Nr. 166. " Grscheint täglich außer Montags. Preis pränumerando: Vierteljährlich 3,30 Mart, monatlich 1,10 mt, wöchentlich 28 Ptg frei in's Haus. Einzelne Nummer 5 Bfg. Sonntags- Nummer mit illunt. Sonntags- Beilage Neue Welt" 10 Pfg. Post- Abonnement: 8,30 Mt.pro Quartal. Unter Kreuzband: Deutschland u. DesterreichUngarn 2 Mt., für das übrige Ausland 3 Mt.pr, Monat. Eingerz. in der Poft Zeitungs- Preisliste für 1893 unter Nr. 6708. Vorwärts 10. Jahrg. Infertions- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzeile oder deren Raum 40 Pfg., für Vereins- und Beriammlungs- Anzeigen 20 Pfg Inferate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr Nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ift an Wochens tagen bis 7 lbr Abends, an Sonnund festtagen bis 9 Uhr Bor. mittags geöffnet. Fernsprecher: Amt I, 4186. Telegramm- Adresse: " Sozialdemokrat Berlins Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Die Sozialdemokratie und die letzten Wahlen. II. Dienstag, den 18. Juli 1893. Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. den beiden extremen Parteien: ber Sozialdemokratie gang!"). Dafür sind die Antisemiten, die 1887 noch nicht und der junkerlich- kapitalistischen Reaktion in der Mitte sich selbständig auftraten, bei der letzten Wahl mit 116 613 Mann bewegen, gegen beide Front machen, mit beiden zu kämpfen angerückt- alles ehemalige konservative und nationalhaben. Eine solche Partei sind oder waren die Deutsch- liberale Wähler. Die dem Reaktionshaufen fehlenden Freisinuigen, die im letzten Wahlkampf von den Mühl- 53 000 hat die Sozialdemokratie gewonnen und Mit der ihn auszeichnenden Driginalität hat Herr steinen rechts und links thatsächlich zerrieben worden sind. noch 84 000 außerdem! Im Jahr 1887- und wir Bennigsen, der nationalliberale Staatsmann in partibus und Die Nationalliberalen und Freitonfervativen haben keinen bitten den Staatsmann in partibus, Herrn von Bennigsen, ewige Zukunftsminister, in seiner letzten Generalrede über Augenblick Front gemacht nach rechts, sie kennen nur eine Front sich diese Ziffern genau anzusehen, denn sie sagen ihm seine die Militärvorlage den Leitartikel der Kölnischen Zeitung" nach links, und find reguläre Abtheilungen der großen und seines Parteitrums*) Zukunft und die Zukunft enswendig hergesagt, und, um seine selbständige Schöpfer- Reattionsarmee, von deren übrigen Elementen nur die, Deutschlands- im Jahre 1887 hatte die Sozialkraft zu bethätigen, die Pointe des Artikels: daß wir den allerdings dick aufgetragene Phrasenschminke sie unter demokratie in Sachsen 149 270 Stimmen; im Jahre 1890: Höhepunkt erreicht, dahin gesteigert und zugespitzt, daß scheidet. In allem wesentlichen sind sie eins mit den 241 187; im Jahre 1893: 273 000- die vereinigte Reaktion wir ihn bereits überschritten haben. Herr Odillon richtigen Vollblutreaktionären, d. h. den Bolitikern, nationalliberal, konservativ und antisemitisch- hatte 1887: Barot, der klassischste Vertreter der nullité grave des die entschlossen sind, die Klinke der Gesetzgebung 369 738, 1890: 330 485, 1893: 318 000. Und die Differenz erusten, gravitätischen Nichts in Frankreich, wäre bei rücksichtslos in ihrem Klaffen- und Sonderinteresse zu hand zu unseren Ungunsten betrug 1887: 220 468; 1890: 99 298 dieser Leistung des deutschen Konkurrenten vor Neid geplakt, haben, und jede, ihren Klaffen- und Sonderintereffen ge- und bei der letzten Wahl nur noch 45 000. In drei Jahren wenn er nicht schon seit etlichen 20 Jahren todt wäre fährliche Bewegung oder Entwickelung um jeden Preis zu wird nach dem gegenwärtigen Tempo des Fortschritts die ein pfiffiger Streich, den Herr Bennigsen zu seinem Unglück unterdrücken wenn es nicht anders geht, mit Waffen- Differenz verschwunden, ja in eine kleine Majorität zu ihm nicht nachgemacht hat. Da Herr Bennigsen seit dreißig gewalt, Staatsstreichen und Ausnahmegesehen. Die National- unseren Gunsten verwandelt sein. Zahren politische Orakelsprüche und Prophezeiungen mit liberalen und Freikonservativen sind nur Spielarten des Und Sachsen ist gerade dasjenige Land, in welchem ausdauernder Geschäftigkeit und Geschäftlichkeit vom Stapel reaktionären Konservatismus nebst seinem unvermeidlichen die Sozialdemokratie zuerst die Massen hinter sich hatte, läßt, und da bisher noch alle seine Drakelsprüche und Caudalappendix( Schweif) des antisemitischen Demagogen- also nach der„ Kölnischen Zeitungs"-Theorie den Höhepunkt Prophezeiungen, mit wunderbarer Pünktlichkeit, von den thums. Busammen mit ihm bilden sie die eine reaktionäre schon längst hätte erreicht, nach der Bennigsen'schen Theorie Thatsachen Lügen gestraft worden sind, so haben wir es nicht Wasse", und, troß aller äußerlichen Buntscheckigkeit, ein schon längst hätte überschritten haben müssen. Denn was nöthig, diesen neuesten Weisheitserguß zu widerlegen organisches Ganzes. Und nach Maßgabe der fortschreitenden jetzt in dem übrigen Deutschland erst beginnt: die Ver- das überlassen wir ruhig den Thatsachen und dem Humor ökonomischen Entwickelung und dem schärferen Sichzuspißen schmelzung aller Reaktionsparteien gegenüber der Sozialunserer Genossen.*) Nur eine Bemerkung, die Herr der sozial- politischen Gegensätze müssen diese Gruppen- demokratie, das ist in Sachsen seit 10 Jahren vollendete Bennigsen machte, als er uns dieses düstere Prognostikon unterschiede auch mehr und mehr verschwinden. In Thatsache. stellte, haben wir zu erwähnen und kurz abzufertigen. Er Sachsen, dem wirthschaftlich vorgeschrittensten Staate Mit welchem Erfolg, das lehren vorstehende Ziffern. meinte triumphirend, wir hätten uns in der ganzen Auf Deutschlands, ist das bereits fast vollständig ge= fassung der Wahlen geirrt die Mittelparteien seien nicht schehen. Seit Anfang der 80er Jahre haben die nur nicht zerrieben worden, wie Liebknecht in der General Mittelparteien das Wort in beffen einzigem debatte über die Militärvorlage behauptet, sondern umgekehrt berechtigtem Sinn genommen dort aufgehört eine politische ſeien es gerade die Mittelparteien, welche die besten Geschäfte Rolle zu spielen. Der Freiſinn kommt nur noch lokal Politische Weberlicht. gemacht. Und dabei verwies der nationalliberale Staats- und sporadisch( örtlich und gruppenweise) vor, und alle Vermann" auf die vermehrten Mandate der Nationalliberalen suche, eine bürgerliche demokratische Partei" zu gründen, und der Freikonservativen. Herr von Bennigsen nennt sich sind an der Thatsache gescheitert, daß aller Boden, wo zwar gern einen Realpolitiker, allein sein Realismus ist der eine Demokratie möglich wäre, von der Sozialdemokratie reinste Phrasendunst, Worte müssen den fehlenden In- schon besezt ist, und daß zwischen der Sozialdemokratie und halt ersetzen, und daß das Wort Frei" im Ausdrucke den vereinigten Reaktionsparteien kein Raum in der Mitte Freikonservativ", und das Wort„ liberal" im Ausdruck liegt. Das Hüben und Drüben" ist schon Wahrheit geNationalliberal" vorkommt, genügt diesem tiefsinnigen worden. Was früher als" Fortschritt" in demokratischem Nebelpolitiker, die Freikonservativen und Nationalliberalen Kostüm paradirte, trabt hente polizei- und militärfromm zu bürgerlich- liberalen Mittelparteien" zu stempeln.. in den Reihen der Reaktionsarmee, die Nationalliberalen # 1 Nein, Herr von Bennigsen! Unter Mittelparteien,-fordern Arm in Arm mit den Konservativen und Antisemiten falls nicht dem jetzt allerdings modischen„ groben Unfug" zwar nicht das Jahrhundert, aber doch dessen Geist in der Wortfalschmünzerei gefröhnt werden soll, wir nur solche Parteien verstehen, die " Berlin, den 17. Juli. Die Genoffen im Ausland. Vom Verein der Buchdrucker und Schriftgießer Ungarns" erhalten wir folgende Buschrift: „ Auch die Genossen Südungarns in der Bewegung vielleicht die jüngsten verfolgten gleich den Arbeitern aller Herren Länder mit regstem Interesse den Wahlkampf in Deutschland, und jetzt, nachdem die Schlacht vorüber, das Kampfgetöse verhallt, erfüllt auch sie mit Stolz und Freude der Sieg unserer deutschen Genossen. Ihre Opferfreudigkeit und das starre Festhalten an den Prinzipien der sozialdemokratischen Partei, welche fich gelegentlich der Wahl so glänzend dokumentirte, wird den Genossen im fernen Süden Ungarns stets als leuchtendes Beispiel dienen und sie immer enger schaaren um das Banner, auf welchem mit ehernen Lettern zu lesen steht: Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit!" Gin Hoch unseren deutschen Genossen. Temesvár, 15. Juli 1893. Für die füdungarische Bezirksvertretung: Jos. Gábriel. können die Schranken, und auch dem schärfsten Auge würde zwischen es nicht gelingen, Grenzlinien zwischen den verschiedenen reaktionären Spiel- und Abarten zu entdecken, es ist ein Brei. Die Spiel- und Abarten gehen sogar beständig in einander über. Was gestern nationalliberal hieß, heißt heute tonservativ, morgen antisemitisch. Seit 1887 sind in Sachsen die Konservativen und Freikonservativen um 43 000( von 178 577 auf 135 708), die Nationalliberalen um 126 000 ( von 161 348 auf 35 741) zurückgegangen( Rück ist also ein Theil eines Trümmerhaufens. *) Die„ Kölnische Volts- Zeitung" fagt wahr, aber etwas zu ernst: Herr v. Bennigsen hätte nicht glücklicher und nicht überzeugender als durch dieses Wort den Beweis liefern können, daß zeugender als durch dieses Wort den Beweis liefern können, daß er fein Staatsmann ist." Als ob Herr v. Bennigsen diesen Beweis nicht schon längst und aufs gründlichste geliefert hätte! Feuilleton. Nabbrud verboten.) [ 18 so vertheidigen Sie doch die edlen Gefühle der Bourgeoisie, ihre Offenheit, ihren Großmuth! Sie efelt mich an, Ihre bürgerliche Gesellschaft! Pfui!" Die Bekehrung André Savenay's. Röthe ſtieg in ihre bleichen Wangen. Ihre Lippen Sozialistischer Roman von Georges Renard. Autorisirte Uebersetzung von Marie Runert. *) Trum, Mehrzahl Trümmer, ein echt deutsches Wort, das in der Einzahl ziemlich außer Gebrauch gekommen ist. Ein Trum " " In dem Dorfe war auch ein schönes Schloß mit einem großen Garten, der von einem vergoldeten Gitter umgeben war." Und indem sie so sprach, schüttelte Johanna ihr üppiges, Wie der Park Monceau wohl?" unterbrach Magdalene schwarzes Haar, ihre Augen sprühten Blize, eine feine den Erzähler. Gerade so. Und in diesem Garten waren dichte Geträufelten sich zu einem geringschäßigen Lächeln. büsche ganz voller Blüthen, welche das kleine Mädchen nicht In diesem Augenblick sah sie wunderbar schön aus. kannte, und dann gab es da auch viele Vögel, die von André vergaß über seiner Bewunderung ganz und gar seine Zweig zu Zweig flogen und fangen. Sie wäre gern in Bertheidigung. Plöglich sprang Magdalene von seinem den Garten eingetreten, um sie in der Nähe zu sehen, aber Schoße, eilte auf das junge Mädchen zu und sagte in sie wagte es nicht. Sie hatte von weitem durch das Gitter große Hunde gesehen, welche die Vorübergehenden anbellten, " Ich will nicht, daß Du Freund André böse bist, und auch eine schöne Dame, die ein reizendes rosa Atlaskleid trug, in dem sie wie eine wandelnde Blume Sie brüstet sich mit ihrer Wohlthätigkeit und bittendem Tone: verachtet diejenigen, welche ihre Wahlthaten an nehmen. Sie ist die begeistertste Lobrednerin der Mütterchen!" Arbeit, zicht aber vor denjenigen den Hut am tiefsten ab, Die beiden jungen Leute brachen in Lachen aus. André aussah. Die Kleine fürchtete sich vor den Hunden und fast welche nicht arbeiten. Sie heißt es gut, wenn ihre Staats- füßte seine kleine Verbündete, die ihm so unerwartet zu männer als Wahlkandidaten alles versprechen und hernach, Hilfe gekommen war und versprach ihr zur Belohnung eine wenn sie Abgeordnete oder Minister geworden sind, alles Geschichte. verweigern. Sie schreit es überall aus, daß es ſeit 1789 O, ja!" sagte das Kind, eine Geschichte mit Blumen feine Klassen mehr giebt in Frankreich, und sie läßt keine und Vögeln!" noch mehr vor der schönen Dame. Sie glaubte, man würde fie für eine Bettleriu halten und fortjagen, denn sie hatte nur ein schlechtes, vielfach geflicktes Kleid und Schuhe, aus denen die Behen herausschauten, an. Sie war arm. Sag' doch, Freund André, warum war sie denn André stockte infolge der unerwarteten Unterbrechung. Kern der Sache ein, ohne daß sie es wollen! In Ermangelung einer besseren Auskunft sagte er mit unerschütterlichem Erust: Gelegenheit vorübergehen, ohne uns fühlen zu lassen, das André überlegte einen Moment; dann begann er arm?" wir nicht zu ihrer Welt, zu ihren Kreisen gehören, gerade folgendermaßen: " so wie es neulich die Engländerin bei Ihnen machte. Es war einmal ein kleines Mädchen, das in einem D diese Kinderfragen! Wie dringen sie oft so tief in den Im Theater klatscht sie dem Helden, der ein Meister von Dorfe wohnte. Es war ein sehr braves kleines Mädchen, Selbstlosigkeit und Bartgefühl ist, Beifall, und im wirk das die Blumen und alle Thiere lieb hatte. Als es eines lichen Leben macht sie aus der Eheschließung ein Geld- Tages eine Ameise auf dem Wege sah, blieb es stehen, gefchäft, einen Handel schmutzigster Art! Zeigen Sie mir damit sie vorbeikriechen konnte. Wenn es einem Vogel beetwas Niedrigeres, etwas Abstoßenderes, als diese Verhand gegnete, rief es ihm zu: Guten Tag, Herr Vogel." Und lungen über die Mitgift eines Mädchens, über die Summe, der Vogel antwortete ihm von seinem Zweige herab durch welche die Eltern geben müssen, damit man dem Mädchen ein Liedchen. Die Weißdoruhecke neigte sich vor ihm, wenn die Ehre erweist, es zu heirathen! Ich bin froh darüber, es vorüberging und liebtofte es mit seinen Zweigen, und daß ich ein Mädchen aus dem Bolke bin, weil ich mich doch die Schwarzamseln piepsten mit ihren gelben Schnäbeln: nicht wie ein Stück Vieh verschachern lassen brauche. Nun, Es lebe unsere kleine Freundin! Sie war arm, weil ihre Eltern arm waren." Und Magdalene schwieg, befriedigt durch diese Ers klärung, die André nichtsdestoweniger einige Unruhe ver ursachte. Er fuhr fort: „ Es waren brave Bauern, die eine aus Brettern_gebaute Hütte bewohnten, in der es im Sommer sehr heiß und im Winter bitter kalt war. Sie arbeiteten so viel sie Billig und schlecht, wie seiner Zeit Reuleauxffälscher und Steuerhinterzieher hinausgemaßregelt wurde, der Programmkommission überwiesen. Zum Schluß wurde den deutschen Schund auf der Ausstellung von Philadelphia, wird zum 1. September in Bochum ein neues Zentrums- eine Resolution angenommen, welche Eugen Richter die Nach Schluß fann man die erste Session des neuen Reichstages nicht organ unter dem Titel„ Westdeutsche Volkszeitung" erscheinen Anerkennung des Parteitages ausspricht. nennen, denn sie war zwar schlecht, aber nichts weniger als laffen. des Parteitages fand ein Festessen statt, auf welchem Eugen billig, im Gegentheil sehr theuer und wird uns auf lange Richter den Kaisertoast ausbrachte. ,, Ein Merkmal der Zeit"-unter dieser Spigmarke Jahre hinaus noch theuer zu stehen kommen. Nun blos Der württembergische Minister des Innern hat einen einzigen Vorzug hatte die Session: sie war kurz. Und erzählt das Kleine Journal" folgenden Vorfall: Herr so wollen wir ihre Zensur, indem wir auch gerecht sind für Assessor L., jüdischen Glaubens, welcher dem Dienstalter, an die Bezirksämter eine Betanntmachung erlassen, in der das Gute, in die zwei Worte zusammenfassen: kurz und seinen Zeugnissen und Leistungen nach sich berechtigt glaubte, darauf hingewiesen wird, daß die Konsumvereine schlecht. Und das ist auch das Zeugniß, welches wenn sich um eine Amtsgerichtsstelle zu bewerben, erhielt auf sein nur an Mitglieder verkaufen dürfen. Beamte von der auch in anderen Worten und länger die gesammte unab- diesbezügliches Gesuch einen ablehnenden Bescheid. In 7. Rangstufe an dürfen dem Vorstand oder Aufsichtsrath hängige Preffe Deutschlands über die glücklicherweise ver- einer hierauf bei dem Herrn Justizminister von Schelling der Konsumvereine nicht angehören. flossene Session fällt, die übrigens und das ist eine nachgesuchten Audienz erklärte Herr von Schelling, daß er kleine Genugthuung unseren Feinden noch weniger den augenblicklichen Strömungen nachzugeben geFreude bereitet hat als uns. Wir haben wenigstens die zwungen und daher vorläufig nicht in der der tröstliche Gewißheit, daß das deutsche Volk durch die An- Lage sei, einen Juden als Richter an nahme der Militärvorlage zu fräftigerer Bethätigung seines au stellen. In derselben Weise äußerte sich der PräWillens wird angestachelt werden. sident des königlichen Kammergerichts, Herr Drenkmann. Wir fügen noch hinzu, daß Herr von Schelling, dessen Die Matrikularbeiträge zur Deckung der Kosten der humane und liberale Gesinnungen bei seinen Untergebenen Militärvorlage belaufen sich nach dem dem Reichs- allgemein geschätzt werden, dem Herrn Assessor L. gegenüber tage zugegangenen Nachtragsetat für Preußen sein persönliches Bedauern über diesen Schritt, zu dem ihn auf 14 074 000 M., Bayern 2 628 000 M., Sachsen die Verhältnisse drängen, besonderen Ausdruck verliehen 1 645 000 m., Württemberg 956 000 m., Baden hat." Was mag wohl Herr Hirsch Hildesheimer 778 000 M., Hessen 466 000 M., Mecklenburg- hierzu sagen, der so eifrig unter den Juden für die MilitärSchwerin 271 000 M., Braunschweig 189 000 m., vorlage agitirt und dafür auf besondere Belohnungen der Oldenburg 166 000 m., Anhalt 127 000 M., Juden gehofft hat? frägt die Germania". Hamburg 292 000 M., unter 100 000 m. Elsaß Lothringen. = Der Landrath scheint sich oft als den Träger der höchsten Machtvollkommenheit und der allerhöchsten Weisheit zu fühlen. Aus dem Münsterlande wird ein Schreiben veröffentlicht, welches ein Geistlicher wenige Tage vor der Reichstagswahl von dem Landrath des betreffenden Kreises erhalten hat. Das Schreiben lautet: 10. Juni 1898. " Von der preußisch- russischen Grenze, 14. Juli, wird Volks- Zeitung" geschrieben: Seitens des russischen Kriegsministeriums ist die Anordnung getroffen, daß im Festungsrayon Kowno bis auf 25 Werst Entfernung fich teine Deutschen aufhalten dürfen. In Der letzten Zeit sind daher zahlreiche Ausweisungen vorgetommen. Großgrundbesitzer, die in mehreren Generationen dort gewohnt, Handwerker und Arbeiterfamilien, die bis 30 Jahre und darüber dort Beschäftigung gefunden, haben alle ihre Heimstätten verlassen müssen. Die Bemittelten haben sich mitunter anderweitig dort niedergelassen, während die meisten mittellosen Familien in die alte Heimath zurückgekehrt find. Ferner ist eine Verordnung erlassen, daß in Kowno wie überhaupt in den russischen Gouvernements nicht polnisch gesprochen werden darf. Da namentlich am ersteren Orte ein starter Verkehr mit Polen besteht, so wird das Verbot nicht felten übertreten und kommen deshalb nicht wenige Bestrafungen vor, die in Verhaftung und dann Erlegung einer Geldstrafe bestehen." 753 000 m., Weimar 153 000 M., Meiningen Recht schwer von Begriffen ist die„ Nationalliberale 105 000 M.; die Beiträge der übrigen Staaten betragen Korrespondenz". Aus dem Umstand, daß der„ Vorwärts" in derselben Nummer, worin er die Selbstabschlachtung des Er- Zukunfts- Hausmeiers berichtet, in einer anderen Notiz Die Berner Muten scheinen in der Schweiz jetzt sagt, der unglückliche Sohn seines Vaters habe sein Sprüch- Oberwasser bekommen zu haben. Die neulichen Krawalle lein, das er vom Vater mitbekommen, glatt hergesagt", werden aufs eifrigste fruttifizirt", ganz im Geiste der wollen die nationalliberalen Denkerschädel den Schluß ziehen, Bismarc'schen Attentatstaftik von 1878. Und eine Frucht wir hätten uns widersprochen. Als ob dieses glatte Her hat man bereits auch gepflückt: es sind drei Anarchisten" sagen" eines auswendig gelernten, von einem anderen ein- ausgewiesen worden, unter denen Herr Hans Müller gegetrichterten Sprüchleins nicht auch zur Selbstabschlachtung nannt wird. Dieser Herr ist aber kein Anarchist", sondern gehört hätte! Ein Säkularmensch Nr. 2, der die Rolle einer ein durchaus harmloser junger Mann, der, nachdem er ein lebendigen Drehorgel spielt und wie ein aufgezogenes Uhr- paar Jahre lang den„ Unabhängigen" und" Revolutionär" werk sein Pensum herunterschnurrt was fönnen die gespielt hat, jetzt, als Herausgeber einer wissenschaftlichen unfreiwillig humoristischen Denkerschädel noch mehr verlangen Beitschrift, einen sehr zuckerwässerigen Sozialismus verficht. Wir glauben deshalb auch, daß seine Ausweisung nur auf in puncto der Lächerlichkeit? einem Mißverständnisse beruht und zurückgenommen werden wird. Hochwürdiger Herr Kaplan! Dem Vernehmen nach sehen Sie es als einen Theil Ihrer geistlichen Amtspflichten an, gegen die von der königlichen Staatsregierung beschlossene Armeereform zu agitiren. Sie gehen dabei von der Voraussetzung aus, daß es fich um ein Mehr oder Weniger von Steuern handelt. Das ist Der Gipfel der Komik. Vorau(!) einseitiger falsch. Es handelt sich zunächst darum, die Lücken in der Armee Wahrung ihrer Interessen" werden die agrarischen NimmerExkanzler. zu schließen, welche dadurch entstanden sind, daß das Wohl- fatten gewarnt vom aufgehoben hat, und sodann darum, unsere Armee so " Cornelins Herz soll nun doch ausgeliefert werden wie weiland der Leipziger Winckelmann. Aber- geriebener wollen der Regierung die Dienstpflicht des katholischen Klerus Jmmer schneidig. Unter dieser Spigmarke gaben wir wie der Leipziger fängt er mit dem Sterben schon vor stark zu machen, daß sie das Eigenthum der Bürger unseres in Nr. 164 die Mittheilung eines nationalliberalen württember Ankunft an seinem Bestimmungsort an. Er hat gestern Landes gegen feindliche Einfälle zu schützen im stande ist. bergischen Blattes über die Boykottirung eines Oberförsters, in London, wo er der Formalien wegen vor dem PolizeiDiese Aufgabe ist wohl einiger Opfer werth, und trozdem wer- der ein Duell ablehnte, wieder. Das nationalliberale Blatt richter von Bowstreet erscheinen sollte, plötzlich einen„ schweren den weber Sie noch die von Ihnen schlecht berathenen bemerkte zum Schluß:„ Wir sind nur begierig darauf, ob sich Rückfall" gehabt, und soll in den legten Zügen liegen. Nun Gemeindeglieder erhebliche Summen dazu beitragen. Es ist ja die staatlichen Behörden diese militärische Verhetzung von wie die Komödie endigen wird, wissen wir nicht, aber sogar noch Geld genug vorhanden, den der Regierung so Beamten ruhig gefallen lassen." Diese Neugierde ist über feindlich gesinnten Kaplänen ihre Dienstzeit auf ihr Gehalt flüssig. Die Sache liegt sogar noch schlimmer, als jenes anzurechnen, so werden sich ja wohl auch ohne Ihr Zuthun Blatt es darstellte: Der Oberförster ist vor kurzer Zeit aus die Mittel finden, welche die Sicherheit unseres Landes dringend erfordert. Aber erbaulich finde ich es nicht, wenn geistliche einem kleinen Bezirksstädtchen nach einer Garnison des OberHerren ihre Aufgabe darin suchen, die Landeskinder gegen die landes versetzt worden. Noch ehe er an seinem neuen BeMaßnahmen ihres Landesherrn aufzureizen, und ich fürchte, stimmungsort angelangt war, erhielt sein Vorgesezter, der das Ansehen Ihres Amtes wird nicht dadurch wachsen. Forstmeister, den Besuch des Regiments- Kommandeurs, welcher die Erklärung abgab, daß das Offizierkorps der Garnison mit dem aufziehenden Oberförster in keinerlei Verkehr treten werde! Ich hoffe nicht darauf, daß Sie diese Mahnung beberzigen werden, da sie ja nicht einmal die anderweitige Auffassung Ihres vorgesetzten Bischofs berücksichtigen, ich weiß aber sicher, daß ich nie vergessen werde, welche politische Rolle der jüngere fatholische Klerus in kritischer Zeit gespielt hat. Die feste Ueberzeugung habe ich jedenfalls dabei erlangt, daß von allen Herrschaftsformen, die es giebt, unzweifelhafi die schädlichste und ungerechteste die Raplaustratie ist, weshalb sie auch sehr rasch abgeworfen werden wird. Hochachtungsvoll und ergebenst M." Die Kaplanokratie scheint nicht sehr zerschmettert von bem landräthlichen Zorneserguß zu sein, denn ihre Presse hat es leicht, denselben zu verlachen. Sie weiß, daß der selbe Herr Landrath, der sich heute als Jupiter aufspielt, morgen vielleicht bereits a. D. oder z. D. ist. Der Landrath, der so bedacht darauf ist, den Kaplan an die Wahrung des Ansehens seines Amtes zu erinnern, sollte um so mehr an das Ansehen des eigenen Antes denken, elches er gewiß durch seine noch dazu vergebliche Schulmeisterei nicht erhöht. Der Abgeordnete Fusangel, der aus der Westfälischen Volkszeitung" durch den Einfluß der Stempeltonuten, aber sie hatten doch kein Geld, um ihrer Tochter hübsche Kleider zu kaufen. Das hinderte aber nicht, daß das Kind sehr gut, sehr klug und sehr artig war. Deute, die soviel wissen, wie die Winckelmann und Herz, pflegen immer zu rechter Zeit zu sterben. Die Zunft der Millionen- Spizbuben hat Glück und versteht es, wie Riccaut de la Marlinière das Glück zu verbessern". " Das französische Freiheitsfeft" ist diesmal kläglich verlaufen. Einen so traurigen 14. Juli haben wir noch nie gehabt," schreibt man uns aus Paris. Und wie follte es auch anders sein? Ein Volksfest ohne Volk, d. h. ohne das arbeitende Volt ist eine Satire auf seinen Namen. Das hätte weiter nichts zu sagen, wenn nicht die bürger- und das arbeitende Volt Frankreichs hat am Jahrestage liche Gesellschaft selbst so vom Geist des Militarismus durch des Bastillensturms überall theils durch Fernbleiben von tränkt wäre, daß sie selbst die von einem Offizierkorps voll- den offiziellen Feierlichkeiten, theils durch positive Kundzogene Aechtung auch in ihren Kreisen vollzieht. gebungen gegen die herrschende Regierung und das herrBei der Reichstags- Nachwahl in Hofgeismarschende System proteſtirt. An dieser Thatsache läßt sich Rinteln an stelle des Antisemiten Werner erhielten durch die albernen Berichte, daß die Straßen troßge= v. Buttlar( fons.) 4854, Dr. König- Witten( Antisemit) 4232, dem gefüllt, die Illuminationen sehr prächtig nichts ändern. Die Straßen Endemann( natl.) 2211, Markus( S03.) 