Mr. 278. Ndonnementz-Keckingungeni LkonneinenlS. PrnZ fcräniinirrnnbo J SiertoljnfirL 3�0 TOt,, monatl. 1,10 SM, «vöchknllich 2«$fg. frei ms HauS. Einzelne Nulimier B Pfg. eonmag«. numnict mit illnsirierler EonnlagS- Beilage»Die Nene Welt" lv Psg. Post. tlbonnement: l.io Mark pro Monat. Eingetragen in die Post-Zeilungs. Preisliste. Unter Kreuzbaiid sür Deiltschland und Oesterreich, Ungarn L Mark, sür das übrige Ansland S Mark pro Monat. Postaboii»ei»ents »ebmcn an: Belgien. Tänemark, Holland. Italien. Luxemburg. Portugal. Äumänicn, Schweden und die Schweiz. 27. Jahrg. CrfdidDt täglich außtr montags. Verlinev VolKsblcrtk. Die Tn!ert]on$*6ebOI)r keirügt sür die scchsgclpaltene Kolonel- zeike oder deren Raum M Pfg., sür politische und gewerkschaftliche Vereins- und Bcrsainmlungs-Anzeigen 30 Psg. „«leine ZInreigen", das erste ssett. gedruckte) Wort 20 Psg., jedes weitere Wort 10 Pfg. Stellengesuche und Schlaf. slellen-Anzeigcn das erste Wort 10 Psg., jedes weitere Wort 5 Psg. Worte über 15 Buchstaben zählen sür zwei Worte. Inserate sür die nächste Nummer müssen bis»Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist bis? Uhr abends gcüfsnet, Telegramm- Adresse: „SozIaliUmokrat Berlin" Zentralorgan der rozialdemokrattfcben Partei Deutfchlands. Redaktion: 8Rl. 68, Linden Strasse 69. Ferilsprecheri Amt KV, Nr. 1983. Sonntag, den 27. November 1�10. Gxpeditiom 8M. 68, Lindenstrasse 69. Fernsprecher: Amt IV. Nr. 1981. Das fnfirument des l�errn v. lieydebrand. STTg im November 1908 das persönliche Regiment zur Debatte stand, war der ganze Reichstag mit Ausnahme der äußersten Rechten einig in der mit größter Schärfe erhobenen Forderung, daß Wilhelm II. sich endlich einmal in die Rolle finde, die das konstitutionello System absolut bedinge. Von dein„einmütigen Protest gegen das Eingreifen des Kaisers in die offizielle Politik Teutschlands" sprach damals Herr Bassermann: Herr Hertling, der Zentrumsdiplomat, er- klärte,„die Tage des sranzösischeil Sonnenkönigs und die Tage der englischen Stuarts liegen längst hinter uns": Herr v. Gamp, der Reichsparteiler, beklagte die Tragik, daß„ein solcher Herrscher so oft in Widerspruch tritt mit den Anschau- ungen der ganzen Bevölkerung, daß er aus allen Vorkomm- nissen der Vergangenheit keine Lehre für die Zukunft gezogen hat": und selbst Herr Licbermann v. Sonnenberg konstatierte „die furchtbaren Zustände im Reich" und bekannte, daß man die Ausführungen des sozialdemokratischen Redners„sachlich in vielen Punkten mit unterschreiben" könne. Als dagegen am gestrigen Sonnabend der Rückfall in die alten, damals so ein- mutig verurteilten Gewohnheiten« Wilhelms II. dank einer so- zialdimwkratischen Interpellation erörtert wurde, war es außer den Sozialdemokraten einzig der Freisinn, der Protest erhob gegen die erneute provokatorische Betätigung des per- sönlichcn Regiments! Ja, mehr noch: derselbe Vertreter des Zentrums, der im November 1908 den Tag der Absage an ein hohenzollernsches Sonnenkönigtum als„PLarlstein in der par- lamcntarischcn Geschichte Teutschlands" gefeiert hatte, lvarf sich trotz einem Heydebrand zum Verteidiger des persönlichen Regiments auf, indem er mit echt jesuitischer Casuistik jede Gefahr eines absolutistischen GeHabens hinwcgzndisputieren suchte. Wie ausgelöscht erschien jede Erinnerung an den 10. und 11. November 1908, an alles, was sich vorher und nachher ereignete! Welch verblüffende, welch tollhäuslcrisch anmutende Wandlung binnen zwei kurzen Jahren! Und doch, welch er- klärliche Wandlung für den Kenner unserer korrupten politischen Verbällnisse. Natürlich ist die Erklärung, die selbst Herr Payer, der Redner der Fortschrittliwen Volkspartei, für diesen erstaun- lichcn Stimmungswechsel gab: damals habe es sich um absolu- tistische Eingriffe in die auswärtige Politik, also um eine schwere Gefährdung der deutschen Politik gehandelt, während es sich diesmal„nur" um eine Betätigung des per- sönlichen Regiments in der inneren Politik, also etwas Harm- loseres, handle, in dieser Form total unrichtig. Denn das persönliche Regiment ist in der inneren Politik ja noch unend- lich viel gefährlicher, korrumpierender, zerrüttender, als in der auswärtigen Politik! Unbesonnenheiten und Eigenmächtig- leiten auf dem Gebiete der auswärtigen Politik erfahren, wie sich ja wiederholt, am drastischsten gerade in den November- tagen des Jahres 1908 gezeigt, immerhin noch am ehesten eine entschiedene Korrektur, während der Absolutismus nach innen das Land so lange wie eine schleichende Pest zu verheeren droht, bis di>o Nation schließlich einer Katastrophe entgegen- treibt. Nein: das Parteicrgreifen des Herrschers für eine reak- tionäre Minderheit, die rücksichtslose Brüskiernng der breiten Volksmassen, das Sichanstemmen gegen den Fortschritt der Zeit, gegen die unausweichlichen Gebote des modernen Kultur- fortschritts sind nicht harmloser, sondern u n v c r g le i ch- lich viel gefährlicher als eine auswärtige Politik der Impressionen«, der sprunghafte Wechsel zwischen Brüskierung und Liebcsnierben. Und wenn die Reichstagsmehrheit damals mit dem absoluten Regiment so erbarmungslos ins Gericht ging, während sie diesmal der Selbstproklamiernng Wik- Helms II. zum„Instrument des Herrn" geradezu begeistert zujauchzte, so geschah das nur deshalb, weil man dieses Instrument für ganz vorzüglich geeignet hielt, sich feiner als reaktionären Sturmbocks gegen das Volk zu bedienen! Die gestrigen Debatten lieferten eine geradezu klassische Illustration zu der Junker- und Scharfmacherparole:„Und der König absolut, wenn er uns den Willen tut!" Wenn der König„aus eigenem Recht" auswärtige Politik treiben will, die auch den kapitalistischen Macksthabern unbequem ist, wird ihm rücksichtslos das Papagenoschloß des konstitutio- nellcn Monarchen vor den Mund gelegt: betätigt sich dagegen das Instrument des Herrn im Sinne der Ritter und der Heiligen, der Junker und der Scharfmacher, so sind die cbedem so gewichtigen konstitutionellen Bedenken spurlos in alle Winde geblasen!— In der Form gemäßigt, aber in der Sache scharf und schonungslos kennzeichnete Genosse Ledebour in seiner Be- gründung der sozialdemokratischen Interpellation die letzten Kaiserreden« als ostentativen Bruch der im Jahre 1908 ver- hcißcnen konstitutionellen Gatantien, als Rückkehr zu den mittelalterlichen Gottcsgnadcnanschauungcn, die vor zwei Jahren so allgemeine Mißbilligung erfahren. In feier- licher Rede, in programmatischen Ausführungen habe Wil- Helm II. sich als auserwähltes Instrument des Himmels be- zeichnet, eine Ansicht, die jedes Gefühl! delr Gebundenheit an die verfassungsmäßigen Bestimmungeni vermissen lasse. Auch die Ausfassung des Kaisers, der durch die Höflingsbrille vom! demokratie der Absicht des gewaltsamen Umsturzes, der Leben des Volkes überhaupt nichts zu sehen scheine, über Revolution, des Fürstenmordes, wobei es natürlich ohne eine die Frauen ständen im schroffsten Zwiespalt mit dem Wirt- � kleine Zitatenfälschung nicht abging. Aus einem Versammlungs- schaftlichen Leben und den daraus geborenen Einanzipations- � bericht, in dem es hieß, daß die große bürgerliche Re- bestrebungen des weiblichen Teils der Nation. Und das Wort volution in Frankreich auch zu den Fürsten gesagt habe: des Kaisers, daß der Frieden nur auf den Rüstungen beruhe,„Kopf ab," machte er die sozialdemokratische Auf- mache jede offizielle Beteiligung Teutschlands an Friedens- forderung: Kopf ab mit den Fürsten. Und mit dräuender konferenzen zur Farce. Gegenüber der abfälligen Aeutzernng Gebärde forderte er schließlich vom Reichskanzler, ohne Verzug Wilhelms II. über die Tagesströmnngen sei mit aller Ent-; schneidige Maßnahmen gegen diese revolutionäre Rotte zu schiedcnheit zu betonen, daß die Meinungen des Volkes für den konstitutionellen Monarchen maßgebend zu sein hätten. Sei doch der Glaube, daß der Kaiser aus eigener Kraft, ge- wissermaßen in Zwiesprache mit seinem Herrgott, politisch den rechten Weg finden könne, eine Illusion: selbst Bülow habe zu- geben müssen, daß der Kaiser von einer Höflingskamarilla beeinflußt werde. Und die Potsdamer Rede, daß es stir den ergreifen. In einer großen Schlußrede rechnete Genosse David, nachdem vor ihm schon Payer die gröbsten Ungereimtheiten der Scharfmacher zurückgewiesen, mit Bethinann-Hollweg, Hertling und Heydebrand ab. An der Hand wirkungsvoller Zitate ans dein Jahre 1908 wies er die feigen Winkelzüge des ZentruinSredners nach: mit den Worten f r e i k 0 n s er» oldatcn einen Konflikt zwischen Pflicht und Gewissen nicht vativer Blätter, ja eines führenden ZcntrunisorganS, gebeni könne, erinnere bedenklich an das einstige Wort vom j Schießen auf Vater und Mutter. Genosse Ledebour entwickelte i zum Schluß in kräftigen Zügen das demokratische Programm der Sozialdemokratie, an dessen Verwirklichung auch die bür- ! gerliche Liirke ernstlich mitarbeiten müsse, wolle sie nicht völlig abdanken. Das Bürgertum stehe vor einer Schicksalsfrage. Versage es, so werde die Sozialdenwkratie allein, der reak- tionären, staatsstreichlüsternen Sammlungspolitik zum Trotz. dem Geist der Zeit zum Siege vevhelfen.„und wenn die Welt voll Teufel wär"! Was Herr v. BethmannHollweg antwortete, war wieder echter Bethmann: salbungsvolle Inhaltslosigkeit, die bewies, daß der Reichskanzler die, wie Ledebour sarkastisch gemeint hatte,„formalistiichen Redewendungen eines Norddeutschen Allgemeinen Subalternbeamten", wenn nicht selbst versaßt, so doch eifrig memoriert hatte. Mit seichter Ge- schwätzigkcit leugnete er jede Svur absolutistischen, ver- fassnngSwidrigen Geistes in den kaiserlichen Reden. Aber schließlich bekannte sich dieser„philosophische",„moderne" Geist selbst rückhaltslos zum Absolutismus, indem er be- haupiete, die preußischen Könige seien in der Tat„ihrem" Volke gegenüber„Könige aus eigenem Recht". Daß von einem solchen Werkzeug des„Instrumentes des Herrn" natürlich leine Einlösung der BiiLotoschen Zusicherungen zu erwarten ist, versteht sich von selbst. Toller freilich noch und politisch wahrhaft schamjos be. nahm sich Herr Hertling, der Zentrumsredner. Derselbe Mann, der vor zwei Jahren das Gespenst des Sonnenkönigs und der Stuarts heraufbeschwor, um die Gefahren des Absolu- tismus schreckhaft zu schildern, entdeckte in Worten und Wesen Wilhelms II. keine Spur selbstherrlichen Geistes mehr! Der» selbe Mann, der damals den 11. und 12. November als„Markstein der Deutschen Geschichte" gepriesen, trieb die parlamen- tarische Selbstschändung so weit, die damaligen Debatten einen „sehr beklagenswerten Vorgang" zu nennen! Derselbe Mann, der damals die Zuversicht ausgesprochen, daß die „Zwangslage". Kritik an dem selbscherrlichen Re giment zu üben, niemals wieder eintreten werde, wagte triumphierend darüber zu höhnen, daß ja B ü lows Zusicherungen— die vom Zentrum miterzwungen waren!— ganz unzulänglich und unver bindlich gewesen seien! Und dann erging sich dieser traurige ultraniontane Klopffechter in allerhand staatsrechtlichen Klüge. leien darüber, daß die Ausdrücke„von Gottes Gnaden" und „König aus eigenen Recht" ganz harmlos aufzufassen und nicht im mindesten geeignet seien, das moderne Gefühl zu ver. leben! Die Geschichte des deutschen Parlamentarismus ist überreich an Würdclosigkeiten und lakaienhafter Liebedienerei: allein eine solche Preisgabe nicht nur der feierlich prokla- mierten Parteigrundsätze, sondern zugleich eine so unsägliche Selbstprostitntion'wie in diesem Falle Hertling hat selbst der Deutsche Rcichsiaq noch nicht erlebt! Für die Durchsetzung einer junkerlich-pfäffisch-scharfmacherischen Beutepolitik ist dem Zentrum kein Opfer zu groß! Mußte einen bei Hertlings Auftreten der Ekel packen, so Wirkte Herrn Basser manns kläglicher Eiertanz mitleid- erregend. Der tapfere Drehscheibenpolitiker mochte selbst fühlen, daß er diesmal selbst ein dankbares Objekt sür die Witz- presse abgab. Im Stil seiner Rede vom Jahre 1908 gegen das selbstherrliche Regiment vom Lcder zu ziehen, verbot ihm die Abhängigkeit vom großindnstriellen Scharfmachertum, verbot ihm die schwierige Wahlkonjunktur, während andrer- seits die religiös verbrämte Gottesgnadenmystik und das Ur° teil über die moderne Bewegung der Frauen zu sanfter Kritik nötigten. Da hatte es Herr v. H e y d e b r a n d. der vor Bassermann sprach, leichter. Der Sprecher der kleinen, aber mächtigen Partei deS Land- und Militäradels und der Kamarilla wußte ja: tua res agitur, deine Sache steht auf dem Spiel, und er machte aus seinem vollen Herzen keine Mördergrube. Er pries in den höchsten Tönen das Gottesgnadentum und das Recht des Trägers der Krone, sich als„Instrument des Herrn" zu fühlen und zu gebärden. Denn nicht mit dem Volke gegen die Junker geht ja der Kurs deS persönlichen Regiments, sondern mit den Junkern gegen daS Volk! Dabei produzierte sich der kleine junkerliche Drahtzieher auch als Denunziant: etrvricf Staatsanwälte und Richter auf den Plan gegen die überhand nehmenden Majestätsbeleidigungen. Und nach diesem achtbaren Anfangs öffnete er vollends die Schleusen der„Kölnischen Volkszeitnng", selbst führte er den schlagenden Nachweis, daß auch die Konservativen und das-Zertruin J&ic letzten Kaiserreden als bewußten Bruch des offiziellen Gelöbnisses vom Jahre 1908 betrachtet hättqiv. Und besonders eindrucksvoll entlarvte und brandmarkie er die arglistig-brutale Scharfinachcrpolitik des schwarzblaiiez Blocks, der ans dem Schuldbewußtsein des schlechten Gcwffstns und nackter Wahlangst heraus die Regierung zu einer KlnbelUngs- Politik des Proletariats aufzuputschen suche. Schade iur. daß die wundervolle Szene nicht phono- und mimogrqpiisch stst- gehalten worden sei, als Herr v. Heydebrand im Koumando- ton Herrn v. Bethmann Hollwcg, s e i n e in I n st r 1 in e n t. zugedonnert habe, die Arbeiterklasse in die Baude» neuer Ausnahmegesetze zu schlagen! In der Tat: diese Szene beleuchtete blitzartig de ganze Situation! Mag Wilhelm II sich als„Jnsinment des Herrn" wähnen— wenn nur der Junker Wille gchchieht. wenn nur der Firmenträger der Reichspolitik, Herr v. Wtb- mann Holliveg, das gefügige Instrument des Herry v. Heyde- brand ist l_ (I „lind dann die Herren Ceutnanls Die Soimabendvcrhandlung im Moabiter Prozeß bot ein durchaus einheitliches Bild. ES folgte Belastungszeuge auf BelasiungSzeiige— fllr die Polizei. Immer wieder wurden Fälle grundloser Mißhandlungen, sitändlicher Roheiten vorgeführt. Und dabei wurde diesmal in unanfechtbarster Weife festgestellt, daß nicht bloß Tchntzteule, sondern auch etliche höhere Vorgesetzte, einig? von den Herren Leutnants, sich an solchen Alien beteiligt oder doch ihnen stillschiveigend zugeschen und Leute, die sich über solche Mißhaud- lungen beschwerten, mit groben Echimpfwortcn abgewiesen haben. So ergibt der Fortschritt der Verhandlung ein wesentlich anderes Bild von dem Verhalten der Polizei, als eZ die Herren Polizeioffiziere in den ersten SitzungStagen entwarfen. Am Sonnabend wurden Bekundungen gemacht über einen Polizeileutnant, der einen Kohlen auflesenden alten armen Mann mit dem Säbel über den Rücken schlug, über einen anderen Polizeileutnant, der die Feststellung eines Kriminalbeamten verweigerte, der einen Passanten ins Auge geschlagen hatte; über einen dritten Palizeilentnant, der einem Beschwerdeführer die liebenswürdigen Worte sagte:„Scheren Sie sich weg l"; über einen vierten Polizeilentnant. der diese höfliche Aufforderung noch durch Hinzufügen der Worte:„Sie Affel' verstärkte; über einen fünften Polizeilentnant, der zu schießen drohte. wenn ihm eine menschenleere Gastwirtschaft nicht geöffnet werde; über einen sechsten Polizeilentnant, der ruhig znsah, wie vier Schutz- lente einen jungen Menschen, der ihn mit aufgehobenen Händen um seinen Schutz anrufen wollte, mit dem Säbel verprügelten, und schließlich über einen siebenten Polizeileutnant, der ebenso un- bewegten Gemüts die gänzlich grundlose Verprügelung eines fried- lichen Passanten durch zwei Kriminalbeainte anschaute. Sieben ans einen Streik— fiirS erste eine ganz stattliche Liste. Sie beloeist jedensalls, daß die tapferen Schutzleute in Uniform und Zivil, die die Prngelsiippe von Moabit anrichteten, durchaus nicht iininer das\ Ange der Vorgesetzten zu scheuen hatten, daß zum mindesten ziemlich viele ioleranle Herren darunter gewesen sind, die nach der Devise handelten und handeln ließen: Schade un» jeden Schlag, der vorbei geht! Ob sie Gerechte oder Ungerechte trafen, war ihnen dabei zientlich egal— ein jeder, der sich im„Ausstandsgebiet" sehen ließ, und mochte er noch so vereinzelt und mäuschenstill sein, galt als Feind, der erfahren mußte, daß die Obrigkeit das Schwert nicht umsonst trägt. Daß bei solchen Vorgesetzten die Mannschaften von hoher kriegerischer Begeisterung beseelt sein mußten, versteht sich von selbst. Und daß sie es an der Betätigung dieser Begeisterung nicht haben fehlen lassen, das wurde auch heute wieder an zahlreichen Einzelfällen festgestellt. Der Zeuge llngcr hat die Aeußerung eines Schutzmanns beinndet, der seine Befriedignng darüber ausgesprochen hat, daß nach der langen Ruhe auch die Sehnsucht nach Tätigkeit einmal befriedigt werde, sonst roste ja der Säbel ein. Die Staatsanwaltschaft tut was sie kann, um die unangenehmen Feststellungen zu erschüttern, aber der Erfolg entspricht nicht ihrem Eifer, Gegen die Zeugin Gehring, die e-Z gewagt hatte, von einem prügelnden Polizeileutnant zu reden, wurden die Polizeizeugen gleich halbdlitzendweise anfgebotcn. Aber nachdem drei von ihnen lang lind breit allerlei beknndet hatten, was mit dieser Affäre nichts zu tun hatte, erlebte die Staatsanlvaltschaft den Schmerz, daß schließlich der vierte, der Leutnant Werner, sich als der Austciler ,, t s,.____________________________.__________________ seiner scharfmacherischen Beredsamkeit. Er zieh die Sozial- 1 jenes Säbelhiebes aus einen harmlosen Kohlenleser bekennen mußte. Ein une rhörter Beeinflussungsversuch! ES war ein schwarzer Tag für StaatZanwaltschaft und Polizei. der Tag der Leutnants. Und wir können es daher wohl verstehen, daß der Polizeipräsiderit heute mit einer Bekanntmachung kommt, wie sie von einer Behörde bisher Wohl noch nie erlassen worden ist. Sie lautet nämlich: Msabiter Strafprozeh. Zur Feststellung deS tatsächlichen Sachverhalt» ist erwünscht, dah Personen, welche den St rahenunruhen unbeteiligt zu- gesehen haben, sich auf dem Polizeipräsidium— Zimmer 177— oder auf dem ihnen nächsüm Polizeirevier melden. Der Polizei-Präsident. v. Jagow. � Also werden mtf diesem bisher für Behörden ungewöhnlichen Wege Polizeizeugen gesucht. L�olch ungewöhnlichen Weg geht man nichl, wenn man noch einen anderen hat. Diese Annonce ist daS Eingeständnis, dah die Not am.'Ileranderplatz groh ist, ist das un- zweideutige Anerkenntnis, dah die Polizei in der bisherigen Beweis- aufnähme sehr schlimm belastet wn»de, dah sie den Eindruck der Ber- Handlungen vor der Oeffentlichkeit zu scheuen hat. Der Polizei- Präsident selbst bestätigt eS durch Hünen verzweifelten Notschrei nach polizeifrommen Zeugen, der heute alle Litsahsänlen und die Spalten aller Berliner Blätter zieren wird. Und dieser Mangel an Polizei- frommen Zeugen ist auch wieder ein Beweis für die schlimme Lage der Polizei. Die Verteidigung wird Tag für Tag mit Zdugnis- angeboten geradezu überschüttet. Je mehr die Verhandlung fortschreitet, um so mehr häufen sich die Briefe und Postkarten. worin meist in kräftigen Ausdrücken der Entrüstung sich Personen aus den verschiedensten Kreisen der Bevölkerung bereit erklären, die Unannehmlichkeit und U.nvegneinlichkeit einer Zeugenaussage auf sich zu nehmen, u», der Wahrheit über die Moabitcr Ereignisse zum Siege zu verhelfen. Jeden Tag laufen in den Bureaus der Ver- teidiger und in unserer Redaktion solche Schreiben ein; und die Flut von Zeugnisangebotm, die die Verteidiger bestürmt, steht in e'meift sehr bezeichnenden Kontrast zu der trostlosen Ebbe, die im Polizeipräsidium herrscht. Und dabei steht der Polizei ein ganzer gkoher Apparat von Geheimpolizisten und Vigilante» zur Zeugen- erntittelpng zur Verfügung! ffi!vv?gci'S hat sich der Herr v. Jagow noch nicht einmal mit dep Äokamitmachnng begnügen zu dürfen geglaubt, sondern hat einem Redakteur seines Leib-»nd MagenblatteS, des„Lokal- zur Verstärkimg deS Appells noch das Folgende zur BeiillstliMting mitgeteilt: sich handelt eS sich in diesem Prozesse ja auSschliehlich därun!:'WlkS taten die vierzig Angeklagten? Hierfür sind poiizeibhenchts die Dekaswngszengen benannt worden, deren Bernshiitiinsz»och aussteht. Da jedoch die Zeugenvemehimmg zunäckifi�ftf Fälle erstreSt worden ist, in welchen— meines Er- achten» otzt«: jeden Zujanuneiihaug mit de» vierzig Anklage- jällor'gegen einzelne Schutzleute schwere Vorivürfe erhoben lvertym, so ist erwünscht, dah sich eiulvandsreie Zeugen melden. welche duü, was geschah, unbeteiligt beobachteten. Dabei denke ich ist erster Linie an die z a h l r e i ch e u inländischen Jon rv. I i st c n, welche, da die Polizei sie ja nach Möglichkeit mfietV: lieh, besonders viel gesehen haben müssen. Solche Personen jidocks. irrlkiie mit Sympathie für die Rnhestöter und Antipathie gegen diÄ Ptlrstb Im Gedränge standen und vielleicht den Säbel am ri.zcner Leibe verspüren muhten, kann ich als klassische Zeugen nicht zierkennen. Denn niemand denkt so objektiv, dah er, ob- wohl«schlagen, noch nach beiden Seite» hin richtig abzuwägen vcryMte. Mithin halte ich für Pflicht jede? Zuschauers, der AZiKuiliches bekunde» kann, die begreifliche Scheu, in den Gerichts- '.ftftl und damit in die Oeffentlichkeit zu treten, himanzuhalten und sich als Zeuge zu melden. Das StaatSintereffe fordert es." Ter Herr Polizeipräsident erläßt also den Ruf: Journalisten vor* Bielleicht hat er wenigstens mit diesem Winke Glück, denn die Verleger und Chefredakteure der Ordnuugsblätter möchten sich allen- falls' durch de» Gedanken bedrückt fühlen, dah die Polizei, im Falle die Beu'ilwilligkeit der Berichterstatter zu wünschen übrig läßt, die Nachrichtenquelle für das betreffende Blatt verstopfen könnte. Und das wäre doch sehr geschästsschädigend, Uebrigens möge sich die Polizei mit diesen Zeugen vorsehen— auch ein Frbr. v. Reitze»- steip muhte unlcr dem Eide die Kriminalschutzleute aufs schiverste beläffeu und brauchte dabei ganz ähnliche Ausdrücke wie Dr. Koch- mdnn und der Berichterstatter Unger. Der Polizeipräsident möge sich überhaupt nicht einbilden, dah die Entrüstung über die Polizei auf die sozialdemokratische Mehr- Sem Snäenllen Wie Bebels. Kaum ein halbes Jahr ist verflossen, seit Julie Bebel leuchten- den Auges die Glückwünsche cutgegenuahm. die in so reicher Fülle ihrem Lebensgefährten zu seinem 70. Geburtstage dargebracht wurden. In keinem der zahllosen Briefe an ihn, in keinem der unzähligen Artikel, die unsere Parteipresse ihrem Vorkämpfer widmete, in keiner der Reden, in der selbst der kleinste Ort Deutsch- lands seinen Bebel feierte, in keinem der herzlichen Trinksprüche, die zu seinem Lobe im engeren und weiteren Freund skreise aus- gebracht wurden, wurde der Name der Fvau veraessen, die ein und ein halbes Menschenalter ihm treu zur Seite g'stairden. Wem die einfachen, schlichten Worte voll innerster Herzenswärme, in denen Beb«! das Verhältnis zu seiner Frau in seinen Memorien schildert, nicht gesagt baben, was sie i h m bedeutete, der lonnte bei der Feier seines Geburtstages in all diesen zahlreichen Kundgebungen ein Bild davon bekommen, wie hock) sie von allen gewertet wurde, die sie kannten. Nicht einer unter den kämpfenden Genossen, die nicht ihr« stille, hingebungsvolle Art hochschätzte und zu würdigen wußte, nicht eine unter den führenden Geuostinnen, die dieser schlichten Frau, die nie den Ehrgeiz gekannt leatte, persönlich hervorzutreten, nicht ihre vollste Sympathie und Achtung entgegengebracht hatte. Das machte, weil sie eine harmonische Persönlichkeit war, der jede Pose fernlag, die nie mehr scheine» wollte als sie war, die aber bei aller B.fcheidenheit ihren Posten auszufüllen t>erstand und unbeirrt und sicher ihren Weg ging. Diese Harmonie jedoch hat sie nur er- langt, weil sie nie gewaltsam über die Grenze hinauSstrebte, die sie sich selbst gesteckt— eine Kunst, die nur wenige und nur solch- zu üben verstehen, denen die Natur größte Weisheit oder größte HerzrnSgüte verliehen. Wohl seufzte sie manches Mal leise, wenn sie von einer prole- tarischen Kawpferin hörte, die gleich ihr aus dw Arbeiterklasse her- vorgegangen, sich aber zu eiueni selbständigen Wirkungskreis in der Partei durchgerungen hatte, wohl konnte man eS oft aus ihrem Munde hören, wie sehr sie alle die Frauen beneidete, denen die Möglichkeit geboten war, sich systematisch h ranzubilden, zu stu- diercn, wie sehr sie beklagte, daß ihr dieses Los nicht zuteil gc- Nwrden, aber ein angeborener Takt bewahrte sie davor, je auch nur den Versuch zu machen, das Ansehen ihres Mannes zu mißbrauchen. -indem sie sich an Aufgaben herandrängte, denen sie sich nicht ge- wachsen fühlte. Und doch, wie viel hat diese Frau von und neben ihrem Manne gelernt, dank ihrem offenen Sinn, ihrer natürlichen Begabung, ihrem Trieb, sich zu bilde». Hatte sie sich auch mit der grauen Theorie nie abg'geben und war diese ihr allezeit etwas Wesensfremdes geblieben, so hatte sie doch-die ökonomischen und die historische» Tatsachen am eigenen Leibe genugsam erfahren müssen und ihr proletarisches Empfinden und ihr natürlicher Ver- stand hatte so manche Lehre fürs Leben draus gezogen. ,.Mir Sachsen sin helle" sagt- sie oft scherzend in ihrer lieben sächsischen Mundart, die sie nie ganz zu verleugnen vermochte, trotzdem sie sich, nach ihrem eigenen Geständnis, redlich Mühe damit gegeben hatte. Und sie war nicht nur„helle", sondern hatte auch heit der Moabiter Bevölkerung beschränkt wäre. Gerade bürgerliche Kreise, Bewohner der Vorderhäuser haben besonders viel Gelegen» heit gehabt, daS Treiben der Polizei auf den Straßen zu beobachten. Was der Warenhausbesitzer Preuh bekundet hat, ist mir ein Fall und noch dazu ein nicht besonders krasser. Die Polizei wird auch kamn beanspruchen, daß die Hcmöbcsiyer, deren Türfcmster ohne zwingenden Grund ihren Säbeln zum Opfer gefallen sind, sich darüber besonders freuten. Wenn der Polizeipräsident die wahre Stimmung der Moabitcr Bevölkerung feststellen wollte, könnte er mit seinem Aufrufe Wunder erleben. Aber natürlich wird die Polizei sirenge Auslese halten. Sie verlangt schon„unbeteiligte" Zeugen. Wer aber einen Säbelhieb bekam, wer von einem Schutzmann, Wachtmeister oder Leutnant an- geranzt, gestoßen, beschimpft wurde, der ist, wie der Herr Polizeipräsident in seinem Kommentar vorsichtig erklärt, nicht mehr unbeteiligt, nickt mehr unparteiisch. Die Herren am Alexanderplatze wollen aber gar nicht wissen, wie viele Bürger und Bürgerinnen Berlins uiischnldigerweise mitzhandelt wurden, es kommt ibnen durchaus nicht darauf au, die reine, ungeschiiruilte Wahrheit fesiztistelle», sondern sie wollen ausgeiprochenermahen Polizei- fromme Zeugen, die da? ramponierte Aussehen der Polizei wieder herstellen sollen. Wer dazu nichl beitrogen kann und Ivill, der soll sich nicht erst bemühen. Ja, Herr v. Jagow ist noch weitergegangen in seinem Kommentar; im Scherlblatt verlangt er auch eine bc- stimmte Gesinnung. Wer sich beim Anblick der Polizeitaten über die Polizei entrüstet oder gar empört hat, den kann er nicht brauchen, der ist nach der Ansdrucksloeiie deS Herrn Präsidenten der Sympathie mit den„Aufrührern" überführt. Damit sollen wohl auch gleich die bisher vernommenen Zeugen, die der Polizei unangenehme Aussagen gemacht haben, mit dem Stigma der Sympathie für Aufrührcr versehen werden. Herr 0. Jagow sucht den Anschein zu erwecken, als ob sie sich allesamt unter der „johlenden, schreienden, schimpfenden und drohenden Menge"(um den stereotypen Polizeiausdnick anzuwenden) befunden hätten und mit dent Treiben solcher Menge einverstanden seien. Das ist nun, milde gesagt, eilte arge Verdrehung deS Sachverhalts. Die Zeugen der Verteidigung, die bis jetzt vernommen wurden, haben sich aus- nahmsloS nicht in solchen Mengen befunden, sondern sind samt und sonders friedliche Passanten gewesen, oder haben von ihrer Wohnung aus die Vorgänge beobachtet. Sic können der Sympathie mit exzediereilden Menschenmengen auch schon deshalb nicht bezichtigt werde», weil die MihhandlungSfälle, über die sie Bekundungen ge- macht haben, sich allesamt auf Leute beziehen, die eben- falls sich an solchen Aniammlungen nicht beteiligt haben, wobei natürlich durchaus nicht zugegeben werden kann, dah jeder. der in eine Ansammlung hineingeriet, der Anteilnahme an einem Aufruhr oder der Sympathie mit Aufrührern verdächtig ist. Die Bekamitmachlmg des Polizeipräsidenten und namentlich der Kommentar des Herrn v. Jagow stellt einen ausgesprochenen Versuch dar, Material für eine durchaus einseitige Darstellung der Borgänge in Moabit vor Gericht zu gewinnen, einen Versuch zur Irreführung der öffentlichen Meinung durch Unterdrückung alles die Polizei Belastenden, einen Versuch, der mit den Ausgaben einer Hilfsbehörde der zur Ermittelung objektiver Wahrheit verpflichteten Staatsanwalt- schaft schlechterdings unvereinbar ist. Die Oeffentlichkeit mutz gegen diese Methode den schärfsten Protest erheben. Eine ganz besondere Färbung aber erhalten die Aeuherungen de» Polizeipcäsidcuten durch einen gleichzeitig in der„Nordd. Allg. Ztg." dem offizielle» Sprachrohr der Regierung er- scheinenden Artikel. Dah da» Regierungsorgan die Mißhandlungen ahsolut Hann- lvser Personen bei Gelegenheiten, wo zu einem Eingreifen überhaupt kein Anlaß vorlag, zu bestreiten wagt, ist noch das wenigste. Der Leser braucht ja nur umzuschlagen und findet im Prozehbericht die nicht wegzuleugnenden Tatsachen. Aber die ganze offizielle Auslassung bedeutet, wie die des Polizeipräsidenten im„Lotalanzeiger", auch den Versuch einer Einwirkung auf das Gericht. Zugleich aber auch einen Wink an die Presse, der nahegelegt wird, sie sblle die eklatante Wahrheit verschweigen, und nicht als(erwiesen ansehen,„was.die Verteidigung sich zu be- weisen bemüht". Als ob eS gegenüber den nackten Tatsachen, die jetzt schon Dutzende von Zeitgen bekundet haben, noch Zweitel geben könnte. Mr besonderer Entschiedenheit aber muh noch gegen eine Be- hanptung Einspruch erhoben werden, die sich in der„Nordd. Allg. gesunden Mutterwitz, der ihr manch kräftiges, gerades Urteil dik- tierte und sie die Dinge beim rechten Namen nennen hieß, denn sie hatte Herz und Kops am rechten Fleck, ließ sich durch irlausen nicht imponieren, sondern sah allen Dingen auf den Grund. Twieben aber büvahrte sie ihre Hcrzeusgüte und ließ sich auch durch manche Enttäuschung nicht beirren, wie sie unausbleiblich waren bei der Fülle von Erfahrungen an den vielerlei Menschen, die sich an Bebel herandrängten. Nichts vermochte je ihren Op- timismus zu trüben, oder ihren Glauben an die M nschheit zu zerstören, der aus ihrem eigenen goldenen Herzen reich und warm hervorsprudelte. Und innig gepaart damit War bei ihr eine sonnige Heiterkeit, die ihr bis ans Ende ihrer Tage treu geblieben ist und die sie nur verließ, als sie sich der tückischen Krankheit rettungslos verfallen fühlt«. Will man sich Julie Bebel in ihrer Jugend vorstellen, so mit einem Liedchen auf den Lippen, denn Musik und Gesang ist alle- zeit ihr Höchstes gewesen. Nicht» rührend.r, als wenn sie, die schon längst Großmutter und recht belstüng geworden, wie elektrisiert auf. sprangt wenn sie die Töne eines Klaviers vernahm, wie sie an- dächtig alle Lieder aus der Jugendzeit von der ersten bis zur letzten Strophe mitsang, seien c» nun wehmütige Volkslieder, frische Burschcngesänge oder endlich die Marseillaise, deren Klänge ihr von unzähligen Arbeiterfesten her lieb und vertraut geworden. Sah mau sie so, so glaubte man gern, daß sie dem Manne zu Zeiten, wo es nichts als Kämpfe und Sorgen für ihn gab, gar oft Heiterkeit und Freude gebracht, daß er gar oft, um mit Goethe zu reden,„sie als ein freundlich Mittel" betrachtet,„von feiner Stirn die sinnen- den Runzeln wegzuwaschen". Keine bessere Frau hätte der finden können, der sein Leben der ganzen Menschheit geweiht, als sie, die es so selbstverständlich fand, daß der Einzelne nichts bedeute, wo es galt, für das Wohl aller zu streiten, die diesem Gefühl entsprechend stets ihre eigenen Interessen dem Gesamtinteresse unterzuordnen wußte, die an ihrem Teil im engen Kreis die Grundsätze des Sozialismus in die Tat umsetzt«, bei der jeder Bittende eine offene Hand, jeder Bc- kümmerte ein mitfühlendes Herz, jeder Fragmde Teilnahme und Rat fand. Die aus den einfachsten Verhält» iffeu Stammende hatte, immer durch Güte, Takt und feinsinniges Verstehen geleitet, die schwierigst«!! seelischen Konflikte begreifen und verzeihen gelernt. Ungleich vielen anderen, die in den Traditionen rhres Jugend- Milieus erstarren, war sie allen modernen Ideen, jedem Fortschritt zugänglich, und hatte vollstes Verständnis für das in unserem nervösen Zeitalter differenzierter geworden« Seelenleben anderer erlangt. Mit wie vielen teilte sie Leid und Kummer, wie suchte sie immer nach Kräften zu helfen, wo eL in ihrer Macht lag, wie war sie unermüdlich, Not zu lindern und wie selbstlos beglückt, wenn es ihr gelungen war, Wunden zu heilen, Verzweifelte zu trösten. Gebrochene wieder aufzurichten. In vollster Ebenbürtigkeit stand sie darin ihrem Mann zur Seite, der auch stets der erste war, freudig diese Eigenschzsten seiner Frau anzuerkennen. Wie er denn überhaupt auf ihr Urteil viel gab und oft lächelnd erklärte, eS bedeute nichts, wenn ihn die Kampfgenossen lobten oder die Feinde widerwillig anerkannten, sein strengster Richter sitze zu Hause; und wenn er sich manches Ztg." und in der Aeußerung des Polizeipräsidenten findet, daß nämlich die Zeugenvernehmung über das Vorgehen der Polizei in gar keinem Zuiainmenhang mit der Sache der Angeklagten stünde. und daß von der Verteidigung eine politische Tendenz in die Sache hineingetragen worden sei. Demgegenüber muß doch festgestellt werden: Der größte Teil der Anklagefälle lietrifft auch nach der Anklage durchaus harmlose Vorgänge, einfache Beleidigungen, geringe WiderstandShandluiigen usw., die« der Tat mit den Krawallen, die an einigen Stellen vorgekommen sein mögen, nicht das geringste zu tun hatten. Deswegen hat ja auch die Ver- leidigung die Abtrennung dieser Sachen beantragt. Aber die Staatsanwaltschaft war es, die, um auS der Geschichte ein großes politisches Spektakelsillck zu machen, behauptet hat, alles stände im inneren Zusamnienhange und bilde eine große, durch sozialdemokratische Tendenzen getragene Erneute. Damit will sie die ungeheueren Strafmaße begründen, die sie be-nitragen will, ivie sie schon bei der Frage der Haftentlassung erklärt hat. Was bleibt da den Angeklagten übrig, als den Gegenbeweis zu führen: nicht eine sozialdeinvkratiiche Revolte liegt vor, sondear die ganze Affäre, die mit üblichen kein besonderes Interesse bietenden Strcil- reibereien begonnen hatte, wurde berschärfr durch die geduldete Revolverschieherei der Hintzeschen„Siebeunionatslinder" und im übrigen war es das ungeschickte und aufreizende Vorgeben der Polizei, was die Entrüstung des gesitteten PublvkuinS und die Neu- gier der Müßigen entfacht und es glücklich fertig gebracht hat, daß in den kleinbürgerlich friedlichsten Straßen von Moabit drei Nächte lang die Brownings knallten und die Knüppel rasten. Darüber kann kein Zweifel sein, daß Polizeibeamte. die bei der Zer- strcuung harmloser Ansaiiunlungen mit den Säbeln auf Wehrlose. Flüchtige, ganz Unbeteiligte einhanen, die Harm- losen einzelnen Straßenpassanten mit den Säbeln die Sckädcl spalten und sie mit Totschlägern bearbeiten. die auf zu Boden Gestreckte noch weiter einschlagen(alles bereits bekundete Vorgänge) selbst in Preußen nicht in der rcchlmäßigen Ausübung des Amtes sind. Wenn in solchen Fällen das Publikum wirklich Widerstand geleistet haben sollte, so Wäre das kein Aufruhr. Bisher ist erst ein verschwindender Teil der EntlasiungS- zeugen abgehört worden. Du: von der Verteidigung ge- sammelte» Fälle belaufen sich, wie wir höreu, schon auf mebr als 300 mit annähernd 500 Zeugen, und, wie schon gc- sagt, täglich kommt neues Material dazu. Davon sind bis jetzt knapp zehn Fälle erledigt, und schon sieht der Autirevolutionsstratege v. Jagoio sich so eingekreist, dah er die Flucht in die verhaßte Oeffentlichkeit antreten muh. WaS wird er erst tun, wenn noch hundert Fälle verhandelt sind?— Und das Bewußtsein, dies alles durch die Scharfmacherei selbst hervorgerufen zu hoben, obgleich be- reits in den Akten ein Bericht des Kriminalkommissars Kuhn die Grundlosigkeit der politischen Fruklifizieruug der Vorgänge dar- gelegt Halle! Herr Jagow ist nicht zu beneiden. Aber er ist ja an solche politische„Siege" schon gewöhnt. Wir haben nichts dagegen, dah er noch einen derartigen erficht. Sie neue Mlitürvorlsge. Während im Etat die Ausgaben für die neue Militär- Vorlage nur auf 7,9 Millionen beziffert worden waren, rückt die Regierung nunmehr mit ihren ivahren Absichten deutlicher heraus. Und zivar istl es bezeichnendenvejse das Scherlblatt. nicht etwa die„Norddeutsche Allgemeine Zeitung", das über den Inhalt der neuen Militürvorlage folgende Mitteilung macht: „Der Gesetzentwurf über die Friedenspräsenzstärke wird in der vom Bundesrat festgestellten Fassung, wie wir hören, die durchschnittliche Jahresstärke des beut! che» HeereS vom April des nächsten Jabres an derart steigern, dah sie im Jahre 1915 die Zahl von 515 321 Gevirine». Gefreiten«nd Obergefreitea erreicht. Auf dieser Höhe bleibt die Truppenzahl bis zum Ablauf des neuen Quiilquemiats, also bis zum 1. April 1910. bestehen. Infolge der Steigerung der Friedenspräscnz greift auch eine Vermehrung der Zahl der Formatronen Platz, so dah nach völliger Ausbildung der in Ausficht genommenen neuen Organisationen bestehen sollen: bei der Infanterie 934 Bataillon», bei der Kavallerie 510 ESkadronS, bei der Feldartillerie 592 und F u h a r t i l l e r i e 49 Bataillone Mal eingebildet hätte, seine Sache im Reichstag besonders gut ge- macht zu haben, dann sei ihm zu seinem Erstaunen dahaim von seiner Julie gründlich der Kopf gewaschen worden, die gar oft an seinem Vorgehen mancherlei auszusetzen hatte. Denn wenn ihr auch ihr Mann und sein Wirken ehrlich imponiere, zur kritik. losen Verhimmlung gab sie sich nicht her.— Schwer ist es uns, den Gedanken zu fassen, daß diese Brave nicht mehr ist. daß unser August in so hohem Alter die Gefährtin seines Lebens hat ver- lieren müssen. Wir alle trauern mit ihm. uns allen wird sie fehlen, die wir gewohnt waren, unsere Sorgen, unsere Schmerzen ihr anzuvertrauen, wir alle werden ihrer gedenken in Liebe und sehnsüchtiger Erinnerung, aber auch im Gefühl des Stolzes, dar- über, daß sie ihr Tagewerk so redlich vollbrachte, daß sie es ver- macht hat, ihrem Manne ein glückliches Hein, zu schaffen, in dem er allezeit die Ruhe und den Frieden gefunden, deren der müde Kämpfer oft so sehr bedurste. Aufrecht, mutig, unverzagt, heiter, treu und immer mütterlich sorgend, so wollen wir sie in unserem Gedächtnisse tragen, so wollen wir das Bild unserer Julie im Herzen hegen— Ehre ihrem Andenken! LuifcKantsky. »« « Tie Bestattnng. Ganz in aller Stille sollte nach dem Wunsch des Genossen Bebel am Freitag nachmittag die letzte Fahrt feiner Lebens- gcfährtin stattfinden. Die Stunde wurde nicht publiziert und ausdrücklich gebeten, Kranzspenden und alle Aeuherlichkeit fernzu- halten. Trotzdem ließ es sich eine große Zahl der Verehrer der Verblichenen nicht nehmen, ihr das letzte Geleite zu geben und eine Fülle letzter Blumengrüße begleitete den Sarg. Neben den Kränzen der nächsten Verwandten und Freunde war es vor ckllem ein Riescngewinde mit großer roter Schärpe der sozialdemokratischen «raktion des Deutschen Reichstages, sowie Kränze der verschiedenen arteiblätter und Parteiorganisationen. Bei trostlosem Regenwetter, ganz der Stimmung entsprechend, versammelten sich die Genossen-und Genossinnen, die am Trauer- geleite teilnahmen, auf dem Zürcher Zentralfriedhof. Die Sänger der Vereins„Eintracht" brachten ergreisend den Chor:„O wie sanfte selige Ruh...' zum Vortrag. Dann gedachte Genosse Pfannkuch als Vertreter de» deutschen Partcivorstandes in warmen Worten der guten und tapferen Frau, die nun von uns geschieden und versicherte Genossen Bebel, daß die Arbeiterschaft, soweit es in ihren Kräften stehe, versuchen werde, durch ihre Liebe und Anhänglichkeit zu ihrem Borkämpfer seinen Schmerz über den unersetzbaren Verlust zu mildern. Genosse Greulich zeigte in tief zu Herzen gehenden Worten, wie das Wirken der Lebens- genossin deö Genossen Bebel weit über den Moment, wo die Flamme ihre irdischen Reste verschlingt, hinausgreift. Ihre Werke der Liebe leben in den Herzen weiter, und was Genosse Bebel gc- schassen, insbesondere sein Buch„Die Frau und der Sozialismus" ist zum Teil auch ihr Werk, und das Andenken an sie wird weiter leben mit diesen Schöpfungen. Nun ertönte ein Chor der Sänger: „Sink hernieder heilige Nacht, sinke nieder hehre Stille.. Dann begab sich der Zug zum Krematorium, um den Sarg den Flammen zu übergeben. Pioniere SS, BerkehrStruppen 17 und Train W Bataillone. Die veranschlagten Mchrloften infolge der OrganiiationS- ändernngen sollen nach unseren Informationen ans 21,8 Millionen fortdauernde und 82,4 Millionen einmalige Auögahe sich stellen. Bekanntlich sind im Reichsetat für 1911 als fortdauernde Aus- Wendungen nur 3.7 Millionen mid einmalig 4,2 Millionen angefordert, so datz für die folgenden Jahre 1912—1917 noch 18,1 Millionen fortdauernd und 78,2 Millionen einmalig zu beschaffen sein würden. Für daS Jahr 1911 wird, wie in den Mitteilungen über den ReichshauShallsctat angegeben, zunächst die Verstärkung der Jufanlerie durch Beschaffung von 1V7 Maschinen- gewehrkompagnien in Angriff genommen. Bei dieser Ge- legcnheit sollen fünf schon bestehende Maschinengewehrabteilinigen in Maschinengeivehrkomvagnieir umgewandelt werden. Im all- geineineil soll die Ansstatlimg eines Regiments jeder Jnfanterie- brigade mit einer Maschinengewehrkvnipagnie erreicht werden. Bei der Infanterie wird vor allein die Ausfüllung der Lücken ini sächsischen Slontiiigmt durch Bildung eines Bataillons erfolgen. Für Preuffeu wird die Erhöhung des Etats der Bataillone zweier Jnfaiiterie�Regiineiitcr als dringlich erachtet. Bei der Feldartillerie werden in Preußen zwei neue Regimenter gebildet werden, in Bayer» sechs neue Batterie» formiert werden. Weiter wird für eine Anzahl Batterien, die jetzt noch auf dem niederen und niittleren Elat stehen, der mittlere oder hohe Etat durchgeführt werden. Die Vermehrung der Kaders derFußartillerie wird ebenso wie die Verstärkung ihrer Bcspannungsabteilung angestrebt. Eine Verstärkung ist auch dem Train zugedacht. Bei den Musiken kann eine Verringerung der Mannschaften um rund 1900 Köpfe in Aussicht gestellt werden, während andererseits den B e z i r k S k o in m a n d o s bei der bc- antragte» Erhöhung der Friedcnspräscuz»m insgesamt 10 875 Mau» vermehrte Kräfte zuzuweisen sein lverden." Danach soll es sich also um eine Vermehrung der Friedenspräsenz um zirka 11(XX) Man« und eine Gesamt- auSgabc von mehr als 100 Millionen handeln, was auf das Jahr eine Ausgabe von zirka 20 Millionen ausmachen wird. Das sieht schon ganz anders aus, als der Ansatz im Etat. Ob trotz alledem freilich auch diese offiziösen Angaben nicht noch hinter den lvirklichcn Absichten zurückbleiben und die Kosten in Wirklichkeit noch erheblicher sein werden, mag billig dahingestellt bleiben. Also Ä) Millionen mehr pro Jahr, das ist der Betrag. der allein für die Hceresvermehrung gefordert wird! Dazu kommen noch die gewaltigen Beträge für den Bsilitarismns, die bisher aus dem Reichsinvalidenfonds gedeckt worden sind, die nach seiner nmimehngen Erschöpfung aus anderweitigen Mitteln aufgebracht iverden müssen. Und daß sich nach den Wahlen und nach der Befriedigung der Forde- rungen des Laudmilitarismus mich der Wasscrmil itariSmus wieder mit nicht allzu bescheidenen Forderungen melden wird, ist ja nicht minder sicher! Das alles bedeutet aber bei den kläglichen Ergebnissen der letzten ReichSfinanzreform entweder den Rückfall in uferlose Cchuldcumachcrei oder aber eine neue SteuerauSPlündcrnng des Volkes! poUtifebe deberHebt. Berkin. den 25. November 1910. Tie krieg sministerieNe Denkschrift über den Verkauf des Tempelhofer Feldes. Dem Etat, der am Montag dem Reichstag zugehen soll, ist eine Denkschrift des KriegsministcrS über den Verkauf des Tempelhofer Feldes beigegeben, in der der Kricgsministcr schwere Klagen über die Bummelei der Berliner Stadtverwaltung erhebt. Nach der Dar- siellung des Kricgsministers hat die Stadt Berlin die ihr an- gebotene Eingemeindung des Tempelhofer Feldes zweimal ab- gelehnt, das erstemal zwischen 1890 und 1900, zum zweiten Male 1991. Als das Kriegsministcrium 1907 die Veräußerung des westlichen Teiles des Tempelhofer Feldes in Aussicht nahm, setzte eö zuerst im August 1907 die Stadt Berlin in Kenntnis. Berlin tat jedoch IVi Jahr lang nichts Entscheidendes. Oberbürgermeister Dr. Kirsch- ner sagte einem Vertreter des Kriegsministeriums: Im Interesse von Berlin läge wohl die Eingemeindung von ganz Tempelhof, nicht aber von einzelnen Teilen. Auf einen Ankauf des Tempelhofer Feldes würde sich Berlin aber auch nach der Eingemeindung nicht einlassen, weil die Stadt zu schlechte Erfahrungen mit dem Scheunenviertel gemacht habe.