Nr. 165. Erscheint täglich außer Montags. Breis pränumerando: Vierteljährlich 3,30 Mart, monatlich 1,10 mt, wöchentlich 28 Bfg. fret In's Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags- Nummer mit illuftr. Sonntags- Beilage Neue Welt" 10 Pfg. Post- Abonnement: 8,30 Mt.pro Quartal. Unter Kreuz band: Deutschland u. DefterreichUngarn 2 Mt., für das übrige Ausland 3 Mt.pr.Monat. Eingetr., in der Post- Zeitungs- Preisliste für 1893 unter Nr. 6708. Vorwärts 10. Jahrg. Infertions- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzeile oder deren Raun 40 Pfg., für Vereins- und Beriammlungs- Anzeigen 20 fg Guferate für die nächste Nummer müfien bis 4 Uhr Nachmittags in Der Grvedition abgegeben werden. Die Grvedition ift an Wochens tagen bis 7 Uhr Abends, an Sonnund feiltagen bis 9 Uhr Vormittags geöffnet. Fernsprecher: Amt I, 4186. Telegramm- Adresse: Sozialdemokrat Berlin Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Der Schluß der Session ist 12 Tage nach dem ersten Zusammentreten des neuen Reichstages erfolgt. Unter diesen 12 Tagen sind vier Feier tage und ein Sonntag, so daß die Session in Wirklichkeit genau 7 Tage gedauert hat. Sonntag, den 16. Juli 1893. Durch seine Opposition gegen den Militarismus hat das deutsche Volk, nachdem es Jahrzehnte lang im Molochsdienst seine Kulturmission schnöde vergessen hatte, sich würdig erwiesen, an der Spize der Zivilisation zu marschiren". Wir werden unser Volk weiter anfeuern im Kampf gegen den Militarismus; wir werden verhindern, daß die Frage Und in dieser kurzen Session, der kürzesten, die( außer zur Ruhe kommt; wir werden fortfahren, den Vorkampf der rein formalen Session, welche die Ratifikation des spa- zu führen in dem Bewußtsein, daß jeder Schlag, der den nischen Handelsvertrages zum Zwecke hatte) der deutsche Militarismus trifft, auch ein Stoß ins Herz des KapitalisReichstag jemals gehabt hat ist die Militärvorlage an- mus ist, der ihn erzeugt hat und ohne ihn nicht mehr genommen und dem deutschen Volk eine neue Last aufgelegt leben kann. worden, so schwer, daß sie den alten, schon schier unerträglichen Lasten hinzugefügt, entweder das Rückgrat des Volkes brechen muß oder seine Geduld. Wir werden die Zeit bis zur nächsten Seffion gut ausnußen. Und tritt der Reichstag im Herbst wieder zusammen und gilt es, die nöthigen Deckungsmittel für die MilitärZu langen Debatten fehlte die Neigung. Und das war vorlage zu beschaffen, dann wird sich uns neue und beste wenigstens ein Gutes. Das Thema der Militärvorlage Gelegenheit bieten, die Gemeinschädlichkeit und Kulturwar in der vorigen Session und während des Wahl- Feld- widrigkeit des Militarismus den noch nicht ganz aufgeklärten zuges nach der Auflösung des vorigen Reichstages so gründ- Massen zu vollem Verständniß zu bringen, und den Haß lich behandelt worden, daß Neues nicht mehr zu sagen war, und Abscheu der aufgeklärten noch mächtiger auflodern zu und das ganze Interesse sich von vorn herein auf die Ab- machen. stimmung richtete, die das Ergebniß der letzten Wahl zum Ausdruck zu bringen hatte. Für keinen, mit den Personen und Dingen einigermaßen Vertrauten konnte nach dem Bekanntwerden der Stichwahlziffern ein Zweifel bestehen, daß die Vorlage eine wenn auch fleine Majorität finden würde. Die Militärvorlage ist angenommen! Nieder mit dem Militarismus! Eine gleich große- oder kleine ja eine größere Die Sozialdemokratie und die letzte Wahl. I. Majorität wäre aber schon im alten Reichstage zu finden gewesen, hätte die Regierung den„ Kuhhandel" etwas geschickter betrieben und hätte sie am 6. Mai gesagt, was ste am 15. Juli bezüglich der zweijährigen Dienstzeit sagte Die Erfolge der Sozialdemokratie bei der letzten Reichs( Worte sind ja billig wie Brombeeren). Und da der kleinen tagswahl liegen unseren Gegnern schwer in dem Magen. Majorität von Abgeordneten, die der Regierung die Und es ist ergöglich anzusehen, welche Anstrengungen die Militärvorlage apportirt hat, eine entschiedene Majorität Herren machen, um das Publikum und sich selber über die des deutschen Volkes gegenübersteht, wie die Wahlstatistik Thatsachen und deren Bedeutung zu täuschen, und im Punkte des 15. Juni 1893 unwiderleglich beweist, so ist die Reichs- der Selbsttäuschung hat das deutsche Bürgerthum es bes regierung, auch speziell in bezug auf die Militärvorlage, fanntlich zu einer wahren Virtuosität gebracht. So jezt in einer weniger günftigen Situation als im Anfang ziemlich alles abgeschmackte und boshafte Beug, das in Mai dieses Jahres, wo man noch behaupten konnte, die bezug auf unsere Partei über die letzte Wahl ausgeheckt Majorität des deutschen Volkes sei für die Militärvorlage. worden ist, findet sich zusammengefaßt in einem Leitartikel Das kann heute, ehrlicher Weise, fein Mensch mehr der„ Kölnischen Zeitung", den wir zur Erbauung und Be behaupten. Und überdies ist die Thatsache nicht aus der Welt zu schaffen, daß die klägliche Majorität für lehrung unserer Leser veröffentlichen wollen. Er ist betitelt die Militärvorlage durch den schmählichen Verrath eines" Die Aussichten der Sozialdemokratie" und lautet: halben Duzends Polen und einer gewissenlosen Klique vou Demagogen zu Stande tam, die ihre Mandate durch Erklärungen gegen die Militärvorlage erschlichen haben. So hat der Reichstag, indem er die Militärvorlage annahm, sich in Widerspruch mit dem ausgesprochenen Willen der Mehrheit des deutschen Volkes gesetzt. Und wir, die intransigenten, prinzipiellen Feinde des Militarismus, wir haben das erhebende Gefühl, nicht blos die Interessen des deutschen Volkes zu vertreten, sondern auch die Majorität des deutschen Voltes hinter uns zu haben. Feuilleton. Nachbruc verboten.) [ 17 Wenn man heute die sozialdemokratischen Blätter liest, so findet man in ihnen nur Kundgebungen der Freude über die bei den Wahlen errungenen Erfolge und den Ausdruck zuverfichtlicher Hoffnung, daß es bei fünftigen Wahlen nicht nur ebenso, sondern- im sozialdemokratischen Sinne noch besser gehen werde. Nun soll feineswegs in Abrede gestellt werden, daß die Sozialdemokratie Siege erfochten hat, die vom bürgerlichen Standpunkt höchst betrübend sind; es muß ferner zugestanden werden, daß ihre Organisation sich so gut bewährte, daß an ein Zusammenbrechen in absehbarer Zeit nicht wohl gedacht werden kann; und endlich ist auch nicht zu übersehen, daß ein großer Theil der von den Konservativen an die Antisemiten abgegebenen Stimmen aller Wahrscheinlichthümlichen Gegensatzes für ihn eine Quelle neuer und starker Empfindungen. Hier erhielten seine alten, tief eingewurzelten Ueberzeugungen den ersten heftigen Stoß. Er wurde zum Denten angeregt und gezwungen, in die Tiefen seines Innern prüfend hinabzusteigen. Ein neues kräftiges Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. feit nach berufen ist, später die Stimmen der Sozialdemokratie zu verstärken. Trotzdem find Anzeichen vorhanden, daß die Sozialdemokraten mit den Wahlen vom Jahre 1893 auf dem Gipfelpuntt ihrer Entwicklung angekommen sind, und daß man in Zukunft eher auf eine Abwärtsbewegung als auf ein Steigen rechnen darf. Obgleich die Sozialdemokraten das natürlich nicht aussprechen, so giebt es doch viele unter ihnen, die diese Ansicht theilen, und zwar auf grund folgender Betrachtungen. Bei den meisten frühern Wahlen hatte die Partei in der Regel im wesentlichen ihren Besihstand zu be haupten vermocht, und es hatte den Anschein gewonnen, als ob ein einmal der Sozialdemokratie verfallener Kreis ihr auch unwiederbringlich gehöre. Diesmal ist es nun aber den bürgerlichen Parteien gelungen, sie aus verschiedenen Kreisen hinauszuwerfen, und das bisweilen unter Verhältnissen, die für die Sozial demokraten so günstig lagen, wie sie vielleicht nicht wiedertehren werden. Wir erinnern nur daran, daß theils politische Verbissenheit, theils die Gleichheit der Wahlparole, gegen das Militärgeset" Mitglieder anderer Parteien in vielen Fällen verleitet hat, entweder den Gegner des Sozialdemokraten nicht mit aller Kraft zu unterstützen oder sogar für einen Sozialdemokraten einzutreten. Da sie trotzdem diese Kreise nicht be= haupten konnten, so kann man das als einen Beweis ansehen, daß ihre Entwickelungsfähigkeit an diesen Orten auf dem Gipfelpunkt angekommen ist, und daß sie in Zukunft Stimmen über das jetzt Erreichte hinaus nicht mehr werden aufbringen fönnen. Und daß die Sozialdemokraten alles, was sozialdemokratisch ist, an die Wahlurne gebracht haben, darüber kann niemand im Zweifel sein. Weitaus bedenklicher noch als diese Erwägung ist aber für die Sozialdemokraten folgende. Es ist nicht zu leugnen, daß in vielen Kreisen unserer Bevölkerung eine recht starke Unzufriedenheit herrscht, die nach einein möglichst kräftigen Ausdruck rang. Theile ist es die schlechte wirthschaftliche Lage, die diese Unzufriedenheit geschaffen hat, theils find es besondere Umstände, die erbitternd gewirkt haben, theils endlich sind es unpopuläre Gesetze, deren Einwirkung namentlich auf den kleinen Bürgerstand sich sehr deutlich zeigte. Wir erwähnen hier nur das Klebegesez, dessen Ausführungs- Bestimmungen sich gar keiner Beliebtheit erfreuen, und das Gesetz über die Sonntagsruhe und die Handelsverträge, welche sonst ganz ruhige und ordentliche Leute über die Maßen aufgebracht haben. Alle diese unzufriedenen Elemente suchten, wie gesagt, nach einem möglichst starken Ausdruck für ihre Unzufriedenheit, und sie glaubten ihn in furzsichtiger Verblendung nicht selten am besten dadurch zu finden, daß sie ohne weiteres für die Sozialdemokratie ein traten, obgleich sie sich nicht im entferntesten zu den sozialdemokratischen Lehren bekennen. Wie stark der Prozentsaz dieser der Sozialdemokratie zugefallenen Stimmen ist, kann mit auch nur annähernder Bestimmtheit nicht festgestellt aber wenn werden, man gewisse Vorgänge, namentlich in Berlin, beobachtet, so muß man zu dem Schlusse gelangen, daß er nicht unerheblich gewesen sein kann. Von allen Seiten hört man, daß nicht nur einzelne Personen, die mit der Sozialdemokratie auch nicht das mindeste zu thun haben, sondern daß auch zusammenhängende Gruppen geschloffen für deren Kandidaten eintraten. Wenn nun einerseits die Folge davon ein Anschwellen der sozialdemokratischen Stimmen war, so hat dieser Stimmenzuwachs andererseits auf die Sozialdemokraten den Eindruck gemacht, daß sie nicht mehr unter sich sind, und man konnte unter ihnen die Besorgniß äußeru hören, daß die revolutionäre Arbeiterpartei im Begriff des Volkes vertheidigte, wenn er einen der Grundsätze, die dem Alten so theuer waren, angriff, dann widersprach der greise Sozialist in der heftigsten Weise. Dann raste auf seinen Gegner ein wahrer Orkan unvorhergesehener Argumente, packender Worte, beredter Wendungen hernieder. Er schien ihn dann förmlich unter der Wucht seiner Worte Die feurige Beredtsamkeit Vater Deschamp's schien zu Boden beugen und zermalmen zu wollen. Dann brauchte unermüdlich. Sein ganzer Körper, sein Verstand schienen, nur ein freundschaftliches Wort zu fallen und plötzlich wenn er in seiner lebhaften Weise sprach, unausgesetzt zu wurde er sanfter und ruhiger, und von dem heißen Streit arbeiten. In gewissen Womenten war man versucht, seinen noch innerlich glühend, reichte er seinem Gaste die bebende Worten nicht zu glauben, wenn er behauptete, den Muth Hand. Die Bekehrung André Savenay's. Innenleben erſtand in ihm. Sozialistischer Roman von Georges Renard. Autorisirte Uebersetzung von Marie Kunert. André erwiderte nichts. Aber er mußte sich gestehen, verloren zu haben und von den Träumen seiner Jugend Die Diskussion hörte auch gewöhnlich an einem Punkte daß es etwas anderes bedeutet, diese Leute mit Oftentation längst zurückgekommen zu sein. Immer wieder kam das nur auf, um auf einen anderen überzugehen. So veranlaßte zu unterstützen, als sie soweit zu bringen, daß ihnen keine alte jugendliche Feuer in ihm zum Durchbruch. Die Bes die Erbschaftsfrage einen langen Redekampf. Stüße der Welt mehr nöthig wäre. Er fühlte, daß es geisterung von 1848 stieg ihm noch immer von Zeit zu Zeit nicht darauf anfam, die Armuth zu unterstützen, sondern sie zu Kopf. Und dann trug ihn die Kraft seiner Zuversicht aufzuheben. Er sagte sich, daß die wahre Wohlthätigkeit über die Gegenwart hinweg in die Zukunft, oder es erfaßte diejenige ist, welche daran arbeitet, sich überflüssig zu ihn auch ein heiliger Zorn gegen die Ungerechtigkeiten der Gegenwart. machen. „ Sehen Sie," sagte Water Deschamps, wie das Prinzip des Erbrechts mit der Zeit immer mehr an Strenge nachließ. Jahrhunderte lang war der, welcher in Schande gerieth, auch der Enterbte. Sogar der Sohn eines gerichtBu gleicher Zeit betrieb er seine sozialistischen Studien Man mußte es einmal mit anhören, wie er gegen lich Bestraften war verachtet und enterbt wie sein Vater. mit großem Eifer, und er fand eine Art bitteren Ver- die Ausbeuter donnerte. Er verkündete im Anschluß daran Dann sah man ein, daß das ein Unrecht war. Man begriff, gnügens daran, aus den Salons, in denen es von Seide den bevorstehenden, unvermeidlichen Zusammenbruch der Ge- daß ein Bergehen nur an dem Thäter bestraft werden müsse. rauschte und von Lichtern glänzte und funkelte, in das sellschaft. Jede Regierung," sagte er, tödtet sich selbst Man fing auch an zu begreifen, daß Ehren, Aemter, bescheidene Stübchen unter dem Dache zu flüchten, wo durch die Uebertreibung ihrer Grundsätze. Die Bourgeoisie Titel u. s. m. ebenso nur auf Lebenszeit zuerkannt werden er auf einem Rohrstuhl neben dem kleinen Kamin- wird an dem Mißbrauch des Geldes sterben. Sie wird an müssen wie das Verdienst. In fünfzig Jahren wird alle feuer plauderte und die Gluth schürte, so daß Feuer- der durch den Kapitalismus hervorgerufenen Fäulniß zu übertragbar sind wie der Adel." Welt begreifen, daß Geld und Reichthum ebenso wenig und Gedankenfunken zugleich aufsprühten. Hier in diesem Grunde gehen." bescheidenen Heim fühlte er sich wohl; hier genoß er das André hörte ihm mit Interesse zu: er empfand einen André schüttelte den Kopf. Er war unruhig, erregt, für ihn so seltene Vergnügen, frei vom Herzen weg zu gewissen Respekt vor der freien Originalität dieses Geistes, aber sein Geist sträubte sich gegen diese kühnen Schlüsse. sprechen. Er gab sich ganz dem intimen Reiz hin, den man der sich ganz allein gebildet hatte, vor dieser Herzensgüte, Durch sein Mitleid für die Armen und Zurückgesezten, empfindet, wenn man dieselben Möbel und dieselben Per- welche soviel Enttäuschungen nicht verbittern konnten. Be durch sein angeborenes Gerechtigkeitsgefühl fühlte er sich sonen immer wieder auf dem alten bekannten Blaze findet. sonders bewunderte André die jugendliche Lebendigkeit des zum Sozialismus hingezogen. Die Furcht, in utopistischen Und dennoch war diese ruhige Stätte infolge eines eigen- Alten; und in der That, wenn André irgend einen Feind Grübeleien aufzugehen oder zu schrecklichen, gewalt ftebe, zu einer einfachen bourgeoismäßigen Oppositionspartei| Expansivkraft angeht, genau dem Ergebniß der früheren die Prüfung der Läufe und Verschlüsse der Handfeuerwaffen, bezu werden und dadurch von ihren Zielen abzuirren. Es tommt Wahlen entspricht. schlossen, die Prüfungszeichen der Büchsenmacher- Innungen zu nicht gleich, so doch auf die Dauer einen gewissen Ein. nun noch folgendes hinzu: Wenn eine solche Verschiebung Wenn die Babylonierin von Köln glaubt, wir würden London und Birmingham als den inländischen gleichwerthig anHerbal ber Wählerschaft eintritt, so muß dies, wenn auch in Zukunft über das jetzt Erreichte nicht mehr Stimmen" zuerkennen. Dem vom Reichskanzler vorgelegten Entwurf eines Anhangs zu den Ausführungsbestimmungen für das bezeichnete fluß auf die Gewählten ausüben, und die Anschauungen der aufbringen fönnen, so bewegt sie sich in dem Bann jener Gesek und dem Antrage der Ausschüsse für Boll- und SteuerWähler werden bis zu einem gewissen Grade zu den Ge- das deutsche Spießbürgerthum auszeichnenden| Vogelstrauß wesen und für Handel und Verkehr wegen steuerfreier Verwählten durchsichern. Es wird das um so leichter möglich Weisheit, welche, um die häßliche Wirklichkeit nicht zu wendung von Handelsfalz zum Aufthauen von Eis und Schnee fein, wenn die Partei, wie das jetzt geschehen ist, eine sehr sehen, die Augen zukneift und sich etwas Hübsches vorlügt. wurde die Zustimmung ertheilt. Der Entwurf eines II. Nachcrhebliche Stärke erlangt hat. Schon in der jetzigen Stärfe Es giebt zweifellos Orte, wo wir den vorläufigen Höchstpunkt trages zu der Vereinbarung erleichternder Vorschriften für den war es" König August I." nicht immer leicht, die Disziplin so ziemlich erreicht haben, das heißt den unter der Herr Eisenbahnverkehr zwischen Deutschland und Desterreich- Ungarn aufrecht zu erhalten, und innerhalb der bisherigen Abschaft des Kapitalismus höchstmöglichen Punkt. wurde den Ausschüssen für Eisenbahnen, Post und Telegraphen geordneten befinden sich nicht wenige, wenn auch vorerst noch Die Macht der kapitalistischen Gesellschaft, das wissen wir sehr und für Handel und Verkehr überwiesen. Latente Elemente der Opposition. Die Neuhinzutretenden sind zwar nach dem Grundfaß der Zuverlässigkeit" sehr genau aus wohl, ist eine so gewaltige, daß es für eine große Anzahl von Der kommende Mann, der dem deutschen Volke die gewählt worden, aber trotzdem sind unter den Neuen einige Individuen, auch wenn sie ihre geistige Emanzipation be- neuen Steuerlaften zu gunsten des Militäretats aufhalsen Männer, von denen man in eingeweihten Kreisen wissen will, wirkt haben, doch einfach unmöglich ist, sich für die Sozial- foll, ist Herr Miquel. Die Sterbeglocke für den uns daß es nicht leicht halten wird, sie dauernd zu blinden Werk- demokratie zu erklären. Das gilt namentlich von fähigen Dilettanten, der jetzt im Reichsschazamt sitt, Herrn zeugen der Parteileitung zu machen. Von dem Augenblick an, fommerziellen Mittelpunkten des Rapitalismus. Allein das von Maltzahn- Gülz hat ja sein Parteigenoffe von wo die Wählerschaft nicht mehr durchaus gleichartig ist, wächst hindert und verlangsamt nicht unser Vordringen in Drei Manteuffel in der Militärdebatte schwungvoll und aber auch die Möglichkeit, daß einzelne Vertreter, die mit der viertel und mehr der vorhandenen Wahlkreise. Ein Viertel fonservativer Dankbarkeit voll geläutet. Nationalliberale Parteileitung in Streit gerathen, von unten aus Unterstützung der Stimmen, die am 15. Juni in Deutschland abgegeben Blätter melden nun, daß von Malzahn wahrscheinlich vor finden und daß damit ein Prozeß angebahnt wird, wie wir ihn in Frankreich erlebt haben, wo die Arbeiterpartei durch Spal- wurden, gehören schon der Sozialdemokratie. Das Viertel der nächsten Reichstagssession zurücktreten werde. tung in cine Reihe von Sekten aufgelöst worden ist, die sich soll und wird zum Drittel, das Drittel zur Hälfte und untereinander mit mindestens derfelben Leidenschaftlichkeit be- mehr werden. fchden, die sie früher im Kampfe gegen die Bourgeois aufboten. Daß dieser Prozeß sehr bald eintreten wird, ist nicht wahrscheinlich, daß seine Möglichkeit aber durch die legten Wahlen nähergebracht worden ist, das ist nicht nur eine Ver Dolitifdie Teberlicht. muthung feindlicher Bourgeois, sondern die Besorgniß vieler Politische Uebersicht. sozialdemokratischer Genossen. So das berufenste, weil schamloseste Degan alles dessen, was auf Ausbeutung und Knechtung des deutschen Volkes aus ist, von den bürgerlichen Schienenflickern des Westens an, bis zu den junkerlichen„ Voltsausschindern" des Dstens ( um Herrn Ahlwardt's Kraftausdruck zu gebrauchen). Durchmustern wir das Geschreibsel. -O tommen. Berlin, den 15. Juli. Der Parteitag der Freisinnigen Volkspartei wurde heute Morgen 10 Uhr durch Eugen Richter eröffnet. Nach der Freifinnigen Zeitung" waren über 400 Delegirte anwesend, die sich auf über 170 Wahlkreise vertheilten. Die vom Parteiführer gehaltene Eröffnungsrede war selbstredend vor allem gegen die Wadelstrümpfler gekehrt und suchte in der aus der Freisinnigen Zeitung" bekannten Aus dem Reichstage. Der Tanz ist aus und die Berhandlung über die Parteibezeichnung, in die darauf Weise die Mißerfolge bei der Wahl zu erklären. In der Abgeordneten fahren nach Haus". Es ist ihnen auch zu eingetreten wurde, traten einige äußerlich interessante gönnen den armen Reichsboten, daß sie aus der tropischen Momente hervor. Bon einer Seite war beantragt worden Atmosphäre des Reichstagssaales fort und zu Muttern die Partei hinfort- Demokratische Partei( sic!) Wer weiß, welche Streiche die militärfromme zu nennen, ein anderer Redner wünschte, daß der Zunächst schieben wir das ganze Gerede von an- länger zum Hierbleiben gezwungen hätte. Tauchte doch der geholt werde. Beide Anträge wurden abgelehnt Demo Majorität noch gemacht hätte, wenn die Regierung fie noch alte Name Deutsche Fortschrittspartei" wieder hervorgeblichen Besorgnissen innerhalb unserer Partei als werth- schwarze Schrecken", genannt Deckungsfrage, immer wieder traten gab es unter den angeblich 400 Delegirten nur 13 losen Klatsch bei Seite. Die Geschlagenen haben in der Diskussion auf, und auf lange hätten die vagen, zu und Fortschrittler nur 65. Mithin geht der entschiedene Grund zu Besorgnissen nicht wir. Die Spaltungs" nichts verpflichtenden Zusagen des Kanzlers wirklich nicht Liberalismus unter dem Namen„ Freisinnige Volkspartei" Wüthriche mögen vor der eigenen Thür fegen, wo die mehr vorgehalten. Spaltpilze" prächtigen Nährboden haben. Unseren