料 Nr. 168. Erscheint täglich außer Montags. Preis pränumerando: Viertel jährlich 3,30 Mart, monatlich 1,10 mt, wöchentlich 28 Ptg frei In's Haus. Einzelne Nummer 6 Pfg. Sonntags- Nummer mit illuftr. Sonntags: Beilage Neue Selt" 10 Pfg. Poft- Abonnement: 8,30 Mt.pro Quartal. Unter Kreuzband: Deutschland u. DesterreichUngarn 2 Mt., für das übrige Ausland 3 Mt.pr.Monat. Eingetr. in der Post Zeitungs- Preisliste für 1893 unter Nr. 6708. Vorwärts 10. Jahrg. Infertions- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzeile oder deren Raum 40 Pfg., für Vereins- und Beriammlungs- Anzeigen 20 fg Inferate für die nächste Nummer müffen bis 4 Uhr Nachmittags in de: Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochens tagen bis 7 Uhr Abends, an Sonnund Festtagen bis 9 Uhr Vormittags geöffnet. Fernsprecher: Amt I, 4186, Telegramm- Adresse: " Sozialdemokrat Berlin! Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Pindker reingefallen. Donnerstag, den 20. Juli 1893. wohl den meisten von unseren Lesern unverständlich. So mit ihm der Chor der feudalen Sozialpolitiker à la Bismarck, Selten haben wir uns über die Empfehlung eines so die Norddeutsche Allgemeine Zeitung" mit ihrer gewohnBuches durch Freund Pindter und sein Allerweltsmädchen, heitsmäßigen Ignoranz alles dessen, was heute die soziale die offiziöse Norddeutsche Allgem. Zeitung," so gefreut, wie Lage wirklich bestimmt. Und nun ist es eine Freude zu gerade jetzt. Das Organ des alten und des neuen Reichs- sehen, wie Professor Bücher in seinem von eben derselben fanzlers lobt die neueste Veröffentlichung des bekannten" Norddeutschen Allgemeinen Zeitung" so gerühmten Buche Professors Bücher in Leipzig, betitelt:" Die Entstehung die überraschenden Säße" Schmoller's gerpflückt, der doch der Volkswirthschaft"( Tübingen, Laupp), außerordentlich nur niedergeschrieben hat, was jeder Reaktionär als letzte und meint, je schwerer" weiten Kreisen( des Bürgerthums) sozialpolitische Weisheit glaubt. Professor Bücher sagt den das Eindringen in den nationalökonomischen Wissensschatz Herren in aller Höflichkeit und Freundlichkeit: gerade umfalle," desto eher halte es sich für berechtigt, ein Buch zu em fehren müßt Ihr die Sache, wenn ein Schuh daraus werden pfehlen, welches geeignet ist, in einfacher und jedem Gebildeten soll: die Verschiedenheit des Besitzes und Einkommens ist verständlicher Form die Grundbegriffe dieses Wissenszweiges nicht die Folge der Arbeitstheilung, sondern ihre Ursache." zu erschließen." Und nun folgt die ausführliche Wieder- Er führt das äußerst interessant auch für den Arbeiter in gabe eines wirthschaftsgeschichtlichen Ueberblicks aus dem folgenden Säßen aus: Buche, an welchem der Norddeutschen Allgemeinen Beitung" offenbar namentlich die Wendung gegen den Liberalismus,„ der nur zerstört, nichts aufgebaut hat", sowie die Erwähnung des Nationalitätsprinzips als Durchgangsmoment der wirthschaftlichen Entwicklung gefallen hat. Die ungleiche Größe und Besizweise des Grundeigenthums bildet bei den alten Griechen und Römern und auch bei unserem Volke vom frühen Mittelalter " Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. nistische Chaos entstand". Armer Pindter, welcher Reinfall! Am Ende bezieht sich vollends auch noch gar Manches aus dem Abschnitt über die Anfänge des Zeitungswesens im Bücher'schen Buche, das Du offenbar nicht gelesen hast, auf die" Norddeutsche Allgemeine Zeitung"? Das von den Waschzetteln" der Regierung, oder der Schluß des Abschnittes, der vielleicht gerade nach der Lektüre eines Deiner Pindterblätter geschrieben ist und der mit Hinblick auf die fapitalistische Korruption der Presse lautet: es wird uns schwer zu glauben, daß die Zeitung in ihrer heutigen Ausgestaltung die höchste und letzte Form der Nachrichtenvermittlung zu bilden bestimmt sei". Wenn der Pindter das unterschrieben, so müßten wir ihn wegen anerkennens werther Selbstkritik auch einmal loben. Er wird's aber wohl nicht thun, und deshalb bleibt's beim Reinfall. ab die Grundlage der Ständegliederung. Der Adel, der Bauern Politische Weberlicht. stand, der Stand der Hörigen und Unfreien sind zunächst bloße Berlin, den 19. Juli. Besißstände und werden erst mit der Zeit zu einer Art von Berufsständen. Als im Mittelalter mit dem Aufkommen des Parlamentarisches. Offiziös wird gemeldet:" Der Handwerkerstandes die eigentliche Berufsbildung einsetzt, geht von einigen Blättern bereits für Anfang November anfie wieder von der Besigvertheilung aus. Es wirklich sehr anerkennswerth, daß die offiziöse Norddeutsche Allgemeine Zeitung" auf einen so flüchtigen Blick hin, den sie in das Buch gethau hat, wirklich einmal etwas Gutes empfiehlt. Denn, die neue Veröffentlichung ist wie Alles, was Professor Bücher bis jetzt geleistet hat, vortrefflich, weil sie in allen Dingen auf einem Standpunkt steht, der die volksfeindliche Tendenz der wirthschaftlichen und politi schen Lehren offiziöser Blätter, wie der „ Nordd. Allg. 3tg.", auf's schärfste ver= urtheilt. Der„ Nordd. Allg. Ztg." war es also vorbehalten, einen der gründlichsten Kritiker des von ihr vertretenen Systems recht in den Himmel zu loben, und wenn man bedenkt, wie wenig Sachlichkeit das Pindterblatt sonst für seine Gegner übrig hat, so wird man unsere innige Freude begreifen. So ist es z. B. eine Lust, zu lesen, wie Professor Bücher im dritten Abschnitt seines neuen Buches den wackeren Genossen des Pindterblattes auf sozialwissenschaftlichem Gebiete, den preußischen Hof- und Geheimrathssozialpolitiker Professor Schmoller mit seinen stockreaktionären Ansichten über soziale Klassenbildung abthut. Als Klopffechter der bestehenden Ordnung" hatte Das Meffer wird gewekt, so gloffirten wir gestern der gute Geheimrath Schmoller all' sein geschichtliches Auf solchem Boden, gemeinsam mit der modernen Ar- die Nachricht der Finanzminister- Konferenz. Heute berichtet und sonstiges Wissen aufgeboten, um in langen Abhand- beiterbewegung steht Professor Bücher gegen die die Norddeutsche Allgemeine Zeitung": Lungen zu beweisen", daß die soziale Kluft, die sich heute Reaktionäre aller Sorten. Es ist ein Stück materialistischer zwischen den einzelnen Gesellschaftsklassen immer weiter auf- Geschichtsanschauung, das er hier gegen professorale Be thut, eine ganz natürliche" Folge langjähriger Vererbung schränktheit als einziger Sehender unter vielen Blinden guter Eigenschaften auf die Einen, schlechter auf die Anderen zur Geltung bringen muß, und man mag danach die in den unfreiwillige Komit beurtheilen, sei. Die heutige Verschiedenheit des Besitzes und des Ein- die tommens sei nur eine„ nebensächliche Folge" dieser unab- empfehlenden Sätzen der„ Norddeutschen Allgem. 8tg." änderlichen Erscheinungen, komme aber nicht als Ursache für steckt, wenn sie vom Schöpfer der materialistischen Gedie soziale Klassenbildung in Betracht. So der reattionäre schichtslehre im Gegensatze zu Bücher, wenn sie von Mary Schmoller, dessen gelehrte Ausführungen wir natürlich in zu schreiben wagt, daß feiner seiner Epigonen ihn verstand volksthümliches Deutsch übersetzt haben, sonst blieben sie und deshalb in den Köpfen das sozialdemokratisch kommuDie Knechte des Frohnhofes, die Hörigen ohne Grund- gegebene Termin der Landtagswahlen steht, wie wir besis, welche eine gewerbliche Kunst gelernt haben, beginnen hören, noch nicht endgiltig fest. Der Reichstag dürfte auf eigene Hand ihre Arbeitsgeschicklichkeit zu verwerthen. Die gegen den Anfang der zweiten Hälfte des November wieder Betriebsweise des Gewerbes muß sich ihrer Armuth zusammenberufen werden." anpassen. Wie man sieht, ist jeder Schritt, den die mittelalterliche Arbeitstheilung im Gewerbe machte, vom Künstliche Hartnäckigkeit war es, wie das Drgan Vermögensbefit abhängig... Die großen Züge des Reichskanzlers, die" Norddeutsche Allgemeine Zeitung" unserer sozialen Berufsgliederung... ruhen fortgefeßt ausdrücklich in einer Auseinandersetzung mit der Kreuzauf dieser Grundlage, die durch unsere heutige Beitung" feststellt, wenn die Reichsregierung lange Zeit an Wirthschaftsorganisation immer mehr beder ursprünglichen Militärvorlage festgehalten hat. festigt wird. Das letztere erklärt sich sehr einfach von vornherein hat also Caprivi den Kuhhandel ge= aus folgenden zwei Umständen: 1. jeder Beruf wirft unter unserer Wirthschaftsorganisation ein Ein- plant und damit gerechnet, und er hat eben nur nach altem tommen ab, und nur der Besitzende ist im Handelsbrauch, wie er im Schwange ist auf jedem Viehstande, sich die bevorzugten Stellen des Ein- markte, ein Weniges vorgeschlagen, um sich unterbieten zu tommenserwerbs innerhalb der allgemeinen Arbeits- lassen mit dem Angebot des Huene'schen Antrages, der gliederung auszusuchen, während der Besiglose alles, was die Regierung wollte, enthielt. Wir haben diesen mit den schlechteren Stellen vorlieb nehmen Vorgang schon im ersten Stadium richtig mithin gekennmuß. 2. Der Besiz selbst liefert vermöge feiner kapitalistischen zeichnet. Natur ein Einkommen und überträgt sich erblich mit dieser Fähigkeit." " Feuilleton. Nadbrud verboten.] ( 20 3 " Zweck der Besprechung soll sein, zu einer Verständigung über die beste Art der Deckung der durch die Heeresreform er wachsenden Mehrausgaben und über verschiedene sonstige Fragen der Reichs- Finanzpolitik zu gelangen." Die Steuerzahler werden die Zeche zahlen. Die gewerbliche Sonntagsruhe. Offiziös wird ges schrieben: Es war beabsichtigt, schon im Juli Vertreter der Interessententreise zu Besprechungen über die Durchführung der Sonntagsruhe in Industrie und Handwerk " Die Bekehrung André Savenay's. seine Anfichten vortragen konnte? Selbſt Magdalene bekam einmal!" Sozialistischer Roman von Georges Renard. " Er fühlte wohl, daß Frau Roguet nur feindselige Ge- sei sie doch mit Vater Deschamps zu eng befreundet, als fühle gegen ihn hegte. Die Freundlichkeit selbst gegen daß sie es sich nicht gestatten dürfe, ihn zu warnen. Johanna, behandelte sie ihn mit stets gleich bleibender Was wollen Sie mit Ihren Redensarten sagen?" Kälte. Warum war er auch ein Bourgeois, der schöne hatte der durch diese Einleitung ungeduldig gewordene Alte Kleider trug, liebenswürdig plaudern und geschickt ausgerufen. Sprechen Sie deutlich, Schockschwerenoth noch hin und wieder einen kleinen Seitenhieb. Aber das alles Darauf machte Frau Roguet ihn mit vielen Umwar erst das Vorspiel. Die Gelegenheit, welche Frau Schweifen darauf aufmerksam, daß die Besuche, die ArtigRoguet suchte, um den Läftigen los zu werden, bot teiten eines jungen Mannes wie die Andrés Anlaß zu Ge sich bald. rede geben könnten. Autorisirte Uebersetzung von Marie Kunert. Und dann.... es wäre bei einem so klugen Es war kurz vor Neujahr. André hatte sich durch Dieser behandelte Sigismund mit eisiger Höflichkeit. diese Zeit der Geschenke berechtigt geglaubt, Johanna einen und intelligenten Mädchen wie Johanna ja eigentlich nicht Er fand ihn gar zu ungeschliffen und abgeschmackt in seiner Rosenstrauß zu überreichen, während er gleichzeitig Magda- recht wahrscheinlich, aber.... sie könnte doch am Ende.... wüthenden Begeisterung für den revolutionären Sozialis- lene eine Menge Spielzeug mitbrachte. " Was ein Ar- in die Neze dieses Herrchens gerathen. mus und glaubte daher, Sigismund's Kraft konzentrire beiter in einem Monat verdient!" hatte Frau Roguet mit sie doch sicher nicht heirathen. Und was würde dann aus sich mehr in seinen Fäusten, als in seinem Hirn. Viel reden und wenig thun", so charakterisirte er ihn. Vielleicht Frühlingshauch einathmete, den ihr der Duft der Blumen zu durch den Argwohn, den man ihm einzuflößen suchte. Wie bitterem Tone gesagt, während Johanna mit Entzücken den ihr werden? Vater Deschamps saß einen Augenblick wie angedonnert empfand er auch, ohne es zu wissen, etwas wie Eifersucht bringen schien. Johanna hatte um so wärmer für diese Auf- von einem grellen Blick erhellt sah er mit einem Male sein darüber, daß Johanna ihn wie einen Kameraden bemerksamkeit gedankt, als sie den Eindruck der bitteren Rind, seine geliebte Johanna, verführt, verlassen, wie sie handelte und seinen heftigen Ausfällen gegen die Gesell- Worte, die André soeben hatte hören müssen, verwischen weinend auf der Straße stand mit einem Kinde auf den schaft Beifall klatschte. er jedoch griff wollte. auf die Bitte des jungen Mädchens ein, um Armen, gerade wie es Frau Roguet ergangen war. Er stammelte verwirrt: den ungestümen Redner, der einer Unbe wegen Einmal " Zur Belohnung", sagte sie zu André, sollen Sie mit sonnenheit verhaftet worden war, aus der Schlinge Magdalene und mir mehrere Partien des edlen Gänsezu ziehen. Er stellte nur eine Bedingung für diesen kleinen spiels spielen." Und André hatte gespielt, gelacht, geDienst, nämlich die, daß weder Sigismund noch Frau plaudert, bis es spät geworden war. " So glauben Sie also... Er würde O, ich glaube nichts, aber ich fürchte alles," erwiderte Frau Roguet. Und als der Alte nach einem Augenblick der Roguet jemals ein Wort darüber, sei es zu ihm oder Am nächsten Tage fand Frau Roguet Vater Des- Ueberlegung den Gedanken, den man ihm einflößen wollte, anderen erwähnten. Er wollte nicht, daß sie sich ihm gegen- champs zufällig einmal allein, und sie benutzte die Ge- weit von sich wies, hatte sie sich der Uebertreibung be über verpflichtet fühlen sollten. Je häufiger er mit ihnen legenheit sofort, um ihm gründlich den Text zu lesen. Sie schuldigt. Aber ach! Eine traurige Erfahrung hätte sie zuſammentam, desto weniger liebte er sie. Er dachte an wisse sehr gut, daß sie sich in eine Angelegenheit mische, gelehrt, den Menschen und der Liebe zu mißtrauen. Sie ein ironisches Wort seines fünftigen Schwagers Henri Du- die sie eigentlich nichts angehe, daß vorläufig die Ge- wolle nur hoffen, daß Johanna sich besser zu vertheidigen faule: Es ist etwas Schönes um den Sozialismus, wenn fahr noch größer sei, als das Uebel, daß bis jetzt wissen werde, wie sie. Vielleicht war die Wärme, mit der man die Sozialisten beseitigen könnte!" noch nichts Ernstliches passirt sei, aber schließlich Johanna oft für den jungen Mann Partei ergriff, ein nach Berlin zu berufen. Es hat sich jedoch herausgestellt, daß durch den hiesigen Stadtrath berufene große Versammlung| wir gleich gesagt, wird geschehen, die Zeugen sind nach bes es zweckmäßiger wäre, zunächst die einzelnen Berufszweige von Landwirthen beschloß bei Berathung von Maßregeln rühmtem Weuster zu Angeklagten geworden, und Herr Feichter, über die regierungsseitig geplanten Maßnahmen in Kenntniß gegen die Futternoth, Einspruch gegen die Ab- dem als Kläger der Eid zusteht, wird weißgebrannt in au feßen und erft, nachdem den betreffenden wirthschaftlichen hattung der Kaisermanöver zu erheben. lilienhafter Reinheit aus dem Schmelzofen der gerichtlichen Vertretungen die geeigneten Mittheilungen gemacht worden, zur Abbaltung der Konferenzen zu schreiten. Dabei wird die Die Regierung Oberfrantens bewilligte zur Linde- Verhandlung hervorgehen. Er hat ja Schweinhund" und ursprünglich beabsichtigte Publikation der Denkschrift und rung der Futternoth insgesammt eine Viertel Million dergleichen nur referirend" gesagt, wie der vielgewandte des Entwurfs der Ausführungs- Bestimmungen über die Mark. Staatssekretär von Bötticher, der ja auch nur referirte", Sonntagsruhe in Industrie und Handwerk dem Vernehmen uns im Reichstage erzählt hat. # abgelegteit ber Krüger augleich mit einem Dekonomiewie ſenic" Und nun, meine Herren, gehen Sie hin; unser alter Gott sehe auf Sie herab und leihe Ihnen Seinen Segen zum Zustandebringen eines ehrlichen Werkes zum Wohl unseres Vaterlandes!" Nur das„ Amen“ der ursprünglichen Lesart ist fortnach unterbleiben, dagegen ist das gesammte Material von Den strebsamen Universitäts Profefforen, die in Reichswegen den Einzelregierungen mit dem Wunsche über- Wort und Schrift ihren stürmischen Eifer für die MilitärDie Hundstage sind da, und der Norddeutsche Zeitungswiesen worden, dasselbe gleichmäßig und gleichzeitig den Ver- vorlage durch ein Aufgebot der seltsamsten nationalöko- Bindter leitartikelt über ein„ vermeintliches System des einigungen der Arbeitgeber sowie der Arbeitnehmernomischen Scheingründe bethätigten, glänzt die Gnaden- Militarismus". zugänglich zu machen. Durch dieses Vorgehen wird den sonne. Herr Richard von Kauffmann, Professor der Intereffenten Gelegenheit gegeben werden, sich vor den Be- Nationalökonomie am Charlottenburger Polytechnikum, der hielt" der amtliche stenographische Bericht des Reichstages ,, Der alte Gott." Wie man sich noch erinnert, ents sprechungen mit den behördlichen Organen genau und eingehend über die in Aussicht genommenen Maßnahmen zu unter- seinen ursprünglich in Conrads Jahrbüchern veröffentlichten jene kurze Ansprache nicht, die der Kaiser bei der Errichten und steht zu erwarten, daß die Konferenzen fich glatter schwächlichen Aufsatz über die Steuerlast in den ver- öffnung nach der Berlesung der eigentlichen Thronrede an vollziehen werden. Die Anhörung der Sachverständigen dürfte, schiedenen Kulturstaaten als Sonderabdruck herausgab, um die Abgeordneten richtete. Das Bureau des Reichstags hat nachdem die Bekanntgabe des Materials an die Vertretungen für die Vorlage zu werben, ist geheimer Regierungsrath infolge dessen eine neue Auflage des Berichtes der einzelnen Berufsziveige stattgefunden hat, Ende September geworden, und zwar in Anerkennung seiner verdienstvollen über die Eröffnungssigung herstellen lassen, in der auch die oder Anfang Oktober erfolgen." volkswirthschaftlichen Schriften". Ueber diesen Titel wird früher fehlenden Worte enthalten sind. Sie lauten nach der Herr Moritz Block in Paris, der berufene schway- amtlichen Feststellung: Auch der preußische Kriegsminister, Herr von Kaltenborn- Stachau, der von seinem parlamentarischen Ge- schweifige Allerwelts Defonom, eine große Freude haben. Ob gleichzeitig mit Herrn von Kauffmann irgend schick am 13. Juli in der Manöversache und früher in den ein das gleichfalls um Staatswohl" verdienter Fragen des Militär- Strafprozesses, der Schießinstruktion von Wachtposten u. f. w. so glänzende Proben abgelegt Polizeirath befördert" worden ist, wie seinerhat, wackelt gleich dem Kollegen Malzahn. Er soll auch Wenn gefallen. den Abschied erhalten. Während der Militärdebatten spielte Professor Geheimrath wurde, ist nicht bekannt. er eine leidende Rolle, da der General- Kanzler Caprivi an ist, wird dann nicht auch die anderen Universitätsaber Herr von Kauffmann ,, ausgezeichnet" worden. Die Bismarck'schen Ratten fnuppern wieder am seiner Stelle für die Vorlage eintrat. Während der WahlDekonomen, die ihre Einsicht in die soziale und politische Allgemeinen Wahlrecht herum. Konservative und Antisemiten liegen sich in den Lage Deutschlands durch Agitation für eine Mehrbelastung bewegung schworen sie heilig und theuer, sie hätten nie Haaren. In Neustettin, in Rinteln flammt der Streit zu der Massen bekundeten, wird dann nicht, so fragen wir, daran gedacht, ihm zu Leibe zu gehen, und würden nie heller Lohe auf. In Rinteln steht eine Stichwahl zwischen die Katheder- Militaristen von Halle, Breslau u. f. w. eine daran denken. Jetzt, gleich nach der Wahl, ist das lichtKonservativen und Antisemiten bevor. Die sozialdemokra milde Hand wenigstens mit einem Ordensbändchen schmücken? scheue Ungeziefer schon eifrig dabei, an dem verhaßten tischen Wähler werden mit kühler Ruhe als unbetheiligte Und wenn es nur das Allgemeine Ehrenzeichen wäre, das Bolt herumzunagen und zu beißen. Verschiedene Broschüren Buschauer bem Zweikampfe zusehen. In Alsfeld, wo eben die zottige Mannesbruft der Ihring- Mahlow und Naporra und Zeitungsartikel, die an sich ganz werthlos sind, befunden die Arbeit der Bismarck'schen Ratten, die das falls kein Arbeiterkandidat aufgestellt ist, liegen die Verziert? deutsche Volk aber, sobald es an der Zeit ist, mit kräftigem hältnisse ähnlich. Kein Nothstand! Ein Agrarier, der Freiherr Fußtritt zerschmettern" wird, wie der Rattenfänger und Für die am 18. Juli im Wahlkreise Neustettin vollzogene Nachwahl liegen die Nachrichten aus 21 Drten. Erffa( Biegenrück) machte auf einer Versammlung von Rattenseher von Friedrichsruh weiland zerschmettert" vor, unter denen sich vier Städte des Wahlkreises befinden; andwirthen aus den Kreisen Biegenrück, Erfurt und worden ist. Apropos, ob er auch ,, graue Mäuse" sieht? dort erhielten: der Ahlwardtianer Prof. Förster 3059, Langensalza die erschreckende Mittheilung, daß die BevölkeDer Fall Hilger. Wie die Ess. Volts- Zeitung" erfährt, der Stöder 620 Stimmen. Was wir vorausgesagt haben, rung seines Kreises vor einer Hungersnoth stünde, assessor Silger den bekannten Konflikt gehabt hat, gegen die wird eintreffen, der Stöcker wird vom anderen abgethan, sofern es binnen 14 Tagen dort nicht regnen sollte. Die bat Graf v. d. Schulenburg zu Haus Söfte, der mit dem BergFörsters Wahl ist gesichert. Die Antisemiten werfen Kartoffelernte drohe dann vollständig zu mißrathen. Warum" theinisch- Westfälische Zeitung" wegen der in der Nr. 87 unter ihre Tivolifreunde, die Konservativen zum Tempel hinaus verzweifeln? Gegebenen Falls bewilligt Herr v. Heyden, ber Spizmarke„ Katholischer Mannesmuth" oder„ ultramontane und jämmerlich flagt das amtliche Organ des Junker- ber gütige Landwirthschaftsminister, aus den ihm zur Ver- Feigheit" ausgesprochenen Berleumdungen Strafantrag beim thums, die Konservative Korrespondenz" darüber, daß ein fügung stehenden Mitteln Gelder für Wanderredner, hiesigen Landgericht gestellt. die den verhungernden Landleuten auseinander setzen, daß " Staatshilfe entsittlich t". stetiges Zurückdrängen unseres Besißstandes" wahrzunehmen fei. So muß es kommen. " Die neueste Lüge der Molochsbiener. Die Annahme der Militärvorlage habe in Frankreich wie ein Bom dekorirten König Stumm. Das Telegramm Donnerschlag gewirkt; die Franzosen seien ganz außer sich, des Kaisers, bas Frhr. v. Stumm- Halberg am Freitag nach daß sie in ihren Hoffnungen betrogen worden- das ist die Schluß der zweiten Berathung der Militärvorlage erhielt, neueste Lüge unserer deutschen Molochsdiener. Die Wahrheit ist: in Frankreich hat der Sieg des Militarismus hat nach der Kreuz- Zeitung" folgenden Wortlaut: Neues Palais. Gin herrlicher Sieg nach heißem Kampf. gerade so wenig überrascht wie in Deutschland, und Dank Ihnen für Ihre feste, treue Haltung und Hilfe! Ich auch genau dieselben Gefühle erweckt wie in Deutschland. verleihe Ihnen das Komthurkreuz meines Hausordens von Die Chauvinisten und Reaktionäre freuen sich, weil die Hohenzollern. Wilhelm, I. R." Mordkultur eine neue Galgenfrist erlangt hat, und alle Die Futternoth. Der preußische Kriegsminister hat angeordnet, daß die zur Füllung der Gefrieranlagen in Straßburg und Metz mit Fleisch erforderlichen Maßnahmen schleunigst in die Wege zu leiten" feien. Bei denselben ist bavon auszugehen, daß zur vollständigen Füllung der Ges frieranlagen ein Zeitraum von drei Monaten zur Verfügung steht. Es ist jedoch nicht beabsichtigt, bie Viehantäufe