Nr. 176. Erscheint täglich außer Montags. Preis pränumerando: Vierteljährlich 3,30 Mart, monatlich 1,10 mt, wöchentlich 28 Pfg. fret in's Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags- Nummer mit illuftr. Sonntags- Beilage Neue Welt" 10 Pfg. Poft- Abonnement: 8,30 Mt.pro Quartal. Unter Kreuzband: Deutschland u. Defterreich Ungarn 2 Mt., für das übrige Ausland 3 Mt.pr.Monat. Eingetr. in der Post- Zeitungs- Preisliste für 1893 unter Nr. 6708, Vorwärts 10. Jahrg. Infertions- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzeile oder deren Raum 40 Pfg., für Vereins- und Beriammlungs: Anzeigen 20 fg Inferate für die nächite Nummer müssen bis 4 Uhr Nachmittags in ber Expedition abgegeben werden. Die Ervedition ist an Wochens tagen bis 7 Ubr Abends, an Sonnund Festtagen bis 9 Uhr Vors mittags geöffnet. Fernsprecher: 3mt I, 4186. Telegramm- Adresse: " Sozialdemokrat Berling Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Abonnements- Einladung. Sonnabend, den 29. Juli 1893. " In der Denkschrift heißt es sodann: Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. Produkte nach Rußland möglich wird. Es sollte der russischen Der deutsche Vorschlag, in Konsequenz dieser Auffassung Regierung ein Verzicht auf das System des Schutzes der von einer vertragsmäßigen Bindung der deutschen Getreidezölle nationalen Arbeit nicht zugemuthet werden, wohl aber der Mit dem 1. Auguft eröffnen wir ein neues Abonnement übrigen Waarenverkehrs zu beschränken, fand jedoch nicht die rechnen darf, seine Produkte bei uns abzusetzen, wenn es bereit überhaupt abzusehen und das Abkommen auf die Regelung des Gedanke zur Geltung kommen, daß Rußland nur dann darauf auf den „ Vorwärts" Berliner Volksblaff mit der illustrirten Sonntagsbeilage ,, Die Neue Welt“. Für Berlin nehmen sämmtliche Beitungsspediteure, sowie unsere Expedition, Beuthstr. 3, Bestellungen entgegen zum unsere Expedition, Beuthstr. 3, Bestellungen entgegen zum monatlichen Preise von 1 Mark 10 Pfennige frei ins Haus, wöchentlich 28 Pfennige. zum Preise von Zustimmung der russischen Regierung. Die letztere schlug viel- ist, auch deutschen Erzeugnissen seinen Markt offen zu halten. mehr im November 1891 eine Verständigung auf der Grundlage Bei Auswahl der in die Liste aufzunehmenden Gegenstände vor, daß Deutschland an Rußland seine Vertragszölle für Ge- wurde in Betracht gezogen, daß, wenn Rußland erst die Bahn treide, Holz, Eier, Butter, Geflügel und Wild( nicht lebend), einer Vertragspolitik beschritten haben würde, uns im Wege der Pferde, Schweine, fowie einige weitergehende Bollermäßigungen Meistbegünstigung auch indirekt Begünstigungen für solche Artikel gewähre, ferner die Zölle für Petroleum und Kaviar und die zukommen werden, an denen andere Staaten in erster Linie Bollfreiheit für Flachs, Hanf. Werg, Wolle, nicht ge- interessirt sind." waschen, Schweineborsten, Felle und Leder, nicht bearbeitet, Dann heißt es: Flaum und Federn, Geflügel und Wild( lebend) und Von der russischen Regterung sind diese Vorschläge in Kleie binde und auf den Erlaß von Vieh Einfuhrverboten wesentlichen Punkten nicht angenommen worden. Der russischerverzichte. Als Gegenleistung sollte Rußland feinen befeits zunächst wieder aufgenommene Antrag auf Abschluß eines stehenden Zolltarif für eine beschränkte Anzahl deutscherseits Wiehfeuchen- Abkommens wurde zwar fallen gelaffen, dagegen ist vorzuschlagender Artikel binden. Es wurde hierbei bemerkt, daß jede Vereinbarung über den finnischen Bolltarif mit Rücksicht auf ruffischerfeits Bollermäßigungen sowohl im allgemeinen, wie die für Finnland in Aussicht stehende Einführung des höheren namentlich für die Artikel der Metall, Textil- und chemischen allgemeinen russischen Zolltarifs, sowie eine größere Anzahl der Industrie, für Zucker und Hopfen, sowie eine Aufhebung der an beantragten Ermäßigungen des russischen Tarifs abgelehnt der deutsch- russischen Grenze bestehenden Differentialzölle auf worden; bei dem Rest sind nur mäßige Herabsetzungen Für außerhalb nehmen sämmtliche Postanstalten Abonnements| Kohlen, Roheisen und Baumwolle ausgeschlossen seien. zugestanden worden. A13 Ersatz wurden geringe ZollDeutscherseits wurde erwidert, daß ein Vorschlag, nach ermäßigungen für einige deutscherseits nicht benannte Artikel anwelchem Rußland für vier Fünftel seiner Gesammteinfuhr nach geboten. Mit dieser Maßgabe brachte die kaiserlich russische Deutschland Ermäßigung oder Bindung des deutschen Tarifs Regierung die sofortige Eröffnung kommissarischer Berhandmit der Wirkung eines jährlichen Bollnachlaffes von rund lungen in Vorschlag und knüpfte hieran Mitte Juli d. J. den 25 Millionen Mart fordere, dagegen selbst der drei Mal geringeren Wunsch nach Abschluß eines Provisoriums, wodurch an Rußland deutschen Gesammteinfuhr nach Rußland keinerlei Erleichterung, provisorisch bis Ende dieses Jahres der deutsche Konsondern nur eine beschränkte Bindung des vielfach prohibitiven pentionaltarif, dagegen an Deutschland der Mitgenuß ( absperrenden) russischen Tarifs gewähre, in keiner Weise die geeignete der an Frankreich bewilligten Zarif Kon= Grundlage für eine Verständigung bilden könne. Dabei wurden so sessionen eingeräumt werden sollte. Deutscherseits wurde deutschen Landwirthschaft einer Ermäßigung des Boll- genommen, auch die Bereitwilligkeit ausgesprochen, eine Reschutzes gegenüber der billigen russischen Produktion entgegen- vision einzelner deutscher Anträge im Laufe der Verhandlungen stehen, wie darauf hingewiesen, daß inhaltlich der Statistik die vorzunehmen, dagegen betont, daß in der Hauptsache die gewiederholten Erhöhungen des russischen Bolltarifs auf die stellten Forderungen aufrecht erhalten werden müßten. Zugleich 2,20 Mark für August u. September unter Nr. 6708.) entgegen.( Eingetragen in der Post- Zeitungs- Preisliste für 1893 Neu hinzutretenden Abonnenten wird der bisher erschienene Theil des Romans Die Bekehrung André Savenay'swohl die Bedenten geltend gemacht, die den Standpunkt der ber Borschlag kommissarischer Verhandlungen im Prinzip an auf Verlangen gratis nachgeliefert. Die Redaktion und Expedition des „ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Der Zollkrieg ist erklärt. " deutsche Ausfuhr nach Rußland die nachtheiligsten Wirkungen wurde zur Erwägung gestellt, ob nicht für den Fall und vom ausgeübt, während umgekehrt die Erhöhung des deutschen Zoll- Beitpunkt der Einführung des erheblich höheren russischen tarifs in den Jahren 1879, 1885 und 1887 die zunehmende Ent- Bolltarifs in Finnland zu gunsten des dadurch betroffenen deutwickelung der russischen Einfuhr nach Deutschland nicht gehindert schen Handels Kompensationen im Gebiete des allgemeinen hat. Zugleich wurde kein Zweifel darüber gelassen, daß russischen Tarifs zu vereinbaren wären. Deutschland als Entgelt für seinen Konventionaltarif, außer Gr leichterungen des Grenzverkehrs und der Zollformalitäten, sowie Der Vorschlag des Provisoriums wurde deutscherseits abgelehnt, unter Hinweis darauf, daß es hierzu der Mitwirkung des Reichstags bedürfe, die nach dem Stand der parlamentarischen Arbeiten nicht mehr zu er langen sei, und daß zudem die an Frankreich bewilligten Zollnachläffe zu unbedeutend seien, um auch nur provisorisch ein Aequivalent für die Gewährung des deutschen Konventionaltarijs zu bilden." In seiner Sigung vom 28. Juli hat der Bundesrath der Beseitigung der Differentialzölle u. f. w., eine erhebliche Er Vorlage über die Einführung des Zollzuschlags von mäßigung des russischen Tarifs beanspruchen müsse, namentlich fünfzig Prozent der tarifmäßigen Eingangsabgabe auf in folgenden Kategorien: Metallwaaren, Instrumente, Maschinen aus Rußland kommende Einfuhrwaaren und Fahrzeuge, Chemikalien und Farbstoffe, Textilwaaren, feine Zustimmung ertheilt. Die vom Reichs- Anzeiger" teramifche Artifel, Papier, landwirthschaftliche Erzeugnisse." veröffentlichte Denkschrift zu dieser Vorlage führt etwa Dies ist des Pudels Kern, die Rücksicht auf die Landfolgendes aus: wirthschaft, das heißt auf die preußisch- deutschen GroßDer deutsche Ausfuhrhandel nach Rußland leidet feit Jahr- grundbesitzer und auf mächtige Gruppen der zehnten an den hohen und stetig gesteigerten russischen Böllen. Deutschen Großzindustriellen, auf Eisen- und BaumDie„ betheiligten deutschen Gewerbstreise" hätten erträgliche Bewollbarone. dingungen für die Ausfuhr verlangt. Im Winter 1890/91 habe die In den folgenden Verhandlungen ist für die deutsche land angeregt. Die russische Regierung sei von der Auffassung aus- Regierung der Grundsatz festgehalten worden, gegangen, daß Deutschland zur Deckung seines Einfuhr-„ daß, wenn Deutschland durch Gewährung seines Ronbebarfs an Getreide auf die russische Getreideausfuhr an- ventionaltarifs der russischen Einfuhr Vortheile einräumt, es gewiesen sei, und daß es daher für die Einräumung von seinerseits berechtigt ist, ebenso wie von anderen Staaten so auch Ermäßigungen der deutschen Getreidezölle Zugeständnisse bezüg- von Rußland die Herabsehung seines Bolltarifs in dem Maße Die russische Regierung hat hierauf erklärt, fie Lasse lich des russischen Zolltarifs nicht beanspruchen könne. zu verlangen, daß wiederum eine lohnende Ausfuhr deutscher den Höchsttarif vom 1. August an in Kraft treten, sei aber russische Regierung ein Zollabkommen zwischen Rußland und DeutschFeuilleton. Macbrud verboten.) ( 28 Kruzifig, das von den christlichen Gefühlen des republikanischen Frankreich Zeugniß abzulegen scheint, während über dem Tafelwerk, das um den ganzen Saal läuft sich in er habener Arbeit die Waageschalen, die heidnischen Waageschalen der alten Themis abheben. Man kann sich füglich fragen, Es lag in der Hand der Regierung, das Parlament zusammenzuhalten. Sie brauchte nur rechtzeitig die nöthigen Schritte zu thun. Man wollte nicht, denn man lamentarischen Arbeiten", will sagen bei der Hurrah- Bedurfte die Landwirthschaft" eben bei dem Stande der parwilligung der Militärvorlage nicht in üble Laune perfezen, man wollte die Junkerschaft, getreu dem Caprivischen Versprechen, schonen"! haltung zwischen de Zuhörern in dem schwülen Gerichtssaal. Um der Form zu genügen, ruft der Gerichtsdiener von Zeit zu Zeit: Ruhe! Da ist zunächst die Sache Aristides Bondois. Eine kleine Thür öffnet sich in der Wand zu Linken. Ein Bursche Die Bekehrung André Savenay's. welches von diesen beiden religiösen Emblemen am wenig von zwanzig Jahren, klein und unansehnlich, mager, mit Sozialistischer Roman von Georges Renard. sten den Ideen des zeitgenössischen Paris entspricht. schmutzigem Gesicht, erscheint zwischen zwei Schuyleuten. Das Ganze trägt ein gewissermaßen theatralisches und