Ur. 164. Grscheirat täglich außer Montags. Preis pränumerando: Vierteljährlich, 3,30 Mart, monatlich 1,10 t, wöchentlich 28 Pfg. fret in's paus. Einzelne Nummer 6 Pfg. Sonntags- Nummer mit illuftr. Sonntags- Beilage Neue Welt" 10 Pfg. Poft- Abonnement: 3,30 Mt.pro Quartal. Unter Kreuzband: Deutschland u. Defterreich Ungarn 2 Mt., für das übrige Ausland 3 Mt.pr.Monat. Eingers. in der Post- Zeitungs- Preisliste für 1893 unter Nr. 6708. Vorwärts 10. Jahrg. Infertions- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Betitzeile oder deren Raum 10 Pfg., für Vereins- und Versammlungs- Anzeigen 20 Pfg Inserate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr Nachmittags in be: Grpedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 1hr Abends, an Sonnund Fefttagen bis 9 Uhr Vors mittags geöffnet. Fernsprecher: Amt I, 4186. Telegramm- Adresse: „ Sozialdemokrat Berlin Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Sonnabend, den 15. Juli 1893. Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. Bürgerliche Takaien.hrliche Ueberzeugung hat Bismarch bekanntlich niemals sämmtlich ins Mauſeloch und willfahrten dem brutalen = oder auch nur geduldet. Andere zu überzeugen Anfinnen Bismarcks. Die Gesinnungslosigkeit wurde seit" Politische Meberlicht. Berlin, den 14. Juli. Ein famoses Stück Zeitgeschichte hat sich letzter Tage war ihm auch nicht gegeben. Und so antwortete er denn dem von ihnen zum Prinzip erhoben sie wären ja einmal wieder dort abgespielt, wo die alte Raketenkiste, der auf die loyalen Vorstellungen der Handelskammern in sonst keine bürgerlichen Vertretungen. So lange Bismarck zur Ruhe gesetzte alte Reichskanzler in ohnmächtigem Grimme seiner Weise. Er versuchte einfach eine Brutalisirung am Ruder war, machten sie in der Mehrzahl die Schutzrumort. Eine Anzahl Sekretäre deutscher Handelskammern, der Handesvertretungen durch die kleinlichsten Chikanen. zollpolitik mindestens stillschweigend mit, als unter Caprivi alte und junge, waren nach Friedrichsruhe gewallt, und das Die Handelskammern sollten fünftig am Schlusse der Wind etwas umschlug, machten sie wieder in gemäßigter Bismarckorgan in Hamburg bringt von dem Empfang der jedes Bierteljahres ihre Protokolle abschriftlich beim Handelsvertrags- Politit. Es geht ihnen wie Schmock in Herren gerade so viel an hervorragender Stelle, als für Minister, also bei ihm einreichen; fie sollten den Journalisten": sie schreiben rechts, sie sch reiben links, die Zwecke Bismarcks nöthig ist: nämlich die Rede des ihre Verhandlungen überall öffentlich führen, natürlich wie's verlangt wird. Und ihre Sekretäre sind natürlich die schwabhaften Greises, in der ein blühender Unsinn über nicht nur des demokratischen Charakters dieser Deffentlich vollkommensten Abbilder dieses streberhaften Lakaienthums. das Verhältniß von Handel und Gewerbe verzapft teit willen, sondern damit agrarisch schutzöllnerische Agi- Aus mittellosen Studenten der Volkswirthschaft verwandeln wird und in der neben der Großmutterweisheit von der tationen sofort gegen jeden freihändlerischen Beschluß einer sie sich gar schnell im sicheren Aemtchen zu gewerbsmäßigen Nothwendigkeit der Millionäre wegen des Geldes, das sie Handelskammer einsehen konnten; ihre Jahresberichte end- Klopffechtern des Kapitalismus, die ihrem Präsidenten" unter die Leute bringen", die blöde Feindschaft des lich sollten vier Wochen vor der Veröffentlichung zur Zensur nicht selten seine nationalliberalen Wahlreden verfassen. pensionirten Reichskanzlers zur rührenden Geltung kommt, mit beim Handelsminister eingereicht und nur mit dessen Zu- Kein Wunder, daß sie sich zu Demjenigen hingezogen fühlten, welcher er die Fürsorge der Regierung für die Arbeiter" ver- fäßen oder Berichtigungen gedruckt werden. Für den Fall der es immer verstanden hat, diejenige Politik zu treiben, folgt, soweit sie ihn( den Arbeiter) daran hindert, sich und der Nichtbefolgung dieser Vorschriften aber ließ Bismarck die seinem persönlichen Vortheile am meisten zusagte. Wenn seine Kinder zu beschäftigen". Das Verbot der Beschäf- in der Sigung des preußischen Abgeordnetenhauses vom unsere Genossen künftig einem Herrn Handelskammertigung dreizehnjähriger Kinder in der Gewerbenovelle hätten 7. März 1882 durch den Mund eines seiner ergebenen Sekretär in der Bewegung gegenübertreten, so mögen sie wir freilich unter Bismarck niemals bekommen; daß es Unterstaatssekretäre einfach„ Auflösung der Handels- ihm diesen Spiegel vorhalten. Es ist übrigens der Spiegel, aber nach ihm gekommen ist, fuchst den wetterfesten Schirm- kammern", also Krieg bis aufs Messer in Aussicht der für gesammte die bürgerliche Welt paßt. herrn des Kapitalismus noch heute. Doch alles dies nur ſtellen. Da regnete es von Schmähungen gegen die nebenbei. Das Interessanteste an diesem neuesten Besuch Handelskammern, die sich von der ihnen obliegenden im Sachsenwalde ist nämlich für uns die Thatsache, daß Pflicht lossagten", die ihrem Berufe ungetreu" wurden, hier wieder einmal eine Sorte bürgerlicher und die guten Bürger hatten doch weiter nichts gethan, Sateressenvertreter gerade. Dor dem als Dasjenige, wozu sie ja eingesetzt waren: ihre Ansichten jenigen Manne im Staube kriecht, der sie und Gutachten über handelspolitische Dinge abgegeben. einst amrücksichtslosesten brutalisirt hat; daß Wenn die Handelskammern immer nur das Echo von Dentdie rückgratlosen Delegirten öffentlicher Körperschaften, welche jenigen fein sollen, was von oben verkündet wird, dann Aus dem Neichstage. Die namentliche Abstimmung sich stets als die stolzesten Vertretungen der brauchen sie überhaupt nicht zu existiren. So führte auch über den Antrag Carolath ergab dessen Ablehnung mit Unabhängigkeit und Selbständigkeit bür- damals die Handelskammer Bromberg ganz richtig aus: 274 gegen 105 Stimmen. gerlicher Erwerbsthätigkeit aufspielen, na ches ist erforderlich, daß wir in unseren Berichten, Anträgen Der weitere Verlauf der Verhandlung brachte zunächst träglich noch die Hand küssen, die sie einst und Gutachten unserer freien Ueberzeugung folgen, daß eine kleine Plänkelei zwischen dem Zentrums- Abgeordneten so empfindlich gezüchtigt hat. neben derselben keine andere Anschauung und Üleber Gröber und dem Militärbevollmächtigten Major Wachs. Noch niemand hat nämlich die Handeskammern, deren zeugung darin Platz finde, daß namentlich nicht die etwa Allgemeines Interesse wurde rege, als der Präsident Vertreter soeben in Friedrichsruhe vor dem Nationalgößen abweichenden Anschauungen und Ueberzeugungen der das Wort zu§ 1 des Artikel II der Vorlage dem Grafen im Staube lagen, seit ihrem Bestehen so verächtlich und Staatsbehörden Aufnahme finden... unser Gutachten Herbert Bismarck ertheilte. Graf Bismarck hat früher dem gewaltthätig behandelt, als gerade Bismarck. Wir möchten kann keiner Zensur der Behörde unterliegen." Hause schon angehört, weder damals aber noch als gewesener Samit die Erinnerung an jenen Erlaß von Ende 1881 Jn Görlig protestirte eine Versammlung von Kaufleuten Staatssekretär hat er sich so hervor gethan, daß damit die wieder auffrischen, den der damalige Reichskanzler den und Industriellen für die Freiheit der Entschließungen" Aufregung erklärt werden könnte, die heute das Auftreten preußischen Handelskammern ins Gesicht schleuderte. Noch der Handelskammer gegen die Bismarck'sche Brutalität, aus des Herrn Grafen im Hause thatsächlich hervorrief. Man niemals seit ihrem Bestehen hatten die zahmen und loyalen Köln fam eine Protestschrift von betheiligter Seite, in der hoffte aus dem Sohne den Vater zu hören und das erklärt Handelskammern, in denen ja bekanntlich hauptsächlich nur es hieß:„ Der Minister ist kein Lehrmeister und die alles. fürsichtige Kommerzienräthe ſizen, irgend einen Konflikt mit Handelskammer gehört nicht zur Schuljugend." Die ges Zu hören bekam man freilich nur eine schlechte Wiederder Regierung gehabt. Bismarck blieb es vorbehalten, fammte bürgerliche Bresse, mit Ausnahme der offiziösen gabe von Artikeln die seit Monaten bereits in den„ Hameinen solchen in den rohesten Formen zu provoziren. Ein natürlich, stellte sich auf die Seite der Vergewaltigten. burger Nachrichten" gestanden haben. Zwar hat der Herr Theil der Handelskammern hatte die zollpolitische Und jetzt haben die alten und jungen Vertreter der Graf als Redner sich gegen früher gebessert, wenigstens Schwenkung vom Freihandel zur Schutzzollpolitik Ende selben Handelskammer eine Extrahuldigungsfahrt zu dem sagte er sein Sprüchlein, das er vom Vater mit der 70er Jahre nicht mitgemacht. Die Berichte und selben Manne unternommen, der sie einst mit Ruthen bekommen hat, ganz glatt her. Selbst die zahlreichen Zus Verhandlungen dieser Kammern redeten stellenweise, aber züchtigte! Das ist ein herrliches Zeichen rufe Zur Sache" aus dem Hause brachten den Herrn immer in höchst devoter Form, noch dem Freihandel das bürgerlicher Charakterlosigkeit, über das Grafen nicht aus dem Konzept, sehr zum Unterschied von Wort, als Bismarck den Schutz der nationalen Arbeit" wir uns nur freuen können. Es ist freilich nur ein Glied Herrn Bürklin, der gerade das Präsidium führte, sich der längst als die Parole ausgegeben hatte, an der man in einer langen Reihe gleich blamabler Erscheinungen. Die Situation aber nicht im geringsten gewachsen zeigte. „ Reichsfreunde" von Reichsfeinden „ Reichsfeinden" unterschied. Eine Handelskammern krochen schon im Laufe der achtziger Jahre Daß die Jungfernrede Breitfeiten gegen Caprivi brachte, Feuilleton. Macbrua verboten.) ( 16 ... bitte Sie um Verzeihung, Fräulein. Man kann sich ja die dem Wortgefechte der beiden Mädchen unruhig gefolgt gar nicht vorstellen, wie manche Leute leben. Wenn ich war, lebhaft, ich weiß nicht, was Sie heute haben. Sie zum Beispiel die Stuben fegen, Schuhe puzen, Ge- sagen nichts als ungehörige Dinge!" schirr abwaschen müßte, wie Sie es sicher thun, dann, Ich?" erwiderte sie erstaunt. Ist denn Fräulein nicht muß ich Ihnen zu meiner Schande gestehen, wäre ich sehr Sozialistin? Sind in ihren Augen nicht alle Arten, sich Die Bekehrung André Savenay's. unglücklich. Ich würde immer fürchten, mir die Hände zu durch's Leben zu schlagen, gleich? Ist eine Kammerzofe Sozialistischer Roman von Georges Renard. Autorisirte Uebersetzung von Marie Kunert. Johanna runzelte die Stirn; aber sie blieb ruhig und lächelte nur spöttisch über die Nadelstiche, die Miß May ihr beizubringen suchte. Frau Savenay war durch das Benehmen der Engländerin unangenehm berührt und versuchte ihr durch einen strengen Blick Einhalt zu gebieten. Diese hatte jedoch keine Lust, den Blick zu verstehen und fuhr in demselben geheuchelt mitleidigen Ton fort, welcher der Gipfel weiblicher Grausamkeit ist: Jch, die ich das Meer so sehr liebe und die Berge und die Musik, die uns in süße Träume einlullt, und das Pferd, das uns im Galopp davonträgt, das berauschende Gefühl, wenn uns der Wind dann das Gesicht peitscht! Ich bewundere es, wie man dies alles entbehren kann. Ich bedauere Sie von ganzem Herzen, Fräulein!" Und ich bewundere Ihre Großmuth, mein Fräulein," erwiderte Johanna ironisch. Aber ich bitte Sie, zügeln Sie Ihr edles Herz etwas. Wenden Sie Ihr Mitleid andern Ich weiß wahrhaftig nichts damit anzufangen. Ich bin durchaus nicht unglücklich." zu. verderben." Aber, liebes Kind, ich habe mehr als einmal meine Wirthschaft selbst besorgt," sagte Frau Savenay, die hier eine kleine Lüge für nöthig hielt, und meine Hände sind noch ebenso weiß wie die Ihrigen, fast ebenso wie die des Fräuleins, das doch Malerin ist, nicht wahr?" Ein wenig!" antwortete Johanna. Ich male nur Teller und Fächer." " " In welchem Atelier haben Sie Ihre Studien macht?" fragte Miß May. geIn einem Atelier? Q! das wäre zu theuer gewesen. Ich habe einige Abendkurse besucht, das ist alles." " Und Sie verkaufen Ihre Fächer? Ich würde Ihnen gern einen abkaufen. Ich bezahle Ihnen, was Sie verlangen. Hundert Franks, wäre das genug?" " Das ist zu viel. Ich habe noch nie Almosen angenommen," erwiderte Johanna trocken. O, ich wollte Sie nicht verletzen. Aber was sollen die Reichen thun, wenn Sie ihnen das Vergnügen nehmen wollen, den Armen zu geben?" " Sie sollen ihnen ihr Recht geben. Wir verlangen nichts weiter, als von unserer Arbeit zu leben." André lächelte, und Miß May biß sich auf die Lippen. Sie antwortete mit falscher Sanftmuth: 3ofe Mein Gott, ich meinte es nur gut mit Ihnen. Ich Aber Sie müssen doch sehr wenig verdienen?" " Ungefähr sechzig Frants im Monat." " Welch' ein Elend! Da würden Sie als meine Kammermehr verdienen " In der That, Miß May," sagte hier Frau Savenay, nicht ihrer Herrin völlig gleich?" Wieso nicht?" fagte André kalt. Renne ich doch feine Damen, die ihren Kammerfrauen nicht einmal das Wasser reichen!" Johanna erröthete, während Miß May blaß wurde. Für einige Augenblicke entstand Schweigen unter der kleinen Gruppe. Erst die fröhliche Stimme Magdalene's unterbrach es: Sieh doch, fieh doch nur, Mütterchen!" rief sie und erschien strahlend, triumphirend in der Thür des Salons, eine prächtige Puppe respektvoll auf dem Arme tragend. Sie eilte auf André zu: „ Es ist schön bei Dir, Freund André!" sagte sie, und man hörte es dem Ton ihrer Stimme an, daß sie fast ebenso viel Respekt vor ihm hatte, wie vor ihrer Puppe. Miß May hatte sich schmollend an das Klavier zurückgezogen, wo sie sehr eifrig in einer neuen Partitur zu blättern schien. Johanna dankte Germaine und erhob sich zum Gehen. Frau Savenay hatte ihren Wagen anspannen laffen. Sie wollte absolut, daß das junge Mädchen mit Magdalene einsteigen sollte. André, der sie bis zum Wagen geleitete, sagte noch zu Johanna: " Ich bitte Sie um Verzeihung, Fräulein, wegen der Ungezogenheit von Miß May. Sie ist ein verzogenes Kind. und Ausländerin obendrein. Sie weiß wirklich nicht immer, was sie spricht. Glücklicherweise wissen Sie sich gut zu vers theidigen." war nach der Stellung des Redners selbstverständlich. Daß tarischen Formen, daß der Präsident thm das Weiterreden der Angreifer aber nach Beendigung des Wortgefechtes verbieten mußte. Bismarck. Die Räubergeschichte, welche Bismarck über das Bestreben der Sozialdemokraten als Unteroffiziere in die Armee einzubringen, erzählte, ist eine so alberne Lüge, daß darauf Köstlich war es, die Verlegenheit zu beobachten, in der die Herren von den Kartellparteien durch das Scharmützel Bismarck- Caprivi versetzt wurden. Der Rest der Militärvorlage wurde von der bekannten Majorität schlankweg anernst zu antworten sich nicht verlohnt. " an, daß, wenn sie mit Deutschland Krieg führen wollen, fie dann erst warten, bis Deutschland noch Hunderttausend unter der Empfindung gestanden haben sollte, einen Sieg Armer Sohn seines Baters! Schon an der ersten Rede Soldaten eingestellt hat? Sollten die Franzosen heute: oder erfochten zu haben, bezweifeln wir sehr. Im Gegentheil, zu sterben. Da war der Vater doch klügerer ging gar morgen den Krieg erklären, dann hätten sie ja viel leichteres das ganze Haus stand unter dem Eindruck, daß wohl selten nicht in den Reichstag. Spiel mit Deutschland; sie brauchten die hunderttausend ein Abgeordneter so heimgeschickt worden ist, wie das heute nicht erst todt zu schießen und könnten das Bulver und dem„ Aeltesten des gewesenen Kanzlers" durch den jetzt Aus dem Reichstage. In der Wirthschaftlichen Blei noch sparen." ,, regierenden Kanzler" passirt ist. Vereinigung", die etwa 100 Mann stark ist, also durchaus Die Frage ist allerdings impertinent, wird aber dem Wie sehr Graf Herbert diese Niederlage empfand, bewies nicht so imposant ist, wie die Herren glauben machen militärischen Geist" keine Verlegenheiten bereiten. Denn am besten sein unqualifizirbares Verhalten während der möchten, soll Herr v. Plög, der Ober- Agrarier, am er steht über der Logik und hat nur einen Gedanker:: Rede Caprivi's. Daß letzterer sich den Schutz des Herrn Donnerstag versucht haben, eine Resolution durchzubringen Immer mehr Soldaten! Wenn die Franzosen uns jetzt, Präsidenten gegenüber den Ausfällen des Grafen Bismarck mit einer Erklärung gegen den russischen Handels- wo wir so jammervoll wehrlos sind, nicht überfallen, so erbitten mußte, ist bezeichnend für die Führung des Prä- vertrag. Die Resolution sollte mit der Militärvorlage ist das jesuitische Berechnung- sie wollen uns in Sicherfidiums, wie für die Gewohnheiten des Herrn Herbert verkoppelt werden, stieß aber auf entschiedenen Widerspruch heit wiegen und dann um so gründlicher vernichten. bei einem großen Theil der Mitglieder. Infolge dessen unterblieb jede Aktion des Herrn v. Plötz gegen den Reichs- Ein Erlaß gegen den Denunziantenunfug. Das fanzler, trotz der großen Worte der Korrespondenz des Volt hat bekanntlich eine tiefe Verachtung für den Denun iven Partei sind die Abgg. Müller( Harburg) und größte Schuft im ganzen Land, das ist und bleibt der Bundes der Landwirthe". Der freitonservazianten. Der Vers Hoffmann's von Fallersleben:" Der Bauermeister, die bisher Hospitanten waren, als Mitglieder Denunziant", giebt der Anschauung des Volkes treuen Ausbeigetreten. druck. Leider ist in allen modernen Staaten, und namentlich Das Gesetz gegen den Verrath militärischer worden. Das Bismarck'sche Regiment war ein Mistbeet der in Deutschland, der Denunziantenunfug systematisch gepflegt Geheimnisse ist unter dem Datum des 3. Juli in der Spigelei und des Denunziantenthums. Um so erfreulicher heutigen Nummer des Reichs- Anzeiger" publizirt. Die Interpellation Bebel in Sachen des Straßburger ist es, daß die Behörden Front gegen dieses schmachvolle Polizeipräsidenten führte nicht nur zu einer einstimmigen Eine Uebersicht der Etatsstärken des deutschen Treiben zu machen beginnen. Wie uns mitgetheilt wird, ber Etatsßärfen, be Verurtheilung des bekannten Auftretens des Herrn Feichter, Heeres, welche nach Annahme der Militärvorlage für die ist in den letzten Tagen ein sehr scharfer Erlaß gegen den sondern zugleich auch zu einer Brandmarkung der unter den zweite Hälfte des Etatsjahres 1893/94 gelten werden, ist Denunziantenunfug, der ein Schandfleck der Justiz sei, verAusnahmeverhältnissen in den Reichslanden herrschenden dem Nachtragsetat beigefügt. Danach werden etatsmäßig öffentlicht worden, und zwar von dem Justizministerium Zustände. Treffend schilderte der Mülhauser Abgeordnete fein: Offiziere 22 458(+ 1796), Unteroffiziere: Zahl in Holland. Bueb diesen Zustand dahin, daß derselbe aus jedem Gendarm meister- Aspiranten 1201(+208), Spielleute 6064(+ 369), und Nachtwächter einen unverantwortlichen Diktator machte. Lazarethgehilfen 1922(+190), sonstige 68 677(+ 10 145), Daß Herr Feichter die längste Zeit Polizeipräsident in überhaupt Unteroffiziere 77 864(+ 10 912); Gemeine: Straßburg gewesen, ist wohl nicht blos unser Urtheil, das Spielleute 15 645(+1549), Unter- Lazarethgehilfen 1926 wir aus dem Verlauf der Verhandlung ziehen. (+273), Defonomie- Handwerker 7243( 1076), Rapitulauten und Gemeine 454 415(+58 452), insgesammt Heute vor 104 Jahren- am 14. Juli 1789 479 229(+59 198); Militärärzte 2068(+228), Bahlwurde vom Volk in Paris die Bastille gestürmt ein Ermeister, Militärmusik- Inspizienten, Luftschiffer 1102 eigniß, welches als Anfang der großen Revolution gilt.(+207), Roßärzte 570(+ 20), Büchsenmacher und Die Revolution stürzte die Feudalherrschaft und brachte Waffenmeister 1060(+ 206), Sattler 93, Dienstpferde das Bürgerthum an das Ruder. Es verkündigte die 76 382(+3094). Menschenrechte und nahm zum Wahlspruch: Freiheit und genommen. liberales Organ meldet Folgendes: Immer schneidig. Ein württembergisches nationals " Jm württembergischen Oberlande bekommt ein junger Beamter und Reserve- Offizier mit einem mehr als 50jährigen Oberförster Streit und fordert ihn zum Duell auf Säbel heraus. Dem Oberförster ist die Sache zu dumm; er lehnt ab. Unter ihm steht ein Revieramts- Assistent, der gleichfalls Reserve- Offizier ist; an ihn ergeht die Weisung, jeden außerdienstlichen Umgang mit seinem Vorgesezten zu meiden. So greift ein Offiziersgericht ein in bürgerliche Verhältnisse und erschwert amtliches Wirken. Und alles, indem es sich über ein Staatsgesetz wegfest! Es fehlt nur noch, daß jetzt sofort von militärischer Seite eine Untersuchung angestellt wird über den Weg, auf dem die Kunde von dieser Bergewaltigung an die Deffentlichkeit gelangte und daß man die Tadler derselben zu strafen sucht; bas läge so ganz in dem System. Wir sind nur begierig darauf, ob sich die staatlichen Behörden diese militärische Verhehung von Beamten ruhig gefallen lassen." Der Militarismus, der souverän gebietet und den Zivilbehörden nach Belieben ins Handwerk pfuscht, wirthsich Glück wünschen können. fchaftet so vortrefflich gegen sich selbst, daß seine Gegner Gleichheit. Das Bürgerthum schuf aber bald eine neue Die Budgetkommission des Reichstags trat heute Feudalherrschaft, ebenso schlimm als die alte, und die Frei- Vormittag 10 Uhr zusammen, um den Nachtragsetat und heit und Gleichheit wurde zum Hohn und zur Lüge. Heute das Anleihegesetz zu berathen. Für den Nachtragsetat 104 Jahre nach dem Bastillensturm steht das Pariser haben das Referat bezw. Korreferat v. Podbielski( kons.) Proletariat grollend bei Seite, es betheiligt sich nicht an bezw. Hug( Zentr.), für das Anleihegesetz Dr. v. Frege, dem Revolutionsfeste, weil die bürgerlichen Erben bezw. Dr. Hammacher übernommen. der Revolution die einfachsten Grundrechte des arbeitenden Volkes mit Füßen getreten haben. Und die Die„ wirthschaftliche Vereinigung" des Reichstags „ Enterbten" der bürgerlichen Mustergesellschaft, die soeben hat heute ihren Vorstand gewählt. Es besteht aus den durch ihre Besonnenheit Frankreich vor einem Bürgerkriege Herren v. Manteuffel und v. Plöz( kons.), v. Kardorff, bewahrt haben, rüsten sich jetzt zu einem Wahlfeldeug, dessen Gamp( Reichspartei), Liebermann v. Sonnenberg, Dr. Ueber Emin Pascha schreibt der bekannte Afrikas Ziel es ist, Frankreich aus den Krallen der panamisirten Enneccerus und Münch- Ferber( natlib.) forscher Gerhard Rohlfs in der Neuen Freien Presse": Bourgeoisie zu befreien. Das revolutionäre Bürgerthum Militärisches. von 1789 ist heute reaktionär, grundfaul und gemein- im Posener Husarenregiment sind wie jetzt festgestellt ist, nicht. Die zahlreichen Meldungen seiner Ermordung geDie Massenerkrankungen Wo ist nun Emin Bascha augenblicklich? Wir wissen es schädlich. Und an dem Proletariat iſt es, den modernen durch den Genuß von durch die Size verdorbener Wurst nügen uns nicht. Wir schließen uns dem Urtheil des Dr. heit aus dem Bereich der Phrase auf den Boden der Wirt- entstanden. Ein Theil der Erkrankten hat bereits aus dem das obere Nilgebiet, die Kongoregierung und die britische lichkeit zu verpflanzen. für nöthig, eine staatsmännische Rede zu reden. Nun war zuletzt noch einfiel, bis zu Ende herunterhaspeln ließ. Das können. Die schwere Interessensphäre am oberen Nil sind alle sammt und sonders Der letzte der Dynastie Bismarck hat heute im Cholera- Abwehr. Zur Abwendung der Cholera- ein Mysterium. Daher kann man nur sagen: Etwas GeReichstag das Beispiel des Vaters nachgeahmt und durch gefahr hat der Reichskanzler unter dem 27. Juni d. J. wisses weiß man nicht." japanesischen Bauchschnitt seine Selbstabschlachtung bewerk- worin unter Hinweis auf die Ausbreitung der Cholera in an die Bundesregierungen ein Rundschreiben gerichtet, Die Berner Krawalle. Es deutet auf übeln Willen stelligt. Der Sohn feines Vaters, der Er- Zukunftskangler, Frankreich und deren Fortdauer in Rußland eine revidirte oder sehr üble Kenntniß der Geschichte, wenn man versucht, der gestern für die Militärvorlage gestimmt hat, hielt es Fassung der vorjährigen Cholera- Abwehrmaßnahmen im Krawalle, wie ihn jüngst die Stadt Bern gesehen, unter aber die Generaldebatte vorüber. Der Sohn seines Vaters tommission mitgetheilt und um möglichst gleichmäßiges Vor- Noth der Zeit, schlechte Ernten, Abgabendruck und VerHinblick auf die Bestimmungen der Dresdener Sanitäts- die Erfindungen der Neuzeit zu rubriziren. wurde also zur Sache gerufen. Er stotterte, schnitt Ge- gehen im Sinne dieser von der Cholerakommission be- fehrsstockung haben in unserm Jahrhundert hundertmal zu fichter, stieß Gemeinpläge hervor und appellirte so erfolgreich schlossenen Fassung ersucht wird. Von einer besonderen ähnlichen Szenen geführt. Gerade um das gebenedeite an das Mitleid des Hauses, daß man ihn eine vom Bater Verständigung über die betreffenden Maßnahmen im Bundes- Jahr 1830, dessen der Liberalismus mit Liebe gedenkt, eingetrichterte Rede gegen die zweijährige Dienstzeit, die ihm rath in bezug auch auf formelle Uebereinstimmung der Maß- wetterleuchtete, so schreibt die Züricher Post", es ſtart. freilich war sein Unglück, denn es zog dem unglücklichen nahmen ist jedoch Abstand genommen worden mit Rücksicht In Aachen rückten, die Abwesenheit des Militärs benügend, auf das bevorstehende Reichs- Seuchengesetz. Die im einzelnen die Proletarier unter wilden Drohungen vor die Häuser Sohn seines Vaters eine grausame Züchtigung seitens des mitgetheilten Aenderungen entsprechen durchweg den Ver- der Fabrikherren, Eupen erlebte ähnliches und das BürgerHerrn Reichskanzlers zu. Die Züchtigung um so gran ständigungen auf der internationalen Cholerakonferenz. thum am Rheine formirte Sicherheitswachen, die Massen, famer, weil mit lächelndent Wunde vollzogen war so welchen plötzlich der Haß in die Fäuste gefahren, zu zügeln. schmerzhaft, daß der Sohu seines Vaters wiederholt auf In unserer neulichen Notiz über die Reich 3 Hamburg hatte eine Reihe nächtlicher Exzesse, weil nach schrie und den Herrn Reichskanzler wiederholt unter- kommission für Arbeiterstatistik tadelten wir einem Konflikt zwischen Rath und Bürgerschaft der frühere brach, was diesem zu einer noch grausameren Büchtigung die Lässigkeit der bürgerlichen Bläster", welche die Ver- Seezoll zu gunsten der Kaufmannschaft