unter allen Umständen bis zur gänzlichen Füllung Der herrliche Sieg" mit 11 Stimmen Mehrheit in Freunde des Fortschritts bedauern es, daß die Unkultur ber Gefrieranlagen auszubehnen. Vielmehr sollen dieselben zweiter, mit 16 Stimmen Mehrheit in dritter Lesung er noch einmal über die Zivilisation gefiegt hat. Aber in nur insoweit stattfinden, als die Absicht, der infolge des scheint uns und hunderttausenden deutscher Wähler als eine Frankreich wie in Deutschland wissen die Vorkämpfer der Futtermangels nothleidenden Landwirthschaft zu Hilfe zu schwere Schädigung der nationalen Interessen. Ein Pyrrhus- Humanität auch, daß die Tage des Militarismus gezählt tommen, es als wünschenswerth erscheinen läßt. Die fieg ift's sicherlich, den die mühsam zusammengepeitschte find. Landestheile, in denen der Nothstand am größten ist, find Bufallsmehrheit erlitten hat. König Stumm aber hat durch bei ben Antäufen in erster Reihe zu berücksichtigen. Die feine landläufige Rede, worin ein unbändiger Groll gegen Freie Wissenschaft." Die UniversitätsAnkäufe haben durch je eine Kommission, bestehend aus einem die Sozialdemokratie den Grundton bildet, der Sozial- behörden in Straßburg i. E. haben nach einer obern Proviantamts- Beamten, einem Roßarzt und einem sach- demokratie wieder einmal Vorspaundienste geleistet wider Mittheilung der Wes- 8tg." in Straßburg jezt ebenfalls verständigen zuverlässigen Schlächtermeister, zu erfolgen. Bei den Willen. Und tritt dieser Komthur als steinerner Gast in eine Untersuchung gegen einige Studenten Ankäufen dürfen nur die ländlichen Wieh befizer selbst unsere Mitte, uns schreckt er nicht mit seinem Theater- eröffnet, die angeschuldigt sind, an den Ruhestörungen" bei als Berkäufer berücksichtigt werden. Jeder Zwischen donner. den letzten Wahlen theilgenommen und sozialistische handel ist auszuschließen. Der Antauf erfolgt und deutschfeindliche Propaganda gemacht zu haben.gegen Baarzahlung. Für jeden in Betracht kommenden Der Fall Feichter. Am 18. Juli war der ver- Warum haben die Verbrecher nicht als staatserhaltende" Bezirk sind im Einvernehmen mit den betreffenden Zivil- antwortliche Redakteur der Kölnischen Volks- Schlepper und Denunzianten gewirkt? Die Lorbeeren des behörden verschiedene Ankaufsorte zu bestimmen, an welchen geitung" in der Klagesache des Polizeipräsidenten Freiberger Bergakademie- Senats lassen die Straßburger fich die Kommission zum Zwecke des Ankaufs zu festgesetzter Feichter zu Straßburg gegen die Herren Paris und Ge- nicht schlafen. Beit einfindet. Auch können hierfür die etwa stattfindenden noffen zur Vernehmung als Zeuge geladen. Er lehnte die Nationalliberaler Wahlschwindel. Ein bösartiges regelmäßigen Viehmärkte gewählt werden. Von den Zivil- Beantwortung der Frage nach dem Verfasser des vielbehörden werden Ort, Zeit und die näheren Bedingungen, besprochenen Artikels der Kölnischen Volkfzeitung" ab. Wahlmanöver wurde, wie die Frankfurter Zeitung" unter welchen der Ankauf erfolgt, öffentlich bekannt zu Daran schloß sich eine Haussuchung nach dem Manuskript meldet, im ersten Meininger Wahlkreise von nationalmachen sein." Mit diesen Palliativen ist nichts Durch des Artikels, die sich sowohl auf die Privatwohnung des liberaler Seite unmittelbar vor der Stichwahl zwischen greifendes gethan. Redakteurs, als auf die Geschäftsräume der Kölnischen dem nationalliberalen und dem freisinnigen Kandidaten Boltszeitung" erstreckte, aber ohne Ergebniß blieb. Was ausgeführt. Es erhielt nämlich jeder Wähler, der einen " 1 Aus Pforzheim( Baben) wird gemeldet: Eine trügerisches Beichen. Es würde vielleicht übertrieben ängstlich sein, wenn man um einer solchen Kleinigkeit willen den jungen Mann fern halten wollte. Und schließlich bat fie ben Alten, auf ihre Befürchtungen nichts zu geben. Sie nahm ihm auch das Versprechen ab, zu dem jungen Mädchen nicht darüber zu sprechen. Vater Deschamps schlief mehrere Nächte nach diesem Begebniß sehr schlecht. Er überlegte lange hin und her, faßte allerlei Entschlüsse und setzte seine Tochter durch seine außergewöhnliche Berstreutheit und die finsteren Blicke, die er ihr zuwarf, in Erstaunen. Als André hiernach zum ersten Male wiederkam, ließ er ihn kaum eintreten: Wir werden darum das hoffe ich doch gute Freunde bleiben! Ich werde mich immer freuen, wenn wir uns irgendwo treffen können. Ich werde es auch so einrichten, daß Sie Magdalene hin und wieder sehen können aber nicht in meinem Hause. Donnerwetter! Es wird mir wahrhaftig schwer, so zu Ihnen zu sprechen. Ich habe Sie lieb gewonnen. Geben Sie mir wenigstens den einen Trost, daß Sie mich verstehen und mir nicht böse find!" André fand zuerst keine Antwort. Endlich sagte er mit Anstrengung und Bitterkeit:: " " Und, indem er so bei sich sprach, sah er die zierliche Gestalt Magdalenen's vor sich, wie sie vor Frost zusammenschauerte, als er sie das erste Mal gesehen. Er sah das feine Lächeln und den offenen Blick Johanna's! Er hörte ihre tiefe, wohlflingende Stimme und überraschte sich dabei, wie er seufzte. War er etiva verliebt? Unruhig legte er sich diese Frage vor. Die Deschamps hatten wahrhaftig in feinem ganzen Leben, in seinem Herzen mehr Raum gewonnen, als er jemals hatte ahnen können. Ja, es waren zwei schwarze Augen, die ihn so mächtig fesselten. Ja, der Gedanke, daß Johanna die Frau dieses Tölpels von Sigis„ Ach, Herr Deschamps! Auf diese abscheuliche Idee mund werden sollte, versetzte ihn in Zorn. Unmöglich, find Sie sicher nicht von selbst gekommen. Frau Roguet nun noch daran zu zweifeln! Wenn er noch nicht verIch habe einen Gang zu machen und nehme Sie gleich steckt dahinter. Ich habe nichts weiter zu sagen: es wird liebt war, so war er doch auf dem besten Wege, es zu mit," sagte er. Sagen Sie Fräulein werden. Du wirst aber doch gleich wieder kommen, Freund geschehen, wie Sie es wünschen. Johanna meine Abschiedsgrüße und küssen Sie Magdalene André," rief Magdalene ihm noch nach. Es war gerade der 16. Januar. André hatte später für mich." Der Alte fühlte sich ein wenig beschämt. Er wollte hin noch mancherlei Veranlassung, sich dieses Datums genau zu erinnern. Eine eisige Rälte empfing fie draußen, die ihn zurückhalten, ihm noch Auseinandersetzungen machen. burch alle Glieder, ja bis ans Herz zu bringen schien. Nein, nein!" sagte André.„ Ich habe verstanden und Raum waren fie auf der Straße, als Vater Deschamps banke Ihnen. Ueber Magdalene sprechen wir noch ein seinen Gefährten beim Arm nahm, sich räusperte, zögerte, anderes Mal." sich zuerst in allerlei gewundenen Redensarten verwickelte, Mit großen Schritten eilte er davon. Es tränkte ihn, bis er plöglich entschlossen sagte: Welches Glück, daß jetzt alles, alles zu Ende war! Bater Deschamps hatte die werdende Liebe zu Johanna mit der Wurzel aus seinem Herzen gerissen. Einige Tage, vielleicht einige Wochen weiter, und die Wunde war vernarbt und schmerzte nicht mehr. Das hinderte nicht, daß er augenblicklich noch sehr start litt. Er schleuderte langsam aufs Gerathewohl dahin, um seinen Kummer zu ermüden und abzuschütteln. Als er baß er so verabschiedet worden, daß er sich so unverdient spät nach der Murillostraße zurückkam, fand er das „ Hören Sie! Ich will lieber frei heraussagen, um beleidigen lassen mußte. Aber er war nicht nur in seiner ganze Hans in Aufregung. Die alte Norine suchte aufwas die Geschichte fich dreht. Ich habe Ihnen nichts vor Eigenliebe verlegt. Er würde unter der kleinen Kränkung geregt nach einem Fläschchen Aether. Frau Savenay war zuwerfen. Ich hege eine warme Freundschaft für Sie. nicht so sehr gelitten haben, wenn die Bande, die ihn mit beim Empfange einer Depesche ohninächtig geworden, und Aber sehen Sie, es wäre für den guten Ruf meiner Johanna der Familie Deschamps verknüpften, nicht fester gewesen Germaine hatte den Kopf verloren. André stürzte in den und für meine Ruhe besser, wenn Sie nicht mehr zu uns wären, als er selbst geglaubt hatte. Sein Herz blutete, Salon, wo seine Mutter matt, kraftlos und blaß wie eine tommen. Johanna ist mit Sigismund, ihrem Jugendfreund, wenn er an den plötzlichen Bruch aller dieser Beziehungen Leiche auf dem Sopha lag. Langsam tam sie wieder zu so gut wie verlobt. Und wenn nun ein viel reicherer und dachte. Gewöhnt an die Beziehungen der Welt, die so sich, öffnete die Augen, ließ die Blicke verwirrt umherviel eleganterer, junger Mann bei uns so oft verkehrt, so leicht angeknüpft und gelöst werden, wunderte und ärgerte schweifen, und als sie ihre beiden Kinder vor sich sah, brach tönnte Gerede entstehen er sich zugleich, daß diese unerwartete Trennung ihn so tief sie in Schluchzen aus. Sie zog sie heftig an ihre Brust Water Deschamps fagte hier mehr, als er verantworten berührte. Leute, die weder seine Ansichten, noch seinen Geschmack ohne ein Wort sprechen zu können. Ach, meine Kinder, meine armen Kinder," stieß fi fonnte: Er übertrieb, um wenigstens den Schein eines theilten! Wie konnte er darüber überhaupt nur das leiseste BeGrundes für sich zu haben. Innerlich warf er sich jedoch dauern empfinden? War ihr Weg nicht ein ganz anderer als endlich zitternd heraus. Ihr seid ruinirt! Breffucre, vor, daß er ohne ernstlichen Anlaß hart gegen André der seinige? Würde es früher oder später nicht gerade so ge- unser Bankier, bei dem unser ganzes Vermögen unters sei, und um die Schärfe seiner Worte zu mildern, fuhr er kommen sein, wie jezt? Es war besser, daß er sie bei Zeiten gebracht war, hat sich das Leben genommen!" verlor! schnell sort: Ende des ersten Theils. 9 " Sohn beim Militär stehen hat, unter Rouvert folgende Buschrift: aber Wir geben gerne zu, daß gegenwärtig unsere Stellung Wahltag sei noch nicht festgese der Luft gegriffen Wählen Sie Herrn Prof. Dr. Paasche in Marburg! Herr Dr. Paasche tritt für die sofortige Einführung der zweijährigen Dienstzeit ein. Ihr bei dem Militär dienender- Sohn würde daher bei Annahme der Militärvorlage nach beendeter zweijähriger Dienstzeit sofort entlassen werden. Die Gegner des Herrn Paasche wollen dagegen ein Gefeß über die Gindas führung der zweijährigen Dienstzeit. Bis das Geset folgende Antwort: zu stande fommt, wird Ihr Sohn feine dr drei Jahre längst abgebient haben. Denn, wenn die Heeresvorlage jest nicht zu stande kommt, giebt es feine Dispositionsurlauber mehr. Da hilft Ihnen fein Landrath, fein Bürgermeister, kein Schultheiß! Ihr Sohn muß unter allen Umständen seine drei Jahre dienen. Wählen Sie daher Serru Prof. Dr. Paasche in Marburg! Bestimmen Sie auch alle Ihre Ortsnachbarn, Herrn Paasche zu wählen, forgen Sie, daß am Wahltage niemand der Wahl fern bleibe, sondern daß jeder wähle und Herrn Paasche seine Stimme gebe! Ein Landwehrmann!" Natürlich fragte man sich zunächst, wie denn der " Landwehrmann" in den Besitz der Adressen gelangt sei aller derjenigen Wähler, welche einen Sohn beim Militär stehen haben. Später entdeckte man, daß die Adressen an die Soldatenväter zum Theil von einem Beamten im Staatsministerium selbst geschrieben worden waren, der dem nationalliberalen Zentralausschuß sehr nahe steht und sich bei der Wahlagitation sehr hervorgethan be ſieht und fich bei der We hat. Reiches und bei der Schwierigkeit des Gegenstandes mir noch Der Termin für die franzöfifchen Wahlem ist noch nicht im stande find, Ihnen jezt andere nicht festgesetzt. Nachdem wir vor drei oder vier Borlagen zu machen. Es werden noch Monate ver- Wochen schon offiziös erfahren hatten, baß sie auf den gehen, bis wir so weit sind, daß ich im ftande wäre, 20. Auguft festgesetzt seien, und nachdem diese Mittheilung zu sagen: Die verbündeten Regierungen haben die und die vor 8 Tagen anscheinend offiziell bestätigt worden war, Absichten." Am folgenden Tage, am 8. Juli ergriff Herr Dr. Böckel meldet uns heute ein Telegramm aus Paris, daß Herr Wort. Er gab auf obige Ausführungen des Kanzlers gestrigen Rammerfizung die Erklärung abgegeben hat, der Dupuy, Präsident des französischen Ministeriums, in der Da die früheren zur Regierung sich zu der en Gunsten etwas verändert hat; aber mittheilungen unzweifelhaft nicht aus wir müssen, bevor wir zustimmen, noch weiter waren, so finden wir uns zu dem Schlusse gedrängt, daß gehende Garantien seitens der Regierung der Regierung ver- die französische Regierung plöglich anderen Sinnes geworden langen Wir können uns mit den gestern von dem ist, und noch einer längeren Frist zu bedürfen glaubt, um Herrn Reichskanzler abgegebenen Erklärungen noch nicht ganz mit einiger Aussicht auf Erfolg die Wahlen leiten" zu und voll zufrieden gestellt erklären.... Wir machen unsere tönnen. Wir freuen uns darum dieser Sinnesänderung, Zustimmung davon abhängig, daß der Herr Reichskanzler uns denn sie beweist, daß die Sache der Regierung schlecht eine bestimmte Erklärung wenigstens dahin abgiebt, steht. daß keine neuen Konsum steuern, welche die breiten Massen des Volkes belasten, teine Bier, teine Tabat, Eine Muster- Republik ist die französische teine Branntwein oder sonstige Steuern das muß man ihr lassen. Jetzt hat das Ministerium die gefordert werden sollen. Von dieser beſtimmten Erklärung Ausweisung des italienischen Sozialrepublikaners Cipriani machen wir unsere Stellung zur Militärvorlage a bhängig." beschlossen. Die gesammte radikale Presse lehnt sich aber Ferner verlangte Dr. Böckel noch, daß die Reichs gegen die schmähliche Maßregel auf, und vielleicht gelingt anleihen nicht mehr vergrößert und daß die es, die Regierung zur Rücknahme zu zwingen. Deckung nicht durch Erhöhung der Matrikularbeiträge geschehen solle. Nach dieser Richtung Die Siamesische Schießerei hat sowohl im englischen verlangte er aber nun schon nicht mehr eine bindende Er- als im französischen Parlament zu Debatten geführt. Wie flärung des Kanglers, obwohl eine Besteuerung dieser Art es scheint, sind die Franzosen auf der Suche nach einem Aus dem Reiche des Herrn Thielen. Geit etwa wieder die minder bemittelte Bevölkerung treffen würde. anständigen Rückzug. Ein theuerer Spaß wird's aber doch zehn Jahren, so schreibt unser Breslauer Bruderblatt, die Reichskanzler v. Caprivi antwortete dem Dr. Böckel, werden. halte er die Anleihen und die Matrikularbeiträge Nachdem obiges geschrieben, kommt die Nachricht, daß Volkswacht", wurde den Beamten und Arbeitern der für sehr üble Dinge, aber es lasse sich nicht so- die französische Regierung ein Ultimatum an die Regierung Breslauer Staatseisenbahn Verwaltung gleich dagegen thun. Bezüglich der von Siam gerichtet hat und außer einer Genugthuung" ( Oberschlesische Bahn) das Leitungswasser während der Konsumsteuern, worüber Dr. Böckel eine be- und Entschädiung"( für die von den Herren Franzosen heißen Jahreszeit durch Eis gekühlt. Es geschah dies stimmte Erklärung gefordert hat, sagte der Kanzler selbst veranlaßten Gewaltthätigkeiten) auch eine Gebietsdadurch, daß über den Leitungshähnen Behälter mit kein Wort! Bielmehr erklärte er: Ich würde fürchten abtretung fordert. Dafür, daß die Franzosen die Sache nicht eisernen Röhren angebracht und zwischen letztere Eisstücke gelgt wurden. Das verursachte eine Aus- müssen, den Vorwurf zu verdienen, daß ich unehrlich wäre, allzu weit treiben, wird die Eifersucht der Herren Enggabe von täglich etwa 50 Pfennig. Diese mit ziemlichen wenn ich jetzt eine andere Antwort geben wollte, als die, länder sorgen. Kosten verknüpften Anlagen sind geblieben aber das Eis aber das Eis welche ich gegeben habe." Der englische Bergarbeiterstreik. Die Würfel sind Am legten Donnerstag fand die Abstimmung statt über gefallen. Eine Urabstimmung unter den englischen Bergwird aus Rücksichten der Sparsamkeit( siehe Militärvorlage!) nicht mehr geliefert. Ein anderes erfrischendes Getränk zu stärke auf 479 229 Mann, und siehe da: Der Mund Lohnreduktion von 25 pet. abzulehnen und sofort Ein anderes erfrischendes Getränk zu§1 der Wiilitärvorlage, Erhöhung der Friedenspräsenz arbeitern hat den fast einstimmigen Beschluß ergeben, bie genießen, ist nach den bestehenden Vorschriften streng ver- Derer um Bödel öffnete fich zu einem Ja! in den Streit einzutreten. Nur die Bergarbeiter von boten. Herr Thielen, Preußens Eisenbahnminister, weiß zu noch auffälliger hat der Abg. 3immermann, der Northumberland und im Durham- Revier, denen die LohnIn einem Augenblick, wo der Reichstag die Militär- Vertreter der Residenzstadt Sachsens, seinen Umfall voll- reduktion bisher nicht zugemuthet ward, haben sich an vorlage nebst Nachtragsetat zum Beschluß erhebt und so zogen. Am Dienstag, den 11. Juli, fand im" Tivoli" in diesem Beschlusse nicht betheiligt; ste empfehlen eine schiedsDie einzelstaatlichen Matrikularbeiträge wiederum um einen Dresden eine antisemitische Versammlung statt, in welcher richterliche Entscheidung. Nach diesem Resultat der Urerklecklichen Bosten Millionen erhöht, ist eine Strafkammer- nach den„ Dresdener Nachrichten" eine Resolution beschloffen abstimmung ist kaum mehr zu zweifeln, daß die heute tagende Delegirten Konferenz bes Bergarbeiterbundes den verhandlung von doppeltem Intereffe, welche dieser Tage wurde, in der es heißt: Die Wähler der Reformpartei erwarten, daß durch unsere Streit beschließen, jedoch vermuthlich die Arbeiter von Bertreter womöglich noch weitere Bürgschaften für die Deckung Durham und Northumberland ausnehmen wird. der Mehrkosten in unserem Sinne von der Regierung gefordert und erlangt werden und wenn es dazu auch erst zwischen der zweiten und dritten Lesung der Vorlage kommen follte. sparen! " " = " in Soest stattfand. Ein Rangirer auf dem dortigen Bahnhofe hatte sich wegen Gefährdung eines Eisenbahntransports zu verantworten. Seine Schuld muß wohl Der italienische Bankskandal kommt vor die Geerwiesen gewesen sein, denn er wurde verurtheilt. Jedoch richte, aber erst nachdem die Hauptschuldigen, einflußreiche nur zu einem einzigen Tage Gefängniß, und das hatte Politiker, Minister u. s. w. sich salvirt haben. Nun kann folgende. Bewandtniß, wenigstens nach den Mittheilungen Ohne eine weitere Erklärung von der Regierung er man die subalternen Sündenböcke in die Wüste jagen. Die Anber Dortm. 8tg.": Das Gericht felbft erkannte an, daß auf halten zu haben, erklärte zwei Tage später der Abg. Flage hält Tanlongo, bem Exgewaltigen der Banca Romana, jenem Bahnhofe an unrechter Stelle gespart wird. Ter Borsigenbe betonte, die Oberbehörde möge Veranlassung Die frühere Aeußerung des Reichskanzlers zufrieden zwei Herren Lazzaroni ein ganzes Sündenregister vor: daß Der Vorsigende betonte, die Oberbehörde möge Veranlassung Simmermann im Reichstage, die Antisemiten seien durch und mit ihm seinen Spießgesellen, seinem Sohne Pietro und den nehmen, die Uebelstände abzustellen und auch ausreichende gestellt. Arbeitskräfte zur Verfügung zu stellen, damit alle Vorsichts- Antisemiten bei der Militärvorlage macht sich noten gefälscht und unrechtmäßig ausgegeben, daß sie Wegen der Haltung der sächsischen fie achtundzwanzig Millionen Lire veruntreut, daß sie Bantmaßregeln zur Ausführung gelangen könnten. Das genannte in den ver Staatsbeamte bestochen haben. Die Zahl der Theilnehmer Dortmunder Blatt fügte seinem Berichte über die Gerichts- benn auch, wie aus Sachsen berichtet wird verhandlung hier die interessante Bemerkung ein, es feien schiedensten Gegenden Sachsens die Entrüstung in sehr an den Bergehen Tanlongo's ist groß die Anklageschrift, verhandlung hier die interessante Bemerkung ein, es feien groben Ausdrücken Luft. Einige der in Sachsen gewählten fast ein umfangreiches Buch, stellt auch noch eine ganze Anbekanntlich gerade auf dem Soester Bahnhofe kürzlich zahl antisemitischen Abgeordneten haben die Stimmen sehr zahl- zahl anderer Personen an den Pranger, klagt den Sektionsreiche Entlaffungen von Hilfskräften vorgekommen, was sich reicher Wähler des Mittelstandes nur deshalb erhalten, Chef Zammarano der Bestechlichkeit, ben Generaldirektor im mit dem Mangel an dem nöthigen Personal nicht zusammen weil sie versprachen, für die Militärvorlage nur unter der Handelsministerium, Monzilli, der Mitschuld an den Verreimen lasse; er fährt dann fort: Vorstellungen um Abhilfe beantwortete der Bahnhofsvorstand mit Achselzucken, die vor- Bebingung zu stimmen, wenn die Regierung flare und untreuungen Tanlongo's, der Bestechlichkeit und gesetzte Behörde bewillige keine Leute. Der Dienst der Ar- unerschütterliche Garantien dafür gebe, daß Fälschung von Amtsberichten an, und in diesen Personen beiter ist ein sehr anstrengender, er währt von 7 Uhr Mittelstand und Arbeiterstand von den Kosten der Militär- ist nicht einmal noch die Reihe der Beschuldigten erschöpft. Morgens bis 7 Uhr Abends, ohne daß den Leuten Zeit vers vorlage verschont bleibe. Ein in Handwerkerkreisen viel Die großen Spizbuben aber läßt man laufen. Man" gönnt wird, während dieser zwölf Stunden ordentlich zu Kandidaten eingetreten ist, schreibt jetzt:„ Die antisemitischen gelesenes Dresdener Blatt, welches selbst für antisemitische fühlt sich nämlich solidarisch. Abgeordneten Zimmermann und Genossen haben ihr Spiel Serbien. In Serbien ist bekanntlich- was bei den mit den Wählern getrieben, haben dieselben getäuscht" zc. zahnien und polizeifrommen Völkern nicht mehr vorkommt Bahllos sind die stark injuriösen Ausdrücke, mit denen man ein Ministerium in Anklagestand versetzt worden, und jetzt in Dresden die Haltung der antisemitischen Reichstags- gegenwärtig spielt der Prozeß sich ab. An sich bietet der Abgeordneten zur Militärvorlage bezeichnet. Je eher die selbe nicht viel des Interessanten. Die fiegreiche Partei hinters Licht Geführten den antisemitischen Berrath erfitt über die besiegte zu Gericht das ist eine alte Gekennen, um so besser für sie und das gesammte Bolt. effen. Den Diktaturparagraphen soll man in Elsaß Lothringen als Sozialistengeset verwenden, die Arbeiterbewegung gewaltsam unterdrücken, die Sozialbemos So fordert es ein Berliner Brief der Münchener Allgemeinen Beitung", als ob die heutigen Ausnahmezustände nicht schon arg genug wären. Aber teine Gewaltmaßregel hält den Lauf des Sozialismus auf. Ein ungarisches Futterausfuhr- Verbot für Heu Die Antisemiten und ihre Wähler. Wie die Wort- und Stroh steht bevor. führer der antisemitischen Reformpartei" ihre Auftrags geber, die Wähler, geprellt haben, ergiebt die nachstehende urkundliche Zusammenstellung. der schichte und der Lauf der Welt. Interessant in diesem Falle ist nur die Thatsache, daß das angeklagte Ministerium liberal", b. h. nach serbischer Parteibezeichnung antirussisch. und das anklägerische radikal", d. h. russisch gesinnt ist. Serbien ist nämlich der einzige. Schweiz. Wegen eines fchweizerischen Seu Kleinstaat der Balkanhalbinsel, der sich dem russischen Ausfuhrverbotes hat das Landwirthschafts- Depar- Einfluß noch nicht entzogen hat, sondern zwischen Am 6. Mai 1893 stimmten die Abgeordneten tement in Bern an die Kantonsregierungen folgendes Kreis- der österreichischen und der russischen„ Machtsphäre" hin Dr. Böckel, Zimmermann und Werner gegen schreiben erlassen:" In der Preſſe iſt kürzlich ein Heu- und her taumelt. Das jezt angeklagte