Wenn auch die Abgeordneten, besonders die Herren einer viertelstündigen Pause dann in die Verhandlung über Kopf brauchen die Invaliden der Mittelparteien" sich Antisemiten gern bereit waren, sich dumm zu stellen, und das Organisationsstatut ein. Nach einer ausgedehnten Dis seinem natürlichen Tode entgegen. Der Parteitag trat nach nicht zu zerbrechen. Oder haben sie den ihrigen verloren? Redewendungen für Thatsachen hinnahmen, ihre Wähler fussion, in welcher Eugen Richter der Organisation der Es scheint fast so. werden über diesen Roup nichts weniger als erbaut sein. Sozialdemokratie einige Romplimente wider Willen machen Und nun zur Sache. Deshalb mußte mit Dampfkraft gearbeitet und die Vorlage mußte, förmlich durch das Haus gepeitscht werden. Jetzt ist sie ja Jahre ein Parteitag abgehalten werden soll. Ueber die wurde beschlossen, daß mindestens alle drei angenommen, und nun mag der deutsche Bürger, Bauer und Busammensetzung des Parteitages wurde bestimmt, daß zur Arbeiter zunächst seine Söhne für die" Ferienkolonien" Theilnahme an demselben berechtigt sein sollen 1. die Mitliefern, der nächste Herbst und Winter bringt dann auch die glieder der Reichstagsfraktion; 2. die Parteigenossen in den neuen Steuern. Aus der Debatte heute verdient die ausgezeichnete Rede genossen, welche in der vorhergehenden Wahlperiode dem gesetzgebenden Körperschaften der Einzelstaaten; 3. die ParteiBebel's hervorgehoben zu werden. Es war ein Kunststück, Reichstage angehört haben, und die Reichstagskandidaten bei der Debatte über diese Vorlage das Ohr des Hauses bei den letzten Wahlen; 4. die Mitglieder des Zentralnoch zu gewinnen. Bebel hat dieses Kunststück heute ausschusses, welche nicht unter 1 und 2 fallen; 5. Delegirte geleistet. der Partei. Die Delegirten müssen in dem Wahlkreise, wo fie gewählt find, ihren Wohnsiz haben. Also wir Sozialdemokraten haben Fortschritte gemacht, bas kann die in Köln domizilirte Babylonterin nicht leugnen, trotzdem find Anzeichen vorhanden", daß wir mit der letzten Wahl auf dem Gipfelpunkt unserer Entwickelung angekommen find, und daß man in Zukunft eher auf eine Abwärts bewegung, als auf ein Steigen rechnen darf". Woraus schöpften die Weltweisen der„ Großkloake vom Rhein"( cloaca maxima) dicse ihre Hoffnung? Aus der Thatsache, daß wir einige Wahlkreise, die wir früher besaßen, bei der letzten Wahl verloren haben. Es soll das beweisen, daß unsere Entwickelungsfähigkeit auf dem Gipfelpunkt angekommen ist". existiren. " " Das gleiche von der Rede des Herrn von Kardorff zu sagen, der nach Bebel sprach, würden selbst seine Freunde Um 24 Uhr wurde darauf die erste Sigung geschlossen. O die heilige Einfalt, die auf Bufälligkeiten ihre nicht wagen. Uebrigens wollen wir gerne konstatiren, daß Die nächste Berathung ist Sonntag Morgen 11 Uhr. Rechnungen baut, und die nicht weiß, daß wir in Herr von Kardorff seit Jahren zum ersten Male- Bemerkt sei noch, daß nach einer von Hugo Hermes den Anfängen der Bewegung verschiedene Wahlkreise heute seine Rede zu Ende führte, ohne die Doppelwährung gemachten Mittheilung in Deutschland 296 freisinnige Vereroberten, die wir nachher wieder verloren. Wir erinnern zu erwähnen. eine", 36 Fortschritts Vereine", 62 liberale Vereine", nur an Lennep- Mettmann, Freiberg in Sachsen u. s. w. Der bayerische Zentrumsmann Schädler hatte heute 20 Vereine ohne Bezeichnung und 4 mit verschiedenen Namen Auch der Gott der Wahlschlachten hat seine Lannen. Das, ersichtlich nicht seinen guten Tag. Der Herr wollte Wize worauf es ankommt, ist das allgemeine Vor machen, über die aber außer ihm kein Mensch lachte. dringen. Auch da, wo wir diesmal unterlagen, haben Von sozialdemokratischer Seite war namentliche Abwir meistens mehr Stimmen gehabt, als bei irgend einer Stimmung beantragt. Dieselbe ergab bei 386 anwesenden früheren Wahl. Und wo dies nicht der Fall, wie z. B. in Abgeordneten 201 Ja und 185 Nein. Die Antisemiten Hamburg u. s. w., erklärt es sich aus lokalen Ursachen Ahlwardt und Liebermann von Sonnenberg, welche bei der ( Cholera- Sterblichkeit, Bevölkerungsabnahme u. f. w.). Im zweiten Lesung fehlten, waren heute da und stimmten großen und ganzen geht die Bewegung der sozialdemokrati- natürlich mit Ja. schen Wahlziffern in schwungvollem Tempo vorwärts, und die Partei hat auch bei der letzten Wahl ihre ExpansivKraft( Kraft sich auszudehnen) aufs fräftigste bewiesen. Ein Blick auf die fattsam bekannten und darum hier nicht aufzuführenden Ziffern der Reichstagswahl- Statistit feit Gründung des Reichs genügt für Jeden, der die Bedeutung der Zahlen versteht, um der Expansivkraft der Partei und ihr Wachsthum zu zeigen, und um ferner zu zeigen, daß das Ergebniß der letzten Wahl, was die Bethätigung dieser Die sozialdemokratische Fraktion war bei beiden Abſtimmungen am Donnerstag und heute in voller Stärke da und stimante geschlossen mit Nein. Auf den feierlichen Schluß" des Reichstags verzichteten unsere Abgeordneten, indem sie nach beendeter Abstimmung insgesammt den Saal verließen. Der Bundesrath hat in seiner am 13. d. M. abgehaltenen Plenarsizung auf den Antrag der königlich großbritannischen Negierung gemäß§ 6 des Gesetzes vom 19. Mai 1891, betreffend Fabrikatsteuer für Tabak. Aus Heidelberg wird der Volts- Zeitung" unterm 14. d. M. geschrieben: Ein alter Herr vom hiesigen Korps Vandalia, höherer Beamter in Berlin, soll gestern, als er hier seine Korpsbrüder auf der Durchreise nach der Schweiz aufsuchte, gesagt haben, man arbeite im Reichs- Schazamt an einer Fabrikatsteuer für Tabak. Wir sind natürlich nicht ge neigt, einem derartigen Bier- Kouleur- Gespräch allzu viel Bedeutung beizumessen, auch wenn uns zugleich mitgetheilt wird, daß der Schazamts- Sekretär Herr von Malzahn alter Herr" der Bandalia" ist. In die Deffentlichkeit bringen wir dies Gerücht auch nur als Symptom dafür, daß man im Publikum noch immer daran zu glauben scheint, der Tabak werde mehr bluten" müssen." Herr Miquel wird schon die richtige Lurus" steuer fundschaften, die das Volk zu tragen hat. thätigen Umwälzungen behilflich zu sein, hielt ihn wieder er mußte der Prinz Tausendschön aus den Märchen, die Eine nöthige Reform des Wahlgesetzes. Ein bes zurück. ihr erzählt wurden, aussehen. So hatte sie nach und nach freundeter Abgeordneter schreibt uns: Der§ 7 des " So viele Revolutionen haben doch zu nichts geführt, eine leidenschaftliche Zuneigung für ihn gefaßt, wie man Reich 3- Wahlgesezes bedarf nothwendig einer Abkann man es da wirklich noch einmal von neuem ver- sie häufig bei kleinen Mädchen jungen Männern gegenüber änderung oder einer bestimmten Interpretation von koms fuchen?" findet, die man mit dem in der Ferne aufdämmernden petenter Seite, wenn es nicht wieder geschehen soll, wie bei " Ja," erwiderte Bater Deschamps, alle bisherigen Morgenroth der Liebe in einer Kindesseele vergleichen kann. Der letzten Wahl zum Reichstage, daß eine nicht unerRevolutionen haben die Wurzel alles Uebels bestehen lassen. Wenn sie irgend eine Sache nicht gern that, so genügte hebliche Anzahl von Wählern ihres Wahlrechtes verHaben Sie bemerkt, daß das Geld die Haupttriebfeder aller ein Blick, ein mahnendes Wort Freund André's, daß sie lustig gehen sollen. Oben bezeichneter Paragraph sagt Reaktion ist? Womit führen die herrschenden Klassen den sofort willig folgte. Sie gehorchte ihm gern, und André folgendes: Krieg gegen die Republik, wenn nicht mit dem Gelde, fand zu seiner eigenen Ueberraschung eine eigenthümliche,„ Wer das Wahlrecht in einem Wahlbezirke ausüben das man ihnen gelassen hat? Stellen Sie einmal füße Freude daran, der Gegenstand dieser kindlichen will, muß in demselben oder, im Falle eine Gemeinde in die Gleichheit des Besizes Aller her. Kein Parteihäuptling Schwärmerei zu sein. mehrere Wahlbezirke eingetheilt ist, in einem derselben zur mehr, der Stimmen kaufen, Zeitungsartikel bezahlen, Gewöhnlich kam er Donnerstags, dem Tag, wo Beit der Wahl seinen Wohnsitz haben. Jeder darf nur Agenten unterhalten, auf die Opposition durch das Gewicht Magdalene in der Schule frei hatte. Johanna war dann an einem Orte wählen." feines Goldes drücken kann. Lassen Sie doch einmal so immer zugegen und schaffte fleißig an ihrer Arbeit. Aber Dem Schreiber dieses, wie auch vielen anderen eine Revolution entstehen, die wahre Revolution, und Sie wo war die Zeit geblieben, in der sie sich André gegenüber Wählern ist nun folgendes passirt. Ich wohne in werden für immer mit allen Blutsaugern der Menschheit in feindselige Kälte hüllte? Jetzt empfing fie ihn mit Hamburg, und wurde in Reuß ältere Linie als Reichstagsaufgeräumt haben!-" strahlendem Lächeln. Sie wußte nun, daß er gut und edel, Kandidat aufgestellt, und auch gewählt. Ich wußte nun André war noch immer nicht bekehrt. Es fielen ihm ein Freund der Armen und Schwachen war, daß er ihren genau, daß ich am Tage der Wahl nicht in Hamburg, sonEinwendungen in Hülle und Fülle ein; aber er gewöhnte Stolz achtete, und sie sagte mit ihrem Lächeln nur: Will- dern in Greiz mich aufhalten würde. Als ich nun nach fich wenigstens daran, unter der Oberfläche alles kommen bei uns! Greiz kam, meldete ich mich dort an, wie es die PolizeiSeffen, was ihm begegnete, das große Problem der Zeit zu suchen. Obgleich ihn die vorgeschlagenen Heilmittel beiden Männer erst mit ihrer Unterhaltung im Zuge waren. Oberbürgermeister verweigerte aber die Eintragung meines Sie hörte lieber zu, als daß sie sprach, sobald die verordnung verlangt; die Wählerlisten lagen noch aus, und ich meldete mich zur Eintragung in dieselben. Der Herr viel mehr abschreckten als die Leiden der Gesellschaft, obgleich Raum, daß von Zeit zu Zeit ein Wort von ihren Lippen Namens in die Wählerliste, indem er erklärte:" Im Reichser vor allen Dingen den mächtigen Stachel persönlicher tam, um den Großvater zu besänftigen, wenn er sich fort- wahlgesetz heißt es( ausdrücklich das Wahlrecht übt der Leiden noch nicht kannte, vermochte er doch die Tiefe all' reißen ließ oder um André ein wenig zu verspotten, wenu wahlgesetz heißt es( ausdrücklich das Wahlrecht übt der des Unglücks um ihn her zu ermessen, und er empfand so- er eine gar zu bourgeoismäßige Ansicht vertrat. Aber ihre Wähler dort aus, wo er am Tage der Wahl seinen Wohngar den unklaren Wunsch, an seiner Beseitigung mit schwarzen Augen, die dann plöglich aufbligten, zeugten von dem bat Der Herr Oberbürgermeister interpretirte den Interesse, das sie an der Unterhaltung nahm. Ob André Begriff Wohnsis nun so, daß er fagte: ich halte mid) In diese ernſten Reden ließ Magdalene ihr kindliches sie gern aufleuchten sah? Man konnte es fast glauben, zwar vorübergehend in Greiz auf, das aber sei kein Wohnsis Geplander einfließen, wie die dahin tänzelnde Quelle ihr benn oft reizte er das junge Mädchen durch Paradoxen, an im Sinne des Gesetzes- sondern den Wohnsiz hätte ich in helles Geplätscher in das dumpfe Brausen des nahen die er selbst nur halb glaubte. Hier machte es ihm Ver- Hamburg." Ich kam also infolge dieser Interpretation, die sich Stromes inischt. Gewöhnlich hatte sie ihren Plaß auf gnügen, sich zum Anwalt der Bourgeoisie zu machen. Wahlrecht. Es iſt, nachdem man sieht, was infolge solcher gewiß nicht mit der Ansicht des Gesetzgebers deckt, um mein André's Knieen. Freund André war nun einmal ihr Eigenthunt, ihre Sache und zugleich der Gegenstand ihrer ich Ihnen sagen, welches ihr größtes Laster in meinen Kommentar gegeben wird, um für die Folge vorzubeugen, daß Die Bourgeoisie!" rief das junge Mädchen. Soll Auslegung des Gesetzes möglich ist, nothwendig, daß ein Anbetung, nicht nur, weil er immer kleine Leckereien und Geschenke für sie mitbrachte, sondern auch deswegen, weil Augen ist? Ihre Heuchelei. Ueber alle Dinge hat sie die Wähler auf so I che' Art- nicht auch noch um ihr er sich vor allen anderen Leuten durch eine Eleganz des zweierlei Ansichten, die eine zum Schein, zur Täuschung Wahlrecht gebracht werden. Man sagt vielleicht, mein Fall die andere für die Praxis. Sie lügt und heuchelt, ja sei ein ziemlich vereinzelter, allein das wäre ein Jrrthum. Gie jah ihn immer nur in Verbindung mit all den mein Herr, sie lügt jetzt und wird immer lügen." Die Zahl derer namentlich Arbeiter- deren AufHerrlichkeiten, die sie in seiner Umgebung gesehen. So wie ( Fortsetzung folgt.) enthaltsort nicht mit ihrem Wohnsitz zusammenfällt, ist in zuarbeiten. ganzen Auftretens auszeichnete, die das Kind entzückte. Deutschland eine sehr beträchtliche und dürfte die Ziffer 100 000 weit übersteigen."— Die„Norddeutsche Allgemeine Zeitung" sucht in einem Artikel über die Futternoth-Debatte vom 13. Juli den Nachweis zu führen, daß die Regierung in der Manöverfrage richtig gehandelt habe. Sie wendet sich insbesondere gegen die vom Abg. Echoen- l a n k geübte Kritik. Schon die Erregung, der aus der Aus- einandersetzung deutlich herausklingt, zeigt, daß der sozial- demokratische Redner den wunden Punkt getroffen hat. Die„Norddeutsche Allgemeine Zeitung" schreibt u. a.: „Kam es dem betreffenden Herrn Volksvertreter, der seine Meinung in dieser Weise stempelte, lediglich darauf an, der Wahlgefolgschaft seiner Partei statt des richtigen einen g e- fälschten Bericht über die Stellung der Militärverwaltungen zu der behandelten Frage unterzuschieben, so bleibt es nicht minder charakteristisch, wenn von derselben Seite die Besprechung dahin zu fruklifiziren gesucht wurde, daß jetzt nicht nur die Forderung einer Aufhebung der Futlermittelzölle, sondern auch die einer Aushebung der Lebensmittel» z ö l l e gerechtfertigt sei." Der geistigen und sittlichen Verfaffung des offiziösen Blattes entspricht es von Haus aus, daß von ihm jede unbefangene, sachliche Darlegung der That- sache», die nicht dem Interesse der jeweiligen Macht- Haber widerspricht, als eine Fälschung bezeichnet wird. Im offiziösen Hohlspiegel verzerrt sich die Wahrheit zur Lüge. Das Pindter- Organ, das so lange dem Emser Depeschen- fälscher gedient hat und in der Entstellung und Verdrehung den Basilio übertrifft, kann es nicht ertragen, daß die All- macht des Militarismus, der unser öffentliches Leben erdrückt, offen dargestellt und gegeißelt wird. Da die„Wahlgesolg- schaft", die die Berichte über die Reichstags-Verhandlungen sehr genau liest, wird sie sich allein ein Urtheil über den That- bestand, den die Ausführungen der„Norddeutschen All- gemeinen Zeitung" gerade bestätigen, bilden. Wenn der preußische Kriegsminister, anstatt angesichts des akuten, sich tagtäglich verschärfenden Nothstandes für den Fortfall der Manöver einzutreten, mit spaßhaften Palliativmittelchen aufwartet, wenn aus Rücksicht auf gewisse Wünsche von gewisser Seite die prunkhasten Kriegsspiele abgehalten werden, wenn man sich mit der platonischen Ver- heißung begnügt, daß, sollte die Lage sich noch mehr verschlimmern werde,„die Umstände weiter erwogen werden würden", so weiß das Volk, so wissen die kleinen Leute auf dem platten Lande, w i e ihrer Roth gesteuert wird. Gerade heraus erklärt der Geheimrath, der seinen burcaukratischen Geist in der„Norddeutschen All- gemeinen Zeitung' leuchten läßt,„daß es nicht im Interesse des Gesammtvaterlandes", desselben„Vaterlandes", das durch die Agrarnoth heimgesucht ist, liege,„wenn abermals größere Aenderungen in den bezüglichen Dispositionen ohne zwingende Ursache eintreten sollten". Dazu liege kein Anlaß vor. Wenn die„Norddeutsche Allgemeine Zeitung" hervor- hebt, der oberste Kriegsherr habe im vorigen Jahre während der Cholcra-Epidemie„sein landcsväterliches Herz sprechen lassen" und von Manövern abgesehen, so meinen wir, daß heuer ebenso schwerwiegende Gründe wie 1892 vorliegen, um den Ausfall der Manöver zu rechtfertigen. Der Reichstag aber wird, trotz der„Nordd. Allg. Ztg." derartige Dinge immer wieder zur Sprache bringen. Wäre er sonst die Vertretung des deutschen Volkes, dessen Jitteressen zu wahren die Reichsboten berufen sind? Borussische Lotteriepatrioten. Aus Schneide- mühl, bekannt durch seine Brunncn-Katastrophe, wird der „Vossischen Zeitung" gemeldet: „Der erste Bürgermeister W 0 l f f ist nach Berlin gereist. Wie verlautet, steht diese Reise mit der Veranstaltung einer Brunnen-Lotterie, deren Genehmigung eingeholt wer- den soll, im Zusammenhange." Da das Lottospiel ein wichtiger Bestandtheil der Sozialrcform von Oben ist, so erscheint uns die Nachricht rccht glaubbqst. Warum veranstaltet man nicht auch zur Hilfe für die bedrängten Bauern eine Futternoth- Lotterie:„Gottes Segen bei Miquel u. So."!— Die Zahl der Schankwirthsihaften in Preuften soll durch eine amtliche Erhebung ermittelt werden. Die pharisäischen Klagen der schnapsbrennenden Großgrund- bescher über die Zunahme des Suffs, von dem sie als Fusclbrenner profitiren, werden auf allen Gassen ertönen, sobald nur diese Enquete beendet. Aber sie als Brotver- theurer und Volksbedrücker sind die Mitschuldigen an dem tiefen Stande der Lebenshaltung des werkthäligen Volks und an dem dadurch erzengten Wachsthum des Alto- holismus.— Gegen das selbständige Vorgehen der Anti« semiten rn Neustettln wendet sich die Amme des Anti- scnntismus, der nun gegen seine Gönner revoltirt, die „Kreuz-Zeitung". Es ist ihr peinlich, daß die Ahlwardtianer nicht zu gunsten des Stöcker auf eine eigne Kandidatur verzichten. Die um Ahlwardt verzichten natür- lich nicht auf den ihnen wohl sicheren Wahlkreis, der in der Hauptwahl den ehemaligen Günstling der Tivolibrüder, den Rektor a. D., erkiest hatte. Das Lustigste wäre aber eine Stichwahl zwischen fdem Ahlwardt-Kandidaten Förster und dem Hofprediger aller Deutschen.— Brann-Wiesbaden—„llnser Braun"—, einer der Bismarck'schen Reichsgründer, ist gestern in Freiburg in Baden gestorben. Herr Braun, ein Genosse Bennigsens, und Mitglied des wettand„Nationalvereins", gehörte zu jenen„Liberalen", die in der preußischen Wirthschaft die Verwirklichung des„nationalen Gedankens" erblickten, für die„preußische Spitze" schwärmten, unter einem„einigen Teutschland" ein Großpreußen, das heißt ein Rumpf- deutschland ohne Oesterreich verstanden, mit Bismarck in, geheimen Einverständniß den Bruderkrieg von 1866 nebst den Annexionen vorbereiteten, hernach für die„Reichsherr- lichkeit" schwärmten und zu de» niedersten Handlangerdiensten sich hergaben. Zu Braun's Gunsten soll als Gegengewicht gegen sein schweres Schuldkonto— angeführt werden, daß er schließlich dieErbärmlichkeitdervonihm gespielten Rolle begriff, und mit Entrüstung und Abscheu sich von seinem ehemaligen Götzen Bismarck abwandte, � der— wie er, Braun, selber es ausdrückte—„seine Anhänger schlechter be- handelte als Hausknechte". Die Bennigsen und Konsorten waren mit dieser Behandlung zufrieden,„unserem Braun" aber, der doch wahrhaftig keine sehr dünne Haut hatte, war c» zu arg geworden. Und er ging 1884 zu den Freisinnigen. Seit Jahren ist er vom politischen Schauplatz zurück- getreten, so daß sein Tod also keine Lücke läßt.— Vom Zentrum. Der ultramontane Abgeordnete Amts- gerichtsrath Letocha, Vertreter von Kattowitz, der bei der gestrigen Abstimmung fehlte, hat sein Mandat niedergelegt. Er war einer der schlesischen Huenelinge, der sich für die Militärvorlage„freie Hand" vorbehalten hatte.— Die Miinchener Epidemie. Ueber die Erkrankungen beim bayerischen Jnfanteric-Leibregiment und dem 3. Feld- artillerie- Regiment macht das bayerische Kriegsministerium bekannt: „Infolge der seit der zweiten Hälfte des Monats Mai beim Infanterie- Leibregiment aufgetretenen epidemischen Er- krankungen befinden sich noch 3S7 Mann des genannten Re- giments im Garnisonslazarethe, darunter 267 mit aus- gesprochenem Unterleibstyphus. Todesfälle sind 23 eingetreten, und zwar ausnahmslos an Typhus. Eine größere Anzahl der 267 Typhus- kranken sind nunmehr in fortschreitender Erholung begriffen. Sämmtliche Typhus- Rekonvaleszenten werden vor ihrer definitiven Entlassung aus ärztlicher Be- Handlung und ihrer Beurlaubung aus eine entsprechende Zeit Rckonvaleszenten-Anstalten zugewiesen, wie auch bereits 69 derartige Mannschaften in eine solche(Schleißheimf übergeführt worden sind. Von dem aus dem Lager Lechfeld zurückgekehrten 3. Feld-Artillerie-Regimente, bei welchem un- mittelbar nach seiner Rückkunft Typhus sich gezeigt hat, be- finden sich zur Zeit IS Mann mir Unterleibstyphus im Garnisons-Lazarethe. während bei 12 Mann noch Verdacht auf diese Krankheit besteht. Ein Todesfall ist bis jetzt mcht eingetreten. Die Nachricht von 70 Erkrankungen ist sonach falsch.» Unsere Abgeordneten werden in der nächsten Sitzung der bayrischen Abgeordnetenkammer sich mit dieser Angelegen- heit des Näheren befassen.— Agrarische Quertreibereien. Der Vorstand des „Bundes der Landwirthe" hat beschlossen, eine Enquete„über das Mißverhältniß der Engros- und Detailpreise landwirthschaftlicher Produkte", Fleisch, Brot:c. anzustellen, um das gesammte Material zu sammeln. Nach Verarbeitung des eingegangenen Materials will der Vor- stand etwaige Anträge den verbündeten Regierungen unter- breiten. Dle Junker wollen die Schuld für den hohen Stand der Lebensmittel von sich..f den Zwischenhandel abwälzen. Aber das Volk weiß, daß die Schutzzöllner den Rahm von der Milch schöpfen, und daß dem Krämer nur ein verschwindend kleiner Bruchtheil vom Gewinn zufällt, verglichen mit dem Riesenprofit des Großkapitals in Groß- grundbesitz, Großindustrie und Großhandel.