Ur. 173. Erscheint täglich außer Montags. Preis pränumerando: Bierteljährlich 3,30 Mart, monatlich 1,10 mt, wöchentlich 28 Big fret In's Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags- Nummer mtt illuftr. Sonntags- Beilage Neue Welt" 10 Pfg. Post- Abonnement: 3,30 Mt.pro Quartal, Unter Kreuzband: Deutschland u. DefterreichUngarn 2 Mt., für das übrige Ausland 3 Mt.pr.Monat. Eingetr. In der Poft Zeitungs: Breisliste für 1893 unter Nr. 6708. Vorwärts 10. Jahrg. Infertions- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzeile oder deren Raum 40 Pfg., für Vereins- und Bersammlungs Anzeigen 20 Pfg Inserate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr Nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr Abends, an Sonnund Feittagen bis 9 Uhr Vormittags geöffnet. Fernsprecher: Amt I, 4186. Telegramm- Adresse: " Sozialdemokrat Berlin Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Benth- Straße 2. Tabakfabrikaks. Steuer? Mittwoch, den 26. Juli 1893. Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. des abgestuft, in zweiter Linie auch noch nach der Qualität und überholte Kleinbürgerthum, das auch hier vom Kapitalisden Sorten der verschiedenen Waarengattungen. Die Fas mus par excellence einfach niedergefäbelt werden brikatstener wird so bezahlt, daß die Fabrikanten Stempel- würde. Die Belastung der amerikanischen Tabakverbraucher marken oder Stempelbänder vom Staat kaufen und diese durch die Fabrikatssteuer beträgt pro Kopf nicht weniger Die Sozialdemokratie ist in der glücklichen Lage, dem an der in den Handel kommenden Waare anbringen. Der als 3-4 M. qualvollen Frage- und Antwortspiel, das Bürgerthum und Steuerstempel muß dann entweder entwerthet werden, damit So sieht die sogenannte Tabakfabrikats- Steuer aus. Reichsregierung jetzt nach Annahme der Militärvorlage er nicht nochmals benutzt werden kann, oder die Verpackung Ihre Einführung in das deutsche Steuersystem würde nur wegen neuer Steuern zur Deckung der Kosten miteinander mit dem Stempel muß so geschehen, daß der letztere beim dann einen Zweck haben, wenn der ärmliche Genuß des treiben, wieder einmal als tertius gaudens, d. h. mit Verbrauch der Waare zerstört wird. Deshalb wird bei der Proletariers an einer Pfeife oder Zigarre unmenschlich verberechtigter Schadenfreude zusehen zu können. Nicht, als Fabrikatsteuer vorgeschrieben, wie und in welchen Mengen theuert würde, und zwar, was das Charakteristische ist, ob wir keine Interessen dabei zu vertreten hätten. Gewiß, die Waare verpackt sein muß, wie und wo der Stempel an wesentlich unter Mitbereicherung wir haben durch unsere Agitation immer und immer den Packeten, Kisten u. s. w. angebracht und entwerthet werden Großfapitals in der Tabakbranche. Insofern wäre wieder darauf hinzuweisen, wo und wie die besiglose große soll u. a. m. Selbstverständlich dürfen nur angemeldete ja die Miquel'sche Reform" eine recht konsequente FortMasse geschoren werden soll, und die Masse muß es Fabriken produziren, die Händler müssen kontrollirt werden, segung der Bismarck'schen Wirthschaftspolitik im Reiche. ja immer bringen", nach Miquel's eigenem Ausspruch. damit sie nicht ungestempelte Waare verkaufen, und eigent- Für uns Sozialisten wäre es nebenbei interessant, wenn Aber die Interessen, die wir zu vertreten haben, sind so lich muß die Staatsaufsicht, wenn etwas Ordentliches heraus die amerikanische Staatskontrolle des Handels und der einfach und klar, und unsere Haltung zur Anziehung der Steuer- tommen soll, auch noch auf den gesammten Tabakbau und Produktion mit Tabak importirt würde- wir könnten schraube ergiebt sich so natürlich aus unserer konsequenten Handel ausgedehnt werden, damit man weiß, ob von dann wieder einmal an einem praktischen Beispiel zeigen, Ablehnung der Militärvorlage, daß wir uns wesentlich zu Rohproduzenten nichts abseits zur unerlaubten Fabri- daß die gesellschaftliche Ueberwachung der Produktion gar unserem Bortheil unterscheiden von dem geängstigten Mast- tation geht, ob geht, ob der angemeldete Fabrikant allen nicht so schwer ist; sogar der kapitalistische Staat bringt bürgerthum. Das hat die Militärvorlage durchbringen Rohstoff, den er verbraucht, auch wirklich versteuert sie mit seinen täppischen Werkzeugen in verkümmerter Gehelfen, es muß also auch für die Deckung der Kosten seine u. s. v. In Amerika wenigstens ist diese Kontrolle stalt schon fertig. Wegen der Belastung und sonstigen schwachen Geisteskräfte mit anstrengen und stößt nun auf der gesammten Tabakproduktion sehr sorgfältig vom Staate sozialen Wirkung freilich ist es ganz gleichgiltig, ob uns Schritt und fritt an alle möglichen und unmöglichen Pro- durchgeführt. Dort haben Produzenten und Händler gesetz- diese oder eine andere Reichssteuer von Miquel's Gnaden bejekte, deren Ecken und Kanten seinem Kapitalismus doch lich vorgeschriebene Monatsübersichten über ihren gesammten scheert wird bluten muß doch das Volk, so oder so, auch recht empfindlich wehe thun. Miquel läßt dabei die Umsatz an eine staatliche Zentralstelle abzuliefern. Diese unter diesen oder jenen Begleiterscheinungen, und revolu guten Leute möglichst im Dunkeln über seine Pläne, damit Zentralstelle übersieht dadurch das ganze Geschäft mit tioniren wird also die neue Steuerschraube unter allen Umsie in der Finsterniß mit den eigenen Köpfen zusammen- Tabak vollständig, kontrollirt die verschiedenen Angaben ständen, ganz wie wir es nur wünschen können. Bötticher's rennen. Die Ratherei der bürgerlichen Presse wird unter einander durch ein eigenes Rechnungsbureau und Spruch ist dann dahin abzuändern: Ihr arbeitet ja doch immer angftvoller; und wenn man fich sich schließlich stellt dort, wo sich Differenzen ergeben, sofort ganz ein- nur für uns!" über ein System verständigen wird, bei dem Regie- gehende Nachforschungen an binnen kurzem weiß der rung ann gewöhnlich, so sagte ein amerikanischer und Bourgeoisie dem Volke gemeinsam die Staat dann gewöhnlich 100 vorläufig ist die Lage Steuerbeamter gelegentlich aus, Haut über die Ohren ziehen der Fehler ge= für die bürgerlichen Konjetturalpolitiker, die ja wissen, steckt hat. Dabei sind die armen Kapitalisten mit daß sie selbst keine Widerstandskraft gegen die Regierung hohen Geld- und Gefängnißſtrafen bedroht, die freilich Politische Ueberlicht. zu entwickeln vermögen, eine recht unbequeme. Da wird ihre Justiz den Klasseninteressen entsprechend handhabt. nun, ehe noch Miquel mit den Finanzministern der anderen Bugeschnitten ist die ganze Steuer auf den Großbetrieb, den Sta aten in Frankfurt sein Träntiein gebraut hat, immer sie naturgemäß begünstigt, weshalb auch Amerita ihr häufiger vom Tabak und von einer neuen Steuer auf klassisches Land ist. Eine fernere Eigenthümlichkeit besteht denselben gesprochen, von der Fabrikatsteuer. Eugen darin, daß der Großkapitalist der Tabakbranche, der sich Richter verdammt diesen neuen Vorschlag in seiner Frei- Steuervergünstigungen verschaffen kann, sehr bald den Markt finnigen Zeitung" schon in Grund und Boden und wittert beherrscht und die Tabakverbraucher ganz gehörig rupft, hinter ihm das Monopol, das ja für freisinnige Nasen weit ärger, als es die noch so hohe Steuer bedingt. Hervor besonders schauerlich riecht. Was würde diese Tabakfabrikat- ragende amerikanische Tabatfabrikanten haben ganz offen Steuer für uns bedeuten? erklärt, daß sie mittels der Stempelabgabe noch ein„ Extra- Die deutschen Brotvertheuerer, die im Bunde der LandBei der Fabrikatsteuer wird die Abgabe nach dem geschäft" machten; sie hätten an einer Ermäßigung der wirthe ihre Gewerkschaft haben, werden jubiliren. Die„ KreuzGewicht der Fabrikate in dem Augenblick erhoben, wo diese selben gar kein Interesse. Damit sind wir auch an dem Beitung" meldete bereits in ihrer Morgenausgabe vom aus der Fabrik in den Handel übergehen. Gegenwärtig haben Punkte angelangt, bei dem eventuell die deutschen Tabak 25. Juli, daß die russische Regierung ihren Marimaltarif mit wir bekanntlich nur einen Zoll auf allen eingehenden kapitalisten troz Eugen Richter das gemeinsame Interesse dem ersten August allen denjenigen Staaten gegenüber in Tabat, sowie eine Gewichtssteuer für den gebauten Roh- erkennen werden, das sie mit Miquel an einer Fabrikat: Anwendung gelangen lassen werde, die ihr bisher die Meisttabat, die der Pflanzer bezw. Händler mit Rohtabak ver- steuer hätten, wenn wirklich eine solche geplant ist. Konsul begünstigung nicht gewährt hätten. Damit wäre der Zolllegt. Die Fabrikatsteuer für die aus den Fabriken tom- Meier aus Bremen, einer der größten Tabakshändler krieg ausgebrochen, zum schweren Schaden des Deutschen menden Tabakserzeugnisse wird in Amerika, Rußland und Deutschlands, hat deshalb schon 1878 für die Fabrikats: Reichs. Die deutschen Agrarier, die den höheren GetreideRichter vertritt mit seinem Geschrei zoll fordern, haben mehr Einfluß, als die große Masse der der Türkei, wo sie schon lange besteht, nach der Form der steuer plädirt. Waare( Rauchtabat, Schnupftabat, Zigarren, Zigaretten) wieder einmal nur das von der Großproduktion längst Nation. Wenn das Volk mitzureden hätte, dann wäre ein Feuilleton. Nadbrua verboten.) ( 25 Berlin, den 25. Juli. Der Zollkrieg mit Rußland. In einem Petersburger Abendtelegramm vom 25. Juli meldet Wolff's TelegraphenBureau":" Die heutige Ausgabe der Geseßsammlung veröffentlicht ein Gesetz, wonach der Maximaltarif vom 1. August ab in Kraft tritt. Dem Finanzminister wird anheimgestellt zu bestimmen, auf welche Herkünfte er auszudehnen ist. zu Hause fühlen. Germaine rümpfte die Nase, als sie von leben zu können, reichte ihr Talent nicht aus. Da blieben diesem Plan hörte und Frau Savenay konnte einen Schrei nur noch die Handarbeiten. Frau Savenay konnte sticken der Entrüstung kaum unterdrücken. Ihre Tochter Verkäuferin wie eine Fee. Germaine hatte früher einmal für einen in einem Geschäft! Niemals, so lange sie lebte! Ihr erster Wohlthätigkeitsbazar aus alten Stoffen und Silberborten Gedanke war, daß sie damit wieder eine Stufe herunter- Kartenständer, Buchdeckel, Behälter für Lorguetten und der= Die Bekehrung André Savenay's. steigen würde;-- indeffen hatte sie doch eine gewiſſe Schen gleichen mehr gearbeitet. Man hatte ihr damals viele Sozialistischer Roman von Georges Renard. Autorisirte Uebersetzung von Marie Kunert. davor, zu dem Onkel davon zu sprechen, da sie wußte, Schmeicheleien über ihre Geschicklichkeiten gesagt, daß er seine eigene Anschauungen über diesen und die jungen und alten Herren hatten diese Bunkt hatte. Da führte ste denn Germaine's zierlichen Arbeiten theuer bezahlt. Nun, da war Gesundheit ins Feld, die ihr Sorge mache, und die Noth fa eine hübsche, leichte und einträgliche Beschäftigung. wendigkeit, sie um sich zu behalten. Sie fürchtete sich nicht, Noch dazu brauchten sie dazu fast gar kein Betriebsmaterial. Die Resultate dieses Einkaufs waren: ruinirte Kleider dadurch egoistisch zu erscheinen. Sie würde sich abhärmen Muthig machten sich die beiden Frauen auch an die Arbeit. und Schuhe und ein häßlicher Schnupfen. Was die und grämen, wenn sie den ganzen Tag über allein bleiben Sie berechneten im Voraus schon, was sie verdienen und Toiletten betraf, die sie sich mit unsäglicher Mühe müßte. Aber Onkel Theodor war auch nicht dumm. Er wie sie ihren Verdienst anwenden würden, wie André überzurechtschneiderten, so war es leider unmöglich, sie zu erklärt ihnen rund heraus, daß nichts wetter hinter ihren rascht und erfreut sein würde, wenn er eines Tages eine tragen, derartig waren sie verpfuscht. So war auch der Ausflüchten stecke, als die Feigheit vor einer Arbeit, die ihre große Rolle Geld unter seiner Serviette fände und sie dann zu ihm sagen könnten:" Das alles haben wir verdient!" Stoff rein weggeworfen. Sie waren so ärgerlich darüber Bourgeoiseitelfeit verlegen fönnte. " Du hast noch immer den alten Hochmuthstenfel in Frau Savenay vollendete denn auch bald eine sehr und schämten sich gleichzeitig so sehr, daß sie Thränen vergoffen. Wie schwer wurde es ihnen doch, von diesem Dir, Schwester," sagt er. Das Geschäft, das mich reich mühsame, prächtige Stickerei, Germaine hatte inzwischen leidigen Gelde zu sparen, das jedesmal mit ungeahnter gemacht hat, tommt Dir schimpflich vor! Nun, ganz wie eine Reihe reizender Pariser Kleinigkeiten fertiggestellt. Schnelligkeit unter ihren Fingern zerrann. Du willst! Sieh nun selbst zu, wie Du aus der Klemme Norine wurde nun damit beauftragt, fie in einem großen Geschäft auf den Boulevards anzubieten. Man hatte sie Wenn es ihnen doch möglich gewesen wäre, etwas zu kommst!" verdienen! Es gab ja doch Frauen, die von ihrer Hände So bald die Frauen allein waren, ließen sie die verschie aufs Sorgfältigste instruirt: Daß sie sich bemühen solle, Arbeit lebten. Nun erfüllte sie ein glühender Eifer. Zu André denen Möglichkeiten Geld zu verdienen, die für sie in Betracht wo möglich) 200 Fr. dafür zu erhalten. Das wäre nicht zu sprachen sie von ihrem Vorhaben garnicht, sie suchten es im tommen könnten, Revue passiren. Musikstunden geben! Da viel, daß fie indessen, wenn sie nicht soviel dafür bekommen Gegentheil nach Möglichkeit vor ihm geheim zu halten. Er mußte man sich zunächst überall nach solchen Stunden bemühen, könne, bis auf die Hälfte dieser Summe heruntergehen dürfe. hatte sich aufgeopfert, um alle Bedürfnisse der Frauen zu und damit zugestehen, daß man sich in Noth befand, und Man gab ihr mehrere Adressen mit für den Fall, daß das befriedigen, und nun versprachen sie sich die reinste Freude das war es gerade, was die Frauen vermeiden wollten. erste Geschäft zu unvortheilhafte Bedingungen stellen sollte. davon, ihm helfen zu können, ohne daß er es wissen sollte. Vielleicht könnte man Teller oder Fächer bemalen und dann Vor allen Dingen sollte Norine sich in Acht nehmen, zu Onkel Theo dor, zu dem man von dieser Idee sprach, billigte verkaufen! gewiß, das würde gehen! Die Malerei war verrathen, woher die Arbeiten kämen! Denn was würden sie und schlug gleich vor, Germaine solle als Verkäuferin ja eine Kunst, und die Kunst war immerhin ein vornehmer die Freunde der beiden Damen sagen, wenn sie erfuhren, in das Tuch- und Wollwaarengeschäft eintreten, das er an Gelderwerb. Wie schade nur, daß Germaine ihre Mal- daß sie für ein Geschäft arbeiten. Nach einer unverhältnißmäßig langen Zeit kam Norine, einen Bekannten verkauft hatte. Sie würde sich dort wie stunden seiner Zeit so wenig ausgenügt hatte. Um davon Aus Darmstadt wird der Frankfurter Zeitung" deutsch- russischer Handelsvertrag, der den Differentialzoll des Königs von Preußen berichten. Begnadigt nämlich| Dr. Mayer durch Herausforderung zum Zweikampf in auf Brotkorn beseitigte, schon längst abgeschlossen. Die wurde der frühere Gefreite, Landwirth Rudolph standesgemäßer Weise Satisfaktion zu verlangen. Hätte e Volksmaffe, die zu ihrer Ernährung des russischen Roggens Schramm aus Eichstadt bei Stendal, der im Juni d. J. dies aber gethan, so wäre er nicht allein überall ausge bedarf, wird wieder einmal durch Faustschläge auf den von der Potsdamer Straftammer wegen schwerer Körper- lacht, sondern noch zudem wegen Herausforderung zun Magen über die Herrlichkeit unserer Zustände belehrt, die verlegung zu se ch 3 Monaten Gefängniß ver- Zweikampf bestraft worden. Noch mehr: von seiten de des Junkers Weizen blühen lassen, wenn die Besitlosen am urtheilt war. Es handelt sich um den von Bebel im Regierung wurde sogar versucht, diese Sache gegen Hegel Hungertuche nagen. So treibt man Sozialpolitik von Oben Reichstage zur Sprache gebrachten Fall einer Soldaten- maier in dem anhängigen Disziplinarverfahren als An und belohnt das agrarische Ja bei der Abstimmung über mißhandlung beim Regiment der Gardes schuldigungsakt zu benügen. Ein weiterer Kommentar die Militärvorlage. du Corps. Schramm hatte den Rekruten Körber im hierzu ist überflüssig.. Dienst derartig geschlagen, daß derselbe Sprache und Zu den Nachwahlen. Im Wahlkreise AI3feld- Gehör verlor und zeitweise in einer Frrenanstalt geschrieben: Lautenbach hat bei der Nachwahl am 22. ds. Mis. der untergebracht werden mußte. Auch diese Begnadigung Mischmasch- Kandidat Backhaus 3900, der Antisemit Binde- wird in weiten Kreisen der Bevölkerung berechtigtes Aufwald 3600, der Sozialdemokrat 350, der Freisinnige sehen erregen. Als Beitrag zur Geschichte des preußisch1500 Stimmen erhalten. Nach der Staatsbürger- Zeitung" deutschen Militarismus verdient sie sorgfältig