herabgesetzt und der Gelegenheit gab nämlich zu einem Aufruf an den handlungen der Kommission kaum der Berichterstattung Ausfall in den Staatseinnahmen zum Nachtheil der Bräsidenten, ihn gegen gegen solche Unterbrechungen zu werth hielten. Die Kölnische Volkszeitung" erklärt unseren Armen mittels Erhöhung der Akzise auf Schlachtvieh und schützen. So wurde der Eohn seines Vaters gewissermaßen Vorwurf mit bezug auf sie für durchaus unberechtigt. Weizen gedeckt wurde. In Karlsruhe, in Mannheim, in unter polizeiliche Aufsicht gestellt. Judeß auch Wir hatten auch die Kölnische Volkszeitung" nicht im Breslau und in Kopenhagen tam es nicht minder zu Zudas war der Sohn seines Vaters noch nicht genug. Er Auge; sie ist eins der wenigen deutschen Blätter, die sich sammenrottungen; zu Berlin hatte man eine Schneiderpuftete, mischte sich den Schweiß von der Stirn, fragte sich um Arbeiter- Angelegenheiten mit Sachkenntniß bemühen. den Kopf, roch verzweifelt an einem Riechfläschchen, ants = voriete dem Reichskanzler nicht, ergriff aber nach Schluß Eine impertinente Frage" richtet einer unserer der Debatte das Wort zu einer persönlichen Be Korrespondenten an die Molochsdiener: mertung. Und dabei verhaspelte er sich derartig und Sehen die Mitglieder so fragt er, die für das bewies eine solche Unkenntniß der einfachsten parlamen- Militär stimmen, die Franzosen für so horn..... dumm Ohne Ihre tapfere Vertheidigung zu rechnen," fügte Johanna hinzu. Schönen Dank für Magdalene und mich." Und zum ersten Male reichte sie ihm die Hand. 6. Rapitel. V revolte. Bei einem Brande zu Stettin unternahm das Bolt einen Sturm auf die Münze, zu Kassel drangen die Arbeiter in die Bäckerladen, an andern Orten ging's wider die Juden los. Oberheffens Bauernschaft griff zu Prügel und Senje, zog unter Trommelschall nach Dörfern und Städten, plünderte von Isenburg bis Bützbach die Zoll6 und im Guntram starrte ihn mit seinen großen, runden um Margarethen's Hand angehalten und sie auch erhalten. Augen an. Alfred lachte und rief:" Famoser Witz! Werde Die Hochzeit sollte stattfinden, sobald der Bräutigam eine ich weiter erzählen!" feste Stellung hätte. Bei Tische sowohl wie auf der RednerEines Tages begann André sogar von der Revolution tribüne fuhr der berühmte Redner fort, über das, was er zu sprechen, deren Nahen schon am Horizont wahrzunehmen den wahren Sozialismus nannte, zu predigen. Er hielt Nach diesem Besuch war das Eis zwischen den Familien wäre. Wer weiß", sagte er, vas die hundertjährige nach wie vor ungezählte Reden zum Besten der verschieden Deschamps und André Savenay gebrochen. Von da an Wiederkehr unseres 93 bringen wird? Wer hätte es 1789 ften Wohlthätigkeitswerke. theilte André gewöhnlich seine Zeit zwischen einigen seiner vorhergesagt, daß vier Jahre später ein bisher ganz un- André fiel es ein, was wohl Vater Deschamps alten Bekannten und seinen neuen sozialistischen Freunden. bekannter Advokat aus Arras namens Robespierre der von diesem Genossen und Bruder im Sozialismus halten In der eleganten Welt bewegte er sich nun nicht mehr größte Mann Frankreichs werden würde?" würde. mit der liebenswürdigen Gleichmüthigkeit des Mannes, der Aber ein Sturm von unwilligen Zwischenrufen schloß" Der alte Schuft!" rief Vater Deschamps lachend. nur Unterhaltung sucht: er beobachtete, er beurtheilte Dinge ihm den Mund. Wie konnte man solche abscheulichen Dinge Der will uns schön etwas weis machen mit seiner und Menschen von einem ganz neuen Gesichtspunkte, er mir aussprechen? Miß May strafte ihn mit einem Fächer Barmherzigkeit Wohlthätigkeit. Er will machte seine eigenen Erfahrungen. Zuweilen rief er bei schlag. Ein Bautier fragte ihn zornig, ob er das Kapital Grunde genommen die Reichen glauben machen, einem auserlesenen five o'clock tea) inmitten eleganter aus dem Lande scheuchen wolle. Ein General erklärte und daß sie ihre Pflicht und Schuldigkeit vollauf gethan, Frauen und Salongigerln, die sich vielleicht gerade drehte dabei energisch seinen Schnurrbart, daß er schon für haben, wenn sie den Armen die Brosamen, die von ihren DON der augenblicklich am bewunderten Ordnung sorgen wolle. Mistreß Webster seufzte, weil es wohlbesetzten Tischen fallen, überlassen. Und die Armen meisten Schauspielerin oder Tänzerin unterhielten, plötzlich das in so traurig wäre, wie die Menschen sich um niedriger, mate- will er glauben machen, daß sie der Reichen noch zu Dank Lumpen gehüllte Gespenst des Elends vor diese glänzende rieller Dinge wegen gegenseitig zerfleischten, anstatt die verpflichtet sein müssen, wenn man sie nicht verhungern Gesellschaft; er warf einige Eähe über die Pflichten der reinen Genüsse der Kunst in sich aufzunehmen... Die läßt. Der ein Sozialist! Ja, höchstens so, wie Judas herrschenden Klassen gegen die Masse des Volkes, die in den alten Herrschaften meinten leise, daß, wenn die Dinge so auch ein Jünger Jesu Chrifti war. Und doch freue ich Tiefen der Gesellschaft murrt, in das Gespräch, dann be- weit tommen sollten, eine fleine Reise zu den Orangen- mich wieder darüber, daß er sich rühmt, Sozialist zu sein. obachtete er den Eindruck seiner Worte auf die Anwesenden. hainen Nizzas oder nach San Sebastian vollständigen Schutz Wenn ein Schiff ledt ist, wird es von den Ratten verlassen. Höchst unehrerbietiger Weise verglich er ihn mit dem, gewähren würde, gerade wie zu den Beiten der Kommune. Die bürgerliche Gesellschaft muß ihrem Untergang sehr welchen ein Steinwurf auf einen Froschpfuhl hervorbringt. Das junge Volt äußerte seine Ansicht laut dahin, daß es nahe sein, wenn Herr Dusaule sich schon jetzt eine RettungsDie Unterhaltung wurde sofort schleppend. Erstaunen und am flügsten wäre, leichten Herzens weiter zu tanzen und zu plante sichert." Unwillen malten sich auf den Gefichtern. Jeder schien bei lieben, bis die Revolution eben fäme. sich zu sprechen:„ Was fällt denn diesem Störenfried ein?", *) Fünfuhr- Thee. Mit besonderer Aufmerksamkeit beobachtete André Herrn Anatole Dusaule. Er hatte oft Gelegenheit, mit ihm zusammen zu sein. Der Philanthrop hatte für seinen Sohn ( Fortsetzung folgt.) stätten, Steuerämter und Edelhöfe, bis eine überlegene| Dirne 800 000 Frants durchgebracht und ist jetzt mit seiner Truppenmacht sie zu Paaren trieb. Und der Jubel über Frau, die hinter die Sache kam, in Ehescheidung. Keiner die Landsgemeinde von Uster( Schweiz) im Jahre 1830 ver- in Frankreich hat entrüsteter über die freie Liebe" der mochte die armen Bewohner des Oberlandes nicht zu be- Sozialisten geschrieben und gesprochen, als unser biederer ruhigen; ihre Angst vor der neuen Webemaschine verwan- Buloz. delte sich in Verzweiflung, fie legten 1832 Feuer in die Fabrik zu Uster ein. Die Mordbrenner" wurden ins Buchthaus gesteckt und blieben dort, bis der Septemberputsch von 1839 die Konservativen ans Ruder brachte; einer der ersten Akte des neuen Regiments bestand in einer Amnestie für die gefangenen Kellenländer. Abbestellt haben: Fleischmann, Dresdenerstr. 80; Greulich, Charlottenburg, Krummeftr. 76. Wir ersuchen uns weitere Mittheilungen zugehen zu lassen, mer noch Bier der Spandauer Bergbrauerei schenkt. Auch diejenigen Restaurateure sind anzugeben, welche ab bestellt haben; wir werden allwöchentlich die Liste veröffentlichen. NB. Vertreter dieser Brauerei suchen bei ihrer bisherigen Kundschaft die Lokalkommission zu verdächtigen und behaupten, adowman thäte der Brauerei Unrecht, indem doch stets die Lokalitäten zu haben gewesen wären, demnach der„ Boykott" nicht gerechtfertigt wäre. Parteinachrichten. Der Parteitag der deutschen Sozialdemokratie wird am Die Selbstmorde in den europäischen Heeren. Die vierten Sonntag des Oktober- am 22. Oktober dem Be: Frankfurter Beitung" schreibt: In der österreichischluffe des vorjährigen Parteitages entsprechend, in Köln zu ichen Armee fordern die Selbstmorde mehr Opfer, als sammentreten. Unterleibstyphus und Lungenentzündung. Ihre Zahl wächst stetig: fie betrug 1869 auf 100 000 Mann 85, in den letzten sechs Jahren durchschnittlich 131. In Deutschland 11 50 000 m. und Parteigenoffen, es wird in nächster Zeit eine Volksversammlung stattfinden, in derselben werden wir Bericht erstatten. beschlusses. Wir erwarten bis dahin strenge Durchführung des BoykottDie Berliner 2otal Rommission. J. A.: J. Wernau, Rosenstr. 30. Die sozialdemokratische Fraktion beschloß in ihrer tommen 61 bis 67 auf 100 000, in Italien etwa 40. Jm Sigung am Freitag Abend, sich auf dem internationalen Ar- dritten Woche im Streit. Die Zahl der Ausständigen beträgt Achtung, Kürschner! Wir befinden uns bereits in der französischen Heere machen sich Unterschiede geltend beiterkongreß in Zürich durch die Parteigenossen Bebel, Liebknecht etwas über hundert und ist die Begeisterung unter den Kollegen zwischen den europäischen und afrikanischen Truppen, erstere und Singer vertreten zu lassen. und Kolleginnen eine gute. Die Hausindustriellen besonders in zeigen eine Anzahl von nur 29, lettere bis zu 63 Selbstder Müßenbranche schädigen unserer Bewegung sehr, da sie sich morden auf 100 000 Mann. Die übrigen Staaten haben Wie die Gegner Parteigänger werben. Mit nichts wenden uns deshalb nochmals an das Solidaritätsgefühl der von Anfang an auf die Seite der Unternehmer stellten. Wir folgende Ziffern: Belgien 24, England 23( die englischen sind die Gegner leichter bei der Hand als mit dem Vorwurf, organisirten Arbeiter Berlins, uns in dem gerechten Kampfe nach Truppen in Indien jedoch 48), Rußland 20, Spanien 14 auf daß die Sozialdemokratie Terrorismus übe. Nun ist es ja recht organisirten Arbeiter Berlins, uns in dem gerechten Kampfe nach 100000 Mann. In den anderen Armeen als der österreichischen und selbstverständlich, daß sozialdemokratische Arbeiter das wohl- Abschaffung der Affordarbeit. Geldfendungen find zu richten an Sträften finanziell zu unterstützen. Unser Hauptprinzip ist die nimmt die Häufigkeit der Selbstmorde langsam, aber stetig erprobte Mittel des Boykotts gegen Wirthe und Brauereibefizer 5. Wier, Weberstr. 29, oder an die Lohnkommission der ab. Während in England die Soldaten mit mehr als zur Anwendung bringen, denen wohl die Sonntagsgroschen der 10jähriger Dienstzeit das größte Kontingent stellen, über Arbeiter lieb sind, die sich aber in schäbiger Furcht vor den Kürschner, Landwehrstr. 11 bei Mertin. wiegt bei allen anderen Heeren die Rekrutenzeit; so finden beitern ihre Lokale zu Versammlungen herzugeben. Gegen.olche die Kollegen in Deutschland, in dem Glauben, einen guten Lohn herrschenden Klassen und ihren Organen scheuen, denselben ArAchtung, Steinmetzen! Der Unterzeichnete warnt hiermit in Deutschland die Hälfte aller Selbstmorde im ersten Leute und in besonderen Fällen gegen Lohndrücker ist der Boy- zu erhalten, sich nach Unterwellenborn, Thüringen, locken zu Dienstjahre, in Desterreich im ersten Halbjahr, oft sogar in tott probat und mit Fug und Recht in Anwendung zu bringen zu erhalten, sich nach Unterwellenborn, Thüringen, locken zu den ersten Monaten statt. Bei den Offizieren werden und heulen dieserthalben die Gegner, so soll das Musik in unsern 15 Steinmetzen von Berlin nach hier unter dem Versprechen, lassen. Die Veranlassung hierzu ist folgende: Wir gingen relativ doppelt so viel Selbstmorde beobachtet, wie bei den Ohren sein. Wohl aber verdammt die Sozialdemokratie, 6 m. pro Tag zu verdienen und freie Sin- und Rückfahrt zu Mannschaften. Was die einzelnen Truppengattungen be- wie wir gestern erst ausgeführt haben, es auf das ent- erhalten. Hingekommen sahen wir, daß eine Akkordarbeit absolut ent. trifft, so steht der Train überall oben an, die Infantrie in schiedenste, wenn der Boykott dazu angewendet wird, jemand unmöglich ist, indem keine Steine gebrochen waren, und wir der Mitte. Unter den Todesarten nimmt das Erschießen oder gar um ihn zum Proselyten zu machen. Nicht so unsere Durch unser Zusammenhalten erreichten wir unsern ver der Bethätigung seiner politischen Ueberzeugung wegen zu strafen Steinbrecherarbeit verrichten mußten, wofür 4 M. bezahlt wurden. den ersten Platz ein( Frankreich und Deutschland 50 pCt., Gegner. Wie sie die Hungerpeitsche gegen ihre selbständig sprochenen Lohn, sollten aber Desterreich 70-80 pet.), darauf folgt Ertränken und Er benkenden Arbeiter in Anwendung bringen, ist aus unzähligen Dem Preise nun in Afford arbeiten. hängen, neuerdings scheint das Ueberfahren mit den Eisen- Fällen bekannt, und fast jede Nummer eines Arbeiterblattes, die nur 3 m. zu verdienen. Weiter bemerken wir noch, daß Dem Preise nach wäre es unmöglich gewesen, auch bahnzügen häufiger zu werden. Die meisten Fälle von man in die Hand nimmt, weiß darüber zu berichten. Aber auch wir und auch einige von den anderen Arbeitern in der UnfallSelbstmord ereignen sich im Juni und Juli, die wenigsten wo die Gegner andersdenkenden Geschäftsleuten den Brotkorb versicherung garnicht angemeldet sind, trotzdem die Arbeit eine im Januar.( Diese Statistit ist sehr mangelhaft. Red. höher hängen zu können vermeinen, find fie mit Macht dabei. folche ist, wo Unfälle nicht zu den Seltenheiten gehören. Wir d.„ V".) Mit welcher Ünverfrorenheit sie dabei zu Werke gehen, zeigt folgender Fall. In Mannheim ist die nationalliberale Partei ersuchen deshalb unsere Kollegen, sich nicht irreführen zu lassen Futternoth Maßregeln in Desterreich- Ungarn. in großen Schwulitäten. Der Sieg über den Sozialdemokraten durch Versprechungen, die nicht gehalten werden. J. A.: J. Buchmann, Willibald Alexisstr. 39. Der Budapester Korrespondenz" zufolge hat der ungarische mußte mit ungeheuren Geldmitteln erkauft werden- man spricht Arbeiterfreundliche Blätter werden um Abdruck gebeten. Handelsminister angeordnet, daß der bisherige begünstigende von der Mannheimer Großbürger Ausnahmetarif der ungarischen Staatsbahnen für Heu, sieht zwar ganz gern einen Nationalliberalen als seinen Vertreter im Reichstag, vor der Aufbringung und Deckung der. Achtung, Schneider und Schneiderinnen! Die nächste Stroh, Häcksel und Rohpreßstroh am 1. September außer Wahltoften aber Brückt er sich meistens gerne mit Eleganz. Bersammlung des deutschen Schneider- und Schneiderinnen- BerKraft tritt. In demselben Augenblicke greifen die regulären Da ist man denn auf den nicht gerade neuen Gedanken ge- 18. Juli, Abends 81/2 Uhr, in Joel's Salon, Andreasstr. 21, statt. bandes und verw. Berufsgenossen findet am Dienstag, den Frachtsäße Play. tommen, die kleinen Geschäftsleute, die Kleinhandwerker, Werkmeister und beffergestellten Arbeiter zum freiwilligen" Bei- Der Reichstags- Abgeordnete Kollege Paul Reißhaus- Erfurt Wie ein Zollfrieg wirkt. Seit Anfang 1893 wüthet tritt in den nationalliberalen Verein zu veranlassen und durch referirt über das Thema:„ Die Organisationen der Arbeiter sind zwischen der Schweiz und Frankreich ein heftiger sie das bedenkliche Defizit becken zu lassen. Wie das gemacht die Marksteine des Fortschritts." Die Kollegen und Kolleginnen Bollfampf. Der Leiter der schweizerischen Handelsstatistik, wird, darüber lassen wir die Mannheimer Volksstimme" reden: find aufgefordert, zahlreich in dieser Versammlung zu erscheinen. Geering, bekannt als trefflicher Wirthschaftshistoriker,... So schicken die Nationalliberalen zur Zeit wieder die Wir geben in Folgendem die Zahlstellen des Verbandes bekannt; hat in einer schweizerischen Fachzeitschrift, deren Heraus- bekannte, von uns schon mehrfach besprochene Aufforderung zum auch werden daselbst neue Mitglieder aufgenommen: 1. 3entralgeber übrigens der radikalisirende Himmelstürmer der Un- Beitritt herum, und mit welcher Aufdringlichkeit sie dabei vor- Arbeitsnachweis und Auskunfts Bureau, Schützenstraße 18/19 abhängigen", Herr Hans Müller ist, über die Wirkung gehen, mag man aus den Mittheilungen ersehen, die uns ein( Restaurant Freygang), wochentäglich von 8-1 Uhr, außer zum Leidwesen dem Sonnabend Abends von 81/ 2-10 Uhr; 2. Grenadierstr. 33 der Herren des französisch- schweizerischen Zollkrieges berichtet. Es wird Kleinkaufmann macht, der darauf hingewiesen, daß Frankreich, je länger es zögere, zum ersten Mal zum Beitritt aufgefordert. Da er dieser Auf- bergerstraße 28 bei Hermerschmidt, Montag Abends von nicht so will, wie ſie. Er wurde vor etwa drei Monaten bei Seefeldt, Montag Abends von 81/ 2-10 Uhr; 3. Perleum so sicherer und unwiderbringlicher allenthalben die von forderung nicht nachtam, erhielt er acht Tage vor der Wahl einen 81/ 2-10 Uhr; 4. Blumenthalftr. 5 bei Behrendt, Montag ihm leer gelassenen Plätze besetzt finden werde, bei den In- weiteren Mahnbrief, und zugleich erschien bei ihm einer seiner Abends von 81/ 2-10 Uhr; 5. Annenstr. 9 bei Pro B, Mittwoch Die Lokalverwaltung. dustrieprodukten hauptsächlich durch Deutschland, beim Bucker nationalliberalen Nachbarn und stellte ihm vor, daß er sich in Abends 81/ 2-10 Uhr. durch Desterreich, beim Wein durch das billige Angebot aus feinem Geschäfte empfindlich schädige, wenn er dem Vereine nicht Woltersdorf. Genossen!. Obgleich in der Lokalliste Italien und Spanien. In der Schweiz ist der früher so starke beitrete. Denn eine ganze Reihe von Nachbarsleuten und der Konsum französischer Weine geradezu sistirt worden. Der Absatz Herr zählte dabei Namen aufhätten beschlossen, bei ihm tein Lokal verzeichnet ist, das uns in Woltersdorfer Schleuse zur französischen Zuckers nach der Schweiz beträgt kaum noch 1 pct. fürderhin nichts mehr zu taufen, falls er nicht Verfügung steht, insbesondere das Lehmann'sche Restaurant nicht, bald Mitglied des nationalliberalen Vereins verkehren doch des öfteren die Berliner Genossen dort. des früheren Exportes. Der französische Weinerport nach würde. Im anderen Falle würden sie ihn aber allenthalben für die Partei von großer Wichtigkeit ist, auf dem Lande Verder Schweiz sant um 90 pCt. Aehnliche Abnahmen weisen empfehlen und dafür sorgen, daß er sämmtliche Mitglieder des fammlungslokale zu haben, die ländlichen Wirthe aber eine beWoll und Baumwollwaaren(-80 pet.), Konfektion Bezirks, in dem seine Wohnung liegt, in Kundschaft erhalte. Aber sonders schwere Position gegenüber den Amtsgewaltigen ein(-72 pCt.) und Seidenwaaren(- 57% pCt.), ferner der Mann blieb standhaft. Er will nicht zum Verräther an nehmen, in den Vororten aber wiederum auf das SommerUhren( 86 pt.), Metallwaaren(- 64% pбt.) und seiner Gesinnung werden und kennt außerdem den Werth geschäft angewiesen sind, so müssen wir die Berliner Genossen und Maschinen( 63 pCt.), Leder(-69. pSt.) und Leder- nationalliberaler Versprechungen. Trotzdem gaben die Herren insbesondere die Vereinsvorstände, bitten, die Lokalliste zu waaren(-65 pCt.) auf. Was die Gestaltung des schwei- den Versuch nicht auf, ihn aus einem Saulus zu einem fügung Karl Hillmann, Restaurant„ Wilhelmshöhe"( früher beachten. Sein Lokal nebst schönem Garten stellt uns zur Ver Vor wenigen Tagen zerischen Exportes nach Frankreich anbetrifft, so ergiebt sich burrahkrakehlenden Paulus zu machen. Vor wenigen Tagen ein Rückschlag von 40 pCt. Am stärksten gelitten haben empfing er den dritten Tretebrief zum Beitritt in den national- Schloß Kamerun) im Dorf Woltersdorf, 15 Minuten vom Bahnliberalen Verein, und wieder erschien der Versucher und drohte hof Erkner. die Baumwoll Industrie(-75-90 pt.) und der ihm mit dem Abfall seiner ganzen nationalliberalen Rundschaft, Die Woltersdorfer Genossen. Export von Nugholz(-86 pCt.). Dann folgen die wenn er sich nicht schleunigst in die Arme der Nationalliberalen Stickerei, in der Hauptnummer mit einem Rückgang von werfe. Da riß dem Gequälten, einem alten Mannemer Bürger" Achtung, Former! In Luckenwalde find Lohndifferenzen 72 pCt., die Seidenindustrie( 65 pCt.), die Wirkerei die Geduld. Gr öffnete die Ladenthür und bedeutete dem Herrn, zwischen den Inhabern der Gießerei Herzog u. Co. und ihren ( Konfektion 60 pCt.) und die Uhrenindustrie(-56 pGt.); er möge gefälligit sofort von dem Loche, das der Zimmermann Formern ausgebrochen. Um Fernhaltung des Zuzugs wird Alle Anfragen sind zu richten an Karl gar nicht oder nur unbedeutend haben die Milchprodutte, gelaffen, Gebrauch machen und sich nicht mehr unterstehen, ihn dringend erfucht. ferner Vieh, Bellulose, Theerfarben, Maschinen, Stroh zu belästigen, ansonst er gezwungen wäre, von seinem Hausrecht ehmann, Luckenwalde, Mauerstr. 9. waaren, Halbseidenband unter dem Wechsel der Tarife ge- wünschen wäre, daß die Gegner in allen Fällen, wo sie solch Gebrauch zu machen. Ob er wohl jezt Ruhe hat? 3u litten. Was die deutschen Staatsmänner nicht abhält, schmutziges Handwerk betreiben, dermaßen abgefertigt werden. den Zollkrieg gegen Spanien und Rußland zu entfachen. Belgien. Vor der Sozialreform macht die belgische den die„ Fräutische Tagespost" bringt, entnehmen wir folgende Einem Epilog zu den bayerischen Landtagswahlen, Bourgeoisie, die die Klinke der Gesetzgebung in der Hand hat, Stellen: scheu Halt. Für Ausbeuterinteressen ist sie stets zu haben. Der Landtagswahl letter Aft, die Wahl der Abgeordneten Die Kammer genehmigte den Artikel 1 der Verfassung ist nunmehr auch vorüber. Gestern Vormittags 10 Uhr fanden in abgeänderter Fassung, wodurch Belgien ermächtigt wird, sich im großen Rathhaussaale 252 von den gewählten 259 WahlJu Kreuznach sind eine Reihe Iasarbeiter wegen Kolonien zu erwerben. Es handelt sich hierbei hauptsächlich männern ein. Einzeln und mit gesenkten Häuptern tam der um die eventuelle Erwerbung des Kongostaates. Lopold II., Ordnungsbrei" angefchlichen, in corpore 148 Mann hoch, Bugehörigkeit zur Organisation gemaßregelt worden, weitere um die eventuelle Erwerbung des Kongostaates. Lopold II., marichirten die Sozialisten vom Café Mert nach dem Rathhaus, Maßregelungen sollen bevorstehen. Die Glasarbeiter des InKönig der Belgier, ist bekanntlich ein Hauptattionär und der Gaalboden dröhnte unter den Schritten des Arbeiter- und Auslandes werden ersucht, den Zuzug so lange fernzuhalten, des famosen Kongostaats. bataillons. Der Nürnberger Rathhaussaal hat schon einmal Sozia- bis die bestehenden Differenzen beigelegt find. Etwaige AnGegen das Duell will man jetzt in Belgien allen listen in seinen Räumen gefehen. Wir meinen damit nicht die 87er fragen find an A. Gebel, Glasarbeiter in Bergedorf, zu Landtagswahl, sondern den Arbeitertag vom Jahre 1868, richten. Ernstes vorgehen. Der Senat hat einen Gesetzesvorschlag der von Bebel geleitet wurde. Damals gab es freilich noch ein angenommen, der das Duell streng bestraft, und außerdem Bürgerthum, das Rückgrat, leberzeugung, Charakter besaß, heute ist An die auf grund der Arbeiter- Versicherungsgesehe bestimmt, daß jeder Offizier, der sich duellirt, zur das anders. Die genannten Eigenschaften sind verschwunden, gewählten Arbeitervertreter im Deutschen Reiche. Wohl Degradation verurtheilt wird. eine wäfferige, verweichlichte Politik erfest Grundsätze und Fort alle obenbezeichneten Vertreter find im Befihe der Wahlvorschläge In der französischen Revolution wurde das Duell der schritt. Nur ein Bindemittel hält die bürgerlichen Parteien zu des Berliner Arbeitervertreter- Vereins. Die hiesigen Arbeiter Offiziere und Adligen dadurch abgeschafft, daß man jeden, fammen das Bestreben, die gegenwärtige fogenannte Ordnung vertreter hatten ihren Kollegen Friedrich Anton Rickmann mit der einen anderen forderte, drei vier Mal in einen Teich aufrecht zu erhalten, ein Bestreben, das natürlich den Haß gegen in Vorschlag gebracht. Derselbe ist auch mit den übrigen Vordie Sozialdemokratie, die Trägerin neuer Ideen, einer neuen schlägen nach Berlin gesandt worden, dennoch fehlt Zickmann intertauchte, bis der Patient abgekühlt war. Weltanschauung, die tief begründet ist durch die heute herrschenden auf dem Berliner Vorschlagszettel. Wenn man erwägt, daß auf Der englische Bergarbeiterstreik. Am 19. d. M. Zustände, erzeugt. Aus dem kleinen Häuflein von zielbewußten diesem Zettel unter anderen die Gruppe„ Eisen- u. Stahl" mit 5, Sozialisten, die dem 1868 er Arbeitertag beiwohnten, ist eine die Gruppe Holz" mit 4, das" Baugewerk" gleichfalls mit 4 findet in Birmingham ein allgemeiner Delegirtentag mächtige Armee geworden, deren siegreiche Truppen im Kampfe Vertretern bedacht sind, dann ist freilich die Textilgruppe mit 2 des Bergarbeiter- Bundes statt, um darüber zu berathen, ob gestählt wurden, sich Erfahrungen sammelten und deren Waffen Bertretern sehr stiefmütterlich behandelt werden. Wir schlagen der allgemeine Streit begonnen werden soll oder nicht. Die die Thatsachen sind. Die Nürnberger Sozialisten haben eben deshalb vor, aus der Gruppe Eisen- u. Stahl" den Namen Grubenbesitzer haben bekanntlich eine allgemeine Lohn einen Beweis davon geliefert und, alter Rathhaussaal, wer weiß, 272 Josef Klingebeil III, Salle a. d. S., wegzulaffen und an dessen Stelle Nr. 828, Friedrich Anton Rickmann, Chemnitz, reduktion von 25 pet. beschlossen. Bei dieser Gelegenheit was sich in deinen Räumen noch abspielt!" Aue Nr. 6, zu wählen. Die Textilgruppe hat dann 3 Vertreter; sei erwähnt, daß die anarchischen Zustände im Kohlenin anbetracht der gewaltigen Ausdehnung unserer deutschen Bergbau unter den englischen Grubenarbeitern dem GeTextilindustrie eine gewiß ganz bescheidene Zahl. danken der Verstaatlichung der Gruben mehr Die Kommission des Bezirksverbands ber und mehr Eingang verschaffen. Krantentassen von Chemniz u. Umg. = Soziale Meberlicht. Ein Vertheidiger der Familie, Herr Buloz, Ehemann und Familienvater, Haupteigenthümer und Leiter der Zur Beachtung. Bier der Spandauer Bergbrauerei schänken: ,, Revue des deux Mondes", ber vornehmsten Monatsschrift Schröder, Wallstr. 76; Sachse, Lindowerstr. 26; Fischer, Heimdes bürgerlichen, für Familie und Eigenthum schwärmenden straße 25; Klok, Gormann- und Steinstraßen- Ecke; Mönke, Frankreich, hat binnen einem Jahre mit einer lüderlichen Louisen- Ufer 12; Freidenberg, Dresdenerstr. 48. Da es &. D.