1745 Stimmen. wesen seien, auch von anderen Ländern sind bei jeder Stichwahl zwischen v. Buttlar( kous.) und Dr. König- Schaustellung gefüllt; dazu genügt der Mob. Und IlluWitten( Antisemit). minationen besagen überhaupt nichts. Das klassenbewußte Proletariat Frankreichs, welches soeben nur durch seine Befonnenheit einem Staatsstreich und einer Massenmezelei entgangen ist, trägt sich gegenwärtig mit feinem anderen Gedanken, als durch die jetzt beginnende Wahlkampagne die Regierung zu stürzen, und die Republik dem kapitaliftischen Ausbeuterthum zu entreißen. Die Kongresse, die seit einigen Tagen in oder bei Paris versammelt sind: Die Freifinnige Bolkspartei hat am Sonntag ihren Einem Zentralausschuß wurde über Parteitag beendet. tragen, dem nächsten Parteitage ein Programm vorzulegen. Ein Antrag von May Hirsch, in dasselbe einen Baffus ein zubringen, der die Verbesserung der Lage der arbeitenden und weniger bemittelten Klassen" betont, wurde vom Antrag steller selbst zurückgezogen und als zweckdienliches Material Anstatt auf diese schwierige Frage zu antworten, blickte André auf seine Uhr. Mit Schrecken bemerkte er, daß es schon spät geworden war. Er erhob sich und sagte zu Magdalene, die vergebens das Ende der Geschichte zu hören wünschte: Mütterchen wird es Dir erzählen!" • fürchte sehr, sie hat ihre kleine Schutzbefohlene in das Land Utopia geführt." , D, Sie sprechen da ein großes Wort gelassen aus!" Eines Morgens, als sie eben zum Frühstück ein Stück erwiderte Johanna lebhaft. Ich war aber darauf gefaßt. Das Glück der Menschheit- Utopie, Chimäre, ein Traum! trockenes Brot vor dem Park verzehrte, fand sie die Thür Das ist gerade die Meinung aller Bourgeois. Sie würden offen. Ei, das war schön! Sie faßte sich ein Herz und trat Raum war er bei seinem nächsten Besuch in das entzückt sein, wenn sie das Volk zu der Ueberein. Da hättest Du sehen sollen, wie glücklich sie war! zeugung bringen könnten, daß es auf ewig zum Sie lief von einer Blume zur anderen, sie bewunderte fie, Bimmer getreten, als Magdalene ihm stolz erzählte: " Weißt Du, Freund André, jezt kenne ich auch das Leiden verdammt ist, und daß man dem gegenüber nichts sog ihren Duft ein und sagte zu ihnen: Fürchtet nichts! Ich werde Euch nicht brechen." Einen Schmetterling über- Ende der Geschichte. Ich werde es Dir erzählen, wenn Du weiter zu thun hat, als die Arme zu kreuzen und sich in Die Fee, die eine gute Fee war, sagte zu dem Resignation zu ergeben. Ich würde sehr erstaunt sein, raschte sie, wie er im Relch einer Nose eingeschlafen war. willst Als er erwachte und erschreckt davon flog, fagte fie: Kleiner kleinen Mädchen, daß sie es belohnen wollte, und wenn man diese Prediger der Verzweiflung und der thatenNarr! da sehe ich, daß du mich noch nicht kennst!" Ein sie berührte es mit ihrem Bauberstab. Und da wurde losen Entsagung nicht auf's schönste belohnt hätte." " Aber," sagte André, Sie denken doch nicht ernstlich Vogel, dessen Gefieder in allen Farben des Regenbogens das kleine Mädchen, das auch Magdalene hieß, was mir aber nicht gesagt haft, in ein Land daran, daß man jemals Tod, Krankheit und Schmerz be erglänzte, folgte ihr mit leisem Zivitschern. Sie warf ihm Du mir aber nicht gebracht, das weit, sehr weit von hier entfernt ist. seitigen wird? Und wenn es so wäre, wann wird dann das Krümchen von ihrem Brote hin. Da plötzlich stürzten sich die großen Hunde, die sie Da waren lauter kleine Häuser, alle verschieden, aber alle erträumte Glück kommen? Wo soll man den Schlüssel zu hübsch und festgebauf, und jedes hatte einen dem verlorenen Paradiese suchen? ganz vergessen hatte, auf sie mit lautem Bellen. Sie glaubte Garten, und die Eltern von Magdalene hatten auch Welch schöne Beweisführung geben Sie da zum jich verloren; laut schrie sie auf und schloß die Augen; da einen für sich allein. Sie waren nicht mehr arm, weil besten, um die herrschenden Klassen zu vertheidigen!" hörte sie mit einem Male eine Stimme, die befehlend rief: es hier teine armen Leute mehr gab. Als die Fee mit rief Johanna empört. Sie schämen sich nicht, diese " Hierher, Medor! Hierher, Phanor!" Schüchtern öffnete dem kleinen Mädchen einmal spazieren ging, tamen fie an banalen Phrasen satter Pessimisten zu wiederholen, die das sie die Augen wieder und sah vor sich die schöne Dame in ein großes Getreidefeld, und die kleine fragte: Wem ge- Leben schlecht machen, während sie Champagner trinken? hört dieses große Feld?" Da antwortete die Fee: Es Wie, weil man nicht alle Leiden der Menschheit unter gehört Allen, Dir so gut wie allen andern Menschen." Da- drücken kann, soll man nicht daran arbeiten, daß ihre Zahl nach kamen sie an einen großen Wald, und Magdalene geringer wird? Unter dem Vorwand, daß wir niemals fragte wieder:" Wem gehört dieser große Wald?„ Und die unsterblich sein werden, sollen wir nicht versuchen, denFee antwortete:"" Er gehört Allen, Dir so gut wie allen jenigen, welche jetzt leiden müssen, ein schöneres Dasein zu andern Menschen." So war es auch mit allem andern, schaffen? Pfui doch! Noch eins, mein Herr! Wenn ich Gerade wie Mütterchen, wenn sie bös auf mich ist," auch mit den Weinbergen. Wenn man Ernte hielt, bekam einen Arbeiter aus der Fabrik kommen sehe, aus's äußerste sagte Magdalene. jeder seinen Theil. Wenn der Hagel einmal ein Feld ver- erschöpft, mit dem stumpfen, stieren Gesichtsausdruck eines Das kleine Mädchen stand ganz verwirrt da, sie wußte wüftete, so grämte man sich nicht so sehr darüber, weil Thieres nach den zwölf oder fünfzehn Stunden der Arbeit, nicht, was fie antworten sollte, als plötzlich der Vogel, dem der Verlust sich Alle vertheilte, und so wenn ich die Frauen sehe, die langsam verhungern, die sie von ihrem Brot zu kosten gegeben hatte, der Schmetter war es gerade, als ob jeder nur zwei oder drei Mehren Kinder, diese armen, kleinen Wesen, die unter ihren ling, den sie hatte fliegen lassen und die Blumen, die sie verloren hätte. Du verstehst, Freund André! Und alle schlechten Lumpen vor Kälte zittern, dann faßt mich ein nicht gebrochen hatte, alle zugleich riefen: Ach, Frau Fee, Bewohner des Landes arbeiteten fleißig, weil sie gleichzeitig unfagbares, gewaltiges Mitleid, und der brennende Wunsch thut ihr nichts, sie ist ein so gutes, kleines Mädchen." für sich und die anderen arbeiteten. Und sie liebten sich steigt in mir auf, dies alles von Grund aus zu ändern, Das war eine Fee!" rief Magdalene, in die Hände auch sehr, und alle waren glücklich, nicht wahr, Mütterchen?" und dann gelobe ich mir, alle meine Kräfte diesem Werke " Hm!" machte André und blickte Johanna an, die still zu widmen!" flatschend. Ich hatte es schon errathen! Aber wie machen es denn die Blumen, wenn sie sprechen, Freund André?" dem Rosakleide. „ Wer hat Dir erlaubt, hier einzudringen?" sagte sie. Ihre Stimme sollte streng klingen, aber sie klang doch so lieblich wie Musik. Sie hatte große, schwarze Augen, die gern erzürnt aussehen wollten, aber sie waren so sanft, daß man keine Furcht haben konnte. unter " lächelnd dasaß, ich glaube diese Fee zu kennen, aber ich Bravo, Töchterchen!" rief Vater Deschamps. Briefkaffen der Redaktion. 5. B. 100. Nein. Der Kongreß der Arbeitsbörsen, ber Rongreß der jener Aeußerung höchlichst befremdet. Bisher sei es auf dem I felben Beschwerde beim Regierungspräsidenten in Arnsberg ein, Gewerkschaften und der Kongreß der sozialistischen Rathhause Usus gewesen, die politische Stellung des Einzelnen da der Verein ein Vergnügungsverein sei und sich nicht mit Gemeinde Vertretungen( in St. Denis) haben durchaus unberührt zu lassen. Er selbst würde es für unschicklich öffentlichen Angelegenheiten befasse. Nunmehr ist von diesem nach dieser Richtung hin dem Willen der Arbeiterklasse balten, einem Mitglied des Gemeinderaths oder des Bürger- der Bescheid ertheilt worden, daß das Mitgliederverzeichniß ge= Ausdruck, und den Wählermassen eine Richtschnur ge- fet. Während man also seither allseitig vermieden habe, derausschusses vorzuwerfen, daß er deutschparteilicher 2c. 2c. Agitator nannten Vereins nicht eingereicht zu werden braucht. gében. artige Anspielungen auf die Parteistellung des Einzelnen zu Bemerkenswerth ist, daß sogenannte" Anarchisten", die machen, sei es Herr Dr. Schall gewesen, welcher zum ersten Male am 14. Juli Plakate anschlugen, von der Polizei vor Miß von dieser Gepflogenheit abgewichen sei. Es sei dies wohl kaum handlungen durch die sozialistischen und revolutionären Ar- als eine rühmenswerthe Neuerung zu betrachten, er( Redner) be beiter beschützt werden mußten. Dahin hat es die famose dauere es um so mehr, daß gerade Herr Dr. Schall, welcher Taftit à la Ravachol gebracht. längere Zeit in der Eigenschaft als Stadtschultheißen- A. M. 25. Die Frachtkosten haben Sie zu bezahlen. Amtsverweser einen hervorragenden Posten auf dem Buhl. Darin tarn eine Beleidigung gefunden werden. Rathhaus innegehabt, zu jener Aeußerung gegriffen Rottbuserstr. D. Versicherungspflichtig sind nach§ 1 des habe. Jm Uebrigen möchte er erklären, daß er sich Alters- und Invaliditäts- Versicherungsgesetzes: die gegen Lohn nach wie vor das Recht vorbehalte, etwaige an ihn herantretende oder Gehalt beschäftigten Personen der Schiffsbesatzung deutscher Wünsche oder Klagen der städtischen Arbeiter zu prüfen und Seefahrzeuge und von Fahrzeugen der Linienschifffahrt, Personen, geeignetenfalls zur Sprache zu bringen. Necht kläglich benahm welche als Arbeiter, Gehilfen, Gefellen, Lehrlinge oder Dienstsich übrigens der Vorsitzende des Gemeinderaths bei dieser Geboten gegen Lohn oder Gehalt beschäftigt werden, gleichgiltig ob legenheit. Er konnte zwar nicht umhin, die Aeußerung des ihr Gehalt 2000 m. übersteigt oder nicht, und endlich: BetriebsDr. Schall zu mißbilligen, suchte ihn aber hinwieder damit heraus- beamte, sowie Handlungsgehilfen und Lehrlinge( Apothekergehilfen zureißen, daß Schall teine direkte Beleidigung ausgesprochen und Lehrlinge ausgenommen), welche Lohn oder Gehalt beziehen habe! und deren regelmäßiger Jahresarbeitsverdienst an Lohn oder Gehalt 2000 m. nicht übersteigt. Bei Berechnung des Lohnes oder Gehalts sind auch Tantièmen oder Naturalbezüge mitVertraglich vereinbarte Weihnachts- Gratifitationen zurechnen. sind nach richtiger Ansicht als Theil des Gehaltes oder Lohnes zu erachten. Ob Sie einer der vorbenannten Klassen angehören, erhellt aus Ihrer Anfrage nicht. Sprechen Sie doch gelegentlich zwischen 12 und 1 Uhr vor, falls Sie genau eine Auskunft wünschen. Von einem allgemeinen Streik faseln wieder die Angstmeier, weil der französische Arbeitsbörsen- Kongreß sich im Prinzip" für die" grêve générale" erklärt hat. Es geschieht in Frankreich und Belgien Aehnliches alle Jahre sechs bis sieben Mal. wie Ein kleiner Krieg ist über Nacht gekommen der neue Komet. Da Frankreich an dem spanischen Stiefel in Tonking und an der Mausefalle von Dahomen nicht genug hat, so ist die französische Regierung, nach dem Sprüchwort: aller guten Dinge sind drei, auf den sinnreichen Gedanken verfallen, mit dem asiatischen Königreich Siam einen kleinen Krieg" anzufangen und hat es denn auch schon glücklich dahin gebracht, die Kulturmission Frankreichs durch einige Brandstiftungen, Morde und Todtschläge zu bekunden. Das Spiel wird noch weiter gehen auch die kleinen Kriege der Großstaaten dürfen nicht hinter einem respektabelen Maß vergossenen Bluts und vergeudeten Geldes zurückbleiben. " Eine Achtstundenbill soll, nach einem Versprechen Gladstone's, in einer Herbstsession des englischen ParIaments eingebracht werden. Aber ist Herr Gladstone dann noch an der Regierung? Im Ganzen zeigt dies Vorkommniß, wie unangenehm es dem Mastbürgerthum ist, wenn das arbeitende Wolf, das man bisher mit souveräner Nichtachtung zu behandeln gewohnt war, auch seine Interessen in der Gemeinde vertreten läßt. Zum Glück weiß der Arbeiter, daß seine Forderungen einzig von der Sozialdemokratie verfochten werden. Halle. 1. Revision muß innerhalb einer Woche nach Erlaß des Urtheils bei den Gericht, dessen Urtheil angefochten wird, schriftlich oder protokollarisch eingelegt werden. Eines Anwalts bedarf es hierzu nicht. Innerhalb einer Woche nach Zustellung des Urtheils muß die Rechtfertigung erfolgen. Dieselbe muß von einem Rechtsanwalt unterschrieben oder zu Protokoll des Gerichtsschreibers erklärt werden. 2. Die Ehefrau erhält nichts von dem zurück, was ihr verstorbener Gatte hatte verkleben müssen. O. K. 100, Erbschaft Nenenhagen. Nach Ihrer jetzigen ausführlicheren Darlegung besitzt Ihre Mutter fein Vermögen, das Vermögen gehört vielmehr ausschließlich dem Ehemann. Stirbt der Ehemann vor Ihrer Mutter, so find Sie erbberechtigt, bezüglich des dann Ihrer Mutter gehörigen Vermögens. Stirbt Ihre Mutter vor deren Ehemann, so erwächst Ihnen aus Ihrem allerdings vorhandenen Erbrecht( als unehelicher Sohn) kein Anspruch auf das Vermögen. Die Blüthe der Nation. Damit der Anstand" nicht verletzt würde, so theilt man dem Wähler" aus Freiberg mit, wies Politisch todt. Leider kann in Preußen Jeder, der bestraft man bekanntlich 4 fozialistische Studenten von der Akademie weg. ist, aus jedem Orte, mit Ausnahme seines Geburtsortes, polizeiWelchen Anstand die hiergebliebenen patriotischen" Studenten lich ausgewiesen werden, wenn die Polizeibehörde annimmt, daß besißen, davon mögen nachstehende Bilder Zeugniß ablegen. Gin er die öffentliche Sicherheit gefährde. In Ihrem Fall würde Gerberschüler, welcher mehrmals mit den weggewiesenen eine etwaige Klage gegen die Ausweisung nichts nützen. Studenten verkehrt hatte, ging am legten Sonntag Abend auf der Straße allein, als sich ihm von hinten nach Strauchritterart vier muthige Studenten nahen, deren einer dem nichts Ahnenden vermittelst eines Stockes mit Wucht auf den Hinterkopf schlug, dabei die Bemerkung machend: Da hast Du Die Beibehaltung des ursprünglichen Termins was, Du Sozialdemokrat! Der Geschlagene sank infolge des für den Internationalen Arbeiterfongreß mächtigen Schlages zu Boden; als er sich wieder erhob, um sich erfolgte hauptsächlich auf den Wunsch der Engländer, zur Wehr zu setzen, fieht er die feigen Buben, die späteren Stützen des Vaterlandes" eiligst davonfliehen, sodaß er die Perderen Trades- Unions- Rongreß im September zu Belfast( Irland) fonalien derselben nicht genau feststellen kann. Dann ein stattfindet. Und die Engländer rüsten zu besonders zahlreichem zweites Bild: Ein Parteigenoffe geht in ein hiesiges Café, in Besuch. Auch für Deutschland hätte die Verschiebung große welchem eine Anzahl Studenten sitzen. Als derselbe seinen Hut Unbequemlichkeiten gehabt, da wir im September die wegnehmen will, ist er verschwunden. Ein Student sagte, den sächsischen Landtagswahlen und im Oktober unseren Partei- wird wohl die Polizei zum Fenster hinausgeworfen haben. Nach tag haben. Uebrigens erkennen die Franzosen die Triftig- dem aber von anderen Gästen konstatirt war, daß der Hut von keit dieser Gründe an und werden den Kongreß selbst den Studenten hinausgeworfen war, bequemte sich einer, um diesen wieder hereinzuholen, warf ihn aber in die Ecke. Unser verständlich beschicken. Genosse, über diese Art von Anstand gereizt, stellte die Studenten zur Rede und, da sich die Mehrzahl der anwesenden Gäste für ihn erklärte, verließen die tapferen, gebildeten Studenten das Feld ihrer Thätigkeit. In anbetracht solcher Vorkommnisse ist hier das Gerücht verbreitet, daß sich der Senat in der bekannten Wegweisungsbegründung vielleicht nur verschrieben habe, daß er wohl die sozialistischen Studenten deshalb weggewiesen habe, damit sie ihren Anstand durch Zusammenleben mit den übrigen Studenten nicht verlieren sollen! 4 Parteinachrichten. Eine derbe zurechtweisung hat in der letzten Sigung der Stuttgarter städtischen Kollegien das Bürgerausschuß- Mitglied Kloß seinem Kollegen im Gemeinderath, dem Dr. Schall verabfolgt. Zur Berathung stand ein von Kloß eingebrachter An- Strafe muß sein. In Oberhohndorf hat der Militärtrag auf Aufbesserung der Verhältnisse der städtischen Arbeiter. verein ein Mitglied ausgeschlossen, weil dasselbe bei der Wahl Ein derartiger sozialdemokratischer" Antrag ist bekanntlich sein Grundstück zur Abhaltung einer sozialdemokratischen Verimmer ein unangenehmes Ding für das brave Philisterium, und sammlung hergegeben hat. So vernichtet man die Sozis ganz feine Ablehnung im großen Ganzen war bei der Zusammen- ficherlich. fegung des Gemeinderaths feststehend. Immerhin mochte es den Polizeiliches, Gerichtliches ze. H. E. Sprechen Sie unter Vorlegung des Statuts zwischen 12 und 1 Uhr vor. Handel. Briefliche Antwort ist unmöglich. Ihrem Vater steht ein Anspruch auf Invalidenrente zu. Er muß nachweisen, daß er erwerbsunfähig im Sinne des Gesetzes und daß er einschließlich der Zeit vom 1. 1. 1886 bis 1891 235 Wochen in einer versicherungspflichtigen Beschäftigung sich befand.( vgl. § 156, 16, 17 des Gesetzes.) Knoll. Die von Ihnen zitirte Notiz habe ich nicht auffinden können; vielleicht können Sie die Nummer des Blattes angeben? Das Rechtsverhältniß liegt folgendermaßen: Nach § 99 der Gewerbe Ordnung kann die Innung unter ihrem Namen Rechte, insbesondere Gigenthum und andere dingliche Rechte an Grundstücken erwerben, Verbindlichkeiten eingehen, vor Gericht klagen und verklagt werden. Dieses selbe Recht kann jede Vereinigung erhalten, wenn ihr die Rechte einer juristischen Persönlichkeit verliehen sind. Nun scheint der Verband der einzelnen Innungen um dieses Recht nachgesucht zu haben: wird ihm das Recht gewährt, so kann der Verband als solcher Rechte erwerben, Verbindlichkeiten eingehen u. f. w. Frgend welche Verpflichtung oder Berechtigung bezüglich der einzelnen Meister oder Gehilfen erwächst hieraus nicht. " A. M. Auch wenn das Mädchen älter ist als der Beischläfer, muß dieser Alimente zahlen: es sei denn, daß das ältere Mädchen einen noch nicht 20 Jahre alten Beugungsfähigen zur Ausübung des Beischlafs verführt" hat. Das muß allerdings nach unferer altpreußischen Gesetzgebung das Kind leider ebenso büßen, als daß seine Mutter z. B. schon vordem von einem anderen als seinem Vater geschwängert war. Herrn Dr. Schall aber geärgert haben, daß durch Berathung des Zu den sächsischen Landtagswahlen. In einigen LandKloß'schen Antrags die kostbare Zeit der Gemeinderaths- Mit- tagswahlkreisen des westlichen Sachsens, so berichtet der Wähler", glieder bereits burch mehrere Sigungen hindurch vergeudet find die Parteigenossen bereits eifrig an der Agitationsarbeit, worden war, und so hatte er denn seinem Herzen durch die Phrase Schon werden Versammlungen abgehalten und Flugblätter verLuft gemacht, daß ein möglichstes Einvernehmen zwischen breitet. Jm 24. städtischen Wahlkreise( Auerbach, Delsuiz 2c.), den städtischen Arbeitern und ihren Vorgesetzten hergestellt werde. der durch des Fortschrittlers Herrn Grahl Ableben frei wurde, Dies möglichste Einvernehmen" sollte nun, wie der Herr Dottor ist in einer sozialdemokratischen Parteiversammlung am vorigen fagte," nicht geschaffen werden aus Intereffe für die Arbeiter, Sonntag Genoffe Franz Hofmann- Chemnis, Reichstagsabgeordneter sondern damit diese sich nicht wieder bewogen fühlen möchten, des dortigen Kreises, ausgestellt worden. die Vermittlung eines sozialdemokratischen Agitators anzurufen! Auf diese das kapitalistische Dichten und Trachten aufs eklatanteste offenbarende Aeußerung erhielt Gegen den Parteigenossen August Rosenberg in Dr. Schall am legten Donnerstag von Kloß einen Dentzettel, den Berge bei Plettenberg ist Anklage erhoben worden, weil er- O. W. 40. Falls die Vermögensverhältnisse des Eheer fich hoffentlich nicht hintern Spiegel stecken wird. Zunächst wie die Antiage lautet im Juni 1893 zu Landemert in mannes sich so schlecht gestalten, daß z. B. sein Grundstück so antwortete Kloß( wir zitiren nach der Schwäb. Tagwacht"), mehreren Häusern zu Wahlzwecken ohne Genehmigung der zu- subhastirt werden muß, kann die Ehefrau verlangen, daß das möchte er erklären, daß sich die Leute nicht an den sozialständigen Behörde follettirt haben soll. von ihr Eingebrachte herausgegeben und von ihr selbst verdemokratischen Agitator", sondern an das Bürgerausschuß--Der Arbeiter- Gesangverein Vorwärts" in Schwelm waltet wird. Mitglied Kloß gewendet hätten. Den Wunsch des hatte vor einiger Zeit die Aufforderung erhalten, das Mit- Straßenabonnent. Ja; Sie abonniren am nächsten wohl Herrn Dr. Schall, Daß ein thunlichstes Einvernehmen gliederverzeichniß der Behörde einzureichen. Da genannter Ver- bei Anton Kopp, Friedrichsberg, Borhagenerstr. 