aufgezeichnet erhielt Bindewald 4575, Backhaus 3555 Stimmen. Also, zu werden. wie wir bereits im Telegramm unserer gesteigen Nummer meldeten, Stichwahl zwischen Backhaus und Bindewald. Die Freisinnigen werden, wie liberale Blätter berichten, für den Nationalliberalen stimmen. Bei dem Streithandel zwischen Gentlemen"-Partei und Antisemiten' wird die Sozialdemofratie die unbetheiligte Zuschauerin sein. Der Erwählte von Bingen- Alzey heißt Reinhard Schmidt, nicht, wie der Druckfehlerteufel in unserer gestrigen Notiz es wollte, Richard Schmidt. " der Böckelianer etwa 300, ein anderer antisemitischer Stan: didat 1100 Stimmen. Aus Rintelen Hofgeismar wird der„ Voss Beitung" unterm 25. Juli telegraphirt:" Bislang erhielt König 3511, Landrath v. Buttlar( fons.) 986 Stimmen. Die Wahl des Antisemiten König ist gesichert. " 3 Rückwärts, rückwärts! Herr Thielen ist als Vortänzer des reaktionären Reigens unübertrefflich. Nicht blos praktizirt er die Sozialreform von Oben als Sparkünstler auf Kosten der Kleinen, er stemmt sich auch gegen jede Reform des Verkehrswesens, die der großen Masse nüßt. Ihm nach eifern Andere. Man lese nur folgende Notiz, die die Runde durch die Presse macht: Jüngst wurde ein Arzt, der militärisch der Reservi angehört, nachts zu einem erkrantten attiven Offizier gerufen. Weil er selbst erkältet war, bedauerte er, nicht fom men zu können und ersuchte, an seiner Stelle einen anderen Arzt zuzuziehen. Nach einiger Zeit erhielt er von dem Be zirkskommandeur die Aufforderung, sich dienstlich darüber zu verantworten, warum er dem Kameraden die er betene Hilfe nicht geleistet habe. Er motivirt dies mit Rückficht auf die damalige Erkältung, nimmt aber aus dem Vorgang gleichzeitig Anlaß, seinen Uebertritt zur Landwehr anzuzeigen. So der Sachverhalt. Man muß aber billig fragen, was den Herrn Bezirkskommandeur die ärztliche Praxis des Heran N. N. angeht?" „ Nach dem Vorgange der preußischen Staatsbahnverwal- Zur Versicherungspflicht der Hausgewerbetung haben jetzt auch die norddeutschen Privatbahnen die treibenden im Textilgewerbe. Dem Bundesrath ist ein Einführung, sehntägiger Rüdfahrtstarten ab. Entwurf von Vorschriften über die Erstreckung der Vergelehnt." sicherungspflicht nach dem Invaliditäts- und Altersversiche Solche Verbesserungen überläßt Herr Thielen den süd- rungs- Gesetz auf die Hausgewerbetreibenden der Textildeutschen Eisenbahnverwaltungen. Wozu soll Preußen diese industrie zugegangen. Die Vorschriften schließen sich jenen Neuerung mitmachen? Wenn der Proletarier an der für die Hausgewerbetreibenden der Tabakindustrie an; sie Scholle haftete und gar nicht reiste, wäre der Herzenswunsch zerfallen in 15 Punkte und sollen ohne beschränkte Geltungs der Reaktion erfüllt. Graf Caprivi wird täglich nervöser. Er fängt an lagen wie ſein Vorgänger. Vielleicht wird er sich auch lithographirte Straf- Formulare zulegen. In verschiedenen Blättern liest man: Auf Strafantrag des Reichstranglers werden die Urheber, Verfertiger, sowie sämmtliche Verbreiter des neuer dings erschienenen Glöß'schen antisemitischen Bilderbogens Nr. 9, auf welchem der Reichskanzler unter anderem mit einer Jüdin zusammen Droschke fahrend dargestellt ist, strafrechtlich verfolgt." Die Finanzwirthschaft im Reich und in Preußen wird selbst den westfälischen Schlotbaronen( vergl. den Leitartikel) zu arg. In dem soeben erschienenen Jahres. bericht für 1892 der Handelskammer Dortmund heißt es: Die ewige schlechte Finanzlage" Preußens und die, steigenden Bedürfnisse" des Reichs, die sogar die noch ungeborenen Steuern, die noch nicht bewilligten Anleihen bereits aufessen, sind nicht aus unzureichenden Einnahmen, sondern aus der Behandlung der Ausgaben auch seitens der Landes- und Reichsvertretung zu erklären. Die Ausgaben des Deutschen Ein Mann, der im öffentlichen Leben steht, muß gegen Reichs und Preußens haben sich wie folgt entwickelt: die öffentliche Kritik wetterfest sein, und einen echten Staats1. Ausgaben des Deutschen Reichs: mann ficht die politische Satire, das Pamphlet, der Hohn in Millionen Mark und Spott der Gegner nicht an. Wer gegen die Nadelstiche 1879/80 1884/85 1887/88 1892/93 1893/94 des Beichenstifts nicht gefeit ist, darf nicht in die Arena des politischen Kampfes steigen. a) Forts währende Ruffifche Auswanderer, die sich verbotswidrig nach Preußen eingeschlichen haben", sollen, so hat der Minister 1273 des Funern angeordnet, sofort aus dem preußischen Staatsgebiete ausgewiesen werden. Ausgaben 417 556 673 992 1006 b) Gesammt Ausgabe 550 615 877 1222 2. Ausgaben Preußens: Gesammt 828 1284 1817 1851 1894 Ausgabe Summa aller Ausgaben 1378 1899 2194 3073 3167 Auch unter Berücksichtigung des Umstandes, daß in den Ausgaben Preußens auch die Ausgaben der Staatsbahnen durchlaufen, ist die Entwickelung, welche diese beiden Etats Die ungünstige wirthschaftliche Lage der breiten Bolksschichten, denen die Arbeitsgelegenheit bei immer noch theuern Preisen der Lebensmittel gemindert ist", stellt auch das Aeltesten- Kollegium der Magdeburger Kaufmannschaft fest. dauer am 1. Januar 1894 in Kraft treten. Außerdem ist dem Bundesrath zugegangen ein Entwurf von Bestim mungen, betreffend die Nachmittagspausen der in Spinnereien beschäftigten jugendlichen Arbeiter. Danach darf an Sonnabenden, sowie an Vorabenden der Festtage die Arbeitszeit der jugendlichen Arbeiter nicht länger als 92 Stunden und nicht über 5 Uhr Nachmittags dauern und nach der Mittagspause 4 Stunden nicht überschreiten. Auch muß an diesen Tagen den gedachten Arbeitern gestattet werden, das Vesperbrot während der Arbeit einzunehmen. Diese Bestimmungen sollen mit dem Tage der Verkündigung in Kraft treten und bis zum 1. April 1903 in Kraft bleiben. Zur Futternoth. Der bekannte katholische Sozial politiker Dr. Razinger weist in der Bonner Reichszeitung" die Rathlosigkeit der bayerischen Regierung und den Mangel jeglicher brauchbaren Organisation der Landwirthschaft nach. Der landwirthschaftliche Verein eigne sich nur für papierne Gutachten und für das Arrangement von Schaustellungen, aber es fehlen ihm die Organe zu raschem Eingreifen, wie sie bei der Futternoth nöthig gewesen wären. Anstatt sofort praktische Maßregeln zu ergreifen, als die Trockenheit eine bisher ungekannte Futternoth hervorgerufen hatte, ließ die Regierung alles gehen wie es ging. Als sie von außen gedrängt wurde, griff sie zu dem unglücklichsten Mittel, das sich denken ließ, nämlich zur Herabsetzung der Frachttarife für Futter, und nun ging die Spekulation ins Maßlose. Der Handel in Futter ist bekanntlich überwiegend Terminhandel. Von den TerminDas Duell in Deutschland. Oberbürgermeister Segel- händlern wurden die Preise künstlich getrieben, so zwar, namentlich seit 1887/88 genommen haben, ganz ohne maier in Heilbronn war, so schreibt der„ Beobachter", vor daß der Futterpreis pro Doppelzentner in kurzer Zeit sich Verhältniß zu der Steigerung der Beeinigen Jahren auf sein Ansuchen als Hauptmann der Land- geradezu verdoppelte. Die Frachttarife kamen dabei kaum völkerungsziffer und zeigt klar, daß die schlechten wehr verabschiedet worden mit der Erlaubniß, die Militär- mehr in Berechnung und die Vortheile der Ermäßigung Finanzverhältnisse" absolut nicht in einem Mangel an Einnahmen, sondern in einer Ver- uniform weiter tragen zu dürfen. Derselbe gerieth vor fielen ausschließlich den Händlern in die Tasche. Die Remehrung der Ausgaben begründet sind, die um so härter zwei Jahren in seiner Eigenschaft als Oberbürgermeister gierung hätte rechtzeitig in ganz anderer Weise eingreifen leib- ollen. zu wirken beginnen, als die nöthigen frucht aus Anlaß des sogenannten Spitalfrieges mit seinem leib- sollen. Sie mußte im ersten Stadium der Futternoth in bringenden Ausgaben ganz unerträglich lichen Better, dem Spezialarzt Dr. Mayer, in Konflikt und Franken alsbald Vertreter in jene Gegenden schicken, in wurde von diesem öffentlich schwer beleidigt. Hegelmaier welchen Futter verkäuflich war, und mußte um den damals beschränkt und in ihren längst bewilligten Raten und wurde von diesem öffentlich schwer beleidigt. Posten von Jahr zu Jahr hinausgeschoben werden. verzichtete mit Rücksicht auf die Gemüthsverfassung, in der noch annehmbaren Preis von 5-6 M. die Vorräthe für Lagen doch seiner Zeit bei den verschiedenen Ministerien sich Dr. Mayer damals befand, darauf, ihn gerichtlich zu öffentliche Rechnung auftaufen, auf den Staatsbahnen zirka 600 Millionen und anfangs dieses Jahres noch ihm einen entsprechenden Privatbrief schrieb, den jedoch der dort zum Selbstkostenpreise an die Landbevölkerung abgeben und anfangs dieses Jahres noch belangen und nahm sich seine Satisfattion dadurch, daß er unentgeltlich in die nothleidenden Bezirke verfrachten und 323 Millionen unverbrauchte Kredite vor!" Und diese letztere dazu benüßte, weitere Beleidigungen gegen Hegel- lassen. Dadurch wäre den Bauern geholfen, der wilden Geſellſchaft vermag ſich trotzdem für neue Militärausgaben maier zu veranlassen. Auf Betreiben des früheren Regie- Spekulation ein Baum angelegt und ein Riegel vorgeschoben zu begeistern! Wir haben die Erklärung dafür an anderer rungspräsidenten Häberlen in Ludwigsburg bei dem General worden. Was Razinger für Bayern sagt, gilt noch weit Stelle gegeben. major v. Dettinger daselbst wurde nun Hegelmaier vor ein mehr für Preußen. Für das II. Armeekorps( Bayern) fallen die Korpsmilitärisches Ehrengericht des 3. Infanterie- Regiments Nr. 121 gestellt und ihm das Recht zum Tragen der Mi- und Kavallerie- Divisionsmanöver aus, die kleineren Manöver litäruniform abgesprochen, weil er versäumt habe, von der 3. und 4. Division sind in die Gegenden von Regens Noch eine Begnadigung. Daß der Wüstling Weiß vom König von Sachsen begnadigt worden ist, haben wir gestern gemeldet. Heute können wir über einen Gnadenakt Sie wagte Blick von den beiden Frauen mit Ungeduld erwartet, nach Hause. beiten, die nur ihre Hände beschäftigten, ließen ihrem Bäume und Sträucher im ersten Frühlingsgrün wie mit. Aber wie niedergeschlagen sah sie aus. Sie war in sämmt- Geist noch Muße genug, in eine unbekannte Welt einem duftig zarten Puder bestreut aussehen, spazieren geht, зи schweifen, in die kein indiskreter hört sie plötzlich eine wohlbekannte Stimme hinter sich. lichen Geschäften, die man ihr bezeichnet, gewesen und hinüber fonnte. dringen Nicht ein brachte nun das kostbare Packet wieder zurück. Mal Mit einer heftigen, unüberlegten Bewegung dreht sie sich einziges es faum zu wiederholen, was man ihr dafür geboten. seit dem Besuch des alten Dusaule hatte sie den um und da sieht sie das Bild ihrer Träume, Henri zu Das günstigste Angebot waren zehn Franks für eine Arbeit Namen Henri's ausgesprochen. Nicht ein einziges Mal Pferde, von zwei jungen Herren begleitet. von drei Wochen! Und zum ersten Male in ihrem Leben hatte sie geduldet, daß man in ihrer Gegenwart von ihm Er hat die beiden Frauen erkannt, er lüftet den Hut drängte sich ihnen die Frage auf, was wohl all die sprach. Aber was sollte sie thun, um nicht an den denken leicht, grüßt mit gleichgiltiger Miene, reitet dann langsam Arbeiterinnen, die auf ihre zehn Finger angewiesen waren, zu müssen, dem sie sich einst vermählen sollte? In jedem und gelassen vorüber und lange noch hört sie seine tiefe, machten, um durchzukommen. Augenblick erinnerte sie sich eines zärtlichen Wortes, irgend ruhige Stimme. Unter ähnlichen Versuchen vergingen zwei Monate. einer Betheuerung seiner Leidenschaft oder irgend einer Germaine, die ganz blaß geworden ist, flammert sich an Mutter und Tochter mußten diese zwei Monate sehr lang zarten Aufmerksamkeit des jungen Mannes. War es denn den Arm ihrer Mutter und zieht sie, ohne ein Wort zu geworden sein, nach den Veränderungen zu schließen, die sie möglich, daß dies alles nichts als Lüge gewesen sein konnte? sprechen, nach Hause. in ihrem Aussehen und ihrem Wesen hervorgerufen. Frau Und doch hatte Henri seitdem kein Lebenszeichen an sie geJede Hoffnung ist nun für sie vernichtet. Gie Savenay erschien um zehn Jahre gealtert. Ihr Haar war langen lassen. Aber es war ja dennoch möglich, daß der war auch geradezu thöricht gewesen. weiß, die Wangen waren mager und bleich geworden. Sie plögliche Bruch ohne ein Wort von seiner Seite ihn gereute. noch ihre Mitgift, und damit das Recht, zu lieben fühlte sich schwach und ſank fast ganz in sich zusammen. Wie, wenn der Abwesende noch ihrer gedächte! Wenn er und geliebt zu werden? In bitteren Worten macht sich Sie glich einem franken Vögelchen, das sich in seinem Käfig fern von ihr in der Provinz daran arbeitete, seinen Vater jetzt ihre Enttäuschung Luft. ganz zufammenduckt. Die Gemüthsbewegungen, die sie im umzustimmen! Wie eine Pflanze, die der Winter der Hat sie denn Allmälig wurde sie scheu und unzugänglich. Immer Laufe der Zeit erschütterten, hatten sie aufs äußerste nervös Blätter und des Saftes beraubt, ohne sie tödten zu können, so hatte sie Launen, krankhafte Launen. So wollte sie einmal gemacht. Jedes unerwartete Geräusch, wie das Klingeln, zog mit dem ersten sanften Frühlingshauch leise Hoffnung hatte sie Launen, krankhafte Launen. So wollte sie einmal das Pfeifen der Eisenbahn, das Zuschlagen einer Thür in Germaine's Herz. Sie verbarg ihre Gedanken sorgfältig von weitem ihr altes Haus in der Murillostraße wiederließen sie jetzt lange heftig erzittern. Der geringste Stoß vor aller Welt, ja sie hätte sie am liebsten vor sich selbst sehen, und da die Mutter es ihr abschlug, weil sie den gegen ihren Stuhl machte sich ihrem Körper sofort aufs verbergen mögen. Zuweilen jedoch, wenn sie dem Zug der Kummer um das Verlorene nicht mit der alten Gewalt schmerzlichste fühlbar. tleinen Wöllchen folgte, die wie große weiße Vögel am wieder heraufbeschwören wollte, ließ sie sich von Norine bes In ibren traurigen Augen las man die Angst des Himmel dabingleiten, wenn sie sich den Luxus einer Aus- gleiten und setzte sich im Park Monceau auf eine Bant, armen Wesens, dem seine Gebrechlichkeit bei dem ersten gabe von zwei Sous für ein Veilchensträuschen gestattet ihrem früheren Heim gegenüber. Weinend kam sie danach heftigen Stoß, den es empfangen, zum Bewußtsein ge- hatte, das ihr den Frühling auch ins Zimmer zaubern nach Hause. Das Weinen thäte ihr wohl, sagte sie. Frau tommen ist. sollte, dann wurde sie von ängstlichen, schweren Träumen Savenan wußte nicht, wie sie Germaine ihren trüben GeAuch bei Germaine war die Zeit längst vorbei, wo gequält, die fast zu Halluzinationen( Wahngebilden) wurden. banken entreißen konnte. Landpartien, Theater, Konzerte, man fie Fräulein Kolibri nannte. Es war ihr, als läge Dann wartete und wartete fie, als müßte jemand kommen, alles das hatte ihre Leiden noch vermehrt, weil sie, anstatt diese Zeit weit, weit, wie in Nebel gehüllt, hinter ihr. den sie nicht zu nennen wagte. Er tritt ein, wirft sich ihr wie früher vornehm aufzutreten, jezt genöthigt sind in VerArmer Kolibri ohne Farbenschmelz, ohne Frohsinn, ohne zu Füßen, erklärt ihr sein Schweigen, und sie verzeiht ihm, gnügungen sparsam zu sein. Die Nachbarn halten sie geSchwingen! Sie flatterte nicht mehr bald hier bald dort sie ist glücklich. Da geht die Thür, zitternd blickt sie nach flissentlich von sich fern, und von ihren alten Bekannten hin, wie das wechselnde Verlangen fie trieb. Ganze Stunden dem Gintretenden, ach! es ist nur Norine. Dann empfindet fehen fie fast Niemand mehr. Da war ein so unerwarteter Besuch wie der beiden lag fie ausgestreckt auf einer Chaiselongue, stumm vor sich sie plößlich das Verlangen, aufzustehen, weit fort zu gehele Webster'schen Damen eine Zerstreuung für sie, die sie zuerst hin brütend, die Augen starr auf etwas Unsichtbares ge- ihren Schmerz durch irgend etwas zu betäuben. spricht hastiger als sonst, tüßt Frau Savenay in nervöser mit fast dankbarer Freude aufnahmen. Was für Neuigfeiten gab es da zu hören! Wieviel Fragen auszutauschen! Erregung, sie macht endlose Spaziergänge mit ihr. ( Fortsetzung folgt.) richtet. Zuweilen wurde sie dann plöglich wieder lebhaft, es war, als würde sie von einem Fieber erfaßt, aber bald sant sie wieder in ihre Träumerei zurück, und ihre ArSie Als sie eines Nachmittags so mit ihr im Bois, wo die burg, Straubing, Schwandorf und Fürth verlegt worden. Hier wie bei den Manövern der 5. Division in der Pfalz erfolgt die Verpflegung nur aus Magazinen. " Herr Frank, der muthige Pfarrer von St. Pius in der Pallisadenstraße, so verkündet die Germania", habe als