- 3." zufolge die Drosch tentutscher feit Dienstag In Freienwalde a. D. haben einer Mittheilung der ihre Thätigkeit eingestellt. Als Grund des Ausstandes wird die Festsetzung einer neuen Fahrtage durch die Behörde angegeben. Die Maurer befinden sich in Danzig und Neustettin mit den Unternehmern in Lohndifferenzen und ist deshalb der Zuzug nach dort fernzuhalten. " J. Auftrage: Carl Riemann, Chemnis, Stiftsstr. 1. N. B. Alle befreundeten Blätter werden höflichst um Abbrud gebeten. Für den Inhalt der Inserate über. nimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung Theater. Sonnabend, den 15. Juli. Friedrich- Wilhelmstädt. Theater. Orpheus in der Unterwelt. Kroll's Theater. Frißchen und Lieschen. Die Perlenfischer. Viktoria Theater. Frau Venus. National- Theater. Lehmann auf der Weltausstellung in Chicago. Adolf Ernst- Theater. Der Schwiegerpapa. Alexanderplak Carlos. Apollo Theater. Vorstellung. Vorstellung. Theater. Don Spezialitäten Kaufmann's Variété. SpezialitätenKönigl. italienischer Circus Ernesto Ciniselli. Stadtbahnstation Zoologischer Garten. Heute, Sonnabend, den 15. Juli: Große Brillant- Vorstellung. Zum S. Male: Die Erschaffung des Weibes oder: Das Weib durch die Jahrhunderte. Gr. Ausstattungspantomime mit Ballet mit durchweg neuen Dekorationen, Rostümen, Requisiten 2c. Gesetzl. geschützt. Inscenirt vom Dir. Ernesto Ciniselli. Arrangements u. vorkommende Tänze vom fönigl. italienischen Balletmeister Ant. Tignani. Ferner Auftreten der renommirtesten Künstler und Künstlerinnen, sowie Reiten und Vorführen der bestdressirten Schul- und Freiheitspferde. Achtungsvoll Ernesto Ciniselli, Direktor. Hippodrom unter Wasser. National- Theater. BERLINER Große Frankfurterstraße 182. Sensationelle Novität! Lehmann auf der Weltausstellung in Chicago. Große Ausstattungs- Posse mit Gesang und Tanz in 5 Aufzügen von Eugen Prudens. Mufit von Adolph Widecke. Regie: M. Samst. Raffenöffnung 5/2 Uhr. Anfang der Abend- Vorstellung 71/2 Uhr. Im Garten auf der Sommerbühne: Ein kleines Mißverständnik. Lustspiel in 1 Aft.- Regie: F. Schäfer. Hierauf: Die Balletschule. Posse mit Gefang und Tanz in 1 Att. Regie: Hugo Hummel. Vor, nach und zwischen den Einaftern Auffreten von Specialitäten I. Ranges. Morgen: Dieselbe Vorstellung. PassagePanopticum. Unserem Genossen dem Zimmerer Karl Müller zu feinem heutigen Wiegenfefte ein ende wackelt. 25. 19. C. donnerndes Hoch, daß das ganze West45432 Einige Genossen. Allen Bekannten zur Nachricht, daß der Lederarbeiter Ewald Fiedler 879b am 12. Juli verstorben ist. Die Beerdigung findet am Sonntag, den 16. Juli, Vorm. 10 Uhr, vom Krankenhause am Urban aus nach dem Emmaus- Kirchhof statt. Die trauernden Hinterbliebenen. Zur Kenntnißnahme. Allen Freunden und Bekannten zur Nachricht, daß am Sonntag, den 16. b. M., Nachm. 3 Uhr, für die bei der Dampferpartie am 17. Juli v. J. verunglückten 369/14 Schmidt'schen Eheleute der Grabstein gesetzt wird, wozu alle Freie Volksbühne. Sonntag, den 23. Juli: Drittes Stiftungs- Fest im Schloß Schönholz bei Pankow. Programm: Grosses Konzert, ausgeführt von 40 Mitgliedern der Freien Vereinigung der Zivilberufsmusiker. Gesangsaufführungen von 300 Sängern( Mitgliedern d. Arbeiter Sängerbundes) unter der Direktion des Herrn 0. Sudjsdorf. Um 10 Uhr: Jm Saale: Beginn des preisgekrönten Festspiels von E. Gersdorf Empor zum Licht." Die Hauptrollen liegen in den Händen des Frl. Hulda Behr, Bertrand, Brehm, Samst, der Herren Carlow und Harnack. Das Festspiel wird nach Wunsch wiederholt. Um 10 Uhr: Auf dem Festplat Eugen Richter's Zukunftsstadt. Freunde und Bekannte hierdurch freund- 1. Belustigungsort. 2. Museum. 3. Theater. 4. Findelhaus. 5. Blechschmiede lichst eingeladen werden. Treffpunkt: des Genossen Bachem. 6. Stiefelpuhinstitut des Genossen Eugen Richter. Wilhelmsberg 3 Uhr Nachmittags. 7. Börse. 8. Heim für Töchter höherer Stände. HIPPODROM Kläne's Konzert- Park. Direktion: A. Houck, Am Kurfürstendamm. 2 Min. von Station Zoolog. Garten. Sonnabend, den 15. Juli: Neu! Zum 2. Male: Neu! Am Strande von Ostende. Gr.Wasser- Pantomime in 13 Bildern ( u. a.: Susanne im Bade) v. Arthur Fraenkel; unter Mitwirkung von 300 Damen, 200 Herren, 80 Pferden, 30 Wagen etc. Grosses Corps de ballet, Ruder- Regatta, Schnitzeljagd, Blumenkorso, Feuerwerk etc. Ausserdem: Römisches Reiten und Fahren von Herren und Damen. Miss Athene und Mr. Hajex, berühmte Thurmseilkünstler. Signorita Elisabetta, Jagdevolutionen zu Pferde, Hasen- und Taubenschiessen etc. Anfang des Konzerts 5 Uhr, der Vorstellung 8 Uhr. Grösstes Etablissement MorigSchau- u.VergnügungsEtablissement der Welt. Entree 50 Pf. Castan' Panopticum. Neu: Der Tod als Erlöser. Neu: Die Schrecken des Meeres. Bauern- Aufstand! Illusionist. Vorstellungen. Play. Buggenhagen. Moritz Play. Täglich: Gr. Garten- Konsert. Großer Frühstücks- n. Mittagstifdj. Spezial- Ausschant von Pahenhofer Lagerbier, hell und dunkel. Bei ungünstiger Witterung findet das Konzert in den unteren Restaurationsräumen statt. Entree Wochent. 10 Pf. Sonnt. 25 Pf. Säle für Versammlungen, Kommerje, Festlichkeiten 2c. G ratweil'sche Bierhallen. Kommandantenstr. 77-79. Täglich: Auftreten der Leipziger Sänger vom Krystall- talaft. Wochent. 71/2 Uhr. Entree 10 Pf. Irrgarten. Schreckenskammer. Alſ. Sonntags 6 Uhr. Entree 30 B Schweizer- Garten Anerkannt gute Süge. Säle Küche. Carl Koch. Am Königsthor. Am Friedrichshain. für Festlichkeiten und Versammlungen. 暖 Täglich: Theater- und Spezialitäten Vorstellung. Gebr. Beyer; Gebr. Caudelli; Familie Grunathos; M. Grabow; Herm. Schulte u. S. W. Jm Saale: Ball. Altes Schüßenhaus, Linienstraße 5, empfiehlt seine Festfäle ( 560 Personen fassend) zu allen Gelegen heiten. 7336 Th. Boltz' Festsäle, Alte Jakobstrasse 75.[ 727b - Volksbelustigungen aller Art.-Gr. u. l. Säle z. Feßlichkeiten u. Entrée 30 Pf. Versammlungen. Garten für zirka Jed. Mittwoch: Familien- u. Kinderfest. 400 Perf. Teleph.- Anschl. Amt I 1082. Ostbahn- Park am Rüstriner Play, ( Hermann Jmbs). Rüdersdorferstr. 71, am Ostbahnhof. Theater und Täglich: Bonet, Spezialitäten Vorstellung. Neu u. sensationell: 3 Schwestern Peretti, Runstradfahrerinnen. Emmy u. Reinhold Hintsche, Ge fangs- u. Charakter- Duettisten 2c. Boltsbelustig. jeder Art. 4 Kegelbahnen z. Verfügung. Kaffeeküche geöffnet an Wochentagen von 2 bis 6 Uhr, Sonntags von 2-5 Uhr. Moabiter Gesellschaftshaus. Alt- Moabit 80 und 81. Täglich: Schmiedel's Festsäle, Alte Jakobstrasse 32, empfehle meine hocheleganten Säle zur Abhaltung jeder Art Festlichkeiten. Auch steht den geehrten Vereinen 2c. der große Sommergarten zur Verfügung. Wwe E. Schmiedel. Britz, Chausseestr. No. 39. Sonntag, den 16. Juli: Erstes gr. Sommer- Fest veranstaltet vom Gesang- Verein„ Lyra"( Britz). ( Mitglied des Arb.-S.-B.) unter Zeitung seines Dirigenten Herrn A. Kümpfel, Eugen Richter: Ahlwardt: Herr Hugo Hummel. Die Zukunftsstadt bleibt während des ganzen Tages geöffnet. Vormittags: Wettkegeln. Nachmittags: Wettspiele für Kinder u. Erwachsene. Um 4 Uhr: Grosse Verloosung bedeutender dichterischer Werke und Photographieen. Billets à 20 Pf.( auf dem Festplat 30 Pf.)[ find in allen mit Plakaten belegten Handlungen zu haben. Avis! Auf grund der Erfahrungen vom Sonntag, den 9. Juli, bei dem Fest des Arbeiter- Sängerbundes und der Arbeiter- Bildungsschule, ist mit dem Dekonomen des Etablissements Schloß Schönholz die Vereinbarung getroffen worden, daß die Zahl der Buffets verdoppelt wird, und 75 Kellner unter gütiger Mitwirkung des Gesang- Buffetiers und Kellner fast sämmtlich Mitglieder des Vereins Berliner Vereins ,, Unverzagt", sowie des Musik- Gastwirthsgehilfen engagirt werden. Auf dem Festplatz werden sich WurstVereins ,, Musikfreunde". buden befinden und für frisches Wasser wird in weitestem Maße gesorgt werden, während Sprengwagen die Wege nach dem Festplatz vom Staub befreien sollen. Birka 100 freiwillige Ordner werden an dem Feste für Aufrechterhaltung der Ordnung forgen und sich den Besuchern zur Verfügung halten. Unter dem permanent in einem besonderen Zimmer weilenden Festkomitee wird sich ein Arzt befinden. Im Saale: Grosser Ball. Volksbeluftigungen aller Art. Bei eintretender Dunkelheit: Grosser Fackelzug. Jedes Kind erhält eine Stocklaterne gratis. Die Kaffeeküche ist von 2 Uhr an geöffnet. Anfang 4 Uhr. Programm 25 Pf. Hierzu ladet freundlichst ein 159/5 Der Vorstand. Rixdorf, Karlsgartenstraße 1; Ecke Hermannstraße. Empfehle allen Freunden, Bekannten und Genossen mein Weiß- u. Bairisch Bierlokal. Gute Speisen u. Getränke. Großes Vereinszimmer mit Piano. 45172* Paul Hilpert, Restaurateur. Potsdam.. Seitens des Romitees sind überhaupt 30 000 Billets; ausgegeben und es besteht im Schooße des Komitees die Absicht, falls sich herausstellt, daß das Fest einen starken Besuch findet, nur in ganz beschränktem Maße Eintrittskarten auf dem Festplatz zu verkaufen. Deswegen richtet das unterzeichnete Komitee an die Mitglieder und Freunde der Freien Volfsbühne die dringende Bitte, ihren Bedarf an Billets ben Bahlstellen möglichst bald zu entnehmen, damit das Komitee eine Uebersicht über den muthmaßlichen Besuch gewinnt. Die Ordner der Freien Volksbühne und die Damen und Herren, die sich zur Uebernahme eines Ordneramts für diesen Tag gemeldet haben, werden ersucht, sich am Montag, den 17. Juli, Abends 8 Uhr, im Schloß Schönholz zu einer Besprechung einzufinden. Das Festkomitee. Zu dem vorstehenden Feste werde ich durch umfassende Vorbereitungen Sorge tragen, daß den Wünschen meiner Gäste nach Speise und Trant vollauf Genüge geleistet werden kann. 390/5 R. Domak, Dekonom, Pächter des Schlosses Schönholz. Restaurant Charlottenhof. Den Berliner Parteigenossen empfehle bei Ausflügen nach Potsdam mein am Bahnhof Charlottenhof gelegenes Re- Montag, den 17. Juli( Guter Montag), in der Unions- Brauerei, aurant. Schöner großer Garten, Billard, Kegelbahn. Um regen Besuch bittet Achtungsvoll F. Broseit, Potsdam, Alte Louisenstr. 32, gegen über dem Bahnhof Charlottenhof. Größere Gesellschaften bitte vorher anzumelden. 18b Empfehle nach wie vor mein vergrößertes Lokal, franz. Billard ze. Hasenhaide No. 22-31: Grosses Sommer- Fest der Arbeiter und Arbeiterinnen dem verehrten Publikum. Vorwärts, in Buchbindereien, Album-, Karton-, Lederwaaren-, Luxusund Glacé- Karton- Papier- Fabriken. Volks- Zeitung, sowie andere Zeitungen liegen aus. M. Berndt, [ 3596L Oranien- u. Alexandrinenstr.- Ecke. Gr. Instrumental- Konzert Großes Vereinszimmer auch mit Klavier- Benutzung, zu vergeb 6826* Charlottenburg, Goethestr. 75. Freundl. Vereinszimmer für zirka 30 Personen in der Nähe des Oranienburger- oder Rofenthaler Thors tür Mittwochs gesucht. Adr. nach Invalidenstr. 105, 2 Tr. I. 8836 Achtung! Neu eröffnet! Empfehle mein Gartenlokal mit schönem Vereinszimmer. Weiße 20, Seidel 10 Pf. Staffeeküche. J. Kutsch, Fichtestr. 19, Ecke Gräfestraße( Hasenhaide). 8926 unter Leitung des Kapellmeisters Zimmermann. Runft 9 Uhr: E Grosser humoristisch- satirischer Festzug: Vorsintfluthliche Erscheinungen. Für die Gegenwart neu erweckt und in Bildern vorgeführt. Grosse Fackel- Polonaise. Jedes Kind erhält eine Fadel gratis. 1 Humoristische Schaustellungen n. Volksbelustigungen jeder Art. Auftreten der Tyroler Sängergesellschaft ,, Spreethaler." In beiden Sälen: Großer Ball. Herren, welche daran theilnehmen, zahlen 50 Pfennige nach. Anfang des Konzertes 4 Uhr, des Balles 5 Uhr. Entree im Vorverkauf 20 Pf., an der Kasse 25 Pf. Billets sind in sämmtlichen Zahlstellen, im Arbeitsnachweis, DresdenerSchönleinstr.. 6 mit Vereinszimmer, straße 116, bei sämmtlichen Vorstandsmitgliedern, sowie in allen mit Plakaten Restauration Bur Landpartie nach 2 Kegelbahnen, anderweitig zu ver- belegten Handlungen zu haben. Birkenwerder a. d. Nordbahn miethen. Näheres beim Wirth. 8916 Restaurant Schügenhaus. Allen Freunden u. Genossen, namentlich den verehrten Vereinen bestens empfohlen. Große Raffeeküche. Zwei verd. Kegelbahnen. Große Halle mit ff. Speisen und Getränke zu foliden Preisen ist gesorgt. Vorw." liegt aus. Piano stehen zur Verfügung. Für Carl Hietzig, Gastwirth. Die Kaffeeküche ist von 2 Uhr an geöffnet. Bei ungünstiger Witterung Schutz für 8000 Personen. Um zahlreiches Erscheinen ersucht Das Komitee. NB. Die Kollegen werden gebeten, für den Vertrieb der Billets und Blakate zu sorgen. D. O. 120/6 Am Dienstag Abend ist in der Anarchisten- Versammlung ein Hut vertauscht worden. Adresse bitte in der Expedition des„ Vorwärts" abzugeben. G. Regenschirm gef. in Schloß- Schönstraße 45, v. 3 Tr. Buchführung. Sämmtl. einschl.Arbeiten, Sonntag, den 16. Juli, Vormittags 10% Uhr, in Sol' Festfälen, nimmt bill. K., Buchhalter, Saarbrüder ola. Abzuholen bei Witte, Putbuser: 898b stunden- u.halbe tageweise, überVereinszimmer( Pianino) Friedenstraße 7, 1 Tr. lints. 861b* Theater- und Spezialitäten- traße 74. Vorstellung, fowie Concert. Anfang 4 Uhr. Entree 30 Pf., refervirter Platz 50 Pf. Helmuth Peters. 4127L* Schloß Weißensee. 371M Verband aller in der Metallindustrie beschäftigten Arbeiter Berlins und Umgegend. Alte Jakobftraße Nr. 75: Branchen- Versammlung der Rohrleger und Gehilfen. Tagesordnung: 1. Vortrag des Genossen Julius Türk über: Morgen, Der Kampf gegen das Verbrechen". 2. Diskussion. 3. Wahl eines Fachtommiffionsmitgliedes. 4. Verbandsangelegenheiten und Verschiedenes. Um zahlreiches und pünktliches Erscheinen wird gebeten. Nichtmitglieder 232/11 Der Vorstand. Gloß Zum Sternecker. Sonntag: Tag und Nacht- Gebr. Niagara, als Feuerwerker als Gäste willkommen. Donnerstag, den 13. Juli: Benefiz Vorstellung der für die Marnitz- Gasch- Truppe. a. d. hohen Seil. 878b Dranienstr. 187. 4,50 m. ab Play Preßkohlen 1000 250 gr J. Semmel, Oranienste. 55, Empfehle Genoffen m. Reſtauration, Konzert. Feuerwerk. Bal champêtre. See- Theater. frei, m. pacen 6 M. liefert H. Buxbaum, pr. Zahn- Arzt. Spr. 8-6. Sonnt. 9-1. Vereinsz. J. Lenz, Alte Jakobstr. 69. Volksbelustigungen. Fontaine lumineuse. Illumination. 884b Verantwortlicher Redakteur: Wilhelm Schröder in Berlin. Drud und Verlag von Maz Bading in Berlin, SW, Beuthstraße 2. Theilzahlung gestattet. Hierzu zwei Beilagen, 1. Beilage zum„Vorwärts" Berliner Volksblatt. Är. 164. Sonnabend, den 13. Inli 1893. 16. Jahrg. Vorlmneuksbevichke. Deutscher Reichstag. 7. Sitzung v o m 14. Juli. I Uhr. Am Tische des Bundesrathes: Graf von Caprivi, von Bötticher, von Marschall, von Maltzahn. von Kaltenborn, von Asch. Graf Hohenthal, Graf von L e r ch e n f e l d u. a. Zunächst genehmigt das Haus den Antrag Werner wegen LinsicllungD des Strafverfahrens gegen Zl hl war dt und setzt dann die zweite Berathung der Militär- vorläge fort. Ter Antrag des Prinzen C a r o l a t h. welcher die zweijährige Dienstzeit festlegen will für die Zeit der Ausrechterhaltung des jetzt bewilligten Präsenzstandes und der bewilligten Formationen wird mit 274 gegen 105 Stimmen abgejlehnr. Für denselben stimmen geschlössen die National- liberalen, die Pole», die Freisinnige Vereinigung und die deutsche Reformpartei, ferner von der Reichspartei die Abgg. von Gült- lingen, Höffe! und Schultz-Lupitz, von den Freisinnigen Ancker und Pfliigcr-Baden, von den Konservativen Pöhlman» und Zorn ron Bulach, der Elsasser Haas und von den Wilden v. Hornstein. Der§ 1 des Artikel 2 wird unverändert angenommen. Nach§ 2 soll den nach zweijähriger Dienstzeit entlassenen Mannschaften die Erlaubnis zur Auswanderung für das nächste Jahr verweigert werden. Abg. Grober(Z): Wenn der Reichskanzler etwa glaubt durch seine Angriffe und Verunglimpfungen auf unsere Fraktion, die er nicht zurückgenommen, uns im Lande zu diskreditiren, oder einen Streit unter uns zu erregen, so irrt er sich. Wenn er unsere Führer angreift, so weiß man wohl, daß unsere Führer immer vom Bundesrathstisch aus angegriffen sind.(Zustimmung im Zentrum). Der tz 2 will die nach 2 Jahren entlassenen Mannschaften in die Stellung der Ordreurlanber zurückdrängen. Man sollte das nach den Motiven nicht annehmen; wahrschein- lich sind die Motive von einem anderen verfaßt als die Vorlage. Wenn§ 2 angenommen wird, so wird damit vielleicht etwas de- schloffen, was man eigentlich nicht will. Denn auf die nach 2 Jahren entlassenen Mannschaften sollen Bestimmungen über die Reservisten nicht vollständig, sondern nur sinngemäße Zlnwen- dnng finden; damit werden also die nach 2 Jahren entlassenen Mannschaften als Dispositionsurlauber bezeichnet. In einer solchen Frage muß Klarheit geschaffen werden von den Herren, welche die Vorlage annehmen wollen. Bundeskommissar Major Wachs erklärt, daß die Bedenken des Vorredners unbegründet seien. Sinngemäße Anwendung könnten die Bestimmungen auf die nach 2 Jahren noch zurück- behaltenen Mannschaften nur finden, weil sie eben zurückbehalten, nicht zum Dienst eingezogen sind. Diese Zurückbehaltung soll als Uebung gelten. Abg. Graf v. Bismarck» Schönhausen: Nachdem der Ver- laus der gestrigen Debatte das Schicksal der Militärvorlage im ganzen geklärt hat, möchte ich doch aus Anlaß der Berathung des jetzt uns beschäftigenden Paragraphen noch einige Momente betonen, bevor der hohe Reichstag sie in dritter Lesung definitiv festlegt. Ich schicke voraus, daß von der Nothwendigkeit einer Verstärkung unseres Heeres niemand mehr durchdrungen sei» kann, als wie ich es bin, und zwar schon seit mehr als ö>/s Jahren, seit dem Herbst 1889. Ich rvill nur hervorheben, daß im Vergleich mit anderen Großstaaten davon keine Rede sein kann, daß wir finanziell nicht im stände wären(Unruhe links. Abg. Richter ruft: Zur Sache!), die uns zugemutheten Lasten zu tragen. Ich nahm an. daß ich so lange zur Sache spreche, bis der Herr Präsident mich unterbricht.(Fortgesetzte große Unruhe links.) Mein lebhaftes Bedenken ist nur daraus begründet, daß die jetzige Vorlage gegen die ursprüngliche Vor- läge so abgeschwächt ist(Abg. Richter ruft: Spezialdiskussion!) und diese Abschwächung ist deshalb uin so mehr zu bedauern (Fortdauernde Unruhe links. Abg. Richter ruft: Zweite Lesung!), als dasjenige, was als Ausgleichung für die Abschaffung der dreijährigen Dienstzeit auf dem Felde der artilleristischen Leistungen dienen sollte, abgestrichen worden ist. Ich mag aber die Hoffnung nicht aufgeben, daß die Bemühungen, die im Gange gewesen sind, die ursprüngliche Vorlage wiederherzustellen, von Erfolg gekrönt sein »nögen. Denn ich stehe auf dem Standpunkte, daß ausreichende Liompensationen nothwendig waren, um die zweijährige Dienstzeit akzeptabel zu machen, ein Standpunkt, der fünf Monate lang vom Regierungstisch festgehalten worden ist(Große Unruhe links; lebhafte Rufe. Zur Sache!)(Vizepräsident v. B u o l: Ich bitte den Redner nicht zu unterbrechen— Beifalls rechts; die Unruhe auf der linken Seite dauert fort). Ich werde Sie ruhig schreien und rufen lassen, mache Sie aber darauf aufmerksam, daß Sie damit nur die Diskussion hinziehen. Die Bedenken gegen die zweijährige Dienstzeit, wie sie auf der rechten Seite des Hauses angeführt sind, sind wesentlich gestiegen dadurch, daß vom 5. bis K. Mai d. I. die Abschwächung durch den Antrag v. Huene statt- fand.(Abg. 9t i ch t e r;§ 2!§ 2!) Ich habe mit Befriedigun g gehört, daß sich gestern der Führer der Konservativen, Freiherr von Manteuffel—(Laute Rufe links, namentlich vom_ Abgeordneten Richter:§2!§2! Glocke des Präsidenten. Der Präsident bittet wiederholt, den Redner nicht zu unterbrechen. Abg. von iiardorff: Volksversammlung sttadauversammlung!)— ich fahre fort, sobald der Herr Präsident die Ruhe auf der linken Seite des Hauses wieder hergestellt hat. Ich habe mich gefreut, daß der Führer der Konservativen gestern noch einmal die schweren Bedenken zum Ausdruck gebracht und sormulirt hat, denn es ist für jeden Ehrenmann ein schweres Opfer, ein Prinzip aufzugeben, dem man während seiner ganzen parlamentarischen Laufbahn fest angehangen und das man in Gemeinschaft mit der Regierung verfochten hat.(Beifall rechts.) Alles, was konservativ im Reiche genannt zu werden verdient, steht auf dem Boden der Tradition und chcs Vermächtnisses des hochseligen Kaisers Wilhelm I.(Beifall rechts), der lieber seine Krone niederlegen als auf die dreijährige Dienstzeit verzichten wollte.(Abg."Richter ß 2, ß 2!) Dieser Monarch ist berathen worden von Generälen und Feldherrn, wie sie die Welt bisher nicht gesehen hat(Abg. Richter: Z 2,§ 2!), welche die Armee führten, die die Siege von 1366 und 1370 erfochten hat, und die beste war. die die Welt gesehen hat.(Wiederholte große Unruhe und Zwischenrufe links, Glocke des Präsidenten.) Die Erfolge haben dem hochseligen Kaiser Wilhelm Recht gegeben, wenn er auf das Prinzip der dreijährigen Dienstzeit nicht verzichten wollte. Ich will nicht rekapituliren, obgleich ich bei der Berathung dieses Paragraphen das volle Recht dazu hätte.(Lachen links.) Ich will das hohe Haus nicht ermüden und alle Erwägungen pro und contra wiederholen, welche in den letzten 6 Monaten die Presse und das Publikum beschäftigt haben über die zwei- und dreijährige Dienstzeit, aber darauf will ich doch hinweisen, daß der Wandel in der Auffassung vom Bundesrathstische noch kein so sehr alter ist. Anfangs April, ich glaube am 5. 1890, also zur Zeit der stiegierung des jetzigen Reichskanzlers(Heiterkeit links), enthielt das amtliche Organ des Kriegsministeriums einen ausgezeichneten Artikel über die Unmöglichkeit, die zweijährige Dienstzeit zu akzeptiren..... ich meine natürlich, als der jetzige Reichskanzler die Zügel der Regierung in der Hand hatte. Ob ich von Sr. Majestät Regierung oder von den Repräsentanten drselben spreche, ist gleichgiltig, und wenn das die Herren zur Heiterkeit stimmt, so zeigt das, daß ihre staatsrechtliche Bildung nicht auf der Höhe ihrer Heiterkeit steht.(Lachen links, großer Lärm.) Dieser Artikel vom 5. April 1390 schloß mit den Worten: Unter diesen Umständen eine Verkürzung der Dienstzeit einzuführen, wäre ein Experiment, für welches niemand die Verantwortung übernehmen könnte. Im Uebrigen können wir auf das Bestimmteste aussprechen, daß eine solche Absicht bei der Regierung nicht im Enferntesten vorliegt. Nun sind Versuche mit der Einführung der zweijährigen Dienstzeit, in erster Linie beim Gardekorps, angestellt, bei einem als vorzüglich anerkannten Regiment ist ein Probe- bataillon zusammengestellt worden. Nach Aeußerungen, die ich von Offizieren des Regiments hörte,(Abg. Richter: Z 2!§2!) hat sich alles erreichen lassen an Drill und Mannszucht, was man nur erwarten konnte. Das Probebataillon war aus den besten Mannschaften zusammengestellt. Aber eine Sache ist wichtig, vielleicht die wichtigste, und das sind die Schießresultate, und gerade darüber führte dieser Artikel des„Militärwochen- blatteS" aus, daß bei Einführung der neuen komplizirteren und schwierigeren Waffe es für den Mann schwieriger sein würde, mit zwei Jahren den Anforderungen zu genügen, besonders für den weniger Begabten, als mit drei Jahren. Das ist ein Be- denken, welches mir gewiß von militärischer Seite auch zu gute gehalten werden wird. Zweitens ist ein wichtiges Moment, daß die stieservisten selbstverständlich besser sind bei den Uebungen nach längeren Jahren, wenn sie vorher drei Jahre bei der Fahne waren. Jetzt hat man die Erfahrung machen können: wer als Königsurlauber ein vorzüglich bewährter Soldat war, bei dem faß bei der Entlassung alles ebenso fest wie bei den Dreijährigen, aber ich möchte das vergleichen damit, daß bei einem Examen bei manchen Menschen alles glänzend ist, die weniger Begabten aber nach einigen Jahren nichts mehr wissen. Jeder Kompagnie- chef wird sagen, daß er lieber Reservisten hat, die vorher drei Jahre gedient haben, als Zweijährige. Weiter muß ich darauf hinweisen, daß der Reichskanzler, gewiß einer unserer an- gesehensten Truppensührer und Generäle, nicht die dauernde gesetzliche Festlegung der zweijährigen Dienstzeit gewähren will. 'Alle Leute, die nicht weit voraussehen, die keine Verantwortung zu tragen haben, die die Sache nicht mitgemacht haben, sind natürlich für die zwei-, ja für die einjährige Dienstzeit; das ist ja populärer. Der Reichskanzler hat nicht die Hand dazu bieten wollen, das ist für mich der Angelpunkt, der es mir ermöglicht hat, gestern für die Vorlage zu stimmen. Der Reichskanzler hat erklärt, es würde wohl kein stieichstag nnpatriotisch genug sein, auf der zweijährigen Dienst- zeit zu bestehen, wenn es sich wider Erwarten ergeben sollte, daß wir nicht damit auskommen können. Das ist die Brücke, aus die jeder Patriot treten kann. Eins nur bedrückt mich, das ist das Experimenliren mit der Armee, das Gefahren in sich birgt. Wenn während der nächsten fünf Jahre ein Krieg ausbricht(Lachen links),— die politische Wahrscheinlichkeit ist eher dafür als dagegen(Widerspruch links), das ist wenigstens meine Ansicht, der ich mich so lange mit aktiver Politik be- schäftigt habe(Lachen links),— so trifft uns derselbe in einer nicht angenehmen Situation, da wir uns gerade in einer tiefen Reorganisation befinden würden. Die Staaten, welche mit uns an Militärkräften auf gleicher Stufe stehen, erhalten die drei- jährige Dienstzeit, und die mit uns verbündeten Mächte, welche militärisch weniger leistungsfähig sind, werden vielleicht Strö- mungcn liberaler Natur oder Einflüsterungen des in Ungarn und Italien sehr ausgeprägten Nationalstolzes gegenüber nicht stark genug sein, zu widerstehen, wenn Anträge eingebracht werden, uns in der Einführung der zweijährigen Dienstzeit zu folgen. Die Vorbedingungen, die es zulässig erscheinen lasse», daß bei uns das Experiinent gemacht wird, bestehen bei den anderen Armeen nicht. Wir sind stolz darauf, daß wir die beste Armee und das beste Offizierkorps der Welt haben.