Sein Verbrechen? Er war in ein Wirthhaus gegangen falsches Gepräge: die Amtsroben und die Barrets der drei und hatte sich ein Mittagsmahl geben lassen, eine SchwelRichter, der Rechtsanwälte und der Gerichtsschreiber er- gerei, die dem Wirth zwei und einen halben Francs! gekostet Autorisirte Uebersehung von Marie Kunert. innern an eine feierliche Maskerade, so wenig passen sie zu hatte. Als der Angeklagte zahlen sollte, hatte er erklärt, daß Wenn auch die eleganten Herren und Damen der großen den modernen und oft recht würdelos aussehen den er keinen Sou hätte. Der Präsident fragt, ob die ThatWelt unter den Zuschauern fehlen, so kann man dafür auf der Physiognomien ihrer Träger. Der Gerichtsdiener in ähn- sachen stimmen. Der Angeklagte leugnet nicht. Man will für die Mitglieder der Presse bestimmten Bant eine Menge licher Bermummung waltet seines Amtes mit so wichtiger nun von ihm wissen, wie er zu dieser Handlung gekommen Journalisten sehen. Andere Bänke wimmeln wieder von jungen Miene und trägt dabei den Kopf so hoch, wie wenn er seine ist. Er beschränkt sich darauf, mit gebrochener Stimme zu Juristen, die sich wie zu einer großen Festrede hier ein- Vorgesetzten parodiren wollte. Vergebens forscht André antworten, daß er Hunger gehabt. Das wäre eine begefunden haben. Im Hintergrund des Saales erblickt man banach, welches Interesse die Gesellschaft daran haben tanu, queme Entschuldigung, meint mit ironischem Lächeln der die Blüthe der Börseaner, mitten unter ihnen viele würdig diesen äußeren, längst überlebten Apparat, der dem Walten Präsident, der die Beweisaufnahme nun für beendet erklärt aussehende Leute mit gerunzelter Stirn. Das sind Aktionäre, der Justiz hier den Anschein einer Tragikomödie giebt, noch und dem Vertheidiger das Wort ertheilt. Dieser ist ein die darauf brennen, den Ausgang des Prozesses zu er aufrecht zu erhalten. In der That: eine Tragikomödie, bei ganz junger Rechtsanwalt, der dem Angeklagten vom Gericht fahren. Auch der alte Beamte ist unter ihnen. Neben der die Schauspieler sich über sich selbst und über das, was zugewiesen worden ist. Er hat seinen Klienten eine Viertelihm sitt André und betrachtet neugierig den Saal. sie thun, lustig machen. stunde nur gesehen und gesprochen, er weiß nichts Ein merkwürdiger Versammlungsraum ist es, der die Jezt ist jeder auf seinem Posten. Der Präsident hat von ihm, er spricht nur für ihn, weil er sprechen Veränderungen und die Zusammensetzung unserer Zivilisation auf seinem Stuhl zwischen den beiden andern Richtern muß, er scheint dabei die Anwesenden um auf das deutlichste veranschaulicht. Auf der dunkelblauen Platz genommen und blättert in den Akten, auf die er sein schuldigung zu bitten, daß er seine und ihre Zeit Tapete, welche die Wände bekleidete, erinnern eingestreute furzfichtiges Antlig tief herabbeugt. Lints sitzt der in dieser Angelegenheit in Anspruch nehmen muß. Schnell, goldene Bienen an das verflossene Kaiserreich, während in- Staatsanwalt, der Diener der sozialen Vergeltung, und nur schnell zu Ende! Er stottert einige Phrasen, aus mitten der Wand eine Gipsbüste der Republik in einer scheint zu schlummern. denen man kaum einige Brocken wie noch nicht verurtheilt gewesen..."," der Hunger, ein schlechter Rathgeber die Nachsicht eines hohen Gerichtshofes" vernehmen kann. Während der Ausführungen des Vertheidigers plaudert der Präsident mit den beiden Richtern. Die Rede ist kaum mit Bildhauerarbeit in Holz geschmückten Nische thront. Der Präsident hat die Sigung für eröffnet erklärt. Das ist ein Schmuck, wie er einem solchen Gerichtssaale, Die ersten zur Verhandlung kommenden Fälle werden auf der nach einander föniglich, kaiserlich und national gewesen gerufen. Eine hübsche. Liste gemeiner Verbrechen! Noch war, wohl zukommt. Ganz im Hintergrund erhob sich ein hört niemand zu. Man hört nur das Summen der UnterEnts zur Fortsetzung der Verhandlungen bereit. Die Denkschrift| Agrarier ihm leuchte, der Krieg wird erklärt. Auf einen es bedarf der ausländischen Zufuhr. Und gerade führt nun aus: Schelm anderthalbe, auf den russischen Höchsttarif Deutsch- der russische Roggen ist von höchfter Wichtig" Durch die weitere Steigerung der hohen russischen Zölle, lands fünfzigprozentiger Zollzuschlag. Das ist die gegen- keit für die deutsche Boltsernährung. Daß schon der speziell gegen Deutschland, welche der russische Marimaltarif feitige luftdichte Sperre, die jeden Verkehr unmöglich macht. Fünfmark- Boll sehr schädlich wirkt, versteht sich. Während enthält, würde die fernere Ausfuhr deutscher Erzeugnisse, sowie Wie lange soll dieser Krieg währen, der hüben und im Jahre 1889 die Einfuhr russischen Getreides, namentlich der deutsche Zwischenhandel mit fremden Erzeugnissen nach Ruß- drüben auf Kosten der großen Masse geführt wird? Roggens und Hafers, in dem freien Verkehr Deutschlands land außerordentlich erschwert und vielfach ausgeschloffen werden. Für uns kommt in Frage die deutsche Bolts- 1837 636 Tonnen( 1 Tonne= 10 Doppelzentner), im Mit Rücksicht hierauf erscheint es unvermeidlich, sofort nach Einernährung. Jahre 1890 noch 1730 711 Tonnen, 1891 1 631 507 Tonnen führung des russischen Maximaltarifs bis zur Wiederherstellung eines billigen Ausgleichs in den Bedingungen des gegenseitigen Stehen wir auf dem Kriegsfuße mit Rußland, so ist betragen hat, war sie im Jahre 1892 auf 592 751 Tonnen Handelsverkehrs auch deutscherseits die in§ 6 des Zolltarifgesetzes es die Pflicht der deutschen Regierung, ungefäumt an den zurückgegangen. Die deutschen Ernten waren günstig gevorgesehene Buschlagsabgabe auf die russische Einfuhr, soweit die Friedensschluß zu denken. Es darf nicht gesäumt wesen, Rußland hatte 1892 sein furchtbares NothLetztere zollpflichtig ist, in solange zu legen, als der russische Maximal- werden, wo die bedeutsamsten Interessen auf dem Spiele ja hr mit zeitweiligem Getreide- Ausfuhrverbot durch tarif gegenüber Deutschland in Kraft bleibt. Nach der Statistik des stehen. Je rascher ersprießliche Verhandlungen in die Wege gemacht, und die Vertragsstaaten lieferten große Zufuhren. Deutschen Reichs betrug im Jahre 1891 der Waarenaustausch des geleitet werden, desto besser! Aber die Vertragsländer, deren Roggen 3,50 M. an Zoll deutschen Zollgebiets mit Rußland im Spezialhandel: in der Einfuhr Was thut noth? Ein Handelsvertrag, der trägt, liefern nicht genug oder sie liefern kostspieliger, zu aus Rußland 578 701 000 m., in der Ausfuhr nach Rußland 145 336 000 M. Von der russischen Einfuhr nach Deutschland uns das russische Brotkorn zu demselben Sage liefert, wie höheren Preisen als Rußland. Fühlbar wird dies namentwaren Werthe von etwa 400 Millionen Mark zollpflichtig, dar das Brotkorn Desterreich- Ungarns. Und diese Vertrags- lich werden, sobald wir eine Mißernte oder eine nur mittelunter wichtigere Artikel: politik müßte nur die Einleitung sein zum Sturze der mäßige Ernte haben. Wäre es nicht Verblendung, trotzdem bei einer Gesammt- Schutzölle. das russische Getreide auszusperren? Fragt man: Wem einfuhr nach Wer aber dirigirt bei uns? Großgrundbesitz und Groß- nüßt es? so lautet die Antwort: Den deutschen BrotDeutschland aus industrie. Schutz der nationalen Arbeit" ist das Schlag- vertheuerern, den Junkern! allen Ländern von wort der volksverwüstenden Plusmacherei, Millionen Mark Tapitalistischen Ausbeutung die fistalisch- schutzöllnerische Ausbeutelung fügt. Ein Ring fügt sich zum andern in dieser Kette. Immer wieder zahlt das Bolt die Beche, eine Gut- und Blutsteuer nach der anderen wird ihm auf gewälzt, und zum Schaden kommt der Spott. · 163 137 13,8 25,6 Millionen Mart Weizen Hoggen im Werthe von 91 99 . " Hafer. " " Buchweizen 11,7 2,6 Σ Hülsenfrüchte 9 " Hirse 1 " " Gerste. 37,5 104 " " " Raps und Rübfamen 8,5 " " " 12,2 51,7 " " 60 194 " " " 1,3 O • " " 3,8 9 " " " 2,4 16 " " " Kaviar 1,7 " " " Petroleum 4,3 65,3 " " " Mineralische SchmierDele 4,3 10,3 " " 20,8 56 •" " " 15,8 73 " " 5,6 71,9 " " Kautschukwaaren Mais und Dari Holz u. Waaren daraus Butter Fleisch, ausgeschlachtet Eier von Geflügeln Pferde.. Schweine.. 4,7 Die vorstehenden Zahlen beleuchten das Interesse der russi schen Volkswirthschaft an der Offenhaltung des deutschen Marktes. Andererseits haben die Erfahrungen, welche anläßlich der russischen Getreide- Ausfuhrverbote im Jahre 1891/1892 ge= macht worden sind, gelehrt, daß Deutschland in der Deckung " die zur Von nicht ,, müden" Staatsmännern und vom 3ollkrieg. Unsere Staatsmänner sind nicht müde. So erklären sie wenigstens in der Norddeutschen Allgemeinen Beitung". Schält man aus der in entsetzlichem Schreibstubendeutsch abgefaßten, mit Fremdworten gespickten Notiz das Der 15. Juni 1893 war eine Mahnung, die die Mäch- Thatsächliche heraus, so findet man, daß das russische Blatt tigen hätte zum Nachdenken aufrütteln können. Es wird und die Kreuz- Zeitung", die meldeten, die deutschrussischen fortgewurftelt. Schon rebellirt der Bauer, der Kleinbürger, Bertragsverhandlungen feien wegen der Uebermüdung der höher und höher steigt die sozialistische Hochfluth. Die deutschen Staatsmänner bis zum Herbst vertagt worden, reißend schnelle Zersehung der herrschenden Klaffen tritt gar nicht so unrecht gehabt haben. In der halbamtlichen jinnenfällig zu Tage. Blind für die Zeichen der Zeit, taub Notiz wird gesagt, die deutsche Regierung habe die mündfür die Warnungsrufe der sozialen Wetterwarte, besorgt lichen Verhandlungen bis zum 1. Oktober verschoben, weil der Kapitalistenstaat die Geschäfte der junkerlich- großkapita- man bei den schriftlichen Verhandlungen sich über wesentliche listischen Machthaber. Puntte nicht geeinigt habe; kommissarische Berathungen aber auf der gleichen Grundlage unmittelbar folgen zu lassen, hieße nur nochmals die bestehenden Meinungsverschieden heiten feststellen. Ja, weshalb muß denn die gleiche Grundlage" gewählt werden? Glaubt man eine" bessere Grundlage ein Bierteljahr später zu haben, nachdem etwa der Zollkrieg mittlerweile gewüthet hat? Ist nicht die mündliche Aussprache in solchen Fragen viel anregender, förderlicher, fruchtbarer, als das Langathmige Schreibwerk? Wie lange noch wird die Lammsgeduld der Masse so auf die Probe gestellt werden? Bedarf die Weisheit unserer müden Staatsmänner" noch eines eindringlicheren Menetekels? Unsere Sache marschirt. ſeines Einfuhrbedarfs an Brotfrüchten nicht auf die ruſfische Politische Weberlicht. Berlin, den 28. Juli. den Rons Man lese nun, was der, Kölnischen Zeitung" aus Petersburg gedrahtet wird. In den Petersburger Produktion angewiesen ist, daß vielmehr selbst in einem ausRegierungskreisen, so wird dem rheinischen Blatte gemeldet, nahmsweise ungünstigen