecht lungen gehalten. Vielfach geht das nicht, weil eben die schwarze mehrere Herren saßen und über Innungsangelegenheiten dis. bezahlt wird. Die hiesigen Genossen haben deshalb beschlossen, Schaar", b. b. unsere Zentrumsleute, eine Virtuosität im Ab futirten. Der Arbeiter betheiligte sich, als die Herren in ihrem mittelst Fragebogen genau festzustellen, wie viel eigentlich im treiben der Säle und sonstigen Einschüchterungen an den Tag Gespräch gegen die Sozialdemokraten Stellung nahmen, an der Durchschnitt verdient wird; der Ansicht aller uach wird ein überlegen, die den„ Mangel" eines wirksamen Ausnahmegesetzes" Unterhaltung und vertrat dabei natürlich die Interessen seiner aus trauriges Resultat herauskommen, welches vielleicht auch ein weit übertreffen." GEs wird nun da, wo feine Versammlungen ge- Klaſſengenossen. Kaum hatte er indeß einige Worte gesprochen, mal wieder eine Beitjeremiade in den gegnerischen Blättern zur halten werden können, mittelst geeigneter Parteiliteratur agitirt, als auch schon der Herr Wirth auf den Sozialdemokraten" zu Folge haben wird. Daß die Lage der Bernauer Arbeiter wirklich den gemachten Schilderungen entspricht, trat ja zu Tage, als eine Propaganda, die gewiß nicht ohne Erfolg bleiben wird. Der sprang, ihn packte und den kleinen Mann, bem er an Körperkräften lich den gemachten Schilderungen entspricht, trat ja zu Tage, als Agitationsverein hat sich auch die schwierige Aufgabe gestellt, bedeutend überlegen war, an die Wand drückte. Dabei rief vor etwa 6 Wochen eine hohe Regierungsperson zur Besichtigung Redner heranzubilden. In welchem Maße das gelingt, muß ab- Herr Pf. wüthend: Sie scheinen Sozialdemokrat zu sein, in Bernau anwesend war. anstalten errichtet, und an arme Kinder Essen in der Schule vertheilt. gewartet werden, doch steht nach den bisher erzielten Resultaten derartige Leute dulde ich nicht in meinem Lokal. Der Arbeiter Ein kleiner Proletarier sagte aber ganz feck, als er Suppe be- fest, daß der Rhetorik ein überaus reges Interesse entgegengebracht 30g es vor, das Lokal zu verlassen und sich aufs nächste Polizeikommen sollte:„ Nein! ich will teine Suppe, sonst wird meinem wird und wir im Stande sind, bald neue Redner in Bersamm das Lokal und stellte hier die Namen der anderen Herren, die revier- Bureau zu begeben. Ein Schuhmann begab sich sodann in lungen wirfen zu lassen. Die Krönung der Sozialreform", das Invaliditäts- und bei der Untersuchung des Falles als Zeugen fungiren sollten, fest. Die hiesigen Genossen geben sich nun alle Mühe, um den Altersversorgungs Gesetz, ist ein vorzügliches Agitationsmittel, Er wurde dabei vom Wicth auch nicht gerade sehr freundlich Indifferentismus aus den Reihen ihrer darbenden und hungern- geeignet, der Sozialdemokratie ohne deren Zuthun neue Anhänger behandelt. Bald darauf erschien der Wirth und einer der an deren Gäste, ein Brauerei Inspektor, auf der Revierwache, und den Kameraden zu entfernen, fie agitiren unermüdlich und haben in Schaaren zuzuführen. auch schon Anerkennenswerthes geleistet. Der Arbeiter- BildungsKreise, die der Sozialdemokratie bis jetzt völlig indifferent beide denunzirten nun den Arbeiter als sozialdemokratischen Der Schuhmann aber erzählte den Sachverhalt, verein die hier einzig mögliche Form der einheitlichen Organi- gegenüberstanden, fangen an, sich für politische Dinge zu inter- Agitator. sation zählt schon eine beträchtliche Anzahl von Mitgliedern effiren, da sie durch Heranziehung zur Invaliditäts- und Alters- und beide Herren zogen mit langen Gesichtern ab, als und wächst stetig, da auch sehr viele Landarbeiter aus der Um- versicherung erst gewahr werden, wie ihre wirthschaftliche Lage sie der Reviervorstand bedeutete, daß der sozialdemokratische gegend von Bernau dem Verein beitreten. Die Versammlungen beschaffen ist. Der Schlußstein der Sozialreform hat eine ge- Agitator" tadellose Papiere habe. find immer gut besucht, und man kann es den Versammelten anwaltige Unzufriedenheit unter allen betheiligten Streifen hervor Herrn Pf. klagbar werden. merken, daß sie unserer Partei das nöthige Verständniß und gerufen, die bei der Landbevölkerung zum prägnantesten Ausdruck Interesse entgegenbringen. Besonders am Sonnabend, den gelangt. 13. März, wo Herr Reichling aus Berlin über die SozialdemoIn Hof und Schwarzerb a ch( Oberfr.) fanden jüngst kratie und ihre Lehren" einen Vortrag hielt, fand eine rege Versammlungen statt, in denen Genosse Oertel aus Nürnberg Diskussion statt, an welcher sich auch Landarbeiter betheiligten. über das genannte Gesez referirte und in denen die scharfe Kritik, Alle Anwesenden waren der Ansicht, daß sich auch die Bernauer welche derselbe an dem Gesetz übte, von den sehr zahlreichen zuMegen Beleidigung des Polizeipräsidiums hatte sich Arbeiter organisiren und in geschlossenen Reihen dem vereinten hörerschaften mit großem Beifall aufgenommen wurde. In den Genosse Hildebrandt gestern vor der zweiten Straftammer des Unternehmerthum entgegentreten müßten. beiden Versammlungen waren eine große Anzahl Leute, die dem Landgerichts I zu verantworten. Am 21. Juli v. J. fand eine Sozialismus sonst nicht freundlich