— Ueber das FiaSko Bismarcks II. schreibt die— „N a t i 0 n a l- Z e i t u n g": „Einen höchst peinlichen Zwischenfall führte der Abg. Graf Bismarck-Schönhausen herbei, der am Donnerstag für den tz 1 gestimmt halte, gestern aber seinen Widerspruch gegen die weijährige Dienstzeit bekunden und motiviren wollte. Der rühere Staatssekretär ist niemals ein gewandter parlamcn- arischer Redner gewesen; gestern befand er sich zudem offen- bar vermöge seiner eigenthümliche» persönlichen Stellung innerhalb des Reichstags in außerordentlicher Aufregung... Bei der Behandlung des Themas war er dann aber freilich überaus unglücklich der Sache wie der Form nach, und es war dem Reichskanzler, der alsbald erwiderte, ein Leichtes, die unrichiigen Vorstellungen und unhaltbaren Schlußsolgerungen des Abg. Graf Bismarck zu widerlegen. Dieser ließ sich dabei in seiner Erregung zu fortwährenden Unterbrechungen des Kanzlers hinreißen, so daß Graf Caprivi den Schutz des Präsidenten hiergegen anrief. Graf Bismarck entschuldigte sich dieserhalb nachher in einer persönlichen Be- merkung, bei der er aber nun in Konflikt mit dem Präsidenten ferieth. Das parlamentarische Wiedererscheinen des ehemalige» -taatssekretärs des auswärtigen Amtes gestaltete sich somit sehr unglücklich." Heule, wo der Wind argraristisch weht, wird der„geniale Sohn", den unter dem Hausmeierthum des Vaters die Stationalliberalen byzantinisch umivedelteu, richtig abgeschätzt. Fraktion Drehscheibe für immer! Futternoth-Politik. Die weimarische Staats- regierung hat der„Weim. Ztg." zufolge beschlossen, für jetzt 400 00V Mark bereitzustelleii, um Gemeinden des Groß- Herzogthums gegen eine dreiprozentige, in ganzen Jahres- fristen zu bewirkende Verzinsung auf die Zeit bis zu zwei Jahren Darlehen niit der Maßgabe zu beivillige», daß mit Hilfe dieser Beträge von Gemeinden Streu- und F u t t e r st o�s f e angekauft und an unbeinitteltere Besitzer gegen spätere Erstattung der Selbstkosten abgegeben werden. Und Preußen!— Die Aufhebung des Ausfuhr-Verbots auf Futtermittel ist für das Großherzogthum Baden an der badisch-schweizerischen Grenze auf einen Grenzrayon von 10 Kilometern gestern erfolgt.-- Das Berner Patriziat rächt sich an den Arbeitern. �etzt hat die Berner Regierung gegen einige in Bern an- sässige Fremde, zum Theil auf Antrag der städtischen Polizei- direktiou, die Kantousverweisung verfügt und zugleich beim Bundesrathe den Antrag gestellt, die betreffenden Personen auch aus der Schweiz auszuweisen. Auch freiwillige Spitzeldienste werden von den gegen die Arbeiter- schaft aus Bourgeois organisirten Bttrgerwehrleuten offen beailsprucht. Vom Kommandanten der freiwilligen Bürger- wache in Bern, Oberstlieutenant Bratschi, ist folgender Er- laß erschienen: „Laut Artikel 1 der Ihnen zugestellten Instruktion hat die freiwillige Bllrgerwache die Aufgabe, den Polizeiorgauen Hilfe zu leisten. Diese Hilfe besteht nicht nur darin, eine» allfälligeu Krawall mit Waffengewalt niederzudrücken, sondern in erster Linie in der Verhütung eines Krawalls. Zu dem Behufs niuß die Polizei gut und zuverlässig unterrichtet sein von allem, was von allsälligen Tumulluanten geplant wird. Da unsere Polizeiorgane, wegen ihrer geringen Zahl, dieser Aufgabe nicht genügen köiiiien, so ersuche ich Sie, als Mitglied der freiwilligen Bürgerwache, offenes Auge und Ohr zu halten und der städtischen Polizeidirektion sofort direkt alles zu melden, von dem Sie glauben, daß es für sie v 0 n I» t e r e s s e s e i."— Gegen Staatsstreichgelüste der schwedischen Re- gierung will sich das norwegische G r 0 ß t h i n g schützen. Es hat am 13. Juli den Antrag Foosnäs an- genommen, wonach jährlich 100 000 Kronen zur Unter- stützung der freiwilligen Schützenvereine und zu ihrer Aus- rüstung mit Schußwaffen bewilligt worden sind. Dieser Beschluß enthält den Anfang einer Volksbewaffnung und ist auf die Gerüchte von Staatsstreichsneigungen bei der Ministerkrise am 2. Mai d. I., bezw. von den 1834 vorgenommenen„Gewehrabschraubungeu" zurückzuführen.—' Im englische« Unterhause wurden am 13. Juli die Paragraphen 11 bis 17(inklusive) der Homerule-Bill zurück- gezogen; Paragraph 18 wurde mit 328 gegen 294 Stimmen angenommen, ebenso Paragraph 19 mit 325 gegen 291 Stimmen. Die Paragraphen 20 und 21 wurden ohne be- sondere Abstimmung abgelehnt und die Paragraphen 22 bis 26 einschließlich mit Mehrheiten von 33 und 35 Stimmen angenommen.— Serbien. Die Skuptschina nahm in erster Lesung alle drei Vorlagen an, aus denen das Spezialbudget für Eisen- bahnen und Monopole besteht. Die Regierung hat einen Gesetzentwurf eingebracht, betreffend eme neue Anleihe im Betrage von 18 Millionen Dinare für außerordentliche Militärerfordernisse und zur Deckung der am 1. April 1893 vorgefundenen schwebenden Staatsschuld.— Egypten. Der„Frankfurter Zeitung" wird aus Konstantin opel gemeldet:„Der Sultan erbat bei England dringend die Regelung des Termins für die Räumung Egyptens. Die Abberufung des britischen Agenten in Egypten, Lord Cromer, steht bevor." Die Engländer, die den Schlüssel des Weltverkehrs mit eiserner Hand halten und ihre /Stellung auch im Juteresse der englischen Bondholders, die egyptische Papiere besitzen, zäh behaupten, werden dem„kranken Mann» am Goldnen Horn höflich, aber entschieden Nein sagen.— In Brasilien geht es drunter und drüber. Aus Lissabon wird unterm 14. Juli gemeldet: „Wie die Blätter wissen wollen, ist eine Drahtnachricht des portugiesischen Gesandten in Rio de Janeiro hier ein- gegangen, die der Befürchtung Ausdruck giebt, daß in Rio de Janeiro der Ausbruch der Revolution und die Absetzung des Präsidenten der Republik bevorstände. Der Gesandte ver- lange die Entsendung eines Kriegsschiffes. Das Kanonen- boot„Mindello» werde von Angola nach Rio de Janeiro abdampfe»; auch das Eintreffen englischer Schiffe werde er- wartet.» Die„Buren"(Boeren) wandern in Deutsch-Südafrik a ein. Das ist zwar ein sehr gutes Zeuguiß für unsere dortige Kolonie, denn die holländischen Bauern gehen nirgends hin, wo schlechtes Land und schlechtes Klima ist, aber es ist zu gleicher Zeit auch eine sehr große Gefahr für unsere Kolonialpolitik und Kolonialpolitiker. Denn die Buren sind heftige Gegner des Militarismus und glühende Feinde der Bureaukratie und Polizeiwirthschaft. Kurz sie passen in unsere Kolonien ungefähr ebenso wie ein Bulle in einen Porzellanladen. Zunächst haben sie noch die deutschen Behörden um die Erlaubniß gebeten, in größeren Mengen in das deutsche Gebiet einzuwandern. Allein ehe die Antwort da war, ist eine ziemliche Anzahl schon eingewandert, und die übrigen werden auch nachfolgen. Die Buren, wenn auch Hasser des Militarismus, sind nämlich sehr streitbare Leute, vorzügliche Reiter und Schützen, die auf 1000 Meter eine Antilope im Lauf schießen. Diese Buren haben vor 15 Jahren einige englische Regimenter, die auf einem anscheinend uneinnehmbaren Hochplateau verschanzt waren, bis zur Vernichtung ge- schlagen, und eine solche Ueberlegenheit über europäisch disziplinirte Soldaten bewiesen, daß die Engländer sich beeilten, Frieden zu schließen und ihnen in allen Punkten nachzugeben. Solche Einwanderer lrssen sich nicht abweisen. Und sind sie einmal im Lande, dann Ade deutscher Militär- und Kolonialzopf!— VsvkeumckvWikim.' Eine Parteikonferenz wird in nächster Zeit im Wahlkreise Trebnitz-Militsch abgehalten werden. Die Konferenz be- treffende Anfragen und Znschristen sind zu richten an den Ver- trauensmann Gustav Bitter, Freistellenbesitzer in Kunze»- dorf, Post Obernigk. � � DaS Landeskomitee der' sozialdemokratischen Partei im Großhrrzogthum Hessen beruft für Sonntag, den 23. Juli, Nachmittags 1 Uhr, eine Landeskonferenz nach Isenburg bei Franksurt. Die Tagesordnung lautet: 1. Kassenbericht des Landeskomitee's, erstattet von B. Cramer-Darmstadt. 2. Was lehrt uns die letzte Reichstagswahl in Hessen, mit besonderer Berücksichtigung der Organisation und Agitation. Referent Genosse Müller- Darmstadt. 3. Die bevorstehenden Landtagswahlen in Hessen. Referent Jöst-Mainz. 4. Der internationale Arbeiterkongreß in Zürich. Referent Ulrich-Offenbach. Eine weitere Aufgabe der Konferenz ist die Nominirung der für die Landtagswahl aufzustellenden Kandidaten, zugleich findet die Delegirtenwahl für den internationalen �Kongreß in Zürich statt. Polizeiliches, Gerichtliches re. — In Meißen wurde am 6. Juli unser Parteigenosse Schuhmacher Hermann F i n d e i s e n, bis vor kurzem Re- dakteur am„Volksfreund», vom Schöffengericht zu Meißen zu einein Monat Gefängniß und in die üblichen Nsbenstrafen ver- urtheilt, weil er den Ingenieur Heckerath durch einen dessen Beziehungen zu seinen Arbeitern schildernden Artikel beleidigt haben soll. — Gegen den Parteigenossen W. S i e b el in Dortmund ist Anklage wegen angeblichen Vergehens gegen Z 131 des Strafgesetzbuches erhoben. Begangen ist die Missethat— so behauptet wenigstens der überwachende Gendarm— in einer Versammlung. in der Siebel sprach. Vetmustlzkes� Der Stettiner Dampfer„Schweden» übersegelte am Freitag im Lindalssund einen Lusttulter, der sogleich kenterte und auf 20 Faden Wasser sank. Die ans sechs Mann bestehende Besatzung deZ Kutters wurde gerettet und auf Wermdö ans Land gesetzt. Die deutsche Presse. Dem soeben erschienenen Adreßbuch der deutschen Zeitschriften und politischen Tagesblätter für 1893 ist zu entnehmen, daß sich die Zahl der gegenwärtig erscheinenden Zeitschriften(Wochen- Monats? u. f. w. Blätter jeder Art) aus 3644 beziffert gegen 3538 im Jahre 1892, 3443 iin Jahre 1891, 3204 im Jahre 1890, 2932 für 1869 und 2729 für 1838. Im jetzigen Jahr hat demnach die Zahl der Zeitschriften um 106 und seit 1388 um 915 Blätter zugenommen. Daß wir in einem Militärstaate leben, so schreibt man der„Sachs. Arbeiter- Zeitung», erkennt man auch an Kleinig- leiten; es dürste dies zedem klar geworden sein, der vorgestern die Pferdebahn benutzte, welche 10,25 an den Neustädter Bahn- höien ankommen sollte. Dieser Wagen mußte durch die ganze Glacisstraße und Albertplatz Schritt fahren, weil die rechte Seite von einer Abtheilung Gardereiter, welche im Schritt ritten, eingenommen wurde und alles Klingeln des betreffenden Kutschers keinen Erfolg hatte. Daß dadurch verschiedene Reisende den Görlitzer Schnellzug u. f. w. nicht erreiche» konnten, ist ja Nebensache. Daß Manchem auf diese Weise auch bedeutender materieller Schaden erwachsen kann, spielt auch keine Rolle; die Stenern, welche so hauptsächlich das Militär ausbraucht, müssen doch bezahlt werden. Für den Inhalt der Inserate über. nimmt die Nedaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung Theater. Sonntag, den 16. Juli. Friedrich- Wilhelmstädt. Theater. Orpheus in der Unterwelt. Montag: Dieselbe Vorstellung. Kroll's Theater. Der Postillon von Lonjumeau. Montag: Der Schuh. Der Barbier von Sevilla. Viktoria Theater. Frau Venus. Montag: Diefelbe Vorstellung. National Theater. Lehmann auf der Weltausstellung in Chicago. Montag: Dieselbe Vorstellung. Adolf Ernst- Theater. Der Schwiegerpapa. Alexanderplatz- Theater. Meeres und der Liebe Wellen. Montag: Die Räuber. Apollo Theater. Vorstellung. Des SpezialitätenKaufmann's Variété. SpezialitätenVorstellung. National- Theater. Große Frankfurterstraße 132. Doppel- Borstellung zu einfachen Preisen. Sensationelle Novität! Lehmann auf der Weltausstellung in Chicago. Große Ausstattungs- Posse mit Gesang und Tanz in 5 Aufzügen von Eugen Prudens. Mufit von Adolph Widecke. Regie: M. Samst. Vorher: Berlin bei Nacht. Posse mit Gesang und Tanz. Regie: Max Samst. Raffenöffnung 3 Uhr. Anfang der Doppel- Vorstellung 71/2 Uhr. Im Garten auf der Sommerbühne: Ein kleines Mißverständnik. Luftspiel in 1 Att. Regie: F. Schäfer. Hierauf: Die Balletschule. Poffe mit Gesang und Tanz in 1 Att. Regie: Hugo Hummel. Vor, nach und zwischen den Einaktern Auftreten von Specialitäten I. Ranges. Montag: Lehmann auf der Weltausstellung in Chicago. PassagePanopticum. Königl. italienischer Circus Ernesto Ciniselli. Stadtbahnstation Zoologischer Garten. Heute, Sonntag, den 16. Juli: 2 Große Vorstellungen 2 um 4 Uhr Nachmittags und 8 Uhr Abends Zu der Nachmittags- Vorstellung hat jeder Erwachsene das Recht, ein Kind frei einzuführen. In der Nachmittags- Vorstellung: Familie Brown auf Reisen. Hochkom. Scene, ausgef. von mehreren Herren und Damen der Gesellschaft. In der Abend- Vorstellung: 0 Die Erschaffung des Weibes oder: Das Weib durch die Jahrhunderte. Gr. Ausstattungspantomime mit Ballet mit durchweg neuen Dekorationen, Kostümen, Requisiten 2c. Gefeßl. geschüßt. Inscenirt vom Dir. Ernesto Ciniselll. Arrangements u. vorkommende Tänze vom fönigl. italienischen Balletmeister Ant. Tignani. Ernesto Ciniselli, Direktor. Hippodrom unter Wasser. BERLINER HIPPODROM Direktion: A. Houck. Am Kurfürstendamm. 2 Min. von Station Zeolog. Garten. Sonntag, den 16. Juli: 2 grosse Vorstellungen. Anfang: Nachm. 5 u. Abends 8 Uhr. Reichhaltiges Programm: Röm. Rennen für Herren u. Damen. Die berühmten Thurmseilkünstler Miss Athene und Mr. Hajex. Sign. Elisabetta in ihren grossart. Jagdevolutionen zu Pferde, Tauben- u. Hasenschiessen. Abends zum Schluss: Am Strande von Ostende. Gr.Wasser- Pantomime in 13 Bildern v. Arthur Fraenkel, Ballets arrang. von Eug. Clebus, Musik v. Kapellmeister Beranek; unt. Mitwirkung von 300 Damen, 200 Herren, 80 Pferden, 30 Wagen etc. Grosses Corps de ballet, Ruder- Regatta, Schnitzeljagd, Blumenkorso, etc. Anfang des Konzerts 4 Uhr Nachm. Preise der Plätze inkl. Park- Entree 4, 3, 2, 1, 0,50 M. G Unserem E. Raschke, den jeder als einen gemüthlichen Kerl kennt? 9085 gratulirt herzlich Neue Welt. Hasenhaide. Bergschloss- Brauerei. Heute, Sonntag: Gesangverein Nord- West- Stern. Neu! Blondin. Neu! Gebr. Schwarz. Neu! Unserem Genossen und Freunde, Thurmseilläufer. dem Boltshumoristen und jetzigen Finsterbusch- Concert. Restaurateur Hugo Osang zu seinem am 18. Juli stattfindenden Wiegenfeste ein dreimal donnerndes Hoch, daß die ganze Reichenbergerstraße wackelt und die Nr. 47 zittert! Hugo, bleibe brav und halte Stange! Mehrere Genossen und treue Freunde: A. K. M. F. L. Sch. C. P. E. K. K. S. P. B. F. G. A. B. Die Mitglieder des Vereins der Blätterinnen und verw. Berufsgenossen Berlins" fenden ihrem ersten Vorsitzenden, Hrn. Emil Möhring zu seinem heutigen Wiegenfeste die herzlichsten Glückwünsche, sowie ein donnerndes Hoch, daß die Kolonie weiße Taube" wackelt. Duettisten und Parodisten. Feuerwerk. Bal champêtre.- Volksbeluftigungen.- Puppen- Theater. Entree 25 Pf. Vorverkauf 20 Pf. Anfang 4 Uhr. Mittwoch: Ferien- Kinderfest. Hasenhaide, Th. Keller's Hofjäger, Heute, Sonntag, den 16. Juli: Großes Militär- Konzert. Marionetten- Theater. Gr. Vorstellung. Volksbelustigungen. 256/10 Am C. St. P. B. A. K. C. Sch. E. Sch. Dem tapferen Genoffen Felix Weinberg( Alte Sammelmaschine) zu seinem morgigen Wiegenfeste ein dreimal donnerndes Hoch 9146 Von den Genoffen aus der Bohen: straße 40.00 9146 Felix, Du bist überzeugt, daß die Menschheit bald wird frei. Allen Verwandten und Bekannten BergmannstrassenEcke. Jm großen Saale: Ball. Anfang 4 Uhr. Entree 15 Pf., im Vorverkauf 10 Pf. A. Froelich. Mittwoch, den 19. Juli: Erstes großes Erntefest mit Ernte- Feftzug. Donnerstag, den 20. Juli: Großes Extra- Militär- Konzert Ostbahn- Park üßtriner Plah. Hermann Jmbs. 52/4 Am Küftriner Pink. 71, Rüdersdorferstr. 71, am Ostbahnhof. Konzert, Theater- und Täglich: Spezialitäten- Vorstellung. Neu und sensationell! 3 Schwestern Peretti, Kunstradfahrerinnen. Volksbelustigungen jeder Art. 4 Kegelbahnen zur Verfügung. Emmy und Reinhold Hintsche, Gesangs- und Charakter- Duettisten zc. Kaffee- Küche geöffnet an Wochentagen von 2-6 Uhr, Sonntags v. 2-5 Uhr Weimann's Volksgarten, zur Nachricht, daß am Donnerstag, den Badstrasse 56. 13. d. M., der Posamentier 927b Heute Sonntag: Ludwig Paetow im 65. Lebensjahre sanft entschlafen ist. Die Beerdigung findet Montag Nachmittag 61/2 Uhr von der Leichenhalle des Neuen Louisen- Kirchhofes, Hermannstraße, aus statt. Die Hinterbliebenen. Sozialdemokr. Lese- und Diskutirklub , Brüderlichkeit". Den Mitgliedern zur Nachricht, daß unser Mitglied und Genosse Robert Mitzner an der Proletarierkrankheit verstorben Feuerwerk. Gesundbrunnen. Pankstrasse 25 Pluto der Ritter der Flammen. Pyrotechnisches Wunder.( 1000 Flammen.) Konzert. Spezialitäten. Franklin- Truppe. Reiff Wels. Miss Victoria. Romiter Köhler. Miss Rosetta. Ball. Anfang 4 Uhr. Entree 25 Pf. hir Max Weimann. Montag: Familien- und Kinderfreudenfeft. Verein Zukunft II". 915b Heute, Schloß Zum Sternecker. Sonntag: Weißensee. Erstes Auftreten des unverbrennbaren Menschen Men! Mr. Willi Palmer Sensationell! Hus genannt ,, Feuerkönig". 瑙 als Feuerwerker auf dem Gebrüder Niagara, hohen Thurmſeil. ist. Die Beerdigung findet Sonntag Konzert. Bal champêtre. See- Theater. Boltsbelustigungen. Nachmittag 41/2 Uhr von der Charitee: Leichenhalle aus statt. 917b Der Vorstand. Allen Freunden und Genossen zur Nachricht, daß der Steinmet Otto Jacobey Entree 30 Pf., vorher 25 Pf. Anfang 4 Uhr. 912b Montag, den 17. Juli: Sommerfest des Bezirksvereins Alt- Kölln". Treptow. Parkstraße. Anfang 4 Uhr. am 13. Juli, Abends 9 Uhr, gestorben Im Spiegel- Saal: ratweil'sche ist. Die Beerdigung findet heute( SonnBierhallen. Kommandantenstr. 77-79. Täglich: Grösstes Auftreten der Leipziger Sänger Schau- u.VergnügungsEtablissement der Welt. Entree 50 Pf. Castan's Panopticum. Neu: Der Tod als Erlöser. Neu: Die Schrecken des Meeres. Bauern- Aufstand! Illusionist. Vorstellungen. Irrgarten.- Schreckenskammer. Lü yowstraße Victoria- Brauerei, 1-112. Garten resp. Saal. ( außer Täglich Sonnabends) Stettiner Sänger. Stets wechselndes Programm. Aufang Sonnt. 7 Uhr, Wochent. 8 Uhr. Entree 50 Pf. Vorverkauf Billets Sonntags feine Giltigkeit. SchweizerGarten. Am Königsthor. Haltestelle der Ringbahn. Sonntag sowie täglich: Extra- Vorstellung mit neuen Spezialitäten. Garreton- Troupe. Familie Grunatho. Gebr. Beyer ut. f. w. Theater- Vorstellung. Voltsbeluftigungen aller Art. 305. Täglich: Entree 30 Pf. Grosser Ball. vom Krystall- alast. tag) Nachmittag 4 Uhr von der Beichenhalle des Heiligen Kreuz- Kirchhofes in Mariendorf statt. Fritz Jacobey im Namen der Hinterbliebenen. Wir erfüllen die traurige Pflicht, den Stockarbeitern unser Rollege Anf. Wochent. 71½ Uhr. Entree 10 Bfter goitern Berlins mitzutheilen, daß Sonntags 6 Uhr. Entree 30 Anerkannt gute Küche. Säle für Festlichkeiten und Versammlungen. Carl Koch. Kaufmann's Variété Stadtbahn- Station Alexanderplatz. Heute, Sonntag, den 16. Juli: Grosses Garten- Konzert u. Spezialitäten- Vorstellung von Künstlern 1. Ranges. Bei uitgünstigem Wetter findet die Vorstellung im Saale statt. Anfang 5 Uhr. Entree 30 Pf. 919b A. Zimmermann. CTIEN- BRAUCHE FRIEDRICHSHAIN AktienBrauerei Friedrichshain am Königsthor. Heute Sonntag: Grosses Robert Mitzner " und Bade's Volksgarten. Montags: Gr. Konzert und Spezialitäten- Vorstellung. Großer Ball. Boltsbeluftigungen aller Art. Kaffeeküche von 2 Uhr ab geöffnet. Entree frei. Restaurant W. Jacob Köpnicker Landstr., a. d. Verbindungsb. Ausschank der Berliner Bockbrauerei. B Treptow ff. Lagerbier 0,4 Lit. 15 Pj., Münchener 0,4 Lit. 20 Pf. 6 Kegelbahn. Kaffeeküche Treptow. Grösster Garten. Kümpel's Restaurant zum Park- Schloss" 11 Kegelbahnen. Tanz. Volksbelustigungen aller NB. Der neuerbaute Saal, 1000 Personen am 13. b. Mt3. an der Proletarier Art. Jeden Sonntag: Konzert. Krankheit verstorben ist. Die Beerdi gung findet am Sonntag, den 16. Juli, fassend, ist zu Festlichkeiten 2c. an Vereine und Gesellschaften zu vergeben. Nachm. 4/2 Uhr, von der Leichenhalle der Charitee( am Neuen Thor) auf dem Charitee- Kirchhofe statt.. Wir betrauern in dem Verstorbenen Treptow. Restaurant„ Zum Karpfenteich" Jeden Sonntag: Auftr. einen braven Genoſſen, und übrigen Gr. Konzert u. Spezialitäten- Vorstellung. Herrn Pritz Sydow, sowie Kämpfer für die gute Sache. Er war Mitglied beider unterzeichneten Körperschaften. fämmtl. Spezialitäten 1. Ranges. Entree frei. Am Sonnabend, den 22. Juli 1893: Der Vorstand des Vereins zur Wahrung Große Extra- Benefizvorstellung für den beliebten Volksder Interessen d. Stockarbeiter Berlins. Die Agitationskommission der Stockarbeiter Berlins. Um recht zahlreiche Betheiligung der Kollegen wird gebeten. Rixdorf. " Den Mitgliedern des Vereins Vorwärts" hierdurch die traurige Nachricht, daß unser braver Genosse, der Maurer Gust. Hagendorf nach zweijährigem Krankenlager am Donnerstag verstorben ist. Die Bes erdigung findet am Sonntag, den 16. d., Instrumental- Nachmittags 3 Uhr, vom Trauerhause, Berlinerstr. 67, aus statt. Konzert. Um zahlreiche Betheiligung ersucht W. Böhme. DF Anfang 4½ Uhr. Eintritt 30 Pf. Kinder frei. Programm unentgeltlich. Dienstag: Konzert der 1. Garde- Drag. Eintritt 10 Pf., Kinder frei. Programm unentgeltlich. Jeden Freitag: Militär- Prei- Konzert. Moabiter 365/19 Der Vorstand. Ri orf. mit die traurige Nachricht, daß mein Allen Freunden und Bekannten hierlieber Mann, unser guter Vater, der Maurer 3 9256 Humoristen Herrn Fritz Sydow. Nach der Vorstellung großer Sommernachts- Ball. Um 9 Uhr wird ein lebendes Schwein gratis verlooft. Jeder Besucher erhält ein Freiloos an der Kasse. Volks- Bazar Hermann Otto. Volks- Bazar Köpenickerstr. 127a. B. Sax Köpenickerstr. 127a. Herren- u. Knaben- Garderobe. Empfehle mein Lager von fertigen Herren- u. Knaben- Garderoben, sowie zur Anfertigung nach Maaß unter Garantie des Gutsizens. Solide Preise! Reelle Bedienung! Moris. Etablissement morigPlay. Buggenhagen. Play. Täglich: Gr. Garten- Konzert. Großer Frühstücks- u. Mittagstifd. Spezial- Ausschant von Pakenhofer Eagerbier, hell und dunkel. Bei ungünstiger Witterung findet das Konzert in den unteren Restaurationsräumen statt. Entree Wochent. 