Abgeordneter wiederholt erklärt, daß er seinen Wählern gegenüber freie Hand" habe. Die Germania" weiß nichts davon, daß der muthig sich nach rückwärts konzentrirende Gottesmann sein Mandat niederlegen wolle. Wenn das Zentrum die Lender und Arenberg, die für die Vorlage gestimmt haben, in der Fraktion duldet, wenn es die Drückeberger Wolny und Cytronowski innig ans Herz drückt, warum soll es nicht den Frank dulden? In der Oberschlesischen Volksstimme" veröffentlicht Herr Frank eine Erklärung, wonach er sich freie Hand" vorbehalten habe. Er sagt u. a.: Ich Sceresstärke; ihrer rewar und bin nicht Gegner jeder Vermehrung der wenn die Regierung in the Bermehrung der Es wurde daher von Denjenigen, die keinen Trauschein oder peloponnesischen Halbinsel- von Rephalonia bis Athen Geburtsurkunde mit hatten, die Anmeldung ibres An- 590 Kilometer An: erspart. Der Seeweg zwischen diesen spruches überhaupt nicht angenommen. Erst auf Vorstellung beiden Punkten wird nun blos noch 265 Kilometer betragen. bei Herrn Stadtrath Geyer wurden wenigstens die Impfscheine Der Kanal selbst ist 6,3 Kilometer lang, während der Suezs als genügende Legitimation angesehen. Ferner wurde betreffend fanal 160 Kilometer lang ist; unser Nord- Ostseekanal wird der Auszahlung des Geldes erklärt, daß die Ansprüche erst Türr. einer Kommission unterbreitet werden müßten und daß diese eine Länge von 89 Kilometern haben. Während die„ Nordnur alle 4-8 Wochen einmal zusammentrete. Da jedoch eine deutsche Allgemeine Zeitung" davon zu erzählen weiß, daß große Anzahl bedürftiger Leute darunter war, so verlangten französisches Kapital und französische Initiative" das Werk diefelben energisch das ihnen zukommende Geld ausgezahlt, zu stande gebracht hätten, ist es ihrem zärtlichen reaktionären befamen aber zur Antwort:" Sie haben doch früher nichts Empfinden zuwider, einzugestehen, daß ein Hauptverbekommen, ich weiß gar nicht, was Sie für einen dienst an dem großen Werk zuzuschreiben ist dem aus Drasch um die paar Pfennige haben." Schließlich wurden den Jahren 1848/49 wohlbekannten Revolutions general dann die Leute auf den nächsten Sonnabend wieder hinbestellt. Einige von ihnen begaben sich auf das Rathhaus und führten Beschwerde über dieses ganze Verfahren im Quartieramt beim Stadtrath Geyer. Dieser erklärte in sehr des Innern hat am 24. Juli eine Verordnung betreffend Von der Cholera. Das fächsische Ministerium zuvorkommender Weise, daß die Behörde sehr genau vorgehen Maßregeln gegen die Cholera erlassen wegen ihrer zu müsse, da sie dem Reich gegenüber Rechenschaft abzulegen nehmenden Ausbreitung in Frankreich und ihrer Fortdauer in habe, umſomehr müßte ſie genau gehen, da das Reich Rußland. Die früheren Bestimmungen sind auf grund der interübrigens in solcher Weise niemals vorher erhoben worden, über die im vorigen Jahre von der Stadt ausi gezahlten unterstügungen noch nicht zurück. Die Verordnung enthält Bestimmungen über die seitens der Be= nationalen Sanitätskonferenz einer Revision unterzogen worden. den Antrag Huene hinaus den Wünschen des Zentrums ent- i gezahlt habe. Er würde aber alles thun, daß die Leute hörden zu ergreifenden Maßnahmen, sowie Verhaltungsmaß. gegengekommen wäre, so würde nicht blos ich dafür gestimmt resp. deren Familien sobald als möglich das ihnen zukommende regeln für die von der Cholera bedrohten oder heimgesuchten haben, sondern gewiß auch mancher andere Reichstags- Ab- Geld erhielten, auch würde er sich mit dem Königl. Bezirks- Orte. Gegenüber mehreren Blättermeldungen veröffentlicht die geordnete. Ich habe gegen die Militärvorlage gestimmt, weil kommando ins Ginvernehmen sezen, ob die Eintragungen in italienische Sanitätsbehörde eine Erklärung, wonach nur in tch aus den Verhandlungen und Erklärungen im Reichstage den Militärpaß in betreff der Verheirathung und der Kinder- Genua und Alessandria einige choleraverdächtige Erkrankungen weter eine bessere Begründung der unbedingten Nothwendig- zahl rechtsverbindlich wären oder nicht". Den unteren Be- bei Personen französischer Herkunft vorgekommen feien. feit gerade dieser Forderung, als sie früher gegeben worden, amten gehörte für ihre Redeweise ein gehöriger Rüssel." gehört habe, noch auch eine positive Lösung der überaus schwierigen und wichtigen Deckungsfrage zumal bei den Defterreich. Eine von über 10 000 Personen besuchte jeßigen traurigen Geschäftsverhältnissen. Schließlich bemerke Volksversammlung zu gunsten des all gemeinen Wahlich, daß ich mich auf eine Bolemit in dieser Angelegenheit, rechts hat in Brünn, dem mährischen Manchester, am die meiner Ansicht nach eine Gewissenssache ist, nicht einlassen 24. Juli stattgefunden. Der Verlauf war glänzend. werde." Weshalb Herr Frank sich bei der dritten entscheidenden Lesung gedrückt hat, darüber ist nichts in der Erklärung zu lesen. Aus der besten der Welten. Der„ Generalanzeiger für Leipzig" fchreibt: " Entsetzliche Noth muß vergangenen Winter bei einigen Zwenkauer Familien geherrscht haben, und eine vor der Ctraf tammer II. geführte Verhandlung gestattete uns einen Einblick in diefelbe. Der Oberste Sanitätsrath in Wien stellte fest, daß die Gefahr einer Cholera- Einschleppung insbesondere für die südlichen Reichsländer Desterreich- Ungarns ernster geworden sei und empfiehlt Ueberwachung des Fremdenverkehrs sowie vorbeugende Maßregeln. Offiziös wird geschrieben: tammer II. gefie Ziegeleiarbeit hatte aufgehört und der recht, von dieser Forderung werden wir niemals ablassen. haben sich im allgemeinen bewährt. Es erschien aber doch nothstrenge Winter erhöhte die bereits vorhandene Noth in den Familien G., H. und K. ganz beträchtlich. Ueberall riefen die Kinder nach Brod, ohne daß die Familienhäupter solches beschaffen konnten, indessen machten sie einen Versuch dazu dadurch, daß sie am 24. Februar d. Js. nach den zum Rittergut Rötha gehörigen Drachenauer Teichen gingen, um dort Schilf ab= zuschneiden, aus welchem sie Abtreter zum Verkauf herstellen wollten. Zu diesem Zwecke musten die Leute erst Löcher ins Eis hacken, um zu dem auf dem Grunde wuchernden Schilfe zu gelangen. Man bedenke: Bei strengster Kälte gehen zivei Leute in das eiskalte Wasser, um für wenige Pfennige Schilf zu holen! Bei dem Schilfdiebstahle aber wurden die Leute von dem Rendanten des Rittergutes Rötha betroffen und ihnen die Arretirung angekündigt. Während zwei entflohen, weigerte sich G. sen., mit nach Gaulis zweds Namensfeststellung zu gehen, und so nahm der Herr Rendant die noch daliegenden Kleidungsstücke G.'s an sich!! Wiederholt von dem erbärmlich frierenden Mann um Hergabe des Rockes gebeten, versuchte der letztere endlich die gewaltsame Rücknahme, welchem Vorgehen der Rendant durch das Ziehen eines Messers imposante Kundgebung für das allgemeine Wahlrecht verTags vorher hatten die Arbeiter Prags eine anstaltet. Genosse Sta3ny führte u. a. aus: Gerade Busammenhang stehen mit einem vom Reichskanaler unterm Die Verordnung des sächsischen Ministeriums dürfte im so wie das Rindvieh werde auch ein Arbeiter gekauft. Das 27. Juni d. I. an die Bundesregierungen und den Statthalter Rindvieh werde, wenn es arbeitsunfähig wird, geschlachtet Hinblick auf die zunehmende Ausbreitung der Cholera in Frankund verzehrt, der Arbeiter müsse Hungers sterben. Von reich und deren Fortdauer in Rußland die den Arbeiterkammern wollen wir nichts wissen. Das sind geschlossen bezeichnet wird, daß die Seuche im laufenden Jahre abgenagte Knochen, die man uns vorwirft, die uns nicht wieder nach Deutschland eingeschleppt werde. Die Maßsättigen können. Wir verlangen das allgemeine Stimm- nahmen, die im Vorjahre den Bundesregierungen empfohlen wurden, Bollesstimme ist Gottesstimme. Daran sollten die maß- wendig, fte auf grund der seitdem gemachten Erfahrungen Dresdener gebenden Faktoren denken und auf unsere Stimme hören. und im Hinblick auf die Bestimmungen der Sanitätskommission einer Revision durch durch die CholeraFolgende Resolution wurde angenommen: " Die sozialdemokratische Arbeiterschaft fordert die Be- Dresdener Uebereinkunft beigetretenen Staaten diejenigen Orte Be- kommission unterziehen zu laffen. Die Verpflichtung, den ber feitigung der Monopole der besitzenden Klasse, welche nicht nur des Reiches, an denen sich ein Choleraherd gebildet hat, mits die Mandate des Herrenhauses, sondern auch die des Ab- zutheilen, wird die Reichsverwaltung nur dann erfüllen können, geordnetenhauses inne hat, die Arbeiterschaft bedrückt und an wenn eine gemeinsame Melbestelle besteht, welche von Den endlosen nationalen Reibungen und staatsrechtlichen Wirrallen in Deutschland vorkommenden Cholerafällen unverzüglich nissen Schuld trägt; die Arbeiterschaft fordert weiter das all- Kenntniß und dadurch die Möglichkeit erlangt, nach einheitlichen gemeine und direkte Wahlrecht für alle Staatsangehörigen Grundsäßen zu beurtheilen, an welchen Orten Choleraherde als ohne Unterschied des Geschlechts vom 21. Lebensjahre an als Grundlage für die Organisation des Proletariats, als wirk- vorhanden anzunehmen sind. Zu einer solchen Stelle eignet sich samstes Mittel zur Erzielung politischer Bildung und als beste der bisherigen telegraphischen Benachrichtigung des Reichsamts des das kaiserliche Gesundheitsamt. Es ist deshalb statt Waffe gegen die Ausbeutung. Die sozialdemokratische Arbeiter- Innern von jedem ersten festgestellten Cholerafall in einer Ortschaft schaft protestirt gegen die bestehenden Wahlordnungen, gegen diejenige des Gesundheitsamtes vorgesehen. Die tägliche tele= die Ausschließung von mehr als zwei Dritttheilen des Volkes graphische Uebermittelung gedrängter Uebersichten über weitere vom Wahlrecht und gegen die Einschränkung des Versammlungs- Cholera- Erkrankungs- und Todesfälle hat sich als dringend rechtes, wodurch es zu den bekannten Vorkommnissen in Prag wünschenswerth erwiesen und ist jest um so weniger entbehrlich, und Brünn gekommen ist, und erklärt es als Pflicht jedes venn das Gesundheitsamt in der Lage sein soll, über Bildung aften spent fondere aber aller Abgeordneten, mit Staatsbürgers, insbesondere aber aller Abgeordneten, mit von Choleraherden sich ein zutreffendes Urtheil au bilden. Die einiger Entfernung Stehengebliebenen das offene Messer allen Mitteln zur Erlangung des allgemeinen Stimmrechtes au Mittheilung etwaiger Choleraherde an die Vertreter der fahen, glaubten sie ihren Kameraden bedroht, eilten zu dessen Silfe herbei und bedrohten nunmehr den Rendanten mit Zodt. Eine traurige Kammer" nennt die Justice" die Dresdener Sanitätskonvention beigetretener ausländischer Staaten wird von hier aus bewirkt werden; schlagen, Erfäufen und anderen lieblichen Sachen so sehr, die Bundesdaß dieser dem Grundsaße von dem„ muthigen Zurückweichen" französische Kammer, die am vorigen Sonnabend ihre gesezt. Auch wird Sorge dafür getragen werden, daß sämmtregierungen werden von dem Veranlaßten in Kenntniß entsprach. Der Kammerherr Frhr. v. Friesen auf Sibungen und ihr Leben beschlossen hat; und das ist noch lichen Bundesregierungen täglich eine Zusammenstellung Doth a stellte nunmehr wegen des Diebstahls von Zeichschilf der mildeste Titel, dev ihr in der französischen Presse bei der bei dem Gesundheitsamt eingehenden Cholera- Meldungen im Werthe von zwanzig Pfennigen Strafantrag, gelegt wird. Gutes hat sie allerdings nicht gethan. Wenn aus dem Reich kurzer Hand zugeht. Um voreiligen Be und erzielte die Verurtheilung der Leute zu Gefängnißstrafen fie etwas Gutes in Angriff nahm, dann erlahmte sofort die schränkungen des Verkehrs durch die zulässige Einführung in der Lauer zwischen drei Tagen und vier Monaten Kraft. Schon ihr Entstehen zeigte den vollständigen Mangel der Meldepflicht für zureisende Personen vorzubeugen, wird es wegen Diebstahls und Widerstands 2c. Bei einigen schöpferischen Geistes. Im Jahre 1889 gewählt, um den sich empfehlen, ausschließlich die höheren Verwaltungsbehörden der Angeklagten kamen die Bestimmungen über den Rückfalls Diebstahl in Betracht für alle aber warf das Gericht das Boulangismus wegzufegen, vollbrachte sie wohl diese rein zum Erlaß bezüglicher Anordnungen zu ermächtigen. Auch wird Mindestmaß der gesetzlich angedrohten Strafe aus." negative Mission, gerieth aber selber in den Sumpf, aus die Meldepflicht, um unnöthige Belästigungen zu vermeiden, nur den Änkömmlingen aus solchen von der Cholera ergriffenen Der hier genannte Frhr. v. Friesen ist der Führer der dem der Boulangismus emporgewachsen war; und erstickte Orten oder Bezirken aufzuerlegen sein, wo sich ein Seuchenherd sächsischen Konservativen und schwärmt für praktisches schließlich im Koth- und Schlammmeer des Panama- gebildet hat. Sollten Einfuhrverbote dem Auslande gegenüber Christenthum" in der Theorie. Die traurige Kammer" wird in der Kultur- fich als nothwendig erweisen, so werden dieselben auf die in der geschichte aber gewiß eine bedeutsame Rolle spielen, Dresdener Sanitätstonvention aufgeführten Gegenstände beNoch einmal der Hund des Erfurter Ober- denn sie bringt in wahrhaft klassischer Vollendung schränkt bleiben müſſen. Zur Herbeiführung thunlichster EinheitRegierungsraths. Gegen den Bürgermeister Lange soll, die Verkommenheit der modernen Bourgeoisie zum lichkeit gegenüber den ausländischen Regierungen wird ersucht, wie wir in der Erfurter Tribüne" lesen, seitens der Ausdruck, die keine Ideen und feine Ideale mehr hat, vor dem Erlaß von Einfuhrverboten, sofern es sich nicht ledigStaatsanwaltschaft wegen des bekannten Briefes Unter- und nur noch von dem einzigen Gedanken besessen ist, ihr ich um eine Beschränkung des Waarenverkehrs in den Grenzsuchung eingeleitet worden sein. Wir geben, schreibt unser Ausbeuter- Dasein zu verlängern, womöglich zu verewigen, bezirken handelt, mit dem Reichskanzler ins Benehmen zu Bruderblatt, diese Nachricht, obwohl sie uns von sonst zu und die aufstrebende Arbeiterklasse niederzuhalten und zu verlässiger Seite zugeht, nur mit allem Vorbehalt wieder. unterdrücken. Außer stand, Neues zu begreifen, Neues ins Der Geist, der aus dem Schreiben des Herrn Bürger- Leben zu rufen, hat sie nur noch die Kraft zu zerstören und meisters spricht, herrscht unseres Erachtens auch bei der zu morden. Staatsanwaltschaft, und darum dürfte Herr Lange unbe helligt bleiben. zu begegnen suchte. Als die Entflohenen und in arbeiten." Standals. " treten." Gerichts- Beifung Auf versuchte Nöthigung lautete die Anklage, welche gestern vor der ersten Ferienstraffammer des Landgerichts I gegen des Angeklagten ist mosaischen Glaubens. Dieselbe hat im vor. den Kaufmann Julius Ehlert verhandelt wurde. Die Ehefrau Jahre eine ganze Anzahl jüdischer Familien durch Vorspiegelung falscher Thatsachen geschädigt, indem sie unter dem Namen Ro a Herz auf grund gefälschter Empfehlungsschreiben Unterstützungen zu erlangen wußte. Sie wurde dieserhalb auch von ber Straffammer des Landgerichts II wegen Urkundenfälschung und Betrugs สิน anderthalb Jahren Jahren Gefängniß verIn ihren letzten Tagen machte die traurige Kammer" noch durch ihre Kommis, die Minister Dupuy und Konsorten, einen Versuch, die Arbeiter von Paris auf die Stöcker der Große". Die Schlappe des glatt Straße zu locken und durch eine Massenschlächterei von gescheitelten widerlichsten Demagogen, des Stöcker, ver- Proletariern für einige Zeit wenigstens den Alp des drohen ursacht dem Bolt", dem Stöckerblatt, schwere Sorgen, und den jüngsten Gerichts abzuschütteln allein die Arbeiter es hafcht nach einer verlegenen Deutung. Die lärmenden gingen nicht in die Falle. Sie vermieden einen StraßenMarktschreier hätten immer mehr Bulauf gehabt, heißt es kampf, in dem sie nicht siegen konnten, und haben sich auf in einem Eingesandt, als die großen Männer mit ernsten gespart für den Wahlkampf, der ihnen die Möglichkeit fittlichen Forderungen". Und als Beispiele werden unter giebt, aufs gründlichste mit dem Panama- Schmutz und der anderen angeführt die Sophisten und Sokrates, Kotzebue Panama- Gesellschaft aufzuräumen. und Schiller, Lafontaine und Goethe. Der Stöcker wird Der 15. Juni der deutschen Arbeiter hat unseren uns hier vorgeführt als zweiter Sokrates, zweiter Schiller französischen Genossen gezeigt, was mit Organisation zu und Goethe... Warum nicht auch als zweiter Christus? erreichen ist. Möge die Lehre beherzigt werden! Und der Auf ein bischen platte Frechheit mehr kommt es der 20. August 1893 wird sich dem 15. Juni 1893 anreihen Beschuldigte nur so scharf vorgehe, weil man in dem Irrthum