Nr. 837.»y» I-Hrg. flbonnements-Bedingungen:[w M 1.., k»e snsertlonz-eebllhr Abonnements- Prcis prSnumer-mdo- SZ W �T®/ IhiHmHI®1 � eeltaalffit die ,echsg°st-aIteneKoI°N» BicrtdWtL 8�0 Sffif., monatl. 1,10 2St, W« MH HW Hg W // W H W HB W nT�Pv�PU rlB\rf zcUe oder deren Raum W Psg.. sur wöchentlich 28 Pig. frei ins Haus.,<-BM AM LX>W>» L» AM SRI H rJ politisch- und gewcrlschastliche Vereins- Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags- jjffStS[TtRH B9 HS BB M)(SS PB HB BH B| BB lÄ\ ESl MM f—'// und VersammlungS-Anzeigen SO Pfg. minimct mit illuflrierler Sonntags- äKKSB kPfB BS HB DM WM MW M WM B AM W) AW HBB I //„Kleine Hmeigcn", das erst-(fett- AbonnemenU 1�10%Z fATJ't PH fH HH H HIHIH HH H l MLJL. ��Sle�e?uch'eundSchlch° lÄ?e.en üütn'\fettaTnm B B H JB JtL ift JbR iHV H stellen-Anzeigen das erste Wort 10 Psg.. Deutschland und Oesterreich- Ungarn MW»W! �/ �BHb\ JHL\ Zr Hl f jedes weitere Wort s Pfg. Wort- Uber 2 Marl, für das übrige Ausland WWBX Zf/ ��BNv � IH I 15 Buchstaben zählen für zwei Worte. 3 Marl pro Monat. PostabonncmentS JtrMBi» Zs HSV Inserate für die nächste Niimmer müssen nehmen an: Belgien. Dänemark. � JS* /T--- O V/>hlW' J bis S Uhr nachmittags in der Expedition sli-xsss»« � ««.>..«.«.».«e Vevllnev Volüslilnkt. Tentralorgan cler fo2ia1clemokratlfcken Partei veutfcklanäs. Redabtion: SÄl. 68, Lindenetrasse 69. Fernsprecher: Amt IV- Nr. 1983. Sonntag- den 9. Oktober 1910. Expedition: SM. 68» Lindcnstrasse 69. Fernsprecher: Amt IV. Nr. 1981. damit von neuem in ganz Berlin! Trug man doch bereits anl Sonnabend ganz offen die umfassendsten Äriegsrüstungen zur Schau, die man zu den sozialdemokratischen Volksversamm- lungen am Sonntag getroffen hat. Aus den verschiedensten Polizeirevieren Berlins, z. B. aus der Niederwallstraße, der Derfflingerstraße, der Frankfurter Allee usw. usw. wurde uns gemeldet, daß dort ganze Wagenladungen von Revolvern und Karabinern nebst Munition eingetroffen seien, die man wohl für die am heutigen Sonntag zu erwartende„Revolution" bereithalten will! Eine rührende Fürsorge für die Berliner Bevölkerung, die eine nicht minder rührende Gegenliebe auslösen muß! In der Tat: In der Agitation für die Sozialdemokratie sind uns unsere guten Freunde, unsere Feinde, doch noch gewaltig über! Möge ihr Agitationseifer für uns nie erlahmen! Aber nicht nur die Polizei, sondern auch die liebe Presse ist wieder am Werke, zu provozieren und k ii u st l i ch aufzuputschen! Selbst die liberale Presse. So erzählt das„Berliner Tageblatt", daß sich schon um 8 Uhr die Genossen an den Zahlstellen sammeln würden, um dann um 11 Uhr geschlossen nach den Bersannulungen zu ziehen. Auch nach den Versammlungen sollten„D e m 0 n- stratione n" stattfinden, die sich besonders nach den großen Parks hin ergießen würden. Natürlich handelt es sich bei alle- dem um nichts als Polizciphantasie! Wenn die Genossen sich ani Sonntag früh auf den Zahlstellen einfinden, so lediglich zum Zwecke der Flugblattverbreitung. Alles andere ist Schwindel! Demonstrationen werden nicht stattfinden! An sie war auch nicht einen Augenblick lang g e» dacht, was wir hiermit ausdrücklich feststellen, nur unserer bürgerlichen Presse auch gleich den elluaigen neuen SckMindel unmöglich zu machen, die Sozialdemokratie habe auf eine geplante Straßendemonstration verzichtet- weil sie durch die-grotesken Kriegsrüstungen der Polizei ein- geschüchtert worden sei. Die Scharfmacher und Revolutiousdeliranten werden auch am Sonntag eine b i t t e r e E n t t ä u schu n g erleben! Die Massen werden sich nicht aufputschen lassen, sie werden diengentprovoenteurs einfach auslachen! Das deutsche Proletariat läßt sich nun einmal nicht provozieren, so toll es seine lieben Freunde auch anstellen mögen! Selbst eine Straßcndemonstration wird nicht einmal stattfinden. Wozu auch? Hat denn nicht die Polizei selbst in Moabit so unvergleichlich wirksam demonstriert? Und sollte sie am Sonntag abermals demonstrieren, sollte sie die Ka ra- biner spazieren tragen wollen, so wird ihr das Proletariat auch dies Vergnügen gerne gönnen! Aber es wird der Polizei nichts ein mal die Genug» tuung verschaffen, sich�von einem Schwärm heiterer Bewunderer umgeben zu sehen! Das Proletariat demonstriert, wann es will: nicht, wann es den Scharfmachern paßt, wann die Revolutionsdelirantcn das Schießzcug knallen lassen möchten! Am Sonntagabend werden die Scharfmacher um eine Enttäuschung und einen Aerger reicher sein! Sie Revolution in Portugal. Die Republik kann heute als v 0 r e r st gesichert gelten— alle Hoffnungen der Reaktionäre auf die Provinzen sind zu Wasser geworden und auch die Kolonien erkennen die Republik an. Der hier und da schüchtern in klerikalen LUSttern ausgesprochene Wunsch, daß die Mächte dem neuen Regiment die Anerkennung ver- sagen mögen, womöglich gar zugunsten des abgesägten Instruments dcS Himmels zu intervenieren, wird sicherlich nicht erfüllt werden. Der englische Gesandte hat schon von seiner Regierung die telegraphische Anweisung erhalten, halbamtlich Ivcgen der amtlichen Anerkennung der Republik in Unterhandlungen ein- zutreten. Die Haltung Englands, das in Portugal den größten Einfluß hat, wird für alle anderen Mächte bestimniend sein. Wessen sich daS portugiesische Volk von seinem abgedankten „Landesvater' zu erwarten halte, wenn eS ihm nicht schleunigst den Laufpaß gegeben hätte, zeigt die folgende Meldung: Madrid, 8. Oktober. Der„Jmparcial' meldet ans Lissabon: Die neue Regierung hat daS Geheimarchiv der früheren Regierung unter Siegel gelegt. In dem �Bureau des früheren Ministerpräsidenten wurde der von dem König Manuel bereits nntcrzeichnets Staats- akt gestinden, wonach am 10. Oktober dir Cortcs gewaltsam ge- schloffen, die Bcrfaffung suspendiert und daS Land bis auf Wieder- Herstellung der Ruhe unter die Herrschaft einer Militärdiktatur des Generals Pedro Costa gestellt werden sollte. DaS sensationelle Dokument soll zur Rechtfertigung deS Vorgehens der Republikaner veröffentlicht werden. Manuel hat also guten Grund gehabt, sich schleunigst auS dem Staube zu niacheu: Hätten die Rrpublilancr ihn erwischt, so hätten sie ihn wegen Versuch des Hochverrats unter Anklage stellen müssen. Sie haben das freilich nicht gewünscht, sondern Theophil B r a g a, der Leiter der provisorischen Regierung, hat erklärt, daß diese die Ruhe des Königs sehr gern gesehen habe. Räch einer Unsere intelligenten Polizeibehörden und ihre nicht minder intelligenten Auftraggeber scheinen noch immer von Revolutions- delirien' geplagt zu werden. Eigentlich ist das kaum glaub- lich, denn gerade Moabit sollte doch unserer Polizei bewiesen haben, wie in Wirklichkeit„Aufruhr" entsteht. Denn just mit dem Augenblick, wo sich dort die Polizei von der Straße wieder zurückzog, war dort die„Ruhe" lvieder hergestellt! Daraus sollte doch selbst ein burcaukratisch und polizeilich gedrilltes Gehirn zu folgern vermögen, daß es auch an den vorher- gegangenen Tagen nicht zu den beklagenswerten Skandal- szenen gekommen wäre, wenn nicht die Polizei durch ihr provokatorisches Auftreten Menschenansammlungen verursacht hätte, deren gewaltsame Auseinandertreibimg durch Säbel- hiebe sie dann für eine notwendige„Säuberung" der Straße ausgab! Oder ist etwa der Polizei die Revolution in Portugal auf die Nerven gefallen? Glaubt sie vielleicht, daß das zeitliche Zusammenfallen des„Aufruhrs" in Moabit und der Revolution in Lissabon mehr sei als ein Zu- fall? Argwöhnt sie vielleicht, daß sich geheimnisvolle Fäden spannten zwischen den„Aufrührern Berlins" und den Rebellen der portugiesischen Hauptstadt? Nun. zu- zutrauen wäre unfern Polizeimachthabern schließlich alles I Wie sehr das tobsüchtige Scharfmachergeheul von der Revolutions- lüsternheit der roten Rotte unsere Polizeibehörden ver- wirrt und benommen hat, das bewiesen ja zur Genüge die im schauerlichsten Nick- Carter-Stil verfaßten Polizei- berichte über die Moabiter„Straßenkämpfe", das bewiesen mehr noch die Polizei offiziösen Andeutungen, daß dem Aufruhr irgendeine Organisation zugrunde liegen müsse, welch idiotische Verdächtigungen sich in der Scharf- macher- und Amtspresse dann in progressivem Revolutionsdelirium zu der direkten Bezichtigung aus- wuchsen, daß die Sozialdemokratie den„Aufruhr" in- s z e n i e r t und organisiert habe I Mit welch aberwitziger Frechheit sich diese scharfmacherischen Revolutionsdelirien speziell in der Amtspresse ausrasten, beweist folgendes Zitat aus der Nr. 116 des in Gräfenthal erscheinenden„Thüringer Boten": „Berlin, 30. September. Nach den scharten Ankündigungen der Polizei hatte man für die Nacht zum Mittwoch auf ein erhebliches Nachlaffen der Bewegung gerechnet, statt dessen haben sich wieder unerhörte Szenen abgespielt. Die kleine Polizrimacht konnte die im Aufruhr begriffenen Straßen nur durch kriegsgemäßcs Vor- gehen zur Ruhe bringen und säubern, indem die beiden Reihen der an den Häusern vordringenden Schutz- leute die gegenüberliegenden Fenster unter die Mündungen ihrer Mehrladepistolen nahmen. Tanscnde von Aiifrührern er- warteten auf den Balkons und in den Fenstern mit zurechtgelegten Steinhaufen. Blumentöpfen, ja sogar mit Hausgeräten und Möbel- stücken, wie Mattanen, Stühlen, Handttichhaltern, Kohlenkasten, Hackbrettern»nd geladenen Revolvern die Schutzleute; ein Hagel von Geschossen aller Act prasselte auf die Hüter der öffentlichen Ordnung herab. ES fehlte nickt an den jede Revolte begleitenden Plünderungen von Gcschäftsläden und Privatwohnungen. Selbst seine Pcttoleurs und Petrolcuscn hat Moabit. Worin unter- scheidet sich noch diese wüste Anarchie von den Orgien der Pariser Kommune? Wer will noch mit der Behauptung kommen, eS sei mir der Mob, der Auswurf der Siratze, der hier seine Nadaulust befriedigt? ES steht fest, daß sämtliche Haustüren der Benffel-, Rostocker und der anderen in Betracht kommenden Straßen freundwillige Zu- fliichtSstätten für die Ansrühr« boten, daß sämtliche Fenster bis zum Dachgeschoß hinauf ihre ordnungSfeindlichc Besatzung hatten. Die Polizei aber tlopste vor geschlossene Türen. Nicht der Mob ist eS, der hier in offener Auslehnunz gegen die Staatsgewalt sich erhebt, es ist die verhetzte Bevölkerung des dortigen Stadt- Viertels." Wie der Gräfenthaler Amtsverkündiger machten es tausend und abertausend Amtsblätter! Die Preßmeute des Scharfmacherklüugcls log an Revolutions- märchen das Blaue vom Himmel herunter I Und mit allem Vorbedacht! Nichts hatte bisher geholfen, die maßlofe Em- pörung der Massen gegen die Steuerplünderer und Wahl- rechtsverweigerer zu beschwichtigen. Auch die heillosen Lügen über den Verlauf des Magdeburger Parteitages erwiesen sich, wie die Stichwahl in Frankfurt-Lebus zeigte, als völlig Wirkunglos. Da kamen die ersten Zusamnienstöße in Moabit, und das verzweifclteScharfmachertum atmete auf! Was schon dem Monsterjunkcr Bismarck in seinem beserkcrhaften Sozialistenhaß als heißer sehntes Ziel brutalster Provokationspolitik vorgeschwebt, was� seitdem so Viel kleine, aber mit nicht geringerem Haß erfüllte Junker als Scharfmacherlosung in die Welt hinausgegrölt: die Inszenierung eines„Aufruhrs", die Provokation eines Putsches, 3 V E ff ♦ ein wüstes Blutbad unter den Massen, das schien jetzt endlich möglich zu werden I Und so unbesonnen und rücksichtslos auch die Polizei vorgegangen war, in so abenteuerlicher Vergrößerung polizeilicher Gespensterseherei (nach einem unvorsichtigen Zeugnis der„Deutschen Tageszeitung" selbst!) auch die polizeioffiziöscn Fedörn die Vorgänge in der Presse schilderten: das alles genügte unserem Scharfmachergesindel noch nicht! Es ließ vielmehr kein Mittel der Aufputschung und Aufreizung unversucht, um die Polizei zu noch unerhörterem Vorgehen aufzustacheln! Die Scharfmacher haben sich auch diesmal verrechnet, aber ihre Rechnung war dennoch infernalisch! Kalkulierten sie doch damit, daß schließlich auch die geduldigste Volks- masfe durch fortgesetzte unerträgliche Provokationen zu tat- sächlichem Wider st and aufgepeitscht werden müßte! Und wir glauben, daß diese teuflische Spekulation unseres Scharfmachcrgesindels sich auch erfüllt hätte, wenn nicht die Volksmassen in Moabit durch die sozial- demokratische Schulung zu politischer Besonnenheit und eisernster Selbstdisziplin erzogen worden wären! Viel weniger sicher die Rücksicht auf persönliche Folgen, als das Gefühl der Verantwortlichkeit für die allgemeine Sache erstickte jeden Gedanken an Notwehr! Jeder fühlte, daß es auch in der schwierigsten Situation nur e i n politisches Gebot gab: Sich nicht provoziere» zu lasse»! Die Scharfmacherpresse, zu der wir füglich auch die ultra niontane Presse rechnen, hat sich, als alle anderen Verdächtigungen der Sozialdemokratie an ihrer eigcnenLücherlich- keit zugrunde gingen, hartnäckig an die Frage geklammert: Warum hat der„Vorwärts" nicht ausdrücklich seine Leser gewarnt. Die einfache Antwort darauf lautet: Weil es dessen nicht bedurfte! Wir wissen erfahrungsgemäß, daß sich selbst durch die'stärkste Provokation kein geschulter und disziplinierter Parteigenosse zu Un- besonncnheiten hinreißen läßt! Der deutschen Sozial- dcmokratie ist die Einsicht, daß durch blutige Zusammenstöße nur Jiiiikern und Scharfmachern die höchste Wonue bereitet wird, schon von sozialistengesetzlicher Zeit her derart in Fleisch und Blut übergegangen. daß es für ihre Anhänger auch bei einer Situation wie in Moabit nicht erst der Belehrung und Verwarnung bedarf! Seiner Parteigenossen wegen brauchte sich also der„Vor- wärts" nicht zu sorgen. Wenn aber auf der anderen Seite die Polizei durch ihr skrupelloses Verhauen friedlich die Straße passierender Sozialdemokraten die Richtigkeit der sozialdemokratischen Auffassung von dem.Wesen des preußischen Junker- und Polizeistaates bewies, so konnte das der„Vorwärts" ebensowenig hindern, wie er es hindern konnte und zu hindern brauchte, wenn der Masse der politisch Indifferenten Empfänglichkeit für die sozialdemokratischen Ideen mit Polizeisäbel und Gummischlauch cingebläut wurde I In welcher Weise die Polizei in Moabit und Berlin nicht nur, sondern im ganzen Lande wieder einmal für die Sozialdemokratie agitiert hat, das werden schon die nächsten Wahlen beweisen. Und diese Werbearbeit für die Sozial- dcmokratie wird trotz aller scharfmacherischen Hetz- und Putschversuche der einzige Erfolg der großen Polizei- aktion in Moabit bleiben! Natürlich geben wir uns darum nicht der Illusion hin, daß nunmehr der agrarische Janhagel oder die industrielle Scharfmachcrsippe ihre Aufreizungs- versuche einstellen würden. Das läßt deren Grimm über die ihrer Ausbeutergier durch die modernen Arbeiterorgani- sationen gesetzten Schranken nun einmal nicht zu. Aber die Regierung, das Mini sie rium des Innern wenigstens, die nicht direkt materiell interessiert sind, sollten doch allmählich wieder kühleres Blut und gesunde Einsicht genug gewinnen, um nicht der Sozialdemokratie zu unge- ahnten Wahltriumphe 11 zu verhelfen! Einstweilen freilich scheint man auch an diesen Stellen der Sozialdemokratie noch unentwegt Agitations- d i e n st e leisten zu wollen. Behauptet doch die militärisch- politische Korrespondenz, daß Wilhelm II. angeordnet habe, daß ihm eine Vorschlagsliste vorgelegt werde zur Ver- leihung von Auszeichnungen an diejenigen Ossi- ziere und Bcaniten der Schutzmannschaft, die an den M 0 a b i t e r„U n ruhe n" beteiligt waren. Man wird eine solche Handlung an agitatorischer Wirkung wohl noch beträchtlich höher veranschlagen dürfen, als die Königs- berger Rede! Aber damit nicht genug: Kaum daß man auf die Provokationen in Moabit verzichtet hat. so beginnt man SiffciBofift Mttmng traf We probisorische Regierung nachdem Manuel nach Mafra geflüchtet war— und zlvar in solcher Eile, daß sein Gefolge jetzt in Gibraltar Kleidung einkaufen muhte—. sogar direkt Mahuahinen, mn die Abreise der Familie Bragauza und ihre Einschiffung an Bord der Uacht„Amelia" zu erleichtern. lieber die näheren Umstände dieser Einschiffung sagt ein Lissa- boner Telegramm: Am Mittwoch nachmittag uni 4 Uhr traf die köitigliche Familie in Automobilen in Ericeira ein und fuhr sofort zum Ufer. Die Königinnen Amelia und Pia»oaren in schwarz gekleidet, der König, der einen Zivilanzug trug, sah niedergeschlagen au«, und rief beim Abschied: Lebt wohl für immerl ESisteine Infamie! Lebt wohl! Auf Wiedersehen! Einige der Umstehenden antworteten: Wir warten! Von der Mäßigung der Republikaner berichten auch andere Meldungen. So heißt es in einem Madrider Telegramm: Meldungen aus Lissabon berichten von der loeisen Mäßigung. die die Republikaner während der Straßenkämpfe von Lissabon walten ließen. So hatten die Jesuiten ihr Kloster in Verteidigungszustand gesetzt und empfingen die anrückende» Truppen mit Revolver- und Flintenschüssen. Ein Soldat und mehrere Bürger wurden getötet; zahl- reiche Au greiser verletzt. Trotzdem gewährten die Führer den Jesuiten freien Abzug und sorgten dafür, daß das prächtige alte Gebäude nicht ein Opfer der Bolkswut wurde. Der Herzog von Oporto fiel vei der Verteidigung des Königspalastes sogar in die Hände der Republikaner, als die lönigs- treuen Truppen zum Kapitulieren gezwungen wurden. Man ließ ihm jedoch Gelegenheit, zu entkommen, um nicht über ein Mitglied der Königsfamilie zu Gericht sitzen zu müssen. Auch die Offiziere und Mannschaften der Munizipalgarde, die sich heldenhaft geschlagen hat, wurden bald wieder auf freien Fuß gesetzt. Die neue Regierung hat inzwischen die erste wichtigere Maßregel auszuführen begmmcn. Es wird gemeldet: Lissabon, 6. Oktober. Heute erschien ein Dekret, durch welches idie Ausweisung des Jesuitenordens aus Rort.u- g a l angeordnet wird. Ein Dekret, das die Auswelsung der anderen geist lichen Orden binnen vierundzwanzig Stunden anordnet, ist ifiir Sonntag angekündigt. Der neue Justizminister hat inzwischen in einer Depesche an die Londoner Times das Programm der Regierung etwas er- weitert. Der wichtigste Punkt in seinen Angaben ist. daß die Re� gierung das allgemeine und gleiche Wahlrecht einführen wird Von Koalitionsrecht, Arbeiterschutz, Agrarreform sagt er allerdings auch nichts! Dafür verheißt er eine„soziale Armcnfür- sorge" und außerdem die Einführung von givilstands r e g i st e r und der Zivilehe. Ueber die Lage im Lande sind die folgenden Meldungen eingelaufen: Lissabon, 8. Oktober. Nach den vorliegenden Meldungen ist das Land längs der Eisenbahnen allenthalben ruhig, der Durchgangsverkehr an der Grenze vollzieht sich wieder ohne Umsteigen. Auf den Stationen sammelt sich die B e v ö l- terung, welche die Republik begeistert begrüßt und Fahnen schwenkt. In Lissabon ziehen Patrouillen durch die Straßen und auf verschiedenen Plätzen und Straßen sind Posten aufgestellt. Die am Kampf beteiligte Zivilbevölkerung hat ihre Waffen behalten. Die auswärts verbreiteten Meldungen über die Zahl der Toten sind übertrieben, sie beträgt nur etwa dreihundert. Der Kampf war überhaupt auf wenige Stellen beschränkt. Die Republikaner hatten -mit etwa 1500 Soldaten und tausend Zivilisten auf einem Hügel beim Pank Eduard V Aufstellung genommen; von dort aus bestrich das Feuer der Artillerie und der Infanterie die Avenida da Liber. bade, an deren Ende der Dom Pedroplatz liegt, wo die treuge- blieben- Munizipalgarde einen vergeblichen Versuch machte, die republikanischen Truppen zu umgehen. In anderen Stadtteilen wurden nur einige Flintenschüsse abgegeben. Die Einwohnerschaft schloß sich in den Häusern ein und wartete den Ausgang des Vom- bardementS ab. das sich ausschließlich gegen den Königspalast richtete. Lissabon, 8. Oktober. Kein Teil der Hauptstadt, außer der Avenida da Liberdade und des Dom Pedro-PlatzeS, hat durch die Kämpfe gelitten. An diesen beiden Punkten wurden die Gebäude von den Geschossen getroffen und die Beschädigungen sind ziemlich bedeutend. Die Mauern wurde,: durchschlagen, die Fenster zer- trümmert. Die Bedeutung der durch die Revolution verursachten materiellen Schäden ist also nicht so groß/ wie man sich im Aus- lande vorgestellt hat. Was die politische Lage anbetrifft, so scheint das neue Regime keinem ernsten Wider- stand begegnen zu sollen. ES mag zu einigen Zwischenfällen kommen, aber sie werden ohne Bedeutung bleiben Man bemerkt nur eine gewisse Erregung auf Seiten der Bevölkerung gegen die Mitglieder des Klerus. Die Kirchen sind noch geschlossen. Lissabon, 8. Oktober. Die monarchistischen Parteien wechseln mit wenig Ausnahmen ihre Ueb erz eugu ngcn wie schmutzige Wäsche. Die Progressisten erkennen stillschweigend das Geschehene an, andere Par- teien werden folgen. Die Ordnung ist jetzt derart, daß gestattet wurde, die Theaterzuöffnen, deren erste Vor- stellungen morgen stattfinden dürften. Die Börse ist ruhig. Der Südexpreß brachte vorgestern abend eine große Zahl fran- zösischer Journalisten, die überall Ruhe und Ordnung vorfanden. Die Königlichen Paläste sind abgeschlossen und werden gut bewacht. ?lm Stadthaus soll ein Gedenkstein zum Gedächtnis der Revolution errichtet werden.(„Frkf. Ztg.") Lissabon, 8. Oktober. Die Lage ist hier wieder normal. Die Straßenbahnen haben den Betrieb teilweise wieder aufgenommen Die Munizipalgarde und die Bürgerpolizei sind aufgelöst worden, neue Polizeikorps toerden gebildet werden. Für den Admiral Cadido Los Reis, den Führer der aufständischen Truppen, der Selbstmord verübt hat, und für den ermordeten Dr. Bombarda sollen Leichenfeierlichkeiten auf Staatskosten veranstaltet werden. Kriegerische Jesuiten. Die einzigen Kämpfer für das verfaulte monarchische System scheinen die Jesuiten zu sein. In Lissabon hat sich ein Kampf um ein Jesuitenkloster entsponnen. Es wird darüber gemeldet: Lissabon, 8. Oktober. Blättcrmeldnngen zufolge wurde gestern abend aus einem Fenster des Jcsuitenklosters Q u e l f e s auf vor- übergehende Polytechniker und Seeleute eine Bomb« geworfen. Zwei Matrosen wurden getötet und einer ver. wund et. Herzueilende Soldaten wurden von einem Hagel von Explosionsgeschossen empfangen. Das sofort von ihnen auf das Kloster eröffnete Feuer dauerte bis gegen Mitten nacht. Zahlreiche Soldaten wurden verletzt zind auch mehrere Jesuiten schwer verwundet. Der Kampf dauerte am 8. Oktober noch an. Die Proklamierung der Republik in Oporto. Oporto, 7. Oktober.- Die Proklamierung der Repn- blik erfolgt« hier gestern, nachdem die Nummer des Diario do Governo, welche die Bildung der provisorischen Regierung enthielt, hier eingetroffen war. Die Ruhe ist vollkommen ge» sichert. Der ehemalige Kriegsminister General Pimente! Pinto, der Order erhalten hat, sich im Hauptquartier in Lissabon zu melden, wurde verhaftet. Die' neueste» Regierungsmastnahmen. Lissabon, 8. Oktober. Tie Regierung wird noch bor Montag außer einem Dekret über die Freilassung aller Per- sonen, die wegen Zugehörigkeit zu geheime n Ge» jellschsften verhaftet sind, PerjüLUNgen e.rMeo über: eine Amnestie für die wegen PreßvcrgehenS, pö l i t i sche r und gemeiner Vergehen Verurteilter; Wiederherstellung des Preßgcsetzes des früheren Ministers Barjona Freitas; Aenderung der Eidesformel bei der Uebernahme eines Amtes; die Ersetzung des Wortes königlich durch republikanisch in Protokollen; sowie über die Verlängerung zurzeit schwebender Prozesse um 10 Tage, Die Kolonien. Depeschen von den Azoren. Madeira, den Capber- disch-en Inseln, aus Lonrenzo Marques(Mozambique) und aus Goa(Indien) melden, daß dort die Republik unter dem Jubel der Portugiesen proklamiert wurde. Sie Hamburger MetsIIsrbeiter zu den vergleichworichlägen der filerftbeiitzer. Nach den am Freitagabend getroffenen Vereinbarungen zwischen den beiderseitigen Verhandlungskommissionen soll die Arbeit auf sämtlichen Werften am Montag, den 10. d. M., wieder aufgenommen werden. Hierzu müssen die Arbeiter der einzelnen Orte ihre Zu stimmung noch geben. Nach dem Beschluß der Werftkonferenz ist jedoch nicht daran zu zweifeln, daß die Arbeiter die Bedingungen annehmen. In allen Orten sollen dann paritätische Kommissionen zusammentreten, die die Höhe der Einstellungslöhne festlegen und die für die einzelnen Orte notwendigen weiteren Vereinbarungen treffen. Damit geht ein Kampf zu Ende, der sich gegen die größte Scharfmacherorganisation in Deutschland, den«Gesamtverband Deutscher Metallindustrieller" richtete, der das erste Mal gc- zwungen wurde, seine„Prinzipien" über Bord zu werfen. Diese Arbeitgeberorganisation lehnte es bisher prinzipiell ab, mit den Arbeiterorganisationen zu verhandeln und mit ihnen Verein. barungen zu treffen. Sie lehnte eS bisher prinzipiell ab, Mindest. löhne anzuerkennen, und sie lehnte eS ab, die Kommissionen, mit welchen sie bereit war, in„Besprechungen" über die Arbeitsver» hältuisse einzutreten, von den Gewerkschaften bestimmen zu lassen. Die Regel war, daß der Metallindustriellenverband und die diesem angeschlossene Gruppe Deutscher Seeschiffswerften die ihnen ge- nehm erscheinenden Arbeiter oder Arbeiterausschüsse zu Be- sprechungcn einlud und bei dieser Gelegenheit dann im günstigsten Falle die Vertreter der Gewerkschaften„hörte". Das ist nun anders! Die Organisation ist jetzt prinzipiell als Vertreterin der Arbeiter anerkannt worden; Arbeiierausschüsse werden eingesetzt und die so hartnäckig bekämpften EinstellungS» löhne hat man zugestehen müssen. Trotzdem machte sich in den Kreisen der Metallarbeiter verschiedentlich eine starke Opposition gegen die Annahme der gestellten Friedensbedingungen geltend. So in Hamburg, wo die Streikenden, und Ausgesperrten am Sonnabendnachmittag sich mit der Angelegenheit beschäftigten. lieber 6000 Personen hatten sich eingefunden; viele hundert Metall- arbeiter fanden keinen Einlaß, weil der Riesensaal von Sagebiel, Hamburgs größtes Lokal, schon lange vor Eröffnung der Per- sammlung bis auf den letzten Platz besetzt war. Im Namen der Hamburger Ortsverwaltung erläuterte Genosse Franz die von den Werftbesitzerä gemachten Zugeständnisse. daS Produkt langwieriger Verhandlungen. Redner schilderte die Phasen des Kampfes, den die Metallarbeiter Deutschlands im allgemeinen und die Werftarbeiter Hamburgs im besonderen geführt haben. Der Kampfes- wie der Opfermut der Kollegen, die über neun Wochen lang einmütig zusammengestanden, sei ungebrochen. Wohl genügten dem einen oder anderen die Zugeständnisse nicht, aber sie enthielten das unter den gegenwärtigen Verhältnissen Erreich- bare. Genosse Franz warnt vor einer Unterschätzung der Angebote, die die Unternehmer, die bis vor kurzem sich noch ablehnend verhielten, gemacht haben. Die Einigkeit und Geschlossenheit der Metallarbeiter, die der mächtige Feind nicht erwartet habe, hätten zum Siege geführt. Daß der KampfcSmut der Hamburger Werftarbeiter noch so frisch war wie bor Wochen, das beweisen die Ausführungen sämtlicher Diskussionsredner, von denen die meisten erklärten, daß die Zugeständnisse minimal seien und die Fortsetzung des Kampfes empfahlen. In seinem Schlußwort warnte Franz. sich von Augenblicks. stimmungen leiten zu lassen. Die Werftarbeiter Hamburgs trügen eine große Verantwortung, sie dürfen nicht den Grundsatz des „alles oder nichts!" vertreten. Nochmals schilderte er die er- zielten Erfolge und gab der Erwartung Ausdruck, daß die Strei- kenden für die Annahm» der Zugeständnisse votieren würden. Die Verwaltung empfahl auch die Wiederaufnahme der Arbeit bei der Amerika- und Woermannlinie, die sich bislang noch nicht geäußert haben., Dieser Antrag wurde jedoch abgelehnt, mit der Moti- Vierung, die beiden Reedereien müßten zunächst bündige Erklä» rungen abgeben. An der Abstimmung beteiligten sich nur die Werftarbeiter. die in den Sympathiestreik eingetretenen Arbeiter der Landbe- triebe und die Arbeiter beider genannten Linien, bei denen 800 Werftarbeiter beschäftigt waren, enthielten sich der Abstimmung. Das Resultat der Abstimmung ist folgendes: Für die Annahme der Zugeständnisse stimm- ten 1678, dagegen 1475. Die Wiederaufnahme der Arbeit Unter den neuen Bedingungen ist also mit knapper Majorität beschlossen worden. Für die Fortsetzung des Streiks tväre statutengemäß eine Drei- Viertelmehrheit erforderlich gewesen. Am Montag wird die Arbeit wieder aufgenommen. ** » Die Ausgesperrten und Streikenden in Lübeck, die Sonnabend- abend zu der Angelegenheit Stellung nahmen, akzeptieren die Be» dingungen mit 663 gegen 338 Stimmern Politische(leberlickt. Berlin, den 8. Oktober 191(X Kopp kontra Fischer. Zwischen dem Kardinal Kopp in Breslau und iiem Kar- dinal Fischer in Köln besteht grimmige Feindschaft. Kopp hegt nicht nur starke Sympathie» für die Richtung Roercn. Bitter-Boonekamp(Underbcrg), sondern er hält auch die „interkonfessionellen" christlichen Gewerkschaften für höchst be» wnkliche, die Rechtgläubigkeit der katholischen Arbeiter ae- ährdende Verbände und bevorzugt die Organisation nach so- genanntem Berliner Muster, das heißt, in streng konfessio- nellen katholischen Fachvereinen. Kardinal Antonius Fischer egelt dagegen neuerdings— eine Zeit lang war es anders— m Schlepptau der„Köln. Volksztg." und begünstigt, wie dieses Blatt, die christlichen Geiverkjchaften. Dieser Gegensatz hat schon wiederholt zu kleinen Reibungen zwischen den beiden Eminenzen geführt, die sich in letzter Zeit zu einer offenen gegenseitigen Kefehdung zuspitzteo, In seinzm Aergex über defl„B p ß ö r t u n i s m u s" seines Kollegen hat Fürstbischof Kopp an eine adlige Dame, an ein Fräulein v. Schalscha, einen Brief gerichtet, in dem er den Westen, d. h. die Diözese des Erzbischofs Fischer, für„v e r s e u ch t" erklärt und von einem „häretischen Fanatismus der Getreuen Fischers spricht. Bisher waren nur einzelne Stellen dieses Briefes be- kannt; wie das„Berl. Tageblatt" angibt, ist es jedoch jetzt in der Lage, den hauptsächlichsten Teil dieses Schreibens im Wortlaut mitzuteilen, will aber für die Richtigkeit der Ab- schrift, da es diese nicht nachzuprüfen vermag, keine Garantie übernehmen. Tatsächlich sind einzelne Stellen des Briefes, wenn auch die Aeußemngen im ganzen dem Koppschen Stand- Punkt entsprechen, so scharf und rücksichtslos, daß man sie den sonst in seinen Reden und Erlassen die Worte stets sehr vor- sichtig abwägenden, ölig-würdigen Fürstbischof von Breslau kaum zutrauen möchte. Es bleibt daher nur die Annahme, daß die hochehrwürdige Eminenz ihrem Aerger hat die Zügel schießen lassen, oder daß einzelne Teile des Briefes aus dem Zusammenhang herausgerissen sind. Nach dem„Berliner Tageblatt" lauten die Zauptstellen dies liebenswürdigen kollegialischen Briefes des Herrn Fürst- bischofs: „Was mir in der Vorstellung am wenigsten gefällt, find die spitzen Bemerkungen gegen die„Erwerbstätigen" in Berlin. Die Erwerbstätigen in Berlin wie in Breslau habe ich von vornherein von der Verseuchung des Westens zu bewahren gesucht. Mir ist schon die Jnterkonfessionalisierung der Arbeiterbewegung viel zu viel; sie auch noch auf die Arbeiterinnen zu übertragen, würde die VerWässerung des katholischen Bewußtseins in die ganze arbeitende Klasse getragen haben. Darum habe ich„die Erwerbstätigen" als streng kon- fessionell verlangt; wollen sie das nicht sein, so sollen sie sich nicht mehr katholisch nennen und als solche gelten wollen. So steht es mit„den Erwerbstätigen" in Berlin. Wie steht cs mit der gleichen Organisation im Westen. Aus reinem Opportunismus, nur um die Macht der inter- konfessionellen Vereine zu vereinigen, hat man die christlichen Arbeiter den Gewerkschaften zugeführt. Und wie stellt sich die Zentrale des katholischen Frauenbundes dazu? Stellt sie sich in den Dienst dieser Bestrebungen? Uebt sie die Patronage über sie aus? Das ist doch die Frage, die ja leider noch immer ungeklärt ist. Wie sehr der Frauenbund auf die Seite der interkon- fessionellen Bewegung gestellt wird, haben wir erst vor kurzem in den öffentlichen Schriften gelesen. WaS hat der Frauenbund getan, um sich davon zu reinigen? Die Erklärung des Frauen- lbundes(Zentrale) gegen die Spahnsche Behandlung ist mehr als kläglich, geradezu ein Zugeständnis, und die alberne Empfindlichkeit soll nur die wunde Stelle verdecken, die getroffen und bloßgelegt worden ist. Und dabei verlangt man im Westen noch Vertrauen von uns? Wir wollen unser« Hände und Gewissen rein bewahren. Wir wollen an der Berslachung des katholischen Empfindens nicht teilnehmen. Wir wollen weder die Arbeiter noch die Arbeiterinnen mit Klassen- haß nähren, zum Klassen- und Machtkampfe erziehen und sie der Sozialdemokratie zuführen. Liest denn die Frau N. die öffent- lichen Blätter nicht? Und hat sie nicht gelesen, was der christliche Ge wer kscha f ts sek retär E ffertz jüngst ausgeplaudert hat? Selbst den Sozialdemokraten war diese Offenherzigkeit zu weitgehend. So liegt die Sache. Ich messe alles, was vom Westen kommt. mit diesem Maßstab und sehe immer wieder aus allen Bestrebun. gen den Pferdefuh durchscheinen. Ich habe noch einmal im Herbst den Versuch gemacht, wenigstens ein äußeres Zusammen- gehen zu ermöglichen. Alles scheitert an dem wahrhaft häretischen Fanatismus, der im Westen bezüglich der sozialen Jrageherrscht. Der Westen braucht unser Vertrauen nicht; er ist ja stark genug, seine Bestrebungen in seinen Kreisen durchzusetzen. In den Kreisen, in denen ich die Verantwortung habe, werde ich ihn auf das äußerste fernzuhal» t e n s u ch e n. Vertrauen aber kann ich weder den Grundsätzen noch der Taktik entgegenbringen." Der Brief straft nicht nur das alberne Gerede von der „Jnterkonfessionalität" des Zentrums Lügen, sondern zeigt auch deutlich, wie man in einem Teil des Episkopats ü&er die vielgepriesenen sozialpolitischen Bestrebungen des Zentrums denkt. Kardinal Kopp hält die Behandlung der sozialen Frage im Westen sogar schon für„häretischen Fana- t i s m u s"._ Zurück zum Bülowblock! Die vom Abg. Bassermann auf dem nationalliberalen Kasseler Parteitage ausgegebene Losung:»Zurück zum Bülowblock!' hat in der nationalliberalcn Presse seltsamerweise begeisterte Zu» stimmung ausgelöst— trotz des Spottes, mit dem dieser Gedanken- fötuS Bassermannscher StaatSkunst bei den Konservativen wie bei den Freisinnigen begrüßt worden ist. Die»Deutsche TageSztg." hält eS deshalb für nötig, kräftigere Töne gegen das nationalliberale Geschwätz von der Notwendigkeit der Rückkehr zu den großen Traditionen de» Bülowblocks anzuschlagen. Sie schreibt: „Immer wieder wird in mittelparteilichen und national- liberalen Blättern die Losung ausgegeben: Zurück zum Block! Diese Losung verrät eine fast unverständliche Kurzsichtigkeit und einen ungewöhnlichen Mangel an politischer Kenntnis. Der Block war ein Versuch, der vielleicht einmal gemacht werden konnte, dessen Wiederholung aber Torheit wäre. Die Geschichte der Blockpolitik hat denn doch schlagend für jeden. der sehen kann und sehen will, bewiesen, daß es ein Versuch „mit untauglichen Mitteln an untauglichen Objekten" war.... Grundsätzliche und tiefgehende Welt» anschauungsgegensätze lassen sich auf die Dauer nicht überbrücken. Man kann Parteien, die auf dem Boden verschiedener Welt- anschauungen stehen, wohl zu einer gemeinsamen Arbeit, zu einer gemeinsamen Abwehr von Fall zu Fall vereinen und sammeln; aber diese Sammlung zur politischen Richtschnur machen zu wollen, ist ein Unding. Die sogenannte Blockpolitik würde bei längerer Dauer entweder zu einer Politik der Grundsatzlosigkeit, der Mischmascherei, oder zur Unterdrückung deS einen Llockflügels durch den anderen geführt haben..... Der Versuch der Wiederholung würde schon deswegen un- möglich sein, weil man weder ans der rechten Seite, noch auf der äußersten bürgerlichen Linken gewillt zu sein scheint, ihn mit- zumachen..... Dazu kommt noch eines, daß nämlich die nächsten Auf- gaben der Staats- und Wirtschaftspolitik von den Parteien des früheren Blockes gar nicht ge» meinsam gelöst werden können. Oder glaubt man etwa, daß die Fortschrittliche Partei bereit sein werde, an einer vernünftigen Ausgestaltung des Zolltarifs und an dem er- forderlichen Ausbau der Schutzzölle mitzuarbeiten? Hält man es für möglich, daß die genanntePartei dcn Kampfgegen die Sozialdemokratie so führen werde, wie es iin Interesse der Staatssicherheit und der Monarchie nötig ist? Beide Aufgaben können, wie die Dinge und die politischen Verhält- nisse nun einmal liegen, nickt unter Ausschaltung deS Zentrums geführt werden. Das müssen schließlich auch diejerngen anerkennen, welche dem Zentrum grundsätzlich feind- lich gegenüberstehen. Ein Block ohne das Zentrum würde weder im jetzigen noch im nächsten Reichstage positive Arbeit leisten können. Die Politiker und Blätter, die nach einer Wiederholung des Blockversuches rufen, zäumen das Pferd hinten auf." Das Bündlerblatt beurteilt zweifellos die politische Lage weit richtiger als die Bassermann-Presse; aber es sollte nachsichtiger gegen den schwindsüchtigen NationalliberaliemuS sein. Der Per- sinkMe greift bekgygtliK selbst ygA xivL» KtrMgl«. ist" Die Willkürherrschaft der Polizei in Halle wächst sich immer üppiger aus. Wie kürzlich erst berichtet, drang die Polizei in eine Blitglrederversammlung des Metall- arbeiterverbcmdes ein, um zu„überwachen". Dieses Vorgehen hat sie nochmals wiederholt, trotzdem an den Saaleingängen eine Mitgliedsbuchkontrolle vorgenommen wurde. In einer Zuschrift an ein bürgerliches Blatt, das ebenfalls die unverständlichen Maßnahmen der Polizei getadelt hatte, sagt diese nun, welche Gründe sie leiten. Die Mitgliederzahl der Zahlstelle sei zu groß, ihr Vereinsgebiet zu ausgedehnt und der Zusammenhang unter den Mitgliedern ein zu loser, als daß diese Gewerkschaft noch als Verein im Sinne der Reichsgerichtsentscheidung bezeichnet werden könne. Diese aus Magdeburg. Breslau usw. abgeschriebene ».Begründung" in die rechte Beleuchtung zu rücken, genügt es, auf die von der bürgerlichen Presse gern wiederholten Räuber- Pistolen vom„Kadavergehorsam" der Gewerkschaftsmitglieder, die„Ausplünderung" der Arbeiter durch die„hohen Gewerk- schaftsbeiträge" und den„Terror der sozialdemokratischen Ge- werkschaften" hinzuweisen. Wird hier die gewerkschaftliche und politische Organisation der Arbeiter als eisern g e- schlossener„Staat im Staate" hingestellt, so in der Ar- gumentation der Polizei von Halle als lose zusammengewür- felter Haufe von wechselnder Form und Größe, ohne jeden inneren Zusammenhalt. So oder so, wie's trefft! Bei der zweiten Metallarbeiterversammlung war ein riesiges Polizeiaufgebot zusammengetrommelt worden. Der Volkspark wimmelte von Polizisten, aus Nachbar- grundstücken mußten die dort widerrechtlich versteckt gehaltenen Polizciorgane hinausgewiesen werden. Rings um den Volks- park standen zahlreiche Posten, radfahrende Kundschafter und„Geheime" waren massenhaft unterwegs. Das Versammlungslokal glich einer belagerten Festung. Und alle diese vom schlechten Polizeigewissen zeugenden Maßnahmen im Angesicht der vorbildlichen Ruhe und Besonnenheit der Arbeiterschaft! Die Parteigenossen hatten nun eine kleine Ueberraschung für die Löbliche von Halle vorbereitet. Um ihr einen An- schauungsunterricht von der Festigkeit ihrer politischen Organi- sation zu erteilen, beriefen sie auf vertraulichem Wege eine Mitgliederversammlung nach dem„Volkspark" ein, die denn auch von 1000 Mitgliedern besucht war. Die Polizei merkte davon trotz ihres Spitzelapparates nicht eher etwas, als bis die Versammlung tagte; jetzt erst wurde der ständige Beob- achwngsposten vor dem Lokale aufmerksam, ganz nach dem Programm der Parteigenossen. Nim begann eine ergötzliche Hetzjagd von Polizisten nach dem Volkspark. Als aber die Inspektoren und Kommissare mit den verfügbaren Mann- schaften erschienen, war die Sache bereits aus. Die Versamm- lung war von einem eifrigen Kommissar der nächsten Polizei. wache wegen„Nichtanmeldung" a u f g e l L st worden. Konse- guenterweise muß nun die Polizei dem Veranstalter ein sS traf Mandat schicken und die Angelegenheit geht auch den zweiten Instanzenweg. Um den arbeitswilligen Polizei- organen ausreichende Beschäftigung zu geben, hat der Soziald�emokratischeVerein zum Montag in allen Teilen der Stadt 21 Mitgliederversammlungen einberufen. Vis weit in das Bürgertum hinein findet das Vorgehen der Polizei, das sich auch in fortgesetzten Verfügun- gen gegen die Volksparkverwaltung in Halle äußert, schärfste Verurteilung. Die Parteigenossen erwarten von der Polizei- Willkür die nachhaltigste Belebung der Agitation zur kommen- den Reichstagswahl. Die Polizeigewaltigen in Halle wie in anderen Orten werden sich über die Früchte wundern, die ihre ordnungshüterische Saat erzeugen wird. Hallesche Justiz. Vom Landgericht in Halle a. S. wurde Genosse Redakteur Leopoldt zu der ungeheuerlichen Geldstrafe von IVOS Mark verurteilt, weil er in einem Artikel des„Volksblattes" einen Ober« agrarier, den Oekonomierat Finger ans Gut Mötzlitz, Kr. Bitterfeld, beleidigt haben soll. In dem Artikel war hervorgehoben, daß die Agrarier allgemein billige und willige Arbeitskräfte vom Auslande holen und diese in Wohnungen unterbringen, die zur Behausung von Menschen nicht geeignet sind. Daran schloß sich die Beschreibung der Arbeiterwohnungen auf dem Gute des Herrn Finger, die allen hygienischen, sittlichen und kulturellenForderungenHohn sprechen sollten. Der Artikel baute sich auf den Angaben einer Landarbeiterfamilie auf, die von dem Gute mittellos und ohne Papiere gekommen war. Jetzt find merkivürdigerweise, wie durch Lokaltermin fest- gestellt wurde, die Wohnungen in erträglichem Zustande, dagegen ist die Landarbeiterfamilie spurlos verschwunden. Genosse Leopoldt hatte somit keine Zeugen, da auch die Polen vom Gute Mötzlitz längst in ihre Heimat gereist sind. Der Vorsitzende des Gerichts glaubte zuerst die Sache durch Vergleich beenden zu können� Da aber der Oekonomierat, der zugleich Amtsvorsteher ist, erklärte, datz er auf Veranlassung seiner vorgesetzten Be- Hörde— also des Landrats— handele, verstummte der Vor- fitzende und— erkannte mit den Beisitzem auf die höchste Gel d- strafe, die überhaupt zulässig ist. Hallesche Justiz und Hallesche Polizei genießen nicht umsonst nationalen Ruf. Im Anschluß an den Prozehbericht teilt daS„Volks- blatt für Halle" mit, daß noch elf Preßprozesse gegen seine Redakteure anstehen._ Nachklänge zur Königsberger Kaiserrede. Wie auS Heidelberg gemeldet wird, hat der dort tagende Bund deutscher Fraucnvereine in der heutigen Sitzung zu der die Frauen« bewegung mißbilligenden Rede des Kaisers in Königsberg Stellung genonunen. Es ivurde auf da« tiefste bedauert, daß die Be- mühungen des Bundes, die B/z Millionen außer dem Hause tätigen Frauen besser als bisher den nenen Formen anzupassen, durch jene kaiserliche Kritik in Mißkredit gebracht worden sind. Dtese Kund- gebung ivurde mit Händeklasichen begrüßt und debattelos an- genommen. Lediglich die 6i Vertreter de§ deutsch- evangelischen Frauenbundes erklärten, dagegen zu stimmen. Möglichst baldige Auflösung de? Reichstags verlangt die„National-Zeitung". In einem Leitartikel sNr. 385 vom 8. Oktober) macht das nationalliberale Blatt dem Reichskanzler wegen seiner unentschlossenen zaudernden Haltung heftige Borwürfe. ES schreibt: „Der Reichskanzler will die Session solange als möglich hin- ausziehen, um die großen Bor lagen zur Verabschiedung zu bringen, die nach seiner Meinung ein Ergebnis darstellen würden, das auf die W ä h l e r n: a s s e n immerhin einen guten Ein- druck von dem positiven Schaffen der Parteien zu machen geeignet wäre. Aioeifellos erwartet der Reichskanzler von den Neuwahlen eine Klärung der Lage und eine Neuorientierung für seine Politik. Logisch wäre eS deshalb, wenn der Lebensfaden desReichs- tagS bald abgeschnitten würde, je früher, desto besser. Denn wenn sich der jetzige Wirrwarr noch längere Zeit hinzieht, kann die allgemeine polnische Lage nur schlimmer, aber niemals besser werden." „Wissenschaftliche" Natkonalitätenhatz. Neben anderen gutgesinnten Größen sitzt an der Akademie zu Posen der Hakatistische Professor Dr. Otto H ö y s ck. Der Herr Professor gibt im Nebenamt eine Korrespondenz„Der Osten" heraus, deren jede Nummer nichts weiter als schärfere Maßregeln gegen die Polen verlangt. Wenn es nach Hötzsch ginge, würde jeden Monat ein neues Gesetz für die Ostmark gemacht. Schon des öfteren ist diesem Hochschullehrer der schwere Vorwurf gemacht worden, daß er es mit der Wahrheit nicht so genau nehme, unter anderem hat der polnische Graf Bröl-Plater ihn vor drei Jahren einen Lügner ge- nannt und sich erboten, vor Gericht den Wahrheitsbeweis dafür an- zutreten. Herr Hötzsch hat unseres Wissens darauf geschwiegen. Nun hat„Der Osten" in seiner letzten Nummer eine Statistik gebracht über solche Güter, die in den letzten Wochen aus deutschem in polnische» Besitz übergegangen sind. IIb Güter mit 50000 Morgen Land sollten das sein. Zufällig kam nun diese„wissenschaftliche" Statistik einem Interessenten eines der angegebenen Güter in die Hände, dem die Unstimmigkeit sofort auffiel. Ein Mitarbeiter der„Pos. Neuest. Nachr." machte sich nun an eine Prüfung des ganzen Artikels und stellte schließlich fest, datz viele„Unstimmigkeiten" darin enthalten waren. Güter, die überhaupt nicht verkauft worden waren, sind in der Statistik an den Mann gebracht. Verkäufe wieder, die von Polen an ihre Landsleute stattgefunden hatten, werden als aus deutschen Händen erfolgt angegeben. AuS Bauernwirtschaften von kaum 100 Morgen waren Tausende von Morgen gemacht. Allein für den Bezirk Gnesen ergab sich, daß die Angaben von Hötzsch zwanzigfach übertrieben waren.