Erntejahre der 8ufuhrbedarf auf glaube man, daß trotz des Höchsttarifs die Grundlage dem Weltmarkt gedeckt werden konnte, obwohl das Die Getreide- Einfuhr des Deutschen Reiches zur Verständigung werde gefunden werden, besonders bei russische Korn demselben ferngeblieben war. Aus diesen Er- betrug im Juni d. J. im Vergleich zu den in den Klam- einer auf beiden Seiten ruhigen Haltung der Presse. In wägungen ist der vorliegende Verordnungs- Entwurf hervorgegangen. Der Bollzuschlag ist vorgesehen für die hauptsächlich mern beigefügten Einfuhrziffern des Vorjahres: 667 352 maßgebenden russischen Kreisen fasse die Ueberzeugung Fuß, in Betracht kommenden russischen Ausfuhrartikel. Da die( 1 059 973) Doppelzentner Weizen, 257 649( 645 446) daß die deutsche Regierung ohne Einberufung des Reichsrussische Maßregel sich auf Rußland, ausschließlich Finnlands, Doppelzentner Roggen, 110 617( 52 626) Doppelzentner tags die Getreidezölle, wenn auch nur zeitweise, nicht herabbeschränkt, so erscheint es angezeigt, die deutsche Gegenmaßregel Hafer, 452 815( 244 703) Doppelzentner Gerfte, 114 855 feben könne. Rußland wünsche aber trotzdem in entsprechender Weise zu beschränken. Die Höhe der Zuschlags-( 111 902) Doppelzentner Raps und Rübsaat, 606 939 fofortigen Zusammentritt einer abgabe ist mit Rücksicht auf die im Vergleich zu dem russischen( 502 422) Doppelzentner Mais und Dari. Von Januar ferenz in Berlin mit dem Hinzufügen, wenn der Bolltarif geringen Säße des deutschen Tarifs und im Intereſſe bis Ende Juni betrug die Einfuhr: 3 249 128 Reichstag später die Beschlüsse der Konferenz nicht gutder Wirksamkeit der Maßnahme auf 50 pct. der tarifmäßigen( 7 038 968) Doppelzentner Weizen, 915 539( 4 132 876) heißen sollte, sei das eine Sache für sich; alsdann habe Eingangsabgabe bemessen." Doppelzentner Roggen, 457 780( 396 787) Doppelzentner Deutschland doch ein freundliches Entgegenkommen geAus der amtlichen Uebersicht ergiebt sich nur Eines, Hafer, 2 853 346( 2497 220) Doppelzentner Gerste, 425 314 zeigt. Die Nichterfüllung des Wunsches Rußlands auf daß der Zollkrieg für Rußland und Deutschland schädlich( 334 790) Doppelzentner Raps und Rübsaat, und 2 281 893 fofortigen Busammentritt der Konferenz sein wird. Deutschland aber ist der mehr Geschädigte.( 4 661 043) Mais und Dari, Russischen Ursprungs müsse dieses als Beichen mangelnden EntRußland kann seine Bedürfnisse an gewerblichen Erzeug waren von den in diesem Jahre eingeführten Getreide gegen tommens auffaffen. Das flingt aus einer nissen durch Frankreich, England u. s. w. decken, Deutsch- mengen 87 949 Doppelzentner Weizen, 221 541 Doppel- ganz anderen Tonart. Weshalb hat die deutsche Regierung land wird in dieselbe gefährliche Lage kommen, wie Frank- zentner Roggen, 9615 Doppelzentner Hafer, 694 442 nicht schneller gearbeitet? Militärvorlagen werden rascher reich im Zollkriege gegenüber der Schweiz. Die deutschen Doppelzentner Gerste, 43 981 Doppelzentner Buch erledigt. Was hindert die Regierung, da es sich um eine Agrarier haben ihren Zweck erreicht, der Differentialzoll ist weizen, 42 237 Doppelzentner Mais und Dari. wichtige Frage handelt, den Reichstag zu einer außer= ihnen verbürgt, der Kuhhandel hat ihnen die deutschen Die Bolldifferenz für russisches Getreide gegenüber den aus ordentlichen Tagung etwa im September einzuBerbraucher auf Guade und Ungnade ausgeliefert. Daß den Bertragsländern stammenden Feldfrüchten beträgt heute berufen und ihm den deutsch russischen HandelsDeutschland seinen Roggenbedarf auf dem Weltmarkt ohne Ruß- bereits bei Weizen und Roggen 1,50 M., bei Hafer 1,20 m., vertrag vorzulegen? Daß der Hundstags- Reichstag, nachland decken kann, ist bewiesen für günstige deutsche Erntejahre, bei Lupinen 50 Pf.. bei Gerste 25 Pf. und bei Mais bem er die Militärvorlage unter Dach und Fach gebracht ist bewiesen nur soweit, daß wir den nichtrussischen fremden 40 Pf.; sie würde steigen bei einem vom Bundesrath auf hat, auseinandergestoben ist, ohne z. B. die bedeutsame AnRoggen theurer zahlen, als den russischen Roggen, über gelegten 50 prozentigen Bollaufschlag bei Weizen und gelegenheit der Futtern oth ernsthaft zu behandeln. dessen dem deutschen Großgrundbesitz peinliche Billig Moggen auf 4 M., bei Hafer auf 3,20 M., bei Lupinen Barlamente, die unter zum Theil wärmeren Klimaten zu teit die Dentschrift sich ja deutlich ausspricht. auf 1,50 M., bei Gerste und Mais auf 1,40 M. Das schaffen haben, sind nicht so sonnenscheu, z. B. das italienische, Hier haben wir die Früchte jener furzsichtigen, aber wäre die Sperre für russische Erzeugnisse. Wie wird der französische, englische Parlament. Aber nicht blos die natürlichen Interessenpolitit, die die große Masse der Bollkrieg wirken, da wir in Deutschland höchstens auf Staatsmänner", auch die Bourgeoisparlamentarier sind herrschenden Klasse zur Auspowerung ausliefert und durch eine mittelmäßige Ernte rechnen können, da die Land-" müde" und ziehen die Sommerfrische allem anderen vor. Stockschläge auf den Magen den blinden Hödur sehend wirthschaft durch die Futternoth auf das schwerste heim-( Der Zollfrieg ist nun erklärt. Siehe unseren heutigen gesucht ist, während Rußland eine reiche Ernte Artikel.) Der Kanzler zerschneidet den Draht, der ihn an die haben wird? Selbst in günstigen Erntejahren kann Handelsvertrags- Politik knüpfte, auf daß die Sonne der Deutschland seinen Getreideverbrauch nichtdecken, macht. Uns ist Heil widerfahren, Graf Caprivi sorgt für Alle. Er läßt durch seinen Leib- Pindter vermelden, der drohende russisch- deutsche Zollkrieg habe der Militärzu Ende, als er auch schon sein Urtheil abgiebt. Er würde Ich bin keine Diebin, ebenso wenig eine Bettlerin. verwaltung„ Anlaß zu geeigneten Anordnungen gegeben, dem Herrn Rechtsanwalt eigentlich noch einige gute Rath- Jch saß auf einer Bank und weinte. Ein Herr, der vor- um den Folgen vorzubeugen, die etwa der Ausschluß des schläge geben können, wie er überflüssige Worte vermeiden über ging, drückte mir zehn Sous in die Hand. Das ist russischen Getreides hinsichtlich der Verpflegung der Armee tönne. Von den Worten, die wie ein Strom über seine alles!" Lippen rollen, hört man zuletzt nur:" Auf grund" Artikels 413".... sechs Monate Gefängniß". Es ist wahr, das ist ja die Hauptsache. Und während der Rechts- Ein Stadtsergeant tritt herein, stramm und automatenhaft wird die Folge eine nicht unwesentliche Ersparniß an anwalt sich lächelnd zurückzieht wie ein Mann, der von der wie zur Parade. Er schwört, die ganze Wahrheit zu sagen. Roggen bei der Brotverpflegung der Armee und damit auch Last eines harten Frohndienstes befreit ist, verschwindet der Er erklärt, daß er die Frau dort gesehen habe, wie sie die eine verhältnißmäßige Einschränkung in der Benutzung erschrockene Verurtheilte. Hand ausstreckte und ein Silberstück in Empfang nahm. ausländischen Getreides" sein. Die Truppenkommandos sollen Eine andere Sache: Diesmal steht ein Greis vor Daraufhin habe er sie zur Wache geführt. Die Frau ver- bei der Verpflegung der Pferde für Fouragebestandtheile Gericht, ein Vagabund von dreiundsechzig Jahren! Ein sucht demgegenüber noch zu leugnen. der reglementsmäßigen Ration Ersagmittel verwenden. Da alter Bekannter des Gerichtshofes. Er ist nun schon zum Verschlimmern Sie Ihre Lage nicht, indem Sie das hierbei unter anderem auch der verhältnißmäßig billige zehnten Male verhaftet worden, weil er auf öffentlichen Beugniß eines Aufsichtsbeamten in Zweifel ziehen," fagt Mais in Betracht kommt, dessen Einführung hauptsächlich Plägen genächtigt hat. Der Präsident scherzt zur Er der Staatsanwalt, der ihr gegenüber fißt, streng. Die Frau aus Amerika erfolgt, so wird auch durch diese Maßnahme heiterung des Publikums über die Vorzüge, welche die wirft einen scheuen Blick auf den schwarzen Mann, den sie dazu beigetragen werden, daß von der Benuzung russischen Herberge zur Mutter Grün" vor allen anderen habe. Der nicht kennt und der sich mit den andern verbündet zu Getreides Umgang genommen werden kann. Düber diese Alte antwortet, daß er jedem anderen Nachtquartier den haben scheint, um sie ins Unglück zu bringen. Sie weitsichtigkeit! Auch die theilweise Verwendung von Borzug geben würde, wenn er nur soviel hätte, um es be- macht eine verzweifelte Geberde und setzt sich wieder, Weizen zur Brotverpflegung der Truppen", führt die zahlen zu können. Wir werden Ihnen ein besseres ver- fie vertheidigt sich nicht mehr, fie schweigt in dem Gefühl, Norddeutsche Allgemeine Beitung" aus, war in Erschaffen," erwidert der Präsident Auf grund".. daß hier jedes Wort verloren ist. Sie hört nicht auf den wägung gekommen. Es ist jedoch von einer solchen Maß" des Artikels"..." zrei Monate Gefängniß".. Vertheidiger, der die übliche kurze Rede vom Stapel läßt, regel Abstand genommen worden, weil hierzu wegen der An wen ist nun die Reihe gekommen? Eine Frau wird sie hört auch nicht auf den Richter, hört auch nicht auf den Richter, der zwei mäßigen Höhe, auf welcher sich die Roggenpreise halten, hereingeführt. Man muß es glauben, daß sie erst sechs Monate Gefängniß über sie verhängt. Und als man und mit Rücksicht auf den wahrscheinlich günstigen Ausfall unddreißig Jahre alt ist, weil ihre Papiere es sagen. Man ihr begreiflich macht, daß alles vorüber ist, folgt sie wie der inländischen Getreideernte ausreichender Anlaß zur Zeit würde sie sonst auf fünfzig schäßen... Sie ist matt und ein Traum den Gefängnißbeamten, die sie fortführen. nicht gegeben erschien." Warum wird nicht gleich das fraftlos, graue Haare umrahmen wirr ihren Kopf, ihre Der alte Beamte flüstert André ins Dhr. famose Caprivibrot eingeführt, das bei den Truppen Kleider sind buntscheckige Lumpen mit verschiedenfarbigen Wir sind gut angekommen. Die Richter find streng. einen wohlbegründeten, wenn auch nicht schmeichelhaften Flicken und Löchern. Sie ist angeklagt, auf dem Boulevard Gnade Gott unsern Spizbuben!" André antwortet Ruf genießt? gebettelt zu haben. nichts. Das Herz ist ihm schwer. Er fragt sich, ob diese Justiz, die all ihre Strenge über den Armen und Elenden Zur Futternoth. Eine Tarifermäßigung walten läßt, ebenso gerecht wie schnell in ihrem Urtheil für Dün gemittel beabsichtigt der Eisenbahnminister ist. Und dann ist er noch nicht ganz gewiß, ob die Straf wie die Korrespondenz des Bundes der Landwirthe" maschine für die Kleinen wie für die Großen gleich gut meldet, für alle weiteren Entfernungen eintreten zu lassen. funttionirt. Man rechnet darauf, daß diese Ermäßigung bereits Mitte August eintritt. Aus Ulm wird gemeldet: Die württembergischen Kavalleriemanöver, die in der von der Futternoth hartbetroffenen Alb abgehalten werden sollten, wurden infolge Protestes der letzten Sonnabend hier stattgefundenen haben könnte." Danach sind Versuche mit einem Verfahren Ohne daß Sie darum gebettelt haben? Wie ist das zur möglichst gründlichen Schälung des Brotkorns aus der möglich! Rufen Sie den Beugen herein." Vermahlung" angestellt worden. Gelingen sie, heißt es, so " . " Frau Petit, stehen Sie auf!" sagt der Präsident. Sie erhebt sich mechanisch. Sie haben gebettelt?" fragte er. " Nein, mein Herr!" = " Es ist aber ein Fünfzig Zentimesstück bei Ihnen gefunden worden, und Sie haben zugegeben, daß Sie ohne Arbeit und ohne jede Erwerbsquelle waren. Sie haben das Geld also gestohlen?" Blutroth im Gesicht richtet sich die Frau auf. ( Fortsetzung folgt.) " " Futter" herbei. Das Proviantamt Großenhain erläßt folgende Bekanntmachung: " Für das im September ds. Js. in Döbeln zu errichtende Manöver- Proviantamt werden gekauft. 