Mr.«55. RbonnementS'Bedingnngen; Abonnements- Preis pränumerando! PiertcljShrl.»P0 Mk., oionatd l.IV Mk., wöchentlich W Psg. frei ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags- nummcr mit illustrierter Sonntags- Beilage.Die Neue Welt" 10 Pfg. Post- tlbonnemenl: l,l0 Marl pro Monat. Eingetragen in die Post-Zcitungs- Preisliste. Unter Kreuzband für Deutschland und Oeslerreich- Ungarn 2 Mark, für das übrige Ausland Z Mark pro Monat. Postabonnements nehmen an: Belgien, Dänemark, Holland. Italien, Luxemburg. Portugal. Rumänien. Schweden und die Schweij. 27. Jahrg. erfdxlnt täglich außer tnontags. Verltnev Volksblnkt. vie InkerNons-eebilhr beträgt für die fechsgespaltene Kolonet- geile oder deren Raum H> Psg., für politische und gewerlschaftliche Vereins- und Versammlungs-Anzcigen Lv Psg. „Aleine Plnreigen". das erste Nett- gedruckte) Wort 20 Pfg., jedes weitere Wort 10 Pfg. Stellengesuche und Schlaf- stcllen-Anzeigcn das erst« Wort 10 Psg., jedes weitere Wort 6 Pfg. Worte über IS Buchstaben zählen für zwei Worte. Inserate für die nächste Numnicr müssen bis S Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist bis 7 Uhr abends gcössnet. Telegramm. Adresse: „5»lallliin»ßrat Rerlitta. Zentralorgan der fozialdemokratifchen Partei Deutfchlands. Redabttom SRI. 68, Lindenstrasee 69» Fernsprecher, Amt IV, Nr. 1S8S. Sonntag, den 30. Oktober 1010. Expedition: SM. 68» Undenstraasc 69. Fernsprecher: Amt IV, Nr. 1981. Der große IRadbodprozeß. Das Urteil im Prozeß gegen den Redakteur der„Berg- arbeiter-Zeitiing" wegen Beleidigung der Verwaltung der Zeche Radbod ist ergangen. Daß es auf Schuldig lautet, wird nicht überraschen. Schon die erste Verhandlung hatte ja er- geben, daß die Richter der Meinung sind, der Beweis, daß das in der„Bergarbeiter-Zeitung" veröffentlichte Ge- sprach zwischen dem Direktor Andree und dem Berg- inspektor Holleuder stattgefunden habe, sei nicht erbracht. Die Verteidigung hat nachzuweisen versucht, daß diese An- nähme falsch sei, aber die Richter der zweiten Verhandlung stellten sich auf denselben Standpunkt wie die der ersten. Damit ist aber nicht gesagt, daß sie dieselbe Strafe verhängen mußten,, die in der ersten Verhandlung aus- gesprochen wurde. Was der Angeklagte und was die Arbeiter- schaft vielmehr erwarten mußten, war eine Einwirkung derBe Weisaufnahme auf dieHöhe derStrafe. Und die ist ausgeblieben. Das Gericht beließ es bei der Geldstrafe von 300 Mark, die in der ersten Ver- Handlung festgesetzt war, in der nichts über die Zustände auf der Zeche Radbod, nichts über die vermutlichen Ur- fachen der erschütternden Katastrophe, die einigen hundert Bergleuten das Leben kostete, bekundet werden durfte. Das Gericht verneinte die Frage, ob das Vergehen des Angeklagten nicht erheblich milder zu beurteilen sei nach dem, was jetzt über diese Dinge festgestellt worden ist. In seiner Be- gründung sagt das Gericht, es sei allerdings nicht zu leugnen, „daß einige Einrichtungen auf der Zeche Radbod ver- besserungsbcdürftig waren"; aber zwischen diesen Mängeln und dem Unglück bestehe kein Zusammenhang und es sei nicht erwiesen, daß in irgendeiner Weise Direktor Andree ein schuldhaftcs Verhalten zur Last zu legen sei. Sa spiegelt sich das Ergebnis der Beweisaufnahme im Kopfe der Richter. Ganz anders lautet das Urteil der Berg- arbeiterschaft darüber. Es geht übereinstimmend dahin: Auf Radbod haben Zustände existiert, die, wenn sie auch nicht geradezu das Unglück versckfuldet, es doch in sehr hohem Matze. begünstigt, mindestens aber die fürchterliche Aus- dehnung der Katastrophe herbeigeführt haben! Und das Urteil klang auch in den ausführlichen Gutachten der beiden früheren Steiger Werner und Mantel durch. Be- sonders im Gutachten des Steigers Mantel heißt es, daß nach seinem Dafürhalten eine FahrlässigkeitderZechen- Verwaltung vorliege. Nichts anderes hat auch die Arbeiterpresse anläßlich des Unglücks geschrieben, und so stellt das Urteil, das jetzt die Oeffentlichkeit sich aus den Prozeßverl)andlungen gebildet hat, eine Bestätigung dieser Kritik dar. Es stellt fest, daß die Arbeiterpresse hinsichtlich der Schuldfrage kein Wort zuviel geschrieben hat. In der mehrtägigen Verhandlung hat das System Radbod auf der Anklagebank gesessen. Was die Verhandlungen über die Zustände auf Radbod vor dem Un- glück ans Tageslicht brachten, die Art und Weise, wie hier mit den bergpolizeilichen Vorschriften umgegangen wurde, das hatten auch selbst die nicht erwartet, welche mit den Verhältnissen näher bekannt waren. Und das will schon etwas heißen. Nur hier einige Momente aus der Beweisaufnahme, die das belegen. Laut den Vorschriften der Bergpolizei sind die Zechen zur Führung von Wetterbllchern versjflichtet. Treten irgendwo Wetter auf, so muß der Wetterkontrolleur dies an Ort und Stelle in ein Buch eintragen, das er bei sich führt. Aus diesem Buch wird dann eine Uebertragung in das große Wetterbuch bewirkt. In dem kleinen Wetterbuch muß auch aufgeführt werden, was zur Beseitigung des Zustandes ge- schehen ist. Als nun der Fahrsteiger darüber eidlich vernommen wurde, ob in einem Aufbruch Wetter gestanden haben, mußte er die Tatsache zugeben. Als er dann vom Verteidiger Rechtsanwalt Heine darüber befragt wurde, ob ein solcher Fall auch ins Wetterbuch eingetragen worden sei, erklärte er, daß ihm die Existenz von Wetter- büchernbishernichtbekanntsei. Man muß wissen, daß es sich um einen Fahrsteiger, den Aufsichts- beamten der Steiger handelt, dem der gesamte unter- irdische Betrieb untersteht, um die Ungeheuerlichkeit dieser Antwort voll würdigen zu können. Und es kam noch schlimmer. Als am anderen Tage nun dies Wetterbuch, das tatsächlich in einem Exemplar existierte, zur Stelle geschafft war, da stellte sich heraus, daß in dem ganzen Buch Tag fiir Tag nichts anderes aufgezeichnet war, als: Alles rein, alles rein, alles rein. Nicht ein einziges Mal war etwas gefunden worden, und doch handelt es sich um eine böse Schlagwettergrube! Und damit nicht genug. Das eine der Wetterbücher, in das an Ort und Stelle die Eintragungen gemacht werden müssen, war überhaupt nie geführt worden! Die Frage, ob solche Wetterbücher geführt werden müßten, hat der.Ober- bergrat Kaltheuner als Sachverständiger ausdrücklich b e- iaht! Braucht inan da noch mehr zu erörtern, um zu wissen, wie die Zustände beschaffen waren? Ein anderes Bild. Die Grube Radbod hat, wie alle nördlich gelegenen Gruben, eine sehr trockene Aufbereitung. Es müssen deshalb zur Berieselung des Kohlenstaubes große Mengen Wasser in den Schacht hinabgeführt werden. Zwei oder drei Tage vor dem Unglück war nun das in den Schacht hinabführende Wasserleitungsrohr zugefroren, was an sich schon, gelinde gesagt, eine grobe Fahrlässigkeit der V e r a n t- wortlichenbedeutet, denn wenn das Rohr zugefroren war, konnte zunächst nicht berieselt werden und konnte ferner bei einem etwa ausbrechenden Brande nichts zur Löschring des Feuers geschehen. Was tat man nun, um das Rohr auf- zutauen? Es wurde, wie ein Zeuge aussagte, zum Klempner- meister ins Dorf geschickt, der auch richtig einen seiner Ge- festen und einen Lehrling mit zwei Lötlampen ausgerüstet zur Zeche schickte. Nun begannen die Auftauungsarbeiten. Die Lötlampen entsandten den ersten Tag unausgesetzt ihre zischenden Flammen gegen das eingefrorene Wasserleitungs- rohr— doch vergeblich. Der in der Minute etwa 10 000 Kubikmeter einziehende eisig kalte Luftstrom war zu stark, so daß die primitiven Lötlampen wenig auszurichten vermochten. Nun ging Bruder„Katzenkopf" wieder nach Meistern zurück und begann am anderen Morgen dasselbe Verfahren. Na- türlich war das Rohr, soweit es aufgetaut war, in der Nacht wieder zugefroren. Aber am Abend des zweiten Tages, gegen 8 Uhr, lief das Wasser glücklich wieder. Die empfindlichste Niederlage hat sich der Knapp- schaftsdirektor Köhnen geholt. Es ist klipp und klar bewiesen worden, wie der Verteidiger Heine sich aus- drückte, daß die Knappschaft vor den Herren von Radbod i n s Mauseloch gekrochen ist. Die Knappschaft hatte auf Anregung des Oberbergamts zur ersten Einfahrt auf der Grube Radbod nach dem Unglück zwei Knappschastsälteste, einer vom Verband und einer vom Gewerkverein, bestimmt. Als sich Direktor Jansen der Zeche Radbod hiergegen bei der Knappschaft beschwerte, unterblieb alles weitere, obschon der Minister die Maßregel ausdrücklich angeordnet hatte. Direk- tor Köhnen wollte sich zwar damit herausreden, daß kein An- trag vorgelegen habe, aber es wurde ihm ein Schriftstück vont Verteidiger unter die Nase gehalten, in dem es heißt, daß der Antrag auf Befahrung der Grube durch die Arbeitervertreter abgelehnt sei. Aber nicht genug damit. Der Verteidiger beantragte, den Sanitätsrat Dr. Lindemann darüber zu ver- nehmen, ob nicht der Direktor Köhnen ihn zu bestimmen' ge- sucht habe, ein für die Grubenbesitzer ungünstiges Gutachten abzuändern. Die Zulassung dieser Frage wurde vom Gericht verweigert. Aber mit der Nichtzulassung ist genug gesagt! All das hat das Urteil der Nichter nicht zu beeinflussen vermocht. Noch viel weniger den Staatsanwalt, der sogar er- klärte, er würde eine höhere Strafe beantragen, wenn dem nicht prozessuale Hindernisse im Wege ständen. Der Herr Staatsanwalt hatte freilich in der Verhandlung zur Genüge erkennen lassen, daß er der Materie völlig fremd gegenüber stand. Brachte er es doch fertig, zur allgemeinen Verwunde- rung die geistreiche Frage zu stellen:„Sagen Sie, Hallender, wie entsteht denn eigentlich Kohlenstaub?" Der Vorsitzende betrachtete die Dinge freilich bedeutend besser. Aber im Urteil zeigt sich doch, daß die Herren Richter sich eben nicht in die Lage des Bergmanns hinein- versetzen können, daß sie die Dinge weit weniger schlimm sehen, als sie sind, weil sie ihre Wirkung nie am eigenen Leibe erfahren haben und weil ihre Vorstellung von den Pflichten der Zechenleiwng gegen die Arbeiter eine ganz andere ist, als die der Arbeiter selbst. Als Mitglieder der besitzenden Klasse selbst können sich die Herren in der Robe eben nicht von der in ihrer Klasse herrschenden Anschauung freimachen, daß der Leiter einer Unternehmung vor allem die Pflicht hat. für den Ertrag der Unternehmung zu sorgen, daß der Bergbau eben getrieben wird, um Kohlen zu fördern, und daß der Arbeiter die Gefahren der Arbeit als unabwendbares Geschick hinzu- nehmen hat. Genosse Heine hat über diese Auffaffung. die auf der Zeche Radbod in ausgeprägtester Form geherrscht hat, in starken, treffenden Worten das gesagt, was vom Standpunkt der Arbeiterschaft dazu zu sagen ist. Solche Sprache versteht freilich die Bourgeoisie nicht und will sie nicht verstehen. Aber verstehen wird sie die große ständig wachsende Schar der Aus- gedeuteten, die an Zuständen, wie sie dieser Peozeß wieder enthüllt hat, erkannt hat, daß der Kapitalismus der Feind ist, der besiegt werden muß. So ist der Prozeß Radbod ein Gewinn für das Prole- tariat— trotz des Urteils! lßnihn und Genoffen. Die Auslassungen des Annoncenchefs der.Bossischen Feitung", des Sachverständigen Kluge, haben der„Vossischen Zeitung" Wer- anlaffung z» folgender Erklärung gegeben: In eigener Sache. Wie wir nachträglich festgestellt haben, hat sich die im gestrigen Abendblatt erwähnte Acutzerung des Sach- verständigen Herrn Kluge nicht auf Inserate, sondern auf Ein» sendungen für den redaktionellen Teil bezogen. Aber auch so ist die Meinung Herrn Kluges, der Chefredakteur würde sich gegebenen Falls durch die Erwägung, ob der in der be- treffenden Einsendung Angegriffene ein Grotzinserent sei oder nicht in seiner Entscheidung über Aufnahme oder Nicbioiifnahme be- einflussen lassen, wenigstens insofern die.Vossische Zeitung" in Betracht kommt, vollkommen irrig und unbegründet und dadurch zu erklären, daß Herr Kluge dem redaktionellen Betriebe fernsteht. Die Entscheidung des Chefredakteurs würde auch in einem solche» Falle ohne Seitenblick nach dem Inseratenteil ganz ausschließlich nach sachlichen Erwägungen erfolgen. Diese Erklärung ist etwas dunkel. Hat sich die Aussage nur auf„Einsendungen für den redaktionellen Teil" bezogen, so können darunter doch wohl nur Einsendungen von Inserenten, sogenannte redaktionelle Reklamen, gemeint sein. Trifft das zu, so ist das Jacke wie Hose. Das Sachverständigengutachten des Jnseratenchefs der „Zeitung für Staats- und gelehrte Sachen" über die Gepflogenheit der ihm bekannten Zeitung ist für diese dann noch vernichtender. Denn diese in bürgerlichen Blättern übliche Ausnahme redaktioneller Reklameartikel ist eine arge Irreführung der Leser, die ein solches Inserat als re d a k t i 0 n e l le Ansicht auffassen. Die Tat- fache allein, daß solche Anregungen in den redaktionellen Teil hineingeschmuggelt werden, zeigt, daß die bürg er- l i ch e Presse zu einem„ganz gemeinen. ordinären durch und durch heuchlerischen Geschäft" herabgesunken ist. Die Aufnahme solcher Reklainenotizen wird von der sozialdemokratischen Presse grundsätz- lich abgelehnt! Denn die sozialdemokratische Presse dient nicht dem Geldinteresse, vielmehr lediglich den, Kampfe für die sozialdemokratischen Ideen und für das Wohl deS Bolkes. Die bürgerliche Presse aber dient unter dem Deck- mantel des Kampfes für ideelle Interessen dem Geldintercsse seines Verlegers. Dies Geldintercsse hinderte die Stellung- nähme gegen Schäden in den Betrieben seiner Inserenten, die im öffentlichen Interesse zu brandmarken wären. Sie führt ferner zu der heuchlerischen Bekämpfung der Unmoral im redaktionellen Teile und zur Auf- nähme von Inseraten, die zur Unsittlichkeit einlade», im Inseraten teil I DaS gilt. bei der bürgerlichen Presse sowohl der sogenannten„unparteilichen" wie von den politischen Blättern; von den„nationalen" mit konservativem oder liberalem Einschlag wie von den in Liberalismus und Demokratie schillernden; von der„Vossischen Zeitung" wie vom„Berliner Tageblatt", der „Morgcupost" wie der„Allgemeinen Zeitung" und wie ihre Titel sonst heißen. In schroffstem Gegensatz hierzu lehnt die sozialdein akratische Presse unsiitliche Annoncen grundsätzlich ab. Sie lehnt ferner die Aufnahme von Inseraten ab, und möge noch so hohe Bezahlung ge» boten werden, gegen deren Auftraggeber die Arbeiterklasse sich im Kamps befinden. So wird Streikbrecherannoncen niemals von sozial- demokratischen Blättern das Gastrecht gewährt, ebensowenig natürlich Inseraten von„Großinserenten", solange die organisierte Arbeiter- klaffe gegen Mißstände in deren Betrieben den Kampf führt. Wir erinnern beispielstveise an die Sperre' der Annoncen für Kon- fektionSftrmen während des Heimarbeiter st reiks oder an die Ablehnung von Inseraten I a n d 0 r f S oder seiner Filialen während des Boykotts gegen diese Firma. Doppelte Buchführung kennt die sozialdemokratische Preffe nicht. Leider nur siel Alle anderen Zeitungen, auch die, die hin und wieder im redaktionellen Teile in einem Einzelfalle nnt Worten für die Arbeitcrforderungen einetreten, nehmen Inserate für Streikbrecher auf und treten so durch die Tat für die der Arbeiterklaffe feindlichen Interessen ein! In diese tiefe Fäulnis der bürgerlichen Preffe hat der Prozeß Bruhn wieder einmal hineingeleuchtet. Der diese Korruption der bürgerlichen Presse naiv eingestehende Teil der Klugeschen Aussage wird weder durch die oben wiedergegebene Erklärung der.Vossischen", noch durch die folgende Verwahrung deS �Berliner Tageblatts" er- schüttelt: Unseres ErachtenS hat Herr Kluge sagen wollen, daß„Angriffe" im Text des BlatteS unterbleiben würden, sobald es sich um „Grohinserenten" handelt, und daS soll offenbar heißen, daß jede Versündigung von Personen, die in größerem Umfange inserieren, mit dem Mantel der Liebe zugedeckt ivürde. Hat Herr Kluge das sagen wollen, so hat er sich einer sehr leichtfertigen und. milde ausgedrückt, absout falschen Behauptung schuldig gemacht. In der anständigen Presse ist es im allgemeinen erfreulicher- weise wohl nicht üblich, Dinge, die etwa gesagt werden müßten, mit Rücksicht auf die Jnserateneinnahmen totzuschweigen und die Haltung des BlatteS so von dem Annoncenteil abhängig zu machen. Mögen diese und andere bürgerliche Blätter, die beweisen zu können glauben, daß die Haltung ihres BlatteS nicht vom Geldinteresse ihres Verlegers beeinflußt sei, ihre Chefredakteure und Verleger als Sachverständige oder Zeugen der Staatsanwaltschaft zur Verfügung stellen I In der Sozialdemokratie gibt es keinen Verleger oder Redakteur, der die Richtigkeit unserer Darlegung über die Gepflogenheiten der sozialdemokratischen Presse nicht zu beweisen in der Lage wäre I Da bedarf es auch nicht einmal eines Beweises, denn die absolute Unbestechlichkeit der sozialdemokratischen Presse wird auch von den wütendsten Gegnem der Sozialdemokratie an- erkannt. Sie ist gerichtsnotorisch. Soweit die Solidarität der bürgerlichen Preffe im Punkt der Skrupellosigkeit des GeldverdienenS zum Herausreißen des wegen Erpressung angeklagten und wegen der Herausgabe seines Schmutz- blattes von allen anständigen Menschen längst gerichteten Bruhn nicht ausreichte, suchte der Angeklagte andere Register aufzuziehen, für die er eine mittönende Seite bei seinen Richtern voraussetzte. Er spielte in allen Tonarten die „nationale" Harfe, zuweilen freilich spielte ihm das, wessen sein Herz voll ist, einen Streich. Geldverdienen wollen ist nach seiner politischen„Ueberzeugung" eine spezifisch„jüdische" Eigen- schaft. Und doch muß er zugeben, von den 3000 M., die Frau Hertzog dem mit Gefängnis für den Canitz-Artikcl bestraften Re- dakteur Böttcher zugedacht hatte, wenigstens 1500 M. eingestrichen und seinen Appetit anfänglich auf die vollen 3000 M. ge- richtet zu haben! Unwillkürlich bestätigte er einem jüdischen Zeugen, der ihm keine Inserate zugewendet hatte, daß für ihn Geldverdienen die Hauptsache ist. Seinen brutalen Egoismus bekundete ihm fein politischer GesinitungSgenoff« und früherer Freund. Gpahhast öBr!genS auch ist, daß derselbe Bruhn, der über daS jüdische„Mauscheln mit den Händen" so gern spottet, wiederholt vom Vorsitzenden ermahnt werden muß, mit seinen Händen wenigstens nicht allzu laut zu reden I Aber diese unwillkürlichen Selbstoffenvarungen des Innern des Angeklagten Wilhelm Bruhn waren unbeabsichtigt. Seine Absicht war, sich als Kämpfer für das„Nationale" aufzuspielen. Derselbe Antisemit, der die Kapitalsmacht der Juden dadurch bekämpft, daß «r sie durch kräftige Schröpfnng für Inserate oder für Nummern der„Wahrheit"— Israel kaufte 30 000 Stück einer Nummer— aushöhlt, ist„national",„regiernngSfromm" bis in die Knochen! Anspielungen auf Beziehungen zur Polizei, zu M i n i st e r n wie v. M i q u e l oder zu Persönlichkeiten, die sich für eine Begnadigung mit Erfolg einlegen könnten, durchziehen seine Darlegungen I Durch seine ganzen Ausführungen klingt die Erwartung durch, daß ihm Freisprechung und eine gute Note werde, weil er ja doch„nationaler" Kämpfer gegen den„lim» stürz" seil Wir gönnen ihm eine solche Freisprechung und den bürgerlichen Parteien ihren„nationalen Kämpfer" l politileke(UberNcKt. Berlin, den 29. Oktober 1910. BethmannS Wahlkampfparole. Bisher war nur bekannt, daß der Reichskanzler die so- genannten„staatserhaltenden" Elemente bei der nächsten Reichstagswahl samineln und zum gemeinschaftlichen Kampf gegen die Sozialdemokratie führen will: aber über die Vater- ländische Parole, unter der dieser Kampf geführt werden soll, verlautete nichts. Nach dem letzten Rückblick des Kanzler- organs, der„Norddeutschen Allgemeinen Zeitung", scheint be° absichtigt zu sein, der Parole die Fassung zu geben:„Gegen die rote Revolutio n". Dieses tranige Blatt der- kündet nämlich in seinem Wochenrückblick: Im übrigen ist auch in dieser Woche mancherlei über das Programm des Reichskanzlers geredet und geschrieben worden. So hat der Abg. Herr v. Oldenburg bei Vorträgen in seinem Wahlkreise sich darüber geäußert, wie ein solches Programm aus- sehen müßte, und mit besonderem Nachdruck die Notwendigkeit einer scharfen Bekämpfung der Sozialdemo- kratie betont. Der Reichskanzler hat eö nie im Zweifel gelassen, daß er hierin eine der Hauptauf- gaben der Regierung und der Parteien sieht. Die ernsten Symptome, die in Moabit und anderwärts zutage getreten sind, sprechen deutlich genug von den Fortschritten der revolutionären Massenver- hetzung, deren Uebermut durch die Paralysierung der sich in Zwietracht verzehrenden staatserhaltenden Kräfte nur erhöht werden kann. Mögen die bürgerlichen Parteien die Lehren dieser Vorgänge beherzigen! Wenn diese Worte einen Sinn haben, dann können sie nur bedeuten: die Regierung wird die bürgerlichen Parteien zum gemeinsamen Kampf gegen die Sozialdemokratie auf- rufen, indem sie die Moabiter Unruhen als die ersten Vor- boten der von der Sozialdemokratie angeblich geplanten blutigen Massenerhebung hinstellt. Diese schöne Absicht des Philosophen von Hohenfinow überrascht uns keineswegs. Wenn Bülow bei der letzten Reichstagswahl einen Erfolg mrt der Parole der Vater- l ä n d i s ch e n Sammlung gegen Sozialismus und Ultra- montanismus hatte, warum sollte sich denn nicht Herr v. Beth- mann Hollweg einbilden, daß er dasselbe zu erreichen vermag. wenn er nur genügend den roten Lappen schwenkt und vor den Augen furchtsamer Spießbürger den 10. August oder die so- genannten Septembermorde des Jahres 1792 heraufbeschwört. Nicht umsonst werden in der reaktionären Presse die Vorgänge in Moabit maßlos übertrieben und mit blutigroten Farben ausgemalt. Man spekuliert auf die Angst des ehrsamen, für seine Sparpfennige und sein Leben zitternden Pfahlbürgers. Aber trotz aller Raffiniertheit, mit der die ganze kleine wohlgesinnte Provinzpresse noch immer nach Reichsverbands- rezept gegen die sogenannte„s o z i a l d e m o k r a t'i s ch e Revolution in Moabit" wettert, dürfte sich Herr v. Bethmann Hollweg irren. Der Kleinbürger ist. in den letzten Jahren so oft in seinem Vertrauen auf Regierungs- Verheißungen getäuscht worden, daß er allen Worten, die von jener Stelle kommen, nicht mehr glaubt. Zudem pauken die Steuerlasten und steigenden Lebensmittelpreise selbst dem ein- sältigsten Schädel allgemach Verständnis für die Schönheiten unseres heutigen vaterländischen Regiments ein. Zuverlässige Richter für Moabit. Der Justizminister hat auf die Eingabe der Verteidiger in den Aufruhrprozessen ablehnend geantwortet. Der Justizminister hebt hervor, über die Verteilung habe nur das Gericht zu entscheiden. Daß die erste Anklage bei der Strafkammer 4 zur Eröffnung des Hauptverfahrens vor der Strafkammer 3 erhoben worden ist, habe lediglich darin seinen Grund, daß in der betreffenden Sache die Voruntersuchung zuerst geschlossen worden wäre. Bei dieser Sach- läge vermöge er zu Maßnahmen im Justizverwaltungswege einen Anlaß nicht zu erkennen. Die Verteidiger haben darauf dem Justiz- minister erwidert, daß ihre Eingabe keinen Anlaß zur Annahme gäbe, sie hätten den Minister zu einem Eingriff in die Beschluß- fassuiig der Gerichte veranlassen wollen. Wohl aber hätten sie gebeten, die dem Ministerium untergeordnete Staatsanwalt- schuft anzuweisen, nach Gesetz und Geschäftsplan zu verfahren. Selbst wenn in der Sache gegen Hagen und Genoffen die Vor Untersuchung zuerst geschlossen wäre, läge kein Grund vor, ge- rade aus diesem Fall eine getrennte Anklage zu machen un- mittelbar vor Einreichung der Anklagen in den übrigen, eben- falls genügend geklärten Fällen. Wenn diese mit der Sache Hagen in solchem Zusammenhange ständen, daß ihre nach- trä gliche Verbindung beantragt werden könnte, s» hätte auch die Anklage genieinsam erhoben werden müssen. Di« Staatsanwaltschaft habe anfänglich durch die Bezeichnung als.Nachtragsanklagen" und später durch die Anträge auf Verbindung der Sachen vor einer Kammer versucht, das zu erreichen, zu dessen Verhinderung der Geschäftsplan geschaffen sei, nämlich die Auswahl eines beliebigen Kollegiums und die Durch- brechung der Geschäftsverteilung des Landgerichts. Durch dieses Vorgehen der Staatsanwaltschaft würden aber die Angeklagten ihrem gesetzlichen Richter entzogen. Der Justtzminister ist nach dem Gesetz unzweifelhaft berechtigt. die Staatsanwaltschaft zur Zurücknahme ihres Verlangens anzu» weisen, die Sachen zu verbinden und vor die Liebersche Kammer zu bringen. Durch solche Anweisung wäre der Schein vermieden, daß die Staatsanwaltschaft nach„zuverlässigen" Richtern suchte. Daß wir vom Justizminister solche dem Gesetz und dem Rechtsgefühl entsprechende Anordnung nicht erwarteten, haben wir bereits vor der Antwort des Ministers betont. Gleichviel wie das Gericht über da« staatsanwaltschaftliche Vorgehen befinden wird, ist durch daS erörtert« Verfahren der Staatsanwaltschaft eine arge Ber- schleppung der Strafverfolgung herbeigeführt. UebrigenS ist auch in einigen SchlvurgerichtSfaHen Anklage erhoben. Diese können in der am 17. November be- ginnenden Schwurgerichtsperiode zur Verhandlung gelangen und müssen zur Verhandlung in dieser Periode gelangen, wenn der Staatsanwaltschaft ebenso wie den verhafteten Angeklagten auf endliche Klarstellung der Sachlage in öffentlicher Schwurgerichts- Verhandlung gelegen wäre. Da steckt aber der Hase im Pfeffer! DaS geschilderte Verhalten der Anklagcbrhörde läßt darauf schließen, daß zunächst die Aburteilung einiger Angeklagter durch eine„zuver- lässige" Strafkammer erzielt werden soll, um dann das Urteil im Schwurgerichtsverfahren Geschworenen gegenüber ausspielen zu können, von denen man hofft, daß sie sowieso zuungunsten der An- geklagten bereits durch die auZ trüber Polizeiquelle geflossenen un- wahren Berichte der bürgerlichen Presse, von der„Kreuz-Zeitung" bis zur„Vosfischen Ztg." und dem„Berliner Tageblatt", beein- flußt sind._ Kamarillawirtschaft im Musterländle. Die„Braunschweigische Landesztg." berichtet über die preußischen Einflüsse, die sich in Baden geltend machen, das folgende: „Herr v. Bodman hat sich gewendet unter dem Drucke, der von oben her auf ihn ausgeübt wurde. Weniger vom Großherzog von Baden, aks von seiner Mutter, der Großherzoginwitwe Luise, die sich trotz ihres hohen Alters nicht ausschließlich um ihre Humanitären Einrichtungen, sondern auch sehr lebhast um die Politik kümmert. Dem Zentrum insbesondere hat diese preußische Prinzessin immer die Hand gereicht. In Berlin weiß man auch ganz genau, daß der Weg zur badischen Regierung nicht über Großherzog Friedrich, sondern über seiner Mutter Schreibtisch führt, und Eingeweihte merken in Baden bald, woher der Wind weht, wenn die badischen RegierungSkreise sich bemühen, der preußisch-deutschen Reichsregierung gegenüber sich gefällig zu erweisen. Auch Kaiser Wilhelm kennt diesen Weg und ist ihn schon wiederholt gegangen. Um nur einige Beispiele zu nennen, er- innen, wir an den Widerstand, den die badlsche Regierung dem Fallenlassen deS ErbschaftS st euergesetzeS in der Reichsfinanzreform entgegensetzte. W i l h e l m II. weilte damals zur entscheidenden Stunde in Karlsruhe und eS ist nicht unbekannt geblieben, daß er anläßlich einer Spazierfahrt im Schloßpark mit der Großherzoginwitwe Luise unter vier Augen mit ihr dieses Thema er- örterte. Bald darauf war auch der W i d e r st a n d des verstorbenen tinanzministerS Dr. Honsel! in dieser Frage gebrochen. uch in der Frage der S ch i f f a h r t S a b g a b e n hat die badiiche Regierung von dem Tage an ihre Oppositionsstellung der- lassen müssen, wo Preußen der Großherzogin Luise zu verstehen gab, daß ihm an dem Zustandekommen dieses Gesetzes unendlich viel gelegen sei, weil eS zu seinem Vorteil die süddeutsche Industrie mit unerschwinglichen Abgaben belaste... Dieser preußische Einfluß auf Baden macht sich auf allen Gebieten bemerkbar und tritt jetzt in der Politik wieder ganz klar zutage." Diese Enthüllungen sind sicher sehr interessant und der Einfluß der Großherzogin- Mutter beweist jedenfalls, daß es im demokratischen Musterländle noch sehr an wirklicher Demokratie mangelt. Diese höfischen Einflüsse zeigen zugleich, wie richtig es ist, statt an monarchischen Loyalitätsbezeugungen teilzunehmen, im Volke die Erkenntnis über die von monarchischen Institutionen untrennbarenSchädenun- verantwortlicher Einflüsse wach zu halten. Das kann natürlich nur durch prinzipielle republikanische Erörterungen geschehen, für die das Interesse um so lebhafter sein wird, je weniger der Gegensatz zwischen Monarchie und DemokraNe durch liftig sein sollende taktische Schachzüge verdunkelt wird. Besonders interessant ist übrigens auch, daß W i l h e l m II. selbst sich für das Fallenlassen der ErbschaftS- st euer eingesetzt hat. Bekanntlich hat dies den Sturz B ü l o w s und den Herrschaftsantritt des schwarzblauen Blocks zur unmittelbaren Folge gehabt. Wilhelms II. Stellung gegen Bülow und für die Schwarzblauen ist ja ein offenes Geheimnis, es ist aber bisher noch nicht aus- gesprochen worden, daß er an der Herbeiführung dieser neuen Aera so aktiven Anteil gehabt hat. Auch ein Symptom. Aus Baden wird uns berichtet: In dieser Woche tagte der Landständische Ausschuß, die einzige parlamentarische Institution, die während der Landtags- Vertagung besteht. Meistens tritt der Ausschuß nur einmal zur Prüfung der Rechnungsberichte zusammen. Den Abschluß bildet gewöhnlich ein gemeinsames Gastmahl, zu dem der Vorsitzende einlädt. Bisher wurden dazu sämtliche Ab- geordnete geladen, diesmal aber wurde die sozialdemokratische Vertretung, die Genossen Geis, der erste Vizepräsident der Kammer, und Ad. Geck von der Einladung aus- geschlossen. Der Vorsitzende des Kollegiums ist der Prinz Max von Baden, der künstige Großherzog. Zentrum und Wahlrecht. Die Ultramontanen deS Regierungsbezirks Düsseldorf hielten dieser Tage in Cleve ihren Parteitag ab. LandtagSabge- ordneter Freiherr v. Loe erstattete den Bericht über die Tätigkeit deS Zentrums im preußischen Abgeordnetenhause. Wie die„Köln. Volkszeitung" mitteilt, befaßte sich der Redner eingehend mit der Wahlrechtsfrage, zeichnete in großen Zügen daS bisherige Wahl- recht, die Regierungsvorlage und die Behandlung der Frage im Abgeordnetenhause und Herrenhause. In ihrer letzten Gestalt wäre die Vorlage keine Verbesserung, sondern eine Verschlechterung des bestehenden Rechtes, und zwar wesentlich im liberalen Sinne ge- wesen. Statt dem M i t t e l st a n d e, der doch der Träger der staats- erhaltenden Fortentwickelung sei, einen erweiternden Einfluß auf die Gesetzgebung zu bewilligen, festige sie noch mehr die Herrschaft der Plutokratie. Dazu habe das Zentrum seine Hand nicht bieten können. Ob die Regierung in kürzerer Frist eine neue Vorlage machen werde, stehe dahin. Das stände fest, daß eine solch« Vorlage auf dem Boden des geheimen Wahlrechts stehen werde. Die Sorge des Zentrums geht auf den„M i t t e l st a n d", der die Stärke der Partei in Stadt und Land ausmacht. Wie die Ar- beiter, die auch in katholischen Gebieten mehr und mehr sich der Sozialdemokratie zuwenden, dabei fahren, kommt für das Zentrum weniger in Betracht. Luch der zweite Redner, der„Arbeiterabge- ordnete" Schiffer, der über die politische Lage im Reiche redete, ließ sich über die preußische Wahlrechtsvorlage aus. Er sagte: „.Unser Hauptfeind siebt auf der äußersten Linken. Die Sdzialdemokratie wird im bevorstehenden Wahl- kämpf wie nie zuvor gegen den Zentrumsturm anstürmen. Das Zentrum muß schnell und entschieden einen energischen Kampf gegen die Sozialdemokratie eröffnen. Nicht nur Ab- wehr, sondern offener Angriff ist vonnoten. Wir können be- weisen, daß die Sozialdemokratie aus reiner Oppositionslust bei der Reichsfinanzreform total versagt, die Arbeiterint er- essen im Stiche gelassen und den Scharfmachern in die Hände geiirbcitet hat. Wir können Belege dafür bringen, wie unser Zentrum bei der verunglückten preußischen Wahlrechts- reform voll und ganz seine Pflicht getan hat, daß dagegen die Sozialdemokratie durch ihren maßlosen Radi- kalismus verdorben hat, was sie nur Verderhen IS.nntc."' Daß Herr Schiffer zum Kampf gegen Re Sozlakbemokrafle scharf macht, verargen wir ihm nicht; er weiß, was er in seinem Wahlkreise Recklinghausen-Borken von ihr zu fürchten hat. Im übrigen ist Herr Schiffer als Politiker wie als Gewerkschaftsführer eine derart fragwürdige Gestalt, daß man Nachsicht mit ihm haben mutz, weshalb wir über sein Gerede hinwegsehen wollen. Es ist die alte Geschichte: je ärger die Sünden des Zentrums, desto toller schimpfen seine Agitatoren über die Sozialdemokratie! Hofgeschichten. Der König von Sachsen hat neulich dem Großherzog von Meck- lenburg-Strelitz einen Besuch abgestattet. Bei einer Hoftafel hat nun Friedrich August von Sachsen in einen Trinkspruch die Be- merkung einfließen lassen, daß„in der gegenwärtigen Zeit die deutschen Bundesfürsten treu zusammenstehen müßten". Dieser Trinkspruch ist im„Reichsanzeigcr" ebensowenig abgedruckt worden, wie die übrigen Neustrelitzer Tafelreden. Nun kommt ein ultramontancs Blatt, die von Dr. A. Hausen in München herausgegel-ene„Allgemeine Rundschau" (Nr. 44 vom 29. Oktober 1910) und enthüllt mit sichtlichem Behagen die Gründe der Unterdrückung jener fürstlichen Tafelreden. Danach ist man in Berlin verstimmt wegen der mißlichen ehelichen Verhältnisse am grotzherzoglichen Hofe. Der jetzt im 33. Lebensjahre stehende Grotzherzog Adolf Friedrich übe bei seinem alljährlichen Riviera-Aufenthalt nicht die Vorsicht und Zurückhal- tung, die schon durch die äußeren Umstände geboten sei. Unter dem durchsichtigen Inkognito eines Grafen Altwenden(der Großherzog führt den Nebentitel eines Fürsten der Wenden) werde der Groß- Herzog mit einer„Madame Urbas"(aus Frankfurt a. M.) und mit seinemKammerherrnBaronv.Blücher in der offiziellen Fremdenliste aufgeführt. Den Gästen und Passanten des Hotels, in dem er seit Jahren mit Madame UrbaS und seinem Kammerherrn wohne. würde er öfters als Sehenswürdigkeit gezeigt. Man müsse die Verhältnisse an der Rwiera kennen und wissen, wieviele illegitime Paar« aus zahlungsfähigen Kreisen dort ein vorübergehendes Asyl suchten, um die Wirkungen des geschilderten Zusammenseins er- messen zu können. Die Großherzogin Elisabeth habe an der„Ehe- irrung" ihres Gatten in den ersten Jahren schwer gelitten, so daß sie zeitweilig sogar in einer Nervenheilanstalt habe Heilung suchen müssen. Der Kaiser und die Kaiserin, deren strenge Anschauun- gen hinlänglich bekannt seien, ständen dieser„Eheirrung" im grotzherzoglichen Hause Mecklenburg-Strelitz mit besonderem Un- behagen gegenüber. Der König von Sachsen sei jedoch selbstver» ständlich nicht darüber unterrichte! gewesen. „Geistliche Zeitungszensoren". Zu der Notiz in Nr. 243 wird uns geschrieben: Nicht nur die„Köln. Volkszeitung' hat unter geistlicher Zensur gestanden, auch von anderen katholischen Blättern ist schon verlangt worden, daß sie ihren politischen Teil unter die Oberaufsicht der Geistlichkeit stellen. Als im Jahre 1907 der verstorbene Zentrums- mann Fusangel in Konflikt mit seiner Partei geriet, machte er in einer Versammlung Ausführungen, die darauf schließen ließen, daß bei der Zentrumspresse ziemlich allgemein eine solche Zensur ausgeübt wird. FuSangel erklärte nämlich: Niemand könne ihm vorwerfen, daß er gegen das Partei- Programm verstoßen habe, aber dagegen habe er sich gewehrt, daß ihm, dem alten Journalisten, der seit 34 Jahren für die Partei gekänipft und Gefängnisstrafen erlitten habe, zugemutet worden sei, alle politischen Artikel, die er schreibe, erst dem Pfarrer Mertensmeyer vorzulegen. DaS sei ihm vorgekommen, als wenn ein Pfarrer erst dem Küster die Predigt vorlegen solle._ Die Willkür der Staatsanwaltschaft. Nachdem die Justizkommission eingangs der Sonnabend» sitzung einer Anregung unserer Genossen folgend, beschlossen hatte, im Z 147 zu bestimmen, daß dem Verteidiger nach beantragter Er- öffnung des Hauptverfahrens die Einsicht in alle dem Gericht vor» gelegte Akten nicht verweigert werden darf, trat sie in die Diskussion über den K ISSn ein, der die Durchbrechung des LegalitätS Prinzips für die Staatsanwaltschaft fordert. Die Diskussion über den Paragraphen und mehrere dazu vorliegenden Anträge wurde zwar beendet, die Abstimmung aberblS zur Mittwochsitzung vertagt. Aus der militärischen Ferienkolonie. lieber die Behandlung von Landwehrmännern, die zu einer Uebung nach dem Lager Hammelburg(Bayern) ein- berufen waren, werden in einer Zuschrift an die!.Oberfränk. Volks- zeitung' allerhand befremdliche Einzelheiten gemeldet. Am 1. Okiober vormittags 8 Uhr mußten die Landwehrinänner auf dem Bezirkskommando in Hof iein, nachmittags um Uhr ging der Transport nach Hammelburg los. Nachts 12 Uhr kamen fit in Hamnielburg an und mußten noch eine ganze Stunde auf dem Bahnhof stehen, obwohl sie den ganzen Tag nichts mehr zn essen erhalten hatten. Nachts 2 Uhr kamen sie auf dem Truppenübungsplatz an und um 3 Uhr erst bekamen sie etwas zu essen: Kaffee und für S Pf. Brot. Oesterreick. Die Fleischteuerung. Die LandeSparteivertretung der Sozialdemokratie Deutsch- Böhmens hat eine Aktion eingeleitet, damit auch nach dem ersten Industrieland des Reiches argentinisches Fleisch, und zwar in nicht bloß andeutungsweisen Mengen eingeführt werde. Die Genossen sollen überall die Gemeindevertretungen zum Anschluß an die Aktion bestimmen bezw. die Städteverwal- tungen zur Bereitstellung der erforderlichen Kühlanlagen und zum Verkauf des Fleisches in eigener Regie und zum Selbstkostenpreise. frankreick.' Die Stellung der Parteien. Paris, 29. Oktober. Die sozialistifch-radikale Gruppe der Deputiertenkammer faßte in einer gestern abend abgehaltenen Versammlung mit 25 gegen 14 Stimmen den Beschluß, nach Beendigung der Jnterpellationsdebatte eine Tagesordnung einzubringen, in welcher über den Eisen- bahnerstreik Bedauern ausgesprochen und die Regie- rung ersucht wird, die Forderungen der Eisenbahner einer Lösung entgegen zuführen, die an der Sabotage unbeteiligten Eisenbahner wieder einzustellen und die Frei» heit des Syndikats zu schützen. Der größte Teil der Radikalen und der Linksrepublikaner dürfte jedoch eine bereits unter den Deputierten zirkulierende Tagesordnung annehmen, in welcher der Regierung Ver» trauen ausgesprochen und ihr Vorgehen sowie ihre Er- klärungen gebilligt werden. Die regierungsfreundlichen Blätter erklären, das Ministerium werde eine nur ganz offene Vertrauenstagesordnung annehmen. Es sei Sache der repu» blikanischen Parteien, sich über einen durchaus unzweideutigen Wortlaut zu einigen._ Die Jnterpellationsdebatte. Paris, 29. Oktober. Die Deputiertenkammer setzte heute nachmittag die Besprechung der Interpellationen über den Eisenbahnerausstand fort. Willm(gecinigter Sozia- list) sprach sich tadelnd darüber aus, daß die verhafteten Mitglieder des Streikkomitees noch nicht verhört worden seien. Dadurch fei das Gesetz verletzt worden. Nachdem dann noch mehrere Bednar von per Äußersten Zinken Angriffe gegen die Regierung gerichtet Fakten, etllatle �ustizminister Bar!?su, dllen Ver- hafteten seien die gegen sie erhobenen Beschuldigungen bekannt. Niemand sei gerichtlich verfolgt worden, weil er sich an dem Aus- stände beteiligt habe. Er halte das, was er im Senat über das Streikrecht der Eisenbahner gesagt habe, aufrecht. Die Verhaf- tungen seien erfolgt wegen Angriffen auf die Freiheit der Arbeit und wegen Sabotage. Der Untersuchungsrichter habe erst Erkundigungen eingezogen und dann begonnen, die Ver- hafteten zu verhören, das Gesetz sei also nicht verletzt worden. (Beifall.) Im weiteren Verlauf der Sitzung kam es zwischen dem Deputierten R e i n a ch und mehreren anderen Deputierten zu einem Zwischenfall. Als diese ihm vorwarfen, er erhebe gegen die Ungesetzlichkeiten, deren Opfer die Eisenbahner geworden seien, keinen Einspruch, erwiderte Reinach, die Ungesetzlichkeiten seien nicht erwiesen, er warte auf Beweise. I a u r e s macht eine Anspielung auf den Fall Drehfus, für den Reinach eingetreten sei. und bemerkt: Wir haben keine weiteren Beweise verlangt, um DreyfuS aus dem Bagno zu befreien. Wir werden ebenso die Eisenbahner aus dem Gefängnis befreien. I a u r e s sprach dann über eine in einem Artikel der„Huma- nitc" gebrauchte Redewendung, welche als eine Aufforderung zur Ermordung Briands gedeutet worden ist. I a u r e s bestritt diese Absicht. Er warf der Legierung vor, sie habe keine Anstren- gungen gemacht, um einen Ausgleich herbeizuführen. Mille- r a n d protestierte abermals. I a u r e s warf in heftigen Worten den Ministern Viviani, Millerand und B r i a n d vor, sie hätten früher den nordfranzösischen Arbeitern das Versprechen ge- geben, sie wollten mit ihnen für das Recht auf Streik kämpfen. Die Regierung habe nicht das Recht, die Eisenbahner ein- zuberufen, um so den Streik zu verhindern. Der Redner bestritt die Berechtigung der von Briand aufgestellten Behauptung, daß der Eisenbahnerausstand eine Verschwörung war. Portugal. Trennung von Kirche und Staat. Lissabon, 26. Oktober.