Nr. 161. Erscheint täglich außer Montags. Breis pränumerando: Vierteljährlich 3,30 Mart, monatlich 1,10 mt, wöchentlich 28 Pfg. frei in's Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags- Nummer mit illuftr. Sonntags- Beilage Neue Welt" 10 Pfg. Post- Abonnement: 3,30 Mt.pro Quartal. Unter Kreuzband: Deutschland u. DesterreichUngarn 2 Mt., für das übrige Ausland 3 Mt.pr.Monat. Eingetr. in der Post- Zeitungs- Preisliste für 1893 unter Nr. 6708. Vorwürts 10. Jahrg. Infertions- Gebühr beträgt für die fünfgeivaltene Petitzeile oder deren Raum 40 Pfg., für Vereins- und Bersammlungs- Anzeigen 20 fg Inferate für die nächite Nummer müssen bis 4 Uhr Nachmittags in der Ervedition abgegeben werden. Die Grvedition ift an Wochen tagen bis 7 Uhr Abends, an Sonns und Festtagen bis 9 Uhr Vormittags geöffnet. Fernsprecher: Amt I. 4186. Telegramm- Adresse: „ Sozialdemokrat Berlin Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Mittwoch, den 12. Juli 1893. Die Reichskommishon ihrer eigenen Hilfe das Bestehende nicht zweifellos figirt für Arbeiterstatistik M Expedition: SW. 19, Benth- Straße 3. Italienische Arbeiterpartei, Zostanische Abtheilung. Unseren starken deutschen Genossen senden wir einen brüderlichen Gruß, einen heißen Glückwunsch zu der Schlacht, welche Ihr dem Kapitalismus geliefert habt. Die Proletarier und die Verfolgten wissen, daß Ihr nicht blos gegen eine Vermehrung der Armee, sondern um die vollständige Emanzipation der Lohnfklaven vom Kapitalismus kämpfet. Und unser Beifall ist kein leeres Rompliment, er ist die Bekundung fester Solidarität der klassenbewußten und verfolgten toskanischen Proletarier, die wissen, daß Eure Kriege und Eure Siege Kriege und Siege der ganzen Menschheit sind. Euer Beispiel wird für uns nicht nuglos fein belehren, unterrichten und vorantreiben. Florenz, den 20. Juni 1893. Das Komitee • es wird uns ber 30 sozial. Vereine in Zostana. Pontassiere( Italien), 2. Juli 1893. Liebe Genossen! Wir die Sozialisten von Pontassiere( Provinz Florenz), in außerordentlicher Sigung versammelt, um Euren Sieg über die reaktionären Parteien aller Schattirungen zu feiern, die sich vereinigt hatten, um in Euch die Bestrebungen der Klasse der Ausgebeuteten zu bekämpfen und die moralische Sklaverei, welche uns heute unterdrückt, zu verstärken, wir senden Euch den Brudergruß mit dem Wunsche eines noch größeren und herrlicheren Triumphes bei den fünftigen Rämpfen, welcher der Vorläufer des Welttriumphs der sozialistischen Idee sein möge. hat. Und die mündlichen Vernehmungen sollen durch Mitglieder der Reichskommission selbst, die auf dem Laufenden mit dem in Betracht kommenden Gegenstande sind, hat nun ihre Sigungen wieder beendet und der„ Vorwärts" nicht durch die Polizeibehörden der Einzelstaaten, die von ist im stande gewesen, über dieselben die ausführlichsten der Sache soviel verstehen, wie ein Berliner Straßenkehrer Berichte zu bringen, die überhaupt in der Presse erschienen; von der Geologie, vorgenommen werden. Das ist ein be auch der Reichs Anzeiger" machte keine Ausnahme und grüßenswerther Sieg des einheitlichen, nach großen Gesichtsverzeichnete die Berathungen und Beschlüsse nur höchft punkten geordneten Erhebungsverfahrens von Reichswegen Lakonisch und unvollständig. Das ist wieder einmal höchst über den öden Partikularismus, der sich in der Person des charakteristisch für die Lage der Dinge. Die Herren Bericht- württembergischen Regierungsvertreters vergeblich und echt erstatter und Redakteure der bürgerlichen Blätter hatten viel schwäbisch gegen die vernünftige Neuerung wehrte. Wir Wichtigeres zu thun, Hofklatsch, Distanzfahrtberichte und ähn- hoffen, daß die schwarzrothen Grenzpfähle nicht biegen und liches in spaltenlangen Artikeln zu veröffentlichen und an die brechen, wenn ein Kommissar der Reichskommission im große" Provinzpresse zu drahten, als sich um die Verhand- württembergischen Ländchen die mündlichen Erhebungen lungen einer Reichskommission zu fümmern, deren Er- vornimmt. hebungen von Rechtswegen die thatsächliche Grundlage Leider hat die Reichskommission daneben wieder unserer gesammten Sozialkenntniß und Sozialgesetzgebung allerlei Seltsames beschloffen und verübt. Den Fragebogen bilden sollten. So ist es der sozialdemokratischen Presse für die Fortsetzung der Handelsenquete hat sie wieder festvorbehalten, die Wichtigkeit der arbeitsstatistischen Maß gesetzt durch einen Ausschuß, ohne auch nur einen einzigen nahmen des Reichs gegen die bürgerliche Blafirtheit und Kaufmann zur Sache gehört zu haben. Das wird sich Gleichgiltigkeit ins richtige Licht zu sehen, ebenso, wie die natürlich wieder rächen. Es ist unverständlich, woher Fabriks sozialistische Presse beim Zusammentritt der Kommission inspektoren und Regierungsräthe, Staatsanwälte und Juristen allein deren Interessen gegenüber der Reichsregierung ver- jene genaue Kenntniß des Ladengeschäfts haben wollen, die trat, die auch nicht für die richtige Bekanntgabe der bevor- doch jetzt doppelt nöthig gewesen wäre für den zweiten stehenden Arbeiten gesorgt hatte. Fragebogen nach der mangelhaften ersten Enquete. Die Und wenn unsere Besprechungen der Arbeiten der Kellnererhebung, die anerkennenswerther Weise beschlossen Reichskommission für Arbeiterstatistik früher vorzugsweise wurde, foll wieder den alten schriftlichen Weg in eine sehr scharfe Kritik ausliefen, so tönnen wir heute gehen; es ist, als ob die Kommission die Verdienstzu unserer eigenen Genugthuung wenigstens einiges Lob lichkeit ihrer Beschlüsse immer möglichst selbst durch haben auf ihrem in Dover am 2. Juli abgehaltenen unter unsere Aussehungen mischen. Man hat in der Reichs- böse Buthaten abschwächen möchte. Eine Lohnstatistit kommission für Arbeiterstatistik endlich einen großen Schritt hielt man für zu schwierig und ebenso eine Er- Jahreskongreß einstimmig folgende uns durch ihren vorwärts gemacht und das mündliche Verfahren für Erhebungen mittelung über Arbeitslosigkeit und ihre Ursachen. Mancher Sekretär Arthur Field übersendete Resolution gefaßt: wenigstens theilweise an stelle des schriftlichen gefeßt. Ein von den gegen diese Pläne vorgebrachten Gründen mag zuguter Theil der Forderungen sind erfüllt, die wir früher an treffen; manchmal leuchtet aber aus der Verhandlung, sofünftige Enqueten stellten. Es lag allerdings jetzt noch weit sie eben bekannt geworden ist, arg die Angst vor Festetwas Anderes vor, das die Kommission stugig machen stellungen heraus, die am Ende doch recht unangenehm mußte. Zu der Erhebung über die Arbeitsverhältnisse im werden könnten. Der deutsch- serbische Handelsvertrag ist bekanntlich Handelsgewerbe hatte der lediglich aus Fachvereinen be- Jetzt ist es nun an der Reichsregierung, für baldige von der serbischen Volksvertretung angenommen worden. stehende Deutsche Verband Kaufmännischer Vereine" eine und reichliche Veröffentlichung des Verhandlungsberichtes, Da er aber erst in der nächsten Tagung dem Reichsschleunige Eingabe an die Kommission gerichtet, welche der jedem für billiges Geld zugänglich sein sollte, sowie tage vorgelegt werden soll, gehört Serbien seit dent ebenfalls energisch auf dem mündlichen Verfahren für namentlich für eine Ausführung der mündlichen Erhebungen 25. Juni wieder zu den Staaten, auf deren Zufuhren erhöhter die Fortsetzung der Handlungsgehilfen- Enquete bestand. zu sorgen, die an den Vorschlägen der Kommission wo Und so entschloß man sich denn endlich, das zu beschließen, möglich noch manches verbessert. Wenn wirklich etwas was bei allen fünftigen Erhebungen das Erste sein sollte, Ordentliches herauskommt, so werden ihm am allerletzten die wenn die Kommission will, daß ihre Arbeiten wirklich Arbeiter ihre Anerkennung versagen. gutes, geseggeberisches Material liefern sollen: das mündliche Verhör einer Reihe von Prinzipalen und Handlungsgehilfen über die Länge der Arbeitszeit und der Kündigungsfristen in Ladengeschäften. Denn so verstehen wir den Beschluß der Kommission, daß Auskunftspersonen be- Politische Leberlicht. fragt werden sollen; auch die thatsächlichen Zustände sollen noch einmal durch Befragung festgestellt werden, nicht blos die Ansichten der Interessenten, die naturgemäß so lange sehr weit auseinandergehen werden, als man mit Feuilleton. Nabrud verboten.) [ 13 Für die Gruppe gez. Eugenio Azzerboni. Die Arbeitervereine der Provinz Kent( England) Wir senden allen deutschen Sozialdemokraten brüderlichen Gruß und unsern Glückwunsch zu dem großen Fortschritt der letzten Wahl und zur Vermehrung der sozialdemokratischen Abgeordneten im Reichstage." Zoll ruht. Daß der Meistbegünstigungsvertrag in der Zwischenzeit nicht gilt, wird, wie die Frankfurter Zeitung" hervorhebt, gerade in der jezigen Zeit der Futtern oth hart empfunden, da aus Serbien große Mengen Mais und Hafer nach Süddeutschland unterwegs sind, die nun den erhöhten Zoll( der Zollunterschied beträgt bei Hafer 12, bei Mais 4 M.) zu tragen haben.— Die Futternoth. Das Finanz Departement des weimarischen Staatsministeriums hat bereits früher Berlin, den 11. Juli. die Forstverwaltungen angewiesen, durch die Verwendung Die Genoffen im Ausland. Aus Italien sind der Waldnutzung Abhilfe zu schaffen. Am 7. d. M. war uns folgende zwei Schreiben zugegangen: die landwirthschaftliche Zentralftelle für das Großherzog Die Bekehrung André Savenay's.ca ärgerte ihn, daß die Helden Sozialistischer Roman von Georges Renard. " Bekannten, die er dort wie immer antraf, tamen ihm vor, seinen Träumen nachhing, erblickte er ein armseliges, als ob ihnen jedes innere Leben fehle, als wären sie nichts schmutziges Geschöpf von etwa fünfzehn Jahren mit bleichem, weiter, als gut erhaltene Mumien. Er blätterte in einigen fräntlichem Gesicht, einen richtigen Straßen- Araber" Moderomanen: Die meisten schienen ihm einen Extrakt der sich beständig bückte, um die hier und da auf dem Trottoir aus niedrigem Egoismus und Langerweile zu enthalten; liegenden Bigarrenstuinmel aufzusammeln. Das Mitleid welche traurige mit diesem elenden Wesen schnürte ihm das Herz zusammen. Helden! in allen diesen Romanen immer und immer Er rief den Burschen zu sich heran und drückte ihm ein junge Männer aus der guten und besten Gesellschaft Fünffranksstück in die Hand. Und während dieser ganz erwaren, über deren leeres Dasein und leere Köpfe man schrocken über das unerwartete Almosen einige verwirrte auf dreihundert Seiten unterhalten wurde. Er fühlte sich Worte stammelte, stiegen die alten Gedanken von neuem in Autorisirte Uebersetzung von Marie Kunert. versucht, laut auszurufen: André auf. Während der Tage, die dem Diner folgten, vollzog„ O, Ihr Blöden, Ihr seht da tausend schöne Dinge Was ist das doch für ein soziales Gesetz, das den einen sich, von niemandem bemerkt, eine eigenthümliche Umwand- in Eurem Junern, seht Ihr denn nicht, daß Ihr schöne, elegante Kleider und weiche Seffel zuertheilt, während lung in André's Geist. Was er auch that oder thun Dummköpfe feid? Wenn Euch doch mur einmal es für die anderen nichts hat als elende Lumpen, wollte immer war es ein Gedanke und stets derselbe, der Gedanke käme, daß leben nichts anderes heißt als Hunger und erbärmliche Löcher, in denen sie hausen müssen? der gleich dem Wassertropfen, welcher im endlos wieder wollen, handeln, kämpfen!-" Warum genieße ich alle Vorzüge des Reichthums, während holten Niederfallen schließlich den Felsen aushöhlt- ihm Er begegnete Alfred und hatte nicht einmal den Muth, jener dort der Enterbte ist? Ist er nicht ebenso gut ein immer wieder das Hirn zermarterte. So also," sprach er sich wie sonst über ihn luftig zu machen. Als Alfred, der Mensch und ein Franzose wie ich? Welche Gefühle können bei sich,„ drohen die beiden Schichten der Gesellschaft, in durch sein neuliches Abenteuer einmal etwas aufgerüttelt, er und seines Gleichen für eine Gesellschaft hegen, die sie so der ich lebe, eines Tages in furchtbarem Zusammenstoß aber bald darauf in seine alte Apathie zurückgesunken war, stiefmütterlich behandelt?" auf einander zu prallen, und ich, ich stehe zwischen ihnen sich mit seinem ewigen Gähnen darüber beklagte, daß er André beschloß endlich, eine Antwort auf diese Fragen mit gekreuzten Armen, unthätig, unnüß, unbekümmert nicht wüßte, was er anfangen sollte, da glaubte André das in den sozialistischen Schriften zu suchen. Mit einem großen um das, was kommen wird, ein lebendig Todter, zukünftige Bild seines eigenen Menschen vor sich zu sehen, Backet Zeitungen, deren Titel bei seinen Angehörigen ein Mensch, der in seiner Passivität eine voll und er floh schleunig dieses Gespenst, das ihm so sehr glich. schon Schauder und Entsezen erregen konnten, und mit kommene Null ist, ein Mensch, der für die Gesammtheit Er fand nicht nur mit einem Male feinen Geschmack einem Stoß Broschüren in flammend rothen Umschlägen noch weniger bedeutet als der arme Teufel, der in irgend an den gewöhnlichen Beschäftigungen, mit denen er die bepackt, kam er nach Hause. Er las alles mit aller Aufeinem abgelegenen Weltwinkel mühselig Erde schaufelt; er Zeit todtzuschlagen pflegte; es stießen ihm heute auch merk- merksamkeit, deren er fähig war. arbeitet doch wenigstens mit seinen Armen!" würdigerweise zum ersten Mal tausend andere Dinge auf, Aber der leitende Faden fehlte ihm in diesem Labyrinth Es kam ihm ein Etel vor sich selbst, die Scham stieg die sein Unbehagen noch verstärkten. Seine Augen schienen von einander scheinbar widersprechenden Systemen. Er in ihm auf über das vornehme Müßiggängerleben, dem er von einem Zauberstabe berührt zu sein und entdeckten nun fühlte sich abgestoßen durch die schwer verständlichen fich bisher ergeben. zum ersten Male den grellen Gegensatz zwischen Reichthum Formeln, durch die dürren Theorien, durch eine Reihe von Um sich zu zerstreuen, versuchte er feine alte Lebens- und Elend. Eines Abends, als er vor dem Café Anglais bizarren Ausdrücken, denen er hier zum ersten Male bes weise wieder aufzunehmen. Er ging in seinen Klub. Die an einem Tischchen saß und bei einer duftenden Havanna gegnete. Hier und da verlekten Stellen, die ihm zu heftig, thum in Weimar versammelt. Es wurde beschlossen, die Regierung um noch ausgedehntere Maßnahmen in dieser Richtung, sowie um die Gewährung einer größeren Geld fumme zu niedrig verzinslichen Nothstands- Darlehen an die Gemeinden zu bitten. : Die Nachwahlen. Die Nachwahl im Reichstags- Die Sekretäre der deutschen Handelskammern hat Wahlkreise Bingen Alzey ist auf den 22. Juli fest- Bismarck, der augenblicklich ein sehr lebhaftes Redegesetzt. Gewählt war in der Hauptwahl Träger( FV). bedürfniß empfindet, mit einer voltswirthschaftlichen AnDies Mal wird für ihn Reinhardt Schmidt, der Durch- sprache unterhalten, die ein Loblied auf das Ausbeuterthum gefallene von Lennep- Mettmann, kandidiren. in Handel und Großgewerbe, auf die Schutzöllnerei und auf die Millionäre war. Er ist eben der Mann, der sich Millionäre berühmte, daß er auf Kosten der Massezüchtete. Auch jetzt erklärte er: Die Millionäre werden heutzutage ja mit einer gewissen Bitterfeit betrachtet; das ist nicht berechtigt, und ich glaube, wir wären alle, auch die, welche es nicht sind, besser daran, wenn wir noch zehnmal mehr Millionäre hätten als wir haben, wie es in England und Amerifa der Fall ist." Die Freifinnige Bereinigung" hat in Rinteln of geismar den früheren Abgeordneten Wilbrandt aufgestellt. Wenn das Futter Ausfuhrverbot auch an der Schweizer Grenze lange andauern sollte, so ist nach der" Post" zu befürchten, daß die Schweiz zu Repressalien greift, wodurch viele badische Landwirthe doppelt betroffen Bayerische Landtagswahlen. In Uebereinstimmung würden. Denn eine nicht kleine Anzahl besitzt Wiesengelände u. f. w. auf schweizerischem Gebiete, würde bei mit der Mehrheit der Wahlmänner hat eine am 9. Juli einem Ausfuhrverbot schweizerischerseits also garnicht in in Nürnberg stattgehabte Versammlung der sozialistischen der Lage sein, ihr Eigenthum von dort herüberzuholen. Landtagswähler als Kandidaten für die Abgeordneten Die Hamburger Geldkönige werden im Hamburger So besitzt z. B. die Stadt Konstanz allein über 150 Hektar Nürnbergs im Reichstage, Grillenberger, Gabriel Bismarckblatt das unsäglich öde kapitalistische Gerede ihres kammer aufgestellt: Den langjährigen bewährten Vertreter Wiesenland auf schweizerischem Gebiete. Wir haben seiner Zeit hervorgehoben, daß ein Ausfuhrverbot gerade zu öwenstein, Redakteur der Fränkischen Tagespost", Meisters mit Freude genießen. Gegenmaßregeln herausfordert. Man höre nur! Wie einer unserer ältesten und verdientesten Genossen, der seine Gleiches Recht für Alle? Die Freiberger Bergakademie das„ Wiener Tageblatt" erfährt, hat das österreichische hervorragende Kenntniß des bayerischen Verfassungs- und hat mehrere ihrer Studenten wegen Betheiligung an sozialAckerbauministerium bei sämmtlichen Landeskulturräthen Verwaltungswesens in der Landstube auf der Pranner straße demokratischen Wähler- Versammlungen relegirt! War die und Landwirthschaftsgesellschaften telegraphisch angefragt, zu München vortrefflich ausnüßen wird, ferner Johannes Leipziger Universitätsbehörde ebenso empfindlich als sich die ob es mit Rücksicht auf den in der Schweiz, Deutschland Scherm, Schlosser und Herausgeber der" Deutschen deutschen Studenten an den Dvationen und Kranzund Frankreich herrschenden großen Futtermangel nicht an- Metallarbeiter- Zeitung", bekannt durch seine Wirksamkeit spenden für den Rektor aller Deutschen öffentlich betheiund Frankreich herrschenden großen Futtermangel nicht an auf gewerkschaftlichem Gebiete, und den Rheinpfälzer ligten? Und als der Herr Premierlieutenant a. D. und gezeigt wäre, ein Futter- Ausfuhrverbot zu erlassen, da zu befürchten sei, daß durch zu starke Ausfuhr Tapezirer und Stadtrath Ehrhardt in Ludwigshafen, Professor Hasse sich bei den deutschen Studenten für ihre auch in Desterreich Futternoth eintrete. Mit Ausnahme der seit langen Jahren im linksrheinischen Bayern für Wahlagitationen bedankte, fand sich denn da kein bierdes böhmischen Landeskulturraths, welcher sich für ein unsere Sache thätig ist. In München II haben unsere eifriger Denunziant? Die Herren sind ja sonst nicht so fofortiges Ausfuhrverbot aussprach, hätten die fibrigen Genossen Vollmar aufgestellt und wird derselbe auch ge- ble Korporationen telegraphisch um Fristerstreckung für ihre wählt. Profeffualer Byzantinismus. Der ordentliche ProAntwort ersucht, da erst genaue Ergebnisse über den ersten Die braven Nationalliberalen klagen über die feffor der Rechtswissenschaften an der Universität Greifs. und den sich jetzt entwickelnden zweiten Schnitt gesammelt Ueberschwemmung des Reichstages mit Initiativanträgen" wald, Herr Felix Störd, hat zur letzten üblichen würden und danach erst eine Entscheidung getroffen werden und erklären durch ihre parlamentarische Korrespondenz, sie Kaisergeburtstagsfeier die übliche Festrede gehalten. Darin könne; vorläufig möge mit dem Ausfuhrverbot ge- hätten erörtert, ob sie einen Antrag auf Reform der heißt es: wartet werden, da oberflächliche Schätzungen ein solches militärinstiz", der doch mit der Vorlage immerhin nicht erheischen. in einem gewissen Zusammenhange" stehe, einbringen sollten, Noch ein Palliativmittelchen! Der preußische Land- hätten aber davon Abstand genommen, weil eine Bewirthschaftsminister ermächtigt die Provinzialregierungen, rathung in der gegenwärtigen Session nicht zu erreichen geabgesehen von denen zu Aurich und Sigmaringen, soweit wesen wäre". Es ist hübsch von den Gentlemen, daß sie die Taren für die forstlichen Nebennugungen mit Rücksicht auf die Einbringung eines Antrags verzichten, mit dem sie auf die herrschende Futter- und Streunoth in einzelnen es so ernst nehmen, wie mit all ihren Wahlverheißungen, Gegenden zu hoch sein sollten, solche für das laufende Etats- die sich nicht auf das Geldfack- Interesse beziehen. jahr entsprechend selbständig herabzusehen.