— Tcmpelhof erklärte, daß es das ganze Gelände selbst ankaufen wolle. Die Stadt Berlin machte jedoch keine genaueren Vorschläge. Sie erbat und erhielt nur die Zusicherung, daß ihr Mitteilung gemacht werden würde, sobald der Abschluß der Verkaufsverhandlungen mit anderen Interessenten bevorstände. Dieser Zeitpunkt war Anfang April 1910 gekommen. Berlin wurde benachrichtigt und für den Fall der Kaufabsicht um Einreichung eines Angebots bis zum 25. April ersucht. Darauf bat Berlin wiederholt um Aufschub, weil der Stadtkämmerer beurlaubt sei und eine Kommission eingesetzt werden müsse. Erst am 11. Juni 1910 erfolgte ein Angebot von 70 Millionen Mark. Da inzwischen aber bereits von Tempelhof ein Angebot von rund 74 Millionen Mark eingegangen war, so wurde Berlin um Erhöhung seines An- gebots und um baldigen Abschluß ersucht. Darauf erwiderte Berlin am 27. Juni 1910. daß es aus berschiedencü Gründen, sowie nament- lich mit Rücksicht auf den Geschäftsgang bei den kommunalen Körperschaften, dessen wenigstens oberflächliche Kenntnis es wohl auch beim Kriegsministerium voraussetzen dürfe, gänzlich außer- stände sei, eine Erklärung vor Beginn der Urlaubs- und Ferien- zeit abzugeben; da letztere unmittelbar bevorstände, würde eö erst nach deren Ablauf ein andcrweites Angebot machen können. Inzwischen drängte Tempelhof wiederholt auf Abschluß des Vertrages, und Anfang Juli trat eine Privatgesellschaft wegen der Verzögerung der Verhandlungen von ihrem Angebot zurück. Die Stadt Berlin war vom Kriegsministerium am 39. Juni 1910 er- sucht worden, ihrerseits baldigst einen Termin vorzuschlagen, bis zu dem ihr Angebot vorliegen müsse, wenn sie nicht beim Verkauf außer Betracht bleiben solle. Während nunmehr das Kriegsministe- rium die Verhandlungen mit Tempelhof im Interesse der Stadt Berlin verlangsamte, war diese trotz wiederholter dringender Mah- nungen des Kriegsministeriums selbst Ende August 1910 noch nicht in der Lage, einen Termin für ihre endgültige Entschließung zu bezeichnen, sondern sie bat lediglich um weiteren Aufschub. „Unter diesen Umständen blieb", heißt es in der Denkschrift, „dem Kriegsministerium nichts anderes übrig, als mit Tempclhof abzuschließen." Wildgewordene Hausbesitzer. Um Protest gegen die Einführung der Reichswertzuwachssteuer zu erheben, hatten die Hausbesitzer eine große Versammlung ver- anstaltet, die gestern im Zirkus Schumann tagte. Nach Referaten des Professors Weber-Bonn, des Justizrats Wejtrum-Celle und des Professors Voigt-Fyankfurt wurde eine Resolution angenommen. in der die versammelten Hausbesitzer Deutschlands gegen die Ein- führung einer Reichswertzuwachssteuer als einer weiteren Sonder» steuer auf den Grundbesitz protestieren. Von welcher Stimmung die Hausagrarier beseelt waren, be- weist am besten ihr Verhalten dem Vertreter der Reichsregierung, dem Regierungsrat Kuno, gegenüber, der von dieser Versammlung gutgesinnter Patrioten tatsächlich niedergeschrien wurde. Der Rcgierungsrat sing an mit dem Hinweis auf die Tatsache, daß der Reichstag einstimmig die Vorlage eines Oieichswert- zuwachssteuer-Gesetzentwurfes verlangt habe, was ein Beweis dafür sei, daß ein solches Gesetz dem Wille» des Volkes entspreche. Sofort ging der Spektakel los: Nein! nein! ertönte es aus tausend Kehlen. Der Reichstag habe gar nichts zu sagen usw. Mit Hilfe des Vorsitzenden wurde nach einigen Minuten die Ruhe wieder hergestellt. Aber»ur wenige Worte konnte der Re- gierungSrat sprechen, dann erhob sich der Sturm abermals:„Lock- mittell",„Ouatschl" und andere liebenswürdige Ausdrücke ivurden dem Rcgierungsrat an den Kopf geschleudert. Mis Austvand seiner ganzen Lungenkraft versuchte der Redner den kolossale» Spettakel zu übertönen. Vergebens.„Wiir dürfen nicht belastet werden I" ...„Erbfallsteucrl"...„Ouatschl"...„Schluß!"..,„Runter!" So klang es fortgesetzt aus dem Tumult heraus. Totenbleich stand der Vertreter der Reichsregierung oben. Endlich gelang es dem Präsidenten, die kochende Hausbesitzerseele wieder zu beschwichtigen; er versetzte aber dem Regierungsrat eine derbe Ohrfeige, indem er die Bemerkung machte, trotzdem der Herr Regierungsrat ver- sprachen habe, nicht für den Gesetzentwurf zu sprechen, bitte er die Versammlung doch, den Redner weitersprechen zu lassen. Der Rcgierungsrat hatte aber noch keine zehn Worte heraus- gestottert, da ging der Sturm von neuem los: Schluß!... Schluß!... Runter! Unter dem Toben der Masse zog sich der Redner zurück! Der Vorsitzende dankte darauf— der reine Hohn!— der Versammlung, daß sie den Redner habe auSsperechen lassen und Höchte dann Wilhelm II. an.... Für den Fall, daß der Gesetzentwurf angenommen werden sollte, so erklärte zum Schluß noch der Verbandsvorsitzende, würde die„vaterländische" Gesinnung der deutschen HauL- besitzer und Bodenspekulanten aufs tiefste erschüttert werden. Die Herren können, wie man sieht, furchtbar werden, wenn der schöne Profit in Frage gestellt wird. Selbst ihre heiligsten Ueber- zeugungen gehen flöten._ Er darf nicht fehlen. Generalleutnant v. Liebert, der geniale Stratege und Taktiker des ReicksverbandeS gegen die Sozialdemokratie findet wenig Per- ständuis für seine großen Leistungen im Dienste des teuren Vater- landeS von. JunkerS Gnaden. Auch die Nationallibcralc» haben seine politischen Kapriolen satt. Die»Nationalliberale Korresp." läßt sich aus Sachsen schreiben: »Durch die Blätter geht die Nachricht, daß im Wahlkreise Borna- Pegau Herr Generalleutnant v. Liebert als Kandidat der vereinigten Konservnnven und Reformer wieder aufgestellt sei, daß man aber den Beilritt der National- liberalen zu dieser Kandidatur erwarte. Man einpfindet es in sächsischen Kreisen als einigermaßen naiv, daß diese Zu- mutung an die Natioiiolliberalen des dortigen Kreises gestellt werden lann, nachdem sich erst vor kurzem konservative B l ä t e r darauf berufen konnten, daß Herr v. Liebert, der sich anscheinend bei Behauptungen nicht erst mit Kleinia« ketten abgibt, festgestellt hätte, daß alles, was die liberale Presse zur Reichsfinanzreform»nd über diese geschrieben hätte,»erstunken und erlogen" gewesen wäre. Herr v. Lieber hat serner erst vor kurzem auf einem konservativen Parteitag im Westen die Versuche, dort den Nationalliberalen zu verdränge». freudigst unterstützt. Niemand verwehrt ihm diese parteipolitische Betäiigung, aber nach den Kraftleistniigc» gegen dt« liberale Presse und de», darin sich zeigenden völligen Mangel an Objektivität wird man es de» Nationalliberalen des Kreises Borna-Pcgau nicht verdenken können, wenn sie die K a n d i- datur des Herrn v. Liebert mit aller Eni- schiede»beit bekämpfen, zumal dieser auch im übrigen durchaus keine Aussichten hat, wiedergewählt zu werden." Es wäre schade, wen» diese schwelende Geistesfackel oder, wie der Berliner sagt, Oualmtute im nächsten Reichstag fehlen sollte; er bildet ein so schönes Gegenstück zu Herrn Elard v. Oldenburg und Liebermann v. Sonnenberg. Bielleicht entschließt man sich doch »och im Kreise seiner politischen Freunde, für ihn irgendwo einen sicheren Wahlkreis freizumachen. Die Christlichsozialen im westfälischen Jndustrierevier. Eine in Essen tagende Vertrauensmännerkonferenz der Christlichsozialen, in der der Zentralvorstand durch den Vorsitzenden vertreten war. beschloß die Aufstellung eigener Neichstagskandi- baten in den Wahlkreisen Hamm-Soest, Dortmund. Bochum. Essen und Mülhejm-Duisburg. Das ist ganz nützlich, denn man wird nun erfahren, daß die ganze christlichsoziale Bewegung im Jndu- striebezirk sich völlig überlebt hat. Bisher verbündeten sich die Herren mit dem Zentrum oder mit den Nationallibcralen, wodurch sie ihre Schwäche geschickt zu verdecken wußten. fraukreieb. Die Grenel in der Fremdenlegion. Paris, 26. November. Der sozialistische Deputierte Wilms hat dem Kriegsminister mitgeteilt, er werde am Montag in der Kammer über den Tod des angeblich aus dem Elsaß stammenden Fremdenlegionärs Weitzrock interpellieren, der nach der Meldung eines hiesigen Blattes auf Befehl eines Offiziers während eines Marsches am Wege liegen gelassen und auf entsetzliche Weise umgekommen sein soll. Die sozialistischen Deputierten dürften die Angelegenheit des algerischen TelegraphenbeamtenHagelstein.der wegen Veröffentlichung eines vertraulichen Schriftstücks verhaftet worden war. in der Kammer zur Sprache bringen. Wie die Humanste be- hauptet, bildet das betreffende Schriftstück den Beweis, daß die algerische Postverwaltung den Postbeamten während des Eisen- bahnerstretts den unzweideutigen Befehl gegeben hat, das Brief- gcheimnis zu verletzen. Snglancl. Wahlreden der Parteiführer. London, 25 November. Der Premierminister A 3 q u i t h hielt heute eine Rede in Hull.„In drei Tagen", führte er aus.„werden wir uns mitten in einem der denkwürdigsten Kämp sc der britischen Geschichte befinden. Unsere Partes ist guten Muts. ES ist weder eine Spaltung noch eine Rivalität in ihr vorhanden. Uebcrall herrscht Einigkeit, Disziplin, Loyalität und Vertrauen. Das Oberhaus ist, wie es jetzt ist. ein ver- Witterter, zerbröckelnder Bau, der vom Fundament bis zum Dach neu aufgebaut werden mutz. Nicht die Liberalen sind es, sondern Aosebery und seine Verbündeten, die dem Oberhaus das Todesurteil gesprochen haben. Wir haben uns nach reiflicher Ueber- legung mit Recht geweigert, noch weiterhin Sand zu pflügen, seit wir wisse», daß die Lords unsere Gesetzesvorlagen schmählich zurück- weisen. Ich bin ein entschiedener Gegner der Idee eines Referendums, denn es gibt den Lords in alleil Fragen von großer Wichtigkeit die Macht, die sie schon jetzt für sich in Anspruch nehmen. Der Plan der Liberalen läuft njcht auf eine Regie- rung durch eine einzelne Kammer hinaus." Lord LanSdovne erklärte in einer Rede in G l a S g o tv, die Verantwortung für den Kampf träfe die Liberalen. Tis Unioinsten fürchteten sich nicht, die Herausforderung anzunehmen. Man erzähle ihnen, es seien 45 Millionen Männer und Frauen in Schlachtordnung gegen sie aufgestellt. Aber die Parteien befänden sich in England im Gleichgewicht. Lbiua. Forderung einer verantwortliche» Regierung. Peking, 25. November. Heute ist im R e i ch s a u s s ch u ß ein Edikt verlesen worden, in dem die Vorschläge des Reichsausschusscs in Betreff der Salzsrage und der Unterrichtsfrage gebilligt werden. Infolgedessen wurde der Vorschlag zurückgezogen, einen Protest gegen den Staatsrat wegen seines Verhaltens in Ver- bindung mit diesen Fragen zu erheben. Es wurde darauf ein neues Komitee ernannt, um eine Deiikschrift zu entwerfen und dem Thron zu überreichen. In dieser Denkschrift soll gesagt werden, die B e- fug nisse des Staatsrats,' dcx bereits unter dem Kaiser Khien-lung errichtet worden sei, seien jetzt undefinierbar. Dem Staatsrat könne jedoch gestattet werden, seine Funktionen. weiter zu versehen, wenn er dem Volke gegenüber ver-- antwortlich gemacht werde. Anderenfalls sei die Bildung eines verantwortlichen Kabinetts notwendig. Ter Reichsausschnß nahm sodann cinstimmig eine Resolution an, in der die sofortige Anwendung durchgreifender Maßnahmen gegen den Opiumgeuuß dringend gefordert und die Er- Neuerung des Abkommens mit Großbritannien über den Opium- Handel gemihbilligt wird. BraNUeu. Tie Meuterei der Flotte. Rio de Janeiro, 25. November. Die Debatte über die Am- n est ie frage in der Kammer, die heute mittag wieder auf» genommen wurde, verlief schr stürmisch; es kam sogar zwischen einzelnen Abgeordneten zu Tätlichkeiten. Die Annahme der Amnestie für die Meuterer erfolgte um 8V2 Uhr abends mit 114 gegen 23 Stimmen. Gleich darauf wurde sie durch den Präsidenten Hermes da Fonseca genehmigt, der Carvalho zum Panzer„Sao Paulo" entsandte, um mit den Meuterern zu unterhandeln. Alle meuternden Schiffe, die eine Zeitlang an der Barre auf das Signal zum Einlaufen im Falle der Annahme des Amnestie- antrages gewartet hatten, gingen unterdessen in See. Nene Feindseligkeiten. Rio dc Janeiro, 26. November. Da sich die Annahme per Am- nestie durch die Kammer lange hinzog, so scheinen die 2? e u t e r e r, die bereits durch Funkentelegranm ihre Unterwerfung angezeigt hatten, ihre feindliche Haltung Wiederaus- nehmen zu wollen. Die Schiffe der Meuterer gingen abermals außerhalb der Barre. Tu aber die Amuesticsrage ebenso wie die anderen Beschwerdepunkte der Meuterer in einem diesen günstigen Sinne entschieden sind, so bleibt man hier bei der Ansicht, daß im Prinzip die Meuterei erledigt sei. Etos der Partei. Gemeindewahlerfolge. In Solingen Ivurden bei de» am Donnerstagabend zu Ende gegangenen Wahlen in der dritten Abteilung die vier Kandidaten der Sozialdemokratie mit 1724 Stimmen gewählt. Die Bürgerlichen hatten es abgelehnt, noch einmal Kandidaten aufzustellen. Im Jahre 1908 brachten es die Bürgerlichen auf noch etwas über 490 Stimmen. Bei der S t a d t v e r 0 r d n e t e n w a h l der dritten Ab» t e i l u n g siegten in Gräfrath b. Solingen die Kandidaten der Sozialdemokratie mit 828 Stimmen. Bürgerliche Kandidaten waren nicht mehr ausgestellt. Die Essener Stadtverordnetenwahlen brachten den sozial- demokratischen Kandidaten gegenüber der Wahl von 1908 einen starken S t i m m e n z u iv a ch S. Während wir 1908 3118 Stimmen auf unsere Kandidaten vereinigten, musterten wir bei dieser Wahl 5535 Wähler. In einem Bezirke stehen wir in aus- sichtsreicherStichwahl. Bei der Gemcinderatswahl in Rensefeld bei Lübeck erhielt die sozialdemokratische Liste 213 bis 222 Stimmen. Auf die Liste der Mittelständler entfielen 52 bis 66 Stimmen, Die Bauern ver- einigten 6t bis 62 Stimen auf ihre Liste. Da in Rensefeld das B e r h ä l t n i s iv a h l s y st e m besteht, so erhielten wir vier und die Gegner zwei Vertreter. Die Sozialdemokratie hat nunmehr mit 7 von 12 Gemeinderäten die Mehrheit im Gemeinderat. Vom Fortschritt der Organisation. Eine Parteiversamniluna des 16. sächsischen Wahl- k r e i s c s(Chemnitz) beschloß»ach eingehender Debatte mit großer Mehrheit die Anstellung eines Partei» sekretärs. Die Stelle wird ausgeschrieben. Die revolutionäre Fraktion und der., Avant»". Bei der Uebernahme dc«„Avant," lmt Genosse T r e v 0 S erklärt. das Zentralorgan allen Richtungen innerhalb der Partei zu ungehemmter D> S k u s s i 0 n zur Verfügung zu stellen. Daraufhin hat das Zentralkomitee der revolutionäre» Fraktion in seiner letzten Sitzung eine Tagesordnung angenommen. in der das Komitee unter Aufrechtcrhaltnng der Gründe seiner Os'pvsitisn gegen die heutige offizielle Richtung der Partei, alle revolutionären und intransigentcn Sozialisten auffordert, mit Eifer für die Verbreitung und Stärkung des „A V a n t i" zu wirke»._ Ein reaktionärer Streich in Finnland. Die OberverwaltungLbehörde für Presseangelegeuheiten in Finnland hat ein Verbot erlassen gegen die Einführung des„Vor, wärt s" und des„Wahren I a k 0 b" sotvie auch des„Berliner Tageblatts" und der„Frankfurter Zeitung". DaS Verbot steht offenbar im Widerspruch mit der Verordnung vorn 20, August 1900, die den Finnländern die Preß-, i>!cde-, VersainmlungS- uird Per- einigungSfreiheit garantiert. Der Senat hat aber entschieden, daß jene Verordnung sich»ur auf im Lande selbst hergestellte Druck- schriften anzuwenden ist._ Auskunftstellt der im Auslände lebenden Sozialdemokraten deutscher Zunge. Der unterzeichnete Sekretär der Anskunftstelle ersucht alle deutschsprechen dc» Arbeitervereine des Auslandes, soweit sie die Beschlüsse der iiitcruationalen Arbeiterkongresss anerkennen, sich bei ihm anzumelden Tic Anmeldung muß folgende Angaben enthalten: Namen des Vereins in douticher und gegebeueufalls auch in der betreffen- den Landessprache. Adresse des GefchäftssitzeS. Name und Adr ssse desjenigen Vorstandsmitgliedes das mit der Korrespondenz de- austragt ist.� Angabe der Mitgliodcrzahl. Die Mitteilung, ob der Verein als Sektion einer ausländischen Organisation angehört und ob und in welcher Höh: er sich bereit erklärt, zu den Kosten der Auskunftstelle beizutragen. Der Anmeldung sind zwei Exemplare des gedruckten Statuts oder, wenn ein solches nicht vorhanden ist, zwei schriftliche Abzüge desselben beizufügen. Erwünscht ist ferner ein kurzer Bericht über die bisherige Tätigkeit d ö Vereins, die Dauer seines Bestehens uftv., sowi« Namen und Adressen von an» deren deutschsprechenden Organisationen im Aufenthaltslan>dc. Josef Schleyer, Sekretär, 11 Bd. d'Enghien, Enghien-Les-PainS (T. u. O.) France. OewerkfcbaftUch� Onterdrüchung des KoaUtionsrccbts. Die Fälle mehren sich in letzter Zeii, in denen Firmen ihre Wirtschaftliche Uebermacht ihren Angestellten gegenüber mitzbrauchen, um sie zum Austritt aus ihren Berufsvereinen zu zwingen. So wird jetzt wieder ein besonders krasser Fall aus Nürnberg gemeldet. Die dortige Firma Nürnberger Lackier- und Metallwarenfabrik A.-G. vormals Gebr. Bing genießt schon seit langem in Angestell- tenkreisen keinen guten Ruf. Wie berechtigt diese Anschauung ist, beweist folgender Vorfall: Einem bei der Firma beschäftigten Be- triebsingenieur, der im Verdacht stand, im Bunde der technisch- industriellen Beamten organisiert zu sein, wurde folgender Revers zur Unterschrift vorgelegt: „Herr R.. in Diensten der Firma Nürnberger Lackier- und Metallwarenfabrik A.-G. vorm. Gebr. Bing bestätigt mit heu- tigem, daß er seit längerer Zeit nicht mehr dem Bunde der tech- nisch-industriellen Beamten angehört und weder ordentliches noch zahlendes, noch unterstützendes Mitglied ist. Ein etwaiger Veitritt zum Bund der technisch-industriellen Beamten, so lange Herr R. in unseren Diensten steht, würde einem Vertragsbruch gleich kommen." Es wird hier also dem Angestellten für das Verbrechen des Beitritts zu einem Berufsverband die sofortige Entlassung an- gedroht. Naturgemäß müßte im Prozeßfalle ein derartiger durch Anwendung wirtschaftlicher Zwangsgewalt erpreßter Revers für sittenwidrig und dementsprechend für nichtig erklärt werden. Was aber nützt das dem Angestellten, über dem nichtsdestoweniger wäh- rend der ganzen Zeit seiner Beschäftigung das Damoklesschwert der Entlassung hängt? Wenn man bedenkt, mit welcher Schärfe heute schon der geringste Zwang, den etwa eine Organisation aus- .üben würde, um Außenstehende zum Beitritt zu bewegen, auf Grund des Z 153 der Gewerbeordnung kriminell geahndet wird, so ist es unerfindlich, warum demgegenüber ein derartiges an Er- Pressung grenzendes Vorgehen der Gegenseite unbestraft bleiben soll. � Berlin und Qmgegend. Der Streik bei Morgenstern. Durch Ausstreuung des Gerüchts, der Streik bei der Fleischer- firma Ernst Morgenstern sei beendet, wird versucht, den streikenden Gesellen eine Niederlage zu bereiten. Es sei deshalb ausdrücklicy festgestellt, daß der Streik fortdauert. In letzter Zeit sind von unparteiischer Seite Versuche zwecks Einigung unternommen worden. Magistratsrat v. Schulz hatte sich darum bemüht, jedoch ohne Erfolg. Herr Morgenstern erklärte stets, er müsse sich diesen„schweren" Schritt reiflich überlegen. Seine Taktik ist. die Sache in die Länge zu ziehen. Er glaubt: Zeit gewonnen— alles gewonnen. Von der Verbandsleitung ist eben- falls zu verhandeln versucht worden; jedoch auch hier dasselbe Schauspiel: nichts als leere Redensarten. Demnach will Herr Morgenstern die Fortsetzung des Kampfes. Die Gesellen werden ihn zu Ende führen._ i>,�«tenausschustwahl. Die Gesellenausschußwahl bei der Germania-Bäckerinnung ist auf Freitag, den 2. Dezember, mittags 2 Uhr, im Germania- Jnnungshaus, Chausseestraße 110, angesetzt. Bei der Bedeutung, die diese Wahlen seit dem Auftreten der Gelben haben, speziell für die nächste Amtsdauer des Ausschusses. ist es unbedingt notwendig, daß alle Wahlberechtigten pünktlich zur Wahl erscheinen. Wahlberechtigt sind alle Bäckergesellen, die spätestens bis zum 2. Dezember dieses Jahres 21 Jahre alt sind und bei einem Meister arbeiten, der dieser Innung angehört. Wahlberechtigt sind auch jene Gesellen, die an diesem Tage nur aushilfsweise beschäftigt werden. � Die JnnungSleitung gibt gedruckte Wahllegitimationen heraus, ohne welche niemand zur Wahl zugelassen wird. Die Wahlbercch- tigten müssen diese Legitimationskarten von ihren Meistern zeitig genug fordern. Pünktlich zur Wahl zu erscheinen, ist unbedingte Pflicht. Für die Verbandsmitglieder wird mittags 12 Uhr im unteren Saal des Jnnungshauses eine vorbereitende Versammlung abge- halten und wird dort auch der Kontrollvermerk betreffend„Wahl- beteiligung" ins Mitgliedsbuch eingedruckt. Wer diesen Vermerk nicht aufweisen kann, ist nicht zur Wahl erschienen und hat gegen die Interessen der Berufsgcnossen ver- stoßen. Die AgttationSkommission deS Verbandes der Backer und Konditoren. Metallarbeiter! Zinkgiester und Stürzer! Der Streik bei der Firma Holdheim und Feder, Ritterstraße. dauert fort. Daß mit den lieben Arbeitswilligen kein Staat zu machen ist, wird Herr Holdheim nun wohl einsehen, nachdem wieder- holt die Kriminalpolizei sich bei ihm nach einzelnen dieser Herren recht eingehend erkundigte. Die Bemühungen des Herrn Holdheim, seine Aufträge bei anderen Firmen unterzubringen, werden die Streikenden nach wie vor durch ihre Wachsamkeit zu vereiteln wissen. Wenn der Herr glaubt, die Arbeitswilligen könnten ihn durch Heim- arbeit aus der Patsche helfen, so wird er sich auch hierin getauscht sehen. Vor dem Streik wurde Heimarbeit nicht verlangt; solches Verlangen stellt man nur an die Arbeitswilligen. Wir ersuchen, den Zuzug von Zinkgießern und S t ü r- gern sowie Metallarbeitern aller Branchen nach wie vor streng fernzuhalten. Deutscher Metallarbeiterverband. Ortsverwaltung Berlin. veuricke» Reith. Der Kampf in Pforzheim. Wie gemeldet wird, ist der Rest der organisierten Arbeiter in der Metallindustrie ausgesperrt worden. Man schätzt die Zahl der durch die Aussperrung in Mitleidenschaft gezogenen Arbeiter auf etwa 9W0. Auch eine Anzahl nicht organisierter Arbeiter haben ihre Arbeitsstätten verlassen. Die Arbeitgeber der Metallindu- strie wollen angeblich in den nächsten Tagen beschließen, ob ihre Betriebe ganz stillzulegen sind, das heißt wenn sie noch einen Mann darin haben._ Der Schrei nach Nnternehmerhilfe. Die Hirsch-Dunckcrschen Gewerkvereine und ihre Leitungen wissen sich gegenüber den stets stärker werdenden freien Organi- sationcn, denen man so oft schon die Lebensfähigkeit abgesprochen hat, nicht anders zu helfen, als daß sie die Unternehmer um H i l fe a n f l e h e n! Die Nr. 91 des„Gewerkvereins", des Zentral- organs der Hirsch-Dunckerschen Gewerkvcreine, erzählt eine terror,- slische Mordgeschichte der verhaßten„sozialdemokratischen" Gewerl- schaftler in Lößnitz im Erzg. Dort sollen die freien Schuh- macher durch Kündigungserklärung versucht haben, ein aus der Organisation ausgetretenes Ehepaar aus der Arbeit zu bringen. Der Unternehmer soll aber die Kündigung angenommen und alle freiorganisierten Arbeiter entlassen haben. Darüber großer Jubel im„Gewerkvcrcin". Er schreibt: „Das war hart, kann aber den Genossen gar nichts schaden. Bielleicht merken sie sich diesen Denkzettel; denn wie in Lößnitz treiben sie es auch anderswo. Dieser Terrorismus wird bedauer- Lerantw. Redakt.: Richard Barth, Berlin. Inseratenteil verantw.» licherweise vielfach von den Unternehmern unterstützt, indem sie den„Genossen" nicht den genügenden Widerstand entgegensetzen. Geschähe dies überall so energisch, wie in diesem Falle, dann würde sich die Anmaßung der Herren bald legen." Die Hauptsache ist demnach den lieben Freunden aus dem Hirsch-Dunckcrschen Lager, daß die Unternehmer gegenüber den Gewerkschaften terroristisch handeln. Vielleicht hoffen die guten Leutchen, auf diese Art in solchen Betrieb hineinzukommen, wo sie heute nichts zu bedeuten haben. Der erste derartige Fall wäre dies ja nicht. Metallarbeiter und Holzarbeiter. In der Waggonfabrik in Rastatt haben wegen Ablehnung ganz bescheidener Forderungen und Verweigerung irgendwelcher Verhandlungen mit den eigenen Arbeitern sowohl wie mit der Fa- brikinspcktion und mit der Organisationsleitung sämtliche 279 Me- tallarbeiter die Arbeit niedergelegt. Die Holzarbeiter haben die Kündigung ebenfalls eingereicht und Sonnabend die Arbeit einge- stellt. Die Fabrik macht nun die verzweifelsten Anstrengungen, um Streikbrecher zu werben, bis jetzt aber ohne jeden Erfolg. Betten sind schon in der Fabrik aufgestellt worden für diejenigen, die zum großen Schmerz des Herrn Direktors nicht kommen wollen. Zuzug ist fernzuhalten._ Lohnbetvegnngen in der Steinindustrie. Der Streik der 349 Granitarbeiter in Heppenheim, Kirschhausen, Hemsbach(Odenwald) dauert unverändert fort. Die Unternehmer wollten in Bayern Streikbrecher anwerben. aber nicht ein Mann konnte zu diesem löblichen Zwecke engagiert werden. Jn Ebelsbach am Main sieben bei der Firma Winter- feld 45 Steinmetzen im Streib Die schlechte Witterung wurde benützt, um die Akkordlöhne ganz gewaltig zu kürzen. Durch Ver- Handlungen wurden wesentliche Zugeständnisse für die Arbeiter er- zielt.— Im ganzen Mainsandsteingebiet herrscht jetzt unter den Arbeitern ein recht lebhaftes organisatorisches Leben. Der abge- schlossene Tarif im Muschelkalksteingebiet bei Würzburg, der über 1999 Steinarbeitern zugute koirunt, erweist sich als ein zug- kräftiges Agitationsmittel. Bei der Granitfirma Döcke u. Forcke in Demitz(Lausitz) stehen die Steinmetzen im Streik. Die Arbeiter sollten von im» ab die Kosten für das Schärfen deS Werkzeuges selbst übernehmen. Diese Zumutung wurde natürlich zurückgewiesen. In Niederbrün st(Niederbayern) legten im Pflasterstein- bruch der Firma K i n a t e d e r die Bossierer die Arbeit nieder.— Die Granitarbeiter haben nach Steinbrünst Zuzug fernzuhalten. Englisch-franzSsischcS UnfallvcrsicherungSabkommen. Der Gegcnfeitigkeitsvertrag zwischen der englischen und franzö- sischen Regierung der das Rechtsverhältnis in einem dieser beiden Länder verunglückten Arbeiter des anderen Landes auf Grund der Unfallversicherungsgesetzyebrng beider Länder regelt, ist im Juli ratifiziert worden und jetzt in Kraft getreten. Glnsarbeiterkrimpfe in Italien. 799 Weißglasarbeiter von M u r a n o sind seit mehr als einem Monat im Streik, um sich dem von den Unternehmern beabsichtig- ten Bruch des Tarifvertrages zu widersetzen. Die Lage der Strei- kenden ist um so ernster, als der Streik nach der sommerlichen Ar- beitslosigkeit eingesetzt hat, so daß die Streikenden seit bVi Monaten beschäftigungslos sind. Die Glasarbeiter sind aber vor- trefflich organisiert und im Stande, den Kampf noch monatelang fortzusetzen. In der Flaschenfabrik von S a v o n a streikt seit einer Woche das Personal, als Protest gegen die Disziplinarmethoden des neuen Direktors, und gegen die systematische Beanstandung der geliefer- ten Flaschen, die als fehlerhaft nicht bezahlt, und dann trotzdem in den Handel gebracht werden. In der italienischen Flaschen- industrie befinden sich bekanntlich schon drei Fünftel der Produktion in. Händen der zu einer Produktionsgenossenschaft organisierten Gewerkschaft._ Hub Induftm und Handel Ein Klagelied. Nach dem soeben erschienenen Jahresbericht verzeichnet die Spiritus lentrole in dem abgelaufenen Geschäftsjahre eine Zufuhr von 276,5 Millionen Liter und einen Absatz von 246 Millionen Liier. Der Duritischnittserlös für die Brenner beträgt 43.9236 D!., während der Abschlagspreis währen� des ganzen Jahres 49 M. betrug. Da? Ergebnis wird dahin gekennzeichnet, daß unter der Wirkung deS neuen Branntweinsteuergeseyes„die Fruchte eineS Jahrzebuis mühevaller Arbeit vernichter sind". Während Produktion und Abiatz von deutschem Branntwein in den letzten zehn Jahren von 369 aus 429 Mill. Liter jährlich gestiegen waren, sank im Berichtsjahre die Gefamierzeugung im Reiche auf 365 Millionen Liter zurück und überstieg daber noch um ein Beträchtliches den Bedarf.— Der Schnapsboukoli wirkt I Die Abivrderungen für Trinkzwecke umfaßten im ab« gelauienen Jahre 139 Millionen Liter; unter Berücksichtigung von etwa 29 Millionen Liter vor der Steuererhöhung angeichaffier Vor- räte ist somit ein Rückgang von rund 35 Millionen Liter zu ver- zeichnen. Neben der Erhöbung der BerbrauchSabgabe wirkte aus die Minderung deS TrintabsatzcS die vielfach beobachtete Ver- Wässerung der Spirituosen. So sagt die Zentrale. Der Verbrauch für unvollständige, im wesentlichen der großgewerblichen Verarbeitung dienende Vergällung ist um 19 Millionen Liter zurückgegangen, weil dafür nur die Hälfte des VergülungsfayeS gewährt wird, der auf vollständige Vergällung (Brennspirirnsbereitung) entfällt. AuS diesem Grunde hat sich der industrielle Bedarf zum Teil mit Brennspiritus befriedigt. Für den Brennspiritusvecbrauch im engeren Sinne (für Koch-. Heiz-. Leuchtzwecke) ergibt sich eine Ausdehnung von un- gefähr 6 Millionen Liter._ Wer sind die Fleischwucherer? Herr v. Schorlemer-Lieser wußte auf die Anklagen der Arbeiter- Vertreter des Reichstags nichts weiter zu antworien, als daß es sonderbor wäre, wenn alle anderen Lebeiismitlelpreise stiegen und die Fleijchpreise allein niedrig bleiben wollten..Das Volk wird sich mit dieser Tatsache abfinden müssen". ES lohnt sich gegenüber solch braven Regiermigsrcden von der gott- gewollten Abhängigkeit Stimmen anS den Lagern der Grobiiidnstiie entgegenzuhalten, die recht deutlich auf die w i r k l i ch e n Ursachen deS Fleischwuchers hinweisen. „Die„Deutsche Bergwerkszeitung' sagt in ihrer jüngsten Wochenrnndschau recht bemerkenswert klar;„Wer hat die Lebenshaltung der Massen verteuert und dadurch der Industrie von Jahr zu Jahr die Löhne verteuert? Die Frage stellen heißt sie zuungunsten der Agrarier und des Bundes der Landwirte beantworten." Dann heißt eS weiter:„Die Verbrüderung mit dem Bund der Landivirte kann der Jndnstcie nun und nimmer zum Segen g e- reichen, de rn unser Agrariei tum ist von HauS aus rn- duftrie- und verkehrsfeindlich gewese n." So urteilt ein als Vertreterin rhemiich-w. stfätischer Großindustrie- interessen anerkanntes Blatt über die Agrarier und die Fleischnot. Nicht die Liebe und Sorge um das Wahl des Arbeiters, sondern die Angst um den eigenen Vorteil ist's, die solches Urteil fällen ließ. Geldmarkt und Börse. Eine vollkommene Klärung der Lage am internationalen Geldmarkr hat sich inimer noch nicht vollzogen. Zwar zeigt der letzte Ausweis der Bank von England ein freund- 1 lichereS Aussehen als seine Vorgänger. Aber die Lage der Bank ist ]' xh�Glocke, Berlin. Druck u. Verlag; Vorwärts Buchdr. u. BerlagSanstqU immer noch angespannt genug, und zudem sind die europäischen Roteninstitute noch fortdauernd unter dem Drucke von Gold« verichiffnngen nach Südamerika In Berlin ist in der Berichtswoch« vom 18.— 24. November der Privaldiskont bis auf 4�/g Proz. zurückgegangen. Am Beginn der Woche notierte er noch 4'„ Proz. Die Uliimoregulierung scheint ohne Schwicrigleiten vorübergehen zu wollen. Großer Forftvcrkanf in Galizicn. Die bekannten Großgrund« besitzer Grafen Poiocki haben ihre Waldgüter von Perehinsko, die unweit von Stanislaus in Galizien liegen, zuni Preise von etwa 19 Millionen Kronen eiuschlietzlich der bereits vorhandenen Säge- werke an die Holzauslintziingsfirma I. PH. Glcsinger in Teichen verkauft. Es handelt sich um etwa 15 999 Morgen alter Fichten« Waldungen. Zur Ausnutzung der Forsten wird eine 69 Kilometer lange Eisenbahn errichtet._ Hub der frauenben>egung. Zunahme der weiblichen Arbeitskraft. Der Hunger nach billiger Arbeitskraft läßt in vielen Bet-'eben in schnell wachiendenr Maße da? weibliche Geschlecht die Arb.'itS« platze besetzen. Ein Schulbeispiel für die Veschiebinig der Geschlechter in der Zusammensetzung der Gesamtbelegschaft bietet die Äuergesell- schaft. Hier war schon im vorigen Jahre die Zahl der Arbeiterinnen viel größer als die der männlichen Arbeiter. Die Geiell'chafl be- ichäfligte nämlich am 1. Oktober 1999 1333 männliche und 4166 weibliche Personen. Die letzteren ftellien rund 69 Proz. der Ge« samtaibeilerschaft. Am 1. Oktober d. I. war die Zahl der Be- schäfliglen aus 9981 angewachsen, darunter befanden sich 6632 weib» liche Personen. Der Anteil dieser an der Gesamtzahl machte mm« mehr über 74 Proz. aus. Die Aueegesellschaft. die ja nur 59 Proz. Dividende herausschlägt, speist die Arbeiterinnen mit Wochenlöhnen ab, die biö auf 9 Mark— sage und schreibe: neun Mark— herab« gehen.' Für Wochenlöhne von 15 Mark werden schon ganz besondere Leistungen verlangt. Solche Entlohnung bedeutet nicht nur eine be- sondere Ausbeutung der Arbeilcrinnen, sie schädigt auch die Gesamt« arbciterichaft. Hoffenilich sorgen die bei der Anergesellichaft Be» schäsligten dafür, daß sie recht bald in der Lage sind, durch eine ge» schlosiene Organisation gegen die unerhörte schlechte Bezahlung Front machen zu können._ Das Franrnwahlrecht. Im Staate Washington haben die Bürger durch eine Urabstimmung beschlossen, den Bürgerinnen deS Staates das volle, uiibeichiänkle'Wahlrecht zu gewähren. Damit besitzen die Frauen in fünf Staaten in der Union alle politischen Rechte. ES sind die Staaten: Idaho, Utah, Wyoming, Colorado uiid Washington. In Colorado sind bei der letzten Wahl Frauen in das Siaatsparla- meni gewählt worden. In Oregon wollte man den Frauen ein beschränktes Wahlrecht gewähren. Der Antrag wurde aber in der Urabstimmung durch die Bürger verworfeii. Lcscabmde. Reinickendorf-Ost. Montag, de» 23. November, 8'/z Uhr, bei Hirsch, Amendestr. 83. Lichtenberg. Montag fällt der Frauenleseabend wegen der am Dienstag stailfindendeii öffentlichen Versammlung ans. Pankow. Montag, den 28. Oktober. 8�/., Uhr, bei Großkurt, Berliner Straße 27. Referentin Genossin Maria Ärendsce. Tegel. Baunischiilenweg. Montag, de» 28. November, 8'/� Uhr, Ernst« straße 22. Seitenflügel parterre: Vortrag des Genossen Kißner über„Die Arbeirerwohnung".' VI. Wahlkreis. 4. Abieilnug bei Schwarz, Vcteraiienstr. 18, 5. Ab« teilnug bei Kiamer, Hussitenstr. 40. 2. Kreis, West, bei Wienier, Blllowstr. 53; für den Süden bei Ott» Reim, Uibanstr. 29. Tegel. Montag, den 28. d. M., 8 Uhr. im Jugendheim, Schlicper« straße 39: Vortrag deS Genosse» Sckönfeld. 1. Kreis. Der Leseabend am 23. November füllt auS. letzte Nachrichten» Die Tcuerungsdebatte in Oesterreich. Wien, 26. November.(W. T. B.) Im Abgeordneten- Hause wurde in allen Lesungen ein vom' Teuerung S- a u S f ch u ß im Einvernehmen mit der Negierung beantragter Gesetzentwurf angenommen, wonach zur Berbesserung der Woh- nungsverhältnisse der minderbemittelten Bevölkerung ein vom Arbeitsministerium verwalteter WohiiungsfiirsorgefonbS errichtet werden soll. Dieser Fonds soll zehn Jahre lang mit jährlich stei« genden Staatsbeiträgen dotiert werden, die insgesamt eine Höhe von 25 Millionen erreichen sollen. Er ist bestimmt für Gemein- den. Oeffentliche Körperschaften sowie für ge«, meinnützige Vereinigungen, wie Baugenossen» s ch a f t e n, um zum Bau von Kleinwohnungen Kredithilfe zu leisten, und zwar durch Uebernahme von Bürgschaft für anderweitig aufzunehmende Darlehen und durch unmittelbare DarlchnS- gewährung. Die Gesamtsumme der von dem FürsorgefondS übernommenen Bürgschaften darf den Betrag von 299 Milli- onen nicht übersteigen. Für diese Verbindlichkeiten des Fonds haftet der Staat subsidiär bis zu diesem Höchstbetrage. Das SchreckensurteN von Rouen. Pari?» 26. November.(W. T. B.) Das Urteil der Ge« schworenen von Rouen hat bei den Syndikaten große Er- regung hervorgerufen. Die Vereinigung der Syndikate des Scine-Departements und der allgemeinen Ar» beiterverbände beabsichtigt, in der nächsten Zeit eine allge- meine Protestvcrsammlung einzuberufen. Der„T e m p s" billigt den Wahrspruch rückhaltlos. Ein Offizier als Mörder. Uesküb, 26. November.(B. H.) Der Gendamerickapitän Eumer Agba in Jpcl gab aus seinem Revolver auf zwei K a ti f l e u t e, die ihn nicht gegrüßt hatten, als er in einem CaföhauS trat, 2 Schüsse ab. Einer derselben war auf der Stelle tot» der andere wurde tödlich verwundet. Der rasende Offi- zier gab dann auch auf a n d e r e B ü r g e r, die zur Hilfe herbei- eilten. Schliffe ab, die jedoch keinen Schaden anrichteten. Endlich gelang es, den Offizier zu verhaften. Maffenvcrhaftung. Uestüb, 26. November.(B. H.) In den hiesigen G e f ä n g» nissen befinden sich zirka 1999 Inhaftierte, von denen 899 als politische Verbrecher interniert wurden. Unter ihnen befinden sich 59 serbische und bulgarische Geistliche und Lehrer. Die Verhafteten werden nach Asien deportiert werden. Grostfcucr in einer amerikanischen Fabrik. Newark(New Nersey), 26. November.(W. T. B.) Nach neuerer Meldung sind bei dem Fabrikbrand der Newark Papcrbox Company dreißig Personen umgekommen. Nach einer weiteren Meldung beträgt die Zahl der Um- gekommenen vierzig. ES sind meist Frauen und Mädchen, denen die Flammen den Ausweg versperrten. Vierzehn Mädchen, die vom vierten Stock herabsprangen, wurden ge« tötet, zahlreiche andere erlitten schwere Verletzungen. (Siehe„Aus aller Welt".) xaul Singer& Co., Berlin SW, Kirrzv 5 Beilagen,. Ii. 278. 27. Zahrglmz. 1. Mnot des JornW Kerli»» JlolblilBtt. Sonntag. 27. Nsvmber 1910. Reid>ötac[. 87. Sitzung, So n n a b e n d, den 26. November, vormittags 1! Uhr. Am Bundesratstisch: v. Bethmann Hollweg, Dt Delbr ück, K ra e t k e. Lisco. Die Interpellation über die Kaiserreden. Auf der Tagesordnung steht die Interpellation A l b r e ch t und Genossen; sie hat folgenden Wortlaut: „Was gedenkt der Reichskanzler zu tun in Ausführung der im November 1968 vom Fürsten Bülow als verantwortlichem Reichskanzler und zugleich im Namen des Kaisers dem Reichs- tage abgegebenen Erklärungen, die durchbrochen worden sind durch die in diesem Jahre in Königsberg und in anderen Orten vom Kaiser über seine staatsrechtliche Stellung ab- gegebenen Erklärungen?" Auf die Anfrage des Präsidenten erklärt Reichskanzler v. Bethmann Hollweg: Ich bin bereit, die Interpellation sogleich zu beantworten. Zur Begründung der Interpellation erhält das Wort Abg. Lcdebour(Soz.): Als im November des Jahres 1308 im Reichstage die Veröffent- klchung über Gespräche des Kaisers im„Daily Telegraph" und seine sonstigen Reden zur Sprache kam, ergab sich eine seltene Ucbereinstimmung des Reichstages in bczug auf einige wichtige Fragen, in der Hauptsache darin, daß von sämtlichen Parteien ein- mütig der tiefgehenden Entrüstung über jene Reden und jene Veröffentlichung Ausdruck gegeben wurde. So führte Herr v. Heidebrand und der Läse aus:„Die Erregung meiner politischen Freunde ist grosi und nachhaltig. Man würde ihr nicht gerecht werden, wenn man sie lediglich an die leiste Veröffentlichung und die letzten Erscheinungen anknüpfen würde. Man mutz es ganz offen aussprechen, datz es sich hier um eine�Su m me von Sorge, von Bedenken und man kann wohl sagen von Unmut handelt, der sich seit Jahren angesammelt hat." Er bekräftigte diese Worte noch dadurch, datz dieser Unmut gerade in den besonders patriotischen und kaisertreuen Schichten der Bevölke» rung vorhanden ist. Also darin waren wir alle einig; Differenzen ergaben sich nur darüber, was zur Beruhigung des Volkes und zur Verhütung solcher Vorkommnisse in der Zukunft geschehen sollte. Ein groher Teil des Hauses, auch bürgerliche Parteien, ver- langte gesetzgeberische Matznahmen, um derartige Bc- tätigungen des persönlichen Regiments ein für allemal unmöglich zu machen. Ein kleiner Teil des Hauses glaubte sich damit be- gnügen zu können, datz irgendwelche Erklärungen seitens des Reichskanzlers auch im Namen des Kaisers abgegeben würden, die wenigstens eine Wiederholung derartiger Aeutzerungcn. welche die allgemeine Empörung hervorgerufen hatten, verhindern sollten. Derartige Erklärungen sind auch abgegeben worden und haben dann eine gewisse Beruhigung auf die Mehrheit des Hauses mit Ausnahme der Sozialdemokraten ausgeübt. Wir Sozialdemo- kraten hatten sofort davor gewarnt, sich mit derartigen Ver- sprechungen zu begnügen. Wir haben nichts dagegen, datz Kaiser Wilhelm II. soviel redet wie er will, datz er über alle möglichen Gegenstände und Fragen, von denen er etwas zu verstehen glaubt, sich ausspricht. Vom agitatorischen Gesichtspunkte aus könnten wir nur wünschen, datz Kaiser Wilhelm II. soviel wie möglich redet. Denn keiner unserer Gegner wirkt so viel zur Aufwühlung des BodenS, in welchem der sozialdemokratische Same hineingestreut werden mutz, als Kaiser Wilhelm II. Aber wir verlangen, datz wir nicbt nur im Reichstag, sondern datz das ganze Volk sich ebenso ungeniert gegen Angriffe des Kaisers aus- sprechen darf, wie die Angriffe erfolgen. Gegenwärtig ist das nicht möglich. Es ist also ein Kampf mit ungleichen Waffen, und das ist unfair. Dann verlangen wir gesetzgeberische Matz- nahmen dagegen, datz Ziaiser Wilhelm II. seine Auffassung und seine staatsrechtliche Stellung durch selbstherrliche Ein- griffe in die. Politik des Landes betätigt. Das ist für uns die .Hauptsache. Wir tun das im Interesse der deutschen Nation, weil durch diese selbstherrlichen Eingriffe das Ansehen, die Ehre, die Sicherheit des deutschen Volkes nickt nur gefährdet werden kann, sondern, wie die Ereignisse im November 1968 zeigten, bereits gefährdet war. Der Reibbskanzler Fürst Bülow hat damals diese Betätigung Kaiser Wilhelms II. als ein Unglück be- zeichnet. Jene Erklärungen, mit denen die Mehrheit des Hauses sich beruhigte, wurden von dem damaligen Reichskanzler Fürsten Bülow im Namen des Kaisers abgegeben. Er sagte:„Die Einsickt, datz die Veröffentlichung dieser Gespräche in England grotze Mitz- stimmung. in unserem Lande schmerzliche Erregung und tiefes Bedauern hervorgerufen hat, wird den Kaiser dahin führen, ferner- hin auch in Privatgespräcken jene Zurückhaltung zu be- ob achten, die im Interesse einer einheitlichen Politik und für die Autorität der Krone unenibcbrlich ist. sBravol rechts.) Wäre dem nickt so, so könnte weder ich, noch einer meiner Nachfolger die Verantwortung tragen. (Bravo I rechts und bei den Nationalliberalen.) Als der Artikel er- schienen war, dessen verhängnisvolle Wirkungen mir nickt einen Augenblick zweifelhaft waren, habe ich mein Abschiedsgesuch ein- gereicht. Dieser Entschlutz ist mir nicht schwer geworden. Der schwerste Entscklutz, den ich in meinem politischen Leben gefatzt habe, war es, den Wünschen des Kaiser? folgend, im Amte zu bleiben. Ick habe mich dazu nur entschlossen, weil ich es für ein Gebot der Pflicht hielt, in dieser schwierigen Zeit dem Kaiser und dem Lande weiter zu dienen. Wie lange mir das möglich sein wird, steht dahin." � � Datz diese Erklärung durch Vollmachten des Kayers gedeckt war oder dock seine nachträglick'e Billigung erhalten hat, geht aus einer Veröffentlichung im..Rcicksanzeiger" im Dezember hervor, Morin gesagt ist, datz der Kaiser unbeirrt durch die Uebertreibungen seine vornehmste Aufgabe darin erblickt, die Stetigkeit der Politik des Reiches unter Wahrung der ver- fassungs mätzigen Verantwortlichkeiten z'u sichern. Und weiter heitzt öS:„Dcmgemätz billigte der Kaster die Ausführungen des Reichskanzlers im Reichstage und er ver- sicherte den Fürsten Bülow seines fortdauernden Vertrauens. Zweifellos ist nicht nur durch den Reichskanzler, sondern auch durch den Kaiser das bindende Versprechen gegeb n, derartige Betätigun- gen eines selbstherrlichen R-giments nicht zu wiederholen und sogar in Privatgesprächen über politische Dinge sich einer entsprechenden Zurückhaltung zu befleitzigen. Damals haben die Mchrheitsparteien des Haufes geglaubt, sich damit beruhigen zu können. Und es ist anzuerkennen datz in anderthalb Jahren nichts geschehen ist. wenig- stens nichts. waS zur öffentlichen Kenntnis gekommen ist was dieser Zusicherung widersprochen hätte. M>er ganz Plötz- lich, im August dieses JahrcS. wurde das deutsche Volk durch eine Rode überrascht, die Kaiser Wilhelm II. in Königsberg in ganz feierlicher Weise gehalten hat. Er erging sich zunächst, wie eS bei ihm Brauch ist. in Verherrlichung von M i t g'l i e d e r n feiner eigenen Familie. Auf diesen Familienkulrus will ,ch nicht eingehen und nehme nur Bezug darauf, soweit er dazu diente, seine eigene staatsrechtliche Auffassung über leine Stellung zu begründen.( Er sagte ig Bezug auf Kaiser Wilhelm I.:„Hier fetzt« sich mein Grotzvater aus eigenem Recht die pxeuhische Krone aus das Haupt, noch einmal bestimmt hervorhebend, datz sie ihm von Gottes Gnaden allein verlieh m sei uno nicht von Parlamenten, Volksversammlungen und Vollsbeschlüssen, und datz er sich als aus- erwähltes Instrument des Himmels ansehe und als solches seine Herrscherpflichten erfüll«." In deutlichem Anschluß hieran sagte s der Kaiser dann,„als Instrument des Herrn mich betrachtend, ohne Rücksicht auf Tagesansichten und Taaesmeinungen, gehe ich meinen Weg". Diese Sätze im Zusammenhang— die spätere salbungsvolle Bekräftigung gibt ihnen nur eine gewisse heilige O e l u n g— sind die offenkundige Betätigung und Berkündiguag des Gottcsgnadcntums und des persönlichen Regiments. (Sehr richtig I b. d. Soz.) Das ist auch in dem überwiegenden Teil der Presse so empfunden worden. Aus der konservativen Presse war freilich der männliche Geist, der aus den Aeutzerungen des Herrn Heydebrand u. d. Läse sprach, vollständig verschwunden. Datz aber diese Kundgebung des Kaisers als eine Manifestation des Gottesgnadentums aufzufassen sei, damit ist auch die konfer- vastvc Presse einverstanden. Das Organ des Bundes der Land- Wirte, die„Deutsche Tageszeitung", schri.ib:„Dies Bekenntnis zum Gottesgnadentum kann nicht überraschen. Es ent- spricht der Auffassung derer, die ein wirkliches Königtum, kein parlamentarisches Schcinkönigtum haben wollen." Aber der Redakteur der„Deutschen Tageszeitung" und d:r Kaiser irren darin, datz das Recht des Königs auf seinem persönlickzen Verhältnis zu Gott beruht. Es ist heutzutage an Berfassungsbestimmungen gebunden. Die Erwerbung der preußischen Königskrone ist nicht ausschlietzlich als Geschenk an die Familie Hohenzollcrn anzusehen, wo andere Menschen nicht hineinzureden haben, sondern sie beruht auf der Verleihung durch den damaligen römischen König deutscher Nation, und diese Verleihung wurde erbettelt und erwinselt durch die Kurfürsten von Brandenburg mittels allerlei Intrigen in Wien. Also auch historstch ist baS nicht richtig. Aber selbst wenn sie auf dem Erbrecht der Hohenzollern beruhte, so hat'das m i t dem Jahre 1848 aufgehört. Die damals geschaffenen, aller- dingS höchst mangelhaften und verbcsserungsbed-ürftigrn Ver- fassungscinnchtungen haben die Krone eingeschränkt. Sie ist nicht bloß eine Art Prunkstück im Familienschatz der Hol>enzollerii, sondern man versteht unter ihr die staatsrechtliche Stellung des iffönigS, dem Staatsganzen, die gebunden i st a n bestimmte Verfassungsbestimmungen. Und in noch weiterem Matze ist das der Fall mit der deutschen Kaiserkrone. In derselben Rede hat Kaiser Wilhelm II. genau wie im Jahre 1968 Aeutzerungen gemacht, die als selbstherrliche Eingriffe in die Tagespolitik betrachtet werden müssen, und als Ausfluß des persönlichen Regi- ments zurückzuweisen sind. Eine dieser Aeutzerungen ist die, die sich auf die Aufgaben der deutschen Frau bezieht. Kaiser Wilhelm II. glaubt allen möglichen Leuten, Männern und Frauen, Berufen und Klassen gute Lehren erteilen zu können, er tritt als rector germamae auf; dabei dient ihm wieder als leuch- tendes Beispiel aus seiner Familie die Königin Luise, als die preußische Nationalheilige. Von ihr sollen die deutschen Frauen lernen, ihre Hauptaufgabe liege nicht auf dem Gebiete des Ver- sammlungs- und Vereinswesens, sondern in st i l l e r Arbeit im Hause und in der Familie. Sie sollen ihren Kindern klar machen, datz es heute nich: darauf ankommt, sich auf Kosten an- derer auszuleben(Sehr richtig! rechts), sondern einzig und allein für das Wohl des Vaterlandes zu wirken.