Nr. 66. Erscheint täglich außer Montags Abonnements- Preis für Berlin: Bierteljährlich 3,30 Mart, monatlich 1,10 Mart, wöchentlich 28 Bfgfrei in's Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags- Nummer mit bem ,, Sonntags- Blatt" 10 Pfg. Post- Abonnement: 3,30 Mart pro Quartal. Unter Kreuzband: Für Deutschland u.Desterreich- Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mark pro Monat. Eingetrc.gen in der Post- Zeitungs- Preisliste für 1891 unter Nr. 6469. Vorwärts 8. Jahra. Insertions- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzeile oder deren Raum 40 Pfg., für Vereins- und Versammlungs Anzeigen 20 fg. Inserate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr Nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 1 Uhr Mittags und von 3 bis 7 Uhr Nachmittags, an Sonn- und Fefttagen bis 9 Uhr Vormittags geöffnet. Fernsprecher: Amt 6, Nr. 4106. ih i dod fu dur dis8 1929 Berliner Bolksblatt. 13 node Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: Beuth- Straße 2. Der Klallentaat. Donnerstag, den 19. März 1891. Expedition: Beuth- Straße 3. Ob der Landtag sich um diese herzbewegende Bitte Politische Uebersicht. fümmern und sie einer Erörterung im Plenum für würdig erachten wird? Das muß man abwarten. Wir glauben Berlin, den 18. März. Wir haben immer die Anschauung vertreten, daß der Klassenstaat eine ernsthafte Sozialreform nicht wünschen es indessen kaum, denn namentlich die Herren vom Zen- Die Krisengerüchte, welche wir vor einigen Tagen zu kann und daß er in dieser Beziehung nur so weit Kon- trum haben jetzt Wichtigeres zu thun und haben vor allen registriren hatten, werden jetzt scharf dementirt, am schärfsten zessionen an den Geist der Zeit machen wird, als er zu Dingen die angenehme Aufgabe, ihre Sperrgeld- Millionen das, welches den bevorstehenden Rücktritt des Herrn seiner eigenen Erhaltung für nothwendig erachtet. Die heran zu bugsiren und einzustreichen. Und doch ist der v. Bötticher in Aussicht ſtellte. Bourgeoisnatur, die dem Klassenstaat anhaftet, macht ihn Fall so charakteristisch, wie er nur gedacht werden kann. ebenso profithungrig, wie den Privatunternehmer; dazu Der, christliche Staat", dessen offizielle Vertreter auf den sich die Geschichte mit dem Welfenfonds bezieht. Herr v. Bötticher soll der höhere Staatsbeamte sein, kommt noch das immer anschwellende und schier an den mit so viel Emphase sagen konnten: Liebet die " Nähten plaßende Ausgabenbudget. Wenn das Alles nicht Brüder!" vergißt in diesem Falle ganz, daß Berg- Die Kandidatur des Fürsten Bismarck scheint einen wäre, so müßte der Staat längst mit gutem Beispiel werks- Diätare auch Menschen und folglich" Brüder" sind. neuen 3 w ist in der nationalliberalen Partei Werkstätten Einrichtungen getroffen haben, die der Privat- christlichen" Anwandlungen nicht minder leicht ab, wie datur offiziell von der Fraktion gebilligt und unterstützt vorangegangen sein und in seinen Etablissements und Denn im Produktionsprozesse streift der Klassenstaat die zu entfachen. Während die Einen die Aufstellung eines Gegenkandidaten fordern, wollen Andere, daß die Kandis Industrie als Muster vorgehalten werden könnten. Aber die Privatunternehmer, und indem er einen sogenannten werde. Angeblich soll die letztere Auffassung mehr Ausdavon sind wenig oder gar keine Spuren zu entdecken. freien Arbeitsvertrag zu Stande bringt, ge- fichten haben als die erstere. Der durchaus bureaukratische Geist, der in den Staats- staltet er denselben so, daß alle Vortheile auf der Seite 11 " industrien vorherrscht, stemmt sich allen zeitgemäßen des Arbeitgebers Staat sind. Der Staatsarbeiter befindet die allergrößte Einigkeit zu herrschen. Das„ Deutsche TageAuch unter den Deutsch- Konservativen scheint nicht Reformen entgegen, so daß der Staat als Arbeit sich in diesem Falle ganz genau in derselben Lage, wie blatt", das bis vor kurzem die Ansichten des Herrn v. Hellgeber sich nur wenig oder gar nicht über das der Arbeiter der Privatindustrie; er unterliegt den dorf vertreten hat, ist durch einen Utas der Partei in Acht Niveau des privaten Arbeitgebers erhebt. Obschon Schwankungen von Angebot und Nachfrage und seine und Bann gethan worden. Diesem Entschlusse sind wohl die Staats- Industrie der Konkurrenz des Waarenmarktes Dienste mögen noch so trefflich, seine sonstigen Eigen- nicht die freundlichsten Erörterungen innerhalb der deutschnur in den seltensten Fällen ausgesetzt ist, da sie ja ihren schaften noch so tadellos sein er kann jeden Augenblick konservativen Fraktion vorangegangen. zugewiesenen Absatz hat, so werden doch Löhne gezahlt, überzählig" werden und dann ist-nach Malthus als ob die gewöhnlichen Unternehmer- Interessen maßgebend- der Tisch für ihn nicht mehr gedeckt. Das ganze ultramontane Deutschland beklagt einwären, und die Verwaltungen der Staatswerkstätten machen Weise Staatsmänner würden danach gestrebt haben, Pracht und unter außerordentlicher Betheiligung fand heute müthig den Tod seines hervorragendsten Führers. In großer sich die industrielle Reserve- Armee" gerade so zu Nuzen, einen solchen schreienden Widerspruch zwischen Theorie die Leichenfeier in Hannover statt. An der Bahre wie der Privatkapitalist. Daher kommt es auch, daß im und Praxis aus der Welt zu schaffen. Mehr als ein Windthorst's wird viel darüber gesprochen, wem die NachEisenbahnbetriebe bei den niederen Beamten die Ueber- mal haben die sozialpolitischen Knappen des Fürsten folge in der Führerschaft der stärksten parlamentarischen bürdung nicht abgestellt wird; daher die lange Arbeitszeit Bismarck an den grünen Tischen sich gerühmt, sie hätten Partei des Reiches zufallen wird. Heute wird Graf bei der Post, daher die Zurückweisung der Forderungen mit ihren Versicherungsgesehen der sozialistischen Be- Ballestrem als der prädestinirte Führer des Zentrums geder fiskalischen Bergarbeiter, daher die vielen Klagen, die wegung den Boden abgegraben. Ein einfacher Blick auf nannt. Wir können nicht glauben, daß der Vizepräsident in einer der letzten Reichstags- Sizungen die Abgg. Ulrich die Thatsachen beweist das Gegentheil. Ganz abgesehen des Reichstages die Partei leiten und zusammenhalten und Bruhns vorzubringen hatten, ganz abgesehen von den von der Inhaltslosigkeit der Bismarck'schen Sozialreform fann. politischen Maßregelungen, wie sie z. B. in den Werft- wie konnte man glauben, die aufgeklärten Arbeiter Alle bürgerlichen Parteien sehen wir in Zersehung ordnungen vorgesehen sind. Wie der industrielle Bour- würden einer Sozialpolitik Vertrauen entgegen bringen, begriffen, die Ultramontanen fühlen sich führerlos geois nutzt die Staatsgewalt die Ueberlegenheit des Ka- die vorgiebt, sich hilfsbereit zwischen Arbeiter und Unter- und niemandem trauen sie die Fähigkeit zu, Windthorst pitals im Produktionsprozesse aus. Dies geht zur Evidenz nehmer zu stellen, und die sich nicht entschließen kann, liberalen haben sich das Zeugniß für das rasche Fortauch nur theilweise ersetzen zu können; die Nationalhervor aus einer Eingabe, welche vier Bergrevier- Diätarien die Praktiken des Unternehmerthums aus ihren eigenen schreiten des Auflösungsprozesses von Herrn Rittershaus aus Nassau an den preußischen Landtag gerichtet haben, Etablissements zu beseitigen! in der sie die Intervention des Landtages gegenüber schriftlich geben lassen; auch unter den Konservativen Der Klassenstaat kann, wie jedes andere Geschöpf, lassen sich, wie der Erlaß betr. das Deutsche Tageblatt" dem Arbeitgeber Staat anrufen. Diese Leute sind nicht aus seiner Haut heraus, und diese Haut ist beweist, Zeichen der Uneinigkeit nicht verheimlichen, und Herr vom Staat so angestellt, daß sie eine dreimonatliche e ben eine Bourgeoishaut. Kündigungsfrist einzuhalten haben, während der Staat, Eugen Richter, der noch vor 14 Tagen auf die geDie„ neue Nera" wird an diesen Dingen so wenig etwas schlossenen Abstimmungen seiner Partei stolz hinwies, mußt wenn er sie entlassen will, an teine Kündigungsfrist ändern, als sie bis jetzt etwas daran geändert hat. Sie eine Reihe getrennter Abstimmungen seiner Parteigengsen gebunden ist. Obwohl schon lange im Dienste, schwebt hat so wenig neue Ideen, wie die Nera Bismarck. Sie bei der Berathung des Marine- Etats miterleben. Neue über den Leuten dennoch unaufhörlich die Befürchtung, würde Alles thun, um die kapitalistische Produktionsform stehen, wenn auch nicht in der allernächsten Be bevor. Parteigruppirungen innerhalb der bürgerlichen arteien daß sie eines Tages auf die Straße gesetzt werden und zu verewigen, wenn eben nicht diese Produktionsform die Einzig unsere Partei steht einig und fest obgleich dem Elend anheimfallen. Sie wollen dauernd als Beamte zerseßenden Stoffe in sich selber trüge und nicht bereits die Gegner sich mühen, Uneinigkeit innerhalb erer Reihen angestellt sein, wie sie vom Landtage mit bittenden in einen Auflösungsprozeß eingetreten wäre. Das wollen zu konstatiren und jede etwas lebhaftere skussion, jede Herzen und Händen" verlangen. freilich die Sozialpolitiker des Klassenstaates nicht begreifen. von der Fraktion abweichende Meinung als den Anfang " Feuilleton. Nachdruck verboten.) ( 15 Die Falkner von St. Vigil. Roman aus der Zeit der bayerischen Herrschaft in Tirol von Robert Sa, weichel. Meint der Vater?" sah er verwundert von seiner Beschäftigung auf. Und das hat er zu Dir gemeint?" Ach nein, wie sollt' er? Die Muhme hat mir heut Morgen davon gered't." ruhig sagte sie:" Nein, Brosi, daran hab' ich nicht gedacht. Wir können schon noch warten, wenn es sein muß." Wie die Juden auf den Messias," spöttelte er. Bum Teixel, Lisei, warum läßt Du den Lechner nicht laufen. Du könntest jeden Tag einen Besseren haben." " " " Sie sah ihn traurig an und er murrte unbehaglich: Na, Lisei." Mit einem wehmüthigen Lächeln fuhr sie fort: Als wir zwei Beide noch Kinder waren und Du wolltest den armen Hannes, der sich gegen Dich nicht wehren konnte, „ Nein, Bruder, einen Besseren nicht," versetzte sie warm. drücken und zausen, da hab ich wohl mit Dir gerungen und Du würdest auch nicht so reden, wenn Du ihn kenntest. gerauft, wann Du im Guten nicht hören wolltest. Jetzt it's mit dem Raufen zwischen uns vorbei, ſonſt that ich's, Was hat er Dir nur gethan, daß Du ihm so zuwider bist? Mir thut's weh, Broft." " Was könnte der mir auch thun?" rief er hochfahrend, indem er das Haar aus der Stirn schüttelte." Aber er ist ein Fremder, ein verdammter Bayer ist er." " 1 ES von wegen des Unrechts, das Du dem Wolf thust." er, und sie setzte hinzu:„ Ich geb' Dir auch jetzt keine Ruh, „ Ja, Muth haft gehabt, das muß wahr sein," lachte bis Du es eingesehen hast, daß der Wolf Lechner der bravste. Mensch ist, und daß Du es weißt, von ihm lassen thu' ich nicht." " " „ Er hat sich in der Gemeind' eingekauft mit einer Feuerstell' und als Meister," entgegnete Lisei nachdrücklich Da bin ich doch neugierig, in was für einen Rochtopf Darum gehört er zu uns, und er hält auch in allen Stücken zu Meinetwegen. Im Grund geht's mich nichts an," ver die mich stecken will," scherzte er, und Lisei entgegnete mit uns. Seine Schuld ist's doch nicht, daß wir haben bayerisch setzte" er, ihr die Hand reichend." Na, Lisei, ich will Dir dem Anfluge eines Lächelns:" Den Topf haben sie noch werden müssen? Und hat er davon nicht ebenso viel zu nicht entgegen sein." nicht ausgesucht, sie und der Vater. Die Muhme Vefa leiden wie wir? Er hat mir auch oft erzählt, daß in Garhat mir aber erzählt, daß der Vater dem Hartwanger, wie misch, wo er daheim ist, in Oberbayern, die Menschen ganz lassen?" rief sie, seine Hand herzlich schüttelnd. Und, gelt, Brofi, allzulang wirst Du uns nicht warten er das letzte Mal ist hier gewesen, den Auftrag gegeben dieselben sind, wie in unserem Tirol. Sie haben denselben hat, sich nach einer Frau für Dich umzusehen." Glauben wie wir, sie reden dieselbe Sprach' wie die Deutsch " Das ist lustig," lachte er laut. Möchte wohl tiroler, und ihr Land schaut aus wie das unsrige. Es sehen, wie die beschaffen ist, von der der Hartwanger könnte Einer weit, weit in das Oberbayern hineinwandern, glaubt, daß sie mir gefallen könnte." sagt er, und würde nimmer glauben, daß er nicht mehr in Wirf's nicht so weit von Dir," mahnte Lisei. unserem Tirol ist. Ich hatt' immer gehofft, daß Du dem Wolf Warum denn?" fragte er, das Schloß, welches er in ein rechter Bruder sein würdest, und er ist Dir gut gesinnt, wenn zwischen eingeölt hatte, wieder an die Büchse schraubend. er auch in seiner Berständigkeit nicht alles loben kann, was " Ja ſo, ich versteh," und er pfiff leiſe. Du willst mich Du anstellſt. Jegt hast Du Dich aber auch zu seinen Wider- die Stafi, das ist eine Gitsche, so lieb, wie es keine zweite Toch unter die Haube bringen, damit Du nicht länger auf fachern gestellt, und Du mußt doch wissen, daß alles, auf der Welt nicht giebt, und ich will Reinem rathen, sie in Deinen Wolf zu passen brauchst." was Du gegen ihn sinnst und thust, auch Deine Schwester den Mund zu nehmen. Auch von Dir leid' ich's nicht." „ Aber Du selbst bringst sie in das Gered' der Leute", " " Lisei's Wangen rötheten sich ein wenig höher, aber trifft." Du meinst, weil der Hartwanger auf die Brautschau gegangen ist?" fragte er achselzuckend. Alleweile dent' ich nicht daran." " Und die Stafi Larseit?" fragte die Schwester leise. Er schaute sie mit großen Augen an. " Bruder", bat sie und streckte die Hand gegen ihn aus. " Ich weiß nicht, was Du willst", versetzte er. Ja, vom Ende unserer Partei in die Welt posaunen. Mögen sie's. Wir können ihnen allen dies billige Vergnügen ruhig gönnen, denn wir wissen, daß wir alle bürgerlichen Parteien in ihrer heutigen und in ihrer kommenden Gestalt überleben werden. In großartiger Weise feierten heute unsere Berliner Genossen das Andenken der im Friedrichshain begrabenen Märtyrer der Revolution von 1848. Hunderte von Kränzen mit rothen Schleifen, die Anwesenheit vieler tausender Arbeiter und Arbeiterinnen bewies, daß das Proletariat der für die Freiheit Gefallenen gedenkt. Ihrer vergessen haben nur ihre Nachkommen, die Bourgeois, welche die Erfolge der 1848er Revolution genießen. Wer Zeit und Luft hat, ein Schimpfwörter- Lexikon zusammen zu stellen, dem empfehlen wir als reiche Fundgrube den Artikel" Die deutsche Sozialdemokratie und die Pariser Kommune" in der Abendausgabe der heutigen National- Zeitung". Wenn wir an die Diskussion derartiger Fragen*) heran- In Finnland herrschte wegen der Russifizirungspläne treten", schrieb erst in diesen Tagen wieder das unionistische des Zaren große Besorgniß, welche in einer Reihe von Daily Chronicle", so wünschten wir immer, wir könnten der Kundgebungen zum öffentlichen Ausdruck kam. Jetzt scheint Gesellschaft Verständniß beibringen, wer die Arbeiterklassen man in St. Petersburg etwas mildere Saiten aufziehen zu Englands find, über die Herr Howard Vincent( ein konser- wollen, das finnische Bolt wird aber gut thun, den Russen vativer Abgeordneter) und andere Redner dieser Gattung so viel schwatzen. Sie sind diejenigen, die, wenn sie sich ent- nicht zu viel zu trauen und sich nicht in Sicherheit wiegen schließen, sich zu einer politischen Partei zu verbinden, durch zu lassen. die Macht ihrer Wahlstimmen das Schicksal von einem Viertel des Menschengeschlechts zu bestimmen vermögen." Und ähnliche Aeußerungen kehren in Reden und Schriften der hervorragenden Politiker aller Parteien wieder. Die Maifeier in Rumänien findet nicht, wie wir Die rumänische Rammer ist, wie wir schon gemeldet haben, aufgelöst worden. In der aufgelösten Kammer vertrat Genosse Joan Nadejde allein die Grundsätze der Sozial" Wenn sie sich entschließen, sich zu einer politischen Partei demokratie, während in der im Jahre 1887 aufgelösten zu verbinden" bis jetzt ist es dazu freilich noch nicht ge drei Vertreter der Sozialdemokratie faßen. Bei den im kommen. Politisch ist die Bewegung noch sehr im Argen. Ueberall April stattfindenden Wahlen hofft man 6-8 Kandidaten Spaltung und Berfahrenheit, und infolge dessen eifersüchtige unserer Partei wählen zu können. Verfolgung der Sonder- Interessen. Das zeigt sich auch im Verhalten der einzelnen Gruppen und Persönlichkeiten zur er wähnten Arbeiter- oder Arbeitskommission der Regierung. Ich will feine Namen nennen, aber der Gifer, dort vertreten zu sein, auf Grund irrthümlicher Informationen gemeldet haben, hat Leute, von denen man Besseres hätte erwarten sollen, dazu am 1. Mai, sondern am ersten Sonntag im Mai verführt, durch Uebertreibung des Werths der Kommission das statt. Rumänien schließt sich damit Deutschland und Spiel der Regierung zu unterstützen, statt es verdientermaßen England an. Ueber die Maifeier in Rumänien schreibt zu kritisiren. uns ein der rumänischen Partei angehörender Genosse: Während im vorigen Jahre 5-6000 Arbeiter und Bauern mit Hunderten von Fahnen auf den Straßen demonstrirt hatten, hoffen wir, in diesem Jahre die Betheiligung von 15-20 000 Genoffen an der Demonstration konstatiren zu Arbeiterpartei und Arbeiterklasse sind eben vorderhand noch zweierlei. Graf Taaffe bemüht sich vergebens, eine ihm gefügige Majorität im neugewählten österreichischen Abgeordnetenhause zu sammeln. Ueber kurz oder lang wird er gezwungen sein, die einzig richtige Konsequenz aus dem Wahlresultate zu ziehen, d. h. seinen Abschied zu nehmen. Zum Zwecke von Geldsammlungen sind einige parnet litische Delegirte nach den Vereinigten Staaten gereift. Da aber der Zwiespalt der irischen Partei auch unter den In Paris fand gestern eine boulangistische De- amerikanischen Fren Platz gegriffen hat, werden die Abmonstration statt. Ein Telegramm meldet hierüber: gesandten kaum viel Erfolg haben. jeinen Unser Bondoner Korrespondent schreibt uns über den Andrang zur königlichen Kommission zur Untersuchung der Arbeiterverhältnisse: tönnen. Betofoet an bee Demonication t Parlamentsberichte. Ausgaben. Abgeordnetenhaus. 