gesinnt sind, die aber nun öffentliche Drechslerversammlung statt, in welcher Stellung zur Samburg, 14. März. In furzem Zeitraume mußten nun durch Anschluß an die sozialistische Partei gegen diese Art der„ So- Lohnbewegung genommen werden sollte. Nach einem Referat zwei Arbeitsausstände als been digt erklärt werden. zialreform" energisch protestiren. Bezeichnend ist, daß unsere Gegner Rautenbergs, welcher meinte, daß die Berliner Polizeibehörden Die Heizer und Trimmer mußten ihren Streit auf mit Borliebe verbreiten: die Sozialdemokraten hätten human er feien, als die Hamburger, ergriff Hildebrandt das geben, weil durch die vorhandene Reserve- Armee beschäftigungs- das Invaliditäts- und Altersversorgungs- Gesez gemacht! Ein Wort und soll geäußert haben, daß die Berliner Polizeibehörde loser Arbeiter ein Schiff nach dem andern mit Heizer- Arbeits- Beweis für das schlechte Gewissen dieser Sorte Voltsfreunde, sich ungefeßliche Verhaftungen und andere Gesezesübertretungen personal besetzt wurde. Wie viele waren nach den Entbehrungen, denen die nächste Wahl eine ordentliche Lektion bereiten dürfte. habe zu Schulden kommen lassen, zu dem Zweck, dem Unterwelche der strenge Winter ihnen bei Hunger und Kälte auferlegte, in Nürnberg eine öffentliche Bersammlung einberufen, in welcher Berliner Behörden gemeint zu haben, will vielmehr nur von Bes Genoffe Grillenberger hatte für den vorigen Montag nehmerthum sich gefällig zu erzeigen. Hildebrandt bestreitet, die nicht froh, auch zu dem geringeren Monatslohn von 65 oder 55 M. auf den Dampfern angeheuert zu werden. Solchen Genosse Liebknecht referirte. Der Zudrang zu dieser Ver- hörden im allgemeinen gesprochen haben. Ferner will er sich nur armen, durch lange Beschäftigungslosigkeit ausgehungerten Arbeitern sammlung war ein riesiger, so daß lange vor der festgesezten dahin geäußert haben: Man würde durch die Thatsache zu der mag die dürftige Schiffsfost der Heizer verlockend genug Zeit die Versammlung eröffnet werden mußte. Genosse Lieb: Annahme gedrängt, daß jene Ungesetzlichkeit aus Geund der heiße Kesselraum im Voraus als ein Paradies er- necht, mit Hochrufen begrüßt, sprach in eingehender, mit fälligkeit für die Innungen geschehen. Die ungefehlichkeiten feien der talten Straße stürmischem Beifall aufgenommener zweistündiger Rede über die übrigens Thatsache. Diesen Beweis zu führen, wird eine lange Be sehnen. So mußten die ausständischen Heizer und Trimmer gegenwärtige politische und wirthschaftliche Lage und die Sozial weisaufnahme vorgenommen. Der Polizeilieu tenant, der jene Vera vorläufig den Kampf als aussichtslos aufgeben. Als Gewinn Demokratie". Die Versammlung hat auf Freund und Feind der fammlung überwacht hat, bekundet zunächst, daß die Worte im Sinne der bleibt, daß auch diese Arbeiterkategorie durch den jetzt geführten Sozialdemokratie einen großen und auch nachhaltigen Eindruck Anklage gefallen feien. Der zweite Zeuge Herr Schigolsky Lohnkampf der allgemeinen Arbeiterbewegung gewonnen ist gemacht. Zu bedauern ist nur, daß uns für solche Massenver wollte am 7. Juni nach Spandau fahren, hatte ein Billet und sie auch an ihrer gewerkschaftlichen Organisation festhalten sammlungen nicht größere Lokale zur Verfügung stehen. gelöst und betrat den Wagen 4. Klasse in dem eine Anzahl von Auch in Fürth sprach Genosse Liebknecht und war der Maurern und Arbeitern, die nach Hamburg engagirt waren, te Tabat- und Bigarrenarbeiter haben in 3udrang und der Verlauf dieser Versammlung gleich der der Platz genommen hatten. Hierauf trat der Maurermeister einer gestrigen Versammlung, die von mehr als 3000 Personen, Nürnberger Versammlung. Allerorts beginnen jetzt die Vorbereitungen zu einer würdigen jenen Leuten gehöre. Als Sch. die Auskunft verweigerte, forderte Bühring aus Hamburg in den Wagen, fragte ob Schigolski zu nur Mitglieder des Unterstützungsvereins deutscher Tabatarbeiter, besucht war, gleichfalls beschlossen, den Ausstand vorläufig für Maifeier und wir werden über deren Berlauf seiner Zeit Bühring denselben auf, den Wagen zu verlassen. Sch. beendet zu erklären, insofern, als es Jedem freigestellt wurde, berichten. leistete natürlich nicht Folge. B. holte einen Schußmann, ers den bekannten Revers der Fabrikanten zu unterzeichnen. Es war zählte diesem, Sch. habe ihn beleidigt und verlangte feine Aussicht vorhanden, für die große Zahl Nichtarbeitender feine Sistirung, welche auch sofort erfolgte! auf längere Zeit hinaus noch die Mittel zu beschaffen, ste Zeuge Röling sprach auf dem Platz vor dem Lehrter Bahnauch selbst bei den geringsten Ansprüchen zu erhalten. Der Aushof mit einem polnischen Arbeiter, der nach Hamburg engagirt stand hat an 16 Wochen gedauert und wird den Arbeiterkreisen nicht viel unter 500 000 m. getostet haben. Der Wafferstand der Spree ist in der letzten Woche mit war; als dies ein Schußmann bemerkte, sistirte er ihn zur Wache, Arbeiterschaft hat auch bei dieser Gelegenheit wiederum ihre hoher. Mit dem milderen Wetter sind auch die noch auf Seen hielt, da R. Filzschuhe angehabt habe!