liberale Weinifterium die. Militärvorlage. Herr Dr. Böckel begründete feine Ausfuhrverbot verlangt worden. Wir halten zwar ein ist deshalb auf der Auflagebant, weil es den österreichischen Abstimmung und die seiner beiden Parteifreunde, indem er direktes Verbot verfassungsgemäß nicht für zulässig, dagegen Rathschlägen" mehr folgte als den russischen- und da= könnte die gleiche Wirkung durch einen entsprechenden Aus- burch erlangt dieser serbische Froschmäuslerkrieg eine gewisse ausführte: Ich habe im Auftrage der Herren Abgg. Zimmermann fuhrzoll auf Heu und eventnell andere Futterstoffe erzielt weltpolitische Bedeutung. und Werner, sowie für mich selbst zu erklären, daß wir gegen werden. Bevor wir jedoch dem Bundesrath einen derartigen die Militärvorlage und gegen den Antrag v. Huene stimmen Antrag unterbreiten, bitten wir Sie, uns beförderlichst mitwerden, und zwar bewegen uns dazu die traurigen wirth- autheilen, ob Sie eine so außerordentliche Maßregel für schaftlichen Zustände unseres Voltes. Wir können angesichts derselben keine neuen Steuern und keine neuen Lasten mehr be- nothwendig und gerechtfertigt halten." Ganz wie bei uns. Ein bürgerliches Schweizerblatt, Im darauf ausbrechenden Wahlkampfe nahmen diese die demokratische Züricher Post", schreibt über den Antisemiten eine andere Stellung ein, die wegen ihrer Un- Geschicht3unterricht in den schweizerischen Klarheit vielfache Bedenken erregte, so daß, wie der" Bolks- Schulen: wille", unser hannoversches Bruderblatt, treffend barlegt, willigen." " die Deutsche Wacht" vom 4. Juni 1893, sich eine Erklärung des Böckel'schen„ Reichsherold" zu eigen machend, fundgab: Die Militärvorlage wird von uns dann bewilligt werden, wenn zuvor 1. die zweijährige Dienstzeit gesetzlich bestimmt und die dreijährige Dienstzeit der Fußtruppen abgeschafft ist; 2. die Kosten der Militärvorlage nicht vom Volke, sondern von der Börse und den Großfapitalisten getragen werden. Das Volk darf mit feinem Pfennig Steuer mehr belastet werden." Am 7. Juli, als der neue Reichstag wieder zusammengetreten, erklärte Reichstanzler v. Caprivi: Die Silberfrage in Indien. Im englischen Unterhause erklärte Gladstone gestern auf eine Anfrage, daß die Verhältnisse in Indien analog den Zuständen DesterreichUngarns in den Jahren 1879 bis 1891 find, wo der Silbergulben ebenfalls als Vertreter des alten Systems legales Bahlungsmittel war, obwohl die Münzen der Privatprägung des Silbers verschlossen waren. In Indien solle jetzt die Silberprägung nicht nach der Bequemlichkeit der Noch immer wird leider die Geschichte nach Wunsch und Regierung, sondern nach dem wirklichen Umlaufsbedürfniß Bedürfniß der herrschenden Kreise zurechtgeschnitten... Von des Landes geregelt werden. den Schlachten und Beutezügen der alten Ahnen weiß der junge Schweizer mehr als ihm zuträglich ist; über die Leiden Der geplante Burentrek, d. h. der Zug der Buren und Marter, die dem Volfe von seinem Herrenthum angethan in das füdafrikanische Kolonialland ist von den deutschen wurden, über die Morgenröthe der Helvetit( der durch Frank Kolonialbehörden verboten worden. Das Verbieten ist reich errichteten schweizerischen Republit 1798-1814), über die Arbeit, das Ringen und Streben der ihm am nächsten stehen- leicht, aber schwer wird es sein, die streitbaren Buren, die, mit Grausen meldet, ihre den Generationen ist er zum Erbarmen unterrichtet. Am wie die Bossische Btg." politischen Himmel ist die demokratische Sonne aufgegangen, republikanischen Einrichtungen mit in die neuen aber in unsere Geschichte binein hat sie noch wenig aufhellende Siedlungen bringen und unter anderem Befreiung vom Strahlen geschickt. Noch immer wird sehr mit Reserve, ja fast Militärdienst fordern, falls sie sich um das Verbot mit Trauer von wirklich demokratischen Bewegungen gesprochen nicht fümmern, zum Gehorsam zu zwingen. Die Sache ist und demokratische Persönlichkeiten mißt man mit alter fon- jedenfalls- nach Erfahrungen, die die Engländer früher mit servativ- monarchischer Elle. Mehr vaterländische Geschichte in unseren Schulen!" So tönt es zuweilen im Chor. 3's angekündigten Burentreks gemacht noch nicht zu Ende. Ist's einmal so weit, daß die Geschichte der Freiheit und nicht der Ordnung" die Ehre giebt, bann stimmen wir ein in jene Forderung; vorher nicht." Wir haben drei Grundsäge hingestellt. Einmal wollen wir versuchen(!), die Börsensteuer, an der auch allerlei Bemängelungen gemacht werden, anders und ergiebiger zu ge stalten. Dann wollen wir versuchen(!), die Steuern, deren wir bedürfen, auf die leistungsfähigsten Schultern zu legen, die schwächeren Kräfte zu schonen. Und endlich wollen wir angesichts der schwierigen Lage, in der die Landwirthschaft ( 28as ist das Landwirthschaft"? Großjunter mit den LiebesDie belgische Abgeordnetenkammer hat am 18. Juli gaben, Bollgewinnen, Zuckeregportprämien u. f. w. oder die in nicht öffentlicher Sigung trok Widerspruchs des Mini nothleidenden Kleinbauern und Landarbeiter? Red. d.„ V.") fich befindet, danach trachten, bas landwirthschaftliche Gewerbe fteriums beschlossen, jedem Abgeordneten 4000 Fr. jährliche von neuen Steuern freizulassen.( Lebhaftes Bravo rechts.) E3 Entschädigung und ständige freie Fahrt auf allen Eisenist ja begreiflich, daß bei dem komplizirten Mechanismus des bahnen zu bewilligen. Briefkaffen der Redaktion. E. S. Niemand der Verwandten der Nichte tritt an ſtelle ber Nichte, falls das Testament sich nicht darüber ausläßt: anders läge es, wenn die Nichte nach der Tante gestorben wäre. O. S. Die empfangene Unterstüßung giebt die Berechtigung, Sie vom Wahlrecht auszuschließen. Für den Inhalt der Inserate über. nimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung Theater. Donnerstag, den 20. Juli. Friedrich- Wilhelmstädt. Theater. Orpheus in der Unterwelt. Kroll's Theater. Der schwarze Domino. Viktoria Theater. Frau Venus. National Theater. Lehmann auf der Weltausstellung in Chicago. Das Alexanderplatz- Theater. Käthchen von Heilbronn. Apollo Theater. Spezialitäten Borstellung. Kaufmann's Variété. Spezialitäten Borstellung. National- Theater. me Große Frankfurterstraße 132. Sensationelle Lehmann auf der Weltausstellung in Chicago. Große Ausstattungs- Posse mit Gesang und Tanz in 5 Aufzügen von Eugen Prudens. Mufit von Adolph Widecke. Regie: M. Samst. Hauptrollen: Elia Rizzoni, Athletin, gen. d. Kanonenkönigin. Henny Schmid. Mary Brown, Kunstfängerin: Mathilde van Hüngen. Earl Lehmann: Hugo Hummel. Elise, Lehmann's Frau: Clara Brehm. Heinrich Schimo, Jean Priver, Kathi, Leni, Toni, Zizi, Hanny, Anny: Tanzsängerinnen. Kaffenöffnung 5/2 Uhr. Anfang der Abend- Borstellung 71/2 Uhr. Im Garten auf der Sommerbühne: Aufführung von Ginattern und Auftreten von Specialitäten I. Ranges. Neues Programm. B Morgen: Dieselbe Vorstellung. PassagePanopticum. Grösstes Schau- u.VergnügungsEtablissement der Welt. Königl. italienischer Circus Ernesto Ciniselli. Stadtbahnstation Zoologischer Garten. Heute, Donnerstag, den 20. Juli: Große Brillant- Vorstellung. Anfang 8 Uhr. Zum 13. Male. Unserm Freund und Genossen Julius Henke zu seinem heutigen Geburtstag ein dreimal donnerndes Hoch. Mach' Dir das mal ab. Mehrere Genossen Berlin I. Todes- Anzeige. 975b Allen Genossen, Freunden und Befannten hiermit die traurige Nachricht, d. Die Erschaffung des Weibes baß am 17. b. M. mein lieber Mann, oder: 3900 unfer guter Vater, Bruder und Onkel Rudolf Grunwaldt ist. Das Weib durch die Jahrhunderte. Gr. Ausstattungspantomime mit Ballet mit durchweg Kostümen, Requisiten 2c. Gesetzl. geschützt neuen Dekorationen, an Inscenirt vom Dir. Ernesto Ciniselli. Arrangements u. vorkommende Tänze vom fönigl. italienischen Balletmeister Ant. Tignani. Ferner Auftreten der renommirtesten Reiten und Vorführen der bestdressirten Künstler und Künstlerinnen, sowie Schul- und Freiheitspferde. Ernesto Ciniselli, Direktor. Hippodrom unter Wasser. BERLINER HIPPODROM Am Kurfürstendamm. 2 Min. von Station Zoolog. Garten. Heute: Gr. Extra- Vorstellung. Miss Athene und Mr. Hajex. Thurmseilkünstler. Sigra. Elisabetta, Jagd- Schule. Neu! Grosser Lacherfolg. Neu! Am Strande von Ostende. Gr.Wasser- Pantomime in 12 Bildern v. Arthur Fraenkel, Ballets arrang. von Eug. Clebus, Musik v. Kapellmeister Beranek; unt. Mitwirkung von 300 Damen, 200 Herren, 80 Pferden, 30 Wagen etc. Grosses Corps de ballet, Ruder Regatta, Schnitzeljagd, Feuerwerk etc. Susanne im Bade. Im prachtv. Park von 5 Uhr ab: Grosses Konzert. Anfang der Vorstellung 8 Uhr. Entree 50 Pf. Preise der Plätze: 4, 3, 2, 1 M. G ratweil'sche Bierhallen. Kommandantenstr. 77-79. Täglich: Entree 50 pr. Auftreten der Leipziger Sänger Castan's Auf. Panopticum. RiesenSchlangen- Familie aus Carl Hagenbeck's Thierpart. Ohne Extra- Entree. SchweizerGarten. Am Königsthor. Haltestelle der Ringbahn. Sonntag sowie täglich: Extra- Vorstellung mit neuen Spezialitäten. Garreton- Troupe. Familie Grunatho. Gebr. Beyer u. f. w. Theater- Vorstellung. Voltsbelustigungen aller Art. Täglich: Entree 30 Pf. G Grosser Ball. Victoria- Brauerei, 1-112. Lühowstraße vom Krystall- Palast. Wochent. 7½ Uhr. Entree 10 Bf. Sonntags 6 Uhr. Entree 30 Pf. Anerkannt gute Küche. Säle Um stilles Beileid bitten der Proletarierkrankheit verstorben 984b Sophie Grunwaldt geb. Gerloff nebst Hinterbliebenen. Die Beerdigung findet am Freitag, den 21. Juli, Nachmittags 6 Uhr, von der Leichenhalle des Charitee- Krantenhauses aus ftatt. Todes- Anzeige240/17 Den Mitgliedern des Sozialdemokr. Wahlvereins des 6. Kreises zur Nachricht, daß Genosse Gedächtniss- Feier für August Geib arrangirt von dem ,, Sozialdemokr. Lese- und Diskutir- Klub August Geib", am Sonntag, den 23. Juli, im Lokale Königsbank, Gr. Frankfurterstraße 117, bestehend in Vocal- und Instrumental- Concert ausgeführt von Mitgliedern der Freien Vereinigung der Zivilberufsmusiker unter gefälliger Mitwirkung der Gefangvereine Iris und Sangesecho( Mitglieder des Arbeiter- Sängerbundes.) Vorträgen ernſten und heiteren Inhalts, Jm Saale: Grosser Sommernachtsball. Herren, welche daran theilnehmen, zahlen 50 Pf. nach. lebenden Bildern und Festrede. Die Kaffeeküche steht den geehrten Damen yon 3 Uhr ab zur Verfügung. Kaffenöffnung 3 Uhr. Anfang 4 Uhr. Entree 25 Pf. Billets sind in allen mit Plakaten belegten Handlungen zu haben. Das Komitee. Berliner Gewerkschafts- Kommission. Freitag, den 21. Juli, Abends 8% Uhr: Rudolf Grunwaldt Deffentl. Bersammlung der Delegirten am 17. d. Mts. an der ProletarierKrankheit verstorben ist. Die Beerdigung findet am Freitag, den 21. d. M., Nachmittags 6 Uhr, von der Leichenhalle der Charitee, Hannoverschestraße, aus statt. Um zahlreiche Betheiligung er sucht Der Vorstand. Todes- Anzeige. im Lokale des Herrn Ehrenberg, Annenstraße 16. Tagesordnung: 1. Anträge des Ausschusses. 2. Neuwahl des Ausschusses. 3. Wahl von drei Revisoren. 4. Die Einführung der Arbeiter- Kontrollmarke in Bäckereibetrieben. 5. Das Submissionswesen. In Anbetracht der reichhaltigen Tagesordnung ist pünktliches Erscheinen der Delegirten unbedingt nothwendig. 274/7 Der geschäftsführende Ausschuss. Freunden und Genoffen die traurige Zentral- Verband deutscher Maurer. Mittheilung, daß mein lieber Mann, der Hutmacher 45622 ( Filiale I und II Berlin.) Karl Polvogt Sonnabend, den 22. Juli 1893, im„ Schweizer Garten", am 18. Juli, Nachmittags 4 Uhr, entschlafen ist. Die Beerdigung findet am Freitag Abend 7 Uhr, von der Leichenhalle des neuen Zwölf- Apostelkirchhofes aus statt. Die trauernde Wittwe Marie Polvogt geb. Reinhardt nebst Kindern, Frobenstr. 28. Allen Freunden und Genossen zur Nachricht, daß unser Sangesbruder, der Hutmacher 9796 am Königsthor: Feier des III. Stiftungsfestes bestehend in Konzert, Theater, Spezialitäten-Vorstellung, Ball und Gesangsvorträgen des Gesangvereins Gemüthlichkeit( Mitgl. des A.-S.-B.) Kaffeeküche von 3-6 Uhr. Anfang des Konzerts 5 Uhr, der Vorstellung 6 Uhr. Billets à 30 Pf. sind zu haben bei Schigolski, Schwedterstr. 27; Schulz, Putbuserstraße 19; Matthes, Diedenhofenerstr. 5; Simanowski, Ackerstraße 57; Kuhring, Mariendorferstr. 16; Bolze, Weidenweg 28; Thielecke, Schöneberg, Demminerstr. 11; Hannemann, Heimstr. 23; Köller, Borfigftr. 24; Simanowski, Adferstr. 101; Schmiel, Yortstr. 62 bei Hannemann; Gräschke, Stephanstr. 36 sowie in den mit Plakaten belegten Lokalen. Carl Pohlvogt Marstraße 2; Nordmann, Oppelnerstraße 84; Thonig, Oppelnerſtr. 19; Kelpin, am Dienstag Nachmittag 4 Uhr gestorben ist. Beerdigung findet am Freitag, den 21. d., Nachmittags 7 Uhr, Apostel- Kirchhofs Schöneberg statt. von der Leichenhalle des Neuen Zwölf Gesangverein Freiheit I. Allen Freunden, Bekannten und Kollegen zur Nachricht, daß mein lieber Mann, unser herzensguter Vater, der Buchdruder Karl Pinkpank dam 17. d. M. nach kurzen aber schweren Leiden verstorben ist. für Festlichkeiten und Verjammlungen. Carl Koch.. Ostbahn- Park am Rüstriner Play, ( Hermann Jmbs) Rüdersdorferstr. 71, am Ditbahnhof. Konzert, Täglich: Theater und Spezialitäten Vorstellung. Neu u. sensationell: 3 Schwestern Peretti, Runstradfahrerinnen. Emmy u. Reinhold Hintsche, Ge sangs- u. Charakter- Duettisten 2c. Volksbelustig. jeder Art. 4 Kegelbahnen z. Verfügung. Kaffeeküche geöffnet an Wochentagen von 2 bis 6 Uhr, Sonntags von 2-5 Uhr. Morit Moriz Etablissement Play. Buggenhagen. Play. Täglich: Gr. Garten- Konzert. Großer Frühstücks- u. Mittagstifd. Spezial- Ausschant von Patenhofer Lagerbier, hell und dunkel. Bei ungünstiger Witterung findet das Konzert in den unteren Restaurations räumen statt. Entree Wochent. 10 Pf. Sonnt. 25 Pf. Säle für Versammlungen, Kommerje, Festlichkeiten 2c. Garten resp. Saat. Beyler's Restaurant u. Garten ( außer Läglich Sonnabends) Stettiner Sänger. Stets wechselndes Programm. Anfang Sonnt. 7 Uhr, Wochent. 8 Uhr. Entree 50 Pf. Borverkaufs Billets Sonntags teine Giltigkeit. Moabiter Gesellschaftshaus. Alt- Moabit 80 und 81. Täglich: Rixdorf, 84 Hermann- Straße 84. Donnerstag, den 20. Juli: Gr. Wohlthätigkeits- Konzert für die durch die Ueberschwemmung Verunglückten in Schneidemühl veranstaltet v. Musikdir. Hrn. Schwarz. Entree 20 f. Jeder Edeldenkende ist hierzu ganz ergebenst eingeladen. 991b Restaurant ,, Lindenhof" Stolpe 9836 Die Beerdigung findet am 20. d. M., Nachmittags 7 Uhr, von der Leichenhalle des neuen Jakobi- Kirchhofs in Brig statt. Augufte Pinkpank und Kinder. Montag, den 17. Juli, Vorm. 10 Uhr, starb nach achttägigem Krantenlager unfer lieber Kollege, der Buchdrucker Karl Pinkpank im noch nicht vollendeten vierzigften Lebensjahre. Die Beerdigung findet Donnerstag, Abends 7 Uhr, auf dem Neuen Jakobi- Kirchhof in Rixdorf( Hermannstraße) statt. Seine Freunde aus der N. B. 1139 9111 Friedrichsberg. 245/18 Sonntag, den 23. Juli, Vorm. 11 Uhr, im Saale des Herrn Spitzig, Frankfurter Allee Nr. 193: " Große öffentliche Volksversammlung für den Kreis Niederbarnim. Tagesordnung: 1. Vortrag des Reichstags- Abgeordneten Arthur Stadthagen über: Der Kampf gegen den internationalen Militarismus und Stellungnahme zum internationalen Kongreß in Zürich". 2. Diskussion. 3, Wahl der Delegirten [ 338/15] zum Rongreß. 4. Verschiedenes. Der Vertrauensmann. Am Montag erscheint: Verhandlungen und Beschlüsse des Internationalen Arbeiter- Kongresses Hiermit zur Nachricht, daß unser P Kollege, der Maschinenmeister Karl Pinkpank. am 17. d. M. gestorben ist. Die Beerdigung findet am Donnersindis zu Brüffel. 16. bis 22. August 1891. Preis 20 Pf. Angesichts des bevorstehenden Züricher Internationalen Rongresses, auf tag, Abends 7 Uhr, von der Leichen- dem eine Reihe der in Brüssel behandelten Fragen ebenfalls zur Verhand halle des Neuen Jakobi- Kirchhof, Brig lung tommen, wird diese nach den Berichten der Tagespresse angefertigte Bustatt. 9766 fammenstellung der Kongreßdebatten dem in den Kreisen der Genossen lebhaft Um rege Betheiligung bittet Der Vorstand d. Maschinenmeister. empfundenen Mangel eines offiziellen Kongreß Protokolls einigermaßen abhelfen. Verlag des Vorwärts, Berliner Volksblatt". SW ,, Beuthstr. 2. Vereins Gutenberg". " Todes- Anzeige. Noch langem und schwerem Leiden verstarb am 17. Juli mein innigst geliebter Mann, unser Vater, der Metallbrücker Julins Blume. Die Beerdigung findet am Donnerstag, den 20. Juli, Nachm. 5 Uhr, von der Charitee aus nach dem Sophien- Kirchhof, Gesundbrunnen, statt. 980b Die trauernde Wittwe nebst Kindern. Kranken- u. Sterbe- Unterstütungskaffe der Berliner Hansdiener. Den Mitgliedern hiermit die traurige Nachricht, daß unser Kollege Adolf König am 17. b. an Darmverschlingung plötzlich verstorben ist. 9776 Beerdigung Donnerstag, den 20. ds., Nachmittags 5/2 Uhr, vom Trauerhause, Moabit, Kirchstr. 28. Der Vorstand. Roh- Tabak Sumatra- Deckblatt v. 140 Pf. an, Java- UmTheater- und Spezialitäten Regelbahn u. Raffeefuche zur Verfügung. blatt u. Einlage v. 90 Pf. an, CarmenVorstellung, sowie Concert. Soeben erschien und ist durch die Buchhandlung des Vorwärts" zu beziehen: Die heilige Inquifition. Ein Beitrag zur Geschichte der christlichen Religion 4564L von Joh. Sassenbach. Elegant fart., 192 Seiten start, Preis 60 Pfennige, Auch in 4 Heften zu je 15 Bf. zu beziehen. Verlag von J. Sassenbach, Berlin N. 4, Invalidenstr. 145. Th. Keller's Hofjäger, Hasenhaide, BergmannstrassenEcke, 52/16 am kleinen Wannsee hält sich zu Ausflügen den geehrten Vereinen und Gesellschaften bestens empfohlen. Beluftigungen aller Art. Kremser am Bahnhof Wannsee. 4193L* A. Mattausch. Umblatt v. 100 Pf. an, sowie sämmtl. Gr. Extra- Garten- Concert. G. Elkhuysen, Alte Schönhauserstr. 5. Anfang 5 Uhr. Entree 15 Pf., im Vorverkauf 10 Bf. A. Froelich. Berantwortlicher Rebatteur: Wilhelm Schröder in Berlin. Drud und Verlag von Maz Bading in Berlin, SW, Beuthstraße 2, Hierzu zwei Beilagen Anfang 4 Uhr. Entree 30 Pf., refervirter Platz 50 Pf. 4127L* Helmuth Peters. anderen Sorten. Vereinszimmer zu vergeben. Jacob, Inselstr. 1. 9476 4035L* Hente, Donnerstag, den 20. Juli 1893: 1. Beilage zum„, Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 168. Die direkte Gesetzgebung durch das Volk. Die Schweizer Organisationen- Grütliverein, Gewerkschaftsbund und sozialdemokratische Partei haben zum Internationalen Sozialistischen Arbeiterkongreß den Antrag eingebracht: „ In Erwägung: gebers ist; „ daß das Gesetz das geschriebene Interesse des Gesetz„ daß bei der Gesetzgebung das Intereffe des ganzen Volkes maßgebend sein soll; machen; „ daß erfahrungsgemäß Vertretungskörper mehr die Kapitalisten als die Arbeiter vertreten und daher die Gesetze zu gunsten des Kapitals und zum Schaden der arbeitenden Klasse daß der Parlamentarismus überall da, wo er schrankenlos herrscht, zu Korruption und Volksbetrug geführt hat; ,, und daß nur durch direktes Eingreifen in die Gesetzgebung das Volk die Erkenntniß seiner Macht gewinnen kann, die zur Befreiung der arbeitenden Klasse nöthig ist, Donnerstag, den 20. Juli 1893. 10. Jahrg tionären Minderheit gegenüber einer großen indifferenten oder Saalfelder Wochenblatt". Er knüpft an seine Reminiszenzen gar feindlichen Masse nur von kürzester Dauer und nie im stande folgende Bemerkungen:" In vorstehendem schilderte ich in kurzen fein würde, durchgreifende, soziale Umgestaltungen durchzu- Umrissen das, was mir während meiner sechsmonatlichen Dienstführen. Eine revolutionäre Minderheit fann wohl unhaltbare zeit im Fußartillerie- Regiment Nr. 3 in Mainz zustieß. Ich wurde Gewaltherrschaft stürzen und dadurch einer freien Entwicklung feinerzeit wieder entlassen, weil ich noch einiges aus meiner Bahn brechen; sie kann und soll natürlich auch die Initiative zu Thätigkeit als Redakteur( aus der Zeit, ehe ich eingezogen wurde) Neugestaltungen ergreifen, durchzuführen werden aber diese Neu- auf dem Kerbholz hatte. Nachdem ich nun das damals fällige organisationen nur dann sein, wenn die Mehrheit des Volkes und noch einiges andere abgemacht" habe, bin ich jetzt in diesem sich dafür erklärt hat. ich ersten Grundlagen aller sozialen Attionen Artillerie- Abtheilung. Ich werde nicht verfehlen, nach Volksbeschlüsse sind die Jahre abermals ausgehoben worden und zwar zur 2. Matrosens Beendigung meiner Dienstzeit zur See, den Lesern undichern allein deren Durchführung. Die sozialdemokratische Arbeiterschaft tann ihre Befreiungs- dieses Blattes meine dort gemachten Erfahrungen aufgabe nicht mit den alten Mitteln des einst revolutionären zum besten zu geben. Mag die neue Dienstzeit bringen Bürgerthums erfüllen. Dieses hatte nur alte Schranken nieder- was sie will, mit ruhigem Blute werde ich dieselbe ertragen. zureißen, um der ungezügelten kapitalistischen Wirthschaft den Was mir als bekannter Sozialdemokrat bevorsteht, ich weiß Weg zu öffnen. Was dem Siegeslauf der fapitalistischen Pro- e3, und die Absicht des bei der diesjährigen duktionsweise im Wege stand, das waren die morschen Ueberreste Aushebung thätigen Generals, mich in anbetracht der mittelalterlichen zünftig- feudalen Organisation. Den Auf- meiner vielen Vorstrafen( während meiner Thätigkeit als ReBürgerthum nicht für seine Aufgabe, denn bau einer neuen sozialen Organisation hielt das revolutionäre dakteur) in eine Strafabtheilung einzureihen, beweist sich auf das freie Spiel der wirthschaftlichen Kräfte, auf die sein werde." es verließ am besten, wie ,, angesehen" ich in meinem fünftigen Dienstverhältniß Bravo! ökonomische Anarchie, die zur besten der Welten führen sollte. würde diese nichts hinterlassen, als einen zu wirthschaftlichen Auf- Zeit außerordentlich gefährdet. Vor allem find es natürlich die Bei einem Zusammenbruch der bürgerlichen Gesellschaft Die Sitte erscheint unseren Behörden in gegenwärtiger gaben unfähigen Staat, der sich nicht mehr halten tönnte, und Arbeiter, auf die die Polizei ein wachsames Auge haben muß, eine in ihre Atome zerstiebende Gesellschaft. Es ist allein Auf- damit sie, die der Sozialdemokratie bereits mit Haut und Haar gabe der arbeitenden Klaffe, eine neue Organisation der Gesell- verfallen, in ihrer Sünden Maienblüthe nicht auch noch in die schaft vorzubereiten. Der Anfang der wirthschaftlichen Organi- Hände des Wolluftteufels gerathen. Man denke! Wollte da die sation ist in den Gewerkschaften gegeben. Die politische Organi Dortmunder Filiale des Metallarbeiterverbandes am letzten Sonntag Das denkende Proletariat ist darüber längst klar geworden, fation wird vorbereitet durch die direkte Gesetzgebung durch das ihr Stiftungsfest unter anderem durch die Aufführung des bekannten daß es sich in allen politischen Kämpfen weniger um ideale Bolt. Zyklus lebender Bilder„ Der Ausgewiesenen Heimkehr" begehen. Grundsäge, als um materielle Klasseninteressen Es versteht sich von selbst, daß die direkte Gesetzgebung durch Doch rechtzeitig fiel die Polizei der geplanten Orgie noch in handelt. Die idealen Grundsäße" sind nur der Deckmantel, der das Volk für alle Unterabtheilungen des Staates durchzuführen den Arm und machte dem Vorsitzenden des Verbandes ihren von den bürgerlichen Parteien vorgehängt wird, damit das ist, von der Gemeinde an bis zum