Pfaffenseele, die solche Bergleiche wagt, doch gewiß als einer der großen Tage in dem großen Befreiungskampfe nicht an. der Menschheit. " -A urtheilt. Zu den Geschädigten gehörten auch die Eheleute Ehefrau Ehlert noch schwebte, richtete ihr Ehemann an Hirsch Hirsch zu Charlottenburg. Während das Verfahren gegen die ein Schreiben, worin er bat, den Strafantrag gegen seine Ehefrau zurückzuziehen. Er behauptete darin, daß man gegen die befangen sei, fie fei eine Christin; wenn die Geschädigten gewußt hätten, daß es sich um eine Jüdin handelte, würde die Straf anzeige garnicht erstattet worden sein. Dies Material werde er auch der Staatsbürger- Zeitung" unterbreiten, die es zu einem Artikel gegen die Juden benußen würde. In diesem Busatz erblickten die Hirsch'schen Gheleute eine Drohung und Ansicht. Etwas Beleidigendes sei in dem Briefe nicht enthalten, ebenso der Staatsanwalt, der gegen den Angeklagten eine GeldStrafe von 100 M. beantragte. Der Gerichtshof war anderer halb freizusprechen. " Gesetz ist es zwar, aber.... Unser Bruderblatt, Der Norwegische Storthing hat seine Session beendie Sächsische Arbeiter- Zeitung", schreibt: digt. Es ist seine zweitlegte. Noch eine Session und dann Aufgrund des Gefeßes, die Unterstützung der müssen Neuwahlen vorgenommen werden. Es ist aber sehr gezogenen Mannschaften des Beurlaubtenstandes be- bann noch bestehen, und das durch und durch republikanische Angehörigen der zu Friedensübungen ein zweifelhaft, ob die Union zwischen Norwegen und Schweden treffend, begaben sich am 19. d. M. eine Anzahl Landwehr- Norwegen dann noch einen Scheinkönig haben wird. Immer und damit falle auch die Bedrohung. Der Angeklagte sei desmänner und Reservisten behuss Erhebung ihrer Ansprüche in das Dresdener Quartieramt. Die Behandlung, welche sie da- stärker wird die Bewegung gegen die Personalunion mit selbst von seiten des betreffenden städtischen Beamten erfuhren, Schweden. Der Storthing hat in der letzten Session so verdient eine ernste Rüge. Derselbe erklärte nämlich, die Ein- ziemlich die letzten Bande zerschnitten, welche Norwegen noch tragungen in den Militärpaß, eines der wichtigsten Dokumente im an die schwedische Monarchie knüpfen. Und wenn er in Deutschen Reiche, wären für ihn bezüglich der Berheirathung und der nächsten Session so vorangeht, wie in der letzten, wird der Kinderzahl nicht rechtsverbindlich, es müßte der Trauschein Norwegen sehr bald eine Republik sein. sebez. die Geburtsurkunde beigebracht werden, was natürlich für die Betreffenden sowohl mit Laufereien als mit Kosten ver- Der Kanal von Korinth, schon im griechischen Alterbunden gewesen wäre. Auf den Borhalt, daß der Paß Alles thum geplant, in der römischen Kaiserzeit in Angriff ges enthielt und daß dieser nach dem Gesetz genügt, antwortete der nommen, aber nicht durchgeführt, ist vor einigen Tagen Beamte:" Sie horchen doch sonst nicht auf Ihren Hauptmann, da werden Sie wohl hier auch falsch gehört haben" und fertiggestellt, die Landenge von Korinth iſt durchstochen „ das wissen wir schon, wie das auf dem Bezirkskommando ge- worden. Diese Seestraße hat zwar nicht die Bedeutung des macht wird,( ich bin felbft drei Jahre dort gewesen, wenn Suezkanals, ist aber doch ein hervorragender Verkehrs da Giner fomint und will sein Kind anmelden, dann heißt es fortschritt von internationalem Werthe. Durch den Kanal ganz einfach, melden Sie es bei der nächsten Kontrolle mit an". wird die den Schiffen sehr gefährliche Umfahrung der # 5002 Als einen häßlichen Racheakt bezeichnete der Vorsitzende das Verhalten, welches den Schloffer Grabowski gestern gung vor die erste Ferien- Straftammer des Landgerichts I unter der Anklage der wisentlich falschen Anschuldi führte. Grabowsky hatte sich eines Mädchens wegen mit seinem die Beweisaufnahme für erwiesen erachtet wurde, hatte Grabowsky Arbeitsgenossen, dem Metallschleifer Rubin erzürnt. Wie durch fich zur Polizei begeben und Anzeige erstattet, daß Rubin sich einer Majestätsbeleidigung schuldig gemacht habe. Die an gestellten Ermittelungen ergaben, daß die Beschuldigung gegen Rubin völlig aus der Luft gegriffen war. Der Spieß drehte sich nunmehr gegen den Denunzianten, der vom Gerichtshofe zu einer Gefängnißstrafe von vier Monaten verurtheilt wurde. 08 Für den Inhalt der Injerate über. nimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung Nanon. Theater. Mittwoch, den 26. Juli. Friedrich- Wilhelmstädt. Theater. Kroll's Theater. Der Schmied von Gretna- Green. Viktoria Theater. Frau Venus. National- Theater. Lehmann auf der Weltausstellung in Chicago. Alexanderplatz- Theater. Der Hüttenbefizer. Apollo Theater. Vorstellung. Spezialitäten Kaufmann's Variété. Spezialitäten Vorstellung. National- Theater. Große Frankfurterstraße 132. Sensationelle Novität! Lehmann auf der Weltausstellung in Chicago. Große Ausstattungs- Posse mit Gesang und Tanz in 5 Aufzügen von Eugen Prudens. Mufit von Adolph Widecke. Regie: M. Samst. Raffenöffnung 5/2 Uhr. Anfang der Abend- Vorstellung 71/2 Uhr. Im Garten auf der Sommerbühne: Aufführung von Einattern und Auftreten von Specialitäten I. Ranges. Neues Programm. Morgen: Dieselbe Vorstellung. PassageKönigl. italienischer Circus]. Genossen Pehmler 3. 76. Geburtstag herzliche Gratulation von 1099b A. B., M. P. Unserem Bruder Otto Scholz zum heutigen Wiegenfeste ein dreifach don nerndes Hoch! P. u. H. Sch. Ernesto Ciniselli. Stadtbahnstation Zoologischer Garten. Heute, Mittwoch, den 26. Juli: Große Brillant- Vorstellung. Zum 19. Male. 45962 Unserm schnaßigen Budiker aus der Th. Keller's Hofjäger, Hasenhaide, BergmannstrassenEcke. 52/18 Hente Mittwoch, den 26. Juli 1893: 3weites großes Ernte- Fest mit großem Ernte- Feſtzuge, nach ländlicher Gitte mit Gratis- Verloosung 2c. Die Erschaffung des Weibes Waffertborstr. 22, Rich. Thalmaun, Großes Garten- Konzert u. Ball. oder: Das Weib durch die Jahrhunderte. Gr. Ausstattungspantomime mit Ballet mit durchweg neuen Dekorationen, Kostümen, Requifiten zc. Gesetzl. geschützt. Inscenirt vom Dir. Ernesto Ciniselli. Arrangements u. vorkommende Tänze vom fönigl. italienischen Balletmeister Ant. Tignani. zum heutigen Wiegenfeste ein dreimal Marionetten- Theater, Volksbelust. Abends: gr. Fackelzug, beng. Beleuchtung. donnerndes Hoch. 10876 Anfang des Konzerts 4 Uhr. Entree 15 Pf., vorher 10 Pf. Kinderbillets 15 Pf. 4 Topptrinfer aus Nr. 50. an der Kaffe. Morgen, Donnerstag: Gr. Extra- Militär- Konzert. A. Froelich. Neue Welt, Bergiloß- Brauerei, Haſenhaide. Heute Mittwoch:[ 1092b] Danksagung. Allen Verwandten, Freunden und Bekannten, sowie der Firma Luze und der der Korkteppich- Fabrik sage ich für die vielen Beweise der Liebe und Kinder- Ferien- Jubel- Fest mit Gratis- Berloosung. Ferner Auftreten der renommirtesten Freundschaft bei dem Begräbnisse Künstler und Künstlerinnen, sowie meines lieben Mannes meinen herzReiten und Vorführen der bestdressirten lichsten Dank. Die tiefbetrübte Wittwe Schul- und Freiheitspferde. Bertha Heilmann. Danksagung. Anfang 8 Uhr. Ernesto Ciniselli, Direktor. BERLINER HIPPODROM Am Kurfürstendamm. 2 Min. von Station Zoolog. Garten. Heute: Großer Extra- Renntag. Römisches Reiten und Fahren von Herren u. Damen, Herren- FlachRennen, Damen- Jockey Rennen, Hürden- Rennen 2c. 2c. Zum 1. Mal in Berlin! Neu! $ 1098b Allen Freunden und Genossen für die Beweise der Liebe und Theilnahme bei der Beerdigung unseres lieben Sohnes Alwin, besonders dem Rauchflub Gemüthlichkeit 2 für die gespendete Musik, sowie dem Meister und Arbeitern der Firma A. C. Lehmann, ferner den Mitgliedern des Vereins Walhalla, den Kollegen und den Frauen für die reichen Kranzspenden 10976 unsern tiefinnigsten Dank. Die trauernde Familie Mentzel. Nachtrag zum Statut Uhr Hauptgewinn: Ein großer Sportwagen. Bon 4 h Konzert und große Vorstellung. Nachm. ab: Puppentheater. Bonbonregen. Preislaufen und Stangenklettern. Entree 15 Pf., Kinder 10 Pf. Donnerstag: Monstre- Feuerwerk. Weimann's Volksgarten, Badstrasse 56. Gesundbrunnen. Pankstrasse 25. Seute 2. großes Ernte- Fest nach ländlicher Gitte mit humoristischem Festzuge, Mittwoch: arrangirt vom Regisseur Otto Köhler. Auftreten von Rosetta, Franklin- Troupe etc. Ball. Eintritt 20 Pf. Kinder 10 Pf Donnerstag: Sommerfest der Pferdebahn- Beamten. Max Weimann. I 1093b Freie Volksbühne. Mittwoch, den 2. August, Abends 8/2 Uhr: Original Three Johnson's Ortsfrankenkasse der dagdeder Jahres- General- Versammlung Athleten und Kraft- Jongleure; in dieser Vollendung noch nie dagewesen! Zum Schluß: Panopticum. Am Strande von Ostende. Grösstes Schau- u.VergnügungsEtablissement der Welt. Entree 50 Pf. Castan's Panopticum. RiesenSchlangen- Familie aus Carl Hagenbeck's Thierpark. Ohne Extra- Entree. Victoria- Brauerei, Lützowstraße 111-112. Garten resp. Saal. ( außer Läglich Sonnabends) Stettiner Sänger. Gr.Wasser- Pantomime in 12 Bildern von Arthur Fräenkel. Susanne im Bade. NB. Passepartouts haben zu dieser Vorstellung feine Giltigkeit. Morgen: Große Parade- Vorstellung. Moritz Etablissement Morik Plaz. Buggenhagen. Play. Täglich: Gr. Garten- Konsert. Großer Frühstücks- u. Mittagstifd. Spezial- Ausschant von Pahenhofer Lagerbier, hell und dunkel. Bei ungünstiger Witterung findet das Ronzert in den unteren Restaurationsräumen statt. B Entree Wochent. 10 Pf. Sonnt. 25 Pf. Säle für Versammlungen, Rommerse, Festlichkeiten 2c. Moabiter Gesellschaftshaus. Alt- Moabit 80 und 81. Täglich: Theater- und SpezialitätenVorstellung, sowie Concert. Anjang 4 Uhr. Stets Entree 30 Pf., reservirter Platz 50 Pf. wechselndes Helmuth Peters. Programm, Anfang Sonnt. 7 Uhr, Wochent. 8 Uhr. Entree 50 Pf. Vorverkauf Billets Sonntags keine Giltigkeit. G ratweil'sche Bierhallen. Kommandantenstr. 77-79. Täglich: 4127L* Ostbahn- Park am Rüstriner Play, ( Hermann Jmbs) Rüdersdorferstr. 71, am Ostbahnhof Konzert, Täglich: Theater und Spezialitäten Vorstellung. Neu u. sensationell: 3 Schwestern Peretti, Runstradfahrerinnen. Emmy u. Reinhold Hintsche, Ge fangs- u. Charakter- Duettisten zc. Volksbelustig. jeder Art. 4 Kegelz. Auftreten der Leipziger Sänger babnen 3. Berfügung. Kaffeeküche vom Krystall- Palast. Wochent. 71/2 Uhr. Entree 10 Pf. Auf. Sonntags 6 Uhr. Entree 30 P Anerkannt gute Küche. Säle für Festlichkeiten und Versammlungen. Carl Koch. Berliner Bock. Heute: Engl. amer. Sport- Vorst. Tom Cannon art. Leiter. Auftr. von Artisten, Athleten, Akrobaten zc. allerersten Ranges. Anfang 8 Uhr. Entree 50 Pf. Ref. Pl. 1 M., Sperrf. 1,50 M. Loge 2 M. Heute: Ringkampf. 1091b geöffnet an Wochentagen von 2 bis 6 Uhr, Sonntags von 2-5 Uhr. Etablissement Süd- Ost Waldemarstraße Nr. 75., Zur Eröffnung meines Lokals lade ich hiermit Freunde und Gönner er gebenst ein. Jeden Sonntag: Tanzkränzchen. Anfang 5 Uhr. Empfehle meinen 500 Personen faffenden Saal für Vereine u. Gewerkschaften, sowie zu Hochzeiten. Einige Sonnabende sind noch au haben. 4595L Carl Ulrich, Restaurateur. Berlins. O. P. Mr. 8832. Potsdam, den 29. Juni 1893. Nachdem der Vorstand der Ortsfrankenkasse der Dachdecker zu Berlin es abgelehnt hat, die in dem Erlasse vom 28. April d. Js.. O. P. 5612 angeordneten Abänderungen des Kassenstatuts durch eine vorschriftsmäßig einzuberufende General- Bersammlung beschließen zu lassen, ändere ich hiermit gemäß§ 33 Abs. 3 des KrankenVersicherungs- Gesetzes die§§ 12, 18 und 27 des Statuts der gedachten Kaffe von Amtswegen mit rechtsverbindlicher Wirkung vom 10. Juli d. Js. dahin ab, daß dieselben lauten: § 12. Absatz 1 Ziffer 1, 2 und 3 bleibt. im Konzerthaus Sanssouci, Rottbuserstraße 4a. Tagesordnung: 1. Verwaltungs- und Kassenbericht. 2. Neuwahl des Vorstandes, des Ausschusses, der Revisoren und Ordner. 3. Verschiedenes. Zu dieser wichtigen Versammlung ladet die Mitglieder dringend ein Der Vorstand der Freien Volksbühne. J. A.: Julius Türk, SW. Solmsstraße 24. NB. Bei der letzten Vorstellung im Lessing- Theater" ist ein dem Logen schließer gehöriges Glas aus Versehen mitgenommen worden. Das Glas ist 890/10 abzugeben bei J. Tonikowski, Bendlerstr. 43. Tapezirer. Die Krantenunterſtüßung wird für Zentral- Kranken- und Sterbekasse( Eing. Hilfst., Hamburg). die Dauer der Krankheit gewährt; fie endet spätestens mit dem Ablauf der dreizehnten Woche nach Beginn der Krankheit, im der Erwerbsunfähigkeit( Absatz 1 3iffer 3) spätestens mit Ablauf der dreizehnten Woche nach Beginn des Krankengeldbezuges. Endet der Bezug des Krankengeldes erst nach 3. Ablauf der dreizehnten Woche nach Beginn der Krankheit, so endet mit dem Bezuge des Krankengeldes zugleich auch der Anspruch auf die im Absatz i unter Ziffer 1 und 2 bezeichneten Leistungen. § 18. An Sterbegeld wird den Mitgliedern gewährt: a) für Dachdeckergesellen. b) für Arbeiter 60., 50 " c) für Mitglieder unter 16 Jahren u. für Lehrlinge 40 Absatz 2 bleibt. Die wöchentlichen Kassenbeiträge tragen: " § 27. be= 1. für Dachdeckergesellen 57 Pf., 48 " 3. für Mitglieder unter 16 2. für Arbeiter. Jahren u. für Lehrlinge 39 Absay 2 bleibt. " Diese Anordnung ist gemäß§ 61 des Kassenstatuts öffentlich bekannt zu machen. Der Ober- Präsident Staatsminister von Achenbach. 1088b Aufforderung. Die Baffanten, die am Montag : Donnerstag, den 27. Juli, Abends 8% Uhr: Mitglieder- Derlammlung im Lokale des Herrn Boltz, Alte Jakobẞtr. 75. Tagesordnung: 1. Abrechnung vom 2. Quartal 1893. 2. Innere Rassenangelegenheiten. Verschiedenes und Fragetasten. Um zahlreiches Erscheinen wird ersucht. Achtung! Achtung! Die Ortsverwaltung. 1094b Metallarbeiter. Achtung! Große öffentliche Versammlung sämmtlicher in der Metallindustrie beschäftigten Arbeiter Berlins und Umgegend am Donnerstag, den 27. Juli, Abends 8½ Uhr, in der Berliner Ressource", Kommandantenstraße Nr. 57. Tagesordnung: 1. Stellungnahme zum internationalen Kongreß in Zürich. Referent: Rollege Otto Naether. 2. Diskussion. 3. Die Arbeitsniederlegung in der Schraubenfabrik von Willing& Violet. 4. Verschiedenes. Bei der überaus wichtigen Tagesordnung ist es Pflicht eines jeden Metallarbeiters in dieser Versammlung zu erscheinen und sieht daher einem zahlreichen und pünktlichen Besuch entgegen Der Vertrauensmann. 232/12 Achtung! Nixdorf. Achtung! Donnerstag, den 27. Juli 1893, Abends 8½ Uhr, im Lokale der Wittwe Appold, Knesebecstr. 15: Gr. Versammlung des sozialdemokratischen Vereins Vorwärts. Tages- Ordnung: Barteien im neuen Reichstage". 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. 1. Vortrag des Reichstags- Abgeordneten Fritz Zubeil über:„ Die Das Erscheinen sämmtlicher Mitglieder ist erforderlich.- Gäste sind Der Vorstand. Abend 7 Uhr die Vorfälle beobachtet haben, die sich an der Stalizer- und stets willkommen. Mariannenstraßen Ecke während der Verhaftung zweier Arbeiter abspielten, werden dringend aufgefordert, sich 365/20 Schöneberg. Schloßbraueret, Hauptstraße 60-63: baldmöglichst bei Otto Schulze, Donnerstag, den 27. Juli 1893, Abends 8 Uhr, im Saale der Rottbuser Damm 6, vorn 4 Treppen, zu melden. Warnung. 1095b Gr. öffentliche Volks- Versammlung Wir warnen vor nachstehenden früheren Mitgliedern, weil sie noch im Rückstande mit Monatsbeiträgen und Billetgeldern find: 10295 2. H. Grund, Arbeiter, Marstr. 15. H. Schweizer Garten Schmiedel's Festsäle, Stach, Raufmann, Schulftr. 25. Am Königsthor. Am Friedrichshain. Mittwoch: Familien- und Kinderfest verbunden mit Präsentvertheilung. Große Fackel- Polonaise und Kinderbeluftigungen. Gr. Extra- Vorstellung. Jm Entree 30 Pf. are: Ball. Saale: Alte Jakobstrasse 32, M. Teis, Dreher, Brunnenstr, 83. E. Möbes, Steinträger, Putbuserstr. 33. Schoratz, Bortier, Spittelmarkt 16/17. Kolhase, Maler, Ackerstr. 125. empfehle meine hocheleganten Säle zur Abhaltung jeder Art Festlichkeiten. Auch steht den geehrten Vereinen 2c. der große Sommergarten zur Verfügung. Gesangverein ,, Steinnelke". B. Nieft's Festsäle, Wwe, E. Schmiedel. Th. Boltz' Festsäle, Weberstr. 17, Alte Jakobstrasse 75.[ 727b empfiehlt sich zur bevorst. Saison den z. Gr. u. t. Säle 3. Feßlichkeiten u. Vereinen zu Feſtlichkeiten u. Berſamme für Männer und Frauen. Tagesordnung: 421/8 1. Vortrag über Gewerbe Schiedsgerichte. Referent: Genosse Kessler. Berichterstattung der Gewerbe- Schiedsgerichts- Beisiger. 3. Diskussion. Zur Deckung der Unkosten 10 Pf. Entree. Der Einberufer. Möbel, Spiegel- u. Polsterwaaren- Magazin. Ganze Ausstattungen Küchenmöbel in grosser in Mahagoni u. Nussbaum. Auswahl empfiehlt Julius Apelt, Sebastianstr. 20 Reelle Waare. Prompte Bedienung.( früher 27/28).