„Wohin man also sieht, nichts als falsche Angaben", konstatiert das genannte Blatt. Professor Hötzsch aber schweigt wieder. franhmcfo. Die Radikalen gegen Briand. Paris, 8. Oktober. Die vereinigte Radikale und Radikalsoziali st ische Partei hielten vorgestern und gestern ihren Jahreskongretz in Rouen ab. Der Bürger- meister von Rouen Müller hatte sofort in seiner Begrüßungs- anspräche gegen die Politik des jetzigen Minister- Präsidenten Briand Stellung genommen, indem er sie unter stürmischer Zustimmung des ganzen Parteitages als die Politik eines Soziali st en bezeichnete, der mit einer radikalen Mehrheit gemäßigte Politik machen wolle. Gestern übten die Deputierten Professor Thala- m a s und Camille P e l l e t a n eine ungemein scharfe Kritik an der Beschwichtigungspolitik Briand S, welche die radikale Partei lähme und den k o n s e r- vativen Parteien gestatte, sich der Regier» ngs- Mehrheit anzuschließen. Pelletan verlangte die Stückkehr zu einer Kampfpolitik weltlicher und sozialer Reformen. Der Parteitag nahm ohne Widerspruch eine Tagesordnung an, welche die die Radikalen kompromittierende Beschwichtigungs- Politik verurteilt. Die Zeitungen fragen sich nun heute, was die radikale Mehrheit in dem am 25. Oktober zusammen- tretenden Parlament tun werde. I a u r e s meint, entweder stürzen die Radikalen Briand oder sie unter- werfen sich. Das bedeutet entweder den Bankerott der Regierung oder denjenigen der radikalen Partei. Die radikale„Lanterne" sucht dagegen nach einem Ausweg. Sie ist überzeugt, daß Briand, der nächsten Dienstag in Paris eine Bankettrede halten wird, den Radikalen diejenige aktive Zukunftspolitik versprechen wird, welche sie beanspruchen. Spanien. Das Programm Canalejas. Madrid, 7. Oktober. Im Senat erklärte Ministerpräsident C a n a l e j a s, die Haltung der Regierung während der parla- mentarischen Ferien sei durchaus gesetzlich gewesen. Canalejas sprach sich dann tadelnd über die Haltung des Episkopats und der reaktionären Elemente aus, die für seine Person beleidigend sei. Er werde gegen die Beleidiger vorgehen. Er lasse sich von niemand einschüchtern, sondern werde die Verwirk- jichung seines Programms eifrig betreiben und besonders das dem Senat vorliegende Cadenasgesetz aufrecht- erhalten. Der Ministerpräsident bestritt, daß im Kabinett, dessen Mitglieder alle eng verbunden und ent- schlössen, zu siegen oder zu st erben, auch nur die gering st e Uneinigkeit bestehe. Canalejas V e r° t e i d i g t e weiter das Borgehen der Regierung bei dem Streik in Bilbao und San Sebastian. Schließlich er- klärte der Ministerpräsident, er hoffe dem Parlament im nächsten Monat über die Verhandlungen mit dem Papste und mit Marokko Aufklärungen geben zu können. foklUand. Streikende als Sklaven behandelt. Am 30. September wurde Warschau durch die Alarmnachricht in Schrecken gesetzt: die Angestellten der elektrischen Straßenbahn streiken! Um zu würdigen, was das bedeutet, muß man bedenken, daß über Warschau noch immer der Belagerungszustand verhängt ist und daß durch ein spezielles Gesetz die Angestellten aller öffent« lichen Verkehrsmittel mit den schwersten Strafen bedroht werden, wenn sie streiken. Trotzdem streikten die Angestellten; die Stadt blieb ohne Straßenbahnverkehr. Die Aufregung war also berechtigt und ängstliche Philister behaupteten denn auch: das ist der Beginn einer neuen Revolution. Was nun folgte, dürfte indessen einzig in der Geschichte der Arbeiterbewegung dastehen. Die Polizei verhaftete sofort alle An- gestellten. Am 1. Oktober fuhren nur einige Wagen der Straßen- bahn, die von den Werkmeistern und Ingenieuren unter dem Schutze der Polizei geleitet wurden, während Bureaubeamte als Kon- dukteure figurierten. Am 2. Oktober aber wurde der Betrieb im großen Umfange aufgenommen; man sah die Führer und Kon- dukteure im Dienst, aber unter ganz besonderen Verhältnissen: neben dem Führer standen zwei Soldaten mit aufgepflanztem Bajonett, auf der hinteren Plattform standen ebenfalls Soldaten: die Angestellten verrichteten den Dienst alS Gefangene. Man hat die Verhafteten unter militärischer Bedeckung aus dem Gefängnis nach den Remisen geführt, hat sie hier gezwungen, die Wagen zu besteigen und den Dienst zu verrichten; am Abend wurden fie wieder in daS Gefängnis geführt. So haben die zarischen Schergen ein Novum geschaffen: die Streikenden werden als Sklaven behandelt, die man zur Arbeit zwingt unter An- Wendung der Militärmacht. Die Ursache des Streiks waren rein wirtschaftliche Forde- rungen der Angestellten. Der elektrische Betrieb wurde vor zwei Jahren auf der Warschauer Straßenbahn eingeführt.(Es ist übrigens der Siemens-Halske-Konzern, der den Betrieb ein- richtete und die Leitung der Stratzenbahngefellschaft ist in seinen Händen.) Bald daraus kam es zu Konflikten mit den Angestellten in bezug auf die Arbeitsdauer, das Salär, die Gratifikationen, ärztliche Hilfe usw. Die Angestellten wurden eben hinten und vorne bestohlen und betrogen. Als am 30. September die Wer- trauenSleute der Angestellten den Vorgesetzten eine Beschwerde- schrift überreichtem wurden sie brutal beschimpft; das brachte den Becher zum überlaufen, die Arbeit wurde niedergelegt. Nachdem dieser Zustand der Sklaverei vier Tage gedauert hatte, Ivurde den Gefangenen eröffnet, die Direktion erkläre sich bereit, ihre Forderungen„zu prüfen und in kurzer Frist zu beantworten". Die K.ekjovde perjprach. daß nicmnud gemassregelt werden soll Lud alle auS der Haft entlassen werden, wenn sie den Betrieb auf» nehmen. Zur Bedingung wurde ihnen jedoch gestellt, daß sie um die Befreiung bitten sollen. Die Angestellten antworteten:„Da wir nicht gebeten haben, daß man uns einkerkert, werden wir auch nicht um die Befreiung bitten." Man sah also davon ab und forderte nur die Unterschrift der Beamten, daß sie unter den Be- dingungen, die die Direktion anbietet, den Dienst aufnehmen, was denn auch geschah. So besteht wohl Hoffnung, daß dieser in seiner Art einzige Streik den Angestellten schließlich doch zu ihrem Rechte verhilft. Unseren Scharfmachern dürfte vielleicht da? Vorgehen der zarischen Behöroen den Weg zur Lösung der Arbeiterfrage nach ihrem Sinne weisen: streikende Arbeiter werden zu Sklaven ge- macht, die die Arbeit unter dem Zwange der Bajonette verrichten. Das Ei des Kolumbus ist gefunden. Der Arbeiterschaft aber sollte das Vorgehen der braven Straßenbahner in Warschau zum leuchtenden Beispiel werden. Sie haben gewußt, was ihnen bevorstand und haben trotzdem der Uebermacht getrotzt. Man konnte sie ins Gefängnis werfen und sie zur Sklavenarbeit zwingen mit roher Gewalt, aber man könnte den Geist der Solidarität nicht brechen. Darin liegt die große Gewähr, daß eine solche Arbeiterschaft schließlich auch mit dem zarischen Regime fertig wird. Finnland. Der Landtag aufgelöst. Helsingfors, 8. Oktober. Der Landtag ist aufgelöst worden. Die Neuwahlen sind auf den 2. Januar 1911 neuen Stils, der Zusammentritt des neuen Landtages auf den 1. Februar angesetzt._ Weiter im Verfassungsbruch! Petersburg, 8. Oktober. Da der finnländische Land- tag die Beratung der Gesetzesvorlagen über die Gleichberechtigung aller russischen Untertanen in Finnland und über die Ablösung der Wehrpflicht der Finnländer durch Zahlung einer Summe an die Staatskasse abgelehnt hat, hat der Kaiser Befehl gegeben, auf Grund des am 30. Juli 1910 erlassenen Gesetzes für Finnland diese Vorlagen bei der Reichsduma einzubringen. Cürhd. Das Verhältnis zu Griechenland. Konstailtinopcl, 7. Oktober. Der griechische Gesandte Gryparis ist nach Athen berufen worden. Er versichert. die Berufung habe keine politische Bedeutung. Die hiesige Polizei hat vier Griechen verhaftet und zwei griechische Kaufleute aufgefordert. K o n st a n t i- nopel bis morgen zu verlassen, widrigenfalls sie aus- gewiesen würden._ Zur Lage in Mazedonien. Saloniki, 3. Oktober. Es verlautet, angesichts der Bedrückung der christlichen Bevölkerung Mazedoniens habe der Bandenchef Apostol eine Verständigung zwecks Wiederaufnahme der revolutio- nären Bewegung in Mazedonien erzielt. Man werde zunächst wieder terroristische Attentate verüben. Unruhen au der türkisch-montenegrinischen Grenze Rom. 8. Oktober.(„Preß-Telegraph".) Der„Abanti" meldet Unruhen von der türkisch.-montenegrini- scheu Grenze. Aus Scutari sollen 200 Familien vor dem Terrorismus der jungtürkischen Beamten geflohen und die Ufer des Scutarisees entlang nach Monte- negro gewandert sein. Zwei Bataillone Infanterie haben die Wege und Pässe besetzt, um weitere Grcnzüberschreitungen zu verhindern. Soziales* Behördlicher TcrroriSmus gegen eine Krankenkasse. Herr USlar, Landrat des Kreises Apenrade, der seinerzeit auf Befehl Wilhelms II. fern in unserer afrikanischen Kolonie Südwest mit der Wünschelrute nach Wasser suchte, bemüht sich schon seit geraumer Zeit wieder in seinem Königreiche in der Nordmark, Dänen und Sozialdemokraten zu vernichten. In diesem Sommer glaubte er eine besonders siegreiche Bataille zu schlagen. Unser Genosse Nis Toft war zum Rendantrn der Ortskrankenkasse Apenrade gewählt worden. NiS Toft wird aber von der Behörde als NichtPreuße angesehen, während er der Ansicht ist, daß er daS preußische Staaisbürgerrecht besitzt. Der Lanbrat hatte kaum von der Wahl unseres Genoffen zum Rendanten Kenntnis erhalten. so setzte er sich hin und fertigte eine Verfügung an die Kasse aus, das) sie einen anderen Rendantrn zu wählen habe. Für den Weigerungsfall drohte Herr Uslar eine Geldstrafe von 100 M. an. Als das nichts fruchtete, ließ er zwangsweise auf einem Zieh- wagen die Bücher und den Kassrnbestand der Kasse von dem Rendantrn NiS Toft wegschaffen. Er begründete sein Vorgehen damit, daß es ein bestehendes, wenn auch unbeschriebenes Gesetz sei, daß Nichtdeutsche keine Aeinter in einer Krankenkasse bekleiden können. Die Ortskrankenkasse Apenrade klagte im Berwaltungs- streitverfahren gegen den Landrat. Der BczirksanSschuß in Schleswig gab der Kasse recht, hob die Verfügung des Landrats auf und verurteilte ihn, der Kasse die entstandenen Auslagen zu er- statte». Das Urteil des Bezirksausschusses ist jetzt den Parteien zugestellt worden. Es dürfte von allgemeinem Interesse sein, den wichtigsten Teil seines Inhalts zu veröffentlichen. Der Landrat schließe, so heißt es dem Sinne nach in der Urteilsbegründung, aus dem Umstände, daß die Beamten des Reiches und des Staates deutsche Staatsbürger sein müssen, daß das auch für die Beamten der Krankenkassen zutreffe. Diese Auf- fassung sei falsch. Das AufsichtSrecht des Landrats über die Kassen gehe dahin, von der Kasse die Einhaltung der gesetzmäßigen und statutarischen Bestinimungen zu verlangen. Weiter gehe daß Auf- fichtSrecht aber nicht. Eine Vorschrift, daß der Kassierer oder Rendant einer Kasse deutscher Staatsbürger sein müsse, sei nirgends zu finden, das ergebe sich vor allem auch nicht aus dem KrankenverstcherungSgesetz. DaS gehe schon daraus hervor, daß nicht einmal von den Vorstandsmitgliedern— zu denen der Rendant nicht ohne weiteres zu gehören brauche— die deutsche Staatsbürgerschaft verlangt werde. Die Vorstandsmitglieder werden nach§ 1 des KrankenversicherungsgesctzeS aus den Mit- gliedern der Kasse gewählt; Mitglieder sind alle verfichcrungS- Pflichtigen Personen ohne Rücksicht a«f ihr Untertanenvcrhältnis. Daraus folgt, daß Vorstandsmitglieder einer Kasse auch Ausländer sein können. Wenn daS aber für die Vorstandsmitglieder gilt, so auch für den Kassenführer oder Rendanten. Anders wäre es allerdings, wenn im Statut der Kasse eine Bestimmung enthalten sei, daß der Kassenführer deutscher Staatsbürger sein müsse. DaS treffe in diesem Falle nicht zu, deshalb sei das Vorgehen des Land- rats unberechtigt. Herr Uslar hat die Bataille verloren. So wenig wie daS Wassersuchcn mit der Wünschelrute immer Erfolg bringt, bringt das schneidige Vorgehen gegen Sozialdemokraten immer Ruhm. Wir hoffen jedoch nicht, daß der Landvat des Kreises Apenradc aus seinem Rcinfall eine Lehre ziehen wird. Gewerhrcbaftlicbee. Der Streik der Koblenarbeiter. In einer gut besuchten Versammlung am Sonnabend gab die Kommission vom Ltupferschen Betriebe Bericht über die VerHand- lungen mit dem Direktor B u s ch m e i e r. der der Kommission von vornherein erklärte, zurzeit jede Lohnzulage ablehnen zu müssen. Vielleicht später wäre es nicht ausgeschlossen, daß nach gegenseitiger Uebereinkunft etwas zugelegt werde. Er sei kein Arbeiterfeind. Wer wiederkomme, dem solle nichts nachgetragen werden. Bis Montag könnten die Streikenden noch eingestellt werden, von da ab sei jede Möglichkeit dazu ausgeschlossen. Der Herr meinte auch, die Arbeitswilligen würden ja wohl sowieso dann den Betrieb verlassen. Die generelle Zulage sei für den 1. April n. I. vorgesehen und zwar für die gesamten Kohlenarbeiter. Anschließend hieran gab Werner eine Darstellung von den Verhandlungsvorgängen. Die Verwaltung hatte, was auch vorher schon bekannt war, festgestellt, daß die Firma P a u l y und Tiemen- dörfer eine einzige Firma sind und die letztere Streikarbeit ver- richte. Deshalb legten die Arbeiter in beiden Betrieben die Arbeit nieder. Daraufhin erklärte die Firma ihren Arbeitern schriftlich, daß sie Streikarbeit nicht mehr leisten wolle, jedoch wurde das Mißtrauen der Arbeiter nicht beseitigt. In einer Unterredung mit R a h m e r. dem Direktor von P a u l y, die Werner daraufhin gepflogen hatte, erklärte der Herr, daß ihm Werners Besuch angenehm sei, wenn er nicht als Organisarions- Vertreter komme. Bei dieser Unterredung meinte Herr Rahmer, daß er es den Arbeitern nicht verdenke, wenn sie sich zu Streikarbeiten nicht hergeben wollen. Da aber jetzt die Firma solche nicht mehr leiste, so genüge das doch. Darauf erwiderte W e r n e r, solange bei Kupfer gestreikt werde, schwinde das Mißtrauen nicht. Die Frage des Direktors, ob der Verband denn wirklich ehrlichen Frieden wünsche, bejahte natürlich Werner. Nun setzte sich Herr Rahmer mit der Firma Kupfer in Ver- bindung und fragte an, ob sie zu Verhandlungen bereit sei, worauf die Antwort erfolgte, daß eine Abordnung der Streikenden jederzeit kommen könne. Damit falle auch die Meldung einer Korrespondenz in sich zusammen, wonach die Streikenden ohne Wissen der Streikleitung Verhandlungen aufgenommen hätten. Redner erklärte, daß angesichts der ganzen Sachlage der Streik am besten beendet werde und daß er diesen Standpunkt bei Anrufung des Einigungsamtes auf Veranlassung des Herrn v. Schulz schon vertreten habe. Bedingung allerdings sei dabei, daß alle Streikenden wieder eingestellt werden müßten und auch nachher keiner gemaßregelt werden dürfe. Im April müsse eine den Verhältnissen entsprechende Lohnregulierung erfolgen. In der nachfolgenden Diskussion forderte ein Redner, daß auch die P a u l h scheu Arbeiter, die sich solidarisch erklärt hatten, wieder eingestellt werden müßten. Werner sowohl als auch mehrere Arbeiter von Kupfer u. Co. erklärten, das sei selbstverständlich. Ein Redner verlangte, daß alles schriftlich gegeben werde, denn auf das Ehrenwort der Unternehmer sei nichts zu geben, wie die letzten Vorkommnisse ergeben hätten. N t h e s bemerkte, eine Mitteilung der.Zeit am Mittag", wo- nach die Arbeiter von Pauly die Arbeit aufnehmen wollten, d i e Organisationsvertreter das aber verboten haben, für rein erlogen. Die Diskussionsredner stellten sich durchweg auf den Standpunkt, daß die Arbeit am Montag einmütig wieder aufzunehmen sei. Das sei um so mehr erforderlich, als die Transportarbeiter der Oefsentlichkeit und der organisierten Arbeiterschaft es schuldig seien, den durch Polizei und Streikbrecher in Moabit hervorgerufenen Zu- ständen ein Ende zu machen. Die Kohlenarbeiter wollen dadurch beweisen, daß sie im Gegensatz zu den Berichten der bürgerlichen Presse disziplinierte Arbeiter find. ' Folgender Beschluß wurde gegen S Stimmen von 220 anwesenden Streikenden angenommen: Die heute versammelten im Streik stehenden Kohlenarbeiter und Kutscher nehmen Kenntnis von dem Verlauf der Verhandlung der Kommission mit den Herren Direktoren Buschmeyer und Nahmer und sprechen ihr Bedauern darüber auS, daß die Firma Kupfer u. Co. nach wie vor jede Lohnzulage, die nach Lage der Teuerungsverhält- nisse doch als berechtigt bezeichnet werden muß, ablehnen. Abgesehen davon, daß die im Ausstand Stehenden diesen Stand« Punkt für sich als ein Unrecht empfinden, nehmen dieselben doch an, daß die geschäftlichen Verhältnisse wirklich so liegen, daß zurzeit eine Lohnzulage nicht durchführbar sei. Die im Ausstande Befindlichen beschließen daher, die Arbeit auf Grund der gemachten Versprechungen auszunehmen und zwar unter der Voraussetzung, daß sämtliche im Ausstände befindlichen Arbeiter und Kutscher von der Firma Kupfer u. Co. sowie Karstedt, Leopold Pauly Nachf. und Tiemendörfer am Montag wieder eingestellt werden und daß Vorkommnisse aus der jetzigen Streikbewegung auch in Zukunft keine Veranlassung zur Entlassung resp. Maßregelung bilden dürfen. Ferner setzen die Versammelten voraus, daß eine den Verhält- nissen entsprechende Lohnzulage wenn nicht früher, dann doch spätestens am 1. April löll an sämtliche Arbeiter und Kutscher gegeben wird. Im übrigen setzen die Versammelten weiter voraus, daß diejenigen Mißstände, welche sich im Laufe der Zeit im Arbeits- Verhältnis der Kutscher und Arbeiter ergeben sollten, wie von Herrn Direktor Buschmeyer versprochen, durch Anhörung einer Kommission der Arbeiter seitens der Firma nach Möglichkeit beseitigt werden soll. Lerlin und Umgegend. Zur Lohnbewegung der Dachdecker-Hilfsarbeiter. Die Forde- rungen der Arbeiter sind weiter unterschriftlich anerkannt worden von folgenden Firmen: H. Hausmann, Kl. Andreasstr. b; F. W. Neutze, Mommsenstr. 2; Paul Kleinke, Junkerslr. 3, und Karl Gierlh� Droysenstraße. Den Vertrag haben bis jetzt 20 Arbeitgeber — darunter die Inhaber der größten Firmen— mit zirka 200 beschäftigten Kollegen unterzeichnet. Im Ausstand befinden sich zurzeit die Kollegen von Ernst Pfeifer, Franksurter Allee 100, und Hugo Weidlich, Livländische Str. 3. Herr Weidlich hatte der Organisations- leitung den unterschnebene» Vertrag bereits zugeschickt, aber noch folgende Sonderbestinunung verlangt:„Ungeübte Hilfsarbeiter, welche nicht im Verband sind, werden von uns nach ihren Leistungen bezahlt, gleichzeitig Asphalteure." Hierdurch ist der Vertrag für uns imannebrnbar geworden. Nun hat Herr Weidlich in der„Margenpost" nach iniorganisierten Arbeitern annonciert. Herr Weidlich hat die Ausführung der Dachdeckerarbeiten auf den Neubauten Bürkuerstraße und Kottbuser Damm 3 übernommen. Am»loilbuser Damm lagert das Material schon mehrere Tage vor dem Bauzaun auf dem Bürger steig und bildet in dieser belebten Gegend ein Verkehrshindernis, das Herr v. Jagow nicht entfernt. Zentralverband der Dachdecker, Berlin. Milchkönig Bolle. Bei Bolle hatten dieser Tage auf spontanen Beschluß hin zirka 240 Milchjnngen und eine Anzahl Mädchen einmütig die Arbeit niedergelegt, Grund genug für die Polizei, sofort alle„Maßnahmen" zu ergreifen, um die hinter dem Streik der Bollejungen lauernde Hydra der Revolution gleich im Keime zu ersticken. Bürgerliche Blätter wußten wahre„Tatarenachrichten" zu verbreiten von „Demonstrationszügen" der streikenden jungen Leute und Polizei- oltaeken gegen dieselben. Wenn man in der letzten Zeit gegen der- Berantw.Redakt.: Carl Mermuth, Berlin-Rixdorf. Inserate verantw� artige schreckliche Schauergeschichten nicht schon abgestumpft wäre, dann könnte man sich versucht fühlen, daran zu glauben. Tatsächlich war denn auch die Polizei gestern früh vor 4 Uhr schon auf den Beinen, um das Königreich Volles zu schützen und schirmen. „Noch harrte im heimlichen Dämmerlicht die Welt dem Morgen ent- gegen, noch erwachte die Erde vom Schlummer nichr, da begann sich- im— kleinen Tiergarten zu regen." Die Polizei war in großer Stärke angerückt, ihres Amtes zu walten und das dreimal geheiligte Kapital zu schützen. Müttter oder Väter, die mit ihren Jungen an- kamen, um sie Bolle auszuliefern, wurden mit größter Bereitwilligkeit durchgelassen. Wehe aber, wenn sich eine jugendliche verdächtige Gestalt sehen ließ---„daß Dich ein--- 1"— denn das schrecklichste der Schrecken, das ist die Polizei in ihrem Wahn. Aber auch die Wohltätigkeitsfirma Bolle war nicht untätig, wie folgendes Schreiben vom 6. d. M. zeigt: P. P. Ihr Sohn ist heute morgen nicht zur Arbeit gekommen. Da ich annehme, daß er von feiten einer kleineren Anzahl ausständiger Mitfahrer hieran verhindert ist, bitte ich Sie freundlichst, in den nächsten Tagen dafür Sorge zu tragen, daß er zur Arbeit erscheint, und ihn evtl. unter sicherem Geleit in die Nähe der Meierei zu bringen, damit er von dem Antritt der Arbeit nicht verhindert werden kann. Hochachtungsvoll C. Bolle. Wie fürsorglich ist doch die gute Firma I Statt in ihrem Be- triebe solche Lohn- und Arbeitsbedingungen zu schaffen, daß die Leute von selbst bleiben bezw. wiederkehren, müssen Polizei und Eltern helfen, die widerspenstigen Arbeitsburschen wieder zu den Fleischtöpfen Balles zu treiben. Und wie immer, wenn die Jnter- essen des Kapitals auf dem Spiele stehen, nimmt sich die bürger- liche Presse der Firma rührend an. Nein, der arme Bolle kann tvirklich, wirklich, beim besten Willen nicht, eine Zulage und jede dritte Woche einen freien Sonntag gewähren. Es ist auch wirklich nicht nötig, denn daS Bollesche Personal lebt jetzt schon ivie im Paradies. 9 bis 13 Mark erhalten diese jungen Leute von 14—18 Jahren, nebenbei gibt es Bibelstnnden, Betriebsgottesdienste gratis— wenn das nicht zieht--- 1 Und trotzdem besitzen die jngend- lichen Arbeiter die Frivolität und verlassen den gottbegnadeten Be- trieb. Selbst der Bollesche Hansgeistliche(für was alles haben sich die Diener der Kirche nicht schon gebrauchen lassen) hat es nicht vermocht, den modernen Geist von dem Reiche Volles fernzuhalten. Folgende charakteristischen Gepflogenheiten aus dem Bollebetrieb teilt das Zentralorgan der Handels- und Transportarbeiter, der „C ourier", noch'mit: „Wenn alle verzweifeln, die erleuchtete Leitung des Sahnen- Importeurs hat einen Ausweg gefunden. Ein Genie ver- zweifelt nie. Es bekommt jeder Bolle-Mitfahrer 4 M. Entschädigung(der Pferdehändler sagt Koppelgeld), wenn er(der Mitfahrer) einen jungen Mitfahrer der Filiale oder dem Hauptgeschäft überweist. Aber das Geld wird erst nach vier Wochen ausgezahlt, da es den meisten so gut gefällt, daß sie vor dieser Zeit verduften. Die Vor- ficht ist also am Platze. Unser vorsichtiger Geschäftsmann, Dr. Bolle, hatte erst 2 M. Agenturgebühr geboten, doch scheint das Renommee der Firma stärker wie die 2 M. gewesen zu sein; daruin jetzt 4 M. Wir können dieses Elend nicht mehr mitansehen; wenn jemand wie Freund Volle, Stück für Stück von seinen Idealen zerfallen sieht, so muß den Menschen die Verzweiflung packen. Vertagt doch selbst der Nachweis Mühlenstraße, oder ist der auch bereits tot? Aber wir helfen:„Unser Nachweis liefert selbst der Firma Bolle, auf Wunsch auch ohne Zopfgeld. SO bis 100 Jugendliche zum sozial- demokratischen Lohne von IS bis 20 M. Wir haben zum Schluß den frommen Wunsch, daß die Zeit nicht mehr fern ist. daß es dank unserer Aufklärung gelingt, die Agenturgebühr des Dr. Bolle auf 101 M. zu erhöhen. Daher richten ivir an unsere Kollegen das erneute Ersuchen, unserem Arbeitsnachweis jeden Jugendlichen im Alter von 14 Jahren und mehr zuzuführen. Hunderte von angebotenen Stellen für Jugendliche haben wir im letzten und diesen Monat wegen Mangel an Kräften gar nicht besetzen können. Während also der Arbeitsnachweis der Berliner Scharfmacher gänzlich versagt, kann unser Nachweis gar nicht genug Jugendliche zu anständigen Löhnen auftreiben. Das find die Erfolge der Bolleschen Scharfmacherei. Armer Bolle!" Achtung, Metallarbeiter! Die Sperre über die Motorabteilung des Blockwerks der Firma Siemens u. Halske am Nonnendamm ist hiermit aufgehoben. Deutscher Metallarbeiterverband. Ortsverwaltung Berlin. Zur Lohnbewegung der Holzbildhauer. Die Holzbildhauer waren am Freitag im Restaurant„Alhambra" abermals versammelt, um den Bericht der Kommission über den Stand der Lohnbewegung entgegenzunehmen. Aßmann berichtete über die letzten Verhandlungen mit den Vertretern der Arbeitgeber- schaft, denen am Donnerstag die Beschlüsse der Versammlung vom letzten Montag unterbreitet worden waren. Diese Beschlüsse gipfelten bekanntlich in der Ablehnung einer Sprozentigen Lohn- erhöhung bei einer vertraglichen Bindung auf 2>/z Jahre, welche von den Arbeitgebern bei den vorhergehenden Verhandlungen als Bedingung gestellt worden war. Bei den letzten Verhandlungen ließen die'Arbeitgebervertreter diese Bedingung fallen. Nach längeren Auseinandersetzungen kam folgendes Protokoll zustande: „Vorbehaltlich der Zustimmung der Auftraggeber wird ge- nehmigt: 1. Eine Sprozentige Erhöhung der Löhne vom 10. Ok- tober ab. 2. Die Parteien sind einverstanden: daß eine paritätische Fachkommission von je drei Personen zu wählen ist, die alle Streitigkeilen zu regeln hat, welche auS Differenzen zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern entstehen und nicht so zur Schlichtung gelangen. Außerdem sollen dieser Kommission überwiesen werden die Streitigkeiten, welche durch Heimarbeit und Zwischenmeister- Wesen entstehen, sowie auch die Frage der seit dem 14. Februar 1910 vorweg genommenen Lohnerhöhungen. 3. Die vorhandenen Ar- beitSvennittelungen bleiben bestehen. 4. Für Arbeiten außerhalb der Werkstatt, die über einen Kilometer entfernt sind, wird ein Aufschlag von 6 Pf. pro Stunde und bei Arbeiten auf dem Bau bei jeder Entfernung ein Aufschlag von 10 Pf. pro Stunde gezahlt. Fahrgeld wird vergütet. S. Die Versicherung des Werkzeugs in der Werkstall gegen Feuer und Einbruchsdiebstahl wird genehmigt. — Die Zustimmung ist möglichst bis Donnerstag, den 13. Oktober, zu geben." Im Hinblick auf die Dauer einer diesem Protokoll entsprechenden Abmachung wurde nach den Wünsche» der Gehilfenvertreter nichts festgestellt. Die Vertreter der Arbeitgeber begnügten sich mit der Erklärung der Gehilfenkommission, daß bei kommenden allgemeinen Lohnbewegungen den zuständigen Arbeitgebeerorganisationen die For- derungen zum Zwecke von Verhandlungen unterbreitet werden würden, so wie es diesmal geschehen ist. Die Diskussion gestaltete sich zu einer recht eingehenden und lebhaften. Verschiedene Redner erklärten sich energisch gegen die Annahme der jetzigen Vorschläge, weil die Zugeständnisse zu gering seien, und verlangten de» Kampf namentlich für eine zehnprozentige Lohnerhöhung. Aber auch die anderen Redner waren nicht be- friedigt, jedoch rieten sie zur Annahme aus ZioeckinäßigkeitSgründen. In geheimer Abstimmung stimmten 340 für d i e Ä n n a h m e der Borschläge und 97 dagegen. Sieben Stimmen waren ungüllig. Jetzt kommt eS darauf an, ob die Arbeitgeberorganisationen ebenfalls zilstiurmen. Die notwendigen Bekanntmachungen werden sofort im„Vorwärts" erfolgen. Die Tarifbewegung der Etuisarbeiter hat nun doch einen friedlichen Verlauf genommen. Der Schieds« spruch des EinigungsamtS wurde von der am Montag tagenden Versammlung der Fabrikanten ebenfalls angenommen, nachdem die Arbeiterschaft schon am letzten Sonntag demselben zugestimmt hatte. Am Mittwoch darauf fanden die Verhandlungen der beider- seitigen Vertreter über die vom Schiedsspruch nicht berührten Streitpunkte statt, in denen die Arbeitgeber einige weitere Zu- geständnisse machten. Bezüglich der am I.Oktober 1912 eintretenden Arbeitszeitverkürzung von S3 auf 52 Stunden wurde einem Wunsche der Arbeiter stattgegeben; die Arbeit wird künftig auch Montags nur 8 Stunden währen, und zwar so, daß sie um eine Stunde früher endet wie an den übrigen Tagen. Damit die wöchentliche Lohnrate bei den zu Miniinallöhnen beschäftigte» Arbeitern durch die Arbeits- zeitverkürzung nicht beeinträchtigt wird, werden die Miniinallöhne vom 1. Oktober 1912 ab um einen weiteren Pfennig pro Stunde erhöht, und zwar für Etnisarbeiter von 50 Pf. auf 57 Pf., für Tischler und Kartuschstecher von 59 Pf. auf 00 Pf. und für Arbeiterinnen von 37 Pf. auf 38 Pf. pro Stunde. Alsdann wurde von den Arbeitgebern eine Erhöhung der Mindest- löbne für Arbeiter im ersten Jahre nach der Lehrzeit zugestanden, und soll der Lohn für ausgelernte Etuisarbeiter ani 1. Oktober 1910 von 43 auf 45 und am 1. Oktober 1912 auf 46 Pf. erhöht werden; in der gleichen Weise steigen die Löhne der ausgelernten Tischler von 45 auf 48 Pf. Die Anfangslöhne der Arbeiterinnen werden vom 1. Oktober 1910 um 2 bis 3 Pf. pro Stunde erhöht. Bei Montagearbeiten soll künftig, wenn sie mehr als zwei Stunden in Anspruch nimmt, ein Zuschlag von 15 Pf. pro Stunde gezahlt werden anstatt wie bisher von der fünften Stunde ob 15 Proz. In Werkstätten, in denen günstigere Arbeitsbedingungen bisher bestanden, wie die Bezahlung der Feiertage, höhere Montagezuschläge u. dergl. sollen diese Vergünstigungen den Arbeitern auch fernerhin gewährt werden. Heiß gestritten wurde bei den Verhandlungen um die von der Arbeiterschaft verlangte weitere Einschränkung der Zahl der aus- zubildenden Lehrlinge; schließlich wurde aber doch noch der Vor- schlag der Arbeiter von den Fabrikanten aiigenomnien.� Danach sollen künftig zwei Lehrlinge nur in Betrieben mit mindestens fünf Gehilfen, drei in solchen mit 10 und vier in Betrieben mit min- bestens 20 Gehilfen ausgebildet werden. Mehr als vier Lehrlinge dürfen in einem Betriebe nicht gehalten werden. Ganz entschieden weigertensfich jedoch die Arbeitgeber, die Arbeits- vermittelung paritätisch zu regeln. Die paritätischen Arbeisnachweise bedeuten, wie der Generalsekretär R a s s e sagte, den Ruin der Industrie. Die Arbeitgeber anderer Gewerbe feufzen schwer unter dem Joche dieser Arbeitsnachweise, unter das man sie gezwungen habe. Es soll auch künftig den Arbeitgebern freistehen, ihre Arbeitskräfte zu beziehen, von wo sie wollen. Bei künftigen Verhandlungen über Vertragserneuerungen soll, wenn eine Verständigung der Parteien nicht möglich ist, gleich das Einignngsamt angerufen werden, da sich die Schlichtungskommission hierbei noch nie bewährt hat. Mit diesem Ergebnis der Verhandlungen erklärte sich eine am Freitag im Gewerkschaftshause tagende Versammlung der Etuisarbeiter und Arbeiterinnen einverstanden und beauftragte ihre Organisations- leitung, den Vertrag abzuschließen. Mit der Frage der Arbeits- vermittelung sollen sich zunächst die Vranchenleitung und Betriebs- Vertrauensleute eingehend beschäftigen und ihre Vorschläge einer späteren Versammlung unterbreiten. Oeurlcbes Reich. Terrorismus mit Hilfe des Bürgerlichen Gesetzbuches! Mit welchen Mitteln daS Unternehmertum arbeitet, zeigt ein Revers, den die Deutsche Waffen- und Munitions« fabrik in Karlsruhe i. B. ihren Arbeitern und Arbeiterinnen vor einige» Tagen zur Beantwortung bezw. Unterschrist vorgelegt hat. In dem Revers heißt es: „Der Unterzeichnete bescheinigt hiermit wahrheitsgemäß, daß er keiner Organisation angehört bezw. während der letzten drei Monate angehört hat, dem... als Mitglied angehört. dlL. Es wird darauf aufmerksam gemacht, daß unwahre Angaben nach den Bestimmungen des Bürgerlichen Gesetzbuches strafbar sind." Schade nur, daß die Finna ganz vergessen hat, die Paragraphen anzuführen, die der Arbeiter verletzt, wenn er es ablehnt, dem Unternehmer über die Zugehörigkeit einer Gewerkschaft Mitteilung zu machen. Von Rechts wegen müßte sich sofort ein Staatsanwalt der Sache annehmen und der Deutschen Waffen« und Munitions» fabrik die Nötigungsklage an den Hals hängen. Aber die Finna braucht keine Angst zu haben, daß das geschieht. Messerarbeiterstreik. Bei der Firma Gebr. Nückels, Rasiermcsserfabrik in Merscheid bei Solingen, haben samt- liche Rasiermesserschleifer und Pließter die Kündigung eingereicht. Die Rasiermcsserarbeiter aller Berufe werden ersucht, jedes Ar- beitsangebot von der Firma strikte zurückzuweisen. Die Kündi. gungen erfolgten wegen Lohndifferenzen und ständigen Maßrege» lungen von organisierten Arbeitern. I*ctzU Nachrichten« Weitere Meldungen aus Portugal. Lissabon, 8. Oktober. Die Mitglieder des militärischen Gefolges des Königs haben dem Kriegsministerium Krank» Meldungen eingereicht.— Bei dem Angriff aus das Jesuiten» kloster QuelHaes, das die englische Flagge gehißt hatte, wurde ein Priester getötet; eine Anzahl als Bauern verkleidete Mönche wurden gefangen geuommen. Aus allen Kolonien sind Telegramme hier eingelaufen, nach denen diese sich für die Republik erklären._ Der spanische Gesandte bei Dr. Braga. Madrid, 8. Oktober.(„Preß-Telegraph".) Der Besuch des spanischen Gesandten in Lissabon beim provisorischen Präsidenten Dr. Braga wird hier lebhaft erörtert. Der spanische Gesandte ist der erste Vertreter einer europäischen Großmacht gewesen, der die neue Regierung in seiner Amts- tracht offiziell aufsuchte. Die Besprechung des Gesandten mit Dr. Braga drehte sich jedoch nicht um die Anerkennung der Republik. Ter frühere spanische Offizier Nobles, der seit Jahren bei der portugiesischen Munizipalgarde stand, soll von den Republikanern wegen seines Widerstandes zum Tode per- urteilt worden sein. Die Aushebung dieses Todesurteils suchte der Gesandte zu erwirken� Zur Lage in Mazedonien. Saloniki, 8. Oktober.(W. T. B.) Eine zwanzig Mann starke serbische Bande hat das Dorf JSlam Klarnitza bei Sienitza überfallen und das HauS des mohammedanischen Dorfältesten mit den Scheunen niedergebrannt. Ferner wurde festgestellt, daß in jener Gegend eine hundert Mann starke Bande aufgetaucht ist. welche in verschiedene Gruppen geteilt ist und aus Serben und einheimischen Christen besteht. Die Verfolgung der Bande durch Truppen ist eingeleitet. Die Verhängung des BelagerungS» zustandes über Saloniki zum Zweck der Durchführung der zwangs- weisen Entwaffnung und zur Vornahme von Haussuchungen ist beschlossen. Im Gebiete von Jenielza und Vodena ist die Ent» waffnung durchgeführt. Ueber Karaelschaowo ist der Belagerungs- zustand verhängt._ Der Waldbrand in Nordamerika. Winnipcg, 8. Oktober.(W. T. B.) Außer dem Dorfe Beandette ist auch die Ortschaft Cpooner durch den Wald- brand in Minnesota zerstört worden. Viele Personen sind umgekommen. Verbrannte Leichen liegen längs der Bahn- linie. Der Schaden beträgt mehrere Millionen Dollars. (Siehe auch„Aus aller Welt".)___ Hierzu 5 Beilagen. ktz. Glocke, Berlin. Dk»ck u.VerIag:VorwärtsBuchdr.u.BerlagsanftalI Paul Singer Sc Co., Berlin LV. i,.237. 27. i KejiM heg Lsmiirts"§n\\m fülbHiitt. ©Molitt 1910. All! der Reicf)$verfi(l)crung$ordnun9S" KommiiiioD. Sitzung vom Sonnabend, den 8. Oktober. Ueber das Heilverfahren der Jnvaliden-VersicheriingZanstallcn fand heute noch eine sehr aus- gedehnte Aussprache statt. Schließlich wurde der Antrag der Sozialdemokraten abgelehnt, daß die Versicherungsanstalten ein Heilverfahren einleiten müssen, wenn es zur Abwendung einer drohenden Invalidität ersorderlich erscheint und der Versicherte es beanttagt. Fiir den Antrag stimmten nur die Sozialdemo- traten und der Pol e. Gegen den neu beantragten Zwang für die verheirateten Versicherten, sich auf Verfügung der Versicherungsanstalten in eine Heilanstalt zu begeben. erklärten sich die Sozialdemokraten, weil die Unterstützung für die Familie des Versicherten zu gering sei. Die Unterstützung soll betragen 1/t de» Ortslohncs, wenn der Versicherte keiner Krankenkasse angehört und in den anderen Fällen ein Viertel des Grundlohnes. Die Sozialdemokraten beantragten, daß die Unterstützung für die Familie der Versicherten mit mehreren Kindern unter 14 Jahren auf je 20 P r o z. des Orts- oder Grund- lohneS für die Frau und jedes Kind, höchsten? aber bis auf den vollen Betrag des OrtS- oder Grundlohnes erhöht werde. Die Sozialdemokraten forderten ferner, daß zuerst über die Er- höhung der Unterstützung abgestimmt werde, weil sie nach Ab- lehnung der Erhöhung gegen den Zwang für die Verheirateten, sich in die Heilanstalt zu begeben, stinmien würden. Die Erhöhung der Familienunterstützung wurde gegen die Stimmen der Sozialdemokraten und deS Polen ab- gelehnt. Darauf wurde aber auch die neue vorgeschlagene Be- stimmung gestrichen, so daß auch in Zuknuft der Verheiratete sich nach seinem eigenen Ermessen entscheiden kann, ob er sich in die Heilanstalt begibt oder nicht. Allgemeine Maßnahmen zur Verhütung vorzeitiger Invalidität. Die Sozialdemokraten hatten weiter einen Zusatz be- atittagt, nach dem die Versicherungsanstalten Mittel aufwenden können, um allgemeine Maßnahmen zur Verhütung des Eintritts vorzeitiger Invalidität unter den Versicherten und zur Hebung der gesundheitlichen Verhältnisie der versicherungspflichtigen Bevölkerung zu fördern oder durchzuführen. Der Antrag wurde wiederum gegen die Stimmen der Sozialdemokraten und des P o k e n abgelehnt. Sachleistung statt Renten. Gemeinden oder Gemeindeverbände können mit Genehmigung der höheren Verwaltungsbehörde statutarisch bestimmen, daß Renten bis zu zwei Drittel nicht bar gezahlt, sondern in Sachen gewährt werden. Dies gilt nur für die Reuten- empfänger, die im Bezirke wohnen, wenn sie oder ihre Ernährer dort als landwirtschaftliche Arbeiter nach OrtSgebrauch ganz oder teilweise in Sachen gelohnt worden sind. Aus Antrag der Sozialdemokraten wurde hinzu- gefügt, daß auch der Bezugsberechtigte seine Zustimmung zu der Sachleistung geben muß. Erlöschen der Anwartschaft. Räch der Vorlage soll die Anwartschaft auf die Renten er- löschen, wenn während zweier Kalenderjahre weniger al» zwanzig Wochenbeilräge auf Grund der BersicherungSpflicht oder der Weitcrversicherung entrichtet worden sind.