(Beifall rechts.) Eine andere Sache, die außerordentlich bedenklich ist, ist die Möglichkeit, daß die Sozialdemokratie leichter in die Armee ein- dringt, wenn die Soldaten nur zwei Jahre zu dienen brauchen. (Zuruf bei den Sozialdemokraten: Kommt so wie so! Ist schon drin!) Wir haben viele fliegimenter, die in industriellen Bezirken rekrutiren und garnisoniren. Gerade dort war es von besonders wesentlichem Einfluß, daß einige älter gediente Leute den Unter- ossiziercn zur Seite standen, um die Rekruten für die Ideen der militärischen Zucht und Ordnung zu gewinnen. In der Zukunft wird das wenigstens nicht erleichtert werden. Das empfängliche Jugendalter von 16—20 Jahren ist dasjenige, wo alle sozial- demokratischen Genossen die Irrlehren ihrer Partei in sich auf« nehmen.(Zuruf bei den Sozialdemokraten: Sie müssen es ja wissen!) Diese unreife Jugend stellt die zahlreichsten Besucher zu allen Versammlungen. Wenn diese mit 20 Jahren ausgehoben werden, kommen sie als erklärte Sozialdemokraten in die Armee, so in Berlin, Hamburg, Elberfeld u. s. w. Nach 2 Jahren kann noch nicht mit Sicherbeit erwartet werden, baß statt des sozial- demokratischen der solda ifche Geist in die Leute eingedrungen ist. Das erste Dicnstjahr ist ein Jahr der Qual, im zweiten müssen die Soldaten auch noch viel lernen, im dritten Jahr beginnt der Soldat sich zu fühlen.(Lachen links.) Wir werden künftig jüngere Unteroffiziere bekommen, das Halle ich für bedenklich. Wie sehr die Sozialdemokraten den Einfluß der Unteroffiziere zu schätzen wissen, zeigt die Aufforderung von leitender Stelle, daß alle eingezogenen Sozialdemokraten sich möglichst guter Führung befleißigen und, wenn thunlich, suchen sollen, Unteroffiziere zu werden, damit sie nachher als Unteroffiziere in unverdächtiger Weise für die umstürzlerischen Theorien wirken könnten.(Wider- spruch bei den Sozialdemokraten.) Das ist ja ganz weise von Ihnen, aber es ist auch eine Pflicht der die Regierung unter- stützenden Parteien, für die Aufrechterhaltung der bestehenden Ordnung zu sorgen. Als das beste Mittel gegen die Sozial- demokratie sehe ich das Zurückgehen zur dreijährigen Dienstzeit an.(Zuruf bei den Sozialdemokraten: Nützt alles nichts!) Bei der Thatsache, daß die jetzige Militärvorlage schon neun Monate publik ist, hat es keinen Zweck, sich noch weiter damit zu beschäftigen; aber ich habe das Wort ergriffen, weil ich die Hoffnung nicht aufgeben mag, daß noch Anträge aus der Mitte des Hauses gestellt werden, welche zur Freude der Regierung die erste Vorlage wiederherstellen, die besser war als dieser Huene'sche Torso. (Lachen links.) Alle Diejenigen, welche für die Vorlage stimmen. werden das nicht ohne schwere Bedenken thun. Wenn jemals, was Gott verhüten möge, innerhalb der nächsten 5 Jahre uns ein Unfall zustoßen sollte, möchte ich nicht zu denjenigen gehören, die leichten Herzens für diese Borlage gestimmt haben.(Beifall rechts. Lachen und Zurufe links.) flieichskanzler Graf von Caprivi: Der Vorredner hat ge- sagt, ich möchte doch wohl nicht von der Güte der zweijährigen Dienstzeit hinreichend überzeugt sein, denn ich hätte die Maß- regel nur für 5 Jahre vorgeschlagen. Ich bin völlig überzeugt, mache aber nicht den Anspruch unfehlbar zu sein(Zustimmung) und die Zukunft vorauszusehen. Der Vorredner hat sich der Frage zugewandt, wie die neue Einrichtung auf das Vcrhältniß der Sozialdemokratie zum Heere wirken wird. Ich bedauere konstatiren zu müssen, daß der Vorredner von manchen falschen Voraussetzungen in be- zug auf die Infanterie ausgegangen ist; er hat nicht ver- folgt, wie sie sich im Laufe der Zeit gestaltet hat. Von der drei- jährigen Dienstzeit haben wir seit lange nichts mehr gehabt. (Widerspruch des Grafen Bismarck: Habe ich gesagt! 25 Mann per Kompagnie! Rufe links: Ruhe!) Wir haben niemals mehr als 15—25 Mann per Kompagnie aus dem dritten Jahrgang gehabt.(Graf Bismarck: Habe ich wörtlich gesagt!) Dann wiederhole ich es nur, auch wenn es der Vorredner gesagt hat. Unsere Bestimmungen verpflichten uns aber, die besten Leute zur Disposition zu stellen; selbst wenn das auch nicht der Fall wäre, so müßten wir es thun, denn die zur Dispositionstellung soll ja ein Ansporn sein. Was zurückbleibt setzt sich zusammen aus einigen Spezialisten: Schneidern, Ofsizierburschen nnd aus solchen Leuten, die sich nicht besonders geführt haben. Wenn wir durch die Sozialdemokratie verseucht werden, so theile ich die Ansicht des Vorredners, daß das eine sehr böse Seuche ist und daß man dagegen einschreiten muß. Ich würde also im Sinne des Vorredners handeln, wenn ich die sozialdemo- kratisch durchseuchten Leute im dritten Jahre behielte. Würde das die Wirkung haben, daß einmal die Leute selbst be- kehrt würden und daß sie heilsame Wirkungen auf die andern ausübten?(Heiterkeit und Zustimmung.) Diese Frage ist eine, die man subjektiv entscheiden kann, die aber nicht so ge- löst wird, wie es dem Vorredner erscheint. Eine tiefgreifende Organisation nehmen wir vor, und wenn der Vorredner auf grund seiner Kenntniß einen baldigen Krieg erwartet(Gras Bismarck:„Erwartet" habe ich nicht gesagt)... Herr Präsident, ich bitte mich gegen Unterbrechungen zu schützen!(Lebhafter Beifall links). Wenn der Krieg bald eintritt, dann hat die Maß- regel noch nicht lange gewirkt. Wenn der Krieg übers Jahr ausbricht, dann haben wir lauter Reservisten, welche drei Jahre gedient haben. Der Vorredner scheint anzunehmen, daß die Truppenstärke eine zum Kriege weniger geeignete wird infolge der Borlage. Das ist völlig irrthümlich. Er führt an, daß 1890 erklärt worden sei, die Schießausbildung würde bei der zwei- jährigen Dienstzeit leiden. Ich bin damals eben ins Amt ge- kommen und hatte keine Zeit Artikel zu schreiben. Daß irgend ein Mann im Militärwochenblatt, welches nicht zum Reichskanzler in irgend einem Vcrhältniß steht, sondern einen Vertrag mit dem Kriegsministerium hat, über die Schießausbildung 1890 ge- schrieben hat, ist möglich. Es war diese Schießfrage die wichtigste bei der ganzen zweijährigen Dienstzeit. Aber es ist ein Jrrthum des Vorredners, daß nur ein ausgesuchtes Bataillon der Garde zu diesem Versuche verwendet wordeu ist; vielmehr geradezu aus allen Gegenden, aus dem Osten und Westen sind Bataillone für den Versuch verwendet worden. Der Vorredner hat besondere Besorgnisse darauf begründet, daß durch dies Eingehen auf den Antrag von Huene Kompensationen in Forlfall gekommen sind. Das ist wieder ein Jrrthum, der dadurch veranlaßt ist, daß der Borredner die Kommissionsberalhung nicht mitgemacht hat, er würde sonst gewußt haben, daß das, was wir gefordert haben in drei Gruppen zerfällt: In die Kompensationen für die zwei- jährige Dienstzeit, in Neuformationen und in Verstärkungen. Die Vermehrung der Artillerie hat mit der zweijährigen Dienst- zeit nichts zu thun. Wir waren schwächer geworden bezüglich der Artillerie Frankreich gegenüber, und das wäre bei der drei- jährigen Dienstzeit ebenso gewesen wie bei der zweijährigen. Es ist nichts weiter nachgegeben, als daß die Bataillone um vier, die Halbbataillone um zwei Mann schwächer geworden sind. Daß mir das leid gethan, kann ich nicht leugnen. Aber wenn es sich um die Frage handelt, ob das Gesetz durch- geht oder nicht, so sind das doch nur Kleinigkeiten. Es hat nach den Aeußerungen des Vorredners den Anschein, als wenn die verbündeten Regierungen leichten Herzens auf die zweijährige Dienstzeit eingegangen sind. Das ist nicht der Fall gewesen. Wir haben uns schwer dazu entschlossen, wir haben aber ge- glaubt, eine Verstärkung unserer Wehrkraft herbeiführen zu müssen. Die Vermehrung der Zahl des Beurlaubtenstandes geht lang- samer bei dreijähriger als bei zweijähriger, denn von einem Bataillon von 600 Mann können bei ersterer nur 200, bei letzterer 300 Reservisten jährlich entlassen werden. Durch eine Etats- Verstärkung von 600 auf 900 Mann kann dasselbe erreicht werden, aber die Kosten sind sehr viel erheblicher. Dann kam dazu, daß der gegenwärtige Zustand der Infanterie nicht mehr befriedigend war. Man hatte sich zu helfen gesucht, man hatte die Zahl der Dispositionsurlauber vermehrt und sich dadurch von der drei- jährigen Dienstzeit entfernt, man hatte die Ersatzreserve ge- schaffen, eine bedenkliche und im Verhältniß zur Belästigung des Volkes und zu den Kosten wenig nützende Maßregel, und man halte das zweite Aufgebot wieder hergestellt. Das war an- scheinend eine erhebliche Vermehrung über 700 000 Mann. Aber diese 700 000 Mann sind nicht das, was wir durch die Er- Höhung der Zahl des Beurlaubtenstandes gewinne» würden. (Beifall.) Abg. Gröber(Z.): Der Abg. Gras von Bismarck sollte sich doch sagen, daß bei der ursprünglichen Regierungsvorlage noch mehr Sozialdemokraten in die Armee gekommen wären, als bei der jetzigen. Der Reichskanzler mag sich beim Grafen Bismarck bedanken für die Unterscheidung, welche er zwischen der echt konservativen Gesinnung derjenigen, welche im Sinne des hoch- seligen Kaisers Wilhelm I. für die dreijährige Dienstzeit sind, und denjenigen gemacht hat, welche wohl in demokratischer Ge- sinnung,. um sich bei der großen Masse populär zu machen, für die zweijährige Dienstzeit sind.(Heiterkeit.) Ucbrigens wird es mich freuen, wenn wir noch öfter von den militärischen und po- litischen„Erfahrungen" des Grafen Bismarck etwas hören sollten.(Heiterkeit.) Redner geht dann auf die Ausführungen des Regierungskommissars ein, welche ihm und seine Freunde in ihrem schließlichen Votum nicht wankend machen könnten. Abg. Bebel(Soz.): Dein Grafen von Bismarck wird es ebenso wenig gelingen,'den Siegeslauf der Sozialdemokratie zu hemmen, wie es seinem Vater gelungen ist, auch dann nicht, wenn Graf Bismarck Reichskanzler werden sollte, wozu er vor- läusig keine Aussicht hat. Er hat die Befürchtung ausgesprochen, daß bei der zweijährigen Dienstzeit die Armee durch die Sozial- demokratie„verseucht" werden könne. Ueber die Geschmacklosig- keit eines solchen Ausdrucks will ich nicht mit ihm rechten, sie entspricht jedenfalls dem Bildungsmaß, das der Herr Gras ge- nossen hat.(Zustimmung bei den Sozialdemokraten.) Weder das System des Fürsten Bismarck, noch das jetzige, noch ein an- deres wird den Entwickelungsgang der Sozialdemokratie hemmen. Je mehr sie sich entfaltet, um so mehr kommt sie auch in der Armee zur Geltung. Der Graf Bismarck befürchtete, daß dies künftig geschehen möchte; ich antworte, daß dies schon gegen- wärtig der Fall ist. Wir haben ja in diesem Hause unter den herrschenden Parteien sehr viele Mitglieder, welche die ver- schiedensten Ofsizierschargen bekleiden, aber auch hier auf der äußersten Linken sind sechs Mitglieder vorhanden, die entweder de» Unteroffiziersrang besitzen, oder mit der Qualität als Unteroffiziere in die Reserve übergetreten sind. Es giebt ein Regiment in einer großen süddeutschen Garnison, wo die Unteroffiziere und Feldwebel in die größte Verlegenheit kämen, wen sie zum Gefreiten vorschlagen sollen, denn alle wirklich intelligenten Soldaten in diesem Regiment sind Sozialdemokraten.(Heiterkeit.) Im übrigen hat ja einmal der Vater des Grafen Bismarck hier ain Bundcsrathstisch, als man sich im Hause darüber wunderte, daß in der ländlichen Be- völkerung von Schleswig-Holstein die Sozialdemokratie so stark verbreitet sei, gesagt, alle intelligenten und strebsamen Leute, die Abg. Graf v. Bismarck, der zunächst sein Bedauern darüber ausspricht, daß er durch Zwischenrufe den Redner gereizt habe, aber er habe die Mißverständnisse desselben sofort richtig stellen wollen, weil persönliche Bemerkungen in der Presse gewöhnlich nicht beachtet werden. Bezüglich der Schießversuche will Redner auf den Kommissionsbericht der vorigen Session verweisen, welche Ausführungen der Präsident v. Levehow als nicht zulässig bezeichnet. In dem Bericht sei davon gesprochen, daß die Schießübungen überſtürzt worden seien. Bundesrathskommissar Major Wachs erklärt, daß die Bataillone eben in ihrer früheren Formation bestanden. Gerade deshalb kam man auf den Gedanken der Kompensation, um die Schießausbildung besser zu gestalten. Darauf wird der Rest des Artikel II genehmigt. Ebenso ohne Debatte Artikel Ill und IV. Nach Artikel V soll das Gesez auf Württemberg Anwendung finden vorbehaltlich der Vereinbarung zwischen den Militärverwaltungen Preußens und Württembergs wegen der Ueberführung des Fußartillerie- Bataillons Nr. 18 auf den preußischen Stat. zu thun? " = feine Möglichkeit hätten, in ihrem Leben weiter zu kommen, Wahrheit entspräche. Es ist in Straßburg auch bekannt, daß der und darauf vertrauen, daß, wenn es nothwendig ist, Korrektur würden der Sozialdemokratie in die Arme getrieben. Ich kann Polizeipräsident Feichter einmal eine Restauration in einem Zu- eintreten wird. dem Herrn Grafen ein zweites Beispiel anführen. Ein nord- stand verlassen hat, wo er nicht mehr Herr feiner Sinne war. Abg. Bachem( 3.): Es handelt sich nicht mehr um eine deutsches Pionierbataillon besteht zu vollen; neun Zehnteln aus Die Bevölkerung glaubt auch an die Wahrheit des Berichts der Straßburger Angelegenheit, sondern um eine Frage von allge Sozialdemokraten( Abg. Graf v. Bismarck: hört! hört!), deren Kölnischen Volkszeitung", weil solche Aeußerungen nicht zum meiner Bedeutung, die auch das Zentrum betrifft, denn es Unterstüßung es zu danken ist, daß unsere Genossen an dem be- ersten Male aus dem Munde des Polizeipräsidenten tamen, handelt sich um eine direkte Stellungnahme der Behörden gegen treffenden Ort überhaupt Wahlversammlungen abhalten konnten. sondern mehr als einmal in der von ihm häufig die Arbeit der firchlichsozialen Vereine der Katholiken. Die BeWenn es Ihnen bei der dreijährigen Dienstzeit nicht gelungen frequentirten Wirthschaft Bur dicken Marie"( Stürmische Heiter theiligten haben keinen Antrag gestellt; aber wenn ein öffentist, die Sozialdemokraten von der Armee fernzuhalten, so wird es feit) gefallen sind. Der Polizeipräsident hat sofort nach der Erliches Interesse vorliegt, kann ja der Staatsanwalt aus eigener Ihnen auch bei der zweijährigen nicht gelingen. Wollten Sie es doch flärung der vier Herren, daß sie den Zeitungsbericht Wort für Initiative einschreiten. Die Herren Guerber, Simonis und erreichen, so müßten Sie die Sozialdemokraten todtschlagen. Wort aufrecht erhielten, gegen dieselben die Beleidigungsklage Winterer haben es wohl nicht nöthig, sich gegen ein Schimpfwort Thatsächlich hat dies vor einiger Zeit ja auch der Vater des angestrengt. Wenn der Polizeipräsident in seiner Erklärung auch eines Polizeipräsidenten vor dem Gericht Recht zu holen. Der Grafen Bismarck vorgeschlagen. Er verglich uns in seiner ge- die gravirenden Aeußerungen gegen bestimmte Personen, auch Kandidat Müller Simonis hat eine Privat Beleidigungsflage schmackvollen Weise mit den Ratten, die das Schiff zernagen, gegen Mitglieder dieses Hauses, bestreitet, so bestreitet er doch bereits angestrengt, der Sühnetermin ist auch bereits fruchtlos und es bleibe nichts übrig, als die Ratten todt zu machen. nicht die allgemeinen Aeußerungen gegen die ganze politische Be- verlaufen. Erst nachher ist gegen die vier Herren, welche in Auch dieses Mittel wird vergeblich sein. Graf Bismarck scheint wegung. Insofern liegt große Wahrscheinlichkeit vor, daß einzelne diesem Prozesse als Beugen fungiren, die Strafflage nicht zu wissen, daß die jungen Leute von 16-20 Jahren, von Aeußerungen thatsächlich so gefallen sind, wie sie im Bericht erhoben worden. Der Polizei Präsident ist dabei der denen er sprach, politischen Vereinen überhaupt nicht angehören stehen. Die Wahrheit vorausgesetzt, würde ein solches Verfahren einzige Beuge. Kann man da etwas anderes sagen, dürfen, daß sie von den überwachenden Polizeibeamten aus den eines Beamten ihn unfähig machen, auch nur noch eine einzige als daß die Leute mundtodt gemacht werden sollen? Versammlungen hinausgewiesen werden können. Allerdings Stunde seinen Posten zu erfüllen.( Lebhafte Zustimmung lints Es tomint alles darauf an, welche Verhandlung zuerst stattfindet, zählt die Sozialdemokratie auch viele jüngere Mitglieder, das und im Zentrum). Ich hoffe, daß die Regierung bei ihrer Ant- ob der Polizeipräsident Feichter oder die vier Herren zuerst als liegt aber daran, daß mit der Zunahme der sozialdemokratischen wort sich in ähnlicher Weise erklären wird, selbstverständlich Zeugen vernommen werden. Die ganze Sache war nicht anFamilienväter auch die Jugend von dem sozialdemokratischen vorausgesetzt, daß, was darüber in der Presse gesagt ist, auf gethan zu einem gerichtlichen Verfahren; eine weise Regierung Geifte erfüllt wird. Was immer Gie nach dieser Wahrheit beruht. Es muß aber auch dafür gesorgt werden, daß hätte das verhüten sollen, die Regierung hätte unparteiisch die Richtung thun werden, es wird Ihnen nichts helfen. überhaupt solche Vorkommnisse in Elsaß- Lothringen nicht mehr vor- Sache in die Hand nehmen sollen. Jetzt haben wir uns mit der Die Sozialdemokratie breitet sich aus und Sie müssen kommen können. Die Zustände dort sind geradezu unerträglich. Die Sache zu beschäftigen und ich bedaure das nicht; solche eklatante mit ihr rechnen. Los werden Sie uns nicht mehr. Umgekehrt Bevölkerung ist so erbittert, daß viele nicht einmal zur Wahl gingen, Fälle müssen sofort im Reichstage besprochen werden. Ich halte werden wir dafür sorgen, daß wir andere Leute los werden. um so ihrer Erbitterung Ausdruck zu geben. Die Elsaß- Lothringer dafür, daß der Bericht zu 95 pet. Wahrheit enthält und freue ( Heiterkeit und Beifall bei den Sozialdemokraten.) fühlen sich bis zu diesem Augenblick mit vollem Recht noch als mich, daß Herr v. Bötticher, wenn der Bericht sich als wahr Damit schließt die Debatte. Zu einer persönlichen Bemer- Deutsche zweiter Klasse; der Reichstag hat dafür zu sorgen, daß herausstellen sollte, eine Reprimande in Aussicht gestellt hat. Ich tung erhält das Wort sie endlich Deutsche erster Klasse werden.( Beifall bei den Sozial- hoffe, daß es sich nicht um eine gewöhnliche Reprimande handelt. demokratcn.) Ein Mann, der sich zu solchen Aeußerungen hinreißen läßt, kann Staatssekretär von Bötticher: Als dem Reichskanzler der nicht mehr die Stellung eines Polizeipräsidenten ausfüllen.( Sehr Bericht der Könischen Volkszeitung" bekannt wurde, hat er sofort richtig! im Zentrum und links.) Die Schimpfworte sind viel nach Straßburg das Ersuchen gerichtet, ihn sofort über die leicht aus einer gewissen Aufregung zu erklären, aber nicht die Richtigkeit des Berichtes zu unterrichten. Das geschah nicht aus Aufdeckung der geheimen Gedanken, die ein Beamter sonst zu Mißtrauen gegen das Vorgehen der Straßburger Behörden, verschweigen pflegt; namentlich die Drohung, daß die anderen sondern weil man voraussetzte, daß der Vorgang hier zur Sprache katholischen Vereine ebenfalls aufgelöst werden sollen. Die Begebracht werden würde. Der Polizeipräsident war, als die Aufstrebungen der katholischen Vereine verdienen aber die Förderung forderung an ihn erging, auf einer Urlaubsreise und konnte erst der Regierung, weil sie allein der Sozialdemokratie entgegen einige Tage später seinen Bericht erstatten. Dieser Bericht lautet treten.( Widerspruch der Sozialdemokraten.) Auf diesen Punkt ganz anders.( Lachen links.) Hören Sie doch erst den Bericht weiter einzugehen, wird Redner durch den Präsidenten v. Levetzow des Herrn Feichter und folgen Sie dem Grundfaze: eines gehindert. Mannes Rede ist teines Mannes Rede. Wir sind nicht in der Abg. Enneccerus( ntl.): Ich spreche weder für, noch gegen. Lage, jemand ungehört zu verurtheilen; wir müssen zur Herrn Feichter; ich überlasse die Sache dem Gerichte und der Klarstellung der Thatsache das nöthige veranlassen. Aus Reichsregierung, denen der Vorredner sie auch überlassen sollte. Bericht des Herrn Feichter ergiebt sich, daß der ganze Hergang Ich bestreite, daß der Reichstag in der Lage ist, auf grund seiner Erinnerung nach( Aha! lints)... ja er kann doch nichts einer Zeitungsnachricht ein Urtheil auszusprechen, daß 95 pt. anderes sagen, als dessen er sich erinnert,( Große Heiterkeit)... des Berichteten richtig ist.( Zustimmung bei den Nationalliberalen sich ganz anders abgespielt hat; er bestreitet vor allen Dingen und rechts.) Ich muß Widerspruch dagegen erheben, daß die Nach einigen fuzen Bemerkungen der Abgg. Payer und positiv, daß er die Schimpfworte gebraucht hat, die ihm zur Last Reichsregierung den Gerichten hätten in die Arme fallen, die Gröber und des württembergischen Kriegsministers Schott von gelegt werden. Es sind allerdings zwei Schimpfwvorte gefallen, Sachen ihrerseits prüfen sollen. Das wäre das Allerverkehrteste Schottenstein über diese Frage wird auch Art. V genehmigt. aber nicht so, daß der Polizeipräsident dieselben gegen einen gewesen; die Regierung hätte sich dem Vorwurf der ParteilichDamit ist die zweite Lesung der Militärvorlage beendet. Reichstags- Abgeordneten oder Kandidaten gebraucht hat, sondern feit ausgefeßt.( Zustimmung rechts und bei den Nationalliberalen.) Es folgt die Interpellation der Abgg. Auer und Genoffen: als das Urtheil, das man im Volke über dieselben ausgesprochen Abg. Bucb- Mülhausen( Soz.): Man hat die Betroffenen Sind dem Heren Reichskanzler die Aeußerungen bekannt ge- hat oder aussprechen wird( Heiterkeit); er hat den Ausdruck auf den Weg der Beschwerde verwiesen. Bei den Erfahrungen, worden, welche nach den bis heute unwidersprochen gebliebenen Schwarzpfaffen und Aehnliches nicht gebraucht; überall, wo er die alle Tage im Elsaß mit dem Beschwerderecht gemacht werBerichten der Presse der Polizeipräsident Feichter in Straß die berichteten unparlamentarischen Ausdrücke gebraucht haben den, kann ich nur zu sehr begreifen, daß diefe Herren davon Abburg in amtlicher Eigenschaft gegen elsaß- lothringische Staats- folle, habe er sich nur referirend verhalten. Der Polizeipräsident stand genommen haben, diesen Weg zu beschreiten. Ich verstehe angehörige fich erlaubte? Und was gedenkt der Herr Reichs- hat sofort, nachdem er Kenntniß erhalten hat, den Strafantrag gar nicht, weswegen Herr Feichter gegen die vier Herren Klage Tanzler auf diesen Vorgang hin, falls er sich bewahrheiten gegen die Kölnische Volts- Zeitung" gestellt, und die Untersuchung erhoben hat. Er hätte doch das Disziplinarverfahren gegen sich sollte, gegen den Polizeipräsidenten von Straßburg im Elsaß ist eingeleitet. Diese Untersuchung wird ein zuverlässigeres Resultat selber beantragen können, dann wären diese Herren nicht zu ergeben, als was hier im Reichstag darüber gesprochen wird. Angeklagten geworden. Warum ist überhaupt nicht die Köln. Abg. Bebel( Soz): Der Gegenstand der Interpellation ist Auf die Behauptung, die heute vorgebracht ist, daß der Polizei- Boltszeitung" angeklagt worden? Daß in den Versammbekannt, da der zu Grunde liegende Vorgang bereits vor einigen präsident angeheitert aus der Wirthschaft herausgekommen sein lungen besonders auf Deutschland geschimpft worden sei, woTagen in der Presse veröffentlicht ist. Ich habe die Ueberzeugung, foll, fann ich heute nicht eingehen. Hätte Herr Bebel mir da durch der Herr Feichter erregt worden sein will, muß daß in keinem anderen Staat Deutschland außer Elsaß- Lothringen von vorher Mittheilung gemacht, so hätte ich darüber auch Be- ich ganz entschieden zurückweisen. Der Kandidat Herr Müller etwas Derartiges möglich wäre. Die Elsaß- Lothringer gehören richt einziehen können. So unerfreulich diese Dinge auch sind, hätte sich sicher dem Zentrum angeschlossen. In den Versammfeit 1870 zu Deutschland, werden aber in der Hauptsache fran- so ist doch eine Lichtseite dabei. Die Mitglieder des Fedelta- Ver- lungen ist lediglich gegen die Militärvorlage Opposition gemacht zöfifch regiert und zwar nach altfranzösischer Weise. Die deutsche eins sind nach ihren Statuten verpflichtet, die Behörde zu unter- worden. Was die Höflichkeit und den angenehmen Ton anVerwaltung hat in Elsaß- Lothringen die größte Fürsorge ge- füßen und die Sozialdemokratie zu bekämpfen( Heiterkeit), und betrifft, welchen Herr Feichter fich vindizirt, so tennen wir diese troffen, daß alle diejenigen gefeßlichen Bestimmungen, welche es ist erfreulich, daß die Sozialdemokratie sich ihrer Gegner hier Höflichkeit und diesen angenehmen Ton zur Genüge. Ich kann geeignet sein möchten, die freie politische Bewegung der Bevölkerung so warm annahm.( Große Heiterkeit.) dein nicht beistimmen, daß wir in Elsaß- Lothringen einen solchen zu beschränken, aufrecht erhalten bleiben, und daß alle dieTon nicht gewöhnt seien. Wir, speziell die Sozialdemokraten, jenigen Rechte und Freiheiten, die dazu beitragen fönnten, in die Besprechung der Interpellation ein. Auf Antrag des Abg. Guerber( Elsässer) tritt das Haus sind ihn nur allzu sehr gewöhnt, es ist der allgemein übliche die Elsaß- Lothringer zu gleichberechtigten Deutschen zu machen, Ton.( Zustimmung und Widerspruch.) Dieser Ton ist nur mögaufgehoben werden. Seit 1874 ist in Elsaß Lothringen die Abg. Guerber bestreitet, daß in den Versammlungen der lich infolge der Sonderstellung, welche Elsaß- Lothringen gegenDem Deutschen Reich einnimint, und Der im Reichsverfassung eingeführt, aber wichtige Theile derselben gelten elfäffischen Protestler die Regierung geschmäht worden sei; er über garnicht für Elsaß- Lothringen. Das deutsche Preßgesetz ist dort habe den Bersammlungen oft felbst beigewohnt und auch Polizei- Lande bestehenden Ausnahmegesetze, welche aus jedem Diktator nicht eingeführt, die Versammlungsgesehgebung ist eine alt- beamten feien zur Ueberwachung dagewesen und hätten doch Nachtwächter einen machen.( Heiterkeit.) französische, die heute in Frankreich selbst nicht mehr eriftivt. nichts Bedenkliches berichtet. In der Hize des Wahlkampfes mag werden wir in Zukunft mit aller Entschiedenheit gegenüberWenn man fragt, auf grund welcher politischen Gesetze und Be- ja manches passiren, aber nach dem Wahlkampf sollte doch ordent- treten und nicht nur, wenn solche Ausdrücke gegen die Sozialstimmungen heute regiert wird, muß man 200 Jahre zurückgehen lichen, ehrenwerthen Männern nicht in solcher Weise entgegen- Demokratie gebraucht werden. Wir haben noch nie bei Unund sich auf Bestimmungen beziehen, die in Frankreich selbst der getreten werden, so etwas kommt ja höchstens in Rußland vor. gerechtigkeiten nach der Tendenz gefragt.