(Eig. Ber.) Die provisorische Regierung scheint den Kampf gegen den Klerikalismus energisch aufnehinen zu wollen. Die Güter der religiösen Orden werden konfisziert. Ueber ihre Verwendung soll das neue Parlament entscheiden. Außerdem hat der Mi- nister Joss Relvas, um das Kultusbudget schrittweise zu ver- mindern und die Welt�eistlichkeit allmählich einzuschränken, beschlossen, nur jene Geistlichen weiterhin zu besolden, welche ohne andere Einkünfte sind. Die hohen Würdenträger der Kirche dagegen, Bischöfe, Erzbischöfe und Kardinäle, sollen vom Staate keinen Gehalt mehr empfangen, ebenso- wenig wie jene Priester, die nach Errichtung der Republik ein- gesetzt worden sind. Die vollständige Trennung von Kirche und Staat soll innerhalb eines Monats durchgeführt werden. Rene Handelsverträge. Lissabon, 2S. Oktober. Die Regierung beabsichtigt, das System der handelspolitischen Beziehungen mit dem Auslande zu ändern und über den Lbschlutz neuer Handelsverträge zu verhandeln. Auf Einfuhrartikel aus den Ländern, die den portu- giesifchen Waren nicht das Recht der Meistbegünstigung einräumen, sollen Zuschlagszölle erhoben werden. DaS Gesetz über die Einführung dieser Zuschlagszölle soll erst nach dem Zusammentritt der konstituierenden Versammlung zur Anwendung gebracht werden. In gleichem Zeitpunkt werden die bereits abgeschlossenen Handels- Verträge zur Vorlage gelangen.— Spanien. Die Kirchevfrage. Madrid, LS. Ottober. In seinen gestrigen Ausführungen im Senat erklärte Ministerpräsident CanalejaS. er werde vor Jahresende dem Parlament einen Abänderungsentwurf zum Vereinsgesetz vorlegen. Vorher aber muffe daS Ca- denasgesetz(Sperrgesetz, das die Neubildung von Orden unter- sagt) angenommen werden. Für die spanische Kirche habe die kritische Stunde geschlagen und der Augenblick sei gekommen, das klerikale Problem zu lösen. Wenn die liberale Partei das Problem jetzt nicht löse, werde sie es niemals lösen. Die Ablehnung des CodenasgesetzeS werde nicht auf ihn allein zurückfallen, sondern auf die liberale Partei und in letzter Linie auf das Vaterland.(Langanhaltender Beifall.) Der Generalstreik in Sabadell. Sabadell, LS. Oktober. Die Arbeitseinstellung in Sabadell ist nunmehr nahezu v o I l st ä n d i g. Die Straßen sind von Truppen und Zwilgardisten besetzt, die Zeitungen erscheinen nicht mehr. Die Bäckereiarbeiter haben beschlossen, Montag ebenfalls in den Streik zu treten. Cnglanck. Ein Optimist. London, 28. Oktober. Minister Pease hielt heute in Man- chester eine Rede, in der er ausführte, solange die liberale Regierung am Ruder sei, könne er nicht glauben, daß irgend- eine nur denkbare Lage eintreten werde, in der es nötig wurde, Geld für die Flotte zu borgen. England befinde sich gegenüber jeder anderen Nation oder Kombination von Mächten in so überlegener Stellung, daß eS als absolut gewiß gelten könne, daß ein Einfall in sein Gebiet nicht möglich sei. Deutschland halte mit der Ausführung seines Flotten- Programms zurück, und er hoffe zuversichtlich, daß dies ein erster Schritt in der Richtung auf eine Verringerung der KriegSrüstungen sein werde. pevNen. Nmtricdr deL entthronten Schahs. Köln, LS. Oktober. Die„Kölnische Zeitung" meldet aus T e h e- ran: Die persische Regierung fing erneut Briefe des ab- gesetzten Schahs an einen Turmenenstamm auf. worin er diesen auffordert, die Aufständischen in Masenderan zu unterstützen. Nach dem Protokoll über die Abdankung des Schahs ist er dadurch seines JahreSgehaltS verlustig gegangen. Der Minister des Aeußeren ist' entschloffen. eS zu streichen. Es fragt sich, ob Ruhland dieS zugeheo wird. dnfgtiay. Unruhen. London, LS. Oktober. Nach einer Blättermeldüng aus Monte- Video ist die Lage in Uruguay sehr ernst. Man befürchtet den Ausbruch der Revolution, der nur durch den Mangel an Pferden verzögert worden sei. An den Grenzen finden Ansamm- lungen von bewaffneten Revolutionären statt; die meisten Tele- graphcndrähte sind zerschnitten. Die Bevölkerung ist in großer Un- ruhe. Die Regierung hat nach den Punkten, an denen es erforder- lich ist, Truppen entsandt und mehrere Verhaftungen vor- genommen._ Die württembergllche Candes- Versammlung. In Stuttgart tagte am 8. und 19. Oktober die Landes- Versammlung der württembergischen Sozialdemokratie. Sie war von LöS Delegierten beschickt. Als Vertreter des Partei» Vorstandes war Genosse Ebert anwesend. Der Bericht des LandeSvorstanbe» zeigt«ine erfreu- licheS Fortschreiten der O r g a n i s a t i o n. An 20 Orten sind neue Vereine gegründet. Die Mitgliederzahl stieg von 19373 auf 22690. Die Parte, Press e entwickelt sich ebenialls günstig. Neben der„Tagwacht", die 22 900 Abonnenten zählt, besteht jetzt im Lande das Heil» bronner„Neckar-Echo" mit über 7000 Lesern und im 10. Wahlkreise(Gmünd-Göppingen) ist ein neues Partei- organ, die„Freie Bolkszeitung" gegründet worden, das nach dem ersten Anlauf 3800 Abnehmer fand. Die Frauen- bewegung hat Fortschrite gemacht, die Zahl der organisierten Genossinnen beträgt 803; auch die Jugendbewegung ent- wickelt sich gut. In 17S Gemeinden find 2S4 Gemeinde- r a t s- und 318 Bürgerausschuß- Mitglieder tätig. Die Bildungsarbeit ist rege. Kurse werden von den, Genoffen Dr. Duncker und I. Borchardt abgehalten. Die Einnahmen der Landeskasse beliefen sich im letzten Jahr auf über 17 000 Mark, der Bestand beträgt 14 305 gegenüber 714S Mark im Vorjahre. Die Zahl der Mitglieder, die 10 Pfennig Wochenbeitrag bezahlen, ist auf 9000 gestiegen. Es gibt aber noch eine Reihe von Vereinen, die noch nicht einmal einen Monatsbeitrag von 30 Pfennig erheben. Die OrtSvereine haben insgesamt einen Bestand von 20 650 Mark. Die Diskussion drehte sich hauptsächlich um einen An» trag v on Stuttgart-HaSl och: Die LandeSverfammlung wolle beschließen: die Redattion der „Schwäbischen Tagwacht" wird verpflichtet, in allen parteipolitischen und parteitaktischen Fragen eine präzisere und exaktere Stellung einzunehmen, als dies bisweilen der Fall war. dem der folgende vom Genossenen Stub er entgegengestellt wurde: Die LandeSverfammlung erklärt, daß fie mit der Haltung der „Schwäbischen Tagwacht" in bezug aus parteipolitische und Partei- tattische Fragen mit dem Genossen Keil einverstanden ist und er- wartet, daß in Zukunft die„Tagwacht" im gleichen Sinne weiter redigiert wird. Später wurde die erste Resolution zugunsten der folgenden Lachermaier« Gmünd eingereichte zurückgezogen: „Die LandeSverfammlung geht über alle tadelnden und lobenden Anträge, die„Tagwacht" betreffend, zur Tagesordnung über. Sie verlangt aber,„daß für die Zukunft die Partei« redaktion der„Tagwacht" in kollektiv-demokratischer Beschluß- fasiung die Parteipolitik behandelt." In der sehr lebhaften Debatte, die die ganze Sonnabendsitzung ausfüllte— der Schluß erfolgte erst 10% Uhr— verteidigte Genosse Keil die Hallung der Schwäbischen„Tagwacht", ihm traten die Genoffen Hildenbrand. Mattutat, Hehmann, Feuerstein, Hofent hin und Roßmann- Stuttgart. Wagner- Aalen, Neugebauer- Ludwigsburg unter andern zur Seite, während Gläser, Stetter- Stuttgart, R e i ch l e» Fellbach, S ch e p p e r l e- Göppingen, Klara Zetkin. West- m e y e r- Stuttgart, K i n k e l- Göppingen, Kri l le- Stuttgart sich für die Resolution Stuttgart-Hasloch bezw. Lachermaier Gmünd aussprachen. Dabei spielt die Stellung zur Budgetfrage und die Haltung der LandtagSfraktion eine große Rolle. Schließ- lich wird die Resolution Lachermaier gegen eine größere Minderheit abgelehnt, die Resolutiou Stuber gegen eine starke Minderheit ange- n o m m e n. In der Sonntagssitzung wurde der Antrag gestellt, die Ab- stimmung zu wiederholen, der Borsitzende, Genosse Dietz wies ihn jedoch als unzulässig zurück. Der Parteitag wurde sodann von den Genossen Ebert(Parteivorstand), Müller- München(bayri- scher Landesvorstand und Dr. Wall- Straßburg(elsatz-lothringi- scher Landesvorftand) begrüßt. Dann begann die Beratung der An- träge; u. a. wurde ein Antrag, den 10 Pfennig-Wochen« b e i t r a g für das ganze Land einzuführen, abgelehnt. Es wurde von Vertretern der kleineren Organisationen erklärt, daß er zurzeit noch nicht durchführbar sei. Gegen eine im Lauf der Versammlung gestellte Resolution, die von 100 Genossen unterschrieben war. und die Genosse Kopp» Gmünd begründete: „Nachdem eine weitgehende Aussprache über die Haltung der „Tagwacht" stattgefunden hat, erwartet die Landesversammlung, daß künftig die Genoffen in der Redakrion in allen parteipolitischen Fragen eine parleigenössische Verständigung untereinander herbei- zuführen suchen" wendete Gen. Hildenbrand ein. daß eS ein Versuch sei. die tagS vor- her abgeschlossenen Diskussionen auf» neue zu eröffnen. Genossin Zetkin wendete sich dagegen. Die Resolution wurde sodann angenommen. Das Referat des Genossen Hildenbrand über die Reichspolitik wurde wegen vorgerückter Zeit abgesetzt. Daraus erstattete Genosse Kell ein ausführliches Referat über die Landespolitik. Dazu wurden zwei Resolutionen eingebracht. Die erste lautete: „Die LandeSverfammlung der württembergischen Sozialdemo- kratie ist mit der von der Landtagsftaktion entwickelten Tätigkeit in vollem Umfange einverstanden und hat das Ver- trauen zu ihr, daß sie auch in Zukunft ihre Aufgaben in ge- wisseuhaster und den Interessen der Partei förderlicher Weise er- füllen wird." Die zweite Resolution hatte folgenden Wortlaut: „Die LandeSversommlung erklärt sich mit der Tätigkeit der sozialdemokratischen LandtagSfraktion im letzten Jahre ein- verstanden. Sie erwartet, daß auch in Zukunft unsere Volksvertreter dem Programm und den ParteitagSbeschlüsien getreu die Jntereffen des Proletariats rücksichtlos wahrnehmen." Genosse H i tz l e r- Heilbronn sprach für die erste Resolutton. O st e r- Stuttgart-HeSlach und West meyer- Stuttgart für die zweite, dann wurde nach heftiger Geschäftsordnungsdebatte die Debatte geschloffen. Im Schlußwort wendete sich Genosse Keil gegen die zweite Resolutton. Die erste Resoluiion wurde dann mit 4S gegen 26 Stimmen abgelehnt, die zweite mit 4S gegen 48 Stimmen angenommen. In den Landesvorstand wurden gewählt: Sperka als Vorsitzender mit 254 Stimmen. WaSner als Sekretär 250 Stimmen, als Beisitzer Harber mitLlS, Hildenbrand mit 173. Fischer-Caiinstall mit 171, Klara Zetkin mit 164 und Fiscber-Smtlgart mit 141 Stimmen. Weitere Stimmen erhielten: Hosckka 129, Bullmer 110, Remmlinger Sv und Lutz 88. Es scheiden auS dem Landesvorstand aus H o s ch k a und R e m m- l i n g e r und eS treten dafür ein Zetkin und Fischer- Cannstatt. Zum Scbluß wurden eine Shmpathieresolution für die finnischen Freiheitskämpfer und eine Protest- resolution gegen den Zarismus und seinegörde» rung in Deutschlang angenommen. Unser Stuttgarter Parteiblatt erinnerte uns dieser Tage daran, daß wir über die württembergische LandeSverfammlung nicht berichtet haben. ES war»nS ein Spezialbericht in Aussicht gestellt, unser Korrespondent hat aber von einer Berichterstattung vorerst Abstand genommen, da er an den Verhandlungen selbst in stärkerem Maße beteiligt war. Bei diesem Auszug stützen wir uns auf den Bericht der»Schwäbischen Tagwacht": Hu3 der partei* Gemrinbewahlsieg. In K o st h e i m bei Mainz wurde von der Sozialdemokratie bei der Gemeinderatswahl ein voller Sieg errungen und damit die Mehrheit erlangt. Der Stadtrat besteht jetzt aus 8 Sozial- demokraten und 7 Bürgerlichen. DaS Zentrum Kat sejne sägttliHen Sitze eingebüßt. UarteNlteraw?. Soeben erschien im Verlage von Kaden u. Co., Dresden- Alstadt: ParvuS: Die Verstaatlichung der Banken und derSozialiSmus. S2 Seiten 3°, Preis 75 Pf.(Sozialistische Zeitfragen, Heft 3.) Diese Broschüre zeigt, wie leicht der Uebergang von der modernen konzentrierten Industrie zum Sozialismus durchzu- führen wäre, und deckt die Produktionsvorteile auf, die daraus er» wachsen würden. In einem besonderen Kapitel wird„das Staats- Problem des Sozialismus" erörtert, das heißt welche Garantien das Proletariat schaffen kann, um die Wiederkehr der Ausbeutung und der Klaffenherrschaft unmöglich zu machen. Die Gewerk- schaften erscheinen dabei unter anderem in einem neuen Lichte als geschichtliche Bildungen von großer Tragweite. In einem An- hang„ein Komplott gegen das Deutsche Reich und das deutsche Volk" wird daS Zusammenwirken der preußischen Regierung mit den Kartellen, der Zusammenhang der politischen Reaktion mit der wirtschaftlichen festgestellt und nachgewiesen, daß der Kampf der Junker um ihre Wahlrechtsprivilegien ein Kampf um ein Aus» beutungsmonopol ist. Mit dieser dritten Broschüre schließt der erste Teil beS von ParvuS unternommenen wissenschaftlichen Werkes. Die drei Broschüren sind auch zusammengeheftet als einheitliche Broschüre unter dem gemeinsamen Titel: Sozialistische Zeitfragen zum Preise von 1,65 M. zu beziehen._ Mit»Unstimmigkeiten in ber sozialdemokratischen Zentralkaffe" beschäftigt sich eine Notiz,-die durch die bürgerliche Preffe läuft. Es ist wieder das Darlehnskonto, das den Gegnern Kopf- schmerzen macht. Die Parteikasse sei eine„Pumpstation" und eine. „Sammelstelle für Gelder, über welche keine Abrechnung gegebenf noch mitgeteilt wird, wo sie, sich befinden, wie sie all» gelegt sind und wer sie verwalte t". Der Parteivorstand hat sich zu diesem alljährlich wiederkehren- den Gerede schon wiederholt erklärt. Auch in dem schriftlichen und mündlichen Kassenbericht an den Magdeburger Parteitag ist das geschehen. Es ist dort ausgeführt worden, baß unter dem DarlehnL- konto Posten laufen, die Parteiorganisationen zu besonders wich- tigen Aktionen und unseren Parteiunternehmungen bei Neuein- richtung und Betriebserweiterungen gegeben werden. Da sich unsere Parteipresse gerade in den letzten Jahren besonders stark entwickelt hat, sind freilich die Ausgaben des Darlehnskonto ge- stiegen und begreiflicherweise auch höher als die erfolgten Dar- lehnsrückzahlungen. Das ist natürlich dem reichsverbändlerischen Skribifax bekannt. Er ignoriert aber diese Tatsache, weil er sonst die Partei nicht verdächtigen könnte. Daß das reichsverbändlerische Langohr genaueren Aufschluß haben möchte über die Verzinsung der einzelnen Darlehne, über die Höhe des Reservefonds und darüber, wo er sich befindet, ist aus politischen Gründen ja sehr be- greiflich. Doch darüber brauchen sich unsere Gegner die Köpfe nicht zu zerbrechen. Daß die Zinsen nicht„anderweit verbraucht werden", dafür sorgt die in unserem Organisationsstatut vorgesehene Kassen- kontrolle, wonach sogar jeder Parteitagsdelegierte Einsicht in die Kassenbücher nehmen kann. Wie wäre es übrigens, wenn der wißbegierige Reichsverbändler zunächst mal Sorge tragen würde, daß der Reichsverband öffentlich Auskunft geben würde, wie hoch sein Reservefonds ist und jjj welchen Papierön diese Gelder angelegt sind? Eue Industrie und ftandel. Das LiebrSgabengeschäft. DaS Getreideeinfuhrscheinshstem erfreut im neuen Erntejahr die lieben Agrarier wieder einmal in hohem Maße. Für die Zeit vom 1. August bis zum 20. Oktober d. I. gestaltete die Ausfuhr sich folgendermaßen: 1910 1909 in Doppelzenter Roggen,... 2 461 706 1024 748 Weizen.... 1237 148 464343 Hafer..... 666 546 492 099 Für Roggen ergab die Ausfuhr gegenüber der Einfuhr ein Mehr von rund 1 531 000 Doppelzentnern. So wird der heimische Markt von Roggengetreide entblößt, was wieder eine Preissteigerung hervorruft. Der Staat hat zudem an Zollein» nahmen nicht nur einen Ausfall, er mußte auch im neuen Ernte- jähr wieder zuzahlen! Einer Einnahme an Roggcnzoll von 4 654 735 M. steht eine Ausgabe cm Roggeneinfuhrscheinen von 12 368 546 M. gegenüber! Also ein reiner Verlust der ReichSkasse von 7653815 M. allein bei dem RoggenzolllI Da sich jetzt auch ein schwungvoller Handel mit Weizen nach Frankreich zu entwickeln begonnen hat— dort ist der schlechte Ausfall der Weizenernte stark preisstcigcrnd gewesen, so daß zurzeit in Paris für den Weizen noch mehr gezahlt wird als in Berlin—, so wird der deutsche Zollsäckel auch durch die Weizen- ausfuhr gründlich geschröpft. Die Verminderung der Einnahmen aus dem Weizenzoll beträgt bis jetzt schon 6 864 666 M. Der Verlust an Haferzolleinnahmen ergibt für die Vergleichszeit die Summe von 3723 066 M.l! Hierbei sind die Einfuhrscheinkosten für Roggen- und Weizenmehl noch nicht einge» rechnet. Gerade die WeizenauSfuhr nach Frankreich zeigt, wie die Agrarier zu ramschen verstehen. Die Tonne Weizen kostete Mitte Oktober in Paris 230 M.. in Berlin„nur" 203 M. Da nun jede Tonne Weizen bei der Ausfuhr nach Frankreich noch 55 M. Einfuhrscheingeld einbringt, so lohnt die Ausfuhr nach dort. Im Vorjahr betrug sie von Januar bis August ganze 501 Doppel- zentner, im laufenden Jahr aber 9382 Doppelzentner; davon ent- fallen allein 9 132 Doppelzentner auf den Monat August. Mit dem so verdienten Gclde in der Tasche kann man schöne patriotische Politik machcn> gegen die Arbeiter Hetzen, die mit den französischen Proletariern gemeinsam gegen die inter- nationale Lebensmittelwucherei protestieren� Betriebseinschränkung. Die österreichischen Baumwollspinnereien haben eine Betriebseinschränkung von 25 Prozent auf die Dauer eines Jahres beschlossen. Diese soll bereits am 1. November in Kraft treten. Sibirische Butter. Die AnZfuhr von Butter au§ Rußland und namentlich aus Sibirien hat in den letzten Jahre» wegen der ständig hohen oder gar noch gestiegenen Preise einen außerordentlichen Umfang angenommen und belief sich im vorigen Jahre auf mehr als 56 000 Tonnen, wovon Deutschland und England den größten Teil verbrauchten. In London wurde sibirische Butter mit enoa 2 M. für das Kilogramm nottert. Ganz besonders stark ist der Butterverbrauch in England, denn es hat außerdem noch von dem benachbarten Irland etwa 40 000 und auS Dänemark sogar 110 000 Tonnen im vorigen Jahre erhalten. Frankreich, da« früher anch Butter ausführte, hat eS neuerdings vorgezogen, seine Pro- duktion im eigenen Laude zu verbrauchen. Das ist übrigens auch ein Beweis dafür, daß die russische Butter in ausgezeichnetem Zu» stände nach England gelangt, weil ihr Preis dort nicht höher ist als der, den französische Butter zu gleicher Zeit erzielt hat. Strcifc'CxzcIfc?- De? Streik Lee Fleischergesellen bei der Firma Ernst Morgenstern gibt der bürgerlichen Presse wieder einmal Ge- legenheit, über„Streikausschreitungen" und„Krawalle" zu schreiben. Die Streikleitung stellte fest, daß es zu Ausschreitungen weder seitens der Streikenden noch von feiten des Publikums ge- kommen ist. Allabendlich rückt allerdings in der Schererstraße, wo sich das bestreikte Geiwtul befindet, eine sebr starke Polizeiniaidt an. Die Streikleitung hat durch Plakate und Handzettel das Publi- kum von dem Streik in Kenntnis gesetzt. Die Folge davon ist, daß die Käufer den Morgensternschen Fleischwarenladen fast ganz meiden. Während sich gestern abend in allen benachbarten Ge- schäften das kaufende Publikum drängte, blieb der Laden von Morgenstern leer. Nur selten ging eine Käuferin hinein. Die Polizei war auch gestern abend wieder in sehr großer Zahl angerückt. Das lockte natürlich eine große Menge von Neugierigen an. In der Schererstraße herrschte starkes Grdränge. Durch— meistens höfliche— Aufforderungen zum Weitergehen hielten die Schutzleute das Publikum in Bewegung. Wenn die Polizei nach Schluß der Läden abgerückt wäre, würde sich auch das Publikum bald verlaufen haben. Zweckmäßig war es gerade nicht, daß die Polizei gegen 9 Uhr die Schcrerstratze einerseits an der Adolf-, andererseits an der Neinickendorfer Straße absperrte. Denn nun sammelten sich vor beiden Absperrungsketten große Menschen- massen, die in der Reinickendorfer Straße nach Tausenden zählte. Doch die Schutzleute verhielten sich, soweit wir es beobachten konnten, ruhig. Das Publikum wurde nicht nach Moabiter System provoziert, und so verhielt sich auch die Menge ganz ruhig. Später drängten die Schutzleute— ohne Anwendung von Waffen— das Mublikum mehr und mehr zurück. Das ging im großen ganzen ohne Zwischenfälle vonstatten. Mit der Zeit wurden die Schutz- leute mehr und mehr zurückgezogen, und in dem Maße, wie die Polizei von der Straße verschwand, verlief sich auch die neugierige Menge. Um Uhr war die Reinickendorfer Straße noch nicht ganz frei von Polizei und Menschenansammlungen. Die Situation machte aber den Eindruck, als wenn irgendwelche Störungen nicht zu befürchten wären. Würde sich die Polizei um den Streik gar nicht kümmern, dann würde es höchstwahrscheinlich auch keine Menschenansammlungen auf den Straßen geben. Immerhin ist es für preußische Verhält- nisse schon als ein Fortschritt anzusehen, daß hier nicht das Moa- biter System angewandt wird, durch welches sich die Polizei lächer- lich gemacht hat. Getverkrcbaftttckeq. Mle„Stmkexzeffc" gemacht werden konnte der Stettiner„Volksbote" an einen: bemerkenswerten Beispiel aufdecken. Der Redaltion unseres pommerschen Par- teiblattes wurde gemeldet, daß am Dienstag, den 19. Ok- tober, die Stettiner Polizei mit blanker Waffe und ohne jede äußere Veranlassung auf eine Anzahl streikende Seeleute eingehauen hatte, die abends gegen 19 Uhr die Wallstraße(Parnitz- bollwcrk) entlang gingen. Ein Matrose wurde dabei ver- schiedxntlich verletzt und auf der Revierwache bis zum nächsten Morgen inhaftiert. Die Redaktion des„Volksbotei:" stellte zunächst genatiere Ermittelungen an und wandte sich unter anderem auch an die Kriminalabteilung der Polizei. Dort wurde ihrem Vertreter erklärt, daß die Sache sich wesentlich anders verhalte, als man ihm gemeldet habe. Der verletzte Matrose sei auf den: am Parnitzbollwerk liegenden Dampfer „Vineta" widerrechtlich eingedrungen, weil er als Obdachloser dort nächtigen wollte. Als er aufgefunden wurde, habe er nicht gutwillig das Schiff verlassen wollen und sei deshalb die Polizei gerufen worden, die den Obdachlosen festnahm. Seine Perletzungen habe er bei einer Schlägerei an Bord des Schiffes vor Eintreffen der Polizei erlitten. Diese Auskunft mußte falsch sein, da der Verletzte seit Jähren verheiratet und in Stettin ansässig ist. Es wurden deshalb weitere Ermitte- lungen angestellt und die Redaktion unseres Stettiner Partei- blattes ersuchte auch den Vertreter des Stettiner Polizet- Präsidenten um eine Auskunft über diesen Fall. Sie wurde ihr auch in einer recht interessanten Unterredung zuteil. Der auskunstgebende Regierungsassessor erklärte nämlich: Auf dem Polizeirevier war die t e l e p h o n i s ch e(I) Mitteilung eingegangen, daß in einer Wirtschaft des Hafenbezirks die streikenden Seeleute beraten und beschlossen hätten, den Dampfer„Vineta" bei Einbruch der Nacht zu überfallen, und wenn dies Vorhaben mißglücken sollte, den Ueberfall nachts um 3 Uhr zu wiederholen. Die Polizei sei dem gerade zuvorgekommen und habe, als ihre Auf- forderung zum Auseinandergehen nicht sofort befolgt wurde, zur Waffe greifen müssen. Der verletzte Matrose habe Widerstand geleistet und sei deshalb abgeschlagen worden. Als der Redaktionsvertreter des„Volksbote" dem Herrn Assessor die Frage vorlegte, ob er denn auf Grund einer höchst zweifelhaften und unkontrollierbaren Telephonmeldung ein solches Vorgehen der Beamten als einwandfrei erachte, entgegnete der Herr höchst aufgeregt: „Ich lehne es Ihnen gegenüber in jedem Falle ab, das Vor» gehen der Beamten zu rechtfertigen. Ich persönlich bedauere es sogar sehr, daß diesmal die Beamten zu schnell eingegriffen haben; die Leute hätten erst das Schiff betreten müssen, damit man sehen konnte, wessen man sich von den Streikenden versehen muß." Es zeigt dieser Fall klar die Methode, nach der Streik- exzesse gemacht werden! Wenn irgendein Achtgroschenjunge die Gespinste seiner Spitzelphantasie der Polizei telephonisch mitteilt, dann genügt ihr dies, um, ohne vorherige� Unter- suchung, mit ihrer ganzen Macht herbeizueilen. Ein er- giebiges Tätigkeitsgebiet für schuftige Agents Provokateurs I Kerlin und Umgegend. Achtung, SchlSchtergesellen! Der Firma Morgenstern ist es bis jetzt trotz aller Bemühungen der Stellenvermittler noch nicht gelungen, Streikbrecher zu bekommen. Da die Firma die Absicht hat, Wurstwaren in anderen Wurstfabriken einzukaufen, richten wir an die Kollegen der Wurstfabriken das Ersuchen, falls sie etwas merken, der Organisation sofort Mitteilung zu machen. Zuzug ist streng sernzuhalten. Zentralverband der Fleischer. Zur Lohnbewegung der Dachdeckerhilssarbeiter. Die Forde- rungen der Hilfsarbeiter hat wiederum unterschriftlich anerkannt die Firma Karl V e n tz, Friedenau, Schmargendorfer Straße 16. Zur Lohnbewegung der Kellner und Mineralwasserarbeiter und Kutscher ist noch zu vermerken, daß auch die Firma K. Bakszat- Moabit und A. Böhm Nachflg., Lindenstraße, die tariflichen Forde- rungen der Arbeiter anerkannt haben. Achtung, Schuhmacher! Anläßlich der Differenzen in den mechanischen Besohlanstalten von Prokscha u. Danneberg im Osten Berlins, welche in der Versammlung im Ost-Kasino einer Verantw.Redakt.: EarlWermuth, Berlin-Rixdorf. Inserate verantwü Ein neues Moabit? In Moabit war der Streik noch nicht so allgemein bekannt geworden wie auf dem Wedding, und die Polizei war gestern abend eifrig bemüht, die weitere Aufklärung des Publikums zu verhindern. Es waren in der Oldenburger Straße und den Neben- straßen wohl mindestens ein Dutzend Kriminalbeamte unterwegs, um Obacht zu geben, ob nicht etwa Flugblätter verteilt wurden. Es gelang ihnen denn auch, einige Flugblattverteiler zu erwischen, die zur Wache gebracht wurden, um ihre Personalien festzustellen. Der außerordentliche Eifer, mit dem die Polizei sich der Interessen des Herrn Morgenstern annimmt, hat allgemein Aufsehen erregt. Offenbar versteht man im Publikum nicht recht, wie die Polizei, die doch aus allgemeinen Steuergroschen erhalten wird, zum Schutze eines einzigen Unternehmers und lediglich in seinem Geschäftsinteresse so viele Beamte mobil machen kann. Von uniformierten Beamten war vor dem Geschäft in der Oldenburger Straße gestern abend meist nur einer anwesend; die Hauptarbeit besorgten die geheimen. In dem Laden war wohl fortwährend zu tun, aber wohl kaum halb so viel als sonst an Sonnabendabenden. Der größte Teil der früheren Kundschaft zog es offenbar vor, sich den Laden von außen anzusehen, und wird sich wohl auch dadurch nicht anlocken lassen, daß die Firma ihre Preise noch um einige Pfennige herabsetzt. Ruhestörungen irgendwelcher Art sind gestern in Moabit nicht vor- gekommen; die Schutzleute beschränkten sich darauf, das kau- sende und nichtkaufende Publikum anzusehen, und zwingen konnten sie ja auch keinen, in den Laden hineinzugehen. Vor dem Hauptgeschäft von Morgenstern, Kaiser- Wilhelm-Straße 20, standen drei Schutzleute Posten, andere waren in nächster Nähe verteilt. Ansammlungen fanden nicht statt. Die Schutzleute trugen sogar Sorge, daß niemand zu lange vor den Schaufenstern verweilte, und forderten bald einmal zum Weiter- gehen auf. Das Geschäft hat hier gewöhnlich außerordentlich starken Zuspruch, besonders an Sonnabenden. Auch diesmal fehlte es nicht an Kundschaft, und darunter waren sehr viele Arbeiter und Arbeiterfranen; dennoch soll der Zudrang an früheren Sonn- abenden viel stärker gewesen sein. Der Ausbruch des Streiks schien ziemlich unbekannt zu sein, wie man aus vielen Aeußerun- gen der Verwunderung über die Polizeiposten entnehmen konnte. Die polizeilichen Streikposten wirkten also aufklärend auf das Publikum. Herr Morgenstern kann sich auf dem Alexanderplatz dafür bedanken! Kritik unterzogen wurden, ist von uns recherchiert und folgendes festgestellt worden. Am 19. Oktober legten die in der Werkstatt Andreasstraße 38 beschäftigten Kollegen die Arbeit nieder, da die Einführung einer regelmäßigen Arbeitszeit und die Abstellung anderer Mißstände, wie die schlechte Ventilation, kurz abgelehnt wurde. Durch das Eingreifen der Ortsverwaltung kam dann ein Vertrag zustande, durch welchen die Löhne geregelt und die Arbeitszeit auf 9Z� Stunden festgesetzt wurden. Auch die übrigen Mißstände sollten beseitigt werden. Anstatt aber auf diese ihr Augenmerk zu richten, zog es Herr Prokscha vor, die organisierten Arbeiter unter den nichtigsten Vorwänden zu entlassen, so daß von den bei Abschluß des Vertrages vorhandenen 5 organisierten Kollegen nur noch einer, dem aber auch gekündigt ist, in Beschäftigung steht. Da in dem Vertrag der Passus enthalten ist, daß entstandene Differenzen eventuell durch Hinzuziehung eines Vcrbandsvertreters zu regeln seien, kann der Firma mit Recht der Vorwurf gemacht werden, daß sie gegen den Vertrag verstoßen habe. Ein Kollege wurde sogar, ohne die mit ihm vereinbarte Kündigungsfrist einzuhalten, auf die Straße gesetzt, der nun erst auf dem Jnnungsschiedsgericht sein Recht erwirken muß. Daß diese Manipulationen gegen den Vertrag verstoßen, mußte schließlich auch Herr Prokscha anerkennen, versvrach aber, in Zu- kunft dem Vertrage gemäß bei derartigen Anlässen die Mitwirkung der Ortsverwaltung herbeizuführen, so daß wir gegenwärtig von einem weiteren Vorgehen in dieser Sache Abstand nehmen. Zentralverband der Schuhmacher Deutschlands. Ortsverwaltung Berlin. veurkdie» Reich. Unternchmcr-TerrorismuS. In wie geradezu gemeingefährlicher Weise die Unternehmer gegen die streikenden Feilenhauer in Remscheid, die nun schon seit 18 Wochen im Kampfe stehen, vorgehen, um brave Arbeiter in Verruf zu bringen, geht aus nachstehendem Zirkular hervor: Arbeigeberverband von Remscheid u. Nmg.(E. V.j Elberfelder Str. 77. Fernsprecher Nr. 736. Rundschreiben Nr. 27. Remscheid, den 22. Oktober 1910. An sämtliche Verbandsmitgliederl 1. Anliegend übersenden wir Abschrift eine» Schreibens der Firma Karl Friedr. von Kürten zur Kenntnisnahme und mit dem Ersuchen, den Maschinenhauerlehrling(folgt Name und Geburtsdatum) von der Einstellung auszuschließen. 2. Van einem unserer Mitglieder wird un» folgendes mit» geteilt:„Einer unserer streikenden Arbeiter verfuhr nach fol- gendem Plan, um in einem anderem Betriebe unterzukommen. Er hat sich unter dem Vorwand, daß die bisherige Quittungs. karte verloren gegangen sei, auf dem Versicherungsbureau eine neue Karte ausstellen lassen. Das Versicherungsbureau ist an- geblich hierzu verpflichtet, doch erhält die Karte, da sie eine Ersatzkarte sein soll, keine Nummer. Der betreffende Arbeiter fragte nun bei einer Verbandsfirma um Arbeit an; er gab dabei fälschlich an, daß er bis jetzt selbständig gewesen sei. zeigte, um das glaubhaft zu machen, die neue QutttungSkarte vor und wurde daraufhin eingestellt. Auf unsere Beschwerde bczw. Mitteilung hat die Firma den Mann wieder entlassen müssen. Da es nicht ausgeschlossen ist, daß durch gleiche oder ähnliche Täuschungen noch andere streikende Feilenarbeiter Einstellung gefunden haben, bitten wir die Verbandsmitglieder, die seit Aus- bruch der Bewegung eingestellten Arbeiter nochmals daraufhin kontrollieren zu lassen, ob nicht streikende Arbeiter darunter sind. Bejahendenfalls müßte deren Entlassung sofort erfolgen. Hochachtungsvoll Der Vorstand deS ArbeitgeberverbandeS von Remscheid u. Umg. DaS ist Terrorismus schlimmster Art. Trotzdem rechnen wir nicht darauf, daß sich ein Staatsanwalt finden wird, der gegen diefe Unternehmer vorgeht, die in geradegu gemeingefährlicher Weise Arbeiter in Verruf bringen und ihnen jede Existenz- Möglichkeit abzuschneiden versuchen. Man führe sich die Fälle vor Augen, wo in Remscheid ehrliche Arbeiter zu harten Gefängnisstrafen verurteilt worden sind, einzig und allein aus dem Grunde, weil sie in gerechter Empörung diesen oder jenen Verräter mit dem durchaus verdienten Namen„Streik- brecher" oder„Bär" bezeichnet haben. Fast jode Schöffen- gerichtssitzung der letzten Zeit weist einige solcher Urteile auf. Wochenlange Gefängnisstrafen dem Arbeiter für ein in der Em- pörung und Erregung angewandtes Wort, kein Ton der Mitzbilli. gung dem Unternehmer, der aus sicherem Port, in überlegener Ruhe den arbeitsuchenden Arbeiter in Verruf setzt und ihn nebst seiner Familie dem Hunger überantwortet. Das ist der Rechtszu- ftand in Preußen-Deutschlandl Der Streik der Isolierer bei der Firma Reinhold u. Co. ist am Sonnabend aufgehoben worden, nachdem die Arbeiter aus Ttz. Glocke. Berlin. Druck u. Verlag: vorwärts Buchdr. u. verlagSanftall' Hannover den Bescheid erhielten, daß der Streik in dem dortigen Hauptgeschäft der Firma durch Verhandlungen zur Er» l e d i g u n g gekommen ist._ Musterstaatliches im Lohnkampfe. Die Pforzheim er Metallarbeiter, welche wegen der Schaffung eines Lohntarifes mit den Kettenfabrikanten auf dem Kriegsfuße stehen, verteidigen sich gegen die ungerechtfertigten Angriffe der Kapitalistenpresse durch Versammlungen und Flug- schriften. Nunmehr stellt sich die staatliche Polizeimacht so auf- fällig in den Dienst des Kapitals, daß sie die Arbeiter an der ge- wohnheitsmäßigen Art ihrer Drucksachenverbreitung hindert. Bezirksamt und Stadtbehörd« treffen gemeinsame Matz- nahmen zur Erschwerung der Verbreitung der Flugblätter und Versammlungs-Einladungen. Ein Verbandsbeamter ist.✓sogar polizeilich s i st i e r t worden wegen angeblicher Verletzung des Pr e ß- g e se tz e s, weil die verteilte Druckschrift(Einladezettel zur Be- triebsversammlung) unterzeichnet war als herausgegeben von der „Ortsverwaltung des Deutschen Metallarbeitervereins, Verw.-Stelle Pforzheim". Das genüge nicht!— Das System Bodman wird noch arbeiterfreuuilicher, wenn erst die Arbeitseinstellung loSge- gangen ist. Husland. Ein neue? llebereinkommcn für die dänische Eisenindustrie. Zwischen dem Dänischen Schmiede- und Maschinenarbeiterverband und dem Verband der dänischen Eisenindustriellen ist durch friedliche Verhandlungen ein neuer Tarifvertrag zustande gekommen, durch den die Minimallöhne um 2 Oere und nach Verlauf von drei Jahren um 1 Oere erhöht werden und die Arbeitszeit für acht Monate des Jahres von 19 auf 9Vz Stunden verkürzt wird, während sie für die vier Wintermonate wie bisher 9 Stunden beträgt. Der neue Tarif» vertrag tritt mit dem Ablauf des alten, am 1. Februar nächsten Jahres in Kraft. Wenn auch nur sehr geringe Verbcsserungen erreicht worden sind, so ist doch dieser Tarifabschluß insofern merk- würdig, als es in Dänemark während der letzten Jahre kanni noch möglich war, überhaupt etivas zu erreichen, olme daß die Unter- nehmer eine allgemeine Massenaussperrung beschlossen, und namentlich pflegte man aucv in der Eisenindustrie jeder Verbesserung der Lohn- und Arbeitsverhältnisse den stärksten Widerstand entgegen zu setzen. Lohnbewegung in der schwedischen Schuhindustrie. Die Schuh- Warenfabrikanten Schwedens haben den jetzt geltenden Tarifvertrag auf den 1. Januar 1911 gekündigt und Vorswläge zu einem neuen gemacht, der für die Arbeiter unannehmbar ist. Die Fabrikanten wollen ein absolutistisches Regiment einführen. Der Einfluß der Organisation bei Festsetzung der Akkordlöhne, bei Aufstellung der Arbeitsordnungen, bei Entlassung von Arbeitern soll gänzlich aus» geschaltet werden; jede Agitation in den Fabriken, die Verteilung von Druckschriften und dergleichen soll verboten sein. Im übrigen sollen auch die Löhne herabgesetzt werden. Die ganzen Vorschläge sind derart, daß eine friedliche Einigung schwerlich zustande kommen wird. Was hier den Arbeitern zugemutet wird, muß um so mehr Empörung hervorrufen, als es von einem Unternehmertum ausgeht, das seine Profite aus Kosten der Allgemeinheit einheimst. In Schweden besteht nämlich neben einem Lederzoll von im Durchschnitt b9 Oere pro Kilo ein außerordentlicher Schutzzoll auf fertige Schuh- waren, der für die ledernen Schuhe und Stiefel pro Kilo— und soviel wiegt ungefähr ein Paar Herrenschnürsticfel— b Kronen beträgt. Die Schuhwaren sind denn denn auch in Schweden bedeutend teurer als in anderen Ländern, ja sogar um mindestens 26 Proz. teurer als in Deutschland. Es sind fast 19 Millionen Kronen, die das schwedische Volk alljährlich für seine Schuhwaren mehr ausgeben muß, als sie noch dem Weltmarktpreis kosten würden. Der Schutzzoll hat auch dahin geführt, daß eine allzu große Zah� kleiner Fabriken entstanden sind, errichtet und geleitet von Leuten, die zu einem großen Teil weder die nötige Sachkenntnis noch Geschäftstüchtigkeit besitzen, um einem solchen Unternehmen vorzustehen. Dadurch und durch die große Zahl unproduktiver Angestellter wird die Produktion verteuert. Natürlich sind die Fabrikanten in einem Trust vereinigt, um die Preise ihrer Waren hochzuhalten, wie sie andererseits durch ihren Arbcitgeb erVerband die Arbeitslöhne herabzudrücken und die Arbeiter zu Heloten zu machen suchen. J�ctzU Nachrichten« Die Jnterpellationsdebatte. Paris, 29. Oktober.(Deputiertenkammer. Fortsetzung� Füg weiteren Verlaufe seiner Rede klagte JauräS über die Auskunft»« mittel einer Regierung, deren Chef seit 1899 als ein Berbreitev der Idee des Generalstreiks bekannt sei.(Briand zuckt mit den Achseln.) Innres fuhr fort: Briand besitzt nicht die nötige mo» ralische Autorität, um die Ausstandsbewegung zu unterdrücken. UebrigenS verlangt Briand das Vertrauen für Vergangene« und macht Vorbehalte für die Zukunft. Dadurch beweist er. daß die Regierung weder in ihrem Programm noch in ihrer Zusammen, setzung einheitlich ist. Es werden sich Meinungsverschiedenheiten im Kabinett zeigen, und Rücktritte sind sicher zu erwarten. Tumult in der französischen Kammer. Zum Schluß der Sitzung kam es zu furchtbaren Tumultfzenra. Briand sagte in seiner Rede, in welcher er die Angriffe gegen die Regierung zurückwies: Wenn die Regierung in dem Gefetz nicht die Mittel gefunden hätte, um Herr der Landesgrenzen und der Eisenbahnen zu bleiben, so hätte sie selbst zu Ungesetzlichkeiten ihre Zuflucht genommen. Bei diesen Worten erhob sich ein Beifall auf der Rechten und im Zentrum, dagegen aus der äußersten Linken, insbesondere bei denSozialisten, ein ohrenbetäubender Lärm. Die Sozialisten riefen: Diktator! Demission! Verräter! Schuft! und schlugen dabei mit den Pultdeckeln den Takt. Der sozialistische Deputierte Colly wollte aus die Tribüne stürzen, offenbar um gegen Briand tätlich zu werden; er wurde nur mit Hilfe von Saal» dienern und Kollegen zurückgehalten. Die Sturmszenen dauerten über 49 Minute», während deren Briand auf der Rednertribüne blieb und für die Stenographen und seine dicht um ihn gescharrten Anhänger die Rede fortsetzte, in der er sagte: Es ist nicht zweifelhaft, daß die Kammer einer Komödie beiwohnt, die niemanden täuschen kann. Ich wiederhole, daß die Regierung in der Legalität geblieben ist, aber daß es Fälle gibt, wo es im höheren Interesse notwendig sein kann, zur Illegalität zu greifen. Das Land, welches in der Gefahr der Anarchie schwebte, wird morgen sagen, wer unrecht gehabt hat.