Nr. 174. Erscheint täglich außer Montags. Brets pränumerando: Vierteljährlich 3,30 Mart, monatlich 1,10 mt, wöchentlich 28 Pfg. frei in's Haus. Einzelne Nummer 6 Pfg. Sonntags: Nummer mit illuftr. Sonntags- Beilage Neue Welt" 10 Pfg. Post- Abonnement: 8,30 Mt.pro Quartal. Unter Streuzband: Deutschland u. DefterreichUngarn 2 Mt., für das übrige Ausland 3 Mt.pr.Monat. Einger:. in der Poft Zeitungs- Preisliste für 1898 unter Nr. 6708, Vorwärts 10. Jahrg. Infertions- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzeile oder deren Raum 40 Pfg., für Vereins- und Bersammlungs Anzeigen 20 fg Inserate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr Nachmittags in der Grpedition abgegeben werden. Die Grpedition ist an Wochen= tagen bis 7 Uor Abends, an Sonnund Festtagen bis 9 Uhr Vore mittags geöffnet. Fernspredjer: Xut I, 4186. Telegramm- Adresse: Sozialdemokrat Berlins Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. GeldlacksPatriotismus: Donnerstag, den 27. Juli 1893. Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. als neulich der Ruf an sie erging, dem National- Heiligen Politische Ueberlicht. M einen Huldigungsbesuch" in Friedrichsruhe abzustatten, da meldeten sich blos ein paar Hundert, die gerade Lust zu Lust zu einer Sprigtour hatten. Und δας In Geldsachen hört die Gemüthlichkeit auf fagte der große Nationalfest" verhülle Dein Haupt, arme GerGeldsacksmensch Hansemann schon vor einem halben Jahr- mania, und laß Dich begraben, Du entthrouter St. Sedan! hundert. In Geldsachen hört nicht blos die Gemüthlich- die Leipziger Hurrah- Germania! Pfeffer- und Geldfeit auf, sondern auch das Prinzip, die Ehre und Ehrlich säcke wollen das große Nationalfest in diesem Jahre nicht keit, das Ideal und vor Allem der sogenannte" Patriotis am 2. September feiern wo blos einiger offizieller„ Klimmus", den der scheinheilige Geldsack bei jeder möglichen bim" stattfinden soll, sondern erst am 3. September, der und unmöglichen Gelegenheit predigt, den in Erbpacht zu ein Sonntag ist. Und warum? Arme Germania, stoße Dir haben, er sich rühmt, und mit dessen elastischem Mantel er Dein blantes Scharfrichter Schwert nur gleich in den all seine Sünden und Schurkereien zudeckt. Der Geldsack schneeigen Busen, denn Du bist entehrt und das Leben hat hat das Vaterland im Mund, aber nicht im Herzen. Heim- feinen Werth mehr für Dich! Ja warum? Weil der Sedans lich lacht er über die Dummköpfe, die auf seinen patrio- tag an einem Werktag zu theuer ist, und nicht, wie tischen" Leim gehen, ihm für Gott, König und Vaterland bisher, aus der Tasche der Arbeiter, des vaterdie Kastanien aus dem Feuer holen, und ihn mit landslosen Gesindels, bezahlt werden kann von wegen Geld vollstopfen. Ist das Vaterland zahlungsfähig, giebt der neuen Arbeiterschutzgesetz- Bestimmung, die es nicht cr= es fette Prozente, läßt es sich hübsch ausplündern und laubt, daß man den Arbeitern willkürlich Feiertage" giebt liefert es eine reiche Ausbeute dann wird dem Vater und ihnen den Tageslohn vorenthält. land Geld gepumpt, dann bringt der Geldsack Opfer", in- Ein Eingesandt" des Leipziger Tageblatt" von gestern dem er mit der Wurst nach der Speckseite wirft, dann ist Abend, das den über die Verlegung des Nationalfefttages der Geldjack patriotisch. Wenn nicht, nicht. Einem zah- ärgerlichen, des nöthigen Geldsack- Bewußtseins baren Haufen lungsunfähigen Vaterland Geld pumpen? Wahnsinn! Ein zahlungsunfähiges, feine reiche Ausbeute lieferndes Vater land lieben, und gar sein Blut für es versprizen das mag einem Narr einfallen, paßt aber nicht in das Sittengesetz des Geldsacks, das nur ein Gebot tennt: Das Gold ist Dein Gott, und Du sollst keine andere Götter haben neben ihm! Zahlt der Grbfeind" für die Flinte oder irgend ein anderes Mordinstrument eine Mark mehr als das undankbare knauferige Vaterland, so geht die Flinte zum Erbfeind, der des patriotischen Geldsacks Landsmann nach Herzensluft damit todtschießen mag. So macht es der patriotische Geldsack, heiße er Löwe oder Krupp, sei er christlich getanft oder jüdisch geschmattet". Und findet der patriotische Geldsack, daß in Erbfeindes Land überhaupt mehr zu ver dienen ist, so schüttelt er, ohne sich einen Augenblick zu befinnen, den Staub des Vaterlandes von seinen Pantoffeln, und überträgt seinen inbrünstigen Patriotismus im Handumdrehen auf den Erbfeind. Ubi bene ibi patriamo etwas zu holen ist, wo ich mich mästen tann auf Kosten Anderer, durch die Arbeit Anderer-da ist mein Vaterland! Das ist und war allezeit der Wahlspruch des patriotischen Geldsackes. Jezt bethätigt er ihn wieder einmal mit urwüchsiger Elementarkraft und enthüllt vor uns vaterlandslosen Sozialdemokraten mit wahrhaft herzerquickender Offenherzigkeit feine innerste Natur. Die patriotischsten der Geldsacks Patrioten sind, wie männiglich bekannt, die Leipziger Hurrah Germania! Pfeffer- und Geldsäcke. Bismarck ist ihr National- Heiliger, und der Santt Sedanstag ihr National- Feiertag. Wohlan, Feuilleton. Nadbrudt verboten.) ( 26 Die Bekehrung André Savenay's. Sozialistischer Roman von Georges Renard. " der Hurrahschreier beschwichtigen soll, befürwortet, daß auch der offizielle Klimbim" am 2. September unterbleiben und die ganze Feier am folgenden Sonntag sein soll. Der offizielle Klimbim" könne doch manchen Geschäftsmann zu unnöthigen Ausgaben verleiten. Es heißt in dem köstlichen Schriftstück: ,, Auf ein en Punkt möchten wir aber doch hinweisen, den erst bie neueste Beit mit sich gebracht hat. Das sind die Bestimmungen des föniglichen Ministeriums vom 28. März 1892 zum Arbeiterschuh- Gesey. In diesen Bestimmungen gilt der 2. September nicht als gesetzlicher Fest- und Feiertag. Vor Einführung dieser Bestimmungen haben viele Fabrikbesizer, Gewerbetreibende 2c. ihren Arbeitern oder Sonstigen Angestellten am 2. September freigegeben, oder, richtiger gesagt, sie haben an diesem Tage nicht arbeiten lassen, aber den Tag bei der Lohnzahlung auch nicht in Abzug gebracht. Nach den neuen geseg lichen Bestimmungen aber, nach denen alle Arbeitgeber ihren Arbeitern anderweit freie Zeit gewähren müssen, welche bei der Lohnzahlung nicht in Abzug gebracht werden darf, kann dem Arbeitgeber nicht zugemuthet werden, auch diesen Tag noch frei zu geben und zu bezahlen." Nein es kann ihm nicht zugemuthet werden. So lange Sankt Sedan auf Kosten der Arbeiter gefeiert werden konnte, war es der große Nationalfeiertag. Jetzt, da dies nicht geht und der Patriotismus Geld foftet, wird Sankt Sedan in eine Ecke gestellt, wo er nicht im Wege ist. Wo das Geldzahlen aufängt, hört der Geldsackspatriotismus auf. maine. Ist er nicht hübsch? Und dabei garnicht theuer! Nur achtzig Franks. Wollen Sie die Adresse der Modiftin haben, damit Sie fich einen ähnlichen bestellen können? A propos, man sieht ja Ihren Bruder garnicht. Macht er etwa eine Vergnügungsreise?" " Berlin, den 26. Juli. Der russische Magimaltarif tritt Deutschland gegenüber am 1. August in Kraft. Wolff's Telegr.- Bureau meldet aus Petersburg: Der am 25. Juli ausgegebene Regierungsbote" schreibt über den Maximaltarif: Die Maßregel ist hervorgerufen durch die bedeutende Entwickelung des Systems der Diffe renzialtarife in den letzten Jahren im Westen. Infolge dieser Entwickelung wurden seit 1892 die russischen Ausfuhrprodukte, hauptsächlich die landwirthschaftlichen, im Vergleich mit der Zollbelastung derselben Produkte aus den mit Mußland auf den internationalen Märkten konturrirenden Ländern einem Ausnahmszoll unterworfen. Da bei einer solchen Konkurrenz nicht die Höhe des Bolles Bedeutung hat, sondern seine Ungleichheit des= felben, so war die russische Ausfuhr vom Gesichtspunkt der internationalen Beziehungen in eine besonders drückende, völlig ungerechtfertigte Lage gebracht worden. Diese Lage verfekte endlich das Finanzministerium in die unvermeidliche Nothwendigkeit, denselben Weg einzuschlagen, der im Westen gesucht und praktisch durchgeführt wurde, und bei dem die russische Ausfuhr fast 1/2 Jahre lang. einem besonders hohen Zoll in Verhältniß zur Ausfuhr anderer Staaten unterworfen wird. Demnach hat der russische Doppeltarif nur das Ziel, das ökonomische Gleichgewicht im internationalen Handel wieder herzustellen, das durch von Rußland unabhängige Ursachen zu dessen direktem ausschließlichen Schaden erschüttert wurde. Diese Grundlage tommt in dem doppelten Zolltarif mit solcher Genauigkeit zur Geltung, daß die in dem erhöhten Tarif angenommenen 30 und 20prozentigen Erhöhungen vollständig den Bollerhöhungen entsprechen, die die Hauptprodukte der russischen Ausfuhr gegen die gleichen Produkte der konkurrirenden Länder zahlen; folglich sind diese Erhöhungen ohne Reserve aufgestellt und können nur dann eine fernere Steigerung erfahren, wenn im Westen weitere Veränderungen des Bolltarifs zum Schaden der russischen Ausfuhr erfolgen. Das Finanzministerium trifft feinerseits alle in seinem Bereiche liegenden Maßregeln, daß der erhöhte Tarif in möglichst geringem Umfange zur Anwendung gelangt. Dies wird erreicht durch entsprechende Uebereinkommen mit anderen Staaten, wie dies aus der am 5. Juni mit Frankreich abgeschlossenen Konvention ersichtlich ist. Das Finanzministerium ist sogar zit Herabsetzungen des Normalzolltarifs vom 1. Juli 1891 bereit, obgleich dieser Tarif, das Ergebniß vielseitiger und kompetenter Untersuchungen, ausschließlich zum Schuße eingeführt wurde und fistalische Zwecke verfolgt, dagegen allen Kampfabsichten völlig fremd ist. Aber diese Herabsehungen haben natürlich eine vernünftige Grenze. Indem das Finanzministerium die Frage der Vorzüge der einen oder der anderen Zollpolitik bei Seite läßt, vertritt es im gegenwärtigen Falle die Ansicht, daß besonders die Volkswirthschaft Stetigkeit fordert, welche durch Folgerichtigkeit der Maßregeln zu erreichen ist. Dadurch ist die Möglichkeit, beständige wesentliche Schwankungen des Zolltarifs eintreten zu lassen, vollständig ausgeschlossen." So die amtliche russische Darlegung. Wird man in Berlin noch lange zögern, dem drohenden Zollkrieg ein Halt zu gebieten durch den Abschluß eines zweckmäßigen Handelsvertrages? " Das arme Mädchen!" erwidert André. Ich werde Ihr meine aufrichtigen Beileidsbezeugungen übermitteln." Germaine, der bei dem Gedanken an die beiden Verlobten die Thränen nah waren, lachte jetzt laut darüber, wie ihr Bruder über diese Heirath urtheilte, die in den Augen der Welt sicher eine glänzende Partie war. " Doch Mrs. Webster hat den Damen noch eine große Neuigkeit zu verkünden. Ihre Tochter wird sich nämlich mit Immer noch Fräulein Ungewitter!" sagte André und Alfred Vernaud, dem Sohne des Banquiers, verheirathen. schloß fie in die Arme. Aber Sie können ihn ja nicht leiden!" ruft Germaine allein im stande, mit den Frauen umzugehen, die er sehr Er war die Sonne des Hauses geblieben. Er war unvorsichtig. Autorisirte Uebersehung von Marie Kunert. Dabei fehlte es ihm Für die von aller Welt abgeschlossenen Frauen war Gatten doch nicht anzubeten! Der Bater, wissen Sie, wird durchaus nicht an Sorgen. Unaufhörlich war er unterwegs, Bah!" erwiderte Mrs. Webster, man braucht seinen verwickelte Uhrwerke" nannte. es gerade wie eine Rückkehr aus der Verbannung. Sie alles recht hübsch einrichten. Nathen Sie einmal, wo das ſtand er in Unterhandlungen mit Geschäftsleuten. Er gab lebten dabei auf, wurden lebhaft und genossen mit Entzücken junge Baar sein Nest bauen wird. So' ein Zufall sich die denkbar größte Mühe, um noch etwas von ihrem den leichten Reiz der Unterhaltung in guter Gesellschaft. In Ihrem früheren Hause, verehrte Frau! Das ist doch ermögen zu retten. Aber lag es an seinem entschlossenen Wie ein heller Sonnenstrahl fiel dieser Besuch in ihr ödes reizend! Wenn Sie es einmal wieder sehen wollen, so Gab ihm seine Liebe zu denen, deren einzige Stütze er war, Charakter, war es der gesunde Einfluß des thätigen Lebens? Leben. Wenn dieser erste Eindruck nur von Dauer gewesen werden meine Kinder die Ehre haben, Sie zu empfangen die Kraft, fie über seine eigentliche Stimmung hinweg zu wäre! Leider verschwand er nämlich sehr schnell. Die Be- Die Hochzeit findet in der Magdalenen- Kirche statt. Sie die Kraft, sie über seine eigentliche Stimmung hinweg zu sucherinnen waren ja nichts weniger als boshaft, dafür werden doch auch dazu kommen, nicht wahr?" täuschen? Niemals erscheint er muthlos vor ihnen. Wenn aber etwas unbesonnen. Es fehlte ihnen an gesellschaftlichem die beiden Frauen zu lebhaft an den Glanz früherer Zeiten Frau Savenay und Germaine müssen nun noch danken zurück dachten, wies er sie hin auf die Tausende, die kein Feingefühl, und ohne es zu wissen, verlegten ihre Worte wie Nadelstiche diejenigen, welche sie anhören mußten. und Mutter und Tochter beglückwünschen. Aber diese" Zuhause" haben, die keinen Kronleuchter, kein Silbergeräth, Mrs. Webster, die es für nöthig gehalten hatte, eine blendende Döflichkeit wird ihnen schwer. Wenigstens ist nach allem feinen Flügel besitzen. Er erinnerte sie an einen Roman Toilette anzulegen, fragte Frau Savenan, ob sie nicht ihre Freude beim Abschied ebenso groß wie beim Eintritt des von Tolstoi, in dem ein Mann geschildert wird, der reduzirt zum nächsten Longchamps mitkommen wolle, und plößlich Besuchs. All die alten Wunden sind nun wieder aufgerissen, ist, weil er nicht mehr dreißig oder vierzig Pferde in seinen rief sie dabei aus:„ Ach, es ist ja wahr, ich vergaß!" Mit und lange fühlen sich die beiden Frauen noch ganz erschöpft. Ställen zu stehen hat. Er suchte sie zu überzeugen, daß sie Als André am Abend kommt, bemerkt er es wohl und trotz allem immer noch zu den Privilegirten gehörten, und staunender Neugier musterte Weiß May den Salon. es gelang ihm schließlich auch, noch an den Scherben ihres zertrümmerten Glückes eine flüchtige Freude in ihnen zu erwecken. Wie drollig es bei Ihnen aussieht! Sie werden ja es beunruhigt ihn. Er fragt, was geschehen ist. von Ihren Möbeln rein erdrückt! An Ihrer Stelle würde O nichts," antwortet Germaine. Miß May, Deine ich die Hälfte verkaufen." theure Freundin, verheirathet sich." Diese legten Zeugen glücklicher Tage verkaufen! Frau Savenay zitterte bei dem Gedanken daran. Sie sehen meinen Hut an", sagte Miß May zu GerDer arme Junge!" sagt André. Kenne ich ihn vielleicht?" " „ Es ist Dein theurer Freund Alfred." 9. Rapitel. Die Phosphatgesellschaft war von der Börse verschwunden. Der Verwaltungsrath hatte durch das Handels Die Frankensteinsche Klausel. Ein Theil der Klausel ( für die Bölle) soll, so giebt ein aus dem Finanzministerium stammender Leitartikel der„ Norddeutschen Allg. Zeitung" in einer Auseinandersetzung mit E. Richter zu, zeitweise" oder„ auf eine bestimmte Zeit außer Wirksamkeit gesetzt" werden. Wenn das offiziöse Blatt mit talmudistischer Spitfindigkeit den Nachweis versucht, daß dadurch und durch Festlegung der Matrikularbeiträge das Einnahmebewilligungsrecht, das Budgetrecht des Reichstags statt zu kurz zu kommen, eher eine Erweiterung erfahren dürfte", so muß dieser Versuch mißlingen, da es der Norddeutschen Allgemeinen Zeitung" nicht gelingt, auch nur einen stichhaltigen Grund anzuführen. Thatsächlich läuft die Reform"-Politik Miquels darauf hinaus, fürs erste dem Heerwesen ungezählte Millionen zu sichern, fürs andere die Regierung vom Reichstage noch unabhängiger zu machen als bisher und ihn zu einer einfachen Geldbewilligungsmaschine, die sonst aber nig to seggen" hat, herabzudrücken. Darüber täuscht auch die rabbinische Pfiffigkeit der Geheimräthe des Herrn Miquel Niemand, der Augen hat zu sehen. 1871/72 1872/73 1878/74 1874/75 1,8 Kilogramm . 2,6 1,7 1,6 1875/76 1876/77 1,6 " 1,6 " 1877/78 1878/79 • . 