[ 3749L* Landwolle 4588L* Versammlungen. Garten für zirka lungen. Saal gratis u. sonstige toulante garantirt nicht einlaufend, sehr empfehlenswerth gegen Schweißfüße. 34412* Schock 25 Pf. Alleinverkauf für Berlin Richard Stock, Wrangelstr. 119. 100 Berf. Teleph. Anschl. Amt 1 1082 Bedingungen. Verantwortlicher Redakteur: Wilhelm Schröder in Berlin. Druck und Verlag von Mag Bading in Berlin, SW, Beuthstraße 2, Hierzu eine Beilage. Beilage zum„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 173. des Sozialismus in immer weitere Kreise zu tragen. Die Mittwoch, den 26. Juli 1893. 10. Jahrg. einer Weise, daß auch die Herren Gegner davon lernen der Kutscher nicht; er hat dem Droschkenbefizer täglich 5-6 M. * Und wie wirkt es Parteinachrichten. tönnten. Reinerlei Störung der öffentlichen Ordnung" am zu zahlen, und erst der Ueberschuß der Einnahme ist sein VerDie Landeskonferenz der sozialdemokratischen Wahltage infolge überschäumender Freude, keine Beschimpfung dienst. Wie oft ist da sein Verdienst gleich Null, oder borgt er Partei des Großherzogthums Hessen fand gestern der Gegner, keine Ueberhebung im Verkehr mit den Unterlegenen, womöglich noch vom Budiker, um seinen„ Herrn" zufrieden zu im Deutschen Haus zu Neu- Isenburg bei Frankfurt statt. An- nur gerechter Stolz auf den errungenen Fortschritt der Sache. stellen, oder leistet er an einem ausnahmsweise guten Tage noch wesend waren 70 Delegirte aus 47 Orten des Landes. Ver- In diesem Geiste feierte die Nürnberger Sozialdemokratie auch eine höhere Zahlung an den Herrn, um ihn für den Ausfall treten waren die Orte Mainz, Darmstadt, Offenbach, Gießen, Schienenen Genossen mit ihren Angehörigen erfreuten sich an den auf das Familienleben, wenn überhaupt bei dieser Lebensweise ihr Siegesfest auf dem Schusterskeller. Die zahlreich er- an schlechten Tagen zu entschädigen. Friedberg, Vilbel, Bingen, Kastel, Kostheim, Weisenau, heim, Hechtsheim, Brezenheim, Membach, Finthen, Bischofsheim, Klängen der von den beiden Kapellen exekutirten Musikstücke und noch von einem solchen die Rede sein kann, wenn der Mann oft Ginsheim, Kelsterbach, Trebur, Isenburg, Langen, Kleinauheim, mit brausendem Hoch wurde besonders die Marseillaise begrüßt. einen Tag nach dem andern nach Hause kommt, ohne Geld mitzubringen! Da müssen die Frau und Kinder meistens zum UnterOberreden, Bieber, Arheilgen, Dreieicheheim, Lämmerspiel, Bürgel, Rumpenheim, Dietersheim, Diehenbach, Mühlheim, Egelsbach, Deutsche haben seit dem Tage des Krawalls am Käfigthurn noch ständiger Gast. Kann der Kutscher ſeine Livrée aus Mangel an Aus Bern wird uns geschrieben:„ Wir Ausländer resp. halt der Wirthschaft mitverdienen, sonst ist im Hause das Elend Hausen, Hainstadt, Obertshausen, Klein- und Großstein heim, Wisbeck, Lauterbach, Sprendlingen, Lorsch. Jägers- mehr Vergnügen an dem Deutschenhaß, der sich neuerdings noch Geld nicht im guten Zustande erhalten, ist die Polizei schnell beheim, Weiskirchen, Hainhausen und Heusenstamm. Den bedeutend steigerte. Schon mancher unserer Landsleute, der hier reit, den Kutscher in Strafe zu nehmen. Wie anders ist überVorsitz führte Orb- Offenbach. Der Rassenbericht des Landes- Domizilirte, tann davon erzählen, mit welchen Empfindungen wir haupt das Verhalten der Polizei zum Droschtenkutscher oder zu dem teibe Schwaben" sowohl von Mitkollegen wie von anderen herrschaftlichen oder hochherrschaftlichen Equipagenbefizer. komitees, durch Genoffe Cramer- Darmstadt erstattet, ergab Berner Bürgern betrachtet wurden. Hier beherrscht der famose worüber diesem gegenüber leicht weggesehen wird oder wofür eine Einnahme seit dem 19. September 1892 Don 84,46 M., dazu der Kassenbestand von 227,20 M., Einwohnerverein", der größtentheils aus Fortschrittsmännern er mit einem Verweise fortkommt, da wird der Droschkenkutscher ganzen 311,66 m., die Ausgabe betrug 137,60 m., mithin bestehen soll, ganz und gar die Situation; die Presse fügt sich notirt und bestraft. Diese Schilderung der Lage der Droschkenkutscher erhalten wir jebiger Kassenbestand 174,06 M. Gin Antrag, fleinere Wahl- mit Ausnahme der sozialistischen Berner Tagwacht" ganz den Sie enthält nur einen Theil der schulden einzelner Kreise aus der Landeskasse zu decken, wurde Instruktionen dieses noblen Vereins, der am liebsten alle nicht aus den Kreisen derselben. abgelehnt und andere Mittel und Wege empfohlen, um feinen gefügigen Elemente niederschießen lassen möchte. An der Spize Beschwerden und Mißstände dieses Berufs. Aber das MitPräzedenzfall zu schaffen. Nach einem vorzüglichen Referate dieses Vereins steht bezeichnender Weise ein ehemaliger Deutscher, getheilte genügt, um den Kutschern die Nothwendigkeit zu zeigen, Namens Pehold. Wir leben hier des Genossen Müller- Darmstadt über das Thema: Was lehrt gerade so wie sich zusammen zu thun, indem sie der unter ihnen bestehenden in der Reichshauptstadt unter dem feligen Kleinen". Organisation sich anschließen. Von selbst wird sich ihre Lage uns die letzte Reichstagswahl in Hessen?" wurde folgende Das Militär ist zwar nunmehr vom Plazkommandanten nicht bessern, und es ist vielmehr Aussicht, daß sich dieselbe noch Resolution einstimmig angenommen:" Immer schärfer treten im entlassen worden, worden, dafür haben wir aber eine frei mehr verschlimmert. Nur durch geschlossenes Zusammenhalten Großherzogthum Hessen die in ausgesprochenen Industriestaaten schon früher beobachteten Gegenfäße zwischen Besitzenden und Proletariat willige Bürgerwehr, somit kann der Berner Bürger ruhig fann eine Besserung der Verhältnisse auch im Kutschergewerbe in die Erscheinung. Das Proletariat ist zwar die überwiegende schlafen. Verhaftungen sind neuerdings noch einige erfolgt, herbeigeführt werden. Mehrheit der Bevölkerung, allein es sind nicht aller Orten ca. 40 Mann ſizen in Untersuchung, unter ihnen, wie bekannt, der Geschäftsunkosten. Daß die amerikanischen Einkäufer geeignete Organisationen, um das Volt über seine Klassenlage Arbeitersekretär Dr. Wassilieff. Ausweisungen find auch schon und Einfäuferinnen der Konfektionsbranche so gern nach Berlin verfügt worden. So wurde ein braver Genosse Namens aufzuklären. Die Konferenz hält deshalb auf grund dieser Er- Benter") am 18. vor die Polizeidirektion geladen, um die kommen, das hat, wie der„ Konfektionär“ ausführt, seinen ganz fahrungen die Gründung von Arbeitervereinen, gleichviel unter Mittheilung der fantonalen Ausweisung entgegenzunehmen. besonderen Grund. ,, Sie werden hier", sagt er, mit einer welchem Namen, für nothwendig und fordert zunächst nun, daß Benker wurde von verschiedenen Genossen tags darauf nach dem Auszeichnung empfangen, wie in feiner anderen Stadt. Nirgends sich diese Vereine der modernen Arbeiterbewegung anschließen Bahnhof geleitet, hinterher ging ein Detektiv, Namens Uhlmann, läßt man es sich so angelegen sein, die amerikanischen Gäfte zu und nach Möglichkeit helfen, Mittel aufzubringen, um die Ideen der ihm auf dem Bahnhof ein Reifebillet und 3 Franken Reise- unterhalten und ihnen den Aufenthalt so angenehm als möglich Am meisten leisten darin die KonAgitation muß sich mehr als seither mit der Gratisvertheilung geld einhändigte. Es wird unsere Genossen in Deutschland zu machen, wie in Berlin. von Agitationsschriften beschäftigen, und um beides zu ermög- interessiren, den Wortlaut dieses Beschlusses kennen zu lernen. fektionäre, die sich ja überhaupt ihren Kunden gegenüber durch Er lautet nach der Berner Zeitung": ganz besondere Liebenswürdigkeit auszeichnen, und einige derlichen, sind die einzelnen Arbeiterorganisationen im Großherzog" Die Ausweisung erfolgte, weil die Betreffenden teine oder felben übertreffen sich durch Zuvorkommenheiten." Es folgt dann thum Hessen verpflichtet, an das Landeskomitee vierteljährlich ungenügende Ausweisschriften befizen und sich theils hier, theils an eine anschauliche Schilderung der Auszeichnungen, welche den Beiträge abzuführen." Ueber die bevorstehenden Ergänzungswahlen zum hessischen anderen Aufenthaltsorten( 3ürich), Genf und anderen Orten als einkaufenden Amerikanern von den liebenswürdigen" Berliner Landtag sprach Genosse Jöst- Mainz; es wurde beschlossen, in 108ialistische und anarchistische Agitatoren hervorgethan Ronfettionären zu Theil werden. Abholung von der Bahn ist haben." selbstverständlich, dann triumphzugartige Fahrt in blumenfolgenden Kreifen offiziell in den Wahlkampf einzutreten. In der Provinz Starkenburg in den Wahlkreisen Lorsch bis zum Schluß dieses Monats erhalten, wahrscheinlich auf fremden Konfektionäre. Hier ist alles zum Empfange bereit, die Der zweite, den dies betrifft, Dr. Hans Müller, hat Frist gefüllter Equipage nach dem„ Kaiserhof", dem Lieblingshotel ber ( seither ultr.), Darmstadt- Land( seither natlib.), Groß= gerau( feither natlib.), Isenburg- Langen- Sprend. Empfehlung des Professors Oncken in hiesigen Beitungen hin. vorsorglich reservirten Salons sind im wahrsten Sinne des Lingen( feither natlib.), Seligenstadt( seither ultr.); in der Das dritte Opfer, ein Schneider Erb, war seit zwei Jahren gar Worts in einen Blumenhain umgewandelt", Thee und Souper Provinz berheffen im Kreis Gießen Land( feither beffen jezigen Aufenthalt zu erkundigen, natürlich fam man bei Sintäufers nicht mehr in Bern anwesend, man suchte sich bei Benker nach sind bereits bestellt. Jeden Morgen steht für die Gattin des eine Equipage bereit, werden ihr frische freij.) und in der Provinz Rheinhessen im Kreis Mainz- dem an die unrechte Stelle. Wie verhält es sich aber mit den Blumen, Bonbonnièren und so weiter überreicht. Der Abend Land. Die meiste Aussicht auf Sieg bietet der Kreis Isen Gründen? Ausweisschriften hat Benfer vollständig gehabt, er wird im Zoologischen Garten oder im Theater, der Sonntag in burg Langen und der Mainzer Landkreis. Weiter fand noch der Antrag des Genossen Kazenstein- Gießen Annahme war aber, zu seiner Ehre sei es hier erwähnt, ein ehrlicher Potsdam zugebracht, natürlich immer auf Kosten des Berliner Gastgebers. Die täglich stattfindenden Diners, werden vorher mit das Landeskomitee zu beauftragen, zur Vor: Sozialist, was er auch stets bleiben wird; jedenfalls wird er bereitung der Landtagswahl ein auf Grund- nunmehr erst recht die Oeffentlichkeit nicht scheuen; ungern sehen ausgesuchtester Sorgfalt bestellt," für die feinsten Weine wird lage des allgemeinen Programms aufgebautes wir ihn scheiden. Vielleicht ist er noch nicht der letzte, der Bern gesorgt," die Damen werden durch die reichsten Blumenspenden Wahlprogramm mit Hervorhebung der prin- und dessen Bären verlassen muß. Vor einiger Zeit wurde im erfreut" u. s. w. u. s. w. Man sucht sich in Aufmerksamkeiten zipiellen wie der praktischen Stellung der deutschen Arbeiterverein ein Familienabend zu gunsten der In- zu überbieten. Beinahe ist dieses Nebermaß von„ LiebenswürdigPartei rechtzeitig zu veröffentlichen. Als letzter haftirten abgehalten, welcher einen erflecklichen Ueberschuß brachte, feit" selbst dem„ Konfektionär" zu arg. Es giebt," bemerkt er Punkt der Tagesordnung figurirte der internationale Kongreß namentlich während der Reichstagswahl nahm der Verein an schüchtern, aber auch hierin ein Buviel, und wie muß ein in Zürich. Einstimmig wurde Genosse Ulrich Offenbach den Tagesfragen regen Antheil und sorgte für Munition zur amerikanischer Einkäufer von seiner Wichtigkeit überzeugt sein, zum Delegirten für die Partei im Großherzogthum Hessen ge: Wahlschlacht. Zahlreiche sozialistische Zeitungen sowie eine wenn er wie ein Fürst empfangen und aufgenommen wird." Und weiter sagt er, beinahe mißbilligend: Es ist sogar vorgewählt. Mit einem Hoch auf die kämpfende Sozialdemokratie Bibliothek stehen den Mitgliedern zur Verfügung. kommen, daß hiesige Konfektionäre während zweier Tage an wurde die Versammlung geschlossen. Polizeiliches, Gerichtliches 2c. jedem entsprechenden Zuge warteten, um das Eintreffen einer Wie man Sozialdemokraten das Leben saner macht. Der Redakteur der Sächs. Arb.- 3tg.", Genosse Wetter, Käuferin, deren Ankunftsstunde ihnen nicht genau bekannt war, Aus Hohndorf bei Lichtenstein wird dem„ Wähler" geschrieben: war vom Schöffengericht wegen Beleidigung des Redakteurs der abzupassen." Zum Schluß findet er aber doch, daß diese Aufs Unser Parteigenosse E. H. Freitag, der" immer in rührigster Dresd. Nachr.", Herrn Liman, zu 100 M. Geldstrafe verurtheilt merksamkeiten, die sich in endloser Reihe bis zur Abreise folgen, Weise für die Partei eingetreten ist, hat schon seit sieben Monaten worden. Herr Liman hatte das Andenken Heine's in der bekannten und bei denen auch die Begleitung zur Bahn, die Beschaffung feine feste Arbeit mehr. Um feine fünftöpfige Familie vor antisemitischen Art in den Schmutz gezogen und war dafür derbe eines guten Plages im Koupee und das gerührte Tücherschwenken Hunger zu schüßen, betreibt er ein Agenturgeschäft und faffirt von der Sächs. Arb.- 3tg." in einer Sonntagsplauberei auf seine nicht fehlen, auch wieder ihr Gutes haben und eines gewissen Hiergegen wußte sich Herr Liman ethischen"(!) Werthes nicht entbehren. Es werde dadurch die Beiträge für den Verband sächs. Berg- und Hüttenarbeiter. Singer geklopft worden. Die Einnahme war aber eine so geringe, daß unser Genosse mit nicht anders zu helfen, als indem er das Gericht anrief. Das nämlich verhindert, daß die Pariser Konfektionäre mit beiden Händen zugriff, als ihm eine Stelle als Todtengräber einer Berurtheilung Wester's gelangen, erkannte jedoch, an, daß von Berlin weg nach Paris hin zu locken, Erfolg hätten. Gericht mußte zwar wegen einiger beleidigender Ausdrücke zu ihren fortgesetzten Bemühungen, die amerikanischen Käufer und Nachtwächter in Aussicht stand. Um diese Stellung zu erhalten, bedurft er aber eines behördlichen Führungsattestes. Herrn Liman's Vorgehen gegen den todten Dichter Heine, der Ja, aber alles das kostet doch ein heidenmäßiges Stück er aber eines behördlichen Führungsattestes. fich nicht mehr vertheidigen fann, nichts weniger als schön war Geld! wird mancher einwerfen. Der Konfektionär" und seine Dasselbe wurde ihm auch ausgestellt. Hier ist es: und sprach dem Angeklagten den Schutz des§ 193( Wahr: Lefer würden darauf antworten: Gs bringt aber auch ein Führungs- Attest. nehmung berechtigter Interessen) zu. Herr Liman, dessen Rechts- heidenmäßiges Stück Geld ein. Und wenn es einmal nichts einDem Versicherungsagent Herrn Emil Hermann Freitag, ge anivalt auf eine höhere Gefängnißstrafe für Wegker gedrungen bringt, wenn der Einkäufer oder die Einkäuferin einmal den boren den 21. April 1861 zu Oberlungwiß, wohnhaft in Hohn hatte, war mit diesem Urtheil nicht zufrieden und legte Berufung Konkurrenten beglückt, weil dieser mehr hat springen lassen und dorf seit dem 17. April 1893, wird hiermit bescheinigt, daß ein. Das Landgericht schloß sich jedoch in seiner Sizung am mehr vor dem hohen Gast aus Amerika im Staube gelegen hat, sich derselbe, außer seiner Anhänglichkeit zur sozialdemo- Sonnabend in allen Punkten der Auffassung der Borinstanz an nun dann zieht man es nachher den Arbeitern und Arbeiterinnen fratischen Partei, hier immer ehrlich, thätig und moralisch gut und verwarf die Berufung. am Lohne ab, weil das Geschäft diesmal schlecht gegangen ist geführt hat. und viel Unkosten verursacht hat." Hoffentlich wird der KonHohndorf, den 19. Juli 1898. fektionär bei dieser letzteren Maßregel den ethischen" Werth nicht unterschätzen. Ethisch" ist nach seiner Ansicht und nach derjenigen der Kreise, deren Interessen er vertritt, augenscheinlich alles das, was dem Arbeitgeber nüßt. Wir verdanken dem ge nannten Arbeitgeberblatt schon manchen Aufschluß über die interessanteste. Moral" des Unternehmerthums, aber dieser ist entschieden der ( Gemeindestempel.) * # Der Gemeinde- Borstand. Reinhold. " -T * * Lokales. Daß unser Genosse, trotzdem er, ehrlich, thätig und moralisch" ist, auf dieses Zeugniß hin die Stelle nicht erhalten hat, bedarf wohl nicht erst der Erwähnung. Er fann also jest wieder in welche bei der Reichstagswahl thätig waren und noch ferner Achtung, Rosenthaler Vorstadt! Diejenigen Genossen, den alten, widrigen Verhältnissen weiter leben, trotz aller Moral, wirken wollen, werden ersucht, am Donnerstag, Abends 8 Uhr, Ehrlichkeit und Arbeitsamkeit, blos weil er Sozialdemokrat ist. Den Todten wäre es zwar ziemlich egal gewesen, ob ihnen ein bei Steller, Bergstr. 