Nr. 171. Erscheint täglich außer Montags. Preis pränumerando: Vierteljährlich 3,30 Mart, monatlich 1,10 Mt, wöchentlich 28 Bfg. fret in's Haus. Einzelne Nummer 6 Big. Sonntags- Nummer mit illuftr. Sonntags: Beilage Neue Welt" 10 Pfg. Post- Abonnement: 8,30 Mt.pro Quartal. Unter Kreuzband: Deutschland u. DesterreichUngarn 2 Mt., für das übrige Ausland 3 Mt.pr.Monat. Eingetr. in der Post Zeitungs- Preisliste für 1893 unter Nr. 6708. Vorwärts 10. Jahrg. Infertions- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzeile oder deren Raum 40 Vfg., für Vereins- und Beriammlungs- Anzeigen 20 Pfg Inserate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr Nachmittags in der Grpedition abgegeben werden. Die Grpedition ist an Wochens tagen bis 7 Uhr Abends, an Sonns und Festtagen bis 9 Uhr Vormittags geöffnet. Fernspredjer: Amt I, 4186. Telegramm- Adresse: „ Sozialdemokrat Berlin Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Fabrikinspektion und Fabrikanten in Baden.") Sonntag, den 23. Juli 1893. Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. " Wörishoffer braucht diese Aufsicht nicht, und wir Staatslebens gerichteten sozialdemokratischen Partei zu fördern wüßten auch nicht, mie sie das badische Mi- oder auch nur als minder bedenklich erscheinen zu lassen." nifterium leisten wollte, fintemalen es keinen in seiner Die gegen die Fabrikinspektion erhobene Beschwerde beruhe Mitte hat, der das Gebiet der Fabrikinspektion irgendwie also im wesentlichen auf„ mißverständlicher Auffassung" Etwas sehr spät, so ungefähr drei Monate nach der besser übersehen könnte, als Dr. Wörishoffer. Wollte man einer Anzahl in ihren Veröffentlichungen erhaltener BeErledigung, theilt jetzt die offiziöse Presse im Großherzog- aber die Oberaufsicht" ohne Sachverständniß und will- merkungen und auf unbestimmten durch die thatsächliche thum Baden den authentischen Sachverhalt darüber mit, fürlich bureaukratisch ausüben, so dürfte der in ganz Handhabung des Aufsichtsdienstes in keiner Weise gerechtwie der freche Ansturm der Mannheimer Fabrikanten gegen Deutschland bekannte Fabrifinspektor wohl Mannés genug fertigten Besorgnisse und die der Fabrikinspektion vom den badischen Fabritinspektor Wörishoffer ausgegangen ist. sein, um den Herren einfach zu sagen: Entweder laßt Ministerium gegebenen Weisungen gäben hinreichend für Wir haben seiner Zeit die bodenlos aumaßende Beschwerde Ihr mich in Ruhe, oder ich lasse Euch in Ruhe." In unparteiische und versöhnliche Berücksichtigung der Interessen der Mannheimer Unternehmer über die Fabrikinspektion| letterem Falle müßte eben Baden auf den Ruhm ver- beider Theile, sowohl der Arbeitgeber wie der Arbeiter, eingehend besprochen( vgl. unsere Nummer vom 6. April zichten, die beste Fabrikinspektion im ganzen Deutschen Reiche Gewähr. Da hatten die Mannheimer Kapitalisten auch d. J.). Bei dem guten Ruf, den sich die badische Fabrifinspektion zu haben. ihren zweiten Wisch ab. Es verschlägt wenig, daß in den durch ihre trefflichen Leistungen weit über die Grenzen Badens Dies zur Erledigung der ersten Fabrikanteneingabe. Ministerialbescheiden ein bischen von der salbungsvollen hinaus erworben hat, fesselte das damalige Vorkommniß Der zweiten ist es freilich nicht besser gegangen. Da hatten Vortragsweise des österreichischen Zentral- Gewerbeinspektors die allgemeine Aufmerksamkeit aller Kreise, welche sich über- nun die Mannheimer Unternehmer versucht, namentlich aus eingeflossen ist; daß man nicht gewillt ist, jede einzelne Aeußehaupt für die soziale Bewegung intereffiren. Darin liegt den Veröffentlichungen des Fabrikinspektors Material für rung und Wendung der Fabrikinspektions- Berichte zu vervielleicht die Erklärung, daß man von der Erledigung ihre Beschwerden zusammenzuschleppen; sonst konnten sie nur treten"-der Ruhm für die guten Berichte gebührt ja auch Herrn amtlich und halbamtlich nicht allzuviel Aufhebens gemacht noch anführen, daß er allzuhäufig strafgerichtliche Ver- Wörishoffer allein, und das Vertreten" wird ihm seinerhaben will. Vor einiger Zeit verlautete nur ganz im Al- folgungen veranlasse". Und sie erhielten wiederum die seits nicht schwer werden. Er wird sich auch darüber trösten, gemeinen, die Fabrikanten seien mit ihren Beschwerden Antwort, daß ihre Beschwerden im wesentlichen" un daß man ihm empfiehlt, alles zu vermeiden, was die Sozialglänzend abgefahren und das badische Ministerium habe dem begründet seien. Der betreffende Ministerialerlaß, aus demokratie auch nur als minder bedenklich erscheinen" ausgezeichneten Borstand der Fabrikinspektion einstimmig welchem die offiziöse Presse jezt erst einen Auszug giebt, laffe. Er weiß ja am besten, daß es lediglich die Herren ein Vertrauensvotum" ertheilt. An Letzteres knüpft die datirt bereits vom 21. April d. J. Was die dienstliche Unternehmer und ihre prozenhafte Behandlung der Arbeiter offiziöse Auslassung, die jetzt endlich vorliegt sie hätte auch Thätigkeit der Fabrikinspektion anbetrifft, so wurde be- find, welche unsere Partei auch den Berbohrtesten je länger ruhig hochoffiziell und amtlich sein dürfen!-wie zufällig an. merkt, daß im Hinblick auf die geringe Zahl der seit der je mehr als minder bedenklich erscheinen" lassen. Er braucht Sie besagt, die zu behandelnde Sache habe zu einem besonderen Errichtung der Behörde eingegangenen Beschwerden, die sich nach wie vor nur darauf zu beschränken, dieses GeVertrauensvotum, feinen Anlaß gegeben", weil die badische zum größten Theile unbegründet gewesen seien, ein Anlaß bahren der Herren Fabrikanten objektiv und fachlich zu Fabrikinspektion nach den Ergebnissen ihrer Thätigkeit des zu erheblichen" Beanstandungen nicht vorliege und auch schildern- dann hat er seine Schuldigkeit und genug für selben nicht bedarf". Dem können wir durchaus zustimmen. der Vorwurf einer allzuhäufigen Veranlassung des straf die Arbeiter gethan. Im übrigen aber wird die Abfuhr der Mannheimer Proßen gerichtlichen Einschreitens wegen Zuwiderhandlungen gegen Die Mannheimer Affaire scheint inzwischen ein ganz glänzend mit manchen interessanten Einzelheiten bestätigt; die Arbeiterschutz- Borschriften nicht begründet sei. In be- anderes Opfer gefordert zu haben, als dasjenige, auf das man sieht ordentlich, wie schwer es den Zöpfen im Ministerium zug auf die Veröffentlichungen der Fabrikinspektion wurde man anfänglich zielte. Das soll ja bei kapitalistischen zu Karlsruhe immerhin wurde, die richtige Antwort auf die ausgeführt, es sei zwar das Ministerium nicht gewillt, Unternehmungen solcher Art öfters vorkommen. Es ist beunverschämte Fabrikanten- Eingabe zu ertheilen; aber der jede einzelne darin enthaltene Aeußerung und Wendung kannt geworden, daß der Syndikus und sozialpolitische Bes Fabritinspektion war nichts anzuhaben, und so mußte deun nach Form und Inhalt unbedingt zu vertreten", rather der Mannheimer Fabrikanten- und Handelswelt, die Züchtigung der Unternehmer vor sich gehen. tönne aber andererseits nicht anerkennen, daß auch nur der Sekretär der dortigen Handelskammer und wahrschein Die erste Beschwerde- Resolution der Mannheimer Proßen eine der vom Fabrikantenverein angeführten Stellen dazu liche Verfasser der jetzt so schmählich abgewiesenen Fabrivom März dieses Jahres war so allgemein gefaßt und bei berechtige, gegen die Fabritinspektion jene Vorwürfe zu er- fanteneingaben, sich von seinem Posten zurückziehen wird, aller unverschämtheit in der Form doch so inhaltlos, daß das heben. Daß ein stetiger und einheitlicher Verkehr der der ihm mit mancherlei kapitalistischen Nebenämtchen wahrMinisterium es ablehnte, mit Rücksicht auf die Form sowie Fabrikinspektion mit den sozialdemokratischen Zeitungs- scheinlich in einem Jahre mehr eingebracht hat, als die auf die mangelnde Bezeichnung der Beschwerde- Thatsachen" organen und Agitatoren stattfinde, wie der Fabrikanten zehnjährige Besoldung des badischen Fabrikinspektors benäher auf dieselbe einzugehen. Um den Fabrikanten ein verein behaupte, sei nicht richtig. Wenn die Fabrik- trägt. Wenn ein Zusammenhang zwischen diesem Ereigniß Pflaster auf die Wunde zu legen, wurde hinzugefügt, das inspektion in ihrem Berichte über die soziale Lage der Ar- ganz lokaler Natur und dem Schicksal der Mannheimer Ministerium werde auch in Zukunft unter Wahrung des beiter in Mannheim behufs Darstellung der den sozial- Rapitaliſteneingaben gegen die Fabritinspektion besteht, und der Fabrikinspektion nach der Natur ihrer Aufgabe gegebenen politischen Zwecken dienenden Arbeitervereinigungen einer das ist nicht unwahrscheinlich, so hätte hier einmal die freien Spielraumes durch Ausübung der Oberaufsicht dafür aus ihrer Mitte gebildeten Beschwerdekommission die sorg- Nemesis ihres gerechten Amtes gewaltet, und der Fall wäre Sorge tragen", daß die Fabrikinspektion ihr Ziel, eine fältige Prüfung der von dort her kommenden, in das typisch für das Allgemeine. Er bewiese, daß Diejenigen Vertrauensstellung gegenüber beiden Theilen zu erstreben, Arbeiterschuß- Gebiet einschlagenden Anträge zugesagt habe, abgewirthschaftet haben, die sich dauernd der sozialen beständig im Auge behalten werde". Wir hoffen, daß es so könne darin eine Ueberschreitung der von der Fabrik Wahrheit entgegenzustemmen versuchen fie müssen sich bei diesem Betonen der Oberaufsicht" den Fabrikanten inspektion zu beobachtenden Rücksichten nicht gefunden werden. vom Gang der Zeit abfertigen lassen, wie die Schulbuben, gegenüber sein Bewenden hat. Denn Fabrikinspektor mübrigen sei es selbstverständlich Sache der Fabrikinspektion und der eine oder andere kapitalistische Dienstknecht verliert wie jeder anderen Behörde, bei ihrem dienstlichen Wirken dabei auch noch seine Stelle. Die Fabritinspektion aber alles zu vermeiden, was geeignet sei, auch nur mittelbar wird sich mit der Zeit trotz allen Anfechtungen immer mehr die Thätigkeit der auf Umsturz der Grundlagen unseres ausbilden zu jenem Arbeitsamt, das unsere Partei schon = ) S. unfere Notiz in der Politischen Uebersicht der vorgeftrigen( Freitags-) Nummer. R. d. V. Feuilleton. Nadbrud verboten.) 123 tann, seine schönste Hoffnung zu verwirklichen. Ich ich Ihnen in irgend etwas meine herzliche, unveränderliche erlaube mir noch hinzuzufügen, daß ich damit ebenso im Sympathie zeigen könnte." Interesse Germaine's wie in dem meines Sohnes handle.". Frau Savenay erwiderte nur trocken: Frau Savenay lächelte halb ironisch- schmerzlich, halb verächtlich- ungläubig. Dusaule, der es bemerkte, fuhr sal Die Bekehrung André Savenay's.bungsvoll fort: Sozialistischer Roman von Georges Renard. Autorisirte Uebersehung von Marie Runert. " Ich danke Ihnen, mein Herr." Und ohne die Hand zu beachten, die Dusaule ihr entgegenstreckte, blieb sie mit starren Augen und unbeweglichem Gesicht, als wäre sie in Ach! Ich weiß, unsere beiden unglücklichen Kinder tiefes Nachdenken versunken und hätte dabei ganz vergessen, werden zuerst schwer darunter leiden. Sie werden es nicht wer da war, ruhig sizzen. Dusaule, der innerlich über diese fassen, daß wir sie zu ihrem eigenen Besten von einander Kränkung seiner schönen, weißen Haare sehr erregt war, trennen. Sie können ja unsere Erfahrungen noch nicht ergriff seinen Hut mit der Miene der beleidigten Würde haben. Ich werde zweifellos die Gefühle meines Sohnes und zog sich majestätisch zurück. Wie der Kranke, der operirt wird, in dem Augenblick, bekämpfen, ich werde von meiner väterlichen Autorität Einige Minuten später lagen Germaine und Frau wo die kalte Pincette in das zuckende Fleisch dringt, so saß Gebrauch machen müssen. Aber ich weiß, was ich vor meinem Savenay einander schluchzend in den Armen. O diese ersten fie regungslos da. Dusaule stieß einen tiefen Seufzer aus Gewissen verantworten kann, und ich bin sicher, daß er es Enttäuschungen, die uns in der Seele derjenigen, welche wir und fuhr fort: mir eines Tages danken wird, daß ich mich seinen Wünschen lieben, einen Abgrund von Schmutz entdecken lassen! Sie " Was wollen wir alle beide? Das Glück unserer entgegengestellt habe. Auch Sie, verehrte Frau, werden, sind so bitter, so bitter, daß das Herz von da ab einen theueren Kinder, nicht wahr? Wir hatten geglaubt.... wenn Sie erst Zeit zum Ueberlegen gefunden haben werden, ewigen Abscheu vor ihnen behält. Berlassen zu werden, wir hatten darauf gerechnet, fie glücklich zu machen die Klugheit dieses meines unerschütterlichen Entschlusses weil man heute weniger Geld befigt, als am Tage vorher, dadurch, daß wir sie verheiratheten. Aber Sie wissen wie billigen." welch roher Augriff auf die Schätzung des eigenen Werthes, ich, daß das Leben fein Roman iſt, verehrte Frau Savenay hatte nichts mehr für ihre Tochter zu welche grausame Kränkung, die uns zwingen möchte, Frau, und Sie haben seinerzeit mit Rücksicht hierauf hoffen. In ihrem Zartgefühl und ihrem Stolz aufs tiefste an uns selbst zu zweifeln! Der schwerste Schmerz ist vielflug verlangt, daß Henry sich erst eine Stellung erringen verwundet, sagte sie nur: leicht der, den Glauben an andere zu verlieren, Menschensolle, ehe Sie ihm die Hand Ihrer Tochter geben würden. Das genügt, mein Herr, ich gebe Ihnen Ihr Wort verachtung zu lernen, den schönsten Traum des Herzens Sie hatten Recht, hundert Mal Recht. Die Eltern dürfen zurück. Es giebt Dinge, über die man nicht erst lange für immer vernichtet zu sehen. Germaine weint um ihre ihre Kinder nicht der Noth aussehen, sie dürfen es nicht spricht. Uebrigens war ich auf Ihre heutige Auseinander Liebe, die in der Knospe ertödtete, um die Achtung, die sie dulden, daß fie Sorgen bei der Begründung eines Haus- fegung gefaßt." vor ihrem Verlobten hatte, um das strahlende Bild, das halts auf sich nehmen, in die sie sich vielleicht mit der" Das beweist mir, wie natürlich und vernünftig fie sie von ihm im Herzen getragen und das nun ein unausUnbesonnenheit, die ihrem Alter eigen ist und in der ist," sagte Dusaule. Er that, als ob er die Spitze, die löschlicher Fleck verdunkelt und entstellt hat. Sie denkt: thörichten ersten Liebesgluth stürzen würden. Sie werden in ihren Worten lag, nicht verstanden hätte. Und auf- So hält also die Liebe eines Mannes, der in den Augen mit mir als richtig anerkennen, das hoffe ich sicher, daß stehend fügte er noch hinzu: der Welt ein Ehrenmann ist, stand! Die Zukunft liegt ich unter den neuen Verhältnissen, in die uns eine ebenso Ich stehe Ihnen darum nicht weniger gern zu Diensten, öde vor ihr, wie eine dürre Haide, die sich unfruchtbar und ungewohnte wie bedauernswerthe Katastrophe versetzt wie früher, verehrte Frau. Berfügen Sie über mich und einförmig unter dem unendlichen, bleigrauen Himmel dahinhat, daß ich da meinem Sohne nicht mehr gestatten meinen Einfluß. Ich würde mich glücklich schäßen, wenn sieht. und sie nerbirgt das Haupt in den Kleidern der so lange fordert und das bestimmt ist, einer der Ueber-| noch kapern lassen, erscheinen im hellsten Licht, wenn man gänge zu einer neuen Organisation der Gesellschaft zu das Auwachsen der Militärlast, sowie der Steuern und werden. Schulden des Reichs betrachtet. Nachfolgende Listen, die wir schon wiederholentlich gebracht haben, und welche die Germania" heute wieder in Erinnerung bringt, zeigt am besten, was es mit der Reform der Reichssteuern auf sich hat. Politische Lebersicht. Berlin, den 22. Juli. ( Die Bundesrath. In der am Donnerstag, 20. d. M. abgehaltenen Plenarsizung wurde über mehrere Eingaben in Zoll und gewerblichen Angelegenheiten Beschluß gefaßt. Sodanu wurde die nach Ablauf der gesetzlich vorgeschric benen Frist erforderliche Neuwahl nichtständiger Mitglieder des Reichs- Versicherungsamts aus dem Stande der landund forstwirthschaftlichen Versicherten und ihrer Vertreter vorgenommen. Den Beschluß des Reichstags, betreffend die Ausführung der im Reichshaushalts- Etat für 1893/94 be= willigten Neubauten von Kasernen, beschloß die Versamm lung dem Reichskanzler unter Erklärung des Einverständnisses damit zu überweisen, daß in den Fällen, in welchen ein leichter Massivbau, wie solcher zur Unterbringung der Heeresverstärkung in Aussicht genommen ist, zur Herstellung der bewilligten Kaserneneubauten für ausreichend erachtet wird, die den Bewilligungen zu Grunde liegenden Pläne und Kostenvoranschläge entsprechend abgeändert werden. Dem Entwurf von Vorschriften wegen Versendung von Sprengstoffen und Munitionsgegenständen der Militär- und Marineverwaltung auf Land- und Wasserwegen wurde die 1872 Zustimmung ertheilt. Nächsten Donnerstag hält der Bundesrath seine letzte Sigung vor den Ferien ab. Das Anwachsen der Reichssteuern. feit 1878/79. Millionen M. 1872 169 1882/83 Millionen M. 363 1873 263 1883/84 355 1874 253 1884/85 375 1875 253 1885/86 1876/77 811 1886/87 1877/78 244 1887/88 869 388 417 1878/79 242 1888/89 1879/80 282 1889,90 507 629 1880/81 294 368 660 665 1881/82 1890/91 1891/92 Erhebungskosten, welche sich noch außerdem um 84 Millionen erhöhen, sind vorweg abgezogen.) Bisherige Steigerung der Militärausgaben ſeit 1872. 1875 1876 1878-79 Invaliditäts- und Altersversicherung. Der dem 18771. Quart. Bundesrath zugegangene Entwurf wegen Ausdehnung des 1877-78. Invaliditäts- und Altersversicherung 3-1879-80 Gesetzes auf die Hausgewerbetreibenden 1880-81. der Textil Industrie bestimmt: 2428 Summa Einmalige der Ausgaben laufenden Marine. Ausgaben " taiserliche Ordre betreffs Ginberufung des Reichstages; dann fam die kurze Analyse eines Artikels der Nordd. Allg. 3tg.", und daran schloß sich eine ganze Reihe von Nachrichten, die sämmtlich auf sozialdemokratische Wahl- Angelegenheiten Bezug hatten. Hier sei ein Sozialdemofrat gewählt, dort unterlegen. Bebel, Liebluecht oder irgend eine andere derartige„ Größe" hätte dies oder das gefagt" oder„ gemeint", und was es sonst solcher" wichtigen" Dinge noch zu melden gab." Es ist allerdings schlimm, daß die bösen Ausländer das Wachsthum der deutschen Sozialdemokratie für eine wichtigere Thatsache halten, als einen Leitartikel der Norddeutschen Allgemeinen Zeitung" oder eine Ordre zur Einberufung des Reichstages. So ganz vereinzelt stehen die Amerikaner beiläufig nicht mit diesem Urtheil. Im übrigen Ausland legt man einen ähnlichen Maßstab an die Dinge in Deutschland und auch in Deutschland selbst haben vernünftige Leute die nämliche Ansicht. Ein gewisser Johann Jacoby, der geistig wie sittlich chimborassohoch über den Größen des mordspatriotischen Blut- und Eisensystems steht, hat schon vor mehr als einem Vierteljahrhundert gesagt:" Die Gründung des kleinsten Arbeitervereins ist für die Kulturgeschichte ein wichtigeres Ereigniß als die Schlacht von Königgrät". Vom Standpunkte der Kultur und der Kulturgeschichte Summa für Heer u. u. einmal. aus ist der Militarismus, um den sich die ganze offizielle Politik Deutschlands dreht, und um den das ganze reaktionäre Deutschland gruppirt ist, die nackteste Barbarei, von der nur der Sozialismus uns erlösen kann. Im Aus 553 laude hat man das begriffen; und im Inland haben es zum Glück schon Millionen begriffen, die gelegentlich dem Militarismus mit Allem, was drum und dran hängt, den Garaus machen fund für ein würdiges Begräbniß sorgen werden. Mia. Mart. Laufende Ausgaben für Armee Marine Pens stonen Mill. Mia. Mia. Mart. Mart. Mill. Mill. Mart. Mart. Mart. 250 12 47 309 244 1873 264 14 43 321 161 482 1874 267 12 44 323 152 475 319 18 49 386 198 584 319 19 49 387 100 487 80 5 12 97 26 123 324 21 49 394 95 489 320 23 49 392 97 489 316 23 49 388 74 462 328 25 49 402 61 463 1881-82 344 27 420 65 342 26 416 40 337 27 412 39 451 339 32 48 419 45 338 37 48 423 49 472 342 36 51 429 68 497 359 39 52 450 182 363 37 55 455 202 657 378 39 61 478 179 400 41 63 504 350 431 45 65 541 176 717 427 45 68 540 186 429 48 69 545 182 7615 651 1165 9431 2971 1890-91 1891-92 1892-93(@tat 1893-94( Stat 4889 485 456 464 632 657 854 726 727 Die Versicherungspflicht nach§ 1 des Gesetzes, betreffend 1882-83 die Invaliditäts- und Altersversicherung vom 22. Juni 1889 1883-84 wird auf solche selbständige Gewerbetreibende( Hausgewerb 1884-85 treibende) erstreckt, welche in eigenen Betriebsstätten im Auf- 1885-86. trage und für Rechnung anderer Gewerbetreibenden 1886-87. ( Fabrikanten, Fabrik- Kaufleute, Handelsleute) mit der Her 1887-88 stellung von Geweben, mit Wirken oder Spulen beschäftigt 1888-89 werden, und zwar auch dann, wenn diese Hausgewerbetreiben- 1889-90 den die Roh- oder Hilfsstoffe felbst, und auch für die Zeit, während welcher sie vorübergehend für eigene Rechnung arbeiten. Borstehende Bestimmung findet keine Anwendung 1. auf Per sonen, welche das Geschäft regelmäßig für eigene Rechnung betreiben und nur gelegentlich von anderen Gewerbetreibenden für deren Rechnung beschäftigt werden; 2. auf Personen, welche in einem anderen, die Versicherungspflicht begründenden regelmäßigen Arbeits- oder Dienstverhältniß Das Anwachsen der Reichsschuld. oder Dienstverhältniß zu bestimmten Arbeitgebern stehen, sei es regelmäßig, sei es nur gelegentVon den fünf Milliarden der französischen Kriegskontribution lich; 8. auf Personen, welche in dem Betriebe des Haus. find vier Fünftel für Militärzwecke aufgebraucht gewerbes oder bei einer die Versicherungspflicht anderweit begründenden Lohnarbeit überhaupt nicht berufsmäßig, sondern nur gelegentlich in so geringem Umfange thätig sind, daß der hieraus erzielte Verdienst zum Lebensunterhalt nicht ausreicht und zu den Versicherungsbeiträgen nicht in entsprechendem Verhältniß steht." In Herrn Miquel haben wir uns nicht getäuscht. Wir kennen unsere Pappenheimer. Er weiß, daß tie Lumpigen 65 Millionen Mark, welche die jüngste Militärfrage toften soll, nur ein Tropfen auf heißem Stein sind, und daß es verrückt wäre, die jüngste Militärvorlage als die letzte zu betrachten. Der Moloch hat wieder einen tüchtigen Happen zu schlucken bekommen, und der Appetit wächst ihm beim Essen. Und er selbst wächst, wächst unheimlich, so daß ihm die neuen Kleider und die neue Behausung bald wieder zu eng sein werden. Und so hat Herr Miquel, als vorsorglicher Mann, denn gleich eine Bermehrung der Reichssteuern um hundert bis zweihundert Millionen das Jahr" ins Auge gefaßt. " Hundert bis zweihundert" das heißt aus der Finanzsprache in ehrliches