Bundesstaat, und daß damit ethischen Standpunkt in folgendem Schriftstück klar: Volk über die dahinter verborgenen Klaffeninteressen getäuscht eine möglichst weitgehende Bewegungsfreiheit für diese Unterwerde und sich, so lange es eben geht, beherrschen und aus- abtheilungen zu erobern ist. benten lasse. ,, erklärt es als eine Vorbedingung für die Aufhebung jeder Klassenherrschaft, daß die arbeitenden Klaffen als fräftigstes politisches Kampfmittel für die direkte Gesetzgebung durch das Volk eintreten, bei der das Volk das Vorschlagsrecht für die Gesetze( Initiative) und das Abstimmungsrecht über die Gesetze ( Referendum) ausübt." Der Antrag ist, wie folgt, begründet: treten. * = Auf das Gesuch vom 12. d. M., hier eingegangen am 13. cr. Nachmittags, um Erlaubniß zur Feier eines Metall- und FabrikDie direkte Gesetzgebung durch das Volt hat ihren Ursprung Arbeiter- Festes am Sonntag, den 16. d. M., von 3 Uhr ab im Das politische Mittel, mit dem die Klassenherrschaft in jenen Zeiten, in denen die Völker noch in kommunistischen Kühn'schen Saale, gereicht Ihnen hiermit zum Bescheide, daß betrieben und das kapitalistische Klasseninteresse gestützt wird, ist Stammes- und Geschlechtsverbänden lebten. Ueberreste dieser dasselbe nicht gestattet werden kann. Der verbindende Text der der Parlamentarismus: Die Ausübung der Gesetzgebung alten Demokratie sind noch in den Landsgemeinde Kantonen der zur Aufführung bestimmten lebenden Bilder erregt in fitt. durch eine sogenannte Volksvertretung. Selbst in den Ländern, Schweiz zu treffen, wo das Volk noch unter freiem Himmel seine licher Beziehung Anstoß. Zur Gestattung einer Tanzdie das allgemeine, gleiche, direkte und geheime Wahlrecht be- Geseze beschließt und seine Regierung wählt. Der erste Normal- luftbarkeit liegt keine Veranlassung vor. Schmieding." fizzen, vertreten die Parlamente feineswegs das Volk nach seiner Arbeitstag auf dem Festlande wurde von der Landsgemeinde des Leider muß es gefagt werden, daß die schamverlegenden wirthschaftlichen Zusammensetzung. Das Volk ist in feiner Kantons Glarus beschlossen. Eine moderne Form erhielt die lebenden Bilder in Berlin im letzten Winter häufig, einmal großen Mehrheit besiglos; im Parlament aber find bis jetzt direkte Gesetzgebung durch Sozialdemokraten. Es ist hier am sogar vor 6000 Personen aufgeführt worden sind. Wie sehr das immer und überall die besitzenden Klassen fast ausschließlich ver- Plate, Morig Rittinghausen von Köln zu nennen, der Gemüth der Berliner durch diese Aufführung verdorben worden zuerst 1850 in Paris in französischer Sprache diese ist, giebt so recht das letzte Wahlresultat zu erkennen. Zwar Woher kommt das? Bei den Wahlen hat das Volt Per- Forderung als eine sozialdemokratische aufstellte und scheint das von der Polizei ausgesprochene Verbot noch nicht sonen auszuwählen. Diese Personen oder deren Parteien ver- mit Viktor Confiderant dafür wirkte; später schrieb er seine volle Wirkung ausgeübt zu haben, denn wie uns unser sprechen stets vor den Wahlen, daß sie nur die Interessen des auch in deutscher Sprache, und ſeit dem Jahre 1869 Korrespondent mittheilt, sind die Arbeiter in Dortmunds UniBoltes vertreten wollen. Die große, noch unwissende oder hat die sozialdemokratische Partei Deutschlands die direkte Gesetzgebung begierig, den Kampf mit dem Bösen aufzunehmen. Sie politisch ungeschulte Masse, namentlich auf dem Lande, läßt sich gebung durch das Volt auf ihrem Programm, nachdem sie vorher werden daher aller Orten sich durch Aufführung des Werkes von durch solche allgemeine Versprechungen bethören, besonders schon in mehreren Schweizerfantonen, vor allem in Zürich, prat- dessen unsittlicher Tendenz zu überzeugen suchen und wenn wenn sie noch mit pomphaften Programmen und tönen- tische Gestaltung angenommen hatte. es ihnen irgend möglich ihre sittliche Entrüstung alsdann auch den Proklamationen dekorirt sind. Diese beschränkte Masse wird Zwei Elemente bilden die direkte Gefeßgebung durch das fräftig zum Ausdruck bringen. auch durch den Besitz, den Nameu, das Ansehen in der bürger- Volt: Das eine ist die Anregung, das Vorschlagsrecht lichen Gesellschaft geblendet und wählt danach, und zwar nach des Volkes, die Initiative; das andere ist der Beschluß, Die Nache der Hurrahpatrioten. Großes Aufsehen veralteten, ungerechten Wahlsystemen. das Abstimmungsrecht des Volkes, das Refe- erregt in Waldenburg, wie die Voff. 3tg." mittheilt, die Nun ist es eine dem denkenden Proletariat längst bekannte rendum. „ Ausstoßung" zahlreicher Mitglieder aus dem Kriegers Thatsache, daß das Gefeh nur das geschriebene Interesse Die Initiative ist das einem Bruchtheil( z. B. dem verein und dem Reichstreuen Bergarbeitera des Gesezgebers ist. Die von den Parlamenten gemachten Ge- 20. Theile) des Volkes zustehende Recht, Geseze oder Be- Verein wegen ihrer Haltung bei der Reichstagswahl. setze können gar nichts anderes sein, als die geschriebenen lassenschlüsse vorzuschlagen, die der Volksabstimmung unter- Die Ausgestoßenen" werden den Schmerz schon zu verinteressen der besigenden Klassen, die in den Par- breitet werden müssen. winden wissen und dafür sorgen, daß es in Vereinen dieser Art Iamenten die Mehrheit haben. Nur wenn die verschiedenen Das Referendum ist das Recht des Voltes, über überhaupt bald nichts mehr auszustoßen" giebt. Schichten der besigenden Klassen über ihre Sonderinteressen in jedes Gesez abzustimmen. Kein Gesetz darf auch nur Streit gerathen und genöthigt sind, sich um die Unterstützung der provisorisch in Kraft treten, ehe es von der Mehrheit der Ab- Zum Delegirten für den Züricher Kongreß wurde in arbeitenden Klasse zu bewerben, dann fann bei der Gelegenheit stimmenden angenommen wurde. einer am Sonntag in Köln abgehaltenen Volksversammlung auch ein Gesetz erlassen werden, das dem dringendsten Begehren Es entspricht der direkten Gesetzgebung durch das Volk, daß der Genoffe Meist gewählt. Er wird Köln Stadt und Land, der Arbeiterschaft entgegenkommt. Sonst aber gehen Parlamente auch die Verwaltungs- und Gerichtsbehörden sowie Koblenz und Aachen- Stadt vertreten. Mühl= nur dann auf Forderungen des Proletariats ein, wenn sie von durch das Volk direkt und proportional geheim- Wipperfürth entfendet den Genossen Kensen= einer Revolution bedroht sind und glauben, nur durch Nachgeben wählt werden. heuer als Vertreter nach Zürich. Von Braunschweig sich retten zu können. Zur Aussicht über Verwaltung und Rechtspflege, sowie zur aus wird& alwer delegirt. Der Parlamentarismus, das Mittel, mit dem die besigenden Vorberathung und Redaktion der Gesetze mögen dann auch noch Klaffen ihre politische Herrschaft behaupten und gleichzeitig ihre den jezigen Parlamenten ähnliche Vertretungskörper, ebenfalls Todtenliste der Partei. Ein treuer Anhänger unserer wirthschaftlichen Klaffeninteressen zur alleinigen Geltung bringen, direkt und nach Proportional- Wahlsystem, gewählt werden; fie Partei, Gottlieb Hartmann, ist in Elsterberg gestorben. Derfelbe ist die Ursache, daß die Gesetzgebung selbst in den fortgeschrittensten haben aber neben Initiative und Referendum nur noch unter- war zu wiederholten Malen in den Stadtgemeinderath gewählt Staaten in einem grellen Widerspruche mit der geordnete Bedeutung. Die Hauptgewalt liegt dann und hat stets des allgemeinen Vertrauens sich würdig gezeigt wirthschaftlichen Entwickelung steht. Schon beim Volke und die sozialdemokratischen Par- und auch während des Sozialistengesetzes war er stets mit auf längst hätten die Fortschritte der Technik und der teien werden in der Initiative ein mächtig es dem Posten. Ehre seinem Andenken! tapitalistischen Produktionsweise die Einführung des Acht- Mittel besigen, um ihre Postulate direkt vor stundentages ermöglicht, ja fogar geboten, um die industrielle das Volk und zur Geltung zu bringen. Das Reserve- Armee einzuschränken, aber die Parlamente denken gar Volt wird es dann in der Hand haben, die Klassenherrschaft zu nicht an die Einführung dieser Reform. Die Ausbeutung der brechen und sich bessere gesellschaftliche Zustände zu schaffen. Völker durch Schußzölle steht im ärgsten Widerspruch Alles für das Volk und alles durch das Volt! mit der für den Weltmarkt eingerichteten kapitalistischen Produktionsweise, aber die Parlamente tommen nicht dazu, dieses Raubsystem abzuschaffen. Der Militarismus und die ständige Kriegsbereitschaft ist der reinste Hohn auf die weltbürgerliche Tendenz der kapitalistischen Produktionsweise; jedermann sieht, daß dieser Wahnsinn alle Staaten Europas zum Bankerott treiben muß, aber die Parlamente sind überall die Ein nationalliberal- konservatives Banditenstücklein treuesten Stüßen dieses Systems, da sie in den stehenden Heeren aus dem letzten Wahlkampf bringt die Frtf. 3tg." zur öffent viel weniger den Schuh gegen auswärtige Feinde, als ein Boll- lichen Kenntniß. Sie schreibt: In Freiburg hatten die Sozialwerk gegen die Revolution des Proletariats erblicken. demokraten bekanntlich vor der Stichwahl Wahlenthaltung proEs gilt nun, eine Form der Gesetzgebung zu erobern, in flamirt, ihr Kandidat bei der Hauptwahl, Dr. Köhler, erließ der das Volk selbst über die Fragen der Gesetzgebung jedoch eine öffentliche Aufforderung, für den Zentrumskandidaten entscheidet und auch selbst Gesezesvorschläge macht. In Per- Marbe zu stimmen. Dem gegenüber erschien nun ein Aufruf: sonenfragen wird das Volk stets leicht irre zu führen sein, An die sozialdemokratischen Wähler", in welchem dringend vor in Sachenfragen wird es sehr bald lernen, sein wirkliches den Schwarzen" gewarnt wurde. Die Kundgebung schloß: Interesse zu verstehen und geltend zu machen. Es ist gar fein Wähler, Parteigenossen, wer heute für den Schwarzen stimmt, Zweifel, daß z. B. die Frage des Militarismus von allen Bölfern begeht den ehrlosesten Verrath an seiner heiligen Sache; deshalb Mittel- und West- Europas in furzer Zeit derart gelöst würde, nochmals: Wahlenthaltung!" Daß die Sozialdemokraten trotzdem daß ganz Europa von einem schweren Druck erlöst wäre. Ein zum großen Theil für Marbe stimmten, ist bekannt, zweifelhaft solches Europa hätte das zarische Rußland nicht nur nicht mehr aber ist es bis zur Stunde geblieben, wer jenen Aufruf verfaßt zu fürchten, deffen Absolutismus müßte sogar tapituliren, und und verbreitet hat. Die Sozialdemokraten wiesen die Urhebereiner freien Entwicklung wären die Wege gebahnt. Welch' ge- schaft mit großer Entrüftung zurück; auch die liberale Partei waltiges Stück Revolution läge nur in diesem einzigen Volks- leitung versicherte hoch und theuer, nichts von dem Machwerk beschluß! gewußt zu haben. Die Zentrumpspresse griff die Sache wiederDie dirette Gefeßgebung durch das Bolt 1st holt auf und wies dieser Tage mit Namensnennung nach, daß das politische Instrument, mit dem die arbeitende eine Reihe liberaler Größen sich die Verbreitung und AusKlasse ihre Befreiung und die Abschaffung der Klassenherrschaft beutung dieses Schriftstücks, welches natürlich hinterbrein vererfämpfen kann; sie ist die organisirte Dittatur des leugnet wurde, angelegen sein ließ. Auf wiederholtes Drängen Proletariats. erklärt nun endlich die Breisganer Zeitung", daß ein„ der Dabei ist zweierlei vorauszusehen: tonservativen Richtung huldigender Herr auf Erstens, daß die Mehrheit des Voltes seine allgemeinen eigene Faust und ohne irgend welches Vorwissen der liberalen Interessen besser wahren wird, wie die Parlamente. Es wurde Parteileitung jenes nicht zu billigende Schriftstück verfaßt und das soeben an der Frage des Militarismus zu zeigen gesucht. veröffentlicht hat". Der Name dieses Herrn wird leider vom Aber wenn auch das Volk im Anfang einige Unbeholfenheit Freiburger Amtsverkündiger verschwiegen, gewiß in Anzeigen würde, so wird es sehr bald lernen, Sein eigener rechnung des bekundeten guten Willens; ebenso vermissen wir einer Aeußerung des Stadtschulrath Bertram zufolge, nicht Echaden wird es flug machen. Während man die Mehrheit eine Aufklärung darüber, wie jene hervorragenden National- gesundheitsschädlich, sondern eher gesundheitsfördernd wirken. eines Parlamentes faufen und forrumpiren kann, ist dies bei liberalen, wenn sie auch nicht gerade der Parteileitung an- Herr Bertram stellte diese überraschende Behauptung einst in einem Volfe unmöglich. Bald aber stellt sich beim Volte gehören, dazu kommen, das Plakat zu verbreiten." Die Gefell- einer Stadtverordneten- Sizung auf, als die sozialdemokratischen das stolze Bewußtsein ein, daß sein Wille schaft" ist überall dieselbe. Der Zweck heiligt ihr die Mittel Stadtverordneten über die in den Gemeindeschulen herrschende allein maßgebend ist, und dieses Bewußtsein ist von und wenn sie Lug und Trug sind. emanzipatorischer Bedeutung; es führt auch zum Willen, sich ölonomisch und sozial zu befreien. " Parteinachrichten. Wie man mit Sozialdemokraten in der Ferienkolonie Zweitens ist vorauszusetzen, daß die Diktatur einer revolu- umgeht, schilderte Genosse Becker in dem von ihm redigirten Tokales: Bei der Spandauer Berg- Brauerei haben weiter abbestellt: Kloz, Stein- und Gormannstraßen- Ecke. Schröder, Wallstr. 76. E. Renter, Swinemünderstr. 45. W. Botführ, Beussel und Wittstockerstraßen- Ecke. C. Bittermann, AltMoabit 125. Müller, Birkenstr. 54. Allee. In Charlottenburg Meier, Chaussee- und Boyenstraßen Ecke. Obiges Bier schänken weiter aus: Engel, Seydelstraße 20. Hamann, PrinzenRessource, Kommandantenstr. 57. Bacherias, Louisen- Ufer 2. Wustracht, Markthalle 7, Dresdener Buckowerstraße. schänken folgende Restaurateure obiges Bier: giebt seinen Saal auch nicht zu Versammlungen her. Spandauer Berg: Suchrow. Halm. Horn. Virl. Letzterer Spandauerstraße: Brachwiz. Haase. Jarosch. Gasthof zur Sophie Charlottenstraße: Krüger. Rühlbrock. Ulbrich. Fender. Potsdamerstraße: Theiß und Bonnet, Dankelmannstraße: Baldermann. Krone. Schüßenhaus. Knobelsdorferstraße: Kraaß. Neuendorf. Prill. Bernhard Zeinert. Tegler Weg: Lange( Waldkater). Kaiserin Augusta Allee: Braasch. Diekmann. ( Ecke Wallstraße). Halm., Pierau. Ulbrich. Wilmersdorferstraße: Pohlmann. Schuler. Kühl. Däumig Kaiser Friedrichstraße: Koch. Werner. Berlinerstraße: Papriß. Grewoldt. Teichert. Hoffmann. Wilhelms- Play: Aschenbrenner. Krüger. Spreestraße: Glaser. Krnmmestraße: Greulich. Die Lotal- Kommission: J. A.: J. Wernau, Rosenstraße 30. Der Aufenthalt in den Berliner Gemeindeschulen soll, schlechte Luft und andere sanitäre Mißstände Klage führten und die Anstellung von Schulärzten forderten. Die im Gemeindeschuldienst beschäftigten Herren Gindler und Stephan haben in ihrer kürzlich an dieser Stelle besprochenen," Die Weltstadt I " | " " gegen Vernunft und Berlin" betitelten Heimathkunde" ihren Borgesetzten noch über überhaupt nur mit einer lächerlich geringen Anzahl von Büchern Fürstenberg. Die Bedingungen sollen gelautet haben: ge= beten und die Berliner Gemeindeschulen„ Paläste" genannt, eine ausgestattet; daraus dürfte sich der geringe Umsatz erklären. zogene Pistolen, fünf Schritt Barriere und dreimaliger KugelBezeichnung, die Graf Brühl bereits vor einigen Jahren im Der Berwaltungsbericht verschweigt leider, wie viel Bände wechsel. Glücklicherweise wurde keiner der Duellanten verpreußischen Abgeordnetenhause auf die Dorfschulen angewandt in jeder Abtheilung vorhanden waren. Wenn man wundet. Die Veranlassung zu dem Duell soll eine Dame gebat. Wir wissen, daß man in den Kreisen der Berliner Gemeinde- ein richtiges Bild von den städtischen Voltsbibliotheken wesen sein. schul- Lehrer und Lehrerinnen für die famosen Schulpaläste" der empfangen soll, so ist diese Angabe mindestens ebenso nothwendig Leider ist bei unserer bumanen" Gesetzgebung nicht Weltstadt Berlin viel weniger begeistert ist, als die Herren wie die Zahl der in jeder Abtheilung verliehenen Bände. zu erwarten, daß dieses Verbrechen Gindler und Stephan, und daß man auch an ihre gesundheits- In den Katalogen mehrerer Boltsbibliotheken, die dem Schreiber und Sittlichkeit eine angemessene Sühne erfährt," be ördernde Wirkung trotz der Versicherung des Stadt- Schulrathes dieser Beilen zu Geficht gekommen sind, waren in der oben gemerkt hierzu die ultramontane Germania". Der Vorwurs nicht glauben mag. Ein interessantes Schlaglicht auf diese Ver- nannten Abtheilung nicht nur sehr wenig Bücher zu finden, fon- gegen die" Sumanität" der Gefeßgebung wird gerade von den hältnisse werfen die Verhandlungen der letzten Sitzung des dern diese waren auch meist alte, werthlofe Scharteten. Der Kreisen, welche das Duell pflegen, erhoben. Diese verlangen die Verein Berliner Volksschullehrerinnen". In dieser Sigung sind Verwaltungsbericht sagt: Die Zahl der Bände nimmt ab, weil schärfften Buchtmittel gegen etwaige Grzeffe, ja überhaupt gegen nach einem Vortrage und lebhafter Debatte über„ Die Reform die Verwaltung darauf bedacht ist, die Bibliotheken von den in jede freie Lebensäußerung des Arbeiters. Die Prügelstrafe, der Berliner Gemeindeschulen" eine Anzahl Thefen angenommen ihnen aufgehäuften veralteten und werthlosen Werken zu befreien." welche fie verlangen für Rohheiten der Arbeiter, wäre, wenn sie worden, deren eine lautet:" Die Schulräume, Turnhallen, Wenn man dabei mit der wünschenswerthen Gründlichkeit ver- eingeführt werden sollte, in erster Reihe angebracht gegen alle Korridore, Treppen und Klosets" müssen täglich gefegt und feucht fahren wollte, so würden nicht viel Bände übrig bleiben. Die an einem Duell Betheiligten, gegen Duellanten, wie Kartellgewischt und einmal in der Woche mit Seife gescheuert werden. städtischen Volksbibliotheken können so, wie sie bisher gewesen sind, träger und Sekundanten. Wir bewundern nur die Stirn, mit Thüren, Fensterrahmen, Wandbekleidungen und alles Inventar auf den Namen„ Bibliothek" überhaupt keinen Anspruch machen. welcher dieselben Kreise ihren fittlichen" Born gegen die Armüffen alle 14 Tage mit Seife gereinigt und die Fenster geputzt Sie find weiter nichts als ein Sammelsurium von Büchern, beiter fehren, welche ihre Ehre darin suchen, sich über die Gewerden. Der Staub muß täglich, vor Beginn der Schulstunden, die billig, aber wahl- und kritiklos aufgekauft oder von„ Gönnern" feße des Staates, der Religion und der Sittlichkeit hinwegmittels eines feuchten Tuches von allen Gegenständen, vor- gefchenkt worden sind, die froh waren, ihre werthloje Matulatur zusehen. springenden Kanten, Treppengeländern zc. entfernt werden u. f. w." auf gute Manier los zu werden. Deshalb hat auch die 3 ah! Aus diesen Forderungen fann Herr Bertram ersehen, der Entleiber von Jahr zu Jahr abgenommen. Wieviel diesmal Zwei Fälle von Grkrankungen unter cholera wie weit in den von ihm gepriesenen Gemeindeschulen die ihre Belehrung dort gesucht haben, verschweigt der Bericht eben- ähnlichen Erscheinungen sind am gestrigen refp. heutigen Sauberkeit nicht reicht. Wenn diese einfach selbstverständlichen falls. Wahrscheinlich sind es wieder weniger geworden. Auch Tage der Polizei gemeldet worden. Der erste Fall betrifft eine Forderungen bereits jetzt erfüllt würden, dann wären fie schwer- die Gruppirung der Entleiher nach Berufsarten sucht man ver in der Schönleinstraße wohnende Frau, bei welcher die seit gestern lich aufgestellt worden. Herr Bertram steht dem Verein Ber- geblich. Die arbeitende Bevölkerung dürfte sich immer mehr von aufgetretenen Erscheinungen sofort als die Folgen eines liner Volksschullehrerinnen" noch unfreundlicher gegenüber, als diesen„ Bibliotheken" zurückgezogen haben. Ob der Bücherbestand Darmtatarrhs tonstatirt wurden. dem Berliner Lehrerverein". Er hat sich vor mehreren Jahren, durch Ergänzungen wieder auf die frühere Höhe gebracht werden in der Nacht eine in dem Hause Steinstraße 11 wohnende Frau als die Gründung des Lehrerinnenvereins stattfand, sehr un- foll, erscheint fraglich. Die Bemerkung: Die Zahl der Bände Bimmermann; da die Natur des choleraähnliche Erscheinungen gehalten darüber gezeigt und den Lehrerinnen unverholen gesagt, nimmt ab", deutet nicht darauf hin. Die Gesammtausgaben für zeigenden Leidens nicht gleich zu erkennen war, wurde Frau 3. daß er ihren Verein für überflüssig halte. Diefe Vereine haben Berwaltung und Unterhaltung betrugen in 1892/93 nur 32 255., in dem für solche Fälle reservirten Lück'schen Krantenwagen nach der allerdings das Unbequeme, daß sie sich gelegentlich doch einmal der Zuschuß aus Gemeindemitteln nur 24 300 M. bakteriologischen Abtheilung der Charitee befördert. Wenngleich hier die Untersuchung noch nicht abgeschlossen ist, kann man doch annehmen, daß da das maßgebende Zeichen für Cholera, Reißwasser fehlt nur Brechdurchfall vorliegt. Wie wir an dieser Stelle noch bemerken wollen, ist die Zahl von Erkrankungen an Brechdurchfall trotz der ungünstigen Witterung in Berlin außerordentlich klein. " J der " In der Privat- Beleidigungsfache des Journalisten Hugo Friedländer wider den Journalisten Gustav Meyer geht uns folgende gerichtlich protokollirte Erklärung zu, zu deren Veröffentlichung der Kläger Friedländer laut gerichtlichen Vergleichs von dem Angeklagten Meyer ermächtigt worden ist: Jch Gustav Meŋer erkläre, daß ich mit meinem, an verschiedene hiesige Zeitungs- Redaktionen gerichteten, in Nr. 175 der Beilage zum Vorwärts" vom 29. Juli 1892 auszugsweise veröffentlichten Briefe vom 18. Juli 1892 den Herrn Hugo Friedländer nicht als Polizeispitel und Spion habe hinstellen wollen." Außerdem erkrankte zu der Annahme von Thesen und Resolutionen emporschwingen, in denen ein bischen aus der Schule geplaudert" wird. Das aus der Schule Plaudern" fann aber Herr Bertram nicht lei ben; er hat es sich wenigstens in einer anderen Stadtverordneten Sigung ernstlich verbeten. Er wird dem Lehrerinnenverein für die in der Resolution zum Ausdruck gelangte Reinmache Wuth" ficherlich weniger dankbar sein als wir. Einen weiteren intereffanten In der Farkas'schen Angelegenheit erfahren wir, daß Beitrag zur Beurtheilung sanitären Verhältnisse der Berliner Gemeinde Schulen, gegen die Mutter der Josephine Farkas, Katharina Farkas geb. liefert eine der Zeitschrift für Schulgesundheitspflege" entGelent, welche mit ihrer Tochter Alice nach Gotha gereist war, nommene Notiz, welche gerade jetzt die Runde sogar durch einen gleichfalls Haftbefehl und zwar wegen Hehlerei an denjenigen Theil der bürgerlichen Preffe macht. Danach hat man die Luft Geldern und Werthsachen, die Josephine Farkas von der Frau Justizrath Engelmann erlangt hat, erlassen worden ist, da sie als in den Gemeindeschulen auf ihren Kohlensäuregehalt untersucht. Die Ergebnisse dieser Untersuchungen sind recht ungünstig ausDie Freie Volksbühne" hat am Sonntag, 23. Juli, ihr Ausländerin fluchtverdächtig erscheint. Da die Verhaftung der gefallen. Bei der 1. Gemeindeschule 3. B. ergaben von 19 Unter Stiftungsfest in dem Etablissement Schloß Schönholz". Es ist Frau Farkas bereits in Gotha erfolgt ist, steht ihre Einlieferung Gegen Alice fuchungen 1 gute, 8 fchlechte, 8 sehr schlechte und 11 äußerst Fürsorge dafür getroffen, daß die Mißstände, welche bei dem Fest in das hiesige Untersuchungsgefängniß bevor. schlechte Luft. In der 166. Gemeindeschule, welche besonders der Arbeiter- Bildungsschule am 9. d. M. zu vielfachen Klagen Farkas, welche Gothaische Hopfopern- Sängerin ist, liegt nichts schlechte Luft. In der 166. Gemeindeſchule, welche besonders günftig liegt, ergaben von 34 Untersuchungen 26 gute, 7 schlechte Anlaß gaben, beseitigt werden. Das Festprogramm, das bereits vor. Letztere hat den Rechtsanwalt Dr. Friß Friedmann als und 1 sehr schlechte Luft. In der 21. und 24. Schule ergaben im Annoncentheil mitgetheilt ist, läßt uns mannigfachen heitern Wertheidiger für ihre Mutter angenommen. von 31 Untersuchungen 18 gute, 8 schlechte, 1 sehr schlechte und und erhebenden Genuß erwarten. Am Dienstag Abend gegen 8 Uhr sprang der Arbeiter 4 äußerst schlechte Luft." Der Aufenthalt in den Gemeindeschulen wirft gesundheitfördernd", sagt Herr Bertram. In der Widergesetzlich aufgelöst wurde eine am 6. Juni im Fey- Herrmann Wadrow in die Fluthen des Nordhafens und ging 1. Gemeindeschule( Linienstraße 162) muß diese Wirkung ganz schen Lokale in der Brunnenstraße stattgehabte öffentliche Ber- fofort unter. Mehrere Schiffer, die in der Nähe mit ihren Fahrbesonders zu spüren sein. Vielleicht versucht man es nächstens fammlung. Als Grund der Auflösung gab ber dieselbe überzeugen anferten, hatten die That des Lebensmüden mit angesehen, auch einmal mit einer gründlichen Prüfung und wissenschaft. wachende Polizeibeamte die Anwesenheit von Frauen an. Auf und es gelang ihnen, den Wiederauftauchenden zu retten. Der lichen Analyse des Staubes und Schmuzes, gegen den die gegen diese ungesetzliche Auflösung erhobene Beschwerde erging bereits bewußtlose W. wurde zunächst nach dem 58. Polizeirevier Lehrerinnen nach der Scheuerfrau rufen. Lohnen würde es sich ein Bescheid des Polizeipräsidenten, wonach dieser die Beschwerde gebracht und von da aus mittels Kopp'schen Krankenwagens nach für begründet erachtet und den betreffenden Beamten mit ent- der Charitee überführt. ganz gewiß. sprechender Weisung" versehen hat. Es ist dieses eine schwache Als die schöne Minna" wird fortgefeßt die 30-35 Jahre Genugthuung für die Einberufer und Theilnehmer der Versamm alte Frauensperson refognoszirt, die vorgestern Vormittag um lung, die Zeit, Mühe und Kosten unnüz verschwendet haben. 