298 and Jun Ambigu- Theater, welches die Patriotenliga gestern für ihre Mitglieder gemiethet hatte, tam es während der Vor- Die Zentralfektion der belgischen Kammer beschloß ftellung des Soldatenstückes, Le Régiment", wobei Déroulède'sche in Sachen der Wahlreform die ihr vorgelegten WahlGedichte vorgetragen wurden, zu Demonstrationen. Es wurden grundsätze einzeln zu prüfen. Die Bentralfektion wird zu Hochrufe auf Boulanger, Déroulède, Frankreich und die jedem derselben Stellung nehmen, damit die Regierung in 61. Sigung vom 18. März. 11 Uhr. Revanche ausgebracht. Auf der Straße verhaftete die Polizei der Lage ist, einen Gesezentwurf unter solchen Bedingungen Kommissare. ordnung steht zu Am Ministertische: Dr. Miquel v. Heyden und mehrere Individuen mit verbotenen Abzeichen, ließ die Leute auszuarbeiten, welche die Zustimmung der Kammer erhoffen aber bald wieder frei. Auf der Tagesordnung steht zunächst der Antrag der Abgg. lassen. Dieser von den Abgeordneten der Linken, Buls und Sack( fons.) und Genossen, betreffend die im Jahre 1891/92 vor Prinz Jerome Napoleon ist heute Nacht gestorben. Janson, eingebrachte Antrag wurde von sämmtlichen Mit Feststellung des Staatshaushalts Etats zu leistenden Ueber die Bedeutung seines Todes für die französische Re- gliedern der Zentralfektion mit Ausnahme der Abgeordneten publik haben wir uns schon vor wenigen Tagen ausge- Frère- Orban und Sainctelette, die ihn bekämpften, ange- gierung unter Borbehalt der verfassungsmäßigen Feststellung des Der einzige Paragraph dieses Antrages ermächtigt die Re sprochen. Ernstlich Leidtragende wird er weder in seiner nommen. Die Regierung hat die Zentralsektion dahin be- Stats pro 1891/92 die im Etat pro 1890/91 unter den dauerndes Familie noch im französischen Volke hinterlassen haben. Der nachrichtigt, daß sie keinen Gesetzentwurf einbringen werde, Ausgaben vorgesehenen Staatsausgaben bis zum 1. Juli 1891 in einzige fonfequente Zug in seinem Charakter war seine ab- bevor sie über die Anschauungen der Sektion über die den Grenzen der bei den einzelnen Kapiteln und Ziteln für dan lehnende Haltung gegen den Katholizismus. Selbst auf einzelnen Grundsätze informirt ist. Jahr 1890/91 bewilligten Summen aus den Staatseinnahmen seinem Todtenbette suchte er sich der Vertreter des Papstes In ihrer heutigen Sigung faßte fie mit 5 gegen fortbestehen zu laffen. zu erwehren und nur gezwungen machte er die auf dem 2 Stimmen den Beschluß, sich mit der Regierung wegen der Abg. Sack( f.) rechtfertigt diesen Antrag, dem der Wunsch zu Todtenbette üblichen Zeremonien mit. Einbringung eines Gesezentwurfs zur Abänderung des Grunde liege, aus dem verfassungswidrigen Zustande her kommunalen und provinzialen Wahlsystems in dem Sinne auszubekommen, der durch die nicht rechtzeitige Feststellung des Etats einer weiten Ausdehnung der Wahlberechtigung ins Gin- pro 1891/92 herbeigeführt wird. Der Antragsteller erkennt an, daß der vernehmen zu setzen. Dieses neue Wahlsystem soll erst den Etat auch rechtzeitig hätte fertigstellen können, wenn es nicht durch Etat von der Regierung rechtzeitig vorgelegt sei und daß das Haus in der Folge auf die Wahlen zur Deputirten die großen reformatorischen Aufgaben daran gehindert worden Je deutlicher es sich zeigt, daß die Leistungsfähigkeit der fammer übertragen werden. Hiermit hat das von wäre. Das von ihm vorgeschlagene Gesetz sei ein Nothgesetz und Unionen gerade für die große Masse der unqualifizirten" Frère- Orban vorgeschlagene Verfahren gefiegt, obgleich fei auch nur formaler Natur. Seine Partei sei zwar nicht der Arbeiter eine sehr begrenzte tft, um so mehr wächst das Inter- Janson nachdrücklich darauf hinwies, daß der König sich Ansicht, daß ein solches nothwendig sei, und er würde sich dem effe an dem Ausbau des gefeßlichen Arbeiterfchuzes. Die Regierung hat bekanntlich in ihrer hilflosen Lage, in die sie der Kammer ausgesprochen habe. Die Zentralfektion ver- abgeändert werden könnte. Er halte die Verfassung für eine enschieden für sofortige Verfassungsrevision oder Auflösung unterordnen, wenn er die Verfassung als einen Vertrag ansehen könnte, der durch Uebereinstimmung der Kontrahenten beliebig als Vertreterin von Ordnung, Eigenthum und( Rapitals-) Freiheit auf der einen und als Applifant um die Stimmen der tagte sich sodann bis nach den Osterferien. Dieses Ver- Urkunde, und habe sich deshalb verpflichtet gehalten, den Antrag englischen Arbeiter auf der andern Seite gerathen ist, sich dadurch fahren, die Lösung der Frage hinauszu aus der Klemme zu helfen gesucht, daß sie eine kgl. Rommission) chieben, ruft starte Unzufriedenheit unter Finanzminister Dr. Miguel: Wir sind wohl Alle darüber zur Untersuchung der Beziehungen zwischen Kapital und Arbeit ben fortgeschritteneren und sozialistischen einig, daß die Verfassung, soweit es thunlich ist, auch dem Wort einfegen ließ, und es ist im höchsten Grade charakteristisch, Elementen hervor. laute nach beobachtet wird. Der Antrag Sack erreicht den Zweck zu beobachten, wie ungeheuer der Andrang von Be Gestern Abend wurde in Gegenwart des Kabinetschefs nicht in dem Maße, wie die Regierung es vorschlägt, daß alle werbern um einen Siz in dieser Kommission ist. Wer nur irgend Beernaert, mehrerer Deputirter und Senatoren, sowie zahl diejenigen Ausgaben, welche nach dem demnächst festzustellenden ein Titelchen von Anspruch zu haben glaubt, als kompetenter reicher anderer politischer Persönlichkeiten und Journalisten Der Etat tann bis zum 1. April nicht verabschiedet werden, Etat zu leisten sind, geleistet und hinterher genehmigt werden. Sachverständiger in Arbeiter- Angelegenheiten zu gelten, meldet fich entweder selbst oder läßt durch gute Freunde für sich Re- der praktische Versuch einer Wahl mit Anwendung des es trifft aber weder den Landtag noch die Regierung irgend eine flame machen. Gerüchtweise verlautet, daß die Zahl der Be Prinzips der Proportionalvertretung vorgenommen. Der Schuld daran. Der Antrag Sack ermächtigt nun die Regierung, werbenden bereits 500 erreicht habe, und noch immer werden Versuch gelang vollständig. Nachher fand ein Bankett statt, die dauernden Ausgaben des Etats 1890/91 fortzuleisten; eine neue Borschläge laut. Dieser oder jener muß" in die Kom- auf welchem Staatsminister Nothomb, auf die Revision Reihe dauernder Ausgaben will aber die Regierung gar nicht mission tommen, wenn diefelbe in feinen oder seiner Freunde einen Toast ausbringend, in auffallend unerwarteter Weise weiter machen. Die Regierung erhält also hier eine ErAugen Anspruch auf Vollständigkeit haben soll. Es ist ein Wett- die Frage der persönlichen Ableistung der Wehrpflicht zur mächtigung zu Ausgaben, die sie nicht mehr machen will. Darennen, das nur komisch wirken würde, wenn es nicht zugleich so Erörterung brachte, indem er, wie es der König schon vor gegen sind im Etat 1891/92 eine Reihe neuer Ausgaben beungemein bezeichnend wäre für die Bedeutung, welche die Arbeiterfrage, und den Einfluß, den die Arbeiterklasse in diesem Lande be- Jahren gethan, auch in dieser Frage alle Fraktionen zu reits erlangt haben. Wir nähern uns, troy Bennigsen und patriotischem, einmüthigem Vorgehen aufforderte. Geistesverwandten, immer mehr der schrecklichen Periode der Diftatur des Proletariats". Es fehlt blos noch, daß dieses felbst sich seiner bedeutenden Macht bewußt wird, die einfichtigeren Mitglieder der bürgerlichen Klassen wissen sie sehr gut zu schätzen. *) Gine königliche" Rommission unterscheidet sich von einer parlamentarischen durch größere Vollmachten. Auch erhalten ihre Mitglieder Diäten. In der schwedischen zweiten Kammer wurde ein Antrag auf Einführung des allgemeinen Stimmrechts eingebracht.- Gegen den früheren griechischen Ministerpräsidenten Trikupis soll auf Grund des Minister- Berantwortungsgesetzes die Anklage erhoben werden. einzubringen. sein, sie kann dieselbe also nur auf ihre Berantwortlichantragt. Diese zu leisten, würde die Regierung nicht ermächtigt teit hin machen. Die vorher erwähnte Vorlage der Regierung entspricht dem Geiste der Verfassung; durch dieselbe ist die Verund empfehle ich deshalb die Ablehnung des Antrages faffungsfrage gedeckt, soweit sie überhaupt gedeckt werden kann und die Annahme der heute dem Hause zugegangenen Regierungsvorlage. Abg. Olzem( natl.) beantragt nach diesen Ausführungen des Ministers, über den Antrag Sack zur Tagesordnung über*) Es handelte sich um einen Antrag auf staatliche Unter- zugehen. Die Regierungsvorlage sei zweckmäßiger und genüge stützung der freien Hilfskassen- der Friendly Societies." dden Anforderungen der Verfassung. rief seine Schwester eindringlich. Sie ist gut und lieb, ja, Wolf Lechner hatte sich schon seit mehreren Wochen auf dem sich um alle Gipfel des zerrissenen Kalkgebirges und wurde aber was soll daraus werden? Stande nicht mehr blicken lassen. Manch herbes Scherzwort dichter und dunkler. Die Kirche von St. Vigil stand in " Ja, was soll denn daraus werden?" fragte er halb galt ihm persönlich, namentlich aus dem Munde des stets einem fahlen Licht. Kein Blatt bewegte sich an den ärgerlich, halb verwundert. Kann denn Einer kein Wort lustigen Jerg. Bäumen. In das Ave Maria klang ein dumpfes Murren mit einem hübschen Madl reden, ohne daß gleich der Glocken- Der Klosterhof war zu entfernt, als daß Lisei das hinein. ftreich angeht? Feurio!" Schießen hätte hören können. Stafi aber vernahm das Das unsichere Licht und der drohende Himmel hatte die " Du denkst immer nur an Dich," sagte die Schwester Knallen der Büchsen und das Einschlagen der Kugeln deut Schüßen schon vorher veranlaßt, das Schießen einzustellen. bekümmert. Du kannst auch nicht wissen, wie ein Mädchen lich, und es lockte sie von dem Bette, welches die Mutter Die älteren Männer waren nach Hause gegangen, die jun ganz anders denkt und fühlt. Und jetzt gar ein so junges heute nicht verlassen hatte, an eines der Fenster. Sie sah gen Leute hatten sich in den Stern gezogen Ambros saß Ding, wie es die Stasi ist, und so ganz unerfahren! Ich die Schützen an der Waldecke, aber sie konnte Ambros unter nicht in der rosigsten Laune unter ihnen, drohte doch seine hab' neulich manches mit ihr gered't, auf der Heimfahrt ihnen nicht erkennen, obgleich das Herz ihre jungen Augen Hoffnung, Stasi am Abend wiederzusehen. buchstäbvon St. Lorenzen. Sie ist noch ein Kind. Ach, Brosi, der schärfte. Sie saß ganz still, legte die Hände im Schooße lich zu Wasser zu werden. Auf dem Stande war er ist leicht was in den Kopf gesezt und sie hält es fest mit zusammen und stellte sich vor, daß er jetzt zu ihrem der Ausgelassenste gewesen. Die Anderen neckten ihn; er gab dem Herzen. Deine Frau kann sie doch nicht werden und Häuschen hinaufschaue und ihre Blicke sich begegneten. Sie scharfe Antworten, Mutschleitner holte seine Bither, spielte nachher ist ihr Unglück fertig für's ganze Leben." nickte ihm zu, und dann schalt sie sich, daß sie so kindisch erst ein Stücklein und hob dann an: " Daß Ihr Gitschen doch gleich ans Heirathen denken war. Er konnte ihren Gruß ja nicht wahrnehmen; aber sie Mir ist so wohl, la müffet", rief er ärgerlich. Als ob der Mensch allein fah ihn so deutlich vor sich stehen, so stolz und schön. Und Auf den Bergen von col." dazu auf der Welt wäre! Da ist ja kein Verstand nicht der prächtige Bub' gehörte ihr und sie ihm. Ach, wie war Sie stimmten Alle ein. Plöglich stand die ganze Stube darin." es mur möglich, daß er sie lieben konnte?" Es über- in bläulichem Feuer und unmittelbar darauf folgte ein Schlag, " Ja, Du steifft Dich immer auf Deinen Verstand und schauerte sie, daß ihr ohne alles Verdienst ein so großes daß die Fenster klirrten. Der Gesang riß jäh ab und Ambros thuft das Gegentheil", rief Lifei. Ich bitt' Dich, Brosi, Glück zugefallen war. Groß? Es war ja ganz ohne warf in die Stille die Worte hinein; nimm's zu Herzen, was ich Dir vorgestellt hab'." Ende. Und warum sie ihn nur den Wilden nannten? Jetzt fängt droben das Kegelschieben an." Er aber schulterte seinen Stugen und ging in seine Sie bedeckte ihr erglühendes Gesicht mit den Händen, denn lachte jedoch Niemand. Ambros ließ sich eine frische sie dachte an die leidenschaftliche Gewalt, mit der er fie Halbe bringen und als wieder ein starker Donnerschlag das Wonnig lachte vor ihr das Thal mit seinen grünen an seine Brust gedrückt und umhergewirbelt hatte. Wenn Haus erschütterte, fagte er: Matten, reifenden Kornfeldern und rosig erblühenden Buch- er sie in seiner Wildheit zertreten, zerrissen hätte, sie wäre Jetzt hat unser Herrgott alle Neun geworfen." weizenäckern. So recht sonnig behaglich lagen die braunen glückselig gestorben, und sie lächelte. Holzhäuser eingeneftelt in dem Grün dem Wiesen und Ge " Wenn unser Herrgott spricht, fannst Du wohl das Die Sonntagsruhe war so recht dazu geeignet, sich in Maul halten," rief ein weißhaariger Bauer aus Monthan, büsche, und weich träumerisch standen die Dolomiten über das füße Gefühl einzuspinnen, und wenn Stasi sonst mit der in der Ede bei dem Ofen mit einigen Männern saß. den Tannenwäldern. Lisei sah aber das Alles nur durch einem unverstandenen, schwermüthig fich färbenden Sehnen Ambros fuhr auf, da er aber das Alter des einen grauen Flor. Nicht lange darauf verließ Ambros die Mußestunden des Sonntags zugebracht hatte, so erfüllte Sprechers bemerkte, so begnügte er sich, die Achseln zu zucken. den Klosterhof. Den Stutzen auf dem Rücken, die silber- heut ein glückseliger, duftiger Rausch ihr Herz. Die Mi- Das Gewitter 30g bald vorüber, aber es regnete beschlagene Pfeife im Munde, so schlenderte er sorglos nuten hatten Bienenflügel und trugen Honig an den Füßen. weiter und die Luft blieb schwül. Ambros mußte sich zwischen den Feldern und über die Triften nach St. Vigil. Ambros hatte Stafi nicht gesagt, ob er sich Abends an dem darein finden, Stafi heute nicht mehr zu sehen. Um Rande des Bannwaldes begann das Knallen nach Gartenzaune einfinden würde; sie war jedoch überzeugt, daß Donner nur noch in der Ferne rollte, erhob fich der Scheibe, die jenseits des Baches vor der Felsenwand er kommen würde, und sie warf manchen Blick auf den der weißköpfige Alte, um heimzugehen, dabei rief er Am aufgestellt war. Es war ein lustiges, eifriges Schießen, Kreuztoft und Pares, die ihre Sonnenuhr waren. Noch bros zu: eifriger vielleicht als gewöhnlich, infolge der Reden des ruhte das volle warme Licht auf ihnen. " Du sollst nicht solche sündhafte Reben führen. Wer Löffel- Franz am Vormittage, und manch stacheliger Scherz Als Stasi nach einer Weile wieder hinsah, erschienen Gott lästert, des freut sich der Teufel. auf die Bayern traf mit den sicheren Kugeln ins Schwarze. sie wie von einem leichten Schleier verhüllt. Rasch wob er Acht!" Stube. Als ber Nimm Dich in ain( Fortsetzung folgt.) er Budget wird gegen& Stimmen angenommen. Von den Vorschlägen Doktor paſſire, Die Diskussion wird geschlossen und Abg. Sack zieht seinen Antrag zurück, da derselbe keine Aussicht habe, vom Hause angenommen zu werden. wenn ** * ** obendrein fich Abg. Nickert( freif.) spricht dem Antragsteller Sack seine mehr als 50 Liter, jedoch nicht über 1 Sektoliter reinen Altohols Imäßig vernünftigen Einwänden, die man begreifen fann. So Anerkennung dafür aus, daß er es versucht habe, in dem erzeugen, nur ein Zuschlag von 16 Bf. für das Liter reinen glaubte er hinweisen zu müssen auf die Unmöglichkeit, die eingebrachten Antrage die verfassungsmäßigen Bedenken zu be- Alkohols erhoben." Menschheit so schnell wie die Sozialdemokraten es hofften, ins feitigen. Weshalb solle der Antrag nicht annehmbar sein? Die 4. Die Ziffer 1 zu streichen und dementsprechend die Nu- Paradies der Freiheit zu bringen, erinnerte an die körperliche, Bedenken des Ministers hinsichtlich der außeretatsmäßigen und merirung der übrigen Ziffern zu ändern. ethische und geistige Verschiedenheit der Menschen, die eine der neuen Ausgaben bleiben bestehen, ganz gleich, ob der Antrag Abg. Dr. Buhl ersucht den Abg. Hug, die Schwierigkeit sozialistische Gleichheit unmöglich mache. Besonders aber meinte Sack angenommen wird, oder nicht. Dagegen giebt der Antrag der Ausführung des Antrages nicht im Plenum so ausführlich zu er Gewicht darauf legen zu müssen, daß die Menschen in früheren dem Minister Dedung in Bezug auf den Haupttheil der schildern, da sonst vielleicht der Antrag nicht angenommen wird. Jahrhunderten doch noch viel unglücklicher gewesen wären. Als dauernden Ausgaben und er würde es lebhaft bedauern, wenn Die Vorlage bietet den Kleinen Brennern sehr viele Vortheile und dann aber Peus in seiner Widerlegung erklärte, der Umstand, das Haus den Antrag nicht annehmen würde. Die Sache habe man muß, da die Regierung die Haustrunt- Steuerfreiheit ablehnt, daß es früher in mancher Beziehung noch trauriger ausgesehen praktisch keine großen Bedenken, formell dagegen sei sie nicht so entweder diese Vergünstigung von 3 M. gewähren oder nichts. habe als jegt, könne für die Arbeiter nicht im mindesten eine bedeutungslos, weil der Antrag erfüllen wolle, was die Ver- Der Antrag: An den Stellen im Artikel II. 5. 6. wo es Veranlassung sein, das ihnen heute auf den Nägeln brennende fassung verlange. Seien extraordinäre Ausgaben noth- heißt 1. April 1891, soll gesetzt werden 1. Juli 1891, wird Glend nicht zu beseitigen und als er hinwies auf die Verdie dem Herrn wendig, so werde es leicht sein, sich darüber in der Budget- einstimmig angenommen. Ein Antrag Buhl ut. Gen. wechselung von Ursache und Wirkung, tommission zu verständigen. er auf die ethische, geistige und Abg. v. Bedlin- Neukirch( frk.) ist dem Abg. Sack ebenfalls der 1. Lesung wird Biffer 3, 4, 7 einstimmig ange- förperliche Verschiedenheit hinweise, die er so diese Ein dafür dankbar, daß er die Verfassungsfrage hier zur Disfussion nom men.