Deutsch übersetzt: zweihundert und mehr. Der Michel sei auf der Hut vor dem Miquel! Die Steuer- ,, Neform", von der jetzt wieder in der offiziösen und regierungsfreundlichen Presse so viel gefaselt wird, ist weiter nichts wie ein beschönigender Ausdruck für neue Steuerbelastung. Wo von Reform der Steuern bislang die Rede war, bestand die Reform nur in der Erhöhung alter und der Einführung neuer Steuern. Alle die Bauerufängerkniffe, mit denen nur ganz Dumme sich " Jahr Kapitalschuld Millionen Mark 31. März 1872 0 31. März 1877 16 31. März 1878 72 31. März 1879 139 31. März 1880 218 31. März 1881 268 31. März 1882 319 31. März 1883 349 31. März 1884 373 31. März 1885 410 31. März 1886 440 31. März 1887 486 31. März 1888 721 31. März 1889 884 31. März 1890 1118 31. März 1891 1318 15. November 1891 1524 15. November 1892 1697 1893 1880 1894 2000 12 402 Typhus in den Ferienkolonien. Zu den Mits theilungen über massenhaftes Auftreten von Typhus bei den Garnisonen in München und Posen kommen nun auch ähnliche Nachrichten aus Dresden. Beim dortigen Leibregiment liegt das ganze Lazareth voll Typhuskranker. Es fann hier um so weniger das Grundwasser oder Trinkwasser die Ursache der Erkrankung sein, als bekanntlich beides in den Dresdener Kasernen ausgezeichnet ist. Die allgemeine Meinung der Soldaten ist auch, daß die Rost die Ursache der Krankheit ist, die zum Theil aus verdorbenem Proviant besteht, der aufgebraucht werden soll. So werden mit denen, die ihren Körper dem Militärmoloch hergeben müssen, noch Experimente der Knickerei gemacht. Auch werden die Leute so früh als möglich wieder aus dem Lazareth zur Truppe entlaffen, um Plaz für andere Patienten zu bekommen, obwohl man auch schnell noch Baracken gebaut hat. Die durch die Krankheit abgemagerten und schwächlichen Menschen müssen dann gleich wieder das schwere Kommisbrot essen und ihre 12 Pfund Sand im Tornister bei brennender Sonne schleppen. Vielfach ist auch die Krankheit schon tödtlich verlaufen, aber wie viel gestorben sind, erfährt man nicht. Der frische fröhliche Krieg", welcher mit dem strophulösen Gesindel" aufräume, war seiner Beit von Professor Heinrich Leo in Halle herbeigewünscht worden. Heinrich Leo ist längst todt, aber er hat einen Nachfolger in Otto Ammon( Karlsruhe) gefunden, der eine Studie„ Der Krieg als Werkzeug der natürlichen Auslese" veröffentlicht hat. Es wird da behauptet, daß der Jahrgang 1873 eine ganz besonders ausgezeichnete Mannschaft bei der Aushebung geliefert habe. Die Erklärung findet er darin, daß der Krieg 1870/71 durch Strapazen und Entbehrungen, Krankheiten und Ansteckungen unter den mit nicht genügender Lebenskraft ausgestatteten Judividuen ganz besonders aufgeräumt habe. Die Abgehärteten und Lebenskräftigen seien durch die Kriegsübung noch stärker und fester zurückgekehrt und haben einen um so fräftigeren Nachwuchs erzeugt. Mit Wohlgefallen druckt die Bourgeoispresse dieses nach; hat sie jetzt doch einen wissenschaftlichen" Zeugen für die Vortheile des Krieges und kann mit besserem Gewissen sich abfinden mit den Lasten des Militarismus, die sie dem Volke auferlegt. Die Gefahren, die gerade der Militarismus für die Volkskraft mit sich führt, indem er die natürliche Aus lese zu gunsten der Schwächeren, Militäruntauglichen fördert, Dieser Tage schickte uns ein amerikanischer Freund einen indem diese in der vortheilhaften Lage sind, eine Ehe einAusschnitt aus einem großen, drüben in englischer Sprache erscheinenden Blatt. und machte auf die merkwürdige Zuzugehen und einen Haushalt zu gründen, hat Häckel übersammenstellung der Nachrichten aus Deutschland aufmerksam, zeugend nachgewiesen. Dieser Nachweis aber ist der dem von denen das Blatt ausdrücklich hervorhob, daß es sich die Militarismus verbündeten Bourgeoisie weniger opportun. selben von seinem Berliner Korrespodenten habe kabeln" laffen. 1. Mai 1. April ( Binsausgabe jährlich jest, 1893/94: 65 675 000 m.) Jm Spiegel des Auslands. Mit der Ueberschrift: Etwas mehr Selbstbewußtsein" jammert die Deutsche volkswirthschaftliche Korrespondenz": Buerft wurde gemeldet, der Reichs- Anzeiger" bringe die Die Unternehmer sind schuld an den Streiks. Diese Thatsache konstatirt in der Leipziger Monats" In Phosphataktien?" sagt André. Woher weißt Du denn das schon?" Ganz einfach daher, weil dieser famose Rebbach uns ruinirt hat." Alfred steht mit erstauntem Gesicht da, er ist versucht, an einen Scherz zu glauben und betrachtete André bestürzt. Die Miene des jungen Mannes läßt nicht länger an dem Ernste seiner Behauptung zweifeln. " Mutter wie zu der Zeit, als sie noch klein war, fie will 725 Franks gekauft und daß sie jetzt dafür die Summe von sich vor dieser Vision flüchten, die ihr Herz erstarren macht. 435 000 Franks zu berichtigen hätte. André, der in diesem Augenblick ins Zimmer tritt, In höchster Erregung sprang fie aus dem Bette, ließ will wissen, warum mau weint. Als er erfährt, wie seine André zu sich rufen und theilte ihm den Inhalt des verSchwester feige verlassen worden, bricht er in heftige Worte hängnißvollen Schreibens mit. Es war kein Zweifel mehr aus. Dusaule tann froh sein, daß er nicht mehr da ist. möglich. Sie mußte die Summe aufzubringen suchen. Die Aktien Seine schönen weißen Haare hätten ihm einige kräftige zu verkaufen lohnte kaum noch. Sie waren auf 10 Frants Epitheta aus André's Munde, die ihm wie Dhrfeigen um pro Stück gefallen. Es war nichts zu machen, als das den Kopf geflogen wären, nicht gespart. Auf Henri, diesen Haus in der Murillostraße schleunigst bis zur Höhe der Ist es möglich?" sagte er dann. Darum also sieht erbärmlichen Feigling, der sich hinter seinem Vater versteckt", erforderlichen Summe zu verkaufen. man Dich nicht mehr im Klub? Das ist traurig, sehr häuft André in seinem Zorn die schneidendsten, bittersten Alles Geld, was noch einlaufen sollte, war schon im traurig! Aber sind Eure Verluste denn so bedeutende?" Worte, bis Germaine ihm mit flehendem Blick ihr thränen voraus verbraucht. Es war nicht mehr so wie vorher, daß überströmtes Antlig zuwendet. Das arme stolze und zarte die Familie Savenay nach allem Reichthum sich nun etwas verkaufen. Halt, ich glaube, Du fannst mir einige langBedeutend genug, um uns zu zwingen, unser Haus zu Herz! bescheidener einrichten mußte, nein, jest stand die Armuth weilige Gänge ersparen. Wir brauchen bis Ende des Germaine kann den nicht mehr lieben, der nur ihren vor der Thür und in nicht ferner Beit vielleicht die Noth. Monats 435 000 Frants, 435 000 Franks verstehst Du Reichthum liebte. Aber sie achtete die Liebe noch, die sie André hatte dies alles mit einem Blick gesehen. Er wohl? Die Einrichtung- Du kennst sie ja ist soviel für ihn empfunden hat. Sie schämt sich ihrer Enttäuschung. wagte seiner Mutter noch nicht die ganze Wahrheit zu sagen. werth. Frage doch Deinen Vater, ob er sie uns vorSie leidet darunter, laut alles das von ihm sagen zu hören, Sprachlos, kraftlos, thränenlos lag sie in ihrem Stuhl strecken will, wenn wir ihm das Haus als Unterpfand werth. Frage doch Deinen Vater, ob er sie uns vorwas sie sich selbst leise eingesteht. Er schweigt, und wenn zurückgesunken. Er versuchte ihr ein wenig Hoffnung ein- ftrecken will, wenn wir ihm das Haus als Unterpfand geben." auch der Zorn noch immer in ihm aufsteigt, so sucht er zuflößen, die er selbst nicht hatte. Er würde Rath schaffen, doch nur noch die weinende Schwester durch zärtliche Worte fagte er, mit sachverständigen Männern sprechen, es würde nicht scherzt. Er wiederholt nur immer:" Das ist traurig, Alfred ist jetzt vollständig überzeugt davon, daß André und Liebkosungen zu beruhigen. sich dann vielleicht ein Arrangement, ein Ausgleich finden sehr traurig!" Und dann verspricht er zu thun, was m Am folgenden Morgen lag Frau Savenay, welche die lassen. Nacht über fein Auge zugethan hatte, noch im Bette, als Er läuft nun ganz Paris ab. Er ist nicht mehr der von ihm verlangt. Aber er möchte noch gerne wissen, wie die alte Norine ihr einen Brief von unbekannter Hand elegante Müßiggänger mit dem nachlässigen Gang. Geit das Unglück geschehen ist. André feßt es ihm in wenigen brachte. Zitternd nahm sie ihn in Empfang. Seit jenem acht Tagen sieht er ernst und sorgenvoll aus feine Be Worten auseinander. Dann schließt er: Telegrammi, das ihr die niederschmetternde Nachricht ihres wegungen sind hastig, er gleicht einem Manne, der einen " Entschuldige mich. Ich habe tausenderlei zu be= Ruins brachte, fürchtete sie sich vor jedem Briefe, den sie schweren Strauß mit dem Geschick auszufechten hat. Auf sorgen. Ich muß Euch verlassen. Ich sage nicht: Auf öffnen mußte. Sie erbrach ihn, überflog ihn und stieß dem Boulevard des Italiens begegnet er Alfred und baldiges Wiedersehen! denn wir werden wohl teine Ge einen Schrei aus. Ach! ihre Ahnungen hatten sie nicht ge- Guntram, die ihn aufhalten. Alfred sieht ganz vergnügt legenheit mehr haben, künftig zusammen zu kommen." täuscht. Der Brief war von dem Verwalter, der den aus. Er zeigt André eine Equipage, die mit zwei herrBanfrott Bressucres zu regeln hatte. In lakonischem Stil lichen Pferden bespannt ist. benachrichtigte er Frau Savenay, daß Bessucre, der von ihr Ein Geschenk meiner väterlichen Liebe," sagt er.„ Er unterzeichneten Vollmacht zufolge, auf den Namen seiner scheint in diesen Tagen einen famosen Rebbach an der Klientin 600 Aktien der Phosphatgesellschaft zum Kurse von Börse gemacht zu haben." . Seine Stimme zittert ein wenig. Er kann sich doch nicht ohne Bewegung von dem frohen, sorgenlosen Leben trennen, das er einstmals geführt. Er drückt Alfred die Hand, der in düsterem Tone nur immer sagt: " Das ist trarig, sehr traurig!" " schrift für Textilindustrie" ein Dr. Rielmeyer| mit etwa 9000 Stimmen, darunter über 4000 tonservativen, welche mit den Bekehrten" zusammengehen wollen; Rebei Besprechung der österreichischen Gewerbes gewählt wurde, während sein einziger Gegenkandidat form des Steuersystems; Revision der Verfassung in der Inspektionsberichte. Er betont, daß von den Robota über 6000 Stimmen erhielt. Ohne das Kom- Richtung, daß aus derselben die monarchischen Ueberbleibsel 89 Streits des Berichtsjahres wieder ein großer Theil der promiß wäre eine Stichwahl zwischen Frank und Robota entfernt werden; unentgeltliche Rechtspflege; soziale ReTextilindustrie angehört und sich namentlich wieder die sicher gewesen, deren Ausfall bei der geschickten Agitation form, nicht im tollektivistischen Sinne, sondern im Sinne Brünner und Reichenberger Bezirke auszeichnen. Wenn ber Ratiborer Polen, die natürlich gegen die Militärvor- größerer Attionsfreiheit jedes einzelnen Bürgers; schließlich auch, meint Dr. Kielmeyer, infolge der nationalen Reibereien lage arbeiteten, zum mindesten zweifelhaft war. Nachdem Assoziationsgesetze zur Vorbereitung der Trennung von eine gewisse Verbitterung und Streit und Streiflust in der so Herr Frank auf konservativen Krücken in den Reichstag Kirche und Staat. Man sieht, das Programm" ist sehr Bevölkerung großgezogen werden müssen, so scheint doch hineingehumpelt war, traf er plöglich in Berlin auf eine fonfus, namentlich der Passus über die„ Sozialreform", etwas im Textilstaate faul zu sein. Man gewinnt beim unerwartete Gegnerschaft: in den dortigen katholischen Arbeiter aus dem wir feinen Sinn herauszulesen vermögen. Unter Durchlesen der Streifberichte durchaus nicht immer den und Gesellenvereinen, in denen der Herr Pfarrer bisher das den monarchischen Ueberbleibseln", die aus der Verfassung Eindruck, daß die Arbeiter allein die intellektuellen Urheber große Wort geführt hatte, erklärte man dem Steuer- entfernt werden sollen, ist der Senat und das Präsider Ausstände sind, und daß den Arbeitgebern mitunter bewilliger Frank unumwunden, daß man nichts denten amt zu verstehen. Die sozialistischen nicht auch ein Theil der Schuld beizumessen ist." Es ist mehr von ihm wissen wolle, wenn er für die Militär- Gruppen haben einen Ausschuß zur Ausarbeitung selbstverständlich, daß die Kritik in dieser Sache und in vorlage stimmen würde. Was that darauf Herr Frank? eines gemeinsamen Wahlmanifestes niedergesetzt. eines solchen Zeitschrift eine sehr zarte und vorsichtige sein Ohne mit der Wimper zu zucken, erklärte er den ehrlichen Der Krakehi in Siam. Der französische Wolf setzte muß, sonst würde man die Herren Fabrikanten vor den Berliner Arbeitern, daß er gegen die Militärvorlage Kopf stoßen. Ebenso selbstverständlich ist ferner, daß man stimmen würde, worauf sie ihn denn auch, auf Anregung vorgestern dem siamesischen Lamm, das ihm das Wasser eine solche Kritik nur an der ausländischen und nicht etlicher Leithämmel, öffentlich in einem katholischen Winkel getrübt, zur Strafe für seinen beleidigenden Uebermuth die auch an der deutschen Textilindustrie übt. Für die blatt, der Märkischen Volkszeitung", zu seinem Mandat Pistole eines Ultimatums mit sehr harten Forderungen auf Arbeiter wird es aber gut fein, sich solche Aeußerungen in beglückwünschten. Nun war freilich guter Rath theuer: in die Brust. Vogel friß oder stirb! Und 48 Stunden Bedenkzeit. Das Lamm hat heute um eine weitere Galgeneiner kapitalistischen Zeitung zu merken und gegebenenfalles Ratibor hatte mania" gesagt und in Berlin" nein" auch für Deutschland daraus die richtige Nuganwendung zu was war da zu machen? Doch ein findiges Zentrumsgenie frist von 24 Stunden gebeten. Der Wolf hat's aber abziehen. ist um eine Ausflucht nicht verlegen: man drückt sich! gelehnt. Nun wird das Lamm wohl in den saueren Apfel So ist's geschehen, daß der Pfarrer Frank aus der Balli- beißen müssen. Dafür, daß kein Weltbrand entsteht, sorgen Der Studentenstreik in Marburg ist offiziell beendigt. fadenstraße zu Berlin, die vom Reichstagsgebäude mit der die englischen Dampf- Feuerspritzen. Der Professor mit der Schroffheit im Ausdruck", Professor Ringbahn in einer halben Stunde zu erreichen ist, bei der Die Norweger machen saubere Arbeit. Der Storthing Dr. Külz, hat reumüthig pater peccavi gefagt, und da Abstimmung über die Militärvorlage gefehlt hat. Nachträglich hat gestern die Bivillifte 336 000 auf 250 000 kronen konnten die beleidigten Musensöhne doch nicht anders als freilich soll der Herr Pfarrer arge Gewissensbisse darüber herabgesetzt, wofür sich auch noch leben läßt, ferner vergerührt sein und verzeihen. Allerdings ein sonderbarer empfunden haben, ob er denn auch sein Amt als Volts- schiedene Prinzenapanagen gekürzt und die Tafelgelder der Heiliger von einem Tugendlehrer dieser Professor mit vertreter richtig versehen oder nicht vielmehr mit dem Minister gestrichen. Das ist den Betroffenen vermuthlich der Schroffheit im Ausdruck", der seine Schüler erst be wichtigsten Rechte des Volkes ein schmachvolles Spiel ge nicht angenehm, indeß, wenn sie nicht wollen, fönnen sie ja leidigt und dann ihre Verzeihung erbitten muß. trieben habe. Er soll entschloffen sein, nach dem Beispiel von ihren Memtern zurücktreten, es werden schon Leute zu Der Pfarrer Frank. - und noch für Der Zentrumsabgeordnete des ehrlichen 2etocha, der in ähnlicher Lage auf sein finden sein, welche die Arbeit verrichten Mandat verzichtet hat, auch das seinige in die Hände seiner billigeres Geld. Frank, der bei der Abstimmung über die Militärvorlage den Drückeberger gespielt hat, ist nicht, Wähler zurückzulegen. Es würde alsdann in Ratibor Der englische Bergarbeiterstreik. Die Entscheidung wie wir irrthümlich annahmen, ein schlesischer Pfarrer, 3u einer Neuwahl kommen, bei welcher es leicht sondern amtirt vielmehr in der kleinen Berliner Bius: geschehen kann, daß die Polen, die in Oberschlesien dem ist noch nicht gefallen. Der Reichs- Anzeiger" faßt die vorgemeinde in der Pallisadenstraße. Für diesen Element bilden und bei der ebenso schwer bedrückten wie Ultramontanismus gegenüber das radikalere, volksthümlichere liegenden Nachrichten wie folgt zusammen: Heren kann also die Entschuldigung der Neisser Beitung", daß er zur Abhaltung des Sonntags- Gottesdienstes in geistig zurückgebliebenen Bevölkerung große Sympathien feine Gemeinde abreisen mußte", nicht in Betracht kommen. finden, den Sieg davontragen. Wir aber lassen diesem thatsächlichen Berichte zwei Die Nichtabstimmung dieses Volksvertreters" hat. vielmehr ein interessantes Vorspiel, das auf die Auffassung, welche Fragen folgen: die Herren des Zentrums von ihren Pflichten gegen das Bolt haben, ein gar merkwürdiges Licht wirft. Und die Antwort heißt Ja, es bröckelt auf der Herr Pfarrer Frank ein Herr, der auch ein klein wenig in der Bettelbrei Sozialpolitik der Hitze und Ge- ganzen Linie, und es ist kläglich genug um eine Partei beuossen macht und sich in dem Berliner katholischen Arbeiter- ftellt, die mit solchen Praktiken arbeiten muß, wie der Herr Es wird und muß weiter verein sehr gern reden( man frage nicht, was reden) hört Frank sie angewandt hat. konnte dem Rizel nicht widerstehen, seiner hochwürdigen bröckeln, und die ultramontanen Pfaffen werden eines Tags Persönlichkeit durch ein Reichstags- Mandat einen gewissen springen, wie die ultramontanen Junker gesprungen sind. Nimbus zu verleihen. Es falbadert sich einmal viel besser, Arbeiterschaft Berlins sich nicht in ihr eigenes Fleisch, wenn Die zweite Frage lautet: Schneidet die katholische wenn man eine solche Verpackung" aufzuweisen hat. Woher aber ein Mandat nehmen so in aller Gile? sie sich von Leuten am Gängelbande leiten läßt, die in solcher Nun, da hatte man ja das gute Oberschlesien, Weise mit dem heiligsten Rechte des Voltes umspringen, dem der Herr Frant als Kaplan in Ratibor einst die heut bereit sind, den Herrschenden Hunderte von Milnahe stand, und wo er als praktischer Sozialpolitiker auch lionen neuer Steuern zu apportiren, morgen aus Angst um ein Gesellenhaus oder etwas dem Aehnliches zusammen ihr bischen Popularität ihr gegebenes Wort zurücknehmen ge- stiftet hat. So wurde also Herr Frant als Bentrums- und übermorgen, wenn es gilt, feinen Mann zu stehen und fandidat in Ratibor aufgestellt. ehrlich Farbe zu bekennen, sich feig hinterm Busch verkriechen? " 1 Die erste dieser Fragen lautet: Brödelt im Zentrum oder nicht? Die Antwort auf die zweite Frage mögen die Berliner katholischen Arbeiter sich selber geben.Nationalliberal! In verschiedenen nationalliberalen Blättern wird die schärfere Anwendung des Diktatur paragraphen gegen die GIsässer Sozialdemokraten verlangt. Man solle es nicht auf einen Konflikt mit der erstarkten Sozialdemokratie ankommen lassen, sondern sie jetzt zu ersticken suchen, wo es noch möglich sei. Nun, Ihr nationalliberalen Reaktionäre, es ist auch jetzt nicht mehr möglich! Die Erfahrungen des Sozialistengesetzes solltet Ihr doch nicht vergessen haben. Gestern( Freitag) Vormittag fand im Westminster- PalaceHotel in London die angekündigte Konferenz statt zwischen Vertretern der englischen Bergwerks- Besitzer und den Delegirten des nationalen Verbandes der Bergleute. Die Verhandlungen waren geheime. Das Mitglied des Unterhaufes Pickard, Iehnte, wie ein Wolff'sches Telegramm meldet, im Namen der Grubenarbeiter das in Borschlag gebrachte Schiedsgericht ab. G3 kam daher zu feiner Einigung und die Konferenz wurde ohne Ergebniß geschlossen. Da die Bergarbeiter auch die schiedsgerichtliche Entscheidung ablehnten, so wird wird die Angelegenheit nunmehr der Generalversammlung der Grubenbefizer vorgelegt werden. Pickard hat die Ansicht ausgesprochen, daß eine gütliche Beilegung der Angelegenheit ausgeschlossen sei.Die Londoner Allgemeine Korrespondenz" stellt die Lage, soweit sie von den Bergarbeitern abhängt, folgendermaßen dar: Die Grubenarbeiter Englands scheiben sich in zwei Gruppen. Die eine Gruppe, mit den Herren Wilson, Burt, Fenwick und Abraham an der Spize, plädirt für eine Versöhnungspolitik, während die andere, als deren Sprecher die Herren Pickard und Wood gelten, behauptet, daß die Grubenarbeiter bei einer Versöhnungspolitit noch immer schlecht gefahren seien, und zum Beweise dessen auf die fortgefeßten Lohnkürzungen der letzten zwei bis drei Jahre hindeutet. Mr. Pickard und seine Anhänger haben beständig die Lehre gepredigt, daß die Grubenarbeiter dadurch, daß sie es ablehnen, unter einem gewissen Lohnfah zu arbeiten, die Kohlen vor dem Preissturz bewahren tönnten. Die Leute glauben es und werden diese Theorie auf die Probe stellen. Was die Generalversammlung der Grubenbesitzer soll, verstehen wir nicht. Es scheint ein Frrthum oder Mißverständniß vorzuliegen. Ein Telegramm von heute Nachmittag meldet lakonisch, daß die Verhandlungen gescheitert sind. Und ein noch späteres Telegramm aus Newcastle besagt: Das Unglück wollte es jedoch, daß hier, im äußersten Südosten, der Bentrumsthurm seit einigen Jahren bedenk lich ins Bröckeln gekommen ist, und zwar durch die Agitation der Polen, die dem zur Fahne des militärfreundlichen Fürstbischofs Kopp schwörenden deutschen Klerus des Kreises Ratibor( ein Theil des Kreises gehört zur Diözese des Fürstbischofs Kohn zu Olmüz) recht energisch und erfolgreich entgegen getreten sind. Die Dinge lagen so schlimm, daß das Zentrum ohne die Hilfe der Konservativen des Kreises mit dem polnischen Kandi daten Robota höchstens in die Stichwahl gekommen wäre. Um nun den Riß, den der Thurm des Zentrums auch hier im Often bekommen hat, vor den Augen der Welt zu ver- Der Gipfel des Humors. Der Stöcker verspottet kleistern, bekam Herr Pfarrer Frank einen Wink im Volk" die Wahrheitsliebe Böckel's, dem er häufige von oben" daß er fich für die Militärvorlage Gedächtnißschwäche" vorwirft. Vom Stöcker der Ünwahrzu erklären habe. Alle Bourgeoisblätter nannten haftigkeit geziehen werden! das ist gut. Apropos, es war vor den Wahlen die Kandidatur des geistlichen Soldaten wohl Gebächtnißschwäche", als der Stöcker seinerzeit be- mordprozesses. Die durch Gouverneur Altgelt aus Dankschreiben der befreiten Opfer bes Chicagoer freundes Frank unter den sogenannten" interessanten" schwor, er kenne Ewald nicht, mit dem er kurz vorher ver- dem Zuchthaus von Joliet entlassenen Schwab, Neebe und Kandidaturen, wer jedoch den ultramontanen Herrn von handelt hatte. seiner Ratiborer Raplansthätigkeit her fennt, mußte sich Fielden haben folgende Danksagung veröffentlicht: topfschüttelnd fragen: Wie tommt dieser Saul unter die Von der alten Raketenfiste. Abwechselung muß Während des langwierigen Kampfes, welcher durch die regierungsfreundlichen Propheten?" Thatsache war nun sind", denkt der Boltergeist in Friedrichsruhe, und statt tapfere That des Gouverneurs Altgeld zum Abschluß gejedenfalls, daß Herr Frank als Rompromißkandidat der wie voriges Jahr eine Bier, Schnaps- und Weinreise durch kommen ist, haben uns so viele wackere Freunde zur Seite ultramontanen und Konservativen in die Wahl ging und " 1 Guntram, der bisher noch kein Wort hatte sagen können, zieht ihn ein wenig bei Seite: " Die heute in Newcastle stattgehabte Versammlung von Delegirten der Bergarbeiter Northumberlands beschloß, gemäß den Beschlüssen des nationalen Bergarbeiter Verbandes, eine Lohnerhöhung von 164 pet. zu fordern. Das bedeutet Kampf!. Deutschland zu machen und die patriotischen Kneipbrüder gestanden, daß es ein Ding der Unmöglichkeit wäre, jedem aufzusuchen, läßt er das Hurrah- Volt jetzt zu sich nach einzelnen unsern Dank persönlich anszusprechen. Wir danken Friedrichsruhe kommen und macht ihnen seine Bolter daher auf diesem Wege allen jenen, welche während der kunststückchen vor. Es ist bequemer und billiger, denn die trüben vergangenen Tage es unseren Familien ermöglichten, Gäste sorgen für's nöthige Getränke. Fast jeden Tag giebt's menschenwürdig zu leben, ferner allen den Zeitungs" Du weißt, André", sagt er verwirrt, ich kann keine ein solches Gelage. Reulich waren's die Männer" aus Redaktionen, die uns ihre Blätter zur Verfügung stellten „ Du Langen Nebensarten machen; aber wenn Du etwa mal hundert Lippe, dann einige trinkbare Handelskammer- Sekretäre, und es uns dadurch leichter machten, die lange Haft zu erLouisd'or brauchen solltest, so stehen sie zu Deiner Verfügung; gestern gab's einen kleinen Braunschweiger Mummen- Schanz tragen, und endlich jenen, welche so unermüdlich thätig und wenn ich Dir jemals in irgend etwas nüßlich sein und morgen werden die Tugendbündler und Sparige aus waren, uns der Gruft für Lebende zu entreißen. Auch tann, so denke an mich. Und dann möchte ich Dich auch, Leipzig erwartet. Der Poltergeist hält jedesmal eine Fest- danken wir allen jenen, welche uns brieflich und sonst zu wenn Du es nicht übel nimmst, einmal besuchen, rede; und immer ist's dieselbe. In diesem Punkt sorgt unserer Befreiung gratulirten. willst Du?" er nicht für Abwechslung. Mit Gruß und Handschlag Michel Schwa b. Ostar Neebe. Samuel Fielden. „ Danke, Guntram, Du bist ein guter Junge," sagte Russische Truppenmassen sollen, nach englischen und André, Du wirst stets bei uns willkommen sein." österreichischen Blättern, an der rumänischen Grenze liegen. Und während Alfred, getheilt zwischen seinem Mit. Nun man laffe fie ruhig liegen. Sind sie so verrückt, Möge den drei Genossen, so weit dies überhaupt möggefühl für einen alten Freund und seiner Freude über das über die Grenze zu kommen, so werden die Rumänen, Bul- lich ist, Entschädigung werden für das unschuldig Erlittene! schöne Gespann, ohne daß er es weiß, immer durch die garen und Desterreicher ihnen schon das nöthige besorgen, Möge es ihnen vergönnt sein, frei von Nahrungssorgen, Bähne murmelt:„ Das ist traurig, sehr traurig!" set ohne daß ein pommerscher Grenadier oder sonstiger deutscher ihre ganze Kraft der Sache des arbeitenden Volkes zu André seinen Weg fort, etwas getröstet von dem Bewußt Reichssoldat seine Knochen zu Markt zu bringen hat. sein, daß ihm auch in dem Schiffbruch seines Lebens noch Der Konflikt zwischen der Pariser Arbeitsbörse ein treues Herz geblieben war. " widmen! Er kommt nach Hause. In unbestimmten Ausdrücken und der französischen Regierung soll dahin gelöst Briefkaffen der Redaktion. theilt er der Mutter und der Schwester mit, daß alles ge- werden, daß die Börse zu einem freien Arbeitsmarkt" ge= regelt ist, daß er noch nicht weiß, was ihnen bleiben wird, macht wird. Diesen genialen Vorschlag hat im Senat der Hrn. P. K. Ich habe Ihren Brief dem Vorstand übers daß er fie aber bitte, sich darum nicht zu beunruhigen. Ex- Internationale und Erzverräther Tola in gemacht, geben, wie ich es mit allen Briefen ähnlichen Inhalts thue. M. L. Wenn die Reste ihres Vermögens nicht mehr zu ihrem Unter- und Herr Dupuy, der Minister, hat mit beiden Händen zuC. D. 1. Janiszewsti erhielt in Bromberg 2475 Stimmen. halt genügen, nun, dann wird er arbeiten und, vorausgesetzt, gegriffen. Die Spitze des Vorschlags richtet sich gegen die daß man vernünftig sei, nicht weine, daß man sich durch den Arbeitersyndikate( Gewerkschaften), deren Tyrannei ge- 2. Gugen Richter hat von der Freifinnigen Partei" eine DoGram nicht krant mache, würde das Unglück nicht gar zu brochen werden soll". Die Schwierigkeit ist blos, wie das tation erhalten, doch betrug dieselbe weit über 20 000 m. Die Arbeitersynditate sind zu start, 3. Nein, gegen 50 Pf. groß sein. Er spricht in entschiedenem, fast heiterem Ton bewerkstelligen. Kl., Charlottenburg. Es ist derselbe Oberwinder. zu ihnen. Er kommt sich jetzt vor wie ein Familienvater, um sich maßregeln zu lassen, und welche VorsichtsW. Sch., Görlig. Den Roman von Maurus Jokai„ Ein Der zwei Kinder zu ernähren hat. Er ist zum Kampf be- maßregeln immer die Regierung ergreifen mag Goldmensch" tönnen Sie fomplett gebunden von unserer Parteireit und sicht ihm mit um so größerem Vertrauen entgegen, die Arbeitsbörsen werden stets unter den Einfluß der or Buchhandlung, Verlag des„ Vorwärts", Berlin SW., Beuthstr. 2, als er mit der jugendlichen Thatkraft und Energie auch die ganifirten Arbeiter kommen. Und die organisirten Arbeiter zum Preise von 1,70 m. portofrei beziehen. vollkommene Unkenntniß der endlosen Anstrengungen, die das Frankreichs sind ausnahmslos Sozialisten. Leben des Armes ausmachen, verbindet. Fortsetzung folgt.) K. W. Die Militärvorlage ist bereits in Kraft getreten; dieselbe ertheilt nur der Regierung bestimmte Befugnisse, ohne daß irgend ein Reichsangehöriger ein Recht aus derselben Ju Frankreich regnet es jetzt ablaufrufe. Die äußerste Linke fordert: Ausschluß aller Republikaner, erlangt. Für den Inhalt der Juferate über. nimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung Theater. Sonntag, den 23. Juli. Friedrich- Wilhelmstädt. Theater. Nanon. Montag: Dieselbe Vorstellung. Kroll's Theater. Der Troubadour. Viktoria Theater. Frau Venus. Montag: Dieselbe Vorstellung. National- Theater. Rehmann auf der Weltausstellung in Chicago. Montag: Dieselbe Vorstellung. Alexanderplatz Theater. Der Hüttenbesizer. Montag: Fauft. Apollo Theater. Spezialitäten Vorstellung. Baufmann's Variété. Spezialitäten Vorstellung. National- Theater. Große Frankfurterstraße 132. Sensationelle Novität! Lehmann auf der Weltausstellung in Chicago. Große Ausstattungs- Posse mit Gesang und Tanz in 5 Aufzügen von Eugen Prudens. Musik von Adolph Widecke. Regie: M. Şamst. Raffenöffnung 3 Uhr. Anfang der Abend- Borstellung 71/2 Uhr. Im Garten auf der Sommerbühne: Ginattern und Aufführung von Auftreten von Specialitäten I. Ranges. Neues Programm. E Morgen: Dieselbe Vorstellung. PassageKönigl. italienischer Circus Ernesto Ciniselli. Stadtbahnstation Zoologischer Garten. Heute, Sonntag, den 23. Juli: 2 Große Borstellungen 2 um 4 Uhr Nachmittags und 8 Uhr Abends. Unserm Genossen Otto Polack zu seinem heutigen Geburtstage ein 4587L dounerndes Hoch! Na ob woll en Achtel reichen wird? Deine Freunde. Meinem Freunde, dem Parteigenoffen 1026b Herrn Adolf Zahn C. K. Zu der Nachmittags- Borstellung hat zu feinein heutigen Wiegenfeste ein donnerdnes Hoch! jeder Erwachsene das Recht, ein Kind frei einzuführen. Todes- Anzeige. In beiden Vorstellungen die be rühmtesten Reiter und Reiterinnen, sowie Reiten und Vorführen der bestDen Genossen des 4. Berliner Reichs: dressirten Schul- und Freiheitspferde.tagswahlfreises die traurige Nachricht, In der Abend- Vorstellung: Die Erschaffung des Weibes oder: Das Weib durch die Jahrhunderte. Gr. Ausstattungspantomime mit Ballet mit durchweg neuen Dekorationen, Kostümen, Requisiten 2c. Gesetzl. geschützt. Inscenirt vom Dir. Ernesto Ciniselli. Arrangements u. vorkommende Tänze vom fönigl. italienischen Balletmeister Ant. Tignani. Ernesto Ciniselli, Direktor. BERLINER HIPPODROM Am Kurfürstendamm. 2 Min. von Station Zoolog. Garten. Heute: 2 Große Borſtellungen 2 8 Uhr Abends. Zur Nachmittags Vorstellung hat jeder Erwachsene das Recht, 2 Kinder frei einzuführen. Miss Athene und Mr. Hajex.. Thurmseilkünstler.. Sigra. Isabella, Jagd- Schule. Abends: Am Strande von Ostende. Panopticum. Gr.Wasser- Pantomime in 12 Bildern Grösstes Schau- u.VergnügungsEtablissement der Welt. Entree 50 Pf. Grosses Ballet, Ruder- Regatta, Schnitzeljagd, Illumination des Bade- Hotels, Feuerwerk etc. Susanne im Bade. Im prachtv. Park von 4 Uhr ab: Grosses Konzert. Entree( 3. Play) 50 Pf. daß unser Genosse Otto Ruprecht Th. Keller's Hofjäger, Hasenhaide, Bergmannstrassen. Ecke. 52/17 Hente, Sonntag, den 23. Juli 1893: Gr. Garten- Concert. Im großen Saale: Ball. A. Froelich, Marionetten- Theater. Gr. Vorstellung. Volksbelustigungen. Anfang 4 Uhr. Entree 15 Pf., im Vorverkauf 10 Pf. Mittwoch, 26. Juli: Erstes gr. Erntefest mit Ernte- Festzug. Donnerstag, 27. Juli: Großes Extra- Garten- Konzert. Neue Welt. Hasenhaide. Bergschloss- Brauerei. Hente, Sonntag: Concert. Spezialitäten. Feuerwerk. Ball. Allergrösster Erfolg: ! Gebrüder Schwarz.. Donnerstag Nachmittag an einer Herz- Parodisten und Grotesque- Romiter. lähmung gestorben ist. Die Beerdigung findet am Sonntag, den 23. Juli, Abends 6 Uhr, vom Trauerhause, Lichtenbergerstraße 20, aus statt. 349/20 Um zahlreichen Besuch ersuchen Die Vertrauenspersonen. Todes- Anzeige. Allen Genossen, Freunden und Befannten hiermit die traurige Nachricht, daß am 19. d. M. mein lieber Mann, unser guter Vater, Bruder und Onkel, der Zimmermann Adolf Wichert am Herzschlag plöglich verstorben ist. 1052b Um stilles Beileid bitten. Anna Wichert, geb. Girgen, nebst Hinterbliebenen. Die Beerdigung findet heute Sonn tag, ben 23. b. M. Mittags 2 15 statt von der Leichenhalle des neuen Johannes- Kirchhofes zu Plötzensee. 1051b Blondin- Ponchery! Thurmseil. Entree 25 Pf. Vorverkauf 20 Pf. Anfang 4 Uhr. Mittwoch: Ferien- Kinderfest. Weimann's Volksgarten, Badstrasse 56. Pankstrasse 25. Heute Mittwoch: Sonntag, den 23. Juli 1893: Lehtes Auftreten von Miss Victoria, Luftpotpourri. Miss Rosetta, Miniaturs Soubrette. Miss Harriett, Drahtseil. Luciana, Trapez. Ferner Otto Köhler, Romifer. Max Franklin Troupe, Afrobaten. Hermann u. Bruno, WunderInaben. Neu! Der Mann mit dem Steinschädel. Neu! E Konzert und Ball. Entree 25 Pf. Anfang 4 Uhr. Max Weimann. Montag: Sommerfest der Rauchllubs Havanna, Goldene Krone 2c. Heute Schloß Weißensee. 10420 Zum Sternecker. Sonntag: preisgekrönte Thurmseilkünstler als Gebr. Niagara Trapeztünstler auf dem Thurmseil, ganz neue sensationelle Nummer. Volksbeluftigungen. Sonzert. Bal champêtre. See- Theater. ilumination. Anfang 4 Uhr. Entree 30 Pf. Vorher 25 Pf. 1037b Restaurant Hardegen. Empfehle mein Allen Freunden und Genossen die Schönholz. schattiges Lokal nebst Kegelbahnen. Pariser Tanztraurige Nachricht, daß unser Sohn, Alwin Mentzel, im 20. Lebensjahr Saal. Vorzügliche Küche und Raffeeküche. am 16. Juli beim Baden in Schmöck4580L wig verunglückt ist. Die Beerdigung Park- Schlösschen Schönhauser Allee 101-102 findet Sonntag, den Mittags 1 Uhr, vom Trauerhause, Köpenickerneben dem ,, Jägerhaus". ſtraße 161, nach dem Emmauskirchhof Heute Sonntag: Frei- Konzert. statt. 10336 Die tranernden Eltern. -A 4577L* Großer Garten. Tanz- Saal. Kegelbahnen. Kaffeeküche von 1 Uhr ab geöffnet. Allen Freunden und Bekannten die Zu recht zahlreichem Besuch ladet ergebenst ein Adolf Rosenlöcher. traurige Nachricht, daß mein Sohn Max gestern, den 21. d., im Krankengestorben ist. findet am Montag, Schönholz, Park- Restaurant( A. Bagandt). Grosser schattiger Garten. 4582L* den 24. ds. Mts., Nachm. 4 Uhr, Don Pariser Tanzplatz. Volksbelustigungen aller Art. Kegelbahnen. Kaffeeküche. 1055b Castan's ratweil'scherbigung Embel om stentag Bierhallen. bajelbst aus statt. Wwe. Weise. Panopticum. RiesenSchlangen- Familie aus Carl Hagenbeck's Thierpark. Ohne Extra- Entree. SchweizerGarten. Am Königsthor. Haltestelle der Ringbahn. Sonntag sowie täglich: Extra- Vorstellung mit neuen Spezialitäten. G Kommandantenstr. 77-79. Täglich: Köpenick. Treptow. Restaurant„ Zum Karpfenteich Jeden Sonntag: Auftreten der Leipziger Sänger Freunden und Genossen die traurige Gr. Konzert u. Spezialitäten- Vorstellung. Herrn Pritz Sydow, ſowie vom krystall- Palant. Wochent. 71/2 Uhr. Entree 10 Pf. Alf. Sonntags 6 Uhr. Entree 30 Bf. nerkannt gute Küche. Säle für Festlichkeiten und Versammlungen. Carl Koch. Etablissement Buggenhagen. Moriz Play. MorigPlay. Täglich Gr. Garten- Konsert. Anzeige, daß lieber Mann, Arbeiter Gustav Heilmann während einer Operation am 20. Juli im Krankenhause verstorben ist. Die Beerdigung findet Sonntag, d. 23. Juli, fämmtl. Spezialitäten 1. Ranges. Entree frei. Hermann Otto. 1 Kümpel's Restaurant zum Treptow.„ Park- Schloss" Nachm. 51%, Uhr, von der Leichenhalle Grösster Garten. 11 Kegelbahnen. Tanz. Volksbelustigungen aller NB. Der neuerbaute Saal, 1000 Personen aus statt. 4585L Art. Jeden Sonntag: Konzert. Die trauernde Wittwe. fassend, ist zu Festlichkeiten 2c. an Vereine und Gesellschaften zu vergeben. Danksagung. Allen Freunden und Genossen für die rege Theilnahme bei der Beerdigung Großer Frühstücks- u. Mittags- meines lieben Mannes, insbesondere Treptow. Parkstraße. Sonnt is und Montags: Bade's Volksgarten. 6r. Konzert und Spezialitäten erstellung. Spezialitäten- Borstellung. tisch. Spezial- Ausschant von Paben- der Deutschen Hutfabrik, dem Wahl- Im Spiegel- Saal: Großer Ball. Voltsbeluftigungen aller Art. hofer Lagerbier, hell und dunkel. Bei ungünstiger Witterung findet das Konzert in den unteren Restaurationsräumen statt. Entree Wochent. 10 Pf. Sonnt. 25 Pf. Garreton- Troupe. Säle für Bersammlungen, Kommerje, Familie Grunatho. Gebr. Beyer u. f. w. Theater- Vorstellung. Voltsbelustigungen aller Art. Täglich: Entree 30 Bf. Grosser Ball. Moabiter Gesellschaftshaus. Alt- Moabit 80 und 81. Täglich: Theater- und SpezialitätenVorstellung, sowie Concert. Anfang 4 Uhr. Entree 30 Pf., refervirter Platz 50 Pf. 4127L* Helmuth Peters. Lützowstraße Victoria- Brauerei, 11-112. Garten resp. Saal. ( außer Läglich Sonnabends) Stettiner Sänger. Stets wechselndes Programm. Anfang Sonnt. 7 Uhr, Wochent. 8 Uhr. Entree 50 Pf. Vorverkauf Billets Sonntags teine Giltigkeit. Festlichkeiten 2c. Ostbahn- Park am Rüstriner Play, ( Hermann Jmbs) Rüdersdorferstr. 71, am Ostbahnhof. Konzert, Täglich: Theater und Spezialitäten Borstellung. Neu u. sensationell: 3 Schwestern Peretti, Runstradfahrerinnen. Emmy u. Reinhold Hintsche, Gefangs- u. Charakter- Duettisten 2c. Boltsbelustig. jeder Art. 4 Regel bahnen z. Verfügung. Kaffeeküche geöffnet an Wochentagen von 2 bis 6 Uhr, Sonntags von 2-5 Uhr. BRAVER CTIEN BIEDRICHSHAIN Aktienverein des zweiten Wahlkreises und dem Gesangverein Freiheit" für die reichen Kranzspenden meinen besten Danf. Die trauernde Wittwe Marie Polvogt nebst Kindern. Danksagung. 4584L Für die Beweise der Liebe u. Theilnahme bei der Beerdigung meines theuren Mannes Julius Blume feitens seiner Freunde und seiner Kollegen der Elektrizitäts Gesellschaft sage ich meinen herzlichsten Dant. 10626 Anna Blume nebst Kindern. = Kaufmann's Variété Stadtbahn- Station Alexanderplatz. Heute, Sonntag, den 23. Juli: Grosses Garten- Konzert u. Spezialitäten- Vorstellung Bei ungünstigem Wetter im Saal. Anfang 5 Uhr. Entree 30 Pf. 1034b A. Zimmermann. Anfang 4 Uhr. Kaffeeküche von 2 Uhr ab geöffnet. Entree frei. Restaurant W. Jacob Treptower Köpnicker Landstr., a. d. Verbindungsb. Ausschank der Berliner Bockbrauerei. E ff. Lagerbier 0,4 Lit. 15 Pf., Münchener 0,4 Lit. 20 Pf. 6 Kegelbahn. Kaffeeküche Danziger 386b Volksgarten. Danzigerstraße 50/51. Haltestation der Pferdebahn Molten markt- Weißensee. Jeden Sonntag: Frei- Konzert. Raum für 2000 Personen. Volksbeluftigungen jeder Art. 3 Kegelbahnen. Jeden Mittwoch: Gänseausschieben. Wm. Koch. J. V.: Wilh. Groth. Gründer's Festsäle ( früher Mundt) Köpenickerstrasse 100. An größere Vereine gebe auch SonnIndem ich Freunden und Bekannten insbesondere den Mitgliedern des Fachvereins der Buchbinder meinen Dank ausspreche für die Theil. nahme bei der unerquicklichen Verkehrslage in der Bierkellerei Oranienstraße 184, theile ich hierdurch heute mit, daß sich meine Geschäftsräume jetzt Reichenbergerstr. 170 am Rottbuser Thor neben der Elisabeth1017b Apotheke befinden. Wie bereits seit zirka 4 Jahren bleibt die Firma unverändert Zur Pazenhofer Tonne" und der Ausschant von ächtem Patzenhofer Bier 4/10 Liter für 10 Pfennige, 1 Maasskrug 1 Liter für 25 Pfg. Brauerei Restaurant ,, Carlsgarten" abends meinen größten Gaal für direkt vom Fass, ohne Apparat, ohue Friedrichshain am Königsthor. Heute Sonntag: Grosses Instrumentalund E Dienstag: Konzert der 1. Garde Drag. Hasenhaide. Aufgang von der Wißmann- und Hermannstraße. Sonntag, den 23. Juli 1893: Grosses Kamerun- Erntefeſt und Vorstellung mit Kinderbeluftigungen, wie Umzug bei bengalischer Beleuchtung 2c. Es ladet ergebenst ein 1039b R. Seyer. B. Nieft's Festsäle, Weberstr. 17, N Bälle ab. NB. Meine 5 Vereins- Säle von 50 bis 200 Personen halte ich Vereinen, Gesellschaften 2c. bestens empfohlen. 41311* 3. Fortuna- Säle Spritzhahn. Ich lade Freunde, Genossen und Leser des Vorwärts" zum Besuch ein. Der Tonnenwirth R. Breyer. Achtung. B Freunden, Bekannten und Genossen hierdurch zur Kenntnißnahme, daß ich das Straußberger- Straße 3. Lokal, Fichtestr. 3 Jeden Sonntag: Grosser Ball. Jeben Donnerstag: Große Gesellschaftsstunde. täuflich übernommen habe. Ich werde für gute Bewirthung stets bemüht sein.. Hauptsächlich empfehle mein vorzüg liches Weißbier, auch Lagerbier. Mein Empfehle meine Säle zu allen Privat- neu aufgestelltes Billard steht meinen Festlichkeiten und Versammmlungen; werthen Gästen zur Benutzung. Um Julius Drews, Restaurateur. zu haben. Parteigenossen empfehle mein schön h sind einige schöne Vereinszimmer gütigen Zuspruch bittet 3670L* Vokal- Konzert Anfang 4 hr. Eintritt 30 Bf. Kinder frei. Programm unentgeltlich. Eintritt 10 Pf., Kinder frei. Programm unentgeltlich. 45721 Freitag: Militär- Frei- Konzert. Meine freundl. einger. Destillation 1336L mit Bierhalle sowie ein gemüthliches Fritz Fröhlich, aunyn Vereinszimmer mit Biano empfiehlt fraße 43. Häussler, Prinzen- Allee 38. Verantwortlicher Redakteur: Wilhelm Schröder in Berlin. Drud und Verlag von Maz Bading in Berlin, SW, Beuthstraße 2. Genossen empfehle meinen Früh- Jeden füds, Mittags- und Abendtisch. Vereinszimmer mit Piano. Für gute Getränke sorgt stets 1030b empfiehlt sich zur bevorst. Saifon den Bereinen zu Feftlichkeiten u. Bersamm Altes Schützenhaus, eingerichtetes Lokal zum gefälligen Belungen. Saal gratis u. sonstige toulante ginienstraße 5, empfiehlt seine Festsäle such. Vereinszimmer als Bahlstelle für 34412* Bedingungen. ( 560 Personen fassend) zu allen Gelegen- 40 Personen. Edmund Renter, 733b 3652L* Swinemünderstr. 45. Vereinszimmer 3. v. Fichteftr. 19. heiten. Hierzu zwei Beilagen. 1. Beilage zum„, Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 171. Mandat zum Sonntag, den 23. Juli 1893. 10. Jahrg. Alle diejenigen Genossen, welche bisher mit einem ständen eine sehr wichtige Einrichtung, nur schade, daß ihnen gar Leiden, Anerkennung seiner Leistungen. Wo hätte aber der zu oft eine gewisse Theilnahme für die nächstliegenden Forde höhere Beamtenstand Verständniß für die Forderungen der fehlt, die das Publikum an einen großen Bahnverkehr zu Steuerzahler? Diese Theilnahmslosigkeit ist mit ein Grund, andern derjenige kennen, welcher das Pech hat, für die Vororte der Arbeit so tiefe Wurzeln fassen und die sozialdemokratischen Spandau- Nauen den Lehrter Bahnhof benutzen zu müssen. Die Beitungen mit Eijer gelesen werden, mögen sie auch vom Ver betraut wurden, werden ersucht, ungesäumt uns unter der liebe Direktion läßt uns, da wir von Süden über die Moltke- fauf in den Eisenbahnschalter- Hallen durch kleinliche Verbote Adresse: Internationalen Arbeiterkongreßstellen berechtigt ist. Diesen Mangel an Theilnahme lernt unter warum die ſozialdemokratischen Forderungen auf allen Gebieten in Zürich J. Auer, Katzbachstraße 9, Berlin S.W. Mittheilung von ihrer Wahl zugehen lassen zu wollen, damit wir in der Lage sind, ebenso wie anläßlich des Brüsseler Kongresses, für die gesammte deutsche Vertretung die Anmeldung beim Züricher Komitee zu bewerkstelligen. Berlin, 22. Juli 1893, Der Parteivorstand. Parteinachrichten. Eine Delegirtenversammlung der sozialdemokratischen Partei des zweiten württembergischen Wahl freises wurde am 16. Juli in Cannstatt abgehalten. Anwesend waren 17 Delegirte. Aus dem vom Schriftführer des Bentral- Wahlkomitee's erstatteten Bericht sei hervorgehoben, daß bei der letzten Wahl in diesem Kreise 1792 Stimmen mehr abgegeben sind, als 1890. Der Kaffenbericht ergab eine Gesammt einnahme von 737,76 M. und eine Ausgabe von 770,76 M. Es ist somit ein kleines Defizit vorhanden, das durch die Organi fationen in den Hauptorten des Wahlkreises gedeckt wird. Zum Siz des Agitationskomitees wurde Cannstatt wiedergewählt. Unter Verschiedenem brachten die Delegirten eine Reihe Mittheilungen über die süddeutsche Volkspartei vor, welche diese als eine Partei charakterisirten, die es weder mit ihrem Programm noch mit ihren Wählern ehrlich meint. * Polizeiliches, Gerichtliches ze. Brücke kommen, in der Sonnengluth erstens am Südportal vorbei ausgeschlossen sein. herunterspazieren bis zum Dftportal, dort löst man ein Billet, wartet bis der Bahnsteig geöffnet wird, dann spaziert man im Vom guten Willen des Prinzipals hängt es ab, ob der Innern des Bahnsteiges wieder zurück, wo man hergekommen ist, Handlungsgehilfe während der Geschäftszeit, deren Dauer ſelbſtnämlich nach dem Südportal, dort wartet man wieder bis die verständlich auch von dem Willen des Prinzipals abhängt, früh Schranke des Mittel- Bahnsteigs geöffnet wird, und nachdem dies stücken oder überhaupt etwas genießen darf. Der„ Konfektionär" geschehen, spaziert man den Mittel- Bahnsteig wieder dahin, wo beantwortet eine dahin gehende Frage in seinem Briefkasten, man hergekommen ist oder vielmehr noch darüber hinaus, denn wie folgt: ganz am Ende des Bahnsteigs, am Nordportal wartet im fühlen Direktionsschatten der Vorortzug nach Spandau. Carl W., Desfan. Ihr Chef braucht durchaus nicht zu leiden, daß Sie im Geschäftslokal Bier trinken oder frühstücken. Während der Geschäftszeit gehört Ihre Nun läge es zwar sehr nahe, das riesige Südportal an der Thätigkeit Ihrem Chef. Forderungen wegen FrühstücksMoltkebrücke, das so viele Thüren hat, zu öffnen, dort auf dem zeit 2c. haben Sie nicht zu stellen. Es hängt das breiten Podest vor der breiten Freitreppe im Innern des Bahnganz vom guten Willen Ihres Prinzipals ab. steiges eine kleine Fahrkarten- Halle zu erbauen und so dem Dem Gehilfen, der sich um Auskunft an das Organ der Eine Konferenz der Parteigenoffen des Wahlkreises Publikum, das vom Brandenburger Thor kommt, direkt Ginlaß Prinzipale wendet, gehört keine bessere Antwort, die ihm wenigstens Merseburg Querfurt findet am 27. August, Nachmittags zu gewähren, aber das würde kleine Unbequemlichkeiten für den zeigt, wie es mit der„ Harmonie der Interessen" zwischen Prin3 Uhr, in Schkeudit, Franke's Saal, statt. Etwaige Anträge Dienst" mit sich bringen, und dann verkehrt auf den Vorort- eigt, wie es mit der" Harmonie der Interessen" zwischen Prinzipal und Gehilfen steht. Letterer verpflichtet sich mit Leib und zu dieser Konferenz sind bis zum 5. August an den Vertrauens- zügen am Lehrter Bahnhofe meistens nur das gemeine Ar- Seele ganz und gar dem Prinzipal und begnügt sich dafür mit mann Maurer J. Galle, Schkeudis, Ringstraße 2, einzusenden. beiter volt. Die Offiziere fahren nach Spandau großentheils dem, was der gute Wille" d. h. die Gnade des Prinzipals ihm vom Bahnhof Friedrichstraße, also ein dringendes Bedürfniß", bewilligt. dem Fahrgaste diesen unausstehlichen dreifachen Weg zu vereinfachen, liegt nicht vor!