111/2 Uhr an der Bellealliance- Brückte todt aus dem Wasser ge( Wir bemerken hierbei, daß der betreffende Bescheid durch den Empfänger uns erst gestern zugestellt ist, und bitten wir unsere ogen und, nach einer um die Hüften geschnallten Ledertasche zu Genossen, dergleichen Schriftstücke, deren Veröffentlichung im all- schließen, als eine Handelsfrau angesehen wurde. Wer unter dem Namen Schöne Minna" zu suchen ist, konnte bisher nicht festgemeinen Interesse liegt, uns doch stets sofort zukommen zu lassen. gestellt werden. Nur so viel ist bekannt, daß die Person in der Hennigsdorferstraße oft gefehen worden sein soll. Diese Personal= Das Aeltesten Kollegium der Berliner Kaufmann schaft. Die Krisen in unserem wirthschaftlichen Leben, die jährlich Tausende nicht nur an Geld, sondern an Menschenleben verschlingen, wie ein Blick auf die Konkursstatistiken lehrt, find stets ein heikler Punkt für unsere Bulgärökonomen gewesen. Wegzuleugnen sind sie nicht, die Schlachtopfer liegen vor ihnen aber sie zu beschönigen und mit unwandelbaren, Die Red.) g natürlichen Gesetzen der Wirthschaft" zu erklären versuchen sie Für„ echt jüdisch", was nach antisemitischem Wörterbuch feststellung ruft unwillkürlich eine Grinnerung an die ermordete wenigstens. Daß der Charakter der augenblicklichen Produktionsweise die den höchsten Grad der Gemeinheit bezeichnet, wurde in der Rezlaff wach, die irriger Weise von zahlreichen Personen als die mörderische Anarchie unserer Wirthschaftsverhältnisse mit sich gestrigen Versammlung des Deutschen Antisemiten- Bundes das Lumpensammlerin Susanne" bezeichnet wurde, bis die in Driesen bringt, daß ein vergleichender Blick auf die Geschichte der Krisen Berhalten Stöcker's bezeichnet, der gegenwärtig in seinem wohnende Mutter ihre Tochter refognoszirte. bis zu den siebziger Jahren und nach diesen auch für ein Volt" das Blaue vom Himmel herunterschimpft über Böckel, blödes Auge genügt, um den Kapitalismus als Ursache Ahlwardt, Förster, die„ Staatsbürger- Zeitung" und über sämmt erkennen zu lassen, das wollen sie nicht sehen; benu liche Antisemiten, die sich von seiner Führung losgesagt haben. in diesem Falle müßten sie die Unmöglichkeit zugeben, Die Wuth über sein verlorenes Reichstagsmandat fennt feine länger so fortzuwirthschaften, müßten sie, welch' Gedanke! das Grenzen; alle Hebel hat er angesetzt, in der Heße sich selbst überUebergehen in die gesellschaftliche Produktion als einziges Heil- boten, selbst vor den ärgsten Denunziationen hat er nicht zurück gebebt, um wenigstens bei der Nachwahl in Neu- Stettin seinen Gegenfandidaten Dr. Förster zu verdrängen, und alles dieses nur, um auch hier wieder bei der gestern, 18. Juli, stattgehabten Nachwahl eine schimpfliche Niederlage zu erleiden. mittel empfehlen! Wie sich aber die Bourgeoisherzen drehen und winden, um dieses Geständniß zu vermeiden, zeigt eine Stelle aus der Einleitung des Jahresberichts, den die Weltesten der Berliner Kaufmannschaft fürzlich dem Publikum unterbreiteten: zeugen werde." Vor etwa zwei bis drei Wochen war im Jagen 86 des töniglichen Forstes bei Grünau ein unbekannter Mann erhängt gefunden worden. Die Leiche mußte beerdigt werden, ohne daß die Feststellung der Person gelungen war. Nunmehr ist die Rekognoszirung des unbekannten Selbstmörders auf grund der Kleidungsstücke des Lebensmüden nachträglich erfolgt. Der Todte ist ein feit langer Zeit vermißter Unteroffizier Dom 13. Dragoner- Regiment. Derfelbe war, nachdem er seine uniform mit einem Zivilanzuge vertauscht, nach Köpenick geDie Dame war am gestrigen Abend daselbst eingetroffen, hatte sich ein Zimmer gefolge der Detonation Kellner herbeieilten, fanden sie die Bemiethet und gegen Mitternacht bie That ausgeführt. As inbauernswerthe blutüberströmt auf dem Fußboden liegend, den Revolver in der rechten Hand haltend. Die Unglückliche hatte sich eine Kugel in die rechte Schläfe gejagt, das Geschoß war im Schädelknochen stecken geblieben. Frau M. wurde mittels Koppfchen Krankenwagens nach der Charitee überführt; die Verlegung ist eine sehr schwere. fahren und hatte sich an einem Baume des obenerwähnten Jufolge eines eingegangenen Briefes brachten wir An- Jagens aufgeknüpft. Als Grund der That wird Furcht vor " Die gewerbliche und Handelsbewegung der letzten fünf bis fangs Mai die Mittheilung, daß gegenüber verschiedenen anderen einer Disziplinarsirafe angegeben. In der Schwadron des Selbstsechs Jahre stellt eine zusammenhängende Linie dar, welche völlig unternehmern, welche Ihre Arbeiter der Maifeier wegen maß- mörders war eine Unterschlagung vorgekommen, für welche der den typischen Verlauf der Berioden der Ueberspekulation und der regelten, Herr Uhrmacher May Busse, Invalidenstr. 157, als Unteroffizier verantwortlich gemacht werden follte. darauf folgenden Absatzkrisis nimmt, wie man sie leider schon so weißer Rabe erscheine, da derselbe um seinen Leuten zur Maioft hat beobachten fönnen. Wenn manche der Beobachter feier eine Freude zu bereiten, freiwillig den neunstündigen fich in dem Hotel von Reckzeh in der Eichendorffstraße 11 die Selbstmord. In der Nacht zu Mittwoch gegen 12 Uhr hat aus der häufigen Wiederkehr Wiederkehr dieser Erscheinung den Arbeitstag in seinem Geschäfte eingeführt habe. In einer am Battin des in der Lynarstraße 2 wohnenden PolizeiSchluß haben ziehen wollen, daß dieselbe auf einem 13. b. M. stattgefundenen öffentlichen Versammlung der Uhr fetretär3 Mühlener erschossen. im Wesen des tapitalistischen Großbetrieb begründeten unabänderlichen Geseze beruhe, so verkennen macher und verwandten Berufsgenossen wurde nun festgestellt, sie aber doch wohl die erziehende Wirkung, welche die daß obiger Brief des Herrn Busse den Thatsachen nicht entspricht, so überaus schmerzlichen Erfahrungen verfehlter Spekulationen daß im Gegentheil Herr Busse sich energisch weigerte den neumauf das Urtheil und fünftige Verhalten jedes einzelnen Unter- stündigen Arbeitstag einzuführen und nur dem einmüthigen zu nehmers ausüben, und von der doch wohl zu hoffen ist, daß sie fammenhalten seiner Arbeiter nachgab, nachdem eine mehrtägige Ueberlegungszeit verstrichen war. allmälig eine größere Stetigkeit in Industrie und Handel bringen, das ganze Verhalten des Herrn Busse den Arbeitern gegenüber d. h. eine bessere Anpassung der Produktion, als der Bedarf er als Geschäftssozialismus und beschloß eine diesbezügliche Mit Also eine„ erziehende Wirkung" hat die Krisis. Ob dieselbe theilung in dem lokalen Theile des Vorwärts" zu veranlassen, nicht ein bischen zu theuer bezahlt ist mit dem Elend hundert- Nicht zu den ,, Nothleidenden" gehören, wie es scheint, tausender Arbeiter, die durch jede Krisis auf die Straße geworfen die Veranstalter einer Bauernhochzeit, welche dieser Tage Person des Kaufmanns M., der am 2. Januar 1859 in Rehna Einen Butterschwindler hat die Kriminalpolizei in der werden, und die in der guten Geschäftszeit Mark und Knochen hin- in dem Dorfe Granow( Neumart) gefeiert wurde. Die Bahl geboren ist, gefaßt und der Staatsanwaltschaft vorgeführt. Er geben, um dem Unternehmer Reichthümer zu erwerben, und in der schlechten, wo sie vollends verkommen, noch als Erziehungsmaterial der geladenen Gäfte betrug etwa 300, und dementsprechend war hat unter dem falschen Namen„ Georg Dahlheimer" von ausdem Kapitalisten dienen? Und welche„ erziehende Wirkung" übt die auch das Quantum der bereitgehaltenen Lebensmittel ein recht wärtigen Firmen, die in Zeitungen Angebote machten, Butter Krisis auf die Unternehmer? Neben so vielen zu Grunde Ge- ansehnliches. Bei dieser Hochzeit wurden u. A. verbraucht 18 schicken laffen und hier zu außerordentlich billigen Preisen ver richteten fommt eine kleinere Anzahl Unternehmer in die Höhe, Bentner Weizenmehl, 6 Zentner Fische; geschlachtet wurden zwei Schleudert. An eine Zahlung war nicht zu denken, da M. gänzlich und das Beispiel dieser lockt immer wieder neue Spekulanten in große fette Ochsen, 4 Kälber und 5 Hammel; 56 Torten und mittellos ist und auch nicht einmal eine Wohnung besigt. Es den wilden Strudel. Es ist also ein sehr schwacher Trost, den unzählige Ruchen waren gebacken und zierten die Tafeln. An wird vermuthet, daß noch mehr Lieferanten auf den sauberen die Aeltesten der Berliner Kaufmannschaft für die Krisen haben, Getränken waren vorhanden 6 Tonnen echtes Bier und ein recht Kunden hereingefallen find, als bisher bekannt geworden sind. bedeutendes Quantum Wein. Da für einen großen Theil der wenn sie die erzieherische Wirkung derselben betonen; die Bäfte fein Blaz im Hause war, so hatte der Hochzeitsvater Polizeibericht. Am 18. b. M. Vormittags wurde ein Wirkung sehen wir, besser wäre es aber, die Ursachen zu fennen. einen Scheunenraum mit Dielen versehen und entsprechend dreijähriger Knabe, während er vor dem Hause Krautstraße 23 Nun, die Ursache der Krisen ist die Ueberproduktion, sagen die dekoriren lassen. spielte, durch eine Drofchte überfahren und erlitt hierbei eine Neunmalweisen der Kaufmannschaft; und was ist die Ursache bedeutende Quetschung des Unterschenkels. Vor dem Hause der Ueberproduktion? Hier liegt der Kern; die Wegen Beleidigung des Finanzministers Dr. Miquel Chauffeestraße 1 wurde Nachmittags ein Arbeiter durch einen tapitalistische Privatwirthschaft zwingt zum äußersten Kampf ist gegen den Reichstags- Abgeordneten Rektor a. D. Ahl wardt Omnibus überfahren und am Fuß so bedeutend verletzt, daß er mit der Konkurrenz, die durch billigere und massenhaftere das Strafverfahren eingeleitet worden. Am 24. April 1893 hielt nach der Universitäts- Klinik gebracht werden mußte. Nach Produktion überwunden werden muß, führt also nothwendig zur der Deutsche Antisemitenbund( D. A. B.) in den Germania- mittags sprang ein Arbeiter von der Kieler Brücke in den Ueberproduktion, wie diese zur Krisis und zum Krach führen prachtsälen in der Chauffeestraßr eine öffentliche Versammlung Kanal, wurde jedoch noch lebend aus dem Wasser gezogen und muß. Das ist es, was manche der Beobachter" schon längst ab, in welcher der Angeschuldigte einen Vortrag über sein„ dem nach der Charitee gebracht. In der Nacht zum 19. d. M. erkannt haben und worüber kein Altweibergewäsch, und entspringe Reichstag vorgelegtes und noch vorzulegendes Aftenmaterial" sprang ein unbekannter Mann von der Grünstraßenbrücke in die es auch den erleuchteten Köpfen der Aeltesten der Kaufmanschaft, hielt. In diesem Vortrage soll die Beleidigung des Herrn Mi Spree und ertrank.- Am 18. d. M. fanden Pantstraße 50 und hinweghelfen kann. nifters enthalten sein. Die Zeitungsberichterstatter, die der Ver- Gitschinerstraße 5la lleine Brände statt. sammlung beigewohnt haben und über den Vortrag berichteten, ind zu einer Vernehmung auf den 26. Juli d. J. vorgeladen worden. Gerichts- Beitung. Die 27 städtischen Volksbibliotheken verfügten am 1. April 1893 über zusammen 100 330 Bände. Berliehen wurden im Verwaltungsjahr 1892/93 363 155 Bände, wobei natürlich die mehrfachen Verleihungen mitgezählt sind. Auf die Abtheilung Ein Pistolenduell hat, wie nachträglich bekannt wird, am Deutsche Literatur" tamen allein 204 386 verliehene Bände. vergangenen Freitag Morgens gegen 4 Uhr in der Zehlendorfer Unter Deutscher Literatur" hat man jedoch bei den städtischen Forst bei Onkel Toms Hütte zwischen dem Professor From- Der Schurkenstreich eines Weibes beschäftigte gestern Boltsbibliotheken vorwiegend Romane und sonstige Unterhaltungs- hold, Neffen des bekannten Admirals v. Livonius und dem eine Ferien- Straftammer des Landgerichts I. Aus der Unterlektüre von mittelmäßigem Werthe zu verstehen. Auf die Abthei- Kaufmann und Lieutenant der Reserve Klein stattgefunden. suchungshaft wurde die frühere Hebeamme Wittwe Dorothea lung„ Staats- und Rechtswissenschaft", in welcher auch Bolts- Sekundant des Ersteren war der Lieutenant der Reserve- Artillerie Jury aus Berlin vorgeführt. Die Angeklagte ist wegen Verwirthschaft, Statistit, Deffentliches Leben u. f. w. mit einbegriffen Schlieben, Sefundant des Letzteren der Lieutenant der brechens wider feimendes Leben mit Zuchthaus vorbestraft und find, famen nur 1000 verliehene Bände. Diese Abtheilung ist Landwehr- Kavallerie Wollant, Unparteiischer der Rittmeister hat dadurch die Hebammen- Ronzession verloren. Seit sieben " Jahren war fie bei dem Defonom der Brauerei Königstadt"| Genosse Röster sprach in einem interessanten Vortrag über: I ben 18. Juli statt. An stelle des am Erscheinen verhinderten beschäftigt. Dort hatte man von ihrer Vergangenheit teine Unsere wirthschaftliche und politische Lage". Die Distuffion Reichstagsabgeordneten Reißhaus hielt Genoffe 2 agner Kenntniß, und da sie sich gut einzufchmeicheln wußte, wurde war eine recht rege und betheiligten sich daran die Kollegen einen mit Beifall aufgenommenen Vortrag. In der Diskussion fie als bas getreue getreue Fattotum des Hauses angesehen. Rauffmann, Jansch, Blaurod und Behrend, und versuchte in äußerst unklarer Weise Sulide eine zum Theil Im Hause wurde viel gestohlen, Tischwäsche, Geschirr, Messer endete mit der Annahme einer Resolution, die im Sinne des persönliche Debatte einzuleiten, die aber vom Kollegen Zimm und Gabeln u. bgl. m. Das Fattotum lenkte den Verdacht stets Referats gehalten war. Unter Verschiedenem wurde beschlossen, turz zurückgewiesen wurde. Zugleich forderte Redner auf, dahin geschickt auf Dienstboten, viele derselben wurden deshalb ent- wegen der am Donnerstag tagenden Volksversammlung die orbent zu agitiren, daß die am nächsten Montag in Sanssouci, KottLassen, niemand hatte eine Ahnung, daß es das schmarozerische liche Mitgliederversammlung an diesem Tage ausfallen zu lassen. buferstraße für die Mäntelnäherinnen und HerrenkonfektionsFattotum war, welches die Diebstähle verübte, das hat sich erst Dann wurden die Kollegen ermahnt, zu der am Sonntag, den Arbeiter und Arbeiterinnen einberufene Versammlung recht Die hierauf erfolgte Abrechnung berausgestellt, als infolge der Katastrophe, welche der Antlage zu 23. d. M., stattfindenden Kassenversammlung recht zahlreich zu zahlreich besucht wird. Grunde lag, eine Haussuchung bei Frau Jury vorgenommen erscheinen. vom ersten Quartal ergab eine Einnahme von 477,67 M., wurde, bei der sich noch ein großer Theil der gestohlenen Sachen vorDie Freie Vereinigung der Zeitungs- Spediteure und eine Ausgabe von 454,90 M. und somit einen Bestand fand. Am Abend des 10. Januar d. J. brach in der Mädchenstube der Verkäufer hielt am 17. Juli ihre regelmäßige Mitglieder- Ver- Don 22,77 M. Beigetreten in diefem Quartal sind 247 MitBrauerei Dekonomie Feuer aus. Als man die Thür öffnete, sammlung ab. 3u Punkt 2 der Tagesordnung verlas der Kassirer einnahme von 108,77 m. Dieser gegenüber steht eine Gesammtquoll ein undurchdringlicher Qualm heraus. Mit größter An- Schönstein den Kassenbericht. Danach betrug die Einnahme firengung gelang es dem Küchenchef Schüller, sich auf dem Bauche 551,07 M., die Ausgabe 323,13 M., wonach ein Vereinsvermögen verzeichnen. Für die zwei ausgeschiedenen Revisoren wurden die Schönstein den Kassenbericht. Danach betrug die Einnahme ausgabe von 127,60 m., fomit ist ein Defizit von 18,83 M. zu bis zum Fenster zu schieben und dieses zu öffnen. Jetzt erhielt von 227,94 m. verbleibt. Godann wurde beschlossen, das diesdas Feuer Luft, es schlug hoch empor, wurde aber durch einige jährige Stiftungsfest der Vereinigung im Oktober durch Vortrag forberte Timm auf zur Vertheilung der Handzettel für die Rollegen Strehlow und Spannaus gewählt. Zum Schluß Eimer Wasser gelöscht. Nun zeigte sich, daß die von einander und Tanz zu feiern, und der Vorstand nebst den Kollegen Stolzen nächste öffentliche Versammlung Sonnabend Nachmittag 5 Uhr getrennt stehenden Reisekörbe der Dienstmädchen aufgeschnitten burg und Grimm mit den Ausführungen hierzu betraut. Im bei Bubeil zu sein, sowie daß die Kollegen Mittheilungen über durch untergelegte brennende Steinkohlen vorfäßlich weiteren wurde vom Kollegen Beyer Beschwerde geführt über die schlechte Werkstättenverhältnisse baldmöglichst nach Schützenin Brand gesteckt worden waren. Der eine Korb Handlungsweise des Kolporteurs und Verlegers des„ Touriſt", eine goldene Damenuhr, ein goldenes Armband, eine dito Broche festes den Plan vom„ Tourist" für 15 Pf. verkauft und die dazu fehlte Herrn Rosenhain, indem derselbe bei Gelegenheit eines" Sommer: und 28 M., aus dem zweiten Korb, der nur am Boden angehörige Zeitung gratis verabreicht hat, auch daselbst die gebrannt, oben aber aufgeschnitten war, fehlten 38 9. Geld. Broschüre Unsere Tattit" für 10 Pf. verkauft hat. Die Angeklagte hatte bis furz vorher in der Mädchenstube geund war fast gänzlich verbrannt, aus demselben " plättet, trotzdem versuchte sie die Schuld auf ein fürzlich zu- Eine gutbesuchte öffentliche Versammlung der in gegangenes Waschmädchen zu wälzen, von der ihr bekannt ge: Solzbearbeitungs- Fabriten und auf Holzworden war, daß sie schon Vorstrafen erlitten, und die unschuldig plä ben beschäftigten Arbeiter und Arbeite Verdächtigte würde sich von dem Verdachte kaum haben reinigen rinnen tagte am 16. Juli in Weißensee. Genosse Koop tönnen, wenn sie nicht den ganzen Abend unter den Augen des Küchen- m a nn sprach unter Zustimmung der Versammlung über die chefs ununterbrochen Kartoffeln geschält hätte, und wenn anderer- Nothwendigkeit der Organisation, und betheiligten sich im Sinne seits die Schuld der Angeklagten nicht mit Händen zu greifen gewesen des Referenten an der Diskussion die Genossen Hoffmann, wäre. Noch an demselben Abend wurde die Angeklagte durch Fischer und Henze. Eine Resolution, in der sich die Aneinen Kriminalbeamten verhaftet, es gelang ihr aber, demselben wesendenden verpflichteten für Organisation einzutreten, fand einen Augenblick zu echappiren( entweichen) und die gestohlenen einstimmige Annahme und wurde beschlossen, in Weißensee, Werthfachen in das Kloset zu werfen. Weil dieselben nun nicht bei ihr Königs- Chaussee 55 bei Schulz, eine Zahlstelle zu errichten. gefunden worden waren, glaubte sie, die That bestreiten zu können. Der Beitrag wird jeden Sonnabend nach dem 15. von 81/2 bis Nach umfangreicher Beweisaufnahme blieb kein Zweifel an der 91/2 Uhr entgegengenommen. Als Vertrauensperson wurde KolThäteischaft der Angeflagten, sie wurde zu zwei Jahren lege Ott ernannt. Zuchthaus verurtheilt. Gamburg). Donnerstag, den 20. Juli cr., Abends 8% Uhr, bei Röllig, Neue traße 18/19 zu Händen Timm's gelangen laffen. Friedrichstr. 44, Versammlung der Ortsbeamten der Filtalen Berlins und Allgemeine Kranken- und Sterbekasse der Metallarbeiter( E. S. 29 Umgegend. Verband deutscher Barbiere, Friseure und Perrüdrenmacher, thalerstr. 38: General- Versammlung. Tagesordnung: Vorstandswahl. Filtale Moabit. Be sammlung am Sonntag, den 28. Juli, Vormittags 10 Uhr, im Lokal Drendel, Jagowftr. 16. Tagesordnung: 1. Abrechnung vom zweiten Quartal. 2. Wahl eines definitiven Borstandes und Kaffenangelegenheiten. weig- Verein Berlin. Donnerstag, den 20. Jult cr., Abends 10 Uhr, RosenBentral- Kranken- und Sterbekasse der deutschen Wagenbauer, Arbeiter- Bildungsfdjule. Donnerstag Abends 8%-10% Uhr: Süd Gdule, Mariendorferir. 5( bet Grube): Unterricht in Deutsch( Oberes). Südost- Schule, Reichenbergerstr. 133: Unterricht in Kaufmännischem Dft Schule, Martustr. 81: Rechnen, Korrespondenz und Geschichte. Mathematit und Buchführung, lönnen noch Schüler und Schülerinnen, auch Unterricht in Physiologte. In allen Unterrichtsfächern, mit Ausnahme iegt im Laufe des Semesters, eintreten. bet Schröder, Wiesenftr. 39. Neue Zeit, Abends 8 Uhr, Boyenstr. 40, bet 1 1 MaiLese- u. Diskutirklubs. Donnerstag. Dieggen, Abends 8% Uhr, Gieshoit. Süd Oft, bei Toltsdorf, Gorauer- und Görligerstraßen Ede. Klub der Freunde" bei Gnadt, Swinemünderstraße 120. Safenelever, Abends 8½ Uhr, Restaurant Bischof, Baumschulen weg Treptow. Emanzipation, abends 8% Uhr bei Spät, Weinstr. 28 Die Sattler beschäftigten sich in einer Versammlung, die Sozialistischer Bese- und Distutirtlub Abends 8 Uhr, Netchenbergerstr. 157, Sigung. Diskutirklub Bettgeift" jeden DonWegen Beleidigung eines Notars stand gestern der am 18. Juli stattfand, mit der bevorstehenden Militärarbeit. nertag nach bem 1. und 15. des Monats bei Tempel, Langestr. 65, Abends Tischlermeister Hermann Hante vor der ersten Ferienstraftammer Genosse Sassenbach führte in seinem die Diskussion ein 8 Uhr. Brüderlich tett" Abends 9 Uhr, im Restaurant Wernau, des Landgerichts I. Am 6. September v. J. hatte der Rechts- leitenden Referate aus, daß der infolge der Annahme der Rosenstr. 30. anwalt und Notar V. bei dem Angeklagten einen Wechsel zur Militärvorlage nächstens zu erwartende Aufschwung im Sattler Vereinstalender sind zu richten an Friedrich Kortum, Manteuffelstr. 