(Sehr richtig! rechts und bei den Nationalliberalen.) Sogar bei den Nationalliberalen höre ich„Sehr richtigl". Ich hätte geglaubt, datz die Mitglieder dieses Hauses etwas mehr Kenntnis von der Wirtschaft über die politische Entwickelung unseres Vaterlandes haben. Weshalb sind denn die Frauen heute so vielfach genötigt, in das öffentliche Leben in allen kapitalistischen Ländern hineinzugehen? Weil sie hinein- gerissen werden zu Millionen in das Erwerbs- und Wirt- schaftslcben der ganzen Nation, weil sie im täglichen Kampf für sich selb st und ihre Kinder Brot er- werben müssen unte� viel ungünstigeren Verhältnissen als die Männer. Deshalb müssen sie sich im öffentlichen Leben in wirtschaftlichen Organisationen betätigen, deshalb müssen sie sich ins politische Leben stürzen und dieselben Rechte fordern wie die Männer.(Lebhafte Zustimmung bei den Sozialdemokraten.) Das ist unansbleiblich, es ist notwendig und es ist auch gut. Denn das braucht die Frau nicht zu hindern, im Hause eine gute Mutter und Hausfrau zu fein.(Sehr gut! bei den Sozialdemokraten.) Und wir, die wir unter diesen Frauen tätig sind und mit ihnen zusammen arbeiten, können das ganz anders beurteilen, als Sie und Kaiser Wilhelm II., der von Höflingen umgeben, von dem Leben des Volkes über- h a u p-t nichts v e r st e h t. Welchen Eindruck mutz es aus die Millionen Frauen machen, wenn ein Mann glaubt, ihnen sagen zu können, es kommt nicht darauf an, sich auf Kosten anderer aus- zuleben, der der Träger einer Krone ist, und dem eben erst wegen der Tcuerungsverhält-nisse auf Kosten der Steuerzahler, darunter vieler Frauen, die Zivillifte um 3� Millionen erhöht ist. Können Sie sich hineinversetzen in die Seele dieser Frauen, welche tiefgreifende Empörung sie ergreift? Haben Sie denn kein Gefühl, datz auch uns diese Empörung ergreifen mutz!— Daß Sie diese Em- pörung nicht teilen, wundert mich nicht, aber seien Sie versichert, diese Empörung wird weiter arbeiten und ich hoffe, datz Kaiser Wilhelm II. es noch erleben wird, datz die proletarischen Frauen und die bürgerlichen, die mit ihnen kämpfen, diese Rechte erobern werden, gegen seinen Willen.(Sehr gut! bei den Sozialdemo- traten.) Wir haben also die Tatsache, datz trotz des feierlichen Wer- sprechens vom Jahre 1968 der Kaiser sich wiederum zum per- sönlichen Regiment bekennt und darin betätigt. Auch in bezug auf die auswärtige Politik hat er sich betätigt. Er hat ausdrücklich gesagt, wir sollen stets bereit sein, unsere Rüstung lücken- los zu halten, denn nur auf unserer Rüstung beruhe unser Friede. Auch diese Behauptung ist falsch. Der Friede der Welt ruht in der Hauptsache daraus, daß in wachsendem Matze alle Kulturvölker sich dem Gedanken des Friedens in ihrer Mehrheit zuwenden. Er beruht darauf, datz besonders die proletarischen Or- ganisationen, die Sozialisten aller Länder, mit Entschiedenheit für den Gedanken des Friedens eintreten. Eine Macht, hinter der in der Kulturwelt 16 Millionen erwachsener Männer steht, mutz ein außerordentliches Gewicht zugunsten des Friedens in die Wagschale werfen. Aber weit über uns hinaus betätigen sich auch viele bürgerliche Kreise an der Arbeit für den Frieden. Ich will hier nur eines Mannes gedenken, Leo T o l st o i' s. der vor einigen Tagen im Banne der Kirche in Rußland begraben ist. Er hat den Krieg kennen gelernt, als Soldat in seiner Jugend. Er kennt ihn nicht bloß von Paraden auf dem Tempclhofer Feld und Kaisermanövern. Erkennt ihn aus Erfahrung und eS hat keinen größeren Feind des Krieges und des Völkermordes gegeben als ihn. Er hat mit allem Eifer und mit aller Zähigkeit, die ihn auszeichnet. eS sich zum Lebenswerk gesetzt, defi Krieg zu bekämpfen, und so wenig wir mit manchen anderen seiner Bestrebungen übereinstimmen, so glaube ich, es ist eine Ehrenpflicht, bei dieser Gelegenheit Leo Tolstoi's zu gedenken.(Bravo k bei den Sozialdemokraten.) Solche Männer und Kräfte wirken mehr zugunsten des Friedens als alle Panzerkreuzer. Wenn es in die Oeffentlichkeit hinausgeht, datz Kaiser Wil- Helm II. nur in der Rüstung die Bürgschaft des Friedens erblickt, so durchkreuzt er damit auch die Bestrebungen seiner eigenen Re- gierung, deren Vertreter mit den Vertretern anderer Regierungen im Haag zusammenkommen, gm den Frieden auf andere Weise zu sichern. Zunächst wäre die Frage aufzuwerfen, wie Kaiser Wilhelm II. sich selbst mit seinem Versprechen abfindet. Nach unserer Auf- fassung ist seine Rede eine Durchbrechung, und zwar eine bewusite Durchbrechung, dieses Versprechens. Mit dieser Auffassung stehen wir nicht allein. Sie teilt z. B. auch der frühere nationalliberale Abgeordnete Dr. K u l e m a n n. Den Kaiser können wir wegen des Bruchs des Versprechens nicht fragen, wir fragen aber den Kanzler. Es wäre sehr bedauerlich, wenn uns der Reichskanzler hier wieder nur die Ausführungen eines bcUe- b i g e n Mitarbeiters der„Norddeutschen Allge- meinen Zeitung" servieren würde.(Heiterkeit rechts.) Was stand da nicht alles in der„Norddeutschen Allgemeinen" zu lesen?„Die Rede in Königsberg sei kein Regierungsakt gewesen". Das hat ja auch kein Mensch behauptet.„Das wäre ein schlechter König, der sich von den wechselnden Ansichten des Tages leiten lassen würde". Das ist natürlich nur ein anderer Ausdruck für den Willen der Majorität des Volkes. Wenn ein König auf die Dauer gegen den Willen der Majorität des Volkes regiert, so wird die naturnotwendige Folge sein, entweder das? die Person des Königs gewechselt oder das monarchische System überhaupt abgeschafft wird.(Sehr wahr! b. d. Soz.) Die absolutistischen Aeutzerungen des Königs von Preußen sind nur aus seinem Milieu zu verstehen, von dem er in Verhängnis- voller Weise beeinflußt wird. Kein anderer als der bekannte frei- konservative Führer Freiherr von Zedlitz hat sich in den No- vembertagen 1968 mit treffenden Worten über den ungesunden Einfluß der höfischen Kamarilla ausgesprochen.(Hört, hört!) Den Wortlaut der Zedlitzschen Ausführungen teilt uns vielleicht nachher Herr Basser mann mit, der dazumal die Stelle zustimmend zitierte. Bei seinem Versuch, das selbstherrliche Regiment wieder popu- lär zu machen, hat jetzt Wilhelm II. an den Segen und die werktätige Hilfe der katholischen Kirche appelliert und sich zu diesem Zweck zunächst an die Benediktiner gewandt. Ich weiß nicht, ob die Zentrumspartei bereit ist, dem gefährlichen Appell Folge zu leisten. Bisher hat das Zentrum ja noch keine klare Stellung dazu genominen. Sollte aber Wilhelm II. entschlossen sein, unter dem Segen der Benediktiner, Kapuziner, Franziskaner usw. den Weg des selbstherrlichen GottcSgnadcntums zu gehen, so wäre es ein für ihn und sein Haus verderblicher Weg. Es ist der Weg, den die Stuarts und die Bourbons und neuer- dings erst der mit gleichen Ansichten wie Wilhelm II. erblich be- lastete König Manuel gegangen ist.(Heiterkeit bei den Sozial- demokraten, Unruhe rechts.) Wir wissen es ja, daß es einflußreiche Kreise gibt, die auf eine Politik der Konflikte hindrängen, ich erinnere an die bekannte Wendung des Herrn von Olden- burg-Januschau von dem Leutnant mit den zehn Mann. Wir haben ja ferner im„Reichsboten" gelesen, wie ein Staats- st reich gegen eine unbequeme Reichstagsmehr- heit empfohlen w i td.(Hört, hört I bei den Sozialdemo- kraten.) Ohne solche absolutistische Provokationen würde Wil- Helm II. wohl kaum gewagt haben, entgegen den Versprechungen von 1968 die Gesinnung des selbstherrlichen Gottesgnadentums zu offenbaren. Die Rekrutenansprache in Potsdam ist ein Schritt auf dem Wege, den zu wandeln der Kaiser durch Herrn v. Oldenburg aufgefordert ist. Die Ermahnung der Soldaten zum Kadavergehorsam kann nur die Präparicrung bedeuten, eventuell auf Vater und Mutter zu schießen. Es ist eine Ueber- setzung der Oldcnburgschen Wendung ins Hohenzollernsche.(Sehr gut! bei den Sozialdemokraten, Unruhe rechts.) Wir sind gespannt, ob der Reichskanzler uns wieder als seine staatsrechtliche Auffassung bortragen wird, was ein Norddeutsch- allgemeiner Subalterner(Heiterkeit) verzapft hat. Und wir sind ge- spannt darauf, wie die bürgerlichen Parteien sich dazu stellen werden. Wir zweifeln sehr daran, datz dieser Reichstag wirksame Vorkehrungen gegen den Absolutismus treffen wird. Wirksam ab- gewandt wird der Absolutismus nur durch eine umfassende Demokratisierung, die sich auf das Reich, die Einzelstaaten und alle Ge- meinden erstreckt Wir verlangen die Durchführung des parlamentarischen Systems, da? feine Korrektur und feine Kontrolle zu finden hat in der allge- meinen Volksabstimmung. Wie wird die Gruppierung der Parteien sein gegenüber dem Absolutismus? Vön dem Männerstolz vor Königsthronen, der im November 1963 in. allen Parteien betont wurde, ist wenig mehr übrig. An seine Stelle ist die Devise: Sammlung gegen die Sozialdemokratie getreten. Auf ihrem westfälischen Partei- tage haben die Konservativen, die Klasing und die Heydebrands alle bürgerlichen Parteien zum Kampfe gegen die gott- und gesetzlose Sozialdemokratie ausgefordert. Das ist die B e t h m a n n s ch e Sammlungspolitik ins Klasingsche übersetzt. Wilhelm II. ist zuin Fahnenträger der Saminlungsarmee(Zuruf bei den Sozial- demokraten: Ordnungsarmee) proklamiert. Ich kann nur sagen, einen besseren General an der Spitze unserer Feinde als Wil- Helm II. können wir uns gar nicht denken.(Heiterkeit und lebhafte Zustimmung bei den Sozialdemokraten.) Wie aber werden sich die Freisinnigen stellen? Es gibt ja Herren unter ihnen, z. B. Herrn P a ch n i ck e(Heiterkeit), die mit einer gewissen Sehnsucht an die Zeiten denken, als Fürst Bülow zu nächtlicher Stunde in unangemeldeten Volksversammlungen Reden hielt.(Grotze Heiterkeit.) Die Herren haben vielleicht Lust, sich mit Herrn v. Heydebrand und der Läse an einer Kavallerieattacke unter Führung Wilhelms II. auf die Sozialdemokratie zu be- teiligen. Wenn der Freisinn aber bereit ist, an unserer Seite für freiheitliche Errungenschaften zu kämpfen, wenn er die Wege wan- dein will, wie sie jetzt der englische Liberalismus wandelt, gut, uns Sozialdemokraten— auch uns von der radikalen Richtung— ist der Freisinn als Bundesgenosse willkommen. (Hört, hörtl rechts.) Die„Nationalliberale Korrespondenz" hat sich mit einem wahren Entsetzen gegen das Zusammengehen von Liberalismus und Sozialdemokratie gewandt.(Lebhaste Zustimmung bei den Nationalliberalcn.) Ihre(zu den Nationalliberalen) Zu- rufe zeigen, datz nur ein unverbesserlicher Optimist auf die Bundes- gcnossenschaft der Nationalliberalen im Kampfe gegen den Absolu- tismus zählen kann.(Sehr wahr! bei den Sozialdemokraten.) Wenn auch der Freisinn auf die nationalliberale Stufe herabsinkt, so wird der ganze Liberalismus die klägliche Rolle eines Hehde- brandtschen Hilfsregiments in dem grotzan Entscheidungskampfe Zwischen Absolutismus und Freiheit spielen. Wir Sozialdemokraten haben nie daraus ein Hehl gemacht, datz wir grundsätzliche Republikaner sind.(Hört, hört! rechts.) Wir be- trachten die republikanische Staatsform als notwendige Etappe auf dem Wege der Entwickelung. Das hindert uns aber nicht, an der Erringung aller freiheitlichen Institutionen mit- zuarbeiten, die, wie England zeigt, mit der monarchischen Staatsform vereinbar sind. Wir nehmen gern die Bundes- genossenschaft wirklicher Liberaler an. Wenn sie sich aber uns versagen, wenn sie es vorziehen, auf feiten der Reaktion zu stehen, so werden wir eben allein den Kampf aufnehmen—„und wenn die Welt voll Teufel war und wollt uns gar verschlingen!"(Stür- Mischer Beifall bei den Sozialdemokraten.) Reichskanzler von Bethinann Hollweg: Der Zweck der ganzen Interpellation ist, wie der„Vorwärts" neulich verraten hat. die Aufrollung der Verfassungs« frage. Nicht von der Sorge für die verfassungsmäßigen Jnstitu- iionen wird die Sozialdemokratie geleitet, sondern von der leiden- schaftlichen Gegnerschaft gegen unsere Verfassung.(Zustimmung rechts. Lachen bei den Sozialdemokraten.) Abg. Ledebour hat sich zum RepublikanismuS bekannt, für sich und seine Partei.(Abg. Ledebour: Ist Ihnen das neu?) Neu ist es nicht, aber noch in keiner anderen Zeit ist die Sozialdemokratie mit ihrem republika- nischen Endziel so unzweideutig vor die Oeffentlichkeit getreten. / sZehr richtig! rechts.) Die Interpellation getjt bop der Annaihme aus, der Kaiser habe im November 1908 dem Reichstag durch den Reichskanzler Fürsten Bülow Erklärungen gegeben, mit denen er sich durch Aeusterungen und Reden in diesem Jahre in Widerspruch geseht habe. D i e A n n a h m e i st fal s ch. In jener Zeit ist durch den Reichskanzler hier mitgeteilt worden, daß der Kaiser dem Reichskanzler Fürsten Bülow seinen Willen dahin kund- gegeben hat, daß er unbeirrt durch die von ihm als ungerecht empfundenen Uevertrcibungen der vsfentlichen Kritik seine dor- nchmste kaiserliche Aufgabe darin erblicke, die Stetigkeit der Politik des Reiches unter Wahrung der verfassungsmäßigen Beorntwort- lichkeit zu sichern. Mit dieser Auffassung hat sich der Kaiser nicht in Widerspruch gesetzt. Insbesondere nicht durch Aeußerungen, die er seither getan hat. Es ist mir völlig unerfindlich, wie man aus der B c u r o n e r A n spräche, aus der A>i s p r a ch e a n d i e R e- k r u t e n in Potsdam, aus den A e u h e r u n g e n in Königsberg über den Beruf der Frauen und über die Friedens- bürgschaft folgern will, daß der Kaiser die Grenze seines konstitu- tionellen Herrscheramtes überschritten oder die Stetigkeit der Po- litik und die Autorität der Krone gefährdet. sSehr richtig! rechts und im Zentrum, Widerspruch bei den Sozialdemokraten.) Die Königsberger Rcdp des Königs von Pxeußen vor Angehörigen einer preußischen Provinz enthält keine Bekundung absolu- t i st i s ch e r Anschauungen, wohl aber allerdings eine starke Betonung des monarchischen Prinzips, auf dem das preußische Staatsrecht beruht, und den Ausdruck tiefer religiöser U e b e rz c u g u n g e n, die in breiten Schichten des Volkes ver- standen und geteilt werden. sScbr richtig! rechts und im Zentrum.) DaS preußische Volk hat sich nicht seine Könige gesetzt, fondern der prcusUschc �taat ist durch die Hohenzostern zusammengeschmiedet worden.(Sehr richtig rechts. Widerspruch links.) Darum sind die preußischen Könige aus eigenem Recht.)(Lautes Lachen bei den Sozialdemokraten.) Wenn in unseren Tage» auf demokratischer Seite die Neigung Herbortritt, auch in Preußen den König wie einen vom Volke ernannten Würdenträger zu behandeln, so darf man sich nicht wundern, wenn der König das Bewußtsein stark be- tonk, keiner Bolkssouvernnität zu unterstehen. Personliche Verant- wortlichkeit des Königs, Selbständigkeit und Ursprünglichkeit seines monarchischen Rechts, das sind die Grundgedanken des preußischen Staatslebens, die auch in den Perioden der konstitutionellen Ent- Wickelung lebendig geblieben sind. Die Formel„von Gottes- gnaden", die der König in der alten Krönungsstadt angewandt hat, bedeutet, daß er sich im Bewußtsein der Fülle seines Rechts und seiner Pflichten im Gegensatz zur Taaesmeinung auf sein Ge- wissen als Richtschnur seines Handelns beruft. Mit dieser Auf- fassung von der Stellung des Kaisers und Königs stehe ich a u f verfassungsmäßigem Boden. Diesen Boden werde ich festhalten, getreu der Verantwortung, die ich mir nur durch mein Amt und meine politische Ueberzcugung bestimmen lasse.(Lebhaftes Bravo! rechts, Lachen und Unruhe bei den Sozialdemokraten.) Auf Antrag des Abg. Singer(Soz.) wird die Besprechung der Interpellation beschlossen. Alvj. Freiher v. Hertling(Z.): Mr haben für die Befprechung gestimmt, aber nicht um die Noveml-ertage von 1908 zu wieder- holen, die keine glücklichen Tage für das deutsche Volk waren. Die Interpellation geht von irrigen Voraussetzungen aus.(Lebhafte Zustimmung rechts.) Denn bindende Ertlärnngen des Fürsten Bülow liegen nicht vor. Selbst Herr Haußmann hat am Tage nach der damaligen Interpellation gesagt: Der Reichskanzler habe nur einen frommen Wunsch geäußert, und der sozialdemo-- kratische Abgeordnete Geyer hat die Erklärung Bülows eine Absage an den Reichstag genannt. Wir protestieren gegen ein Uebermaß der Lixitik kaiserlicher Reden und dagegen, daß das Zentrum die Veuroner Kaiserrede ausgeschlachtet habe. Wir sind Monarchisten. drängenunsabernichtzumThron. Herr Ledebour hat historisch unrichtige Behauptungen aufgestellt. Der so anstößig erscheinend« Ausdruck vom„eigenen Reckte" findet sich gerade in den Staatsrechtswerken der liberalen Schule, und soll nur. heißen, daß keine fremde Mackt de» König mit seiner Macht bekleide» kann. Tie Worte„Von Gottes Gnaden" sprechen eben- falls nur die geschichtlichen Verhältnisse aus. die den einzelnen zum Thron Berechtigten auf den Thron führen. Die Worte vom „auserlesenen Instrument des Himmels" bekräftigen nur die be- sondere Verantwortlichkeit der Krone. Die Mahnung der Frau an ihre schönsten Pflichten soll ein Eingriff ins politische Leben fern?(Heiterkeit rechts.) T«r Kaiser hat in seiner Rede ein Bekenntnis zum Christentum abgelegt, vielleicht ist das der Grund zur ganzen Aufregung.(HörtI hört! im Zentrum.) Soweit sind wir aber doch nicht, daß jeder unreife Bursche sich zum Atheismus bekennen darf, der Kaiser aber nicht zu», Glauben. (Lebhafter Beifall im Zentrum und rechts.) Die Religion ist die stärkste Wehr gegen sozialdemokratische Verhetzung.(Unruhe links.) Der Kaiser hat dem gläubigen patriotischen Volke aus dem Herzen gesprochen, und es liegt keinerlei Grund zu der Jnterpellaiion vor.(Lebhafter Beifall im Zentrum und rechts.) Abg. Dr. v. Hendebrand und der Läse(?.): Wir sind mit der Antwort des Reichskanzlers einverstanden. Obwohl Herr Ledebour ziemlich zahm gesprochen hat, empfinden wir � die Interpellation als eine Herausforderung des religiösen und monarchischen Empfindens unseres Volkes. Patz ein Teil des Hauses, die Sozialdemokraten, es wagen dürfe», das in Königsberg abgelegte Bekenntnis des Kaisers vor ihren Richterstuhl zu ziehen, ist eine Herausforderung.(Abg. Lebe- bour: Das haben Sie 1908 selbst getan!) Die KövigSberger Rede des Kaisers hat mit den damals besprochenen Vorgängen nicht das allermindefte gemein. Es ist in keiner Weisi» gegen die damals abgegebene Erklärung gehandelt worden. M.» mssen uns von einer Partei ohne Bntertand und ohne Nati»v.�«yt vorschreiben, was wir von den Ansichten der Krone über-inser Staatswesen und von unseren religiösen Ueberzeugungen zu halten haben.(Sehr richtig! rechts.) Wir bedauern es lebhaft, daß die Sozialdemokratie Tag für Tag die Person und das Amt des Kaisers in den Staub ziehen und in einer Weise verunglimpfen darf, die sich kein Privat- mann gefallen lassen würde.(Sehr richtig! rechts.) Als wir die gesetzliche Einschränkung des Majestätsbeleidigungsparngraphcn guthieße», hofften wir, daß auch die Sozialdemokratie so viel Rück- ficht auf den anderen Teil des Volkes üben würde, um mit der- artigen Verunglimpfungen einzuhalten.(Sehr richtig! rechts.) Wir glaubten, daß auch der Kaiser, die höchste Autorität im Staate, geschont und von allen Voltsgenossen in rücksichtsvoller Weife be- handelt werden würde.(Sehr ricktigl rechts.) Hat nicht der Herr Reichskanzler auch die Empfindung, daß das Volk verwirrt werden muß, ivenn eö sieht, wie die höchste Autorität hier herabgezogen wird? Bei allen Gelegenheiten wird von den Sozialdemokraten der revolutionäre Standpunkt vertreten. (Zuruf bei den Sozialdemokraten: Brrl Heiterkeit im ganzen Hause.) Bei den Revolutionen sollen erst die Junter drankommen; die Pfaffen werden wohl auch nicht ganz ausgeschlossen werden.(Heiterkeit im Zentrum.) Die Sozialdemokraten scheinen ihre Zeit schon für gekommen zu halten. Sie wolle» die Republik verwirklichen auf dem Wege der Revolution.(Widerspruch bei den Sozialdemo- traten.) Machen Sie doch aus Ihrem Herzen keine Mördergrube, es ist so. und wir haben keine Lust zu warten, bis Sie das„Kopf abl" wahrmache».(Abg. Dr. David: Wir sind doch für Ab- schaffung der Todesstrafe! Große Heiterkeit im ganzen Hause.) Wir stellen die Frage an die Regierung, wie lange sie noch warten und zusehen will, daß die Staats- und Gesell- fchaftSordiiung unterminiert wird. Wir wollen der Regierung keine bestimmten Vorschläge machen. Es ist aber Pflicht pnd Auf- gäbe der Staatsleitung, zu geeimieter Zeit mit geeigneten Mitteln zum Schutze der bürgerlichen Gefellschaft vvrzugelien. Wir er- -warten, daß die Mittel ergrisfen werden, die der Ernst der Lage fordert.(Lebhafter Beifall rechts.) Abg. Bassermann(natl.): Die Bedeutung der Vorgänge im November 1908 und die damaligen bedeutsamen Erklärungen des Aürstkn Bülow dürfen nicht herabgesetzt werden. Aber«S besteht ein tiefgehender Nnkerschied zwische/ der damaligen Situation und den jetzt in Frage stehenden Reden. Damals konnte man schwere Schädigungen der deutschen Interessen mit Recht fürchten, heute handelt es sich nur um persönliche Anschauungm des Monarchen, die getragen sind von hohem sittlichen Pflichtgefühl, tiefer Religiosität und Liebe zum Vaterland. Einzelne Aeußerun- gen der Königsberger Rede ertragen gewiß eine Kritik. So hat der Kaiser die Frau im Hause als das Ideal hingestellt. Aber die Not des Kampfes umS Dasein hat heute viele Frauen aus diesem Ideal herausgerissen und sie gezwungem einen Erwerb zu suchen. Eine Folge davon ist dann auch die Beteiligung der Frauen an, polittschen Leben. Auf jeden Fall können wir eS nicht für nützlich gerade im Interesse der Autorität der Krone halten, wenn der Träger der Krone in den Mittelpunkt einer Diskussion gestellt wird, die dann bedauerlicherweise vielfach die gebotenen Grenzen überschreitet. Auch die Beuroner Rede können wir n i ch t a l s glücklich bezeichnen. Beruft sich dock, das Zentrum auf sie, um die Rückkehr der Jesuiten zu fördern. Wir müssen daher wiederholt den Wunsch aussprechen, daß der Träger der Krone sich möglich st e Beschränkungen auferlegen möge. Der Herr Reichskanzler würde sich den Dank des Volkes v-rdienen, wenn er bemüht wäre, nach dieser Richtung in den Bahnen seines Vorgängers zu wandeln.(Bravo! b. d. Natl.) Die Sozialdemokratie sollte ihre revolutionären und republikanischen Allüren aufgeben.(Lachen b. d. Soz.) Je schärfere Worte sie gegen die Monarchie findet, um so mehr werden die monarchisch gesinnten Teile des Volkes das Bedürfnis empfinden, sichaneine starke Monarchie anzulehnen.(Bravol b. d. Natl.) Abg. v. Paqer(Vpt.): Niemand denkt daran, dem Kaiser seine selbständige Ueberzeuaung oder sein Bekenntnis zum Christentum zu nehmen. Aber seine Worte„als Instrument des Herrn mich betrachtend, ohne Rücksicht auf Tagesmeinungen und Tages- ansichten, gehe ich meinen Weg" stehen im Widerspruch zur Ver- fassung. Unter dem„Gottesgnadentum" versteht man heute, daß ocr König von GotteSgnadcn die Grenze seines Willens nur in sich selbst oder in seinem Gott hat. Der deutsche Kaiser aber hat die Grenze seines Willens in der Ver° fassung des Deutschen Reiches.(Sehr richtig! links.) Die Anschauungen der Königsberger Rede in die Praxis übersetzt müssen den politischen Fortschritt hemmen.(Sehr richtig! links.) Diese Befürchtung ist noch verstärkt worden durch die Rede im Kloster Bcuron. Das Abkommen von 1903 besteht nach wie vor. ES wäre bedauerlich genug, wenn die Krone sich an das Versprechen deshalb nicht halten zu müssen glauben würde, weil der Reichstag damals die Erklärung nicht ausdrücklich als annahmepflichtiges Geschäft bezeichnet hat.(Sehr gutl links.) Wir verlangen von dem Kaiser nur, daß er sich als konstitutioneller Fürst fühlt, und wenn ex das nicht kann, daß er den sinter- schied zwischen seinem Fühlen und dem des Bolhs nicht immer wieder öffentlich betont.(Sehr richtigl links.) Der Satz, daß mit der steigenden Zahl der Reden eines Mannes ihr« Bedeutung abnimmt, gilt auch für die Reden des Kaisers. Möge uns der Reichskanzler davor bewahren, daß politische Kund- gedungen des Kaisers als etwas Alltägliches bewert«t werde». (Bravos links.) Abg. Dr. David(Soz.): Daß der schtvarzblau« Block die Ge- legenheit dieser Interpellation benutzen würde, um gegen die So- zialdemokratie Sturm zu laufen wußten wir von vornherein. Die Gelegenheit, sich an höchster Stelle beliebt zu machen, ist ja sehr günstig. DaS halten Sie für politisch nützlich, und so sehe» wir denn auch hier den Bund der Ritter und der Heilt, gen diesmal mit außerordentlicher Verve gegen uns anspringen. gunächst hat Herr Freiherr v. Hertling mit großem Pathos gefragt, ob wir dem Kaiser denn verwehren wollten, sich zun, Christentum zu bekennen. Das fällt uns Sozialdemokraten gar nicht ein. In unserm Programm steht„Religion i st Privat- fache". Dieses Recht billigen wir selbstverständlich auch dem Kaiser zu. Wenn er bei irgendeiner Familienfeierlichkeit sich zu Christus, als dem«ingeborenen Sohne Gottes bekennt, so ist das seine Privatsache. Wir würden das niemals zum Gegenstand einer politischen Aktion machen. Wenn er gine Weltanschauung vertritt, die vollkommen unberührt erscheint von den Ergebnissen der kri- tischen Philosophie seit Kant, wie auch von den Ergebnissen der ge- samten modernen Naturforschung, so«st das ganz seine Sache. Und wenn er die Mächte des Mittelalters ausfordert, den Kampf gegen das 90. Jahrhundert aufzunehmen, so beantwortet man auch das böchstens mit einem resignierten Lächelm Aber das Recht auf eine Weltanschauung sollte Herr v. Hertling auchanderenLeuten zugestehen. Wenn er glaubt, denen, die nicht mxhr auf dem Boden eines dogmatischen Gottesglaubcns stehen, entge genwerfen zu dürfen, das sei ein„freches Bekenntnis zum Atheismus", so tritt aus diesen Worten allein schon der Geist zutage, der tm Grunde seiner Weltanschauung schlummert. Wenn Sie Ihr«., reli- giösen Empfindungen geschont haben wollen, und das ist eine Sache, der wir auch das Wort reden, dann schonen Sie aber auch die Weltanschauung jedes Menschen, welcher Art es sei.(Sehr richtig? b. d. Soz.) Es handelt sich hier um ganz etwas anderes. Wenn jemand aus seiner religiösen Grundanschauung heraus staatsrechtliche Kon- equenzen zieht, die im Widerspruch zur Reichsverfassung stehen, so st es eine Pflicht der Bolksvertretung, das mit aller Energie znrllck- zuweisen. Daß die Königsberger Rede keinen politischen Charakter trägt, glauben die Herren ja selbst nicht. Jedenfalls hat sich Ihre Presse ganz anders ausgesprochen. Die„Kreuzzeitung" schrieb da- mals:„In den Novembertagen war es die Hoffnung der Liberalen und Demokraten, daß der König sich entmündigen lassen werde. Was das Parlament beschloß, dem sollte sich der König fügen. E« war aber nicht anzunehmen, daß sich der König auf die Dauer ins Unrecht setzen ließ, und so hat er am LS. August— das ist die Königsberger Rede— seine Auffassung von den Rechten und Pflichten des Königs von Preußen wieder einmal scharf und deut- lich ausgesprochen." Also das führende Organ der Rechten hat sehr wohl verstanden, was die Königsberger Rede sein sollte. Es ist charakteristisch, daß man das Versprechen des Kaiser» dadurch aus der Welt bringen will, daß man sagt. eS sei auf Zeit gegeben. Die „Deutsche Tageszeitung" betonte aus Anlaß der Königsberger Rede, daß das Recht der„Krone" ausschließlich aus Gottesgnaden beruhe. Und die Berliner„Neuesten Nachrichten", ein sreikonservatives Blatt, schrieben, das Deutsche Volk hat sich seit dem November 1908 in einem I r-r t u m befunden. Wir sind heute, wo wir damals waren.(Hört, hört! bei den Sozialdemokraten.) Auch die„Tag- liche Rundschau" sprach davon, dgß die Königsberger Rede auf den Gang der inneren Politik in einem Sinne einwirke, der nicht vonNutzenseinkönne.(Hört, hört! links.) Und was schrieb die Zentrumspresse? In der„Kölnischen Volkszeitung" hieß esi „Die Aera Bülow ist endgültig vorüber, das beweist am besten die Königsberger Rede. Der Kaiser fühlt sich der Fesseln ledig, die«r sich damals auferlegt hat." Sollten sich die Dinge so verschoben haben? Nein, die Parteien haben ihre Stellung verschoben, sie halten es heute nicht für opportun, das zu sagen, was ihre eigene Presse über die Rede geschrieben hat. Also der Versuch, es so hin- zustellen, als hätten wir Sozialdemokraten die Sache vom Zaune gebrochen, fällt vollkommen zu Boden. 1908 sagte auch Herr v. Hertling. daß in dar modernen Zeit auch der Träger der höchsten Macht es sich gefallen lassen müsse, der Kritik der Volksvertretung unterzogen zu iverden, wenn er durch seine Handlungen Anlaß dazu gebe.(Hört, hört! bei Pen Sozialdemokraten.) Inzwischen ist das Zentrum umgefallen, um sich oben lieb Kind zu macheu. Nun be- streitet man, daß das Bekenntnis zum Gottesgnadentum im Wider- spruch stehe mit der Verfassung. Da erinnere ich, daß der Kaiser früher selbst deutlich hat erkennen lassen, wie er dies Bekenntnis meint, und darauf kommt es doch an, wenn es sich um die staatsrecht- liche Tragweite dieses Bekenntnisses handelt. In das goldene Buch des deutschen Volkes, das zur Jahrhundertwende von der„Illustrier- ten Zeitung" herausgegeben wurde, hat der Kaiser eingetragen: „Von Gottes Gnaden ist der König, daheristerauchnurdcm Herrn allein verantwortlich.(Hört, hört! bei den So- zialdemokraten.) Er darf seinen Weg und sein Wirken nur unter diesem Gesichtspunkte wählen. Diese furchtbar schwere Berank. Wartung, die der König für sein Volk Irägk, gibt ihm auch das An« recht auf treue Mitwirkung seiner Untertans n." Wir müssen das zurückweisen. Wir sind keine Untertanen, sondern freie Staatsbürger. Wenn man von der Auffassung ausgeht, daß die Staatsbürger Untertanen sind, dann allerdings gibt es keine koordinierte Instanz, dann steht das Parlament im Subordinations« Verhältnis zum Kaiser, und dagegen haben wir die ernste Pflicht, uns mit aller Energie zu wehren.(Sehr wahr! bei den Sozial- demokraten.) Man hat dann darüber gestritten, ob die preußische Königskrone aus eigener Macht stammt, oder unter Mitwirkung der Volksvertreter zustande gekommen ist. Nun jedenfalls hat das preußische Volk einmal die Krone aufgerichtet, als sie zu Boden lag. Das war in den sogenannten Befreiungskriegen, und damals wurde dem Volk von der Krone ihre Verfassung ver- sprachen, auf die das Volk allerdings lange warten mußte. Für das Reich aber liegt die Sache einwandfrei klar, die Kaiserkrone ist nicht aus eigener Machtvollkommenheit genommen worden, sondern sie ist vom Parlament verliehen worden. Sie beruht ans einem Ver- trag zwischen den deutschen Fürsten, und dieser Vertrag wurde rati- fiziert von sämtlichen deutschen Landesvertretungen. Auch der Norddeutsche Reichstag hat damals seine verfassungsmäßige Zu- stimmung zu dem Vertrage gegeben. Wenn man aber unter Gottes- gnadentum nur versteht, daß man das, was man von Macht hat, der göttlichen Macht verdankt, so ist von dem Standpunkt auch der Reichstag von Gottes Gnaden da.(Sehr gut! links.) Ja von dem Standpunkt aus sind auch wir Sozialdemokraten hier von Gottes Gnaden.(Heiterkeit bei den Sozialdemokraten.) Bei der Eröffnungsfeier dieses Reichstages be- tonte ja auch ein Oberhofprediger, daß die letzte Reichstagswahl«in Werk Gottes sei. Nun dann müssen Sie aber auch die Resultate der Nachwahlen als das Werk Gottes anerkennen und müssen sich sagen: Wir müssen uns schwer versündigt haben, daß bei jeder Nachwahl die sozialdemo- kratischen Stimmen so zunehmen.(Heiterkeit und sehr gut! bei den Sozialdemokraten.) Wir dürfe» nicht dulden, daß die Bedeutung des Reichstages herabgedrückt wird, auch nicht in de» Vorstellungen der maß- gebenden Personen, denn diese können sich zu Handlungen ver- dichten. Wir sind als Reichstag die unmittelbaren Beaus- tragten des Volkes, eine souveräne Instanz neben dem Bundesrat,' nebe» dem Kaiser, nicht unter dem Kaiser.(Sehr richtigl links.) Die Minister sind die Funktionäre der Volksver- tretung, wenn sie auch der Form nach vom Kaiser ernannt iverden. Diese Anschauung weist den Ministern eine viel würdigere Stellung zu, als die ist, die st« heute haben. Ich erinnere an die Stellung der englischen Minister ihrem König gegenüber. Wen» ein deutscher Minister dem Kaiser gegennbertritt, so fühlt er sich vollkommen als Beamter, der durch die. Ungnade seines Herrn gestürzt werden kann; ein englischer Minister aber tritt als Beauftragter der großen Mehrheit des englischen Volkes dem König von England gegenüber. Auch die Stellung, die wie dem Kaiser zuweisen, ist im Grunde genominen weit würdiger, als hie auf Grund des Gottesgnadenprinzips. Wenn auch der Fürst erklärt, er sei nur verantwortlich vor den« himm- lisch«» Herrn, so ist er natürlich doch nicht in der Lage, durch seine «Sachkenntnis und Arbeitsfähigkeit etwa wirklich sachlich zu Herr- schen. Er ist abhängig von per Giftatmosphäre deS höfischen Byzantinismus, wie es Herr v. Zedlitz einmal nannte, Wir erkennen dem Kaiser gern den Einfluß zu, den er durch das gcivii t. was er wirklich leistet, abex wir weisen den Anspruch scharf zurück, daß er über alles gebieten könne, lediglich auf Grund eines erblich formalistischen Rechts, was nur dazu führt, daß das Instrument oes Himmels schließlich das Instrument irgendwelcher Herren ist, die man als ungekrönte Könige von Preußen be- zeichnet.(Sehr gutl bei den Sozialdemokraten.) Der Gegensatz zwischen den Anhängern des Alten und den Anhängern des Neuen hat eine Schärfe erreicht, die sehr leicht zum Konflikt und zur Katastrophe führen kann. Man sollte denken, daß auch einsichtsvolle Konservative sich mit modernen Anschauungen abzufinden wissen sollen. Statt dessen mehren sich seit der Zusammenkunft des Kaisers und des Zaren in Potsdam die konservativen Stimmen, die ein deutsch-russisches Bündnis zum Schutz der konservativen Wellanschauung forden«, die eine Erneuerung der heiligen Allianz erstreben. Es fehlt nur noch der alte Franz Joseph, der aber ist, glaub« ich, zu klug pazu. Daß er trotz seines Alters die modernd Zeit begreift, hat er durch sein Eintreten für das allgemeine Wahlrecht bewiesen. Ich glaube nicht, daß der die Wege Metternichs«wandelt. Bezeichnend für die Neigung, die heilige Allianz zu erneuern, ist e» auch, daß wieder die preußischen Konservativen sich als die wahren Patrioten bezeichnen. So war es auch in jener Zeit, als die Feind- schaft gegen die deutsche Einigung das Kennzeiche» des patentierten preußischen Patriotismus>var.(«Sehr wahrl links.) Bismarck war gewiß kein Freund der Sozialdemokratie. Er hat durch seine soziale Verständinslosigkeit dazu beigetragen, die {roletarische Bewegung zu beschleunige». Aber an Einsicht in die lotwendigkeit der Zeit ubertraf er doch bei weitem die heutigen Konservativen. Namentlich übertraf der Handlanger sehr den da- maligen Träger der preußischen Krone, per nur mit Mühe zur An- »ahme der Kaiserkrone gebracht werden konnte.(HörtI hört! bei den Sozialdemokraten.) Bismarck hat unbeschadet seiner konserva- tiven Richtung bedeutsame Forderungen des Liberalismus akzep. tiert, und er hat das allgemeine Wahlrecht eingeführt, daS den heutiflen Konservativen so verhaßt ist. Sie aber(nach rechts) wan- dein nicht auf den Spuren Bismarcks, sondern auf den Spuren Metternichs. Sie wollen durch Gewaltmahregeln das Neue ver» hindern und das Alte konservieren. Bezeichnend für die reaktionär? Strömung ist auch die W der Beuroner Repe proklamierte neue Firma«Thron und Altar". Diese Firma meldete sich auch in der heutigen Rede des Frei- Herrn v. Hertling an. Der Thron soll vom Altar Unterstützung gegen die Demokratie erhalten, der katholische und orthodox- lutherische Altar soll dagegen vom Staate Hilfe gegen den Mo- dernismus bekommen. Der Dritte in der Firma ist dann der Besitz oder, wie Herr v. Oldenburg so schön sagt, das große Portemonnaie.(Heiterkeit und Gehr gut! bei den Sozialdemo- kraten.) Der Kanzler erklärte vorher: Die Potsd'amerRckruten- anspräche überschreite in keiner Weise die versassungmäßigen Befugnisse des Kaisers. Der Kaiser bestreitet in der Rede an die Rekruten, daß ein Konflikt zwischen Pflicht und Gewissen möglich sei. Das stimmt aber keineswegs. Im M i l i t ä r st r a f g e f e tz- buch wirb ausdrücklich betont, daß die Militärpcrsonen, die einen Befehl eines Vorgesetzten ausführen, von dem sie wissen, daß er strafbar ist. der Strafe der Teilnehmer sich aus- setzen. Im zivilen Strafgesetzbuch nun befindet sich ein Para- graph, der m i t Z u ch t h a u s st r a f e den bedroht, der es unter- nimmt, den Reichstag zu sprengen oder gewaltsam zur Fassung oder Unterlassung eines Beschlusses zu nötigen. Zum Begriff des Unternehmens gehört auch unstreitig eine Aufforderung nach Art der deZ Herrn von Oldenburg.(Lebhaftes Sehr gut! bei den Sozialdemokraten.) Ich kann dem Reichskanzler nur eindring- lich das Studium des Militäritrafgesetzbuches und des Strafgesetz, buches eisipfehlen. Es handelt sich da um sehr aktuelle Dinge. ES mehren sich die Empfehlungen selbstherrlicher Eingriffe in die Reichsverfassung. Der fromme..Reichsbote" hat ausdrücklich de» Reichskanzler aufgefordert, aus dem Wege des Staats. st reich es durch kaiserliche Verordnung einOber- Haus einzuführen.(Hört! hört! bei den Sozialdemokraten.) Der RegierungSrat Martin hat in einem viel gelesenen Buche aus- geführt, daß der Kanzler mit einer Aendcrung des Reichstags- Wahlrecht» umginge.(Hört! hört! bei den Sozialdemokralen.) Anderswo ist mitgeteilt worden, daß der Kanzler nur auf den Ausfall der nächsten Reichstagswahlen warte, um den Widerstand gu brechen, den bisher noch die süddeutschen Fürsten einer Ver- schlechterung des Reichstagswahlrechts entgegensetzen. Aus Ausnahmegesetze war auch die heutige Rede des Herrn v. Hehdebrand gestimmt. Zu- nächst fordert Herr v. Heydebrand Verschärfung des Majestäts- beleidigungsparagraphen, natürlich im Sinne einer Ausnahme- Maßregel gegen die Sozialdemokratie. Er behauptet, daß sich die Sozialdemokratie in beschimpfenden Aeußerungen gegen den Kaiser erginge. Ich bestreite das auf das entschiedenste. Nicht Beschimp- fung, sondern scharfe Kritik wird von unserer Seite geübt. Auf der anderen Seite aber sind mehrfach Ausdrücke gefallen, die nicht im Konrplimentierbuch verzeichnet stehen; ich erinnere an„Rott e", „vaterlandslose Gesellen" und sonstige Schmeichel- namen. sHort! hört! bei den Sozialdemokraten.) Das Recht der Gegenwehr lassen wir uns nicht nehmen.(Sehr wahrl bei den Sozialdemokraten.) Während der Rede des Herrn v. Heydebrand hätte ich gern einen Kinematographen hier gehabt. Er richtete seine Rede an den Kanzler, als ob er an einen Untergebenen Befehle erteile, so als ob er etwa zu ihm sagen wollte: Du bist mein Instrument.(Große Heiterkeit.) Der Reichskanzler nickt mir zu.(Zuruf rechts: Er ist ja gar nicht im Hause.) Doch, Herr v. H e y d e b r a n d ist da.(Stürmische Heiterkeit und Sehr gut! links.) In der heutigen Verhandlung ist vom Zentrum und den Konservativen alles weggewischt, was in den N o v e m b e r t a g e n errungen wurde. Es war nichts da, sagte Freiherr v. tzertling. Es folgte auf die Novcmbertage die Finanzreform mit ihren Lasten für das Volk, aber was an Hoffnung für den Fortschritt der Selbstverwaltung vorhanden war, ist weggewischt. Diese Klärung ist doppelt gut angesichts der gestrigen Erklärung des Herrn Mermuth, daß das deutsche Volk sich noch gefaßt machen müsse auf weitere neue Steuern. Wohin Sie mit Ihrer Weisheit kommen werden, wird die Geschichte lehren. Die Regierung wird die Wege gehen wollen, die zur Katastrophe führen. Das ist der Sinn Ihrer Sammlungspolitik. Wir setzen Ihren Sammlungs- rufen andere gegenüber, wir rufen alle die zur Sammlung auf. die für die gesunde Entwickelung unseres Volkes bessere Einsicht haben. Herr v. Heydebrand hat uns als vaterlandslos bezeichnet; das weisen wir zurück. Sie(nach rechts) freilich wollen das Vater- land lediglich zu einem Jagdgrund für die Privilegierten machen. Deshalb aber verzichten wir nicht aus das Vaterland, wir wollen es zur Kulturstätte für das ganze Volk machen. Ich freue mich, daß die Fortschrittliche Bolkspartei hier energische Töne gefunden hat und an unserer Seite kämpfen will. Der Links- liberalismus hat sich niemals mehr geschadet, als wie er mit Ihnen (nach rechts) ging. Diese Regierung ist todbringend für.den Liberalismus, �und Sie(zu der Volksparlei) können sich gratu- lieren, wenn Sie den Kampf für den Fortschritt der Nation an der Seite der Sozialdemokratie kämpfen. Zur Sammlungspolitik rufen wir auch die Frauen auf. Als ihnen in der Königsberger Rede der Rat gegeben Wurde, sich nicht um Politik zu kümmern, wurde ihnen als Muster eine Frau borgeführt, die gerade wegen ihres hohen politischen Geschickes von ihrem Enkel gerühmt wird.(Abg v. Dirksen(Rp.): Als Königin!— Große Heiterkeit.) Also die Königin darf sich er- lauben, Politik zu treiben, nur die Arbeiter- flauen nicht. Es war ja auch an demselben Tag, an dem die Rede gehalten wurde, eine Tochter des Kaisers in der„Woche" in der Uniform eines Kavallerieregiments dargestellt. Das war wohl auch eine Betätigung hausfraulicher Pflichten und Fernhalten von allen Dingen, die den Frauen nicht ziemen.(Sehr gut! bei den Sozialdemokraten.) Die Herren, die das Ohr des Königs haben, sollten ihn doch auf so krasse Widersprüche aufmerksam machen. Ich hoffe, die Frauen werden sich die Königsberger Rede gemerkt haben und sie werden auf unserer Seite fechten, und wir werden in den Kampf ziehen mit der Losung: Des Volkes Wvhl ist daS oberste Gesetz.(Bravo I bei den Sozialdemokraten.) Abg. v. Dirksen(Rp.): Hätten wir beschlossen, daß mit Jnter- pellationen Anträge verbunden werden, so hätten wir heute einen Beschluß fassen können, daß diese Interpellationen und ihr« Be- sprechung eine Zeitvergeudung sind. Ein gutes hat die Be- sprechung gehabt, ersten? das offene Bekenntnis der Sozialdemokraten zur Republik und zweitens das offene Zusammengehen der Freisinnigen mit der Sozialdemokratie. DaS werden wir uns für die Wahlen merken. Die staatsrechtlichen Deduktionen des Herrn v. Payer waren nicht so einleuchtend für mich wie die des Herrn v. Hertling. In seinen weiteren Ausführungen freut sich der Redner über die Ausführungen des konservativen Redners über ein Arbeits- Willigengesetz, rühmt die Königin Luise, di« als Königin nicht mehr Rechte hatte, wie jede Arbeiterin, aber mehr Pflichten, preist, w i e gut es den deutschen Arbeitern gehe, dank der großartigen deutschen Sozialpolitik, bestreitet die Absicht eines StaalSstreichs trotz der Vorgänge in Moabit, die dazu anreizen könnten, und jammert dann über die Hetze, die seit Jahren gegen den Kaiser getrieben wird, der doch ein so guter Christ und deshalb fern von ollen absolutistischen Gedanken ist. Abg. Liebcnnann v. Svnnenberg(Wirtsch. Vg.) erklärt, daß die Reden des Kaiser? keine Regierungsakte, sondern eine Mahnung zur Einigkeit an das Volk enthalten: der Reichstag habe daher kein Recht, an diesen Reden Kritik zu üben. Hierauf wird ein Antrag auf Schluß der Besprechung ange- nom men. Der nächste Gegenstand der Tagesordnung ist die Interpellation Dr. Ablaß n. Gen.(Jortschr. Vp.) betr. Vorlegung des Entwurfs eines Gesetzes über die Pensionsversscherung der Privatangestellten. Auf die Anfrage des Präsidenten erklärt sich Staatssekretär Dr. Delbrück zur sofortigen Beantwortung der Interpellation bereit. Zu ihrer Begründung erhält das Wort Abg. Dr. Mugdan lFortschr. Vp.). Ueber die Notwendigkeit dieser Versicherung braucht nicht mehr gesprochen zu werden. Die Privatangestellte» sind sehr enttäuscht, daß der Entwurf nicht mehr in dieser Session vorgelegt werden soll. Hierüber Klarheit zu schaffen, ist der Zweck der Interpellation. Staatssekretär Dr. Delbrück: Trotz starker Belastung mit anderen Arbeiten ist der Entwurf ausgearbeitet worden. Er liegt gegenwärtig dem preußischen Ministerium vor. Sobald dieses seine Entschließung gefaßt hat, geht der Entwurf an den Bundesrat. Ich werde mich jedenfalls weiter bemühen, die Angelegenheit tun- lichst zu fördern. Auf Antrag des Abg. Dröscher(kons.) wird die Besprechung der Interpellation beschlossen. Abg. Dröscher(kons.) ist von der Antwort der Regierung be- friedigt. Die Interpellation sei wohl nur aus wahltaktischen Gründen eingebracht. Abg. Nacken(Z.) hofft, daß der Entwurf noch vor Weihnachten publiziert und in dieser Session erledigt werde. Die Abg. Liebcrmann v. Svnnenberg(Ant.) und Binz(Rp.) begrüßen die Erklärung des �Staatssekretärs mit Freude und Ge- «rugtuung. Abg. Robert Schmidt(Soz.): Ich habe eine Antwort des Staatssekretärs auf die gestellte Frage vermißt. Bei der preußischen Re- gierung und beim Bundesrat bleiben Borlagen oft stecken, und der Staatssekretär sagte nicht, ob sie noch in dieser Session �u ex- warten ist. Wenn sie kommt, werden die Privatangestellten rn be- zug auf manche ihrer Forderungen leider enttäuscht werden. Meine Freunde werden sich jedenfalls bemühen, den Wünschen der Privatangcstellten gerecht zu werden. Nach weiteren Bemerkungen der Abg. B e ck h(natl.), We r n e r jfAnt.), KulerSki(Pole), Mugdan(Fortjchr. Vp.) und D r ö f ch e r(kons.) schließt die Besprechung. Die Beantwortung der Interpellationen über die R e b s ch ä d- l i n g e wird vom Staatssekretär Dr. Delbrück für einen Tag der zweiten Hälfte nächster Woche zugesagt. Damit ist die Tagesordnung erschöpft. Nächste Sitzung: Montag, 2 Uhr.(Gesetz betr. Schutz des Bau knoten papiers gegen Nachahmung. Erst? Lesung der Schiffahrtsabgaben.) Schluß 5% Uhr._ Die Moabiter Vorgänge vor Gericht. Dreizehnter Tag. Zu Anfang der gestrigen Sitzung beantragt Rechtsanwalt Ulrich, den Vo» ihm vertreienen Angeklagten Schulz aus der Unterfuckmugshafl zu entlassen.— Rechtsanwalt Heine- mann weist darauf hin. daß dieselben Gründe, welche für die Ent- lassung des Angeklagten Schulz gellend gemacht werden, auch für die Entlasiuiig des Augeklagte» Wand sprechen, weil beide Auklagefälle eng zusammenhängen.— Rechtsanwalt Cohn bemerkt, die vorgetragenen Enrlassungsgrüude treffen auch für alle anderen in Haft befindlichen Angeklagten zu.— Bei dieser Gelegenheit wird auch darauf hingeiviesen, daß es voraussichllich noch lange dauern werde, ehe das Gericht zur Erörterung der einzelnen Anklagefälle kommen werde. Landgerichtsdirektor Liebe r bemerkt dazu: Die Erörterung des allgemeinen Teils solle heut(Sonnabcud) unter allen Umständen vorläufig beendet werden. Am Montag soll die Beweiserhebung über die Einzelfälle begmnen. Lew eisantrüge. Rechtsanwalt Cohn beantragt die Ladung des Chefarztes des katholischen Krankenhauses, Professor Dr. Rotier und seiner beiden Söhne. Diese drei Zeugen sollen bekunden, daß auch sie zu denen gehören, die am 38. September von Schutzleuten ohne Grund mißhandelt wurden.— Erster Staatsanwalt Stein- brecht beantragt die Ladung von sünf Zeugen, die er aus einer großen Zahl von Personen, die fich in letzter Zeit bei ihm meldeten, ausgewählt hat. Alle diese Personen hätten Beobachtungen gemacht über das Verhalten des Publikums, der Ausrührer und der Polizei. Auf Antrag des Ersten Staatsanwalts äußert sich Polizeimasor Klein über die Brrpficgmig der Polizcibcamtcn auf dem Kupferschcn Kohlcnplatz. Polizei major Klein sagt: Es sei hier so Hingestell» worden, als ob die Beaniten Geschenke vom Kohlensyndikat bekommen hätten. Das sei nicht an dem. An einem der ersten Tage der Be- legung des Kohlenplatzes durch Bearute sei angefragt worden, ob den Schutzleuten etwas gegeben werden dürfe. Er habe das ge- stattet mit der ausdrücklichen Anordnung, daß alles, waS den Schutzleuten verabreicht wird, bezahlt werden soll. Es solle der Polizei. die Rechnung daiübcr eingereicht werden. Daß den Schutz- leuten Schnaps gereicht werde, habe er verboten. Bier habe er gestaltet, Kaffee babe er besonders empfohlen. Aach dem Streik sei der Frau des Lagerverwalters Lorenz ihre Liquidation über die Berpflegung der Schutzleute mit llBL.