8 t 630 kg Rartoffeln 12 t Heu in Bunden à 5 kg ertl. Strobfeil, 15 t Roggenbäckfelstroh, 53 t Lagerstroh in Schütten à 10 kg und 210 kbm tiefernes Scheitholz. Tadellose Beschaffenheit ist erste Bedingung. Lieferung am 13. September d. J. frei Magazin : Amtsversammlung minifteriell a bbestellt. Das neue Beitung" erklärt, die Regierung forge nicht für eine wirth- Der preußische Kultusminifter hat die töniglichen ReUebungsterrain ist noch unbestimmt, der gänzliche Ausfall schaftliche Gruppe, sondern umfasse in liebevoller Wirksam gierungen und Provinzial- Schulkollegien veranlaßt, in geeigneter der Manöver wahrscheinlich. feit alle Klaffen der Gesellschaft. Die Norddeutsche All- Weise dafür Sorge zu tragen, daß der Wechsel der Lehrforge für die besigenden, die herrschenden Klassen die nöthigen Vorräthe rechtzeitig bereit zu ftellen im ftande find gemeine Beitung" hat Recht, die Regierung ist in ihrer Für- und so zeitig bekannt gemacht werden soll, daß die Buchhändler Fürbücher überall auf das zulässigst niedrigste Maß eingeschränkt nicht zu übertreffen. Wenn einzelne Gruppen der Bourgeoisie und die Bücher für die Schüler und Schülerinnen schon vor maulen und schelten, so richtet sich die Undankbarkeit, die dem Beginn des Unterrichts angekauft werden können. Der stets den besten Bissen haben will, von selbst. Die Für Minister hat dieselben Stellen auch beauftragt, ihr Augenmerk sorge aber für die arbeitende Klasse, den Kampf für die darauf zu richten, daß die übertriebenen Anforderungen, die Ausgebeuteten, die Unterdrückten überlasse man nur denen, manche Lehrer hinsichtlich der Zahl und äußeren Ausstattung die es ernst damit meinen, der Sozialdemokratie!- der anzuschaffenden Hefte an die Schüler und Schülerinnen zu stellen pflegen, auf das rechte Maß zurückgeführt werden, damit Die Herren Großgrundbesitzer und Händler werden sich Preußen als Koftgänger des Reichs. Nachdem die Eltern nicht zu unnöthigen Ausgaben veranlaßt werden. beeilen, die Lieferung zu ergattern. Somit wird den noth- der aus dem Ertrage der Getreide und Viehleidenden kleinen Landwirthen eine hübsche Menge Futter zölle für das Etatsjahr 1892/93 auf Preußen Boltszeitung", erklärt, daß das Zentrum so wenig Die Zentrumspresse, z. B. die„ Kölnische entzogen, während das in den Magazinen der Kasernen entfallende Antheil auf die Summe von 51 770 737 M. er zur Steuererhöhung wie zur Militärvorlage die Liegende Futter unberührt bleibt. Kein Wunder, wenn die mittelt ist, ist nach Abzug des der Staatskaffe verbleibenden Sand bieten werde. Werden die Ultramontanen aber wirtKleinen Landwirthe des 10. sächsischen Reichstags- Wahlkreises Betrages von 15 000 000 m. der auf grund des Gesetzes fich den Miquel'schen Plänen Widerstand leisten? Die rebellisch werden. Müssen sie doch ihr Vieh mit dem vom 14. Mai 1885 den Kommunalverbänden zu Bergangenheit giebt feine erfreuliche Antwort auf diese Müffen fischen Reichstage at the Betrages pot 1980 000 7. ber minderwerthigen Futter beköstigen, während das tadellose" überweisende Betrag auf 36 770 737 M. hiermit festgesezt Frage. Geschieht es in der That, dann um so beffer. Die Futter frei Magazin Döbeln" zu liefern ist. Besonders worden. Es treffen auf unzufrieden sind die kleinen Landwirthe, daß ihr Bittgesuch Döbeln." " um Ausfall des Manövers feiné Beachtung höheren Orts gefunden hat. Da kann man sozialdemokratisch werden", schreiben einige Landwirthe der sächsischen Volks stimme", der wir die bemerkenswerthe Mittheilung verbanken. D " 1. die Provinz Ostpreußen 1.2. Westpreußen 4. Provinz Brandenburg " 3. " Stadt Berlin " 5. Pommern " " 6. " Posen 7. Schlesien " 8. " 9. 10. Hannover " " Westfalen " " " " Hessen- Nassau 13. 14. " Militärisches. Mehrere Goldaten Selbstmordversuche werden aus Stargard in Pommern gemeldet. Vor einigen Tagen versuchte nach Beendigung 11. Der Schwimmübungen der Mannschaften ein Grenadier der 7. Kompagnie des dort garnisonirenden 9. InfanterieRegiments sich durch Messerstiche in die linke Brustseite zu tödten, wobei aber das Messer an den Rippen abglitt. An demselben Tage, ebenfalls nach beendigtem Baden, öffnete sich ein Grenadier der 2. Kompagnie die Pulsader. Auch dieser Soldat wurde gerettet, da er noch vor dem Verblufen aufgefunden wurde. Den Leuten muß es in Stargard ganz kannibalisch wohl" sein. Die Militärverwaltung, die die Monatsberichte über die GesundheitsVerhältnisse im Heere nicht mehr veröffentlicht, weiß, warum sie darauf verzichtet. Ein anderes f Sachsen Schleswig- Holstein Rheinprovinz " Hohenzollernschen Lande. 1984 072 m. 1 483 053 3 095 632 " " 2 990 920 " 1 919 616 " 1 778 782 • " 4.583 764 " 3 621 083 " 2 042 634 3 093 597 " 2 568 346 • " 2 147 157 . " 5 391 106 O " 76 025 " zufammen 36 770 737. . Wozu wir kein Geld haben. In der„ NationalZeitung" liest man: Schneidemühl, 26. Juli. Die Abräumungsarbeiten an der Unglücksstätte in Schneidemühl mußten eingestellt werden, da keine Mittel vorhanden sind. Durch Privathilfe find bis jezt 100 000 m. eingegangen." Wenn Kasernen oder Kasinos zu bauen oder AchtmilliBild, und zwar aus Bayern! Ein Soldat metrige zu beschaffen wären, dann wären Mittel vordes bayerischen Infanterie- Regiments Nr. 17 in handen". Germersheim( Rheinpfalz) hatte einen längeren Urlaub er„ Kölnische Volkszeitung" schreibt in einer beachtenswerthen Darlegung, die schon zu Vergleichszwecken für die Folgezeit festgehalten werden muß: Die Kreuz- Zeitung" hat das Zentrum nun schon verschiedene Male damit genect", daß sie sagte: uns fei ganz recht geschehen, weil wir die Heeresvorlage nicht bewilligen wollten, hätten wir das schlechte preußische Wahlgeset bekommen. Diese beiden Dinge stehen aber auch sa chlich in einem bedenklichen Zusammenhang. Dieselbe Mehrheit, welche die Heeresvermehrung und das Wahlgesetz durchbrachte, be stand im Kern aus Konservativen, d. h. Großgrundbesitzern und Nationalliberalen, d. h. Großindustriellen. Indem sie die Militärvorlage durchbrachten, haben sie gleichzeitig sich die Herrschaft im preußischen Staate und in den Kom munen gesichert. Dadurch haben sie Gelegenheit, sich in mannigfachen Beziehungen zu entschädigen. Die neuen StadtVertretungen, welche uns jeht in Aussicht stehen, werden sicher die Millionäre mit zartester Fürsorge behandeln. Und da nun z. B. die Börsensteuer oder sonstige Steuern, welche die Reichen treffen, in feiner Weise genügen, um die Kosten der MilitärVorlage zu decken, so wird es schließlich doch wieder die große Masse sein, welche, wie man sich trivial ausdrückt, den ,, Sack lappen" muß. Die politische Macht der reichen Klassen ist so groß, daß sie es schon verstehen werden, eine starke Mehrbelastung von sich abzuwehren. Und das Zentrum sollte danach Verlangen tragen, sich solche Borbeeren zu erringen? Wir denken gar nicht daran. Die Thätigkeit des Zentrums wird im Reichstage darauf gerichtet sein müssen, die ärmeren Klassen der Bevölkerung vor neuen Steuern zu schüßen. Wenn das nicht erreichbar ist, mag Herr Miquel seine Reichs- Steuer,, Reform" machen, mit wem er will, nur nicht mit dem Zentrum. Von diesem Gesichtspunkte aus giebt es feine Partei, welche den kommenden Dingen mit solcher Gemüthsruhe zuschauen kann als gerade das Zentrum." Warten wir ab! " halten, den er hier bei seinen Eltern verbringen wollte. Boltsschul- Lehrerschaft eine Verfügung des Kultus Als einen Fortschritt begrüßt die preußische Wollte! Denn als er sich beim Bezirkskommando in Mos- ministers, wonach bei Wiederbesetzung von Lehrerstellen oder bach vorschriftsmäßig anmeldete, wurde er hart angelassen, Neuregelung von Lehrerbesoldungen die niederen Rüfterdaß er nicht vorschriftsmäßig adjustirt sei, weil er Bivil- bienste abgetrennt werden sollen. In der That ein Bemontur trug. Trotzdem der Urlauber entgegnete, daß er weis für die Anspruchslosigkeit der Volksschullehrer, die so sich bei seinem Abgang vom Regiment in derselben Montur lange Zeit es sich haben gefallen lassen, die Glockenschmierer, seinem Vorgesetzten vorgestellt habe und für gut befunden Klingelbeutelträger, Uhraufzieher zc. des Pastors zu sein! worden sei, befahl ihm der Herr Bezirkskommandeur sofort und die preußischen Volksschullehrer begnügen sich mit Triumph! Die neue Mittelstandspartei", wieder einzurücken. Der Soldat erklärte, er habe dazu kein einer Verordnung des Kultusministers, die jeden Augenblick ein Abklatsch der Zunftbewegung, hat ein Statut. Es foll Geld. Da erwiderte der Herr Kommandeur, dann werde er wieder aufgehoben oder durch eine entgegengesetzte beseitigt nächstens, so meldet die" Bäcker- Beitung". veröffentlicht ihn so lange einsperren, bis er das nöthige Geld habe. Einst werden kann, da doch das Natürliche ein gesegliches werden. Nun mag der Mittelstand" ruhig schlafen, der weilen wurde er entlassen und für den nächsten Vormittag vor- Verbot der unwürdigen Verkoppelung des Lehrerberufs mit Wärwolf Großkapital fällt ihm nicht mehr unbarmherzig geladen. Als er aber mit seinem Vater am nächsten Tag niedern Küsterdiensten wäre. Denn bestanden hat die Ein- in die Hürde. Daß die Vereins- und Parteispielerei so erschien, war der Herr Bezirkskommandeur auf die Jagd" richtung als beliebtes und wirksames Zuchtmittel der duftige Blüthen treibt! gefahren. Deshalb gingen Beide wieder miteinander heim, Obern", um die Lehrer in eine unschickliche, ihren Beruf nachdem der Vater erklärt hatte, daß er nicht willens sei, herabdrückende Stellung zu halten. In den meisten deutschen gehaltenen Alsfelder Ersatzwahl haben sich von 17 295 Zu den Nachwahlen. Bei der am 22. d. M. abdem Sohne das Fahrgeld zu geben. Anderen Tages früh Staaten ist die Vereinigung dieser Dienste mit dem Lehr- Wahlberechtigten 10 455 betheiligt. Es erhielten: Brand 10 Uhr wurde nun der Sohn in der Wohnung seines amt durch die Gesetzgebung in den siebenziger Jahren be-( S03.) 