(Lärm auf der äußer- sten Linken.) Die Sitzung wurde unter großer Unruhe und Auf- regung aufgehoben. Morgen nachmittag findet die nächste Sitzung statt, behufs Beendigung der Jnterpellationsdebatte. Briand ver- ließ, umringt von mehreren Ministern und Deputierten, den Saal. Man befürchtete sichtlich, daß einige Sozialisten, welche den Mi- nisterpräsidenten unaufhörlich weiter beschimpften, sich an ihm ver- greifen könnten.-- 1 Ein Todesurteil. Prag, 29. Oktober.(W. T. B.) Das Schwurgericht in König- grätz hat den Häuslerssohn Wenzel Hruby, der seinen Bater er- schössen und im Garten verscharrt hatte, um in den Besitz der Erb- schaft zu gelangen, einstimmig zum Tode durch den Strang ver- urteilt. Feuer in einem Cas6 der Weltausstellung. Brüssel, 29. Oktober.(W. T. B.) Das Caf6 Kosmos auf dem Gelände der Weltausstellung steht in Flammen. Jede Gefahr einer Ausbreitung d es Feuers»st beseitigt. [Jaul Singer L-To.,BerlinSW. Hiergu» Beilagen. ».a». 27. 1. Keilllßt IltS Dmarts" Kerlim Kslksblatt. Hu; äer iieichsverücheruogsorcklluogz- iiommiiiio». Sitzung vom Freitag, den 28. Oktober. RrkurS in Unfallverficherungssachen. Noch der Vorlage sollte in Unfallsachen bei einer ganzen Reihe von Streitfragen die Revision an das Reichsversicherungsamt aus- geschlossen sein. Nach den Beschlüssen der Kommission tritt an die Stelle der Revision der Rekurs(Berufung) an das Reichs- Versicherungsamt. Die Sozialdemokraten beantragten, dasi diese Beschränkung der Rekurse gestrichen werde. Der Antrag wurde gegen die Stimmen der Sozialdemokraten ab- gelehnt. Unter den Streitfragen, in denen der Rekurs ausgeschlossen sein soll, tvar in der Vorlage auch die Feststellung der Entschädigung nach Aenderung der Verhältnisse angeführt. Auf Antrag der Sozial- demokraien werden diese Streitfragen gestrichen, so daß in denselben der Rekurs gestattet ist. Revision in Invaliden, und Hlntcrblicbencnvcrslcherungssachcn. Be» Ansprüchen auf Leistungen der Invaliden- und Hinter- bliebenenversicherung soll die Revision an das ReichSversicherungS- am> wiederum in vielen Streitfragen ausgeschlossen sein, wie eS schon nach dem geltenden Gesetz der Fall ist. Neu hinzugefügt sind aber in dem Entwurf die Fragen über die Höhe, Beginn und Ende der Rente aufgeführt worden. Auch hier beantragten die Sozial- d e m o k r a t e n die Streichung der Verschlechterung. Die Kon- servativen, Nationalliberalen, Liberalen und das Z e n t r u in nahmen aber die Bestimmungen des Entwurfes a n. Erschwerung deS Rekurses. Die Konservativen und Nationalliberalen be- antragten, dag in den Streitfragen über die Höhe der Rente neue Tatsachen und Beweismittel im RekurSvcrfahren nur dann berück- sichligt werden können, wenn sie ohne Verschulden der Beteiligten im voraufgegangenen Verfahren nicht geltend gemacht werden konnten. Gegen diese Verschlechterung erhoben die S o z i a l d e m o- k r a t e n entschieden Einspruch. Sie wurde aber von den Kon- servativen, Nationalliberalen und Liberalen an- genomnien. Erleichterung der Revision und deS Rekurse«. Die Sozialdem okraten hatten den Zusatz beantragt, daß dann, wenn ein Rekurs oder eine Revision zuläisig ist, die Parteien davon benachrichtigt werden müssen, unter Angabe, wie lange die Frist dafür ist. Der Antrag wurde gegen die Stimmen der So« zialdemokraten und des Polen abgelehnt. Die übrigen Bestimmungen de« 6. Büches wurden im wesentlichen ui, verändert angenommen. Damit ist die erste Lesung des Entwurfs beendet. Es wurden noch zwei Resolutionen angenommen, die Regierungen zu ersuchen, dafür zu sorgen, daß an den Uni- versiiälen und Hochschulen mehr als bisher für den Unterricht in den Bestimmungen der Arbeiterversicherungsgesetze gesorgt wird. Nächste Sitzung am 1». November. Ber italienische Parteitag. Fünfter und letzter BerhanblungStag. Mailand, den 2S. Oktober. Der Vormittag des letzten Tages ist der Sektionsberatung gewidmet, die lediglich eine Vorbereitung für die Verhandlung im Plenum darstellt, und bei der sich das Hauptinteresse darum dreht, die Referenten für die Plenarsitzung zu ernennen. Die Arbeiten in den Sektionen haben nur unter verhältnismäßig sehr geringer Beteiligung stattgefunden. Gleichzeitig mit den Scktionssitzungen hat eine Konferenz der Rcvolutionäre stattgefunden, die vor allem über die Frage entscheiden sollte, in welcher Weise sich die revolutionäre Fraktion nach dem Kongreß organisieren solle. E? wurde aber vom Präsidenten Zerbini zunächst die Frage zur Diskussion gestellt, ob die Revolutionären überhaupt noch weiter in der Partei bleiben sollten. Für den Austritt traten die Genossen Zerbini, Musso- lini, Belloni und Trematore ein. Sie machten dafür die folgenden Gründe geltend. Unsere Fraktion kann in der Partei nicht für ihre Grundsätze wirken. Wenn die Partei an Mitgliederzahl ab- genommen hat, so ist das weniger der Erhöhung der Beiträge an kleines feuilleton. DaS Denkmal Heinrich HcmeS. Aus Hamburg wird uns geschrieben: Nach langer Jrrtahrt hat eS seinen Platz gefunden, daS Denkmal deS großen Dichters, der sich in den Herzen des deutschen Volke? ein dauerndes Denkmol gesetzt hat Daß die äußerliche Denkmals setzung sich von allem höfischen und sonstigem offiziellen Gepräge fern hielt, ehrt den Dichter um so mehr. Seine schönen Worte:„ES wächst hinieden Brot genug für alle Menschenkinder." passen nicht in die „janze Richtung", die in unseren sogenannten Oberschichten herrscht. fjärle er der Patrizierherrschaft Hammonias Lobeshymnen ge- ungen oder irgend einen Hohenzollernsproß verherrlicht so wären ihm, wie so vielen Dichterlingen, schon längst Denkmäler gesetzt worden. Die Vorgeschivte und daS schlicßliche Schicksal dieses Denkmols sind bekannt. Von der Heine verehrenden Kaiserin Elisabeth von Oesterreich in dem idyllischen, jetzt Wilhelm II. ge- hörenden Korfuschloß errichtet, hat das Denkmal schließlich, von den Erben der Verlagsfirma Campe angekauft, seinen Weg nach Ham- bürg gefunden, wo eS, allerdings auf privaten, Grunde, einen würdigen Platz gefunden bat. In der die Spitaler- und die neue und schönste Straße Hamburg?, die Mönckebergstraße. ver bindenden Barkbosspassage steht— am Frettag aufgestellt— das erste deutsche Denkmal HeineS. Der Senat von Hamburg hat, obgleich er nicht.mit von der Partie" war, doch so viel Toleranz bewiesen, daß er gegen die Ansitellung des steinernen .ungeratenen Lieblings der Musen" keine Einwendungen erhob. DaS in emer Nische stehende Marmordenkinal zeigt den leidenden Heine in der bekannten sitzenden Stellung. In einen Mantel gehüllt, in der einen Hand ein Manuskript, in der anderen die Feder haltend. schaut der Dichter sinnend von dem Sandsteinpostament hernieder. In diesem stehen die beiden Worte: Heinrich Heine. In der Heimat der Bauille. Das Zentrum der Vanille- aufbereilung in Mexiko ist Papantla. ein freundlicher Ort zwischen Kreidehügeln eingebettet, die ehemals mit Wald bestanden, jetzt überall gerode: sind. Bekanntlich ist die an der Rebe hängende reife, grüne Schote durchaus geruchlos. Man packt die Scholen, immer 800—1000 Stück zusammen, in einen Mattenumschlag und schichtet diese Pakete in einem Backofen, dessen Temperatur bis auf 120 Grad Celsius gesteigert werden darf, auf. Hier beginnen die Schoren zu schwitzen und sich schwarz zu färben und dabei entwickelt sich der eigentümliche wohlriechende Stoff, das Vanilin. Wenn die Schoten sich vollständig gebräunt haben, werden die Pakete heraus- genommen, di- Schoten umgepackt, gelüstet und langsam und vor- sichtig in der Sonne getrocknet DaS letztere ist eine höchst schwierige Arbeit und nimmt Monate in Anspruch, den» die Reifemonate der Banilleschoten sind Dezember und' Januar, daS ist gerade die Zeit der kalten Luftströmungen, der Ausläufer der nordamerikanischen Blizzards, die hier in dem heißen Lande Kondensation des in der Luft gelösten WasserdampfcS tage- und wochenlang anhaltenden feinen Regen bringen. Die Vanille wird von den Indianern im Walde gesammelt, die genau den Zeitpunkt kennen, wann die richtige Reife eingetreten ist. Sie bringen die Schoten Handvoll und büudel- die Zentralkass« zur Last zu legen, als vielmehr der Unzufriedenheit mit den Parteiverhältnissen und dem wachsenden Ekel vor der reformistischen Politik. So lange die Revolutionären in der Partei bleiben, müssen sie der Disziplin halber, alle ihre Windungen und Anspannungen mitmachen und verlieren dadurch jedweden Einfluß auf die Masse. Gegen den Vorschlag, aus der Partei au§- zutreten, sprechen Lrrda, Alleoi, Ciccotti, Lo Sardo, Alessandri, Serrati, Pittaluga und Lazzari. Alle diese Redner heben die Notwendigkeit hervor, innerhalb der Partei ein Gegengewicht gegen die Reformisten zu bilden. Es sei nicht wahr, daß die Rcvolutio- näre teilhaben an der Verantwortlichkeit für die Haltung der Reformisten. Die Erfahrung zeigt, daß alle Bewegungen, dte sich außerhalb der Partei gestellt haben, verkümmert und verdorrt sind. Alessandri wies auch auf den Rückgang der reformistischen Stimmen seit Florenz hin und auf den freilich nur geringen Zuwachs, den die revolutionäre Fraktion erfahren hat, obwohl sie unorganisiert und ohne Zusammenhalt war. Lazzari gab der Ueberzeugung Ausdruck, daß die Partei nunmehr eine Fabrik italienischer BriandS geworden sei. Aber noch sind diese BriandS nicht da. Wenn der Parteitag eine Revision der Prinzipien vor» genommen hätte, so würde er für den Austritt sein. Heute würden wir von der Masse nicht verstanden werden. Er glaubt aber, daß in der Folge die Reformisten die Parti so weit herunterbringen würden, daß wir austreten müssen. Seinen persönlichen Ekel unterdrückt er, um dem zu dienen, was er für die Interessen der Massen nötig und nützlich erachte. Serrati meint, daß die Re- volutionären zugeben müßten, daß die Reformisten zwar schlecht gearbeitet, aber doch viel mehr, als die Revolutionären an wirk- sicher Arbeit geleistet haben. Laßt ruhig die Reformisten zur Regierung gehen. Es ist gut, daß Aergernis entsteht. Laßt uns arbeiten, ich für meinen Teil verspreche Euch, die Zahl der von mir vertretenen Stimmen bis zum nächsten Kongreß zu ver- dreifachen. Schließlich wird der Vorschlag deS Austritts zurückgezogen. Darauf behandelt man die Frage, ob die Revolutionären eine Minderhcitsvertretung im Parteivorstand fordern sollen, auf die sie ein Recht haben, da sie mehr als ein Drittel aller Stimmen auf ihre Tagesordnung vereinigt haben. Man ist einstimmig dagegen. Genossin Oda Lrrda bemerkt, daß eS wichtig wäre, hervorzuheben, daß der Kongreß eine Resolution angenommen hat, die über die trage deS MinisterialiSmuS völlig schweigt, und die doch, auf rund der vorhergehenden Erklärungen der Redner, eine Be- stätigung deS MinisterialiSmuS einschließt. Die meisten Sektionen haben vor dem Parteitag antiministerielle Beschlüsse gefaßt. All den Hunderten kleiner, zerstreuter Sektionen wird nun wohl der Wortlaut der Tagesordnung, aber nicht ihr verschwiegener Sinn, bekannt werden. Rpdnerin schlägt vor, eine Erklärung in diesem Sinne der Präsidentschaft zu übergeben. Die Mehrheit beschließt aber, nur die folgende Erklärung abzugeben, ohne aus eine Würdi- gung deS Votums einzugehen, um nicht von neuem die erledigte Diskussion zu eröffnen. Diese Erklärung, die in der Plenarsitzung deS Nachmittags von Giovanni Lerda verlesen wurde, hat folgenden Wortlaut: „Die revolutionäre Fraktion der Partei erklärt nach dem Votum über die Leitsätze der politischen Aktion, in der Partei zu bleiben im Hinblick auf die Interessen des Proletariats, und um zu verhindern, daß sie zu einer Partei der Regierung und der Anpassung an das bürgerliche Milieu entarte, und erklärt weiter, ihr« Verantwortlichkeit gegenüber dem Proletariat scharf und deutlich von der der Reformisten zu trennen." Genossin Balabanoff erklärt, aus prinzipiellen Gründen diese Erklärung nicht annehmen zu können. Schließlich wird ein ständiges Komitee ernannt, das den Zu- sammenhang der revolutionären Fraktion aufrechterhalten und alles zur Gründung einer Wochenzeitung dieser Fraktion vor» bereiten soll. In diese ständige Kommission werden gewählt Gio- vanni Lerda, Francesco Eiccotti, Zerbini, Mantica und Pittaluga. ES wird festgestellt, daß 10 sozialistische Wochenblätter im Sinne der revolutionären Fraktion redigiert werden. Plenarsitzung. Nach einer längeren Diskussion über die Geschäftsordnung, zu der Cabrini, Turati, Salvcmini und viele andere das Wort nehmen, gibt Lerda die Erklärung der Revolutionäre ab und gibt gleich- zeitig bekannt, daß er sich vom Präsidium zurückgezogen habe, als Protest gegen die Parteilichkeit, mit der gestern die Beschränkung der Redezeit ausschließlich aus seine Fraktwn angewendet worden sei. weise zur Stadt und die kleinen und großen Kaufleute, unter denen sich namentlich viel Italiener � �ven. kaufen sie auf und beginnen die Präparierung in der gesä,.oerten Weise. Sowie die Sonne sich blicken läßt, werden die Tragbahren mit den braunen Schoten herausgebracht und diese auf zementierten Tennen hinter oder zwischen den Häusern oder geradezu auf der Straße auf flach sseneiglen hölzernen Tennen ausgebreitet. Die ganze Stadt duftet in dieser Zeit nach Vanille. Theater. Trianon-Theater:„Der heilige Hain", Lustspiel von F l e r S und C a! l l a v e t. DaS neue Erzeugnis, der durch „Der König" fröhlichen Angedenkens bekannt gewordenen und seither im Eiltempo weiter produzierenden Firma, ist jedenfalls weit bester pointiert als ihr immittelbar vorher gespielter Schwank. Die Karikatur eines hohlköpfig aufgeblasenen Don JuanS, der Oberst und Hofballetlmeistcr in einer Person, mit dem un- widerstehlichcn„Eh arm seiner slawischen Raste" renommiert, sowie allerhand Spitzen gegen da« StaatSsekrctariat der schönen Künste und seine Ordensverleihungen, mag der Komödie in Paris die Reize aktueller Anzüglichkeit verliehen hoben. Nach Abzug solcher Attraktionen natürlich bleibt ziemlich wenig übrig, nichl mehr als bei der Durchschnitlsware des Genres. Die drolligen Einfälle reichen eben hin, um während des Spieles denVcrdruß über die gehäuften psychologisch» moralischen Unmöglichkeiten halbwegS zu paralysieren, flüchtige? Ge- läcktcr, das einen faden Nochgeschmack am Schluß zurückläßt, aus- zulösen. Eine hübsche Romanschriftstellerin— selbstverständlich verfügt der Mann, ein guter Kerl, über die in Pariser Schwänken unum- gänglicken Millionen— setzt es sich in den Kopf, daß ihre Poesie daö Abzeichen der Ehrenlegion verdiene, und bahnt sich einen Weg zum Ministerium der Künste, dem heiligen Hain, in dem jener Dichter- lorbeer wächst. Sie kokettiert nach Kräften mit dem dicken Staats- iekretär, und schickt auch ihren Gatten ins Feuer, der pikanten und äußerst entzündlichen Gemahlin des allmächtigen Herni die Tour zu schneiden, wobei die Tugend des Abgesandten bald in Stücke geht. Eine stumme Pantomime und ein Koslümtanz deS einflußreichen Dämchens mit ihrem früheren Liebhaber, dem Russen, hilft als Em- läge, wo es mit der Erfindung nicht recht weiter geht. Am Schlüsse gibt es sogar einige Moral. Die Heldin von der Feder erkannte, daß sie das Ordensbä.idchen mit ihres Gattin Untreue denn doch zu teuer erkauft hat. Er schwört von neuem Treue. Das Stück kam tu flottem Tempo heraus. Herr Meinhard (vom Berliner Theater) gewann der russischen Kasperlefigur in drastischer Uebertreibung stark komische Effekte ab. Junkermann spielte den schüchternen Galten. T> e d t k e den wehleidigen Staats- sekretär mit gemütlichem Humor. Auch die beiden weiblichen Rollen waren bei Julia Serba und Else Bötticher in guten Händen. dt, Humor und Satire. Wahrheit. Sensation. Pikanterien und dergleichen Dinge mehr, Es folgt dann der Bericht deS Parteivorstandes. Der Referent Ciotti sagt, daß die vorherige Diskussion ohnehin ein Urteil über den Parteivorstand einschließe, weshalb er sich begnüge, sich den eventuellen Kritikern zur Verfügung zu stellen. Den Verwaltungs- bericht gibt Genosse Rossetti. Die Zahl der Mitglieder war im Jahre 1908 43 788, im Jahre 1909 sank sie auf 28 83S. um dann wieder auf 32 198 am Vorabend des Kongresses zu steigen. Rossetti schließt, indem er deS verstorbenen Parteisekretärs, deS verdienten Genossen Luigi Mongini gedenkt, zu dessen Andenken sich der Kon» greß von den Sitzen erhebt. Zur Diskussion nimmt Gen. Lazzari das Wort, der unter anderem bedauert, daß man am ersten Mai als Inhalt der Demon- stration die Agitation für das allgemeine Wahlrecht und für die Abschaffung des Kornzolls gegeben hat, anstatt allgemeinere und höhere Ziele unserer Bewegung. Unter lebhafter Unruhe der Re- formisten beklagt er, daß der Parteivorstand sich an- einem patrio- tischen Jahrestage habe offiziell vertreten lassen. Er kritisiert dann die schwächlichen Proteste, die den acht Proletariermetzeleien der letzten zwei Jahre gefolgt sind, die widerspruchsvolle Haltung beim Zarenbesuch, und bedauert schließlich den hochfahrenden Ton, in dem der Parteisekretär Ciotti den Genossen zu schreiben pflegt. Nach weiteren kritischen Bemerkungen von Lefevrine vertritt Ciotti die Haltung des Parteivorstandes beim Zarenbesuch und be- merkt in bezua auf den patriotischen Jahrestag, daß es sich um eine Ehrung Garibaldis handelte, die den Massen am Herzen liegen mußte.(Beifall bei den Reformisten.) Gegen die Stimmen der Revolutionäre wird dann der Bericht des PartcivorstandeS vom Kongreß gebilligt. Der Bericht des„Avanti" ist im Druck vorgelegt worden. Bissolati, als Chefredakteur, gibt seinem festen Entschluß Ausdruck. auf keinen Fall weiter diese Stelle zu bekleiden. In Florenz hau» delte es sich darum, den„Avanti" zu retten. Heute kann ich ihn so zurückgeben, daß sein Leben gesichert ist. Ich glaube, in den zwei Jahren meiner Leitung das getan zu haben, was Ihr von mir erwarten und verlangen konntet.(Stürmischer Beifall bei den Re» formisten.) In der Diskussion moniert Bergamasco die Haltung beim Zarenbesuch. Lazzari kritisiert eingehend die Haltung des„Avanti". Mit Entrüstung hebt er hervor, daß gerade in der Mainummer ein Artikel von Graziadei veröffentlicht ist, der die ideale Aufgabe der Partei in Zweifel stellt, und daß dieselbe Nummer eine Korrespon- denz erhielt, die den Zwist der Eisenbahnorganisationen zu ver- schärfen und bitterer zu gestalten suchte. Er moniert weiter, daß in der Nummer vom 14. Mai eine Rede Luzzattis als Leitartikel ohne Kommentar abgedruckt wurde. Wenn wir Euch weiter so herunterkommen lassen, ruft Lazzari aus, was werdet Ihr uns dann in Zukunft für Leirartikel bringen! Schließlich beklagt er, daß die militärkritischen Artikel heute im„Avanti" ganz fehlen, daß er das Frauenstimmrecht vernachlässigt hat, und daß sein Inseratenteil der schmutzigsten und unredlichsten Spekulation offen steht. Bissolati antwortet, daß niemand von ihm glauben könne, daß er gegen das Werk des Zaren nicht denselben Abscheu empfinde, wie jeder Sozialist. Er habe sogar versucht, die Regierung zu über- zeugen, daß der Zarenbesuch den Interessen derselben Politik ent- gegen war, die eine Annäherung zwischen Rußland und Italien als Gegengewicht gegen Oesterreich anstrebte. Er sei damit nicht durchgedrungen. Uebrigens hätte er den„Avanti" ganz Morgari zur Kampagne gegen den Zaren zur Verfügung gestellt. Was den Antimilitarismus betrifft, so könnte er Artikel im Herveschen Sinne nicht bringen. Zum Schluß sagt Bissolati: Ich wünsche meinem Nachfolger mehr Glück, als ich gehabt habe. Gewiß könnt Ihr einen tüchtigeren und intelligenteren Menschen finden, aber keinen, der mehr Glauben an unsere Sache hat. Ich kann skeptisch sein über die Lebensdauer der Partei als Werkzeug zur Verwirk- lichung des Sozialismus, aber ich bin überzeugt, daß niemand festeren Glauben in das notwendigste Werden des Sozialismus haben kann.(Lebhafter Beifall.) Durch Akklamation wird TrevcS zum Nachfolger in der Lei« tung des„Avanti" bestimmt, behält sich aber vor, seine Entscheidung zu treffen. Da eS spät geworden ist, wird ein Vorschlag Modigliani an- genommen, der den Bericht der ParlamentSfraktiom und den deS„Avanti" als durch die vorhergehende Abstim- mung über die allgemeinen Leitsätze für gebilligt ansieht. Vor Beginn der Vorstandswahl gibt Musatti im Namen der Revolutionäre die Erklärung ab, daß diese aus Achtung vor sich die beim Abonnenten ziehen,— so waS ist doch kein Malör. Bei dergleichen Zeitungssitten rufen BruhnS und Liman:»Ol So was ist ja unbestritten, alle Blätter machen'S so." Ja, sogar noch mehr, man wettert vorne gegen jeneö. wa§ hinten man beinah' vergöttert (gegen bar, versteht sich daS). Ganz allein, ist einzuhalten, handeln donach ideal Blätter, die den Staat erhalten, treu und deutsch und national. Denn die Umsturzpresse ebm, ohne Gott und Vaterland. reicht uns zu dem edlen Streben wieder einmal nicht die Hand. Und man sieht eS hier auch wieder: wie auf unser Kapital pfeifen diese roten Brüder auch auf unsere Moral. _ Aranz. Notizen. — Theaterchronik. Das Lesfing-Theater beginnt am Moniag. den 7. Nov. einen neuen Jbfen-ZykluS, der dreizehn moderne Werke JbfenS umfassen soll. Abonnement zu er« mäßigte» Preisen. — Vorträge. Rund um Asien führt ein Bortrag, den der Prof. PH. B o ck e n h e i m e r am 2. und 4. Nov. im Wissenschaft- lichen Theater der Urania halten wird. Kinematographifche und grammophonische Vorführungen werden zur Ergänzung der Licht» bilder dienen. — Neue freie Volksbühne. In der am Donnerstag abgehaltenen Generalversammlung erstattete der Vorsitzende, Dr. Eltlinger den Borstandsbericht, aus dem hervorgeht, daß die Mitgliederzahl mit Beginn des neuen VercinSjahreS wieder um 10 000 gestiegen ist und zur Zeit 48 000 beträgt. Die Zahl der Ab« teilungen ist von 40 aus 58 erhöht worden. Der im vorigen Jahre ins Leben gerufene BaufondS hat zirka eine Biertelmillion Mark erreicht, fodaß nach der einen Seite das vom Verein geplante Volks- kimsthaus als gesiwert angesehen werden kann. Weiter berichtete der Vorsitzende über die Gründe, die zur Pachtung deS Neuen Volks» Theaters geführt haben, ferner über die Beunruhigungen, die der Verein im Laufe deS JahreS durch die jüngste Zenfurverfügung und die Lustbarkeitssteuer erfahren habe, sowie über die Schritte, die in diesen Angelegenheiten unternommen worden seien. Im Ver« laufe des Abends kam eine Protestresolution gegen die LustbarkeitS« steuer zur einstimmigen Annahme. selbst im stein Volum über sten Parlelöorstanst mchl leilnestmen werden, ebensowenig wie sie dies bei der Wahl des Chefredakteurs des„Avanti" getan haben. Die Parteivorstandsliste, die die alten Namen bestätigt und nur drei Zurücktretende durch die Genossen Vergnanini, Calda und D'Arragona ersetzt, wird darauf an- genommen. Angesichts der offenbaren Unmöglichkeit, die übrigen Themata noch zu" erledigen, begnügt man sich, als letztes die Frage der anti- klerikalen Aktion zu behandeln. Das Referat zu diesem Punkt haben wir bereits im Auszug wiedergegeben. Die Diskussion ent- zündet sich einzig um die Frage der Stellung zu den Freimaurern. Auf der einen Seite wkrd hervorgehoben, daß die Freimaurer gerade die jungen Elemente anzuziehen suchen und ihre Disziplin über die Parteidisziplin stellen. Auf der anderen Seite ist es be- kannt, daß die Freimaurer zu Anfang der sozialistischen Bewegung wirklich Verdienste erworben hatten, und daß es Logen gibt mit sozialistischem Programm. Die Diskussion, die für außeritalie- nische Verhältnisse wenig Interesse hat, wird mit großem Eifer und aroßer Erbitterung geführt, die beide noch durch die Uebermüdung verstärkt werden. Schließlich wird die Tagesordnung Merloni über die anti- klerikale Politik angenommen, deren Hauptsätze von uns schon wiedergegeben wurden, und die die Abschaffung des Garantie- gesetzeS. die Aufhebung der Klöster usw. fordert. Die Frage der Stellung zu den Freimaurern wird einem Referendum überwiesen. Man einigt sich dahin, dem Parteivorstand zu empfehlen, für die unerledigt gebliebenen Fragen einen besonderen Kongreß mit beschränkter Vertretung einzuberufen. Modigliani schließt dann den Kongreß wenige Minuten vor 10 Uhr, indem er betont, daß das gemeinsame Ziel aller Ar- beiten des Parteitages darauf gerichtet war, die Macht und Kampf- tüchtigkeit unserer Partei zu heben und spricht den Wunsch aus. daß dieses Streben sich in Wirklichkeit umsetze, auf daß die Partei und die sozialistische Bewegung gestählt und verjüngt ihren Weg fortsetzen und neue Siege erringen möge. jfugeticibetpegimg. Klerikale Jugenderziehung. Die Freie Jugend in Köln hat kürzlich eine Resolution be- schlössen und veröffentlicht, worin eS hieß;„Die Versammlung lenkt die Aufmerksamkeit der breitesten Oeffentlichkeit darauf, daß in den katholischen Jugendvereinigungen systematisch durch minder- wertige Theaterstücke» ferner durch Freibier und sonstige Förderung deS AlkoholiSmuS die Jugend großen Gefahren ausgesetzt wird." Die nämlichen Klerikalen, die vor keiner Mühe und keinem Mittel im Kampfe gegen die Freie Jugend zurückschrecken, haben auf diese schweren Anklagen kein Sterbens- wort erwidert. Ueber die himmelschreiende Erziehungsweise der Jünglingsvereine liegt allerdings ein derartiges Beweismate- rial vor, daß jedes Leugnen und Lügen aussichtslos wäre. DaS Organ der katholischen Jugendvereine, die„Wacht", liefert in ihren beiden jüngsten Nummern neues Material zu dem Kapitel der Verblödung der jungen Leute unter geist- licher Leitung. So berichtet die„Wacht" von dem Stiftungsfest des Jünglingsvereins in Bochum: Den Glanzpunkt(!) des Festes bildete das Schauspiel„Die Räuber auf Maria-Kul m". — Von dem Stiftungsfest der katholischen Jünglinge in Krefeld heißt eS:„Danach begann die Aufführung des Schauspiels:„Der Kerkermeister von Kuhnsels".— In Hickel(Westf.) wurden bei einem Fest der katholischen Jünglinge folgende Sachen gegeben:„Ein feines Quartier".„Der Mord in der Zwiebelgafse" und als Hauptstück„Vom Verräter umgarnt".— In Dresden wurden gemäß den Mitteilungen der„Wacht".Räuberhauptmann Gifthippchen" und „Zeppelin in Zwiebelsdorf"„großartig" gespielt. Also durchweg blödester Schund, jämmerlichste Rauber- und verwandte Romantlk. In Köln feierte der katholische Jünglingsverein von St. Se- verin ein Rekrutenfest. In einem auf dem Festprogramm ge- druckten Liebe findet man folgende Stelle:„Zwei Mark zwanzig kriegst Du Lohn.— Laufa schnello in Kantini,— Sa u fa v i e l o S ch a b a u i n i,*)— Fresso satto für zehn Tagi— Und verderbt nit die Magi." Es sei hier auch an die Mitteilungen erinnert, die auf dem Magdeburger Parteitag Genosse Oleon machte und wonach die Mit- glieder des dortigen katholischen Jünglingsvereins in den Fabriken «n Aachen Lose für die Ausspielung von sechs Flaschen Schnaps verkauften. Damit vergleiche man den eifrigen Kampf der Freien Jugend gegen den Alkoholismus. Angesichts all der gekennzeichneten Leistungen der unter geistlicher Leitung und Auf» !s i ch t stehenden katholischen Jünglingsvereine wagt die Zentrums- presse über Verrohung der Grotzstadtjugend zu klagen. Uebrigens kann eS bei dem„Geist", der in den klerikalen Vereinen herrscht, nicht wundernehmen, daß unsere Jugendbewegung auch in den katholischen Gebieten mächtig vorwärtsschreitet. Sericdts- Leitung. verbrecherische Anlagen? Auf der Anklagebank nahm gestern eine Fvau Platz, deren Süßere Erscheinung auf den ersten Blick erkennen läßt, daß Armut, Not und Elend ihren Lebensweg begleiten. An der Hand hält die Frau ihren etwa 8- bis 0jährigen Sohn. Dieser Junge, der mit dem Kopf kaum über die Tischkante reicht, ist der eigentliche Schuldige. Durch seine Tat ist die Mutter zu einem Eigentums- vergehen veranlaßt worden. Doch der Junge ist für den„Arm der Gerechtigkeit" nicht erreichbar. Denn er ist noch nicht in das straf- mündige Alter eingetreten. Das Gericht hat ihn herbeschieden, damit er erforderlichen Falle? als Zeuge gegen die Mutter auf- treten kann. Wer das erübrigt sich.— Die Frau gesteht weinend und jammernd ihr Vergehen ein: Der Junge hat ein Portemonnaie mit 3S0 M. gestohlen und es in der Wohnung versteckt. Die Mutter fand das Geld, sie erfuhr dessen Herkunft durch den Jungen.— Dreihundertundfünfzig Mark in blinkenden Goldstücken.— Der Glanz des Metalls übte eine zauberische Wirkung auf die arme grau aus.— Lange Zeit würde die Summe vorhalten, um die drückende Not im Haushalt zu lindern.— Die Versuchung war zu stark, die Frau erlag ihr. Sie fing an, das Geld zur Bestrei- tung des Lebensunterhalts zu verwenden.— Dreißig Mark hatte sie davon ausgegeben. Da kam die Sache heraus, und die Frau wurde der Hehlerei angeklagt. Der Vertreter der Anklage sah den Fall mit Rücksicht auf die Notlage der Frau milde an und beantragte eine Gefängnisstrafe von vier Tagen.— Das Gericht aber ging weit über den Antrag hinaus. Mit zwei Wachen Gefängnis soll es die arme Frau büßen, daß sie in ihrer Not dem gleißenden Schimmer des GoldeS nicht widerstehen konnte. Und das, wie wohl die Konstruktion einer Straftat auch starke juristische Zweifel auslöst. Weil es sich um einen verhältnismäßig hohen Geldbetrag handelte, dürfe die Strafe nicht zu milde bemessen werden, sagte der Richter.— Nach dem Inhalt der Akten trug er vor, daß der Junge in sehr raffinierter Weise den Diebstahl ausgeführt habe: Er schlich sich in einen Fleischerladen, der gerade unbeaufsichtigt war, kroch hinter den Ladentisch, zog die Lädenkasse auf und steckte ein Portemonnaie, welches darin lag. zu sich. Als er wieder vor den Ladentisch gekrochen war, hörte er, daß von hinten jemand jn den Laden kam. Schnell richtete sich der Junge auf, tat so, als .*1 Kölnischer Ausdruck für Schnaps. ob er eben den Laden betreten hätte und forderte dreist für 10 Pf. feine Leberwurst.— Er wußte nämlich, daß feine Leberwurst für 10 Pf. nicht zu haben ist, bemerkte der Richter.— Nachdem dem Jungen gesagt war, daß für 10 Pf. feine Leberwurst nicht ver- kauft werde, konnte er mit seinem Raube den Laden unbehelligt verlassen. Zweifellos ist der Junge verbrecherisch veranlagt, meinte der Richter. Gibt es überhaupt eine natürliche Veranlagung zum Ver- brechen? Wer über diese Frage nachdenkt, muß sie verneinen. Wohl ist der Mensch von der Natur mit bestimmten Anlagen versehen. die den einen mehr, den anderen weniger zur Ausübung gewisser Tätigkeiten und Verrichtungn befähigen. Ob die natürlichen Fähig- leiten zur Begehung von Verbrechen betätigt, oder ob sie zu nütz- licher Arbeit oder sonst in einwandfreier Weise ausgenutzt werden, das ist eine Sache, welche durch die Erziehung und durch die Ver- Hältnisse, in denen der Mensch aufwächst, bestimmt werden. Im vorliegenden Falle hat der Junge gewisse Fähigkeiten gezeigt, die für sein Alter ganz ungewöhnlich sind. Aber von verbrecherischen Anlagen kann man nicht sprechen, obgleich die Fähigkeiten hier— die heutige Eigentumsordnung wird als naturgemäß vorausgesetzt — in verbrecherischer Richtung betätigt wurden. Davon kann der Junge natürlich keine Vorstellung haben. Eine vernünftige Er- ziehung würde ihn gewiß zu einem nützlichen Gliede der mensch- lichen Gesellschaft machen. Wird aber der Junge vernünftig und zweckmäßig erzogen werden? DaS ist leider nicht anzunehmen. Die Mutter, welche in harter Arbeit mit der Not des Lebens zu kämpfen hat, kann das schtvierige Erziehungswerk nicht verrichten. Die offizielle Erziehung durch die Volksschule ist mangelhafte Massenarbeit, welche die individuellen Anlagen der Kinder nicht berücksichtigt. So ist zu befürchten, daß der Junge, der in Armut und Elend aufwächst, über kurz oder lang wieder versucht wird, seine besondern Fähigkeiten in einer Richtung zu betätigen, die nach der herrschenden Auffassung als verbrecherisch gilt. Dann wird er ins Gefängnis gesteckt, vielleicht auch in eine„Erziehungsanstalt", wo an dem„verbrecherisch Veranlagten".Besserungsversuche" nach Mielczyner Methode gemacht werden, und damit ist dann der Weg beschritten, welcher das Objekt derartiger„Besserungsversuche" rettungslos in den Wgrund führt. So züchtet die bürgerliche Ge- sellschaft Verbrecher. Dr. Breitscheid wider Pfemfert. In der Freitagsnummer berichteten wir über die Abweisung der von Dr. Breitscheid gegen den Redakteur Pfemfert angestellten Beleidigungsklage. In der Urteilsbegründung stellte das Gericht fest, daß dem Beklagten der Wahrheitsbeweis zum Teil gelungen ist und daß in dem Ausdruck„böswillige Verleumdung" keine Be» lcidigung liegt, weil der Beklagte diesen Ausdruck zur Wahr- nehmung berechtigter Interessen und in gutem Glauben ange- wendet hat. Der Schreib- oder Druckfehlerteufel ließ in unserem Bericht den Kläger berechtigte Interessen wahrnehmen und ließ diesem guten Glauben zusprechen. DaS zu tun, lag für das Ge- richt keine Veranlassung vor. Zuschriften aus Leserkreisen lassen erkennen, daß sie das Teufelswerk schon selbst korrigiert haben. Um irrign Auslegungen die Tür zu schließen, sei aber auch aus- drücklich die zutreffende Urteilsbegründung vorstehend wieder» gegeben. Ein Polizeireinfall in Oberschlesien. Der Kampf gegen daS Reichsvereinsgesetz wird von der Polizei in Oberschlesien besonders eifrig geführt. Die Polizei erlebt dabei naturgemäß recht viel Reinfälle. Der Staat ist bei diesen Aktionen gegen die Arbeiterbewegung immer der leidtragende Teil. Denn er muß in der Regel die Kosten der Prozesse bezahlen. Im August vorigen Jahres wurde in Mikultschlltz ein pol- nischer Verein, der P. P. S., gegründet. Dieser sowie die beiden Vorstandsmitglieder Liß und PodemSki wurden der Polizei an- gezeigt. Damit begnügte sich die Polizei aber nicht, sie wollte die Namen aller Mitglieder wissen. Da diese sellbswevständlich nicht angegeben wurden, erhielt Genosse Podemski deshalb eine zwei- malige Vorladung vor den Ermittelungsrichter, der, als der Zweck der Vorladung nicht erreicht wurde, mit ZwangSmaßregeln drohte. Daraufhin wurde in der Wohnung des Genossen Podemski eine beinahe sechsstündige Haussuchung abgehalten, allerdings ohne zu dem gewünschten Ziele zu gelangen. Auf die Beschwerde PodemskiS erwiderte daS Landgericht, daß die Maßnahmen der Polizei „gesetzlich" seien. Nach Jahresfrist kam eS zum Prozeß gegen PodemSki und noch zwei andere Genossen, weil sie ein„öffentliche" Versammlung abgehalten hätten, die nicht angemeldet worden sei. In Wirklichkeit aber war es eine Mitgliederversammlung. Die Riesenarbeit dev Polizei, Belastungsmaterial herbeizuschaffen, wurde durch den Prozeß als nutzlos weithin illustriert. Denn alle Angeklagten wurden auf Kosten der Staatskasse freigesprochen. Und solche Prozesse werden in Oberschlesien sehr häufig geführt. Die Politik der Nadelstiche feiert dort Triumphe trotz der von Bethmann Hollweg seinen Beamten angeratenen„loyalen" Hand- habung des Reichsvereinsgesetzes. Warum macht der Fiskus nicht endlich die Polizei für die durch solche Prozesse entstehenden Kosten verantwortlich? Eine gefühlvolle Einladung. Bei Gelegenheit des Besuchs Wilhelms II. in Posen stand der Kriegerverein Pamintkow bei der Rückkehr des Kaisers von einer militärischen Uebung auf dem dortigen Bahnhos Spalier. Als der Müller M i e s k i w i z das von seiner Mühle aus sah, ging er zu den spalierbildenden Kriegern, stellte sich in deren Nähe auf. entblößte sein Gesäß und zeigte den Kriegervereinlern längere Zert seine Hinterfront. Diese Einladung brachte dem guten Mann, der zur Zeit der Eulenburger und Lynarer bei den Potsdamern ge- standen haben mag, vom Schöffengericht Posen eine Geldstrafe von 15 M. ein._ Eine Brillantendicbstahlaffäre, bei welcher der Sohn einer sehr angesehenen Familie aus Berlin-W. eine sehr üble Rolle spielt, beschäftigte die 1. Strafkammer des Landgerichts II. Wegen Diebstahls und Beiseiteschaffung von unter amtlichen Verschluß gelegten Sachen mußte sich der Student der Medizin Bakelt vor dem Strafrichter verantworten.— Eines Nachts sah in dem Lindenkasino ein eleganter junger Mann, der sich offensichtlich bemühte, die Aufmerksamkeit einer am Nebentisch sitzenden jungen Dame zu erregen. Es war dies eine in Kreisen der Lebcwelt sehr bekannte Schöne mit dem Vornamen Linda, die owohl wegen ihrer stets eleganten Kleidung wie auch wegen ihrer ehr kostbaren Brillantohrringe sich eines gewissen Ruhmes er- freute. Die Brillantohrringe waren ein„Souvenir", welches sie von einem russischen Fürsten erhalten hatte.— Zwischen der „schönen Linda" und ihrem Verehrer war auch bald die Bekannt- schaft angeknüpft, die dann zu einem Rendezvous in dem w«tolichen Boudoir führte. Am nächsten Morgen stürzte Fräulein Linda mit schreckensbleichem Gesicht in das zuständige Polizeibureau und machte Mitteilung davon, daß ihr in der Nacht von einem Herrn, der sich„Felix von Alten-Bockum" genannt habe, zwei wertvolle Brillanten gestohlen worden seien. Sie gab eine genaue Beschrei- bung des angeblichen„von Alten-Bockum" und überreichte der Kri- BÜnalpolizet einen auf zartrosa Papier geschriebenen Brjef. welcher ebenfalls mit dem Namen„Felix von Alken-Vockum" unkerzeichnel war. Als besonderes Kennzeichen gab sie ferner noch an, daß der Täter einen eigenartig geformten Schlangenring getragen habe. Die Kriminalpolizei setzte alle Hebel in Bewegung, den Dieb zu ermitteln, jedoch ohne jeden Erfolg. Nach Verlauf mehrerer Monate ereignete sich eines Nachts in einem bekannten Nachtlokal folgende Szene. Fräulein Linda stürzte plötzlich auf einen ele- ganten jungen Mann zu und beschuldigte ihn des Diebstahls an den Brillanten. Nach einer höchst erregten Auseinandersetzung mußte dann die ganze Gesellschaft den Weg zu der nächsten Polizei- wache antreten. Hier entstand eine nicht geringe Ileberraschung, als sich der des Diebstahls Bezichtigte als Student der Medizin be- zeichnete und behauptete, daß sein Bruder höherer Justizbeamter in Berlin sei und sein Vetter einen hohen Posten bei der Regierung bekleidete. Es ergab sich, daß diese Angaben tatsächlich richtig waren. Der Festgenommene leugnete mit aller Entschiedenheit, der Täter zu sein und behauptete, das Opfer einer Personenver- wechselung geworden zu sein. Eine in seiner Wohnung vorgenom» mene Haussuchung erbrachte jedoch erdrückende Beweise gegen ihn. Es wurden nämlich außer dem auffälligen Schlangenring und dem rosa Briefpapier mit dem Namen„Felix von Alten-Bockum" auch zwei lose Brillanten vorgefunden, welche die Bestohlene als ihr Eigentum reklamierte. B. selbst behauptete, daß diese Steine sein Eigentum wären, gab aber über ihre Herkunft eine recht eigentüm- liche Auskunft. Den einen Brillanten wollte er von einem Eng- länder aus Dankbarkeit dafür erhalten haben, daß er ihn aus einer Gletscherspalte in der Schweiz errettet habe, den zweiten Stein wollte er von einem Kellner in Chamonix gekaust haben.— Trotz dieser erdrückenden Beweismittel leugnete B. immer noch, der Dieb zu sein. Schließlich wurde auch noch der gerichtliche Schreib- sachverständige, Rechnungsrat Dropolin herangezogen, der begutachtete, daß der an die Bestohlene gerichtete Brief unzweifelhaft von der Hand des Angeklagten herrühre.