10 Pf. Sonnt. 25 Pf. Festlichkeiten 2c. Gustav Hagendorf, säle für Bersammlungen, Rommerje, am Donnerstag, den 13. d. Mts., geGesellschaftshaus. ftorben ist. Die Beerdigung findet am Alt- Moabit 80 und 81.8 Uhr, vom Trauerhause, Berlinerstr. 67, Sonntag, den 16. d. Mts., Nachmittags aus statt. Um stilles Beileid bittet Die trauernde Wittwe nebst Kindern. Täglich: Theater- und Spezialitäten Vorstellung, sowie Concert. 4127L* Anfang 4 Uhr. Helmuth Peters. Ich habe mich KöpenickerEntree 30 Pf., reservirter Platz 50 Pfstrasse 164, an der Pücklerstrasse, niedergelassen. Sp. 8-10, 4-6. Gustav Heymann, prakt. Arzt, Wundarzt und Geburtshelfer. Altes Schüßenhaus, Linienstraße 5, empfiehlt seine Festfäle ( 560 Personen fassend) zu allen Gelegen heiten. 7336 797b Dr. Hoesch, homöopath. Arzt, Linienstr. 149. 8-10, 5-7, Sonnt. 8-10. Berantwortlicher Redakteur: Wilhelm Schröder in Berlin. Druck und Verlag von Mag Gründer's Festsäle ( früher Mundt) Köpenickerstrasse 100. An größere Vereine gebe auch Sonnabends meinen größten Saal für Bälle ab. NB. Meine 5 Vereins- Säle von 50 bis 200 Personen halte ich Vereinen, Gesell. schaften 2c. bestens empfohlen. 4131L Vereinszimmer, auch passend zur Bahlstelle, empfiehlt 3. Jeden Fortuna- Säle Straußberger- Straße 3. Jeden Sonntag: Grosser Ball. Donnerstag: Große Gesellschaftsstunde. Empfehle meine Säle zu allen PrivatFestlichkeiten und Versammmlungen; auch sind einige schöne Vereinszimmer zu haben. 3670L* B. Nieft's Festsäle, Weberstr. 17, empfiehlt sich zus bevorſt. Gaifon den Vereinen zu Festlichkeiten u. Versammlungen. Saal gratis u. sonstige toulante Bedingungen. 34412* Genossen empfehle meinen FrühStücks-, Mittags- und Abendtisch. Vereinszimmer mit Piano. Für gute Getränke sorgt stets Fritz Fröhlich, a 43. 3613L* Naunyn8876 Ber einszimmer( Pianino) Frieden E. Gumlich, Reichenbergerstr. 149. ftraße 74. 8616* Bading in Berlin, SW, Beuthstraße 2. Sierzu zwei Beilagen. 1. Beilage zum„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 165. Parlamentsberichte. Deutscher Reichstag. 8. Sigung vom 15. Juli 1893. 2 Uhr. Am Bundesrathstische: Graf von Caprivi, Bötticher, von Kaltenborn, von As ch. Die Tribünen sind überfüllt. vermag." Sonntag, den 16. Juli 1893. 10. Jahrg seinem Menschenmaterial an einer Grenze angekommen, wo es dienstes, der den Soldaten auf die Stufe des Polizisten stelle. nicht vermag, den gegenwärtigen Zustand der Armee aufrecht zu Es ist nicht etwa unsere Erfindung, die wir vertreten. Herr erhalten. Die Rekrutenzahl für 1891/92 war erheblich niedriger v. Bennigsen hat neulich darauf hingewiesen, daß ein großer als für 1890. Wenn Frankreich in dem bisherigen Maßstab Theil der berühmtesten Generale der französischen Armee in der fortfährt, seine Armee zu verstärken, wird dieselbe bedeutend Revolutionsperiode aus den Chargen der Gemeinen und Untervon verschlechtert. Wir unsererseits haben keine Ursache, auf dem offiziere hervorgegangen ist. Und wer hat die gegenwärtige bisherigen Wege weiter zu schreiten. Nach den bekannten französische Armee zu ihrer Vollkommenheit gebracht? Ein Erklärungen des österreichischen Ministers des Aus Bivilist, ein Ingenieur, der sein Leben lang keine Flinte ge Die dritte Berathung der Militärvorlage beginnt wärtigen steht ein europäischer Krieg nicht zu erwarten. tragen hat, Herr Freycinet. In Deutschland kann wohl ein Gemit folgender von dem Abg. Grafen v. d. Decken( Welfe) ver- Der italienische Kriegsminister hat in der Kammer erklärt, daß neral zum Reichstanzler, aber kein Zivilist zum Kriegsminister lesenen Erklärung:" Im Namen meiner politischen Freunde aus Italien auf die Dauer nicht in der Lage sei, die bisherigen gemacht werden. Es ist charakteristisch für unsere Entwickelung, Hannover habe ich folgende Erklärung abzugeben: Unabhängig militärischen Lasten zu tragen. Das sind alles Symptome, die daß selbst diejenigen Parteien das Wehrsystem verleugnen, welche nach allen Seiten und allein unserer Ueberzeugung und der wohl der Beachtung werth find. Sie beweisen, daß die Staats- dasselbe in ihr Programm aufgenommen haben, die FortschrittsStimme unseres Gewissens folgend werden wir gegen das Gesetz männer in allen Staaten auf das eifrigste bemüht sein werden, partei und die süddeutsche Volkspartei. 1868/69 haben es die stimmen, in welchem wir eine Folge der im Jahre 1866 be- einen europäischen Krieg zu vermeiden. Herrn von Stumm möchte politischen Freunde des Abg. Payer durch ihre Agitation in gonnenen Politik sehen, die Gewalt vor Recht und den Erfolg ich ersuchen, nachzuweisen, wo ich nach seiner Darstellung eine Württemberg soweit gebracht, daß der dortige Kriegsminister der über die Moral setzte, einer Politik, welche ohne Rücksicht auf Aeußerung gethan haben soll, die dahin aufgefaßt werden könnte, Rammer ein Gesetz vorschlug, fraft dessen die militärische Ausbildung das materielle Wohl, ohne Rücksicht auf den Wunsch und den daß die Sozialdemokratie geneigt sei, Elsaß- Lothringen an Frank- auch der Kavallerie und Artillerie auf 17 Monate beschränkt Willen der Mehrheit des deutschen Wolfes allein auf die Auto- reich auf dem Präsentirteller zurückzugeben. Wir haben nur wurde. Die Sachsen, Bayern und Württemberger und auch rität einer in ihren Ansichten schwankenden Regierung sich gesagt: die Annexion Elsaß- Lothringens war ein schwerer Hannoveraner, die 1866 sich so tapfer geschlagen, hatten kaum stützend nicht einmal ihren Freunden den Erfolg zu verbürgen politischer Fehler; Deutschland müsse alles aufbieten, um mit länger als ein Jahr gedient. Herr Rickert will von einem Frankreich in ein freundschaftliches Verhältniß zu treten, um Schweizer Obersten gehört haben, daß man in der Schweiz mit Abg. Bebel( Soz.): Ich weiß nicht, ob die Regierung über jenen Fehler gut zu machen. Ich spreche noch mehr aus. Wenn dem Milizsystem unzufrieden sei und dasselbe umgestalten wolle. den Sieg, den sie in der Militärvorlage gewonnen hat, sehr er- ich erwäge, was infolge jener Annexion Deutschland und ganz Für ein stehendes Heer in unserem Sinne würde in der Schweiz freut sein kann. Die Mehrheit hier im Hause war nur eine sehr Europa für Opfer gebracht hat, dann stelle ich mir allerdings außer einigen Berufsoffizieren kaum jemand zu haben sein. Dafleine, gegenüber der sehr erheblichen Mehrheit von Wählern, ganz ernsthaft die Frage, ob in der That die Annexion Elsaß mit ist keineswegs gesagt, daß die schweizerische Armee- Organi die sich gegen die Vorlage ausgesprochen haben. Die Mehrheit Lothringens diese Opfer werth war.( Unruhe rechts.) Noch fation nicht reformbedürftig ist. Die schweizer Uniformen sind bei der zweiten Lesung darf überhaupt nur eine Zufallsmehrheit weniger als Frankreich hat Rußland die Lust und die Möglich die unpraktischsten, die man sich denken kann. Man reformirt genannt werden. Wenn diejenige Fraktion, die nicht aus Bor- teit, einen europäischen Krieg hervorzurufen. Rußlands innere aber immerfort. So ist man im vorigen Jahre dazu überliebe oder Neigung, sondern aus ganz anderen Gründen, aus ökonomischen Verhältnisse sind derart, daß es auf lange Beit un- gegangen, den gesammten Bandsturm bis zum 60. Lebensjahre tattischen Ursachen sich für die Militärvorlage erklärte, die fähig ist, einen Krieg zu führen. Wenn heute von der Newa alljährlich einige Tage zusammenzuberufen, um sich in der SchießPolen, dagegen gestimmt hätten, würde die Vorlage mit einer aus die Friedensschalmei geblasen wird, so geschieht es aus dem fähigkeit zu üben. Graf Bismarck hat gestern darauf hingewiesen, ebenso großen Mehrheit abgelehnt worden sein. Wir haben feine 3wang der thatsächlichen Verhältnisse. Das russische Defizit betrug man habe vor einigen Jahren, unter der Herrschaft des SozialistenUrsache, von dem einmal eingenommenen Standpunkte abzugehen. nach offiziellen Angaben im letzten Jahre 190 Millionen Rubel, Kenner gesetzes, in Nürnberg eine Anweisung vorgefunden, die von autoAlle Ausführungen für die Militärvorlage haben an unserer der Verhältnisse behaupten aber, daß es 300 Millionen Rubel ritativer Seite abgefaßt worden wäre, in welcher den jungen leberzeugung nichts geändert. Wir sind nach wie vor der betrug. Der russische Finanzminister findet kein Entgegenkommen Soldaten die Weisung gegeben wurde, fich möglichst gut aufzuMeinung, daß die Bewilligung oder Nichtbewilligung an der für irgend eine Anleihe selbst bei der französischen Bourgeoisie. führen, um zu den Unteroffizierstellen zu gelangen und so den augenblicklichen politischen Lage Europas nichts ändert. Mein Wie will man also sagen, daß von Rußland ein europäischer Einfluß der Sozialdemokratie in der Armee zu verstärken. Wenn Freund Liebknecht hat die Gestaltung der Verhältnisse Europas Krieg drohe? Deutschland hat keine Ursache, in feinen Rüstungen etwas Derartiges geschehen wäre, dann müßten wir es ganz genau ganz richtig dargelegt, was freilich der Freiherr v. Stumm als weiter zu gehen. Jeder Staat muß selbstverständlich in die Lage wissen, denn wo sollte denn die autoritative Seite sein( Buruf Gallimathias bezeichnet hat, während diese Bezeichnung eher auf gefegt werden, sich gegen Angriffe zu vertheidigen. Wir sind des Abg. v. Kardorff: Es giebt ja teine Autorität bei Ihnen!) seine Rede passen würde. Es steht für mich fest, daß, wenn ein die legten, die geneigt wären, wenn ein Krieg feitens Frant Der Gedanke an sich wäre gar nicht so schlecht, aber wir sind europäischer Krieg ausbricht, eine ganze Reihe von Mächten auf reichs oder Rußlands gegen uns vom Zaune gebrochen wird, viel zu flug, um einen solchen Gedanken auszuführen, er würde feiten Deutschlands und des Dreibundes treten werden, ins- sich das ruhig gefallen zu lassen. Wenn Deutschland in die Lage zum größten Unheil derer ausschlagen, für die er bestimmt ist. besondere die fleinen Staaten auf der Balkanhalbinsel. Die Aus- tommen sollte, einen Vertheidigungskampf führen zu müssen, Die Mittheilung ist offenbar eine dem Grafen Bismarck aufführungen v. Stumm's und v. Bennigfen's in bezug auf die wird Deutschland nicht durch die deutsche Bourgeoisie, sondern gebundene Polizeilüge. Sie stammt wahrscheinlich aus Stimmung in Frankreich sind durchaus unrichtig. Dort sowohl durch die deutsche Arbeiterklasse gerettet werden.( Sehr richtig! Der Quelle, die früher dem Fürsten Bismarck offen wie bei allen anderen Kulturvölkern ist der lebhafte Wunsch vorhanden, bei den Sozialdemokraten.) Der Patriotismus der Bourgeoisie stand, ich erinnere nur an den Polizeirath Krüger. daß diesen ewigen Rüstungen ein Ende bereitet werde. Seit hat sich 1870 gezeigt, als es sich um Geldopfer für den bevor- Dieser sorgte stets dafür, daß dergleichen Dinge vor 1869 erleben wir in Europa das traurige Schauspiel, daß die stehenden Krieg handelte.( Bustimmung bei den Sozialdemo- handen waren. Den eigentlichen Grund für diese neue waffenfähige Mannschaft sich von 7 auf 21 Millionen gesteigert fraten). Aber wir müssen unsere militärische Organisation so Militärvorlage hat die Schrift eines Oberstlieutenants ziemlich hat. Die Franzosen drängen nicht zum Kriege. Der Fall gestalten, daß uns nicht unerschwingliche Opfer auferlegt werden. unverblümt angegeben: es ist die Rücksicht auf das Avancement Boulanger beweist gerade dadurch, daß so schnell damit abgewirth- Als mein Freund Liebknecht hier von dem Volkswehrsystem und der Offiziere, und die National- Zeitung" hat darauf hinschaftet worden ist, daß das französische Volk nicht geneigt ist, der militärischen Ausbildung der Jugend sprach, lachte man ihn gewiesen, daß die Zahl unserer Offiziere weit zurückstände hinter fich in einen Krieg hetzen zu lassen und sich einer Abenteurer- auf verschiedenen Seiten des Hauses aus. Sie haben damals derjenigen der französischen Regimenter. Wer einmal A gesagt politik zu unterwerfen. Wenn Boulanger eine größere Bedeutung aber ganz andere Männer ausgelacht, die Sie sonst hoch ver- hat muß auch B. sagen, und so werden immer neue Militärerhielt, so war das nur eine Folge der Haltung der deutschen ehren. Als 1807 nach dem Frieden von Tilsit der preußische forderungen bewilligt werden müssen. In bezug auf die offiziösen Presse unter dem Fürsten Bismarck.( Widerspruch Staat wieder vertheidigungsfähig gemacht werden mußte, sette Deckungsfrage ist es charakteristisch, daß kein Freund der Vorrechts.) Jules Ferry fiel nur, weil er Frankreich in die Abenteuer der König eine Reorganisations- Kommission dazu nieder, unter lage ernsthaft den Versuch gemacht hat, darzuthun, durch welche von Tontin hineinführte. Die herrschende Klasse hat übrigens anderen Scharnhorst, Gneisenau, Boyen. Deren Vorschläge Deckungsmittel er die Ausgaben für die neue Vorlage aufzu Ferry nicht fallen lassen, sondern ihn in seinen letzten Tagen noch gingen dahin, in den Schulen mehr Nachdruck auf die Mathematit bringen gedächte. Von Ihrem Standpunkt allerdings mit zum Präsidenten des Senats gemacht, und er galt allgemein als zu legen, damit man tüchtige Offiziere erhalte; ferner follten Recht, denn bei dem Streit der Meinungen über diese der Nachfolger Carnot's Nicht allein für Deutschland und die in jeder Volksschule eine ganze Reihe militärischer Dis- wichtige Frage würde schwerlich eine Majorität für übrigen Mächte Europa's, sondern auch für Frankreich ist ziplinen eingeführt werden, in den höheren Klaffen sollte es die Vorlage zu erzielen fein. Wie verlegen und " allmälig der Moment gekommen, wo man alle Ursache hat, Aufgabe des Unterrichts sein, die militärischen Gesetze zu zerfahren man ist, beweist, daß die wirthschaftliche sehr vorsichtig in bezug auf die auswärtige Politik zu verfahren. erläutern, jede Schule sollte einen Ererziermeister haben, um die Vereinigung hinter Schloß und Riegel in 3 oder 4 Sigungen Gewiß ist Frankreich ungemein reich und das französische Volt Schüler im Gebrauch der Waffen zu üben. Weiter wonten diese über die Sache gebrütet und schließlich auseinander ging, ohne hat in den letzten Jahren insbesondere Militärlasten aufzubringen Männer bei dem Kadettenwesen die Art an die Wurzel legen fich einigen zu können.( Gelächter rechts.) Nicht einmal eine gehabt, die weit über das hinausgehen, was Deutschland auf- und sprachen einen Gedanken aus, über den Sie( rechts) sich Resolution fonnte man zu Wege bringen. Wahrscheinlich wergebracht hat. Aber auch der tiefste Brunnen erschöpft sich. Man heute entrüsten: sie wollten die Kadettenanstalten vollständig auf den wir im Winter auch nicht viel weiter kommen und eine fängt in Frankreich an einzusehen, daß es auf diesem Wege nicht heben und an den Hochschulen Abtheilungen errichten zur Aus- ganze Reihe von Vorlagen zu berathen haben. Soviel steht fest, weiter gehen kann. Nur durch allerlei fünstliche Mittel wird die bildung der Kadetten. Im übrigen sollten die Kadetten dieselbe daß Sie die Lasten auf die untern Klassen abwälzen werden ungünstige Lage der Finanzen verdeckt, das Defizit für das letzte Ausbildung erhalten wie die Söhne der übrigen Bürger. Frei-( Sehr richtig! bei den Sozialdemokraten), statt sie denen aufzu Jahr betrug 250 Millionen. Der ganze foziale Bustand Frank herr von Stein, das Ideal der Liberalen, stimmte diesem Plane legen, für die die Militärvorlage geschaffen worden ist, den reichs hat sich in den letzten Jahren verschlechtert infolge der seit freudig zu, aber der König war ein entschiedener Gegner einer herrschenden Klassen.( Sehr richtig! bei den Sozialdemokraten.) Jahrzehnten verfolgten Politif. 1821-30 hat sich die fran- berartigen grundstürzenden Umwandlung der Heeresverfassung, Wollen Sie das Lettere, so brauchten Sie ja blos einen Antrag zösische Bevölkerung um rund zwei Millionen Köpfe vermehrt, und einflußreiche Persönlichkeiten boten alles auf, um die Reform- auf eine direkte progressive Einkommensteuer einbringen.( Große 1881-90 nur um 670 000. Seit einer Reihe von Jahren nimmt gedanken auf das geringste Maß zu beschränken. Scharnhorst Unruhe. Buruf.) Bringen Sie einen solchen Antrag ein, in Frankreich die Zahl der Eheschließungen und Geburten ab. wollte, daß der Soldat ausschließlich für den Krieg vor so will ich gern pater peccavi fagen, aber ich glaube nicht daran. 1890 hat die Zahl der Todesfälle die der Geburten um nicht bereitet werde; er war ein entschiedener Gegner des Man hat eine neue Börsensteuer vorgeschlagen. Was würde denn weniger als 38 446 übertroffen. Frankreich ist in der That mit heute einen fo großen Umfang einnehmenden Wacht im günstigsten Falle dabei herauskommen?( Ruf rechts: Das Sonntagsplauderet. Ja, und wenn die Sozialdemokratie nicht wäre, dann wollende Lachen der rothen Umstürzler gehört hätte wie ließe sich am Ende noch über die zweijährige Dienstzeit hätte er gewettert, und sein Aeltester saß da und schwitzte: reden aber je mehr Kommißbrot der Mensch genießt, vor Hize und vor Augst. Hat Herr von Frege die grünen R. C. Des Vaters Segen bauet den Kindern Häuser desto königstreuer wird er, und Papa meinte doch auch, Jungen in der Sozialdemokratie entdeckt, so gebührt Herrn behauptet die Bibel, aber der Spruch bewahrheitet sich nicht daß man, wenn man endlich einmal vor den Herbert Bismarck das Verdienst, ermittelt zu haben, daß immer. Erhält mancher Reichsbote auch den Segen seines Sozialdemokraten Ruhe haben wollte, sie wie Ratten die sozialdemokratischen Versammlungen fast nur von Leuten Erzeugers mit auf den Weg, so wirkt dieser Segen nicht vernichten müßte. Denn find doch nur Räuber besucht werden, die sich in dem angenehmen Alter zwischen immer segensreich, und eine väterliche Empfehlung erzielt bis- und Diebe in unserem geordneten Staatswesen, sechzehn und zwanzig Jahren befinden. weilen gerade das Gegentheil von dem, was sie bezweckte. was man an ihren gefüllten Taschen, ihren weiten Ein ehemaliger Staatssekretär weiß natürlich Alles, Graf Bismarck von Schönhausen ist der Löwe des Liegenschaften und an allen möglichen heimlichen Schäßen und es entsprach daher nur dem allgemeinen Gefühl der Zages. Er warf dem Reichskanzler den Fehdehandschuh sehen könnte. Selbst in den Zeitungen stand es groß und Anerkennung einer so großen Vielseitigkeit, daß ihm von hin, und dieser machte es mit diesem Bekleidungsgegenstande breit zu lesen, daß Dressel längst zum Parteibudiker er sozialdemokratischer Seite zugerufen wurde:" Sie müssen genau wie die bekannte Dame in Schiller's gleichnamigem nannt sei, und Leute, die sich kümmerlich vom Sachsenwald es ja wissen!" Denn Papa hatte das nämlich auch schon Gedicht. Auch auf Dant rechnete der Graf von Caprivi und einem Dußend Rittergüter ernähren müßten, wären früher gesagt, und seinem genialen Blick entging bekanntlich augenscheinlich nicht, wenigstens war Herbert Bismarck von teinen Augenblick ihres mühsam und ehrlich erworbenen nichts. Infolge dessen kann man sich auch ruhig von den dem Erfolge seiner Rede derartig echauffirt, daß er nur fort- Eigenthums sicher. Bapa hat es gesagt und damit basta. unwissenden Sozialdemokraten auslachen und verhöhnen gesetzt nach seinem Riechfläschchen greifen konnte. Und so er- Und wer daran zu zweifeln wagt, ist ein Reichsverräther, laffen, denn diese Leute sind bekanntlich so thöricht, daß fie wies sich denn alles, was Herr Bismarck junior gegen die der, wie es noch in der guten Zeit war, von Rechts- fich ihrer eigenen Dummheit freuen. Wer sich Jahre lang zweijährige Dienstzeit erbringen konnte, als eitel aus der wegen ausgewiesen werden müßte. Besser und radikaler mit praktischer Politik beschäftigt hat und auf so glorreiche Luft gegriffen, und die Grobheit ist gewiß eine sehr schöne allerdings wäre es, wenn man ihn einfach todtschlüge, aber Erfolge zurückblickt wie der Sohn seines Vaters, der durchEigenschaft, aber für den Privatmann gilt auch bei uns das kann man heut zu Tage nicht mehr so öffentlich empfehlen, schaut jedes Geheimniß, und wäre es auch noch so sehr in immer noch das alte Sprichwort: Mit dem Hute in der deshalb sagt man wohlklingender: Man muß die Bande Dunkel gehüllt. " a " Hand fängt man Mäuse nein, kommt man durchs ganze vernichten". Man mag nun über die Menschenfreundlich- Das scheint nun unzweifelhaft festzustehen, daß Papa Land." Wie sich der Alte räusperte und spuckte, das hat keit und das tiefe Verständniß der Familie Bismarck in eine große Freude haben wird, wenn Herbert nach Hause ihm sein Nachkomme glücklich abgetauscht, aber der Alte sozialen Dingen denken, wie man will, das wenigstens ist kommt und von seinen Heldenthaten berichtet. Den Grafen war ihm im Kognattrinken beim Reden doch bedeutend sicher, daß die Deutlichkeit der Ausdrucksweise nichts zu Caprivi, an dessen Stelle eigentlich Herr Herbert als Bisüber. Herbert Bismarck's Konsumtionsfähigkeit mit bezug wünschen übrig läßt. Auf Geheiß von Papa, der damals marck II. hätte stehen müssen, ins Herz getroffen und zu auf das brennende Getränk scheint nur unbedeutend noch allmächtig war, stieg bekanntlich der geistreiche Tode verwundet, die Sozialdemokratie vernichtet, daß selbst zu sein, denn als er nach seiner Rede" den Kopf Wilhelm Bismarck zum Berliner Volke nieder und zog die Eugen Richter erblaßte und in dem jungen, ehemaligen hängen ließ wie ein geschlachtetes Huhn, nippte er berühmte Parallele zwischen der Hundesperre und dem Staatsmann einen wüthenden Konkurrenten erblickte: das faum an der gelblichen Flüssigkeit und fand nur Sozialistengesetz, die, hätte er auch sonst nichts auf der allein sind schon parlamentarische Erfolge auf die auch ein mit Mühe die Kraft, den Reichskanzler mit einigen Welt gethan und geleistet, ihm allein die Unsterblichkeit Anderer stolz sein dürfte. Aber außerdem hat er noch entwohlgemeinten, dafür aber recht ungezogenen Zwischenrufen gesichert hätte. Aber Papa wird immer mißgestimmter deckt, daß die jetzige Regierung nicht auf der staatszu unterbrechen. Das macht natürlich die langjährige und übellauniger auf die Sozialdemokratie. Sie scheint männischen Höhe stehe, wie er sie für nothwendig halte Uebung in der praktischen Politik, bei welcher es auch jedes Ehrgefühl verloren zu haben, denn sie kümmert da ist es denn wohl die höchste Zeit, daß Caprivi das Grundsatz zu sein scheint, daß man den Gegner nicht zu sich nicht einmal um das Schimpfen und Wettern aus Reichskanzler- Palais räumt, und Herbert Bismarck mit Worte kommen lassen darf. Und als er auf dem durchlauchtigstem Munde, und Herbert als Jung- Siegfried Paufen und Trompeten einzieht... Trockenen saß, schnappte er um sich, wie ein Karpfen auf mit der sorgsam auswendig gelernten und einstudirten Rede dem Sande. wurde einfach ausgelacht. D, wenn Papa das wohl) Des Dreifache!) Herr v. Liebermann, die Sache ist sehr einfach,|- ebenso gut können fie zu Staatsausgaben bei zuständigen Stelle abgegeben hat. Mit dieser Erklärung müssen nehmen Sie die progressive Einkommensteuer an, und Sie haben tragen. Die Liebesgabe wird immer wieder vorgeführt. wir uns dann begnügen. Bezüglich der Deckungsfrage müſſen das Zehnfache.