7/0. Arbeiter- Sängerbund Berlins und Umgegend. Alle Aenderungen ira Zahlung zu unterbreiten, bevor derselbe zum Proteft ging. Der gewerbe zu benutzen sei, bessere Lohn- und Arbeitsverhältnisse Donnerstag. Uebungsstunde Abends 9 Uhr. Aufnahme neuer Mitglieder. Notar traf nur die Ehefrau des Angeklagten in der Wohnung anzustreben. Diese Gelegenheit dürfe man nicht vorübergehen St. Urban, Annenstr., bet Bros. Kornblume, Blumenstr. 54, bei an. Dieselbe erklärte dem Notar, daß ihr Mann sich von ihr lassen, ohne den Versuch zur Abhilfe der äußerst traurigen Lage Annenstr. 16, bet Keßner. Weiße Rose, Reinickendorf, Seeschlößche a bei Wuttte. Frühlingsluft, Bülowstr. 59, bet Werner. Bregelschluß, getrennt habe und nun in einer benachbarten Straße der Berufsgenossen gemacht zu haben. Um aber zur ge- Böttcher.- Morgenroth, Rummelsburg, Berlinerstraße 9, bet Friese cte. wohne. Der Notar ließ sich zu der Aeußerung hin- eigneten Beit fräftig eingreifen zu können, seien jezt vor Dorfglödlein, Wilmersdorf, Berliner- und Auguststr.- Ecke bei Schulz. reißen, daß dies doch wohl Schiebung sei. In diesem bereitende Schritte zu thun. Zunächst müsse die bestehende Lohn- Ginigtett( Sutmacher), Pappel- Allee 3/4. b. A. Meinhardt.- Harmonie, Tempelhof, Dorfstr. 10, bet Gerth.- Ost- und Westpreußischer Mönner Augenblicke kam der Angeklagte die Treppe hinauf, er fommission mit den Kollegen aus Werkstätten, wo bisher Militär- Gefangverein, Solamarktstr. 3, bei Deter. Edelweiß, Melchiorhörte die Aeußerung des Notars und überhäufte ihn mit Schimpf arbeit gemacht würde, Fühlung erhalten. Dieser Zweck würde fraße 15, b. Stehmann. Bora, Wienerstr. 31 b. Drü gemüller. worten der gröbsten und unfläthigften Art. Der Staatsanwalt am besten erreicht, wenn sich vor der Hand dort freiwillige Ver- glöden 2, Sübft, Reichenbergerstr. 16 b. Päbold. Freie Gänger, Krautstr. 6, bet Rudolf. Butunft 8, Belten, bei W. Grunow.- Kreuzbeantragte eine Gefängnißstrafe von sechs Wochen, während der trauenspersonen finden würden. Er, Redner, fordere alle die berger armonie Fichteftraße 29, bet träfche. Nordstern, Vertheidiger Rechtsanwalt Bont mit Rücksicht darauf, daß der jenigen, die einen solchen Posten einzunehmen bereit feien, auf, müllerstr. 7 bei Reichardt. Morgengrauen,( Bäcker), 8 bis 5 Uhr ängerchor, Nachmittags, Gipsstraße 8 bet Pyrtec. Steinfeger= Notar durch die ungehörige Bemerkung seine Befugnisse über sich bei ihm zu melden.( Adresse: J. Sassenbach, Kastanten allee Nr. 28 bet Matwald. Biebes Echo, Reichenberger schritten habe, auf eine Geldstrafe plädirte. Der Gerichtshof Invalidenstraße Nr. 145.) Diese Vertrauensleute hätten auch itraße Nr. 145-146 bet Brandt. Siebertafel Westend Blumenthal ging von der Ansicht aus, daß ein Beamter unter allen Um die nun nothwendig werdenden größeren Sammlungen Straße 5 bei Behrendt. Vorwärts 9, Charlottenburg, Schillerstr. 102 bet Stahl. Gefangverein Abendroth in Deutsch- Wilmersdorf bei ständen bei Ausübung seines Berufes zu schützen fei und erkannte auszuführen. Die Lohnkommission mache jetzt den VerMölter. Gefangverein der Stuckateur e Berl ins und Umgegend, Seydel nach dem Antrage des Staatsanwalts auf fechs Wochen such, auch auf die maßgebenden Militärbehörden zu straße 30 bet Preußer.- Arbeiter- Gesangv. Spandau Lynarstraße Restaurant Gefängniß. gunsten der Kollegen einzuwirken. Sie habe die Erhebung einer Rieters. Gesangverein, Vorwärts 2" Schönhauser Allee 28, bet KuhlStatistik die Arbeitsverhältnisse der Militäreffekten- Arbeiter ange.- Gefangverein Felfenfest( Gem. Chor), Badstr. 12, Victoriagarten. Arbeiter- Gesangverein yra 2, Charlottenburg, Caurftr. 23, bet ( Sattler) betreffend, beschlossen, deren Resultat als Begründung Gesangverein Collegia 2( frete Bereinigung der Zivil- Berufsmusiker), Neue einer Eingabe an das Kriegsministerium dienen soll. Die Ein- Friedrichstr. 44, bet Röllig. Gesangverein der Kürschner, LandsbergerGesangverein Arion in Wittenberge, bei gabe bezwecke, zu erreichen, daß die Militär verwaltungen nicht traße 31 bet Seehausen. Goring. Gesangverein Glodenrein( gem. Chor) Kastanien- Allee 95/96. die geringsten Angebote berücksichtigen, sondern nud Steinnette, Röslinerstr. 17. Sängerrunde, Rottouferstr. 6 nicht die bei Braun. Alpenrose, Grenzftr. 16 bei Seibel. Frohsinn 2, Treu und An die Töpfer Berlins und der Umgegend. Laut Be- solche, bei denen voraussichtlich der Arbeiter Kosten der Billigkeit zu tragen habe. An den Berufs- Friedrichsberg- Lichtenberg, Frankfurter Chauffee bet Müller. schluß der außerordentlichen Generalversammlung wurde ein Fest, Lebuserstraße 5 bet Nemiz. Gefangverein Brüderschaft Stallgenossen selbst liege es, durch gewissenhafte und nicht nur ver- fchreiberstraße 29"" Bum etfernen Stab". Gefangverein Freundesstraße 30; derfelbe steht unentgeltlich Arbeitern und Arbeitgebern der eigenen Lebenslage beizutragen. Arbeitsnachweis errichtet bei Wernau, Restaurant, Rosen- einzelte Ausfüllung der Fragebogen das Ihrige zur Ausbefferung treue( gem. Chor), Landsbergerftr. 31 bei Seehaufen.- Brauer- Gefangverein Gefangverein in zur Verfügung. Die Bücher zur Eintragung liegen den ganzen ministerium ersucht werden, für eine Vergebung der Arbeiten nur fraße 86, bet Friß gubeil. Auch werde das Kriegs: Gerstenähre, Neue Friedrichstr. 20 bei F. Reller.-Fris" Naunyntracht 2, Neu- Glienicke, Rudowerstraße bei Hasdorf. Waldesgrün( gem. Chor) Böchstr. 8 Tag über aus, und findet die Vermittelung an Werktagen Bergnügungsverein e Ifenfeft" in Rigdorf, Ser Abends von 7-81/ 2 Uhr und an Sonn- und Festtagen Vor: an solche Unternehmer zu sorgen, die Arbeiter in eigenen Fabriken bet A. Moewes. Bund der geselligen Arbeitervereine Berlins und Umgegend. mittags von 10-12 Uhr statt. Der Arbeitsnachweis ist im beschäftigen und nicht die Hausindustrie noch weiter züchten mannstraße 167 bet Fülleborn. helfen. An der ausgedehnten Debatte betheiligten sich mehr ane Buschriften den Bund betreffend find zu richten an: Sentel, Interesse der Kollegen errichtet, und empfehlen wir denselben zur oder minder im Sinne des Referats die Herren Franke, Bergmannstr. 21, Sof 3 Tr. Donnerstag: Bergnügungsverein BruderBeachtung. Rauchflub Graue Wolte, Krautstr. 48. Gerhart, Blum, Brix, Issim und Wilhelm. bund, Andreasstr. 8 bei Noll. Musitverein Osiris, Adalbertstr. 21. Geselliger Verein Grüne Eine Resolution, in welcher sich die Versammelten mit dem sich e( vor dem Halle'schen Thor), Solmsstr. 1 bei Raporte. RegelBergnügungsverein Jugend= Referenten einverstanden erklären und sich verpflichten, einer lub uftige 18", Wienerftr. 1 bei Boll. Rauchtlub Frisch auf, Roppenftr. 48 bei Organisation beizutreten wie für eine Aufbesserung der Löhne lust, Ohmgaffe 2 bet Krebs. und Akkordsätze zu wirken, wurde angenommen. Darauf wählte Donnerstag. Männer man an stelle zweier fäumiger Lohnkommissionsmitglieder die Genossen Frante und Sellger. Die nächste sich mit der Militärarbeit befassende öffentliche Versammlung findet am nächsten Dienstag in der Bergstraße 12 statt. Zahlreicher Besuch ist erwünscht. Soziale Leberlicht. Berlins! Lithographen, Steindrucker und Berufsgenossen Laut Beschluß der öffentlichen Versammlung vom 17. März 1893 unterbreiten wir hiermit den Kollegen die Abrechnung über den Streit der Präger der Firma G. Hellriegel und der gemaßregelten Schleifer der Firma Brister a. Eyck, Berlin. A. Ginnahmen: Auf Listen eingegangen 1867 M. 33 Pi. B. Ausgaben: Unterstützungen für die Streifenden und Gewaßregelten 1582 m. 65 Pf.; an die streifenden Korbmacher 100 M.; an die gemaßregelten Bergarbeiter 100 m.; Bureau- Utensilien 1 M. 80 Pf.; Drucksachen, Inserate u. f. w. 23 M.; Portis 6 M. 38 Pf.; Unkosten der Kommission 38 M. 50 Pf.; Kranz für die Märzgefallenen 15 M. Summa 1867 m. 35 Pf. Im Auftrage der Kommission: Fr. Scherer, Lithograph, SO., Liegnigerstr. 34, v. 2 Tr. Cöpenic Hiermit diene den Genossen und Genoffinnen zur Nachricht, daß es uns gelungen ist, wieder einen Saal zu Versammlungen zu bekommen. Und zwar ist es der Saal des Herrn Hotelbesizers Klein, der uns sein Lokal fortan zur Verfügung ftellt. Es ist somit die Sperre über dieses Lokal aufgehoben, und ist die nächste Versammlung für Dienstag, den 25. d. Mis., in Aussicht genommen, worauf wir schon heute ganz besonders aufmerksam machen wollen. Alles Nähere wird in den nächsten Tagen durch Inserat bekannt gegeben. B Der Vertrauensmann. Fr. Richter. men. Lorenz. Gefang-, Turn- und gesellige Vereine. Gesangverein Alt- Dessau, Abends 9 Uhr, bet sind, Wrangelstr. 91. Gesangsabtheilung des sozialdemokratischen Arbeitervereins für Weißenfee und Umgegend. Donnerstags und Sonnabends Abend; bei Müller( Pfeifenmüller), Königs- Chauffee. Männer Gesangverein Tyrolienne Abends 9 Uhr bei Faustmann, Retchenbergerstr. 78a. Gefangverein fodenrein, gemischter Chor, jeden Donnerstag von 9 bis 11 Uhr bei Knapp, Kastanien- Allee 95/96. Privat- Theaterverein, Fideler Geist 2", Abends 9 Uhr, im Märkischen Sof, Admiralir. 18.- Theater- Verein„ Bultanta 2" 9% Uhr, Vorstädtisches kasino, Acerſtr. 144. Turnverein Gesundbrunnen( Lehrlings- Abtheilung) turnt Montag Die freie Vereinigung selbständiger Barbiere, Friteure und Perrückenmacher für Berlin und Umgegend hielt am 17 Juli eine Generalversammlung ab. Nachdem der Bericht und Donnerstag Abend von 8-10 Uhr, in der Turnhalle, Pantstr. 26. des Vorstandes gegeben, erfolgte die Neuwahl des Vorstandes Geselliger Klub Blau Bettchen, Abends 9 Uhr, Restaurant Lehmann, und wurden gewählt: zum ersten Vorsitzenden Schmidt, Naunynstr. 44. Berein ehemaliger 22. Gemeindeschüler, puntt weiter Vorsigender Haase, erster Schriftführer Helbig, 9 Uhr bei Schröder, Stegligerstr. 18. Pfropfenverein Webbing, abends Vergnügungs- Verein Renata 9 Uhr, zweiter Schriftführer Heidmann, erster Kassirer Saalur, bet Selterhoff, gritonfir. te Abends im Restaurant Göz, Oranienstr. 153. Gefangverein Proletariat mann, zweiter Kassirer Freyer, Beisiger Ludwig. Die( gem. Chor) Abb. 9 Uhr, Uebungsstunde b. Möwes, Böchstr. 8.- Geselliger Berein Angelegenheit mit der Fachschule, sowie auch die Anschaffung univerfum, Sigung mit Damen Abends 9% Uhr b. Sagemann, Lothringer. einer Bibliothet wurden vertagt. 1 straße 81. Vorträge, Fidelitas. Gefelliger klub Moabiter, Stephanftr. 28, bet Sittto, jeden Donnerstag um 8% Uhr und jeden Donnerstag nach dem 15. im Monat Sigung mit Damen. Geselliger Der Wahlverein des dritten Berliner Reichstags- Verein univerfum, Sigung Abends 9 Uhr, im Restaurant Neumann, Wahlkreises hielt am 18. Juli feine ordentliche Generalver- intenftr. 19: Borträge, Fidelitas. Verein Gemüth Itch tett und klub Sumor, Abends 9% Uhr, Bothringerstr. 105: Geselliges Betfammensein mit, sammlung ab. Der Kassirer Gründel erstattete den Kassen- Damen, Fidelitas und Tanz.- Männergesangverein SangesfreundeVerein bericht vom 2. Quartal. Mit dem Ueberschuß des 1. Quartals Abends 9-11 Uhr, Paßenhofer Ausschant, Landsbergerfir. 82. im Betrage von 295,76 M. und dem des Stiftungsfeites von Waldesgrün, Abends 9 Uhr Sigung bei Nebelin, Langestraße 108, mann, Alte Schönhauferstr. 42. Privat Theaterverein Grescendo bet In Sayda fügte der Magistrat der Bekanntmachung betr. 125 M. ergab sich eine Einnahme von 622,36 M. Die Aus- 3ithertfub Gleichheit, jeden Donnerstag, 9 Uhr Abends, bet. SetAbholen der Erlaubnißscheine zum Waldbeerenfammeln den Nach- gaben beliesen sich auf 189,50 M. einschließlich 100 m. für Maißner, Gartenftr. 162: Sigung mit Damen. Rauchklub Kollegia, Abends 9 Uhr, in Bernhardt's Destillation, fab zu: Angehörige von Sozialdemokraten mithin verblieb ein Ueberschuß von 432,86. Der Verein zählt. Gaspar, Reichenbergerſtr. 118a. Broschüren zur unentgeltlichen Vertheilung an die Mitglieder, @taligerstr. 41. Rauchtlub Waldesgrün, Abends 8% Uhr, Restaurant werben nicht berücksichtigt." Rauchklub Ohnesorge, Abends 9 Uhr Aus der Anzeige ist Rauchtlub ernipige. Abends leider nicht ersichtlich, ob die Sozialdemokraten in Sayda steuer- 3. 703 Mitglieder, von denen jedoch 94 feit Anfang d. J. Restaurant Buber, Gräfeftraße 18. Stauchtlub Arabi Pafcha, Klub Ohneftreit, frei sind und wie viele Sozialdemokraten sich aus Gram über die teine Beiträge entrichtet haben, theils auch verzogen sind, so daß 8 Uhr, bet A. Böhl, Rüdersdorferstr. 8. Abends 9 Uhr, bei Berndt, Perlebergerstr. 17. nach eventueller Streichung derfelben 609 Mitglieder verbleiben. Abends Uhr Springstubbe's Restaurant, Manteuffelstr. 67. Rauchklub natürlich ganz gesetzliche" Verweigerung von Beerensammel. Hierauf hielt Reichstags- Abgeordneter E. Vogtherr einen Südwest, Abends 9 Uhr, Simeonſtr. 28 bei Flid. Theaterverein Mat= Erlaubnißscheinen bekehrt haben. Rauchklub BrüderlichBortrag über die der glöckchen, Englischer Gof, Neue Noßftr. 3. gegenwärtige politische Lage Rauch= feit, von 9 bis 11 Uhr bei Stabernack, Pücklerstraße 49. In der Seidenfabrik von Neichert n. Söhne in sehr beifällig aufgenommen wurde und eine interessante tiub Nordstern, jeden Donnerstag nach dem 15. im Monat bet Mährisch Trüban ist, wie der Köln. 3tg." aus Wien tele- Diskussion hervorrief. In anbetracht der bevorstehenden. Seinicke, Friedrich- Karlstr. 11, Friedrichsberg. Rauchflub Iborado, -Rauchklub Suverbleibt Abends 8% Uhr, Restaurant W. Schulze, Oftbahnhof 7. graphirt wird, ein Ausstand der Winderinnen ausgebrochen, welche Stadtverordneten Wahlen das Rassenvermögen die Entlassung einer Meisterin verlangen. in den Händen des Kassirers. La dewig ermahnte die Ge- matra, Abends 8% Uhr, im Reſtaurant Krause, Gitschinerstr. 93. Stattlub Tournee, Abends 8% Uhr, bei Ullrich, Wrangelstr. 84. Aus Verviers wird demselben Blatt geschrieben: Die hiesigen nossen zur Durchsicht der Wählerlisten, speziell der des 16., 18. fub tid märts, Abends 8% Uhr bet Arndt Vauitfadenftr. 47. Weber beschlossen die Gründung einer Gewerkschaft und und 20. Bezirks, welche im 3. Kreis belegen und deren Vertreter lub Gordischer Knoten Abends 9 Uhr, bei Schilling. Ruderverein Vorwärts. Sigung Abends 8 Uhr, bet Bodenburg beauftragten einen Ausschuß mit dem Entwurf der Sagungen. ebenfalls neu zu wählen sind. Zur Vorbereitung und Leitung Kommandantenstr. 10-11. Gäste willkommnen. Alle dem Verband beitretenden Weber sollen eine Eingabe an der Lassalle- Feier wählte die Versammlung ein elfgliederiges Abends 8 Uhr bet Nagel, Schwedterstr. 23. den Gewerbeminister unterzeichnen, in der die strenge Durch Romitee und gab demselben ihre diesbezüglichen Wünsche mit führung des Gesetzes von 1889 über die Regelung der Arbeit auf den Weg. Die Frage des Engagements von Zivil- Berufsverlangt wird. musikern wurde Veranlassung zu einem längeren Disput zwischen Zu dem Ausstande in der Baumwollspinnerei Saegely marte, wobei die zum Schluß von Gründel gestreiften MißGründel und Börn er über die Zweckmäßigkeit der Kontroll- s frères theilt die Straßb. Post" mit, daß die Anstecker die stände im Arbeitsnachweis der Kellner, berechtigten Unwillen Arbeit wieder aufgenommen haben. Ein authentischer Bericht hervorriefen. Doch wurde betont, daß man für geschehene Neuruppiner 3tg." aus der Militär- Bade- Anstalt in Militärisches. Einen bezeichnenden Vorfall berichtet die Tiegt uns noch nicht vor. Unregelmäßigkeiten durch Einzelne niemals den ganzen Neuruppin: Verein in Miskredit bringen solle. An der Militär- Bade- Anstalt fam am SonnDie Broschüren: die wirthschaftlichen Umwälzungen und die Entwickelung der abend mit seinem Schiffe der Dampftahnbefizer Gabel vorüber. Sozialdemokratie" von Max Schippel sowie das„ Kommunistische mit Bootshafen und Treideln seinem Ziel, der Stärkefabrik von Da die Maschine des Schiffes nicht in Betrieb war, mußte er sich Manifest" sind für die Mitglieder auf allen Bahlstellen zu Reitsema u. Bölte, zu nähern suchen. Als er seinen Saten auch in haben. Der Verein zur Wahrung der Intereffen der das Gebält der Militär- Bade- Anstalt schlug, untersagte ihm dies der Maurer für Berlin und Umgegend hielt am 16. Juli Eine Versammlung des Verbandes deutscher dort befindliche Offizier, Lieutenant v. Jena I., und drohte mit im Königshof". Bülemine 87, eine Wanderversammlung ab. Schneider und Schneiderinnen fand am Dienstag Verhaftung, falls er sich seinem Verbot nicht sofort fügen wollte. Versammlungen. Stat Stat Schießtlub ell Vermischtes. Herr Gabel war der Meinung, daß der Offizier zu einem solchen In London ist am Dienstag früh ein Häuserkompler zwischen Verbot tein Recht befäße, und hatte sich weiter. Da sprangen auf St. Mary- Are, Bevis- Marks und Bury- Street a bgebrannt. Befehl des Lieutenants v. Jena I zwei Soldaten auf Es ist dies das größte Schadenfeuer, welches seit Jahren in das Schiff des Gabel, zerrten diesen ins Wasser hinein und London sich ereignete. Bis 6 Uhr Morgens hatte dasselbe bereits durch das Wasser hindurch nach dem Ufer hin und zerrten ihn 25 große Geschäftshäuser eingeäschert. Das Feuer ist in der sodann in eine Belle, wo Herr Gabel etwa 3/4 Stunden in Druckerei von Brown u. Go. ausgebrochen. Zehn Minuten nach feinen durchnäßten Kleidern fizen mußte, bis zwei andere Sol- Ankunft der Sprißen stürzte das Dach der Druckerei ein. Um baten kamen, um ihn mit aufgepflanztem Seitengewehr nach der 5 Uhr früh waren bereits 30 Dampfsprizen zur Stelle, doch Polizei zu schaffen." Die Neuruppiner 3tg." fügt ihrem Bericht tonnte das Feuer nicht auf den brennenden Hauserkomplex behinzu, daß fie ihn nach den persönlichen Angaben des Herrn schränkt werden. Auch die andere Seite von St. Mary- Are wurde Gabel verfaßt habe, der durch die schlimme Behandlung, die ihm von demselben ergriffen. zu Theil geworden sei, Schaden an seiner Gesundheit erlitten In Ernstthal brach am Dienstag beim Heben eines Baues haben soll. Herr Gabel werde den Lieutenant v. Jena 1 zu ein Gerüst mit 200 Personen zusammen; 20 wurden schwer, viele nächst wegen Hausfriedensbruchs, Beleidigung und förperlicher leicht verlegt. Mißhandlung belangen. Literarisches. von C. G. Naumann. Die unverehelichten Mütter und der Code civil in Deutschland. Von Frizz Pollaczek. Leipzig. August Schupp. Werdet Männer! Von Waldemar Colell. Leipzig. Verlag Ein königliches Mahl. Gedicht von Eduard Fuchs. München. Verlag von M. Ernst. Die Bewegung der Parteien bei den Reichstagswahlen von 1871-1893. München. Verlag der Münchener Post, Preis 20 Pf. Die Zukunft der Deutsch Desterreicher. Von Dr. Heinr. Herkner. Wien und Leipzig. Buchhandlung Leop. Weiß. Preis 20 Kr. Briefkaffen der Redaktion. 1863. Hamburg ist von Harburg durch größere Elbinseln getrennt, ein Zandweg verbindet diese beiden Städte also nicht. Wohl aber fann man zu Fuß über die zu Anfang der siebziger Jahre erbaute große Eisenbahnbrücke von Hamburg nach Harburg gehen. K. T. Der Einwohnerzahl nach die größten Städte der Welt sind London, Paris, Berlin. Ueber Peking schwanken die Angaben ungemein, nach dem Gothaischen Jahrbuch sogar zwischen 500 000 und 1 650 000 Einwohnern. Von Kanton wird sie auf 1600 000 angegeben. New York zählte 1890 1515 301 Ginwohner. = J. D. Den Kampf, den Bismarck mit der katholischen Kirche führte, und in welchem ihn Nationalliberale wie Fortschrittler unterstüßten, nannte Virchow einen Kulturkampf, während es sich in Wirklichkeit nur um eine Art Kampf über den Vorrang zwischen staatlichem und geistlichem Gendarm handelte. Die Sozialdemokratie hat von Anbeginn dieses Rampfes erkannt, daß es sich in demselben um nichts weniger als einen Kulturtampf handle. Die Bezeichnung Kulturkampf" ist für diese Episode bereits historisch geworden; es ist also der Streit überflüssig, ob Kulturkampf" ein passenderes Wort wäre. H. K. Unterbreiten Sie die Angelegenheit Ihrer Gewerkschaftsorganisation sowie dem Fabrikinspektor für Berlin. G. M. 40. Das Mitglied soll auf grund des§ 68 der Statuten der Meyer'schen allgemeinen Krankenkasse Klage erheben. Ist das Sachverhältniß wie von Ihnen angegeben, so Aerztliches Hausbüchlein. Die wichtigsten Kapitel der Gesund- würde ja die Kasse schlimmer als ein Shylock auf ihrem Schein heits- und Krankenpflege. Von Dr. med. Arthur Pollad. bestehen, sich aber doch doch verrechnet haben. Nach§ 9 Leipzig. E. Haberland. Preis 3 M. des Statuts hört für eine gewisse Rategorie von Mitgliedern die Möglichkeit auf, falls die Kassenbeiträge an 2 aufeinander folgenden vierwöchentlichen Terminen nicht gezahlt werden, mit dem zweiten Zahlungstermin. Die Betreffende scheint am 13. Mai ihre Rückstände bezahlt zu haben. Dann war erst am 8. Juli der neue Terminsablauf: fie hat aber am 7. Juli, also rechtzeitig Zahlung angeboten. Sollte sie aber nur bis zum 6. Mai ihre Rückstände berichtigt haben, so steht der Kaffe entgegen, daß diese bis zum 13. Mai quittirt, die Zahlerin also in dem Glauben, sie habe alles gezahlt, doloſe verſetzt hat. Depeschen: Systematische Fourage- Unterschlagungen, welche mehreren Unteroffizieren des 5. bayerischen Chevaurleger- Regiments dazu dienten, einen schwunghaften Handel mit staatlichem Hafer zu treiben, kamen dieser Tage vor dem Militär- Bezirksgericht in Würzburg zur Aburtheilung. Die Unteroffiziere Emil Kleber, Georg Töpfer und die Sergeanten Karl Klotz und Anton Rohrbach, sämmtlich mit Ausnahme des Töpfer, Futtermeister, sparten bei der Fütterung der Remonten ganz bedeutende Quantitäten Hafer ein, für die sie zahlreiche Abnehmer in Saargemünd fanden. Das Verfahren war folgendes: Die betreffenden Unteroffiziere nahmen aus den Magazinen selbständig Hafer; statt nun die ihnen zugemessene Ration ganz mitzunehmen, wurden immer einige Zentner im Magazin zurückgelassen und dann die betreffenden Abnehmer verständigt, welche dann entweder mit eigenen Fuhrwerken kamen oder die Krümper von den militärischen Getreidehändlern zur Verfügung gestellt erhielten. Giner diefer Abnehmer errichtete sogar auf dem Tanzboden eines Gasthauses in Saargemünd einen eigenen Speicher, wohin dann das unterschlagene Getreide gebracht wurde. Zum Transport aus ben Magazinen auf die Wagen wurden Chevaurlegers verwendet, und zwar, wie sich einer der Hehler ausdrückte, immer die Dümmsten von der Eskadron, damit sie die Geschichte nicht durchschauen sollten. Diese Soldaten mußten den Hafer in Säcke füllen, die entweder den Abnehmern gehörten, oder, falls sie vom Proviantamt waren, umgekehrt wurden. Unteroffizier Töpfer, welcher die Fourage auch für den etatsmäßigen Stabsoffizier des Regiments faßte, foll aus den Einsparungen, Die er für den Major machen mußte, die Nachfrage nach Hafer gedeckt haben. Töpfer mußte nämlich aus der dem Major gehörigen Fourage jeden Tag 5 Pfd. einsparen, die der Herr Offizier dann verkaufte; der Angeklagte will nun 10 3tr. davon ausgeliehen haben, und that fichlich erhielt er kurz, nachdem die Untersuchung eingeleitet war, den Hafer wieder zurück. Die anderen drei aber trieben ihr en Handel schon seit langem, es stellte sich der Preis des Zentners auf 3 M. 50 Pf. und 4 M. bis er sogar auf 6 M. stieg. Die Geschichte war für die Unteroffiziere sehr einträglich und sie verfügten in jener Zeit immer über Geld. Zur