( Biffer 5, 6 ist durch Annahme des Antrages Bu- h! wahrscheinlich sehr verkehrt vorstelle und gebracht habe, aber damit sei nicht gesagt, daß er für den An- erledigt.) Zu Art. III. liegt folgender Antrag des Abg. Graf wände in ihr Nichts aufgelöst hatte, da hielt sich der trag stimmen werde. Der Vergleich mit den früheren Noth- Mirbach vor: Von dem aus dem Zollauslande in Fässern geehrte Herr Doktor nicht mehr, als er nun noch einmal das Wort gesehen passe nicht, denn damals lag ein Etatsentwurf überhaupt eingehenden Branntwein werden vom 1. Juli 1891 ab an Boll erhielt; brachte( man staune) wieder das Theilungsmärchen, übernoch nicht vor; heute aber wisse man, daß der jeßige Etat erheb- erhoben für 100 Rilogramm von Liqueuren 180 M.," für andere haupt den ganzen Irrlehrenmann, den großen Eugen vor, meinte, lich von dem vorjährigen abweiche. Das Haus würde sich also Branntweine in Fässern 125 M., von dem in Flaschen, einem gewandten Redner fei es eine Kleinigkeit, eine Versammeiner unwahrheit schuldig machen, wenn es mit offenen Krügen oder anderen Umhüllungen eingehenden Branntwein lung zu Mord und Todtschlag zu reizen und erging sich dann Augen solche Scheinmaßregeln treffen wollte. Er bitte 180 M. für 100 Kilogramm. Finanzrath von Schmidt erklärt überhaupt in einer Reihe von Denunziatiönchen. Als dann aber deshalb, den Antrag Sack abzulehnen. als Charakteristikum für Liqueur die aromatische Essenz Peus das Schlußwort ergriff, versuchten die Freisinnigen Lärm Abg. Cremer( wildkons.) ist der Ansicht, daß das Haus die und Versüßung. Abg. Buhl weist darauf hin, daß zu machen, indeß gelang es dem Referenten noch, in furzen Worten Pflicht gehabt hätte, zuerst den Etat festzustellen, ehe es an die Genèver dann zu den Liqueuren gerechnet werden muß. Die Arbeiter hinzuweisen auf ihr Klassenbewußtsein und seine Berathung der Reformgesetze ging, Mit dem Schul- Es können Unklarheiten entstehen, und empfiehlt sich der Zusatz, Mahnung, als Arbeiter, als Gebrückte nur mit dem Arbeiter zugesetz und der Landgemeinde- Ordnung werde man doch nicht daß als Liqueure diejenigen Branntweine bezeichnet werden, die sammen zu gehen und fand in einem dreifachen Hoch auf die völkerfertig werden. Er glaube indessen, daß es gerathen sei, nach den nicht über 50 Gewichtsprozente Alkohol haben. Geheimrath befreiende Sozialdemokratie begeisterten Anklang. Bei der letzten hier stattgehabten Erörterungen, den Antrag Sack zurückzuziehen Sell( vom Reichs- Gesundheitsamt) erklärt, daß es möglich sein Wahl gab es in Landsberg nur einige 800 sozialdemokratische und später der Regierungsvorlage zuzustimmen. wird, den Begriff Liqueur zolltechnisch zu figiren. Abg. Wurm: Stimmen. Die nächste Wahl wird die Gegner in Erstaunen setzen, Das Aromatische darf nicht maßgebend sein, sonst kann auch eine denn das Wachsthum der Stadt und ihrer Industrie kommt uns als Num oder Kognak deklarirte Waare für ein aromatisirter neben der Agitation auch noch zu Gute. Branntwein erklärt werden. Der Zuckergehalt ist allein maßHamburg, 17. März. Heute sprach Genosse Wilhelm Es folgt die zweite Berathung der Novelle zu dem gebend, jedoch, da Rum und Rognat geringe Buckerniengen entGefeß, betr. die Bildung von Wassergenossen- halten, erst bei 3 pet.; außerdem kann ja zur Verfüßung ge- Liebknecht vor ungefähr 5000 Personen im Saale des Vittoriaschaften für das Gebiet der Wupper und ihrer nommen werden: Glycerin und Saccharin, so daß eine Buder- Gartens. Liebknecht sprach unter dem begeisterten Beifall seiner Nebenflüsse. bestimmung nicht maßgebend sein kann. Dagegen empfiehlt es Zuhörer eine Stunde lang. Um den Eindruck des Vortrages Die Vorlage wird nach einiger Diskussion, in welcher Abg. sich, das spezifische Gewicht als Maßstab zu nehmen, da nicht abzuschwächen, wurde allseitig auf eine Diskussion verzichtet. Graf Elberfeld( natl.) auf die Gefahren hingewiesen, die durch bei Zusatz von Zucker oder Surrogaten dasselbe über 1 sein wird, Hamburg, 15. März. Bezüglich der Maifeier wurde in der die Anlage von Sammelbecken entstehen könnten, ange so daß dadurch Liqueure begrenzt werden können. Geheimrath Sell bestätigt die Mittheilungen des Abg. Wurm. Abg. Buhl gestrigen Versammlung des sozialdemokratischen Vereins für den Abg. Schulk Lupit( fr.) beantragt hierzu die Annahme beantragt, den Antrag Mirbach dahin abzuändern, daß es ersten Hamburger Wahlkreis in Jakobs Tivoli", St. Georg, be= folgender Resolution: Die Staatsregierung zu ersuchen, nicht heißt Liqueure aller Art, sondern nur Liqueure. schlossen: Am 1. Mai zu arbeiten, ein Viertel des Tagelohnes dem Landtage der Monarchie baldigst einen Geseyentwurf vor- Dies wird angenommen. Abg. Wurm betont, daß von Seiten zur Stärkung der Gewerkschaftsorganisationen zu opfern und das zulegen behufs Ergänzung des Waldschuh- Gesetzes des Reichs Gesundheitsamtes bis zur dritten Lesung eine Er gleiche den Genossen aller Orte zu empfehlen. Die Gelder sollen vom 6. Juli 1875 in der Richtung, daß in den Quellflärung über die zolltechnische Definition von Liqueur gegeben der Generalfommission der Gewerkschaften Deutschlands übergebieten der Flüsse und Bäche der Wald mehr als bisher werden muß. Der Antrag Graf Mirba ch wird einstimmig wiesen werden. Am Abend des 1. Mai soll ein Flugblatt vererhalten, beziehungsweise eine zielbewußte Neuangenommen. breitet werden. Ferner wurde der Vorstand beauftragt, in der bewaldung bewirkt werde zum Zwecke, den Abfluß der Abg. Gröber: Der Antrag ist ein Rompromiß, da die nächsten Versammlung bestimmte Vorschläge zu machen für die Lagewässer zu verlangsamen und eine vermehrte Nutzung des Regierung erklärt hat, sie werde den Antrag aus erster Lesung am 3. Mai d. J. zu veranstaltende Demonstration. Wassers für die Landeskultur und die Industrie herbeizuführen." nicht annehmen, besonders die Steuerfreiheit des Haustrunks Abg. Schulz Lupit bittet diese Resolution der Agrar nicht zugeben. Abg. Hug: Der Antrag hat erst bei einer Pro- Magdeburg, 18. März. Für den ganzen Regierungsbezirk Tommission zur Vorberathung zuzuweisen und Abg. Gerlich duktion von 50-60 Bentner eine Erleichterung. Die Haustrunt- Magdeburg und das Herzogthum Anhalt findet am zweiten und ( frk.) unterstützt diesen Antrag, weil seiner Ansicht nach eine brenner brennen aber durchschnittlich nur 20 Bentner, event. am dritten Osterfeiertage in Magdeburg im Prinz Karlvöllige Umgestaltung des Waldschutz Gesetzes nothwendig sein haben also keinen Vortheil. Gerade die bedürftigsten Kleinbrenner, Salon, Lüneburgerstraße, ein Parteitag statt. Genoffen, die auf dürfte. und das sind 9/10 derfelben, erhalten nichts. Die Materialsteuer ein freies Nachtquartier reflektiren, werden gebeten, dies an den Die Ueberweisung an die Agrarkommission bringt im Ganzen 600 000 m. jährlich; um diese einzuziehen, Genoffen Ad. Schulze, pr. Adresse Volksstimme", Heiligegeifterfolgt. werden in dem Vorschlag 6 verschiedene Abstufungen gemacht. straße 27, bis spätestens Freitag, den 27. März, anzuzeigen. Der Gefeßentwurf, betr. den Rechtszustand vom Herzog Die Vollzugsorgane, die unteren Steuerbeamten, wie der Kleinthum Sachfen- Meiningen an Preußen abgetretener brenner werden dadurch nur belästigt und finden sich schwerlich Magdeburg, 14. März. Durch unser Telegramm sind die Gebietstheile 2c. wird in erster und zweiter Lesung anzurecht. Wenn die Steuerfreiheit des Haustrunts angenommen Leser bereits davon unterrichtet worden, daß der für den feuille wird, entsteht höchstens ein Ausfall von 300 000 M. Die KontinDen lezten Gegenstand der Tagesordnung behandelt der gentirungsliste hat gezeigt, wie viel große Brennereien bedeutende tonistischen Theil der„ Voltsstimme" verantwortliche Redakteur Gefeßentwurf, betr. eine Erweiterung des Staats. Summen durch die Kontingentirung erhalten. Das ist eine Un- Genosse Fr. Köfter wegen Abdruck von Heines Weberlied mit schuldbuch 3. gerechtigkeit, die zu schweren Angriffen auf das Gesetz Anlaß 6 Monaten Gefängniß bestraft worden ist. Bekanntlich hatte die Die Ausgabe von dreiprozentigen Schuldverschreibungen der giebt; wenn man jetzt durch dasselbe Gesetz die kleinen Brenner Staatsanwaltschaft in der Veröffentlichung besagten Gedichtes konsolidirten Staatsanleihe hat mehrfach zu Anträgen auf Ein- auch noch benachtheiligt, so vermehrt man die Zahl der An- Majestätsbeleidigung und Gotteslästerung erblickt. Das für die fragung solcher Schuldverschreibungen in das Staatsschuldbuch greifer. Staatssekretär Malzahn: Der Antrag Buhl und Strafbarkeit der letzteren nothwendige„ öffentliche Hergerniß" Beranlassung gegeben. Diesen Anträgen hat bisher nicht ent- Genossen wird den kleinsten Brennern helfen; aber das Gesetz wurde bei der öffentlichen Verhandlung bezeichnender Weise durch sprochen werden können, weil das Gesetz nur die Eintragung von wird dadurch schwerfällig. Wenn der Reichstag nicht ganz be- Beugenaussagen des Staatsanwaltes Nessel, Vorsitzenden des 4. und 3/2 prozentigen Konsols zuläßt. Die Vorlage hat den stimmt diese Aenderung verlangt, wird der Bundesrath nichts antisemitischen, chriftlich sozialen Arbeitervereins, sowie des Zweck, die Bestimmung des Gesetzes auf die Schuldverschreibungen ändern, obwohl er gegenüber der Mißstimmung in Süddeutsch- Referendars Wohlfahrt festgestellt. Aus dem Plaidoyer des Staatsanwaltes ist besonders hervorzuheben, daß er die Gesinnung tonsolidirter Anleihen generell auszudehnen. land über dieses Gesetz Zugeständnisse machen will, so daß der Bundesrath sich entschließen könnte, den Antrag Buhl und Gen. Heines jüdisch- international" nannte, wenn auch nicht bestritten anzunehmen. Preußen ist am meisten dagegen und nur dann werden könnte, daß Heine ein gottbegnadeter" Dichter gewesen dafür, wenn 4.( die Streichung der Befreiung des Haustrunks) sei. Die Bertheidigung führte Rechtsanwalt W. Heine aus angenommen wird, sonst wird der ganze Antrag abgelehnt. Der Berlin. Er zweifelte zunächst in Betreff der Gotteslästerung an, Haustrunk- Paragraph. ist eine Ungerechtigkeit, denn jeder ob das öffentliche Aergerniß" auch berechtigt sei; die Leser, für Branntweintrinker, der im Stande ist, sich seinen Be- welche die" Boltsstimme" bestimmt sei, hätten sicherlich kein darf selbst herzustellen, muß denselben voll versteuern, ergerniß an dem Abdruck genommen, und schließlich gäbe es mit Ausnahme Baden, Bayern überhaupt keine Ansicht und keine Ueberzeugung, an deren Aeuße nommen. genommen. T = Der Gesezentwurf wird ohne Diskussion in erster und zweiter Berathung angenommen. Nächste Sigung: Donnerstag 11 Uhr.( Kleinere Vorlagen und Etat.) Schluß 14 Uhr. Parlamentarisches. : い die " # " " and Elsaß wohnen. Die Regierung will ebenfalls die Inter- rung nicht irgend wer Vergerniß nehmen tönnte. In Bezug auf effen der fleinen Brenner wahren, das zeigt die Regierungs- die Majestätsbeleidigung, die durch das Heine'sche Lieb begangen 2. Sigung der 2. gefung der Branntweinsteuer- vorlage. Geheimrath Rauschning: Die Zahl der Brenner, worden sein soll, sei zu bemerken, daß das Gedicht lediglich die Kommission Montag, den 16. März 1891. die bis 50 Liter produziren, beträgt 48 681, die 11-12 000 Sefto- Stimmung jener elenden und gedrückten Weber wiederspiegeln ( Leider verspätet.): liter erzeugen, liefern also 1/8 des gesammten Ertrages der die solle, die sich in den vierziger Jahren in den bekannten HungerZur Berathung komunt Artikel I des Gesetzes und Resolution Materialsteuer entrichtenden Brenner; sie zahlen 200 000 m., Revolten Luft machte. Da das Gedicht in jener Zeit entstanden des Abg. Wattendorf:„ Die verbündeten Regierungen zu also auch 1/3 des hier in Frage kommenden. Nach den Vorschlägen sei, so fehle jeder Anhaltspunkt, daß die Person des herrschenden ersuchen, in den vom Bundesrath auf Grund des§ 2 Schluß- werden sie 72 000 m. zahlen, so daß durchschnittlich anstatt 4. Regenten beleidigt sei oder beleidigt werden sollte. Der Redat absatz des Branntweinsteuer- Gesetzes zu erlaffenden näheren Be- 65 Pf. nur 1 M. 65 Pf. pro Brenner Steuern bezahlt werden. teur, der gewohnheitsgemäß an die Spize der Boltsstimme" e ftimmungen diejenigen Brennereien, welche Brauerei- Abfälle und Geheimrath Geiger: Die bayerische Regierung wird zum An- Gedicht darunter auch recht sentimentale gebracht habe, 3 und grant Hefenbrühe gewerbsmäßig in größeren Mengen auffaufen trage Buhl u. Gen. wohl ihre Zustimmung geben, und zwar wollte seinen Lefern eben nur eines der besten Zeitgedichte gemes und zu Branntwein verarbeiten, der Kontingentirung zu unter- mit Absatz 4( Befreiung bes Haustrunts). Dasselbe erflärt bringen. Demgegenüber führt das Urtheil des Gerichtshof aus: werfen." Staatssekretär Malta hn: Laut Bundesrathsbeschluß der Vertreter von Württemberg. Der Vertreter von Baden Der Geist der Empörung und Aufheizung spreche aus jeder verarbeiten diese Brennereien vollständig ihr Material zum erklärt, daß seine Regierung schon früher im Bundesrath die Beile der Volksstimme", ferner habe die Voltasimme als billigeren Verbrauchsabgabensate. Daß dies gewerblich aus- Steuerfreiheit des Haustrunts beantragt hat und auch jest die offizielles Organ der Sozialdemokraten Magdeburg eine durch genutzt wird, ist erst jetzt zur Kenntniß des Bundesrathes ge- selbe wünscht. Da aber diese Befreiung aussichtslos ist, wird sie aus atheistische und republikanische Tendenz. Von diesem Gesichtstommen, und sind infolge dessen Verhandlungen im Gange, um den Antrag Buhl u. Gen. annehmen und wird dafür gesorgt punkte aus sei der Abdruck von Heines Weberlied zu beurtheilen. dies zu ändern. Die Resolution möge zurückgezogen werden; bei werden, daß der kleine Brenner nicht durch die Schwierigkeiten Das Gedicht an und für sich sei zwar als reines Kunstprodukt zu betrachten; aber nicht um künstlerisch zu wirken, habe der dritten Lesung werde die Regierung wahrscheinlich eine ent- der Kontrolle belästigt wird. sprechende Vorlage machen können. Abg. Gröber beantragt Die Verhandlungen sind damit erledigt. Der Bericht wird der Angeklagte das Gedicht zum Abdruck gebracht, sondern um den Zusatz zu Brauerei- Abfälle und Hefenbrühe und andere der aufzureizen und zu beleidigen. Die oficht sei unverkennbar. Demnach liege auch ein beschimpfendes Lästern Gottes vor. In Materialsteuer unterliegenden Stoffe", da auch Obst gewerbe Daß in einem Blatte mit antimonarchischer Tendenz durch den Bezug auf die Majestätsbeleidigung sei zu berücksichtigen gewesen, mäßig aufgekauft und verarbeitet wird zum billigeren Steuerfaße, Abg. Hug und Buhl sprechen sich gegen den Zusatz Gröber Abruck des Gedichtes eine Verlegung des monarchischen Gefühles, aus, da die höhere Steuer auf den Verkäufer, den kleinen Landeine Beleidigung des Königthums beabsichtigt sei. Sei nun auch wirth, zurückgewälzt werden wird, indem er niedrigere Preise die Person des herrschenden Monarchen nicht unmittelbar be erhält. Abgeordneter Gröber sieht seinen Zusah zu leidigt worden, so werde er doch unmittelbar durch die Beleidi rück; Abgeordneter attendorf zieht seine Re= gung des Königthums mitverletzt, weil er der vornehmste Bersolution zurück und wird sie eventuell im Plenum noch einmal treter des monarchischen Prinzips fei, weil er als Träger des stellen. Königthums durch jebe Beleidigung dieses persönlich selbst beleidigt werden müsse. Demzufolge sei auch der Thatbestand der Majestätsbeleidigung als vorliegend erachtet worden. Art. I. wird einstimmig angenommen. nommen. Mitte April in einer Sigung zur Berlesung kommen und ist die offizielle Statistit als Anlage beizufügen. Das Gesetz wird mit allen gegen 1 Stimme angenommen. Referent für das Plenum ist Abg. Dr. Gamp. Korrespondenzen und Parteinachrichten. Er * Sonneberg, 17. März. Wegen des Abdruckes des Heinefchen Weberliedes wurde der Nedakteur des hiesigen Parteiblattes Thüringer Volksfreund" von der Coburger Strafkammer zu drei Monaten Gefängniß verurtheilt. Antrag Dr. Buhl: In Artikel II., Nr. 2, Beile 3 statt des Landsberg a. W. Am Donnerstag, den 12. D. M., fand Wortes in" zu sehen bei" wird einstimmig ange- hier endlich die bisher verhinderte Versammlung statt, in welcher Bur Diskussion tommt Antrag Dr. Buhl, Gamp, Herr Peus aus Berlin über die Ziele der Arbeiterbewegung und Erfurt. Das wegen Beleidigung des Bau- Unternehmers Gröber, Graf v. Kleist Schmenzin, Graf v. Mirbach. Die im Anschluß daran über die freie Liebe referirte. Der Referent Göße in weimar über unseren Genossen Karl Schulze verhängte Kommission wolle beschließen: wurde übrigens am Bahnhof von der Polizei empfangen, der Zu Artikel II.: 1. 3iffer 5 Litt. a. und b. folgendermaßen Herr Polizei- Inspektor war nur in Sivil erschienen. So erfuhr Urtheil ist, nachdem das Reichsgericht die Berufung verworfen, zu fassen: a) vom Hektoliter Treber von Kernobst und einge- denn die Stadt früh genug die Gefahr, die über ihr schwebte. nunmehr rechtskräftig geworden. Er hat demnach weitere vier stampfte Weintreber 25 Pf., b) vom Hektoliter Kernobst 35 P.; Schon vor 8 Uhr war der mächtige Saal des Attientheaters Wochen Gefängniß zu verbüßen. Materialsteuer wird a) in denjenigen Brennereien, welche in einem der Freisinnigen erschienen. Referent erzielte durch seinen 1/ 22. der Biffer ŏ nachstehenden Absatz 2 hinzuzufügen:„ Die überfüllt, besonders waren auch viele Nichtarbeiter und Anhänger Jahre nicht mehr als 50 Liter reinen Alkohols erzeugen, nur zu stündigen Vortrag, den die Versammlung mit mustergiltiger vier Zehnteln, b) in denjenigen Brennereien, welche in einem Ruhe anhörte, lebhaften Beifall. Gr schilderte die Entstehung Jahre mehr als 50 Liter, jedoch nicht über 1 Hektoliter reinen der modernen Arbeiterklaffe und erklärte die Theorie vom MehrAlkohols erzeugen, nur zu acht Behnteln der im Absatz 1 fest werth oder der Ausbeutung in handgreiflichsten Worten. BefonBergedorf. Wie die Berged. 