(Nach dem geltenden Gesetz erlischt die Anwartschast in zwei Jahren nach dem AuS- stellungstag, der auf der Quittungskarte steht.) Die Kommission nahm diese alte Fassung in die Borlage hinüber. Sie sügte aber auf Anregung der Sozialdemokraten hinzu, daß dann, wenn der Arbeitgeber die Ouittungskarte im Besitze hat, er die Karte mindestens eine Woche vor Ablauf der zwei Jahre dem Versicherten zurückzugeben oder sie umtauschen und die Bescheinigung dem Versicherten aushändigen muß. Nächste Sitzung Dienstag. » Berichtigung. Zu dem Bericht über die Sitzung am Donnerstag muß noch nachgetragen werden, daß das Zentrum die Resolution bezüglich der Versicherungspflicht der H a u S i n d u st r i e l l e n erst eingebracht hat, nachdem es einen Abschwächungsantrag zu dem Antrage der Sozialdemokraten gestellt und sich die Aussichtslosigkeit auch dieses Antrages gezeigt hatte. Alo steckt der Dichter? Zu den hübschesten Erinnerungen meiner Kindheit gehören die geheimnisvollen Bildchen, auf denen man einen seltsamen Wald sah oder einen Wasserfall oder eine Bergschlucht mit der Frage oarunter:„Wo steckt die Großmutter?" oder:„Wo steckt der Löwe?" oder:„Wo steckt Napoleon?" oder: Wo steckt der König von Portugal?" Und dann suchten die Kinderaugen mit Geduld und Energie, um in dem Wirrwarr von Baumzweigen, Kirch türmen, sich schlängelnden Pfaden, rinnenden Bächlein und was sich sonst noch auf so einem Bildchen befand, die Großmutter, den Löwen oder Napoleon zu entdecken. Man drehte das Blättchen in den Händen, betrachtete es von unten, von oben, wandte es um, und wenn man dann ein intelligenter Racker war oder der Zufall einen unterstützte, fand man die Nase der Großmutter, den Schwanz des Löwen, den Dreispitz Napoleons. Heute meine ich. daß die ganze Gesellschaft so ein Bildchen mit einem Rebus darstellt und daß inmitten des GewirrS gefragt wird:„Wo steckt der Dichter?" Wenn ich Zeichner wäre und so einen kleinen Stich mit der Unterschrift:„Wo steckt der Dichter?" zu entwerfen hätte, würde ich den großen Kindern, die im Auflösen solcher Charaden ihr Vergnügen finden, keine verwickelte Zu- sammenstellung von Aesten, Wasser und Bergen vorsetzen, sondern ein Durcheinander von Körpern und Köpfen, den Schmerbauch des Zensors, das Haupt des Theaterdirektors, die Köpfe von zwei, drei Dramaturgen, den Kopf des ersten und zweiten Regisseurs, vielleicht ein Dutzend Köpfe von Schauspielern und das besorgte Antlitz des Thcaterkassierers. Und wundern sollte es mich, wenn dann der intelligenteste Bursche von heute zwischen den Köpfen. AUgen, Ohren und Lippen so Vieler den.... Dichter herausfände! Ich komme zu dieser gemütvollen Plauderei, nachdem ich inner- halb vierzehn Tagen fünf Erstaufführungen beigewohnt habe. Fünf Aufführungen, die mit noch einmal in der Theorie, wie ich das am 14. August schon an dieser Stelle ausführte, über die Theaterkunst nachdenken ließen. Ist es in unserem Zeitalter möglich, fragte ich mich, daß ein Dichter für die Bühne dichtet, sowie er zu dichten wünscht? Und ich lächelte. Nehmen wir mal de» Fall an, die Arbeit eines Dichters T. !ei durch einen Theaterdirektor angenommen, und dieser mit einer Familie von dieser Arbeit finanziell abhängig. Dann trägt sich mit der Dichtung bereits vor der Erstaufführung folgen- des zu: A. Der Zensor streicht das ganze Stück, wenn der Dichter zu„sozial" in seiner Zeit lebt, oder streicht die Teile oder die Sätze, die ihm für die derzeitige Regierung von Gottesgnaden zu gefährlich erscheinen. B. Der Thoaterdirektor, erleuchtet durch die impotenten Men- schen, die den Ehrennamen Dramaturg führen, streicht, ändert,� Hus der Partei. Die Organisationen zum Parteitag. Nürnberg. In einer zweiten Versammlung des sozialdemokratischen Ver- eins Nürnberg- Altdorf wurden am Donnerstagabend die Debatten über den Parteitag und die Budgetfrage zu Ende ge- führt. Die Versammlung war noch stärker besucht, als die vorige Woche vertagte, es waren ungefähr 1200 bis 1300 Personen an- wcscnd. Vor Eintritt in die Verhandlungen gab Genosse Süß- h e i m gegenüber umlaufenden und auch durch die bürgerliche Presse verbreiteten Gerüchten, als ob die Opposition in der Budgetfrage beabsichtige, den Genossen Südekum aus seinem Rcichstagsmandat zu verdrängen und dafür den Genossen Süßheim auf den Schild zu heben, die Erklärung ab, daß kein Mensch an solches denke; auch wies er es als Verdächtigung zurück, daß er mit der Absen- dung eines Telegramms von 40 Parteigenossen an den Parteitag, worin dem Genossen Südekum wegen seiner Haltung in der Budgetdebatte Mißbilligung ausgesprochen wird, etwas zu tun habe. Den Gegenstand der Debatten in beiden Versammlungen bil- dcte lediglich die Budgetfrage und die verschiedene Haltung der Nürnberger Delegierten auf dem Parteitage. Während Süßheim für die Vorstandsresolution im vollen Umfange stimmte und auch bei dem Verschärfungöantrage zu der Mehrheil gehörte, lehnten vier andere Delegierte den ersten Absatz der Vorstandsresolution ab, sie stimmten dagegen für den zweiten. Die Genossin Grimberg dagegen stimmte überhaupt gegen beide Absätze. Bei der Abstim- mung über den Zusatzantrag Haase verließen die Nürnberger Delegierten mit Ausnahme Süßheims mit der Minderheit den Saal. In der Donnerstagsversammlung trat als erster Redner Genosse K n ö ck l e i n auf, der sich rückhaltlos für die Minderheit erklärte und der bereits vorliegenden Resolution Schncppenhorst, worin das Einverständnis mit den Beschlüssen des Parteitags, ins- besondere mit dem Budgetbeschluß erklärt wird, eine andere Resolution entgegensetzte, die sich im allgemeinen mit den Magdeburger Beschlüssen einverstanden er- klärt, aber bedauert, daß der Antrag auf Einrichtung einer Studienkommission abgelehnt wurde, da die Budgetfrage noch keineswegs als geklärt angesehen werden könne. Genosse König verlaß unter stürmischen Unterbrechungen und Mißfallenskundgebungen ein Zirkular, das in den Schuckert- loerken verbreitet wurde und zum Besuch der Parteiversammlung auf- fordert, da ein kleiner Teil der Mitglieder versuche, dieEinigkeitderParteizusprengen. Es heißt dann: „Wir verweisen nur auf das Telegramm, das diese kleine Gruppe im Namen der Nürnberger Parteigenossen an den Parteitag ge- schickt hat. Wollt ihr, daß solche skandalöse Dinge unterbleiben, dann kommt alle und verwahrt euch gegen solche Machinationen. Die Vertrauensleute." Redner meint, die Macher hätten wenigstens den Mut haben sollen, ihren Namen zu unterzeichnen, so aber wisse man nicht, seien es die Vertrauensleute der Partei oder der Schuckertwerkstätten. Er erklärt, daß man einem Klasscnstaat, der Dinge, wie die Vorgänge in Moabit, den Armeebefehl des Generals Bissing usw. zeitige, nie und nimmer ein Budget bewilligen dürfe, wodurch es ihm ermöglicht sei, seine Klassenherrschaft aufrecht zu erhalten. Weiter polemisiert er gegen die Ausführungen Sude- kums in der letzten Versammlung. Genosse F e n tz meinte, man solle von dem Unfug abkommen, die Parteigenossen in Revisionisten und Radikale zu scheiden und diese Worte sozusagen zu Schimpfworten zu machen. Die Partei- gesetze und die Disziplin müssen aufrecht erhalten bleiben, man arf sie nicht durch eine Handvoll Leute verletzen lassen, die sich klüger dünken wie das Gros des sozialdemokratischen Heeres. Man darf nicht die kleinen Diebe aufhängen und die großen laufen lassen. Redner bestreitet entschieden, daß durch die badischen Verhältnisse die Budgctbewilligung irgendwie gerechtfertigt sei. Es war ein mit Vorbedacht geübter Disziplinbruch, der schärfere Maßregeln erforderte, um so mehr als Frank die Mehrheit durch sein höhnisches Verhalten hierzu geradezu aufforderte. Das Telegramm der 40 an den Parteitag ist zu bedauern; gewiß hat Südekum so manches- mal in Nürnberg oder Erlangen anders gesprochen, als in Berlin oder Magdeburg, aber diesen Widerspruch aufzuklären, sei Sache der Parteivcrsanimlungen, nicht Privatsache einzelner Genossen. Südekums Ausführungen in der letzten Parteiversammlung sind nicht das Reisegeld wert. Genosse Dräger geht ebenfalls entschieden gegen die Süd- deutschen vor und verteidigt das Verhalten der Partcitagsmehrheit; ferner verlangt er, daß Südekum einmal sich für Nürnberg mehr mildert, denkt an den Geschmack des Publikums, das sich amüsieren will und dafür bezahlt. C. Bei den Proben gestaltet, wenn auch nicht mit plötzlichem Ruck, so doch nach und nach der Regisseur den Text um, oder irgend ein Schauspieler von Ruf, der sich mit seiner Rolle nicht einigen kann, beksmmt es ebenfalls fertig, zu streichen. v. Weil die wenigen wirklich guten Bühnenkräfte in einer Stadt wie Berlin über viele Theater zerstreut sind, muß der Dichter sich mit Auffassungen begnügen, die keineswegs mit seiner Phantasie übereinstimmen. E. Sind alle diese sogenannten„technischen" Schwierigkeiten, nach gewalttätiger Knetung für den gängigen Geschmack, über- wunden, ist es endlich zur Premiere gekommen, dann wird der Theaterkassierer zur höchsten Instanz. Denn die Theaterkasse zeigt den Stand der öffentlichen Zustimmung an. wie der Wassermesser den Wasserstand an den Meeresschlcuscn. Wenn Uneingeweihte glauben, daß das unter A. B. C. D. Angedeutete eine Ausnahme wäre, daß kein Dichter sich das Hineinpfuschen der Theaterdirektion, der Dramaturgen, Re- gisscure, Schauspieler usw.„gefallen ließe", daß ein wirk- lich„charaktervoller" Dichter lieber seine„Schöpfung" zurück- zieht— wenn Uneingeweihte das glauben, dann irren sie sich sehr. Bei vielen Autoren bricht die Eitelkeit, überhaupt aufgeführt zu werden, allen Widerstand— bei den meisten ist es ein Ringen um das tägliche Brot. Ich rede hier natürlich nicht von den Erfolgsfirmcn, Leuten mit mehr oder weniger Talent, doch mit keiner anderen Absicht, als dem Publikum einen„angenehmen, recht amüsanten Abend" zu bereiten— ich rede von den ernsten Männern, die sich selbst zu geben trachten und ihr Ziel nicht durch Clownshaltung zu erstreben suchen. Nun wohlan, keiner dieser letzteren dichtet allein. In jedem Theater dichten der Direktor, die Dramaturgen, der Theaterkassiercr mit. Es ist eine spaßige Lüge, wenn auf dem Theaterzettel steht: Drama in drei Akten von T. In Björnson wird gestrichen, was sich für die betreffende Bühne nicht eignet! Berlin hat z. B. bisher nie das wirkliche: „Ueber unsre Kraft. II. Teil" gesehen. Shakespeare, der seinen Proben nicht beiwohnt, wird modernisiert. Und ein Reinhardt oder ein Holländer„dichten", wenn nicht in den Text, so doch mit und ohne Pietät in die Shakespearesche Phantasie hinein, um den Toten„lebendig" zu erhalten. Bei den Autoren von heute werden weniger Umstände gemacht. M«x Halbes Jugend sah, als das Manuskript vor Jahren bei einer Thcaterdirektion eingereicht wurde, wesentlich anders aus als nach der Premiere. Dutzende impotenter Finger wirtschafteten darin herum, ehe die„Jugend" aufgeführt wuroe. In Fuldas„D u m m k o p f", in Wcdekinds Arbeit und um wieviel mehr erst in den Produkten von Anfängern haben unzählige Zensoren gehaust: der Polizeizensor, der Zensor „mit der jahrelangen Bühnenerfahrung", der Zensor,„der das Publikum kennt", der Zensor der Theaterkasse, der da weiß, was die bezahlende Bourgeoisie haben will oder nicht usw._ Wo steckt der Dichter? In seinem Arbeitszimmer, wo er über Zeit nehme, um deutlicher auszudrücken, wie er über die Budget- frage denkt. Genossin Grünberg greift Süßheim scharf an, weil er über den Parteitag in unerhört einseitiger Weise berichtet habe, was lärmende Unterbrechungen hervorruft. Sie verteidigt das Verhalten der badischen Abgeordneten und verweist auf die Er- folge, die sie errungen hätten. Wenn einmal in: preußischen Landtage solche Errungenschaften zu verzeichnen wären, würden die Berliner Genossen glauben, schon mit einem Fuß im Zukunfts- staat zu stehen. Heute sei Berlin ausschlaggebend auf den Partei- tagen. Groß-Berlin habe 08 Delegierte entsendet, ganz Süd- deutschland 72. Sie polemisiert weiter gegen Süßheim, weil er den Zusatzantrag Zuheil unterschrieben, den Antrag auf Ein- setzung einer Studicnkommission bekämpft und bei der Vorstands- resolution von den Nürnberger Delegierten ganz allein für den Knebelungssatz gestimmt habe. Dann rechtfertigt sie, immer von heftigem Widerspruch und teilweisem Beifall unterbrochen, ihre eigene Abstimmung gegen die Resolution, weil es nicht richtig sei. daß die Badenser bewußt die Disziplin gebrochen hätten. Rössing tritt ebenfalls für die Badenser ein und wendet sich gegen Zubeil, der auf den Berliner Geldsack gepocht habe. Es sei nicht Zubcils Verdienst, daß die Berliner Wahlkreise so groß seien; da sei es eine Kleinigkeit, Geld zusammenzubringen. Die Tätigkeit der Wahlkreise könne nur nach dem Verhältnis zwischen Wählerzahl und organisierten Mitgliedern beurteilt werden, und da weise Berlin nur einen Prozentsatz von 25, Nordbahern mit seinen großen Agrarbezirken dagegen einen solchen von 34 auf. Es gibt Situationen, wo man sich über Parteibeschlüsse hinweg- setzen muß. Er bittet zum Schluß, angesichts der kommenden Wahlen die Kräfte gegen die Gegner zu konzentrieren, keine Er» bitterung in den eigenen Reihen zu schaffen und daher überhaupt jede Resolution abzulehnen. Müller bekennt sich als Anhänger der Vudgetbewilligung, erklärt aber, daß für die Badenser keine Notwendigkeit vorlag, das Budget anzunehmen, sonst hätten sie nicht 24 stunden vorher die entgegengesetzte Absicht haben können. Doch sei da? Vorgehen der Mehrheit ungerechtfertigt, die Sache hätte sich auch harmonisch ausgleichen lassen, die Ausführungen Franks seien keine Provo- kation gewesen. Süßheim habe als Berichterstatter an die Leiden- schasten appelliert. Regenfuß verurteilt da? Verhalten der Badenser und be- tont die Notwendigkeit der Disziplin. Wer sich den Beschlüssen nicht fügen will, der weiß, wo der Zimmermann das Loch ge- lassen hat. Landtagsabgeordneter Roßhaupter bezeichnet den Bericht Süßheims als unerfreulich und pflichtet der Genossin Grünberg bei. Der Budgetfrage werde viel zu viel Bedeutung beigelegt und gerade von den Genossen, die von dem Budgetrecht keine blasse Zlhnung haben. Die Budgctbewilligung in Baden ist durch die er- reichten Erfolge gerechtfertigt. Wenn man ihnen einen Vorwurf machen könne, so nur deshalb, weil sie zuerst gegen das Budget stimmen wollten und sich erst im letzten Btoment and»:s ent» schlössen; die Vorteile waren groß genug, daß schon im vorhinein das Budget angenommen werden konnte. In Bayern könnte man froh sein, wenn hier dieselben Erfolge aufzuweisen wären, wie in Baden, noch mehr froh müßte man in Preußen sein, wenn man einmal so weit wäre. Durch Zwischenrufe veranlaßt, geht Redner auch auf die bayrischen Verhältnisse ein und betont, daß die bayrische Regierung das Koalitionsrecht der Arbeiter anerkannt habe, wie sein eigener Fall beweise. Er kann den Standpunkt nicht teilen, daß man in allen Fällen hinter der Masse herlaufen solle. Man muß den Führern so viel Bewegungsfreiheit lassen, ihnen so viel Vertrauen schenken, daß sie nach bestem Wissen und Gewissen die Interessen der Partei wahrnehmen. Disziplin hat auch Süßheim nicht geübt, als er vor zwei Jahren der bayrischen Budgetabstim- mung fernblieb. Man hätte in Magdeburg mindestens den An- trag auf Einsetzung einer Studienkommission annehmen müssen. Durch einen Schlußantrag wird die Debatte beendet. Es sind noch 18 Redner vorgemerkt. Dann folgen die Schlußworte der Referenten. Bohl greift seinen Mitdelegierten Süßheim an, weil er in seinem Bericht ausschließlich seine persönliche Meinung vorge- tragen habe; in Zukunft werde auch er so verfahren. Redner rechtfertigt darauf das Verhalten der Mehrheit der Nürnberger Delegierten und verurteilt die Art. wie die Mehrheit in der be» wußten Nachtsitzung gegen die Minderheit vorgegangen sei. Süßheim tritt in längeren Ausführungen noch einmal allen vorgebrachten Einwänden entgegen und betont wiederholt, daß es sich nicht um die Budgetfrage handelte, sondern in der Hauptsache darum, ob Parteibeschlüsse beachtet oder mißachtet werden sollen. Er stellt fest, daß von einer Abschlachtung oder Vergewaltigung alle die Dinge lächeln kann, vorausgesetzt, daß er groß genug veranlagt ist. um über die Tragik der Umstände hinwegzuschreiten. Sobald eine ernste dichterische Arbeit das Studierzimmer verlassen hat. gelangt sie in die fabrikmäßigen Mühlen, wird sie wie ein Konfcktionskostüm für den Markt zurecht gemacht, unterliegt sie dem Einfluß von Leuten, die gezwungen sind, nach der Theater- kassc zu schauen, verliert sie ihren Charakter... Hat das Stuck Erfolg, schwimmt der Autor in Tantiemen, dann mutz er sicher starke Beine haben, um seiner eigenen Bahn treu zu bleiben. Hat das Stück keinen Erfolg, dann kann der Dichter so viel zappeln und schreien, wie er will, er wird nach Jahren doch zur Brotkunst gezwungen. Brotkunst ist die Knechtschaft des Malers, der für den Gemäldehändler„schafft", die Sklaverei des Bildhauers, der rührselige Tongrüppchen für das Warenhaus liefert, ist das..Ver- fassen" und„Machen" von Dramen und Romanen so vieler Be- gabtcr und einst Vielgerühmter, die mit Mühe ihre Miete bezahlen. Sudermann hat vor zirka zehn Jahren einen Kampf mit der Kritik ausgefochten. Es wies auf die Verrohung der Besprechungen in den Tageszeitungen hin und schrieb alles in der Hauptsache „persönlichen" Einflüssen zu. Sehr zu unrecht. Em durch die Presse„mißhandelter" Dichter geht fehl. Schuldige nach dieser Richtung hin zu suchen. Durch lauter �..Feinde m der Presse umringt ist kein Sterblicher. Wohl hat die Brotkunst viele Talen- tierte in die Journalistik hineingetrieben; Talentierte, die selblt nicht zu Worte kommen und nun oft eine harte Meinung über andere fälle», die dieses..... Vorrecht" genießen. Das ganze heutige System hetzt Menschen gegen einander auf. Kunstliebende, die einander weniger grmisam beschimpfen würden, wenn sie Ursache und Zusammenhang begriffen. Am Theater tyrannisiert die Theaterkasse, und in den Zeitungen tyrannisieren die Annoncen. Und nun ist es das Merkwürdige, daß die Kombination Dichter u. Comp., womit das Publikum bei einer Premiere Bekanntschaft macht, von Kritikern, die der Brotkunst wegen schreiben, mit über- laschender Schärfe beurteilt werden. Bei den bürgerlichen Zeitungen ist die Journalistik Nebensache, die Annoncen Hauptsache. Der Journalist dient mit seinen Artikeln nur als Mittel. die Aufmerksamkeit von der Annoncenindustrie. wofür das Blatt da ist. abzulenken. Der bürgerliche Zeitungs- Verleger, der seinen journalistischen Lohndiener alsbald kundigen würde, wenn dieser unausgesetzt, Tag für Tag, über den Zusammen- hang von Kunst und Gesellschaft(das Einzige, worüber ,n der Tat Tag für Tag etwa? zu sagen wäre!) reden wollte, begünstigt es gierig, wenn der Kritiker„sensationell schreibt. Es ist ein infames Spielchen des Äapiialismns das Femde-Zuchien unter Intellektuellen, die Schulter an Schulter stehen würden, wenn sie begriffen, daß der Theaterdichter meist falsch oder m,t dem Maulkorb zur Darstellung gelangt, und daß der �.heaterkritiker nur das Ornament einer Annoncenindustrie ist...... Wo der Dichter steckt? Hier— dort— überall— wenn wir uns nur ehrlich und lächelnd In die Augen schauen, wir .Unabhängigen", hahahal Heinz Sperber. 5et Minker�cit nichi die Rede sein kann, die letzten Vorgange seien lediglich durch das provokatorische Verhalten der Badenser herauf- beschworen worden und eine Notwendigkeit gewesen, um den Parteibeschlüssen Achtung zu verschaffen. Weiter weist er die Angriffe der Genossin Grünberg und des Genossen Lioßhaupter entschieden zurück. Er bittet schließlich um Annahme der Neso- lution Schneppenhorst, denn es müsse auch in Nürnberg ausge- sprachen werden, daß wir es uns nicht gefallen lassen, wenn die Beschlüsse der Parteitage gebrochen werden. In der Abstimmung wird dann die Resolution Schneppenhorst gegen eine starke Minderheit abgelehnt. Das Resultat wird von der Mehrheit mit Bravo begrüßte Knöck- lein erklärt darauf unter allgemeinem stürmischen Beifall, daß er seine Resolution zurückziehe. Von anderer Seite wird uns über die Versammlung noch geschrieben: In welcher Weise die Budgetbewilliger gearbeitet hatten, geht aus dem folgenden Flugblatt hervor, das die Metallarbeiter ge- druckt und verbreitet haben. Der Wortlaut ist: Achtung! Lesen und weitergeben. Kollegen und Kolleginnen! Donnerstag, den 6. Oktober, abends 8 Uhr, findet im Herkules-Velodrom eine Mitgliederversammlung des sozialdemo- kratischen Vereins Nürnberg-Altdorf statt. Wir ersuchen alle Kollegen und Kolleginnen, die Mitglieder dieses Vereins sind, die Versammlung unter allen Umständen zu besuchen, da ein kleiner Teil der Mitglieder oersucht, die Einigkeit der Partei zu sprengen. Wir verweisen nur auf das Telegramm, das diese kleine Gruppe im Namen der Nürn- berger Parteigenossen an den Parteitag geschickt hat. Wollt Ihr, daß solche skandalösen Dinge künftighin der- mieden werden, dann kommt alle und verwahrt Euch gegen solche Machinationen. Die Vertrauensleute. Es ist einfach skandalös, in welcher Weise die Genossen auf- ereizt werden, indem man ihnen vorschwindelt, eine kleine Minder- eit beabsichtige, die Partei zu sprengen. Die Partei hat ein Recht, zu erfahren, wer„Die Vertrauensleute" sind und von wem das Flugblatt ausgeht. Wenn Vertrauensleute zu zahlreichem Besuch einer Versammlung durch Handzettel auffordern, so ist dagegen nichts zu sagen. Aber skandalös ist es, wenn Massen von Arbeitern — es handelt sich hier besonders um die Schuckertwerke— zu unlauteren Demonstrationszwecken dirigiert werden. Und dann wird über gebundene Mandate geschimpft. Genossin G r ü n b e r g, die trotz zweimaligen MißbilligungS- beschlusses der Nürnberger Genossen in Magdeburg für die Badenser gestimmt hat. hatte mehrere unfreiwillige Heiterkeits- erfolge. Sie sang ein Loblied auf die badischen Erfolge, wobei sie von der Einführung des Frauenwahlrechts für die Gemeinde sprach. Die Bewilligung sei berechtigt, denn schließlich habe der Minister v. Bodman doch vor der Partei eine Verbeugung gemacht. Wenn die Preußen das erreicht haben, was die Badenser durch- gesetzt haben(vielleicht dachte sie an das Sechsklassenwahlrecht), dann würden sie glauben, mit einem Fuß im Zukunftsstaat zu stehen. Sie wurde übertroffen vom Genossen Landtagsabgeordneten Roßhaupte r. Er stellte sich als Revisionisten vor; der Arbeiter könne sich für 20 Pf. mehr kaufen als für eine radikale Phrase. (Dabei muß man wissen, wie der süddeutsche Eisenbahnerverband. dessen Leiter Roßhaupter ist, in Bayern schikaniert und terrorisiert wird.) In Bayern könne man Sozialdemokrat sein; das beweise sein Fall, allerdings müsse man tüchtig arbeiten. Als Zwischen- rufe ertönten:„Fall HofmannT, erklärte er, darauf könne er nicht eingehen. Er gibt den Badensern durch- aus recht; höchstens hätten sie den Fehler gemacht, daß sie eine Zeitlang gegen das Budget stimmen wollten! Für die badischen Eisenbahner sei sehr viel erreicht worden; als ein Zwischcnruser das bestritt, erklärte der Redner selbstbewußt, das verstehe er besser. Die Abstimmung war zunächst zweifelhaft. Die Wiederholung ergab die Ablehnung der Resolution Sch neppenhorst. Beide Teile der Versammlung, der ab- lehnende und der zustimmende, waren fast gleich stark. Ohne die Wühlarbeit des Flugblatts und die ausgesprengte Ver- dächtigung, es sei beabsichtigt, den Genossen Südekum zu ver- drängen, wäre sicher die erste Resolution ange- n o m m e n worden,■-darauf wurde die zweite Resolution zurückgezogen. Gegen die erste Resolu- tion hatte ein erheblicher Teil Genossen gestimmt. weil sie für richtiger hielten, überhaupt leine Reso- l u t t o n anzunehmen._ (Sericbtö- Zeitung. Der Streikposten wird bestraft. Eine auf 30 M. lautende polizeiliche Strafverfügung erhielt der Schmied Wilde, weil er in der Eldenaer Straße„als Streik- Posten gestanden und der Aufforderung eines Beamten, weiter zu gehen, nicht Folge geleistet habe". Vor der 150. Abteilung des Schöffengerichts Bcrlin-Mitte behauptete der Angeklagte, er habe ganz allein auf dem Bürgersteig gestanden, der Schutzmann habe kleines f eullleton. Der erste Rektor der Nniversttät Berlin. Der Charakter d«S ersten Rektors der 1810 eröffneten Universität Berlin war für alle Folgezeit ein Symbol. Es war der Jurist Schmalz, der Friedrich Wilhelm III. für den Gedanken' zu gewinnen suchte, in Berlin einen Ersatz für das verlorene Halle zu schaffen. Unter seinem Siektorat begann die Tätigkeit der neuen Universität. Er ließ sich während seines AmtSjahreS die jämmerlichste», Demütigungen von der Regierung gefallen und geradezu unter eine Art Polize»aufsicht stellen. Die.,Frelheits"kriege waren vorüber. Da war es der Pro- fessor Schmalz, der unmittelbar nach dein Frieden den türkischen Krieg gegen den„inneren Feind" begann. Unter dem Vorwande eine in einer Zeitchronik bereits vor sieben Jahren veröffentlichte Be- hauptung zu berichten, daß er Mitglied des Tugendbundes gewesen, denunzierte er 1815 in einer kleinen Flugschrift den Machthabern angeblich bestehende geheime Verbindungen. In dieser Schrift wehrt er den Verdacht ab, daß er demo- kratische Ideen verbreitet habe. Vielmehr sei bekannt,„mit welchem Eifer ich seit dem Beginn der französischen Revolution dem un° seligen Unsinne stets entgegenzuarbeiten suchte, welcher von Frank. reich über Teutschland sich verbreitete." Der Tugendbund sei, heißt es dann tveiter, gesetzlich aufgehoben.„Aber es haben sich andere Verbindungen bald darauf in aller Stille gebildet, vielleicht aus den Trümmern jener..„ löblich, wenn für Befreiung des Vaterlandes von auswärtigen Unterdrückern; fluchwürdig, wenn dadurch Zwecke im Innern ohne des Königs Willen durchgesetzt werden sollen. Das Dasein aber solcher Verbindungen verbreitet Furcht unter den Bürgern aller teutschen Lande, und erfüllt den rechtlichen Bürger der preußischen Staaten mit Unwillen. Von solchen Bunden gehen aus jene pöbelhaften Schmähredcn gegen andere Regierungen, und jene tollen Deklamationen über Vereinigung des ganzen Teutschland unter Eine Regierung: eine Vereinigung, welcher von jeher der Geist aller teutschen Völker widerstrebte, für welche aber itzt die Anhänglichkeit an die besonderen Dynastien durch Hohn und Auf- wiogelung in jeder teutschen Brust niedergedrückt werden soll." „Diese Menschen wollen durch Krieg der Teutschen gegen Teutsche Eintracht in Teutschland bringen; durch bitteren gegen- seitigen Haß Einheit der Regierung gründen; und durch Mord, Plünderung und Nothzucht(letztere gar klärlich gepredigt) alt- teutsche Redlichkeit und Zucht vermehren... Männer ohne Hände(oft ohne Kopf), haben immer Schmähungen ausgestoßen, weil sie keine Befehle auszusprechen hatten�"-- keine Aufforderung an ihn gerichtet, sondern ihn sogleich sistiert. Der Verteidiger, Dr. Oskar Sohn, bot Beweis für diese Angabe des Angeklagten an. Aber das Gericht lehnte den Beweisantrag ab. Es begnügte sich lediglich mit der Aussage des Schutzmanns, der den Angeklagten sistiert hatte, und verurteilte diesen daraufhin zu 25 M. Während der Verhandlung kam ein Vorgang zur Sprache, der deutlich zeigt, was sich mancher Schutzmann dem Publikum gegenüber glaubt herausnehmen zu können. Der Schutzmann, jetzige Wachtmeister Schäfer, hat dem Angeklagten, nachdem er ihn sistiert hatte, auf der Straße das Rauchen verboten. Als der An- geklagte dieser Anmaßung des Beamten keine Folge gab. hat der Schutzmann, wie er sagt, dem Angeklagten die Zigarre aus dem Munde„genominen". Wie der Angeklagte sagt, hat ihm der Schutzmann die Zigarre aus dem Munde geschlagen. Es ist deS- wegen eine Anzeige gegen den Schutzmann erstattet, das Dis- ziplinarverfahren gegen ihn aber bis zur Erledigung deS gericht- lichen Verfahrens gegen Wilde ausgesetzt worden. Noch ein Moment aus der Gerichtsverhandlung verdient her- vorgehoben zu werden. Als der Verteidiger darauf hinwies, daß eS ständige Praxis des Polizeipräsidiums ist, Streikposten wegen der geringsten Uebertretung mit der höchst zulässigen Strafe von 30 M. zu belegen, was für einen Schmied mehr als ein Wochenloyn bedeute, meinte der Vorsitzende Richter: TaS bezahlt doch die Ber- bandSkasse.— Darauf antwortete der Verteidiger: Wenn es so sein sollte, dann wäre die Praxis der Polizei erst recht verwerflich, denn dann muß angenommen werden, daß der Polizeipräsident denkt: Wenn die Mittel der Verbandskasse durch einige hundert Strafmandate a 30 M. geschwächt werden, dann muß die Streik- Unterstützung um ebensoviel geschmälert werden und der Streik wird desto eher beendet. Es würde sich also um eine Willkür der Polizei handeln, die bestimmt wäre, das Streikrecht auf Ilm- und Schleichwegen zu beeinträchtige»». Aus ber Berliner Erziehungsanstalt Lichtenberg. Vor dem Amtsgericht Lichtenberg hatten am Freitag ein Bau- arbeiter B. und seine Frau sich zu verantworten wegen eines er- regten Auftrittes, der Anfang Mai zwischen ihnen und Angestellten des Berliner ErziehungShanseS Lichtenberg sich ereignet hatte. B. N>ir angeklagt, den Aufseher Mielingcr mit einem Stock miß- handelt und ihn sowie den HauSverrvalter Stolzenburg beschimpft zu haben. Die Anklage gegen Frau B. behauptete, daß auch sie mit ihrem Schirm auf Mielinger eingehauen habe. Ein Sohn des Ehepaares B., der in Fürsorgeerziehung genommen worden ist, befindet sich in der genannten Anstalt. Inspektor Buth, der ja inzwischen endlich abgegangen ist. hatte der Mutter rundweg die Erlaubnis verweigert, ihren Sohn zu besuchen. Als aber ein bei der Waisenverwaltung beschäftigter Magistratsassessor ihr sagte, einen Besuch dürfe sie machen, fuhr sie»»ach Lichtenberg hinaus und erwartete nunmehr, zugelassen zu werden. Doch auch jetzt wurde ihr das verweigert. Da sie meinte, daß man ihr Zulassung ge- währen müsse, so erschien sie am folgenden Tage(2. Mai) in Be- gleitung ihres Mannes vor der Anstalt und forderte, den Sohn zu sehen. Die erneut« Abweisung, die ihnen widerfuhr, wurde vor Gericht von B. so geschildert, daß ein Beamter ihnen gefolgt sei und unter dem Ruf:»Hier immer weiter, immer weiter!" ihn vor sich hergeschoben habe, wobei er(B.) sogar Fußtritte zu fühlen gekriegt habe. Selbstverständlich habe er sich da gewehrt. Aufseher Miclinger bekundete, er habe B. nur am Arm gefaßt, B. aber habe geschimpft und ihm seinen Stock über den Kopf geschlagen, und auch Frau B. habe von hinten mit ihrem Schirm zugehauen. Dieselben Angaben machte Aufseher Gold, der seinem Kollegen M. zu Hilfe gekomn»en tvar. B. soll auch beiden Aufsehern drohend zugerufen haben, er sei„b«t»affnet bis an die Zähne". Tatsächlich»var B. ohne Waffe, wohl aber hatte Gold seinen Säbel bei sich, und er zog ihn, um ihn eventuell gegen B. zu gebrauck»«»». Mm» sieht, wie rasch auch in der Anstalt Lichtenberg der Säbel aus der Scheide gerissen wird. Gold sagte aus. er habe nicht wirklich zugeschlagen; auch von Fußtritten»Visse er nichts. Ein Arzt, zu dem B. nachher gegangen liar, bekundete, B. habe am Kopf auf den beiden Scheitel- deinen eine blutende Rißwunde von 1 Zentimeter Länge gehabt. Ein Feststellung darüber, wie sie entstanden sein kann, wurde vom Gericht nicht versucht. B. nimmt an, sie rühre von einem Draht- zäun her, an den einer der Aufseher ihn gedrängt habe. Der Amtsamvalt beantragte gegen B. 3 Wochen Gefängnis, gegen Frau B. 30 M. Geldstrafe. Frau B. führte zu ihrer Verteidigung noch an, sie habe bestiinmt nicht geschlagen, ihr aber seien die Sachen zerrissen worden. Das Gericht hielt beide Angeklagte für über- führt ur»d verurteilte sie nach dem Antrage des Amtsanwalts. Wir vermuten, daß der ganze Auftritt sich hätte vermeiden lassen oder doch»hin viel von seiner Schärfe genommen worden wäre, wenn die Anstaltsangestellten gegen die Eheleute B» die anscheinend— wie auch die Gerichtsverhandlung zeigte— rasch erregbar sind, weniger forsch aufgetreten wären. Nachdrücklichste Rüge gebührt der Eilfertigkeit, mit der der eine Aufseher seinen Säbel gezogen hat. Wir hatten bisher gemeint, de.» Aufschern der Anstalt Lichten- Diese Nationalen rühmen sich, fährt Schmalz fort, sie hätten 1813 das Volk für die Freiheitskriege begeistert. DaS sei aber nicht wah»� Das Volk habe in ruhiger Kraft auf den Wink des Königs gewartet.„Und nun wollen jene den Ruhm des Volkes sich zulügen. Aber gar nichts taten sie, ihr Geschrei wirkte nicht auf das Volk." Die Schrift rief unter den Professoren mehrere Gegenschriften hervor, bis schließlich Friedrich Wilhelm III. die ganz« Schreiberei ernstlich verbot und zugleich die Herren daran erinnerte, daß die alten preußischen Kette»»» und Peitschen-Edikte über die Zensur u»»d die Vereine, die aus der Zeit vor dem Zusommel»bruch stammten, noch in Kraft wären, auch-für die Professoren. In der bald ausbrechenden Demagogen.Verfolgung ward dann Schmalz der verhaßteste und verächtlichste Treiber. TKeater. Kammerspiele:.Die Heirat wider Willen" von Moliöre;„Die Komödie der Irrungen" von S h a k e- s p e a r e. Keines der Stücke, weder der hier zum ersten Male in einer Uebersetzung Hugo von HostnannSthals gespielte Molivresche Einakter noch„Die Komödie der Irrungen" lasten etwas von der Größe ihrer Dichter ahnen, ES sind flüchtig hingeworfene Gelegen- heitSarbeiten, die, wenig wählerisch, nur ainüsieren wolle»». Heute wirkt der Text nur noch an einige»» Stellen lustig, und die Freude an dem reizvoll farbigen Kostüm, in dem die Stücke geboten wurden, konnte kaum für viele tote Stellen entschädigen. In dem für den Hos geschriebenen Schwanke MoliüreS läuft der Spaß auf eine grobe Prellerei hinaus. Der gute Sganarell, dessen hüpfende Verliebtheit von Viklor Arnold unwiderstehlich gemimt wurde, gedenkt mit seinen fünfzig Jahren die Rachbars- tochter, eine kleine durchtriebene Kokett«, die nur aus sein Vermögen spekuliert, als Gattin heimznsühren. Ein wenig bänglich, fragst er alle nach Rat. um schließlich ein Gespräch der Angebeteten niit einem Liebhaber zu belauschen, das ihm im letzten Augenblick noch die Augen öffnet. Sofort verlangt er von dem Vater Aufhebung der Verlobuirg, Was dieser Ehrenmonn damit beantwortet, daß er sein elegailtes Modesöhnchen dem Säumigen auf den Hals schickt, Sganarell wird von dem jungen Fant abwechselnd inil Höf- lichen Aufforderungen zum Duell und Prügeln solange be- arbeitet, bis er endlich nachgibt. Nur durch die vollendete spielerische Anmut M o i s s i s in der Rolle des Bürschchens konnte da? Peinliche der Szene zur Erträglichkeit herabgemildert werden. Ein graziöses Menuett, den künftigen Ehehimmel des atmen lieber- tölpelten boshaft symbolisierend, beschloß die Aufführtlng. Fräulein Konstantin, ine schöne Braut, tanzt mit den» Bräutigam und entgleitet ihm immer wieder, um irgend einem neuen Galan die Hand im Reigen zu bieten. Das Witzigste im Stückchen war die berg sei der Säbel zur Abwehr etwaiger Leibesbedrohung durch Zöglinge, nicht aber als Waffe gegen Anstaltsbesucher verliehen worden. Ein grober Kunstfehler bei der Ausübung der Zahnheilkunde hat dem Dentisten Wilhelm Schu»idt aus Rixdorf eine Anklage wegen fahrlässiger Kirperver- lctzung eingebracht, die ihn gestern vor die 3, Strafkammer deS Landgerichts II führte.— Mitte Juli d. I. erhielt der Angeklagte von einer Frau M. den Auftrag, ihr ein Gebiß anzufertigen. Bald nach der Ablieferung stellte es sich heraus, daß die natürlichen Zähne der Frau M. weit hervorragten, da der Angeklagte die künstlichen Zähne viel zu kurz gemacht hatte. Anstatt nun diesen Schönheitsfehler dadurch zu reparieren, daß er anstatt der kurzen längere Zähne in das Gebiß einsetzte, gab der Angeklagte der Frau den kuriosen Rat, sich ihre natürlichen Zähne kürzen zu lassen. Di« Frau vertraute dem Angeklagten blindlings und ließ an sich die schmerzvolle Operation vornehmen. Hierbei beging der Ange- klagte den nie wieder gut zu machenden Fehler, daß er bei dem Absägen der Zähne bis in das weiche Zahnmark, das sogenannte „Dentin", vorging. Dies hatte zur Folge, daß die Frau große Schmerzen hatte und daß ihr. ein Beißen und Kauen völlig un- möglich war. Als sich die Frau dann weigerte, das Honovar für diese eigentümliche„Behandlung" zu zahlen, hatte der Angellagt« noch den Mut, sie zu verklagen. Er wurde jedoch mit der Klage glatt abgewiesen. Nunmehr erstattete Frau M Anzeige wegen fahrlässiger Körperverletzung. Das Schöffengericht Rixdorf er- kannte gegen Sch. auf 120 M. Geldstrafe. Die hiergegen eingelegte Berufung wurde unter Bestätigung des ersten Urteils von der Strafkammer auf Kosten des Angeklagten vcrwvrfcr». .Milit.-pol. Korrespondenz" gegen dl«„Tägliche Rundschav". I Die achte Strafkammer de« Landgerichts I verharrdelte gestern als Berufungsinstanz eine Privatklage des Herausgebers der „Militärisch-politischen Korrespoirdenz", Otto von Loßberg, gegen den verantwortlichen Redakteur der„Täglichen Rundschau". Dr. Fritz Stephan Neumann, dem Rechts-ciirwalt Bredereck als Ver- teidiger zur Seite stand. Die„Tägliche Rundschau'»var mit dem Privatkläger in eine Fehde geraten. Die„Tägliche Rundschau" hatte in bezug auf eine unzutreffende Meldung der Korrespondenz über die angebliche Versetzung de? Generals v. d. Goltz auf den Konstantinopeler Botschasterposten erklärt:„Man könnte über diesen blühei»den Unsinn barmherzig hinwegsehen, wenn sich nicht gerade die Auslandspresse solch naiver Phantasieprodukte zum Zweck der Deutschlandshetze kritiklos bemächtigte." Daraufhin strengte Herr von Loßberg die Privatklage an. Das Amtsgericht Berlm-Mitte lehnte die Eröffnung de? Hauptverfahrens ab, da dem Angeklagten der Schutz des§ 103 St.-G.-B. zuzubilligen sei. Auf die vom Privalkläger erhobene Beschlveid« gegen den Beschlutz de« Amts» gerichtS wurde die Eröffnung des HaupwerfahrenS angeordnet.— Das Schöffengericht Berlin-Mitte, vor dem die Sache am 3. Aimi 1009 verhandelt wurde, verurteilte Herrn Dr. Neumann zu 50 M. Geldstrafe, indem es annahm, daß der Angeklagte in seiner Kriti! über die Schutzgrenzen des§ 193 hinausgegangen sei.— Gegen dieses Urteil tvar von beiden Seiten Berufung eingelegt worden. In der gestrigen Verhandlung vor der Strafkaminer wiederholt« der Angeklagte u. a. seine schon in erster Instanz gemachten Aus- führungen, daß die Schriftlertung der„Täglichen Rundschau", um festzustellen, ob der„Mil-pol. Korr." authentische? Material zu Gebote stehe, bei den zuständigen Stellen an»eftaat habe. Vom Kricgöministerium, dem Großen Generalstab, dem Militärkabinett und dem Auswärtigen Amt sei der Bescheid ergangen: daß Herr v. Loßberg an diesen Stellen keinerlei Informationen erhalt«.—- Di« Verhandlung endete mit der Berurteilung des Dr. Reumann zu 299 M. Geldstrafe. Das Gericht nahm an. daß der Wortlaut de? Artikels die Absicht der Beleidigung erkennen lasse und der Angeklagte in seiner Kritik der literarischen Tätigkeit des Privat- klägerS über das erlaubt« Matz hinausgegangen fe». Er habe auch in einem Falle fälschlich Herrn v. Loßberg die Verantwortung für eine Notiz unterstellt, die gar nicht auS der„Mil.-pol.«irr." stammte._ BSttterunaSuberNNu vom 8. Oktober 1010, morgen« 8 Ubr. escttcrvrognol« für Sonntag, den 9. Oktober 1910. Zunächst wärmer bei ziemlich lebhasten südwestlichen Winde» und pg» nehmender Bewölkung; nachher Regen und wieder etwas kühler. Berliner Wetterburean. parodistiich groteske Verhöhnung zweier Philosopher», eine» gelehrte» bombastischen KarnpfhahnS und eine« Skeptikers, die der Kreier über die Chancen seines Unternehmens konkulltert. Die fünf Akte der Shakespeareschen Komödie, die das alte, schon im griechischen Lustspiele und dann von PlautuS benutzte Motiv der zum Verwechseln ähnlichen und fortwährend verwechselten Zwilling»« brsider variiert, wurde in weuig mehr als einer Stund« ohne Zlvischeuakt im Galopp heruntergespielt. Die Personen in malerisch orientalischer Tracht traten großenteils auf einer Bogenbrücke auf, durch deren offene Wölbung man aufs Meer hinauSiah, Such in den Darstellern und den bewegten Gruppen war farbige südländisch« Lebendigkeit. Wiktor Arnold»md Richard Großmann liefen als die zwei schwarzen viel geprügelten DromioS zuweilen kaum mehr unterscheidbar eilfertig schaukelnd hin und her. von den beiden AntipholuS verdiente M o i s s» die Palme. W a ß m a a n sekundierte. Sehr flott und temperamentvoll brachten Frl. Heim» und Frl. Eibenschütz da« Schwesternpaar heraus. dt. Schiller-Theater O:„D e r D u m m k o p f". von Ludwig Fulda. Fulda holt mit seinem Titelhelden'ein bißchen weit aus. DaS Motto des„dummen" oder guten Hau« Hingt aus dem Märchen teiS herüber: ganz so völlig wettftemd-naiv, und ganz so gesund und kräftig zeichnet er seinen jungen Kontoristen Justus Häberltu, für den in ttonrod W i e n e ein»ach allen Richtungen einziger Ver» tieler erstand. Ob es heutzutage noch einen solchen Rar-»«, gibt, der eine ihm zugefallene große Erbschaft drei„genialen" Verr�rn schenkt, nur weil der Testator ihn seiner„Duimnheit halber" als den würdigsten erachtet hat, ist schwerlich glaubhaft. Fulda wollt« einen Typus jeuer gutgläubigen, menschenfreundlichen„großen Kinder' in den Rttttelpuntt einer kleinen Umwelt stellen, in deren niedriger und materialistischer Betriebsamkeit er fich nicht zurecht findet. Justu» fühl» sich trotz de« freiwillig erwählten Loses der Armut glücklich; denn er ist sich selbst treu ge» blieben. Am schwersten fällt eS ihm, fich von der erbärmlichen Handlungsweise seiner Blutsverwandten überzeugen zu lasten. In Doris Wiegand(Else W a s a>. einer reichen Amerikanerin,»st ihm aber der treueste Anwalt erstanden. Sie weiß»hm die Augen zu öffnen, und sie ist es auch, die erkannt hat. daß Justus durch ein« Heirat vor der bösen, habsüchtigen Welt bewahrt werden muß. Wohl gelang eS Fulda nicht vollkommen, seinen Helden an den Klippen mancher Unglaublichkeiten vorbeizuführen; aber er verstand e«, ihn init Hilfe einer klug konstruierten Handlung voller humorvoller Szenen doch plausibel zu machen. Und in diesem Bestreben fand sich der Dichter durch die Darstellung wirksam untersttitzt. Außer Wiene und Frl. Wasa taten fich noch Marie G u n d r a(Frau Schirmer). Friy«chterberg(Rechtsanwalt) und Harry Förster (al» ergötzlicher Dichterling) hervor.«. k. ) 300...., 150.- Aafstollnnc a. Wunsch gratis a franko Alle Artikel, auch ein» ein. sehr billig. L.Katz& Co. i Spandauer Str. 45, a. Meiktnmarkt \ Filialen: A |\ Rlxdorf, BergstraSs 85, a Bahnh. jfy SSS. Brandenburg a. H., y�ß HauptstraBe 59/10. ff Cigaretten mosten, wenn Ihr Prefs Ihrer Qualität entsprechen sollte, eigentlich teurer terkauft werden. Lediglich ihr riesiger Absatz und die dadurch bedingte Herstellung in sehr großen Mengen haben es ermöglicht, in ihnen selbst fQr den billigen Preis von 2 Pfg. ein in Jeder Beziehung vollkommenes Fabrikat zu bieten. losett) Juno m. u. o. M. 10 St 20 Pfjg, Teppich-Thomas leltestes und vertrauenswürdigsles Speziaihans gewähre„Vorwärts"-Lesern WM' S0/® Rabatt,"WV Oranienstr. 160 am Oranienplatz und neu eröffnet: ftosenthater Str. 5% Ecke Weinmeisf erstraße. Falls Sie es noch nicht S wissen sollten: 5 Jeder Rolle des echten Qrimra& Trlepel ist ein Zettel in Rotdruck beigefügt: 8ptzUI{tit{ Rau-Cabaft. Fabrik von Grimm& Triepel in Nordhausen »»»»»»»«»»»»»»» Pfardhäuscr Kau Cabak. ISöL» mr iLur EröffnnnK der-WW Kerbst- und Winter-Saison empstehli das EpezialhauS 8. üsfflnskn, Kksrlvllendurg, noch billiger wie bisher WNmerSdorfrr Straße IS. Ecke Schulltrirb«, Herren- und knaben-lZekIeidung fertig und nach m»L. kn gvon detail Knaben- 3üttglitiäS-(|ariiErol!e fertisr n. nach KnB am billigsten und reellsten in der Fabrik Koppenatr. 85, pari., 1 2 Minuten v. Sehlen. Bahnhof. Karl Hustadt. Kimono« t» nur med. F.rb meiner werten Kundschaft, bei mir stets gut und billig bedient zu werden, g». reicht mir zur grössten Zufriedenheit und freue ich mich, Ihnen heute wieder ein ganz hervorragend preiswertes An> gebot machen zu können. IMlai m UM od Qialer Kostüme 14" 2Z" 36».. 96«. Izeteli>. Pzlelois 6" 8" 13�-56 U. BtoOi iaswthl in Samt-«. PlBseh-Pslateta, Abend- u. Tbeatermäbtsln, naro. Kleidern, Sfieken, Blasen, Margenrieken. Hatladea, iunou, Kinder- u. Baoktiach-Keaiektion. Oskar WoUbnrg, V 06 Brunnenstr. 56. � Bitte jenao aut Hausnumaier 56 zu echten.• Kostttm täertrnd4- •Bettfedern Erste lettlederntab. m. elekt Betriebe Gustav Lustig BERLIN 8. 290 Prlnzenetr. 46 Mtfnbtt et«. Pachiubmt eataatiert neue unb gut enlfwubie. gut ms ende 4)»ttfebern p.«d. TO.&66-L»6-l.tS; pcinupoibeonacnTO L75:«Aule. runftrOcrn TO S.oej_ prim« weise Wfinfetjalbbaunm TO 2.50-3.oo-a50 ei« Aititi. skonoeolbatnitn 1 TO J.8S, echl ruitildj. Mut«- IZH »»v.ednfcbanncn TO 3.M)» S Von den Saunen genügen»—4 vid. uim rafe. Ohntwtt-«Sans, federn (1 fte�CT) TO 6 6» per Pfund! Gtn se» schlachtfeder«, wie n« von der Gant faxen, mit oken Daunen TO. I.M. Proven und Preisnae gratie. Um- tausch oder«üetienduna geftatte«. Verpackung toben frei. Letztlähriger Umsatz über 200« i Zontner Bettfedern, von keinem, imeitrn Betten, n. Bett-. 6���icherttgesch�h�erretcht«��� 6 6 � 6 b o»» o o o»__2_ Dandorf&G Spittelmarkt Belle- Alliancestrasse Grosse Frankfurters trasse Bnumensfrasse Kottbnser Damm Aasstener-Woche Soweit Vorrat Damen-Nachthemden m Lonisianatuch*.,0, 3.75 1 Marke»Triumph"/ 5 ......... ca. 10 Meter Kupon 4,35 � | Lonisianatuch 5�o 1 I Lonisianatuch Schweizer Stickereien Mall- oder Baüst- Ein- und-Ansätze Kandtdcher Küchenhaadtücher'.'"SÄ......... l.ao, 2.35 KttchenbaHdtücher Halbleinen, oa.«8 X HO...............»/j Dutzend U.IO, U.iU KÜChönhandtÜClier Gerstenkorn, BeinI einen, q nc ca. 48X110, gesäum und gebindert............'/j Dutzend«>"3 Eüchenhandtiicher grau, Reinleinen, n__ q g'-säum» ond gebändelt..................'/i Dutzend w.UÜ Stubenhandtücher Halbleinen DreU.. �/, Dutzend 1.3e LtubellbsnätüLber � x uo.°gÄinrnt n q und gebindert...........................-/, Dutzend«•'»> StUbenhandtÜCÜer Reinleinen Jacquard, Q/«c geöäimiL uud gebändert................. Va Dutzend JC.äü Taschentücher Schürzen Batist Batist weise mit Bohlsaum.....................>/, Dtzd. weiss mit Bohleanm u. buntem Rand... Vi Dtzd. Pf. 95 DniinX weiss mit Bohlsanm u. buntem Rand nc OK bailS! far Berren.......................... Stick 6ü, OUPf. Linon weiss, gesiumt.................... Vi Dtzd. 75, 9 5 Pf. a. Ein Posten Tischtücher und Servietten| Halbleinen und Reinleinen in verschiedenen Grössen bedeutend im Preise ermässigi 75p. Hausschtirzen ÄÄ2 85, 1.25 Miederschürzen punktiert oder gestreift.......... 1.25 Kleider-Retorm-SchürzengemuÄ I.45, 1.95 Kimono-Schürzen schwa» oder farbig.. 2.95, 3.85 Empire-Schürzen 1.75, 2.25 Tändelschürzen 85 Pt Tändelschtirzenst�KbÄstSe 95, 1.45 Kinderschürzen 95 r. Hh Hygienische 4. Bedarf nartlkcl-V entaeiten NeudSte illustr. Preisliste gratis. TersandlianM Zech. Berlin 614, Lichterfelder Str. 33. Moderne Wohnzimmer- JEinrichtung n.£97.— Berlin S., Moritzplatz 58. Kein Laden! Verkauf nur Im Fabrikgebäude! Spezialität: Ein- u.Zwei-Zjmmer-Einrichtüngen!. M. 67,- M. 75, M. 62, M. 80,— M. 6,— M. 39— Fabrik-Niederlage für Berlin u. Vororte: Joh. Schtnalor, Berlin N. 4, Tieckstr. II. 4,50 Mark»n bis 200 Zentimeter breit. BILLARD-TUCHE f.a.noack VORHAN Q.FRIES-.man.