2,2 2,7 " " Amtlicher Wahlrummel ,, im großen Stil". Wie 31 gunsten der Militärvorlage agitirt worden ist, ergiebt die jetzt veröffentlichte Abrechnung des Berliner Komitees für die Militärvorlage, von dem die Versendung der offiziösen Flugschriften für die Militärvorlage ausgegangen ist. Nach dieser Abrechnung sind nicht weniger als 1 200 000 Drucksachen und außerdem 12 148,38 M. an eingegangen waren. Aus welchen Fonds die Ausgaben für die Flugschriften bestritten worden sind, wird in der Abrechnung nicht gesagt! Dagegen betrug der Verbrauch in der Schutzoll- Zeit: baarem Gelde versandt worden, während 12 726,25 M. 1879/80 • 0,7 Kilogramm 1880 81 1,3 " 1881/82 1,6 " 1882/83 1,2 " 1883/84 1,3 1884/85 1,5 1885/86 1,4 " 1886/87 • 1,5 " 1887/88 1,5 11 1888/89 1,4 " 1889/90 1,5 " 1890/91 1891/92 1,6 1,5 " " Die Lotteriepatrioten. In einer am 22. Juli abgehaltenen Sigung der Stadtverordneten- Versammlung zu Schneidemühl, wo über die Unterstützung der durch das Brunnenunglück geschädigten Grundbesizer berathen wurde, erklärte der Regierungspräsident von Tiedemann: er halte alle Versuche, eine Lotterie zu erwirken, für vergeblich; die Staatsregierung genehmige grundsätzlich, nachdem sie bei der Schloßfreiheits- Lotterie üble Erfahrungen gemacht habe, nur noch Lotterien, denen Mit der Erhöhung von Steuern und Zoll geht Hand ein allgemeines öffentliches Interesse zu Grunde liege. Daß 1,8 Rilogramm 2,2 " " " 1871/72 bis 1875/76 1876/77 1879/80 1884/85 1889/90 1878/79 1883/84 1888/89 1891/92 • • 1,2 " • 1,5 1,5 " ito in Hand die Abnahme des Verbrauch 3. Fassen die preußische Regierung sich bei dem SchloßfreiheitsVom Heeresdienste unterm neuen Militärgefch. wir größere Zeiträume zusammen, so betrug der Durch Hazardspiel die Finger verbrannt hat, ist erfreulich zu Nach einer der„ Voss. 3tg." von zuständiger Seite" ge- schnittsverbrauch in dem Zeitraume wordenen und von der Nordd. Allg. Ztg." zustimmend wiedergegebenen Mittheilung werden infolge der zum Gesetz gewordenen Militärvorlage die Mannschaften, die im Herbst 1892 eingestellt worden sind, unbedingt im Herbst 1894, also nach zweijähriger Dienstzeit, entlassen werden. Dagegen können diejenigen, die bereits im Herbst 1891 eingetreten sind, nicht bestimmt vor Herbst 1894 auf ihre Entlassung rechnen, da ein Theil davon erforderlichenfalls noch das dritte Jahr unter der Fahne bleiben wird. Doch sollen für dieſen Jahrgang die Beurlaubungen zur Dis position thunlichst" ausgedehnt werden. " " • hören. Aber für die herrschende Anschauung ist es doch charakteristisch, daß neben dem staatlichen Glücksspiel der Klassenlotterie auch ferner noch andere Lotterien geduldet werden sollen, wofür nur ein öffentliches allgemeines Interesse" vorliege. Ein gesittetes Gemeinwesen duldet kein Der Rückgang ist stetig, und die Zahlen der Periode Glücksspiel und geht von der Ansicht aus, daß die öffentvon 1879 verglichen mit den Zahlen der schutzöllnerischen lichen Interessen durch soziale Politik, nicht aber durch eine Die Lotterie ist eine Beit sprechen eine beredte Sprache. Selbst in den schlimm- Dummheitssteuer gefördert werden. sten Jahren des wirthschaftlichen Niedergangs nach dem Spielhölle, wo der Staat Unternehmer, Kroupier und ThürKrach, sind die Verbrauchsziffern( 1874/75 bis 1876/77: schließer in Einer Person ist. Db das„ ethisch" ist? Nur 1,6 Kilogramm) durchgängig höher, als seit 1879. Offene Aussprache. In einer Betrachtung über die zwei ökonomisch günstige Jahre, 1881/82 und 1890/91, er- bayerischen Landtagswahlen erklärt die„ KölZur Tabakfabrikat- Stener. Man schreibt uns: reichen den Stand der Unglücksjahre nach der Gründerära. nische Zeitung", es sei zu hoffen, daß das Zentrum In dem gestrigen Leitartikel des Vorwärts": Tabak Wenn Herr Miquel uns also eine Tabatfabrikat- Steuer nach in allen wichtigsten Fragen mit den schwer geschädigten fabrikat- Steuer? findet sich eine Stelle, die leicht zu Miß- amerikanischem Muster etiva bescheerte, oder die Zölle Liberalen gemeinsame Sache machen werde". Und gerade verständnissen führen könnte. Es heißt dort: steigerte, dann ginge der Verbrauch noch viel mehr zurück, heraus zeigt sie, wie der Wahlschwindel betrieben wird, ... eigentlich muß die Staatsaufsicht, wenn etwas und die große Masse der Verbraucher, die Tabakarbeiter indem sie ausführt:„ Auch eine demokratische Aenderung Ordentliches herauskommen soll, auch noch auf den gesammten und die im Tabakgewerbe thätigen kleinen Leute zahlten des Wahlgesetzes, die, obwohl sie in jedem liberalen und in Tabakbau und-Handel ausgedehnt werden, damit man die Beche, alles zu Ehren des Militarismus. weiß, ob von Rohproduzenten nichts abseits zur unerlaubten jedem klerikalen Parteiprogramm eine Rolle spielt, in WahrFabrikation geht, ob der angemeldete Fabrikant allen Rohstoff, Der wackelnde Reichs- Schaksekretär Herr von heit von keiner der beiden Parteien gewünscht wird, dürfte den er verbraucht, auch wirklich versteuert u. f. w. In Malzahn wird am 8. August in Frankfurt a. M. seine in absehbarer Zeit wenig Aussicht auf Verwirklichung haben." Amerika wenigstens ist diese Kontrolle der gesammten Tabakproduktion sehr sorgfältig vom Staate durch- Henkersmahlzeit verzehren. Er soll in der Finanzminister- Kein allgemeines Wahlrecht und ein ultramontan- liberales geführt. Dort haben Produzenten und Händler gesetzlich Konferenz den Borsiz führen. Dann kann er gehen, der Kartell, das ist des Pudels Kern. Die Sozialdemokratie vorgeschriebene Monatsübersichten über ihren gesammten Umsay brave Mohr, er hat seine Arbeit gethan, und an seine und die Bauernbündler werden die Verbrüderung der an eine staatliche Zentralstelle abzuliefern." Stelle tritt irgend ein anspruchsloser Famulus Miquel's, Liberalen und Ultramontanen aber mit rauber Hand stören, sintemal sie den Ausschlag geben. Bei den nächsten Landdes Mannes mit der Wünschelruthe. tagswahlen, im Jahre 1899, wird das Kerbholz der Liberalen und Klerikalen so voll sein, daß ihnen Hören, Sehen und Gewählt werden vergehen wird. V Diese Angaben sind, soweit sie sich auf die Tabatpflanzer beziehen, unrichtig. Die amerikanische Tabakfabrikat Steuergesetzgebung verzichtet gleich der russischen Wann kommt die nächste Militärvorlage? So auf die Anbaukontrolle. Eine Anmelde pflicht besteht fragen wir wieder. Es steht jetzt fest, daß im franfür Händler und Fabrikanten. Der Pflanzer hat nur auf 3ösischen krigsministerium bereits ein Armee- Die Liebäugelei zwischen den preußischen National: Verlangen der Steuerbehörde den Nachweis über seinen Reorganisationsplan in Arbeit ist, welcher auf Ueber Polen und der preußischen( oder Reichs-) Regierung wird Verschleiß zu erbringen. Händler und Fabrikanten dagegen( gipfelung der jüngsten deutschen Militärvorlage hinzielt. so auffällig betrieben und der Zweck ist so durchsichtig, daß müssen regelmäßig über An- und Verkäufe, Abfälle Herr v. Caprivi, der da behauptete, die Franzosen könnten es mit wunderbaren Dingen zugehen müßte, wäre die Aufund Hilfsstoffe Buch führen, woraus in bestimmten Zeit- nicht höher hinaus, wird nun seinen Frrthum eingesehen merksamkeit und der Argwohn der russischen Regierung nicht räumen amtliche Auszüge und Zusammenstellungen her- haben. Da aber die Existenz Deutschlands" davon abgestellt werden. Es hatte wohl auch noch hervorgehoben hängt, daß es mehr" Soldaten hat als Frankreich, so ist der erweckt worden. Wie dem Londoner Tory- Organ, den " Standard", aus Moskau geschrieben wird, haben die Gouwerden können, daß die Kontrolle die Steuerhinterziehungen patriotische Reichskanzler nun verpflichtet, seinen Frrthum verneure der westlichen Provinzen Instruktionen betreffend nicht verhindert, daß vielmehr Defraudationen sehr häufig einzugestehen und eine nette Militärvorlage einzubringen. einen etwaigen Aufstand in Litthauen und Russisch- Polen find. Die Höhe der Steuer ist der stärkste Anreiz zum Herr Miquel, der voraussichtiger ist, sorgt bereits für die erhalten, und werden die Utase gegen die russische Sprache Anbau, Verkauf und zur Fabrikation auf ungefeßlichem nöthige Deckung. und Nationalität, die während einiger Zeit nicht mehr Wege. Die nordamerikanische Fabrikatsteuer beträgt für das Pfund Rauch- und Schnupftabak rund 34 Pf., für werden, unter Berücksichtigung der von ärztlicher Seite äußersten Strenge durchgeführt. Das Neichsfeuchengesetz soll gänzlich umgearbeitet scharf gehandhabt wurden, seit kurzem wieder mit der Bigarren und schwerere Bigaretten für 1000 Stück 12,60 m., geltend gemachten Bedenken. Das Beste wäre, wenn der Die Bremer Spießbürger, die sich auf ihr für andere Bigaretten für 1000 Stück 2,10 M. Der Ertrag Entwurf so früh veröffentlicht würde, daß die Kritik rechtan Steuern und Lizenzen belief sich 1889 auf etwa 134 Millionen Mark, dazu an Zoll etwa 29 Millionen zeitig einsetzen könnte. Mark. Gegen das allgemeine Wahlrecht hebt und wühlt Der Netto- Ertrag der deutschen Tabakabgaben be- bie Babylonierin vom Rhein, die es während der Wahltrug nun im Erntejahre 1891/92 54 439 900 m., auf den bewegung für eine auf den bewegung für eine schnöde Verleumdung" erklärt hatte, Kopf der Bevölkerung 1,08 M. Durch das Gesetz vom daß die Männer der" Militärvorlage ein Attentat auf das 16. Juli 1879 ist in Deutschland die Flächensteuer durch allgemeine Wahlrecht im Schild führten. Da Babylonie die Gewichtsteuer ersetzt und der Zoll sehr gesteigert wor- rinnen nichts umsonst thun, so will die Kölnische für das den( von 24 auf 85 M. für den Doppelzentner Tabat, von verrathene Wahlrecht Diäten einhandeln. Schon vor Wochen 120 auf 270 M. für Bigarren und Zigaretten). Vor dem hat, wie wir seinerzeit mittheilten, die" Nationalliberale Jahre 1879 betrug der berechnete Verbrauch von fabrikations- Korrespondenz" diesen Plan empfohlen. Es handelt sich also reifem Rohtabak im deutschen Zollgebiet: um keinen bloßen Augenblickseinfall. " rationalistisches" Christenthum viel zu gute thun, liegen mit einem ihrer Prediger, Pastor Dr. Kalthoff, in heftiger Fehde. Kalthoff hat, wie der Reichsbote erzählt, in einem sozialdemokratischen Redeklub, in dem die Sozialdemokraten zu Agitationsrednern herangebildet werden, einen Vortrag über Rhetorik gehalten, und also den Sozialdemokraten Waffen zu ihrem Kampf gegen das Bürgerthum geliefert oder sie in der Führung dieser Waffen unterwiesen. Das hat ihm das liberale Bürgerthum bitter übel genommen und es ist darüber in der Bremer Lokalpresse ein Streit mit Kalthoff entstanden. Der Lettere verpresse ein Streit mit Kalthoff entstanden. Der Letztere vertheidigt sich mit der Behauptung, daß er als Geistlicher über den Parteien stehe. Das Bürgerthum aber entgegnet, gerade deshalb hätte er einer politischen Partei nicht dienen gericht ihre Auflösung verkünden lassen. Zwei Liquidatoren Neulinge in solchen Angelegenheiten waren, beschlossen, eine resp. helfen dürfen in ihrem Kampfe gegen das Bürgerwaren ernannt worden, welche die Hinterlassenschaft zu Klage gegen die Begründer und Administratoren der Ge- thum." Wenn Kalthoff die Kartellknaben unterrichtet und regeln und die Rechnungen der Gesellschaft zu begleichen sellschaft anhängig zu machen. fie gelehrt hätte, für ihren Frehse, den Mischmaschvertreter hatten. Sie konstatirten, daß das von den Aktionären Die beiden Führer dieser Gruppe waren André und Bremens, liberal- antisemitisch- konservative Baufen zu halten, ausgegebene.Geld, ca. 20 Millionen, für Bestreitung der ein alter Beamter namens Colombel, lang und traurig wie dann hätte das liberale Bürgerthum ihm Beifall geklatscht. Veröffentlichungskosten, für Beschaffung von Materialien, ein Tag ohne Brot. Alle seine Ersparnisse waren bei dem Aber in einem Arbeitervereine über Redekunst vortragen für die Erbauung von Gebäuden, die zur Ausbeutung der Unternehmen verloren gegangen, d. h. etwa dreißigtausend Weiche von uns, Satanas, ruft der Philister. Gruben nöthig waren, für Unkosten der Administratoren, Frants von ihm waren bei dem allgemeinen Krach mit verKonservative Anträge zur Judenfrage erwartet zur Besoldung von verschiedenen Angestellten, für die schwunden. Ein wahres Elend! Denn diese dreißigtausend das Stöckersche Volt" in der Wintertagung des ReichsMiethe der wundervollen Geschäftsräume der Gesellschaft Frants waren die Frucht eines ganzen arbeitsreichen tages. Warum sollen nicht die Hammerstein und Genossen in Paris draufgegangen war. Die Kasse war leer. An Lebens. Zuerst war der Unglückliche ganz niedergeschmettert, dies Paradepferd vorreiten? Das„ Volt" droht übrigens stelle der in alle Winde verstreuten Millionen waren wie jener Mann im Märchen, der plötzlich anstatt des mit dem Abfall Zehntausender von der konservativen Partei, nur noch Maschinen, Werkzeuge und Baracken da ganz unten Schayes, den ihm eine gute Fee geschenkt, einen Haufen wenn diese dem Rathe der„ Kölnischen Beitung" folgen und in Südamerika vorhanden. Alles stand fast unbenutzt dürrer Blätter findet. Dann neigte er sich wieder der Hoff- den Stöcker als unnüz hinauswerfen" sollte. So lange und war infolge dessen so gut wie werthlos, denn die nung zu. Er konnte sich nicht denken, daß sein Geld, das das Junkerthum den Hausknecht mit glattem Scheitel famosen Minen waren ebenso erschöpft wie die Kaffe. Die er sich mit unsäglicher Mühe erworben, für immer verloren braucht, duldet es ihn, wie der Mistjunker des vorigen Bücher waren bewunderungswürdig geführt. So hatten die sein könnte. Es schien ihm unmöglich, sich so ungestraft Jahrhunderts den Hauspfaffen am untern Ende seiner Tafel Aktionäre wenigstens den traurigen Trost, daß sie ganz auf Kosten der Kleinen mästen zu können. Er glaubte, er als Bechkumpan und als prädestinirten Gatten seiner Liebordnungsgemäß ruinirt worden waren. brauche nur laut: haltet den Dieb! zu rufen, um das wieder n! Doch gab es viele unter ihnen, denen dieser Trost nicht zu erhalten, was man ihm genommen hatte. Gab es lingsmagd duldete. Ist er unnüz" geworden, dann fliegt genügte. Sie waren so neugierig, daß sie die Liste aller denn in Frankreich unter der Republik nicht noch Richter? er auf die Gasse. Beispiele lehren es.an den Aktien Betheiligten einer Kontrolle unterzogen, und Und so fuhr er fort, hinter den Dieben her zu schreien und Eine Reihe deutscher Handelskammern hat dem alten da gewannen sie die Gewißheit, daß viele der Substribenten sie zu verwünschen, zufrieden, wenn er jemand fand, dem Freihändler und Goldwährungspolitiker Ludwig Bamnur fingirt waren. Sie fragten sich, wie die Administratoren, er sein Leid und seinen Wunsch, entschädigt zu werden, mit- berger zu seinem 70. Geburtstage Glück gewünscht und die von ihnen bezahlt worden waren, so wenig von der theilen konnte. André hatte nicht das blinde Vertrauen in der übersandten Adresse ihm dafür Dank gesagt, daß er Tiefe des auszubeutenden Phospatlagers unterrichtet sein dieser einfachen Seele auf die Gerechtigkeit. Aber er wollte den Kampf gegen eine wirthschafspolitische Richtung" geund wie sie noch am Vorabend der Katastrophe so un- seine Sache nicht von der seiner unglücklichen Gefährten führt habe, die die Herrschaft bevorrechteter Interessen geheure Dividenden vertheilen konnten. Boll Rorn lasen trennen. Er glaubte ihnen durch seine Beziehungen in den auf ihre Fahnen geschrieben" habe. Flugs rührt sich der sie jetzt die enthusiastischen Artikel der Zeitungen von oberen Gesellschaftskreisen nüßlich sein zu können. Seine Stifter, Nährvater und Hauptnuznießer jener schutzölldamals noch einmal, und sie begriffen nun, daß die Hoffnung auf einen theilweisen Ersatz der erlittenen Ver- nerischen Richtung, Fürst Bismard, und denunzirt die Millionen, die an die Presse vertheilt worden waren, nur lufte war nur gering. In jedem Fall hielt er es aber für gratulirenden Handelskammern der Regierung, da sie als dazu gedient hatten, eine ungeheure Schlinge, in die denn ein Wert von öffentlichem Nußen, die Verfolgung von Organe der Staatsregierung" zu betrachten und deshalb auch alle Einfaltspinsel gerathen waren, herzustellen. Erst Leuten, die so schurkisch gewirthschaftet hatten, in die Hand feine Kritik an dem herrschenden System zu üben hätten. allmälig ging ihnen ein Licht auf, daß der Baron von zu nehmen. Wenn die Handelskammern oder ihre Sekretäre, wie dies Türkheim und mehrere bedeutende Bankiers sich im ge- Eine Anklage wurde also vor Gericht anhängig ge- fürzlich geschehen ist, den Reichsnörgler byzantinisch umeigneten Moment ihrer Papiere zu entledigen gewußt macht. Sie bezeichnete zunächst Albary, den letzten Präst- wedeln, oder die Handelsvertragspolitik in Grund und hatten. Nun fielen Worte, wie Vertrauensmißbrauch", denten des Verwaltungsrathes als Hauptschuldigen, und Boden verurtheilen, so ist das nicht ungesehlich". Jeden" Schurkerei" und dergleichen mehr. Sie famen zusammen, als mitverantwortlich an dem Fall des Unternehmens den falls ist dieser Zaut zweier mit einander um die Obmacht sprachen über die Angelegenheit und erhigten sich gegen Baron von Türkheim und die übrigen Mitglieder der Ge- ringenden bürgerlichen Interessengruppen recht anmuthig zu ( Fortsetzung folgt.) feitig die Köpfe, bis endlich einige unter ihnen, die noch sellschaft. beobachten." " Auch er hat seinen Lohn dahin, Herr von Schor fauf den Gedanken kommen sollte, sich drücken zu wollen, Bekanntwerden des Panama- Standals zu verhindern Iemer, der Führer der westfälischen Sprengkolonne, die wird der Vertrauensmann" gleich selbst zum Einkassiren führten wir aus, wie die Regierung nur nach einer gündem Zentrum in die Flanke fiel. Der Kaiser hat ihm sein geschickt, der gewiß ebensogut wie ein Gerichtsvollzieher ftigen Gelegenheit für die Auflösung suchte. Die GelegenBild geschenkt„ in dankbarer Anerkennung seiner besonders wirken wird. Wem es hier von den Zentrumswählern aus heit fand sich nicht. Und die letzte Chance wurde durch auch in letzter Zeit bethätigten patriotischen Hingebung". der Arbeiterklasse noch nicht wie Schuppen von den Augen die besonnene Ruhe der Pariser Arbeiter verdorben, Koscielski dekorirt, Stumm Komthur, Schorlemer Empfänger fällt, der ist den Strick werth, den er sich durch die Be- welche sich nicht auf die Straße und in die Falle eines Delgemäldes, mun fehlt nur noch Herr von Huene, zahlung dieser Gelder selbst dreht. und das vierblättrige Kleeblatt der Militärfrommen hat sein Theil. Vielleicht erhält der schlesische Magnat ein abgelegtes Ministerportefeuille. Herr von KaltenbornHerr von Kaltenborn Stachau, der Kriegsminister, ist amismüde. Warum könnte Herr von Huene, der Major der Landwehr, nicht Kriegsminister werden? or der Landwehr, nicht Striegs. " Eine Reichstagswahl- Steuer für die Zentrumspartei. Unserem Bruderblatt, der Rheinischen Beitung" in Köln ist ein vertrauliches Rundschreiben des Zentral- Wahlkomitees der Zentrumspartei in Köln a. R h. in die Hände gefallen. Es ist an dem Tage von ihr veröffentlicht worden, an dem es zur Ausgabe gelangen sollte. Man lese: Bertraulich! An den Pfarrvorsteher Herrn.. 119220 1910 Geehrter Herr! in Köln. Die Reichstags- Wahlen haben neben den dankenswerthen außergewöhnlich großen Bemühungen unserer Pfarrvorsteher und Vertrauensmänner auch außergewöhnlich hohe Kosten verursacht, abgesehen davon, daß von der letzten Wahl her noch ein Fehlbetrag von ca. 8800 Mart zur Deckung übrig geblieben ist. Gegenüber den großen Anstrengungen der nationalliberalen Partei einerseits und den häufigen und scharfen Angriffen der Sozialdemokratie andererseits war eine ebenso häufige Antwort, sei es durch Flugblätter, sei es durch Plakate, sei es durch Versammlungen, nothwendig. Um Ihnen ein Bild davon zu geben, welche Kosten hierdurch entstanden sind, erwähnen wir folgendes: Es wurden verausgabt: 1. Für Aufstellung der Wählerlisten, 2. Für Drucksachen: 586 000 Flugblätter u. Wahianleitungen ( 7malige Bertheilung) 288 000 Stimmzettel( Haupt- und Stichwahl. 