- In Die Hamburger jedem Tage gestiegen, und gegen die Vorjahre ein bedeutend angeblich, weil er ihn für einen Bauernfänger allzu bereite Opferwilligkeit und ihren Geist der Solidarität be- und Gewässern lagernden Gismassen rasch geschmolzen und ist einem dritten Fall waren drei Arbeiter, welche einem Transwiesen. Aber auch den Fabrikanten mag der Versuch, die ge- jezt in unserer ganzen Umgebung für die Schiffer Bahn gewollten, daß in Hamburg Streit ausgebrochen sei, ohne Weitere port von 62 Mann für Hamburg bestimmt, mittheilen werkschaftliche Vereinigung ihrer Arbeiter zu sprengen, derartige schaffen worden. In den Rüdersdorfer Kalkstein- Bergwerten von dem Bahnhof gewiesen, der sonst Jedermann zugänglich er Opfer gekostet haben, daß manche kleine Firma darüber das und den umliegenden Ziegeleien herrscht gebiet der mit den Reisenden auf irgend welche Art intereſſirt istorgeGenick brechen wird. Dabei aber wird die Absicht, eine Ver- und Kähne auf Kähne sezen sich in Bewegung, um das zum Staatsanwalt hält den Beweis, daß Ungefeßlichkeiten einigung der Arbeiter unmöglich zu machen, von den Fabrikanten, Bau erforderliche Material möglichst schneil nach Berlin zu be- tanteamiert, hält den Beweis, daß ungefeßlichkeiten antragt trotz ihres anscheinenden Sieges, gar nicht erreicht werden, denn schon in nächster Woche wird eine öffentliche Versammlung der 4 Wochen Gefängniß. Herr Rechtsanwalt Wolf g Heine Tabat- und Zigarrenarbeiter stattfinden, um über die zukünftige Den Plan, die Jusel Pichelswerder mit Tiefwerder plädirt für Freisprechung. Der Angeklagte habe, nd, gebraucht, etwaige Neugestaltung ihrer Vereinigung zu berathen. durch einen befestigten fahrbaren Weg zu verbinden, will jezt( wie Vertheidiger aus, die Worte, die ihm zur Last gelegt Die Produktiv Genossenschaft der Zigarren ber" U. f. b. S." me better stress selbst nach Kräften fördern, nach den in einer vorhergehendn hammlung Arbeiter, welche hier am Plage schon seit geraumer Zeit vom Der Staat will eine Beihilfe leisten unter der Bedingung, daß der drei angeführten Fälle öffen noch viel unFreundschaftsklub der Zigarrenfortirer geplant und vorbereitet die Betheiligten gleichfalls einen Theil der Kosten tragen. Von in einer für die Polizeibehördeilt seien, und wurde, soll nun demnächst ins Leben treten. Mit welchem Er- den Wirthen auf Bichelswerber find auch bereits namhafte zu günstigeren Darstellung mit einer Meinung unb folge, bleibt natürlich abzuwarten. Wenn es jedoch gelingen schüsse angeboten worden. Auch der Forsifiskus ist bereit, für die daher, falls die Beweisführung, welche follte, einen bedeutenden Theil der Arbeiter von den Tabakfabri- Strecke des neuen Weges, welches fiskalisches Gebiet durchschneidet, kommen gelungen, vom Gerichtshof amißglückt angesehen werde, afür gar nicht gehabt. tanten unabhängig zu machen, so wäre das allerdings ein nicht einen Betrag, 4 Mark für den laufenden Meter, beizusteuern. Da die volle Verantwortun zu unterschätzender Gewinn. Zu Schulze- Delitzschianern würden die Straße infolge der in Aussicht gestellten Staatsbeihilfe eine Es stehe dem Angeklagten der Goutz des§ 193 St. G. B. zur die Hamburg- Altonaer Zigarrenarbeiter gewiß nicht werden, auch öffentliche werden wird, so dürfte sie wahrscheinlich in Verbindung Seite( Wahrung berechtigter Inressen). Ebenso seien durch den wenn die im Werk begriffene Genossenschaft reüssiren sollte. mit der Grunewaldstraße gebracht werden. In diesem Falle§ 152 der Gewerbe- Ordnung in sem vollen Bewußtsein ihres Rechtes müßte auch die bis jetzt in Privatbesiz befindliche Schiffbrücke diejenigen Leute, welche nach Hamburg Angeworbenen eine Schilderung der dorgen Verhältnisse haben geben wollen, Hannover, den 13. März. Vorgestern stand Genosse in ihren Interessen gehiert, die Polizei habe durch eine durch Heinrich Heinemann aus Gr. Berkel vor den Schranken der hie- Der Lichtmessen- Hechtfang in der Mark, der in jedem aus einseitige Handhaang verschiedener Verfügungen den Leuten, figen Straffammer, um sich wegen angeblicher Beamtenbeleidi- Frühjahr nach dem Eintreten des Eisganges auf den an der namentlich aber der Angeklagten, ein volles Recht zu scharfer gung zu verantworten. Der Sachverhalt ist furz folgender: Am Havel und Spree belegenen Wiesen und Niederungen stattfindet, Kritik gegeben. wenn den Schutzleuten, was hier geschehen, ge1. Oktober v. J. feierte der Arbeiter- Gefangverein zu Gr. Berkel ist diesmal, wie man uns berichtet, überaus günstig ausgefallen. fagt werde, sie sollen Diejenigen, die die Leute auf. eine Abendunterhaltung, an der auch mehrere neu aufgenommene Beim Anschwellen des Wassers schwimmen die Hechte jetzt in wiegeln", stiren, so wissen diese schon, was zu thun sei! Mitglieder theilnahmen. Der Sendarm Jädecke verlangte nun, großen Schaaren auf die überschwemmten Wiesen, wo sie in Stell- Der Gerichtshof erkennt nach längerer Berathung, daß der daß die neu aufgenommenen Mitglieder um 10 Uhr Abends das fäcken, großen mit Holzbügeln versehenen Neßen, gefangen werden. Angeklagte ich einer überaus schweren Beleidigung schuldig geLokal verlassen sollten. Genosse Heinemann machte den Gen- Trotz des ungewöhnlich strengen Winters, von bon, man fürchtete, macht hällig zu erweisen