( Abg. Liebermann v. Sonnenberg: Um die fleinen Brennereien zu erhalten, wird die Branntwein- wir darauf hoffen, daß auf die Bier- und Branntweinsteuer nicht Die haben wir ja in Preußen!) Warum sie dann nicht im Reich brennerei fontingentirt und jedes Liter Spiritus, welches darüber zurückgegriffen werde und die schwächeren Schultern geschont einführen? Das Reich der Reichen mag die Mittel decken, es mehr gebrannt wird, zahlt 20 Pfennig Steuer als Strafe. Das werden sollen. Wir dürfen wohl als festgestellt annehmen, daß ist genug, wenn die Armen das Kanonenfutter stellen. Jeder- ist der Sinn des Gesetzes. Würde diese Stenerdifferenz auf- weber eine Bier-, noch eine Branntweinsteuer, noch eine Steuer mann weiß außerdem, daß die Börsensteuer von der Börse gehoben, so würden darunter die Arbeiter leiden, denn der auf Lebensmittel eingeführt wird. Ich würde dem Reichskanzler wieder abgewälzt wird, und wenn wirklich 30 Millionen Spiritus würde sofort um 25 pCt. theurer werden, und die für eine Erklärung dankbar sein. herauskommen, so bleiben immer noch 38 Millionen Brennerei würde eingeschränkt werden. Die Kulturaufgaben Reichskanzler Graf v. Caprivi: Die Auffassung des Herrn ชิน Decken.( Abg. Liebermann v. Sonnenberg: bleiben nicht zurück. Die Ausgaben des preußischen Kultus Rickert ist vollständig richtig.( Große Heiterkeit.) Luxussteuer und Wehrsteuer!). Ich habe im Augenblick feine ministeriums sind in derselben Zeit um 90 pCt. gestiegen, die Abg. v. Ploetz( dk.): Wir sind durch die Erklärung des Luft Sie ausführlich zu widerlegen. Ich sage nur das eine: Die des Heeres nur um 80 pGt.! Ich hatte zuerst schwere Bedenken Reichskanzlers über die Deckungsfrage vollständig befriedigt und ärmeren Klaffen tragen heute schon die Hauptlaften, und ihnen gegen die Vorlage, aber durch die klaren Ausführungen in der werden wieder Vertrauen zur Regierung bekommen, wenn die mit der Wehrſteuer eine neue Laft aufzulegen, wäre die größte Kommission find meine Bedenken beseitigt worden, besonders auch Erklärung des Reichstanzlers fich in Thaten umsehen wird. Ich Ungerechtigteit.( Buruf: die Reichen sollen sie bezahlen!) Be- durch die Ausführung eines der glorreichen Führer in unserem bedauere nur, daß die Anträge, betreffend die Futternoth, im zeichnend ist, daß die Herren von der Rechten gestern in der letzten Kriege, dessen Namen ich nicht nennen fann. Er führte Reichstage nicht zur Verhandlung kommen, trotzdem der Reichstag Budgetfommission die gesammten regelmäßigen Ausgaben für das aus, daß die dreijährige Dienstzeit in ihrer jebigen Gestaltung so zahlreich versammelt ist.( Rufe: Zur Sache! Präsident Militärbudget auf dem Wege der Anleihe aufgebracht wissen nicht mehr aufrecht erhalten werden könne, daß die heutige Vor- v. Le ve how bittet den Redner, bei der Sache zu bleiben.) Die wollten; einer der ungesündesten und unheilvousten Gedanken, lage eine bessere Verstärkung der Armee enthalte als wenn fie Landwirthschaft hat für das Militär die größten Lasten zu tragen; die man sich vom Standpunkte eines Finanzmannes denken fann. nach dem alten System erfolgen würde, daß nicht eine Ver- da verdiente sie einige Berücksichtigung; ich kann daher die ReSo etwas hat man nur gethan, wenn ein Staat am Rande des schlechterung der Qualität ber Infanterie eintreten gierung nur bitten, diese Anträge zu berücksichtigen. Es ist be= Bankerotts stand( Zustimmung bei den Sozialdemokraten). Ein werde. Diese Ausführungen haben meine Bedenken befeitigt. Dauerlich, daß durch die Futternoth...( Präsident v. Levezzow folcher Schritt würde das Deutsche Reich um allen Kredit bringen. Bezüglich der Deckungsfrage hätte ich gewünscht, daß die Vor- wiederholt feine Bitte, bei der Sache zu bleiben.) Redner schließt Für das erste halbe Jahr müssen die Kosten der Vorlage durch lagen so zeitig gekommen wären, daß wir sie vor dem 1. Oktober damit seine Bemerkung. Erhöhung der Matrikularbeiträge gedeckt werden, Preußen muß noch hätten erledigen fönnen. Dafür ist aber feine Stimmung Damit schließt die Generalbebatte. Persönlich bemerkt dazu ca. 14 Millionen durch Erhöhung einer entsprechenden Quote vorhanden gewesen. Ich hoffe aber, daß die Vorlagen so ge- Abg. Liebermann v. Sonnenberg, daß er nicht der der Einkommensteuer aufbringen. Wir hätten überhaupt gegen macht werden, daß der Reichstag ihnen zustimmt. Ich habe die Meinung sei, daß die Wehrsteuer die ärmere Bevölkerung treffe. die Aufbringung der Kosten durch die Matrikularbeiträge nichts, Chre, den preußischen Finanzminister Miquel seit 1866 zu fennen Diese stellt vollständig ihre Rekruten. Die Juden aber stellen nur weil dann wenigstens in Preußen, Sachsen, Württemberg und und habe das vollste Vertrauen zu seinem Genie, namentlich 1/5 deffen, was sie eigentlich stellen müßten, als Rekruten. den Hansestädten die direkte progressive Einkommensteuer die weiß ich, daß ihm mehr Kenntnisse der landwirthschaftlichen halb würde die Steuer so recht eigentlich eine Judensteuer sein. Hauptfumme aufbringen müßte. Man brauchte nur für die Ein- Verhältnisse beiwohnen als Männern in hohen Aemtern, die zum( Große Heiterkeit und Zustimmung rechts.) tommen über 10 000 m. die Steuerquote erhöhen und hätte Theil selbst mit Gutsbesih behaftet sind.( Hört! links.) Die Abg. Ahlwardt spricht sein Bedauern darüber aus, daß er dann den gerechtesten Weg für die Deckung. Aber davor hütet Entvölkerung des platten Landes ist eine Gefahr für die Wehr wegen des Schlusses der Debatte nicht zum Wort gekommen sei man sich. Man kommt mit den sogenannten Zugussteuern, auch kraft des Reiches. In den Industriestädten beträgt die Zahl der und erklärt, daß er für die Vorlage stimmen werde. Herr von Bennigsen hat wieder diesen abgetriebenen Gaul als Ausgehobenen sehr viel weniger als auf dem Lande. Deshalb Darauf berichtet Abg. Nimpau über die zur Vorlage einParadepferd vorgeführt. Auch Fürst Bismarck hat sich 1875 gegen verdient das Land, welches die persönliche Militärlast vorzugsgegangenen Petitionen und beantragt dieselven durch die zu die Luxussteuern erklärt, weil sie zu wenig einbringen. Trüffeln weise trägt, eine Schonung bei der Steuerfrage. Es wird schwer fassenden Beschlüsse für erledigt zu erklären. und Equipagen, was tönnen sie bringen?" sagte er. Daß Eng- sein, dem großen Anwachsen der Städte entgegenzutreten, daß Art. I wird ohne Debatte genehmigt. Bei Art. II erklärt land aus Luxussteuern 15 Millionen Mark erzielt, ist für dieses die jungen Leute ohne jede Kontrolle in die großen Städte Abg. Röficke gegenüber den zahlreichen Angriffen auf ihn doppelt so reiche Land wie Deutschland eine lumpige Summe. wandern, muß ihnen erschwert werden. Wenn der Reichstag und feinen Mitantragsteller den Prinz Carolath, daß der Antrag Besteuern Sie Aufstern, Raviar, Champagner 2c. noch mehr, so wieder zufammentritt, wird er schwierige Aufgaben zu erledigen nur die Absicht hatte, eine Mehrheit für die Militärvorlage zu vertheuern Sie nur diese Gegenstände und vermindern den haben. Er wird sich aber bewußt bleiben, daß wir diese Auf- schaffen.( Widerspruch rechts.) Die Mehrheit hinge davon ab, daß die Konsum so, daß die Mehreinnahmen in feinem Verhältniß zu gaben zur Befriedigung der Nation und zum allge- Regierung nicht nach 5 Jahren zur 3jährigen Dienstzeit zurückkehrte. den Verwaltungskosten dafür stehen. Herr von Stumm nimmt meinen Besten nur lösen fönnen, wenn wir die Punkte Das ist durch die Erklärung des Reichskanzlers nunmehr festdie preußische Steuerreform zu gunsten der ärmeren Klaffen für zurückstellen, in denen wir verschiedener Meinung sind. gestellt, deshalb wird man es dem Prinzen Carolath Dant die Konservativen in Anspruch. Gewiß, das haben Sie gethan, Ob die eine oder die andere Partei etwas mehr oder weniger wissen, daß er ohne Aussicht auf Erfolg diesen Antrag einEhre, dem Ehre gebührt. Aber den Agrariern ist durch Ueber gewonnen hat, ist vollständig gleichgiltig; die Hauptsache ist, daß brachte.( Lachen rechts.) Denn nunmehr können die Mitglieder weisung der 70 Millionen Grund- und Gebäudestener und Auf- der nationale Geist sich mehr bewährt hat als früher, das be- der freisinnigen Vereinigung für die Vorlage stimmen. hebung der sechs bis sieben Millionen Bergwerksabgabe viel weist die Annahme der Militärvorlage.( Zustimmung rechts.) Die einzelnen Bestimmungen des Art. II, sowie die Art. III mehr geschenkt worden, als sie an Einkommensteuer mehr zu Die Freifinnigen und das Zentrum find den Vorschlägen der bis V werden ohne weitere Debatte genehmigt. Bei der Abzahlen haben. Bedenkt man, was für Vortheile ihnen bei der Regierung sehr nahe gekommen, sie wollten also auch dem Volke ftimmung im Ganzen wird das Gesez mit 201 gegen 185 Stimmen Reichsbesteuerung durch die Liebesgabe bei der Branntweinsteuer, erhebliche Neulaften auferlegen. Man hat von einem allgemeinen angenommen. Es haben auf seiten der Mehrheit die drei durch die Bevorzugung bei der Zuckersteuer, durch Getreidezölle, Niedergang gesprochen, auch in der Literatur; man hat erklärt, Antisemiten( Deutschsozialen) Liebermann v. Sonnenberg, Leuß Biebzölle gewährt sind, so kann man sagen, sie zahlen zu den daß das monarchische Gefühl tief gesunken sei. Das muß ich und Ahlwardt mehr abgestimmt; auf seiten der Minderheit haben Lasten des Deutschen Reichs nicht nur feinen Pfennig, sondern anerkennen. Deutschland hat seine große Machtstellung als zwei gefehlt. bekommen noch) Tausende und Zehntausende geschenkt.( Wider Weltmacht wie im Fluge erobert durch die Weisheit seiner In dritter Berathung wird barauf der Nachtragsetat und spruch und Lachen rechts.) Da können sie leicht sagen: wir sind Fürsten und durch die Thaten des großen Staatsmannes, der das Anleihegesetz endgiltig genehmigt. bereit, die neuen Lasten der Militärvorlage auf uns zu nehmen, nicht mehr im Amte weilt. Aber immer ist bald nach einem wenn sie nichts zahlen, aber für ihre Söhne in der Armee den solchen Aufschwung ein jäher Niedergang eingetreten. 20 Jahre Vortheil haben, daß diese avanciren.( Sehr richtig! links. nach dem Tode Friedrichs des Großen brach die Schmach von Ruf rechts: Sehr nützliches Gewerbe, die Armee!) Herr Jena und Auerstädt über uns herein. Es ist schwerer, ein VerDon Stumm meint, Herr Liebknecht vergesse bei seiner mögen zu erhalten als zu erwerben. In dieser Lage befinden Damit ist die Tagesordnung erschöpft. Der Präsident giebt Erwähnung der Ausbeuter die sozialdemokratischen Agitatoren. wir uns. Ich meine, wir sollen die Parteien zu vergeffen suchen Diese verrichten eine sehr nützliche Kulturarbeit( Lachen und die Gesezgebung so gestalten, daß sie nach allen Seiten hin rechts), nüßlicher, als Sie alle zusammen. Wenn Sie wohlthätig wirkt, dann wird eine Stärkung des nationalen und hier agitatorisch auftreten können, wem verdanten Sie des monarchischen Gefühls eintreten, wozu ich die Annahme der es? Ausschließlich den Arbeitern. Sind die Millionen des Vorlage als erite Etappe ansehe.( Bustimmung rechts.) Freiherrn v. Stumm aus seiner Arbeit erworben? Nein, von den Tausenden seiner Arbeiter.( Sehr richtig! links.) Die Vermögen der Kapitalisten sind nur auf dem Wege der Ausbeutung der Arbeiterklasse gewonnen. Präsident v. Levetow: Der Abg. Bebel beschuldigt Mit glieder des Hauses, fogar mit Namensnennung, daß sie Bermögen durch die Ausbeutung der Arbeiter gewinnen. Das ist unpar Tamentarisch, und ich rufe ihn deshalb zur Ordnung.( Beifall rechts.) Zu Mitgliedern der Reichsschulden- Kommission werden auf Antrag des Grafen Hompesch durch Zuruf gewählt die Abgg. Hammacher, Prinz Arenberg, v. Hammerstein, v. Kehler, Kropatscheck und Bachnicke. die übliche Geschäftsübersicht, aus der wir hervorheben, daß dem Reichstag nicht weniger als 5236 Petitionen zugegangen sind, davon 5 zur Militärvorlage, welche durch die gefaßten Beschlüsse erledigt sind, sodaß 5231 Petitionen unerledigt geblieben sind. Abg. Graf von Hompesch spricht hierauf unter lebhafter Bustimmung der Mitglieder dem Präsidenten den Dank des Hauses aus, welchen dieser auf seine Kollegen im Präsidium, die Schriftführer und Quastoren zu übertragen bittet. Tokales: " Die Abg. Schädler( 3.): Wenn von der Aufhebung der ParteiUnterschiede und zugleich von der Hebung des monarchischen Bewußtseins die Rede ist, so steht das in einem gewiffen Gegen sage zu einander. Die Noth des platten Landes tann uns nur Hierauf verlas der Reichskanzler die kaiserliche Botschaft, in unserer Haltung zu der Militärvorlage bestärken. Wir werden auch heute gegen diefelbe stimmen. Es beunruhigt uns auch welche den Schluß der Session verkündete. Schluß 53/4 Uhr. dabei nicht die Voraussagung des Herrn Grafen von Bismard, welcher sich auf seine frühere politische Thätigkeit berief( Buruf links: Samoa!); er hat nicht näher ausgeführt, wo er fie Abg. Bebel: Wenn es Ihnen Spaß macht, rufen Sie bethätigt hat, daß der große Krieg demnächst ausbrechen Bravo. Hier bewilligen Sie 55 Millionen, ungeachtet die noch würde. Graf Bismarck hat nach vielfacher Annahme nur Gefolgenden Millionen und aber Millionen für Erhöhung des Pen- danten ausgesprochen, die sonst dem großen Schreiber von fionsfonds 2c., wie steht es aber auf anderen Gebieten? Herr Friedrichsruh eigen sind. Die ruhige Antwort des Reichskanzlers Die Gemeindewähler erinnern wir nochmals daran, die Miquel fagte fürzlich in Frankfurt a. M., unter den Ausgaben wird allgemein befriedigt haben; der Reichskanzler hat davon im städtischen Wahlbureau, Poftstraße 16, bis zum für die Militärvorlage würden die eigentlichen Kulturaufgaben gesprochen, daß das Zentrum fich in eine demokratische Partei 30. Juli ausliegenden Wählerlisten einzusehen. nicht leiden, und derselbe Minister übt in Preußen die schmäh- umwandelt; der Reichsfanzler hat ja teine Zeit, die Geschichte lichste Ersparniswirthschaft. Für 6 Soldaten haben wir einen Unter- der Zentrumspartei zu studiren, sonst wäre er nicht auf solche bestellt: A. Holzbächer, Dreyfestr. 3; Freudenberg, DresdenerBei der Spandaner Bergbrauerei haben weiter abs offizier, in den Schulen kommi in Preußen auf 70 Kinder, im übrigen Gedanken gekommen. Das Zentrum als kirchlich- konfessionelle Deutschland auf 60 Kinder ein Lehrer. In Preußen haben wir Partei mag ja manchen Orts ganz angenehm sein, aber es ſtraße 48. Ausgeschenkt wird noch bei Gänsieke, Alt- Moabit 93; bis zu 150 Kinder in einer Klasse. In Preußen wird das ist nicht blos eine firchlich- tonfessionelle Partei; das hat der G. Grunert, Lübeckerstr. 2; Charlottenburg, zum Hirsch, EnglischeFortbildungsschulwesen vernachlässigt, weil das Handels- Borsigende der Partei gestern im Namen der ganzen Partei erklärt. Straße 27. Die Lotal Kommission: ministerium nicht die genügenden Mittel hat; die Zulagen für Danach hätte der Reichskanzler seine Behauptung eigentlich bedie niederen Beamten mußten fiftirt werden; 1892 1paren 136, weisen oder zurücknehmen müssen. Der Reichstanzler hat auf J. A.: J. Wernau, Rosenstraße 30. 1893 492 etatsmäßige Richterstellen mit unbezahlten Hilfsrichtern grund unkontrollirbarer Zeitungsberichte einzelne Personen des besetzt; in Bonn erklärte vor einigen Wochen Professor Bentrums stignatifirt und ihnen die Mahnung ertheilt, fie möchten mit sich. Im friedlichen Einvernehmen faßen vor einigen Tagen Ob Christian oder Jhig, das Geschäft bringt es mal so b'Dutrelepont seinen Hörern, er könne teine neuen Kranten vor in Zukunft auch fönigstreu bleiben. Dagegen muß doch Protest um Herrn Buchdruckereibefizer Bürenstein auf dessen Einladung führen, weil die Wäsche der Krankenanstalt nicht ausreiche und erhoben werden. Es ist schon einmal der Versuch zur Sprengung etwa 20 Kollegen, um gegen die Sonntagsruhe im Buchdruckerverlumpt sei( Hört! Hört! links); nach Virchow's Aeußerung ist des Zentrums von anderer Seite gemacht worden; aber jest wie gewerbe sich zu erklären. Es war rührend das Einvernehmen das Gebäude des Pathologischen Instituts in Berlin so bau- damals ist das Gegentheil erreicht worden, nämlich ein viel zwischen Mosse, dem Tageblatt- Verleger, und Dedo Müller, dem fällig, daß der Aufenthalt darin lebensgefährlich ist; bie dringende engerer Zusammenschluß und deshalb könnte ich sagen: Nur Herausgeber der Staatsbürger- Zeitung", zwischen Heinecke, dem Medizinalreform, die Gefängnißreform tönnen nicht in Angriff weiter so! Für die Ablehnung der Militärvorlage find wir auch Drucker der Kreuz- Zeitung", und Ulstein von der Berliner genommen werden alles, weil die nöthigen Mittel fehlen. jeht noch; wir halten dieselbe für wirthschaftlich und politisch Beitung", Leffing, der Herausgeber der Tante Voß", ein Herz Und wie steht's im privaten, sozialen Leben? Die Zahl der bedenklich. Wir wollen auch nicht die Hand zu einer solchen und eine Seele mit den Verlegern der Deutschen Warte" und Ronturfe betrug 1889 4800, 1890 5800, 1891 7628, 1892 7684; Umgestaltung bieten, welche Deutschland in einen reinen Militär- der Täglichen Rundschau". Woher diese Einigkeit? Was diese in München sind die Zwangsversteigerungen von 1880-92 von staat verwandelt. Man mag erklären, daß es keinen Militarismus Männer auch trennen mag, etwas verbindet sie doch 5000 auf 21 000 gestiegen. Wir haben alle Ursache, neuen giebt; wer den Zopf hinten hat, der kann ihn eben nicht sehen. Profitfucht und die gemeinsame Feindseligkeit gegen die Arbeiter. Lasten entgegenzutreten. Wer sehen will, fann nicht zweifeln, So tann es mit der Schuldenwirthschaft boch nicht weiter Bon sämmtlichen Anwesenden sprach sich nur der Inhaber der daß das Deutsche Reich endlich an eine Stelle gefommen gehen, sagte man in der Budgetkommission und machte Baterländischen Verlags- Anstalt", Herr Oberwinder, gegen die ist, wo der fortwährenden Vermehrung des stehenden Heeres ein neue Schulden, um die laufenden Ausgaben zu decken. Beschränkung der Sonntagsruhe im Buchdruckergewerbe aus. energisches Nein entgegengesetzt werden muß. Wir bleiben nach Darüber hat Herr Bebel schon das nöthige gesagt.( Unruhe wie vor auf dem Standpunkt: Nieder mit dem Militarismus! rechts.) Diese Ausführungen dürften auch dort Zustimmung Schneidig und gemein, das ist das Gepräge, welches der Nieder mit der Militärvorlage!( Beifall bei den Sozialdemo- finden, wo man sonst Herrn Bebel nicht zustimmt. Herr v. Schor- jeunesse dorée, den Goldsöhnchen unfrer Bourgeoisie, aufgeprägt traten.) lemer Alft erklärte einmal, daß das Militärbudget das Faß der ist. Das zeigt auch folgende Zuschrift, die wir aus unsrem LeserAbg. v. Kardorff( Rp.) hält es für sehr naiv, daß jemand Danaiden sei, welches die Finanzen der Steuerzahler erschöpft, freise erhalten. In diesem heißt es: Am letzten Sonntag machte glaubt, wenn Rußland den Krieg anfange, würde sofort England und zwar schon im Frieden. Wer die Vorlage annimmt, über- ich mit meiner Frau und einem Freund unsern üblichen Ausflug auf unsere Seite treten. Die Rede über die politischen Verhält- nimmt auch die Verantwortung für die Deckungsfrage. Die zu Wasser nach der großen Krampe bei Schmöckwiß und machten niffe haben wir schon früher in der Kommission und hier im Wahlversprechungen darüber sind wegen der kurzen Zeit noch in es uns dort bequem. Da tamen zwei Berliner Ruderklub- Boote Plenum gehört. Es ist durch die Veröffentlichung von Aften- gutem Gedächtnisse. Wer noch etwas retten will, der mag sich mit 5 Insassen und legten neben uns an. Was nun folgte, stücken nachgewiesen, daß wir 1887 wirklich vor einem Kriege beeilen, alles in Sicherheit zu bringen; denn es könnte sonst spottet jeder Beschreibung. Nachdem die Sportsmänner gefrühstanden, wenn es Boulanger gelungen wäre, sich an der Spize leicht noch eine neue Marinevorlage kommen, welche Deckung stickt hatten, entkleideten sie sich vollständig und tanzten, ohne der Macht zu halten.