« S. Kaliski SpezIalgMchlft lOn NähmaschlnM, Klndar- wagtn, MatailbatlstailM. T«u«ntzieii--*rmn. 5. S�li- AOu... Strasse 4. Chauaw�tr. SS Bru.Mii- Strasse 173 u. 92. Frankfurt« AH.« 124 Oranien.Str 2a Beaust-Slrats. 19 Charlottecsbnrg, Soharrwi-Str 2. Singer B 67.80 Singer Prtma versenkbar »4.30 Babbln rer- senkb. 143.011 Nrhssellnaher ijähr. Garantie. SinoerA. 55.00 UntemcMgretU. betlstell r. 58. Mau mit Bett- und Bett- lür Erwachsen, a Ktiidsr stöhle HasteawaseB mit Gurami- r ädern 25.00 Gr. Auswabt in •ngUsehao und Breaaabor- ta&nKaten. Feste Ka»a«pr.,Äuch bei 2 Baten Für Näbmascoioen monatli ehe Ratenzahlung gestattet. Garantiert Handarbeit mit M. ohne M. 3 Pf. 9% Pf. Neue türkisehe Qualiläts-Zigarelle! BeimiirooitL, Sitbaltcu*; Carl Mermuth, BerlilMizdorj. Für den LnseratenteilverantV� TH.Blif«, Aerlin, Krück».Beilag: BomärtH gZuc�druckerei n. LerlagSgntzalt Aaul Kinger& ÜB- Berlin S.W. � ih m 27«, 2.§eillll>t des LllMlilts" Kttlim WlllsIllM. S«I«S 9 WM.M. JviUrnrttthz Rundfchau. Die Gemeinbebttriebe der Stadi Dreiburg im Breisgau von Dr. Jos. Ehrler, PreiZ 2,4kl 31t.; Leipzig von Stadtamt. mann Paul Wcigel, Preis 3,60 M.; Remscheid von Dr. Bucerius. Preis l,40 M.? Königsberg i. P r. von Dr. Georg Neuhaus, Preis 3,40 M. I n den Städten, Kreisen und Landgemeinden des ober- schlesischen Jndustriebezirks von Dr. Heinrich Lücker. Preis 2 M. Verlag von Duncker u. Humdlot in Leipzig. Die von dem Vereine für Sozialpolitik herausgegebenen Schriften sind Teilbeiträge zu den neueren Versuchen und Er- fahrungen über die Ausdehnung der kommunalen Tätigkeit in Deutschland und dem Auslande. Nur ein einziger Bericht unter den gegebenen ist einigermaßen erfreulich und zeigt, daß Rat und Stadtverordneten jener Stadt dem städtischen Eigenbetriebe vor- urteilslos gegenüberstehen und ahn nach Umständen fördern. Alle übrigen Berichtsorte aber stehen, wenn auch ein gewisser Fort- sckritt nicht zu verkennen ist, noch immer in dem Banne der liberal-manchesterlichen Anschauung des vergangenen Jahrhunderts, die bekanntlich den Grundsatz aufstellte, daß Staat und Stadt sich jeder gewerblichen oder industriellen Eigentätigkeit zu enthalten, diese dielmehr der Privatindustrie zu überlassen habe. In keiner der angeführten Städte und Landgemeinden ist der eigennützige Widerstand des Unternehmertums gegenüber der gewerblichen Ge- meindetätigkeit endgültig gebrochen. Die Stellung der Stadt, und Gemeindebehörden aber ist gegenüber dem Prinzip des Gemeinde- betricbeS lau und zuwartend, wenn nicht innerlich widerstrebend. Nur so ist es zu verstehen, wenn der Rat der Stadt Königsberg im November vorigen JahrcS allen Ernstes die Frage erwog, ob er sein entsprechend rentierendes Elektrizitätswerk nicht an eine Privatgesellschaft verpachten solle! Unter den aufgeführten Gemeindebetrieben befindet sich, ab- gesehen von den Zuschussbetrieben, eine ganze Menge solcher, die bei dem in Aussiebt stehenden Profite das Privatkapital von vornherein nicht lockten. Dazu gehören ein Teil der der Gesundheit und Wohl- fahrt dienenden kommunalen Betriebe wie z. B. Markthallen und Schlachthöfe. Andererseits sind die Städte gern bei denjenigen Unter- nehmungen zum Regiebetrieb übergegangen, bei welck?en der Privat- betrieb den„Herrn-im-Hause-Standpunkt" der Stadtbehörden allzusehr bedrohte. Recht bezeichnend in dieser Hinsicht ist die Er« ilärung des Rates der Stadt Leipzig vom Jahre 1862 an die Stadt- verordneten wegen des städtischen Wasserwerkes. Er sagt da,„mit einem Worte, die allgemeine öffentliche Verwaltung hört auf, Herr im eigenen Hause zu sein, sobald sie in demselben für so Ivichtige Unternehmungen wie Wasserleitungen, Gasanstalten und der» gleichen der Privatindustrie das Terrain räumt". Was den Rat der gleichen Stadt im Jahre 1893 aber doch nicht hinderte, Las Elektrizitätswerk dem Privatkapital zu überantworten. Die Kommunalisierung der Elektrizitätswerke ist en den Städten Freiburg, Remscheid. Leipzig und Königsberg durchgeführt, während sich die unentwickelteren, kredit- und kapitalsschwächeren oberschlesischen BerichtSstädtc vollständig in den Händen des Privat- kapitals befinden. Remscheid mußte 1908 die Aktien deS Elektrizitätswerkes(nebst Straßenbahn) zu 160 Proz. übernehmen, während die Stadtver- ordneten 5 Jahre vorher einen Uebernahmekurs von 132,85 als weit übertrieben abgelehnt hatten. Leipzig, welches seine Anlage im Jahre 1905 von Siemens u. Halske übernahm,(Wert 1908: 6 305 736 M.) erzielte im Jahre 1907 einen Ueberfchuß von 318 010 M. Die oberschlesischen Städte sind Ausbeutungsobjekte'der All- gemeinen deutschen, resp. der Schlesischen Elektrizitätsgesellschaft. Wie ertragsreich für diese das Geschäft ist. geht daraus hervor, daß die Gesellschaft bei 11 Millionen Kapital und 6 600 000 M. Schuldverschreibungen im Jahre 1903 8 820 000 M.„verdiente" und 9Z� Proz. ausschüttet«. Den angeschlossenen Städten war seiner- zeit als Köder ein Anteil am Reingewinn in Aussicht gestellt worden. Für diese sieht jedoch das Geschäft nicht ganz so glänzend aus, wie für die Gesellschaft. Beuthen, das obendrein noch als Großabnehmer für die dortigen Konsumenten auftritt, erhielt als Reingewinnsanteil 65 000 M., Kattowitz 42 000 M., Gleiwitz 10 000 M. für das Jahr 1909 ausgezahlt. Und dazu die Aussicht, der Gesellschaft auf lange Jahre hinaus ausgeliefert zu sein! Mit den Landgemeinden hat jene Konzessionsvcrträge von 50. mit de» Städten, z. B. Gleiwitz, Beuthen, Kattowitz, solche von 25 Jahren abgeschossen. Das Gebiet, auf welchem sich die Sünden und die Kurzsichtig. keit der Vergangenheit im städtischen Gegenwartsleben am moistcn rächen, ist dasjenige des Straßenbahnwesens. Die rücksichtslose Profitjägerei der Privatgesellschaften läßt hier die Kollisionen und Differenzen nie abreißen. Um wieviel mehr der Regiebetrieb der- selben dem Interesse einer Stadt als dem Privatbetrieb dient, zeigt eine Gegenüberstellung der vorliegenden Berichte von Frei- bürg und Leipzig. Freiburg verwaltet seine Straßenbahn ebenso sehr von sozialen, wie finanziellen Gesichtspunkten aus, während in Leipzig die Straßenbahn ausschließlich eine private Profit. Maschinerie ist. Daher kann denn auch Freiburg schreiben:„ES hat sich unwiderleglich gezeigt, daß eine in der Hand der Stadt be- findliche. nack» gemeinnützigen Grundsätzen erbaute und geleitete Bahn sich für die weitesten Bevölkerungstreise als eine soziale Ein- richtung ersten Ranges darstellt, deren Wirkungen bis an die äußersten Grenzen des städtischen Verkehrs verfolgt werden können. Sie darf aber auch als eine der hervorragendsten hygienischen Maß- regeln insofern bezeichnet werden, als sie auf das wirksamste die Bestrebungen unterstützt, das enge, ungesunde Zusammenwohnen im Innern der Stadt zu verhindern und die Menschen ohne Nach- teil für ihre wirtschaftliche Existenz in Gemarkungsteilen wohnen zu lassen, in welchen sie ohne allzu große Opfer die Wohltat von Luft und Licht genießen können.' Leipzig muß dagegen berichten:„Für die Gesellschaften ist eben in allen diesen Fragen in erster Linie das EftverbSinteresse ausschlaggebend, mögen sie das auch immer wieder in Abrede stellen. Nur wenn ihr Erwerbsinteresse nicht gefährdet wird, sind sie bereit, Verbesserungen einzuführen. Droht irgend eine Äeein- trächtigung des Ertrages, so lehnen sie Verbesserungen ab." Und ferner,„die Gesellschaften haben bisher, wie früher die Pferd«. bahngescllschaft, immer Mittel und Wege gefunden, sich den Vor- pflichtnngen, die im Vertrage festgelegt sind, solange zu entziehen, als sie es für gut befanden". Die Leipziger Gesellschaften steckten bei solchen Betriebspraktiken denn auch im Jahre 1907 1 644 988 M. in die Tasche, während die Stadt mit 452 783 M. abgespeist wurde. Finanziell kann sich da freilich Freiburg nicht dicke tun. Die Bahn wirft, bei einem Anlagcwerte von 3074 734 M. im Jahre 1908 neben der notwendigen Amorftsation und 43 200 M. an den Erneuerungsfonds, der Stadtkasse nur 8 552 M. ab. Dagegen werden denn auch die Beamten nicht geschunden. Auch auf sozialem Gebiete nicht geknausert. Königsberg besitzt eigene Regiebahnen seit 1901, resp. 1893. Die Bahn besaß im Jahre 1908 einen Anlagewert von 6 127 493 M. und Ivarf für die Stadtkasse nach entsprechenden Abschreibungen und Rücklagen noch 49 021 M. ab. Seit 1903 hat auch Remscheid Regiebahn. Zu den interessantesten Kapiteln vorliegender Berichte gehören diejenigen, welche die Grund- und Bodenpolitik und den städtischc.n Wohnungsbau bclmndeln. Auch auf diesem Gebiete rächen sich in der Gegenwart all« Fehler und Unterlassungen der Vergangenheit. Während die mittelalterliche Stadt stets besorgt war. ihren Grund» und Bodenbesitz soviel wie nur möglich zu vermehren, konnte sich das vergangene Jahrhundert nicht genug damit tun, den über- kommenen Besitz so schnell wie möglich zu verschleudern. Königs« berg besaß z. B. noch im Jahre 1775 310 Hufen, a 300 Morgen, Landbesitz. 1833 ivar dieser auf 14 Hufen zusammengeschmolzen und im Jahre 1890 besaß die Stadt überhaupt nur noch 464 Hektar Boden. Seit dieser Zeit hat sie ihren Besitz ja wieder bis zum Jahre 1908 auf 1159 Hektar gemehrt, außerdem vor kurzem noch 803 Hektar aufgelassenes Fcstungsgelände für 29 Millionen vom Fiskus aufgekauft. Remscheid hat überhaupt keinen nennenswerten Bodenbesitz, ebenso die oberschlesischen Städte mit Ausnahme von Gleiwitz, welches 393 Hektar, und Beuthen, das 479 Hektar Forst in Händen hat. Freiburg und Leipzig aber verfügen noch über einen großen, ihnen in der.Hauptsache aus der Vergangenheit überkommene» Grund- und Bodenbesitz. Freiburg hat allein 3589 Hektar Forst, darunter 3123 Hektar Freiburger Gemarkung, die im Jahre 1908 208 480 M. Reingewinn der Stadtkasse abwarf. Der übrige Liegen- schaftsbesitz betrug: 1886 4471 Hektar 61 Ar im Werte von 18 459 300 M.; 1309 5403 Hektar 75 Ar im Werte von 82 663 700 Mark. Während also der Besitz selbst in den 23 Jahren nur um 932 Hektar 14 Ar zunahm, betrug dessen Wertsteigerung 64 204 400 Mark. Leipzig, Stadt und Johannisstift verfügten 1907 über 6321 Hektar 41 Ar Land, welches zwar nur mit 40 347 572 M. zu Buche steht, sicher aber den doppelten Wert hat. Der gesamte Besitz, Häuser, Waldungen. Rittergüter, Jagd, Fischerei usw.. warf 1907 einen Gesamtüberschuß von 1 115 107 M. ab. Da obendrein die Stadt einen scbwunghaften Grundstückshandel treibt, vermchrte sitz das städtische Stammvermögen damit in dem Zeitraum von 1894 bis 1897 um 2, von 1900 bis 1903 allein um 4 Millionen Mark. Von einem wirklich zielbewußten städtischen Wohnungsbau läßt sich unter all den Berichtsorten nur bei Freiburg sprechen. Von 1886 bis 1900 errichtete zunächst die Stadt 66 Häuser mit 222 Lllcinwohnungen im Gesamtauswandswcrte von 984 000 M. Es sind 1— 3 Zimmcrwohnungen mit. einem jährlichen Mictspreise von 120 bis 396 Mark. Weitere 26 Häuser mit 108 Kleinwohnungen mit 680 000 M. Baukosten sind inzwischen aufs neue von den Stadt. verordneten bewilligt. In den Jahren 1903 bis 1908 unterstützte die Stadt den Bau von 24 Wohnhäusern mit 173 Kleinwohnungen des gemeinnützigen„Freiburger Bauverein". Außerdem verfügt die Stadt und ihre Stiftungen noch über weitere 290 Klein- Wohnungen, zu denen noch 222 Wohnungen der„Beurbarung",(ein städtisches Sonderbürgereigen unter städtischer Verwaltung) kom» inen, so daß Stadt, Stiftungen und gemeinnützige Bauvereine zu- sammen 1025 Wohnungen � 6 Proz. der Gesamtwohnungen be» sitzen. Bei den Kleinwohnungen würde dieser Prozentsatz sogar 8,4 betragen. Recht schlimm steht es in allen Berichtsorten mit der städtischen Rcgicarbeit. Selbst Freiburg läßt nur ganz unbedeutend in eigener Regie arbeiten. Die Gemeinde führt nur die HauSanschlüsse der- Gas-, Wasser- sowie der elektrischen Kabelleitung von der Haupt- leitung in die einzelnen Häuser und die Straßenbahnerweiterungen (Bahnkörper und Oberleitung) in eigener Regie aus. So gering im allgemeinen die Entwicklung der städtischen Eigenbetriebe auch noch ist, so darf doch deren finanzielles Ergebnis und dessen Einfluß auf den Gemeindehaushalt schon heute nicht unterschätzt werden. Einzelne Ergebnisse können sich doch schon sehen lassen! So betrug in Freiburg für das Jahr 1908 die Rein- einnähme aus den städtischen Betrieben 1 325 000 M. oder pro Kopf der Bevölkerung 16,36 M. Sie machte gerade 24 Proz. de? Gesamtbedarfes auS. In Leipzig erzielten die werbenden Eigen» betriebe im Jahre 1907 3 937 681 M. Ueberfchuß oder 20.28 Proz. des Gesamtbedarfes. DaS Erbbaurecht. Geschichtlich und wirtschaftlich dargestellt von Dr. jur. Pcsl. Preis 3,50 M. Verlag von Duncker u. Humblot, Leipzig. Der Erbbau, der in England bei weitem den Eigenbau über» wiegt, hat trotz tcilweiser Regelung durch das Bürgerliche Gesetz- buch in Deutschland noch keine nennenswerte Ausdehnung gewinnen können. Erbbau, wie er zum Beispiel in der englischen lease (Bodenleihe) rechtens ist, besteht darin, daß der Bodenbesitzer ein Stück Land auf lange Frist, meistens 99 Jahre, gegen einen be- stimmten, für gewöhnlich unveränderlich bleibenden Hins abgibt, mit der Verpflichtung, darauf ein Haus usw. zu errichten. Der Boden bleibt daher dem Eigentümer oder seinen Rechtsnachfolgern, das zu erbauende Grundstück ist während der Dauer des Vertrage? freies Eigentum des lease-Nehmers oder dessen Rechtsnachfolgers, fällt aber nach Ablauf des Vertrages unentgeltlich an den Boden» besitzer zurück. Neuerdings fangen die englischen Bodenbesitzer an, sich für die letzten 10 oder 20 Jahre des Vertrages das Verkaufs- recht für das erbaute Grundstück zu sichern, weil die letzten Be» sitzer die Häuser gewohnheitsmäßig verfallen lassen. Soweit in Deutschland Erbbauverträge abgeschlossen worden, tragen sie in der Hauptsache sozialen Charakter und dienen dem Bau von Klein- und Beamtenwohnungen. Kontrahenten sind dabei entweder Staat oder Kommunen einer-, und gemeinnütziger Bau- genossenschaften andererseits. Daher werden den Erbbaunehmern bei Abschluß deS Vertrages direkte Vorschriften in sozialer Hinsicht gemacht. Ein im Jahre 1902 zwischen dem ReichsfiStuS und dem Dresdener Spar- und Bauverein abgeschlossener Vertrag bestimmt z. B.,„die Mietpreise dürfen nicht höher angesetzt werden, als dies die Aufwendungen für die Verzinsung und Amortisation des zum Bau der Häuser aufgewendeten Kapitals, sowie die Kosten der Verwaltung und Instandhaltung unter Berücksichtigung der Schaffung einer Reserve für etwaige Mietausfällc usw. erfordern. In einem vom Frankfurter Rat abgeschlossenen Vertrage wird vom Magistrat der Betrag festgesetzt, um welchen die Wohnungen ver- mietet werden dürfen. Ohne Zustimmung des Magistrats darf eine Erhöhung der Mieten nicht vorgenommen werden, widrigenfalls die Stadt das Erbbaurecht für erloschen erklären kann. Dergestalt sind die in Deutschland bis jetzt abgeschlossenen Erb- bauverträge von vornherein in ihrem inneren Wesen ganz ver- schieden von den englischen, wo sich der Bodenbcsitzer den Teufel darum kümmert, wie der Erbbaunehmer seine Wohnungen ver- mietet. Auch sonst ergeben sich etwelche Differenzen! Die wichtigste ist. daß man die cntschädigungslose Abtretung der errichteten Ge- bäude nicht durchgängig übernommen hat. Von den Erbbauver- trägen, die der Verfasser mitteilt, behalten sich allerdings Char- lottenburg(Stadt und Volkshotel. Ledigenheim), Frankfurt a. M. (Stadt und Gemeinnützige« Bauverein. Privatpersonen usw.). Leip- zig(Stadt und Gemeinnützige Baugesellschaft) und Posen(Pro- vinzialverband Provinz Posen und Provinzialbeamte) eine ent- schädigungslose Abtretung vor. Dagegen vergütet Essen(Stadt und Vereinigte Spar- und Baugenossenschaft) nach Ablauf den Wert des Grundstückes, wie er sich in diesem Zeitpunkt darstellt. Frei- berg i. S. 80 Proz. des Brandkassenwertes, Halle(Stadt und Ver- ein Volkswohl) den vierten Teil des vollen Materials und Ertrags- wertes, Ulm(Stadt und Ulmer Baugenossenschaft) als Höchstgrenze den ursprünglich festgestellten Bauaufwand. Die Dauer der bei uns abgeschlossenen Verträge ist meist etwa» kürzer als in England, vereinbart sind in den Verträgen von Frei- berg 30 Jahre. Elberfeld 60, Berlin, Halle, Ulm 70. Dresden. Essen, Frankfurt a. M. 80, Charlottcnburg, Posen 90 und Leipzig 100 Jahre. Der als Entschädigung für die Ucberlassuna und Benutzung deS BodenS zu zahlende Zins ist in den vorliegenden Verträgen schwankend. Nach dem Posener Vertrage ist jährlich 1 Proz. von dem Werte des Grundstückes, nach dem Berliner 2 Proz., nach dem Essener 2'A Proz. zu zahlen. Leipzig berechnet 12 Pf. pro Quadrat- meter des betreffenden Grundstückes; der Rat ist aber berechtigt. diesen Preis nach 25 Jahren auf 14, nach 50 Jahren auf 16, nach 75 Jahren auf 18 Pf. pro Jahr zu erhöhen. Elberfeld verlang!. und dies gilt besonders wohl für Privatleute, in den ersten zehn Jahren 3th Proz., in den zweiten zehn Jahren 4 Proz., in den dritten zehn Jahren 4)4 Proz., noch länger 5 Proz. von dem bei einem öffentlichen Ausgcbote deS Grundstückes erzielten Höchst- geböte. Was sich der Ausbreitung des Crbbaurcchtcs bei uns als schwerstes Hindernis entgegenstellen wird, ist vor allem die Schmie- rigkeit der Beschaffung des Baukapitals, der Beschaffung von Hypa- theken. Da. wo es sich um gemeinnützige Veranstaltungen handelt und der Staat und die betreffenden Kommunen neben Hergäbe von Grund und Boden zugleich als Darleiher des nötigen Kapitals auftreten, ist die Frage freilich schnell gelöst. So gewährt die Stadt Frankfurt a. M. den Erbbaunehmern Baudarlehen, und zwar an städtische Beamte und Lehrer bis 90 Proz., an Privatpersonen bis 75 Proz. des nötigen Bauaufwandes, und zwar für die ersteren ä 8)4, für die letzteren ä 4 Proz. Auf das Privatkapital oder die Hypothekenbanken aber dürfen zurzeit keine Hoffnungen gesetzt wevden, dafür bietet der Erbbau den Geldgebern viel zu wenig Sicherheit. Der Verfasser fordert daher zur Lösung dieser Schwierigkeit eine reichsgesetzliche Regelung dahingehend, daß jeder Grundeigentümer zur vollen Entschädigung der in sein Eigentum übergehenden Gebäude verpflichtet wird, und daß diese Gebäude für alle auf dem Erbbaurechte ruhenden Belastungen haften. In den vorliegenden Erbbauverträgen fehlt es aber trotz ihres gemeinnützigen Charakters an einer Menge rigoroser AuflösungS- Möglichkeiten durchaus nicht. So hat die Mehrzahl derselben die Bestimmung aufgenommen, daß bei nicht rechtzeitiger Entrichtung deS Zinses das Erbbaurccht entweder ohne weiteres erloschen ist, oder doch sofort aufgehoben werden kann. Wenn sich der Perfasser besonders darüber beklagt, daß gerade die Arbeiterschaft der Sache so kühl gegenübersteht, so ist die Er- klärung dieser Tatsache wirklich einfach genug! Ganz abgesehen von der Prinzipalfrage, dem Nervus verum, ist die Arbeits. Möglichkeit im Zeitalter der Aussperrungen und schwarzen Listen für einen jeden Arbeiter so unsicher und schwankend, daß es ein Viel zu großes Risiko bedeuten würde, sich leichthin durch Erbbau an einen Ort zu binden. ES ist daher durchaus»iiangebrachi, wenn der Verfasser der Arbeiterschaft für ihre Zurückhaltung statt der tatsächlich maßgebenden wirtschaftlichen Motive solche politischer Art unterschiebt. Er sogt da nämlich auf Seite 69,„allerdings gibt es Leute, denen alle Eigcnhäuser, mögen sie nun auf eigenem oder geliehenem Boden erbaut sein, unsympathisch sind, nämlich die Sozialdemokraten, da sie glauben, erst wenn die Arbeiter vom Grund und Boden los seien, werden sie revolutionär denken und handeln; tatsächlich verhalten sich z. B. in Ulm die Sozialdemo- kraten ablehnend gegen die Eigenhäuser und wohnen lieber in Mietskasernen". Wenn die Ulmer Arbeiter dies wirklich„aus Prinzip" tun sollte», werden sie wohl ihre schwerwiegenden Gründe dafür haben. In ihrer Verallgemeinerung aber ist die Behauptung des Verfassers einfach kindlich, so kindlich, daß es nicht lohnt, sie zu widerlegen! s. a., Unternehmertum oder Gcmeindebetrieb«? Von Emil Schiff. Verlag von Duncker u. Humblot, Leipzig. Preis 2,50 Mk, Die vorliegende Schrift ist im wesentlichen eine Polemik des Verfassers gegen ein Wert des Engländers Avcbury,„Staat und Stadt des BctriebSuntcrnehmer", das im vorigen Jahre auch in deutscher Uebersetzung herauskam. Lord Avebury, Präsident der Londoner Handelskammer, Ehrendoktor zahlreicher Universitäten usw., kommt in seinen Ausführungen zu einer vollständigen Ver» vrteilung jedweden Staats- und Gemeindebetrielvs. Dem deutschen Kleinnnternehmertum, vor allem den deutschen Mittelstandsrettern, die bis zur Stunde jede Ausdehnung und Förderung von Staats- und Gcmeindebctrieben aus blankem Eigennutze auf das erbittertste bekämpfen kam jene Schrift des Engländers natürlich sehr gelegen. Aus Freude darüber versah denn auch der bekannte mittel» standsrctterlich« Professor Richard Ehrenberg die deutsche Ausgabe der Aveburysschen Schrift mit nachfolgenden Begleitworten,„wenn ein solcher Mann auf Grund eines solchen Materials das Wort ergreift, um die Bilanz des neuzeitlichen Staats und Munizipal» Sozialismus zu ziehen, so haben gerade wir Deutschen ganz be- sondere Veranlassung, dasjenige, was er sagt, reiflich in Erwägung zu ziehen. Denn bei uns ist der Sozialismus noch weit stärker, und die Gefahren, welche er namentlich für unsere Willenskraft mit sich bringt, sind weit ernstere als in England." Dem Verfasser vorliegender Arbeit wird es nicht schwer, dem Engländer auf Grund eines ausreichenden Tatsachenmaterials die Unrichtigkeit der meisten seiner Behauptungen nachzuweisen. Dabei steht jener durchaus nicht etwa wirtschaftlich stark links! Gleich Avebury beseelt auch ihn die größte Furcht vor dem Sozialismus, weil„der Einzelne an Freiheit der Betätigung und an Möglichkeit der Entwickelung unerträgliche Einbuße erleiden könnte!" Von den vielfachen Untersuchungen und Vergleichen über die technische und wirtschaftliche Leistungsfähigkeit einer Reihe von Staats- und Kommunalbetrieben, wie Gas-, Elektrizitäts-, Wasser» werke usw. mit solchen privaten Charakters will ich nur diejenigen de? privaten englisch-französischen Eisenbahnwesens mit dem staat« lich deutsch-preußischem herausgreifen. Es zeigt sich hierbei, daß so bureaukratisch rückständig auch der staatlich prcußisch-deutsche Eisenbahnbetrieb sein mag, sein technisch-wirtschaftliches Ergebnis immer noch den Vergleich mit dem privaten Betrieb Englands und Frankreichs aushalten kann. Wenn Deutschland sein Bahnnetz weit intensiver und schneller ausbaut wie beispielsweise England und Frankreich, muß dies aller- ding» zum recht beträchtlichen Teil auf das Konto deS deutschen RüstungSfieberS gesetzt werden, daS auf diesem Gebiete zu außer» ordentlichen Anstrengungen anspornt: Die Zunahme der vahnlänge betrug w den drei Jahren 1903 bis 1905: in Deutschland. 1959 Kilometer--- 3.56 Proz. „ Frankreich, 1243,--- 2,75 Proz. . England.. 663,--- 1,84 Proz. Die Znnabme an Betriebsmitteln. Lokomotiven, Personen» und Güterwagen betrug im gleichen Zeitraum: 5,64 Proz. 6.56 Proz. 6,04 Pro». 2,69, 0.26„ 1.60, 0,17. 1,36. 1,11. in Deutschland Frankreich „ England Allerdings partizipierte Deutschland auch am stärksten an der Eriragszunahm« in den Jahren 1903—1905. Sie ergab für Deutschland 267,1 Mill. Mark--- 12.8 Pro».> Frankreich 64,1„,= 6,3, England■» 41,0,»---2,0..! M« Fahrpreis« für t Kilometer für Schnellzüge(inkl. Steuer) müssen gezahlt werden: i Kl. n. Kl. m. Kl. in Deutschland(einfach inkl. Steuer)... S.S 5,5 3,5 Pf. in Frankreich.... 8,96 6,05 3,94, Rückfahrkarten.. 13,44 9,68 6,30 0 _ in England(einfach). 10,57 8,93 5,25. Die Angaben der deutschen«nd der englischen Gütertarife sind nicht ganz erschöpfend, da die Privatbabnen aus Geschäftsrücksichten in dieser Beziehung sehr zurückhaltend sind. Von de» Amerikanern sind aus diesem Grunde halbwegs sichere Angaben überhaupt nicht zu erhalten, wie der Verfasser behauptet. Der durchgeführte Ver- gleich zwischen den englischen und deutschen Tarifen zeigt wenigstens so viel, daß die letzteren bei aller Begünstigung der agrarischen Interessen den englischen mindestens die Wage halten. Gerade die Güt-rtarifpolitik der Privatbahnen wird leicht zurn� wirtschaftlichen Krebsschaden, wie dies Amerika beweist, wo die geübte Willkür der Privatbahnen zugunsten der großen Trustgesellschaften, in deren Händen sich jene ja meistens befinden, das ganze Wirtschaftsleben korrumpiert. Dem Werkchen sind zwei Schautafeln, Netzdichte der Eisenbahnen, der Fernsprecher, Telegraphenlinien, der Postanstalten usw. beigefügt, die dessen Wert beträchtlich erhöhen. a. a. (Siehe Wochen- Spielplan.) Freie Volksbühne t Sonntag, den s. Oktober, nachmittags 3 Uhr: 9teueS Schauspielhaus. 6. Abteilung (Gruppe 23—29): Ucber unlere Kraft. Lessing- Theater. 40. Abteilung (Gruppe 41—44): DaZ Konzert. Herrnseld> Theater. 2. Abteilung (Gruppe 6— 7): Der Herr Senator. Thalia. Theater, ll./ia. Abteilung (Gruppe 49—53): Kamps. Ztesidenz« Theater. 11. Abteilung (Gruppe 47): Die dreihundert Tage. Viontag, den 19. Oktober. abends 8 Uhr: Neues Schauspielhaus. 15.(II.) Abend abteilung: Tartüff. Neue Freie Volksbühne. Sonntag, 9. Oktober, nachm. 2'/, Uhr: Deutsches Theater: Simson lt. Dellla. Kammerspiele: GawS.ii. Nachm. 3 Uhr: Neue» Vofts-Theater: Die Erziehung zur Ehe. Schiller-Theater c>.: Neue Jugend. Schiller» Theater Eharlottenburg: Egmont. Neues Operetten- Theater: Die Glocken von Corneville. Neues Theater: Tartüff. Kleines Theater: Ein idealer Gatte. Netropol-Thcater: Pariser Leben. AbendS 8'/, Uhr: Nene» VolkS-Theater: Die Erziehung zur Ehe. Neues VolkS-Theater: Montag, Mitt« woch: Ueber unsere Krast I. Dienstag und Freitag: Die Stützen der Gesellschaft. Donnerstag und Sonnabend: Die Erziehung zur Ehe. Lolks-Oper: Montag: Der Postillion von Lonjumeau._ Lessing-Theater. • Uhr: Wenn der junge Wein blüht. Moni. 8 Uhr: Einsame Menschen. berliner Theater. Heute 8 Uhr: Gastspiel Haust Niese. Deus Ulaslkanteninttdel. Nachm. 3 Uhr: Pension Schöller. Neues Theater. Heute Sonnlag: Die goldene Rilterzeit. Ansang 8 Uhr. Montag bis Donnerstag Gastspiel Ferdinand Bonn: Abschied vom Reg!« ment.— Das gewisse Etwas._ Modernes Theater (frilher Hebbeltheater). Heute und täglich 8 Uhr: vi« beato der Frauen. Residenz-Theater. Direktion: Richard Alexander. Abends 3 Uhr: Noblesse oblige. Schwant in 3 Akten von Hennequln und Vcber. Morgen und folgende Tage 8 Uhr: _ yoblewge oblige._ Berliner Volksoper* Nachmittags 3'/, Uhr: Sar und Zimmermann. bends 8 Uhr zum erstenmal: _ Don Juan._ Theater des Westens. Ansang 8 Uhr. Die HchUnato Fran. Sonnt. 3'/,U;: Die gatchledene Freu. Lusispielhaus. Nachm. 3 Uhr: Der dunkle Punkt. Heute abend 8 Uhr: Der Feldherrnhiigel. L.iiisen-Theater. Nachm. 3 Uhr: Die schöne Ungarin. Abends 8 Uhr: Der Fähnrich im Klaster. Montag: Durchgegangene Weiber. Dienstag: Der l�-uich im Kloster. Mittwoch Nenetnstudierwtg: Der Hüttcnbcsitzer. Donnerstag: Kean. Freitag: Der Hllttenbesitzer._ friedrich-Wiltielmstadtlschfls Schauspielhaus. Sonntag, 9. Oktober, abends 8 Uhr: Kriemhilds Rache. Sonntag nachm. 3 Uhr: Bieder- Uute. Montag: Btebrrlente. Dienstag: Kletten. Zum Schluß: Miobe. Trianon-Theater. Abends 8 Uhr: Pariser Witwen. llraiila. Wiseenschaftliches Theater Taubenstraße 48/49. Heute abend 8 Uhr: Der Vierwaldstätter See und der Gotthard. Montag abend 8 Uhr: Prof. Dr. Neuhausa: Meine Forschungsreise in Deutsch-Neu- Guinea. Beginn der Hörsaal- Zyklus- Vorträge am 18. Oktober. Prospekte kostenlos. Ht EN Heute Sonntag: — Eintritt 50 Pf.— Kinder unter 10 Jahren die Hälfte. Ab nachmittags 4 Uhr: Gr. Atilitärkonzert. Täglich nachm. 4 Uhr: GroBes fflllUilr k o n z ert. Donnerstags; Job. StrauB. Passage-Pauoptikum. Prinz Atom, der kleinste Mensch aller Zeiten lebend I Buddhas dunkles Geheimnis* Der Mann mit dem eisernen Schlund! Alles ohne Extra-Entree! Eintr. 60 Pf., Kind. u. Soldaten 15 Pf. Passage-Theater.] Heute Sonntag: 2 Vorstellungen, nachm. 3—7 Unr kleine Preise, Abends 8 Uhr: Die Jungfrauen von Sals. Die 3 myatlsehen Schatten und die großen Attraktionen des Oktober-Programms. IKetropol- Theater. Nachmittags 3 Uhr; Pariser l-eben. Abends 8 Uhr— Rauchen gestattet. Karra II! Wir leben noch!!! Große AuSstattungSrevue in 7 Bildern v. I. Freund. Musik v. V. Holländer. In Szene gesetzt von Dir. R. Schultz. ose-mAie 1 :ili Große Franksurter Str. 132. Nachm. 3 Uhr halbe Preise Die gute Dartie Lustspiel in 3 Akten von A. Lippschütz. Abends 8 Uhr: Die Anna-Life. Historisches Lustspiel in 5 Akten von Hennann Hersch. Montag: Die Anna-Ltse. 2 gr. Vorstellungen Nachm. S'/j Uhr: Halbe Preise. Die gesamten Spezialitäten. Torbotene Fracht. AbendS 8 Ubr: DaS kolossale Programm. �uäoik Schildkraut. Hochbahnstation Kottbuser Tor. MM- Heute Sonntag:-WM Der sesche vierzehnjährige Edi Herzfeld, von der L k. Hosoper in Wien und das aeilt Daritts-Dragramm. Sämtliche Attraktionen znm erstenmal in Berlin! AM- Hierauf: WM N« hat's geschnappt! Posse von Dilav Sabo. Musik von l'unl Xilncke. Ruf- d. Konzerls 7, d. Borftellg. ö Uhr. i�eb III er-T Ii eater. Schiller-Theater Charlottenburg, Sonntag, nachm. 3Uhr: Egmont. Ein Trauerspiel in süns Auszügen von Goethe. Ende k Uhr. Sonntag, adendS8Ubr: Robert und Bertram. Posse mit Gesang in 4 Abteilungen Scblller-Tboaler 0.(Wallner-Theat.) Sonntag, nachm. 3 Uhr: R>cn«.laxcnel. Schauspiel in 3 Akte» v. Tor Hedberg. Ende 5 Uhr. Sonntag. abendS8Uhr: Der Dammkopf. Lustspiel in 5 Auszügen v. L. Fulda. Ende 10',, Uhr. Montag, abends 8 Uhr: Wallcnatclns Tod. Dienstag, abends 8 Uhr: Robert and Bertram. von Gustav Reeder. Ende 10'/, Uhr. Montag, abends 8 U d r: Die Kreazclschrcibcr. Dienstag, abends 8 U h r: _ Der Dammkopf. Castans Panoptikum Fri(eSÄ..,. Größtes Schau-Etablissement Berlins. OroBea Künstler-Konzert. Jean le Brilon « ( < t < ( ] Muskel- Ab uormit&t ( Tfiglich geöffnet von 9 Uhr vorm. bis 10 Uhr abends. '————————«*>»*» W 'ütüÄdi i 165| » » i Muskel-Abnormität[ I Dozart-Saal— MoUendorf-Platz. HEUTE SONNTAG NEUER SPIEUPIiAN enthaltend u. a. CHA.VEZ' Flug über den Simplon. D D D Die Trauerfeier in DOMODOSSOLA. □ O D Der sensationelle Erfolg des LUNAsPARK veranlaßt die Direktion, das beliebte VcrgnUgnnga• Etabllüsemcnt bis Ende Oktober olfen zu halten und sich für die große Qnnst, die ihm das Publikum entgegenbringt, dadurch erkenntlich zu zeigen, daß von nun ab, mit Ausnahme des Sonntags, jeder Besucher, der an der Kasse eine Eintrittskarte löst, gleichzeitig zu einer beliebigen Attraktion inVr Theater WM" ein Freibillett erhält. ZentralverbandderHausangestalltan Sountag. den 9. Oktober, abends 6«Hr. in Kubes Festsüleu (früher Feuerstein), Alte Jakobstr. 73, oberer Saal! Erstes Winter-Mergniigen. Mitwirkende: Herr Raden(Schauspieler), Frl. Borchardt. � Blumrnreigen, aufgeführt vom Arbeiter: Radfahrerverein Vorwärts- Wilmersdorf.— Tauz. 291/8 Sonntag, den 9. Oktober: 2 jr. Iii- Weil 2 Nachmittags 3'/, Uhr und abends 7'/, Uhr. Nachmittags 3'/, Uhr zahlen Kinder unter 10 Jahren auf allen Sitchlähen halbe Preise. (Galerie volle Preise.) In beiden Borstellungen: 3'/, und 7'/, Uhr: „Venezia" (ungekürzt). In beiden Borstellnnge»: Ardrs-TiTo, musikalisch- akrobatischer Akt. Dl« berühmte Reiter- famllle Frcdlanl. Banola- Truppe. Vorführen und Reiten der besten Schul-, Frelheits- u. Springpferde. Auftreten sämtl. Clowns mit neuen Witzen und SpäSen. Berliner Praler Kastanien-Allee 7—9. Großer Elite-Ball. Verstärktes Ball-Orchester. Anfang S Uhr. Garderobe frei. Jede 23. Daine erhält ein Geschenk gratis! -c* � � � � � Ä /j 151 Kurffirstendamm 151 Vormittag, II blsJUh�V;;,' HEUTE Nachm,, 3v,bisl2UliiSÄ',! Eintritt,........ SO Pfennig rtanffnot Rol'sohuhlauten miteigen. KoUem 50 Pf. Laufen........ SO Pfennig yCUllllv» Rollschuhlauten m.anslWinslow Skat. 1 M. Erstklass. Attraktionen 5'/-, 3'/, o. W Ubr• Five o'clock Tea« Elegant. Restaurant Mos Uli. SeMmh. Heute Sonnlag, den 9. Oktober: 2 Große Mlluip 2 Nachm. S'/i Uhr. abendS 7'l, Uhr. Nachmittags hat jeder Erwachsene 1»tind unter zehu Jahren frei aus allen Plätzen außer Galerie, jedes weitete Kind unter 10 Jahren halbe Preise. In beiden Vorstellungen gleich reichhaltig. Programm. AbendS: Der grolle Coup der Schmuggler. Große romantische Pantomime in 4 Alten. Entworfen und inszeniert von Dir..Alb. Schumann. 1. Akt: DaS Schmugglernest. 2. Akt: Die Einquartierung. 3. Akt: Auf der Festwiese. 4. Akt: Die Katastrophe. Polles Caprice. Täglich 8',. Uhr: Volle Pension. Neuer bunter Dell. Der schwarze Sehimmel Vorverkauf 11— 2, abends ab 6 Uhr. Neues Programm! Heute: 2 Vorstellungen. Nachm. 3'/, Uhr: Kleine Preise! Erwachs. Kinder Terrassenplatz. 3,— 2,— Logenplatz... 3,— 2,— Seitenterrasse.. 2,£0 1,50 Parkett-Fauteuil. 2,50 1,50 Fauteuil.... 2,— 1,— Parterre-Sitz.. 1,50 0,75 Reservierter Platz 1,— 0,50 Entree..... 0,75 0,40 In beiden VorsteUungen: CaftoMAi- in ihren neuen II 1 CE Kreationen. The 3 Meers humoristischer Drahtseil-Akt. Reynolds and Donegan das amerikanische Tänzorpaar in vollend. Rollschuh- Meisterschstt sowie eine Kette hervorragender Kunstkräfte. Abends Anfang 8 Uhr. Mhdminomiof�QberS Jeden Sonntag und Mittwoch: Gr. Ball. Aasachank der Berliner Bock-Branerel. Stelle mein Lokal den werten Vereuien u. Gesellschaften jederzeit zur Verfügung. I. A.: Baal Scbünbcrr. Neu renoviert! Oranien-Salon Oranienstraste 170, am Oranienplatz. Neu auSge- stattet! Jede« Mittwoch, DonnrrStag. Freitag und Sonntag: = Großer Ball.== Tanzlettung: I. Krumhorn«. H. Koch.— Eintritt und Dauz frei. Achtimg! W Vereine! Achtung! Diejenigen Vereine, welche Festlichkeiten bestellt haben, werden höflichst ersucht, mich zu benachrichten(um Irrtümer zu vermeiden). Gleichzeitig «mplehle meinen Saal und VerewZzimmer zur Abhaltung von Versamm- lungea«td Fesilichkeilen zu dm lukimtesttn Bedingungen. Ww. Zl. Oott. vssino-iboslor Lothringer Straße 37. Täglich 8 Uhr. Die urkomische Posse Der schiltidige Diidotf. Rudolf Pimpelmann: Dir. H. Berg. Vorher daS glänzende bunte Progr. Nur Attraktionen ersten RangeS. Sonnt. 31/, Uhr: BerDhmta Töchter. Karl Harerland- Ansang ThoSfoP Kommandanten- präz. 8 Uhr. IlltiaU!!. straße 77/79. DollKäiidigntiiesDrogramm Dar trstklass. SjitnalitättU. Heute nach der Vorstellung: Ball. Seit 20 Jahre« der größte Erfolgt 106 Eine verlorene Uocht Ein Instiger Trauersall in 2 Alten von Anton und Donat Herrnseld. Hierzu: Dkl Dtklly-Slegtr. Sportkomödie von August Neidhardt. Ans. 8 Uhr. Borverk.tt— 2(Theaterk.). Beiek§!i»!!ev'7ke»lLi'. 8tettiim Sänger. Zum Schluß, neu: „Im nanseloch*'. Milit. Humor, v. Meysel. Ansang wochentags 8 Uhr Sonntag» 7 Uhr. Bilmgslallt'gsslno. Holzmarktstr. 72, Ecke Alexanderstraße. Gänzlich neues Programm mtt Frau« Sobanakl. Erich Castelli, Gelchwister William*, Guten Tag, Papa! Schwank in 1 Akt von O. Richter. Neu! Zum Schluß: Renk Biographische Vorführnnqen. Für den Jnvate der Jnieraee übernimm« die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Berautwortung. XSSJS Sozialdemokratischer Wahlverein des vierten Berliner Reichstags-Wahlkreises. Sonntag, den 9. Oktober, in Kellers Festsälen, Koppenstr. 29: HERBST-FEST unter Mitwirkung des Berliner Humor- Quartetts, von Mitgliedern des Turnvereins„Fichte" und des Arbeiter- Sängerbundes. xxxxxxxxxxx Konzert und Tanz, xxxxxxxxxxx Kassenöffnung 4 Uhr. 221/1* Anfang 5 Uhr. Billetts im Vorverkauf 25 Pf.+++ An der Kasse 30 Pf. Walhalla-Theater WeinbcrgSweg 19/20. 3(ii fang 8>/. Uhr. Bravo!— Da capo! Eine Allerwelts-Revne ht 5 S;Ibtm von M Rcichardt. Musik von R. Tliicle. In Szene gefetzt vom Direktor JameS Klein. klisBöalgt-XinmZlogsSpli von». Leoierfs». Jnbab.: liuil.»en, SchöiihanscrAllee 129. Tel 3. 9353. Lebende Photographien. eintritt 30 u.«0 Pf.. Kinder dietzSlfie. Anf.7 U., Sonnt. 4 U. Vvrrugikselon. nur wochent. gültig, 25 Pf. auf allen Plätzen. Stets wechf. Programm. Dienstag u. Freitag v. 4—«>/, Uhr Kindervorstellung. Kinder 1« Pf., Erwachfene 20 Psi Jeden Sonntag im Obersaal: Künstlerkonzert. Elltrc« 15 Pf. Garderobe 1V Pf. Alt-Boablt 47/48. Sonntag, de» 9. Oktober 1910: Das verlorene Paradies oder: Der Streit. Efreikkomödie In 3 Aufzügen von L. Fulda. Kasseneröfsn. 6«/, Uhr. Ans. 7'/, Uhr. Räch der Borflellung: Dan». 3 151, Frankfurter Allee 161. Bleaen» lilchtblld- Btthne. IW GrofteS Orchester."WU Anfang 6'/, Uhr.— Sonntags 3 Uhr. VorzugSkarten sind gültig. -SorRlii" Theater- und Bartett-Vnfemble. «.»»tag:„klllllMIlZ MW, 8 Uhr: Minna von Barnhclm. 7 Uhr- Vont Cesar oder; König u. Strasteniöngerin. Montag Puhlmann» Theater: Dan Ce»ai>. Friedrieh- Straße 140 (in Bahnhof Friedrich-StraS* gy Sfene-WM llt Täglich ab 3 ühr nachmittags geöSnet. Kein Entreel iWoabiiep Wielelstr. 24. Eniiiener Str. 48. Cifiißtcs Kienlopp-Thealer inoublta. WSchentl. zweimal neues Programm. Täglich Vorstellung. Anfang 6 Uhr. it., lZiiaurssestr.>19. Karl Richter B?? Jßü an Jeden Tnr l-?/ 8*3 Sonntag Paul AM�lMantbeys Lustige Sänger fstetS wcchlelnde» Programm) Anfang S'>, Uhr. Eintritt 59 Pf. Nachdem: Familie»> Krlinzchcu. Von 6 Uhr ab im weihen Saale: Gr Ball.— Jeden Mittwoch: Paul ManthevtCuftigc Sänger u. Freitanz. Vorzugslarien gelten.* Branche der Schmiede und Kesselschmiede Mitglieder des Deutschen Metallarbeiter-Verbandes. f Rpanphp, derSrhmiedf ! ♦ 4 4 : Sonnabend, IS.Oktober, im Gewerkschaftshaus, Engelufer 15(gr.Saal) CKntcrhaltungs- Hbcnd« Heiteres and Satirisches h.™ doh. Cotta, Vortragskünstler aus Weinböhla bei Dresden. Während der Pansen: KoflZCft» Anfang 8'/, Chr. Billett SO Pf. Nach den firrtRaf Roll Herren, welche daran teil- urouer Dan nehmen, zahlen 50 Pf. nach. Kaffeepause findet nicht statt. Vorträgen: and Während der Vortrüge ist das Rauchen verboten bleiben die Saaltüren geschlossen. Eintrittstarten sind bei allen Vertrauensmännern sowie. Herrn Paul Horseh, Engelufer 15, zu haben. 123/7 A Volks»Theater Rixdorf. Hermannttr. 29. Sonntag, den 9. Okiober 1910: Km fremde Schuld. Schaulpiel in 4 Akten o. Hans Olden. Montag, den 10. Onaber: Maria Stuart. Trauersp. in 5 Akt. v. Friedr. v. Schiller. Markgrafen-Säle 34, Slarkgraren-Damni 34. = An der Stralauer Allee.------- Jeden Sonntag: dxroüvr Ball. Im Restaurant täglich musikalische Unterhaltung. Vorzügliche Küche, ff.Biere u.Weine, Billard».Kegelbahn LrLffnungs-Adenü Freilag, den 14. Oktober, präzise OVsUbr Unter Hltwlrknng von Harle Götze, Kgl. Kammersängerin, Maria Facha, Vera Goldberg, Hedwig Kaofmann- Woldert, Angnate Tatter, Alex Dlsraell und dem gemischten Chor des Grell Verein, Dir. Rad. Flering, Gustav Uazarna(Klavier). | Eintritt 75 Pt und 1.25 einachllefilloh Garderobe und Programm mit attmtl. Uledortexten. Vorverkaufsstell. zu Originalpreis.; Invalidendank, Bote& Bock o. A. Wertfaeim; Leipziger o. Kantstr. Konsnm-Verein für Tegel und Umgegend Eingetragene Genoffenfchafi mit befchränkier Hafipsiil�t. ükilve. Bilanz am 39. Juni 1919. Kafla-Konta..... 7 062,70 Bank-Konto 1..... 150,61 (Einlage b. b. Deutsch. Bank) Bank-Konto II.... 4 708,26 (Einlage b.d.Großeink.-Gef.) Bank-Konto IN.... 1 156,25 (Einlage b. d. Dresdner Bk.) DarlehnS-Konko.... 4t 491,90 (Guthab. b.d.Grotzelnk. Stammanteil-Konio., Waren-Konlo.... Jiioentar-Konto...> Debiloren-Konlo... VerficherungS-Kolito.. (im voraus bez. Prämien) GaSanfialiS-Konio.,, Baugcnofsenfchaft »Freie Scholle"... 104.— Gewinn- u. Verlust-Konw 1 624, 7S! 828,20 32 833,87 12 711,60 119,12 533,84 150,- GefchäftSanteil-Konto. RefcrvefondS-Konto.. DiZPosittonSfondS-Konto SparfondS-Kouto I.. SparfondS-Konto II. Sparmarken-Konto,. HauSantctI-Konto,. Kreditoren-Konto... Passiv». 13 276,28 6 091,50 175,59 41 655,79 14 563,78 196,— 22 900,— 6 616,19 Summa. 101475,131 Summa. 104 475/13 Tegel, den 29. August 1910. Der Vorftand. Max Lichtenberg. Hugo Köhler. Friedrich Hüll«. Die Richtigkeit der vorstehenden Bilanz und deren Uebereinfiimmung mit den ordnungsmäßig geführten Büchern bestätigt Der AufsichtSrat. H. Barndl. W. Ouade. M. Günther. P. Kienast. R. Homburg. O. Herold. A. Llnck. Mitgltedcrbcwcgung. Mlgsiederbestand am 1. Juli 1909...... 1238 Eingetreten............... 336 1674 Mitglieder 236 1338 Mitglieder AuSgefchieden durch Verzug, Aufkündigung ufw.. 160 AuSgefchioffen nach Z 39, Abf. 2....... 76 Bestand am 80. Inn! 1910.... Die eingezahlten GcfchäfiSguihaben der Mitglieder de« trugen am 1. Juli 1909............ 10 999,82 M. Die eingezahlten GcfchäfiSguihaben der Mitglieder be» lrugen am 30. Juni 1910........... 13 276,28„ Mithin mehr 2 276,46 M. Die Hafifumme der Mitglieder betrug am 1. Juli 1909 37 140,— M. ...,.« 30. Juni 1910 40,140,— 107 /Z Milhui mehr 3 000,— M. SophieiisMe 17/18 QuerstraBe der Rosenthaler Straße— am Haokeschen Markt* Inhaber: Panl Baatz.j empfiehlt fein« von 60—2000 Perfonen fassenden Säle zu Versammlungen Bortrag»- u. Kunstabendcn usw. Borzügl. Zttuflik. Kulant. Entgegenkammm 8oMjell-8sIe Deutscher Metallarbeiter-Verband. ------------- Verwaltnngsstollv Berlin.— Arbeitsnachweis- Hof I. Amt HI. 1239. CharitSstrafte 3. Hauptburea«: Hof NI. Amt IN, 1937. Mit Rücksicht darauf, dah die Aussperrung in der Berliner Metall- industrie aufgehoben ist, fällt die für Sonntag, den Ä. Oktober. geplante ausserordentliche Generalversammlung aus! _ Tie Ortsverwaltnng. Konsumverein Gharlottenburg und Umgegend. Eingetr. Genossenschaft mit beschränkter Haftpflicht zu Charlottenburg. Donnerstag, den 20. Oltober. abends 8'/, Uhr: OrdentB. Generalversammlung im grasten Saale des BolkshauseS, Nostnenstr. S. TageS-Ordnung: 1. Bericht deS BorstandeS und des AufslchtsrateS über das verflossene Geschäftsjahr. 2. Genehmigung des Rechnuugs- abschliiffes. 3. Beschlustfaffnng über die Verteilung des Rein- gewinnS und Enklastn»« deS Borstandes. 4. Ergänzungswahl des Vorstandes und deS Anfsichtsrates. 5. Beschlustfasfung über die Verschmelzung mit dem Berliner Berein und Veräusterung der Bäderei. 6. Anträge der Mitglieder. 107/2 Anträge der Mitglieder müssen laut ff 29 deS Statuts fünf Tage vor »er Versammlung in Händen der Verwaltung fein. IW Die Abstimmung erfolgt nur durch LegliimationSkarte.'MB Zahlreicher Beteiligung der Mitglieder steht entgegen Der Aufsichtsrat: Ott« Storch. Hermann Bade. Nißles Fest-Säle Dennewltzstraße 13. Jeden Donnerstag. Sonnabend und Sonntag: GrolZev Kall. t253b' C. Xißle. Blüthner- LDtzow- Saal Straße. Heute Sonntag, abds. 7'l, Uhr: Konzert des tzMhlierMrchtsters. Dirigent: Hofkapeilm. E. V. Strauß. Solisten; Schuihof(Klav.), Winter (Orgel), Berrens(Oello). Entree 75 Pf. Neu eröffnet r Neu eröffnet Hlila-SSIe Schönhauser Allee 130, Mllastraße 3 Jeden Sonntag u. Donnerstag: �Großer BalB.f Anfang 8 Ehr. Karl Elzner. Alhambra Wallner-Theaterftratze 15. Großer Ball Graste» Orchester. Anfang SonnIagS 5 Uhr. A. Zameitat. Jeden Sonntag: —«•••»•»•C88G888888 Neu eröffnet! Neu renoviert I — Zum Alexandriner= Berlin S. Alexandrinenstr. 37, Ecke Oranienstraße. Amt IV 1016 50 bis 500 Perfonen fassend, sind täglich, auch Sonntags kostenlos zu vergeben. * Max Httpfnor. Orts-Krankenkasse »u Beinickendorf. SeUannftnachung. Mittwoch, d. 19. Oktober 1910, abends 8 Uhr, im Sadauschen R estaurant, Residenzstr. 124, hierfelbst: ÄußeroröemiGeDeralversamißluni Tagesordnung: 1. Bescheid der fönigl. Regiernng, daZ Kafsenstatut beireffend, und Be- fchlugfaffung wegen Aendeoing der §§ 30 und 43. 2. Ersatzwahl eines VorfiandSmilgliedeS aus der Reihe der Arbeitnehmer. 3. VerfchiedencS. Die Kassenverireier haben zu ihrer Legitimation die Kassenbücher sowie die besonders ergehenden Einladungen vorzulegen. Mitgliedern, die nicht zur Kaffenveitrctung gehören, kann der Zutiitt nicht gestattet werden. Etwaige Beschwerden, zu denen die Einfichtnabme der GefchäiiSbücher erforderlich ist, find dem Vorstände mindestens drei Tage vorher fchrililich einzureichen. 