u. f. w., liege eine so schwere in den Worten zu dem Zweck" den Innungen darmen darauf aufmerksam. daß er fein Recht habe, dies zu ver- daß er für die Fische sehr verderblich sein würde, ist der dies- sich langen. Dieses Vorgehen wäre ebenso ungefeßlich, wie die Hand- jährige Fang ein überaus reicher gewesen. So wurden in diesen Herabioürdigung des Polizeipräsidiums, daß von Milde keine lungsweise des Gendarmen, welcher ihm im Frühjahr des betr. Tagen in unserem Nachbardorf Rahnsdorf von den dortigen Hebe fein tönne, und daher das Urtheil auf 1 Monat Gefäng Jahres während der Wahlkampagne die Flugblätter und die 12 Schiffermeistern über 40 Zentner Hechte gefangen. niß, sowie Publikationsbefugniß zu lauten habe. Stimmzettel abgenommen habe. Hierin erblickte der Beamte eine scheinen, nach welchem sie sich werde. * 。 von fördern. übernommen werden. Lokales. seien, durchaus nicht für erbracht und Der Kutscher Beleidigung und erstattete Anzeige. Die Verhandlung vor dem Ein neuer Schwindel- Spezialist ist dieser Tage in ver Ein entfehlicher Unglücksfall unterlag gestern der Prüfung Schöffengericht zu Hameln, welche am 27. November v. J. statt fchiedenen Stadttheilen aufgetaucht. Es ist ein blonder junger der dritten Strafkammer des Landgerichts 1. fand, endigte mit der Freisprechung unseres Genossen. Gegen Mann im Alter von etwa 20 bis 25 Jahren. Er besucht die Gustav Winkler, welcher sich wegen fahrlässiger Tödtung auf das freisprechende Urtheil hatte die Staatsanwaltschaft Berufung Wohnungen zu einer Zeit, wo der Hausherr abwesend ist und der Anklagebant befand, sollte durch grobe Unvorsichtigkeit zwei eingelegt. Die Bertheidigung lag in den Händen des Rechts erzählt dann der Hausfrau oder den Dienstboten, daß der Herr juvge blühende Menschenleben vernichtet haben. Am Vormittage anwalts Lenzberg. Die Staatsanwaltschaft beantragte 20 m. foeben Kartoffeln von ihm gekauft habe. Er bringe diese und des 20. September v. J. hatte der Angeklagte vom Potsdamer Geldstrafe event. 4 Tage Saft. Nach einer trefflichen Verthei- wolle sie in den Keller hinabtragen. Nach dem Gange in den Güterbahnhofe Steine abzufahren. Nachdem der Wagen mit digungsrede des Herrn Lenzberg erkannte der Gerichtshof auf Keller kommt er dann wieder herauf und bittet sich den mit dem Hilfe eines Arbeiters beladen war, setzte der Lettere sich derart fostenlose Freisprechung. Hausherrn angeblich vereinbarten Kaufpreis aus. Da letterer auf die Steine, daß seine Beine seitwärts vom Wagen herunterburchaus angemessen erscheint, so hat man in zahlreichen Fällen hingen; der Angeklagte nahm vorne Platz und fuhr dann zur 勞 Arbeiter Berlins! Gedenkt der ausgesperrten deutschen Arbeiter! 9 Ausfahrt hinaus in die Straße ,, Am Schöneberger Ufer" hinein. Der[ Angeklagte fubr im Trabe vom Bahnhofe herunter, der Weg war sammlung geschlossen. Mit einem Hoch auf die Sozialdemokratie wurde die Ver-| etwas abschüssig und so konnte der Angeklagte die schnelle Bewegung des Der Fachverein Puzzer in Versammlungen. Gedächtnißfeier für Karl Marg. wegen " Die ,, christlich soziale Partei" hatte sich am Abend des 13. März im Friedrichstädtischen Kasino eine öffentliche Versammlung geleistet, um ihren gefallenen Stern den Ex- Hofprediger F in schwerbeladenen Wagens nicht mehr mäßigen, als er sah, daß 8. März abgehaltenen Versammlung mit der Maifeier. Es ent- Stöcker wieder einmal am antisemitischen Himmel leuchten zu führt, von einer Schaar Knaben belebt war, die zu vieren gehend spann sich eine sehr erregte Debatte über die Frage, wann die- sehen. Derselbe begann seinen Vortrag über das Thema„ die Mit unverminderter Schnelligkeit fuhr der Wagen zum Thorwege Kollegen sprachen sich strikte für den 1. Mai aus, andere hingegen fratie zugerufenen Wortes„ die christlich- soziale Partei zieht nicht von ihren Lehrern nach dem Zoologischen Garten geführt wurden. felbe stattfinden soll; die Ansichten gingen sehr auseinander, einige Bekämpfung des Judenthums in Wien und Berlin", ziemlich elegisch mit der sanften Abwehr eines ihm von der Sozialdemo hinaus, die Lehrer rissen die bedrohten Knaben rechts und links ſprachen sich für den darauf folgenden Sonntag aus, wobei sie mehr", und trotz des gefüllten Saales, auf welchen er hinvies, zur Seite, aber zwei derselben im Alter von je 8 Jahren wurden die lange Arbeitslosigkeit der Kollegen und den schlechten Geschäfts- schien ihm Das ein wenig tiefer Herz bereits doch zu Boden gestoßen und im nächsten Augenblick überfahren. gang in diesem Frühjahr ins Auge faßten. Ein Redner wies den Wie der gerichtliche Sachverständige, Medizinalrath Dr. Long, im Seiten der Arbeitgeber zu gewärtigen hätten, wie im Vorjahre Judenthum(?!), aber es fei eine Thatsache, daß Leib gesunken auch darauf hin, daß wir möglichenfalls eine Arbeitssperre von zit sein. Die christlich soziale gestrigen Termine bekundete, haben beide Knaben so schwere die Hamburger. Alles dies müßten wir bedenken; sollte ein oder der Glend unseres Volkes in den unfittlichen Tendenzen und der KaPartei, äußerte er, hasse weder die Juden noch das Verlegungen erlitten, daß sie nach wenigen Minuten verstarben. Der Angeklagte, der schon