-196 " g Zu spät aufgestanden Der Nachtragsetat, welcher dem Bundesrath zu sind die Herren des gegangen ist, beziffert, nach der Freifinnigen Zeitung", die Zentrums. Sie wollten die Feichter Affäre im zur Durchführung der Militärvorlage für das laufende Reichstag zur Sprache bringen, hatten aber nach der„ KölEtatsjahr erforderlichen Kredite auf 71 200 000 m., wovon nischen Volkszeitung" so viele Bedenken, daß sie nicht dazu ca. 23 000 000 m. auf die fortdauernden, durch Matrikular- tamen und nun haben die Sozialisten die Sache in die umlagen zu deckenden Ausgaben und 48 000 000 m. auf die Hand genommen! Die Kölnische Volkszeitung" liest den einmaligen Ausgaben entfallen, welche mittels Anleihe auf- langsamen Herren tüchtig den Text und meint, es sei nun zubringen find. Die fortdauernden Ausgaben betragen für Zeit, daß die Zentrumsvertreter der Reichslande sich der Preußen, Sachsen und Württemberg ca. 19 700 000., für Interessen ihres Landes eifriger als bisher annehmen Bayern 2 500 000 m. Die einmaligen Ausgaben des mit der inaktiven Vertretung der Interessen ihrer Wähler außerordentlichen Etats belaufen sich für Preußen auf ginge es nicht so weiter. Die„ Kölnische Volkszeitung" hat 27 900 000 M., für Sachfen auf 3 500 000 m., für Württem- gewiß Recht, aber sie kann doch aus Bentrumsleuten teine berg auf 2 600 000 M.; Garnisonbauten 2c. 6 000 000 m.; Sozialdemokraten machen. um 1 Million eintreten. 1 „ Als " Das Wohl und Wehe jener weiten Böltermassen, ihr Steigen und Sinken, friegerischer Ruhm, wie die Güter und Gaben des Friedens, sie sind in die Hände des Einen gelegt, zu dem wir in Ehrfurcht emporblicken, wie zu einer ge heimnißvollen Kraft unseres Seins. In ihm verkörpert sich das große Mysterium der monarchischen Staatsform, seiner Geschichte, ihm weiht es die Kraft für den Kampf der Gegenin ihm erblickt das deutsche Volksthum den zeitlichen Träger wart, von ihm hofft es in Treue den Segen der Zukunft. So wächst das volksthümliche Bild des Königthums weit über das menschliche Maß hinaus. Dabei fordern aber echt monar chische Völker doch auch zugleich, fast unbewußt, den Tribut menschlicher Unvollkommenheit, indem sie auch dem auf unnahbarer Höhe thronenden Fürsten, wie jedem anderen Sterblichen, an dem Lage, da er einst ins Dasein getreten, Wünsche für sein irdisches Glück und Gaben darbringen, die nicht ihrem Werthe nach, sondern nur als Zeichen der Liebe und Verehrung sein überreiches Leben zu verschönen im stande find." Selbst für einen deutschen Professor, der, irren wir nicht, über Staatsrecht liest was für Früchte wird sein hoffähiger Unterricht bei dem Studiosus vulgaris zeitigen! ist dieser kühne Purzelbaum vor dem Gottesgnadenthum eine schöne Leistung. Ein Wort der Kritik hinzufügen hieße unsere Leser beleidigen. die an Bayern zu zahlende Quote auf 4 300 000 M. Hierzu Ats Räuber und Diebe müssen die Sozialdemo kommen noch für Betriebsfonds, eiserne Bestände kraten zermalmt werden," äußerte sich der Friedrichsruher Zeitung" meldet, durch einen Erlaß an sämmtliche Provinzial. Der preußische Unterrichtsminister hat, wie die Kreuz 2 700 000 m., zusammen alfo 48 000 000 M. einmalige Poltergeist einem englischen Zeitungsforrespondent gegen Schultollegien die strengste Beobachtung der allgemeinen Ver Ausgaben. Die durch Anleihe zu beschaffenden Mittel wer- über. Nun- als er noch unter den Lebenden war, verfügung vom 16. Juni 1892 von neuem eingeschärft, nach welcher den aller Wahrscheinlichkeit nach noch im laufenden Etats- fuchte er es mit dem Zermalmen". Bermalmt",( 3er- der Ausfall des Nachmittags- Unterrichts, sowie jahre flüssig zu machen sein, und demgemäß wird für das schmettert") sind aber nicht wir, sondern ist er; und einer etwaigen fünften Vormittagsstunde stets dann fuchte er es mit dem Bermalmen". Halbjahr eine Erhöhung der Ausgaben für Verzinsungen wenn ein gewisser Jemand heut nicht als Räuber und anzuordnen ist, wenn das hunderttheilige Thermometer um Dieb" im Buchthause sist, so hat er das nur der Langmuth 10 Uhr Vormittags und im Schatten 25 Grad zeigt. und Gnade einiger seiner Bermalmer"(" Berschmetterer") Teutsche Wissenschafter". Der Dozent an der zu verdanken. Göttinger Universität Hamann hat, wie dem Rheinischen Da wir gerade beim komischen Alten find, sei hier noch Kurier" aus Berlin mitgetheilt wird, gegen Professor Häckel erwähnt, daß er in seiner vorgestrigen Bierrede an die in Jena die Klage wegen Berleumdung angestrengt. Herr Lipper" auch gegen Großpreußen" wetterte. Schinder- Hamann ist in einer im vorigen Jahre veröffentlichten hannes, der aufs Spitzbubenhandwerk schimpft! Schrift gegen den Darwinismus und für den Bedlib'schen Kölnische Beitung" ausgeplaubert, die zufällig Schrift eine scharfe Kritik angedeihen lassen. Auf diese Ein Kouliffengefchichtchen hat am 10. Juli die Volksschulgesetz- Entwurf eingetreten. Häckel hat dieser ihren graden Tag hat, also caprivistische Politik treibt und Kritik antwortet Hamann jetzt mit einer gerichtlichen Klage. auf den einst von ihr byzantinisch verehrten Bismarck Häckel, der ein tüchtiger Naturforscher, ist ein politisches Kind, das in Bismarckschwärmerei schwelgt und den Schilt. Sie schreibt: Die Furcht vor der Sozialdemokratie ist wohlbegründet, die bürgerliche Gesellschaft bietet so viel Stoff zur Kritik, daß man es versteht, wenn die Bourgeoisie ihre Händel hinter verschlossenen Thüren erledigt. Vor der ersten Straffammer in Breslau wurde am 8. d. M. eine Beleidigungsklage gegen einen Regierungsrath a. D., der einen anderen Regierungsrath beleidigt hatte, verhandelt. Vor Eintritt in die Verhandlung beantragte der Vertheidiger des Angeklagten den Ausschluß der Deffentlichkeit, und zwa im Interesse der öffentlichen Ordnung". Er begründet dies, wie die„ Volts- Zeitung" berichtet, damit, daß die Sozialdemokratie die hier zur Sprache tommenden amtlichen Vorgänge als Re de stoff für ihre VersammIungen verwenden und dadurch immer weiteren Zuspruch erhalten würde. Der Staatsanwalt empfahl gleichfalls im Interesse der öffentlichen Ordnung den Ausschluß der Deffentlichkeit. Derselbe wurde vom Gerichtshof lediglich aus dem Grunde beschlossen, weil es sich nicht empfehle, die zur Sprache kommenden Beleidigungen höherer Vorgesetzten durch Beibehaltung der Deffentlichkeit zu weiterer Verbreitung zu bringen. " Von einer den Hamburger Nachrichten" nicht fernstehen- Kulturkampf" betreibt. Herr Hamann, der die Gelehrtenden Seite wurde der Versuch gemacht, tonservative Stimmen zänkereien vor dem Kadi enden läßt, kennzeichnet nicht für einen Antrag zu sammeln, die Berathung der Militärvor- minder den tiefen Stand des zünftigen Gelehrtenthums, lage folange auszusetzen, bis die Deckungsfrage eine Regelung als der Wirrkopf Häckel, der den Darwinismus kapitalistisch erfahren habe. Dieser hinterlistige Versuch, die Vorlage zu ausschlachtet. bei Falle zu bringen, fand bei den Konservativen fein Verständniß und diejenigen, die ihn betrieben, hätten vielleicht besser ge than, sich an Herrn Richter als neuen Freund zu wenden." Die nicht fernstehende Seite" liegt doch im Sachsenwalde, wo der Altreichskanzler haust.Auf einem polnisch- ruthenischen Katholikentag, der kürzlich in Krakau abgehalten worden ist, erklärte der Führer der Klerikalen, Professor Graf Tarnowski, der Liberalismus verliere an sich zwar von Tag zu Tag an Bedeutung; aber er werde in überaus ernst zu nehmender Weise von der Sozialdemokratie und dem Anarchismus" ja roh vorkamen, sein anerzogenes Feingefühl. Dann an sich gezogen hatte, und sie begrüßte ihn wie einen abgelöst. Mit dem„ Anarchismus", der bloß in der Einwieder nahm er Anstoß an den verschiedenen Sekten, die alten Bekannten. Auch Vater Deschamps drückte André bildungskraft Tarnowski's besteht, halten wir uns nicht sich innerhalb der Partei gebildet und die sich gegenseitig herzlich die Hand. Nur Johanna, die bei der Lampe mit auf. Werthvoll ist es, daß er den Fortschritt des Sozialismit großer Heftigkeit bekämpften. Schließlich ganz ermüdet ihrer Malerei beschäftigt saß, bewahrte ihre kühl reservirte mus zugiebt. Als Heilmittel fordert er den Kampf gegen und verwirrt, hatte er von dieser Entdeckungsreise in einen Haltung. André hatte Magdalene auf den Schooß ge- die Juden. Nöthig sei ein wirksames wirthschaftwahren Urwald der verschiedensten Lehren und Anfichten, nommen, und die Kleine, die sofort zutraulich wurde, er- liches Mittel zur Bekämpfung des jüdischen Einflusses". Nun in dem er sich sofort verirrt hatte, schnell genug. zählte ihm nun in buntem Durcheinander von den dent- steht es fest, daß die als Wucherer, Branntweinverkäufer, Da kam ihm der Gedanke, zum Vater Deschamps zu würdigen Ereignissen ihres neuen Lebens. In der Schule Faktore u. j. w. thätigen Juden Galiziens einen unheilgehen und ihn zu fragen, wie er sich in diesem Chaos wäre sie die Erste ihrer Klasse geworden, sie hätte schon vollen Einfluß auf die galizische Bauernschaft ausüben. zurechtfinden könne. Mußte er sich nicht übrigens auch eine lange Addition ohne Fehler gemacht; zu Hause helfe Aber diese Schmaroßer, durchgängige fanatische Chassidim nach der kleinen Waise erkundigen? Wer weiß, ob es nicht fie in der Wirthschaft; sie deckte den Tisch und hätte noch( eine altgläubige Sette) find die Agenten der Regieauch einer der geheimen Wünsche, welche das Herz dem nichts zerbrochen, nicht wahr, Mütterchen?" Sie hätte ein rung und des polnischen A de 13, der seit Jahrhunderten Verstande verbergen will, war, der ihn trieb, das fremd- kleines Bett mit weißen Vorhängen, und sie stände jeden die Juden als Werkzeuge der Volksauswucherung verwendet artige, junge Mädchen wiederzusehen, dessen ernſtes Profil Morgen auf, ohne daß man sie zu wecken brauche und kleide hat. Dieser Juden politisch-religiöses Oberhaupt ist der in flüchtigen Momenten vor seinem innern Auge aufstieg! fich ganz allein an. Sie wäre auch noch niemals zu spät Wunderrabbi von Sadagora, ein schä biger Gauner, der die Gewiß ist aber, daß er eines Nachmittags gegen fünf Uhr in die Schule gekommen. Als André sich stellte, als ob er rechte Hand der Regierung bei den Wahlen ist an der Thür des alten Sozialisten stand. ihrer Versicherung doch nicht so ganz glaube, rief fie: und die Wahlen macht, dafür auch das das Privileg Das erste Wesen, das er bei seinem Eintritt be-„ Frage doch den Großvater, Onkel, der wird es Dir hat, die Dummen und den Staat ungestraft merkte, war das kleine Mädchen in schwarzer Kleidung. sagen!" zu prellen; wir erinnern an den letzten großen Niemand hatte bisher nach ihr gefragt, so war die Du darfst aber nicht Du zu dem Herrn sagen," er- galizischen Schmuggelprozeß, in den die höchsten Zollbeamten arme Kleine da geblieben, wohin sie der Zufall widerte der Großvater. verwickelt waren, Wie der Herr, so das Geschirr; Adel geworfen. Seit drei Wochen hier, hatte sie sich Warum denn nicht?" forschte das Kind. Ich sage zu und Regierung haben sich ihre Juden gezüchtet, sie können schon mit der bewunderungswürdigen Leichtigkeit, Dir doch auch Du!" nicht Wandel schaffen, wollen sie nicht die Art an das wie sie nur Kindern eigen, an die Familie gewöhnt; fie André, den das Geplauder der Kleinen beluftigte, be- herrschende System legen. Die Sozialdemokratie dringt fühlte sich hier schon ganz heimisch. Auch neue Eltern hatte merkte: immer tiefer in die Masse der Arbeiter und Kleinbauern, fie bekommen. Sie nannte Johanna" Mütterchen" und Laffen Sie Magdalene doch gewähren, ich bitte Sie zu ihr bekennen sich auch immer mehr die jüdischen ProBater Deschamps„ Großvater". Es stellte sich bald heraus, darum. Sie soll mich nicht„ Herr" nennen. Ich bin ihr letarier, deren es in Galizien viele Tausende giebt, und die daß sie tlug, liebenswürdig, sanft und nachdem sie da sich Freund. Willst Du mich Freund André nennen? Sag's von ihren Glaubensgenossen, z. B. in den Petroleumgruben, in diesem Alter Kummer und Schmerz noch in Thränen Luft mir, Magdalene!" schamlos ausgebeutet werden. Das Kapital ist konfessionslos.. machen, gleich wie eine Wolfe sich in Regen auflöst- etwa Magdalene war ganz entzückt davon, einen Freund zu drei Tage lang heftig geweint hatte, war sie der Frohsinn, haben, einen so großen Freund noch dazu. Sie nannte den das Lächeln selbst, die Blume dieses kleinen Heims ge- jungen Mann von nun ab nicht anders, als mit dem Namen, worden, in dem sie sich von einer wohligen Atmosphäre den er sich selbst gegeben. von Liebe und Zärtlichkeit eingehüllt und umschmeichelt Inzwischen richtete André an Vater Deschamps die fühlte. Frage, was er einmal aus dem Kinde zu machen geMagdalene erkannte den schönen Herrn sofort wieder, deute. der sie damals bei ihrem großen Kummer so liebevoll ( Fortsetzung folgt.) 191113 Die Kreuz Zeitung", die den gewaltigen Eindruck Wahlrechts- Kundges der österreichischen bungen nicht abzuleugnen vermag, läßt doch nach altgeübtem Brauche die Gelegenheit nicht vorübergehen, der Arbeiterschaft eins anzuhängen. Daß der Jude Adler" wieder aufmarschirt, versteht sich. Aber die Kreuz- Zeitung" wird bei ihren alten und innigen Beziehungen zur polis tischen Polizei und zur Lockspielzunft niemand glauben der größte Streit, ben die Welt jemals gesehen hat, beginnt[ Rinder. Herr Hauptmann Strad aber thront in Senftenberg in machen, daß unter der Hand von sozialdemokratischer ein Streit von gut 600 000 Arbeitern. Die Vermuthung dem stolzen Bewußtsein, den Staat glücklich gerettet zu haben. Seite schauerliche Gerüchte von großartigen Dynamit- liegt beiläufig sehr nahe, daß die Grubenbefizer, ähnlich unter den Bergarbeitern wird vielfach die Frage ventilirt, ob Attentaten für den gleichen Tag verbreitet wurden". Mit wie im vorigen Jahre und vor zwei Jahren, den Streit die Arbeiter in den großen Städten der Bergbaugesellschaft Ilse dem Ausstreuen solcher Ammenmärchen giebt sich die nicht ungern sehen, weil sie von ihm eine Lockerung der nicht einmal flar machen könnten, daß es doch unangenehme Sozialdemokratie nicht ab. Ihr imposantes Vorgehen hat Arbeiterorganisationen und eine Erhöhung der Kohlenpreise Folgen haben kann, wenn man ihre Brüder aus politischem Haß aufs Straßenpflaster wirft. den Machthabern Raison beigebracht, die Polizei provozirte erwarten. nicht, also flappte alles.