- Alle Eisenbahnhallen in Das Gewitter, welches gestern( Sonnabend) Nachmittag Preußen, ja fast in ganz Deutschland zeichnen sich aus durch über Berlin zum Ausbruch fam und von einem wolkenbruchihre zahlreichen Thüren zu Ein- und Ausgängen, und diese Thüren artigen Regen begleitet war, hat durch Ueberschwemmungen im haben meistens den Zweck verschlossen gehalten zu werden, Norden und Nordosten der Stadt einen furchtbaren Schaden andas Publikum zu vergeblichem Anklinken zu veranlassen und zu gerichtet und manche Familie nahezu an den Bettelstab gebracht. ärgern. Besonders unterhaltend ist diese nichtsnußige Thüren- Die Kanalisation vermochte an zahlreichen Stellen die ein verschließwirthschaft an Sonn- und Festtagen anzusehen und erst dringende Wassermenge nicht zu fassen und die Fluthen schossen in neuster Zeit, seitdem das Publikum überhaupt nicht mehr vor- fontänenartig aus den Kanalisationsschachten hervor, die zeitig die Bahnsteige betreten darf, ist durch diesen Zufall eine Straßenzüge in turzer Zeit unter Wasser segend. Die WeinMilderung des bestehenden Mißstandes zu bemerken. Dafür meisterstraße stand stand in ihrer vollen Länge und Breite wirkt aber der Mangel an Sizplägen in großen Schalterhallen unter Wasser, welches bald in die Keller drang, obwohl wie auf dem Lehrter Bahnhof um so empfindlicher. Durch die diese zum größten Theil verschlossen, die Eingänge außerdem noch geschlossenen Thüren am Ofteingang sind todte Winkel so bequem mit Brettern und Sandsäcken geschützt waren. Bald nach Beginn und so breit vorhanden, daß Bänke dort sehr gut Platz fänden des Regens strömten die Fluthen mit solcher Gewalt in den und sie sind dringend nothwendig, denn das Vorort- Keller des Möbelhändlers P., Weinmeisterstr. 8, daß sich dieser publikum geht nicht in die abgelegenen Wartesäle sondern steht mit seiner Frau und beiden Kindern nur mit genauer Noth vor Der frühere Redakteur der Halberstädter Sonntags- ermüdet und bepackt in der Schalterhalle. der Gefahr des Ertrinkens rettete. Die Möbel schwammen im zeitung", Martin, war am 22. April von dem Halberstädter Könnte man doch nur einmal der Arbeiterfrau, die von der Keller herum und fast die gesammten Waarenvorräthe des Landgericht zu 4 Wochen Gefängniß verurtheilt worden, weil er Moltkebrücke in der Mittagshize oder Winterkälte herunterkommt, Aermsten, der händeringend auf der Straße umherlief, sind: verdie Pfarrer des Waldenburger Kreises beleidigt haben sollte. auf dem einen Arm ein Kind, am andern einen schweren Korb- nichtet. Ebenso ist der Schuhmachermeister M., WeinmeisterDie eingelegte Revision hatte den Erfolg, daß das Reichsgericht tönnte man doch nur einmal eine solche Arbeiterfrau befreien straße 4, schwer geschädigt. Die Vorrathskeller in dieser Straße das Urtheil aushob und die Sache zur nochmaligen Verhandlung und einem Eisenbahndirektions- Mitgliedes müßte aber min- find sämmtlich überfluthet und der in diesen angerichtete Schaden an das Halberstädter Landgericht zurückverwies. destens ein Geh. Ober- Regierungsrath sein diese süßen Lasten beziffert sich nach tausende Mart. Aehnlich ging es in der Alten Die Genossen Baerer aus Harburg und Butter, Wilm, aufpacken, der Geheimrath müßte so bepackt eine Fahrkarte lösen, und Neuen Schönhauserstraße zu, wo der Verkehr gänzlich ge= Bünning, Fliegener und Röpfe aus Wilhelmsburg waren an- dann stehend warten bis der Bahnsteig geöffnet wird, dann hindert war. Die Wassermengen, fußhoch auf dem Straßengeflagt, weil fie am Charfreitag in Wilhelmsburg eine öffent- wieder hinauf zum Südportal, dann wieder warten bis die damm, drückten so schwer auf die selbstthätigen Weichen der liche Versammlung besucht hatten, was nach Ansicht des Land- Schranke geöffnet wird, dann mit Kind und Korb hinunter- Pferdebahn- Geleise, daß die dort tourfirenden Wagen ihre Touren raths durch die Sabbathordnung von 1822 verboten ist. Das laufen den langen Lehrter Bahnsteig bis beinahe zum Nordportal nicht einhalten fonnten. An der Ecke der Invaliden- und BrunnenHarburger Schöffengericht aber war der Meinung, daß der an- und dann- Hauptsache mit Kind und Korb in den Wagen Straße vermochten die Pferdebahnwagen nicht weiter zu kommen, gezogene Paragraph nur auf Wirthe, welche gewerkschaftliche dritter Klasse ohne Hilfe hineinbalanciren!- wenn so ein dieselben standen in langer Reihe bis zum Rofenthaler Thor. Zusammenkünfte der Gefellen, bei denen es laut hergeht, dulden, Geheimrath, der gewöhnt ist, stets vornehm erster Klasse An der Ecke der Mulack: und Alten Schönhauserstraße stand das Bezug habe. Es erfolgte deshalb Freisprechung. Der mit Eichenlaub zu fahren, zu fahren, auch nur einmal diese Wasser 1/2 Meter hoch im Keller, ebenso fanden Keller- UeberAmtsanwalt legte gegen dies Urtheil Berufung ein, und nutzlose Laufplackerei verrichten müßte, die heute unsern schwemmungen in der Prenzlauer- und Alten Schützenstraße statt, es fand deshalb am Mittwoch Termin vor dem Landgerichte in Arbeiter Frauen täglich rücksichtslos zugemuthet wird, auch hier großen Schaden anrichtend. In dem Hause Neue Stade statt. Die Berufung war namentlich damit begründet, ich wette nicht drei ausgeblasene Gier, er würde mit der größten Königstraße 76 wurden durch den Druck des fußhoch auf der daß die Sozialdemokratie es auf den Umsturz der Kirche und Energie darauf bedacht nehmen, binnen 8 Tagen diese schänd- Straße stehenden Wassers die Scheiben der Kellerfenster zerMonarchie abgesehen hätte. Der Charfreitag sei aber der liche Plage zu beseitigen. Aber das ist es eben, was jedermann sprengt. Im Nordosten ist kaum eine Straße, in der nicht größte firchliche Feiertag und würde doch unbedingt, durch die erbittern muß, der nur einen Funken Theilnahme für das Kellerüberfluthungen stattgefunden haben. Auch die Kellereien Verbreitung dieser Irrlehren in einer öffentlichen Versammlung arbeitende Volt im Leibe hat: überall Bequemlichkeiten, Er- des Lehrter Bahnhofes wurden überschwemmt und der Zugang entheiligt. Das Gericht verwarf jedoch die Berufung und legte leichterungen, Vergünstigungen, welche den Wohlhabenden oder zu der Stadtbahn von dem Fernbahnhof aus war zur Undie Kosten der Staatstaffe auf. Auch erhielten die Angeklagten der Militärkaste zu gute kommen, für den Arbeiter, für den möglichkeit geworden. Auf der Feuerwache in der Keibelstraße die nothwendigen Auslagen zurüderstattet. Steuer- Lastträger hat man in der ganzen Staatsverwaltung noch) waren wohl an 60 Gesuche um Hilfe eingelaufen, doch konnte solche lange nicht den richtigen Blick, die wahre, ernste Theilnahme; nur in den Fällen gewährt werden, in denen Menschenleben in darum unser Ringen und Drängen, unsere Weckrufe, die wir Gefahr waren. Die Wagen dieser Wache, sowie der Feuerwachen Euch täglich in die Ohren schreien wollen, bis Ihr vornehmen der Umgebung waren sämmtlich in Thätigkeit. Beamten in den fühlen, behaglichen Arbeitszimmern von 10 bis Ein heftiger Donnerschlag gegen 1/23 Uhr machte am Rosen3 Uhr hören lernt: wir verlangen Rücksichten für den Un- thaler Thor gleichzeitig die Gespanne zweier Droschken scheu, die bemittelten, Erleichterungen für den Euch ernährenden Thiere rasten über den Platz weg, doch wurde das eine Gespann und bitter gequälten Arbeiterstand, Theilnahme für seine sofort durch einen Schutzmann aufgehalten. Das zweite jagte Tokales. An die Königliche Eisenbahn- Direktion zu Berlin. Uns wird geschrieben: Eisenbahn- Direktionen sind ja unter UmSonntagsplauderet. = - Scheu zu empfinden ein sicheres Zeichen dafür, daß bei ihm noch nicht jedes menschliche Gefühl erstorben ist. von Oberregierungsräthen versteuert werden, einfach für Schweinehunde. Bei der Zugeknöpftheit, die bei uns leider mit bezug Doch die Militärvorlage ist ja auch ohne Herrn Stöcker R, C, Alle Hunde im geeinten deutschen Vaterlande, für welche von Beamten vom Nachtwächter aufwärts auf amtliche Dinge herrscht, ist es uns augenblicklich bewilligt worden, woraus er ersehen mag, daß es auch ohne Stenern bezahlt werden, wedelten vor einigen Tagen Bei- nicht möglich, festzustellen, in welchem Stadium der Ent ihn geht. Der Reichskanzler will gern in die Sommerferien fall, als die Korrespondenz bekannt wurde, die wegen eines wickelung sich die Angelegenheit jetzt befindet. Werden indessen gehen, und es scheint, als ob ihn von diesem löblichen Vorbellenden Bierfüßlers in der alten Stadt Erfurt geführt die Wünsche der Beamtenköter voll und ganz und nach allen haben nur der ewige Zweifel über die Deckungsfrage zurückworden war. Hier wurde endlich einmal von amtlicher Richtungen hin befriedigt, so steht mit Sicherheit zu erwarten, hielte. Seine Hoffnung und seine Stüße ist Herr Miquel, Seite konstatirt, daß die Schlinge des Hundefängers vor daß bei uns wenigstens eine Bevölkerungsklasse zufrieden ge- der Allerweltsmann, und auch dieser befindet sich auf der gewissen Individuen der großen Hundefamilie respektvoll ſtellt wird, und das wäre ein Triumph moderner Staats- Suche nach neuen Steuerobjekten. So wird die diesjährige Salt zu machen habe, und daß der Köter eines Ober- tunst, zu welchem wiederum der Oberbürgermeister Lange Sauregurkenzeit mit den allerangenehmsten Zwischenfällen Wer übrigens ausgefüllt, Niemand hat Grund, sich zu beklagen, weil er Regierungsrathes denn doch noch einige andere Vorrechte von Erfurt den Anstoß gegeben hat. zu beanspruchen hat als der elende Proletarier, der sich unsere sozialen Angelegenheiten mit offenem, unbefangenem doch mit ziemlicher Sicherheit weiß, daß auch an ihn die feinen Knochen mühevoll mit dem Ziehen der Preßtohlen oder Auge verfolgt und beobachtet, der wird finden, daß auch Reihe kommen wird, wenn es aus Bezahlen geht. Und mit dem Bewachen eines Rollwagens zu verdienen hat.„ Ehre, die Möpse verwittweter Stenerräthinnen und ähnlicher unter solchen Umständen muß sich Herr von Malyahu wem Ehre gebühret", knurrten die Hunde der Regierungsräthe, bevorzugter Damen sich nicht über die allgemein herrschende unter den Spottreden seiner bisherigen Freunde zurückder Assessoren und der Referendare und es fehlte nicht und überhandnehmende Futternoth zu beklagen haben. ziehen und in wenigen Tagen wird er fern von viel, so wäre beinahe von sämmtlichen Kötern der Beamten Würde daher den Hunden aller anderen Kategorien volles Madrid über die Schwierigkeiten gewiffer Stellungen hierarchie das volle Recht auf Maulforbfreiheit gefordert Verfügungsrecht über Hammelkotelettes und Schabefleisch nachdenken, denen nur ein ganz geriffener Finanzmann und proklamirt worden. Die Bernhardiner, Spige und eingeräumt werden, so würde für diese ein Leben an- gewachsen ist. Dabei ist es doch eigentlich garnicht so Pudel dieser Leute gehen, sicheren Meldungen zufolge, mit brechen, welches man auch wohl anderen Wesen als den schwer, die Militär- und Deckungsfrage, so wie sie heute liegen, zu lösen. Wenn man ermitteln würde, wieviel dem Plan um, einen Verein zur Vertretung ihrer Rechte Hunden mit vollem Fug und Recht gönnen könnte. zu gründen, wie es denn nun auch offenkundig wird, daß Wenn also in dieser Beziehung die soziale Frage in ab- Männer in Deutschland nöthig wären, um als Zivilisten den in den Kreisen dieser Vierfüßler eine weitgehende und nicht sehbarer Zeit zu allgemeiner Befriedigung gelöst werden Bedarf der Nation an allen Bedürfnissen zu decken, so könnte zanz unberechtigte Abneigung gegen kontrollirende Polizei- wird, so find auch nach anderer Richtung hin Aussichten man ja diese als Zivilisten ausheben, und die übrigen würden ergeanten und Hundefänger besteht. Der Oberbürgermeister eröffnet worden, die uns in eine selige, berauschende einfach Soldaten. Als Zivilist hat sich Niemand über MinderBange in Erfurt hat das unsterbliche Berdienst, endlich einmal Zukunft blicken lassen. In Neustettin wurde Stöcker von maß zu beschweren, es stört auch nicht, wenn Jemand lahm Zicht in die bisher dunkle Hundefrage gebracht, ja diese selbst, wie seinem bisherigen Bundesbruder Förster siegreich aufs ist oder nur über ein Auge verfügt: die Zeitungen hätten nau zu sagen pflegt, angeschnitten zu haben. Es wäre Haupt geschlagen. Die Konservativen sind nun ihren Mittel- feinen Grund sich über die Knüppelgarde zu echauffiren, die uun aber nach dem Urtheile aller Einsichtigen ein Zeichen trieb gründlich los, und die Wähler von Neuſtettin sind jetzt Russen und Franzosen tödten soll mit einem Wort, sebauerlicher Schwäche, auf halbem Wege stehen zu bleiben: mit fliegenden Fahnen zu Herrn Ahlwardt abmarschirt. Die ganze Angelegenheit könnte zu allgemeiner Bufriedenheit sie Wünsche der Beamtenhunde gehen nämlich zunächst Das ist der Fluch der bösen That, und Stöcker tann sich gelöst werden, wenn man sie nur richtig anfaßte. Hätte der woweit, daß sie von jetzt ab mindestens dieselben Rechte be- höchstens mit dem Häuflein von Betbrüdern, welches ihm Kriegsminister vor einigen Monaten diesen glorreichen Geinspruchen, wie sie vor Zeiten in Deutschland nur der geblieben ist, trösten. Ahlwardt ist der Held des Tages, er danken gehabt, so hätte er vielleicht noch lange in der Reichshund Tyras, dessen Antlik nie durch einen häßlichen hat seinen Lehrmeistern den fetten Bissen vor dem Munde Leipzigerstraße wohnen können. So aber hat er weder ind unbequemen Maulforb entſtellt wurde, besessen hat. weggeschnappt, und der Finanzminister Miquel zittert eine Kabinetsordre noch ein Telegramm erhalten, wie der Sie fordern mit Recht, daß ihnen die Waden der ge- immer noch vor ihm und Schweinhagen. Bon Reichskanzler und die Herren Stumm und Koszielski, ein wöhnlichen Sterblichen und Steuerzahler zum frischen, letzterem Biedermann hört man zwar nicht viel, Umstand, der wahrscheinlich nicht nur uns, sondern auch ihm röhlichen Einbeißen widerspruchslos überlassen werden, aber seine Verdienste bleiben wahrscheinlich im zu denken giebt..... and nach dem erfrischenden Tone, der neuerdings in Stillen und es gewinnt den Anschein, als ob er sogar sen Reichslanden so große Bewunderung hervorgerufen in Bukarest verwandte Seelen gefunden habe. Vor der at, erklären sie ihre Geschlechtsgenossen, die nicht| Kulturanstalt am Plößensee scheint er freilich eine heilige Ein Blitstrahl traf während des Gewitters die Zionstirche, riß das Kreuz von dem Thurm herab, zerschmetterte eine Anzahl Schiefer ohne weiteren Schaden anzurichten. ,, National- Zeitung" folgenden Bericht: gegen einen Möbelwagen, wodurch das scheue Thier zum Sturz| Sozialdemokraten niemals verfochten worden ist.( Lärm.) Nach bestellt, dann noch ein zweiter Briefumschlag an Fräulein Adeltam und festgehalten werden konnte. dem von antisemitischer Seite mit solch' verwerflichen Mitteln heid Reichel in der Steglitzerstraße. Es scheint, als ob das Pfeifen und Schreien.) Ich wiederhole, nachdem mit derartigen tritt gehabt und sich infolge davon das Leben genommen hat. gefämpft worden ist...( Furchtbarer, lang andauernder Lärm, junge Mädchen vorgestern Abend an der Siegessäule einen Aufverwerflichen Mitteln von antisemitischer Seite gekämpft worden ift, hielt ich es für meine Pflicht, der ich der Vater des Anti- Bewußlos aufgefunden wurde vorgestern Abend bezw. gestern femitismus genannt werde( Rufe: Aber jetzt nicht mehr!), einem früh zwei noch junge Damen vor dem Hause Weinsbergsweg 12 leber die Stöcker- Bersammlung am Freitag bringt die folch' demagogischen Treiben entgegenzutreten.( Deftiger Lärm.) bezw. Haakescher Markt 3. Beide wurden durch die Polizei ber Eine außerordentlich turbulente Versammlung fand gestern Rufe: Sie sind ja kein Antisemit! Sie sind ja ein Juden- Patron gestellt werden können, da beide noch nicht zum Bewußtsein Es ist eines Antisemiten unwürdig.( Stürmische Unterbrechung. Charitee zugeführt, wo die Persönlichkeiten noch nicht haben festAbend in dem Martens'schen Saale, Friedrichstr. 236, statt. geworden!) Es schädigt in höchstem Maße die antisemitische Be zurückgelangt sind. Aus diesem Grunde sind auch die Ursachen Ginberufen war die Versammlung von der christlich- sozialen Bartei. Da laut öffentlicher Ankündigung Hofprediger Stöcker egung, wenn in dieser Weise die Begehrlichkeit der Massen der Krankheitserscheinungen nicht mit völliger Sicherheit zu erüber die Wahl in Neustettin sprechen wollte, so waren die Anti- den!( Furchtbarer Lärm. Rufe: Wer hat uns denn zu Antigereizt und die Besitzlosen gegen die Besitzenden aufgehetzt wer mitteln gewesen. femiten Ahlwardt'scher Richtung in hellen Haufen erschienen. semiten gemacht?) Einem solchen Unfug muß mit aller Macht wurden am Freitag in der Havel in der Nähe von Nedlig aufDie zusammengebundenen Leichen eines Liebespaares Auf 8 Uhr Abends war der Beginn der Versammlung angesetzt, gesteuert werden.( Lärm.) Herr Böckel hat in Hessen ein Flug- gefunden und ans Land gebracht. Die noch nicht rekognoszirten allein bereits gegen 71/2 Uhr war das Lokal Kopf an Ropiblatt verbreitet, in dem nicht ein Wort von den Juden enthalten ebensmüden haben sich erst vorvorgestern Abend ertränkt, am gefüllt, so daß im buchstäblichen Sinne des Mortes fein Apfel zur Erde konnte. Als gegen 8 Uhr Stöcker er wolle durch Vorspiegelung falscher Thatsachen sich einen gefügigen ist. In diesem Flugblatt wirft er aber der Regierung vor, fie späteren Nachmittag waren sie noch von Spandauer Bewohnern schien, wurde er mit stürmischem Beifall, Pfeifen und Gejohle Reichstag schaffen.( Lärm. Rufe: Da hat Böckel Recht.) Herr Charlottenburger Schleuse die Leiche eines unbekannten jungen gesehen worden. Ferner wurde am Freitag Vormittag an der empfangen. In einer Ecke des Saales kam es zu Rempeleien. Böckel hat schließlich die angebliche Vorspiegelung falscher That Mannes im Ballanzuge aufgefunden, die schon mehrere Tage im Die Chriftlich- Sozialen wollten einen antisemitischen Pfeifer aus fachen gut geheißen und für die Militärvorlage gestimmt. Wasser gelegen haben muß. Der Todte hatte ca. 160 Mt. baar dem Saale befördern, die Parteigenossen des letzteren intervenirten( Rufe: Deckungsfrage!) Die Deckungsfrage ist bis heute noch Geld bei sich und trug eine goldene Uhr. aber in nicht mißzuverstehender Weise, so daß man von dem nicht erledigt. Wenn ein Mann, wie Böckel, der an der Geld bei sich und trug eine goldene Uhr. Hinauswerfen vorläufig Abstand nahm. Endlich eröffnete der Spige der antisemitischen Fraktion steht, mit derartigen Borsitzende, Buchbindermeister Schulze die Versammlung und er- Waffen in den Wahlkampf zieht, dann muß ich ihn doch als poli weiter abbestellt: Galle, Bergstr. 36( seit dem 15. d. M.). Bier von der Spandauer Bergbranerei haben theilte dem Hofprediger Stöcker das Wort. In diesem Augen- tischer Mann mit allen Wiitteln bekämpfen.( Furchtbarer lang 5. Koch, Kaiser Friedrichstr. 38. F. Regolf, Georgenstr. 21. blick wurde von den verschiedensten Seiten zur Geschäfts- andauernder Lärm. Rufe: Ist denn keine Polizei da? Die Vern Charlottenburg haben abbestellt: Theiß, Bonnet, ordnung" geschrieen. Hofprediger Stöcker: Der Herr Vorfißende fammlung war nämlich nicht polizeilich überwacht.) Böckel hat Brill, Bernhard, A. Krüger hat noch niemals Bier von dieser hat mir das Wort bereits ertheilt, in solchem Falle kann nie- Herrn Aylwardt einen Fayke genannt, wie konnte fich Ahlwardt Brauerei geschänkt, W. Neuendorf( seit sechs Tagen abbeſtellt), mand mehr das Wort zur Geschäftsordnung erhalten.( Stürmisches mit solch einem Mann wieder befreunden.( Rufe: Haben sich R. Aschenbrenner hat seit 10 Jahren dieses Bier nicht geschänkt. Dho. Beifall und Lärm.) Rufe: Ich frage, ob nach dem Vor- wieder vertragen!) Sie denken: Fatte schlägt sich, Fazke ver Obiges Bier wird noch weiter ausgefchänkt in folgenden Lokalen: trage eine freie Aussprache statifinden wird?- Stöcker: Das trägt sich.( Stürmischer Beifall und furchtbarer, lang andauernder Schröder, Kirchstr. 25; Bachmann, Lindenstr. 15; Krosse, Span= ist selbstverständlich. Rufe: Bei Ihnen ist das nicht selbst Lärm. Rufe: Selber Fatte!) Ich gönne sowohl Herrn Ahlwardt dauer Kanal. In Schildhorn in allen drei Lokalen. verständlich. Sie schließen, nachdem Sie gesprochen, einfach die als auch Herrn Förster den Sieg.