278/3 Reinickendorf, den 8. Oktober 1910. Oer Vorstand der Orts-Krankenkasse. „Schweizerhof" Meierei und Milch• Kuranstalt liefert Vollmilch..Kindermilch ra jeder Tageszeit frei Haan za den Dblichen Preisen. Lieferant der Konsumgenossenschaft Berlin und Umgegend. Besichtigung der Meierei jedermann Sonntags, nachmittags 3 bis 6 ühr, gestattet. Men-Öiilersiziiiiis- und Beplmisvereiii pwertil. Arbeiter zu Berlin. Sonnabend. 15. Oktober 1910, abends 8'/, Uhr, hält der Verein eine Lenörsl-VerLammIung in den Arminhalien, Koinman danienstrasse 58/59, ab. TageS-Ordnung: 1. Vortrag des Genossen Eugen Brückner über Schiller mit Rezitation. 2. Kassenbrnchi pro 3. Quartal 1910. Gäste, auch Frauen, willkommen. Friede. Freudenreich, Vorsitzender, 8. 59, Wistmannstr. 30 H. 291/7 Orts- Krankenkasse der Konditoren, Nftfferküchler nnd vemandten Gtlverbe, Sebaftianftr. 81. Die Delegiertenwahl der Arbeit- nehmervertreter zur Generalversamm- lung pro 1911/12 findet am 14, Okt. 1910 abends 8'/, Uhr in den Armin- hallen, Kommandanienftr. 57, stall. Zu wählen find 95 Vertreier. Wir ersuchen die Mitglieder, die Vorberei- tungen hierzu z» treffen und bemerken, daß Listenwahl zulässig ist. Wahl- berechtigt ist jedes über 21 Jahre alle männliche und weibliche Mitglied, welches im Besitz der bürgerl. Ehren- rechte ist. Als Legitimation gilt Mitgliedsbuch oder Bescheinigung vom Arbeitgeber. 278/5 I. A.: Wilhelm Netzband, Vorsitzender. Orts- Krankenkasse der Sattlsr n. verw. Gewerbe z« Berlin. Gemäß ß 48 unseres SiawiS findet die Neuwahl der Delegierten zur Generalversammlung für die nächsten zwei Jahre statt. Zur Bornahme der Wahl laden wir die Arbeitgeber sowie die Mitglieder hiermit ein. Die Wahlen finden statt i a) Für die Arbeitgeber am Montag, den 17. Oktober 1919, im Gewerkschastshans, Saal 19, Engelufer 15. Zu wählen sind 104 Vertreter. Der Wahlakt beginnt um 8 Uhr und wird' pünktlich um 9 Uhr geschlossen. Legitimation ist vorzulegen. h) Für die Mitglieder am Montag, den 17. Oktober 1919, im GewerkichaftöhauS, Saal 3, Enaelufer 15. Zu wählen sind 220 Vertreter. Der Wahlakt beginnt um 5'/, Uhr und wird pünktlich um 8 Uhr geschlossen. Legitimation ist vorzulegen. Nach Beendigung der Wahl Fest- stellung des WahlresuIialS und Ber- kündigung desselben. Die Wahl ist geheim und erfolgt durch Stimmzettel. 273/4 Der Vorstand. Ford. Mardardi, Vorsitzender. Jakob Landgrebe, Schriftführer. Zepernick-Bernau.| j Parzelle von 3998. au(co OCTjR.)§ I Kleine Anzahlung u. langjährige 0 l Hypotheken. Pläne gratis. Vor- 6 > käufer ständig am Bhi. Zepernick.• [ J. Rieger, Berlin, Gonlardslr. 5. J ' dSv«»« fo* £n detail. Gross-Vertrieb Fabrikaten von sSchs. Werden n- FoMen. RanUnennlabrikresle für 1— 3 Fenster passend M. 1.45, 1.85, 2.50, 3.75, 4.50, 5.85 usw. Abgepaßte Gardinen ia�3f" M. 2,50, 3.25, 4.25, 5.50, 6.35, 7.50-20.— C}nrp- M. 1.75, 2.25 2.75, 3.25, OlUIBd 3.85, 450, 5.85, 6.75 usw. Erbstüll- u. Spachtel- Stores M. 3.45, 4.65, 5.75, 6.75, 7.85, 9.50, 11.50 bis 30— Tflilbettdecken, weiß u. creme M. 1.85, 2.25, 2.75, 3.35, 3.95, 4.65, 6.25. 6.75 bis 15— Erbstülldecken eV�glo'b5� Abgep. Rouleaus ÄidT: M. 1.45, 1.75, 2.45, 2.85 usw. Portieren, Nationat-Pliisch komplette Garniturin allen Farben M. 6.85, 8.50, 9.75, 11.50, 13,50, 18.— usw. Tuchportieren cÄf M. 3.65, 3.95, 4.50, 5.75, 6.75, 7.85, 9.75 bis 45— Simlii-Soide, Größe 160X200 in allen Farben M. 5.85; 6.75, 7.50, 8.75, 9.40 usw. Auf 2 Selten zu benutzen. M. 7.85, 8.75, 9.50, 11.50, 13.50 usw. Schwere Simili-Seide, Watfei- u. Wiener Muster, M. 11.85, 13.50, 15—, 18— bis 30— Einzelne Steppdecken! M. 3.25, 3.85, 4 50, 5.50 usw. Diwandecken 4-25' 7�0 usw.'6'85' M. 0.95, 1.25, 1.50, 1.95, 2.45 Steppdecken; USW. Nationaiplüsehdecken M. 4.25, 4.95, 5.45, 5.90 usw. Mohair-Plüschdecken Abfall. Teppiche ü; � Berliner Plüsch-Teppiche 6 85, 8.25, 9.85, 11.85, 14.50, 17.50 usw. Prima Plüsch-Teppiche mit kleinen Webefehlem mit 10 Proz. Extra-Rabatt M. 13.50, 15.75, 19.60, 24.50, 33.50, 38.50 usw. Bettvorleger Felle, weiß und grau a�25, IS 5.75, 6.50 usw. Normal-Schlafdecken-Z 3.25, 4.50, 5.50 bis 30— lauter- und Linoleum- Reste zu Fabrikpreisen. Paofo! zu Sotabezfi2en»n nöultli Wolle und Plüsch zu Spottpreisen. Weissenberg' Gardinen- nnd Teppich- Spezlalhaas Gr. Frankfurtersir. 12S (im Hause der Möbellabrik) 2. Haus von der KoppenstraBe Haltestelle der Straßenbahn. Stadtbahn-Stat SoUaaiachtr Bahnhai OkjstMche Mische UttsMüllMM WV� Hente ZoiiMg. it. ltklober. IZ lltir mittags: Mollbiter Gesellschllstshalls, mmufc 2L ÄM-Thtllter Moabit, M-MoM 47/49. Khorns-Sale, mm4t l42. Germania-Festsöle, Chaitssttstrltße 110. Kallschmieders Etablissement, mm* ie. Nuhlmanns Theater, mm* M m. Mila-Festsale, Schönhaustt Allre m, Lipps Krauerei, Am Fnedriliishm. Kellers Festsöle, �pptuMe 29. Drachenbnrz, Vor dm Schleltschen Tor. Graumanu, Nattnynstraße 27. Zehlendors: Kolk-Kranerei, Tmpelhofer Kerg. Kliems Festsöle, Sastttheide 13/15. Mors: Noppez resl8S!e> Hemannstraße 48/49 „ Verejvsdrslleröl, Kermonnstraße. Schoueberg: NsldkUSZMe, Mrininger Stroße 8. Charlottenburg: VoülSdSllS. Rosinenstraßt 3. Wilmersdorf: Le8ö!l8ev«sus. Milhtlms- out 112. Kchtenberz:?. stimm, pUfuborfMf 25. Itlinilliclslllltj: Cafe BelleTue, K-pIk-S- 2. ttr Nankom:„Zum Kurfürsten", Serliner Straße 102. Sehvarz' Bürgergarten, Alfenstr. 50, 3 Uhr nachmittags. Tages-Ordnung: VermUtunx Berlin. Bautischler. Montag, 10. Oktober, abends 8 Uhr, im Gewerkschaftshanse/ Engelufer 14/13, Saal 4: Kranche«- Versammlung für Berlin und Vororte. TageS-Ordnung: Bericht der Kommission und Ausgabe der neuen Tarife. Sämtliche Kollegen müssen zur Stelle sein. Nlockell-». FabriktUcHler». tSodelldrechfler Montag, den 10. Oktober, abends 8 Uhr i ss Versammlung= in Feys Gesellschaftshaus. Brnnnenstrahe Nr. 184. TageS-Ordnung: Bericht über die Berhandluugen mit den Modelltischlermeistern. Melienmödelbrsnslie. Montag, 10. Oktober, abends Z'/z Uhr, im Englische« Garte», Alexanderstr. L7o(unterer Saal): WQT Tersammlnngs TageS-Ordnung: 1. Vortrag deS Kollegen Schreiber. 2. Bericht der einzelnen Betriebe über die am 1. Oltober eingetretene Lohnerhöhung. 3. BerbandS- angelegenheiten. Die Kollegen der Vororte sind besonders eingeladen. Tisclihranche. Montag, 10. Oktober, abends S'/a Uhr, im Englischen Garte», Alexanderstr. S7o(oberer Saal): vtlsiiiiiillliiiiss für Kttlin und Vororte. Tagesordnung: 91/7 1. Bericht der Lrancheulommission. 2. DiSlusfion. 3. Verschiedene». MssekinEnsrdsitsr. Montag, 10. Oktober, abends 8 Uhr, im G ewerks ch aftShavse, Engclufer 13, Saal 7: Tertrauensmänner-Versammlnng. TageS-Ordnung: 1. Bericht der Werlstattvertrauensleute über die Durchsührung der am 1. Oktober einzutretenden Erhöhung der Löhne. Jede Werkstatt muß eine Lohnliste abliescrn, in ivclcher die alten und neuen Löhne angegeben sind. 2. Bericht der Obleute. 3. VerbandSangelegenheitcn. .Alle WerkstUtten müssen vertreten»ein! ■■ Mitgliedsbuch legitimtert:■ Referenten: die Genossen Bahn, Borgmann, Dr. Oskar Kohn, Döring, Düwell, Eichhorn, Fromke, Fülle, Handke, Hartmann, Paul Hirsch, Ledebonr, Paul Müller, Pfannknch, Dr. Knrt Rosenfeld, Oswald Schumann, Stadthagen, Ströbel, Stücklen, Mermuth, Wnschick, Luise Zieh, Znbeil. — Jedermann ist zum Besuche srenndlichft eingeladen.======= Für die Einberufer: Enge« Grn� Liesenstr. 16. Verband der Schneider, Schneiderinnen und Wäschearbeiter Deutschlands. :----- Filiale Berlin JL Kostüm- und Musterbranche. Montag, den 10. Oktober, abends präzise 8 Uhr: Cleffeittlidie Versammlung in de» Ariuin- Hallen, Kouiumr.dantcnftr. 58/59. Tages-Ordnung: 1.„Die wirtschaftliche and soziale Bedcntung der Frauenarbeit." Rcscrcut: Genosse Stadtverordneter und Arbeitersekretär Ad. Ritter. L. Mitteilungen»us der Branche. 1W/15 NV Die Kollegen und Kolleginnen werden dringend ersucht, sür einen regen Besuch der Versammlung sorge zu iragen."VE Mit kollegialem Grug Die Hommlemlon für die Ko»tUmhranche. Donnerstag, den 20. Oktober, abends 8'/, Nhr, wird bei«Iniin» ?n�t»eit7ich7>n Kursus in Stenographie eröffnet. Dauer des Kursus 10—12 Stunden. Für Lehrbuch und UebungShcste sind 2'.7t. zu entrichten. 1278b Anmeldungen werden im Lokal und bei W. Trautniann, Alexandrinenstr. 9 III, entgegengenommen. Verdauä der JRaler, Sachterer, Anstreicher etc. Melchiorstrasie 28, Part. Filiale Berlin. Fenispr.: Amt 4, 4787. Küchenmöbel-Branche. Montag, den 10. Oktober 1910, abends 8 Uhr, im Englischen Garte», Alcxandcrsir. Ä7c: Versammlung der Waler und Anstreicher der Küchenmödel-Krauche. Tages-Ordnung: 129/20 I. Die Einsührung deS neuen TarisS. 2. Wahl der SchsichiungS- kommisston. 3. Branchcnaiigelcgenheit. Wir weisen die Kollegen daraus hin, daß sede Werkstatt vertreten sein muh. Die Itranctacnleltung. 8382 Rosinen- Müller Charlottenburg; früher Stosmenslr. 3, jetzt: Osttabrücker Strasse 4. Haltestelle der Strastenbahnlinieu: 3, 8. 18. 34. Fett mit Bine umi Garten Meine nen renovierten (sür 40. 80, 100, 500, 1000 P-rs.)___ sind noch an mehreren Geschäsistagen zu vergebe». 1302L' Frltn Wilke, Sebastianstr. 39(dicht an der Alten Jakobstratze). — Amt IV, 11348.— Bequeme Fahrgelegenheit nach allen Richtungen.— Wer ii ArdettSnachwetS:«ertvaltungSstelle Berlin. Hauvtburean: Hoj l. Amt 3, 1239. lidaritsstraöo 3. Hos IU. Amt 3. 1987 Dienstag, den 11. Oktober 1910, � abends 8 Uhr: Mitglieder- Vers ammlung der Rohrleger unä Helfer Berlins und Nuigegend in den Andrras-Festsljlrn» Andreasstr. 21. Tagesordnung: i. Stricht über die Verhandlnilgen mhs Abschluß eints ttftifu Tnrifes für das Rohrltgergkwerbe. 2. Diskussion. Kollegen l Da eS notwendig ist, datz Jhr alle von dem VcrhandlunaS. t Mitteilung erhaltet, und in dieser Versammlung auch wichtige Beschlüsse gesatzt werden, lo erwarten wir, datz ein jeder von Euch für einen zahlreichen VersammlungSbesuch agitiert. Ohne Mitgliedsbuch hat niemand Zutritt!"jkU 123/6 Die Ortsvcrwaltnng. Betonbanbranche: Zementierer, Einschaler n. Hilfsarbeiter. Dienstag, den 11. Oktober, abends 7 Nhr, gleich nach Feierabend, im Gcwerkfchaftshans, Engclufer IS» grofter Saal: Versammlung für alle im Betonhaugwerbe beschäftigten Zementierer, Einschaler und Hilfsarbeiter. Tagesordnung: SteNnngnahuie zu dem am Montag, den 3. Oktober, gefüllten Schiedsspruch des EintgnngSanits. betr. die„ennstündige Arbeitszeit und die Bezahlung der ZufchlSge für Ueberftnuden. Werte Kollegen: In Anbetracht dieser alle Kollegen stark inter» essierenden Frage ist es Ehrenpslicht eines jeden Kollegen, dies». Versammlung zu besuchen. Am Dienstag, den 11. Oktober, mutz aus allen Bauten die Parole lauten: Pünktlich Feierabend 1 Auf in die Bcrsammlung l Kein Kollege darf fehlen! 138/19 Der Sektlonsvorstand. tantanns Testsäle und Harten ======= 27, ÜUunynstraOe 27...... u:: Bühne:::: Q 3 Kegelbahnen. Sonnabend, den 11. Movembcr er., frei gowordea. Tre' __________ Sonnabende und Sonntage im Dezember noch frei. lLerantwortl. Redakteur: Carl Wermuth, Berlin-Rixdorf. Für den Inseratenteil verantw.: Th. Glocke, Berlin. Krück».Berlag: Vorwärts svachdrusierei u, BerlagSgnftali Paul Singer& Co., Berlin SW, Dr. 2B7. 27. Jahrgang. 3. Ifilw des.lotiüätts" ßttlinn Zonniag. 9. Oktober 1910. Hus Induftrle und F>andeL 1 J gegen, von Waren aus edlen Metallen und Handschuhleder ist im j Lause der Jahre gesunken._ Vom Warenmarkt. Getreide. Die AuftvärtSbeweguug an den internationalen Getreidemärkten setzten sich in der vergangenen Woche fort, ohne daß es zu besonders großen Umsätzen gekommen wäre. Weizen Per Oktober schließt mit LllL-K M. gegen 198%. am Ende der Vor- Woche, Dezember mit 204%, gegen 200% M. In Chikago war die Preisbewegung ähnlich. Der Wochcnschluß lautete auf 98% Doll. gegen 93% Doll. für Dezemberware. Maitcrmin stellte sich auf 194% Doll. Oktoberroggen schließt die Woche mit 149% Mark gegen 148% M., Dezembcrware mit 154% M. Das inländische Angebot war ziemlich umfangreich Hafer lag gleichfalls schwächer und schließt für Oktober mit 144% M. gegen 145%, M. Zucker. Die lebhafte Abwärtsbewegung an den inter- nationalen Zuckermärkten, die auf das Zusammenbreche!: der Hausse- spekulation unter der Führung Santa Marias folgte, ist in der letzten Woche zum Stillstand gekommen. Der Hamburger Oktober- Notierung lautet auf ca. 10 M. gegen 9,25 M. im Anfang der Woche und ca. 15 M. im Juli. Baumwolle. In den Notierungen der amerikanischen Börsen sind jetzt die Anzeichen des Augustkorners vollständig ver- schwunden. Der Preis erhöhte sich zwar in der Berichtswoch« wieder um eine Kleinigkeit für sämtliche Termine, erreichte aber für Oktoberlieferung inimer erst ein höchstes Niveau von 14,15 Doll. Am deutschen Markte, in Bremen lautet die Notiz unverändert auf 76%. In der Frage der Baumwollkonossemcnte und der Finanzierung der diesjährigen amerikanischen Ernte hat sich in der letzten Zeit nichts geändert. Wolle. Der Umsatz in Berlin belief sich auf über 1900 Tonnen. Die an den Markt kommende Ware wurde zum größten Teile von den mitteldeutschen Fabriken für Wollwaren aufge- nommen. Die Preise zeigten jedoch keine Veränderung. Doch läßt sich im Augenblick die Lage von Produktion und Konsum noch nicht übersehen, so daß sich auch kein Urteil über die künftige Gestaltung des Marktes fällen läßt. Kaffee. Auf dem Hamburger Markte ist die Aufwärts- bewegung der letzten Wochen endlich zum Stillstande gekommen. Die Preise in Hamburg, Havre und New Dort konnten sich auf dem hohen Niveau halten. Deutschland und Portugal. Die wirtschaftlichen Beziehungen zwischen Deutschland und Portugal sind von keiner großen Be- deutung. Portugal ist eines der wenigen Länder, die an dem Aufschwung des deutschen Außenhandels keinen oder doch nur einen ganz geringen Anteil haben. Der Warenumsatz mit Portugal betrug 1900 0,7 Proz. des deutschen Gesamthandels; im Jahre 1909 betrug der Anteil gar nur noch 0,6 Proz. Die absoluten Wert- ziffern im deutsch-portugiesischen Handelsverkehr stellten sich im im Jahre 1900 auf 38,3 Millionen, im Jahre 1909 auf 42,3 Mil- lionen, das macht eine Zunahme um 10 Proz. oder im Jahre durchschnittlich um 1 Proz. aus. Und zwar hat ausschließlich die deutsche Aussuhr nach Portugal Anteil an der Steige- rung; sie stellte sich im Jahre 1909 auf 29,3 Millionen M. gegen 20,7 Millionen im Jahre 1900. Bis zum Jahre 1907 war die deutsche Ausfuhr sogar auf 34,8 Millionen M. hinaufgegangen und ist erst wieder in den letzten drei Jahren gesunken. Die Einfuhr Deutschlands aus Portugal ist stark zurückgegangen; sie betrug im Jahre 1900 17,6 Millionen M. und sank im Laufe der folgenden zehn Jahre so, daß sie 1909 nur noch 13,0 Millionen betrug. Den Hauptanteil an dem Rückgang unserer Einfuhr aus Portugal haben Wein und Korkholz, und zwar ging die Einfuhr von letztcrem von 5,2 Millionen M. im Jahre 1900 auf 4,0 Millionen im Jahre 1909, die von ersterem von 3,1 auf 1.6 Mil- lwnen zurück. Im laufenden Jahre hat die Einfuhr von Korkholz aus Portugal weiter abgenommen, während portugiesi» scher Wein wieder etwas reger importiert wird. Zugenommen hat hauptsächlich die Einfuhr von Bienenwachs und von AnanaS. Bei der deutschen Ausfuhr nach Portugal ragen nur Zucker und Lokomotiven mit kräftigen Steigerungen hervor; die Ausfuhr von Zucker stieg von 1,9 auf 3,7 Millionen M., die von Lokomotiven ging von 0,0 auf 0P Millionen M. hinauf. Eine Zunahme hat, soweit die 1906 veränderte Handelsstatistik einen Vergleich zuläßt, auch die Ausfuhr von Kanonen- röhren nach Portugal erfahren. Die Ausfuhr von Reis da- Ans dem Holzgewerbe. Seit der Bauarbeiteraussperrung will sich keine Aufwärts bewegung mehr durchsetzen, und die Mattigkeit im Marktverkehr hat schon so ans den Beschäftigungsgrad zurückgewirkt, daß die Arbeitslosigkeit bereits über die vorjährige hinausgeht. Sie stellte sich iin August bei den organisierten Holzarbeitern aus 2,03 Proz. gegen 1,82 Proz. im Vorjahre. Damit bleibt sie zwar noch hinter der von 1908 zurück, ist aber höher als in fast allen früheren Jahren. Der Andrang Arbeitsuchender zeugt ebenfalls von der unbefriedigenden EntWickelung des HolzgewerbcS; er ist zwar noch immer niedriger als im vergangenen Jahre, doch nimmt die Erleichterung gegenüber 1909 niehr und mehr ab. Es kamen im August auf je 100 offene Stellen durchschnittlich 142,6 Arbeitsuchende gegen 173,9 im August 1909. Die Erleichterung gegenüber 1909 belauft sich auf 31,3, sie hatte im Juli 61,8, im Juni 91,2, iin Mai 8l,7 und im April sogar schon 120,1 betragen. Die Entwicklung des Andrangs stininit demnach auffallend mit der Bewegung der Arbeitslosigkeit überein. In einzelnen L a n d e s t e i l e n, wie in Posen, Schlesien, SchlcSivig-Holstein, Bayern, Königreich Sachsen und Baden ging der Andrang auch iin August schon über den des Borjahres hinaus. Eine ungünstige Tendenz weist auch die Gestaltung des Rohstoffbedarfs auf; wenigstens bleiben die Zu- fuhren ausländischen Bau- und Nutzholzes in den letzte» Monaten stark hinter den vorjährigen zurück. Es betrug nämlich die Einfuhr von Bau- und Nutzholz in Doppelzentner» im 1909 1910 Juli... 7 635 932 6 640 867 August.. 7 567 350 7 490 800 In sehr engen Grenzen hält sich noch immer die Unter- n e h m u n g s l u st in der Holzindustrie, und Ivenn auch die neu- investierte Summe die de§ Vorjahres wieder ettvaS übersteigt, so bleibt sie trotzdem noch niedriger als in de» drei früheren Jahren. Die für neue und alte Aktiengesellschaften und Gesellschaften in. b. H. angeforderte Summe belicf sich nämlich in den ersten nenn Monaten dieses Jahres auf 10,75 Millionen Mark gegen 10,67 Millionen im Borjahre, 11,46 Millionen im Jahre 1908, 23,70 Millionen im Jahre 1907 und 12,85 Millionen Mark im Jahre 1906. Die Zahl der Gesellschaften ist allerdings höher als in jedem der Vor- jähre._ Monopolisierung im Berliner Kohlenhandel. Ewen Schritt auf dem Wege zu einer Monopolisierung des Kohlenhandels in Berlin hat in seiner kürzlich abgehaltenen außerordentlichen Generalversammlung der Verein Berliner Kohlenhändler A.-G. getan. ES wurde beschlossen, die Kohlcnhandelsfirmen Leopold Pauly Nachf. G. m. b. H. mit einem Kapital von 500 000 M., Ludwig Budde G. m. b. H. mit einem Kapital von 300 000 M., D. Timcndorfer mit einem Kapital von 200 000 M. sowie die Firma Knoller u. Rahmer zu erwerben. Das Grundkapital soll zu diesem Zwecke um 1 100 000 M. erhöht werden. Das gegen- wärtige Aktienkapital beträgt nur 100 000 M. Internationale Baumwollfiatistil. lieber den Wcllbaumwoll- verbrauch und den Baumwollvorrat in den Händen der Spinner am 31. August 1910 ist dem.Internationalen Verband der Baumwoll- spinner und Webervereinigungen" folgender Bericht zugegangen: 119 473 025 Spinnspindeln(die abgeschätzte Totalzahl von laufenden Spinnspindeln der Welt betrug 133 384 794) halten vom 1. September 1909 bis 31. August 1910 einen Totalverbrauch von 17 030 511 Ballen Baumwolle. Der Bauinwollvorrat in den Händen der Spinner betrug am 31. August 2 523 786 Ballen gegen 3 183 392 am 31. August 1909. Die abgeschätzte Totalzahl von laufenden Spindeln verteilt sich auf die einzelnen Länder wie folgt: Großbritannien 53 397 466, Deutschland 10 200 000, Frankreich 7 100 000, Rußland 8 234137, Indien 5 657 231, Oesterreich 4 643 276, Italien 4 290 000, Spanien 1853 000, Japan 1948 000, Schweiz 1 496 693, Belgien 1 321 780, Portugal 475 696, Holland 426 354, Schweden 470 000, Norwegen 73 656, Dänemark 83 208, Vereinigte Staaten von Nord- amerika 28 349 000, Kanada 855 293 und Brasilien und andere Länder 2600000 Spindeln._ Hus der fraucnbcwegung- Bürgerliche Kritik der Kopeuhagener Frauenkonferenz. In der„Zeitschrift für Frauenstimmrecht" beschäftigt sich das Fräulein Doktor Anita Augspurg mit der Internationalen Frauenkonferenz in Kopenhagen. Man kennt Fräulein Augspurg und weiß, wie sie der sozialdemokratischen Frauenbewegung gegen- über steht; man müßte sich daher gar nicht weiter aufregen, wenn sie die sozialdemokratische Konferenz ziemlich ungnädig behandelt. Wenn aber die Dinge auf den Kopf gestellt werden und das, was Nebensache ist, zur Hauptsache gemacht wird, ist eine Nichtigstellung wohl vonnöten. Tut doch die Dame so, als ob das sichtbarste Zeichen der Kopenhagcner Konferenz darin bestände, daß Genossinnen über die Vernachlässigung ihrer Forderungen seitens der Partei geklagt hätten. Frl. Augspurg sieht schon, daß der frühere Grundsatz: „Erst sozialdemokratische Forderungen, dann Frauenforderungen, durch die stürmische Auflehnung der Genossinnen gegen die Parteithrannis der Genossen bedenklich überflügelt zu werden droht." Die Genossen sind somit gewarnt, seht Euch vor! Die Anträge und Reden der Genossinnen von Schw'eden und Holland führt Frl. Augspurg als Beweis an. Die Anträge dieser Genossinnen bezweckten, durch Schaffung einer internationalen Korrespondenz die Parteipresse zu größerer Berücksichtigung der Fraueninteressen zu nötigen und deren Be- deutung für die sozialistische Bewegung darzulegen. Was soll aber das wirklich beweisen? Die sozialdemokratische Fraucnorganisation in Oesterreich gibt seit bald zwei Jahren eine Frauenkorrespondenz heraus. Sie wurde nicht gegründet, um die„Genossen zu zwingen", die Fraueninteressen mehr zu berücksichtigen, sondern um den A n- forderungen der Partei- und G e w e r k scha f t s- presse nach Artikeln über die Fragen, die für die Frauen von speziellem Interesse sind, zu genügen. Nicht anders ist es in Deutschland. Es gibt wohl kein deutsches Parteiblatt mehr, daß sich der Besprechung der Frauenfrage entzieht. Aber die Sozial- demokraten, die„Allesgleichmachcr", sind bescheiden genug, daß sie sich sagen, wer am unmittelbarsten mit der Frauenfrage und ihren verschiedenen Problemen zu tun hat, ist am berufensten, darüber zu schreiben. So kommt es, daß eben dort, wo die sozialdemokratische Ar- beiterinnenbewegimg am schwächsten ist, am wenigsten über sie ge- schrieben wird. Das trifft vor allem auch für Holland zu. Schweden aber ist noch nicht ganz von der feministischen Nüance der Frauen- bewegung frei und wenn die Sozialdemokratinnen den Wunsch haben, Klarheit zu schaffen, so erscheint uns dieser Wunsch nur er- freulich. Was aber die Klage der Genossin P a l m ü ck e aus Lem- berg betrifft, daß die Parteipresse der Frauenbelvegung zu wenig Beachtung widmet, so bemerken wir, daß die polnische sozial- demokratische Partei ein eigenes Frauen blatt als Beilage eines ihrer Blätter herausgibt und dieses Frauenblatt wird von einer Genossin— Dora KluSciuska— redigiert. Aber auch eine Frau A l l a p i n aus Ungarn soll sich beschwert haben, daß die ungarische Sozialdemokratie die Frauenbewegung nicht nur ungenügend unterstützt, sondern„sogar die Bekämpfung" der FrauenstimmrcchtSbcwegung seitens der ungarischen Partei- leitung soll„längst" bekannt sein. Fräulein Doktor: Diese „Frau Allapin"(A l p a v i) war erstens ein Mann und zweitens einer, der von der ungarischen Partei ausgeschlossen ist wegen Verbreitung unwahrer Nachrichten über sie im Ausland. Frl. Augspurg kritisiert selbstverständlich auch die Debatte zum Frauenwahlrecht und spricht von„leerps Stroh dreschen". Von ganzem Herzen wollen wir dem Fräulein gratulieren, lvenn auf den Konferenzen der bürgerlichen Frauen nicht mehr leeres Stroh gedroschen wird. Wir Ivollen aber nicht gleiches mit gleichem vergelten und mit dem Aufzählen von Sünde» beginnen, die es doch in so reichem Maße gibt. Wenn die Frauen- konferenz diskutiert hat, ob ein beschränktes Fraucnwahlrccht zu veriverfen oder anzunehmen sei, und die„Zeitschrift für Frauen- stimmrecht" von den„Prinzipicnreiterinnen" spricht, die alles oder nichts wollen, so mag man auch diese Sorgen der sozialdemokra- tischen Frauenbewegung allein überlassen. Soviel Torheit wolle man uns aber doch nicht zutrauen, daß wir ststsetzen, wie schlecht das Wahlrecht sein darf, das wir„akzeptieren" würden. Nein, Fräulein Augspurg! Wir wollen wirklich das allgemeine. gleiche und direkte Wahlrecht, dafür kämpfen wir, dafür demonstrieren wir, wenn wir es für zweckmäßig halten. Ueber jedes andere Wahlrecht werden wir aber erst dann reden, wenn es da ist. Ob wir dann„komplett toll" sein werden oder ob wir so lmndcln werden wie die„Genossen in den Ländern des Drei- klassenwahlrechtS", wird sich dann schon zeigen. Wenn aber die Genossen in Preußen und in Sachsen das nicht allgemeine Wahl- recht ausüben, so sei noch zum Uebcrfluß festgestellt, daß es keinem von ihnen eingefallen ist, für ein solches Wahlrecht auch nur eine Hand zu rühren. Leseabende. Stralau. Montag, den 10. Oktober. 8% Uhr. bei Fortsetzung der Erläuterung des„Erfurter Programms". Käser, OOOOOOOOOOOOOOOOOOO 0000000000000000000 OOOOOOOOOOOOOOÖOOOO 0000000000000000000 OOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOO o o o o o o o fO o o o ■o o x> "O :o o 8 o o o o o o x> o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o Ausnahme- l äge zur Einschulung! Besonders günstige Kaufgelegenheit! Schluß am 10. Oktober Blaue Cheviot-Anzüge Q90 fQr 2 bb 8 Jahre.................. durchweg£1 M. Manschester- Anzüge qeo für 2 bis 8 Jahre, viele Farben......... durchweg\J M. Blaue Kammg.- Anzüge eo fär 2 bis 8 Jahre ,».»,,»«»»»»,»»»,. durchweg M. Norfolk-Anzüge für 3 bis 8 jähre, /i60 viele Stoffarten........................ M Norfolk-Anzüge wter w iah« qso jede gröltere Nummer 50 Pf. mehr............ � dt. Lodenpelerinen 5"� 50 M. 3 455 Loden-Joppen gekm»«?» für 4 bis 8 Jahre»»»»»»«»,»»,»,,,» durchweg Loden— Joppen«arm gefüttert fQr 10 bis 14 Jahre durchweg Knaben-Hosen �50 /:/> für 2 bis 8 Jahre....... durchweg 1 M and Schüler-Hosen q—<50 für 9 bis 14 Jahre..... durchweg M. and J M. Manschester-Hosen 235 für 2 bis 8 Jahre durchweg Schüler-Mützen 60 pf. M. BaenSohn ChaasteestraSe 29-50 � 11 BrflelentlraOe>• OroOe Frankfurter Straße 10 Schüneberg, Hauptstraße 10 Soweit Vorrat reicht: Modell-Anzfige von 3~ Modell-Paletots*on 5,0 �00000 OOOOOO OOOOOOOOPOOOOOOOOPOOQPpOoj�De�H�optfcatalogJjajgkostenlos ond portofrei]OOOOOOOOOOOOQOOOOOOOOOOOOOQOOOOOOOOO <,€£££€««*«sSSESSSKj ■" Dem fiuttcflcti Xiinke und fciitcv lieben Braut die herzlichsten Glückwünsche zur Vermählung. vi« KoMsgen der Genassen- schafts-Biickerei. %. SozIaldemoRratiscIierWaliivereiii des 6. Berl. Reicastatjs- Wahlkreises, Todes• Anzeige. Am 8. DttoBer verstarb unser Mitglied, der Dreher �lkreä pritiksu Jnvalidenslr. 146. Ehre seinem Andenken? Die Beerdigung findet am Mittwoch, den IS. Oktober, nach- mittags 4 Uhr, von der Leichen- Halle dcS Virchow-Krankcnhauscs auS nach dem Golgatha-Kirchhose, Barfusstraxe, statt. Um rege Beteiligung ersucht tHer Borstand. Todes-Anzeige. Am 6. Oktober verstarb nach langem, schwerem Leiden mein lieber Mann und unser guter Vater, der Schlosser 130SL Julius Niedergesäß im Alter von 65 Jahren. DieS zeigen tiesbetrübt an Die trauernden AngehSrigen. Die Beerdigung findet morgen Montag, den lv. Oktober, nach- mittags 1°/. Uhr, von der Leichen- Halle deS Virchow-KrankenhauseS nach dem städtischen Friedhofe in der Seestraste statt. lies li. her Todes- Anzeige. Am 0. Oktober verstarb unser Mitglied, der Schlosser Julius Niedergesäß Oudenardcr Str. 9. Ehre feinem Andenken! Die Beerdigung findet am Montag, den 10. Oktober, nach- mittags 1°/, Uhr, von der Leichen- Halle des Virchow-KrankenhauseS auS nach dem städtischen Fried- hos. Müllerstraste, Ecke Secstraste. statt, 230/6 Um rege Beteiligung ersucht vei- Vorstund. Sozialileinokrat. Wahlverein Kisdorf. Den. richt, daj> unser en zur Nach- tgtiev, llSd'wiK Orün Leinestrabe 61(10. Bez.) verstorben ist. Ehre ihrem Andenken! Die Beerdigung findet am Moutagnachmittag 2 Uhr von der Halle des Nirdorser Gemeinde- Fricdhoses, Mariendorser Weg, aus statt. Um rege Beteiligung ersucht Der Borltand. Zenwl-Nerliand der Schl»lkde. Zahlstelle Berlin. Den Mitgliedern zur Nachricht, dah unser Kollege Herniaim Baum verstorben ist Die Beerdigung findet am Moutagnachmittag 3 Uhr vom Krankcnhanse Moabit aus statt. Um rege Beteiligung ersucht 178/3 Die Ortsverwaltung. Deutscher Holzarbeiter-Verband Den Mitgliedern zur Nachricht, dah unser Kollege, der Tischler Herrnurm Bade am 6. Okiober gestorben ist. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet heute, Sonntag, den 9. Oktober, nach, mittags 2 Uhr, von der Halle des Ntxdorlcr Gemelndesnedhoses, Mariendorser Weg, aus statt. Um rege Beteiligung ersucht 91/8 Die Ortöverwaltung. Danksngnttg. Für die vielen Beweise herzlichster Teilnahme bei der Beerdigung sagen wir hierdurch allen Freunden und Be- kannten, speziell den Simzäftk« und dem Berliner'Gastwirievercin Miseren ausrichtigsten Dank. l.eopoll> Schwarznecker, Luise Hagemeister. Deutscher Holzarbeiter-Verband Zahlstelle Cliarlottenburg. Nachruf. Den Mitgliedern zur Nachricht, dag unser Kollege, der Tischler Richard Egloff infolge eineS Unfalles am Diens- tag. den 27. September, ver- storben ist, 91/6 Ehre seinem Andenken! Die Ortsverivaltnng. Hiermit zeigen an, dah mein lieber Mann, miser guter Vater, der Maurer Ulbert Brumm im 54. Lebensjahre verstorben ist. Um stilles Beileid bitten Die Hinterbliebenen. Die Beerdigung findet heute, Sonntag, nachmittags 2 Uhr, vom Trauerhause, Jungstrahe 39, aus statt, 12802 ZeDtral-Verbanil der Maurer Dentseblands. Zwcigvercln Berlin. Am 6. Oktober verstarb im Alter von 52 Jahren unser langjähriges Mitglied Ulbert Brumm (Bezirk Lichtenberg). Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet heute Sonntag, den 9, Oktober, nach- mittags 2 Uhr, vom Trauerhause, Jungstr. 39, aus statt. 138/20 Um rege Beteiligung ersucht Die VerbandSkeitung. Am Donnerstag, den 6, Oktober, verschied nach langem Krankenlager mein inntggeiiebter Mann, nnscr herzensguter Vater, Schwieger- und Grostvatcr, der Anschläger o Runge im 64. Lebensjahre. Dies zeigen tiesbetrübt die Hinterbliebenen an 1Z02b Emilie Runge nebst Kindern. Die Beerdigung findet morgen Montag, den 10, Oktober, nach- mittags 4 Uhr. von der Leichen- halle des Hcilig-Kreuz-KirchhoscS in Mariendors aus statt, Allen Freunden, Verivandtei, und Parteigenossen die traurige Nachricht, dah meine innig- geliebte Frau Hedurig Grün am 0. Oktober nach schwerem Leiden verstorben ist, Um stilles Beileid biit-t Otto OfÜH. Die Beerdigung findet am Montag, den 10, Oktober, nach- mittags 2 Uhr, von der Leichen- 'alle des neuen Mxdorser Fried- oscS, Mariendorser Weg aus statt. Gestern, Sonnabend, am 3, d. M., vormitlags 7 Uhr. verschied sanst nach kurzen, schweren Leiden mein liebe unvergehiiche Frau. unsrre gute Mutter, die Hebamme Frau tlkM Henneberger Im 36. Lebensjahr». 194/7 Dies zeigen tiesbetrübt an Oie trauernden Hinterbliebonen Max Henneberger und Kinder. Die Beerdigung findet am Dienstag, den 11, d. M., nach- inittaas 4 Uhr, von der Halle des Friedhoses in Steglitz aus statt. Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei der Beerdigung meines Mannes tinstnv SlUbiiis sage allen Verwandten, Freunden und Bekannten sowie dein Zcniraiverband der Maurer DentschlandS, Zweig- verein Berlin, meine» innigsten Dank. Berta MöbiuS nebst Kindern. Danksagung. Sage hiermit allen Freunden und Bekaiinten, insbesondere den Kollegen der Firma Bergmann für die brrz- liche Teilnahme und reichlichen Kranz- ipciidcil bei der Beerdigung meines sieben Maünes, unseres guten Vaters Valentin Misch meinen herzlichsten Dank. Witwe Emma ÜUsch 13042 nebst Kindern. Dr. Simmel Spezial-Arzt* für Haut- und Harnleiden. Prinzenstr. 41. 10— 2. 5— 7. Sonntaf-s 10— 12. 2—4 Meine kassenärztliche Sprechstunde befindet sich � 12846 liiinigstraBe 51 10'/,— 12; auperdem Donnerstag Dr. Lrnst i. Hamann, Augenarzt. Mohrenstrasse 37 a nahe Jerußalemer Strasse 9 Ausnahmetage «W nurMontagu Dienstag! MF" Extrapreise echioko Kostüme k-w° Plüsch- Mäntel Prima Qnalltfieen! Hochmoderne Fasnons! nieste Schneldcrarbelt! Ungeheure Auswahl ————— tiir jede- Prems fitr Koetllme. von M. 18.- an, 25-, 34-, 42,-, 60.- l>t» M. 240.. P reite tue Plütohmänlol v. M. 25.- so. 32... 40.-. 43 60.- bis M 210- Englische Paletots schon von DI, 8.- an Kimonos, JacKetts, Feierinen Kleider, Röche, Blusen Pelzmäntel, Coliiers.Multen. Sonntag geaBnet: 3— 10, 12— 2. Wastmann parterre n. erste Etage Grosse Frankturter Str. IIS nahe Amlrensstrasso r Heinrich Franck � Tel.: Amt III. 4352. Brunnen-Str. 185. 8bis7ührg6Öftnet. INeue Vorstenlanden-Offerten, direkt bei der Ein- f Schreibung vom 30./9. in Amsterdam gekauft.• Helle u. graufahle u, schwarze Vorstenl.-Decken mit schweeweißem Brand von m. 2.40 bis m.5.20. Aufarbeiter u. Umblätter von m. 1.50 bis m. 1.90. Besichtigen Sie bitte meine große Auswahl 1------ | Größte Leistungsrahigkeit durch direkten| • Einkauf in den Einschreibungen• Grosses Aufsehen erregen die-norm billigen Preise bei Schneidermeister»srtln Kotz, Dresdener Strasse 76, nahe dem Thalia-Theater. Herbst, und Winter- Garderobe nach Maß, aus besten deutschen und englischen Stoffen, prima Futateu. garantiert tadelloser Sitz, ersiklasfige Verarbeitung.— Fertige 'herren-Konscllion in gediegenster Ausführung in groher Auswahl am -.aacr.— Kleinste Wochen- oder Monatsraten gern gestattet.— Borzeigcr dieses Inserats erhält 5 Prozent Rabatt._ 11392* med. Karl Reinhardts spezial-ärztlicha Institute für Geschlechtskrankheiten Or HB H Hant-, Harnleiden, Sehnliche ■ Heanderslraäs 12 Potsdanat StraBe 117 SSÜtttSHSÜlZf.'?'. Tollhommenetes kombinlertcw Heilverfahren bei frischen nnd veralteten fallen. Kachwels- Uch unerreichte Bunorerfolge in verhaitniH- maOlg kurzer Zelt. 283/20 Um sich vor tweckloson evt, schädlichen Kuren en schütien, verlange man ausführliche Broschüre in meinen Instituten oder durch die Post(versohloss. Kuvert) gratis nnd franko. W Syphilis"Nachweis"Vi durch wit-senachaftllche Blut•(Jnteraachnng. Der nächste Herren> Vortrag: über chronische Harnleiden sowie über Syphilla and das neue Heilmittel„Ehrlich— Hata 606" findet am Montag, den 10. Oktober, abends 9'/. Uhr, im Restaurant Potsdamer StraBe 45, statt.— Eintritt BERLIN- Preis 1 Mark. M T tes Tastend. W tferlaäMaxRichteöÄlV Von den zustandigen hohen Be- härden genehmigte 116/20 N6gr;�Tr Geld- Lotterie Ziehung 20., 21. u. 22. Oktober 1910. 16887 Geldgewinne, welche in bar ohne Abzug zahlbar sind. Gewinnplan: 1'S Mi 00 000 50000 80000 20000 10000 und so weiter. Der amtl. Preis d. ganz. Loses ist M. 3.30. FDr Zusendung der I-ose und Ge- wliinU.te 30 Pf. extra. Bestellungen erfolgen am besten auf d. Coupon ein. Postanweisung, welche bis 5 M. nur 10 Pf. Porto kostet. Auf Wunsch versende die Lose auch gegen Nachnahme; in diesem Falle genügt die Bestellung durch eine Postkarte. Arthur.VIartens, Hamburg 36 Nur das Bestellte wird gesandt, nichts anderes. ! Winterjoppen! i ÜM. 7, 8,9,10 du M. 20,'" Winterpaletots ü und Ulster;; Iii. lll.2UUI.llliisM.SII.il Pelerinen. Jos.Steinitzii Andreasstraße 68 Ecke Langestraße.* Feste Preise. O Feste Preise. Weder sehen noch stehen« tonnte Ich Um einem Jahr« u wurde von 3 üerjle» all herz. Irant debondeU, tonnte ob« von teinem Slnbttunfl tür mein« kchm erzen u.>o«ie. 4. LI» Paaten rclcdgestickter P ©rtleren 6*. Iioil Pro Fenster � Imposante ftssvahl (einfacher u. hoohapart. Genre). Pro Fenster m Z7S bis 175 i. Nach auswärts per Nachnahme 1 Teppich-SpeziaJhans ifT Emil efevre Berlins. Seit 1882 nnr Oranienstr. ISS. Spezlal-Katalog felz- waren Jeder Art vom einfachste» bis feinste» Genre direkt Fabrik« Einzelverkauf z. Engrospreisen. FialH, Kommandanten- StraBe 15, L Kein Laden. Teleph. 1. 3917. tlxira- Abteilung 1 1. Gesch.; Berlin W., Mohren- 1 StraBc37a(2 Haus von der| iorusalemer StraBe). |ll. Gesch.: Berlin NO., GroBel Frankfurt. Str. 1 15(2. Haus I von der Andreasstrafle). I 1 Sehr gr. Ausw. fert. Kleider, I jHOte, Handschuhe, Schleier] (etc. v. einfachsten bis zaml ] hochelegant. Genre z.Safieret| niedrigen Preisen. Sonder-Abteilung: lHuBaufortlgang In 10 bis 12 Stunden. r Berlin N. 20, Hochstraße 21/24 Schneiderei tOr cI«raneo Herren-Hoden Fertig und nach Mass.— Garantie für(adelloaeo Sitz und beste Verarbeitung. Auf Teilzalilm Woehenrate TM 1 NH... IKurzberi RosenthalB(SU.40 direkt am Hacke- •chan Markt, IM Haden u. I. Etat«. Kaulsdorf und Mahlsdorf. Nur 20 P(.-Fahrtv.Zentrum Borlins, trotzdem billig, als weiter v.Berlin gelegene Orte, wie Hoppegarton, Neuonhagenusw.Möß. Anzahlung, langj. Hypotheken. Pläne gratis. Verkäufer ständig am Bhf. Mahlsdorf . im Pavillon. 1187L« I. Rieger, Berti», Gontardstr.& Unübertroffene JOeisfungsfähigkeif für modernste Herren- und Damenstiefel in den Preislagen ~ S0 10. OO 12.50 15.50 Überraschend große Auswahl von Jjall- und Qese lisch aftssch uhen in allen Preislagen, Leipziger Sir. 65 Jfeueste Wiener und Königstr. 34 pariser Modelle Oranienstr. 34 Oraniensir. 47a Müllerstr, 3a Rixdorf, Bergsir, 7-8 |»tlm Vorzalnen dl«»«» In»»i»>, 4� B«balt. Danen sparen Ml M/s beim Einkauf im Engros-Lager. lOtllBiM.WiDe.WaSv« cn Ii •oelisohe Ar«..... iO'OU M. Malehover Kautabak (Mccklenbarger)* aus der Fabrik von Jolla Dsnn0hl| MälChOV. General-Vertrieb durch: Karl ttöeker, Berlin o.»7, Grüner Weg 112, Amt vn, sssi. Tabakfabrik.— Zigarren, Zigaretten en gron. Leser dieses Blattes wissen, aus welchen Gründen Slfß'Cigarettett zu berorzugen sind. SSZL' lYlöbel-7abrik R. Baiaul |» Briumeiistr.aa f Komplette Wohnungs-Einrichtungen sowie Glnzelmttbei stehen in meinem sechs Etagen hohen Fabrikgebäude ohne joden Kaufzwang zur Besichtigung bereit. ---- Ständiges Lager---- in Herrenzimmern- Speisezimmern Schlafzimmern- Küchen. Reelle Arbeit! Teilzahlung gestattet!| Einrichtungen von M. SV«. 400,»00—10000. MIÄW-iiillM�M«. nglistliB Bhter& Baglani fi-ZSM. tmr Hochelegante Modelle nalalntr Seal- Plüsch- u. Velours du Nord"ruiBiUlä BW bodoutend unt. Herttellunosprait. IPBZialJilrawgitenl.itarke Damen, raueopalelols"aVoÄn11 Gardinenhau» Bernhard Schwartz Wallstr. 18. Die Borteile ditekt in drr Fabrik |u faulen, find bedeutend» Außerordentlich günstige «aufgelegenheit: Neste und Netsemuster enorm billigt I. Eintritte, elegante Vortieeen'Ohawt» Stück 1 Mark statt 6 Markt Bscklisch Kinder- u.KielerPaietott 1 tt U LodenmUnUl u. Pelerinen J'IJ Hl. >Iax JÄosczytz, ufÄA 59,.... gor, eine Treppe, aas ▲lexaadarplata, Z,adant Achten Ale In Ihrem eigenen Intereeee not die Hausnummer. IT Möbel auf Teilzahlung bei allerkleinster An* u. Abzahlung. GrflCte Bfickwicht in Krankheitsfällen und Arbeitslosigkeit. E- Cohn, Gr. Frankfurter Str. 58. 1 Spiegel, Bilder, Oeoken, Portleren, ---------„ Tepplehe, Gardinen, Storee; ferner mit kl. Anzahlung(1 Mk. wöchentlich) Herren-, Hamen-, Kinder- Garderobe, Bett- und LeltawSsohn, Betten, Kinderbettstellen sowie einzelne Möbel. JAm-IaI Brückenwtr.|_ erste ■•«■■USij nahelannowltzbr. Etage. Bitte genau auf Üaus-Nummer achten! Bitte Besuch oder Postkarte.—■ �.» Anzüge □ Ulster □ Paletots fertig und nach Maß, vorzügliche Qualität, kaufen Sie direkt von der Tuchgesellschaft Kottbuser Damm 16/17. Außergewöhnlich billig z. B. liefern wir Fertige Anztlge M. 8.25, 9.60, 12-, 15.-, 18.-, 21.-, 24.-. 28.-, 32.-, 36.-, 4b.-.— tlwtep, jetzige Jahreszeit gut geeignet, elegant sitzend, dauerhaft, zum Preise von 11.50, 14.50, lt.-, 20.-, 33.-, 27.50, 31.- usw.— Paletotw. Eskimo, Marango und sonstige schwere, dauerhaft«, gute Htoffe, zum Preise von 12.50, 15.-, 18!-, 21.-, 24.-, 28.-, 82.- usw.— MaBangüge aus guten, bewährten Stoffen und neuesten hochmodernen Mustern, von ersten Kräften gearbeitet, zum Preise von 32— 85 M.— Hoaen, sehr große Auswahl, aus eleganten, haltbaren Stoffen, 9.-. 3-, 4.50, 5.75, 6.50, 8.-, 9.60 usw.— BfotTe zu Anzügen, enorm billig, pro Meter 1.40, 1.80, 2.20, 3-, 3.60 usw. Wir leisten auf alle von uns gekauften Sachen weitgehendste Garantie fDr vorzUgtiche Haltbarkeit und eleganten Sitz.— Händler u. Schneidermeister erhalten Rabatt. Tuchgesellschaftf Kottbuser Dainni 16/17. Vorzeigen) diese» Inserates 8 Prozent Rabati. Keine Branntweinsteuep kostet die Solbstbereitung von Haustrunk nach meinem Verfahren. Selbstkosten pro Ltr. 9 Pf. Bierbereitung im Haushalt nach meinem Verfahren gesetzlich erlaubt. Enorme Steuerersparnis! Selbstkosten pro Flasche I1/, Pf. Noch Urteil des Obersten Bayrischen Landesgerichts wirkliches Bier. Unübertroffener Wohlgeschmack. Bereitimg mühelos, kinderleicht. Ohne Vorkenntnisse, ohne Brauanlage. Begeisterte, lobende Anerkennungen! Alkoholfreie I.iköre, Lilmonaden, Brauacn durch Selbstbereitun� in vollendetster Qualität. Herrlichster Wohlgeschmack. Zu allen obigen Getränken finden Sie viel tausendfach bewährte praktische Anleitungen in meinem reichillustrierten Rezept- buche, 14. Aufl., welches ich an Interessenten kostenlos versende. UWea'V TVee» Berlin, Elaaaaer Straße Mo. 5 **€»5 drittes Haus vom Rosenthaler Tor und MIeder-SchOnhanaen, Treakowstraßc 5.* Mortis Hirs � Möbel-Fabrik Kompl. Einricntnngen£ Skaliteer Sir.25] Hod""Jm 'KoiibuserTor Echt amerikanische GOLD FILLED Herren- und Damen-Brille mit Optal-GIäsern. 5 jähre schriftliche Garantie. Optiker Kuhnke Meine Optal-Glöfer wZiea Augenärzten emptohlen; die täglich eingehenden Anerkennungsschreiben beweisen, wie zufrieden meine Kundschaft damit ist. — Augenärztliche Gläler-Verordnung koftenlos:— Brunnen-Straße von l1/2— 3 Uhr. Am Alexander-Platz von 3—7 Uhr. Oranien-Straße von 11— 1 Uhr. Link-Straße von 11— 1 n. 5 �— 7 Uhr. 11 Spezial- Geschäfte: Oranien-Str. 44■nheOnmen-PIati Friedrich-Str.190 t d. Kronemtr. Brunnen- Str. 12 an d, Invalidenstr. Karl-Straße 8 an der Lniaenstr. Turm-Str. 47 an der Cmdenar Str. Link-Straße 1 Cd-e Poisdtmer Str. Am Alexander-Platz n>taddnz«e Chanssee-Str. 72ncb.Warenh. Stein Wall-Straße 9 Spindienbof Charlottenburg: Tauentzien-Str. 19 a. d. Nurnberz«r sir. Wilmersdorfer Str. 48 a, d. BUmari-str. |...... ru meiner Freude kann ich Ihnen mitteilen, daü ich mit der von »v.•« Ihnen gelictcrten Brille äußerst siifrieden bin. Sowohl die Güte und Seh- Jhilll UrtCU schärfe der OPTAL-Oläser als auch der angenehme Sitz» welcher mit keinerlei vAti Bcsdiwerdcn verbunden ist, berechtigen midt zu der Annahme, daß mit VUn vicicu. ihren Gläsern wohl das Vollkommenste auf diesem Gebiete erreicht ist..... gez. f. bischer» Berlin-Kixdorf. Achtung! Hausfrauen I Achtun� Die Bäckereigenossenschaft Berlin E. m. B. H. empfiehl ihr garantiert reines Roggenbrot, prima Weiß- gebäck sowie Knche» und Konditorwaren von hervorragender Qualität in folgenden Niederlagen Berlin: O. BtfdikcpstraBe SO. HohcnlohoNtraßo 18. HO. talofifaiier 8traSo L8. Forster Straße SO Rixdorf: Htelnmetzsti aßo 100. I IsarstraBe 11. Falkstrafio 1. I Hohenzollernplatz 11. In allen Filialen geben wir unsere Rabattmarken und liefern ans Wunsch„RrÜllStfiek frei Haus". 106/16" 8. OrllfestraBe 35. 