— Nach einer längeren, unter Ausschluß der Oeffentlichkeit geführten Verhandlung kam das Gericht zu der Ueberzeugung, daß der Angeklagte der Täter sei, zumal er auch die bei ihm beschlagnahmten rosa Briefbogen beiseite geschafft habe. Das Urteil lautete auf ö Monate und 1 Woche Ge- fängnis._ Klus der frauenbewegung. Der Berein der Frauen und Mädchen der arbeitenden Klasse hat auch am letzten Dienstag feine Führungen wieder auf» genommen. Pünktlich um Uhr hatten sich am Bahnhof Tier- garten etwa 30 Frauen versammelt, die sich die Königliche Por- zellanmanufaktur ansehen wollten. Gar bald zeigte es sich, wie notwendig es war, den Frauen einmal die Herstellung des Por- zellans, mit dem sie täglich umgehen, vom ersten Anfang bis zum gebrauchsfertigen Stücke zu zeigen. Unser Führer mußte wohl schon daran gewöhnt sein, so unkundigen Besuch zu empfangen, denn er erklärte uns die Fabrikation des Porzellans auf daS Ausführ- lichste. Die Aufmerksamkeit seiner Hörerinnen und die verwunder» ten Ausrufe, wenn sie einen neuen Arbeitssaal betraten, bezeugen wohl am besten daS Interesse, das unsere Frauen an den Tag legten. Wir alle gingen recht befriedigt von bannen und erkundigten uns beim Fortgehen schon danach, wann die nächste Besichtigung staltfinde, und wohin es ginge. Es ist äußerst dankenwert, daß der Berliner Frauen- und Mädchenberein der arbeitenden Klasse sich nicht nur darauf be- schränkt, Vorträge halten zu lassen, sondern daß er sich auch be- müht, seinen Mitgliedern Dinge zu zeigen, die sie sonst wohl kaum zu sehen Gelegenheit hätten. Unter anderem war der Verein schon mehrmals im Er- ziehungsheim„Urban" in Zehlendorf: DienStag in acht Tagen geht es in das Säuglingsheim in der Kürassierstraße. Für diejenigen Frauen, die in der Woche beschäftigt sind, finden Extrabesichti- gungen am Sonntagvormittag statt. Wie lohnend und überaus lehrreich diese Besichtigungen für unsere Frauen und Mädchen sind, erfuhr ich neulich aus dem Munde einer Arbeiterin, die zu mir sagte: Bei einer Besichtigung lernt sich mehr als in 100 Vorträgen. Wir wünschen dem Vereine eine große Verbreitung, damit viele Frauen und Mädchen der arbeitenden Klasse seine Tätigkeit mitgenießen können. Die Charlottenburger Kinderschutzkommission hatte am Donnerstag, den 27. Oktober, eine Sitzung abgehalten, zu der außer den Helferinnen auch die Gruppenführer und andere Interessenten erschienen waren. Dieser erste Versuch einer erweiterten Sitzung ist als gelungen zu bezeichnen. Die Anregungen unserer Gruppen» führer fanden viel Beifall, und wir erhoffen durch daS engere Zu» sammenarbeiten mit unseren Gruppenführern eine Ausbreitung unseres Arbeitsgebiets. Die große Arbeit der Kinderschutzkom- Mission ist ja überhaupt nur zu bewältigen, wenn Hilfskräfte in ausreichender Zahl vorhanden sind. Leseabende. Spandau. Der Leseabend der Frauen findet am DienStag, den 1. November, abends 8'/, Uhr bei Fritz Bühle, Havel- ftraße 20 statt. Friedenau. Montag, den 31. Oktober, 8Vg Ufr, im Lokal von Stein, Rönnebergstratze 8: Vortrag der Genossin Schulte über: „Sozialismus und Religion". Weißciisee. Montag, den 31. Oktober. 3V, Uhr beim Gen. Pcukert Vortrag. AhlerS-Berlin:.Der Sozialismus eine geschichtliche Notwendigkeit". Zehlcadorf(Wannseebahn). Mittwoch, den 2. November bei Benno Mickley. Potsdamer Straße: Vortrag. Gäste stets angenehm. Baumschnlenweg. Am 31. d. M., 1li9 Uhr bei Erbe, Baumschulen- straße 14 Vortrag. Genossin Friedländer:.Die Königin Luise als»Vorbild" der deutschen Frauen". Bersammlnngeu— Veranstaltungen. Berlin. Dienstag, den 1. November. 8 Uhr, ö Volksversammlungen in folgenden Lokalen: Borgmann, Andreas Straße 21; Litfin, Memeler Straße 07; Prachtsäle des Ostens, Frankfurter Allee; Elysium, Landsberger Allee: Graumann, Nauuynstr.; Drachen- bürg, Schlcsi'che Brücke. Referenten sind die Genossinnen: Ihrer. Tictz, Wehl, Wurm, Wulff und Zietz. Verein für Frauen und Mädchen der Arbeiterklasse. Mittwoch, den 2. November, abends Uhr, im„Englischen Garten", Alexanderstr. 27c. Vortrag:„Aus dem öffentlichen Leben Amerikas". Referent: Max Schippe!. Gäste, auch Männer, willkommen. Am 8. November: Besichtigung des Kinderasyls Kürasfie»�»:. 22. Treffpunkt?43 Uhr Ecke Oranien- und Kürassierstraße.(Nur für Mitglieder und nächste Angehörige.), Reinickendorf-Ost. Dienstag, am 1. November, 8 Uhr im.Schützen- Haus", Residenzstr. 1/2 öffentliche Frauenversamm- l u n g. Tagesordnung:„Die Fleischnot und die Kaiserreden". Referentin: Genossin Regina Friedländer. Schönciche und Umgegend. Sonntag, den 30. Oktober, nachmittags 2'/z Uhr in Fichtenau, GesellschastShauS(Hannemann). TageS- ordnung: Junkerpolitik. Kaiierreden und die Meinung der Frauen. Referentin: Frau Frida Wnlff-Berlin. Tegel. Montag, den 31. Oktober, 8>/z Uhr, in W. TrappS Festfälen. Bahnhofstr, 1 öffentliche Frauenversammlung. Vortrag. Genossin Frida Wulff-Berlin:.Junkerpolitik, Kaiserreden und die Biet» nung der Frauen."_ «mrltwer Dtar«ber«ch» der Södttlcheu MarNdallen.Dtr--ton aber den«rohdandet in den Zenwal-Marttballen. Marktlage- Fletlch: Zufuhr schwach, Getcki-tll ruhig. Preise unverändert. W t I d- gusubr ge- nägend. Geichäst lebhaft, Preise fest. G e i I ü g e l- Zufuhr m Gäusen reichlich, sonst lnapp, Geichäft nicht lebhaft genug. Preise fest. F i f ch e: Zuiuhr reichlich, Geichäjt schleppend, Preise nachgebend. Butter und Käse: Geschäft ruhig. Preiie unverändert,«einüle. Ob» und S ü d s r ü ch,«- Zufuhr aenügend, Gefchäft etwas lebhafter, doch Bestände nicht geräumt, Preis« wenig verändert. fMMMMMMMMMMMMMMMMMi lleiiaDD Clrtiier ls l Genossen seinem 70. Geburtstage die j erzlichsten Glückwünsche. 16216| 492. Bezirk, K. Kreis. f % 0 « Unserem Kollegen Otto Sehmoll u. Frau I V die herzlichsten Glückwünsche v � zur silbernen Hochzeit! � W lZelneKollegen u.Xsnnenbi'lliloe q eßeeeeee*«ssesssgj- d/ Unserem lieben Sangesbruder l Karl Pape«ebst Frau| zur Silber-Hochzeit <1/ ein dreifach donnernd Hoch I Ijjj Männnercbor 1617b Boxhagen•Rummelsburg. - S«H«C/, Uhr. von der Leichenhalle des Zentral. FriedhesS in Friedrichs- seldc aus statt. 254/10 Ter Vorstand. Zentralverband der Töpter Deutschlands Filiale Berlin. Todes-Anaelce. Am 29. Oktober 1910, verstarb im Aller von 57 Jahren an Schlaganjall, unser Mitglied, der Kollege Friiz Regenberg (Bezirk Rixdors). Ehre seine« Andenke«! Die Beerdigung findet am Dienstag, den 1. November, nach. mittags 12'/, Uhr, vom Trauer- bause Rixdors, Falkstr. 2, nach dem Rixdorser Gemcindesriedhof. Ma< riendorserwea statt. 193/19 Um rege vcleiligung ersucht Ter Borstand. SozialdeniokratiseiiJaiilverein Kreis Bieder-Bamiii] Bezirk Lichtenberg. Den Genossen zur Nachricht, datz unser Mitglied, der Töpfer Karl pudlmann RummclSburger Str. 67 verstorben ist. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet am Montag nachmittags 4 Uhr, von der Leichenhalle in Marzahn aus statt. Rege Beteiligung erwartet 14/14 Die Bezirksleitung. Zentral-Kranken- nml Sterbe- Kasse der Tischler(E. H. I] u. anderer gewerblicher Arbeiter. Zahlstelle Lichtenberg. Den Mitgliedern zur Nachricht, datz das Mitglied, der Töpser Karl Rntilmann am 28. Oktober verstorben ist. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet morgen. Montag, den 31. Oktober, nach- mittags 4 Uhr, von der Leichen- Halle des FriedhoseS der Stadt Lichtenberg in Marzahn aus statt. -Die Ortsverwaltung. Zentral-ferband der Töpfer und Berufsgenossen Deutsch!. Filiale Berlin. Todes-Anzeige. Hierdurch den Mitgliedern die traurige Nachricht, datz unser Kol- lege Karl pulilmann (Bezirk Lichtenberg) im Alter von 44 Jahren an Brust« seventzündung am 23. Oktober verstorben ist. Fhre seinem Andenken! Die Beerdigung findet an. Man- tag. den 31. Oktober, nachmittags 4 Uhr, von der Leichenhalle des Lichtcnberger Kirchhofes in Mar. zahn aus statt. 193/18 Um rege Beteiligung ersucht Vor Der Vorstand. NB. Zugverbindung vom Schle- fischen Bahnhof(Wriezener Bahn« steig) 3.15 nachm. Dautschss Transportarbeiter-Verband. Bezlrksverwaltung GroB-Barlin. Den Mitgliedern zur Nachricht, datz unser Kollege, der Arbetter Carl Binder am 27. Oktober im Alter von 37 Jahren verstorben ist. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet am Sonntag, den 80. Oktober, nachmittags 3 Uhr, von der Leichen- halle des ZionsfirchhoseS, Nord- end-Niederfchönhausen, auS statt. 52/1 Die BezirkSverwaltung. Verband der Utbogranhen. Steiudrueker u. verw. Berufe. (Deutscher Senefelder-Bund.) Ilm 28. Oktober verstarb nach langem Krankenlager unser Kollege und Mitglied, der Steindrucker Fmll Herrmann im Alter von 44 Jahren an Herzschwäche. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet am Dienstag, den 1. November, nach mittags 4 Uhr, von der Halle des - Ki..... Gethsemane-Kirchhofes in Nieder schönhauien-Nordend, aus statt. Deutseber Metallarbeiter-Verband Verwaltungsstelle Berlin. Tode«• Anaeljjfc Den Kollegen zur Nachricht, datz unser Mitglied, der Arbeiter Wildelm Stelzer am 26. d MtS. an Herzleiden gestorben ist. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet am Sonntag, den 30. Oktober, nachmittags'/� Uhr, von der Leichen- halle des neuen Jalobi-jkirchhojcS in Rixdors auS statt. Rege Beteiligung erwartet 124/10 Die OrtSverwaltnug. Danksagung. Für die herzliche TeUnahme und Kranzspenden bei der Beerdigung meine« lieben ManneS sage ich allen Freunden und Bekannten, besonders den Kollegen und Kolleginnen der Iirma Frisier u. Rotzmann, meinen erzlichsten Dank. Wil itwe Auguste Steudel nebst Kinder». Allen Verwandten, Freunden und Parteigenossen die traurige Nachricht, datz unser wntggeliebler Vater 1638b Gustav Sturnpe plötzlich verstorben ist, Um stilles Beileid bitten Die trauernden Hinterbliebenen, Die Beerdigung findet am Mitt- moch, den 2. November, nach- mittags 4 Uhr, von der Leichen. valle des städtischen Friedhofs in FriedrichSselde auS statt, Allen Freunden und Bekannten die traunge Nachricht, dag mein lieber Mann, unser Sohn und Bruder, der Tischler[16396 Otto Friedrich am 29. Oktober, früh 8'/« Uhr. nach langem Leiden gestorben ist, Helene kriedrick geb. Hollnagel. Die Beerdigung findet am Dienstag, um 2'/, Uhr, von der Halle des neuen Rixdorser Fried- hoses, Mariendorser Weg, aus stait. Nach kurzem, schweren Leiden enlschlies am 29 Oktober, mor- gens ill, Uhr, unser teurer, sorg- samer Grotzvater, der Putzer ktarR Harker im 70. Lebenjahr. Um stilles Beileid bitte« Die trauernden Hinterhliehenen. Die Beerdigung findet am Dienstag, den 1. November, nach. mittags 4 Uhr, von der Halle des alten Lulsen-Kirchhofes in der Bergmannstratze aus statt. Am Donnerstag, den 27, Ok> tober, abends 11'/, Uhr, entschlies sanst nach kurzem schweren Leiden meine imiiggeliebte Frau, unsere liebe Tochter, Schwester, Schwä- gerin und Tante 161gb Karolrne Heini aeb, Walter im 38. Lebensjahre, Dies zeigt ttesbetrübl um stille Teilnahme bittend an Im Namen der Hinterbliebenen liai-I Heini. Berlin, den 29. Oktober 1910. Christin enstr, 23. Die Beerdigung findet am Montag, den 3t, d. Mts,, nachm 3 Uhr, von der Leichenhalle des ScgcnS-Gcmcwde Kirchhofs der Segens /Zions- Kirchhof), Weitzensce, Gustav-Adols-Strahe, aus statt, Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme sowie die vielen Kranz- spenden bei der Beerdigung metner lieben Frau sage ich hiermit meinen herzlichsten Dank. 1620b StakoUka. Danksagung. Für die überaus zahlreiche Beteilt- gnng seitens der Kolleginnen und ollegcn des Zentralverbandes der Hutarbciter sagen wir hiermit uiiseren besten Dank. 1607b Die trauernden Hlnterhliehenen. Witwe ökimz nebst Kinder«. Dr. Simmel Spezial-Arzt* fSr Haut- und Harnleiden. Prinzenstr. 41,„t«, 10—2, 6—7. Sonntags 10— 12, 2—4 Die Harnleiden ihre Gefahren, Verhütung und Beseitigung von J)r. med. SchttP�r> BERLIN- Preis 1 Mark. > 7 t», Tsmeod.> «irii|NullüMirSS&ü7 i IUI toi» Dr. seil. Schapit vom 1. November ab verlegt nach Prinzenstr. 04. Zahnarzt?mmd, Hixdorf, UoddiiiMtruiie 06. Behandlung vo» Kassenpatienten. Beste UHmriMuche, achwsrz und tarbi*. Co« tarnt»- Stotfo.neoeoio Mniittr. Trltnt-Stod«, Boldan- PUiseh, Hsmiuei.», B»«i»«to. Cotv fecüon Palmöl». JsotieSt« Iteeon- ind Oo.Äro. msstei. CostunM«nd 'Seke in B'0«»or Auswshi. C. Pelz, Kottbuaerstr. S- Zwei grosse flusnnltmetiin; Kontos iDIcnsfos tat Kostüme, Plüsch- und Abendmäntel Tornebmor, moderner, solider Ausführung. Abendmäntel zu ts. 18, 25, 40 bis 150 M, (früher»um Teil 80. 60. 80 usw. bis 800 M.) KostQme Frauenmäntel m ts. 19, 26; 36,<8 bis 100 M (früher tum Teil 80, 86, 45, 70 etc. etc. bis 200 U.) PiUschmäntel zu 24 30, 38, 48, 60,75 bis 250 N. (früher zum Teil 50, 60. 80, 150 usw. bis 500 U.) zu 20. 24. 87. 46. 69, 72, 80 bis 200 M. (frh. z.T. 40,6», 80, 115, 130 etc. bis 400 M.l Paletots, engl. Art zu 8, 12, 13, 28. 38 bis TB M. (früher tum Tel) 18. 82, 60, 75 etc. bis ISO M.) Alle, audi die veitttlen Grössen, sind vorrätig Groass Auswahl In Pslzmantsln, Kolllers, Muffen I Westmann Mohrsnstrasse ,7» 1 parlerre| Cr. Frsnkluitsr 8fr. 11« nene JerusaJemerStr. 1 1. Etage| nahe Andreasstrasse. _ Sennta» geBffnst 8- 18, 1t-». Trauer■ Mestmann JSitu Souder- Abteilung für schwären Konfektion; Mantek Kleider» ROoke, Binsen« Bflte et«. Paletots in solider Verarbeitung:, 12.-, 15. sehr praktisch. 12.-, 15.-, 18.-, 21.-, 24.-. 28.- nsw. Jopi großer Answahl, 4.-, 6.80, 8.50, 11.-, 13.50, 16- usw. Fertige, sehr sehr praktisch, 12.-, 1! 18.-, 21.-, 28.-, 32.- nsw. visler. 21.'-, 24.-. 28.- nsw. Joppen in sehr &awa«va A-a u o w uas a,, w.ww, V.W, XX.-, XW.WV, XV/.(XOW. XVVAUAgO, OV71U elegante Herrenanzüge 8.25, 9.50, 12,-, 15.-, 18.-, 21», 24.-, 28—45.-. Burschenanzllge 6.50. Knabenanziige 1.25 an. MaBanzUge, vornehmster Site wird garantiert, von 32—85 M, Hosen 2-, 2.75, 3.- elegante Sonntagshose 6.-. Phantasiewesten 2.20. StoS 5.- M. Lodenpelerinon 8.50 an.— Besichtigung ohne 2.75, 3.., 8.75—4.50, StoS zum Anzug Lodenpelerinon 8.50 an.— Besichtigung ohne Kaufzwang erbeten. Gern«chlcken wir unsere Vertreter mit Musler ohne Kauf- Verpflichtung. Original englische Stoffe billig. Tuchgesellschaft, Kotfbuser Damm 16/17, Vorzeigern dieses Inserates S Prozent Rabatt. Neocithin-iäepven« nahrung, von Professoren, Aerzten, Chemikern, Spartsleuten, als einzigartig, wirksam und wohlschmeckend anerkannt,(Pulver, Tabletten, Neocithin-KolapastiUen) in Apotheken, Drogerien nur echt mit Schutzmarke„Nero" zu haben. ■ Man mache unbedingt einen Versnob und verweigere■■ Ersatzpräparate. BS Bezugsquellen nnd Broschüre durch Noocilhln G. m. b. H., Berlin SW. 6t. Billigster Schneieizer mit Schamotte-Einsatz tllr Steh- u. Hängelicht 2 Mark. 3. glamatm, Fabrik I. modieleochtung. C. 17, Warscbauerstr. 41/42. „Schweizerhof" Meierei und Milch-Kuranstalt liefert Vollmilch..Kindermilch zu jeder Tageszeit frei llaaa zu den üblichen Preisen. Lieferant der Konsumgonossenkahaft Berlin und Umgegend. Besichtigung der Meierei jedermann Sonntags, nachmittags 8 bis 5 Uhr, gestattet Gardinen- Fabrik: Eardinenhau» Bernhard Schwartz Wattstr. 13 »MMMMMMMMKMMMMMMMMMMM Düte Weitmachtsbäume,.w,°lne Pflanzung. Ofier. Waggonw. billigst. R. Tüfimilch in Cunnersdorf im Riefengebirge, Schubertgut. Krouleuedtei'- Fabrik. j Größte Auswahl. Verkauf zu billigsten Fabrikpreis, a. Private. irl— Musterbuch— «.Außerhalb franko. Ä Auf Wunsohkulante w VK/ Q Zahlungsbedingungen W w» vohne Preiserhöhung. Siesel&C< Frluzvn«truOc SS. Moials-GanMe! Die be/ten Winter- Paletots nnd Anzüge für Herren, Smoltng- Anzüqe, Frackonzüge, sowie von Kavalieren getragene, saft neue Sachen, für jede Figur passend, in gröüior Auswahl zu unubertrofsen billigen Preisen. 1 Treppe, deshalb billiger wie im Laden. 124/7» WKieteilOT. WM"r,or straBe 12/131 (früher Prinzenstr. 33). TzfP�His-Nacliwsie in allen frisch, u. veraltet, zweifelhaft. Fäll, durch wissenschastl Untersuchung. sosort: desgl. Harn-(spez. aus Ao» narrhoe-Fäden) u. Sputuin-Analylen. Dr. Home/er»Do., Spezial-Laborat., norrhoe-Fäden) u. Sputum-Analysen. Dr. Homever& Co., Spezial-Laborat., Frie brich srr. 189, zw. Kronen- und Mohrensiratze), I. 8724. Pers. Rückspr. distr. u. fostenl. Geöffnet von 8—8 Sonntags von 12—1.» Neu erschienen! Sehr empfehlen«wertt Kindersegen und Arbeiterklasse »der wie schütz» man sich vor starkem FamiltenzuwachS mit und ohne Mittel auf unschädliche Art? Preis Sv Pf., gegen Voreinfend. von SS Pf. sti Briefmarken portofrei ins Haus vom Verlag WUb. I-elsttnor, lena-Ost(Saale). Auch zu beziehen durch die Buchhandlung Vorwärts. Berlin SW. 68, Llndenstr. 69.* Umwälzung in der Zigaretten- Branche Detail- Geschäfte erfahren Kälteres durch Haasenatotn«k Vogler Berlin W. S, snb «. O. 147. 215/15 Oskar Vollbarg, Trauer« Magazin» Berlin N., Brunnenstr, 60. Gr. Auswahl in schwarzer Konfektion; auch eint. Röcke, Blusen, Hüte etc. Anfertigung nach MaB In 12 Stunden. Aenderungen sofort.* KSaen BädStf. 26 Prinz! WUlee Herren- und Knaben- Moden, Berufskleidung. 1 rnf fW* Elegante Paletots u. Pelerinen. Großes Stofftager:: zur Anfertigung n.MaS Allerbilllgste, streng toste Preise. W.Hermann Müllerl Berlin, Magazlnetr. 14. Siiinatrali6!l4a2.§0 verzollt! II. LSnge Vollblatt, ffetner Brand, schöne Millelsarbe«. I -ß» Msgerkeil 4» schwindet durch Haule'a Nähr- pnlver„Thilossia". Preisgekrönt Berlin 1904. In 6 Wochen 24 Pfund ärztl. kontrollierte Zunahme. Gar. unsobkdL Viele Anerk. Karton 2 M., bei Postvereand Porto und Nachnahmespesen extra. H. Haufe, Berlin N., Greifonhaganerstr. 70. Depots in folgenden Apotheken: Elefanten-Äpoth., Leipzigerstr.74, Weißenburgerstr. 53, Potsdamer- stroße 29, Köpemokerstr. 119, Bernburgerstr. 3, Frankfurter Allee 74, Kosenthalerstr. 61, Reinickendorferstr. 1 Spandau: Potsdomerstr. 40. Best.: Pfl. Eiw. Haemogl. Lecith. Banm. Na- tronclh. Oao. Zucker. Qartenstadt Hohen- Neuendorf i Wald(Nordbahn), Wasser, Arzt, Gas-, Wasserleitung, Gemeinde- u.höh. Schulen Am SchUtzenhaus E Herr). Hochwald-Landbaustellen. ilgung< Restes in lOjährl. Raten. 100/0 Anzahl. Tilgung des| tes in lOjkhrl □ Rute IL Mark. Ulnstr. Broschüre gratis I| Wolleolierg, TA*™ Pemspr. VII, 3038 Gneisen aastraße 10, > dran, billigste u. beste Bezugsquelle für IKKÖbelicder�ri Kassa und Teilsahlang. Hygienische Kouestivaia'.oJ ß. Empfahl, viel. A erst« u Prof. grat.uch. a. vager, Oonuslaaieniaiirik «terlin NW.. J?ri»diicJiatnu.iä..!>> ue >i! II! i" sTraneraasiziii Extra-Ahtnllnng 1 1. Gesch.: Berlin W., Mohren- StraBe 37a(2. Haus von der j ierusalemer StraBe). |ll. Gesch.; Berlin NO., GroBel Frankfurt. Str. 115(2. Haus| ven der Androaastrafle). 1 Sehrgr.Ausw.fert. Kleider, I HUle, Randschuhe, Sehleier etc. v. einfachsten bis znn hochelegant. Genre z.üoSerst niedrigen Preisen. Sondor-Ahtoilung: SiuUuulVrtiguitg in 10 bis 12 Stunden. muri LEIPZIGER STRASSE Reine Wolle �•�•65, 80, 95 w ALEXANDERPLATZ Damenstrilmpfe Reine Wolle 85� I10 Reine Wolle 75 w 1°° Reine Wolle SSS&tf?: 65, 85 p» Herrensochen Wolle?••«>«»**. g««triow. 32, 45 P1 Reine Wolle se«trickt. 58, 68?(■ Reine Wolle fÄ. T. 58, 75 p» Kliiiierslflmpfe Or. 1-9 Gr.i-0 Or.7-9 wolle SSStftÄ r 42, 58, 72»■ Reine Wolle läiET: 58, 78, 95« Utpi Theater-Fintel 17° 27"37° 75 Damen-Paletots»E«�. ah........ 7°° 12" 19 Samt-Jackett® und Paletots 39°° 57°° 75°° modarne Fasson« aus Velours 1 ß75 OT50 OT50 aus Seat du Nord. ,u �■ 0 1 Plüsch FRANKFURTER ALLEE Wohlfeile Woche Von Montag bis Sonnabend findet in allen Abteilungen ein Verkauf ausserordentlich wohlfeiler Waren statt, die sich durch Preiswürdigkeit schon jetzt zum Einkauf für das Weihnachtsfest eignen. Damen-Konfeklion Woll-Blusen Hntu-ui«« q,«** 3 50 4° 675 1 Seiden-Blusen M Futur 4°° 6" 9" Samt-Blusen........... 8" 1 1" ßbend-CapeSm.ni.w.b.Fu«„up„.b...f. 6" 8" 12" Oamenwische 1 Stock StOek Stock 25 1 1 65 95 Hemden Beinkleider Nachtjacken Hemden Beinkleider Nachtjacken Hemden Beinkleider Nachtjacken I»■■ Ein Posten JSiiokerei- u. Spiizen Wäsche Hsmden, Bainlcleider, Nachtjacken enorm billig Nachthemden....2" 325 Stlckerel-Rßcke.............. 425 Unterlassen........... 95». p�stinees*** ruasehstos 2 � 3~� Morgenröcke�' 690 T75 Kostümräcke z« 5M 850 llso Damentaschen ««C. TrspntoF««• frans Q•u-Meuton, echt Saffian ata 275 �25 5SO eis Kleiderstoffe Blusenstoffe«•<•>-• o—t«.......... 65, 95». Kielderstoffe e«»«« Qn*ut»t........... u-«. 75». BiaugrQne Schotten««ppsitbrett...«...r 95*l Kostümstoffe uo I45 l95 Schwarz. Woflbatlst. u�.7 95». Schwarze Kleldantofte rvlna Wo»*|48 110 cm ISS 90 cm brclf Drah V Ein Posten Korsette einzelne Musterstocke, nur moderne Fassons Pt I45 1 95 145 »10 Seidenstoffe Blusenstoffe«-«c.........««« 95». lw Blusenstoffe 7«—»•*•. 0.�.**.. 1M Taft-Chiffon***»*****.......... 1" Volle Ninon ub««is. tnaaörtaeka* rakitkst...... 2®® Llndener Kleider- V ei vet 17S 250 Reinssidens Louismes Mm« 95» Spielwaien-Ausstellung unseres Hauses Alexanderplatz; „vis kleinen Abenteurer 14 Lustige Erzühtung tn Vers u. Bild qa Preis d. Buche« währen ö d. AuMtclkmg OUR Doppel-Malzbier Berliner Doppelbier erstklassige Biete vom Fass In Flaschen fast alkoholfrei— 0,S60/o Alkoholgehalt Bergbrauerei BERLIN N. 4 Tel.: Amt III, 1412 Bergstrasse 22 Beilfedem Gustav L Fabrik ustlA BERLINS SM Primen Str. 46-47 Grösstes Spezialgeschäft Deutschlands Bettfedern Daunen ta 0.5S, I.CO, 1.25, 1.51, 1.80, 2,00. 2.50, tu 2 85. 3.50, 5.00.«.30 8 00,&.50 bis 6.00 Mark per Pfand bis 9.00 Mark per Pfund Fertige grosse Betten be.tpbpnd ao§ Oberbett, Unterbett, 2 Kissen tu 12, 15, 20, 24, 28, 31 s«. 88, 45, 54, 61, 75. 90 dl» 120 Mark Grösstes Lager in Bettinletten, Metall- Bettstellen u allen anderen Bettartikeln Beste BetteofQllungi(se.etiiiob ffonopol- Daunen geschützt) Pfund 2.85 3—4 Plan« tum Oberbeft Auf Kredit Herren-AnzUge Paletots und Ulster Damen, n. Kindergarderoben Kostüme in ailso Farten, Jacketts, Mäntel, Blusen, Röcke etc. Mar NaulMlt«. w crMst««uamHI ntt Gratis» Zugabwn I Herren«isgantsn Hut oder Stock, Damen ff Lederwaren. Pelzwaren Anwtbl kolomll ere Woche Kini(>t. I äbtsblung «ro Woche rlaiK«btahlnng Möbel u. Polsterwaren lEigeaet Fabrikat,) ALLETAGE ANDERS Grösdei H.tu. direkt am Nenel- beckplatz, Pank-, 6. rieht and Romlene.derfer Stranoa-Eok«. Ebntou Abz.hlao,. So» HMtt«.lehei dbjlled d. R.botf-Spomrdni JfOäSe»' tri. Di© reellsten und billigsten Möbel nnd Polsterwaron aui Teilzahlung zu Kazsanpreisen und Zlns- 32 Jahren bestehenden Möbelvergütung erhält man in der seit fabrik unter lOj ähriger Garantie 64L* . Schulz, Relchenberger Straße S. i Malehower Kautabak I(lleeklenbnrcer)* !! am dar Fabrik«ob JoHb Dannohlf HllChOV. »|_ General- Vertrieb durch: Karl Höcker, Bern«»«y, Grüner Weg 112, Amt vu, sssi. Tababfabrlk.— Zigarren, Zigaretten en gros. „Hoffnung" Berliner Schneiderei• Genossenschaft E. O. m. b. H. Zwlaehen Resenthaler OmiMnoktch. tOR Zwischen Rosenthaler Tor u. Invalidenstr. Ol Uliiiulthil« iOd Tor u. Invalidenstr. Gegr. i. Februar 1906 v. organisiert. Schneidergehillen Berlina ÄS Arbeitern, Parteigenossen ... iiiitbürgern zur Anfertigung eleganter Herren-Juabenganlerobe > Großes Lager fettiger Herren-, Knaben- y. Kinder-Anzüge. CiroBo Aniüwahl in Winter- Paletots, Ulster, Radfabranzilgen n. Faot.-Westen in allen Größen nnd Preislagen sowie Arbeiten- Berufs- Kleidung. Die Herstellung unserer Fabrikate erfolgt in eigenen BctrlcbSWOrkStättOll unter den von unserer Organisation festgelegten Bedingungen. Lieferanten 103/1* derKonsnni-Genossenschaft Berlin n. Umgegend, des Charlottenburger Konsum-Vereins sowie des Arbciter-Kadfahrerbundes.( NB. Wir weisen besonders darauf bin, daß wir nur für, eigenen Bedarf fabrizieren und unsere Waren in keinem anderen Geschäft zu haben sind. BttantoorU. Redatteur: Carl Wermuth, Berliv-Rixdorf, Für bepJnstratenteilveranWÜ Th.«l»ckt, Berlin, PruLu. Verlag: vorwirtßjvuchdruckerei u. LerlagSqnftalt Paul Singer& So,,»erlin SW, Ilt.255. 27.»pn, Z Jfjlßjjp des„Kmiilts" Keiljm Alksbllltt. Zoimtag. ZA. GKWn 1910. Zweite Berichtigung Berniteins. Genosse B e r n st e i n ersucht um Aufnahme der nach- stehenden zweiten Berichtigung: Noch einmal: Utopismus und Arbeiterbewegung. Meine Einsendung hat ihren Zweck erfüllt. G. Eckstein gesteht, daß der Zweck seiner Besprechung meiner Schrift„Die Arbeiter- bewegung" nicht der war, die Leser des„Vorwärts" mit ihrem Inhalt bekannt zu machen, sondern der, sie ihnen zu de nun- zieren. Ich bin das von jener Seite gewohnt und könnte es zu dem Uebrigen legen. Ein Umstand macht es jedoch nötig, noch etwas bei dieser Sacke zu verweilen. Was ist me Grundidee der Marx-Engetsschen Gesellschafts- theorie, die sie von anderen sozialistischen Theorien unterscheidet? Die Eigenheit dieser Lehre besteht darin, daß üe den Sozialismus aus den Klassenkämpfen der Arbeiter in der kapitalistischen Gesell- schaft ableitet, daß nach ihr aus diesen Kämpfen und ihren Bedürfnissen und nicht aus vorge st eilten Gesell- schaftsbildern und abstrakten Begriffen, die lebens- fähigen sozialen Ideen und Forderungen der Arbeiter hervorgehen, und daß sie ferner auch die entscheidenden Mahregeln und Verwirk- lichungen durch diese Kämpfe gemäß dem Stande der allgemeinen sozialen Entwickelung und der Organisation und der Reife der Arbeiterklasse bestimmt werden läßt. Danach hat, wer die soziale Psychologie der Arbeiterbewegung zu schreiben unternimmt— und das war die Aufgabe meines Buches— von diesen Kämpfen ausgehend die Ideenwelt dar- zustellen, die geschichtlich aus ihnen wie aus den Lebensverhältnissen der Arbeiterklaste überhaupt als Eigentümlichkeit der Arbeiter- bewegung sich entwickelt, die Formen, die sie annimmt, sowie ihre Rückwirkung auf das soziale Verhalten der Ar- beiterklasse und ihre Bedeutung für die Weiterentwickelung der Bewegung zu kennzeichnen. Das ist denn auch, wie ein Blick auf ihr Inhaltsverzeichnis zeigt, das Programm meiner Schrift. Nach Kennzeichnung des Begriffs, der Merkmale und der ersten Formen der Arbeiterbewegung schildert sie ihre entwickelten Formen(die Arbeiterbewegung als Partei, als Koalition und als Organ der Verwaltung), die Rechtsbegriffe und die Ethik der Ar- beiterbewegung, nämlich die G l e i ch h e i t s i d e e, die Idee der Gemeinschaftlichkeit und der Gemeinhaftung (Solidarität), die Idee der Selbstbestimmung, die Anwendung dieser Ideen im Kampf der Arbeiterklasse und in ihrer Stel- lung zum Staat—„Recht und Ethik im Klassenkampf"— worauf ein Schlußwort«die Arbeiterbewegung und die Lebensauffassung" dehandelt. Was erfahren aber die Leser der Ecksteinschen Besprechung vom Aufbau der Entwickelungsweise, den wesentlichen Folgerungen des Buches? So gut wie nichts. Nach einigen Sätzen über den ersten historischen Teil werden sie gerade dort, wo es sich um die Gegenwart, um alle die Fragen handelt, die für die Arbeiter von lebendigem Interesse sind, und mein Buch ist keineswegs nur für Bourgeois geschrieben, wie Eckstein ganz willkürlich unterstellt— mit der Benachrichtigung abgefertigt, daß Bernstein den Kommunis- mus als Verwirklichung der Gleichheit für tot erklärt und nur noch„die Sozialreform" gelten läßt. Zunächst ist das eine doppelte Fälschung. Denn Was ich für„tot" erkläre, ist eine ganz bestimmte Form des Kom- 1 munismus, die Sektiererutopien der Phalansterien, Jkarien und dergleichen, und was ich gelten lasse, ist die A r b e i t e r b e w e- .zung als die schöpferische Kraft sowohl rechtlicher wie organisawrischer Neugestaltungen. Das„Sozialreform" nennen, wo dieses auslegungsfähige Wort heute in Kreisen sozialdemokrati- scher Arbeiter einen so verdächtigen Nebenklang hat, ist direkte Irreführung. Mein Buch hat weder mit einzelnen Maß- regeln noch mit der Form ihrer Durchführung etwas zu tun. Zweitens heißt es die Marxsche Theorie umwerfen oder hinter sie zurückgehen, loenn man verlangt, daß kommu- nistische Zukunftsbilder als den Geist der Arbeiter bestimmende Faktoren hingestellt werden sollen. Aber es heißt nicht nur der Theorie, es heißt auch den Tatsachen ins Gesicht schla- gen. So stark solche Bilder auf den einzelnen wirken mögen, für die Arbeiterbewegung als Äkassenbetvegung ist von richtunggebender Einwirkung jener Bilder nicht mehr die Rede. Die Arbeiterbewe- gung ist bei uns längst dem Stadium entwachsen, wo sie zu ihrer geistigen EntWickelung der Utopie bedurfte. Daß es ein solches Stadium gab, daß die Utopie eine ge- schichtliche Aufgabe erfüllt hat, ist in meiner Schrift sehr energisch betont. So heißt es im Abschnitt„die Arbeiterbewegung als po- litische Partei":„So paradox es daher erscheinen mag, so entspricht es doch nur dem Wesen der Dinge, daß der Durchgang durch den Utopismus nicht nur das tatsächliche, sondern auch das innerlich notwendige Vorstadium der Entwickelung der Arbeiterbewegung zur Arbeiterpartei war."(S. 69.) Es wird dann dargelegt, daß und warum der mittelalterliche Zunftgesclle überhaupt noch keine eigenen Gesellschaftsideale entwickeln konnte, daß die Gesellschaftsideale der Arbeiter in der ersten Epoche des Kapitalismus nur Utopien sein konnten, bis sich in der Neuzeit die Arbeiterpartei entwickelt als„die Zusammenfassung und Wie- derspiegelung der politischen, wirtschaftlichen und allgemein-kultu- rellen Lebensäußcrungen der Arbeiterklasse."(S. Sö.) Als poli- tische Partei jedoch kämpft die Arbeiterbewegung um Rechte und die Anwendung von Rechtsgrundsätzen auf Wirtschaft, Politik und Verwaltung, und nicht um Zukunftsbilder. Sie braucht die Utopie nicht, weil sie in sich selbst die Schöpferkraft trägt, die Gesellschaft auf eine neue Grundlage zu stellen, und sie weist sie auch darum ah, weil die Utopie, je„vollkommener" sie anscheinend ist, um so mehr den realistischen Geist in der Arbeiterbewegung schwächen würde. Niemand hat das schärfer betont als Marx, und es kann daher nur hunwristisch anmuten, wenn jetzt ein„Marxist" Wehe über meine Schrift ausruft, weil ich— der Utopie nicht Reberenz erwiesen habe. Aber etwas mußte dem Buch doch angehängt werden, und so begreift sich auch das. Um für seine Falschdeutung eine Entschul- digung zu finden, erklärt Eckstein, er hahe eben den Versuch ge- macht, meiner„verschwommenen Darstellung" einen„klaren Sinn" abzugewinnen, und statt Dank ernte er nun von mir die Anklage, er habe mich falsch verstanden. Ach nein, von falsch verstanden ist im vorliegenden Fall ganz und gar nicht die Rede. Man muß schon sehr eigentümlich veranlagt sein, um diese Schrift falsch zu verstehen. Sie ist auch in anderen sozialdemokratischen Blättern besprochen worden. Um nicht den Vorwand zu billiger Verdächtigung zu liefern, verzichte ich darauf, ihre Urteile dem Ecksteins gegenüber zu stellen. Nur soviel sei bemerkt, daß sie a u s n a h m s- los gerade die begriffliche Schärfe meiner Darlegungen betonen. Es ist immer nur die berühmte Vetternschaft, die das stumpfgewordcne Gerede von der„Verschwommenheit" Papagei- mäßig wiederholt. Mit dieser Feststellung soll es für diesmal genug sein. Glaubt die Redaktion des„Vorwärts", auch dieser Einsendung einen An- Hänger beigeben zu müssen, dann halte ich mich berechtigt zu v er- langen, daß sie im Anschluß daran den von Eckstein zitierten Ab- schnitt meiner Schrift über die Gemeinschaftsidee und die Gemein- Haftung unverkürzt und unverändert zum Abdruck bringt. Ich bemerkte schon, daß meine Schrift auch fiir die Arbeiterschaft geschrieben ist— ich darf sogar sagen, in erster Reihe für sie. Die anderen Rezensenten haben das sehr gut herausgefunden. Ich habe ein Interesse daran und glaube auch ein Recht darauf zu haben, daß meine Berliner Parteigenossen in die Lage versetzt werden, aus eigener Anschauung zu urteilen, welcher Geist die ihnen verdächtige Schrift durchweht.. Berlin, den 27. Oktober 1910. Ed. Bernstein, Trotz der schrecklichen Drohung Bernsteins, tzon uns den Wdruck eines ganzen Kapitels seiner Schrift zu verlangen, falls wir es wagten, der obigen Berichtigung Nr. 2 nochmals einen„Anhänge r" hinzuzufügen, haben wir doch dein Genossen Dr. Eckstein als dem von Bernstein ungeniert der .„doppelten Fälschung" der direkten Irre- führung" und der Vetternwirtschaft Bezichtigten uochntals das Wort zu einer Erwiderung gegeben, doch baten wir ihn, nicht nur seine Antwort möglichst>»irz zu fassen, sondern auch Bernstein in keinem Fall auf das Gebiet der per- sönlichen Verdächtigung und Beschimpfung zu folgen. Die nachfolgende Erwiderung �Ecksteins zeigt, daß er sich tatsäch- lich auf eine nochmalige kurze Betonung seiner aus der Lektüre des Bernsteinschen Buches gewonnenen Auffassung beschränkt: wir glauben deshalb, da die Diskussion ohnehin schon den Raum unseres Blattes übermäßig in Anspruch ge- nommen hat, mit dem Abdruck der nachfolgenden Zeilen die Auseinandersetzung im„Vorwärts" schließen zu können. Die Redaktion. Genosse Eckstein erwidert auf obige Berichtigung: Genosse Bernstein erklärt also nochmals ausdrücklich, daß die Vorstellung einer Umgestaltung der kapitalistischen Produktions- weise in eine kommunistische, des Privateigentums in Gemein- besitz, eine Utopie sei und im Geistesleben des modernen Prole- tariats keine Rolle mehr spiele. Er bestätigt damit genau meine Darstellung des Gedankenganges in seinem Buche. Wenn er diese objektive Feststellung als„Denunziation" auffaßt, ist das seine Sache.— Der Vorwurf, daß ich sein Buch noch nicht ausführlich genug besprochen habe, ist wohl>darauf zurückzuführen, daß Bern- stein von dessen Bedeutung eine andere Meinung hat als ich. Uebrigens hat er das ja nun selbst in einem auch seinen eigenen Bedürfnissen hoffentlich genügenden Ausmaß nachgeholt. „Humoristisch" aber, um mit Bernstein zu reden, mutet es mich an, wenn er dem Gegner bewußte Fälschung, Irreführung, Cliquen- Wirtschaft usw. vorwirft, zugleich aber die Redaktion, die dem so Beschimpften das Wort erteilt, als Strafe aufgibt, ein ganzes Kapitel seines Buches,„unverkürzt und unverändert" abzudrucken. Für die Zukunft wird es sich daher wohl empfehlen, daß Bern- stein die Kritiken seiner Bücher gleich selbst schreibt. Dadurch würde er den Rezensenten Arbeit, sich selbst viel Acrger und den Zeitungen Raum ersparem G. Eckstein. Ulster° Paletots° Pelze Neue Formen nach englischen Deutsche und englische Stoffe English Ulster newest fashion Ulster Ulster Ulster Ulster Ulster Ulster Hr. K» Marengo- Cheviot. puchgraf-Murter........ Nr. ioi Dnnkelgrauer n. brihm- licher Cheviot. Oeitr. n. kariert Nr. ioi Grau, braun, grönlicher Cheviot mit angewebt putter Nr. 105 Hell- u. dunkel grauer Melfon-Cheviot in viel. Dessins Nr. 104 Mhtelgr. Cheviot mit angewebt putter. Diag.-Muster Nr. 105 Ech englisch. Cheviot Neueste Musterungen..,,, 18.- ML 27.- ml 36.- ML 40.- ML 50.- ML 60.- ml Modellen □ Modernste Machart letzter Mode □ Eigene Fabrik.? □ Gnglish Ulstering latest style. £ Paletot � JT!"f: 18.-** kll 4 Cheviots h den neuest Oyl UlClUL Diagonalgeweb., sehr elegant ArTt.— ML r-vf � Schwarzer Eskimo mit QA V aieiOL gutem Plaidfutter...... OV/.— ML 1�1.�4. Nr.7 Glatte a.oemnst Cheviots Q/T UltTHJ L in den nenestAusmusterungen»J vi.— ML I Nr. S Reinwollene Eskimos n. � A aieiül Cheviots, sehr vornehm... alt/»— ML Nr. y Nochfeiner Mellon, Er- CA flieiOl setz fflr Maßarbeit Ol/.— ML "T/Är Spezial- Pelz. Katalog Mo. 40 Geh-Pelze, A ufo-Pe/z-Nänle/, Chauffeur-Pe/z-Mänfe/, Reise-Pe/ze, Wirtschafts-Pelze, Livree-Petze, Chauffeur-Pelze, Ziegen-Mäntel, Leder-Pelz-Kleidung, Pelz-Dagd-Ooppen, Petz-Oagd-Röcke, Petz-Oagd-Mäntet, Pelz-Doppen für Straße, Wagen und Skilauf� Wmfersport-Pe/z-Joppen, Pelzkragen, Pelz-Handschuhe und Kutscher-Garnituren usw. $0000000000 tdji englisdje ßaar- ßüte unter'Breis 2.75 u. 4.- Baer«Sohn Kleider-Werke Chausseestraße29-30 □□ 11 Brückenstraße 11 Gr.FrankfurterStr.20 na Schöneberg, Hauptstr. 10 jOO(j De/ Hauot-Katalog No. 41 Winter 1910 /Ii(soeben erschienen) wird koaienfrst versandt nonr □OD □□□ (Siehe Wochen-Spielplan.) Freie Volksbühne: Sonntag, den R>. Oktober, nachmittags S Uhr: Neue« Schauspielhaus. 9. Abtellun! (Gruppe 38— t0): Ueber unsere Krasl Herrnseld. Theater. 12./13. Abteilung. (Gruppe 62—56-. Der Herr Senator. Thatia-Theater: 5., 6. Äbtettung Gruppe 21—25: Kamps. Montag, den 31. Oktober, abends 8 Uhr: Neues Schauspielhaus. 14. Abteilung I. Abend abteilung: Ueber unlere ftrast. Neue Freie Volksbühne. Sonntag, 30. Oktober, nachm. 2'/, Uhr: Deutsches Theater: Simson u. Scilla, Kammerspiele: Gamin. Nachm. 3 Uhr: Neues BollS-Theater: Ueber unsere Krast. I. Schiller-Theater 0.: Neue Jugend. Schiller- Theater TharloUenburg: Egmont. Neues Operetten« Theater l Die Glocken von Cornevlll«. Neues Theater: Tartülf. Kleines Theater: Ein idealer Gatte. Melropol-Thcatcr: Pariser Leben. Abend» 8'/, Uhr! Neues VollS-Theater! Die Erziehung zur Ehe. Neues VoltS- Theater: Montag bis Freitag: Ueber unser» ltrast. I. isonnabend: gSbrand. BoltS-Oper: Montag: Der PoftiMon von Lonjumemu_ Lessing-Theater. 8 Uhr; Nora. 8 Uhr: Wenn der junge Mein blüht. Montag 8 Uhr: Wen« der jnugr Wein blüht. /Vtoctemes Theater (früher Hebbeltheater). Heute und täglich 8 Uhr: vt« dvnt««te»- berliner Theater. Abend» 8 Uhr: Der«oharte Janker. Nachm. 8 Uhr: Taifun._ Neues Tlieater. Abends 8 Uhr: Ferdinand Bonn als Gast. Die Schauspieler d. Kaisers. Hieraus: Abschied vom Regiment. Morgen bis Mittwoch: Dieselbe Vorstellung. Donnerstag: Kean. Berliner Volksoper Nachmittag» 3'/, Uhr: Die lustigen Weiber*. Windsor. Abends 8 Uhr: Wilhelm Teil. Theater des Westens. Ansang 8 Uhr. Die«chOnsto 1 ran. Sonnt. S'/.U.: Die geschiedene Frau. Residenz-Theater. Direltion: Richard Alexander. Abends 8 Uhr: dtahlesse obllge. Schwant in 8 Akten von Henneautn und Veber. Freitag, den 4. November z. ersten« mal.- Der Herr v. Nr. IV. r in 3 Akten von Ksroul u. Barr> Luisen»Theater. »Uhr: Abend» 8 Uhr: Berlin geht zu Bett. Montag: Der Hüttenbefiber. Dienstag: Der Hüllenbesitzer. Miliwich: Perlt» geht zu Bett. Donnerstag: Berlin geht zu Bett. Freitag: Der Hüttenbesitzer. Sonnabend nachm. 4 Uhr: Die Schwanenprinzessi». 8 Uhr: Kean. Friedrich-WilhelinstädtisGhes Schauspielhaus. Sonntag, den 30. Okt., abend» 8 Uhr Krieg im Frieden. Heute Sonntag 3 Uhr: Faust. 8 Uhr Krieg im Frieden. Montag: Krieg im Friede«._ OSE=THEATE Grotze granliurte: Str. 132. Nachm. 3 Uhr halbe Preise: Othello. Abend» 8 Uhr: DitVtrsdjwönmgd.FrüNt«. Montag Mittwoch, Freitag Dir Berschwörnng der Frauen. Dienstag, Donnerstag: DaS neue Gebot. «eiedsiislien-Ikesler. SieNiner Slngel. Zum Lchluh: „I», Zlan»eloch". Milit. Humor, v. Meyscl. Ansang Wochentag» 8 Uhr Sonntags »Uhr. ViLsonsokuttUotivs TUsütor Taubenstrafle 48/49. Heu*o abend 8 Uhr: Der Yierwaldstätter See und der Gotthard. Montag abend 8 Uhr: Der VierwaldstAtter See and der Gotthard. Hörsaal 8 Uhr Dr. Richard Hennig Ei«enbahnwe«on. 'EN Heute Sonntag: — Eintritt 50 Ps.— Kinder unter 10 Jahren die Halste. Ab nachmittags 4 Uhr: Gr. �ilitärkoiuert. Täglich nachm. 4 Uhr: GroLe» Dllltarkonsert. Donnerstags: loh. StrouB._ Passage-Panoplikum. Prinz Atom, der klelnete Mentoh aller Zeiten lebend! Buddhas dunkles Qeheimnis. Der Mann mit dem eisernen Schlund I Alles ohne Extra-Entree! Elntr. 50 Pf., Kind. u. Soldelen 16 Pf. ÄÄdhÄdDAÄSAdhifcabiakanÄShÄdS, Passage-Theater. Honte Sonntag: 2Voritellun|en, nachm. 3— 7 Unr kleine Preise, Letzte Tage Das kolossale 14 erstklassige Varietö-Attraktionen Trianon-Theater. Abends 8 Uhr: Der heilige Hain. Atstropol- Thestsr. Nachm. 3 Uhr: Pariser Loben. Abends 8 Uhr— Rauchen gestattet. Hurra! Wir leben noch! Grotze AuSstattungSrevu« In 7 Bildern v. I. Freund. Musik v. V. Holländer. In Szene gesetzt von Dir. R. Schultz. Vorletzter Tagt�l Heute 2 Vorstelluogeu Nachmittag« SVi Uhr, Abends 8 Uhr, Naohmlttagi kleine Preise, s der aattralltcben Tanzdtva in ihren neuen Originalkreationen sowie dem komisch> mimisch• grotesken Oktober• Programm. Hchlller- Schiller-Theater 0.(Wallner-Theal). S e n n t a g, nachm. 3 Uhr: Menc Jugend. Schausplt, tu 5 Alten v. Tor Hedberg. Ende 5'/, Uhr. Sonntag, abends 8 Uhr: Robert nnd Bertram. Posse mit Gesang in 4 Abteilungen von Gustav Raeder. Ende 10'/, Uhr. Montag, abendS 8 Ubr: Ble Krensclschrelber. Dienstag, abend» 8 Uhr: Robert und Bertram. Theater. Schiller-Theater Charlettenborg. Senntag. nachm. 3 Uhr: Egmont. Ein Trauerspiel in süns Auszügen von Goethe. Ende 8 Uhr. Senntag, abend» 8 Uhr: Der Bibliothekar. Schwant in 4 Atle» v Gustav Moser. Ende 10-/, Uhr. Ronlag. abend» 8 Uhr: Sodoms Ende. Dienstag, a b e n o S 8 Uhr: _ Per Pnmmkopf. 