&O M. bezahlt worden.— Rechtsanwalt Cohn: Die Verteidigung zweifelt keinen Augen- blick an der Richtigkeit der Angaben des Major Klein, aber es ist nicht alles zu seiner Kenntnis gekommen. Wir stellen unter Bemcis, daß den Schutzleuten aus dem Kohlenplatz Schnaps in großen Mengen gereicht worden ist und daß nach dem Streik mehrere hundert Schnapsflaschen, die a»f dem Kohlenplatz von Schutzleuten geleert worden sind, verkauft wurden. Es müssen also de» Schutzleuten außer den offiziell gestatteten Verpflegungen noch andere gereicht wo, den sein.— Polizeimajor Klein bemerkt. davon wisse er nichts. Wenn es geschehen sein sollte, dann sei es gegen seine Anordnung geschehen.— Ein Angeklagter sagt, er habe a» einem der ersten Tage des Streiks geiehen. daß in unmittelbarer Nähe de« Kohlenplatzes ein total detrunkcncr Schutz- mann mit einer Zigarre im Munde und dem blanken Säbel über der Schulter die Straße entlang ging.—■ Ueber dieie Episode werden einige von dem Angeklagten angegebene Zeugen benannt. StaarsanwaltStelzner will vom Ze ugenBerthold noch näheres über sein Gespräch mit Pastor Schwebel hören.— Berthold sagt darauf, Pastor Schwebe! habe seine Ansicht dahin geäußert, daß die jozialdemokratiiche Organisation an dem Uebersall auf ihn und an den Unruhen schuld sei I— Rechts- an w alt Rose»seid beantragt, den Pastor Schwebet nochmals zu laden und ihn dem Zeugen Berthold gegenüberzustelle».— Daö Gericht beschließt die sofortige Ladung SchwebelS und behält sich die Beschlußfassung über die anderen Anträge vor. Auf Antrag des Staatsanwalts solle» noch einige Polizeioffiziere geladen werden, von denen die SlnatSamvaltschaft annimmt, daß sie die Angaben des Zeugen Dr. Kochmann abichwäche» oder widerlege» können.— Rechtsanwalt Heine: Wenn noch so viele Zeugen auftreten, welche die vo» Dr. Kochman» bekundeten Vorgänge nicht gesehen haben, so werden doch dadurch die positiven Angaben dieses Zeugen nicht widerlegt. Wenn nach jeder für die Polizei ungünstigen Aussage ein halbes Dutzend neuer Zeugen ge- laden werden, dann sehe ich allerdings kein Ende dieses Prozesses. Zur GcnchmigungSverweigrrung der Polizei. Rechtsanwalt Heine: Der Polizeipräsident hat eS ab- gelehnt, den von uns angegebenen Beamten die generelle Genehmi- gung zu erteilen, über alles, waS mit den Moabiter Siraßenvor- gangen zusammenhängt, auszusagen. Wir sollen im einzelne» an- geben, über was die Zeugen vernommen werden sollen. Wir bean- tragen deshalb: t. Herr» Polizeikommiffar Kuhn, Polizeirat Dr. Henninger und Oberregieruugsrat Hoppe und Major Klein- die Geuehnrigmig zur Aussage darüber zu geben, welche Beamten des Polize>präfioiums aus der Schutzmarmschaft, der Kriminalabteiluug 4, der Sittenpolizei. der politischen Polizei, und ob außer ihnen Bigi- l a n t e n, Polizeiagen:«» oder andere Perionen>n den Tagen vom 10. bis 30. September in Moabit beschäftigt gewesen sind. Die Besragung soll sich richten auf die Be- leiligung jeder Abteilung für sich und die Zahl der beschäftigten Beamte», die Tage, an denen sie beschästigt worden sind, die Orte in Moabit, an denen sie tätig gewesen sind, und auf die Kleidung dieser Personen. An diese Zeugen soll ferner die Frage gerichtet werden, ob es richtig ist, daß einige Kriuiiualbeamteu von ihren uniformierten Kollegen geschlagen worden sind; insbesondere, ob ein Beamter der politischen Abteilung, welcher Arbeiterkleidung angelegt hatte, ziemlich schwer verletzt worden ist. Ferner hatten wir beantragt, daß den Beamten auch die Ge- nehmigung erteilt werde, auszusagen, ob die Polizei mit den Zrituiigsbcnchlen über die Moabtter Vorgänge in Verbindung steht. Der Polizeipräsident gibt uns anHeim, die verantwortlichen Redakteure zu beuemien. Wir lehnen es ab. einen Rat entgegen zu nehmen und bitten das Gericht, den Polizeipräsidenten um Antwort auf diesen Teil des Antrages zu ersuchen. Hierauf wird die» Zeugeiivernchmung fortgesetzt. Fräulein Lotte Bolz hat mitangesehen, wie die englischen Journalisten ohne jede Beranlassnng von Schutzleuten verhauen wurden.-- Der Zeuge Eschcnborn macht dieselben Angaben. Der Zeuge Neß begegnete, als er von der Arbeit nach Haufe Jng, eiueni Kupfer scheu Kohlenwagen, der von sechs bis acht Schutz- leute» begleitet war. Der auf dem Wagen sitzende Arbeitstvilllge zog einen Revolver und bedrohte damit die Stras;cnpaisa»tcn. Der Arbeitswillige selb st war in keiner Weise bedroht. Der Zeuge ersuchte einen Schutzmann, dem Arbeitswilligen den Revolver abzunehmen, damit er kein Unheil anrichten könne. Der Schutzmann lacht« de« Zeuge« höhnisch in« Gesicht und ging weiter. — Vorsitzender: Wurde auf die den Wagen begleitende Schutzleute mit Steinen oder Kohlen geworfen?— Zeuge: Nein, es waren ja nur friedliche Leute aus der Straße. K a u f m a n n H e i m a n n hat gesehen, daß Schutzleute auf eine Gruppe von etwa 30 Personen eine Attacke ausführten. Das war in der Nacht, als in der Rostocker Straße ein Feuer brannte. Die von den Schutzleuten attackierten Leute standen ganz ruhig da nnd sahen zu, wie das Feuer brannte. Nur ein Mann sang ein Lied in süddeutscher Mundart. Da kam eine Anzahl Schutzleute. Sie schlüge» von allen Seite» auf dir Leute ei» und triebe» sie die Straße entlang, wo eine andere Gruppe von Schutz- leute» stand. Es war also nicht möglich, den Schutzleuten zu ent- lommen. Feststellung eines Schlägers abgelehnt. Er ersuchte einen Polizeileutnant um die Feststellung cknes Kriminalbeamten, der den Mann ins Gesicht geschlagen hatte. Der Leutnant wies den Mann zurück. Als dieser sagte:„Aber, Herr Leutnant, ich bin doch ein anständiger Mensch," ries der Polizeileutnant:„Halten Sic das Maul, laufen Sie!" Frau Gehring hat mehre Fälle von Mißhandlungen durch Polizeibeamte beobachtet. Sie kam am 26. September dazu, als in der Rostocker Straße ein Kohlenwagen stand, den die arbeitswilligen Kutscher angeblich, Werl sie angegriffen worden sind, verlassen hatten. Die hintere Schütze des Wagens war zum Teil bochgezogen. so daß ein kleiner Teil der Kohlen aus die Straße fiel. Kinder, welche sich mit den Koblen zu schaffen machten, wurden von einem Schutzmaau mit dem Friß gestoßen. Em alter, ärmlich aussehender Mann, der Kohlenstiicke auflas und in die Tasche steckte, um sie für den Hausbedarf mitzunehmen. wurde von einem Polizeileutnant mit dem Säbel über den Rücke» geschlagen. Am Abend desselben Tages hat die Zeugin gesehen, daß eine Menge Schutzleute vom Kupferfchen Kohlenplatz kamen und einer dieler Schutzleute einen vorübergehenden jungen Mann ohne Veranlassung geschlagen hat. Bei einer anderen Gelegenherl hörte die Zeugin einen Schutz fallen. In demselben Augenblick fiel eine elektrische Bogenlampe, die vor einem Laden bramite, in Trümmer herunter. Anscheinend war die Lampe durch den Schuß getroffen. In der Nahe stand ein uniformierter Schutzmann und ein Kriminalbeamter. Sie muffen den Schutz gehört und die Lampe haben fallen sehen. Ader keiner von ihnen rührte sich. Die Zeugin nimmt an, einer der Beamten habe die Lampe heruntrrgeschossen. Weiter erzählt die Zeugin: einige Schritte vor ihr ging ein junger Mann, nnd als sie an ihn herankam, sagte er: Liebe Frau, gehen Sir nicht weiter. Sehen Sie, wie mich die Schutzleute zugerichtet haben. Dabei zeigte er seine Hände, die stark verletzt und n»t Blut beiudelt waren. Befragung von Zeugen durch Zeugen. Polizeileutnant F o l t e tritt vor und stellt mehrere Fragen an die Zeugin Gehring. Vom Verteidigertisch wird die Frage gestellt. ob es zu lässig sei. wenn ein Zeuge den andern fragt. Der Vor- sitzende bemerkt, das sei zur Aufklärung der Sache npiwendig. Er habe das auch bei anderen Gelegenheiten zugelassen.— Rechtsanwalt Heine: Sie wollen also diesem Zeugen gestatten, an andere Zeflgen Fragen z» stelle»?— B o r s i tz e n d e r: Ja.— Rechtsanw. Heine: Ich bitte das zu protokollieren.— Polizeileutnant Folte fährt hierauf fort, die Zeugin Gehring über den Boigang beim Kohlenwagen zu befragen und behauptet, bei dieser Gelegenheit habe kein Polizei- beamter geschlagen. Als die Leute anfingen. Kohlen aufzulesen habe einer der Schutzleute eine alte Frau daran hindern wollen. Er, Polizeileutnant Folte, babe aber dem Schutz- mann das untersagt. Die Zeugin Gehring bleibt mit a l lex B estimm th e it dabei, daß ein Polizei- leutuant einen alten Mann mit dem Säbel schlug. Sie gibt an. sie kenne diesen Polizeileutnant sogar, es sei der Vor st eher des Revier» in der Beufsel st ratze. Polizeileutnant Folte bemerkt dazu, das könne gar nicht richtig sein, denn zur fraglichen Zeil habe der Reviervorsteher an einer Konferenz auf de», Polizeipräsidium teflgeuommen. sei also gar nicht an der fraglichen Stelle gewesen. Einige Angeklagte melden sich und bestätigen, daß auch sie den von Frau Gehring bekundeten Vorgang mit angesehen haben.?>" Porzcllanmaler Klaus, seit 26 Jahren an der königlichen PorzeNanmanufaktilr beschäftigt, hat die Schutzleute Prieskorn und Sperling gewarnt, sich in die radaulustige Menge zu begeben, von der sie ipäter angegriffen wnrden. Diese Menge, sagt der Zeuge, bestand z u>„ e i st a us jungen Leuten. Eine Frage des Slaalsanwnlis noch seinem Eindruck über das Verhalten der Polizei beantwortet der Zeuge so: Am Montag. 26. September, habe ich die Schutzleute noch bedauert, nachher bekam ich einen gelinden Haß auf sie. denn ich habe gesehen. daßSchiitzleute ohne Veranlassung einen Mann fast totgeschlagen haben. Der Mann ging ganz allein und ruhig über die Straße. Andere Leute, die die Polizei hätten bedrohen können, waren nicht in der Nähe, trotzdem stürzten sich mehrere Schntzlente auf den Mann und schlugen ihn mit Säbel» nieder. Ei» Polizeiosfizier ah den Mann am Boden liege», er veranlagte aber nichts. Ferner hat der Zeuge gesehen, daß Leute, die vor den verfolgenden Schutzleuten in Häuser flohen, von de» Schutzleliten bis aus den Hos verfolgt wurden und daß Schutzleute bei solchen Gelegenheiten auch geschossen haben. Von Angrissen des Publikums aus die Polizei Haider Zeuge, der diese Beobachtungen vom Balkon seiner Wohu»iig aus machte, nichts bemerkt. Waffcnmrister Jnhl hat den Schutzmann Sperling, als dieser vo» einem Steinwiirf ge- troffen niederfiel, ins Haus gebracht. Die Meyge, tvelche den Angriff aus die beiden Schutzleute machte, bezeichnet der Zeuge als R o w d i e s. Einer aus der Menge habe beim Herannahen der Schutzleute gesagt: Dem wollen wir mal das Hemde ausziehen. � Staatsanwalt S t e l z n e r fragt den Zeugen, ob ihm für seine meiischenfremidliche Tat Vorwürfe gemacht worden seien.— Der Zeuge sagt, direkte Vorwürfe seien ihm nicht gemacht worden, aber Hausbewohner, die ihn sonst grüßlen, hätten das nachher unter- lassen. Schlosser Kegel gibt ebenfalls an, daß er die beiden Schutzleute gewarnt hat. sich in die Meuscheimieiige zu begeben, denn der Zeuge hatte kurz vorher gesehen, daß die Menge, die nur auS r a d a u l u st I g e n Elementen bestand, Laterne» einwarf.— Rechtsanwalt Heine: Sie sind Bezirksführer des fozialdtmokra- tischen Wahlvereins?— Zeuge: Ja.— Recht«- anmalt Heine: Und es lag Ihnen daran, die Schutzleute vor der gewalttätigen Menge zu schlitzen?— Zeuge: Jawohl. Frau Gehring benennt einige Zeugen dafür, baß Frauen von Schutzleuten Wasser und Sand aus de» Fenstern auf daS Publtlum schütteten. Rechtsanwalt Cohn bemerkt dazu, er führe zurzeit eine Klage, die anscheinend mit diesein Borfall zusammenhänge. Such in dieser Sache bandle es sich um die Feststellung, daß eine Schutz- mannsfrau Wasser und Saud aus dem Fenster geschüttet habe. Ferner überreicht Rechtsanwalt Cohn den schriftlichen Antrag betr. Ladung des Professors Rotter und seiner Söhne. Professor Rotter soll bekunden, daß er am 27. September, abends, in einer Droschke die Turinstraße entlang gefahren und dann zurückgegangen ist. Er ist dann mit seinen beide» Söhnen in eine Türnische getreten, um Menschen, die vor den Schutzleuten flohen, vorbeizulassen. Schutzleute mit gezogenen Säbeln haben sich dann auf Professor Rpiter gestürzt, der sich gber dem Schlage durch eine rasche Wendung noch entziehe» konnte, während seine beiden Söhne durch Säbelhiebe mißhandelt worden sind. Da» Gericht setzt die Beschlußfassung sth« alle Anträge auf tzastentlassung und aus Beweisaufnahme au». Polizeileutnant Rauschle tvird tlker den Von Frau Erbring geschilderten Vorfall am Kohlenwagen vernommen. Such er behauptet, es sei bei dieser Gelegenheit nicht geschlagen worden. Er sei dazu gelominen, als die beiden Wagen auf der Strasje stehen blieben. Arbeiter von Kupfer hätten um den Wagen herumgestanden und hätten geschimpft, weil vom Wagen herab ein Schuß abgegeben sein sollte. Die Arbeiter seien auf ihn eingedrungen. Er habe nur vier Schutzleute zu Fuß und zwei Berittene zur Verfügung gehabt. Diese Manu- tchaften hätten nicht ausgereicht, um gegen die Menge etwas aus- zurichten. Es ist behauptet worden, sagt der Zeuge, daß die sozial- demokratische Partei mit den Unruhen nichts zu tun habe. Dazu muß ich bemerken, bei dem eben erwähnten Vorfall trat ein Mann an mich heran, der sich als einen Verbandsvertreter bezeichnete. Er erbot sich, die Leute zu be- ruhigen. Ich sagte zu ihm, warum lassen Sie denn die Leute nicht arbeiten? Sie werden wohl auch nichts ausrichten können. Nun erbot sich ein Mann, die Gespanne nach Hause zu bringen. Aber der Verbandsvertreter untersagte ihm das, weil das Streik- arbeit sei. Weiter sagt der Zeuge, es sei bei dieser Gelegenheit mit Kohlenstücken von hinten geworfen worden. Dag Arbeitswillige angegriffen, hat der Zeuge nichl gesehen. Er will aber einen Schüg gehört haben, der zur Zeit, wo er an dem Kohlenwagen zu tun halte, aus einem Hause der Rostocker Straße abgegeben worden sei. R.-A. Rosenfeld: Der Mann vom Verbände hat Sie doch wohl unterstützen wollen?— Zeuge: Allerdings war das sein Bestreben, aber es gelang ihm nicht.— Rechts- a n w a l t R o s e n s e I d: Sie tagten, es sei ein Schuß aus einem Hauie gefallen. Wissen Sie nichl, daß von dem Kohlenwagen ge- fchoiien worden ist?— Z e u g e: Es ioll geschossen worden sein. Ich selbst habe es nicht bemerkt. Ein Mann verlangte von mir die Fcslstellnng des Kutschers, weil dieser geschossen hat. Ich sagte zu dem Manne, das weiß ich ja. beruhigen Sie sich doch und gehen Sie nur. Polizeileutnant Rauschte will an einem Beispiel illustrieren, daß die Polizeibeamten fälschlich der Mißhandlung beschuldigt würden. Er sagt, er habe selber gesehen. daß ein Betrunkener hinfiel und sich dabei verletzte. Dann sei der Mann zu ihm gekommen und habe gesagt: Nun sehen Sie mal, Herr Leutnant, wie mich die Schutzleute zugerichtet haben.— Rechtsanwalt Heine: Glauben Sie denn, daß Leute, die Säbelhiebe bis auf die Knochen haben, das auch nur fingieren? Der nächste Zeuge Polizeileutnant Werner, der auch wegen des Vorganges am Kohlenwagen vernommen wird. gibt an, daß er den alten Mann, welcher Kohlenjtücke auflas und in die Tasche steckte, mit dem Säbel geschlagen habe.— Vor- sitzender: Sie nahmen wohl an, der Mann wollte mit den Kohlenstücken werfen?— g e u g e: Ja, das»ahm ich an. weil schon andere gewoifen hatten. Aul weitere Fragen bekundet der Zeuge, daß er von keinem Wurf getroffen worden ist. Die Zeugin Frau Gehriug bestätigt, daß Polizeileutnant Werner derjenige ist. den sie als den Polizeileutnant bezeichnet hat, welcher den alten Mann mit dem Säbel schlug. Polizeileutnant Götze will auch ein Beispiel dafür anführen, daß die Partei mit den Moabiter Vorgängen in Verbindung stehe. Er sagt, es sei ein Mann wegen Landtriedensbruch angeklagt; derselbe habe ztigegebcn. daß er im Auftrage der Parteileitung täglich um 6 Uhr morgens per Rad nach Moabit fahren mußte, um als Ordonnanz tälig zu sein.— RechtSanw Heine: Der Polizeileutnant verwechselt wieder Partei und Gewerkschaft. Sein Beruf sollte ihn doch veranlasscu, den Uiilerschied zu kennen.— Der Erste Staatsanwalt bezeichnet hieraus einen Mann namens Stack als deitjeuigen. auf den sich die Angaben des PolizeileuMantS Götze beziehen.— RechtSanw. Rosenfeld bemerkt dazu, anscheinend handelt es sich hier um einen jungen Mann nameiis Willi Stock. Er ist angeklagt nicht wegen Land- friedensbruchs, sondern wegen Vergehens gegen Z 153 der Gewerbe- ordnung. Ich bin sein Verteidiger und kann mitteilen, daß Willi Stock am Streik des Personals der A p o t h e k e r g e n o s s e n- s ch a f t beteiligt war. Stock ist Radfahrer bei dieser Genossenschaft und mußte deshalb jeden Morgen um 6 Uhr nach Moabit radeln, um dort seine Tätigkeit auszuüben. Zeuge Kunze hat gesehen, daß die Arbeiterinnen der Glühlampenfabrik, als sie um 3 Uhr nach Arbeitsschluß nach Hanse gingen, von den Schutzleutcn fortgctrirbe» wurden. Ferner hat der Zeuge gesehen, daß ei» Schutz- mann einen anständig gekleideten Herren ohne Veranlassung stieß. Der Herr beschwerte sich darüber bei einem Polizeiossizier und dieser sagte: Machen Sie. daß Sie wegkommen... Der Herr wandte sich dann mit leiner Beschwerde an einen aiioeren Polizeioffizier, der wies ihn ab mit den Worten: Sie Affe, machen Sir, daß Sie weg- kommen! Weiter gibt der Zeuge eine eingehende Schilderung von dem, waS et selbst durch das gewalttätige Vorgehen von Polizeibramteu zu leiden datte. Der Zeuge ist Restauratcur in der Berlichingen- straße. Als ich vor meinem Laden stand, jagt der Zeuge, kam ein Schutzmann und verlangte, daß ich hineingehen sollte. Ich sagte, ich bin hier der Wirt und kann doch hier stehen. Aber der Schutzinann blieb dabei, ich solle hineingehen. Als ich dann in meinem Laden war, kam ein anderer Schutzmann hinein und verlangte, daß ich herauskommen sollte. Ich glaubte, ick sollte auk der Straße verhauen werden. Danim weigerte ich mich hinausziigehen. Da hielt mir der Schutzmann einen Revolver vor die Brust und sagte: Wollen Sie jctzt raus gehen, sonst schieße ich i Ich sagte zu dem Schutzmann: Gehen Sie hinaus, hier bin ich der Herr! Darauf antivortete der Schutz- mann' Sie sind ein S.... dreck, wir find hier die Herren! Da kam meine Frau hinzu und sagte zu dem Schutzmann: Lassen Sie doch meinen Mann zufrieden. Der Schutzmann aber sagte zu meinet Frau: Wenn Sie nicht das Maul halten, dann kriegen Sie eiuS. Der Zeuge hat diesen Vorfall dem Polizei- Präsidium mitgeteilt und u>n Angabe der Namen der beiden Schutz- leute ersucht, deren Nuinmer er sich gemerkt hatte. Eine A n t- wort auf diese Eingabe bat er bis heute noch nicht bekommen. Bei einer anderen Gelegenheit hat der Zeuge ge- sehen, daß em junger Mann in der Nähe von Schutzleuten über die Straß? ging. Ein Schutzmann fragte den jungen Mann, wo willst Du denn hin? Dieser antwortete, nach Hause. Na denn aber trab, sagte der Schutzmann. Nun raiinte der junge Mann. Und als er bei einem anderen Schutzmann vorbei kam, rief der Schutzmann Warum rennst Du Aas? und schlug den jungen Man» mit dem Säbel. Am 27. abends war der Zeuge in seinem Lokal. Da rief einer seiner Gäste:.Die Jalousie runterlassen, die Polizei schlägt die Scheiben entzwei!" Die Jalousien wurden hernieder- gelasien. Gleich daraus ivurde von draußen an die Jalousien ge- schlagen und gerufen:„Aufmachcu, sonst breche» wir aus!" Eine Türfüllung wurde von draußen cingcschlagrn und durch die Oeffrwng rief ein Schutzmann hinein:„Wenn Sie jctzt nicht aufmachen, dann schießen wir!" Die Schutzleute schlugen eine Haustürscheibr ein, brachen das Küchcirscilstcr ans und stiegen dort ein. Das Dienstmädchen schrie, als wenn sie totgeschlagen würde. Dann kamen die Sckuitzleute durch das Plival.zrmmer des Zeugen in den Laden. Wo ist der Keller. fragte ein Schutzmann? Die Frau des Zeugen wies auf den Eingang des Kellers. Der Schutzmann verlangte, die Frau solle vorangehen in den Keller. Die Frau sagte aber, nein, hier ist die Lampe, gehen Sie selber hinunter. Die Schutzleute haben weder im Keller noch sonst im Lolal jemand gefunden und gingen dann wieder ab. Der Zeuge kann sich nicht erklären, welchen Grund die Schutzleute zu diesem Vorgehen hatten. Vor seinem Lokal standen nur 3—4 Per- verantwortlicher Redakteur Richard Barth, Berlin. Für den sonen. 50—60 Schutzleute kamen und drangen in die Häuser ein. Daß Leute die Polizei angriffen und sich nachher in die Häuser flüchteten, ist in der Berlichingen st raße gar nicht vorgekonimen. stsift der Zeuge. Auf eine Frage des Rechtsanwalts Heine bemerkt der Zeuge noch: llnter den GZchäftslenten der Gegend herrscht die Ansicht, daß die Polizei ohne Veranlassung so scharf vorgegangen sei. Die Empörung hierüber sei allgemein. Ein Gerichtsvollzieher habe ihm milgeteilt, auch er sei von einem Schutzinann von seinein Balkon vertrieben worden. Der Schutz- mann habe gedroht, er werde ihn herumerschießen, wenn er nicht fortginge. Polizei„schutz". Zeuge KoszinSky. ein 17jShriger Kaufmanns- l e h r l i n g macht folgende Angaben: Ich kam am 23. abends von einer Konfirmatiolisfeier und wollte einen Bekannten in der Birken- straße besuchen. In der Wiclefstraße sah ich, daß eine Meiiicheii- menge von Schutzleuten zurückgedrängt wurde. Noch ehe die Menge mich erreich, Halle, ging ich zu ciiiem Polizeiosfizier und bat ihn u m S ck u tz. Ter Polizeioifizier lominandierte: Säbel raus, zur Attacke, marsch! Vier Schutzleute mit blanken Säbeln stürzten sich ans mich und schlugenmir über den Kopf. Ich brach zusamnien, raffte mich bald nachher wieder ans, fiel aber wieder hin. Die Schutz- leute schlugen nun auf die fliehende Menge ein. Ich halte vielleicht auch noch mehr Schläge bekonnnen, aber mein Onkel und mein Großvater hoben mich auf und brachten mich in einer Droschke ins Krankenhaus. Ich habe sechs Wochen im Krankenhaus gelegen. Sehnen- und Knochenverletzungen waren die Folge der Säbelhiebe. Vor der Vernehmung diejes Zeugen hat Rechtsanwalt Heine ge- sagt, der geheimnisvolle Mann mit dem Spitzbart ei zur Stelle und könne vernommen werden. Der Zeuge Berthold wurde deshalb telepbomsch herbeigerufen, um den Mann mit dem Spitzbart gegenübergestellt zu werden. Berthold war jetzt zur Stelle. Unter allgemeiner Spannung betrat in der Tal ein Mann mit einem Kneifer und eimm Spitzbarl den Saal. Es ist derJournalistUnger. Berichtersi alter des„Vor- w ä r t s". Der Zeuge Berthold ivirft einen Blick au ihn» j» d sagt: dos ist er nicht. Der Mann, den ich ge- sehen habe, ist viel größer und bat einen schwarzen Spitzbart. Ich habe heute einen Polizeibeamten gesprochen, der hat den langen Mann mit dem schwarzen Spitzbart auch gesehen. Berichterstatter Unger wird nunmehr als Zeuge vernommen und sagt auS: Ich bin vom 27. September an bis zur Zeit, wo alles in Moabit vorbei war, von abends S Uhr bis in die frühen Morgenstunden hinein in Moabit gewesen. Ich habe sehr viele Einzelfälle be- obachtet, die mir bestätigen, daß die Polizeideamteu in ganz linmotiviciter Weise gegen das Pudlilum vor- gegangen sind. Daß aus Fenstern und von Balkons geworfen worden ist, habe ich nichl gesehen. ES hat wohl manchmal ans der Straße geknallt, aber ich glaube nicht, daß dieS Scküffe waren, sondern daß es sich nur um die Explosion von Feuerwerkskörpern handelte. Auf eine Frage des Vor- sitzenden, ob er nickt in der Rostocker Straße gesehen habe, daß der Straßendamm mit Scherben bedeckt war uno ob auch dort nichl aus den Fenstern geworfen oder geschossen worden sei, antwortet der Zeuge: Bon alledem habe er nichts bemerkt, ob- ivohl er in der Nacht, wo die größten Aus- schreitungen in der Rostocker Straße vorgekommen sein sollen, diese Straße mehrmals im Automobil passiert hat. Wenn der Straßendamm mit Scherben bedeckt gewesen iväre. dann müßten doch die Gnmmii eisen des Auto- mobils beschädigt worden sein und der Chauffeur würde ge- wiß elwas davon gesagt haben. Der habe ihm aber keine derartige Mitteilung gemacht. Der Zeuge hat bei der Slraßeiibnbiifahrt ein Gespräch zwischen Schntzmanns- und Zivilpersonen mitangebört. Es war die Rede davern, daß es drei Sorten von Schntzmaiinssäbeln gibt. Einer der Schutzleute sagte, die kurzen Säbel hauen am besten, es sei ganz gut, wenn die Schutz- leute, nnchdrm sie lange ausgeruht haben, sich einmal ordentlich be- wegen können und: wenn die Säbel nicht gebrauch» werden, dann rosten sie ja. Auf die Frage eines Zivilisten, ob denn in Moabit noch was los sei, sagte der Schutzmann: Ach, ba ist nichts mehr los. die sind ja alle im Krankenhaus. An einem Abend, als der Zeuge mit dem Alilomobil durch Moabit fuhr, kam ein junges Mädchen an ihn heran und bat ihn: Lieber Herr, nehmen Sie mich doch mit. ich bin schon halb tot vor Auf- legung. Das Mädchen war glücklich, als sie im Automobil Schutz faud. Nach dem Ueberfall auf die englischen Journali st en konnte der Zeuge eine Automobil- droscht? zur Fahrt durch Moabit überhaupt nicht mehr bekommen, die Chauffeure sagten ihm: Nicht für 100 Mark machen wir die Fuhrt. Wir wollen nicht riskieren, daß der Wagen kaput geschlagen wird. Nach seinem allgemeinen Eindruck über das Verhalten der Polizei gefragt, sag! der Zeuge: Ich bin der Meinung, daß die Polizei vollstäiidig de» Kopf verloren hatte, und daß namentlich die Offiziere sehr nervös waren und ihre Erregung sich natürlich auch aus die unleren Beamten übertrug. Ucbcrfall durch einen Kriminalbeamten. Noch einen Einzelfall führt der Zeuge aus seinen Beobachtungen an. Als er mit noch zwei anderen Herren aus einer Bediufuis- anslall in der Tunnstraße heraustrat, löste sich von einer Gruppe von Schutzleuten, die in der Nähe standen, ein uniformierter Schutz- mann ab, dem sich ein Kriminalbeamter zugesellte. Die beiden Beanilen kamen über die Straße und taten so als wenn sie vo» den drei Personen gar keine Notiz nahmen. Plötzlich wurde einer von den drei Personen, ein junger Mann, vo» dem Kriminalbeamte» mit einem Knüppel ins Gesicht geschlagen. In barbarischer Weise wiederholte der Beamtb die Setiläge mehrere Male. Ein Polizei- offizier stand in der Nähe und sah den Vorgang ruhig mit an. Der Zeuge glaubt bemerkt zu haben, daß der Polizeioffizier dem Kriminalbeamten ein Zeichen gab, worauf dieser anihörte, den jungen Mann zu schlagen. Der jung? Mann hatte nicht die geringste Ber- anlassung zu diesem Ueberfall gegeben.— Rechtsanwalt Heinemann bemerkt hierzu, daß zwei von den geladenen Zeugen diesen Vorgang in ganz derselben Weise bekmiden können. Diese beiden Zeugen sind erst am Bußtage aus dem Kraiikeiihause ent- lassen worden, wo sie infolge der Mißhandlungen bis dahin gelegen haben. Der Vorsitzende bricht hier die weitere Vernehmung deS Zeugen ab, weil die Stunde des SitzmigSschlusses herangekommen ist. Weiter bemerkt der Vorsitzende, daß nunmehr die Zengeuvernehmung. soweit sie den allgemeinen Teil der Anklageschrift' betrifft, abgeschlossen sein soll. Am Montag soll die Erörterung der Einzekanklagefälle beginnen, wobei dann auf die einzelnen Vorgänge, die im allgemeinen Teil er- örtert worden sind, zurückgegriffen werden könne. Es seien bereits 73 Zeugen zum allgemeinen Teil veinommen worden. Rechtsanwalt Heinemann widerspricht dieser Absicht des Vorsitzenden nnd beaniragt, die Erörteruna des allgeineinen Teils noch fortzusetzen. Würde man, wie der Vorsitzende will, damit vor- läufig abbrechen, so wäre das eine Beschränkung der Verteidigung. Die Angeklagten sind angeklagt wegen Aufruhrs, Aufruhr bedeutet nach dem Gesetz eine Zusammenrottung, bei der Wider- stand gegen die Staatsgewalt geleistet wird, also eine Widersetzlichkeit gegen eine berechtigte Amtsausübiing. Wie das Gericht in dem Verbindungsbeschluß ausgeführt und eingehend begründet hat, stellen die Moabiter Vorgänge eine Einheit dar. Damit ist die Verbindung vom Gericht motiviert worden. Die Ver- teidigung will nun mit ihren Anträgen beweisen, daß in großem Umfang von einer Reihe von Beamten ohne gesetzliche Grundlage auf das Publikum eingeschlagen ist. Ein Widerstand gegen ein solches Verfahren würde eventuell Notwehr darstellen, keines- falls aber Wider st and gegen die Staatsgewalt fein, Snieratenteil verantw.: Ttz. Glocke, Berlin. Druck u. vertag: Borwärt«« denn diese setzt eine in seder Beziehung berechtigte Amts- Handlung voraus. Fehlt diese, so entfällt damit der ganze Begriff des Aufruhrs. Wenn die Verteidigung nun alle Fälle unter Beweis stellt, in denen unmotivierte Miß- Handlungen des Publikums vorgekommen sind, so zieht sie damit eine Tatsache in den Prozeß hinein, die nicht bloß für die Straf» frage, sondern direkt und ganz unmittelbar für die Schuldfrage von Erheblichkeit ist. Dies hat ja auch das Gericht durch die Erhebung der beantragten Beweise anerkannt. Man würde die natürliche, auf Grund des Gesetzes sich ergebende Disposition umkehren, wenn man erst erörtert, was die einzelnen Angeklagten getan haben und dann erst prüft, ob die entscheidenden gesetzlichen Tatbestandsmerkmale vorliegen, nämlich 1. Zusammenrottung, d.h. eine zu ungesetzlichem Zweck versammelte Menge und 2. Widerstand gegen eine berechtigte Amtsübung. Wenn ja auch der Verteidigung das ihr unentzichbare Recht zustehe, später noch die bisher kaum begonnenen Fälle des sogenannten allge- meinen Teils der Anklage, d. h. über ein nicht berechtigtes Vor- gehen von Beamten, durch Anträge oder eigene Ladung von Zeugen zur Erörterung zu bringen, so entspreche es doch der Natur der Sache und der vom Gesetz gegebenen Begriffsbestimmung des Auf- ruhrs, diese, wie noch einmal betont werden mutz, direkt die Schuld- frage betreffenden und die Voraussetzung einer et- waigen Schuld der Angeklagten bildenden Erörte- rungen nicht vorerst abzubrechen und nachher erst wieder fort» zuführen, sondern in ihrer Gesamtheit fortzuführen. RechtSanw. R o> c n f e l d beantragt, wenigstens die Ver- nehmung deS Zeugen Unger zu Ende zu führen. Das Gericht lehnte den Antrag der Verteidigung mit der Be- gründung ab, durch die Vernehmung der 73 Zeugen sei der allgemeine Teil bereits erörtert worden. ES liege im Interesse der inhaftierten Angeklagten, daß nunmehr die Einzelfälle verhandelt werden. Eine Beschränkung der Verteidigung sei das nicht, denn der sogenannte Teil würde ja später weiter erörtert werden. Und die ganze Beweisaufnahme stelle eine Einheit dar. Alles, was später in Bezug auf das Gesamtbild noch erwiesen werde, müsse ebenso berücksichtigt werden, als wenn es vor Erörierung der Einzelfälle zur Sprache gebracht wäre. Auch der Zeuge Unger könne bei dieser Gelegenbeit ja wieder vernomnien werden. Bei dieser Gelegenheit sollen auch die Bcrichlerstatler Behrends vom„Lokal-Anzeiger" sowie v. Reitzeiisiein und Berihold geladen werden, ebenso die beiden Zeugen, auf welche Rechtsanwalt Heineinann vorhin Bezug nahm. Hieraus wurde die Sitzung der Verhandlung geschlossen. Fort- ietzuug der Verhandlung Montag vormittag 9'/3 Uhr. Soziales* Die noble A. E.-G. Vor dem hiesigen KaufmannSgericht klagte der Buchhalter V. gegen die A. E.-G. auf Ausstellung eines neuen Zeugniffes sowie auf eine Entschädigungssumme von 37,50 M. für der Firma ge- leistete Ueberstunden. Ter erste strittige Punkt wird nach langen Auseinandersetzungen dem Wunsche deS Klägers entsprechend er- ledigt. Ueber den zweiten Punkt entspann sich ein recht lebhafter Disput. Es wurde folgender Tatbestand festgestellt: Der Kläger war gegen ein monatliches Entgelt von 120 M. von der Beklagten als kaufmännischer Hilfsarbeiter angestellt. In dem AnstellungS- vertrage befand sich unter anderem auch eine Paragraph mit der Klausel, daß sich der Angestellte verpflichtet, auch außer der Dienstzeit Ueberstunden zu machen, und zwar ohne besonderes Ent- gelt. Der Kläger mutzte ebenso wie auch andere Bureauangestellte allwöchentlich schriftliche Arbeiten mit nach Hause nehmen und dort zur Erledigung bringen und war so oft biS 2 Uhr nachts be- schäftigt. Im Weigerungssalle wurde mit Entlassung gedroht. In der Zeit vom 26. Februar bis 18. März d. I. wurde Kläger tag- lichsautzer Sonnabendssangehalten, nach Schluß der Bureaustunden von 6 bis 10 Uhr abends, dringende Arbeiten zu erledigen. Auf Vorstellung eines der Herren wurden dann lediglich 50 Pf. pro Tag zur Bestreitung des Abendessens bewilligt. Die Beklagte berief sich durch ihren Vertreter auf den bestehenden Vertrag. Der Vrrsiyende nahm Veranlassung, dieses Pochen auf den gegen die guten Sitten verstoßenden Paragraphen als grausame Härte zu bezeichnen. Die A. E.-G., bemerkte der Vorsitzende, würde einem Arbeiter ein derartiges Angebot wohl kaum zu stellen wagen, da Beklagte dann wohl Gefahr laufen würde, daß man ihr die Arbeit vor die Füße werfen würde. Durch eine solche Ausbeutung des Personals vielleicht die Dividenden der Firma künstlich in die Höhe zu schrauben, dürfte wohl kaum den Intentionen des Leiters der A. E.-G. entsprechen. Da eine gütliche Einigung seitens des Vev- treterS der Beklagten abgelehnt wurde, zog sich das Gericht zur Beratung zurück. Beim Wiedererscheinen machte der Vorsitzende nochmals den Versuch einer Einigung in Höhe voll 35 M. mit dem Bemerken, daß, wenn ein Urteil erfolgt, dies wenig schmeichelhaft für die Beklagte lauten würde. Run endlich bequemte sich der Vertreter zur Zahlung gemäß dem gerichtlichen Vorschlage. Zünftler und Ortskrankenkassen. Durch die Wahl von organisierten Gesellen in den Vorstand der Ortskrankenkasse des SchlächtergcwerbeS zu Berlin waren die Jnnungsmeister so in Wut geraten, daß sie flugS beschlossen, eine Jnnungskrankenkasse zu gründen, um den„gelben" Gesellen- vereinchcn ein Pflästerchen auf die schmerzenden Wunden zu legen. Der Grund der Gründung der Jnnungskasse war, wie die Arbeitgeber frei erklärten, der: sie wollten mit den sozialdemokra- tischen Gesellen nicht mehr zusammen sein, sondern mit den so- genannten„meistertreuen". Die organisierten Gesellen hatten durch ihre Pflicht, die Interessen der Versicherten wahrzunehmen, den Zorn der Zünftler erregt. Auch lßitten sie betrügerischen Manipulationen einiger Fleischermeister scharf auf die Finger ge- sehen. Dieses alles mußte nun dazu herhalten, um die Innung?- meister gegen die OrtSkasse scharf zu machen und eine nach allen Richtungen hin gut dastehende Krankenkasse zu vernichten. Soweit schien alles nach den Berechnungen der Zünftler ganz glatt vor sich zu gehen. Da kam eines TageS vom Polizei- Präsidium die Anfrage an den Vorstand der Ortskrankenkasse,'ob derselbe dnS Vestehcn der Ortkökrankcnkasse durch die Gründung einer Jnnungskasse für gefährdet halte. Die sich mit dieser An- gclegcnheit befassende Vorstandssitzung ergab ein treffliches Bild von der Unparteilichkeit der Fleischcrmeister. Mit Händen und Füßen wehrten sie sich gegen das vom Vorsitzenden verfaßte Ant- wortschreiöen, worin ausgeführt wurde, daß die Ortskrankenkasse an drei Fünftel der Mitglieder verliere, ferner daß in Jnnungs» kreisen die Absicht bestehe, eine Ztvangsinnung für daS Fleischer- gcwcrbe zu gründen, wodurch die Kasse zu einer Scheinkrankenkasse werde. Des weiteren wurde auf die direkte und indirekte Schädi- gung der Versicherten hingewiesen. Die Arbeitgeberbeisitzer (JnnungSmeister) erklärten einstimmig, daß sie diesem Antwort- schreiben nicht zustimmen könnten, denn diese» sei gegen die Jnnungskrankenkasse, sie als Jnnungsmitglicder hätten aber die Interessen der Innung und nicht die der Versicherten wahrzu- nehmen. Von den Arbeitnehmerbeisitzern in die Enge getrieben, erklärten sie sich dann für befangen. Die Berliner Jnnungsmeister und ihre Presse reden seit Jahren von der Parteilichkeit der Arbeitnehmer in der Kranken- lasse. Hier ist schlagend bewiesen, daß die Jnnungsmeister die Interessen der Kassenmitglieder verraten, wenn eS im Interesse ihrer egoistischen und scharfmacherischen Pläne liegt.__ uchdruckere, u. Permgsaustül l S i'ngeV Si Beetin. Kr. 278. 27. Zahrgavg. 2. Cfilaae des Lswirls" Knlim NcksdlR Z«Nlig> 27. Aovmbtt 1910. Das Zahrhunäert des Kindes. Das zwanzigste Jahrhundert wird mit Recht auch das Jahr- I)undert des Kindes genannt, denn es bezeichnet gegenüber früheren Anschauungen über Kindererziehung eine vollkommene Wandlung. Diele ist schon im 18. Jahrhundert vorbereitet durch jene großen �sozialpädagogen und Sozialpolitiker, wie Fourier, Owen, Fröbel, Pestalozzi u. a., die vor mehr als 100 Jahren eine neue Wertung des Kindes und seiner Erziehung forderten. Sie haben der Erkenntnis Raum geschaffen, daß nicht der unbedingte Gehör- sam und die völlige Negierung des sogenannten„eigenen" Willens des Kindes das A und O der Erziehung seien; sie erkannten im Kind eine mit besonderen Fähigkeiten und Neigungen ausgestattete Persönlichkeit. Entgegen der Anschauung Wilhelms II., der in seiner bekannten Königsberger Rede die Aufforderung an die deutschen Frauen richtete,„die junge Generation zu erziehen, vor allen Dingen zum Gehorsam und zum Respekt vor dem Alter", erblicken heute Schule und Haus in gleichem Maße, soweit sie nicht unter dem geistigen Einfluß des Kasernendrills stehen, ihre Haupt- aufgäbe darin, die Fähigkeiten der Kinder zu wecken, ihre natür- liche Begabung zu entwickeln. Haben doch alle jene durchaus zu begrüßenden Neuerungen, die ja insbesondere auf dem Gebiete des höheren Mädchenschulwesens im letzten Jahrzehnt, wie die Ein- führung der Realgymnasienklassen für Mädchen, die Zulassung zum Studium usw., eine so totale Umwälzung hervorgerufen, daß darob noch heute sämtliche Philisterköpfe wackeln. Aber diese Neuerungen kommen durchwegs nur einem kleinen Volksteil zugute. Im Jahre 1900 wurden die höheren Unterrichsan st alten des Staates und der Stadt in Berlin(Gymnasien, Realgymnasien, Oberreal- und Realschulen, höhere Mädchenschulen und Realgymasialklassen für Mädchen) von insgesamt 24 499, die Gemeindeschulen aber von 227 730 Schülern und Schülerinnen besucht. Die Durchschnittsbesetzung in den Klassen der G e- meinde schule beträgt 40,. in den höhere n'Schulen aber nur 32 bis 30 Schüler, doch steigt in den G e m e i n d e s ch u l e n ihre Zahl öfters bis 80. In diesen überfüllten Klaffen lernen die Kinder des Proletariats noch nach genau derselben veraltetem Schablone, nach der schon ihre Eltern in der Gemeindeschule— nichts gelernt haben. Religionsunterricht war und ist der wichtigste Lehrgegenstand. Naturwissenschaften werden so knapp wie möglich gelehrt. Um dem Uebergewicht einseitiger Geistesbildung vorzubeugen, ist an vielen höheren Unterrichtsanstalten der Handfertigkeits- oder Werkunterricht eingeführt worden, an den Gemeindeschulen aber nur ganz vereinzelt und nur versuchsweise. An Stelle des Geist und Körper erfrischenden Handfertigkeitsunterrichts tritt bei dem Gemeindeschüler die Erwerbsarbeit, lange bevor er die Schule verläßt. Trotz des gesetzlichen Verbots werden bereits vor Schulbeginn die Kinder der Armen als Warenausträger verwendet, ebenso wie viele sofort nach Schulschluß Fabriken und Werkstätten aufsuchen müssen, um ein paar Groschen zu verdienen. Nach den Berichten der Gewerbeaufsichtsbeamten waren im Jahre 1908 12 002 Kinder unter 14 Jahren in Fabriken und diesen gleich gestellten Anlagen beschäftigt. Nach der gewerblichen Betriebe zählung von 1907 beläuft sich aber die Zahl der gewerblich tätigen Kinder unter 14 Jahren auf 32 379, ohne die mithelfenden Fa- milienangehörigen und die im Hausgewerbe tätigen Kinder. Eine genaue Feststellung des Umfangs der verbotenen Kinderarbeit vor Schulbeginn, sowie der in zahllosen anderen Formen auftretenden verbotenen Kinderarbeit, wie das Austragen von Zeitungen und dergleichen, ist nicht zu erlangen. Diese Feststellung, mehr noch wie die Abstellung verbotener Kinderarbeit, hat sich die Kinderschutzkommission von Groß-Berlin zu ihrer Hauptaufgabe gemacht. Wichtig ist dabei vor allem anderen, daß der Beweis für die völlige Unzuläng- lichkeit des bestehenden KinderschutzgesetzeS erbracht wird. Dieses ist mit seinen vielen Ausnahmebestimmungen, seiner ungleichen Wer- tung der Arbeit eigener und fremder Kinder wie dazu geschaffen. Unklarheiten und Uebertretungen herauszufordern. Wenn und wo solche festgestellt werden, bringen ihnen die sonst so unnachsichtigen Ordnungshüter eine recht eigentümliche Milde entgegen. Deshalb ist an Stelle der vom Staate dazu Berufenen den Kindern all- überall in den von Partei und Gewerkschaften begründeten Kinder- schutzkommissionen eine neue, bessere Schutzwache erstanden. Frei- lich stößt die Tätigkeit der Kinderschutzkommissionen nicht allein bei den Unternehmern auf Widerstand, die die schwache Kraft des Kindes zu Schundlöhnen ausbeuten, sondern leider auch vielfach bei den Eltern, wenn auch letzteres meist durch die Not begründet ist. Aber dies kann und darf die Kinderschutzkommissionen nicht von ihrer segensreichen Wirksamkeit abhalten. Die Altersgrenze für die kindliche Erwerbsarbeit soll möglichst hoch, mindestens bis zum 10. Jahre hinausgeschoben, an deren Stelle die produktive Arbeit als Unterrichts gegenständ für die jungen Proletarier obligatorisch eingeführt werden. All die Nachteile der Kinderarbeit, die körperlichen und geistigen Schäden, die es davon trägt, sowie die Ursachen, die dazu führen werden in den am DienStag, den 29. November, stattfindenden Ber- fammlungen eingehend dargelegt werden. ES ist nicht nur Pflicht aller organisierten Frauen und Mädchen, diese Versammlungen zu besuchen, sondern auch noch eine recht große Anzahl Indifferenter zum Mitkommen zu veranlassen. Fürsorge für das Kind durch Abschaffung der gesamten kind- lichen Erwerbsarbeit heißt Fürsorge für die Zukunft der Arbeiter- klaffe, heißt Schutz der Volkskraft. S. Kreis. Frau Holzapfel, NO. 55, Greifswalder Str. 45 IV, Sprechstunde: Freitags von 8— 10 Uhr abends. 6. Kreis. Frau Minna Lohse, N. 58, Oderberger Str. 20 III. Sprechstunde: Dienstags und Mittwochs von 2— 6 Uhr nachm. Frau Bertha Timm, N. 28, Ruppiner Str. 40. Sprechstunde: Täglich von 7— 8 Uhr abends. Frau Striebel» N. 05, Reinickendorfer Str. 49, Quergeb. IV. Frau Ottilie Pohl, NW. 87, Nostocker Str. 27, Seitenfl. II. Sprechstunde: Täglich außer Sonnabends von 7— 8 Uhr abends Frau Helene Rokitta, N. 05, Amsterdamer Str. 8, Quergeb. pari, l Sprechstunde: Sonnabends von 7— 8 Uhr abends. Frau Ernestine Lahn, N. 39, Hochstr. 34 vorn IV, Sprechstunde: Freitag von 8— 10 Uhr abends. Niederbarnim. Frau Henriette Mirus, O. 112, Müggelstr. 27. Sprechstunde: Täglich von 7—8 Uhr abends. Frau Elise Gramm, Borsigwalde, Schubertstr. 21. Frau Lieschen Gubela, Erkner. Wilhelmstr. 27. Frau Luise Klockow, Fichtenau, Moltkestraße. Frau Berta Neumann, Französisch-Buchholz, Rosenthaler Straße 10. Frau Anna Brunk, Friedrichsfelde, Rummelsburger Str. 10. Frau Henke, Fricdrichshagen, Friedrichstr. 134. Frau Martha Kaiser, Karlshorst, Gundelfinger Str. 40 pt. Frau Frieda Kinhe, Hohen- Schönhausen, Berliner Str. 120. §~rau Emma Förster, Lichtenberg, Gudrunstr. 10. rau Mathilde Reich, Mahlsdorf, Bahnhofstr. 53. Frau Mucho, Oberschöneweide, Wilhelminenhofstr. 47. Frau Fanny König, Pankow, Sternstr. 5. Frau Olga Zepernick, Reinickendorf-Ost, Hansastr. 14. Frau Martha Ehlert, Reinickendor f-W e st, Berliner Str. 108. Fräul. Johanna Schulze, Rummel sburg, Alt-Boxhagen 1a. Frau Emma Danzmann, Schöneiche-Fichtenau, Schöneiche bei Friedrichshagen. Frau M. Daberkow, Stralau, Friedrich-Jungestr. 5. Fräul. Martha Arendser, Tegel, Schlotzstr. 22. Frau Ella Luscher, Waidmannslust, Waldstr. 2 f rau Anna Dröger, W e i tz e n s e e, Lehderstr. 122. rau Elise Haeske, Wilhelmsruh, Kronprinzenstr. 01. KindtrschntzkommisSon von Groß-Kerlin. Zentralauskunftsstelle für alle Kinderschutzangelegenheiten bei dem Obmann der Kinderschutzkommission: Genossen Barenthin, Stralauer Platz 1/2 II. Bureau des sozialdemokratischen Wahlvereins des 4. Reichstagswahlkreises. Geöffnet vormittags 9— 2, nachmittags 5— 8 Uhr. Beschwerden über Verstöße gegen das Kinderfchutzgesetz sowie über Kiudermißhandlungen werden von nachstehenden Kon- trolleurinnen entgegengenommen: 1. Kreis. Frau Emilie Richter, Berlin W. 8, Leipziger Str. 42. 2. Kreis. Frau Else Scyfahrth, Berlin SW. 47. Wartenburgstr. 9, Seitenflügel IV. Sprechstunde: DienStag und Freitag von 2—m Uhr. Frau Mathilde Wurm, W. 30. Gleditschstr. 301. Sprechstunde: Donnerstags von 1— 4 Uhr. 3. KreiS. Frau H. Torgler, SW. 61, Gitschiner Str. 93. 4. Kreis. Frau Elise Urban. NO. 55. Pasteurstr. 38 IV. Sprechstunde: Täglich von 10—12 Uhr, außer Sonntags. Frau Mehner, O. 27, Andreasstr. 79. Frau M. Demming, O. 34, Boxhagener Str. 29. Sprechstunde: Donnerstags von 7— 8 Uhr abends. Fräulein Klara Bien, SO. 33, Muskauer Str. 20. Sprechstunde: Donnerstags von 7— 8 Uhr abends. Frau Emma Döltz, SO. 30, Forster Str. 44. Sprechstunde: Donnerstags von 7— L Uhr abends. Teltow-Beeskow. Frau Anna Singelmann, Adlershof. Kronprinzenstr. 20. Frau F. Nowack, Britz, Chausseestr. 07. Frau Toni Sußmann, Charlotten bürg, Berliner Straße 130. Sprechstunde: Freitags von 7— 8 Uhr abends. Frau Lichtenberg, Friedenau, Hähnelstr. 19. Fräul. Anna Eonz, Groß-Lichterfelde, Hochstr. 10. Frau Moebest, Grünau, Dahmestr. 23. Frau Agnes Radnmke, Johannisthal, Roonstr. 41. Frau Hackbarth, Köpenick. Flemmingstr. 18. Frau Modrak, Lankwitz. Marienstr. 11. Sprechstunde: Täglich von 7— 8 Uhr abends. Frau Schwarz, Mariendorf, Bergstr. 7. Sprechstunde: von 7— 8 Uhr ahends. Frau Luise Greulich, Marienfelde, Kaiser-Allee 20. Frau Anna Drescher, N o w a w e s. Priesterstr. 79. Sprechstunde: Montags, Mittwochs und Sonnabends von 7� bis SVÜ! Uhr abends. Frau Bohnenstengel, Rixdorf, Kaiser-Friedrichstr. 80. Frau B. Lietsch» Rixdorf, Wildenbruchstr. 40. Frau M. Schuschrnk, Schm argendorf, Sulzaer Straße 12. Sprechstunde: Mittwochs von 7— 8 Uhr abends. Frau Anna Heide, Schöneberg, Kyffhäuferstr. 4, Seitenfl. III. Sprechstunde: Montags von 4—8 Uhr nachm. Frau Marie Thiel, Tempel Hof, Friedrich-Wilhelmstr. 20. Sprechstunde: Montags und Sonnabends von 7—8 Uhr abends. Frau E. Ryneck, Treptow- Baumschulenweg. Kiefholz- straße 180. Frau Emma Hirche, W a n n s e e, Chausseestr. 