Verhandlung waren siebzehn Zeugen geladen, von denen man die unglaub lichsten Dinge vernehmen konnte. So wurde festgestellt, daß der Getreidehandel in der Kaserne schon von den früheren Futtermeistern betrieben wurde und daß die Magazinauffeher mit den Unteroffizieren unter einer Decke steckten. Die ganze Geschichte wurde durch ein unbekanntes Frauenzimmer aufgedeckt, welches sich in einem an den Kommandeur gerichteten anonymen Brief als ein armes, verlassenes Mädchen, das mit Füßen getreten werde", unterzeichnet hat. Nach den eingehenden Plaidoyers der drei Bertheidiger erfolgte die Bejahung der Schuldfragen bulgarische Sozialisten Kongreß stattgefunden. Es feitens der Geschworenen, mit Ausnahme der Frage bezüge lich des Töpfer, worauf dieser freigesprochen wurde, während Kloh, Rohrbach und Kleber je 6 Monate Gefängniß erhielten, verbunden mit Degradation. Das Miliz- Feldlager des Staates Wistonsin bei Douglas wurde am Mittwoch vom Blike getroffen, wobei 12 Soldaten getödtet und 26 schwer verletzt wurden. " ( Depeschen des Bureau Herold.) Breslau, 19. Juli. Gegenüber der Meldung einiger Blätter, daß der Dragoman Mariano in Bagamoyo die in Neisse lebende Schwester Emin Paschas, Frl. Melanie Schnitzer, benachrichtigt habe, Emin sei in Nyangwe angekommen, ermächtigt Fräulein Schnißer den Breslauer Generalanzeiger" zu der Erklärung, daß ihr diese oder eine ähnliche Nachricht nicht zugegangen sei; sie habe von dem Schicksale ihres Bruders teine Kenntniß. Paris, 19. Juli. Die französische Presse fährt in ihren Angriffen auf England aus Anlaß der fiamesischen Zwiftigkeiten fort, spricht jedoch die Hoffnung aus, daß England sich jeglicher Einmischung enthalten werde. Man erwartet zu morgen die zustimmende Erklärung der siamesischen Regierung zu dem französischen Ultimatum. Paris, 19. Juli. Die französischen Postbehörden werden mit dem 1. Dezember d. J., mit welchem Tage der deutsche Modus der Bestellung der Bostanweisungen eingeführt wird, die bestellenden Boten mit Revolvern bewaffnen. Budapest, 19. Juli. Das ungarische Ministerium hat seinen Widerspruch gegen das Futtermittel- Ausfuhrverbot zurückgezogen. Der Erlaß desselben wird morgen erfolgen, dasselbe wird sich jedoch nur auf Heu, Klee, Stroh und Hätsel erstrecken. Sofia, 19. Juli. In Zirnowa hat vorgestern der erste wurde Betheiligung an den Wahlen, Gründung eines Partei Organs und Absendung eines Delegirten zum Büricher Kongreß beschlossen, ( Wolff's Telegraphen- Bureau.) Konstantinopel, 19. Juli. Von morgen ab müffen sich die Reifenden aus Europa in Mustapha Pascha einer ärztlichen Untersuchung unterziehen. C. H. Klüngel heißt Klique; erst in übertragener Bedeutung bezeichnet es einen Kliquenmenschen gleich einen gefinnungslosen Kerl, Lumpen 2c., welche Bezeichung, wie Sie schreiben, in vielen rheinisch- westfälischen Gegenden üblich ist. P. B. 8. Sie scheinen betrogen zu sein: sprechen Sie zwischen 12 und 1 Uhr vor. J. W., Thaerstraße. Sprechen Sie unter Mitbringen des Vertrages zwischen 12 und 1 Uhr vor. Wizzenhausen. Stellen Sie den ausdrücklichen Antrag auf Bestrafung bei der Staatsanwaltschaft oder laffen Sie, da diese doch nicht einschreiten wird, den Kerl laufen: die Verantwort lichkeit der Beamten ist heute leere Phrase. Je fenntnißloser und dümmer ein Beamter ist, desto geringer ist die Möglichkeit, daß der Mann bestraft wird. Unkenntniß der Gesetze schüßt teinen Bürger vor Strafe, wohl aber einen Beamten, der Rechte eines Bürgers verlegt. Emma. Ja. Böhm. Schriftliche Antwort fann nicht ertheilt werden. Das Aufhissen einer rothen Fahne fann von Leuten, auf welche die rothe Farbe wie auf Büffel wirft, als grober Unfug" angesehen werden. Nach Beendigung des Verfahrens ist die rothe Fahne Ihnen zurückzugeben. A. 100. S. 2. Sie müssen gegen den Meister zunächst bei dem Jnnungs Schiedsgericht auf Entschädigung und Rückzahlung der Martenbeiträge flagen. Der Meister darf nur die Beiträge für die beiden letzten Lohnzahlungsperioden abziehen. Ein Grund zur Entlassung ohne Einhaltung der Kündigungsfrist liegt nach Ihrer Schilderung nicht vor. Kohle. Darüber hat der Vorstand des Konsumvereins Bestimmungen zu treffen. Partei- Genossen und Genossinnen Gigarren egen person bust-Berlins! Donnerstag, den 20. Juli, Abends 8 Uhr: Gr. Partei- Versammlung in den Concordia- Sälen, Andreastr. 64. Tages- Ordnung: 1. Der internationale Kongres fussion. 3. Wahl der Delegirten. 349/19 Der Wahl Um zahlreiches Erscheinen ersuchen Soeben erschien: Heft 28: in Zürich. mit Kontroll- Schuhmarke für Händler und Restaurateure, in verschiedenen Preislagen offerirt auch nach außerhalb. 58/4 Max Flatauer, Cigarren- Fabrik en gros, Berlin, Landsbergerstr. 72, 1 Tr. Kinderwagen, größtes Bager, billigſte Preise, bestes Fabrikat, auf Theilzahlung Oranienstr. 3 im Korbgeschäft. 8026* Kinderwagen. Größtes Lager Berlins zu Fabrit. preisen. Theilzahlung gestattet.[ 8796L* 53 Audreasstr. 53 part. u. 1 Tr. Preßfohlen, anerkannt befte Heizkraft, wenig Da es mir an Zeit fehlt, die an mich in Privatsachen gerichteten Briefe gegen 500 unerledigt mir vor zu beantworten, so ersuche ich, Anfragen in Privatsachen wenigstens für die nächste Zeit nicht an mich zu richten. 45619 Berlin, den 19. Juli 1893. Arthur Stadthagen. Altes Schüßenhaus, Linienstraße 5, empfiehlt seine Festsäle ( 560 Personen faffend) zu allen Gelegen 7336 heiten. Empfehle nach wie vor mein vergrößertes Lokal, franz. Billard 2c. dem verehrten Publikum. Vorwärts, Volks- Zeitung, sowie andere Beitungen liegen aus. [ 3596L M. Berndt, Oranien- u. Alexandrinenstr.- Ecke. Bahnhof. 2. Disiche gebend, aus dem Bergwerf bei Gr. Lichterfelde. Anhalter Königswusterhausen, per Tausend ab W. Griess, Restaurant, Die Vertrauenspersonen. Jede Uhr unter Garantie foftet bei mir Play 4 M. Beste Senftenberger Mariekoble 5 M., Mittel Qualität 4,60 m. ab Plak, frei Keller 50 Pf., frei Boden 75 Pf. pro Tausend mehr. 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Juli 1893. Antrag der sechs revolutionären Pariser Gruppen: 19 dind 10. Jahrg. Arbeiterkongre 1893 in Züridy. die Pflicht hat, einen Bundesvertrag der revolutionären Sozialisten Flugblätter in polnischer, böhmischer und italienischer Sprache ( Schluß.) VI. Nationale und internationale Ausgestaltung der Gewerkschaften. Anträge der Arbeitsbörse von Paris. Die Internationale stellte ursprünglich allgemeine sozialistische Organisationen in den Vordergrund, heute anerkennt sie, daß eine mächtigere Kraft in die Erscheinung tritt. Wir meinen die Gewerkschaftsverbände. Diese Verbände, der Schlüssel zu dem Gewölbe, auf dem die neue Gesellschaft sich erheben wird, sollen national und international zusammengezogen werden. Darum beantragen wir dem Kongreß in Zürich: 1. Die Gründung von nationalen und internationalen Verbänden der gleichen Berufe. 2. Ueberall, wo fich an einem Plaze Gewerkschaften bilden, sollen die Arbeiter von den Gemeinden die Errichtung von Arbeitsbörsen verlangen, die dem Bunde der Arbeitsbörsen angehören; da, wo sie in den Gemeindebehörden Meister sind, follen sie selbst solche Institute schaffen. In einen festen Bund vereinigt, werden diese Arbeitsbörsen die stärkste Macht bilden, die irgend ein Despot ersinnen könnte. Einer der wichtigsten Beschlüsse des Brüsseler Kongresses verTangt die Schaffung von nationalen Arbeiterfekretariaten, in denen alle Verbände vertreten sind. Diesen nationalen Arbeiterfekretariaten sollte die nationale und internationale Vereinigung der Gewerkschaftsverbände obliegen. Anträge des Internationalen Romitees der Sozialdemokratischen Federation in London. Es sollen die besten Mittel in Betracht gezogen werden, die zur Verbreitung solcher technischer Kenntnisse dienen, welche die Anwendung des Sozialismus auf alle Zweige der Industrie erTeichtern, sobald sich zu dieser Anwendung irgend welche Gelegenheit bietet. Folgende Punkte werden zur Betrachtung und zum Studium vorgeschlagen: a) Die Rathfamkeit der Bildung technischer Komitees in allen Gewerkschaften, welche zu studiren und zu berichten haben, wie ihre Gewerkschaften am besten Staats-, Gemeinde- oder andere Unternehmungen ausführen könnten, ohne Da zwischenkunft irgend eines kapitalistischen Unternehmers. b) Die beste Methode für die sozialdemokratische Bewegung, das kaufmännische Proletariat zu gewinnen, wie Kommis, Ladenangestellte u. f. w., überhaupt Leute, die bei der Bertheilung und dem Austausch der Güter thätig sind. Diese Methode soll gesucht werden mit Rücksicht auf die Leichtere Vergesellschaftung der Gütervertheilung und des Güteraustausches sowohl als der Produktion des Fortschrittes des industriellen Reichthums. VII. Internationale Organisation der Sozialdemokraten. Anträge des revolutionären 3entraltomitees in Paris Das revolutionäre Zentralfomitee hält seinen Antrag auf. recht, den es an den Brüsseler Kongreß stellte und der dem Zürcher Kongreß zur Prüfung überwiesen worden ist. Dieser Antrag geht dahin, allen Fraktionen der sozialistischen Arbeiter partei, die sich auf den internationalen sozialistischen Arbeitertongressen vertreten lassen und deren Beschlüsse annehmen, den gleichen Namen beizulegen. Als allgemeinen Namen dieser Partei, die alle Richtungen und Fraktionen umfassen soll, ohne deren Selbständigkeit oder Charakter zu beeinträchtigen, schlagen wir vor: Internationale Sozialistische Partei. Der Kongreß beschließt: Alle Fraktionen der sozialistischen und Arbeiterparteien, die an den internationalen sozialistischen Arbeiterkongressen theilnehmen und ihren Beschlüssen zustimmen, sollen alle denselben allgemeinen Namen tragen, nämlich den: Internationale Sozialistische Partei. Der Rongreß beschließt: Das schweizerische Organisationskomitee für den Internationalen Sozialistischen Arbeiterfongreß wird zur AusführungsKommission der Beschlüsse des Kongresses bestimmt. Es hat im besonderen den Auftrag, die nationalen Arbeiter: Sekretariate der verschiedenen Länder mit einander in Verbindung zu bringen und die Mittel aufzusuchen, durch welche eine internationale Organisation der sozialistischen Partei und des Proletariates vorbereitet und verwirklicht werden kann. Antrag der Sozialdemokratischen Partei Hollands: Die Frage der Bestreitung der Kosten für politische Flücht linge foll international geregelt werden. Betrachtungen Es soll eine besondere Kommission ernannt werden, welche beider Welten auszuarbeiten, der von allen sozialistischen Schulen und Gruppen annehmbar ist, die an der Herbeiführung der sozialen Gleichheit arbeiten." Antrag eines deutschen Genossen in der Mannheimer Voltsstim me". Antrag des Bundes unabhängiger sozialistischer Herauziehung der ausländischen Arbeiter zur Gewerkschaftsbewegung. Vor einiger Zeit richtete das Dresdener Gewerkschaftsfartell das Ersuchen an die Generalfommission in Hamburg, anfertigen zu lassen, um die fremden Arbeiter, welche heute von dem Unternehmerthum als Lohndrücker gegen den heimischen Arbeiter benutzt werden, über ihre Lage aufzuklären und sie zum Klassenbewußtsein zu wecken, damit dieselben für unsere Sache gewonnen werden. Die Generalfommission will nun die Sache hierfür Bedarf vorhanden ist. in die Hand nehmen, falls sich zeigt, daß auch in anderen Orten in Betracht kommen, dies so bald wie möglich der GeneralWir ersuchen die Genossen aus allen Orten, wo diese Arbeiter kommission mitzutheilen. Gul Internationalität der Bestrebungen der Sozialdemokratie einen Seit langer Zeit ist schon das Bedürfniß vorhanden, der für jedermann klaren und verständlichen Ausdruck zu verschaffen. Eins der praktischsten Mittel hierzu wäre unserer Ansicht nach der Vorschlag, der seiner Zeit von einem unserer Genossen auf dem Brüsseler Kongreß gemacht und von den gesammten Herr Hans Müller, der bekannte Unabhängigfte der Unte Delegirten Deutschlands in der Sektionssitung einstimmig abhängigen, ist bekanntlich vom Berner Muß für staatsgefährlich angenommen wurde, nämlich der, daß der erste Theil der Pro- erachtet und mit der Schandmaßregel der Ausweisung überrascht gramme der sozialdemokratischen Parteien aller Länder, der worden. Wie sehr sich die am Sozialistenkoller delirirende Berner unsere Bestrebungen in bezug auf die nothwendige wirthschaft- Polizei in der Staatsgefährlichkeit des Herrn Müller geirrt hat, liche Umwälzung klarlegt da die Ziele der Sozialdemokratie giebt eine Korrespondenz der" Frankfurter Zeitung" zu erkennen, in allen Ländern dieselben sind, den gleichen Wortlaut die sich mit der Ausweisungsmaßregel beschäftigt. Es heißt von haben soll. in betreff unserer Endziele kann Berbindung mit persönlicher Liebenswürdigkeit Diesem für alle Länder gemeinsamen Theile des Programms Herrn Müller u. a.: Dieses Frühjahr doktorirte er, was ihm in je nach dem Bedürfniß eines im Umgange und einer gewinnenden Erscheinung jeden Landes- ein zweiter Theil, der die politischen For den Zutritt z u den obersten Beamten= berungen der Sozialdemokratie eines jeden Landes an die gegen- freisen der fleinbürgerlichen Stadt erschloß. Auf wärtigen Staaten enthält, hinzugefügt werden, der für alle Länder feine Anregung hin wurde beschlossen, eine fozial heutzutage verschieden sein muß, weil die Verfassungen der ein- politische Revue nach dem Muster der Neuen Zeit" in zelnen Staaten verschieden sind und das eine Land oft vieles Stuttgart herauszugeben, an welcher er als Verleger, ein junger besitzt, was für die anderen Länder noch zu erstreben ist, und Bundesbeamter, Dr. Otto Wullschleger aus Zofingen, als leitendarum in den politischen Theil des Programms aufgenommen der Redakteur, und ein starker Stab. bekannter Beamter, Prowerden muß." des fessoren und Schriftsteller als Mitarbeiter auftreten. Heute erschien die zweite Nummer, welche wie die erste sehr ans sprechend geschrieben ist, ohne politisch eine expo nirte Stellung einzunehmen. Das Unternehmen scheint zu ge lingen, manchen Politikern aber, die jetzt in Bern tonangebend sind und sich in eine Vergewaltigungssucht hinein verloren haben, droht es unbequem zu werden; durch die Ausweisung Müller's hofft man diese junge sozialpolitische Schule zu vernichten. ernsthafte Gründe, welche die Ausweisung Müller's rechtfertigen tönnten, sind nicht aufzuspüren. Einige Publikationen, die Müller zugeschrieben werden, sind nicht entfernt so heftig, wie jene der deutschen Flüchtlinge vor vierzig Jahren. Die Schweiz von heute muß im Spiegel jener Zeit erröthen; die fleinlichen Ausweisungen sind das Symptom eines traurigen und zwerghaften Geistes, der unsere schweizerische Politik erfüllt, den künftige Jahrhunderte kaum begreifen, für Die Mitglieder dieses Vereins sind der Meinung, daß die den sie nur Hohn und Spott haben werden und der selbst in Beit gekommen ist, um eine europäische Sprache anzunehmen, manchen monarchischen Staaten teine Stätte finden könnte. die von den Arbeitern aller Länder zu ihrer eigenen hinzu Ein wie schlechtes Gewissen muß die Berner Polizei haben, gelernt werden soll. Sie fordern deshalb die Delegirten des wenn ein Mann von der Harmlosigkeit des Herrn Müller, der Internationalen Arbeiterkongresses in Zürich ernstlich auf, zu in den philiſtrösesten Kreisen einer der philiftröseften Städte einentscheiden, welche Sprache sie für diesen Zweck am besten geeignet und ausging, ihr schon gefährlich scheint. halten. Antrag der Sozialdemokratischen Arbeiterpartei Hollands. Der Kongreß empfiehlt den Arbeitern das Erlernen von Volapük. Gruppen Frankreichs. Aufsuchung der Mittel und Wege, um eine internationale Union aller Sozialisten zu schaffen entweder durch einen Pakt oder durch einen Bund. VIII. Berschiedenes. Antrag der Sozialdemokratischen Arbeiterpartet Hollands. Der Kongreß beschließt, daß die Arbeiterpartei in allen Ländern, wo es nöthig ist, eintrete für die Scheibung von Kirche und Staat. Antrag der Canning Town Socialdemocratic Federation Branch in London. Soziale risdiod teberlicht. Achtung, Metallarbeiter! Sämmtliche 70 Kollegen der Schraubenfabrik von Willing u. Violet, Cuvrystr. 20, haben heute, Mittwoch, infolge der gedrückten Lohnverhältnisse, nachdem alle Verhandlungen fehlschlugen, die Arbeit eingestellt. Näheres in der am 24. Juli Rosenthalerstr. 38 stattfindenden General versammlung. Wir erwarten, daß sich alle Kollegen mit den Ausständigen solidarisch erklären und dieselben moralisch und materiell unterstützen. Der Vorstand des Verbandes aller in der Metallindustrie beschäftigten Arbeiter Berlins und Umgegend. Otto Mäther, Vorsitzender, Anklamerstr. 44. Vor Zuzug von Drechslern und Tischlern nach Lübbenau wird streng gewarnt. Buschristen sind zu senden an Herrn Seidel, Drechsler, Lübbenau. Der Ausstand der Droschkenbefizer in Freienwalde ist als beendigt anzusehen. Oberpräsident v. Achenbach in Potsdam hat, wie die Voff. 3tg." berichtet, der Abordnung der Ausständischen gegenüber erklärt, daß der neue Droschkentarif nicht rechtsgiltig sei und daß sie bei Nichtbeachtung des Tarifs es ruhig auf die richterliche Entscheidung ankommen lassen sollten. " Sur Lage der Bahuarbeiter. Kurz vor den Wahlen, so wird aus Dortmund gemeldet, machte ein Artikel die Runde durch die Zeitungen, wonach auf dem Bahnhofe Soest eine Anzahl Bahnarbeiter entlassen worden seien, weil Ersparnisse gemacht werden sollten. Seitens des Betriebsamts Paderborn wurde zwar eine Richtigstellung" erlassen, in der jedoch die Entlassung zugegeben wurde. In der gestrigen Sitzung der Dortmunder Straftammer famen die Verhältnisse auf dem Bahnhofe Soeft zur Sprache. Ein Rangirer hatte sich wegen fahrläffiger Gefährdung eines Eisenbahntransportes zu verantworten. Es stellte sich heraus, daß der Bahnhof überhaupt sehr ungünstig liegt, da er ein Gefälle von 1: 300 hat. Dabei ist das Hilfspersonal so knapp bemessen, daß, wenn keine Verzögerung eintreten soll, alle vorgeschriebenen Sicherheitsmaßregeln gar nicht ausgeführt werden können. Die Arbeiter haben 12 Stunden Dienst, fast ohne jede Pause, das Essen müffen sie in zufälligen Baufen verzehren. Der Vorsitzende des Gerichtshofes bemerkte felbst, es sei Beit, daß die Oberbehörde einfchreite und wenigstens das nöthige Personal bewillige. Vielleicht bekommt Herr Minister Thielen tommt Herr Minister Thielen auf diesem Wege Kenntniß von den Verhältnissen auf dem wichtigen Bahnhofe im westfälischen Bezirk Was aber, wenn der Stand der Dinge zur Kenntniß des Herrn Thielen gelangt? Der Moloch frißt ja alle Einnahmen auf! Die unpolitischen Jnnungen. Der Jnnungs Ausschuß Magdeburg, dessen Bureau sich Schöneeckstraße la befindet, ver sendet, wie wir dem„ Hann. Voltswillen" entnehmen, folgendes Schreiben: An den Obermeister der Herrn In der am Mittwoch, den 5. Juli, stattgefundenen Sigung des Innungs- Ausschusses mit einigen Herren Obermeistern war man zu dem Beschluß gekommen, um die gegründete Mittelstands- Partei recht kräftig geköpfig oder zu halsstarrig, um hier endlich Wandel zu Park muß aufs theuerste bezahlt werden. Nur eine Sache schaffen. erinnert an schlechte Arbeiterverhältnisse, das sind die Eine häßliche Einrichtung ist die Ausstellungs- Aborte, sie sind aufs mangelhafteste und unbequemste Lotterie, Loose eines Arbeiters auf der großen Potter andere von jungen Damen zum Theil mit gelegt und eingerichtet. Dabei werden die Frauen in dieser Berliner Kunst- Ausstellung. " flehentlichen Bitten ausgeboten werden. 70 000 Loose à Beziehung auch hier am rücksichtslosesten behandelt. Für 1 M. gegen 254 Gewinne, eine echte Millionär- Lotterie. Herren sind wenigstens im Bart Schilder in hinreichender Merkwürdig, daß diese große Bilder- Ausstellung immer Rechnen wir auf 70 000 Loose rund 250 Gewinne, so ist Bahl als Wegweiser angebracht, für Frauen wird das nicht nur für wohlhabende Leute eröffnet wird, alle Preise werden die Wahrscheinlichkeit, daß ein Loos gewinnt, 250 70 000 als nöthig erachtet; die Frau bleibt für Künstler stets ein so hoch angesetzt, daß der Arbeiter ferngehalten wird. Wozu= 1: 280 b. b. auf je 280 Loose tommt ein Gewinn! Man höheres Wesen ohne Bedürfnisse"; je mehr er für seine braucht er auch Kunstgenüsse, er versteht nichts davon und müßte also 280 M. für Loose ausgeben, um sich die an- Leistungen des Weibes bedarf, umso weniger scheint fauft nichts, also gehört er auch nicht in die Ausstellung. nähernde Wahrscheinlichkeit zu schaffen, vielleicht auf er sich ihrer annehmen zu wollen. So sind die An sechs Tagen foftet es 50 Bf. Eintrittsgeld und an ein Loos einen Gewinn zu machen. Das ist denn doch Männer! Vielleicht entschließen sich diese Künstler einem Tage, der für die besonders Begüterten frei gehalten eine Zumuthung, die wirklich über jedes künstlerische Maß der Bourgeoisie, ebenso wie sie für die bevorzugten Stände werden soll, eine Mark. So wird der ganze Kunstgenuß mit hinausgeht. Dabei sieht man schon an den für die Berloosung einen besonderen Tag eingerichtet haben, an dem es 1 M. ausgesuchter Absichtlichkeit erschwert, damit die Reichen angekauften Bildern, wie sehr es der Kommission am Herzen Einlaßgeld foftet, nun auch noch einen Tag für das niedere ungestört vom niederen Bürger vom„ Volt"- sich ihren gelegen haben mag, zu sparen, denn abgesehen von den Bolt" einzurichten, zu 10-20 Pf. Eintrittsgeld, und wenn Kunstbetrachtungen widmen können. zwei oder drei Hauptgewinnen, sind im Uebrigen meistens an solchem Tage auch die Bierpächter sich mit ihren Preisen Die nächste und unangenehmste Erschwerung ist die ganz kleine, zum Theil sogar dürftige Sachen augekauft, etwas mäßigen möchten, dürften die vornehmen Herren Unfitte, die Bilder mit Nummern zu versehen, um den Be- sodaß selbst für den Liebhaber vom Kenner will ich Künstler vielleicht eine größere Einnahme haben, als an fucher zum Kauf eines Katalogs zu zwingen. Aber wer schweigen-nicht einmal genügender Reiz geschaffen dem Elitetag, an dem nur Menschen Einlaß finden, die tann als Arbeiter oder kleiner Handwerker solch einen wurde, eins dieser höchst unwahrscheinlichen Gewinnloose 1 M. werth sind. Ratalog kaufen für eine Mark oder einen dicken mit Bildern zu kaufen. G An solchem Arbeitertage würden auch wir einmal die versehenen für zwei Mart? Es muß Alles möglichst theuer Die meisten Besucher, denen man die Lust am Schauen, übrigen Schwierigkeiten, welche die Ausstellung dem Besein, damit die Kunst dem Wolfe thunlich ft aber den Wangel an Geldmitteln ansieht, irren also auf sucher bietet, überwinden und den Versuch machen, einzelne Dorenthalten werde, das ist so Künstlerart. dieser Nummern- Ausstellung umher und bitten dann zu Bilder vom Standpunkt des Arbeiters zu beurtheilen. Und was steht in solchem Katalog drin? Nr. 215 weilen bei einem auffallenden Bilde einen glücklichen Katalog- Mancher Künstler hat den Versuch gemacht, Einzelheiten Bildniß", Nr. 307 Märchen", Nr. 529, Luci". Für Besizer um Auskunft nach der Bedeutung eines Bildes. aus dem alltäglichen Arbeitsleben darzustellen, mancher zeigt diefe und ähnliche geistreiche Bezeichnungen zahlt der un- Die Bezeichnungen im Katalog machen den Eindruck, als sogar durch seine Versuche, wie lächerlich und wirr die erfahrene Besucher eine Mark. Es wäre zwar höchst ein wenn die Verfasser Unterricht in der Drakelkunde zu Delphi soziale Frage in seinem Kopfe spukt, und davon möchten fach, jedes Bild mit einer verständigen Unterschrift zu ver- genommen hätten. wir uns unterhalten, aber bei herabgesezten Preisen!