20, oder bei zwischen den städtischen Arbeitern und den ihnen vor ein dieses nicht für nöthig hielt, bekam er ein Strafmandat von Lange, Wartenbergstraße. Das konnten Sie doch aber schneller gefeßten Beamten obwalten möge, müsse er allerdings 15 M. vom Polizeikommissar Laufer zugestellt. Gegen dieses ohne Anfrage bei uns erfahren; selbstredend fönnen Sie auch durchaus theilen. Andererseits aber habe ihn die Tendenz Strafmandat reichte im Namen des Vereins der Vorsitzende des- direkt in unserer Expedition, Beuthstr. 3, abonniren. " " Das wird noch lang dauern," sagte André. " " endlose Diskussionen, in denen Johanna mit all der Energie, die ihrem Charakter eigenthümlich ist, ihre Unabhängigkeit wahrt. In diesem gegenseitigen Meinungsaustausch vergehen die Stunden schnell und abmälig bildete sich so eine gewisse Vertraulichkeit zwischen den jungen Leuten. Leider wird André der Aufenthalt in dem gaftlichen Heim der kleinen Familie nur zu oft durch zwei störende Elemente verleidet: dies sind Frau Noguet und ihr Sohn. und es ist ein Vergnügen für André, diese junge Seele bis Ein Grund mehr, sich bei Zeiten auf den Weg in ihre Tiefen auszukundschaften und die Saat der Ideen zu machen und gu_machen und dann auf dem betretenen Wege in ihr auszustreuen. raftlos weiter zu marschiren," erwiderte Johanna.„ Ich Er erzählt ihr von seinen Reisen, den Meisterwerken weiß wohl, daß wir den Weg nicht bis ans Ende zurück der Kunst, die er gesehen, den durch ihre landschaftliche legen werden. Aber nach uns werden andere kommen, Schönheit berühmten Orten, die er besucht. Er plaudert die auf ihm weiter marschiren, und nach ihnen auch über literarische Dinge mit ihr. Johanna ist mit den wieder andere! Und so wird es allmälig mehr Gerechtigkeit sozialistischen Schriften weit mehr vertraut, als mit denen und mehr Glück auf Erden geben. Und das ist wohl der der großen Dichter. Jedoch hat sie Verse von Viktor Hugo Mühe werth, daß man lebt und kämpft!" gelesen, die sie wegen des männlichen Mitgefühls liebt, das André behauptete immer, daß die Alte sich gewaltige Sie sind jung," fagte André. Bei Ihnen leitet das ihr die Seele seiner Werke zu sein scheint. Sie kennt auch Mühe gegeben haben müsse, um so abstoßend und sauerHerz noch den Geist. Schließlich ist also das beste Mittel Romane von George Sand, die in ihren Augen von einer töpfisch zu werden, wie sie jetzt erschien. Er hatte ihre glücklich zu sein, sich für die Unglücklichen zu opfern." wahren Aureole von Güte umgeben ist, Bücher von Lebensgeschichte hören wollen, und Bater Deschamps hatte Er ist nicht mehr verlegt dadurch, daß das junge Michelet, die sie gleichsam berauscht haben mit der aus fie ihm erzählt. Frau Roguet, die in Wirklichkeit eigentlich Mädchen so gesprochen, er begreift, daß fie, von ihrem Groß- ihnen sprechenden Liebe zum Bolte. Sie beurtheilt die noch immer Fräulein Roguet war, war in ihrer Jugend vater erzogen, seinen Haß und sein Streben in sich auf- Schriftsteller und Dichter danach, ob sie Berührungspunkte von einem reichen Industriellen, ihrem Arbeitgeber, verführt genommen. Er vergleicht sie mit den Modepüppchen seiner mit ihren Ansichten bieten. Sie schätzt nur diejenigen, worden. Es scheint also, daß sie zu jener Zeit noch ganz Bekanntschaft, den entweder ganz unbedeutenden oder aber welche die Vertheidiger der Schwachen, Fechter in dem Kampfe liebenswürdig war," hatte André, als er dies hörte, frühzeitig verderbten jungen Damen, denen er in seinen Kreisen für eine gute Sache, Vorkämpfer der Befreiung und der mit Verwunderung gesagt. Sie hatte ein Kind begegnet, und er muß sich gestehen, daß es großherziger ist Brüderlichkeit aller Menschen waren. André scherzte einmal gehabt; dann war sie verlassen worden, während ihr Verund mindestens von ebenso viel Intelligenz zeugt, sich für darüber und sagte lachend zu ihr: führer, wie es ja überall üblich, sich dessenungeachtet reich die Frage der Zukunft der Menschheit zu begeistern, als für Sie erinnern mich an meine Schwester, als sie noch verheirathete. Das alles trug sich ganz weitab, in der Prodie Farbe eines Kleides oder die Form eines Hutes. Nicht klein war. Sie hatte damals eine Lieblingsfarbe und sagte vinz zu. Sie mußte ihre Heimath verlassen und nach Paris nur, daß er einen pifanten Reiz an den sozialen Theorien, immer: Das is hübs, das is roth." gehen, dem großen Zufluchtsort aller Deklassirten. Sie hatte die über diese rosigen Lippen gleiten, findet, sondern er ist Er versucht es, ihren noch nicht ganz entwickelten Ge- lange und hart hier mit der Noth kämpfen müssen. Das auch darüber erstaunt, daß Johanna nicht einfach nachschmack zu erweitern; es gelingt ihm auch bald, sie zu der tiefste Glend hatte sie kennen gelernt. Dann wurde fie, nachspricht, was sie gehört, daß sie nachgedacht hat, daß sie Auficht zu bringen, daß es nicht richtig ist, die dem sie einige Anleitung erhalten, Korrektorin in einer ihre Ideen zu vertheidigen versteht, daß er von ihr bereits Schriftsteller und Dichter der Vergangenheit nur vom Druckerei. So war sie wenigstens im Stande, ihrem Sohne geschlagen ist, oder wenigstens nahe daran ist, sich als be- Standpunkt der Gegenwart aus 311 beurtheilen. eine leidliche Erziehung zu geben. Er war jetzt Faktor in fiegt zu bekennen, wenn er den Kampf mit ihr aufnimmt. Schwieriger wird es ihm, sie dahin zu bringen, derselben Druckerei, für welche sie arbeitete. Trotzdem hatte Glücklicherweise fann er auf einem anderen Gebiete daß sie bei zeitgenössischen Dichtern, die ihren sie der bürgerlichen Gesellschaft, als deren Opfer sie sich Revanche nehmen. Sie liebt alles Schöne. André hat sie Ideen feindlich gegenüberstehen, wenigstens das Talent betrachtete, noch immer nicht vergeben, was sie an ihr einmal am Fenster überrascht, wie sie bewegt dem tödtlichen anerkennt. Da mag er noch so schön reden, sie gethan. " Ringen der Sonne mit den bleichen Nebeln eines Winter bleibt in einem Punkt stets unzugänglich. Man soll ihr Jetzt konnte André fich wenigstens das Spißige, Abhimmels zusah. Oft schon hat er ihre Stimme zittern hören nicht vor den Virtuosen des Phrasen- und Reimgeklingels, stoßende ihres Charakters erklären. Er zwang sich sogar beim Lesen einer ergreifenden Erzählung. Er hat die von Dichtern, deren Sonnette in der Form tadellos, aber zur Achtung vor ihrem Muth, zum Mitleid für ihr Üngraziöse Anordnung der Blumensträuße bemerkt, die sie auf inhaltlich leer sind, von gedankenarmen Versdrechslern glück. Aber troß seiner Bemühungen, konnte er keine Syntihre Fächer malt. Andererseits ist es ihm auch leicht ge- sprechen! Sie kann nicht begreifen, wie man schreiben pathie für sie hegen, und er mußte sich selbst gestehen, daß worden, zahlreiche Lücken in ihren Kenntnissen zu endecken. tann, um nichts zu sagen. Hier empört sich die Schülerin Frau Roguet es sich angelegen sein ließ, ihm aus dem Sie ist Künstlerin mehr von Natur als durch Erziehung, gegen den Lehrer und oft entspinnen sich zwischen Beiden Wege zu gehen. ( Fortsetzung folgt.) Für den Inhalt der Juferate über. nimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung Theater. Dienstag, den 18. Juli. Friedrich- Wilhelmstädt. Theater. Orpheus in der Unterwelt. Kroll's Theater. Die Zauberflöte. Viktoria Theater. Frau Venus. National Theater. Lehmann auf der Weltausstellung in Chicago. Alexanderplat Theater. Des Meeres und der Liebe Wellen. Montag: Die Räuber. Apollo Theater. Spezialitäten Vorstellung. Kaufmann's Variété. Spezialitätens Vorstellung. National- Theater. Große Frankfurterstraße 132. Sensationelle Novität! Lehmann auf der Weltausstellung in Chicago. Große Ausstattungs- Posse mit Gesang und Tanz in 5 Aufzügen von Eugen Prudens. Mufit von Adolph Widecke. Regie: M. Samst. Raffenöffnung 51/2 Uhr. Anfang der Abend- Borstellung 71/2 Uhr. Im Garten auf der Sommerbühne: Ein kleines Mißverständniß. Lustspiel in 1 Att. Regie: F. Schäfer. Hierauf: Die Balletschule. Posse mit Gefang und Tanz in 1 Aft. Regie: Hugo Hummel. Bor, nach und zwischen den Einaftern Auftreten von Specialitäten I. Ranges. Neues Programm. E Morgen: Dieselbe Vorstellung. PassagePanopticum. Grösstes Königl. italienischer Circus Ernesto Ciniselli. Stadtbahnstation Zoologischer Garten. Heute, Dienstag, den 18. Juli: Große Brillant- Vorstellung. Zum 11. Male: Parteigenossen Berlins! 8½ Die Erschaffung des Weibes Donnerstag, den 20. Juli, Abends 8 Uhr: Das Weib durch die Jahrhunderte. Gr. Ausstattungspantomime mit Ballet mit durchweg neuen Dekorationen, Rostümen, Requisiten 2c. Gefeßl. geschützt. Inscenirt vom Dir. Ernesto Ciniselli. Arrangements u. vorkommende Tänze vom fönigl. italienischen Balletmeister Ant. Tignani. Ferner Auftreten der renommirtesten Künstler und Künstlerinnen, sowie Reiten und Vorführen der bestdressirten Schul- und Freiheitspferde. Ernesto Ciniselli, Direktor. Hippodrom unter Wasser.. BERLINER HIPPODROM Am Kurfürstendamm. 2 Min. von Station Zoolog. Garten. Grösster Erfolg seit Bestehen des Hippodroms. Grosser Lacherfolg. E Neu! Grösste Novität! Neu! Heute: Am Strande von Ostende. Gr.Wasser- Pantomime in 12 Bildern v. Arthur Fraenkel, Ballets arrang. von Eug. Clebus, Musik v. Kapellmeister Beranek; unt. Mitwirkung von 300 Damen, 200 Herren, 80 Pferden, 30 Wagen etc. Grosses Corps de bailet, Ruder- Regatta, Schnitzeljagd, Blumenkorso, etc. Susanne im Bade. Miss Athene und Mr. Hajex. Thurmseilkünstler. Signora Elisabetta, Jagdevolutionen zu Pferde. Im prachtv. Park von 5 Uhr ab: Gr. Park- Konzert. Anfang der Vorstellung 8 Uhr. Entree zum Park 20 Pf. Preise der Plätze: 4, 3, 2, 1, 0,50M. Schau- u.Vergnügungs- Victoria- Brauerei, 12 Etablissement der Welt. Entree 50 Pf. Castan's Panopticum. Neu: Der Tod als Erlöser. Neu: Die Schrecken des Meeres. Bauern- Aufstand! Illusionist. Vorstellungen. Irrgarten.- Schreckenskammer. SchweizerGarten. Am Königsthor. Haltestelle der Ringbahn. Sonntag sowie täglich: Extra- Vorstellung mit neuen Spezialitäten. Garreton- Troupe. Familie Grunatho. Gebr. Beyer u. f. w. Theater- Vorstellung. Volksbelustigungen aller Art. Täglich: Entree 30 Pf. Grosser Ball. Lützowstraße 111-112. Garten resp. Saal. ( außer Läglich Sonnabends) Stettiner Sänger. Stets wechselndes Programm. Anfang Sonnt. 7 Uhr, Wochent. 8 Uhr. Entree 50 Pf. Vorverkaufs Billets Sonntags teine Giltigkeit. Moabiter Gesellschaftshaus. Alt- Moabit 80 und 81. Täglich: Theater- und SpezialitätenVorstellung, sowie Concert. Anfang 4 Uhr. Entree 30 Pf., reservirter Platz 50 Pf. 4127L* Helmuth Peters. Morig Play. Etablissement Buggenhagen. Moritz Play. Täglich Gr. Garten- Konzert. Großer Frühstücks- u. Mittagstifd. Spezial- Ausschant von Pahenhofer Lagerbier, hell und dunkel. Bei ungünstiger Witterung findet das Konzert in den unteren Restaurations räumen statt. Entree Wochent. 10 Pf. Sonnt. 25 ẞf. Säle für Versammlungen, Kommerse, Festlichkeiten 2c. Altes Schüßenhaus, Linienstraße 5, empfiehlt seine Festsäle ratweil'sche( 560 Personen faffend) zu allen GelegenG Bierhallen. Auftreten der Leipziger Sänger Kommandantenstr. 77-79. Täglich: vom Krystall- Palast. 71/2 Uhr. Entree 10 f. Anf. Sonntags 6 Uhr. Entree 30 B Anerkannt gute Küche. Säle für Festlichkeiten und Versammlungen. Carl Koch. Kaufmann's Variété heiten. Restaurant 7336 Zur neuen Post, Beuthstrasse 21. Großer Frühstücks- und Mittagstisch, reichhaltige Abendkarte. Festsäle bis 1000 Personen zu Hochzeiten und sonstigen Festlichfeiten, Versammlungen. 4384L* Vereinszimmer, Ottober u. Dezember sind noch einige Sonnabende u. Sonn tage frei, an Wochentagen unentgeltlich. Moritz Cohn. Stadtbahn- Station Alexanderplatz. Brauerei H. Klemm& Co., Heute, Sonntag, den 16. Juli: Grosses Garten- Konzert u. Spezialitäten- Vorstellung von Künstlern 1. Ranges. Bei ungünstigem Wetter findet die Vorstellung im Saale statt. Anfang 5 Uhr. Entree 30 Pf. 919b A. Zimmermann. Charlottenburg, Wilmersdorferstr. 39, empfiehlt ihr stark eingebrautes Weiß-, Werdersch- Braunbier. Wir bitten genau auf unsere Firma zu achten. 836b* 2 Gr. Partei- Bersammlung in den Concordia- Sälen, Andreasftr. 64. Tages- Ordnung: 1. Der internationale Kongres in Zürich. 2. Dis3. Wahl fussion. 3. Wahl der Delegirten. 349/19 Um zahlreiches Erscheinen ersuchen Verlag des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Die Vertrauenspersonen. Berlin SW., Beuthstrasse No. 2. Wir empfehlen unseren Parteigenoffen zum Studium und zur Verbreitung: Wilh. Liebknecht's Schriften. Volks- Fremdwörterbuch. 6. Auflage. Broschirt in 12 Heften à 20 Pf. Gebunden Hochverrath und Revolution. • 3,- M. -, 30" Eine ungehaltene Vertheidigungsrede gegen die Anklage des Hochverraths und wider die staatsanwaltliche Polizeiauffassung, Hochverrath und Revolution seien gleichbedeutende Begriffe. Revolution von unten" nämlich. Zur Grund- und Bodenfrage. 2. Auflage...-, 50 M. Eine Bertheidigungsschrift für die Beschlüsse des Baseler Kongreffes der Internationalen Arbeiter- Assoziation auf Vergefellschaftlichung des Grund und Bodens unter Beibringung eines überreichen historischen Materials. Wissen in Macht- Macht ist Wissen. Feftrede gehalten zum Stiftungsfest des Dresdener Bildungsvereins am 5. Februar , 30 m. 1872. 9. Auflage.. Eine scharfe, quellenmäßige Kritik, was unfer Staat für Bildungszwecke und was er für Militärzwecke aufbringt, und eine glänzende Rechtfertigung der Betheiligung der Arbeitertlasse an den politischen Kämpfen der Gegenwart. • Die Emser Depesche oder wie Kriege gemacht werden, 3. Auflage. -, 30 M. Besonders für die jüngere Generation liefert die Broschüre einen lehrreichen Beitrag zur Geschichte des deutsch- französischen Krieges. · Robert Blum und seine Zeit. Brosch. in 6 Heften à 25 Pf. 2,- M. Gebunden Darstellung seines Lebens und Wirkens in der Zeit der deutschen Revolution und zugleich ein Stück Geschichte der 48 er Bewegung. Bu Schuh nud Truk. Festrede gehalten zum Stiftungsfest 22. Oftober 1871. des Crimmitschauer Volksvereins am 6. Auflage.. -, 25 M. Legt in allgemein verständlicher Form die Ziele und die Weltanschauung der Sozialdemokratie dar. Ueber die politische Stellung der Sozialdemokratie, insbesondere mit Bezug auf den Reichstag. Ein Vortrag, gehalten in einer öffentlichen Versammlung des demokratischen Arbeitervereins zu Berlin am 31. Mai 1869. Mit Vorwort und einem tragikomischen Nachspiel. <-, 10 M. Für die Geschichte der Entwicklung der deutschen Sozialdemokratie und der Taktik der deutschen Sozialdemokratie ist diese in jüngster Zeit vielzitirte Broschüre ein werthvolles historisches Dokument. Robert Owen. Sein Leben und sozialpolitisches Wirken. Zwei ausgegrabene Stizzen. Mit 2 Abbildungen. 72 G.-, 30 m. Das Alters- und Invaliden- Versicherungs- Gesek. Vortrag, gehalten am 13. August 1888 in einer öffentlichen Volks-, 10 m. versammlung in Wurzen. 3. Aufl. 32 S. 3,- M. Ein Blick in die Neue Welt. Elegant gebd. · " Das Buch ist in hohem Grade lesenswerth. Es enthält gerade das, was die gewöhnlichen Reisebeschreibungen nicht enthalten: einen ruhigen, objektiven Blick, eine streng sachliche Würdigung aller möglichen fleinen und großen Vorkommnisse, die Vermeidung alles unnüßen Ballastes und erzeugt auf diese Weise im Leser mit den denkbar einfachsten Mitteln den Eindruck vollendeter Wahrheit." Stuttgarter„ Beobachter". Jum 18. März und Verwandtes. 46 Seiten brosch.-, 20 m. Die wahrhaftige Lebensgefchichte des Josua Davidsohn. Aus dem Englischen übersetzt von Natalie Liebknecht. Mit einem Vorwort von Wilh. Liebknecht 30 M. Bor, Die Ritter der Arbeit. Nach dem Amerikanischen. Uebersetzt von Natalie Liebknecht. 1,- M. . Wiederverkäufer erhalten Rabatt. Alle Buchhandlungen, Rolporteure und Zeitungsspediteure nehmen Bestellungen entgegen. Bei Aufträgen von außerhalb ersuchen wir um gleichzeitige Einsendung des Betrages( Porto extra). Uhren und Goldwaaren Die glückliche Geburt eines Mädchens erlaubt sich anzuzeigen. 945b Konstantin Janiszewski nebst Frau geborene Kräcker. Rigdorf- Berlin, Hermannplay 7, den 16. Juli 1893. Unserem Freunde und Genossen, dem Maschinisten Aug. Borcherdt, zu seinem heutigen Wiegenfeste ein donnerndes Hoch. Na, August, aber heute Abend 9466 große Oper bei Buschel. Freunden und Bekannten hiermit zur Nachricht, daß unser Kollege Julius Hesse am 16. d. M. gestorben ist. Die Beerdigung findet am Mittwoch, den 19. Juli, Nachmittags 6 Uhr, von der Leichenhalle des Elisabeth Kirchhofes ( Gesundbrunn., Prinzen- Allee) aus statt. Die Arbeiter der Bechstein'schen 953b] Hof- Pianofortefakrik. Danksagung. Für die zahlreiche Betheiligung bei der Beerdigung meines lieben Vaters und meiner lieben Mutter, unseres Sohnes und Tochter, Bruder und Schwester, Schwager und Schwägerin, des Tischlers Gustav Büttner nebst Frau geb. Pfilit sagen wir allen Befannten und Verwandten unseren herzlichen Dank. Besonders dem Chef, sowie dem Personal der Fabrik von Gannsen für die reichen Kranzspenden 948b unseren innigsten Dant. Die Hinterbliebenen. Hierdurch nehme ich meine Beleidi gung gegen den Restaurateur Otto Schnell, Reichenbergerstr. 142, zurück und erkläre denselben für einen Ehrenmann. Tischler Mevius, Reichen 9496 bergerftr. 142. * Dr. Hoesch, homöopath. Arzt, Linienstr. 149. 8-10, 5-7, Sonnt. 8-10. Fabrik für Bierdruck- Apparate zu Luft und Kohlensäure. Aenderungen alter Apparate nach Polizeivorschrift. Bautlempnerei und Reparaturen an Gas- und Wasseranlagen schnell und sauber zu soliden Preisen. Kreitners Nachf. H. Reinhardt, Anklamerstr. 21. 5 9525 e Pfund Albrecht's Brot für Bäckerei, 50 Pfennig Liefer. Wrangel- Strasse 8, Langestr. 26, Falkensteinstr. 28. Sophastoff- Reste in Rips, Damast, Crêpe, Fantafe, Gobelin, Plüsch und bunten Morquets spottbillig! Proben franko! Berlin S., Emil Lefèvre, Oranienstraße 158. Arbeitsmarkt. Aust. Kochfrau für d. Geschäftsküche gesucht. 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Internationaler Sozialistischer Arveiter-Kongresz 1893 in Zürich. An die Arbeiter aller Länder! Werths Genossen! Wir laden Euch hiermit ein. Eure Abgeordneten zu wählen und uns deren Namen mitzutheilen, soweit das nicht schon ge- schehen ist. Der Kongreß findet nach dem von der Brüsseler Konferenz genehmigten Vorschlage des Organisations-Konntees statt vom 6. bis zu und mit dem IS. August im große» Saale der„Tonhalle" in Zürich. Das gewonnene Lokal wird auch bei einer sehr starken Be- theiligung genügen und steht für die ganze Zeit des Kongresses zur Verfügung. Den Nationalitäten werden für ihre Sitzungen besondere Säle zur Verfügung gestellt, die ihnen rechtzeitig an- gezeigt werden. Für anständige Quartiere zu mäßigem Preise, sowie für gute und billige Speisegelcgeuheit werden wir Vor- sorge treffen. Die Arbeiterschaft der Schweiz und speziell die von Zürich wird es sich angelegen sein lassen, ihre Arbeitsbrüder als will- kommene Gäste zu empfange», sie werden sich hier als unter Brüdern fühlen. Für den Eröffnungstag, den ö. August, ist ein großer Umzug mit Versammlung auf einem gut gelegenen öfsenilichen Platze zur Begrüßung der Abgeordneten geplant. Auf einen Abend in der Woche bereiten wir eine große ge- ineinsnine Abenduuterhallung vor und am Schlußtage, de» 12. August, Nachmittags, hoffen wir, unseren lieben Gästen eine Fahrt aus dem schönen Zürichsee mit Extradampser anbieten zu können. Zur Bedienung des Kongresses, sowie als Führer zu Spazier- gangen in die schöne Umgebung an Morgen- und Abendstunden werden hiesige Genossen bereit sein. Indem wir uns bemühen, für die Unterkunft der Delegirten, für die Arbeiten des Kongresses, wie für die Unterhaltung in der freien Zeit alles so gut als möglich zu organisiren, hoffen wir auch auf eine recht zahlreiche Betheiligung der Abgeordneten aller Länder am Kongreß. Weithe Genossen! Wir brauchen Euch nicht zu sagen, denn Ihr habt selbst mitgewirkt: Der Vormarsch der sozialistischen Arbeiterorganisationen aller Länder ist in den letzten Jahren ein gioßartiger gewesen. Ueberall ist die Bewegung bedeutend stärker geworden und sie ist in immer weitere Kreise gedrungen. Der Internationale Sozialistische Arbeiter-Kongreß von ISSil in Zürich soll ein imposantes Bild dieses Vormarsches geben. Er wird sich in einer Stadt und in einem Lande versammeln mit den sreiesten politischen Einrichtungen, die jetzt existiren, er wird sich also ganz frei bewegen können. Wir laden Euch ein, mög- lichst viele Abgeordnete zu schicken zum großen Tage der Ver- brüderung aller Arbeiter. Möge der Kongreß in Zürich eine nähere Station sein zur Erfüllung des großen Mahnrufs: Proletarier aller Länder vereinigt Euch! Mit Brudergruß! Z ü r i ch, den 15. Juni 1393. Das Bureau des Orgauisatious-KomiteeS für den Internationalen Sozialistischen Arbeiter- Kongreß 18VZ: Karl Bürkli, Präsident. Robert Seidel, Sekretär. August Merk, Kassirer. DaS Organisationökomitee: Vertreter der sozial- Vertreter des Vertreter des demokr. Partei: Grütlivereins: I. R. I ä g e r. K. B ü r k l i. X. K a r r e r. H. G r e u l i ch. O. Lang. Fr. H ä f e l i. R. S e i d e l. A. I l g. A. Widmer. I. Vogelsanger. A.Merk. US. Wir fügen dieser Einladung bei die Entwürfe für die Bestimmungen über die Zulassung zum Kongreß und die Ge- schäflsordnung des Kongresses. Beide Entwürfe wurden vom Organisationskomitee ausgearbeitet und von der Brüsseler Kon- ferenz am 26. März mit Abänderungen genehmigt. Sie sind nur als Vorarbeiten zu betrachten, um am Kongreß Zeit zu sparen. Ter Kongreß ist souverän, darüber nach seinem Gutfinden zu beschließen. Im gleichen Sinne fugen wir auch den Vorschlag einer Tagesordnung bei mit den Anträgen, die uns eingegangen sind. Selbstverständlich setzt erst der Kongreß selbst definitiv seine Tagesordnung fest. B e st i m m u n g e n ü b e r d i e Z u l a s s u n g zum K o n g r e ß. I. Zugelassen zum Kongreß werden alle Arbeiter-Gewerk- schasten; ferner die sozialistischen Parteien und Vereine, die die Nothwendigkeit der Arbeiterorganisation und der politischen Aktion anerkennen. 