3tg." mittheilt, ist die von ders intereffirten die Ausführungen über die Widersprüche der gefekten Steuerbeträge erhoben." Die Darlegung des eigentlichen den Vorstandsmitgliedern des Fachvereins der Maurer, Koch, 3. Der Biffer 6 folgende Faffung zu geben: Bom 1. April Arbeitslosigkeit unserer Beit. 1891 ab tritt dem§ 42 des Gesetzes unter Biffer I. am Schlusse Sinnes der freien Liebe" wirkten gleichfalls sichtlich aufklärend. Brandmann, Krüßmann, Delerich und Wörmer, gegen das Urtheil nachstehende Bestimmung als Absatz 4 hinzu: Insofern Bren- Als nun nach beendigtem Vortrage die Diskussion eröffnet der Strafkammer des Landgerichts Hamburg, durch welches sie nereien, welche der Materialsteuer unterliegende Stoffe verarbeiten, wurde, war die Wirkung des Vortrages zuerst eine solche, daß wegen des unter Anderem gegen den Maurer Hitscher hierſelbſt von der im Absatz 3 gewährten Befugniß Gebrauch machen, wird keiner der zahlreichen Gegner den Muth hatte, hervorzu- durch Verhängung der Sperre begangenen Erpressungsversuchs Erst als nach einiger Zeit der Referent sein verurtheilt wurden die ersteren vier zu je 9 Monaten und der ist, die in einem Jahre nicht mehr als 50 Liter reinen Alkohols Bedauern darüber aussprach, da konnte es ein Dr. med. Feige lettere zu 6 Monaten Gefängniß, eingelegte Revision vom erzeugen, nur ein Buſchlag von 8 Pf., b) von Branntwein, doch nicht mehr ertragen, so zurückhaltend zu sein und bat ums Reichsgericht verworfen. Dieselben wollen sich mit einem Gnadenein nicht mehr ag, b welcher in Brennereien hergestellt worden ist, die in einem Jahre Wort. Gr begnügte sich in seiner ersten Replik mit verhältniß gesuch an den Hamburger Senat wenden. " 1 Theater. von Orleans. Donnerstag, den 18. März. Opernhaus. Mignon. Schauspielhaus. Der neue Herr. Lessing- Theater. Thermidor. Berliner Theater. Die Jungfrau Deutsches Theater. Das alte Lied. Friedrich- Wilhelmstädt. Theater. Der Vogelhändler. Wallner Theater. Miß Helyett. Residenz- Theater. Der selige Toupinel. Vorher: Die Schulreiterin. Viktoria Theater. Die sieben Raben. Bellealliance- Theater. Hamlet. Ofend- Theater. Deborah. Thomas- Theater. Der Millionenbauer. Adolph Ernst- Theater. Adam und Eva. Kaufmann's Variété. Große Spezialitäten- Vorstellung. Concordia. Große SpezialitätenSpezialitäten- Vorstellung. Theater der Reichshallen. Vorstellung. Große Gebr. Richter's Variété. Große Spezialitäten- Vorstellung. Wintergarten. Große Spezialitäten Vorstellung. Dienstag, den 31. März: Abschieds- Vorstellung. Circus Schumann. Friedrich- Karl- Ufer. Heute Abend 71/2 Uhr: Große Vorstellung Das Programm besteht aus 10 der Dorzüglichsten Repertoire- Nummern. Auftreten der besten Reiterinnen und Reiter. Vorführung der bestdressirten Schul- u. Freiheitspferde. Komische Entrees sämmtlicher Klowns. Zum Schluß der Vorstellung: Nur noch einige Male: Circus unter Wasser. Auf vielseitiges Verlangen: Gine ländliche Hochzeit. Gr. tom. equ. Pantomime mit Ballet und neuer Ausstattung. Morgen: Gr. Vorst. Circus unter Waffer. Eine ländliche Hochzeit. -O Ein donnerndes Hoch dem Kollegen H. Labs zum 19. März. Es gratulirt Dein Freund F. Grätz. Achtung! Sozialdemokratischer Wahlverein 1049b Klavierarbeiter und verwandte für den I. 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März, Nachmittags 5 Uhr, im Lofale des Herrn Gründel, Dresdenerstr. 116. Zages- Ordnung: 159/3 1. Wahl des 1. Vorsitzenden. 2. Vortrag. 3. Diskussion. 4. Aufnahme Sichen od. neuer Mitglieder. 5. Vereinsangelegenheiten: a) Bericht des Vergnügungs( Elfenholz Romitees; b) Wahl der Rechtsschutz- Kommission. 6. Verschiedenes u. Fragefaften. Mach viel. Um zahlreiches und pünktliches Erscheinen bittet Der Vorstand. Bemühun gen ist es Achtung! uns gelun gen, den ftellen, daß sogar jedes Kind Feuer Apparat praktisch und einfach herzuAchtung! Große öffentliche Versammlung Vorstehende Abrechnung ist von uns anzünden kann, ohne dabei in Gefahr sämmtlicher Droschkenkutscher Berlins Etablissement Buggenhagen revidirt und für richtig befunden. am Moritzplatz. Täglich: Unterhaltungs- Musik. Direktion A. Rödmann. Dienstag und Freitag: Walzer- Abend. Großer Frühstücks- und Mittagstisch. Spezial- Ausschant von Pazenhofer Export- Bier, Seidel 15 Pf. 641 F. Müller. 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Verantwortlicher Redakteur: Curt Baake in Berlin. Druck und Verlag von Mag Bading in Berlin SW.. euthitrane 2. Hierzu eine Beilage. Beilage zum„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 66. Korrespondenzen und Parteinachrichten. Donnerstag, den 19. März 1891. Wir bemerkten weiter 8. Jahrg. Charlottenburg und Nieder- Barnim, sowie die sozialdemokratischen nicht auf den sozialistischen Leim gekrochen war. Wir Stadtverordneten hatten Kränze gespendet. Ein stattlicher Kranz hielten es unter unserer Würde, darauf zu antworten; denn war von dem„ Allgemeinen Metallarbeiter- Verein" dargebracht gegen Dummheit( und Frechheit) kämpfen Götter selbst worden, wie überhaupt die Metallarbeiter sich ganz hervorragend vergebens. Unsere Petition war richtig, die beiden anderen Dresden. Der Redakteur der Sächs. Arbeiterzeitung" war betheiligt hatten, so waren von den Arbeitern der Löwe'schen gingen von falschen Voraussetzungen aus. Nun Ihr Stroh= Dresden. Der Redakteur der Sächs. Arbeiterzeitung" war Fabrik zwei wundervolle große Kränze gespendet worden, welche köpfe, jetzt hat der Reichstag sein Verdikt gefällt und uns eine Dor einiger Zeit vom Schöffengericht zu Riesa wegen BeleidiFabrik Rechtfertigung ausgestellt, wie sie glänzender nicht gedacht wergung eines Schußmannes, begangen durch die Presse, zu vierzehn allgemein als die schönsten bezeichnet wurden. Tagen Gefängniß verurtheilt. an Kränzen solche von den den kann. Wer waren die Lügner, wer die Blödsinnigen? Wer Sowohl von Seiten des Ver- Arbeitern der Fabrik von Beermann, den Genossen der Borsig'schen ist blamirt? Wer hat den ganzen Kellnerstand bloßgestellt, und urtheilten als auch von Seiten der Staatsanwaltschaft war Be- Fabrik, den Arbeitern der Nähmaschinen- Fabrik von Gebrüder trotz aller Warnungen? Ja, jetzt könnten wir hohnlachen, wenn rufung gegen dieses Urtheil eingelegt. Infolge erneuter Beweisaufnahme vor dem hiesigen Landgericht, 2. Strafkammer, zog die dem Fachverein der Metallschleifer, dem Fachverein der Eisen- doch einige unserer eigenen Leute Anfangs auch auf die sozialNothmann, von dem Fachverein der Zinkgießer und Stürzer, uns nicht das Ansehen des Kellnerstandes näher läge. Waren Staatsanwaltschaft ihre Berufung zurück und wünschte eine und Metallbreher Berlins und Umgegend, von den Arbeitern der demokratischen Lügen reingefallen, trot unserer Warnung. Diese mildere Bestrafung des Angeklagten, da er alles aufgeboten habe, Allgemeinen Elektrizitäts- Gesellschaft, von den polnischen Genossen, waren wenigstens so flug, ihrer Petition noch eine andere um die Wahrheit der betreffenden ihm überbrachten Angaben fest- den Berliner Gastwirthsgehilfen, den Handlungsgehilfen, den Schlußwendung zu geben aber die Kellner Sozialdemokraten zustellen. Die Vertheidigung stellte fest, daß eine Beleidigung gewerblichen Hilfsarbeitern, dem geselligen Klub Proletariat", pochten Mangels eigener Urtheilsfähigkeit, trotzdem der klare wohl überhaupt nicht vorliege und daß eine ganze Reihe von dem Verein zur Wahrung der Interessen der Klavierarbeiter, Wortlaut der Verhandlungen vorlag, auf ihren Führer", der Milderungsgründen dem Angeklagten zu Gute fämen. Der Angetlagte selbst protestirte gegen das Urtheil des Riesaer Schöffen- den Genossen der Fabrik von Groschkus, den Mitgliedern des nun selbst als Lügner gebrandmarkt ist. Die Nemesis! So mußte gerichts, welches bemerkte, er habe mit seiner Publikation nicht geselligen Vereins" Hoffnung", von den Arbeitern der Knopf- es kommen!" Wir haben den ganzen Herzenserguß mitgetheilt, damit die ein öffentliches Interesse wahren wollen, sondern als Sozial- fabrik von Beiler und Behrend, dem Lese- und Diskutirklub demokrat die Aufhebung der Bevölkerung gegen behördliche Maß-" Fester Wille", dem Skatklub" Rückwärts", den Bäckern Berlins, sozialdemokratischen Kellner sich überzeugen können, was für ein den Hutmachern Berlins," der Freien Vereinigung der feiner" und" gebildeter" Mann der Herr Dr."( das soll doch Zimmerer Berlins", dem Leseklub dem Leseklub„ Gleichheit"( Berlin nicht etwa" Doktor" heißen?) Blüher ist. Er theilt den Inhalt Nord), dem Männer- Gesangverein„ Morgenroth", dem Rauchklub jener Reichstags- Verhandlung ganz ausführlich mit, in welcher Kernspitze", dem Rauchklub„ Ohne Zwang", dem sozialdemo- die Redner darüber streiten, ob der Kellner Dienstbote oder fratischen Agitationsverein„ Spinoza", dem Verband der Möbel- Gewerbegehilfe ist. Beiläufig bemerkt, ist die Frage auch in polirer, dem Skatklub„ Treff", von Mitgliedern des Vereins der Preußen feineswegs in allen Fällen so klar und zweifelsohne; Buchdrucker und Schriftgießer Berlins, den Töpfern der Prenz- es können sehr wohl zweifel entstehen, ob der„ Markeur" eines lauer Allee, dem Leseklub„ Freiheit", dem Bildungsklub der kleinen Gasthofes in einer fleinen Stadt als Gewerbegehilfe oder Hausdiener. als Gesinde( Hausknecht) zu betrachten ist. nahmen bezweckt. Der Gerichtshof hob das erstinstanzliche Urtheil betreffs der Strafart auf und erkannte auf 80 M. Geldstrafe bez. im Uneinbringlichkeitsfalle 8 Tage Gefängniß. " Mainz, den 16. März. Gine Parteifonferenz tagte gestern Nachmittag im„ Weißen Rößchen" mit der Tagesordnung: Die endgiltige Regelung unserer Breßverhältnisse". Bertreten waren folgende Orte: Biebrich, Schierstein, Erbach a. Rh., Eltville, Erbenheim, Amöneburg, Kastel, Hochheim, Mainz, Mombach, Finthen, Hechtsheim, Wörrstadt, Bingen und Kempten, zusammen 15 Orte mit 30 Delegirten. Zweck der Konferenz war, den un gewissen Zustand zu beseitigen, der durch den Beschluß des Frank furter Parteitages behufs Herausgabe eines Zentralorgans für Hessen- Nassau und Oberhessen, im Interessenfreise der" Mainzer Volkszeitung" entstanden war. Scharf getadelt wurde von allen Seiten das Fehlen Wiesbadens, trotzdem die Einladung zu der Konferenz an die Genossen jenseits des Rheins von Seiten Wiesbadens geschehen war. Nach längeren, ruhig und fachlich geführten Debatten wurde beschlossen, den bisherigen Zustand vor läufig aufrecht zu erhalten, die„ Mainzer Volkszeitung" als das Organ der sozialdemokratischen Partei für die Wahlkreise Mainz, Wiesbaden und Bingen- Alzey zu betrachten und mit allen Kräften für deren Verbreitung einzutreten. * " " Fürwahr eine stattliche Reihe! Rechnen wir nun noch die Herr Blüher wirft mit Schmutzblättern" und„ SchmutzUnzahl ungefähr 50 der ohne Inschrift gewidmeten Kränze artikeln" nur so um sich; das finden wir Kellnern gegenüber hinzu, so kann man wohl mit Fug und Recht von einer wahren gegenüber sehr unpassend, denn von denen nimmt man an, daß Wolfskundgebung sprechen, die Spenden, der Massenandrang, Alles fie reinliche Leute sind. Wenn der Herr Dr. Blüher für seine spricht deutlich dafür, daß die Betheiligung feine oberflächliche war, Person auf Reinlichkeit weniger Werth legt, indem er sich mit daß sie vielmehr dem Drange eines für Wahrheit und Recht solch en unsauberen Dingen beschäftigt, so ist das seine Sache. warm fühlenden Volkes entsproffen ist. Zu erwähnen wäre noch, caß sich unter der Unmasse dee Kränze auch ein weißer Rabe ein mit schwarz- rothgoldener Schleife versehener Kranz des" Demokratischen Vereins" befand, aber das war auch das einzige Zeichen einer Theilnahme seitens der Bourgeoisie und dieser eine erinnerte uns desto lauter an das Fehlen der anderen. Der Verlauf der Demonstration war ein musterhafter zu nennen. Der Würde, des Tages entsprechend befleißigte sich jeder Theilnehmer der vollkommensten Ruhe. Anerkannt muß auch Stuttgart, 17. März. Zahlreiche Haussuchungen werden, daß die Polizei sich dem Publikum gegenüber äußerst man spricht von ca. einem Dußend wurden in den letzten entgegenkommend benahm, sich in nichts weiter einmischte als Tagen bei hiesigen Arbeitern vorgenommen. Die Veranlassung in die Anordnung des Zuges. Infolge dessen kam es, daß der hierzu ist uns bis jetzt nicht bekannt, doch handelt es sich höchst Tag ohne jeden nennenswerthen Vorfall- soweit unsere Nach wahrscheinlich um Bergehen politischer Art. Zwei der Behaus- richten, suchten sollen zur Vernehmung nach Konstanz gebracht worden richten, die sich bis auf 5 Uhr Nachmittag erstrecken- endete. sein, während mehrere hier in Haft behalten wurden. Es kann sich feinesfalls um Verbreitung sozialistischer Schriften handeln, Reichskanzler unterm 5. März d. J. folgende Bestimmung, die Ueber den Verkauf von Postwerthzeichen erläßt der da diese durch den Wegfall des Sozialistengesetzes ungehindert den§ 43 der Postordnung vom 8. März 1879 abändert ,: verbreitet werden können. Lokales. 1. Die Freimarken, sowie die gestempelten Postkarten und Postanweisungen werden zu dem Nennwerthe des Stempels an das Publikum abgelassen. 2. Die Anstalt, in welcher die Postwerthzeichen hergestellt werden, übernimmt die Abstempelung von Postkarten mit dem Freimarkenstempel für das Publikum unter den bei jeder Postanstalt zu erfragenden näheren Bedingungen. Diese Abänderung tritt sofort in Kraft. Herr Dr. Blüher spricht von sozialdemokratischen Lügen, das verzeihen wir ihm mit der Versicherung unserer aufrichtigsten Theilnahme für sein mangelhaftes Fassungsvermögen, das allerdings nicht ausreicht, die sozialdemokratischen Wahrheiten zu erfassen. Herr Dr. Blüher spricht von„ ochfiger Bornirtheit, Dummheit, Frechheit, Strohtöpfen". Wir finden diese Ausdrücke ganz erklärlich; augenscheinlich hat sie Herr Dr. Blüher aus der tiefsten Tiefe der eigenen Empfindung geschöpft und da ruht bekanntlich immer das eigenste Sein des Menschen Dummheit, Frechheit, Strohtöpfe!" Ja, ja Herr Dr. Blüher, solche Stüßen der modernen Gesellschaft kann man in dem biederen Sachsenlande gebrauchen. Sie sind ganz gewiß eine der würdigsten Stützen der Gesellschaft in Sachsen, wo so ein bischen Sozialistenfresserei noch immer seinen Mann ernährt. Lassen Sie sich's nur gut bekommen Herr Dr. Blüher! Sollten Sie sich aber, was bei Ihrem Eifer leicht passiren könnte, einmal bei dieser edlen Thätigkeit den Magen nur vertrauensvoll an einen sozialdemokratischen Kellner, es soll verderben, so wenden Sie sich wegen der nöthigen Krankenkost deren, wie wir zuverlässig wissen, auch in Sachsen und Leipzig mehrere geben. Die Probefahrt gegen den neuen Prellbock auf dem Potsdamer Güterbahnhof sah etwas unheimlich aus. Diefelbe lies nichts desto weniger vollständig glatt ab. Die erste Fahrt mit Bahnhofsgeschwindigkeit hatten in den Wagen höhere Bahnbeamte mitgemacht. Der Lokomotivführer, welcher am exponirtesten war, erhielt 50 M. Für die Probefahrt mit Wolldampf hatte er " Daß unmittelbar vor den Thoren Berlins in der Hasenhaide viele Hasen, im Winter auch Rebhühner heimisch sind, auch einige Male Rehe anzutreffen waren und neuerdings wilde Kaninchen sich anzusiedeln beginnen, dürfte vielfach bekannt sein. Nur Wenige dürften es indessen wissen, daß sich auch im Thiergarten und derselbe liegt doch innerhalb Berlins- Hasen anzusiedeln beginnen. Im letzten Winter fand, so schreibt ein Berliner Nimrod der Nat.- 3tg.", mein Jagdhund einen Hasen an der Baumschule. Gestern, am 16. März, fand er wiederum einen Hafen dicht am Floraplaze. Wenn es auch in beider Fällen ein und derselbe Hase gewesen sein sollte, so würde das um so mehr ein günstiges Zeichen für die Ansiedelung Lampes im Thiergarten sein, da er die Alesung desselben der ve den Thoren Berlins vorzieht. Die seit mehreren Jahren im Thier find paarweise auf den verschiedensten Tümpeln des Thiergarten heimischen wilden Enten haben sich bereits gevaart und gartens anzutreffen; fie bedürfen jetzt und während der BrutIn der Nummer vom 26. v. M. bringt die in deutsch- zeit dringend der Ruhe und die Thiergartenverwaltung würde sächsisch geschriftleiterte R.-H.-R. einen Leitartikel über die gut thun, die betreffenden Tümpel mit dichten Strauchwerk zu Kellnerdebatte im Reichstage bei Gelegenheit der Berathung umgeben." der Bestimmungen über die Sonntagsrnhe mit folgender Einleitung: Zwei Seelen wohnen, ach, in meiner Brust! so kann nämlich mit gutem Recht der Schriftleiter" der„ Restaurant Hotel- Revue", eines in Leipzig erscheinendes Fachblatts für„ gut gesinnte" Gastwirthsgehilfen, von sich sagen. Wenn man weiß, was seit dem Sozialistengesez alles in Sachsen als nicht gutdie der Schriftleiter Blüher in Leipzig an die gute Gesinnung der gesinnt gilt, wird man die Anforderungen zu würdigen wissen, Kellner stellt. Der achtzehnte März. Die erste Wiederkehr dieses denkwürdigen Tages seit dem Fall des Sozialistengesetzes ließ die 3. Außer Kurs gesezte Postwerthzeichen werden innerhalb Trotz des, besonders Morgens, trüben Wetters waren die der durch den„ Deutschen Reichs- Anzeiger" und andere öffent- sich für alle Fälle sein volles Gehalt für seine Frau zusichern Schaaren der herbeiströmenden Männer und Frauen endlose, liche Blätter bekannt zu machenden Frist bei den Postanstalten lassen. Im Zuge war Niemand, auf der Maschine er allein; unzählbare. Es zeigte sich auch hier wieder recht drastisch, daß zum Nennwerth gegen giltige Postwerthzeichen umgetauscht. Nach selbst der Heizer fehlte. Von Lichterfelde her kam der Zug mit es einzig und allein das arbeitende Bolk ist, welches jener Männer Ablauf der Frist findet ein Umtausch nicht mehr statt. Die 30 Kilometer Geschwindigkeit dahergebraust. Selbst beherzte Zugedenkt, welche von ihrer Begeisterung für Freiheit, Wahrheit Reichs- Postverwaltung ist nicht verbunden, Postwerthzeichen baar schauer wandten das Gesicht ab. Aber der Zug stand. und Recht getrieben in dem sogenannten„ tollen" Jahre 1848 einzulösen.. erlitten. tapfer fämpfend den Opfertod Gerade die 4, Die Verwendung der aus gestempelten Postanweisungsjenige Klasse, welche den Vortheil aus Bolts Formularen und Postkarten ausgeschnittenen Frankostempel zur aufftande gezogen hatte die Bourgeoisie, sie glänzte Frantirung von Postsendungen ist nicht zulässig. an diesem Tage, wie gewöhnlich, durch Abwesenheit, sie hatte Zum Umtausch in den Händen des Publikums unbrauchbar kein Zeichen der Erinnerung für jene Männer, welche helden- gewordener Postwerthzeichen( Freimarken, gestempelter Postanweimüthig für sie in der Meinung auch für ihre eigenen Rechte fungs- Formulare und Postkarten) ist die Postverwaltung nicht und Freiheiten einzutreten die Kastanien aus dem Feuer verpflichtet. holten. Es waren nur die Berliner Arbeiter und Arbeiterinnen, welche der tapferen Freiheitstämpfer in würdiger Weise ge dachten. Vom frühesten Morgen strömten die Massen herbei und schon die Frühaufsteher fanden die Grabstätte durch schön e, mit rothen Schleifen versehene Kränze geschmückt. Je mehr der Tag vorrückte, desto lebhafter wurde der Werkehr, desto stärker wuchs die Zahl der Kränze an, so daß schon frühzeitig sämmtliche Gräber min destens durch einen Kranz geschmückt waren. Kränze von prächtigster Art wechselten mit fleinen, winzigen und unscheinbaren Kränzen ab ein deutliches Zeichen, wie die Spenden aus dem Herzen des Volkes herausgekommen sind. Mittags wuchs dann der Besuch derartig an, daß man nur mühselig sich noch Bahn brechen konnte und am späteren Nachmittag, da hatten sich die Massen so angestaut, daß sie dichtgedrängt in langer Reihe einen Zug bildeten und nur Schritt für Schritt zur Ruhestätte gelangen konnten. Während