- Jm Uebrigen ist die BeTodtenliste der Partei. Aus Köln wird uns verspätet trachtung des Junkerblattes nicht ohne Bedeutung. Da Serbien. Sämmtliche Mitglieder des jüngst durch den gemeldet, daß dort am 19. Mai unser treuer Parteigenosse, der heißt es: Staatsstreich gestürzten in Anklagezustand verfekten Schneider Jos. Heinr. Sch ob verstorben ist. Die Kölner ParteiWird die liberale Linke gegenüber dem Grafen Taaffe Ministeriums Avakumovic bestätigten den Empfang des genossen bewahren ihm ein ehrendes Andenken. allzubegehrlich und die Jungczechen allzu ungeberdig, dann Anklageaktes mittels Reverses und sicherten ihr persön- In Droyßig starb am 6. Juli der Parteigenosse Fritz könnte eines Tages Graf Taaffe den Teufel durch Beelzebub liches Erscheinen in der Stuptschina zu. Am nächsten austreiben und der endlosen, nationalen Heze durch das all- Sonnabend findet die Verhandlung statt. gemeine Stimmrecht ein jähes Gnde bereiten. Das mag nun vielen fernste Zukunftsmusik scheinen und sie es daher für überflüssig halten, sich mit der Frage heute ernsthaft zu befassen. Allein Desterreich war seit jeher das Land der politischen Unwahrscheinlichkeit, und das tapfere Burückweichen der Wiener höchsten Behörden in den jüngsten Tagen eröffnet interessante Perspektiven für unruhige Beiten, die gewiß nicht ausbleiben, ja vielleicht näher sind, als viele glauben." " # Schößler im 73. Lebensjahre. Der Verstorbene war bereits 1848 thätig und schloß sich später unserer Parteibewegung im Kreise bei ihrem Entstehen an. Der Bewegung ist er bis zum Russische Handelspolitik. Der Petersburger legten Athemzuge treu geblieben. Finanzanzeiger" veröffentlicht ein Zollzirkular des Finanzministers, wonach die vertragsmäßig an Frankreich gewährten Polizeiliches, Gerichtliches ze. Bollermäßigungen vom 12. Juli ab auch für alle anderen Tag wacht" vom Sonnabend, angeblich wegen eines Bur -Beschlagnahmt wurde die Beilage der Schwäbischen Staaten Europas, mit Ausnahme von Desterreich- Ungarn, ländlichen Nothstandsfrage" benannten Aetikels. Der Artikel, Deutschland und Portugal, sowie ferner für Nord- welcher der Redaktion von einem Kleinbauern des Oberlandes amerita und Peru in Kraft treten. Wir befinden uns eingesendet wurde, schildert in ruhiger Weise die Noth der kleinen im Bollkrieg mit Rußland, dank dem preußischen Junker Landwirthe, so daß durchaus unerfindlich ist, worin der Grund thum, das gegen den russischen Handelsvertrag hebt. der Konfiskation bestehen soll. Es ist nicht zu bezweifeln, daß die Konfiskation wieder aufgehoben wird. Aus Bern wird uns geschrieben: Wie es hier seit dem 19. Juni zugeht, wissen Sie. Man ist hier in den in Betracht kommenden Fragen so weit, als man in Deutsch land bei Lassalle's Auftreten war. Ich muß sagen, daß die Erfahrungen der letzten Wochen meine Hochachtung vor Chitagoer Prozesses den hiesigen politischen Zuständen und Personen nicht wenig vermindert haben. Ein Zeichen der Zeit ist die nach stehende Notiz, die ich dem Intelligenzblatt der Stadt Bern" vom 8. Juli entnehme: Seit dem 3. Juli ist es in und außer der Kaserne wieder belebter geworden. elenT- IsnoUsM Soziale Ueberlicht. Brauerei„ Mark" in Hamm sind, nachdem der Ausstand vier Die Differenzen zwischen den Brauern und der Die Begnadigung der überlebenden Opfer des hat einen Theil der amerikanischen Presse in schäumende Wuth versetzt. Der Gouverneur von Illinois, der, wie sein Name Altgeld zeigt, deutscher Abstammung ist, wird von den Fanatikern des Geldsacks in pöbelhaftester Weise beschimpft. Die Masse des Volks aber billigt den Akt und erkennt an, daß feit war. Man ruft sich ins Gedächtniß zurück, wie theils gehört dieselbe dem Mittelland und Seeland an. Von Prozeß eingefädelt und geführt ward, wie die gesammte von 5 M. pro Monat,( damit ist der Lohn ungefähr mit den Morgens früh bis Abends spät wird der Mannschaft bald in Bourgeoispresse hette, und wie schon damals bei allen, die anderen Brauereien gleichgestellt), die Arbeitszeit ist von 5 bis fleineren, bald in größeren Gruppenformationen militärischer ihre Ruhe bewahrt hatten, auch vielen Richtern und hohen 6 Uhr und Ueberstunden sollen möglichst ganz vermieden, in be Borunterricht ertheilt. Bei Uebungen Mit Ausnahme des= bietet der dicht besetzte Waffenplatz ein buntes und Staatsbeamten, Zweifel an der Unparteilichkeit des Prozesses sonderen Fällen extra vergütet werden. jenigen, welcher die Drohung gegen einen anderen Arbeiter ausamüsantes Schauspiel. Aber auch die in der Umgebung auftauchten. gesprochen haben sollte, und eines anderen, welcher bereits andere der Kaserne wohnenden armen Leute haben durch Arbeit angenommen hatte, tönnen sämmtliche Arbeiter wieder das Einrücken der Truppe gewonnen, denn Morgens, Mittags eintreten. Letzterer Arbeiter bekommt dagegen eine Entund Abends harrt eine Menge Rinder und Frauen mit Wasserschädigung von 14tägigem Lohn. Da die Stellen schon fast alle fesseln, Binten und sonstigen Geschirren auf die Vertheilung besetzt waren, erhalten die Arbeiter, welche etwa auf Wieder der Küchenüberreste. Der Zubrang ist oft so groß, daß die einstellung verzichten wollen, gleichfalls den Lohn für 14 Tage Spender Mühe haben, die ihnen anvertrauten Geschirre und ihre eigene Stellung selbst zu behaupten. Gewiß ist jedermann In Arusheim wurde am Sonntag eine start besuchte Rons ausbezahlt. Auch dem Brauer, der von der Anstellung infolge damit einverstanden, daß die Kaffee-, Suppen- und Brotreste ferenz der sozialdemokratischen Partei des Wahlkreises Alzey- des oben angedeuteten Vorkommnisses ausgeschlossen war, ist für aus der Kasernenküche an die Armen vertheilt, statt in die Bingen abgehalten, die einstimmig den Beschluß faßte, den 14 Tage der Lohn bereits ausgezahlt worden. Somit ist die Be Schweinezüber geworfen werden, wie dies feinerzeit geschah. Parteigenossen zu empfehlen, bei der am 22. Juli erfolgenden wegung zu gunsten der Arbeiter beendet. Um jedoch dem förmlichen und efelhaften Skandal abzuhelfen, Nachwahl zum Reichstage sich der Abstimmung zu ents Infolge der Silberkrisis hat das Emser Bleis und ließe sich wohl eine Einrichtung mit geringen Kosten erstellen, halten. Bekanntlich hat der in diesem Kreise gewählte frei Silberwert 200 Arbeitern gekündigt. Natürlich, die Arbeiter mittels welcher die mit der Bertheilung betrauten Personen finnige Träger das ihm in Varel zugefallene Mandat angenommen. müssen's auslöffeln. Wie sehr übrigens das Silber im Preise gegesichert wären und eine gleichmäßige Vertheilung vornehmen Die Freifinnigen haben hier den in Lennep- Mettmann durch- sunken ist, zeigt folgende Werthberechnung: Bei den jebigen, fönnten. Unseres Erachtens wäre dies zunächst Aufgabe des gefallenen Reinh. Schmidt- Elberfeld aufgestellt, und da das Zen- tolossal gesunkenen Silberpreisen hat unser Silberthaler, wenn er städtischen Armenbureaus." trum direkt für Schmidt eintritt, so ist der Sieg der Freisinnigen eingeschmolzen würde, einen Silberwerth von etwa 1/2 M., unser im ersten Wahlgange absolut sicher und die Nationalliberalen Fünfmarkstück einen Metallwerth von 24 M., unser Zweimarttönnen einpacken. stück von 90 Pf., unser Einmarkstück von 35 Pf. mannschaft zur zweiten Diesem Tage ist nämlich die Jung- er ein unabweisbares Gebot der Humanität und Gerechtig Wochen gedauert hat, beigelegt worden. Es tam folgende VerSolche Einzelheiten beleuchten die Berner Krawalle mit der wünschenswerthen Schärfe. elfalas Parteinachrichten. = In Budenheim( Rheinhessen), wo unsere Partei bei der Den ungeheuerlichen Drangfalirnngen, die im SaarDie zermalmende Mehrheit, wie sie heute von letzten Wahl ein so überraschendes Resultat erzielte, hat sich ein Rohlenrevier geübt wurden, ist das Organ des bergmännischen der mit dem Rothkoller behafteten Tante Voß genannt sozialdemokratischer Wahlverein gebildet, der bereits 38 Mitglieder Rechtsschutz- Vereins Schlägel und Eisen" zum Opfer gefallen. wird die„ zermalmende Majorität", mit der die franzählt. Hoffentlich nehmen sich die Parteigenoffen an recht vielen Am 1. Juli ist das Blatt eingegangen. Am 13. Juli findet die zösische Kammer am Sonnabend dem Ministerium kleineren Orten das in Budenheim gegebene gute Beispiel zur Generalversammlung des Rechtsschutz Vereins statt, in welcher Dupuy gegen die" Trottel" und" Halbwahnsinnigen der Notiz. Gerade die Zeit nach der Wahlbewegung ist geeignet, die Frage zur Erörterung steht, ob die Organisation fortgeführt Boulevards", d. h.( aus der Sprache der Tante Voß in die neugewonnenen, bisher unbekannten Kräfte im Dienst der oder ob liquidirt werden soll. Weiter soll auch der Verkauf der anständiges Deutsch überseht) gegen die Arbeiter von Partei auszubilden und sie dauernd für die sozialdemokratische Vereinsdruckerei und derjenige des Saalbaues zu Bildstock be Paris Recht gab, ist bereits zerfallen und zersprengt, Sache nubbar zu machen, wenn dies in einer ständigen Organi- sprochen werden. sation geschieht. Hoffentlich werfen die Bergleute die Flinte nicht ins Korn, und Herr Dupuy, den ein Theil seiner eigenen Kollegen zu sondern suchen die Bewegung auf gesunderer Grundlage wieder aufzubauen. verlassen drohte, sieht sich schon genöthigt, flein beizugeben. Die Dortmunder Nationalliberalen sekten am SonnEr hatte die Macht der Pariser Arbeiter unterschätzt. abend ihrer Schande die Krone auf, indem sie den MandatEiner Ministerkrise entging er nur dadurch, daß er dem diebstahl, den sie bei der letzten Reichstagswahl begingen, durch radikalen Finanzminister Paytral der Arbeitsbörse ein Sieges fest( 1) feierten. Dem Manne, der das ergaunerte gegenüber einzulenken versprach; und der Jahres- Mandat aufgefangen hatte, Möller, wurde bei diesem Schmaus Kongreß der französischen Arbeitsbörsen, Grade der Schandbübereien ginge, die bei den protestirten nach Gebühr der Ehrenplatz zu theil. Wenn es nach dem der morgen Mittwoch in Paris zusammentritt, wird wahlen verübt worden sind, so müßte Möller's Mandat zu allererst vom Ministerium nicht behelligt werden. vom Reichstage tafsirt werden. Herr Dupuy hat gemerkt, daß wenn er die Arbeiter zum Aeußersten treibt, er zwar die Unterstützung der Rechten bekommt, aber nur um den Preis der Abhängigkeit von ihr. Die Arbeiter sind in Frankreich eine ausschlaggebende Macht geworden. Dienstag Abend. Die französische Regierung hat den Rückzug schon angetreten. Sie erklärte heute Morgen in der Kammer, daß sie bereit sei, die Arbeitsbörse zu öffnen, sobald das neue Reglement erschienen sei, und die Syndikate dasselbe anerkannt hätten. Das Reglement soll, wie die Minister sagen, alles vermeiden, was den Arbeitern anstößig sein könne. Die Botschaft hören wir wohl, allein uns fehlt der Glaube". Der Hauptmann Strack von der Bergbau- Aktiengesellschaft Jlse bei Senftenberg ist den Lesern des„ Vorwärts" bereits aus der Geschichte mit dem Kriegervereins- und Freibier ,, klimbim" befannt. In seinem Revier sind auch noch andere Dinge zur Wir wollen im Nachstehenden kurz. Wahlzeit vorgekommen. darüber berichten. Die Stimmzettel für den konservativen Kandidaten Freiherrn v. Manteuffel, welche auf den Werken des Strad's zur Verwendung tamen, waren vielfach durch eine blaue Randlinie auf der Innenseite gezeichnet. Da die Bettel auch nicht vollständig gerade geschnitten waren, so fonnte man sie nicht so zusammenlegen, daß die Kanten genau aufeinander paßten, ein Theil des blauen Striches blieb sichtbar. Die provisorische Kommission der Gewerkschaften Desterreichs hat es energisch in die Hand genommen, einen Gewerkschaftstongreß zu ermöglichen und vorzubereiten. zu diesem Zwecke sind nicht nur die bereits erwähnten Fragegegangen. Am 15. Juni erschien die erste Nummer der Zeitbogen ausgegeben worden, sondern sie ist einen Schritt weiter schrift Die Gewerkschaft", Korrespondenzorgan der gewerblichen Arbeitervereine Desterreichs( Redaktion: E. Kleedorfer, Wien VII, Neubaugasse 65). Das Monatsblatt hat den Zweck, alle Ers eignisse, die für die Gewerkschaften wichtig sind, zur Kenntniß derselben zu bringen und die Organisationsbestrebungen zu unterftüßen. Weiter soll in dem Blatte eine Diskussion über die Form der Organisation geführt werden. Der in Aussicht stehende Streit der englischen Grubenarbeiter hat theilweise seinen Anfang genommen: Gin Londoner Telegramm des W. Z. B." meldet: Dreitausend Grubenarbeiter in Forest of Dean haben wegen eines 25prozentigen Lohnabzuges die Arbeit niedergelegt. Die Bergarbeiter in der Grafschaft Nottingham drohen gleichfalls in den Ausstand einzutreten. Der zweite internationale Handschuhmacher- Kongres Allerdings hat die Regierung guten Grund, jetzt, nach- und Victoria" aus Steigern und Beamten des Hauptmanns werden. Seit dem ersten Rongreß, der voriges Jahr in Brüssel Die Wahlbureaus wurden im Gebiete der Gruben Ilse" wird am 15. August in Grenoble, Frankreich, abgehalten dem ihr Staatsstreich mißlungen ist, vorsichtig einzulenten. Strack gebildet, während andere Steiger und Beamte die stattfand, sind bedeutende Fortschritte in der Organisation ge Denn hinter der Arbeiterbörse steht die Kommune von Bergleute und Arbeiter mit Betteln beglückten und Paris, welche die Arbeitsbörse geschaffen und im Jahr 1887 fie dann bis zur Urne hin kontrollirten, genau wie das neulich kaum wußte, daß sich dort Handschuhmacher aufhielten, find macht worden. An vielen Orten, von welchen man bis dahin den Arbeitern übergeben hat. Und mit Paris ist nicht zu aus Dortmund berichtet wurde. Organisationen gegründet worden, und das neue Bundesorgan spaßen. Gleich nach der Wahl find wenigstens 50 wahrscheinlich aber französischer Zunge, Le Gantier", sowie der Handschuhmacher" noch mehr Bergleute und Arbeiter aus den Gruben, der Briquet bringen über die Entwickelung dieser Organisationen ständig er fabrit und der chemischen Fabrit entlassen worden. Besonders freuliche Berichte. Wenn je ein Gewerkschaftskongreß rasch einen treffen diese Entlassungen das Dorf Rauno. Die Entlassenen praktischen Zweck erreicht hat, so war es der Brüsseler. Zu dem waren zum größten Theil langjährige vorwurfsfreie Arbeiter. Songreß in Grenoble, wo Deutschland wahrscheinlich durch Ihr Verbrechen war: Bei einem, daß er länger im Wahllokal drei Delegirte vertreten sein wird, finden die Wahlen am geblieben, als es dem Wahlvorsteher paste; bei anderen, daß sie 22. Juli statt. bei einem Hochruf auf den sozialdemokratischen Kandidaten zugegen und vielleicht auch betheiligt gewesen waren und bei dritten ganz und gar nicht erwiesene sozialdemokratische UmEin Antrag auf Amneftirung der bei den letzten Krawallen Verhafteten ist von der französischen Kammer abgelehnt worden. triebe". Die Homerule- Bill hat wieder einen kleinen Schritt vorwärts gemacht. Die Frage, ob und durch wie viel Mitglieder Irland im Reichsparlament vertreten sein soll, wurde nach langen Redefämpfen durch Annahme des Regierungsvorschlags entschieden, daß für Frland achtzig MitDie Abkehrscheine oder Abgeher", welche die Gemaßregelten glieder festgesetzt, was dem Verhältniß der Bevölkerungs- erhielten, find theilweise recht eigenthümlich. Der harmloseste ist gezahl entsprechen soll. Ein Gegenantrag des Frländers schrieben und giebt als Entlassungsgrund an: weil wir ihn nicht Redmond, der 103 Vertreter forderte, wurde mit einer mehr beschäftigen wollen." Der zweite ist auf gelbem Papier Majorität von nur 14 Stimmen abgelehnt. Die Frländer gedruckt und giebt gar keinen Grund an. An der Seite steht und der Wilde" Lobouchere stimmten bei dieser Gelegen aber in großen Buchstaben: Konvention der Gruben um heit gegen die Regierung, während verschiedene einflußreiche Senftenberg vom 6. Juni 1886." Durch diesen Vermert wird Radikale sich der Abstimmung enthielten. Jedenfalls hat der Abkehrschein zu einem Uriasbrief, der seinem Träger in der es fich wieder einmal gezeigt, daß die Mehrheit, auf welche ganzen Senftenberger Gegend Arbeit verwehrt. Der dritte Schein ist ein heftographirtes Formular. Er läßt Raum für den anzu die Regierung sich stüßt, sehr zweifelhaft und recht bröcke gebenden Grund und fährt dann fort, und weil wir auf unseren lig ist. Werken grundsätzlich keine Sozialdemokraten beschäftigen". Alle diese Scheine sind unterzeichnet Ilse, Bergbau- Aktiengesellschaft" und darunter ein Name, recht oft der des Herrn Strack selbst. Auf vielen Scheinen steht dann noch ein..verte" und auf der Rückseite die Aufforderung, die bisher in jabte Wohnung am Tage des Abgangs ebenfalls zu räumen. Dreitausend englische Bergarbeiter sind seit gestern im Streit, weil die Grubenbesizer auf der Lohnherabsetzung von 25 pt. bestanden haben. Die Streifenden ( vom sogenannten Dean- Wald Forest of Dean-) gehören dem allgemeinen Bergarbeiterbund nicht an, konnten Die Leute, welche in dieser Weise in die Welt gejagt werden, also auf eigene Faust vorgehen. Anders steht es mit den finden in der ganzen Gegend keine Arbeit mehr. In den meisten Bergarbeitern von Nottingham, die in dem Bunde Fällen wird, obgleich Arbeitsgelegenheit da ist, dem Manne die Arbeit nicht gegeben und da, wo er fie erhält, verliert er sie nach find und denen ebenfalls eine Lohnreduktion von 25 pet. fpätestens 48 Stunden, manchmal schon nach einer oder zwei zugemuthet wird. Stehen diese aus, so werden die Stunden. Herr Strack ist auf dem Posten und er weiß grimmig Mitglieder des gesammten Bundes, zu dem jetzt auch die zu haffen. Fünfzig Mann sind auf diese Weise mit Weib und Durhamer Kohlengräber gehören, die Arbeit niederlegen und Kind unglücklich gemacht; einer der ins Elend gejagten hat sechs Briefkaffen der Redaktion. 5. S. Aftives Militär ist auch zum Landtag nicht wahlberechtigt. Klub Uncle Sam. Wir können Ihrem Wunsch nicht nachkommen, das Lotal ist geboykottet. Diskutirklub Karl Marg wird ersucht, der Redaktion ein Statut einzusenden. Lohmühlenweg. Herbert Bismard war bisher noch kein Reichstags- Abgeordneter. 2. H. Kommen Sie mit dem Statut Ihrer Krankenkasse Mittags zwischen 12 und 1 Uhr auf die Redaktion. W. J. Darüber sind wir nicht unterrichtet. Buschußtasse ist unseres Wissens bei Schulz. G. L., Forsterstraße. Die hiesige Zahlstelle der Mainzer 3. 2. 11. Wenn Sie in Berlin Ihren ersten Wohnsitz nach der Heirath nehmen, so leben Sie außer Gütergemeinschaft. Es ist aber gut, wenn Sie vor der Heirath zusammenstellen, was Ihrer Braut gehört, sich mit ihr zum Monatsrichter( Neue Friedrichstr. 18) begeben, dort Ihre Werehelichungsabsicht und ferner erklären, daß die verzeichneten Sachen Eigenthum Ihrer Frau sind fund daß Sie auf Nießbrauchs- und Verwaltungsrecht verzichten. Rohnsdorfer Angler. Die 3,30 M. müffen Sie für den unbefugten Angelverfuch zahlen. Waul Fiebig. Ihr Abonnementsbetrag reicht bis 7. Aug. 1898. Für den Inhalt der Injerate über. nimmt die Nedaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung Theater. Mittwoch, den 12. Juli. Friedrich- Wilhelmstädt. Theater. Die schöne Helena. Kroll's Theater. Der Troubadour. Viktoria Theater. Frau Venus. National Theater. Lehmann auf der Weltausstellung in Chicago. Adolf Ernst- Theater. Der Schwiegerpapa. Alexanderplat- Theater. Stuart. Apollo Theater. Vorstellung. Königl. italienischer Circus Die Geburt eines triftigen Jungen Zum Sternecker, Schloss Weissensee. Ernesto Ciniselli. Stadtbahnstation Zoologischer Garten. Heute, Mittwoch, den 12. Juli: Große Brillant- Vorstellung. Zum 4. Male: Die Erschaffung des Weibes oder: Das Weib durch die Jahrhunderte. Gr. Ausstattungspantomime mit Ballet mit durchweg neuen Dekorationen, Kostümen, Requisiten 2c. Gesetzl. geschützt. Inscenirt vom Dir. Ernesto Ciniselli. Arrangements u. vorkommende Tänze vom königl. italienischen Balletmeister Ant. Tignani. Ferner Auftreten der renommirtesten Maria Künstler und Künstlerinnen, sowie Neiten und Vorführen der bestdressirten Spezialitäten Schul- und Freiheitspferde. Achtungsvoll Kaufmann's Variété. SpezialitätenVorstellung.. Ernesto Ciniselli, Direktor. National- Theater. BERLINER Große Frankfurterstraße 132. Sensationelle Novität! Lehmann auf der Weltausstellung in Chicago. Große Ausstattungs- Posse mit Gesang und Tanz in 5 Aufzügen von Eugen Prudens. Mufit von Adolph Widecke. Regie: M. Samst. Raffenöffnung 51/2 Uhr. Anfang der Abend- Vorstellung 71/2 Uhr. Im Garten auf der Sommerbühne: Ein kleines Mißverständniß. Lustspiel in 1 Att. Regie: F. Schäfer. Hierauf um 10 Uhr: Die Balletschule. Posse mit Gesang und Tanz in 1 Att. Regie: Hugo Hummel. HIPPODROM am Kurfürstendamm. 