18 Plakate 3. Inserate 375 M. 2125 M. 350 n 600 3 075 " " 750 " 1 200 " · 300 800 " ibträfte 2c. 4. Auslagen f. Stimmzettelvertheiler, Schreibkräfte 2c. an den Wahltagen 5. Verschiedene Unkosten 6. Rosten des Einsammelus der Beiträge]. genommen. Temgemäß fallen auf die Pfarre zubringende Summe. ..M.... Gemäß anliegender Liste sind von seiten der barin genannten Pfarreingesessenen aufgebracht worden. M. " Wie es kommen wird. In einer Erörterung der National Zeitung" über Reformen im Bank geschäft heißt es: " " Loden liegen. fonnte nicht länger gewartet werden. Im September muß die neue Kammer gewählt sein, und der letzte Sonntag im August war der äußerste Termin. Die fran zösische Regierung hat so ziemlich bis zum letzten Termin Das neunzehnte Jahrhundert steht nun einmal im Beichen gewartet. Sie hätte nur noch acht Tage weiter Zeit gedes Großkapitalismus, der thatsächlichen Monopole und der Kartelle... Wir glauben, es wird manches im Lande besser habt den 27. August, statt des 20. Auguft. Nach fran werden, wenn mit der Vernichtung der Einzelexistenzeu Halt zösischem Gesetz muß die Wahl stets an einem Sonntag gemacht und vielmehr darauf hingearbeitet wird, daß die und die Stichwahl Ballotage 14 Tage später stattwirthschaftlich Schwachen aufrecht gehalten werden. Denn haben, so daß also jetzt, bei dem endgiltig festgesetzten wenn sich zuletzt das Großkapital und der Großbetrieb nur Termin des 20. August, die Wahlen erst am 3. September noch in wenigen Händen befänden gegenüber einer immer vollendet sind. mehr verarmenden Masse, so würde es zu einer AuseinanderKurz, die Zeit drängte, es brannte der Regierung auf setzung kommen, deren Schlußresultat nicht zweifelhaft sein den Nägeln, und weil sich feine Gelegenheit fand, so mußte Und da bot sich denn der aus Die Aufrechterhaltung der wirthschaftlich Schwachen" eine gemacht werden. im Zeichen des Großkapitalismus ist eine Utopie. Es ganz nichtigen Ursachen hervorgegangene Krakehl mit Siam. bleibt also nur übrig die Auseinandersetzung, „ Erfolgen" der inneren Bolitif konnte man nicht aufüber deren Schlußergebniß auch wir nicht zweifelhaft warten, so batte man sich mit einem„ Erfolg" der find. und die armen auswärtigen Politik zu begnügen, Siamesen wurden zum Vivisektionsthier ausersehen. Sie Ueber die Konservativen schreibt die ultramontane müssen bluten", damit Herr Dupuy seine Wahlaussichten Germania", die über die Angriffe der„ Kreuz- Zeitung" beffert. Aus ihrer Haut sollen ministerielle Mandate geauf das Zentrum verdrießlich ist: " tann." schnitten werden. Ob die Berechnung eine richtige ist? Im besten Fall handelt es sich doch blos um eine verschlechterte und ver Kleinerte Ausgabe des Tonking- Abenteuers, und wir wissen wie verhaßt der Tonkinese" Ferry in Frankreich geworden. Dem„ Siamese Dupuy könnte dasselbe Loos blühen. Die Konservativen hatten nach den Reichstagswahlen vor drei Jahren 68 Mitglieder, und sie haben jetzt 68 Mitglieder, darunter aber jetzt 8 Hospitanten, während damals nur zwei. Es hat sich außerdem bei den Wahlen wiederum gezeigt, daß selbst die festesten konservativen Wahlkreise vor dem Ansturm des extremen Antisemitismus nicht standhalten, falls dieser Agitatoren und Geld hat, sie in diese Wahlkreise der alt Die französischen Sozialisten sind auf der ganzen preußischen Lande zu senden. In diesen sind die wirthschaft- Linie mit den Vorbereitungen für die Wahlschlacht des lichen und sozialen Zustände und infolge davon die Stim- 20. August beschäftigt. Ueberall find die Wahlkomitee's gemungen der mittleren und unteren Stände der Art, daß diese bildet, und in wenigen Tagen werden alle Kandidaturen zwar noch nicht der antichristlichen und antimonarchischen Sozialdemokratie und ihrem Zukunftsstaat zulaufen, wohl aber festgesetzt sein. Guesde wird diesmal nicht in Marseille, in hellen Haufen jedem antisemitischen Demagogen, der ihnen sondern in Roubaix auftreten, wo sein Sieg sicher ist. gründliche Hilfe verspricht, und daß sie dabei an der Zu- Lafargue kandidirt in seinem alten Wahlkreis Lille; Duc sammenstellung von Juden und Junkern", die beide das Quercy in Marseille, Vaillant in Paris u. s. w. Volt ausbeuten", an den schärfsten Angriffen auf die obern und reichern Stände und an utopistischen Heilmitteln sich nicht stoßen." " " Die Homerule- Bill hat alle gefährlichen Abstimmungen überstanden, und wird glatt durch das Unterhaus gehen. Jetzt heißt es nun mit einem Mal, Gladstone wolle nach Die Futternoth. Die preußischen Landräthe haben dem sicher zu erwartenden Nein- Votum des Oberhauses für den Fall vorhandener Futternoth Weisung erhalten, nicht sofort auflösen, sondern das Unterhaus wieder, und Ga. 6 500 m. fofort die Kreistage zu berufen. Vermögen die Kreise nicht zwar im Spätherbst, zusammentreten laffen, einige Reforms so daß also einschließlich des alten Fehlbetrages von 3300 M. nun- ausreichende Hilfe zu gewähren und versagt auch die Bemaßregeln im Interesse der Arbeiter( Wahlreform, Achtmehr ca. 9800 M. aufgebracht werden müssen. Das Zentral- Wahl- rufung an die Provinzialinstanz, so sollen mit 3½ pet. Stundenbill u. s. w.) durchfezen, hierauf die Homerulebill fomitee ist sich bewußt, feine unnüßen Kosten verursacht zu verziusliche staatliche Darlehen ausgegeben werden. liſt haben, und daß die gemachten Ausgaben unumgänglich nothein zweites Mal durchpeitschen, sie zum zweiten Mal vor Lauter Halbheiten! Die Regierung, anstatt vom das Oberhaus bringen, und wenn dieses zum zweiten wendig zur Erreichung des Biels gewefen find. Gegenüber Landtag die nöthigen Mittel bewilligen zu lassen, Mal sie verworfen habe, dann auflösen und ans diesen großen Summen sind bisher durch die Umlaufslisten schreitet zögernd zu kleinlichen und verspäteten Maßnahmen. Land appelliren". von seiten der wohlhabenderen Parteigenossen, welche viele Daß der Binsfuß 3/2 pet. beträgt, wird mit Recht Anstoß er nächstes Jahr kommen. Go würden die Neuwahlen erst große und manche sehr große Beträge erfreulicherweise geWir wissen nicht, ob die zeichnet haben, ca. 4000. eingegangen; es bleibt mithin regen. Als den Junkern ihre Landschaftsanstalten einAls den Junkern ihre Landschaftsanstalten ein- Times", welche den Plan mittheilen, richtig informirt sind. noch die Summe von 5800 M. zu decken übrig. Diefer große gerichtet wurden, erhielten sie Darlehen zu so niedrigem Bahr ist, daß Gladstone, wenn er den englischen Arbeitern Betrag fann aber nur durch Inanspruchnahme weiter Streise Binsfuß, daß die Schuld nahezu als ein Geschent er etwas bietet, bei den Neuwahlen bessere Aussichten hat als zusammengebracht werden, soll die Partei nicht wieder mit schien. einem großen Defizit an die im Herbst stattfindenden Wahlen gegenwärtig, wo seine einseitig irische Politik in Engzum Landtag und zum Kölner Stadtrath herantreten müssen. Aus der Ferienkolonie. Vor dem Münchener land vielfach verschnupft hat. Aber wie dem sei, fest steht Gladstone ist 85 Jahre Wir richten daher an die bewährte Opferwilligkeit unserer Partei- Militärgericht wurde ein Gemeiner eines Kavallerie- auch: es wäre ein Jahr verloren zuversichtliche Bitte, ihr Interesse für die gute Sache nun auch auf die zu 10 Monaten Gefängniß und Versegung in die zweite bill durchsetzen kann. genossen, besonders unserer Herren Pfarrvorsteher, die dringende und Regiments wegen verschiedener Diebstähle und Betrügereien alt, und er ist jetzt der einzige Mann, der die Homerulethatträftige Hilfe zur Herbeifchaffung der nöthigen Gelder aus Soldatenklasse verurtheilt. Wie nach den„ M. N. N." Die Opposition jubelt deshalb nicht ohne Grund über behnen zu wollen. Unter Berücksichtigung der Zahl und Ver- aftenmäßig festgestellt wurde, find dem Verurtheilten vom den neuen Operationsplan Gladstone's und erblickt darin mögenslage der Pfarreingesessenen haben wir eine theilung der Wahltoftensumme auf die einzelnen Pfarren vor. Wachtmeister auf Befehl des Eskadronschefs so große ein Eingeständniß der Schwäche. Löhnungsabzüge für verlorene und beschädigte Der neueste Schwindel. England wird, um den als auf Dienstgegenstände gemacht worden, daß er alle 10 Tage französischen Anmaßungen zu begegnen, dem Dreibund nur 70 Pf., also 7 Pf. für den Tag, erhielt. Der beitreten". Also wird geschrieben von einem Kannegießer Soldat, der von zu Hause keine Unterstüßung hat, wußte des kannegießerischsten Klatschblattes von England, genannt sich deshalb nicht mehr zu helfen und gerieth auf die Bahn Daily Telegraph" und deutsche Kannegießer flatschen des Verbrechens.edo es nach. Als ob die ausschlaggebende Stellung Englands es bleiben somit in Ihrer Pfarre zu sammeln Als Erfolg versprechend empfliehlt sich folgender Geschäfts- Eugen Richter auf Lügenwegen. Auf unseren nicht gerade darin läge, daß es über dem Drei- und gang: Die Herren Pfarrvorsteher und Vertrauensmänner Leitartikel vom 22. d. über die köstliche Behandlung der Zweibund steht. wollen eine Liste der gemäß ihrer Vermögenslage zu Arbeiterfragen auf dem freisinnigen Parteitage weiß Eugen Gleiche Brüder, gleiche Kappen. Nicht bloß in den Wahlkosten heranzuziehenden Pfarreingefeffenen auf Richter nichts weiter zu erwidern, als daß wir uns die Deutschland wuchert hinter der spanischen Wand des stellen, und zwar indem zugleich jeder einzelne auf falschen Darstellungen einiger Blätter zu nutze gemacht" und Pietismus die Rohheit und Sittenlosigkeit. Ein großer den Beitrag, den derselbe voraussichtlich leisten wird, die Verhandlungen fälschlich wiedergegeben" hätten. Was Standal, so schreibt der niederländische Berichterstatter der oder leisten tönnte, als Anhaltspunkt für den Sammler ein er aber nochmals" als wirklichen Inhalt der Verhand- gewiß unverdächtigen Kreuz- Zeitung", beschäftigt gegen geschätzt wird. Alsdann wird jedem einzelnen das anliegende lungen festgestellt", deckt sich wörtlich mit unseren wärtig die ganze politische und soziale Welt in Holland. Birtular per Post zugeftellt.( Ferner erforderliche Anzahl Ausführungen. Es hat sich nur darum gehandelt, n der Ortschaft Nerbosch bei Nymwegen besteht nämdieser Birtulare wollen Sie von Herrn Heinrich Theissing hier ob ein ganz allgemein gehaltener und inhaltlich von Nie lich ein altberühmtes Waisenhaus, das außer einer bedeugefälligst verlangen). Kurz darauf ist den Betreffenden die In der Ortschaft Nerbosch bei Nymwegen besteht nämSammelliste vorzulegen, wobei persönliches Vorlegen durch den mand bestrittener Antrag( Insbesondere erkennt die Partei tenden staatlichen Unterstützung auch noch Zuschüsse aus betreffenden Vertrauensmann den höchsten Erfolg verspricht, auch als ihre Aufgabe die Verbesserung der Lage der arbei- allen möglichen Rassen erhält. Dieses Waisenhaus ist ein weil angesehene Persönlichkeiten erfahrungsgemäß nicht so tenden und weniger bemittelten Volksklassen in Stadt und nationales Institut, wo Tausende von Waisenkindern Unter leicht abgewiesen werden, als bezahlte Boten. Wo es jedoch Land an") in eine Programmresolution aufzunehmen funft finden und das bisher als eine Musteranſtalt" galt. nicht möglich ist, die Herren Vertrauensmänner für diese gewiß sei." Ganz recht, auf diese lächerlich formale Seite Vor kurzem nun erschien eine Flugschrift, die Enthüllungen nicht mühelose Thätigkeit zu gewinnen, fönnen bezahlte Boten, hatte Eugen die Frage in subalterner Weise auf dem über unglaubliche Vorgänge innerhalb deren Auswahl jedoch mit Geschick und Personalkenntniß ge- Parteitag des Waisentroffen werden muß, herangezogen werden. Alle Ihnen durch Parteitag zugespißt, aus der Welt zu hauses in Nerbosch veröffentlichte. Es hieß darin, diese Thätigkeit entstehenden Kosten wollen Sie gefälligst von schaffen. Und darum drehte sich ja unser ganzer, nach daß die Waisenkinder in der ärgften Weise von den Lehrern der in Ihrer Pfarre eingehenden Summe bei der Abrechnung den Berichten der Freisinnigen Beitung" und Erziehern mißhandelt, daß die Mädchen mit Stöcken Wenn bisher von seiten der Sentrumspartei geschriebener Artikel, darum, daß ein Mann, der und Ruthen gezüchtigt, schlecht gekleidet und schlecht an dem Grundsatze festgehalten worden ist, nur die wohl erster Politiker sein will, am Ende des 19. Jahrhunderts genährt würden. In den oberen Abtheilungen des Waisen habenderen Katholiken zu den Wahltoften heranzuziehen, so ist eine Partei- Erklärung für eine foziale Reformpolitik damit hauses soll sogar eine förmliche Pascha wirthschaft dies unter den heutigen bedeutend ungünstiger gewordenen verhüten zu können glaubt, daß er( vergl. Freis. 3tg." vom herrschen. Diese von dem Verfasser unterzeichnete Flug Berhältnissen nicht mehr möglich. Wir können nur dann etwas 18. b. m.) vorschüßt, eine soziale Reformpolitik brauche man schrift machte natürlich gewaltiges Aufsehen, um so mehr, leiften, wenn uns die nöthigen Mittel zur Verfügung stehen. Zur Aufbringung derselben muß, wie nun einmal die Berhält für die Zeit bis zur Feststellung des Programms im als der Direktor des Waisenhauses, statt den Verfasser genisse liegen, jeder beitragen, der in der Lage ist, einige Mart Jahre 1894" nicht in der Programmresolution, und dieselbe richtlich zu verfolgen, in den Zeitungen eine Erklärung zeugung, daß unser Appell an die Parteigenossen nicht erfolg- blicklich herrschende Strömungen" richte." Das alles sind schuldigungen einer Antwort nicht würdigte. Die StaatsLos sein wird. Wir bitten Sie daher, geehrter Herr, ebenso feine zur Beit unmittelbar praktischen Aufgaben"?" So bringend wie freundlich, sich dieser Sache recht warm und recht fragten wir gerade auf grund des von ihm jetzt nochmals anwaltschaft war aber darüber anderer Meinung, denn ste bald anzunehmen. Jedenfalls vor Eintritt der Kinderferien, festgestellten" Thatbestandes den großen Eugen, und darauf gänge im Waisenhause von Nerbosch. Gleichzeitig ordnete eröffnete eine strafgerichtliche Untersuchung über die Voralso vor dem 15. August, muß die Sammlung beendet sein, hat er nur lügenhafte Beschuldigungen, wie falsche Dar- die Regierung eine Disziplinar- Untersuchung an. weil sonst die Gefahr eintritt, daß viele leistungsfähige Leute stellungen" und fälschliche Wiedergabe"? Sein Latein Ergebniß der gleichzeitigen Untersuchungen", schreibt unser muß arg zu Ende sein, und damit wohl auch gottlob feine Gewährsmann, werden wir sehen, was an den Be die es mit dem„ Freisinn" wirklich ernst meinen. Herrschaft bei dem kleinen Häuflein bürgerlicher Jdeologen, schuldigungen wahr ist. Unterdessen herrscht aber überall große Aufregung, da es nicht zum ersten Male vorkommt, Frankreich. In einem Pariser Reaktionsblatte, dem daß öffentliche Wohlthätigkeits- Anstalten in Holland zu unDie Herren verstehen es, das muß man ihnen lassen. Gaulois" liest man: Die Frage der Wiedereröffnung der erhörten Skandalen Anlaß gaben."-Nicht blos in HolDie begüterten Parteigenossen" haben keine Luft mehr zu arbeitsbörse wird vor Oktober im Ministerrath nicht land, brave" Kreuz- Beitung"! bezahlen, deshalb muß die große Masse der Unbegüterten herangezogen werden, und damit dies möglich ist, wird in zur Sprache kommen. Sie bleibt also bis nach den Wahlen aller Form eine Einschäzung nach dem Einkommen reichs. Arbeiterschaft der Bourgeoisregierung die richtige geschlossen." Am 20. August, dem Wahltage, wird Frankvorgenommen, aber unter einigen Mark soll niemand Antwort geben. bezahlen. So haben die armen von der Zentrumspartei bethörten Arbeiter jetzt indirekte Steuern, direkte Steuern Der franzöfifch- fiamesische Nummel ist, bei Lichte für Staat und Gemeinde, Kirchensteuern und nun jetzt auch betrachtet, nur ein Wah I manöver in großem Stil. noch eine Reichstagswahl- Steuer" für die Schon vor Monaten- seit es den herrschenden Bourgeois8entrumspartei zu bezahlen. Damit aber ja niemand parteien gelungen war, eine Neuwahl unmittelbar nach dem abziehen. verreist sein werden. " Mit bochachtungsvoller Begrüßung! Das Zentral- Wahlkomitee der Zentrumspartei A. A. Mich. Billstein, Schahmeister. " um fie " Aus dem Briefkaffen der Redaktion. P. A., Reinickendorferstraße. Bitte, betreffs Besprechung Ihrer Einsendung sich persönlich in der Redaktion einzufinden. R. S. C. 107. Berlin ist ein besonderer Verwaltungsbezirt, der unmittelbar vom Oberpräsidenten ressortirt. B. D. Bitte, noch einmal sich nach der Redaktion zu bemühen. Für den Inhalt der Inserate übernimmt die Redaktion dem Bublifum gegenüber keinerlei Verantwortung Theater. Donnerstag, den 27. Juli. Friedrich- Wilhelmätädt. Theater. Nanon. Kroll's Theater. Der Wildschüz. Viktoria Theater. Frau Venus. National Theater. Lehmann auf der Weltausstellung in Chicago. Alexanderplat Der Theater. 