Vormittags vorwiegend Männer zu So wäre denn die Sache der Kellner( Gastwirths- Gehilfen) Straße wird von amtlicher Seite Folgendes mitgetheilt: Der erblicken waren, sah man Nachmittags die Frauen in mindestens doch noch im Deutschen Reichstage zur Sprache und zum vor- Schlosser D. ging in der Nacht vom 15. zum 16. d. Mts. zugleicher Bahl. Alt und Jung drängte sich durcheinander- furz, läufigen Austrag gekommen! Obwohl wir das hochwichtige sammen mit dem Destillateur P. durch die Gerichtsstraße. In das Volk, das heißt das arbeitende Volt, das Proletariat, be- Ereigniß, das wichtigste seit Bestehen unserer Zeitung, am liebsten der Nähe der Adolphstraße gefelte sich zu den Genannten ein theiligte sich an der Kundgebung. Und immer noch wuchs die selbst und nach unserer Anschauung besprochen hätten, treten wir unbekannter Mann, welcher den D. unter den Arm faßte und Zahl der Kränze an! Bis gegen 5 Uhr zählten wir etwa 130, doch bescheiden zurück und lassen zunächst aus der großen Zahl ihn zum gemeinschaftlichen Besuch eines Cafés aufforderte. D. dabei kamen aber fortwährend neue hinzu. von Zuschriften, die uns aus diesem Anlaß zugingen, eine folgen, lehnte dies ab und bemerkte beim Weitergehen plöglich, daß er zum größten Theile mit rothen Schleifen und Inschriften, den schrift Unsere Sonntagsruhe", ist von einem Küchenmeister ver- Gürtler Räckling ermittelt wurde, des Diebstahls. Letzterer beDie theilweise sehr werthvollen und großen Kränze waren deren Aufnahme dringend begehrt wird. Sie trägt die Ueber- seinen Trauring nicht mehr am Finger hatte. Er beschuldigte verden Unbekannten, in welchem später der mehrfach vorbestrafte " tapferen Vorfämpfern für Wahrheit, Freiheit und Recht ge- faßt und lautet: widmet" u. a. m., versehen. Nur wenige hatten weiße Schleifen, Die Würfel sind gefallen! Für eine absehbare Zeit ist die stritt zwar, den Ring weggenommen zu haben, gab denselben aber und diese dann bis auf einen einzigen rothe Blume eingeflochten. Frage, ob wir Gastwirths- Gehilfen Anspruch auf eine Ruhepause heraus, als P. den Ring in der Hand des Räckling bemerkte. Besonders prächtig nahm sich der von den Sozialistinnen Berlins in der Woche haben sollen, zur Seite gelegt. Gegen die Stimmen Der Dieb suchte nun zu entfliehen, wurde aber verfolgt und festgewidmete Kranz mit seiner schwarzen Atlasschleife aus. Kränze der Sozialdemokraten gelangte der Antrag der Arbeiterschuß- genommen. Bei der Durchsuchung auf der Polizeiwache war er im Besiz von zwei Uhren, von denen D. die eine als die ſeinige waren ferner niedergelegt von den streikenden Vergoldern Berlins, Rommission zur Annahme." der Agitationskommission der Mühlenarbeiter, den Bildhauer- Es folgt dann ein Bericht über die betreffende Sigung des erkannte, während der Eigenthümer der anderen, einer goldenen Gehilfen, dem Diskutirklub„ Süd- Ost", den an Holzbearbeitungs- Reichstages, der ziemlich objektiv gehalten ist. An diesen Be- Damen- Schlüsseluhr mit der Nummer 203 664 noch nicht ermittelt Maschinen beschäftigten Arbeitern, den Arbeitern der Tischlerei richt schließt der Einsender die ernste Mahnung an die Führer ist. Räckling will diese Uhr von einem Zigarrenarbeiter Schmidt, von F. Müller, dem Lese- und Diskutirklub„ Emanzipation", von der Kellnerbewegung, die Hände nicht in den Schooß zu legen, den er nicht näher bezeichnen kann, gekauft haben. Es ist mehreren Genossen aus einer Werkstätte, von den Bigarren- Ar- und hieran schließt Herr Blüher ſeine Weisheit, indem er aus: aber mit Sicherheit anzunehmen, daß er auch diese Uhr gebeitern der Martienzen'schen Fabrit, von den Maurern führt, die Beschlußfassung im Reichstage wäre gar keine Nieder- stohlen hat. Grabstein lag ein Auf einem Grabstein ärmlicher lage der Kellner gewesen und fährt dann so fort: Ein ziemlich erheblicher Diebstahl ist in der verwichenen Kranz, welcher mit einem dünnen rothen Aber noch Eines erfüllt speziell uns( nämlich den Schrift Nacht mit ebensoviel Ruhe als Frechheit durchgeführt worden. Bändchen umschlungen war und in dessen Mitte eine Platte mit der In- leiter Blüher) mit Genugthuung. Als wir seinerzeit die Ein- Mehrere Spizbuben hatten sich vorgestern Abend furz vor 10 Uhr schrift sich befand: Dem unschuldig gefallenen Ontel sein ihn zigen! sofort die Sitzungsberichte der Arbeiterschutz- Kommission in das Haus Wilmersdorferstraße 9ir. 108 zu Charlottenburg einnie vergessender Neffe." Schöne Kränze hatten sämmt- richtig auffaßten, als wir davor warnten, den sozialdemo- geschlichen und in dem offen stehenden Keller versteckt. Um nun liche Berliner sozialdemokratischen Wahlvereine niedergelegt, der tratischen Lügen, als habe man die Kellner zu Dienstboten die Zeit zur Ausführung ihres Planes abzuwarten, hatten sie sich vierte zwei und besonders prächtig waren die des ersten und degradirt, Glauben zu schenken, man solle sich nicht blamiren aus mitgebrachten Säcken und vorgefundenem Material eine Berlins. " " Ueber die Entwendung eines seanrings auf offener dritten Wahlkreises. Ein ungeheuer großer Kranz, welcher von da erschien in dem sozialdemokratischen Schmusblatt ein Lagerstätte bereitet und sich auch zum Schlafen niedergelegt. Die zwei Genossen getragen werden mußte, tam von den gesammten Schmuhartitel, betitelt„ Herr Dr. Blüher und seine Wahr: Diebe scheinen sich sehr sicher gefühlt zu haben; denn sie hatten, Berliner Genossen, an Größe wurde derselbe nur noch von dem heitsliebe", in welchem eine noch nicht vom Reichstag belehrte, bevor sie zur Ruhe gingen, in der Nähe ihres Lagers ein brennender Gärtner übertroffen, welche mit demselben ihrem Berufe alle geradezu och sige Bornirtheit den Dr. Blüher als„ Lügner" des Licht aufgestellt und hierdurch einen der Holzverschläge in Ehre machten. Auch die sozialdemokratischen Wahlvereine von und geistig beschränkt hinzustellen wagte, weil er allein Brand gesetzt. Durch den Feuerschein und Qualm müssen nun Arbeiter Berlins! Gedenkt der ausgesperrten deutschen Arbeiter! Theater. Gerichts- Beitung. = wohl die Schläfer aufgewacht und nach Erstickung des Feuers| letzungen. Als Nachmittags der Maschinenmeister Baethel, der als Wurfgeschosse durch die Luft, Knüppel wurden drohend er an die eigentliche Arbeit gegangen sein. Sie erbrachen Maschinist Schulz und der Heizer Fleischer in der Viktoria hoben, ein Stimmengewirr entwickelte sich und plöglich war der die Thüren sämmtlicher Kellerräume und entnahmen den- Brauerei, Lützowstraße 111/112 mit der Revision einer Konden Vorstandstisch, an welchem der Leiter der Generalversammlung, selben, was ihnen des Mitführens werth schien. Mit fations- Maschine beschäftigt waren, und zu dem Zwecke die Assessor Schwips und der instrumentirende Notar saßen, umgestürzt, diesen Gegenständen füllten sie ihre Säcke und drangen zuletzt in Schraubennutter von dem Kolbendeckel des Zylinders entfernt die Dinte ging in großem Strome über das Protokoll und Alles ein Tabatslager ein, wo ihnen gleichfalls reiche Beute, nament- hatten, ohne vorher den Dampf abzulaffen, wurde der Deckel mit mußte flüchten. Die Anflage behauptet nun, daß Haake lich an Rautabaken zuftel, welche lettere, wie die zurückgelassenen großer Gewalt herausgedrückt. Hierbei erlitten die Genannten diese Generalversammlung unmöglich gemacht habe. Der ihm be Spuren zeigen, sie auf ihre Güte eingehend untersucht haben. Durch den ausströmenden Dampf bedeutende Verlegungen. Die tannte Zeuge Hagemann soll gegen Entschädigung von je 3 M. Während sie sich nun im Keller marschbereit machten, betrat ersten beiden mußten nach dem Glisabeth- Krankenhause gebracht Personen, namentlich Kellner, deren Namen durch den Sekretär denselben das Dienstmädchen des Gastwirths Kaufhold und fah werden. Nachmittags wurden auf einem Grundstück an der des Gastwirthsvereins, Schröder, erfahren, gedungen haben, faule auch die Bündel dort liegen, ohne sich dabei etwas Anderes zu Warschauerbrücke und Abends auf dem Grundstück Keithstr. 22 Apfelsinen und Aepfel sollen gekauft und so alle Borbereitungen denken, als daß darin für das Tabakslager bestimmte Waaren die Leichen zweier neugeborener Kinder aufgefunden. zu einer planmäßigen Ueberrumpelung der Generalversammlung enthalten seien. Die Einbrecher hatten sich ihrem Anblick zu ent- Der Schlosser Grapp wurde Abends, als er an der Ede der getroffen worden sein. Der Angell. Haate bestreitet entschieziehen gewußt und verließen gleich darauf um 7 Uhr, also bei Rosenthaler- und Zinienstraße auf dem Fahrdamm stehen blieb, den, an dem Tumult seinerseits betheiligt gewesen zu sein; dies hellem Tage, mit ihrer Bürde unangefochten Keller und Haus. um ein Fuhrwerk vorüberzulassen, von dem Handpferde desselben gehe schon daraus hervor, daß die Wurfgeschosse der faulen Zum Fortschaffen des gestohlenen Guts muß ein Fuhrwert ge- gegen den Unterleib geschlagen und dadurch anscheinend innerlich Apfelsinen sich vorzugsweise gegen ihn richteten. Der größte dient haben, welches in der Nähe des Bahnhofs Charlottenburg so schwer verlegt, daß er nach der Charitee gebracht werden Radaumacher sei der Sektretär des Herrn Samelson gewesen, der auf freiem Felde aufgestellt war, da die Beute so umfangreich mußte. Vor dem Hause Große Frankfurterstraße 128 fiel zu mit einem großen Knüppel auf ihn losgegangen sei, und war und u. A. einen schweren fupfernen Waschkessel enthielt. derselben Zeit eine 66jährige Frau infolge eines Fehltritts zur ihm drohte, denselben auf seinem Schädel entzwei zu Bis zur Stunde fehlt es an jedem Anhalt zur Ermittelung der Erde und brach das Handgelenk. Im Waschteller in der schlagen. An demselben Tage der verunglückten Generalverwegenen Thäter. Köpenickerstraße 134 fand am 17. d. M. Vormittags ein Feuer versammlung wandte sich Haake an den Registerrichter, um im Verhaftete Falschmünzer. Allem Auschein nach hat die dem Hause Schönholzerstraße 16 gerieth Nachmittags der Inhalt erließ der Registerrichter eine Verfügung an Haake, zur Verstatt, welches anscheinend vorsätzlich angelegt worden war. In Interesse der Aktionäre einen Kurator zu bestellen. Am 7. Mai Polizeibehörde unseres Vorortes Friedrichsberg- Lichtenberg einen eines Wohnzimmers in Brand. wichtigen Fang gethan, indem es einem dort stationirten Gendarmen sicht zurückgelassene Kinder von 4 und 2 Jahren hatten sich in nachzuweisen, daß er eine General- Versammlung in fürzester Zwei in demselben ohne Auf- meidung einer Ordnungsstrafe von 600 M. binnen 48 Stunden vor einigen Tagen gelang, mehrere Verbreiter falscher Thalerstücke das dahinterliegende Zimmer geflüchtet und unter ein Bett ver- Frift, welche nach§ 22 der Statuten auf 17 Tage bemessen war, dingfest zu machen. Als am Montag Nachmittag der Barbier- trochen, in welchem ein 10 Monate altes Kind schlief, wurden einberufen habe. Am 10. Mai wandte sich Haake wieder an den lehrling B. aus Rigdorf die Dorfstraße in Friedrichsberg jedoch trotz der Flammen und des sehr starken Qualms von dem Registerrichter unter Ueberreichung eines ärztlichen Krankheitspafsirte, traten drei junge Burschen an ihn heran, und Maler Rosentreter und Schmiedemeister Stelzer gerettet. Außer attestes und bat, ihm zu gestatten, die Generalversammlung auf erfuchten denselben, ihnen doch einen Thaler zu wechseln. dem fanden Nachmittags und in der darauffolgenden Nacht drei einen späteren Tag anzuberaumen. Dieser Antrag wurde abgelehnt Als der Lehrling erklärte, bies nicht zu können, ver fleine Brände statt. anlaßten sie B. erst durch Bitten, dann durch Drohungen, und am 1. Juni kam dann eine ordnungsmäßige Generalversammlung einen ihm übergebenen Thaler in einem nahen Restaurant heraus, in welcher der Aufsichtsrath gewählt wurde. Der Lehtere zu wechseln. Dies that der junge Mensch auch, der Wirth entsegte den Vorstand seines Amtes und wählte Herrn Coler zum aber, der Tags vorher erst mit einem derartigen Falsifikate Direktor. So weit das Thatsächliche bezüglich des ersten hineingefallen, erkannte die Unechtheit des Thalers auf den ersten Punktes. Der erste Beuge ist der Zigarrenfabrikant Scheibelt. Blick. Ein zufällig im Lokal anwesender Gendarm nahm den B. Derfelbe sagt aus, daß er Aktien der Gesellschaft nicht besessen Thomas- Theater. Der Dienstag Abend brachte uns im habe, dagegen durch den Schriftseger Gimel aufgefordert sei, fofort in ein scharfes Verhör und nachdem er von der Schuld Thomas- Theater als Première Der Millionenbauer", Volksstück gegen Einhändigung von Eintrittskarten, welche der Sekretär des losigkeit des Barbierlehrlings sich überzeugt, begaben sich der in 4 Akten von May Kretzer. Abgesehen von der auf ausge Angeklagten Haafe, Herr Müller, ausstellen sollte, aktiv an der Beamte und mehrere Gäfte in Begleitung des B. auf die Straße tretenen Pfaden sich bewegenden Handlung bietet das Stück so Generalversammlung des 30. April Theil zu nehmen. Er ſei hinaus, der Leytere voraus, um den in einiger Entfernung viel Geschmacklosigkeiten und gänzlich verfehlte Rührszenen, daß dann auch in einer Vorversammlung gewesen, welche unter Wartenden das gewechselte" Geld zu übermitteln. Bei der ihm nur das flotte Spiel sämmtlicher Darsteller zu einigem Er- Vorsitz des Assessors Schwips stattgefunden habe. Dort sei Theilung beschäftigt wurde das Kleeblatt nun von dem inzwischen folge verhalf. Herr Direktor Thomas als Hans Köpple war von die Barole ausgegeben, daß die Generalversammlung ge herangekommenen Gendarmen attrapirt. Doch fonnte nur einer überwältigender Komik und wurde von dem das Haus bis auf sprengt werden müsse, der Burschen festgenommen werden, während die beiden anderen den letzten Platz füllenden Publikum mit verdientem Beifall über- tapital an sich bringen wollten". ,, weil die Juden das Attien Es wurde festgesezt, Fersengeld gaben. Die Flüchtigen wurden aber, da der dingfest schüttet. Gemachte sofort Alles eingestand, noch an demselben Abend verdaß der Kaufmann Hagemann das Zeichen durch Drehen des haftet und vorgestern nach Moabit überführt. Schnurrbartes geben sollte; dann sollte es losgehen und Tische und Stühle umgeworfen werden. Nach diesem Programm sei Eine abgefägte Menschenhand ist Montag Nachmittag dann auch verfahren worden und er habe durch Herrn Hageauf dem Boden des Hauses Bergstraße 11 wohlverpackt zwischen mann 3 Mt. für seine Mitwirkung erhalten. Später habe er sich den dort aufbewahrten Möbeln der Witwe Hartmann gefunden für die General- Versammlung vom 1. Juni wiederum Herrn worden. Die Lettere hatte bis etwa vor Jahresfrist in dem ge= Vor der I. Straffammer, unter Vorsitz des Land- Hagemann zur Verfügung gestellt, derselbe habe ihm aber genannten Hause zwei Treppen hoch eine Wohnung inne, von gerichtsraths Denfo, begannen gestern im großen Schwur- schrieben, daß er für diesen Fall seiner Hilfe nicht mehr bedürfe, welcher ste Zimmer abvermiethete. Sie wurde plöglich von Frrsinn gerichtssaale die Verhandlungen in der Antlage gegen die baß es aber immerhin möglich sei, daß sie sich bei anderen Gebefallen und in eine Anstalt gebracht, während ihre Einrichtung früheren Direktoren der Aktiengesellschaft Preußisches Leihhaus", legenheiten auf dem Felde der Ehre wiedersehen. Die Ver in dem Hause verblieb. Bei ihr wohnte damals ein Student der Kaufmann Friedrich Wilhelm Otto Haare und den Referendar nehmung des Zeugen Hagemann, welcher aus dem StrafMedizin. Man nimmt nun an, daß dieser sich die Hand zum a. D. Ludwig David Hoffmann. Die Anklage erstreckte fich Gefängniß vorgeführt wird, macht große Schwierigkeiten. Hage Zwecke feines Studiums mit nach Hause gebracht und später verüber fünf Punkte und beschuldigt: 1. Saate im Jahre 1888 mann, welcher bekanntlich zu 5 Jahren Gefängniß verurtheilt geffen hatte. als Mitglied des Vorstandes der Aktiengesellschaft Preußisches und im Gefängniß ganz weiß und fast unkenntlich geworden ist, Leihhaus" absichtlich zum Nachtheile der Gesellschaft gehandelt hat schon in einer Vorvernehmung sein Beugniß verweigert und Durch ein Feuer um das Leben gekommen ist am zu haben; 2. Haake und Hoffmann im Jahre 1888 ge- fträubt sich auch jetzt gegen jede Auskunft. Er behauptet, daß er Montag Abend um 101/2 Uhr der Kellner Hoffmann, welcher bei meinschaftlich als Mitglieder des Vorstandes in den Darstellungen bei den Schicksalsschlägen, welche ihn betroffen, das Gedächtniß dem Hauseigenthümer und Schankwirth Karl Tritt im zweiten und Uebersichten über den Vermögensstand der Gesellschaft in für andere, als seine persönlichen Angelegenheiten vollständig verStockwerk des Quergebäudes Louisenstraße 2 wohnte. Derselbe der Bilanz pro 1887 die Geschäftslage wissentlich verschleiert loren habe und befürchte, sein Gewissen zu belasten, wenn er hatte mit noch zwei Kellnern zusammen bei Tritt eine Schlafstelle zu haben; 3. Saate in den Jahren 1886 und 1887 ab- irgend welche Aussage nachen würde. Er sei so krank, daß er inne, ohne bei ihm beschäftigt zu sein. Als er am Montag Abend fichtlich zum Nachtheile der Gesellschaft gehandelt; 4. derselbe aus dem Gefängniß sicher nicht mehr heraus tommen würde und frühzeitig nach Hause fam, soll er sich zu Bett gelegt und dabei im Jahre 1887 die Verhältnisse der Versammlung verschleiert und bitte, ihn von der Aussage zu entbinden. Der Beuge wurde vom noch eine Cigarre geraucht haben. Kurz darauf brach Feuer in 5. derselbe im Jahre 1887 als Mitglied des Vorstandes eine der Vorsitzenden und dem Staatsanwalt wiederholt eindringlich zur der Schlafstelle aus. Als die Feuerwehr erschien, hatte Tritt Gesellschaft gehörige Geldsumme sich widerrechtlich angeeignet zu Wahrheit vermahnt und darauf aufmerksam gemacht, daß es Mittel dasselbe bereits gelöscht, war aber doch zu spät gekommen, um haben. Die Anklage vertritt Staatsanwalt Unger, die Ver- gebe, ihn zum Zeugniß zu zwingen er blieb aber dabei, daß er das den schlafenden Kellner noch zu retten: dieser lag erstickt und theidigung führen Justizrath Gerth und Rechtsanwalt Munckel. Gedächtniß für solche Dinge verloren habe. Der Vorsitzende er angekohlt in seinem Bette. Es wird angenommen, daß derselbe Die Angeklagten erklären sich beide für nichtschuldig. Die Beweis- flärt ihm, daß er diese Ausrede einfach nicht glaube, denn es sei beim Rauchen eingeschlafen ist und entweder durch die brennende erhebung erstreckt sich zunächst auf den Punkt, ob