1 II B A o ff I 1 'H P»- Sozialdemokrat. Wahlverein für den 1. Berliner Heicbstagsvablkreis. Sonnabend, den 5. November 19I0i Großes Herbst-Fest unter Mitwirkung des Friedrichstadt. Mannerchors(Mitgl. d. A.-S.-B.), Dirigent: Hr. Bothe; des Hrn. Emil KOhne vom Residenz-Theater; der Rezitatorin Frau KOhne; der Liedersffngerln Frl. Dora Riemer. Festrede, gehalten vom Genossen IL Grnnwnld. Nach dem Konzert: Ball. 208/7 Anfang 9 Uhr.— Einlaßkarte 40 Pf. Dan Komitee. □ M Lusispielhaui Uhr: Das Leutnanetsr Abend» 8 Ubr: Der Feldberrnhügel. ■SjoV� l>derja#/ cJbUitnsrtM] Heute Sonntag, 30. Oktober: Eislerheiterer Abend! mit künstlerischem Programm, Oollanle, Henkels, Schmld- Kajrser (Lieder zur Laute) u. a. m. «tntritt 75 Pf..«(«Vieri 1,25 M. Folies Caorice. MT* volle Pension.-MW DIenSIag. den l. November 1910: Premiere Der FtldVebklhügt! von Hengstler und Soda Soda. HonigM-lUsino. Holzmarklslr. 72, Ecke Alexanderstratz». Da» grandiose Oktoberprogr. mit Franzi Gobanskl. N e u I Mr. Qlffred, Sportakt. Neul N e u I PoMell Smith and MII Toni, komische Exzentrit». Verlorenes Glück. VoitSftück mit Gesang tn t Akt. vssiffffo-Tkoston Lothringer Stratze 37. Täglich 8 Uhu Die urkomische Posse Dtr schnkidigk Rudolf. Rndols Pimvelmann: Dir. H. Berg. Vorher da» glänzende bunte Progr. Nur AtlratNonen ersten Range». Sonnt. 3'/, Ubr: Berühmte TDchter. Hochbahnstation Kollbus er Tor. Heute Sonntag, den 30. Oktober: Zum zweiten Male: Ach dir Kerls!! Post« von Arnold und Galtenburg. Musik von EtaidShoser. Ansang 8'/. Uhr. Ab 7 Uhr: Elitekonzert der Dheaterkavelle. Karl Haverland- Ansang Thnefnii Kommandanten. prä» 8 Hr. lUKflltr. strafet 77/79. DaS wunderbare Oktoberprogramm -yd und erstklassige A**_ Spezialitäten. r i « ( i i * i i I.etr.ter Bonntag des Oktober-Programms 2 große Vorslelluugen 2 nachmittags S'/j, abends 8 Uhr, nmr- nachmittags halbe Prelis. 10 Uhr: Vorlctstce Auftreten: Rudolf Schildkraut in der Novität Capriccio mortale. MM» 8-11 Stürmisches Fachen ab« Eine verlorene ßlacht Ein lustiger Trauerfall in 2 Akten von Anton und Donat Herrnseld. Hierzu: Dkl Dtlby-SiegN. Komödie von A. Reidhardt. Ans. 8 Uhr. Vorv«t.U-sc?heaterk.1. Mm Panoptikum Fri(erd.ric.�!rpale..l.65 Größtes Schau-Etablissement Berlins. Großes Künstler-Konzert und Speelalltll ton- Vorstellung. TSglioh geöffnet von 9 Uhr vorm. bis 10 Uhr abends. CLOU Maaerstr. 82 Zlmmerstr. 90-r-91 Berliner Konzerthaus Heute und folgende Tage Anfang 8 Uhr abenda Eintritt 1 Mark Gastspiel v. Mitgl. d Mailänder Scala- Orchesters Dirig.: Egiato Tango 60 Kllnstlor.— lO Solisten. W illielminenhof, Oder-Schöneveide. ledan Sonntag u. Mittwoch; Gr. Ball. Schicke Tanzleitung Angenehmer Zamiiicnausenlhalt. Stelle mein Lokal den werten vereinen u. Gesellichasien «derzeit zur Verfügung. E» ladet ein Rani BchOnhcrr. dekonom. Heute Sonntag, den 30. Ottob«: 2 sspliLö ssopcklllüge!! 2 Nachm. 3'/, Uhr u. abends ?>/, Uhr. NachmiilagS hat jeder Erwachiene 1»iud unter zehn Jahren frei aus allen Plätzen außer Galerie, jedes weitere Kind unter 10 Jahren halbe Preise. In beiden Vorstellungen Akottreten sUmtlicher Spezialitäten. Abend» S'/, Uhr: vle mit kolossalem Beifall aofgenoramene Aasstattungs- Pantomime: Vor große Coup der Schmuggler. Walhalla-Theater WeinbergSweg 19/20. Anfang S1/. Uhr. Bravo!— Da capo! Eine AIIerwelts-Revue b: 6 Bildern von M. Reichardt, Mufil von R. Thiele. In Szene gesetzt vom Direllor James Klein. Tonntag nachmittags 3'/, Uhr: Prezlosa in glänzender AnSftattung. Ermäßigte tlrciie. VelKt-Tdenter Gesundbrunnen, Badstrafee 58. Sountag. den 30. Oktober 1910, nachmittags 3 Uhr: Der Fall Cl�menceau. Schauspiel in 6 Akten v. A. Duma» und tt. b'ilrtoi«. Abend» 7 Uhr: Hopfenrats Erben. Volksstück mit Gesang tn 5 Auszügen von Heimich Vilken. Die Theatttkasse ist von 10 Uhr ab geöffnet. it ▲It-Boablt 47/48. Sonntag, den 30. Oktober 1910: Die KllithechM oder: Die Hugenotten. Traueripiel tn 5 Akten von Adamt. Kasjeueröffn.«>/, Uhr. Ans. 71/, Uhr. Nach der Vorstellung Tanz. Volks»Theater Rirdorf. Hcrmannftr. 20. Sonnlag. den 20. Oktober l9l0: Die Rrii» durch Bcrtiu in 80 Stunden. SesangSPoffe In S Bild. v. Eallngrö. Montag, den 31. Oktober: Die feindlichen Bruder. voikSslück tn 3 Allen v. Btttor Löon. 151. Franksurier Allee 151. Blesvn- Mchtblltl- BUhno. ggf Grosies Orchester. Ansang 8'/, Uhr.— Sonntags 3Mr. ffurfstretonHamm 1R1 Caf6 Bfleyo"% � Dresdener Str.>28/129 Katfee lOii.tS.BIer.h-ll.n.bunf. 10P(. ca. 50 Zeltungen; Billard Std. 40 Pj. Zahlstelle der freien Volksbllhnc. tusllsttöNllginin 18! Heute»den«! Vertellunx 6er �Vettdevverb- preise. vm 10»o Wettlaufen zwUchen Albert Berthold, Georg Hcntschel und Albert Schäffer. Der Sieger In diesem Wettlaui lauf! am Montag, den 3t. d. M., abends gegen Fräulein Adelaide O'Vorak um einen Preis von 100 Mark. Henta geöffnet von 11— fl Uhr nnd 81/,— 12 Dhr.— Konzert von 12— 2 nnd 3'/,— 12 Uhr. Sonntag, den 30. Oktober: Große ao&erordentllche 2 2 Nachmittags 3'/, Uhr und abends 7'/, Uhr. Nachmittags 3'/, Uhr zahlen Kinder unter 10 Jahren ans allen Sitzplätzen halbe Preise. (Galerie volle Preise.) In beiden Lorstellunge«: „Venem!" In beiden Borstellnngea: The Rapides. In beiden Borst ellungent Bl« berühmte Reiter- (aniille Kredlunl. In beiden Vorstellungen: w Arbra-Trlo In beiden Borstellungen, t Kita t In beiden Borstellungen: Verfahren und Reiten der besten Schul-, Frelhelts- u. Springpferde. In beiden Borftellungen: Auttreten«ämll. Clowns mit neuen Witzen und SpSBen.__ Burgtheater- Kinematograph vorm. Groterjan, Jnhab.: Rud. Merz, Schönhauser Allee 129. Tel. 3. 9353. Lebende Photographie». Eintritt 30 u. 40 Ps.. Kinder dieHälste. Ans. 7 U., Sonnt. 4 U. Verzugskarlen, nur wochent. gültig, 23 PI. auf alle» Plätzen. StetS wrchs. Programm. DlenStag u. Freitag v. 1—6'/, Uhr Kindervorstellung. Kinder 10 PI.. Erwachiene 20 Pf Jeden Sonntag im Obersaal: Künstlertonzert. Entree 1» Ps. Garderobe 10 Pf. Thrater„Groß-Kerlin". iTttter Puhlmaßns Theater Nachm. 3 Uhr: DaS ehrliche Berlin Therlock HolmcS. DM- Entree 20. 30. 50 Ps."WD Abend» 7'/. Uhr: Die Hexe vom Draunsee oder: Der Brand d.Kardachinühle Preise der Plätze 30. 50. 75. 100 Pf. 64 Badstr. 64 i H., Chausseeatr. 110. Karl Richter. Jeden Sonntag: Paul' Mantbejs _e Sänger (stet» wechselnde» Pregramm) Ansang 6'lj Uhr. Eintritt 50 Ps. Nachdem: Familien> Kränzchen. Von 5 Uhr ab im Wethen Saale: Gr. Sali.— Jeden Mittwoch: Paul Manthe/a Lustige Sänger u. Freitanz. Vorzugstarten gelten. Lustig (stet« wcchiel Neu eröffnet I Neu eröftaall Mila-Säle Schönhauser Allee ISO, MllastraBe 8 Jeden Sonntag u. Donoerstag: $ Großer Ball.$ Anfang 8(Ihr. Karl Elsner. Markgrafen-Säle 84, Barkgrafon-Damm 34. - An der Stralauer Allee... Jeden Sonntag: Großer Ball. Im Restaurant töglich musttaltlche Unterhaltung. Vorzüglich« Küche. ff Viere u. Weine, Billard«.Kegelbahn Alkamdrs Kall»er.Tdeater strafe« 15. Großer Ball Srofee» Orchester. Anfang Sonntag» 6 Ubr. A. Zamcltat. Nißles Fest-Säle Dennewitzstraße 13* Jeden Donnerstag nnd Sonntag» GroKei» Kall. 154lb' c. Nlllle. Für den Inhalt»er Jnieraee tzdernimm« die Redattton dem Publikum gegeuübcr keiuerlei Verantwortung. Verein für f rauen u. Rädchen der Arbeiterklasse. Mittwoch, S. November, abeudS 8'i. Uhr. im Englischen Garten. Alexanderstrafte L7v: »Aus dein öffentliche» Leben Amerikas«. 55/18 Referent- Max Schippet. Gäste, Männer und Frauen, willkommen,_ Der Vorstand. i Zentralverband w freien Händler, Hauslerer and verwandten Berufsgenossen Dentscblands, Sitz Essen. Rnbr. 14590 Vcrwultunssstello Berlin. Sonntag, den 30. Oktober 1910, bei Drttsel, Neue Friedrichstraße 35: Fünftes Stiftungsfest jö? Konzert, j» Kesang�. Die Gesangsaufführungen werden vom Gesangverein„Kreuzberger Hannonie"(M. d. aufgeführt. Anfang 5 Uhr. Billett 50 Pt« Großer Ball. Die Ortsverwaltung. Nach dem Konzert; Es ladet freundlichst ein «rwwwwwww. »ww www» Bildungsaassciiuß d. Veibandes d. Lithographen, Steindrucker u. verw. Berufe. Vom Sonntag, 30. Oktbr. bis Mittwoch, 8. Novbr. JOIO, im neuen Ausstellungssaal des Gewerkschaftshauses, Engelufer 15: Ausstellung von Gemälden, Zeichnungen, Photographien etc, GeSSnet Sonntag v. 10— 6 Uhr, Montag u. Dienstag v. 4— 8 Uhr, Mittwoch v. 4—7 Uhr. Eingang Portal B. Eintritt frei. Sonntag, SO. Oktober 1010, mittags 12 Uhr, kritische Besprechung der ausgestellten Arbeiten durch die Herren Kunstmaler Knab und Flelke. 292/5 Die gesamte Arbeiterschaft wird zum Besuche dieser Ausstellung höflichst eingeladen. Der Vorstand Großer Liclitbilßer-Vortrag. Sonntag, den 30. Oktober, abends 6'/, Uhr, im groften Saale der„Borufsta-Säle-, Atkerftr. 6—7: Hie TUlkanischen Erscheinungen und ihre Ursachen. 292/1* Großer Lichtbilder-Vortrag mit 71 meist farbigen Lichtbildern nach pl-otographifchen Aufnahmen. > Vortragender: Herr Roth-Serlin. 1 Nach dem Vortrage: 25 erren, die am Tanz teilnehmen, zahlen 50 Pf. nach.—Programm am Eingang des Saales. Solomon Joseph, Tieckstr. 34. »wwwwwww. KüllsWgkmjskiljW 9. Adtkililiig «tld-Ost. Tonntag, den 30. Oktober, von 12—6 Uhr, in Gran- manns Festsälen, Naunynstr. 2?: wEebensmittel-flusstellling Anschließend: Gemütliches Beisammensein mit Danz. Eintritt frei. 107/5__ Ter AbtettungSlriter, ARTUS-HOF Stendaler Straste 18. Perleberger Straße 26. Inhaber: Carl Plrnan(fniher Pnlait-Thcater). Empfehle meine«Nie bis 1200 Peifonen fassend, sowie Vereins. »immer ,u Versammlungen. Festlichkeiten usw. eventuell mit Theatervor. stellung unter günstigsten Bedingungen.* Graumanns Testsäle und Garten —■■■ 87, NaanynstraOc 87.— :::: Bühne:::: □ 3 Kegelbahnen. K Sonnabende und Sonntage im Dezember noch frei. � Pelzstolas, moderne Muffen, Pelzhüte etc. direkt In der Fabrik bis Weihnachten t Pelzwarenfabrik, Neue KönigstraBe 71 Hof rechts, Fabrikgebttnde 1. Etage. Man achte genau auf die Hausnummer! Sonntags geöffnet! 1526L* Zimmerdampfbadeapparat* . R.-P. 210 602 Bestes Mittel gegen die ver schiedenst.Erkiiltungskrankheiten. Der Apparat tarni an jedem Rohr oder Hol, stuhl je nach Bedarf an. und obgeschi aubl werden»ub bewähr! sich großartig. Preis des Apparates 4 M. gegen Nachnahme oder Bor- «insendung de» Betrages. Prospette frei, g» beziehen nur durch den Er. stnder 1557b Otto Ranehfnv, Holzweiftsg.«e,irf Halle. Model auf Teilzahlung bei allerkleinster An* u. Abzahlung» Größte Bficksleht In Krankheitsfällen und Arbeitslosigkeit i tSÄIÄ E- Cohn, Cr. Frankliirter Str. 58. Wenn Si« Wert darauf leg«n,«in« qualitativ vollw«rtig« Cigarctt« zu rauch«n, w«nn lhn«n daran li«gt, für w«nig G«ld das d«nkbar B«st« zu«rhalten, dann können 5i«»ich nur für SElUflA ** Glgaretten «ntschelden, dl« h«ut« wirklich die voll- kommensten in ihrer Pr«islag« sind, Josetti Vera o. M., m. M. u. mit QolO> 10 Stock SO PI 3. V. M. 3 ZMcr kräftige BoulUon für 10 pf. ßrtibrs Volks-Mürfel ßxr 771 gibt eine wohfehmeditnde, n*hrbafte BouU- ♦ V• ton, die nach radiuerftändigcm Urteil voll- kommen einer eckten fleilcbbrOke entspricht. ßYf 77J llt billig und fpart feucrung. Durch«in- ♦ V ♦ Vki* fachea Hufgießen von heißem ttUffcr er» hält man sofort ein« trinkfertig« Bouillon. ßVV TjTf ilt aus besten Rohstoffen bergeftellt, enthält ♦ ▼. VVä» u.» nrtma pleilek» kztrakt und verbessert u. a. prlma fleisch- Extrakt und verbessert daker auck Saucen» Semiis« und Ragouts. "ÄÄ Brühl& Cic.' S: Berlin so. 16 Sie haben die Garantie den echten Crimm& Trlepel zu erhalten, wenn Sie sich von dem Vorhandensein des jeder Rolle beigefügten Zettels in Rotdruck oberzeugen: SpeztalitSt: Kau-Cabah. Hau Fabrik von Grimm& Triepel in Nordhausen »»»»»»«»«»»»G ffordbäuacr Kau-Cabah. □ Rute 12 Mark»j WeiI die prejse.n un. � unseren nebenstehenden Gartenstädten so aussergewöhnlich billige sind, haben wir über 1000 OrundstDclie nachweislich In kurzer Zeit verkauft, Anzahlung von 50 Mark an. Auch 10 jährige Amortisafions-Hypothek. Verkaufsstellen auf den Oeländen und Bahnhöfen.> Ken-Muii SULStdoa« a A Slnu»»»od Biwdtrl □ Rute 15 Mapk. Nieschalke& Nitsche Berlin NO 43, Neue Königstr. 16 Fermprectier Amt TU, No. 637S Sticnilzbuß stetlon Praderadorl an dar Ottbahn □Ruf« 4 Mark» Sange, ialcnfboffe Schauspielerin von erstem Berliner Theater möchte ZU FestliehkeUen in Arbeitervereinen gegen mäftiges Honorar heitere Rezitationen vor» trogen. Offerten J. S. 1898 6c« sördert Rudolf Mosse, Berlin 5 Vi. lteifleschtollltotaWnäe gusttsg. " Welllleisch ,Kum Miltenberg.* Slot. Erkner. Fernr.: Erbier 293. I«. _}9 von 10 Uhr ab: Wälitlolacii u. d. wellberübmle Hohenbinder Blut- n. Leberwurst. Nachmittags: Echten Hohenbinder KSsekuchen. tu diesem Schmause labe Ich alle errenparlien, meine werten Sommergäste, Freunde, Befanutc, sowie meine Kollegen von der schwarzen Kunst ein* der Fr-und von Hohenbinde Vereine! cster Weihnachtsfeiertag noch frei. Treplov. 16156 Karl Ladwlg. Kaulsdorf und Mahlsdorf. Nur 20 Pf,.Fahrtv.Zentrum Berlins, trotzdem billig, als weiterv.Berlia gelegene Orte, wie Hoppegarten, Neuenhagen usw.Mäß. Anzahlung, langr Hypotheken. Pläne gratis. Verkaufer ständig am 3hl. Manlsdorf im Pavillon. 11871,- I. Rieger, Berlin, Gon tarda tr. 5. Haben Sjp schon meine ,3enith"-DaueriiadeI? Jede Nadel spielt ohne Wechsel zirka 20 verschiedene Stücke. Ein jeder Besitzer eines lion oder Sprechavparateö erhält ein Probcpaket Kratls und stanko zugesandt. 16925 Schreiben Sie sosorl an Zenitb, Sehallplatten-Gesellseliatt, Berlin W. 15, Konstanrar Str. 8, Reste Oamentuehe, schwarz u. farbig, Kostanistaffe,neucst.9Nnft.,Seide, Sammele, Besätze, Fizlterstoffe, PIQtchezuMänteln,Chev-Kammgarne zu Knaben.Anzügen. Konfektion: Paletots, iaokette, Staubmäntel, I Kostüme, KostDmräcko. I Gtets Gelegenheitskäufe! Paul Karle, Warschauerstr. 18.[- S. Kaliski Spezlalgeachlfi fOri Nahmaschinen, Kinder- wagen, Metailbettsf allen. Tauenfzlan- trau« S. Belle■ Alllanoa* Straise 4. Chauvtee-Str. 89 Bninnen- Slraeee 173 u. 92. Ffenkljrlc» Sllee 124. Orenlen�tr ia. teunel-t-fraeie 18. Cheu-lottenburg, Seharren-Str. 2, Tegel, Berliner Str. 18. Singer- B. 67.60 Singer Prima ver�enkb 94.50 Bobbiii versenkbar 146.00 Sehnellnäher, gebr. Masohin., von 12.00 an. 3 jähr Garantie. SmgerA 65.00""'crrlaM Brau». (Or Erwachsene o. Kinder ileiüHS- üellslell, v.58.50an Fertigd Bettfedero KaiteDwageo mit Gummi- rädern 25.00 Gr. Auswahl in englischen und Breanaber» laonkaten. Feile Kasaapr,,auoh bei 2 Baien FUc Nähmaschinen monalli che Ewigntiihlung geitatfet._ i Mutter u|e4enuajus franlio! i Ein Posten reichgestickter P lüsch- «rt leren Pro �oe t Wert' Fenster©L 110� Imposante Auswahl (einfacher u. hochapart. Genre). Pro Fenster von 375 Iiis 175 M. Nach auswärta per Nachnahme! Teppich- Spezlalhaus pr Emil eKtre Berlins. Seit 1882 nur Oranienstr. 158. Spezlal-Wataloa WIWUW ptisu. franko. waren Jeder Art vom einfachsten bis feinsten Genre direkt� Fabrik. GinrelverKaute. Tvgrospreiaen. Kommanllanten- straSe IS, I. Slcin Laden. Tcleph. 1. 3917. ?aUl TöfeS, Schneidermeister. SäS ä xj Karow eine Station vor Buch Schönst. VUlenort, QR' v. 12 M. an, 20 Pf. v. Statt. Ml.. 28 Min. Fahrt, 10 Pf. v.Pankow-Sohönh., 12 Min. Fahrt. Terrain unmittelbar am Bhf. Bebauungspl. genehmigt. Pläne gratis. Maß. Anz. u. langjähr. Hypotheken. Verkäufer 'etänäig Bhf. Karow.* i. Rieger, Berlin, Gonlardatr. 8. iWinterpaletots 18,21,7.4.28, 33-60 M. Ulster 22, 27, 30, 34-40 M. Anzüge 118, 24, 27, 30, 36-45 M. Andreasstr. 88. Ecke LangestraBe. Feste Preise Feste Preise. Reste in Samt und Seide Auf diese Bekanntmachung warten Jausende praktisch denkender Damen. Und mit vollem Recht; denn die grosso Herbst-Seiden-Mesao verbunden mit den billigen Reate» Tagen bedeutet in jeder Beziehung eine grosse Ersparnis für den Wiater- uad Weihnaohts- Einkauf. Von tausenden Kesten, Kupons, Abschnitten kostbarer Seiden und Samte kann sich jede Dame nach Wunsch für einen ganz kleinen Betrag Seide zur Bluse, zum Jupon oder zum Kleide heraussuchen. Ferner: Vornehme Seiden für Braut- und Hochzeits-Koben, glatt und gemustert 1.50, 2.00, 2.25 etc. Effektvolle Seiden für Ball- und Gesellschafts- Koben 1.50. 2.25, 2.75 eto Reinseidene sohw. Damaste. Merveilleux eto. 15— 20—80 p. Rebe. Wundervolle Eoliennes sowie herrliche Seiden-Crepons. Crepe de chine etc., doppelt breit, in allen Licbtfarben 2.85, 8.50 eto. Auf Eztra-Tiscben: 1 Rest-Posten herrlicher Voiles, doppelt breit für TJeberkleider und Blusen, 1.— p. Meter. Masken-Atiasse in allen Farben 75 Pf. Viele hundert einzelne Hochzeits- und Silberhochzeits-Roben enorm billig. Schwere Damast-Futter für Jacketts und Abendm&ntel 1.60. 1.75 etc. Wundervolle Samte für Blusen und Kleider 1.25, 1.50, 1.75 eto. Entzückende Binsen-Seiden 95 Pf., 1.25, 1.60. I Posten kostbare Beiden» Plüsche und Velour du Nord 801120 om breit, für Mäntel und Jacken enorm billig von 6.60 an.— Adresse genau beachten. Seiden-Herzog, Berlin nur LeipzigerStrasse 79,"TW"" i Oer Bente-Verkaut beaiant Hontaa* Ukr tOr ledennaan. Gratis orhält jeder Käufer einen wundervollen, praktischen oder Luxureren- •tand als Mllflunis-Cesilienhi i heim Kaut von Möbeln oder Oarderob' k nach eigener Wahl gratte rüegr. 1880 Gegr. 1880-� Wir verkaufen trotz tadelloser Verarbeitung von nur anerkannt besten Stoffen und Zutaten n noch nie dagewesenen billigen Preisen a,nf Credit Kerren-OoMe In Mit An- Hochelegante Zahlung von Jackettanzüge Gehrochanzüge Paletots Ulster etc. etc. Mark an Wochenrate f M. Tflglich Eingang vsn NeuiieitenderSaiSon aiiUef-iiffl'tefoiie Mit Anzahlung von 3 M. an U.Abzahlung I M.wöchentl. Pelzwaren laoketts, Stolas, ffluifeu eto. x in allen Pelzarten. Pmiieii-CnrifBroae Mit An- Hochelegante Zahlung von nostüme Paletots Jacketts Mäntel Blasen- Röcke Mark an Wochenrate 1 M. Anzahlung von 15 Mk. an NOBEL auf Credit Anzahlung von 3 Mk. an Achten Sie auf dos älteste Credithaus Julius Glogau In UMeni Q. m.b.H. Im Osten: Oranien-Str, 145-146 1 Gr. Frankfurterstr, 137 MorlUplstz «wischen Prueht- und Koppen-Str. das. selbsttätige iWaschmittel gibt blendend weisse Wäsche. Persil ■" Hp Henkels Bleich-Soda Fabrik-Niederlage für Berlin u. Vororte:«loh. Schmalor, Berlin N. 4, Tieckstr. 11. pbel pKttdü! IWohnunss- ElnrlcMungen. Ausstellung einfacher u. eleganter Schlaf-, Herren- und Spelzezlmmer. Mod. farbige Küchen-Einrichtungen auf Abzahlung und auch ge°:en Bar. Elnieto HöbelslfliRe und Polsterwaren bei kleinster Anzahlung evtl. ohne Anzahlung Forner empfehle! Tepplehe, Portieren, Gardinen,»teppdecken, Bilder, Uhren, Gm- u. Petroleum- Kronen, Fertige Betten, Lettp und Bettwjteohe. Sport- und Kinderwagen Garderobe für Herren, Damen und Kinder Grdnte Auswahl. Ctlllgatt Prelis. Neueitsr Schnitt. _Pelz-Sto8as k Wochenrat« A .iMk. jfl S.Dorn 3> Alts Schönhauser Str. Ecke Linien-Strassa ,3' Vorwärtsleser! Aufgepaßt! Prinzen-Pfandleihe. Prinzen» straste 38. 1 Treppe(kein Laden), Mouittsgarderube und verfallene Pfänder, jilr jede Figur paffend, bestehend in Winter» palelot» von 8—25, Anzügen von 10—25, Hofen von 2,50 an. Bellen, Wäsche. Gardinen. Portieren, Teppiche, Goldsachen, Uhren, Ketten, Ninqe, Pelz-Stola», im Versatz verfallen, staunend billig. Annoncen-Vorzeigcr erhält Fahr» geld, Prlnzen-Psand leihe, Prinzen» strafje 34, 1 Treppe(zwischen Ritterstraße und Woritzplatz).» fertig laufen oder nad stellen, bestchttgen Li« unser grotze» Tuch.Lager, wir bieten Ihnen, durch den direkten Selbst- elnfauf von Stoffen, grobe Bor- teile: Siehe folgende Berechnung: 8 Meter Slofj zum Anzug a M, 5,50..-- M, 16,50 Schneiderlohn nebst Zutaten ca. M. 25.— Mithin kostet ein«leg. Maßanzug... R. 42, 50 oder, 2 Meter Stoff zum Paletot a M. 7.50..— M. 15,— Schneiderlohn nebst Zutaten _ ca�M. 25,— Mithw kostet ein«leg. liaßp aletot M. 40,- Damentuche jede Preislage: 1,06, a.50, 8,60, 4,50. Lodenstoffe Imprägniert, Mir. 1,95, 2,76 M. Persianer imit. für elegante Damen» Jacketts. Seal-Plüsche für Paletot», Mäntel ufw, Velour du Nord für elegante Damen» Jacketts. Koch» Seeland. Qesellicha(t m. b. H i-tzt Gertraudtenstr. 20-21 vis-ll»vis der Petrtkirche. i'fätowiiit- gBtfftirmrtf,«istkrittur: starl föttii»ist 1�017. jui im tflltiattnuü ZI.•!»<», Bert in. Diu« n. Bering i v«w-rt« Dnchdrniteui u. veriagöa.ijigit Laut Emgu 6 t». Bcrtw Kr. 255. 27. Iahrgans. 3. KeilU des Jimirts" Kcrlim lolMlatt. Sonntag. 30, Oktober 1910. Partei- Hngelegenbdten. Zur Lokalliste! 6. Kreis. Das Lokal Burgtheater-skestsäle Jnh. R. Merz (dorm. Groterjan), Schönhauser Allee 129. steht uns nach wie vor zu allen Veranstaltuiigen �ur Verfiigung. f. B. In Schulzcndorf bei Eichwalde ist das Lokal deS Gast» Wirts Huck streng zu meiden, da dieser Herr mit Parteigenossen absolut nichts zu tun haben will. In Teltow werden die Besucher deS dortigen Flugplatzes darauf aufmerksam gemacht, daß das Lokal„Deutsches Wirtshaus", Inhaber G. Adler, nach wie vor gesperrt ist. I» Bohnsdorf sind die Lokale von Schulz und Dölling streng zu meiden._ Die Lokalkommission. Vierter Kreis. Heute Sonntag, den 30. Oktober, findet fiir den vierten Kreis von den bekannten Stellen aus eine Flugblatt» Verbreitung statt. Wir ersuchen die Geuosseo, rechtzeitig zur Stelle zu sein._ Charlottenburg. Am Dienstag, den 1. November, abends 8'/z Uhr, finden zwei öffcntliche Kommuualwählersammluiigeii statt und zwar: für den 1. Bezirk in der Liofitrappe, Spandauer Chaussee. Rcfereui: Neichsiagsnbgeordnetcr Genosse Fritz Zietsch! für den ö. Bezirk im Volkshause. Rosinenstr. 3, Referent: Landtags- abgeordneter Genosse Paul Hirsch. Wir machen nochmals auf die heute stattfindende Flugblatt- Verbreitung in der 1. und 6. Gruppe aufmerksam und ersuchen um Beteiligung sämtlicher Gruppen. Wilmersdorf- Halcnsee. Die Agitation zu den Stadt- Verordneren wählen erfordert, dah unsere Parteigenossen und Genossinnen namentlich beim Schlepperdienst ihre ganze Kraft einsetzen. ES ist daher die Pflicht jedes Wahl- Vereinsmitgliedes, sich nach Möglichkeit von der TageS- arbeit frei zu machen. Alle Arbeitslosen stillen sich gegen Bergiitung der Unkosten ohnedies den ganzen Tag dem Wahl- komitee zur Verfügung. Zur Mitarbeit bei der Wahlagitation haben unsere Parteigenossen und Genossinnen sich auSschlietz- l i ch im Lokale deS Gen. Schilling, Lauenburger Str. 20, zu melden; von hier aus wird sowohl im 8. wie im 9. Wahlbezirk die Agitation geleitet. WilmcrSdorf-Halensee. Mittwoch abend 7 Uhr ist im 1., 8., S. und 10. Bezirk Flugblattverbreitung. Näheres wird noch bekannt- gegeben. Der Vorstand. Steglitz. Dienstag, den 1. November, abends 8'/s Uhr, findet bei Schellhase, Ahornstr. Iba, unsere Mitgliederversammlung statt. Tagesordnung: Vortrag des Genossen K. Giebel über:„Die Konsumgenossenschast und die Arbeiter"; Diskussion; Abrechnung vom 1. Quartal. Lichtenberg. Am DienStagbend findet eine Flugblattver» breitung für den ganzen Ort statt. Zchlendorf(Wannseebahn). Montag, den 7. November, abends 8 Uhr, findet bei Wilh. Micck, Karlstr. 12. eine öffentliche Bersamm- lung für Männer und Frauen statt. Referentin: Genossin Luise � Zu dieser Versammlung findet am Sonntag, den ß. November, früh 8 Uhr, von den Bezirkslokalen aus eine Handzettelverbreitung statt. WilhelmSrnh-Nicderschvnhausen-Wcst. Dienstag, t. November, abends 8 Uhr: Mitgliederversammlung im Lokal von Frau Barth, Biktoriastr. 7. Vortrag deS Genossen Schulz. BoxhagemRuiiur.clSburg. Montag, den 31. Oktober, abends 8 Uhr, H a n d z e t t e l v e r b r e i t u n g, zu der am Mimvoch, den 2. November, abends 8% Uhr im„Cafs Bcllevue" stallfindenden öffentlichen Versammlung.'Die Verbreitung findet von den bekannten Bezirkslokalen aiiS statt. Eichwalde und Umgegend. Am Dienstag, den t. November, abends 8Vz Uhr, finde: in dem für uns neugewonnenen Lokal „Sanssouci" des Herrn Reck in Eichwalde eine öffentliche Ver- sanimlung statt. Tagesordnung:„Kaiserreden und Volk." Referent Genosse P a g e l S. Diskiisfion. Gcmeindeaiigelegeiiheiten. Reserenl Geineindeverlreter A l t r i tz. Diskussion. Verschiedenes. Die Ge- tuemdeverlreler werden besonders dazu eingeladen. Die Genossen werden auf die heute früh 8 Uhr stattfindende Handzettelvcrbreitung aufmerksam gemacht. Nnicnhagrn und Umgegend. Die Sitzung der Bezirksleitung findet nichl am Dienstag, sondern erst am Montag, den 7. Ro- Veniber statt._ Der BezirlSleiter. Berliner J�acbrlchtem Herbst im Grunewald. Wie ein milder Nachsommer verklärten die Sonnentage hes Oktobers das Andenken an die undankbaren Monate, die Uns den eigentlichen Sommer so ziemlich schuldig geblieben waren. Aber nun scheint es auch damit vorbei zu sein. Was warmer Schein so lange noch an den Zweigen gelassen hatte, das wird nun rasch herabgefegt. Aber nicht alles fügt sich zu gleicher Zeit dem Drängen des herbstlich kalten Windes, dem Nebel und dem Froste. WaZ sich am frühesten im Jahre belaubte, steht in der Regel auch zuerst wieder mit kahlen Aesten da. Recht widerwillig folgen die Platanen und die Robinien, in hellen bis fast dottergelben Farben haftet noch das Laub so manchen Ahornbaumes, und auch die Buche ist Hartnäckig, während ihre Blätter sich dunkler und dunkler färben. Am zähestcn ist wohl die Eiche bei uns. Das Ge- schlecht der Eichen, bei uns nur mit wenigen Arten vertreten, enthält viele immergrüne Formen, die in günstigeren Zonen ihr Laub auch im Winter behalten. DaS steckt auch unseren Eichen gewissermaßen in: Blute, und viele geben ihr ver- dorrtes Laub auch im Winter nicht her. Erst im Frühjahr weicht es den neuen Sprossen. So bietet das Bild des Waldes rund um die Seen herum, in den Mooren, am Königsweg, auch an anderen breiten Straßen im Grunevxlld, noch jetzt der Farben genug. Ernst und dunkel stehen die hohen Kiefern da, wie wenn des Winters Nahen sie nichts anginge. Ihre Nadeln haben ein ungefähres Alter von drei Jahren, und da sie nie- mals gleichzeitig fallen, sondern in der unauffälligsten Weise nach und nach, so bemerkt man bei ihnen den Laubfall, der ihnen also keineslvegs fehlt, nur an der dicken Schicht der ver- trockneten Nadeln, die den ganzen Waldboden überzieht. Dem Grunewald ist der Wildbestand genommen, seit er zum„Volkspark" avanciert; man hat das weidgerechte Wild eingefangen und in andere Gefilde übergeführt, wo es in Frei- hett der Kugel des Jägers harren darf. Aber ein Wald läßt sich nicht ohne weiteres entvölkern. Es ist eine bekannte Tatsache, daß das Wild seinen Standort wechselt, und be- sonders Hirsche unternehmen oft sehr ausgedehnte Land- Partien. Wem das unbekannt war, dem wird allerdings das Auftauchen von Damwild und von Nehen im Grunewald � Erstaunen bereitet haben. Man kann, wenn man sich ein * wenig abseits von den allzu begangenen Pfaden hält, leicht ; auf große Damhirsche stoßen, die ihr Geweih mit würde ' vollen Schritten durch die Stämme tragen und plötzlich in wilder Flucht davonsprengen, wenn ihnen etwas nicht ge Heuer erscheint. Im allgemeinen wird im Grunewald, seit hier nicht mehr geschossen wird, alles zahmer. Die Wildenten unterscheiden sich in ihrem Benehmen kaum von dem der zahmsten Hofenten, die Schwäne werden geradezu zudringlich lvenn sie den Seen Besuche abstatten, Teichhühner lassen sich in nächster Nähe besichtigen, und nur die weißbeschwingten Möwen, die immer häufiger herüberkommen, bleiben in ge- messener Entfernung. Mit dem Fall der Blätter wird es stiller im Walde. Das Piepsen der Meisen und Zaunkönige durchdringt kaum das Rauschen in den Wipfeln und nur das laute Geschrei der Krähen weckt den Wanderer bisweilen aus der elegischen Stimmung, mit der er bei trübem Himmel unter dunklen Kronen seines Weges schreitet. In der SänglingSfllrsorgestelle I, Blumenstraße 78, findet im November je einmal wöchentlich Unterricht in Säuglingspflege mit praktischen Uebungen statt. Meldungen: Bureau des Kinder- HauseS, Blumenstratze 78, vorn links parterre, wochentäglich von 2 bis 4 Uhr schriftlich oder mündlich. SchnapSgelage im JmnHaufe. Hermann HeijermanS entwickelt sich immer mehr als einer der Pioniere zur Irrenhaus- reform. Er läßt in dem einmal begonnenen bekannten Kampfe er- freulicherweise nicht locker und begeht nur den einen Fehler, solche Leute, die vom modernen Jrrenwesen wenig oder gar keine Ahnung haben und über ihn herfallen, allzu ernst zu nehmen. Wenn bei- spielsweise im Freisinnigen Luisenstädtischen Bezirksverein, wo Heijcrmans als ein„unverantwortlich leichtfertig urteilender Laie" scharf angegriffen wurde, ein Sanitätsrat ausruft:„Wir Berliner Aerzte, die wir doch auch von der Sache etwas verstehen, sind stolz auf unsere Berliner Anstalten, die von keiner Anstalt in der ganzen Welt erreicht oder übertroffen werden!", so mutz doch das Zwerchfell«in erschütternde Bewegung geraten. Bemerkenswerter ist es schon, datz, wie HeijermanS jetzt im„Berliner Tageblatt" mitteilt. die sämtlichen Aerzte einer Berliner Irrenanstalt, die� ihn erst schriftlich zur Anstaltsbesichtigung eingeladen hatten, plötzlich die Einladung zurücknahmen. Der für die Irrenärzte überaus unbequem gewordene und neu gierige Herr HeijermanS stellt im Mosseblatt jetzt u. a. auch die Frage auf, ob eS wahr ist, datz sich vor einiger Zeit Anstaltsalkoho liker SchnapS verschaffen konnten, und datz hinter dem Zaun einer der Anstalten ein.Schnapsgeschäft" betrieben wurde. Wir wollen hier gleich die richtige Antwort geben. In den Anstalten Dalldorf und Herzberge wird von Patienten jahraus jahrein so viel Schnaps getrunken, datz davon ein Budiker beinahe seine Existenz fristen könnte. Wenn mehrere Hundert Patienten, das heißt den für den Anstaltsbetrieb Arbe'tenden und namentlich den zahlreichen Kale- faktoren, die fast durchweg schwere Alkoholiker sind, eine starke Be- wegungSfreiheit gewährt wird und sie zum Teil mit Passierschein täglich das Anstaltsgebiet verlassen können, so ist es nicht allzu ver- wunderlich, datz sie draußen tagtäglich„einen abbeißen" und noch SchnapS für sich und andere in die Anstalt hineinschmuggeln. In Dalldorf gibt es Patienten, die zu den Stammkunden der nächst- belegenen Lokale gehören und häufig schwer betrunken sind! Andere werden von den Bureaubeamten, denen sie die halbe Arbeit ab- nehmen, mit Bier entlohnt! Sämtliche Restaurateure im gewissen Umkreise der Anstalten sind durch eine Regierungsverfügung streng verpflichtet, bei Strafe an Patienten keinen Alkohol zu verkaufen, aber das wird begreiflicherweise nicht so genau genommen. Viele der„in Freiheit dressierten" Patienten tragen zum Teil eigene Kleidung, find also als Anstaltspfleglinge nicht immer zu erkennen. Man muh gerecht fein und zugeben, daß die Anstaltsleitungen diesen Mißbrauch nicht gänzlich unterbinden können, oder das bißchen Freiheit müßte unter strengere Kontrolle gestellt werden, was durchaus nicht wünschenswert erscheint. Wenn Patienten auf diese Weise sich innerhalb und autzerhalb der Anstalt betrinken und dabei gelegentlich alkoholische Exzesse begehen, so kann man die Aerzte dafür nicht verantwortlich machen. Die Landhäusler und andere Alkoholiker werden einfach als willkommene Arbeitsbiene betrachtet und nicht als Kranke, die man heilen soll. Grund zu schwererem Vorwurf liegt jedoch darin, datz Alkoholiker auch inner- halb der Anstalt Zutritt zu Alkoholquellen haben, z. B. die Kalefak- toren in Oekonomie, Apotheke und Leichenhaus, wo Skprozentiger Alkohol nicht sicher genug aufbewahrt wird. Es ist wiederholt vor- gekommen, datz Alkoholiker sich sogar an dem schon für Leichen- Präparate benutzten Alkohol vergriffen haben, und in der Tischlerei ist nicht mal der gefährliche Schellackspiritus ganz sicher. Fast un- glaublich, aber wahr ist es auch, datz Ehefrauen, die ihre alkohol» kranken Männer besuchen, heimlich SchnapS mitbringen. Wird daS festgestellt, so werden die Unvernünftigen, sträflich Leichtsinnigen, für längere Zeit vom Besuch ausgeschlossen. Solche Zustände würden auf ein geeignetes Maß beschränkt bleiben, wenn die Irrenärzte sich etwas weniger mit dem Zu- sammenschrciben dicker Aktenstücke und mehr mit der kranken Seele deS einzelnen beschäftigen wollten. Der Berliner Lehrerverein beschäftigte sich am letzten Freitag mit der Reform des Berliner Grundlehrplans. Be- kanntlich verlautet, datz die Schulbehörden daran gehen, eine Um- arbeitung des Lehrplanö vorzunehmen. Der Lehrerverein hat eine fünfgliedrige Kommisston mit der Ausarbeitung eines Entwurfs beauftragt. Der vorgelegte Entwurf wurde von Herrn Rektor Kalb vertreten. Der Referent begann mit einer Würdigung des jetzt geltenden Lehrplans. Auf dem Boden der Erfahrung, nicht am grünen Tische, so führte er weiterhin aus, solle ein Lehrplan erwachsen. Nur das Kind, seine Entwickelung und LeistungS- fähigkeit auf den verschiedenen Altersstufen, und die Anforde- rungen, die das Leben an alle Kinder einst stellen wird, können für einen Lehrplan bestimmend sein. Darüber hinaus soll für die Erprobung neuer Unterrichtsmethoden Raum gewährt werden; denn auch die pädagogische Wissenschaft vermag das Experiment nicht zu entbehren.— Der Verein erklärte sich nach längerer Debatte mit den Vorschlägen einverstanden. Erwähnenswert ist an dem Entwurf noch daS Folgende: Fast überall ist der Notwendigkeit einer Verminderung des Stoffes Rechnung getragen. Ferner sind Verfrühungen in den Anforderungen des jetzt bestehenden Planes beseitigt. Der Werk- Unterricht(Arbeitsschule) gelangt zur Einführung, zunächst in den Fächern, denen er am nächsten liegt(Anschauung, Raumlehre, Zeichnen). Zu einer weiteren Betätigung in dieser Unterrichts- form wird für den einzelnen Lehrer Freiheit gewünscht. Durch weitgehende Berücksichtigung des Hcimatprinzips gelangen die Welt und der Anschauungskreis des GrotzstadtkindeS zu seinem Recht. Der Entwurf will ein Berliner Lehrplan sein. Durch organische Verbindung verwandter Fächer und Stoffe wird die Ein- heitlichkeit der untcrrichtlichen Einwirkung gewährleistet. Weit- gehende Aenderungen schlägt der Entwurf für das e r st e Schuljahr vor. Hier sind die Forderungen, die jetzt geradezu die Ge- sundheit der Schulrckruten bedrohen, stark herabgemindert bezw. durch Naturgemäßeres ersetzt. Für die ersten Wochen werden zwei, für später nie mehr als drei Schulstunden gewünscht; der cigent- liche Unterricht beginnt erst im zweiten Halbjahr. Im ersten Halbjahr werden die Neulinge auf den Unterricht vorbereitet. Diesem Zwecke dienen Spiele. Spaziergänge, Erzählungen. Be- trachten voa Bildern, Formen und Malen. Fijr die gesamte Unterstufe(die ersten drei Schuljahre) ist werkunterrichtliche Be» tätigung(Formen. Zeichnen, Ausschneiden, Aufkleben, Flechten, Kniffen) vorgesehen. Für den Religionsunterricht sind im Ent- Wurf durchweg wöchentlich zwei Stunden angesetzt. Die Einführung des Arbeitsunterrichts, eine starke Beschrän- kung des Stoffes, ein weitgehender Bruch mit dem gegenwärtigen System des Unterrichtens und— Examinierens werden auch der „Prügelpädagogik" mehr Boden entziehen als sämtliche Erlasse. Die Zukunft wird lehren, wie die Schulbehörden diese aus der Er» fahrung geschöpften Vorschläge der Fachleute einschätzen. ffunftauSstellung im GewerkschaftshauS. Der MldungsaüSschutz©erlin der Lithographen, Steindrucker und verwandte Berufe hatte in diesem Jahr wiederum ein Ausschreiben erlassen, worin die Per- bandsmitglieder aufgefordert wurden, freie Arbeiten in beliebiger Anzahl, wie Malereien und Zeichnungen jeglicher Art. Ra- dierungen, künstliche Photographien usw., einzusenden. Den be» treffenden Arbeiten sollten Angaben bezüglich der von den Ein- sondern eventuell besuchten Lehranstalten und Akademien beigefügt werden. Das Ergebnis dieses Ausschreibens ist nun im neuen AuS- stellungsraum des Gcwerkschaftshauses vereinigt und dürfte jeden Besucher sowohl nach der quantitativen als nach der qualitativen Richtung hin überraschen. Die Aussteller sind fast durchweg Ver- bandsmitglieder, die keinerlei akademische Ausbildung genossen haben, und die heute noch in ihrem erlernten Berufe tätig sind. Gerade dieser Umstand hebt die Ausstellung über ähnliche Veranstaltungn von Dilettanten auS den besitzenden Kreisen weit hinaus. Wer ahnungslos die Halle betreten würde, käme jeden- falls nicht auf den Gedanken, datz hier die Produkte schlichter Ar- beiter ausgestellt sind, Schöpfungen von Autodidakten, die nach neunstündiger, anstrengender Lohnarbeit und neben der Erfüllung ihrer gewerkschaftlichen und politischen Pflichten als Glieder der großen Arbeiterarmee, noch Zeit und Mutze finden, ihrem künst- lerischen Gestaltungsdrange Ausdruck zu verleihen. Wie sagt doch der Spießer, wenn die Arbeiter Verkürzung der Arbeitszeit verlangen?„Damit sie noch mehr in der Kneipe sitzen und saufen können!" Wenn es noch einer ernsthaften Widerlegung dieser albernen Ansicht bedürfte, hier in dieser Ausstellung wäre sie ent- halten. Und nicht allein das: sie zeigt auch, wie überraschend fein und gut die Schöpfer der LandschastSbilder die Natur beobachtet und erfaßt haben. Zu erwähnen wären unter den Malereien prächtige Ausschnitte aus Alt-Berlin und einige Stilleben. DeS- gleichen sind aus dem Gebiete der Plakatkunst sehr geschmackvolle Arbeiten zur Stelle. Mehrere charakteristische Porträts und eine große Anzahl kunstgewerblicher Studien, sowie Bleistift- und Feder- Zeichnungen vervollständigen die Ausstellung, die sich zweifellos weit über das Niveau jener vorhergehenden erhebt, die vor zwei Jahren in den Räumen der Arbeiter-Bildungsschule arrangiert war. Sämtliche Arbeiten sind von der eingesetzten Jury, die sich auS den bekannten Künstlern Albert Knaab, Max Tielke und F i d u s, sowie aus den Vertretern des Bildungsausschusses der Organisation, den Genossen Paul Barthel und Her- mann Müller, zusammensetzt, geprüft und ausgewählt worden. Somit bietet diese Ausstellung dem Besucher eine Fülle der künstlerischen Anregung und Erbauung, sie ist aber auch eine lebendige Anklage gegen unsere heutige Gesellschaftsordnung, die die Nutzbarmachung vieler begabter Glieder des Volkes verhindert und den Kindern armer Eltern die Möglichkeit raubt, sich einen Beruf zu wählen, der ihren Neigungen und Fähigkeiten am ehesten entspricht, um mit ganzer Kraft am Kulturfortschritt mitarbeiten zu können. E. U. � � Die Eröffnung der Ausstellung beginnt Sonntag, den 30. Ok- tober, vormittags um 10 Uhr, und ist geöffnet bis 6 Uhr nach- mittags, am zweiten und dritten Tage nachmittags von 4 bis 8 Uhr und am letzten Tage von 4 bis 7 Uhr. Um(412 Uhr werden die genannten Herren Albert Knaab und Mar Tielke eine kunstkritische Besprechung der ausgestellten Werke an Ort und Stelle vornehmen._ Zehn Pfennige für einen Schluck Wasser müssen die Personen zahlen, die auf dem Bahnhof Niederschöneweide-JohanniSthal ihren Durst stillen wollen: Bei der von der Bahnverwaltung einge- richteten Trinkanlage fehlt nämlich der Trinkbecher, der auf» fallenderweise seit der Zeit verschwunden ist, seitdem auf dem Bahnsteig ein Ausschank errichtet und verpachtet ist. Wer Wasser trinken will, mutz schon seinen Hut oder seine Mütze als Trink- gefätz benutzen, und da das schlecht geht, ist er genötigt, 10 Pf. in einen Automaten zu stecken, um einen Becher sich auS demselben hergeben zu lassen. Wer keinen Nickel hat, mag dursten.'WaS daS bei dem riesigen Verkehr, der sich gerade in letzter Zeit auf dem Bahnhof abgespielt hat, bedeutet, wo viele Tausende erschöpft auf dem Bahnhof anlangten, davon wissen die Reisenden ein Lied zu singen. Es wird die höchste Zeit, datz die Eisenbahnvcrwaltung mit dieser Rücksichtslosigkeit so schnell wie möglich bricht. AuS der KrankcnhauSverwaltung. Die KrankenhauSdeputation beschäftigte sich am Sonnabend in einer mehrstündigen Sitzung mit den Unstimmigkeiten, die zwischen ihr und dem Magistrat dadurch neuerdings entstanden sind, datz auf den Posten deS dirigierenden Arztes an der inneren Abteilung des Virchow-KrankenhauseS im Widerspruch zu dem mit allen KrankexihauSdirektoren überleinstim- menden Vorschlage der Fachdeputation ein er» heblich weniger qualifizierter Herr berufen ward. DaS richtigste wäre nun gewesen, die Stadtverordneten- Mitglieder der Deputation hätten diese Brüskierung, die zugleich eine Schädigung der gesundheitlichen Interessen unserer Stadt bedeutet, mit einer einmütigen MandatSniederlegung beantwortet. Tie Stadtverordnetenversammlung hätte hierzu Stellung nehmen müssen, hier wäre die längst erwünschte Gelegenheit gewesen, in voller Oeffentlichkeit daS hygienische Sündenregister deS Magistrats aufzurollen. ES ward nicht beliebt, eine solche Aktion vorzunehmen, man fürchtete, wenn im Anschluß an den persönlichen Fall die Frage erörtert wird, die Stellung jenes Arztes zu erschüttern, ihn sozusagen moralisch bloßzustellen!