( Widerspruch links.) Wenn die Bei- verlangt. Herr v. Bennigsen hat von Nackenschlägen gesprochen, Rücksicht auf die Frauen zu nehmen, im Adamskostüme im Walde tungen richtig berichtet haben, foll 1897 der allgemeine welche von der Nation fommen würden. Ich will nicht von herum. Von uns zur Rede gestellt, antworteten sie mit höhnenKladderaddatsch eintreten, und dann wird die sozial solchen Nackenschlägen in der Zukunft sprechen. Der Bauernstand den Bemerkungen. Bei den von den Ruderklubs veranstalteten demokratische Republik mit Liebknecht als Präsident muß zu Grunde gehen, wenn nicht Abhilfe bald und ergiebig Festen erscheint die feinste und vornehmste Gesellschaft, Elsaß Lothringen an Frankreich ausliefern. Was Bebel geschaffen wird. Die Regierung und die Parteien sollten sich und die Mitglieder würden sich wohl hüten, dort irgend heute in bezug auf Rußland anführte, ist das Gegen- darin einigen; denn die Millionen, die dafür ausgegeben welchen Anstoß zu erregen. Die feine Bildung, die sie dann theil von dem, was er in der Kommission gesagt hat. Heute würden, würden die am besten verwendeten sein.( Beifall im zeigen, ist aber nur die äußere Maske, die sie ablegen, wo sie foll Rußland garnicht gefährlich sein, damals sagte er: es sei Bentrum.) glauben, vor einfachen Bürgersleuten sie nicht nöthig zu haben. gefährlicher als Frankreich.( Sehr richtig! bei den Sozial- Abg. Rickert: Die von mir beantragte Einführung einer Solche sfandalösen Auftritte, wie den geschilderten, habe ich schon demokraten.) Das Milizsystem, welches Scharnhorst und Reichs Einkommensteuer zur Deckung von Militärausgaben mehrfach wahrgenommen. Sie fragen vielleicht, warum wir nicht Gneisenau vorgeschlagen haben, war nur ein Nothbehelf. Die wird von den Sozialdemokraten nicht als ernsthaft auf Selbsthilfe üben und das frotige Benehmen der feinen Herrchen Angriffe auf Herrn von Stumm gereichen demselben ebenso zur genommen; das ist sehr bedauerlich von einer Partei, die sonst nicht mit einem derben Knüppel züchtigen? Das hat seinen einEhre, wie dem Grafen Bismarck der Empfang zur Ehre ge- auf die Freiheit der Ueberzeugung so sehr viel Werth legt. Wir fachen Grund. Je gemeiner die Herrchen sind, um so feiger sind reichte, den ihm die linke Seite gestern bereitete.( Lachen lints.) legen großes Gewicht auf die zweijährige Dienstzeit und ihre Ge- fie. Sie wagen ihre Schamlosigkeit nur zu zeigen, wenn fie Herr Bebel meint, wir wollen die Arbeiter belasten. Reiner hat staltung und auf die Deckungsfrage. Der Antrag Garolath ist wehrlosen Frauen gegenüber stehen oder in großer Mehrzahl sich mehr darauf Rücksicht zu nehmen, daß der Friede erhalten bleibt, abgelehnt worden von einer sehr heterogenen Majorität. Der befinden. Von polizeilichem Schuße erwarte ich nicht viel. Ich daß eine unparteiische Justiz und geordnete Verwaltung besteht, Reichskanzler bezeichnete ihn als unschädlich aber auch unnöthig; hoffe nur, daß die Herrchen einmal unvermuthet an den Rechten als gerade die arbeitenden Klassen; deshalb haben sie ein Inter- er erklärte, daß unter gewissen Voraussetzungen an einer Stelle kommen. Eine Tracht Prügel, und dann ihre Namen festgestellt esse an der Erhaltung der Staatsordnung. Ebenso gut die Absicht besteht zur dreijährigen Dienstzeit zurückzukehren. Ich und öffentlich an den Pranger gestellt, dann werden fie für sich wie die Arbeiter zu Parteibeiträgen gezwungen werden nehme an, daß der Reichskanzler diese Erklärung nicht blos im und ihresgleichen wohl eine abschreckende Lehre für die Zukunft ( Buruf freiwillig!) man tennt diese Freiwilligkeit! Namen seiner Person, sondern nach Ermächtigung seitens der haben." M 0 " N Achtung! Nigdorf. Parteigen offen! Wieder ist einer| Nigdorf. Am Freitag verunglüdten hier furz hinter-| zuweisen, benn beim fofortigen Nachwägen Nachwägen fiellte sich unferer tüchtigsten Parteigenossen dahingerafft. Der Genosse einander zwei Kinder. Vormittags fiel auf dem Grundstück ein Fehlbetrag von 52 Pfund heraus. Der Angeklagte Gustav Hagendorf, welcher stets im Vordertreffen der Partei- Bergstraße 23 das vierjährige Söhnchen des Arbeiters Heinrich, behauptete, daß die Käuferin nicht bei Zentner, sondern drei genoffen gestanden, hat seinem Leben gewaltsam ein Ende ge- welches allein in der Wohnung war, aus dem Fenster drei Stock Scheffel Kartoffeln verlangt habe, was von der Zeugin entmacht. Hagendorf, welcher ca. 2 Jahre an der Proletarierkrant- tief auf den gepflasterten Hof hinab, wo es mit schweren inneren schieden bestritten wurde. Der gerichtliche Sachverständige erheit darniederlag, welche er sich namentlich im Dienste der Partei und äußeren Verlegungen aufgehoben wurde. Am Aufkommen flärte, daß es bei den Straßenhändlern Gebrauch sei, die Kar zugezogen, ist trotzdem bis zu seinem Tode für die menschheits- des Kindes wird gezweifelt. Wenige Stunden später wurde toffeln nicht nach Gewicht, sondern nach Maß zu verkaufen, befreienden Ziele unserer Partei unermüdlich thätig gewesen. auf dem Grundstück Bergstraße 20 das 5/4 Jahre alte Söhnchen wodurch sie einen bedeutenden Nutzen hätten, während das Da es nun Pflicht der Parteigenossen ist, den Dahing- schiedenen des Arbeiters Baumbach von einem Sandwagen überfahren und Publikum dabei zu kurz fomme. Die Händler machten dagegen dadurch zu ehren, daß wir alle an seinem Leichenbegängniß theil- gleichfalls lebensgefährlich verletzt. ihre Eintäufe nur nach Gewicht. Im vorliegenden Falle habe nehmen, so sei mitgetheilt, daß die Beerdigung heute Nach mittag 3 Uhr, vom Trauerhause, Berlinerstr. 67, aus, stattfindet. Händler sich mit einem geringen Nugen begnügen, und es sei im die Frau 2,25 M. zu viel bezahlt. Gerade bei einem so allgemeinen Nahrungsmittel wie die Kartoffel müsse der die Startoffel müffe, but höchsten Grade verwerflich, wenn die Händler bei diesem Artikel Gerichtshof ahndete diesen Betrugsfall mit einer Gefängnißftrafe noch unreelle Geschäftstniffe" zur Anwendung bringen. Der Gerichtshof ahndete diesen Betrugsfall mit einer Gefängnißstrafe von sechs Monaten. Die Vertrauensperson. Robert Köppen. In den Bädern und Sommerfrischen befinden sich gegen wärtig viele Damen, denen ein Aufenthalt in Dalldorf oder in fonft einer Zuchtanstalt zuthunlicher wäre. Eine dieser Damen läßt sich im Berliner Tageblatt" vernehmen. Daffelbe schreibt: " Von einer in der Sommerfrische weilenden Berliner Hausfrau geht uns ein Schreiben zu, in welchem sie sich beklagt, daß unfere deutsche Sprache bedeutsame Lücken und Mängel, auß weist. Die betreffende Dame ist nämlich genöthigt, an ihr in der Wohnung zurückgebliebenes Dienstmädchen zu schreiben. Wie foll ich nun," fragt sie, meine Köchin im Briefe oder auf der Karte anreden? Liebe Marie!" widerstrebt meinem Gefühl, da sie mir bei all ihrer Tüchtigkeit doch auch schon viel Niederträchtigkeiten geboten hat. Das bloße„ Marie" geht doch auch nicht, ebenso wenig wie„ Geehrte" oder gar„ Geschäßte". Offen gestanden, ist mir die Adresse" Fräulein" auch nicht bequem; was soll ich thun?" " 1 Das Tageblatt" weiß auf dieses Schreiben nicht anders zu antworten, als mit der Bemerkung:„ Wir bringen den Klageruf der Dame zur öffentlichen Kenntniß, vielleicht machen sich findige Köpfe an die Herausgabe eines Briefstellers für verreiste Hausfrauen". Tas muß doch eine sehr zarte und vornehme Dame sein, die dem Berliner Tageblatt" ihre Schmerzen offenbart; wahrschein lich ist es die Frau eines Börseaners, dezen Großvater noch mit dem Bündel hausiren ging, und den Vater der Köchin nicht genug anschmeicheln fonnte, um ihn zu einem kleinen Handel zu bewegen. " 1 in der letzten Nacht gegen 11 Uhr den Hilfstelegraphist Rudolf Aus Widerwillen gegen den Soldatenstand hat sich Preuß, Manteuffelstr. 109, auf offener Straße durch Deffnen der Butsadern zu tödten versucht. Er war gestern Vormittag bei der Generalmusterung zur Marine ausgehoben worden und befand sich am späten Abend mit drei Freunden unterwegs. In der Köpnickerstraße zog er plöglich sein Taschenmesser heraus und brachte sich vier Schnitte in den linken Arm bei, ehe ſeine In Breslau kamen bekanntlich am Abend des 17. Juni Begleiter beispringen konnte. An weiteren Versuchen hinderte um einer geringfügigen Ursache willen eine Reihe Ausschreitungen man ihn durch Gntwinden des Messers, verband ihm die wunden vor. Der als urheber derselben verhaftete Arbeiter Blech stand mit Taschentüchern und führte ihn nach der Sanitätswache in dieser Tage vor Gericht und wurde wegen Widerstandes gegen der Adalbertstraße. Als ihm hier ein regelrechter Verband an die Staatsgewalt zu dem höchsten Strafmaß von 2 Jahren Gegelegt werden sollte, widersetzte er sich dadurch, daß er unter der fängniß und wegen schwerer Beamtenbeleidigung in zwei Fällen Aeußerung, er werde sich doch das Leben nehmen, den Arm fort zu einer Gefängnißstrafe von je 3 Monaten verurtheilt. Die gefeßt hin- und herbewegte. 3wei herbeigerufene Schußmänner Gesammtstrafe wurde auf 2 Jahre 4 Monate feftgefeßt. mußten den Widerstrebenden halten, bis die Wunden untersuchte feftgefest. und als ungefährlich befunden waren. Soziale Ueberlicht. Vom eigenen Sohu arg zugerichtet wurde gestern Abend Ehefrau getrennt lebt. Abends wollte er seine Frau aufsuchen, der Zimmermann Rudolf Lehmann, Wienerstr. 41, der von seiner handeln. Kurz vor dem Hause, in dem die Frau wohnt, wurde von Hermann Südfeld u. Komp., IV. Lamprechtsgaffe 16 in um mit ihr über die Herausgabe von Wirthschaftssachen zu vers Aus Oesterreich. Wien. In der Silberwaarenfabrik er hinterrücs überfallen und mit einem gefährlichen Werkzeug Wien ist am 10. 5. M. ein Streit ausgebrochen. 38 Arbeiter d. 33 fortgesetzt auf den Kopf geschlagen. In dem Schläger erkannte stehen in Streit. Veranlaßt wurde derselbe dadurch, daß der er feinen Sohn, der davonlief. Bei Lehmann wurden zehn halb- Fabrikant, trog Borstellung seiner Arbeiter, den Preffer Franz runde Kopfwunden festgestellt. Chudlarsky wieder in Arbeit genommen hat, der als Denunziant aus der Gemeinschaft seiner Stollegen ausgestoßen war. ist ein Streit wegen Maßregelung von 5 Formern ausgebrochen. In der Weich eifengießerei der Gebr. Ura, Brünn G3 sind 26 Mann im Ausstand. In einem Krampfanfalle ist am Sonnabend früh der 29 Jahre alte Bigarrenmacher Friedrich Biegler, Urbanstr. 37, ertrunken. Um 6 Uhr stieg er im Studentenbade am Görlizer Ufer in die Fluthen und muß, da er an Epilepsie litt, im Wasser von der Krankheit befallen sein. Sein Verschwinden leblosen Körper auf, die angestellten Wiederbelebungsversuche wurde schon nach einigen Minuten bemerkt; man fischte den blieben aber erfolglos. Gin foziales Beitbild. Vor dem Haufe Görligerstr. 64 fand heute gegen 8 Uhr früh eine Menschenansammlung statt. Näher hinzugetreten sah ich ein Bild sozialen Elends, welches das tiefste Mitleid erregte, aber auch zu trassen und gerecht: fertigten Vergleichen herausforderte. Unterstützt von gutherzigen Menschen hob man ein altes, reinlich gekleidetes Mütterchen, Krank und hilflos aufgefunden wurde am Sonnabend welches dort zusammengebrochen war, auf und setzte es auf die Morgen gegen 83/4 Uhr vor dem Grundstück Waldemarstr. 72 Schwelle einer Restauration. Von dem Wirth gern angebotene der 56 Jahre alte Tischler Rudolf Bahnemann aus der BücklerErfrischung lehnte sie ab und bat nur um ein Glas Wasser. straße. Man brachte ihn zunächst nach der Wache des 49. PolizeiDieses arme Weib, die 89jährige Wittwe H., hat schon vor Reviers, von wo die Ueberführung nach einem Krankenhause Jahren der Schlag gerührt und sie handelt heute noch mit Seife, erfolgen sollte. Bevor aber dies geschehen konnte, trat der Tod wie the mageres Körbchen bewies. Hatte diese Wermste nicht ein, so daß der herbeigerufene Arzt nichts mehr ausrichten vielleicht auch noch Hunger? Bekümmert sich denn die Armen- fonnte. kommission um diese Frau? Gehört solch' ein altes, gebrechliches Mütterchen noch handelnd auf die Straße? Meine Zeit drängte, Versammlungen. Vergnügungsverein Italia". Fidelitas findet nur bei ungünstigem Wetter un 7% Uhr im Reſtaurant Roland, Elſaſſerſtr. 26, statt. Bentral- Kranken- und Sterbekasse der deutschen Wagenbauer, Filiale Berlin 5. Versammlung am Montag, den 17. d. M., Abends 8 Uhr, bet Behrendt, Blumenthalſtr. 5. Gauverein Berliner Bildhauer. Bersammlung fällt aus. Deffentliche Bersammlung der Bildhauer bei Gründer, früher Mundt, Röpnickerstr. 100, Abends 8% Uhr. Freier Diskutirverein. Montag Abend 9 Uhr bei Leopold, Martgrafenstraße 88. Bahlreiches Erscheinen erforderlich. Vergnügungsklub„ Ostend". Sigung Sonntags mit Damen, 5 Uhr, Krautstr. 6 bet Nudolf, Eing. Flur. Aufnahme neuer Mitglieder. Zanz und Borträge. Verein ur Wahrung der Intereffen der Schuhmacher 2c. Berlins. ftraße 75, Tagesordnung: Abrechnung, Bortrag und Disfuffion. Freie Vereinigung der Graveure, Biseleure und verw. Berufsgenoffen Berlins und Umgegend. Montag, den 17 Juli cr., Abends 8 Uhr, Generalverfammlung im Bereinslokal, Dresdenerstr. 45. Tagesordnung: Entgegennahme der Halbjahresrechnung und Bericht. Stachel's Planina- Grotte, Im Berliner Hippodrom kam am Freitag Abend die Wasserich konnte keine Antwort auf diese Fragen abwarten, zumal die Pantomime„ Am Strande von Ostende," nachdem sie wegen Wasser Bersammlung am Montag, den 17. Juli cr., Abends 8 Uhr, Alte Jatob= Frau nur bat, ihr aufzuhelfen, um sie ruhig weiter gehen au Gin munteres Leben spielte sich in der Pantomime zu Wasser mangels hatte vertagt werden müssen, zur ersten Aufführung. Laffen." In diesem speziellen Falle möchten wir nur die Armen- und zu Lande ab. Nach dem Programm sollen 300 Damen und fommission außer Schuld setzen. Das alte Mütterchen scheint, 200 Herren mitgewirkt haben. Der Empfang ankommender nach der gemachten Schilderung, eine jener Heldinnen zu sein, Fremder durch den Hotelwirth und die gesammte männliche und die nichts ängstlicher scheuen als die Wohlthaten unserer öffent die Reiter- Quadrille, das Bade Ballet und die den Schluß weibliche Dienerschaft, die Badefcenen und der Rudersport, lichen Armenpflege. Diese Scheu ist allerdings die härteste Anflage gegen unsere Staats- und Gesellschaftsordnung, innerhalb bildende Feuerwerks- Beleuchtung machten einen ganz anderen die Armuth die größte Schande ist und die Gewährung genehmen Gindruck. Wenn man nur seiner Phantasie so vielen einer Unterstützung dieser Schande den behördlichen Stempel auf Schwung verleihen kann, in dem schmalen Wassertümpel die Nordsee zu erblicken, dann kann man sich auch leicht einbilden, ohne besondere Strapazen die ganze Herrlichkeit des Dftenderson Badelebens noch schöner wie an Ort und Stelle genossen zu haben. Auch die übrigen Theile der Vorstellung waren abwechslungsreich und unterhaltend. prägt. Kaufmann Karl Paasch ist Freitag Abend auf dem hayerischen Bahnhof in Leipzig auf Requisition der Berliner Staatsanwaltschaft verhaftet worden, weil er sich ohne Urlaub aus der Untersuchungshaft entfernt hat. in Vergnügungsverein Luftige Jugend", Berlins und Umgegend. Montag, ben 17. Jult, Abends 10 Uhr findet die Sigung Sonntag 4 Uhr. Nach der Sigung Fidelitas. Freie Vereinigung selbst. Barbiere, Friseure, Verrückenmacher Generalversammlung bei Röllig, Neue Friedrichstr. 44 statt. Tagesordnung: Bericht und Neuwahl des gesammten Borstandes. thalerstraße 38: Herr Dr. Pinn:„ Geistige Bevormundung". Freireligiöse Gemeinde. Sonntag, den 16. Juli, 10% Uhr, RosenDepelchen: ( Deveichen des Bureau Herold.) Polizeibericht. Am 14. d. Mts. Vormittags wurde ein Wien, 15. Juli. Die galizische Stadt Sufiatyn brennt seit Rigdorf, 15. Juli. In der letzten Sitzung der Gemeinde- Arbeiter auf der Strecke zwischen ben Bahnhöfen Alexanderplaz Vertretung wurden auf wurden auf Einladung des Charlottenburger und Jannowißbrücke während der Arbeit von der Maschine eines gestern; etwa 100 Häuser, die ruthenische Kirche und die Syna Magistrats zwei Mitglieder des Gemeindevorstandes zu der Be- Vorortzuges erfaßt, überfahren und am Kopfe so schwer verletzt, goge find abgebrannt. Viele hundert Familien sind ohne sprechung delegirt, welche zur Beschlußfassung über geeignete daß seine Ueberführung nach dem Krankenhause am Friedrichs Obdach. Schritte gegen die Charlottenburger Wasserwerke, welche bekannt- hain erfolgen mußte. Nachmittags fiel ein Arbeitsbursche an der Lemberg, 15. Juli. Der Bau der elektrischen Stadtbahn ist lich auch Rigdorf mit Leitungswaffer versorgen, stattfinden soll. Ecke der Neuen Friedrichstraße und Spandauer Brücke von der Firma Siemens und Halste in Charlottenburg übertragen Der Schulvorstand wies in einem Schreiben darauf hin, daß die einem ber Fahrt befindlichen Rollwagen, wurde worden. vorhandenen Schulräume nicht im entferntesten ausreichen, um überfahren erlitt eine bedeutende Verlegung des Brüffel, 15. Juli. Der Patriot" verzeichnet das jetzt der stetig wachsenden Schülerzahl Aufnahme zu gewähren. Gs linken Fußes. Er wurde nach der elterlichen Wohnung bestimmter auftretende Gerücht, wonach Ministerpräsident sei daher die Beschleunigung der beschlossenen Schul- Neubauten gebracht. Im großen Teiche im Friedrichshain wurde Bernaert demnächst zurücktreten wird. bringend erforderlich. Aus gesundheitlichen Rücksichten ersuchte Nachmittags die Leiche eines seit dem 18. b. m. vermißten Brüffel, 15. Juli. Der Gerichtshof in Brügge verurtheilte Gemeinde- Verordneter Thiemann um gründliche Des Arbeiters aufgeiunden. Am Engel Ufer fiel ein zehnjähriger gestern den Leiter der Glücksspiele zu Ostende zu 8 Tagen Geinfettion der Straßen Einfallschächte, welche gegenwärtig einen Knabe ins Wasser, wurde aber noch lebend herausgezogen und peftilenzartigen Geruch verbreiten. Der Gemeindevorstand ver nach der elterlichen Wohnung gebracht. An der Ecke der sprach, dem Gesuch nachzukommen. Mit Rücksicht auf die Wollinerstraße und des Vinetaplages wurde ein siebenjähriger Wassersnoth wurde beschlossen, den Berliner Magistrat zu be- Knabe durch einen Wagen überfahren und erlitt hierbei so befragen, ob Berlin unseren Ort mit Leitungswasser zu versorgen deutende innere Verlegungen, daß seine Ueberführung nach dem geneigt wäre. Jm bejahenden Falle soll der Vertrag mit den Lazarus Krankenhause erfolgen mußte. Abends machte vor Charlottenburger Wasserwerken gelöst werden, was nicht allzus dem Hause Engel- Ufer 2b ein Hilfstelegraphist den Versuch, sich schwer sein dürfte, da dem Vernehmen nach die übrigen Vororte, mittels eines Taschenmessers die Pulsader an der linken Hand welche von der genannten Privatgesellschaft mit Leitungswasser zu öffnen. Nachdem ihm anf der Sanitätswache ein Verband versorgt werden, auf die Gesellschaft einwirken wollen, Nixdorf angelegt worden war, wurde er nach dem Krankenhause am abzuschneiden, da dann dem ewigen Wassermangel fofort abge- Urban gebracht. Am 14. d. M. Nachmittags fand Schillingholfen wäre. In den nächsten Tagen sollen in der Angelegenheit straße 12 ein tleines Feuer statt. weitere Beschlüsse gefaßt werden. # = fängniß und 5000 Franken Buße, die anderen Angeklagten zu Gelbbußen zwischen 8000 und 100 Frcs. Das Spielmaterial und eine Summe von 26 000 Frcs. wurde fonfiszirt. Florenz, 15. Juli. Der Arno ist über seine Ufer getreten und hat die niedrig gelegenen Stadttheile überfluthet. Die Feuers wehr mußte viele Personen aus den Häusern retten. Manchester, 15. Juli. In letzter Woche sind hier 75 Todesfälle an Diarrhoe und einheimischer Cholera vorgekommen. Unter ben Verstorbenen befinden sich 48 Kinder unter 12 Monaten. Chicago, 15. Juli. 75 Mitglieder des Redaktionsbureaus der Weltausstellungs- Direktion sind aus Sparsamkeitsrücksichten entlassen worden. Gerichts- Beitung. G. G. Chemnity. Bei dem beschränkten Raum unfere3 Briefkaffen der Redaktion. leber zwei noch nicht aufgeklärte Todesfälle wird uns berichtet: In der vorverwichenen Nacht wurde in dem großen Teiche des Friedrichshains der Leichnam eines jungen Mannes bemerkt und durch Beamte an das Land gebracht. Wie sich jezt Eine zum Nachtheile des Publikums von den herumherausgestellt hat, handelt es sich um den 26 Jahre alten Sohn ziehenden Kartoffelhändlern angewandte Geschäftspraxis tam in Hugo der Markusstraße 23 wohnende Wittwe Gozian. Ob hier einer Verhandlung zur Sprache, die gestern vor ber II. StrafSelbstmord, Unglücksfall oder was sonst vorliegt, hat sich vor- tammer des Landgerichts I stattfand. Der Händler Wilhelm Läufig noch nicht ermitteln lassen. Der andere Fall betrifft Beneck e hatte sich wegen Betruges zu verantworten. Im Herbste einen obdachlosen Arbeiter, der vorgestern Abend gegen 10 Uhr 1891 hatte eine Frau von dem Angeklagten auf der Straße zwei angetrunken in der Alexanderstraße durch einen Schußmann auf Bentner Kartoffeln gekauft. Sie ließ die Kartoffeln erst nach gegriffen und nach der Polizeiwache am Alexanderplatz gebracht einigen Tagen nachwägen. Dabei stellte sich heraus, daß die wurde. Als man sich spät Nachts in der Belle nach ihm umfah, Käuferin gegen 50 Pfund zu wenig erhalten hatte. Ein Zufall wurde er, auf den Fußboden liegend, todt aufgefunden. Bis wollte, daß sie den unreellen Händler im vorigen Herbste wieder zur genauen Feststellung des Thatbestandes muß Herzschlag in der Straße traf, in der sie wohnte. Sie kaufte und bezahlte infolge übermäßigen Genusses von Alkohol als Todesursache andrei Zentner Kartoffeln. Diesmal gelang es genommen werden. Handlung von J. Meyer, Wienerstr. 