der Angeklagte undenkbar, daß er, welcher den Tumult in der Versammlung Cigarre oder durch das angezündete Licht den Brand ver- Haake es nicht verhindert hat, daß die Gesellschaft länger als organisirt und das Geld für die Strohmänner ausgezahlt, auch ursacht hat. brei Monate ohne Aufsichtsrath geblieben ist. Die Aktiengesell- in Briefwechsel mit Einzelnen getreten war, vollständig die Er schaft„ Preußisches Leihhaus" besteht seit dem 14. Oftober 1880, der innerung daran verloren habe. Der Staatsanwalt vermahnt Absturz. Ein Unglücksfall, der leider ein Menschenleben Angeklagte war von Ende 1885 bis 1888 erfter Direktor mit einem den Zeugen nochmals ganz ernstlich und machte denselben darauf gefordert, trug sich vorgestern Nachmittag gegen 8 Uhr in der in Gehalt von 7000 m. und Zantième; im Jahre 1887 ist sein Vertrag aufmerksam, daß er gesagt habe, er werde wohl im Gefängnisfe der Chausseestraße belegenen Schwarzkopff'schen Maschinenfabrit auf 5 Jahre verlängert und sein Gehalt auf 10000 m. und Tantième enden, nach seiner heutigen Haltung könnte er aber Gefahr zu. Drei in derselben beschäftigte junge Arbeiter hatten um die erhöht worden. Kurze Zeit war neben ihm der Angeklagte Hoff- laufen, doch noch anderswo zu enden. Der Zeuge bleibt aber angegebene Zeit das Dach eines hohen Maschinenschuppens er mann zweiter Direktor mit 4500 M. Gehalt und Tantième. Der dabei, daß er von den Vorgängen Nichts mehr wisse, auch nicht stiegen, um sich daselbst bei dem schönen warmen Wetter zu Aufsichtsrath bestand aus den Herren Dr, Ludw. Hoffmann, dem mehr sich erinnere, ob er selbst Leibhaus- Attien beseffen habe. " Sonnen". Unglücklicherweise gerieth ber eine Arbeiter, ein Bater des zweiten Angeklagten, Heinrich Fränkel, Rechtsanwalt Der Staatsanwalt beantragt, event. die Aussage dieses Zeugen 23jähriger lediger Mann, Namens Ost, auf ein sogenanntes Tichauer, Kaufmann Pickardt, Julius Glfan und Dr. Martin genau zu protokolliren und der Vorsitzende bestimmt, daß der " Oberlicht", brach durch und stürzte aus einer Höhe von 60 Fuß Freund. Zwischen dem Direktor Haake und dem Aufsichts- felbe die nächsten Zeugenaussagen mit anhören und sich die Sache in die Tiefe. Dort schlug er auf eine Maschinenwelle auf und rathe kam es, als die Aktien von 148 auf 121 zurückgingen, zu inzwischen noch überlegen solle. fiel dann mit zerschmetterten Gliedern auf den Fußboden. Hilfe Mißhelligkeiten, welche theilweise einen äußerst stürmischen Als Strohmänner, welche der Generalversammlung vom war fofort zur Stelle. Man schaffte den Verunglückten, der noch Charakter annahmen. Die Revisionen der Geschäftsleiter wurden 80. April beigewohnt hatten und durch Hagemann bezahlt worden Lebenszeichen von sich gab, in eine Droschte und jagte dem nächst immer häufiger und eindringlicher und es fam zu lebhaften Aus- waren, treten noch mehrere Beugen auf, aus deren Aussagen gelegenen Lazarus- Krankenhause zu. Bei Ankunft daselbst hatte einandersetzungen. Der Angeklagte Haake behauptet, daß hervorgeht, daß in Vorversammlungen gewissermaßen General D. aber bereits seinen Geist aufgegeben und mußte die Leiche an ihn das Anfinnen gestellt wurde, die Geschäfte proben für den Unfug abgehalten worden waren. Die Auszah nach dem Obduktionshause geschafft werden. nach dem Wunsche einzelner Herren bes Aufsichts- lung von je 3 M. erfolgte durch Hagemann in den Arminhallen. raths zu machen. Ehe ich mit den Herren Samelsohn Der Kellner Gustav Hihigreth hat die faulen Apfelsinen einVerschwunden ist seit Montag der 23jährige Handlungs- und Pickardt gehe, will ich lieber ins Buchthaus gehen!", so er- gekauft und mit in die Versammlung genommen, ohne jedoch diener Paul Lüpte. Derselbe erhielt am Vormittag von seinem flärt der Angeklagte Haake und deutet damit den Grad der Ber- damit in Aftion zu treten. Der Kellner Franz Hilliger hat Brinzipal, dem Kaufmann R.. den Auftrag, von der Reichsbank würfnisse an, welche zwischen ihm und den maßgebenden Ber- gleichfalls als Strohmann à 3 M. mitgewirkt, weiß aber nicht, 3600 M. abzuholen. Lüpke hat dies auch gethan, ist aber weder sönlichkeiten herrschten. Am 7. Februar 1888 traten die Herren von welcher Seite aus der Tumult entstanden ist. Der Schrift zu feinem Prinzipal, noch in die Wohnung seiner Gltern zurück- Bickardt, Elkan und Freund zu einer Aufsichtsraths- Sizung setzer Gimel, welcher andere Strohmänner eingeladen hat, ist gekehrt. Das ihm übergebene Geld bestand in 100 Doppelkronen zusammen und beschlossen, die beiden Angeklagten ihrer Direktoren- von Hagemann veranlaßt worden, an der Versammlung Theil und 16 Einhundert- Markscheinen. stellung zu entheben und Heinrich Fränkel zum alleinigen Vor- zu nehmen. Er will eigentlich nur aus Neugierde hingegangen " Die Der be= Die Rückkompagnie" trat in der vorletzten Nacht im stand zu machen. Der Registerrichter erklärte sich aber damit sein und aus den Vorversammlungen den Eindruck empfangen Hause Wilhelmstraße 146 in Attion. In einem der Läden des nicht einverstanden, sondern verfügte, daß beide Angeklagte ihre haben, daß es sich um einen antisemitischen Unfug handele, denn Hauses hatte seit acht Wochen ein aus England heimgekehrter, Verpflichtungen zu erfüllen, eine Generalversammlung einzu- es sei viel davon gesprochen worden, daß die Juden den Christen unverheiratheter Mann ein Mehl- und Vorkoftgeschäft inne, berufen, die Bilanz vorzulegen habe zc. Am 28. Februar 1888 Saate verdrängen wollten. In der Generalversammlung selbst welches aber vom Publikum gänzlich ignorirt wurde, da die für erließ der Registerrichter eine zweite Verfügung an Seinrich feien auch sehr viele Juden anwesend gewesen, welche ihrerseits ein berartiges Geschäft nothwendige kundige Frau fehlte. Der Fränkel, von welcher den beiden Angeklagten Abschrift mit auch sehr zu dem allgemeinen Zumult beigetragen haben. Inhaber beschloß daher, mit Hilfe der Rückkompagnie den Schau- getheilt wurde, in welcher die Gründe dargelegt wurden, wes- übrigen als Zeugen geladenen Strohmänner, Pyrotechniker play feines vergeblichen Mühens zu verlassen, und mit geister: halb dem Gesuche, die beiden Angeklagten als Vorstand zu löschen Ernst Bonander, Kellner August Eschbach, und so weiter hafter Geschwindigkeit hatten die Netter in der Noth" auch be- und Heinrich Fränkel zum alleinigen Borstand zu machen, nicht bestätigen, daß sie sämmtlich auf ergangene Einladung, ohne recht stattgegeben werden konnte. Der Registerrichter machte seine zu wissen weshalb der Generalversammlung beigewohnt reits die Rolle und die geringen Waarenvorräthe geborgen, als stattgegeben werden konnte. der Wächter erschien und mit dem alarmirten Vizewirth den Grand Rechtsanschauung dahin geltend, daß 1. Hoffmann, Pickardt, und dafür 3 M. Entschädigung durch Hagemann erhalten weiteren Auszug" inhibirte. Nachdem schon mit einem gewiffen Elkan und Freund nur als Ersatzmänner in den Aufsichtsrath haben. Sie haben fämmtlich keine Attien beseffen und den Zu Humor die feierliche Uebergabe der Schlüssel erfolgt und der gewählt worden seien, der Aufsichtsrath daher nicht mehr be- fritt auf einfache Einladungskarten hin erhalten, welche der Zeuge Wagen mit den geretteten Sachen abgefahren war, erschien plög- schlußfähig sei, da 2. nach§ 18 des revidirten Statuts vom Hagemann zum Theil vorn an der Thür kontrollirte. lich der Gerückte nochmals auf der Bildfläche er hatte im 13. Februar 1886 die Mitglieder des Aufsichtsraths, welche nicht Bureauvorsteher des Gastwirthsvereins, Hr. Schröder, Trubel des beschleunigten Auszuges seine Bigarrentasche vergessen. blos als Ersatzmänner figuriren sollten, in ordentlicher General fundet, daß sich der Zeuge Hagemann eines Tages bei ihm einDer Vizewirth war gutmüthig genug, den verlassenen Laden noch versammlung gewählt werden müssen. Aus dieser Kundgebung gefunden und sich die Adressen von 8-10 ordentlichen Leuten erDer mals zu öffnen, und nachdem Miether, Wirth und Wächter sich des Registerrichters ergab sich die Nothwendigkeit der Einberufung beten habe, um dieselben zu Wahlzwecken zu verwenden. je eine Friedenszigarre" angezündet, schied man von einander einer ordentlichen Generalversammlung zur Wahl eines giltigen Beuge hat diese Adresse auch gegeben, da er von dem wirklichen in größter Gemüthlichkeit. Aufsichtsraths, thatsächlich ist aber erst am 1. Juni die Wahl zweck keine Ahnung hatte. Hagemann, wieder vorgerufen, er eines Aufsichtsraths zu Stande gekommen. Der Angefl. Haate flärt wiederholt, daß er sich auf Einzelheiten gar nicht einlassen Handfuchung. Bei einer Anzahl hiesiger Arbeiter haben in behauptet, daß ihm dies nicht zur Last zu legen sei, da ihm die könne, da er zu krank und gedächtnißschwach sei und befürchten den letzten Tagen Haussuchungen nach sozialdemokratischen Abhaltung einer Generalversammlung ohne sein Verschulden un- müsse, daß er später wegen fahrlässigen Beugnisses verfolgt wer Schriften stattgefunden. Diese Maßnahmen sollen mit Vorgängen möglich gemacht worden sei. Er habe sofort eine General den fönnte. Der pensionirte Bezirks- Feldwebel Morib in Stuttgart in Verbindung stehen. Es wird uns gemeldet, daß versammlung auf den 24. März einberufen, habe diefelbe aber Müller, eine Zeit lang bei dem Preußis vorgestern früh gegen 1/29 Uhr bei dem Buchbinder Christian aufheben müssen, weil seitens des Rechtsanwalts Lobe Protest schen Leihhaus beschäftigt war, hat in der General Schopper, Alexandrinenstr. 101, eine polizeiliche Durchfuchung gegen die Rechtsgiltigkeit erhoben worden war. Der Register versammlung die Präfengliste geführt. Er erklärt, er sei aus seiner von zwei Beamten vorgenommen wurde. Beschlagnahmt wurden richter hat dann gegen den Angell. Haake eine Ordnungsstrafe Stellung abgegangen worden", weil Rache an ihm geübt werden mehrere Werke und Privatbriefe. Briefe und Druckschriften wurden erlassen, diese auch auf 600 m. erhöht und der Angeklagte hat follte. Man habe deshalb eine Geschichte erfunden, wonach der zurü gegeben. dann eine Generalversammlung einberufen, welche am 30. April Angeklagte Haake Brillanten gestohlen haben und er selbst der unter unglaublichem Tumult stattfand. Der inftrumentirende Notar Hehler gewesen sein sollte. Der Zeuge versichert, daß er die Polizeibericht. Am 17. d. M. Mittags wurde im Land- Munckel vermochte nicht seine Pflicht zu erfüllen. Sein Protokoll geht Präsenzlifte genau nach den für die einzelnen Personen ange wehr- Kanal, vor dem Grundstück Görliger Ufer 21-23, die nur bis zur Registrirung eines Antrages des Justizraths Hagen, die meldeten Attien geführt habe. Der Proturist Karl Riemer, Leiche einer unbekannten Frau und in der Spree, nahe der Mar- Tagesordnung abzuändern und die Wahl des Aufsichtsraths vor- welcher f. 3. den Haate erfolglos denunzirt hat, einen großen schallbrücke, die Leiche eines Mannes angeschwemmt. In der ausgenommen werden möge; dann zeigt das Protokoll riesige Geldbetrag widerrechtlich aus der Rasse sich zugeeignet zu Poststraße, am Mühlenwege, fiel zu derselben Zeit ein Kaufmann Dintenflecte als Zeichen, daß ein Dintenfaß über das Papier aus haben, bekundet, daß vor der Generalversammlung beim Abspringen von einem in der Fahrt befindlichen Pferde- gegossen worden war. Thatsächlich war ein furchtbarer Tumult am 1. Juni mißtrauisch geworden war, daß die Aktienliste bahnwagen zur Erde und erlitt anscheinend schwere innere Ver- entstanden, man drängte von hinten nach vorn, Apfelsinen flogen falsch geführt würde. Er habe aber vergeblich von dem Zeugen welcher Schaden werde sobald beseitigt sein, daß morgen der Betrieb| bilden. Großer wieder aufgenommen werden kann. Lausanne, 17. März. Nachdem jüngst die Schreiner in Lausanne und die Maurer in Montreux die Arbeit eingestellt haben, sind, nach einer Meldung der„ Voss. 3tg.", seit heute die Raminfeger im ganzen Ranton Waadt ausständig. " Flénu nimmt zu. Heute standen weitere 500 Mann aus. Brüssel, 17. März. Der Ausstand der Kohlenarbeiter Müller die Herausgabe der Liste verlangt, dieser aber habe sie ihm verweigert mit der Motivirung, daß der Direktor Haake dies entschieden verboten habe. Erst als ihm seine Entlaffung angedroht wurde, habe Herr Müller die Liste herausgerückt und da habe sich herausgestellt, daß in dieser Liste der angemeldeten Attien eine Schwester des Angeklagten Haake und ein Herr Däger fälschlich mit großen Aftienfummen aufgeführt war. Angell. Ha a te behauptet, daß diese falsche Angabe in der Liste nur ein Fühler sein sollte, um einmal den Zeugen Riemer, den er für einen Spion seiner Feinde hielt, dabei festzunageln, daß er thatsächlich sofort böse Anschuldigungen über ihn verbreitete. nodig Letztere Variante wird von einem anderen Zeugen bestätigt. Beuge Julius Pickardt, Mitglied des Aufsichtsraths war von dem Angeklagten dafür angerufen worden, daß er dem letzteren einmal die Versicherung gegeben habe, der Aufsichtsrath habe gegen seine Geschäftsleitung gar nichts, nur solle er den Angeklagten Hofmann und den Rechtsanwalt Tichauer fallen laffen. Herr Pickardt bestätigt dies im Allgemeinen mit dem Hinweise, daß damals gegen Haake auch noch nichts vorlag. Zeuge Eltan foll ähnliche Aeußerungen des Vertrauens zu Haake gemacht haben, weiß sich solcher aber nicht mehr zu erinnern. Rechtsanwalt Tichauer bestätigt zum Schlusse der Beweis: führung über den ersten Auflagepunkt, daß er seinerseits dem Angeklagten Haafe zu verstehen gegeben, daß er die Ansicht des Registerrichters bezüglich der Zusammensetzung des Aufsichtsraths nicht für richtig erachte. Boziale Itebersicht. in 4 Werth sei dabei auf die Verbreitung der theoretischen Erkenntniß der heutigen der heutigen Wirthschaftsweise zu legen. Betreffs der Agitation bemerkt Redner, man solle Leute, die sich nicht gleich der Arbeiterbewegung an schließen, nicht beschimpfen, sondern sie zu belehren suchen, denn im Grunde genommen sei es nicht Böswilligkeit, wenigstens in den weitaus meisten Fällen, welche diese Leute vom Anschluß an die Bewegung abhalte, sondern Mangel an Einsicht in die Verhältnisse. Gelinge es durchaus nicht, jemanden zu belehren, so lasse man ihn unbeachtet seinen Weg weitergehen. Redner ersuchte die Anwesenden, sich durch den verloren gegangenen Streif vom vergangenen Jahre nicht entmuthigen zu Tassen, sondern sich alle der bestehenden Vereinigung anzuschließen, um sich zu neuen Rämpfen zu stärken. Die Ausführungen des Achtung. An die Gewerkschaften Berlins! Die Endes Vortragenden wurden mit Beifall aufgenommen. Bur Diskussion unterzeichnete Kommission der streikenden Vergolder Berlins sprach Herr Hübsch. Nach dem Schlußwort des Referenten erstattete Herr Rassadelli Bericht über den Stand des Unterersucht die Delegirten, welche in der Präsenzliste der Berliner stüßungsfonds. Danach betrug bis November 1890 die Einnahme und denen zur Zeit Sanimellisten zugeschickt wurden, doch davon 40 Mark. Vom November 1890 bis jetzt betrug die Einnahme ausGewerkschaften der Streit- Kontrollfommission eingetragen sind 944,56 Mark und die Ausgabe 904,56 Mart, blieb ein Bestand von den ausgiebigsten Gebrauch zu machen. Der Streit besteht un- schließlich des Bestandes vom November 441,86 Mk. und die verändert sort, und bitten wir, die Listen so schnell als möglich Ausgabe 354,82 Mt., bleibt ein Bestand von 87,04 Mt. Dazu an die unterzeichnete Kommission gelangen zu lajjen. die 40 Mt. Bestand von der November- Abrechnung ergiebt einen Mit Gruß Die Streitfommission der Vergolder. Gesammtbestand von 127,04 Mt. Im Ganzen betrug die EinG. Köpnit, Schillingstr. 30 a. nahme seit Beendigung des Streifs 1386,42 Mt. und die AusVon den während des Streits geborgten Zur Ergänzung der Berichtigung der Streitkommiffion der gabe 1259,38 Mt. In dem Anklagefall, in welchem dem Haake eine Untreue Vergolder in Nr. 60 unseres Blattes schreibt uns ein Vergolder: Geldern find noch noch 1100 Mark zurückzuzahlen. Redner zur Last gelegt wird, handelt es sich darum, daß er einem ihm„ Ich war bei Aug. Werkmeister vom 1. Oftober 1890 bis 10. De bedauert, daß so viele Kollegen ihren Verpflichtungen befreundeten Mann, von dessen übler Finanzlage er nach der Be- gember 1890 als Bersilberer beschäftigt und mußte aufhören, weil nicht nachgekommen sind und die 10 Mt., welche laut Beschluß hauptung der Anklage unterrichtet war, 4100 M. aus der Kaffe ich nicht billiger arbeiten wollte. Ich streifte also mit 18 Kollegen, einer Bersammlung jeder verpflichtet war, zur Deckung der des Preußischen Leihhauses ohne alle Sicherheit gegen 8 pet. bis ich am 8. Januar 1891 bei Ruthenberg Arbeit bekam. Da Schulden zu zahlen, der Kommission noch nicht überwiesen haben. Zinsen auf Wechsel geliehen und dafür die werthlosen Wechsel dachte ich, nun bist du ja gesichert, weil ich nämlich schon einmal Es wurden hierauf zur Prüfung der Abrechnung die Herren des überschuldeten Mannes in den Tresor der Gesellschaft ge- 2 Jahre da gearbeitet habe. Die Freude sollte aber nicht lange 3am zob Bergemann und Müller gewählt. legt hat. Der betr. Mann ist dann in Vermögensverfall gerathen, er hat nach und nach von dem Angeklagten Haake das Recht auf Abschlagszahlungen zugesichert erhalten, aber nur eine einzige Abschlagszahlung leisten können. Das Preußische Leihhaus ist dadurch- abgesehen von Zinsen und Rosten um 3700 Mark geschädigt worden. Die Angeklagte bestreitet die Untreue, da er das Geschäft keineswegs als ein persönliches Darlehnsgeschäft, sondern als ein Geschäft der Gesellschaft abgeschlossen habe und auch berechtigt war, Halle, den 16. März. Der Streit der Former bei Heyland zunehmen, daß der Darlehnsnehmer zahlungsfähig war. u. Ungnade dauert fort. Buzug ist fernzuhalten. Die StreitLetzterer, als Zeuge vernommen, bestätigt dies und der Mit- Kommission der Former in Halle a. S. angeklagte giebt zu, daß er vor Abschluß des Geschäfts darum befragt worden sei. an bauern, denn schon am 22. Januar erhielt Ruthenberg einen Brief von Aug. Werkmeister, worin derselbe ihm mittheilte, daß ich ein Streifender von ihm sei, und er möchte mich deshalb entlassen, was Ruthenberg auch that. Nun spricht Aug. Werkmeister noch: die Leute wollen nicht arbeiten", und dabei bringt er sie außer Arbeit. Adolf Andersson, Höchstestr. 