68, wegen einer Besprechung pünktlich zu erG. Wizzel. G. Helbig. Sozialdemokrat das letzte Bette gemacht und das nächtliche Hohndorf hätte sich unter einem sozialdemokratischen Wächter Gegen neun Reservisten eines hiesigen Regiments, die in gewiß auch gut gestanden, aber der Mann ist Sozialdemokrat, einer Schankwirthschaft sozialistische Lieder sangen, ist also fort mit ihm. Man mag daraus sehen, wie nöthig es ist, auf Anzeige eines Gendarmen die militärgerichtliche Sozialdemokraten in die Gemeindevertretungen zu senden. Untersuchung eingeleitet worden. " scheinen. " " Aus den Ferienkolonien. Eine Lokalkorrespondenz verbreitet folgende Mittheilung: Strenge militärische Untersuchungen sind in Pillau gegen den Rekruten Otto Kuscha und dessen Feldwebel eingeleitet worden. Kuscha hatte seiner hier lebenden Mutter brieflich mitgetheilt, daß die ihm übersandten Postmarken aus den vorher geöffneten Briefen verschwunden seien, außerdem aber über militärische Einrichtungen, wie über die Behandlung der Soldaten Warum schließt man die Rothen aus den patriotischen" Die Lage der Kutscher im Droschkengewerbe erscheint mit scharfen Worten Kritik geübt, sich dabei auch beiläufig über Vereinen aus? Vielleicht giebt die nachstehende, der„ Wurzener dem großen Publikum lange nicht in dem traurigen Lichte, welches den Wahlsieg der Sozialdemokraten gefreut und auf eine ihm Zeitung" entnommene Anzeige theilweisen Aufschluß" darüber die Wirklichkeit zeigt. Die meisten stellen sich den Berliner Kutscher als Genossen widerfahrene harte Anlassung seines Feldwebels Pfui, pfui! Das Mitglied eines Militärvereins in unserem Wahl- so vor, wie er in den Berliner Possen und sogen. Boltsstücken hingewiesen. In vielleicht noch schärferer Weise hatte er sich bei freise äußerte unlängst zu einem vertrauten Freunde: Das dargestellt wird. Dieser Theater- Rutscher leidet nie Noth; er hat einem Gesangvereine der Stuckateure, dem er angehörte, aus schad' nischt, wenn mer die Rothen nausschmeißen, ihre Schteiern gewöhnlich einen phlegmatischen Humor und immer Durst. In gesprochen. Das Schreiben an die Mutter hatte den Weg in triegen se nich wieder, die fumm' dann uns zugute. Mer ham Wirklichkeit ist felten ein Dienst so mühselig und so wenig loh eine Berliner Zeitung gefunden. Obgleich der Garnisonort ooch ene ganze Hecke in unseren Vereine. Da fummt uff jeden nend, wie der des Kutschers. Die Fahrzeit, d. h. die Zeit vom nicht genannt war, so hat man doch den Schreiber vun uns e hibscher Busten Geld. Pfui, pfui, pfui! Verlassen des Fuhrhofes bis zum Burückkehren auf den letzteren bes Briefes ermittelt und wegen seines Verhaltens beträgt in der Regel 14 Stunden, währt aber oft noch länger, in Untersuchungsarrest Untersuchungsarrest gesteckt, nachdem die in seinem Die Nürnberger Parteigenossen haben am Sonntag rechnet man für die Reinigung des Gefährts zwei Stunden Besitz befindlichen Schriftstücke beschlagnahmt waren. Gleich anläßlich der bei der Reichstagswahl und bei der Land- wieviel Zeit bleibt dem Kutscher dann noch für die Nachtruhe zeitig soll auch, wie der Mutter hier bei ihren Vertagswahl errungenen glänzenden Erfolge ihr Sieges und das Familienleben? Hat der Kutscher Nachtdienst und fehrt nehmungen mitgetheilt worden ist, gegen den Feldwebel eine feit unter zahlreicher Betheiligung gefeiert. Zu dem Verlauf er Morgens mit geringer Einnahme zurück, dann verlangt der Untersuchung geführt werden, die sich namentlich auf das Verdes Festes schreibt die Fränkischen Tagespoft": Wenn Fuhrherr öfters noch, daß der Kutscher seinen Dienst fortsetzt, schwinden der Briefmarken richtet, aber auch das vor der Ausdie Gegner der Sozialdemokratie Siegesfeste feiern, Feste, um den Ausfall zu ersetzen, so daß manchmal sogar eine Dienst händigung an die Empfänger angeblich stattgehabte unzulässige bei denen es sich darum handelt, über eine Niederlage der ver- leistung von 36 Stunden vorkommt. Einen festen Lohn erhält Deffnen der Briefe betrifft. haßten Rothen zu jubiliren, dann lassen sich die Anhänger der Dieser Feldwebel scheint ein Unikum in seiner Art zu sein. bürgerlichen Ordnung" gewöhnlich derart gehen", daß man Benter wurde geflisfentlich mit dem Polizeispitzel Peuter Wenn er der Denunziant ist, dann hätte er wenigstens seinen glauben fönnte, ein Indianerstamm sei im Begriff, die erbeuteten verwechselt, und das schändliche Handeln der Berner Mußen" Seißhunger nach fremden Briefmarken bezähmen sollen. Im Kriegsgefangenen am Pfahl zu braten. Anders bei den Ar- als ein gegen ausländische Lockspiel gerichteter verdienstvoller übrigen muß es mit dem herrlichen Kriegsheer wacklig bestellt sein, beitern, den Sozialdemokraten. Daß die Freude über die er Streich hingestellt. Wir fagen gefliffentlich", denn die Blätter, wenn ein Rekrutenbrief schon großes Unheil anrichten kann. rungenen Siege, insbesondere über den großartigen Erfolg bei welche die Lüge brachten, wußten sehr wohl, daß Peuker nicht in der Landtagswahl eine große ist, das ist ganz natürlich. Und der Schweiz war, und schrieben ersichtlich im Interesse der doch äußert sich der Siegesjubel bei unseren Genossen in Schweizer Behörden. R. d.„ V." " Um die Sauregurkenzeit um eine Erfindung reicher zu gestalten, veröffentlichen bürgerliche Blätter das folgende, gar " fallenen machten der Polizei sofort von dem Ueberfall Mittheilung, und dem Amtsdiener Lippert gelang es auch bald, die noch auf Weißenseeer Gebiet weilenden Räuber festzunehmen. Die Verhafteten behaupten, sich nur einen Scherz erlaubt zu haben. Dieser Scherz" jedoch dürfte ihnen theuer zu stehen kommen. Dieser wurde freiteuffelstraße. Er beobachtete, wie ein Nachtwachtmeister sich längere Nacht zum 9. März d. J. ging der Angeklagte durch die ManBeit vergebens bemühte, einen total betrunkenen Menschen, der auf dem Straßenpflaster lag, aufzurichten. Der Beamte forderte den Zuschauer auf, ihm doch Hilfe zu leisten, der Angeklagte erwiderte aber, daß er hierzu weder Neigung verspüre, noch eine Verpflichtung dazu anerkennen fönne. Durch ein Strafmandat wurde er eines anderen belehrt. Er beantragte richtersicht bei, daß weder ein Unglücksfall oder eine Noth noch eine bei liche Entscheidung, und das Schöffengericht trat auch seiner Anmeine Gefahr vorgelegen habe. Gegen das freisprechende Urtheil legte der Staatsanwalt Berufung ein. Im gestrigen Termine vor der achten Berufungs- Straffammer führte derselbe aus, daß es wohl eine Nothfache sei, einen besinnungslosen Menschen nicht auf der Straße liegen zu lassen, der Angeklagte hatte als Bürger die Pflicht, der Aufforderung des Beamten Folge zu drei Mart Geldstrafe. leisten. Der Gerichtshof trat dieser Auffassung bei und erkannte auf nicht üble Inteview mit Ahlwardt:„ Der Reichstags- Abgeordnete dem Schuhmann Behrensen uniformirte Schuhmänner gehalten hatte. In dieser Strophe wurde die Majestätsbeleidi= für Friedeberg- Arnswalde, Rektor a. D. Ahlwardt, hat sich von um 9/2 Uhr Abends herangezogen hatten, überrannten sie gung gefunden. Heise pflegt die von ihm vorgetragenen Kouplets einem Mitarbeiter der N. Niederschlef. Beitung" ausfragen laffen. den Posten und stürmten die Spielhölle. Sie famen zur rechten brucken zu lassen und sie an die Zuhörer zu verkaufen. Im Es verlohnt sich schon der Mühe, einige charakteristische Aeuße- Beit, um die Gesellschaft beim Tempeln abzufaffen. Ein allgemeiner vorliegenden Falle waren die Kouplets in der Druckerei des rungen des Rektors aller Deutschen dem großen Publikum zu- Wirrwarr entstand in dem etwa 50 Personen umfassenden zweiten Angeklagten gedruckt worden. gänglich zu machen, die, wenn nicht echt, doch gut erfunden find. Saale; man riß die Fenster auf, um zu entfliehen, begegnete gefprochen, weil er nachgewiesen hatte, daß er den Inhalt des Der Besucher meinte, daß es ihn längst gedrängt habe, Herrn aber auf der einen Seite dem müden Wanderer, der drohend Kouplets gar nicht zu Gesicht bekommen hatte. Heise wurde da= Ahlwardt persönlich kennen zu lernen. Natürlich, natürlich", feinen Stecken hob, auf der anderen dem Schuhmann Kwapis, gegen zu einer Gefängnißstrafe von 10 Wochen verurtheilt. entgegnetete dieser, bin ich ein bedeutender Mensch. Leider ver- der ein kräftiges Halt ertönen ließ und sich mit bezug auf fennt man mich noch immer. Aber, ich bitte Sie, wem ging's etwaige Angriffe auf seinen Revolver berief. Jest gaben sich§ 360, Absatz 10 des Strafgesetzbuches verstoßen zu haben, Der Kaufmann M. stand unter der Anklage, gegen den beffer Kolumbus, Newton, Lessing, Bismarck, sie alle wurden die Flüchtigen gefangen. Da aber nur wenige Personen am fommen. Er kommt schon immer näher." Bei diesen Worten Kaufmann Ludwig T. aus der Thaerstraße, der Schlächtermeister Stellvertreter zur Hilfe aufgefordert, teine Folge leistet, obgleich in Anfang verkannt. Aber der Tag wird kommen, muß Spieltische sitzend betroffen waren, so wurden festgenommen der welcher folgendermaßen lautet:„ Wer bei Unglücksfällen oder gemeiner Gefahr oder Noth von der Polizeibehörde oder deren ftrich Ahlwardt mit den Fingern liebkofend über den Lorbeer- Ferdinand S. aus der Bankstraße und der Aufpaffer. Alle drei er der Aufforderung ohne erhebliche eigene Gefahr genügen franz, der seine Büste schmückte. Auf die Frage, wie er sich die find erst nach Feststellung des Thatbestandes am Sonntag fonnte, wird mit Geldstrafe bis zu 150 m. bestraft." In ber Lösung der Judenfrage denke, erwiderte der Rektor a. D.: Morgen wieder entlassen worden. Der Banthalter war Deffentlich fann man's eigentlich noch nicht sagen, aber der entwifcht. Die Bedienung in dem Spielraum war von einzige Weg bleibt doch: Kopf ab! Nach Jerusalem geht das einer weiblichen Person besorgt, der Wirth war- fei es Zeug ja doch nicht. Was sich bisher Antisemitismus nannte, absichtlich oder unabsichtlich dort nicht zugegen. war nur Judenverhätschelung. Ich habe das einzige Rezept. Nach fünf Jahren wird Deutschland judenfrei sein..... Bin Vier Straßenräuber sind gestern Nachmittag in Weißensee ich erst Minister, dann kriegen die Bauern in Neustettin den verhaftet worden. Die Maurer Seeger, Hoppe, Laschinsti und Liter Schnaps für 10 Pf. Da das Vermögen der Juden an den Jakob befanden sich gestern Nachmittag auf dem Wege von Staat fällt, werden alle Steuern aufgehoben. Da auch der Adel Weißensee nach Berlin, als sie in der Wirthstraße mit drei ihnen und damit der Junker abgeschafft wird, ist die soziale Frage entriffen den Dreien die Hüte und hielten sie fest, bis jene der entgegenkommenden jungen Leuten zusammentrafen. Die Maurer im Handumdrehen gelöst. Im Handumdrehen! Die Sache ist so einfach, wie das reine Gi des Kolumbus, nur bak ich der Aufforderung, ein Lösegeld zu zahlen, nachkamen. Die leber foziale Kolumbus bin, der die neue Welt, den wahren Zukunftsstaat entdeckt." Der Besucher erhob den Einwand, daß die Durchführung dieser Pläne wohl doch nicht so einfach sei. Der foziale Kolumbus" schüttelte den Kopf:„ Es macht sich alles von selber, ganz von selber, sobald nur der rechte Mann an der Spike steht. Daran hat's gefehlt. Sehen Sie Bismarck. Er hat ja mancherlei geleistet, gewiß, aber die eigentliche staatsmännische Befähigung, der geschärfte Blick für die Forderungen der Zeit ging ihin doch ab. Ganz natürlich, denn er war Junker, und die find Sie wiffen es bereits aus meiner berühmten Rede fast so schlimm wie die Juden selber." Das Gespräch wurde auf Stöcker gelenkt. Er ist Jude!" meinte Ahlwardt." Ich hab's aus ganz ficheren Quellen ( er zeigte auf ein Attenbündel). In Kürze werde ich ihn entlarven. Rein semitische Abstammung. Nicht einmal getauft. Und das schlimmste, er ist geheimer Agent der Alliance israélite. Es wird alles klargestellt werden. Es ist unglaublich, was dieser Mann dem Judenthum genügt hat. Aber seine Zeit ist um, ganz um, er ist fertig. Wir haben alle Beweise in der Hand. Er bezieht jährlich von der Alliance 100 000 m. Rickert friegt viel weniger, daher der Haß zwischen beiden. Die Hof predigerstelle bat er nur niedergelegt, um ungehindert für die Alliance zu arbeiten. Ja, ja, wir haben die Aften!" Unaufgeklärt dürfte in bezug auf seine Beweggründe ein Böckel", so erzählte Ahlwardt weiter, ist zweifellos Agrarier. Selbstmord bleiben, der aus dem Hause Louisenstraße 60 geEr hat nur einen Fehler, er leidet an Größenwahn, er hält meldet wird. Dort wohnte im Seitengebäude der 44 Jahre alte fich für einen bedeutenden Menschen, hofft, was zu werden. unverehelichte Technifer Friedrich Schmöle aus Iserlohn, der als Lächerlich. Aber ich fann ihn jetzt noch gebrauchen. Später laffe Kontroubeamter angestellt war. Als man vorgestern Abend um ich ihn fallen. Solche eingebildete Menschen sind unerträglich." 9 Uhr sein Zimmer betrat, fand man ihn als Leiche erDem Besucher wurde sodann der Ahlwardt- Marfch gezeigt, hängt auf. ferner eine von einem talentvollen jungen Dichter" verfaßte Ahlwardt Hymne", die demnächst im Druck erscheint und mit den Worten beginnt:" Heil dem Einzigen, Heil dem Großen, der uns führt der Freiheit entgegen." Beim Abschiede deutete der Rektor aller Deutschen auf eine Büchse im Korridor mit der Aufschrift: " Für das Ahlwardt- Denkmal". Der Besucher verstand den Wint und legte seinen Obulus hinein. Wenn vielleicht auch nicht alles wahr ist, so ist es doch sehr gut erfunden. " um acht Uhr in der Dorotheenstraße zugetragen. Vor dem Hause Ein sehr schwerer Unglücksfall hat sich gestern Morgen 60/61 wollte der 26 Jahre alte Kutscher Wilhelm Lange aus Blögensee von seinem in der Fahrt begriffenen Eiswagen absteigen und kam dabei zu Falle. Das linke Hinterrad ging ihm über den Leib und verlegte ihn innerlich so schwer, daß in der Charitee, wohin er gebracht wurde, wenig Hoffnung besteht, ihn am Leben zu erhalten. Soziale Uebersicht. Aufruf! Selbstmord in der jüdischen Alterversorgungsanstalt, Wie bekannt, fühlen sich viele Restaurateure veranlaßt, in Broße Hamburgerstr. 26. Als der Anstaltspförtner vorgestern Morgen um vier Uhr das Zimmer des 75 Jahre alten Hospita- folge des über die Spandauer Bergbrauerei verhängten Boykotts liten Salomon Kohn betrat, prallte er erschreckt zurück: an der deren Bier abzubestellen. Nun haben nicht allein sämmtliche inneren Seite der Stubenthür hing der Insasse als Leiche. Kohn Brauerei- Arbeiter das größte Interesse daran, daß die Wirthe litt an einer unheilbaren Krankheit und zeigte darauf zurück- sie in ihrem Kampfe unterstüßen, sondern auch die Arbeiter= zuführende Spuren von Tiefsinn. In einem solchen Zustande bewegung im allgemeinen ist bei dieser Frage auf das lebhafteste intereffirt. muß er Hand an sich selbst gelegt haben. Plöhlich vom Tode ereilt wurde gestern Abend bei der Arbeit der 51 Jahre alte Bierabzieher Frig Wegener in dem Lokal von Müsel, Brandenburgstraße 41. Während er im Keller seiner Beschäftigung oblag, entquoll plöglich ein Blutstrahl feinem Munde, und Wegener brach alsbald todt zusammen. Aerztliche Hilfe konnte nichts mehr ausrichten. " und Es dürfte bekannt sein, daß die Brauereien von Berlin und Umgegend vor drei Jahren den sogenannten Bierring bildeten. Fm Falle der Boykott über eine diesem Ringe angehörende Brauerei verhängt ist, bezahlt der Ring an die boykottirte Brauerei für jeden Heftoliter Bier, welcher durch den Boykott weniger umgesetzt wird, 4 M. Unzweifelhaft wird dadurch die Schärfe des Boykotts gemildert; hierzu kommt dann noch, daß durch allerhand Manipulationen das boyfottirte Bier unter falscher Flagge bei den Restaurateuren abgesetzt wird. Aber dieser Ring hat diesen Zweck nicht allein. Wir Brauerei- Arbeiter haben unter dieser Roalition furchtbar zu leiden. Der Arbeitsnachweis, welcher von diesem Ringe erhalten wird, verschafft den Unternehmern Die Macht, Leute, die sich irgendwie an der modernen Arbeiterbewegung betheiligen, vollständig brotlos zu machen. Ist ein Arbeiter wegen seiner Betheiligung an der Arbeiterbewegung von einer solchen Brauerei entlassen, so darf er nicht mehr daran denken, bei einer vereinigten Brauerei beschäftigt zu werden. Den Be scheid zieht man sich telephonisch ein und dem Betreffenden wird dann die Thüre gewiesen. Ebenso werden durch diesen Ring Arbeitszeit und Lohnverhältnisse der gesammten Brauereiarbeiter nach Belieben geregelt. langen Arbeitszeit, speziell zeichnet sich die boykottirte Spandauer Nicht im entjerntesten Verhältniß steht der Lohn zu der Berg- Brauerei in dieser Beziehung aus. Schon wieder ist am Sonntag Abend kurz vor 11 Uhr auf einen Bug geschossen worden, der von Spandau nach dem Lehrter Ein Gutes hat der Gewitterregen am Sonnabend Bahnhofe fuhr. Ein Insasse