—.Man beschloß vielmehr, eine Kommission einzusetzen, die zunächst an die Deputation über den Stand aller zwischen KrankenhauSverwaltung und Magistrat schwebenden Fragen Bericht erstatten soll. ES handelt sich hier um Dinge, die vom Magistrat ignoriert oder dilatorisch behandelt wurden, so die Errichtung des Tuberkulosekrankenhauses, des Prostitutiertenheims, die Verbindung der Heimstätten und Siechen- Häuser mit den Krankenhäusern usw. An der Hand dieses Be- richtes soll dann ein Antrag, von den Mitgliedern aller Fraktionen unterzeichnet, an die Stadtverordnetenversammlung gehen, um daS unleidliche Verhältnis zwischen Magistrat und Krankenhaus» deputation klar zu stellen. Im gesundheitlichen Interesse der Stadt ist ein längeres Schweigen über das beständige, geradezu st)stematischz und gewohnheitsmäßige Ignorieren der von der Fach- deputation auf Grund eingehender Erwägungen gefaßten Beschlüsse nicht mehr am Platze. In der Kommission ist unsere Fraktion durch den Genossen Singer vertreten, der an den Verhandlungen erfreKlidhexweise yM» in gstxr Frische»nd Rührigkeit teilnahm. NahrprekSkuriosa auf Kct SStabtSn�u. Zu diesem Thema schreibt uns ein Leser:„Ich fahre seit etwa zwei Jahren von Rum- melsburg mit dem Zug, der nach Potsdam fährt, bis NicolaSsee. Es kostet der Fahrpreis von Rummelsburg bis nach Nicolassce 3.10 M. für eine durchgehende Wochenkarte. Löse ich dagegen eine Wochenkarte bis Charlottenburg für 1,20 M. und eine von Char- lottcnburg bis NicolaSsee zum Preise von 1,30 M., so macht das 2,60 M., also ein Unterschied von 0,60 M. pro Woche. DaS gleiche Verhältnis ist es vom Echlesischen Bahnhof. Dort kostet eine durch- gehende Wochenkarte 2,80 M.; löse ich dagegen eine Karte bis Charlottenburg im Preise von 0,00 M. und eine bis Nicolassee (1,30 M.), so ist wieder der Unterschied 0,00 M. pro Woche." Die skandalösen Zustände im Zuge der GreifStvalder Straße bilden nach wie vor Anlaß zu heftigen Klagen der Anwohner. Fuß- gänger- wie Wagenverkchr wickelt sich nur unter den größten Ge- fahren ab. Der Grund der Verzögerung liegt daran, oaß die Ge- meinde Berlin mit der Gemeinde von Weihensee nicht recht ins Reine kommt. Berlin schiebt die Schuld auf Weißensee und Weißensee auf Berlin. Darunter leidet die Bevölkerung jener Gegend unausgesetzt. Wie lange soll der Zustand noch dauern?' Der Lcichenfund an der Luther-Brllcke ist noch nicht weiter aufgeklärt. Im Schauhause erschienen auch gestern morgen wieder mehrere Personen, die weibliche Angehörige vermissen, aber keine war darunter, die die Tote erkannt hätte. Der Vorsteher des Schauhauscs ist jetzt dabei, die Gesichtszüge der Leiche zu„rekon- struieren", um sie dann Photographie«» zu lassen. Dieses Ver- fahren hat schon in vielen Fällen gute Dienste geleistet, ist aber natürlich nicht unfehlbar. Ob es Erfolg hat, hängt zum großen Teil von dem VerwesungSzustande ab, der in diesem Falle schon weit vorgeschritten ist. Die bei der Leiche gefundenen Sachen sind zur Besichtigung im Polizeipräsidium ausgehängt. Die Nachfragen in den Herbergen, Vermittlungskontoren, insbesondere für ländliche Arbeiter und Arbeiterinnen, auf den Tanzböden und in den Schifferkncipen haben noch keinen Anhalt für die Feststellung der Persönlichkeit geliefert. An den Schleusen wird festgestellt, welche Schiffer in der letzten Zeit durchgefahren sind. Alle sollen gefragt werden, ob sie nicht schon früher irgendwo den Sack haben treiben sehen. Durch Mitteilungen, die man auch ohne besondere Anfragen aus Schifserkreisen erwartet, hofft man wenigstens dem Orte, an dem die Leiche in das Wasser hineingeworfen worden ist, näher zu kommen. Eine neue Bekanntmachung, deren Inhalt sich mit unseren bisberigen Mitteilungen deckt, läßt der Chef der Kriminalpolizei in die Provinz hinausgehen. Sie enthält die Vorgänge und eine genaue Beschreibung der Leiche. Tödlicher Unfall in der Kreuzkirche. Im Keller der Kreuz- kirche in der Blücherstraße wurde gestern mittag der KVjährige Heizer Kegel bewußtlos aufgefunden. Kegel hatte den Auftrag erhalten, gestern früh die Kirche anzuheizen. Als am Mittag der Küster erschien und die Kirche noch immer kalt war, ging er nach dem Heizungskeller, um zu sehen, was Kegel mache. Zu seinem Schrecken fand er den Heizer ohne Besinnung im Keller liegen. Der Keller war mit Oxydgas angefüllt, so daß der Küster schleunigst Kehrt machen mußte. Er benachrichtigte die Feuerwehr, die auch bald mit dem 11. Löschzuge anrückte. Mehrere Feuerwehrleute stürzten nach dem Keller und schafften den Verunglückten heraus. Kegel gab schon keine Lebenszeichen mehr von sich. Trotzdem wurde er von den Samaritern der Feuerwehr sofort mit Sauerstoff be- handelt. Alle Bemühungen waren indes vergeblich. Der Tod war durch Vergiftung eingetreten. Gasexplosion und Feuer. Durch eine heftige Detonation wurden gestern früh, kurz nach 4 Uhr, die Bewohner des Hauses Oranienstraße 87 aus dem Schlafe geschreckt. In dem im Erdgeschoß belegenen Zigarrengeschäft von Gottfried Patte war eine Gasexplosion erfolgt, bei der die ganze Ladeneinrichtung sofort in Brand geriet. Als die gcängstigten Mieter nach den Fernstern stürzten, schlugen aus dem Laden schon helle Flammen bis zum ersten Stock empor. Unmittelbar über dem Geschäft liegt die Wohnung der Witwe Berta Meyerheim. Als die Frau mit ihrer 24jährigcn Tochter Elsa und ihrem 28jährigen Sohn Siegfried nur notdürftig bekleidet über die Treppe flüchten wollten, war das Treppenhaus schon bollständig verqualmt. Da die Wohnung einen Hinteren Ausgang nicht hat, war diesen drei Personen jeder Aus» weg abgeschnitten. Hilfcrufend standen die Unglücklichen am Fenster, als die Feuerwehr eintraf. Die 24jährige Tochter hatte die Besinnung verloren und mußte von einem Feuerwehrmann ins Freie getragen werden. Mutter und Sohn wurden auf die gleiche Weise in Sicherheit gebracht. Auch aus der zweiten Etage muhte ein Fräulein MiSlowitz zu ihrer Beruhigung von der Feuerwehr herausgeholt werden. Alle vier Personen erholten sich aber wieder. Die Ablöschung deS Feuers wurde mit Awei Rohren durchgeführt. Von dem Inhalt des Ladens war aber nichts mehr zu retten. Der Raum brannte vollkommen aus. Durch die entwickelte Hitze sprangen auch einige Scheiben in der Nachbarschaft. Wodurch die Explosion entstanden ist, konnte noch nicht festgestellt werden. DaS Zlgarrengeschäft befand sich erst seit September in diesem Haus«. Moabiter Unruhen. Die Verteidiger einer Anzahl Personen, die wegen der Vorfälle von Ende September angeklagt sind, erlassen in der heutigen Nummer dieser Zeitung einen Aufruf zur Er- Mittelung von Augenzeugen. Wir weisen unsere Leser auf den Aufruf hin._ Wegen eines großen DachstuhlbranbeS wurde gestern mittag die Feuerwehr nach der Stralauer Straße 30, gegenüber dem Stadt- hause, alarmiert. Der Dachstuhl des Vorderhauses stand bei An- kunst der Feuerwehr schon in großer Ausdehnung in Flammen. Von den Zügen 4 und 17 wurden sofort mechanische Leitern auf- gestellt und über diese sowie über die Treppen mehrere Schlauch- leitungen vorgenommen. Durch kräftige? Wassergeben von zwei Dampfspritzen gelang eS, den Brand auf den Dachstuhl zu be- schränken. Arbciter-Samariter-Bund— Kolonne Berlin. Montag abend 0 Uhr 1. Abteilung„Dresdener Garten". Dresdener Strasse 45. Vortrag über Verletzungen, Wundbehandlung und Blutstillung. Daran anschließend praktische Uebungen. Am Mittwoch b. Abteilung und am Donnerstag UebungSstunde her 3. und 4. Abteilung mit demselben Vortragsthema. Vorort- �sacbrickten. Charlottenburg. Das Wort von der einen reaktionSren Masse hat sich wohl selten so bestätigt wie bei den bevorstehenden Ersatzwahlen zur Stadtverordnetenversammlung. In den drei Wählerabteilungen sind je zwei Ersatzwahlen vorzunehmen. Während nun in den beiden ersten Abteilungen bürgerliche Kandidaten sich gegenüberstehen, geht in der dritten Abteilung alles geschlossen gegen die So- zialdemokratie vor. DaS interessanteste an der Sache ist, daß-Männer, die sonst im politischen Leben als fortgeschritten gelten, wie z. B. der Landtagsabgeordnete Dr. von Liszt. die Hauptrufer im Streit sind. Denn alle Flugblätter gegen die So- zialdemokratie tragen an erster Stelle dle Unterschrift dieses sich liberal geberdenden Mannes und seiner Parteifreunde. Arm in Arm mit rechtsstehenden Nationalliberalen, ja sogar mit Konser, dativen. mit den Vereinigungen der Hausagrarier, mit realtio- IKucn Mittelständlern und mit den Boamtenvereinen machen die „Liberalen" Front gegen die Sozialdemokratie, deren Verdrängung aus dem Stadwerordnctenpaciament ihnen als einziges Ziel vor Augen schwebt. Di« kommunalpolitischen Verhältnisse CharlottenburgS sind nicht leicht zu verstehen, Bis vor etwa S Jahren beherrschten die „Unpolitischen" unier Führung SkroehkerS die Siäbtverord- netenversammlnng. Ihnen hatte sich eine kleine Gruppe, die Fraktion„Alt-Charlottenburg", zugesellt. Beide.führten den Kampf gegen die politischen Parteien, die Sozialdemokratie und das kleine Häufchen Liberaler. Die Liberalen hatten damals noch den Mut, sich offen als politisch Freisinnige zu bekennen, ja sie beriefen sich fogar mit besonderem Stolz auf ihr« politischen Be- strebunqen und verhöhnten die Unpolitischen, weil sie ihre politische Gesinnung in kommunalen Fragen nicht offen zur Schau trugen. Durch ein Intrigenspiel, wie es wohl einzig dastehen dürfte, ist es den Liberalen dann gelungen, ihren Hauptgegner Stroehler zu stürzen, und als dann trotzdem die Anhänger Stroehlers noch die Mehrheit hatten, da setzte ein rein persönlicher Kampf gegen sie ein. Die Verschiebung in der Bevölkerung hatte sich zugunsten der Liberalen vollzogen, die die erste und zweite Wählerabteilung beherrschten, und nun hielten die Liberalen fürchterliche Auslese. Wer von den Unpolitischen rückgratlos genug war, um den neuen Götzen Kaufmann, den heutigen Vorsteher, anzubeten,en Junkern nicht gewohnt ist. Nicht als Vertreter der Gesamtheit, sondern als Sachwalter der Interessen der Besitzen- den betrachten sich die sogenannten Liberalen. Unter ihrer Herr- schaft leiden die sozialen Aufgaben CharlottenburgS, unter ihrer Herrschaft wird systematisch daran gearbeitet, den Minderbemittel- ten den Aufenthalt in Charlottenburg zu verleiden und die Stadt mehr und mehr zu einem Wohnort für Besitzende auszubauen. Diesen Leuten wenigstens in der dritten Abteilung bei den Wahlen am nach st en Donnerstag einen gehörigen Denkzettel zu versetzen, muß sich die klassenbewußte Arbeiterschaft Charlotten- burgS zur Pflicht machen. Der BildungSausschuß veranstaltet einen aus sechs Vorträgen bestehenden Kursus über„DaS Deutsche Reich und seine Parteien". Vortragender-Genosse Ed. Bern st ein. Die Vorträge beginnen am Freitag, den 4. November 1910, abends g'/z Uhr. im Volks h a use, Rosinenstr. 3. und werden am 18. November. 2. und 16. Dezember, 6. und 20. Januar sortgesetzt. Die zum Einttitt zu allen sechs Vorträgen berechtigenden Karten sind kür 60 Pf. in der Parteiipedilion bei Scharrnberg, Sesenheimer Str. 1. bei Will. Kirckstr. 30, Weisheit. Rosinenstr. 3 (Stehbierhalle), und in allen Zahlabendlokalen zu haben. Rixdorf. Die Stadtverordnetenwahlen für die 3. Abteilung finden am Donnerstag, den S. November, in der Zeit von 10 Uhr vormittags bis 7 Uhr abends statt. Gewählt wird im 1., S.. 7., S., 10.. 11.. 14.. IS.. 22. und 24. Bezirk, wozu die Wähler am Dienstngabenh per Kuvert eingeladen werden. Die Bürgerlichen hatten sich seit den letzten Jahren daran gewöhnt, in der 8. Ab- teilung keine Kandidaten gegen die Sozialdemokratie aufzustellen; jedoch scheint eS so, alS ob dieselben in diesem Jahre eine Aus- nähme für bestimmte Bezirke machen wollen. Wie dem aber auch sei, die Rixdorser Arbeiterschaft wird die 3. Abteilung mit Beschlag be- legen, denn sie soll dauernder Besitz der Sozialdemokratie sein. Anders dagegen liegen die Dinge in der 2. Abteilung, hier wird ein heißer Kampf entbrennen, denn das Wahlabkommen zwischen Demokraten und Sozialdemokraten bereitet den WahlrechtSräubern nicht geringe Kopfschmerzen. Die Reden dieser Herren in ihren hinter ver« schlossenen Türen abgehaltenen Vereinsversammlungen strotzen von Verleumdungen gegen die Sozialdemokratie und deren Vertreter. Die zweite Abteilung wählt am Freitag, den 4. November, von mittags 12 Uhr bis abends 7 Uhr. Die Dienstag- nummer de»„Vorwärts" ist deshalb genau zu beachten, in welcher die Einteilung der zur Wahl stehenden Bezirke und die Kandidaten veröffentlicht werden.— Nur unter Anspannung aller Kräfte kann der geineinsam geführte Kampf der Sozialdemokratie und der Demo- kraten gegen die Wahlrechtsräuber von Erfolg gekrönt sein. » Daß man auch in bürgerlichen Kreisen die Herrschast der Wahl- rechtsräuber satt hat, bewies eine Wählerversammlung der zweiten Klasse, die vom Bezirksverein Ost nach den Bürgersälen einverusen war. Als Referent des Abends erläuterte Herr Klebe die Haupt- punkte des KommunalprogrammS des Bezirksvereins Ost. als welche er bezeichnete: Die geheime Wahl, die Aushebung des Hausbesitzer- Privilegs, deS Steuerprivilegs der Beamten, Geistlichen, Lehrer und Offiziere und die Lösung der Verkehrsfrage sowie der Müllabfuhr. Ganz konsequent blieb sich der Referent allerdings nicht, indem er das Recht auf ein gewisses Vorrecht der städlifchen Grundbesitzer anerkannle, wie dies ja auch den ländlichen Grundbesitzern gewährt werde. Im übrigen hielt er ein Zusammengehen mit den Demokraten und Sozialdemokraten filr unangängig.— Als erster Distussionsredner sprach Stadtverordneter Genosse K l o t h seine Verwunderung darüber aus, daß der Bezirksverein Ost be- sondere Kandidaten ausstelle, da sein Kommunalprogramm doch im wesentlichen dem der Sozialdemokraten nachgebildet sei, wenn auch in manchen Punkten nicht so weitgehend. So fordere der Bezirks- verein Ost lediglich das geheime Wahlrecht, während doch das all- gemeine, gleiche, direkte und geheime Wahlrecht mit proportionaler Anwendung eine viel bessere Gewähr sür eine wirklich freie Wahl sei. Wer also den abhängigen Wählern solche verschaffen wolle, der müsse für die Programmforderung der Sozialdemokraten eintreten. Hierzu nörigeii auch die bösen Erfahnrngeii, die man mit der„freien Meinuiig' der Beamten usw. gemacht habe. So sei ihm, Redner, alalibhaft versichert worden, daß der Herr Oberbürgermeister Kaiser den städtischm Beamten die Verpflichtung auferlegt habe, sich in der * Wahlbetvegimg aller MeimmgSZußerungen über die städtische Ver« waltung zu enthalten. Durch Unterschrift hätten die Beamten diese Verpflichtung anerkennen müssen. Dem müsse mit aller Schärfe entgegengetreten werden, da sonst die Beamtenzu willenlosen Werkzeugen der jetzigen Mehrheit, aber nicht zu steten Bürgern erzogen würden. Was nun die Grundbesitz- und Berkehrspolitik der Wahlrechtsräuber anbetreffe, so müsse ihnen gegenüber demokratisches Mißtrauen ob- walten, indem Sonderinteressen und Cliquenwesen hier ihr bestes Tummelfeld hätten. Bei der Müllabfuhr, welche in städtische Regie übernommen werden solle, ständen die Hausbesitzervcreine deswegen in Opposition, weil sie dieselbe für sich monopolisieren möchten, während Hintermänner und Schieber aus ihren Reihen schon jetzt auf die fetten Posten spekulierten, die dabei zu vergeben seien. Für einen der Herren würde ein solcher Posten ganz besonders günstig sein, um seiner miß- lichen finanziellen Lage aufzuhelfen. Um die Cliquenwirtschaft, um das Privilegieminwesen im Stadt« Parlament zu brechen, wäre ein Block oller Unzufriedenen die dringendste Notwendigkeit. Unbeschadet der sonstigen trennenden Unterschiede sei daher zur Erlangung diese« Zieles die Unterstützung der demokratisch-sozialdemokratischen Liste dringend zu empfehlen, wolle man nicht durch unangebrachte Zersplitterung Wasser auf die Mühlen der Gegner treiben. In ähnlichem Sinne sprach von der Demokratischen Vereinigung He« Arendt-Denart, der insbesondere die Schlappheit des fortichritt« lichen Vereins geißelte, welcher selbst einem Walz, dem antisemitischen Agitator gegenüber Stimmenthaltung gepredigt habe, anstatt zur energischen Unterstützung der demokralischen Kandidaten aufzufordern. Zu verwundern sei das freilich nicht, weil selbst im Borstand des Vereins ein Mann laße, der noch bei der letzten Nachwahl seine Stimme für die WahlrechtSräuber abgegeben habe. Nachdem noch die Herren Lehrer Exner und Rechtsanwalt Jabkowski im Sinne des Programms des Bezirksvereins Ost gesprochen hatten und Herr Lehrer Wollman» als Vorsitzender deS fortschrittlichen Vereins diesen gegen die erhobenen Vorwürfe der demokratischen Redner mit äußerst schwachen Argumenten zu der« leidigen versuchte, wurden zwei Resolutionen angenommen: eine von Herrn Exner im Sinne seiner Aussührungen, die andere, ein» gebracht von den Demokraten, wonach sich die Anwesenden ver« pflichteten, mit aller Kraft für die Wahl solcher Kandidaten ein- zutreten, welche gegen den Wahlrechtsraub von 1S08 find. Die letztere Resolution wurde einstimmig angenommen. Damit haben auch die Leute vom Bezirksverein Ost und vom Verein der fortschrittlichen Volkspartei vernünstigeriveise ihren Standpuntt auf Stimmenthaltung für die Hauptwahl und etwaige Stichwahlen auf« gegeben. Hoffen wir, daß sie auch mutig, wie es Männern ge» ziemt, das Versprochene ausführen. Tchöneberg. Die Konsumgenossenschaft eröffnet am Montag, den 31. Oftober, im Hause Ebersstraße 25/26 ihre 56. Verkaufsstelle. In der letzten WahlvcreinSversammlung referierte Genoffe Julian B o r ch a r d t über den Programmpunkt„Erklärung der Religion zur Privatsache". Dann wurde noch auf die am 29. Oktober in der Schloßbrauerei stattfindende Aufführung des Theaterstücks.Kasernenluft' und auf den VortragskursuS über„Gesellschaftswissenschaft" hingewiesen.-- Der Arbeiter-Turnverein eröffnet dieser Tage eine Schülerabteilung. „Wie erringen wir billiges Laubenland?" lautete die Tages- ordnung einer im.Wilhelmshof", Ebersstraße, stattgehabten, sehr zahlreich besuchten Versammlung von Laubenkolonisten deS im Süd- westen Schönebergs gelegenen LaubengeländeS. In der nach dem Referat staitfindenden Diskussion waren sämtliche Redner darin einig, daß Schritte notwendig seien, um der Preistreiberei der Generalpächter mit Erfolg entgegenzutreten. Als das ge» eignetste Mittel hierzu wurde von den meisten Rednern die Bildung von.Pflanzervereinen" empfohlen, die sich dann untereinander in loserem Ziisamnienhange zusammenschließen und so eine geschlossene Phalanx bilden sollen, um eventuell Laubenland vom Eigentümer selbst zu packiten und die Generalpächter auszuschließen. In einer demnächst stattfindenden Versammlung werden die Mitglieder einer von den einzelnen Kolonien entsandten Kommission definitive Vor« schlüge unterbreiten. Wilmersdorf. In Gemeinschaft mit der Demokratischen Bereinigung veranstaltet die Sozialdemokratie zum Dienstag, den 1. November, abends 8'/, Uhr, im GesellickaftShause, Wilhelmsaue 112. eine Volks« Versammlung. Es sprechen hier von unserer Partei Stadt« verordneter Eduard Bernstein, von der Demokratischen Ver» einigung Dr. Breitscheid über„ Die Reaktion im Wil» mersdorfer Stadtparlament". Grost-Lichterfelde. Der BildiingsauSschuß hat den Genoffen Schütte zu einem Vortragszyklus über das. Zeitalter der Reformation" gewonnen. Der erste Vortragsabend ist am Mittwoch, den 2. No« vember, abends 81/« Uhr. im Restaurant Wahrendorf. Für die weiteren Vorträge sind der S., 16. und 23. November vorgesehen. Lichtenberg. Ein KindeSmord? In der Nacht zum 2S. d. MtS. wurde fti der Friedrich-Karl-Straße vor einem Hause die Leiche eines aus» getragenen neugeborenen Kindes männlichen GeslblechteS aufgefunden. Die Leiche war in eine ge« flickte blau« Frauenblufe(Matinee) eingewickelt. Am Rücken und in den Aermeln befindet sich helles Fulter mit blauen Streifen; außerdem ist um den Halskragen herum eine rosa Borte genäht. Als weitere Verpackung dienten Zeitungen deS„Berliner Tageblatts" Nr. 505 vom 5. Oktober 1910 nebst Wandkalender desselben Blattes, ferner die dritte Beilage der.Vossischen Zeitung' Nr. 68 vom 19. Februar 1900 und der„Weltspiegel" Nr. 71 deS Jahrganges 1910 vom 4. September 1910, außerdem eine ein Kilo Zuntz-Kaffeebüchse, auf die oben(außer der üblichen gedruckten Auf» lchrift) mit Blaustift„0,95 Mark" geschrieben ist. Weihcnsee. Wieder einmal hineingefallen ist He« Dr. Pape mit seiner Klage gegen den Gemeindevorstand wegen Elstattuiig von Tele« grammspesen, die dem besoldeten Schöffen entstanden sind, als er vom Urlaub aus an den Landrat telegraphierte, daß der Gemeinde« vorüand sein Gehalt nicht auszahlen will. Das Gericht hat ihn kostenpflichtig abgewiesen. Herrn Dr. Pape wäre zu emp« fehlen, seine verunglückten Prozesse der Rachwelt zu erhalten, indem er fie in Serien juristisch beleuchtet und seinem Weißenseer Leib« organ zur Veröffentlichung übergibt. Das wäre doch einmal etwa? Interessantes. Inzwischen hat Herr Dr. Pape seinen Mit» bürgern einen neuen Spaß bereitet. Cr hat sei» Gehalt längere Zeit anstehen lassen und in der Berusungsschrift zu seiner Klage wegen Ungültigkeit der Wahl des Gemeindevertreters Mewes hat er aus diesem Grunde als Unterschrift gesetzt: Dr. Pape, zurzeit Ult» besoldeter Schöffe. Mariendorf. Der BolkSpark. Schon lange beschäftigt stch die Gemeinde» Vertretung mit dem Volksparkprojekt. Ursprünglich war dasselbe vom Gemeindevorsteher ganz außerhalb des Ortes geplant, und zwar auf einem Gelände, da? allerdings der Gemeinde gehört, das aber für die Volksparkanlage vollständig ungeeignet ist. Hätten seinerzeit' bei den Verhandlungen nicht unsere Vertreter ganz energisch gegen den Plan des Gemeindevorstehers protestiert, so wäre vielleicht heute die Errichtung schon im vollen Gange. Durch den energischen Protest der sozialdemokratische» Vertreter sahen sich auch die bürgerlichen He«en gezwungen, wenigstens scheinbar auf die Steuerzahler Rücksicht zu nehmen; sie stimmten für eine Vertagung. um daS von unseren Genossen vorgeschlagene Gelände zu besichtigen. Mit den Besitzern dieser Gelände sind auch Unterhandlungen gepflogen worden. Aber das alles geht « gegen den Plan unseres GemelndedorsteherS. der schon oft bewiesen hat, dah nur sein Wille maßgebend ist und die Ge- m«ndevertretung nur ihre Zustimmung geben kann. Gewöhnlich fallen auch die bürgerlichen Vertreter um und stimnien für die Pläne des Vorstehers. So wird es auch mit aller Wahrscheinlichkeit beim Volkspark werden. Hat doch der Gemeindevorsteher schon alles der« sucht, um die Herren umzustimmen. Unier anderem führt derselbe ins Feld, daß für die Erwerbung deS vorgeschlagenen Geländes wieder eine neue Anleihe aufgenommen werden müsse. Aber auf den von fachmännischer Seile gemachten Vorschlag, da? der Ge- meinde gehörende Gelände für die Bebauung zu erschließen, da eS sich dazu außerordentlich eignet und um dabei die Summe herauSzu- bringen, die für das zu erwerbende Gelände notwendig ist, will der Gemeindevorsteher nicht eingehen. Ebenso haben sich die Besitzer deS in Borschlag gebrachten Landes zur Abtretung bereit erklärt. Alles ist in bester Ordnung. Nur der Gemeindevorsteher will nicht. Die bürgerlichen Gemeindevertreter nahmen das alles ruhig hin. Bei Protesten der Sozialdemokraten bleiben sie ebenso stumm, wie wenn der Gemeindevorsteher seine selbstherrlichen Aus« führungen macht. Es soll wirklich Wunder nehmen, wie sich die Herren bei der demnächst ablaufenden Amtsperiode des Gemeinde- Vorstehers verhalten werden. Werden sie ebenfalls wie die Sozial- demokraten ihre Wähler stagen? Dann müßte dem Gemeinde- Vorsteher allerdings eine ganz unzweideutige Antwort gegeben werden. Karlshorst. Der Tod auf der Rennbahn. Ein tragischer Vorfall ereignete sich auf der KarlShorster Rennbahn. Au den ständigen Besuchern des Turfs gehörte der in Sportkrelsen sehr bekannte Rentier Wustrow aus Friedrich sfelde, der kein Rennen versäumte und ein eifriger Benutzer des Totalisators war. Auch beim letzten Rennen war W. auf dem Rennplatz erschienen und schloß verschiedene Wetten ab. Als er sich während des Rennens eifrig mit Bekannten über die Chancen der von ihm gewetteten Pferde unterhielt, erlitt er plötzlich einen Ohnmachtsanfall und stürzte leblos zu Boden. Ein anwesender Arzt stellte fest, daß der Tod infolge Herzschlages eingetreten war. Während sich der Arzt noch um den Verstorbenen bemühte, traf die Nachricht ein. daß der Rentier seine nicht un- beträchtlichen Wetten sämtlich gewonnen hatte. Eichwalde. Die Bibliothek des WahlvereinS befindet sich jetzt velm Genosien lv e e l i n g in Zeuthen, Alte Poststraße, Ecke Miersdorfer Straße, t Treppe link». Die Bücherausgabe erfolgt Dienstags und Freitags, abends von 7—9 Uhr. Da der Vorstand weder Kosten noch Mühe gescheut hat, um die Bibliothek zu vervollständigen, wird eine recht rege Benutzung derselben erwartet. Köpenick. Die Stadtverordneten beschäftigten sich in ihrer letzten Sitzung unter anderem mit der Abänderung der Bestimmungen über die Einrichtung und Tätigkeit der AcbeiterauSschüjse. Die Arbeiter der städtischen Betriebe hatten die Abänderung gefordert, weil nach den bestehenden Bestimmungen der Arbeiterausschutz nur eine Dekora- tion ist. Stadtverordneter Genosse Galle brachte noch einige Wünsche zum Vortrag und stellte im Anschlutz daran folgenden Antrag: Di« Mitglieder des Ausschusses stehen in bezug auf Ent- lassung den anderen Arbeitern gleich, doch darf die Ent- lassung nur mit Zustimmung der zuständigen Verwaltungs- kommissionen geschehen. Wer gehofft hotte, datz die Bürgerlichen dem berechtigten Wunsche zustimmen würden, sah sich schwer ge- täuscht. Mit allen möglichen Argumenten wurde die Notwendig- keit der Bestimmung bestritten. Die Genossen Herbst, Woick und N i e k e griffen scharf in die Debatte ein und bewiesen den Herren, wie unberechtigt ihre Einwendungen seien. Nach lzLstün- diger Debatte wurde der Tagesordnungspunkt verlassen, ohne datz ein Resultat erzielt wurde, ES folgten dann noch einige Rech- nungSsachen. Hohen- Schönhause». Die Arbeiter und Arbeiterinnen, soweit sie Mitglieder der Krankenkasse am Orte sind, werden hiermit nochmals auf die am Montag, den St. Oktober, abend» von S— 7 Uhr, im Lokale von M. Kuß, Berliner Straße 92 stattfindenden Delegierten- wohl aufmerksam gemacht und ersucht, ihr Wahlrecht auszuüben. Milgliedsbuch oder eine Bescheinigung vom Arbeitgeber dient als Legitimation. Lichtenrade. Selbstmord verübte am Sonnavendnachmittag in dem unter dem Kamen Nachtbucht bekannten Wäldchen ein anscheinend auS Rixdors gebürtiger Schneider im Alter von etwaoev Jahren. Der Gelbstmörder hatte sich aus einem Revolver eine Kugel in den Mund geschossen. Seine Leiche wurde von Passanten gefunden und nach der Leichenhalle geschafft. DaS Motiv zur Tat söbeint nach bei der Leithe vorgefundenen Briefen Liebeskummer zu fein. il Jngendveranstaltungen. Boxhageu-Rnmmclsburg-Stralau. Am Sonntag, den IS. Nobein ber 1910, früh 9 Uhr, findet die Besichtigung der Vorwärt«. Buchdmckcrci statt. Treffpunkt im Jugendheim, Alt-Boxhagen SS, früh um 7'/, Uhr. Ab- marsch pünktlich um 8 Uhr. Ferner machen wir zu dem ebenfalls am 13. November im Casö Bellevue, Rummelsburg, Hauptstr. 2, Jnh. Tempel, statt- findenden Kunstabeiid, verbunden mit der Feier des einjährigen Bestehens deS ArdelterjugeiidheimS, ousmerlsam. Mitwirkende sind: Genosse Tarnow (Festansprache», daS neue Tontünstler-Orchesler, Direktor Herr Hollselder, die Konzertsängerin zur Laute, Frl. Marianne Geyer, sowie das RummelS- burgcr Solosänger-Ouartett. Kassen eröfsnung 4 Uhr. Anfang 41/» Uhr. eintritt für Erwachsene 80 Pf., für Jugendliche 10 Pf. Die Jugendfreunde, sowie deren Eltern werden zu beiden Veranstaltungen eingeladen. Rixdorf.«Die Schäden der Schundliteratur' hetht das Tdema, welches heute Sonntag, nachmittag um 2 Uhr ln drei öffentlichen Versammlungen behandelt wird, die insbesondere für die arbeitende Jugend RixdorsS einbenlfen find. Di« Versammlungen finde» statt bei Frisch, Knesebeckftr. 48/49, bei Hoppe, Seimannstr. 49, und in den.GambrinuS-Festsälen", Kaifer-Friedrich- trotze 88. Referenten sind die Genossen Neri ich, Poschmann und Schulz. ES kann mit Rücksicht aus dt« Verheerungen, welche die Schund« literatur in geistiger Beziehung in den Kopsen der jungen Arbeiter und Arbeiterinnen anrichtet, nur dringend gewünscht werden, datz unsere Jugend aus die Versammlungen nachdrücklich ausmerliam gemacht wird. Tempclhof> Mariendorf. Im Jugendheim Mariendorf, Ehaussee- strotze 323, wird von Donnerstag, den 3. November, ab ein Kursus von fünf Vorträgen über»Ansteckende Krankheiten, ihre Gefahren und ihr« Be- lämpsung' abgehalten. Vortraqender Ist Herr Dr. Edwin Bab. Die ein- zrinen Vorträge lauten: 1. Batterien und Krankheiten. 2. Fieber und Seuchen. 3. Die Proletaricrlranlhrit Tuberkulose. 4. Dle Geschlecht». kranlheiten. S. Ansteckende Krankheiten und Alkohol.— DaS Jugendheim ist jeden Montag, Mittwoch und Donnerstag von 7>/, bit 9'/, Uhr geöffnet. Der Eintritt ist für alle Veranftalwngen unentgeltlich. Groft-Lichterfelde. Der JugendauSschutz veranstaltet heute Sonntag- nachmittag eine Partie nach dem Grunewald. Treffpunkt mittags 1 Uhr am Handelplatz. Zrhiendorf(Wannfeebabn). Heute Sonntag, den 30. Oktober, nach- mittags 4 Uhr. findet bei Mnklei, Potsdamer Str. 25, eine öffentliche Jugendversammlung statt, in welcher RelchstagSabaeordneter E. E I ch h o r n über:»Fritz Reuter' referieren wird. Die Steglitzer Jugendlichen treffen flch um 3 Uhr am vahnhos Steglitz. )Ziis aller Melt. Neue AeroplaurekordS. Auf dem Flugmeeting im Belmont Park in New Aork wurde von dem Amerikaner Johnstone ein neuer HSHenrekord aufgestellt. Während der verunglückte Chavez auf einem Blöriot-Apparat 2700 Meter, und kurze Zeit darauf W y n m a l e n mit einem Farman-Apparat 2806 Mxter Höhe erreicht hatten, ist jetzt Johnstone auf einer Wrigth-Maschine biS zu 2823 Meter emporgestiegen. Auch im Dauer- und Distanzflng wurde ein neuer Welt- rekord aufgestellt. Während bisher O l i e s l a g e r s den mit einem Blsriot-Apparat erzielten Rekord von 5 Stunden 3 Minuten Dauer und über eine Strecke von 392 Kilometer hielt, hat am Freitag der französische Farman-Pilot Tabuteau durch einen sechs st ündigen Flug, bei dem er 465 Kilometer zurücklegte, eine neue Maximalleistung vollbracht. Falls dieser neue Weltrekord bis zum Ende des Jahres nicht gedrückt wird, wird Tabuteau der Preis von 20000 Fr. zufallen. • Bei Beginn des gestrigen Wettfliegen» um den Vennett-Pokal imBelmontpark bei New Dork fuhr Leblanc gegen einen Pfosten und zerschmetterte dabei sein Flugzeug. Er selbst wurde unerheblich verletzt.— BrookinS verlor die Herrschaft über seine Wrightmaschin«, stürzte und wurde schwer verwundet._ Wer z« viel beweisen will. Di«»Deutsche Juristen-Zeitung' hat der Berliner juristischen Fakultät zum UniversitätSjubiläum eine Geschichte der Fakultät ge- widmet und dieser als Anhang ei» Album mit handschristlichen Bei« trägen hervorragender juristisch gebildeter Männer beigegeben. Unter dieien Eintragungen befindet sich auch ein Bibelspruch, den der Herr Kultusminister v. Trottzu Solz beigesteuert hat und der also lautet: »Ein König richtet das Land auf durch da» Recht', Sprüche Salomönis 29, 4.' Wenn der Herr Minister, so bemerkt hierzu ein Bibelkundiger in dem Frankfurter Wochenblatt„Die Gemeinde', in den Sprüchen SalonioniS noch eine Zeile weiter gelesen hätte, hätte er sich ver- mullich eine andere Losung gewählt, zumal angesichts unserer politi- ichen Lage, wie sie durch die Reichsfinanzreform de» vorigen Jahres efchaffen worden ist. Der zweite Test des zitierten Vers« TeattH onämlich: »wer aber Steuern häuft, richtet es zu» gründe"._ Ein Distanzflng Aachen— Berlin. Mehrere aeronautische Verbände haben bereits Vorkehrungen getroffen für einen großen Fernflug Aachen— Berlin, der im Jahre 1911 stattfinden soll. Der Flug soll über die Städte Köln, Düffel« darf, wahrscheinlich auch Essen, Dortmund, Hamm, Münster, Osnabrück. Hannover. Braunschweig, Magdeburg nach Berlin« Johannisthal gehen. Man hofft, die genannten Städte für den Flug auch materiell interessieren zu können. Auch der preußische Kriegsminister soll bereits die Unterstützung des Unternehmens zu« gesagt haben._ Kleine Notizen. Das Luftschiff„P. VI", das gestern abend infolge strömenden Regens die Orientierung verloren hatte und bei Bordesholm nieder- gegangen war, hat gestern vormittag den Rest der Strecke zurück- gelegt und ist in K i e l g l a t t gelandet.„P. VI" wird m den nächsten Tagen von Kiel aus Passagierfahrten unternehmen. Bei der Probefahrt deS neuerbauten Parseval VQ, die gestern in Bitterfeld stattfand, ist die Kuppelung der hinteren Ventilator« welle gebrochen. Ein Monteur ist bei dem Unfall an der Hand schwer verletzt worden. Ein schwerer Unglücksfall trug sich gestern in einer Reismühl« in Hamburg zu. Ein Stapel von Reissäcken stürzte um und be« grub zwei Arbeiter unter sich. Beide wurden getötet. Schnelle Reue. Ein Einjährig-Freiwilliger namens Donner in Wien ist mit der 23jährigen Frau deS Wiener Großkaufmanns Simon Hungerleider flüchtig geworden. Während der Eisen- bahnsahrt zwischen Wien und KremS tötete er seine Ge« liebte durch emen Revolverschuß und hat sich dann s e l b st er» schössen. Ei» Held. Wie die Budapester Blätter melden, hat der dort weilende Offizier der englischen Marine Georg C h a p m a n bei der Polizei Anzeige erstattet, daß seine Gattin, die bekannte Opern- sängerin Aurelia Revy, ihn lebensgefährlich bedroht hat. Der Tapfere wird vor dem Feinde wohl seinen Mann stehen I Zu einem heftigen Zusammenstoß zwischen zwei Güterzügen kam eS am Freitagabend auf dem Bahnhof von LacS in Frankreich. Beide Lokomotiven find entgleist. 12 Wagen des einen ZugeS wurden vollständig zertrümmert. Ein Zugführer, der aus dem Wogen geschleudert wurde, erlitt tödliche Verletzungen. Sozialdemokratischer Zentralwahlverein für de« Reichstags- Wahlkreis ArnSwaid«- Friedeberg, OriSverrin Berlin. Heute nachmittag 3 Uhr. bei Paul Thtmm, Tilsiter Str. 79: Mitglieder- Versammlung. Gäste willkommen. ßriefkaften der Redahtfon. Geregelt. Sprechen Sl«, bitte, k der Redaktion vor.— E. D. 500, Fragen Sie bei Riesels Reisebureau, Unter den Linden 81, an.— B. 000. Die GcrichtSloften würden, falls BeriäumnlSuriril ergeht, etwa 25 M. be» wagen. Zuständig fit daS Amtsgericht, die Inanspruchnahme eines An- waltS ist nicht noiwendig.— 100 Le. Rummelsburg. Kommen Sie mit sämtlichen Schriftstücken in die Sprechstunde.— O. P. 65. 1. Ja. Bedingung ist aber, datz Sie daS Testament und Ihre Frau den Zusatz eigen- händig schreiben. 2. Nein.— 1717. 1. Nein. 2.«ein. Die statutarischen Bedingungen find maßgebend.— A. L. 35. 1. Bier Wochen. 2. Gesetzlich zulässig. 8. Nein.— 8.®. 72. Die Kinder können sich mit der Mutter ausctnandersetzen. ohne datz das Gericht ln Anspruch genommen wird. Der Anteil der Kinder richtet sich»ach dem Erbrecht. daS hier in Frage kommt. Um da» beurt-Uen zu können, müßten wir den ersten Ehcwohnsitz der Eltern kennen.— O. R. 99. Nein. A. H. 11. In der Buchhandlung BorwärlS erhalten Sie der- arttae Bücher. Sie sprechen dort am zweckmätzigsten persönlich vor. — K. M. 18. 1. Eine bkslimmlc VcrsicherungSgeiellschait zu empfehlen, müssen wir ablehnen. 8. Bei geringer AuSdednung nicht, sonst ja.— W. 83. Fordern Sie unter Setzung eiuer angemessenen Frist Beseitigung der Mängel unter der Androhung, datz Sie nach Abiaus der Frist den Ver- trag sofort lösen werden. Sind Ihr« Behauptungen beweisbar, in»« besondere die Zusicherung, so können Sie nach Ablauf der Frist aus Lösung des VerwageS klagen.— Hans 1879. Der§ 10 ist nicht mehr in Geltung, der Text nicht in unlerem Best». Der ß 4t bedroht denjenigen. der den Vorschriitcn der Zß 8, v zuwiderhandelt, mit Geldstrase bis 150 M. oder Haststrase bi» zu sechs Wochen.— B. H. 76. 1. Sie find nicht ver» pflichtet, bei dem neuen Ehej zu arbeiten und haben gegen de» früheren Anspruch aus Lohnzahlung für dt« KündiguliaSfiift. 2. Sle müssen alsdann aber bis zum 31 Ottober weiter arbeiten, auch den Unter» nehmer aus die Ihnen zustehenden Rechte aufmerksam machen.— — D. M. 22. A— i— da.— F. G,®. 88. Sauce, dem Französischen entstammend, sprich tzobtze.— F. R. 100. Auch wir halten den Verlaus für zulässig, raten aber, beim hiesigen Hauptzollamt anzufragen.—«. 2. 4. 1. und 3. Ja. 2. Reln. 4. Ja. wenn sie für allein ichulpig erklärt wird. 6. Etwa drei Monate.— W. X. 37. Nur dann, wenn und soweit der Weit der Hilseleiftungen höher ist, als der Wert jür Kost und Logt».— jßiscr Bester Schutz gegen Nässe und Kälte für Damen Brillantehrom» Ledar• Schnallenttiefel, la weiß Moleton-Futter, Ledersohle 6M Schuhhaus größten Stils Schnürstiefel m.Lackkappet �90 imit Lammkellfutter M Leiütigerxtr. 63 Konigstr. 3t Oranlenstr. 34 Oranienttr. 47» Rixdorf, Bergstr. 7-8 MulUrstr. 3a fetxi wahrend das Umbauet Varkau/ vU-h-vi» MülUrstr. 184 Mastbos-Sehnürstiefel, mit extra warmem Futter, amerik. Leder absatz 10so Warm und angenehm für das Haus Kamelhaarhausschuhe nau Woa. Ct. x-ti 1S5 2.25 2.95 Kamelhaarschnallenstiefel.... 2.75 3.25 4.25 do..... 3.25 3.90 4.90 Filzschnallenstiefel......., at-o 2-50 2.95 3S0 Filzschuhe............»-« 1.25 2.10 3J0 Der Jahreszeit entsprechende Schuhe und Stiefel in denkbar größter Auswahl. Bozealf Schnürstiefel, Orijf. Goodyear-Welt, Doppelsohle, 1750 praktischer Eislaufstiefel mm la Bozealf Schnürstiefel» echt Katzenfellfutter, Orijr,.« Goodyear- Welt, bequeme Form, 1 8 ßö besonders wann Am für Herren Brillantehrom- Leder« Sehnalienstiefel mit prima weist Moleton• Futter, eztr«.... kräftige Sohlen bequeme, breite Q 90 Formen U Echt Bozealf Sehnür- nnd Sehnalienstiefel, Kamel- haarfuttar. Rand gedoppelt,|7§0 Doppelsohle Jiz la Boze. Schnürstiefel, Kork- swisciiensoUe,Orir. Goodyear- 1 Hui) Welt, idealer Winterstiekel Jtl la Boxe. Sehn ür-u. Sehnalienstiefel, echt Katzenfellfutter, 4«»* Doppelsohle, Orio. Goodyear-|C0U Walt, das Wärmste für«LStrafla 10 Eeht Boxe. Schnürstiefel, ÄW'aZ: 1(180 1,80 1(80 führen, o. Formen 10 1« 10 für Kinder �..................................................................................................................................................................... mim.....................— M <\ .&acöb%n kSSer//nJC.0. 505, Jftedens f rosse S). Onfet System, gegen kaum fühlbare monatl. Raten ohne einen Pfennig Lnffchlag zv verkaosen, ermöglicht jedermann die Anschaffnag miserer Mllwertigeu Apparate. Für Freunde guter Mufi! ist das Erscheiuen der ueuev Mil!-Opera« Modelle ein Die Mll-Opera ist der populärste FamMen-Konze�-Apparat Deutschlands. Die Mill-Opcra brwat �lmen Geselliateit Krohswa und Musik-Verständni« WS Hau»! Sie ist. eine an erschöpf- Ns � UnÄ UÄ> Beleynmg. �'Op�lotttn stellen da- Vollendetste dar. wa» t» SchallpkÜrn geboten«erden kann. See find deppelsewg besprelt. « ,, ,�j Vortrüac aas einer Platte, und bringen nur Origmal-Ilufnaginen. holten. die fast ausschließlich Kopieu»an Ph-nogr-plxmw�ieo tzd-, 2' Platten haben ebensoviel«ufik al» 2S c» grage �hlr.Plattvn. mch lautstark. Apparat Mod. 1« ist mit Mill�>per°°TMbitionZ. verseben, die Apparate»lad. 110. 