einmal andere Kollege politische Bedenken haben, welche ihn bestimmen, am fahrlässiger Körperverlegung verurtheilt worden ist, wollte in 1. Mai die Arbeit ruhen zu lassen, so sei ihm das unbenommen, pitalgewalt( 1) des Judenthums wurzle; deshalb müsse die Macht diesem Falle eine Schuld nicht einräumen, durch die Beweis- jedoch müsse er von einer offiziellen Feier von Seiten des Vereins der Juden gebrochen werden, denn die christlich- soziale Partei aufnahme wurde seine Unvorsichtigkeit aber in ein grelles Licht am 1. Mai abrathen. Die Versammlung faßte hierauf den Be- sei berufen, den starken Baum des Sozialismus auszuroden. gestellt. War es schon vorschriftswidrig, daß er mit dem schwer schluß, die Feier für die Achtstundenbewegung auf den 3. Mai bei den Wahlen in Wien erfochten, trotzdem dieselbe sich dort in Er freue sich des großen Sieges, den die antisemitische Partei beladenen Wagen im Trabe zum Thore hinausfuhr, so hätte er verlegen, und zwar soll Vormittags eine Versammlung statt- brei Lager spalte. durch das Gitter, welches den Bahnkörper von der Straße finden mit einem guten Vortrag, alles Geschäftliche soll aus- pellation: Wie Herr Stöcker sich denn die thatsächlich e (!) Zur Beantwortung einer Interfrennt, auch bei einiger Aufmerksamkeit die Knaben sehen müssen. geschlossen sein, und Nachmittags sollen sich die Familien in Beseitigung der Juden denke," erwiderte er, daß man, sobald die pellation: Wie Herr Stöcker sich denn die thatsächliche Der Staatsanwatt Dr. Stephan beantragte gegen den AngeWilmersdorf im Volksgarten" zusammenfinden. flagten eine Gefängnißstrafe von drei Jahren, das Zum zweiten Punkt der Tagesordnung:„ Unsere wirthschaft- mildes(!?) Ausnahmegesetz gegen die Juden erlassen würde. Volksvertretung genügend antisemitisch geworden wäre, ein Urtheil lautete auf 2 Jahre Gefängniß und wurde der Ver- liche Lage", sprach Kollege Neumann den Kollegen ins Gewissen, urtheilte sofort in Haft genommen. sie möchten durch das Jagen nach Arbeit in der kritischen Bildungsklub der Hausdiener Berlins. Die erste MitZeit nicht die Arbeitspreise immer noch niedriger stellen. gliederversammlung des Klubs fand am 11. März unter Vorfiz Es kommt sonst noch unser tarifmäßiger Tagelohn in des Kollegen Werner statt. Kollege Lambrecht sprach über den Frage; auch möchte er den Kollegen ans Herz legen, Ursprung der Gottesidee und erntete lebhaften Beifall. nicht so selbstsüchtig zu sein, da sich einzelne Kolonnen die Arbeit In der Diskussion sprachen die Kollegen Wiemer, Dopatka, förmlich aufheben, während andere nichts zu thun haben. Der Falfenthal u. s. w., sämmtlich im Sinne des Referenten. Hierauf Egoismus muß fallen. Es ist ja mit Freuden zu begrüßen, daß schritt man zur Aufnahme neuer Mitglieder. Ferner theilte der Etwa 1500 Genossen und Genossinnen fanden sich am 15. März Ein Jeder müsse sich den anderen Kollegen gegenüber als versammlung am Montag, den 23. März in demselben Lokal, mit der Verein stetig wächst; es dürfte aber fein Interessenverein sein. Vorsitzende des Klubs, Kollege Wiemer mit, daß die nächste Verin der„ Neuen Welt" zusammen, um der von dem Leseklub„ Karl bunden fühlen. Das Solidaritätsgefühl müsse vorherrschend sein. Dem Referat:„ Das Testament Peter des Großen" stattfindet. Mary" veranstalteten Gedächtnißfeier für Karl Mary beizuwohnen. Erst dann erfüllt der Verein voll und ganz seine Aufgabe. Nach der übrige Theil des Abends wurde der Fidelitas gewidmet. Der Saal war einfach, aber geschmackvoll dekorirt. An den Wänden dem dann noch einige Unterstützungsgesuche bewilligt waren, prangten in goldenen Buchstaben auf rothem Hintergrunde bewurde die Versammlung geschlossen. fannte Aussprüche der hervorragendsten Geister in dem Kampfe Eine Mitgliederversammlung des Fachvereins der des Proletariats. Auf der Bühne war das von Kränzen umTapezirer Berlins fand am 10. d. M. statt. Zunächst hielt wundene, lebensgroße Bildniß von Karl Mary aufgestellt. Eine gießerei Hilfsarbeiterinnen am 6. März. Den ersten Bunft Patriotismus. An der Diskussion betheiligten sich die Kollegen Oeffentliche Versammlung der Schriftgießer und Schrift Kollege Bister einen sehr beifällig aufgenommenen Bortrag über Musikkapelle und der Gesangverein Zufriedenheit" unterhielten bildete ein Vortrag über die Frauenarbeit und die Arbeiterinnen- Feder, Klatt und Freiwald. mit ihren Vorträgen die Festgenossen, welche mit einstimmten in bewegung". Es wurde dargelegt, wie die Industrie mehr und schiedenem die neuesten Vorkommnisse in der Prächtel'schen WerkKollege Bister schildert unter Verdie von der Kapelle gespielte Marseillaise. Daffelbe Lied trug mehr die Frauenarbeit verwendete, weil die Frauen billiger statt. Kollege Freiwald bemerkt hierzu, daß die Angelegenheit auch der Gesangverein vor, wofür ihm der reichste Beifall zu arbeiten als Männer. Zu einem Lohn, für welchen keine männ- schon in Händen der Werkstätten- Kontrollkommission sei und Theil wurde. Nach verschiedenen Vorträgen hielt Herr Peus die lichen Arbeitskräfte zu haben waren, fänden sich immer noch ge- jedenfalls durch dieselbe geregelt werde. Festrede, aus welcher furz folgendes erwähnt