2 Min. von Station Zoolog. Garten. Mittwoch, den 12. Juli: Am Strande von Ostende. Gr. Pantomime unter Mitwirkung von 300 jungen Damen, 200 Herren und 80 Pferden. Grosses Corps de ballet. Ruder- Regatta, Blumenkorso, Feuerwerk etc. etc. Im Park: Grosses Konzert. Anfang 5 Uhr. Anfang der Vorstellung 8 Uhr. Moabiter Bor, nach und zwischen dem Lustspiel Gesellschaftshaus. und der Posse Auftreten von Specialitäten I. Ranges. Neues Programm. Morgen: Lehmann auf der Weltausstellung in Chicago. PassagePanopticum. Grösstes Schau- u.VergnügungsEtablissement der Welt. Entree 50 Pf. Castan's Panopticum. Neu: Der Tod als Erlöser. Neu: Alt- Moabit 80 und 81. Täglich: Theater- und Spezialitäten Vorstellung, sowie Concert. Anfang 4 Uhr. Entree 30 Pf., refervirter Platz 50 Pf. 4127L* Helmuth Peters. Donnerstag, den 13. Juli: Benefiz für die Marnitz- Gasch- Truppe. Victoria- Brauerei, 112. Ligowstraße Garten resp. Saal. ( außer Läglich Sonnabends) Stettiner Sänger. Stets wechselndes Programm. Anfang Sonnt. 7 Uhr, Wochent. 8 Uhr. Entree 50 Pf. Vorverkauf Billets Sonntags fein e Giltigkeit. Neu! Neu! zeigen hocherfreut an 8426 H. Rittner und Frau. Allen Freunden und Bekannten zur Nachricht, daß unser Kollege Gust. Büttner nebst Frau den 10. d. M. an der Schwindsucht verstorben sind. Die Beerdigung findet Nachmittags 4 1hr von der Leichenhalle des St. Emmaus- Kirchhofes statt, Die Kollegen der Pianofortefabrik von Hansen. 8436 Orts- Krankenkasse der Cigarrenmacher, Cigarrensortirer und deren gewerblichen Hilfsarbeiter. Die Herren Vertreter werden zu der am Donnerstag, den 20. Juli, Abends straße 11, stattfindenden 8 Uhr, im Restaurant Gollmann, Gips: General- Versammlung eingeladen. Tagesordnung: Abänderung der§§ 13, 14 und Ergänzung des§ 56 des Statuts. Berichte und Anträge.[ 854b] Der Vorstand. Moriz Play. Etablissement Moriz Play. Buggenhagen. Täglich: Gr. Garten- Konsert. Großer Frühstücks- u. Mittagstifd. Spezial- Ausschant von Pakenhofer Lagerbier, hell und dunkel. Bei ungünstiger Witterung findet das Konzert in den unteren Restaurationsräumen statt. Entree Wochent. 10 Pf. Sonnt. 25 Pf. Säle für Versammlungen, Rommerse, Festlichkeiten C. B. Nieft's Festsäle, Weberstr. 17, empfiehlt sich zur bevorst. Saison den Vereinen zu Festlichkeiten u. VersammLungen. Saal gratis u. sonstige toulante Bedingungen. 34419* Schmiedel's Festsäle, Alte Jakobstrasse 32, empfehle meine hocheleganten Säle zur Abhaltung jeder Art Festlichkeiten. Auch steht den geehrten Vereinen 2c. der große Sommergarten zur Verfügung. Wwe E. Schmiedel. Th. Boltz' Festsäle, Alte Jakobstrasse 75.[ 727b Gr. u. Il. Säle z. Feßlichkeiten u. Versammlungen. Garten für zirka 400 Pers. Teleph.- Anschl. Amt I 1082. Bitte. Liegnitzerstr. 6, 1. Sof part. bei Ertel, Mann an Tuberkulose, ran an Lugenentzündung, zwei Kinder au Masern erkrankt. Zur Linderung der bittersten Noth bitte Gaben an Ort u. Stelle. Sonnabend, den 15. Juli: Grosses Volks- Fest für den Kreis Niederbarnim Vokal- und Instrumental- Konzert ausgeführt von Zivil- Berufsmusikern unter Mitwirkung sämmtlicher Arbeiter- Gesangvereine des Kreises Niederbarnim unter Leitung des Dirigenten Malmene. Festrede, gehalten vom Reichstags- Abgeordneten Arthur Stadthagen. In beiden Sälen: Groker Tanz. Herren, welche am Tanz theilnehmen, zahlen 50 Pf. nach. Die Kaffeeküche steht den geehrten Damen von 3 Uhr an zur Verfügung. Für Volksbelustigung jeder Art ist bestens Sorge getragen. Rasseneröffnung 3 Uhr. Anfang 4 Uhr. Entree 20 Pf. Kinder frei. Judem das unterzeichnete Komitee bemüht sein wird, den Tag zu einem einheitlichen Voltsfeste zu gestalten, bitten wir um recht rege Betheiligung. Billets sind zu haben bei jedem Vertrauensmann des Ortes, sowie in sämmtlichen mit Plakaten belegten Handlungen. Das Komitee. 338/14 Achtung! Schöneberg. Achtung! Große öffentliche Volksversammlung für Männer u. Frauen am Donnerstag, den 13. Juli, Abends 8 Uhr, im Saale der Schloßbrauerei, Hauptstr. 60-63. Tagesordnung: 1. Die politische Organisation und deren Werth. Referent ReichstagsAbgeordneter Bueb( Mülhausen Elsaß). 2. Diskussion. 3. Abrechnung von der Maifeier. 4. Verschiedenes. Der Vertrauensmann. $ Große öffentliche Versammlung sämmtlicher selbständigen Uhrmacher und Uhrmachergehilfen am Donnerstag, den 13. Juli, Abends präzise 9 Uhr, in Bolk' Festfälen( oberer Saal), Alte Jakobstraße 75. Tagesordnung: 1. Die Mißstände in der Uhrmacherei und lassen sich dieselben bevom öffentlichen Fonds. 4. Neuwahl der Agitations- Rommission event. Wahl eines Vertrauensmannes. 5. Neuwahl des Delegirten zur GewerkschaftsRommission. 6. Werkstatt angelegenheiten und Verschiedenes. Pflicht jedes Kollegen ist es, zu erscheinen. E Die Agitations- Kommission. feitigen? Referent: Kollege Otto Naether. 2. Distuffion. 3. Abrechnung 848b Nene Welt, Bergschloß- Brauerei, Neue Welt, Hasenhaide No. 108. Sonnabend, den 15. Juli 1893: Gr. Sommer- Fest arrangirt vom Centralverband d. deutschen Brauer ( Zweigverein von Berlin und Umgegend) unter Mitwirkung des Gesangvereins ,, Gerstenähre"( M. d. A.-S.-B.) Konzert, Spezialitäten- Vorstellung, sowie gr. Monstre- Feuerwerk, Kinderbelustigungen jeder Art. Grosser Sommernachts- Ball im Bal champêtre. Herren, welche am Tanz theilnehmen, zahlen 50 Pfennig nach. Damen frei. Die Kaffeeküche steht den geehrten Damen von 2 Uhr an zur Verfügung. Kaffenöffnung 2 Uhr. Anfang 4 Uhr. Zum Schluß: Eine filberne Damenuhr m. Kette Kurirte Weiberlaune. ist am Sonntag in Schönholz gefund. Die Schrecken des Meeres. Nach der Soiree: Tanzkränzchen. worden. F. Wappler, Elisabeth- user 22. Entree an der Kaffe 30 B1, im Vorverkauf 25 Pf., Kinder 10 Pf., dafür erhält Bauern- Aufstand! Illusionist. Vorstellungen. Irrgarten. Schreckenskammer. ratweil'sche Gr Bierhallen. Kommandantenstr. 77-79. Täglich: Auftreten der Leipziger Sänger vom Krystall- Palast. Wochent. 71/2 Uhr. Entree 10 Pf. Auf. Sonntags 6 Uhr. Entree 30 BfAnerkannt gute Küche. Säle für Festlichkeiten und Versammlungen. Ostbahn- Park am Rüstriner Plaz, ( Hermann Jmbs) Rüdersdorferstr. 71, am Ditbahnhof. Ronzert, Täglich: Theater und Spezialitäten- Verstellung. Neu u. sensationell: 3 Schwestern Emmy u. Reinhold Hintsche, GePeretti, Runftradfahrerinnen. fangs- u. Charakter- Duettisten 2c. Volksbelustig. jeder Art. 4 Kegelbahnen z. Berfügung. Kaffeetiche geöffnet an Wochentagen von 2 bis 6 Uhr, Sonntags von 2-5 Uhr. Größtes Lager Berlins Carl Koch. Kinderwagen. Andreaskr. 23. Sp m Goeben erschien im Verlage von M. Ernst in München: jedes Kind eine Stocklaterne. Billets sind in den mit Plakaten belegten Handlungen, sowie bei den 88/5 Vertrauensmännern der einzelnen Brauereien zu haben. Das Komitee. Hierzu ladet freundlichst ein Es werde Licht! Volksfest- Schönholz. Poesien von Leopold Jacoby. Vierte Auflage mit einem Vorwort, enthaltend die Entstehungsgeschichte dieses Buches, welches Hoffmann v. Fallersleben mit dem Zuruf an den Verfasser 4513L* begrüßte: ,, Es werde Licht! Ein neuer Frühling steht der Welt bevor!" Schweizer- Garten Neue Welt. Bergiloj- Brauerei, Haſenhaide. Am Königsthor. Am Friedrichshain. Mittwoch: I. Kinder- Freuden- Fest mit neuen Ueberraschungen. Theater- und SpezialitätenVorstellung. Heute Mittwoch:[ 845b] Kinder- Kostüm- und Rosen- Fest it GratisHauptgewinn: Ein Sportwagen im Werthe von 15 Mart. Bonbonregen, Preis- Stangenklettern u.-Wettlaufen, Puppentheater. Finsterbusch- Konzert und Artisten- Vorstellung. Ball. Anfang 4 Uhr. Entree 15 Pf. Kinder 10 Pf., die eine Müze u. Geschenk erhalten. unwiederruflich letzten Male: Gebr. Beyer; Gebr. Caudelli; Familie Donnerstag: monstre- Feuerwerk: Nachtfest in Japan. Grunathos; M. Grabow; Herm. Schulte S. W. maale: Ball. Th. Keller's Hofjäger, Volksbeluftigungen aller Art.Entree 30 Pf. Kinder 10 Pf. Hasenhaide, BergmannstrassenEcke. Heute, Mittwoch, den 12. Juli 1893: Grosses Altes Schüßenhaus, Kinder- Fest Linienstraße 5, empfiehlt seine Festsäle ( 560 Personen fassend) zu allen Gelegenheiten. 7336 Im Anschluß an die Sonder= züge Berlin- Stettin( hin und zurück 8 M.) fährt jeden Sonntag Dampfer„ Poelitz" von Stettin nach Swinemünde für 1,50 M.; also ganze Fahrt 4,50 M. Dampfer- Billets bei M. Thiele, Oranienstr. 177. 4538L* mit Gratis- Verloosung, Bonbonregen, Hahnenschlag, Sadhüpfen. Großes Garten- Konzert und Ball. Die gefundenen Gegenstände und Gewinne sind von Sonntag, den 16. Juli ab, bei Gumpel, Barnimstr. 42, abzuholen. Möbel, 106/8 Das Comité. Spiegel- u. Polsterwaaren- Magazin. Ganze Ausstattungen Küchenmöbel in grosser in Mahagoni u. Nussbaum. Auswahl empfiehlt Julius Apelt, Sebastianstr. 20 Reelle Waare. Prompte Bedienung.( früher 27/28).[ 3749L* Marionetten- Theater. Volksbelustigungen. Abends: Fackelzug und bengalische Beleuchtung. Anfang des Konzerts 4 Uhr. 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Offiziell mögen lutherische und fatholische demokrat" die religiöse Form des Eides, welche dem Nicht- Pfaffen untereinander und mit den Liberalen in den Haaren Wegen Beleidigung des Staatsanwalts Romen religiösen gegenüber nicht dazu beitragen könne, die Ueberzeugung liegen und anscheinend bis aufs Messer sich bekämpfen, gegenüber stand am 1. Juli der Redakteur der Halberstädter von der Bedeutung des Eides zu erhöhen. dem gemeinen Volt aber reichen sich Bachem, Stöcker und Eugen Sonntags- Zeitung" unter Anklage. Er hatte auf die In all diesen Erwägungen sei eine Empfehlung des Richter die Hand und vernichten" die Sozialdemokratie. In bekannten, von Romen erhobenen Meineidsbeschuldigungen, in meineides nicht zu erblicken. Aus dem Vorwärts" der guten" Gesellschaft der Besitzenden und Gebildeten" nimmt zwei furzen Artikeln erividert. In dem einen war zur vollends habe Herr Romen nicht einen Artikel anzuführen ver- man verdammt weng Religion und Moral wahr, sie stehen Charakterisirung des Herrn Romen auch ein Vorfall erwähnt mocht, von welchem seine Behauptung auch nur scheinbar unter- eben über der Religion, die sie dem Volke durchaus erhalten worden, in welchem dieser zu der Zeit, als er noch in Frank- stützt werde. Das Gedicht eines Staßfurter Sozialdemokraten, wollen. Sie halten es aber nicht einmal zu diesem Zweck furt a. M. Staatsanwalt war, bei einer Anklage gegen den Ge- der wegen Meineides verurtheilt worden sei und in welchem er für der Mühe werth, sich wenigstens den Sch ein zu wahren, nossen Hoch in seinem Plaidoyer beleidigende Ausdrücke gegen seine Unschuld betheure, tönne als Belag nicht herangezogen daß sie dasselbe glauben, was sie dem Volke predigen. Was diesen gebraucht hatte. Zu der Verhandlung waren mehrere werden. Wenn man die Ueberzeugung von der Unschuld eines Wunder, daß das Volk in allem, was ihm von oben herab Richter, der damalige Vertheidiger des Genossen Hoch, Rechts- Verurtheilten ausspreche, so billige man doch damit nicht das von den Besitzenden und Gebildeten als Religion angepriesen anwalt Holdheim, und ein Zeitungs- Berichterstatter aus Frank- Verbrechen. Aus allen diesen Gründen beantragte der Ver- wird, nur schnöde Heuchelei sieht! Heutzutage, wo fein vorfurt a. M. geladen worden, außerdem war Staatsanwalt Romen theidiger mit Rücksicht auf die berechtigte Erregung, in der sich nehmer Herr auch nur einen Kammerdiener hat, dessen Bruder felbst zur Stelle. der Angeklagte befunden haben mußte, Freisprechung. oder Schwager oder Vetter nicht Sozialdemokrat wäre, und wo Es sei vorausgeschickt, daß was den Vorfall aus FrankNach längerer Berathung verkündete der Gerichtshof das die Kammerjungfer der gnädigen Frau und die Vertraute ihrer furt a. M. betraf, der Redakteur der Halberstädter Sonntags- Urtheil, welches auf 500 M. Geldstrafe lautete. Wir übergehen intimsten Angelegenheiten ihren Schatz unter den„ Rothen" hat, Beitung" freigesprochen wurde, weil die Aeußerung, welche nach die übrigen Ausführungen und heben nur hervor, daß das Ge- heute noch zu glauben, so ungenirt seinen Lüsten fröhnen und der Behauptung der Sonntags- Zeitung" Herr Romen gethan richt erklärte, sich der Meinung, welche der Vertheidiger über seinen noblen Liebhabereien nachgehen zu können, wie in den haben sollte, in der Hauptsache erwiesen wurde. Dem den Sinn der Artikel des Sozialdemokrat" geäußert habe, nicht Zeiten des Abfolutismus, und doch noch dem„ gemeinen Volke" gemäß wurden auch die Kosten der Ladung der Zeugen anschließen zu können. Gerade diese Artikel stellten vielfach den mit„ Religion" und" Moral" imponiren zu können, ist das aus Frankfurt der Staatskasse auferlegt. politischen Amtseid und den Zeugeneid in Parallele Zeichen der äußersten Verblendung. Dieselbe Religion, die Der übrige Theil der Anklage bezog sich auf die Erörterun und fönnten daher zu dem Glauben veranlassen, daß man dem Volke beibringen möchte, paßt den„ Gebildeten" und gen, welche die Sonntags- Zeitung" an die Meineidsbeschuldigungen für beide ganz gleiche Erwägungen maßgebend wären. Vornehmen selbst ganz und gar nicht, und das Volk selbst ist des Herrn Roinen geknüpft hatte. Romen gab zu, geäußert zu Die Ausführungen des Sozialdemokrat" beschränkten sich heute doch zu aufgeklärt, um sich von den herrschenden Klassen haben, daß in der sozialdemokratischen Presse, von der ersten nicht auf die juristischen und philosophischen Erörterungen, eine Religion auftischen zu lassen, welche von diesen selbst gering Nummer des früheren Sozialdemokrat" bis zur welche der Vertheidiger zitirt habe, sondern brächten geschätzt wird. legten Nummer des heutigen 3entralorgans, zum Ausdruck, daß der Meineid in dem Falle, daß er der polides Vorwärts", der Satz vertreten wäre, der Meineid, tischen Partei nüße, tein Unrecht sei. Es würden Leute, Keine Vernachlässigung der Kultnraufgaben tritt in wenn er im Parteiinteresse geleistet würde, namentlich um einen welche den Zeugeneid unter solchen Umständen falsch geleistet Deutschland infolge der gesteigerten Ausgaben für Heer und Genoffen vor Strafe zu schüßen, sei nicht nur nicht verwerflich, hätten, geradezu verherrlicht und in einer Weise, welche Marine ein, versicherte bekanntlich Finanzminister Miquel Ende sondern sogar zu billigen. Der angeklagte Redakteur er zur Nachahmung anreizen könne. Die Artikel des„ Sozialist" Mai zu Frankfurt. Dem gegenüber ist der Bericht Virchow's klärte, daß diese Beschuldigung ihn als sozialdemokratischen Re- feien allerdings unbedenklich als Artikel einer anderen Partei über die Angelegenheit eines Neubau es des pathologi= dakteur auf das schwerste gekränkt habe und daß er sich ver- zu bezeichnen, doch sei auch aus ihnen zu ersehen, wie die Artikel schen Instituts in Berlin besonders interessant. Rudolf pflichtet gefühlt habe, darauf zu erwidern. des„ Sozialdemokrat" gewirkt hätten, denn der Sozialist" berufe Birchow, der Direktor des pathologischen Instituts, hebt herAuf Befragen des Vertheidigers, Rechtsanwalt Heine sich selbst darauf, daß seine Auffassung die früher in der sozial- vor, daß die Frage der Errichtung eines Neubaues zwar durch Berlin, gab Herr Romen zunächst zu, der Verfasser der bekannten demokratischen Partei allgemein giltige fei. verschiedene Phasen hindurchgegangen, aber noch immer nicht Broschüre Meineid und Sozialdemokratie" zu sein. Im weiteren Verlauf der Verhandlung wurden theils auf Antrag des Romen bezüglich des Vorwärts" und über Romen's Art zu Der Berfall des alten Justituts macht sichtliche Welche Meinung das Gericht über die Aeußerung des Herrn zum Abschluß gekommen sei. Inzwischen habe sich wenigstens die Aufmerksamkeit auf einen geeigneten Bauplah gerichtet. Staatsanwalts, theils auf Antrag des Bertheidigers eine zitiren hatte, war aus den mündlich verkündeten Urtheilsgründen Fortschritte. Die Stüßbalten, welche vor zwei Jahren Anzahl Artikel aus dem Sozialdemokrat", Theile der nicht zu entnehmen. Broschüre des Dr. Romen, sowie die bekannten Artikel, welche gesetzt worden sind, fangen an zu bersten. Das Dach wird mehr der Sozialist" im vorigen Herbst über diese Frage brachte, verund mehr undicht. Auch in dem neuen bakteriologischen Anbau lesen. Die Deffentlichkeit wurde hierbei, sowie beim weiteren senkt sich der Boden. Die Unzulänglichkeit der Räumlichkeiten Verlauf der Verhandlung ausgeschlossen und wir berichten an wird mit jedem Jahre mehr fühlbar. der Hand der uns vom Vertheidiger gemachten Mittheilungen. " " Lokales. " In Bonn Wäschemangel für Kranke, weil keine Mittel zu Gebote stehen, in Berlin fein Geld für den nothwendigen Neubau eines der Wissenschaft dienenden Gebäudes!" " So schreibt die ultramontane„ Germania", also ein Organ Dunfelmänner", während die aufgeklärten liberalen, während die aufgefürten fiberalen jeden Mann und jeden Groschen des arbeitenden Volkes mit Beprotestantischen Kulturkämpfer für den Militarismus geisterung bewilligen und für die nothwendigsten Wohlfahrtseinrichtungen höchstens das bekannte warme Herz" haben. Die verlorene Rolle mit 100 M. Sammelbons für die Der Staatsanwalt ging in seinem Plaidoyer auf den Inhalt der verlesenen Artikel wenig ein und beschränkte sich hauptsächlich Die Liste der stimmfähigen Bürger ist vom Magistrat auf die Ausführung, daß die Auslassungen der Halberstädter berichtigt und liegt vom 15. bis 30. Juli im städtischen Wahl" Sonntags- Zeitung" in der Form Beleidigungen des Staats- bureau, Poststraße 16, öffentlich aus. Die Gesammtsumme aller der anwalts Romen enthielten. Er beantragte deshalb sechs Wochen 44 455 616 M. 92 Pf. Nach der hiernach bewirkten Feststellung anwalts Romen enthielten. Er beantragte deshalb sechs Wochen für die Abtheilungsbildung eingetragenen Steuern beträgt Gefängniß. Der Vertheidiger führte, abgesehen von seinen Erörterungen des Frankfurter Vorfalls, aus, daß aus den vers gehören zur 1. Abtheilung diejenigen Wähler, welche mindestens lesenen Artikeln ein Beweis für die Romen'sche Behauptung nicht einen Steuerbetrag von 2956 M. 80 Pf. zahlen; die 2. Abtheientnommen werden könne. Von dem von dem Staatsanwalt lung umfaßt die Wähler mit dem Steuerbetrage von 2926 M. herangezogenen Material seien für die Frage gänzlich auszu- 70 Pf. bis 597 M. 90 Pf.; die 3. Abtheilung alle Wähler mit schließen die Artikel des Sozialist", weil biese ausgesprochener- 597. 