schreibt darüber der Tgl. Rosch." Nachmittag gehabt; er hat den Anwohnern des Viktoriaparkes Wir befanden uns, sechs Herren an der Zahl, in einem Abtheil gezeigt, wie sich der Wassersturz ausnehmen wird. Eine Lokal- weiter Klasse. Als der Zug etwa in der Nähe der Beuffelstraße forrespondenz berichtet darüber: Infolge des Gewitterregens in Moabit war, erdröhnte plötzlich ein starker Schlag, so daß alle hatte sich das obere Becken des Wassersturzes mit den von allen was am Kopf berührt!" Nun erst sahen wir, daß durch ein fragten: Was war das?" Bugleich rief ein Herr:" Mich hat von hier aus brausend und schäumend in die Tiefe ergossen. Seitenfenster eine Kugel gedrungen war. Sie hatte ein glattes Das anziehende Schauspiel hatte viele Zuschauer herangelockt. rundes Loch geschlagen, um welches herum das Glas gesprungen Nun, Parteigenossen, der schädlichen Wirksamkeit dieser Leider hat der Fischbestand in dem Becken der Quelle stark var, war vermuthlich, da wir sie nicht finden Koalition muß Einhalt gethan werden. Erreichen läßt sich dies durch den Platzregen gelitten, viele Goldfische und Karpfen konnten, auf der anderen Seite des Abtheils durch das dadurch, daß alle Lokalbefizer veranlaßt werden, ihr Bier aus fand man verendet vor; auch die Anlagen des Parts find offene Fenster hinausgegangen. Glassplitter lagen auf der anderen Brauereien zu beziehen, die dem Ringe nicht angehören. start durch das abströmende Wasser beschädigt worden. Seite des Abtheils, weit entfernt vom Einschuß, auf dem Polster Jeder Restaurateur, der Bier aus einer Brauerei entnimmt, Dem Fischbestand der Spree ist das Gewitter ebenfalls verhäng- und auf dem Rocke desjenigen Herrn, der eine Berührung gefühlt die zum Ringe gehört, unterstützt dadurch die boykottirte nißvoll gewesen; durch Arbeiter waren bis Montag Nachmittag hatte. Unmittelbar vor der Einschußstelle saß ein Herr, der sich Brauerei, im andern Fall wird der Ring dadurch außer Stand ge etwa 24 Bentner todter Fische, unter denen sich auch Aale beu seinem Glück im letzten Augenblick weit vorgebeugt hatte. setzt, die Rückvergütung zu zahlen. Parteigenossen sorgt daher fanden, gesammelt und entfernt worden. Andernfalls hätte ihn die Kugel, die nach der Schußstelle zu dafür, daß der Vereinigung die Mittel ihres schädlichen Wirkens Auch aus den Vororten laufen Nachrichten ein, nach welchen urtheilen aus einem Büchsenlaufe gekommen war, gerade in entzogen werden. Dem Ringe gehören nicht an: Münchener den Stopf getroffen und zum mindesten, vereint mit den Glas- Brauhaus, Johannisstr. 17/18, Brauerei Stralay= der Regen am Sonnabend dort ebenfalls großen Schaden an: gerichtet hat. In Weißenfee standen viele Straßen unter Wasser splittern, schwer verwundet. Auf dem Bahnhofe machten wir Rummelsburg, Sternecker, Schloß Weißensee, Nord. und Brauerei und an manchen Stellen drangen die Fluthen in die Parterre- natürlich Anzeige. Es wäre in hohem Grade erwünscht, wenn it ern Brauerei, Veteranenstraße, räumlichkeiten, sodaß die Feuerwehr dort ebenfalls in Thätigkeit die Polizei bei ihren Nachforschungen nach dem Thäter vom Schweizergarten. treten mußte. In dem Hause Charlottenburgerstr. 86 wurden Publikum derart unterstützt würde, daß dem gefährlichen Schützen Sollten noch andere Brauereien ausgeschieden sein oder ausdurch einen Blisstrahl vier Kinder betäubt. In Pankow ist das sein Handwerk gelegt werden könnte. scheiden wollen, so bitten wir, dies zu unserer Kenntniß zu Straßenpflaster an zahlreichen Stellen eingefunten, von dem neu- Polizeibericht. Am 24. d. M. früh fiel ein Maurer auf bringen. erbauten Damm der Stetiiner Bahn sind große Sandmassen ent- dem Kreuzungspunkte der Müller- und Seestraße beim Herab- Die Kommission der Brauerei- Arbeiter Berlins und Umgegend führt und wurden infolge dessen sofortige Reparaturarbeiten er springen von einem in der Fahrt befindlichen Pferdebahnwagen im Einverständniß mit der Lokalkommission. 2. Lang. A. Steiner. forderlich. Auch in Köpenick und Friedrichshagen fanden zahl zur Erde, gerieth unter die Städer und erlitt hierbei eine so bePreuß. reiche Ueberschwemmungen von Wohnräumen statt. deutende Quetschung des Fußgelenks, daß er nach der Charitee Die Textilarbeiter- Konferenz für Rheinland und WestUeber Verluste, welche einzelne Geschäftsleute in Berlin gebracht werden mußte.- Vor dem Hause Schleswiger Ufer 2 falen, welche in der vorigen Woche in Aachen tagte, wählte erlitten haben, erhalten wir folgende Zahlen: In einem Konfektions- fiel Mittags ein Kutscher in der Trunkenheit von seinem Abfuhr- Emil Müller- Elberfeld als Delegirten zum Züricher Kongreß. geschäft am Hausvoigtei- Play wurden für etwa 13 000 m. wagen, wurde überfahren und mußte nach seiner Wohnung geWaaren verdorben, einer anderen Firma in unmittelbarer Nähe bracht werden. Der Streik der Weber in Verviers soll beendet sein, Nachmittags wurde im Fer des causes wurden ca. 500 Stücke Stoff im Gesammtwerth von 18 000 M. Heiligegeiststraße Nr. 43 unter der Treppe ein etwa acht wie sich die Kölnische Zeitung" berichten läßt; 300 Gemaßbeschädigt. Ein Damenmäntel- Geschäft in der Wallstraße hat Wochen altes Mädchen aufgefunden und nach dem Waisen regelte seien zu unterstützen. einen Verlust von 8000 M. zu beklagen, eine Luguspapier- Fabrit hause gebracht. Eine unter fittenpolizeilicher Aufsicht stehende Aus Siegen berichtet der Telegraph:„ Troß der motivirtes in der Georgenstraße einen solchen von ca. 2000 M. In den Frauensperson machte Nachmittags in ihrer Wohnung in Ablehnung seitens der Betheiligten ist ein Gewerbegericht Kellerräumen einer Trifotagenweberei am Grünen Weg find für der Mittenwalderstraße im Säuferwahn den Versuch, sich oftroyirt worden; die Wahlen zu demselben finden bereits am etwa 4000 M. Stoffe vernichtet. Auch andere Geschäfte sollen mittels eines Taschenmessers die Pulsader der linken Hand zu 27. Juli statt." Die Betheiligten" sind selbstredend die Ausnoch ganz bedeutende Verluste erlitten haben. Aber so groß öffnen, brachte sich aber nur eine unbedeutende Schnittwunde bei. beuter", denen das kleine Stückchen Recht, das das Gesetz dem diese Zahlen auch sein mögen, so find diese Verluste immer Bald hierauf verfiel sie in Tobsucht, so daß ihre Ueberführung Arbeiter in diesem Punkt gewährt, ein Gräuel ist und die wahr. nichtssagend gegen die, welche so viele kleine Kellerbewohner in die Frrenanstalt erforderlich wurde. Auf dem Droschten scheinlich wie anderswo so auch in Siegen in bekannter Kapitaerlitten haben. Diese haben vielfach ihre gesammte, mühselig Halteplatz an der Ecke der Schleiermacher- und Blücherstraße liſtenmanier die Errichtung des Gewerbegerichts zu hintertreiben erworbene Habe eingebüßt, die sie durch groschenweises Sparen wurde Nachmittags ein Arbeiter, als er eine Droschke verunreinigte, gesucht haben werden. Wian kennt die Mittel und Gründe, die fich angeschafft haben. Hier wäre das Eintreten der Gemeinde von dem Führer derselben weggestoßen, fiel hierbei zur Erde und unsere Unternehmer bei der Hand haben, um dem Arbeiter die Pflicht, nicht bloße Wohlthätigkeit, zumal die Gemeinde mit dem Hinterkopje auf die Bordfchwelle, so daß er eine bedeu- Wahrnehmung seiner Rechte zu verwehren. Hoffentlich zeigen die verwaltung nicht ohne Schuld ist, daß durch einen einmaligen tende Berlegung davontrug und nach dem Krankenhause am Siegener Arbeiter am 27. Juli dem Fabrikantenthume, wo Barthel heftigen Regenfall gleich ganze Wohnungen verwüstet werden. Urban gebracht werden mußte. Abends wurde ein Techniker den Most holt. Eine Spielergesellschaft ist durch die Polizei in Char- in seiner Wohnung, in der Luisenstraße, erhängt vorgefunden. Tottenburg überrascht worden. Vor einiger Zeit lief bei der Vor dem Hause Schönhauser Allee 116a fiel eine Frau beim AbBehörde ein Brief ein, in dem darauf hingewiesen wurde, daz steigen von einem Pferdebahnwagen zur Erde und erlitt hierbei nach Beendigung der Rennen auf Westend ein eine Verlegung des Fußgelenks. Sie wurde nach ihrer Wohnung Theil der Sportsmänner" in dem Wirthshause von Niet dem gebracht. Am 24. b. M. fanden Neue Königstr. 16, Perle§ 101 Absatz 2 des Gesetzes, betreffend die Invaliditäts- und Altersversicherung, vom 22. Juni 1889( Reichs- Gesezbl. S. 97) Hazardspiel zu huldigen pflege. Diese zu überrumpeln, war die bergerstr. 47 und Gerichtstr. 80 Kleine Feuer statt. hat der Bundesrath in der Sigung vom 6. Juli d. J. beschlossen, Absicht der Polizei, die mit um so größeren Schwierigkeiten zu daß die Quittungskarten für die Invaliditäts- und Alters tämpfen hatte, als die Spieler durch Ausstellung von Vorposten versicherung unbeschadet des Verbrauchs vorhandener Vorräthe seitens des Bankhalters gesichert wurden. Das Lokal liegt zu ebener fortan zwar in dem durch Bekanntmachung vom 14. Juni 1890 Erde und hat fünf Fenster, aus denen die Gesellschaft leicht ent( Zentralblatt Seite 175) vorgeschriebenen Format und der biswischen fonnte. Die Polizei wußte, daß auch am letzten Sonnabend herigen Farbe, aber in der durch das Zentralblatt für das wieder ein Spielchen veranstaltet werden sollte und bemerkte bei der Eine Auklage wegen Majestätsbeleidigung wurde gestern Deutsche Reich" veröffentlichten abgeänderten Einrichtung und Rekognoszirung des Vorgeländes, daß ein Mann, in dem später vor der ersten Strajtammer des Landgerichts I gegen den aus einem Stoff hergestellt werden sollen, welcher aus 50 pct. ein gewisser Otto G. aus der Mittenwalderstraße zu Berlin fest Schauspieler Heise Besitzer Cellulose, 25 bis 30 pet, Leinen und 20 bis 25 pCt. Baumwolle gestellt wurde, den Sicherheitsdienst gegen etwaige Ueberraschung Schrinner verhandelt. Aus der Urtheilsverkündigung besteht, eine mittlere Reißlänge von 4500 m, eine mittlere vor dem Lokale übte. Diesem Umstande Rechnung tragend, verging folgender Sachverhalt hervor: Die schauspielerische Thätig. Drehung von 4 pet. hat, bei der Verbrennung einen Aschenfleidete sich der Kriminalschuhmann Dibbelt als Wanderer mit feit des ersten, schon bejahrten Angeklagten beschränkt sich darauf, einem aus einem Gehölz frisch geschnitten Stab und übertölpelte daß er in Vereinen als Deflamator und Koupletsänger auftritt gehalt von nicht mehr als 4pSt. zurückläßt und im Quadrate durch sein staubiges Aussehen und dadurch, daß er in der Rich- Er verfaßt auch neue Kouplets bezw. fügt er bereits bekannten meter ein Gewicht von 277 bis 283, im Durchschnitt 280 g aufweist. tung von Spandau tam, die Wache. Nachdem er sich über- Strophen eigener Dichtung hinzu. In einem sozialdemokratischen zeugt hatte, daß das Nest voll sei, nahm er vor einem Fenster Vereine trug Heise das bekannte Kouplet: Das ist von Den Kampf gegen die Frauenbewegung, so schreibt die bes Spielfaales im Garten Platz. Dann kam ein Laternen Schiller nicht, das ist von Goethe nicht u. f. w." vor. Er Niederrheinische Boltstribüne", führen die Düsseldorfer Bes anzünder in das Lokal, ihm folgte der Schuhmann Kwapis, schaltete dabei eine von ihm selbst verfaßte Strophe ein, hörden mit einer Energie, die einer besseren Sache würdig wäre. der die nach einer anderen Seite zu belegenen Fenster besetzte, worin auf eine Anrede anspielte, die der Kaiser Sie erreichen damit natürlich weiter nichts, als daß die Frauen und als nun der Kriminalwachtmeister Kummert mit tura zuvor an die vereideten Rekruten in Botsdam jich stritte nach den Gesegesvorschriften richten, und sich dabei Gerichts- Beitung. er und ben Buchdruckerei " # Die für die Juvaliditäts- und Altersversicherung zu verwendenden Quittungskarten betreffend, befindet sich im Auf grund des Reichs- Anzeiger" folgende Bekanntmachung. die genaueste Kenntniß derselben aneignen. Diese Bewegung ist I gänzliche Unkenntniß des Strebens Egidy's vorzuwerfen. Nach-| Sanitätskonferenz in Dresden. Die formelle Anschlußerklärung den Behörden natürlich ein Dorn im Auge und so versucht man dem nahm Pastor Buro das Wort, um auch seine Ansichten wird im Oktober erfolgen. daher den Frauen auch den letzten Ausweg zu versperren, den zum Ausdruck zu bringen. Derselbe stand selbstverständlich auf ihnen das Vereinsgefeß noch läßt. Diese Versuche müssen, das einem gänzlich verschiedenen Standpunkte von denjenigen der ist nach Lage der Sache nicht anders, zu Auslegungen der Ge- beiden Vorredner. Dennoch fand sein Erscheinen allgemeine Ansegesbestimmungen führen, die ganz gelinde gesagt Kopf- erkennung. Hieran knüpfte sich eine längere intereffante Disfchütteln erregen bei denjenigen, die das Gesetz kennen. Von der Rich- kussion, die vielfach auf sozialpolitisches Gebiet hinüberspielte. tigkeit der letteren Behauptung wird sich jeder überführen, der den = " Budapest, 25. Juli. Nach offiziösen Berichten sind die in Umlauf gesetzten ungünstigen Darstellungen der Ernte- Aussichten Ungarns tendenziös verbreitet. Ungarn hat in diesem Jahre eine gute Mittelernte; nur der Getreide- Export wird gegenüber dem Vorjahre um 15 bis 20 Tage zurückbleiben. Paris, 25. Juli. Infolge der Anberaumung der Wahlen halten. liest resp. derselben beigewohnt hat. Angeklagt waren 7 Wit ille, am Erscheinen verhindert war, übernahm es der Kol Minister des Innern läßt das ganze Land durch Agenten be nachstehenden Bericht über die Verhandlung vor dem Schöffengericht Iottenburgs tagte am 18. Juli. Da der Referent, Genoffe auf den 20. Auguft cr. beginnt eine sehr rege Agitation. Der glieder der hiesigen Frauen- Agitationskommission und„ irrthüm lich", wie ausdrücklich im Laufe der Verhandlung bestätigt wurde, lege Beier, einen Vortrag zu halten über das Thema: Wie reifen, um über die Stimmung im Lande Nachricht zu erdie Genossin Rohrladt als achte im Bunde. Alle acht sollten gedenken die Maurer ihre wirthschaftliche Lage zu verbessern? Gin Antrag, zur Sammlung freiwilliger Beiträge für den Brüffel, 25. Juli. In der heutigen Sigung der Kammer sich gegen das Vereinsgesetz vergangen haben. Der Thatbestand Generalfonds einen Kollegen zu wählen, fand Bustimmung, und wurde der Antrag Viſant mit 106 gegen 26 Stimmen an war folgender: Am 21. Dezember 1892 wurde in öffentlicher betraute die Versammlung den Kollegen Geride damit. Der genommen. Hiernach hat der Senat zur Hälfte aus vom Volke welche sich, wie der Name fagt, mit der Agitation unter dem selbe tafsirt des Sonnabends in dem Lokale des Herrn Wolter, gewählten Abgeordneten und zur Hälfte aus vom Provinzialrathe zu bestimmenden Senatoren zu bestehen. weiblichen Theile des Proletariats zu befassen hatte. Diese Magazinstr. 15, und an den anderen Abenden in seiner Wohnung, Christiania, 25. Juli. Eine Reichsgerichts- Anklage wider Kommission soll nun durchaus ein Verein sein. Die Be Kirchstr. 