( Ruf: Na! na!) Ich beneide Versammlung. Wir verlangen eine Garantie, daß eine freie Dis fie aber nicht, daß sie durch derartige Lügen und Manöver ihre bald sie das Bier der Spandauer Bergbrauerei abbestellt haben, Es liegt im eigenen Interesse der Herren Restaurateure, sotuffion stattfindet. Stöcker: Lassen Sie mich nur zunächst Mandate errungen haben.( StürmischerBeifall. Pfeifen und Schreien.) uns dieses sofort mitzutheilen. Unsere Genossen ersuchen wir, sprechen, alsdann soll jedem, der sich zum Worte meldet, volle Schriftsteller Willberg bemerkt, ebenfalls häufig durch Lärm unter hierüber genaue Kontrolle zu führen. Redefreiheit gewährt werden.( ufe: Schlauberger! Lärm.) brochen er bedaure, daß Hofprediger Stöcker, den er stets hoch Nur ungern habe ich Sie in dieser Julihite zu einer Versamm geachtet habe, den Herren Ahlwardt und Böckel Lügen vorDie Berliner 2otal Rommission. lung eingeladen, die jüngsten Vorgänge haben mich aber dazu geworfen habe, er durfte doch höchstens von Irrthum sprechen. J. A.: J. Wernau, Roſenſtr. 30. genöthigt. Ueber den Ausfall der Wahl in Neustettin werden die Antisemiten sehr erfreut sein.( Rufe: Jawohl!) Ahlwardt Im Interesse des deutschen Volkes liege es, wenn die Streitart Polizeibericht. Am 21. d. M. Nachmittags wurde ein unfoll leben hoch! Förster soll leben hoch! Ich bin der Meinung, halt der verlesenen Flugblätter u. s. w. nicht widerrufen sei, und Bernburgerstraße und ein obdachloses Dienstmädchen vor begraben werde.- Hofprediger Stöcker erwidert: Ehe der Jn bekannter, etwa 50 Jahre alter Mann an der Ecke der Dessauerwir haben weder Ursache zu einer besonderen Niedergeschlagen- fönne die Streitart nicht begraben werden. Unter furchtbarem dem Hause Frankfurter Allee 112 auf dem Bürgersteige liegend heit, noch Sie zu einer besonderen Fröhlichkeit.( Rufe: Doch, Lärm betritt alsdann Restaurateur Bodeck die Tribüne. Dieser frant aufgefunden. Ersterer wurde nach der Charitee und letzteres Lärm.) Der Kampf im Wahlkreise Neustettin war die traurigste griff ganz besonders die Konservativen an, die durch ein Lügen nach dem Krankenhause am Friedrichshain gebracht.- Abends Erscheinung, die man sich nur denken kann.( Stürmisches Hohn: haftes Flugblatt den Abgeordneten Werner aus seinem Wahl- erschoß sich ein 83 Jahre altes Mädchen in seiner Wohnung in gelächter. Beifall und Lärm.) Ich wußte von vornherein, daß freise verdrängen wollten. Die Konservativen versichern schon der Friedrichstraße mittels Revolvers. Ein obdachloser Tischler, ich in Neustettin unterliegen werde.( Stürmisches Hohngelächter, seit vielen Jahren Beifall und furchtbarer Lärm, daß sie für die Hebung der unteren welcher am Zaune einer Gärtnerei in der Borhagenerstraße zu Rufe: Fauler Mumpitz! Weshalb gingen Sie denn erst hin?) Mir wurde von den Klassen und des Mittelstandes wirken wollen. Bisher ist nächtigen beabsichtigte, wurde dort von einem Hunde in den Oberes aber immer nur beim Versprechen geblieben. dortigen Christlich- Sozialen das Mandat schon angeboten, noch und Lärm.) Herr Dr. Förster schrieb mir: Die Agitation des auf dem. Feuerwehrdepot in der Memelerstraße ein Verband an ( Beifall schenkel gebissen und so bedeutend verlegt, daß er, nachdem ihm ehe an eine Auflösung des Reichstages zu denken war.( Rufe: Herrn Hofprediger a. D. im Neustettiner Kreise spottete gelegt worden war, nach dem Krankenhause am Friedrichshain Aber troydem durchgefallen!) Ich habe auch von vorn herein meine Kandidatur nur als eine Zählkandidatur betrachtet. Beifall und furchtbarer Lärm.) Der Herr Hofprediger a. D. sollte fuchte ein Mädchen in seiner Wohnung in der Dresdenerstraße jeder Beschreibung, ja sie war geradezu schmutzig.( Stürmischer gebracht werden mußte.- In der Nacht zum 22. d. M. ver ( Hohngelächter. Rufe: Trauben sind fauer! Fauler Mumpit! sich schämen... Bei diesen Worten erhob sich ein wahrer Höllen- fich mittels Quedjilber und Schwefelsäure zu vergiften. Es wurde Schlauberger!) Sowohl Herr Ahlwardt als auch Herr lärm. Eine Anzahl Leute stürmte auf Bodeck zu und versuchte noch lebend nach der Gharitee gebracht. Im Laufe des Tages Förster haben durch Verbreitung von Unwahrheiten gefiegt. ihn gewaltsam von der Tribüne zu ziehen. Dieser sucht sich mit fand Weinbergsiveg 15a ein kleines Feuer statt. ( Stürmische, lang andauernde Pfuirufe. Rufe: Raus! raus einem Bierseidel zu vertheidigen. Auf der Tribüne entſpinnt sich Ich muß bekennen, ich habe es mit großer Freude begrüßt, eine Hauerei. Alles drängt nach der Tribüne. Tische und daß ich durch meine Aufstellung im Wahlkreise Neustettin Ge- Stühle trachten. In diesem Chaos schließt der Vorsitzende die legenheit fand, sowohl den Ahlwardtismus als auch das Böckelthum zu bekämpfen.( Stürmischer Beifall und langandauernder es zu heftigen Rempeleien. Nur allmälig verlassen die VerVersammlung. In verschiedenen Gegenden des Saales kommt betäubender Lärm. Rufe: Frechheit! Gemeinheit! Wir lassen sammelten den Saal unter dem Gesange: Deutschland, Deutsch uns nicht beschimpfen. Raus, raus! Herunter von der Bühne! land über Alles". Wir haben genug gehört!) Herr Bödel hatte schon lange vor der Reichstags- Auflösung geschrieben: er müsse mich aus meinem Aufsehen erregt der Selbstmord der Inhaberin einer Wahlkreise Siegen verdrängen.( Rufe: das war auch recht.) Pension in dem Hause Friedrichstr. 76, des 32 Jahre alten FräuNun, Herr Böckel bekam in Siegen 1000 und ich 11 000 Stimmen. feins Charlotte Gödeke, die vorzugsweise Ausländer bei sich auf( Stürmischer Beifall.) Bei der Stichwahl empfahl Böckel nahm. Freitag Abend bald nach 9 Uhr wurde aus dem Zimmer den Antisemiten, für meinen Gegenkandidaten, den national der Gödete heraus ein Schuß gehört, und als eine anivesende liberalen Dresler, zu stimmen.( Rufe: Pfui! Gemeinheit! Berwandte hinzueilte, fand sie die Wohnungsinhaberin bereits Lüge! Furchtbarer, langandauernder Skandal.) Meine Herren, todt auf. Sie hatte sich eine Kugel in das Herz gejagt. in dieser Weise geht es nicht weiter.( Rufe: Dann provoziren Sie doch nicht!) Wir werden die Versammlung auf Gerichts- Beitung. Ein seit vier Jahren schwebendes Strafverfahren gelangte gestern vor der vierten Straffammer des Landgerichts I zum Abschlusse. Der Dr. philos. Albrecht Morig Reiter hatte sich im Jahre 1889 mit dem emeritirten Universitäts- Profeffor Schanz zu Leipzig verbunden, um solche Leute zur Anzeige zu bringen, welche den Doktortitel auf grund eines zu Philadelphia erworbenen gekauften Diploms führen. Der Angeklagte behauptet, daß nicht verlegtes Rechtsgefühl allein die Triebfeder seiner Handlungsweise gewesen ist. Wie erinnerlich sein dürfte, wurde gegen Dr. Reiter vor einigen Jahren Ein bedauerlicher Unglücksfall ereignete fich gestern früh ein Betrugsprozeß geführt, der besonderes Aufsehen 5 Minuten vertagen. Wenn alsdann die Antisemiten, die wir in der Gambrinus- Brauerei Aktiengesellschaft zu Charlottenburg. erregte. Er war beschuldigt, eine Anzahl Personen ja Alle beim Namen kennen, weiter Standal machen sollten, so Daselbst werden Bierfässer, sowie sonstige Gegenstände per Fahr- um Geldbeträge geschädigt zu haben, dadurch daß iverden wir von unserem Hausrecht Gebrauch machen.( Hohn- stuhl auf und abgefahren. Bei dieser Gelegenheit trat der da- er ihnen die Beschaffung eines Hoflieferanten- Titels versprochen gelächter. Lärm.) Nach Wiedereröffnung der Versammlung fuhr selbst angestellte Portier unter den Fahrstuhl in der Meinung, haben sollte. Der Prozeß endete mit der Freisprechung des AnStöcker fort: Was ich über Böckel sagte, ist unbestreitbar, ich derselbe geht in die Höhe, um einige Worte an die oben arbeiten geklagten, da derselbe nachzuweisen vermochte, daß er thatsäch war und bin daher genöthigt, ihn bis aufs Blut zu bekämpfen. den Leute zu richten. In diesem Augenblick sauste der Fahrlich Verbindungen besaß, durch die er die Wünsche der Titel( Pfuirufe. Lärm.) Der antisemitische Abgeordnete Zimmermann stuhl hernieder und dem untenstehenden Portier auf den Kopf. füchtigen zu befriedigen vermochte. Einen ungünstigeren Verhat in einem Flugblatte gesagt: Die Konservativen sind verstockt Der Portier brach sofort unter der Wucht des schweren Fahr- lauf für den Angeklagten hatte dagegen ein Strafverfahren geund verstöckert.( Stürmischer Beifall und heftiger Lärm. Rufe: stubles leblos zusammen. Nach Hebung des Fahrstuhles gab der nommen, welches im Jahre 1886 gegen ihn eingeleitet worden Da hat Zimmermann nur die Wahrheit geschrieben.) Wie ein Körper, welcher zur unkenntlichen Masse zusammen gedrückt war, war. Der Angeschuldigte machte darüber folgende Angaben: Damals Antisemit so etwas schreiben tann, ist mir unbegreiflich.( Rufe: noch einige Lebensregungen. habe er sich damit befaßt, Personen den Doktortitel von der Universität Erst recht. Lärm.) Die Kampfesart Ahlwardt's hat es mir Philadelphia zu beschaffen. Er und seine Auftraggeber seien ur Pflicht gemacht, auch bei der Nachwahl in Neustettin Durch eine Benzin- Explosion entstand heute Morgen um zu kandidiren, gleichviel, ob Sicg oder Niederlage. 8 Uhr in der D. Coundé'schen Färberei, Wassergasse 21, ein schändlich betrogen worden, indem man ihnen gefälschte Diplome zugesandt habe. Die Folge sei eine gegen ihn gerichtete An( Stürmischer Beifall und heftige Pfuirufe, Pfeifen und außerordentlich gefahrdrohender Brand, durch welchen die großen, in flage wegen Urkundenfälschung gewesen und troß seiner VerSchreien.) M. H.! Ueber den heutigen Standal wird die den beiden obersten Stockwerken des hart an der Spree gelegenen ficherung, daß er die Diplome für echt gehalten, sei er zu neun Judenpresse die größte Freude empfinden.( Lärm. Rufe: Daran Fabrikgebäudes lagernden Vorräthe an Benzin und Farbenhölzern Monaten Gefängniß verurtheilt worden. Seit diefer Zeit habe und Sie ja schuld!) Herr Ahlwardt und Herr Förster haben völlig vernichtet wurden. Die Erdlosion entstand durch Selbst ihn eine förmliche Wuth beseelt gegen solche Personen, welche mit der Schnapslüge den Wahlkreis Neuftettin erobert.( Lang entzündung eines mit Benzin getränkten Tuches; einer der Angestellten den Doktortitel auf grund eines amerikanischen Diploms führen, andauernder Lärm, Pfeifen und Schreien. Rufe: Frechheit der Fabrik, der den Brand bei der Entstehung entdeckte, riß das und er betrachte es als seine Lebensaufgabe, diesem Schwindel Semeinheit!) Der Vorsitzende läßt eine Pause eintreten und Tuch herab, erlitt jedoch hierbei Berletzungen an den Händen ein Ende zu machen. Es ist ein eigenartiges Mittel, das der ordert einen jungen Mann, Namens Trautmann auf, den Saal und im Gesicht, so daß seine Ueberführung nach dem Kranken- Angeklagte zur zur Anwendung gebracht hat, um feinen u verlassen. Nach längerem Standal verläßt dieser den Saal; hause Friedrichshain erforderlich wurde. Das Feuer hatte sich 3wedt zu erreichen. Er fandte gedruckte Rundschreiben ommt jedoch mehrfach zurück, sodaß der Standal immer von aber mit unheimlicher Schnelligkeit ausgebreitet, so daß beim an eine Menge Personen, die er verdächtig" hielt, Neuem losbricht. Endlich gelingt es dem Hofprediger Stöcker Eintreffen der sofort benachrichtigten Feuerwehr, die in Rüd- machte sie auf das Ungefeßliche der Führung des amerikanischen wieder zu Wort zu kommen: Ich bin stets öffentlich und pri- ficht der Gefährlichkeit des Brandes mit zehn Löschzügen zur Doktortitels aufmerksam und wies sie darauf hin, daß er im vatim für Herrn Ahlwardt eingetreten. Ich muß denselben aber Selle war, die beiden obersten Stockwerke bereits in Flammen ſtande sei, gegen entsprechende Vergütung einen gefeßlich giltigen bis aufs Blut bekämpfen, nachdem er in einem Flugblatte verstanden und das Element auch schon das Dach des Maschinen: Doktortitel zu verschaffen. Ob diese„ Lockspigel Zirkulare", wie breitet hat: Wenn der arme Mann einen Schnaps für 5 Pfg. hauses ergriffen hatte. Die Feuerwehr trat mit 8 Schläuchen sie im gerichtlichen Protokoll genannt wurden, wirklich nur dazu trinkt, dann muß er 4% Pf. Steuer zahlen.( Rufe: Das fo energisch in Thätigkeit, daß der Brand auf seinen Herd be- bienen sollten, die Adressaten aufs Glatteis zu führen? Der stimmt ja auch! Lärm.) Stöcker: Das stimmt nicht, das ist eine schränkt blieb und nach einer Stunde völlig gedämpft war. Die Angeklagte behauptete es. Er hat dann in Gemeinschaft Lüge.( Furchtbarer Lärm. Rufe: Da hört doch aber alles auf!) Aufräumungsarbeiten dehnten sich bis zum Nachmittag aus, mit dem Professor Schanz eine Menge Personen angezeigt, Ahlwardt sagt weiter: Wenn der reiche Mann für 1 M. ein auf ertheilt Plöhlich tobfüchtig geworden ist am Freitag auf dem welche das Rundschreiben keine Antwort Glas Wein trinkt, dann zahlt er nur 10 Pf. Steuer.( Rufe: Stettiner Bahnhof in Pankow ein bisher noch nicht rekognoszirter haben und von denen die Denunzianten ohne weiteres So ist es ja auch.) Im weiteren hat Ahlwardt in einem Flug Mann, welcher mit einem Vorortszuge gegen 11 Uhr Bormittags annahmen, daß sie den amerikanischen Doktortitel führten. blatt geschrieben: Die Konservativen sind bemüht, alle Steuerlast auf die armen Leute abzuwälzen.( Rufe: Pfui! So ist es ja nach Berlin fahren wollte. Der Unbekannte, der anfänglich ganz Hierbei ist ihnen der Mißgriff begegnet, daß sie eine ganze Anzahl ruhig auf dem Bahnsteig gestanden, versuchte es urplöglich, sich auch. Die konservative Partei ist auch eine Judenpartei! Lang auf die Bahngeleise zu werfen und begann, von den Beamten fessor Schanz und Dr. Reiter Strafantrag wegen Doktoren" zu Unrecht bezichtigt haben. Sie haben gegen Proandauernder Lärm.) Ich werde Ihnen den Beweis führen, daß zurückgeriffen, alsbald au toben. Laut schreiend warf er sich auf leumderischer Beleidigung gestellt. Gegen den Erfteren hat wegen zu die Behauptungen Ahlwardt's unwahr sind.( Stürmische Unter- bie Bahnbeamten, die ihn zu beruhigen suchten, und es entspann andauernder Krankheit schließlich das Verfahren eingestellt werden brechung. Rufe: Ahlwardt hat Recht, Ahlwardt soll leben hoch! Die Antisemiten steigen auf Zische und Stühle und bringen fich ein erbitterter Kampf, welchem dadurch ein Ende bereitet müssen. Der Angeklagte Reiter nahm den Schuh des§ 193 des auf Ahlwardt ein Hoch aus.) Stöcker stellt eine Berechnung wurde, daß man den Wüthenden fesselte. Der Unglückliche wurde Strafgesetzbuchs für sich in Anspruch und betonte besonders, daß er sich im guten Glauben befunden habe. Der Staatsanwalt beauf. Danach ruht auf dem Glas Schnaps eine Steuer von nach Berlin gebracht und hier der Polizei übergeben. antragte 4 Monate Gefängniß, während der Vertheidiger, Rechts1/3 Pf.( Rufe: Der zweite Miquel! Nächstens wird Stöcker Aus Nahrungssorgen hat sich am Sonnabend früh um anwalt Wolff, die Freisprechung beantragte, da der Angeklagte Finanzminister!) Wie kann Herr Ahlwardt behaupten: Die Kon 6 Uhr der 48 Jahre alte Schuhmacher Franz Besener das Leben zweifellos als Staatsbürger das Recht habe, vermeintliche Straf servativen seien bemüht, alle Steuerlaft auf die armen Leute ab- genommen. Er wurde auf dem Aborte seiner Buttbuferstr. 13 thaten zur Kenntniß der Behörde zu bringen. Der Gerichtshof zuwälzen( Rufe: Das ist doch wahr! Lärm). Wir Konservativen belegenen Wohnung erhängt aufgefunden und hinterläßt eine schloß sich diesen Ausführungen an und fällte ein freisprechenhaben im preußischen Abgeordnetenhause jetzt Steuergesete ge- Familie in den drückendsten Verhältnissen. des Urtheil. schaffen, die gerade eine Belastung der Reichen und eine Entlastung der Armen bedeuten.( Heftiger Lärm. Rufe: Fauler Den Tod im Wasser gesucht hat gestern Morgen ein junges Wegen Kindesunterschiebung, wegen intellet: Mumpit!) Ich gebe zu, daß die Lebensmittelzölle die armen Mädchen vor dem Hause Königin Augustaftr. 51. Ein Wächter tueller Urkundenfälschung bezw. Bergehens Leute bedrücken.( Rufe: Aha!) Aber man darf doch nicht ver- fah gegen 5 Uhr ein etwa 25 jähriges Mädchen mit startem gegen das Personenstandsgesetz und wegen gessen, daß aus den indirekten Steuern ein großer Theil der blonden Haare sich der Böschung des Landwehrkanals nähern. Beihilfe dazu waren die verehelichte Martha 20of aus Kosten der Unfall- und Invalidenversicherung bestritten wird. Ehe er hindernd in den Weg treten konnte, sprang das Mädchen Spandau, die Hebeamme Auguste Schöttler aus Schöneberg, ( Lärm.) Herr Aylwardt ging aber noch weiter und sagte in einer im ins Wasser und wurde bald darauf als Leiche herausgezogen. und die verehelichte Pferdebahnfutscher Minna Naudic aus Neustettiner Wahlkreise stattgefundenen Versammlung: Der ländliche Wer die Selbstmörderin ift, fonnte nicht gleich festgestellt werden. Schöneberg angetlagt. Die Lehrerin Louise Antonie S. in Grundbesitz müßte unter die armen Leute vertheilt werden.( Stür- Auf ihrer Brust trug sie zwei Bilder ein und desselben jnngen Schöneberg hatte einem unehelichen Kinde das Leben gegeben. mische Unterbrechung.) Das ist doch ein demagogisches Treiben, Mannes und einen Briefumschlag, der unter R. H. 21 von dem Der Familienzuwachs war der jungen Mutter höchst unbequem, wie es schlimmer nicht gedacht werden kann.( Stürmische, lang Postamte 101 abgeholt war. Außerdem war ein Brief vor- sie wäre denselben sehr gern losgeworden und da die Hebeamme andauernde Pfuirufe. Rufe: Frechheit! Gemeinheit! Schluß! handen, der die Anrede: Lieber Karl" enthält und einen Herrn Schöttler ein Inserat in den Zeitungen las, in welchem eine Schluß!) Das ist ja ein Kommunismus, wie er selbst von den auf Freitag Abend nach der Siegessäule au einer Besprechung Frau D. Grundner in Spandau ein neugeborenes Kind suchte, W ver= machte die Hebeamme eine diesbezügliche Offerte. Hinter dem opferte dem Angeklagten 9 M. 50 Pf., wofür dieser versprach, bekämpft, und darauf von der Versammlung abgelehnt. Zum Pseudonym D. Grundner" verbarg sich wie fich später her- die Leistungen des Künstlers in seinem Blatte gebührend hervor Schluß macht der Vorsitzende bekannt, daß die neuen Be ausstellte die Gattin des Gerichtskanzlisten Loof, die neun zuheben. Eine weitere Nummer des Zentral- Bureau" erschien ſtimmungen über den Arbeitsnachweis vom 2. Juli Monate lang mit ihrem Manne die Komödie durchgespielt überhaupt nicht, nach der Auflage muß Isca dies gewußt haben. geführt sind. " ein Am Montag, der hatte, daß sie Mutterfreuden erwarte, und die nun die nöthige Besonders schwer lag der dritte Fall, der sich auf dem Gebiete Der Verein zur Wahrung der Interessen der Zink Schlußszene für das kleine Familienbrama suchte. Frau Loof des Rautionsschwindels bewegte. hatte zwei Offerten erhalten, das eine angebotene Rind war aber einen Hausdiener und Kassirer an, der 300 M. Kaution stellen gießer und Stürzer für Berlin und Umgegend hielt schon 3-4 Monate alt und daher nicht mehr zu gebrauchen, da- mußte. Die Kaution hat der Angeklagte für sich verbraucht, der am 18. Juli feine regelmäßige Mitgliederversammlung ab. Eine gegen wurde das Kind der Lehrerin, erst wenige Tage alt, Sausdiener hat außerdem für die Zeit feines Dienstes teinen lange Debatte entspinnt sich beim Verlesen der arbeitslosen Liste passend gefunden. Letzteres war am 29. November v. J. ge- Pfennig Lohn erhalten. Der letztere Fall mußte vertagt werden, ist. Hierzu fand ein Antrag des Kollegen Rüster Annahme wegen Annahme von Stellen, bei denen mur tageweis zu thun boren, war am 3. Dezember unter seinem richtigen Namen beim weil der Angeklagte behauptete, der Hausdiener habe ihn zur daß derjenige arbeitslose Kollege, dem eine Arbeit von nicht Etandesamt in Schöneberg angemelbet und wurde von Herrn Verwendung der Kaution berechtigt. Wegen der übrigen StrafLorf am 10. Dezember unter dem Namen Loof beim Standes- thaten wurde dem Angeklagten eine Busaystrafe von sieben länger als 14 Tagen nachgewiesen wird, auf derselben Stelle in der Liste stehen bleibt. Die nächste Versammlung findet am amte von Neuem angemeldet und zwar unter dem Namen Monaten Gefängniß auferlegt. 1. August bei Schröder, Reichenbergerstr. 24, statt. Herbert Bruno Loof. Herr Loof hatte sich nicht allein neun Monate lang täuschen lassen, er ließ sich auch in den Wahn ver- Ferienstraftammer des Landgerichts I in den Personen der„ Ar Frauen der freten Gemeinde für Stixdorf und Umgeb Drei Kirchenglocken- Diebe wurden gestern der neunten Achtung Riedorf. Große öffentliche Bersammlung für Männer und ſehen, daß seine Frau geboren hatte, und besorgte hocherfreut die beiter" Otto Schmidt, Karl Raschpichler und O'tto 24. Jult, Abends 8% Uhr im total des Herrn Gröpler( früher Niſegt) BergAnmeldung beim Standesamt. Er blieb deshalb außer Verfolgung. Die Beweisaufnahme ergab, daß Frau Loof die einzige ausmann vorgeführt. Auf dem Hinterlande des Grund- Straße 120. Tagesordnung: 1. Vortrag über„ Einiges Christenthum" von Herri Schuldige war. stücks Thurmstr. 42 befindet sich eine katholische Kapelle. Die daß das Kind auf den Namen der rechten Mutter angemeldet ber neben der Kapelle stand. Sie hatte brieflich der Hebeamme versprochen, beiden Kirchenglocken befanden sich damals in einem Schuppen, straße 88. Hr. Waldeck Manaffe:„ Der Meffiasgebante." Hier waren sie in etwa und Frau Naudick hatte überhaupt nichts weiter gethan, als daß Glocken gestohlen. Der Diebstahl werden sollte, die Hebeamme hatte ohne jeden Vortheil gehandel Mannshöhe aufgehängt. In einer Märznacht wurden die um 5 uhr. Landsbergerstr. 82 bet Albert. Vereinszinemer rechts. ein im wahren sie das Kind von Schöneberg nach Spandau brachte. Die Mutter des Kindes hatte von der falschen Anmeldung überhaupt keine ist geständlich Kenntniß gehabt. E3 wurde daher nur Frau Loof zu drei von den drei Angeklagten ausgeführt worden. Sie haben die Tagen Gefängniß verurtheilt. Die übrigen Angeklagten iburden hier zertrümmert und die Bruchstücke als altes Metall bei einem Glocken nach dem freien Felde bei Plößensee gebracht, dieselben freigesprochen. Produktenhändler verkauft. Der Gerichtshof verurtheilte die Angeklagten zu einer 13uchthausstrafe von je drei ahren und den üblichen Nebenstrafen. Sinne des Wortes uns der " sehr schwerer von Egidy. Korreferent Reichstagsabgeordneter E. Vogtherr. Freireligiöse Gemeinde: Sonntag, den 23. Jult, 10% Uhr, Rosenthaler Vergnügungs- Club„ Eichenlaub." Sonntag, Sigung mit Damen, Allgemeiner Deutscher Capezirer- Verein, Filiale Berlin. General. versammlung, am Montag, den 24. Juli, Abends 8% Uhr, bet Boltz, Alte Jakobstr. 