80 Pf. Steuerbetrag und darunter. Die letzte Abtheilung sozialdemokratische Partei, über die wir am Sonnabend berichteten, maßen die fozialdemokratische Presse wegen ihrer umfaßt den weitaus größten Theil der Wähler, der aber nicht ist am Freitag früh in der Brunnenstraße vor dem Hause 83 Haltung zur Meineidfrage auf das schärfste angriffen und des- mehr Wahlrecht hat, als das fleine Häuflein derer, welche im gefunden und dem Vertrauensmann Martin ausgehändigt worden. halb nicht als Aeußerung der sozialdemokratischen Presse betrachtet Speck oder in der Wolle sitzen. werden könnten. Bekanntlich seien die Anhänger des„ Sozialist" aus der sozialdemokratischen Partei entfernt, weil sie, wie eine Resolution des Parteitages von Erfurt sich ausdrückte, den alten Grund satz der Internationale und der Genter Resolution nicht anerkennen wollten, daß Wahrheit, Sitte und Recht die Grundlagen des Verfehrs aller Genossen unter sich und mit den übrigen Menschen bildeten". Ebenso seien ganz belanglos die verschiedenen Artikel des Sozialdemokrat", in welchen die Frage erörtert sei, ob der Abgeordnete Liebknecht, als Mitglied der sächsischen Kammer, den Berfassungseid habe leisten dürfen. Derartige erzwungene Gide, welche von Staatswegen als Vorbedingung für die Ausübung eines übertragenen Amtes gefordert würden, hätten mit der Echäzung der Wahrheitsliebe und mit der Frage der Heiligkeit des Zeugeneides nicht das geringste zu thun. Auf den Beugeneid aber beziehe sich die Romen'sche Aeußerung. " " " " Bei dem starken Gewitter, das Mittags 12 Uhr los. brach, ist der Blitz auch in die Redaktionsräume der„ BoltsZeitung" eingeschlagen, aber, wie das Blatt berichtet, ohne zu zünden". -Haussuchung. Gestern( Dienstag) Nachmittag durchsuchten. Eine Verhöhnung des katholischen Ordenswesens sechs Beamte der politischen Polizei die Geschäfts- und Wohnseht die Germania" in Wuth. Sie druckt einen Bericht des räume des Buchhändlers Hans Baate, City- Passage. Es han Lokal- Anzeigers" ab, in dem es heißt: delte sich um angeblich noch vorhandene Exemplare der vor" Ein buntfarbiger Festzug bewegte sich gestern läufig beschlagnahmten Broschüre Gekrönte Häupter, Katha( Sonnabend) Nachmittag 3 Uhr von den Belten Nr. 1 aus rina II. von Rußland. Troßdem die Beamte 12 Stunden lang durch die Alleen des Thiergartens über Schöneberg nach äußerst gründlich alles durchsuchten, wurde nichts gefunden. dem an der Anhalter Bahn belegenen Vorort Südende. Auch bei dem Kolporteur Feist, Naunynstr. 84, wurde nach der Es waren die Mitglieder des Verbandes der königlichen selben Broschüre gleichfalls resultatlos gehaussucht. Kunstschule mit ihren Damen, welche von hier aus in italienischen Kostümen sich per Kremfer zu dem von ihnen in Südende veranstalteten großen italienisch en Boltsfest" begaben. Ein buntfarbiges Gemisch aller italienischen Voltstrachten: auf der Mandoline minne girrende(!) Studenten, Amtmänner, Landbevölkerung, Aus der Selbstmord- Chronik. Heute Morgen wurde in Fischer, Briganten, nach weltlicher Liebe lüfterne der Küche ihrer Wohnung, Paulstr. 1, die 39 Jahre alte Wittwe Mönche und fahrendes Bolt, aufgelegt zu allerlei luftigen Minna Saffe, geborene Seeger, todt aufgefunden. Sie hatte zu Streichen. Den Beschluß machte ein Leiterwagen einem in demselben Hause wohnenden Oberfeuerwerker eine stille Dagegen sei vom Sozialdemokrat" die Hochhaltung der mit allerlei fein tostümirtem, fahrenden Volk, zu welchem Neigung gefaßt, mußte fich aber überzeugen, daß ihre Liebe feine Wahrheit, als einer allgemeinen Pflicht, und die Mißbilligung fich auch ein Kapuzinermönch gesellt hatte, der mit Erwiderung fand. Unter diesen Umständen hatte das Leben für der Unwahrheit nicht nur in dem Jbsen- Artikel( Nr. 4 von 1880) liftigem Augenblinzeln den italienischen Schönen eine gar fie feinen Werth mehr, sie suchte und fand den Zod ausdrücklich ausgesprochen worden, sondern auch in dem Artikel minnigliche Strafpredigt hielt, wofür ihm seitens der durch Erhängen. In schauriger Weise versuchte sich vom 23. November 1889( in Nr. 47) sei ausführlich ausgeführt mehr dem Weine huldigenden männlichen Fahrgenossen eine der 66 Jahre alte Weber August Mackel, Schönhauser harte Buße auferlegt wurde, als die freifende Flasche mit allee 172a, zu entleiben. worden, daß der Sozialdemokrat" feinesivegs erkläre, das In einem Anfalle geistiger Etrafgesetzbuch fei gleichgiltig und jeder solle thun, was sein goldigem Wein an den weltlichen Sohn der Kirche niemals Störung brachte er sich am 9. d. M. um 12% Uhr Moralfoder gestatte. Die Sozialdemokratie erkenne die Pflicht inhaltsvoll herantam. Eine harte Buße! Hoffentlich ist Mittags in feiner Wohnung mittels eines Küchenmessers zwei des Individuums gegen die Gesammtheit in hohem Grade an der Pater beim Feste selbst dafür reichlich entschädigt tiefe Stiche in die linke Brustseite bei. Noch lebend wurde und vielleicht in höherem Maße, als jede andere Partei." worden u. s. w. u. f. w." er aufgefunden und durch den Lück'schen Krantenwagen nach Es sei charakteristisch für die Einseitigkeit der Romen'schen Den Gipfel der Schamlosigkeit" sieht die„ Germania" darin, dem Krankenhause am Friedrichshain übergeführt. Ferner Broschüre, daß Herr Romen von diesem langen, daß man sich erdreistet, am hellen Tage auf offener sprang von der Kronprinzenbrücke aus am 8. d. M. kurz nach juristische und philosophische Erörterungen enthaltenden Straße das katholische Ordenswesen zu verhöhnen und da Mittag ein Mann in das Wasser und ertrank. Auf der Brücke Artikel nur den Anfang gebracht, die angeknüpften Ausführungen durch die Gefühle katholischer sowohl wie billigdenkender pro- fand man eine mit Bleistift geschriebene Postkarte, die den Namen der Redaktion aber, die freilich seine Behauptung direkt hätten testantischer Passanten auss Gröblichste zu verletzen. Es muß Franz Meißner, Alt- Moabit 50, am 25. Februar 1878 geboren, widerlegen müssen, in seiner Broschüre weggelassen habe. dem sauberen Festzuge" auf dem ganzen Wege tein Schub- enthielt. Die Leiche wurde heute Morgen gegen 8 Uhr an der Es sei allerdings nicht mit dem zu rechten, der davon ausgehe, mann begegnet fein anders ist es nicht denkbar, daß der Lutherbrücke gelandet. Der vierte Fall betrifft den 24 Jahre eine falsche Zeugenaussage sei unter allen Umständen eine ehrlose Bug ungestört so viele Straßen passiren konnte". alten Photographen Franz Wartmann, der am Sonnabend früh Handlung, weil sie im Strafgesetzbuch mit obligatorischem Chr- Aber, liebe„ Germania", warum dich jo ereifern? Wenn die die mütterliche Wohnung 3offenerstr. 17 verließ. Später lief verlust bedroht sei, oder der vom religiösen Standpunkt aus er- Gebildeten" nicht einmal mit den firchlichen Einrichtungen, die, daselbst eine auf dem Postamt in der Wallnertheaterstraße aufkläre, der Meineid sei eine Todsünde und folglich gäbe es gar wie die ganze Religion, doch vor allem für das Volt find, etwas gegebene Karte ein, welche die Mittheilung enthielt, daß der feine Erwägung, ob er mehr oder weniger entschuldigt werden Spott treiben sollen, dann müßten sie ja auf manchen Ulf ver- junge Mann sich das Leben nehmen werde. Da er, so hieß es fönne, oder ob er gar in einzelnen Fällen auf edle Motive zurück zichten. Arbeiter haben sich einen solchen Festzug nicht erlaubt, weiter, fein Geld zum Ankauf eines Revolvers besize, so werde zuführen sei. Die Sozialdemokratie befinde sich aber in Ueber ihnen hätte man überhaupt feinen gestattet. Aber sie hätten sich er den Tod im Wasser suchen. Ob er sein Vorhaben ausgeführt einstimmung mit der gesammten modernen Wissenschaft, wenn sie auch nur erlauben sollen, bei irgend einem Volksfeste auch nur hat, läßt sich noch nicht beurtheilen. die Frage nicht für so einfach zu beantworten halte, sondern die ein lutherisches Pfäfflein zu parodiren, da würdest du wohl Schußleute Möglichkeit der sittlichen Konflikte anerkenne. Die wissenschaft: gesehen und der Staatsanwalt und die Straftammer hätten ein kleines Ein entsetzlicher Abschluß einer sozialen Tragödie ist liche Ethik führe genau wie der Artikel des" Sozialdemokrat" Nachspiel aufgeführt. Es mag die„ Germania" wohl etwas ver- durch die Dazwischenkunft eines Wächters verhütet worden: eine vom 23. November 1889 die fittlichen Pflichten auf die gesellschnupfen, daß in dem Festzuge der töniglichen Kunstschule gerade Mutter hat ihre fünf Kinder um das Leben zu bringen versucht. schaftlichen Interessen zurück, auch sie erkenne die Möglichkeit katholische Pfäflein den Gegenstand des Spotts bilden. In dem Hause Waldstr. 44 zu Moabit befindet sich die Wohnung fittlicher Konflikte an und bemühe bemühe fich auf die ver- Das ist doch aber hierbei Nebenfache. Die Hauptsache ist, daß des Fuhrmanns Natusch, der seine Stallung auf einem wenige schiedenste Weise Regeln für deren Lösung zu finden. wie die Gesellschaft getheilt ist in zwei Klassen, die Herrenklasse Häuser entfernt belegenen Blaze inne hat und daher in der Auf feinem anderen Standpunkte stehe die Kritik, welche der und die Arbeiterklasse, so auch für beide zwei verschiedene Häuslichkeit nur selten anzutreffen ist. Seine Familie besteht Sozialdemokrat" an die verschiedentlichen Berurtheilungen wegen Religionen existiren. Was bei den Herren" erlaubt ist oder als aus der 32 Jahre alten Ehefrau Frieda, geborenen Faltenberg, Meineids knüpfe. liebenswürdige Schwäche erscheint, das kann nicht streng genug der zwölfjährigen Tochter Jda, dem acht Jahre alten Wilhelm, Vor allen Dingen richte sie sich dagegen, daß nach dem am gemeinen Volt" getadelt und verfolgt werden. Dieselben der sechsjährigen Emma, einem vierjährigen Sohne Gustav Gesetz mit jeder Verurtheilung wegen Meineides, ganz ohne Gesellschaftskreise, welche die Hauptstüße von Thron und Altar und dem um zwei Jahre jüngeren Knaben Mar. Trotz Rüdficht auf die Motive, aus denen der Eid geleistet sei, die sind, und bei denen jeder demokratische oder freigeistige Hauch aller Anstrengungen des Mannes geht das Geschäft schwerste ehrenrührige Strafart und Aberkennung der Ehrenrechte als plebejisch von vornherein verdammt ist, fragen den Teufel feit einiger Beit sehr schlecht, und die Frau sah verbunden werden müsse, während bei dem raffinirtesten Ver- nach Gesetz und Religion, wenn es gilt ihr point d'honneur, den allmäligen Untergang der Ihrigen vor Augen. brechen anderer Art, z. B. gegen das Eigenthum, die Annahme dieses Ersatzmittel für den Mangel an wirklicher Ehre, zu be dieser Veranlassung reifte in ihr ein verzweifelter Entschluß. mildernder Umstände zulässig sei. Ferner bekämpfe der Sozial friedigen. Eine Kleidung, die in einfach bürgerlichen und Am Montag voriger Woche, als der Ehemann nicht zu Hause demokrat die übermäßige Beschränkung des Zeugnißverweigerungs- Arbeiterfreifen als gemein gilt und die der Straßen- war, theilte fie ihren ältesten Kindern mit, daß sie zu sterben berechtes, wonach es jedem gestattet sei, zur Wahrung noch so dirne den Echuhmann auf den Hals ziehen würde, gilt schloffen habe, und bat die Kleinen, ihr freiwillig in den Tod zu geringer Intereffen seiner eigenen Person und seiner Verwandten, in hochseinen Kreisen als nothwendiges Gesellschaftskostüm. folgen. Merkwürdigerweise fand sie bei den Kindern keinen fein Zeugniß zu verweigern, nicht aber dann, wenn es sich um In ten den frommen Herbergen wird Einkehrenden Widerspruch und machte sich mit dem jüngsten Sohne auf dem Aus mittler Schünemann. anberaumt wird. dnd Arme und von den vier anderen Kindern gefolgt nach dem Arbeitgeber Mantada dafür verantwortlich gemacht und zur nicht schon wegen des Bewußtseins, der Käufer werde es zu UnSpandauer Schifffahrtskanal bei Plößenfee auf. Jda und Zahlung der beanspruchten 63 m. verurtheilt. e limo zuchtszwecken benußen, der Ruppelei schuldig. Wurde die Wilhelm, die allein um den schauerlichen Entschluß der( Rammer VI.) Wir berichteten kürzlich über eine Klage des Prostituirte Eigenthümerin des Hauses, so war fo war es ausMutter wußten, blieben am Ufer stehen, während die Kochs Finder wider den Restaurateur Thomas, welche die schließlich threr freien Willensentschließung anheim Mutter, die die drei Jüngsten, Emma, Gustav und Max Rammer VI beschäftigte und zwar bereits in mehreren Sitzungen. gegeben, darin Gelegenheit zur Unzucht zu gewähren auf den Armen trug, in das Waffer stieg. Sie begann ihr Wert, Thomas hatte wegen einer Schuld von 20 M. dem Kläger sein oder nicht. Für diese Willensbethätigung trifft den Verindem sie abwechselnd die drei Kinder unter Wasser hielt. Nach Arbeitszeug einbehalten, weshalb derselbe, so behauptete dieser, täufer des Hauses teine Verantwortlichkeit; er hat nur die Mögdem Jda und Wilhelm der entsetzlichen Arbeit eine Zeit lang einige Monate lang teine feste Stellung annehmen konnte, obgleich lichkeit dazu geschaffen und diese Vorbereitungshandlung stumm zugeschaut hatten, überkam sie die Furcht vor dem Tode ihm solche Stellen angeboten wurden. Er beanspruchte ursprüng war straflos, mag feine Absicht gewesen sein, welche sie wollte. und sie fingen laut zu schreien an. Dies hörte der Wächter einer lich 600 M. Schadenersatz, die er auf 400 m. mit bezug auf Eine rechtliche Pflicht und die Möglichkeit, die Käuferin daran benachbarten Fabrit, der sofort hinzueilte und noch rechtzeitig gehabte Aushilfestellen herabminderte. Mit Anerkennung feines zu verhindern, daß diese ihr Haus zur Stätte der Unzucht mache, genug eintraf, um die Mutter mit den drei Kindern den Fluthen Rechtes auf Schadenersatz wurde ihm im verletzten Termine an- beftand für den Verkäufer nicht; die fittliche Verwerflichkeit seines zu entreißen. Er brachte die Familie zunächst nach dem Hause heimgegeben, den Nachweis des angeblich ihm erwachsenen Scha- Bestrebens, einen möglichst hohen Preis trot Kenntniß des Waldstr. 48 zu einem Bruder der Frau Natusch, wo sie sich dens zu liefern. Finder berief sich auf den Arbeitsvermittler schmutzigen Erwerbes zu erzielen, fällt nicht unter das Strafgesetz. alsbald erholte. Der Vorgang wurde aber später der Polizei Lorenz. An dessen Stelle erschien im neuen Termin fein Stellmitgetheilt, und die Mutter wurde am Sonnabend wegen Mord- verireter, welcher natürlich nichts wußte. Die Verhandlung maßregeln hatte sich kürzlich der Gemeindevorsteher Riehle Wegen Erpressung eines Geständnisses mittels Zwangsverfuchs verhaftet. Durch das Fehlen der Mutter ist die Noth mußte aus diesem Grunde nochmals nach einstündiger Dauer ver- maßregeln hatte sich fürzlich der Gemeindevorsteher Riehle lage in der Familie noch gewachsen, sodaß wir hiermit darauf tagt werden. Im letzten Termin am 8. erschien nun Lorenz beschuldigt, am 18. Oktober v. J. durch mehrere selbständige von Eckersdorf bei Sagan zu verantworten. Derselbe war besonders hinweisen. ſelbſt, aber auch er wußte nichts von den festen Engagements, Handlungen in Ausübung seines Berufes als Amtsvorsteher sich Wegen Betrugs verhaftet ist der städtische Verkaufsver- lich stellte sich nach gründlichem Befragen des Klägers Zwangsmittel angewendet zu haben, um ein Geständniß zu er welche Finder in Aussicht gehabt haben will. Schließ Der Körperverletzung schuldig gemacht und in einer Untersuchung durch die Richter heraus, daß bie festen Stellen" Tod aufgefunden wurde gestern Nachmittag um 1%, Uhr ihm nicht vom Arbeitsvermittler, sondern von dem Dekonomen pressen. Im Oktober vorigen Jahres wurde dem Angeklagten auf einer Treppe des Hauses Luckauerstr. 