8W. Yorkstraße G5. BergmannstraBe 90. „Hoffnung" Berliner Schneiderei- Genossenschaft E. G. m. b. H. Zwischen Rosenthaler QwnifHOMob« tfiK Zwischen Rosenthaler Tor u. Invalidenstr. öl UllllCllill• lOÖ Tor u. Invalidenstr. Gegr. i. Februar 1906 v. organisiert. SchneidergehiUen Berlins. SS Arbeitern, IParteigenossen uLd Mitbürgern... Herren-iKnabengarderobe Großes Lager fertiger Herren-, Knaben- u. Kinder-Anzüge. GroBe Aaswahl in 1 Winter- Paletots, Ulster, ßadlabranziigen o. Fanl-Westee 1 in allen Größen und Preislagen sowie Arbeiter- Berufs- Kleidung. Die HersteUune unserer Fabrikate erfolgt in eigenen BetriebSWCrkStätteil unter den von' unserer Organisation festgelegten Bedingungen. Lieferanten 103/1* der Konsam-GenosHensebaf t Berlin n. Umgegend, des Cbnrlottenbnrger Konsnm-Vereins sowie des Arbelter-Radfahrorbnndes. NB. Wir weisen besonders darauf hin, daß wir nur für 1 eigenen Bedarf fabrizieren und unsere Waren in keinem anderen Geschäft zu haben sind. Cigaretten mit und ohne, auch mit Goldmnndstfick, St 2, 3, 4 und 5 Pf. Cigarettenfabrik NAMK0R1 Empfehle allen Freunden und Bekannten zum bevorstehenden Umzüge und spliter mein 46742 Glas-, Porzellan-, Steingut-, Jiippcs-, Campen- und Gmalllewaren-Geicbäft sowie skmtllcbe Küchen-Artikel zu den billigsten Preisen. Huguft Meiert, Möbel compL Wohnungs-8inrichtungen sowie einzelne Stücke Herren- an Damen-Garderobe auf Kredit empfiehlt Koppenstr. 4 Ecke Madaistr. f— am 3 chles. Bahnh. Kleine Anzahlung— Bequemste Ratenzahlung. Reelle Ware.— Lieferung frei Haus.* Nächstes Kreditgeschäft der östlichen Vororte. A.KretscIiniann&G":1 Berliner Möbel-Halle„Norden ff(Inhaber Rieh. Thiele) genoh Ferntprecher Amt Hl, 2934 118 Invalidenstrasse 118 vls-ä-vis Stettiner Vorort-Bahnhof Dieses Vertiko ksetet 39 Mark, echt nussb. fourn 63 Mark ä 120 Ackerstrasse 120 am Qartenplmtz Spezial-Kaufhaus Bürgerlicher Wohnungs- Einrichtungen von 200 Mark an bessere Wohnzimmer 400— 600 M. etc. Eich. Speisezimmer 575 M. Eich. Herrenzimmer 465 M. Schlafzimmer von 200 M. an. Moderne komfortable Küchen- Einrichtungen von 65 M an. Lieferung und Aufbewahrung kostenfrei— Katalog gratis.— Teilzahlung nach Vereinbarung. Gelegenheitskäufe in zurückgesetzten Möbeln spottbillig! OlMT Sebruk«. HotM, Teures Fleisch— Billige Bouillon I Brühl' Volks= Würfel(B.V.W.) 3 Stück für 10?f. ergeben 3 Teller nahrhafter und wohlschmeckender Sonillon. Tel. IV. 9359. Man achte auf die beistehende Schutzmarke und auf unser gelbrotes Plakat in den Läden. Tel, IV. 9359. Allgemeine Nährmittel'Gesellschaft Brühl& Cie. G. m. b. H. Berlin SO., Schmidstr. 16. Verantwcrtl. Redakteur: Carl Mermuth, Söctlin-iHijborf, Für dengmeralenteil verantw,: Ttz. Glocke, Berlin. Druck u. Verlag: Vorwärts Buchdruckerei u. VerlagSanftalf Paul Singer A Co., Berlin LW, ' it.m k.joä 4. Keiltze des„Wmiirls" Ktlliller WlllgdlÄ. Mwoch. den 12. Oktober. Zahlabend In den Bezirken Groß'Berlins. Gewerbeaericbtswatyen. Die Wählerlisten für die Arbeitgeber werden nur noch bis einschlietzlich Donnerstag, 13. Oktober d. I., an den Wochentagen während der Dicnststundcn von mor- gens 8 bis nachmittags 3 Uhr, am Sonntage von vormittags 10 bis nachmittags 1 Uhr im Wahlbureau, Poststr. 10. II— Zimmer 57— zur Einsicht öffentlich ausliegen. Es ist drin- gend erforderlich, daß unsere partcigenössischen Arbeitgeber Einsicht in die Listen nehmen und für den Fall sie nicht einge» tragen sind, Antrag auf Aufnahme in die Listen stellen. Als Arbeitgeber im Sinne der 8 und 9 des OrtsstatutS gelten diejenigen selbständigen Gewerbetreibenden, welche min. dcstens einen Arbeiter(Gesellen, Fabrikarbeiter, Lehrling) regelmäßig das Jahr hindurch oder zu gewissen Zeiten des Jahres beschäftigen und den selbständigen Gewerbebetrieb an- gemeldet haben. Ten Arbeitgebern stehen hinsichtlich der Wahlberechtigung und Wählbarkeit die mit der Leitung eines Gewerbebetriebes oder eines bestimmten Zweiges desselben betrauten Stellver- treter der selbständigen Gewerbetreibenden gleich, sofern ihr Jahresarbcitsvcrdtenst an Lohn oder Gehalt 2000 Mk. über- steigt. Hausgewerbetreibende wählen und sind wählbar als Ar- beitgeber, wenn sie gemäß§ 14 der Gewerbeordnung den selb- ständigen Gewerbebetrieb angemeldet haben, anderenfalls als Arbeitnehmer. Niemand versäume die so überaus wichtige Pflicht der Einsichtnahme._ Partei- 5ZngelegenKeiten. Zur heutigen Flugblattvcrbreitung wollen sich die Genossen um 8 Uhr früh in ihren Bczirkslokalen einfinden. Die Volksversammlungen, die sich mit den Moabiter Vor- gängen beschäftigen, finden um 12 Uhr mittags statt und ist zahlreiche Beteiligung dringend erforderlich. Erster Wahlkreis. Heute Sonntag nachmittag 4 Uhr: Urania- Borstellung. Zur Aufführung gelangt.Vierwaldstälter See und der Si. Gotthard". Billetts sind noch am Eingang zu haben. Zweiter Wahlkreis, ö. Abteilung. Heute. Sonntag, den ö. Oktober, abends 6 Uhr, im großen Saale von Habel, Berg- mannstraße S/7, Familicuabend, bestehend aus Vortrag(Frau Wurm:.Was sollen unsere Kinder lernen?">, gemütlichem Bei» sammenscin und Tanz. Eintritt 10 Pf. Billetts sind bei den Bezirks- führern zu haben. 7. und 8. Abteilung. Heute, Sonntag, den ll. Ok- t o b e r, abends S Uhr, bei Rabe, Fichtestraße 2S, gemütliches Bei- sammensein und Tanz. Bortrag dcS Redakteurs Georg Schmidt über:.Preußische VerfaffungSkämpfe". Die AbteilungSführer. Charlottenburg. Die Generalversammlung des Wahlvereins findet am Dienstag, den 11. Oktober, abends 8 Uhr, im großen Sale des VolkShauscS statt. Tagesordnung: 1. Abrechnung vom 8. Quartal. 2. Ausstellung deS Kandidaten für den 1. Kommunal- Wahlbezirk. 3. Wahl des ersten und zweiten SchristsührerS und Vereinsangelegenheiten. 4. Fortsetzung der Diskusston über den Magdeburger Parteitag.— Mitgliedsbuch legitimiert. Der Vorstand. Steglitz, Friedenau. Am Dienstag, den 11. d. M.. abends 8'/, Uhr, beginnt im.Rheinschloß" der BortragSkursus des Genossen Graf über:.Die Entstehung unserer Erde". Am Sonntag, den 23. Oktober, nachmittags präzise 2 Uhr, findet die diesjährige H e r b st f e i e r der Wahlvereinsmitglieder beider Orte im Rheinschloß statt. Eintrittskarten sind bei allen Bezirks- führern, beim BildungS- und Jugendausschuß und auf dem nächsten Zahlabend zu haben. Jugendliche Arbeiter und Arbeiterinnen haben zu den Vcran- staltungen freien Eintritt. Der BildungSauSschuß. Groß-Lichterfelde. Heute mittag 2lli Uhr findet bei Erpel, Lichterfelde-Süd, Berliner Straße 129, eine öffentliche Versammlung statt. Genosse Kali Ski spricht über:.Wirtschaftliche Not und politisches Elend." Heute vormittag findet ein vom BildungSauSschuß arrangierter MuseumSbesuch statt. Die Teilnehiner treffen sich früh 8 Uhr am Händelplatz. Der Vorstand. Zehleudorf(Wannseebahn). Wir machen nochmals auf die heute nachmittag 3 Uhr bei B- Schwarz(Rennbahn), Alsenstraße statt- findende Volksversammlung aufmerksam. Der Borstand. Britz-Buckow. Montag, den 10. Oktober, abends 8'/z Uhr, im Lokal Lindenpark(Jnh. Karl Gruhn), Ehauffeestr. 18:' General« Versammlung deS WablvereinS. Tagesordnung: 1. Bericht vom Parteitag. Ref. ReichStagSabg. Fritz Z it b e i l. 2. Bericht des Vor- standeS und der Funktionäre. 3. Verschiedenes. Mitgliedsbuch legiti- miert. Der Vorstand. FriedrichShagen. Besonderer Umstände halber konnte der VortragSkursuS am vergangenen Dienstag nicht eröffnet werden. Der erste Borttag findet nunmehr am Dienstag, den 11. Oktober, abends S'/j Uhr. im Schultheiß-Restaurant, Friedrichstraße 74, statt. Genosse Max Grunwald spricht über:.Grundbegriffe der theoretischen Volkswirtschaftslehre". Der Kursus erstreckt sich auf sechs DienStagabeude. Der Eintritt beträgt für alle Vorträge 60 Pf. Für politisch nicht organisierte Arbeiter kostet der Kursus 90 Pf. Desgleichen können auch Einzelvorträge zum Preise von 10 bezw. IS Pf. besucht werden. Eintrittskarten find bei den AbteilungSsührern sowie am Eingang des Saales zu haben. Die Bezirksleitung. Erkuer-WolterSdorf. Die Generalversammlung findet nicht am Mittwoch, sondern am Sonnabend, den IS. Oktober, in WolterSdors statt. Der Vorstand. Wilhelmsruh. Morgen, Montag, den 10. Oktober, abends 8 Uhr, findet im Lokal von Kollmann. Äronprinzenstr. 2, eine öffentliche Fraucnversammlung statt. Zahlreichen Besuch erwartet Die Bezirksleitung. NowaweS. Am Mittwoch, den 12. Oktober, abends 8>/z Uhr, findet im Lokal des Herrn Schmidt, Wilhelmstr. 43, die Versammlung deS Wahlvereins mit folgender Tagesordnung statt: 1. Be- richt vom Parteitag i» Magdeburg. Referent Gen. Stiesen hofer- Charlotienburg. 2. Geschäftliches. 3. Abrechnung vom 3. Quartal. 4. Verschiedenes. Gäste haben Znttitt, auch werden neue Mitglieder aufgenommen. Der Vorstand. Zossen. Am Donnerstag, den 13. Oktober, abends 8'/, Uhr. findet unsere W a h I V e rein S V e r s a m m l u n g im Lokale deS Genossen P. Kurzner statt. Auf der Tagesordnung steht u. a. der Bericht vom Parteitag. Referent: Genosse Will- Char- lottenbnrg. Der Vorstand. Trebbin. Wir machen die Genossen auf den am Sonntag, den 16. Oktober dieses JahreS, nachmittags 3 Uhr im Scklltzenhattse beginnenden Vortragszyklus des Genossen Piek- Berlin auf- merlsam. Der vorstand. Schöueiche und Umgegend. Am Sonntag, den 9. d. M., nach- mittags 4 Uhr, im Lokal der Witwe Klemm in RahnSdorf-Mühle, Mitgliederversammlung des WahIvereinS. Tagesordnung: Bericht über den Parteitag. Referent: Genosse Muth- Oberschöneweide. Wahl eines Revisors. VercinSangelcgenheiten. WilhclmSruh-Nicdcrschöiihaiisen(West). Sonntag früh 8 Uhr Fliigblatlvcrbreitung von den bekannten Bezirlslokalen aus. Berliner JVachnebten. ,v Eine Gefahr für die Kinder. Für die Kinder der Volksschule veranstaltet die Stadt Berlin seit einigen Jahren in den Sommerferien die bekannten F e r i e n s p i e l e, die sich eines von Jahr zu Jahr wachsenden Zu- spruchS erfreuen. Unsere Leser wissen, daß wir diesen Spielen— wir haben das oft gesagt— die weitestgehende Beteiligung tvün. schcn. Aber das darf uttS nicht hindern, öffentlich ein sehr be- trübendes Vorkommnis zu besprechen, das in den diesjährigen Sommerferien auf dem Ferienspielplatz bei Blankenfelde passiert ist. In einem Zelt, das wohl zum Schutz gegen etwa her- einbrechenden Regen aufgestellt worden war, solle» zwei Jungen von 13 und von 11 Jahren sich an einem Mädchen von 7 Jahren in schlimmster Löeise vergangen haben. Gegen den 13jährigen Jungen ist daraufhin das Verfahren auf Ueberweisung in Für- sorgeerziehung eingeleitet worden, und das Gericht hat'schleunigst die vorläufige Unterbringung verfügt, weil„mit seiner Entfernung aus der bisherigen Umgebung nicht bis zum endgültigen AuStrag des Verfahrens gewartet werden darf". ES ist anzunehmen, daß gegen die beiden anderen Kinder gleichfalls die Ueberweisung in Fürsorgeerziehung beantragt werden wird oder wohl schon bean- tragt worden ist. Hier entsteht die Frage, wen die Schuld an dem schweren Leid trifft, das über drei Familien gebracht worden ist. Wo waren die Lehrer oder Lehrerinnen, die da draußen die Aufsicht über die Kinder zu führen hatten? Wie konnte es unbemerkt bleiben, daß die Knaben zusammen mit dein Mädchen sich in das Zelt begaben und längere Zeit darin verweilten? Ist keine der verantwortlichen Personen auf den Gedanken gekommen, daß ein solches Zelt eine Gelegenheit bot, die einen frühreifen Jungen in Versuchung führen konnte? Jetzt soll die Fürsorge- crziehung die Kinder bessern, und man reißt die Gcstrauckielten schleunigst aus der Familie heraus, um sie„aus der bisherigen Umgebung zu entfernen". Die Umgebung, die ihnen z u in V e r- derben wurde, war der Kinderspielplatz. Nicht die Eltern waren es, die die Aufficht über die da draußen Spielenden zu führen und ihre Kinder vor leiblichem oder sittlichem Schaden zu behüten hatten. Wer sein Kind einer Schule zu übergeben ge- nötigt wird und eS vertrauensvoll auch auf die Ferienspielplätze schickt, darf doch wohl fordern, daß alles geschieht, solche Schäden fernzuhalten. Ist auf dem Spielplatz bei Blankenfelde alles geschehen, was zur Verhütung jener Ver- sehlungen geschehen konnte und mußte? Noch einmal: wo waren die AuffichtSpersonen? Und wieviel waren ihrer überhaupt auf dem Spielplatz mit der Aufficht betraut? Hat hier vielleicht die Sparsamkeit, zu der unsere Gemeindeschulverwaltung allüberall sich verpflichtet glaubt, verhängnisvoll gewirkt? Wenn es an rechter Aufsicht fehlt, so können— wie dieser traurige Fall lehrt— die Spielplatze zu einer schweren Gefahr für die Kinder werden. Was denkt die Schuwerwaltung zu tun, um die Wiederholung so schlimmer Dinge zu verhüten? Die Nmtaufnng deS Platzes am Opernhaufe i« Frauz- JosefS-Platz hat in den Kreisen der Bürgerschaft lebhaftes Be- fremden erregt, weil die bisherige Benennung gewissermaßen historisch geworden war. Jetzt erfährt man den Grund, der den Magistrat zu der Namensänderung veranlaßt hat. Vor einigen Wochen war der Kaiser in Wien, bei welchem Anlaß er eine Rede hielt. Diese Gelegenheit benutzte die Wiener Stadtverwaltung. ein Stück des großen Ringes„Kaiser- Wilhelm- Ring" zu benennen. Der Berliner Magistrat will sich nun revanchieren, und so ist er auf den Ausweg versallen, den Platz am Opernhause in Franz-Josefs-Platz umzutaufen, weil ein vornehmes Stadtgebiet bei dieser Namensgebung in Frage kommen sollte. Kinderschutzkommisfion. Alle diejenigen Kinderkontrolleurinnen und Helferinnen der Kinderschutzkommisfion von Groß-Berlin, welche seit dem 1. Oktober 1910 ihre Adresse oder ihre Sprechstunde verändert haben, werden gebeten, dies umgehend mitzuteilen an Genossin Mathilde Wurm. Berlin W. 30, Glcditschstr. 30. Mißstände in Privatbadeanstalten. Berlin besitzt in allen Stadtgegcnden zahlreiche kleine Privatbadcanstalteu, in denen die Einrichtung wie die Sauberhaltting der Zellen manches zu wün- schen übrig läßt. Die Preise sind höher als in den städtischen BolkSbadeanstalten. Wenn man aber für ein Wannenbad zweiter Klasse den ganz respektablen Preis von 40 Pf. bezahlt, sollte man wenigstens einen Kleiderriegel verlangen können. In mehreren solcher Badeanstalten ist man gezwungen« seine abgelegten Klei- dungöstücke auf einer Ecke der einzigen vorhandenen und nicht immer trockenen Bank zu plazieren. Eine Trennung in Männer» und Frauenabteilungen gibt es nicht. ES baden also Männer und Frauen in Zellen, die unmittelbar nebeneinander belegen sind. Dabei sind die TrennungSwände so niedrig, daß man beim Be- steigen der Bank. waS doch vorkommt, die Nebenzelle bequem über- sehen kann. Die Reinigung der Wannen nach dem Bade geschieht ganz oberflächlich, jedenfalls in keiner Weise hygienisch sorgfältig. Mit einem Reisigbesen wird ein paar Sekunden lang über die Innenwände der Wanne gefahren. Von DeSinfizierung natürlich keine Spur. Wie ungenügend diese Reinigung ist, sieht man am besten an dem frisch eingelassenen Badewasser, auf �dessen Oberfläche sich schnell eine leichte Schicht von Seifenrückständen absetzt. Der Fußboden schwimmt häufig in Wasserlachen. Der Bade- bedienung fohlt eS vielleicht manchmal bloß an Zeit, nach jedem Bade den Fußboden wenigstens trocken aufzuwischen. Man muß also in dem Badewasser, das fast immer nichts weniger als sauber ist, herumpatschen. Selbst in den städtischen Volksbadeanstalten. wo allerdings die Wannen sorgfältiger gereinigt werden, ist dieser Uebelstand unangenehm häufig zu beobachten. Die Ausstellung für Jrrenpflege im Abgeordnetenhause bleibt noch heute und Montag von 10— 5 Uhr geöffnet. Eintritt SO Pf., Katalog 20 Pf. Wir empfehlen nochmals den Besuch. Neu hinzu- gekommen ist ein großes plastisches Modell der Strafanstalt Moabit mit einer Sammlung von Originalausbruchwerkzeugen„wilder Männer", ferner präparierte Gehirne von Geisteskranken und andere Dinge, die man nur bei solcher Gelegenheit zu sehen be- kommt._ AllcS im Interesse der Ordnung. Die polizeiliche Säbelei bei den Wahlrechtsdemonstrationen sowohl wie in voriger Woche in Moabit, bei der harmlose des Weges daherkommende Berliner Bürger ohne weiteres blutig ge- schlagen und schwer verletzt wurden, haben weiten Kreisen gezeigt. was heutzutage alles im Interesse der Ordnung möglich ist..ES hat sich ergeben, daß in vielen Fällen es die Organe der Ordnung sind, die sich am schwersten gegen die Ordnung versündigen, gegen dieselbe Ordnung, zu deren Au�rechterhaltung sie eigentlich be- rufen sind. Und leider muß es gesagt werden, ereignen sich nahezu täglich Fälle, in denen Polizeiorgane gegen das Publikum ein Verhalten an den Tag legen, das alles andere als ordnungsgemäß ist. Ein angesehener Berliner Kaufmann schildert in der„Ber- lincr Volkszeitung" folgendes Erlebnis, daß er dieser Tage hatte: „Am 5. d. M., nachmittags?1S Uhr, fuhr ich mit einem Omnibus der Linie 18 durch die Alte Jakobstraße. Als ich in die Nähe des Waisenhauses kam, bemerkte ich von weitem, daß sich ungefähr 20 Schritte vor dem Omnibus ein kleiner Auflauf bildete, weil eine Frau verhaftet wurde. Die Frau ging lang- samcn Schrittes vor sich hin, dem diensttuenden Schutzniann ging die Frau anscheinend zu langsam. Er packte sie oeshalb am Genick und schüttelte sie in ganz ungehöriger Weise. Er packte dann ein zweites Mal zu, tat das gleiche; und diese Behandlung geschah einer Frau gegenüber, die dem starken und kräftigen Schuhmann keine Schwierigkeiten bei der Verhaftung verursachen konnte, denn eS handelte sich um eine kleine, schivächliche, dem Arbeiterstande angehörende Frau. Ich sowohl als auch andere Mitfahrende beobachteten den Vorgang ein« Zeitlang, die Be- bandlung der Frau empörte uns alle derart, daß ich meine Fahrt unterbrach und an den verhaftenden Schutzmann lierantrat mit den Worten:„Führen Sie die Frau so ab, wie«S sich gehört und schütteln Sie diese nicht." Der verhaftende Schutzmann gab mir darauf keine Antwort, dagegen erklärte mir ein Schutz- mann, der dazu gekommen war:„Machen Sie, daß Sie fori- kommen, das kümmert Sie gar nicht." Auf meine Erklärung hin. daß mich dies wohl etwas anginge, erklärte der Schutzmann: „Sie haben ja überhaupt nichts gesehen, Sie wissen ja gar nicht, um was eS sich handelt." Ich habe nachträglich festgestellt, daß die Frau deshalb abgeführt wurde, weil man ihr Kind gegen ihren Willen ins Waisenhaus gesteckt hat und weil das Waisenhaus ihr das Kino auf ihr Verlangen nicht wieder herausgeben wollte. Wir gingen gemeinsam zur Wache. Die Art, wie der Schutzmann mich selbst auf dem Weg zur Wache zu behandeln versuchte, spottet jeder Beschreibung. In einemfort versuchte er, mich anzufassen und unterließ dies erst, als ich iym ganz energisch erklärte, daß ich es mir auf das entschiedenste verbitte, von einem Schutzmann angefaßt zu werden." Lebhafte Klagen führt der Mann auch über die ihm auf der Wache zuteil gewordene Behandlung, die nichts weniger als höflich war. Ein anderer Fall: Am Potsdamer Platz wurde dieser Tage ein armer Blumenhändler im Alter von 60 Jahren von einem Schutzmann nach der Wache in der Kronenstraße sistiert. Da der Alte mit dem Beamten nicht so schnell mitkommen konnte, wie«» dieser für nötig hielt, stieß der Beamte den Mann. Passanten er- suchten in höflicher Weise den Beamten, das zu unterlassen, hatten aber damit keinen Erfolg. An der Ecke der Wilhelmstraße fiel der arme erschöpfte Händler zu Boden. Ein besser situicrtcr Herr, der diese Behandlung nicht mit ansehen konnte, erbot sich, auf seine Kosten eine Droschke zu besorgen, damit der alte Mann von dieser Behandlung erlöst wurde. Das geschah denn auch. Rücksprache von Zeugen auf der Wache mit dem Leutnant sollen erfolglos gv- wescn sein. Ein anderes Bild. Am Donnerstag, den 8. Oktober, stürzte in der Lehrterstraße in der Nähe des Zuchthauses das Pferd eine» der Firma Schur gehörigen MöbelltxrgenS und kam auf die Schienen der Straßenbahn zu liegen. Während Arbeiter damit beschäftigt waren, das Pferd aufzurichten, kam von einem Straßen- bahnwagen ein Schutzmann auf einen Arbeiter zugestürzt, packte ihn und schleuderte den Mann zur Seite. Die Zuschauer waren über das Verhalten des Beamten empört. Offenbar wollte der Beamte zu einem Termin in Moabit und war ungehalten darüber, daß der Straßenbahnwagen nicht vorwärts fahren konnte. Später wurde die Nummer des Beamten zwecks Anzeige festgestellt. In der Christinenstraße ereignete sich in der Nacht von Mitt- woch zu Donnerstag folgender Vorfall: Vor einem Hause lag ein junger Mann, offenbar in stark angetrunkenem Zustande. Da kam eine Droschke angefahren, der fünf Schutzleute entstiegen, offenbar kamen sie aus Moabit. Ein Beamter ging auf den am Boden Liegenden zu, richtete ihn in die Höhe und fragte ihn, wie er hieße. Da der Betrunkene nur unverständliche Laute hervorbrachte, schlug der Schutzmann ohne weiteres auf den Menschen ein und zwar in Gegenwart mehrerer Zivilzeugen. Das ist nur eine kleine Auslese von SchuhmannStaten der letzten Zeit, die aber zeigen, WaS alles im Interesse der Ordnung geleistet wird. Welches Maß von Erbfttcrung und Wut mag in weiten Kreisen der Berliner Bevölkerung angesichts solcher Behandlung der Bürgerschaft erzeugt werden? Durch nichts wird die Ordnung mehr gefährdet al» durch Vorkommnisse wie die obigen. Und da wundert man sich noch, wenn die Polizei von der Bevölkerung bei besonderen Anlässen so gar keine Unterstützung bei der Bürgerschaft findet._ Die Sperre deS Berliner BiehhofeS aufgehoben. Die Sperre des Berliner Viehhofes, die am vorigen Sonnabend verhängt werden mußte, weil bei Kühen, die vom Gutsbesitzer Kretschmer aus Groß» Rühmen bei Frankfuet a. O. kamen, die Maul- und Klauenseuche festgestellt wurde, ist. wie die„Allgemeine Fleischer-Zeitung" erfährt, für den gestrigen Markt aufgehoben worden. Berliner Flugwoche. Am heutigen Sonntag beginnt auf dem Flugplatz Johannisthal die zweite nationale Flugwoche, die bis zum Sonntag, dem 16. Oktober einschließlich, dauern wird. Wie die Bezeichnung nationale Flugwoche besagt, dürfen sich an den Wettfliigen nur deutsche Flieger beteiligen. Trotzdem sind diesmal, sofern das Wetter einigermaßen günstig bleibt, gute und fesselnde Leistungen zu erwarten, da sich unter den 2S Fliegern, die sich zur Konkurrenz gemeldet haben— die meisten von ihnen mit mehrere» Maschinen— eine ganze Zahl ausgezeichneter Aviatiker befinden. So die Wrigthflieger Thelen, Engelhard und M e n t e. die Voisinflieger Loitsch und G o r r i s s o n. die Farmanpiloten Jeannin, Alfred Frey, Lindpaintner, Brun» huber und der voin Antoinetteapparat zum Blcriot- flieger übergegangene WienezierS, der sich mit zwei dieser zurzeit letstungSsähigsteu Maschinen an der Flug- woche beteiligen wird. Unter den sonstigen Fliegern sind noch besonders Grade und Dorn er zu erwähnen, deren trefflichen Apparaten bisher nur leistungsfähige Motoren zu fehlen schienen, um es mit jeder Konkurrenz aufnehmest zu können. Da MeSmal auch die Preise stattlicher ausgefallen sind, darf man erwarten, daß die deutschen Flieger zeigen werden, daß sie den Vergleich mit dem Auslände nicht zu scheuen brauchen, so eminente Forlschritte dort der Flugsport auch während der kurzen Zeit seiner Existenz gemacht hat. Gehören dort doch Dauerflnge von mehreren Stunden(der Rekord beträgt fünf Stunden) und Höhenflüge von 1500, 2000 und mehr Meter(der Rekord ist 2800 Meter) keineswegs mehr zu den Seltenheiten. Da diesmal gerade für den Höhenflug hohe Preise ausgesetzt sind, werden sicherlich auch in Johannistal imponierende Höhen erreicht werden. Vor allen Dingen aber hoffen wir. daß uns schwere Unglücks- fälle erspart bleiben. Sind doch gerade in der letzten Zeit der Opfer mehr als genug gefallen. Im ganzen im laufenden Jahre wohl an die zwanzig. daruntK außer Chavez, dem kühnen Siniplonüberflieger, erst in den letzten Tagen auch zwei hoffnungS- volle Pioniere der deutschen Flugbestrebungen. Ueberhaupt wäre zu wünschen, daß nunmehr, nach so ungeahnt großartigen Leistungen der so jungen Flugmaschine im Höhen«, Dauer- und Distanzfluge, daS Hauptgewicht auf die Schaffuilg möglichster Sicherheit des Fluges gelegt würde. Daß in dieser Beziehung durch solidere Bauart und technische Neuerungen außerordentlich viel gebessert werden kann, dürften wohl schon die nächsten Jahre beweisen. Unsäglich traurig und beschämend nur, daß unser kapitalistischer Staat nicht aus kuliurelleI, sondern nur au? militärischen Gründen für die EutwickcMag der Flngtechnik eintritt. Möge diese dritte Flugwoche durch daS Wetter und Maffen- besuch in höherem Maße begünstigt sein, als ihre beiden Bor- gäugerinnen I_ Ein tödlicher Bauunfall. Auf dem Grundstück Brunnen- straße 188/89, daS abgebrochen wird, trug sich gestern morgen ein schwerer Unfall zu. Dort wurde ein Bauarbeiter von einer um- stürzenden Mauer verschüttet. Man machte sich sofort daran, den unter den Steinen Begrabenen zu retten, aber als man ihn frei- gelegt hatte, war er bereits tot. Der Abbruch wurde vorläufig sisticrt und die Leiche beschlagnahmt. Der Getötete ist der 36 Jahre alte Bauarbeiter Franz Albrecht aus der Lortzingstratze 20. Bei dem Abbruch handelt es sich um den Wilkeschen Tanzsaal. Der Unfall hätte, wie uns mitgeteilt wird, verhütet werde» können, wenn gehörig abgesteift gewesen wäre und wenn um die Steife ein langes Tau geschlungen und von Pferden fortgezogen worden wäre. Staatsgefährliche Schallplatten. Bei der Firma Wallstab U. Co. in Charlottenburg, Pestalozzistr. 60, erschienen gestern vormittag zwei Kriminalbeamte, die im Auftrage der Staatsanwalt- schaft Schallplatten, welche die„Internationale" und den „Sozialistenmarsch" wiedergeben, beschlagnahmten. Diese beiden Lieder, die von uns in allen öffentlichen Versammlungen un- beanstandet gesungen wurden, und trotz der Beschlagnahme auch noch weiter gesungen werden, sind der hohen Obrigkeit„der- dächtig" erschienen. Die Polizei nahm 317 Platten mit.— Diese Aktion ist ganz unverständlich. Wir zweifeln nicht daran, daß die beschlagnahmten Platten der Firma wieder ausgehändigt werden müssen. p Ein schwerer Straßenbahminfakl ereignete sich gestern nachmittag an der Chaussee- und Jnoalidenstraßen-Ecke. Der Krankenwärter Richard Motz wollte auf einen Straßenbahnwagen der Linie 32 hinausspringen. Er glitt ab und es wurde ihm der rechte Fuß von dem Straßenbahnwagen abgefahren. Motz wurde von Passanten mittels Droschke nach der Charitö gebracht. Der Turnverein„Fichte" wird nun mit seinen Lehrlings- abteilungen wieder vollständig in die Turnhallen der Stadt ein- ziehen. Für die 10. Lehrlingsabteilung, Petersburger Straße 4, 12. Lehrlingsabteilung, Eberswalder Straße, sowie für die neu- gegründete 3. Damenabteilung, Samariterstr. 18— 20, sind jetzt die städtischen Turnhallen freigegeben. Die 10. Lehrlingsabteilung turnt Montag und Donnerstag, die 12. Montag und Mittwoch und die 3. Damenabteilung Montag und Donnerstag, abends von 3—10 Uhr. r Arbeiter-BildungSschule. Der Kursus in Nationalökonomie (Grunwald) nimmt heute, Sonntag, vormittags 10 Uhr. trotz der Protestversammlungen seinen Anfang. Die Teilnehmer können die Versammlungen noch rechtzeitig besuchen. Jugend-FortschrittskursuS. Dieser Kursus, unter Leitung des Genossen Grunwald, der ursprünglich Sonntag, den 9. d. M., fortgesetzt werden sollte, muß noch besonderer Umstände halber auf n ä ch st e n Sonntag, den 16., vormittags ll'/z Uhr, verschoben werden. Der Wintergarten bringt in diesem Monat ein auserlesenes Programm. Da sind zunächst die Mitglieder der Jamagatatruppe. Diese kleinen japanischen Kerlchcn verfügen auf dem Gebiete der Equilibristik über eine staunenswerte Gewandtheit. Auf dem Draht- seil vollführen die drei MeerS Kunststücke, die an Orginalität nichts zu wünschen übrig lassen und obendrein durch ihre Komik die Lach« lust reizen. Vasco, das verrückte Musikgenie, spielt auf nicht weniger denn zwei Dutzend Instrumenten, wenn die sonderbaren Dinger diesen Namen verdienen, selbst mitj den Füßen arbeilet er; den Rollschuh beherrschen Reynold und Donegan in meisterhafter Weise; nur scheint die Bühne nicht genug Platz für die kühnen Produktionen zu bieten. Eigenartig waren die Zeichenkünste Bert LcvyS, der hoch- imeressante Schaltenrisse auf die weiße Wand zu zaubern versteht. Die zum eisernen Bestände des Wintergartens gehörigen englischen Girls bilden ein durch glänzende Kostüme belebtes Gesangs- und Tanzensemble und feurige Tänze bringt die Saharet, der bekannte Star des Wintergartens. Passagierfahrten über Berlin. Der P. L. VI., welcher im Dienste der Münchener Parseval-Gesellschaft innerhalb der letzten 6 Wochen 36 Passagierfahrten über den bayerischen Seen und Hochgebirgen von München aus ausgeführt hat, wird jetzt auf dem Flugplatz Johannisthal stationiert. Der Oberleutnant Stelling, der Führer des P. L. VI., wird auch von Johannisthal aus die Passagierfahrten leiten. Die Luftfahrzeug-(Parseval) Gesellschaft wird mit dem P. L. VI. im Auftrage der Luftverkehrsgesellschaft, soweit es die Wittcrungsverhältnisse gestatten, Vormittags- und Nachmittagsfahrten ausführen, außerdem sind seitens der Luftver- kehrsgesellschaft auch ganztägige Fernfahrten geplant. Dadurch, daß die Zeppelinluftschisfe es bis jetzt nicht bewerkstelligen konnten, die seitens der Delag geplanten Passagierfahrten in Berlin auf- zunehmen, wird hier also ein Ersatz durch den P. L. VI. geboten. Informationen für Personen, welche das Luftschiff für Fahrten benutzen wollen, erteilt die Luftverkehrsgesellschaft, Charlottenburg, Fritschestraße 27/28. Arbeiter-Samariter-Bund, Kolonne Berlin. Montagabend p'Uhr: Lehrstunde der 2. Abteilung bei Dase, Brunnenstraße 164. Fortsetzung des Vortrages über Physiologie sowie über die Tätig- keit der Haut, deren Infektion und Nachteile bei Verletzungen. Ein- leitung zu den praktischen Uebungen. Vortragender Herr Dr. Dybizbanskh. Neue Teilnehmer können noch eintreten. Der Bei- trag für den gesamten Kursus beträgt 2 M. Die Bibliothek steht den Teilnehmern zur Verfügung. Vorort- �admcktem Eharlottenburg. Der Wahlverei« veranstaltet für seine Mitglieder am tv. Oktober, abends pünktlich 8'/, Uh r, einen B or» tragSabend km großen Saale des Volkshauses, Rostnenstr. 3. Mitwirkende: Rezitationen Herr Raden(Schauspieler vom Berliner Theater), Frl. Borchardt, Herr K a y s e r; Gesangsvorträge: Frl. Luise P e r r o t(von der Gura-Oper), am Klavier: Herr R o x c r o y. Die Eintrittskarten sind zum Preise von 30 Pf.(ein- schließlich Garderobe) in den Zahlabendlokalen und in der Stehbier- halle, Rosinenstr. 3, erhältlich. Rixdorf. Eine gefährliche Schlafstcllenschwindlerin und Diebin ist gestern von der Rixdorser Kriniiiialpolizei unschädlich gemacht worden. Die Verhaftete nannte sich Emilie Kaspar. Sie wurde aber entlarvt als eine 30 Jahre alte Anna Wolfs aus Schönau im Kreise Habel- schwerdt, die schon vielfach vorbestraft ist und auch jetzt wieder von vielen Behörden gesucht wurde. Ans der Magistratssitzung. Die kgl. Eisenbahndirektion Berlin wird ermächtigt, die Zugangstunnels für das GasanstaltSgrundstück auszuführen; der Vorschuß von 60 000 M. soll geleistet werden.— Die Anschaffung eines Motorpfluges für die Bewirtschaftung der Riesclgüter wird nach dem Vorschlag der Wirtschaftsdeputation be- schlössen.— Desgleichen der Erlaß eines OrlsstatutS für die Be- bauung des„Böhmischen Dorfes".— Gemäß§ 22 der Städte» ordnung wird die Bestimmung getroffen, daß in der zweiten Wähler- klaffe im Ostbezirk zwei Hausbesitzer zu wählen sind. Ichöneverg. Der Arbeiter-Turnverein Schöneberg veranstaltet heute nachmittag sein Herbst-Abiurnen verbunden mit Wettspielen auf dem Spielplatz an der Rubensslraße.— Der Verein übt jeden Montag, Mittwoch und Freitag von 8—10 Uhr abends in Oeffs Festsälen, Hauprstr. 6, sowie jeden Sonntag vor- und nachmittags aus seinem eigenen Turnplatz an der Rubensstraße. Im Hinblick auf den überaus hohen Wert der Pflege körperlicher Leibesübung für die Arbeiter- schaft sei hiermit auf daS heutige Abturnen ganz besonders hin- gewiesen. Tempelhof. Wege» wiederholten schweren BcrbrcchcnS an einem Kinde ist ein 21 Jahre alter Fräser Friedrich L ü ck aus Tempelhof festgenommen worden. Der Unhold lockte die sieben Jahre alte Tochter eines Schankwirts, bei dem er verkehrte, an sich und verging sich an ihr auf das schwerste. Eine leerstehende Wohnung über der Schaukwirtschaft brach er eigens für seine unsauberen Zwecke auf. DaS Mädchen erzählte anderen Kindern von den Vorsällen und so so kamen diese ans Licht. Der Verhaftete ist geständig und wurde gestern dem Untersuchungsrichter vorgeführt. Klosterfelde. Einen harten Kampf um ein Versammlungslokal haben unsere Genossen am hiesige» Orte auSzufechten. Unter dem Druck der Gegner ist es der Arbeiterschaft bisher noch nicht gelungen, ein Lokal für Versammlungen frei zu bekommen. Natürlich werden die Lokale streng gemieden. Letzteres scheint jedoch unseren Gegnern nicht zu passen, was aus folgendem Vorkommnis erhellt: Der am hiesigen Orte wohnende Genosse Keil betreibt einen Flaschenbierhandel. Hierher begaben sich die Genossen, um ihr Bedürfnis an Bier zu decken. Irgend ein Denunziant hatte kürzlich in Erfahrung gebracht, daß ein hiesiger Genosse bei Keil ein Glas Bier getrunken hatte; flugS erstattete er Anzeige gegen den letzteren, worauf Keil ein Strafmandat von 20 M. erhielt. Alle Bemühungen, den Denunzianten zu ermitteln, waren bisher vergeblich. Auf diese Weise soll allem Anscheine nach unserem Genossen die Existenz un- möglich gemacht werden. Für die Arbeiterschaft ist diese Art des Kampfes der Gegner nur ein Ansporn, die ihnen für die Abhaltung von Versammlungen geschlossenen Lokale noch strenger wie bisher zu meiden. Dies gilt nicht nur für die politisch, sondern auch für die gewerkschaftlich organisierten Genossen. Namentlich werden die mehr als hundert organisierten Holzarbeiter ersucht, unsere Genossen in diesem Kampfe um die Gleichberechtigung tatkräftig zu unter- stützen. Die? können sie am besten tun. wenn sie sich der politischen Organisation anschließen und auch der Arbeiterpresse, dem.Vorwärts", eine größere Verbreitung in ihren Reihen verschaffen. Spandau. Eine Mntter mit zwei Töchtern an Gasvergiftung gestorben. Ein schwerer Unglücksfall, bei dem die Frau eines Werk- meisters mit ihren beiden Kindern, Mädchen im Alter von acht Jahren und sieben Wochen, den Tod fanden, hat sich in Spandau ereignet. Vorgestern abend fiel dem im Werner-Werk am Nonnendamm beschäftigten Werkmeister NehlS, der in dem Ge- nossenschaftshanse Wattstr. 13 wohnt, bei seiner Heimkehr Gasgeruch ans. Als er die Küche öffnete, fand er sie mit Gas angefüllt und seine Frau sowie seine beiden Kinder leblos in der Küche vor. Die 32 Jahre alte Frau und das achtjährige Mädchen waren bereits tot, das in einem Waschkorb liegende, sieben Wochen alte Töchterchen gab noch schwache Lebenszeichen von sich. Man brachte eS sofort nach dem städtischen Krankenhause in Spandau; es starb aber nach kurzer Zeit. Anscheinend will man den Vergnügungen der freien Gewerkschaften Schwierigkeiten bereiten. Bekanntlich finden bei den Ver- gnügungen auch kleine Theatervorstellungen oder humoristische Vor- träge statt. Jahrelang ist daS unbeanstandet geblieben. Jetzt werden an die Saalbesitzer allerlei Anforderungen wegen der meist recht primitiven Theaterbühnen gestellt, die große bauliche Um- änderringen erfordern. Die Polizei will die Vergnügungen auch. weil sie meist gut besucht sind, zu öffentlichen Veranstaltungen stempeln. Die betroffenen Wirte wollen gegen die polizeilichen Ver- ordnungen Stellung nehmen. Potsdam. In der Wahlvereinsversammlung gab Genosse Staa'b den mit großem Interesse entgegengenommenen Bericht vom Magde» burger Parteitag. Die Versammlung erklärte sich mit den gefaßten Beschlüssen einverstanden; die Delegierten des Wahlkreises hatten in der Budgetfrage sowohl für die Resolution des Partei- Vorstandes wie auch für den Antrag Zubeil gestimmt. Eine DiS- kufsion fand nicht statt, doch wurde in Aussicht genommen, einzelne Fragen in den nächsten Versammlungen zur Besprechung zu stellen. — Für die Brandenburger Vorstadt soll versuchsweise die Haus- kassierung eingeführt werden. Die regelmäßigen Zahlabende kommen dadurch nicht in Wegsall. Die Abrechnung für daS dritte Quartal ergab eine Einnahme von 697,46 M. und eine Ausgabe von 647.60 M. Bon einem Rollftihrwerk überfahren wurde auf dem Blücherplatz der Slraßenreiniger Starre. Der Kutscher des Fuhrwerks konnte die Pferde nicht schnell genug zum Stehen bringen; der Wagen ging S. über beide Beine, so daß er mit mehreren Brüchen in das städtische Krankenhaus eingeliefert werden mußte. Im Rathause kann man nicht oft genug erzählen, daß sich Potsdam vorwärts entwickelt. Man vertritt diese Ansicht, weil der Etat sich erhöht hat. In Wirklichkeit ist die Erhöhung aber nur eine logische Folge der in städtische Regie übernommenen gewerb- lichen Anlagen und der Grundstücksankäufe der letzten Zeil. Trotz krampfhafter Bemühungen, den Zuzug nach Potsdam zu heben, hat Potsdam am I.Oktober d. I. 112 Einwohner weniger auf- zuweisen als am Jahre vorher. Gegen den 1. Juli d. I. beträgt die Abnahme sogar 602. Dazu hat die Potsdamer Kaufmannschaft in ihrem Jahresbericht die wirtschaftliche Lage der Stadt besprochen und kommt zu dem Ergebnis, daß die allgemein ungünstige Lage des vorigen Jahres keine Verbesserung erfahren habe, eher ist eine Verschlechterung eingetreten Such der ArveitSmarkt ist sehr schlecht. Im städttschen Arbeitsnachweis hatten sich im Monat September 704 Arbeitsuchende gemeldet, von denen noch nicht der Hälfte Arbeitsgelegenheit ge- boten werden konnte. 334 Stellen wurden besetzt, davon waren noch 68 nach außerhalb.— Der Grund dafür, daß weite Kreise der Be- völkerung, vor allem der Mittelstand und die Arbeiterschaft schwer in Potsdam zu leiden haben, ist lediglich die Folge der kurzsichtigen, einseitigen Rathauspolitik. Seit Jahren wird Handel und Industrie konsequent ferngehalten in der Absicht, eine aus- gesprochene Pensionärs- und Rentierstadt zu schaffen. Man richtet für diesen Teil ganze neue Stadtviertel her und der Handwerker- stand und die Arbeiterschaft zahlt die Zeche. Leider hat die Arbeiter- schaft keinen Vertreter im Ralhause zu sitzen, und die bürgerlichen Vertreter raffen sich nicht dazu auf, den städtischen Machthabcrn einmal den Standpunkt klarzumachen. Jugendveranstaltungen. Rixdorf. Ein Goethe-Abeno wird für Sonntag, den 16. Ok- tober, vom Iugend-AuSschuß der Arbeilerschast RirdorsS für die arbeitende Jugend veranstaltet. Das Programm ist ein sehr aus- erlesenes. Einem Festvortrage des Herrn Julius B a b schließen sich Rezitationen und Lieder aus des Dichters Werken sowie eine Aussührung von GoethcS Schanstnel„Die Geschwister" an. Mitwirkende sind die Konzert- sängenn Frl. Else Kunz und erste Kräfte des Rixdorser Tdeaters, Frl. Klara Türk und die Herren Siegsricd Böhno, Norbert Jnnsclder und sartori. Eintrittskarten sind für Jugendliche unter 18 Jahren unentgeltlich im Jugendheim, Jdeal-Passage 2. allabendlich von 7 bis 3 Uhr, sür Erwachsene a 50 Ps. bei Zirkel(Zigarrengeschäst), Jdeal-Passage 6, und bei Schulte, Niemetzstr. 17 III, zu babcn. Das Fest findet im Gcsellschaitshaus von Feisch, Knesebeckstr. 48/49, statt und beginnt präzise 5'/, Uhr. Die Genossen und Genossinnen werden dringend ersucht, ihre schulentlassenen Söhne und Töchter zum Besuch dieser Gocthe-Fcicr zu veranlassen. Freie Jilgendor«a»isation Rixdorf. Am lieutigen Sonntag nach- mittags 2 Ubr findet in den„Bürgcrsälen", Bergstraße 147, eine Jugendversammlung statt. Tagesordnung:„Die Feinde und Freunde der arbeitenden Jugend." Reserent: Herr Redakteur W e r m u t h. Massenbesuch erwartet Der Vorstand. Boxiiagen- Rummelsburg und Stralau. Die Besichtigung der Arbeiterwohlsahrtsausstellung findet besonderer Umstände wegen nicht am beutigen Sonntag, sondern am Sonntag, den 23. Oktober statt. Abmarsch präzise 12 Uhr vom Jugendheim, Alt-Boxbagen 56. Jugendliche mit ihren Eltern sind hierzu eingeladen. Fährgeldes!) Pf. Besichtigung frei. Ferner machen wir aus den Kunstabend am Sonntag, den 13. No- vember t910 ausmerksam, wozu ebenfalls die Parteigenossen sowie Jugend- liche mit ihren Eltern hiermit eingeladen sind. Mitwirkende sind Fräulein Marianne Geyer, Herr F. Tornow, Sollselder-Konzert sowie das Rummeis- burger Quartett. Eintritt sür Erwachsene 40, sür Jugendliche 10 Ps. Treptow-Banmschulenweg. DaS Jugendheim sür die arbeitende Jugend Trep-ows befindet sich von heute«onntag, den 9. Okiober, ab Kiesholz straße 6, Hos parterre. Dasselbe ist geöfinct von 71/,— 91/« Uhr. Sonntags von 4— 3'/. Uhr abends. Der Jugendausschuß. Freie Jugendorganisation Steglitz und Umgegend. Heute Sonntag nachmittag 4 Ubr findet bei Heizmann. Steglitz, Florastr. 2», die Abteilungsversammlung statt. Vortrag des Herrn W. Piek über: „Schule und Leben". Teiiipelhos- Mariendorf. Für die Wwtermonate steht jetzt den Jugendlichen ein Jugendheim zur Verfügung. Im alkoholsreien Restaurant in Mariendors, Chausscestr. 223, am Tellow-Kanal, haben wir ein Zimmer gemietet, das am Montag, Mittwoch und Donnerstag, abends von 7—10 geöffnet ist. Am Montag und Mittwoch werden Gesellschastsspiele arrangiert, und am Donnerstag Vorträge gehalten. Wir hoffen, daß die Parteigenossen sür das Unternehmen die lebhasteste Agitation cntsalten.— Heute Sonntag, den 3. Oktober, abends 6 Uhr, findet im Jugendheim die EröffnungSseier statt, zu der alle jugendlichen Arbeiter und Arbeiterinnen besonders ein- geladen sind. Pankow> Rieder-Tchönhause«. Am Sonnabend, den 16. Oktober, veranstaltet der Jugendausichuß sür Pankow< Nieder-Schönhausen eine Jugendseier im Lokal„Zum Pankgrascn", Schloßstraße. Mitwirkende: Valeska Hackenberger(Berliner �olksoper), Ouartettvereinigung.Bolls- lied"(Dirigcul Julius Jüttner), Mufikverein„Nordstern" lDirigent Fritz Sorrer). Rezitation: Eugen Burmann. Festrede: Fritz Tarnow. Die Arbeiterschast wird ersucht, an dieser Feier teilzunehmen und die schulenllaffene Jugend daraus ausmerksam zu machen. Jugendliche unter 18 Jahren haben jreim Eintritt. Der JugendauSschuß. Hiis aller Kielt. Dem Gerechten dient alles zum Guten. Eine fürstliche Bezahlung verspricht eine Zigarrenfirma in Neustadt an der Saale ihren Arbeitern und Arbeiterinnen. In der„Rhön- nnd Saalepost" las man dieser Tage folgende Anzeige: Arbeiter und Arbeiterinnen werden sofort eingestellt bei einem Anfangslohn von 6 Mark pro Woche. Luch diejenigen Arbeiter, die bereits schon in der Fabrik be» schäftigt waren, können unter diesen Umständen wieder eintreten. F. G. Schwabe. Zigarrenfabrik Neustadt a. S. Man sollte wirklich nicht glauben, daß eine Firma es fertig be» kommt, derartige Hungerlöhne den Arbeitern anzubieten. Freilich wird eS der noblen Firma an Arbeitern nicht mangeln, denn in jener Gegend herrscht augenblicklich unter den kleinen Leuten auf dem Lande große Not. Die Kartoffelernte ist so schlecht auS» gefallen, daß die Leute kaum so viel ernten, als sie gelegt haben; auch die Gerste und das Gemüse ist mißraten. Getreu dem Wahlspruch:„Dem Gerechten dient alles zum Guten", nutzt die Firma die herrschende Teuerung auS, um möglichst hohe Profite heraus» zuschlagen. Und da wundern sich manche Leute noch über daS unaufhaltsame Anschwellen der roten Flut._ Das hungernde Rußland. Die systematische Ausraubung der Bewohner Rußlands durch das zaristische Regiment hat neben der Cholera einen neuen unheimlichen Gast ins Land gebracht. Wie uns ein Telegramm meldet, ist an der russisch-deutschcn Grenze der Hungertyphus ausgebrochen, dem in der Gegend von Sosnowice täglich 3V bis 40 Menschen zum Opfer fallen. Während das russische Volk Hungers stirbt, verprassen die Machthaber unermeßliche Summen bei rauschenden Festen. • An der Cholera sind in Petersburg in den letzten 24 Stunden elf Personen erkrankt und drei g e- st o r b e n. Zurzeit liegen insgesamt 316 Personen an der Seuche danieder._ Der wahre Grund der Jleischnot. Da regt sich seit Monaten das deutsche Volk über die u n» verschämt hohen Fleischpreise ans und verlangt Ocffnung der Grenzen und andere AbhilfSmittel, ohne aber die wirklichen Ur- fachen der Fleischnot entdecken zu können. Und doch ist der Grund so leicht zu finden. Ihn der Oeffentlichkeit zu künden, blieb dem Herrn Bezirkstierarzt Hü mann vorbehalten, der auf einer landwirtschaftlichen Bezirksversammlung zu B a u n a ch in Uuterfranken meinte:„Nicht an den Bauern liegt die Schuld der Fleischteuerung, sondern an dem fleischessenden Publiku m." Auch der Vorsitzende deS Bezirksvereins. Baron von Rotenhan, machte auf der Ver- sammlung einen ähnlichen weisen Ausspruch. Er sagte nämlich: „Die Beamten erhalten große Gehälter und möchten dann noch billiges Fleisch essen." In Preußen fliegen vielleicht bald wieder einige Minister. Wie wäre eS, wenn dann die beiden Herren aus Bayern importiert würden; die erforderliche Qualifikation besitzen sie zweifellos. Kleine Notizen. Eisenbahnunfalk. In der Nähe von Benthe»(Ofierschlesien) fuhren atuei Güterzüge zusammen, hierbei wurde ein Schaffner ge- tötet. Die Gleise waren auf mehrere Stunden gesperrt, der Ver- kehr mußte durch Umsteigen aufrecht erhalten werden. Ein Opfer seines Berufs. In L a n d e s h u t in Schlesien wurde in der Nacht zum Sonnabend ein Nachtwächter von Ein- brechen?, die er bei ihrer Tätigkeit überraschte, erschlagen. Die Täter sind unerkannt entkommen. Schwerer Unfall auf einem französischen Torpedoboot. An Bord des Torpedobootszerstörers„Valiste" explodierte ein Zylinder der Maschine. Vier Mann der Besatzung wurden dadurch s o schwer verletzt, daß an ihrem Aufkommen gezweifelt wird. Bei der Besteigung des Moni Blanc ist der englische Profeffor Pogson infolge Uebermndung gestorben. Der Leich- uam wurde von den Führern zu Tal gebracht. Eine ganze Familie überfahren. In der Nähe des Bahnhofes Bornes(Frankreich) erfaßte ein Schnellzug zwei auf dem Gleise spielende Kinder und zermalmte sie. Auch die Eltern, die den Kindern zu Hilfe eilen wollten, wurden vom Zuge erfaßt und g e t ö t e t.. Durch einen Waldbrand wurde die nordamerikanische Ortschaft Beaudette zerstört. Der Ort zählte ISlX) Einwohner, die durch die Katastrophe ruiniert sind. Der Klosterbruder als Mörder. Auf dem Krakauer Bahnhof ist der Klosterbruder Macoch aus Czenstochau verhastet worden, der, wie bereits gemeldet, verdächtig ist. den Postbeamten Macoch in einer Klosterzelle ermordet zu haben und bei der Beraubung des Muttergottesbildes in diesem Kloster beteiligt ge- Wesen zu sein. Macoch hat den Mord bereits eingestanden, leugnet aber die Teilnahme am Kirchenraub. Mocken-Spielplan der ßcrUmr Cheatcr. Köuigl. Opernhaus. Geschlossen. NeueS königl. Opern-Tbeater. Sonntag: Mignon. Montag: Madame Vuttcrsly. Dienstag: Die Walküre.