0 Hüttenbesizer. Apollo Theater. SpezialitätenVorstellung. Kaufmann's Variété. Spezialitäten Borstellung. National- Theater. Große Frankfurterstraße 132. Sensationelle Novität! Lehmann auf der Weltausstellung in Chicago. Große Ausstattungs- Posse mit Gesang und Tanz in 5 Aufzügen von Eugen Prudens. Mujit von Adolph Widecke. Regie: M. Samst. Raffenöffnung 512 Uhr. Anfang der Abend- Borstellung 71/2 Uhr. Im Garten auf der Sommerbühne: Auftreten von Specialitäten I. Ranges. Zum Schluß: ,, Vierzehn Mäddjen in Uniform." Baudeville- Posse von W. Angely. Morgen: Dieselbe Vorstellung. PassageKönigl. italienischer Circus Ernesto Ciniselli. Stadtbahnstation Zoologischer Garten. Hente, Donnerstag, d. 27. Juli: Unserem Genossen Richard Halfter zu seinem heutigen Wiegenfeste die besten Glückwünsche 11096 Seine Freunde Berlin I. Große Brillant- Vorstellung. Achtung, Filzschuharbeiter! Zum 20. Male. Die Beerdigung unseres am Dienstag, Die Erschaffung des Weibes im alter von 27 Jahren gestorbenen den 25. d. M., an der Schwindsucht oder: Das Weib durch die Jahrhunderte. Gr. Ausstattungspantomime mit Ballet mit durchweg neuen Dekorationen, Kostümen, Requisiten 2c. Gesetzl. geschützt. Inscenirt vom Dir. Ernesto Ciniselli. Arrangements u. vorkommende Tänze, vom fönigl. italienischen Balletmeister Ant. Tignani. Ferner Auftreten der renommirtesten Künstler und Künstlerinnen, sowie Reiten und Vorführen der bestdressirten Schul- und Freiheitspferde. Anfang 8 Uhr. Ernesto Ciniselli, Direktor. Hippodrom unter Wasser. BERLINER HIPPODROM Am Kurfürstendamm. 2 Min. von Station Zoolog. Garten. Heute: Gr. Parade- Vorstellung. Am Strande von Ostende. Gr.Wasser- Pantomime in 12 Bildern von Arthur Fraenkel. Susanne im Bade! Zum Schluß: Gr. Feuerwerk. Vorher: Reichhaltiges Programm: Römisches Reiten und Fahren. Damen Jockey Rennen, HerrenFlach- Rennen u. Hürden- Hennen. Thurmseilkünstler. Panopticum. Miss Athene und Mr. Hajex, Grösstes Schau- n.VergnügungsEtablissement der Welt. Entree 50 Pf. Sigra. Isabella, Jagd- Schule. Im prachtv. Park: Gr. Konzert von 5 Uhr an. Anfang der Vorstellung 8 Uhr. Morgen: Große Gala Borstellung. Moabiter • Castan's Gesellschaftshaus. Alt- Moabit 80 und 81. Täglich: Panopticum. cater und RiesenSchlangen- Familie aus Carl Hagenbeck's Thierpark. Ohne Extra- Entree. Victoria- Brauerei, ftraße 111-112. Garten resp. Saal. ( außer Läglich Sonnabends) Stettiner Sänger. Stets wechselndes Programm. Anfang Sonnt. 7 Uhr, Wochent. 8 Uhr. Entree 50 Pf. Vorverkauf Billets Sonntags teine Giltigkeit. Berliner Bode. Heute: Engl. amer. Sport- Vorst. Tom Cannon art. Leiter. Auftr. von Artisten, Athleten, Akrobaten 2c. allerersten Ranges. Anfang 8 Uhr. Entree 50 Pf. Ref. Pl. 1 M., Sperrf. 1,50 M. Loge 2 M. 1091b Heute: Ringkampf. Schweizer Garten Am Königsthor. Am Friedrichshain. Mittwoch: Familien- und Kinderfest verbunden mit Präsentvertheilung. Große Fackel- Bolonaise und Kinder beluftigungen. Theater- und Spezialitäten Vorstellung, sowie Concert. Anjang 4 Uhr. Entree 80 Pf., reservirter Plaz 50 Pf. Helmuth Peters. 4127L* Ostbahn- Park am Rüstriner Play, ( Hermann Jmbs) Rüdersdorferstr. 71, am Dtbahnhof Täglich: Bet, Konzert, Theater und Spezialitäten- Vorstellung. Neu u. sensationell: 3 Schwestern Peretti, Runstradfahrerinnen. Emmy u. Reinhold Hintsche, Ge= fangs- u. Charakter- Duettisten 2c. Boltsbelustig. jeder Art. 4 Kegelbahnen z. Verfügung. Kaffeeküche geöffnet an Wochentagen von 2 bis 6 Uhr, Sonntags von 2-5 Uhr. Moriz Moriz Etablissement las. Buggenhagen. Blaz. Täglich: Gr. Garten- Konsert. Großer Frühstücks- u. Mittagstifd. Spezial- Ausschant von Pabenhofer Lagerbier, hell und dunkel. Bei ungünstiger Witterung findet das Konzert in den unteren Restaurationsräumen statt. Entree Wochent. 10 Pf. Sonnt. 25 Pf. Säle für Bersammlungen, Rommerse, Festlichkeiten 2c. Etablissement Süd- Ost Waldemarstraße Nr. 75. Zur Eröffnung meines Lokals labe ich hiermit Freunde und Gönner ergebenft ein. Jeden Sonntag: Tanskränzchen. Anfang 5 Uhr. Empfehle meinen 500 Personen faffenden Saal für Vereine u. GewerkGr. Extra- Vorstellung. fchaften, sowie au Hochzeiten. Entree 30 Pf.: Ball. Einige Sonnabende sind noch zu Im Saale: baben. ratweil'sche 4595 Gr Bierhallen. Kommandanteur. 77-79. Täglich: Auftreten der Leipziger Sänger vom krystall- Balant. Carl Ulrich, Restaurateur. Reinickendorf. Genossen und Sangesbrüder find freundlichst eingeladen zu Sonntag, den 30. d. M., Nachmittags 4 Uhr, zum gemütlichen Beiſammenſein der Mitglieder des Gesangvereins Weiße Rose"( Mitgl. des Arb.- Sänger- Bundes) Kollegen Richard Rader findet am Freitag, den 28. d. M., Nachmittags 3 Uhr, vom Moabiter Krankenhause aus nach dem Zions firchhof in Weißensee statt. Um zahlreiche Betheiligung bittet 166/9 Der Vorstand Danksagung. Unseren herzlichsten Dank allen Freunden und Genossen für die liebe Sozialdemokr. Partei- Versammlung für den II. Berliner Reichstags- Wahlkreis am Freitag, den 28. Juli, Abends 8 Uhr, im Saale der Berliner Bockbrauerei, Tempelhofer Berg. Tagesordnung: Protest gegen die Delegirtenwahl zum internationalen Kongreß in Zürich. Um zahlreiches Erscheinen ersucht 345/13 Die Vertrauensperson. Sozialdemokratischer Wahlverein für den 5. Berl. Reichstags- Wahlkreis. Donnerstag, den 27. Juli, Abends 8/2 Uhr: General- Derlammlung im Lokale des Herrn Pyrtek, Gipsstraße Nr. 3. Tagesordnung: 1. Vortrag des Genossen Wagner. 2. Diskussion. 3. Abrechnung vom Um zahlreiches Erscheinen ersucht volle Betheiligung an der Leichenfeier 2. Quartal. 4. Verschiedenes. meines lieben Mannes und unseres lieben Sohnes und Bruders, Georg Linke, auf dem Kirchhof zu Stolpe. Die trauternde Wittwe Elise Linke, die trauernden Eltern nebst Geschwistern. Danksagung. 378/15 Der Vorstand. Verein zur Wahrung der Interessen der Maurer Berlins. 11. Stiftungs- Fest 381/5 Für die Beweise herzlicher Theil- Sonnabend, d. 19. August, in der Brauerei Friedrichshain nahme bei der Beerdigung meiner lieben Frau, unserer guten Mutter Auguste Schwarz, geb. Körner, sagen wir allen Verwandten, Bekannten, dem Berliner Kanarienzüchter- Verein und dem Pred. Bayrhofer unsern herzlichsten Dant. Der trauernde Gatte 1116b nebst Kindern. " Die Genossen von Steglig bitte ich Vorwärts", Volksblatt", fowie fämmtliche Parteiliteratur bei Mär: tens, Forststr. 5, oder Düppelstr. 29 im Zigarrengeschäft zu bestellen. 421/1 Der Vertrauensmann für Steglių. Genossen und Kollegen! bestehend in Vokal-. Instrumental- Konzert u. SommernachtsBall, unter Mitwirkung des Gesangvereins der Töpfer. Die Musik wird von 25 Mitgliedern der Freien Vereinigung der ZivilBerufsmusiker" ausgeführt. Anfang des Konzerts Abends 6 Uhr, des Sommernachtsballes 8 Uhr. Um 9 Uhr: Gr. Fackelpolonaise. Jedes Kind erhält eine Stocklaterne gratis. Um 10 Uhr: Aufführung von 2 lebenden Bildern. Um 12 Uhr: Festrede des Genossen Gustav Kekler. Billets( Herren 50 Pf., Damen 30 Pf. intl. Tanz) sind in allen mit Plakaten belegten Geschäften, sowie in den bekannten Zahlstellen des Vereins zu haben. Sämmtliche Kollegen sowie Freunde und Gönner des Vereins ladet freundlichst ein Der Vorstand. Verein der Metallschleifer Berlins und Umgegend. Allen Genossen und Kollegen des Sonnabend, d. 29. Juli, in Kliem's Volksgarten, Hasenhaide 14-15: 4. Wahlkreises( Often), mache ich hiermit bekannt, daß ich an der Königsberger- und Rüdersdorferstraßen- Ecke 11. Stiftungs- Felf verbunden mit Konzert und Spezialitäten- Vorstellung. bei Kahl einen Verkauf v. Beitungen Nach der Vorstellung: Grosser Ball. Herren, welche daran theilnehmen, und Arbeiterschriften eröffnet habe. A. Wendisch, Beitungs- Spediteur, Memelerstr. 6, vorm. Tischler. Die grobe Beleidigung, welche ich am 21. Juli gegen Herrn D. Kort ausgestoßen habe, nehme ich hiermit zurück und erkläre ihn für 1104b einen Ehrenmann. F. Hafelein, Schlosser. zahlen 50 Pf. nach. Den geehrten Damen steht die Kaffeeküche von 3 Uhr ab zur Verfügung. 1114b Anfang 5 Uhr. Billets 30 Pf. Freunde und Gönner des Vereins ladet hiermit ein Der Vorstand. Großes Sommerfest Die Beleidigung, welche ich in meiner am Sonnabend, den 29. Juli, in der Neuen Welt( Hasenhaide) arrangirt von den sozialdemokratischen Parteigenossen Erregung der Familie Hahn, Christburgerstraße 1 wohnhaft, gesagt habe, nehme ich zurück und erkläre dieselbe als eine ehrenhafte Familie. 1110b A. Franke. Altes Schüßenhaus, Linienstraße 5, empfiehlt seine Festsäle ( 560 Personen fassend) zu allen Gelegenheiten. 733b Gr. Lichterfelde. Anhalter Bahnhof. W. Griess, Restaurant, Saal und schattiger Garten. NB. Ginziges Lotal, welches zu Arbeiter- Bersammlungen zu haben ist. Restaurant ,, Lindenhof" Stolpe am kleinen Wannsee hält sich zu Ausflügen den geehrten empfohlen. Beluftigungen aller Art Vereinen und Gesellschaften bestens Regelbahn u. Raffeeküche zur Verfügung. Kremser am Bahnhof Wannsee. 4193L* A. Mattausch. Ses 2. Berliner Reichstags- Wahlkreises. Bokal- und Instrumental- Konzert unter Leitung des Musikdirektors W. Finsterbusch unter Mitwirkung der Gesangvereine ,, Kreuzberger Harmonie", Frohe Hoffnung" ,,, Freiheit I" ,,, Frühlingslust", Gerechtigkeit" ,,, Gerstenähre ( Mitgl. des Arbeiter- Sängerbundes) unter Leitung des Dirigenten M. Bombelke. Auftreten sämmtlicher Spezialitäten. Feuerwerk. Kinderbelustigungen aller Art. Großer Sommernachts- Ball. Herren, welche daran theilnehmen, zahlen 30 Pfennige nach. Entree 15 Pf. Anfang 4 Uhr. Die Kaffeeküche ist von 3 Uhr ab geöffnet. Billets sind in den mit Plakaten belegten Handlungen zu haben. Die Vertrauensperson 345/12 Deutscher Holzarbeiter- Verband. Bahlstelle Berlin.) Montag, den 31. Juli, in der Neuen Welt( Hasenhaide): Großes Sommerfest. Vereinszimmer zu vergeben. Jacob, Konzert u. Auftreten des gesammten Künstlerpersonals. Inselstr. 1. 9476 mit Bierhalle, sowie ein gemüthliches Meine freundl. einger. Destillation Vereinszimmer mit Piano empfiehlt Häussler, Prinzen- Allee 38. Roh- Tabak A. Goldschmidt, 4485L am hiesigen Plaze wie bekannt grösste Auswahl! Garantie für sicheren Brand. Streng reelle Bedienung, billigſte Preise! Sämmtliche im Handel befindl. Rohtabate sind am Lager. A. Goldschmidt, Oranienburgerstr. 2. Teppiche!! Gardinen!! Steppdecken!! fauft man am. 4601L* Wochent. 7% Uhr. Entree 10 Bf bei dem Genossen Emil Hirsch, billigsten in der Fabrik von Anf. 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Staart, Balboöget billig.( 45708 Kinderwagen. Sötsager Berlin besteht weiter. Der Vorſtand. Die Sperre über die Firma Kaufmann 1.Andreaskr. 33.5 J. A.: Otto Sillier. Carl Koch. Verantwortlicher Redakteur: Wilhelm Schröder in Berlin. Druck und Verlag von Mag Bading in Berlin, SW, Beuthstraße 2. Hierzu eine Beilage. Beilage zum„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 174. Parteinachrichten. Donnerstag, den 27. Juli 1893. bettelte. 10. Jahrg. muß ich die Geschichte noch einmal machen!" Das dauerte so Bodeck sei nämlich ein hebräisches Wort und bedeute Fleischlange, bis die Staatsanwaltschaft den Strafantritt verfügte. In beschauer, d. h. denjenigen, der das Vieh darauf zu untersuchen Warum wählt der Landarbeiter sozialdemokratisch? einem zweiten Falle war ein Blinder, der stets am Bahn- hat, ob das Fleisch auch toscher ist. Auf diese Frage giebt die gegnerische Zeitung für Hinter- neben bettelt, vom Schöffengericht zu einer Woche Haft hof Rummelsburg mit Streichhölzern handelt und dapommern" mit ſaurer Miene die folgende meistens recht zu ant In der vorgestrigen Versammlung von Anarchisten und treffende Antwort: Die sozialdemokratische Partei ist die einzige, und zur Ueberweisung an die Landespolizeibehörde verurtheilt Unabhängigen" tam es zur vollen Absage der Letzteren an die sich in zielbewußter ununterbrochener Agitation um die Gunst worden. Vorgestern hatte er seine Strafe im Rummelsburger Jene. Von Interesse ist die Abfertigung, welche der Anarchist des Arbeiters bemüht hat. Schon dies Bewußtsein, daß seine Filialgefängnisse verbüßt und wurde nach dem städtischen Landauer durch einen Redner erfuhr. Dieser erklärte zu der Bugehörigkeit zu der Partei in den Augen derselben einen so Arbeitshause überführt. Was soll man aber dort mit einem Bertheidigung des freien Individualismus, der selbst durch die hohen Werth hat, daß sie es sich vieler Mühe nicht verdrießen alten Blinden anfangen, an welchem der Zweck der Zwangs- Demokratie, wie sie auch sein möge, vernichtet werde, daß Landauer läßt, um ihn zu werben, nimmt ihn( den Landarbeiter) für die Sache arbeit, die Erziehung zur Arbeitsamkeit, eo ipso scheitern muß einen reinen Bourgeoisstandpunkt vertrete; er habe wohl nie in jener ein. Verſtärkend tommt hinzu, daß er von seinem Arbeitgeber Der Blinde wurde also ohne Weiteres in Freiheit gesetzt. einer Fabrik gearbeitet und als Arbeiter erfahren, wie es mit in seiner Eigenschaft als politische Person meistens geradezu Gestern stand er wieder auf seinem alten Standorte am der freien Individualität des Arbeiters stehe. Dieser habe sich schlecht behandelt worden ist. Man gab sich nicht einmal die Mühe, Rummelsburger Bahnhof, er verkaufte Streichhölzer und erst eine solche im Klassenkampfe zu erobern. ihn über Zweck und Ziel der Partei aufzuklären, für welche er Rohrpost- Betrieb. Am 1. Auguft wird bei dem Postamt feine Stimme abgeben sollte. Man ging von der sehr thörichten Die Achtung, welche der Polizeistaat" Preußen den Nr. 52( Werftstraße) in Berlin der Rohrpost- Betrieb eingerichtet. Unnahme aus: so wie ich, der Arbeitgeber, wähle, so hat mein staatsbürgerlichen Rechten und Pflichten seiner Beamten zu Theil Der Rohrpost- Verkehr findet täglich im Sommer- Halbjahr von Arbeiter auch zu wählen; man gab ihm den Stimmzettel wo- werden läßt, wird vom neu gewählten Reichstagsabgeordneten 7 Uhr, im Winter- Halbjahr von 8 Uhr Morgens bis 10 Uhr möglichst erst vor dem Wahllokal in die Hand und sagte:„ den Prof. Dr. Paul Förster in vollen Tönen besungen. Er sendet an Abends statt. Bettel stedkit Du ein" und glaubte damit feine Pflicht gegen ihn die Staatsbürger Zeitung" folgendes Schreiben: und das Vaterland vollauf genügt zu haben. Die Sache ging, was den äußeren Erfolg anbelangt, auch ganz gut, solange der Arbeiter sich seines Rechtes auf Selbständigkeit noch nicht recht gut bewußt war, und von der Macht, die er in der That repräsentirt, noch nicht viel ahnte. Darüber hat ihn nun jedoch der Sozialdemokrat hinreichend aufgeklärt, und die Erfolge sehen wir überall. Auf vielen Gütern, wo bisher der Wille des Herrn für die Abstimmung der Arbeiter maßgebend war, hat bei der letzten Wahl die Arbeiterschaft gegen den Wunsch des Arbeitgebers gewählt, häufig in feiner anderen Absicht, als um diesen zu ärgern. Wir quittiren mit Dank das gute Zeugniß, das die Zeitung für Hinterpommern" der Sozialdemokratie sowie dem gesunden Sinn der Landarbeiterschaft ausstellt. Gespannt sind wir, zu er fahren, wie das Blatt sich die zielbewußte dauernde und ener gifche Agitation vorstellt, in die es die Ordnungsparteien" einzutreten räth. Wahrscheinlich wird das Rezept dem anderswo ,, erprobten" gleichlauten: für die Landarbeiter Stockprügel auf den Magen und für die sozialdemokratischen Agitatoren außer dem noch solche auf den Schädel. * * Die längste Straße von Berlin ist nicht mehr, wie man " In einer Besprechung der Neustettiner Wahl in Nr. 330 vielfach glaubt, die Friedrichstraße, sondern die Müllerstraße mit der Staatsbürger- Zeitung" wird bemerkt, man habe mich 3640 Metern. Ihr zunächst kommt die Schönhauser Allee mit behördlicherseits von hinten herum zwingen wollen, den 3180 und dann erst als dritte mit 3060 Metern die FriedrichKampf gegen das Judenthum aufzugeben". Dies ist irrig, straße. Auf die lettere folgt mit 2865 Metern die Friedenstraße und es ist mir wichtig, den Irrthum festzustellen. Ich und auf diese mit 2775 Metern Alt- Moabit. Daran reihen sich habe es im Gegentheil immer dankbar anerkannt, auch in die Greifswalderstraße( 2665 Meter), Prenzlauer Allee( 2615 öffentlichen Versammlungen, daß die vorgesetzten staat- meter), Potsdamer Straße( 2380 Meter), Brunnenstraße( 2280 lichen Behörden mir nie, weder früher noch lezhin, ein Hinderniß in den Weg gelegt und meine staatsbürgerliche Meter), Linienstraße( 2250 Meter), Köpenickerstraße( 2175 Meter), Freiheit beschränkt haben. Sie haben damit das auch dem Be= 2060 und Wilhelmstraße mit 2000 Metern. Die legte Reihe der Schwedter- und Kurfürstenstraße( je 2100 Meter), Oranienstraße amten zustehende Recht anerkannt, von der längeren Straßen wird gebildet von der Reichenbergerstraße 1915 ihm nach der Verfassung zustehenden Freiheit des Meter, der Ritterstraße 1805, Chauffeestraße 1780, Garten- und Wortes und der Theilnahme an den Ackerstraße je 1740 Meter, ferner von der Leipzigerstraße 1625, öffentlichen Angelegenheiten Gebrauch zu machen. Wir müssen für eine solche in dem so- Unter den Linden, deren Länge 1350 Meter beträgt. der Thiergartenstraße mit 1500 Metern und endlich von der Straße genannten Polizei- Staate" Preußen bewiesene Achtung der staatsbürgerlichen Rechte und FreiAuch der Verbrauch an Eiern ist in Berlin nach dem heiten um so dankbarer sein, als anderwärts, wo der Bericht der Weltesten der Kaufmannschaft im Jahre 1892 zurückLiberalismus und der Freisinn die Herrschaft haben, eine gegangen. Er betrug 19 803 586 Kilogr. gleich 5 280 956 Schock solche Unparteilichkeit nicht geübt wird. Und wenn die im Durchschnittswerthe von 15 679 158. 35 Pf. gegen fragliche Bemerkung von der Freisinuigen" Stadtverwal- 16 678 310 9. 