11 der 48 Jahre alte einer Filiale des bekannten Weinhauses Steinert und Hansen und gemeldet, ein neunjähriger Knabe in Eckersdorf habe einer Dienst Schloffer Franz Mücklich, der Oranienstraße 188 wohnte und von der Inhaberin eines Schmöckwiter Restaurants angeboten magd 17 M. entwendet. Riehle ließ den Knaben in sein Haus in dem vorgenannten Hause arbeitete. Wahrscheinlich hat ihn worden sein sollen. Diese beiden Personen müssen nun zu einem bolen, um ihn zu verhören. Da dieser nun den ihm zur Lajt geein Herzschlag ereilt. weiteren Termine, der bei der großen Inanspruchnahme des Ge- legten Diebstahl gar nicht begangen hatte( wie sich später herausstellte, Ueber einen Fall von Sihschlag berichtet der„ Anz. f. d. richts erst am 21. Juli stattfinden tann, als Zeugen geladen hatten denselben zwei Böglinge des Rettungshauses verübt), so So zieht sich der Prozeß in die Länge, blos weil der fonnte er auch selbstredend kein Geständniß ablegen. Riehle H." aus Pichelswerder. Der Heizer des Dampfers„ Grunewald" werden. So zieht sich der Prozeß in die Länge, bloß weil der ein durchaus zuverlässiger und nüchterner Mann, hatte schon seit Kläger in wahrhaft leichtsinniger Weise bei der Angabe seiner schlug den Knaben, riß ihn an den Ohren, pacte ihn an der Rehle und sperrte ihn schließlich im Gemeindegefängniß ein. Der einigen Tagen Spuren von Aufgeregtheit gezeigt. Als der Dampfer Beugen verfahren ist. Das geschieht aber nicht einmal, sondern Knabe war infolge der Mißhandlungen längere Zeit bettlägerig in Bichelswerder anlegte, erschien der Heizer plößlich auf dem häufig. Mit Hinweis auf diesen Spezialfall kann denen, welche frant. Riehle zahlte der Mutter des Knaben( einer Wittwe) in Bichelswerder anlegte, erschien der Heizer plößlich auf dem vor dem Gewerbegericht als lagende und beklagte Parteien 300 m. Entschädigung. Später, als sich der Zustand ihres Verdeck des Schiffes. Auf eine Bemerkung des Rapitäns brummte stehen, nur bringend angerathen werden, sich der möglichst größten Sohnes verschlimmerte, erstattete sie jedoch Anzeige. Entgegen er ein wenig vor sich hin und warf sich plößlich in die Fluthen. Genauigkeit in ihren Angaben zu befleißigen, vor allem aber bei Sohnes verschlimmerte, erstattete sie jedoch Anzeige. Entgegen Rettungsversuche wurden sofort angestellt, und es gelang mit der Auswahl von Zeugen, zu deren Vernehmung ein neuer Termin den Antrage des Staatsanwalts, welcher die Anklage in vollem vieler Mühe, den Mann, der sich heftig sträubte, wieder an Bord Umfange aufrecht erhielt und Riehle mit 1 Jahr Zuchthaus bezu bringen. Aus den wirren Neden des Unglücklichen merkte man dstraft wissen wollte, stellte sich der Gerichtshof auf die Seite des jetzt, daß man es mit einem Menschen zu thun habe. dessen Der Redakteur der hier erscheinenden polnischen Arbeiter Vertheidigers, berücksichtigte das Alter des Angeklagten, feine geistige Kräfte plößlich gelitten hatten. Er wurde von der Be- Zeitung" Gazeta Robotnicza", der Graveur Anton bisherige Unbescholtenheit und die Thatsache, daß er 17 Jahre mannung des Dampfers nach Pichelsdorf transportirt, wohin Brzed wie newicz, stand gestern vor der zweiten Straf- lang das Amt eines Gemeindevorstehers geführt hat. Das Úrman schleunigst den Assistenzarzt vom Festungsgefängniß rief. tammer unter der Anklage, Einrichtungen der katholischen Kirche theil lautete auf 800 M. Geidbuße. Dieser stellte fest, daß der Unglückliche von einem Hißschlag be- beschimpft, somie den Fürstbischof Kopp zu Breslau und die Ein zweiter Sperling. Bekannt sind die vom Sperling troffen worden war. Man hofft, den Kranten wieder herstellen ihm untergebene Geiftlichkeit beleidigt zu haben. Beide Vergehen von Köln vor Jahresfrist verübten Heldenthaten, bekannt ist auch, Bu fönnen. sollen in einem Artikel begangen sein, der in der Nummer der daß dieser Musterbeamte vom Landgericht Köln freigesprochen Marktpreise in Berlin am 10. Juli, nach Ermittelungen obengenannten Zeitung vom 25. Februar d. J. erschienen ist. wurde, weil er, der Annahme des Gerichts zufolge, bei Berübung des töniglichen Polizeipräsidiums. Weizen per 100 kg. guter von Anknüpfend an das kurz zuvor stattgehabte 50 jährige Jubiläum der Exzesse seine Sinne nicht beisammen gehabt haben soll. 16,80-16,40 9., mittlerer von 16,30-15,90 m., geringer von des Papstes wurde dessen politisches Verhalten gegenüber dem Weniger gut erging es dem Polizisten Disenkamp aus Rölling35,80-15,40 M., Roggen per 100 kg. guter von 14,70 bis russischen Raiser und dem Fürsten Bismarck in träftiger Weise hausen bei Recklinghausen, der sich am 30. Juni vor dem Land14,50 M., mittlerer von 14,40-14,30 W., geringerer von 14,20 und in Ausdrücken kritisirt, worin die Anklage das erste Bergericht in Bochum wegen Körperverlegung und widerrechtlicher bis 14,00 M. Gerste per 100 kg. gute von 17,00-16,00 m., geben findet. Sodann erging der Verfasser des Artikels Bornahme einer Verhaftung zu verantworten hatte. Der Anklage mittlere von 15,90-15,00 m., geringe von 14,90-14,00 m. fich in nicht cht minder scharfer miſe egen ben fünft tag folgender Thatbestand zu Gott, in der AnSafer per 100 Kg. guter vom 19,2018,004,90er 1 bischof Kopp und Geistlichkeit Schlesiens. Während fand in Der bei Recklinghausen Kirmeß statt, wohin der An18,50-18,00 m., geringer von 17,90 bis 17,40 m. Stroh, der Staatsanivalt wegen beider Vergehen eine Gefängnißstrafe geklagte zur Aufrechterhaltung der Ordnung kommandirt war. Er Richts per 100 kilogramm von 0,00-0,00 m. Heu per von sechs Monaten beantragte, führte der Vertheidiger Rechts- mißhandelte nun dort ohne Veranlassung theils mit der Waffe, 100 Kilogramm von 0,00-0,00 m. Erbsen, gelbe zum Kochen anwalt Cassel aus, daß in betreff des ersten Anklagepunktes theils mit der Hand eine ganze Reihe von Personen, dann schritt er per 100 g. von 40,00-24,00 9. Speisebohnen, weiße per der angezogene Paragraph nicht zutreffend sei. Die Persönlich noch widerrechtlich zur Verhaftung des Bergmannes J. Teigeler 100 Kg. von 50,00-20,00 M. Linsen per 100 kg. von 80,00 bis feit des Papstes möge beleidigt sein, aber als eine Beschimpfung und mißhandelte ihn während des Transportes, obschon dieser 30,00 M. Kartoffeln, neue per 100 Kg. von 16,67-9,50 m. Rind- der christlichen Kirche könne dies doch nicht aufgefaßt werden. fich ruhig verhaften ließ und mit zum Arrestlokal, wovon der Anfleich von der Keule per 1 kg. von 1,60-1,20 m. Bauchfleisch In betreff der Beleidigung des Fürstbischofs Kopp und der Geist- geklagte nicht einmal die Schlüssel besaß, ging. Es wurde gegen per 1 Rg. von 1,80-0,90 m. Schweinefleisch per 1 Sg. von lichkeit sei als Milderungsgrund anzuführen, daß der Angeklagte ben Offenkamp erkannt wegen der Rörperverlegung auf 1 Monat 1,60-1,10 m. Kalbfleisch per 1 Kg. von 1,60-0,90 m. nicht aus niedrigen Beweggründen, sondern aus Ueberzeugung Gefängniß und wegen der widerrechtlichen Verhaftung auf FreiHammelfleisch per 1 Rg. von 1,40-0,90 m. Butter per 1 Kg. gehandelt habe. Der Gerichtshof trat in betreff des ersten Ansprechung, da sich der Angeklagte an diesem Tage von 2,80-1,80 m. Eier per 60 Stück von 4,00-2,00 m. Fische flagepunttes den Ausführungen des Vertheidigers bei und er- feiner Handlung nicht bewußt war. Außerdem per 1 Kg.: Karpfen von 2,00-1,00 m. Aale von 2,80 bis fannte dieserhalb auf Freisprechung, in betreff der Beleidigung wurde den Verletzten Josef Schneider, Josef Hölken und Johann 1,00 M. 3ander von 2,40-1,20 m. Sechte von 2,00-1,00 m. falle aber erschwerend ins Gewicht, daß der Angeklagte selbst Teigeler, die als Nebentläger auftraten, eine von dem Beklagten Barsche von 1,80-0,80 M. Schleie von 2,00-1,00 m. Bleie Katholik und der fragliche Artikel darauf berechnet sei, die un- zu zahlende Geldbuße zuerkannt, und zwar dem Schneider 40 m., von 1,40 bis 0,60 m. Krebse per 60 Stück von 12,00-2,00 m. gebildete Menge aufzuheben. Es sei deshalb auf 2 Monate Sölten 30 M. und Zeigeler 15 M. Bemerkt sei, daß der schlagGefängniß erkannt worden. fertige Polizeidiener sich noch heute im Amt befindet. Polizeibericht. Am 10. d. Mts. Morgens wurden im Landwehr- Kanal zwei Leichen, und zwar gegenüber dem Grund- Der bekannte Extrablatthändler Detloff stand gestern München, 7. Juli. Unter vollem Ausschluß der Deffentstücke Görlizer Ufer 38-40 die eines Mannes und gegenüber wiederum vor der zweiten Strafkammer des Landgerichts I. Es lichkeit fand unlängst hier ein Ruppelprozeß statt, über den dem Hause von der Heydtstr. 18 die eines neugeborenen Kindes, handelte sich um eine Anklagesache, wegen der Detloff bereits im man erst jezt etwas Näheres erfährt, obgleich er das größte Aufangeschwemmt. An der Ecke der Rammler- und Swinemünder- Dezember vorigen Jahres zu drei Monaten Gefängniß wegen sehen erregte. Ein Blatt, das dem Gerücht widerspricht, als straße wurde Nachmittags ein Kutscher von seinem Arbeitswagen Betruges und zu drei Monaten Haft wegen groben Unfugs und feien auch Geistliche unter den Kunden der Rupplerin gewesen, überfahren und am Oberschenkel so schwer verlegt, daß seine Uebertretung der Gewerbe- Ordnung verurtheilt worden war. Im bringt einige wenige Details. Die Angeklagte war eine stadtUeberführung nach dem Lazarus- Krankenhause erforderlich wurde. März und im April vorigen Jahres hatte der Angeklagte den bekannte Betschwester. Sie soll ihr Geschäft mit jungen Mädchen -Als Abends ein Schuhmann an der Ecke der Wald- und bekannten Extrablatt- Schwindel in Szene gesetzt. Im ersteren unter 14 und unter 16 Jahren betrieben haben. Die Antlage Thurmstraße die Persönlichkeit des Kutschers Rosatowsky wegen Falle hatte in überlauter Weise ein Extrablatt aus- stützte sich auf§ 176 und§ 182 des Str.- G.- B.; nach§ 182 tritt einer Uebertretung feststellen wollte, leistete dieser Widerstand gebrüllt, worin es sich um die Ermordung von 20 Personen die gerichtliche Verfolgung nur auf Antrag der Eltern oder Vorund trieb die Pferde des von ihm geführten Arbeitswagens an, handeln sollte. Es war fein wahres Wort an der Geschichte. münder ein. Das Urtheil lautete auf 11/2 Jahr Zuchthaus. Neber so daß der Beamte unter die Räder gerieth und außer einer be- Im zweiten Falle hatte der Angeklagte eine Aus den Kundenkreis der frommen Rupplerin sind die ausschweifendsten deutenden Kopfwunde schwere innere Verletzungen erlitt. Er gabe Berliner Montags Zeitung" als Aller- Gerüchte verbreitet. Daß eine Verurtheilung dieser Mitschuldigen wurde nach dem Krankenhause Moabit gebracht, wo er in der neuestes Extrablatt" verkauft und dadurch die Käufer ge- erfolgt wäre, erfährt man nicht. Es zeigt sich hier, bemerkt die Nacht starb. Der Thäter wurde verhaftet. Im Laufe des prellt. Das Reichsgericht hatte auf die eingelegte Frankf. 3tg.", daß der völlige Ausschluß der Deffentlichkeit schädTages fanden sieben Brände statt. Revision das Erkenntniß insofern beanstandet, weil der An- lich ist, da nur dadurch diese Gerüchte gezeitigt werden, während getlagte sowohl wegen Nebertretung der Gewerbe- Ordnung als die Schließung der Thüren des Verhandlungsfaales nur den, wegen groben Unfugs bestraft worden war. Da beide Ueber vielleicht hochgestellten, vielleicht nicht hochgestellten, Wüstlingen tretungen durch eine und diefelbe Handlung begangen waren, so zum Nutzen ist, welche die öffentliche Brandmarkung verdient hätte nur die schwere Uebertretung, also der grobe Unfug, bei hätten. Es würde eminent sittlichend wirken und zum Schutze der Bestrafung in Betracht kommen können. Unter dieser der Familie besser beitragen, als die lex Heinze, wenn man hier Direktive des Reichsgerichts änderte der Gerichtshof das Urtheil die Deffentlichkeit weniger scheuen wollte. dahin ab, daß der Angeklagte wegen Betruges mit drei Monaten und wegen groben Unfugs in zwei Fällen zu je ſechsrechtigten Interessen der Presse.) Am 3. Juli Reichsgericht. Leipzig, 10. Juli.( Von den be= Wochen Haft dem höchsten zulässigen Strafmaß zu verurtheilen fei. Der Angeklagte hat durch die eingelegte Revision Freisprechung des Redakteurs Gewehr in Elberfeld gerichteten sprach sich der 1. Strassenat unter Verwerfung der gegen die somit nur eine Herabsehung des früheren Strafmaßes um eine Freisprechung des Redakteurs Gewehr in Elberfeld gerichteten Woche Haft erzielt. Revision des Staatsanwalts dahin aus, daß die Redaktion eines Blattes ein berechtigtes Interesse haben tönne, die Leser über " Der " Gerichts- Beitung. Gewerbegericht.( Rammer III.) Der Malermeister Rolff entließ eines schönen Tages des Vormittags um 1/29 Uhr den Maler Kreuzberg, der zirka 2 Monate lang bei ihm die Stellung eines Leiters" inne hatte, angeblich deshalb, weil K. „ Die Leute" nicht nach seinen Wünschen arbeiten ließ. Kündigung war ausgeschlossen, Rolff wollte jedoch auch den angefangenen Arbeitstag nicht bezahlen, weshalb der so plötzlich an die Luft gesezte Kreuzberg flagbar wurde. Die verlangten 4,20 M. wurden Wegen thätlicher und wörtlicher Beleidigung einer Strafprozesse gegen ihre eigenen Redakteure zu unterrichten. Die ihm zugebilligt. Der Gerichtshof hatte nicht den Eindruck ge- Rundin hatte das Schöffengericht seinerzeit den Kaufmann Jakob Anflage hatte in diesem Falle etwas Strafbares darin erblickt, wonnen, daß dem Meister infolge der nicht genauen Erfüllung Joseph, Inhaber eines Manufakturwaaren- Geschäfts in der daß der Redakteur diejenigen Stellen des früheren Artikels, der seiner Wünsche betreffs der Arbeitsausführung ein greifbarer Megerstraße, zu se ch 3 Wochen Gefängniß verurtheilt. den Prozeß, über welchen berichtet wurde, veranlaßt hatte, in Schaden zugefügt wurde. Herr Joseph war weiteren Kreisen dadurch bekannt geworden, dem Prozeßbericht wiederholt hatte. Das Landgericht Elberfeld Der Arbeiter Mundt klagt gegen den Maurermeister Finke; daß er seinerzeit gegen die Wahl des Redakteurs Dr. Bachler aber hatte auf Freisprechung erkannt, weil nicht festzustellen war, er verlangt 36 M. Entschädigung dafür, daß er ohne gefehlichen einen Protest vom Stapel gelassen und dann bei einer anderen daß durch den Wiederabdruck eine neue Beleidigung be Grund und ohne Ründigung entlassen wurde. Finte beftritt, Wahlangelegenheit in nicht zu billigender Weise Wähler zu gangen werden sollte. Dieses Urtheil hatte der 1. Straffenat überhaupt der Arbeitgeber des Klägers gewesen zu sein; das beeinflussen versucht hatte. Das Schöffengericht hatte auf grund am 8. Juli bestätigt. Heute tam nun vor dem 3. Straffenate fei der als Zeuge anwesende Zimmermeister Kurz, von ihm habe des Beugnisses einer Postbeamten- Frau für erwiesen erachtet, ein ganz ähnlicher Fall zur Verhandlung. Das Boltsblatt für er das Geld zur Löhnung erhalten und nur in seinem Auftrage daß der Angeklagte diese Frau, welche in seinem Geschäfte Halle" brachte im November v. J. einen Artifel unter der habe er unter anderen auch Mundt arbeiten lassen. Kurz erschienen war, in ein abgelegenes Abtheil genöthigt Ueberschrift„ Ein böses Beispiel", welcher auf den Oberinspektor wollte ebenfalls nicht der Arbeitgeber sein, sondern nur einer der und mündlich und thätlich beleidigt hatte. Gegen das Urtheil W. Bezug hatte. Der für den lokalen Theil verantwortliche Res Auftraggeber Finke's. Er beschwor das, worauf Finke als Arbeit hatte der Angeklagte die Berufung eingelegt. In dem gestrigen dakteur Karl Krüger wurde am 19. Januar wegen dieses geber des Klägers angesehen und verurtheilt wurde, ihm 36 M. Termin vor der sechsten Straffammer hiesigen Landgerichts I be- Artikels zu Gefängnißstrafe verurtheilt. Am 21. Januar erschien zu zahlen. Die unrechtmäßige Entlassung wurde als erwiesen mängelte der Vertheidiger Rechtsanwalt Dr. Leonh. Friedim, Boltsblatt" unter der Rubrik„ Gerichtssaal", welche ebenfalls mann die unbedingte Glaubwürdigkeit und beantragte, Beweis von Krüger verantwortlich redigirt wird, ein ausführlicher Bes Hoffmann und Genoffen, sechs Maler, erhielten je 5 M. zu dafür zu erheben, daß die Anzeige von seiten des Ehemannes richt über diese Gerichtsverhandlung. Da der inkriminirte Arerkannt, von denen sie angaben, daß sie ihnen der Malermeister der Belastungszeugin erst erfolgt sei, nachdem der Redakteur tikel in der Verhandlung verlesen worden und zum Verständniß Mehring von einer festgemachten Affordfumme vorenthalten habe. Dr. Bachler ihn zu der Erstattung der Anzeige aufgeredet und des Prozeßberichtes nothwendig war, so war er wieder mit abgedruckt Der Maurer Grüttner flagte 36,45 M. rückständigen Lohn ihm Die Versicherung gegeben habe, daß er etwaige worden. Die Staatsanwaltschaft erhob wegen dieses Wiederein. Der Beklagte, Maurermeister Diefing, wandte ein, Grüttner Kosten nicht zu tragen haben würde. Die Verhandlung abdrucks abermals Anklage, aber das Landgericht Halle sprach habe nicht auf Beitlohn, sondern im Afford gearbeitet und das fand unter Ausschluß der Oeffentlichkeit statt. 28ie aus am 6. April den Angeklagten frei. In den Gründen hieß es: Berlangte nicht verdient. Durch Beugenaussage stellte das Ge- den öffentlich verkündeten Urtheilsgründen zu öffentlich verkündeten Urtheilsgründen zu entnehmen Gine genaue und vollständige Wiedergabe der bezüglichen richt fest, daß die betreffende Arbeit Lohn- und nicht Afford war, hat der Gerichtshof den Antrag des Vertheidigers ab- Gerichtsverhandlung vom 19. Januar ist notorisch in dem arbeit war. Diesing wurde deshalb gemäß dem Klageanspruche gelehnt, weil er aus der Verhandlung selbst schon die Bestätigung inkriminirten Berichte enthalten. Einen solchen Bericht über verurtheilt. für die Behauptung ersehen hatte, daß von dritter interessirter haupt zu bringen, muß als ein Recht des Boltsblattes" an In der Klagesache Grimm wider Schmielle verurtheilte das Seite auf den Ehemann der Zeugin eingewirkt worden sei. Im gesehen werden, da jene Gerichtsverhandlung durch einen Artikel Gericht den nicht erschienenen Kläger zu einer Ordnungsstrafe übrigen zweifelte der Gerichtshof feinen Augenblick an die Glaub- deffelben hervorgerufen war und die Leser dieser Zeitung von 20 M. und die ebenfalls nicht erschienene Beugin desselben, würdigkeit der Zeugin; da diese aber den Angriff auf ihre weib. ein Interesse daran haben, zu erfahren, inwieweit der Frau Hübsch zu einer solchen von 5 M. Der Zimmerer liche Ehre anfänglich selbst nicht so schwer empfunden, fie viel Inhalt desselben ein strafbarer gewesen ist. Durfte in dem Becker flagt gegen die Zimmermeister Mantada, indem mehr erst durch Einwirkung von dritter Seite veranlaßt worden Voltsblatt" aber überhaupt ein Bericht über die fragliche er 63 M. Lohn entschädigung verlangt. Er war ohne Kündigung war, gegen den Angeklagten vorzugehen; ermäßigte der Gerichts- Gerichtsverhandlung veröffentlicht werden, so durfte darin auch und ohne gesetzlichen Grund entlassen worden und stühte sich hof die Strafe auf 500 Mart Geldbuße. der betreffende Artikel wieder abgedruckt werden, da dieser Artikel, darauf, daß ihm nicht gesagt worden sei, Kündigung wäre aus. wie ebenfalls notorisch, in jener Verhandlung zum Zwecke der geschlossen. Der Beklagte betonte, daß sich jeber bei ihm Ein- Ein Hauseigenthümer hatte sein Haus an eine Prostituirte Beweisaufnahme verlesen worden ist und somit sein Wiederabdruck tretende durch Unterschrift mit dem Ausschluß der gefeßlichen verkauft und war deshalb wegen Kuppelei bestraft worden. zu einer vollständigen Wiedergabe jener Berhandlung nothwendig Kündigungsfrist einverstanden erklären müsse und daß der Polier Das Reichsgericht hat in einem in der Juristischen Wochenschr." war. Außerdem war aber auch der Wiederabdruck des Artikels den Auftrag hatte, auch den Kläger dazu zu veranlassen. Der veröffentlichten Erkenntniß dieses Urtheil für rechtsirrthümlich zum Verständniß der Gerichtsverhandlung nothwendig oder konnte felbe hat dies aber versäumt. Selbstverständlich wurde der erflärt und führt u. A. aus: Der Verkäufer eines Hauses wird wenigstens vom Angeklagten dafür erachtet werden. angenommen. " Mithin handelte der Angeklagte in Wahrnehmung eines berechtigten| stehenden dem Verband zugeführt werden." Bur Weiterforderungen zu nichts bereit erklärt habe, sondern nur immer die Interesses. Daß er hierbei aber die Absicht gehabt habe, den W. verfolgung dieses Beschlusses wählte die Versammlung eine Antwort hatte: Von mir fönnt Ihr nichts triegen, ich habe von neuem zu beleidigen, hat sich weder aus der Form noch aus den Neuner- Kommission, bestehend aus den Herren Schwaben nichts," ja der vom Vorstand abgesandten, mit ihm zu ver Umständen feststellen lassen." Soweit das Urtheil. Die Rebach, Schütte, John( Farbigmacher), Hiller, Fischer, handelnden Deputation, damit sich die