291, Backhaus( natlib.) 3814, Wilbrandt( freis. Ver.) Baters verhaftet und in den Arrest gesteckt, bis von seitigt worden. In mehreren österreichischen Kronländern 1575 und Bindwald( Antis.) 4756 Stimmen. Die übrigen Germersheim ein Sergeant kam, der ihn abholte und als( Oberösterreich, Böhmen, Galizien) ist, wie die Breslauer Stimmen waren theils zersplittert, theils ungiltig. Die Gefangenen an das Regiment abführte. Die Bevölkerung Morgen- Beitung" ausführt, die Nebernahme des Meßner: Stichwahl findet am 2. August statt. Mosbach's ist über den unerhörten Fall aufs Tiefste erregt,( Rüfter-) Dienstes den Lehrern sogar verboten, ebenso ist dies umsomehr, als man allgemein die Sache mit der letzten in Baden( Gesetz von 1878) und in Hessen( Gesetz von 1874) Wahl in Verbindung bringt, bei welcher der Vater des der Fall. Im Königreich Sachsen, den thüringischen vom Stöcker'schen Bolt" mit byzantinischem Schweifwedeln Der Erwählte von Rinteln, Dr. Rönig, wird Urlaubers fich als Anhänger der Freifinnigen Volkspartei Staaten u. f. 1. sind die Lehrer zur Uebernahme des nie begrüßt. Sie sind einander werth. als entschiedener Gegner der Militärvorlage bekannte. deren Küsterdienstes nicht verpflichtet. In Preußen waren Hoffentlich nehmen die bayerischen Militärbehörden Anlaß, 1886 noch 12 412 evangelische und 3338 katholische Lehrer- Wahlnachklänge. Um die Wahl des nationalliberalen den Fall gründlich zu untersuchen. stellen mit den kirchlichen Aemtern und in den weitaus Mischmasch- Professors Paasche in Meiningen I zu Aus Ulm meldet die Frankfurter Zeitung": Gin meisten Fällen also auch mit dem niederen Küsterdienst ver- fördern, erschien bekanntlich der berufene Brief an Auflauf, wie ihn Ulm noch selten gesehen hat, entstand bunden. In den Städten ist die Trennung schon lange die Soldatenväter", ein demagogisches Machwerk am 26. Juli zwischen 3 und 4 Uhr in der Frauenstraße. angestrebt und auch vielfach erreicht worden. Bestand ärgster Art. Aus Meiningen wird nun gemeldet: Lieutenant Bopp II vom Dragoner- Regiment Nr. 26 3. 3. 1886 die Vereinigung noch bei 2302 städtischen Stellen, wollte mit seinem etwas störrischen Pferd ausreiten, er jo 1891 nur noch bei 1945 Stellen. wurde aber abgeworfen; ein Bürger hielt das Pferd auf, " " Justizassessor Schenk, Verfasser des Briefes an die Soldatenväter, ist im Walde bei Ellingshausen todt aufgefunden worden. brachte es in den Stall zurück, wo der Herr Lieutenant Der abgekanzelte Herr Barth. Auch der Hirscheben daran war, seinen Burschen mit der Reitpeitsche berger Liberale Wahlverein", der sich auf den Stand- höheren Affektionen" nennt Bismard, der seine Sauhirten Eine gutgeschulte Dienerin der jeweiligen wegen zu schlechten Sattelns" derart zu schlagen, daß der punkt der freisinnigen Vereinigung gestellt hat, beschloß am tannte, in den„ Hamburger Nachrichten" die„ Kölnische Bursche laut aufschrie. Es fammelte sich bald 26. Juli in einer außerordentlichen Versammlung, dem eine Menschenmenge von zirka 1000 Röpfen Beitung". an. Reichstagsabgeordneten Dr. Barth brieflich seine UnzuRaum war man sich über den Vorfall klar, friedenheit darüber auszudrücken, daß er für die so nahm das Publikum eine derart drohende Haltung Militärvorlage gestimmt habe, ohne wegen der fuhrverbot erlassen, belegt vielmehr vom 1. Auguft a. cr. gegen den Offizier an, daß dieser keinen Schritt mehr vor- Deckungsfrage bindende Bürgschaften erhalten zu haben. ab Heu, Stroh und Häcksel mit einem Ausfuhrzoll wärts reiten tonnte. Hierdurch gereizt, fing er an, gegen Den strebsamen Staatsmann" Barth wird auch das von 50 Frts. per Meter- Zentner. " die Menge thätlich vorzugehen; er versuchte einen Theil neueste Mißtrauensvotum nicht anfechten. Mit klammernden # Schweiz. Der Schweizer Bundesrath wird kein Ausniederzureiten, allein die Leute standen fest wie eine Organen hält sich der glattgefämmte Stilkünstler der In Belgien, dem Musterland der„ bürgerlichen FreiMauer. Ehe noch Schlimmeres geschehen konnte, erschien Nation" an dem Reichstagsmandat, das ihm echt deutsch- heit", dessen Verehrer bis vor wenigen Jahren noch beein Amtmann mit dem Polizei Inspektor und einigen freisinnige Vertrauensseligkeit, wadelftrümpfige und wasser- haupteten, es kenne teine politischen Prozesse, regnet es jetzt Schutzleuten; allein auch diesen gelang es nicht, den Offizier stieflerische, unbesehen in die Hand gedrückt hat. Die politische Prozesse aller Art, von einfachen Preßprozessen zur Ruhe zu bringen, der sogar auf sie attaquirend losging. Wähler des Herrn Barth verdienen diesen Voltsvertreter", an bis zu den bösartigsten Aufreizungs- und AufruhrErst die Ankunft des Rittmeisters v. Bosart und dessen dem Grundsäge und Wahlversprechungen nicht mehr wiegen prozessen. Des Prozesses gegen Defnet erwähnten wir strifter Befehl vermochten den Herrn Lieutenant zum Ab- als eine Federflocke. Er kann den Hirschberger Brief als bereits; am Montag wurden die Genossen Fauvi au und fizen und zu einem ruhigeren Ton zu bringen. Nach einer Fidibus benüßen für die Friedenspfeife, die er mit Caprivi Maraille wegen Artikel im Blatte: Das allgemeine halben Stunde traf auch der Regimentskommandeur auf raucht. Und dabei ist Herr Barth blos ein Staatsmann" Stimmrecht" zu 3 Monaten Gefängniß verurtheilt, während dem Plate ein; die Menge zerstreute sich, nachdem ver- zweiter Klasse, ein Mandarin mit nur zwei Knöpfen. Denn in der gleichen Sache Alfred Dufuisseaux freigesprochen sichert wurde, daß der Fall genauestens untersucht und der ihn hat der Reichskanzler nicht auf die Schulter geklopft. ward. Einige Dutzend Prozesse, die sämmtlich in der Herr Lieutenant strengstens bestraft werde. Abwarten! Mit dieser Auszeichnung, die joviale Landjunker, wenn sie jüngsten Wahlbewegung ihren Ursprung hatten, schweben stark gefrühstückt haben, ihrem Stallknecht oder Kammer- noch. Wenn es dem Bürgerthum an den Kragen geht, hat Eine amtliche Richtigstellung. Wolff's Telegraphen Diener angedeihen lassen, wurde blos Ridert der Einzige es mit der„ bürgerlichen Freiheit" stets ein Ende. Bureau meldet aus Dresden unterm 28. Juli: Nach einer Mittheilung des Königlichen Kriegsministeriums beglückt. Er verdiente sie auch. Der euglische Grubenstreik. Aus London wird unterm 28. Juli gemeldet: " ist die vom Vorwärts" und anderen Blättern verbreitete Nachricht, daß in dem Leibgrenadier- Regiment eine größere Bahl von Typhuserkrankungen vorgekommen sei, vollständig unbegründet. Der letzte, ganz vereinzelte Typhusfall in der Dresdener Garnison ist im Februar vorigen Jahres vor gekommen. Wir freuen uns, daß das sächsische Kriegsministerium in der Lage ist, so erfolgreich zu dementiren. Wir haben nur das gemeldet, was vor uns andere Blätter berichtet hatten. Sämmtliche Kohlenzechen der Bezirke Leeds, Normanton, Castleford und Altofts werden heute Abend geschlossen: 20 000 Bergleute werden dadurch beschäftigungslos. Judenkolonisation? Aus Rotterdam wird telegraphirt: Zum Marburger Studentenstreik. Aus Marburg schreibt man uns: Der Kultusminister hatte sich besonders über das Novum", das die hiesigen Studenten als Repressalie gegen den Professor Külz angewandt hatten( Streit resp. Boykott) gewundert und eine strenge Bestrafung verlangt. Mit bewundernswerther Schnelligkeit ist die Strafe von der Universitätsbehörde verhängt wor den. Sämmtliche Vertreter der hiesigen Studenten- Korporationen es find über 20 haben das Consilium abeundi( d. h. den Rath fortzugehen, eine mildere Form der Die Sozialdemokratie, darüber herrscht kein Zweifel, Verweisung von der Hochschule) unterschreiben müssen. Es ist hat die Regierung und die bürgerlichen Parteien dazu ge- ist also den Studenten Gelegenheit gegeben, zu beweisen, zwungen, Sozialpolitik zu treiben. So kläglich auch ob sie das von den Arbeitern so oft bewiesene Solidaritätsbie bürgerliche Sozialreform ist, werthvoll erscheint sie als gefühl besigen oder nicht. In hiesigen Bürgerkreisen ist ein Zugeständniß an die mächtig vorschreitende Arbeiter- man der Ansicht, daß der Krakehl jezt erst losgeht, und bewegung. Arbeiter, Handwerker, Bauern suchen die Bour- daß in den nächsten Semestern die Studenten- Zimmer geoisparteien zu retten", und die„ Norddeutsche Allgemeine vermiether ihre Buden leer stehen haben. # Eine ifraelitische Kapitalisten- Gruppe hat eine in der Nordsee gelegene Insel angetauft, um daselbst eine Kolonie für russische Auswanderer zu errichten. am 26. Juli in Kraft getreten. Ein russisches Ausfuhrverbot für Heu und Klee ( Fortsetzung der Politischen Uebersicht in der 1. Beilage.) Für den Inhalt der Inserate über. nimmt die Nedaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung Theater. Sonnabend, den 29. Juli. Leffing- Theater. Rosmersholm. Friedrich- Wilhelmstädt. Theater. Nanon. Kroll's Theater. Der Schmied von Gretna- Green. Viktoria Theater. Frau Venus. National- Theater. Lehmann auf der Weltausstellung in Chicago. Alexanderplat- Theater. Der Hüttenbefizer. Apollo Theater. Spezialitäten Vorstellung. Kaufmann's Variété. SpezialitätenVorstellung. National- Theater. Große Frankfurterstraße 182. Sensationelle Novität! Lehmann auf der Weltausstellung in Chicago. Große Ausstattungs- Posse mit Gefang und Tanz in 5 Aufzügen von Eugen Prudens. Mufit von Adolph Widecke. Regie: M. Samst. Raffenöffnung 51/2 Uhr. Anfang der Abend- Vorstellung 71/2 Uhr. Im Garten auf der Sommerbühne: Aufführung von Einaktern, sowie Auftreten von Specialitäten I. Ranges. Neues Programm. Morgen: Dieselbe Vorstellung. PassagePanopticum. Grösstes Schau- u.VergnügungsEtablissement der Welt. Entree 50 Pf. Castan's Panopticum. RiesenKönigl. italienischer Circus Ernesto Ciniselli. Stadtbahnstation Zoologischer Garten. Heute, Sonnabend, den 29. Juli: Große Brillant- Vorstellung. Zum 21. Male. Die Erschaffung des Weibes oder: G Bierhallen. ratweil'sche Verband der in Buchbindereien, der Papier- und LederGalanteriewaaren- Industrie beschäftigten Arbeiter und Arbeiterinnen Deutschlands( Mitgliedschaft Berlin). Montag, den 31. Juli 1893: Kommandantenstr. 77-79. Täglich: Auftreten der Leipziger Sänger Außerordentl. General- Versammlung. Auf. Das Weib durch die Jahrhunderte. Gr. Ausstattungspantomime mit Ballet mit durchweg mit durchweg neuen Dekorationen, für Kostümen, Requisiten 2c. Gesetzl. geschützt. Inscenirt vom Dir. Ernesto Ciniselli. Arrangements u. vorkommende Tänze vom fönigl. italienischen Balletmeister Ant. Tignani. Ferner Auftreten der renommirtesten Künstler und Künstlerinnen, sowie Schul- und Freiheitspferde. vom Krystall- alatt. Wochent. 