75: Vierteljahresabrechnung. Vergnügungs- Verein Vorwärts." Sonntag, den 23. Juli, 5 Uhr, 6 Uhr, Fidelitas. bet Engelhardt, Friedenstr. 74, Sigung mit Damen. Achtung! Mäntelnäherinnen, Bügler, Stepper, Trikottaillen Montag, den 24 Mat, Abends 8½ Uhr, im Konzerthaus Sanssouci, Kottbuser Arbeiterinnen, Arbeiter und Arbeiterinnen der Herrenkonfektion. ftraße 4a, große öffentliche Bersammlung. Vortrag hält Frl. Wabniß. Sterbekasse von Arbeitern der Berliner Maschinenbau- AktienGesellschaft. Heute, Sonntag: Bahltag, Ackerstr. 123 bei Stümte und Stall fchreiberstr. 58 bei Witte. Morgen, Montag: Generalversammlung, Abends Nationale kaufmännische Kranken- und Sterbekasse.( G. S. 71.) Bureau: D., Holzmarttftr. 67. Montag, den 24. Juli, 8% Uhr, im Restaurant B. Bodenburg, Kommandantenstr. 10/11, Borstands- Sigung. Literarisches. Verhandlungen und Beschlüsse des Internationalen Ar der Von beiter- Kongresses zu Brüffel( 16.- 22. August 1891). Berlin 1893. Verlag der Expedition des Vorwärts" ( Th. Glocke). Preis 20 Pf. Schulheizungsprozeß und die Elberfelder Schulverwaltung. Von Gustav 2uhde. Elberfeld. Verlag von J. H. Born. Preis 40 Pf. Wegen eines raffinirten Betruges hatte sich gestern der Kommissionär obe vor der 132. Abtheilung des Schöffengerichts zu verantworten. Der Hotelbesitzer K. hatte im vorigen 8 Uhr bei Stümfe. Rudolstadt, 21. Juli. Mit einem sauberen Früchtchen, Herbst die Kommissionäre Hansen und Semmler mit dem Verkauf seines Grundstücks beauftragt. Der Preis sollte 300 000 m. be- schreibt das Saalfelder Volksblatt" hatte sich das Schwurgericht tragen, die Vermittler sollten 1 pt. erhalten. Da die letzteren von Montag bis Donnerstag zu beschäftigen. Der Biedermann gerade keinen Käufer an der Hand hatten, so begaben sie sich Man muß sich oft wundern über das Talent unserer Gegner, das war der Herr Amtsrichter" Langethal aus Blankenhain. nach einer Restauration in der Taubenstraße, wo von den Kom missionären eine Art Börse abgehalten zu werden pflegt. Hier sie besonders während der Wahlperioden befähigt, den sozialsuchten sie einen dritten Theilnehmer für das Geschäft. Der demokratischen Zukunftsstaat" mit allen feinen angeblichen Schrecknissen, als da sind: freie Liebe, Vielweiberei, Kaninchenihnen bis dahin fremde Angeklagte meldete sich und behauptete, stall, Theilen u. s. w., auszumalen. Diese Bilder werden mit solcher daß er einen Käufer für das Hotel wisse. Derselbe leite zur Zeit ein großes Etablissement in Dresden. Hansen und Semmler Lebensfrische an die Wand gemalt, daß man, wie gesagt, dieses nahmen darauf den Angeklagten als dritten im Bunde an. Lote Talent bewundern müßte, das im stande wäre, solche Bilder aus las seinen Gesellschaftern schon nach einigen Tagen Bruchstücke eigener Erfindung zu entwerfen, wenn man nicht wüßte, daß das aus Briefen vor, die der angebliche Reflettant an ihn gerichtet nicht Bilder sind, wie ein Sehergeist sie sieht, sondern wie sie habe. Derselbe zeigte große Luft zum Ankauf des Hotels, bat der Staatsanwalt wiederholt nannte, der da vor den GeGegenwartsstaat entrollt. Der Schurke", wie ihn ben Angeklagten aber, seinen Namen einfiweilen zu verschworenen saß, war aber nun durchaus nicht etwa ein Mann, der Nenen Zeit"( Stuttgart, J. S. W. Diey' schweigen. In leterem Punkte beobachtete der Ange- schworenen H. Berlag) ist soeben das 43. Heft des 11. Jahrgangs ere flagte seinen Gesellschaftern gegenüber auch die größte ber sich je mit fozialdemokratischen Ideen befaßt hatte, o nein, im Gegentheil wird derselbe, als" Staatsstüße", sein redlich schienen. Aus dem Inhalt heben wir hervor: Der Gewissenhaftigkeit. Zwischen dem Angeklagten und dem Sozialismus in Frankreich während der großen Revolution. angeblichen Käufer entspann sich ein sehr lebhafter brief- Theil dazu beigetragen haben, diese Theiler" und" Anhänger Von C. Hugo. Briefe aus England. Cholera und licher Verkehr, bis schließlich der erstere seinen Theilhabern einen der freien Liebe" zu vernichten. Und was zeigten die Ver Boltsernährung. Von Dr. R. J. Beck. Wie in Frank Brief vorlas, worin der Reflektant ihn ersuchte, auf seine, des handlungen? Der Herr Amtsrichter" hat fortgesetzt das Geschäft Litereich Wahlen gemacht werden. Von Gustav Köhl. Käufers, Kosten nach Dresden zu kommen, um den Abschluß zutheilte er nicht etwa mit den Begüterten und Bevorzugten. des Theilens in der ausgedehntesten Weise betrieben und zwar rarische Rundschau. Feuilleton: Der Wunderschrank. bewerkstelligen. Er möge über Halle und Leipzig reisen, um mit nein. Als Verwalter der Kollateralgelder war es zumeist Baterländische Erzählung von Ludwig Schierk.( Fortsetzung.) zwei dortigen Brauereien wegen des zu liefernden Bieres zu das Waisenhaus und seine armen elternlosen Insassen, welche Verurtheilt. Ein Ball in der vornehmen Welt. 2 Novellen unterhandeln. Die Kommissionäre Hansen und Semmler freuten von A. Chr. Leffler( Sammlung von besten Werken der fich, auf Bitten des Angeklagten gewährten sie ihm einen Reisevorschuß die Opfer dieses Schurken mit dem Richtertitel wurden. Auf Literatur der Gegenwart. Herausgegeben von Emil Jonas von 100 M. Von diesem Augenblicke an hörten sie weder etwas die Höhe der Beträge wurde wenig Rücksicht genommen; es 1. Band) Humoresten.( 2. Band.) Berlin. Verlag von dem Käufer noch von dem Angeklagten. Der letztere wich ihnen figuriren Summen von 9, 20, 30, 50, 500 und von mehr von S. Schwarz' Buchhandlung. Preis 50 Pfg. gefliffentlich aus. Es zeigte sich bald, daß sie schnöde betrogen als 3000 m.; auch die fleinste Gabe wurde dankend worden waren. Der angebliche Käufer existirte garnicht, die von genommen. Und warum theilte der Herr Amtsrichter? Der L'Ere Nouvelle, Revue Mensuelle Ire Année No. 1. Paris. Direction George Diamanty, rue des Ecoles 33. dem Angeklagten verlesenen Briefe hatte er selbst geschrieben, die Herr Staatsanwalt kleidete die Antwort auf diese Frage in die Worte: Der Schurte verwandte die unterschlagenen Gelder für Reise nach Dresden garnicht unternommen. Zu dieser Ueberzeugung gelangte das Schöffengericht. Es hielt für den verübten seine Huren und Hurenfinder!" Hm! Also: Theilen, freie Betrug mit Rücksicht darauf, daß derselbe einen besonders groben staat! Nun, lieber Leser, schildert Dir einmal ein Kartellbruder Liebe, Kaninchenstall! Da hätten wir ja den Gegenwarts. Vertrauensbruch gegen Kollegen in sich schließe, das vom Staatsanwalt beantragte Strafmaß, 1 Monat Gefängniß, für zu niedrig den Zukunftsstaat mit allen seinen Schrecknissen, dann sage dem und erkannte auf drei Monate Gefängniß. guten Manne nur, daß nicht der Zukunftsstaat es ist, der da geschildert wird, sondern der auf grund der göttlichen unumstößlichen Weltordnung" bestehende Gegenwartsstaat. Das saubere Früchtchen von Amtsrichter wurde auf 6 Jahre ins Buchthaus geschickt; 10 Jahre Ghrverluft und 1500 M. Geldstrafe soll der Herr Amtsrichter", den die Zeugen so nebenbei als schmierig und schmuzig" bezeichneten, ebenfalls ertragen und im Nicht beitreibungsfalle noch 2 Monate Zuchthaus länger brummen. Soziale tebersicht. an= Briefkasten der Redaktion. C. M., Schkeudig. Einen derartigen Bericht haben wir nicht erhalten. O. F. Ihre Anfragen beruhen auf Unkenntniß des Vereinsgesetzes, das Sie z. B. in unserem Verlage, Beuthstr. 3, erhalten können. Eine Konzession" eines nichtpolitischen Vereins giebt es ebenso wenig wie eine Bestimmung, inhaltlich welcher in nichtpolitischen Vereinen nur ältere Mitglieder als 18 Jahre alte aufgenommen werden dürfen". Welche Art Vereine Sie im Auge haben vielleicht einen Versicherungsverein? geht aus Ihrer Anfrage nicht hervor. Wiederholen Sie deshalb Ihre Anfragen ausführlicher oder sprechen Sie zwischen 12 und 1 Uhr vor. Ein ganz gefährlicher Kautionsschwindler stand am Sonnabend in der Person des sogenannten Schreiber Otto Heimann aus Schöneberg vor der ersten Ferien- Straftammer am Landgericht II. Der noch im jugendlichen Alter von 21 Jahren befindliche Angeklagte hat es fertig gebracht, schon drei Mal wegen Rautionsschwindeleien, jezt mit 1/2 Jahr Gefängniß vorbestraft zu werden. Am 18. April d. J. wurde er aus dem Gefängniß entlassen, er begab sich nach Schöneberg, etablirte dort aus freier Hand ein Bantgeschäft, suchte durch Inferate fautionsfähige Kaffenboten und nahm darauf dem Kaffenboten Knebel 400 m. baar und 300 M. in einem SparB. S. 17. 1. G3 ist, wie an dieser Stelle wiederholt taffenbuch ab. Das nächste Opfer war Rassenbote Franke, der In Rumänien herrscht eine ganz bedeutende Streit hervorgehoben, ftreitig, ob eine am 28. Juni erfolgte Kündigung 200 M. in Baar und 300 M. in Papieren gab. In gleicher bewegung. Die umfassendste Arbeitseinstellung ist die der rechtzeitig, wenn der Vertrag als Kündigungsfrist 3 Monate und Weise wurden die Kaffenboten Krause und Hüser hineingelegt, Ronfettionsarbeiter für das Militär. Außerdem streifen 3 Tage vorschreibt. Spricht der Vertrag vom Ablauf des Verund zwar mit denselben Summen. Der Angeklagte hat die die Bäcker in Galag und die Schuhmacher in Io e sti. trages am 1. Oftober, so wird man eine im Laufe des VorGelder sofort in seinem Nußen ausgegeben und sich vor der Aus den Forderungen der letzteren ist zu ersehen, wie elend die Lage mittags des 28. Juni erfolgte Kündigung als rechtzeitig erachten Berliner Sparkasse noch einer Urkundenjälschung schuldig gemacht. der rumänischen Arbeiter ist. Die Schuhmacher verlangen eine täg- tönnen. Hat der Wirth der Kündigung innerhalb einer Woche Staatsanwalt Schulz II beantragte vier Jahre Zuchtliche Arbeitszeit von nur(!!) 13 Stunden, gegenwärtig beträgt nicht widersprochen, so liegt gleichfalls nach richtiger Ansicht haus, der Gerichtshof erkannte auf drei Jahre Zuchtfie 15-16 Stunden. Als Mindestlohn wird 20 Franken( 9 fl.) rechtzeitige Kündigung vor. 2. Ja; die Unfallgenossenschaft haus, 300 Mart Geldstrafe, oder noch 20 Tage Gefängniß, wöchentlich gefordert; gegenwärtig foll er 14 bis 16 Franten tann statt der Stente eine einmalige Abfindung Ihnen auf Ehrverlust und Polizei- Aufsicht. ( 6,30-7,20 fl.) monatlich betragen; wahrscheinlich mit Rost. Ihren Antrag hin zahlen. 8. Wenn man Sachen als Pfand er Um verfälschten Zucker handelte es sich in einer Antlage Dabei giebt es nur drei Ruhetage im Jahre. Buzug ist unbe- halten hat, so darf man diese nicht verkaufen: zunächst man die Forderung auszuflagen und kann erst wegen Nahrungsmittel- Berfälschung, die gestern gegen den Kauf- dingt fernzuhalten. Alle Arbeiterblätter werden um Nachdruck hat ersucht. dann durch den Gerichtsvollzieher die Sachen veräußern. Koschel. Der Kontrakt ist noch jetzt maßgebend. gerichts II zur Verhandlung gelangte. In dem Wohnorte des Beitbild. Um die Stelle eines akademisch gebildeten Gärtners 171. 1. Nicht verständlich; sprechen Sie zwischen 12 und Angeklagten fiel es der Konkurrenz auf, daß derselbe nur ge- für den Park in Wilhelmshaven, welche vor einiger Zeit in einer 1 Uhr vor oder legen Sie die Sachlage unter Beifügung der von pulverten Zucker führte und diesen ftets zwei bis drei größeren Anzahl Zeitungen ausgeschrieben worden, sollen sich Ihnen erwähnten vier Verträge flar. 2. Sie haften mit Ihrem Pfennige unter dem Tagespreis verkaufte. Auf eine Anzeige weit über 600 Personen aus allen Theilen Deutschlands beworben Vermögen, Ihr zweiter Mann haftet nicht. hin veranlaßte die Behörde eine Untersuchung des fraglichen haben. Mit dieser Stelle ist nunmehr ein Gehalt von 2500 bis Buckers durch den Gerichtschemiker Dr. Bein. Derselbe stellte 3000 Mart nebst Pensionsberechtigung verbunden. fest, daß der Zucker mit etwa 20 pSt. Stärkemehl vermischt war. Im gestrigen Termine zeigte der Gerichtschemiker dem Gerichtshofe, in wie leichter Weise jedermann eine derartige Verfälschung entdeden könne. Er that einen Theil des Zuckers in ein Glas voll Wasser, der Buder löste sich, das Stärfemehl bildete mit Arbeit geschehen sei, stößt in Kreisen der Eisenbahnarbeiter au größte Schweinehund sein, aber deswegen denunzirt man ihn mann Hermann Schmidt vor der Strafkammer des Landdem Waffer an der Oberfläche eine kleisterartige Schicht. Der Gerichtshof verurtheilte den Angeklagten zu einer Geldstrafe von 80 M. event. 16 Tagen Gefängniß. = H Aus den staatlichen Musterbetrieben. In der großh. Eisenbahn- Hauptwerkstätte zu Karlsruhe ist etwa 25 Arbeitern gekündigt worden. Die Vorgabe, daß dies wegen Mangel an starken da nie Versammlungen. P. H. Die Kündigungsfrist für Wertmeister beträgt mangels einer anderen Abrede nach§ 133 a der Gewerbe- Ordnung vor Ablauf des Quartals. # 100 G. 1. Die Gläubiger gehen vor. Ihre Frau müßte gegen Sie flagen. 2. Nein. 11. Cöln Nippes. Mag der Betreffende immerhin der doch nicht wegen unbefugten Gewerbebetriebes. A. K., Iserlohn. Wenden Sie sich wegen der Aufnahmebedingungen an Herrn Julius Türk, Berlin SW., Solmsftraße 24. Verwahrloster. Sie müssen sich behufs Aufklärung an das Gericht wenden. find, selbst nicht bei schwächerem Geschäftsgange. Allenthalben nimmt man an, daß man bei dieser ungünstigen Zeit die erwähnten Kündigungen recht gut hätte dadurch vermeiden können, daß man Ein böses Sündenregister wurde bem, Redakteur" Richard die Leute in einer anderen Werkstätte untergebracht hätte. Isca vorgehalten, als er gestern aus der Gefangenen Anstalt Warum sollte aber nicht nach berühmtem preußischen Muster auch Plößensee, wo er wegen Urkundenfälschung eine einjährige im Baden gespart werden? Gefängnißstrafe verbüßt, der vierten Ferien Straffammer des Landgerichts I vorgeführt wurde. Auf die Frage des Vorsitzenden, woher der Angeklagte seine Berech tigung herleite, sich Redakteur zu nennen, erwiederte Jsca, Briefkaffen der Expedition. daß er früher eine Künstlerzeitung, betitelt Zentralbureau für K. 2. In unserer Parteiliteratur existirt ein solches Buch Artisten" herausgegeben habe. Aus der kurzen Zeit des Bestehens Der Verband Verband der in Holzbearbeitung 3- nicht. Eine Schilderung der verschiedenen Parteien finden Sie dieser Zeitung rühren die Strafthaten her, die dem Angeklagten& abriten und auf Holzplägen beschäftigten in der Broschüre: Die Thätigkeit des Deutschen Reichstages zur Laft gelegt werden. Das Unternehmen war nicht im stande, Arbeiter und Arbeiterinnen, Filiale Berlin II, tagte von 1890-1893." Verlag des Vorwärts", Berlin. Preis den Angeklagten zu ernähren. Er gerieth in Noth und brachte am 18. Juli. Genosse Hoffmann sprach in einem sehr bei- 20 Pfennig. auch seine Wirthin, der er die Miethe nicht zahlen konnte, in fällig aufgenommenen Bortrag über das Thema: Waare und H. Holfte, Caffel. Freiligrath's gesammelte Dichtungen, Verlegenheit. Die Lettere übergab ihm werthvolle Schmuck- Geld, und betheiligte sich im Sinne des Referenten Kollege 6 Bände geb., welche auch die politischen und sozialen Gedichte sachen mit dem Auftrage, dieselben zu verkaufen. An enze an der Diskussion. Hierauf gab der Kaficer, Kollege mit enthalten, find im Goeschen'schen Verlage in Stuttgart erstatt den Auftrag auszuführen, versette der Angeklagte die Schulz, den vierteljährlichen Kaffenbericht. De Antrag, dem schienen und gegen Einsendung von 13,50 M. auch vom Verlag Sachen und verbrauchte den Erlös für sich. Ein armer Artist Vorstand eine Vergütigung zu gewähren, wurde von diesem selbst des Vorwärts", Berlin SW., Beuthstr. 2, zu beziehen. " " " Central- Leihhaus- Ausverkauf 72 Jägerstraße 72( widen Stampnier Institut für Gelegenheitskäufe, einzig in seiner Art in Berlin. Jetzt halbe Preise. neu und wenig getragen ( zwischen Kanonieru. Manerstr. part.) 4583L* in besten Stoffen und neuesten Muſtern von M. 9, 12, 15, 20, 30 10 000 moderne Sommer- Paletots und Sommer- Anzüge ( Pracht- Exemplare). Jünglings- und Burschen- Anzüge. Schuwaloffs. Monats- Anzüge, das sind nach Maaß bestellte Sachen, die ca. 1 Monat getragen find( auch für korpulente Personen passend). Goldene und silberne Herren- und Damen- Uhren, Ringe, Ketten.- Elegante Damen- Mäntel spottbillig. Alles für die Hälfte des Werthes. Sonntags geöffnet von 7-10, Nachmittags von 12-2 Uhr. Die Verwaltung. Verband aller in der Metallindustrie beschäftigten Arbeiter Berlins und Umgegend. Am Montag, den 24. Juli, Abends 8½ Uhr, im Lokale des Herrn Philipp, Rosenthalerstr. 38: Goeben erschienen und durch uns zu beziehen: Verhandlungen und Beschlüsse des Ordentliche General- Versammlung. Internationalen Arbeiter- Kongresses Zages Ordnung: 1. Der Streit bei der Firma Willing& Violet. 2. Kaffenbericht und Bericht der Revisoren. 3. Berichterstattung der Kommissionen und Neuwahl derselben. 4. Berichterstattung der Prüfungs- Kommission über die Abrechnung vom Winterfest. 5. Antrag auf Aenderung des§ 1 Absatz b des Statuts. Ohne Mitgliedskarte kein Zutritt. Um zahlreiches und pünktliches Erscheinen ersucht Der Vorstand. Kistenmacher. zu Brüffel. 16. bis 22. August 1891. Preis 20 Pf. Angesichts des bevorstehenden Züricher Internationalen Rongreffes, auf dem eine Reihe der in Brüssel behandelten Fragen ebenfalls zur Verhand lung tommen, wird diese nach den Berichten der Tagespresse angefertigte Bu191/18 ſammenstellung der Kongreßdebatten dem in der Kreisen der Genossen lebhaft empfundenen Mangel eines offiziellen Kongreß Protokolls einigermaßen Verlag des Vorwärts, Berliner Volksblatt". Siehe gestrige Annonce zur morgigen Versammlung in den Arminhallen. In derselben sollen die wichtigen Beschlüsse der Gewerkschafts- Kommission vom 21. d. Mts. ( siehe heutigen Bericht) erledigt werden. Es ist die Pflicht eines jeden Kollegen zu erscheinen. Der Einberufer. Große öffentliche Versammlung der Hilfsarbeiter und Arbeiterinnen Berlins und Umgegend am Dienstag, den 25. Juli, Abends 8/2 Uhr, im Lokale von ,, Sanssouci", Kottbuserstraße Nr. 4a. Tagesordnung: 1. Vortrag des Genoffen Mattutat über: Politische oder gewerkschaftliche Organisation". 2. Diskussion. 3. Wahl einer Agitationstommiffion. 4. Verschiedenes. abhelfen. Volks- Bazar SW ,, Beuthstr. 2. Volks- Bazar Köpenickerstr. 127a. B. Sax Köpenickerstr. 127a. Herren- u. Knaben- Garderobe. Empfehle mein Lager von fertigen Herren- u. Knaben- Garderoben, sowie zur Anfertigung nach Maaß unter Garantie des Gutfitzens. Solide Preise! Reelle Bedienung! Die Kollegen in der Gummibranche, Seifenſieder- Branche, Färberei Sarg- Magazin Kinderwagen und Gasanstalts- Arbeiter, sowie sämmtliche Fabriks- Hilfsarbeiter und-Arbeiterinnen werden dringend aufgefordert, in der Versammlung zu erscheinen. Zur Deckung der Unkosten Tellersammlung. Die Agitations: Rommission der Hilfsarbeiter, welche bei Norbert 1891 gewählt wurde, ersuchen mir ebenfalls zu erscheinen. Der Einberufer. 160/19 von Jul. Kosin, 66. Georgenkirchstraße Nr. 66. Sämmtliche zur Beerdigung nothwendigen Gänge zc. werden unentgeltlich besorgt 41128* Größtes Lager im Norden Berlins. Theilzahlung gestattet. A. W. 