40 Pf. in 1891. Der Konsum hat sich solchertung Berlins gemacht worden wäre, so würde ich dagegen gestalt gegen das Vorjahr um 219 806 Schock vermindert. Bei nichts einzuwenden gehabt haben. Prof. Dr. Paul einer, einschließlich des Fremdenverkehrs, auf 1 670 000 Seelen Förster, Mitglied des Reichstages." angenommenen Bevölkerungsziffer betrug der Verbrauch pro Kopf Von dieser Anerkennung der Freiheit des Wortes und und Jahr 189,7 Stück gegen 200 Stück im Jahre 1891, d. h. Zu den sächsischen Landtagswahlen. Dem„ Chemnitzer der Theilnahme an der öffentlichen Angelegenheit durch die Re pro Tag im Jahre 1892 für einen Einwohner 0,519 gegen 0,555 Die Einschränkung im Gebrauch der NahrungsTageblatt" wird schon schwül, so läßt sich unser Chemnizer gierung, die der Antisemit wohl auch mit Grund zu rühmen in 1891. Parteiblatt aus, wenn es an die Landtagswahlen denkt. Unsere weiß, haben die sozialdemokratischen Arbeiter und Angestellten mittel und die Ersehung der nahrhafteren aber tostspieligeren Vorbereitungsarbeiten machen ihm viele Sorgen. Es schreibt: des Staates verdammit wenig bemerkt. Das Lob, das Förster durch weniger nahrhafte aber billigere ist gewiß das deutlichste Die Staatsangehörigkeit sich zu erwerben, fordern die sozial- dem Staate ertheilt, ist gleichbedeutend mit dem Vorwurf, daß Beichen der Verschlechterung der Arbeiterlage. Demokratischen Blätter ihre Parteigenossen schon seit Monaten er Gunst und Ungunst in ziemlich ungleichem Maße vertheilt. auf; fie madhen darauf aufmerksam, daß die Erlangung der Staatsangehörigkeit kostenlos geschieht und theilen ein Formular mit, um zu zeigen, wie man sich die Sache so bequem als möglich machen kann. Was thun nun angesichts der Rührigkeit der Sozialdemokraten die anderen Parteien? Bis jetzt, wie es scheint, recht wenig. Es ist aber die höchste Zeit, daß auch hier vorbereitende Schritte gethan und insbesondere eine Einigung über die aufzustellenden Kandidaten möglichst bald herbeigeführt wird." Mit der Einigkeit sieht es bei unseren Gegnern in der Regel sehr faul aus, und da mag das" Tageblatt" ganz recht haben, wenn es einige Zeilen vorher sagt, durch die Uneinigkeit der Gegner würden wir Siege erringen. In Greifswald hat sich ein Arbeiter- Bildungsverein gegründet, dem sofort 50 Mitglieder beigetreten sind. Der Verein wird dazu beitragen, die Grundfäße der Sozialdemokratie zu befestigen und immer weiter zu verbreiten. In Pforzheim haben die Parteigenossen bei der am 24. d. M. erfolgten Bürgerausschußwahl in der dritten Klasse einen glänzenden Sieg erfochten.( Siehe unser vorgestriges Telegramm.) Während es ihnen bei der vorletzten Wahl nur gelang, 8 von den 16 zu Wählenden durchzubringen, haben sie am Montag sämmtliche 16 Size gewonnen, und zwar mit großer Majorität. Wir bringen unseren Pforzheimer Genossen zu diesem erfreulichen Erfolge unseren Glückwunsch dar. Polizeiliches, Gerichtliches 2c. " Eines Preßvergehens sollen sich der Verleger H. Franke und der Redakteur P. Schöps vom Boltsblatt für Anhalt" dadurch schuldig gemacht haben, daß in der Probenummer der„ Staßfurter Volkszeitung" der letztere nur als Redakteur für den politischen Theil angegeben war, wodurch zwei Artikel im„ Bermischten" von der Behörde als nicht gedeckt angesehen werden. Die Untersuchung ist bereits eingeleitet, auch haben schon Bernehmungen der Beschuldigten stattgefunden. Weiteres wird noch mitgetheilt. Tokales. Von der Spandauer Berg- Brauerei haben weiter abbestellt: W. Petit Jean, Wrangelstr. 4.; Sommer, Grünstr. 21; 9. Kühne, Charlottenburg, Schlüter- und Goethestraßen Ecke; R. Bachmann hat noch nie dieses Bier geschänkt. Der Restaurateur Werner( Charlottenburg) wünscht veröffentlicht zu wissen, daß die Aufnahme seiner Person in die Liste auf einem Irrthum beruht. Abbestellt hat F. Paul, Gerichtstr. 34; Fischer, Heimstraße 25; Berliner Ressource, Kommandantenstr. 57. Weiter schänken aus A. Schulz, Manteuffelstr. 23; Bernau, Gartenstr. 149; Deich, Lindenstr. 16; Arminhallen, Rommandantenstr. 20; Ramm, Grüner Weg 73. Die Leiche eines vornehm gekleideten Mannes wurde am Ju der ,, Vossischen Zeitung" lesen wir:„ Vor einiger Montag früh in Potsdam auf der Havel neben der BaluBeit ist der gewiß feltene Fall vorgekommen, daß ein Hand- strade des Lustgartens treibend von zwei im Kahn vorüberwerker auf grund einer von ihm angefertigten praktischen fahrenden Grenadieren ans Land bugsirt und durch die BerufsArbeit die Berechtigung zum einjährigen Dienst erhielt. feuerwehr nach der Leichenhalle des städtischen Kirchhofes überDer Betreffende( Klempner), Sohn des Inhabers eines gut ein- führt. Die Augen waren mit einem weißen Taschentuch vergerichteten Geschäfts, reichte eine Petroleumlampe mit eigenthüm bunden und infolge dessen wohl erhalten, während die übrigen licher Technik ein, die nach eingeholtem Urtheil Sachverständiger Gefichtstheile und die Hände von den Fischen bereits angefressen als eine hervorragende Leistung auf dem Gebiete des Gewerbes waren. Um den Hals waren, wie die Potsdamer Zeitung" anerkannt wurde. Infolge dessen wurde, wie der Konf." schreibt, zwei halbseidene Halstücher lose geschlungen, ein schreibt, der junge Handwerker von der Prüfung in fremden drittes schwarzseidenes Tuch war unter einem UmlegeSprachen befreit, und da er die Prüfung in den Elementar- fragen zu einem Shlips geknüpft. Der Anzug war von fächern gut bestand, erhielt er die Berechtigung zum einjährig- neuestem Schnitt, und zwar blau Cheviot mit seidenem freiwilligen Dienst." Futter. Geld oder Geldeswerth fand sich nicht vor, nur ein Portemonnaie, ein Uhrschlüssel, in der Hosentasche ein Taschenmesser, in der Brusttasche ein Notizbuch, das eine Mitgliedstarte des Bezirksvereins der Halleschen Vorstadt in Berlin enthielt, auf den Namen„ Wilhelm Knebel"„ bezahlt 50 Pf." ausgestellt. Auf einem herausgerissenen Notizbuchblatt waren weitere Mittheilungen in sieben Zeilen stenographisch niedergeschrieben, die die Polizei an sich nahm. Das Oberhemd war nach dem Fabrikstempel am Mariannenplatz in Berlin gekauft. Die Leiche des etwa vierzigjährigen vollbärtigen Mannes muß nach der vorgeschrittenen Verwesung bereits etwa 14 Tage im Wasser gelegen haben. Da von dem Betreffenden hervorgehoben wird, daß er Sohn des" Inhabers eines gut eingerichteten Geschäfts" ist, so wissen wir" nicht, wie weit dieser Umstand mit zu der Vergünstigung beigetragen hat. beigetragen hat. Der Aufsaugungsprozeß des Kleinbetriebs durch das Großkapital muß auch von der Bourgeoispreise, die denselben gern verhüllen möchte, zugestanden werden. So heißt es in einer Zuschrift, welche die National- 3tg." veröffentlicht: Ein junger tüchtiger Fabrikant kann durch neue Rombinationen, Erfindung neuer hervorragender Muster 2c. vorwärts kommen, aber Geld ist Geld und wer davon das Meiste hat, wird in der Konkurrenz auf dem bezeichneten Eine räthselhafte Persönlichkeit scheint die junge Dame Gebiete Sieger bleiben!" zu sein, die am 22. d. M., nach einer Abends vorher an der An dieser nothwendigen Konsequenz der privatkapitalistischen Siegessäule stattgehabten Zusammenkunft den Tod im LandwehrWirthschaft können weder Sparagneseleien noch Bunftzöpfe etwas fanal, wie bereits gemeldet, fuchte. Auf grund einer vorhandenen ändern. Unter der Herrschaft der Innungen würden die Notiz konnte man annehmen, daß es sich um die am 6. SepPrivilegien derselben auch nur dazu dienen, dem fapital- tember 1875 zu Schöneberg geborene Künstlerin Reichel handele, fräftigen Meister die Unterdrückung des Kleinmeisters zu er die in der Stegligerstr. 8 bei der Wittwe Haase gewohnt hat leichtern. und wenige Tage vor ihrem Tode zu der Frau Walinowska, Stegligerstr. 13, gezogen war. Die erste Wirthin hatte auch in Eine Antisemiten- Versammlung setzte am Dienstag die der Todten die Reichel erkannt, bis sich herausstellte, daß die Abschlachtung des Stöcker fort und wiederholte auch die Absage Reichel noch lebt. Gleichzeitig hat sich ergeben, daß die Selbstan die Konservativen. Der Gastwirth Bodeck führte aus: Man mörderin unter fünf verschiedenen Namen aufgetreten ist, zu habe bisher für die Konservativen gearbeitet, ohne die Anti- denen auch der Name Adelheid Reichel gehört. In einem Briefe an semiten hätten dieselben keine Tivoli- Versammlung" und kein einen Herrn nannte sie sich Adele Ziegenrücken und erbat sich " Tivoli- Programm" gehabt. Stöcker habe die Heuchelei so Antwort an ihre Freundin" Adelheid Reichel, als welche sie meisterhaft verstanden, daß selbst Ahlwardt sich mit Böckel nicht sich aber selbst in der bezeichneten Wohnung aufhielt. Zu der einigen wollte, weil er es nicht glaubte, daß Stöcker es nur mit Frau Haase wollte sie aus einem überhaupt nicht bestehenden den Großgrundbesigern und Agrariern hält und die Antisemiten pause der Ballasstraße gezogen fein; sie scheint demnach die Abnur gebrauchen wollte, um den Konservativen aufzuhelfen. ficht gehabt zu haben, ihre Persönlichkeit in ein undurchdringDie Stöcker'schen Artikel im„ Bolt" lassen vermuthen, daß das liches Dunkel zu hüllen. Bis jetzt ist ihr dies auch gelungen: fie Volk" von einem der niederträchtigsten Juden redigirt wird, so ist als eine unbekannte Person beerdigt worden. Die Ver frivol und gemein seien die Angriffe. So schlimm seien selbst storbene hatte die eigenartige Angewohnheit, am Schlusse ihrer die Judenblätter nicht; man müsse vor Scham erröthen, daß ein Briefe irgendwelche Federzeichnungen auf das Papier zu werfen. solches Blatt sich noch christlich sozial" nennen kann. Endlich So malte sie Engel, Arabesten, Frauenköpfe, die allerdings kein Nach uns gewordenen Mittheilungen sollen verschiedene müsse Klarheit geschaffen werden:" Hier wir, dort ihr."-Beichnertalent verriethen. Dagegen war ihre Handschrist wie Restaurateure, welche nur dem Druck, nicht dem eigenen Triebe Rämpft für Eure Feudalen und verschuldeten Rittergutsbesitzer, gestochen und ließ auf einen höheren Grad wissenschaftlicher Bilgehorchend, das Bier abbestellt haben, durch allerhand wir kämpfen für die kleinen Beamten, Handwerker und noth- dung schließen. Vielleicht kommt hierdurch an den Tag, wer die Manöver sich dennoch in den Besitz desselben setzen und dann leidenden Landwirthe gegen die Juden, aber auch gegen den junge Dame gewesen ist. das Bier unter falscher Flagge weiter ausschänken. Die Genossen, jüdischen Geist in unseren Reihen. Man hat uns vorEine Blutthat verübte vorgestern Nachmittag auf dem Grundwelche hierüber Kontrolle führen wollen, mögen sich die Brauer geworfen, ungehorsame Kinder zu sein, die ihren Vater wollen. Wir danken für einen stück Prenzlauerstr. 22 der Bauernknecht Strehlow aus FalkenBücher vorlegen lassen, dadurch kann etwaiger Schwindel auf- nicht mehr tennen gedeckt werden. solchen Fürsorger und Irreleiter, wir wollen es einmal mit berg, welcher auf obigem Grundstück Dung zu verladen hatte. Die Lokal Kommission: der Praxis versuchen, wir wollen ein wirkliches Christenthum Der Wagen des St. stand so auf dem Hofe, daß der DroschkenJ. A.: J. Wernau, Rosenstraße 30. pflegen, nicht das Christenthum bei jedem Wort im Munde führen, tutscher Lorenz, Linienstr. 116 wohnhaft, mit seinem Gefährt nicht um nachher nicht christlich zu handeln.( Stürmischer Beifall. vorbeifahren konnte. Es entstand infolge dessen zwischen beiden Manchem Menschen, schreibt eine Lokal- Korrespondenz, Unruhe bei den Christlich. Sozialen.) Wir wollen eine Reform Kutschern ein Streit, welchen der Knecht dadurch beendete, daß wird es recht schwer gemacht, ein Unterkommen zu finden, selbst politik, welche nicht die kleinen Handwerker belastet, sondern die er mit der scharfen Kante einer Schaufel den 2. hinterrücks einen wenn ihm im Namen des Königs" ein gefeßliches Anrecht energisch einmal in die Geldsäcke der Reichen hineingreift. Die Schlag auf den Kopf versezte und den sofort bewußtlos Gezugesprochen worden ist. Vor 8 Tagen wurde der 63jährige von den Arbeitern reich Gewordenen sollen auch einmal etwas wordenen durch weitere Schläge im Gesicht furchtbar entstellte. Hospitalit Ver mum aus Rummelsburg von der Ferien- Strafe für die Arbeiter thun. Solche Grundsäge nennt Stöder sozial-., welchem die Schädeldecke auf dem Kopf blosgelegt, wurde nach fammer am Landgericht II zu 1/2 Jahren Zuchthaus verurtheilt, demokratisch. Die konservative Partei war lange Zeit mächtig der tgl. Klinik gebracht und St. in Haft genommen. weil er mit sieben Schultnaben widernatürliche Unzucht betrieben im Reichstage, hat sie aber etwas für die Arbeiter gethan? Da hat. Trotz der hohen Strafe wurde der Verurtheilte auf freiem Fuße für hatten die Herren gar kein Verständniß bei ihren noblen belaffen, weil bei dem alten Mann Fluchtverdacht nicht vorlag. Aber an Bassionen und ihrem Rennsport. Wir gönnen Jedem seinen der Freiheit lag ihm gar nichts, bezüglich stellte er sich im Moabiter Sport, von Politikern aber verlangen wir, daß sie keinen Sport Kriminalgericht ein und verlangte so stürmisch seine Verhaftung, treiben, sondern sich ganz der Sache des Volkes hingeben." daß er wiederholt hinausgeworfen werden mußte. Er war von der städtischen Siechenhaus- Verwaltung in Privatpflege gegeben Der Jude und Judengenoffe Stöcker läßt jeht durch die worden, wo er sich angeblich nicht mehr sehen lassen durfte. Er Presse der anderen Judengenossen verbreiten, daß sein Gegner, erklärte ausdrücklich: Wenn Sie mich nicht hierbehalten, dann der Gastwirth Bodeck, wie sein Name schon zeigt, selbst Jude ist. Ein eigenthümlicher Leichenfund beschäftigt die Kriminalpolizei. Am linten Spree- Ufer, hinter dem Grundstück Rungestraße 30, wurde am Mittwoch Morgen gegen 9 Uhr eine Leiche im Wasser bemerkt. Als man sie aus den Fluthen zog, nahm man wahr, daß um den Hals eine eiserne Kette geschlungen war, an deren Enden Gewichtsstücke von je fünf Kilogramm bingen. Der Todte, der wohl 40 Jahre alt gewesen muß, spärliches blondes Haar und einen starten Schnurrba Wenn muß etwa eine Woche im Wasser gelegen haben. An der rechten| digung erforderlich ist, hängt davon ab, ob die Ausführung des dauerlich, daß es immer noch Leute giebt, und zwar besonders Hand trägt er einen Siegelring mit dem Zeichen F. S. Sein Baues während der Kontraktszeit sich zwar als nothwendig heraus: Frauen, welche das Strömerthum unterstützen. Taschentuch, das in einem farrirten Jacket stedte, ist F. St. 10 ftellt, aber doch noch aufschiebbar ist; alsdann muß vorher mit wir die Bettelei wieder in die Höhe bringen wollen, den Verein gegen Bettelei gezeichnet. In derselben Tasche befand sich ein lederner Tabaks der gesetzlichen Frist gekündigt werden. Hat dagegen wegen dann müssen wir auf beutel mit 116,80 M. Unter dieser Summe waren 16,80 M. in dringender Gefahr die Räumung thatsächlich erfolgen müssen, so heben. Jeder, der arbeiten will, fann hier in Kiel Fünfpfennigstücken, der Rest bestand aus Gold- und Nickelstücken, bedarf es nicht der vorherigen Kündigung; der Miethsvertrag jederzeit Arbeit bekommen! Diese Bettler wollen nicht arbeiten! fowie Papiergeld. Ferner wurde am Dienstag Nachmittag am ist ohne weiteres wegen Unmöglichkeit der Erfüllung aufgehoben. Die Strömer find nur fern zu halten, wenn man ihnen kein AlGartenufer eine in der Auflösung begriffene männliche Leiche an mosen giebt. Der Verein hat segensreich gewirkt." geschwemmt. Am Goldfinger steckte ein Trauring, der die Buchftaben E. C. 78 trägt. i Soziale Leberlicht. An die Gewerkschaften Berlins! sollten. Unser Herzenswunsch ist, daß der Herr Bokelmann, dem der sozialpolitische Himmel voller Baßgeigen hängt, recht bald in die Lage käme, selber einmal auszuprobiren, was es mit der Marktpreise in Berlin am 25. Juli, nach Ermitte Herrlichkeit des Arbeitslosenlebens in dieser besten der Welten lungen des Polizeipräsidiums. Weizen per 100 Rg. guter von auf sich hat. Die Kieler Arbeiter werden übrigens wohl nicht 16,60-16,50 m., mittlerer von 16,20-16,00 M., geringer von verfehlen, sich eingehend bei Herrn Bokelmann Raths zu er 15,90-15,60 m. Roggen per 100 Rg. guter von 14,70-14,40 m., Am Freitag, den 21. d. M., wurde in der Versammlung der bolen, falls sie trotz der sanguinischen Versicherung dieses mittlerer von 14,30-14,10 M., geringerer von 14,00-13,80 m. Gewerkschaftskommission die Neuwahl des geschäftsführenden Herrn zufällig einmal unverschuldet vom Hunger gepackt werden Gerste per 100 kg. gute von 17,00-16,00 m., mittlere von Ausschusses vorgenommen und besteht derselbe nunmehr aus 15,90-15,00., geringe von 14,90-14,00. Safer per 100 Kg. folgenden Delegirten: guter von 19,20-18,80 m., mittlerer von 18,70-18,30., Balduin Franke, Möbelpolirer, Große Frankfurterstr. 73, geringer von 18,20-17,80 m. Stroh, Richts per 100 Rg. von 1. Hof links. 6,34-5,50 m. Heu per 100 kilogr. von 9-6,80 m. Erbsen, gelbe Karl Dost, Drechsler, Wienerstr. 29, v. 2 Tr. zum Kochen per 100 kg. von 40,00-24,00 M. Speisebohnen, weiße Bernity, Former, Saarbrückerstr. 8/9. per 100 kg. von 50,00-20,00 m. Zinsen per 100 kg. von 80,00 Gustav Busse, Lederzurichter, Sophienstr. 28.3 bis 28,00 M. Kartoffeln per 100 Rg. von 16,00-8,00 m. Rind- Albert Massini, Buchdrucker, Bellealliancestr. 66, fleisch von der Keule per 1 Kg. von 1,60-1,20 M. Bauchfleisch R. Millarg, Tischler, Lehrterstr. 22, v. 2 Tr. per 1 Kg. von 1,30-0,90 M. Schweinefleisch per 1 Kg. von Ostar Völkel, Hutmacher, Dunderstr. 6, v. 3 Tr. 1,50-1,10 M. Kalbfleisch per 1 Kg. von 1,60-0,90 M. Hammelfleisch per 1 Kg. von 1,40-0,90. Butter per 1 Kg. von 2,80 bis 1,80 m. Gier per 60 Stück von 4,00-2,00 m. Fische per 1 Kg.: Karpfen von 2,00-1,00 M. Aale von 8,00-1,00 m. Bander von 2,40-1,20 m. Hechte von 2,00-1,00 M. Barsche von 1,60-0,80 M. Schleie von 2,00-1,00 M. Bleie von 1,40 bis 0,60 m. Krebse per 60 Stück von 20,00-1,50 m. Sämmtliche Gelder, die für die Gewerkschaftskommission be ftimmt sind, sind wie bisher an R. Millarg, Lehrter straße 22, zu senden, während alle Anfragen, Schriftstücke 2c. welche die Gewerkschaftskommission betreffen, ferner an Ostar Bölkel, Hutmacher, Dunder str. 6, zu richten sind. Außerdem ist derselbe in allen dringenden Angelegenheiten tagsüber in der Deutschen Hutfabrit, Pappel- Allee 3/4, zu sprechen. Im Auftrage: # Die Frage über die rechtliche Natur von Trinkgeldern in bezug auf die Besteuerung, so wird offiziös geschrieben, ist nach den thatfächlichen Verhältnissen, unter welchen sie gezahlt und angenommen werden, zu beurtheilen. Trinkgelder sind an und für sich allerdings freiwillig geleistete Geschenke, welche der Besteuerung nicht unterliegen. Insofern aber Kellner, Portiers in Gasthöfen und ähnliche Bedienstete nach den thatsächlich be stehenden Verhältnissen auf die Trinkgelder, welche ihnen von den Gästen u. f. w. herkömmlich gezahlt zu werden pflegen, als eine beständige Einkommensquelle neben dem verabredeten Lohn oder statt desselben angewiesen sind, ist die Anrechnung der Trinkgelder als steuerpflichtiges Einkommen, nämlich als Verdienst der Gewerbegehilfen gerechtfertigt. Die Leitung " Die Herrlichkeit des Koalitionsrechtes. der Vereinsbrauerei in Apolda hat fünf ihrer Arbeiter, die Polizeibericht. Am 24. d. M. Nachmittags wurde ein nd monstar Völkel, Sutmacher, Dunckerstr. 