-sehen; aber dafür sind die Besucher zu dumm! ober Alles ist in dieser Ausstellung für die Wohlhabenden, dby vielleicht sind die Künstler und ihre Kommissionen zu hart- für die Bemittelten berechnet, jegliche kleine Erfrischung im Der Vorstand des Innungs- Ausschusses. Hiermit haben die Innungen das politische Gebiet betreten, da der Innungs- Ausschuß aber das Organ darstellt, durch welches die einzelnen Innungen mit einander in Verbindung stehen, sind die Innungen als politische Vereine mit einander in Berbindung getreten. Was den Fachvereinen mit ihrem Zentralfomitee der Gewerkschaften recht war, so meint die Magdeburger Volksstimme", muß jezt den Innungsbrüdern billig fein. Die Innungen müssen wegen Verstoßes gegen das Vereinsgefeß aufgelöst werden. Unser Parteiorgan in Hannover wird sein blaues Wunder erleben fiber die Schnelligkeit, mit der dieser Forderung nachgekommen wird. " B beiben zu sehen, sämmtliche Herren Obermeister zu ersuchen, übersteigt, sind Bordeaux, St. Etienne, Nizza, Montpellier, Gre: 1 Werth der Arbeiter Rontrollmarke, deren Einführung für das in ihren diesen Monat stattfindenden Quartalsversamm noble, Clermond- Ferrand und die Pariser Vorstadt Levallois- Bäckergewerbe befürwortend. Bäcker Kretschmar beleuchtete lungen Propaganda für diese Sache zu machen und den Perret, obgleich diese eine arme Bevölkerung hat. Paris selber seinerseits die Lage der Bäckereiarbeiter und legte namens der Nußen einer solchen Bereinigung ihren Mitgliedern recht trintt 196 Liter per Kopf. Was das Bier anbelangt, so ver- Agitationskommission der Versammlung folgende Resolution vor: vor Augen zu führen. Wir möchten nun auch brauchen die Städte Lille, Roubaix, Tourcoing, Saint- Quentin, Die heutigen Versammlungen der Bäckereiarbeiter Berlins dieferhalb Sie höflichst bitten, dies in ihrer Innung Dünkirchen und Amiens für die Einwohner jährlich 2 bis und Umgegend beschließen: In Erwägung, daß sie durch Arbeitsthun und möglichst sofort Listen auszulegen, 300 Liter, Paris blos 11 Liter( im ganzen 281 345 hektoliter im einstellung ihre Lohn- und Arbeitsbedingungen nicht verbessern um Ihre Mitglieder sich zu dieser Partei einzeichnen zu vorigen Jahre). Der Alkoholgenuß ist am stärksten in der Nor- können und die Verbesserungen dennoch für nothwendig halten, lassen und diese dann an unsern Vorsitzenden, Herrn mandie: Rouen 17, Havre und Caen je 16, Le Mans 10 Liter sowohl in ihrem eigenen als auch im sanitären Interesse des ge= Müller, gelangen zu lassen. per Kopf. In Paris stellt die Ziffer sich auf 8 Liter; für ganz fammten Publikums, zur Abstellung der krassesten Mißstände Hochachtend Frankreich beträgt sie im Durchschnitt 43/10 Liter, und die größte die Kontrollmarke einzuführen. Es soll die Kontrollmarke von der Nüchternheit zeigen Toulouse und Béziers, deren Bewohner sich Agitationskommission ausgegeben und an die Unternehmer des mit faum 2 Litern begnügen. Bäckereigewerbes zur Kennzeichnung der Brote unter folgenden Bedingungen verabfolgt werden: 1. Der Unternehmer hat sich An ihren Früchten sollt ihr sie erkennen. Nämlich die zu verpflichten, die tägliche zwölfftündige Arbeitszeit einschließlich Sozialreform. Aus Nippes wird unterm 12. Juli gemeldet: der Pausen in seinem Betriebe einzuführen. 2. Bei Bedarf von Der Arbeiterausschuß der töngl. Eisenbahn- Hauptwerkstätte" hat Arbeitskräften nur den Arbeitsnachweis des Verbandes der mit Rücksicht darauf, daß nicht ein einziger feiner im Bäder und Berufsgenossen zu benutzen. 3. In den ArbeitsInteresse von 1500 Arbeitern gestellten Wünsche bis jetzt beräumen für Reinlichkeit und genügende Ventilation zu sorgen. rücksichtigt wurde, insbesondere aber deshalb, weil der im 4. Dem letzten Arbeiter in seinem Betriebe einen wöchentlichen Dezember 1892 in Kraft getretene Verdienstabzug von Minimallohn von 18 M. ohne Kost, oder einen solchen von 10 pet. nicht dem Versprechen gemäß aufgehoben wurde, sein 8 m. mit Kost und Logis zu zahlen. 5. Die Schlafräume sind and at niedergelegt. Dieser Abzug bedeutet bis jetzt so zu gestalten, daß sie den Vorschriften der Sanitätspolizei entfür die Affordarbeiter immerhin einen Ausfall von 40-55 M. sprechen. Der Unternehmer hat für Reinlichkeit und Lüftung Der Verkehr der linksrheinischen Eisenbahn hat sich gegen das der Schlafräume zu sorgen und dieselben zum Betriebe nicht zu Aus einer fogen. ,, Muster" Fabrik. Welch schöne Löhne Vorjahr bedeutend gehoben und mit ihm die Einbenutzen. 6. Der Unternehmer hat sich der Kontrolle der in der Württ. Metallwaaren- Fabrik Geislingen, die wegen ihrer nahmen, und doch wurde diese bedauerliche Verfügung nicht Agitationskommission in bezug auf Innehaltung der vorvielgepriesenen Wohlfahrtseinrichtungen" geradezu einen Welt- aufgehoben." stehenden Bedingungen zu unterwerfen. Des weiteren beauftragen ruhm erlangt hat und zu deren Aktionären auch der beanstandete Kann man sich einen fläglicheren Reinfall der mit Pauken die heutigen Versammlungen die Agitationskommission, alle erforder= Stuttgarter Reichstags- Abgeordnete Herr Geheimer Kommerzien- und Trompeten verkündeten Sozialreform vorstellen? Faft möchte lichen Schritte zur Einführung der Kontrollmarke zu veranlassen rath Siegl, gehört, mag aus nachfolgend abgedrucktem Schrist- man Mitleid mit denen haben, die seinerzeit ernsthaft an ein und bis zum 1. August d. J. alle Vorarbeiten zu erledigen. Bu stück ersehen werden: solches Ding glaubten. gleich appelliren die Berliner Bäckereiarbeiter an die Solidarität Der Jahresbericht über die Trades- Unious für das der gesammten Arbeiterschaft, vom 1. Auguft d. I. ab nur Brot mit Kontrollmarke zu kaufen." Jahr 1891 wurde nach einer Mittheilung des Sozialpolitischen Entschiedener Gegner der Einführung einer Kontrollmarke Bentralblatt" soeben vom Arbeitsdepartement des Handelsamtes Auch Bäcker Schmidt äußerte ausgegeben. Im allgemeinen Theil berichtet Burnett, daß sich in war Konditor Schmidt. 236 Unionen, welche für die beiden Jahre 1890 und 1891 An- einige Bedenken. Grassow, Pfeiffer, Münchow u. a. machten, die gesammte Mitgliederzahl im Jahre 1890 auf 847 956, Sprachen sich für die Einführung der Kontrollmarte aus und im Jahre 1891 auf 843 872 belief, also eine Abnahme von 4084 wurde allseitig die Nothwendigkeit des Beitritts zur Organisation, zum Verbande, betont." Das Resultat der Verhandlungen war Mitgliedern zeigte. Die Kassenbewegung dieser 236 Vereine weist die Annahme der vorgelegten Resolution mit allen gegen eine für das Jahr 1890 an Ginnahmen 1 153 815, an Ausgaben Stimme. Da der Gesellenausschuß die Petition der Meister um 853 127 ftrl. auf, für das Jahr 1891 1 222 484 strl. Einnahmen Beschränkung der Sonntagsruhe unterschrieben hat, war beund 1 037 253 Litrl. Ausgaben. Die Einnahmen sind also um antragt worden, den Gesellenausschuß zur nächsten Versammlung 68 669 2strl., die Ausgaben um 184 126 ftrl. gestiegen. weiteren Veranlassung überwiesen. = Arbeitsbescheinigung. Auf grund der§§ 156 und 161 des Invaliditäts- und Altersversicherungs Gesetzes vom 22. Juni 1889 wird zum Zweck der Abkürzung der Wartezeit für Invaliden- bezw. Altersrente hierdurch bescheinigt, daß( folgt der Name des betreffenden 19 jährigen Arbeiters) vom bis gegen einen Lohn von 11,78 m. öchentlich bei uns beschäftigt gewesen ist. Geiß ingen St., den Württ. Metallwaaren- Fabrit. ( Unterschrift unleserlich.) Die Echtheit vorstehender Ausfertigung wird beglaubigt Geislingen, den. Stadtschultheißenamt.( Unter schrift unleserlich.) Leider hat der Einsender obigen Schriftstücks, so schreibt die Schwäb. Tagwacht", vergessen, uns mitzutheilen, wie viel er bei dem Lohne von 11,78 m. wöchentlich auf die Seite gelegt hat. In der Württ. Metallwaaren- Fabrit werden doch die Leute zum " Sparen" angehalten und erzogen! So wie in der Geislinger steht es, beiläufig bemerkt, ziemlich in allen Musterfabriken. Und was das Schlimmste, gerade der artige Institute zeichnen sich außerdem noch dadurch aus, daß fie auf den Arbeiter den allerschlimmsten Gewissenszwang aus üben. So hat denn auch der selbstdenkende Arbeiter vor nichts mehr Abscheu als vor der berühmten Unternehmerwohlthätigkeit. In welchem Umfange dem Hamburger Staat aus der Cholera Epidemie des vorigen Jahres die öffentliche 24 805.0 Waisenpflege erwachsen ist, ergiebt sich aus einem Nachtrage- Etat des Waisenhauses. Danach sind im Waisenhause selbst 600 Kinder statt bisher 400 zu verpflegen. Die Zahl der außerhalb Hamburgs untergebrachten Waisen wird auf rund 1000 angegeben und die der sogenannten Kostkinder auf 2600, so daß dem Staate ca. 4200 Kinder zur Last fallen. Im Vorjahre betrug die Zahl der Waisen kaum die Hälfte. Der Segen der Raiffeisen- und auderer Vorschuß kaffen für die Landbewohner wird von den Stüßen des Staates gemeiniglich mit allen Backen auspofaunt. Sie sind nach deren Lobpreisungen die Rettung des gedrückten Kleinbauernstandes. Wie es in Wirklichkeit damit aussieht, mag folgender Fall beweisen: In Dittmar wurde einem armen Bäuerlein im Auftrage einer Vorschußkasse die einzige Kuh gepfändet, weil der Mann mit 25 M. Bins im Rückstande war. Die Kuh sollte vor 8 Tagen dort versteigert werden, fand aber keinen Liebhaber, wahrscheinlich weil die Ortseinwohner glaubten, daß dem armen Manne die Kub erhalten blieb, wenn niemand darauf biete; die Kuh wurde jedoch nach Tauberbischofsheim gebracht und dort um 21 m. verkauft. Die Kosten des Verfahrens betrugen ca. 20 M., sodaß der hochlöblichen Vorschußkasse ca. 1 M. abgeliefert werden konnte. Das Bäuerlein ist nun um seine Kuh gekommen, gleichzeitig aber noch 24 M. schuldig, die Kasse hat i M. und der Staat hat 20 m. Kosten vereinnahmt! Dem Bauersmann ist geholfen von seiner Ruh. Er wird des Segens der Kasse zeitlebens denken. Landwirthschaftliche Tagelöhne in Böhmen. Graf Taaffe, t. t. Ministerpräsident, läßt seinen Tagelöhnern auf Ellischau 15, 20, 25 bis fogar 30 fr.( 1 Kreuzer= etwa 2 Pf.) täglich zahlen; die Arbeitszeit währt von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang. Dieselben Löhne werden auf den fürstlich Schwarzenbergischen Herr schaften gezahlt. Graf Stadion zahlt Männern 40 fr., Fürst Auersperg 22 fr., ebenso viel die durch ihre Frömmigkeit be rühmten Grafen Schönborn. Dagegen werden auf den Gütern des Grafen Franz Tun- Hohenstein auch 35 kr. bezahlt. Und die Arbeitszeit? Gegenwärtig wird von 4 Uhr früh bis 9 Uhr Abends, also etwa 17 Stunden geschanzt. Man kann demnach sagen, daß der böhmische Hochadel seinen Tagelöhnern 3 bis 6 Pfg. für die Stunde zahlt. Wenn Bismarck von diesen Böhmen liest, wird er fich ärgern, daß er nicht in Böhmen haust. Im Jahre 1890 gaben an Arbeitslosen- Unterstützung, mit einzuladen. Dieser Antrag wurde der Agitationskommission zur Einschluß der Reise- Unterstützung, 129 Vereine 145 009 strl. aus; Die zweite Versammlung mit derselben Tagesordnung im Jahre 1891 133 Vereine 205 583£ ſtrl. Die 119 Unionen, tagte in den„ Konkordiasälen" und war von etwa 500 Personen welche für beide Jahre Bericht erstatten, verbrauchten für Arbeitslosen- Unterstüßung im Jahre 1890 143 193 2ftrl., im besucht. In dieser referirten der Tabatarbeiter Bud dry und Bäcker Schlüter. Auch hier sprachen sich beide Redner für Jahre 1891 194 193 Estrl., also für diese 119 Vereine ein Mehr Einführung der Kontrollmarte aus. Die Zustimmung der Ge von 51 000 ftrl.1 Die Streit- Unterstüßungen machten im Jahre 1890 eine werkschaftskommission liegt bereits vor und soll sodann in Auslage von 124 801 ftrl. nöthig bei 96 Vereinen und im Jahre nächster Zeit eine Volksversammlung einberufen werden, um dieser Frage gegenüber Stellung zu nehmen. In der Diskussion traten 1891 von 161 834 2ftrl. bei 123 Vereinen. 86 Vereine, welche Labatarbeiter Wehnert und Bäcker Scholz energisch für Einfür beide Jahre berichten, gaben im Jahre 1890 führung der Kontrollmarke ein, indem sie auf die Vortheile, die 123 658 strl., im Jahre 1891 148 463 strl., also mehr um durch dieselbe erzielt werden sollen, hinwiefen und auch zu An Krankenunterstüßung und ärztlicher Hilfe gaben 95 Ber- bedenken gaben, daß wegen der großen Zahl der Arbeitslosen bei den Bäckern an einen Streit in deren Gewerbe nicht gedacht eine im Jahre 1890 aus: 171 564 strl., im Jahre 1891: werden könne. Einstimmig nahm die Versammlung die schon 98 Vereine 197 131£ firl. Bei jenen 92 Vereinen, die in beiden oben wiedergegebene Resolution an. Schlüter geißelte in seinem Jahren berichten, steigen die Ausgaben von 171 422 auf Schlußwort das arbeiterfeindliche Verhalten der Bäckermeister, 195 503, also um 24 081. An Unfallunterstüßungen verbrauchten im Jahre 1890 die sich neulich für eine weitgehende Einschränkung der Sonntagsruhe aussprachen. Wollten die Bäckerei- Arbeiter ihre Lage 39 Vereine 13 771 Lirl., im Jahre 1891 38 Vereine 17 469 str. verbessern, so müßten sie fich organisiren. Bäckermeister HebeBei jenen 31 Vereinen, die in beiden Jahren berichten, steigen streut führte aus, daß die verlangte Abkürzung der Arbeitszeit die Auslagen von 11 601£ ftrl. auf 12 272 strl. An Altersversorgungs- Beiträgen bezahlten 44 Vereine im sich wohl durchführen lasse. Unter Verschiedenem machte Scholz eine Anzahl Bäckereien bekannt, in welchen im Bette des LehrJahre 1890 87 414, im Jahre 1891 91 244£ strl. lings des Nachts Dienstboten schlafen. Ueber den Gesellen- Ausschuß der Germania- Innung wurde ob feiner Haltung zur Sonntagsruhe eine abfällige Kritik geübt, und ein Mißtrauensvotum ausgesprochen. An Beerdigungskosten wurden ausgegeben im Jahre 1890 von 154 Vereinen 59 813 Litrl., im Jahre 1891 von 158 Vereinen 67 290 Litrl. Bei den 142 Vereinen, bei denen ein Vergleich möglich war, stiegen die Auslagen von 57 743 strl. auf 64 556 strl. Die größte Zunnahme zeigten bemerkenswerther Weise die Ausgaben für Arbeitslosenunterstüßung, welche vom Jahre 1889 bis 1890 einen Zuwachs von 5735 Lstrl. zeigten, vom Jahre 1890 bis 1891 aber einen Zuwachs von 60 573 strl. aufweisen. Freilich muß in Rücksicht gezogen werden, daß in den vorher gehenden Berichten blos 117 Vereine, jetzt aber 130 Vereine verzeichnet waren. So groß diese verschiedenen Auslagen waren, zeigt das Guthaben der 236 Unionen am Ende des Berichts: jahres einen Zuwachs von nicht weniger als 176 732 2strl., und ihre Bilanz schloß für 1890 mit 1369 167 Lstrl., für das Jahr 1891 mit 1545 899 2strl. Es ist bemerkenswerth, daß im Jahre 1892 die Zahl der Unionen, welche an das Arbeitsamt berichteten, bedeutend gesammenkunft opfere, damit die Arbeitsverhältnisse der verschiedenen stiegen ist, so daß der nächste Bericht 431 Vereine mit einer Mitgliederzahl von 1109014 und einem Rapital von 1 723 480£ ftrl. verzeichnen wird. Burnett spricht die Hoffnung aus, daß, wenn diese Biffern zunächst einen Vergleich nicht zulassen werden, doch in wenigen Jahren eine vollständige Uebersicht erreicht werden wird. Versammlungen. = Eine öffentliche Bildhauer Versammlung tagte am 18. Juli und hörte zum ersten Punkt der Tagesordnung ein Referat des Kollegen Dupont an über Werkstatt- DelegirtenEinrichtung, Agitation und Statistik. Derselbe führte u. a. aus, daß es sich jetzt, in der Krise, darum handle, die Arbeitszeit zu halten, was nur möglich sei, wenn hinter den einzelnen Kollegen eine starke Organisation stehe. In den letzten beiden Jahren feien nun namentlich die Holzbildhauer dem Gauverein der Bildhauer ferngeblieben; es sei offenbar die Werkstattagitation zu sehr vernachlässigt worden. Dieselbe müsse wieder belebt werden. zu diesem Zwecke werde der Gauverein Holzbildhauer- Abende einrichten. Andererseits solle in jeder Werkstatt wieder ein Delegirter ernannt werden, der allwöchentlich einen Abend für eine ZuWerkstätten bekannt werden. Im nächsten Jahre wolle der Zentralverein der Bildhauer Deutschlands eine neue Statistit aufnehmen und zwar vom 1. Juli d. s. bis zum 30. Juni 1894. Die in diesen Tagen an sämmtliche Kollegen vertheilten Kalender sollen es jedem ermöglichen, allwöchentlich die Notizen zu machen, um sicheres Material für die Statistit zu gewinnen. Mit Beifall bezeugten die Anwesenden ihre Zustimmung und auch die Kollegen, welche das Wort nahmen, traten den Ausführungen des Referenten bei. Buda theilte noch mit, daß am 1. August der erste Holzbildhauer- Abend stattfindet. König bemerkte, daß namentlich auch die Kollegen seiner Branche, die Modelleure, sich der Organisation zumeist fernbielten. Winkler, der die an den Tag gelegte die Gleichgiltigkeit besonders scharf geißelte, ermahnte Kollegen, die Aufrufe der Agitationskommission fünftig besser zu befolgen, als es dem letzten gegenüber geschehen ist. Revisor Christen gab den Rechenschaftsbericht über die letzten 1/2 Jahre. Danach betrug im Jahre 1892 die Einnahme 569,12 m., wovon 335,24 M. zu Beginn desselben als Bestand vorhanden waren, die Ausgabe 492,46 M., so daß am Ende 1892 ein Bestand von 76,66 W. verblieb. Mit letzterem eingerechnet betrug vom 1. Januar 1898 bis zum 30. Juni die Einnahme 522,16 M., die Ausgabe 480,47 M., blieb also 41,69 M. Bestand. Nachdem noch König einen eingehenden Thätigkeitsbericht gegeben, wurden Christen und Krepahle zu Revisoren gewählt. Der sozialdemokratische Wahlverein für den sechsten Ein Sieg der klassenbewußten Arbeiterschaft in Oester Berliner Reichstag Wahlkreis hielt am 18. 6. M. reich. Bei den fürzlich stattgehabten Wahlen in die Vertretungs- eine Generalversammlung ab. Auf der Tagesordnung stand zu törper der niederösterreichischen Unfallversicherungs- Anstalt haben nächst ein Vortrag über das Thema:" Die Nothwendigkeit der die von Klaffenbewußten Arbeiterschaft aufgestellten Kandi- politischen Organisation und deren Werth". An Stelle des nicht daten eine starke Majorität errungen. Nur in der Kategorie der erschienenen Referenten, Reichstags- Abgeordneten Bueb, sprach landwirthschaftlichen Betriebe und Mühlen wurde zum Vorstands- Millarg unter Beifall über dieses Thema. Genosse 3 acha u mitglied der gegnerische Kandidat gewählt, aber blos deshalb, nahm in der Diskussion Veranlassung, darauf hinzuweisen, daß weil der von den Arbeitern aufgestellte Genosse Franz Karl es für den Arbeiter nicht genüge, allein politisch organisirt zu nicht der Gruppe angehörte, für welche er als Vorstandsmitglied sein, daß er vielmehr ebenso die Pflicht habe, sich auch gewert vorgeschlagen war. Nichtsdestoweniger hat auch in diesem Falle schaftlich zu organisiren. Nach Schluß der Diskussion erstattete der von den Arbeitern aufgestellte Kandidat eine imposante Gleinert den Kassenbericht pro II. Quartal. Nach diesem Majorität zu verzeichnen. Der Ersatzmann des Genossen Karl betrug die Einnahme 1694,06 m., die Ausgabe 831,90 m, der der Gegner erhielt Bestand 862,16 m. Der Verein zählte am hingegen wurde mit 169 Stimmen 1. Juli zahlende faum die Hälfte gewählt. Es ist dies Genosse Josef Wolf, 2113 Mitglieder. Gleinert Auf Antrag Müller. Die übrigen Vorstandsmitglieder, resp. Ersah- wurde der Vorstand ermächtigt, im Laufe des Quartals Briefkaffen der Redaktion. männer die Genossen: Effinger, Blumauer, Wildholz und an die Mitglieder eine Broschüre gratis zu vertheilen. Bekannt M. M. 51. Kommen Sie bei der Gemeinde um Bewilligung Neugebauer erhielten je 6300-6900 Stimmen, die Gegner gegeben wurde, daß das Mitglied Wilhelm Grunwald darunter ein gewisser Biber und der Pascha der Wienerberger verstorben ist und daß die Beerdigung am 20. d. Mts., Abends des Armenatteftes ein und beantragen Sie dann bei dem Gericht, Ziegelstlaven, Herr Rambauset je 4000 Stimmen. Mit einer 6 Uhr, auf dem Chariteekirchhofe stattfindet. Seitens des Vor- unter Ueberreichung des Attestes, Bewilligung des Armenrechtes. Stimmenzahl von je 54 000-57 000 wurden die Schiedsrichter standes erging die Anregung auf Revision des Vereinsstatuts Soviel sich aus Ihrer Darlegung entnehmen läßt, ist das Recht gewählt, und zwar die Genossen: Eyner, Englisch, Dorsch, Wer- und Wahl einer Kommission, die gemeinsam mit dem Vorstande nicht auf Ihrer Seite. die Revision vorzunehmen habe. Die Generalversammlung er- Pietsch. Die Kündigung kann zu jeder Tagesstunde, feinesberg, Menzel, Krems. Selbstverständlich, so schreibt die Wiener Arbeiter- Zeitung", flärte fich hiermit einverstanden und wählte in die Kommission wegs nur bis Mittags um 12 stattfinden. F. B. Sie müssen entweder selbst zur Empfangnahme des der wir diese Nachricht entnehmen, fehlte es nicht an Wahlbeein- fünf Vereinsmitglieder. Laut Beschluß der Generalversammlung flussungen der schlimmsten Art. Insbesonders in einigen Brau findet das Stiftungsfest am 10. Februar 1894 in den Germania- Geldes sich einfinden oder jemand, dem Sie Vertrauen schenken, häusern( Dreher) und im Baugewerbe wurden die Arbeiter in der sälen statt. Eingebracht wurde wiederum ein Antrag auf Aus- damit beauftragen oder die Umschreibungserklärung gegen Nach unverschämtesten, brutalften Weise um ihr freies Wahlrecht ge- schluß des J. Baer aus dem Wahlverein. Durch Majoritäts- nahme des auf Sie entfallenden Betrages einsenden. bracht. Die feige Niedertracht des Unternehmerthums wird aller- beschluß ging die Generalversammlung über diesen Antrag zur dings durch das ganz und gar polizeiliche Wahlsystem gefördert. Tagesordnung über. Die Frage der Lassallefeier wird in der Um so höher ist der Sieg der klassenbewußten Arbeiter über das nächsten Versammlung erledigt werden. Ausbeuterthum anzuschlagen. Es geht eben vorwärts auf allen Linien, mit und ohne allgemeines und direktes Wahlrecht! Bühlke. Sie können sich lediglich mit dem Antrage, die gestohlenen Sachen Ihnen zu verschaffen, eventuell die Diebe nach deren Verbleib zu befragen, an die Staatsanwaltschaft wenden. Zwei öffentliche Versammlungen der Bäckereiarbeiter Genoffe 162. Weder Sie noch Ihre Ehefrau dürfen vor Berlins tagten gleichzeitig am 18. 5. Mts. Bur Verhandlung rechtskräftiger Scheidung der Ehe heirathen. Was die französischen Städter trinken, fann man aus stand in beiden Versammlungen die Frage: Führen wir F. M. D. Die während der Ehe erworbenen Sachen geeiner Mittheilung der Pariser Steuerdirektion ersehen. In den die Arbeiter Kontrollmarte ein?" Die Verfamm- hören troß Ihrer Mitarbeit Ihrem Mann. Bernan. Die Kündigung ist nach den gesehlichen Benördlichen Städten trinkt man am wenigsten Wein und am lung, welche in den„ Germania- Sälen"( Chauffeestraße) tagte, meisten Bier. Der Weinkonsum erreicht dort nicht 50 Liter jähr war von etwa 800 Personen besucht. In einem einleitenden ftimmungen giltig. lich per Kopf. Die Städte, in welchen er 200 Liter per Kopf Vortrage erläuterte Hutmacher Völkel das Wesen und den Punaises 6. Wenden Sie sich an einen Patentanwalt. Berantwortlicher Redakteur: Wilhelm Schröder in Berlin. Druck und Verlag von May Bading in Berlin SW., Beuthstraße 2.