15. Sprechstunde: von 7— 8 Uhr abends. Frau Tolle, Wilmersdorf. Fürther Str. 5. Sprechstunde: Montags von 7—8 Uhr abends. Kleines feuilleton* Theater. AuSstellungstheater:„D e r Fremde", eine Legende von Jerome C. Jerome. Auch Legendcndramen können ihre gute Wahrheit haben. Ein Beispiel dafür ist Maeterlincks„Heiliger Antonius", ein Wunderdrama. Jerome in seiner„Legende" verzichtet auf den Apparat von äußeren Wunderzeichen, doch kümmert ihn dafür die innere Wahrheit um so weniger. Sein„Fremder" macht die denkbar angenehmsten Erfahrungen, was moralische Belehrbarkeit der Menschen an- langt— und zwar in einem Londoner Pensionat, in dem sich die Gesellschaft nach der Charakteristik des Theaterzettels zu- sammensetzt aus„einer Betrügerin, einer schmutzigen Magd, einer bösen Sieben, einer eingebildeten Gans, einem großsprecherischen Tagedieb, einem geldgierigen jungen Mädchen" und ähnlichen Leuten. In den Szenen der„Prologs" ist dem Autor keine Niedrigkeit zu plump und dumm für die Sippe. Und diese Kollek- tion von Individuen reagiert dann auf die freundlichen Zusprachen und Ermahnungen des mysteriösen Fremden mit gar nicht zu überbietender Empfänglichkeit! Es geht dem Jeromeschen Propheten der Humanität, einem Christus im schwarzen Rock, mit äußerst nachsichtiger Denkart, umgekehrt wie dem im Bettler- gewand einherschreitcnden Heiligen Maeterlincks, man findet ihn bezaubernd. Uebrigens ein Christus, der bei dem Luka des Gorkischen„Nachtasyl" in die Schule gegangen ist und dort gelernt hat, ohne pedantische Rücksichten auf die Wahrheit für tröstend- hoffnungsvolle Illusionen zu sorgen. Er spricht zu seinen Patienten, als hätten sie im Grunde all die Tugend, die sie haben sollen, nur abgeschwächt durch eine törichte, doch leicht zu über- windende Gedankenlosigkeit. Hier und da taucht aus dem öden MassenfchematismuS der Besserungskur wohl auch eine rührende und zarte Wendung auf. Indes die systematische Aufzählung der momentanen Rührung genügt der Bonhomie Jeromes noch nicht. Er will uns zeigen, daß die Medizin des Fremden auf die Dauer anschlägt und läßt zu diesem Zweck die Falstaffsgarde seines Pensionats im„Epilog" als moralische Musterexemplare in Reih und Glied vor unseren Augen exerzieren. Jedermann schwitzt förmlich vor Wohlwollen. Ein Coup, durch den am Ende die ganze innere Unwahrheit der Legende sich selbst am besten parodiert. Zum Glück für die Auffübrung lag die schwierige Rolle des Fremden in guten Händen. Taktvoll umschiffte Herr Joseph Klein die gefährliche Klippe pastoraler Schönrednerei. Er blieb von Ansang bis zu Ende warm und schlicht. ckt. 'liotizen. — D i e Schwarz-Weiß-Ausstellung der Se- zession wurde am Sonnabend eröffnet. Sie enthält außer den Kollektionen moderner Künstler, unter denen einige neue auf- fallen, gute Beispiele älterer Kunst von Goya bis Manet. — Eine dänische Kunftschau ist im Berliner Kunst- gewerbemuscum aufgetan. Sie gibt ein gutes Bild von dem modernen Kunstschaffen des regsamen Landes auf den Gebieten der Architektur, der Malerei, des Kunstgewerbes(besonders Porzellane).-,, CKocben-Spielplan der Berliner Cbeater. Köllig!. OperiiYouS. Sonntag: Aida. Ansang 7'/, Uhr. Montag t Carmen.(Anfang 8 Uhr.) Dienstag: Tristan und Isolde.(Anfang 7 Uhr.) Mittwoch: Der Waffenschmied.(Ansang 8 Uhr.) Donnerstag: Die Meistersinger von Nürnberg.(Ansang 7 Uhr.) Freitag: Fidelio. �(Ansang 7-/2 Uhr.) Sonnabend: Der Prophet.(Ansang T/2 Uhr.) Sonntag: Mignon.(Ansang 7'/, Uhr.) Montag: Lohengrin.(Ansang 7 Uhr.) Neues königl. Operu-Tbeatcr. Sonntag: Nathan der Weife. An- fang 7-,, Uhr. Moni ig und Dienstag: Eleltra. Mittwoch bis Sonnabend- Geschloffen. Sonnlag: Madame Bntterfly. Königl. Schauspielhaus. Sonntag: Der Krampus. Anfang 7'/, Uhr. Montag: Der eingebildete Kranke. Dienstag: Wallensteins Lager. Die Piccol-Mini. Mittwoch: Wallensteins Tod. Donnerstag: Der Krampus. Freitag: Die Journalisten. Sonnabend: Julius Cäsar. Sonntag: Wallensteins Lager. Die Piccolomini. Deutsches Theater. Sonntag: Herr und Diener. Montag: Ein Sommernachlstraum. Dienstag: Hamlet. Miitwoch: Judith. Donnerstag: Hamlet Freitag und Sonnabend; Herr und Diener. Sonntag: Hamlet. Ansang 7'/, Uhr. Deutsches Theater(K a m in e r s p i ele). Sonntag: Der ver« wundcte Vogel. Montag: Galvän. Dienstag: Der gute König. Mitt- woch: Der oerivundete Vogel. Donnerstag: Der verwundete Vogel. Freitag: Die Komödie der Irrungen. Die Heirat wider Willen. Sonnabend: Die Komödie der Irrungen. Die Heirat wider Willen. Sonntag: Der ver- mundete Vogel. Montag: Die Komödie der Irrungen. Die Heirat wider Willen. Ansang 8 Uhr. Lessiug-Thenter. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Roscnmontag. Abends: Wen» der junge Wein blübt. Montag: Gespenster. Dlenstag: Wenn der junge Wein blüht. Mittwoch: Die Fran vom Meere. Donnerstag: Wenn der junge Wein blüht. Freitag: Wenn der junge Wein blüht. Sonn- abend zum erstenmal: Anatol. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Das Konzert: Abends: Anatol. Anfang 8 Uhr. Kleines Theater. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Ein idealer Gatte. Abends: Erster Klaffe. Die veistixten Frauenzimmer. Montag: Erster Klaffe. Die verftixlen Frauenzimmer. Dienstag: Erster Klaffe. Die ver- fiixten Frauenzimmer. Mittwoch und Donnerstag: Erster Klaffe. Die verflixten Frauenzimmer. Freitag und Sonnabend: Erster Klasse. Äarietö. Komtesse Clo. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Joachini v. Brandt. Montag: Erster Klaffe. Variets. Komteffe Clo. Ansang 8 Uhr. Neues Schauspielhaus. Sonntag: Genoveva. Montag: Wann kommst Du wieder? Dienstag: Genoveva. Mittwochnachinittag 8 Uhr: Weh dem, der lügt. Abends: lieber unsere Krast. Donnerstag: Die Jungfrau von Orleans. Freitag: Genoveva. Sonnabend zum ersten- mal: Der Zerrissene. Sonntag: Der Zerrissene. Montag: Wann kommst Du wieder? Ansang 8 Uhr. Berliner Theater. Sonntagnachmitiag 3 Uhr: Taifun. AbendS: Der scharst Junker. Montag und Dienstag: Der scharst Junker. Mitt» woch: Taifun. Donnersiag und Freitag: Der schal se Junker. Sonnabend« nachmittag 3 Uhr: Macbeth. Abends: Der scharst Junker. Sonntagnach- nnttag 3 Uhr: Taifun. Abends: Der scharfe Junker. Montag: Taisun. Ansang 8 Uhr. Neues Theater. Sonntag bis Sonnabend: Der G. m. b. H.-Tenor. Ansang 8 Uhr. Modernes(Hebbel,) Theater. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Sherlock Allabendlich: Der Doppelmensch. Ansang 8 Uhr. Komische Oper. Gonntagnachnuttag 3 Uhr: Hoffmanns Erzählungen. Abends: Di« Bohömc. Monlag: Zigcuncrliebe. Dienstag: Die Bohsmc. Mittwoch: Abbö Mouret. Donnerstag: Die Boheme. Freitag: Abb» Mouret. Sonnabend: Tosca. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Tiesland. Abends: Die Bohäme. Montag: Hoffmanns Erzählungen. Ansang 8 Uhr. Ausstellungstheater am Zoo. Sonntaanachmittag 2'/, Uhr:OedipuS auf KolonoS. Täglich abends 3 Uhr: Der Fremde. Thalia-Thearer. Sonntag, Montag u»d Dienstag: Polnische Wirt» schalt. Mittwochnachmsttag 3 Uhr: Rotkäppchen. Abends: Polnische Wirt- ichast. Donnersiag und Freitag: Polnische Wn tschast. Sonnabcndnachmittag 3 Uhr: Aschenbrödel. Abends und Sonnlag: Polnische Wirtschast. Ansang 3 Uhr. Schiller-Thrater O. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Die Ehre. Abend?: Die Fee Capricc. Montag: Die Fee Eaprice. DienStag: Sodoms Ende. Mittwoch: Die Fee CapAc«. Donnerstag: Der Dummkops. Freitag: Die tee Caprice. Sonnabend: SodomS Ende. Sonntagnachmittag 3 Uhr: i« Ehre. Abends: Prinz Friedrich von Homburg. Montag: Die Kreuzet» schreiber. Ansang 8 Uhr. Schiller- Theater Eharlottenburg. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Egmont.AbendS: Prinz Friedrich von Homburg. Montag: Prinz Friedrich von Homburg. Dienstag: DaS Urbild des Tartüff. Mittwoch zum ersten- mal: Dcr Bund der Jugend. Donnerstag: Prinz Friedrich von Homburg. areitag: D-r Bund der Jugend. Sonnabend: Das Urbild des Tartüff. onntagnachmittag 3 Uhr: Egmont. Abends: Dt« Macht der ginstemts. Montag: Der Bund der Jugend. Anfang 8 Uhr. Friedrich-lkSilhelinstädeischeS SchauspielhanS. Sonntagnachmittag 3 Ubr: Die Hermannsschlacht. Abends: Die Räuber. Montag und Dienstag: Die Hermannsschlacht Mittwochnachmittag 3 Uhr: Die Hermanns- sschlacht. Abend« zum erstenmal: Die versiegelte Venus. Donnerstag und Freitag: Die versiegelie Venns. Sonnabendnachniittag 3 Uhr: Die Her- mannSichlacht. Abend«: Die Räuber. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Die Montag: Die Her- Hermannsichlacht. Abends: Die versiegelte Venus mannSschlacht. Ansang 8 Ubr. Neues Operetten- Theater. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Die Glocken von Corneville. Abends: Der Graf von Luxemburg. Tag- Pch bis Freitag; Der Gras von Luxemburg. Sonnabendnachniittag 3 Uhr: Die goldene Märchenwell. Abends: Der Gras von Luxemburg. Svnntag nachmittag 3 Uhr: Die Glocken von Corneville. AbendS: Der Gras von Luxemburg. Anfang 8 Uhr. Restdenz-Thenler. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Gleichen. Abend» Der Unierpräsekt. Montag bis Sonnabend: Der Unterpläselt. Ans. 8 Uhr: Th ater des Westens. Soiintagnachmiltag 3'/, Uhr; Die geschiedene Frau. Abends: Das Puppcnmädel. Montag und DienStag: Das Puppen- mädcl. Mitlwochnachm iltag 3 Uhr: Rotkäppchen. AbendS: Das Puvpen- mädel. Donnerstag und Freitag: Das Pnppenmädel. Sonnabcndnach- mittag 3 Uhr: Rotkäppchen. Abends: Das Puppcnmädcheu. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Die geschiedene Fran. Abends: DaS Pnppenmädel. Montag: Das Puppenmädcl. Ansang 8 Ubr. Trianon> Theater. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Pariser Witwen. AbendS: Der heilige Hain. Von Montag adallabcndiich: Der heilige Hain. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Mein- Frau. Abends: Der heilige Hain. Ansang 8 Uhr. Berliner BolkS-OPrr. SonNtagnachmittan3>/z Uhr: Der Trompeter von Säkkingen. Abends 8 Uhr: Die Asrikanerin. Montag: Der Troubadour. DienStag: Der Waffeuschmted. Mittwoch: Die weihe Dame. Donnerstag: La Traviata. Freitag) Martha. Sonnabend: Der Freischütz. Sonntag- nachmittag 3 Ubr: Undine. Abends zum erstenmal: Die Dollarprinzessin. Montag: Don Juan. Ansang 8'/, Uhr. Luisen< Theater. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Der Hiittcnbesitzer. AbendS: HajemannS Töchter. Montag: Preziosa. Dienstag: Kenn. Mittwoch und Donnerstag: HasemannS Töchter. Freitag: Registrator auj Reisen. Sonnabend: Preziosa. Ansang 8 Uhr. Lnftspielhaus. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Das Leutnantsmündel. Abends: Der Feldher, nhügcl. Allabendlich: Der Feldherrnhügel. An- fang 8 Uhr. Wterrovol- Theater. Allabendlich: Hurra»— Wir lebe» noch! Anfang 8 Uhr. Herrnfeld-Thratrr. Täglich: Eine verlorene Nacht. Der Derbhfieger. Ansang 8 Uhr. Casino-Theater. Julie Wippchen. Ansang 8 Uhr. Sonntagnachmittag: Mutten Gräbert. Rose-Tbcater. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Das vierte Gebot. Abend»: Die Millwnenerbin Montag: Die Millionenrrbin..Dienstag: Die Räuber. Mittivoch bis Sonnabend: Die Millwnenerbin. Sonntag und Montag: Der Kaiserjäger. Ansang 8 Uhr. Folies Gaprice. Allabendlich bis auf weiteres: Der Feldwedelhügcl. Anfang 8'/, Uhr. Rvollo-Tlicater. Allabendlich: Spezialitäten. Ansang 3 Uhr. Sonn- tagnachoiittag 3'L Uhr: Spezialitäten. Pasiage- Theater. Sonntag, nachmittag» 3 Uhr: Spezialitäten. Allabendlich: Spezialitäten. Ansang 8 Uhr. Urania- Tbeaier. Tanbenstr. 48/49. Sonntag: Der Vicrwaldftätter See und der Gotthard. Montag: Rund um Asien. Ansang 8 Uhr. Sternwarte, Jiivalidenitr. 67—62. Wintergarten. Allabendlich und Sonntagnachmittag: Spezialitäten. Anfang 3 Uhr. Reichshallen- Theater. Täglich: Stettiner Sänger. Ansang 8 Uhr, Sonntags 7 Uhr. Walhalla- Theater. Allabendlich: Bravo I Da capo l Spezialitäten. Ansang 8'/. Uhr. Sianssouci. Allabendlich: Ach, die KerlS. Spezialitäten Anfang B'l, Uhr. Carl-Havrrland-Theater. Täglich: Spezialitäten. Ansang 8 Uhr. Theater und Vergnügungen (Siehe Wochen-Spielplan.) Freie Volksbühne: Sonntag, den 27. November, nachmittags Z Uhr: Neues Zchnuipiclbaus. 13. Abteilung (Gruppe 55— 57): Ueber unsere 5trast. Herrnsetd-Theater. 3./4. Abteilung und tt. Abteilung(Gruppe 13— 15, 24— 25); Der Herr Senator. Thalia-Theater. 7./8. Abteil.(Gruppe 31—34): Kampf. Mostag, den 28. November, abends 8 Uhr: Neues Schauspielhaus. 14. Abteilung 1. Abend abteilung: Wann kehrst Tu wieder. Neue Freie Volksbühne. Sonntag, den 27. N o v e m b e r, nachm. 2'/z Uhr: Deutsches Theater: Die Räuber. Rammerspiele: Gawän. Nachm. 3 Uhr: NeueS Theater: Tarlüff.— Die Ge> schwistcr. Neues Operetten- Theater: Die Glocken von Corneville. Kleines Theater: Der ideale Gatte. Schiller-Theatcr O.: Die Ehre. Schiller- Theater Charlotlenburg: Egmont. Metropol-Theater: Pariser Leben. Neues Volks-Theater: Ucber unsere Kraft. Abends 8',, Uhr: Neues Volks-Theater: Ucber unsere Kraft. Montag, Dienstag, Donnerstag: Hsbrand. Mittwoch, Freitag: Ueber unsere Krast. Montag(Volks-Oper): Don Juan._ Lessing-Theater. Sonntag 3 Uhr: Roseninontag. Sonntag 8 Uhr: Wenn der junge Wein blüht. Montag 8 Uhr: Jbsen-ZyNuS, S. Bor« stellung: Gespenster. Berliner Theater. Heute- Der seharle Junker. S Uhr. Nachmittags 3 Uhr: Taifun. Neues Theater. Täglich: sHiinit. Ansang 8 Uhr. Theater des Westens. 8 Uhr: Das Piinpeniiittdcl. Mittw. u. Sonnab. 4 Uhr: stoticllppeken. Sonnt. 3>/W Der grofte Marstall ist wieder geöffnet. Karl Haverland- Ansang Thaifau Kommandantenprä,. VI, u. I ucaicr. stratze 77/79. Candianys Sketsch Italienische Nacht Rarl Groth m. neuen Schlagern sowie 14 erstklass. Spezialitäten. Viirg'tlieateiv Festsile und Kinematograpb vorm. Groterjan. Jnbab.: Rud. Herz, Schönhauser Allee 129. Tel. 3. 9353. Eebendc Photographien. Eintritt 30 u. 40 Ps.. Klüver die Halste. Ans. 7 U., Sonnt. 4 U. Vorzugsk'arten, nur wochenl. gültig, 2ö Ps. auf allen Plätzen. Stets we.lis. Programm. Gelnndbrniiucii, Badstratze 58. Sonmag, den 27. November 1910: �Nachmittags 3 Uhr: Die Ehre. Schauiviel in 3 Alten o. Sudermann. Ab. 7 Uhr: Die Palastrevolution. Ilustspicl in 5 Auszügen nach Scribe , von A. Cosmar. Theatcrk. von lO Ubr vorm. ab geöffnet. nur 64 Badslr. 64 Cljfntfr„Groß-Kerlm". ®37Ä:..Pufilfnantis Theater14 Nachmittags>/.4 Uhr: Msri» 8tusrt. Kleine Preise: 20—30—50 Ps. Abends>/,8 Uhr: Die Kartenlegerin Schansp. n. Borsp.: Der Kindesraub. A«l Kh- Thea f er Rixdorf. Hcrmaunftr. 20. Sonnkaa, den 27 November 1910: Almcnraiisch und Edeiweist. Cbaraklergcm. in 5 Ausz. v. H. Ncueri. Montag, den 28. November 1910: Trilby. Schauspiel in 5 Akten von Hochscldt. Ansang Sonntag 7, Montag 8'/, Uhr. tl., Ohavsseestr. HO. Karl Richter. Jeden S v nn tnx: Paul IManttieys Lustige Sänger (stets wechselndes Programm) Aiiiang v>/, Ubr. Elnlritt SO Pf. Nachdem: Familie»- Kränzchen. Bon 5 Uhr ab im weißen Saale: Gr. Ball.— Irden Mittwoch: Paul ManlheysSuftigc Sänger u. Freitanz. Vorzugskarlen gelten.• Markgrafen-Säle 34:, narkgi-afcn-Daniiu 34. == An der Stralauer Allee.■■ Jeden Sonntag: GroLvi- Dnll. Ii» Restaurant täglich musikalische Unterhaltung. Vorzügliche Küche, ss Biere u. Weine, Billard U.Kegelbahn Alhambra Wallner-Theatcrstratze 15. Jeden Sonntag; Großer Ball Grotze» Orchester. Ansang Sonntags 5 Uhr. A. Zauicitut. Kur den Inhalt der Jn,er.i»e üderuimmi die Redaktion de« Publikum gegenüber Berantworruug. keinerlei A rbeiter-Wanderbund „Die Naturfreunde" Sonntag, den 27. November: abends k Uhr, tat Englischen Garten, Alexauderstr. 27c(oberer Saal): Ueltlbilljer-Vorlfsg. Bilder aus der Zlltmark. l 10 Bilder. Vortragender: Hr. OzKae Bolle. Nachdem: Geselliges Beisammen- sein mit Tanz. Eintritt ltv Pf. inll. Garderobe. Gäste willkommen. SIS Mila-Sile Schönhauser Allee 130, MilastraBe 3 Jeden Sonntag u. Donnerstag: �Großer Ball.# Anfang 8 Ehr. Karl Eisner. Wies Fest-Säle Dennewitzstraße 13. Jeden Donnerstag und Sonntag. Großer Ball. 1861 b" O. KIBIe. I » I 1 „Wilhelminenhof" Ober-8chOnewcldo. Jeden Sonntag: GroBer Ball, » » » im kleinen Saal: Volkslrabarelt. Angenehmer FamUienanfenthalt I ES ladet ein !>«»» k>aul Schönherr, Ockonom. i Paul Pelri's Festsäle Rixdorf, Kncsebcckstrastr 113. Jeden Sonnlag Rall Anfang 6 Uhr:»S». Entree mit Garderobe 20 Pf. Empfehle den werten Genossen meinen vollständig ncurenovicrten Parkettsaal, 600 Personen sasfcnd, mit Bühne, zu BereinSsestlichkeiten und Verlamm- lnngen. Habe noch einige Sonnabende im Dezember usw. frei.* P. Pctrl, Gastwirt. Berliner lumor-Anartett HBcrll uinor-gl Gg. Trener'W Ki-ladlehalleeiO Berlin N. 20, Hochstraße 21/24. Neues SCIiebhaus 8chnl Lsimlle 20. Empfehle meinen Saal mit Theater- bühne zu Festlichkeiten, Ve jamm- langen. Gute Sonnabende zu Maskenbällen noch zu haben. 191SL ftafe Kleyen Dresdener Str. 128/129 Kaffee 10 n 1S,Bler,b'g.u dunk. 10 Pf ca. 50 Leitungen,' Billard Ltd. 40 Pf. Zahlstelle der freien Volksbühne. Seirciilionelle Neuheit! Imitiert; Inder- Teppich ganz dickes doppelseitiges Gewebe auf crem, oliv, blnn oder fraise Fond, von den echt.Inderteppiehen kaum ru unterscheideu. Größe ca. M. 6.75 8.75 14.75 22,56 3:1,00 90X18Ö cm. 130X195„. 160X225„. 190X295„. 260X350,. PaKs, ndf Itett und Pult- Teppiche Stück Tl. 2..'{,4 u 0,75. Aach answUrts per Nachnahme.* Teppich- Spezialhaus w ertvre Berlin 8. Sei(l882ntir Oranienstr. 158. L Spezial- Katalog "Abbild650 gratis und Mo! SeiMeiWsetef Ifereia im iBiiii Berliner WlWse Heute Sonntag, den 27. November: Vortragsabend»JRobert Koppel □ □ □ □ des Herrn Ernstes und weiteres (: s4»keres im Programm:) □ □ tu in den 6ophien-8alen(großer Saal) sopbicn-smße 17-18. SröHnung 6 Ctbr. Beginn 7 Uhr. ■ Eintritt 60 pf.(inkl. Garderobe).■■■ tt» t: Kinder unter 10 jfabren haben steinen Zutritt.:::t« Zablreidie Beteiligung erwartet Das Komitee. Billetts auch zu haben bei Rosemann. Wlnsstr. 64(Zigarrenhandlung), Zucht, Immanuelkirch- straBe 12(Parteispeditlon), Hahnisch, AugustsiraBe 50(Partelspedltion). M und nadigeahmte Salem ifij A'eikum- Cig/aretten sind von 6en echten mit ÄWMDWA Firma auf jeder Cigarette: WMWMM WWWWtzHWU�WW Ä&WJvMj Syphilis- Nachweis in allen frisch u. veraltet zweifelhaft Flll. durch wisfenschaftl. Untersuchung. sosort: desgl. Harn-(spez. aus Go- norrboe-Fädcn) u. Sputum-Analysen. Dr. Home>er& Co., Spczial-Ladorat., Frtedrichstr. 189, zw. Kronen- und Mohrcnitrake). I. 8724. Pers. Rückspr. diSkr. u kosten!. Geöfsnet von 8—8 SoniifagS von 12—1.* Die Harnleiden ihre Gefahren, Verhütung und ■ Beseitigung von J)r. med. Jc�crjoer, BERLIN— Preis 1 Mark. D 7 tes Tausend. M .UjrlasWaxRichteöÄV. Dr. Simmel Spezial-Arzt* für Haut- und Harnleiden. Prlnzenslr. 41, Äpuu. 10— 2. 6— 7. Sonntajfi 10— 12. 2—4 Haut- u. Harnleiden, Ulanen- is. X leren leiden, vorzeitige Schwäche sc. bebaudcil ohne Quecksilber u. ohne Einspritzung mit nach- wciSbar bestem Ersolge Spezialarzk Dr. med. Geyer, Schöiiebcrg, Gruuewaldtlr. 100. am alt. Bot. Gart. Sprechst 9— 1 u. 6— 9, Sonntags nur btS 12 Uhr. oooooooooo O Niumif Volksgaiten O Nöderstr. 28/29 SÄSIÄS 0 O Empfehle den geehrten Gewerkschafkeu und Vereinen mein Garten-Etablissement zum Abhalten von M'M G o m m e r s e st e n, 25 000 Personen fassend, 10 000 O SttzPlätzc, 3 grostc Spezialitäten-Bühnen, großer Parkett- Saal, 3 Sias seefüchen, verdeckte Kegelbahnen. e-,. fnetltlcb Ilenm»»», Q»«.«». SS« i S Q oooooooooo Ihre Anzüge Rronleachter- Fabrik. � Größte Auswahl. Verkauf zu billigsten U Fabrikpreis a. Private. — Musterbuch— n. Außerhalb franko. r5 S Auf Wunsch kulante 1*? V' Wi Zahlungsbedingungen •w-rfi"ohne Preisarhöhung. Siegel&Co., PrincenHtraUe 38.• Vorwärtsleser! Aufgepaßt! P.lsize»-Pf.>ndlolhe. Prinzen- straffe 34, 1 Treppe(fein itaben), IHoiigtsgprlifrpbf und verfallclic Pländer, für jede 'Figur passend, bcüehcnd in Winter- plNctotS:ivir3-25. Anzügen von 10—25, Hosen von 2.50 an. Betten. Wäscht Ägrdinc», Portieren. Teppiche, Geldsachen, Uhren, Ketten, Ringe, Pclz-SlolaS, im Persatz ve>1alleu. staunend billig. ZIiuioncen-Porzeiger erhält Fahr- geld. Prlnzen-Psandleihe, Prinzen- itrastc 34, 1 Treppe(zwischen Ritlerftrahe und Moritzplatz)._* Paletots und Ulster können viel billiger und eleganter sein, wenn ••. Sie von der Tuch gesell schaft, Kottbuser Damm 16/17, kaufen. Anzüge, dauoiliaftoste Qualität und vornehmster Sitz, in allen Mannsgrößen 8,50 bis 45,- M. Ulster und Paletots 9,- bis 52,- M, Knaben-Anzüge in allen Macharten 1,50 bis 26,- M. Knaben- Hosen von 60 Pf. an. Mail-Anzfige, serhrckster Sitz 35,- bis 85,- M Hosen 2,10 bis 14,- M. Tuche enorm billig. Miindlet-n Rahntt. Bitte zwanglose Besichtigung. Verlangen Sie ohne Kaufzwang unsere Vertreter mit Mustern. Vorzeiger dieses Inserates 5 Prozent Rabatt. med. Karl Reinhardts spezial-ärztliohe Instituta für Geschlechtskrankheiten Haut-, Ilnrnloiden, Selnväelie(Impotenz) 1 NeanierstraBell""1"° Polsdamer SliaOe 117 Vollknmmeniitcti kombiniertes Heil verfahren bei triNohcn und veralteten Kdllen. Nachweislich unerreichte llanercrfolge In verlittltnis- niliBig kurzer Zeit. 285/8 Um sich, vor zwecklosen ovt. schädlichen Kuren zu schützen, verlange man ausführliche Broschüre in meinen Instituten oder durch die Post(vorsohloss. Kuvert) gratis und franko Sirrlisaiiitr Miuiu als Filiallkitcr In jedem Bezirk\ gesucht. Wohnort u. Berus gleich. Eulkoinmen monall. Mark 400 u. mehr. Kapital u. Lad. nicht nötig. I Auch als Nebenerwerb. Darbornli- Industrie, Bonn 150. um Sypliilis- Nachweis durch wissenschaftliche Blutuntersuchung. U Herren- Vortragt! � Der nächste Herren-Vortrag findet statt am DonnerHtag, den I Dezember,-Mtz abends'/.lO Uhr, in den Armlnhallen, Kommandantenstr. 58/69, über: Harnleiden, U wirksame und kurpluschers 3?- hafte Behandlungsmethoden# — Eintritt frei II— Arbeiter-Bildungssehule. I i Sonntag, den 4. Dezember IOIO, In den Indaztrle-FestHttlen, Benthstr. 19/20 Wilhelm Busch-Abend „Die fromme Helene" :: mit ca. 200 Lichtbildern:: Vortragender: Herr Otto Roth. Nvortre™ GGmütliches Beisammensein und Tanz. Eintritt 40 Pf. Garderobe frei. Beginn pünktlich 7 Uhr."TBS 6/19* I -> Mozart-t�aal.<• Nollondorfplatz. LICHTSPIELE. Vom Polizeipräsidium freigegeben: Sibirische Gesänge. Ml ATI NEE# Hente, Sonntag IS— S mittag«. Ab 6 Uhr wochentags. Ab 3 Uhr Sonntags. — Neuer Spielplan.— KI ®«.6e„Walhalla"«ÄÄ Tel» e lule Photograplilen s: Ausschneiden# für 4 Personen gültig. Gegen Abgabe dieses Inserats erhalten Erwachsene an Wochentagen auf allen Plötzen 40 Pf. Ermöftigung. " Hgftrr Sitzplatz demnach nnr iE Pf."MÜH ein billigster Sitzplatz demnach nur IE Pf. Jedes zahlende Kind erhält an jedem Sonntag eibi----"—-- Ec»em Sonntag et« rrtbillett, zu einem Wochentage gültig, gratis. Jeder rwnchsene hat wochentags für ein Kind freien Eintritt. Jeden Montag nnd Donnerstag von 4—6 Uhr» «Inder 5 Pf. Kindervor�tetlttng. Erwachsene 1V Pf. Wochentags Ansang 6 Uhr, Sonntags 3 Uhr. 19495* D en verehrlichen Arbeiter- Organizationen hält sich für Aufführungen bestens empfohlen: l988b* Schauspiel-Ensemble Tournöe. Die Deiilsiht Dulkstiihiit. Der Streikbrecher. ,« r.| Ter Lumpenpastor. Drama von Paul Zoder. Schauspiel von Paul Z o d _ Walkotte, Berlin-Steglitz. Fichtestr. 10. vom�wemeich) Treptower Park 69� )!eden Sonntag bis 6 Uhr: Lr. Kaitee-» Ikenzert. In' beiden Sälen: 0r. Ball.» Sonnabende noch frei. H. Schneiderelt. früher Tempelhos.• t 8raunianns7estsäleund Karlen l■ 1• 27, Naanyn.traOe 27.■ :: Bflbne:::: □ 3 Kegelbahnen. M Sonnabende und Sonntage im Dezember noch frei. � n Aclilung! Vereine! Gewerkschaften! Einige Sonntage vor und nach Weihnachten ist der größte Baal(1200 Personen fassend) mit großer Theaterbuhne ===== noch zu vergeben.- . Moabiler Gesellsehaflshaus « Wiclef-Slraße 24. Carl Schröder. D�OO»OSOOO»O»SSOS««OOOGS«GOOSS»»»«SO»«ßh Die beste Küche für Hochzeiten finden ! Sie in den AmI ""b. C. 54. Sophlenstr. 17/18 Blumeastr. 10 S Tel. in. 2783. Inhaber: Paul Baatz. Tel. Vll. 3095. 20 Säle und Voreins-Zimmer mit modernen Bühnen, I 50—1500 Personen fassend, an Sonnabenden und Sonntagen i | noch frei. 1484L*' iebtung, Vereine! Gewerksciiafteu! irlu!iK(r*öerein$l)au$ 18m Kaiser- Wilhclin-8tr. 18m, C. 15. T.-Amt III 110 empfiehlt seine neu renovierten Süle von 80—1000 Pers. fassend, sowie den neu erbauten Hochzuits-Süaal zu Versammlungen u. Festlichkeiten unter kulantesten Bedingungen. Max Pawel| G«stwirt. "JRöbel-Seehnei 7» Krannen-StraOe 7, am Rosenthaler Tor. Wohnuiigs-EinricMungen aut Kredit. Bicsen-Ansirahl. Billige Preise. Extra- Abteilung 1 für Herren- u.Damen-G&rderobe Pclzstolas, Teppiche, Portieren, Gaski'onen etc. Große Auswahl.— Alles auf bequeme Teilzahlung. Vorzeiger dieses Inserals erhalt beim Kauf 5 Tl. gutgesehneben. W. WERTHEIM G. in.b.H« Leipziger Straße 75/76 am Dönhoffplatz Potsdamer Straße 10, 11 am 13«- Friedrichstraße 110/112 In allen flblellungen Groher Weihnadifs- Verkauf zu aukerordenflidi billigen Prellen Schleifglas Bierservice f wug. ounbrintw. 3.50 Oambrinustulpen..... 30 Pf. Victoriabecher ,eKUIWo&dni«d 23 Pf. Bierbecher an Bordüre.... 10 Pf. Teebecher Bordüre.... 10 Pf. Groggläser pob....... 25 Pf Bierkrüge..... 55, 65, 75 Pf. Kompotteller..... 20, 28» ( K-SK!:. 55, 65, 80 p..) Porzellan dekoriert Tafelservice«r s Personen,-f /T TA moderne Form, neue Dekore. Kaffeeservice steiiig.. 3.50, 4.25 Tassen mit Untertassen... 25, so Pf. Speiseteller Feston-Ooldrand.. 28 Pf. Dessertteller Feston-Qoidnwd. 20 Pf. Butterdosen poöe Form... 65 Pf. htermeladendosen mit Dekor 55 pf. Milchtöpfe ca. V» Liter Inhalt 18, 20 Pf. Steingut' Küchengarnituren 22�- SaXONia moderne Form... 5.50 Fulda blau« Karo..... 8.50 Gertrud reiche Qoldstaffage. 11.00 T afelservice 23 teMg. Drnckmnster 4.50 Eimer mit Einlage nad Bügel.. 2.60 Mesten mit Holzwand..... 38 Pf Milchtöpfe Satt TOT 6 Stück.. 2.25 Preßglas Kompottschüsseln 8, 15 w* 55 Pf. Konfektschalen*uf Fuß. 25, 55 Pf. Butterdosen........ 30 Pf Sturzflasche mit Goldrand.. 28 Pf Aschenbecher pob..... 45 ff Sahnengießer...... 13, 18 Pf. Salzgefäße doppelt...... 5 Pf. Kompotteller verschiedene Muster 5 Pf. ( Weinflaschen S 5.50) Wirtschafts'Artikel Petroleum- Heizöfen �. 7.50, 9.50, 11.00 Gas-Heizöfen Radiator...... 8.50,11.50 Dauerbrandöfen.......... 9.00, 12.50 Kohlenkasten mit Deckel, ff. dekoriert..... 1.85 Ofenvorsetzer«. broariert...... 2.25, 3.00 Ofenschirme ff. dekoriert........... 5.50 Heizröhren................. 85 Pf Radial-Schnellheizer............ 1.75 Petroleum-Tischlampen«it Messingfuß, w-". 2.95 Elektrische Tischlampe mit Bim...... 3.95 Zugampeln mit Perlreifen.......... 12.50 Glühstrümpfe............. 22, 28 Pf Hängelicht-Strümpfe.oraetain-...... 40 Pf Kaffeemühlen ßiech, lackiert.». 80, 90 Pf-, 1.05 Kaffeemühlen«ou. Prima-werk.... 1.65, 1.90 Reibemaschinen few und grob«nahiend 75 Pf.. 1.25 Fleischhackmaschine„Favorit�s�b�S, 3.75 Messerputzmaschinen mit Schmirgel.... 5.50 Wärmflaschen verzinnt........... 90 pl Waschwannen 1 i 6.50, 8.00, 9.25 Waschzober/ Holzboden\ 6.75, 8.50, 10.00 Wringmaschinen Prima-ynaiiut... 9.50, 11.00 Teppichkehrmaschinen.. 8.50, 10.00, 11.50 Eßlöffel Alpaka, weiß bleibend.... 15, 20, 25 Pf. Kaffeelöffel Alpaka, weiß bleibend. 28» 35, 45 Pf. Teegläser mit vernickeltem Halter.... 35, 45 Pf. Emaillewaren Schmortöpfe»hne«ng...... 40, 45, 55 ff. Wasserkessel!» aßen Größen........ 45 Pf. Wassereimer zirka 28 cm Durchmesser.. 65, 85 Pf Wassereimer ff. dekoriert, mit Deckel..... 1.95 Toiletteneimer mit RohrMgei......... 2.85 Kasserollen ohne Ring, mit stw... 25, 30, 35 Pf. Schöpf- und Schaumlöffel.... stück 15 pi. Wasserkrüge............. 50, 65 Pf- Kaffeekannen venchledene Größen...... 35 Pf. Teekannen verschiedene Größen........ 40 Pf. Müllschaufeln............ 35, 40 Pf Mülleimer MK Deckel and Aufschrift...... 2.05 Eierkuchenpfannen mit sud..... 15, 25 ff. ( Kronen füro« und elektrisches ucht bis zu 20 Prozent unter bisherigem Preis) Lederwaren Damen-T rCSOre ans verschied. LedTarten 95 Pf. bis 3.50 Herren-T resore mit und ohne Zahltaachen, ans verschiedenen Lederarten............. 45 Pf. bis 5.00 Knopfkasten aus Leder........ 30 Pf bis 1.50 bläh kästen erfüllt.......... 95 Pf bis 2.00 Papierkörbe an» imitiertem Leder.... 95 Pf- bis 5.50 Damen-Handtaschen aus verschiedenen Lederarten 2.85, 3,25, 4.00, 4.50, 5.00, 5.50 Papierwaren Lichtschirme moderne Muster mit eleganten Perlfransen Jerl«/.* früh, flf«ftfrl« //; früh, Serlmllt! txuYi.-** bis 70 Pf., jetzt 4) Pf.; bis 1.25, jetzt 0!> Pf.; bis 2.35, jetzt i.lD Tischläufer aus Krepp-Papier.......... 9 Pf Oeschenk-Briefkassette„Makart" fSSü 35 ff Kassette„Liselotte" 26 Bogen, 25 Umschläge mit Buch- staben-Prügung................ 2.25 Kassetten mit Leinen-, Elfenbein-Papier usw., leicht beschädigt, zur Hälfte des bisherigen Verkaufspreises Malutensilien Farbenkasten«r schule und Ha«.. 20 n. bis 6.00 Studien-Malkasten mit Blecbeinsata, ca. IB'/ixST cm groß.... 3.25 Holz- Brennapparat mit piattastift..... 5.00 Artikel zum Brennen und Schnitzen Taschentuch- Kasten... Handschuh-Kasten... Brotteller CR. 2B cm Durchmesser I M Pf. 75 f �Reinigung ganzer Wohnungen sowie einzeln. Zimmer, Teppiche&•«. mittel» fahrbaren(elektrischen Vakuum-Apparates 5gH 20.00 z) Forffegung unfers Puft-Saifonausperbaufs Ungarnierte Filzhüte---- jetzt 1.75, 2.75, 3.50 Vollgarnierte Hüte...... jetzt 6.50, 8.75,11.50 Ungarn. Velvet- u. Samthüte.. jetzt 3.75, 5.50 Ungarnierte Kinderhüte,.jetzt 1,75, 2.50, 3.25 Englisch garnierte Hüte jetzt 2.50, 3.75, 4.75 Garnierte Kinderhüte......... jetzt 2.75, 4.25 Rbfeilung für Brenn-Ülaterialien Salon-Briketts....... 1000 stück 9.00 Industrie-Briketts...... Zentner 90 Steinkohlen Würfel oder Muß.. Zentner ?•( HOLZ ü; WiäifArn 3 und 4 Scbb'tt. IXlClCI II Raummeter... Fh,ollf»N 3 und 4Schnitt' DULIlCll Raummeter.., hnitt, das Iß Q0 A hnid," das' 14 5Q j Englischer Anthrazit..... Zentner 2.30 Gas- Koks.Ät zKÄed••***** 1.50 OnQ- Rnlrc �r Zentralheizungen, in ganzen 1 OA VJda- IVOKo Fuhren.. Hektoliter oder Zentner ä.DU Die Preise verstehen sich frei Keller oder erstes Stockwerk in Berlin und den näheren Vororten; bd Lieferung nach zwei Treppen und höher kostet der Zentner und das Hektoliter 5 Pf., 1000 Stück und das Raummeter SO Pf. mehr.— Bestellungen werden an unsern sämtlichen Kassen sowie schriftlich entgegengenommen t-jj) 1 1 � 1 c-z�-) t G�lG�DJG�SjGJJalG�lGSc) e�oieZL? G£oIq£c> Verantwortlicher Redakteur Richard Barth, Berlin. Für den'Inseratenteil verantw.: Th. Glocke. Berlin. Druck«. Verlag tBorwärtii ivitchdruckerei u. Verlagsanstalt Paul Singer& Co.. Berlin SW. Nr. 278. 27. Jahrgang. 8, Ktilm des.Armils" Knliucr Zonnfag. 27. Navember lM. Serickts- Leitung» Dir schlechte Milch der Milchzentrale. � Der letzte der Prozesse, welche in großer Zahl durch den Zu- sammenbruch der Berliner Milchzentrulc hervorgerufen worden sind, hat nunmehr das Reichsgericht beschäftigt. Es handelt sich um Zahlung von Abzügen, die ein Pächter wegen mangelhafter Be- schajfenhcit der Milch gemacht hat. Der Milchpächter B. in Charlottcnbnrg hatte mit der Zentrale für Milchverwcrtuiig in Berlin einen Pertrag abgeschloffen, wonach er die Milch der Tarnower Genossenschafter vom 1. Oktober ILOö bis 30. September 1907 franko Bahnhof Berlin pachtete. Die zum Transport der Milch nötigen Gefäße sollte B. stellen und auch auf feine Kosten in brauchbarem Zustande erhalten. Zahlungen leistete 83. nur mit Abzügen. Als die Zentrale im Februar ihre Liefe- rungen einstellte und Klage auf Zahlung von LLOgLl Mark nebst Zinsen erhob, behauptete B.. die Milch der Klägerin sei von Anfang an fast immer sauer und stinkig gewesen. Entweder müsse sie nicht tief genug gekühlt worden sein, oder— falls keine Vermcngung mit Wasier oder Magermilch vorläge— die Fässer seien nicht ge- reinigt worden. Die Vereinbarung, daß die Milch„franko Bahn- Hof Berlin" zu liefern sei, habe nach dem Handelsbrauch die all- gemeine Bedeutung, daß der Lieferant der Milch die Verpflichtung der Reinigung der Fässer mit übernehme. Die Vcrtragsbestimmuitg über den brauchbaren Zustand beziehe sich aus die Reinigung. DaS Landgericht und Kammergericht Berlin verurteilten den Beklagten zur Zahlung der eingeklagten Summe nebst Zinsen. DaS Kammergerickt legt zunächst dar, daß nicht Berlin als Erfüllungsort � zu gelten habe, sondern Tarnow. denn in Wirklichkeit sei die Milch in Fchrbellin von dem Beklagten abgeholt worden. Da aber nach dem Gutachten der Sachverständigen die schlechte Beschaffenheit der Milch aus die mangelhafte Reinigung der Fässer zurückzuführen � ist, erklärt das Kammergericht in llebereinstimmung mit dem Land- gericht, daß dafür allein der Beklagte einzustehen habe, denn er habe die Reinigung der Milchfässer vertraglich übernommen. Da den Beklagte nicht dargetan habe, daß die mangelhafte Lieferung der Milch auf einem Verschulden der Klägerin beruhe, müsse er die geforderten�Preise zahlen. Gegen das Urteil des Kammergerichts Berlin hatte der Be. klagte Revision beim Reichsgericht eingelegt und hervorgehoben, daß er weitere Beweise dafür angeboten habe, daß die Tarnower Milch schlecht sei. Hierbei habe er sich auf positive Vertragsverletzung be. rufen, ohne daß das Kammergericht darüber Bevweife erhoben habe.— Der zweite Zivilsenat'des Reichsgerichts hob am Freilag das vrbeil des Kammergerichts auf und verwies die Sache an einen anderen Senat des Kammergerichts zurück. £Iiis aller Melt. Bititcr russischen Gefänginsmaucrn. Aus Petersburg wird uns geschrieben: In den russischen Gefängnissen sitzt eine Armee von beinahe zweibunderttausend Menschen, eine Armee, welche im Laufe von wenigen Jahren so stark geworden ist: noch nicht die Hälfte davon hatte man vor dem Oktobcrmanifcst zu verzeichnen. Es ist also klar, daß wohl gegen hunderttausend natHB Menschen nur wegen politischer Vergehen, meist sogar nur wegen ihrer politischen Anschauungen eingesperrt sind. Neuerdings hat hier ein bekannter Schriftsteller eine Anzahl von Erlebnissen in Gefängnissen aus den letzten beiden Jahren aneinandergereiht und damit ein kulturgeschichtliches Bild entrollt, wie es innerhalb der gesitteten Welt heutzutage nur noch Rußland kennt.„In Nikolajewka"— erzählt einer der Geplagten—,„wohin ich in die Arrestantenabteilung kam, lenkte bei der Registrierung mein Name die besondere Aufmerksamkeit des Hauptaufsehers Jewstjunin auf sich.„Anaufin-Sdschipanowski heißt du, du Vagabund, was für Augen hast du doch!" Er schaute nochmals in meine Legitimation hinein und rief:„Welch ein Name! Schleppt ihn her!" Man griff mich gewaltsam heraus und trug mich in einen unterirdischen Raum herab. Dort stieß man mich in eine Zelle, befahl mir, mich nackt auszuziehen und begann mir die Haare abzuschneiden. Ich erklärte, daß ich kein Zuchthäusler, sondern nur zur Festungshaft verurteilt sei: darauf hieb man auf meinen Hals los, gab mir mehrere Scitenstöße und stempelte mich doch zum Zuchthäusler. Dann gab man mir etwa? schmutzige Wäsche, ein zerrissene» SträflingZkleid und Latschen und warf mich in einen völlig finsteren, kalten und feuchten Karzer. Hier hoffte ich endlich Ruhe zu finden, aber nach etwa einer Viertelstunde erschien der Hauptaufseher Tschekurow mit zehn einfachen Aufsehern und laS mir die Ge- sängnisbestimmungen vor. Nach jedem Satze erteilte er mir aber eine Ohrfeige. Als ich einzuwenden wagte, daß ich den Bestimmungen nachkommen möchte, daß ich aber nicht wisse, warum ich jetzt schon geschlagen werde, da be- gann man mich von neuem übers Gesicht zu schlagen und mit so vielen Seitenstößen zu traktieren, daß ich hinfiel; nunmehr stieß man mich mit den Stiefelabsätzen empor versetzte mir fürchterliche Schläge auf den Kopf. Dann warf man mich auf die Knie vor Tsckiekurow und befahl mir, ihn um Verzeihung zu bitten. Bewußtlos stammelte ich: „Ich werde nicht mehr," worauf die Aufseher sich entfernten, nach- dem sie mich zuvor mit einer Ohrfeige auf den Fußboden ge- warfen hatten. Noch immer war es nicht zu Ende. Denn nach dreiviertel Stunden kam noch ein Ausseher und belehrte mich seinerseits, wie ich mich zu verhalten habe, wobei er mir vier- mal mit einem Bund Schlüssel Schläge ver» setzte. Nach vier Stunden vernahm ich vom Korridor her großen Lärm. Jemand stöhnte, weinte und bat um Gnade. Durch das Guckloch sah ich, wie man den Kameraden L u p s k y, der nur mit einem Hemd bekleidet und barfuß war, nach einer anderen Karzerzelle schleppte. Erbarmungslos schlug man ihn auf dem Wege. Dasselbe geschah mit drei anderen. LupSky fiel infolge der Schläge immer wieder auf den eisernen Fußboden und stieß inimer an die Wand an. Die gleiche Prozedur machte man mit den anderen dreien, die in die unterirdischen Zellen geschleppt wurden, durch. Nachdem die Aufseher mit ihnen fertig waren, kehrten sie zu mir zurück und mißhandelten mich so grausam, daß ich das Bewußtsein verlor und erst nach einiger Zeit mich erholte.... Endlich Ivar ich allein."... Schiffsuntergang an der französischen Küste. Wie uns ein Telegramm aus La Rochelle meldet, hat der französische Schoner«Marie Pauline" mit einer Be- satznng von At Mann in der Nähe der I n s e l O l e r o n (WestFrankreich) Schiffbruch erlitten. Das. Schiff sank nach kurzer Zeit, jedoch gelang es dem größten Teil der Mannschaft, sich nach der Insel zu retten. Fünf Matrosen des Schoners werden verniißt, wahrscheinlich haben sie in den Wellen ihren Tod gefunden. Zwölf Antomobile eingeschneit. Infolge eines eigenartigen Mißgeschicks hat die große Prsisiings» fahrt der Beisuchsableilimg der Vertehr-'irvppe», die am Moittag von Schöneberg aus angetreten lvurde und am lö. Dezember uach Zurücklegung von 2075 Kilomeler» Wegürecke wieder am Ans« gangspuirti ende» soll, eine unfreiivillige lliireibrechung erfahren. Wie auS Scvmi edeberg in Schlesien gerueldet wird, sind im Schmiedeberger Paß am Fmwg nicht weniger als zwölf Lastautomobile von einem furchtbaren Schnee stur in überrascht worden. Die Chanffcure versuchten zwar durch flottes Tempo dem Einschneien zn enlgeben, konnten aber diese Ab« sichl nicht ausiübren, da infolge der Glätte die Räder sich um sich selbst drehten. Inzwischen wurde der Schneesturm immer heftiger, so daß die Fahrzeuge völlig unter den Schnceniassen begraben wurden. Erst nach slundeiilanger Tätigkeit einer großen Zahl Hiss« kräfle gelang eS, die Automobile wieder flott zu machen. Kleine Notizen. Durch Lohlcndunst erstickt. Gestern morgen wurden zwei bei einem A l t'en st e i n e r Fieischermeister beicküfligie Gesellen tot aufgefunden. Die beide» jungen Leute sind durch Kohlendünste, die einer» rchndbafren Ofen entwichen sind, erstickt worden. Die Leiche im Abfliissiaiial. In einem Abflaßkniial in der Nähe des Lazaicllbahnhofcs in Paris entdeckten Kairaiarbeiter einen nackten menschlichen L e i ch n a m. Später wurde festgestellt, daß der Tote ein seit etwa 14. Togen verscholleircr Arbeiter ist. Die Polizei glaubt, daß der Maiin eurem Verbrechen zum Opfer ge« falle» ist. Eisciibahnzusammcnstos». Am Freitagabend stieß bei OrmSkirk ein von Liverpool nach Schottland abgegangener Schnellzug mit einem enigcgeilkoliinieirde» Zuge z u i a m nr e n. Bei dein Zusammen« stoß wurde ein Reisender des Schnellzuges gelötet und mehrere andere verwundet. Großfeucr in einer amerikanischen Fabrik. In einem Fabrik« gebäude in Newart im Staaic New Jersey brach ans»»bekannter Ursache Feuer aus, das sich schnell über das ganze Gebäude ver« breitere. Man dein rck'! et, daß 15 Personen umgekommen sind. 50 junge Märchen faiiden in der oberen Etage keinen Ausweg, es eniftaiid eine Panik. Viele Mädchen sprangen aus dem Fenster, wodurch viele llngliicksfülle herbeigeführt wurden. Ei» heftiger Zyklon hat in der argentinischen Stadt Buenos Aires und in der Provinz schweren Schaden ongerichiet. Mehrere Personen sind ums Leben gekommen und viele verletzt worden. Durch die Gewalt des SturmeS wurden Taufende von Bärin, er, entwurzelt. �ulZergeÄLimüek vorlelüiaft für die lieNcr des » Uorwaris". f>_ 2' D C3 '1 a CO i6 1? 1 ** Q. o C4- W ■i£ n ui o O 3 er D*- s?? 3 2; 'S. 2 s-® o & r 3 3' 2. u jr§ Die Wunder der Urwelt und die EnlmicklungspschicMe der Erde. Nach den Ergebnissen der neuesten Porscliungen bearbeitet und herausgegeben von Gutttav A. Ritter. In Warer, jedermann verständlicher Sprache zieht hier die Schöpfungsgeschichte von den Uranfängen bis zur Gegenwart an uns vorüber. Wir sehen nicht nur den Erdball selbst entstehen, sondern auch die organische Welt, die auf demselben lebt, Pflanzen sowohl wie Tiere sich von den unvoUlionimensten organischen Körperchen durch Zeiträume von Jahrmillionen bis zu immer vollkotnnioneren Gestalten entwickeln, bis sie in dem Menschen, als dem höchstorganisiorten nnd vollendetsten Wesen ihre höchste Schöpfungskraft zeigt.— Was Kopernikus, Kepler, Newton, Kant, Uaplace, Alexander v. Humboldt, alle die vielen Forscher als richtig erkannt nnd zn einem mächtigen Geistesbau zusammengefügt haben, das wird in diesem Buche in grollen Zügen entwickelt. enorm billig:« Pramlonpreln atcht In bolnom Verhaitnl« r.u Inner« n nnd UnBeeen V» erle«Uesen hcrvorragcntlcn Werken 700 Selten mit mehr als 500 Original-Illustrationen. n Oanzlelnen-Prachtband:: —— Lexikon-Format.- Das Work wird zu dem äußerst billigen Preise von nur 3 Mark an die Loser des„Vorwärts" abgegeben. Der Bestellschein ist einzusenden an_ Willibald Wende's Verlag, Berlin W., I.OIziotv- Stratle 31. Reste] Ifunaenlartae,■cbwir* und furlMg.Cowittine« Stolfe. neues w Junior Tneot-Btolfe, bi*tden- Ptutfth Hamntet«. ßetrfo cto. Cot* iecvvv iVciOtH JaoKet't. Prgen- Dfänte'. CoKiame# md Coetum- 'dolCä inaern ,pp»,ailürglel.hxeltige Benutzung von Saphirsltfl und Plattcnnadcl um. Verlangen Sie Spezial-Oilerte U. Reichiii. Katalog IIb. Path4-Sprech»pparate in and. Ausstammg und Preislage, über Musik- mstrumente all. Art, pAiol. Apparate, Fem- u. perngläser, Jagd- u. l-ummvallen, Schrelh- m aachinen,■jcraBm'e Bilder etc. gratis u. frei. Da unsere Firma das alleinige Recht besitzt, Pathö-Fab. ikate zu Originai-Fabrikpreifen also ohne Preiserhöhung gegenTcilzahiungen zu verkaufen, sind die von uns angesetzten Preise nicht nur äußerst niedrige, sondern trytz der Gewährung des langen Kredits ebenso biiisg wie bar Wenn man bedenkt, wie leicht und achtlos 10 Pfennige täglich für gleichgültige und vergängliche Dinge ausgegeben werden, wird niemand zögern, von unserer Offerte Gebrauch zu machen, um seiner Familie, seinen Freunden und Bekannten diese unversiegbare Quelle künstlerischen Genusses, musikalischer Anregung und ab- ivechselungsreichster Unterhaltung zu erschließen. Um Gelegenheit zu geben, unsere Apparate und Platten vor dem Kauf unbeeinflußt zu prüfen und mit anderen Fabrikaten zu vergleichen, um sich so persönlich die Überzeugung von den ungeheuren Vorzügen der Pathe- Fabrikate zu verschaffen, erklären wir uns bereit, jm- seren Apparat nebst der ganzen gewählten Platten- Kollektion ernsthaften und solventen Reflektanten ohne jede Anzahlung 5 Taae zur Probe vom Tage des Empfanges au gerechnet, zu überlassen, ohne jede Enlschädignng, lediglich gegen Tragung der minimalen Spesen für die Hin- und eventuelle Rücksendung.— Es ist also für unsere Besteller jedes Risiko ausgeschlosseit das immer vorhanden ist, wenn der Käufer sich leßig- jiCh auf die scliönküngenden Anpreisungen eines Inserates eder Kataloges verlassen muß, aber sich enttäuscht sieht, wenn er keine Berechtigung besitz», nicht gefaltende Waren zurückzugeben oder umzufauschen. WM HWW�MWWWU WD PsUiS-PIsKsn werden unter'Benutzung aller modernen Errungenschaften auf dein Gebiete der Plattentechnik in Fabriben hergestellt, welche viele tausend Arbeiter beschäftigen. Die sich internationaler Berühmtheit erfreuenden Pathe- Platten sind eine vollwertige Mark« und kein Phantasiefabrikat, dessen Preis und Wert unkontrollierbar ist. Bei einem Durchmesser von 29 cm(gegenüber einem Durchmesser v. 25 cm der übbehen Platten) sind Pathe-Platten, die zu dem billigen Preise von 3.— M. pro Doppelplatte(also 2 Stücke spielend) geliefert werden, nicht nur die besten, sondern auch die billigsten Platten. Die lange Spieldauer bis zu 4 Minuten gestattet eine meist unverkürzte Wiedergabe aller Lieder und Arien. Wer jemals Pathö- Platten besessen hat, wird niemals mehr den Wunsch nach einem anderen Fabrikat hegen. Das Prcnramm der von uns ge- Sjq***£3* qaimi wäh|ten pj, ist mit größter Sorgfalt und unter Berücksichtigung jeglicher Geschmacksrichtung zusammengestellt. Es enthält die beliebtesten Opern und Operetten, Märsche, Walzer, Phantasten, Ouvertüren und andere effektvolle Orchester- Vorträge, Arien, Lieder, Duette und Quartette, Instmmentai-Soli aller nur bestehenden Arten, spanische, Italienische und andere fremdartige Orchestervorträge, und auch der Humor kommt durch Leu WMW" W plets, humoristische Vorträge u. Gesänge ausgiebig zu seinem Recht. Trotzdem wir nun sicher sind, durch unser gewähltes Repertoir jeden Hörer zu entzücken, gestatten wir Austausch nicht gefallender Platten nach eigener Wahl.— Wenn wir noch hinzufügen, d B Arien und Lieder v. international bekannten Größen wie Caruso, Slezak, Schmedes, Dirrenkoven, Jos. Schwarz, der Elizza, Runge, Boninsegna u. a. gesungen, für Couplets u. Orchester ebenfalls nur allererste Kräfte verwendet sind, so dürfte unser Programm kaum übertroffen werden können. Weitere Platten liefern wir zum Original- Fabrikpreise, unter gleich bequemen Zahlungsbedingungen und ebenfalls mit der Berechtigung der Rücksendung nicht gefallender Stücke. Komplettes Verzeichnis liegt jeder Sendung bei. Unsere Firma besitzt das alleinige Recht, Pathe- Fabrikate ohne Preisaufschlag gegen Teilzahlungen anzubieten. Wir garantieren nicht nur für die wortgetreue Ausführung dieser Zusage, sondern haften auch dafür, daß bei Empfang unserer Sendung keinerlei Anzahlung zu leisten ist, daß keine Nachberechnung von Extra-Spesen, wie Emballage usw., st�tfindet, und daß lediglich die minimalen Spesen der Hin- und eventuellen Rücksendung seitens des Empfängers zu tragen sind.— Ebenso findet bereitwilligste Beantwortung aller Anfragen statt.— Wir bitten unsere Ansichtssendung per Postkarte oder Brief untey Bezugnahme auf dieses Inserat zu verlangen. am besten sich des unten eingedruckten Besiellscheines zu bedienen, Blal&Freund in Breslau ool. ßvZßM Bestellschein öol - MWMM Gell auaschneldee u. im Kuvert eiasenücnl Hierdurch ersuche Ich die Firma Bial 6 Freund in Breslau II, mir 4m angebotenen Luxus-Sprech-Apparal mit echter Palh<-Sctiaitdoae und ____ Stachen auf doppelseitig batpleiten Faih«. Hatten zum Gesamt. preise voa_______ Mk.— ohne Anzahlung, ohne Nachnahme, ohne Emballage berechnung, Insbesondere ohne Jede Kaufverpfllchiung— zuzusenden, Ich verpflichte mich, diese Sendung, falls ich sie nicht zu bcbslten»Hinsehe, innerhalb 5 Tage«, vom Tage des Empfange» an gerechnet, franko zurückzusenden, andernfalls behalte Ich als und zahle unter Anerkennung des Eigen. tumirechtes bis zum Ausgleich obigen Betrag in monatlichen Raten von i,. Mk vom Ablauf der Probezeit beginnend, Erffiilungzort ist Breslau. Ort und Datum» Name und Straf; Neocithin-Nerven- nahrung, von Professoren, Aerzton, Chemikern, Sporlsleuten, ala einzigartig, wirksam und wohlschmeolcend anerkannt,(Pulver, Tabletten, Neooithin-KolapastHlen) in Apotheken, Drogerien nur echt mit Schutzmarke„Nero" zu haben. BMan mache unbedingt einen Versuch und verweigere W> Eraatzpraparato. Hl Bezugsquellen und Broschüre durch Neoclthln 0. m. b. H., Berlin SW. 6t. r Teilzahlung liefert auf bequem bei kleinster Anzahlung in bekannter Güte* (mit grälter RUeksieht bei Krankheit und Arbeitslosigkeit) neu und Arbeitslosigkeit) E.Cohii,Cr.Fraiil{furierstr.58 Uhren- u. Jltöliel-Kredit- Haus MM Carl Barthel joachÄhmu... Berlin 0. 