112 und 117 dagegen ant der glerchfallS vornäalichen Mill- Opera-Kanzat-Schakldase. W:rd statt dieser die �pera-ErhiWonS-Echalldose gewünscht, dam, erhöht fich der. Preii um fe(. 8,—.B Mit Mod. 190 gelangt der Käafer m den Befitz von SV Doppelpl. ä S Mk.- 40 Stucke. 14 D-ppelpl. u. 200 Nadeln find uo Preise inbegriffen a. werden m. d. Apparat müneliefttt 6 Doppeipl & 3 Mk. erhall d. Käusrr gratis nach Entrichwno d. 6- Rate.«Z Bei Mod. 117«erden 3 Doppelpl. b 3 Mk. und 200 Nadeln m. d. Apparat geliefert a. 6 Doppelpl. nach Erhall d. 6. Rate. T Bei Mod. 112 dagegen 6 Doppelpl. ä 8 Mt u. 200 Radeln mit dem Apparat u. 4 Doppelpl. gratis h" 6. Rate und£3 bei Mod. 110 werden 5 D> 4 3 Ml u. 200 Nadeln mit dem Apparat zi geliefert n. 3 Doppelpl. 4 3 Mk. aach d. S. . gratis. B Für alle Apparate 1 Jahr" Garantie. M Die Auswahl d. Platten Bestell« getrost imS überlasten, ll' __ dann ein« Zusammenstellnng d« best- gelang enstea Aufuaiimen. Sonst nach Wahl «ob lwjae» Listen. W cm groste Mll-Optrw Mll-Op«a-Platten sind interessant» Kataloge üb« Echallplatten und pparote gratis und !o. Bertret« an Orten gegen höht Partei- Speditionen: Z�entram: Albert Habnisch, Auguststr. SO. Eingang Ioachimstrahe ?. FVerlrllli-vl», Westen: Gustav Schmidt, Kirchbachstr. 14, Hoch- parterre. . Süden und Südwesten: Hermann Serner, Gneisenaustr. 72, Laden. S. Wahlkreis: St. Fritz, Prinzenstr. 3t, Hos recht« pari. A, Wahlkreis: Cft e n: Robert Wengel«, Gr. Frantfurterstr. 120. — Wilbeim Mann, Petersburgerplatz 4(Laden). 4- Wahlkreis, Südosten: Paul Böhm. Laufitzerplatz U/1& ermöglicht Kindern nnd Erwachsenen, ohne Notenkenntnis sofort vom Blatt Klavier ru spielen. Prosp. u. Probeitück gratis.„Fldels au bevorzugen sind. U. Wahlkreis: Leo Zucht, Jmmanuelllrchstr, 12(Hos). Ö. Wahlkreis(Moabit und Hansarlertel): Karl Ander», Salzwedelerstr. v, im Laden. Weckoins: Karl Weihe, Nazarethtirchstrahe 43. »ernlek, Schßnow und Schön. Hosenthaler und Oranlcnbnrger Vorstadt: Wilhelm B a u m a n», Bernauerstr. 3, vorn pari. Vesnndhrnnnea: F. Trapp, Steltin erftr. 10. Schönhauser Vorstadt: Karl Mar«, Lychenerstr. 123. �Idlershot: Karl Gchwarzlvse, Hoffmannftr, 3. 41t- W eiöensee; K. Fuhrmann,«edanslr. 105, parterre. Wilmersdorf» Rnlensee: Paul Schubert, WthelmSaue 26, Hos parterre. Osssr dieses Blattes wissen, aus welchen Gründen SlfO'Cisarette!! nn ciwrl 3931/ Ein intcressanres Wathsfum! «MM M 1903-- S~~ 7~ 8• 1909 Diefcs Bild zeigt- in genauenMaßen- die enorme Umfa�fteigerung von PRLMIN (Pflanzenfett) und PflLMONfl(Pflanzen- Butter-Margarine) in Dcutfchland Innerhalb der letzten 7 Jahre. � Ein stärkerer Beweis für das Bedürfnis nach PFILMIN und PALM 0 NR und für die Beliebtheit unterer Produkte ift kaum denkbac, H. SCHLINCK& ClE., Zar Eröffnnns der 14728* Kerbst- und Winter-Saison empfiehll ba8 Spezialhau« S. Koffmann, Charlottenbnrg, noch billiger wie bisher WilmerSborfe« T tröste IS, Ecke Schulftrahe, Sämtliche Partestiterawr sowie alle wissenschaftlichen Werte werden geliesert. Annahme von Inseraten für den„Narwärts". _ BW Bitte noBschnetden. T»_ 245/1 verantwortl. Redakteur: Larl Wermuth, Berlin-Rixdorf. Für den Inseratenteil verantw.: Tb. Glocke. Berli». Druck u. Lerlap: Vorwärt» Buchdrucker« u. Verlaasanstalt Paul Singer& En.. Berlin SsM, Herren- und Ilinaben-ßekleidung fertig und nach Maß« Dr. 255. 27. AahrMß. 4. DtilU Ks Jurmärts" Acrlim WsdlÄ. Sslllltag, 30. Vttodn tM. Mocken-Spielplan der Berliner Cbeater. KSuigl. Opernkauö.®e|�Iof|tn. ReucS königl. Opern- Theater. Sonntag: Der Lievestrank. Moni ig: MittagS: Matinee Abends: Sinsonie-Konzert. Dienstag: Marie, die Tochter des Regiments. Die Puppensec. Mittwoch: Der Ring des Nibelungen. Vorabend. DaS Rhetngold. Donnerstag: Bohdme. Freitag: Der LiebeStrant. Sonnabend: Der Ring des Nibelungen. Die Walküre. Sonntag: Mignon.. Montag: Siegfried. Anfang T-l, Uhr. Königl. Schauspielhaus. Sonntag: Der KrampuS. Montag: Di» Jouinalisten. Dienstag: Götz von Berltchingen. Mittwoch: Der KrampuS. Donnerstag: Der eingebildete Kranke. Freitag: Der KrampuS. Sonnabend: Julius Cäsar. Sonntag: Der FamUientag. Montag: Der KrampuS. Anfang 71/, Uhr. Deutsches Theater. Sonntag: Herr und Diener. Montag: Sumurun Dienstag: Herr und Diener. Mittwoch: Ein Sommernachtstraum. Donnerstag: Herr und Diener. Freitag: Don Carlos. Sonnabend und Sonntag: Herr und Diener. Montag: Der Widerspenstigen Zähmung. Ansang Vi, Uhr. Deutsches Theater sKammersptele). Sonntag: Komödie der Irrungen. Heirat wider Willen. Montag: Sawlln. Dienstag.-Komödie der Irrungen. Heirat Wider Willen Mittwoch: Der Arzt am Scheide- wege. Donnerstag: Komödie der Irrungen Heirat wider Willen. Freitag: Scherzo und neue Tänze, Sonnabend und Sonntag: Komödie der Irrungen. Heirat wider Willen. Montag> Scherzo und neue Tänze. Anfang 8 Uhr. Lessina< Theater. Sonntagnachmittag 8 Uhr: Nora. Abend» und Montag: Wenn der junge Wein blüht. Dienstag: Einsame Menschen. Mittwoch: Wenn der junge Wein blüht Donnerstag: Tantris der Narr. Freitag: Die Wildente, somiabend und Sonntagabend: Wenn der junge Wein blüht. Sonntagnachmtttag 3 Uhr: Das Konzert. Montag: Der Bund öer Jugend. Anfang 8 Uhr. Kleines Theater. Sonntagnachmtttag 3 Uhr: Nn idealer Gatte. Allabendlich: Erster Klaffe. Die verflixten Frauenztmmer. Sonntagnach- mittag 3 Uhr: Ein idealer Gatte. Montag: Erster Klasse. Die verflixten Frauenzimmer Anfang 8 Uhr. Neues Schauspielhaus. Sonntag: weh dem der lügt. Montag: lieber unsere Kraft. I. Teil. Dienstag: Die Jungfrau von Orleans. Mittwoch: Uebcr unsere Kraft, l. TeU. Donnerstag: Weh dem, der lügt. Freitag: Die Jungfrau von Orleans. Sonnabend und Sonntag: Slernenhochzeit. Montag: Ueber unsere Kraft. Anfang 8 Uhr. Berliner Theater. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Taifun. Abend?: Der scharfe Junker. Montag: Die törichte Jungfrau. Dienstag: Der scharfe Junker. Mittwoch: Die törichte Jungfrau. Donnerstag: Der scharfe Junter. Freitag: Taifun. Sonnabend: Die törichte Jungfrau. Sonntagnachmtttag 3 Uhr: Pension Schöller. AbendS und Montag: Der scharfe Junker. Ansang 8 Uhr. Neues Theater. Allabendlich bi» Mittwoch: Die Schauspieler de» Kaisers. Abschied vom Regiment. Donnerstag bis Sonnlag: Keao. Montag■ Das gewisse Etwas. Anfang 8 Uhr. Moderne»(Hebbel,) Theater. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Die beste der Frauen. Allabendlich bis Freitag. Der Mowch. Sonnabend: Der Doppelmensch. Nächsten Sonntagnachmittag 3 Uhr: Dt« beste der Frauen. Abends: Der Moloch. Montag: Der Doppclmensch. Ansang 8 Uhr. Koiniiche Oper. SonntagnachmUtag 3 Uhr: Zigeunerliebe. Abends: Die Boheme. Montag; Der Arzt wider Willen. Dienstag: Die vohdme. Mittwoch: Hosfmann» Erzählungen. Donnerstag: Di« vohöme. Freitag: Zigeunerlieve. Sonnabend: Die Bohäme. Sonntal Tosca. Abends: Die Bohdme. Mond tag: Tiefland Uhr: Thalia-Tbeater. Sonntag und Montag: Hand und Herz, vom Dienstag allabendlich: Polnische Wntschast. Ansang 8 Uhr. Schiller> Theater O. Sonntagnachmittag 8 Uhr: Neue Jugend. Abend?: Robert und Bertram. Montag: Die Krcuzelfchreiber. Dienstag und Mittwoch: Robert und Bertram. Donnerstag: DaS Urbild des Tartüff. Freitag: Robert und Bertram. Sonnabend: Da» Urbild de? Tartüff. Sonntagnachmtttag 8 Uhr: Die Ehre. WendS: Robert und Bertram. Montag: Der Dummkopf. Ansang 8 Uhr. Schiller- Theater(kharlottenburg. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Egmont. Abend?: Der Bibliothekar. Montag: Sodoms Ende. Dienstag und Mittwoch: Der Dummtops. Donnerstag: Sodoms Ende. Freitag: Der Dummtopf. Sonnabend: Sodoms Ende. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Egmont. Abends: Der Dummtops. Montag: Sodoms Ende. Ansang 8 Uhr. Friedrich-Wilhelmstädtisches Schauspielhaus. Sonntagnach» mittag 3 Uhr: Faust. Abends, Montag und Dienstag: Krieg im Frieden. Mittwoch: Faust. Donnerstag und Freitag: Krieg im Frieden. Sonnabend» nachmittag 3 Uhr: Kriemhilds Rache. Abends: Krieg Im Frieden. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Rcvoluttonshochzeit. Abends und Montag: Krieg im Frieden. Ansang 8 Uhr. Neues Operetten- Theater. Täglich: Der Graf von Luxemburg. . 8 Uhr.) Diesen und nächsten Sonntag nachmittag 3 Uhr: Die locken von Cornevtlle. Residenz< Theater. Sonntagnachmitag 3 Uhr: Kümmere Dich um Amölte. AvcndS und allabendlich bis Donnerstag: Noblesse oblige. Von Freitag bis Montag: Der Herr von Nr. lS. Anfang 8 Uhr. Thiater deS WeftrnS. Täglich: Die schönste Frau. Diesen und nächsten Sonntagnachmittag 3'/« Uhr: Die geschiedene Frau. Ansang 8 Uhr. Trianon> Theater. Sonntag nachmittag 8 Uhr: Thöodore«. Cie. Allabendlich: Der heilig« Hain. Ans. 8 Uhr. Nächsten Sonntagnachmittag 3 Uhr: Pariser Witwen. Berliner BoltS-Oper. Sonntagnachmtttag 8'/, Uhr: Dt« lufttgen Weiber von Windsor. Abend» 8 Uhr: Wilhelm Till. Montag: Der Postillion von Lonjumeau. Dienstag: Der Trompeter von Säckinaen. Mittwoch: Der Freischütz. Donnerstag: Wilhelm Tell. Freitag: Don Juan. Sonnabend: Die weijje Dame Sonntagnachmtttag 81/, Uhr: Zar und Zimmermann. AbendS: Di« wetste Dame. Montag: Don Juan. Ansang 8'/, Uhr. Luisen. Theater. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Othello. AbendS: Berlin gebt zu Bett. Montag und Dienstag: Der Hüttenbefitzer. Mittwoch und Donnerstag: verlin gehl zu Bett. Freitag: Der Hüttenbefitzer. Sonnabendnachmittag 3 Uhr: Die Schwanenprinzen. AbendS: Kean. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Der Hüttenbesttzer. Montag: Der Fähnrich im Kloster Ansang 8 Uhr. Lustspielhan». Allabendlich: Der Feldherrnhügel. Ansang 8 Uhr. Diesen und nächsten Sonntagnachnitttagg Uhr: Da» Leutnants mündet. Metropol- Theater. Allabendlich: Hurra!— Wir leben«och l Ansang 8 Uhr. Herrnteid-Theater. Täglich: Ein verloren» Rächt. Der Derbhfieger. (Ansang 8 Uhr.) Castno-Theater. Tägllch: Der schneidig« Rudols.(Anfang 8 Uhr.) Heute und nächsten Sonntag nachmittag 8'/, Uhr: Berühmte Töchter. Rose-Theater. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Othello. WendS und Montag: Die Verschwörung oer Frauen. DienStag: DaS neue Gebot Mittwoch: Die Verschwörung der Frauen. Donnerstag: Da» neue Gebot. Freitag: Die Verschwörung der Frauen. Sonnabend: Die Räuber. Sonntag: Die Verschwörung der Frauen. Montag: Fritz Reuter. An- sang 8 Uhr. ..olies Capriee. Allabendlich bis auj weiteres: Boll« Pension- Der schwarze Schimmel. lAnsang 8'/. Uhr.) Apollo-Tbearer. Allabendlich: Spezialitäten.(Ansang 8 Uhr.) und nächsten Sonntagnachmittag S'l, Uhr: Spezialitäten. ist«ig Diesen Pastage- Theater. Sonntag, na Allabendlich: Spezialitäten.(Ansang 8 Uhr.) --- Mich'~ 3 Uhr: Epezialttäten. Allabendlich und Sonntagnachmittag: Speztalttäten. Wintergarten. (Ansang 8 Uhr.) Reichshalle«> Theater. Täglich: Stetttner Sänger. Sonntags 7 Uhr.) Walhalla-Theater. Allabendlich: Bravo l Da capo. Spulalitäte» Anfang 8'/, Uhr. Saussonei. Allabendlich: Ach, die Kerl». Spezialitätcn. Ansang 8'/« Uhr. Carl-Haverland-Theater. Täglich: Urania- Theater. Taubenstr. i8/i9. See und der Gotthard.(Anfang 8 Uhr.) Dr. R. Hennig: Eisenbahnwesen. Sternwarte. Jnvaltdenitr. 57—62. (Ansang 8 Uhr (Ansang 8 Uhr.) Der Vierwald ftätter Montag im Hörsaal(8 Uhr): Spezialitäten. Tägllch: WttterunqSnverstcht vom LS. Oktober 1910, morgen« 8 Uhr. Wetterprognose kllr Sonntag, de« SO. Oktober 1910. Ziemlich mUd, vorherrschend wolkig mit elwaS Regen und mästigen sttd« westlichen Winden. Berliner vetterburea». Wasserstand». Nnchrtchte» wallerttm» Memel. TUR P r e g e l, Jnfterburg Weicht ei. Tborv Oder. Rattbor , Krostrn , Frankfurt Warthe, Schrtmm , Landsberg Netze, Vordamm Elbe, Lettmerttz , Dresden , Bardo . Magdeburg ») bedeutet wuch»,— Fall, i) llnterveael. waren. t ngres— Export 8. Schlesinger, Neue eönigetr. 81 (Ordonnanzhaue) Kein Laden! II. Etage. EiEzelveritani wie allj&tirlich zu billigsten Preisen Pelz-Stolas MuITen Elslaulbarelts. Rep araturen eauber und billig. . Sonntage geöffnet___ Ll| Kein Katalog.|ai das beste WascrnnitteL >/, Pfand-Pakel 15 Plg. Lombard-Haus I H. Graft, laiptlgerStr. 75| Brillanten Uhren Goldwaren | 25—£0% unter Ladenpreis, 11 n groa detuil Knaben-... Jünglings-(JarMie fertig u. nach idaS am blllissten und reellsten in der Fabrik Koppenatr. 85, part., 2 Minuten v. Scbles. Bahnhof. • Karl Hustftdt. Kein Nadelwechsell Das ein» Ol« eminenten Vorteile Oer PathS- Plattcn, deren Slegenug Ourdi Ole ganze Welt Sunb nidits zutgclialten werden kann! PathS- Plaiten wttOen mit einem unzerstSrbaren Saphl itllt geapleit vermeiden mithin botUpiellgen und listigen NaOelwedisel Wir liefern SSTto."™,?. «tnite Stücke aul 10 PalhS-Dcppal* Platten, die wir Cime Jede Preleer- tiöhunj, zum Orlglnairatrlkprele von 3 Hera berechnen, gegen Zahlung einer Monaterete von 3 Hark, eline Anialilunj und ohne Hiehnakme, und Qberlawcn Apparat und Plauen ernat- haften und aolvenien Reflektanten ahne Jede Keufverpfllolitiing. lediglich gegen Tragung der minimalen Speien für die Hin- und eventl. Rücksendung, 5 Tage tur Probe vom Tage de» Cm. fö findet durch jedermann Oelegenheil geben, unsere Fabrikate unbeemflusst zu prüfen und mit anderen Marken au ver- Ä eichen. Unser Spezial-Apparat, für ■n wir volle Otrantl* leisten, besitzt grosse», echte» Eichengehäuse, Platten- teilet von 25 cm Durchm.. geräuschlos arbeitendes Präsisionswerk, ei- chentarb Lotostrichter von 45 cm Schstlöftnung sowie eohts Pathe- Eohelldssa. Sein billiger Preis, seine vornehme Ausstattung, sowie seine hervorragenden Leistungen werden überall Staunen und Bewunderung er- icgen. Wer sich und seiner Familie einen nie versiegenden Quell musikalischer Anregung und amüsanter Unterhaltung erschhcssen will, verlange untere Ansichtssendung per Postkarte oder Briet oder durch Einsendung dieses Insersi-Ausschnttte», der mit genauer Unterschritt zu versehen ist. Weitere Platten oder Putten ahnt Ap- psrste cbenfslU ohne Preiserhohunt anter gleich bequemen Bedingungen Komplet. tes Veneichnii liegt Jeder Sendung onbe- recbn.t bei. Umänderung anderer Apparate Nr die gleichzeitig. Benutzung ztm Psthd- und Nsdel-Ptatten berettw liigit Relctiill. Katalog rÄr«' Violinen. CelU. Zitbcro etc., pOotograph. Apparate. waffen, Scbrelbmaactalnen, Bücher, gerahmt« Ort oad Strale: Arbeiter, Handwerker Wollt Ihr Euch billig und gut kleiden, kauft UN? die Von unseren Kunden nicht abgenommenen eleganten neuen Mustanzüge und PaletotS ab, die wir 33'/,— 30 Proz. unter Preis abgeben, damit unsere guten Sacken nicht den Ramschern zum Opfer fallen. Jnsolge unseres ausgedehnten Bersandgeschästes hat sich wieder ein grastet Posten angesammelt, so dast jeder etwa« nach seinem Weschmacke findet. Freie Besichtigungen— keinerlei Kauf» Belästigung. Zum Beweise, dast oblge« Angebot streng reell und Nicht mit ahnlichen schwindelhaften Angeboten identisch ist. Verpflichten wir un», 10 000 M. Strafe an die Annen Berlins zu zahlen, wenn uns einer in diesem Ausverkauf etwas Unreelles nachweist. Andere Waren kommen mit zum Bertauf, insbesondere Kleider von echt englischen Stoffresten, m der stille» Zeit von unseren Mastschneidern angefertigt. ffrLF* Gebr. Heinemann,..Ä« Behren str. ÄOa, Unsere«eschästSränme find Sonntags and Feiertags während de» Brrkausszett geöffnet. Bitte ausschneiden und bei Bedarf nachfragen. find aU« arten Santunrcinigkeiten und yantansschläge, sowie lNiteffer, Finnen, Slütchen,«efichtapickeln, Pustel» und Seflchtsröte durch täglichen Gebrauch der allein echte» Zieckenpfera leeracWefel Selle ».üergmall»«B»., st,a»de«I. k St. 50 pfg. Sberall m haben. Abendkurse Berlin, Neanderftr. 8 Technikum. Bauschule. Jnbab ArturWcrnop. gJ�ProspektaJtoalenlrm Mrgollelc. Madel-GlaBbrenner, Maickgraseiislrape 1, Tel- 12—'1,8.* Terleih-Inistltat: Friedriehst, I IS/I, a.Orabg. "Tot,«leg. Frack. Kehrock UWchole 1,00, Weste 50P(. oeooeooeoeoeoooooee« Zepernick-Bernau. patzzlle voii Zgva an(co 90(~)R.) i illeine Anzahlung U. langjährige i l Huvotheleii Pläne gratis. Vor-< [ käufer standig am Bhl. Zapsrniok. i !.1 Kiefer, Berlin, Nonlardstr, 5.' Bial& Freund in Breslau so 10 llfark monatlicheTellzahIung, liefert elegante Herrengarderobe nach Mast- J.TMpoto*sM,|KÄ: (Billige Preise.)-«asse iO Rabatt Auch engl. Damenlvstüme».PaletotS. Strrdsamkr Munu als Filialleiter tn jedem Bezirk I gesuchl- Wbhnort u, Beruf gleich- i Einkommen monatl- Mari 400 u j mehr- Kaptial u. Lad- nicht nötig Auch als Nebenerwerb. lZardorait-Inilvsirlo, Bona 160. Schöne freundliche Wohmm«;e»» 2 graste Zimmer. Balkon, Küche,«vent. auch Kammer, sowie Bad, sehr billig sofort zu vermiete». 12590* Frledriehstelde, Miquelstr. 3, 7 Ww. o. Stadtbahnhos Lichtenberg. 18-60 M. Qeln> Vory der) dicds Ineera t 4 pCt Rtbafl Domen sparen Mi beim Einkauf im Engros Laner. DulUth« iisfur j. Ra'lani ü.«" 8-25 1 llascllilleotif TDdipaiBlPfi LÄ 12-30 IS. "faaenpalftoU 10-30 M. MW Hochelegante Modella.Balnanfm Seal-PUech- u. Velour, du Nord WalClOIS MHT bedeutend unter Harelelhingipreie-HWU IMiMi! Exlrswtiten(ör sia'ke tom. parte Kimonos o. HW- Intel 18-25 M. Rarl/fi(rh.l-0({en-Mfintel» Lodan- Pelerinen 2 fc y 3Qt!\llelii Kinder* und Kieler Poletote 3 13 R. Sß[liBlep. Mim Dfitsr Preis � Hfixnosczyiz.ulCis.r.sg Kein Laden, eine Treppe, am Alestnderplalz A etilen tls ta Ihrem eigenen Intereeso auf dl» Heuanummer. 18-60 H. SozialdemoMscher Wahtoerein für den t. Berliner Beiehstags- Vfahlhreis. Dienstag, den 1. November 1910, abcndS 8ll, Uhr: Generalversammlung in den»Zentrnm-Feftsälen. Niederwallstr. 80. Tagesordnung: 1. Bericht vom Jntenialionalen Kongrch in Kopenhagen 2. Bericht von der B'ondcnburger Kousercnz. g..Die politilche Lage/ Relerenl: Kenosie VI Oüwell. 4. Ausstellung des Kandidaten sür dt« RetchStagSwahh S. Verschiedenes� - Mitgliedsbuch legitimiert.> Um zahlreichen Besuch ersucht 208, S__ Per TorMand. r l. lErliner Reittgs-Wilreis. Dienstag, den 1. November, abends 8 Uhr, im Hofjägerpalast, Hascnheide SS/SS: Gencral'Ueriamißlung Tagesordnung: 1, Bericht vom Internationalen Kongreß DtSkuifion. 2. Berichi von Bei Brandenburger Konserenz. Diskussion. 3.«talulenäuderung: S l Abs. Iii deS OrganIsationSPlaneS erhält solgende Faffimg i Die Wahl deS Vorstandes, der Revisoren, der Vertretung im Zentral» vorstand und der Detegalionen geschieht mittels Stimmzettels per Ur. abstimmung. Einsache Mehrheit entscheidet, bei Stimmengleichheit ent» scheidet das Los Wiederwahl ist zulässig. Ersatzwahlen haben nur Gültig. kett bis zur allgemeinen Wahl. S l Abs. V wird gestrichen. In H I Abs. VI wird gesn ichen i Die Wahlen geschehen durch Handansheben, einlache Majorität ent- scheidet. In S S Abs. n de« Statut« heißt e« anstatt: ,in der General» Versammlung»—»per Urabstimmung». In ß l0 hcttzt eS anstatt:.w der Generalversammlung»—.Per Urabstimmung». 4, Beitragserhöhung. 5. Vereiiisangelegenbeiten und verschiedenes. 2ti/7» Mitgliedsbuch legitimiert. Der Vorstand. Verwaltung Iterlln.: Mittwoch, den 2. November: NkckMngMMrDrchMlllllM der Kefirke und Krauche«. Montag, den 7. November: Mitglieder-Uersammlnngeu von Anträgen zm General-Verjammlung). Freitag, de« 18. November r General-Versammlunft. Anträge müssen bis zum Freitag, den 4. November, an die Verwaltung eingesandt werden. 92/14 Iffasehinenarbetter. Montag, de» 31. Oktober 1910, abends 8 Uhr: Kran che» K ersammlung in den„Andrean-FeHtHSIen", Andrea« str. 21. Tages'Ordnung: Die Neuregelung unserer ArbeitSvermittelung. Wahl der Obleute. Verband«, und Branchenangelegenheiten. NP. Die KommtsstonSmttglieder werden ersucht, zwecks ewer ve- sprechung schon um'/,8 Uhr zu erscheinen. Vollzählige« Erscheinen sämtlicher Kollegen, speziell der arb«tt«l»s«n Kollege», erwartet Der Branchenlctter. __ Die Vertrauensmänner-Versammlung am S. November, sällt au«.__ llillwoch, den Stellmacher. Mittwoch, dm 8. November, abends«'/, Udr, im Rosenthaler Hof, Rosenthaler Strafte 11/18: Spaneken-Vepfammwng TageS-Ordnung: t, Vortrag über Gewerbegerichte und Gewerbegerichtswahl Reserent: Stadtverordneter Ritter. 2. Bericht vom dritten Quartal 3. Ausstellung der Delegierten zur InnungSkrankenkasse. UM- Die bei Jnnungsmeistern beschästigten Kollegen find zu dieser Versammlung besonder« eingeladen und muß jeder Kollege erscheinen. MT- Die Vertrauensmänner-Versammlung fällt aus."WW Zahlreichen Besuch erwartet PI« Ort» Verwaltung. Verband der Sattler und Portefeu iiier. ■ OrtevenoaUttng Berlin.--------- Die nächsten Branchen-Versanttnlnngen finden an nachfolgenden Tagen statt: Gkschirr-Kranchk Donnerstag, den s. November, admd» S'/, Uhr, im Englischen Hos. Neue Roßstr. 8. Porikstuitter- u. Rrisrartikrlbranche: �bm» bei«ranniann, Naunynstr. 27. f! Mittwoch, den 2. November, abenbS 6 Uhr, im Englischen Garten, Alexander-str. 2siz. Llnotrnmtkgtr u. Teppichnahkr: bei ItVclhnacht, Grünstr. 21. Mittwoch, dm 2. November, abend« 81/, Uhr, im Gewerkschaftshause, Engeluser id. «istmSdrt.», stdnßes/Is-lßtter:»"�»'?�� bei Walter, Adalbcrtstr. 62.' Sfiltion Mittwoch, 2. November, abends gt/, Uhr, im«olkshanse. Rostnenftr. g. Besuch dieser Versammlungen erwartm Di« Branchenlettnnge«. Dienstag, den 1. November, abends 8 Uhr: Sech; Volks-UeriamnilUDgen in folgenden Sälen: Elystoni, Landsberger Allee 40/11. LorgMiMv, SludreaSstrafte 81. prsedlsäle Ses llslens, Krsumsno. Nauuynftraft- 8?. Frankfurter Allee lKl/lS8. Ettgo. M-meler Strafte 67. vrScVeilbUrg. Bor dem Tchlefifcheu Tor. Referentinnen: Frau Zieh, Frau Wurm, Frau Wulff, Frau Tietz, Frau Ihrer, Frau Wehl. Tages» Ordnung: Zucker. 5erek5tsg5v)sktkn unS die Meinung der Franen. 221/11*_ Per Vorstand, I 81; Raul HoHrnann, Oppelner Str. 47. Deutsclier Holzarbeiter- Verband. - Zahlstelle Rixdorf.=' Dienstag, 1. November, abends 3'/, Uhr iglcich nach Feierabend), w Pappe» l!'e»t»tllen, Hermannftr. 48: KrancheN'Rersammluug � der Bautischler.== TageS-Ordnung: 1. Der neue Bautischlertarif. Auslegung und Erörterung der einzelnen Bestimmungen. Referent: Kolleg« kolob». 2. Bianchenangelegenheil S2/13 llentseber Kiirecbner- Verband. Filiale Berlin. Bureau n. Arbeitsnachweis: NO. 43 Barnimstr. 21. Tel: Ami VN 6783. Mittwoch, deu S. November, abends iill2 Uhr: General- Nersammlung iu deu Mustkersäleu, Kaiser Wilhelmstr. 18 m. TageS-Ordnung: 1. Abrechnung vom 3. Quartal 1310, 2. Ersatzwahl eineS Mitgliedes zur Sekrrtartalstommission. 3. Ausstellung eines Kandtoatm zur Gewerbe- gerichiswahl 4. Gewerkschastllche» und Verschiedenes. Um rege Beteiligung ersucht 102/16_ Die Ortawaltung;. Voranzeige! Voranzeige! Mittwoch, den 16. November(Busttag): Grosser Kunst-Äbenck in L. KcNers Festsälen(Jnh. A. Freyer), Koppenstr. ÄO. BtllelS find tm Bureau und bei dm Vertrauensleuten zu haben. ArbettsuuaiweiS: Hos I, Ami S.>233. verwalningsstellr Berlin. Haupedurrau- Ldaritbitrsb« 3 Hos IN Ami 3. 1387. Montag, den 31. Oktober 191V: Bezirks- Versammlungen für die gesamte UerwaltungsUelle Berlin in solgenden Lokalen: Herden' Fvaru».«»!«. Mallerftr. 148. abmd» S'i, Uhr. tfQrden' Obl�lo» Feataale. Schwebte» Strafte 83. abends Norden Franke» FeatatUe, Badstr. 19, abends 8'/, Uhr. Donol» Pnralwwalder Featattte t» Borstgwalde, Span- l>-�Ul. dauer Strafte, abends 6 Uhr. N! VAdjl' Mord-Weat, Wiclefstrafte 84, abends 8'/, Uhr, Westen and ScIiSneberg; Osten und Uchtcnberg: ÄV«»'!:,. Z'""" Stralau n. Rummelsburg: SlidenbPZirke*|!10f�SUd"Oöt» Waldemarftrafte 75, abends Veifieosee'. Prälaten, Lehderstr. 188, abends 6 Uhr. Rixdorf I Hoppe» Featattle, Hermannftr. 49, abends 8'/, Uhr, ctisrlollendurg: Volkakau», Rostnenftr. 3. abmd« 8'/, Uhr. Steglitz* SchcHhase, Ahornstrafte 15a. abends Köpenick n. Friedriciistiagen: Emö A0«'i Z«aÄ strafte 44. abend» 8*/, Uhr. Spandau BOkle,.Bonsheim-, Havelstrafte, abends S's, Uhr. Ober-Sebönenelde: ÄSKlKwÄ Tagesordnung: 1. Bericht von der letzten Generalversammlung. 2. Tie bevorstehenden Gewerbegerichtswahlen. 3. Stellungnahme zn der am SO. November stattfindenden Generalversammlnng. Referenten sür die bevorstehenden GewerbegerichtSwahlm sind die Genossen: Behrend, Brückner, Hartmann, Handke, Küraten, Link, Bitter, Thnrow� Werner, Wttckc, Zernlcko, Mitgliedsbuch legitimiert. Zahlrelchm Besuch erwartet 124/3 _ Tie OrtSverwaltung. Rosenthaler Hof Rpsenthal8rStr.lt/12. gnlj. Otto Schilling. Telephon Ami III 2438. Empfehle meine Säle u VereinSzlmmer zu Festlichleltm u. Versammlungen. Sonnabend, dm IL. November und einige Sonntage noch frei« Orts-Krankentasse der Handschuhmacher u. verw. Gewerbe zu Berlin. Die l8, Abänderung deS Statut» ist vom Bezirksaustchuß genehmigt und tritt am Montag, den 7, No- vcmbcr er, in Krast, Dructexemplare find beim Rend.micn Hrn. Fr. Werner, Muiackstr, 23/30, abzubolen, Bcrlm, den 30, Okiober!3t0. 273/5_ Der Borstand. Orts-Krankenkasse «ei Bekanntmachung. Gemäß ß 66 deS Kafienstatuts bringen wir hiermit den Herren Ar- beitgebern und Arbeitnehmern zur gest. Kenntnis, daß die am 24, August dieses Jahres von der General« Versammlung beschlossene Erdöhung der Kassenbeiträgc durch den Be- zirksausschuß genehmigt ist, Diele Erhöhung der Beiträge tritt mit dem 31. Oktober dieses Jahres in Krast, Die Kassenbeiträge betragen Arbeitsverdienst pro Tag Kl 1 3,50 M. und mehr Kl, II 2,30 biS 3.43 M. KI. III 2,30 biS 2.83, Kl, lV l.öO bis 2.23. Kl V weniger wie 1,50 M. Boxhagen-Rummeisburg, den 30, Okiober 1310, Per l'oratand. 273/4 A. Kowalke, Borstnender. Beitrag 0,30 M, 0,75. 0,60. 0,39. 0,27. I I OrtS- Krankenkasse des Korbmlichtrgklverdks zu Kkrtiu. DieuStag. den 8. November 1919 abends 3 Uhr, im GewerkschaftShause. Engelufer 15: Qrdentt. General-Versammlung TageS-Ordnung: 1. Wahl von 3 Vorstandsmitgliedern (2 Arbeitnehmer, 1 Arbeitgeber). 2. Wahl einer Kommission zur Prüfung der JahreSrechnung. 3, Verschiedene«, 279/6 Die Wahlen finden te getrennter Wahlversammlung statt. Die Herren Arbeilgeb« wählm von 8— 81/, Uhr. Zahlreiches und pünktliches(tf scheinen erwartet Tor Vorstand. I. v.: Karl Schwedler, Vorsitzender, Rixdorf, Erlanger Str. 5, IXCi � M_ Berlin N. 29. Hochstraße 21/24. der und verwandten Gewervr. Die Herren Delegierien, Arbcii» geber und Arbettnehmer werden hier» durch zu einer Ordentllehen General- Versammlung am Sonntag, den«. November d. IS., vormittags 101/, Uhr, tu Schmidt« Lokal(Freischütz), Frucht« straße 36». eingeladen. Tagesordnung: a) In getrennter Versammlung: Arbeligeber. ErganzungSwahI deS Vorstände» von den Arbeitgebern nach§§ 37 und 38 de» Statuts für 1911 und 1912. b) In getrennter Versammlung t Arbeitnehmer, 1. Nachwahl eine» ausgeschiedenen Vorstandsmitgliedes der Mitglieder für>310 und Nachwahl eines aus» geschiedenen BorsiandSmilgliedeS der Mitglieder für>310 und 1311. 2. Ergänzungswadl deS Vorstände« von den Mitgliedern nach§§ 37 und 38 de« Statuts für 1911 und 1912. 3. ErgänzungSwahl des Vorstandes von den M» gliedern Nach§ 39 deS SlatuIS für 1911. c) In gemeinschaftlicher versamm» lung! l. Wahl von 3 Revisoren»ur Vor« Prüfung der JahreSrechnung sür 1316. 2. Abänderung deS§ 33 deS Statuts. 3. Verschiedenes. Delegicrten-Karte legitimiert. Berlin, den 30. Ottober 1910. Der Vorstand. Karl RelBmann, Heinrich Rentier, Vorsitzender. Schriftführer. Sonntag, den 87. November. vormittags 11 Uhr, in demselben Lokal, großer Saal: Autstellmig von 105 Kandidaten der Mitglieder zur Delegterteuwahl sür das Jahr 1311. Nur Mitglieder über 21 Jahre alt sind etngelaven. 1563b Da» Mitgliedsbuch legitimiert _ Der Vorstand. Berliner mmor-Aiiartett HBerli umor-fl ________ Gg Trener KastanievalleeM Zum jllexandriner Berlin S., Alcxandrincnstr. 37. 60 bis 600 Personen, sind täglich, auch Sonn» tagS, k o st e n o l o» zu vergeben. «mt IV. 1016. H Kassenärztliche Sprechstunde s Lichtheilanstalt■ B Rflntgenlaborat Dr« Davidsohnz jetzl OranlenstSI.> W Arbeiter- Stenographen- Verein Stolze-Selirey, Berlin. � Dlenstac, den l. Siovcmbor 1010, abenda 8'/, Uhr, im GewerkschaftShause. Saal 0: Krgiii« dk-AiifdiigtlllUlsiis i« Sstllligrllsihit Für den Kursus inklusive Lehrmittel sind 2 M. zu entrichten. Anmeldungen an den Vorsitzenden Gen. Barl Brnokniann, Berlin 0. 112, Pettenkoserstr. 14, oder am UnterrtchtSabend. 15S4b vi med. Karl Reinbaröts spezial-Urztllehe Institute(Or Geschlechtskrankheiten Unat-, Harnleiden, 8chwllche(Impotenz) 1 Neanderstraße IZ""" f/®nbnia0v1I8tuhrUckc PnHiInmer StraRp 117 � der i-ätBowstraße,'1/,�— 2Uhx ruiöuauiBi oiiauu m � l/t8 big g übr oben(l3,---=- Vollkommcnatca kombiniertes Hollverfahren bei trlaehen and veralteten Fkllen. Kachwels- Uch unerreichte Pancrerfoljre In verh&Unia- . müßig kurzer Sielt. 284/9 Um sich vor zwecklosen evt. schädlichen Kuren ra schützen, verlange man ausführliche Broschüre in meinen Instituten oder durch die Post(versohloss. Kuvert) gratis und franko. Syphilis- Nachweis durch wiaaenachaftllche Blut• Untersnchnnj;. III Herren- Vorträge III Am Dienstag, den 1. November, findet ein Herren- Vortrag statt im Saale des Restaurant* Potsdamer Straße 45 über Syphilis und das neue Hellmittel„Ehrlicli>Hata 606". Der«weite Vortrag findet statt am Freitag, den 4. November, in den Armlnballcn, Koroniandantea- straße 56, über Harnleiden und MannesachwSche« Beginn der Vorträge'/,10 Uhr abends.— Eintritt frei. Zeugen gesucht. Moabiter Vorfälle Die unterzeichneten Anwälte verteidigen Oirtt. trifft* angeklagt find. Von den eine Anzahl Personen, die wegen der-VvrsNUe Angeschuldigten sind mehrere in Untersuchungshast und dadurch in ihrer Verteidigung sehr behindert. Personen, die über die Ent- Wickelung und Gestaltung der Moabiter Vorsälle aus eigener Erfahrung zuvei lässige Angaben machen können, »vollen sich bei einem der Unterzeichneten melden, 128/1 Dr. Oskar Cohn Wolfgang Heine Theodor Liebknecht Landsberger Str, 58._ Turmilr, 4._ Chausseestr. 121._ Achtung! Bewilligte Bäckerei! Achtung: Teile dem verehrten Publikum und der Nachbarschaft mit, dasi ich unten genannte Bäckerei käuflich übernommen habe und zugleich die Forderungen des Bäcker- und Kondiloren-VcrbandeS anerkannt habe. Es wird mein Bestreben sein, dem Publikum gute und schmackhaste Ware zu liesern und dm Tarif csiizuhalten. 'Achtungsvoll Hei-inana Ernst, Knglerftr. 4. Hh Hygienische+ Bedarfsartikel-X enheiten Neueste illustr. Preisliste gratis. Versandhaus Kech, Berlin 514, Lilchterfclder Str. 33. Eine MarK wSchentliche Teilzahlung elegante [f fertig und nach Mass, feinste Verarbeitung. S-Boltuch Frankfurter Allee 75, I Eingang Tllelter Str»»«». Die beste Küche für Hochzeiten finden o 1 Sie in den 9 i..i n___ 1.1««i__ in n ,? o C. 54. Sophlenstr. 17/18 Tel. DI. 2783. Inhaber v i Blurnenstr. 10 Paul Bnatz. Tel.\T1, 3035. JiJ 5 20 Säle und Vereins-Zimmer mit modernen Bühnen, g, 50—1500 Personen fassend, an Sonnabenden und Sonntagen<9 noch frei. 14S4L* A seeeeeeoeeeseeeeeeeeseeei oOKOOSeoH Staatspreise. Köpenicker Straße 121(Eckhaus) Goldene Medaillen. Carl Zobel Ehrenpreise. MichaelkirchsStr. 9—10(Eckhaus) = Herren- und Knaben-itiloden, fertig und nach Maß- Werkstätten im Hause. Beste Paßform. Sehr billige, aber feste Preise. ÄUe Größen, auch für sehr korpulente wie überschlanke Herren, in reichster Auswahl vorrätig. Volle Garantie für jedes bei mir gekaufte Kleidungsstück. Der gute Ruf meiner Bhrma bürgt für gewissenhafte und billige Bedienung. Sehr große Auawahl in- und ausländischer Stofle für Maßanfertigung.— Besichtigung ohne Kaufzwang gestattet.— Ankleidezimmer in allen Abteilungen. 9 Schaufenster. Apzugc, Ulster, Paletots von iVl. 18 an. Ntzp Der neue Katalog gratis und franko,"tjbq 9 Schaufenster. Jedes Wort 10 Pfennig. Das erste Wort(fettgedruckt) 20 Pfg. Stellengesuche und Schlafstellen-Anzeigen 5 Pfg.; das erste Wort fettgedruckt) 10 Pfg. Worte mit mehr als IS Buchstaben zählen doppelt. ) Kleine Anzeigen ANZEIGEN für die nächste Nummer werden in den Annahmestellen für Berlin bis t Uhr, für die Vororte bis 12 Uhr, In der Haupt-Bspcdition, Undenstrasse 69, bis S Uhr angenommen. Verkäufe. Teppiche(seblerhaste) Gelegen- heitskans. Fadfiklager Mauerboss, Große granffurtnitrnsje 9, Flurein. gang. Varwänsleiern 5 Prozent Extrarabalt. LonntagS geöffnet.* Steppdecken billigst Franliurierstrage 9, sabril Große Flureingang Wnrbinendaus. Groge Franl- surierurage 9. Kiureingang. 249151» Rabfahrcrknrlen. Wir cmpseblen den Freunden des Radsport»; Miltel- bachs Karte für Rad- und Motor« fahret von Berlin und weiterer Um. gebuna. aus Leinen gezogen Preis 1.75 M(■zusammenlegbar).— Karte für Rad- und Molorsahrer von Brandenburg, aus Lernen gezogen und zusammenlegbar 2,50 M. Expedilion de»„Vorwärls", Lindenstrahe 69, Laden.• Kredithau» Moabit. Turmstrahe 55, Ecke Waldstrahe, erhallen sie Möbel und Waren jeder Arl aus Teilzahlung, unter denkbar günstigen Zahlungsbedingungen. Spczlalilal: Herren. und Damenbcllcidnng. Gratis erhält jeder Herr beim Kaus eines Anzuges oder Palelols einen "■'Ut. stock oder schirm; jede Dame andlasche oder Gürlel. Beim Kauf größerer Wohnungseinrichtung Tcppich oder Regulalor. 13S0K' Teppiche:(seblerhaste)' m allen Größen, fast für die Halsle des Werte» Tepvichlaget Brünn. Hackeichet Marli 4. Babnbo, Börie(Leser de» »Vorwärts' erhalten 5 Prozent Rabatt.) Sonntags geöffnet!' Bilder lausen Sie direkt bei Bogdan. Weinmeisterstraße iabrik Bortuamleser erballen fünf Prozein Extrarabatl, selbst bei nach- stehenden Gelegenheitskäusen. Teppiche. 170,235 6.35, 200,300 11,75, 250,350 16,50. Gardinen, Fenster 2,50, Stores 1,25._ Möbelstoffreste. Sosabezug 8,00. Plüichportieren 8,65 Mark Plüschtischdecke» mit Sticksehlern 6�85.__ Teppich- Thomas, Oranien- ftraxe>60. Oramenplad: Rosen- thalerftraße 54.__ Gaskroncn. Tatsächlich obnc An- »ahiung, wöchentlich l,00(bis Hundert Kaussumme). Riesenlager Louis Bött- wer(selbst), Betriebslcilung Box- Hagenerstrage zweiunddreißig(Bahn- Verbindung: Warschauerstraße). Fi- llalen: Potsdamerstraße 81, Rixdors, Kaiser-Friedrichstraße 247.* Kinderwagen, Puppenwagen. herrschasilich. neu, spottbillig Exerzier- straße 13A, vorn II rechts. t95' Kanaricn-Orgel(Buhl) zu ver- faulen Mistenwalder Straße 17, IV links._______+73« Brunnenftrafse 157! Fortuna leihhauS. Großer Psänderverkaus. Spoltbillige Winterpgletots. Jackett- anzöge. Pelzslolas. Bettenvertaus, Bcllwäiche.Gardinenauswahl, Teppich. answahl, Steppdecken, MaffenauSwabl Taschenuhren, Schmucksachen, Frei. schwinger. Spottpreise._ 15816* ' Monntsanzugc, WinlerpalclotS, Ulster, Gebrockanzüge, Smoking- anzüge, Hosen spottbillig Rosen- thalerstraße 48. Kein Laden. l574b« Ohne Anzahlung, Woche 50, Bilder. Spiegel. Ferner; Möbel, Polster- waren, Teppiche, Gardinen. Stepp- decken, Tischdecken. Bettbezüge, Portieren, Uhren. GaSkronen. Weber, Prenzlnucrslraße 25. Besuch eventuell Postlarte._ 12851t Leihhaus.Rosentbaler Tor«, Linien- straße 203/4. Ecke Rosenthaleritraße: Großer Verkauf veriallener Anzüge 9.50 an; PaleiotS, Monals-Abonne- ments-Garderoben, Burschcnanznge. Uhren, Gold», Silberwaren. Betten, Wäfche. Gardinen. Sonntags geöffnet 7 bis 10, 12 bis 2.« Monatsanzüge und Winter- paletot» von 5 Mark sowie Hosen von 1.50, Gebrockanzüge von l2.00, rackS von 2,50, sowie für korpulente jguren. Neue Warderohe zu staunend iiiigen Jßreisen, aus Psandlrihen verfallene Sachen kausi man am billigsten bei Naß. Mulackstraße 14.» Herniaiinvtatz 6. Allerbilligste Psänderverkäuse. Rielenauswnhl. WintcrpaletotS. Souintervalctots. Jackettanzüge. Gebrockanznge. Herren- boten. Exil abillige Pelzslolas. Aus- steuerfachen. Slauncndbilliger Betten- verkauf. Braulbetlen. BennietungS- bell. Spottbilliger Wäichcvertaus. �ar- viiicnverkaus. Tcopilbverkaus. Plüich. tilchdecken. Steppdecken. Goldiachen. Taickzeuubten. KcllcnauSwabl. Ringe- auswabl. Schmucksachen. Wanduhren. Nähmaschinen. Grogberlins beliebteste EinkausSguelle. Allcrbilligstcr Waren- verkauj im Psandleihhaus Hermann- platz 6. Auch Sonntags geöffnet.* Humboldtleihhans: Weltbe kann! I Existiert nur Brunnenilrage 58, Eckhaus stralsundetstraße.Großer spottbilligster Psänderverkaus l Riesen- auswahl Wimervaletots I Jackett- anzüge I Gebrockanzüge I Damen- garderobe I Riesengroßer Bellen- verlaus I Ausstcuerwäsche, Stevp- decken, Gardinenauswahll Plüsch- Portieren, Prachtteppiche I Plüsch- lischdecken I Exirabillige Taschenuhren I Schmucksachen t Wunderbare Pelz- stolas t AllcS staunend billig I Ver- kauf täglich, auch Sonntagt_ 146lK« dreiflammig. l2 bis 30.00. Speisezimmer 10- 40.00, Wohnzimmer, Perlampeln, Wandarmc zu halben Preisen. Berkaus dtrcli im Fabritgebäude Kaiserstraße 11/12. Sonntags geöffnet._ 1524b Pfändleihhaus! Rixdors, Bergstraße 58. Spottbilliger Betten- verlaus I Wäscheoerkaus I Uhren- verlaus I Schmucksachen 1 Frei- schwinger I Gardinen I Teppich- verlaus I Portieren I Steppdecken I Plüschdcckenl vorzügliche Winter- palelots I Joppen I Herrcngar- deroben I Spotlprcise 1 1 t536K« Leihhaus Turmslraße Drcimid- siebzig I Ablcilmig Wäschelager I Neu I Verfallen I Steppdecken I Porlierenlaaer! Freischwinger kolossal billig I Außerdem Rabatt I Taschenbuch für Gartenfreunde Ein Ratgeber für die Pflege und sachgemäße Bewirlschastung des häuslichen Zier-, Gemüse- und Obst- garlens von Max HeSdörscr. Zweite vermehrte Auflage. Mit 137 Text- abbildungen. Preis 3,50 Mark. Expe« dition Vorwärts. Lindenstr. 69. GaSkronen, dreislainmig 4,50, Lronzelronen 7,50, GaSzuglampen 7,00, Kaslyren 1,40, Gasivandarme 0,55. Teilzahlungen gestaltet. In- stallateurcn Rabatt. Kronenlagcr Große Franksurterstraße 92: Filiale Ravenästraße 6. 1301K« Schlafdecke»(Deckbettersatz) Nor- mal(buntfarbig) 1,85 bis 12 Mark, Wolle(einfarbig) 2,85 bis 18 Mark. SpezialHaus Emil Lesövre. Oranien- straße 158._ 598K Herreuanzüge, Herrenpaletots, Ulster aus scinsten Maßstoffen, Maß- preis bis 70.00, verlausen 18,00 bis 38,00 täglich, Sonntag. Deutsches Versandhaus Jägerstr. 63 I. Firma- beachtung._ 15526« Unkenrufe aus dem Tümpel der Kultur. Sattrenbuch von Fritz Schweynert. Vertag der.Tribüne«, Berlin. Preis elegant gebunden I Mark. Zu haben Buchbandlung Vorwärts. l099K' Nfrana- HauS. Beste Afrana- Nähmaschinen für Industrie und Hausbedarf. Preise billig. Abzablung günstige Bedingungen, weitgebende Garantie. Bellmann. Gollnow« straße 26. nahe Landsbergerstraße. Alte Maschinen nehme in Zahlung. Billige Hoienwoche. Hocheteganle Herrenboien auS seinften Maßstoffen 7—15 Mark, VcriandhauS Germania, Unter den Linde» 21. Borjcihrlge eleganteHcrrenanzüge und Paletots aus feinsten Maßstoffen 20— 40 Mark. Versandhaus Germania. Unter Sen Linden 21. 128851« Tnllgardinen, Stores, Rouleaus. Entzückende Musterausioahl. Fenster; 1.15, 1.95. 2,50 bis 6,75. Pracht. volle Plüschportieren, Fenstergarnitur 6,85, 7,50. Gloriatuch-Porliercn 3,50. Abonnenien Rabait. TepoichhauS Richard Wolf, Dresdenerstraße 8 (Koitbusertor). 1294K« Herren- Garderobe nach Maß, saubere Arbeit, großes Stofflager, Paletot, Anzug 36 Mark an. Kaust beim Handwerker, lasset den Hand- welker verdienen. Teilzahlung gestattet. F. Dörge, Dresdmerstraße 133.• Durch Staub beschädtgte Gardweu und Stores, schwere Oualitäten mit 10 Proz. extra Rabatt. E. Weißen- bergS TeppichdauS, Große Frank- surterftraße 125, im Hause der Möbel- sabrik._ 154151 G ardinen, Fabrikrcste, 1 bis 3 Feilster, 1.25, 1.45, 1.85, 2.35, 2.85, 3.75, 4.65 usw. Tüllbettdecken, Bettgröße, Stück 1.85 2.25, 2.85, 3.65 usw._ (x-rbstüllstores, jetzt 3.45, 3.85, 4.75, 5.85, 6.75, 7.50 usw. Erbstull bettdeckcn, Bcttgröße, 2.85. 3.65, 4,50, 5.75, 6 90, 7.60 bis 4b Mark. Große Franksurterstraße 125, im Fabrikgebäude___ Tuchporticren, kompIctteGarnitur 3.25, 3.75, 4.65, 5.85, 7.50._ Plüschportieren 6.45, 695, 7.85, 9.45, 11.—, 13.—, 15.—, 18.—, 20.— Mark. E. WeißcnbergS TeppichhauS, Große FtanliuUerstraße 125._ Tilchdecken. reichgestickt, mit kleinen tzeblern, 0.90, t.25. 