(Ansang 7 Uhr.) Mittwoch: BoHswe. DonNcrstag: Margarete. Freitag: Bajazzi. Versiegelt. Sonn- tag: Lohengrin.(Ansang 7 Uhr.) Montag: Salome.(Ansang 8 Uhr.) Ansang 7st, Uhr. Königl. Schauspielhaus. Sonntag: Der eingebildete Kranke. Montag: Die Journalisten. Dienstag: Figaros Hochzeit. Mittwoch: Bürgerlich und romantisch. Donnerstag: Die Rabensteinerin. Freitag: Der Schlagbaum. Sonnabend und Sonntag: Der Herr Hostat. Montag: Zops und Schwert. Ansang 7st, Uhr. Deutsches Thearcr. Sonntag: Don Carlos. Montag: Sumurun. Dienstag: Judith. Mittwoch: Sumurun. Donnerstag: Don Carlos. Freitag: Sumurun. Sonnabend: Die Räuber. Sonntag: Sumurun. Montag: Faust. Anfang 7>/, Uhr- Deutsches Dhearrr(Kammerspiele). Sonntag: Komödie der Irrungen. Heirat wider Willen. Montag: Der Gras von Gleichen. Dienstag: Komödie der Irrungen. Heirat wider Willen. Mittwoch: Gawän. Donnerstag: Komödie der Irrungen. Heirat wider Willen. Freitag: Der Arzt am Scheidewege. Sonnabend: Komödie der Irrungen. Heirat wider Willen. Sonntag: Gawan. Montag: Komödie der Irrungen. Heirat wider Willen. Ansang 3 Uhr. Lessing-Dheater. Sonntag: Wenn der junge Wein blüht. Montag: Einsame Menschen. Dienstag bis Donnerstag: Wenn der junge Wem blüht. Freitag: TantriS der Narr. Sonnabend, Sonntag und Montag: Wenn der junge Wein blüht. Ansang 8 Uhr. Kleines Theater. Sonntag nachmittag 3 Uhr: Ein idealer Gatte. Abends: Die Zensur. Der Licbestrank. Montag: Erster Klasse. Die ver- stixlen Frauenzimmer. Dienstag und Mittwoch:: Die Zensur. Der Liebestranl. Donnerstag und Freitag: Erster Klasse. Die verflixten Frauenzimmer. Sonnabend: Die Zensur. Der Liebestrank. Sonntag- nachmittag: Ein idealer Gatte. Abends: Erster Klasse. Die verflixten Frauenzimmer. Montag,: Die Zensur. Der Liebestra>ik. Ansang 8 Uhr. NeueS Schauspielhans. Sonnlag: Der Tartüff. Der Herr von Pourceaugnac. Montag: Der Tartüss. Der Herr von Pourceaugnac. Dienstag: Die Jungstau von Orleans.(Ansang VI, Uhr.) Mittwoch; lieber unsere Kraft.(I. Teil.) Donnerstag: Die Jungstau von Orleans. Freitag: Der Tartüff. Der Herr von Pourceaugnac. Sonnabend und Sonntag: Die Jungfrau von Orleans. Montag: Der Tartüff. Der Herr von Pourceaugnac. Ansang 8 Uhr. Berliner Theater. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Pension Schöller. Abends und bis Freitag: Das Aiusikantenmädel.(Ansang 71/, Uhr.) Sonnabend und Sonntag: Die törichte Jungfrau. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Einer von unsere Leut'. Montag: Die törichte Jungstau. Ansang 8 Uhr. NeueS Theater. Sonntag: Die goldene Ritterzeit. Montag vi« Donnerstag: Abschied vom Regiment. DaS gewisse EtwaS. Freitag bis aus weiteres: Der Stier von Olivera. Ansang 8 Uhr. Modernes(Hebbel-) Theater. Allabendlich: Die beste der Frauen. Vom Sonnabend ab: Der Moloch. Ansang 8 Uhr. Komische Oper. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Zigeunerliebe. Abends: Tosca. Montag: Der Arzt wider Willen. Dienstag: Die Boheme. Mitt- woch: Hoffmanns Erzählungen. Donnerstag: Die Boheme. Freitag: Der Arzt Wider Willen. Sonnabend und Sonntag: Die Boheme. Sonntag- nachmittag 3 Uhr: HofsmamiS Erzählungen. Montag: Zigeunerliebe. Ansang 8 Uhr. Thalia-Thcater. Allabendlich: Polnische Wirtschast. Sonnabend und Sonntag: Doppelselbstmord. Nachmittags: Gölterweiber. Montag: Doppcl- selbstmord. Ansang 8 Uhr. Schiller- Tbeater«. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Neue Jugend. Abends: Der Dummkopf. Montag: Wallen steins Tod. Dienstag und Mittlvoch: Robert und Bertram. Donnerstag: Der Dummkops. Freitag: Sodoms Ende. Sonnabend: Robert und Bertram. Sonntagnachmitiag 3 Uhr: Neue Jugend. Abends: Sodoms Ende. Montag: Robert und Bertram. Ansang 8 Uhr. Schiller- Theater Eharlottcnburg. Sonntagnachmitiag 3 Uhr: Egmont. Abends: Robert und Bertram. Montag: Die Krenzelschrciber. Dienstag: Der Dummkops. Mittwoch: Die Krcuzelschrciber. Donnerstag: Die Braut von Messina. Freitag: Die Kreuzelschreiber. Sonnabend: Der Dummkops. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Egmont. Abends und Montag: Die Kreuzelschreiber. Ansang 8 Uhr. Friedrich-WilhelmstädtischeS Schauspielhaus. Sonntagnach- mittag 3 Uhr: Biederleute. Abends: KriemhildS Rache. Montag: Biederleute. Dienstag: Kletten. Niobe. Mittwoch und Donnerstag: Revolutions- Hochzeit. Freitag: Giordano Bruno.(Anfang 7 Uhr.) Sonnabendnach- mittag 3 Uhr: Kriemhilds Rache. Abends: RevolutiunShochzeit. Sonntag- nachmittag 3 Uhr: Faust. Abends: Revolutionshochzeit. Montag: Bieder- leute. Anfang 8 Uhr. Neues Operetten- Theater. Täglich: Der Graf von Luxemburg. (Anfang 8 Uhr.) Diesen und nächsten Sonntag nachmittag 3 Uhr: Die Glocken von Corncville. Refidenz-Theater. Allabendlich: Noblesse oblige.(Anfang 8 Uhr.) Th ater deö Westens. Sonntag nachmittag 3st, Uhr: Ein Walzer- ttaum. Von Sonntag bis Sonnabend: Die schönste Frau.(Ansang 8 Uhr.) Nächsten Sonntag nachmittag 3'/, Uhr: Die schönste Frau. Abends und Montag: Die schönste Frau.(Ansang 8 Uhr.) Trinnon> Theater. Sonntag nachmittag 3 Uhr: Thäodore u. Cie. Allabendlich: Pariser Witwen.(Ansang 8 Uhr.) Nächsten Sonntag nach- mittag 3 Uhr: Theodore u. Cie. Berliner Bolks-Oper. Sonntagnachmitiag 3'/, Uhr: Zar und Zimmermann. Abends: Don Juan. Montag: Der Postillion von Lon- jumeau. Dienstag: Rigoletto. Mittwoch: Don Juan. Donnerstag: Der Freischütz. Freitag: Martha. Sonnabend: Don Juan. Sonntagnach- mittag 3 Uhr: Der Freischütz. Abends: Der Trompeter von Sückingen. Montag: Der Postillon von Lonjumeau.(Anfaug 81/, Uhr.) Luise»- Theater. Sonntagnachmittag: Die schöne Ungarin. Abends: Der Fähnrich im Kloster. Montag: Durchgegangene Wetber. Dienstag: Der Fähnrich im Kloster. Mittwoch: Der Hüttenbesttzer. Donnerstag: Kean. Freitag: Der Hüttcnbesitzer. Sonnabendnachmittag 3 Uhr: Die Schwanen- Prinzessin. Abends: Durchgegangene Weiber. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Die Else vom Erlenhof. Abends: Der Fähnrich im Kloster. Ansang 8 Uhr. Luftipiellians. Sonntagnachmitiag 3 Uhr: Der dunlle Punkt. Abends und täglich: Der Feldhcrrnhügel. Nächsten Sonntagnachmitiag 3 Uhr: Das Leutnantsmündel.(Ansang 8 Uhr.) Herrufeld-Theater. Täglich: Ein verlorene Nacht. Der Derbhsieger. (Ansang 8 Uhr.) Casino-Theater. Täglich: Der schneidige Rudols.(Anfang 8 Uhr.) Heute und nächsten Sonntag nachmittag 31/, Uhr: Berühmte Töchter. Rose-Theater. Sonntagnachmitiag 3 Uhr: Die gute Partie. Abends und Montag: Die Anna Liese. Dienstag: DaS Gefängnis. Mittwoch: Othello. Donnerstag: Die gute Partie. Freitag: Das Gefängnis. Sonn- abend, Sonntag und Montag: Das neue Gebot. Folies tsapricc. Allabendlich bis auj weiteres: Volle Penston. Der schwarze Schimmel. sAnsang 8>/, Uhr.) Nvollo-Tbearer. Allabendlich: Spezialitäten.(Ansang 8 Uhr.) Metropol- Theater. Allabendlich: Hurra!— Wir leben noch! (Ansang 8 Uhr.) Paffage- Theater. Sonntag, nachmittag« 3 Uhr: Spezialitäten. Allabendlich: Spezialitäten.(Ansang 8 Uhr.) Wintergarten. Allabendlich und Sonntagnachmittag: Spezialltäten. (Ansang 8 Uhr.) Reict, Phallen- Theater. Täglich: Stetttner Sänger.(Ansang 8 Uhr, Sonntags 7 Uhr.) � Walhalla- Theater. Allabendlich: Spezialitäten.(Ansang 8'/. Uhr.) Carl-Haverland-Tbeater. Täglich: Spezialitäten.(Ansang 8 Uhr.) Urania> Tveater. Tanbenstr. 48/49. Täglich: Der Vierwaldilädter See und der Gotthard.(Ansang 8 Uhr.) Montag: Forschungsreise in Deutsch-Neu-Guinea.(Ansang 8 Uhr) Sternwarte. Jnvalidenitr. 87—62. Allgemeine Famtlien-Stervekasie. Heute Sonntag von ShS M Zahltag Ackerstr. 123 bei Wernicke. ßnefhaften der Rcdalitfott. Tie jnrlMfive Evreib stunde findet Lindenftraste Nr. KS. bor» vier Treppen— Fadrstiidl—,«vowentägliili von 4*1, bis 0"/-Ndr abends, Sonnabends von i'l, bis 0 llhr nachmittags statt. Jeder siir den Brief- kästen bestimmten Antrage ist ein Buchstabe und«ine Zahl als wterk- zeichen b-izniiigen. Briefliche Antwort wird nicht erteilt. Eilige Fragen trag» mau in der Svrcchstnude vor. E. K. 17. Besuchen Sie eine der städtischen Wahlfortbildungsschulei» oder der Kaufmännischen Forlbildungsschulcn. Für die letzteren sind Mel« düngen beim Direktor Dr. Knörk, Burgstr. 25, anzubringen.— H. R. 77. Der Erfinder der sogenannten X-Strahlen ist Prosessor Röntgen, seit 1899 Professor der Physik an der Universität München.— S. T. l.OS. Sie können beim Amtsgericht mit Aussicht auf Erfolg klagen.— V. M. 33. Ja. wenn der Preis vereinbart war oder Sie dessen Angemessenheit nach- weisen können.— U- Z> 300. Es genügt, wenn der Mann naturalisiert wird.— W. W. 100. Sie sind zahlungspflichtig. Deswegen läßt sich auch gegen die Pfändungen nichts tun.— F. D. 10. Unseres Erachtens in den meisten Apotheken erhältlich.— R. 34. Sie können sich im Ausland weilerversichern. In Ihrem Falle erscheint aber ein Antrag auf Ab» sindung zweckmässiger. Als Abfindung kann der dreifache Betrag der Jahresrente gewährt werden.— W. W. 5000. Am 31. Dezember 1911. — R. E.««. Monatlich 21.65 M.— O. G. 43. 1. Die Gesellschaft ist uns nicht bekannt. Aber schon die Firmenbezeichnung mahnt zur Vor- ficht. 2. In Berlin besteht Versicherungspflicht für Heimarbeiterinnen.— T>. L. 33. Bei Alimentensorderungen trifft die fragliche Bestimmung de? Lohnhcschlagnahmegesetzes nicht zu. In solchen siällcn unterliegt auch ein Einkommen von unter 28,85 M. der Pfändung. Ihr Mann ist also bei dem angegebenen Einlomnien von 27 M. zur Zahlung von 10 M. monatlichen Alimenten verpflichtet.— W. W. 00. i. und 2 Nein. — H.®. in O. 1. Das ist unabhängig von der dort bestehenden Polizei- Verordnung. 2. und 3. In Ihrem Falle nicht. Führen Sie Beschwerde bei der dortigen Gemeindeverwaltung und stellen Sie Schadenersatzansprüche. 4. Eine Klage ist beim ordentlichen Gericht anhängig zu machen. Eine solche empfiehlt sich aber nur dann, wenn Sie Ihre Darstellung beweisen können.— Frist 30. Ihre Darstellung ist unklar. Sie müffen angeben, wann und in welchem Betriebe' Ihre Schwester den Unfall erlitten hat, ob ein berusungssähigcr Bescheid einer Berussgenossenschast vorliegt und wann derselbe zugestellt ist. Am zweckmäßigsten ist, Sie kommen in die juristische Sprechstunde oder begeben sich zum Berliner Arbeiterseiretariat, Engel- uscr 15. Etwaige die Angelegenheit betreffende Schriftstücke sind mit- zubringen.— A. P. 113. 1. Es handelt sich um eine private Per- sicherling, an die Sie gegcbcnensalls neben den Ansprüchen an die Berufs- genossenschast die satzungsgemüßen Ansprüche haben. 2. Ja, bis zur Bs» endigung des Schulhaibjahrcs. Darüber hinaus nur dann, wenn die Ausbildung nicht abgeschlossen ist.— A. M. 385. Nein. — C. H. 04. Bei einem gerichtlichen Versahren kommt es daraus an, wem der Nichter Glauben beimißt. Sie können ebcnsalls Anzeige erstatten. Amtlicher Marktbericht der städttschen Marttballen-Dwektton über den Großhandel in den Zenwal-Marktballen. Marktlage: Fleisch; Zufuhr schwach, Geschäst ruhig, Preise unverändert. Wild: Zusubr ge- nügend, Geickäst lebhaft, Preise{est. Geflügel: Zufuhr reichlich, Geichäst lebhast, Preise befriedigend. Fische: Zusuhr etwas reichlicher, Geichäil ziemlich lebhast, Preise wenig verändert. Butter und Käse: Geschäst ruhig, Preise unverändert. Gemüse, Obst und Süd- j r ü ch t e: Zusuhr reichlich, Geschäst etwas lebhaster, Preise kaum verändert. WasserstandS-Nachrtchte« der Landesanstalt sür Gewässerklmde, mitgeteilt vom Berliner Wettcrbureau. 0 4- bedeutet Wuchs,— Fall.•) Unlerpeael. Ich bin von Oranienftr. 139 nach I'i'«n-!ln>ivi' Str. 17 in/s9"1' Dr. Hans Schwerin, Epezialarzt f. Ohren-, Nasen- u. Hals- krankt). 8-9. 4-6. TeL-SlmtVlI 11010. Reste Damentuche,«ch-war» and farbig, CostomeB-Stoffc, neaeBte MaHter. Trt cot- Stoff«, Beiden- P1Q ach. Ssmmete, Seide etc. Cotv {ecüoB Paletots. Jaeketta. Kegen- m&ntaU Coetnmea und CoBtum- röcke in grosaer Aas wähl. C. Pelz, Kottbuserstr. 5- teppvecken i kaust man am besten u. preiswertesten direkt Fabrik I4criilmi'«l S troh mandel. Bcmn. 72. Wallslr. 72, zwischen Roll- u. Inselstralle. Alte Decken werden ausgearbeitet. llegrllntlet 1SL4 waren. llngros— llxport. 8. Schlesinger, Neue tllnigstr. 31 (Ordonnanzhaus) Kein linden! II. Etagn Einzeiverkanl wie alljährlich zn billigsten Preisen Peiz-Stolas Muffen Eislaufbaretts. Reparaturen sauber und billig. !___ Sonntags geöffnet.■ 8|| Kein Katalog.|31 Ü Kassenärztliche Sprechstunde$ Lichtheilanstalt| Röntgenlaboral. Dr. Davidsohn, jetzt Oranienst. 51. Q Q Jüngeren Kaufmann oder Schlosser mit zirka l0 Mille von tüchtigem Fachmann zur Usber- »ahme größerer Schlosserei ge- sucht. Gefl. Offerten erbeten unter D. 5590 an 0aube& Co., Jerusalemer Straße 53/54._ 194/2 Soziale Bühne: Hoch das Wahlrecht. Doppelte Moral. Empor zum Licht Der Lohntag. Die Betstunde etc. au., vorzögi. TKkstkrMke. RÄCH A POHliK, Lelpilg. Möbel billig wenn Sie mein seit 38 Jahren bestehendenS Geschäst benutzen. Mhei-Vers�ul-Haus Wilhelm Hamann BERLIN N. 58 Schönhauser Allee 42. KaSSa 60/o Teilzahlung. Fahrgeld vergütigt. In beb. Kreisstadt Pr. S. Psntoiloksl ohne Konturrenz, 15 Vereine und Gewerksch., größter Saal am Platze, 4 Vereins zimmer, reichl. Privat und Garten, bei 6000 M. Anzahlung sür 65 000 M. zu verk. Umsatz nachweist. 330 H., viel Kaffee u. and. Getränke. 650 M. extr. Miete. Hypothek fest, goldsicheres Geschäst. Karl Brtnck, Dessau t. Anh. 117/13 Berlin, Altelakohstr. 124. Elektro'Technikum gegr. 1874 Eig. Fabrik. Elektro-, Maschinen-, Bau-, Ingenieur-, Techniker-, Werkmeister-, Mon- teur-Ausbikd., Maschincnlabora- tormm-flgugr Abendkursus.! ( ww�w W WPWWWWWWW> 10 HCark monallicheTeilzahlung, liefert elegante Hcrrengarderobe nach Maß* 1, Tompouwskl, fSÄTii«; (Billige Preise.) Kasse 10 Rabatt. Auch engl. Damcnlostüme u. Palctot;. Gartenstadt Hohen-Neuendorfl Wald(Nordbahn), Wasser, Arzt, Gas-, Wasserleitung, Gemeinde- u.höh.SchuIen Am Schlitzenhaus& herrl. Hochwald-Landbaustellen. I0o/o Anzahl. Tilgung des Bestes in lOjährl. Baten. □ Rute 13 Mark. Hlustr. Broschüre gratis! > Berlin, Neue j( König str. 7t. Fernspr. VII, 3038 «g» Magerkeit+ schwindet durch Haufe's Nährpulver„Thilossia". Preisgekrönt Berlin 1904. In GWochen 24 Pfund ärztl. kontrollierte Zunahme. Gar. unsohädl. Viele Anerk. Karton 2 M., bei Postversand Porto und Nachnahmesposon extra. H. Haufe, Berlin N., Grcifenhagenorstr. 70. Depots in folgenden Apotheken: Elefanten-Apoth., Leipzigei-3tr.74, WeiHenburgerstr. 53, Potsdamerstraße 29, Köpenickerstr. 119, Bernhurgerstr. 3, Frankfurter Allee 74, Bosenthalerstr. 61, Beinickendorforstr. 1 Spandau; Potsdamerstr. 40. Best.: Pfl. Eiw. Haemogl. Leoith. Banm. Na- tronolh. Cao. Zucker. KieiNe kios �CIGARETTE '27 6. Sipfj. TQrk.Tabak-& Clgaretten-Fabrlk„Klos" o E. Robert Böhme, Dresden, HnzenswunTdi Aller ist ein sarte», reine» Gesicht, rostges jugendfrische» Aussehen, weihe, sammetweiche qaut und blendendschöner Leint. Alle» die» erzeugt die echte bteckenpferü- Lilienmilch- Zeile v.Lcrgmsnn» Co.. Radebtul.& St. 50 psg. Überall ,u haben. Karow eine Station vor Buch Schönst. Villenort, QR. v. 12 M. an, 20 Pf. v. Stett. BÖ.. 25 Min. Fahrt, 10 Pf. v.Pankow-Schönh., 12 Bin. Fahrt. Terrain unmittelbar am Bhf. Bebauungspl. genehmigt. Pläne gratis. Mäß. Änz.n. langjähr. Hypotheken. Verkäufer ständig a. Bhf. Karow.• j. Rieger, Berlin, Gonlardstr. 5. Automobil-Droschken, furze Zeit im Schieb, 4 Zhl. und 2 Zgl. mit Nummer, sofort verkäuslich. Frttzsche, Wilmersdorf, Landhausstr.6. HK Hygienische ' Bedarfsartikel. NeueatKatalrj Bl. Empfehl. viel. Aorzte u.Prof. grat. im H. Unser, Gumctiwarenfabnk Berlin NW« FnedricbBtraase 91/9 Röntgentai kaufen Sie am besten u. billigsten Parzellen. 7 Minuten vom Bahnhos 20Ps. v. Gesundbr. Verlause noch s�.o.8W.m.«s,»x GralT, Alt-Moabit 83b. Sonntags Röutgental, BahnhosSrest. Basener. ffronicuchler-fahrik. ? Größte Auswahl. Verkauf zu billigsten Iii Fabrikpreis, a. Private. J4l\— Musterbuch— n. Außerhalb franko. « Auf Wunsch kulante � m Zahlungsbedingungen w ohne Preiserhöhung. Siegel&Co., Prlnzenstrafle 38.* Syphilis- Nachweis in allen frisch, u. veraltet, zweifelhaft. Fäll, durch wissenschastl. Untersuchung. sofort; desgl. Harn-(spez. aus Go- norrhoe-Fäden) u. Sputum-Analhsen. Dr. Home/er& Co., Spezial-Laborat., Friedrichstr. 189, zw. Kronen- und Mohrcnstrasic), I. 8724. Pers. Rückspr. distr. u. kosten!. Geöffnet von 8—8 Sonntags von 12—1.• Lombard-Haos ff. Qraff, Leipziger Str. 75 j O Brillanten AM Uhren Goldwaren 25—50% unter Ladenpreis. Schöne freundliche Wohnungen 2 große Zimmer, Ballon, Küche, cvent. auch Kammer, sowie Bad, sehr billig sofort zu vermieten. 1259L- Frledriclisfelde, Miguelstr. 3, 7 Min. v. Stadlbahnhos Lichtenberg. i�liveiseuauslrM ig., 4 8*(üran, billigste u. beste| Bezugsquelle für• � Rödel jeäsr Art. r Kassa und Teilzahlung. Kehrgold nsw. Madel-Glallbrenner, Marlgrasenstr. 1. Tel. 12—7. 99/9« J, Baei« 26 Kastanien-ABlee 26 sowie Gediegene Wohnungseinrichtungen I Zimmer u. Küche 210-800 M. 2 Zimmer u. Küche 340-1000 M. Mod. Schlafzimmer 300— 1200 M. Herrcnalnimer, Speisezimmer, Küchen WMMWMi Einzelmöbel in großer Auswahl. Freiwillige Anerkennungen. BällStf. 2l) Priifz�Allee Herren- and Knaben- «WM Moden, Berufskleidung. I TD» Elegante yÜ,niWm ElnsegnungsanzDge. Grolles Stofflagcr:: zur Anfertigung n.Mall Allerbilligste, streng feste Preise. | Abendkurse Berlin, Neanderstr. 8 Technikum. Bauschule. j Jnhab. Artnr Werner. �aHTrö��t�östenfrey Ä Z BERLIN C 25 Alexanderplatz BERLIN C 25 Alexanderplatz Die grosse Kleiderstoff- und Seidenstoff- Woche währt von Montag, den 10. Oktober, bis Montag, den 17. Oktober.— Während dieser Zeit werden Tausende von Meter mocSernor Damen-KleidferstoHe und Seidenstoffe zu ausserordentlich billigen Ausnahme-Preisen verkauft s """"""""' O" Damentuch mit Edelglanz in modernen Farben, auch schwarz, 130 cm breit............. Meter M.' Reinwollene einfarbige Serge rippte Qualitäten, in allen Farben, auch schwarz, 106— 110 cm bieit.. Meter M. Englische Kostüm-Nattes Stofte, 110 cm breit.............................. Meter M. Reinwoll. blau-grüne Schotten 14Z-Ig» aus Karamgarn-Cheviot-Malerial, 90—110 cm breit....... Meter M. I I Engl, wollene Blusen-Flanelle ios 145 schmale, vornehme Streifen, malte Fatbeaatellungen, 75-80 cm br. Mtr. M,■ •J85 155 I rmicina Wolx/o+ia L-VJ U lOll IC I IdVClIO. dankbar im Tragen, in allen hellen und dunklen Farben, auch elfenbein, für Brautkleider, 50 cm bieit...... Meter M. s 9 1Z5 Reinseidene blau-grüne Schotten 195 z mit reichen, farbigen Atlasstreifen...................... Meter M, I Lindener Hochflor- Velvet.« 195 linksseitig geköpert, garantiert florfest................... Meter M. I \/ Olle-Nmon reine Seide, grosses Farbensortiment, klares Gewebe, 30 lür Ueberkleider und Ueberblusen, ca. 105—110 cm breit........ Meter M. mmm O � i_J—. für Mäntel- und Jackentutter,,,_ oerge-oeiae haltbare Qu&Ulät, in heilgrau, OK Q K mittelgrau und elfenbein, 50 cm breit.......... Meter pf. Bitte den neuen WinterHatalog und nach ausserhalb Proben verlangen! fereü n. GenrUltig! Königsbank Gr. Frankfurter Str. 117, (mit Theaterbühne, elektrisch Licht) noch frei Bußtag, d. 16. November, Sonnabend, d. 25. Febr., 11. u. 25. März 1911. Um werte Bestellung bittet Cnrt Breuer. Amt, 7 Nr. 8742.• Unsere LeistlingskWgkeit! SalomKrone, dreLBammig, 1K— 30 Speisezimmer'Krone, 10—40 Wohnzimmer-, Perlampeln zu halb. Preis. Wandarm 1,50, Hängelichtbrenner komplett 2,00. — Verkauf im Fabrikgebäude— Kaiserstr. 11-12. AS Die reellsten und billigsten Möbel lungzu Kassanpr 33 Jahren beste A. Schulz,"ät and Polsterwaren auf Teilzahlung zu Kassenpreisen und Zinsvergütung erhält man in der seit 33 Jahren bestehenden Möbel- ■Bk natcM..... fabnk unter IQjähriger Garantie 64L* ?. Ziehung 4. Kl, 223. Kgl. Preuss. Lotterie. r Ziehung vom 8. Oktober vormittags. Nur die Gewinne Uber 192 Mark«ind den betreffenden Nuinmeru in Klammern beigefügt. (Ohne Gewähr.) (Nachdruck verboten.) /.»88(400]«SO 793 886 96 975 1125 58[400] 454 605 651 641 70 957 2303 622 98 891 3 Ol« 187 309[1000] 441 730 73 75 831 602 70 4251[3000] 42? 504 94 605 5025 83 170 600 6021 30 178 93 204 385 667 7261 415 656 745 6219 330 054 95 9016 149 901 J0142 238 63 72 369 5 49 63 810 1 2296 325 534 31 664 [460] 923 48[400] 99 1 3027 449 76 680 692 917 1 4136 261 93 SOS 18 76 963[3000] 97 15290 SU 33 958 64 �16093 287 95[1060] 366[1000] 481 916 1 7078 274 301 452 687 730 5« 845 18254[400] 351 460 3 SO 703 57 886 19.057 189 383 532 86 783 872 958 20114 329 543 689 834 913 21 92 2 1 035 87 131 213 *97 748 829 021 61 22167 2 3 416 6« 24270 98 593 706 26 901 25 692 99 511 725 854 64 903 20 2 6051 123 831 BS 443 738 27065 71 137 224 590 893 860 2 8019 139 63 89 269 311[400] 436 590 609 806[400] 51 29685 719 »07 74 30121 37? 302 634 638 41 99 731 811 40 3 1 013 865 ''403 635 719 77[400] 915 61 3 2096 124 357 565 3 3010 86 141 295 384 404 573 624 73 905 58 3 4421 630 67 774 3 5067 60 127 223 77 804 402 66 600 607[1000] 61 36110 689 3 7038 198 205 550 621 22 802 44 910 3 8 500 65 57 96 784 3 9035 142 878 416 95 695[400] 822 950 95 40101 245 59 533 35 686 4 1 295 320 425 716 968 '42379 98 479 900 78 4 3007 329 473 652 87 726 74 94 925 44133 36 225[10 000] 323[400] 584 041 731 809 927 45066 263 771 861 913 4 6038 150 90 244 78 325 4 7013 133 SU 530 76[400] 619 829 936 4 8054 223 484 791 844 '49 312 43 6i 50077 92 158 409 507 18 035 730 5 1 043 90 301 13 83 *50 647 83 820 00 87 960 5 2291 359 854 936 78 5 3159 286 339 52 545 748 903 5 4073 300 12 540 715[400] 808 [400] 5 5 030 209 70 83 301 34 42 440 85 823[ 400] 811 »08 51 56163 334[400] 504 17 97 630 96 5 7660 705 33 36 82 95 949 6 8137 296 529 73 654 5 9010 390 505 784 [400] 395 098 6 0551 93 507 006 28[400] 61102 367 622 063 704 861 62103 4 3 87 99 316 2 4 39 422 87 63 088 795 964 .«3096 205(4001 349 453 734[500] 41 64335 420 744 «5038 320 97 430 96 703 59 969 6 6209 822 959 6 7117 [1000] 631 800 941 03 6 8003[400] 123 520 881 82§00 69030 82 803 32 927 79104 89 630 7 5 764 829 7 1 081 166 78 331 86 620 «42 72191[400] 276 334 450 629 713 26[500] 95 73043 133 237 370 705 010 13 31 92 7 4 484 633 7 5223 23 825 426 641 891 950 7 6034 237[ICO] 805[400] 9 440 74 77106 38 886 006 72 84 859 7 8128 227 315[400] 40? 82 601 952 7 9018 112 278 372 467 617 785 804 89024 34 43 171 259 99 8 1 25» 374 560 81 678 776 tos 923 4 7 8 2071[400] 400 577 703 45 910 33 74 83190 422 631 710 875 908 8 4033 68 79[1000] 139 495 596 616 773 8 5079 SU 16 20 529 8 6057 79 107 72[400] 401 078 82 752 8 7033 191 97[500] 112 055 715[400] 88106 [15 000] 42 4 7 70 79 381 403 582 624 747 74 835 89136 70 225 394 563 75 705 57 950 72 99252 02 313[ 500] 472 039 732 91118 30 439 529 600 38 81« 910 18[4000] 9 2223 401 606 699 9 3117 45 62[400] 232 533 320 9 4179 378 83 690 785 844 9 5171 SOS 22 438 723 325 34 81 9 6386 7 3 617 644 9 7035 25« 60 607 907 94 9 8200 413 564 9 9 671 854 50 34 199001 161 815 600 46 306 1 91141 557 619 733 73 192054 llt 409[400] 90 623 803 1 93036 SU 433 802 5 30 1 9 4074 97 212 326 60 81 463 527 5 4 612 88 946 J5 1 9 5057 06 72 361 91 403 504 22 62 83 683 770 897 •25[5000] 106219 51 432[400] 510 33 805 1 97288 416 653 655 793 1 08353 412 16 39 617 677 907 1 09223 83 603 901 119009 284 9 4 628 755 803 803[600] 111066 91 131 23« 353 033 112191 293 301 443 658[400] 65 607 «74 113269 531[500] 60 684 043 63 114080 147 361 496 767 319 51 70 115083 470[400] 608 60 891 975 116148 541[400] 789 117194 287 381[400] 92 473 118214 827 £59 940 63 119203 422 890 120214 SO 50 320 40 469 509 777 945 1 21168 219 403 [10 000] 62 592 615 95 885 918[100] 122077 139 288 471 «48- 723 005 1 23141 370 402 522 33« 97 1 2 4275 429 125073 177 80 209 374 405 28 684 1 2 6 471 538 683 745 83 88 1 27 055 282 351 82 442 809 5 4 84 1 2 8213 29 [1000] 50 676 820 1 2 9030 205 63 416 508 32 33 62 69 #0? SOS 79 130256 725 866 1 3 1 085 225 300 19 471 600 859 113 2201 77 80 462 609 2 6 643[100] 52 754 893 133143 M 71 381 458 605 76[3000] 945 97 1 34 402 572 964 135087 US 18 223 337 70 641 614 897 98 1 3 6013 166 625 316 701 2 71 137087 269 337 406 85 514 642 57 711 1«[500] 83 1 3 8032 4 8 437 556 665 880 96« 139006 67 129 81 204 701 21[400] 71 026 ! 149210 73 337 475 827 83 1 4 1 096 274 305 85 45 82 956 1 4 2298 418 909[400] 58 1 4 3 221 40 446 669 896 ■144086 271 323 447 72 509 90 895 903[400] 22 145065 994 413 52[400] 534 41 802[ 500] 146 033 432 524 616 [1000] 73 819 923[500] 147320 442[1000] 660 801 50 [500] 148403 65 88 624 28 31 972 1 49 283 424 SO 585 150578 84 87 837 96 951 15 1 077 866 403 669 717 88 887[400] 967 1 5 2007 98 2'>7 684 91 774 932[10C«1 83 1 53522 672[400] 700 869 1 54016 148»81 771[400] 15 5256 864 72 76 708 36 825 934 1 5 6206 388 532 48 648 157183 343 640 830 86 1 5 8079 443 45 512 64 OOS[400] 159120 90 205 624 97 730 880 169175 240 374 416 27 1 61l72 162163 27» 98 324 748 646 951, 16312» 42 06 257[400] 813 67 65 800 55 83 000[400] 13 64 1 64110 57 401 18 685 881 908 165194 338 404 75 569 766 1 6609« 180 212 487 654 869j 76»06 1 67166 280 86 460 550 168101 499 802 t 42 938 1 69020 119 29 68 220 303 409 565 769 876 170423 565 74 602 84 50 98 787 817 34 918 1 7 1005 06« 450 68 597«20 67 1 72055 493 588 811 173207 549 [400] 824 957 1 74035 494 55? 658 764 63 801 929 17503«[1010] 344 437«23 48 77[400] 706 1 7 6017 125 265 98 307 91 565 737 97» 177155 24? 826 80[800O] 630 39 72 895 11 59 909[400] 178059 160 205 74 430 61 880 179015 34 132 660 180133 41 99 507 EO 900 95 1 8 1 240 899 042 182125 85 422 73 609 846 901[600] 15 91 183056 106 356 6« 81 569 632 845 965 1 84065 2«? 69 90 390 513 «81[500] 907 1 8 5278«15 73[400] 91 18 6084 179 73 204 309 19 412 730 840 1 87028 145 482«5 707 899[400] 900 14 57 1 88168 237«4 9«»33 825 900 1 89087 18» 223[SOI] 98 326 82 622 773 887 907 15 190104 283 829[1000] 455«81 961 191157 79 542 (4001 50 848 943 1 92144 58 295 618 6» 742 8« 9»» 193190 98 471 98 626 29 631 7,1 19 4270 611 25 97 661 87 851[400] 19 5563 612 1 96148 72 78 07 234 67 81 508 772 801 21 197148 58 511 43 1 9 8015 49 111 215 372 77 609 899 1 99185 6SO(3000)«32[1000] 718 867 1 200298[4,90] 485 637[400] 744 853 20 1 251 65 392[400] 559 668 95« 202983 171 220 45 477 575 7» 787 865 947 2 0 3071 221 362[400] 542 70« 908 204047 166 283 327 540 613 775 887 39[400] 957 205653 90 753 806 82 2 0 6054 82 141 362 602 819 2 0 7044 534 869 208613 819 209|929 145 308 363 693[400] 019 2 10270 37» 99 439[1000] 395 952 21120«[500] 628 57 2 1 2162 307[400] 847 965 2 1 3062 600 774 214348 485 917 215066 93 141 72[400] 203 361 67 55« 57 61 707 885 2 1 6004 210 491«26 94»[1900] 217021 25 188 241 61 542 887 21811» 64 275 304 85 85 590 711 35 2 1 9240 486 541 729 65 2 20124 88 COO 741 59 2 2 1 033 45 71 73 92 274 [400] 8« 497 634 772 993[600] 222017 133 265[400] 79 Ol 416 673[400] 720 88 223865 224013 235 81 603 31 84 7419 28 2 2 5169 268[500] 674 755 226154 665 »21 26 2 2 7729 72 2 2 8 223 663 2 2 9044 175 835 2 3 0088 160 306 84 92 416«3 86 93 529«7 762«7 [400] 98 2 31105 18 236 608 2 3 2107 48 801 64« 650 905 233018 30 88 880 234069 214[540] 371 727 84 96 655 2 3 6139 627 74«68 765 849 900 81 23 70N. 153 227 D8 13 589 782 79 916 88 2 3 8 128 236 462 82 [400] 571 701 943 2 39140 60 35« 675 731 845 981 37 24 0298 403 54 547 51 642 831 241123 263 319 475 699 954 242004[500] 121 418 72 837 57 793[400] 2 4 3 076 93 160 355[400] 421 524 99 726 2 4 4080 672 664 846 55 7 2 2 4 5 326 63 449 782 895 2 4 6310 93 463 814[400] 70 065 2 47142 81 339 467 835[ 400] 45 65 24 8028 36 490 710 67 093 2 4 9008 143 207 15 35 5« 381 91 45« 506 21 99 80« 71 2 5 0231 360 643 825 902 10 2 5 1 321«4 414 41 [400] 708 864 2 5 2026[500] 219 449 643 935 50 9» 2 5 3069 70 122 741 931 2 5 4080 212 39 82 334 538 680 714 853 255120[400] 829 420 91 92 582 606 7« 75» 8« 2 5 6 398 564 817 993 2 5 7032 191 934«85 708 74 831 2 5 8187 211 27 485 50? 764 802 949 2 5 9116 404 546 61 738 41 260002 10» 415 857 983 2 61162 403 63 558 76» 832 2 02145 410 37 584 638 713 2 6 3137 340 7 7 396 663 724 04 2 6 4880 424 859 96?[400] 265066 271 793 2 6 6 249 80 664 267 834 442 532 678 778 905«6 268029 98 283 545 439 58 60 689 798 907 2 69187 275[3000] 882 566 828 29 972 2 7 0089 484 661 860 2 7 1 313 52 74«45 769 272086 80[400] 275[40000] 345 462 526 53 73 629 44 787 922 71 273113 4SI 670 2 74X54 439 90 758 831 966 2 7 5006 14 86 103 656 827 95 976 84 2 7 6 420 39 653 752 2 7 7 247 96 354 439 60 525 617 33 720 85 2 78170 217 33 98 438 856 947 2 7 9349 365 503»Ii 710 699 916 280335 41 08 448 915 281035 210[400] 351 417 608 36 752 848 2 8 2279 327 82»70 700 99 904[400] 7 74 283049[400] 277 303 568 7 6 2 8 4032 81 285 73 87 [500] 610 37 801 16 916 2 8 5160 73 312 569«12 96 721 280047 81 126 41« 52 588 287 121 83 450 537 640 892 2 8 8113 50 641 2 8 9015 269 630 764 83« 904 64 290520 704 41 987 291150 291 313 428[500] 659 739 990 2 92170 214 29[500] 43[ 500] 517 911 293073 9« 103 10 78 99 233 309 Ii 95 506 30 727 28 83 92 925 46 2 9 4277 96 530 783 951 2 9 5160 437 505«13 717 985 296179 304 33 560 609 733 2 9 7169 74 223 75 340 441 [400] 60 69 541 663 841 2 9 8 078 164 615 41 765 068 299026 91t 39 65 300149 75[500] 244[400] 683 703 79 836 915 46 3O1074 131 364 4SI 561 902085 317 15» 923 39 3033» 2. Ziehung 4. Kl. 223. Kgl. Preuss. Lotterie. Ziehung vom 8- Oktober nachmittags. Nur die Gewinne Uber 192 Mark Bind den betreffenden Nummern In Klammern beigefügt. (Ohne Gewähr.)(Nachdruck verboten.) 145»39 5« 744 49 807 933 1 097 178 295 478 612 625 718»56 2132 417 770 77 963 89 3076 85 624 83 794 871 943 4052[1000]»9 92 109»8 388(400) 540 79 84«12 978 6065 222 45 59 344 72 936 65[ 400] 69 6070 99 121 36 »99 827[400] 75 602«1» 782 833 74 974 7 196 870 831 8109 321 415[600] 92 939 9023[5000] 88 254 81 97 428 60 767 75 934 1O180«73 748[600] 11 BS« 83 796 84« 85 918 12007 Hl 318 57 7»3 8« 874»47 8» 13178[400] 91 414 676 «30 76« 14208 46 33« 498«16 775 1 5055 278 88 478 608«19 708 27[400] 86 67 889 16160 885 830 33 17037 194 825 53 98 1 8l«l 361 6U 82« 83»7« 19008[400] 61 483«34 98 978 2O079 117 64 21, 83 687«4«02 38 861 932 21068 »1 119 80» 778 915 4« 2 2619 874 916 2 3658»3 882 «3 24359 667 25020 304[400] 470 71 698 787 827 2 0522 23 84 45 641 73 2 7023 149 86» 476 7 7 645 784 2 8 408 84«3 2«»0 723 878 978 tC 29060 195[400] 216 841 3O0C2 160 212«28 5« 914 3 1 249 367 41« 689 788 864 65 994 3 2 078 12» 43 430 86» 33408 697 34222 608 26 608 74 985 3 5042 65 132 211 49 054 708 23 847 94« 3 6000 93 277 488 78[3000] 608 769 801 37215 815«0 417 99 663«31 38184 333 552 M«65 39193 874 83 89 700 928 40001 2» 147 424 563«51[400] 6«»99 4 1 239 »48 821 42098 165 22» 423 53««13 777 817 43148 268 377 728 46 829 945 4 4037 166 298 4 5177 80 213 9 7 359 80 315 68 97 878 4 6051 92 487 612 734 42 85 999 47007»9 182 209 455 59 912 4 8209 35 328«3«9 633 24« 982 4 9034 78 684 766 956 50194[400] 825[500] 400 22 6« 508 48«51 743 869 51263 821 28 511 2« 641 8«.' 52407 770 885 901 5301» • 11 42« 42 760 826 55 997 6 4 402 517 68 783[1000] 884 55242 96 413 596«15 977 5 0018 128 60 272 487 48 61 22«88 5« 855 5 7134 51 874 42« 89 533[500] 971 58351 81 431 583 625 751 5 9059 268 446 527 830 „ 33< 611<1"4 639[400] 72 708 17 " 8® 62012 24 63 64 353 579 751[lOOO] 72 63052[400] 939 345 442 54 70 691 748 935 6 4001 89 74 114 413 51. 5 918 899 981 ßSllT 296 607 30 63« 967 66156 '9'L«Ö# 6'',179 8»3 618 41 50 669 790 6 8156 334»41 69131[400] 839 71 405 525 85 741 44 041 6« 70091 134 437 718 911 46 71109 229 63 306 40 727 MÄi 73118 559 74002 330 446 65 636 IjLi L t1000� 75015 51 212 816 414 62 564 758 872 58 *.* bJ?8..80 88 76134 444 6,8 889 717 TT US 206[500] 303 887«'«» 8» 8» 955 78066[500] 93 182 322 4»? 97 185 800 87 89[ 400] 511 624 80232 65 95 305 5 9 443 88 649 8 1 057 295 461[lOOOOl finnT8..68 88 790 8 2199 558 407 71»37 60 83130 30» «SPio«, A 63 97 969 8 4005 200 9 39 403 850 85808 84 485 500 11 778 916[100] 80 8 0187 487 721 oo.,.903 87548 80? 904 8 8304 458 509 67 677 04 JS? 499 881 76 6 815 17 41 70 ... 7 808 77 457 91168»8 468«04 714[400] 6« 9� 958 57 f2®5 869 f400] 78 848 475 668 613 93 952 BO 1,... 4r 58 99«3[1000] 94161 95 218 i9 475 854 97 766[400] 858 81»00[5000] 95010 75 998 889' 7 9 6224 83[400] 97031 818 4 00 88 65« 887 1 91 120 823 881 9 9007 136 89 315 669 72 r.AA�Sr1.64 45 442 505 09 98 928 78[400] 101283 810 [lOOM»] 61« 58 70»81 52 1 02184 323 638 742 90 9<8 .\93 043 180[1000] 654«01 783 1 04057 345[400] 4« 595 606 ft03 IG 103068 83 205 304 64 588 618 94 719 802 97 81 100149 272(3000) 429 83 743 963 1O7201 313 ff4 X®88 77 810 f45 108037[ 400] 120 320 60 OOS 72 [400] 748 57 1 09091 12 t 32 444 784 973 80 r..., 10208 875 594 856 80 770 922 111042 250 86' l"" 97"9 728«0[400] 838 112025 41 64(SoS] 243 «32 113084 231 54 442 80 710[400] 93 918 114,043 139 tun MV 6l3l« 001 i48 728 980 USUS 28 650 75 789 m r.mx V.i16070 85 98 725 369 58-' 870 117067 120 9.298 8,8 762 930 119101 250 688 75« 90 Ji?0'99 694 773 638[400] 63 83 985 1 2 1 526 609 40 Kn/n o i88 60r7 8?7 J700! 87 1 2 3 085 161 300 468 704 20 t400' T24IS4 212»15 744 1 2 5078 155 f39?77 87 822 8« 1 26290 327 39 45 58 521«7 612 45 79 SnS 1 OO9,7?, 12 7008 570 68 811 48 1 28064 236 426 978 12914' 57 279 486 775 87 r, 1,30068 887 472 797 nu[500] 13 1 009 53[1000] 417 [1000] 627 81 34 861 931 1321 8 389 429£14 50 133102 5-7 787 1 3 4027 747«1 224 899 787 902 1 3 5 308 40 81 «55 Vq4>?„� fM001 969 95 1k>9S5S 13 7 259 517 60 580 691 60?»4 9�», 93 204 81" 527 305 838 1 3 9 488 578 140285 474 575 99« 14 1 061 162 215 45[400] 844 637 68 72 1 4 2 27» 847 51 143 032 244 488 562 585[400] 814 69 78 903 92 1 4409« 558 67 670 719 20 27 145033 77 5,". 90 779 84 529 W« 146018[400] 20« 415 628 38 703 84 147037 30 133[1000] 55 274 468 81 611«43 752 842 148066 232 321 79 428 6t 14916« 240 41 314 52 428 150264 943 1 51198 441 76» S«9 15203« SU 451# 510 643 763 1 53137 63 244«21 34 737 964 1 540M' 103 61 319 783»34 57 1 5 5034 79 391«77 78«[500] 156339 603 768 807 157U0 360 673 772 77[400] 858 92 99 1 5 8059 604 18 1 59175 334 734 852 070 1 160051 78 306 82 545 876»95 1 61188 282 6S5 710 162111 240 6» 510 790 854 905 83 80 163225«78 801 90 856 1 6 407» 891 41» 80 530«13 724»1» 16514« 815 508 708 912 76 1 66315 9«»13 25 66 84««82 167025 9! 188 294 97 476 787 917 1 6805« 84 221 JOt 4» 937 169106[ 400] 667«7[400] 705 30 59 622« 170034 205 435 86 94 798 821 924 50 1 7 1 060 20B 844 71 517 75 922 1 72156 67 242 43« 73 871 918[400] 19 1 73255 507[400] 800»9 798 1 7 4098 724 852 87 504 603[400] 19 40 175190[400] 379 459«21 954 8» [1000] 176052 66 115 91 213[400] 807 881«92 17712» »23«34 73 76? 79 90««4 178040 71 7, 1»« 228 8tt 558 746 59 831[400] 90 1 70114 418 575 828 804 i 180049 124 35 44 83 392 406 23 44 69 818 830 181091 340 645«38 759 80« 16[400] 94« 88 18239» 40« 613 183055«4 26« 69 534 706 97 91« 184153 Stf 410 697 944 1 85069 JOS 838»7 448 810 TOS 186272] 18S' U 8774 187U4 236»4 555 850 38 262 188230 96» 190119 81 er 454 52«[400]«9« 97 784 901 84 1 9 1 0»» 599 782 924 1 8 2292 1 93110 68 94 200 428 57 500 U 61' 611»5 909 80 67 78 1 94123 492 860 1 9 5062 804 70« 831 196008 US 84 00 234 416«1 627»15 197221 882 688 677 79t 198381 825 97 199001 810 78 82 648 72« 77 OSfi 3 200032 151 129«4 780[500] 629 80»98 201343 48 72 8» 0O2[ 400] 11 5« 750 202236 41» 203009 3»! 405 67 5«»(400) 729 92 944 2 0 402« 68 246 429 687 81«' »05 2 0 5060 241 396 417 19 075 8 2 2 0 6117 841 444 83« 41«1 72 2 0 7018 328 742 81 870 2 0 8075 183 227 81 8S: 327 512«50 812 68 919 209088[500] 88 132 299 831 43 384 713 373 1. j"w•. o« 2 1 0029 294 348 408 75» 211059 839 484[40011 743 2 1 2018 67 310 65 91 413 505 961 2 1 31U»43 43« 543 825 05 2 1 4440(18[500] 720 76 215090 449! »41 847 93« 2 1 6025 120 209 395«03 8 18 88 2 1 73«» 577 8« 754 815 2 1 8454 523 799«01»1«43«1 21907» 110 18 200 8«7 52» 35«0« 812 50 g 220201 842[ 500] 423 619 M 800 49«7 937 22 1 494 781 95 899 2 22104 212 470 635«18 797 83«! 916«7 81 2 2 3081 34 345 402 48 689 853[400] 224084 904 37 78 341 944 2 2 5 332«11 770 805»39 220038 »60 438 649 70 2 2 7550«1«[400] 44 701 861 94» 56 [40')] 228005 104»29 229118 42[400] 87 98 869 56l! 889 805 944 23O029 170 240 08 845 51[400] 819 44 905«8[5001 231112 43 359 610«54 704 957 2 3 2515[400] 233122 389 456 611 33 884[500] 234155 666 235170 812 6t 91 403 508«39»48 65 2 3 0158 140 978 410»9 887»48 68«6 237061 239«5 39« 4«? 52« 74 754 2 3 8041 187; 60 98 223[1000] 471 507 314 97 824»65 98 93 2 3918» 401 661«47 715 62 90■ 240032 661 730 24112« 72 81[500] 81, 488 98 SM 953 92 90[400] 242-33 661 739 811 243044[1000] 4» 179 363 552 720 862 2 4 4039[NICO] 362 472 555 885[ 4001 964 2 4 5005 75 403 627 97 832»54 2 4 6312 430 683 858 247249 82» 576 619 248027»00 49 484«11 89 7'0 03 97» 24 9030 112 16 590 79»2 702 29 31 368 84[500] 075 2 5 0470 04 524 38 648 707 18 25 4 4 860 84 251 00 »18 821 2 52174 404 608[500] 762 253580«28 824[500] »09 40 2 5 4124 7 7 238 600 11 797 2 5 500« 125 684 818 »71 2 5 6(139 169 473 701 ,1 77 800 2 5 7684 108 318 485 727 258015 64«58 259034 83 881 434 715 18 68 892 2 6 0210 371 649 937 2 6 1 015 199 401«39 47( 5007 96 833 937 45 2 0 2106 SC 304(500] 450 505(40O] Pia 862»06 9« 26 3214 763»71 264oä»» 4M 84«»77 H 2 6 5216 413 762 867 95 903 3 7 2 6 6032 73 88 17» ,« So wl882690449li«[M0J 909 267979 2680.7[400] 270527 120 000> 668[400] 90» 50[400] 71 271971 478 47 05 545 30 025 3» 27220« 330 81 45» 97»41 273030 SI 274292 350«1 543 8« 602 15 929 2 7 5328 879 588 827 2 7 6012 30 76 93 160 22 1 824 33 443 68 590 973 2 7 7037 46 108 733 49 2 7 8424 29 53« 279058 158 23?»99 510 662 800 49»21 75(500] 000 80,48 474 932 47 82 2 81104 25 258 46» 548 951 232,75" 89 557[10O0] 350 416 34 537«19 987 283071 402 28 47 b6-[400] 610 712[400] 31 35» 65»57 284094 299«79 351 56 2 8 5036 899 977 93 2 8 0428«SS 93 (400) 726 287032 36 128 402 14 722 2 8 8055 328 35 57 548 878 758 03 865 932 2 8 9 801 751 808 96, 29O09« 158 87»0 444 638 928 45 29 1 040 98 int 8» 287 53 367 805 780 292071 315 444 544 685 293188 398 772 82« 294145 54 208 25 88 810[400] 441 620 W «»(50001 79» 871 982 2 9 5187 461 507 7M 91?« 296273 77 58« 733 863 79 2 9 7068 80 105 18 6M 40 745«5«38 910 83 2 98120 249 463 656 832 953 80 299203 538 46 83!»10 3 00145 91 123 24 87 334«5 301427 85 40.»7 «99 745[400] 821 302231[500] 492 513 35 0«4 303037 942 730 894 991 96 öuou�l T �tdung der 5. KUbbo 223. KBnlgL Preun. Letterle findet(tatt vom 8. Noremb. bis 8. Dei. 1910. 21t 89 t«l 4M 720 63 957 99 Bercnitoorfl. Redakteur: Carl Mermuth. Lerlin-Rixdorf. Für den Inseratenteil Verantw.: Th. Glocke. Berlin, Druck u. Verlag: Lorwärt« Luchdruckerei u.Ber fwmfw t Paul Singer& So« Berlin SW. Nr. 337. 27. Iahrgavg. 5. Keilm des.Jmsirts" Krim Küislildl 5omltllg, 9. Oktober t9t0. frsv�Siilcher GewerMcftaMonsreB. Vierter Tag. Toulouse, 6. Oktober.(Eig. Ber.) Die Diskussion über das Verbcmdshaus wird zu Ende geführt. Die meisten Redner stimmen darin überein, daß Griffuelhes in der gegebenen Situation nicht anders handeln konnte und sich durch seine Tätigkeit sehr verdient gemacht hat, daß aber in Zukunft ein Kontrollsystem geschaffen werden mutz. L e v h protestiert gegen die Insinuation GriffuelheS, daß er zu denen gehöre, die im Polizcibericht von Villeneuve gestanden haben, aber nicht verhaftet worden sind. In Wahrheit sei dorr Luquet mit den Initialen alS Teilnehmer an der Manifestation bezeichnet worden. V V e t o t verteidigt Griffuelhes. Es gibt Gelegenheiten, wo man die bürgerliche Legalität beiseite lasten muß. Der Zweck heiligt die Mittel.(Beifall der Mehrheit.) Merrheim stellt fest, daß im Original des Polizeiberichts Lövys voller Name gestanden habe. Griffuelhes ist das Opfer von Leuten, die für ihre Tendenz Profit herausschlagen wollen. Der Redner deutet an. daß die Regierung daran Jnter- esse hatte. Man spricht von Streikgeldern, die ihrem Zweck ent- wendet werden, aber in der Kasse sammeln sich die Gelder, die zu spät, nach Beendigung der Ausstände, einlaufen. Ein Vertrauensvotum für Griffuelhes wird mit 1125 gegen 65 Mandate und 233 Enthaltungen angenom- m en. Ter Kongreß wählt eine Kommission, die die künstige Funk- ti«n des Verbandshauses studieren soll. Sie wird aus 12 Mit- gliedern bestehen, von denen zwei dem Seinc-Verband angehören. Ten englischen Textilarbeitern und den streikenden deutschen Werftarbeitern wird die Sympathie ausgedrückt, mit gleichzeitiger Empfehlung des Generalstreiks als entscheidender Waffe des Proletariats. T-"- Bericht der Kontrollkommission wird genehmigt. NachmittagSsitzung. Zum Bericht des Konföderationsvorstande» er- greift das Wort L i o ch o n(Buchdrucker), der den Bericht nicht genehmigen kann. Er klagt die Anarchisten an, N i e l das Verbleiben im Amt unmöglich gemacht zu haben. Die Art der Propaganda der C. G, T. entspricht nicht den Klasteninteresten. Für Dvetot ist der Syn- dikalismus ein Anarchismus ohne den Namen. Der Redner will wirklich gewerkschaftliche Arbeit. Bousquet hält eine Vostsversammlungsrede über Anstmili- jarismus. Pericat polemisiert gegen die Reformisten, die ihre Zahliingspflickst>cn gegen die C. G. T. nicht erftillen.