71/2 Uhr. Entree 10 Pf. Sonntags 6 Uhr. Entree 30 Pi. Anerkannt gute Küche. Zages Ordnung: Tands in sozialer und politischer Beziehung. 2. Diskussion. 3. Vereins1. Vortrag des Herrn Massini über: Die arbeitenden Klassen Eng Angelegenheiten( Geschäftsordnung, Verlegung des Arbeitsnachweises), Abrechnung der Billets. Säle Festlichkeiten und Versammlungen. 120/7 Carl Koch. Moabiter Gesellschaftshaus. Alt- Moabit 80 und 81. Täglich: Reiten und Vorführen der beſtdressirten Theater- und SpezialitätenVorstellung, sowie Concert. Anfang 4 Uhr. Anfang 8 Uhr. Ernesto Ciniselli, Direktor. Hippodrom unter Wasser. BERLINER HIPPODROM Am Kurfürstendamm. 2 Min. von Station Zoolog. Garten. Heute: Gr. Parade- Vorstellung. Am Strande von Ostende. Gr.Wasser- Pantomime in 12 Bildern von Arthur Fraenkel. Susanne im Bade! Zum Schluß: Gr. Feuerwerk. Vorher: Reichhaltiges Programm: Römisches Reiten und Fahren. Damen- Jockey Rennen, HerrenFlach- Rennen u. Hürden- Rennen. Miss Athene und Mr. Hajex, Thurmseilkünstler. Sigra. Isabella, Jagd- Schule. Im prachtv. Park: Gr. Konzert von 5 Uhr an. Anfang der Vorstellung 8 Uhr. Sonntag: 2 große Vorstellungen und Aufreten der Original Three Johnsons, Athleten und KraftJongleure. Etablissement Süd- Ost Waldemarstraße Nr. 75. Zur Eröffnung meines Lokals labe ich hiermit Freunde und Gönner ergebenft ein. Jeden Sonntag: Tanzkränzchen. Anfang 5 Uhr. Entree 30 Pf., reservirter Plak 50 Pf. 4127L* Helmuth Peters. Altes Schüßenhaus, Linienstraße 5, empfiehlt seine Festfäle ( 560 Personen fassend) zu allen Gelegenheiten. 7336 Den Parteigenossen mache hierdurch die Mittheilung, daß ich das Lokal Nächste Versammlung: Montag, den 7. August 1893. Die Ortsverwaltung, Achtung! Maurer! Achtung! Deffentliche General- Versammlung der Maurer Berlins und Umgegend am Sonntag, 30. Juli, Vorm. 10 Uhr, in Boltz' Salon, Alte Jakobftr. 75. Tages- Ordnung: 1. Die Bedeutung des internationalen sozialdemokratischen Partei: tongreffes gegenüber den deutschen Gewerkschaften. 2. Distuſſion. 3. Regelung on Beschwerden über die Verbreitung unserer Fachpresse. 4. Wahl eines Bertrauensmannes. 5. Gewerkschaftliches. 243/9 Große öffentliche Versammlung von Nitschke, Steinmetzſtr. 45, in Ber für Lithographen, Steindruder und Berufsgenossen Berlins tretung übernommen habe. Saal und Vereinszimmer stehen unentgeltlich zur Verfügung. ( Präger, Prägerinnen, Anlegerinnen, Schleifer u. f. w.) 46068 u. die in Buchbindereien beschäft. Arbeiter u. Arbeiterinnen Sonnabend, den 29. Juli, Abends 812 Uhr, Concordia- Feßfälen", Andreasftraße, Ur. 64. Zages Ordnung: Rigdorf, den 28. Juli 1893. A. Wurbs. Albrecht's Ball- Saal Memelerstrasse 67. Empfiehlt seinen Saal, 400 Pers. fassend, zu allen Festlichkeiten. Ver schiedene Sonnabende noch frei. 46052* Jäger- Haus Schönhauser Allee 103 ( Pferdebahn- Haltestelle). Hiermit empfehle meinen sehr großen Sommergarten, sowie meinen festlich dekorirten Saal zu allen Festlichkeiten und Versammlungen. 1334b Ferd. Borck. in den 209/10 " 1. Die Differenzen bei der Firma A. u. E. Kaufmann in Brandenburg. Referent: Rollege Sillier. 2. Diskussion. Der Einberufer. R. Henckel. Freireligiöse Gemeinde. Sonntag, Vorm. 10% Uhr, Rosenthalerstr. 38: Vortrag des Herrn E. Vogtherr: Die Reformation des 19. Jahrhunderts. 416/14 Am Montag, den 31. Juli, Nachmittags 3 Uhr, findet im Elysium, Ferner empfehle 4 Regelbahnen, Landsberger Allee 40/41, das Kinderfest Effatt. Konzert, Kaffeeküche und Boltsbeluftigungen Kinderbelustigungen, Theaterspiel von Gemeinde- Kindern( Vergeßlichkeit" und ieber Art. Schneewittchen"). Abends: Tanz. Billets mit Programm à 20 Pf. in dein Empfehle den Berliner Genossen Sonntags- Vortrag und an den bekannten Stellen. Tagestaffe 30 Pf. beim Aufenthalt in Cüstrin mein Lokal 2andsbergerstr. 30. Albert Bäron. Rixdorf, Karlsgarten- Straße Nr. 1. Ede Hermannstraße. Empfehle allen Freunden, Bekannten und Genossen mein Weiß- u. Bairisch Einige Sonnabende sind noch zu Bierlokal. Gute Speisen u. Getränke. haben. Großes Vereinszimmer mit Piano. Schlangen- Familie Empfehle einen 500 Berfonen Saal für Vereine u. aus Carl Hagenbeck's Thierpart. fchaften, sowie zu Hochzeiten. Ohne Extra- Entree. Berliner Bock. Heute: Engl. amer. Sport- Vorst. Tom Cannon art. Leiter. Auftr. von Artisten, Athleten, Akrobaten zc. allerersten Ranges. Anfang 8 Uhr. Entree 50 Pf. Ref. Pl. 1 M., Sperrf. 1,50 M. Loge 2 M. 1091b Heute: Ringkampf. Ostbahn- Park am Rüstriner Play, ( Hermann Jmbs) Rüdersdorferstr. 71, am Ostbahnhof. Konzert, Täglich: Theater und Spezialitäten- Vorstellung. Neu u. sensationell: 3 Schwestern Peretti, Kunstradfahrerinnen. Emmy u. Reinhold Hintsche, Gefangs- u. Charakter- Duettisten 2c. Boltsbeluftig. jeder Art. 4 Kegelbahnen z. Verfügung. Kaffeeküche geöffnet an Wochentagen von 2 bis 6 Uhr, Sonntags von 2-5 Uhr. 4595L* Morik Carl Ulrich, Paul Hilpert, Restaurateur. Restaurateur. Moriz Etablissement Blas. Buggenhagen. Play. Täglich: Gr. Garten- Konsert. Großer Frühstücks- u. Mittagstisch. Spezial- Ausschant von Pakenhofer Lagerbier, hell und duntel. Bei ungünstiger Witterung findet das Ronzert in den unteren Restaurationsräumen statt. Entree Wochent. 10 Pf. Sonnt. 25 Pf. Säle für Versammlungen, Kommerse, Festlichkeiten 2c. Potsdam. Restaurant Charlottenhof. Den Berliner Parteigenossen empfehle bei Ausflügen nach Potsdam mein am Bahnhof Charlottenhof gelegenes ReVerein zur Regelung der gewerbl. Verhältnisse der Töpfer Berlins u. Umgegend. Wir machen die Kollegen, sowie die Unternehmer darauf aufmerksam, daß der Arbeitsnachweis der Töpfer Berlins und Umgegend sich vor wie nach in der Gipsstrasse No. 3 befindet, derfelbe ist geöffnet täglich, Vormittags von 8-12, Nachmittags von 2-6 Uhr, Soantags von 9-10 Uhr Vormittags, auch werden daselbst die Geschenke an die reisenden organisirten Kollegen verabfolgt. 324/20 Der Vorstand. J. A.: Richard Topf, Berlin C., Gipsstr. 3. Deutscher Holzarbeiter- Berband. Bahlstelle Berlin.) staurant. Schöner großer Garten, Montag, den 31. Juli, in der Neuen Welt( Hasenhaide): Billard, Kegelbahn. Um regen Besuch bittet Achtungsvoll F. Broseit, Potsdam, Alte Louisenstr. 32, gegenüber dem Bahnhof Charlottenhof. Größere Gesellschaften bitte vorher anzumelden. 18b Empfehle nach wie vor mein ver. größertes Lokal, franz. Billard 2c. dem verehrten Publikum. Vorwärts, liegen aus. [ 3596L Th. Boltz' Festsäle, Volks- Zeitung, fowie andere Zeitungen Alte Jakobstrasse 75.[ 727b Gr. u. tl. Säle z. Festlichkeiten u. Versammlungen. Garten für zirka 400 Perf. Teleph.- Anschl. Amt I 1082* Schloß Weißensee. M. Berndt, Oranien- u. Alexandrinenstr.- Ecke. Sonntag, Zum Sternecker. S d. 30. Juli: Großes Sommerfest. Konzert u. Auftreten des gesammten Künstlerpersonals. Großer Sommernachtsball. Abends: Brillant- Feuerwerk. Kinder- Fackelpolonaise, wozu jedes Kind eine Stocklaterne gratis erhält. Den geehrten Damen ist die Kaffeeküche von 2 Uhr ab geöffnet. Herren, welche am Tanz theilnehmen, zahlen 50 Pf. nach. Programme an der Kasse gratis. Billets à 30 f. find auf allen Zahlstellen des Verbandes sowie bei folgenden Herren zu haben: Koblenzer, Adalbertstraße 96, Hof 1 Tr.; Hinz, Gräfestr. 32, Hof part.; Post, Gräfestr. 32, Hof 4 Tr.; Miecke, Adalbertstr. 9, vorn 4 Tr.; Klotsch, Roppenstr. 73; Lau, Manteuffelstr. 97; Daun, TeltowerStraße 23, 3 Tr.; Kunze, Wienerstr. 34, 3 Tr.; Markmann, Höchstestr. 6, 2 Tr.; Zeise, Bartelstr. 3, part.; Arend, Friedenstr. 63, part.; Netebusch, Blumen318/18 Die Ortsverwaltung. Sensationell: Das borende Känguruh auftrae 88, of 3 Zr.: Wiedemann, 28allstr. 7/8( Arbeitsnachweis). dem hohen Thurmseil. 1130b Gr. Concert. Bal champêtre. Entree nur 30 Pf., vorher 25 Pf. Näheres Morgen. Britz. Schweizer Garten Bankow. W. Buge's Vereinshaus. Gr. öffentliche Volks- Versammlung ( früher Borchardt), dhule- Straße Nr. 28. Am Königsthor. Am Friedrichshain. Station Nordbahn. Jeden Sonntag: Ball. Garten und Regelbahn. Mittwoch: Familien- und Kinderfest Hietzig's Restaurant Schützenhaus verbunden mit Präsentvertheilung. Birkenwerder( Nordbahn) bärenden und Genoffen Große Fackel- Polonaise und Kinder beluftigungen. Gr. Extra- Vorstellung. Entree 30 Pf.: Ball. Im Alte Jakobstrasse 32, bestens empfohlen. Restaurant zur Pferdebucht. 4007L* 15 Minuten Waldweg vom Bahnhof Köpenick. Herrlicher Laubwald, kein zweitschönerer Aufenthalt in und um Berlin. Jeden Sonntag von früh 7 bis 11 Uhr halbstündlich Kremserfahrt( Person 15 Pf.) Schmiedel's Festsäle, Radfahrt von 2 bis 9 Uhr Abends. Neuer Tanzsaal, Familien- Kaffeeküche, 2 Kegelbahnen, Schiesshalle, Würfelbuden sowie verschiedene Belustigungen. empfehle meine hocheleganten Säle ff. Weissbier 20 Pf. Bairisch Bier 10 Pf. zur Abhaltung jeder Art Festlichkeiten. 4314L* Auch steht den geehrten Vereinen 2c. der große Sommergarten zur Verfügung. Wwe, E. Schmiedel. Achtungsvoll F. Hoffmann. Wöllstein's Lustgarten, Adlershof. 1227b am Sonntag, 30. Juli, Vorm. 10 Uhr, in Rudolph's Lokal, Chausseestraße 97. Tagesordnung: 421/10 1. Bortrag des Genossen Fritz Hansen, über: Antisemitismus und derselben. 4. Abrechnung vom Volksfest und des Wahlkomitees. 5. Wahl der Revisoren. 6. Verschiedenes. Sozialdemokratie. 2. Diskussion. 3. Bericht der Vertrauensperson und Wahl Jede Uhr 3852L zu repariren und reinigen kostet bei uns unter Garantie des Gut gebens nur Mk. 50 Pfg.( außer Bruch), fleine Reparaturen billiger. Großes Lager neuer und gebrauchter Uhren, getragene Uhren von 5 M. an. Neue filb. Cylinder- Remontoirs, 6 Steine, von 14 M. an, do. 10 Steine, von 16 M. an, goldene Damen- Remontoirs, 14- Karat Gold v. 24 M. an. Gold- und Silberwaaren in gr. Auswahl zu Fabrikpreisen E. Rothert& Stolz, 1. Geschäft: Androasstr. 62. Uhrmacher. 2. N Chausseestr. 78. Uhren u. Goldwaaren Georg Wagner auch mit Klavier- Benujung, zu vergeb. Großes Garten- Konzert und Ball. in bester Ausführung zu den billigsten Preisen. Silb. Cylinder- Remontoir 12,75 M. Großes Vereinszimmer Sonntag, den 30. Juli 1893: Anfang 3 Uhr. Entree frei. F. Schröder. Oranienstr. 63, I. Massiv gold. Trauringe, 1 Dukaten 10,50 M., 12 Duk. 15,50 M., 2 Duk. 20 M. Verantwortlicher Redakteur: Wilhelm Schröder in Berlin. Druck und Verlag von Mag Bading in Berlin, SW, Beuthstraße 2. Hierzu zwei Beilagen 6826* Charlottenburg, Goethestr. 75. 1. Beilage zum„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 176. Politische Lebersicht. Den fiamesischen Konflikt sucht die„ Kreuz- Zeitung", der wir eine solche Albernheit nicht zugetraut hätten, zu einer europäischen Frage aufzubauschen, die auch Deutschland sehr nahe berühre. Das Junkerblatt schreibt: Sonnabend, den 29. Juli 1893. Parteinachrichten. 