sei:„ Die Gedächtniß- schickte und gefügige weibliche Arbeiter; die Ausbeutung derselben feier für Karl Mary, den Vorfämpfer des wissenschaftlichen Sozia- hat schließlich eine solche Höhe erreicht, daß auch die Arbeiterinnen lismus, sei ein erhebendes Zeugniß für die heutige Arbeiterbewegung, zur Erkenntniß ihrer Lage gekommen sind und auf Mittel sinnen, welche sich über alle Kulturländer der Erde erstrecke. Es müsse wie sie sich von dem auf ihnen lastenden Druck befreien können. uns zur Freude gereichen, auf ähnliche große Bewegungen früherer An allen Orten regt es sich, die Arbeiterinnen organisiren sich, Zeiten zurückzuschauen, unter welchen uns vorzugsweise die Revo um in der Vereinigung Macht zu erlangen. Mögen auch die belution des vorigen Jahrhunderts fessele. Man müsse auch dabei stehenden Organisationen noch nicht vollkommen sein, so werden der Geister gedenken, welche für die damalige Bewegung von Be- die Arbeiter doch wissen, wie sie ihre Organisitionen besser gedeutung waren: Rousseau und Voltaire. Ihre Bestrebungen stalten. Für die Schriftgießerei- Arbeiterinnen wäre in Anbetracht unterscheiden sich aber wesentlich von den heutigen der kämpfenden ihrer Kleineren Zahl der Anschluß an den Verein der Hilfsarbeiter Menschheit. Sie seien, trotz der Schärfe ihres Verstandes, nicht an Buch- und Steindruck- Schnellpressen zu empfehlen. eingedrungen in die Ursachen der Kulturentwickelung, deshalb hätten sie der Menschheit auch keine klaren und bestimmten Ziele hältnisse in den Schriftgießereien hingewiesen. Die modern erbauten In der Diskussion wird auf die gesundheitschädlichen Vergeben können. Die Ursachen der menschlichen Kulturentwickelung feien besonders erst von Mary gründlichst erfaßt worden, welchen Schriftgießereien haben als Fußboden Zement und Asphalt, der nüchternste Verstand aber auch das wärmste Gesicht für die auf solchem Zementboden wird der Bleistaub zertreten und allleidende Menschheit geleitet habe, welcher bemüht gewesen sei, mälig ganz fein zermahlen; die Luft in den Räumen ist immer niß genommen; die Versammlung ist im Gegensatz zu dem MarOrganismus durch Einathinen und Verschlucken die ärgsten Ver- burger Verbandstage der Ansicht, daß die Möglichkeit einer Urfort mit diesem Gift angefüllt und richtet im menschlichen wüstungen an; in letzterer Zeit besonders schlimme Erkrankungen abstimmung für den Verband sehr segensreich sein würde." haben der Behörde Veranlassung gegeben, durch Plakate in den Arbeitsräumen auf die Vergiftungsgefahr aufmerksam zu machen. vom Vergnügen am 28. Februar einen Ueberschuß von 129,95 M. Achtung, arbeitslose Stellmacher Berlins! Da wir Das genügt noch lange nicht, es giebt weder Eß- noch Auskleide- erzielt haben und derfelbe für arbeitslose Kollegen beſtimmt ist, räume. Wie steht es nun bei dieser gesundheitschädlichen Arbeit ersuchen wir alle arbeitslosen Stellmacher, sowie diejenigen, mit dem Verdienst der Arbeiterinnen? Er beträgt im Durch welche im Winter längere Zeit außer Arbeit waren, ihre Adreſſen schnitt 8-12 Mark, das wird nicht immer erreicht, weil mitunter bei K. Henze, Borsigstraße 32, Quergebäude, eine Treppe rechts, Es wurde beschlossen, den französischen Genossen zum Ge- nur halbe Tage gearbeitet wird. Der Arbeitsverdienst ist heute und J. Cäsar, Thurmstraße 82, eine Treppe, vorn, bis Sonntag, denktage der Kommune folgende Zuſchrift zu übersenden:„ Die noch derselbe, wie vor zwanzig Jahren, wo man viel billiger den 22. März, abzugeben. Das Komitee. J. A.: J. Cäsar. Der Prinzipal hat sich nicht darum gekünimert, 1500 Sozialisten grüßen Euch, französische Genossen, zum Jahres- ob der Preis noch ausreicht, da muß der Arbeiter Nigdorf. Schon wieder eine Auflösung! Zum 14. d. M. tage der Kommune. Sie erklären, daß sie die abscheulichen Ver- selber für sorgen, kein anderer Mensch thut das und sorgt hatte die freie Gemeinde von Rixdorf eine öffentliche Versammlung leumdungen der Kommune durch die Gegner längst als solche erdafür. für Männer und Frauen anberaumt, in welcher Frau Henrichfannt haben, und daß die Bestialitäten der Besieger der Kom- Auch die Verkürzung der Arbeitszeit, die für die Schrift Wilhelmi über Frauenrecht ist Menschenrecht" sprach. Nachdem mune durch die Geschichte werden gerichtet werden. Endlich gießereiarbeiter am allerersten zu wünschen ist, denn die Sterblich die Referentin ihren Vortrag beendet hatte, löste der überwachende schwören sie allen Nationalitätenhaß ab, sondern hoffen vielmehr feitsziffer ist bei denselben sehr hoch, kann nur erreicht werden, Beamte die Versammlung wegen zu lauter Bravorufe auf; es die Befreiung der Menschheit mit Karl Mary nur durch die Zu- durch die Organisation. Wir haben uns klar zu werden, daß um muß wohl aber die Auflösung schon vorher erwartet worden sein, sammenfassung der Proletarier aller Länder." unsere Lage zu verbestern, wir nur auf uns selbst angewiesen denn es befand sich die ganze bewaffnete Macht Rigdorfs in der Musikvorträge und Vorträge anderer Art hielten die Gesell- sind, im Reichstage haben sie nicht einmal den Muth gehabt, Regelbahn, welche geheizt war, uni gleich bei der Hand zu sein. schaft bis an den späten Abend zusammen. den Sonntag als einen Tag der Ruhe für den Arbeiter zu be- Die Ruhe und Besonnenheit der Genossen verhinderte jeden bestimmen, nein, die Arbeiter müssen am Sonntag ebenso aus- Tumult. gepreßt werden können wie die andern Tage. zu laffen". feine Gedankenentwickelungen die Massen des Volkes durchdringen Darauf giebt der Referent einen kurzen Ueberblick über den äußeren Lebensgang und die innere Entwickelung von Mary. " Unsere Aufgabe sei es, mit ganzer Energie uns in die Gedanken von Mary hineinzuarbeiten und dieselben in Thaten um zusehen. Je flarer uns die Gedanken werden, je kraftvoller unsere Thaten sind, desto eher dürfen wir das große Ziel erhoffen, nach welchem wir Alle streben."