1.75, 2.45, 3.25, ( 50, 5.75, 6.60 usw. Steppdecken, Slmikiseide, 3.50, 4.35, 5.25, 6.50, 7.85, 9.25 usw. Wüschdecken mit kleinen Web- seblern, 4.35, 5.45, 6.25, 7.50, 8.25. 9.75, 12.—, 15.—. Große Frankfurter- straße 125._ Steppdecke«, doppelseitig, 6.86, 8.50, 9.75, 11.—, 13.— Im Fabrik- gebäude Große Franlsurlerstraße 125. Diwaudeckeu 4.35, 5.85, 6.75, 7.50, 8.75 usw.'_ �Schlafdecken. Sport- und Normal- decken, 1.65, 2,45, 2.85, 3.25, 3.75, 4.85, 6.35 usw. Große Frankfurter- straße 125. Abfnlltevpiche 3.85, 4.65, 5.75, 6.85, 7.65 Mark._ Salon- und Wohnzimmerteppiche mit lleinen Fehlern, 4.65, 5.75, 7.85, 9.50, 11.25, 13.50, 1b bis 150 Mark. TeppichdauS Große Frankfurter. straße 125. im Hause der Möbel- sabrik. Möbelstoffe in Wolle und Plüsch zu Sosabezügen spottbillig. Läufer- und Linoleum-Fabrikreste, weit unter Preis. E. Weißenberg» TeppichhauS, Große Franlsurter- straße 125, im Fabrikgebäude, zweites Haus von der Koppenstraße._ LeilihauS.Schöncberg«. gegenüber Bahnhos, scdaustraße 1, Telephon Amt 6, 15687, bietet stets Gelegen- heitSkäufe in verpfändet gewesenen und neuen Anzügen, Sommer- und Winterpaletots, einzelnen Hosen, goldenen, silbernen Herren- und Damen- Remontoire> Uhren, Ketten 3,50 an, serner goldene Ringe, Broschen, Ohrringe, PianinoS. Fahrräder. Frei- schwinger 10 Mark an. Richard Eich clmann._ LOOK« Leihhans„Brunnen«. Betten. stand mit zwei Kissen 10.—, gute Inletts, prima Füllung. Brunnen straße U8(Ecke LeihhauS.Brunnen« Herren- anzüge 8.50. Burschenanzüge 6.75 PalctotS, Hofen, Monteuranzüge, prima 4.—. Herren- und Damen- stiesel 6.—, Kostüme, Blusen, Röcke, Portiet en, Gardinen, Teppiche. Wäsche, Taschenuhren, Frcischwinger, Gold- waren, alles spottbillig. Brunnen- straße 118(Ecke Usedomstraße).» Ziuewaschfässer, Zober. Sitz- wannen, Baoewannen. Spezialsabrik Wienerstraße 12. Lesern b Proz.« Mona tSgardcrobe zu enorm billigen Preisen. Verkauf neuer Herren- und Knabengarderobe. An- zöge, PaleiotS nach Maß von 25 Mark an. GelegenhcitSkäuje aller Art, enorm billig. Hecht, Petersburger« straße 80(Baltenplatz). l467K« Billig einkausen, heißt Geld sparen. Leihhaus Ernst Schmidt, Romiiitcner- straße 43, nahe Stadt- und Hochbahn, Verlaus von Anzügen, Winter� paletots. Hosen, Uhren, Gold-, Silber- waren, Leib-, Bettwäsche, Gardinen. Betten, Pelzstola» usw Neue Sachen und verfallene Pfänder billigst. Tel. VII, 13 925. Sonntags geöffnet. Herrenhüte in allen Preislagen. Ernst Wancke, Hutmacher, Brücken- straße 6 a, Lieferant der Konsum- gen ossenschast._ 1570K« Zweitochkocher. geschlossen 5,—: Vierloch 9,00. Bronzcgaskronen I Gaszuglampe 9,00. Beleuchluugshaus Wallnerthealerstratze 32. IbWK« Proviston erhält Käufer Singer A 75.00, Naumann-Bobbin, Adler, vor- und rückwärtsnähend. Ohne An- zahlung, 1.00 wöchentlich an. Ge- brauchte 12 Mark. Kaliski, Cbaussee- straße80, Brunnenstraße92, Brunnen- straße 173, Tauentzienstraße 5, Oranien- sliaße 2a, Bellralliancestraße 4, Beusselftraße 18, Franlsurter Allee 124, Tegel, Berktnerstraße 18, Ehar- lottenburg, Scharrenstraße 2, Schöne- berg, Goltzstraße 47. Vertreter aus Wunsch._ 1478K« Leihhaus, Fenster, Wrangel- straße 52. Verkauf verfallener Psänder. Auktionsware, Betten, Wäsche, Uhren, Gold-, Silberwaren, Kostüme, Teppiche, Gardinen, Herren-, Damen- garderobcn, MonatSgarderoben. Bitte aus 52 zu achten. l492K Psandleihhaus. Chauffeestratze 60 l Weltberühmt I Spottbilliger Pfänder- verlaus I Winterpaletots I Winter- Ulster! Herreiianzllge. Riesenaus- wühl I PelzstolaS. Bettenvertaus. Aussteuerwäsche I Steppdecken. Gar- dinenauswaht I Prachttepptchet Plüsch« tischdecken. Plüschportieren l Wand- uhrcn. Taschenuhren. Uhrketten. Schmucksachen 1 unerreicht billig I* Anzngangebot! Haltbarer Anzug, modern, 24 Mark, auch blau. Billige Anzüge 9. 12. 15, 18 Mark, elegant. Vornehme Anzüge, Maß- ersatz, 27. 30. 36. 45. 54-60 Mark, sür jede Körpersorm. Paletots, Ulster, Jovpcn für Herren und ktnaben. Beinkleider in 24 verschiedenen Körper- sonnen. Elegante Maßhosen fertig am Lager 9, 12, 16, 20, 24 Marl Sloffhosen von 2 Mark an. Arbeits- lachen, die besten Deutschlands. An- erkannt billig. Blau Pilot 8., unzerreißbar, indigoblau, Marktpreis 8.00. kostet 3 Mark Hose, 3 Mark Jacke. Beste Mauchesterlonsettton, meterweiser Verkauf. Bäcker-, Kon- ditor«, Maler, und Maschinistenanzüge. Weiße Jacken für Kolonialwaren. Feste Preise. Herrmann Schlesinger, Turinstraße 38 und Rein lckendorser. straße 43._ lb72K Kronleuchter billigste aller Art. aller. Gaskocher l Zwciloch 5,—, dirckl Fabrik, Oranien. straße 198(Heinrichplatz). lb83K Mustersnchcn elegantester Leid wüsche, Tischwäsche, Bettwäsche, passend für Ausstattungen, teilweise angestaubt, bis zur Hälfte des Wertes. Ferner Damcnhemden mit Handgel slickter Passe 1,15, Herrenhemden 1,15, Bettbezug nebst zwei Kopskissen 3,95, große Bettlaken l,25, drei Handtücher 0,70, Hembentnch zehn Meter 3,00. Wäsche/abrit SalomonSky, Dircklen- straße 21. Alexanderplatz. 12235* Teppiche. Die Restbestände einer Teppichsabrik kommen zum schleunigen Berkaus. Preise bedeutend herab- gesetzt. Plüschteppiche, ganz schwere Qualität: Stubengröße, früher 18,50 jetzt 12,00; Wohnzimmergröße, früher 32,75 jetzt 24,50; Salongröße, früher 43,50 jetzt 35,00. TeppichhauS Georg uange, Ehausstestraße 73/74._« Portieren, Plüsch und Filz, Rest- bestände 1—4 Fenster bedeutend unter Preis._ Erbstüll-StoreS, ein großer Posten mit Volant, volle Breite und Länge 4,75._ Steppdecke», eigene Anfertigung, richtige Größe, 3,75, 4,50, 5,50, 7,50. TeppichhauS Georg Lange, Chaussee- straxc 76/74. 131"K« Abesstnicrpnmpe 7,50. Sauger 2,50, Rohre, Flügetpumpen, Garten« spritzen, Pumpensabrik Schroeder, Hochstraße 43._ 11746* Bronzegaskronen. Zugamveln, Lyren, Wandarme, Gassparkocher, HängegaSkronen. Allerbilligste Quelle. Schröder, Hochstraße 43. 1173b' Kostüme sertige für 15,—. Detail- verkanj zu Engrospreisen. Damen- kleider- Fabrik Fritz Wtenandt, Lychenerstrabe 139.+33 Oranien-P fand leihe, Oranien« straße 23a, nahe dem Heinrichplatz. Großer Posten Winlerpaictots, An- züge, Betten, Laken. Bezüge, Gardinen, Portieren, Plüschdecken, Teppiche, Uhren, Ketten, Freischwinger zu billig/ten Preisen. Täglicher Berkaus versallencr Psänder nur Oranien- straße 23a._ 123:18« Schneiderplatte, Nähmaschine Plallenböcke verlaust Michler, Hohe»!- stauscnstraße 65, Hochparterre�_ Teppiche. Porwärtsleser erhalten 20 Prozent. Große Partien Tepotche mit kleinen Webesehlern, neueste Muster, keine Ladenhüter, zirka 200/300 11.75, 250/350 16.60, 300/400 20.00. toriieren, Gardinen, Tischdecken, osadecken, Felle, Länserstoffe spott billig. TeppichhauS L. Lesdvre, nur Potsdamerstraße 106 B(kein Laden). Katalog gratis. Hausnummer be achten, sonntags geöffnet. l539K« Die Pelerinen sind doch jetzt so modern. Warm, bequem und billig. Alt und Jung läuft mit so einem Dmg und die Paletots bleiben im Spind hängen. Wo kauft man denn die Dinge;? Na am besten bei tzerrmann Schlesinger, Turmstr. 33 und Reinickendorserstratze 43. 1534K« Zigarrenecke wegen plötzlicher Erkrankung sofort zu verlausen Scnc- selderstraße 30, Ecke Göhrenerslraße. Verlaufen Sie sich nicht I Gehen Sie nicht nach 58, wenn Sie zu Schlesinger wollen. Herrmann Schlesinger ist dort ausgezogen und hat in Moabit nur ein Geschäft, und zwar Turmstraße Nr. 38, das große Kaufhaus für Herren und Knaben.« Wenig getragene Anzüge, PaleiotS, Ulster, Beinkleider, sür jede Figur passend, billig abzugeben. Schneider- meister, Wilmersdorferstraße 112, Portal II, Hochparterre links. 124/20 �Drrbrollen, Wiegeschalen, sämt- liche MilchgeschäslSartikel. Krigar u. Jhsien, Waßmannitraße 29. 14lgK« �Zinkwaschgefäste, Zober, Sitzbade- wannen, Waschmatchinen, Wring- Maschinen. Teilzahlung gestattet. Post karte genügt. Kottlow, straße 133. Skalitzer- 1585b« Sportlicgetvagen. gebraucht(schön gepolstert) 12,—. Exerzlerstraße 5, parterre rechts.+95 Vogelbauer, prachtvolles, mit Tischgestell, billig, berkaust Puchelt, Rixdors, Allerstraße 44.+14 Ktnderstühlchen, Kinderwagen dringend billigst. Exerzierstraße 19A, Seitenflügel II links.+95 Lieferwagen und alle Sorten Räder, Palisadcnstraße 101. 16236 Lkttauers Näbmnichmen obnc An- zahlung, gebrauchte spottbillig! Ska- litzerstraße 99, Warschauerttrage 67.« Pelzslolas. Rclsemuster, werden einzeln spottbillig abgegeben im En- groSgeschäst, Henigegeiststraße 33, 1. Gelegeuheitsfäufc. Paletots. Au züge, Hosen, Koffer, Revolver, TeschingS, Brillantringe, Broschen, Uhren, Goldsachen, Kessel spottbillig. Lücke, Oranlenslraße 131. 1587b« Operngläser, Reisegläser, Reißzeuge, Regulatoren, Freischwinger, Harmonikas, Geigen, Zithern spott; billig Lücke, Oranienstraße 131. Winterpaletots, PelzstolaS, An- züge, Uhren, Schmucksachen, Porlieren, Steppdecken spottbillig. Psandleihhaus, Küstrinerplatz 7._ 1627K« Bäckereieinrichtung, neu an- geseritgt, verlaust Krüger, Reichen- bergerstraße 106a.+14 Berufskleidung sür Arbeiter gut, billig. Roter Laden, Charlottenburg, Kaiser Friedrichstraße 45B. 1628k« Anzüge, PalctotS, Joppen, Hosen, Gelegenheiiskäuse. Roter Laden, Charlottenburg, Kaiser Friedrich- straße 45B. 1629K* Billards in gediegener AuSsüh- rung, auch gebrauchte, billigst. Ritz- mann, Laiigcstraßc 109._ 2625b Federbetten, Stand 11,00, große >6.00, Wäsche, Gardinen, Teppiche spottbillig. Psandleihhaus, Küstrincr- platz 7. 1626«« Kanarienhähne. Stamm Seifert, vertaust Lohrenz, Spandau, Körner- straße�E_ 1593« Zuchtweibchen, Seiferthähne» Stettinerstraße 30. +92 lZescdäktsverRSiito. Kartoffeln-. Hering-, Obst-, Ge- müle-» Kolonialwarengeschäst zu verkaufen. Zu erfragen Kopcnhagener- straße 20 im Messcrschmied-Laden.* �Restaurant an Elektrizitätswerk, große Räume, billige Miete, 30/2, elektrisches Pianmo, Billard. Preiswert verkäuflich. Nähere» bei Stummer, Milchgeschäft, Ackerstraße 1. Elektrisches Installation»« Ge- schäst, zehn Jahre bestehend, gute Kundschaft, billig, verkausen. straße Acker; +102 Schultheis/lokal, kleines Fabrik- geschäft lm Osten, guter Ucberschuß, billig verkäuflich. Monat 13/2 hell, 4/2 Weiß, zirka 150 Kasten Flaschen- bicr, Limonaden. Preis 1800,00, Miete 1320,00 mit Wohnung. Offerten Brauerei Vertreter Bergmann, Dorck- straße 65 I. Telephon VI 15692. Nachmittags 5—6._ 15925 Malcrialwaren-Gcschäst, Milch-, Backware, Rolle. Altes Geschäft, sichere Existenz, großer Umsatz, Nicht- jachleute lerne an, schöne Wohnung. drei Stuben. Miete 700. Auskmfft DreSdcnerstraßc 16, Zigarrengcschäst. FlottgehcudeS Milch-, Backwaren-, Konstlüren- und Kolonialwaren-Gc- schäst, 15 Jahre bestehend, krankheitshalber spottbillig. Neue Jakobstr. 28. Schankwirtschaft, sichere Existenz, Mittellokal, vice Jahre mit bestem Erfolg betrieben, monatlicher'Aus- schank 38 Halbe, besonderer Umstände sosort sür jeden annehmbaren Preis zu verkausen. Slusktinst Rixdors, Hcrmannstraße 110, Walter.+51 �Zigarrengcschäst verzugshawer zu verlausen. Rixdors, Steinmetz- straße 110.__+51 Plättgeschäft, frankheltsbalber sofort verkäuflich, Rummelburg. Glatzerstraße 5a._+17 Obst- und Gemüsegeschäst wegen Ausgabe billig zu verlausen, Wrangel- straße 125._+14 Kvlonialware«- Geschäft, gute Existenz, anderer Unternehmungen wegen preiswert zu verlausen. Lau, Rixdors. Steinmetzstraße 48. 125/20 Klempneret mit Laden wegen Krankheit zu verkaufen. LG. 36, Graetzstraße 14._ 125/17 Milchgeschäft, altes, mit neuer Rolle, 100 Liter, umständehalber sosort verkäuflich Blankenseldestrage 3.+78 Eckrestaurant in Rixdors, für Genossen passend, gutgehend, wird in kurzem Zahlstelle, billig zu verlausen, zirka'"U Zu erfragen Rixdors, Bode- straße 81, bei Tops, Bäckerei. 1631b »lodel. Möbelelnrlchtnng aus Teiizah- lung. Stube und Küche 15 Mark. Verliehen gewesene Möbel spottbillig. Berolina, Kastanienallee 49. 1330K* Ottostrafte 2, nahe der Turmstraße, im Laden, erhalten Sie solide gearbeitete Möbel jeder Art, lvosür jede gewünschte Garantie übernehme, zu außergewöhnlich billigen Preisen. Soliden Leuten ge- währe Teilzablung mit nur geringem Ausschlag. Bei größerer Anzahlung auch ohne Ausschlag. Besichtigung ohne Kaufzwang erbeten. I. Kirstein.* Möbetangcbot, gebrauchte und neue Einzehuöbel und ganze Einrichtungen, emsachsle. eleganteste Speisezimmer, Herrenzimmer, Schlaf» zimmer, belieben gewesen, oeriallen, spottbillig. Riesenlager, 5 Etagen. Möbelspelcherei. Neue Königltr. 5/6, Fabrikgebäude. Teilzahlung gestattet. Sonntags geöffnet. 284/10« Möbel- Teilzahlung. Stube und Küche, schon bei>5 Mark Anzahlung. Einzelne Möbelstücke, wöchentlich eine Mark, verkautl Möbel-Magazut Cohn, Große Franksurterstraße 53. 1266K* Möbel-Gelegenheitskäuse in allergrößter Auswahl; einfache sowie bessere WohiiungSeinrichtnngen be- deutend billiger wie regulär. Er- gänzungSmöbel. Büfette 120. schreib- tische 45, Sofas 45, Garnituren 65, Trumeau» 30, Schräiike, Vertiko» 26, Kronen, Teppiche, Bilder, Küchen- möbel, Klubsessel, Ledersosas, Um baue, Lederslühle usw. spottbillig. Lennerts Möbelspeicher, Lothringer- straße 55, Roseiilhaler- Tor. Die Möbel find in vier Etagen ans- gestellt._ 141711* Möbel k. Für Brautleute günstigste Melegenhelt, sich Möbel anzuschaffen. Mit kleinster Anzahlung gebe schon Stube und Küche. An jedem Stück deullicder Preis. Ueberoorteilung daher ausgeschlossen. Bei Krankbcits- fällen und Arbeitslosigkeit anerkannt größte Rücksicht. Mobclgeschäst M. Gotdstaub. Zosseuerstraße 38. Ecke Gncisenanstraße; Kein AbzahIungS. geschästl LSVlK* Diül'eZangcbot. Im Anballer B. hübsche Küchen 50, V0 an, einzelne Büsette, Bücherschränke, Kleiderschränke, Bertikos, Anllcide schränke mit Spiegel, Salongarni turen, Ruhebetten mit prächtiger Decke 22.50, PancelsosaS, Piüschsosas, Schreibtische schon 28,00, Bettstellen, Speisezimniertische, Salontische, Stühle, prächtige SZiilentrumcanS 30.00, Lederstühle, Klubsessel 85,00, Flurgarderoben 17,50. hocheleganle Salontepviche mit kleinen, kaum ficht» brren Fehlern schon 30,00, Zimmer- teppiche 8,00 an, reichgestickte Plüsch» Portieren 7,50, Oelgemäkde. Stepp- decken, ErbstüllsloreS, Plllschtisch» decken 5,00, Gas krönen, Salonbilder mit elegantem Rahmen, Tüllgardincn, Tüllbetrdccken 2,00 an. Standuhren spottbillig. Verschiedene GelegeribeitS- tänse sehlerhaster, zurückgesetzter Möbelstücke, Teppiche, Fretschwinger lt2,00. Ganze Warenlager, Konkurs- Massen, Wirtschasten, Nachlässe über» nehme zum schnellen Berkaus und Versteigerung. Otto Lideke, AuktionS» und Möbelspeicher, Möckernstratz« 25. Kostenloser Transport. Lagerung.* Betten, Ausziehtisch, billig. Hintze, Sckcrtstratze 4, vorn I._ 124; 19* Brautleute sparen viel Geld durch günstigen Einkauf In der Möbel» Volstcrwaren-Fabrik Max Neumann, Oranienstratze 202. Teilzahlung ge- stattet..Vorwärts'lcscr 3 Prozent. Harnack.Tiichler» meiftcr, gegründet 1901, Stalls chreiber- ftratze 57 sMoritzplatz), lielert tom- Pleite Wohnungseinrichtungen zu «nedrigsten Fabrikpreisen. Unüber» trossene Leistungsjähigkeit. Enorme Auswahl. ZahlnngSerlelchterung. BorwärtSleser S Prozent. Kein Laden, Verkauf Fabritgedäude. Moebel» Aocbel, Morttzplatz 58. In meinem seit 31 Jahren bestehenden haule stehen in süns Etagen koniplette WobnungSetnrichiungen zu niedrigsten Fabrikpreisen zum Verkauf. AIS Spezialität liefere: Schlafzimmer, englisch 197,—, modern mit Intarsien 268,—, Wohnzimmer, modern 297,—, Speisezimmer 355,—, Herrenzimmer 200,—, 1 Zimmer und Küche 205,—, 354,—, modern 479,—, 2 Zimmer und Küche 568,—, 567,—, englisch« Bett» stelle mit Matratze 43,—, Kleider- sptnd 80,—. Trumeau, geschlissen 34,—. Schlasiosa 86,—, Plüschsosa 55,—, Umbau 50,—, Teppiche. Rtesenlager. Besichtigung erbeten. Transport und Lagerung tosten- srei. Eventuell ZahIungSerleichte- rungen. Geöffnet 8—8, Sonntag» 8—2 Kein Laden. Verkauf nur im Fabrikgebäude. Musterbuch P gratis und franko._ 9971t* Prima Plüschsosa 56,—, Nußbaum Umbau mit Krislallspicgei 52,—. Möbelsabrik M. Htrichowitz. Siaiitzerslraye 25, an der Hochbahn!* Gebrauchte und neue Möbel am billigsten bei Rchseld. Buttmann- strotze 20(Gesundbrunnen). 15H8fl* Bettstellen mil Matratze 12,00, 16,00, 18,00, 21,00.— Engllsche, echte, nagelneu 35,00. Rehseid, Butt- «nannstratze 20._ Kleiderschränke, Mulchelaussatz. eiUstbaumarlig 27,00, 12,00, 16,00, Rehseid, Buttmannslratze 20. Ginrtchtung� vollständige, für Stube, nagelneu 120,00. Rehseld, vuttmannstratze 20._ Kstcheneinrlchtung tomplett 45,00. Rehseld. Butlmannstratze 20._ Plüschsofas, nagelneu, modern 89,00. Rehscld, Butlmannstratze 20. Gelegenheitstauf. Zurückgesetzte BüsettS 85,—, Vcrttko. Nußbaum 39,—, Kletdersplnd, Nußbaum 89,—, WachStuch-AuSziehtlsch 16,50, billige SosaS, Schreiblische. TrumeauS, moderne Küchen. Möbelsabrik Kraese- stratze 34. Fabrikgebäude. Speztalt- tat; Kleine bürgerliche WohnuiigS- «wrlchtungen. Tetlzahlung geftatlet. Drei Zimmer Möbel, Beltsedern, Tepvlche umständehalber Ichleuntgsl verkäuflich, auch geteM. Hafenqctde 95. SuSlunsl Porlier._ 1554b *Töl eta llbetieu, zwei, modern. spottbillig verkäuflich. gossener- stratze 10, Hulgefchäfl. 124/15* Vorwärtsleser k Umständehalber Nußbaum- Wohnzimmer, englische» Schlafzimmer, Satzin, Kottbuser Ufer 6t, vorn I recht»._+27 Brauileute kModerneWohnungen. 8 Stuben mll und ohne Bad. sofort billig. Rixdors, Ringbahnhos, Lahn- stratze 9. 1622K Uuibouplüschsosa 45,60, Kleider- schrant, Vertiko, Säulentrumeau. svaldemarstratze 63a, vorn l links. BorwärtSleser k Billigstes Möbel- taufhaus Eisastcrstratze 84,_+114 Bibliothek, Nutzbaum, 2 Bett- pellen mit Matratzen, billig, König- ßrätzerstratze 108, Hos parterre. Dame mutz verlauien iämtlich-! Möbel Plüschsosa, Säulentrumeau. Betistellen. Bronzckrone, Chalselongue, Küchenmöbel. Vorleger 0.30, Portieren 1.00, Gardinenstangen 0.50. Neue Könlgftratze 79, II llnkS. 264,16 Arautsrrntze iib, kaust Möbel, NohnungS-Eiiirtchlungen am billigsten Swbe und Küche 185 Mark, bessere Einrichtung 308 Marl, Besichtigung ohne Kaufzwang. Heule Sonntag verlause für jeden annehmbaren Brei» Krautstratze 4/5, Saalsclds Möbelsabrik-Lager. 1614b padrrLEs»', Oeichäftödretrad. äußerst stabil, 60,00 a«. Holz, Btumenstratze 86b• irrad. Damensahrrad, einmal benutzt, 35,—, Holz, Blumen- stratze 36b. 1683K Fahrradvertried Groß» Berlin. 8 Verkaussstellen: Neue Schönhauser Slratzc 9. Brunnen-SIratze 145. Bad-Slratze 9. Schönhauser Allee 146. Müller-Stratze 13. Turm-Stratze 25. Maatzen-Stratze 20. Cbarlottenburg. Spandauer Berg 29. Billlßste, beste Bezugsquelle, neue Fahrrader 45,00, 48,00. 55,00, Lausdecken von 2 50 an, Laternen von 0,65 an. AuS« sühning iämillcher Reparaturen In eigenen Werkställen. 1534K* �Herrenfahrrad, wie nagelneu, 32,00. Brandt, Grotze Franlsurter- ftratze l21, Ouergebäude._+78 Straften renn er, Holzselgen.Drahh reisen, Sportausgabe, billig, Rtebow Kreutzigerstratze 6 sFrantsurter Allee). Welt-Spezialräder mil Doppel glockcillager, Schutzblechen mit Hand- druckbremse, für Händler 30,—. Machnow. Wcinmelstei stratze 14. Herrenfahrrad, Adler, Freilaus, wenig gebraucht, spottbillig Kolberger- stratze 14, III links._ 126/5 Herrenfahrrad, gutes, ganz billig Gubenerstrab« 15, erstes Border- portal III._ 126/4 Adlerrad(Adlersrellaus), wenig gesahrcneS, 3O,0O, Schräder, Wedding. stratze 3. t26/6* Herrenfahrrad. wenig benutzl Kleinschmidt, Oderbergerstratze 22. eliörteile billiger I utzbieche, Garnitur lompleti 0,45, Oellaternen 0,50 an, Azetylenlaiernen 1,25, Lausdecken 1,50, 2.00. Metzelen- Decken, prima 5,—, Dunlop-Draht- reisen 6,50, Karbit. Kilogramm 0,30, Lenkstangen 1,—, Torpedonaben 10,60 usw. Machnow, Weinmelsl erstratze 14. i�usik. Ptanino, soft neu, Garantie, spott- billig, verkäuflich Motzstratz« 20 II.* Pianino, ho'heS. goldgravicri 100,—(Teilzahlung), Turmstratze 81.« Pianinos, gebrauchte von 100,00 Mark(Teilzahlung). Scherer, Chaussee. ftratze 105. 1340K Nuftliaumpianino. wenig ge- braucht, sofort billigst. Potsdamer, stratze 27b, Hochparterre. l486K* Pianino, vorzügtiwe», tadellos er- hallen, ist sosorl ganz billig zu ver- kaufen Französischestratze 15, I ge- radczu. 112/17' Pianino(Gelegenheit) 190,—. vcrläuslich Darschautistratze 68, Quer. gebäude I._ 123/20* P tänino, gebraucht, schwarz, kause, 50 Marl Anzahlung, welter 10 Mark monatlich.»Magnus*, Postamt 84. Pianino. nutzbaum, 200,—. Kö- netzny, Alexanderstratze 3?(gegenüber Präsidium).___ 264/14 Grammophon verkaust billigst Drrw», Schiiemannstratz» 19. 122/8 Orchestergeige! Siadivari, vorzügliche, 25. Wundervoll« Jtalia- mandolwe 16. Lichlerseiderstratze 2 (Biktoriapark), Weidemann.+73 3»i>i> Sprechmaschine»> gro>iei Gelegenheitskaus, Stück 5.00 dt» 80.60. Machnow, Weinmetfterstratze 14, Rosen- thalerstiatze 48, AndreaSstratze 28, Kottbuserdamm 8. l57SK* «5 0V0 Schallplatten habe ich aus iger. Günstigste Gelegenheit sür iederverläuser, vertreten. Stück 0 Lager. Günsttgste Gelegenheti s Wiederveriäuser, soft alle Marken ------ 0.45, 0.75, 1.00, Dacapo• Platten 1.75, gonophon- Platten, grüne» Etikett, statt 8.— nur 2.—, Odcon-PIattrn, 27 Zentimeter qrotz, statt 5.— nur 2.50. Machnow, Weinmetsterslrabe 14, Rosenlhaler. stratze 48, AndreaSstratze 28, Kollbuser- dämm 8. 1626ft* Grammophon, Winlerpalelot. Dügro, WinSstratze 61._+80 Grammophon, große», 22.00. Sonntag vormittag. Krüger. Duncker- ftratze 73._+89 Mnsiker k Riesenposten Trommeln. Pauken, Geigen, Guttarren. M-ndo. linen. Licchtnftrumrute. neu und ge- braucht, kommen zu enorm billigen Preisen zum Bertaus. Günsttg sür Wicdervertäuser und Beretne> Passende WeihnachtSpräsente. Zithern, Mund- und ZlehharmoiiikaS. Roth- gtetzer, Skalitzerstratze 24a. 1594b Mozart-Konservatorium unter« richtet Klavier. Violine. Mandollne. sämtlich« Instrumente, monatlich 3.00 Klavierüben sret. Ganze Elunven Elnzelunlerricht. Kindern, Erwach. Koppenllratze 56. Grünberaerstr. l8. Allenstcinci stratze 5. SolmSilratze 41 Alexanderplatz(Grenadterstratze l8) PotSdamerstratz« 112. Pariserftr. 58. Stromstratze 46. Müllerstratze 175.* Mandat ine«-, Gitarre-, Zither- Bioliimnterrtchl 4,00, einen Monat gralt». Lange, Lychenerflratz» 19. «lavlertehrert». Forflerstratz« 4l Ausgezeichnete Empsehlunzen.+14 Klavirrtnrtu». Erwachsenen Schnellmethode. MonatSpret« 8,00, Ktaolerüben frei. 20 Klaoter«. Mufilalademte, Oranienstratze 14? (Morttzplatz). 124/1* Versckieäeaes. Platinabfälle. Silberallsälle, Rück- stände, Zahngebisse, Quecksilber. Me- talle hochstzahlend, Goldschmelze Nieper. Köpentckerftratze 20»(gegen- über Manleufselstratze). 2995K Fünfzig Mark SelohnlMg sür Angabe der Adresse desjenigen Mädchen» in einer Ehrensache. welches im Juni, spät abends, von drei Herren lm osirnen Droschken. auto von der Hallestelle am Bahnhos talensee bis zum Brandenburger or mitgenommen wurde. Nachricht an den im Auto damals gcgcnübei fitzenden Herrn unter„P. 5646, Daube u. Co.. Jerusalemerstratze 53/4.* Gtgholz, Gesellschaft, Komiker. GropiuSftratze 6. t565b* Lewandowskti-Gel-llschailWicln. stratze 31._+107' Bolksiänger> Gesellschasi.Anke* Ewinemünderftrahe 17._+101* Humorist Pöschet, Franlsurter Allee 89._+77* Kunststopscrei von Frau KokoZkh. Schlachtense«, Kurstratze 8 Ul. Patentauwolt Wessel, GUschlner- stratze 94». Englischen Unterricht sür Anfänger und Borgelchritten« iEinzelftundeu und im Zirkel) ertcstt G. Swienty, Charlottenburg. Stuttgarter Platz 9, Gartenhaus III._• Platinabfälle, Gramm 4,00. Altgold, Silber, Zahngebisse kaust Blümel, Augustftratze>9. III.+114 Bereinszimmer mit Pianino, 20. 30, 50 und lOO Personen, sowie 2 Kegclbabnen noch einige Tage srei, Grotze Frmi'suNerstratze 30.+77* Parteilokal JuliuSKawer.Netqen- bergerstratze 154,«mpstehll selnBereinS. zim»ier.K-gelbahN! verschiedene Abende noch sret._ 15+111* Technikum. Berlin, Neanderftratze 3 -chwket- Akademie). Jnh. Artur ferner. Maschinenbau, Elektrotechnik, Werkmeister-, Technikerkurse, In- genieurkurse, Abendkurse, Tageskurse. Bauschule, Berlin. N-anderstratze8 sSchinkel- Akademie), Jnh. Artur Werner. Polierkiirse, Meisterkurse, Technikcrkurse, Archilcktur. Hochbau, Tiesbau, Abendkurse, Tageskurse. Äbcndtnrse, Technikum. Bauschule, Berlin. Neanderstratz« 3. Jnh. Arlur Werner. 107411 Polytechnisches Gcwerbe-Jnstilut, früher Reform- Technikum, Berlin, Chausseeslraze l, Direktor L. Barth. Maschinenbau, Elellrotechnik, Eisen- konslruklion, Flugtechnik, Hoch« und Tiesbau. Ausbildung von Ingenieuren, Architekten. Technikern, Werkmelstern, tolleren. TageS- und Abendkurse. ürzeste Studienzeil. Best« Referenzen. Prospett srei._ 122611 Ehausseur-AuSblidung, gründlich, verschledciie Ehsteme. Stellennachweis kostenlos. Prospekt frei. Tage»-, Abendkurse. Autolechnikum Zcchlin, Ebarloltenburg, Fritschestratz« 27. Blatlna. alte Goldsachen. Bruch- gold, Silber. Gebisse. Kedrgold. Gold- walten sowie lämtllche gold- und silberhaltigen Rückstände laust Gold- lchmelze Broh. Köpenick«rftratz« 29. Telephon IV, 6958. 131511* Bereinszimmer, Ptanino, 80 bis 40 Personen, gonlanepromenade 10. hat? Wer Stos nach Maß. 20 Sitz, hallbar. Futtersachen, Franke, Ackerftratze 143. Ecke Jnvolidenstratze* Ferttge Anzüge ark an. Tadellose, Lichtdampsbäder, Masjagekurcn. Schönheitspflege. Wacholdcrcxlrakl Flasche—.60. Cdarlotlenburg, Sauet- stratze 1, Lichlhella» stall. 262/1* Pfaudleibe MartuSstlatz« 27.* Kinderfräuletn. Stützen, Jungfern, Hausmädchen btldei in drei- bis sechsmonatigen Kursen aus Fröbcl- Oberlw- Institut, Wtlhelmstratze>0. Prospekte gratis. 192/5* Achtung! Indem ich mcin neu errichtetes Koloiiiat-, Obst- und Ge. müseaeschäst empsebie, mache noch besonders daraus aufmerksam, datz ich aus alle Waren Marken gebe und nur beste Waren zu billigsten Preisen osserlere A. Kahlmann, Slalitzer- stratze>08. 15866 Junger Hund(Box) in de, Bad« ftratze von einem Knaben verschenkt. Wiederbringer 20,00 Belohnung. DiStretton gesichert. LaSlowSty, Bad- stratze 45/46. Putzgelchäst._+91 Die Beleidigung, die ich gegen Herrn Kohbergee. Wiesrnstratze 19, auSgelprochen Hobe, nehme- ich hier- mit zurück. Ott» Schäfer, Wiesen- ftratze 1»._____+92 Einrahmung von VIldern zu Fabntprri/en. Rahmens«brll Ehausiee- stratze 8._ 16106 Waschanstalt 3 erdwand Lehmann. Köpenick, Annenallee 1, wäschi sauber. schonendst. chlorfrei. Laien, Leibwäsche. vier Handtücher 0�0. Abholung tägllch. 1SS7S Handwälcherei. WZiche wird tauber gewaichen. ar»tz» Stücke. Leib- wäiche. viei Handiüche, 0,10. Abholung Mittwochs Fnedrrch Genzler, Köpenick. Eltfabethstratze 21. 1600K Kinemarograph vergnügen gesucht. Meldungen unter Angabe deS Preises an Holzarbeilcr- ?2r ArbeUer- Meldungen unter oerband, Engeluser l4, paurrie 92/ll Bolksguartett»Gcrhalby*, vor- züglllde Humoristen, Rixdors, Friede!. stratze 10._+111 Wer Stöfs hat, fertig« Anzug oder Palelot nach Matz mit Zutaten sür 16.00. Für guten Sitz übernehme Garantie. Aus Wunsch lieser» Stoff. KaczyuSki, Lichlenbergerstr. 9.+78 Teile den werten BorwärtSleferi, mit, datz ich ein Weitz- und Baltisch- Bier-Lokal eröffnet habe. Bitte um gefälligen Zuspruch. Heinrich Grüne- wald. Kraulstratze S.+7? De» werten BorwärtSIesern zur Kenntnis, datz ich WtlvelmShaoener Stratze 52 rw grifeiirgeschäst eröffnet habe, Hochachlcrid Richard Gogolla. Britz. Mache hiermit belannt, datz ich Chausseestratze 75, Ecke Werderstratze, eine Brot- und Fein- Bäckerei eröffnet habe. Bitte um gütige» Zuspruch. Karl Zöge.+5l Aufpolsterung. Bettmalratze 4,00, Sosa 5,00, auch außen» Hause. Hoff- mann, Neue Königstratze 30. 264/17 Waschanstalt Frau Lehmann, Köpenick. Glleiiickeriiratze 13. Ga- ranltert chlorsrei, tm Freien ge- trocknete Wäiche. Solide Preise. Abholung Mittwochs. 15991t Waschanstalt. Wäsche wird sauber gewaichen, im Freien' getrocknet. Leibwäsche, Laken, drei Handtücher 0.10. Abbowng. Lieferung Mittwochs. Mar Corste», Köpenick, Elienickcr- stratze 16. 15951» ,Zc» tral-Waschanstalt* und Plätt. anstatt. Inhaber Fritz Kuhn. Köpenick. Parisiusstratz« l7, empsiehlt sich zur schonendsten Behandlung jeder Art Wäsche, chlorsrei, billigste Preise. Ab- holmig täglich, schnellste Lieferung. (Grotze Posten süns Prozent.) 1596K Wäscherei und Plätleiei empfiehlt sich zur schonendüen Behandlung jeder Art Wäsche I grau Herzog. Naunynstratze 80.+13 Vermietungen. Berpachtr mein große» bekanntes Garten-Elabliffement, grotze Unier- pachten, zu günillgen Bedingungen Offerlen»Vorwärts*» Spedition. Stettinerstratze.__+92 Restaurant mit Konzession ist umer sehr günstige» Verhältnissen sofort zu oermieten. Holzarbeiter- Rixdors, Jäger- Bureau im Hause. ftratze 66. Möblierte» Balkonzimmer ali Schlafstelle für zwei Damen, Schöne. berg, Tempelhoserstratze 15, Garten- hau» I rechts.+l6' Möbliertes Zimmer, Herr oder Dame, 15,00, Ouergebäude IV iwis, Engeluser 2c, Rehmer. 16266 +51 Restaurant mit Wohnung, auch sür Jungblerhandel paffend, bllllg zu verniielen. Konzeffion vorhanden.. Rixdors, Stelnmctzstratze 50. 126/9 Zigarrenladen�mit�Einrichtung. Wohnung, 2 Stuben sofort oermlct- bar Rixdors, Lahnstratze 9. 1621 K Laden, Stube, Küche, mil und ohne Lagerkeller josort zu vermieten Augustftratze 32. 1575b Wohnungen* Prachtwohn«nge» Soldtnerstr.Z2 Rixdors, billige, renovierte Prächs« Wohnungen, sosort, später vermietbar: Siegsrtedsttatze 22(direkt Bahnhof Hermannltratze) zwei und drei Zim- mer, Bad, Zubebor. Bodestratze 32, JuliuSftratze 38/39, Knisebeckfirage 72 (Bahnhos Hermannstratz«) ew, zwel und drei Zimmer._ 195/13 "®l«6e, Küche, Korridor 22 Mari 1. Dezember zu vermieten. Klamm, Reichenbergerftratze 115. Grünauerstraftc 3. grotze« zwei- senstrige» Zimmer, Küche 21M so- sort. 1604b Zimmer, Möbliertes Zimmer oder Schlaf- stelle vei mietet varndt, Antwerpencr- stratze 8 IV.__+22* mutjc o i t._ y za Dölzigerstraft« 46 gemütliches HerrenlogtS, auch 2, billig. Wilwe Dröfeler._+63' Möbliertes Loggiazimmer. Bad, Kaffee, td,00, an Herrn, Lychener- stratze 33, vorn II links.+39 Möbliertes Zimmer vermietbar. Stargarderstratze 67, vorn III, Mitte �Möbliertes Zimmer(Bad) Fried- richstrag« 214, Ouergebäude IV. MödlierteS Zimmer, separat, an zwei Herren vermietei AndraSstr. 70, vorn III. Vetter.+69 Möbliertes Zimmer, 2 Herren. Klavier vorhanden, Schmtdftrage 10, Out! gebäude 1 rechts._ 1597b �Möbliertes Zimmer, 13,—, Wllwe Wölkt Köpeiilckerstratze 24, Hos III. Möbliertes Vorderztmmer ver- mtelci Back. Buchholzerftratze 7(Bahn- hos Schönhauser Allee).+39 �Möbliertes, separate» Vorder- tmmer oernilelel Carme»- Stzioa- atz«>63, IV geradezu.+39 zw sw Möblierte« Ztmm«»»»ermirten. Herr oder Damen, Adalbertstratz« 72. vorn IV, Tdom».+14 Möbliertes Zimmer«arschauer- stratze 4, Ouerg ebäud« II. Siegle. MöbltrrteS'Bvrderzlmmer, separat, sosorl Pnnzenilratz« 55, l lwlS. Ecke DieSdenerstratze_. 16226 Prinzenftrafte 88, IV, möblierte» Zimmer, 14.—.__+27 Änständiqer Herr kann im mödllerten Ztmnrei mit einwohnen Frau Neuhau», AivenSledenstratze 20, vorn._____+69 Gut möbliertes Zimmer Krenzin. Brunnenstratz« 76 I V._+68 Sauberes, möblierte» Zimmer, t Herrn, vermielel Heyden. Kollbuser- dämm 70/7 l, Ouergebäude II.+57 Möbltrrtes Ballonzimmer, l ev. 2 Herren, billig vermietbar. Rixdors, T-llftratze 6 Ii, Böllel+5t Aiöbliertes Zimmer, allem, zehn Marl Miele, RummelSburgerstr. 70, vorn lll. Glmbcl, Franlsurter Chaussee. �Möbliertes Zimmer, 2 Herren. vermietet Lübbenerstratze 29, Hos N. Jahr, kinderlose Leute._+14 Möblierte» Vorder, immer, billig. Forfierflratz« 7, vorn I._+14 Leere Stube, eventuell-nöbiierie Schlalftelle an Genoffeo zu vermieten bei Brohm, Löwestratz« 7, Hoj I. Möbliertes, billige« Balkon- zimmer. 1—2 Herren, Witwe Bitter« hoff, Licbigstratze 10, vorn III.+93 Kleine» möblierte» Zimmer. Anthauer, Skalitzerstratze 20, vorn parterre._+116 Flurzimmer, möbliert. Herrn, auch Damen, billig oermietet Schmidt, Eifenbahnstratze 6. vorn II.-+116 Möbliertes Zimmer, 2 Herren. vermietet Stallfchreiberstratze 29 vorn lll, Roggan.___ 125/16 Gut möblierte» Zimmer, an- ständigen Herrn. Moritz Wolff, Man- teuffelstratze 68. Laden._ 125/18 Schlafstellen. Bessere Schlafstelle, Herrn, Grüner- weg 63 I links.__+78' Möblierte Schlafstelle, ein am zwei Herren, Brückenstratze lOd, Ho rechts III rechts._ 1421t Teilnehmer möblierte Schlafstelle, Miete 10,50. HermanluS, Schleier- macher+tratze 11 I._+27 Möblierte saubere Schlafstelle, separater Eingang. Plehn, Prinz- Eugenstratze 11, Vorderbaus.+22 Möblierte Schlafstelle. Vorderhaus, Melchiorstratze 33, Nätebufch. Freundliche Schlafstelle. Herrn, Romatzki, Pnnzenftratze 94, vorn II. zwei Herren, Waffcrtorstratze 22, linker Seilen- stügel, lll. Frau Gofstng._+27 Älleiu-Schlafflelle. Prinzenstratze 88 IV..+27 Möblierte Schlafstelle. Rixdors. Weisestratze 2t, Locher._'+150 Möblierte Schlafstelle, Herrn. Reichenbergerftratze 96a, Seitenflügel II, Zimmcreimer.__+14 Freundliche Schlafsielle bei Ziehe. Manleuffelstratze 14, vorn III.+14 Separate Schlafstelle sosort. Frucht stratze 41. Frau Schneider.+78 Möblierte Schlasstelle. Rixdors, Sanderstratz« 7, Gartenhaus II, Weder.+111 Möblierte Schlasstelle. Krautstratz« 24, vorn II, Schröder.+79 Möblierte Schlafstelle. Wiiwc Guter, Weidenweg 5, III._+63 Schlafsielle fofort vermietei Witwe Mier, Koppcnslratze 48._+79 Schläfstell« Löwestratz» 20 bei Krüger, vorn HI.+63 Freu übliche Schlafstelle sür Herren (auch mit Kost) sofort. Elein, Litthauerstratz« 4, vorn III.____+63 es Freundlich mödlierlc Schlasstelle r t— 2 Herren. Petersburger- ratz» 67. vorn IV lwks._+63 Möblierte Schlasstelle Manleufsel- siratze 103. hwten 2 Treppen bei Frau Hölzer._ 125/19 Möblierte Schlasstelle Teilnehmer gesucht, Martgrasenstratz« 8, Ouergebäude Ü, Pickert. 1611b saubere Junger Mann stndel Schlasslelle,'12,00.«Uwe Belle-Alltancestratze 24, Hos weiter Herr>ü möblierter Schlasllelle, grotze« glmmer. Jaekel, Bülowstratze 63, Ouergebäude lU. Möblierte Schlafstelle, Sebastian» st: atze 6, Hos parterre.____ 125/14 Möblierte Schlafstelle billig Was- demarflratze 16 vor», IV, Kißling. Möblierte Schlafstelle, 10,00. ver- mielei Frau Oberländer. Adalbert- ftratze 29 III.___+14 Möbliertes sreundliche Schlaf- stelle sür Herr», Gartenftratze 85, Ouergebäude II bei Neutag.+14 Btöblierte Schlafstelle bei Zedlcr. Lausttzei ftratze i6. t Treppe�_+14 Möblierte Schlasstelle vermietet Zahn, Madalftratze 1 vor» III, am -vchlesilchen Bahnhos._+14 Schlafstelle. Herrn, Wrangel- stratze N3 vorn I Treppe, vudig. Möblierte Schlasstelle sofort. Anl- Hauer. Statitzerstratze 20, vor» par- terre.+lt6 Schlafstelle lür Herr» bei Schüler, Höchstestratze 38 ül.+33 Möblierte Schlasslelle Beussel- stratze 82, 1. Ouergebäude. Unter Aus- gang. Witwe Marx.+l08 Schlafstelle. Herrn, bei Schotzlag, Schönlewstratze 22, vorn.+73 Aelterer Herr mll Bett kann eliü wohnen, 1. oder 15. Melnlke, Grle- benowstratze 9, IV._+102 Herr findet möblierte Schlasstelle sort Wrangelstratze 131, Hos III. -Uwe Reistn ger._+1 4 vehaglich« Schlafstelle, Herren, 11,00. Wllwe Schultz«. vdmtral- stratze»8. vorn lV._ 15966 Schlafstelle, möbliert«, sosort. erren Gabriel, Retcheuberger- ratze 159, Ouergebäude I. 159lb Schlasstelle sür Herren vermielel Frau Bill Hardt, Baniwrstratze 9, IV K Schlafstelle, Vorderzimmer, bei Glocktanip. Wriezeuerftratze I4/l5. Schlafstelle. Schuiidt�Bernauer- stratze 45.+>02 Freundliche Schlafstelle Gerhardt). Reich enbergerstratze 87, vorn l Tr. Möbliert«� Schlasstelle für«wen ode> zwei Herren oermtetel Fischer, Grälesti atze 37, Ouergebäude parterre. Möblierte schlasstelle, separat. Zteichowtz, Hollmannstratze 36. Hos l. iM öd, irrte Schlasslelle Wasserlor- sirage 5, vorn III links._ 15906 Schlasstelle. Frau 16006 Möblierte Meyer,«ritzerstratze 83. "MöWimt Schlasstelle für zwei Herren. Frau Eich, Llnienstratze l99d. vorn II.+114 Möblierte Herrnschlasstelle Schlie- mannswatze 4. Baermann.+39 Möblierte Schlasslelle. 11,00. Wllwe Ulrich, Pappelalle« 47.+89 Möblierte Schlasstelle, 1 Herrn, Admtralstratze v. Hos II recht«, Steinke. 1629b Möblierte Schlasstelle sür Herrn, Thomas, Naunynstratze 32, vorn par- terre. 1628b Bessere Schlasstelle jür Herrn, Zeniraiheizung, Bad, Rixdors, W-ichselslratze 8. Ausgang 15 I, Ideal- Passage. 1633b Möblierte Schlasstek!« SlaNtzer« stratze t44 II, Frau Rinke. 1627b Möblierte Schlasstelle, Buckower« stratze IV rechts._ 16376 Schlasstelle, Herrn, vermietet Fräulein Woydt, Fischerbrücke U. Mietsgesuche. Innger Mann sucht per t. November möblierte» Zimmer. Nähe Dresdenerstratze. Gefällig« Offerten mit Preis unter»R. H.* postlagernd Postamt 14._+27 Suche für ewige Tage mehrere möblierte Zimmer in der Gegend deS Moabiler GesellschaftshauseS. Wiclef- stratze 24. Adressenabgabe hterseibst. Möbiiertes klewe», separate» immer gesucht vom Herrn, Preis 0 Marl, nahe Echiesischer Bahnhof. Offerten unter v. 20, Postamt 17. Arbeitsmarkt. Stellengesuche. Kaufma»«. junger, sucht Abend- befchäsiigung von 5 Uhr. Wwkter, Gottschedslratze 12. 15196 Stetlenangedote, Brotkutscher mit Stammkundschaft sosort gesucht Chrtstianiastratze 9. "Lehrling zur Schlosserei und Maschtnenbau verlangt Dresdener- stratze 79.+14 Arbeitergesangveret» sucht tüch- woch Otto Dammanu, Katser-Friedrichplatz. Eichwalde, 1595b Fnrbigmacher verlangt Leonhard, Weitzensee, Lehderstri Max atz« 86. Packe» aus Goldleisten verlangt Mar Leonhard, Wettzensee, Lehder- stratze 86. �+l44 Schürzen-Arbeiterw, Lehrmädchen. Soerte. LandSbergerftratz« 14.+38 Arbeiterinnen, sllngere, sür leichte und dauernde Beschästtgung wünschen March u. Co., Blücherstratze 32.+78 Singersteppcrin aus Herren» ------■Stil kragen verlangt Wäschesabi ZlonSkirchstratze 23. Behrendt, 1681b Borrichterinue» aus Stehkragen verlangt Wäschefabrtt Behrendt, ZionS- klrchstratze 28. 1632b Stemplrrin verlnngl Wäiche abrik Behrendt. ZionSltrchsttatze 23. Iü30b Junge Mädchen sür leichte Arbeit gesucht. Schulz, Josephstratze 11. Boteusrauen sür den Westen g«. ' döl Ä sucht Llndeoftratze 8, 4. Zimmer 45. 1598b tlilimil"Xe/. GeübteKartonnagen-Arbeiierinnen. speziell aus klein, Kartonnagen, Zigaretlen-KartonS usw., iuchi Kar» tonnagensabrii, MarstliuS siratze 21, 4 Treppen. Zu melden vormtttag» von 9— IL, nachmittags von 3—6 Uhr. Lehrmädchen tm Alter von 14 bis 16 Jahren au» achlbarer Famtlle gegen monalllche Vergätung sosort gesucht. Meldungen nur tn Begleitung der Ellern oder de« Vormunde» 1—2 Uhr mittags oder 7—8 Uhr abend».— 41. Jandorl o. Co.. Belle-Alltanee. stratze t/2. IdvbS* Arbeiterinne« Äwi Sortieren von Papterabsälle», AnsangSIohn 10,00 Mark, steigend bt» 15 Mark, verlang! Schimel, Mühlenstratze 11. Im«rbettsmarkt durch detondere« Druck hervorgehobene Anzeigen kosten Ev Pf. die Zeile. Verdienst. Hoher Gn Mchtiger Vertreter, welcher Hotel«, Restaurant», Konditoreien, ilpolheken besucht, stndet lauf! �WW sofort Stellung. Lcichl verläust- Epeztal» artllet. Muster ges. ge! V. 3 an die Hauptexp. Off. unter .vorw.* er». Ewlm poMMNsaly praktisch erfahrener junger Mann gesucht, welcher eine Abteilung selbständig zu leiten versteht.* Offerten unter Chiffre P. 1 oa die Expedition de».BorwärlS*._ Erfahrenen JUiUlld) sucht> o>» r t LHnn«®ltf naas, ,0ft. Für neu zu errichtende wird tüchtiger- Fachmann gesucht. Nur pratliich erfahrene Bewerber mögen ihr» Oster len unter Chiffre <4. l an die Adm. d. VI rtchlen.* Aclitung! Holzarbeiter. Wegen Streik und Lohn« btssereuzen sind gesperrt, Ttichlrrei tztz'annvderaee.ZRan- teuffelftr 81. Drechlleret W»(emann, vrnn- nenstratze 183. Ptanoiadrik Koch A Encel, Urbanstr. 93. Für Einseftcr: SanHarqaerdt, Tenipelhos. Friedrich-Wilbclinstr. 36. Sämtliche Ttichlereien in Ttolp und Lassan in Pommern. Da» Berliner Arbeitswilligen, !. gelbe» »Handiverkerschnftverpandes*. dermittelungsburea» d. Die OriSverwatrung Berlin deS Deutsch. Holzarbeiterverdaiides. Einem Teile«nierer heutige« Auflage liegt ei» Prospekt deS vlophen-l'henter», Simon- Dach-Strafte IL, bei. veranlwortl. Redakteur:( strl Mermuth, Berlin-Rixdorf. Lür denLnjeratenteil verantw� Ztz. Blocke, Lrrlin. Druck«.Verlag: BorwärtH ipuchdruckerei u. Verlagsanftall Gaul Singer& So.. Berlin SW,