3." Versammlungen. = Die Herren 2adner und Kassabelli erstatteten den Bericht über die bisherige Thätigkeit der Berliner Streit Kontrollkommission. Sie waren der Meinung, daß dieselbe bis jetzt nichts Ersprießliches geleistet habe und wohl auch nicht leisten werde. Nach kurzer Debatte ließ sich Herr Ladner dazu bewegen, Mitglied der Berliner StreitKontrollkommission zu bleiben, während Herr Kassadelli ausschied. Es waren mittlerweile verschiedene Anträge eingegangen, welche eine Regelung der Aufbringung des Geldes zur Deckung der Schulden vom Streik und von Geld für die ausgesperrten Arbeiter Deutschlands bezweckten. Diese Anträge riefen eine äußerst lebhafte Debatte hervor, in deren Verlauf durch das Hineinbringen von persönlichen Anzapfungen und durch das Benehmen eines der Anivesenden eine derartige Störung eintrat, daß der Vorsitzende die Versammlung schloß. " In dem Verein Deutscher Bund für Bodenbesitzreform" hielt vorgestern Abend der Abgeordnete Dr. Harmening einen öffentlichen Vortrag über die Bestrebungen dieser Vereinigung und begründete Zweck und Ziele derselben in den Hauptzügen seiner Rede nach dem Flürschheim'schen Schema. Er anerkannte, daß die Sozialdemokratie die soziale Frage vor das öffentliche Forum gebracht, geschaffen sei dieselbe jedoch aus der Noth der Zeit(!!) und nicht allein in dem Begriff der Arbeiterbewegung erschöpft(?) Die Anhäufung des Besizes in wenigen Händen sei gleichbedeutend mit dem steten Herabsinken des Mittelstandes zum Proletariat(!!!) Nach einigem Phrasengeklingel des Vorsitzenden, der es nicht unterlassen konnte, den soeben vom Vortragenden ad absurdum geführten Dr. Hirsch ein wenig Weihrauch zu streuen(--), begann eine recht lebhafte Debakte, die von freisinniger Seite viel Ueberflüssiges, viel Unsinn und wenig Gründliches zur Sache brachte. Von sozialistischer Seite wurde sehr treffend auf die Selbstständigkeit und das klare Zielbewußtsein der Arbeiterpartei verwiesen, welche ihre Sache allein zu führen durchaus start genug sei; sowie darauf, daß daß die Bodenbesitz= Reform sowohl den bestehenden reaktionären Staate(!) wie auch der Sozialdemokratie ein Zugeständniß mache und daß Herr Harmening erwiderte allen Rednern von seinem StandDuisburg, den 15. März. Auch hier dünkt sich das Kapital Alsdann kommt der als Unterschlagung einer Summe allmächtig, wovon wir in Folgendem ein Beispiel geben wollen. von 6500 Mark und Untreue aufgefaßte Fall zur Ver- In einer am 7. Februar stattgefundenen Versammlung des handlung. Der im Jahre 1887 wegen Begehung straf hiesigen Getreideträger- Unterstützungsvereins wurde beschlossen, barer Handlungen flüchtig gewordene Juwelier 2. Hermann anstatt der bisher üblichen 14 stündigen Arbeitszeit eine 10 stündige hatte Anfangs 1887 verschiedene Goldsachen und Brillanten beim einzuführen. Dieser Beschluß wurde den Speditionsfirmen unter Preußischen Leihhause verpfändet und zwar hatte er auf 9 Pfand- breitet, die sich dann auch bereit erklärten. So wurde mit dem scheine Darlehne im Gesammtwerthe von 10 900 m. erhalten. 10 stündigen Arbeitstag am 16. Februar begonnen. Nachdem drei Diese Pfandscheine wurden etwa Anfang Juni 1888 in Hamburg Wochen unter der verfürzten Arbeitszeit gearbeitet war, stellte der durch einen gewissen Joseph Weinberg dem Auktionator Emil Unterstüßungsverein der Getreideträger am 1. März an die Mühlenpfort daselbst zum Raufe angeboten. Dieser ließ durch Speditionsfirmen das Ersuchen, die Löhne wieder nach den von den dem Angefl. Haate bekannten Agenten Petersen über den 1867-1878 gezahlten Löhnen zu reguliren; mit Ausnahme von Verkaufswerth der gedachten Pfandscheine Erkundigungen ein- zwei Firmen bewilligten die übrigen sofort und nach einem ziehen und Haate gab auf eine bezügliche Anfrage die Auskunft, halben Tag der Arbeitsruhe gaben auch die beiden vorerwähnten daß er für die Pfandscheine 1500 M. zahlen könne und dann an Firmen nach. In nicht geringes Erstaunen wurden aber die Redner hielt seinem Fraktionsgenossen, Herrn Dr. May Hirsch, den Juwelen noch einige 1000 M. Nußen haben würde. Da nun Arbeiter verfekt, als ihnen am Sonnabend, den 14. März, plöß- der jüngst im Rosenthaler Bezirksverein mächtig gegen die Bodendiese Juwelen mit einem Tagwerth von 16 000 m. eingeschätzt lich eröffnet wurde, sie seien sämmtlich entlassen, oder sie müßten reform gedonnert hat(!), zum Trotz, die letztere für das beste waren, trug Mühlenpfort kein Bedenken, dieselben für 1500 m. zu dem früheren Lohne weiter arbeiten, Da der Lohn aber seit dem Mittel zu Lösung der sozialen Frage; sollte es sich jedoch nicht zu kaufen, er löfte dieselben in Berlin gegen Zahlung des Pfand- Jahre 1878 soweit zurückgegangen ist, daß ihre Stellung ohnehin ausreichend erweisen(--), dann wäre er( nach Einführung Schillings von 10 900 m. und 200 m. Zinsen ein und hat im teine angenehme ist und da sie die einmal errungene derselben) bereit, weitere Maßnahmen zu prüfen( ob feine GeGanzen dafür etwa 12 600 m. verausgabt. Als Mühlenpfort Verkürzung der Arbeitszeit nicht aufgeben wollen, so fetten fie nossen diese ehrliche Prüfung wohl mitmachen würden??? nach Hamburg zurückkehrte und die Pretiosen durch drei Juweliere die Arbeit zu dem erniedrigten Lohne nicht fort. Es befinden D. Ref.); aber im Bodenreform- Staate müsse die manchesterliche schäzen ließ, wurde ihr Werth nur auf 7500 M. festgestellt. fich über 140 Arbeiter im Ausstande. Sie sind nicht gewillt, das Theorie die einzig richtige sein( sic!). Seine Ausführungen Mühlenpfort veranlaßte deshalb den Petersen, sich nach Berlin einmal von ihnen Errungene aufzugeben, obschon ihnen die deckten sich mit der Flürschheim'schen Theorie, die ja den Genossent zum Direktor Haacke zu begeben und diesen um Aufklärung zu Firma Heuser einen Brief vorgelesen hat, wonach ihr aus genügend bekannt sein wird. bitten. Petersen traf nur den Angeklagten Hoffmann und den Königsberg zu einem noch niedrigeren Arbeitslohne Arbeiter geKaufmann Moritz Guttmann an, und nachdem er die nügend zur Verfügung stehen. Die hiesigen Arbeiter bitten die Sachlage vorgetragen, meinte Hoffmann, er wolle dafür Kollegen allerorts, den Zuzug nach hier fernzuhalten, dann wersorgen, daß die Juwelen wieder zu demselben Betrage den wir siegen. Die Kommission der Gewerkschaften Duisburgs. verseht würden wie vorher. Jedenfalls solle Petersen J. A. Johann Schmit, Hundsgasse 7. die Pretiosen nur an Haake einsenden, welcher sie schon so ver- Alle arbeiterfreundlichen Blätter werden um Abdruck gebeten. werthen würde, daß Mühlenpfort noch einen fleinen Nugen haben Auskunft ertheilt der Obige. würde. In einem vorliegenden Briefe des Petersen heißt es, daß Haake die Sachen bestens verwerthen und den Verkauf so leiten möge, daß er keinen Schaden erleide. Von einer Ermächtigung, die Sachen wieder zu versehen, ist in diesem Briefe nichts enthalten. Trotzdem hat Haake einen Theil der von ihm von Petersen übersandten Pretiofen bei dem Preußischen Leihhause für 6500 M. auf 4 Pfandscheine versetzt, Die Summe von Arbeiter Verlius und Umgegend hielt am Der Fachverein für Schlosser und Maschinenbau das Grund- und Bodenmonopol doch unter diesem Staate sehr gemeingefährlich werden dürfe. 9. d. Mts. 6300 M. entnahm Haate nach Anschauung der Anklage rechtswidrig feine regelmäßige Mitgliederversammlung ab. Nachdem Genosse der von ihm verwalteten Kasse des Preußischen Leihhauses und Bombin seinen Vortrag über den Beruf der Gewerkschafts- punkt, nur verlor er in der Debatte etwas von der Objektivität, sandte sie nebst den 4 Pfandscheinen an Mühlenpfort nach Ham Organisation" gehalten, forderte der Vorsitzende zu reger Agitation die seinen Vortrag auszeichnete. burg. Petersen hat später die 4 Pfandscheine dem Haake auf zu der am 15. März stattfindenden Metallarbeiter- Versammlung Eine Resolution des Inhalts, daß die Bestrebungen des ſein Verlangen durch Vermittlung des Guttmann zugesandt, ihr auf. Nun, diese Versammlung hat stattgefunden und nach ein- Deutschen Bundes für Bodenbesiy- Reform in jedem politiſchen Berbleib ist nicht festgestellt. Die Pfänder sind nicht eingelöst stimmiger Annahme der Resolution in dieser Versammlung sind Parteiprogramm aufgenommen werden könnten", wurde mit allen worden, dieselben mußten vielmehr, nachdem sie verfallen und wir verpflichtet, unsere den Verhältnissen nicht mehr entsprechende gegen sieben( mehr Sozialisten mögen kaum anwesend gewesen Haake als Direktor abgesezt worden war, versteigert werden und Organisation aufzulösen und damit einem berechtigten Verlangen fein. D. Ref.) Stimmen angenommen. das Leihhaus hat sie Mangels annehmbarer Gebote für nur aller aufgeklärten Genossen nachzukommen. Kollegen! wir geben allerdings nicht nöthig, denn dasselbe erstrebte die Verstaatlichung Das sozialistische Programm hat eine solche Aufbesserung 2500 M. erwerben müſſen.- Die übrigen von Petersen erhalte Guch aber zu bedenken, daß die jetzt bestehenden Fachorgani- des Grund und Bodens längst. nen Pretiofen will Haake unter der Hand verkauft haben und fationen noch Verpflichtungen haben, welche zu erfüllen Ehrenfache derfelbe hat 5098 Mart als Erlös an Petersen eingesandt. derselben gegenüber der neugegründeten Organisation sein muß. Mühlenpfort hat unter Hinzurechnung der ersten 6500 M. also im Deffen sollte sich jeder Kollege bewußt sein und danach handeln. Umgegend hielt am Dienstag, den 10. d. M., eine Bersammlung Der Allgemeine Metallarbeiter- Verein Berlins und Ganzen 11 598 M. erhalten und da er 12 600 M. dafür gezahlt Leider ist es nicht der Fall. Würde es sonst vorkommen, daß ab, die nur schwach besucht war. Kollege Gerisch hielt ein mit hat, beziffert sich also sein Verlust auf 1002 M. Der Angeklagte die Fachversammlungen jest so miserabel besucht und die Bei großem Beifall aufgenommenes Referat über: Leffing, ein Lebensbehauptet, daß er direkt den Auftrag zum Versehen der träge so schlecht bezahlt werden? Es soll zugegeben werden, bild. Eine Diskussion fand nicht statt. Unter Verschiedenem Pretiosen und nicht zum Verkaufen gehabt habe. Die für daß bei der jezigen Arbeitslosigkeit viele Kollegen fragt Rollege Becker an, wie es sich mit der Arbeitsniederlegung 6500. versetzten Pfänder hat der beim Leihhause angestellte nicht im Stande sind, ihre Beiträge zu entrichten, in der Fabrik von Weber, Schönhauser Qee, verhalte, worauf Tarator Arnold, melcher diefelben bei dem Versage weit höher aber müßten die Kollegen den Vorstand nicht davon Kollege Gerifch erwidert, daß dort 4 Kollegen die Arbeit niedertagirt hatte, nachträglich nur auf 4755 M. geschäßt. Der Zeuge in Kenntniß setzen? Glauben sie, der Vorstand könne das bei legten, jedoch selbst erklärten, daß eine Sperre nicht aufrecht zu Arnold behauptet- unter lebhaftem Widerspruch des Direktors jedem einzelnen wissen, oder ist er vielleicht verpflichtet, persönlich erhalten sei und sie auch selber auf wiedereinstellung verzichten; Coler daß er unter der neuen Direktion geradezu gezwungen oder schriftlich bei jedem der Herren Kollegen anzufragen, ob diese Angelegenheit hätte für uns baber weiter kein Intereffe. worden sei, eine niedrigere Tage abzugeben. Bei verschlossenen dieselben ihre Beiträge bezahlen können, und dadurch die Arbeit Rollege Unger regt die Frage der Maifeier an, ist aber der MeiThüren habe man ihn gezwungen, Aussagen gegen Haafe zu und Verwaltungstoften noch zu erhöhen? Oder soll der Vorstand nung, daß eine allgemeine Arbeitsruhe, wie sie der 6. Wahlverein machen. Die Zeugen Petersen und Mühlenpfordt bleiben das etwaige Defizit aus seiner Tasche bezahlen? Oder sollen beschlossen hat, vollständig verfehlt sei. Kollege Gerisch erwidert, dabei, daß die Pretiofen nicht versett, sondern verfauft wir ein Defizit als greifbares Zeichen unseres so viel gerühmten daß der Verein sich bereits in der beschließenden Versammlung werden sollten. Direktor Soler bekundet, daß das Preußische Solidaritätsgefühls mit in die neue Vereinigung bringen? Nein, am 15. Februar mit dieser Frage beschäftigt, jedoch beschlossen Leihhaus wegen des ihm aus dem Geschäft entstandenen Schadens das kann Guer Ernst nicht sein! Deshalb erwarten wir, daß habe, die Entscheidung darüber der ganzen Metallarbeiterschaft von 4000 M. nebst Zinsen den Zeugen Mühlenpfordt verklagt, alle Kollegen in der nächsten Versammlung am Montag, den Berlins, welche ich jetzt zu einem einzigen Verdie Klage aber zurückgenommen habe, nachdem sich durch die Be- 23. März, bei Feuerstein, Alte Jakobstraße 75, durch Anwesenheit ein zusammenschließt, zu überlassen. zu überlassen. Redner ist weisaufnahme ergeben hatte, daß ein Pfand Darlehnsgeschäft glänzen, ihren Verpflichtungen nachkommen und damit beweisen, falls der Ansicht, daß eine Arbeitsruhe, wie sie im vorigen zwischen M. und dem Preußischen Leihhause gar nicht zu Stande daß sie den Ernst der Situation begriffen haben. Kollegen! Jahre stattfand, nach den üblen Erfahrungen, die die Metallgekommen war. Können die Schlosser und Maschinenbau- Arbeiter es wagen, der arbeiter gemacht haben, in diesem Jahre nicht in Betracht kommen Um 5 Uhr wird die weitere Verhandlung auf Donnerstag neuen Vereinigung beizutreten, wenn sie durch Lässigkeit und kann. Kollege Becker wundert sich darüber, daß verschiedene Ver9 Uhr vertagt. Gleichgiltigkeit in die Lage kommen, ihre Schulden nicht zu be- fammlungen, sich herausgenommen haben, ein Ruhenlaffen der zahlen? Können wir als Gleichberechtigte auftreten, tönnen wir Arbeit zu beschließen und dabei vielfach die Ansicht verfochten Forderungen und Anträge stellen, wenn wir befürchten müssen, wurde, der Pariser Kongreß habe dieses beschlossen. Er könne man ruft uns mit Recht zu: Bezahlt erst Eure Schulden? Sind als Delegirter der Berliner Metallarbeiter fich nicht entsinnen, wir berechtigt, Rechte zu verlangen, wenn wir unsere Pflichten baß ein derartiger Beschluß gefaßt ist, er behaupte vielmehr, daß nicht erfüllen? Nein und abermals nein! es nicht der Fall sei, vielmehr nur eine Demonstration, deren Bochum, 18. März. Da die Verwaltung der Zeche„ Trappe" Deshalb Kollegen! zeigt, daß Ihr nicht gewillt seid, den§ 4 Ausführung den einzelnen Völkern überlassen blieb. Es komme angekündigt hat, daß alle Bergleute, die bis jetzt nicht die Arbeit unseres Statuts gegen Euch in Anwendung bringen zu lassen, ihm so vor, als ob einzelne Personen jene Ünwahrheit wissentlich aufgenommen hätten, als entlassen betrachtet würden, soll seitens liefert den Beweis, daß Ihr als vollberechtigte Mitglieder dem verbreiten, deshalb möge jeder, wo er diese Ansicht vertreten hört, der Bergleute des Ruhrreviers ein Unterſtügungs- Komitee gebildet neugegründeten Verband aller in der Metallindustrie beschäftigter ihr energisch entgegentreten. Im Uebrigen sei es nur logisch, werden, welches den entlassenen Bergleuten Existenzmittel gewährt, Arbeiter" beitreten wollt, durch Euer Erscheinen in den letzten wenn nicht der Metallarbeiter- Verein darüber beschließt, sondern bis sie anderweitig Arbeit gefunden haben. nothwendigen Versammlungen des Fachvereins und durch pünkt- dieses der ganzen Metallarbeiterschaft nach Bildung der neuen liche Entrichtung der Beiträge! Organisation überlassen bleibt. Nachdem noch die Kollegen unger, Fride und Dumpf gesprochen hatten, erklärte die Versammlung sich damit einverstanden. Arbeiterbewegung. Reben, Saarrevier, 16. März. Heute Morgen 8 Uhr hat sich die Wetterführung( Ventilator) als schadhaft erwiesen, da ste Eine öffentliche Versammlung der Kupferschmiede fand die Wetter nicht mehr anzog. Es wurde den Bergleuten das am 14. März statt. Herr Peus hielt einen Bortrag über Schießen sofort verboten. Um 10 oder 1/211 Uhr wurde die Solidarität", in welchem er den Nutzen der Fachorganisation Steigerabtheilung Diversy angewiesen, die Grube zu verlassen. Harlegte. Redner vertrat die Ansicht, daß man die Fachorgani Wie ich eben erfahre, haben auch 5 andere Steigerabtheilungen fationen nicht lediglich als Streitvereinigungen betrachten dürfe. die Grube verlassen müssen. Man versicherte den Bergleuten, der Sie seien hauptsächlich dazu da, die Arbeiter zu eben= Die Steinbildhauer( Innungsgefellen) hielten am Sonntag eine öffentliche Versammlung im Restaurant Königshof, Bülowstraße, ab. Wegen des Nichterscheinens einiger auf bei Kandidatenliste zum Gesellenausschuß stehenden Kollegen wurd Gesang, Turn- und gesellige Vereine. Donnerstag. Stats straße 47. Lübeck'scher Turnverein, Männer Abtheilung, Abends 8-10 Uhr, Turnverein„ Osten", LehrElisabethstr. 57-58, Königstädt. Gymnasium. Berliner Turnlings- Abtheilung, Abends 8-10 Uhr, Blumenftr. 63a. genossenschaft, 1. Lehrlings Abtheilung, Abends 8x- 10% uhr, im LessingTheater, Pantstr. 9-10. " ser zweite Punkt der Tagesordnung, Gewerkschaftliches, zuerst dehnung erreicht habe, als in der Textilindustrie. Zum Schluß tiub Rüdwärts", Abends 8 Uhr, im Restaurant Boderte, Pallisadenverhandelt. Der Vorsitzende, Herr Scherz, theilte mit, daß die empfiehlt Redner, auf alle Fälle den Kongreß zu beschicken. Innungsmeister auf den Vorschlag des Gesellenausschusses, auf Nachdem auch in der Diskussion sämmtliche Redner für eine jedem Werkplatz eine Kommission zur Festsetzung der Beschickung des Kongresses eingetreten waren, wurde demgemäß Preise und Aufstellung der Berechnungen zu ernennen, beschlossen und Herr Schnittler zum Delegirten gewählt. Ferner welche mit den Prinzipalen zu verhandeln hätte, nicht ein wurden vier Mann gewählt: Weise, Stübner, Reischock, Kellner, gehen könnten, vielmehr den Gesellen anheim stellen, mit welchen die Aufgabe zufällt, die Unkosten aufzubringen, welche Männer- Gesangverein Grescendo", Abends 9 Uhr, bei Körting, Gneisenau diesem Umt zunächst den Altgesellen des Plates zu betrauen, für den Delegirten einschließlich der Reisekosten auf 50 M. fest- ftraße 88.- Gefelliger Berein„ Regina", Sigung mit Damen, Abends 8½ Uhr, in den Luisenstädt. Bierhallen, Alte Jakobstr. 89. Geselliger Club„ BlauPfropfenverein welcher dann mit dem Polier und endlich mit dem Chef in die gesetzt wurden. veil chen", Abends 9 Uhr bei Förtsch, Stallschreiberstr. 60Verhandlung eintreten fönne, als letzte Instanz aber sei die Unter Verschiedenem" wurde zum Abonnement auf Wedding", Abends 8% Uhr bei A. Engel, Müller- und Antonstraßen- Ecc. Bergnügungsverein„ Caprice", Abends 9 Uhr, Sigung mit Damen im Innung der Meister da, um jeden Streit zu schlichten. den„ Textilarbeiter" aufgefordert. Weiter entspann sich hier noch ,, Marienbad", Badstr. 