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Vor 40 Jahren noch föniglich preußische Stadt, in der eine stolze Aristokratie vorherrschte, prangt heute Neuenburg im prächtigsten Flaggenschmucke zu Ehren des schweizerischen Grütlivereins, der hier seine Delegirtenversammlung und in Verbindung damit fein Zentralfest abhält, bei dem die in großer Zahl aus allen Theilen des Landes erschienenen Sänger und Turner mitwirken, während die Schüßen sich im Wettkampfe messen. Imposant wirkt die Beflaggung der Amtsgebäude, voran das auf dem Berge stehende Schloß, das der Sitz der Regierung ist. Noch bemerkenswerther ist der Umstand, daß der Festpräsident, Comtesse, Staatsrath( Minister) und Nationalrath ist. Es war keine Phrase, als er die Delegirten mit den Worten begrüßte, daß Neuenburg mit den Bestrebungen des Grütlivereins ympathisire und auf dem Gebiete der Sozialreform vorwärts Schreite. Sie bezeugt der organisirten Berner Arbeiterschaft ihre Die Verhandlungen selbst finden in der Aula der Akademie Ueber die zunehmende Verarmung der Massen in dem statt. Die Aufmerksamkeit der Anwesenden wird durch ein im Sympathie und verpflichtet sich, für die Inhaftirten in Bern, fo- Mutterlande des Kapitalismus, England, geben folgende Bahlen ein freilich recht düsteres Bild. In London beträgt die Zahl Saal hängendes Kolossalbild gefesselt, das den bekannten Natur- wie in St. Immer materiell nach Kräften einzustehen." forscher Agassiz, einen Neuenburger, darstellt, wie er an solche, welche die Unvereinbarkeit der Stellung eines Volksver- einem Tage der zweiten Woche im Monat April dieses Jahres Von einer Anzahl weiterer Resolutionen erwähnen wir eine der Bevölkerung 4211 056, von dieser Zahl befanden sich an einem von blühenden Alpenrosen umgebenen Felsenstein lehnt, treters mit derjenigen eines höheren Offiziers in den Kantons- nach dem Bericht des Arbeitsdepartements die neueste Ereinen Hammer in der Hand haltend, mitten in seiner Forscher- verfassungen ausgesprochen wissen möchte, um so der fortwähren- rungenschaft der englischen Gewerkschaften-93 153 Personen thätigkeit begriffen. Arbeit mit der Pflege der Wissenschaft. So vereinigen sich hier die Vertreter der den Steigerung der Militärausgaben zu steuern; ferner einer in den Armenhäusern bei der eigentlichen City, dem Zentrum Erschienen sind 170 Delegirte, welche 107 Sektionen ver- solchen betreffend selbständiges Eintreten des Grütlivereins in die von London, war das Verhältniß noch ungünstiger. Bevölkerungstreten. Aus den Verhandlungen ist nur erwähnenswerth ein Aus den Verhandlungen ist nur erwähnenswerth ein nächste Nationalrathswahl; einer solchen betreffend Abschaffung zahl 247 140, Arme 10 533, das macht von 10 000 Personen 426. vorzüglicher Vortrag von Arbeitersekretär Greulich über die der politischen Polizei und endlich einer solchen betreffend den Die Durchschnittsrate für London beträgt 221. Dann folgen die projeftirte Kranken- und Unfallversicherung, in welchem er aus gesetzlichen Schutz des Vereinsrechts. Diese und mehrere andere übrigen englischen Städte; die prozentual höchste Bahl von Armen weist Stockton auf, von 10 000 Personen 408, die führte, daß die Arbeiterschaft unter allen Umständen an der Refolutionen wurden meist einstimmig angenommen. Heute Mittag fand der Umzug durch die Stadt statt. Der niedrigste Birmingham, 114. Das Durchnittsverhältniß für Selbstverwaltung, der vollen Gleichberechtigung der freien Kranken- Bug zählte etwa 3500 Theilnehmer und gegen 100 Fahnen, sämmtliche engliſchen Diſtrikte beträgt 201. Die schottischen tassen mit den sogenannten öffentlichen Krankenkassen, an der drei Musikkapellen sorgten dafür, daß alles hübsch im Taft Distrikte sind durchweg günstiger gestellt in Glasgow be unentgeltlichen Krankenpflege festhalten müsse. Die Versammlung erklärte sich einstimmig für eine im Sinne blieb, und eine Abtheilung Artillerie begrüßte durch mehrere trägt die Durchschnittszahl allerdings 203, im übrigen des Referats gehaltene Resolution. Dutzend Kanonenschüsse die Gäste. Man konnte einen Augenblick jedoch nur 181. Irland hat verhältnißmäßig die größte Zahl Erwähnenswerth find ferner die zu dem Thema Vereinheit vergessen, daß in Bern das Bürgerthum eine planmäßige Hetze von Armen. Im Distrikt von Cort, Waterfort und Limerick lichung des Strafrechts" vom Referenten Herrn Fürsprech gegen die Sozialdemokratie betreibt und darin von der Bour- beträgt die Durchschnittsziffer 441, für sämmtliche irische Scherrer in St. Gallen gestellten Thesen. Dieselben lauten: geoisie im ganzen Lande moralisch unterstützt wird. In der Fest Distritte 247. Summiren wir einmal die Zahl der Paupers in ganz 1. Es ist Aufgabe der Staaten, durch vorbeugende hütte dachte man aber schon daran; der Zentralpräsident Wer= Maßregeln die Zahl der Rechtsbrüche zu mindern. Dies ge- Treiben, und für Unterstützung der Familien der Verhafteten ner von Winterthur verurtheilte in seiner Festrede scharf dieses London 93 252 schieht zunächst durch eine einschneidende Sozialgesetzgebung, wurden über 100 Franks gesammelt. Die übrigen Distritte in England und Wales 150 070 welche geeignet ist, jedem Bürger eine menschenwürdige Existenz Schottland Präsident Werner brachte sein Hoch aus auf alle, die ernstund ein gesundes Leben in Familie und Gesellschaft zu lich an der Lösung der sozialen Frage mitarbeiten wollen. Irrland burg bezeugt Ihnen ihren Dank und ihre Sympathieen und hofft Hilfskaffen in der Regel abzusehen und sich mit der mit ihnen auf den baldigen Sieg der Sache des Volkes, d. h. Vorlegung eines dem§ 75b, Absatz 2 a. a. D. enta der Gerechtigkeit und Freiheit." sprechenden Statutexemplars zu begnügen, sofern nicht etwa be= Annahme: Ferner gelangte im Anschluß daran folgende Resolution zur stimmte Anhaltepunkte Zweifel an der Fortdauer der Giltigkeit des Statuts aufkommen lassen. herausfordernde Benehmen der Berner Polizei und Behörden fasse noch besteht und die dem Statut entsprechenden UnterDie Delegirtenversammlung verurtheilt das brutale und Ebenso wird ein besonderes Zeugniß darüber, daß die Hilfs beim Arbeiterfrawall sowohl als seither. Sie weist die Schuld stützungen wirklich gewähre, nur dann erfordert werden, wenn am Krawalle diesem Benehmen, sowie der Vernachlässigung der Anhaltepunkte für die Annahme vorliegen, daß die fragliche sozialen Pflichten der Behörden und Unternehmer gegen die Silsstasse nicht mehr besteht, oder daß die vom Gesuchſteller bei arbeitslosen Bürger zu. gebrachten Bescheinigungen mit den thatsächlichen Verhältnissen Arbeiterschaft schuld am Krawalle fei, sie proteſtirt ferner Sie protestirt gegen die Verleumdung, daß die organisirte nicht mehr im Einklang stehen. energisch dagegen, daß die Berner Arbeiterunruhen mißbraucht Der Reichskanzler. werden als ein Mittel, um die Arbeiterorganisation zu zerstören, Im Auftrage: Boye. In diesem Fall wäre also die büreaukratische Quälerei der fie protestirt schließlich gegen den nichtsnuhigen Rüffel, den die Krankenkassen glücklich abgewandtt worden. Der Kampf der Berner Regierung Herrn Professor Reichel ertheilt hat für eine Bureaukratie gegen die freien Hilfskaffen hat damit selbstredend Unterschrift auf einem Aufrufe, in welchem die Arbeiterunion nicht aufgehört. die Arbeiter zur Besonnenheit ermahnt. garantiren. 2. Das fogen. Strafrecht und der Strafvollzug find für das ganze Land einheitlich zu gestalten und die sämmtlichen Strafund Besserungsanstalten vom Bunde zu übernehmen. 3. Das Zumeffen einer bestimmten Strafe nach der angeb lichen Schwere des Deliktes soll, weil unmöglich, im allgemeinen wegfallen. Die Gerichte haben lediglich auf grund der gewalteten Untersuchung die' Gefährlichkeit des Thäters für die be= stehende Rechtsordnung zu konstatiren und je nach dem Ergebnisse denselben zu verwarnen, durch geeignete Maßregeln von weiteren Rechtsbrüchen abzuhalten oder bei Rückfällen für unbestimmte Beit zu interniren. Die versuchsweise Entlassung aufs Wohl verhalten ist allgemein durchzuführen. Soziale Lebersicht. Die Glasarbeiter ersuchen um Fernhaltung des Zuzugs nach Kreuznach, wo man den Arbeitern die freie Ausübung ihrer politischen Rechte sowie die Zugehörigkeit zum Verbande verwehrt. Ebenfalls warnen sie vor Zuzug nach Masnières ( Frankreich). Dort hat der Hüttenbesizer Millet sich vorgenommen, die Organisation zu zerstören. Man sieht, wenn es gegen die Arbeiter geht, herrscht eine wunderbare Harmonie zwischen deutschen und französischen Patrioten. England: • . 29 800 22 991 Summa 296 113 Nahezu dreimalhunderttausend Arme in dem stolzen Britens reich! Rechnen wir dazu die große Zahl Arbeitslofer, welche von ihren Gewerkschaften Arbeitslosen- Unterstützung erhalten, sowie die noch weit größere Bahl derjenigen, welche, außerhalb der nung, bald wieder Arbeit zu erhalten, die Armenhäuser noch nicht Organisation stehend, arbeitslos ist, welche jedoch in der Hoffaufgesucht hat, so erhalten wir ein Bild von den Segnungen der kapitalistischen Produktionsweise, wie es greller in Worten von feinem geschildert werden kann. Die Lage der weiblichen Handelsangestellten wird 4. Demnach kommt die Todesstrafe in Wegfall, sowie jebe treffend gekennzeichnet in einer Zusendung an die„ Fränkische Behandlung des Echuldigen, welche sein Ehrgefühl und seine Tagespost". Unserm Nürnberger Partei- Organ wird geschrieben: moralische Persönlichkeit zu schädigen im stande ist. Dagegen Ein Ausstand der Maurer steht in Genf für den Fall Als Beitrag zu dem Ausbeutungssystem, wie es in gewissen soll die theilweise oder gänzliche Ronfiskation des Vermögens zu bevor, daß die Meister sich nicht auf eine Lohnerhöhung ein. Kreisen auch in Nürnberg sich breit macht, diene der Umstand, gunsten der Staatskasse zulässig en gegen Personen, denen ihr lassen. Der„ St. Galler Stadtanzeiger", dem wir diese Nach- Buchhalter einfach Mädchen anstellt, die den gleichen Dienst verdaß eine bekannte Firma statt der theuren Korrespondenten und Besiz die Mittel zu fortgesegien Rechtsbrüchen bietet. 5. Noth und Armuth find bet Delikten gegen das Eigenthum richt entnehmen, theilt noch mit, daß der Stadtrath möglicher richten. Eine in letzter Woche von diesem Vollvampyr angestellte Buchhalterin spricht und schreibt geläufig drei Sprachen, hat die Ans Oesterreich. Die Arbeiter der Firma Brüder Bücher zu führen und da der Herr Chef eine sehr schlechte Barthelmus in Brünn haben über ihre Unternehmer, mit Pjote" schreibt, muß sie auch die Briefe erledigen. Für diese denen sie in Differenzen gerathen waren, als diese ihnen eine Arbeit erhält sie natürlich auch einen schönen Lohn, allerLohnreduktion ankündigten, nach kurzem Kampfe einen voll- dings nicht 180 m. wie ihr Vorgänger ein Kommis von ständigen Sieg errungen. Mit Hilfe des Gewerkvereins der 21 Jahren, ohne Sprachkenntnisse, aber doch immerhin 30 m., Eisenarbeiter, dem sie sich Mann für Mann angeschlossen hatten, fage und schreibe: dreißig Mart pro Monat, eine Begelang es ihnen, die Entlassung des mißliebigen Meisters Paufert zahlung, die selbst dem Herrn Chef" zu schofel vorgekommen durchzusetzen und sich die Beibehaltung und theilweise Auf- fein muß, denn er hat der Buchhalterin versprochen, daß fie in befferung des Lohntarifs sowie die Zurücknahme der Kündigung einigen Jahren" Aufbesserung erhalte, wenn sie ihn zufrieden zweier Kollegen zu sichern. Der Streit der Weicheisengießer itelle! Welche Summe von Muth erzeugt eine solche Entbei Gebr. Ura in Brünn dauert fort, ebenso der Streit der lohnung! Welchen Druck übt ein solches Anerbieten eines Chess Weberinnen bei der Firma Kürschner in Brünn. auf einen Geist und ein Gemüth aus, das sich doch mit Recht fagen tann: Also nur deshalb erhalte ich den sechsten Theil des Gehaltes meines Vorgängers, weil ich das Unglück habe, ein Weib zu sein! Aber auch dieses Mädchen weiß, daß die Sozialdemokratie für die Gleichberechtigung Aller eintritt und sie wird einem Siege derselben ebenso zujubeln, wie Tausende( andere Enterbte und Ausgebeutete. stets und wesentlich strafmildernd und beim Nachweise eines nothwendigen Lebensbedürfnisses, welches durch das Delikt befriedigt wurde und zu dessen Befriedigung andere Hilfsmittel nicht bereit waren, als strafbefreiend zu betrachten. In letzterem Falle übernimmt der Staat, eventuell die armenunterstützungspflichtige Gemeinde die Deckung des Schadens. Umgekehrt soll der Mangel jeglichen( wo der Eigennus und die Habsucht das treibente Motiv sind) Nothstandes straffchärfend wirken. 6. Die Erziehungs- und Internirungsanstalten für moralisch Kranke find fo einzurichten und zu betreiben, daß fie nie zu einer Gefahr für Gesundheit und Leben der Häftlinge werden fönnen. Unheilbare find dauernd in sichere Kolonien unterzubringen, 100 fie bei regel mäßiger Arbeit und anständiger Behandlung leben können und auch das Maß der Freiheit genießen, das in diesen Verhältnissen ohne Gefährdung der Gesellschaft möglich ist. W Der Streit bei Gebr. Trebitsch in Wien, Gummiwaarenfabrik, ist zu gunsten der Arbeiter beendet. Der in der Silberwaarenfabrit von H. Südfeld u. Komp. ausgebrochene Streit dauert fort. Der Buzug ist streng fernzuhalten. Die Mineral- und Hüttenarbeiter der Montan Industriegesellschaft von J. D. Stark in Rohr bei Haberspirt und Falkenau a. d. Eger sind ausgesperrt, weil sie nicht um 70 kr. arbeiten wollten, sondern 1,20 fl. verlangten. Die Arbeiter sollen ausgehungert und so für die hor: rende Ausbeutung mürbe gemacht werden. Unterstützungen find 7. Der Mißachtung, welcher heute der sogenannte Verbrecher nach seiner Rückkehr ins öffentliche Leben ausgesetzt ist, soll mit allen Mitteln entgegengearbeitet werden( Förderung der Kenntniß der Natur des Verbrechens und der Selbsterkenntniß). Der in die Deffentlichkeit zurückgekehrte Mensch ist vielmehr als ein von einer Krankheit Genesender zu behandeln, der besondere Rücksicht und Schonung verdient. Der Staat ist pflichtig, ihn in eine dringend nothwendig. Lage zu bringen, welche die Ursachen neuer Erfrankung möglichst ausschließt. Die Fünffirchener Maler, welche sich seit dem 16. Juli 8. In das sogenannte Strafgesetzbuch sind besondere Be- im Ausstand befinden, ersuchen dringend um Fernhaltung des stimmungen aufzunehmen, welche gegen die Verlegung staats- Buzugs. bürgerlicher Rechte( Vereins-, Versammlungs-, Koalitions, Stimmrecht u. f. w.) schützen. 9. Der Arbeiterstand muß energisch nach einer direkten Vertretung in den sogenannten Strafgerichten streben. Es ist wichtig, daß Männer in den Gerichten figen, welche sich vermöge ihrer eigenen Lage in die Situation, das Fühlen und Denken der Angeschuldigten ihrer Klasse hineinverseßen können. Nach Kenntnißnahme dieser Thesen waren die heutigen Verhandlungen beendigt und konnte die Delegirtenversammlung Abends 7 Uhr geschlossen werden nach 11stündiger intensiver Arbeit. und Ausblicke der Sozialdemokratie. Gesetzes macht Dr. Bittorelli, Fabrikinspektor in Linz, aufmerkAuf einen Nachtheil des deutschen Unfallversichernug3 fam. Nach§ 6 des deutschen Unfallversicherungs- Gesetzes haben nämlich die Hinterbliebenen eines in Deutschland verunglückten Ausländers keinen Anspruch auf Rente, wenn sie nicht zur Zeit des Unfalls ebenfalls in Deutschland wohnen. Dieser Mißstand führe zu zahlreichen Unzuträglichkeiten. Ein bestimmter Fall wird angeführt. Ein Maurergehilfe aus Oberösterreich begab Auläßlich des Fünffirchener Bergarbeiter- Streifs find sich mit Zurücklaffung seiner Familie nach Bayern, wo er bei von der Donau- Dampfschifffahrtsgesellschaft folgende Zugeständnisse einem Hausbau Arbeit fand. Eines Tages stürzte der Bau ein gegeben worden: 1. Jeder Arbeiter erhält, ob er nun in den Hütten der und begrub den österreichischen Maurer. Alle Bemühungen Gesellschaft wohnt oder nicht, 30 Bentner Kohle jährlich. 2. Die feiner Familie, eine entsprechende Rente zu erhalten, scheiterten Häuer sind von der 2. in die dritte Klasse der Bruderlade ge- an der erwähnten Bestimmung. Gleichzeitig aber wurde amtlich tommen. 8. Die Arbeiter fönnen sich gegen Vorweisung einer erhoben, daß die Unfallversicherungsanstalt in Salzburg den Marte die abgefallenen Kohlen- und Holzstücke sammeln. 5. Der Hinterbliebenen eines in Desterreich verunglückten bayerischen Gründung eines Vereins steht nichts im Wege, jedoch wird ge- Arbeiters, obgleich dieselben stets in Bayern domizilirten, die wünscht, daß die Verwaltung in die Hände der Gesellschaft ge- gesetzliche Rente regelmäßig nach Bayern sendet. theilung verdient die eingehendste Würdigung und ist geeignet, die Nothwendigkeit einer Aenderung des§ 6 des deutschen Unfalldrastischen Beispiele zu demonstriren. versicherungsgesetzes nach dem Vorbilde Desterreichs an einem legt wird.(!!) Unterdeffen waren Schützen, Sänger und Turner, etwa 2000 an der Zahl, eingerückt, und in der Festhütte begann Abends Auslegung des§ 75 des Krankenversicherungs- Gesetzes hat der Krankenkassenwesen. Gine wichtige Entscheidung über die gegen 10 Uhr bereits lebhaftes Festleben. Sonntag Morgen 7 Uhr begannen in der Aula sodann die Reichskanzler( Reichsamt des Junern) gefällt. Der Magistrat Vorträge des mittlerweile angekommenen Herrn Scherrer über von Bayreuth hatte von den örtlichen Verwaltungsstellen einseine Strafrechtsthefen, und des Herrn Redakteur Curti über Rückgeschriebener Hilfskaffen den amtlichen( aufsichtsbehördlichen) Nachweis darüber verlangt, daß die Kasse: 1. dem§ 75 des Punkt 11 Uhr bewegte sich der ca. 3500 Mann starke, mit Besetzes entſpreche, 2. daß dieselbe noch existire und 3. daß etwa 30 Fahnen geschmückte Festzug durch die Straßen der dieselbe thatsächlich auch diejenigen Leiſtungen gewähre, welche durch Statut vorgesehen sind. Eine hierauf ein Herr Scherrer begründete und beleuchtete feine Thesen in gelegte Beschwerde bei dem bayerischen Ministerium war nutzlos, vorzüglichster Weise. Leider können wir bei der Fülle des basselbe hielt die Forderung des Bayreuther Magistrats für zu lässig. Gegen diese, dem klaren Wortlaute des§ 75a des HilfsEtoffes auf den ausgezeichneten Vortrag nicht näher eingehen, frankenkassen- Gesetzes widersprechende Ansicht wurde vom Vorstande dasselbe gilt auch gegenüber einem sehr beifällig aufgenommenen der Zentral- Kranken- und Sterbefasse der Tischler 2c. in Hamburg Vortrag des Herrn Nationalrath Gurti über die bisherige Beschwerde beim Reichsamte des Innern erhoben, und dieses hat Sozial- Gesetzgebung in der Schweiz und deren Ausbau in der nachstehende Entscheidung abgegeben: Zukunft. Etadt. Auf Antrag Lang beschloß die Versammlung, an den in Bern in Untersuchungshaft sitzenden Genossen Dr. WassiTieff folgendes Sympathietelegramm abzusenden:" Die Delegirtenversammlung des schweizerischen Grütlivereins" in Neuen *) Unliebsam verspätet. Evangelisch Soziales. Wie das Aktionskomitee. des evangelisch- sozialen Kongresses bekannt giebt, wird von dieser Seite aus beabsichtigt, in der Zeit vom 10. bis 20. Oktober einen national- ökonomischen Kursus abzuhalten. Eine Anzahl ausgezeichneter Männer der national- ökonomischen Wissenschaft, so heißt es, haben sich bereit erklärt, den Unterricht zu übernehmen. Noch viel ausgezeichneter aber als die Lehrer muß das Aktionskomitee sich die Schüler vorstellen, denn es sollen Diesen in der kurzen Zeit von zehn Tagen so gründlich als das auf diesem Wege überhaupt möglich ist, diejenigen national- ökonomischen Kenntnisse zur Verfügung gestellt werden, die sie von der Gefahr des sozialpolitischen Dilettirens befreien und ihnen ein selbständiges Weiterstudium ermöglichen". Wie gesagt, die Berlin, den 3. Juni 1893. Schüler müssen schon vorher eine wahrhaft horrende geistige Gra Auf die gefällige Vorstellung vom 4. März d. J. erwidere leuchtung mit auf den Weg bringen oder das Komitee zeigt ich dem Vorstande ergebenst, daß die Königlich bayrische Re- mit Onkel Bräfig, daß es in der Fixigkeit anderen Menschen zwar gierung die untergebenen Behörden angewiefen hat, von der bedeutend über, daß es bei ihm aber mit der Richtigkeit ziemlich Vorlegung eines hinsichtlich eines hinsichtlich seiner dermaligen Giltigkeit wackelig bestellt sein muß. Denn es soll in täglich vier Stunden amtlich beglaubigten Exemplars des Statuts eingeschriebener, im ganzen über nicht weniger als neun Gegenstände vorgetra dem§ 75 des Krankenversicherungs Gesetzes genügender werden, nämlich Elemente der Nationalökonomie, Systeme A Boltswirthschaft, Agrarpolitit, Gewerbepolitit, Handel, diesmann. Ginstimmig angenommen wurde die anwesenden| Gastwirthsgewerbes die Bestimmung eines unverkürzten, wöchent deutsche Arbeiterbewegung, die deutsche Sozialgesetzgebung, die Lofalorganisirten stimmten nicht mit eine Resolution, die sich lich wiederkehrenden 36 stündigen Ruhetages vorzusehen. Dis foziale Bedeutung der inneren Miffion() und endlich firchlich mit dem Referenten Heinte einverstanden erklärt, fowie die Be- Bersammlung tabelt die ablehnende Haltung des Züricher foziale Bestrebungen. Wir fürchten nun sehr, daß bei dieser schlüsse des Kongresses anerkennt und in der sich die Versammlung Hotelier's- Tages der Frage ber Sonntagrube gegenüber und Fülle der Gesichte die Theilnehmer am Kursus genau so flug verpflichtet, für den allgemeinen Unterstüßungsverband der Töpfer kommt zu dem Schluß, daß die angeblich be ften Ge wieder nach Hause gehen werden, wie sie gekommen sind und Deutschlands( Bentralorganisation) mit aller Kraft einzutreten. finnungen ihrem Personal gegenüber, welche die in Zürich daß die Herren Gefcheitelten auch beim heißesten Bemühen in Außerdem protestirt die Versammlung gegen die in der versammelten Herren zu haben vorgaben, leere nichtssagende zehn Tagen nicht dahinter kommen werden, daß der bisherige letzten Versammlung angenommene Resolution Dauert als Nebensarten sind. Die Versammlung ist weiter der Meinung, grobförnige Kampf mit geistigen Waffen und die Iskraut'sche einen Beschluß, der den Entscheidungen des Kongresses zuwider- daß alle im Gastwirthsbetriebe Angestellten ebenso wie alle Manier zu dilettiren", einer etwas weniger ungehobelten Auflaufe. Hierauf hielt Genosse Przytulsky einen Vortrag anderen Arbeiter ein Recht haben, einen Ruhetag in der Woche faffung von der großen weltgeschichtlichen Bewegung, deren über das Prinzip der Internationalität und seine Bedeutung für beanspruchen zu fönnen." Die hierauf erfolgte Verlesung der Träger die Arbeiter sind, Platz machen muß. Die Gelegenheit, die Arbeiterbewegung. Er ersuchte die Versammelten zum Schluß Abrechnung der Agitationskommission ergab, daß zur Zeit sich mit vorurtheilsfreien und verständigen Gegnern zu kämpfen, feiner Ausführungen, zwei Kollegen zu wählen, welche gemäß 91,30 W. in den Händen des Vertrauensmanns Pötsch befinden. wird für uns Sozialdemokraten wahrscheinlich auch in nächster einem Kongreßbeschlusse ihn bei der Anbahnung und Aufrecht- Bönig bestätigte diese Angaben. Zum Herbst will die Agita Bukunft so rar bleiben, wie heutigen Tages. erhaltung internationaler Beziehungen unterstützen. Außer der tions Kommission eine Tour durch mehrere große Städte unter Pflege der Internationalität habe die Kommission, deren Vor- nehmen laffen, um die Kollegen zum Anschluß an die Organisas figender er durch Kongreßbeschluß sei, noch den Zweck, tion zu bewegen und forderte deshalb zur fleißigen Sammlung innere Angelegenheiten von allgemeinerer Bedeutung zu auf. In der nächsten Bersammlung will Moltenbuhr be regeln, so 3. B. die Fenster und Koteskorbfrage. stimmt zur Stelle fein. Mit einem brausenden Hoch auf die Gewählt wurden Jakobey und Rapputhan als Ver- moderne Arbeiterbewegung erreichte die Versammlung Morgens trauensmänner, welche die öffentlichen Angelegenheiten erledigen. 