1( nur dort) Guirlanden à Mir. von 15 Pfg. an. Telephon Amt 9, 9482. Blattes müssen wir streng darauf halten, daß aus Aufrufen, Berichten 2c. alles Unwesentliche fortbleibe. Dieser Grund und fein anderer war auch in Ihrem Falle maßgebend. Daß der Sinn unter den Kürzungen gelitten hätte, ist, glauben wir, auch Ihre Ansicht nicht. Lackirer Gesundbrunnen:„ Haben unsere Abgeordneten studirt oder eine höhere Schule besucht?" Der überwiegend größte Theil derfelben hat nur eine Volksschule oder sogenannte Armenschule besucht. Sechs haben studirt und vielleicht ebenso viele eine höhere Schule, wenn auch nur in den unteren Klaffen, besucht. ihr, A. M., Wienerstr. 68. Von der Berliner Arbeiter. dem Angeklagten den Betrug Betrug auf ber Stelle nach Bibliothek" erscheinen demnächst weitere Hefte. ſtraße 44, 2 Tr. r. Kranzbinderei und Blumen- Zigarrengeschäft, vert. Rudzelinsti, 2.1 Grube, Rüche u. 3ub., mit Waſſert. Billige Wohnungen, Frol. Schlafstelle b. Mayer, Blumen- Empfehle Genossen m. Restauration 9036 Vereinsz. J. 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Billets sind zu haben bei Schigolsti, Schwedterstr. 27; Schulz, Buttbuferstr. 19; Matthes, Diedenhofenerstr. 5; Simanowski, Ackerstraße 57; Ruhring, Mariendorferstr. 16; Bolze, Weidenweg 28; Thielede, Schöneberg, Marstr. 2; Nordmann, Oppelnerstraße 34; I Achtung! Achtung! Verband deutscher Schneider, Schneiderinnen und verwandter igen Tage Jägerstraße Nr. 10 eine Berufsgenossen. Am Dienstag, den 18. Juli 1893, bei Joël, Andreasstr. 21: Groke Versammlung. = Tages- Ordnung: Den Genoffen des 1. Wahllceise3 zur Nachricht, daß ich mit dem heuSchank und Speisewirthschaft er öffnet habe, wozu freundlichst einladet 8996 A. Tripke. Empfehle den Genossen und Freunden des Südostens meinen reichhaltigen Frühstück, Mittag. 1. Abendtisch 1. Die Organisationen der Arbeiter sind der Markstein des Fortschritts. zu kleinen Preisen. Vereinszimmer Referent Reichstags Abgeordneter Kollege Paul Reisshaus- Erfurt. noch mehrere Tage frei. 2. Diskussion. 3. Abrechnung vom 1. Quartal und Ergänzungswahl der Re Franz Gittler( früher Buder), visoren. 41972 Mariannenstr. 48. 392/7 Kollegen und Kolleginnen! Erscheint zahlreich und bringt alle Eure Bekannten mit. Die Lokalverwaltung. Maler, Anstreicher! Thonig, Oppelnerſtr. 19; Kelzin'. Demminersſtr. 11; Hannemann Außerordentliche Versammlung Heimstr. 23; Röller, Borsigstr. 24; Gimanowsti, Ackerstraße 101; Schmiel, Yortstr. 62 bei Hannemann; Gräschte, Stephanstr. 36, sowie in den mit Plakaten belegten Lokalen. der Filiale 5 Nord der Maler etc. 245/17 Montag, den 17. Juli, Abends 82 Uhr, in Cothmann's Ballfalon, Brunnenst r. 34. 215/10 Tages Ordnung: 1. Vortrag des Genossen Dr. Hermann Weyl über Proletarier Krankheiten, mit besonderer Berücksichtigung des Berufes der Maler. 2. Diskussion. Verband der Möbelpolirer Berlins und Umgegend. Morgen, Montag, den 17. Juli, Abends 82 Uhr, im Lokale des Herrn Wilke, Andreas- Straße Nr. 26: General- Derlammlung. Tages Ordnung: 1. Rassenbericht, Revisionsbericht, Bericht vom Arbeitsnachweis und dem Stand der Bibliothek. 2. Ergänzungswahl. 3. Ausgabe der Billets zum Stiftungsfest am Sonntag, den 6. August, im Konzertpark Vittoria, Frankfurter Allee 72, und geschäftliche Mittheilungen. Alle Mitglieder werden ersucht, zu erscheinen und die Mitgliedsbücher von 1892 und 1893 wegen der Unterschlagungen des früheren Kassirers Otto Wendt, Curteniusstraße 14, mitzubringen. Der Vorstand. Vorläufige Anzeige. V Der Vorstand. Charlottenburg. 8926 Achtung! Neu eröffnet! Empfehle mein Gartenlokal mit schönem Vereinszimmer. Weiße 20, Seidel 10 Pf. Kaffeeküche. J. Rutsch, Fichtestr. 19, Ecke Gräfestraße( Hasenhaide). Trinkaus' Ball- Salon, Wilhelmsberg. empfiehlt sein Lokal zu allen Gelegen heiten, den Kirchhofsbesuchern besond. zu empfehlen. Die Kaffeeküche ist von 2 Uhr geöffnet. G. Trinkaus. Vereinszimmer Moabit, Werftstr. 6. Restauration ist billig zu vermiethen.. 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Billets mit Vorstands- und Kommissionsmitgliedern, und in den mit Plakaten belegten Programm à 25 Pf. sind in allen Zahlstellen des Verbandes, sowie bei allen Handlungen; ferner bei den Komiteemitgliedern B. Franke, Frankfurterstr. 73; Lederhause, Dranienstr. 169; Schmoldt, Rixdorf, Hobrechtstr. 1; H. Schulz, Memelerstr. 60a, und in allen Versammlungen zu haben. 266/3 Gastwirthe wünscht sich Junger Arzt in ein. Bezirk 857b Die Beleidigung gegen Frau Junge nehme ich hiermit zurück 9076 Frau Koblih. Zähne zu Klinikpreisen vollt. schmerzlos, event. Theilzahlung. Invalidenstr. Olga Jacobsohn, Nr. 145. Praktischer Neue Rossstrasse 3. Schmerzlos: Zahnziehen, Füllen, Bahnerfag. Theilzahlung. Poliklinik umsonst. Zahnarzt Tischlerei Oranienstr. 153, 3 Tr. = niederzulassen, wo er im Sinne unserer der inneren Louisenstadt, Bewegung mit thätig sein kann. 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Wilke gehalten. 12 Uhr: Kaffeepause. Um 2 Uhr: Fest- Polonaise mit verschiedenen Ueberraschungen. Freunde und Kollegen, sowie deren Damen werden hierdurch ergebenft eingeladen. Einlasskarten Herren à 50 Pfg., Damen à 30 Pfg., sind beim Festkomitee, in den mit Plakaten belegten Handlungen und am Eingang zu haben. Kaffenöffnung Abends 7 Uhr. Anfang 8 thr. J. A.: Carl Wallenthin, Liebenwalderstr. 20. Freie Vereinigung der Graveure u. Ciseleure Berlins und Umgegend. Sonnabend, den 22. Juli 1893, Großes Sommer- Fest in Th. Keller's Hofjäger, Hasenhaide. Unter Mitwirkung des Männer- Chors St. Urban( Mitgl. d. A.-S.-B.) Konzert, Volksbelustigungen für Damen, Herren u. Kinder. Jin Saale: Grosser Fest- Ball. Anfang des Konzerts 4 Uhr, der Gesangs- Aufführungen 81/2 Uhr. HF Die Kaffeeküche ist von 2 Uhr an geöffnet. Billets à 20 Pf. im Vorverkauf sind zu haben bei P. Barth, Simeonstraße 2, 2 Tr.; G. Kleist, Waldemarstr. 48, 1 Tr.; G. Krauß, Mühlenstr. 65, 2 Tr.; A. Zwirt, Staligerstr. 125, Hof 3 Tr. Freunde und Genossen ladet hierzu ein Das Comité. Verein deutscher Schuhmacher. Versammlungen Montag, den 17. Juli, Abends 8½ Uhr: Filiale bei Henke, Blumenstrasse No. 38. Tages Ordnung: 168/3 Vortrag des Genossen Faber über: Enrichissez vous. Diskussion. Verschiedenes. Filiale Il bei Röllig, Neue Friedrichstr. 44. Vortrag des Genossen Roland über: Zweck und Nußen der Gewerkschaften. Da wichtige Angelegenheiten in diesen Versammlungen zur Sprache tommen, so ist es Pflicht der Kollegen, zahlreich zu erscheinen. 276/4 Achtung!! Die Bevollmächtigten. Achtung!! Bäckerei- Arbeiter Berlins. Zwei große Versammlungen am Dienstag, den 18. Juli, Nachmittags 3 Uhr. 1. Jm Norden: Germania- Säle, Chausseestraße 103. Referenten: Genosse Völt el, Hutmacher und Kollege Kretschmer. 2. Jm Osten Konkordia- Säle, Andreasstraße 64. Referenten: Genoffe Kiesel, Bigarren- Arbeiter und Kollege Schlüter. Zages Ordnung: 128/13 Führen wir die Arbeiter- Kontroll- Marke ein? Die Agitations- Kommission. 98 Als Bandagift empfiehlt sich zur Anfertigung von Bruchbändern, Suspenforien, Leibbinden, Apparate für Fuß- und Rückgratverkrümmung, Gradehalter, fünftl. Gliedmaßen als Arme, Beine 2c. unter Garantie zu billigsten Preisen. 4549L* Aug. Reiche, Santentaſſen, Seydelstr. 15. ieferant für Orts- und HilfsDer Herr wird ersucht, sich zu melden, der den hellgrauen Ueberzieher auf der Chaussee nach Schönholz aufbei Karl Billmann, Weißenburgergenommen hat, welches von vielen Genoffen gesehen worden ist. Abzugeben straße 59. Korset- Fabrik. 918b Korsets, eleganter Sih, jede Taillenweite, Einzelverkauf zu Fabrifpreisen. Badftr. 47/48, I. 45472* Total- Ausverkauf. Wegen Abriß des Hauses verkaufe Teppiche mit fleinen Fehlern spottbillig! Sophatepp. 5 u. 8 M. Gr. Saaltepp. 25, 38, 54 11. 68, sonst 80-200 M.! Tischdeck., Portièren 2c. enorm bill.! Teppichfabrik Emil Joseph, Leipzigerstr. 31. 375M Aufträge n. außerh. streng reell! 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Juni war der Vorwärts" wieder einmal in der Lage, schildern zu können, in welcher Weise sich das Wohlwollen" der Postverwaltung verflüchtigt, je mehr die unteren Beamtenschichten in Frage kommen, daß von allen Fonds, und deren sind gar viele und gewaltige, die Tropfen, die nach ,, unten" durchsichern, vergleichbar sind den Brofamen, die von des Herren Tische fallen. Auch die Deutsche Postzeitung" brachte in ihrer Nr. 11 einen neuen Beweis hierfür in folgender Notiz: Außergewöhnliche Unterstützungen sind jüngst an einzelne Beainte folgender Chargen gezahlt worden: PostIräthe 2c. 600 M., Rassirer 150 m., Oberoit direktions- Sekretäre 100 M., Post fetretäre 60 M., Bureau- Assistenten 50 M., Postschaffner( nur bei den D.-P.-D.) 50 M., Hilssboten( nur bei den D.-P.-D.) 45 M., Ober- Poſtassistenten 45 M., Assistenten( nicht- etatsmäßige, bei den D.-P.-D.) 40 M. Zwar ist in dieser Notiz der etatsmäßigen Postassistenten und des großen Heeres der etatsmäßigen Unterbeamten außerhalb der Ober- Postdirektionen*) feine Erwähnung gethan. Wenn wir jedoch auch annehmen, daß einige der ersteren mit 30 M., einige Der letzteren mit 20 M. bedacht worden sind, so besteht zwischen den 600 M. der Herren Posträthe und den 20 M. resp. dem Nichts der Unterbeamten ein so himmelweiter Unterschied, daß ein näheres Eingehen auf diesen Gegenstand geboten erscheint. gute, An die Drechsler. Kollegen! Am 1. Juli haben sich Das, was auf die unteren Klassen fällt, sind nur geringfügige macher zu einer Zahlstelle des deutschen Holzarbeiter- Verbandes Bruchtheile. zusammengeschlossen, um gemeinsam den Kampf gegen das UnterWährend diese Verhältnisse mit der kapitalistischen Gesell- nehmerthum aufzunehmen. Kollegen! Wir richten nun an Euch schaft eng verwachsen sind und nur mit dieser aus der Welt ge- den Appell, laßt Euch nicht durch kleinliche Bedenken über die schaffen werden können durch eine starke Arbeitervertretung, durch Form der Organisation zurückhalten, bringt Euer Solidaritätsklärung dieser Zustände geben als den Ausspruch: die Sozialdemokratie, kann der Antisemitismus teine andere Er- gefühl mit der organisirten Arbeiterschaft dadurch zum Ausdruck, Es ist alles daß Ihr vollzählig in den Holzarbeiter- Verband eintretet und verjudet". Wie er aber unter dieser Flagge die Wirkungen des die am Montag, den 17. Juli, bei Joel, Andreasstr. 21, stattstaatlichen und sogar christlichen Kapitals beschneiden, wie er den findende Versammlung zahlreich besucht. Herm. Runge, Drechsler. doch vom Staate ausgebeuteten unteren Beamten eine den Kulturverhältnissen entsprechende menschenwürdige Existenz verschaffen Bildhauer! Am 18. Juli( Dienstag) findet bei Gründer will, das ist sein Geheimniß. Auch diejenigen der Postassistenten und Unterbeamten, die in ihrer Verblendung das während der früher Mundt, Köpenickerstr. 100, eine öffentliche Bildhauerletzten Wahlen von antisemitischer Seite an die Postbeamten ge- Bersammlung statt zu dem Zweck: den Kollegen die dringende richtete Flugblatt unterschrieben haben und sich von Postfefretären Nothwendigkeit einer Wertstellenorganisation ans Herz zu legen Eine Be als„ Kameraden“ und„ Kollegen" tituliren ließen, ohne zu be- mit der Darlegung der Mittel und Wege hierzu. denken, daß der Abstand zwischen ihnen dem eines Herrn und sprechung der Einrichtung von Werkstattvertretungen und der vom Dieners gleicht, werden sich sagen müssen, daß die Beseitigung Zentralverein vorbereiteten Statistit, die unter anderem den der hier geschilderten Zustände, die Verbesserung ihrer Lage denn Zweck hat, in Zukunft die rechnerische Unterlage zu geben für doch von ganz anderen Faktoren abhängig ist, als von der Ver- bie seit Anfang dieses Monats in Kraft getretene Arbeitslofenfasse, sind, nebst der Abrechnung der Kommission der Bildhauer minderung des angeblich jüdischen Einflusses. die Hauptpunkte der Tagesordnung. Suche jeder Kollege seinen Einfluß auf andere auszuüben, um alle zum Besuch dieser wichtigen Versammlung zu bewegen. Die andauernde Krise und die Aussicht auf stete Verschlechterung der Lebenshaltung aller Arbeiter sollte jeden Denkenden veranlassen, ein Mitarbeiter der Organisation zu sein, und eine Unterstützung zur Abwehr der Uebergriffe des Unternehmerthums zu ermöglichen, welches sich ſtets, bei guter und schlechter Zeit, die Unterwürfigkeit der Gebilfen zu nutze macht. Ghe es zu spät, ehe die Noth allseitig wer soll uns sind die Kollegen zum Handeln zu bringen andererseits widerstehen, wenn wir einig sind!! Also zögert nicht mehr. Jeder Kollege hat im eigenen Intereffe anwesend zu sein in dieser Versammlung. Die Agitationstommission der Bildhauer. An die Konditorgehilfen, Pfefferküchler und verwandten Berufsgenossen. daß Gerichts- Beitung. beim er Vermerk Gewerbegericht. Sihungvom 13. Juli. Kammer VIII. In den Poſtetat pro 1893/94 sind unter Titel 8 und 38 von allgemeinem Interesse dürfte das Erkenntniß sein, welches über 1/8 Millionen Mark eingestellt, die zu Unterstützungen eine Klage des Buchbinders Riedel gegen den Buchdruckereibefizer an bedürftige Beamte und Unterbeamte" dienen sollen, deren Gergonne erledigte. Riedel verlangte 44 M., weil er ohne ihre Opfer erfaßt und jede Widerstandskraft zu nichte gemacht, jährlices Diensteinkommen den Betrag von 4500 M. nicht überteigt". Nur„ ausnahmsweise" soll dieser Fonds zur Unterstützung Kündigung und ohne gesetzmäßigen Grund entlassen worden sei, höher befoldeter Beamten" in außerordentlichen Bedarfsfällen" trotzdem nach seiner Behauptung die gesetzliche Kündigungsfrist nicht ausgeschlossen war. Der Vertreter der Firma Gergonne benutzt werden. Das Durchschnittseinkommen eines Postrathes in Berlin beträgt 6000 M. So müssen also die mit 600 m. legte eine unter anderen auch vom Kläger unterschriebene Arbeits" Unterstützung bedachten Pofträthe ausnahmsweise" in einer den taum lesbaren so klein ist das Betreffende geschrieben ordnung vor, welche neben der Unterschrift des Obersetzers Figner bedrängten Lage gewesen sein! Wie aus dem in der Generalversammlung des Berliner Post Spar- und Vorschuß ohne Kündigung zu arbeiten. Hieraus sucht der Faktor Vermerk enthält: Durch meine Unterschrift erkläre ich mich bereit, vereins am 27. März d. Js. verlesenen Revisionsprotokoll die Berechtigung Kollegen! Kaum ist es gelungen, die Sonntagsarbeit durch sofortigen Entlassung zur sofortigen hervorging, daß von geheimen expedirenden Sekretären Hoffmann im Reichs Postamt außerordentliche Ginlagen in Höhe von 400 M. Stiebel's berzuleiten. Dieser führte dem gegenüber aus, gefeßliche Bestimmungen etwas einzuschränken, so suchen die ArUnterschreiben den erwähnten beitgeber uns dieses zugestandene Recht wieder zu nehmen. Man gemacht worden waren, so bietet die in Nr. 44 des Post- nicht gesehen habe und wohl deshalb nicht darauf auf ist sehr vorsichtig bei der Einberufung der beiden Versammlungen Amtsblattes vom 26. Juni d. Js. veröffentlichte„ Uebersicht über merksam geworden sei, weil er auf die Bemerkung des Faktors, vorgegangen, und hat nur solche Arbeiter eingeladen, von denen die Geschäftsergebnisse der Post- Spar- und Vorschußvereine das sei die ihm bekannte Arbeitsordnung, ohne näheves His man annehmen konnte, daß sie für die Pläne der Herren Fabriwährend des Jahres 1892" ganz dieselbe Erscheinung. An außer sehen die Unterschrift geleistet hätte. Von der Arbeitsordnung fanten zu haben sind. Wir fordern deshalb alle Kollegen auf, ordentlichen Einlagen ist genannten Vereinen im Vorjahre hätte er aber gewußt, daß die Kündigungsfrist von 14 Tagen, Arminhallen, Kommandantenstraße, zahlreich zu erscheinen, da in der von uns einberufenen Versammlung am 20. Juli in den die Summe von fast 1 Million Mark zugeführt worden sofern teine andere Vereinbarung sie ausschloß, von ihr anerkannt ( in Berlin allein über 4 Million). Fragt man, von wem? So wurde. Die Bemerkung neben dem Namen des Fißner be- wir uns mit den gefaßten Beschlüssen nicht einverstanden erwird aus den Reihen der unteren Posibeamten als einstimmige zeichnete in einem früheren Termin der Kläger als einen Antwort flingen: Von uns nicht; wir nehmen den Verein nur in Anspruch, wenn wir, getrieben von bitterster Noth, pumpen fest, daß jene Bemerkung von Figner dorthin geschrieben wurde; Winkelzug" des Beklagten. Herr Hoffmann stellte nun diesmal müssen. Haben doch die Vereine im Vorjahre nach genanntem die organisirten Drucker wollten eben ohne Kündigung arbeiten, Bericht über 5 Millionen Mart gegen 43/4 Millionen im Jahre meinte er dazu. Die beklagte Firma wurde verurtheilt, die ein1891 an Vorschüssen bewilligen müssen, was eine Steigerung um geklagten 44 M. zu zahlen. Das Gericht nahm an, eine Verfajt 1/3 Million Mark bedeutet. Auf der einen Seite Anschwellen einbarung zwischen dem Arbeitgeber und Arbeiter, welche die 17. d. M. findet eine öffentliche Klempnerversammlung statt, in Achtung, Klempner! Kollegen! Am Montag, den der außerordentlichen Einlagen, auf der anderen Seite bedeutende Zunahme der Vorschüsse; dort Ueberfluß, hier bitterster Mangel. gesetzliche Kündigungsfrist aushob, habe nicht stattgefunden. welcher wichtige Angelegenheiten erörtert werden follen, aber Zunahme der Vorschüsse; dort Ueberfluß, hier bitterster Mangel. Der Susatz des Gehilfen hätte feine Verbindlichkeit für die ist es Pflicht aller Kollegen, recht zahlreich zu erscheinen; möge Wenn es wahr wäre, was der Minister von Heyden kürzlich anderen Angestellten, die ebenfalls das Schriftstück unter- jeder bedenken, wie sehr eine Verbesserung unserer Lage noth im Abgeordnetenhause fagte, nämlich „ daß jede Hergabe von Staatsmitteln zur Bekämpfung schrieben hätten. thut. Kollegen, laßt alle klemliche Streitereien bei Seite, helft von Nothständen von einer demoralisirenden( entſittlichen Biegler, hatte den Fabrifwächter Franzke im Oktober vorigen pünktlich in der Versammlung bei Boly, Alte Jakobstr. 75. Der Hausverwalter der Kühlmann'schen Weizenmühle, alle an der Verbesserung der heutigen Zustände und erscheint den) Wirkung begleitet ist" wenn das wahr wäre, sagten wir, sollte dann diese„ demorali- Jahres engagirt, und dieser hatte auf seine Veranlassung an etwa firende Wirkung" nicht mit der Höhe der gewährten Summen 32 Sonntagen einige Stunden länger Dienst gethan, als er nach den vereinbarten Arbeitsbedingungen nöthig gehabt hätte. Jett, steigen? Nein, nein, das kann nicht sein, Diese Wirkung nachdem er entlassen worden ist, klagt er auf Zahlung einer äußert sich nur bei Unterstützung in homöopathischen Dosen Ueberstunden- Entschädigung im Betrage von 16 M. Er motivirt à 20 oder 30 M., wie sie z. B. den unteren Postbeamten ge- den Anspruch damit, daß ihm von Ziegler die Mehrarbeit der beiden ersten Sonntage mit zusammen 1 M. extra bewährt wird. Ein anderes Bild. Im nur noch 14 M. flären können. auch werden die Interessenten des Gewerbegerichts ersucht, zu Herm. Koch, Auguststr. 50b. NB. Herr Weigert ist zu dieser Versammlung eingeladen, erscheinen. Versammlungen. Ueber das Ein Eine kombinirte Versammlung der Maler, Lackirer Um an Beamte in außergewöhnlich verantwortlichen Direkte Abmachung betreffs der Bezahlung der sonntäglichen rechnung der Fachschule entgegen. Die Einnahmen betrugen mit an Beamte in außergewöhnlich verantwortlichen zahlt worden sei. Auf Befragen erklärt er, daß eine und Anstreicher, die am 13. Juli stattfand, nahm die AbStellungen Entschädigungen zu gewähren, wurde vor 3 Jahren Mehrarbeit nicht getroffen wurde. Der Hausverwalter Ziegler dem Schulgeld im Betrage von 543,50 M. in Summa 565,55 M. der Titel 29a bes Postetats( Stellenzulagen) neu geschaffen. stellte die Angelegenheit anders dar. Unter diesem Titel gelangt fast 1/2 Million Mark zur VerEr habe dem Kläger Die Ausgaben für Lehrerhonorar, Annoncen, Unterrichtsgegens ausgabung. Jedoch von den Ober- Postkassen- Kassirern bis zu sprechend früher nach Hause gehen zu dürfen. Wenn dieser es von 36,56 M. Das vorhandene Inventar hat einen Werth von freigestellt, für die angezogene Extraarbeit am Montage ent- stände 2c. beliefen sich auf 602,11 m., mithin verblieb ein Defizit den unteren Beamten ist ein weiter Abstand. Während die nicht that, tönne er nicht dafür. Möglich wäre, daß er Franzte 875,25 Mark. Ersteren mit 145 M. pro Kopf an dieser Summe partizipiren, für die ihm, Ziegler, erwiesene Gefälligkeit mal eine Mart als als nicht mehr zeitgemäß betrachtet. Von einigen Kollegen wurde die Fachschule entfallen auf die Ober- Postassistenten ( die etatsmäßigen Postassistenten sind hiervon vollständig aus- Trinkgeld gegeben habe. Nie habe aber in seiner Absicht gelegen, gehen oder Fortbestehen der Fachschule( Brizerstraße 17/18) geschlossen), auf die Postschaffner 8 M., auf die Stadtpostboten gekommen ist, besonders mit Geld zu vergütigen. Der Kläger Das Defizit wird von sämmtlichen Filialen in prozentualer Weise dem Kläger die paar Stunden, welche derselbe Sonntags früher soll in einer nächsten Versammlung Beschluß gefaßt werden. und Packetträger 3 M. und auf die Landbriefträger gar noch wurde mit seiner Klage abgewiesen, weil nach Meinung des Ge- gedeckt. In anbetracht der nahe bevorstehenden Generalversammnicht mal 1. pro Kopf. Will man dies Verhältniß noch richts eine Vereinbarung, daß er des Sonntags gegen ein Entgelt lung wurde nach längerer Diskussion von der geplanten Eindrastischer zur Anschauung bringen und rechnet man die den Beamten außer dem Gehalte noch gewährten Bulagen" und früher zu kommen habe, nicht stattgefunden hat. berufung eines Provinzialtages für Brandenburg Abstand Zu der Verhandlung eines Prozesses Cznia wider nicht pensionsfähigen Zulagen" hinzu, so ergiebt sich folgengenommen. Eine lange Debatte über das Reglement des ArbeitsSalomon war sowohl der Beilagte wie dessen Beuge nachweises endete mit dem Beschluß, die Aushilfezeit von drei des Bild: nicht erschienen. E3 handelte un einen der vielen Tagen gänzlich, fallen zu lassen und wieder die frühere BeEntschädigungsansprüche wegen ungefeßlicher plößlicher Entstimmung playgreifen zu lassen: wer auf erhaltene Adresse lassung. Zwei Zeugen befundeten, beim Engagement des Arbeit annimmt, wird gestrichen."" G3 wurde dann noch zur Klägers zugegen gewesen zu sein und nicht gehört zu haben, daß regen Betheiligung an der am 16. Juli nach Potsdam zu unterder Beklagte von einer Kündigung oder Nichtkündigung ge- nehmenden Agitationstour, weiter zu der am 23. Juli Vormittags sprochen hat. Das Gericht verurtheilte denselben zur Bahlung in der Perlebergerstraße 13 stattfindenden öffentlichen Malervon 36 M. an Cznia, in der Annahme, daß, wenn die Kündigung verfammlung für Moabit und zu dem am 5. August in der von der Firma hätte ausgeschlossen werden sollen, dies beim Engagement hätte geschehen müssen; nach den Zeugenaussagen sei bavon aber feine Rede gewesen. Der unentschuldigt aus gebliebene Zeuge des Herrn Salomon wurde in eine Ordnungsstrafe von 20 M. bezw. 4 Tage Haft genommen. 