34, Zorndorfer Str. 54. In neuen, modern eingerichteten Räumen. Separate Abteilangjen für -•sLiu Uhren, Goldwaren, Sprochmaschinen und Platten«0™ komplette Wohnungs-Einrichtungen, bunte Küchen, einzelne Möbel, Spiegel, Pol�terwaren, Teppiche Gardinen, Tischdecken u-w. Alles auf bequeme Ratenzahlungea bei billigstes Preisen.* Amt VTI 7589. Leser dieses Blattes wissen, aua welchen Gründen SljG'Cigaretten An Rinr) zu bevorzugen sind. 1595L* Die reellsten nnd billigsten Möbel and Polotepwaren auf Teilzahlung zu KassenpreUen und Zins. Vergütung erhält man in der seit 83 Jahren bestehenden MöbeU fabrik unter lOjähriger Garantie �"5°"""""°" Köpenicker Straße 121(Eckhaus) Carl Zobel MichaeIkirch«Str. 9—10(Eckhaus) Herren- und Knaben-Moden, fertig und nach Maß. K Beste Paßform. Werkstätten Im Hause« A110 Größe,V kür sehr korpulent« wie fiherachlanke Herren, in reichster Auswahl vorrätig. Volle Garantie für cPhr hilliw««her feef« nrA:,„ ........... i. n. jede»» bei mir gdkaufte Kleidungsstück- Der gut« Hut meiner Finna bürgt für gewissenhafte und billig« Bedienung. actir Dllli�c, aner teste Preise. Sehr große Auswahl in- und»u«län4isch«p Stoffe für�Maßanfemgung-— Bes i_eh tigung ohne K aufzwang gestattet.— Ankleidezünmer in allen Abteilungen. I 9 Schaufenster. 9 Schaufenster. Anzfijsc, Ulster, Paletots von M. 18 Der neue Katalog gratis und franko. znzE grsa?« N. JSRAEL ss -38 SPANDAUER STR. BERLIN C KÖNIG-STRASSE 11— 14 OEORÜNDET 1815 Wäsche- Ausstattungen Dit Anfertigune erfolgt i» eigenen Arbeitssälen Wohnungs- Einrichtungen Ständige Ausstellung eingerichteter Zimmer Der neu erschienene Uelhnncliti-Katflütt I i mit vielen Illustrationen| zu Geschenken - geeigneter Artikel wird i j auf Wunsch kostenfrei j r zugesandt u j Arbrltssfänder„Salome" Zum Zusammenlegen. Weiss lackiert mit vergo.deten Auflagen und farbig gemusterte« Satindeute! /! OC 80 cm hoch,.. Bücher-Etagcr« No. 112 Zum Anhängen. Echt Elche (hell, mittel, dunkel), 66 cm breit, 6, cm hoch, � 17 an tief..... O,*-* Teetisch„CW" Auf Rollen Mit Olasritrine und 2 henb- fillmden facrlt'gesdiliffenen Klippen. Abnehmbares Qlas- Tabictt- Zwei herausziehbare Zwischcnbäden an beiden Seiten. Höhe 78 cm, Läng? 7Z cm, Breite<>S cm. Echt Elche..... 57.— Halbech( Nussbaum.. 59.— Halbecht Mahagoni., 60.— Worpsweder Bauernscsael 14.- Hutachrank„Ravenna" Weiss lackiertes Hole, mit färb gemusi. Musselin garniert, 3 verstellbare Pilze, Qanz« Höhe 133 cm, Breite, � 66 cm, Tiefe 47 cm lO.-" Derselbe, innen, mit Schleierkasten 11/,— Besonders preiswerf: Papierkörbe EchtUnCrusla, lederfarbig, 36 cm hoch, 23 cm breit, Marke a nc .Isis"....... 1.25 Eiche gebdzt, mit Binsensitz.... Derselbe Sessel, 36 cm höher, mit geschnhztera n-< i-r\ Charakterkopf.. 21.50 Mit geschnitztem, beliebigem Monogramm(5 Tage Lieterzeit)., vssrs 3X Wenn Sie Wert darauf legen, eine qualitativ vollwertig« Cigarette zu rauchen, wenn Ihnen daran liegt, für wen g Geld das denkbar Beste zu erhalten, dann können Sie sich nur für frUi � Zigaretten 1 entscheiden, die heute wirklich die vollkommensten in ihrer Preislage sind. iosttU Vera o. WV., m, W. u. mit Qol� 10 Stock 30 Pi MliäiisBP HoutoboSi von GnmmSTriepBl.Nordhousen. Man verfange stets ausdrücklich unser Fabrikat—„Marke Grimm& Triepel"— und weise die vielfach missbräuchlich -- angebotenen geringwertigen Nachahmungen zurück.-- Zum Zeichen der Echtheit befindet sich In jedem unserer RAlicben ein Zettel mit unserer Firma in Rotdruck, was wir -— beim Einkauf besonders zu beachten bitten.- EernM ECellieä Spielwaren— Puppen- FabriR j.hrausi ü Schaufensfer Cm Kaüiw!li. ll-li OiaalBiiiiiEef Stt. H __ Eckhaus, beim Manbijouplatz, Hackescher Markt, Bahnhot t/Stsv r � Das Erlesenste, was die Industrie an Spielwaren einfacher und Kunstvollster Art hervorgebracht, ist in meinen Lagern aufgestapelt Bestor„tulM"- fiufliug in ganz E® iU! Ea Tg 1? Eg«parten, All u. duag erfreuenden ■®B fiM«W an wirklich relaendon Koatttmen, Kansüsr-Clfarali�rpiiisiis�, und Babys in ungezählter Ausi/vaiil.:Vj Geimte pllABLS KattCkj Sc&snsIäsr-iCästsn zur Selbst. nfertigung v Puppenga: derobe Reichhaltige, geschinackvolle Ausstanuna, eigene» Fabrikat M 1 00, 1 6b, 2.25, 4 73. Eigene Schneiderei, Putzmacherei. Schlachten-GeSände-Pläne plastisch u. z. Zusammenrollen, Q C der Finna gesetzlich geachützt, fc»/ J« wM Kinder- FederschauKel gans aus Eisen, keine Stricke mit Deckenhaken, S u, 6 M. Spezial- Abteilung för Gesellschafts- Spiele, Beschäftigungsmaterial, Damen-, Schachbretter selten tadellose gute Arbeit in allen Freislsgen, In der elektrischsn Abteilung sind Eine Sprechmascliine umsonst können Sie nicht verlangen. Sie kaufen aber Sprecbsppsrate und Scballplattcn sehr billig. Zurfickgetetzte Apparate zu besonder« = herabgesetzten Preisen.== ZONOPHON G. m. b. H., Berlin, Ritferstraße 41, II Etage. 1 Fabrik ustis BeiUedem BERLIN SSM fiUClflll Priozenstr. 46-47(USIIdlwV Grösstes Spezialgeschäft Deutschlands Bettfedern 1 Daunen «o 0.6V I.IO, I.». 1.5'. I«. 2(10. 2.60. I»o 2 85. 3.5U, 5.00. 8.5. 8 00, 8.50 die 6.00 Mark per Pfund| di, SOn Mark per Pfund Fertige grosse Betten beitrhrnd au» Oberbett, Unterbett, 2 Kissen au 13, IS. 20, 2«. 28, 81 St, 38, 45, 34, 61, 75, 80 bl* l»' Mark Grösstes Lager in Bettinlotten, Metall- Bettstellen u ailen anderen Bettartikeln Beete Be tenfüllung, freseuiioh "—.a.»«««ehUli Puad Konopsl- Daunen"""""" 2.85 3-4 Pfnad zum Obr rbett. J. Baer Bjilstr.26 Ecks f Prinz.- Alisa 1 Herren- und Knaben- Moden, Berufskleidung. Elegante Paletote u Pelerinen. Bredes Stofflager:: zur Anfertigung n. Mae Allerbilllgste, streng taste Preise. Gardinen Fabrik: Gardinenhau« , Wer» Horb Schivartz Wallstr. IZ � LiielZviisuslrM 10. LpiSlsFsisfi u. Lskrinitts! in allen Pteisiagen vertreten. Mem, Eissnbahn Abteilung: ist wiederum vergrfloeert Pieise sehr niedrig z. b.: ff. Dampf- Eisenbahn Lieg. Kartun m testen Hulzwandc, 57X43 cm, ent haliend I fl. Lokomotive modernster tuslühiung mit doppelt wiikcndem festsiehenden Zy inder, mit automatischer Bremse, vor- n rückwärUtahrend, Rundschieber- strucrunzm Kreuzkoplfuhrung.S|>uiiU3-Vaiga crbienner, 1 Tender, 8 Wag er, I nchienenoval von 1,05 m Länge u I SctvenenvorlageneU, Zuglänge 84 cn 2 U M. Einfachere Ausführung 4.SO, 9.00, 11.50, 13.50. SCinemato jraphen brauchbare Apparats 3,50, 6.50» 8.75 bis I4U M. Fhofogr* Ftlai»« Mtr. IO, 25 Pf. ganne Voratellg. billiger. Der Besuch meiner sehenswerten Verkaufsräume ist n cht mit Kaufzwang verbunden; das Htr- sonal ist zu freundlicher Auskunft verpflichtet. oiaEeT-rreri�st- Berlin W, Leipziger Strasse 20-21. TiiChwäschc.BettwäKhe, Küchenwäsche, Daoienwäsche, Kinderwäsche, Herrenwäsche, Taschentücher Gelegenkeits-Angebote in allen Abteilungen Schürzen, Unterröcke, Strümpfe, Morgenröcke, Oard ncn, Steppdecken, Bettdecken, Schlafdecken, Nach den Vororten zweimal täglich kostonfr s Zusendung. Verlangen Sie die Weihnachts-Preisliste. PcsHreier Versand von 20 M. an. mit vorzüg] ir bei Schweizer Loch- u.crhabcnerStickerei, im Vervife ufu» der ßuitie je drei Meter � Suckerei-ZwiscnennaU uud Ansatz,| AA dB5 Klerd nur H.{JeUII Bit zum 12. Dezember d. Js. kommen tiglich 3Sfl ltl:lne SlercosKcp-fippBrnte siii«i»ii!ii8xi--:r.,3r«tr- bei En kAukn zur Ausgabe...M Belehrend und Interetttot für jung urd alt. W>» kBWWMzz VZlvA-klllüeZ p-?. duuke]l»rbig bediuckt, A Z 70 cm breit, d. Meter tu? für ein Kleid O 7 Meter•3e|wv Rle'dsr-filajiiJin 90 cm bielt. Ort!ür ein Kick)/.. "■ OO He, 6 Mtr.*.60 du Meter. kelakAzer Baumüstoß (ihr.lidb Oingham), besonders lär Aufwtrteklc der; rosa- und bellbUoe Sttrien QZ für ett Kleid C OJpfe, tMu. J.oo muster, 90 cm beeit, d. Mir. Genrflndet 1884 Engrot— Export. S. Schlesinger, Neue'Snigslr. LI (Ordon nanzhaiiH) Kein Laden I II. Etage. wie alljährlich zu billigsten Preisen Peiz-Siolas Muffen Eislaufbaretts. "ED ewerKeBerol Lichtenberg* Berlin CeberaU erbilltllch. Eine NarSi wöchentliche leilzcti.ung elegante Berliner Schneiderei- Genossenschaft E. G. m. b. H. Zwischen Roaenthaler OmiMMnMnfw 4QC Zwischen Rosenthaler Tor u. Invalidenstr. öl ullUCUjll• lOO Tor u. Invalidenstr. G�gr.i. Februar 1906 v. organisiert.Schneidergehi Heu Berlin«. Empfiehlt sich Ät" Hrbeilcrn, Parteigenossen iitbürgern zur Anfertigung eleganter mm fertig und nach Mass, feinste Vorarbeitung. S. Boltuc&i Frankfurter Allee 76, I Eingang Tllsitor Strasse. WZÄS? ssdm l!l!MII-,.IroBe Au.wahi in Vflnter- Paletots, IIIstEP. Radlahranziigen n. FanL-Westen In allen Glröllen nnd l'reinlagen sowie Arbeiter- Berufs- Kleidung. Die ilerHtellane nnworer Fabrikate erfolgt in eigenen Betriebs Werkstätten unter den von unserer Organisation festgelegten Bedingungen. Lieferanten 103/1* derKonHam-Genonwenwfhnrt Berlin a. Cmgegend, des C'burlollenbiir|rrr kon.uiu■ Veretnn sowie des Arbelter-Uadlubrerbunden. NB. Wir weisen besonders darauf hin, daß wir nur fc eigenen Bedarf fabrizieren und unsere Waren in keinem anderen Geschäft zu haben sind. Irantc 14 sei einen Untre u. mir?« oon S e.trnen alJ den» Icanl he tändelt, lonnte aber Don keinem Slnbetunc Kit meine Kchmer/ien u. OeftbiDDlft erdnl» ten. Dn borte 1 1 oon Jdtein WachdolOee»'rtlrnh.»eibco- n noch SebeaD» Don u üllllchen vnede Ich kah ooni oewnd. »»l»»».!X>. Uf. 10. ilron g.H. Die, er neuele munderdnre Vr>Dli> de» eSlbn mehr nl««üe■ä-nit'eblunjtn den ;eofen Wert Dnn Reicher. Waeh- holder• KxtraUt„Med eou. jiti nur in Crijmalfiaidicn mu SXarte „Mcdlco- k M. I/JO, g.öll B.— in Den meisten Trozerlen r 'ältlich. wD Nicht»iretl lu doieden durch OliD f fliehe! Berlin 03, rlsenbahnztr. 9. Keparaturen sauber und billig. __ Sonntags geöfinot.__ jflj Kein Katalog. ßUK praktisch, billig, grösste Schonung Unschädiichkeit garantiert Henkel& Co., Düsseldorf. m enkels Bleich-S'jde Kaulsdorf und Mabisdorf. Nur 20 P(.-Fahrtv.Zentrura Berlins, trotzdem billig, als weiterv. Berlin gelegene Orte, wie lloppegarten, Neuenbagen usw. Maß. Anzahlung, langj Hypotheken. Pläne gratis. Verkäufer sländig am Bhf. Mahlsdorf im Pavillon. 118TL >. Rieger, Berlin, Oontardstr. 5. f Reste" n Oamonfuche, schwarz tt. farbig, Xosiamstcifo.ncucil.tWuiL.Selde, Sammele, Sesälie Futterstoffe, Plüsche zuMänteln, Che»-Kammgarne ju Knaben-Anzügen. Konfektion: Paletots, Jacketts, Staubmäntel, Kostüme, Kostümrficke. Stctö Gelegenheitskäufe! Panl Karle, Worfchauerhr. 18.[+ Fabrik-Niederlage für Berlin u. Vororte: Joh« Schmalor, Berlin N. 4, Tieckstr. 11 verantwortlich« tteholteut«ich«rd Buti, Serlttu gut de» ZnicratenteUveraW»� Z�GImIc, Berlin, Kttucku.«erlag:»srsärt« Auchdruder« n. BcUoa»anjtaU Paul Stnger& fto. Berlin ÜW. *.278. 27. 4. Dtilllge des Jotmütls" berliner Polblilött. Heute Sonntag, m» stlH 8 Uhr an: Flngblattverbreitnng. Montag, de» 28.: Franenleseabend. Dienstag, den 29.: Verfammlnngen für Kinderschuh. Partei-?ZngelegenkeLten. Schönrberg. Am Dienstag, den 2g. d. M., abends 8 Uhr, bei C. Grosier, Meiuinger Slrage 8: Wahlvereiiisversammlung. Vortrag des Genossen H. Molke nbuhr über.Die poli- tische Lage". Parteiangelegenheiten. Heute Sonntag, den 27. d. M.. in den.Auguste Vik'toria-Sälen", Lmherstr. 31/82: Vor- trag des Genossen E. Bernstein. Hierauf: Geiniiuiches Beisammensein. Der Vorstand. Wilwersderf-Hnleiisee. Dienstag abend SVa Uhr im Gesell« schaflshouse, WilhelinSaue 112: Monatsversammlung deS Wahlvereins. Tagesordnung: Rückblick auf die Stadtverordneten- wählen, Organisationsfragen. der Abschluß der Spedilions- angclegenheit, Abrechnungen, Neuwahl des zweiten Borsitzenden. Der Frauenleseabend fällt dieser Ber- sammlung lvegen aus. Groß-Lichtcrfelde. Am Dienstag, den 29. November, abends 8Z� Uhr, im Kaiserhof, Kranoldplatz, WahlvereinSvcrsammlung. Tagesordnung: Vortrag des Genossen Groger über den ersten Teil des Erfurter Programms, Vereinsangelegenheiten. Tcmpelhof. Heule Sonnlag, früh 8 Uhr: Flngblattverbreiwng. Lankwib. Mittwoch, den 30. November, abends 8 Uhr: Wahl- vereinssitzuug bei Ebel. Müblenstraße. 1. Vortrag über:.Der Massenstreik". 2. Wahl von Delegierten znr Generalversammlung. 3. VercinSangelegenheiten. Der Frauenleseabend findet erst am 12. Dezember statt. ObcrschSneweide. Am Dienstag, den 23. November, abends SU Uhr, im Wilhelminenhof: Oeffentliche Versammlung. Der Frauenleseabend am Montag, den 28. November, findet nicht statt. Die Bezirksleitung. Friedrichöhngen. Am Mittwoch, den 30. November, abends 8>/z Uhr, bei Lcrchv. Friedrichstr. 112: Mitgliederversammlung. Tagesordnung: 1. Vortrag des Genossen Max Jakobsen über „Die Genossenschaft als Teil der Arbeiterbewegung". 2. Diskussion. 3. Vereinsangelegenheiten und Verschiedenes. Biesdorf. Dienstag, den 29. d. M., abends 8% Uhr, Mitgliederversammlung bei Gustav Berlin. Marzahner Str. 24. Tagesordnung:„Unsere nächsten Aufgaben." Reinickendorf-Ost. Dienstag, abends 8 Uhr: Oeffentliche Versamnilung im.Schützenhaus", Ltesidenzstr. 1/2. Tages- ordnung: Mißbrauchte Kindertraft. berliner l�aclmckteu. Vorwinter. Nun will der Spätherbst dem Winter die Hände reichen. Die kurzen Tage schieben ihr fahles Schneelicht zwischen fröstelnde, lang ausgesponiiende Dunkelheiten. Um den Ge- frierpunkt herum hält sich die Temperatur. Es ist kein Herbst- Wetter mehr, aber auch noch kein Wintcrwetter. Reif streuen die Nächte, und nur spärlich flockt der Schnee. Wo der einen einigermaßen hartgefrorenen Boden gefunden hat, bleibt er liegen. Nicht in den Straßen der Stadt. Da hat höchstens oiiunal ein Giebel oder ein Dach eine weiße Haube aufgefetzt. Aber draußen, wohin den im Gassendunkel eingcsponnenen Großstädter hin und wieder eine freie Sonntagsstunde hinaus- treibt, blinkt es den wenig lichtgewohnten Augen silbrig und glitzernd entgegen. Havel entlang führt der Weg. In einem bleiernen Grau rollt der breite Strom. Nur selten durchfurcht ein Lastkahn oder ein Schlepperzug seine trägen Wasser. Das Schilf an seinen Rändern steht braun: und doch ist es von einem leichten Eisglanz überzogen, der schilfernd in dem müden Nachmittags- lichte ausblitzt. Und ein Klingen und Klirren wird leise ver- nehmbar, wenn ein Windstoß durch die Schilfbcstände faucht und ihre harten Halme leicht aneinder stößt. Die Hllgelzüge des Ufers stehen weißübcrstäubt. An ihren Rändern hat der hartgewordene Schnee scharf eine weiße Umrißlinie gezogen. Vom anderen Ufer herüber, zwischen Gatow und Cladow, leuchten unter blinkender Schneelast die Felder. Mit weißen Kapuzen überdacht lugen die Dorfhäuser aus dem schwarzen Rutengewirr entlaubter Baumkronen. In einem gelbgrauen Scheinlicht liegt das Land stromaufwärts und stromabwärts. Ganz still ist es über den Wassern, daß ein scharfes Ohr sein träges Gurgeln erlauschen könnte. In den Bäumen der Ufer- streifen aber wühlt der Wind, daß sie die Kronen hin und her neigen und Weg und Steg und Wandersmann mit einem feinen, hartgekörnten Schneepuder überschütten. Spätherbst ist es nicht mehr, und auch doch noch kein Winter. Denn der Winter hat kräftigere Konturen, grellere Wasser nicht in Eis umgeschmiedet, noch hat der Sturm keine Wasser nicht in Eis umgeschmiedet, Noch hat der Sturm keine Schneemauern zusammengeweht. Farben und Stimmungen in der Natur sind erst Vorakkorde des Kommenden: Vorwinter ist es..._ Die Zersplittrruni, des Wirtschaftsgebietes Grvß-Berlin tritt auf allen Gebieten? des off-mtlichen Lebens in die Erscheinung. In einer Denkschrift der Aelteiten der Kaufmannschaft ist eine Zu- sammenstellung gemacht worden, aus der deutlich erhellt, welche Zer- rissenhoit auf diesem Gebiete vorhanden ist. Wir wollen nur einige Punkte hercruSgreifm:> „Welche Verschiedenheit auf dem Gebiete des Steuer-- Wesens! In den b2 ländlichen Bezirken(einschlchießlich der beiden Städte Teltow und Köpenick) schwanken die Sätze der Ein- kommensteuer zwischen 64 v. H. in Grunewald und 189 v. H. in Marzahn einschließlich der Kreissteuer. Dem Normalsteuersatze von Berlin und den städtischen Vorcncken mit 100 v. H. entsprechen nur 20 Gemeinden. Die Grund- und Gebäudesteuer zeigt schon in der Art der Erhebung gewisse Ungleichheiten, da eme Minderheit von Gemeinden(5, darunter Ober- und Niederschöneweide) nach dem Er- trage besteuert, während die groß- Mehrheit die Steuer nach dem gemeinen Wert mit ziemlich beträchtlichen Abweichungen eingeführt hat. Daraus ergeben sich an der Grenze der einzelnen Genieinden die größten Härten. In der Teplitzer Straße(am Roseneck) zum Düspiel sind auf der westlichen, zu der Gemeinde Grunewald ge- hörigen Seite 2.5 v. T., auf der östlichen, zur Gemeinde Schmargen- dorf gehörigen 5,6 v. T., also mehr als das Doppelte zu en! richten. An der Wisbyer Straße, die noch zu Berlin gehört, sind 3,4 v� T., in der in sie einmündenden Neumannstraße, die auf Pankower Gc- biet liegt, 6 v. T. zu entrichten. Das gleiche gilt auf der Grenze zwischen Woiß-nsee und Berlin. In der GreisSwalder Straße gilt der Berliner Satz�von 3.4 v. T., in der sie schneidenden Gürtelstraße der Weißcnscer Satz von 6 v. T. In Meinersdorf, dessen Gebiet zwischen Pankow und Weitzensee liegt, werden nur 2M> v. T. erhoben, also noch nickst die Hälfte des Satzes der Nachbargemeinden. Nicht minder verschiedenartig ist die Bemessung der für Handel und Industrie so wichtigen Gewerbesteuer. Während in Berlin die Steuer 150 v. H. beträgt, werden in dem angrenzenden Reimcken- dorf 250 v. H.. in Hohenschönhausen 255 v. H. erhoben. Auch unter den aneinander angrenzenden Orten selbst bestehen die gleichen Ver- schiedenheitrn. Tegel erhebt 200 v. H., das angrenzende Wittenau 300 v. H., Nieder-Schönhauscn 195 v. H., das angrenzende Pankow 240 v. H. Bei der Umsatzft'uer begegnen wir den gleichen Ver- schiedenheiten. In der Hauptstraße zu Schöncberg werden 2 v. H. Umsatzsteuer erhoben, in der geraden Fortsetzung dieser Straße, der Rheinstraße, Ilh v. H. von Friedenau. Auf der einen Seite der Zossener Bahnstrecke, die zu Schön-berg gehört, werden 2 v. H., auf der anderen Seite, in Tempelhof, iVz ü. H. erhoben. Auch bei der Wertzuwachsstcuer bestehen tief einschneidende Verschiedenheiten, die durch lokale V-rhältnissc nicht gerechtfertigt werden können. So wird zum Beispiel in Berlin und Wilmersdorf bei der Bemessung der Steuer in erster Reihe die absolute Höhe des Wertzuwachses be- rücksichtigt und erst in zweiter Reihe die relative Höhe; dagegen ist in Charlottenburg und Schöneberg lediglich die relative Höhe des Wertzuwachses maßgebend. Außer den Ungleichheiten in der Höhe der verschiedenen Steuern besteht ein« nach größere und schwer- wiegende Ungleichheit in der gesamten Technik des Steuerwesens. Nicht minder große Verschiedenheiten hat die kommunale Zer- splitterung Groß-Bwlins ans dem Gebiete des Kranken» lassen Wesens zur Folge. In den Anforderungen bei den wöchentlichen Beiträgen stufen sich zum Beispiel die Mindestsätze von 39 Pf. in Oberschöneweide auf 18 Pf. in Blankenfelde und Zehlen- dorf ab. Die Höchstsätze schwanken zwischen 120 Pf. in Obcrschöne- weide und Pankow und 51 Pf. in Zehlendorf. Ebenso verschieden wie die Anforderungen der Kassen sind auch ihre Leistungen. Die Verschiedenheit der Krankenkaffenbeiträge hat zur Folge, daß gleich- artige Betriebe oft verschieden hohe sozialpolitische Lasten zu tragen haben, je nachdem sich oer Betrieb in Berlin selbst oder vielleicht einige hundert Meter davon entfernt in dem angrenzenden Vororte befindet. So beträgt zum Beispiel die Belastung industrieller Be« triebe in Boxhagen-Rummelsourg, Friedrichsfelde, Hohen-Schön- Hausen, Lichtenberg, Stralau, Steglitz und Nieder-Schöneweide nur etwa zwei Drittel derj'nigen in Berlin selbst. Ganz abweichend ist der Sonntagsladenschluß in Berlin uitd den Vororten. So fällt er in Berlin auf die Stunden von 10 bis 12, in dem benachbarten Weitzensee auf lO�b bis 12 Uhr; in Grünau werden die Läden um lOM- Uhr geschlossen, in den Nach- barorten AblerShof und Köpenick schon um 10 Uhr. T-nnpelhof hat eine Kirchzeit von Olb bis 11 Uhr, die es umgebenden Orte Schöneberg, Rixdorf, Mariendorf. Britz brauchen ihre Läden erst um 10 Uhr zu schließrn. Die Einkäufe müssen häufig in dem einen Teile der Straße früher erledigt sein als in dem anderen Teile. Auch die Bestimmungen über das Offenhalten der Läden an Wochentagen zeigen für Groß-Berlin eine Uneinheitlich- keil, die noch setzt zu Mißständen Anlaß gibt. Ganz buntscheckig sind die Bestimmungen über den Stmßenhandcl. Besonders große Unterschiede treten beim Gastwirtsgewcrbe schon bei Erteilung der Konzession zutage. Rixdorf zum Beispiel prüft in allen Fällen die Bedürfmsfrage, Berlin tut dies bei den Lokalen mit halber Kon- zession nicht. Die Folge davon ist, daß zum Beispiel Läden und Lokale für Restaurationen auf der einen Seit« des Kottbuser Dammes, die zu Rixdorf gehört, schwer zu vermieten sind, während auf der anderen B:rliner Seite sich zahlreiche Restaurationen mit brnlber Konzession ansiedeln. Auch die Polizeistunde ist im Berliner Wirtschaftsgebiet nicht einheitlich geregelt ebensowenig die Erlaubnis zur Abhaltung von Ta n z l u stb a r ke i t e n. In der Mehrzahl der Orte Groß-Berlins wird die Erlaubnis zur Ab- Haltung öffentlicher Tanzbelustigungen auf Antrag jeden Sonntag erteilt; in verschiedenen Orten, zum Beispiel Wcißensoe, Tegel, Pankow, Schöneberg, Wilmersdorf, Charlottenburo, Treptow sogar auch für einen oder mehrere Wochentage. Abgesehen von Köpenick, wo die sonntägliche Erlaubnis den einzelnen Gastwirtschaften nach einem bestimmten Turnus erteilt wird, geben einige kleinere Orte, wie Blankenburg, Klein Machnow, die Erlaubnis nur alle 14 Tage bezw. alle drei Wochen. Naturgemäß sind durch diese Beschränkun- gen die Wirte mancher Vororte geschadigt, denn das Publikum wird dadurch in diejenigen Vororte gezogen, in denen die Tanzbelusti- gungen regelmäßig stattfinden können. Nachdem die Denkschrift kurz auf die Sonderbestimmungen einzelner Elektrizitätswerke in Groß-Berlin hingewiesen, die zu schwerer Schädigung verschiedener Interessengruppen führen, zeigt sie, wie die Anlage eines zusammenhängenden Netzes großer durch- gehender Verkehrswege(Straßen, Hoch-, Untergrund-, Eisen- bahnen, Kanäle usw.) durch die Zersplitterung auf dem Gebiet der Bebauungspläne sehr erschwert wird. Unter den verschiedenen Vor- schriften über das Straßenbaumaterial leidet ganz besonders das Straßenbaugeschäft." Zu diesen Fragen kommen noch das Postwesen, Gerichtsorgani- sation und nicht zu vergessen das Verkehrswesen. Die Verlängerung der Jostystraße bis zur Mehnerstraße/ die nunmehr durchgeführt wird, stellt die Verbindung zwischen zwei Straßenzügen her, die beide über ehemalige Weinberge führen und daran erinnern, das einst auch in Berlin Wein gebaut worden ist. Die Lothringer Straße, deren Fortsetzung die Jostystraße ist, hieß ursprünglich seit 1832 Wollanckstraße, nach dem Gutsbesitzer Wol- lanck, an dessen Weinberg auch noch der Weinbcrgsweg erinnert. Dagegen wurde die Mehnerslraße. die eigentlich Mehnertstraße heißen müßte. 1830 auf dem Weinberge des Herrn Mchnert durch den Geh. Regicrungsrat Samctzki angelegt und 1841 dem Verkehr freigegeben. Sie wird von der über das gleiche Grundstück führen- den, ebenfalls 1841 eröffneten Weinstraße geschnitten, die auch nach diesem Weinberg benannt ist. Von 1866/67 befand sich in der Wein- straße das berüchtigte Schuldgefängnis, auch„MöserS Ruh" ge- nannt.— In der jetzigen Form ist die Jostystraße nur wenig über 20 Jahre alt. Sie wurde Ende der achtziger Jahre des letzten Jahrhunderts auf einem Teile des Nicolai- und Marieniirchhoss, zu welchem sie von alters her den in eine Sackgasse endenden Zu- gang bildete, angelegt bezw. nach der damals entstandenen Mendels- sohnstraße durchgelcgt. Ihren Namen erhielt sie nach der an ihr, Ecke der Prenzlauer Straße, belegenen Brauerei von Gebr. Josty, die ein in Alt-Berlin sehr beliebtes Bier herstellte und u. a. an der Spittelbrücke 2/3(so hieß der Teil der heutigen Leipziger Straße zwischen Spittelmarkt und Kolonnaden) einen viel besuchten Aus- schenk hatte. Mit der Verlängerung der Jostystraße wird übrigens auch die Verbreiterung der Landsberger Straße, durchgeführt, und beide Projekte haben, insofern als sie demselben Verkehrsbedürfnis dienen� einen inneren Zusammenhang. Auch geschichtlich hängen beide Straßenzüge zusammen, denn auch die Landsberger Straße war zum großen Teil früher Weinberggelände. Von Nr. 17 cch biß zur jetzigen Gollnowstrahe lagen bis zum 18. Jahrhundert nur Gärten, darunter von Nr. 2 bis 10 der vou dem berühmten Feld- Marschall Derfflinger angelegte Weinberg, der zuletzt der Dolläne- sche Weinberg hieß. Nachdem im Jahre 1740 in einem außer- gewöhnlich kalten Winter fast alle Weinstöcke erfroren waren, wurde das Terrain aufgeteilt und bebaut. Etwas davon entfernt lag ein anderer Garten, der 1772 dem Geheimen Obertribunalrat Baum- garten gehörte und später ebenfalls parzelliert wurde. Die jetzigen Verkehrsprojekte des Magistrats betreffen danach eine Gegend, die früher Berlins Weingegend gewesen ist, wovon man allerdings heute nichts mehr merkt. Jugendschriften-Ausstcllung im(öewerkschaftshaus. Die Ausstellung ist heute, Sonntag, von 5— 9 Uhr geöffnet. Neu ausgestellt: Wandschmuck aus dem Verlage von Callwey- München. Der Zugang zur Ausstellung ist Portal B, rechts neben dem Bureau des Holzarbeiterverbandes. Ueber die Wiederholung derselben Strnssennamen in Grotz- Berli« macht die neueste Denkschrift der Äeltesten der Kauf- Mannschaft über die Zersplitterung des Wirtschaftsgebietes von Groß-Berlin eine amüsante Statistik auf. Berliner Straßen gibt es in Groß-Berlin sechzehn und zwar in Char- lottenburg, Friedrichsfelde, Heinersdorf, Hohen-Schönhauscn, Kolonie Neu-Hohenschönhausen. Groß-Lichterfelde, Nieder- Schönewcide, Pankow, Reinickendorf, Rixdorf, Tegel. Tempel- Hof, Weißensee. Wilmersdorf, Zehlendorf und Südende. Wilhelmstraße kommt zehnmal vor und zwar in Berlin. Boxhagen-Rummelsburg, Britz, Friedenau, Friedrichsfelde, Lichtenberg, Südende, Weißensee, Zehlendorf und Groß- Lichterfelde. Außerdem gibt es sieben verschiedene Kaiser- Wilhelm-Straßen und zwar in Berlin. Karlshorst, Heinersdorf, Lankwitz, Nieder- Schöneweide, Steglitz und Tempelhof. Ebenso oft findet man eine Haupt- straße, wenn auch nur in ehemals oder jetzt noch ländlichen Orten wie Schöneberg, Boxhagen-Rummelsburg, Lankivitz, Reinickendorf, Tegel, Zehlendorf, Hohen-Schönhausen, Rosen- thal-Wilhelmsruhe und Wittenau. Eine Friedrichstraße gibt es neunmal, außer Berlin auch in Boxhagen- Rnmnielsburg, Südende, Steglitz, Friedrichsfelde, Lichtenberg, Groß-Lichter- felde, Weißensee und Zchtendorf, Nach Goethe und Bismarck sind je acht Straßen in Groß-Berlin benannt. Potsdamer Straßen gibt es sechs. Bon den weiblichen Vornamen scheint Margarete der beliebteste zu sein. Nach ihr sind fünf ver- schiedene Straßen in Groß-Berlin benannt. Das Schicksal des Exerzierplatzes. Der Magistrat beschäftigte sich in seiner gestrigen Sitzung mit dem Schicksal des Exerzierplatzes an der Schönhauser Allee (gewöhnlich an der einsamen Pappel genannt). Der Fiskus hat seine Absicht, den östlichen Teil des Platzes zu veräußern, mehr- fach zu erkennen gegeben und der Magistrat hat zur Prüfung der verschiedenen Fragen, welche hier für das öffentliche Interesse in Betracht kommen, eine Kommission eingesetzt. Bierausschank in den städtischen Parks. Die Inhaber der Erfrischungshäuschen im Treptower und im Viktoriapark hatten an den Magistrat bekanntlich den Antrag gestellt, in ihren Räumen in Zukunft auch echtes Bier ausschenken zu dürfen. Bis jetzt verbietet ihnen der Vertrag, alkoholische Getränke zum Ausschank zu bringen. Die Anträge wurden in der letzten Stadtverordnetensitzung verhandelt und, nachdem sich Genosse Wurm energisch dagegen ausgesprochen, abgelehnt. Nun werden uns aus den Kreisen der Gastwirtsgehilfen noch folgende recht interessante Mitteilungen über den Betrieb im Viktoriapark gemacht: Die Stadtverwaltung hat mit dem Pächter, Herrn Lang, wohl nachträglich festgelegt, daß er nur Kaffee, Tee, Milch usw., überhaupt nur alkoholfreie Getränke zum Ausschank bringen dürfe, was aber nicht hindert, daß der recht ausgedehnte Bekanntenkreis des Herrn Lang uater der harmlosen Bezeichnung„B i l z b r a u s e verkehrt" schäumenden Gerstensaft aus der nahen Schultheißbrauerei kredenzt bekommt. Natürlich zu entsprechenden Preisen. Das würde, so heißt es in der Zuschrift weiter, den Gehilfen vielleicht gleichgültig sein: sie könnten eö der Stadtverwaltung überlassen, ob und wie sie ihrem Vertrag Achtung verschaffen will. Dagegen habe» die Angestellten in jenem städtischen Betriebe sehr berechtigte Klage über oie dort herrschenden Arbeitsverhältnisse. Im ersten Jahre seiner neuen Berufstätigkeit als Gastwirt und Konditor zahlte Herr Lang seifien Kellnern noch einen Lohn von 15 M. pro Monat nebst Beköstigung. Anders im zweiten Jahre. Die Kellner erhalten jetzt keinen Lohn, und die Be- köstigung ist viel schlechter. Die Angestellten sind also lediglich auf den Trinkgeldbettel angewiesen, wovon sie ihrem Prinzipal noch die Bonbücher zu bezahlen habe». Ferner verlangt Herr Lang von den Leuten, daß sie morgens um 8 Uhr zum Putzen und Aufräumen erscheinen. Auf diese Weise spart er das Halten vou Hausdienern, die er ja bezahlen müßte. Ein glänzendes Geschäft macht in diesem Hause ein gewerbs- mäßiger Stellenvermittler aus der Bülowstraße, der(bis zum Inkrafttreten des StellenvennittlergcsetzeS) von jedem dahin ver- mittclten Kellner 20 M. Gebühren zahlen ließ. Diese Tatsachen haben die Gehilfen schon im August durch ihr Fachorgan und durch Flugblätter bekanntgegeben. Sie wurden dazu gezwungen, weil Herr Lang den bescheidenen Versuch seiner Angestellten, ihm ihre Wünsche zu unterbreiten, mit brüsker Ab- lehnung und sofortiger Entlassung sämtlicher acht Kellner be- antwortete. Es scheint uns, alS ob Herr Lang durch den obigen Antrag sich nur decken wollte gegen den etwaigen Vorwurf, daß die bei ihm herrschenden Arbeitsbedingungen der Kritik nicht standhalten. Es handelt sich hier um einen Betrieb, wo die Stadt es in der Hand hat, bei Vertragsabschluß für anständige Arbeits- bedingungen für das dort beschäftigte Personal zu sorgen. Daß in solchen Lokalen die Kelliier gänzlich ohne Lohn arbeiten müssen, nur auf Trinkgelder angewiesen sind, das ist ein skandalöser Zu st and. Es sollte auch nicht geduldet werden, daß in derartigen Betrieben das Personal, ehe es die Gunst er- hält, für den Pächter umsonst arbeiten zu dürfen, erst dem Stellenvermittler den geforderten Tribut zu zollen hat. 1900 seuchenverdächtige Rinder, dle in den Absperrungsställen auf dem hiesigen Viehhof stehen, sollen auf Anordnung der Veterinärpolizei heute erst dann nach dem Schlachthof zwecks Ab- schlachtung gebracht werden, wenn der Ijeuliae Markt beendet, dös heißt Exportvieh verladen und das übrig? von den Berliner Fleischermeistern gekaufte SSieTj nach dem Schlachthof abgetrieben sein wird. Von dem Schlachthof erfährt die„Allgemeine Fleischer- Zeitung" weiter, dag die Desinfektionsarbeiten unter Heran- ziehung aller verfügbaren Leute gestern abend beendet wurden, so daß die veterinärpolizeiliche Abnahme noch abends erfolgen konnte. Die diesmalige Desinfektion mit Kalk wird eine recht nachhaltige sein; der Kalk bedeckt alle Straßen und das Innere der Ställe. Mit dem Bau der Untergrundbahn„Nord-Süd" werden sich die Stadtverordneten in ihrer nächsten Sitzung beschäftigen. Die Kosten sind, wie wir schon mitteilten, auf fast 54 Millionen Mark veranschlagt worden. Sie verteilen sich auf den Ankauf von Grund- stücken und Gebäuden, Entschädigungen und auf die Verlegung von Kanalisationsröhren u. a., sowie auf Pflasterarbeiten mit zu- sammen 12,5 Millionen Mark. Hiervon würden etwa 620 000 M. abgehen für später wieder verfügbare Grundstücke. Die Haupt- ausgaben von insgesamt 28,6 Millionen Mark kommen auf die Tunnelarbeiten. Dazu kommen dann rund L,6 Millionen Mark Bauzinsen und Verwaltungskosten und fast 2 Millionen Mark für Unvorhergesehenes. Die Betriebseinrichtungen erfordern 6,7 Mil- lionen Mark.— Der Tunnel soll Steigungen von 40"Im und Krümmungen an einer Stelle von 60 Meter Halbmesser erhalten und 80 Zentimeter unter der Straßenoberfläche liegen. Die GaS- und Wasserleitungsröhren sollen zwischen der Tunneldecke und Straßenoberi lache eingebettet werden. An den Kreuzungen der Spree, der Untergrundbahn an der Mohrenstraße usw. mutz der Tunnel natürlich entsprechend tiefer gelegt werden. Der Betriebs- bahnhos an der Seestratze wird durch eine Rampe eine Verbindung mit dem Tunnel erhalten. Dieser liegt nach den vorgenommenen Bohrungen fast überall in Sand- und Kiesschichten, nur bei der in der Nähe der Puttkamerstratze ist Moorgrund festgestellt. Die Züge von 4 und 6 Wagen sollen in Zwischenräumen von 3 bis 5 Minuten verkehren. Die Wagen haben zweiachsige Drehgestelle und sind nach dem Abteilsystem wie auf der Stadtbahn mit Türen und mit einem Längsgang in der Mitte versehen. Jedes Abteil ist an jeder LängSwand mit einer Schiebetür ausgerüstet, um eine schnelle Füllung und Leerung zu ermöglichen. Jeder Wagen enthält durchschnittlich 52 Sitzplätze und 48 Stehplätze, er vermag .also 100 Personen aufzunehmen gegen 72, die mit den Wagen der Hochbahn befördert werden können. Der Tunnelraum wird frei von Mittelstützen bleiben bei einer lichten Breite von 7,16 Meter und einer Höhe von 3,55 Meter zwischen Schienenoberkante und Konstruktionsoberkante der Decke. Hier an der Decke befindet sich auch die Stromleitung. Sohle, Wände, Decke usw. sind aus Stampfbeton. Die Betonkappen werden durch eiserne D-Trägcr aufgenommen. Der mittlere Abstand der 11 Haltestellen beträgt 678 Meter. Jede Haltestelle erhält einen Mittelbahnsteig von 80 Meter Länge und 7 Meter Breite. Für den Fahrkartenverkauf und die Bahnsteigsperre sind die erforder- lichen Einrkchtungen unterirdisch vorgesehen. Um eine dichte Zug- folge zu ermöglichen, ist am Hallcschen Tore und am Wcdding ein sogenanntes Aufstellgleis vorgesehen, das zum Umsetzen von Zügen dienen soll. Der Bahnhof„Wedding" soll so eingerichtet werden, datz ohne Betriebsstörung eine Verlängerung durch die Reinicken- dorfer Straße nach Reinickendorf ausgeführt werden kann. An der Mohrenstraße und anderen Kreuzungspunkten sollen unter- irdische Gänge den Uebergang von einer Bahn zur anderen ermög- lichen. Besonders interessant wird sich neben der Unter sührung der Weidendammer Brücke die U e b e r sührung der Bahn über die Panke und den Schönhauser Graben gestalten. Diese beiden Bäche inüssen an der Müllerstratze gedükert werden. Die Betriebskraft soll von den B. E. W. aus zwei Stationen am Wedding und Belle- Allianceplatz geliefert werden. Feuermelder, Feuerlöscheinrich- . tungen„ Notausgänge usw. sind in den Tunnels vorgesehen. Für den Betrieb ist die Einrichtung von zwei Wagenklassen beschlossen. Die Tarife sollen so bemessen werden, daß man für 10 Pf. in der 3. Klasse und für 15 Pf. in der 2. Klasse eine Strecke von fünf Stationen(Hochbahn vier Stationen), also etwa 3500 Meter zurück- legen kann. Darüber hinaus kostet die Fahrt 20 und 30 Pf. Die Fahrzeit der ganzen Strecke berechnet sich zu 16 Minuten bei einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 40 Kilometer in der Stunde. Diese kann auf 50 Kilometer erhöht werden. Der Betrieb soll 5� Uhr morgens beginnen, bis 1 Uhr nachts dauern, eventuell auch noch länger. Im Anfang werden die Züge aus zwei bis vier Wagen bestehen; es können jedoch Züge bis zu sechs Wagen gebildet werden, die zusammen 600 Personen fassen. Es können also in der Stunde 12 000 Personen befördert werden. Der Bau der Bahn dürfte vier Jahre in Anspruch nehmen. Im ersten Jahre müssen zunächst sämtliche Leitungen für Gas und Wasser entfernt werden und dann sind die Straßen wieder provi- sorisch zu pflastern, die Pauke zu dükern. Wenn dies geschehen ist, kann mit dem Tunnelbau begonnen werden. Die Lange des Tunnels würde rund 7000 Meter betragen, somit würden sich die Kosten für einen Kilometer auf rund 7,7 Millionen Mark stellen. Hohe» Besuch hatten am Freitag die Anlagen der A. E. G. und der B. E. W. in Oberschöneweide. Auf Anregung des Regie- rungspräsidenten von Frankfurt a. O. waren neunundzwanzig Re- gierungLpräsidcntcn erschienen, denen sich Polizeipräsident von Ja- gow und der Landrat des Kreises Niederbarnim angeschlossen hatten, uni.das Kabelwerk Oberspree der A. E. G. und die Zen- trale Obkrspree der B. E. W. zu besichtigen. Die Gäste waren von dieser BesiMigung so befriedigt, datz der Regierungspräsident im Kreise Düsseldorf bei dem Frühstück erklärte, die Fahrt bedeute eine Huldigungsfahrt für die Elektrizitätsindustrie. Dabei wurde auch ein Vortrag über Ueberlandzentralen mit besonderer Berücksichti- gung der landwirtschaftlichen und städtischen Kleinbetriebe gehalten, um zu zeigen, wie die Elektrizität m der Lage sei, speziell auch der Landwirtschaft in Anbetracht der Leutenot durch maschinelle Arbeit zu Hilfe zu kommen. AuS der Sclbstmordchronik. Ein unbekannter Selbstmörder wurde vorgestern im Jagen 5 der Jungfernheide aufgefunden. Der Tote, der ungefähr 30 bis 35 Jahre alt ist, und dem Anschein nach dem Arbeiterstande angehört, hatte sich mit seinen Hosen- trägern an einem Baum erhängt. Die Personalien des Lebens- müden konnten bisher nicht festgestellt werden, da er keinerlei Legitimationspapiere bei sich trug. Auch irgendwelche Wertsachen oder Geld wurden bei ihm nicht vorgefunden. Der Verstorbene ist zirka 1,60 Meter groß, von schlanker Gestalt, hat dunkellblondeS Kopf- und Barthaar und graubraune Augen. Bekleidet war der Unbekannte mit dunklem Jakettanzug und wollener Unterweste.— Liebesgram hat die- geschiedene, 25 Jahre alte Elisabeth Lohrmnnn aus der Mareschstr. 16 zu Rixdorf in den Tod getrieben.— Sie öffnete den GaShahn Uno nahm die Schläuche in den Mund. Als man sie auffand, war sie schon tot. Wiederbelebungsversuche blieben erfolglos.— Mit Leuchtgas vergiftet hat sich der 41 Jahre alte Kellner Rzepka aus der Jostystr. 10. Eine Pakctschwindlerln geht wieder in verschiedenen Stadt- vierteln um. Es ist eine Gaunerin, die sich an Kinder heranmacht, die Pakete tragen. Sie erkundigt sich nach den Empfängern, er- zählt dann, datz sie denselben Weg habe, tut so, als ob sie den Kin- dern gefällig sein wollte, nimmt ihnen die Pakete ab und erschwin- delt darauf von den Pförtnerfrauen angeblich rückständige Kosten unter der Vorspiegelung, daß sie. die Empfänger nicht zu Hause getroffen habe. Die Kinder seien vor dieser freundlichen Frau ge- warnt. Arbeiter-Bildungsschule. Der Unterricht in National- ökonomie fällt heute aus: Fortsetzung am nächsten Sonntag.— Die Bibliothek bleibt heute auch geschlossen. J»gend-FortschrittSkurs»i?. Der Unterricht fällt heute auS; Fortsetzung nächsten Sountag. „Julie Wippchrtt", so betitelt sich der Dreiakter, den das„E a- sin o-Thea t e r" seit Freitag zur Aufführung bringt. Das Vor- stadt-Schauspiel ist Nach einer Komödie von Wagner und Haskerl be- atbeitet und durch alte und neue— gute und schlechte— Witze und Scherze aufgefrischt. Und gerade so gefällt es dem Stamm-Publi- kum des kleinen Schauhauses zwischen Rosenthaler und Schönhauser Tor.— In dem„Volksstück" geht alles nach dem lieben alten Re- zept. Wippchen, der biedere Hausverwalter, hat zwei erwachsene Töchter: eine brave und eine flatterhafte, der die eigene Mutter den Pfad weist, auf dem man zwischen der sogenannten„Tugend" und dem sogenannten„Laster" die—„golden e" Mitte hält. Das Gold erweist sich als Talmi, und es geht nach Schillers Wort: schließlich erbricht sich das„Laster", und die„Tugend" setzt sich zu Tisch. Auf daß diese alte Sauce.einigen Wohlgeschmack bekomme, müssen alle möglichen Effekte herhalten, vom Leierkasten auf dem Hofe über die Feuerspritze bis zum Weihnachtsbaum, unter dessen in clektriscbem Lichte erstrahlenden Zweigen Familienfriede ge- schloffen wird. Und auch daß der beste, der ehrlichste und zugleich gescheidteste Kerl im ganzen Stück ein Arbeiter ist. ein„aus- jedragencr JenostenschoftSbruder", wie SckMiegermutter sagt, auch das gehört jetzt mal so zu den„Volksstücken", die zwischen Rosen- taler und Schönhauser Tor serviert werden. Außer dem flotten Monteur, den Direktor Berg in höchst- eigener Person schneidig mimt, wirkt Zimmermanns Drosch- kenkutscher, der später seiAen Gaul zu Kmobländern verarbeiten läßt und Chaufseur wird, wahrhaft zwerchfellerschütternd, und auch die drolligen Figuren des buckligen Claquers und der alten Theater- Garderobiere sind nicht übel beobachtet. In all den lustigen Trubel bringt Emilie Lübke, die Trägerin der Titelrolle, ein paar ernstere Töne, die jedoch in ihrer Gedämpftheit recht bald verhallen. Das Publikum aber amüsiert sich, wie es scheint, noch besser als im „Bunten Teil" bei Banjo- und Xylophon-Terzett, bei Hundedressur und Jongleurkunst. Denn man ist hier nicht in der Schumann- ftraßc oder dm Friedrich-Karl-Ufcr, sondern zwischen Rosenthaler und Schönhauser Tor... Arbeiter- Sarnariter-Bund— Kolonne Berlin. Heute vormittag befichtigt die 4. Abteilung das Pathologische Institut in derCharits, Eingang am Alexanderuter. Morgen. Mantag, abends 9 Uhr: 1. Abteilung DreSdenerstr. 45. Vortrag der praktische» Aerztin Frl. Dr. Profö über Knochenbrüche, Verreiiknnge» und Verstauchungen nebst praklischen Uebungen. Am Mittwoch übt die 5. Abteilung und am Donnerstag die 3. und 4. Abteilung._ Vorort- Nach ricbtern Schmargendorf. Ein« öffentliche Kommmialwöhlerversammlung nahm am Freitag zu den bevorstehenden Genieindeverireterwahlen Stellung. Genosse G r o g e r- Rixdorf wies darauf hin. wie schlecht eS um die Sache der bürgerlichen Vereine bestellt sein müsse, datz sie sich die Hilfe de? Reichs— Wahrheitsverbandes gefallen lassen oder gar freudig entgegennehmen. Das vom Reichsverband zur Verteilung gelangte Flugblatt unterzog der Redner einer eingehenden Kritik, in welcher er mit scharfen Strichen die Tendenz und Methode des ReichSverbandeS und seiner Hintermänner aufdeckte.(Stürmischer Beifall) Als erster Diskussionsredner ergriff da« Wort der bürgerliche Gegenkandidat Herr Dr. Frankel. In echter ReichsverbandS» manier suchte er die in dem Flugblatt aufgestellten Behauptungen zu stützen und die AuSsühningen des Referenten dadurch zii wider- legen, datz er sie in ihr Gegenteil verkehrte, um zum Schluß eine Vorlesung über den guten Ton und parlamentarischen Anstand zu halten. Als Vertreter der Arbeiter und deren Sachwalter können keine besteren wie er gefunden werden, denn seine Ausführungen wurden von der Versammlung mit schallender Heiterkeit aufgenommen. Den anderen Rednern der bürgerlichen Vereine, die die Kandidatur des Herrn Dr. Frankel stützen, war offenbar bei diesem Kaiiipfe mit den Waffen des Reichsverbandes nicht sonderlich wohl zumute. Sie versuchte» möglichst weit— wenigstens in dieser Versamm- lung— von der Gistpstanze Reichsverband abzurücken und bestritten jede Gemeinschaft mit dem Flugblatt. Der Redakteur und Verleger des„Schmargendorfer Lokalanzeiger", deflen Zeilung das Machwerl de« ReichSverbandeS beigelegt war. erklärte, in die Enge getrieben, datz dieser gegebenenfalls bereit wäre, die Kosten zu tragen. Dem Referenten, Genossen G r o g e r, war eS ein leichtes, mit Herrn Dr. Frankel und Genossen eine gründliche Abrechnung unter dem wiederholten stürmische» Beifall der Versammlung vorzunehmen. Als Kandidat der Sozialdemokratie wurde der Genosse Martin L a u k e aufgestellt. Die Versammlung bekundet« den festen Willen, dem aufgestellten Kandidaten zum Siege zu verHelsen. Rixdorf. Für de» Ausbau von W-Hmingrn, den Abschluß des I. Bauteils und für sonstige Erweiterungen und Beschaffungen für das städtische Krankenhaus wurde, in der letzten Magistrats- sitzung die Nachtragsforderung von 258 000 M. bewilligt.— In der Angelegenheit, betreffend die anderweitige Regelung der Müll- beseitigung referierte der Dezernent eingehend über die Gründe, die im Iuleresse der Stadtgemeinde für die Nebernahme der Müll- beseitigung in st ä d t i! ch e R e g> e sprechen und machte auf die Bedenken aufmerksam, die durch eine anderiveitige Regelung ein- treten könnten. Der Magistrat beschlotz, die Beschlußfassung über diese Angelegenheit bis zum September 1911 zu vertagen. Chart ottenvurg. Ein„LeitnngSrevisor" treibt seit einiger Zeit in Tharlottenburg sein Unwesen. ES ist ein etwa 25 Jahre aller Mann, der sich unter der Vorspiegelung einführt, datz er beauftragt sei, in den Wohnungen die elektrische» Leitungen»achzusehen. Er benutzt dann jede Ge- legenheit zu stehlen, was ihm gerade zur Hand steht. Der Schwindler ist mittelgroß und schlank, hat blondes, etwas lockiges Haar, einen kleinen, kurz geschnittenen Schnurrbart und ein blasses Gesicht und pflegt einen grauen Gummimantel, Gummischuhe und einen grünen Filzhut zu tragen. Zehlendorf(Wannseebahn). Morgen Montag, abends i/26 Uhr, finden die Dekeaiertenwahlen zur Ortskrankenlasle im.Lindenpark" ikleiner Saal) statt. Pflicht eines jeden männlichen und weiblichen Mitgliedes ist e». sich an der Wabl zu beteiligen. Als Legitimation gilt für alle Mitglieder die KrailkenkassenqinttungSkarte. Rieder-Tchöneweide. In der Mitgliederversammlung deS WahlvemnS referierte Genosse Diesener über„Generalstreik und Massenstreik".— Zur Generalversammlung Grotz-BerlinS wurden die Genossen Diesener und Hasersaat delegiert. In die Kinderschutzkommisfion wählte die Versammlung die Genossinnen Behrendt, Wied« und Dehmel. Um die Agitation für die Konsumgenossenschaft besser zu betreiben, wurde eine Kommission von sieben Mitgliedern gewäblt. Am l l. Februar soll gemeinsam mit dem Gesangverein im Lokal „Nliffhäuser" ein Alpenfest stallfinden. Boxhagen- Rnmmelsvurg. Bei den am Donnerstag stattgefunbenen Wahlen der Delegierten zur Ortskrankenkasse wurden die vom Gewerkschasts- kartell aufgestellten Listen der Arbeitnehmer sowie Arbeitgeber bei reger Beteiligung gewählt. Leider war es nicht möglich, die genügende Anzahl von Arbeitgeberdelcgierten(98) aufzubringen; ei haben sich daher ein Teil der bürgerlichen Parteien durch Zu- schreiben auf die vom Kartell aufgestellten Listen gewählt. Köpenilk. Am Dienstag, den LS. November, nachmittags von 4 bis TU Uhr, findet die StadWerordnetenjtickMchl zwischen den bürget« lichen Kandidaten Rohrbeck und Rogge und unseren Genoffen L i e t s ch e und Nickel statt. Es ist Pflicht der Parteigenossen. mit allen Kräften für die Wahl unserer Kandidaten zu agitieren. Am Tage der Wahl werden Hilfskräfte sehr benötigt. Genossen und Genossinnen, welche sich am Nachmittag dem Wahlkomitee zur Verfügung stellen wollen, bitten wir, sich in folgenden Lokalen der einzelnen Bezirke einzufinden: Altstadt: Restaurant Müller, Alter Markt 8, Telephon 282; Damm- V o r st a d t: Finger, Restaurant, Parisiusstr. 