2 Jede Nationalität prüft die Mandate ihrer Angehörigen, sie fertigt ein Verzeichniß der anerkannten, sowie der allfällig beanstandeten Delegirten an und übergiebt es sammt den Mandaten dem Bureau des Organisationskomitees zur Druck- legung und nachheriger Abgabe an das Bureau des Kongresses. 3. In Streitsällen über die Zulassung entscheidet zuerst das Bureau des Kongresses und, wenn dessen Entscheid angefochten wird, der Kongreß. 4. Die auerkannten Delegirten erhalten vom Organisations- komitee Karten aus ihren Namen. Geschäftsordnung des Kongresses. 1. Die Delegirten der verschiedenen Nationalitäten treten am Sonntag der Eröffnung des Kongresses, Vormittags 9 Uhr. in den ihnen vom Organisationskomitee bezeichneten Lokalen zur Mandatprüfung zusammen, gleichzeitig bezeichnen sie ihre Ver- treler für das Bureau, Uebersetzer inbegriffen. 2. Um 10 Uhr versammeln sich sämmtliche Delegirte im Kongreßlokal zur Konstiluirung. Feststellung der Geschäfts- und der Tagesordnung, sowie zur Bestellung der vorberathenden Kommislionen. (Nachmittags öffentliche Begrüßung des Kongresses.) 3. Ter Kongreß hält täglich zwei Sitzungen, und zwar von 9 bis 12 und 3 bis 6 Uhr. Am Sonnabend fällt die Nach- mitiagssitzung aus. 4. Der Kongreß ernennt in der ersten Sitzung für jeden Tag einen Präsidenten, der aus den verschiedenen auf dem Kongreß vertretenen Nationalitäten gewählt wird. Das Bureau, das Delegirte jeder Nationalität zu enthalten hat, bestimmt aus seiner Mitte die Träger der verschiedenen Funktionen(Sekretäre, Ueber- setzer«.). 5. Tie vorberathenden Kommissionen für Fragen der Tages- orduung werden aus Vertretern der Nationalitäten von diesen selbst gewählt. 6. Berichte über Gang und Stand der Arbeiterbewegung in den verschiedenen Ländern werden nicht mündlich entgegengenommen, sie sind dem Organisationskomitee gedruckt im Format seiner Zirkulare(Druckfläche einer Seite: 193 Millimeter Höhe und 109 Millimeter Breite) in deutscher, englischer oder frau- Gewerkschastsbundes: E. B e ck. C. Conzett. A. L ü t h i. K. M a n z. zösischer Sprache(womöglich in allen drei Sprachen) zur Ver- theilung an die Kongreß-Delegirten einzureichen. 7. Begehren ums Wort sind schriftlich dem Bureau zu über- geben. 3. Alle Anträge sind schriftlich einzureichen. Die Anträge der Kommisstonen, sowie grundsHliche Anträge, die von wenigstens zehn Delegirten unterstützt sind, werden in fran- zösischer, deutscher und englischer Sprache gedruckt und an die Delegirten vertheilt. Grundsätzliche Hauptanträge gelangen erst dann zur Abstimmung, wenn sie gedruckt in den Händen der Delegirten sind. 9. Die Redezeit ist für Berichterstatter 20 Minuten, für andere Redner 10 Minuten. Redner, die über einen Gegenstand noch nicht gesprochen haben, erhalten das Wort vor solchen, die zum zweiten Male sprechen wollen. Mehr als zweimal wird dem gleichen Redner über den gleichen Gegenstand das Wort nicht ertheilt. 10. Anträge, Berichte und Reden werden ins Englische, Französische und Deutsche übersetzt. II. In der Regel wird nach Köpfen abgestimmt. Bei grundsätzlichen Hauptfragen wird auf Antrag einer Nationalität nach Nationalitäten abgestimmt und gilt ein Antrag als ange- nonimen, wenn die Mehrheit der Nationalitäten dafür stimmt. 12. Alle Sitzungen des Kongresses sind öffentlich, den Bericht- erstattern der Presse werden auf Anmeldung hin vom Organi- sationskomitee besondere Plätze angewiesen. Tagesordnung des Kongresses. I. Maßregeln zur internationalen Durchführung des Acht- stuudentages. II. Gemeinsame Bestimmungen über die Maifeier. III. Die politische Taktik der Sozialdemokraten: a) Parlamentarismus und Wahlagitation. b) Direkte Gesetzgebung durch das Volk. IV. Stellung der Sozialdemokratie im Kriegsfalle. V. Schutz der Arbeilerinnen. VI. Nationale und internationale Ausgestaltung der Gewerk- schaften. VII. Internationale Organisation der Sozialdemokraten. VIII. Verschiedenes. Die eingegangenen Anträge geordnet nach den Punkten der Tagesordnung: I. Maßregeln zur internationale» Durchführung des Achtstundentages. Antrag der vereinigten schweizerischen Organisationen: G r ü t l i v er e i n, G e w er k s ch a f t s- bund. Sozialdemokratische Partei. Ter Kongreß erklärt: Der Achtstundentag ist eine der wichtigsten Vorbedingungen der endgiltigen Befreiung der Arbeiterklasse vom Kapitaljoche und die wichtigste Maßregel zur Verbesserung ihrer Lage. Durch den Achtstundentag wird die Arbeitslosigkeit geringer, die Arbeitstüchtigkeit größer, der Lohn höher und die Kauf- sähigkeit des arbeitenden Volkes stärker. Durch den Achtstundentag wird das vom Kapitalismus ge- störte Familienleben gehoben und eine bessere Fürsorge für die Kinder ermöglicht. Durch den Achtstundentag steigt die Gesundheit, Kraft, Intelligenz und Sittlichkeit des Volkes. Durch den Achtstundentag gewinnt die Arbeiterklasse Zeit zu gewerkschaftlicher und politischer Organisation und Thätigkeit; die politischen Rechte und Freiheiten können erst dann für die soziale Befreiung des Volkes recht nutzbar und wirksam werden. Der Kampf für den Achtstundentag muß in allen Ländern geführt werden, denn nur'die internationale gesetzliche Durch- führung des Achtstundentages sichert seinen Bestand und seine segensreiche Wirksamkeit. Als Mittel zur internationalen Durchführung des Achtstunben- tages empfiehlt der Kongreß die gewerkschaftliche und politische Organisation der Arbeiterklasse auf nationaler und internationaler Grundlage und die Agitation und Propaganda für den Achtstundentag durch diese Organisation. X � Die Agitation für den Achtstundentag soll betrieben werden durch Flugschristen, durch Vorträge, durch die sozialistische Presse, durch Demonstrationen, in Versammlungen und in den politischen Körperschaften, in Parlamenten, Staats- und Gemeinde- behörden aller Art. In der sozialistischen Presse sind unter einer stehenden Rubrik:„Achtstundentag", alle Thatsachen und Bestrebungen für denselben zu verzeichnen und in den politischen Körperschaften sollen die Vertreter der Arbeiter von Zeit zu Zeit Anträge auf Verkürzung der Arbeitszeit stellen, besonders für die von Staat und Gemeinden beschäftigten Arbeiter. Die sozialistischen Vertreter der nationalen Parlamente sollen sich über ein gemeinsames Vorgehen zur internationalen Ein- führung des Achtstundentages durch die Gesetzgebung verständigen. Die Gewerkschastsorganisalion der Arbeiter hat den außer- politischen, freien Kampf mit dem Unternehmerlhum für den Achtstundentag zu führen, um dadurch der gesetzlichen Ein- führung des Achtstundentages für die ganze Arbeiterklasse den Weg zu bereiten. II. Gemeinsame Bestimmungen über die Maifeier. Antrag des revolutionären Zentral-Komitees von Paris. Der Kongreß beschließt: Die Kundgebung des 1. Mai für den Achtstundentag und für die Befreiung der Arbeiterklasse soll zukünftig in jedem Lande dem kraftvollen Willen der Arbeiter bethätigen, um jeden Preis und mit allen Mitteln den internationalen Frieden ausrecht zu erhalten und zwar gegen die Verschwörung der Reaktion. Anträge der Arbeitsbörse i n Paris. In Erwägung, daß Kriege zwischen zivilisirten Völkern nur schreckliche Metzeleien sind, in denen die Arbeiter sich gegenseitig zerfleischen zum größten Gewinn und zur Befriedigung der Bourgeoisie, die darin das wirksamste Mittel zur Vertheidigung ihres Besitzes findet; in weiterer Erwägung, daß der Ehrgeiz der Herrschenden und der Stumpfsinn der Mordspatrioten die unbestreitbare Wahrheit verheimlichen, daß der Friede für die Völker nicht nur die heiligste Pflicht, sondern das höchste Interesse ist; daß es immer die Arbeiter waren, die ihr Blut vergossen, um Kreuze und Orden für die Offiziere zu erobern, die dann zum Dank nichts Besseres wußten, als die Arbeiter mit Flinten, wie 1848, oder mit Kugelspritzen, wie 1371, zusammen- zuschießen; in endlicher Erwägung, daß alle brudermörderischen Kriege nur die letzten Spuren vorgeschichtlicher, wilder Zeilen sind, wo das Auffressen der Tobten durch die Sieger sich als Zweck äußerte, verlangen wir: I. daß der Arbeitertag des I. Mai nicht nur eine Kund- gebung für den Achtstunden-Arbeitstag, sondern 2. auch eine 5kundgebung für die Erhaltung des inter- nationalen Friedens sei. Anträge des Regional-Kongresses des Ostens von Frankreich. 1. Der Krieg sei in Europa abgeschafft. 2. In allen seit fünfzig Jahren annektirten Ländern soll die eingeborene Bevölkerung entscheiden können, welcher Nationalität sie angehören wolle. 3. Nach Annahme der vorstehenden Bestimmungen durch alle europäischen Parlamente erhalten sie Gesetzeskraft. 4. Die Parlamente Europas bezeichnen Delegirte, einen auf eine Million Einwohner, die auf drei Jahre gewählt sind und das internationale Schiedsgericht bilden. 5. Dieses derart gebildete Schiedsgericht beschäftigt sich mit der allgemeinen Abrüstung und mit den Maßregeln zur Siche- rung des freien Entscheides der Bevölkerungen, die dazu berufen sind. Alle Zwistigkeiten zwischen Nationen werden endgiltig durch dieses Schiedsgericht geschlichtet. LoKsles. Die Kemeindcwählcr erinnern wir nochmals daran, die im städtischen Wahlbureau, Poststr. 16, bis zum 30. Juli täglich von 9 Uhr Vormittags bis 3 Uhr Stachmittags ausliegcnden Wählerlisten einzusehen. Während dieser Zeit kann jedes Mit- glied der Stadtgemeinde gegen die Richtigkeit der Liste Ein- Wendungen erheben. Dieselben müssen in der gedachten Zeit schriftlich bei dem Magistrat angebracht werden; später ein- gehende Einsprüche werden nicht berücksichtigt. Arbeiter- BildnngSschule. Der Geschichtsunter« r i ch t hat in allen Schulen wieder begonnen. „Die Weltstadt Berlin, eine Heimathkunde für Schule und Haus", nennt sich ein eben erschienenes von F. G i n d l e r, städtischer Lehrer in Berlin, und O. Stephan, städtischer Rektor in Berlin, verfaßtes Buch, das,„unserer Berliner Jugend, als der heranwachsenden Bürgerschaft, in faßlicher und anschau- licher Weise das Verständniß für die Größe und Bedeutung unserer Vaterstadt zu erschließen" wünscht. Die Verfasser des Schriftchens haben sichtlich ihr Hauptaugenmerk darauf gerichtet, daß es sich zur Einführung in den fBerliner Gemeindeschnlen empfehle. Daher haben sie auch gewisse Einzelheiten in den Verhältnissen der Weltstadt Berlin rosiger geschildert, als es die bessere Kenniniß des ermachsenen Lesers erlaubt. Sie sind dabei augenscheinlich nach dem Grundsatz aller im Dienste der Bourgeoisie stehenden Pädagogen verfahren, nach der Vorschrift nämlich, daß die Jugend über gewisse Dinge die Wahr- heit noch nicht zu erfahren braucht, auf daß ihr die unbefangene Fröhlichkeit nicht schon bei Zeiten geraubt werde. Vielleicht aber haben sie sich bei ihrer Schönfärberei auch noch von anderen Er- wägungen leite» lassen, über die wir nur Vermuthungen haben können. Am ärgsten treiben sie es in dem Kapitel „Die Städtische Verwaltung".„Die passendste und beste Erläuterung für das System der Selbstverwaltung." heißt es da.„liefert die Stadt Berlin, die auf allen Gebieten Hervorragendes leistet und deren Einrichtungen wohl überall als mustergiltig anerkannt und nachgeahmt werden." Weiter:„Die Einnahmen der Stadt--- übertreffen die mancher Königreiche, aber alle diese ungeheuren Summen werden wiederum zu Einrichtungen verwendet, die einzig und allein das materielle und körperliche, geistige wie sitttliche Wohl aller Bürger bezwecken und diesen zu gute kommen."„Aller Bürger" ist gut gesagt!„Besonders groß," heißt es dann weiter,„sind die Verdienste der Stadt um die Erziehung und Bildung der Jugend.——— In etwa 200 Gemeindeschulen, die außen und innen vornehm ausgestattet sind und Palästen gleichen— Palästen!? Nicht möglich! Steht aber zu lesen im Buche der Herren Gindler und Stephan, Seite 122. Die Herren sind selbst als Lehrer bezw. Rektor einer Berliner Gemeindeschule beschäftigt. Sie werden sich also nicht ohne Grund in ihrem Loblied auf die städtische Verwaltung gerade bei dem Abschnitt Schulverwaltung zur höchsten Begeisterung emporgeschwungen haben. Im Gegensatze hierzu versagt jedoch ihre Beredsamkeit an manchen Stellen vollständig. Sie schweigen z. B. von der ganz besonderen Fürsorge, welche die städtische Verwaltung den höheren Lehranstalten angedeihen läßt. Sie erzählen nichts davon, daß sich die Stadt Berlin hier jedes Schul- kind mehr als doppelt so viel kosten läßt, wie auf de» Gemeinde- schulen,— ein Schweigen, das um so auffälliger ist, da sie sonst fast überall angeben, wie theucr der Stadt dies oder das zu stehen kommt. Sie versäumen es auch, die heranwachsende Berliner Jugend darüber zu belehren, daß auf den höheren Lehr- anstalten eine viel geringere Anzahl von Schulkindern aus je eine Schule, je eine Klasse und je einen Lehrer kommt als auf den Gemeindeschulen. Sollte das Buch wirklich in den Berliner Schulen eingeführt werden, so ist zu wünschen, was freilich nicht zu erwarten, daß das Wort des erklärenden Lehrers diese Lücken ergänzt. Das thäte auch noch mancher anderen Stelle Roth. Die Verfasser erzählen z. B.:„Jeder steuerzahlende Bürger... ist zur Uebernahme eines städtischen oder Kommunalamtes gesetzlich verpflichtet." Hier wäre der Zusatz zu empfehlen: Aber der größte Theil der Berliner Bevölkerung, die Arbeiterklasse nämlich, wird niemals zu diese» Aemtern zugelassen, auch nicht zu denen, für die nur sie allein ein Verständniß haben kau». Der Satz:„In Berlin... besteht die Selbstverwaltung, d. h. die Stadt wird unter Aufsicht des Staates von der Bürgerschaft verivaltet," ist ebenfalls»nvollständig. Daß die Stadt nur von der steuerzahlenden Bürgerschaft verwaltet wird, daß sie auch von dieser nicht mit gleichem Rechte der Antheilnahme verivaltet wird, daß die wenigen Bemittelten daran in weit höherem Maße bethciligt werden als die zahlreiche» Unbe- mittelten, daß derjenige, welcher nur mit seiner Arbeit, nicht mit Geld zu steuern vermag, überhaupt nicht mit- gerechnet wird,— alles das wird entweder ganz verschwiegen oder doch nur so ausgedrückt, daß nur der Sachkundige, nicht aber ein Schulkind sich das Fehlende ergänzen kann. Das Buch wird danach den maßgebenden Personen als zur Einführung in den Berliner Gemeindeschulen in hervorragendem Maße geeignet erscheinen. Es vermeidet mit Geschick alles, was den Berliner Prolelarierkindern zeigen könnte, daß ihre Eltern Grund haben, für die„Weltstadt Berlin" und ihre Verwaltung nicht übermäßig hegeistert zu sein. Faul und verfault scheint unsere Börsenwelt durch und durch zu sein. Wir fällen dieses Urtheil nicht blos auf grund der einzelnen Krachs, so zahlreich sie auch sein mögen; aber diese einzelnen Fälle zeigen zu gleicher Zeit.>vie ii» den Kreisen der Börsenwelt der Besitz des Geldes, ja felbst nur der Schein eines solchen Besitzes alle Grenzen verrückt, die man sonst»och zwischen ehrlichen Leuten und Spitzbuben beobachtet. Es mag eine Person noch so anrüchig und von anderwärts flüchtig geworden sein, läßt sie sich hier als Banquier nieder, so halten sich die sogenannten„guten" Häuser zwar zunächst rückhaltend ihm gegen- über: macht er aber gute Geschäfte, so lockert sich mehr und mehr der Bann, der um ihn gezogen ist.— Der Name Sternberg ist weit bekannt; schon bei seiner Gründung von Delheim war sein Notizbuch, das darauf hinweist, daß der Verstorbene sich mit Ruf kein feiner; jetzt wird er bekanntlich wegen gemeiner Verbrechen Hausverkäufen beschäftigt hat. Das Buch enthält außerdem die Steckbrieflich verfolgt. Er war Direktor der hiesigen Weimar'schen Notiz:„ Der Geburtstag von Jda Zachäus ist am 18. Februar." Bant und trotzdem er steckbrieflich verfolgt wird, hat ihn in Die Wäsche des Verunglückten trägt das Zeichen G. Z. diesen Tagen die Generalversammlung dieser Bank zum Aufsichtsrath gewählt. Was sind das nun für Leute, die sich nicht entblöden, einen solchen Menschen zu wählen? In diesen Tagen hat sich in Dresden ein Freund Sternberg's, der in Berlin wohnhafte Bankier Berger erschossen. Als dieser vor 13 Jahren nach Berlin tam, brachte er bereits den übelsten Ruf mit; in Wien hatte er unter Umständen fallirt, die ihn zwangen, von dort Reißaus zu nehmen. In Berlin verstand er es, das vornehmste Luberleben zu führen, Aufsichtsrath mehrerer Aftiengesellschaften zu werden, eine große Anzahl Personen auszurauben und als es nicht mehr ging, zahlte er mit einer Kugel durch den Kopf. " im vorgeschrittenen Grade der Auflösung befindlichen Mannes, Angefchwemmt wurde gestern im Plößensee die Reiche eines der ohne Stiefel und Strümpfe mit einem blauen Anzuge bekleidet war. Person und Todesursache sind noch unbekannt. " von ihr abgelaffer, als sie drohte, um Hilfe schreien zu wollen. Nach ihrer Nachhausekunft habe sie ihrem Ehemanne Mittheilung von dem Vorgefallenen gemacht. Dieser habe bei dem Chef des Angeklagten Beschwerde geführt, worauf der Letztere sofort entlassen worden sei. Der Gerichtshof erwog, daß dergleichen Eine Dynamit- Patrone geplant. Als der Arbeiter Attentate in den Kaufmannsläden in letterer Zeit wiederEduard Knorr aus Berlin am Sonnabend Nachmittag die Chauffee holt vorgekommen seien. Einen größeren Vertrauensbruch bei Keller's Hofjäger( Hasenhaide) nach dem freien Felde entlang- gegen eine Kundin könne es kaum geben und es könne deshalb gehen wollte, trat er mitten auf der Chaussee auf einen Ileinen von einer anderen Sühne als eine Freiheitsstrafe gar keine Rede harten Gegenstand, er achtete weiter nicht darauf, doch als er sein. Der Angeklagte sei zu zwei Monaten Gefängniß etwa 10 Schritt schnell gegangen war, plagte die Patrone unter verurtheilt worden. donnerähnlichem Getöse, umherfliegende Splitter draugen dem Knorr in das linke Bein und zerschmetterten ihm die Kniescheibe Der Direktor des Theaters Unter den Linden, May und auch den Daumen und kleinen Finger der rechten Hand. Arendt, sowie fünf seiner Angestellten hatten gestern vor der Blutüberströmt brach der Getroffene zusammen und wurde von 128. Abtheilung des Schöffengerichts zu erscheinen. Die Lehteren hinzukommenden Soldaten und Passanten provisorisch verbunden sollten sich insgesammt des Widerstandes gegen die Staatsgewalt, Zu unserer Mittheilung über zwei hiesige, Riefen- und nach dem Krankenhaus Am Urban gebracht. Neben der ge- Arendt sollte sich der Anstiftung dazu schuldig gemacht haben. Am bazare" und den daran geknüpften Bemerkungen über diese Art platten fand man noch weitere zwei Dynamit- Patronen, welche Abende des 31. Dezember v. J., furz vor 9 Uhr, erschien der von Bazaren überhaupt( in Nr. 163) fendet uns ein Genoffe wie verlautet, Mannschaften des Eisenbahner- Regiments ver Gerichtsvollzieher Ratteck im Teater Unter den Linden, um eine längere Zuschrift mit der Bitte, da wir ihn durch den ge- loren gegangen sein sollen. Knorr wird zeitlebens an diesen einen von den Erben des verstorbenen Ronacher erstrittenen nannten Artifel in Widerstreit mit seiner Ueberzeugung als Verletzungen zu leiden haben und überhaupt arbeitsunfähig bleiben. Gerichtsbeschluß, wonach die in der Erbmasse befindlichen WäscheSozialdemokrat gebracht" hätten, durch Beantwortung einiger stücke einstweilen in gerichtlichen Gewahrsam zu nehmen seien, Fragen den Einklang wiederherzustellen". Ein nicht aufgeklärter Fall wird uns aus einem hiesigen zur Ausführung zu bringen. Der Angeklagte Arendt machte dem Der Einsender scheint zunächst über die von uns besprochenen Riesenbazare" Krankenhause gemeldet. Am Sonntag früh wurde daselbst die Beamten bemerkbar, daß der Schuldtitel ihn nicht zu einem Ginnicht genau unterrichtet zu sein oder sich bei" diesent Worte 25 Jahre alte Ghefrau Bertha des im Eisenbahn- Betriebe beschreiten ermächtige, der Gerichtsvollzieher wurde auch schwankend vielleicht überhaupt etwas anderes als wir zu denken. So- schäftigten Schlossers Tappermann, Heideſtr. 