Sache eventuell auf gütvision des Staatsanwalts machte folgendes geltend: Das Gericke( Versilberer), Grimm( Firnisfer), Otto( Barocklichem Wege beilegen laffe, noch grob gegenübertrat, strafrechtlich Interesse der Leser steht, wie das Reichsgericht schon vergolder) und der Vergolderin Auguste Müller. vorzugehen. Nachdem noch auf das am 6. Auguft im Vittoriaentschieden hat, nicht unter dem Schuße des§ 193( Wahr- Der auszuarbeitende Lohntarif soll für Arbeiter und Arbeiterinnen Part, Frankfurter Allee, aus Anlaß des Stiftungsfestes. stattnehmung berechtigter Interessen). Es kann nur in Frage tom gleich sein. Unter Verschiedenem" besprach man noch den Aus- findende große Sommerfest aufmerksam gemacht, wurde die Vermen, ob die berechtigten Interessen des Redakteurs den stand bei der Firma Schmitt u. Braun, wobei über die dort sammlung geschlossen. wortgetreuen Wiederabdruck des Artifels gestatteten. Aber gerade herrschenden Arbeitsbedingungen und ihre stete Verschlechterung für die Leser war der Wiederabdruck nicht erforderlich, da die ein äußerst unerfreuliches Bild gegeben wurde. Auch die zu: Arbeiter, die am 10. Juli tagte, hielt Genosse Kretschmann In einer öffentlichen Versammlung der FilzschuhKenntniß des Artikels bei ihnen vorausgesetzt werden konnte. stände in anderen Werkstätten, insbesondere die in der Fabrit einen beifällig aufgenommenen Vortrag über:" Die wirthschaftDruckte der Angeklagte dennoch den Artikel wieder ab, so ist die von Görs u. Komp., kritisirte man scharf. Annahme gerechtfertigt, daß er andere Absichten, nämlich die der lichen Verhältnisse der Arbeiterklasse", in welchem er besonders In einer Versammlung des Zentralverbandes der die Nothwendigkeit der Organisation hervorhob. In gleichem Verhöhnung und Beleidigung verfolgte. Herr Reichsanwalt Maurer Deutschlands sprach am 2. Juli Genoffe Jacobey Sinne sprach sich in der Diskussion der Kollege Menzel aus. Schumann trat der Revision bei. Er führte in der Hauptfache über das Thema:" Unsere wirthschaftliche Krise und der Werth Sodann wurde zur regen Betheiligung an dem Sommerfest, das folgendes aus: Wenn, wie es scheint, die Vorinstanz auf dem der Arbeiterorganisationen". Mit voller Zufriedenheit der An am 15. Juli stattfindet, aufgefordert. Des weiteren theilte der grundsätzlichen Standpunkte steht, daß jeder Redakteur als bewesenden entledigte sich der Vortragende seiner Aufgabe, und Vorsitzende die Antwort auf die feiner Zeit eingereichte Berechtigt anzusehen sei, einen solchen Bericht zu bringen und zu wurde von einer Diskussion Abstand genommen. Die Wahl schwerde, betreffend die Arretirung des Kollegen Pietsch durch diesem Zweck den Inhalt des für strafbar erachteten Artikels eines Bevollmächtigten vertagte man bis zur nächsten Bersamm den überwachenden Beamten, mit, die dahin lautete, daß die nochmals zu veröffentlichen, so muß dieser Standpunkt als ein lung. In der Lokalfrage einigte man sich dahin, das Lokal Beschwerde begründet, und dem überwachenden Beamten ein rechtsirrthümlicher bezeichnet werden. Von einem Rechte, Annenstr. 16 vorläufig beizubehalten. Sodann gab der Bevoll- Verweis zukomme. Unter Verschiedenem entspann sich eine auseinen solchen Bericht zu veröffentlichen, kann nicht die Rede sein. mächtigte bekannt, daß am Sonntag, den 16. Juli, eine öffent- gedehnte Debatte bezüglich des Streits bei Berger. Hierzu In dem Urtheile ist auch die Rede von dem Interesse des liche Maurer- und Bußerversammlung stattfindet, und forderte zur fand ein Antrag Annahme, diese Angelegenheit zur Regelung der Publikums, welches berechtigt sei, zu erfahren, wie fich der recht regen Betheiligung an der Versammlung auf. Kommission zu überweisen. Ferner wurde gerügt, daß bei WinterProzeß gestaltet habe. Das Landgericht scheint davon auszugehen, recht regen Betheiligung an der Versammlung auf. daß der Redakteur auch zur Wahrnehmung der In Molkereien und Meiereien beschäftigte Argestellt worden seien; man machte sich zur Pflicht, mit aller feld statt der Kollegen Mädchen als billigere Arbeitskräfte einInteressen des Publikums an solchen Prozessen beiter und Arbeiterinnen waren vom Ausschußmitglied Energie dahin zu agitiren, daß diese neu angestellten Arbeiterinnen berechtigt sei. Auch insoweit geht das Landgericht von des Gewerbegerichts 2. Ebert zu einer öffentlichen Versamm denselben Lohn für dieselbe Arbeit verlangen, wie ihn die männ unzutreffenden Voraussetzungen aus, denn dazu ist die lung am 7. Juli eingeladen zur Besprechung der Frage: nlichen Arbeiter bisher erhielten. Zum Schluß wurde bekannt gePresse nicht da, Unterhaltungsstoff für das wiefern erscheint es gerechtfertigt, daß den in obengenannten geben, daß die nächste Kommissionssizung am Donnerstag Abend Publitum zu liefern und die Neugierde des Betrieben beschäftigten Personen die gesetzlich festgesetzte Sonntags- stattfindet, sowie daß in Kürze wieder eine öffentliche Versamm gesertreises zufrieden zu stellen. Welche Zwecke ruhe durch Ausnahmebestimmungen eingeschränkt werden kann?" lung stattfinden soll, in welcher die Abrechnung vom Streit der Angeklagte mit der Wiedergabe des Urtheils verfolgte, das Besonders war an die bei G. Bolle( Klingel- Bolle) beschäftigten bekannt gegeben wird. hat das Gericht nicht festgestellt, jedenfalls, weil es annahm, daß Personen die Aufforderung ergangen, zahlreich zu erscheinen und derartige Veröffentlichungen ft et 3 unter dem Schuße des§ 193 darum auch zur Erleichterung des Besuches die Versammlung in Die Gold- und Silberarbeiter und verw. Berufsständen. Ich beantrage die Aufhebung des Urtheils, obwohl der Moabit abgehalten worden. Es hatten sich nur ungefähr 40 An- genossen hielten am 28. Juni ihre ordentliche Mitgliederver1. Straffenat heute vor acht Tagen die staatsanwaltliche Revision gestellte des Herrn Bolle eingefunden, von denen die eine sammlung ab. Der Vorsitzende Kollege Brückner gab einen in einem ähnlichen Falle verworfen hat. Dort scheint die Sache Hälfte, Kontor- und Meiereibeamte, in der Nähe des Bureaus, längeren Bericht über eine Innungsversammlung. Hierauf eraber insofern anders zu liegen, als das damals angefochtene die andere Hälfte, die eigentlichen Arbeiter, schüchtern im Hinter flärte Kollege Faber, woher das Defizit, das bei Herausgabe Urtheil nicht auf dem grundsäglichen Standpunkte steht, grunde des Saales Platz nahmen. Die Leitung der Geschäfte über des Fachorgans entstanden, gekommen ist. Das Fachorgan muß den das Landgericht Halle in diesem Falle einnimmt. fieß die Verſammlung den Gewerbegerichte Ausschußmitgliedern ließ die Versammlung den Gewerbegerichts- Ausschußmitgliedern aber auch so äußerte sich des weiteren der Redner- ein Der 3. Straffenat erkannte hiernach auf Aufhebung des Korbmachermeister Jungnickel und Kellner Ebert. Die Kampfesorgan sein, das voll und ganz die Interessen der Be Urtheils und verwies die Sache an das Landgericht zurück. Be felben erläuterten den Zweck der Versammlung und forderten rufsgenossen vertritt, so wie es fest ist, wird es wenig gelesen, fondere Gründe wurden nicht verkündet, doch darf, wie die alle Anwesenden zum freien Meinungsaustausch auf, um so die deshalb müssen wir die Sache so bald als möglich ändern. Im " Reichsgerichts- Korrespondenz" meint, als selbstverständlich an- Wünsche der Arbeiter am geeigneten Ort vortragen zu können. gleichen Sinne sprachen die Kollegen Christoph, Hennig genommen werden, daß der 3. Strassenat mit diesem Urtheile Die Prinzipale haben erklärt: Sie können ohne Sonntagsarbeit und Beuge. Die Anregung des Kollegen Faber, die drei sich nicht in Widerspruch zu der erwähnten Entscheidung des nicht auskommen. Zum Theil habe auch der Gesetzgeber bereits, Organisationen Uhrmacher, Graveure und Goldarbeiter zu einer 1. Straffenates gesetzt hat, sondern lediglich deshalb das Urtheil was Füttern, Melten, den Transport der frischen Milch und für zu verschmelzen, widersprach der Kollege Lindemann, aufgehoben hat, weil es von einem Rechte des Redakteurs das Zurückbefördern der Magermilch zur Fütterung anbetrifft, wurde beschlossen, dem Ausschuß diese Sache für Berlin zu überschlechthin sprach und auch unzulässigerweise die Rechte der Ausnahmebestimmungen in der Gewerbe Ordnung vorgesehen tragen. Der Antrag, einen außerordentlichen Verbandstag einLefer mit herangezogen hat. Was die Reichsgerichts- und frage es sich nun speziell, ob für Butter- und Käsefabrikation zuberufen, wurde im Hinblick darauf, daß im nächsten Jahre ein Rorrespondenz" als selbstverständlich annimmt, will uns doch be- Sonntagsarbeit unbedingt nöthig ist. In der Diskussion nahmen solcher stattfindet, abgelehnt. denklich erscheinen. Welche Widersprüche giebt es, die eine ausschließlich nur Beamte das Wort und wurde es dem under Arbeiter die war Antwort. 1. In Erwägung, und der fubtile Rechtsauslegung, von der sich das Reichsgericht auch nicht befangenen Beobachter sofort offenkundig, daß die Herren bereits, Eine gutbesuchte Versammlung der Freien Vers freigehalten hat, nicht vereinbaren könnte? Das berechtigte ehe sie zur Versammlung gingen, sich über ihre Tattit geeinigt plasti ter beschäftigte sich in eingehender Weise mit der Frage einigung der Stereotypeure und Galvano= Interesse des Redakteurs erfordert es, alles was das öffentliche hatten. Das wurde auch den Herren durch einige anwesende plastiker beschäftigte sich in eingehender Weise mit der Frage Interesse berührt, und dazu gehören doch wohl auch die Gerichts- Arbeiter, und einer Arbeiterfrau, sowie den Leitern der der Einführung der Sonntagsruhe in ihrem Gewerbe. verhandlungen, zumal die Preßprozesse, zur öffentlichen Kenntniß Bersammlung gesagt. Die Herren behaupteten, speziell bei Referent Sch i mansky bemerkte: Am 1. April 1894 soll die zu bringen. Nahm das erste Gericht in der Feststellung seines Bolle seien die Arbeiten des Sonntags in der Meierei so be- Sonntagsruhe im Buchdruckgewerbe eingeführt werden. Die von Urtheils ein noch weitergehendes Intereffe an, so involvirte dies schränkt, daß eine weitere Kürzung der Arbeitszeit unmöglich sei. den Prinzipalen an das Polizeipräsidium gerichtete Petition doch auch das enger begrenzte Interesse. Das Reichsgericht Es fehle an Raum und Gefäßen, um die Milch über den spricht sich gegen eine Sonntagsruhe aus und motivirt die Beifonnte also auch seine vom ersten Richter abweichende Meinung Sonntag hinaus aufbewahren zu können. Die Arbeit, welche behaltung der Sonntagsarbeit damit, daß bei Einführung der kundgeben, ohne darum das Urtheil des ersten Richters auf jetzt verrichtet wird, müsse unter allen Umständen geleistet Sonntagsruhe das Buchdruckgewerbe zu Grunde gehen würde. zuheben. werden. Herr Bolle habe ein gutes Herz(?) für seine Arbeiter Das Polizeipräsidium wandte sich hierauf an den Vorsitzenden und sehe ganz von selbst darauf, daß diese mehr freie Zeit be- des Gewerbegerichts, von ihm ein Gutachten einfordernd; dieser tommen(). Die Loblieder der Arbeiterfreundlichkeit des Herrn übergab die Angelegenheit der Gewerkschaft zur Beurtheilung. Bolle wurden jedoch von einigen Theilnehmern der Versammi- Redner widerlegt die Anschauungen, die in der Petition der Versammlungen. lung angezweifelt und die niedere Löhnung, die hohen Strafen Prinzipale enthalten sind, und äußert sich dahin: Die Stereotypeure und schroffe Behandlung feien größtentheils Nachtarbeiter, die der Sonntagsruhe gang Sprache zur Der Verband der Geschäftsdiener, Packer und gebracht. Das ging den Herren wider den Strich bringend bedürfen. Es müsse sich jeder daran betheiligen, daß Berufsgenossen hielt am 4. Juli eine Generalversammlung ab. und Zwischenrufe wie: Das gehört nicht hierher", die Nachtarbeit so viel als möglich beseitigt werde. Wir folgen Der Vorsitzende machte zunächst auf den Streit der Kürschner oder: Das verstehen Sie nicht" den Beschlüssen der Buchdrucker insofern, indem wir die Konaufmerksam, gleichzeitig auffordernd zur fleißigen Benutzung der Der Vorsitzende ließ nunmehr abstimmen, ob weitere Ein- session machen, daß die Sonntagsarbeit nicht länger als bis Sammellisten, die bei allen Kontrolleuren zu haben sind. Die schränkungen der Arbeitszeit gewünscht werden oder nicht. Die Uhr Morgens daure. Damit wäre viel erreicht, denn die Billets für das Sommerfest giebt der Kassirer aus. Hierauf Bersammlung entschied sich für das letztere und wurde hierauf Montags- Zeitungen würden vollständig beseitigt. Folgende vom verlas der Kollege Grauer den Vierteljahrsbericht. Die Ein- geschlossen. Doch jetzt zeigte sich ein anderes Bild. Nach Ent- Referenten vorgeschlagene Resolution wurde angenommen: nahmen mit dem alten Bestand vom ersten Quartal betrugen fernung ihrer Vorgesetzten erklärten die noch zurückbleibenden daß die Beschäftigungsart 4543,91 M. Die Ausgabe stellt sich zusammen aus Verwaltungs- Arbeiter den Leitern der Versammlung, daß sie nur aus Furcht, Stereotypeure und Galvanoplastiker eine äußerst gesundheitsschädliche ist, und, weil zum größten Theil( Beitung), foften 687,99 M., Unterstützungen 575,95 M., Rorrespondenz en tlassen zu werden, dafür gestimmt hätten, es möge teine Einblatt 242 M., Agitation 94,66 M., Bücher für die schränkung playgreifen. Sie seien von den Beamten scharf be- mit permanenter Nachtarbeit verbunden, in hohem Maße Bibliothek 156,30 Sm., Drucksachen 173,60 in obachtet worden. Es sei nicht wahr, was diese behaupteten: Degenerirend auf Geist und Körper wirkt, hält die VerSumma 1930,50 M., bleibt ein Rassenbestand von es würde Sonntags nur bis höchstens 11 Uhr gearbeitet. Sie ſammlung die Beseitigung der Sonntagsarbeit für absolut nothwendig; 2613,41. Von den Kollegen abler und Müller müßten im Gegentheil Sonntags wie alle Tage früh 3 Uhr, auch wurde bemängelt, daß der Vorstand 146,30 M. für die Bibliothek einige 2 Uhr bereits beginnen und dann gehe es bis 9 Uhr. nur in dieser), der technische Apparat ein sehr umfangreicher 2. in fernerer Erwägung, daß in der Zeitungsbranche,( aber bewilligt habe. Hierzu würde vom Borstand die Erklärung ab- Nach den Kirchstunden werde wieder und gewöhnlich von gegeben, daß zur Vervollständigung der Bibliothek Schriften zu 11-4 Uhr Nachmittags mit Gefäßreinigen, Käsemachen 2c. zu- ift, hält die Versammlung nach reiflicher Ueberlegung eine einem Preise zu haben waren, die es rathsam erscheinen ließen, gebracht. In der Käserei könne die Sonntagsarbeit bei einigem Sonntagsarbeitszeit von 4-5 Stunden für nothwendig; jedoch ohne Befragen der Versammlung diese zu kaufen. Auf die An- guten Willen sehr wohl in Wegfall kommen. Auch wurde über müßte die Arbeit am Sonntag morgen spätestens um 4-6 Uhr frage des Kollegen abler, warum das„ Korrespondenzblatt" schlechte Löhne geflagt und die Angabe der Bureau- Angestellten ftatt 58 jegt 91 m. koste, erwiderte Grauer: daß, um den als unwahrheit bezeichnet. 15 M. ist der Lohn der Kutscher im Die Versammlung ist aber der Meinung, daß diese Ausanderen Städten gerecht zu werden, die letzte Nummer in einer Anfange und dreimalige Bestrafung wegen Zuspäteintreffens annahme- Bestimmung nur durch die allgemein eingeführte NachtAuflage von 2000 Exemplaren erscheinen mußte. Die Zustellung der bestimmten Straßenecke, wo der sogenannte Sternfutscher zur arbeit sich als nothwendig erweist, und daß nach Beseitigung der Zeitung geschieht durch stellenlose Kollegen, damit jeder Kontrolle steht, innerhalb einer Woche ist Teine Seltenheit. Natür- derselben ein Bedürfniß für die Sonntagsarbeit nicht mehr vorKollege zur rechten Zeit in den Besitz der Beitung lich verfehlten die Ausschußmitglieder nicht, sich diese Angaben banden, und eine absolute Sonntagsruhe in unserm Gewerbe tommt. Ueber die Frage: Wer hat beschlossen, für die zu notiren und werden sie auch gut verwenden. Hier sieht man durchführbar ist." Kataloge 10 Bf. zu nehmen? entspann sich eine lebhafte Debatte wieder einmal, wie es gemacht wird, wenn Arbeiter befragt Berichtigung. Das Verkehrslokal der Bilderrahmenmacher für und gegen diese Bestimmung des Vorstandes, die Kataloge werden sollen. Das System Bolle ist in allen Großbetrieben befindet sich Wasserthorstr. 5 bei Bulk. mit 10 Pf. zu verkaufen, die mit Annahme folgenden Antrages daffelbe. endete: Der Borstand darf ohne Zustimmung der Versammlung eine Ausgabe über 50 m. nicht machen. Ferner wurde der Antrag Brumer, daß diejenigen, die den Katalog noch nicht be- sammlung ab, in der Kollege Regge den Situationsbericht über zahlt haben, denselben zurückschicken tönnen, angenommen. In den jezigen Stand der Lohnbewegung erstattete. In der Pelzden Vorstand wurden gewählt: Kuntte, 1. Vorsitzender; Rein, 1. Schriftführer; Müller, Beisiger für den Norden und Brüschte für den Osten. M.. Skatklub Caro 2 tagt alle Mittwoch Boeckhstr. 12. Sozialdemokratischer Agitationsverein für die Kreise Witten. Die Kürschner hielten am 10. Juli eine öffentliche Verberg, Schweinit, Torgau und Liebenwerda. Mittwoch, den 12. Jult, Abends 8% Uhr, im Lolal Neue Grünstraße 14: Generalversammlung. Mittwoch Uebungsabend. Aufnahme spielender Mitglieder auch Damen. mittwoch abends 8 Uhr: Generalversammlung bei Stein, Rosenthalerstr. 38. 12. Juli, Abends 8 Uhr, im Kommandanten- Garten, Kon.mandantenstr. 10-11. Busammenkunft mit Damen. Landsleute, sowie Gäste find wilkommen. Bitherklub Alpengläckchen Edelweis, Gipsstr. 