( Lachen rechts; BuVergessenheit anheimagefallen find. Am 28. Juni, zwei Tage Die vier ehrenwerthen Männer treten vor die Oeffentlichkeit und Stimmung bei den Sozialdemokraten.) Speziell in Elsaßnach der engeren Wahl in Straßburg, wo ich bekanntlich gewählt denken, man wird doch auf ihre Mittheilungen Werth legen. Lothringen haben wir noch viele Ungerechtigkeiten zu bekämpfen bin, wurde der dort existirende Fedelta= Verein aufgelöst, ein Da wird der Spieß umgedreht, und die Leute werden unter An- und werden es auch in Zukunft thun. Verein, der ca. 400 fatholische Männer umfaßt, seiner Tendenz flage gestellt; sie werden dadurch mundtodt gemacht und als Darauf wird die Besprechung geschlossen. Damit ist die nach sozial ist, fich allerdings auch in geringem Maße mit Politit Schufte hingestellt.( Sehr richtig! links.) Dazu kommt nun die Interpellation erledigt. befaßt. Der Vorstand war bereit, den Kandidaten der katholischen Unterdrückung des Vereins Fedelta und die Androhung, alle Es folgt die zweite Berathung des Nachtragsetats Boltspartei, Müller- Simonis, zu einem Vortrage einzuladen. andern ähnlichen Vereine ebenfalls zu unterdrücken. Das letztere Da man aber nicht sicher war, ob eine solche Versammlung bei ist eigentlich das wichtigste. Die Elsaffer haben einen schönen und des Anleihegefeges, welche von der Budgetder Polizei Anstoß erregen möchte, ging der Vorstand vor: Borrath von Schimpfwörtern, aber so moderne Worte wie fommission berathen sind. Referent bezüglich des Nachtragsetats fichtigerweise auf das Polizeipräsidium, um sich zu erkundigen, Schweinebande kennen wir nicht. So weit sind wir in der Ger- ist Abg. v. Podbielski, bezüglich der Anleihe Abg. Hammacher. ob man gegen den Vortrag etwas einzuwenden habe. Darauf wurde manisirung nicht vorgedrungen( Große Heiterkeit), die vier Leute Beide Borlagen werden ohne Debatte in zweiter Lesung genehmigt. den Herren erwidert: Sprechen Sie ruhig über Lotalangelegen haben solche Worte jedenfalls nicht gelaunt, sie müssen sie gehört heiten, der Fedeltaverein hat nach seinen Statuten ein Recht dazu haben, sie konnten sie nicht ihrem eigenen Wortschatze entnehmen und hat sich auch bisher noch nie etwas zu schulden kommen lassen.( Heiterkeit). Die Schmähungen gegen die Reichstagskandidaten Am 28. Juni wird wie durch einen Blitz aus heiterem Himmel haben uns nicht getroffen, wir fürchten aber, daß die Würde der dem Vorstand plötzlich durch den Bezirkspräsidenten notifigirt, Regierung durch solche Beamte sehr schlecht gewahrt wird( Sehr daß der Verein auf grund eines Berichts des Polizeipräsidenten richtig! links). Dem aufgelösten Vereine ist gar kein Vorwurf von Straßburg aufgelöft sei. Die Motive wurden nicht an- zu machen, denn ein Polizeibeamter hatte ausdrücklich erklärt, gegeben. Vier Vorstandsmitglieder begaben sich zu dem Polizei- daß der Verein sich mit den Wahlen beschäftigen könne und präsidenten Feichter, um ihn um die Gründe für die Auflösung nachher wird er wegen dieser Behandlung der Wahlen aufgelöst. zu bitten, da ihres Wissen der Verein feinen Anlaß dazu gegeben( Präsident v. Leve how bittet den Redner nicht weiter auf die und sich im Gegentheil im besten Einvernehmen mit den Be- Vereinsangelegenbeit einzugehen, sondern bei den Aeußerungen hörden befunden habe. In der längeren Unterhaltung mit diesen des Polizeipräsidenten zu bleiben.) Solche Vorkommnisse sind nur Das Pferdebahnwesen läßt viel zu wünschen übrig; wo Herren hat der Polizeipräsident Feichter eine Reihe von Neuße- möglich, weil Elsaß- Lothringen immer noch unter der Diktatur steht. aber immer Verbesserungen getroffen oder Mängel abgestellt wer rungen gethan, die allerdings kaum glaublich wären, wenn nicht es wäre reichlich an der Zeit, diese Ausnahmegesetzgebung zu den, kann man sicher sein, daß es auf Kosten der geschundenen die vier Herren öffentlich kategorisch erklärt hätten, daß sie Wort beseitigen, solche Auftritte würden sich dann nicht mehr er- und geplagten Angestellten geschieht. In jüngster Zeit wurde für Wort vertreten, was zunächst darüber in der Kölnischen eignen. von der Neuen Berliner Pferdebahn Gesellschaft die Strecke Wolkszeitung" vom 4. Juli veröffentlicht war. Ich muß auf Staatssekretär von Bötticher: Auf diese allgemeine Frage Spittelmarkt- Friedrichsberg bis nach Friedrichsfelde verlängert, diese Aeußerungen eingehen, so unangenehm es mir persönlich einzugehen, habe ich keine Veranlassung, zumal ich diesen und damit hat der Dienst der Schaffner folgende Aenderung er ist, denn es kommen in der That Ausdrücke darin vor, von Schmerzensschrei begreife; ich theile aber diesen Schmerz nicht, litten. Früher hatten sie bei 40 Minuten Fahrt an der Enddenen man annehmen muß, daß sie gebildete Menschen unmöglich sondern meine vielmehr, daß die Elsasser alle Ursache haben mit station in Friedrichsberg 12 Minuten und am Spittelmarkt in den Mund nehmen können. Redner zitirt einige der frag ihrem Lose zufrieden zu sein.( Lebhafter Widerspruch links.) 8 Minuten Pause. Jeßt nach Verlängerung der Strecke giebt es lichen Aeußerungen, in welchen der Fedeltaverein als deutsch- Der Vorredner hat dem Polizeipräsidenten vorgeworfen, daß er nach 49 Minuten Fahrt in Friedrichsfelde eine Haltezeit von feindlich und landesverrätherisch und jeder, der für den die Urheber des Berichts in der Kölnischen Volkszeitung" vor 6 Minuten. In diesen 6 Minuten soll der Schaffner nun den Kandidaten Müller Simonis gestimmt hat, als Landes- Gericht gestellt hat; dadurch wurden die Leute mundtodt und zu Bestand abschreiben, Gitter und Glocke umwechseln, Pferdeverräther und was bleibt dann noch von den sechs Schweinehund infamer bezeichnet wird. Schuften gemacht. Ich begreife nicht, wie man durch einen nummern einschreiben Der Kandidat Müller- Simonis wird hergelaufener Schweine Prozeß mundtodt gemacht wird; da wird gerade Gelegenheit ge- Minuten übrig? Soll er da sein Frühstücks- oder Vesper- und hund und Schuft genannt. Dabei hat der Fedelta- geben, die Sache klar zu stellen. Jedenfalls will ich aber fest Abendbrot vorsuchen oder fortpacken? Läßt der Schaffner nur verein vor der Wahl ausdrücklich erklärt, daß er sich nicht stellen, daß keiner der Betheiligten den Antrag auf Bestrafung eine Minute zu spät abfahren, dann will man ihn gleich mit an der Wahlagitation betheiligen werde. Auch gegen Mitglieder des Polizeipräsidenten gestellt oder Beschwerde über ihn geführt einem Tage Nichtbeschäftigung bestrafen. Wandelt den Schaffner des Reichstages, wie Guerber, Winterer, Simonis, wurden die hat. Gegen die Veröffentlichung des Berichtes muß der Polizei ein menfchliches Bedürfniß an der Schaffner ist ja doch auch ein beleidigendsten Ausdrücke gebraucht, und über die Pfaffen wurde präsident aber doch Strafantrag stellen. Man kann ihm doch Mensch so zu sagen, dann hat er seinem Leibe Gewalt an gefagt: Wenn das Herz roth- weiß- blau ist, ist auch das Gebet nicht verwehren, zu seiner eigenen Ehrenrettung eine gerichtliche zuthun; er wird, wie sich ein Schaffner drastisch ausdrückt, ein roth- weiß- blau. Ich habe zehnmal mehr Respekt vor einem Untersuchung zu beantragen. Das war nicht allein fein Recht, Spitzbube an feinem eigenen Körper. Für die Schaffner der rothen Sozialdemokraten, als einem solchen schwarzen Pfaffen. sondern im Dienstlichen Interesse das allein richtige. Stellt sich durchgehenden Wagen giebt es 26 Minuten Mittagspause; regnet ( Heiterkeit.) Die deutschgesinnten Ratholiken, die für Müller- der Bericht als richtig heraus, so muß disziplinarisch gegen den es während derselben, so ist der Schaffner auf einen benachbarten Simonis stimmten, sind entweder so simpel, daß sie vor Dumm Polizeipräsidenten eingeschritten werden; ich zweifle nicht Hausflur oder eine Kneipe angewiesen, fein Wagen steht an der heit nicht werth find, auf der Erde herumzulaufen, oder ehrlose daran, daß der kaiserliche Statthalter das Seinige thun wird. Endstation, wie es bei anderen Strecken der Fall ist. Dem Schufte, die in den Schweinestall gehören." Es wäre taum Ich bitte die Auffassung zu unterdrücken, daß der Polizeipräsident Uebelstand könnte leicht ein Ende gemacht werden, wenn die Geglaublich, daß ein Mann in der Stellung eines Polizeipräsidenten Feichter bemüht ist, die Wahrheit zu unterdrücken. Er will die sellschaft einen einzigen Wagen mehr einsette. Des Abends nach folche Aeußerungen gethan hat. Aber obgleich der Polizeipräsident Wahrheit ans Licht stellen( Widerspruch links und im Zentrum). 12 oder 18stündigem Dienst muß oft auch noch eine Extratour in einer Erflärung auf das Entschiedenste diese Aeußerungen be- Warum wollen Sie sich denn auf die eine Seite stellen und die bis zur Kl. Frankfurterstraße gemacht werden, ohne daß Kutscher streitet, haben die vier Herren mit Namensunterschrift erklärt, Bertheidigung dem Manne nicht gestatten, der nicht hier ver- und Schaffner die geringste Entschädigung dafür erhielten. Alle baß der Bericht der„ Kölnischen Volkszeitung" vollständig der treten ist. Sie sollten sich doch mit meiner Erklärung begnügen Unbill muß schweigend ertragen werden; denn jede Klage kann V Dem Schluß 5/2 Uhr. Nächste Sitzung Sonnabend 2 Uhr. ( Dritte Berathung der Militärvorlage, des Nachtragsetats und Dritte Berathung der Militärvorlage, des Nachtragsetats und des Anleihegesetzes; Wahl von Mitgliedern zur Reichsschuldenfommiffion.) bit Tokales. te Entlassung mit sich bringen, und welcher Familienvater fann guter von 19,30-18,80 m., mittlerer von 18,70-18,20 m, ihm und als diesem Gebote keine Folge gegeben wurde, knallten bei dem heutigen Nothstand es darauf ankommen lassen? geringer von 18,10-17,60. Stroh. Richt- per 100 kg. von zwei Schüsse dem Fliehenden nach, die zwar nicht trafen, aber M. Heu per 100 Rilogr. von M. Erbsen, gelbe den Flüchtling zu Falle brachten. Der Posten packte den Anzum Kochen per 100 Kg. von 40,00-24,00 m. Speifebohnen, weiße geklagten aufs Neue und versuchte ihn abermals ins Schilderper 100 g. von 50,00-20,00 m. Linsen per 100 g. von 80,00 haus zu stecken. Er fand dabei lebhaften Widerstand und als bis 30,00 M. Kartoffeln per 100 kg. von 18,00-9,00 9. Rind: der Angeklagte sogar mit seinem Stock den Soldaten über den fleisch von der Reule per 1 Kg. von 1,60-1,20 m. Bauchfleisch Selm schlug, entspann sich ein bedenklicheres Handgemenge, wo. per 1 Kg. von 1,30-0,90. Schweinefleisch per 1 Kg. von bei der Posten sein Seitengewehr in Anwendung brachte. 1,50-1,10 m. Kalbfleisch per 1 Kg. von 1,60-0,90 M. Hammel- Schließlich gelang es ihm, den Angeklagten zu überwältigen. fleisch per 1 Kg. von 1,40-0,90 M. Butter per 1 Kg. von 2,80 Der Staatsanwalt hielt den ganzen Auftritt für einen so bis 1,80 M. Gier per 60 Stück von 4,00-2,00 m. Fische per skandalösen und den Widerstand für einen so groben, daß er 1 kg.: Karpfen von 2,00-1,00 M. Aale von 3,00-1,00 m. vier Monate Gefängniß beantragte. Rechtsanwalt Bander von 2,40-1,20 M. Hechte von 2,00-1,00 m. Barsche Dr. Rosenstock führte die völlige Unbescholtenheit des Ange von 1,60-0,80 m. Schleie von 2,00-1,00 m. Bleie von 1,40 flagten und dessen offenbar angeheiterten Zustand ins Feld bis 0,60 M. Krebse per 60 Stück von 12,00-2,00 m. und beantragte nur eine Geldstrafe. Auf eine solche erkannte denn auch der Gerichtshof und zwar in Höhe von 300 M. event. 30 Tage Gefängniß. Sehr intereffante Beobachtungen find( wie man nach träglich berichtet) bei dem starken Gewitter am Dienstag im Zoologischen Garten gemacht worden. Der Blizz hat nicht blos einen merkwürdigen Weg genommen, sondern auch verschiedenartig auf Menschen und Thiere eingewirkt. Zunächst traf der Blisstrahl um 1/2 Uhr Nachmittags die Sonne auf der südlichen Kuppel des Elephantenhauses, theilte sich deutlich in zwei Theile, deren einer östlich am Thurme hinabglitt, während der andere die Kuppel durchschlug, wieder nach oben fuhr und dann in den Schornstein der Wärter Brauer'schen Wohnung niederging. Er schlug ein kleines rundes Loch durch die Küchendecke, riß zwei Kacheln von der Kochmaschine los, schlug durch die Wand nach der Wohnstube und ging durch die offenstehende Zimmerthüre nach und nach in die Kammern, im Zickzack Löcher in die Decken Polizeibericht. Am 13. b. M. früh wurde auf dem schlagend. Frau Brauer taumelte in der Küche von der Jerusalemer Kirchhof, am Blücherplay, die Leiche eines neuMaschine zurück, blieb aber unverletzt. In der letzten Kammer geborenen Kindes aufgefunden. Vormittags wurde ein Arbeits- Nicht ohne einen komischen Beigeschmack ist der ver befand sich die 24 Jahre alte Tochter Anna an den Betten zweier bursche in der Linienstraße durch einen Arbeitswagen überfahren suchte Straßenraub, welchen gestern der Schlosser Gustav schlafender Knaben. Während der Blih über die Kinder und erlitt einen Bruch des linken Oberarmes. Es mußte ihm Friedrich Franz vor dem Schwurgericht des Landgerichts I zu wirkungslos hinwegstrich, wurde Frl. Brauer in ein bläuliches in der Universitäts- Klinik ein Verband angelegt werden." Auf verantworten hatte, denn der Angeklagte hatte sich zum Objekt Feuermeer gehüllt und brach mit dem Rufe:„ Es brennt!" be- der Wache des 79. Polizeireviers in der Görlitzerstraße wurde ein feines Anschlages just einen Schuhmann ausgewählt. Der wußtlos zusammen. Von hier nahm der Strahl seinen Weg in obdachloser Kutscher, welcher wegen Bettelns dorthin sistirt wor- Angeklagte ist ein Bagabund, wie man ihn in den Fliegenden die Abtheilung der Thiere, ohne eine Spur seiner Bahn zu den war, in der Sistirungszelle erhängt vorgefunden. Nach Blättern öfter abgebildet sieht; sein eigener Bertheidiger nannte ihn hinterlassen. Er ging an einem Wasserbehälter entlang, von mittags fiel ein sechsjähriges Mädchen gegenüber dem Hause einen Strolch, einen Stromer und Sonnenbruder, und vermochte dessen Ummauerung er Steine abriß, und streifte den vierzehn Rielerstr. 16 beim Spielen in die Panke, wurde aber noch lebend gegen die abfällige Charakteristik, die der Staatsanwalt von Jährigen Echüler Heinrich Jsler am linken Bein. Der Knabe aus dem Wasser gezogen und nach dem Augusta- Hospital feinem Klienten gab, nichts einzuwenden. In der Nacht vom hatte das Gefühl, als ob er mit einem Messer gestochen wäre und gebracht. Vor dem Hause Fruchtstr. 5 wurde ein dreijähriger 17. zum 18. Mai befand sich der Schuhmann Zobel, welcher hintte längere Zeit. Der Wärter Brauer, ein Fremder und Frau Knabe durch einen mit Steinen beladenen Wagen über Zivilfleidung trug, auf dem Heimwege. Plößlich legte Jsler blieben unverletzt und fahen den Blitz als bläuliche fahren und am Oberschenkel so schwer verlegt, daß seine Ueber sich eine Hand um seine Kehle, ein fremder Mensch versetzte ihm Flamme aus der Thür heraus verschwinden. In allen Räumen führung nach dem Krankenhause am Friedrichshain erforderlich einen Schlag ins Genick und der Ueberfallene merkte, daß der merkte man einen starten Schwefelgeruch( Dzon). In Ansehung der wurde. Nachmittags sprang eine Frau aus dem Fenster ihrer Wegelagerer sich an seiner Hosentasche zu schaffen machte. Ehe Thiere, die vor Ausbruch des Unwetters in die Käfige hinein im ersten Stock des Hauses Schönleinstr. 29 belegenen Wohnung er aber das darin befindliche Portemonnaie erbeuten konnte, gegetrieben waren, schildert ein Augenzeuge die Wirkungen wie auf den Bürgersteig hinab und erlitt hierbei so bedeutende Ver- lang es Zobel, seinen Hausschlüssel in die Hand zu bekommen folgt:„ Die Tapir suhren bei dem Schlage wohl zusammen, legungen an den Beinen, daß sie mittels Wagens nach dem und mit letzterem schlug er den Straßenräuber so wuchtig ins blieben aber völlig theilnahmlos. Ein Nashorn bewegte nur die Krankenhause am Urban gebracht werden mußte. Im Flur Gesicht, daß dieser blutüberströmt zu Boden stürzte. Er wurde Ohren und sah regungslos por sich hin. Die Elefanten dagegen des Hauses Wilhelmstr. 127 machte ein Tapezirer den Versuch, mit Hilfe eines Nachtwächters nach der Polizeiwache gebracht und waren sehr empfänglich. Der große indische männliche Elefant sich mittels eines Taschenmessers die Pulsader an der linken dort als der schon 14 Mal wegen Bettelns und Landstreichens vorrichtete sich starr in die Höhe, fah dem Blize mit dem Aus- Hand zu öffnen. Nach Anlegung eines Nothverbandes wurde bestrafte Angeklagte festgestellt. Er schlief in der Nocht in aller Seelendruck des Schreckens nach, schüttelte sich und zog mit sichtlichem er nach der Charitee gebracht. Nachmittags zerschlug ein ruhe auf dem Polizeibureau und erflärte am folgenden Tage, Unbehagen mit dem Rüssel den Schwefeldunft ein. Weniger Portier in seiner Wohnung, in der Bellevuestraße, in einem An- teine Ahnung von dem ganzen Vorfall zu haben, da er total muthvoll zeigte sich das Weibchen: es sprang toll umher, rollte falle von Tobsucht mehrere Fensterscheiben, wobei er sich an- betrunken gewesen sei. Er versicherte, daß er zwar bettele und mit den Augen und verfiel in ein langes nervöses Bittern. Das scheinend die Pulsaderu an beiden Händen zerschnitt. Er wurde landstreiche, aber niemals einem Menschen etwas wegnehmen afrikanische Weibchen war auf Stunden nicht zu beruhigen, lief nach der Charitee gebracht. Im Laufe des Tages fand ein würde. Auch gestern blieb der Angeklagte dabei, daß er von oft nach der Ecke, wo der Wasserbehälter vom Blige getroffen Feuer statt. Nichts wisse, wenn er aber die That verübt haben sollte, dies war, starrte ihn entsetzt an und rannte nach der entgegengesetzten nur den Zweck gehabt haben könne, fich ein Unterkommen zu Ecke zurück. Mit dem Rüffel peitschte es in der Luft umber, verschaffen. Die Geschworenen sprachen den Angeklagten des wie in der Vertheidigung und zeigte nicht wiederzugebende Grversuchten Straßenraubes schuldig und der Gerichtshof verscheinungen großer Angst. Direktor Heck, der über die Verurtheilte ihn zu zwei Jahren Zuchthaus. schiedenheit der Einwirkungen befragt wurde, erklärte sich dahin, daß je intelligenter ein Thier sei, desto deutlicher sich äußere Einwirkungen bei ihm zu erkennen geben. Der Tapir sei stupide und daher unempfänglich; das Nashorn sei ein ähnliches Ge schöpf; der Elephant aber fei für jeden Eindruck von außen empfänglich. Gerichts- Beitung. Soziale teberlicht. Kriminalkommissarius v. Arnauld ist, nachdem er fürzlich von der Anschuldigung der versuchten Verleitung zum Meineide freigesprochen worden war, aus der Untersuchungshaft entlassen worden. In dem Hauptverhandlungstermin hatte v. A. Der Stadt Berlin ist eine Erbschaft von 5 bis bekanntlich angedeutet, daß die Anklage durch seinen Verwandten, Das Proletariat in der Gelehrtenwelt. Eine Anzahl 6 Millionen Mark zugefallen. Vor kurzem starb hierselbst der den Buchhalter Karl Jahn veranlaßt worden sei, welchen er Professoren aller deutschen Universitäten erlassen einen Aufruf Rentier Arthur Kube im 38. Lebensjahr am Magenkrebs. wegen Beleidigung in öffentlicher Gerichtssitzung angeklagt habe. an die Deutschen im Auslande, welcher deren Mithilfe zur GrünSein Vater, der Inhaber einer Vorbereitungsanstalt für Offiziere Jahn war in dem Prozesse Hugo Löwy als Zeuge vernommen dung einef Nachweis stelle für akademische Berufsarbeit im war, hatte ein ungeheueres Vermögen hinterlassen. Dasselbe worden und hatte dabet Echimpfworte gegen Herrn v. A. aus- Auslande in Anspruch nimmt. In Deutschlands gelehrten besteht zum größten Theil aus Liegenschaften, einem gestoßen. Diese Angelegenheit wurde dieser Tage vor Berufszweigen greift eine Ueberfüllung um sich, die es vielen Haus in der Alexandrinenstraße, einem Gebäude und dem hiesigen Schöffengericht verhandelt. Der Gerichtshof tüchtigen Kräften wünschenswerth erscheinen läßt, sich im AusGrundstücks- Komplex in der Müllerstraße, einem Hause in erkannte den Angell. Karl Jahn der öffentlichen Beleidigung land Raum für auskömmliche Berufsthätigkeit zu verschaffen. Steglitz u. f. w. Heute Vormittag wurde das Testament des schuldig. verurtheilte ihn zu 50 M. Geldbuße event. 5 Tagen Geistliche, Aerzte, Apotheker, Chemifer, Ingenieure, Juristen u. a., Verstorbenen vor dem Amtsgericht 1 geöffnet und verlesen. Den Gefängniß und sprach dem Beleidigten v. A. die Publikations- namentlich Lehrer möchten heute in höherem Maße ihr AugenAnivefenden wurde eine große Ueberraschung bereitet. Der Erb- befugniß zu. mert auf das Ausland richten, wenn jemand wäre, der sie ruft, lasser vermacht sein ganzes Vermögen der Stadt Berlin mit der der wenigstens Auskunft giebt, wo man ihre Fähigkeiten am Aufgabe, daraus eine Stiftung für alte Berliner Lehrer und Der große Wucherer- und Spielerprozeß, welcher in reichlichsten gebrauchen könnte. Zu diesem Zwecke soll eine NachLehrerinnen christlichen Glaubens zu gründen, einschließlich der Hannover am 24. d. M. seinen Anfang nehmen soll, hat einen weisstelle begründet werden. In dem Aufruf heißt es: jenigen, welche pensionirt sind, aber deren Pension zum Lebens- hiesigen Rechtsanwalt, der die Vertheidigung eines der Haupt- Vor Eröffnung einer solchen Nachweisstelle bedarf es der unterhalt nicht ausreicht. In erster Linie sollen protestantische angeklagten übernommen hatte, in die peinliche Lage gebracht, Uebersicht, in welchem Umfang das Bedürfniß nach akademisch Lehrer und Lehrerinnen berücksichtigt werden. Die beiden gegen seine Person ein Verfahren wegen Beihilfe zur Ge- gebildeten Deutschen im Ausland vorhanden ist. Wir richten Schwestern des Erblaffers und seine übrigen Angehörigen er- fangenenbefreiung eingeleitet zu sehen. Der klient des Vertheidigers deshalb namentlich an alle Deutschen im Ausland die dringende halten nur Legate von den Zinsen, nach dem Tode derselben soll haft in das städtische Krankenhaus zu Hannover übergeführt keit für deutsche Lehrer, Aerzte, Apotheker, Chemiker, Ingenieure, war seines Gesundheitszustandes wegen aus der Untersuchungs- Bitte um Auskunft, ob sich an ihrem Wohnort lohnende Thätigauch dies Kapital der Stadt zufallen. worden und fand Gelegenheit, von dort zu entkommen. Er soll Juristen, Geistliche oder dergl. bietet, sei es einzeln oder in größerer ich in Desterreich aushalten und seine Auslieferung daran Bahl. Gleichzeitige Darlegung der einschlägigen Verhältnisse ist erfcheitern, daß er österreichischer Unterthan ist. Die Staats- wünscht. Nur durch allseitige Bereitwilligkeit, uns auf diese Weise anwaltschaft zu Hannover hat nun vor einiger Zeit die Aften zu berathen, wird sich die Errichtung einer Nachweisstelle ermögdes Vertheidigers mit Beschlag belegen lassen und will aus lichen lassen. Wir hoffen umsomehr auf die Bruderhilfe der der Korrespondenz desselben mit seinem Klienten einige Punkte Deutschen im Ausland, als eine Stärkung des deutschen Gleherausgefunden haben, welche die seltsame Anklage begründen mentes in ihrem eigenen idealen und realen Interesse liegen follen. dürfte. Unterzeichnet ist der Aufruf von Herrn Dr. Konr. Küster, Berlin, Tempelhofer Ufer 21. Der Grund des Selbstmordverfuches, den am Mittwoch Abend der Arbeiter Ludwig Fischer, Schönhauser Allee 52 wohnhaft, auf dem Geleise der Stettiner Bahn in Pankow unweit der Damerowstraße unternahm, ist durch ein Schreiben, welches der Lebensmüde bei sich führte, von ihm dargestellt. Der Brief, in dem der Selbstmörder Abschied nimmt von der Welt, lautet: Ich, der Arbeiter Fischer aus Berlin, Schönhauser Allee 52 im Keller, nehme mir das Leben, weil ich mir nicht zu helfen weiß. Es kommen so viele Pollacken nach Berlin, so daß wir Das Befinden des Schwerverletzten ist ziemlich hoffnungslos. Selbstmord auf einer Polizeiwache. Donnerstag Vormittag um 9 Uhr wurde durch einen Kriminalschußmann der 48 Jahre alte obdachlose Arbeiter Karl Kindler beim Betteln betroffen und nach der Wache des 79. Polizeireviers gebracht. Etwa 2 Stunden später wollte ein Schuhmann nach dem Arrestanten in der Belle sehen und fand ihn als Leiche an einer Schnur hängend todt auf. Berliner verhungern müssen." übers Weltmeer werfen sollen, dürfte wenige schiffbrüchige Das Rettungstau, das die im Auslande lebenden Deutschen Existenzen aus der Gelehrtenwelt vor dem Grtrinken retten. Wo ist ein Kulturland, in dem nicht Ueberfluß auch an geistigen Arbeitskräften wäre? Das Proletariat der Handarbeit hat eingesehen, auf welchem Wege Abhilfe zu schaffen ist, möge das Proletariat der Kopfarbeit ein gleiches thun. Eine Statistik über die Bergarbeiter- Verhältnisse beabsichtigt der bergbauliche Verein in Bochum zu erheben. Es heißt in der betreffenden Meldung des Quandelblatts:„ Der Vorstand des Vereins für die bergbaulichen Jutereffen im genannten Bezirk hat sich für die Aufnahme einer solchen Statistik erklärt und die Kosten mit zehn- bis zwölftausend Mark auf die Vereinstafse übernommen. Die Erhebungen sollen am 16. Desember 1893 auf allen Bechen geschehen und sich auf alle einschlägigen Verhältnisse der Bergarbeiter erstrecken." Da wird Herren eigen, der Welt schwarz auf weiß bewiesen werden, daß die Bergarbeiter ein Schlaraffenleben führen und daß nur der Uebermuth fie leitet, in den Streit zu treten. Schade um das schöne Geld, das das böse Gewissen des Unternehmerthums für Flüchtig geworden ist in Weißenfee der Kaufmann Epp stein, der als Vertreter eines Berliner Garderobengeschäfts in diesem Borort eine Filiale verwaltete. Eppstein hat, wie sich jetzt herausgestellt, eine große Anzahl von Kindern durch Bonbons an sich gelockt und mit denselben unfittliche Hand: Lungen vorgenommen. Durch die Vergewaltigung eines 13 jährigen fortzusetzen, bis 2. ihm das Geld zahle. Der Mißhandelte, ein denn natürlich wieder einmal mit allen Künsten, die diesen Mädchens fam die Angelegenheit in voriger Woche zur Kenntniß der Polizei, welche die Verhaftung des Kinderfreundes verfügte. Eppstein ist jedoch flüchtig geworden und bis jetzt nicht zu ermitteln gewesen. von sich am Vormittage des 29. Ditober 1891 ein arger Auftritt ab, In dem Komptoir des Holzhändlers L. hierselbst spielte der gestern vor der dritten Strafkammer des Landgerichts I zur Erörterung gelangte. Der Chef der Handlung befand sich allein in seinem Privatfomtoir, als zwei Männer daffelbe betraten, von denen der eine der ehemalige Buchhalter des 2., der Kaufmann 2ang war. Der Begleiter des Lang, ein Mann in Förster Uniform, war dem Geschäftsinhaber fremd. Lang war auf einem großen Holzschlage des L. im Westpreußischen als Buchhalter angestellt gewesen, aber plößlich wegen Unregelmäßigkeiten entlaffen worden. Er glaubte noch einen Anspruch auf 360 M. Gehalt zu haben und diese Forderung machte er seinem früheren Chef gegenüber in ungestümer Weise geltend. Dieser stellte die Berechtigung der Forderung in Frage und verwies den Lang auf den Klageweg. Nach dieser Erklärung zog Lang einen Gummi schlauch hervor und hieb in roher Weise auf seinen früheren Prinzipal ein, wobei er drohte, feine Mißhandlungen so lange älterer und schwächlicher Mann, bat schließlich, von ihm abzulassen, das Geld habe er augenblicklich nicht zur Stelle, er werde aber einen Wechsel ausstellen. Während der Mißhandlungen war der im Nebenzimmer befindliche Buchhalter herbeigeeilt, um seinem bedrängten Prinzipal beizustehen, er wurde aber von dem Be Schminke wegwirft. Berhaftet sind die Raufleute Otto Schmidt und Otto gleiter des Angreifers, bem Förster Förster Seeger, Seeger, dadurch Brümmer, die längere Zeit Rautions- und Stellen verhindert, daß dieser ihn Wie die Harmonie zwischen Kapital und Arbeit dressirt hinten umschlang wird. In einigen Tagen feiert ein Mitglied der Firma Geschwindel betrieben haben. Sie mietheten sich ein Zimmer, und festhielt. Der Wechsel war inzwischen fertig das als Bureau ausgestattet wurde und boten dann verschiedene gestellt worden, worauf die beiden Besucher sich entfernten. Als brüder Stollwerk das Fest der silbernen Hochzeit. Von den Stellen aus. Die Bewerber hatten eine Einschreibegebühr zu Bang wegen Erpressung und Körperverlegung zur Verantwortung Meistern der Fabrik wird jezt unter den Arbeitern gesammelt, entrichten, mußten dann aber angeblich auf ihre Unterbringung gezogen werden sollte, stellte sich heraus, daß er geflüchtet war. um mit dem Betrag ein Geschent anzukaufen. Den Arbeitern warten. Drängten die Betreffenden, so wurden sie dadurch ge- Den Wechsel hatte der Förster Seeger erhalten, der an seinen wird von vornherein erklärt, der Betrag müsse mindestens täuscht, daß Schmidt sie zu Brümmer fals dem Prinzipal, der Freund Lang ein Guthaben hatte. Bezahlt ist der Wechsel nicht, 75 Pfennig betragen. Damit nun niemand sich drücke, verfiel einen Bosten zu befeßen habe, schickte, und der letztere die nichts da das Gericht die Art und Weise des Zustandekommens für man auf die geistreiche Idee, dem Herrn Prinzipal ein Album ahnenden Menschen auf einige Tage in Berlin umherschickte, um ungefeßlich erklärte. Seeger erhielt noch eine Anklage wegen zu verehren, in dem die Namen der Geber aufgeführt werden nicht mehr bestehende Firmen zu ermitteln, sie dann aber wieder Beihilfe zur Körperverlegung. Der Staatsanwalt beantragte follen. Einem solch zärtlichen Druck kann sich natürlich niemand entließ. Bulegt bestand das Bureau in dem Hause Borsigstr. 