16, Telephon 158. und Krettek, Restaurant, Kaiserin-Auguste-Viktoria-Stratze 4, Telephon 335; Köllnische Vorstadt: Restaurant Becher, Grünauer Straße 1, Telephon 105; Kietzer Vorstadt: Re- staurant Ehrenberg. Elisabethstr. L. Das Wahlkomitee. Teltow. In der Mitgliederversammlung hielt Genosse PagelS einen mit Beifall aufgenommenen Vortrag über die preußische Volksschule. Als Delegierte zur Verbandsgeneralversammlung wurden die Genossen Fritz Sachs und Franz Bielke gewählt. Die Versamm- lung lehnte zum wiederholten Male die Erhöhung des Monats-- beitrageS auf 40 Pt ab, weil eine Urabstimmung nicht statt- gefunden hatte. Aufgenommen wurden zwei Genossen. Weistentee. Die Borarbeiten zum Vau eines Genesungsheims in Groß- Besten durch die hiesige OrtS-Krankenkasse sind soweit vorgeschritten, daß nunmehr die Maurer- und Zimmerarbeiten ausgeschrieben sind. In den Bedingungen ist vorgesehen, daß die Bewerber sich nach den getroffenen Vereinbarungen der beteiligten Zentral- verbände der Gewerkschaften und den Unternehmerverbänden zu richten haben. Auch sind die bisher vorhandenen Schwierigkeiten des Anbaurechts überwunden, so daß, wenn die Witterung eS zuläßt, der Bau sofort in Angriff genommen wird. Spandau. In der am Freitag abgehaltenen geheimen Stadtverordneten« Versammlung wurde dem Verkauf deS der Stadt gehörigen GuteS Gartenfelde in Haselhorst an die Firma Siemens u. Schuckert zu« gestimmt. Die Delegicrtenwahl zur Generalversammlung der OrtS- krankenkasse der Handwerker findet am Montag, den 23. November, statt. Die Liste der freien Gewerksckxiften beginnt mit dem Namen Emil Schubert und endet mit Otto Priem. Die Wahl ist eine Fristwahl und beginnt abends 3 Uhr im„Hotel zum Stern", Potsdamer Straße. Der Schluß derselben ist auf 9 Uhr festgelegt. Die Genossen werden ersucht sich recht rege an der Wahl zu be- teiligen, damit die Liste der freien Gewerkschaften als Sieger hervorgeht. Des weiteren findet am Mittwoch, den 30. November, die Wahl der Delegierten der Allgemeinen'OrtSkranken- lasse bei Conrad Nachflgr., Schönwalder Straße 2, statt. Auch diese Wahl ist eine Fristwahl und beginnt 7 Uhr abends. Der Schluß derselben ist auf 9 Uhr festgesetzt. Die Liste der freien Gewerkschaften beginnt mit dem Namen Richard Appoldt und endet mit Emil Koppen. Auch hier ersuchen wir die be- treffenden Genossen, welche Mitglieder obiger Kasse sind, nach Kräften ihre Schuldigkeit zu tun, Als Legitimation gilt bei beiden Kassen die Mitgliedskarte, die von dem Arbeitgeber zur Wahl zu verlangen ist. Wahlberechtigt ist jedes männliche und weibliche Mitglied, welches das 21. Lebensjahr überschritten hat. Von den weiblichen Mitgliedern erwarten wir, daß sie unbedingt zur Wahl gehen, da dieses das einzige Wahlrecht ist, welches sie ausüben können. Zur Vergebung der Maurer- und Putzarbeiten für das neue Rathaus halte der Magistrat eine neue Submission veranstaltet. Der Zuschlag wurde dem hiesigen Maurer- und Zimmermeister I. Malowka bei einer Forderung von 333 000 Marl erteilt. Herr Makowka ist Siadtverordneier. Bei der ersten Sudmission Ware» viele auswärtige Firmen beteiligt. Potsdam. Zum Rathausbau. Der Magistrat hat auf eine Notiz in einer hiesige» Zeitung, die sich mit den, RalhauSbau beschäftigt und vor zu große» Ausgaben warnte, durch dieselbe Zeitung die jetzigen Zustände des Rathauies als himmelschreiend und schädigend für die städtische Verwaltung bezeichnet. Wie darin betont wird, waren die verschiedensten Projekte aufgetaucht, u. a. war auch die Erbauung eines neuen Rathauses an anderer Stelle inS Auge ge» kahl. Da aber in früheren Jahren alle benachbarten Grund« stücke zur Ei Weiterung von der Stadl angekauft waren, da» letzt» vor drei Jahren zum Preise von 125 000 M., so wurde von elf Stadtverordneten die Einietzung einer gemischte» Kommission ver« langt, die i» Genieinschast mit dem Magistrat alle Projekte beraten soll. Daß sich der Maatstrat über dieses Millionenprojekt zuerst auf diese Weise an die Oeffeutlichkeit wandte, ohne die Vertreter der Bürgerschaft zu bören, bildete den Grund zur Interpellation. In« zwischen hat die Kommission bereits einmal getagt. Die Delegiertenwahlen zur Allgemeinen Ortskrankenkasse finden am 23., 2g., 30. November und am 1., 2. und 5. Dezember im Restaurtnt Ludloff, Waisenstr. 4, statt. In 23 Abteilungen wählen an diesen sechs Tagen in bestimmten Gruppen die Arbeit» nehmer 55 Delegierte. Eine genaue Ausstellung liegt für die Potsdamer Leser bei. Alle Genossen wollen darauf achten, daß vor allem die weiblichen Mitglieder in ihren Gruppen zur Wahl gehen. Der Hirsch-Dunckersche Ortsverein benutzt diese Wahl, um nach besonderer Art gegen die freien Gewerkschaften mobil zu machen! Zur Besprechung über Wahlhilfe ladet das Gewerkschaftskartell alle Genossen zu Montag, den 98. d. M., abends 6 Uhr, nach dem Restaurant Wilhelm ein. Jngendveranstaltungen. Rixdorf. Die Freie Jugendorganisation Rixdorf veranstaltet heute Sonntag, den 27. November, uachmlNagS 4 Uhr, einen Elternabend bestehend an» Konzert(Holselder-Orchestcr). Festrede(grau Klara Bobm» Schuch). Acsang(Mäuner-bor Rixdost) und Rezitation(Nallt Kussel). Nachdem Tanz. Serien, die daran teilnehmen, zahlen 30 Ps. nach. Erössilwig 4 Uhr. Eintritt sür Jugendtiche 10 Ps., für Erwachsene 30 Pf. __ Der Vorstand. Ällgrineinr Familien-Sterbrknsse. Heute Smintag von 3— s Uhr: Zahltag Ackerstr. 123 bei Wernicke und Marlännenstr. 49 bei Neumann. CwgeFÄngene Dnichrcbnfteti. Die? und das. Ein Bilderbuch sür die Kleinsten von E. Oswald. Verse von Falke. Geb. 3 M.— Mein Dicrbitdrrbnch. Von(2. Oswald. Vers« von A. Holst. Geb. 8 M.— Klans Bärlappe! Bon G. Falke. Bilder von O. Gebbardt. Jugendbücher Band 12. Geb. SM.— Pldtrr- lvng. Der Lickeiideeter von Elstt. von 88. Lobsten.(Jugendb. Bd. 9), 221 S.— Gute Lehren. Gedichte von W. Hey, Bilder von . Müller.— Frohe Lieder. Gedichte von g. Gllll.— Bilder von Marl» ohneck. Verlag I. Scholz in Mainz. „Karriere-. Roman von Margarete Schneider. 4 M., geb. 5 SR.— „Wagnins-, Roman von Margarete Boehme. 6 M., geb. 7 M.— Aus der Jugendzeit. Gedichte von A. K. T. Tielo. Verlag F. gontan« u. Co.. Seilin. 3 M.. geb. 4 M. Amtlicher Marttbertch, der städtlichen MarNbaven-DtreMon aber den Gronbandel in den genkral-Marttballen. Marktlage! Fittich, Zuslihr schwach, Geichüil still, Preise unverändert. Dttd: Znsubr reichlich, Gcickäst nicht lebhaft genug, Preis« fast unverändert. G e I l ü g« l: gniuhr reichlich, Geschäft lebhast, Preis« fast unverändert. Fische: Zusuhr gering, Geichäst«lwaS reger, Preise etwa» ausgebessert. Butter und Käsei Geschäft ruhig, Preis« unverändert. Gemüt«, Obst und Süd« > r a ch t r: Zusuhr genügend, Geschäft still, Presse last unverändert. «F j£facob.sen »DSerrm-yc.O 505 JftedensfrasseQ. Huftt System, gegen kaum fühlbare monatl. Raten ohne einen Pfennig Ulfschlag zu verianfen, ermöglicht jedermann die Anschaffung unserer Vollwertigen Apparate. Für Fremde guter Mnsii iß das Erscheinen der neuen Miü-Opera- Modelle ein NM. b K D-e Mill-Overo ist der populärste Familim-Koruert-Apparat DerttschlmdS. Di« Mill�pe» »�aat Jdueu�ielligkeit. Frohfim, md Mustk.V.'rständnii WS Hau»! Sie ist eine mlerschopf- licht Quelle der Unterhaltung. Srheitermg und Belehrung. Nill-Opera-�attm stell� do» «wllendetfte dar. wo» w Schallplatte« geboten werde» tem.©u sind als« st zwei verschiedene Vortrüge auf einer Platte, und bringen Dlso nicht»a verwechseln mit de« sogenauoten nadelloscn. ont Kaphirstist �'�bairn Platte«. die fast auSschliehlich Kopien von Phvnograp�nwalzen � M Mll�Q�m. Platten haben ebensoviel Mufit alt 2v cm groste Saphn-PlMrn. MlllDpn�Wattm sind «mbrrtroffen melodienreich und lautstark. Apparat Mod. 1A) ist mit Mlll-Opera'Sxhibw n� '"' verseben die Apparate Mod. tili. 112 nud 117 dagegen mtt der gietchsallS vorzüglichen Will- Opem- Konzert��lldos�«�� d�er dk ll!M. . Overa�krhibitivnt.Schalldose gewünscht, dam, erhölst sich der Pret« am lr Mk. S.— lU Mit Mod- 120 gelangt der«änfer in den Besitz von 20 WL,._-«ä.**«»_____ r�f.. CW\ QT�aKaIm(«rtK im ifn in den Besitz Doppetpl.» S M.-- 40 Stöike. 14 Doppelpl. u. 200 Nadeln find im Preise inbegriffen a. werden m. d. Apparat mitgeliefert. 6 Dopp'wl. , 3 Mk. erhäst d. Käufer grati» nach Entnchtnno stS. Rate.> Bei Mod. 117 werden S Doppelpl. d 8 M�d L00 Nadeln d. Apparat geliefert«. 6 Doppelpl. nach Erhattd. S. Rate. I BelMod. HS dagegen S Doppelpl. ä 8 Mk. a. A» Nadew mit dem Apparat 4 Doppelpl. gm« nach da ö QH.a- mmK m f..»,' 9IT>�S f in tn#rh«»\l R. y'iiWTltlBL g. Rate und L be! Mod. 110 werden 6 i 3 SU. u. 200 Nadeln«Ü de» Apparat geliefert u. 8 Doppelpl. d S Mk. nach d. S.\ i gratis.■ Für alle Apparate 1 Jahr s Garantie. B Die Auswahl b. Platten I i« Besteller getrost uns überlaffe«. Ww senden dann ewe Zusammenstellung der best- '"■''imtn. Sonst nach Wahl jcren Liften. Interessante Kataloge über Schallplatten u. Apparate gratis und franko. Unsere Verkaufsräume find auch Sonntags geöffnet. MnüMMlDlie! Die besten©inier» Paletols und Anzüge lür Herren, Smotlng- Anzüge Krackanzüge, sowie von Kavalieren gclraaene, fast neue Lachen, sür icde Figur passend, in grSBter Auswahl zu unübertroffen billigen Preisen. 1 Treppe, deshalb billiger wie im Laden. miu* BirseliKieferljauin.Ätz'ts'i llrüher Prlnzcnstr. 33). waren Jeder Art vom einfachsten bis feinsten Genre direkt d» Fabrik. cinrelesrliaufr. cogroapiwlsan. k. Mm Kommandanlen- straße IS, I. Kein Laden. Teleph. 1. 3vt7. ��Kompson'/ UrtGiIen Jig selbst/ l ö KoMee kiMtefm£hdetUjM:iykfiö*eif/eht SO m 607ks/e*}| ITiZG ZU 2,Atr/£axsenJ£QQ'* t» zP/g— iT&xreKsJfeG l*PJ%f= 1 Q-Ta ssen J&m&nlbe Jom&nTeG ist detxaiAch 6-lO* billiger' öds JPio�ffCG zuhaben schon in lOB�-Ihketen- ca 3 OThsscn&-ibL „Schweizerliof" Meierei und Milch- Kuranstalt liefert Vollmilch..Kindermilch sra jeder Tageszeit frei Haas zu den Obllohen Preisen. Lieferant der Kensumgenessenkohaft Berlin und Umgegend. Besichtigung der Maierei fedeiv mann Sonntags, nachmittags 3 bia 6 Uhr, gestattet I Matter an ledern atut traak«! Samt und Seide als Weihnachts-Geschenk! Nur diese Woche: Samtß u. SeldemReste auf Extra-Tischen, da£[ZTn.jlZ"Zh' 75 Pf, Die vUligen Weitmaonts- Angebote sollten lede Dame schon jetzt tum Sinkaal veranlassen, Ann der r illie der Auswahl; ßeinsemene schwarze Damaste Mervouleux etc., truher bis ca. Ö.OU, jetzt l.SO 3.35 bis 4A). Kerne äeide lilr Oesellsohalts- und Strassenkleider irühei bis ca. 4.ÜO, jetzt 1.50, Z.UO bis'-.50. Kerne Beiden tür Braut■ Koben, früher bis oa. 6.00, jetzt 1.50, 1.75 vis 4.50. Bali Beiden jeder Art in wundervollen Lichtlarben. letzt 1.00, 1.36 eto. Blusen- und Jupon- Heiden, Streiten Karos. Uhmea, jetzt l.zö. 1.60, 1.75 eto. Ein Besten i röpe de t-hine, doppelt breit, tür elegante tioseüsohafts- Koben. 3.50. 1.50. Viele Hundert einzelne Hochzelts- und BilberhoohzeitambeD enorm billig. Herr lieh ttiessende iiiberty• Seiden lür elegante Gesellschaftskleider sehr preiswert.(Schwere Damast■ Futterseiden tür lackette und AbendmÄnteL, jetzt 160, 1.76. Eid Husten larben prächtiger Eoliennes snm Ausnabroepieise lüi 16.*1. pro Kobe. Ein Hosten kostbarai �eiden-Hlüsoho und Velour» du Mord, 60/130 om breit lür elegante.Mantel und Jackette, enorm billig, von fv50 an, Taueende Meter Kaste- Abschnitte und Coupons darunter eine Serie herrliche Libertys, welche 1 ruhet bis oa, 4.00 M, gekostet haben, jetzt IS.Ou M. per Kobe, Ein Hosten wundervoller VelquM hitlon in allen Farben für vornehme(losellsohafta-tobBn, anstatt 6,0(1 jetzt 3.50 p. Mtr. Seiden-Herzog, Berlin°°i Leipziger Strasse 79, I Dar W olbnaobta»Verlutal begtnat Maat«« 9 iltaur., 10 Klark monatliche Teilzahlung, liefert elegant« Herrengarderobe nach Maß a i.lMM°mti,A:A."Ä'6: /Billige Preise.) Kasse 10«/.Rabatt. Auch engl. Damenkostüme u. Paletot». Damen-Konfektion p Idirekt Fabrik/ Kein Laden# I Auch Einzelverkauf ostOme Kostom- Bücke Paletots Kimonos Golf-Jacketts Müdchsn- Paletots. IJtobert Saumgarten eipiatz II, J. Etg.l Untergrund-Bahnhof. I Ä1 Bai Vorzaigung diese« In- seraths»n der Kasse werden 5 In Rabatt vergütet M eöffnst. Arbeiter, Handwerker Wollt Ihr Euch billig und gut kleiden, kauft uns die von unseren Kunden nicht abgenommenen eleganten neuen Mahanzüge und PaletotS ab, die wir 33Vg— 50 Proz. unter Preis abgeben, damit unsere gute» Sacken nicht den Ramschern zum Opfer fallen. Infolge unseres ausgedehnten Versandgeschäftes hat sich wieder ein großer Posten angesammelt, so daß jeder etwas nack seinem Geschmacke findet. Freie Bcsickligunge»— keinerlei Kauf- belästigung. Zum Beweise, daß obiges Angebot streng reell und nicht mit ähnlichen schwindelhaste» Angeboten idemisch ist, verpflichten � wir uns, 10 000 M. Strafe an die Armen Berlins zu zahlen, wenn uns einer in diesem Ausverkauf etwas Unreelles nachwerft. Andere Waren kommen mit zum Verkauf, insbesondere Kleider. von echt englischen Stoffresten, in der stillen Zeit von unseren Maßschneidern angefertigt. 878L* Gebr. Heinemann, hÄoL BehrensU». ä6a, Unsere Geschäftsräume find Tonniags und Feiertags während der Verkaufszeit geöfinet. Bitte ausschneide» und bei Bedarf nachfragen. Bouillonwürfel sind wegen ihrer :: ausgezeichneten:: Qualität auf der Nahrungsmittel- u. Kochkunst-Ansstel- lung in Hannover mit der Goldenen Medaille prämiiert.* Zu haben in den Kolonial- and Deli- bateßgesohäflen. Schwarz D Co. SupptRwQrfel-fiesellschKft m.b.H., Berlin SW. 68. PATHEPHON nur echt mit Schutzmarke ist die einzig existierende, nadellose SPRECHMASCHINE Fortfall d. lästig. Nadel wechsele. Geringste Abnützung, daher größte Haltbarkeit der PATHEPLATTEN Nur erste Künstler singen, musizieren und sprechen für uns.— Heber 25 OOO Aufnahmen in allen Sprachen. :: Einheitspreise ohne Unterschied des Künstlers:: 50-Cm-P!atte, einzig existierende in dieser Größe M. 14,00 28-cm-Platte Mark 3,00. 24-cm-Platte Mark 2,00 alle Platten sind doppelseitig bespielt pathEschalldosen mit anabnatzbarem Saphirstift Mark 20,00 Konzert— Gewöhnliche Mark 10,00 können an jedem besseren Sprechapparat angebracht werden.— Händler werden bereitwilligst nachgewiesen.— Katalog No. H. auf Wunsch gratis und franko von PATHE FRERES, Ritter»Straße 72 □ Friedrich=Straße 187 Telephon TV, 8825.— Telegr.- Adr; Pathöphon Berlin. sparen gamen Geld! Iseal-U.f rä h..HS.«. 60. 75, 90 I hlütliclvelour 20. 3C 40, 50, 60 M« 1 MMe Äiv.1;: Ssnttlfil darchweg aal Öeide Iröh. lO.ö', 6uf 80 M Karze a,IaDgö Jacken.ein 25. iO. 40 60«P» imr Hocneiegaate Modeile Seal-Plüsch- u.Vcloursöu Noru'*«lit? aOIS SST betieulend unt. Herstellungspreis, las �eiiaiitäi: FraogngMotUifr slarkü flarngn. und blau irBh 15. 18. 24. 30 1 Diagonal jetzt 8, 10. 15. 18 1 uglitiüi tti iUMM LAKWKKSSk. Psrlrficrh.{-Oden Mäntel, Lodcn-Pelerinen 3 K II udlttllalu Kinder- und Kieler Paletots J"lJ m. SFridax Kosczytz, JSSSA. 59. QR U Kein laudcn, eine Treppe, sm Alexanderplatz IptTt' 30 M ÖUl. W' Beachten Sie in Ihrem Interesse cie Hausnummer.« Ov M. Kammgarn Kostüm mit -tickeieiausatz früher: AI. ÖC Mass- Schneiderei Iflr der ante Herren-Hoden Fertig: a. nach Mass. Garantie für tadellosen Sitz u. beste Verarbeitg. Auf Teilzahlung Wochenrate vod 1 M. an. J. Kurzberg iMalerStrJO, Markt, i. Laden u. Ltd. �ren- Kredit3" vs 16. Ziehung 5. Kl- 223. Kgl. Preuss. Lotterie. Ziehung vom 26. November vormillags. Nur die Gewinne Uber 240 Marl, eind den beireffenden Nummern In Klammern belgefligt. (Ohne Gewahr.)(Nachdruck verboten.) / 11(1000] 517 OS[500] 650 700 861[500] 59«4[1000] :1042 70 HO 353 659 867 61 2032 SO 133 426 645 53 062 3030 36 40 190 92 281 672 817 986(5001 4163 (60001 575 702 65 863£013 395 s 10001 478 601«80 860 982 6182 329(500) 561 704 94[ 30001 7048 66 179 417 71 614 8 013 188 267 87 316 402 19 55? 905 9019 166 347 199 53 655.. 10002 10 127 337 127 96[50001 608 722(30001 70 1600] 879 905 18 23 11001 56 97 175 456(500) 539 86 «05 12025 58 403 662 933 1 3241 80[500J«15 611 883 •38 1 4068 7 3 260 408 810 1 5273 662 995 1 6257 315 403 17 621 81 813 1 7212 13[5001 398 426 47 718 28 »14 965 1 8233 319 75 556 92 726 999 1 9173, 211 511 751 881." 20247 181[3000] 599 600 33 775 808 900 21116 •»6 17(10001 368(10001 188 99(39001 505 71 601 711 22117 530 844 939(10001 2 3 038 75 393 451(10001 515 88 673 806 19 39 24197 231 8» 429[ 500] 53[3000] 577 672 827 2 5051 369 616 2 6097 413 65 536 872 88 2 7082 llOOOl 349 447 7 9 554 698 817 927 2 8005 116 259 351 73 861 95 918 73 2 9 025 191 291 7.64 70 96106 s 1000s 820 89 31715 902 32?6S 461 687»51 89 3 3120 77[150001 501 703 860 90> 992 3 4558 57 913 35161[1000] 83 586 783 927 3 6112 386 102 19 634 799 37100(500) 35 45 81 509 619 92 789 815 928 3 8312 13 20 61 540 609 713 52 888(3000] 39138 201 607 87 726 963 40152 307 22 26 12 750 931 65 71[3000] 41097 190 97 261 98 812 670 913 42126 241 569 659 795[500] 905 4 3 0.65 331 426[5000] 14 70 901 44120[ 5001 237 601 73 4 5076 620 33 85 812 4 6188[1000] 482 527 623 746 812[1000] 20 4 7137 39 89 200 37 609 716 962 4 8001 53 102 350 67[1000] 67 449 710 19 63 90 835 49 817 459 576 723 50052 70 411 520«56 750 803[3000] 5 1 204 422 664 620 928 68 5 2111 61 312 538(500 j 786 5 3050 511 696 5 4251 522 818[500] 90 5 5077[1000] 157 212 81 626 81 58092 149 628 784 814 951 5 7 372 137 510«36 »81 5810-1 509 652 87 800 59199 332 69[500] 447 540 «80 755 956 60014 71 283 581 598 650 750 974 61 10» SO 259 «36 1 20001 491 651 62058 230 59 549 756 950 6 3016 658 560 622 982 6 4229 290 509 SS 802 6 5621 19 90 92« 6 6315 428 577«54 73 91 745 55 93 816 67044 129 60 290 493 633 85 917 6 8117 516 77 639 26$ 819 65 69» 4 76 132 247 408 781[20001 70138 318 59(1000) 017 753 948 51 7 1 024 135 46 89 211 91[3000] 131 832 7 2131 176 616[ 30001 601 82 73117 290 362 66 69 525 28 74083 139 97 611 6« 76029 146[1000] 82 299 385 521 611 921 76161 807 41[500] 51 77015 36 118[6001 261 830 37 61 421 53 642 731[1000] 809 80 7 8076 121 351 133 516 67« 716 79020 490 684[1000] 752 73 932 79 80144[10001 65 8 1 218 33 35 50 658[500] 929[500] 3« 82182 93 409 36 47 503 836 91 973 8 3 383 553 604 7-7[ 500] 85 908 44 8 4011 490(500C) 507 8 5071 226 426 084 973 8 6317 462 546 633 71 870[1000] 921(10001 25 87127 59 379 471 905 8 8002 101 31 204 62 650 626 686 974 8 9047 1500) 188[1000] 38««52 66 737 54 90096 151 212 761 825 78 901 9 1 507 789 92100 [20601 75 97[ 500] 93010 100(500] 11(5000) 273 705 «CS 1» 9 4 229 12 43 323[500] 9 5025 211 525 69 808 (.00) M hOO] 971 96118 28 09 481 616 97138[500] Zi.< 55?« 777 85 804 913 77 9 8157 569[5001 796 9 9 01(�8�4]� 4 9 222 67 300 61[500] 66 125 57 632 93 1 01 108 97 270 120 60 565 1 03527 735 001 _(10001 105112 65 311 451[1000] 638 73c DO) 801 95 948 61 106138 70 323 516[500M» 815 766 984 1 08107 536 «78 109061 221_ 11023« 88 333 60Är««5. 91 lllOOl 185 566 617 53 W 872 93 112075 185 77 f500) 214 369 713 807 113011 817[5001 438 521 660 767[5001 886 75 114065 502 8 25[ 500] 622 28 783 867 906 115219 616 60 88 901 SS 81 116032[600] 100 22( 30001 380 561 661 794 •60 117360 416 735[1000] 820 991 118071 216 39 460 «16 76 932[ 500] 119171 259 351[1000] 109 17 90 519 £1000) 68 823 12O021 177»11 853«29 121390 563 811[10061 13 »4 82 712 94 816 U 88 923 122072 132[ 5001 36[500) *51 529[1000] 79 832 1 29056 230 117 77[1000] 515 700 812 80 950 150») 88[500] 124>09 27 667[5000] •3 711(500] 78[SOOO]«SS 978 1 25148 51 287 589 635 725 964 1 26019 151 822 906 1 2 7023 113 83 563 6-0 767[1000] 801 23(500] 12 8025 181 817 532 709 1 29017 <3 212[ 500] 790 992 139110 302 581 687 79* «6 739 7 2 899 952 1 32110 0*7 19 52 133056»16 M(1000] 73 151 72«|1> «1 89 110«66 971 »1450» 525 388' •06 620 147121,! •7» 149071 251 veran 74 8* 965 1 35100 16 341 4* 351 601 821 71 IT 1139640 705 19 815 I 149075 16»[500] »•0 822 951 14 1 387 7 96 9 1 3 1 062 158 178 9«95 77« 83 852 481 1500] 113 641 152 519 137021 96 110 61 79 853 1] 600»[1000] 90 3(3000) 137[10OO] 143260 71 85 301 60 587[5000] 836 9»5 48 140209[500] 32 71 910 148125 37 53 807 59 89 93 159017 630 99 786 151158«53 708 99«[10000] 152122 48 257 060 887 1 53171[500] 617 62 902 154018 266 305 46 797 847 69 1 5 5253 599 651(S 156101 221 156 8 9 615 729 38 1 57 085 93 255!5C0| 395 582 656 743 1 58000 129 40 20* 68 431 95[500] 505 97? 159223 716 093 160202 322 53? 69 660 71« 845 94 904 1 6 1698 824 985 1 6 2020 67 68 123 244 74 317 408 70 613 629 86 730 818 91 16 3020 18 203 300 600[ 3000] 15 61 911 164150 227 89 532 610 99[500) 727 1 65 107 39»(5.700] 462(3000) 510 835(10001»9 1 66110 670 754 892 1 6 7 249 69 573 llOOO) 98 955 65 1 6 8018 III 366[500] 412 874 169 022 97 181 218 166 76 592 623 812 11 67 921 170152 361 625 701 51 46 68 76 1 7 1 037 ISO 328 474 81 505 11 SO 606 732 953 1 7 2021 31 136 895 687 850 902 37 1 73154 425 752 995 1 74152 293 376 490 527 75 79 94 620 63 710[30001 637 1 7 5013 60 161 255 358 567 797 1 76098 135(3000) 250[10001 352 660 782[.WO) 177146 01 72 267 94 395 462 89 693 1 7 8030 162»53 552 97 967 39 1 79 213 308«84 600 70 189016 267 434 546 681 181001 4» 114 53 367 400 507 618 34[500] 709 55 67 930 1 82 061[500] 80 348 408[1000) 696 727[500] 919 18300« 8 73 440[300] 583 934 1 8 4016 120 73 97 210 76 433 46 732 185203 [1000) 303 1 86026 461 76 84 608 11 661 914 187201 410 519 27 63 633 880 1 88028 64 196[500] 344 692 660 975 80 1 8 9057 201 8 0« 368 902 190009 199»2 13000] 280 398 872 76 1 91172 84 441 614 1 9 2048 244 333[1000] 697 614 1 93.337 425 524 733 38 872 922 72 1 94005 294 331 86 507 846 195162 355 92 513 24 1 96123 86 542 696 851 962 78 [10001 197121 77 271 409[lOflOl 26 85 631 47 1 9 8010 46 382 549 805 996 199033 010 60[500] 909 2OO0I0 78 218(1000)«95[500] 717 992 2 0 1 084 443 655 651 96 990 2 0 2 069 III 665 93 735 801 2 03112 226 78 482 02 690 715 2 0 4012 264[3000] 366[ 3000] 416 27 513 679 872 950 2 0 5011 46 70[1000] 105 62 68 205 374 587 617 826 2 0 6230[3000] 390 829[500] 2O7059 116 66 551 410 603 994 208012 375 436 566 703 63 953 82 8* 20 9003 13 141 201 29 306 565[500] 81 628 41 6* 21O0KS 206 60 211061 372 494 691 767 807 2 1 2195 201 21 66 762 825 213081 105 81[500] 437«9 623 214061 63 143 iU 704[500] 32 824 2 1 50« 368 655 28 46[500] 744 06» 2 1 6013 189 639[500] 769 217009 75 91 273 344 610 977 2 1 8645 983 2 1 9282 460 539 607 745 935 9«« 22 0228 472«75 882 2 2 1 064 142»07 336 95 523 68 70 2 2 2 126 81 313 73 568 739 678 928 223045 277 9« 674 012 91 2 2 4926 143 59 390 430[500) 41 68 712 [500] 817[1000] 225086 117[500] 961 226017 97 »15[500] 78[ 5001 707 809 56 2 2 7110 17 71[500] 286 411[snol 856 2 2 8 098 114 22 87 225 404 14 55 62 95 636 229087 123 572 93 696 925 2 3 0041 115 417 612 36 730 231182 217[500] 498 852 959(10 0001 2 3 2 279 321 441 64 551 803 2 3 3 342 [10001 68 515 86 721 32 72[19001 95 868 986 234030 47 91 217 82 300 558 639[1000] 738 804 918 2 3 5050 58 473[1000] 549 81 692 703 859 2 3 6 202 339 42 711 63 887 982 2 3 7125 81 259 95 547 2 3 8029 135 226 360 [500] 67 494|3000j 859 2 3 9084 691 733 48 812 60 994 flOOOl 2 4 0091 213 336. 472 518 21 759 964 2 4 1 059 767 825 31 74 968 76 2 4 2236 52 315 450 85 617 97 763 861[1000[ 957 2 4 3068 869 995 2 4 4094 149 209 887 99 690 2 4 5 086 342 403[1000] 97 945 80 2 4 6092 119 694 944 TisoOl 247101[500] 253[5001 313 463 51« 81 650 248403 505 249104 6 770 824 25O"40 275 314 89 665 610 31 JSOO] 903 52 75 251299[3000t 333[1000]«53 252068 11000] 97 452 59« Iinon) 703 822 2 5 3 467 630 717 51 62 65 929[ 500] 2 5 4 325 557 547 863[500] 255303 473 638 768 901 23 58 2 5 6008 360 435 587 731 813 2 5 7041 76 94 167 226 403 548 89 800 21 46 925 2 5 8)89 247[500] 388 441 053 56 259060 105 272 351 616 84 782 823 59 90 2 6 0303 23 486 559 66 687 752 2 61145 465 7 24 4* 98 577 944 2 6 2075 285 462 577 075 760 881 2 6 3914 68 801[1000] 953 2 6 4 302 37 410 647 67 971 81 2 6 5 268 004 929 68 2 6 6081 345 468 695 2 6 7029 137 230 64 385 691 814 71 26 6033 61[500] 92 165 549 64« 712 867 2 6 9 221 438 39 00 632 613 705 822 2 7 0091 146 225 38 633 42[10001 801 63 68 27 1 099 242 466 529 4 2 679 834[ 500] 38 13000] 94[500] 272022 90 212 88 405 44 512[500] 33 670 717 273082 236 810 841 907 2 7 4120 21 417(5001 564 664 715 2 7 5 439 528 697 2 7 6 494 511 028 2 7 7078 440 53[1000] 755 97 81* SS 95 983 2 7 8073[500] 85 319 57 403 554 68 2 7 9009 «37 749 280067 181»78 396 455*3 602 36 2 8 1 031 253[500] 453 691 818[ 3000] 55 2 8 2326 402 539 7» 662 718 51 283966 284099 IIS 60 206[ 500] 372 85* 285004 22« 375 454 530 780 286747 28 7192 519 631 4» 80 729 7, 809 288031 34 80 92 103 584 289072(3000). 359[1000] 402 522 34 663 727 28[1000] 871 290385 54 57« 80[SOOO) 6*3 49 767 855 2 9115* 279 424 542 705 45 2 9 2 004 133 62 328 620 768 837 908 6* 71 293068[600) 232[500) 436[ 3000] 522 61[500] 718 73 7 4 2 9 411« 72 213 563 620 809»09 295020 390 4SI[3000] 726(lOOO) 820 74 056 66 2 9 6080 81 125 *29 660 66 950 78 2 97117 5'8[500] 942 298084 32* 887 518 68 78 831 917 2 99176[1000]«19 75 956 3 0 0266 530 410 514( 5001 80 3 01139(600)»48 496 88 81 507 708 59 908[3000] 54 77 3 0 2038 228*21 491 580 944 3 03112 25 48 357 431 Im Gewinnr.nle verblieben: X Prämie«u 800 000 U. 1 Gewinn zu 1*0 000, 1 zu 100 000, 1 zu 80000, 1 za 70000. 2 zu 50000, 8 ZU 40000, 6 ZU*0000, 9 ZU 15000, 34 zu 10000, 62 zu 5900, 933 zu*000, 1455 zu 1000. 2355 zu 5!" .16. Ziehung S. KL 223. Kgl. Preuss. Lotterie. t Ziehung vom»6. November oaebmittags. „Nur die Gewinne Uber 210 Mark eind den betreffenden Nummern in Klammern belgefllgt. (Ohne Gewähr.)(Nachdruck verboten.) 201 46 87« 1007 181 92 233 43 321 99 772 862 2567 '«l 613 767 3116 261[600] 389 478 601 7(600) 832 42 4223 378 472 91 701 873 79 923 5018 425 6016 109 64 £1000] 370 408 98 559«90 794 849 938 7049 76 154[5000) 432 63 557 680 779 91 97 8083 268 301 6 702 14 9027 6*[500] 66 374 670 714[1000] 871 991(1000] 10231 58 597 480 663 725 1 1 1*3 687 605 3«[1000] 74 9W 12005 485 555 885 810[ 500] 13314 455 68 666 712 50[500] 822 88 52 1 4000 131[500) 217 04 313 484 581 15151 411 92 795 923 1 6196 513 92 898 1 7055 165 »20(500) 341[500] 566 Sil 18002»0 76[500] 429 848 19097 25« 90 609 10 17 725 29030 65 121 231 33 81«5«79 891 2 1 030 822 95 411 543 743 55[1000] 818 948 2 2163 638 701[500[ 59 823 92 2 3 071 420[5000] 750 846 2 4017 38 517 2 5009 222 567[500] 838 2 6229 336 984 2 7068 214 639 54 781 86 873 019 20«1 28528 721 54 BÖ7 2 9502 55 625»3*0 730 860 922 30257 351«0»«7 67[1000] 508 n<11 838 97« 87 31235[3000) 36 320 666 671»00 77 32073 131 731 887 920 3325« 427 828 908 77 34151 flOOO] 651 760 830 (500) 969[1000) 35124 224 555 684 926 77[1000] 36002 6 149 88 579 650 86 99 752[1000] 3 7659 108 19 551 812 38 074 413 592 755 814(500] 60 913 39001[500] 5« 223 311 485 569 980 400 2 83[500] 774 960 4 1 062[80 000]*18 414» *0«4 80 505 659 719 4 2)46 658 793 807 67 75 78 98 937 43)21 90 508 89«9 630 82 77 734 4 4139 6* 332 94 «17 858 4 5017 40 147*12 441 55 518 20 42 744 865 944 46185 610 759 898 962 96 4 7060 60«»1 43 65 72* 882 4801S 48*«70 900[3000] 49068 199 213 381 415«5 50096 148 204[500] 82 574 860 61 51127[500] 87 «27*5 720 855 5 2010 13000] 253 79 834 92 430 755 875 53005(lOOO) 151 218[500] 451[1000] 60[3000] 822 89 906 5 4073 175 471[500] 589 680 5 5093 123[ 500] 29 «1 66 208 323 429 510 689 79» 995 56100[3000] 34 52 «64 487[500] 615 730«9 825(SOOO) 62 57147 71 205 [1000] 835 436 96 740 82« 5805« 170 77« 84 922 59245 95 358 469 630 87 71« 15 919 60136 322 494 667 733[500] 43 82* 7« 938 610«« 80 136 68 87 489 540 97 638 839 952 62)27 68 434[600) 6*9 91* 51 71 98 6 3250 476 716 823[1000] 64)32 66 369 7* 383 714<5 84*[5600] 65190(500} 263 3*0»6 91 540 6« 721 6 6087 93 149 73 392[1000] 815 7« 902 « 67048 86 139 267 359 72 75 99 484 502 638 51[1000] 720 934 6 8037 466 617 770 844 84 959 SS 158 24* 71 425 613 54 665[1000] 93 96 717 93 909 930 70042 403 504 86 1*000) 844 971 7 1 000 49 533 [3600] 749 78 931 82 7 2150 884 919 73)24 84 220[1000] 342 436 45 5*8 44 6*2[500] 74107 232*06 405 666 86 810 97 7 5070[ 500] 438 545«28 7 6091 486 678 763 822 82 968[600] 77041 186 217 868 480 635«41 738 881 78(45 301 0 562 631 839 929 7 905« 82 III 229 82 84 60« 18 737 982 80027[1000] 76 240 487 514 901 8 1 303 20 85 66 00 437 523 052 717 92 989 8 2170 367 567 771[500] 919 83)80 SIS 89 481 507 11 568[1000] 775 78 82(500) 8*0 91* 84565 815 967 80 8512« 132 58 611 23[1000] 26 721 74 836[SOOO] 88 99 992 8 6309 87[500] 628 635 8709« 308 27 864 962 76[1000] 8 8099 826 82 992 8 9 069 611 90 804 927 42 90083 100*42 90 607[500] 5« 918 91»«7 58 74« 77 820(1000) 961 69 9 2 077 218 95«00 7*4 065 93155 903[10 000] 94.108 87 420 90 501«70 80t[500] 93[1000) 923 9 5083 191 259[500] 99 310 85[ 3000] 620 9 6 015 »52 361 142 53 879 9 7 297 525 88 9 8174 91 363 76 80 «22 504[1000] 67[1000] 023 870 93 9 9 203 306 29 458 85 500 661 733 1OO080 124 258 303 414[500] 527 640 93[3000] 905 101122 215 313 20 582 621 720 1 02)82 687 98 762 94 955 103251 512 743 847 104101 411 559 70 603 756 79 832 938 1 05055 66 276 608 25 973 1 06177 408 44 61 62« 724 808[500] 933 1 0 7273 611 841 108047[lOOO] 336 97 817 21 921 43[500] 109036 24t 380 44« 42 750 90 KCl 115000] 69 110663 712[3000] 71 111147 822 424 74 520 682 •43 78[ 3000] 112)19 331 97 728 960 113015 105 48 644 60 83 114004 2 2 56 69 03 164 405 9 51 504 680 75« 910 115086 319[500] 85 424[ 5001 73 534 741 53 987 [500] 110036 207 19 508 752 841 70 117783«44 432 549 706 118076 363 534 56 674 722 119031 134 202 687 95 12O201 99 651 90 817 48 96»43 83 1 2 1 364 413 81 MS 653 55 819 69 1 2 2212 460 568 665 774 953 1 23170 217*86 521 773 827 1 2 4057 119 31 371 802 llOOO] 125163 412 600 719 851 945[3000] 12 6008 59 451 729 865 77 1 2 7050 135 675 647 1 2 8027 08 638 99 679 843 63 1 29136 418 43 95 981 130166 420( 30001 557 118 840 1 31169 279[500] 386 403 759 65 1 3 2003 761 133)21 21 521 886 1 3 4010 370 260 342 627 47 764 67 910 1 3 5062 85 148 72 84 253[500] 368 87 417 603 26 854 61 13 6080 149 259 365 454 611 997[lOOOl 137005 75[1000] 164 241 423 711 894 95 943| 500l 138563 839 964 1500) 139084 104 47 65 265 7 7 564 905 j 140)64 6» 85 318 85 509 9*2[10000] 141044«49 L«n 78 81[500] 755 142133 221«K7 54? 76 683 70» 57 [3000] 814 48 1432*4 79 415[500] 795 010 14400» 121 46 627 918 81 145089 IIS 635 67 701 876 146167 247 SIT 4SI 99 675[500] 855 1 47076 348 86 469 26 777 9*1 148119 81 83 444 561[1000] 786 840 46 934 1 49154 213 98 531 591 150062 247 53 319 93 428 51 402[3000] 607 5»[500] 858 68 70 1 51180[ 8060] 438 578 773 1 5 2 360 633 88 723 92 85* 99 075 1 53119 58 457 9*. 15 4022 46 171 668 650[506] 718 84 883 966 87 1 5 5207 31 124 79[3000] 468 583[1000] 636 888 1 56142 60 314 461 803[500] 911 15 7 097 685 96 809 59 64 1 5 8018[1000] 114 4«[1000] 467 503 SS[3000] 096 159220 344 160266( 500) 887 1 6 1 018 98 199 293[1000] 10» 43» [3000) 87 98(500) 518 604 044 1 6 2002 460[10001«00 [10061 III 8« 163140[1000] 269 129 51 555 820 164081 147[1000)*24 455 669 1 6 5 022 205 52 80 343 1 6 6008 250 99 730 45 1 67310 6.1 638 ffT? 910 71 168037 5« 484[3000] 520 51 752 88 827«8(500] 004 169156»75 379«35 6« 74 17O10S 92[500] 874 984 171172 258 65 78 33? 85«38 60 83 958 1 7 2029 44[1000) 45 151 239[3000] 380«40 942 1 73)23 70 393 616 76 ISO 60 1 7 4923 25 83 479 726 95 1 75127 200 39 418 718 76 880[3000] 901 17 6 221 90 96 418 643 938 87 IlOOO] 177036 239 l.'OOOl 87 95[500] 124 47«07 70) 21 74 958 1 7 8016»2* 682 824( 10.10 1 92k 179-9*10 17 409 180017 548 1500) 181)85 331 7«ö[5001 960 182)86. [30001 249 36b 454 523 39 1 83011 213 409 561»8 668 901 184153 31* 28 630 78 830 915 1 8 5950 402 709 857 180310 82 fgl 80« 25 901 187051 195 501 62[500] Ol 709 60 818 09(500) 77 1 88918 411 46 767 1 8939«««« [500] 190056 62 223[300] 497[500] 99 587 652 TIS 880 19 1 086 147 594«04 52 900 72 1 9 2053 169*02 20 46« 518 756 820 1 93112 283[ 30001 91 671 846 1 94 7« 857 452 584 759 6 6 895[5001»84 1 9 5093 128 82 356 7» St 479[1006] 572 658 715 919 43 1 96)02 598«85 905*0 197083 121 65 288 489 655 1 98 U7 72 216 23 326[500] 453 6!>1»45 199102 3 568 779 815 20 0253 339 535 638 715(inoo) 807 938 20 1 00» 1*7 55 243 362 402 6» 89 750[100] 837 001 2 02173 20!*19 4»0 083 820[SOOOl 52[500] 79 951»8 203055 117 95 [3000] 210 71» 204231 882»15 79 86 929 2 0 5.858 679 943 78 2 0 6 297 529 52(IKiOl 207841 412 13000] 514 69 774 913 2O800Ü 59 924 209341[500] 528 748«6 850 [500] 922 89 21011« 272 78*20 27[500]«60 7*2 894 92* SS 211087[1000) 1*7 593 624 85 2 1 2424 34 57* 792 85» 213)19[IOOO) 88»[5»1] 405 513 49 621 732 52 955 2 1 4113*39 47 84 563 882 2 1 5508 Ii 708 38 94 955 2 1 6008 26 241 832 50) 61* 801 2 1 7585 740[lOOO] 58 860 918 216049 93[500] 259 490[*»'] 51« 681 98 805 46 62 2 1 9276 551 95 68* 727 071[500] 89 820061 81 114 692 612 78 957 221524 923 22262« 223)65 268 300 541 666 772 2 2 4236[MO] 91*17 427 509 711 970[500] 2 2 5107 367 856 78 952[*»»] 22615* 484 566 813 50 964 2 2 7 029 308 492 75*54 75« 95« 228091 85*7««98 628[600] 893 900 22921« 535«77 635 9»4 230069 80 178 29» 360 574 23 1 057 2*1[5001 482 777 815 2 3 2212 324 63 41« 565 937 68 2 3 3)15[*000] 88 «7 416 557 2341)0 22« 509 M 488[500] 601, 821 970 2 3 5091 234 596 717[ 500) 2 3 8179 750 821 948 95 96 [5001 237272 S«1 Isooj 453 629 81 99 678[lOOO] 713 90* 238016 2&0 4*5 43 576 99 973 2 39)22 69 714 24Ol'10 359 56 96[5*01 602»S 7*4 2 4 153* 810»28 36 4 9 2 4 2)93 427 537 719 2 4 30.33[3000] 657[5001 689 244007 415[500] 80 705[500] 19 82» 80 924 245017 132 315[ 3000) 55S 637 11000) 706 26 9)3 2 4 6129 34 38« 855 825 918 2 4 7535 87 82 780 839 94[1000) 901 248432 74 519[VOj 25 2 4 9377 51« 72 65) 82[ 900] 799 83* 949 250161 28« 865 751 821 68 2 5 1 224( 3000) 45««25 252134[ 8000] 51 413 73 883[5090] 939[1000] 258267 .341(500) 82 423 525 29| lOOO) 742 6 3 78 83 927 2 5 4032 «7 341[50*1 431 618 899 2 5 5011 129 329 485 509 71[500) 85 916 2 5 6081 185 201 44 392 580 628 70« 818 75 2 5 7070 142 283 578 708 88[1000) 25S163 98 276 612 792 2 5 9 094 175 86 253 376 563 622 772 260008[500] 114 7 9 257 492*11 80 780 844 2 6 1 089 565 262.184[500] 149 61 528 2 6 30*5 123 55 248 388 430 693 738 54 58 8 810 992 2 6 4010 68[ 500] 184 214 75 448 5)4 58[ 3000) 873 739 13600) 845 73 2 6 5098 214 15 31 609 29 5» 610*7 760 2 6 6047 169 602 8 7b3 267310 59 «56 5*0«l[1000]«7 954 268)01[1000] 42 217 609 2690*6 60[10001 102 314 684[1000) 823 30 2 7 0)3 252 412 593 728(SOOO)*3 81 85 89 991 95 27 1 380 738 879 84 85 001 2 7 2052 208 83 99 340 677 682 917 2 7 3029 68 303 6 4 438[ 5001 692 814 911 2 7 4281 663[1000] 275018 ,33 57 77* 8*'276018 318 25 Ol 475 675 604 983 2 7 7)67 76»20 367 863 i'.SOOj 862 278395 4.33[1000) 591 279020[1000] 119 60 267 31» 71 83[*000] 41*[3000]*28 635 739 41 912 2 80)92 552 618 00 7*4 2 8 1 544 801 41 28 2203 8» 817 283061[500] 90 296*82 570 99[8000] 680 72* 7!» 2 8 4127 860 949 54[ 500 j 28503» 259 7*[500] 376 M 2 8 6)06 331 790 86* 287432 61 504 71* 288143[lOOO) 347 629 875 943 2 8 9012(10001 237*82 6*4 23 60 719 871 29 0036 210 391 509 810 29 1 231 69 310[10 000 1 632 1*000]«u(1000) 849 292369 293039 91 132 364 1)000] 401 922 33 2 94110 7« 409 532«Ol 295777«OS«I»9 [800) 705 296«32 39 81 95 80« 058 29769« 922 771 2981)9»52 602 748 2 9 9*0««75 717 18 5« 63 RS8 959 I 3 0 0093 173 76 84 3 0 1 378«70 538 739 3 0 209*(* 310 900 628 828 3 0 3220 29 342«I* 589 65» 778 87 edakteur Richard Barth, Berlin. Für dm Inseratenteil verantw.: TH.GI»>k«, Berlin. Druck». Verlag: Vorwärts Buchdruckerei u. Verlagsanstalt Paul Singer& So., Berlin SW. Nr. 278. 27. Jahrgang. 5. fitilngt dkg Jotniirlg" Kerlim Jlollisllatt Zountag, 27. NsveOtt IM. Briefkasten cker Keclaktion. »t« wrlftUib« Svrcidfiuude studüi Lind.uftrahe Rr.«». dorn t>vrn— ch i Eoniiiibcttd» vo» 4'/: bi? C bl«r Tr.bSrn— 5?ntirftiibl—, tuorticntäflllrti von J'/s in? ff'/j llbt abendi», T Itbi nachmitini? ftott. Zeber für den!vricf- kaslen desiimmten iluiraa? ikl ein i5n26/5 Die OrlSverwaltnng. Vrrl>-i1i-Inwtitnt: kriedrivbst.IXi/l.a.Orabg. 'Tor. Eleg. Frack, Schröck l.SVL ose 1,00, Weste SOPs. veutseber Iranspnrtarbelter- Verband. Bezirkseerwattvng lZvok-Berlin. Den Mitgliedern zur Nachricht. datz unser Aolleg«, der Droschken« sührer Karl Wegener am 24. November im Aller von 36 Jahren verstorben ist. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet am Montag, 28. November, nachm. 2'/, Uhr, von ber Leichenhalle des alten Nazareih.Friedyoses, See- stratze, aus st itt. 52/15 Qie Bezlrkeverwaltung. E. H. 80. Den Kollegen zur Nachricht, datz unser Mitglied Psul Heintzmann Manteusselstr. 104 wohnhast, am 24. November Im Aller von 57 Jahren verstorben ist Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet am Montag, den 28. d. Mts., nach« mittags 3 Uhr, von der Leichen- halle des EmmauZ- Kirchhofes auS statt. Um rege Betelllgung ersucht 199/10 Drr Voratand. Herein Berliner BuebM-Masebinenmeister. Den geehrten Mitgliedern zur Nachricht, datz unser lieber aller Kollege Oskar Fröhlich am Mittwoch, den 23. November, gestorben ist. Sein Andenken werden wir tn Ehren hatten i Die Beerdigung findet am Sonntag nachmittags 4 Uhr, vo» der Leichenhalle des neuen Matthäi- kirchhoscs am Pricsterweg aus statt. Um rege Beteiligung ersucht 203lb Der Vorstand. Oentscher Holzarbeiter-Verband Den Mitgliedern zur Nachricht. datz unser Kollege, der Maschinen- arbeiter Eduard Grassnick am 25. November verstorben ist. Ehre seinem Andenke»! Die Beerdigung stndet am Montag, den 28. November, nachmillag« 21/, Uhr. vom Trauerhause Priuz-Eugen-Stratze 25, aus statt. Die vrtsverwaltnng. M- Verband der Töpler uoil Berulspossen ßsutscbl. Filiale Berlin, Hierdurch die traurige Nach- richi, datz der Kollege Hans Malzinger am 25. November tm Atter von 43 Jabrcu au Nieleueuizündung verstorben ist. Fdre seinem Andenken! Die Beerdigung findet am Montag, den 28. Novcniber, nachnitttagS 3 Uhr, aui dem Kirchhof der PmS« und Hedwig- gemeinde im Wilhelmsberg statt. Dor VorHtand. Oskar Woiiburg, Trauer» Magazin, Berlin N., Brunnenstr. 50. Gr. Auswahl in schwarzer IConfoknon:aiich eine. Röcke, Blusen, Hüte elo. Anfertigung nach MaB in 12 Stunden. Aenderungen sofort.* Verband d. Mateorejipser und verw. Berulsgenossen. Eillaie Berlin. Am 23. November verstarb unser Mitglied August Martens im Alter von 61 Jahren. Die Beerdigung findet am Montag, den 28. November, nachmittags 3 Uhr, aus dem neuen Scköncbcrger Flfledhos (Blanke Hölle), Schönebcrger Stratze statt. 173/18 Für die vielen Kranzspenden und Beweise herzlicher Teilnahme bei der Beerdigung uiiserer lieben Tochter yiima sagen wir allen Verwandlen, Freunden und Bekannten, insbesondere Herrn Brecht, sowie der Firma Brecht u. Co. unseren ausrichtigsten Dank. Reiuhold Fiedler 2090b und Frau._ Orts-Krankenkasse der Weber"•Ä*!en Große Versammlung sämtlicher Arbeitgeber sowie der grostjährigen Mitglieder obiger Kasse am Tonntag, 4. Dezember 1010, vormittags 11 Uhr, w Schmidts grotzem Saal, Frucht- strafte 30 a(Freischütz). Tagesordnung ll Uhr vormittag«? Wahl von 45 Delegierten der Ar- beitgeber sür das Jahr 1911. Legitimation: Beitragsquittung, Tagesordnung 11'/, Uhr vormittags: 1 Wahl von 105 Delegierten der Kaflcnmitaliedcr sür das Jahr 1911. 2. Verschiedenes. 19286 Wahlberechtigt und wählbar stnd die Kasseiimilglicder über 21 Jahre all, nach K 48 Abs. 2 des Statuts, DaS Ouittungsbuch dient als Legitimatto» am Eingang des Saale». DaS Wahllokal wird um IS Uhr geschlossen, da um diese gett der Wahlakt beginnt. Berli», den 27. November 1910. Der VorMtnnd. Karl ReiBmann, Heinrich Postler, Vorsitzender._ Schrislsührer. Konsnm-Verein für iloiuniiifö n. ümgtgrnd. Montag, den 5. Dezember, abends 8 Uhr. im Lokale dcS Herrn Ztiigrr, Priestersw. 31: Ordentliche General-Versammlung. Tagesordnung: 1. Geschäftsbericht des Vorstände» und deS AuisichtsrateS. 107/17 2. Bcschltttzi- flung über die Bilanz und ünilauung de» Vorstandes. 3. Verteilung des Rctngcwiiiiies. 4. Ersatzwabl vo» zwei Mitgliedern zum Aiissichtsrat. 5. Bewilligung der Mittel zum Bau eines Wohnhauses aus dem Bäckerei- grundsiück. Der Anfnicbtsrat, g. A.i Schulz. Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme und die reichen Kranz-; spenden bei der Beerdigung meines lieben ManneS, unseres guten ValerS Psul Jage sage ich hiermit allen Verwandten. Kollegen, Freunden und Bekannten meinen herzlichsten Dank. Frau«tzohanna Jage 20226 nebst Kindern. Rixdorf. Zentral-kranken- u. Sterbekasse der Maurer ete.„Grundstein z. Einigkeit". Dienstag, den 29. November, abends 8-/, Uhr. bei Wolff, Kirchhoistratze 41 Tagesordnung Abrechnung vom 3. Quartal. Ver- schiedenes in Kaflenangelegenheiten. 149/16 Die Ortsvorwaltung Orts-Krankenkasie der Stadt Schönederg. Nachdem die Nachprüfung der Wähl- barkell der Vertreter und Stell- Vertreter der Generalversammtunc erfolgt ist. wird bekanntgegeben, datz bei den am 18. bezw. 21. November dieses JabreS stattgehabten Wahlen geixäolt stnd: a) seitens der Arbeitnehmer bei einer Beteiligung von 2128 Wäh- kern die Kandidaten der einzig vorliegenden Liste) b) leiten« der Arbeitgeber bei einer Betelliguug von 163 Wählern die Kandidaten der Liste, welche mit .Malermeister JohnS, Brunhild- stratze 2' beginnt. 297/5 Schöueberg, 24. November 1910. Der Vorstand. Krakow, Spitlel, Vorsitzender._ Schriftführer. Gemeinsame Orts- Krankenkasse für Marirndorf und Zlmgtgtnd. Am Montag, d. 5. Dezember d. I., abends 6'/, Uhr. findet im RestanrantLiitvenhagen zu Marien- dorf, Chausseeftr. 27. eine, Xullerorilentliclie General-Versammlung statt, zu der die Herren Arbeitgeber. und Albeitnehmervertreier hierdurch ergebeni» eingeladen werden. Taaes-Ordnuiiq: 1. a) Die Anstellung der Hilfsbeamten Ast und Saedler und Festlegung deren Gehaltsbezüge. b) Die Abänderung der Verträge der bereits angestellten Kassen- beumlen. 2. Verschiedenes. 297/3 Etwaige Ausl agen ober Beschwerden. zu denen die Siiistdiinnhme der Ge- schästsbüche, erforderlich ist, find dem Borslande drei Tage vorher schrisllich mitzuteilen. Mariendors. den 25. November 1910. Ter Vorstand. Bae chler, Boi sitzender. Orts-Krankenkasse Weisjensee. Für daS in Groft-Besten bei Königswusterhausen zu erlichtende Genesungsheim der Kasse sollen dem- nächst die Maurer- u. Aimmerarbeittn veraeben werden. Bewerber wollen schristllche An- geböte, verschlossen mit der Ausschrisi .Maurer- und Zimmerarbeiten-, spätestens bis zum IL. Dezember er. an das Kassenbureau, hier, Sedan- stratze 48. einreichen. Bnnbedingungen sind daselbst gegen Erslattung der Schreibgebühren(>.50 Mark) erhältlich. 297/4 Wctftensee, 24. November 1910. Der Vorstand. K. F u b r m a n n, Borfitzenber. pestmannsTraiierniaiazini Extra- Ab teil u ng 1 1. Gesch.: Berlin W., Mahren- I StraBe37a(2 Haus van der j Jerusalemer StraBe). III. Gesch.; Berlin NO., Große! Frankfurt. Sir. 115(2. Haus j von der Andreasstrafla). j Sehr gr. Ausw. fert. Kleider, I i Hille, nandschuhe, Schleierl lote. v. einfachsten bis zum i ] hochelegant Genre z.huQerot J niedrigen Preisen. Sonder-Abteilung: naituiircriigiing in 10 bis 12 Stunden. + Hygienische+ BedarfHurtlkcl-Nieuheltcn Neueste illustr. Preisliste gratis. VcrsundhanH Xech. Ilcrlin 514, Elchtertolder Str. 33. I Gelegenheilskäufe.? .3 Kostüme, Blusen. Mäntel,® e Unterröcke, gut n. billigst.» V Vorzeiger dieses 5 Proz. S» * Sebaslianstr. 81, Morltzpl. Ranariensäuger, lleslcurenrcich. stottsingeud, von 8—10 Morl u. b.. Zuchtweibchen zn2.50M. pr. Nachn., 8 Tage Probe. Preist, fr. Ad. Jansoo, Barbis a. H. Madet-GIaBbrenner, Markgrafen stratze 1. Tel 0». 20b ,«hr lange PIDselimänUl, auf reinseidenem Dsmass» co gefUtt., ebne Felikraaen U. Ob In evffl. Seal(Lister& Co. Lid.) m. echtem SkunkekraRen d HD früher bis M. 820. letzt M. lUU OesellsohaftsmanUl aus Liberi;, Seide, ete. m. PlUscbbesatr eo trüber bis M ISO, letzt M. 00 ea.lSOelsgant. Gosellschaftsklslder SU 85, 48 bis M. ZOO frUher bis 75, 98 bis M. 850 ca. 40# Ghevlotmäntel englischen Charakters. In den Farben blau. braun, grün, oliv etc.. 135 cm lang(sehr lang) mit Seitengar- nlerung,(ruberer Preis U.'tb jp letzt........ M. 13 Pelzmantel, gefüttert aut echt Feh Ucken ete., Stolen, Mallen. Montag und Dienstag Jedem Kduter bei Einkauf von sehen U. 20 an auf Wunsch gratis t'l, Meter Stoff! [ Alle Welten und GrBsaen vorrfltlg EJ S T IMC A. JM 3V Mobrenstr. 87n(nahe Jemeelemeretraeee)\ pari. u. Gr. Pranklnrtertitr. 1 15(nahe Andreasatr.)/ I.Etage Sonntag geöSnet 9—10, 12—2 Uhr, Trauer-Westmann ä. ÄÄ�R0e�;K:nKoJM Deutschlands größtes Spezialgeschäft für Trauringe Trauringe Sämtliche Trauringe, schmal oder breit, teiebt oder schwer,; in allen QröOen fix n. fertig zum Mltnelimen. Hochelegante Ansfäbrnng. i einem Stück gearbeitet, Ennonlne — ohne Lötung.= rUyBOlUa. t Ring 1 Duk.SOOgesteinp. 5 mm breit 10.— l'/e 1'/. 1'/. 1'/. 2 2 2 2 2 2',, 3 900 900 985 985 900 900 985 985 085 985 985 14 Kar. 585 8, 833 7 5 7 5 7 5 7 5 4 5 5 5—7 5-7 15. „ 15.50 „ 16.50 r 17- 19.50 n 20— „ 21.60 22- n 22.50 „ 27.50 „ 83— v. 7.50- 16— v. 4.60— 8 50 v. 0.50— 8— Charnierod.DuhlÄ 5—7 Silberne Trauringe, 800 gestempelt, amTa�e der silbernen Hochzeit zu tragen, Stück 1.60. Nomen und Datum punktieren gratis. Namen und Datum gravieren per Stück 0.25. Versand nach anßerhalb gegen Nachnahme oder vorherige Einsendung des Betrages. Erledigung sofort— Porto extra 50 Pt mit limchrltt: „Du bist mein, ich bin Dein-, und „Mit Willen Dein Eigen" Alle Weiten auf Lager. Preis ZO-23 M. Riesen-Auswahl aller in der Uhren- u. Juwelenbranche vorkommenden Waren. Permanentes Lager von zirka 8000 Ringen, 6000 Uhren, 8000 Uhrk eilen, 3000 Paar Ohrringen, 3000 Breschen ete. von den einfachsten die zu d. leinsten Stücken. Abboien und Hinbringen der Ubren und gekauften Waren in Berlin und den Vororten durch eigene Oespanne. Eigene Reparatur-Werkstätten für Uhren u. Goldwaren eiektriaXÄÄob. [iiciiard Boniißck) MmM o. L�Mitgr. gÄt: Berlin N., Schönhauser Allee 45 Fmaie: Berlin N0„ Landsberger Allee 41 Telegramm-Adresse: Goldonkel-Berlin. Reichsbank-Glro-Konto. Bank-Konto: Bank(Dr Handel n. Industrie. Vorzeiger dieser Annonce erhält 5% Rabatt, Dukatentinge ausgeschlossen. n Kassenärztliche Sprechstunde• Lichtheilanstalt|» Rönfgenlaborat. Dr« Davidsohn, jetzt Oranlenst.Sl. W> Dienstag, den 29. fiovember 1910, abends N Ahr öejjeMelie pMzeke Vollü-VmMMllMM 1. Kreis: Zentrum-Fcstsäle, Nieöerwallstr. 21 L. Kreis: Hofjäger-Palnst. Hasenheide 52/53 Kreuzkierg-Festsäle, Kreuzbergstr. 48 Z, Kreis: Gewerkschaftshaus, Engeluser 15 Kreis: Elysium, Landsberger Allee 40/41 Litfins Fcstsäle, Memeler Str. 67 Boekers Festsäle. Weberstr. 17 Drachenburg, Vor dem Schlesischen Tor Gesellschastshaus Süd-Ost, Waldemar-- straße 75 8. Kreis: Königs-Säle, Neue Königstraße, Ein- gang Wadzeckstraße 6. Kreis: Mila-Säle, Schönhauser Allee 130 Bockbrauerei, Abt. 2, Chausseestr. 64 Stadt-Theater, Alt-Moabit 47/49 Teltow-Beeskow: Kixdorf: Hoppe, Hermannstr. 49 eksriottendurg: Volkshaus. Rosinenstr. 3 Adlerskof: Beyer, Bismarckstr. 10 7repiorv-3sumsekulsn«eg: Neues Gesellschafts- haus, Treptower Ringbahnhof Sriiz: Landhaus, Chausseestr. 97 Nieder-Barnim: Liekienderg: Schwarz, Möllendorfstr. 