33, eingeliefert, die und entfernte sich, um sich bei seinem in der Nähe infolge von Vergiftung durch Säure schwere innere Berlegungen wohnenden Auftraggeber Rath zu holen. Die Als er zurückHerren Wertheim und Lubasch, die beiden bekanntesten Riesen- davongetragen hatte. Die Frau soll aus Versehen die giftige febrte und gerade die Thür zum Kaffenflur öffnen wollte, bazar" Inhaber, würden über uns lächeln, wenn wir sie Flüssigkeit zu sich genommen haben. Da sich aber die Säure in bemerkte ihn Arendt, der den an dem Ausgange stehenden Ramscher" nennen wollten." Ramschen" heißt: bei günstiger wechselung von Flaschen ausgeschlossen erscheinen, mithin der schließen und von innen zuhalten, der draußen stehende Gerichtseinem kleinen schmutzigen Fläschchen befand, so dürfte eine Ver- Angestellten zurief, fie sie möchten schleunigst die Thür Gelegenheit billig( und zuweilen dabei auch wirklich gut) kaufen. Genuß des Giftes auf eine noch zu ermittelnde Ursache zurück vollzieher habe im Hause nichts mehr zu thun, da es bereits Die Riefenbazare"" ramschen" nicht; sie dienen im Gegentheil" eher dem fleineren" Ramscher" als Bezugsquelle. Sie zuführen sein. neun Uhr fei. Diesem Befehle wurde pünktlich Folge geleistet. taufen nicht bei Gelegenheit Waaren aus einem Konkurse, alte Ladenhüter oder Reste von besserer Qualität auf, sondern sie holen lassen, beide stellten nach ihren Uhren fest, daß es mehrere Arendt den Polizei- Wachtmeister, der im Theater Dienst hatte, Der Beamte rüttelte vergeblich an der Thür. Inzwischen hatte geben mit ihrem ungeheuren Umfaze Jahr aus Jahr ein ganzen Minuten über neun war. Bis 9 Uhr darf ein Gerichtsvollzieher Fabriken Beschäftigung. In diesen Fabriken werden die Waaren von vornherein in der bescheidenen Qualität hergestellt, welche nur feines Amtes walten. Auf grund dieses Umstandes bedem geringen, von der Arbeiterklasse gerade nur zu erschwingenden Marktpreise in Berlin am 15. Juli, nach Ermittelungen antragte der Vertheidiger, Rechtsanwalt Sachs, die FreiPreise angemessen ist, oder richtiger: dem Fabrikanten und dem des königlichen Polizeipräsidiums. Weizen per 100 kg. guter von sprechung der Angeklagten. Der Gerichtshof vertrat die Ansicht, Händler unter Berücksichtigung ihres Unternehmergewinnes als 16,60-16,10 m., mittlerer von 16,10-15,80 m., geringer von daß im vorliegenden Falle trotz des redlichsten Bemühens der angemessen erscheint. Natürlich ist es uns nicht eingefallen, 15,70-15,30 M., Roggen per 100 kg. guter von 14,40 bis Beugen, nicht mit Bestimmtheit aufgeklärt worden sei. Da cs die fortschreitende Entwickelung des Großbetriebes, auch im 14,20 m., mittlerer von 14,10-14,00 m., geringerer von 13,90 fich nur um einige Minuten handle, so müsse die Sache als Waarenverkehr, und die allmälige Bernichtung des Kleinbetriebes bis 13,70 M. Gerste per 100 Rg. gute von 17,00-16,00 m., nicht aufgeklärt angesehen und die Angeklagten müßten freidurch den Großbetrieb als bekämpfenswerth hinzustellen. Daß wir das mittlere von 15,90-15,00 M., geringe von 14,90-14,00 m. gefprochen werden. nicht wollten, war so selbstverständlich, daß wir es nicht erst besonders Hafer per 100 Kg. guter von 19,00-18,60 m., mittlerer von betonen zu müssen glaubten. Es ist im Gegentheil zu wünschen, 18,50-18,10 m., geringer von 18,00 bis 17,60 m. Stroh, gestern vor dem hiesigen Schöffengericht eine Beleidigungsflage Nach fast einjähriger Daner des Vorverfahrens fam daß dieser Entwickelungsprozeß sich möglichst rasch vollende. Richt per 100 Kilogramm von 6,68-5,66 m. Heu per Darauf aber haben wir hingewiesen, daß der Großbetrieb im 100 Rilogramm von 10,00-7,40 M. Erbsen, gelbe zuin Rochen gegen den Journalist Gustav Meyer angestrengt hatte. Von letzterem m. 8 Berhandlung, welche der Journalist Hugo Friedländer Waarenverkehr, wie er gegenwärtig in den billigen" Berliner per 100 g. von 40,00-24,00 m. Speisebohnen, weiße per Riefenbazaren" stattfindet, selbst wenn er den Konsumenten 100 kg. von 50,00-20,00 M. Linsen per 100 Kg. von 80,00 bis ar die Widerklage erhoben worden. Die Parteien befehdeten sich Mugen brächte, doch dem produzirenden Arbeiter Schaden bringt, nicht 30,00 M. Kartoffeln, neue per 100 kg. von 16,67-9,00 M. Rind Verhandlung des Buschhoff- Prozesses erließ Herr Gustav Meyer feit einigen Jahren. Infolge von Vorkommnissen während der überhaupt bringen muß, aber vorläufig in der That bringt. fleich von der Keule per 1 Kg. von 1,60-1,20 m. Bauchfleisch eine Erklärung gegen angebliche Gehässigkeiten des Friedländer Was bei einer sozialistischen Produktionsweise ein Segen für die per 1 Kg. von 1,30-0,90 m. Schweinefleisch per 1 Kg. von Gesammtheit wäre, wird bei der kapitalistischen zum Fluch für 1,50-1,10 m. Kalbfleisch per 1 Kg. von 1,60-0,90 m. gegen seine Person und deutete darin an, daß Friedländer, die arbeitende, besiglose Klasse, weil der kapitalbesigende Unter- Hammelfleisch per 1 Kg. von 1,40-0,90 m. Butter per 1 Rg. demokratie babe, doch der politischen Polizei, fpeziell dem früheren Der ganz intime Beziehungen zu Führern der Sozialnehmer den Segen für sich behält. Darum stimmen wir auch von 2,80-1,80 m. Gier per 60 Stück von 4,00-2,00 M. Fische Polizeidirektor Krüger Berichte geliefert habe. Die Behauptung dem Einsender in dem einen Punkte bei, daß selbst die„ Riesen per 1 Kg.: Karpfen von 2,00-1,00 M. Aale von 2,80 bis des Angeklagten Meyer, daß während des Chemnitzer Sozialistenbazare" mit dazu beitragen fönnen, dem klassenbewußten 1,00 m. Zander von 2,40-1,20 m. Hechte von 2,00-1,00 m. prozesses dem Kläger ein an den Polizeidirektor Krüger adressirtes Proletarier zur Befreiung der Arbeit von den Ketten des Kapitals Barsche von 1,60-0,80 m. Schleie von 2,00-1,00 M. Bleie Rouvert aus der Mappe gefallen sei, wurde zwar aufrecht eraufzurufen. von 1,40 bis 0,60 m. Krebse per 60 Stück von 12,00-2,00 m. balten, fonnte aber nicht erwiesen werden. Durch die Beweis Ein hiesiger Photograph schickt an Arbeitervereine u. f. w. Polizeibericht. In der Nacht zum 15, d. M. wurde ein aufnahme wurde nur festgestellt, daß Friedländer während des Aufforderungen, ihm Photographien von Bebel, Singer und unbekannter, etwa 35 jähriger Mann, welcher Abends wegen Sarauw'schen Hochverrathsprozesses dem Polizeidirektor Krüger Liebknecht abzukaufen. Er geberdet sich als" Parteigenoffe" und Trunkenheit nach der Wache des 20. Polizeireviers gebracht auf dessen Wunsch einen Abzug seines vervielfältigten Zeitungserweckt den Schein, die Genannten hätten zu diesem Unfug worden war, in der Gistirungszelle todt aufgefunden. Vermuth- berichtes zugestellt hatte. Er gab auch als richtig ihre Zustimmung gegeben. Natürlich ist das nicht der Fall. Die lich ist der Tod infolge übermäßigen Alkoholgenusses eingetreten. vor Beginn von Hoch- und Landesverraths- Prozessen Photographien wurden mit denen aller übrigen Mitglieder des Am 15. d. M. Vormittags wurde vor dem Hause Lands- mehrmals vom Polizeidirektor Krüger Informationen über vorigen Reichstags zu dem speziellen Zweck der Ausstellung in bergerstr. 98 a ein siebenjähriger Knabe durch einen Schlächter den voraussichtlichen Gang der Prozesse, die Angeklagten, den Chicago aufgenommen, und unsere Genoffen haben bereits auf wagen überfahren und erlitt erhebliche Verletzungen des linken etwaigen Ausschluß der Deffentlichkeit 2c. sich eingeholt zu haben. das nachdrücklichste gegen den mit ihren Photographien getriebenen Beins. Nachmittags wurde eine Frau an der Ecke der Jeden Gedanken daran, daß er als eine Art Polizeispitzel geMißbrauch protestirt. Schulzendorfer und Reinickendorferstraße durch einen Müll- wirkt habe, wies Kläger mit Entrüstung zurück. Nach fünfwagen überfahren und erlitt einen Bruch des linken Beins, stündiger Berhandlung wurde der Streitfall durch einen Vergleich Männer gehüllt, die am Freitag bezw. Sonnabend in der Cha- ein zehnjähriger Knabe In ein geheimnisvolles Dunkel haben sich zwei junge sowie Verlegungen beider Kniescheiben. Abends wurde beendet, in welchem der Beklagte erklärte, daß er den Vorwurf, vor dem Hause Kommandanten ein Polizeispiel zu sein, gegen den Kläger nicht erhoben habe ritee Aufnahme fuchten. Der eine von ihnen hatte eine Stichstraße 12 durch einen Wagen der Packetfahrt Aktiengesellschaft und auch nicht habe erheben wollen. wunde in die Hand davongetragen, während der zweite, ein an überfahren und erlitt einen Bruch des linken Oberschenkels. geblicher Kellner, eine Stich- und eine Bißwunde in der rechten Am 16. d. M. früh wurde die unverehelichte Scholz am Schöne stand wegen Beleidigung des Gastwirths Spitzbarth aus ChemFrau Dr. Minna Wettstein Adelt in Charlottenburg Hand aufwies, die er in einem Lokal der Leipzigerstraße erlitten berger Ufer auf einer Bank liegend und aus zwei von Messer- niz i. S. vor der ersten Straftammer am Landgericht II. Verhaben wollte. Als beide zur näheren Darlegung des Sach- ftichen herrührenden Wunden in der Brust blutend aufgefunden. Polizei aufgefordert wurden, weigerten sie sich dessen und zogen Werband angelegt worden war, wurde sie nach der Charitee ge- Fabritarbeiterin", worin die" Verfasserin u. a. geschildert hat, verhalts zwecks Erstattung der vorgeschriebenen Anzeige bei der Nachdem ihr auf der Feuerwache in der Schönebergerstraße ein anlassung dazu war die von der Frau Dr. Wettstein verfaßte und herausgegebene Schrift Drei und einen halben Monat vor, auf die Behandlung in dem Krankenhause zu verzichten. bracht. Vor dem Hause Oranienstr. 63 ftel Vormittags ein wie junge Soldaten der Chemnizer Garnison durch das Treiben Verhaftung eines Polizeiwachtmeisters. Wegen un- Schaffner während der Fahrt von dem offenen Pferdebahnwagen gewiffenloser Gastwirthe sittlich verdorben werden. Besonders Menschen, dem Arbeiter Max Zünse, ist am 14. b. w. der in rechten Fußes. Auf dem Oranienplatz wurde Nachmittags eine züchtiger Handlungen, begangen mit einem 18jährigen jungen und erlitt hierbei anscheinend eine bedeutende Quetschung des gewissenloser Gastwirthe fittlich verdorben werden. Besonders par das Treiben in dem Restaurant zum blutigen Knochen" ge= der Greifswalderstraße 215 wohnende pensionirte, 64 Jahre alte unbekannte, etwa 45jährige Frau durch einen Wagen überfahren schildert, dessen Inhaber Spitzbarth ist. Die Verfasserin der BreSie wurde nach dem schüre hat in Männerkleidern das Wirthshaus wiederholt besucht, Polizeiwachtmeifter Pansin und auch ber junge Mensch ver- und am Kopfe bedeutend verlegt. Urban gebracht. haftet worden. Pansin war in der Zentral- Roßschlächterei Krankenhause am Nachmittags fiel und will dabei beobachtet haben, daß dort ein durchaus unsittliches Nachmittags fiel Treiben gang und gäbe war. Die Schilderung der beobachteten zweijähriges Mädchen aus dem Fenster der im in der Greifswalderstraße als Abtheilungs- Wachtmeister thätig, ein zweijähriges bis er im November vorigen Jahres nach nach einer 27: zweiten Stock des Hauses Cuvryftr. 35 belegenen Woh- Einzelheiten wollte Herr Spitzbarth nicht auf sich fizen lassen. Als jährigen Dienstzeit pensionirt wurde. Er unver ung seiner Pflegeeltern auf den Bürgersteig hinab und in seinem Interesse öffentliche Antlage nicht erhoben wurde, belängst in dem Verdacht, mit jungen Männern sträflichen Umgang fchenkels. Es wurde nach dem Krankenhause Bethanien gebracht. Daß die behaupteten Thatsachen an sich richtig seien, dagegen heirathet und stand in der Gegend seiner Wohnung schon erlitt außer einem Schädelbruch einen Bruch des Ober- quemte er sich zur Privatklage am Charlottenburger Amtsgericht. Das dortige Schöffengericht war zu der Ueberzeugung gelangt, zu pflegen. Max Lünse war stets gut bei Kasse. Man traute Abends gerieth ein Hausdiener vor dem Hause Stralauer wurde als nicht erweislich wahr angenommen, daß der Kläger auch ihm nicht so recht und nannte ihn die„ 23 a cht me ist eritraße 12 mit zwei taubstummen Schuhmachern in eine Schlägerei. von den Vorgängen in seinem Lokal Kenntniß hatte oder darunt braut". In der Nacht des vorlegten Sonntags waren Lünse Hierbei wurde er durch Messerstiche in den Kopf so bedeutend und Pansin zusammen in einem Lokal, wo beide sehr gut gekannt verletzt, daß er nach Anlegung eines Verbandes auf der Sanitäts- wissen mußte. Die Beklagte wurde daher wegen einfacher wurden, vom Wirth sowohl wie von den Gästen. Kurz nachdem wache nach der Charitee gebracht werden mußte. Vor dem Haufe Beleidigung zu 10 Mart Geldstrafe verurtheilt, wo= fich der Wachtmeister entfernt hatte, war auch Lünse ver- Grimmstr. 26 wurde Abends ein Arbeiter von Krämpfen be- gegen sie Berufung einlegte. Das erste Urtheil wurde aber schwunden. Der Wirth und einige Bekannte machten sich sofort fallen, fiel zur Erde und erlitt eine bedeutende Verlegung des im gestrigen Termin mit den Gründen des ersten Richters be stätigt und die Berufung verworfen. auf, um die beiden zu überraschen, was ihnen auch voll- Hinterkopfes. Er wurde nach dem Krankenhause am Urban geftändig gelang. Die Rouleaux der Pansin'schen Parterrewohnung bracht. Abends brachte sich ein Hausdiener in feiner Schlafwaren nur halb heruntergelassen, und da die Lampe brannte, ftelle in der Mittenwalderstraße mittels Terzerols einen Schuß konnten die Lauscher alle Vorgänge genau beobachten. Es wurde in den Kopf bei. Er wurde noch lebend nach dem Krankenhause Lärm geschlagen, sodaß die Hausbewohner zuerst glaubten, Diebe am Urban gebracht. Um 15., 16. und 17. b. M. fanden acht d. wären eingebrochen. Der Wächter wurde ebenfalls herbeigerufen leine Brände statt.) und der Thatbestand festgestellt. Dem alten Schw- igel sowie auch dem jungen gab man vor der Hand einen fleinen Dentzettel. Am 14. erfolgte, wie schon gesagt, Beider Verhaftung. Als interessant dürfte noch anzuführen sein, daß sich der sittsame Herr Ex- Wachtmeister damit zu entschuldigen suchte, sein junger Kumpan habe ihn verführt. " war Ein früherer Postdirektor als Polizeigefangener. Am Sonnabend wurde der frühere Postdirektor D. einem hiesigen Krankenhause als Polizeigefangener eingeliefert. Er hatte sich Unterschlagungen im Amte zu Schulden lommen, dann aber Beichen geistiger Verwirrung erkennen lassen. Nachdem er sich eine Zeit lang in einer Heilanstalt in einem Vororte Berlins befunden hat, ist er jetzt dem hiesigen Krankenhause zur Feststellung seines Geisteszustandes überwiesen worden. Gerichts- Beitung. " Der Glafermeister Eduard Panels, dessen Sohn Johannes Pauels und der Buchhalter Warendorf standen gestern vor der siebenten Straftanmer des Landgerichts I. Die beiden Ersteren waren der wiederholten Wechselfälschung beschuldigt, Warendorf sollte mehrere Wechsel, wissend, daß sie gefälscht waren, in Berfehr gesetzt haben. Der ältere Pauels war lange Beit Inhaber eines Tafel- und Spiegelglas- Geschäfts. Die ihm von seiner Kundschaft in Zahlung gegebenen Wechsel ließ er bei der Bantfirma F. W. Krause u. Co. diskontiren. Jm vorigen Herbst mußte Pauels den Konkurs allmelden. Er schrieb damals an Krause u. Co., daß fünf Der frühere verantwortliche Redakteur des„ Vor- von den Wechseln, die fürzlich von der Bank diskontirt wärts", Aug. Enders, hatte sich am Sonnabend vor dem waren, gefälscht seien. Seine Bitte um Schonung fand kein hiesigen Schöffengericht wegen einer Privatbeleidigungstlage zu ver- Gehör. Der ältere Pauels erklärte in der Voruntersuchung und anworten, die die Herren Liefländer und Werner gegen ihn an im gestrigen Termine, daß sein Sohn zwei der Wechsel mit den gestrengt hatten. Es handelte sich um die Abfertigung, die der Namen der Akzeptanten versehen habe. Der jüngere Pauels Borwärts" vor allem diesen beiden Herren zu theil werden ließ, gab dies auch zu, versicherte aber, daß er im Auftrage feines als das Organ der Unabhängigen gelegentlich des vorjährigen Baters gehandelt habe, welcher versichert habe, daß er die Ers Parteitages den Vorwärts" und den sozialdemokratischen Partei laubniß der Akzeptanten eingeholt habe. Warendorf versicherte, vorstand in der bekannten rüden Manier begeiferte. Enders daß er teine Kenntniß von der Fälschung der Wechsel gehabt wurde zu 20 M. Geldstrafe verurtheilt. habe. Der Gerichtshof verurtheilte nur den älteren Pauels und war zu einem Jahre Gefängniß, die beiden Mitangeklagten wurden freigesprochen. " Das frühzeitige Werlaffen eines Eisenbahnzuges hat gestern Abend um 8 Uhr 50 Minuten auf dem Schlesischen Bahn- Wegen eines unfittlichen Angriffs gegen eine Kundin hofe den Tod eines Menschen herbeigeführt. Als der aus Lichten- stand gestern der Kaufmann Friedrich Aberger vor der 128. berg eintreffende Zug in die Halle einfuhr, öffnete ein etwa Abtheilung des Schöffengerichts. Die Belastungszeugin, die junge Gewerbegericht. Gegen den Effigfabrikanten Wolff, 55 Jahre alter Mann die Thür und sprang während der Fahrt Ehefrau des Arbeiters M. erzählte, daß sie am Nachmittage des Inhaber der Firma Stein, Hlagte dessen ehemaliger Associe und aus der dritten Wagentlasse auf den Bahnsteig. Er fam 9. Mai in dem Geschäft von Singer u. Co. in der Chauffeestraße fpäterer Werkineister Natusch. Er beanspruchte eine Entbeim Fallen dem Krittbrett so nahe, daß er gefaßt und eine einen Einkauf habe machen wollen. Sie sei von dem An- schädigung, weil er nach seiner Ansicht in ungeseglicher Weise Strecke weit fortgeschleppt wurde. Dabei muß er schwere innere geklagten bedient worden, der sie versucht habe, ihn nach dem ohne Kündigung entlassen wurde. Die Klage beschäftigte mehrere Verletzungen davongetragen haben; denn als man ihn hervorzog, im Keller belegenen Lagerraum zu folgen, wo sich die Stoffe Sigungen der Kammer VI. Die vorlegte Verhandlung erweckte war er schon todt. Die Leiche wurde von der Bahnhofswache befänden, von denen sie kaufen wolle. Arglos fei fie den Anschein, als sei die plögliche Entlassung auf die dem Schauhause zugeführt, wo sie zwecks Rekognoszirung öffent- ihm gefolgt. In dem weiten Sagerraume habe sie sich Kündigung der Natusch'schen Rapitaleinlage von 2000 Mart lich ausgestellt ist. Der Verstorbene hat spärliches blondes Haar mit dem Angeflagten allein befunden. Er habe sie nach zurückzuführen, welche am 1. April erfolgte. Wolff per und einen graugemischten Vollbart; er trägt einen grauen dunkel- dem äußersten Winkel geführt und hier Zumuthungen an sie ge- fuchte an jenem Verhandlungstage nachzuweisen, daß geftreiften Jacketanzug. In den Taschen befanden sich eine Fahr- stellt, wodurch sie sich in ihrer weiblichen Ehre auf's tiefste ver- Natusch eine Kündigungsfrist garnicht zu beanspruchen hätte. farte britter Klasse für die Strecke Lichtenberg- Berlin und ein leht fühlen mußte. Er habe sie auch thatlich beleidigt und erst zu diesem Zwecke führte er Gespräche an, welche der Kläger mit ihm ge führt hat und die sich auf die Lösung des Kompagnie- nicht deutlich genug bezeichnet sei. Die Revision wurde heute| Arbeiterinnen. Die Versammlung folgte den Ausführungen des verhält nisses bezogen. Nachdem der Kläger hierüber auch gehört vom 2. Straffenate des Reichsgerichtes entsprechend dem Antrage Vortragenden mit lebhaftem Intereffe, ihre Uebereinstimmung war, konnte der Gerichtsvorsitzende nicht umhin, die nebelhafte des Reichsanwalts als unbegründet verworfen. Soziale Uebersicht. " erörtert. mit denselben durch lauten Beifall bekundend. Im Anschluß Unklarheit festzustellen und zu rügen, welche wie so oft auch hieran erstattete Regge den Situationsbericht über den Streif, in diesem Falle über das Arbeitsverhältniß hinsichtlich seiner der nunmehr drei Wochen dauert. Derselbe führte aus, daß der möglichen Auflösung bei beiden Kontrahenten, vornehmlich aber Geist unter den Streifenden bislang ein guter gewesen sei. Bedauerlich sei es ja, daß jetzt einzelne von der Fahne bei Wolff herrschte. Der Gerichtshof entschied, daß in der angezogenen Unterhaltung feine Lösung des Arbeitsverhältnisses und feine Aus gewichen seien. Durch dieses böse Beispiel dürften sich aber schließung der gefehlichen Kündigungsfrist gelegen habe, die auf beider hinreißen lassen, die Streifenden nicht wankelfeitiger Uebereinstimmung beruhte. Solche Vereinbarungen seien müthig zu werden und den Muth zu verlieren. Nur eines mit größter Präzision zu treffen; die angeführten Gespräche Ein Arbeiterausstand von größerer Bedeutung ist, furzen festen Busammenhaltens bedürfe es noch, una siegreich aus schlössen schon deswegen die Kündigung nicht aus, weil sie sich wie wir der" Elsaß- Lothringischen Volkszeitung" entnehmen, am dem begonnenen Lohnkampfe hervorzugehen. Die Arbeit dränge, nach der einen, aber auch nach der anderen Seite auslegen Donnerstag voriger Woche in Mülhausen im Elsaß aus Arbeitskräfte würden in großer Zahl verlangt, nur noch acht ließen. Ein Urtheil fonnte noch nicht gefällt werden, da der Be- gebrochen. Unser Bruderorgan berichtet darüber: Am Nach- Tage und die Forderungen müßten bewilligt werden. Von allen flagte zu guterlegt einwandte, das Geschäft sei widerrechtlich und mittag des genannten Tages stellten einige 30 Unseßer der Mül- Seiten, selbst aus England und Frankreich, liefen( Beldmittel ein, vorjäglich vom Kläger geschädigt worden. Um darüber Beweis zu hauser Baumwollspinnerei, vormals Naegely frères, die Arbeit es sei also fein Grund vorhanden, im letzten Augenblicke die erheben, hatte das Gericht zum letzten Termin am 14. Juli zwei ein und verließen, als ihre Reklamationen unberücksichtigt Flinte ins Korn zu werfen. In der letzten Woche hätten bereits erheben, hatte das Gericht zum letzten Termin am 14. Juli zwei blieben, die Fabrik. Ueber die Ursache des Ausstandes wird uns wieder 5 Arbeitgeber, welche 25 Arbeiter beschäftigen, die Beugen, eine frühere Rundin und einen Böttcher, geladen. Nach deren eidlicher Vernehmung kam das Gericht zu der Ueber das Folgende mitgetheilt: Im Laufe des letzten Jahres führte Forderungen bewilligt. 