6. schon längere Zeit im Betriebe thätig waren, jedoch der Brauer6jähriges Mädchen vor dem Hause Koloniestr. 126 durch einen organisation angehörten, ohne ersichtlichen Grund entlassen. InBreak überfahren und erlitt hierbei einen Bruch des Unter- Achtung! Möbeltransport Arbeiter, Packer und folge dessen beschloß eine sozialdemokratische Versammlung dieser tiefers und des Schlüsselbeins. Das Kind wurde nach dem Berufsgenossen! Für Das Kind wurde nach dem Berufsgenossen! Für bezeichnete Branchen findet am Tage, den Boykott über das Bier der Vereinsbrauerei so lange Raiser und Raiserin- Friedrich- Kinder- Krankenhause in der Donnerstag, den 3. August, Abends 81/2 Uhr, in den Armin zu verhängen, bis die Brauereileitung die Erklärung abgiebt, Reinickendorferstraße gebracht. Am 25. d. M. Vormittags fiel hallen, Kommandantenftr. 20, eine große öffentliche Versamm- dem Koalitionsrecht der Arbeiter fein Hemmniß in den Weg zu ein Rutscher, als er in der Dorotheenstraße von seinem in der lung statt, in der der Reichstags Abgeordnete Frih 3ubeil legen. Fahrt befindlichen Eiswagen absteigen wollte, zur Erde, wurde über Zweck und Nutzen unserer Organisation referiren wird. überfahren und erlitt hierbei eine so bedeutende Verletzung des Wir laden hiermit sämmtliche Kollegen, besonders diejenigen, die Die Lage der Apothekergehilfen schildert ein alter fonOberschenkels, daß er nach der Charitee gebracht werden mußte. bei der Aktien- Gesellschaft Köpenickerstr. 127 beschäftigt sind, ein, ditionirender Apotheker in der Fachzeitschrift" Der Pharmaceut Nachmittags wurde im Landwehrkanal vor dem Hause da der von der betreffenden Gesellschaft herausgegebene Arbeits: wie folgt: In der Stellung der Apothekergehilfen herrschen hier Waterloo- Ufer 17 die bereits start in Verwesung übergegangene vertrag besonders zur Sprache fommt. Diejenigen Kollegen, die Mißstände, die einer dringenden Abhilfe bedürfen. Nicht 2600 Leiche eines unbekannten, etwa 30 Jahre alten Mannes zur Vertheilung von Handzetteln behilflich sein wollen, fönnen Mart, sondern sage und schreibe 1600-1800 m., und wenn es angefchwemmt. Gin dreijähriger Knabe fiel Nachmittags aus fich Sonntag Vormittag 10 Uhr beim Kollegen Bernicke, fehr hoch tommt auch zuweilen 2000 M., dies ist der Höchstdem Fenster der im Erdgeschoß des Hauses Kottbuserdamm 6 be- Blumenstr. 20, einfinden. gehalt eines geprüften Apothekers; ein Blick in die Pharma legenen elterlichen Wohnung auf den Hof hinab und erlitt hierbei J. A.: Paul Linde, Borsigstr. 29. zeutische Zeitung" bestätigt dies vollauf. Diese Bezahlung steht eine so bedeutende Verletzung am Kopfe, daß er nach dem Krankennicht im Einklang mit der zu leistenden Arbeit, denn wenn man haufe am Urban gebracht werden mußte. Auf dem KohlenGenoffen! In vielen Vororten Berlins müssen die Ge- in Erwägung zieht, daß der Dienst in einer Apotheke von plage von Elstner, Gitschinerstr. 92, wurde Nachmittags ein offen Rlage erheben, daß bei Ausflügen die Lokalliste nicht Morgens 7 bis Abends 9, meistens auch bis 10 Uhr dauert, obdachloser Arbeiter in einem Mögelwagen liegend todt auf- beachtet wird. Auch wir in Friedrichshagen sind ge- also rund 12 Stunden, eine Mittagspause von 2 Stunden gefunden. Nach Ausspruch des herbeigerufenen Arztes ist der Wenn die Lokalliste so beachtet wird, daß jeder sein Bier trinkt, Bu zwungen, an die Solidarität unserer Genossen zu appelliren. abgerechnet, so ist ist diefer Wunsch wohl gerechtfertigt. alle dem tommt noch der angestrengte Tod vermuthlich infolge eines Schlagflusses eingetreten.. dem Hause Marheinike- Play 8 warf ein Kutscher beim Abladen üssig. 3 betrifft hier besonders zwei Lokale, die für die Ar- verdienten nicht mehr, wenn man die minimale Bezahlung elett wo es ihm beliebt, dann ist die ganze Lotal- Kommission über dienst! Man sollte fast glauben, die heutigen Apothekenbesitzer von Holz einem fünfjährigen Knaben ein größeres Stück Holz beiter gesperrt sind und zwar: Th. Schmidt und Raven- gegenhält. Daß dies nicht der Fall ist, beweisen ja die vielen auf den Kopf, so daß dieser eine etwa 4 Bentimeter it ein, ersteres direkt an der Bahn, lezteres 15 Minuten im fungen Rentner unter den Apothekern und vor allem die hohen lange Wunde davontrug. gegenüber der Forsterstraße in den Landwehrkanal und er- und doch füllen die Arbeiter den Wirthen das Lokal und die nicht angebracht, daß Abhilfe geschaffen würde? Abends sprang ein Tischler Walde gelegen. Beide wollen mit uns nichts zu thun haben, Breise, welche für Apotheken bezahlt werden! Wäre es da wohl trank. Als Abends ein Wächter den obdachlosen Schlosser Geldbörse. Parteigenossen! In der Weise darf es nicht weiter Gräßig behufs Feststellung seiner Person nach der Wache des Der Einsender erhofft Abhilfe von der Einführung der Per56. Polizeireviers fiftiren wollte, sette ihm dieser thätlichen Wider gehen, die Wirthe lachen uns höhnisch ins Gesicht, wenn man fonalfonzession, wie sie auf der diesjährigen Delegirtenverfamin Wider- er Lokalstage mit ihnen Rücksprache nehmen will. Beweist lung des deutschen Pharmazeutenvereins gefordert worden ist. stand entgegen, so daß der Wächter von seiner Waffe Gebrauch Genossen, daß Ihr solche Leute, denen an Euch nichts gelegen machen mußte, wobei Gräßig eine Verletzung am Kopfe davon trug. In der Nacht zum 26. d. M. sprang eine unbekannte ist, mit Eurer Gegenivart nicht belästigt. Frau vor dem Hause Waterloo- Ufer 17 in den Landwehrkanal, wurde aber noch lebend herausgezogen und nach ihrer Wohnung in der Möckernstraße gebracht. Im Laufe des Tages fanden Alt- Moabit 181 und Staligerstr. 32 fleine Feuer statt. 1 Vor Nacht Die paar hundert besiglosen Apotheker, die dadurch vielleicht aut Selbständigkeit gelangten, würden bald gewahr werden, daß mit dem kapitalfräftigen Kollegen" nicht gut Kirschen essen ist, daß dieser sie ebenso erdrücken wird, wie der Großkapitalist in der Industrie den Handwerksmeister erdrückt. Durch eigenen Fleiß gelangt man nirgendwo mehr zum Wohlstand, selbst im Apothefergewerbe nicht. Die Lotal- Kommission von Friedrichshagen und Umgegend. Diejenigen Arbeiter- Gesangvereine, welche am Sonntag, den 30. Juli, fich bei dem Luckenwalder Boltsfest betheiligen wollen, werden ersucht, uns sofort davon zu benachrichtigen, damit für genügende Quartiere gesorgt werden fann. Wirksamkeit der Schuh- Bockenimpfung. Der 18. Jahres Das Komitee. bericht der englischen Gesundheitsbehörde enthält interessante J. A.: Georg Back, Haidestraße 40. Mittheilungen über einige Beobachtungen und Erfahrungen, welche während der großen Pockenepidemie im Jahre 1887/88 Achtung, Glasschleifer! In der Glasschleiferei Marien in der englischen Fabrikstadt Sheffield gemacht worden sind. Hänschen Blum und das Presgeseh. Der verantwort- u. Co. in Hamburg ist gestern ein Streit ausgebrochen. Der Es erkrankten an den Pocken im ganzen 6088 Personen, von liche Redakteur des„ Vorwärts", Wilhelm Schröder hatte sich Wertführer Schmidt ist nach Berlin gereift, um von denen 590 starben. Von Kindern bis zu 10 Jahren erfrankten gestern vor dem Schöffengericht in Moabit wegen angeblicher dort aus Schleifer zu engagiren. Man wolle daher unter je 1000 geimpften 5 und starben 0,09, unter je 1000 un Hebertretung des§ 11 des Preßgefeßes, begangen durch Nicht- den Zuzug nach Hamburg strenge fern halten. Hermann geimpften erkrankten 101 und starben 44. Von Kindern dieses aufnahme einer ihm von Hans Blum zugesandten Berichtigung" Beterreil, Dranienstr. 21, Berlin. Alters, die in bereits pockenverseuchten Häusern wohnten, erGerichts- Beitung. zu verantworten. Am 2. Mai brachte der Vorwärts" eine " und 0,08, 94 Korrespondenz aus Hamburg, die sich in sachlicher Weise mit vom 15. Juli an die Vorſtände der Berufsgenosſenſchaften tre ungeimpften erkrankten 869 und starben 881. mon perjonter Ein Rundschreiben des Reichs- Versicherungsamtes frantten unter je 1000 geimpften 78 und starb 1, unter je 1000 und dem Beleidigungsprozeß beschäftigte, welcher auf Beranlassung Invaliditäts- und Altersversicherungs- Anstalten betrifft die rechtim Alter von mehr als 10 Jahren erkrankten Hänschens gegen den Redakteur Stolten vom Hamburger Echo" sprechende Thätigkeit des Reichs- Versicherungsamts während der 3 geimpften zweimal starben 19 und angestrengt war und der mit der Verurtheilung Stolten's zu Zeit vom 1. Januar bis 15. Juli 1893. Nach demselben dauerte unter je 1000 einmal geimpften erkrankten 300 M. Geldstrafe und Zahlung au 100 m. Buße von Blum 1, starb unter je 1000 in der Rekursinstanz( Unfallversicherungs- Streitigkeiten) das Verungeimpften ertrantten endigte. Hans Blum schien dem Vorwärts" damit abgethan, fahren, abgesehen von den Fällen, in welchen eine weitere Be- und starben 51. Bon Personen dieses Alters, die in bereits ver doch wurde nach Berlauf etlicher Wochen ein von diesem Sozialistentödter letzter Güte unterzeichnetes Schrift, der Revisionsinstans( Invaliditäts- und Alters- 281 und starben 14, unter je 1000 ungeimpften erkranktilitärversicherungs- Streitigkeiten) nur 9-12 und bei Revisionen, allen, die es saben, ungetheilte Heiterkeit erregte. In diesem welche ohne mündliche Verhandlung erledigt werden konnten, perfonen, welche alle wiedergeimpft fein mußten beamten, die Bochen. Die Bahl der unerledigten Sachen, welche noch über alle möglichen und unmöglichen Dinge, Thatsachen und schweben, hat sich gegen den Stand vom 31. Dezember 1892 ebenfalls alle wiedergeimpft waren, erkrankte 0. Von 372 Po Urtheile wimmelten darin tunterbunt durcheinander. So ver- in der Bietursinstang um 419, in der Revisionsinstanz um 642 lizeibeamten erkrankten 10 noch nicht wiedergeimi bie Bieberlangte er das in der Korrespondenz abgegebene Urtheil berichtigt, vermindert. daß er in dem Hamburger Prozeß eine klägliche Rolle gespielt und starben 371. Von den 830 in der Stadt wohnenden Bahlen erhellt, daß die Pockenimpfung und noch mehr impfung einen ziemlich sicheren Schutz gegen Erkrankung an den habe, daß im Gerichtssaal ob einer von ihm gemachten Gin vernünftiges Urtheil über die Sonntagsruhe Pocken gewährt, daß dieser Schutz ſelbſt in bereits pockenAussage allgemeines Schütteln des Kopfes entstanden aus kaufmännischen Kreisen zu vernehmen, ist immerhin eine verseuchten Häusern felten versagt, und daß im Falle einer Grsei, daß er in faft weinerlichem Tone eine Buße be- solche Seltenheit, daß sie wohl beachtet zu werden verdient. Ueber krankung der Verlauf der Krankheit wenigstens milder ist und seltener antragt habe und ähnlicher Dinge mehr, die dem§ 11 Die Bewährung der Sonntagsruhe schreibt, wie die Frankfurter zum Tode führt. Diese Erfahrungen haben sich während jener schaftslosen Beurtheilung der Sozialdemokratie. Natürlich legte Bericht für 1992/93 der Bochumer„ Raufmännische Verein: G3 Personal der Pocken- Krankenhäuser bestätigt. Bon diesem Personal des Preßgesetzes so fern stehen, wie Hans Blum einer leiden- Beitung" der„ Kaufm. Presse" entuimmt, in seinem neuen Jahres- Epidemie in Sheffield sogar bei dem am meisten gefährdeten Schröder Hänschens umfangreiches Opus zu dem großen Haufen blieb natürlich nicht aus, daß sich nach Inkrafttreten insbesondere erkrankten von 62 einmal in der Kindheit geimpften Personen 6 des übrigen unverwendbaren Manuskripts nieder. Bei alledem des Sonntagsruhe- Gesetzes mancher Widerspruch von seiten der und starb 1, von 81 erfolgreich wiedergeimpften erfrankte 0, nun hatte der Amtsanwalt dennoch Anklage wegen Uebertretung thatsächlich oder vermeintlich hierdurch geschädigten Geschäfts. von 18, die schon früher die Pocken überstanden hatten, erkrankte 0. des Breßgesetzes erhoben und auch in der gestrigen Verhandlung inhaber geltend machte, und es ist gewiß nicht zu verkennen, Daß die Ansteckungsgefahr bei den Pocken groß ist und mit der 10 M. Geldbuße und Bublikation der Berichtigung" in der daß bei einer derartig einschneidenden Neuerung ein Theil der Annäherung an den Seuchenheerd wächst, konnte in Sheffield heutigen Nummer des Vorwärts" beantragt. Der Gerichtshof Gesammtheit vorübergehend eine gewiffe Benachtheiligung er ebenfalls bestätigt werden. Es wurde beobachtet, daß die späteren fällte, wie kaum anders zu erwarten war, ein freisprechen- leidet, die aber gegenüber der auf dem Spiele stehenden Er: Erkrankungsfälle vorwiegend aus Häusern in der Nachbarschaft des Urtheil, nachdem der Bertheidiger des Angeklagten, Rechts- haltung des törperlichen und geistigen Wohles eines ganzen des leider mitten in der Stadt gelegenen Bocken- Krankenhauses anwalt Wolfg. Heine kurz und treffend den Werth des Blum'schen Standes nicht ins Gewicht fallen dürfte. Wir können überdies tamen. Auf eine Entfernung von 0-1000 Fuß wurden 1,75 pct., Machwerts als preßgesetzliche Berichtigung dargelegt hatte. In heute, nachdem das Gesez mehr als 3/4 Jahre wirksam von 1000-2000 Fuß 0,50 pSt., von 2000-3000 Fuß 0,14 pSt., der Urtheilsbegründung wurde ausdrücklich anerkannt, daß es im gewesen, feststellen, daß fast aller Drten die ursprünglich von 8000-4000 Fuß 0,05 pt., weiterhin 0,02 pet. aller Ginberegten Falle nicht Sache des Redakteurs sei, in einer ihm als vielfach sehr heftigen Bekämpfungen der neuen Einrichtung auf wohner von den Pocken befallen. preßgesetzliche Berichtigung übergesandten Zuschrist die Berichti- gehört haben und daß sogar viele Gegner der Sonntagsruhe jetzt gungen, die sich auf Thatsachen beziehen, von denen bloßer Freunde derfelben geworden sind. Bedeutende Firmen erklären, bei Stettin erhielten in der Klasse der gewerblichen Arbeiter die In der Gewerbegerichtswahl für den Kreis Randow Urtheile zu sondern; ein derartiges Schriftstück trage überhaupt daß der früher gerade an Sonntagen übermäßige Andrang der nicht den Charakter einer Berichtigung im Sinne des Preßgesetzes Käufer sich jetzt auf die ganze Woche vertheile und daß ins- fozialdemokratischen Kandidaten 50, die Gewerkvereinter feine und der verantwortliche Redakteur habe daher auch nicht die Pflicht, besondere die vordem stets ins Treffen geführte Landkundschaft Kandidaten 22, die sozialdemokratischen 13 Stimmen. In der Stimme. Auf der Arbeitnehmerliste erhielten die reaktionären dasselbe ganz oder theilweise in seinem Blatte aufzunehmen. fich durchweg fehr bald mit dieser Einrichtung befreundet habe." Klasse der Fabritarbeiter wurden die sozialdemokratischen Kan In welches Licht der Rechtsanwalt Dr. Hans Blum seine So sollten alle Raufmännischen Bereine für die Sonntagsruhe bibaten mit 495 und 496 Stimmen gegen 107 Stimmen, welche Kenntniß vom Preßgesetz durch diese Affäre gerückt hat, das noch fortgesezt eintreten!" des näheren auseinanderzusehen, tönnen wir uns wohl ersparen. Es wird noch eine gute Weile dauern, bis die im Schlepptan wurden drei Konservative gewählt. Die pommerschen Arbeiter die Gewerkvereinler erhielten, gewählt. Als Arbeitgeber- Beisitzer Seine Gesegestunde scheint mit seiner Kenntniß der Menschen der Bourgeoisie trottenden Kaufmännischen Vereine insgesammt haben somit glänzend gezeigt, daß sie am Platz sind, wo es die rechte, als deren Student er bekanntlich bezeichnet wurde, auf daran denken, sich von den Anschauungen der Prinzipalität zu wahrnehmung ihrer Rechte gilt. gleicher Höhe zu stehen. befreien und über die Fragen, die ihre Mitglieder angeben, selb= ständig zu urtheilen. Kaum anderswo ist die Schweifwedelei Eine für Miethsverhältnisse wichtige Reichsgerichts nach oben noch so im Gange als in den Kreisen der Handels- deutscher Eisen- und Stahl- Industrieller" hat nach Mittheilung Ja, Bauer, das ist ganz etwas Anderes! Der Verein Entscheidung wird in den Juristischen Blättern" mitgetheilt. Wird ein während der Miethszeit nicht ausführbarer Hauptbau angestellten. der Rheinisch- Westfälischen Zeitung" an die Regierungen der nothwendig, der nicht ausführbar ist, so lange der Miether die Die sozialpolitische Weisheit eines liberalen Stadt. Einzelstaaten mit Staatsbahn- Betrieb eine Eingabe gerichtet Sache im Besitz hat, so muß der Miether die Sache nicht blos verordneten feierte fürzlich in Riel Triumphe. Wie die dahingehend, daß bei der Vergebung von Eisenbahnmaterial das während des Baues räumen, vielmehr ist sowohl der Vermiether Schleswig- Holsteinische Bolts- Zeitung" berichtet, erklärte der Angebot ausländischer Industrien nicht berücksichtigt, die Arbeit als der Miether aur endgiltigen Aufhebung des Vertrages be- Stadtverordnete Bokelmann in der am 21. Juli stattgefundenen vielmehr ausschließlich den deutschen Werken zugewiesen werden rechtigt, so daß feiner vom andern die Fortsetzung des Vertrages Sigung der städtischen Kollegien bei Berathung der Vorlage be- möge, daß durch dieselben der Wettbewerb der ausländischen ch vollendetem Bau verlangen kann. Ob vorherige Auffün- treffend Unterstützung des Vereins gegen Bettelei: Es ist be- Industrie in entsprechender Weise geregelt" werde. Die Herren " Elfenb arone fuchen sich wohlweislich im Interesse des Profits die ausländische Konkurrenz vom Halfe zu schaffen. Bei der Herstellung der Arbeiten durch Arbeiter sind die Herren aber feineswegs fo feinfühlig und tragen gar kein Bedenken, ausländische billigere Arbeitskräfte den deutschen Arbeitern vorzuziehen. Wo bleibt da der berühmte Schuß der nationalen Arbeit"? Ja, Bauer, das ist ganz etwas Anderes! " P Wozu das Kapital die Wissenschaft" gebraucht. Unser Düsseldorfer Barteiblatt schreibt: Vor nicht gar so langer Zeit hatte die Niederrheinische Voltstribüne" einen Prozeß zu bestehen, weil sie es gewagt hatte, die BeBehauptung aufzustellen, daß auch die ärztliche Kunst in dem Dienst des Kapitalismus stehe. Zwar war diese Behauptung erwiesenaber es war dabet ein Düsseldorfer Arzt beleidigt worden, und Redakteur und Verleger mußten ihre 14 Tage , brummen".