8 105 etatsmäßige„ höhere" Beamte der Betriebs- Verwaltung bis herab zum Postsekretär einschließlich 251 580 M.**) 49 071 etatsmäßige Postassistenten u. Unterbeamte der BetriebsBerivaltung 254 750 M.***) Also 14 p& t. der gesammten etatsmäßigen Beamten beziehen fast 50 pet. der beiden Fonds. Hat sich die Postverwaltung bis jetzt wohlweislich gebütet, eine statistische Uebersicht der aus den Unterstützungsfonds ( Tit. 8 und 38) an die einzelnen Beamtenkategorien gewährten Summen zu veröffentlichen, so gestattet doch erstens die oben mitgetheilte und besprochene Notiz der Deutschen Postzeitung" gang interessante Einblicke in das Unterstügungswesen bei der Postverwaltung, und zweitens gewährt uns der in Tit. 29a fest gelegte Bertheilungsmodus der Stellenzulagen" ganz sichere Rückschlüsse auf den Verbleib der Unterstützungen". " Soziale Leberlicht. Neuen Welt" arrangirten Sommerfest aufgefordert und beschlossen, in diesem Monat noch eine kombinirte Versammlung einzuberufen. In der Generalversammlung des Bildungs vereins für Frauen und Mädchen, die am 5. Juli tagte, gab die Vorsitzende einen Bericht über die Thätigkeit des Vereins. Vom April bis Juli wurden sechs Versammlungen abgehaten; ferner in Friedrichsberg, Weißensee und Moabit je eine Filiale gegründet. Die Kassirerin berichtete, daß die Einnahmen 121,93 M., die Ausgaben 92,10 m. betragen, demnach bleibt Achtung, Arbeiter Berlins! Die Gewerkschafts- ein Bestand von 29,83 M. Der Vorstand der Filiale FriedrichsWie sind diese geschilderten Vorgänge, die einer geringen und Lotal- Kommission empfiehlt den Arbeitern Berlins, berg erklärt seinen Austritt, indem sich die Genossinnen dort Anzahl Begünstigter so große Summen in den Schooß werfen, bei Abmachung von Festlichkeiten und Vergnügungen bei den stark genug fühlen, einen eigenen gewerkschaftlichen Verein zu nun zu erklären, wie ist Abhilfe zu schaffen? Lokalinhabern und Wirthen darauf zu halten, daß die bedienenden gründen. Dem gegenüber wurde bemerkt, daß nur der HauptEs ist ein hervorstechendes Merkmal unseres jetzigen Gefell- Kellner am Festabend unbedingt aus dem unentgeltlichen vorstand eine Auflösung beschließen kann, im anderen schaftszustandes, daß, je unangenehmer, je schwerer, je härter die Arbeitsnachweis des Vereins Berliner Gastwirthsgehilfen, Annen- Falle die Mitglieder einzeln ihren Austritt erklären müssen. Arbeit, je länger die Arbeitszeit ist, eine desto miserablere Be straße 16, entnommen werden. Außerdem werden die Arbeiter Auf einen Antrag aus der Versammlung wurde Frau Luß aus zahlung stattfindet umgekehrt ist, je leichter, je angenehmer die Berlins darauf aufmerksam gemacht, daß sie zur Kontrolle des dem Verein ausgeschlossen, weil sie nach§ 3 des Statuts gegen Arbeit, je fürzer die Arbeitszeit, desto besser die Bezahlung, bis Obigen verpflichtet sind; dies geschicht am besten dadurch, daß die Interessen des Vereins verstoßen hat. Die Angelegenheit der schließlich die Inhaber von Stellen, mit denen keine oder fast sie sich vom Wirth am Festabend die Arbeitsscheine der be- Liquidationskommission in Friedrichsberg überwies die Verfeine Arbeit vorhanden ist, die höchsten Gehälter in Anspruch dienenden Kellner vorlegen lassen. sammlung der Frauen- Agitationskommission zur Regelung. Frau nehmen. Und nicht allein dieses. Alle Fonds, auch dieKokosky übergab dem Verein zwei Bücher als Geschenk und soll jenigen, die für die große Masse bestimmt sind, tomEnde Oktober ein Stiftungsfest stattfinden. Die Beauftragten: Hermann Faber, Julius Wernau, Rosenstr. 30. Grünauerstr. 6. *) Die große Masse der Post Hilfs boten fommt nach Die freie Vereinigung der Bureauangestellten von der von oben gegebenen Parole überhaupt nicht in Betracht. Au die auf Holzplätzen und Holzbearbeitungsmaschinen Berlin und umgegend beschäftigte sich am 13. Juli mit Diese müssen vielmehr bei ihrer Verheirathung den in Nr. 228 beschäftigten Arbeiter. Wir machen unsere Kollegen der Berathung der Statutenabänderung. Außer einigen ledigdes Vorwärts"( 29./9. 92) mitgetheilten Nevers unterschreiben, hierdurch darauf aufmerksam, daß wir für Rixdorf eine selbstlich die Organisation selbst betreffenden Anträgen, fanden dagegen nach dem sie sich jeder Ansprüche auf Unterstüßung zu entständige Filiale gegründet, und ersuchen die Kollegen, die bisher solche die Prinzipien der Vereinigung berührenden keine Annahme. schlagen haben. in Berlin ihre Beiträge gezahlt haben, sich der hiesigen Filiale anzuschließen. Unsere nächste Versammlung findet am Dienstag Abend 81/2 Uhr im Lokale des Kollegen Moritz Schüße statt. **) Darunter 25 200 M. nicht pensionsfähige Zulagen". ***) Darunter 500 m.(!!) nicht pensionsfähige Zulagen". Wegen der beantragten Aufnahme der Bestimmung in die Statuten, die Vereinigung stehe auf dem Boden der modernen Arbeiterbewegung" entspann sich besonders eine äußerst lebhafte Debatte. Ein Theil der Mitglieder stand auf dem Standpunkt, daß nur Ferner beschloß die Versammlung gegenüber dem äußerst tenden- 1 Die Versammlung nahm hierauf eine Resolution einstimmig an, durch den Anschluß an die moderne Arbeiterbewegung etwas zu ziösen Bericht im amtlichen Publikationsorgan eine Berichtigung in der sie den Ausführungen des Referenten zustimmte und fich erreichen! sei, daß sich die Vereinigung mit der organisirten Ar- einzusenden. für den Beitritt zum Arbeiter- Bildungsverein erklärte. Gröbte beiterschaft solidarisch zu erklären habe. Wir werden vom gab hierauf die Abrechnung von der Maifeier, bei der die EinKapital noch viel mehr als diese ausgebeutet, hätten demnach In Schöneberg tagte am 13. Juli eine öffentliche Vernahmen 295 M. und die Ausgaben 291,90 m. betragen, also ein auch denselben Weg zu wandeln. Der größte Theil der Versammlung, in der Reichstags- Abgeordneter Bueb über die Bestand von 3,10 m. verblieb. fammlung beftritt feineswegs biefe Anschauungen, war jedoch politische Organisation und deren Werth referirte. Redner be gegentheilig der Meinung, daß unsererseits trotzdem alles ge- gann damit, daß er erklärte, nach den Anstrengungen der Wahl- Ju Friedrichsberg tagte am 10. Juli eine öffentliche Ber schehen könne, auch wenn der beantragte Passus in die Statuten Agitation nicht gerne der Aufforderung, eine Versammlung ab- sammlung behuss Gründung eines Arbeiterinnen- Bildungsnicht aufgenommen wird; die Aufnahme des letzteren tönne der zuhalten, gefolgt zu sein. Aber höher als sein persönlicher vereins. Der Genosse Hansen hielt hierzu den einleitenden Vor Vereinigung selbst nur schaden, weil dadurch ein großer Theil Wunsch stehe ihm das Intereffe der Partei. Auf das Thema trag, und wurden in den provisorischen Vorstand Frau Werschat der Kollegen, die nicht von vornherein auf diesem Standpunkte eingebend, verwies der Redner auf das Zusammengehen der als Vorsitzende, Frau Schneider zur Schriftführerin, Frau stehen, der Bereinigung nur entfremdet werden. Der Antrag bürgerlichen Parteien bei den Wahlen und im Reichstag, be- Liepe zur Rassirerin gewählt. felbst wurde daraufhin abgelehnt. Die weitere Berathung tonend die Nothwendigkeit der Organisation der Sozialdemokraten. fiber Statutenänderung wurde wegen vorgerückter Zeit vertagt. Gewerkschaftlich müßten die Arbeiter sich organisiren, aber das genüge Köpenick. Der hiesige Arbeiter- Verein hielt am 11. Juli Der Antrag, den Kollegen Runte auszuschließen, gab Ber- nicht, um die endgiltige Befreiung des Proletariats zu erreichen. seine Generalversammlung ab. Nach Erledigung des Jahres anlaffung zu einer äußerst lebhaften Debatte. Der Vorstand Hierzu sei vielmehr die politische Organisation nöthig. Als ein berichts schritt man zur Vorstandswahl und wurden gewählt war angesichts des bisherigen Verhaltens des Kollegen Kunkel, Berbrechen betrachte er es, von der Betheiligung an den politischen zum ersten Vorsitzenden Hilliges, zum zweiten Borsigenden sowohl in den Vereinsversammlungen als auch in den letzten Wahlen abzurathen. Diese feien nöthig, um das wenige, was a merling, zum Kassirer Viete, zum Schriftführer öffentlichen Versammlungen und der Art und Weise der Be- wir an politischen Rechten besigen, zu schützen. Das fühlten Grothe, zum Beisitzer Lehmann, zum zweiten Bibliothekar handlung von Kollegen, die anderer Meinung sind, als er, davon namentlich die elsaß- Lothringischen Arbeiter, die nicht einmal die Boc. Zu Revisoren wurden die Genossen Wißler, Noak überzeugt, daß ein weiteres segensreiches Zusammenwirten mit wenigen in Altdeutschland bestehenden Freiheiten so weit und Buba ch gewählt. ihm nicht möglich ist. Der Vorstandsantrag wurde hierauf an- dies Wort überhaupt berechtigt sei hätten, sondern so gut wie genommen. Das weitere Arbeiten der Vereinigung wird nun rechtlos daftünden. Suchten unsere Gegner alle Zeit tampfmehr zeigen, ob, wenn in fachlicher, follegialer und überzeugungs- bereit" zu sein, so müßten wir es auch sein, und dazu genüge treuer Weise gehandelt wird, etwas zu erreichen ist oder nicht. nicht die Stimmabgabe bei den Wahlen, sondern enger Bu ( Hiermit wäre auch unsere Notiz in Nr. 163, siehe Lokales, richtig sammenschluß sei nöthig, um alle Beit einiges Vorgehen zu er gestellt. Die Redaktion.) möglichen. Reicher Beifall that die Zustimmung der zahlreichen Versammlung zu diesen Ausführungen dar. An der Diskussion betheiligten sich die Genossen Maciejewski, Ledebour und Köster, die Aufforderung an die Anwesenden richtend, sich dem Arbeiter- Bildungsverein anzuschließen. In seinem Schlußwort ging der Referent auf die rechtlose Stellung der ElsaßLothringer näher ein, und begrüßte es freudig, daß die Genossen Julius Grün. Ihre Anfrage ist unverständlich. Wenn Sie in Altdeutschland diesen Zuständen ihr Interesse zuwenden. Das 24 Jahre alt find, dann haben Sie doch keinen Vormund mehr arbeitende Bolf Elsaß- Lothringens habe das Recht auf dieselben und können unbefümmert um ihn heirathen. Oder ist der VorInstitutionen, wie sie in den übrigen Bundesstaaten bestehen. mund für Sie als Großjährigen aus besonderem Anlaß bestallt? Der Arbeiterverein für Rummelsburg und Umgegend bielt am 11. Juli d. J. eine Versammlung ab, in der Genosse Mener unter lebhafter Zustimmung der Versammlung über das Thema referirte: Was lehren uns die Wahlen". Die Distuffion bewegte sich im Sinne des Referenten. Zur Feier des Wahlfieges hatten die Genossen eine Landpartie veranstaltet, die recht harmonisch verlief, troydem es die Behörde für nothwendig gehalten hatte, ein recht zahlreiches Gendarmeriekorps aufzubieten. Sozialdemokratischer Wahlverein für den 1. Berl. Reichstags- Wahlkreis. Montag, den 17. d. M., Abends 8 Uhr: Groke Versammlung Beuthstraße 22, 1 Tr. Tages- Ordnung: 1. Vortrag des Reichstags- Abgeordneten Bueb( Mül hausen). 2. Diskussion. 3. Ergänzungswahl des Vorstandes. 4. Berschiedenes. Jedermann hat Zutritt. Mitglieder werden in der Versammlung aufgenommen. Um zahlreiches Erscheinen ersucht 370/12 Der Vorstand. Sozialdemokratischer Wahlverein sbord" pulis Briefkaffen der Redaktion. J. R. F. Infolge Jhrer Vereinbarung hat diese sowohl wie auch der schriftliche Vertrag Giltigkeit. Der Vertrag ist stempelpflichtig, sobald das Objekt desselben 150 M. übersteigt. Das ist bei Ihnen der Fall; von der Stempelung hängt die Giltigkeit des Vertrages nicht ab; für den Stempel sind beide Parteien verpflichtet. Verband der Vergolder und in verw. Gewerben besch. Arbeiter Verband deutscher Korbmacher und Arbeiterinnen Deutschlands( Filiale Berlin). Sonnabend, 22. Juli, in Königsbank, Gr. Frankfurterstraße 117: Grosser Sommernachts- Ball, ( Filiale Berlin). Montag, den 17. Juli, Abends 81/2 Uhr, bei Roll, Adalbertstr. 21: Versammlung. Verband der in Holzverb. mit Gesang und komischen Vorträgen. mit Gesang und komischen Vorträgen. bearbeitungs- Fabriken u. auf Anfang 8 Uhr. Entree für Herren 50 Pf. und für Damen 30 Pf. Billets find zu haben in den Zahlstellen bei Köpnic, Schillingstraße Nr. 30a; Peterson, Veteranenstr. 22, und bei Günther, Josefstr. 10, sowie bei den Mitgliedern Franz Nary, Lübbenerstr. 18, 3 Tr.; Frau Auguste Müller, Langestr. 104, Quergeb. 2 Tr.; Heinrich Haupts, Röpenickerstr. 48, Hof part.; A. Reimer, Rigdorf, Richard- Plaz 7; H. Donath, Gr. Frankfurterstr. 180, Hof 3 Tr., und bei den Vorstands: 855/16 Bu zahlreichem Besuch ladet ein für den 3. Berl. Reichstags- Wahlkreis. Ditgliedern. Dienstag, den 18. Juli, Abends 8% Uhr, bei Gründel, Dresdener str. 116: General- Versammlung. Zages Ordnung: 1. Bericht und Abrechnung vom 2. Quartal. Das Komitee, Holzplätzen beschäft. Arbeiter u. Arbeiterinnen Deutschlds. Filiale Berlin Il( Nord). Versammlung am Dienstag, 18. Juli, Abds. 8, Ubr, im Lokale des Hrn. Rehliz, Bergstr. 12. Tagesordnung: 1. Vortrag. 2. Abrechnung. 3. Verbandsangelegenheiten. 174/14 Die Mitglieder werden ersucht, in Der Vorstand. Verband aller in der Metallindustrie beschäftigten Arbeiter dieser Versammlung recht zahlreich zu Berlins und Umgegend. 2. Vortrag des Reichstags- Abgeordneten Vogtherr über:" Die politische Am Montag, den 24. Juli, Abends 8½ Uhr, im Restaurant des Lage". 3. Vereinsangelegenheiten. Die Zahlstellen befinden sich beim Kassirer W. Gründel, Dresdener straße 116; Börner, Ritterstr. 108; Schönicke, Wasserthorstr. 20; Schöning, Stallschreiberstr. 29; Lenz, Alte Jakobstr. 69; Kehr, Röpnickerstr. 126, und Baate, City- Passage, Dresdenerstr. 52/53. 874/11 Sozialdemokratischer Wahlverein für den 6. Berl. Reichstags- Wahlkreis. Dienstag, den 18. Juli, Abends 81/2 Uhr, General- Versammlung in den Germania- Sälen, Chauffeestraße. Tages- Ordnung: 1. Die Nothwendigkeit der politischen Organisation und deren Werth. Herrn Philipp, Rosenthalerstraße 38: erscheinen. Verein z. Wahr. d. Interessen General Bersammlung der Stockfarbeiter. Tages Ordnung: 1. Rassenbericht und Bericht der Revisoren. 2. Bericht der Kommissionen und Neuwahl derfelben. 3. Abrechnung vom Winterfest und Antrag auf AbAbsatz b. Dienstag, den 18. d. M., Abends 82 Uhr: 288/11 haltung eines solchen. 4. Antrag auf Aenderung des§1 des Statutes, Versammlung 230/2 Ohne Mitgliedskarte ist der Zutritt nicht gestattet. Um zahlreiches und pünktliches Erscheinen ersucht Der Vorstand. Vereins- Versammlung Referent: Reichstags- Abgeordneter Bueb( Mülhausen i. E.). 2. Distusfion des Arbeiter- Bildungsvereins für Schöneberg und Umgegend 3. Abrechnung, Bericht der Revisoren. 4. Bereinsangelegenheiten. 5. Verschiedenes und Fragekasten. 240/5 Der Vorstand. Achtung, Klempner! Am Montag, den 17. 5. M., Abends 8½ Uhr, in Bolt' Salon, Alte Jakobstraße 75: Große öffentliche Versammlung ages Ordnung: " 1. Vortrag des Genoffen Alwin Körsten über: Warum organisirt man und welche Organisation ist für Berlin die zweckmäßigste?" 2. Distussion. 3. Verschiedenes. 910b J. A.: Carl Voges. am Montag, den 17. Juli d. J., Abends 8 Uhr, im großen Saale der Schloßbrauerei zu Schöneberg. Tagesordnung: 108/8 1. Vortrág. 2. Diskussion. 3. Vereinsangelegenheiten. 4. Verschiedenes. Um recht rege Betheiligung bittet Der Vorstand. Ethische Gesellschaft. Sonntag, den 16. d. M., Abends 8 Uhr, Rosenthalerstr. 38: Vortrag des Fräulein Wabnitz über: Die Thätigkeit des Gehörs und der fünf Sinne. Nach dem Vortrag: Gemüthliches Beisammensein und Tanz. Damen und Herren als Gäste sehr willkommen. 142/8 bei Schöning, Stallschreiberstr. 29. Graveure, Ciseleure! Montag, den 17. d., Abends 82 Uhr: General- Versammlung im Vereinslokal, Dresdenerstraße 45. Tagesordnung: 1. Geschäftl. 2. Entgegennahme der Halbjahrsrechnungen und Berichte. 3. StatutenänderungsAnträge. 4. Eventuelle Ergänzungswahl zum Vorstande. 5. Verschiedenes, 168/2 Fragetasten. Der Vorstand. Achtung, Freunde und Genossen! Sonntag, den 23. Juli 1893, im Victoria- Park, Franff. Allee 72/78: Grosses Sommerfest des Rauchklubs ,, Eldorado". Klubgenossen und Freunde werden hiermit freundl. eingeladen. Anfang 916b Der Vorstand. 4 Uhr. Kein Feilschen, fein Handeln, sondern streng feste, sehr billige Preise. 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Es wird dringend ersucht, die Billets möglichst spätestens zum Feft bei den Abnahmestellen abzurechnen. Das Komitee. Grosse öffentl. Sattler- Versammlung am Dienstag, den 18. Juli er., Abends 8% Uhr, bei Feuerstein, Alte Jakobstraße 75( oberer Saal). Tages- Ordnung: 290/3 Die unmittelbar bevorstehende Militärarbeit. Es ist Pflicht eines jeden Kollegen, in dieser Versammlung zu erscheinen. Die Agitations- und Lohnkommission der Sattler Berlins. Montag, den 17. Juli, Abends 8%, Uhr: Große öffentliche Versammlung der Holzarbeiter ( Tischler, Klavierarbeiter, Drechsler, Bürstenmacher, Stellmacher etc.) bei Joël, Andreasstraße Nr. 21. Tages Ordnung: Vorräthig in allen Eisenwaaren- Handlungen. Poesien von Leopold Jacoby. Vierte Auflage mit einem Vorwort, enthaltend die Entstehungsgeschichte dieses Buches, welches Hoffmann v. Fallersleben mit dem Zuruf an den Verfasser begrüßte: 4513L* ,, Es werde Licht! Ein neuer Frühling steht der Welt bevor!" Der Schutzengel D. R. P. a. Preis 3 u. 4. 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Der Vertrauensmann. Achtung, Bildhauer! Am Dienstag, den 18. Juli d. J., Abends 8½ Uhr, in Gründer's Festsälen( fr. Mundt), Köpniderstr. 100: Oefftl. Bildhauer- Versammlung Tagesordnung: Stempel! 63 Andreas- Straße 63. Vereins- Abzeichen. H.GUTTMANN Stempel-, ( Schablonen-, SchilderFabrik Berlin N., Brunnenstr.9. * Stempel! 1. Referat des Kollegen Dupont über Werkstatt- Delegirteneinrichtung, Gravirung von Inschriften etc. Agitation und Statistit. 2. Rechenschaftsbericht der Kommission der Bildhauer Berlins und Wahl. 3. Verschiedenes. Die Bildhauer aller Branchen sind zu dieser wichtigen Versammlung hiermit dringend eingeladen von der 117/19 Agitations- Kommission der Bildhauer. Großer Massen- Ausverkauf. Nach beendeter Hauptsaison kommen von jetzt ab ca. 1000 Regenmäntel à 6,-., 500 Jaquets à 4,50 M., Staubmäntel à 8,50 m., 100 m à M. Ausverkauf. 46232* Maler, Lackirer und Anstreicherge in Wolle und Seide& 6,- 97. Berlins. Mittwoch, den 19. Juli, Abends 8 Uhr, in Gratweil's Bierhallen, Kommandantenstr. 77-79: Oeffentliche Versammlung. Tages- Ordnung: 1. Das Submissionswesen und unsere Stellungnahme zu demselben. 2. Neuwahl der Lohn- u. Agitations- Kommission. 3. Verschiedenes. Wegen der wichtigen Tagesordnung ist es Pflicht eines jeden Kollegen, au dieser Versaminlung zu erscheinen. 234/16 Der Einberufer. Fachverein der Tapezirer Berlins und Umgegend. Am Montag, den 17. Juli, Abends 8 Uhr, bei Volt, Alte Jakobstr. 75: General Versammlung Tagesordnung: 1. Bericht des Vorstandes und der Revisoren. 2. Bericht der Werkstatt- Kontrollkommission, 3. Wahl des 2. Vorsitzenden und 1. Schriftführers. Damen- Mäntel- Bazar Leipzigerstr. 91, 1 Zr. Sumatra- DeckRoh- Tabak blatt v. 140 Pf. an, Java- Umblatt u. Einlage v. 90 Pf. an, CarmenUmblatt p. 100 Pf. an, sowie sämmtl. anderen Sorten. 4035L* G. Elkhuysen, Alte Schönhauserstr. 5. Kinderwagen. Größtes Lager im Norden Berlins. Theilzahl. gestattet. A. W. 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Enthüllungen über den Kommunisten- Prozeß zu Köln. Engels und Dokumenten. 88 Seiten. Mit einer Einleitung von Friedrich Das Kapital. Auflage. Herausgegeben von Friedrich Engels. Mt. 0,25 Kritik der politischen Dekonomie. Bierte durchgesehene Erster Band. XXXII u. 739 G. Brosch. Mt. 9,- Halbfr. geb. Mt. 11, 8 weiter Band. XXVIII u. 526 S. 8, 10, Antwort auf Proudhon's " " " " Das Elend der Philosophie. Philoſophte des Glends". Deutsch von Eduard Bernstein und Karl Kautsty. Mit Vorwort und Noten von Friedrich Engels. 2. Auflage. XXXVI und 188 Geiten. Broschirt Mt. 1,50, in Leinen gebunden Mt. 2, Friedrich Engels: Der Arsprung der Familie, des Privat- Eigenthums und des Staats. Anschluß an Levis. Morgan's Forschungen. Vierte Auflage. XXIV und 188 Seiten. Broschirt Mt. 1,-, in einen geb. Mt. 1,50 Mt. 3,20 Bierte vervollständigte AufHerrn Eugen Dühring's Amwälzung der Wissenschaft. in salbfranz gebunden 2. Auflage. 315 Seiten. 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Bankow. W. Buge's Vereinshaus. ( früher Borchardt). Schule- Straße Nr. 28. 53 Andreasstr. 53 part. u. 1 Tr. Station Nordbahn. Jeden Sonntag: Ball. Garten und Regelbahn. Verantwortlicher Redakteur: Wilhelm Schröder in Berlin. Druck und Verlag von Mag Bading in Berlin SW., Beuthstraße 2.