75 Streikende seien noch zu verzeichnen. zeugung, daß daß des Beklagten Behauptung nicht zutreffe die Firma nach und nach zirka 18 Schnellläufer- Maschinen ein; In der folgenden Diskussion fanden die 5 Streitbrecher, die noch vor etwa vierzehn Tagen, auch dazu unverheirathet find, eine allseitige allseitige scharfe Verund er feinen gefeßlichen Grund zur Entlassung des Klägers außerdem gelang es den anderen Spinnmaschinen einen schnelleren Gang urtheilung und theilten alle Redner die Anschauungen gehabt habe. Er sei darum zur Zahlung des Klage- Anspruches Demgemäß erhöht sich die Arbeitsleistung; der beiden Referenten, fest und treu auszuhalten, und bevon 112 M. zu verurtheilen. Vor der Urtheilsfällung hatte der zu verleihen. Demgemäß Vertreter des Klägers, Schuhmachermeister Th. Metzner, Gelegen die Arbeiter( Spinner, Ansetzer und Ausstecker ohne Aus- fundeten diesen ihren Willen durch einstimmige Annahme heit genommen, das Verhalten des Herrn Wolff gegenüber Natuschnahme) klagen sämmtlich über eine furchtbare Schinderei; ein einer entsprechenden Resolution. Ein Antrag, aus den Reihen Spinner sagte uns, man müsse gegenwärtig in 10 Stunden mehr der Streifenden zur Besorgung der Streitgeschäfte zwei Personen als nicht besonders reell nachzuweisen. Sigung vom 15. Juli. Rammer IV. Der Holz- schaffen, als früher in 13. Nicht genug damit, sollte auch noch zu wählen, da die Lohnfommissions- Mitglieder in Arbeit getreten bildhauer 3. flagt gegen seinen früheren Arbeitgeber 2. Er verlangt der( 11ftündige) Arbeitstag um 10 Minuten verlängert sind, wurde abgelehnt, da für entsprechende Ersatzkräfte Sorge für zwei Wochen eine Lohnentschädigung im Betrage von 54 M. und werden, indem man den Ansehern zumuthete, erst nach Feier getragen sei und die Kommission nach wie vor ihre Schuldig dazu 6 M. rückständigen Lohn. Er hat vier Tage bei 2. gearbeitet abend( 6 Uhr) das Bartputzen" zu besorgen, wie der technische feit thue. Zum Schlusse wurden einige Werkstattsverhältnisse und dafür 12 M. bekommen. Der Beklagte hat den Kläger am Boltsausdruck lautet. Das alles wird bei manchem Leser die vierten Tage entlassen. Er erklärt, dem Kläger die 12 M. eigent Ansicht erwecken, daß hier eine Lohnerhöhung am Blaze gewesen Eine öffentliche Versammlung der Maurer und Putzer lich geschenkt zu haben, denn die geleistete Arbeit sei total un- wäre; weit entfernt davon, versuchte die Firma das Gegenbrauchbar, welcher Umstand ihm auch wohl das Recht gegeben theil: verwichenen Donnerstag wurde den Arbeitern ein hörte am 16. Juli einen Vortrag des Genossen Fr. Hansen hätte, 3. sofort zu entlassen. Angenommen hätte er ihn nur, ohnabzug angesagt, der für die Spinner nach deren Aussage über die Erfolge der Sozialdemokratie und die Aufgabe der an. Die Kollegen Gräschke, weil derfelbe angegeben habe, jahrelang in einer renommirten ungefähr 4 M. in 14 Tagen, für die Ansetzer 3 M. und für die Gewerkschaftsbewegung Fabrit als Beichner und Bildhauer thätig gewesen zu sein. Gin Aufstecker 1,50 M. betragen würde. Das brachte das Maß zum Schigo13ti, Düsen, Silberschmidt forderten die Anvom Gericht vernommener Sachverständiger bezeichnete die mit Ueberlaufen: eine Deputation der Anseher begab sich zu Herrn wesenden zum Eintrittt in die Organisation auf, dabei energisch gebrachte Arbeit als sehr mangelhaft. Der angemessene Lohn für Direktor Rieder mit der Bitte nicht blos um Erlaß der an den Standpunkt der Zentralorganisation vertretend. Zum Schluß einen Holzbildhauer sei 27 M., für eine solche Arbeit gefündigten Lohnherabsetzung, sondern um Bewilligung einer wurde ein Antrag angenommen, in welchem die Vertrauensaber wären nur 18 M. zuzubilligen. Das Gericht verurtheilte 18 prozentigen Lohnerhöhung. Die Antwort lautete: Wem's männer aufgefordert werden, demnächst eine öffentliche Versammden Beklagten, 86 M. an Kläger zu entrichten. Es sei davon nicht gefällt, der kann gehen." Darauf verließen die Ansetzer lung einzuberufen mit der Tagesordnung: Das Submissionsausgegangen, daß, wenn der Beklagte den Kläger lediglich auf fast sämmtlich die Fabrik. Am folgenden Tage( Freitag) war wesen im Baugewerbe. Der Vorsitzende machte dann noch bedie Bemerkung hin angestellt habe, er sei bei einer großen und der Ausstand der Anseßer vollständig. Durch die hieraus tannt, daß am nächsten Sonnabend das Stiftungsfest der beiden bekannten Firma in Stellung gewesen, die Schuld an den be- refultirende Betriebsstörung sah sich die Firma veranlaßt, von Filialen stattfindet, und die nächste Hilfskaffen- Sigung eine ganz gangenen Fehlern auf ihn, den Beklagten, zurückfalle. Er hätte Mittag an die ganze Fabrik zu schließen. Die Spinner und besondere Wichtigkeit beanspruche. fich über die Leistungsfähigkeit des Klägers direkt informiren Aufstecker, in denen wohl die Unzufriedenheit grollte, die aber Im Unterstützungs- und Begräbnißverein der Baufollen. Diesen ohne Kündigung vor die Thür zu setzen, sei er so, noch nicht zum extremen Mittel des Streits zu greifen entwurden nun feitens der Fabrikleitung und gewerblichen Hilfsarbeiter gab in einer am allein infolge der mangelhaften Arbeit, nicht berechtigt gewesen. schlossen waren, Mit der Mehrforderung sei Kläger gemäß dem Gutachten des nach Hause geschickt, ebenso wie die Arbeiterinnen der 16. Juli abgehaltenen Bersammlung der Kassirer die Abrechnung Garderie und die Schloffer; so lange die Ansezer ausstehen, vom 2. Quartal 1893. Danach betrugen die Einnahmen Sachverständigen abzuweisen. Im Ganzen hat der Sigung vom 14. Juli. Rammer VI. Der Theater. fönne nicht weiter gearbeitet werden, sagte man ihnen. Die 698,70 M., die Ausgaben 394,80 m. meister Gassert hatte ein Engagement am Viktoriatheater, dessen Zahl der feiernden Arbeiter und Arbeiterinnen beträgt jezt zirka Verein ein Vermögen von 2159,58 M., von denen 1755,50 M. Dauer kontraktlich bis Ende Juli festgelegt war. Am 6. Juni 250 bis 300. Herr Direktor Rieder sagte an, daß jeder der verzinslich angelegt sind. Die Zahlstelle Süd- Ost von der entließ ihn die Direktion, ohne sich an die vereinbarte Kündigungs- streifenden Ansetzer, sobald er die Fabrik wieder betrete, 2 M. Wrangelstr. 84 nach einem anderen Lokal zu verlegen, wurde frift zu halten. Dieses veranlaßte Gaffert, beim Gewerbegericht Strafe zu leisten habe jedenfalls ein merkwürdiges Mittel, abgelehnt. zu flagen auf Zahlung von 300 Mart für die Monate Juni und um die Streikenden wieder zur Arbeit zurückzuführen! Die Firma sucht durch Inferate in Bourgeoisblättern Die Versammlung der in Molkereien und Meiereien Juli, am 1. Mai hatte er zum 1. August gekündigt. Der Bertreter des beklagten Direktors Litaschi, Herr Schriftarbeiter aller Orten sich mit ihren Brüdern im Elsaß solidarisch wir in Nr. 161 berichteten, sendet uns Herr C. Bolle in AltErsatz für die Ausständigen. Hoffentlich erklären die Textil: beschäftigten Arbeiter und Arbeiterinnen betreffend, über welche steller Coeßmann, Coeßmann, führte folgende Gründe für die Moabit folgende Berichtigung zu: Entlassung Gasserts an, die feiner Meinung nach den und sorgen dafür, daß der Zuzug ferngehalten werde. Direktor berechtigt hätten, wie geschehen zu verfahren. Berg- Gewerbegerichte. Der preußische Handelsminister berufenen Versammlung nur Beamte von mir das Wort geZunächst habe eine von unten nach oben gehende Wandel- macht bekannt: Bur Ausführung des Gesetzes über die Gewerbe- nommen haben, sondern es haben auch noch einige meiner dekoration, welche unter der Leitung des Klägers hergestellt gerichte vom 29. Juli 1890 wird auf grund des§ 83 desselben Rutscher gesprochen. G3 ist unwahr, daß eine Arbeiterfrau das wurde, nicht richtig funktionirt; sie sei bei der letzten Probe herunter: bestimmt: Insoweit es sich handelt um die auf grund des§ 77 Wort nahm, sondern es war, wie mir berichtet wird, dies die gefallen, was die Aufschiebung der Aufführung von Frau Venus" a. a. D. zu errichtenden Berg- Gewerbegerichte, find unter der Frau des oben genannten Kellners Ebert. Es ist unwahr, daß um einen Tag nothwendig gemacht hätte. Diese Dekoration habe Bezeichnung höhere Verwaltungsbehörde", insbesondere in bezug Die Zwischenrufe:„ Das gehört nicht hierher" und das verstehen Kläger trotz mehrfacher Aufforderung nicht geändert. Ferner auf die Entscheidung über Beschwerden gegen die Rechtsgiltigkeit Sie nicht" erfchollen, als über die schroffe Behandlung meiner feien zwei weitere Dekorationen mangelhaft und in nicht ge der Wahlen zu Berg- Gewerbegerichten(§ 15 Abs. 1), die Er Arbeiter und die hohen Strafen gesprochen wurde, wünschter Weise vom Kläger angebracht worden und außerdem nennung ber Mitglieder der Berg- Gewerbegerichte im Falle des fondern diese Rufe wurden von meinen Angestellten laut, hätte er unnüße Materialanschaffungen gemacht, wodurch der 16, bie Enthebung der Mitglieder der Bau- Gewerbegerichte als sich ein junger Mensch dazu bereit finden ließ, sich Direktion ein Schaben erwachsen fei. Mit Rücksicht auf die von ihrem Amt(§ 19 Abs. 1), die Zuständigkeit zu dem Antrage über meine firchlichen Einrichtungen Lustig zu machen. lehte Behauptung ermäßigte der Kläger seinen Anspruch auf auf Erhebung der Klage auf Amtsentsegung von Mitgliedern Es ist unwahr, daß meine Kutscher im Anfang einen Lohn von 270 M. Die Wandeldekoration, so führte er aus, habe nach der Berg- Gewerbegerichte(§ 19 Abf. 2), sowie die Bestimmung 15 M. bekommen. Die Kutscher bekommen ein Anfangsgehalt jenem Herunterfallen, wie sie war, gebraucht werden können. besjenigen Beamten, welcher den Vorsitzenden und dessen Stelle von 24 M. und dieser Lohn steigt durch Provisionen bis zu 33 Wenn sie sich schwer regieren ließ, so liege das an dem viel zu vertreter vor ihrem Amtsantritte eidlich zu verpflichten hat, aus- resp. 36 M. Es ist unwahr, daß ich meine Kutscher durch engen Schnürboden wie überhaupt an der primitiven Bühne, schließlich die kgl. Ober- Bergämter zu verstehen. Sterntutscher kontrolliren laffe und daß es zu den Seltenheiten welche besondere maschinelle Einrichtungen nur unter Schwierig gehört, wenn ein Kutscher nicht dreimal in der Woche wegen feiten zulaffe. Die anderen beiden in Frage kommenden unpünktlichen Eintreffens an einer bestimmten Straßenecke beDekorationen feien im Beisein des Direktors und Malers zur Zu straft wird." friedenheit des ersteren eingerichtet worden. Herr C. bestritt das. Das Das, was Herr Bolle hier berichtigt, sind einige verhältnißGericht verurtheilte den Direktor Litaschi zur Zahlung von 270 M. mäßig nebensächliche Punkte, über die die Meinungen der Das Urtheil hat, nach der vom Gerichtsvorsitzenden gegebenen Den Parteien auch heute noch getheilt sein werden. Begründung, so ausfallen müssen, weil, auch wenn der That bestand den Schilderungen des Beklagten entsprochen hätte, keiner Eine öffentliche Versammlung selbständiger Uhr eigentlichen Kern, die Sonntagsarbeit zu berühren, hat Herr Volle sich wohlweislich gehütet, und damit zugegeben, daß die bezüglich der Gründe der Gewerbeordnung auf diesen Fall sich anwenden macher und Uhrmachergehilfen tagte am Donnerstag. der Sonntagsarbeit in seiner Meierei bestehenden Verhältnisse, ließ, welche die sofortige Entlassung eines Werkmeisters als Kollege Nather sprach über das Thema: Die Mißstände in folcher wurde der Kläger betrachtet rechtfertigen. Mangel der Uhrmacherei und lassen sich dieselben beseitigen? Redner wie sie von der Arbeitern nachträglich geschildert wurden, durchaus richtig sind. Wie die Stellung des Herrn Bolle zu dem Gehafte Leistungen, selbst wenn sie erwiesen sind, berechtigen nicht fritisirte besonders eingehend den deutschen Uhrmacher- Prinzipal bot:„ Du sollst den Feiertag heiligen" sich mit seinen firchdazu; sie geben höchstens, nach vielen Gewerbegerichts- Entschei- verband, der sich die Hebung des Standes und der Kunst zum lichen Zendenzen verträgt, das muß er allerdings im stillen Kämmerlein dungen, einen Grund zur Kündigung ab. Prinzip gemacht, und anstatt die Interessen aller, also auch die G3 Ebenfalls gegen bas Viktoria Theater der Gehilfen zu vertreten, sich hauptsächlich die Erhaltung der mit sich selber abmachen. Es sei nur soviel gesagt, daß seine ArMagte der Mufifer Becker, welcher als weiter Posaunist bei Kleinmeister angelegen fein läßt. Ein eigenartiges Verhältniß beiter recht froh sein würden, wenn der größte Theil des Sonnmonatlicher Kündigung für das Orchester des Theaters engagirt betreffend Einstellung von Gehilfen zeige folgende statistische Auf- tags für sie ein Feiertag wäre, über den sie nach ihrem Grwar und sich geweigert hatte, die Sommerfaison durch eine ftellung, hiernach sei ein Geschäft, welches mit 16 Gehilfen messen verfügen fönnten. Im übrigen mag richtig sein, daß Stunde lang vor jeder Vorstellung ohne besonderes Entgelt im arbeitet, ein Geschäft mit 12 Gehilfen, ein Geschäft mit 11 Ge- Rutscher in der Versammlung gesprochen haben, da die VorGarten zu spielen, infolge dessen er ohne Kündigung entlaffen hilfen, ein Geschäft mit 8 Gehilfen, drei Geschäfte mit 7 Geißende die Redner nach ihrem Stand nicht gefragt hat. Die wurde. Er verlangte je 8 M. für zwei Frühkonzerte, sowie für hilfen, ein Geschäft mit 6 Gehilfen, ein Geschäft mit 5 Gehilfen, Behauptung jedoch, daß von den speziell in der Meierei be4 Geschäfte mit zwei größere Nachmittagskonzerte: dazu 16 M. für 16 Tage, neun fieben Geschäfte mit schäftigten Arbeitern, die sich schüchtern im Hintergrunde des Saales aufhielten, niemand gesprochen hat, hält die Gehilfen, hundertundzwölf Geschäfte, an welchen er vor der Vorstellung im Garten mitgespielt hat, unser Berichterstatter vollkommen aufrecht. Von einem regelmäßig. und schließlech noch 90 M. Gage für den Monat Juni wegen Gehilfen beschäftigen und nicht einmal sonderbaren Geschmack des Herrn Bolle zeugt übrigens unrechtmäßiger Entlassung. Die 6 M. für die Frühfonzerte er sammen seien in 187 Geschäften sirka 180 Gehilfen beschäftigt. die von uns Der Kuriosität wegen mit aufgenommene fannte des Bellagten Bertreter an, die anderen Forderungen nicht. 5-600 Uhrmacher feien in Großindustrien: Telegraphens, Tara- Berichtigung, ,, es ist unwahr, daß eine Arbeiterfrau Er war der Meinung, daß der den Kläger für das Orchester meter- und Elektrizitätfabriken beschäftigt. Birka 200 Uhrmacher Das Wort nahm, sondern es war, wie mir berichtet wird, die verpflichtende Kontrakt diesem ohne weiteres die Pflicht haben zwar ein Geschäft, befinden sich jedoch nur in Händen auferlege, die strittige Stunde beim Gartenkonzert ohne Extra von Groffisten, sind nicht im Stande, vom Ertrage eines solchen Frau des obengenannten Kellners Ebert". Wir wissen nicht, ob honorar mitzuwirken. Da er das aber verweigert habe, sei er Geschäfts zu existiren und müssen noch für andere Geschäfte Reliners etwa einer Baronesse gleichstellt; Frau Ebert selber, das nationalökonomische Wissen des Herrn Bolle die Frau eines entlassen worden. Der Beklagte wurde zur Bahlung von 12 M. arbeiten. Trauriger liegen die Verhältnisse in der Proving. In Kellners etwa einer Baronesse gleichstellt; Frau Ebert selber, verurtheilt und der Kläger mit seiner Mehrforderung von ganzen Gegenden sei nur ein Gehilfe anzutreffen. Jeder Prinzipal denken wir, wird lebhaft dagegen protestiren, heutzutage anders als Arbeiterfrau" bezeichnet zu werden. Ob die Kontrolleure 106 M. abgewiesen. Der Gerichtshof war einstimmig der Mei- arbeite mit Lehrlingen, deren er jährlich durchschnittlich zwei Sternfutscher genannt werden oder einer anderen Bezeichnung nung, daß das Engagement des Klägers ihn verpflichtete, die auslernt. Lange Arbeitszeit, dunkle Werkstätten und die primiStunde vor der Aufführung mit zu konzertiren. Seine Weigerung, tivsten Wohn- oder Schlafstätten fordern, daß die Gewerbe- sich erfreuen, ist uns ziemlich gleichgiltig, das aber weiß jeder dies zu thun, mache seine Entlassung zu einer begründeten. Die Inspektion auf diese Art Hausindustrie ausgedehnt werden muß. beiden Nachmittagskonzerte hingegen entfielen nicht unter die fontrattmäßigen Verpflichtungen und seien deshalb dem Kläger für jedes 3 M. zugebilligt worden. 3 Versammlungen. Gehilfen, nur einen But Es ist unwahr, daß in der von einen Kellner Ebert einKenner des Bolle'schen Instituts, daß über die Kutscher eine peinliche Kontrolle geübt wird und daß auch Strafen keine feltene Erscheinung sind. Auf die Lohnverhältnisse der bei Herrn Bolle beschäftigten Arbeiter, wie auf die sonstigen Zustände in seinem Institut werden wir vielleicht noch näher eingehen, sobald wir uns nähere Informationen eingeholt haben. Die Kollegen Klaur, Wagner und Bär sprachen ihren Umvillen über eine Zwischenbemerkung aus, mit der sich besonders ein Herr Bernhard hervorgethan hatte. Die hiernach bekannt gegebene Abrechnung vom öffentlichen Fonds ergab eine Gesammt Landsberg a. W., 17. Juli. Der Hausvater Haat einnahme von 280,10 M., eine Gesammtausgabe von 138,60 m., oom Rettungshause in Gühlsdorf, Kreis Arnswalde, ist somit einen Bestand von 91,50 M. Die Wahl einer Agitations- Von Herrn Kunkel geht uns eine längere Berichtigung Heute wegen Verbrechen gegen die Sittlichkeit, tommission wurde abgelehnt, und zum Delegirten in die Ge- zu des Inhalts, daß der Ausschluß des Herrn Kunkel aus dem begangen an den von ihm erzogenen Knaben von der Straf wertschaftskommission der Kollege Krause gewählt. Gegen eine Verein der Bureau- Angestellten seiner politischen Gesinnung fammer zu acht Jahren Zuchthaus verurtheilt worden. Stimme wurde folgende Resolution angenommen:" Die heutige wegen erfolgt sei. Gleichzeitig find uns eine Anzahl zuschriften Versammlung erklärt sich mit den Ausführungen des Kollegen zugesandt, die das Gegentheil behaupten. Wir tönnen unmögReichsgericht. Leipzig, 13. Juli.( Wegen Be- Näther einverstanden und kann eine Besserung der Verhältnisse lich alle diese Buschriften veröffentlichen noch prüfen, wer von leidigung durch die Presse) ist der Redakteur der nicht in dem Vorgehen des Verbandes der Prinzipale, sondern Beiden recht hat. Brandenburger Zeitung", Karl Friedrich Ferdinand Ewald einzig in dem Anschluß an die Sozialdemokratie erblicken." Eine vom Landgerichte Potsdam am 21. April zu 2 Monaten Gefäng- ausgedehnte Debatte entspanu sich bei: Verschiedenes. Einige In dem Bericht über die Generalversammlung des niß verurtheilt worden, nachdem ein früheres Urtheil in diefer besondere hier vorgebrachte Fälle sollen laut gefaßtem Beschluß Bildungsvereins für Frauen und Mädchen in Sache vom Reichsgerichte aufgehoben worden war. Die Beim redaktionellen Theil des Vorwärts" veröffentlicht werden. Der letzten Nummer dieses Blattes ist infolge eines Druckfehlers leidigung wurde erblickt in einer von dem Angeklagten verfaßten Mit lebhaftem Bravo wurde die Mittheilung begrüßt, daß diesen Frau Luß aus dem Verein ausgeschlossen. Es sollte statt Frau und veröffentlichten Netiz, wonach die Tochter eines höheren Abend 10 selbständige Uhrmacher der Organisation ihren Beitritt Luß heißen: Frau Franz aus Friedrichsberg. Frau Luß ist Offiziers in Brandenburg verschwunden und zu gleicher ertlärt haben. eines der regsten Mitglieder des genannten Vereins. Beit ein Offiziersbursche zurückversent worden sei. Der Wahr heitsbeweis war dem Angeklagten nicht gelungen. Is beleidigt In der öffentlichen Versammlung, welche die in der wurden angesehen die erwachsenen Zöchter sämmtlicher en Belz- und Müßenbranche beschäftigten ArOffiziere in Brandenburg. Die abermalige Revision bes beter und Arbeiterinnen am 15. b. M. abhielten, Angeflagten bezeichnete die Feststellungen des Urtheils als nicht veranschaulichte A. Borchardt in einem ausführlichen Vorausreichend, da der Kreis der angeblich beleidigten Perfonen trage die Nothwendigkeit der Organisation der Arbeiter und sets Vermischtes. in fünf Minuten zurüdgelegt. Alles erledigt sich automatisch, die Beamten haben nur nöthig, die Wagen zu beladen und den ersten Anstoß zur Bewegung zu geben. 100. Paul Singer wohnt Lindenstr. 44. H. W. Wenn die Statuten oder die Geschäftsordnung einer Was einem alles paffiren kann. Der Fr. 3tg." schreibt Körperschaft, eines Vereins oder einer Gesellschaft die Beschlußman: Der Lehrer Ringwald von Endingen bei Balingen machte Eine Lynch- Statistik veröffentlicht die„ Chicagoer Tribüne"; fähigkeit von der Anwesenheit der Hälfte ihrer Mitglieder abvor einigen Tagen einen Abendspaziergang. In der Nähe von nach ihr sind in den letzten sieben Jahren in Amerifa nicht hängig macht, so hört mit dem Augenblicke, wo diese Bedingung Frommern machte er es war gegen 11 Uhr Abends- einen weniger als 1163 Personen gelyncht worden. Die Zahl gefeßlich nicht erfüllt ist, auch die Beschlußfähigkeit auf. Eine VersammDauerlauf und erschreckte dadurch zwei Damen, in deren Nähe gebotener Hinrichtungen( legal execution) ist weit fleiner als lung, die bei Gröffnung beschlußfähig war, tann also auch später Die zwei begleitenden Herren, darunter ein Pfarrer, die Zahl der Lynchmorde. Im Jahre 1887 fanden 79 Hin- beschlußunfähig werden. packten nun den Lehrer und schleppten ihn unter Schimpfworten richtungen und 123 Lynchmorde statt. 1888 waren es 87 Hinnach Frommern, wo er vom Schultheiß vernommen wurde und richtungen und 144 Lynchverbrechen und 1889 zählte man 123 fodann mit gefeffelten Händen die Nacht im Ortsarrest verbringen gefeßliche Hinrichtungen und 175 Lynchmorde. Fast alle gemußte. So melden mehrere Blätter. Der Vorfall bedarf strengster lynchten Individuen waren Neger. Untersuchung und entsprechender Ahndung. er fam. Ein kleiner Reinfall. Der Nürnberger Anzeiger" be richtet über ein der hiesigen Hochwohllöblichen paffirtes Stückchen, das wohl verdient, weitesten Kreisen bekannt zu werden. Das Blatt schreibt aus München: Am 4. Februar d. J. hatte ein geborener Münchener das Unglück, eine Geldbörse mit 400 m. Inhalt in Papiergeld und Gold zu verlieren. Ein Bauer hat die Börse gefunden und übergab sie einem Gendarm, der unter Zuziehung zweier Zeugen den Inhalt feststellte. Dieses geschah wenige Stunden fpäter auf offener Straße. Andern Tags meldete der Bürger seinen Berluft bei der Polizei an, weil er von dem Fund seines Geld: beutels in der eben erzählten Weise erfuhr. Man hielt nun bis vor kurzem den Bürger mit der Erhebung seines verlorenen Gutes hin, Formalitäten vorschüßend, während man bereits am gleichen Tage des Fundes die Geldbörse sammt Inhalt einem Gauner, der sich als Durchreisender und Eigenthümer der felben ausgegben, aushändigte, ohne auch nur dessen Personalien festzustellen!" Die Geschichte ist so ungefähr das Gegentheil von dem, was man von einer Provinzstadt Polizei zu erwarten berechtigt ist. Depeschen. ( Depeschen des Bureau Herold.) Herrn B., Kemnih. Wir möchten Sie ersuchen, Ihre Beschwerde der Töpferorganisation zu unterbreiten. Briefkaffen der Expedition. In unserer Expedition gingen zum Wahlfonds ferner folgende Beträge ein: Mehrere rothe Brüder einer fönigl. Haupt- Werkstatt, 4. Rate Lemberg, 17. Juli. Infolge der in Rußland stärker auf: 6,25. Von den Rohrlegern und Schloffern aus der Fruchtstr. 59, tretenden Cholera find an sämmtlichen Grenzstationen der aus mit Ausnahme einiger, gesammelt durch Karpentiel 4,50. Bon Rußland einlaufenden Bahnen Ueberwachungsmaßregeln an den Klosterbrüdern 6,-. Treu'sche Werkstatt 1,-. Max und geordnet. Sämmtliches Gepäck ist der Desinfektion unterworfen. Moritz 0,75. Gesammelt von den Gesellen der Möbeltischlerei London, 17. Juli. Die gesammte Tagespresse spricht sich Franz Müller, Krautstr. 37, 9,50. Pugerkolonne Schröder 5,-. heute über die durch Frankreich in Siam und in Egypten ge- Die bewußten Lederarbeiter 2,70. Louis Lippschütz durch D. 5,--. schaffene Lage höchst unwillig aus. Namentlich die Schritte Als Nachtragsetat vom Verein zur Wahrung der Interessen der Frankreichs in Konstantinopel zur Vertreibung der Engländer Binkgießer und Stürzer Berlins und Umgegend 10,-. Zur Eraus Egypten feien geeignet, die an und für sich schon getrübten gänzung des Wahlfonds von 4 Puzern, Bau Weidenweg 3,-. Beziehungen zwischen Frankreich und England nur noch Gesammelt von Frege'schen grünen Jungens von dem Bau Schlieschwieriger zu stellen. Briefkaffen der Redaktion. Brieftransport auf elektrischem Wege. Zwischen NewYork und Brooklyn wird der Brieftransport auf elektrischem Wege vermittelt. Man bedient sich dazu einer elektrischen Miniatur- Eisenbahn, deren Wagen in einem Rohre von 40 Zentimetern Durchmesser laufen. Die aus Eisendraht fonstruirten Wagen find 120 Zentimeter lang und fönnen 3000 Briefe befördern. Ein fleiner Motor, der sich hinter jedem Wagen befindet, treibt diesen vorwärts und erhält den elektrischen Strom durch eine zwischen den Schienen befindliche Leitung. Der Weg zwischen den Poststationen beider Städte wird dienen. A. Weidner u. Stoll. Wollen Sie sich in betreff der Berichtigung betreffs Spandauer Berg- Brauerei an Julius Wernau, Rosenstr. 30, wenden. Abonnent. Doppelte Stimmzettel sind immer ungiltig. H. O. 19. Wir können Ihnen mit solchem Nachiveis nicht Sozialdemokratischer Wahlverein für den 3. Berl. Reichstags- Wahlkreis. Dienstag, den 18. Juli, Abends 82 Uhr, bei Gründel, Dresdener str. 116: General- Versammlung. Zages Ordnung: 1. Bericht und Abrechnung vom 2. Quartal. 2. Vortrag des Reichstags- Abgeordneten Vogtherr über:" Die politische Lage". 3. Vereinsangelegenheiten. Die Zahlstellen befinden sich beim Rassirer W. Gründel, Dresdenerstraße 116; Börter, Ritterstr. 108; Schönicke, Wasserthorstr. 20; Schöning, Stallschreiberstr. 29; Lenz, Alte Jakobstr. 69; Kehr, Köpnickerstr. 126, und Baate, City- Passage, Dresdenerstr. 52/53. 