- Heute nun weht uns der Zufall ein Blättchen Papier auf den Redaktionstisch, welches etwas nähere Beachtung verdient. Zur besseren Beurtheilung des Inhaltes jenes Blättchens schicken wir folgendes voraus: Einem Arbeiter aus Duisburg wurden vor einiger Zeit ein paar Kinder krant. Der Mann geht zu dem Dr. med. Fischer in Duisburg, welcher auch seinen Beistand nicht versagt. Der Arbeiter aber lebte schon in so traurigen Verhältnissen, daß es ihm unmöglich war, den Arzt zu bezahlen, er wurde gleich, nachdem die Kinder wieder gesund waren, aus unbekannten Gründen arbeitslos. Nach längerem Suchen wendet er sich an die Niederrheinische Hütte zu Duisburg". Von der Leitung des Werkes wird er zu demselben Dr. med. Fischer gesandt, um sich untersuchen zu lassen. Wie überall üblich wird ihm ein Schein eingehändigt, den der Arzt zu unterschreiben hat. Dieser Echein ist das oben erwähnte Blättchen, welches uns im Original vorliegt. Es hat folgenden Wortlaut: " Herrn Dr. Fischer, Duisburg! Wir bitten," Bringer diesen( folgt der Name des Arbeiters), der bei uns in Arbeit zu treten wünscht, ärztlich zu untersuchen Dersammlungen. Sanssouci eine dem Bericht des Vorfizenden über die Vereinsthätigkeit giebt der Kassirer den Kassenbericht, der einen Bestand von 309,93 Mart aufweist. Die Werkstätten- Kontrollkommission hat eine Einnahme von 97,54 M. und eine Ausgabe von 36,16 M. zu verzeichnen. Angelegtes Vermögen 1263,60 M. Zum zweiten Vorsitzenden wurde Kollege Kärfack und Kollege Köhler zum ersten Schriftführer gewählt. • Der Für die Mäntelnäherinnen, Bügler, Stepper, Herren konfektionsarbeiter und Arbeiterinnen fand am 24. Juli in zahlreich besuchte Versammlung statt, in einen mit welcher Fräulein Wabniß einen lebhafter Bu stimmung aufgenommenen Vortrag hielt über die Lage der Arbeiter und Arbeiterinnen in oben angeführten Branchen. Den Die freie Vereinigung der Zivil- Berufsmusiker hielt durchaus zutreffenden Ausführungen über die schlechten Ver- am 18. Juli ihre ordentliche Generalversammlung ab, in welcher hältnisse dieser Arbeiter und Arbeiterinnen stimmte in zunächst die Revisoren sowie der Rendant den Bericht vom der Diskussion Kollege Voigt voll und ganz zu. 2. Quartal cr. gaben. Die Einnahmen betrugen 415,44 M., die Die Abrechnung Hilscher verlangte, daß diejenigen Zwischenmeister, bei Ausgaben 339,57 M., also Bestand 75,87 M. denen solche Mißverhältnisse existiren, der Deffentlichkeit bekannt- vom Stiftungsfest ergab eine Einnahme von 34,80 M., Ausgabe Beim folgenden gegeben werden. 3. B. sei es vorgekommen, daß bei Wendt 104,50 M., also ein Defizit von 69,70 m. dem Bügler der Lohn nach 8 Tagen nicht gezahlt wurde und er Punkte der Tagesordnung wurde Kollege Michelmann seines nach 3 Wochen die Weifung erhielt, den Klageweg zu beschreiten; Amtes als 2. Schriftführer enthoben und die Kollegen Rohland ebenso fei es bei Boldt, Mariannenstraße, dieser sei eigentlich und Wezel in deffen Stelle gewählt. Die Kollegen Forbrig Tischler, jezt aber Schneidermeister"; haben hier die Mamsells und Neustock wurden auf Beschluß der Versammlung aus14 Tage gearbeitet, würde ihnen oftmals der Lohn nicht ge- geschlossen, da sie gegen die Prinzipien der Vereinigung ver geben. Sämmtliche Redner und Rednerinnen betonten die stoßen. Das Gesuch des Musiker Werner um Wiederaufnahme unbedingte Nothwendigkeit der Organisation, und forderten zum wurde abgelehnt. Aufgenommen wurden 5 Kollegen. Nach regen Beitritt in den Verband deutscher Schneider und dem noch einige interne Angelegenheiten geregelt waren, erfolgte Schneiderinnen auf. Mistofsky ergänzte den Vortrag der Schluß. Referentin dahin, daß es bei den Konfektionären in der Herrenbranche schon so Sitte sei, daß diesen bei Röllig. Von dem auf die Tagesordnung gefeßten Vortrage Eine öffentliche Lackirerversammlung tagte fürzlich Herren ihre Anzüge umsonst gearbeitet werden, Herbst wurde wegen des schwachen Besuches Abstand genommen. verlangt, daß die Arbeiterschutz- Gesetzgebung auch auf Vertrauensmann Rautenhaus theilte mit, daß bei der Wittwe die Hausindustrie übertragen, sowie eine Regelung der über- Eger, Königsbergerstraße, die Lehrlillge länger als die Gehilfen mäßig langen Arbeitszeit herbeigeführt werde. Frau Pa Im beschäftigt werden, bis 10 Uhr Abends und Sonntags auch bis Palm bekundet, daß bei einem Zwischenmeister in der Perlebergerſtraße 4 oder 6 Uhr Abends. Dadurch wird schon früh die Gesundheit Knabenanzüge( Hose, Leibchen, Jaquet) für 35 Pf. angefertigt dieser jungen Leute ruinirt. Was Ueberanstrengung bes werden sollen, und betont demgegenüber die Nothwendigkeit der wirke, das sehe man Organisation namentlich der Frauen und Mädchen. ja an denjenigen Gehilfen, die der Saison nicht lange genug arbeiten tönnen. a gemann legt verschiedene Mißstände in den Druckereien Diese fallen, wenn ihre Arbeit zu Ende ist, der Krankenklar. Frau Dum dei bringt die entwürdigende Behandlung fasse zur Last. Auch Kollege Müller hob im Anschluß der Dienstmädchen zur Sprache. Im Schlußwort berichtet Re- hieran hervor, daß namentlich die sämmtlichen Werkstätten der ferentin von Fällen, in denen Arbeiterinnen, welche 18 Jahre Kleinmeister wahre Pesthöhlen seien und in verderblicher Weise und länger bei einem Zwischenmeister gearbeitet, von diesem auf die Gesundheit der Arbeiter einwirken. Nachdem noch die ( Unterschrift unleserlich.) unbarmherzig aufs Pflaster geworfen wurden, um jüngeren Einführung von Werkstätten Delegirten angeregt worden war, Unter diesen Schein also sollte das ärztliche Attest nach dem Kräften Platz zu machen; diese mußten dann für die Hälfte des wurde zu Verschiedenem übergegangen. Der GewerkschaftsBefund der Untersuchung vermerkt werden. Was aber steht Preises arbeiten. Bei einem Zwischenmeister in der Komman- fommission wurden 10 M. überwiesen und demnächst zu der Dantenstraße habe man bisher der Hausschneiderin stets 2 Mart vorher erwähnten Anregung folgende Resolution angenommen: ( Name) hat viel gewechselt und ist aus gewiffen Gründen Tagelohn gezahlt, jetzt gebe man furzweg nur 1 Mark. Dieser" Die Versammlung fordert die Kollegen auf, in feder Werknicht zu empfehlen. Herr fei Herrenschneider, beschäftige u. a. auch einen Lehrjungen, tätte einen Delegirten zu ernennen, der die Intereffen der Dr. N. Fischer." deffen Schlafstätte ein mit Lumpen gefüllter Sack sei, der des Kollegen in der betreffenden Werkstelle zu vertreten hat. Der Daß diese Bemerkung kein ärztliches Attest ist, braucht nicht erst Tags über unter das in der Arbeitsstube befindliche Bett ge- felbe hat seine Adresse an den Vertrauensmann zu senden." auseinandergesetzt zu werden. Ein Arzt hat nicht nöthig, bei schoben werde. Timm gab unter Verschiedenem be- Am nächsten Montag findet Filialversammlung bei Schöning in seinen Attesten sich solcher Worte wie gewiffe Gründe" zu bekannt, daß die Angelegenheit der Firma Americain- Pant- Suit- der Stallschreiberstraße statt. bienen! Woher aber weiß denn der Dr. Fischer, daß der Ar- Faktory noch zu erledigen sei, es wurde beschlossen, diese Sache beiter viel gewechselt hat? Das fann er nur wissen, wenn er der Agitationskommission zu übergeben. Auf den verschiedener Eine ordentliche Mitgliederversammlung hielt am für mehrere Firmen, oder mit seinen eigenen Worten für viele" feits lautgewordenen Wunsch, möglichst bald wieder in dortiger 23. Juli die 3entral- Krantentasse der Maurer, Firmen( der Arbeiter hat zu viel gewechselt) die Untersuchungen Gegend eine Versammlung stattfinden zu lassen, erklärte Timm, Steinhauer, Gipser, Weißbinder und Studateure vornimmt, und anstatt eine Bescheinigung über den Gesundheits- dem solle Rechnung getragen werden. Erfreulicher Weise könne ab. Der Kassirer Herr Kliemann verlas die Abrechnung vom zustand eine solche über die Arbeitsthätigkeit des Arbeiters aus- er mittheilen, daß heute 41 Kollegen und Kolleginnen der Organi- 2. Quartal. Dieselbe ergab eine Einnahme von 35 709,86 m., stellt. Wahrlich, wir haben es weit gebracht im Reich der sation beigetreten seien. die Ausgaben betrugen 34 629,97 m.; mithin ist ein Bestand von Gottesfurcht und frommen Sitte"! Wir bemerken nur noch, daß 1079,89 M. vorhanden. In den Vorstand wurden hierauf gewählt: zum ersten Kassirer Richter, zum zweiten Bevoll mächtigten Buchmann, zum zweiten Schriftführer KaufKliemann. mann, zu Revisoren die Herren Karpe, 3öllner und und den Befund hierunter zu bemerken. Niederrheinische Hütte zu Duisburg- Hochfeld, den 4. Juli 1893. darunter? Man lese und staune: D. 4./7. 93. " der Arbeiter bis heute noch keine andere Arbeit hat finden können und überlassen es unsern Lesern, sich selbst den Kommentar dazu machen. Da viele Ortskrankenkassen ihren an geschlechtlichen Krankheiten leidenden Mitgliedern jedwede Unterstützung verweigern und damit gegen die§§ 6a und 26a der Novelle zum Krantenversicherungsgesez vom 10. April 1892 verstoßen, haben die preußischen Minister des Janern, der Medizinal- Angelegen heiten und des Handels in einer gemeinschaftlichen Verfügung die Ortstrankenkassen darauf hingewiesen, daß die Krankenkassen zur Kürzung oder Entziehung des Krankengeldes nur dann be rechtigt sind, wenn die Krankheit infolge ausschweifenden Lebenswandels entstanden ist. Aerztliche Behandlung, Medizin und alle zur Wiederherstellung nöthigen Verrichtungen und Heilmittel müssen jedoch auch diesen Stranten gewährt werden. Die Minister sprechen den Wunsch aus, es möchten diese Kranten, bei denen die Gefahr der Weiterverbreitung der Krankheit besonders groß ist, im Interesse der Volksgesundheit möglichst schnell und sicher wieder hergestellt und zu diesem Zwecke womöglich einem öffentlichen Krankenhause überwiesen werden. Frau in Die Militärmüßen- Arbeiter hielten am Sonnabend, den 22. Juli, eine öffentliche Versammlung ab, in welcher Kollege Fischöder eine Einleitungsansprache über die Nothwendigkeit der Gründung einer Organisation darlegte. Hierauf behandelten die Kollegen Weinert, Frick, Krause und Freyer verschiedene Eine am 23. Juli abgehaltene öffentliche Vera Uebe Iſtände, die in der Branche herrschen und begründeten damit die Nothwendigkeit einer Organisation. Ein von dem Kollegen sammlung der Porzellanarbeiter wählte Herrn Krause gestellter Antrag zur Gründung einer Organisation, R. Jahn, Porzellanmaler, als Delegirten zum internationalen welche den Namen" Freie Vereinigung der Militärmützen- Arbeiterfongreß in Zürich. Es wurde eine Kommission gewählt, Arbeiter Berlins" trägt, wurde einstimmig angenommen, worauf die mit den Berufsgenossen in Deutschland in Verbindung treten sämmtliche anwesenden Kollegen als Mitglieder dem Verein bei soll, um auch diesen die Kandidatur Jahn zu empfehlen, resp. traten. In den Vorstand wählte die Versammlung folgende die Zustimmung zur erfolgten Wahl einzuholen. In die GeKollegen: zum ersten Vorsitzenden Weinert, zum zweiten Vor- wertschaftskommission wurde neben Herrn Reimer, der schon in ſizenden Hente, zum ersten Schriftführer Pilasky, zum zweiten einer früheren Versammlung der Porzellanmaler als Vertreter Schriftführer Hoffmann, zum ersten Kassirer Kramer und zum gewählt war, Herr Schönheidt, Porzellandreher, neugewählt, so zweiten Raffirer Sievers. Die Versammlungen sollen regelmäßig daß jetzt die Porzellanarbeiter durch zwei Delegirte in der Romalle Sonnabend nach dem Ersten und Fünfzehnten jeden Monats mission vertreten sind. bei Röllig, Neue Friedrichstraße 44, abgehalten werden. Der Bauarbeiter- Verein der Rosenthaler Vor Die Maler und Anstreicher hielten am Sonntag in stabt hielt am 16. Juli seine Versammlung ab und wurde zuMoabit eine öffentliche Versammlung ab, in der Genosse nächst die Abrechnung der beiden Monate März und April verNät her über die Nothwendigkeit der gewerkschaftlichen Organi- lesen und für richtig befunden; Genosse Rersten ersuchte die Rol Es ist eine Beschränktheit ohne gleichen, wenn Krankenkassen sation sprach. Die auf den mit Beifall entgegen genommenen legen, sich der Mühe zu unterziehen, soviel wie möglich Billets zwischen gewöhnlichen Krankheitsfällen und Fällen der vom Vortrag folgende lebhafte Diskussion bewegte sich ausschließlich zu dem am 12. August stattfindenden Stiftungsfest abzusetzen. Minister erwähnten Art einen Unterschied machen. Von aus im Rahmen des Referats. Einstimmig gelangte eine Resolution Ein Antrag wegen gänzlicher Aufhebung des Arbeits- Nachweises schweisendem Lebenswandel kann bei Geschlechtskranken in 99 von zur Annahme, wodurch die Anwesenden sich verpflichteten, nicht wurde dem Vorſtande zur Berathung übergeben und bis zur 100 Fällen überhaupt nur im Sinne der verstocktesten Bureau- nur selbst der Organisation beizutreten, sondern ihr immer mehr nächsten Versammlung vertagt. Die nächste Bersammlung findet kratie die Rede sein; diesen Kranken geziemen ganz dieselben neue Mitglieder zuzuführen und für dieselbe zu agitiren. Ferner am Sonntag, den 20. August, statt. Rechte wie sie anderen Kassenmitgliedern im Krankheitsfall beauftragte die Versammlung das Bureau, bei den Behörden die Die Sattler hielten am 25. d. M. im Norden Berlins in zukommen. Forderung zu stellen, daß schon jetzt Mittel und Wege in An Sachen der unmittelbar bevorstehenden Militärarbeit und der Die sichtbaren Goldvorräthe in Europa, den Vereinigten wendung gebracht werden, um dem im kommenden Winter durch bezüglich dieser zu stellenden Forderungen- neunstündige ArbeitsStaaten und Australiens, welche die bei den verschiedenen die sich bereits heute fühlbar machende Arbeitslosigkeit ent- zeit und 40 Pf. Minimal- Stundenlohn- eine öffentliche AgiNationalbanken liegenden und die von den einzelnen Regierungen bekannt gegeben, daß in kürzester Zeit sich eine Versammlung Kollege Frante legte in seinem einleitenden Referate in ein stehenden Nothstand entgegen zu treten. Zum Schluß wurde tationsversammlung ab, die zahlreicher als bisher besucht war. gehaltenen Bestände zusammenfassen, vertheilen sich nach einer im Zentrum mit der eventuellen Beschickung des Züricher KonAufstellung des B. B.-C." wie folgt: ( In Millionen Franks.) Bank von Frankreich Deutsche Reichsbank. Bettelbanken Deutscher Kriegsschatz Bant von England Andere englische Banken Belgische Nationalbank Griechische Nationalbant. Bant von Spanien Holland = Algier Rumänien F 1 Juni Dezbr. 1893 1892 1717 1709 707 97 715 97 150 150 753 605 200 200 Schottische Banfen 108 107 • . • Irländische Banten. 68 67 Desterreichisch- ungar. Bant. 217 217 Nationalbaut von Italien 211 200 Italienische Zettelbanken 188 185 • Stalienischer Staatsschatz 109 109 60 81 1 198 190 71 80 22 22 9 65 55 - Portugal. 26 26 9 Schweden. 23 22 Schwedische Bettelbanken 10 10 Bank von Norwegen 34 29 Dänemark 83 81 8 # Bulgarien 2 = Finnland. 22 22 . 69 67 . Russische Reichsbank 1511 1688 588 231 328 395 Amerikanische Nationalbanken 155 155 978 1238 • Australische Banten.. 