( Reicher Beifall.) am 15. März zur Gedächtnißfeier für Karl Mary versammelten Auf mehrfachen Wunsch hin sei bemerkt, daß die Uebungen des Gesangvereins" Zufriedenheit" bei Gauger, Willibald- Alerisstraße 5, stattfinden. leben konnte. wortet werden Im Fragefasten finden sich mehrere Fragen, welche beanteine Streitigkeit zwischen zwei Fachvereinsmitgliedern regeln sollen. Zum Schluß werden noch 5 Mitglieder gewählt, welche Der Verband deutscher Mechaniker und verwandter Berufsgenossen( Zahlstelle Berlin) hielt am 4. März eine Versammlung ab. Zum ersten Punkt der Tagesordnung:„ Die Kunst und die Arbeiter," referirte Herr J. Türk unter lebhaftem Beifall. An der Diskussion betheiligte sich Kollege Voreiter. Bum 3. Punkt der Tagesordnung:" Ersatzwahlen", wird ein Antrag, welcher ledigen, angenommen. Unter„ Verschiedenem" wird das Verhalten besagt, die Ersatzwahlen aus verschiedenen Gründen nicht zu erdes Verbandsorgans kritisirt und darauf folgende Resolution anDie Zahlstelle Berlin hat mit Mißbehagen von der genommen: Redaktionsanmerkung zum vorletzten Versammlungsbericht Kennt Sprechlaal. Die Redaktion stellt die Benugung des Sprechfaals, soweit Raum dafür abzu Interesses zur Verfügung; sie verwahrt sich aber gleichzeitig dagegen, mit dem geben ist, dem Publikum zur Besprechung von Angelegenheiten allgemeinen Inhalt desselben identifizirt zu werden. " In Nr. 62 des Vorwärts" theilt der erste Vorsitzende der Nachdem im Schlußwort der Referent darauf hingewiesen, daß man den Standpunkt einnehmen müsse, sich nicht auf die Eine öffentliche Versammlung für die Gehilfen in Gnade der Unternehmer, sondern auf sein gutes Recht zu Kolonialwaaren- Geschäften und Zigarrenhandlungen verlassen, wird folgende Resolution einstimmig angenommen: Die tagte Freitag Nacht unter dem Vorsitz des Herrn Lasch, um sich Versammlung erklärt sich mit den Ausführungen des Referenten benfalls mit der Frage der Sonntagsruhe im taufmännischen vollkommen einverstanden, sie glaubt, daß zuerst durch Verkürzung Gewerbe zu beschäftigen. Die Versammlung mußte so spät ein- der Arbeitszeit eine Besserung zu erzielen und fordert alle Hilfs berufen werden, weil die hierbei interessirten Personen bis spät arbeiter und Arbeiterinnen auf, sich den bestehenden Organi in die Nacht hinein in ihrem Arbeitsjoch seufzen müssen. Das fationen anzuschließen. Hierauf werden die Bestimmungen des Arbeiter- Bildungsschule unter Anderem mit, daß die Schulräume Referat über die Sonntagsruhe hatte Genosse August Hinge über- Statuts des Vereins der Hilfsarbeiter an Buch- und Steindruck der Westschule wahrscheinlich nach Moabit gelegt würden. nommen und empfahl die Annahme einer von ihm verjaßten Schnellpressen über die Rechte und Pflichten seiner Mitglieder Resolution, welche allen seinen Wünschen Ausdruck giebt. Er verlesen mit dem Bemerken, daß dieser Verein bereit ist, die lichen. Wir halten diesen Entschluß des Vorstandes für keinen glückschließt mit der Aufforderung, durch einstimmige Annahme der Schriftgießerei- Hilfsarbeiterinnen als Mitglieder aufzunehmen, Resolution einen lauten Protest gegen die Beschlüsse der Reichstags- worauf von dem weiblichen Theil der Versammlung über die zu sein, den„ Westen" in jeder Weise zu ignoriren. Schon seit längerer Zeit scheint es zur Gewohnheit geworden. Mehrheit abzugeben, seinen von lebhaftem Beifall begleiteten nächste Resolution abgestimmt wird, sie lautet:„ Die versammelten Vortrag. Wir könnten schon von der letzten Reichstagswahl her ein Schriftgießerei- Hilfsarbeiterinnen verpflichten sich, dem Verein Lied davon singen." In der Diskussion meinte ein Herr Wiede, daß für die der Hilsarbeiter au Buch- und Steindruck Schnellpreffen beizufleineren Städte eine Schließung der Geschäfte um Mittag nicht treten, um Jetzt sollen wir nun gar schon Moabit zugetheilt werden, angängig sei, da die Bauern am Sonntag Vormittag erst zur energisch entgegen treten zu fönnen den Ausbeutungsgelüften der Kapitalistenklasse einem Stadttheil, mit dem wir nicht einmal durch Pferdebahn, Kirche gehen müßten. und alle Kolleginnen Omnibus 2c. 2c. verbunden sind. dazu zu bewegen, dem Vereine gleichfalls beizutreten." Diese ReDiese Ansicht erlitt von den nachfolgenden Rednern eine ge- solution wurde einstimmig angenommen. Der Hamburger Tabak Bildungsschule die Verhältnisse und Wir müssen annehmen, daß der Vorstand der Arbeiterdie auch vielleicht gar hörige Abfertigung. Genoffe Mieder bemerkte ihm, daß sich dann Arbeiter und-Arbeiterinnen, welche um ihre Organisation bereits geographische Lage des Westens" nicht fennt, sonst fönnte er einfach die Bauern danach einrichten müßten, früher zur Stadt 14 Wochen ausgesperrt sind, wird in ausführlicher Weise Er- nach unserer Ansicht gar nicht dazu kommen, die W.