374/11 Sozialdemokratischer Wahlverein für den 6. Berl. Reichstags- Wahlkreis. Dienstag, den 18. Juli, Abends 81/2 Uhr, General- Versammlung in den Germania- Sälen, Chauffeestraße. Zages Ordnung: 1. Die Nothwendigkeit der politischen Organisation und deren Werth. Referent: Reichstags- Abgeordneter Bueb( Mülhausen i. E.). 2. Diskussion. 8. Abrechnung, Bericht der Revisoren. 4. Vereinsangelegenheiten. 5. Verschiedenes und Fragekasten. 240/5 Der Vorstand. Frauen- und Mädchen- Bildungsverein des arbeitenden Volkes für Berlin und Umgegend. Mittwoch, den 19. Juli, Abends 82 Uhr, im Lokale des Herrn Hoffmann, Oranienstraße Nr. 180: Wander- Versammlung. Tagesordnung: 1. Bortrag des Herrn Wach über„ Moralanschauungen und die wirth schaftlichen Verhältnisse". 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Um zahlreiches Erscheinen bittet Der Vorstand. 411/8 Verein der in Schriftgiessereien beschäftigten Arbeiter u. Arbeiterinnen Berlins und Umgegend. Mittwoch, den 19. Juli, Abends 7 Uhr: Vereins- Versammlung in den Arminhallen, Kommandantenstr. 20. Zagesordnung: 1. Bortrag: Der Kampf der Arbeiterklasse. Referent: Dr. Lütgenau. 2. Diskussion. 3. Vereinsmittheilungen. 4. Berschiedenes. 941b Achtung! Der Vorstand. mannstr. 20 d. Gnadt 8,55. H. K. 2,-. May und Morih 1,50. Bau Danziger- und Rytestraßen- Ecke durch F. Gleinert 10,-. Gesammelt auf einem Neubau in Groß- Lichterfelde 3,-. Resolution Dalchow durch Rogers, London, 30,55. Genossen in Fehrbellin 5,05. Von den Arbeitern der Fabrik Strziwan u. Go. 7,50. Bußkolonne Figasewiß, Passauerstraße, Berlin, 4,40. Ju polnischen Ochsen, Wienerstraße, 3. Rate durch Meinhardt 2,60. Ungenannt, Rügenerstraße 12,30. Summa 140,40 M. Bereits quittirt 14 812,95 M.; in Summa 14 953,35 m. Aus Altenburg durch Lehmann find 55 M. für die Bergarbeiter eingegangen, welcher Betrag an den Verbandskassirer Meyer in Gelsenkirchen abgesandt ist. Berlag des„ Vorwärts" Berliner Folksblatt Berlin SW., Beuth- Straße 2. Das zur diesjährigen Maifeier in Aussicht gestellte Kundblatt welches bereits in der Maifeft- Zeitung als Mittelbild gebracht wurde, ist nunmehr in bedeutend vergrößertem Maßstabe- Plattengröße 6847 cm, Kartongröße 95 x 73 cm- in feiner Kupferägung ausgeführt in unserem Verlage erschienen. Das Bild heißt: Der erste Mai und ist dazu angethan, jeden Versammlungsraum, jedes Vereinszimmer der Arbeiter zu verschönen, vor allem wird es für jedes Proletarierheim ein würdiger Zimmerschmuck sein. Um dies wahrhafte Kunstblatt auch weiteren Kreisen zugänglich zu machen, ist der Preis auf nur festgesetzt. Drei Mark Gegen Einsendung des Betrages werden Bestellungen von außerhalb porto- und emballagefrei effettuirt. Wiederverkäufer erhalten Rabatt. Steppdecken und Schlafdecken ( mit fleinen Farbenfehlern) spottbillig in der Deckenfabrit von J. Brünn, Hackescher Markt Nr. 4. ( Stadtbahnhof Börse.) anerkannt beste Heizkraft, wenig Asche gebend, aus dem Bergwerk bei Breßfohlen, green, be Rönigswusterhausen, per Tausend ab Platz 4 M. Beste Seuftenberger Marickohle 5 M., Mittel Qualität 4,60 M. ab Play, frei Keller 50 Pf., frei Boden 75 Pf. pro Tausend mehr. Muster ohne Berechnung frei Haus. 830b Frischeisen& Co., Rottbuser Ufer 30. des Königlichen AmtsGroßer Massen- Ausverkauf. Rechtsbureaud richters a. D. Alte JakobNach beendeter Hauptsaison kommen von jetzt ab ca. 1000 Regenmäntel à 6,-., 500 Jaquets à 4,50 M., 200 Staubmäntel à 8,50 M., 100 Umhänge in Wolle und Seide à 8,- M. zum Ausverkauf. 43232* Rixdorf. Achtung! Damen- Mäntel- Bazar Einwohner! Parteigenofsinnen und Genossen! Mittwoch, den 19. Juli, Abends 84 Uhr, im Lokale des Herrn Hoffmann, Bergstraße 133: 1008 Große öffentliche Volksversammlung. Zagesordnung: 1. Vortrag über öffentliche sanitäre Mißstände. Referent: Stadtverordneter Genoffe Dr. Zadek. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Es ist Pflicht aller Einwohner Rigdorfs, in dieser Versammlung zu er scheinen. Die Vertrauensperson: Robert Köppen. Charlottenburg. Empfehle allen Genossen und Freunden mein Bier. Lokal mit Vereinszimmer. Jeden Sonntag FamilienUnterhaltung mit abwechselnden Vorträgen und Tanz. Adolf Sasse, Pestalozzistraße 83. 4555L Rohtabak Ernst Förster, Berlin NO., Kaiserstr. 30. Vereinsabzeichen, Fahnen und Banner, 3578L Leipzigerstr. 91, 1 Tr. Roh- Tabak A. Goldschmidt, 4435L am biesigen Plage wie bekannt grösste Auswahl! Garantie für sicheren Brand. Streng reelle Bedienung, billigste Preise! Sämmtliche im Handel befindl. Rohtabate find am Lager. A. Goldschmidt, Oranienburgerstr.2. 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Geldstrafe, von der Straffammer zu 25 M. Geldbuße verurtheilt. Altona. Wegen Geheimbündelei Anarchist" Petersen 6 Wochen Gefängniß, Brendel freigesprochen nach fünfmonatlicher Untersuchungshaft. 5. Frankfurt a. M. Wegen unerlaubter Schriftenverbreitung Genosse M. Marschko 6 Tage Gefängniß. " " " Stendal. Genosse Aux von der Anklage der Beamtenbeleidigung freigesprochen. Magdeburg. Genosse Meyer wegen Uebertretung des § 21 des Preßgesetzes 50 M. Geldstrafe. Berlin. Wegen Aufreizung die„ Anarchisten" Leimert 6 Monate, Hermann 3 Monate Gefängniß, Groß mann freigesprochen; von der Anklage der Geheimbündelei fämmtlich freigesprochen. Offenbach. Genoffe 3ielowski, Rebatteur des Volksfreund", wegen Majestätsbeleidigung 6 Monate Ge fängniß. 6. Frankfurt a. M. Wegen unerlaubter Schriftenverbreitung ein Genoffe 10 M. Geldstrafe, zwei mitangeklagte Genossen freigesprochen. n Ilmenau. Eine Genossin, die bei einem Vereinsfest die Göttin der Freiheit dargestellt, wegen groben Unfugs mit 30 M. Polizeibuße belegt, weil das Vergnügen ein öffentliches gewesen sei, vom Schöffengericht freigesprochen. Dienstag, den 18. Juli 1893. April. Gefängniß; wegen Schuhmannsbeleidigung 30 M. Geldstrafe. 24. Boizenburg a. E. Genosse Garber und Wirthin 2e mm wegen unerlaubter Versammlungsabhaltung mit 10, bez. 5 M. Geldstrafe verurtheilt, vom Landgericht Schwerin freigesprochen. Wurzen. Genosse Diehl, Redakteur der Wurzener Beitung", wegen Stadtraths- Beleidigung 2 Wochen Gefängniß. 25. Deffan. Wegen Lehrerbeleidigung Genosse Schöp3, Redakteur des Voltsblatt", und Genosse NeumannAfen je 60 M. Geldstrafe. 26. Bützow. Wegen unerlaubter Versammlungsabhaltung Genosse Rant Rostock und Stelley Rühn, sowie der Wirth Höter je 2 Tage Gefängniß. " " Leipzig. Genosse Diehl, Redakteur der Wurzener 3tg.", wegen Beleidigung der Dortmunder Richter 6 Wochen Gefängniß. „ Strasburg i. 11. Wegen unerlaubter Schriftenverbreitung die Genossen Brüsch, Döring, Köhn und Peter je 15 M. Polizeibuße. 27. Breslau. Genosse Henning, Redakteur der Volkswacht", wegen Majestätsbeleidigung durch Abdruck eines Gerichtsberichts 6 Monate Gefängniß. 28. Berlin. Genosse Meist von der Anklage der Aufreizung freigesprochen. 29. Straßburg i. E. Wegen Gendarmenbeleidigung Genosse Böhle 10 M. Geldstrafe. " " n Danzig. Wegen unerlaubter Schriftenverbreitung 7 Genofsen Strafmandate von je 21,20 m. Berlin. Genosse Schulz wegen Vertheilens von Lohntarifen in öffentlicher Pußerversammlung 3 M. Geldstrafe. Samburg. Genosse Stolten, Redakteur des„ Echo", wegen Hans Blum- Beleidigung 300 M. Geldstrafe. Insgesammt im Monat April: 7 Jahre 10 Monate 1 Tagen Gefängniß und 1832,40 Mart Geldstrafen. Aus dem Monat März sind noch nachzutragen: Rummels. strafe und Saarbrücken: Redakteur Weyand von Schlägel und Eisen" wegen Beleidigung des Bergassessors Hilger drei Wochen Gefängniß. 8. Frankfurt a. D. Genosse Schneider, wegen Schriftenverbreitung vom Schöffengericht Storfow mit 15 M. Geldburg: Genosse Beyer wegen groben Unfugs 20 M. Geldstrafe belegt, von der Strafkammer freigesprochen. Spandau. Von der Anklage des Hausfriedensbruchs( anläßlich des Töpferstreits) Töpfer David und Hagen frei gesprochen. " Effen. Genosse Ruth, Redakteur der Bergarbeiter Zeitung", wegen Aufreizung 8 Monate Gefängniß. Staatsanwaltsantrag: 2 Jahre Gefängniß. " Hagen. Genosse Diederich, Redakteur der„ RheinischWestfälischen Arbeiter- Zeitung", wegen Beleidigung eines Raplans 6 Monate, ein mitangeklagter Fabritarbeiter aus Hohenlimburg 3 Monate Gefängniß, vier andere Arbeiter von dort je 30 M. Geldstrafe. 10. Zeit. Genosse Henschel, Redakteur des„ Volksbote", wegen Beleidigung 300 M. Geldstrafe event. 60 Tage Gefängniß. n " Saarbrücken. Der Vorsitzende des Rechtsschutzvereins arten wegen Aufreizung 4 Monate Gefängniß, von der Anklage auf§ 110( indirekte Streitaufforderung) freigefprochen. Staatsanwaltsantrag: 30 beziv. 24 Mounte Gefängniß. Lahr. Wegen Beamtenbeleidigung Genosse Metzger 4 Tage Gefängniß. 11. Dresden. Redakteur Wetter und 8 mitangeklagte Genoffen wegen unerlaubten Aufzugs( Spaziergang am 1. Mai 1892) je 15 M. Geldstrafe. " Berlin. Genosse Geffrois von der Anklage der Aufreizung freigesprochen. 12. St. Tönnies. Genosse Kleinheyer wegen Schriftenverbreitung 30 M. Geldstrafe. # Berlin. Wegen Aufreizung die unabhängigen" Maler Link und Maufolf je 100 m. Geldstrafe. 13. Magdeburg. 25 Mitglieder des Tischlerverbandes von der Anklage der Vereinsgesetz- Uebertretung freigesprochen. Staatsanwalts- Antrag: 1 Monat Gefängniß, 2600 M. . " Geldbuße. Karlsruhe. Wegen Religionsschmähung durch Kolportage der Bibel in der Westentasche" Kolporteur Hartmann 3 Monate Gefängniß. Elberfeld. Genosse Lingweiler, Redakteur der „ E. Fr. Pr." wegen Beleidigung des Düsseldorfer " General- Anzeiger"-Redakteur 100 M. Geldstrafe. 14. Elberfeld. Genossen Gewehr und Lingweiler, Red. der E. Fr. Pr.", von der Anklage der Beleidigung eines Gefängniß- Inspektors freigesprochen. " " Magdeburg. Genosse Beer, Redakteur der„ Volksftimme", wegen Beleidigung des Oberbürgermeisters sechs Monate, Triebe 8 Monate und Schmidt 6 Monate 1 Woche Gefängniß. 15. Halle. Der„ unabhängige" Schlosser Deumer wegen Aufreizung 1 Monat Gefängniß. W Duisburg. Vier Genossen wegen ruhestörenden Lärms Mai. 1. Saarbrücken. Genosse Emmel wegen Beleidigung der Bergwerksdirektion 3 Monate Gefängniß. Beit. Genosse Hoffmann, Redakteur des„ Volksbote", 200 M. Geldstrafe wegen Beleidigung des Bergraths Leuschner. " 2. Deuben. Sausbesitzer N. 30 M. Geldstrafe wegen groben Unfugs( er hatte am 1. Mai nicht selber eine auf einem Birnbaume seines Grundstückes aufgepflanzte rothe Fahne entfernt). " " " Dresden. Genosse Weiker, Redakteur der„ Sächs. Arb. Zeitung", wegen Beleidigung des Redakteurs der „ Dresdener Nachrichten" 120 M. Geldstrafe. = Breslau. Genosse Henning wegen Beleidigung eines ultramontanen Redakteurs 30 M. Geldstrafe. Neudamm. Wegen Uebertretung des Vereinsgesetzes der Vorstand des Arbeiter- Bildungsvereins und der Wirth des Vereinslokals je 15 M. Geldstrafe. 8. Dortmund. Bergarbeiter Dückershoff wegen indirekter Streitaufforderung(§ 110) und Gotteslästerung 7 Monate Gefängniß. „ Iserlohn. Wegen Stadtraths- und Fabrikantenbeleidigung Genoffe Raue, Redakteur der Märkischen Arbeiter Zeitung", 55 M. Geldstrafe. " 4. Aschersleben. Genosse Greiner von der Anklage der Gendarmenbeleidigung freigesprochen. 5. Frankfurt a. M. Der Vorstand der Filiale des Schneiderverbandes von der Anklage der Vereinsgefeß- Uebertretung freigesprochen. " Erfurt. Genosse Hülle, Nedakteur der Thür. Trib.", wegen Beleidigung des Ilmenauer Bürgermeisters 100 m. Geldstrafe. 8. Halle. Genossen Jähnig und Schellenbeck von der Vinklage der Vereinsgesetz- lebertretung freigesprochen. Erfurt. Wegen Beleidigung des Staatssekretärs Stephan Genosse Güldenberg, tedakteur der Thür. Trib.", 100 M. Geldstrafe. " D " " Huckarde. Bergmann Rameier wegen unbefugten Streifplakat- Anheftens 20 M. Geldstrafe. Britwalk. Vier Berliner Parteigenossen vom Sadenberger Amtsvorsteher mit je 15 M. Polizeibuße wegen un befugter Schriftenverbreitung belegt, vom Schöffengericht freigesprochen; zweien wurden die Reisekosten entschädigt. Saarbrücken. Wegen Beleidigung des Bergassessors Hilger Genosse Pfeiffle, Redakteur des Bote von der Saar", 250 Mart, Genosse Emmel 50 Mart Geldstrafe. " " 9. Rudolstadt. Genosse Beder, Nebakteur des Boltsnoise Hoffmann als Verleger freigesprochen. mit 20 Mart Geldbuße belegt, vom Landgericht freiblatt", wegen Aufseherbeleidigung 30 M. Geldstrafe, Gegesprochen; wegen Beamtenbeleidigung erhielt einer 5 M. Geldstrafe. 18. Frankfurt a. M. Wegen unerlaubter Schriftenverbreitung " 4 Genossen je 3 M. Geldstrafe. Höchft a. M. Genosse Wilhelm wegen groben Unfugs ( Hoch auf die internationale revolutionäre völkerbefreiende Sozialdemokratie) 6 Wochen Haft. 20. Dresden. Genosse Ziegler wegen groben Unfugs und Vergehen gegen§ 10 des Vereinsgesetzes 24 M. Geldstrafe. 21. Dortmund. Wegen indirekter Streitaufforderung durch ein Flugblatt Genossen Schönwald 6 Wochen, Schellenberg 1 Woche Gefängniß, Dr. Diederich freigesprochen. Wegen unerlaubter Geldfammlung für die Streifenden Genosse Heep 20 M. Geldstrafe. B P Stuttgart. Genosse Schlegel aus Eßlingen wegen Erpressung( durch eine Zuschrift an einen Buchdruckereibefizer betr. Entlassung zweier Seger, anläßlich des Buchbruckerstreits) 14 Tage Gefängniß. Altona. Genoffe Stengele, Redakteur der Nordd. Volts Beitung", wegen Bürgermeister- Beleidigung 20 Mark Geldstrafe. Potsdam. Genoffe Ewald, Redakteur des Volksblatt", wegen Offiziersbeleidigung 2 Monate Gefängniß. 22. Halle. Genosse Unverzagt wegen unerlaubter Schriften vertheilung 10 Mark Gefängniß. " " Hannover. Genosse Evers wegen Berrufserklärung 14 Tage Gefängniß. Berden. Genosse Schrader von der Anklage der Gendarmen- und Majestätsbeleidigung freigesprochen. 24. Halle. Genoffe JIIge, Redakteur des Volksblatt", wegen Post- Stephan- Beleidigung 50 M. Geldstrafe. Frankfurt a. M. Genosse Ho ch, Redakteur der Volks. ftimme", von der Anklage der Aufreizung und Berächtlich machung freigesprochen. Staatsanwaltsantrag: 1 Jahr 10. Offenburg. Genosse 3ielowski, Redakteur des Volksfreund", wegen Beleidigung 40 M. Geldstrafe. 11. Göpenick. Genosse Hilliger von der Anklage der Gendarmenbeleidigung freigesprochen. 12. Augsburg. Wegen Nichtanzeige der Maifeier Genosse Gebelein 5,40 M. Geldstrafe. " Trier. Wegen Richterbeleidigung der Vorstand des Rechtsschutzvereins 3 Monate, der Redakteur von„ Schlegel und Eisen" 1 Woche Gefängniß. Ludwigshafen. Genosse Ehrhardt spekulanten- Beleidigung 25 M. Geldstrafe. wegen Bau13. Saarbrücken. Wegen Beleidigung der Bergwerksdirektion des St. Johanner Kriegervereins, des Trierer Bezirksausschusses Genosse Feng, Redakteur des Boten von der Saar", 1 Monat Gefängniß und 100 M. Geldstrafe. Berlin. Genosse Molkenbuhr wegen Zeugnißverweigerung( im Romen- Prozeß) 30 M. Geldstrafe. " 15. Settin. Wegen Gendarmenbeleidigung Genosse Bort. mann 150 M. Geldstrafe. " Berlin. Wegen Polizeilieutenants- Beleidigung( in einer Schuhmacher Versammlung) Schuhmacher Gerlach 1 Woche, Brügge 3 Wochen Gefängniß. 16. Dortmund. Wegen Nebertretung des Vereinsgesetzes der Vorsitzende der Gewerkschafts- Kommission 30 m., 4 Mitglieder je 15 M. Geldstrafe. " Saarbrücken. Genosse Fens, Redakteur des„ Bote v. d. Saar", wegen Kriegervereins- Beleidigung 100 m. Geldstrafe. Der Vorsitzende des Rechtsschutzvereinr, Warken, von der Anklage der indirekten Streitaufforderung (§ 110) freigesprochen. Staatsanwaltsantrag: 1 Jahr Gefängniß. Seit März in Untersuchungshaft. Stettin. Genosse Herbert wegen Lieutenants- Belei digung 150 M., wegen Schußmanns- Beleidigung 50 M., April. 10. Jahrg. und Genosse Voigt 800 M. Geldstrafe. Von der Ans flage der Gendarmen- Beleidigung freigesprochen. 16. Berlin. Wegen Beschimpfung der chriftlichen Kirche Ge noffe R. Köster 1 Monat Gefängniß. 17. Dortmund. Von der Anklage der indirekten Streitaufforderung(§ 110) Frau Gerlach, Wirth Adrian und Konsumverwalter Waldeck freigesprochen, ebenso Genosse Block, Redakteur der Rhein.- Weftf. Arb. 8tg." von der Anklage der Aufreizung. " Breslau. Genosse Henning wegen unerlaubter( Streif-) Kollette 3 M. Geldstrafe. 18. Dortmund. Bergleute Schmidt und Schneider von der Anklage der Vereinsgefeß- Uebertretung freigesprochen. 14 Zeit. Wegen Beleidigung des Bergraths Leu schner Re dakteur Hoffmann 300 M. Geldstrafe. 23. Berlin. Acht Mitglieder des Pfeifenklubs„ Rauch" in Reinickendorf von der Anklage der geheimen Versammlung freigesprochen. 24. Hamburg. Genosse Fischer, Redakteur des Echo" und Stadthagen wegen Nomenbeleidigung je 5 Monate Gefängniß. " 25. Leipzig. Genosse Wittich, Redakteur de Wähler", wegen Schußmanns- Beleidigung 1 Woche Gefängniß, wegen Pastor- und Kantorbeleidigung 50 M. Geldstrafe. Darmstadt. Wegen Armeebeleidigung Genosse Müller, Redakteur der Volksstimme", 300 M. Geldstrafe. " Braunschweig. Genosse Eisenbeck, Redakteur des Volksfreund", wegen Beleidigung des Landes- Zeitungs". Redakteurs 200 M. Geldstrafe. " „ Neustadt O. Schl. Genosse Schöbel wegen Bürgermeister- Beleidigung 100 M. Geldstrafe. 26. Mannheim. Wegen ruheftörenden Lärms( durch Singen eines sozialdemokratischen Liedes) ein Genosse 30 Mark Geldstrafe. 27. Augsburg. Genosse Breder, Redakteur der„ VoltsBeitung", wegen Ingenieur Beleidigung 8 Tage Gefängniß. 29. Strasburg i. 11. Genosse Wollert wegen Maifestzeichen- Verkauf 20 M. Geldstrafe. " " Kaffel. Genosse Huhn wegen groben Unfugs mit 10 M. Polizeibuße belegt, vom Schöffengericht freigefprochen. Berlin. Wegen Aufreizung der" Unabhängige" Maler Buhr 6 Monate Gefängniß. Elberfeld. 9 Personen von der Anklage des Verstoßes gegen§ 153 der Gewerbe- Ordnung freigesprochen. 31. Deffau. Wegen Gendarmenbeleidigung Genossen Schöp3 und Franke als Redakteur und Verleger des„ Volksbi." je 20 M. Geldstrafe. W Halberstadt. Genosse Martin, Redakteur des„ Sonntagsblattes", wegen Zeugnißverweigerung 200 M." Geldstrafe. Insgesammt im Monat Mai 2 Jahre 8 Monate 20 Tage Gefängniß und 3298,40 M. Geldstrafe. Juni. 1. Magdeburg. Genosse Beer, Redakteur der Boltsstimme", von der Anklage der Offiziersbeleidigung frei gesprochen. " Berlin. Genosse Stadthagen wegen nicht rechtzeitigen Verlassens einer aufgelösten Versammlung 15 M. Geldstrafe, auch in der Berufungsinstanz. Wegen Beleidigung des Polizeipräsidenten von Berlin 300 M. Geldstrafe, von der Anklage der Regierungspräsident- Beleidigung freigesprochen. Urtheil erster Instanz 150 Mark ev. 75 Tage Gefängniß. 2. Strasburg i. Ü. Drei Genossen, wegen unbefugter Schriftenverbreitung mit je 15 M. Polizeibuße belegt, vom Schöffengericht freigesprochen. 3. Glogan. Genosse Stolpe aus Grünberg wegen Verächtlichmachung von Staatseinrichtungen( durch Flugblatt vertheilung) 100 M. Geldstrafe, Genosse Renschke freigesprochen. 11 Stettin. 11 Genossen, wegen Schriftenverbreitung mit 50 Mark Polizeibuße belegt, vom Schöffengericht freigesprochen. 5. Berlin. Gen. Morawski und Brzeskwieniewicz, Verleger und Redakteur der„ Gazeta robotnicza" von der Anklage der Aufreizung freigesprochen. " " Elberfeld. Genosse Huth. Redakteur der Solinger Arbeiterftimme" wegen Beleidigung wegen Beleidigung des Staßfurter Bürgermeisters 50 M. Geldbuße. Saarbrücken. Wegen Widerstands gegen die Staatsgewalt die Bergleute Schampel und Wallo je 1 Monat, Schillo 15 Tage Gefängniß; wegen Versuchs der Gefangenenbefreiung Bergmann 2 auer 14 Tage Gefängniß. 6. Dresden. Genosse Wetter, Redakteur der ,, Sächsischen Arbeiter- Zeitung" wegen groben Unfugs"( durch Kritik der byzantinischen Artikel anläßlich der Geburt eines sächsischen Prinzen) 1 Monat Gefängniß. " Stuttgart. Genoffe Geiger, Redakteur der„ Tagwacht" 2 Monate Gefängniß wegen Beleidigung. 7. Magdeburg. Wegen groben Unfugs( Boykott) Har baum und Genossen je 100 M. Geldstrafe. 8. Halle. Von der Anklage der Aufreizung Genosse GeyerLeipzig freigesprochen. 9. Leipzig. Wegen Hochverraths die„ Anarchisten" Schönberger 8 Jahre 6 Monate, Grasser 5 Jahre 6 Monate Zuchthaus und je 10 Jahre Ehrverlust, Müller 1 Jahr 6 Monate, Lanius 1 Jahr Gefängniß. Der Denunziantenspitzel Schürmann, sowie Müller und Golß freigesprochen. 12. Bochum. Wegen indirekter Aufreizung zum Streit(§ 110) Die Bergarbeiter J. Meyer, F. Bunte, Mattern und Böcker je 3 Monate Gefängniß. SP Stettin. Genosse Schmidt aus Torgelow von der Anflage der Gendarmenbeleidigung freigesprochen. 15. Frankfurt a. M. Wegen Beleidigung Genosse Schmidt, Redakteur der Volksstimme", 80 M. Geldstrafe. 16. Jhehve. Genosse Hinsche wegen Nachtwächterbeleidigung 14 Tage Gefängniß. 18. Mannheim. Genosse Jordan aus Darmstadt wegen Schmähung chriftlicher Einrichtungen 2 Wochen Gefängniß. 19. Frankfurt a. M. Genosse Hoch, Redakteur der Volks stimme", wegen Beleidigung des Postmeisters Stephan 100 M. Geldstrafe. " Magdeburg. Wegen Polizeibeleidigung Genosse Beer, Redakteur der Voltsstimme", 2 Wochen Gefängniß. 20. Frankfurt a. D. Genosse 3appay, Redakteur der Märkischen Boltsstimme", wegen Fabrikantenbeleidigung 72 M. Geldstrafe. 