32, eine Gefängnißstrafe von 14 Tagen, der Gerichtshof erkannte entziehen, und die Hauptsache ist, das harmonisch- patriarchalische wo Beide angeblich einen Hausdiener für sich selbst fuchten. mit Rücksicht auf die Unbescholtenheit des Angeklagten auf Berhältniß zwischen der Firma Stollwerk und ihren Arbeitern Einem sich bewerbenden Hausdiener nahmen sie ein Spartassen 100 M. Geldstrafe. steht glanzvoll vor den Augen der Menschenkinder. buch über 430 Mart ab, das als Kaution dienen sollte. Als fie aber hierauf bei einem Pfandleiher Geld erheben Ein böser Konflikt mit einem Militärposten kam in wollten, wurde dieser mißtrauisch und brachte die Angelegenheit einer Anklage wegen Beleidigung, Widerstandes und Körperzur Kenntniß der Polizei, die dann zur Verhaftung der Beiden verlegung zur Sprache, welche die Vll. Straffammer hiesigen schritt. Es besteht die Vermuthung, daß noch eine größere An- Landgerichts I. gestern gegen den Schauspieler S. verhandelte. zahl von Personen geschädigt ist, und es wäre der Kriminalpolizei Der neue Packhof in Moabit ist bekanntlich nach dem Wasser zu daher erwünscht, wenn die Betrogenen sich im Polizeipräsidial- durch ein eisernes Gitter abgegrenzt und in der nach dem Wasser Die Speckgesellen. Wie noch erinnerlich sein wird, hatten gebäude, Zimmer 37, melden möchten. zu entstandenen Bucht steht ein Schilderhaus für den Wachtposten. wir fürzlich in einem Versammlungsbericht die Durchstechereien In der Nacht zum 28. Februar erschien hier der wohl etwas zu schildern, die zwischen den Landgesellen und Polieren theilMarktpreise in Berlin am 13. Juli, nach Ermitte angetrunkene Angeklagte, welcher sich auf dem Nachhausewege nach weise getrieben werden. Erfreulicherweise fucht man an zu lungen des Polizeipräsidiums. Weizen per 100 Kg. guter von seiner in Moabit belegenen Wohnung befand und reizte den auf ständiger Stelle von den gemeinen Praktiken, von denen in dem 16,80-16,40., mittlerer von 16,30-15,90 m., geringer von Posten stehenden Pionier Heimwerth durch nicht wieder zu gebende Bericht die Rede war, jeht Notiz zu nehmen, wenigstens scheint 15,80-15,40 M. Roggen per 100 Rg. guter von 14,50-14,80 m., Bemerkungen. Als der Angeklagte sich nicht fortweifen ließ, pacte dies aus nachstehendem Bericht, der uns zugestellt ist, hervorzu mittlerer von 14,20-14,10 M., geringerer von 14,00-13,90 m. ihn der Posten und sperrte ihn instruktionsgemäß ins Schilderhaus. gehen: Derlammlungen. Gerste per 100 kg. gute von 17,00-16,00., mittlere von Blößlich stieß der Arrestant den Posten bei Seite und lief in großen Der Bund der Maurerpoliere zu Berlin, welcher 15,90-15,00 m., geringe von 14,90-14,00 M. Hafer per 100 Rg. Sätzen Moltkebrücke zu. Ein dreimaliger Haltruf des Pioniers folgte am 7. Juli d. J. in einer außerordentlichen Generalversammlung tagte, faßte einstimmig folgende Resolution: Die heutige General:| des Genoffen Herm. Faber über das Thema: Bereichert Euch. Distuffton. I würden, bisher keine Unterstützungen aus den eingegangettur versammlung des Bundes der Maurerpoliere Berling" verwahrt erschiedenes. Filiale 2 bei Röllig. Neue Friedrichstr. 44. Tagesordnung: Sammelgeldern bewilligt worden seien. Vortrag. Diskussion. Verschiedenes. sich entschieden gegen die in der Generalversammlung der Maurer Bund der geselligen Arbeitervereine Berlins und Umgegend. Große Ein gewaltiger Haide- und Moorbrand ist zwischen Berlins am 20. Juni vorgebrachten Verleumdungen der Maurer Versammlung am Sonntag, den 16. Juli, Vormittags 10 Uhr, in den Arnim Wrist und Bramstedt in Holstein und zwar infolge von poliere Berlins in betreff der Speckgesellen, daß von seinen Mit ballen, Kommandantensti. 20: Vortrag über: Streiflichter der Geschichte". Artillerie Uebungen ausgebrochen. Wie der„ NationalArbeiter Bildungsschule. Sonnabend, Abends 8-10% Uhr. Südgliedern jedenfalls feiner unter den angezogenen Polieren Oft Schule, Reichenbergerstr. 133: Unterricht in Physiologie und Buch- Zeitung" aus Pinneberg gemeldet wird, umfaßt der Brand bereits ist; sollte es doch der Fall sein, so verurtheilen wir dessen führung( doppelte). Oft Schule, Martusstraße 31: Unterricht in Rechnen ein Gebiet von 1, Quadratmeilen; 3000 Soldaten sind fort( unt.). In allen Unterrichtsfächern, mit Ausnahme Mathematit und BuchHandlungsweise ganz entschieden. Leider wird in dieser Resolution nicht gesagt, ob der Bund führung, fönnen noch Schüler und Schülerinnen, auch jetzt im Laufe des gesetzt mit dem Löschen beschäftigt. Die Kornfelder sind bereits vernichtet. Den Schaden hat der Militärfiskus, will sagen die Semesters, eintreten. der Maurerpoliere für den Fall, daß wider Erwarten ein Polier Deutscher sozialdemokratischer Leseklub in Paris. Rue St. Steuerzahler, zu tragen. der von uns geschilderten Art ihm angehören sollte, es mit einer Sonore 314 Cafe du Lion de Belfort. Jeden Sonnabend öffentliche Ber- Der Wasserstand der Elbe, so meldet man aus Riesa, fammlung; reiche Bibliothek, Zeitungen, französischer Unterricht. Der deutsche bloßen moralischen Verurtheilung bewenden lassen wird, oder ob Arbeiter, der fremd nach Paris tommt, findet hier einen Anlehnungspuntt, ist jetzt so niedrig, daß der 1847 gesetzte Stein wieder sichtbar er gegen einen solchen schärfere Mittel, z. B. das des Aus- Rath und Belehrung. ist, auf dem die Worte stehen:" Wenn Ihr mich wiederseht, schlusses, in Anwendung bringen will. Um eine moralische Ver- latte, von Karl Marr und Friedrich Engels 1840 begründete London. Der einzige hiesige sozialdemokratische Verein Londons, der werdet Ihr weinen." Freilich, die Trockenheit hat genug Elend urtheilung wird sich ein Mensch, der sich von einem andern kommunistische Arbeiter: Bildungsverein befindet sich nach im Gefolge. Daß aber in solchen Zeiten das Volk auch noch bestechen läßt, von Herzen wenig kümmern. Im übrigen ist es wie vor 49 Tottenham Street, Tottenham Court Rd., W. London. 71 Millionen Mark für das Militär mehr zahlen soll, das ist seltsam, wie der Bund der Maurerpoliere von Verleumdungen im Bereinstalender sind zu richten an Friedrich Kortum, ManteuffelArbeiter- Sängerbund Berlins und Umgegend. Alle Aenderungen noch trauriger. reden kann, wo er selber gar nicht in Frage gefommen ist. ftraße 70. Sonnabend, Abends 9 Uhr: Uebungsstunde. Aus der Hundstagszeit. Der feit etwa einem Jahre Oder will der Bund in allem Ernst behaupten, daß sich über- neuer Mitglieder. Grüne Eiche, Rixdorf, Hermann- und Knesebect unter geistlicher Leitung stehende Darmstädter Sittlichkeitsverein" 2yrania, Landsbergerstraße haupt kein Maurerpolier in Berlin befindet, der die firaßen- Ecke bei Beyerle. 31 bei hat sich gegen die Existenz eines Sommertheaters gewandt und Sanges Echo, Naunynstraße 86, bei gubeil. von uns gegeißelten Handlungen begeht? Wenn er das meint, Freundschaft 2, Friedenstraße Nr. 48 bei Tollfühn. Glüd zu, in ergöglichem Eifer eine Resolution gefaßt, auf grund welcher so werden die organisirten Maurer ihm wohl schon mit That: Badstraße 56, Weimann's Voltsgarten. Esmeralda, Frucht der Vereinsvorstand mit allen Mitteln dahin wirken soll, daß straße 70 bei Nitsche. Liederfranz in Brandenburg, Mengert's der Theaterdirektion die Konzession entzogen werde, weil sie es sachen zu begegnen wissen. Boltsgarten. Hand in Hand 2, Friedrichsberg, Friedrich KarlIm Ganzen thäten die organisirten Maurerpoliere gut, fich straße 11 bei Heinecke. Gesundbrunner Männerchor, gewagt hat, die" Haubenlerche", die Heimath", die„ Ehre" und Prinzen- Allee 10. Gesangverein Bruderhand" Nora" zu geben. darauf zu besinnen, daß ihr Platz in den Reihen der übrigen Gesundbrunnen, organisirten Arbeiterschaft ist. Ist der rechte Wille da, so wer- in Schönwalde( in der Mark) bei Schulze.-" Frisch auf" Friedrichsberg, Rummelsburgerstraße bei Deckert. Vorwärts 7" Rummelsburg, bei den Uebelstände, wie der der Speckgesellen, ziemlich leicht aus Borgmann. Gesangverein Immergrün", Zegel, Schloßstraße bei der Welt geschafft werden können. Gesangverein„ Süd- Ost 2", Faltensteinstr. 41 bei Trittelwih. Musehold. Schulz. 1 walde in der Mart bet Restaurateur Schulz. " Aufnahme Die Ritter von Sempach. In der„ N. 3. 3." lesen wir: Wegen baulicher Veränderungen wurden in der Klosterkirche zu Königsfelden die Gräber der bei Sempach gefallenen Rittter geöffnet. Meistens sind die Schädel gut erhalten. Die Gebisse beGanz zum Schluß wollen wir noch auf einen Schnitzer aufreier Männerchor Osten" Friedenstr. 74, bei Engelhardt. ,, Glühlicht"( gem. Chor), Stromstraße 28." Frisch auf 2", Schön- sonders sind vollkommen schön und regelmäßig. Da die meisten Bund der geselligen Arbeitervereine Berlins und Umgegend Ritter den wuchtigen Schlägen der mit Morgenstern und MordAlle Zuschriften, den Bund der geselligen Arbeitervereine betreffend find zu richten an: B. Henter, Bergmannstr. 21, 2018 r. art bewaffneten Eidgenossen erlegen sind, sind nur wenige Schädel abend: Tambour Berein Vorwärts" Rirdorf, Hermann und unversehrt. Wanzlichstraßen- Gate. Jeden Sonnabend nach dem 1. und 15. verein Deutsche Giche bei Niederschuh, Fürbringerstraße 7. verein Iphigenia", bei Kramer, Rirdorf, Hermannstraße Nr. 140. Geselliger Verein" Italia" bet Zahn, Hochstraße Nr. 43. Theaterverein Aurelia", Mendelssohnftr. 9 bei Miethe Abends 9 Uhr Rauchtlub, Anita", Koppenstr. 43 bei Lorenz. Vergnügungsverein merksam machen, der dem Zusender des Berichts der Maurerpolier- Bersammlung unterlaufen ist. Er schickt uns den Bericht auf grund des§ 11 des Preßgesetzes zu. Wir nehmen an, daß dem Zusender ein ihm selber unerklärlicher Frrthum unterlaufen ist und machen ihn daher für künftige Fälle darauf aufmerksam, daß der§ 11 des Preßgesetzes mit der Zusendung von Verfammlungsberichten nichts zu thun hat. Die Parquetbodenleger beschäftigten sich am 12. Juli wiederum mit der Lohnregulirung in ihrer Branche. Speziell waren die Kollegen der Firmen Fröhlich, Teltowerstraße, Mittag, Möckernstraße, und Leibe u. Komp., Großbeerenstraße, zu dieser Versammlung eingeladen. Kollege Nerre erstattete Bericht über das Vorgehen der Kollegen bei der Firma Fröhlich. Infolge der Uneinigkeit unter einander wurde ein einheitlicher Lohntarif nicht erzielt. Verschiedene Redner tadelten das Verhalten sowohl der indifferenten Kollegen als auch das des Herrn Fröhlich, der geäußert hatte: er bewillige den Bodenlegern überhaupt nichts, lieber würde er sich Zimmerleute anlernen, die ihm dann dieselbe Arbeit noch billiger herstellen. Die Kollegen der Firma Mittag hatten bisher nichts unternommen und einigten sich in der Versammlung, nun= mehr auch ihrerseits in dieser Woche mit MehrWeiter wurden die Arbeitsforderungen vorzugehen. verhältnisse bei der Firma Hammer einer scharfen Kritik unterzogen, und schließlich ein Antrag angenommen, zu der nächsten Versammlung die Herren Fröhlich, Mittag, Brüste( Firma Leibe u. Ro.) und Hammer einzuladen. = In der Vereinsversammlung der Freien Verund Speicher einigung der Getreideträger Arbeiter am 9. Juli berichtete Kollege Sauer über seine Erlebnisse bei der Agitation, die Kollegen auffordernd, recht thätig für die Organisation zu sein. Eine recht lebhafte Diskussion brachte die sogenannte Sonntagsruhe in unserer Branche und besonders die Verhältnisse auf dem Packhofe und neuen Speicher, die vor drei Wochen dem Vorstand zur Recherche übergeben waren. Sonnenburg. Hier tagte am 9. Juli eine von ca. 200 Perfonen befuchte Versammlung, in der Genosse Adler aus Berlin in einem 21/2 stündigem Vortrage die Ziele der Sozialdemokratie den Anwesenden klar legte. In der darauf folgenden Pause meldeten sich 46 Personen zur Aufnahme in den neu gegründeten Verein. Bei der Diskussion, die nach der Pause stattfand, traten als Redner gegen die Ausführungen des Referenten die Herren Pastor Böhme, Kaufmann Bartel und der Redakteur des hiesigen Anzeiger, Schilling, auf. Die Ausführungen der Redner, die äußerst oberflächlicher Art waren, wurden von dem Referenten treffend zurückgewiesen. Am Schlusse seiner Rede brachte Herr Schilling ein Hoch auf den Kaiser aus, in das ein Theil der Versammelten einstimmte. Als dann unmittelbar darauf ein Arbeiter ein Hoch auf die Sozialdemokratie ausbrachte, löfte der Bürgermeister Rubow die Versammlung auf. Ruhig ging die Versammlung auseinander, und berechtigt die gehobene Stimmung in den Arbeiterkreisen zu Er. wartungen günstiger Resultate. " Helgoland", Stralauerstr. 57 bei Miegel. Gesang-, TurnTambour Theaterund gesellige Vereine. Sonnabend. Baul Depeschen. ( Depeschen des Bureau Herold.) Chemnitz, 14. Juli. Die hiesigen Färbereien find theilNickel'scher Mufitverein Allegro bei Spindler, Reichenbergerstraße 118, Gde Forsterstraße. Turnverein Gesundbrunnen. Die 2. Männerabtheilung turnt heute weise gezwungen, wegen Wassermangels die Arbeit einzuvon 8-10% Uhr in der Turnhalle, Freienwalderstr. 39.- Zurnverein ich te stellen. ( Mitglied des Märtischen Arbeiter- Turnerbundes) turnt Sonnabend von yo bis 11 in der Turnhalle Friedenstr. 37. nickerstraße 68. Bühnenverband Normania jeden letzten Sonnabend im Monat bei Leichniß, Königsbergerstr. 24. Privattheatergesellschaft S ch neeglöckchen", Abends 9 Uhr bei Schulz, Brunnenstr. 116. Theaterverein Berliner Bär jeden Sonnabend nach dem 1. und 15. Abends 9% Uhr bei Weid, köpe Theaterverein Lessing. Jeden ersten und legten Sonnabend im Monat 9 Uhr Abends Sigung bei Rudolph, Krautstr. 6. Vergnügungsverein Azalia 9% Uhr bei D. Heindorf, Barnimstr. 16. Bergnügungsverein Lustige Jugend Abends 9 Uhr, im Restaurant Lautenbach, Cuvryfir. 3.- Vergnügungsverein Lustige Becher Abends 9½ 1hr Mendelssohnstr. 9.- Bergnügungsverein Carmen Sylva Sigung uhr im Restaurant von D. Wils, Mariannen- Ufer 2.- Geselliger Vere in Linde" jeden Sonnabend 9 Uhr bet Rausch, Hussitenstraße 9. Ber- 1 gnügungsverein harmlos, Sigung mit Damen Sonnabend, Abends 9 Uhr, Blumenftr. 46 bet Went. Vergnügungsverein Mitglieder pünktlich. " Briefkasten der Redaktion. A. M., Dresdenerstr. Beachten Sie die Notiz in der Freitagnummer am Schluß der dritten Seite des Hauptblattes. C. J. 44. Wenn Sie sich im Vertrage dem nicht etwa unterworfen haben: nein. W. K. u. Th. R. 143. Sprechen Sie zwischen 12 und Uhr vor. König. Lassen Sie den Mann laufen, die ertheilte Nase Morgenstern, Sigung 9 Uhr, bei Erbsmehl, Elsafſerſtr. 58. Rauchttub ist ja doch das Höchste, was zu erreichen war. Blaue Quaste, Sonnabend 9 Uhr bei Mücke, N., Wöhlertstr. 2. Stattlub Gordischer Knoten, jeden Sonnabend 9 Uhr bei Kar Stegemanu. Solche Retursinstanz besteht nicht. Leichtsinn. Sie könnten mit Gefängnißstrafe belegt werden. Echt lling, Pücklerstr. 55. Danst Forening Freia( Dänischer Verein Freia), Lindenft caße 106 bet Poppe. Verein ehemaliger Schüler Südwest 21. Das grundlos entlassene Mädchen muß sich der 30. Gemeindeschule, Abends 9 Uhr, Restaurant Wurl, Koppen zunächst an die Polizei wenden und kann nach fruchtlofem Sühe fraße 58. Geselliger Verein Italia, jeden Sonnabend im Restaurant versuch bei Gericht Klage erheben. Boite, Kolbergerstr. 23. Sta ttlub tre uzbube bei Steuer, Weinstr. 22.- Statflub Revolution Abends Reichenbergerstr. 73, bet Faustmann. Schaftopf- Klub Bruder tette tagt jeden Sonnabend Abends 9 Uhr bei Weiß, Andreasstraße 770.Sartenflub Nulle tagt jeden Sonnabend und Montag im Restaurant Hum boldhein, Hochstr. 32a.- Stattlub Blaue Blouse, jeden Sonnabend bei Wutite, Graubenzerstr. 2. Touristenverein 23anderlust Abends 9 Uhr im Restaurant Märkischer Hof, Admiralstr. 18c. Literarisches. Berliner Kunstfrühling. 1893. Von Franz Servaes. Berlin. Verlag von Speyer und Peters. Unter den Linden 43. Das Leben der Studentinnen in Zürich. Von Frau Gläre Schubert- Feder, Dr. phil, 2. Auflage. Berlin. Verlag von R. Boll. Vermischtes. Fritze. Gewiß; die 30 m. müffen Sie als Strafgeld zahlen. J. M. 100. Sie haben Anspruch auf Entschädigung wegen Entlassung ohne Kündigung; wenden Sie sich an das Gewerbegericht, Stralauerstr. 3-6. R. N. Das Billet müssen Sie, wie jedes andere, auf VerIangen abgeben. Sie kaufen nicht das Billet, sondern die Berechtigung zu fahren. Das Billet ist nur Legitimationsschein. Di Dio. Wann haben Sie den Brief eingesendet? Ohne Angabe des Datums ist es unmöglich, einen Brief aus tausenden herauszufinden. Caspari K. W. Rechtsanwalt Heine wohnt Landsbergerstraße 62. nach Erscheinen der amtlichen Statistik fann unsererseits eine Stahl. 1. Die Berechnung wollen Sie selbst anstellen. Erst Berechnung vorgenommen werden. 2. Vor 9 Uhr Morgens Ende Play 2. Wahrheit, Freiheit, Recht. Gedichte eines Gefangenen von A. W., Grabow. Theilen Sie mit, wann Ihre SchwiegerGeorg Wizorowski. Staßfurt. Verlag von Gottlieb Hartmutter 70 Jahre alt geworden ist, wie viel Wochen fie feit dem mann. Preis 20 Pf.( Zum Besten der Familien der Staß- 1. Januar 1886 bis 1. Januar 1891 in einem versicherungsfurter Inhaftirten). pflichtigen Betriebe gearbeitet hat, und wie viel sie seit dem 1. Januar 1891 geflebt hat. Dann läßt sich mittheilen, welche Rechte auf Rente Ihrer Schwiegermutter zustehen. M. S., Pallasstraße. Ja, auch weibliche Lehrlinge find flebeverpflichtet. Fiebig. Wenn der Wirth die gesundheitsschädliche Beschaffenheit des Wassers gekannt hat, ist er für allen Schaden Aus Schneidemühl meldet der„ Bolts Zeitung" eine verantwortlich. Das Recht auszuziehen haben Sie sicher nur, Privatdepesche: Eine Versammlung der durch das Brunnen- wenn die Verpflichtung zur Wasserlieferung vertraglich vereinbart Neuer Berliner Handwerkerverein. Generalversammlung am Sonn- unglück geschädigten Hausbesitzer beschloß, an den Magistrat und ist. Ist dies nicht der Fall, so wäre Ihr Rücktrittsrecht abend, den 15. Juli, Abends 9 Uhr, bei Ohlmann, Münzstr. 11. Allgemeine Kranken- und Sterbekaffe der Metallarbeiter( E. S. 29, die Stadtverordneten einen schleunigen Antrag zu richten, in zweifelhaft. Hamburg) Filiale Berlin 6. Mitgliederversammlung am Sonntag, den 16. Jult, welchem um Bewilligung von Unterstützungen aus den Sammel- E. T. 1. Die 100 m. schulden Sie den Erben. Wer Erbe Bormittags 10% Uhr, Gartenstr. 162 bei Meißner. Ethische Gesellschaft. Sonntag, den 16. Jult, Abends 8 Uhr, Rosen- geldern gebeten wird. Außerdem faßte die Versammlung Beschluß, geworden, erhellt aus Ihren Darlegungen nicht. 2. Die Ge= Die Hochzeitsthalerstr. 38: Vortrag des Fräulein Wabnig über: Die Thätigkeit des Ge- den Rechtsanwalt Pöppel in Driesen mit der Führung eines fchente gehören dem, dem sie geschenkt sind. hörs und der fünf Sinne". Nach dem Bortrag gemüthliches Beisammensein eventuellen Prozesses gegen die Stadtgemeinde zu betrauen. Leb: geschenke gehören der Ehefrau, nicht der Schwiegermutter. Verein deutscher Schuhmacher. Bersammlungen am Montag, den hafte Klage wurde darüber geführt, daß den von dem Unglück Sprechen Sie gelegentlich zwischen 12 und 1 Uhr vor, um die | 17. Sult, Filiale 1 bet Sente, Blumenstraße 38. Tagesordnung: Bortrag Betroffenen, obwohl viele bereits von Nahrungssorgen bedrückt Sachlage Klarzulegen. Allgemeine Kranken- und Sterbekaffe der Metallarbeiter, Filiale Berlin 3. Mitgliederversammlung am Sonnabend, den 15. Jult cr., Abends 8% Uhr, bei Liewaldt, Manteuffelstraße 46. Tagesordnung: 1. Kaffenbericht. 2. Verschiedenes. und Tanz. Steppdecken und Sänger! Stimmbegabte Leute, welche geneigt Schlafdecken find, einem gemüthlichen Männer( mit kleinen Farbenfehlern) spottbillig in der Deckenfabrik von J. Brünn, Hackescher Markt Nr. 4. ( Stadtbahnhof Börse.) Größtes Lager Berlins Kinderwagen. 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Verantwortlicher Redakteur: Wilhelm Schröder in Berlin. Druck und Verlag von Mag Bading in Berlin SW., Beuthstraße 2. achten. 2. Beilage zum„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 164. Minster as Sonnabend, den 15. Juli 1893. S Erklärung: Antisemiten Soz: demokr " " Elsäss Protest Polen, Dänen XXX Centrum " " " 97 Elsäss.Autonom Welfen, Südd Volkspart Freisinn Nation- Lib. Konservativ Die Beraner Wahlkreise. 6. 55 10. Jahrg. Die Vertheilung der Parteien nach den neuen Reichstagswahlen wird durch die nebenstehende Karte übersichtlich veranschaulicht. Vor allem tritt auf derselben deutlich die durch schwarze Flächen ges kennzeichnete Ausbreitung der Sozialdemo fratie hervor. Während die meisten der bürgerlichen Parteien sich auf bestimmte Gebiete konzentriren die Konservativen im Osten, die Nationalliberalen in den westlichen Industriegebieten, das Zentrum selbstredend in den vorwiegend katholischen Gegenden hat die Sozialdemokratie überall festen Fuß gefaßt, in Ostpreußen, wie im Elsaß, in Holstein, wie in Bayern und Schlesien. Und darin liegt der Beweis unserer Kraft, unserer Zukunft. Das ganze Deutschland soll es sein, die vielen zerstreut liegenden Stellen auf der Karte zeigen den Parteigenossen aller Orten, daß ihnen für die nächste Wahl überall noch ein weites und fruchtbringendes Feld zu beackern übrig bleibt. Möge nach wie vor dahin ge= arbeitet werden, daß reiche Saat ihm entsprieße. Geographisches Institut zu Weimar 3 2 Stadtbezirk 23: Charlottenstr. 11-22 Jund 73-82, Markgrafenstr. 21-30 und 65-78, Schüßenstr. 6a- 24 und 52-69, Zimmerstr. 25-41 und 55-77. Die Gemeinde- Wählerlisten. Weinstr. 20 und 20a; von Bezirk 189: Straße Am Friedrichs- Krausenstr. 20-33 und 44-55, Kronenftr. 24-46, Leipziger bain, Straße 1( Abth. XIII) von Straße Am Friedrichshain bis straße 42-50a und 80-90, Markgrafenstr. 31-36 und 59-64a. Stadtbezirk 17: Charlottenstr. 22a- 28 und 63-72, In der nächsten Zeit, vom 15.- 30. d. M., werden die Straße 2; von Bezirk 237: Heinersdorferstr. 1 und 2. Der 31. Kommunal- Wahlbezirt, umfassend die Friedrichstr. 56-62 und 191-199, Krausenstr. 1-19 und 56-77, Gemeinde Wählerlisten öffentlich ausliegen; es ist dringende Stadtbezirke 210-215, mit Ausschluß von: Gipsstr. 18, Rosen- Kronenstr. 14-23 und 47-59, Leipzigerstr. 27-41 und 91-103. Pflicht eines jeden Gemeindewählers, diese Zeit nicht unbenutzt thalerstraße 25, Artillerieſtr. 13-16, Ziegelstr. 14-21, Linien- Stadtbezirk 22: Friedrichstr. 44-55 und 200-209, vorübergehen zu lassen, sondern sich zu überzeugen, daß auch straße 202, Artillerieſtr. 4a- 4c, 21 und 31-31a, Auguststr. 4, Mauerstr. 1-11 und 69-95, Schüßenstr. 1-6 und 70-79, sein Name in den Gemeinde- Wählerlisten verzeichnet ist, wenn Oranienburgerstr. 35-39 und 64-69; von Bezirk 5: Kl. Präfi- Bimmerftr. 2-24 und 78-100. er nicht der Ausübung des Wahlrechts verlustig gehen will; eine dentenstraße 6 und 7, Neue Promenade 9 und 10: von Bezirk 205: noch größere Pflicht aber ist es der Wähler derjenigen Wahl- Münzstr. 8 und 9; von Bezirt 206: Münzftr. 1-7, Rochstr. 