- Schule nach zu kommen. Des Weiteren ergänzt Redner noch die Ausführungen wähnung gethan und eine freiwillige wöchentliche Steuer be des Referenten und geißelt in scharfen Worten die Bestrebungen antragt, dabei wurde der Meinung Ausdruck gegeben, ob es nicht unter SW. im Vorwärts" zu veröffentlichen. Moabit" zu legen und die Zahlstellen des Potsdamer Viertels und die Haltung des„ Gehilfen"- Vereins Germania und tadelt möglich wäre, da doch die meisten Zigarren wieder von Arbeitern nicht minder diejenigen Kollegen, welche noch einem solchen Verein geraucht werden, durch einen großartig durchgeführten Boykott nachlaufen. Den Letteren freilich könne man weniger einen den Arbeitern zu ihrem Rechte zu verhelfen; schließlich gelangte Borwurf machen, da sie bei ihrer ausgedehnten Arbeitszeit und die Resolution zur Annahme. Die Versammlung der Schrift sonstigen Bedrückung nicht im Stande seien, sich über die sie gießer und Schriftgießerei- Hilfarbeiterinnen verpflichten sich, die interessirenden Fragen gleich allen anderen Arbeitern zu unterstreifenden Hamburger Tabatarbeiter und Arbeiterinnen nach richten, sonst hätten sie schon längst herausfinden müssen, daß vollsten Kräften zu unterstützen. Mit einem Hoch auf die Orgaihre Interessen einzig und allein von der Sozialdemokratie ver- nisation der Schriftgießerei- Hilfsarbeiterinnen schließt die, namenttreten werden.( Lebhafter Beifall.) Genosse Auerbach legte in längerer Rede den Gehilfen dar, lich auch von Arbeiterinnen, gut besuchte Versammlung. daß sie sich, wenn sie ihre wirklichen Interessen gewahrt wissen Am Sonntag, den 8. März, fand eine öffentliche Frauenwollen, der sozialdemokratischen Partei anschließen müßten, und Männerversammlung im Osten statt. Die Tagesordnung als der einzigen, welche ohne jede Rücksicht auf die Unternehmer war folgende: Die Familie und die Sozialdemokratie. Referent resp. Prinzipale für das Wohl der arbeitenden Klassen eintrete. Regierungsbaumeister a. D. Keßler. Da zur bestimmten Zeit der Jezt hätten die hiesigen Handlungsgehilfen sich ein Organ zu Referent nicht erschienen war, wurde die Versammlung auf eine threr Vertretung geschaffen, die Kaufmännische Rund- Stunde vertagt und Boten entsandt, um einen anderen Referenten sch au", welches Blatt Niemand verfehlen sollte, eifrig zu lesen zu besorgen. Hierauf wurde die Versammlung nochmals auf und zu verbreiten. Im Gegensatz zum Referenten empfiehlt er 1/2 Stunde vertagt, und als noch Niemand erschienen, zu Verschiedenem die Annahme derjenigen Resolution, welche bereits in mehreren übergegangen. Es wurden verschiedene auf die Arbeiterbewegung Versammlungen angenommen sei.( Lebhafteste Zustimmung.) betreffende Punkte erledigt. Ein Antrag, Herrn Reßler ein Bei Anfragen bitten wir die Abonnements- Quittung beizufügen. Brieflich Nachdem der Referent seine Resolution zurückgezogen hatte, Tadelsvotum auszusprechen, wurde mit großer Majorität anda er ebenfalls dafür sei, daß man einheitlich vorgehe, wird die genommen. Genosse Keßler wird über dasselbe Thema in einer von Auerbach beantragte Resolution deren Inhalt haben wir noch zu bestimmenden Versammlung referiren und damit der erst am Freitag früh zugegangen; freilich mit der dringenden schon sowohl in dem Bericht über die Versammlung, welche in Versammlung Ersch bieten. Der Versammlung schloß mit einem Bitte, ihn sofort aufzunehmen. Doch ließ sich die Aufnahme beim diefer Sache auf Tivoli tagte, als auch in dem Bericht über die Hoch auf die völkerbefreiende internationale Sozialdemokratie. besten Willen erst am Sonntag bewirken. Versammlung, in der kürzlich Aug. Bebel in Charlottenburg Die zahlreich besuchte Versammlung blieb noch bis zwölf Uhr Sprach, wiedergegeben einstimmig angenommen. H. V., Potsdam. Sie können gegen den Erlaß nur klagen. bei Tanz und Vorträgen zusammen. Erfolg ist zweifelhaft. Verantwortlicher Redakteur: Curt Beafe in Berlin. Druck und Verlag von May Bading in Berlin SW., Beuthitraße 2. " gerade im Westen" zu errichtende Schule sprechen darzulegen. Es würde hier zu weit führen alle Gründe, welche für eine Bildungsschule darauf aufmerksam zu machen, ob es nicht angeWir möchten uns nur erlauben den Vorstand der Arbeiterbracht wäre im Interesse der Schule selbst und ihrer Ziele, speziell im Potsdamer Viertel, wenn nicht anders möglich, eine 5. Schule zu errichten. Wir sind der festen Ueberzeugung, daß kein Stadttheil von Berlin in dieser Weise Mangel an Aufklärung und Belehrung hier der Boden gut leidet, wie der Westen", aber auch ebenso fester Zuversicht, daß bedarf, um eine für uns ergiebige Ernte zu erzielen. - und es nur der rationellen Behandlung W. Fritsche, Birkhoz, Ziethenstraße Nr. 4. Eisenacherstraße Nr. 10. Briefkaffen der Redaktion. Antwort wird nicht ertheilt. R. Sch., Schönhauser Allee 177. Der Bericht ist uns