(Zwischenruf: Weil wir keine anarchistische Propaganda bezahlen wollen.) Wir werden unsere Propaganda fortsetzen. Niel: Man bezeichnet uns als Gegner deS Antimilitarismus, weil wir gegen die Marfeiller Resolution gestimmt haben. Wir aber haben uns jederzeit gegen die Verwendung der Armee bei Kon» flikten zwischen Kapital und Arbeit gewendet. Wir sind so ent- schieden« AntiMilitaristen wie nur irgend jemand. Niel gibt die Geschichte seiner Wahl ausführlich wieder. Solange Griffuelhes noch im Amt war, habe ich die Kandidatur abgelehnt und als ich sie dann annahm, hatte sie keinen Kampfcharakter, sondern sollte im Gegenteil die Ausgleichung der Gegensätze in der C. G. T. bc- wirken. Man wollte das nicht gelten lassen. Immerhin glaubte ich, daß meine Gegner so konziliant sein würden, mich erst ans Werk gehen lasten, um es nachher zu beurteilen. Warum wurde die Hetze entfesselt? Vor allem wegen meiner Rede in Lens, worin ich feststellte, daß die Organisation des Proletariats noch nicht stark genug sei, um den Machtmitteln des Klassenstaats siegreich zu widerstehen. In der Rede habe ich selbst erklärt, daß das Proletariat die ausständigen Postbeamten unter- stützen müsse. Der Redner verliest die entscheidenden Stellen der Rede.— Soll ich die Gwerkschaften. die bereit waren, zu mar- schieren, zurückgehalten haben? TaS ist eine billige Entstellung Man hätte meine Rede kritisieren können. Aber ich wurde sofort als„Verräter", als„Verkaufter" hingestellt. DaS sind infame Verleumdungen.— Mein« Haltung war von der Furcht beeinflußt, die ich damals für die Existenz der C. G. T. selbst empfand. Niel erzählt die Geschichte des Generalstreikbeschlusses im Konföderationscomite: Ich selbst war der Meinung, daß wir einen Streik für ganz Frankreich nicht dekretieren, sondern nur den Gewerkschaften zur Entscheidung anheimgeben konnten. Der Generalstreik wurde indes beschlossen. Wie aber sollten wir ihn propagieren? Telegramme wären aufgefangen worden, Briefe zu langsam gewesen, die großen Zeitungen waren von uns boykottiert— hier zeigte sich der Nutzen solcher Maßregeln.— Ich verfaßte, dem Beschluß der Mehrheit folgend, den Aufruf, der die uneingeschränkte Billigung der Revolutionäre fand. Pataud beantragte einen Zusatz, wonach der Streit zwischen den Tendenzen ruhen sollte. Und derselbe Pataud griff mich einige Stunden später in einer Versammlung in der Arbeitsbörse wegen meiner Rede in Lens mit den.heftigsten Schmähungen an. Drei Tage nachher, als die Bewegung verunglückt war, standen wir beide— Pataud und ich— an der Barre des Konföderationsvorstandes. Während mein Fall verhandelt wurde, fand unter den Fenstern eine Versammlung von Erdarbeitern statt. Ich weiß nicht, wer sie hinberufen hat. Sie schrien:„Bringt ihn Herunterl Wir wollen seinen Kopfl" Ich mache diese Arbeiter nicht verantwortlich für ihr Verhalten. Verantwortlich sind alle die zusammen, die die Atmo- sphäre des Verdachts und des Hasses gegen mich geschaffen haben. An der Schmach jenes Tages werden sie ihr Leben lang tragen. (Beifall.) Ich erkenne mit Genugtuung an, daß es Revolutionäre waren, die mich damals geschützt haben.(Pericat: Für Pataud hätte ich nicht interveniert!) Was war mein Verbrechen? Daß ich zur Vorsicht geraten habe. Das hat nun Griffuelhes vor der Demonstration von Villeneuve getan, andere Kameraden in diesem Jahr am 1. Mai. Der jetzige Sekretär Jouhaux hat erklärt, daß der Eisenbahnerstreik einen korporativen Charakter bewahren müsse, zur Revolution sei das Proletariat noch nicht bereit. Aber gegen den Reformisten war alles erlaubt. Mit diesem Streit zwischen Reformisten und Revolutionären wird seit ein paar Jahren alle gewerkschaftliche Arbeit unmöglich gemacht. Er ist der Krankheitskeim, der alle Organisationen zerfrißt. Ich war einer der ersten, die an der materiellen Einheit des Proletariats gearbeitet haben und wollte auch an der moralischen mitarbeiten. Halten Sie diese Einheit für unnröglich, dann ist der Syndikalismus selbst unmöglich. Der Syndikalismus ist eine Jnteressenvereinigung. Sie wollen jetzt einen politischen Syndikalismus schaffen, einen Syndikalismus, der sich um alles mögliche kümmert, um AntiPatriotismus. Neo-MalthusianiSmus— Dinge, die ihn, als Vertretung professioneller Interessen nichts angehen. Die Ge- schichte wird zeigen, wer recht hat. Wenn Sie aber einen Syn- dikalismus wollen, der zu allen Problemen Stellung nimmt, dann seien Sie offen und nehmen Sie alle diese Dinge in die Statuten auf, so wie Sie dort die Abschaffung des Unternehmertums als Ziel aussprechen.— Der Redner, der mit einem temperamentvollen Appell zur moralischen Einheit schließt, erhält demonstrativen Bei- fall eines ansehnlichen Teiles der Versammlung. Genosse Sassenbach in der Eröffnungssitzung überbracht erregt nachhaltiges Interesse. Die„Guerre Sociale", die frei- die mit dem Besuch verbundene Kundgebung für den Die Einladung der deutschen Gewerkschaften, hat, lich nur Frieden und die internationale Solidarität inS Äuge faßt, nennt sie den„Clou" des Kongresses. Sassenbach hat den Leitern der französischen Gewerkschaften privatim nähere Mitteilungen über die geplante Organisation der Fahrt gegeben, die die Besucher in- stand setzen soll, die Einrichtungen und die Funktion der deutschen Gewerkschaften eingehend zu studieren. BHefhaften der Redalttion. 9t. G. 203. Ein solcher Anspruch steht?!hnen nicht ztt— 9t. R. 2511. Fa. wenn bnuenibe Erwerbsuiisabigkcit vorliegt.— P. L. Charlottenburg. 1. Bclchwerbe beim Amtsgericht, Abteilung sör Bollstreckungssachen. 2. Dem Kinde können Sie nur bann Ihren Namen geben, wenn Sie bis Mutter des Kindes ehelichen, g. Zur Veröfsentlichunz nicht geeignet. Bei passender Gelegenheit werden wir den Fall mitoer- werten.— R. W. 70. 1. Ja. Jede richterliche Handlung, welche gegen den Täter gerichtet ist, unterbricht aber die Verjährung. 2. In 3 Jahren. Es empfiehlt sich, nach Abiaus der Zeit durch einen Rechtsanwalt die Akten daraushin einsehen zu lassen, ob eine Unterbrechung der Verjährung er- solgt ist.— E. M. 100. 1. und 2. Nur für die Zeit vom S. bis 21. November. 8. Fordern Sie den zu Unrecht abgezogenen Betrag unter Berufung aus§ 49 Absatz 2 des JnvalidenverstcherungSgesetzeS zurück. 8Wods>-TvBimiM 80 Bernauer Straße 80 a. d. Brunnenstraße. Verlangen Sie bitte Haupt-Katalojf V. gratis. Verkauf nur 95 komplett aufgestellte Zimmer. 89 VI.Tief m. Hulbol u it. 89 M. ir:e«shl GI«SOM. 4.75M. m. jut. Plüsctib«. 58 M lourniert«. 2 Aubüjtn 29 Ii, m. PatentnulraU« 58 U. Enaros HlOVO IlftSnfi" bestehend aus Wohnzimmef 310.50 M., Schlafzimmer mit Wasch- 1 m. Fass.- et � �ort im Fabrikgebäude. UlLsL LllliiktiluIIz»»Ultlvl! loiiene S4«di.. �üoho tn0eitariie58N.. I o» Jedes Wort 10 Pfennig, Das erste Wort(felfgedruckt) 20 Pfg. Stellengesuche und Schlafstellen-Anzeigen 5 flg.; das erste Wort (fettgedruckt) 10 Pfg. Worte mit mehr als 15 Buchstaben zählen doppelt. Kleine Anzeigen[ ANZEIGEN fflr die nächste Nummer werden In den Annahme- stellen für Berlin bis I(ihr, für die Vororte bis 12 Uhr, In der Haupt-E-.peditlon, Llndenstrassc 69, bis 5 Uhr angenommen. Verkäufe. Tcppiche(schlerhaste) Gelegen- heltskaus. Fabriklager Mauerbosj, Große Fraiiksnrterstratze 3. Flureiii- gang. Vorwärtsleteim S Prozent Extrarabalt. Sonntags gcöfsnet.* Steppdclkcu billigst Fabrik Groge grankturierstrave 9. �lureingang GardiiienhanS, Grage surteritratze 9, Ftureingang. Frank. 243151» Bücher des deutschen SauseS. Eine Sammlung guter Erzählungen, Geschichten, Novellen usw. Gut auS- gestattet, zirka 300 Seiten umjaffenb, zum Teil illustriert und gebunden. 30 Psennige pro Band. Expedition, Lindenstratze 69, Laden. Psandteilitiaiis Krebbcr, Küftriner- platz 7, sponbilligcr Bcltenoerkaus, Gardinciiverlaus, Wäscheoerkauj, Uhrenvertails, Tcckenverkauj, Schmuck- (achen, Goldsachen, Silbersachen, ver. allen? Psänder._ 2432K Kredithans Moabit. Tilrmstraße SS, Ecke Waldstratze, erhalten«ie Möbel und Waren jeder Art ans Teil- zahlillig, unter denkbar günstigen Zahtungsbedingungen. Spezialität: Herren- und Dainenbcklcidimg. Gratis erhält jeder Herr beim Kaus eines Anzuges oder Paletots einen Hut, Stock oder Schirm: jede Dame Handtasche oder Gürtel. Beim Kaus größerer Wohnungseinrichtung Teppich oder Negiitator._ ISSOft* tKaSkroncn. Tatsächlich olme An- zahlung, wöchentlich 1,00(bis Hundert Kaussumme). Riesenlager Louis Bött- cher(selbst), Betriebsleitung Box. hagcncrstratze zwciuiiddreisjlg(Bahn- Verbindung: Warschaucrstrnße). Fi- lialcn: Pötsdamerstragc 81, Nixdors, Kaiser-Friedrichstrasie 247._* Teppiche:(jehlerhastc) in allen Grös-en, säst für die Hälste des Derles Teppichtager Brünn, Hackeicher Mark! 4, Bahnbol Börse.(Leser des „Vorwärts» erhalten S Prozent Rabatt.) Sonntags geöffnet I» Bilder lausen Sie bekanntlich am vorleilhastesten direkt Fabrik bei Ditder-Bogdan, Weinmeisterstraße 2.» Kinderwagen, Gummi 20,00, Klavpwagen, Kinderbett 6, SO. Vor- teilhaste Bezugsquelle Weitzenburger. stratze 3, Kottbnscrdamm 90. 262/17» Pr tttzcu-Leihhaus. Prtnzenstr. 34, eine Treppe(zwischen Ritterstratze und Moritzplatz). AutzergewöhnlicheS An- gebot. Von letzten Auklioiien zurück- gebliebene Warenbestände, als wie ein grotzer Posten von Kavalieren ge- tragener Jackeitanzllge, Nockanzüge, PaletotS, grötztenteils aus Seide ge- arbeitet, von 9 bis 18 Mark. Extra billiges Spezialangebot: Uhren, Ketten, Ringe, grotzer Posten ver- sallener Wäsche. Betten, Teppiche, Portieren, Steppdecke», Gardinen, enorm billig Prinzenstratze 34.» Fortuualeihhaus l Weltbekannt! Brunnenstratze 1S7. Grotzer Pfänder- oerfaus 1 Sowie Gelegenheiten aller Art. Staunenerregend billigt Jackett- anzöge I Winterpaletots I Massen- aiiswahl! Taschenuhren, Freischwinger. Riesengrotzer Bettenv erkaus I Neue Aüssteuerwäsche I Gardinenauswahl I Steppdecken! Plüschtischdeckenl Spott- billige Pelzstolas, solange Vorrat I» �BtonatSanzüge, Wintorpaletot», Ulster, Gehrockauzüge, Smoking- auzstge, Hosen spottbillig. Rosen- thalerstratze 48. Kein Laden. 1270b» �Le ihtl ans„Ptutmcu". Herrenanzüge 8.50, Burschenanzüge 6.75. Paletots, Hosen, Monteuranzüge, prima 4.—. Herren- und Damen- (tiefet 6.—. Betten, Stand mit zwei Kissen 10.—. Kostüme, Blusen, Röcke, Portieren, Gardinen, Teppiche, Wäsche, Taschenuhren, Freischwinger. Goldwaren, alles spottbillig. Brunnen- stratze tlS, Ecke Usedomstratze. Leihhaus„Rosenthalcr Tor», Linien- stratze 203/4, Ecke Rosenthalerstratze: Grotzer Verlaus verlelleuer Anzüge 9,S0 an: Paletots, Monats-Abonne- mcntS-Gardcroben. Biirschenaiizüge, Uhren, Gold-, Gilberwaren, Betten, Wäsche, Gardinen. Sonntags geöffnet 7 bis 10, 12 bi,»» 4.25 prachtvolle Betten, 7,00 daunige Bauerubetten, lO.OO ganzer Stand, rotrosa gestreift Inlett, einzig nur in der billigen Betten-Psandleibe Prinzenstratze 34. 116/5» Landbett, zwei Deckbetten, zwei Kissen, zweischläfrig, 15,00, grotze Laken 90 Pfennig, Damatlbezüge 3,60, Steppdecken. Prinzenstratze 34. Bauerndeltbett, Unterbett, zwei Kissen 24.00. Betten- Psandteihe Prinzeiistratze34. Annoncenvorzeigern vergüte Fahrgeld._ 116/7* 4,50 Teppiche, Portieren 3,75, Plüschdecken 5,—, Gardinen, Laken, Bezüge nur in der Oranten-Psand- leihe Oranienstratze 23»._ 116/8• 4,25 prachtvolle Betten, 7,00 daunige Betten, 10,00 ganzer Stand, rosarot Inlett, nur tu der Oranien- Pfandleihe Oranienstratze 23a. Fahr- aeld wird vergütet. 116/3» Monatsauzüge. Paletots, wenig getragene, von 5 Mark an, grotze Auswahl für jede Figur, auch neue elegante Garderobe au» erster Bc- zugsquelle, 20 Prozent billiger wie im Laden, direkt vom Schneider- meifter Paul Fürstenzett, nur Roten. tbalerstratze 10. 283/17» Leihhaus Moritzplatz 58», 1. Etage. Moritzplah 58» im Leihhaus. Autzer- gewötinliches Angebot. Von letzten Aultionen zurückgebliebene Waren- bestände, als: grotzer Posten von Kavalieren getragene Jack-ltanzüge, Rockanzüge, Paletots, grötztenteils aus Seide gearbeitet, 9— 18 Mark. Extra billiges Spezialangebot: Uhren, Ketten, Ringe, grotzer Posten ver- sallener Wäsche, Betten. Damen- Garderobe, enorm billig Moritz. platz 58», 1451K» Zuchthaus, Acht Jahre, Lebens- erinnerungen voir Sepp Oerter. Hochintcrcssaiik. Preis 1 Mark. Zu beziehen Buchhandlimg Vonoärts. tvronzegastrouen, Zugamveln, Lyren, Wandarme, Gasivarkochcr, tängcgaskronen. Allerbilliaste Quelle. chröder, Hochstratze 43. 1173b» Herrenanzüge, Herrenpaletots, aus sctiistenMatzstoffen, derenMatzpreiS 70,00, verkaufen für 18—38,00. Täglich, Sonntag. Deuts ches Versandhaus Jägerstr. 63 l. Firmabeachtung. Nähmaschinenhans Bcllmann, Gollnowstratze 26, empfiehlt Asrana, Adler, Zentralbobbin, Ringschiff, Lang- schiff, Hokcmever, Tambourie, Whcelcr u. Wilson, Elastil Säulen-Maschinen usw. Prima, Preise billig, Abzahlung günstig, Garantie. Alte Maschinen nehme in Zahlung._ 3241t* Billig einkausen, heitzt Geld sparen. Leihhaus Ernst Schmidt, Romintener- stratze 48, nahe Stadt- und Hochbahn, Verlaus von Anzügen, Winter- palctots, Hosen, Uhren, Gold-, Silber- waren, Leib-, Bettwäsche, Gardinen, Betten, Pelzstolas usw. Neue Sachen und verfallene Psänder billigst. Tel. VII. 13 925. Sonntags geöffnet. PlaudleihhauS! Nixdors, Berg- stratze 58. Großer Psänderverkauf l Uhrenverkausl Schmucksachen I Ein- segnungSgeschenke l Freischwinger l Betten verkaus l Wäscheverknus I Gar- dineiiauSwahll Portierenl Stepp. decken I Plüschdecken l Prachtteppichc I Hochmoderne Herrengarderobel Spott- billige LeihhallSpreise I_ 1216SI Billige Hosenwoche. Hochelegame Herrenhosen au» scinsten Matzstoffen 7—15 Mark, Versandhaus Germania, Unter den Linden 21. Vorjährige elegauteHerrenaiizllge und Paletots aus seinsten MaMtoffen 20— 40 Mark. Versandhaus Geruiania, Unter den Linden 21._ 1288K» Abesstnterpumpe 7,50, Sauger 2,50, Sichre, Ftügelpunrpen, Gartenspritzen, Puurpensabrif Schroeder, Hochstratze 43._ 11746» Gelegenheitskäufe. Reisemodelle, Posten Dameninäntel, Paletots, teils aus Seide 10 Mark, elegante Kostüme, 15 bis 27 Mark, elegante Paletots, Kostümröcke, Blllsen spottbillig.(Er- sparnis Ladenmiete.) Julius Neu- mann. Bellealliancestratze 106, 2 Treppt» 130SK' Steppdecken> SpezialHaus Emil Lesövre, Oranienstratze 158. Riesen- auSwahl Steppdecken, SimUiseide (Seidenersatz) 4,25 bis 20, Wall- atlas 6,50 bis 24, Normaldecken 1,65 bis 10._ 59451» LeiliftauS.Schöneberg», gegenüber Bahnhof, Sedanstratze 1, Telephon Amt 6, 15687, bietet stets Gelegen- heitskäufe in verpfändet gewesenen und neuen Anzügen, Sommer- und WinterpatetotS, einzelnen Hosen, goldenen, silbernen Herren- und Damen- Remontoire< Uhren, Kelten 3,50 an, serner goldene Ringe, Broschen, Ohrringe, PianinoS, Fahrräder, Frei- schlvmger 10 Mark an. Richard Eichelmann._ 20051» lkepptche. ständiges Lager über 1000 Stück, darunter grotze Posten bis zur Hülste des regulären Preises. Einzelverka Drehrollen. Wiegeschalen, samt liche Milchgeschäslsartikel. Krlgar u. Jhsse», Watzmannstratze 29. 1419JI» Betten, Stand von 12 Mark an. Brautbetten mit Daunensüllung und Daunenköper 36 Mark. Federngeschäst Ronrintenerstratze 16, Ecke Warschauer- stratze._ 12766 Bettfedern, Pfund von 50 P an, Exzetsiordaunen, gesetzlich geschü!. Mark 2,75. Dampsreinigung, Federn geschäst Romintenerstratze 16, Ecke Warschauerstratze.__ 1275b Tchnellnäher, Dürkopp, 1000 bis 3000 Stiche in der Minute, jeder aus Erwerb Angewiesene kaust nur diese Maschine, In Betrieb Charlotten- bürg, Krummestratze 28, Untergrund- bahn BiSmarckstratze. Erste Näh- maschtnenklinik des WestenS. Aus Postkarte kämmt Vertreter. 1257b Kanarieuhähile verkanst Schulzen- dors, Eberthftratze 20._+61 K inderwageu(Kasten), nagelneu, Kummiräder, herrschasMch, 20,00, Exerzierstratze 19 A, Vorderhaus II, Lngmiem. tos Salonkrone, drcislammig, Speise »immer-, Wohnzlmmerkrone verkaus billig Kloster, Nixdors, Niemetzstratze 6. Salonkrone, dreiflammig, 12 bis 30,00, Speisezimmer 10—40,00, Wohn- »immer, Perlampeln, Wandarme zu halben Preisen. Verkauf direkt im Fabrikgebäude Kaiserstratze 11/12. Sonntags geöffnet___ 12806 Ziukwaschgefäste, Zober, Sitzbadewannen, Waschmaschinen, Wring« Maschinen. Teilzahlung gestattets Post- karte genügt. Kottlow, Skatitzer» stratze 133,__ 12846* Monatsanzüae, PaletotS, Sein« kleider, für jede Figur passend, billig abzugeben. Schneidermeister, WilmerS- dorserftrahe 112, Portal U, hoch- parterre link». 117/4 Haarfärbemittel, unübertroffen, Probeflaschen 0,50. Winterseldt, Steg- litzerstratze 25. 134/8 LttranerS Nähmaschinen ohne An- Zahlung, gebrauchte spottbillig I Sfa- litzerstratze 99, Warschauerstrage 67.• �Lieferwagen und alle Sorten Räder, Palisadenstratze 101._ 13006 Kiilderwägen, Prmzetzsorm, Gummi, verlaust Seeger, Rixdors, ktnesebeckstratze 6, Zigarrengeschäst. Gebrauchten Kinder- und Sport- wagen verlaust Borchardt, Schmid- stratze 9._+112 Jackettanzug-Rockanzug.BursH ........ Kürassier» anzug, Paletot spottbillig. stratze 12 II. en- 12906 Monatsgarderobr zu enorm billigen Preisen, Verkauf neuer Herren- und Knabengarderobe. An- züge, PaletotS nach Matz von 25 Mark an. GelegenheitSkäuse aller Art, enorm billig. Petersburgerstratze 80 (Baltenplatz)._ 14S7K» Gaszugampeln, zwei nagelneue, Hüngelicht, Hübsche Perlsranze, Wert 35,—, VerkausspreiS 19,50. Privater Zusallskauj. Trost, Frieden- stratze 27. 118/3 Gaszugampel 3 Marl, gelchioffener Zweilochkocher 5 Mari, BeleuchtungS- hauS, Walineriheatkrstratze ST* Hermaimpla»)■ AlleroMiglte Psänderperkäusi. Riesenauswahl. WwterpaletotS. SommerpaletotS. Jalteuanznge. Mebrolkan,üge.Herren> holen. Exttabillige PclzstolaS. 2lus> steuersachen. Elaunendbilliger Betten> verlaus. Brautbciten VernuetungS� bell. Ipoitbilliger Wälcheverlaus. War- dinenverlauj. Zevpichoerkauj. Pliilch. tilchdecken Slevpdecken Goldsachen. Taschenuhren. KcitenauSwabl. Ringe- auSwahI. Schmucksachen. Wandubren. Nähmaschinen.«Srogberlins belicbleste EwkausSquelle. Allci billigster Waren »ertauj im Psaudleihhaus Hermann- platz S. Auch Sonntags geöstnet. Mouatsanziige und Winter- 'aletatS von b Mark sowie Hosen von 1,60, Vebrockauzage von 12.00, Frack« von 2,50, sowie jüt korpulente Figuren. Neue Garderobe zu staunend billigen Preisen, aus Pfandleihen ver- sallene Sachen kaust man am billigsten bei Ratz, Muluckftraste 14._ UorwärtSleser erhalten fünf Prozem Ertrarakiatt, selbst bei nach stehenden Gelegenheitskäufen. Zseppiche. 170/235 8�5. 200/300 11.75. 250/350 10,50._ Gardinen- Fenster 2,50, Stores 1,25._ Möbelstoffreste. Sosabrzug 8,00. P liilchport iercn 8,05 Mark. Plüschtischdecken mit Stickfehlern 0,85. Ueppich» ThomaS- Dramen- ftrage 160. Orantenplatz: Rosen- thalerstrabe 54. 1454JI* Soztalreform oder Revolution von Rola Luxemburg Zweite durch- gesehene und ergänzte Auslage. Preis 50 Pf. Expeditton Vorwärts. Linden» stra he 09. Gaskronen, dreislammig 4,50, Bronzekronen 7,50, GaSzuglampen 7,00, Gaslyren 1,40, Gaswandarme 0,55. Teilzahlungen gestattet. Installateuren Rabatt. Kronenlager Große Franksurterstraße 92: Filiale Ravenästraße 0._ 130151* Teppiche. Die Nestbestände einer Teppichfabrik kommen zum schleunigen Verkauf. Preise bedeutend herab- gesetzt. Plüschteppiche, ganz schwere Qualität: Stubengröße. früher 18,50 Lange. Chausscestraße 73/74. Portieren, Plüsch und Filz, Rest- bestände 1—4 unter Preis. Fenster bedeutend GrbStiill-Store«. ein großer Posten mit Volant, volle Breite und Länge 4,75._ Steppdecken, eigene Anfertigung, richtige Größe. 3.75. 4,50, 5,50, 7,50. TeppichhauS Georg Lange. Chaussee, slraße 73,74._ 131»-K* Singer Ä 76.00, Naumann. Bobbin. Schnellnäber, Adler, auch ohne An- Zahlung, 1.00 wöchentlich an. Anstatt Agenten erhält käuier Provifion. Postkarte erwünscht KaliSki, Brunnen- slraße 173, Bellealliancestraße 4, Cbausseestraße 80, Beusselstraße 18, franksurterstraße 115. Dranienstr. 2u, auenzienstraße 5, Frankfurter Allee 72, Charlottenburg. Scharrenstraße 2, Rixdors, Steuterftraße 50._ 7735 ~~£fi(lgarfeincn, Stores, Rouleaus. Entzückende Musterauswahl. Fenster- 1,15, 1,95, 2.50 bis 0,75. Pracht- volle Plüschvortiercn. Fenstergarnitur 0,85. 7,50. Glortatuch-Portieren 3,50. Abonnenten Rabatt. Teppichhaus Richard Wolf, Dresdenerstraße 8 (Kottbusertors._ 12945* �Pfandlrihhaus.' Chausseestrage 00 Vollständiger Ausveiverkauf I Auf- lösungspreisel Beltenvertaus I Aus- ".euerwäiche I Gardinenauswahl l raidtteppichel PImchdeckenl Plüsch- Portieren I Steppdecken I Herren- garderobe I Taschenuhren I Wand uhren I Einlegnungsgefchenke I extra- billigt Verkauf täglich, auch Son». tags.____ 12215* Teppiche. Vorwärtsleier erhalten 20 Prozent. Große Partien Teppiche mit kleinen Webcsehlern, neueslc Muster, keine Ladenhüter, zirka 200/300 11.75, 250,350 10.50, 300/400 20 00 Parliere», Gardinen, Tischdecken, Sosadecken. Felle, LSiiserstoise IpoU- billig. TeppichhauS L. Lesäore, nur Potsdamerslraße 100 Ii(kein Laden). Katalog gratis. Hausnummer be- achten. Sonntags geöffnet. 13515* Herren» Garderobe nach Maß. saubere Arbeit, großes Stofflager, Paletot, Anzug 30 Mark an. Kauft beim Handlverter, laffet den Hand- wtl ker verdienen. Teilzahlung gestallet. F. Dörge, Drcsdenerstraße 109.* Zintwalchtäffer, Zober, Sitz- tvaiinen, Badewannen. Spezialfabrik Wienerstraße 12. Leiern 5 Proz.* Ohne Anzahlung, Woche 50, Bilder, Spiegel. Ferner: Möbel, Polster- waren. Teppiche. Gardinen. Stepp- decken, Tischdecken. Bettbezüge, Portieren, Uhren, GaSkronen. Weber, Prenzlauerstraße 25. Besuch eventuell Postkarte._ 12855 Musterfache» clegaulester Leib- Wäsche, Tischwäsche, Bettwäsche, paffend für Ausstattungen, teilweise angeftauhl, bi» zur Hälfte des Wertes. Ferner Damenhemden mit handge- tickter Passe 1,l5. Herrenbemdcn 1,15, Hemdentuch Wäschesabrtt Jalomonsky, Dirck'en- strage 21, Alexunoerplah. 1223b* Humboldtleihhaus: Weltbekannll Existiert nu» Brunnenstraße 58, Eck- hauS Stralsundeiftraße Großer spott- billigster Psänderverlausl Riesen- auSwahl Wiuterpaletots I Jackett- anzüge I Gebrockanzüge l Damen- gardeiobel Riesengroßer Betten- verkauf I Aussteuerwäsche, Stepp- decken, Gardtnenauswahl! Plüsch- portleren, Prachtteppjche l Plüsch- Itschdecken! Extrablllige Taschenuhren l Schmucksachen l Wunderbare Pelz- stoias l Alles staunend billig> Ver- kauf täglich, auch Sonntag I 14015* Hüte- Mützen w allen Preis- lagen. Palm, Hutmacher, Retchen- bergerftraße 00._ fli Nähinafchine, gebrauchte, ver- kaust Witthaus, Diefieubochstraßc 03. Kanarieuroller 0.00, Lorsänger, tuchtweibchen spottbillig Könitz, rcsckowstraße 45._ f37 Pumpeiiwolff, Ackerstraße Ein undachtzig. Pumpen von 7,50 bis 100,00, Sauger 2,50 an. Leiherd bohrer(eiserne Zaunstiele). �101' tZesekisttsverkSuke. Gut eingerichtete Restauration mit ollkonzcssion kann vom fetzigen In- Haber(Hauswirt) gekauft oder ge> mietet werden. Jnnstraße 27. KähereS Rixdors, +48* Setfeugeschäft verkäuflich Prenzlauerallee 205. 1298b Parteilokal mit VeretnSzimmer. Zahlabend und Fabrik! eferung wegen Krankheit des MnnneS billig zu ver- lausen. Näheres Meyerbeerftraße 9, Restaurant. 1303b Parteilokal wegen Ucbernahme sofort sür 800 zu verkaufen Schul- straße 38. f-22 Fabrikrestanration, gutgehend, Miete 89, Ehezwistigkeiten. sofort ganz billig. Erfragen Fiedler, Dresdenerstraße 33._ 118/6 Rentables«rünkramgeschäst, acht Jahre in einer Hand, wegen Grund- stücksübernahme für jeden annehm- baren PretS zu verlausen Bardeleben- straße 7�_ 12896 Milchgeschäft mit Kolonialwaren, Patenlrolle, umständehalber zu ver- lausen Rixdors, Biebrichstraße 12. Milchgeschost. gangbares, per- kaust alleinstehende Witwe mit Waren und guter Einrichtung für 000, Rix- darf. Okerstraße 12._+48 Zigarreug eschäst umständehalber zu verlaufen Rixdors, Steinmetz. straße 110.___+49 Grünkramgeschüfi, Dcstillations Niederlage, tzolz, Kohlen, Rolle, zu verkaufen Steinmetzstraße 23. 12776 Milchgeschäft zu verlausen. Näheres Charlottenburg, Tauroggener- slraße 0.+99 Koiifftüreo-Geschäst zu verkaufen. aß, Torfflraße 19(Birchowkranken- aus).+107 Restaurant!•°/„ Miete 100,—, arteigenossen passend, billig»er- käuflich. Erfragen Eisenbahnltraße 33. Zigarr-ngeschäst._+11 850,00 Material-, Vorkostgeschöst, Mllchverlauf, Rolle. Miele 780,00, sofort krankhcitbalber.»Lohnender Frauenerwerb*, Postamt 3g.+101 Elektrisches JnstallationS-GeschSsl mit Reparatur-Kundschaft, 10 Jahre betrieben, billig zu verkaufen Acker- straße 44.+101 »LSdel. Möbelenirichtung auf Teilzah. lung. Stube und Küche 15 Mark Verlieben gewesene Möbel spottbillig. Berolina, Kastamenallee 49. 13305* Öttoftrafte 2. nahe der Turmstraße. im Laden. erhalten Sie solide gearbeitete Möbel jeder Art, wofür jede gewünschte Garantie übernebme. zu außergewöhnlich billigen Preisen. Soliden Leuten ge- wäbre Teilzahlung mit nur geringem Ausschlag. Bei größerer Anzahlung auch ohne Ausschlag, vefichtigung ohne Kauszwang erbeten. I. Kirstein.' Mobelaiigedol, gebrauchte und ue Einzetniödel und ganze Ein- richtungen, eintachlt». eleganteste Speisezimmer. Herrenzimmer, Schlaf. ziinmer, beliehen aewesen. ocriallen. «patlbillig. Riesen lager, 5 Etagen. Möbelspeicherei. Reue Kömgttr. 510 Fabrikgebätide Teilzahlung gestaltet. rvnnlagj geöflner 283/18* Möbel- Teilzahlung. Stube und Küche, schon bei l5 Mark Anzahlung Einzeln« Möbelstücke, wöchenliich ew« Mark, v-rkau'l Möbel Magazin Cohn. Gioße Franksurterstraße 53. 12305' Möbel f Fül Brautleute günstigste Gelegenheit, fich Möbct anzuschaffen. Mit kleinster Anzahlung gebe ickon Stube und Küche. An jedem Stück deulltaier Preis. Nebervorlcltung daher ausgeschlossen. Vci Kraukheits- fällen und Arbeiltlofiakcil anerkannt größte Rnckfich. Möbelgeschäft M. Goldstaub, Zosseurrstraße 38, Ecke Gneijenaustraße. Kein Abzahlungs- geschästl_ 29015* Möbel-GelegenheitSkäuse in allergrößter Auswahl; einfache sowie bessere Wohnungseinrichtungen be- deutend billiger wie regulär. Er» gänzungSmöbel. Büsclle 120 Schreib- ttlche 45, Sofas 45, Garnituren 65, Trumeaus 30, Schränke, Vertiko» 26, Kronen, Teppiche. Bilder. Küchenmöbel, Kliibsesjei. Ledersosas, Um- baue, Lcderstühle usw. spottbillig LennerlS Möbellpeichcr, Lothringer- straße 55, Rujentbnlii- Tor. Die Möbel sind in vier Etagen ans» gestellt_ Sichtung Brautleute I Der billige Möbelverkaus in Saalsclds Möbel- jabrit-Lager. Kraulstraße 415, findet nur uoch einige Tage statt.>L02b' Brauileute spai en viel Geld durch günstigen Einkaus in der Möbel- Polsterwai en-Fabrik Max Neumann, Oranienstraße 202. Teilzahlung ge- stattet..Vorwärts' lcser 3 Prozent. Möbelfabrik. Georg Tennigleit. Drauicilstraße 172)173. Brautleute, die gediegene Möbel kaufen wollen, fallen nicht oersäume», mein be- beutendes Lager zu besichtigen. Einrichtungen 285,00, 438,00, elegante 650,00 bis 3000,00. Engliiche« Schlaf. ziinmer 272,00, Kleiderschrank. Vertiko 45,00, Trumeau 35,00, Taschen« jofa 58,00, eichene Speisezimmer, Herrenzimmer, Salons, sehr preiswert. Kucheu» farbigen Anstrich 55,00, verilehene und zurückgesetzt« billigst. Auch Teilzahlung._ 12275* Möbelangebot. Im Anhalter Bahn- und Möbelspeicher Möckern- straße 25, Anhalter Jnnenbabnhof direkt Hochbahnstation Möckernbrücke stehen wieder verschiedene prachvolle § immer- und ganz» Wohnung»- inrichtungen zum schleunigen Verlaus. Ganz besonders billig sür toielS. Pensionale, Brautleute passend nd Schlafzimmer 200,00, Speise- zimmer, Herrenzimmer, SalonS, schöne, 400,00, hübsche Küchen 50,00 an, einzelne Büfette, Bücherschränke, Kleiderschränke, VertiloS, Ankleide- schränke mit Spiegel, Salongarni- turen, Rubebetten mit prächtiger Decke 22.50, PaneelsosaS, Plüschiofas. Schreibtische schon 28,00, Betlstellen, Speisezimmertiiche, Salontiiche. Stühle, prächtige Säulentrumeaus 30.00. Lebelstühle, Klubsessel 85.00, Flurgarderoben>7.50, hochelegante salontevviche mit kleinen, kaum ficht- brren Fehlern schon 30.00, Ziinmer- tepviche 8,00 an, reichgeftickte Plüsch- Portieren 7,50, Oelgemälde, Steppdecken, ErbslüllltoreS, Plüschlisch- decken 5,00, Gas krönen, Salonbilder mil elegantem Rahmen, Tüllgardinen, Tüllbettdecken 2,00 an. Standuhren lpottbillig. Berichiedene Gelegenheits- käuse sehlerhaster, zurückgesetzter Möbelstücke, Teppiche, Freischwinger 12,00. Ganze Warenlager, Konkurs- maffen. Wirtschasten. Nachlässe über- nehme zum schnellen Berkaus und Versteigerung. Otto Lideke, Auktions- und Möbelspeicher, Möckernstraße 25. Kostenloser Transport. Lagerung.» MöbeitiicAlerrt.Harnack.Tiichler- meifter, gegründet 1901, Stallichrciber- straße 57(Moritzplatz), lietert kom- pleite Vohnungsemrichtungen zu niedrigsten Fabrikpreiien. Unüber- troffenc Leistiliigssähigkeik Enorme Auswahl. Zahlungserleichter-ung. VorwärtSleser 3 Prozent. kein Laden. Verlaus Fabrikgebäude. Möbclverkanf Andreasstraße 30, eradeüber Markthalle, Dwinatzki. moime Auswahl, 500 komplette Ein- richtungen bis 11. November 33 Proz. Preisermäßigung. Lieserung durch Teutschland bahnsrei. 1432K Kinderbettftcllen. Klappsport. wagen sehr billig. Exerzierstraße 19�, vorn II rechts.+95 Metallbette», zwei, modern, spottbillig verkäusllch. Zossener- straße 10, Hutgeschäst._ 117/10 Plüschsofa, Nußbaum Wirts chast. billig. Karras. Waldemarstraße 03a, vorn I. 117/9 StorwnrtSleser: Billigstes Möbel- kaushau», Elsafferftraße 84._+49 Plüschsofa 85,00, Säulentrumeau 33,00, Nußbaumzimmer. Küchenmöbel, Betlstelle, Matratze 10,00. Domiers- tag. Alle Jakobstraße 108. 1281b Metall-Bettslcllcn mit Patent- Matratze von 10 Mark an. Federn- geschäst, Romintenerstraß« 10, Ecke Warschauerstraße. 1074b Umzugshalber bedeutende Preis- «■Mäßigung 1 Nie wiederkehrende Gelegenheit für Brautpaare, Pen- sionate. Elegantes, modernes Schlaf- zimmer 220.—, Stube und Küche, kompletl 150.—. aparte» Teschensosa 45,—, eleganter Sosaumk»» 50,—, Bücher+Pind 55.-. Mu'chellchrank. Muscheloertlko 28,—, Säulentrumeau mit geschliffenem GlaS 28,—. AuSzteb- tisch 15.—, Wuschclbettstelle mst Patentmatratze 35,—, Waschtoflette 20.—, moderne, farbige Küche 55,—. Möbelkaushau« Dresdenerstr. 107-108. Kostenlose Lagerung. Freitransport. Gebrauch»« Möbel. Durch Aus lösungen»erschiedener Pensionat« und Wirlschasten gebe ich einen großen Posten tadellos erhaltene Spiegel. Ichränke, Wuschloilelten. Nachtiische. Betlgestelle. Stuhle, Diplomaten, Gar- niluren, SotaS. Ehoisclongue« zu un- ....j Möbel- 1463a lioubitch billigen Preisen ab. spetcher Eisofferslraße 8. Schrei biekretär, mahagont, 12.00. Jackoivsli. Giäsestraße 09._+110 Verkaufe sämtliche Möbel spott- billig, passend Brautieute, weil noch neu, sünsarmige Gaslrone 25,00. Linlenitraße 115, I Un».(Händler erbeten.) vcrkauien: Spiegel- tcn. Säule Pame mllßWWWWIWWW. Vertiko, Mnlchelschrank. Betten. Säulen« trumeau, Plüschsosa, Spiralbetistellen 3.00 Bronzelronen. Auch Sonntag. Neue Königstraße 79. ll links 202/19 Teilzaftlnna 50 Pfennig wöchcnt- lich i Möbel, Polstenoaren. Spiegel, Bilder, Uhren, Portieren. Store». Steppdecken, Tischdecken, Teppiche. Länserstoffe, Gastronen, Petroleum- krönen, Mcssina, Dresdenerstraße 124. 1 Treppe. Besuch oder Postkarte. Trumeau. säst neu. Bocker. Prulzenstrafie 12, IV. 203/3 Kleiderfchrant. Pertito. Bett stellen 18.00, Spiegelspind, Kommode 12,00, Trumeau 30,00, Büsett, Um- bausosa. Ausziehtisch 9,00, Bilder, Paneelbi ett 0.50, eleganie Küche 48,00. Lraeger, Landsbcrgerstraße>10. MetoNbesten, 2 hochelegante, spottbillig, Rappold, Warschauer. itraße 85.>18/5 Gebrauchte Nußbaum- und Mafia gonimöbel spottbillig. Hoftmaim. Naunynitraße 52._ 12916 — Verkaufe; Elegantes Plüschsosa. Umbau, englische Beltstellcn, Spiegel. waschioilelte. Woschmaschine. Chane- longue, Spiegeiveniko, Kleiderschrank, Alisziedtisch, Trumeau. Königsberger- straße 1l. voin I rechts bei Fischer. k'stii'r-Zlier. Herrenfafirrab. Damenfabrrad. einmal benutzt, 35,—, Holz. Blumen- straße 30d. 1683« Grtchaftsdreirad, älißeril stabll, bti.tXi an. Hotz, Blumeustraße 30b* Herrenrad, tadellos. mNilärhalber billig, Rixdors, Hodrechtstraße 35 I, g«adezlt___ 117/7* Herreufahrrad, Damenfahrrad, aufgabehalbcr. Brandt. Große Frank- fnNerslraße 121, Quergebäude.+7? Herrenfahrrad, wenig benutzt. Kleinschmidt. Oderbergerstraße 22. Halbrenner.Freilausrad, Garantie- schein, fämtiiche Zubehörlachen spott- billig. Witwe Äericke, Frankfurter Allee 104._ 117/17 Herreufahrrad, schöne» modernes, 25,—.Damenfahrrad spottbillig. Große Franksurterftr. 14, Hos Keller. 117/18 Leichter Straßenrenner, Holz- feigen, billig, tausche Tourenrad ein Kraus, Andreasstraxe 54._ 194/6 Vrennabor, Freilausrad, wenig gefahren, 55,—(gekostet 150,—). Kolbergerstraße 14, III links. 118/3 Vrennabor-Straßenrenner, wenig gefahren. Otto. Rixdors, Hobrecht- straße 351____+77 Pneumatik billiger. Laufdecken t,—, 2,—, 3,—, Original Metzeler, erste Oualität, Stück 5.—, Dunlop- Drahlreifen 6,—, Lustschläuche 1,50. Machnow, Weinmeiilerstraße 14. Händlern, Psandieihern sowie Stubenhändlern offeriere neue Fahr- räder, Stück zu 28 Mark. Machnow. Weinmeisterftraße 14. Gebrauchte Fahrräder wie Sand am Meer, 5,—, 10,—, 15,—, 20,—. Machnow. Wetmncisterstr. 14. 1404K Pianino, saft neu. Garantie, spott- billig, verkäuflich Motzstraße 20 II.* Pianino(hohcS) goldgraviert 150.—(Teilzahlung). Turmftraße 8 I. Pianino, vorzügliwes, tadellos er- hallen, ist sofort ganz billig zu ver- taufen Französischestraße 16, I ge- radezu._ 112/17* PianinoS, gebrauchte von 100.00 Mark(Teilzahlung). Scherer, Chaussee, straße 105._ 13t0K Pianino(Gelegenheit) für 150,— sofort verkäuflich Potsdamerslraße 27o, Hochparterre._ 117/15» Pinniuo, Nußbaum, prachtvolle» Instrument, seltene Gelegenheit, sofort Milchgefchäft billig verkäuflich. nadierstraße 25._ hochmodern. Pianino. . Iber 200,—. straße 37(«lexanderplatz). halber 200,—. Konetznv, Alexander- i:——-■ tz)----- Gre, 194/3 umstände- inder- 203,1 Maiidolinen-, Gitarre-, Zither-, Violinunterricht 4,00, Tagesschüler 3,00, einen Monat gratis. Lange, Lychenerstraße 19._+37 Klavterlehreri« Forsterstraße 41 IV. Verschiedenes. Humorist Pöschel, Frankfurter Allee 89.+77* Volkssäuger. Gesellschaft.Anke' Swincmunderftraße 17.+101 «nnftsiopferet von Frau Kokosky. Schiachtensce, Kurstraße 8 Iii. � Paicntauwalt Wessel, Güschtuer« straße 94u._ Englischen Unterricht sür Aniänger und Borgeichritten«(Emzelstunden und im Zirkel) erteilt G. Lwienlv. Eharlottenburg. Stuttgarter Platz 9, Barten III(dicht am Bahnhof).* Erfindungen. Anmeldung. Ver- werhmg. Modellbau. Schnell. Musterschutz 10 Mark, Patent 30—60 Mark. Sprechzeit 9—7, Sonntags 10—12. Telephon 6a, 19093. Internationales Patentbureau, Berlin 8W 48. V, Friedrichstraße 230._ 9156* Pfandleihe Heinersdorserstraße 13, Ecke Greisswalderftraße.+80* Kliiderfräulein. Stütze», Jungfern, Hausmädchen bildet in drei- bi» echsmonatigen Kursen aus Kröbel- Oberlin> Jnstitul. Wilhelmstraße>0. Prospettc gratis._ 192,5* Technikum, Berlin, Neanderstroßc 3 ilikcl- Akademie). Jnh. Arlur er. Maschinenbau, Elektrotechnik. W« kmeitter-, Techntterkurse, In- genleurkurse, Abendkurse, Tageskurse. Vauschule, Berlin, Neanderftraße3 (Schinkel- Akademie), Jnh. Artur Werner Polierkurs«, Meislerkurse, Technikerkurfe. Aichjiektur. Hochbau, Tiesbau, Abendkurse, Tageskurse.* Abendkurse. Ausbildung von Technikern und Meistern in Elektro- lechml und Maschinenbau Technische Akademie. Inhaber Zillcr u. � Berlin t5, Ritterstraße 38. frei. rospekle 1105K* Poltitecstnischce Gewerbe-Jnslilut, früher Reform- Technikum. Berlin. Chousseeftrare 1, Direktor L. Barth. Maschinenbau. Elektrotechnik, Eisen- konstruttion. Flugtechnil. Hoch- und Tiesbau Ausbildung von Ingenieuren. Archltekten, Technikern. Werkmeistern. folteren. Tages- und Abendkurse. ürzefte Studienzeit. Beste Referenzen. Prospekt frei.___ 1220K Abendkurse, Technikum. Bauschule, Berttn, Neauderstraße 3. Jnh. Artxir Werner. 1074K Waschanstalt. Wäsche wird sauber gewaschen, im Freien getrocknet. Leibwäsche, Laken, drei Handtücher 0.10. Abbolung, Lieferung Mittwochs. Max Corsten, Köpenick, Glienicker- straße 10. l302K* Wer Stoff hat? Fertige Anzüge nach Maß, 20 Mark an. Tadelloser Sitz, haltbar. Futtersachen, Franke, Ackerstraße 143, Ecke Jnoalidensttaße.* Ptattna. alte Goldsachen, Bruch- gold, Silber. Gebisse. Kebrgold. Gold- watlen sowie sämtliche gold- und filberballigen Rückstände kaust Mold- schmelze Broh, Köpenicker straße 29. Telephons V, 6958._ 131551* Großes Vereinszimmcr vergibt Patzenhofer, Ltchtenbergerstraße 0.* Pfondlribr MarkuSstraße 27.* Lichldampfbäder. Maffagekuren, Schönheitspflege. Wacholderextrakt Flasche—,00. Cbarlottcnburg, Cauer- straße 1, Lichthellanstalt_ 262)1* Ebaffeur-AuSbildung, gründlich, verfchiedene Systeme. Stellennachweis kostenlos. Prospekt frei. Tages-, Abendkurse. Autolechnikum Zcchlw. Charlottenburg, Frilschestraße 27._* BereioSzimmer, Pianino, 30 bis 40 Personen, Fonlanepromenade 10. Festdichtungen, Äsellieder, Toasts originell, zündend. Eoenwell Post- Nachricht. Burchard, Chrislburger- straße 42. 110,17� Boltsbnmorift Georg Kerkow. Mirbach straße 59._ 19836 Handwascherei Frau Wachs, Köpenick, Müggelbeimerstraße 44, liejert sauber, schonendsl großen Bezug 0,15, kleinen 0,05. Laken, Leibwäsche, vier lndtücher, vier Taschentücher 0,10. bholung Dienstags, Mittwochs.) Bolköqiiartett.Gerhardy', vor- zügliche Humoristen, jetzt NIxdovf, Friedelstraße 10._+11 Aufpolfteritiig. Bcttmatratze 4,00, Sofa 5,00, auch außernr Haufe. Hoü- mann. Neue Königstraße 30. 203/2 Wer Stoff hat, fertige Anzug oder Paletot für 10.00. Kaczynski, L>chtcii> bergerftraße 9. +77 Technische Gewerbeschule, In- haber Diplomingenieur Steklmachcr. Maschinenbau Elektrotechnik, Eisen- konstruktion, Statik. Ausbildung zum , Maschinenmeister. Tech. Werkmeister niker, Ingenieur. Friedrichsiraße 118. Prospekte. 117/19 Höchstzahlend Goldsachen, Uhren, Silbcrsachen, Zahngebisse kaust Antiquitälengelchäit Kirchstraße l4, Moabit 118,2 Zeugen gesucht. 8. Aprü, abends 8'/, Uhr wurde ein alter Herr von einem jüngern Herrn vor dem Hause Nazarathkirchstraize 52 belästigt und angegriffen. Zeugen des Vorfalles werden freundlichst gebeten, ihre Adresse RazaAtblirchstraße 52 beim Verwalter Hardtke ahzugeben. 1293b Darlehen geiiicht; 200 Mark gegen Sicherheit und Zinsen. Angebote an Otto Seisarth. Senzig(Kreis Teltow). �Vereinszimmer sür Verein», und Kelverkschasls- Sitzungen empfiehlt Büschel, Moabit, ThomosiuSslraße 18. Vermietungen. AlteS Parteilokal, jetzl vermietet an Luczyk, Gubenerslraße 5. 1191b Vorderzimmer, separat, gut möbliert, besseren Herren, Prinzen- straße 107 l+20 Scblafstellen. Alleinstehender besserer Handwerker findet bessere Schlajftelle so« fort oder später bei Wollny, Naunhn« straße 30, Ilß_+11 Möblierte Schlafstelle, sofort, Bnthauer, Slalltzerstraße 20, vorn Hochparterre�__+11 Möblierte Schlafstelle oder Zimmer. Scharsiiisky. Christinenstraße 12 III. Zchlnfstelle Sebastianftraße 0. Hos parterre links. 177/10 Piodlierre Schlaistelle bei Frau Hölzer, Manteuffelfti aße l03. Hos II. �Möblierte Schlafstelle sür zwei Herren, sofort Witwe Weißig, Oranienstraße 21, vorn III. 12926 Tch lafstelle zu vermieten, allein. Witwe BundeSmann, Kefleistraße 20. Jafter. +90 Schlafstelle sür Herrn. Koloniestraße 31, Bora IIL MJetsgesuche, Zimmer, möbliert, sucht junger andwerler Süden oder Südosten. reisofferten B. N. 250 Postamt 26. Möblierte Zimmer in der Nähe des GewerffchastShaukeS für die Zeit vom 10. Oktober bis 20. November gesucht. Angebote an Gustav Busse, Engeluser 15, 2. Hof. 1208b �rdeitsmarkt. Stellenangebote. Arbeitslose Genossen, welche fich zum Agenten eignen, wollen fich unter Glasindusttie, Postamt 8. Ii melden. Väuanschlnger verlangt Schlosserei Blume, Charloltenburg, Schiller- straße 07.+99 Marmorschleifer und Steinmetz verlangt Pricß, Oranienstraße 20. Jnslierer sür Rundschissnähmaschi» neu. Schleifer sür Rundschleismaschinen verlangt Hermann, Grüner Weg 117. Ge>atinierer für trockene» Säet- sabien, nnr wirklich erfahrener, selbständiger Arbeiter bald gesucht. Offerten unter dl. 3. Hauptexpedition .Vorwärls'._ 12885 Schuhmacherlchrling verlangt, auch von außerhalb, Korn, Schuh- machermeister, Schöncberg, Haupt- straße 100._+15 Schlosserlehrling auf Stanzmesser verlangt Schwarz& Benlhardt, Holzmarttstraße 50._ 12955 Anstäudige» junges Mädchen sür ganzen Tag verlangt Schneider, Miinzstraße 8, Hiuter-Aufgang ö. Vorstellen 9— 1._+22 Arbeitsmädchen, 14— 16 Jahre, für leichte faubir« Handarbeit ver» langt Spiegel, Prenzlanerallee 30. Wäichcnäheri» sowie Lehr» Mädchen, Rillich, Wöriherstraße 35. Zettnngsfraueu sofort verlangt Schiffbauer dämmet_ 117/12* ZeitungSfraucn verlangt Kronen- straße 2 I._ 1201b* Ärbciterinneu zum Sortieren von Papterabjällen, AnsangSlohn 10,00 Mar«, steigend bis 1b Mark. verlangt Schimek, Mühlenstraße 11. Wohnungen. Prachtwohiiungrn Soldinerstr.32. Ztvriziinmcr-Wobnungen fofort, auch später Soldinerstraße 10.* Z»e1»immer-Wobnimgen sosort. Eonnenbur gerstraße 27._ 1242b* Rixdorf, billige, renovierte Pracht- wodiiungeii, sofort, später vermietbar: Siegsriedstraße 22(direkt Babiibof Hermamlstraße) zwei und drei Zmi- mcr. Bad, Zubehör. Bodestraße 32. Juliussttaße 38/39. Knefebeckstraße 72 (Bahnhof Hermannfttaße) ein, zwei und drei Zimmer._ 194)5* Billige Woßnimgen Rummel»- burgerstraße 38, nah« Bahnhöfen Stralau-RummelSburg, Frankiurter Allee, sofort, fpäter, ein großes Zim- mer, Küche 15,—, mit Kammer 18,—, 2 Zimmer, Küche 17,—. 194/4 Zimmer. Möbliertes Balkonzimmer für f erren zu vermieten Für+teustraße 13, Treppen links. 1297b Freundlich möblierte» Zimmer, 20 Mark, für einen oder zwei Herren. Adalberislraße 32, vorn 3 Treppen links._+112 Möbliertes Balkonzimmer, separat, Lenaustraße 5, vorn II, Schiele. Ein tüchtiger, erstklassiger Absetzer Geschneiter) sir lliodcriit Gkldschrlilik-Llilllicriiiiz finde« danernde und gut dotierte Stellung, bei entsprechender Eignung auch VorivärtSkommen. Offerten mit Angaben über die persönlichen Berhältniffe. Alter und Lohnansprüchen unter„W. A. 5044" befördert die Aunoucen-Exp. (liidoir Itlosae, Wien I 113,9 Im Arveitsmarkt durch besondere« Druck licrvorgchebene Anzeigen tosten SO Pf. die Zeile» Tüchtiger Stimmer, der auch vor» intoniert, per sosort in dauernde Stellung gesucht.* Gebr. Niendorf, Pianosorlrsabrik, Luckenwalde. Lauf- and Arbeitsburseben Im Alter von 14— 16 Jahren oerlangt der s51/10 Zentral-ArbeitHiiacliweis Engelufer 15, III. Etage, Zimmer 43. gtST Geöffnet von 7 Uhr morgens bis 6 Uhr abends. DrMrrKilchbivdi'rvrrballd (Zahlstelle Verlin.) Legen tariflicher Differenzen ist die Firma Kegenhsrlttscde Verlagsanstalt, Tchöueberg, Vahnstr. 19)20, für unsere Mitglieder gesperrt. Etwaige Angebote von Arbelten dieser Firma i» anderen Werkstätten sind zurückzuweisen. '_ Die Ortsverwaltnng. Ächtung! Holzärbeitcr. Wege» Streik und Lohn- differeuze» sind gesperrt: Tischfavrit:«lonidttnlra Jk Koppe, Stzraulftr. 4/5. Goldtelften-Ztzavrtken: Baabe, Kurslirsteiisiraße 7, Vog/el, Rixdors, Berliner Str. 23. Kistrufabriken: Rudolf. GWln«» Weg 117, Jul. Werner, voll- maniistraße 32. bobul» Sk Öo., Rirdorf, KöllnischeS Ufer 52, und 61/02. Ptauofadrlkrn Koch de Encel, Urbaustroße 93. Möbelfabrik»Genossenschaft*, W-ißensee, Langhausstr.>00. Dir OrlSvrrivntlun» Verlin. Der Griamr- Auflage unserer heutigen Rümmer liegt et« Pro- spekt der Firma Eeinunnu dt A«siny, Tuch- fabrik tu Spremderg: für dr« Norde«, nördliche vor- orte»nd Moabit liegen Prospekte der Firmen: cklutiu« l-oeu-eubergt, kauf. haus Berlin tt., Müllerftr. IVZ, «nd Onlitn Ball«, TchuhhauS Berlin fi«., Turmstr. ZZi bei: LrrantworU. Redakteur: Larl Wermuth, Berlin-Rixdorf. Für dengnseratenteii verantw: Tb. Glocke, Berlin. Druck u. Verlag: vorwärts vuchdruckerei u. LerlagSanslalt Paul Singer& öo, Berlin SW.