1-6 und bezirke, in welchen in diesem Herbste bestimmt Ersatzwahlen 15-19, Straße längs der Stadtbahn, nördliche Seite westlich stattzufinden haben. Damit niemand sich entschuldigen fann, er von der Rochstraße intl. Eckhaus dieser und der Rochstraße Stadtbezirk 24: An der Jerusalemer Kirche, Dönhoffs= habe nicht gewußt, daß in seinem Bezirke gewählt werde, hinter den Häusern der Münzstr; von Bezirt 207: Neue Schön- play, Jerusalemerstr. 1-13 und 42-58, Kommandantenstr. 1-4 geben wir in Nachstehendem die betreffenden Bezirke bekannt. Hauferstr. 1 und la, Weinmeisterstr. 1a- 8; von Bezirk 216: August- und 80-89, Krausenstr. 34-43, Leipzigerstr. 51-55 und 69-79, Diese sind: Lindenstr. 38-68, Oranienstraße 98a, Schüßenstr. 25-51, Der Stadtbezirke 1-5, mit Ausschluß von Alexanderstr. 18, Stadtbezirke 237-250, mit Ausschluß von: Heinersdorferstr. 1 1. Kommunal- Wahlbezirk, umfassend die Straße 1-2 und 89-93. Der 36. Kommunalwahlbezirk umfassend die Zimmerstr. 42-54. Stadtbezirk 25: Jerufalemerftr. 59-66, Junkerstraße Kl. Präsidentenstr. 6-7, Neue Promenade 9-10. Nr. 1-21, Kochstr. 22-39 und 43-58, Lindenstr. 20-37 und Der 4. Kommunal- Wahlbezirt, umfassend die Der 37. Kommunal Wahlbezirk umfassend die 69-89, Markgrafenstr. 10-20 und 79-94, Oranienftr. 99, Stadtbezirke 16, 17, 22-25, mit Ausschluß von Markgrafen- Stadtbezirke 251-254, 260-264 und vom Bezirk 235: Bernauer: Ritterstr. 60. straße 37-38 und 57-58, Charlottenstr. 29-32 und 61-62, straße 26; von Bezirk 258: Bernauerstr. 15-24 und 84-92; Friedrichstr. 63-65 und 186-190, Kronenstr. 60, Wilhelmstr. 42a, von Bezirk 259: Strelitzerstr. 30-36 und 39-46; von Bezirk 265: Zimmerstr. 1. Von Bezirk 18: Krausenstr. 1-3 und 72-77, Gartenstr. 96-112; von Bezirk 266: Ackerstraße 69-70. Mauerstr. 8-11 und 69-79. Bon Bezirk 27: Junkerstr. 1, Der 41. Kommunalwahlbezirk umfassend die Lindenstr. 89, Markgrafenstr. 10-16 und 85-94. Der 6. Kommunal- Wahlbezirt, umfassend die Stadtbezirke 40-42 und 50-53 mit Ausschluß von Dennewitzstraße 9 und 33-38, Rurfürstenstr. 173-173a. Von Bezirk 31: Lintstr. 46. Der 9. Kommunal- Wahlbezirk, umfassend die Stadtbezirke 54-62, mit Ausschluß von Belle- Alliancestr. 107, Blücher- Platz 1 und 2, Hallescher Kirchhof. und 2. : Stadtbezirke 305-318, mit Ausschluß von Schulstr. 61-86; von Bezirk 319: Pantstr. 7 und 47. 1. Kommunal- Wahlbezirk. Stadtbezirk 1, umfaßt die Häuser: Bischofstr. 2-27, Burgstr. 1-7, Heiligegeiststr. 23-25, Hoher Steinweg, Jüdenstraße 1-11 und 55-60, Königstr. 1-25 und 41-69, Marientirchhof 5-11, Molfeuftr. 8 und 9, Nikolai Kirchgasse 1-4, Nikolaikirchhof 1-3 und 12-14, Poststr. 1-15 und 21-31, Kleine Poststr. 1-7 und 9-13, Probststraße, Rathhausstraße, Sieberstr. 3-18, Spandauerstr. 18-38 und 47-63. 9 Der 16. Kommunal- Wahlbezirk, umfassend die Stadtbezirke 79-81, 86 u. 87 mit Ausschluß von Elisabeth- Ufer 36, Oranienstr. 24-26 und 180-188, Admiralstr. 36-40a, Briger straße 25, Rottbuserstr. 7 u. 8 Bon Bezirk 83: Adalbertstr. 85 Stadtbezirk 2: Giergasse, Großer Jüdenhof, Jüdenund Naunynstr. 59. Von Bezirk 89: Reichenbergerstr. 173. straße 12-54, Am Krögel, Moltenmarkt, Moltenstraße aus Der 18. Kommunal- Wahlbezirk, umfassend die schließlich 8 und 9, Mühlendamm 32 und 33, Nikolai- KirchStadtbezirke 118-122 und 127, mit Ausschluß von Branden- gasse 5-8, Nikolaikirchhof 4-11, Parochialstraße, Poststr. 16-20a, burgstr. 32-36 und 48-49, Mathieustr. 1, Alexandrinenstr. 39, Spandauerstr. 39-46, Stralauerstr. 16-46. Alte Jakobstr. 116, Kommandantenstr. 43, Oranienstr. 70-75a Stadtbezirk 3: Neue Friedrichstr. 1-20 und 83-109, und 180-136; von Bezirk 116 Brandenburgstr. 17 u. 64, Wasser- Grunerstraße, von der Stadtbahn bis zur Neuen Friedrichstraße, thorstr. 25a; von Bezirk 123 Prinzenftr. 91, Ritterstr. 19a- 29 Klosterstr. 30-78, Sieberstr. 1 und 2, An der Stralauerbrücke, und 96-105. Stralauerstr. 1-15 und 47-58, Kleine Stralauerstraße, WaisenDer 20. Kommunal Wahlbezirk, umfassend die straße, Westseite der Straße längs der Stadtbahn von Alexander Stadtbezirke 136-142, mit Ausschluß von Neue Jakobstr. 1--14 traße bis Königstraße, Ecken an der letzteren ausgeschlossen, und 17-22 und 24-28, Inselstr. 13-13a, 10-12, Schmidt- Stadtbahn von der Spree bei der Jannowißbrücke bis zur straße 22; von Bezirk 134 Annenstr. 4-5, Neanderstr. 17-18. Königsstraße. : Der 22. Kommunal- Wahlbezirt, umfassend die Stadtbezirk 4: Bischofstr. 1 und 28. Neue FriedrichStadtbezirke 15-148, 150, 151 und 201 mit Ausschluß von straße 21-42 und 64-82, Gontardstr., Kaiser Wilhelmstr. 10 Gr. Frankfurterstr. 69, Schillingstr. 20, KI. Markusstr. 14-15, bis 15 und 22-35, Kalandsgasse, Klosterstr. 1-29 und 79-101, Krautstr. 16-16a, la- 10, 47-52, 54a- 55a, Georgenkirch- Königskolonnaden, Königsstr. 26-40, Marienkirchhof 12-23, platz 33 und 34, Neue Königstr. 47-49, Kurzestr. 1, Landsberger- Neue Gaffe, Panoramastr., Rochstr. 7-14, Schmale Gasse 3-5, ftraße 60-67, Prenzlauerstr. 32 und 32a, Alte Schüßenſtr. 8-12; Spandauer Brücke 1-2 und 10-16, Südwestseite der Straße von Bezirk 3: Alexanderstr. 18; von Bezirk 152: Gr. Frank längs der Stadtbahn von der Königsstr., deren Ecken einfurterstraße 48 und 91, Markusstr. 30; von Bezirk 153: Gr. geschlossen, bis zur Westseite der Spandauerbrücke, der entFrankfurterstr. 92-102a; von Bezirk 156: Große Frankfurter- fprechende Theil der Stadtbahn. straße 39-47, Weberstr. 64. Stadtbezirk 5: Burgstr. 8-31, Neue Friedrichstr. 43 Der 23. Kommunal- Wahlbezirk, umfassend die bis 63, Hinter der Garnisonkirche, Heidereutergasse, Heiligegeist Stadtbezirke 149, 162-165, mit Ausschluß von Andreasstr. 41 gaffe, Heiligegeiſtstr. ausschließlich 23-25, Kaiser Wilhelmstr. 1 bis 44 und 47, Blumenstr. 34a- 41 und 43-51, Krautir. 53 bis 9 und 36-49, Marienkirchhof 1-4, Neuer Markt, Kleine und 54; von Bezirk 150: Kl. Markusstr. 14-15 und Kraut- Poststr. 8, Rosenstr., Schmale Gasse 1-2 und 6-8, Spandauerstraße 16-16a; von Bezirk 151: Krautstr. 3-10 und 47-52. straße 1-17 und 64-81, Südwestseite der Straße längs der Der 29. Kommunal- Wahlbezirk, umfassend die Stadtbahn von der Spandauerbrücke bis westlich zum nördlichen Stadtbezirke 184-188, 192-195, mit Ausschluß von Landsberger- Ufer der Spree bei Monbijou resp. zur Kleinen Präsidentenstr., straße 17-19 und 101-105, Barnimstr. 35 und 39a, Georgen- der entsprechende Theil der Stadtbahn, St. Wolfgangstr. tirchstraße 59, Fliederstr. 17, Neue Königstr. 19-19c und 76, 4. Kommunalwahlbezirk. Gollnowstr. 1; von Bezirk 183: Büschingplatz 1, Mehnerstr. 8,1 Stadtbezirk 16: Jerusalemerstr. 14-22 und 25-41, 6. Kommunal- Wahlbezirk. Stadtbezirt 40: Flottwellstr. 1-8, Karlsbad, aus schließlich Nr. 1, Körnerstr. 1 und 26, Lüßowstr. 1-23 und 92-113, Potsdamerstr. 113b, Schöneberger Ufer 5-25. Stadtbezirt 41: Dennewißstr. 1, Flottwellstr. 9-18, Körnerstr. 2-25, Steglitzerstr. 1-24 und 64-94. Stadtbezirt 42: Blumenthalstr. 20, Dennewißstr. 2-8, Kurfürstenstr. 1-28 und 153-172. Stadtbezirk 50: Bernburgerstr. 18, Eichhornstr. 6 und 7, Hafenplay 10, Königgrägerstr. 13-17, Rönigin Auguftaftr. 1-5, Köthenerstraße, Lintstraße, Potsdamer Platz 8-6. Stadtbezirt 51: Askanischer Plaz 1-4, Bernburgerstraße ausschließlich 18, Dessauerstraße, Hafenplay, Königgräßerftraße 18-35, Schönebergerstr. 1-18. Stadtbezirk 52: Askanischer Plaz 5-7, Bahnhofstraße, Großbeerenstr. 1, Halleschestr. 1-15, Hallesches Ufer 32, Kleinbeerenstraße 12 und 13, Königgrägerstr. 36-52, Möckernstr. 1-25 und 124-147, Schönebergerstr. 20-34. Stadtbezirk 53: Großbeerenstr. 2-9 und 86-96, Halleschestr. 16-28, Hallesches Ufer 1-31, Kleinbeerenstraße, Königgrägerstr. 53-70. 9. Kommunal: Wahlbezirk. Stadtbezirk 54: Nordseite der Barutherstraße, Belles Alliancestr. 1-12 und 91-106, Bankwizstraße, Teltowerstr. 1-11 und 63-65, Tempelhofer Ufer 1-6. Stadtbezirt 55: Großbeerenstr. 10-18 und 77-85, Teltowerstr. 12-37 und 39-62, Tempelhofer Ufer 7-24. Stadtbezirt 56a: Hornstr. 14, Luckenwalderstr., Möckernstraße 26-50 und 93-123, Schönebergerstr. 14-19, Schöneberger User 1-4, Teltowerstr. 38, Tempelhofer User 25-37, Trebbinerstraße, Wartenburgstr. 15. Stadtbezirk 56b:" Großgörschenstraße von der Potsdamer bis zur Anhaltischen Eisenbahn, Kahlerstr. 20a( Abth. III des Bebauungsplanes), Yorkstr. 25-42 und 49-64. Stadtbezirt 57: Großbeerenstr. 19-27a und 63-76, Wartenburgstr. 1-14 und 16-29. Stadtbezirk 58: Hornstraße, ausschließlich 14, Wartenburg- Platz, Yorkstr. 1-14. Stadtbezirk 59: Belle- Alliancestr. 13-26, Großbeerenstraße 28-62, Hagelsbergerstr. 1-16 und 41-57, Yortstr. 79. Stadtbezirk 60: Hagelsbergerstr. 17-40, Möckernftr. 51 bis 92, Dorfstr. 15-24 und 65-78. Stadtbezirk 61: Razbachstraße, Kreuzbergstraße von Straße C resp. 6a bis Möckernstr.( einschließlich 26), Kriegersfelde, Möckernstraße von Kreuzbergstraße bis zur Weichbildgrenze( Westseite) Play B, Straße C, Straße D von Möckern straße westlich( Abth. II des Beb.-Pl.). S tadtbezirk 62: Velle-Allianceslr. 27—52, Ain Kreuzberg. Kreuzbergstraße von Belle-Alliancestraße bis Möckernstraße (einschließlich 2S). Lichterfelderstraße. Möckernstraße von Kreuz. bergstraße bis zur Wcichbildgrenze(Ostseite). Kleine Parkstraße. Straße v von Möckernstraße östlich(Abth. II des Beb.-Plans), Wilhelmshöhe. 16. Kommunal-Wahlbezirk. Stadtbezirk 79: Britzerstr. 1—12 u. 3S— 47, Elisabeth- Ufer 1-13, Koltbuser User 56-63. Stadtbezirk 80: Admiralstr. I, Elisabeth-Ufer 14— 26, Reichenbergerstr. 1—14 u. 175—185, Skalitzerstr. 1—13 u. 137 bis 147a. Stadtbezirk 81: Dresdenerstr. 6—20 und 119—136, Elisabeth-Ufer 27—35, Oranienstr. 31—41 und 165a— 175. Von Stadtbezirk 88; Adalbertstr. 85 und Naunyn- straße 59. Stadtbezirk 86: Adalbertslr. 1-17 und 86-100, Dresdenerstr. 1—5, Oranienstr. 27—30 u. 176—179. Stadtbezirk 87: Admiralstraße, ausschließlich 86— 40a, Britzerstr. 13-24 u. 26-37, Kuttbuserstr. 5. Koltbuser Ufer 46— 55. 13. Kommunal-Wahlbezirk. Stadtbezirk 118: Hollmannstr. 13—18 u. 20—23, Alte Jakobstr. 1— 1o, 137—147 u. 166—173, Neuenburgerstr. 2—20 U. 22-41. Stadtbezirk 119; Alexandrinenstr. 14— 18a u. 113—117, Hollmannstr. 1—12 u. 29—43, Simeonstr. 1—14 u. 18—32. Stadtbezirk 120: Feilnerstraße. Alte Jakobstr. 2—26 u. 118-136, Ritterstr. 52-59 u. 61-69, Simeonstr. 15-17, Stadtbezirk 121: Alexandrinenstr. 19— 37a u. 92—112, Matthieustr. 10 u. 11, Ritterstr. 37—51 u. 70—84. Stadtbezirk 122: Brandcnburgstr. 17—31 u. 47—64 mit Ausschluß von 48 und 49, Jakobikirchstr., Mathieustr. 2—9 und 12—19, Ritterstr. 30—36 und 85—95. Stadtbezirk 127: Alexandrinenstr. 33 und 91, Alte Jakobstr. 27 und 23, Oranienstr. 76—93 und 100—129. Außer- dem von Bezirk 116: Wasserthorstr. 25a. Von Bezirk 123: Prinzenstr. 91, Ritterstr. 19a— 29 und 96—105. 20. Kommunal-Wahlbezirk. Stadtbezirk 136: Reue Jakobstraße mit Ausschluß von 1—14, 17—22 und 24—23, Neanderstr. 2—16 und 19—37, Schäferstr. 2—14, Schmidstr. IIb— 36 mit Ausschluß von 22. Stadtbezirk 137: Franzstr. 1—19, Josefstr. 1—15, Michaelkirchplatz 17—24, Schinidstr. 1— IIa und 36a— 46. Stadtbezirk 133: Adalbertstr. 24-34 und 57-66, Engel-User 6d— 2l, Melchiorstr. 1—40, Michaelkirch-Platz 1—12. Stadtbezirk 139: Adabertstr. 35—56, Engel-Ufer 1— 6a, Köpnickerstr. 30—44 und 129—142. S tadtbezirk 140: Holzmarktgasse 13 it. 14, Köpnicker- straße 45—59 und 119—128, Michaelkirch-Platz 13—16, Michael- rirchstraße. Stadtbezirk 141: Holzmarktgasse 1-12 u. 15—21, Köpnickerstr. 60—75 u. 105—113, Ohnigasse, Wassergasse 12—27. Stadtbezirk 142: Briickenstr. 1—16, Jnselstr. 1—1 b, Köpnickerstraße 76— 104, Reanderstraße l, 38, Wassergasse 1— IIa und 23—39, und von Bezirk 134: Annenstr. 4—5, Ncander- straße 17—13. 22. Kommunal-Wahlbezirk. Stadtbezirk 145: Alexanderstr. 8— 13 und 20a— 36a, Blumenstr, 1—84, Holzmarklstr. 73, Kaiserstr. 28, Magazinstraße 12 und 12a, Schicklerstraße, An der Stadtbahn 1—15, sonne die Stadtbahnbogen Nr. 73—92. Stadtbezirk 146: Blankenselderstr. 1 und 15, Blumen- straße 75, Gr. Frankfurterstr. 70, Kl. Frankfurrerstr. 1—9 und 20—25, Kaiserstr. 1—24 und 27—48, Magazinstr. 1—11 und 13—19, Schillingstr. mit Ausschluß von Nr. 20. Stadtbezirk 147: Blumenstr. 2—26 und 59—74 und 76—83, Grüner Weg 1— 13a und 114—125, Jfflandstr. 1—11, Markusstr. 41—43, Marsiliusstr. 9—15, Wallner-Theaterstr. 13 bis 34. Stadtbezirk 143: Alexanderstr. 19 und 20, Holzmarkt- straße 1—18, 52—55 und 58—72, An der Jannoiviybrücke, Markusstr. 47 und 54, An der Michaelbrücke(Westseite), Raupach. straße, Wallner-Theaterstr. 1—12 und 35—45. Zn diesem Bezirk gehört die Stadtbahn von Michaelbrücke(Westseite) bis zum nördlichen User der Spree bei der utlexanderstraße. Stadtbezirk 150: Grüner Weg 14—22, 102—113, Kraut- straße 11—12, Markusstr. 1—5, 44—46 und 50—53, Kl. Markus- straße, mit Ausschluß von 14 und 15. Stadtbezirk 151: Blumenstraße 27-34 und 51a— 53, Markusstr. 16— 21b, 24— 29a und 30—40. Aus den Bezirken 152, 153 und 156: Gr. Jranlfurt:rstr. 39—48 und 91— 102a, Weber- straße 64. Stadtbezirk 201: Alexander-Platz, Alexanderstr. 1—7, 37—52 und 69—71, Grunerstraße, von Alexander-Platz bis zur Stadtbahn, Kaiserstr. 25— 25a, Am Königsgraben 1 und 20—22, Neue Königstr. 44—46, Knrzestr. 2—19, Alte Schützenstr. 13—16, An der Stadtbahn 16—22, Stadtbahnbogen 93—117. 23. Kommunal-Wahlbezirk. Stadtbezirk 149: Andreasstr. 63, Holzmarktstr. 20—24 43—51, Krautstr. 23—29 und 30 a bis 34 a, Langestr. 1—27 und 82—110, An der Michaelkirch-Brücke(Ostseite). Zu diesem Bezirk gehört die Stadtbahn von Krautstraße, beide Seiten, bis Michael- Brücke(Westseite). Stadtbezirk 162: Andreasstr. 29—40 und 48—59, Grüner Weg 89—90. Stadtbezirk 163: Andreas-Platz, Andreasstr. 60, Kleine Andreasstraße, Grüner Weg 23—31 und 91—101, Krautstr. 3—10, 13—22 und 35-52. Stadtbezirk 164: Andreasstr. 14-23 und 61-67, Grüner Weg 32—44 und 75—83, Langestr. 29-35 und 74—31. Stadtbezirk 165: Andreasstr. 1—13 und 69—79, Breslauerstr. 1—14 und 18—33, Holzmarklstr. 25—42, Krautstraße 80, Langestr. 28, An der Schillingsbrücke(westliche Seite), Stralnuer Platz 24 u. 23, und vom Bezirk 150 Kl. Markus- straße 14 u. 15. 29. K o m ni u n a l- W a h l b e z i r k. Stadtbezirk 184: Barnimslr. 1 n, 50, Höchstestr. 25—26, Landsbergerstr. 7—16 u. 106— 116a, Lichtenbergerstraße 1—9 u. 12-22. Stadtbezirk 135: Friedenstr. 17—31, Höchstestr. 17—24 u. 27, Landsbergerstr. 1—6 u. 117— 120a, Lichtenvergerstr. 23. Stadtbezirk 186: Barnimstr. 2— 9 it. 43—49, Büsching- straße ausschließlich 17, Friedenstr. 16 u. 16a, Höchstestraße 16, 40—41. Stadtbezirk 137: Barnimstr. 10, 41a u. 42, Frieden- straße 10—15, Höchstestr. 9—15 u. 42—46, Weinstr. 1—19 u. 22-32. Stadtbezirk 133: Barnimstr. 11—25 u. 27—41, aus- schließlich 35 u. 39a, Fliederstr. 1, Friedenstr. 5—9, Georgen- kirchstr. 1—9 u. 60—70, Höchstestr. 1—3 it. 47—51. S t a d t b e z i r k 192; Greifswalderstraße von der Ring- bahn nördlich bis zur Weichbildgrenze(32— 38),Platz C(Abth. XIII1 d. Beb.-Pl.), Platz F(Abth. XII d. Beb.-Pl.), Straßen 10 und 11 von der Ringbahn bis Straße 15, Straßen 12, 13 und 14, Straße 15 von Greifswalderstraße bis zum Berlorenen Weg (Straße 25), Straße 38(Abth. XIII1 d. Beb.-Pl.), Straßen 19 u. 20 von Prenzlauer Allee bis Greifswalderstraße, Straßen 22, 23, und 32(Abth. XII d. Beb.-Pl.). Stadtbezirk 193: Danzigerstraße von Prenzlauer Allee bis zur Greifswalderstraße(ausschließlich der vier Eckgrundstücke an der Prenzlauer Allee), Diesterwegstraße, Elbingerstraße von Greifsivalderstraße bis Straße 25(Verlorener Weg), Abth. XIII d. Beb.-Pl.), Frödelstraße, Greifswalderstraße 22—31 und 39—50, Marienburgerstr. 2—47, Platz G-, Stargarderstraße von Greifswalderstraße bis Prenzlauer Allee, Straße 24, Straße 29 von t renzlauer Allee bis Greifswalderstraße(Abth. XII des Beb.- l.), Platz A, Straße 1 von Straße 2 bis Straße 4, Straßen 2, 3, 4. 5, 7. 8 und 9, Straße 11 von Straße 9 bis Ringbahn (Abth. XIII1 des Beb.-Pl.), Winsstraße»on Marienburgerstraße bis Stargarderstraße. Stadtbezirk 194: Greifswalderstr. 1— 21a und 51—72, Heinersdorferstraße, Straße 30(Abth. XII des Beb.-Pl.), Witts- straße von Heinersdorfer- bis Marienburgerstraße. Stadtbezirk 195: Barnimstr. 26, Friedenstr. 1— 4b, Göll- nowstr. 43, Neue Königstr. 1—13 und 77—95, Meyerbeerstr. 1—4 und 14, von Bezirk 183: Büschings-Platz 1, Mehnerstr. 8, Weinstr. 20 und 20a. Von Bezirk 189: Straße„Am Friedrichshain", Straße 1(Abth. XIII1), von Straße„Am Friedrichshatn" bis Straße 2. 31. Kommunal-Wahlbezirk. Stadtbezirk 210: Hackescher Markt 1—5, Monbijou- Platz 12, Gr. Präsidentenstraße, Kl. Präsidentenstr. 1—7, Neue Promenade 1—10, Rosentbalerstr. 26— 53, Neue Schönhauserstr. 2 bis 20, Sophienstr. 10— 11, Spandauerbrücke 4— 9, An der Stadt« bahn 41—51, Stadtbahnbogen 132—147, Weinmeisterstr. 1, Am Zwirngraben. Stadtbezirk 211: Artilleriestr. 17—20, Große Ham- burgerstr. 12—33, Krausnickstr., Monbijou-Platz 1—11, Oranien- burgerstraße 1—34 und 70—92, Ueberfahrtsgasse, Ziegelstr. 22 und 23. Stadtbezirk 212: Auguststr. 28, 29 und 32a, Gips- straße 1— 17a, 19— 23a und 27—32, Große Hamburgerstr. 1—11 und 34—41, Sophienstr. 1—9 und 12—35. Stadtbezirk 213: Ackerstr. 1 und la, Auguststr. 30—40, ausschließlich 32a und 46—53, Kl. Auguststr. 8— 14a, Elsasserstraße 82—97, Gipsstr. 23b— 26 und 33, Joachimstr., Linienstr. 76 bis 89 und 195—201. Stadtbezirk: 214: Ackerstr. 172-174, Auguststr. 26 bis 27 und 54— 64a, Kl. Auguststr. l-7a, Elsasserstr. 63—81. Kl. Hamburgerstraße, Koppenplatz, Linienstraße 93—106 und 160—194. Stadtbezirk 215: Artilleriestr. 2—4 u. 22—30, August- straße 3—25 ausschließlich 4, u. 65—83. 36. Kommunal-Wahlbezirk. Stadtbezirk 237: Belforterstr. 9—26, Colmarerstr. 1 u. 5, Mühlhausenerstraße, Prenzlauer Allee(östliche Seite) 17 bis 34, das heißt: bis zur Treckowstraße, und westliche Seite von Tresckowstraße bis 233. Stadtbezirk 233: Belforterstr. 3, Colmarerstr. 2—4 u. 6—9, Diedenhofenerstr. 1—11, Prenzlauer Allee 224 und 225, Straßburgerstr. 24—35, Tresckowstr. 23—34. Stadtbezirk 239: Bclsorterstr. 1—7 u. 27—30, Dieben- hofeuerstr. 12, Tresckowstr. 21—22, Weißenburgerstr. 3—24 und 63—84. Stadtbezirk 240: Marienburgerstr. 1. Prenzlauer Allee 35—41, sowie westliche Seite von Wörther- bis Tresckow- straße ausschließlich 224 u. 225, Rykestraße von Tresckowstraße bis Wörtherstraße, Wörtherstr. 14—32. Stadtbezirk 241: Hochmeisterstr. 1 u. 32, Tresckow- straße 19—20 und 35—36, Weißenburgerstr. 25—31 und 62, Wörther Platz, Wörtherstr. 2—13 und 33—49. Stadtbezirk 242: Danzigerstraße von der Schönhauser- resp. Pappel-Allee bis zur Prenzlauer Allee, einsei, ließlich der vier Eckgrundstücke an der letzleren(unter denen sich auch die Sir. 95 der Tanzigerstraße befindet) aber ausschneblich der Eck- grundstücke an der Schönhauser- resp. Pappel-Allee(Nr. 1, la und 142 der Danzigerstraße), Franseckistraße von Tresckowstraße bis Weißenburgerstraße, Hageitauerstraße, Hochnteisterstraße ausschließlich Nr. 1 und 32, Prenzlauer Allee von Wöriher- bis Danzigerstraße, Rykestraße von Wörther- bis Danzigerstraße, Straße 29(Abth. XII des B.-Pl.) von Weißenburgerstraße bis Prenzlauer Allee, Tresckowstr. 1—13 und 37—55, Weißenbttrger- straße 32—61. Stadtbezirk 243: Chorinerstr 21—64(ausschließlich 2la), Danzigerstr. 1 und la, Franseckistraße von Schönhauser Allee bis Tresckowstraße, Kastanien-AUee 1 und 93—104, Oderbergerstr. 1 bis 7 und 61—62, Schönhauser Allee 19—45 und 145— 172a, Wörtherstr. 1 und 50. Stadtbezirk 244: Kastanien-Allee 2—35 und 71—92, Oderbergerstr. 8 und 50—60. Stadtbezirk 245: Eberswalderstraße, Oderbergerstr. 9 bis 32 und 34—49. Stadtbezirk 246: Buchholzerstraße ausschließlich Nr. 9, Danzigerstr. 142, Pappel-Allee 1—45 und 96—134. Stargarder- straße von Straße 15 bis Schönhauser Allee, Straße 13 von Pappel- Allee bis Straße 15, Straße 13a, 15 und 18a von Danzigerstraße bis zur Ringdahn, sowie Straße 13 von Straße 18a bis zur Ringbahn(Abth. Xll d. B.-Pl.), hierher gehört der betreffende Theil der Ringbahn von Straße 15 bt» Schönhauser Allee. Stadtbezirk 247:DunckerstraßevonDanzigerstraßebis Ver- bindungsbahn, Lettestraße, Platz 0(Abth. XII d. B.-Pl.), Prenzlauer Allee von Tanzigerstraße bis zur Ringbahn(Str. 81-85 und 131 bis 195), sowie die Grundstücke Prenzlauer Allee 66, 164 und das Chausseehaus, Raumerstraße. Schliemannstraße, Stargarderstraße von Prenzlauer Allee bis Straße 15. hierzu gehört der Theil der Ringbahn von Prenzlauer Allee bis Straße 15. Stadtbezirk 243: Dunckerstraße von der Ringbahn bis Straße 20, Pappel-Allee 46—95(von der Ringbahn bis zur Weichbildgrenze), Prenzlauer Allee von der Ringbahn bis zur Weichbtldgrenze, Platz£, Straßen 15 und 18 von der Ringbahn bis zur Weichbildgrenze, Straßen 19, 20 und 31(Abth. Xll des Beb.-Pl.) Stadtbezirk 249: Platz U, Schönhauser Allee von der Ringbahn bis zur Weichbildgrenze, Straßen 1, 2 und 8 westlich bis Straße 3, Siraßen 3, 11, 12, 13, 14 und 15, Straße 9 von der Ringbahn nördlich(Abth. XI des Beb.-Pl.) Stadtbezirk 250: Buchholzerstr. 9, Platz X, Pappel- Allee 135—140, Schwedterstraße von Straße 53 bis zur Ring- bahn, Schönhauser Allee 46— 74a und 118—144, Straße 9 von Straße 53 bis zur Ringbahn. Straßen 18 und 19 von der Schwedterstraße bis zur Schönhauser Allee, Straßen 16. 17, 23 und 24('Abth. XI d. B.-Pl.); zu diesem Bezirk gehört die Ring- bahn von Schönhauser Allee bis zur Schwedterstraße. 37. Kommunal-Wahlbezirk. Stadtbezirk 251: Bernauerstr. 15—49 und 51—92, Brunneustr. 46 und 109, Ruppinerstr. 11—15, Swinemünder- straße 19 b, Wolgasterstr. 5—7, Äollinerstr. 22. Stadtbezirk 252: Brunneustr. 47—61 und 95—103, Ruppinerstr. 32—33, Stralsunderstr. 1—12 und 77—86, Wol- gasterstr. 1—4 und 3— 10. Stadtbezirk 253: Ruppinerstr. 16-23. 26—31 und 34 bis 39, Swineinünderstraße 20—23 und 120—130, Vinetaplatz, Wollinerstr. 23—46. Stadtbezirk 254: Demminerstraße, Gleimstraße, Rammler- straße, Rügenerstraße, Ruppinerstr. 24—25, Straße 13 von der tdtandesantts-Greiize bis Schwedterstraße, Straßen 36 und 87 (Abth. XI des B.-Pl), Swinemünderstr. 29—119. Zu diesem Bezirk gehört die Ringbahn mit Einschluß des Bahnhofs Gesund- brunnen und der Südseite der Straße 6 von der Schwedterstraße bis Brunnenstraße resp. Badstraße. Stadtbezirk 260: Hussttenstr. 10 und II, Stralsunder- straße 13—76, Sttelitzerstr. 30—46 mit Einschluß eines Theiles des 259. Stadtbezirks. Stadtbezirk 261: Brunnenstr. 62—94(nördlich bis zur Ringbahn), Grenzstraße von Wiesenstraße bis Brunnenstraße, südöstliche Seite Hochstraße von Wiesenstraße bis zur Ringbahn, der Humboldthain, Ostseite der Husstlenstraße nördlich der Stral- sunderstraße. Verlängerte Liesensiraße(Straße 88) von Hussiten- straße bis Brunnenstraße, Usedomstraße. Stadtbezirk 262: Grenzstr. von Gartenstr. bis Wiesen- straße(7—10), Hussttenstr., Westseite, von der verlängerten Liesen- straße(Straße 88) bis Grenzstr., Verlängerte Liesenstraße (Straße 83) von Gartenstr. bis Hussttenstr. Stadtbezirk 263: Ackerstr. 77—116, Garten-Platz 1—7, Gartenstr. 59—73 und 94—112, von Bezirk 265, Hermsdorfer-- straße 12. Stadtbezirk 264: Ackerstr. 69-76, Feldstr. von Acker- straße bis Hussttenstr., Hermsdorferstr. 1—11, Westseite der tussitenstr. von der verlängerten Liesenstr.(Straße 83) bis tralsunderstr. 41. Kommunal-Wahlbezirk. Stadtbezirk 305: Fennstr. 4a— 61, Müllerstr. 169 bis 135, Am Nordhafen 1—8, Nord-Ufer von der Ringbahn bis zum Nordhafen, Sellerstr. 1—28, Tegelerftr. 1—7 und 55—56. Stadtbezirk 306: Dalldorferstr. von der Panke� bis Reinickendorserstr., Fennstr. 1—4, Gerichtsstr. 53, Lindowerstr. 1 bis 26, Müllerstr. 1—4 und 6—10, Nettelbeck-Platz, Reinicken- dorferstr. 1—3 und 62—70, Schulzendorserstr. westlich der Panke (1—3 und 20—27) Wedding-Platz. Stadtbezirk 307: Adolfstr. 23 und westliche Seite der- selben von der Gerichtsstraße bis zur Plantagenstraße, Anton- straße 1—9 und 43—49, Courbiöre-Platz, Am Courbiöre-Platz, Gerichtstr. 37—57, Müllerstr. 12— 25a, Plantagenstr. 24—37, Ruheplatzstraße. Stadtbezirk 308: Burgsdorfstraße, Lynarstraße, Müller- straße 152—163, Nordufer von der Ringbahn bis zur Torsstraße, Platz B, Sparrstraße, Straßen 4 a und 7, Straße 13 von Straße 14 bis Triststraße, Straßen 16 und 17 von Triftstraße bis Straße 13(Abth. X1 d. B.-Pl.), T-gelegerstr. 8 bis 54, Torf- straße 15—16 und 17b, Triflstraße von Torfstraße bis Müller- straße, Wildenowstraße. Stadtbezirk 309: Buchstraße, Nordufer von Seestraße bis Torfstraße, Straßen 12b und 33(Abth. X1 d. B.-Pl.) See- straße von Nordufer bis Weichbildgrenze, dem Nazarethkirchhof gegenüber, Torfstr. 13—31 ausschließlich 17b, Triststr. von Tors- straße bis Noro-Ufer. Stadtbezirk 310: Müllerstr. 26— 41a und 137—151, Nazarethkirchstraße, Platz v(Abth. X1 des B.-Pl.), Schulstr. 1—13 und 119—127, Straßen 13. 14. 15, 18, 19 und 55a. Straßen 16 und 17 von Straße 13 bis Seestraße, Straße 42 von Turiner- straße bis Müllerstraße, Straße 43(sämmtlich Abth. X1 des B.- Pl.), Turinerstraße. Stadtbezirk 311: Hennigsdorferstraße von Seestraße bis zur Feldmark Reinickendorf einschließlich Nr. 23, Müller- straße 42-53 und 116—136, Plätze 0. F und G, Seestraße von Rcinickendorferstra ße bis zur Weichbildgrenze an der Jungfern- Haide, Siraßen 20. 21 und 22 von Seestraße bis Strabe 23, Straßen 23, 24 und 28 von der Müllerstraße bis zur Weich- bildgrenze, Straßen 25, 26 und 27 von Straße 24 bis Straße 23, Straße 31 von Straße 46 bis Straße 86, Straße 32 von Straße 46 bis Seestraße, Straße 33 von Müllerstraße bis Straße 32, Straßen 35. 36. 38, 40 und 46, Straße 41 von Seestraße bis Straße 36(Abth. X1 d. B.-Pl.). S t a d t b e z i r k 312. Müllerstr. 59—115, Platz X, Ofener- straße, Schöningstraße, Straße 26 von Straße 28 bis Feldmark Reinickendorf. Straße 29 von der Weichbildgrenze an der Jitngferiihaide bis Feldmarck Reinickendorf, Straßen 30 und 40a von Straße 46 bis Straße 29, Straße 37 von Straße 47 bis Weichbildgrenze, Straße 47 von Straße 37 bis Straße 29, Straße 86 von Müllerstraße bis Straße 30(Abth. X1 d. B.-Pl). Stadtbezirk 313: Christianastraße von Reinickendorfer- straße bis Schwedenstraße, Exerzierstraße von Echulstraße bis Secstraße, Reinickendorserstr. 