20. das Ministerium Stang wird schon von den Organen der hörden bemühten sich die ganze Zeit hindurch, Beweis- Der Verein schlesischer Sozialdemokraten beschäftigte Storthingsmehrheit in Aussicht gestellt, da das Ministerium das material herbei zu schleppen, daß ein politischer Verein sich in seiner am 22. Juli abgehaltene Versammlung mit dem reichsgerichtlich verworfene Bewilligungsveto thatsächlich der existire, dem weibliche Personen angehören", also die Kommissions: Thema: Welchen Zweck haben die Agitationsvereine für die Storthingsbewilligung vom 10. Juni gegenüber in Anwendung mitglieder nach§ 8 des Vereinsgefeges zu bestrafen feien. Provinz?" Der Referent Genosse Adler vertritt den Stand gebracht habe. In der Verhandlung, die am Mittwoch stattfand, führten die punkt, daß die Agitationsvereine für die Provinz sehr nützlich Christiania, 25. Juli. Dagbladet", das Organ der Frauen ihre Vertheidigung selbst. Treffend wiesen sie nach, daß seien, wie eine ganze Anzahl von Zustimmungsschreiben aus Storthingsmehrheit, schreibt in Entgegnung auf die Ausfälle der die Kommission kein Verein sei, weil die Leitung fehle. Das der Provinz Schlesien beweisen. Auch die Massenverbreitung von schwedischen Blätter anläßlich der Herabsehung der Apanage des Reichsgericht habe dahin entschieden, daß Kommissionen, auch Schriften, die sich der Verein zur Aufgabe gemacht, hat seinen Königs und des Kronprinzen, der Uebermuth der Schweden bewenn deren Thätigkeit von längerer Dauer sei, nicht als Verein wohlthätigen Einfluß bei der Wahl gezeigt. Eine Störung der weise, daß man dort Norwegen als minderwerthigen Vasallenzu betrachten feien, wenn man ihnen feine Leitung nachweisen politischen oder gewerkschaftlichen Organisation am Ort liegt dem staat betrachte. Die schwedischen Liberalen sollten doch eingedenk fönne. Damit aber falle die ganze Anklage in nichts zusammen. Verein weit ferne. In der Diskussion vertraten die Genossen sein, daß der Kampf der norwegischen Linfen für die VolksAnders dachte der Herr Amtsanwalt. Er beantragte 30 M. Feller, Roscher, Sostna, Biersch, Gotsche, freiheit und gegen das persönliche Königthum auch für Schwedens Geldstrafe für die wegen Vergehen gegen das Vereinsgesetz vor- Hirschmeier und Kühne den Standpunkt des Referenten. Demokratie gekämpft werde. bestrafte Genoffin Kaufmann, 15 M. gegen die übrigen Mitglieder Gleichzeitig gelangte eine im Sinne des Referats gehaltene Resound Schließung des Vereins. Gegen den legten Bassus wandte sich besonders Genossin Gotthusen, indem sie den Herrn Amtsanwalt aufforderte, ihr den Peragraph des Vereinsgesetzes zu nennen, nach welchem die Kommission als Verein zu betrachten fei. Es könne sie niemand hindern, morgen genau dasselbe zu thun, wofür man sie heute bestrafen wolle. Der Genossin Rohrlack verweigerte der Vorsitzende das Wort zur Vertheidigung, weil sie nur„ irrthümlich" mitangeklagt sei, trotzdem der Amtsanwalt auch gegen sie die 15 M. beantragt hatte. Natürlich ließ sich die Genossin ihr Recht nicht nehmen und führte auch für sich die Vertheidigung. Was je an Kuriosität geleistet ist, geschah jetzt im Urtheilsspruch: Es wurde festgestellt, daß auf Schließung nicht erkannt werden könne, weil ein Vorstand nicht vorhanden sei; Mitglieder können im vorliegenden Falle auch nicht bestraft werden. Dennoch feien alle Angeklagten schuldig zu sprechen, weil fie sich gegenseitig in den politischen Verein" aufgenommen haben. Die öffentlichen, von den Mitgliedern der Kommission einberufenen Versammlungen seien die Versamm: lungen des politischen Vereins gewesen! Das Urtheil lautete auf 25 M. gegen Genoffin Kaufmann, 15 M. gegen die anderen Kommissionsmitglieder und Freisprechung für Genossin Rohrlack. Ein Verein ist also nicht da, denn sonst könnte und müßte er aufgelöst werden, weil die Beschäftigung mit Politik nachgewiesen ist. Die Versammlungen des nicht vorhandenen politischen Vereins" sind. die öffentlichen Volts- und Gewerkschafts- Verfammlungen, die die einzelnen Mitglieder der Kommission einberufen haben, die niemand verbieten kann! In der That, die Frauen haben Recht! Die Kommission ist nicht aufgelöst, kann weiter arbeiten, niemand kann sie hindern und doch werden sie bestraft. Die Kaz, die Katz ist gerettet. Selbstredend wird gegen dieses monströse Ürtheil Berufung eingelegt. Versammlungen. lution zur Annahine. arbeitenden Landsmannschaft der Schleswig- Holßeiner Berlin. Mittwoch, den 26. Juli 1893, Abends 8% Uhr, Busammenkunft der Landsleute nebst Damen und Gästen im Kommandanten- Garten", Kommandantenstr. Nr. 10/11. Frauen- und Mädchen Bildungsverein volkes für Berlin und umgegend. Außerordentliche Generalversammlung, Mittwoch, den 26. d. M., Abends 8½ Uhr bei Seeger, Grüner Weg 29. Tages: ordnung: Innere Vereinsangelegenheiten. Sontaldemokratischer Agitationsverein für die Kreise Wittenberg, Torgau ets. Neue Grünſtr. 14 bet Lehmann. Arbeiter- Bildungsschule. Mittwoch, Abends 8%-10% Uhr: NordSchule, Müllerstr. 179 a: Unterricht in Deutsch( unt.). Ost- Schule, unterricht in Geschichte( mittl.). Südost- Schule, Reichenbergerstr. 133: Markusstr. 31: Unterricht in Logit. Süd- Schule, Mariendorferstr. 5: unterricht in Rechnen, Deutsch( oberes). In allen Unterrichtsfächern, mit Ausnahme Mathematit und Buchführung, fönnen noch Schüler und Schülerinnen auch jetzt im Laufe des Semeſters, eintreten. Sele- und Diskutirklubs. Mittwochy. Johann Jacoby, bet Frizz Ließte, Echwedterstr. 33. Heine, jeden Mittwoch vor dem i, und 15. ied. Wionats, Ab. 8 Uhr, im Reſtaur. Grube, Mariendorferstr. 10. Befund brunnen, Abends 8½ Uhr, bet Haferland, Bellermannfir. 87.hett, Abends 8% Ubr bei Stramm, Ritterstraße 123. Abends 8% Uhr, bei Schmidt, früher Albrecht, nefebedstr. 82. Seine, Rigdorf Reimer, bei A. Brosch, Wilhelmshavenerstraße 23. Lese- und Diskutirlub 3entrum, Abends 9 Uhr bet Sommer, Grünftr. 21. Sigung. Vermischtes. Gleich Otto London, 25. Juli. Die hiesige brasilianische Gesandtschaft hat folgendes Telegramm vom Minister des Auswärtigen in Rio de Janeiro erhalten:" Die Zusammenstöße in Rio Grande do Sul, worüber in den auswärtigen Blättern berichtet wird, bestehen lediglich in der Einbildung der betreffenden Korrefpondenten. Es hat kein Truppenzusammenstoß stattgefunden. Admiral Vanderkalt befindet sich als Gefangener im Fort Santa Cruz zu Rio de Janeiro, das vollständig ruhig ist. Der Telegraphendienst ist für das Publikum offen. Briefkaffen der Redaktion. H. Feller. Keinen Bericht erhalten. habt, ihre Ansicht in der Versammlung zu vertreten. Wir haben Fr. Frohmann. Die Genossinnen haben Gelegenheit ge= nicht Lust, dieser Angelegenheit wegen eine lange Sprechsaalfehde zu entfachen. T. S. Das 6. und 7. Buch Moses" ist ein Schwindel, wie die Prophezeiungen des Schäfer Thomas, und nur für die ganz Dummen berechnet. R. St. 1. Ein ähnliches Heft wird demnächst auch über die diesmaligen Wahlresultate bei Diez erscheinen; auch wird 210 wohl bald die offizielle Zusammenstellung erfolgen. Sie werden es seiner Zeit durch den Vorwärts" erfahren. 2. Wie viel Abonnenten die Freisinnige Zeitung" hat, wissen wir nicht; aus dem Mosse'schen oder Hafenstein'schen Zeitungskalender fönnen Sie es erfahren, wie groß der Verlag selbst ihren Abonnentenstand angiebt. Jedenfalls hat sie nicht die meisten Abonnenten von allen freisinnigen Blättern. Wie der Futternoth zu wehren ist. Im Meininger Regierungsblatt räth der Amts- Thierarzt Baß den an Futternoth leidenden Bauern, ihre Pferde und Ochsen mit Sägefpähnen, am besten von Fichten vermischt mit etwas Haber und Salz zu füttern; die Thiere gewöhnten sich in furzer Zeit an diese Fütterung". Vielleicht, meint das" Vaterland", dem wir diese furiose Nachricht entnehmen, gewöhnten sie sich auf furze Zeit auch an Kieselsteine mit Kochfalz und Torfmehl; aber fett werden sie schwerlich dabei und allzu lang leben werden fie auch nicht. " Adresse des Vorstandes des Freien Musikvereins mittheilen? Jul. Wernau. Wollen Sie so freundlich sein und uns die Beilage. Alfr. Knobloch. Beantwortet im Vorwärts" Nr. 163, gerichts giebt es nur bei Objeften über 100 M. Berufung( an G. 100. Gegen die Entscheidungen des hiesigen Gewerbedas Landgericht). Die nach Ihrer Darstellung vorgekommenen Unregelmäßigkeiten hätten Sie im Termin rügen müssen. schine verkaufen, so machen Sie sich einer Unterschlagung schuldig. P. A. St. 13. Wenn Sie eine von Ihnen geliehene MaStandgeld haben Sie nicht zu beanspruchen, sondern müssen dem Verleiher die Maschine wiedergeben. Heinr. H. Maschinentechniker, Bautechniker, Chemiker, fiche Kündigung zum ersten eines Kalenderquartals, falls nichts Zeichner und dergleichen haben einen Anspruch auf sechswöchent anderes über die Kündigungsfrist vereinbart ist. Ein netter Seelsorger. In Würzburg hat sich am 29. Juli Rigdorf. Eine stattliche Anzahl Männer und Frauen hatte der Kaplan Sefrin aus Rothen, welcher fürzlich nach Obertheres sich am 24. 5. Mts. zu der vom Vorstande der hiesigen Freien versetzt worden ist, vor dem Landgerichte zu verantworten, weil Gemeinde einberufenen öffentlichen Versammlung eingefunden, er einen Knaben in unmenschlicher Weise mißhandelte. um dem geistigen Kampfe zwischen Herrn Oberstlieutenant Eine Stütze der Gesellschaft. In Weinheim wurde am dem Wahlfomitee genauer dar, damit derselbe bei den aus Anlaß Reichel, Kochstr. 24. Legen Sie den Vorfall schleunigst von Egidy und dem Reichstags- Abgeordneten Vogtherr Donnerstag Nachmittag der in weiteren Streifen bekannte Rauf der in Niederbarnim vorgekommenen Unregelmäßigkeiten einbeizuwohnen. Ersterer war nämlich als Referent über das mann Julius Köhler infolge Sittlichkeitsverbrechen, angeblich begeleiteten Strafverfahren eventuell Berücksichtigung finden fann. Thema:„ Einiges Christenthum", legterer als Korreferent hierzu gangen an seiner Tochter, verhaftet, und durch einen Mannaufgestellt. Auch die Geistlichkiit Nixdorfs war mit einer Ein heimer Polizeikommissar nach Mannheim überführt. Er bekleidete ladung zu dieser Versammlung bedacht worden. Die Ver- verschiedene Ehrenamter: Bezirksrath, Präsident des Gauver sammelten wuroen leider in ihren Erwartungen in etwas ge- bandes der Kriegervereine der Bergstraße, Vorstand des Schützen täuscht, indem Herr von Egidy verreist war, und demzufolge den vereins, Vorstand des Turnvereins, Mitglied des Bürgerausangekündigten Vortrag zu halten nicht in der Lage war. An schusses 2c. feiner Stelle trat Herr Höfert als erster Redner auf, welcher Menterei zur See. Aus Haag wird berichtet: Einer fich bemühte, das Auftreten v. Egidy's zu rechtfertigen und klar amtlichen Meldung zufolge brach auf dem unter holländischer zu legen, daß Herr von Egidy fein Kirchenthum, fein Dogma, Flagge fahrenden Dampfer, Rajah Kongst Atjeh", zwischen Zelot sondern nur die Entwickelung zum Guten wolle, unter Religion Semawe und Edi unter den atchinesischen Passagieren eine zu Ihrem Gelde zu gelangen. Von einer Denunziation rathen St. 1000. Gs verbleibt Ihnen nur der Klageweg, um nur die reine Menschenliebe verstehe und einem Jeden die Ge- Meuterei aus, bei welcher fast die ganze Schiffsmannschaft, der wir ab. staltung dieses göttlichen Gedankens nach eigenem Ermessen über- Kapitän, der zweite Offizier und zwei Engländer massakrirt laffe. Bog therr folgerte aus den Auslaffungen des Referenten so- wurden. Im Ganzen sind 34 Personen getödtet und 15 ver- gestattet. Nur darf er bei Vermeidung einer Bestrafung wegen Nr. 4. D. in N. Der Einzelverkauf ist dem Betreffenden wohl als auch aus den Schriften des Herrn v. Egidy, daß derselbe wundet worden. Zwei europäische Maschinisten blieben unver- Schantfonzessions- Uebertretung das Bier nicht im Kauflotal bei seinem Vorgehen von der Voraussetzung ausgehe, daß das heutige legt an Bord. Die Atchinesen verließen mit einigen gefangenen trinken lassen. Christenthum bezw. Kirchenthum werth ist, reformirt zu werden Eingeborenen bei Diamantpoint den Dampfer. Drei Gefangene und daß eine Reformation möglich ist. Er betrachtete feinerseits entflohen nach Telot Semawe. Der Dampfer verblieb in 1 Uhr vor. 2.2. Sprechen Sie mit dem Bescheid zwischen 12 und das offizielle Kirchenthum als einen Bestandtheil der heutigen holländischen Händen. Die Behörden haben sich nach dem That8. B. 40. Staats- und Gesellschaftsordnung und demzufolge nicht für werth, orte begeben. Es läßt sich nur unsere Antwort wiederreformirt zu werden, schon aus dem Grunde, weil ein anderes Wald und Feldbrände, die offenbar von Brandstiftern treffende bei einem Hoch styen blieb. Die einzelnen Fälle sind angelegt sind. Die Regierung hat die Provinzialbehörden auf uns nicht in Erinnerung. Wohl ist uns aber erinnerlich, daß gefordert, mit der größten Strenge gegen die letzteren vorzugehen. Sowohl im Jahre 1890 wie im Jahre 1892 derartige Fälle, in In der Dynamitfabrik Albon, Honfleur, so wird aus denen die Strafkammer mit der Motivirung verurtheilte, daß in Baris gemeldet, haben am Dienstag vier aufeinanderfolgende bem Sigenbleiben eine vorfäßliche, rechtswidrige, mit dem Be Explosionen stattgefunden, durch welche 9 Personen getödtet und wußtsein der Ehrenfränkung vorgenommene Rundgebung liege, 20, größtentheils schwer, verwundet worden sind. Die Fabrit vom Reichsgericht als rechts irrthumsfrei bestätigt sind. Liegt Ihnen daran, die Fälle festzustellen, so sehen Sie die betreffenden Jahrgänge in unserer Expedition durch. Die Ihrem Wettgegner von der Staatsbürger- Zeitung" ertheilte entgegengesetzte Antwort ist um so frappirender, als gerade Gesinnungsgenossen des Stöcker und seiner Jünger die Denunzianten waren. Christenthum, als das bestehende, auf unabsehbare Zeit nicht an- m Im Süden Spaniens wüthen in verschiedenen Orten Majestätsbeleidigung deshalb stattgefunden haben, weil der Bea = erkannt werden würde. Bogtherr wies ferner nach, daß Herr von Edidy die alte Dogmatit lediglich durch eine neue Dogmatik erfeßen wolle, und außer stande sei, das einige Christenthum zu einem freien Christenthum zu gestalten, weil sich derjenige, der sich nicht frei machen könne von dem überirdischen Gottesbegriffe, fich auch nicht frei machen tönne von der offiziellen Kirchens dogmatik. Vogtherr legte weiter flar, daß der Gottesbegriff der wurde gänzlich zerstört. Bethätigung wahren edlen Christenthums, d. h. Menschenthums im Wege sei. Nichts hindere diejenigen, die religiös reformiren wollen, sich gänzlich von dem Gottesbegriffe loszusagen. Redner bekämpfte auch die Form der von Herrn von Egidy gewünschten Kirchenreformation und stand auf dem Standpunkte, daß die grundlegenden wirthschaftlichen Verhältnisse vor allem gebessert werden müßten, um bessere" Menschen zu schaffen. Ungefährlichkeit der Egidy'schen Bewegung folgerte Vogtherr aus dem Umstande, daß man sie ungehindert gewähren lasse in der richtigen Erkenntniß, daß Egidy und feine Anhänger im Grunde genommen ja auch ein Kirchenthum wollen, wenn auch in etwas veränderter Form. Demgegenüber legte Vogtherr seinen atheistischen Standpunkt flar und fand mit seinen Aus führungen bei den Anwesenden lebhafte Zustimmung. In seiner Erividerung nahm der Referent Veranlassung, dem Korreferenten Die Depeschen. ( Depeschen des Bureau Herold.) 972 Chemnit, 25. Juli. Die hiesigen Milchlieferanten veranstalten eine große Versammlung wegen Stellungnahme zu Futtermangel und Streunoth. Leipzig, 25. Juli. Der„ General- Anzeiger für Leipzig und Umgegend" meldet, daß in Gera 16 Personen an den schwarzen Pocken erkrankt darniederliegen. " Briefkaffen der Expedition. Heinrich. Konnte am vorigen Montag nicht erfolgen, weil genannte Nummer total vergriffen; war für gestern( 24.) in Aussicht genommen, F. ist aber tro3 3usage leider nicht erschienen. Was nun? Bitten um Direktive. Bukarest, 25. Juli. Der Ministerrath genehmigte im Bäron, Küstrin. Ihr Inserat tostet 2 M. und ersuchen Prinzip den Anschluß Rumäniens an die Beschlüsse der wir um vorherige Einsendung des Betrages. Münchener Brauhaus Aktien- Gesellschaft. Wir erlauben uns unsere aus besten Materialien hergestellten Biere, und zwar Helles Lager- Bier, Münchener Versand- Bier, in empfehlende Erinnerung zu bringen. Berlin N., Johannisstraße 18/19. den 25. Juli 1893. Fernsprecher Amt III No. 8035. seveda se ole k Die Direktion. 4593L Soeben erschienen und durch uns zu beziehen: Verhandlungen und Beschlüsse des Internationalen Arbeiter- Kongresses zu Brüffel. 16. bis 22. August 1891. Preis 20 Pf. Angesichts des bevorstehenden Züricher Internationalen Rongresses, auf bem eine Reihe der in Brüssel behandelten Fragen ebenfalls zur Verhand Tung tommen, wird diese nach den Berichten der Tagespresse angefertigte Bu sammenstellung der Kongreßdebatten dem in der Kreisen der Genossen lebhaft empfundenen Mangel eines offiziellen Kongreß- Protokolls einigermaßen abhelfen. Verlag des Vorwärts, Berliner Volksblatt". SW ,, Beuthstr. 2. Soeben ist erschienen und durch alle ParteiBuchhandlungen, Kolporteure u. ZeitungsSpediteure, sowie vom Verleger H. Baake, City- Passage, zu beziehen: Kurfürst von Sachsen, August der Starke, König von Volen. Nr. 2 der Sammlung: Gekrönte Häupter. mt. 1: Katharina ll. von Ruhland ist konfiszirt: 64 Seiten. Preis 20 Pfennig. 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Mt. 10, Für die Geschichte der Entwicklung der deutschen Sozialdemokratie und der Zattit der deutschen Sozialdemokratie ist diese in jüngster Beit vielzitirte Broschüre ein werthvolles historisches Dokument. Robert Owen. Sein Leben und sozialpolitisches Wirken. Zwei ausDas Alters- und Invaliden- Bersicherungs- Geseh. gegrabene Stizzen. Mit 2 Abbildung. 72 Seit. Mt. 0,30 Vortrag, gehalten am 13. August 1888 in einer öffentlichen Bolts- Versammlung in Wurzen. 3. Auflage. 32 Seiten. mt. 0,10 Ein Blick in die Neue Welt. elegant gebunden Mt. 3, Das Buch ist in hohem Grade Lesenswerth. Es enthält gerade das, was die gewöhnlichen Reisebeschreibungen nicht enthalten: einen ruhigen, objektiven Blick, eine streng sachliche Würdigung aller möglichen fleinen und großen Vortommnisse, die Vermeidung alles unnüßen Ballastes und erzeugt auf diese Weise im Leser mit den denkbar einfachsten Mitteln den Eindruck vollendeter Wahrheit." Stuttgarter Beobachter". 46 Zum 18. März und Verwandtes. 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