4 Uhr ihren Schluß. Die freiwilligen Beiträge zum öffentlichen Fonds soll Genosse Man the erheben. Derselbe wird jeden Sonnabend zu dem wecke bei ernau, Rosenstraße, anwesend sein. Weifert, der Vorsitzende des Verbandes, reinigte sich dann noch von Vorwürfen, die seine Ehrlichkeit als Gewerkschafter in Frage stellten. Es hat sich herausgestellt, daß diese Vorwürfe auf einer mißverständlichen Auffassung einiger scherzhaft gemeinter Worte, die der Meister Weitert's gebraucht hat, zurückzuführen sind. Wie es dem Bergmann geht. Die. ,, Deutsche Bergarbeiter Beitung" schreibt: Der Nothstandspegel zeigt fortwährend höhere Zahlen an. Leider wird man deren selten habhaft, da die meisten Arbeiter aus falscher Scham niemanden gern über ihre Schuld. verhältnisse aufklären mögen. Nachstehend lassen wir eine Reihe von Schuldbeträgen, die wir den uns zufällig in die Hände gerathenen Rechnungsbüchern eines Bäckermeisters entnehmen, folgen. Wir bemerken hierbei, daß die herausgegriffenen Schuldner sämmtlich Bergleute sind und daß bei allen nur Brot und Mehl als entnonimene Waaren bezeichnet sind. Es verschuldete am Schlusse des Jahres: Nr. 1891 1890 1892 1 45, 87,61 137,48 16,25 40,75 81,11 32,67 50,90 97,50 63,98 101,95 20,30 53,76 60,10 93,40 49,65 68,91 70,20 123,67 150,75 127,50 160,30 ' 9 14, 21,50 47,40 68,50 83,40 11 48, 87,80 83,60 23456789012 130,75 153, Diese Zahlen reden für sich. Sie laffen uns besser, wie alles andere einen Schluß auf die rosige" Lage der Bergleute ziehen. Und die letztere erscheint in einem noch viel zweifelhafteren Lichte, wenn man berücksichtigt, daß, wie aus den angezogenen Rechnungsbüchern hervorgeht, die Preise im letzten Jahre, wenn auch nur um ein Weniges, gesunken find. Wenn man ferner in Betracht zieht, daß es sich hier nur um Brot handelt und daß regelmäßige Abzahlungen an den Lohntagen stets erfolgt find, und wenn man zur richtigen Würdigung dieser Zahlen noch Bohn und Dividendenstatistiken mit einbegreift, dann hat man die böse Frau, die von den sozialpolitischen Harmonieaposteln vergebens mit der Laterne gesucht wird, bald ohne eine solche gefunden. Nicht Genußsucht, nicht Unzufriedenheit, nicht Verhebung, sondern schamlose Ausbeutung" heißt die, Meze, die die Volkswohlfahrt ruinirt und gerade von unseren Kohlenkapitalisten am meisten gehätschelt wird., Volkszählung in Spanien. Im März des Jahres 1889 veranstaltete die spanische Regierung eine Volkszählung, und heute schon, nach kaum vier Jahren, werden ihre Ergebnisse befannt gegeben. Danach betrug die Bevölkerung Spaniens in dem Bählungsmonate fast genau 17 Millionen Köpfe. Sie hat seit der letzten Volkszählung, im Jahre 1877, nur um 376 000 Köpfe zugenommen. Zum ersten Male war mit der letzten Zählung auch eine Berufsstatistit verknüpft. Der in Spanien bei weitem überwiegende Beruf ist die Landwirthschaft, in der 4 855 000 Menschen beschäftigt waren. Industrie, Handel und Schifffahrt wurden zusammen nur von 480 000 Personen betrieben, ernährten also nur den zehnten Theil der Menschen, welche in der Landwirthschaft ihr Brot fanden. Beamten zählte man 97 000, Bettler 91 000, Priester 72 000, Lehrer 39 000, Schüler und Studenten 1720 000. Von den 21 000 Aerzten waren 1078 weibliche, unter den Schriftstellern und Journalisten dagegen, die sich insgesammt auf 1200 beliefen, fanden sich nur 33 Frauen. Schauspieler und Schauspielerinnen zählte man 3500, Etiertämpfer( mit allen Nebenberufen) 4100. Was die Voltsbildung anlangt, so zählte man 8 318 000 Männer und 1687 000 Frauen, die lesen und schreiben fonnten. Der Rest der Bevölkerung, nahezu 12 Millionen Seelen, bestand aus Analphabeten. Die Kürschner und verwandten Berufsgenossen hatten am 19. Juli eine Versammlung, in welcher der Kollege Grünbaum eine kurze Einleitungsansprache hielt. Hierauf gab Kollege Regge den Situationsbericht, danach ist seit voriger Woche eine wesentliche Veränderung nicht eingetreten, als daß eine ber größeren Werkstätten, die von Zomer, bewilligt habe. Bereits die vierte Woche währt der Streit, anfangs glaubte man nicht, daß sich derselbe so lange hinziehen würde. Die Der Verein der Plätterinnen und verwandten Berufs- Selbständigen, die sich anfänglich nicht mit den Gesellen solidarisch genossen tagte am 11. Juli. Die Kassirerin Fr. Schulz ver- erklärten, faljen jetzt natürlich zu spät ein, welche schweren las den Kaffenbericht und betrugen die Einnahmen 538,90 M., Opfer fie durch ihr Verhalten den Kollegen aufbürden. Erdie Ausgaben 235,84 M., es ergiebt sich mithin ein Bestand von freulicherweise haben aber die Kollegen und Kolleginnen besser 303,06 M. Am 12. August foll in der Brauerei Friedrichshain ausgehalten, wie zuerst erwartet wurde. Gegenwärtig befinden ein Sommerfest stattfinden. Zur Lassallefeier am 27. Auguft ge- fich noch 55-60 Personen im Ausstand. Noch kurze Zeit heißt denkt der Verein eine Dampferpartie nach Schmöchwih zu ver- es aushalten, um überall zu fiegen. Der Schwerpunkt liege in anstalten, und sind Billets hierzu à 1,10 M. von der Kassirerin der Hausindustrie. Die gegenwärtige Berfahrenheit der SelbstFr. Schulz, Grenadierstr. 4a, IV, ausgegeben. Da der Vorständigen tomme daher, daß viele von ihnen den Lohn schon fihende Herr Möhring auf das monatliche Honorar von vorweg haben, ehe die Arbeit fertig gestellt ist, weshalb sie auch 15 m. verzichtete, bewilligte man in anbetracht dessen der nicht den Muth besaßen, selbst Forderungen an die Unternehmer Kassirerin eine monatliche Entschädigung von 12 Mart. 3um zu stellen. Zum Schluffe beantragte Kollege Bier, den Beschluß Schluß machte der Vorsitzende bekannt, daß ein Mitglied ein vom 24. Juni ferner hochzuhalten, und forderte auf, am Darlehn von 20 M. erhalten habe. Sonnabend pünktlich bei Marten zu erscheinen, die alten Listen abzurechnen und neue in Empfang zu nehmen. " Unsere polnischen Genoffen hielten am Dienstag, den 18. Juli, eine öffentliche Versammlung ab. Die Abrechnung der Der Verein Berliner Hausdiener beschäftigte sich in Wahlagitation ergab eine Ginnahme von 904,30. und eine Ausgabe von 779,18 M., bleibt ein Bestand von 125,12 M. Da feiner am 11. Juli abgehaltenen Versammlung zunächst mit einigen von sind 104 M. der Gazeta Robotnicza" überwiesen; mithin Unterſtügungsgesuchen, von denen zwei bewilligt wurden. Sodann in Händen des Kassirers Motamsti 21,12 m. Als Vertrauens- gab der Kollege Nunge den Vierteljahresbericht; danach be main wurde einstimmig Genosse Lewandowski gewählt. trugen die Einnahmen mit dem Bestand vom vorigen Quartal Ein Antrag auf Beschickung des internationalen Kongresses 2288,71 M., die Ausgaben 1490,55 M. Aus dem Bericht des wurde abgelehnt, dagegen beschlossen, den schon längst geplanten Stellennachweises ist folgendes zu entnehmen: Stellen wurden angemeldet 142 und 10 zur Aushilfe; besetzt davon 70 und 8 provinzialen Parteitag abzuhalten. Aushilfen. Stellenlose Mitglieder meldeten sich 90 und davon Die Filiale des Unterstügungsvereins der Kupfer erhielten 42 Stellung. In der Bibliothek benutzten die Mitfchmiede Deutschlands hielt am 15. Juli ihre Generalversamm glieder 138 Bände. Nach der Bekanntgabe der aufgenommenen lung ab. Nach dem vom Kassirer verlesenen Kassenbericht be- Statistik über die Lohnverhältnisse und die Arbeitszeit in unserem trugen die Einnahmen vom letzten Quartal 764,65 M., die Aus- Berufe ließen sich 8 Kollegen in den Verein aufnehmen. Für gaben 504,85 m., mithin ist ein Ueberschuß von 259,80 m. den Sommernachtsball, der am 5. August im Böhmischen Brauvorhanden. Die Filiale zählte am 1. Juli 234 Mitglieder. In haus stattfindet, wurden vom Komitee die Billets ausgegeben. betreff des Arbeitsnachweises beschloß die Versammlung, nur den Arbeitsnachweis der Gesellen zu benutzen. Außerdem ist jeder Kollege, der sein Arbeitsverhältniß verändert, event. abreist, verpflichtet, dem Kassirer G. Friz, Stralsunderstr. 2, 4 Tr., vorher davon in Kenntniß zu setzen, damit derselbe stets in der Lage ist, eine Uebersicht der Arbeitsverhältnisse zu geben. " Pankow. Am Sonnabend, den 15. Juli, hielt der„ Arbeiterverein für Pantow und Umgegend" feine halbjährliche Generalversammlung ab. Der Vorsigende giebt der Versammlung befannt, daß in betreff der aufgelösten Verfammlung des Vereins vom Landrath der Bescheid gekominen ist, daß nach Lage der gefeßlichen Bestimmungen der Gendarm be Die Kellner, Röche und sonstige im Gastwirthsgewerbe rechtigt war, die Versammlung aufzulösen. Die Angelegenheit beschäftigten Personen hielten in der Nacht vom 20. zum geht nun weiter und wird im Wege des Verwaltungsstreitver21. Juli eine gutbesuchte öffentliche Versammlung ab, in der das fahrens zur Entscheidung gebracht werden. An die nun fol Mitglied der Reichskommission für Arbeiterstatistit, Mo Ifengenden Berichte über die Thätigkeit des Vorstandes und über die buhr, über die von genannter Kommission beschlossene und Rasse schloß sich eine lebhafte, theilweise erregte Besprechung, anzustellende Enquete über die Lage der Angestellten im Gast- welche fich hauptsächlich um die Frage drehte, welchen Ursachen wirthsgewerbe sprechen sollte. Da er jedoch durch die Wahl es wohl zuzuschreiben ist, daß unser Verein, der jetzt 91 White agitation in Hamburg in Anspruch genommen ist, so hatte glieder zählt, nicht die Fortschritte macht, welche wohl zu wünIn den Vorstand wurden für das nächste Sellner Pötsch das Referat übernommen, der unter anderem schen wären. zur gewissenhaften Ausfüllung der zur Vertheilung ge- Halbjahr gewählt die Genossen Sch odel als erster, Hofflangenden statistischen Fragebogen aufmunterte. Hauptmann I als zweiter Vorsitzender, Ehlert als Schrift sächlich sei eine Verkürzung der überlangen Arbeitszeit und führer und Rißmann als Kassirer. Als nicht eine regelmäßig wiederkehrende 36stündige Ruhepause zu fordern. zum Vorstande gehörig wurden gewählt die Genossen: Der Redner erläuterte den Werth der Verkürzung der Arbeitszeit Böhlte als Bibliothekar, Blant als Hilfstassirer und Hilfssowohl in sanitärer und volkswirthschaftlicher, als auch mora- bibliothekar und Helming, Hoffmann II. und Bilz als lisch- sittlicher Hinsicht, beleuchtet das Kommissionär- Unwesen, das Revisoren. In Betreff der bevorstehenden Lassalle- Feier Gine öffentliche Versammlung der Töpfer tagte am Ueberhandnehmen der Lehrlingszüchterei und die fast rechtlose wurde beschlossen, das Fest in Pantow oder Niederschönhausen 20. Juli. Es waren etwa 250 Personen anwesend. Herr Stellung, welche die Kollegen unter der Gesinde- Ordnung dem zu veranstalten und wurde zur Vorbereitung der Feier ein Seinte Hamburg referirte über das Thema„ Die Bedeutung Prinzipal gegenüber einnehmen. Alle aus diesen Verhältnissen Somitee von 6 Mitgliedern ernannt. In Rücksicht auf die nahm die Versammlung folgende der Kongreßbeschlüsse". Nachdem er das Ergebniß des letzten entstehenden Uebelstände zu beseitigen, sei die Organisation der letzte Reichstagswahl nahm Töpfertongresses besprochen hatte, wandte er sich gegen das Ver- einzige Fattor und ihr anzugehören die Pflicht jedes Einzelnen. Resolution einstimmig an:" Bei der letzten Reichstagswahl halten der lokalorganisirten Töpfer gegenüber den Kongreß- Auf den sehr beifällig aufgenommenen Vortrag folgte eine ist von unseren Gegnern der Beweis geliefert worden, daß sie beschlüssen. In der Debatte wurden dann die einzelnen der be- längere Diskussion, an der sich Polter, Herzberg( Spree- alle uns gegenüber nur eine einzige reaktionäre Masse bilden. fannten Streitpunkte, die zwischen Lokal- und Zentralanhängern Terrasse), Posch, Moris und Bartels im Sinne des Die heutige Hauptversammlung des Arbeitervereins für Pantow bestehen, eifrig erörtert. Als Vertreter der Zentralisation sprachen Referenten betheiligten. und Umgegend unterbreitet der nächsten öffentlichen VoltsJakobey, Przytulsty, Weiß, Manthe, Jante und Heinke Folgende Resolution gelangte gegen 1 Stimme zur Annahme: versammlung den Antrag: dem Parteitag zu empfehlen, zu beund als Vertreter der Lotalorganisation beziehungsweise der losen Die Versammlung fordert von den gesetzgebenden Körper- schließen: bei Stichwahlen zwischen bürgerlichen Parteien haben Zentralisation durch Vertrauensmänner Larson und H. Hoff- schaften in dem angekündigten Spezialgefeß für Angestellte des sich die Genossen der Stimme zu enthalten. Versammlungen. Sommer Herren- u. Knaben- Garderobe, Arbeitssachen, Bestellungen nach Maaß. empfiehlt wie bekannt in reellster Ausführung und allerbilligsten Preisen SommerJackets. Sachen. J. BAER, Berlin N., Gesundbrunnen, Badstrasse 18, Edre der Stettinerstraße. Ich habe keine Filialen und sehe mit ähnlich lautenden Firmen in keinerlei Beziehung. Bitte daher genau auf Firma zu achten. Grosse Ersparniss an Zeit und Geld. Dr. THOMPSON'S Seifen- Pulver. Schutz- Marke. Anerkannt vorzüglichstes Wasch- und Bleich- Mittel. Man fordere direct In allen besseren Seifen-, Droguen- u. Colonialwaaren- Handlungen das Dr. Thompson's Seifenpulver und achte gen tu auf die Schutzmarke ,, Schwan", da minderwerthige Nachahmungen in neuerer Zeit besonders unter der Beseichnung ,, Seifenextract" angeboten werden.[ 329M Preis pro 1/2 Pfund- Packet= 20 Pfennige. 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Programm: Grosses Konzert, ausgeführt von 40 Musikern der Freien Vereinigung der Zivilberufsmufifer. Vor- und Nachmittags: Gesangsaufführungen von 300 Sängern( Mitgliedern d. Arbeiter Sängerbundes) unter der Direktion des Herrn 6. Suchsdorf. Um 9 Uhr Eröffnung Engen Richter's Zukunftsstadt. Die Stadt besteht aus einer Straße von 60 Meter Länge, die hervorragendsten Häuser dieser Stadt bilden das Museum, das Theater, der Beluftigungsort und die Blechschmiede des Genossen Bache m. Ablwardt, Präsident der Kommune: Hugo Hummel. sit Die Zukunftsstadt ist während des ganzen Tages geöffnet. Im festlich geschmückten Saale: Sozialdemokratischer Wahlverein für den 4. Berl. Reichstags- Wahlkreis. Dienstag, den 25. Juli, Abends 82 Uhr, im Vereinshaus Südost", Waldemarstraße Nr. 75: Verlammlung. Tages Ordnung: 1. Vortrag des Genossen Timm über: Die soziale Entwicklung der Arbeiterbewegung". 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Neue Mitglieder werden in der Versammlung aufgenommen. Die restirenden Mitglieder werden ersucht, ihre Reste zu bezahlen. findet sich beim Genossen Krause, Restaurateur, Landsberger Allee 125. Die neuerrichtete Bahlstelle für die Mitglieder des Nordosten beDie Ausgabe der vom Verein beschlossenen Broschüre erfolgt täglich gegen Vorzeigung des Mitgliedsbuches auf jeder Bahlstelle sowie in feder Vereins- Versammlung. Um zahlreichen Besuch der Bersammlung bittet Der Vorstand. 877/3 Sattler! 13entral- Kranken- n. Sterbelasse der Tischler u. ( Dertl. Verwaltung Berlin H.) Montag, den 24. Juli 1893, Abends präzise 8 Uhr: bei Mitglieder- Versammlung Schweitzberger, Röpeniderstraße 3( am Schlesischen Thor). Tages- Ordnung: 1. Abrechnung vom II. Quartal. 2. Verschiedene wichtige Raffen- An806/7 gelegenheiten. Mitgliedsbuch legitimirt. Der wichtigen Tagesordnung wegen find alle Mitglieder unbedingt verpflichtet, au erscheinen. Die Ortsverwaltung. Allgem. Deutsch. TapezirerVerein( Filiale Berlin). Montag, den 24. d., Ab. 81/2 Uhr, Dienstag, den 25. Juli, Abends 8½ Uhr, im Lokale des bei Bolt, Alte Jakobfir. 75: Herrn Rehlit, Bergstr. 12: Aufführungen der preisgekrönten Allegorie in 1 Akt Oeffentliche Versammlung. Empor zum Licht." Die Rollen liegen in den Händen der Damen Julia Behre, Bertrand, Brehm, Samft und der Herren Carlow und Harnack. 890/9 Die erite Aufführung beginnt um 10 Uhr. Grosse Verloosung bedeutender dichterischer Werke. Bormittags: Weitkegeln. Nachmittags: Wettspiele für Kinder u. Erwachsene. 390/9 Das Festcomité. Deutscher Holzarbeiter- Verband. Zahlstelle Berlin. Montag, den 24. Juli 1893: Bwei Dersammlungen. Für den Norden bei Keller, Bergstr. 68. Für den Süd- Osten: in Hoffmann's Festsälen, Oranienstr. 180. Tagesordnung in beiden Versammlungen: Vortrag. Diskussion. Vorschlag zu Beisigern, Schriftführern, WerkstattKontrolleuren. Verschiedenes. 318/16 Tages Ordnung: 290/5 Die unmittelbar bevorstehende Militärarbeit. Kollegen! Wollt Ihr wirklich ruhig zusehen, wie die Gelegenheit, etwas Günstiges für uns zu erreichen ungenugt vorbei geht, oder wollt hr Danach streben, Eure Lage zu verbessern? Wer das Letztere will, ist unbedingt verpflichtet, in dieser Versammlung zu erscheinen. Die Lohn- und Agitationskommission der Sattler Berlins. Deutscher Holzarbeiter- Verband. Zahlstelle Charlottenburg. Montag, den 24. v. M., Abends 8 Uhr, im Lokale des Herrn Krause, Bismardistr. 74: Deffentliche Versammlung. 318/17 Tagesordnung: 1. Vortrag. 2. Diskussion und Verschiedenes. Hierzu sind alle in der Holzindustrie beschäftigten Arbeiter und Arbeiterinnen eingeladen. Die Lokalverwaltung. Generalversammlung. Tagesordnung: 1. Vierteljahres- Abrechnung. 2. Verschiedenes. 1061b Achtung! Die Ortsverwaltung. Achtung! Arbeiter- Bildungsschule. Die Schüler und Mitglieder der Südost- Schule werden freundlichst er. sucht, die vor dem 1. April 1893 geliehenen Bücher aus der Bibliothek sowie zum Vertrieb erhaltenen Bons und Billets einzuliefern resp. abzurechnen. Wenn innerhalb 14 Tagen Obiges nicht geschehen ist, dann werden die Namen derjenigen, welche sich nicht gemeldet haben, im Vorwärts" bekannt gemacht.[ 1027] Joh. Jeppsson. Südost- Schule, Reichenbergerstr. 188. Warnung. Wir warnen vor nachstehenden Montag, den 31. Juli, in der Neuen Welt, Hasenhaide: Verein zur Regelung der gewerblichen Verhältnisse der überen Witgliedern, weil sie noch im Grosses Sommer- Fest bestehend aus Konzert, Spezialitäten- Vorstellung, Feuerwerk u. Ball. Billets find auf sämmtlichen Bahlstellen und bei den Mitgliedern der Ortsverwaltung zu haben. Die Ortsverwaltung. Zentralkranken- u. Sterbekasse d. Zimmerer ( E. H. Nr. 2 Hamburg, örtliche Verwaltung Berlin). Dienstag, den 25. Juli, Abends 8 Uhr, im Lokal des Herrn Bolk ( unterer Saal), Alte Jakobstr. 75: 866/12 General Bersammlung Tages- Ordnung: 1. Abrechnung pro 2. Quartal 1893. 2. Verschiedenes. Achtung! Der Vorstand. Töpfer Berlins und Umgegend. Rückstande Monatsbeiträgen Billetgeldern sinds: 10295* H. Grund, Arbeiter, Marstr. 15. H. Stach, Raufmann, Schulstr. 25. M. Teis, Dreher, Brunnenstr, 88. E. Möbes, Steinträger, Buibuserstr. 83. Kolhase, Maler, Ackerstr. 125. Gesangverein ,, Steinnelke". Mittwoch, den 26. Juli, Akends 6 Uhr, im Saale des Herrn Joël, Schoratz, Portier, Spittelmarkt 16/17. Andreasstr. 21: General Bersammlung. Tagesordnung: 1. Raffenbericht und Bericht der Revisoren. 2. Erfahwahl der Rechts. schuhkommission. 3. Wahl eines Revisors. 4. Vortrag. 5. Gewerkschaftliches. Die Kollegen werden darauf aufmerksam gemacht, daß die Versammlung Punkt 6/2 Uhr eröffnet wird. Um zahlreichen Besuch bittet Der Vorstand. Vereinigung der Drechsler 324/19 Soeben erschien im Verlage von M. Ernst in München: Es werde Licht! Poesien von Leopold Jacoby. Bierte Auflage mit einem Vorwort, enthaltend Mäntelnäherinnen, Bügler, Stepper, Trikottaillen- und verwandt. Berufsgenossen Deutschlands. die Entstehungsgeschichte dieſes Arbeiterinnen, Arbeiter und Arbeiterinnen der Montag, Abends präf. 8½ Uhr, bei Gründel, Dresdenerstr. 116: Herrenkonfektion. Montag, den 24. Juli, Abends 8 Uhr, im Concerthaus Sanssouci, Kottbuserstr. 4a: Große öffentliche Versammlung. Tagesordnung: Mitglieder- Versammlung. Tagesordnung: 1. Geschäftliches. 2. Bericht des Arbeitsvermittlers. 3. Verschiedenes. 4. Auflösung der Zahlstelle. Um zahlreiches und pünktliches Erscheinen ersucht Der Vorstand. 137/1 J. A. R. Klotzsch. Verein Berliner Hausdiener! Buches, welches Hoffmann v. Fallersleben mit dem Zuruf an den Verfasser begrüßte: 4513L* ,, Es werde Licht! Ein neuer Frühling steht der Welt bevor!" ☐ Praktischer Neue Rossstrasse 3. Schmerzlos: Bahnziehen, Füllen, Zahnerfab. Theilzahlung. Bolitlinit umsonst. Zahnarzt 1. Vortrag der Mäntelnäherin Frl. Agnes Wabnitz über:" Die Lage der Arbeiter und Arbeiterinnen in der Mäntel- und Herrenkonfektions- Branche und die Bedeutung der Vereinigung. 2. Diskussion. Kollegen, Kolleginnen! Erscheint zahlreich in dieser Versammlung! Dienstag, den 25. Juli, Abends 9 Uhr, in den Arminhallen, Dr. Hoesch, homöopath. Arzt, Die Agitationskommission. 392/8 Achtung, Rixdorf! Große öffentliche Versammlung für Männer und Frauen der Freien Gemeinde für Rixdorf und Umgeg. am Montag, den 24. Juli, Abends 8 Uhr, im Lokale des Herrn Gröpler( fr. Miesegk), Bergstraße 129. Tages- Ordnung: 1. Bortrag des Herrn Egidy über:" Einiges Christenthum". Ror referent Reichstags- Abgeordneter E. Vogtherr. Zu dieser Versammlung find die sämmtlichen Geistlichen Nixdorfs eingeladen und bittet um regen Besuch Der Vorstand. 416/13 Coepenick. Große öffentl. Versammlung für Frauen und Männer 421/7 Kommandantenstr. 20: Mitglieder- Derlammlung. Tagesordnung: 1049b Linienstr. 149. 8-10, 5-7, Sonnt. 8-10. Zähne zu Klinikpreisen Olga Jacobson,. 145. Invalidenstr. 1. Vortrag über:„ Das deutsche Zunstwesen im Mittelalter". 2. Dis vollt. schmerzlos, event. Theilzahlung. fuffion. 3. Aufnahme neuer Mitglieder und Ausgabe der Billets zu dem am 5. Auguft im Böhmischen Brauhaus stattfindenden Sommernachtsball. 4. Abrechnung vom 1. Sommernachtsball. 5. Berschiedenes und Fragekasten. Der Vorstand. Ethische Gesellschaft. Am Sonntag, den 28. 5. Mts., Abends 8 Uhr, Kommandantenstraße 20: Vortrag des Herrn Dr. Pinn über: ,, Alfe und neue Moral". Nach dem Vortrag gemüthliches Beisammensein und Tanz, Damen und Herren als Gäste sehr willkommen. 142/9 Verband deutscher Gold- und Silberarbeiter und verwandter Berufsgenossen( Zahlstelle Berlin). am Dienstag, den 25. d. M., Abends 8 Uhr, im Lokale des Herrn Am Montag, den 24. Juli, Abends 82 Uhr, Dresdenerstraße 45: Klein( Stadt- Theater). = Tagesordnung: 1. Vortrag des Reichstags- Abgeordneten Fritz Zubeil über: Die erste Session im neuen Reichstage und die verschiedenen Parteien. 2. Diskussion. Entree 10 Pf. Der Einberufer. An die Mitglieder Mitglieder- Versammlung. Tagesordnung: 1. Vortrag des Herrn Fritz Hansen über: Eine Krankheit der Zivilisation". 2. Diskussion. 3. Kassenbericht. 4. Verschiedenes. Die arbeitslofen Mitglieder werden aufgefordert, um sich ihre Rechte zu wahren, die Beiträge vom Kassirer abstempeln zu lassen. Um zahlreiches und pünktliches Erscheinen ersucht des Arbeiter- Sängerbundes. 168/14 Der Vorstand. Arbeiter- Sängerbund 106/11 Die Mitglieder der Gesangvereine Deutscher Männergesang, Echo I, Echo H, Ephen, Freiheitsgruß, Freiheitsklänge, Morgengrauen, Myrthenblätter, Ornament, Rothe Neike II, Stein'scher Sängerdjor, Suchsdorf'fcher Männerchor, die so freundlich waren, ihre Mitwirkung bei dem Stiftungsfeit der Freien Wolfsbühne zuzusagen, werden höflichst er Sonntag, den 30. Juli, Vormittags 9 Uhr, in den Arminhallen, sucht, zu einer Probe unter Leitung des Dirigenten Herrn 0. Suchsdorf am Sonntag, den 23. Juli, Vormittags 9%, Uhr, in Pankow, Wollante fraße 118( Nordstern") zu erscheinen. Nach der Probe findet genzeinsamer Marsch nach Schönholz statt. Das Programm der Gesänge ist Bormittags 11 Uhr: 1. Bundeshymne. 2. Arbeiter- Vaterlandslied. 3. Wir glauben an der Freiheit Sieg. 890/6 Nachmittags 8 Uhr: 1. Arbeiterlied. 2. Das treue Mutterherz. 8. Marseillaise. Bas Feßhomité der Freien Volksbühne. Berlins und Umgegend. Kommandantenstraße 20: Ausfduk- Sihung. Tagesordnung: 1. Aufnahme von Vereinen. 2. Vorschläge zum Bundesdirigenten resp. Wahl desselben. 3. Verschiedenes. Die Sigung wird präzise 10 Uhr eröffnet und ist jeder Verein ver pflichtet, vertreten zu sein. Der Vorstand. NB. In dieser Sigung findet die Ausgabe der Noten zu bem Liede: „ Die drei Ehrengrüße" von Nert, statt. D. O. Zähne 1 M. festsitzend Elisabethufer 12. H. 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