30—37 und 39—41, Schul- straße 40a-60 und 87-101, Straße 67(Abth. X2 d. B.-Pl.)._ S t a d t b e z i r k 314: Hennigsdorferstraße von Max- bis Seestraße, Hochstätterstraße, Leopoldsplatz, Liebenwalderstraße, Malplaquetstraße, Maxstraße von der Schulstraße bis zur Hennigsvorserstraße, Reinickendorserstr. 33, Schulstr. 14—40 und 102-118, Straße 42 von Turiner- bis Malplaquetstraße(Ab- theilung X1 des Beb.-Pl.). Stadtbezirk 3l5: Cöslinerstr. 10 und 11, Reinicken- dorferstr. 20-29 und 42—52, Wiesenstr. 23—43. Stadtbezirk 316: Adolsstr. 10-27. Antonstr. 10-42, Maxslraße von Abolsslraße bil Schulstraße, Plantagenstr. 9—23, Straße 54(Abth. X1 des Beb.-Pl.), Prinz Eugenstraße. Stadtbezirk 317: Adolfstr. 1—9, Gerichtsstr. 29-36. Paukstr. 55 und 56, Pasewalkerstraße, Plantagenstr. 1—3, 38 bis 43, Reinickendorserstr. 8a— 19 und 53—61, Weddingstr. 3— 4. Stadtbezirk 318: Cöslinerstr. 1—9 und 12—24, Gericht- straße 17-28 und 60-70, Pankstr. 1-7 und 47-54, Wedding. straße 1—2 und 5—6, Ferner hat an Stelle des früheren Stadtverordneten Klein, welcher sein Mandat niedergelegt hat, eine Nachwahl stattzufinden, im 13. Kommunal- Walbezirk: dieser besteht aus den Stadtbezirken 88—94, mit Ausschluß von: Reichenbergerstr. 173, Lausitzerstr. 1, Skalitzerstr. 39 und 46, Wienerstr. 69; von Be« zirk 87: Admiralstr. 36- 40a. Britzerstr. 25. Kottbuserstr. 7 und 8. Stadtbezirk 83: Kottbuserstr. l— 4b, 6,6a, 7— 3 und 10a— 22, Reichenbergerstr. 15—25 und 166—171. Stadtbezirk 89: Mauteuffelstr. 43. Mariannenstr. 12 und 42, Oranienstr. 206 und 207, Reichenbergerstr. 172, Skalitzer- straße 14—35 und 103—136, ausschließlich 121. Stadtbezirk 90: Kottbuserstr. 9 und 10. Kottbuser Ufer 45. Mariannenstr. 13—41, Reichenbergerstr. 26—33 und 153—165. Stadtbezirk 91: Manteuffelstr. 44—53 und 63—73, Reichenbergerstr. 39—52 und 139—152. Stadtbezirk 92: Koltbuser Ufer 31—44, Manteuffel- straße 54—76. Stadtbezirk 93: Kottbuser Ufer 29 und 30, Lausitzer- straße 6—48, Reichenbergerstr. 53—54 und 137—138. Stadtbezirk 94: Lausitzerstr. 2—5 und 49—52, Manteuffelstr. 79, Skalitzerstr. 36-38, 40 und 46a, Wienerstr. l-lo und 63—68, von Bezirk 87; Admiralstr. 36— 40a und Britzer- straße 25. Wähler ist jeder selbständige Preuße, der mindestens 1 Jahr Einwohner des Stadtbezirks ist, sich im Besitz der bürgerlichen Ehrenrechte besinnet, nicht entmündigt ist, die ihn betreffenden Genieinde-Abgaben gezahlt, im letzten Jahre Armenuntersttitzuttg nicht erhalten hat und zu einem Steuersatze eines Einkommens von mindestens 660 Mark, das ist die bisherige 2. Stufe, veran- lagt ist. Als selbständig gilt, wer das 24. Lebensjahr vollendet und einen eigenen Hausstand hat, d. h. über einen oder mehrere Wohnräume selbständig verfügt, mithin sind alle, welche den vor- stehenden Bedingungen entsprechen und mindestens einen Wohn- räum eigen gennethet haben, also auch Chambregarnisten und Astermiether: Wähler. Keiner versäume daher die Wählerlisten einzusehen! Der Chicagoer Justizmord. Die Botschaft Altgeld. Die Begnadigungsbotschaft des Gouverneurs Altgeld von Illinois liegt uns nunmehr im Wortlaute vor, und da das Akten- stück zn lang ist, als daß wir es vollständig publiziren könnten, so müssen wir uns daraus beschränken, die bedeutsamsten Stellen daraus abzudrucken. Wie der Gouverneur über die Begnadigung denkt, geht aus der folgenden Stelle hervor: »Was die Frage von„bereits genügender Bestrafung" an- geht, so habe ich darauf einfach zu erklären, daß die Angeklagten, falls sie einen unparteiischen Prozeß gehabt hätten und sich in der Zwischenzeit nichts herausgestellt hätte, was ihre Unschuld 9 an dem Verbrechen beweise, feine Einmischung seitens des) Gouverneurs zu beanspruchen haben würden, da dann keine Strafe zu hart für sie sein könnte." Der Gouverneur hat jedoch den Prozeß genau studirt" und findet unter anderem das Folgende: " " Ferner George N. Porter, ein Krämer, dieser erklärte: Nun, wir haben sehr oft darüber gesprochen und ich habe ftets gesagt, was ich dachte. Ich glaube, was ich in den Zei tungen gelesen habe und halte diese Leute für schuldig. Ich möchte ja gerne versuchen, mich an das Beweismaterial zu halten, aber in diesem Falle würde mir das äußerst schwer fallen." Er wurde Geschworener. Ferner sagt die Botschaft: Darauf hat Gary erwidert: " Nun, das ist genügende Qualifikation für einen Geschworenen in diesem Prozeß, in der That, je mehr ein Mann unter dem Einfluß von Vorurtheilen steht, desto mehr ist er gefeit gegen solche." Und weiter: über welche die Zeugen vorzugsweise verhört wurden; daß jede Entscheidung in dem langen Prozesse über irgend einen streitigen Punkt zu gunsten des Staates ausfiel und weiter, daß Blatt für Blatt der Aften infinuirende Bemerkungen des Richters enthielt, die mit der deutlichen Absicht von ihm gemacht 1. Aus dem Protokoll der Verhandlungen geht hervor, daß wurden, die Geschworenen zu seiner Ansicht zu bekehren; daß die Geschworenen in diesem Falle nicht in der üblichen Weise diese Reden, als vom Gericht herrührend, viel mehr Schaden gezogen worden sind; das heißt, anstatt daß eine Anzahl von thaten, als die Reden des Staatsanwalts hätten, thun können; Namen aus einer viele hundert Namen enthaltenden Urne ge-" Rush Harrison, ein Angestellter der Firma Edson Keith u. daß der Staatsanwalt sich oft nach den Bezogen worden wären, wie es das Gesez vorschreibt, damit die Komp., wurde einem längeren Verhör unterworfen und fonstatirte, mertungen des Richters richtete; baß der kürzUnparteilichkeit der Jury gesichert und keiner Seite ein Vortheil daß er sich eine tiefwurzelnde Meinung in bezug auf die Schuld lich vom Richter in einem Magazin veröffent zugestanden wird, ernannte der Richter einen gewissen Henry 2. oder Unschuld der Angeklagten gebildet habe. Er sagte: lichte Artitel, obwohl beinahe sechs Jahre Ryce zum Spezial- Gerichtsdiener mit dem Auftrage, nach eigener Meine Meinung würde, falls ich als Geschworener fungiren nach dem Prozesse geschrieben, doch noch von Auswahl Bürger zum Geschworenendienste heranzuholen. müßte, schwer ins Gewicht fallen und es müßten starte Gründe Gift strogt; daß er unter dem Vorwande, einfach eine Uebers Während diese Praris in Fällen unbeanstandet geblieben geltend gemacht werden, um sie zu erschüttern. Meine Gefühle sicht des Falles zu geben, einen Brief in den Artikel hineinzerren ift, in welchen feiner Seite daraus ein Nachtheil er sind dieselben, die jeden guten Bürger beseelen." mußte, den eine erregte Frau, nachdem der Prozeß vorüber wachsen zu tönnen schien, ist sie stets eine gefährliche, Getsbiener bie toute machache denn sie giebt dem Gerichtsdiener die absolute Macht gerade welche, aber allgemeine Nachrichten und Beitungsberichte haben mit dem Falle zu thun hatte und nur aufgenommen wurde, um Ich fühle, daß diese Männer schuldig sind; wir wissen nicht, war, an eine Zeitung schrieb, und der daher nicht das Geringste solche Leute zu Geschworenen auszusuchen, wie er fie für den diese Meinung in uns gebildet. Es würde sehr bestimmter Be- ein Vorurtheil gegen die Frau sowohl, als gegen die Todten und 3wed haben will. Die Staatsanwaltschaft sagt in ihrer Gin- weise bedürfen, um mir die Ueberzeugung beizubringen, daß diese die Lebenden zu erwecken, und daß er nicht zufrieden damit, in gabe an das Ober- Staatsgericht, Ryce sei auf Antrag der Ver- Leute unschuldig sind." demselben Artikel einen insinuirenden Angriff auf einen der theidigung ernannt worden. Obschon nun aus dem Protokoll Advokaten des Angeklagten macht und zwar nicht wegen etwas, hervorgeht, daß die Vertheidigung zu gunsten der Ernennung das beim Prozeß vorkam, sondern weil er über ein Jahr nach irgend Jemandes waren, findet sich nun darin folgende Eindem Prozeß, als etliche der Angeklagten gehenkt worden tragung: waren, an den Gräbern seiner todten Klienten, die er doch Herr Grinnell brachte Herrn Ryce als Spezial- Gerichtsdiener für unschuldig hielt, ein paar wohlgemeinte, wenn auch verin Vorschlag, der angenommen und ernannt wurde. Es macht fehrte Worte sprach. Es wird betont, daß eine solche Härte aber nichts aus, auf wessen Antrag er ernannt ist, falls er eine Mr. M. D. Slavin sagte nicht blos, daß er über den Fall oder Willfährigkeit ihres Gleichen nicht in der Geschichte hat; unparteiische Jury zusammenbringt. Es wird nun nachgewiesen, gelesen und gesprochen und sich eine Meinung gebildet habe und daß sogar Jeffries) in England sich damit be. daß er, während er diese Obliegenheiten erfüllte, si brüstete, er bitter gegen die Anarchisten gestimmt sei, sondern auch, daß er gnügte, seine Opfer zu henten und sich nicht habe den Fall in der Hand; daß diese Kerle hängen mit einem der Getödteten verwandt und aus diesem Grunde babei aufhielt, sie nach ihrem Zode zu bes würden, so sicher wie der Tod"; daß er Leute vorlade, welche härtere Gefühle gegen die Angeklagten hege, als dies sonst der schimpfen. die Vertheidigung peremptorisch zurückweisen, an denen sie ihre Fall sein würde. Aber dennoch wurde er vom Richter für" Diese Beschuldigungen sind persönlicher Natur und wiewohl peremptorischen Zurückweisungen verschwenden werden müffe, fompetent gehalten, und zwar auf die bloße Versicherung hin, fie durch die Prozeßaften und die mir vorliegenden Papiere be und daß sie, sobald diese Zurückweisungen erschöpft seien, solche daß er glaube, den Angeklagten ein gerechtes Urtheil auf die stätigt zu werden scheinen, und darauf hinweisen, daß der Prozeß Leute nehmen müssen würde, wie dem Staatsanwalt genehm Beugenaussagen hin geben zu können. nicht unparteiisch war, habe ich doch keine Lust, mich weiter seien. Nach dem Protokoll scheinen nun die Angeklagten that- Es ist gleichgiltig, womit die Angeklagten beschuldigt darauf einzulassen, weil es nicht nothwendig ist. Ich bin übersächlich gezwungen worden zu sein, alle ihre peremptorischen waren: sie hatten ein Recht auf einen gerechten zeugt, daß es meine Pflicht ist, in diesem Falle aus den bereits Zurückweisungen zu erschöpfen und schließlich eine Jury an- Prozeß, und den haben sie nicht erhalten. Es giebt feine angegebenen Gründen zu handeln, und ich gewähre daher Samuel zunehmen, von der fast jedes einzelne Mitglied offen eingeftand, größere Gefahr für unsere Institutionen, als die Gerichtshöfe Fielden, Oskar Neebe und Michael Schwab an dem heutigen daß er Vorurtheile gegen sie habe. Auf Seite 133 von Band I wild werden zu lassen und sie zu Werkzeugen des öffentlichen Tage, dem 26. Juni 1893, absolute Begnadigung. des Protokolls steht, daß die Vertheidigung, als etwa Geschreis zu machen. John P. Altgeld, zwei Drittel der Jury beisammen waren, den Richter Und wenn der vorsitzende Richter, wie in diesem Fall, verGouverneur von Illinois." auf die Thatsache aufmerksam machte, daß Ryce, wie fügt, daß ein Verwandter eines der Getödteten ein kompetenter sich bei den Prüfungen herausstellte, ausschließlich vor: Geschworener ist, und dies noch überdies, nachdem der Verurtheilsvolle Personen herbeihole; ferner, daß er bewandte dies offen eingestanden hat, wie auch, daß es starter ftimmte Klaffen berücksichtige, nämlich Handlungsdiener, Kaufleute, Beweise bedürfe, um ihn( den Verwandten) zu überzeugen, daß Fabrikanten u. f. w. Der Anwalt der Vertheidigung verlangte die Angeklagten unschuldig seien; wenn in allen diesen Fällen Briefkaffen der Redaktion. darauf vom Richter, daß dem Einhalt gethan und Ryce ange- der vorsitzende Richter entschied, daß diese Männer kompetente wiesen werde, Geschworene aus der breiten Masse des Volkes zu Jurors feien, blos weil sie unter seiner gefchickten Manipulation ver verjährt. 2. Die Grenzen der Berliner Reichstags- Wahlkreise erE. B., Potsdam. 1. Die Forderung ist seit 31. 12. 1892 zitiren und nicht aus bestimmten Klassen, aber der Richter anlaßt wurden zu sagen: daß sie glaubten, sie könnten den Fall gerecht sehen Sie am besten aus dem 8 Seiten umfassenden Tableau für weigerte sich, davon Notiz zu nehmen." ( fairly) auf grund der Zeugenaussagen untersuchen, dann ver- die Berliner Reichstagswahlen, das vor dem 15. 6. dem VorFerner erklärt der Gouverneur:" Aus beschworenen Zeugen- loren die Verhandlungen jegliche Aehnlichkeit mit einem gerechten wärts" in Berlin beigelegen hat. Der Raum des Briefkästens aussagen geht bervor, daß bei verschiedenen Gelegenheiten in Prozeß. eignet sich zu dessen Wiedergabe nicht. Auch aus dem zweiten Konversationen Ryce in Gegenwart von Zeugen im wesentlichen Die Theorie erschien so, daß wenn ein Geschworener auf Band, vierten Theil. 3. Theil des Adreßkalenders Sie Adreßkalenders können folgendes ausgesprochen hat:" Ich führe( manage) diesen Rafus irgend eine Weise zu der Erklärung gebracht werden konnte, daß die Eintheilung ersehen. Heine hatte etwa ein ( nämlich den Prozeß gegen Spieß zc.) und weiß, was ich thue. Diese er als ein unparteiischer Geschworener dienen tönnte, so war halbes Jahr vor Auflösung auf dem seinen Wahlkreis Kerle( Spieß und Andere) werden gehängt werden, so sicher wie der diese Erklärung genügend, ihn als kompetent" zu stempeln." betreffenden Provinzialtag erklärt, nicht mehr fandiTod. Ich rufe solche Leute als Geschworene zusammen, welche Und darum kommt der Gouverneur zu der Folgerung: diren zu wollen; selbstverständlich hat er sich aber bereit erklärt, die Angeklagten peremptorisch herauszufordern gezwungen sind, so daß sie solche Männer als Geschworenen acceptiren müssen, wie sie die Anklage( der Staat) braucht."" Der Gouverneur geht dann des weiteren auf die Art und Weise ein, wie Richter Gary die Jury zusammengestellt und die Einwände der Vertheidigung zurückgewiesen hat. Er schöpft seine Kenntniß aus dem stenographischen Bericht während der Verhandlungen. Da ist z. B. F. S. Wilson, er sagte:„ Ich bin Fabrikant. Ich bin voreingenommen und habe mir eine bestimmte Meinung gebildet. Diese Meinung würde mich bei der Urtheilsfällung beeinflussen." Er wurde dennoch Geschworener. " " ab " Ginen Angeklagten zu zwingen, Geschworene als seine nach wie vor für unsere Sache zu wirken, utſcher verpflichtet. Richter anzuerkennen, welche Vorurtheile gegen ihn haben, heißt ihm keinen gerechten Prozeß gestatten." A. B. 57. Er ist ebenso wie Nr. 100. Sie müssen, zumal Sie sich wahrscheinlich noch im Vertrage besonders hierzu verpflichtet haben, auch dem Wirth Zutritt in Ihre Wohnung gewähren. Zum Schluß fagt der Gouverneur:" Endlich wird von denen, welche für die Gefangenen sprechen, mit großer Bitterkeit die Anschuldigung erhoben, daß die Akten darthun, daß der Richter den Prozeß mit tückischer Grausamkeit führte und es durchsetzte, weisen, daß sie vom 1. 1. 1886 bis 1. 1. 1891 in einer verN. D.. Moabit. Sie sind rentenberechtigt, falls Sie nachdaß acht Mann zusammen prozessirt wurden; daß er bei dem ficherungspflichtigen Beschäftigung sich befanden. Sprechen Sie Kreuzverhör der Staatszeugen den Anwalt der Angeklagten auf gelegentlich zwischen 12 und 1 Uhr vor. die speziellen Punkte, die der Staat berührt hatte, beschränkte, # 90 während er beim Kreuzverhör der Zeugen der Angeklagten dem Staatsanwalt gestattete, auf alle möglichen Gegenstände einzu-*) Der berüchtigtste Blutrichter der berüchtigten englischen gehen, die gar nichts mit der Sache zu thun hatten, Sternfammer. Verlag des ,, Vorwärts" Berliner Volksblatt Berlin SW., Beuth- Straße 2. Das zur diesjährigen Maifeier in Aussicht gestellte undblatt welches bereits in der Maifest- Zeitung als Mittelbild gebracht wurde, ist nunmehr in bedeutend vergrößertem Maßstabe- Plattengröße 68 x 47 cm, Rartongröße 95 x 73 cm in feiner Kupferägung ausgeführt in unserem Verlage erschienen. 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Arbeiter und Arbeiterinnen Deutschlands. Filiale Berlin. Am 17. Juli, Abends 814 Uhr, bei Scheffer, Inselstr. 10: Monats- Berjammlung. Tagesordnung: 1. Vortrag des Herrn Binn( Franz. Revolution). 2. Abrechnung vom 2. Quartal und vom Stiftungsfest. 3. Neuwahl eines Schriftführers. 4. Verschiedenes. 355/15 Um zahlreiches und pünktliches Erscheinen ersucht Die Ortsverwaltung. Deffentliche Versammlung der in HolzbearbeitungsBillets sind in den mit Plakaten belegten Handlungen, sowie bei den Fabriken und auf Holzplätzen Bertrauensmännern der einzelnen Brauereien zu haben. Hierzu ladet freundlichst ein Das Komitee. Tischler- Verein. besch. Arbeiter mit Frauen für Weißensee Heute, Sonnabend, den 15. Juli, Abends 8 Uhr, im Saale des alten Schützenhauses, Linienstraße 5: Oeffentliche Versammlung aller in der Kürschuer- Branche beschäftigten Arbeiter und Arbeiterinnen. Tages Ordnung: " 191/1 1. Vortrag des Genossen A. Borchardt über: Die Nothwendigkeit der Organisation". 2. Situationsbericht. 3. Diskussion. 4. Verschiedenes. Die Lohnkommission. Zahlreiches Erscheinen erwünscht. KE DER BABAKINDUST Arbeiter! Genossen! Kauft nur Cigarren mit der Kontrollmarke der Tabakarbeiter. Nachfolgend verzeichnete Fabrikanten und Händler führen nur Cigarren mit der Die Fahrscheine zur Landpartie können heut bei den 3% Uhr, im Lokal„ Zum Pfeifenmüller, Kontroll- Schuhmarke der Tabakarbeiter. Vorstandsmitgliedern abgeholt werden. 381/15 Der Vorstand. Achtung, Kistenmacher! 191/16 Die am Sonnabend, den 8. Juli, ausgefallene General- Versammlung findet am Sonnabend, den 15. d. M., in den Armin- Hallen mit derselben Tagesordnung statt. Mitglieder- Versammlung der Holz- und Bretterträger Berlins und Umgegend am Sonntag, den 16. Juli 1893, Vormittags 10 Uhr, im Lokale des Herrn Otto Klein, Schönleinstraße 6. Tagesordnung: 1. Abrechnung vom 1. Quartal 1893. 2. Diskussion. 3. Aufnahme neuer Mitglieder. 4. Verschiedenes. Um zahlreiches Erscheinen ersucht 179/13 Der Vorstand. J. A.: P. Karnal. Berein der Lithographen, Steindrucker und Berufsgenossen ( Filiale Berlin.) Deutschlands.( Filiale Berlin.) Montag, den 17. Juli 1893, Abends 81/2 Uhr, im Lokale des Herrn Philipp, Rosenthalerstraße 38: am Sonntag, den 16. Juli, Nachm. König- Chaussee 38, in Weißensee. Tages- Ordnung: 1. Vortrag. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. 178/18 Nachher Tanz und gemüthliches Bei sammensein. Um zahlreichen Besuch bittet Die Agitations- Kommiffion. Freireligiöse Gemeinde. Sonntag, ormittags 104 Uhr Vortrag des Herrn Dr. Pinn: Geistige Bevormuudung. Rosenthalerstraße 38: Gäste sehr willkommen. 416/11 bant", Gr. Frankfurterstraße Nr. 117, Nachm. 4 Uhr, im Lokale KönigsSommerfest. Einlaßfarten à 25 Pf. an den bekannten Stellen und im Vortrag. Generalversammlung der Krankenkaffe der Weber- und Wirker- Junung am Montag, den 17. Juli, Abds. 8 Uhr, Weberßraße 17. Tagesordnung: 1. Borlegung und Beschlußfassung Händler können nur veröffentlicht werden, wenn dieselben ausschließlich Waare mit Schuhmarke führen, jede andere Veröffentlichung beruht auf Täuschung. S. Neinhold Anders, Strelitzerstr. 45. Karl Basemann, Prinzen- Allee 57. Franz Döring, Ruppinerstr. 21. Eickenjäger, Rheinsbergerstr. 31 a. Rudolf Gefelle, Vinetaplah. Albert Gniek, Brunnenstr. 112. Wilhelm Börner, Ritterstr. 108. P. Böttcher, Kottbuser Damm 92, .. Dinslage, Rottbuserstr. 4. R. Fiebig, Böckhstr. 4. Otto Leh, Schönleinstr. 17. Gust. Lochmann, Brandenburgstr. 82. Gustav Hennig, Coloniestr. 147. Michaelis, Alexandrinenstr. 40. S. G. Schmidt, Gräfeſtr. 68. Carl Schonheim, Gräfestr. 8. Julius Start, Schönleinstr. 10. SO. Carl Abert, Pücklerstr. 6. Behnke u. Kinzel, Schmidstr. 21. G. Carl, Admiralstr. 25. Carl Böhlert, Mariannenstr. 5. . Dalichow, Reichenbergerstr. 83. R. Fischer, Reichenbergerstr. 74a. G. Fischer, Staligerstr. 128. George, Mariannenstr. 35. E. Getschmann, Sorauerstr. 10. Theodor Goecke, Wrangelstr. 125. E. Gosda, Manteuffelstr. 8. Kourad Greber, Görligerſtr. 68. Mitglieder- Versammlung. über das von der Verwaltungsbehörde Reinländer, Waldemarſtr. 32. Tagesordnung: geänderte revidirte Krankenkassenstatut. 2. Feststellung der Beiträge. 3. Ge1. Vortrag des Stadtverordneten Herrn Th. Metzner. 2. Diskussion.schäftliches und Verschiedenes. 8. Geschäftliches. 4. Berwaltung. Uni zahlreichen Besuch bittet 209/6 Die Verwaltung. General- Versammlung der Stellmacher 885b Der Vorstand. Aufforderung. Der Maler und Lackirer Robert Schmidt, Kastanien- Allee 10 wohnhaft, wird hiermit aufgefordert, seinen Versischen Männer Gesangverein gegen über( vom Palmsonntag) schleunigst nachzukommen, andernfalls gegen ihn vorgegangen wird. J. A.: Der Vorstand. Eduard Klein, Köpenickerstr. 190. Lobbes, Reichenbergerstr. 49. * Wilh. Mertens, Cuvrystr. 84, G. Moritz, Manteuffelstr. 68. Carl Schindler, Görligerstr. 53-54. Christ. Schneider, Köpnickerstr. 26a. Theodor Stampehl, Mariannenstr. 26. Stübner, Reichenbergerstr. 157. A. Warnecke, Wrangelstr. 106. Herm. Wicht, Dresdenerstr. 16. SW. . Kinkel, Alexandrinenstr. 103. E. Schulze, Friesenstr. 23. am Sonntag, den 16. Juli, Vormittags 10 Uhr, im Lokale des pflichtungen dem Ost- und Westpreu-* Heinrich Schröder, Kreuzbergstr. 15. Herrn Philipp, Rosenthalerstraße Nr. 38: Tagesordnung: 1. Abrechnung vom 2. Quartal. 2. Statutenberathung. 3. Wie stellt fich der Fachverein zum Anschluß an den Holzarbeiter- Verband. 4. Gewerk schaftliches und Verschiedenes. Das Erscheinen aller Mitglieder ist nothwendig. D Der Vorstand. 285/7 Rixdorf. Freie Vereinigung d. Bau- u. gewerbl. Hilfsarbeiter für Rixdorf und Umgegend. Sonntag, den 16. Juli, Vorm. 10%, Uhr: General- Derlammlung im Lokale des Herrn Schütz, Prinz- Handjernstr. 7. Tagesordnung: Vorstandswahl. Um recht zahlreichen Der Vorstand. Besuch bittet [ 124/3] Charlottenburg. Sonntag, den 16. Juli 1893: Großes Wahlsiegesfest arrangirt vom 382/10 Sozialdemokrat. Wahlverein für Teltow- Beeskow- Charlottenburg in den Lokalen: Bismardstr. 80. Bismarckshöhe", Wilmersdorferstr. 39. Wallstraße 46. Gambrinus- Brauerei", Bismardstr. 23. Grosses Instrumental- Konzert ausgeführt von Mitgliedern der Freien Vereinigung der Zivil- Berufsmusiker". Mitwirkung der Gesangvereine ,, Vorwärts",„ Lyra" u. ,, Morgenroth" Humoristische und ernste Vorträge. Theatralische Aufführungen. Kinder- Fackelzug. D In den Sälen: Grosser Ball. Herren, welche daran theilnehmen, zahlen 30 Pi. extra. Anfang 2 Uhr. Entrée 20 Pf. Bu zahlreichem Besuch ladet ergebenst ein Das Fest- Comité. Schönhauser Schönhauser Allee 103. Jägerhaus. Alle 103. Sonntag, den 16. Juli cr.: Großes Sommer- Fest arrangirt von den Sozialdemokraten des 5. Berliner Reichstags- Wahlkreises, bestehend in Gr. Garten- Konzert und Gesangsvorträgen unter Mitwirkung von 200 Sängern.( Mitgl. des Arbeiter Sängerbundes.) Jm Saale: Tanz. E Bei eintretender Dunkelheit: Großer Fadeling, wozu jedes Kind eine Stock: laterne gratis erhält.- Boltsbelustigungen und Ueberraschungen aller Art. Die Kaffeeküche ist von 3 Uhr ab geöffnet. Billets sind zu haben in allen mit Plafaten belegten Handlungen zum Preise von 20 Bf., an der Kasse 30 Pf. Das Komitee. Anfang Nachmittags 4 Uhr. 351/15 VEREIN DER MAINE 25 LE onats 20 P.P Marken z. quittiren von ParteiBeiträgen empfiehlt allen Genossen die Quittungsmarken und Kautschuk- Stempelfabrik von Conrad Müller, Schkendih- Leipzig. Preisliste gratis und franko. Jede Uhr repariren u. reinigen foste bei mir unter Garantie des utgehens nur 1,50 M., ußer Bruch, fleine Reparaturen billiger. Großes Lager neuer u. gebrauchter Tajajengren, Regulatoren u. Wecker zc. Alle Arten Ketten, sowie Brillen und Pincenez. and 88882 Carl Lux, 34. Chansseestr. 34. Bitte genau auf No. 34 zu achten. Zum Arbeiter- Freund. Grösster Kleiderbazar rothe der Neuzeit. 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Schönfeld, Weißenburgerstr. 47a. H. Vollmann, Prenzlauer Allee 218. NO. Hermann Bailoff, Pallisadenstr. 79. Beyer, Landsberger Allee 131. Franz Engel, Kaiserstr. 39. Gustav Kommnick, Weberstr. 50. Paul Krämer, Greifswalderstr. 30. Gebr. Lewy, Marienburgerstr. 37. Gustav Mirak, Georgenkirchstr. 12. Franz Niemeyer, Weberstr. 19. Jakob Reul, Weinstr. 11, Hof 3 Tr. Gustav Richter, Landsberger- Allee 145. O. Schüßler, Friedenstr. 97. Emil Tilesius, Höchstestr. 48. NW. Hermann Beißener, Beusselstr. 9. Paul Böning, Bremerstr. 56/57. Louis Rund n. Komp., Cigarretten. Joh. Bösenberg, Beuffelstr. 64. 21. Fabrik en gros, Holzmarktstr. 10. Th. Schlodder, Krautstr. 51. Otto Schreiber, Blumenstr. 51c. Rich. Schulze, Friedrichsfelderstr. Otto Unterberg, Roppenſtr. 14. B. luterlauff, Frankfurter Allee 117. Guftav Vogel, Koppenstr. 75. Wagner, Lebuserstr. 7. W. Wolf, Andreasstr. 60. . Wotschke, Andreasstr. 3. C. Carl Blanzwirn, Linienstr. 21. * Robert Drescher, Linienstr. 50. 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Rixdorf. 5. Barth, Berlinerstr. 136. G. Filter, Bergstr. 34. 2. Herrmann, Richardplay 10. M. Kahle, Göthestr. 7. R. Kiesel, Prinz Handjerystr. 66. Leopold Magerl, Sobrechtstr. 10. G. Rebuillou, Prinz Handjerystr. 15. C. Schmidt, Hermannstr. 23. . Walter, Steinmetzstr. 33. Weissensee. Emil Apitsch, Langhansstr. 135. Liebschwager, Gustav- Adolfstr. 16. Georg Schröder, Pistoriusstr. 12. Willimsky, Wilhelmsberg 17. Reinickendorf, Burgus, Markstr. 5. Tempelhof. August Reisen, Berlinerstr. 44. Die bisher veröffentlichten Fabrikanten und Händler werden aufgefordert, ihre fälligen Insertionskosten( mit je 30 Pf. wöchentlich) an der mit bezeich neten Stelle ihres Stadtbezirks zu entrichten; außerdem sind neue Marken nur dort zu entnehmen. Berlin NO. und Weißensee wird dem Arbeitsnachweis der Tabakarbeiter, Weinstr. 11( 11-12 Uhr), Rummelsburg- Lichtenberg nach Berlin 0., Rixdorf Berlin S. und Rosenthaler Vorstadt dem Unterzeichneten zugetheilt. Neumeldungen von Fabrikanten find persönlich bei Louis Dechand, Ruheplatstr. 24, sowie im Arbeitsnachweis, Weinstr. 11( 11-12 Uhr) und beim Unterzeichneten zu machen. Die Kontroll- Kommission der Tabakarbeiter. J. A.: Carl Butry, Stralsunderstr. 17, II. Berantwortlicher Redakteur: Wilhelm Schröder in Berlin. Druck und Verlag von Maz Bading in Berlin SW., Beuthstraße 2, 320/12