22. Frankfurt a. M. Genosse Schmidt, Redakteur der Volksstimme", wegen Schuhmannsbeleidigung 25 M., wegen Flugblattverbreitung 50 M. Geldstrafe. " 28. Offenbach. Genosse Heilmann, Redakteur des Juni. 23. Berlin. Wegen Aufreizung die Anarchisten" Witke 9, Wiese 6 und Rennthaler 6 Monate Gefängniß. " Versammlungen. = von den schwebenden In Zwickau ist von Vertretern sächsischer Krankenkassen be- Imeister Papsdorf holen. Während der Zeit wollte sich der Offenb. Tageblatt", wegen Beleidigung 200 M. Geld- schlossen worden, bei Reiboldsgrün im Vogtlande auf waldiger Arrestant" entfernen; Hertel pacte ihn jedoch an der Strafe. Höhe eine Volksheilstätte für Lungenkranke zu errichten. Bruft und stieß ihn gegen die Wand. Eigenthümlich: der Wachtmeister Papsdorf erwähnte garnichts von der Arretur. Die eingeschriebenen( freien) Hilfskaffen befinden sich Beschwerde gegen das ungehörige Auftreten des Gerichtsdieners Boun. Genosse Godfe I wegen unbefugter Grabrede 20 m., in einem fortwährenden Konflikt mit den Aufsichtsbehörden und ist eingereicht worden. vier Genossen wegen unerlaubten Aufzuges je 10 M. Geldscheinen nicht zur Ruhe kommen zu sollen. Nachdem bereits im strafe. vorigen Jahre anläßlich der Krankenkassengesetz- Novelle eine An26. Berlin. Wegen Aufreizung die" Anarchisten" Hermann zahl dieser Rassen ihre Beiträge erhöhen mußten, um dem§ 75 und Grumberg je 4 Monate, Wiese 3 Monate Gefängniß. des Gesetzes zu genügen und die übrigen ihre Leistungen verWitzke und Witte freigesprochen. ringerten und sich in sogenannte Zuschußkassen umwandelten, 27. Halle. Wegen Hausfriedensbruchs"( in einer öffentlichen stehen jetzt eine Reihe genannter Kassen schon wieder vor derGewerkvereinlerversammlung) Genossen Jähnig 2 Wochen, felben Frage. So erhielt beispielsweise der Vorstand der etwa Der Verband der in Buchbindereien, der Papier. Pape und Reimond je 1 Woche und Treff 3 Wochen 1200 Mitglieder zählenden Kranken- und Sterbekasse der Berliner und Lebergalanterie Waaren Industrie beGefängniß. Hausdiener( Eingeschriebene Hilfskaffe Nr. 61) zu Berlin vom schäftigten Arbeiter und Arbeiterinnen Deutsch28. Leipzig. Genoffe Diehl, Redakteur der„ Wurz. 3tg.", königlichen Polizeipräsidium folgende Aufforderung: Bei lands( Mitgliedschaft Berlin) hielt am 10. b. Mts. wegen Beleidigung des Offizierkorps 150 M. Geldstrafe. Prüfung der hierselbst vorgelegten Nachweisungen pro 1892 ihrer feine Generalversammlung ab. Der Geschäfts- und » Elberfeld. Genosse Gewehr, Redakteur der„ E. Fr. Pr.", Kasse hat sich herausgestellt, daß die fragliche Kaffe gegenwärtig Rassenbericht des Vorstandes weist für Mai und von der Anklage der Fabrikanten- Beleidigung freige- nicht im Besitze des vorschriftsmäßigen Reservefonds ist, welcher Juni eine infolge der Reichstags. Wahlen gegen sonst sprochen. bis Ende 1892 19 949,18 m. hätte betragen müssen. Der Vorstand verminderte Thätigkeit auf. Es wurden in beiden Monaten 29. Bein. Genossen Henschel und Strzelewiß von wird daher gemäß§ 26 Absatz 1 des Gesetzes über die ein brei Bersammlungen abgehalten; der Anklage der Verrufserklärung freigesprochen. geschriebenen Hilfskaffen aufgefordert, eine angemessene Erhöhung Rechtsschutzfällen wurden drei zu Gunsten des Vereins 30. Gera. Wegen Beamtenbeleidigung Genoffe even, Re- der Beiträge oder eine angemessene Minderung der Kaſſen- erledigt, einer, dakteur der Reuß. Trib.", 20 M. Geldstrafe. bei dem das betreffende frühere Mitglied leistungen innerhalb drei Monaten herbeizuführen, unwahre Angaben gemacht hatte, ging verloren. GegenAugsburg. Wegen Religionsbeschimpfung( durch Ver- widrigenfalls eine den Bedürfnissen der Klasse entsprechende wärtig ist ein Rechtsschutzfall noch unerledigt. Die Einnahme breitung der Bibel in der Westentasche") Genosse Aenderung von Aussichtswegen herbeizuführen sein würde." Der betrug für die Zentraltasse 449,20, die Ausgabe 208,54; Königsberger Kempten 2 Monate Gefängniß, Genosse Reservefonds beträgt 14 815,05 W., es müßten alfo 5134,13 M. an die Zentrale wurden gesandt 240,66 M. Die gleichen Posten der M. Ernst München freigesprochen. innerhalb eines Vierteljahres aufgebracht werden, was eine got altasse betragen 246,90 resp. 36,42; der Bestand Magdeburg. Genosse Beer, Redakteur der Volks folossale Mehrbelastung und Berkümmerung der Rechte der berselben 210,48 m. Die Frequenz des Arbeitsnachstimme", wegen Preßvergehens 10 M. Geldstrafe. Die mit- seitigen Mitglieder bedeutet. Aehnlich liegen auch die Berhält weises war im April- Juni folgende: As arbeitslos angeklagten Drucker und Verleger freigesprochen. nisse in mehreren anderen Kassen. Es ist dies ein weiterer meldeten sich 298 Arbeiter und 43 Arbeiterinnen, davon waren Schlag gegen die Hilfskaffen, den wohl die wenigsten werden nichtmitglieder 30 resp. 36 Personen. Bakanzen wurden anpariren fönnen. Die in den nächsten Tagen stattfindenden Ge- gemeldet für Arbeiter 183 und für Arbeiterinnen 73. Es wurden neralversammlungen haben zu entscheiden, ob man sich dem be- besetzt durch Arbeiter 100 Stellen, durch Arbeiterinnen 16; hördlichen Willen fügen will oder es jedoch vorzieht, was unter außerdem erhielten Arbeit für einen Tag 47 Arbeiter und den obwaltenden Verhältnissen das Beste ist, die kleinen Kassen 39 Arbeiterinnen. Die nöthig gewordenen Ersatzwahlen wuraufzulösen und zu liquidiren. den wie folgt erledigt: Georg Schmidt, erster Vorfitzender; Christian, erster Kassirer: Frau Schmidt, Beisigerin und G. Schulze, Revisor. Unter Vereinsangelegen heiten wurde ein Antrag Wunsche d angenommen, laut welchem zureisende Verbandsangehörige neben der Reise- Unterstützung eine Schlafmarke auf Kosten der lokalen Kasse erhalten sollen; desgleichen wurde beschlossen, arbeitslosen Mitgliedern zum Sommerfest am 17. dieses Monats freien Eintritt und 50 Pf. zu ge " " " " " Lichtenstein i. S. Wegen unerlaubten Sammelns zum Wahlfonds" zwei Genossen je 15 M. Geldbuße. Breslau. Wegen indirekter Schuhmannsbeleidigung( in einer Arbeitslosen- Versammlung) Arbeiter N. vom Schöffengericht mit 20 M. Geldstrafe, vom Landgericht 2 Monate Gefängniß. Greiz. Wegen Aufbissens einer rothen Fahne am 1. Mai zwei Arbeiter je 2 Wochen Gefängniß. Jusgesammt im Monat Juni: 14 Jahre Zuchthaus, 7 Jahre 3 Monate 27 Tage Gefängniß und 1462 M. Geldstrafe. Der Parteivorstand., " Soziale Ueberlicht. Bei der Spandauer Bergbrauerei haben weiter abbestellt: 2. Lange, Reichenbergerstr. 106a. Krage, Maaßenstr. 8. Niz, Beusselstr. 62, Moabit. Grunert, Lübeckerstr. 2. C. Mönke, Louisen- User 12. Otto, Friesenstr. 22. Obiges Bier schänken weiter aus: W. Noack, Andreasstr. 56. W. Graß, Kurfürsten damm 14. Rezolt, Georgenftr. 21. Werkmüller, Markthalle 14, am Wedding. Schüß, Martinikenfelde. Redtfür, Beuffelstr. und Wittstockerstraßenecke. A. Kley, Bandelstr. 10. Hesse, Schleswigerstraße, Wilmersdorfer Gebiet. Um weitere Mittheilungen wird gebeten. Die Lotal- Kommission: J. A.: J. Wernau, Rosenstraße 30. Die Kranken- und Sterbekasse der Hausdiener( E. H. 61) hat in ihrer am 14. Juli abgehaltenen, von 600 Personen besuchten Generalversammlung nach längerer Debatte die Anträge des Vorstandes auf Erhöhung der Beiträge abgelehnt und einen Antrag vom Mitglied Grauer angenommen, wonach innerhalb drei Wochen eine außerordentliche Generalversammlung ein zuberufen ist, mit der Tagesordnung:„ Die Liquidation der Kasse und Beschlußfassung über die Verwendung des Kassenvermögens." Andere derartige Kassen werden wohl diesem Beispiel folgen. " ,, Brillen, Benchbänder und ähnliche Heilmittel." Ueber den Begriff ähnliche Heilmittel" wie Brillen 2c. hat das Hamburger Amtsgericht ein für Krankenkassen und deren Mitglieder interessantes Urtheil gefällt, das wir im Auszuge hier mittheilen. Der§ 12 a des betreffenden Statuts, auf den sich Kläger und Beklagter berufen, ist abgesehen von ganz geringen Aenderungen, auf die bei der Interpretation fein Gewicht zu legen ist, fast wörtlich dem§ 6, Absatz 1 des KrankenversicherungsGesetzes entnommen und will offenbar wie dieser beurtheilt sein. Derfelbe lautet: Als Krankenunterstützung ist zu gewähren: " 1. Vom Beginn der Krankheit ab freie ärztliche Behandlung, Arznei, sowie Brillen, Bruchbänder und ähnliche Heilmittel." währen. SüdVereinigung der deutschen Schmiede. Große Bersammlung am Dienstag, den 18. Juli, Abends 8% uhr, bet Scheffer, Inselstr, 10. Tagesordnung: 1. Abrechnung vom 3. Quartal. Arbeiter- Bildungsschule. Dienstag Abend von 8%-10% Uhr. Schule, Mariendorferstraße 5( bei Grube): Deutsch( mittel.). Südost= Schule, Reichenbergerstraße 133: Gesetzestunde und Deutsch( unt). Ost Schule, Markusstraße 31: Deutsch( unt.). Nord- Schule, Müllerstraße 179a: Rechnen, Korrespondenz und Geschichte( alte). In allen Fächern, mit Ausnahme Mathematik und Buchführung, fönnen noch Schüler und Schülerinnen auch jegt im Laufe des Semesters, eintreten. bet G. Behrend, Blumenthalſtr. 5. " Lese- und Diskutirklubs. Dienstag. Empor", Abends 8% Uhr, Arbeiter- Sängerbund Berlins und Umgegend. Alle Aenderungen im Vereinstalender sind zu richten an Friedr. Kortum, Manteuffelstr. 70. Dienstag, Abds. 9 Uhr, Uebungsstunde. Aufnahme neuer Mitglieder.-Freundschaft 1, Olympia, Adalbertstr. 8 bei bei Dewald Berliner, Brunnenstr. 114. Schildhorn, Usedomstr. 33 bei Mielte. Allegro, Wrangelstr. 141, bei Schimidt.- Alpenglode, Grüner Weg 29, bet Saeger. Bruderherz, Andreasstr. 26 bet Wilfe Ihn'scher Humor, StraußUnverzagt 2, Moabit, Kronen- Braueret. Sauermann. bei Wilhelm Nölte. 1 Die Parteien streiten darüber, ob eine Massagekur unter die bergerstraße 3 bei Birt. Goffnung 2, Deutsch- Wilmersdorf, Brandenburgstraße bei Gräz. in diesem Paragraphen genannten, von den Kassen zu gewährenden waldtapelle, Reichenbergerstr. 19 bet Roscher.- Arbetter- matCharlottenburg. Genossen, Genossinnen! Der Heilmittel fällt oder nicht. Das bei Petersen, Krankenversiche- bund, Nowares, Walstraße bei Gärtner. Sängerfette, Rottbusfer Wahlkampf ist siegreich in unserem Wahlkreise beendet, aber neue rungsgeset" S. 31 sub d zitirte Urtheil des Hamburger Amtsgerichtste sinde, Reichenbergerstraße 39 bet Fürstenau. Damm 74 bei A. Hilfe. Kreuzberg, Lichterfelderstr. 7-8 bei Winter. Vorwärts 4 bedeutungsvolle Arbeit steht uns bevor. Es heißt für uns den bejaht zwar diese Frage. Es irrt aber, wenn es diese Verpflich- Rathenow, Restaurant Zur Erholung bei W. Friesecke. Einigteit 2 Kampf fortsetzen und ihn nicht etwa in anbetracht des Sieges tung der Kasse lediglich darauf gründet, daß die Massage ein Landsbergerstr. 31 bet luſehold. Gesangverein der Böttcher Stein aufgeben und in unserem Bemühen nach größeren Erfolgen nach- Heilmittel sei, weil ein frankhafter Zustand vorliege, der durch eiche, Jüdenſtr. 55 bet Trieſchmann. Vorwärts 8, Marwig, lassen. Unser Wahlkreis muß durch eine gute Organisation eine das angewandte Mittel gebessert werden solle". Denn daß die wiederhall, Silaria, Frankfurterstr. 30 bet Haberecht. Eisenbahnstr. 20 bet Siegmund. Johanni, uneinnehmbare Burg für unsere Partei werden. Es gilt dem Massage ein Heilmittel sei, hat hier wie dort niemand bestritten, Dibahnhof 7 bei Schulz, Vorwärts 3, Friedrichsfelde, Wilhelinstr. 10 Wahlverein neue Mitglieder und unserer Presse einen größeren zumal auch im vorliegenden wie in jenem Falle die Maffagebei Momber. Gesangverein Rothe Mette 2, bei Rabe, Ruppiner- und Leferkreis zuzuführen, sorgt dafür, daß Schneeglödchen 1, Rirdorf, Berliner= Schönholzerstraßen= Ece. wir jeder fur unbestritten auf Anordnung des Kaffenarztes erfolgt ist. ftraße 136 bet Kummer. Gesangverein Eintracht, Nieder- Schönweide, zeit gerüstet und ftampfesfähig unseren Feinden gegen: Das zitirte Urtheil übersieht, daß nach§ 6 des Gesetzes die Restaurant Hinz. Mohr'sches Doppelquartett, Friedrichsbergerstr. 19. über stehen. Deshalb tretet der Organisation des Kaffen keineswegs zur Gewährung aller Heilmittel verpflichtet Gesangverein Frohsinn in Stralau, Gräft. Reischach'sche Braueret. Kreises, dem sozialdemokratischen Wahlverein bei, der durch be- find. - Deutsche Liebertafel, Grüner Weg 29 bei Säger.- Sängergruß, Denn nach§ 21, Absatz 2 desselben Gesetzes ist eine Friedrichshagen, Blant's Restaurant. Vorwärts 7, Rummelslehrende Vorträge, durch eine reichhaltige Bibliothek den Erweiterung der Leistungen der Kasse auch auf Ge- burg, bei Borgmann. Epheu, Ackerstr. 123 bet Stümte. Gefangverein Wissenstreis der Parteigenossen erweitert, unsere Prinzipien bewährung anderer als im§ 6 bezeichneter Heilmittel Freiheit i", Bülowftr. 65 bei Richter. Gefangverein Echo 2" 9 Uhr Gesangverein festigt und verbreitet. Abends Uebungsstunde bei Reimann, Alte Schönhauserstr. 42. zulässig eine Erweiterung, die in das Statut der hier verein Gerechtigkeit Westen, Bülowstraße 56 bei Werner. Die nächste öffentliche Versammlung des Wahlvereins findet verklagten Kasse nicht aufgenommen ist und der§ 6 spricht Gefang und Theaterverein Acacie"( gemisch. Chor). Staligeram Donnerstag, den 20. d. Mts., in Bismarckshöhe, Bismarck- eben nur von Brillen, Bruchbändern und ähnlichen Heilmitteln". ftraße 54, bei Gente. Arbeiter- Gesangverein Freiheit 2, Adlers str. 80 statt, woselbst der Reich 3 tag 3- bgeordnete Fris An und für sich könnte man nun eine Massagekur nicht als ein bofestaurant sufle Fretes Lieb 1, Friedrichsberg, Friedrich- Karlftraße 11 bei Heinecke. Wacht auf Wörther- und Rytestraßen- Ecke bet 3ubeil über die Militärvorlage und die Parteien im Deutschen den genannten ähnliches Heilmittel bezeichnen. Aus den Motiven Schmidt. Luftige Sänger" in Potsdam, Brandenburger Kommunt Freiheit s Reichstage sprechen wird. Doriselbst, sowie in jeder von uns( Kommissionsbericht S. 23) geht aber hervor, daß die Gesetzgeber tation 16. Blumenlef e", Sebastianstr. 3, bei Meier. veranstalteten Versammlung und in den Zahlstellen des Vereins nur darni die Kassen nicht zur Gewährung aller Heilmittel verBernau, im Schüßenhaus. Frete Gloden, Mariannenstraße 31-32 bei Doberstein. Senefelder, Landsbergerstr. 31 bei Seehausen. H. Wernicke, Krummestr. 19, H. Krause, Bismarckstr. 80 und pflichten wollten, weil dies für die Kaffen zu kostspielig geworden Bergißmeinnicht" bei Görite, Schul- und Ererzierstraßen- Ece. DoppelP. Wolter, Magazinstr. 15, werden Mitglieder aufgenommen wäre. Aus diesem Grunde wurden die Worte: Brillen, Bruch- Quartett Dämmerlicht", Frankfurter Allee 121 bet P. Beyer.- Εφο 3, und können Beiträge bezahlt werden. Das Eintrittsgeld beträgt bänder und ähnliche Heilmittel" aufgenommen, was also nicht vor, Karlstraße bet; Regler. ,, Nordstern", Müllerstr. 7 bet Reichard. 10 Pf., der Monatsbeitrag 20 Pf. Um rege Betheiligung ersucht bedeuten sollte: Der Art nach ähnliche, sondern in derselben Fund der geselligen Arbeitervereine Berlins und Umgegend. im Auftrage des Vorstandes: G. Beyer, Wallstr. 48. Preislage wie Brillen und Bruchbänder befindliche und in Alle Buschriften, den Bund betreffend, find zu richten an P. Hentel, sofern ähnliche Heilmittel. Um einige Beispiele zu nennen, Ratte, Andreasstr. 18. Bergmannstraße 21, Hof 3 Tr. Dienstag. Stattlub Kreuz- Solo bei Theaterverein Blumenlese bei Sommer, Stallfallen demgemäß Verbandzeug, eine einfache Beinschiene, zu momen- fchreiberstr. 58. Geselliger Verein Hoffnung bei Fröhlich, Naunynstr. 43, taner Belebung dienende einzelne Flaschen Wein oder Milch, ein- alle 14 Tage. Tambourverein Wirbel, bet Müller, Gartenstraße 52. Louisenstädtischer Theaterverein Frohsinn bei Möhring, Admiralstr. 18c. zelne Bäder noch unter die sogenannten„ kleinen" aus§6 obligatorisch Tambourverein Deutsche Eiche bei Niederschub, Fürbringerstraße 7. u gewährenden Heilmittel, dagegen nicht ein fünstliches Bein, Tambour- Verein Boruffia bei Scholz, Weidenweg, Ecke Möglinerstraße. Bergnügungsverein limbim bei Bredlow, Bülowstr. 65. längere Milch- und Weinturen( vgl. auch Urtheil dieses Gerichts VI, 1398/92, welches sich um 4 Flaschen Kognat verein it uf bei Sperling, Inselstr. 1.- Bergnügungsverein Amor II bet Bergemann, Prinzen- Alee 10. Musikverein Hoffnung, bei Dreßler, handelte), sowie Badereisen. Zwischen diesen beiden Gruppen Eisenbahnftr. 6. Gefelliger Verein Mehr Licht bei Golg, Gr. Frant von Heilmitteln nun die Grenze zu ziehen und in konkretem furterstraße 133. Geselliger Mufifdilettanten- Verein Münstermann, bei Wilke, Hochstr. 32a. Uebungsstunde und Aufnahme neuer Mitglieder. Falle zu entscheiden, ob ein Heilmittel zu den kleinen" oder zu Schüßenverein reitu gel, Stattberfir. 64 bei Hente. denen gehört, die die Kassen wegen ihrer Rostspieligkeit nicht zu Freundschaft, Abends 9 Uhr beim Anhaltiner, Tempelhofer Ufer. gewähren brauchen, hat das Gesetz, wie die Motive ausdrücklich Stauchtlub Elvira, Abends 9 Uhr Friedrichsfelderstr. 24 bet Lehmann. hervorheben, dem richterlichen Ermessen überlassen wollen. Dem: natreon, Abends 9-11 Uhr, bet Keßner, Annenstraße 16. Gesang-, Turn- und gesellige Vereine. Dienstag. Gesangverein -Musikverein zufolge war im vorliegenden Falle mit Rücksicht darauf, daß es nord 8-11 Uhr, Briezenerstr. 6, bei Gendte. sich um eine längere Massagekur von 15 Behandlungen handelt, und daß der an sich gewiß angemessene Gesammtpreis von 15 M. den gewöhnlichen Preis einer Brille wohl um mehr als das Doppelte übersteigt, die Massagefur der zweiten der oben gesonderten Gruppen zuzutheilen, eine Pflicht der Kasse, die Kosten der Kur zu erstatten, nicht anzuerkennen. Die Gelbgießer Bergedorfs sind in eine Lohnbewegung getreten. Vei den Wahlen zum Stettiner Gewerbegericht, die vor einigen Tagen stattfanden, sind die sämmtlichen 24 von sozialdemokratischer Seite aufgestellten Arbeitnehmerkandidaten gewählt Die Hirsch Dunckerianer erhielten ganz flägliche worden. Minoritäten. Die Spengler in Szegedin befinden sich, wie wir kürzlich schon mittheilten, in Differenzen mit ihren Unternehmern und er suchen dringend um Fernhaltung des Zuzugs. Die Maler und Anstreicher in Fünfkirchen( Ungarn) stellen an ihre Arbeitsgeber folgende Forderungen, und haben beschlossen im Falle der Zurückweisung die Arbeit einzustellen 1. Abschaffung der 12 stündigen Arbeitszeit und Einführung des Behustundentages. Die Dauer der Arbeitszeit von Morgens 1/27 Uhr bis Mittag 12, von 1/22 bis 6 Uhr Abends. 2. Ein führung der vollständigen Sonntagsruhe. 3. Bei Arbeiten auf dem Lande ist der Meister verpflichtet, täglich 1 fl., außerhalb der Mauth täglich 50 kr. mehr zu zahlen. Die Anstreicher und Maler allerorts werden aufgefordert, Zuzug fern zu halten. And Tours Frankreich Frankreich wird ein Streit der Holz schuh- und Galoschenmacher des Hauses Lefèvre gemeldet. Die Arbeiter widersetzen sich einer Lohnherabsehung. faufen. TambourTheaterverein Turnverein Gesundbrunnen. Die 1. Männer- Abtheilung turnt von 8-10% Uhr in der Zurnhalle des Bessing- Gymnasiums, Bantſtraße 9-10.n Berliner Turngenossenschaft. Die 9. Männerabtheilung turnt jeden Dienstag und Freitag in der Gemeindeschule, Blumenstr. 63 a. walder.-. " " Theater- Verein Othello 2 Abends 9 Uhr, bei Tägers, Gartenstr. 13-14. straße 158 bei Buchs. Privat- Theater- Gesellschaft Berliner Humor, Abends 9 Uhr, KöpniderPrivattheaterverein Crescendo. Abends, bei Nicolay, Elisabetht irchstr. 14. Theaterverein Vultania bet Läger, Gartenstraße 13-14.- Theaterverein Bultania 2 Abends 9% Uhr Ader= Der bergmännische Rechtsschutzverein im Saarrevier fraße 144 Borstädtisches Kasino. Bergnügungsverein Amicitia, 8% Uhr, bei Schönnagel, Barnimstr. 47, hat den ungeheuerlichen Drangfalirungen gegenüber die Waffen Bergnügungsverein Reichstrone, Abends 9 Uhr, in Reichert's Feststrecken müssen. In einer am letzten Donnerstag abgehaltenen, fälen, Müllerstr. 7. Geselliger Verein Bruderschaft, im Restaurant sehr schwach besuchten Versammlung wurde beschloffen, die Deutscher Reichsadler, Beuſſelſtr. 9. Bergnügungsverein Saturnalia, Thätigkeit des Vereins bis auf weiteres einzustellen. Zur Liqui- Alle Dienstag Abends 9 Uhr Sigung mit Damen bei Seifert, Oranienheute Abend 9 Uhr, Andreassir. 3, Sizung.- Vergnügungsverein Fidelio. dation der Schulden des Vereins soll eine Steuer in Form frei- ftraße 21. Gefelliger Verein Mehr Licht" Abends 9 Uhr, Touristenklub Wander E3 waren ja nur Arbeiter. Eine unerhörte Gefühllosigkomitee zur Vermögensverwaltung( 5 Mann) zu wählen, bestehend Gefelliger Arbeiterverein Hoffnung. Bereinslokal( Süddeutscher Braueretwilliger Gaben erhoben werden. Ferner wurde beschlossen, ein Große Frankfurterstr. 183 bei Golds. ( uft", Abends 9 Uhr, Franſeckiftr. und Schönhauser- Allee- Ecke. feit gegen Todte, fo berichtet der Wähler", ist in Dresden durch aus Schillo, Bachmann, Fox, Kron und Kuhn. Zugleich wurde Ausschant) Reichenbergerstr. 21. Jeden Dienstag, alle 14 Tage, Abends& thr Arbeiter entdeckt worden. Als am Sonntag auf dem Tolkewißer dieses Komitee mit der Befugniß versehen, die Druckerei zu ver- Geselliger Berein Regina Sigung mit Damen Dranienſtr. 153 bet SchönFriedhofe zwei der beim Hauseinsturz an der Pragerſtraße erBergnügungsverein 2una. Jeden Dienstag Sigung bei Haberecht, schlagenen Maurer beerdigt werden sollten, forderten die zu Große Frankfurterstr. 30, Fidelitas. Hunderten anwesenden Arbeiter die Deffnung der Särge. Die Aus dem Lande der Gemüthlichkeit. Im Laufe dieser utebungsstunde in Scheffler's Restaurant, Reinickendorferstr. 25. Aufnahme. Mufit- Dilettantenverein, Breziosa", jeden Dienstag, Abends 8% Uhr, Leichenfrau sträubte sich und stützte sich auf ihre Instruktion". Woche, so berichtet man der Wurzener Zeitung" aus Dich a b, Bithertiub Freiheitstlänge" jeben Dienstag Abend bei E. Frante, Die Arbeiter öffneten nunmehr die Deckel der Särge, und was fam behufs Vornahme einer Pfändung der Gerichtsvollzieher- postelkirche b. sahen sie? Die Erschlagenen lagen noch so im Sarge, wie man Gehilfe Hertel zu einem hiesigen Einwohner, dessen Frau sich Bitherverein Einigtett". Dienstag Abends 9 Uhr bei Poll, Adalbertftraße 21: Uebungsstunde. fie unter den Trümmern des Hauses vorgezogen hatte, nicht ge- beim Waschen befand. Die Frau hatte nur Hemd und Rock an. Orientalischer Rauchtlub Spar- und Kreditverein, Abends 9 Uhr, Rauchtlub Dammerwolte, waschen, nicht umgekleidet. Und doch ist von dem betreffenden Sofort beim Eintritt herrschte Hertel die Frau mit den Worten Reichen bergerstraße 24, bet Schröder. Böckhstr. 51. Rauchtlub Bruderbund. Abends 9 Uhr, bet Stabernact, Baumeister eine sehr bequem ausreichende Summe für würdige an:" Sofort ziehen Sie eine Jacke an! Wissen Sie nicht, wenn Bucklerstr. 49.- Rauchflub Beitgeist, abends 9 Uhr bei Raspar, Restaurant Beerdigung ausgezahlt worden. Ja noch mehr; als am Montag ich eintrete, daß Sie sofort nach der Jacke zu greifen haben?" um Zeitgeist, Bernauerstr. 72. Rauchtlub Unverzagt bei G. Ruppin, ein dritter Berunglückter auf dem Löbtauer Friedhofe beigesetzt Die Frau fonnte sich vor Weinen kaum halten. Der Mann, Blumenstraße 49. Rauchtlub Portorico, Abends 9 Uhr, bei Kohn, Wrangelstraße Nr. 136. Rauchtlub GemüthItch tett 2, werden sollte, zwangen die empörten Arbeiter in aller Ruhe, welcher in der Nebenstube arbeitete, kam hinzu und verbat sich abends 9 Uhr bet Achfel, köpenickerstraße 161. Rauchtlub Blaue Luft, aber mit so gebietendem Ernste, daß man ihnen gehorsamte, den einen derartigen Ton. Darauf erklärte der Herr Hertel: Sie abends 9 Uhr bei Bredlow, Bülowstr. 65. Rauchflub Abguß, s uhr, Leichenzug unterwegs zum Stillſtehen. Die Leiche zeigte denselben haben ruhig zu sein, und sich so zu betragen, wie es sich einem bei Schulze, Weberstr. 10. Altdeutscher Rauchflub. Jeden Rauchflub Abguß 1. Abends Anblick, wie die beiden am Tage vorher. Ungewaschen, nicht um- Vorgesetzten gegenüber gehört. Sie sind Soldat gewesen und Dienstag bet Wuttke, Graudenzerstr. 2. 8 Uhr bei Nawrod Markusstraße 23. Rauchtlub„ Grüne Qua ft e", gekleidet. Welche Empfindungen die Arbeiter beseelte, läßt sich wissen das nicht?" Der Zwangsrekrut erklärte, er werde sofort Dienstag 9 Uhr Abends, Münchebergerstr. 29, Restauration Schmeist. Denken. Die Schuldigen werden zur Verantwortung gezogen zum Oberamtsrichter gehen, worauf ihm Hertel die Arretur Raucht lub Eldorado Abends 8 Uhr Am Dibahnhof 7 beim Restaurateur werden. Wahrscheinlich werden aber auch die Arbeiter vertlagt ankündigte. Der Einwohner erklärte, zur Arretur habe Schulz.- Nauchflub Tabats blüthe, Sigung, Abends 9 Uhr, BlumenRauchtlub Columbus, Abends sy Uhr, bei A. Utte, Oppelners Hertel fein Recht. Darauf ließ Hertel den Wacht- straße 23. Berantwortlicher Redakteur: Wilhelm Schröder in Berlin. Druck und Verlag von May Bading in Berlin SW., Beuthstraße 2. und bestraft werden. straße 19. "