10. Jahrg. maßregelt zu werden. Aber das find die Folgen davon, daß in befferer Zeit die Organisationen der Arbeiter theilweise von diesen selbst vernachlässigt wurden, theilhveise aber auch nicht Zu den Pforzheimer Stadtverordnetenwahlen. Das träftig genug den Uebelständen entgegengetreten wurde. Selbst genaue Resultat der von der dritten Wählerklaffe vollzogenen in fleineren Orten würde man kaum begreifen, daß in MaschinenWahl liegt jezt vor. Abgegeben wurden 937 Stimmen für die fabriken, in denen doch die intelligenteren Arbeiterfreise vertreten Sozialdemokratie, 423 für die ultramontan- demokratische Liste, find, und zumal in Berlin, Zustände geduldet werden, wie sie in 14 Sozialdemokraten, 1 Demokrat und 1 Zentrumsmann. und 414 für die nationalliberale Liste. Gewählt wurden: ländlichen Ziegeleien, Zuckerfabriken und ähnlichen Betrieben leider noch gang und gäbe sind. Noch immer hat man den Arbeitern zuzurufen: Organisirt Euch! Polizeiliches, Gerichtliches 2c. " Zunächst hat Deutschland keinerlei Intereffe, daß die Franzosen sich wieder an einem neuen politischen Erfolge und an neuem politischen Unrecht berauschen. Das würde naturgemäß ihre chauvinistische Stimmung nur verstärken; dann -Die Schwäbische Tagwa ch t" schreibt in eigener Die ,, hart bedrängten" Arbeitgeber. Der Konfektionair", aber ist es durchaus falsch, daß Frankreich freie Hand habe. Sache: Wegen des Artikels Bur ländlichen Nothstandsfrage" mit dem wir uns leider in der letzten Zeit bis zum Ueberdruß Vielmehr darf Frankreich, wenn es uns nicht vorher Garantien in der konfiszirten Beilage" zu Nr. 156 der„ Schwäbischen oft haben befaffen müssen, rafft sich in seiner neuesten Nummer bietet, die uns von einer völligen Aenderung seiner Ge- Tagwacht" ist nunmehr Untersuchung wegen Majestätsbeleidigung zu einem Artikel auf, den wir vermuthlich für eine„ Antwort" sinnungen in betreff des Frankfurter Friedens überzeugen, gar eingeleitet worden. Genosse Tauscher hatte bereits gestern Ber- auf unsere Ausführungen halten sollen. Weil aber das Blatt nicht daran denken, mit voller Kraft für die Verwirklichung nehmung vor dem Untersuchungsrichter. Eine weitere Verneh nichts Kluges darauf zu erwidern weiß es beschränkt sich seiner siamesischen Pläne einzutreten und es zum Bruch mung desselben war am Dienstag vorausgegangen. Es handelte darauf, nur zu bemerken, daß wir uns mit ihm„ des öfteren mit England und China kommen zu lassen. Vielmehr sich um den Nachdruck der konfiszirten Beilage, durch welchen in gerade nicht allzu sympathischer Weise beschäftigt" hätten, ist die Lage die, daß England, auch ohne daß wir für ein Vergehen gegen§ 28 des Preßgesetzes dadurch begangen so revanchirt es sich dadurch, daß es nun seinerseits uns und Siam einen Finger rühren, durch die bloße Thatsache unserer worden sein soll, daß in der anstößigen Stelle ein am Anfange unseren Anhängern", soll heißen: den sozialdemokratischen Existenz vor Frankreich den ungeheueren Vortheil voraus hat, und zwei am Schlusse befindliche Worte nicht ebenfalls ausgemerzt Arbeitern und Arbeiterinnen, eins auszanvischen sucht. Man mit einem Gegner abrechnen zu können, der genöthigt ist, den wurden. Morgen hat sich Genosse Geiger wegen der konfiszirten höre! Der Vorwärts" findet es wieder einmal angebracht, sich besten Theil seiner Kräfte zurückzuhalten. Das ist nun einmal Nr. 164 vor dem Untersuchungsrichter einzufinden. Es weht darüber aufzuhalten, daß für das Zusammennähen eines die politische Situation, in welcher Frankreich sich infolge seiner offenbar ein frischer Wind von Oben herab, der bei der jetzigen zugeschnittenen Knabenanzuges von hiesigen Firmen 55 Pfennig thörichten Revanchepolitik bei allen auswärtigen Konflikten be todten Saison nur wohlthätig wirken kann.' Ruhe ist Tod, Kampf Arbeitslohn gezahlt wird. Nach Ansicht und nach Kenntniß" findet, und die Engländer müßten weniger fühle Rechner sein, ist Leben! des Vorwärts" wäre ein solcher Arbeitslohn überaus niedrig. als sie es find, wenn sie sich nicht diese Lage zu Nuh machen ( Gemeint ist wohl die Notiz Arbeiterinnen u. f. w." im lokalen wollten. So glauben wir, daß keinesfalls daran zu denken ist, Theil von Nr. 167.) 3ugegeben, der Preis wäre wirklich ein daß das französische Ultimatum angenommen wird, und daß, niedriger, so sind es aber gerade die Anhänger des Vorwärts", selbst wenn Frankreich sich vorübergehend in den Befitz des welche diese angeblich gedrückten Preise herbeiführen, denn sie von ihm beanspruchten siamesischen Gebietes reißen sich um die Arbeit und unterbieten sich womöglich in den Sezen follte, es Damit auf lange hinaus auch feine Stellung in Zonkin gefährden dürfte. Wir müßten Spandauer Bergbrauerei( Bechmann). uns sehr täuschen, wenn nicht schon die nächsten Wochen uns die Nachricht bringen, daß die schwarzen Flaggen" in Tonkin wieder aufgetaucht sind. Das ist die nothwendige Konsequenz jedes französisch- chinesischen Konflikts. So ist die Lage und nicht anders. Wir werden selbstverständlich keine hinterindischen Abenteuer suchen und auch keinen Krieg mit Frankreich vom Baune brechen; daß aber Frankreich genöthigt ist, mit der Thatsache zu rechnen, daß wir ihm die Feindseligkeit nicht vergessen haben, mit der es uns nunmehr ein Menschenalter hindurch überall entgegentritt, das ist ebenso sicher.. Tokales. " Folgende Wirthe nehmen Bier von der boykottirten Preisen, nur um die Arbeit zu bekommen. In der That ſind Berlin: Klose, Köllnischer Fischmarkt 2. Brose, Poststr. 29. Voigt, Alt- Moabit 73. = Böttcher, Heiligegeiftstr. 24( Bierverlag). Rathhaus Keller( Berlin). Pfeifer, Neue Friedrichstr. 18. Gottlieb, Moltenftr. 10( Zur Alten Rippe). Haupt, Greifswalderstr. 226. Drechsel, Neuenburgerstr. 54-56( PferdebahnDepot). Franke, Kurfürstendamm 118. Spandau: Rabenhorst, Klosterstraße. Siebert, Bismarckstr. 9. Clodwig, Bismarckstr. 59. Bäcker- Herberge. The Schütze, Freiheit. Hagedorn, Brückenstraße. Der Kannegießer der„ Kreuz- Zeitung" vergißt, daß es vom realpolitisch- militaristischen Interessen- Standpunkt aus, der in dieser Zeit zivilisirter Barbarei bei uns herrscht nur vortheilhaft für das Deutsche Reich ist, wenn Frankreich seine Kräfte in auswärtigen Abenteuern verpulvert. Und der Kannegießer der Kreuz- Zeitung" vergißt weiter, daß sein Liebling Ferry gerade dadurch, daß er auswärtige Abenteuer aufsuchte( Tonkin), bei seinen Landsleuten in den Verdacht kam, ein Agent der deutschen Politik zu sein. Charlottenburg: Allerdings ein Unsinn, aber ein Unsinn, in dem doch mehr Methode und Verstand ist, als in dem der Kreuz- Zeitung". Zum alten Deutschen, Linden- Ufer. Gasthof zum Stern( Rother), Potsdamerstraße. Kantine Artillerie Werkstatt. Hase, Berlinerstr. 19. auch 55 Pf. für das Zusammennähen eines kleinen Knabenanzuges nicht zu wenig, aber auch nicht zu viel. Die Arbeiterin tann dabei ganz gut bestehen. Sie stellt davon wöchentlich einige Dußend fertig. In anderen Städten werden dafür sogar nur 45 Pfennige bezahlt. Es sind durchaus nicht die Fabritanten, welche diese Preise diktiren, es sind die Arbeiter, welche sich massenhaft anbieten, um die Arbeit zu den angesezten Preisen zu übernehmen. Kann man es da den Fabrikanten verdenken, wenn sie, die selbst von in- und ausländischer Konfurrenz so hart bedrängt werden, nur diejenigen Arbeitslöhne bezahlen, die von den Arbeitern bereitwilligst zugestanden werden?"( Die gesperrt gedruckten Worte sind auch im Original gesperrt gedruckt.) Den Konfettionair" gegen die Preisunterbietungen der Arbeitsuchen ie eifern zu sehen, das hätten wir uns, offen gestanden, wirk lich nicht träumen lassen. Was werden seine Abonnenten und Inserenten dazu sagen? Werden sie nicht, wenn die Arbeiter und Arbeiterinnen der Konfektionsbranche später einmal wieder eine Lohnausbesserung verlangen, ihn dafür verantwortlich machen wollen, daß er mit dazu beigetragen habe, die Begehrlichkeit" der Arbeiter zu erhöhen? Das Seltsamste ist, daß der kindlich einfältige Artikel diesen Mangel an Begehrlichkeit", dieses sich Begnügen mit dem vom Arbeitgeber zugeftandenen Lohn, dieses sich Anbieten zu noch niedrigerem Sohn der sozialdemokratischen Arbeiterschaft vorwirft. Wir sind gewöhnt, über die Arbeiter und Arbeiterinnen, die auf dem Boden der modernen Arbeiterbewegung stehen und sich zur Sozialdemokratie friege mit Frankreich und während der Reformibewegung M. J. Aus der Festung der Grundbesitzer. In Nr. 30 der bekennen, in Arbeitgeber- Blättern sonst das genaue Gegentheil der dreißiger Jahre kam Aehnliches nicht vor. Gestern aber Zeitschrift für Hausbesitzer„ Das Grundeigenthum" wird die zu lesen. Vom Standpunkte dieser Blätter aus, und also auch wurde das Unmögliche wahr, wie ein Telegramm uns mit- Tagesordnung zum Verbandstage in München mitgetheilt. Zu des" Konfektionär", muß der oben angeführte Artikel als eine theilt. Und natürlich war es die Homerulebill, Städte bei Stadterweiterungen und Stadt erscheinen. Aber von unserem Standpunkte aus enthält das, Nr. 5 der Tagesordnung, das Enteignungsrecht der zum mindesten wunderliche Art, dem Gegner eins auszuwischen, welche den„ Knochen der Zwietracht" bildete und die so verbesserungen sind die Schlußfäße mitgetheilt, welche zur was er der Arbeiterklasse nachsagt, wirklich einen Vorwurf, und respektablen Gemeinen" zu Gassenbubenstreichen verführte. Berathung bezw. zur Annahme kommen sollen. Der letzte der zwar einen nicht unberechtigten. Der Artikel hat, bei aller GinDas Telegramm lautet: hier zur Erörterung stehenden Schlußsäße lautet: Sozia falt, darin Recht, daß vielfach die Arbeiter selber, auch sozial London, 27. Juli. Unterhaus. Als Chamberlain furz listische Bestrebungen jeder Art sind hierbei demokratische, den Arbeitgebern die Ausbeutung erleichtern, in vor 10 Uhr bei der Berathung eines Amendements zu dem zurückzuweisen." Stübben, königl. Baurath und Bei- dem sie sich zu Hungerlöhnen anbieten. Darum enthält er auch neuen Finanzparagraphen der Homerulebill energisch gegen geordneter der Stadt Köln. eine beherzigenswerthe Mahnung, nämlich die, daß die Gladstone das Wort führte, begrüßten ihn laute Rufe Aus der bloßen Thatsache, daß auf einem Verbandstage von Arbeiter sich wenigstens nicht widerstandslos ausbeuten " Judas" auf den Bänken der Nationalisten. Als sodann Grundbesitzern die Furcht vor sozialistischen Bodenbesitz- Reformen lassen sollten, wo noch Widerstand möglich ist. Aber freilich ist der Vorsitzende sich erhob, um das Amendement zur solche Anträge zeitigt, fönnen wir unsere Fortschritte er ein Widerstand nur selten möglich. Bereitwilligst": Abstimmung zu bringen, ertönten von seiten der Kon- messen. Man erkennt bereits, wie ernst an dem großartigen werden