11, bei Gollmann. Freie Vereinigung der Bureanangestellten Berlins und Umgegend. Landsmannschaft der Schleswig- Holsteiner zu Berlin. Mittwoch, Vermischifes. Ein großes Schadenfeuer, so wird aus Breslau gemeldet, brach am Montag Nachmittag in dem russischen GrenzBahnhofe Sosnowice bei Kattowiß aus. Das Feuer ergriff die Transitspeicher und zerstörte diese, sowie alle darin lagernden Waaren. Der Wind trieb die Flammen auf die in der Nähe stehenden mit Petroleum und Kaffee angefüllten Güterwagen, von denen 21 verbrannten. branche haben bis jetzt 42 Arbeitgeber mit 122 Gehilfen und 218 Mamfells und in der Mützenbranche im ganzen 28 Arbeit geber mit 59 Gehilfen und 134 Mamsells die Forderungen der Streifenden bewilligt. Viele Unternehmer, zumeist Hausindustrielle, Die Vergolder hielten am 10. Juli eine gutbesuchte öffent verhalten sich leider noch ablehnend und es bedürfe des entliche Versammlung ab, zu der besonders die Arbeiter und schiedensten Solidaritätsgefühls der Kollegen und Kolleginnen, Arbeiterinnen der Leistenbranche eingeladen waren. Nach einem um auch diese zum Nachgeben zu zwingen. Bis jetzt seien von mit lebhaftem Beifall entgegengenommenen Referat des Genossen den Ausständigen weder Gehilfen noch Mansells fahnenflüchtig Sübsch über die Nothwendigkeit der Organisation entspann geworden. Eine Niederlage würde auch einen bedeutenden Rücken sich eine sehr lebhafte Debatte darüber, wie am besten den un schlag in der Organisation ausüben, deshalb gelte es die Forde geheuren Lohnreduktionen entgegengetreten werden könne, die nach rungen unter allen Umständen zum Durchbruch zu bringen, zumal den Ausführungen einiger Redner bereits 50 pct. des vor die Unterstützung der organisirten Arbeiter, an die man sich bisher wenigen Jahren gezahlten Lohnes ausmachen. Zunächst erörterte noch nicht gewandt habe, nicht ausbleiben wird. In der lebhaft man die Frage, ob auch die Stimmung der Kollegen und die geführten Diskussion wurde von allen Rednern die Halsstarrig Stärke der Organisation die Anbahnung einer Lohnbewegung feit der Hausarbeiter scharf gebrandmarkt, und zum treuen Festrathfam fein laffe. Man verwies hierbei auf das halten an die gestellten Forderungen ermuntert. Zur Zeit sind bisherige Resultat das mit der Zirkulation der noch 40 Gehilfen und ebenso viel Mamsells ausständig. Nach sogenannten Resolutionslisten in den Werkstätten erzielt wurde. Bekanntgabe der nächsten Verbandsversammlung( 17. Juli bei Auf diesen Listen hätten sich bereits 344 Arbeiter und Arbeiterinnen, Se e hausen, Landsbergerstr. 31) erfolgte mit einem Hoch auf die deutsche Elbe- Schifffahrts- Gesellschaft Kette", die" DampfWegen des niedrigen Wafferstandes der Elbe haben fast ausschließlich der für die Bewegung hauptsächlich in Betracht die Lohnbewegung der Schluß der gutbesuchten Versammlung. schleppschifffahrts- Gesellschaft vereinigter Schiffer" und die öster tommenden Leistenbranche zugehörig, durch Unterschrift für eine Bewegung zur Besserung ihrer Lage und dahin ausgesprochen, In der Monatsversammlung des Verbandes der reichische Nordwest- Dampfschiff- Gesellschaft" die Fahrten zu Thal der Vereinigung beitreten zu wollen. Letzteres sei schon zum Möbelpolirer von Berlin und Umgegend gab eingestellt. Durch Wolkenbrüche sind, wie aus Innsbruck vom Theil geschehen. An die der Organisation noch Fernstehenden Kollege Robert Weber aus Anlaß des zehnjährigen Bestehens der wurde von verschiedenen Seiten die bringende Ermahnung ge- Organisation einen Rückblick auf dieselbe. Mit trefflichen Worten Dienstag gemeldet wird, in Briylegg, Kundl und Woergl starke richtet, durch ihren Anschluß an dieselbe mitzuwirken an der Festigung schilderte der Vortragende den Nutzen der Organisation und Verwüstungen angerichtet worden. Ein Theil von Briylegg ist des Bollwerks gegen Unternehmervilltür. Die einstimmige Annahme richtete an die Kollegen die Aufforderung, mit ganzen Kräften verschüttet. Mehrere Personen werden vermißt. Auch das Billerfolgender Resolution war das Ergebniß der gründlichen Aussprache: für den weiteren Ausbau derselben einzutreten. Sodann machte thal ist überschwemmt und der Verkehr daselbst unterbrochen. Die Versammlung erklärt sich mit dem Referenten einverstanden. der Vorsitzende bekannt, daß der frühere Kassirer des Verbandes, Eine Ordnungsstüße. Ein standalöser Vorfall hat ganz In betreff der systematisch betriebenen Lohnreduktionen beschließt Möbelpolirer Otto Wendt, dem Verband die Summe von 115 M. Hanau und den Landkreis in die größte Aufregung versetzt. Der sie, spätestens im Herbst in einen Generalstreit eintreten zu unterschlagen habe und es verstanden hat, diese Unterschlagungen frühere Theilhaber der Firma Burkhard und Seifert in Hanau, wollen und als Mindestforderung einen Normaltarif und die mit einem Raffinement fondergleichen zu verbergen. Die Ver- die lange Jahre große Geldgeschäfte betrieb, Burkhard übernahm Verkürzung der Arbeitszeit auf neun Stunden aufzustellen. Bu sammlung gab ihrer Entrüstung über die Erbärmlichkeit dieses vor längerer Zeit die Obermühle in Langenfelbold. Derselbe diesem Zwecke verpflichten sich die Anwesenden, der bestehenden ehemaligen Kollegen fräftigen Ausdruck und ermächtigte den Vor- genoß in Langenfelbold sowohl als auch in anderen LandOraanisation beizutreten und dahin zu agitiren, daß alle Fern- ftand, gegen Herrn Wendt, da derselbe sich trotz mehrfacher Auf- gemeinden, besonders in seinem Heimathsorte Mittelbuchen, war, großes Vertrauen, und da derselbe besonders amtstundig| Gouvernements, welche in den Jahren 1891 und 1892 von Miß- H. W. M. Stellen Sie gegen den Wollüftling Strafe auch bei Gericht sich den nöthigen Einfluß zu ernten betroffen worden sind, außerordentliche Erleichterungen antrag und beantragen Sie bei der Polizei Ausstellung eines verschaffen wußte, so wurde er von Reich und Arm hinsichtlich der Rückzahlung der Verpflegungsanleihen bewilligt. anderen Zeugnisses. Der Strafantrag ist wegen Beleidigung bei Ein- und Verkauf von Liegenschaften, Aufnahmen Nach ungefährer Rechnung sind die Erleichterungen derart, daß und Freiheitsberaubung des Mädchens, nicht des jungen von Hypotheken u. s. w. von Landleuten in weitem Umfange von den 135 Millionen, welche für jene Zwecke ausgegeben wurden, Mannes, zu stellen. betraut. Bon vielen Seiten wurden ihm Generalvollmachten der Reichsschatz auf 70 Millionen verzichtet. Fröhlich. 1. Wie es scheint, werden auf dem Grundstück ertheilt. Dieses Vertrauen wußte nun B. in schändlicher Weise Paris, 11. Juli. Es wird bestätigt, daß die legislativen eingetragene Kirchengebühren verlangt. Ist dies der Fall, so zu mißbrauchen, er fabrizirte falsche Hypotheken, Schuldscheine, Wahlen auf den 20. Auguft festgesetzt sind. Der Präfekt des find die Steuern von dem Grundstücks- Eigenthümer zu zahlen, Wechsel u. s. w. im Betrage von 250 000 bis 300 000 m. zu Departement Seine et Dise, Lepine, ist zum Polzeipräfetten er- mag er der Kirchengemeinschaft, zu deren Gunsten die Einseinem Nutzen, deponirte dieselben in Wiesbaden bei einem nannt worden. tragung stattgefunden hat, oder einer anderen oder gar keiner Millionär und bei öffentlichen Kassen. Als er glaubte, er habe angehören. 2. Behufs Austritts aus der Landeskirche müssen genug und könnte sich nicht mehr halten, ging er durch, und Sie einen dahin gehenden Antrag bei dem Amtsgericht stellen. nun fommt Jda. Der Wirth braucht( ebenso wenig wie ein anderer der Skandal zum Vorschein. In Mittelbuchen kommen mehr denn 100 000 Mart zur Ginklage, in Langenfelbold zirka 60 000 Mart, in Wachenbuchen zirka Gläubiger) Theilzahlungen nicht anzunehmen; nur der Wechsel10 000 Mark und so fort. Fast alle Forderungen entbehren schaffenheit der Wohnung haften Sie nur dann, wenn die Ausgläubiger muß Theilzahlungen annehmen. R. S. Wegen Auskünfte irgend welcher Art über die Bes der Begründung und manche Familie, die dem Durchgänger werden. Auch sein Bruder, der in der Altstadt ein Spezerei dem 1. Januar 1896 feinen Anspruch auf Rückerstattung eines durch Generalvollmacht in die Klauen gerathen ist, wird ruinirt fünfte wahrheitswidrige sind. Linden. Ein Mädchen hat für den Fall einer Heirath vor geschäft besaß, ist mit Frau und vier gefunden Kindern durchTheils der Klebegelder. gegangen, während er seine vier anderen krüppelhaften Kinder in Hanau zurückließ. Aus welchem Grunde, wird die mit Energie betriebene Untersuchung bald ergeben. Wir bemerken noch, daß der seit einer Reihe von Jahren in gebildeten Kreifen als Bucherer bekannte Burkhard ein Christ und kein Jude ist, schreibt die Frankfurter Volksstimme". Aus dem Gegenwartsstaate. Der Speyrer Zeitung" wird von Wörth ein Bild des Elends und der Armuth be richtet: Dem verheiratheten Georg König, Vater von fünf Kindern," war es bei dem letzten Miethwechsel nicht möglich, ein Wohnzimmer für seine Familie zu bekommen. Arm und dazu noch frant und halb arbeitsunfähig, war er genöthigt, 14 Tage in einem offenen Hause zu wohnen. Als man ihn daselbst nicht mehr duldete, zog er mit seiner Frau und den fünf fleinen Kindern in den nahen Bienwald, baute sich eine Hütte aus Reiferhecken und wohnt daselbst bereits 14 Tage. Bei dem jüngst Nachts ausgebrochenen Gewitter mit starkem Regen wäre er fast ertrunken. Naß, triefend von Regen und heulend kamen Frau und Kinder in dem Dorse an." Die Beredtsamkeit solcher Zustände würde durch jedes Wort des Kommentars abgeschwächt. Literarisches. ( Depeschen des Bureau Herold.) Budapest, 11. Juli. In Balassa Gyarmath kam es durch Erzesse zweier Offiziere zu großen Unruhen. Zusammentritt einer Cholerakommission angeordnet worden, Belgrad, 11. Juli. Vom Ministerium des Innern ist der damit angesichts der drohenden Gefahr einer Einschleppung der Zusammentritt einer Cholerakommission angeordnet worden, Cholera in Serbien vorgebeugt werde. übereinkommen mit Belgien, mit zugrundelegung des österreichCholera in Serbien vorgebeugt werde. Belgrad, 11. Juli. Heute wurde das provisorische Handelsungarischen Handelsvertrages unterzeichnet. Kopenhagen, 11. Juli. Die wegen Meuterei vor das Kriegsgericht gestellten 99 Ingenieure sind zu harten Strafen verurtheilt die übrigen zu verschärften Arreststrafen, theilweise auch zur worden. 9 Rädelsführer sind zu längerer Zuchthausstrafe und Degradation, verurtheilt. London, 11. Juli. 3000 Kohlenarbeiter aus Forest of Dean durchziehen in drohender Haltung die Ortschaften, gegen die Fabrikherren manifestirend. Mit der Polizei fanden Zusammenstöße statt, welche zahlreiche Verhaftungen vornahm. Weitere Unruhen werden befürchtet, da die Arbeiter Nottinghams den Ausstand anfündigten. Madrid, 11. Juli. Die karlistischen Abgordneten drohen mit Widerstand, wenn die Steuerordnung Navarras nicht ab geändert wird. Rom, 11. Juli. Die Untersuchung im Prozeß Tanlongo wurde gestern geschlossen. Gegen Tanlongo Vater und Sohn, Cesar und Michel Cayzaroni de Zerbi, sowie mehrere Angestellte der Bank, wird Anklage erhoben. Briefkaffen der Redaktion. Cheshleba. Die zehn von Ihnen übersendeten Schriftstücke sind Ihnen wieder zugesendet. Der Gerichtsvollzieher hat Der in seinem 18. Jahrgang vorliegende Neue Welt- Kalender Recht. Ob und welche Ansprüche Sie geltend machen können, für 1894( Hamburg, Hamburger Buchdruckerei und Ver- läßt sich bei jeglichem Mangel an hinreichender Information von lagsanstalt Auer u. Co.) enthält u. a.: hier aus nicht fagen; sprechen Sie zwischen 12 und 1 Uhr vor. Kalendarium. Postwesen 2c. Ewigkeitskalender. 3. 33. Leihvertrag sowohl wie Schenkungsvertrag sind zur Bevölkerungs-, Militär- und Steuerstatistit.Rückblick.lebertragung des Eigenthums ausreichend. Am zweckmäßigsten Messen und Märkte. Auf Jin Kreislauf des Jahres. schließt Ihre Tochter die Verträge vor Gericht oder bei einem der Schwelle. Erzählung von Irma v. Troll Borostyani Anwalt. ( mit Illustrationen). Flora Germanica. Von Hoffmann 23. 2. Z. Ja. v. Fallersleben. Die Einheitszeit. Von Dr. H. Lux( mit F. J. 10. Die Wirthin ist schadensersatzpflichtig. Die Zeitfarte). Wohnungselend, Proletarier- Sterblichkeit und Klage fönnen Sie Neue Friedrichstr. 13, Anmeldestube, zu Seuchengefahr. Von Dr. Ad. Braun. Auf dem Holzweg. Protokoll geben. Die Kosten richten sich nach der Höhe des Humoreste von Victor Lenz( mit Illustrationen). Pulver Objekts. und Blei. Von Wilhelm Liebknecht( mit Illustration). Der Ozean. Von Oswald Köhler( mit Jalustration). Aus der Geschichte der ersten Heimkolonie Robert Divens. Von Ed. Bernstein( mit Illustrationen). Sibirien. Gedicht von Otto Grust. Bakterien und Bakterienkrankheiten. Von Dr. W. S.( mit Jalustrationen). Genug. Gedicht von Franz Diederich. Wider Wind und Wellen. Erzählung von Elise Langer( mit Illustrationen). Wer soll der Bot schaft da noch glauben? Gedicht von Robert Seidel. Fliegende Blätter. Für unsere Räthsellöser.- Fleckenvertilgungs- Tabelle. Hierzu vier Kupfer: Die Steinbrecher. - Liebe und Arbeit. Oberbayrischer Gebirgsbauer. Der Liebling. · Ein Wandkalender. Der Messias von Amsterdam. Aus den Simplicianischen Schriften bearbeitet von einem Niederdeutschen. Dresden. Berlag von Glöß. Engen Richter's Sprengbombe und ihre Wirkung. Von einem Freisinnigen. Berlin. Verlag von Richard Wilhelmi. Depeschen. ( Wolff's Telegraphen- Bureau.) Schoeffer. Wegen unberechtigter, weil zu hoher Einschätzung ist nach Versäumung der Frist nichts zu machen. Aus schätzung in Breußen oder in Sachsen handelt, und ob Ihr Fräulein Ihrer Darlegung ist nicht zu ersehen, ob es sich un EinTochter großjährig ist. S. M., Linden i. B. Der„ Vorwärts" bringt von Zeit zu Beit eine Liste sämmtlicher Arbeiterblätter. Welches Arbeiterblatt in Wiesbaden am meisten gelesen wird, können wir nicht mittheilen; Sie haben die Wahl zwischen den in Frankfurt a. M., Mainz, Offenbach, Mannheim erscheinenden Parteiblättern. W. A. in Wald. Für die Dampfer- Subvention hat kein sozialdemokratischer Abgeordneter gestimmt. Einzelne waren unter gewissen Bedingungen zum Besten der deutschen Arbeiter bereit, für dieselbe zu stimmen; da aber diese Bedingungen ab= gelehnt wurden, so stimmten sie ausnahmslos gegen die DampferSubvention. Parteigenosse Stromstraße Nr. 40. 1. Der SeniorenKonvent ist eine Vereinigung der Vertrauensmänner der einzelnen Fraktionen, mit deren Zuziehung der Präsident die Geschäftsführung ordnet und welche die Vertheilung der Kommissionsmitglieder nach den Fraktionen regelt. Politische Bedeutung hat der Seniorenkonvent nicht. 2. Liebknecht ist mit Unterbrechung seit 1867 Reichstags- Abgeordneter. O.§. Sprechen Sie gelegentlich zwischen 12 und 1 Uhr vor. Herrn Lampe, Rendant. Der Raum im Vorwärts" gestattet es nicht, eine so lange Sprechsaalnotiz aufzunehmen. Bitte, senden Sie dieselbe fürzer ein. Auch glauben wir, daß die Angelegenheit wohl genügend diskutirt ist. " Alter Abonnent. Ihre Schwägerin wird voraussichtlich mit etwa 14 Tagen Gefängniß bestraft, wenn feine Einigung zu stande kommt. Das von früher braucht sie als Angeklagte nicht anzugeben. das der A. W. 20. Soweit aus Ihrer Darstellung die Sachlage erkennbar, sind Sie an den Vertrag gebunden. Tragen Sie die Sachlage eventuell mündlich zwischen 12 und 1 Uhr vor. H. Orléans. Eine diesbezügliche Reichsgerichts- Entscheidung 100 G. R. 1. Ein Sohn kann als Zeuge in dem Prozeß existirt nicht. Daß wissenschaftliche Bücher, die zum Erwerb des Pfändung entzogen feines Vaters vernommen werden, darf aber ablehnen Zeugniß Schuldners unentbehrlich sind, abzulehnen. 2. Die zweite Anfrage ist unverständlich. Sprechen sind, sagt die Zivilprozeß- Ordnung nicht. Die Vorschrift, daß Sie zwischen 12 und 1 Uhr vor. zum Erwerb Unentbehrliche nicht pfändbar sein Schulrath Dr. Bertram. Streit 1. 2. 1. Nein. 2. Unbekannt; wenden Sie sich an soll, hat nicht vollen Eingang in die Gesetzgebung gefunden. Die wesentlichsten unter Umständen auch auf Bücher anwendbaren Schönwälder und A. B. 19. Wie wiederholt dargelegt, Bestimmungen lauten: der Pfändung sind nicht unterworfen: bei erachten wir die Kündigung für rechtzeitig; indessen ist die Frage Künstlern, Handwerkern, Hand- und Fabritarbeitern sowie bei nicht unstreitig. Sie müssen eventuell darauf klagen, daß Hebeammen die zur persönlichen Ausübung des Berufs unents Ihnen gestattet werde, am 1. Oktober zu ziehen, die Sachen mit- behrlichen Gegenstände, bei Offizieren, Beamten, Geistlichen, zunehmen u. f. w. Lehrern an öffentlichen Unterrichtsanstalten, Rechtsanwälten, G. N., Schöneberg. Die betreffenden Umstände geben der Notaren und Aerzten die zur Verwaltung des Dienstes oder AusHerrschaft tein Recht zu sofortiger Entlassung. Die Kündigungsübung des Berufes erforderlichen Gegenstände, endlich die Bücher, zeit beträgt 6 Wochen zum 1. des. folgenden Quartals. Die welche zum Gebrauch des Schuldners oder seiner Familie in Schwester muß sich behufs Geltendmachung ihrer Ansprüche zu der Kirche und Schule bestimmt sind. nächst an die Polizeibehörde, sodann an das Gericht wenden. Sie hat Anspruch auf Lohn, Kost, Logis. Dresdenerstraße. Der Vertrag muß gestempelt sein, falls das Objekt 150 M. übersteigt. Für Unterlassung der Stempelung hasten beide Kontrahenten. Briefkaffen der Expedition. Ferd. Werk, Mainz. Die betr. Artikel find in BroschürenC. Sch. Die Mitglieder des preußischen Abgeordneten- form nicht erschienen. Wir empfehlen Ihnen die Rede von hauses erhalten die Diäten unabhängig von ihrer Theilnahme Bebel Stehendes Heer oder Volkswehr", Preis 10 Pf.; ferner an den Sitzungen, während der ganzen Dauer derselben. Nur tönnen Sie die Broschüre über den Militarismus in Deutschdie in Berlin wohnenden Abgeordneten erhalten feine Diäten. land"( 60 Pf.) haben. Das Gewünschte über Gesundheitslehre 2c. In welchen Zeiträumen sie die Diäten einkassiren, hat doch wohl ist uns unbekannt, wir empfehlen Ihnen das Buch von Bock: ,, Bau, Leben und Pflege des menschlichen Körpers", geb. 1 M. Petersburg, 11. Juli. Durch einen heute veröffentlichten taiserlichen Utas an den Senat werden den Einwohnern der für uns kein Interesse. Ich habe mich Köpenickerstrasse 164, an der Pücklerstrasse, niedergelassen. Sp. 8-10, 4-6. Gustav Heymann, prakt. Arzt, Wundarzt und Geburtshelfer. 797b Praktischer Neue Rossstrasse 3. Zahnarzt Schmerzlos: Bahnziehen, Füllen, ZahnErklärung. Die öffentliche Versammlung am 13. Juni im Swinemünder Gesellschaftshaus wurde von der Polizei ohne mein Buthun inhibirt. 840b G. Queitsch. Ehren- Erklärung. Ich nehme die im Monat Februar erfat. Theilzahlung. d. J. dem Schmiedemeister vom tönigl. Polizeipräsidium Herrn Richard Herm. Theodor Günther zugefügte BeleidiPolitlinit umsonst. J. Semmel, Oriente. 55, gung:„ daß er mit 4 Monaten Hajt am Morigplay, pr. Zahn- Arzt. Spr. 8-6. Sonut. 9-1. Theilzahlung gestattet. Dr. Hoesch, homöopath. Arzt, Linienstr. 149. 8-10, 5-7, Sonnt. 8-10. Zähne 1 M. Garantie, Elisabethufer 12. Ein grosser Posten Steppdecken bestraft sei", hiermit zurück und erkläre denselben für einen achtbaren Mann. 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