25/26 Kummelsburg: Caf6 Bellevue, Hauptstr. 2 Lankow: Rozycki, Kreuzstr. 3/4 Keiniekendorj- Vst: Schützenhaus. Residenz- straße 1/2 Ober-Schöneweide: Wilhelminenhof Tages-Orönung: Mitztiranchte Kwderkrast. Referentinnen die Genossinnen: Arendsee, Baader, Bohni-Schnch, Buchmann, Demmning, Döltz, Fahrenwald, Hanna, Jnchaez, Kühler, Kiesel, Lnngwitz, Matschte, Mirus, Philipp, Reichert, Schulte, Sntzmann, Thiel, Tietz, Weyl, Wurm, Zietz. Jedermann ist um Erscheinen gebeten! für die Ginberuf er: Sugen emft, ucfcnrtr.«s. 3. Berliner Reichstags'8lal)]krel$. Sonntag, den 27. November, abends k'/z Uhr: Versammlung für Männer u. Frauen im großen Saale der Arminhallen, Kommandantenstr. 38/30» Vortrag n-z L-ndwgs-bg. Heinrich Ströbel. Nach der Versammlung gemütliches Beisammenscw.— Entree lnllusive Garderobe 2» Um rege Beteiligung ersucht Herren, welche am Tanz teilnehmen, zahlen 30 Ps. nach. m/is Der Elnberufer: August Pohl, Naunynstr. 30. ÜI Verein Jlrbeiter-Sugendheim. Mittwoch, den 30. November, abends 8�2 Uhr: �ZtxlieÄSl'- Versammlung in„Kellers Festsälen". Koppenstraße 29. Vorirag des Genossen Adolf Hoff mann über: �Der«fugend gehört die Zukauft)66. ÜIltKllcdubncb leRUliniopt. Recht zahl, eicher Besuch wird erwartet. 293/12« von Vorntwnd. Schöncberg. Sozialdcmokratilcher lUahlvrnin. Tienstag, den 39. November, abends 8 Uhr: Mitglieder-Bersammlung in den Neuen Nathausstilen, Mcininger Str. S. Tages.Ordnung: l. Vortrag:.Die politische Lage«. Rcscrent ReichStagsabgeordneter Genosse H. Molteubuhr. 1L/ll L. Parieia�gelegenheiten. Verschiedenes. Heute. Tonntag, 37., abends v Uhr sür den l., 2. u. 3. Kommunal. bezirl w den Auguftc-Bittoriasitlen. Luthcrstr. 31/32: Bortrag vcr- bundcn mit gemütlichem Beisammensein. Der Borstand. Inslslig!isii8gesl!>istl, verbunden niit Klempuerei, seit ßohicn bestehend, mit Behörden mbeiteud, preiswert zu verlausen. Osterten unter V. G. 7400 Rudolf Mo»«, Schifsbauerdamm 1. 185/11 Lombard-Haus [ II» Graft* leipziger Str. 75| Brillanten Uhren Qoldwaren | 25—50% unter Ladenpreis.| Hh Hygienische ' aeflinsaruasi. �eueat.KalaloS Bl» ranpfehl. viel Aeme a.Prof. grat.o� H. ünger, Gtunmiwareafabrü GdrUa NW.. Friedrichstraaai« 91/9 Orts- Krankenkasse der Sehlosser"gIm zu Berlin. Die Mitglieder obiger Kasse werden aus Grund des S 43 de« KastenstatutS vom 2S. Juli 190Ö ausgcjordert, am I Montag, den 5. Dezember er.. abends 8 Uhr, im GewerkschaftS- hauie(Saal lV), Engeluser 15 bchusS Wahl von 330 Delegierten sich einzusindrn. Wahlberechtigt sind nur dicjtiliqen Mitglieder, welch« da» 2l. Lebensjahr zurückgelegt haben und im Besib der büigcrlichen Ehrenrechte sind Die Wähler haben sich durch daS Kranken. Legitimation», und OuiltungSbuch zu legitimieren.— Die Wahl ist eine geheime. Die Herren Arbeitgeber, welche aus ihren eigenen Mitteln ein Drittel zu den Beiträgen der bei ihnen beschas- tigte» Mitglieder der Orts Krankenkasse der Schlosser und verwandten Gewerbe zahlen, werden ersucht, am Montag, den 5. Dezember er.. abends 8 Uhr. im GewerlfchaitS- hause(Saal V). Engeluser 15 behuss Wahl von 160 Delegierten zu erscheinen.— Als Legitimation dient die zuletzt gezahlte Beitragsqusttung. — Die Wahl ist eine geheime. Vor dem Beginn de« Wahlaktes wird derTpeziatarzt für Chirurgie Herr I>i>. L>a«lw. Beyer In ae- meinschastlicher Versammlung der Arbeitgeber und Arbeitnehmer einen Vortrag über:.BerusSver- letzungen und deren Folgen" hallen. 293/5 Pünktliches Erscheinen ist gedolen. da der Vortrag um S Uhr beginnt. Berlin, Im November 1910. Der Vorstand. G u fl Lubatsch. Vorfitzender. Verband der Sattler u. Portefeuiller Orfsvenualfung Berlin. Montag, den 28. November 1910, abends S'/a Uhr, in den Arminhallen, Kommandantenstr. 58/59: Allgemeiue NntmensWiiiikr-NtchMtW. TageS- Ordnung: I. Ausgabe und Erläuterung von statistischen Fragebogen über die hygienischen und sanitären Elnrichtmigen in den Arbeilsräumen. 2. Vcr» schiedcncS. Kollegen! I« Anbetracht der wichtigen DageSordnung hat jeder Bertiauensman« die Berpstichtung. diese Versammlung int» bedingt zn besuchen 157,18 Jede Werkstatt tnnft vertreten fein.-M> Die OrtSverwaltnng. ir li Verwaltang Berlin. Witglieder-Uerjammlnngen Sageä« Ordnung: 1. Bericht von der Gcneralversamuilung. 2. Verbands» angelegenheiteu. Montag, den 28. November 1910: Tischler, Bezirk Südosten I abendS 8'/. Uhr(gleich nach Feierabend) in den ld'annynkostsSlen, Nauiiynstrssie 6. Tischler, Bezirk Südosten II NM S'/j Uhr(gleich nach Feierabend), im Rcichenberger Hof, Reichenbergcr Ttrafte 117. Küchenniöböltischlev abendö 8 Uhr, Im Englischen Garten, Aiexanderstraste 37 o. Sitzmöbeltischer abends fi'l, Uhr, Im Geverhschaftshanse, Engelufer 15 (Saal I). 1. Vunlt derTages-Ordnung: Liegt die Notwendigkeit einer Branchenbildung vor? Einsetzer. Montag, de» 38. November ISI0, abends 8 Uhr, bei Boeber. Weberstrahe 17; Branchen-Terfammtiing« 1. Punlt der TageS-Ordnung: Bortrag. Bilderrahmenmacher abends C Uhr(gleich nach Feierabend) im Gc�i erbschattshan») Engelufer 11/15, Saal 5. Korbmacher abends 8'/, Uhr bei IVolIschltlger, Adalbertftr. 31. Mittwoch, den 30. November 1910: Kainmacher abends 8 Uhr im Geverbschartshans, Engelufer 11/15, Eingang B, parterre(ArbeiiSlosensaal). 1. Punll der Tagesordnung: Bortrag beS Kollegen Nttfchke über:„GenossenschaftSbewegnng«. ferintnll-, Horn-, Steinnoß-Knoptarbeiler NM 6 Uhr abends(gleich nach Feierabend) im Gewc, bsebaftsbans, Engelufer 11/15, Zaal 5. 1. Punkt der Tagesordnung: Vortrag des Kollegen Hildebrand» «rbeitsualtiweis: Hot L Amt 3. 1239. Verwaltungsstelle Berlin. Hauvlbureau: ederitösiraDe 3. Hos III. Amt 3. 1987. Montag, den 28. November 1910, abends 6 Uhr: Veraaniinlnn «• aller in MetsIIglekereien Berlins u. Umgegend belchsktigten Former u. Berufsgenoiien im Gcwerkschaftshaus, Engelufcr 15, Saal 4. TageS-Ordnung: 1. Bericht der Agitatioiiskouimiision und deS Branchenleiters. 2. Diskussion. 3. Neuwahl der Agitalionskommiision und des Branchen« leiter». 4. Verbands- und Aranchcnangclegcnheilen. Mitgliedsbuch legitimiert. DaS Erscheinen aller Kollegen wird erwartet- Montag, den 88. November 1910, abends 8 Uhr: Krauchen Versnintnluug der Schmiede, Keffelfchmiede... sntogeMhen Schweißer im Lokale von A. Hoffmann, Tragonerstraße 1a. TageS-Ordnung: 1. Das Ueberstundenwrseu iiud die Arbeitslosigkeit in unserem Beruf. 2. Diskussion. 3. Branchenangeiegenhoile» und Bcrschil-dcncS. Kollegen I Bei der Wichligkeit der Tagesordnung ist das Erscheinen jedes Kollegen notwendig. Achtung! Achtung! Dienstag, den 80. November 1910, abends 0 Uhr: AUgemeine Versammlung ssmtlicherin den Militsreffelllenbetrieben beichNtigten Arbeiter u. Arbeiterinnen in den„Rittersälcn", Nitterstratzc 75. TageS-Ordnung: 1. Welche Waffen besitzen wir, um die Berhäktnlsie unserer Industrie zu verbesser»?* Rcserent Kollege Wuschlek. 2. Diskussion. 3. Auosvrache über die verschiedenen Mißstände in unserer Branche. 4. VerjchiedeneS. 126/4 Die Kollegen und Kolleginnen sollender Betriebe find ganz besoudeiS eingeladen: Matbes u. Schnialbe» Köpeuickcr Strasic, Zichwertu».Sohn, Ebarlollenstraize, Imme u. Sohn, Alte Fakobstrahe. Paris Nachfolger, Nicdenvallstrasie, A. MaYbauer, Kommanoaiileiistragc, Junker, Alle Jakobftrasie, Thiel, Hollmanlistrahe, Lippe rt, Schmidstratzc, Eonvrenx, Zimmerstrahe. Unseren Mitgliedern zur Kenntnis, dast Metall- arbeiter-Notizkalender für 1911 a OO Pf. bei den Be- zirkskassicrcr» nnd im Bureau zn haben sind. Zahlreichen Besuch erwartet Die OrtSverwaltung. W»",! KkilliWc Zchlälhtcm! Meiner geehrten Kundschaft zur KeniitniS, dast Ich die Forderungen deS Zentralverbande» der Fleischer anerlannt habe. ES wird mein Bestreben sein, nur prima Ware zu kulanten Preisen zn lieseru. Hochachlnngsvoll Alfred Kern, Maxstrahe 15. □ □ Photographie Reinickendorfer Straße No. 4 am Wedding-Platz Filialen; Berlin Friedrichstraße 108 Friodrichstraße 138 Königstraßo 52 Eosenthaler Straße 72a Wen erölTnet: I Reinickendorfer Str. 4 Rixdorl Bergstraße 151—152 Scböneberg Hauptstraße 19 OeBftnel von 0-7 Uhr, auch Sonntags T-—--—-— Eröffnong Sonntag, den 27. November meiner neuen Filiale Reinickendorfer Str. 4 Umsonst gebe ich jedem von Sonntag, dtn 27. Kcvrn ber bis Scnnlag, den II. Dezember inkl. eine Bronisilber-Vergrößerung Schwarzmalerei Große 42X50 cm mit eleganter Aufmachung, der sich in meiner Filiale Reinickendorfer Str. 4 eine Aufnahme bestellt 12 Visit glänzend 1.80 12 Visit matt 4.Q0 12 Kabinett 4.80 12 Kabinett matt 8.00 Gruppen- und Klnder-Aufnabmen entsprechend billig Weihnachtsaufträge frühzeitig erbeten! □ GesehäftsJrößDiing! Ich habe in der Triftstr. 8(Ecke Qenterstr.) eine Schweine-Schlächterei u. Wuratfabrik eröffnet und bitte um gütigen Zuspruch. 18521. Ich bemerke ausdrücklich, daß mein Oe.ichiUt mit der Firma Morgenstern ni cht in Verbindung steht. Hochachtnnffsvoll Otto Schützsack. IS&I "rv-w-r- frrr r y A 4k 4,>> � Xy*. Glas- GSiristSsauniscinnuck. Bert ende auch dieses Jahr meine reich sortierten Sortimentsrisle» 030 TO Ne mente nur W__|_ WDHD____ DD Josö Müller, LatiscKa S.-M. N. 21 Verkäufe. Teppiche(Fmbensehler) Gelegen« beitSkaus. Fadriklnger Maueroost, Große FrankfuNerstraße S, Flurein- gang. Vorwärlslelcrn ö Prozcnl Ertiarabatt. Sonntags geöftnet.* Zrrppdecken billigst Fabrik Große 'WW' Nureingang Frankiuncrslraßc 9_ Wardt« enbaus. Kroge grnnf- urlerstraße!>. Flureingang 24919* Rabfabrertarten. Wir empjchlcn den Freundei! des Radsporls: Mittel- Vach« ZbaNe für Rad- und Motor- sahrer von Berlin und weilerer Um- gebung, aus Leinen gezogen Preis 1.75 M.'zusamnielilegbar).— Karte sür Rad- und Motorfahrer von Brandenburg, aus Seinen gezogen und zusammenlegbar 2,50 M. E�pedittoi, des.Vorwärts", Lindenslraß« 69, Laden._* Jiorwrtrtilefcr erballen fün} Vrozeni Eyrarabatt, selbst bei nach- stehenden GelegenhcilZkäufcm____ Teppiche, saibschlelhasi, spottbillig. Steppdecken, eine Partie, schcnS- wert. Plütchportleren 8,65 Mark. �Plüschtischbeckeu mit Siicksehlern «.85. Teppich. Thomas. Orantrn- ftrahe 160. Oranienplatz: Rosen- thateistraße 51._ 1630a* Trebrollen. SlTigor Waßmaimstraße 29. u. Lt sie,'. [1650SI* Bilder laufen Sie dlrelt Fabrik bei Bogdan, Weinmeiilerstraße 2.' Teppiche!(seblerdane) in allen Großen, fast süi die Hälfte des WeneS Zeppiwlager Brünn. Hacke'cher Warft 4. Babnboi Börse.(Leier dcS „Sorwäits* erhalten 5 Prozent Raball.) Sonntags geöfinet Kinderwagen, Puppenwagen, hevrichostfich, neu, spottbillig Exerzier- straße 19�. vorn II rechts.___ f96 Herrenanzüge, Hcrrcnpaletols aus feinsten Maßstofsc». deren Maß. preis bis 70.00, oerlanst 13.00—38,00 täglich, Sonntag Deutsches Versand- haus,'(kägerstraße 63, I. Firma- beochtung._ 195 fb* Talontrone. dreist ammig. 12 bis 30,(X). Speisezimmer 10- 40,00, Wohn- »tnimcv, Pcrlnmpeln. Bandarme zu halben Preisen. Verkauf direkt lm Fabrikgebäiid- Kaiserslraße UslS. Sonntags geössnct.__ 1524b �Wloiiateanzüge. WinterpalctotS, Ulster, Grbrocknnznge, Joppen, Knabeiipalelot» spottbillig Rosen- thalerftraßc 43. Kein Laden. 134/13» SchbuhoiifcrnUce 114(Ringbahn- hos). Psa-dtcibhauS, befnidet sich Groß-BeriinS spottbilligste EwkausS- «stielle! Riesengroßer Psändervertaus I GelegcnbeitSkä'isc I Taunenbeiteii I Taschenuhren l Freischwinger! Gold- Warenlager I Maßanzüge I Winter- Paletots! Gardinenlagcr l Steppdedcn- joger I Prachttcppiche I Aussteuer- waschet Pelzilolast Portierenlager I Fabi Vergütung>_ 168711* Moiiatoanzttgc und Winter- paletotS von 5 Mark sowie Öosen von 1,60, Gebrodanzüge von 12,00, Fracks von 2,50, sowie sür korpulente Figuren. Neue Garderohe zu staunend billigen Preisen, ans Psandl iden ver- tallcne Sachen tailst man am billigsten bei Naß, Mulackilraße 14._* Ztnkwaschgesäsie, Zober, Sitzbade- gnnen, Walchmaichinen, Wring- aschinen. Zctlzahlung gestaltet. Post- genügt. Kottlow, Skaiitzer- 133. 2021b «annen. Maschinen karte straße Gastroneu. Tatsächlich ohne An- zahliing, wöchentlich 1,00(bis Hundert Kaussumme). Riesenlager LouiS Bött- cher(selbst), Bclricbsieiiung Box- Hägen erstraße zweiunddreißig(Bahn- Verbindung: Warichauerslruße). Fi- lialen: PolSdameritraße 81, Rixdorf, Kaiser-Friedrichstraßc 247._* Huniboldtlristhausk Existiert nur Brunnenslraße 58, Eckhaus Stral- sunde, straße. Allcrbilligfte Psönder- verkäiijet Hochelegante Winter- oalctots I Massenauswahl I spott- billig. Kchrockanzüge I Jackett- anzöge l Riesengroßer Bettenoerkaus. AuSsteucxwäsche, Steppdecken, Gar- dinenauSwahI. Prachlteppichc, Plüsch- tischdecke». Exiraolllige goldene Damenubren l Schmucksachen.Wundcr- bare PelzslolaS l Damensachcn. Alle» extrabillig. Nur Brunnenstraße 58. Humboldtleihhaus I__ 165851* Betten- eleganter Stand 11,00, zwerschläfi ig 16,00, Steppdecken, Por- tteren. Wäiche, Teppiche spottbillig Leihhaus Osten, KönigSbergcrstr. 19.* Winterpaletots, Winterjoppen. Jackettanzüg«, Hosen, Damenuhren, Hcrrenuhrc», Freischwinger, Stiesel, spottbillig Leihhaus Osten, Königs- bcrgerslraße 19. 1709R* LcihhanS.Rosenlbaier Tor", Linien- straße 203/4. Ecke Roienthaierstraße: Großer Verlaus vevtallener Anzüge 9,50 an: Winterpaictois 6,— an; MonaiS-Abonncments. Garderoben, Buitchenanzüge. Uhren, Gold-, Silberwarcn, Betten, Wäsche, Gar« dineii. Teppiche. Bilder, Frcischwingcr, Anzüge ivcrdcn verliehen. Eonntag» gcössnet 7 bis 10, 12 bis 2. 16I9K* Billige Hosenwoche, Hochelegante Herrendosen aus icinsten Äaßstossen 7— 15 Mark. Versandhaus Germania. Unter den Linden 21. BorjSbrtge eleganteHerrenanzüge und PaletotS aus seinsten Magstosien 20— tOMark. Versandhaus Gerurania, Unter den Linden 21._ 128851* Bekanntmachung• PsandleibhauS Ehaussecstrahe 60. Weltbekannt. Aller« billigster Psänderverkaus. Riesengroßer Beltenvcrtaus Daunenbetten rstus- stciicriväsche GardincnauSwahi Plüich- Portieren Prachtteppiche MMS WintcrpaletotS(Sebrockanzüge Jackett- anzüge RiesenauSwahl PclzstolaS. Massenauswahl Taschenuhren Uhr- leiten Wanduhren Schmucksachen spottbillig. Fahrvcrgütung._ 173251* Herniaiinpla» 6. 2Illerbill>gfte Pländerorrkäuse. RiesenauSwahl. WinIcrpaletolS. SommrrpaietotS. Jackettanzugc.Gebrockaiizüge. Herren- boien. Extiabillige PeizstoiaS. AuS- steuersacheii. Starincndbilliger Betten- verknus. Biatilbellen. VerinietungS- bell. Spottbilliger Wäschevcrkaus. Gar- dinenverkaus. Teppickiverkaus. Plüich. tiichdccken. Steppdecken. Goidiachen. Taschennbren. KettenauSwahl. Ringe- anSwabl. Schmucksache». Waiidudren Nähmaschinen. GrotzberliiiS beliebteste Einlaussqnelle. Allerbilligftcr Waren- verkniis im Psandleidhau» Hermann- platz 6 Auch SonniagS geöstnet.* Bücher des dculichen Hauic». Eine Sammlung guter Erzädlungen. Geichichten, Novclen ulw. Gut aus- gcstatlel. zirka.400 Seit«' umiasjend. zum Teil illustriert und gebunden. 90 Pjciiiiiac pro Band. Expedition. Ltndcnstraße 69. Laden. Eisenöfen, neue, gebraucht«, 2.00 an. Dauer brandösen 7,50, Koch- uraschinen 15,00, Gasösen 6,00, Pe- troleumöscn. Cadeöscn, Germanen- ösen. Schröder, Hochstraße 43.* Bronzegastrone«. Zugamveln. Lyren, Wandarme, Gasspartocher, HängcgaSkionen. Allerbilligste Quelle. Schröder, Hochstraße 43. 1724b* Gardinen. Fabrikreste, 1 bis 3 fenster, 1.25, 1.45. 1.85. 2.35. 2.85, .75. 4.65 usiv._ Durch Staub beschädtgte Gardwe» und Stores, schwere Qualiläten mit 10 Proz. extra Rabatt. E. Weißen- bcrgS TcppichbauS, Große Frank- surterftraße 125, im Hause der Möbel- sabrik.__ 1S6151* Tüstbettdecken, Betigröße, Stück 1.85 225, 2.85, 3.65 usw. Erbstüllstores, jetzt 3.45, 3.85, 4.75, 5.85, 6.75, 7.50 usw._ Erbstüllbcttdecken, Bettgrößc, 2.85. 3,65, 4,50, 5.75. 6 90. 7.60 bis 45 Mark. Große Franksurterstraße 125, im Fabrikgebäude, Tuchporeieren. kompIetteGarnitur 325, 8.75, 4.65, 5.85. 7.50. Plüschportieren 6.45, 6.95, 7.85, 9.45, 11.—. 13.-. 15.—. 18.—. 20— Mark. E. WeißenbergS TcpptchhauS, Große Fr ankiiiricr straße 125._ �Tnchdcrken, reichgcstickt.mit(leinen Fedlcrn. 0.90, 1.25, 1.75, 2.45, 3.25, 4 50, 5.75. 6.60 usw.__ Steppdecken� Similtseide, 3.50, 4.35, 5.25, 6.50, 7.85, 9.25 usw. Plüschdecke« mit kleinen Web« seblcrn. 4.35, 5.45, 6.25, 7.50, S.25. 9.75, 12.—, 15.—. Große Franksurter« straße 125.___ Steppdecken, doppelseitig, 6.85, 8.50, 9.75. lt.—, 13— Im Fabrik. grbäude Groß e Fraitksml e rs! ra ß>25. �Drwandcckc» 4.35, 5.85, 6.75, 7.50. 8.75 usw.__ Schlafdecken, Sport- und Normal- decken. 1.65, 2,45, 2.85, 3.25, 3.75, 4.85, 6.35 usiv. Große Franksurter- straße 125. Absalltepptchr 3.85, 4.65, 5.75, 6.85, 7.65 Marl._ Talon- und Wohnztmnrerteppiche mit kleinen Fehlern, 4.65, 5.75, 7.85, 9.50, II. 25, 13.50, 15 bis 150 Mari. TeppichbauS Große Frantsurter- straße 125, im Hause der Möbel- sabrik. Möbelstoffe in. Wolle und Plüsch zu Sosabezügen spottbillig. M Läufer- und Linoieunl-Fabritreste, weit unter PreiS! E. WeißenbergS TeppichbauS. Große Franksurter- straße 126, im Fabrikgebäude, zweites Hau» von der Koppcnstraße._ MonaiSanzüge, PaletotS, wenig getragene, von 5 Mark an, groze AuSwabl für jede Figur, an« neue eiiganke Garverobe aus eriter Bc- ziigsouelle. 20 Prozeni billiger wie im Laden, direkt vom Schneider» nreister Paitt gürsteuzelt, nur Roten. straße 10 tbaierstra 285/5* Taschenbuch sür Gartenfreunde Ein Ratgeber sür die Pflege und sachgemäße Bewirtschaslung de» häuslichen Zier-, Gemüse- und Obst- garlens von Max HeSdörser. Zweite nenn ehrte Auflage. Mit 137 Text- abbildungen. Preis 3,60 Mark. Expedition Vorwärts. Lindenstr. 69. Damenhemden mit gestickter Passe 1,15. HemiiHcinden 1,15. Bettbezug nebst zwei Kopstissen 3.95. Hemden- tuch zehn Meter 3,00. Bettlaken 1,25, drei Handtücher 0.70, Gute Normal- Herrenhemden 1,75. AliSstatlungen sowie elegante Mustersachcn, passende Acil'iiachisgcschcnke b>S zur Hälfte deS Wertes. Wäschesabrik SalomonSky, virckkenstraße 21,.Alexanderplay. Sonntags geöffnet. SkunksstolaS. Muff, Gelegenbeit. billigst. EtukausshauS Kurstr. 22 II.* Siarke Zinkwannen billig, auch für Wiederoerkäuser. Klempnerei Weinbergsweg 21, JulIuS Ratzmann. Klempnermeister. 17016* LittancrS Näbmaichincn obne An- zadliing, gebrauchte spolibilligl Ska« litzerstraßc 99, Warschaiierilrune 67.* Bettc»� wenig gcbrauchh mir! ständehalber spottbillig Sophien- straße 6 I(Vordertreppe). 135/4 Tepgiiche. wie neu. Pelzstola, umflöndehalber Sophienstraße 6 I iVgxdertreppe). 135/5 If.hriftbatliiischmuck sür Wieder- berkäuser billigst Wusterhausciicr- straße 17. 1725K Ztrbeiter-Jacken.-Hosen.-Anzüge. Editblaue Drelljacke, Prima, 2,00, Hose 1,90. Allerbeste Drcllj.icke, echt indigoblau, schwere Oualuät 2,50, Hose 2,40. Ganz schwere Pilotjacke 3,00, Hose 3,00. Diese Jacke wird an anderen Stellen mit 3,90 verknust. Englische Lederhosen mit 2 Meter-Zoll- stocklaschcn und Gesäßtaschen. Beste Munchesteranzüge sür Bicrsahrcr und Rollkutscher. Ocl-Mäntcl und Peic- riiien, Gummiliiäiitcl, Glimms-Pelc- rincn. Friseur-, Bäcker- und Kolonial- ivarenjacketts. Weiße und Ichwarze Zkcllnerllcihuiig. Mechaniker-, Moler-, Stutlaleurb-, Putzer», Maschinisten», Zahnärzte», Techniker und andere Kittel in bester Ausführung sür jede Figur halten am Lager und liesern nach Maß die Spczialhäuser siir Arbeiter-Kviisektion Herrmanii-schie- siiiger, Turmstraße 38 und Rcinicken- dors erstraße 48�_ 1743-1' LeihhaiiS.Brunnen". Herrenanzüge 8,50, Burschenanzüge 6,75, PaleloiS, Hosen, Pelz/lolas, Masseiianstvahl, billig, Herren- und Damenstiesel 6,—, Betten, Stand mit 2 Kissen 10,—, Stoslmne, Bluse», Röcke, Popticren, Gardinen, Teppiche, Wäsche, Taschen- uhre», Frcischwinger, Goldtvarcn. alle» spottbillig. Brunnenstraße li8 (Ecke Usedomstraße). t749K* Pfnndleihhou» k illirdorj, Bergstraße 68. Spottbillige hochmoderne Winterpaletots, Herrengnrdcroben, goldene. silberneHerrenuhren, Damen- uhren, Ketten, Schnttickjachcii, Weih- nachtSgescheiike, PelzstolnS, Betten- vertäut, Vermietungobctt, Wäsche- Verlans, Teppichverlans, Gardinen» auswahi, Plüschportieren, Stepp» decken, Plüsdsliichdecken, Freischwingor, Biiderverkaus. Spottpreise 1 1 1748K* "�niueiikieider, ans fürstiichcn Häuser», Verlaus spottbillig. 5trtai, Bruniienstraße�ü__ 2019b Kinderkleiber-Verkaus, Damenmoden nach Maß. Stoffe neuester Muster. Libnucrstraße 20, 1 Treppe. Schulze.�___ fSI Billard verkausl Wohlfahrt, Frieden- straße 90.______ fSI Gaskrone, Lyra. Musikkasten ver- kaust Rykestraße 9 I liiits.___ f ll tliiiderstüblche», Tischchen. Puppcn- wagcu, billig, Exerzierstraße 1911, Seitenflügel II linls._ fOG Kaiiariciihähne, billig, Meuielcrstratze 45, vorn. Tu!,. -s81* Tcifertrollcr. tiese Knorrer. Poost, Gubenerstraße 24. pijl Kannrie«. Hochseine Sänger, billig. Schöllberg, Charlottenburg, Tegeler- weg 104._ �99 Knuarienhähiie» Eeis.crlstamw, hochseilie Sänger, verlaust Schulz. Treptow, Bouchöstraße 37, Fabrit-, kaiiilne. 2017b* Kannrteiirollcr, 5,00 bis 8,00, verlaust Stiller, Sprcugelstraßc 21.� �Kanarienhähne 5,iX), Zucht- Weibchen. Kunitz. TreSkolostraßc 45. Kanarienllähiie, Weibchen, größte Answahl. Scholz, Sickingenstraße 8. Kanarlcnhälinc, flöitsiugciib, jede. Preislage. Hansburgstraße 12. jPS Kauarle«I>Shne.erfolgreIche Zucht. Weibchen akerbilligst. Ulesch, Iparr. strafe 2. 2018b Teiferihä.bne, 1 Rvscnau. Reich' enbergeisiiahe 73a. Kanari,»btline ausnabebalber billig. Scholz. Eisenbahiisiratze 33. Kanarirnbäh/ie eigner Zuch? billig. Mahnte, Görlitzer strahc 82.+120 Oeschäfteverkäufe. Tchänkgeschiiit. gnigehend. Zahl. stelle, eilorderlich IlXXi,—, Pürtler. Jtrafee 2.__ 20276 "Könfitüren-Firma»eifaufl Filiale, berrliche Wohnung, vierIahre eigener- Hand, eveniucll mit Schank, Eftistenz. Billig. Kochhannstratze 28. 135/15 Teifengeschaft� 7 Jahre einer tnnb, Familienexistenz, Nixdors. aldastrase 9. �+53 GntgrstrudeS�SeisengeschSIt, passend für einzelne Peison, umstSndehalber billig zu verkanten Simplonstratzr 30. �Lokal, monatlich 30 ganze Helto» liter. kranlhciisbalber billig zu ver« tausen Bkleble Gegend, viel Ka» briken. Anekunji: Berlin, Prinzen. allee 85, Ziga' rengeschält.__+92 Zigarrengeschäft oertäuflich wegen Verzug nach außerhalb, Gotzkowskh. strafte 29._+130 («utgelienbeS Plättgcschäst«m. ständebalber billig zu verkaufen. Preis 300 Mark Seien heimerstraftc 2. Odstgeschäf». Wegen lieber. Nabmc eines En�rosgeichästs bin ich gezwungen, mein Obst- und We- müsegelchäst, Wrangelstrahe SS. für jeden Preis zu verkaufen, eventuell mit geringer Anzahlung. 22lSb jioiifittirrngesiiiäft, stoiigehcnd, vcrheiratungshalber fofort billig zu verkaufen, Charlottenburg. Wall. strafte t.__ 19816 Echlofferri mit Arbeit, für jeden annelnn baren Preis verkälifljch kkrank- beltshalber). keilzahlung gestattet. �'ederlchönewetde. verlinerstrahe 123. larrcngefchSft krankheilSwegen billig �Ychenerftrafie 1«. � Vierd+'k>a«. g»?e Existenz wegen Ueberbürdi»"« bei rw Drittel An. zablung. Sl-sttaufg rld gegen Bcr- einbarung. Mher eL Wcihbier- Brauerei LandrS. Sti alauerftrafte 36. __■■■ n.. M5beU MSbelangebo». gebrauchte und neue Einzelmöbel rmd.innze Ein. richtungcn, eintachste. elezanteste Sveiic, immer. Herrenziinmer. Schlaf. zimmer, belieben gewrieu, vr'r'allen. Ivottbillig. Riefenlager. S E tagen. Möbeliveicherei. Reue«önigilr. viv. Fabrrtgebäude. Teilzahlung gestnl.'er Sonntags geöffnet._ 285IK M öbrl.Gelegenheitstäiife in aller- oröftter Auswahl; einfache fowte beffere Wohnungseinrichtungen b«. beutend billiger wie regulär. Er» gänzungSmöbel. Büfette. Schreib- tilche 45. SofaS 45, Garnituren 65, Trumeau» 37. Schränke. Vertiko» 27 Kronen. Teppich». Bilder. Küchen- Möbel, Klubfesfel, Lederfofa». Nm- baue. Lederstüble ufw. fpottbillig. Lennert« Möbelspeicher. Lothringer- strafte 55. Rosenthaler. Tor. Die Möbel find w vier Etagen aus- gestellt._ lSl8K» Möbel! Für Brautleute günstigste «clegenbei«. fich Möbel anzuichaffen. MI kleinster Anzahlung gebe ichon Stube und Küche. An j«dem Siüik deullicher Preis. Uebervorteilung daher auSgefchlofien. Bei KraukdeitS. fällen und ArbeilSlofigteit anerkannt gröftte Rü-kfichi. Msbelg-fchäft M. Goldstaub. Zoffenerftratze 38. Ecke Gneiienaustrafte. kein AbzahIungS. geichäftl_ 8901S* Möbelangebot. Im Andaltei Babn- und Möbelfpeicher Möckern- strafte 25. Anhalter Jnnenbahnhof. direkt Hochbabnstation Möckernbrücke stehen wieder verschiedene prachvolle § immer- und ganze Wohnung». inrichlungen zum schleunigen Verkauf. Ganz besonder» billig für fioteiS. Pensionat«, Brautleute passend md Schlafzimmer 200 00, Epeiie» zimmer, Herrenzimmer, Salon«, schöne. 400K>, hübsche Küchen 50,00 an. einzelne Büfette. Bücherschränke. Kleiderschränke. Vertiko«. AnNeide. schränke mit Spiegel, Salongarni. turen. Ruhebetten mit prächtiger Decke 22.50. PuneelsosaS. PlüschsosaS, Schreibtische schon 28,00. Beitstellen. Epetsczimmertische, Salontitche. Stühle, prächtige Läulentrumeau» 30.00. Lederstühle. Klubsessel 35.00. tlui garderobcn t7L0, hochelegante alonieppiche mit llcinen, kaum sicht- baren Fehlern schon 30.00, Zimmer. teppiche 8.00 an. rcichgestickte Plüsch. Portieren 7.50, Lelgemälde Stepp. decken. ErbStüllstoreS. Plüschlisch- decken 5.00, GaSIronen. Salonvilder mit elegantem Rohmen, Tüllgardinen, Tüllbeltdecken 2.00 an. Standuhren fpollbillig. Perichiedene GelcgrnherlS. käute fehlerhaster, zurückgesetzler Möbelftücke. Teppiche. Freischwiugcr 12,00. Ganze Warenlager. KonturS. Massen. Wirlschajlen. Nachlässe über- nehme zum schnellen Verkauf und Verneige rring. Otto Lideke, AuktionS- und Möbelspeicher, Möckernftrafte 25� Kostenloser Transport. Lagerung Gelegenhettskauf. Zurückgesetzte Büfetts 85,—, ve-tiko. nuftbaum 39,—, Kleidersplnd. nuftbaum 3»,—. Wachstuch-AuSzichtisch 16,50, billige Sofa», Schreibtische, Trumeauo, modern« Küchen Möbelfabrik Graes«. strafte 34. Fabrikgebäude. Speziali- tät: Kleine bürgerliche Wohnung«- einrichlungen._ Teilzahlung gestattet. svt odeirtiriilere,. Har»-ck.!liibler< Meister, gegründet 1901, Stalllchreiber» strazc 57(Morrtzplatz), lieterl kom- plette Wobnuiigselnrichtungen zu Niedrigsten Fabritpreiie». Unüber- trostene Leifmngssähigteit. Enorme Aus+vohl Zahiuugserleichlerung. BorwärlSiefer 3 vrozenr. kein Kaden, verkauf gabrikgeriud«. Möbelfachenbe? Brautlettte enorme Auswahl, billige Preis«. Andrea». strafte 30, geradcüber Markthalle. Dwinatzki._ 1688K* Gebrauchte und neue Möbel am billigsten bei Rchfeld, Buttmaiin. strafte 20(Kefundbirinnen). l528K* Bettstellen mit Matratze 12.00, 15.00, 18,00, 21.00.— Englische, echte, nagelneu 35,00. Rehseid, Butt- manu strafte 20.__ Kleiderschränke. Muschelaussatz. nuftbaumarlig 27.00, 12.00, 15,00, Rebseld. Bullmaiinstratze 20. Einrichtung. vollständige, für Stube, nagelneu 120,00. Rehseld, Buttmannstrafte 20._ Kiicheiiciurichtuiig komplett 45,00. Rchselb. Buttmuiiiistrafte 20. Plüschsofas/ 39,00. Rebseld, nagelneu, mobern Bultinannstrafte 20. Eltoebcl> Boebei, Mori»vtatz 58. In meinem seit 31 Jahren bestehenden Möbeltausbaus« stehen in süns Etagen komplette WobniiiigSttiirtchlnngen zu äufterst niedrigen Preisen zum verlaus. AI« Spezmlitäi liefere: Schlafzimmer, englisch 197,—, modern mst Intarsien 268,—, Wohnzimnaer, modern 297,—, Speisezimmer 355,—, Herrenzimmer 200,—, 1 Zimmer und Küche 205.—, 354,—, modern 479,—, 2Zimmer und Küche 568,—, 667,—, englische Bell- stelle mit Matratze«3,—, Kleider» spind 30,—, Trumeau, geichllffen 34,—, Schlasiosa 36,—, Plüschsosa 55,—, Umbau 50,—. Teppiche. Riesenlager. Besichligung erdeien. Transport und Lagerung kosten. frei. Eventuell ZahiungSerleichte. rungen. Geöffnet 8—8, Sonntag« 8—2 Kein Laden. Berkans nur tm Fabrikgebäude. Musterbuch F. gratis und franko. 164051' Metallbrttcn, zwei, modern, spottbillig verkäuflich. Zossener- strafte 10, Hutgeschäjt._ 134/10' Was tchenke ich? zum Weihnachts« s�st l Servier«, Rauch», Räh.. Bauern» tische 2.25, Etageren 4,50, Flur» iiarderoben 15,—, Schreib», Klavier. essel mit Lider 1t,—, Zigarren- pindchen 5,—, Sonderausstellung Büffet«, Kredenzen, Schreibtische, Bücherschränke enorm billig. Möbel. sabrik M. Hirschowitz, Skalitzer- strafte 25, an der Hochbahn. 1737Jt* Plüschsosa, mehrere, wegen Umzug für jeden Preis. Tapezierer Prinzen- strafte 47. Z chlrnnigst verkaufe Stühle 1.00, Sosalisch 5.00, Plüschsosa, Piano 140,00, Kleiderschrank. Eplralbclt- stelle 8.00, Gardlnenstangen 0,50, Säulentrumeau 25,00, Betlstellrn, Zugkrone 12,00, Spicgclverffko. Neue Königstrafte 79, II link« Auch Svmilags._ 266/19 Kinderdrahtbet», KinderstEhlcheig billig. Exerzterftrafte l»A, Mitschke. �AuSziehttsch, Betten, billig.' Osi-ii. Elle.'tstrafte 4, vorn I rechts. 135/14 ~St>.'ort verkäuflich: Elegantes Plüschst�Ia, Umbau, AnNeibeschrank. Spiegel' vaschtollette. 2 englische Bett- stellen, xUeiderichrank, Bertiko, Aus- ziehlisch, Cbnisclongue, Trumeau, Gaskrone. KönigSbergerftratze II. vorn I rechts bei Fischer.(Händler oeobelenl)___ 267/�1 �K'ieiderschrant. Vertiko, umslände- halde-r Kottbuser User 6t, l rechi«. "Zwei Bettstellen rntt Matratze 15.00 und 25,00. Reck, StrauSberger- ftrafte 94._+81 Ruhbaum-Vc'l'ko preiswert zu vertäuten Ranilcrstrafte 17, Ouer. gebäude I links.'_+141« Plüschsosa, elegant, 35.—, Chaise- longu«, Gas kröne, Tisch, Bilder spott- billig Lützowj traft« 74, vorn I. 267/2 padri'Stloi'. Herrenfahrrad. einmal benutzt. 35,- strafte 36b DamensaHrrab. Holz, Blumen- 1683« «eschaktsdrelrad. äufterst stabil 50.00 an. Holz, Llumenffrage Z6d. Jahrradvertrieb Graft- Berlin. 8 Verkaussstellen r Neue Schönhauser Strafte 9. Brunnen- Strafte 145. Bad-Strahe 9. Schönhauser Alle« t46. Müller-Strafte 13. Turm-Strafte 25. Maaften-Strafte 20. Cbarlotlenburg. Spandauer Berg 2«. Billigste. beste Bezugsquelle, neue Fahrräder 45.00, 48.00. 55.00. Laiisdecken von 2 50 an, Laternen von 0.65 an. Au«- sührnng sänill'cher Reparaturen tn eigenen Werlstätten._ 1534«« "Halbrenner. Gelegenheitskauf. Aarontteschein. einmal benutzie«, 30.00 Frau Grosser, Franlsurter Allee 104. Herrenfahrrad, sast neu, Kraus, AndreaSstraftc 54. 30.-. 197/7 Herrenfahrrad Damenfahrrad. modern, gulerhallen, ausgabehalber 25.—. K-.ofte granksurterstrafte>4. Hof Keller. 138/13 iUuLlK. Flügel billig zu oerkausen, gut erhalten, starke' Ton. Nürnbeiger» strafte 21, Tobusch._ 19796« Piauinos. gebrauchte von 100.00 Marl(Teitzahluiia). Scherer, Chauflee. ftrage 105. 1340.« Bianino, hohes. Schnitzerei, 125,—, Teilzahlung. Turmstrage 8 I.* "Pianind ganz neu, 650,— ac» koffel, Osaianlie schein, umständehalber 410,—. Krüger. Andreasstraft« 4.« Piantuo, vorzüglia es. tadellos er» hallen, ist sosort ganz billig zu ver« tausen Franzöftichestrafte 15. I ge- radezu.___ 126/ 16« Stustvaumpiaulno, kreüzsaitig, Panzcrpiattc, geiangreicher To», ge- schmnckoolleS Aeugere, sofort billig verkäuiiich. Potsdamerstrafte 27 d, hochparierre._ 1686* Ruffdaumptanino, elegante«, wenig »ehraucht, 200.—. Konetzny, Alexander. ftrafte»7(Alexanderplatz). 267/3 3000 Sprechtnaschwen, 5.00 bis 30.00. 85 000 doppelseitige Schall- platten 0,25 an. Machnow, Wein. meifterslrafte 14, Rosenlhaierstrafte 48, tzlndrcasilrafte 23, Kottbuicrdamm 8. «lavierkiirsus. Erwachienen Schnellmelhode. Monaispreis 3,00, «laoierüben frei. 2V Klaviere. Musikakademie, Oranienstrafte 147 (Moritzvia h), Unionthealer. l33/S« "Gründlichen Klavierunterricht er'. teilt billig Danzigerstrafte 21, vorn IV. recht«._ 20006 Klavierlebrcrin, Forsterstrafte 41. Individuelle" Einzelunterricht. Ausgezeichnete Empschtungen.+118 Verschiedenes. BvlkSsänger- Gelellschast.Anke« Iwinemünderstrafte 17�_+102« Englischen Unterricht für tlniaiig-r und Borgeichritlene(Sinzetffunden und Im Zirkel) erteilt G. Swtenlv, Charlotteiiburw Stuttgarter Platz 9, Gartenhaus III._« Künststopkerei von Frau KokoSkh. Schlachtensee, Kurstrafte 8 III._ Patentanwalt Wessel, Gitschiner» strafte 94»._ Ghausfenr-AuSbildung, gründlich, veischiedene Systeme. Stellennachweis kostenlos. Prospekt srei. Tage»., Abendkurse. Autotechnikum Zcchlin, Ebarlotlenburg, Fritscheslrafte 27.« »iuderfräulein. Stützen, Jungfern, Hausmädchen bildet in drei- bis sechsmonatigen Kurien aus Fröbcl- Oberlin- Institut, Wilhelmstrafte 10. Prospekte gratis.__ 192/5« Waschanstalt Fritz Kuhn, Köpenick. Parriflusstrage 17, liesert schonendst Laken, Leibwäsche, vier Handtücher 0,10. Abholung täglich. t735K« Btaiidleibe MarkuSslrafte 27.« Fntterreste kaust Löwinsohn. Gollnowstrafte 36._ 132/10« Gewerbeichuld technische. In. Hab er Diplomingenieur Heinrich Stcklmacher. Maschinenbau, Elettro. tcchnit, Etsenkonstruktton, Siattk. Aus- bildmig zum Werkmeister, Maschinen. meister. Techniker, Ingenieur. Pro« jpekre frei. Semesterbeginn Januar Friedrichstrafte 1,8. 1731K« Parteilokal JuliusKayier.Reichcn- bergerstrafte>54. empfiehlt selnverein». zimmer�kegeldahn! verschtedene Abende noch frei. lö7tK« Wer Stoff hat? Fertige Anzüge nach Maft, 20 Mark an. Tadetloser Sitz, haltbar. Futlersachen, Franke, Ackecstrafte 143. Ecke Jnvaltbenstrafte Bandwürmer mit Kops, irisch. In Waffer ober Sptrtw«, kaust k 2 Mark Linnaea, AV/., Turmftrafte t9. Waschanstalt. Wäsche wird sauber gewaschen, tm Freien getrocknet. Leibwäsche, Laken, drei Handtücher 0.10. Abholung, Lieferung Mittwochs Max Carsten, Köpenick, Glienicker- strage t6. l728K' Wer leiht Genoffen 60 Mark mit kurze Zeit? Offerten unter L. L. Pouamt 68�______ l99Sb Unentgeltlich erlernen junge Damen Nontre, Quadrille, sowie die neuesten GesellschastSIänze.»Post- lager karte t6t« Postamt 68. 2012b Polytechnisches Gewerbe-Jnstiwt, srühcr Reform- Technikum. Chaussee- straie I, Oranienburger Tor. Ma- schinenbau, Elektrotechntk. Eisen- toiistruttion. Ausbildung: Ingenieur Techniker. Maschinenmeister, Werk- meister. Maschiniilen- und Ingenieur- Anwärter für Marwe. Maschinen- und Elektromonteur. Prospekte gratt«. Barth, Direklor. 1226«* " Wäsche wird sauber chlorsret ohne Anwendung scharser Mittel gewaschen. Abholung Montag«. Preisliste franko. Hermann D'Itmann, Köpenick Grü- nauerstrahe 25. 1742K« Handwäscherei Frau Weber, Köpenick, Amtsselb 2, Wäsche wird sauber schonend gewaschen zu billigen Preisen. Kein Vcrlauschen. Ab- holung, Lieferung Mitwochs. t75tK itn+pöift erung. Bettnia'lratze 4.00/ Sofa 5.00. auch aufterm Hause. Hol. mann, Reue Köntgswafte M. 266 20 "Wer"Ttoff hai. Iertige Anzug'ober Palelot sür l6.00. Kaezynski, Lichten. bergerftrafte 9.+3> PlaiinabfäUe, Zahngebiffe. Silber, Biümel, Auguslstrafte 19 Gramm Atigold III 4.40. kaust +tl4� Kücheumöbcl streich! billig MotbeS. Lychenerslrafte 9._+41 Waschanstalt Hoeenke, Köpenick. Grünauerstrase 45. Wäsche wird sauber, schonend gewaffchen Bezüge 0,15, Laken, Leidmäsche, drei Hand- tücher, vier Taichenlücher 0,l0 Ab- holung M'Itivochs au« allen Bororlen Perlt»«._ Artistenveerin ftelll volliiändige« varielöprogramm oder etiizelne Rum- mern, auch Murmorgruppen. durch Ziilall Weihnachten frei. Gefällige Offerten an Bruno Pehl, Eorauer- strafte T.__+120 Zahngebisse. Zahn bis 60 Pfennig. und Alleitümer taust Antiquitäten- geschäst, Kirchstrafte 14. Moabit. "BereinSzlinmrr vergibt Wohl. sabrl, Frtcbeiistratze 90.+81 Baude, Gegend Köpenickcr Land. strage, kaust Menzel, Schlesische. strafte 3�_+120 Die Beleidigung gegen Paul Schulz. Reslauraleur. Ma'chilrafte 22, nehme Ich zurück. Hermatm Daujuli. Marchstrafte 23.+108 Vermietungen. Schank, äunie. Milch laden, günstig. Wühlischstrofte 36, Eigentümer._ Laden mit Wohnung zu jedem Gcjchäjt passend, WO. Franksurier Ehausse« 79.+18 Wohnungeii. Rixdorf. billige, renovierte Pracht- wohniingcn, sosort, später vermietbar: Siegsriedstrafte 22(direkt Babnhos Hermannstrafte) zwei und drei Zim- mer, Bad. Zubebor. Bodeitrafte 32, Juliusstratze 38/39, Knesebeckstrafte 72 (Bahnhos Hermannstrafte) ein, zwei und drei Zimmer._ 197/8� "Billige Wohnungen, Rummels- burgcrsuafte 38. nahe Bahnbösen Stralau-Rummelsburg, Frankfurter Allee, sosort, ein groftes Zimmer, Küche 13,—, mit Kammer 14,—, 2 Zimmer, Küche 14,—._ 197/16 Stube, Küche, Vorderhaus. Preis» Vergütung bis April. Slraftulan». strafte 42 iL_+65 Saubere Kochosenzinuner, zweifenstrig, 15 Mark, Zorndorferstr 21. Limmer» Behagliches Vorderstüdchen. Dröseler, Dolzigerstrafte 46.>9876« Zwei Herrenzimmer, möblicrrt, l. Januar>911 zu vermieten Für- briiigerstrafte 24 bei Foht._* Kvchofenzimmer, zweifenstrig, 15 Marl, Zorndorser strafte 21._« "üJidbiiVrtcd Zimmer, 2 Herren, Klavier vorhanden. Schmtdstrafte 10. Oucrgebäude 1 rechts._ 19986 "Möbliertes Zimmer. 22,—, mit Kaffee, Landeft, Stallschreiberstrafte 52, vorn I rechts._ 1996b "Möbliertes Zimmer, 1—2 Herren' bei alleinstehender Dame. Besichtt- gung abends 8 Uhr. Nostizstrafte 58, vorn l rechts._ 1997b Möbliertes Zimmer, 1 auch 2 Herren, Oranienstrafte 40/41, Poft, IV "Möbliertes Zimmer, 26 Mark, Friedrist! strafte 214, Qnergebäube tV. Teilnehmer für freundliches Porderzimmer. Krüger, Brandenburg- strafte 9._ 1994b "Gut möblierte» einsenftriges Vorderzimm-r, preiswert, vermietet Wrangeistrahe 9, lV._+168 "Möbliertes Zimmer Rykestrafte 9 I linls.+40 Möbliertes Zimmer bermielel Schneider, Lychenerslr. 10, vorn III. Möblierte» stelle(Herrn).< vorn II. Möbliertes Zimmer oder Schills» -locker, gorfterstr 36. +119 Zimmer. Goland, Daidemarstrafte 21, vorn 8 Treppen. Möbliertes Lorderzimmer. Pauli, Görlitzerstrafte 52._+119 "Möbliertes Zimmer. 2 Herren, billig. Rauer, Wrangelstrafte l03� Hos N._______+ 118 Möbliertes Zimmer, Herrn oder Damen, Engelnser 13. 2 Treppen iinkS._+118 MZbllertes Zimmer, zwei Herren, eventuell einen auch auch zwei Schoneberg. 2 Treppen. 2021b Zimmer, Bahnhof CheruSker+trafte 3, vom Küblet.___ G»tmöbliertcS, zweisenstrigeS Borderzimmer zum ersten zu ver» mieten. Perleberg. Swtnemünber- strafte 27._ 2020b Freundliches Vorberzimcher, einen oder zwei Herren, strafte 133 III. Kleines. Reichenberger« _+118 möbliertes Bienwatbt, 1 Treppe. Flurzimmer. Witwe Petau, vom I. Möbliertes. zimmer, einen Witwe Bilterhoff, vom III. Zimmer Oranienstrafte 32, Hol +119 möbliert(Herrn). Prinzenftrafte 107. +27 bill'geS auch zwei Lieoigstrafte Balkon- Herren. 10. +65 PiöblierteS Zimmer, zwei Herren. Miete a 11 Mark. Reiher. Admiial. strafte 18d, Ouergebäude IN.+11! Möbliertes Zimmer zu vermieten. auch losort, bei Dienert, Georgenki'chstrafte 36, vom I.+33 Zimmer, kleines, möblierie«, billig. Abalberisti afte 57 II.+112 Möbliertes Zimmer, allein, zehn Mark Mete, Franksmler Chaussee, Rummelsburger/trafte 70 bei Gimbal Möbliertes Zimmer vermietet Lampe.RheiiiSbergerilraftell M.+103 Teilnehmer zum möblierten Zimmer, sofort. Anthaner, Skalitzer- strafte 20� vom pa> lerre._+120« Möbliertes Zimmer für Herm oder Dame. Kltlche, Bärwalbstroge 40. Kleines Zimmer. anständiger Heir oder Dame. Gläser, Zorndorser. strafte 52.__+80 Di ö t> lierteS Zimmer oder Schlä's. stelle sür Herrn oder anständige Dame. Frau Schulze, Am Ostbabn. hos 14 L_+80 Teilnehmer zu freundlich möbliertem Zimmer. Darnsch. Adal- beristrafte 20, vorn IIL 20336 Schlafstellen. Möblierte Schlasstelle Akte Schön- hausei strafte 59. vorn 4 Treppen._ Bessere Schlasstelle zwei Herren Rittersteaft» llb, vorn. Cesol 19929 B'schoff. 19936 Freundlich» Schlafstelle. Slallfchrclberstrafte 32. Möblierte Schlafstelle sofort bei Heustein, Heimslrafte 18, Ouer- gebäube H. 19916 Gute möblierte Schlafstelle sür Herrn. Frau Kolbcrg, Prinzen- strafte 94.__ Möblierte Schlasstelle sür Herrn. Admirnlslrafte 21 III, Witwe Wieder. mann.__ 20 1 Ob Schlafstelle KIewert,Iorkstratze44. 3�A"sga.-g�II._ 2013b Möblierte Schlasstelle(Flureingang). Waffertorstrafte 8 I, Schneider. 19896 Schlafstelle bei Bierente, Dresdener- strafte 30 III._ 135)3 Schlasstelle sür zwei vorn +119 Möblierte Schlasstelle sür f erren Reichenbergerstraft» 55, Treppen, bei Joneleit. Möblierte«chlasftelle sür Herrn, separat. Manteuffelstrafte 14, Over- gebäude 1 Treppe ünks�_+119 Möblierte Schlasstelle vennielet Zahn, Madailtrafte 1, vorn III (Schiefischer Bahnhof)._+119 "Möblierte Schlafstelle, allein. Witwe Fiebig, Liegnitzer strafte 35 II. M ö b l i ers c Scht a fft olle, zwei Herren. vermietet Schmidt, Skaiitzerstrafte 22, t Treppe.+119 Möblierte Schlasstelle, Herrn. Naunynstrafte 73, vorn II, Wollen- berg_+119 Frennbliche Schlasstelle, Herrn. Slalitzerstrafte 103, I links.__+119 Frcunbliche Schlasstelle vermietet Pietsch, Pücklerstratze 42 IN.+119 Schlafstelle vermietet Witwe Evert, Oppelnerstrafte 32, Hos U recht«. Schlafstelle. Herrn. separat. Oranienstrafte 204, vorn IV, Huth. Teiluebnicr sür möblierte Schlafstelle gesucht. Pickert, Markgrasen- strafte 9, Ouergebäude II. 2030b 'Schlafstelle. Slalitzerstrafte 23. Witwe Pischek, + 119 Schlafstelle für Herrn, strafte 115. vorn II rechts. Wrangel- + ,19 AilstänbigrS Mädchen kann mit einwohnen, Witwe Rather, Wiener- strafte 31. vorn 2 Treppen.__+119 "Schlafstelle.zweiHerren, Naunynstrafte 16, vorn 4 Treppen, Schnee- weis.______+119 Möblierte Schlasstelle vermietet Witwe Deutschmann. Gleimstrafte 59, Ouergebäube�L_+140 Schlafstelle. Herren, Wassertor. strafte 63, Hof II rechts.+27 Möblierte Schiasilelle. Dresdener« strafte III, vorn I, Landgras.+26 Möblierte Schlasstelle, Herin, Schüemannstrahe 4, Baermann.+40 "Möblierte Schlasstelle. l oder 2 Herren, Gippert, Köpenickersttafte 20a, Hos lsnkS II. 2028b Möblierte Schlasstelle, für 2 Herren. separat, Hoffmann, Prinz Älbertsträfte 21,11._+106 Möblierte Schlasstelle, Heim Witwe Sprtck, FrtebnchSbergerffr 9, vorn.+80 Schlafstelle, Henn. Grünerweg 63, Vorderhaus I, links_+80« "Möblierte Schlasstelle zu vermieten bei Frau HenSlh, Löwestr. 27. Hos I.__+65 M övllerte Schlafstelle, allein, ieparat Dziurla, Eckertstrafte 3. Gartenhaus II.__+65 bei saubere e 17, vorn III. _+65 sür Herrn oermietet Groft» Franksurterstr. 18, M BörwärtSleser Slbiasstelle Pintfchstra Arlt_ Schlafstelle Springer. Hol l. Möblierte Schlasstelle vennielet Zybek, Kopeinikusstiafte 31, vorn IV, Freundlich« Echla stelle, Herrn. mit Kaffee 10 Mark, Emdenerstr. 40. Krumke._+108 "Möblierte Schlasstelle zu ver- mieten, 13 inkl., bei Pohl, Georgen kirchstrafte 36. vorn l.+33 Möblierte Schlasstelle, seoarater Eingang. Plehn, Boiderhau«, firinz-Eugenstr. N +23 Möblierte Schlafstelle, Fischer, Melchiorstrafte>2. 10 Mark. +112 Schlafsielle. möbliert, sür Herrn. iosort~ Nähe Bahn, vennielet Werner, Voiglstrafte 14 .ort Frau vorn IV. Freundliche Schlafstelle vermietet Frau«oerich. veniauerftratze 45 II. Eingang Wollinerftrafte._+103 Möblierte Schlafstelle Schmidt, Beniauerstrafte 45.+103 "Möblierte Schiusnelle zum t.,t2. mit Kuffe« 15,— M., bei Klopfch. Kolbergerilrahe 5, vorn II,+103 Freundliche Schlatslelle oermietet Frau Linbner, Rheinsbergeiltratze 49. ' Freundliche Schlafstelle zu ver- mieten Gruneivaldstraft» 34, vorn 4 Treppen links_+61 Sauber mSblcrte Schlafstelle, ein ober zwei Herren, auch Damen ver> mietet Henfchel. Hauptstratze 25, Quer- gebäude l, Schöneberg._+16 Schlafstelle für Henn Gräfe» ftrafte 40, Eetteuflügel II. Witwe Klitzke._+74 Gut möblierte, Schlafstelle Wals, Kreuzbergltrafte 5, Gartenhaus I. Vorwaltunx Uerlin. Im BerbandSburea» in Beelin stud zwei Stellen zn beseven.— Bewerber müssen mlubesteuS fünf Jahre organisiert sein und der Zahlstelle Berlin augehören. Der Bewerbung muft Angabe der Ntitgiiebschaftsbauer und Tätigkeit in der Arbeiter- bewegung sowie eine kurze Bewerbungsardeit über die Tätigkeit eines GewerkschaftSaugestellten beigefügt werde«. Meldungen find btS spätestens 11. Dezember im Bnrea», Gngelufcr 14/15, mit der Anfschrtft»Bewerbung« einzuretche«. 94/1 VI« Möblierte Schlafftelle für Herm, Rixdors, Sclchowerstraße 3, vorn I. Kuhtz._+150 Möblierte Schlasstelle, 2 Herren. Höchstestrafte 49, vorn 3 Treppen rechts.+31 Mietsgesuclie. Herr sucht kleines möbliertes Zimmer oder Jchlri'Ielle mit gut bürgerlichem Mittagstisch, Nähe Tur- binensabrik Hiittenürafte. Offerten H. Sch. Postamt Tegel.+141* Junger Mann sucht kleines möbliertes Zimmer, Nähe Alex.mberplatz. Offerlen nebst Preisangabe unter Ii. II. 34. Postamt 43. 2009b Herr sucht einfach möbliertes Zimmer, Nähe Hermannplatz Preis- offerten.100" Hauptpost Rixdors. � "Gesucht möblierte« Zimmer oder Schlasilelle, 15 Mark, Brrnnenftiafte, Roscuthalerslrafte. Offerten.Allein- Mieter", Spedition, Auguststrafte 50. Junger Mann sucht einfach möb- lierteS Zimmer, Südost. Offerten S. 25, Vorwärts, Lausitzerp latz 14/15. Ltellenxesu ehe. Gärtner sucht Beschäsligung irgend welcher Art, auch swndcnweife. II. V., Postamt 30.+16 Stellenangebote* Graveure sür Schwarzdruck»er- langt Benccke, Elisabetbuser 29. Maler, Genoffe, wünscht Arbeit gleich welcher Art. Besser, Friedrichs- Hagen, RaHnsdorserstrafte Sa 1754« Tüchtige Klempner, Spezialisten sür Zinkbadewannen, bei hohem Akkordlohn und dauernder Stellung nach aufterhaw gesucht. Meldung bei Rolhe, 0., Langestrafte 61 III.+81 Grundirrer verlangt Max Leoil- bard, Golbletslcnfabrik, Weiftensee, Lehdci+trafte 86._+142 Lehrlinge sür Bauschloilerc! uuier günstigen Bedingungen gesucht, Gör- litzer Uier 36.+119 Grabdenkmal- Geschäst. älteres, sucht per 1. Januar 1911 einen Reisenden, der schon einen derartigen Pollen bekleidet hat. Offerten mit Gehaltsforderimg an.Vorwärts«» Spedition Pankow, Mllhlenstrafte 30. Häusreinigung vergibt Grünauer- strafte 3, 1. Dezember._ 20046 Flotte Blitsenstepperi», Zusammen» setzerln. Röhr. Siolpischestrafte 37. Lehrfräulet« sür eleaante Damen- schneidere! mit Vergmigung sucht Schultz. Wilmersdorf, Holsteinfche- strafte 50._ 1756« Plätterinnen äüs Oberhemden im un» aufterm Hause verlangt Max Treppe. Schönhauser Allee l67a. Junge Mädchen sür leichte Arbeit verlangt Kolorieranstalt, Greisen» hagenerftrahe 14._ 17501t Zterkliuferinnen sür Handschuhe, Tapisserie, Herre»-Ai tikel, Strümps» waren. Wäsche zum sojorlizen Eintritt gesucht. Persönliche Vorstellung von 9—11 und 5—7 llhr. H. Greisen» Hägen Nachs., Bruimenstrafte 17/18. Im'Arvettsiiiarkt durch besonderen Druck hervorgehobene Anzeigen kosten SO Pf. die Zeile. Oeulseker KQrschner-YerbaDd. Filiale Berlin. Gesperrt für Kürschner find- Neil, gimmerstr. SS. Für Mützenmacher: Vi. A. HukTinunn, Gneiseuau. strafte 33. 102/17» Aclitung! Holzarbeiter. Wegen Streik und Loy», bifferenze» find gesperrt: Tischlerei Biikiilnel» ätz Co., F'Uchtftr. 34. freva, Petersburger Str. 57. H. Korciiarrtt ACo., Rübers- dorfer Str. 20. Knopffabrik I»»»I A Thle- mann. Rixdorf, Pfiügerftr. Pianofab'itik!«It«i ätztztz InltSl- nia»n, Braiiuschweig. Sämtliche Tischlereien tn Stolp und Lajsan in Pommern. Das Berliner Arbeitswilligen- bernitttelungsb'irenu d. gelbe» »Handwerkerschittiverbandes«. Tie Orcsveriunicuag Berlin beS Deutsch. Holzarbei/erverbandeS. Der heuligen Nummer unseres Blattes liegen Prospekte folgen- der Firmen bei: Für die Gesamt-Auflage» Georg Bernhardt, Haslk- hnun In l-elpci�. Für die Post-Abonneuteu» Dentsche IJhrcn-lndantrle, Berlin SW. 08, Linden» Miraßo 10,'17. Für den Westen und«eftliche Vororte: Wilhelm Joseph, Mode «rarenhaas, Schonebers. Berlin, GroSsttrschen Straße 1. Für Gesundbrunnen n. nördliche Bororte i Jnllns Beymann, Kanf- haas, Berlin Bad- Straße 38/88. '»erantwortl icher Nedalteur Richard gutb Beel in." 0üt den Suseraleuteil wwiM».! XlVltOt, PttUo. Nrucku. Verlag: Coqpto« vaKdruckerei u. Verlagsanstalt Paul Singer& Co.. Berlin SW.