500 500 Zusammen 9284 9274 B = • Serbien Schweizer Banken Russischer Staatsschat.. New- Yorfer Verein Banfen Staatsschaz gresses und dem Submissionswesen beschäftigen wird. die Weise gehendster geradezu troftlosen Arbeitsverhält nisse in der Militärbranche flar. Jm Sattlergewerbe fei 9-10 Mart pro Woche Arbeitsverdienst an der TagesDie Handschuhmacher hielten am 23. d. M. eine öffent- ordnung. liche Verfammlung ab behufs Stellungnahme zum internationalen ordnung. Die Kollegen follen die bei der bevorstehenden MilitärRongreß der Handschuhmacher, welcher im Auguſt d. I. in arbeit sich bietende Gelegenheit, bessere Arbeitsbedingungen zu Grenoble( Frankreich) stattfindet. Einleitend hörte die Ber- schaffen, sich nicht entgehen laffen. Bei genügender Vorbereitung der Lohnbewegung würden ihren die wendigkeit der gewerkschaftlichen Organisation, in demselben den Handschuhmachern nahe legend, vor allem die eigene gewerk- Forderungen der Arbeiter dann berücksichtigen. Die Befürchtung schaftliche Organisation zu pflegen, dann aber auch, in der all der Fabrikanten, daß Unternehmer in der Provinz die Arbeit gemeinen Arbeiterbewegung sich mit voller Kraft zu bethätigen. billiger liefern würden, soll dadurch hinfällig gemacht werden, daß auch in der Provinz eine rege Agitation entfaltet werde. Der Vortrag fand die lebhaftefte Zustimmung aller Anwesenden. Das durch Fragebogen beschaffte Material foll in einer Eingabe Eine vorgeschlagene Erörterung der Frage betreffs des Ein- dem Ministerium unterbreitet werden, um auch maßgebenden gehens eines Kartellverhältnisses mit den Weißgerbern wurde für Kreisen einen Einblick in die bestehenden traurigen Verhältnisse dies Mal abgelehnt, dagegen beschlossen, demnächst eine öffentliche Versammlung gemeinsam mit den Weiß gerbern zur Erörte zu ermöglichen und sie zu veranlassen, das Ihrige zur Besserung rung dieser Frage einzuberufen. Nachdem tam die Kongreß- vielleicht auch viele Opfer erfordern würde, so forderte Referent beizutragen. Wenn der bevorstehende Kampf auch schwere und frage zur Verhandlung. Die Versammlung erklärte sich mit den doch auf, denselben mit frischem, fröhlichem Muthe aufzunehmen von einzelnen Städten zum Kongreß gestellten Anträgen, mit( Beifall). In der folgenden Diskussion wurden die einschlägigen Ausnahme des Züricher Antrages, einverstanden. Die Beschickung Berhältnisse lebhaft erörtert und aufgefordert, in den Werkstätten, des Kongresses betreffend wurde beschlossen, drei Delegirte zu fammlung einen Vortrag des Genossen Völkel über die Noth Unternehmer können bei Erfolge erzielen lassen, und die entsenden und wählte die Versammlung als solche die von Berlin wo dies noch nicht geschehen ist, Vertrauenspersonen zu wählen. aufgestellten Kandidaten Bruder- Berlin, Jakobsen- Mün- Bur Annahme gelangte eine Resolution, in welcher sich die Anchen und Wasler- Stuttgart. Die Versammlung bewilligte des wesenden verpflichteten, mit allen gefeßlich zu Gebote stehenden Weiteren den streitenden Kürschnern aus dem vorhandenen Dis- Mitteln für eine materielle Hebung des Sattlergewerbes einpositionsfonds die Summe von 25 M. In Aussicht genommen zutreten und sich zu diesem Behuse in erster Reihe dem Verbande ist eine Besichtigung der Genossenschafts- Hutfabrit an einem der Sattler und Tapezirer anzuschließen. Die nächste VerbandsSonntag Vormittag, wennmöglich zusammen mit den Weiß- versammlung findet am Sonnabend, den 5. August, Alte Jakob. gerbern. Der geplanten Errichtung eines ständigen Bureaus der Straße 83, bei Wienecke statt. Gewerkschaftskommission stimmte die Versammlung zu und ver Lese- und Diskutirklub„ Süd- Os". Abends 8% Uhr Vortrag des pflichtete sich dieselbe, im Verein mit allen Gewerkschaften Ber- Genossen Hansen: Die Geschichte des Antisemitismus. Metallarbeiter. Große öffentliche Versammlung am Donnerstag, den lins für die erforderlichen Mittel aufzukommen. Das Stiftungs- 27. Juli, Abends 8 Uhr, in der Berliner Ressource, Kommandanteni. 67. fest der Organisation findet nicht am 12., sondern am 19. Auguft Tagesordnung: Stellungnahme zum Büricher Kougreß. Referent: Rollege im Seeschlößchen( Friedrichshagen) statt. Der Fachverein der Klempner tagte am 12. Juli. Nach dem Rassenbericht des Kassirers ist ein Vereinsvermögen von 310 M. vorhanden. Aus der Wahl gingen hervor: erster Vorsitzender Reinhard, zweiter Vorsitzender Müller, erster Die Frankfurter Zeitung" blickt mit sichtlicher Befriedigung Schriftführer schöte, erster Raffirer Jlling, zweiter auf diese Goldvorräthe. D. Näther. Vermischtes. Postalisches. Die Briefträger sollen dem Vernehmen nach Mit einem Worte", schreibt sie, es ist Rafsirer Kramer. Zum Bibliothekar wurde Kollege ange in nächster Beit mit neuen ledernen Brieftaschen ausgerüstet Gold genug da, und die Erde produzirt mehr als gebraucht wird" und zum Revisor Kollege Winter gewählt. zu Mitgliedern werden, an beren rechter Seite eine Lederhülfe angebracht ist, Allerdings, das gegenseitige Anpumpen der Staaten könnte der Arbeitsnachweis Kommission wurden ernannt: Pfeifer die ein fleines Fläschchen mit Tinte enthält. schon noch eine Weile gehen und mancher Börseaner würde noch Kleemann, Tismer, Eder, Lippich, Markus Neuerung liegt darin, daß die Postboten jetzt bei Zustellung von feine Rechnung finden, wenn eben nicht die Staaten im Innern und Breu I. faul wären, so zwar, daß sie feinen Kredit besitzen. Der Fachverein der Tapezirer für Berlin und um gegend hielt am 17. Juli eine Generalversammlung ab. Nach Der Anlaß diefer Gerichtsbriefen die Urkunden in Gegenwart des Adresjaten sofort mit Tinte ausfüllen müssen. Diese Neuerung ist in Berlin probeweise bereits eingeführt worden. Angenehmer als diese Neuerung wäre für die vielgeplaaten Briefträger eine anständige| Abends passiren würden. Offiziös wird gemeldet, daß die fran-| Ereignisse hat nach richtiger Ansicht der Bauherr, insbesondere Gehaltserhöhung und für die Sommerzeit eine leichtere Klei- zösischen Schiffe die Forts am Eingange des Menamflusses eine Stadt, vorauszusehen und eventuell für den Schaden aufzudung, was die Leute bei der tropischen Hige in diesem Sommer passirt seien. Die Forts hätten Salutschüsse mit den Schiffen kommen. Soviel uns erinnerlich, hat bereits ein Grundstückszu leiden hatten, läßt sich schwer beschreiben. Unter dem jezigen gewechselt. befizer aus Anlaß der vorjährigen Ueberschwemmung gegen die Regiment ist leider auf eine Aenderung in dieser Beziehung vor- Toulon, 26. Juli. Der englische Dampfer Fernando" Stadt geklagt: die Klage ist wohl noch nicht entschieden. erst nicht zu hoffen. wurde, als er das im Manövriren begriffene und in Schlachtordnung aufgestellte Mittelmeer- Geschwader durchkreuzen wollte, von dem Panzerschiffe„ Cecille" in den Grund gebohrt. Die Mannschaft ist gerettet worden. Arbeiterrisiko. Ein schrecklicher Unglücksfall ereignete sich am Sonnabend Nachmittag in der Mörkenstraße in Altona. Dort waren zwei Arbeiter am Siel beschäftigt. Sie wurden dabei von dem wolkenbruchähnlichen Regen überrascht, der neuen bedeutenden Zufluß von Wasser in das Siel zur Folge hatte. Mit großer Anstrengung rettete sich der eine, indem er den Schacht glücklich erreichte, um sich aus der Deffnung desselben aus seiner Lage zu befreien. Der andere wurde von der starken Strömung des Waffers fortgeriffen. Ohne Hilfe leiften zu können, umstanden die Sielarbeiter den Schacht, aus welchem Hilferufe ihres unglücklichen Kollegen weither noch vernehmbar waren und dann gänzlich aufhörten. Sächsische Schildbürgerstückchen. In Löbtau hat der Gemeinderath einen neuen Geniestreich begangen. Man erinnert fich der großen Blamage, die er sich durch Taufe und Umtaufung der Ahlwardtstraße zufügte. Jetzt hat er die Heinestraße in Poststraße umgetauft, weil der Jude Heine nicht würdig sei, einer Straße den Namen zu geben. Nun war aber die Straße garnicht nach dem Dichter Heine, sondern nach dem bekannten Dresdener Maler Heine benannt worden. Depeschen. ( Depeschen des Bureau Herold.) London, 26. Juli. Sir Grey gab im Unterhause weitere Erklärungen über Siam und sagte: Die englischen Unterthanen seien im Besige einer Konzession für die Ausbeutung der Minen in Rubinen und Saphiren in den Provinzen Tschantobun, Korat und Battambong. Diese drei Provinzen habe Frankreich nicht befeßt, noch verlange es dieselben. England werde seine Unterthanen daselbst schützen. London, 26. Juli. Nach einem Telegramm aus Leicester beginnt der für den 28. Juli angesetzte Ausstand erst in der nächsten Woche. Die Bergarbeiter in Leith bei Edinburgh schließen sich dem Streit an. Mehrere Bechen sind bereits ohne Arbeiter. Die Kohlenpreise steigen fortwährend. ( Wolff's Telegraphen- Bureau.) Bingen, 26. Juli. Amtliches Ergebniß der Reichstags= Nachwahl im Wahlkreis Alzey- Bingen: Gesammtzahl der abgegebenen giltigen Stimmen 7038; davon erhielt Fabrikant Reinhart Schmidt( freis. Voltsp.) 5440 St., Schriftsteller Welcker ( Antif.) 1208 St., Weinhändler Graf( deutsche Reformpartei) 357 St. Ersterer gewählt. Paris, 26. Juli. Der Matin" erklärt es für wahrscheinlich, daß die Blokade von Siam durch eine militärische Aktion vervollständigt werden würde, welche bestimmt wäre, die Be fegung der in dem Ultimatum geforderten Territorien zu bewirken. London, 25. Juli. Auf dem Gute Haversham bei Wolverton ist die Ninderpest ausgebrochen. Vier Thiere wurden getödtet der Rest der Heerde wurde isolirt. Literarisches. B., Grünthalerstraße. Durch die mündliche Rücknahme der Kündigung Ihrerseits ist Ihre Kündigung hinfällig. Falls im alten Vertrage nichts anderes ausdrücklich vereinbart ist, so baben Sie aber das Recht, zum 1. Januar nunmehr zu kündigen. Antworten Sie, wenn der Wirth in der That die Wohnung in der besprochenen Weise repariren läßt, so sei ja allerdings Ihre erite Kündigung aufgehoben, Sie machen nunmehr aber von Ihrem Kündigungsrecht zum 1. Januar derart Gebrauch, daß Sie die Wohnung unter allen Umständen zum 1. Januar 1894 fündigen. Daß die Verlängerung auf ein Jahr gelte, ist unrichtig, falls im alten Vertrage derartiges nicht steht. Gekrönte Häupter. 2. Heft. August der Starke, Kurfürst von Sachsen, König von Polen. 64 Seiten. Preis 20 Bf. Verlag von Hans Baafe, Berlin S., City- Passage. Die. St. 25. Sie müssen sich zur Prüfung an die Reviererste Nummer dieser Sammlung von Einzelbildern zur polizei oder einen Bausachverständigen wenden. Naturgeschichte des Absolutismus( Katharina II. von Ruß- R. V. 100. 1. Die Bestimmungen der Fabrikordnung sind land) ist bekanntlich der vorläufigen Beschlagnahme ver- maßgebend. 2. Ja, der Kunde muß an den Händler zahlen. fallen. Wir sind neugierig, ob auch bei diesem zweiten Hefte 3. Jm Oktober in Köln. = der Versuch wiederholt werden wird, die Verbreitung dieser Müller. Der Hauswirth ist im Recht, wenn der Vertrag naturgetreuen Monarchen Portraits zu verhindern. Die bis zum 30. September lautet; vergleiche im übrigen Antwort vorliegende Studie beruht auf gründlichem Quellenstudium unter B. H. 17. und giebt ein lebendiges Bild des kläglichen Zustandes, in Fröhlich. Tragen Sie Ihren Fall Ihrer Gewerkschaft vor. dem sich die sächsischen Lande dank des absoluten Gottes- Wilhelmshaven. Ist nur strafbar, wenn durch dortige gnadenthums im vorigen Jahrhundert befunden haben. Polizeiverordnungen unter Strafe gestellt. Wenn August der Starke in dieser Darstellung als ein unerfättlicher Wüstling und närrischer Zirkusheld auf dem Thron erscheint, so wird damit eben nur der geschichtlichen Wahrheit die Ehre gegeben. Wir können das Schristchen unsern Lesern auf das wärmste empfehlen. Briefkaffen der Redaktion. M. B. Die ertheilte Antwort war zutreffend. Sie folgt aus den Gefeßen und Staatsverträgen, so unangenehm die Daß eine aus Folgen auch für Ihren Bruder sein können. drückliche" Falle" gelegt ist, ist nicht anzunehmen; derartige Schreiben nugen aber hernach nichts. H. Müller. Er fann es auch einem in Berlin wohnhaften Gerichtsvollzieher zur Einflagung übergeben. O. F. Sprechen Sie zwischen 12 und 1 Uhr zur Klarlegung vor. Sch. J. 100. 1. An das Gericht muß der Antrag auf Festsetzung der Kosten gestellt werden. 2. Die Frau haftet für die Gerichtskosten ihres Mannes nicht. Crefeld. 1. Es eristirt tein Gesez, durch welches die Prinzipale verpflichtet sind, die Steuern für die bei ihnen beschäftigten Arbeiter abzuziehen und der Steuerbehörde zu zahlen. Nur, wenn eine Pfändung seitens der Steuerbehörde verfügt ist, find die Arbeitgeber zur Zahlung der Steuer verpflichtet. 2. Der Sohn ist zur Alimentirung feines Vaters verpflichtet. Oskar T. Schriftliche Antwort wird nicht ertheilt. 1. Das Vermögen der Frau haftet nur dann, wenn sie mit dem Manne in Gütergemeinschaft lebt. Vor Abschluß der Heirath sollen die Brautleute auf dem Gericht ausdrücklich erklären, daß der Mann seines Nießbrauchs- und Verwaltungsrechts sich begiebt, daß er das aufzuzählende Vermögen seiner Ehefrau als deren Eigenthum anerkennt, und beide Eheleute, daß sie die Gütergemeinschaft ausschließen. Dann ist das Vermögen der Ehefrau gesichert. In das Vermögen des Ehemanns kann der alte Gläubiger Eretution wiederholen, pflegt es aber zu unterlaffen. 2. Die Forderung des Fiskus wegen Gerichtskosten verjährt in 4 Jahren, vom 31. Dezember des Jahres gerechnet, in dem die Forderung entstanden ist. Das Geld kann dem Kinde geschenkt werden; der Fiskus hat aber das Recht, die Schenkung in Höhe seiner Forderung anzugreifen. P. F. 22. Ihre Kündigung ist vollkommen giltig. $. 2. 90. Ihre Braut soll unter Darlegung der Verhält nisse bei dem Amtsgericht( Vormundschaftsgericht) den Antrag auf baldigste Ertheilung der Genehmigung stellen. 2. B. Die Kündigung ist als wirksam zu betrachten, wenn sie nicht ausdrücklich vom Ehemann widerrufen ist. H. Methner. Der Verein unterliegt der Anmeldepflicht nicht.-§§ 4 und 5 der Statuten erscheinen aber recht unklar. Sie scheinen von dem irrigen Gedanken ausgegangen zu sein, der Verein sei eine selbständig erwerbende juristische Persön lichkeit. Volksstimme Mgbb. Vorsitzender des Vereins der C. B. M. ist: Gustav Graß, Stralsunderstr. 36 part. W. P., Stolp. Mit Dank erhalten. Wird verwendet werden. G. Mbr. 100. Die Beeidigung des Sohnes des Klägers ist zulässig, ebenso auch ein Antrag Ihrerseits, Ihre Frau und Verwandten zu hören und eventuell zu beeiden. Haben Sie die 2. 1870. 1. Als Großjähriger können Sie auf Einwilli Waaren nicht zum Geschäftsbetriebe entnommen und Ihre Schuld gung Ihres Vaters zur Eheschließung flagen. Die Klage muß nicht anerkannt, so verjährt Ihre Schuld, wenn Sie die Waaren beim Landgericht des Wohnortes Ihres Vaters durch einen AnLondon, 26. Juli. Der englische Gesandte in Buenos- im Laufe des Jahres 1890 entnommen haben, mit Ablauf des walt erhoben werden und kann längere Zeit dauern, auch nicht unerhebliche Kosten verursachen. 2. In Rixdorf besteht keine Ayres hat der Regierung telegraphisch mitgetheilt, daß die 31. Dezember 1892. argentinische Regierung ein Dekret veröffentlicht hat, nach welchem Preuß. Die Frage, ob der Schaden, der bei Gelegenheit Gütergemeinschaft. Sie würden indeß gut thun, vor Abschluß die Bollfäße auf Leinengewebe und gewirkte Strumpfwaaren vom eines Gewitters durch spätere Bauanlagen eines Nachbars herbei- der Ghe zu gerichtlichem Protokoll das Eigenthum Ihrer Braut 18. September ab erhöht werden. geführt ist( Ueberschwemmung infolge der Hochlegung des Mühlen- anzuerkennen und des Nießbrauchs- und Verwaltungsrechtes sich dammes) von dem Nachbar zu ersehen ist, ist für den Fall zu zu begeben. A. R. 50. Sprechen Sie zwischen 12 und 1 Uhr vor. bejahen, wenn der Nachbar unterlassen hat, Sicherheitsmaßregeln J. N. Am 1. d. M. zu treffen, damit das Wasser abfließe. Selbst ungewöhnliche Die Times" meldet aus Bangkok vom 25. d. M., daß die französischen Schiffe am Abend dieses Tages außerhalb der Befestigungen Anker werfen und die Einfahrt heute um 11 Uhr Freie Volksbühne. Th. Keller's Hofjäger, Jedes Loos der Stiftungsfest- Lotterie, das mit einer O endigt, hat gewonnen. Die Gewinne sind bei dem Unterzeichneten täglich von 8-8 Uhr abzuholen. Das Festcomité. J. A.: Julius Türk, SW. Solmsstr. 24. Berlag des ,, Vorwärts" Berliner Volksblatt Berlin SW., Beuth- Straße 2. Das zur diesjährigen Maifeier in Aussicht gestellte Kundblatt welches bereits in der Maifest- Zeitung als Mittelbild gebracht wurde, ist nunmehr in bedeutend vergrößertem Maßstabe- Plattengröße 68 x 47 cm, Rartongröße 95 x 78 cm in feiner Kupferägung ausgeführt in unserem Verlage erschienen. Das Bild heißt: Der erste Mai und ist dazu angethan, jeden Versammlungsraum, jedes Vereinszimmer der Arbeiter zu verschönen, vor allem wird es für jedes Proletarierheim ein würdiger Zimmerschmuck sein. Um dies wahrhafte Kunstblatt auch weiteren Kreisen zugänglich zu machen, ist der Preis auf nur festgesetzt. Drei Mark Gegen Einsendung des Betrages werden Bestellungen von außerhalb porto- und emballagefrei effettuirt. Wiederverkäufer erhalten Rabatt. 890/12 Hasenhaide, BergmannstrassenEcke. 52/19 Heute Donnerstag, den 27. Juli 1893: Gr. Extra- Garten- Konzert. Anfang 5 Uhr. Entree 15 Pf., im Vorverkauf 10 Bf. A. Froelich. Soeben erschienen und durch uns zu beziehen: Verhandlungen und Beschlüsse Des Internationalen Arbeiter- Kongresses zu Brüffel. 16. bis 22. August 1891. Preis 20 Pf. Angesichts des bevorstehenden Züricher Internationalen Rongresses, auf dem eine Reihe der in Brüssel behandelten Fragen ebenfalls zur Verhand lung fommen, wird diese nach den Berichten der Tagespresse angefertigte BuUnübertrefflich! E METALL PUTZ Ueberall zu haben in Blechdosen zu 5, 10 u. 20 Pf. UNIVERSAL- ME R.P. SCHUTZMARKE POMADE Richard Poppe BERLIN N.O. Putzmittel der well Unentbehrlich Man achte genau auf meine Firma und Schuhmarke. für jeden Haushalt! X- und O- Beine. Heinrich Bayer, Fabrikant bes ,, Egalisators" für X- u. 0- Beine, aus Reinfeld in Holstein, ist auf furze Zeit mit Mustern hier anwesend. Zu sprechen von 10-2 und 4-6 Uhr, 64/2] NW., Dorotheenstr. 93, I. anerkannt beste ſammenstellung der Kongresdebatten den in den Kreisen der Genossen lebhaft Breßkohlen, seizkraft, wenig $ empfundenen Mangel eines offiziellen Kongreß Protokolls einigermaßen abhelfen. Verlag des Vorwärts, Berliner Volksblatt". SW., Beuthstr. 2. Soeben ist erschienen und durch alle ParteiBuchhandlungen, Rolporteure u. BeitungsSpediteure, sowie vom Verleger H. Baake, City- Passage, zu beziehen: Kurfürst von Sachsen, August der Starke, sönig von Polen. r. 2 der Sammlung: Gekrönte Häupter. 64 Seiten. Nr. 1: Katharina ll. von Ruhland ist tonfiszirt: Altenberg's gem. Färberei, Wäscherei, Garderob.- Reinia. Roh- Tabak Anstalt, Neue Jakobstr. 17, Brunnenstr.162( fr.123), Andreasstr. 54, Fruchtstr.36, Potsdamerstr. 57/58, empf. f. 3. Färb. u. Reinig. v. Garderob. jed. Art, Spitzen, Gard., Möbelst. gef. 1 Mt. p. Pfd., Bettdeck. gef. 1,25 Mt. p. Stück. Herren Anzug gereinigt, gebügelt von 2,50 k. an. Reparaturen billigst. Neu! Glanzentfernung von blankgetragenen Kammgarn- Garderoben. * Dr. Hoesch, homöopath. Arzt, Linienftr. 149. 8-10, 5-7, Sonnt. 8-10. Kleiderspind, Vertikow, 15 m. bill. wie im Laden, Tischlerei Dranienftr. 158, 8 Tr. 3716L* Preis 20 Pfennig. Allen Freunden der Wahrheit und der 4591L* Aufklärung empfohlen. 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