35-36, Saal 1 Tr. Bergnügungsverein BeilMit einer Kommission fönne man nicht ver eine sehr lange und ausgedehnte Debatte, bis die Versammlungen", 9% Uhr, Sigung mit Damen bei Lülow, Admiralstraße 38. Gäste will handeln, es solle Berein ehemaliger Schüler der 98. Gemeindeschule, Abends nur der vorgeschlagene Instanzenweg ziemlich spät ohne jeden Zwischenfall ihr Ende erreichte. Wie tommen. Privattheater9 Uhr, im Gesellschaftshause Ostend", Rüdersdorferstr. 45. eingehalten werden, so werde alles zu beiderseitiger Zufriedenheit man sich beim Verlassen des Saales überzeugen konnte, waren Gesellschaft offnung"," Abends 8 Uhr, im Klubhaus, Ohmgasse 2. geregelt werden. Gegen diesen Bescheid wurde lebhait Protest jedoch die bekannten Vorsichtsmaßregeln getroffen. Die ganze Gäste willkommen. Verein ehemaliger Schüler der 23. Gemeindeerhoben, da man, der Meinung ist, daß von einem Innungs- Gensdarmerie war theils im Vorraum, theils vor der Thür ver- schule. Sigung, Abends 9% Uhr, bet Saeger, Grüner Weg 29. tommen. Berein ehemaliger Schüler der 22. Gemeindeschule bei beschluß der Meister Ersprießliches für die Gesellen nicht zu er sammelt, gewärtig des Augenblicks, wo sie gegen die„ umstürz- Schröder, Stegligerstr. 18, Gäste wiütommen.- Tambourverein„ Jungfernfrang", warten sei. Dieser Protest fand namentlich nach der nun lerischen" Elemente einschreiten könnte. folgenden Wahl des Ausschusses, nach welcher die Debatte fortgesetzt wurde, lebhaften Ausdruck. Bezeichnend war es, daß die Vertreter der Prinzipale, wohl in der Voraussetzung, daß eine heftige Debalte folgen würde, inzwischen die Ver: fammlung verlassen hatten! In den Ausschuß wurden die Kollegen Landgraf, Aleke, Scherz, 2. Schmidt, Ettschich, Kunath und Losinsky gewählt. Die Diskussion über Gewerkschaftliches wird hierauf fort gefeht. Die Unterstützung eines invaliden Kollegen ruft eine lange Debatte hervor. Man ist der Meinung, daß der im Dienst der Der Allgemeine Arbeiterinnenverein Verlins und um gegend hielt am 4. d. M. in Friedrichsberg im Lokale des Herrn Spißig eine Versammlung ab, in welcher Frl. Wabnik vor fast überfülltem Saale einen Vortrag hielt über: Naturgesetze und Menschenrechte". Sie fand lebhaften Beifall. Der Verein nahm 20 Mitglieder auf. Die Versammlung wurde mit einem Hoch auf das Gedeihen desselben in später Stunde geschlossen. Oeffentliche Volks- Versammlung in Moabit. Weidenweg 12. 1 Gäste will Rauchklub„ Dezimal- Waage", Abends 9 Uhr bei Infinger, KrautsRauchflub, ernspize", Abends s½ Uhr bei A. Böhl, Rüdersstraße 48. dorferstr. 8. Rauchflub Collegia", Abends 9 Uhr, in Spengler's Wirths haus, Stalizerstr. 41. Rauchklub Vorwärts", Abends 9 Uhr, bei Tempel, Breslauerstr. 27. Depeschen. Der dem London, 18. März.( Telegramm des„ Herold".) Depeschen Unternehmer halb arbeitsunfähig gewordene Kollege, soweit Bersam bergammtlicher Arbeiter und Arbeiterinnen der Be Dampfers„ Utopia" mit dem britischen Panzerschiff" Anson Am vergangenen Donnerstag mischte sich gelegentlich einer aus Gibraltar melden Einzelheiten über den Zusammenstoß des er noch arbeitsfähig, von den Unternehmern unterſtügt werden fleidungs- Induſtrie der überwachende Polizeilieutenant in eine Der Zuſammenstoß fand am Abend um 7 Uhr statt. müſſe, wenn er auch langſam arbeite, so könne er sich doch immer Geschäftsordnungs- Debatte, und am Sonntag hielt es sogar Rammer des„ Anson" bohrte sich in die„ ltopia" is entstand. noch durch helfen. Der Vertreter der Firma Zeidler u. Wimmel erklärt, er würde eine Anfrage nach Bunzlau richten, in wie äußerst schwer, die Genehmigung zu der auf 1 Uhr Nachmittags im Hintertheile der Leyteren ein Loch von 30 Fuß entstand. weit der Halbinvalide sich an der bortigen erhalten. Bon Seiten der Polizei, wurden allerlei Einwände 880 Passagiere befanden, Gewaltige Sturmwellen, aut ch im Saale der Volksbrauerei angesagten Volks- Versammlung zu Behn Minuten später versant die„ Utopia", auf welcher sich Streitbewegung betheiligt habe, und erst dann erhoben und schließlich sogar vorgebracht, die Thüren könnten Südwesten kommend, schlugen über das Verdeck, alles mit sich fönne eine Erklärung abgegeben werden, werden, ob der Betreffende eingestellt werden könne. E wird beschlossen, nicht mit einem Ruck aufgestoßen werden. Nun wird aber schon fortreißend. Elektrisch beleuchtete Boote des englischen Panzer daß auch der Gesellenausschuß nach Bunzlau schreiben eine längere Zeit hindurch in diesem Saale Theater gespielt, schiffes eilten sofort zur Hilfe herbei. Man befürchtet indeß, daß und das ist von der Polizei noch nie beanstandet zwei Drittel der Gesammtzahl der Passagiere ertrunken sind. soll, um feine einseitige Antwort zu erhalten. Inzwischen werden Viele Männer, Weiber- und Kinderleichen wurden an's Land worden. Die Einberuferin, Frau Löpki, erklärte nun, dem Betreffenden pro Tag 2 M. Unterstützung gezahlt. daß eine Volks- Versammlung dieselbe Berechtigung habe getrieben. Eine Pinasse vom Panzerschiffe Immortalité", die Es wird dann lebhaft dafür eingetreten, daß der Revers wie eine Theatergesellschaft, und so wurde die Genehmigung denn ebenfalls Hilfe bringen wollte, schlug um, so daß verschiedene gegen das Koalitionsrecht von den Innungsmeistern endgiltig zurückgezogen werde, und der Ausschuß beauftragt, eine bestimmte auch endlich ertheilt, und zwar am Sonntag Vormittag um Matrosen ertranken. Der Kapitän und der Schiffsarzt der„ Utopia" sind gerettet. Antwort von den Meistern zu fordern. Ebenso bildet die AbAus diesem Grunde war die Versammlung auch wohl etwas schaffung der zu geringen Theilzahlungen bei größeren Attordarbeiten einen Gegenstand lebhafter Erörterung. Es wird Zah- schwächer besucht wie gewöhnlich, aber immerhin war doch eine lung in Höhe des Minimallohnes an jedem Sonnabend verlangt. stattliche Anzahl von Genossinnen und Genossen erschienen. Herr Briefkasten der Redaktion. Charakteristisch war die von den Prinzipalen an ein Mitglied Bortrag über das Thema: Ist die moderne bürgerliche Gesell- Bet Anfragen bitten wir die Abonnements- Quittung beizufügen. Brieflich des Ausschusses bei einer Vorstellung von Wißständen abgegebenen schaft noch eristenzberechtigt? Von einer Diskussion wurde abgeErklärung: Die öffentliche Meinung geht uns gar nichts an!" Das Submissionsunwesen wird treffend gegeißelt, sowie noch ein Beschluß gefaßt, zur Stellungnahme der Unterstützung von Arbeitslosen eine öffentliche Versammlung ein zuberufen, für den Fachverein zu agitiren, und mit einem och auf die Sozialdemokratie wird die zahlreich besuchte Versammlung von Innungsgesellen geschlossen. Eine öffentliche Versammlung der Textilarbeiter und Arbeiterinnen fand Montag Abend in Riydorf unter dem Vor11 Uhr. sehen und folgende Resolution angenommen: Die heute in der Wolfsbrauerei zu Moabit tagende Boltsversammlung erklärt, daß die Ausführungen des Referenten über die Griſtenzberechtigung der modernen bürgerlichen Gesellschaft voll ständig zutreffen. Der Redner hat den Bersammelten gesagt, was diese schon lange gefühlt haben, nämlich, daß die moderne bürgerliche Gesellschaft jede Existenzberechtigung verloren hat und durch eine andere, die sozialistische ersetzt werden muß. In Befolgung dieser Erkenntniß geloben die Versammelten, für die Sozialdemokratie, lichen will, nach Kräften einzutreten. Antwort wird nicht ertheilt. St. Die Stellen, an welchen gelesene Arbeiterblätter zum Zweck weiterer Verwendung entgegengenommen werden, werden von uns von Zeit zu Zeit veröffentlicht. Es kommt darauf an, in welcher Gegend Sie wohnen. J. Schw., Koloniestr. Ihre Anfrage ist undeutlich. Zu mündlicher Auskunft find wir bereit. Lagemann in Nebelschuh," Sie können die Blätter unter Kreuzband versenden. Von Ihrer anderen Frage ist uns nichts bekannt. Alvenslebenstr. Es giebt in Deutschland viele Theater sitz des Herrn Starnowig statt. Auf der Tagesordnung stand die einzige Partei, welche die Jdeen des Sozialismus verwit und Hotel- Zeitungen. Welche meinen Sie? In Bezug auf Stellungnahme zu dem demnächst stattfindenden Textilarbeiter und Arbeiterinnen- Kongreß in Pösneck, worüber Herr Alphons Beyer aus Kottbus ein Referat halten wollte, sowie eventuell Wahl eines Delegirten. Bevor der Referent das Wort erhielt, beantragte ein Genosse zunächst die Wahl eines Delegirten zu vollziehen, da man nach den bisherigen Vorgängen in Rigdorf Verlauf nicht wissen könne, welchen die heutige Versammlung nehmen werde und damit man schlimmstenfalls wenigstens einen Delegirten gewählt habe. Nachdem jedoch dem entgegen gehalten war, daß man doch vorher erst fich flar werden müsse, ob der Kongreß überhaupt beschickt werden solle, worüber der Referent sich ja aussprechen wolle, wurde von dem Vorschlag abgesehen, und es erhielt der Referent zu seinem Vortrage das Wort, in welchem er ausführte: " Unter Verschiedenem" wurde der Antrag angenommen, alle 14 Tage eine ähnliche Versammlung wie die heutige einzuberufen. Nach Besprechung einiger fleineren Angelegenheiten wurde dann die Versammlung mit einem dreifachen Hoch auf die internationale, revolutionäre Sozialdemokratie geschlossen. Die Genossinnen und Genossen, welche sich immer zahlreicher eingefunden hatten, verfügten sich nach Schluß der Versaminlung in den oberen kleinen Saal, woselbst sie bei Tanz und fröhlicher Unterhaltung wohl bis Mitternacht zusammenblieben. Achtung! Fachverein der Steindendier und Lithographen. Donnerstag, den 19. März, Abends 8½ Uhr, in Feuerstein's Salon, Alte Satob: ftraße 75: Außerordentliche Generalversammlung. Tagesordnung: 1. Wie stellen sich die Mitglieder zur event. Auflösung des Vereins zu Gunsten der Bentralisation? 2. Distusfion. 3. Verschiedenes und Fragekasten. Die Mitglieder werden ersucht, bie reſtirenden Beiträge zu bezahlen. Die Kollegen, dieselben abzurechnen, resp. zu bezahlen. Mitgliedsbuch legitimirt. die dritte Frage wollen Sie sich persönlich an Herrn S. wenden. Zwei Wettende, Gesundbrunnen. Berlin hat die meisten Einwohner. C. B., Kolportage- Vuchhandlung. Im Jahre 1866. J. Schu. Besten Dank für Ihre Mittheilungen, die in der heutigen Nummer Verwendung fanden. Wir bedauern sehr, Ihre Frage nicht beantworten zu können, da uns keine Landsleute von Ihnen bekannt sind. R. W. 45. Ludwig Hecht, der aus Berlin ausgewiefen war, wohnt Tempelhof, Berlinerstr. 41 bet A. Müller. R. C. 62. 1. Das Aufgebot muß unter dem Namen der Adoptiveltern, aber unter Zufügung des ursprünglichen Namens erfolgen. 2. Wenn Braut und Bräutigam in verschiedenen Gemeinden wohnen, so muß das Aufgebot in beiden Gemeinden bekannt gemacht werden. Die Eheschließung kann dann von dem darauf verzichte. Die Verhältnisse in der Textilindustrie seien Berliner Kanarienzüchter- Verein. Sigung Donnerstag, den 19. März, weis der in der anderen Gemeinde erfolgten Bekanntmachung gefür die Arbeiter so erbärmliche, daß dieselben gar nicht mehr abends 8½ Uhr, im Bereinslokal, kommandantenstraße 15. Gäste find will führt ist. Sie können sich daher nicht beschweren. tommen. tiefer herabgedrückt werden könnten." Redner schildert hierbei Uhrmachergehilfen! Donnerstag, den 19. März, Abends präzise 9% Uhr, die bekannte jämmerliche Lage der hungernden Weber im Gulen- Große öffentliche Versammlung in Gratweil's Bierhallen, Kommandanten gebirge. Zwar wäre es nicht in ganz Deutschland so schlecht, straße 77-79. doch im sächsischen Erzgebirge und in verschiedenen anderen Gegenden stehe es nur sehr wenig besser. Eine Besse rung auf dem Wege der gewerkschaftlichen Organisation halte er für unmöglich. Trotzdem kämen die Textilarbeiter noch einmal in Pösneck zusammen, um sich von dort nochmals mit den Erwägungen über die Besserstellung ihrer Lage zu beschäftigen. Es würden sich dort zwei Richtungen gegenüberstehen, die einen, welche die Ansicht vertreten, eine gewerkschaftliche Organisation fönne ihnen keinen Nutzen mehr bringen, und die anderen, die doch noch einen Versuch machen möchten. Ein Bild von der Lage der Textilarbeiter würde ein so trauriges werden, daß man wohl am Besten thue, wenn man welche Billets vom legten Winterfest des Fachvereins haben, werden ersucht. Standesbeamten erst vorgenommen werden, sobald ihm der NachArbeiter- Bildungsverein für Friedrichsfelde und Umgegend. BerK. H., Freienwalde. Vom Beginn der fünften Woche nach dem Unfall an fönnen Sie von der Ortskasse erhöhtes Krankengeld verlangen. Die Differenz muß der Arbeitgeber der Kasse ersetzen. J. P. Wenn Ihre Frau bloß gelegentlich einige Stunden für einen Schneider arbeitet, so ist sie darum nicht altersverficherungspflichtig. O. K., Wusterhausen. Das Verlangen des Gendarmen war ungerechtfertigt. Ein von einer geschlossenen Gesellschaft veranstaltetes Kränzchen für Mitglieder und deren Gäste bedarf weder der Anmeldung noch der Genehmigung, auch dann nicht, wenn ein Eintrittsgeld erhoben wird. Berliner Naturheilverein II. Seute, 9 Uhr: Bortrag des Herrn Seindorf, über: Massage als Heilmittel; im Restaurant Musehold, Landsbergerstr. 31. Gäste, Damen wie Herren, willkommen. Achtung! Genossen, welche gewillt sind, einem neu gegründeten Arbeiter Gefangverein" Freiheitsgruß" beizutreten, mögen sich am Donnerstag, Abends ur, im Lokale des Herrn Päbold, Schönhauser Allee 46, einfinden. fammlung am 19. März, bei Momber, Wilhelmstr. 10. Gäste haben Zutritt. Lese- und Diskutirklubs. Donnerstag. Freiheit", Abends s uhr, Naunynftr. 86 bei Zubeil. Gäste fönnen durch Mitglieder eingeführt werden. Verein Voltsbildung"( Männer und Frauen) Abends 9 Uhr, Lese- und Diskutirklub im Restaurant Nürnberg, Schönhauser Allee 28.,, Wach Auf Nachin. 3 Uhr, in der Gr. Frankfurterstr. 99 ,,, Frankfurter Bierhallen". Wahrheit, Markusstr. 31.--Aufklärung", Abends 8% Uhr, R. W., Weidentveg. Das ist allerdings ein unerhörter eine" in Fall. Aber Sie können weder der Polizei noch dem Administrator Wie schlecht es aber in ihrem Berufe stehe, tönne man daraus in Heindorfs Restaurant, Langestr. 70. Gäste willkommen. ersehen, daß in Rottbus, wo früher in besseren Zeiten etwa Rirborf, Gde nesebeck- und Hermannstraße, Restaurant Beyler. Säfte einen begründeten Vorwurf machen. Dagegen können Sie natür tommen. Neue Zeit", 8% Uhr, Boyenstr. 40. Gäste haben Zutritt. 1200 Textilarbeiter organisirt waren, jekt kaum noch 100 Mann Süd- Ost", 8% Uhr bet Toltsdorf, Görligerstr. 58. Gäfte, durch Mitglieder lich Bestrafung des Eigenthümers verlangen, sowie von diesem im Fachverein als Mitglieder zählen. Spremberg tönne trotz eingeführt, haben Zutritt." Johannes Webde" Urbanftr. 51, b. Schüß. Ersatz alles Ihnen zugefügten Schadens. Zur Veröffentlichung seiner großen Industrie keinen Delegirten senden, es habe Rottbus uhr, uebungsstunde. Aufnahme neuer Mitglieder. Arbeiter- Sängerbund Berlins und Umgegend, Donnerstag Abends im Lokaltheile eignet sich der Vorfall nicht, da derselbe nur die Seeger'scher mit der Vertretung beauftragt, gleichzeitig jedoch wegen mangelnder Gefangverein", Blumenstraße 46 bet Wend. Uebungsstunde von 9 bis unseren Lesern genügend bekannte Thatsache beweist, daß es Gesangverein Ginigtett"( Hutmacher), Linien: höchst rohe Menschen giebt. Mittel es ablehnen müssen, etwas zu den Unkosten beizusteuern. 11 Uhr. Gesangverein Edelweiß Melchiorstraße 15 K., Soran. 1. Wenn Ihr Kind nicht bis zum 1. April Man sehe daraus eben, wie schwer es fallen würde, Mittel auf- ftraße 73 bet Roth. bei Stehmann. Gefangverein Echo 2", Alte Schönhauserstraße zubringen, und eine Organisation ohne Mittel habe keine Aus- Nr. 42 bei Reimann. Gesangverein Frühlingsluft", Flottwell des betreffenden Kalenderjahres das 14. Lebensjahr vollendet, so Männerchor St. Urban", Annenstraße 9 bet müssen Sie dasselbe noch bis zum Oftober zur Schule schicken. ficht auf irgend welche Erfolge. Redner geht nun auf die ftraße 5 bet Bartels. Prob. Männergesangverein Borar", Admiralstr. 38 bei Bülow. Tagesordnung des Kongresses näher ein, wobei er u. A. länger Gefangverein, ornblume", Blumenjir. 54 bei Wuttte. Mit dem Konfirmanden- Unterricht steht die Frage des Schul bei der Fachpresse verweilt, die er ebenfalls als die dent- hand in hand", Stalizerstr. 142 bet Greiser. Gefangverein zwanges in feinem Zusammenhang. 2. Der Antrag ist schriftlich bar schlechtest bestellte gegenüber allen anderen Gewerf:" Unverzagt" bet Küster, Köpenickerstraße 127a. Gefangverein, Dorf an das Amtsgericht zu richten, ohne daß es eines Stenipels Gesang bedarf. schaften bezeichnet. Wenig Erfolg verspricht sich Redner Blödlein" Deutsch- Willmersdorf, Berlinerstr. 40 bet Pietsch. verein des ,, Tischlerverbandes" in Stegliz, Restaurant Hildebrand. auch von der geplanten Einführung von Arbeiter- Kontrollmarken, Arbeiter- Gefangverein armonie", Tempelhof, Dorfstr. 10 bei Gerth. J. L., Pforzheim. Außer dem Reichs- Kursbuch ist uns durch welche die Arbeiter Deutschlands die Unternehmer zwingen Gefangverein ,, Weiße Rose", Reinickendorf, Residenz- und Holländerstraßen- fein solches Buch bekannt. Ecke bet Caro. Arbeiter- Gesangverein ,, Morgenroth, Rummelsburg, sollen, ihren Arbeitern bessere Löhne zu zahlen. Dies sei äußerst Göthestraße 9 bei Konrath. 2. i. F. Nur wenn Sie nachweisen, daß sich Ihre Ver Gesangverein Freundschaft" Abends schwierig durchzuführen, es könnte ja schließlich für einzelne 9 Uhr, bei Oswald Berliner, Brunnenstr. 114. Gefangverein„ Brezel hältnisse geändert haben, so können Sie verlangen, daß der Wirth Musit und die Weitervermiethung der Wohnung durch Sie gestattet. Die Branchen etwas erreicht werden, im Allgemeinen werde es sich schluß" in Sahm's Klubhaus, Annenstrauße Nr. 16. mündliche Zusage des Wirthes hat gegenüber dem schriftlichen Weltverkehr, der taum in einem Industriezweige eine solche Aus-" Amicitia", Adlershof Bismarckstraße bei Albrecht. Kontratt teine Giltigkeit. 1 " " Gesangverein Gesangverein aber nicht ausführen lassen. Zu berücksichtigen sei auch der Gesangverein" Firmitas", Adalbertstr. 8 bet Schneider. Kreuzberger Harmonie", Lindenstr. 106, bei Poppe. Gesangverein Evorabräu Fürth- Nürnberg) 30 Fl. für 3 M., in Gebind. von 17 2tr. an, à Ltr. 30 Pf., empf. Gust. Hering, Berliner Lagerhof. 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