die Hungerlöhne von den Arbeitern feineswegs zuservativen Ordnungsrufe. Der Lärm in Hause war Problem gearbeitet wird, unsere unnatürlichen Grundbesitz- Berhält gestanden. Sie müssen einfach, ob sie wollen oder nicht. so start, daß anfangs der Zweck dieser Rufe nicht zu nisse umzugestalten und macht schon auf Verbandstagen den Wenn es nicht der Fabrikant ist, der diese Preise diktirt, dann ist erfennen war. Wie fich später herausstellte, wünschten einige lächerlichen Versuch, sozialistische Bestrebungen durch ohnmächtige es die Noth. Der Fabrikant aber nimmt diese Preise an, er Konservative, daß 2. P. O'Connor das Wort Judas" Beschlüsse abzuweisen. nimmt sogar das Geschenk des freiwilligen Lohnabzuges an, von Fauftkämpfe im englischen Parlament das ist noch nicht dagewesen. Selbst zu den Zeiten der Revolutions" Wenn das am grünen Holze geschieht, was ist vom dürren Holz zu erwarten. Wie werden die Geister und Körper erst aufeinanderplaten, wenn die Entscheidung über die Humerule- Bill in das Volk verlegt ist! Zur Pferde- Eisenbahn, Berlinerstraße. Kühne, Schlüter- und Goethestraßen- Ede. Abbestellt hat: Reich, Lindenstraße 16. Die Lotal Kommission: 3 J. A.: J. Wernau, Rosenstraße 30. = " zurückziehe. Zwischen mehreren Nationalisten Wenn das ein verrotteter alternd er Bureaukrat unternimmt, Arbeitern und Arbeiterinnen, die der Hunger dazu treibt! Arund Konservativen entstand ein Faustkampf, so finden wir das natürlich, Herr Baurath Stübben ist uns aber beitsuchende, die ihm dieses Geschenk nicht anbieten, die nicht einder nur mit Mühe unterdrückt werden konnte. als ein vielseitiger sehr tüchtiger Fachmann bekannt, von ihm mal mit dem von ihm festgesetzten Preise zufrieden sind, die einen Es war eine Szene ohne Beispiel in der bisherigen sollte man wenigstens erwarten fönnen, daß er sich klar macht, menschenwürdigen Lohn verlangen, wirft er einfach hinaus. Die Geschichte des britischen Parlaments. Schließlich wurde der was er unterschreibt. Für das Enteignungsrecht der Städte Arbeitgeberklasse hat ja dafür gesorgt, daß ihr ein ständiges Heer Sprecher in den Sitzungssaal gerufen, welcher zunächst O'Connor haben die städtischen Körperschaften doch wohl in erster Linie von Arbeitslosen zur Verfügung steht, das stets bereit ist oder veranlaßte, sich zu entschuldigen, und sodann das Haus auf- mitzusprechen, und wenn sich Herr Stübben das Ungeheuerliche vielmehr bereit fein muß, auch zu dem geringsten Sohn forderte, den Zwischenfall zu vergessen und die weiteren Ver- vergegenwärtigt, es könnte einmal die Mehrheit einer Stadt zu arbeiten, und mit dem sie die gesammte Arbeiterklasse in handlungen so zu führen, wie es der Ehre und den Traditionen verordneten Versammlung sozialdemokratisch und gewillt Schach halten kann. Und der Konfektionär" sagt dazu:„ Kann des Hauses entspreche. Darauf wurde die Spezialdebatte der fein, Enteignungen zu gunsten des Gemeinwohls im sozialdemo- man es da den Fabrikanten verdenken-?" Wir wollen uns fratischen Sinne vorzuschlagen, dann würde es wohl dem Herrn mit dem Blatt über diese Frage nicht streiten, auch nicht Homerule- Bill erledigt. Baurath nichts nügen, mit seinen Grundbesitzern beschloffen zu darüber, ob der Sohn von 55 Pfg. für das Zusammennähen haben: sozialistische Bestrebungen sind zurückzuweisen". Herr eines Knabenanzuges ausreichend ist, und ob eine Arbeiterin Baurath Stübben ist sehr beschäftigt und sehr fleißig, er hat sich dabei ganz gut bestehen kann". Mit einem Arbeitgeber- Blatt vielleicht in letzter Zeit überarbeitet, vergessen, daß er Gemeinde- läßt man sich nicht in eine Diskussion über Lohnfragen ein. Die Beamter ist und noch nicht begriffen, daß es ernstlich Menschen Ausführungen des Konfektionär" könnten uns und unseren giebt, die an einem ganz abscheulichen" Bukunftsstaate" arbeiten. Refern überhaupt sehr gleichgiltig sein, wenn sie nicht die AnEiner ausführlichen Privatdepesche der Bossischen Zeitung" entnehmen wir, daß der Faustkampf mit einer Unter den Arbeiter Wohlfahrtseinrichtungen in den fichten der Arbeitgebertreife wiedergäben, oder eigentlich regelrechten Schlägerei verbunden war. Ein Gladstoneaner Fabriten, mit denen man auf Gewerbe- und Weltausstellungen nicht die Ansichten, sondern die Ausreden, mit denen die ArbeitLogan, der sich im Laufe eines Wortwechsels-über den prunken fönnte, würde die Flohr'sche Maschinenfabrit, Chauffee- geber ihr Ausbeutungsgeschäft vor sich und anderen zu ent Judas" mit dem Unionisten Fisher auf eine der traße 28b, wahrhafte Mustereinrichtungen liefern. An einen schuldigen suchen. Separat- Abort für die Meister stößt unmittelbar der Abort für Oppositionsbänke setzen wollte, wurde von Fisher und die Arbeiter( 150-200) mit 6 nebeneinander befindlichen Sig- Pfarrer witte vom Konfiftorium zwangsweise pensionirt Wegen Ouerulantenwahns ist bekanntlich der lutherische anderen Unionisten am Kragen gepadt und gelöchern. In die beide Aborte trennende Wand wurde in letzter worden. Unsere Leser kennen aus einigen Auszügen das mertwaltsam zurückgestoßen. Darauf entspann sich Beit eine große Deffnung angebracht, sodaß der Arbeiter- Abort würdige Gutachten, durch welches der Sanitätsrath Mittenzweig zwischen Unionisten und andringenden Irländern eine gewissermaßen vom Meister- Abort fontrollirt werden kann. Da das Borhandensein des beginnenden Querulantenwahns bei Prügelei in schönster Form, mehrere Abgeordnete dieses gerade am Tage vor den letzten Wahlen geschah, so darf Pfarrer Witte begründete. Dieses Gutachten ist bereits früher wurden zu Boden geworfen, andere erhielten Ver- es nicht Wunder nehmen, wenn die Arbeiter zu der Annahme von Herrn Witte mit kritischen Glossen veröffentlicht worden, legungen am Kopf, vielen hingen die Kleider in tamen, es folle kontrollirt werden, ob nicht Wahlumtriebe etwa jest publisirt es auch Herr Mittenzweig in der Zeitschrift für Fezen vom Leibe. Eine wahre Rasenmusit be- durch Verbreitung von Flugblättern, Stimmzetteln, Beiträge Medizinalbeamte", die er zusammen mit dem Witgliede bes sammeln in dem unappetitlichen Raume stattfinden. Bald darauf Medizinalkollegiums für die Provinz Brandenburg, Sander, gleitete diesen schmählichen Auftritt". beseitigten die Arbeiter jene Deffnung, indem sie ein Brett vor herausgiebt. Wir bemerken hierzu, daß diese Veröffentlichung Und die Mitglieder des englischen Unterhauses nennen dieselbe nagelten. Kurze Zeit darauf wurde nun die Eingangs- vor Erledigung des Verfahrens erfolgt über das VerWitte's aus dem Amt hat fich the first gentlemen of Europe die ersten Gentlemen thüre zum Arbeiter- Abort gänzlich entfernt, sodaß jeder, der bleiben oder Ausscheiden noch die höchste Instanz, der Oberkirchenrath, zu entscheiden von Europa! Ein Gentleman" das ist in der Sprache vorbeigeht, hineinblicken kann. Bis vor kurzem war es den Frauen gestattet, ihren Männern und daß der Mitherausgeber, Herr Sander, Mitglied desder vornehmen Welt" die Blüthe der modernen Gesell- das Mittagbrot in die Fabrik hineinzubringen. Dieses ist jetzt jenigen Kollegiums ist, dessen Superarbitrium( Obergutachten) schaft, die Verkörperung des feinsten Anstandes und der verboten worden, und da nun kein Speisesaal vorhanden ist, so der Oberkirchenrath eingefordert hat. Aus der Veröffentlichung höchsten Bildung. Man sieht, was es mit der Bildung sind die Arbeiter gezwungen, ihre Mahlzeit im Freien in Wind des Gutachtens durch Herrn Mittenzweig selbst muß man und dem Anstand der modernen Gesellschaft und ihrer und Wetter einzunehmen. schließen, daß derselbe dieses seltsame Gutachten mit seinen " Spizen" auf sich hat. Wir glauben nicht zu irren, wenn Vielleicht, schreibt der Einsender obigen Berichts, hilft die drolligen Verwechselungen betreffs Altersversicherung" und wir sagen, daß auf teinem Arbeiterkongreß derartige Böbel- Veröffentlichung dieser Mißstände zur Beseitigung derfelben. Ruhstallgeflüster" und mit feinen zahlreichen unlogischen SchlußNun, wir werden sehen. Wir können aber nicht umhin, auch folgerungen immer noch für eine tüchtige Leistung hält. Das haftigkeiten möglich wären. den Arbeitern einen Theil der Schuld, daß solche Rücksichts- Gutachten enthält einen Passus, der eine baldige Hei losigkeiten gegen fie um sich greifen, zuzumessen. Gegenwärtig lung des Querulantenwahns bei Pfarrer Witte für herrscht freilich ein solcher Rothstand und so große Arbeits- möglich erklärt und der- vom Konsistorium weggelassen losigkeit, daß die Arbeiter vieles ruhig dulden aus Furcht, ges worden ist. Das Konsistorium hätte bei Berücksichtigung dieser " ©teile unmöglich die AmtZsuspenfion verhängen können. Anderer- seits aber läßt auch Herr Mittenzmeig in der jetzigen Veröffent- lichung des Gutachtens zahlreiche Stellen weg oder ändert sie ab, die inzwischen als unhaltbar erwiesen worden sind. Die Unhalt- barkeit wird damit von ihm selbst wenigstens indirekt zugestanden. Bei diesen Umständen darf man auf die Weiterentwickelung des Falles gespannt sein. Derselbe ist von den uns bekannten, für die Reformbedürftigkeit des Jrrenrechts sprechenden Fällen der frappanteste. Die konservativen Organe, die aus anderen Fällen so viel Kapital zu schlagen wußte», möchten diesen Fall gern todtgeschwiegen wissen. Pferdeehre. Bei dem zweiten Garde-Feldartillerie-Regiment in Berlin, so berichtet die„Freis. Ztg.", ließ kürzlich in der ersten Batterie der Hauptmann folgenden interessanten Appell vorlesen: „Der Kanonier X hat dreimal je eine Stunde nachzuexerziren wegen Beschimpfung eines königlichen Dienstpferdes." Die Beschimpfung bestand darin, daß der Kanonier in zoologischer Be- griffsverwechselung dem Pferde den Namen eines anderen Vier- süßlers beigelegt halte, welcher bei unseren Hausfrauen wegen seiner guten Eigenschaften in gekochtem und geräuchertem Zu> stände mit Recht sehr beliebt ist. Das in seiner Ehre derart be- drohte Pferd, für welches der Hauptmann so„schneidig" ein- getreten ist. wird gewiß noch einmal so stolz, wie bisher, seinen Dienst thun. Hoffentlich greift der Herr Hauptmann bei etwaigen zufälligen Verwechselungen zwischen Mensch und Thier, die selbst militärischen Vorgesetzten bisweilen unterlaufen sollen, mit gleicher Schneidigkeit ein. I« bezng auf die Hilfekeistuug der Berliner Feuer- 'wehr bei Bränden auf Charlottenburger Gebiet hat der Magistrat von Berlin an Charlottenburg ein Schreiben ge- richtet, worin erklärt wird, zwischen Charloltenburg und Berlin bestehe nicht eine Abmachung, nach der die Berliner Feuer- wehr verpflichtet sei, für eine bestimmte Gegenleistung der Ge- weinde Charlottenburg auf Erfordern Feuerlöschhilfe zu ge- währen. Eine Vereinbarung sei nur erfolgt über die Höhe der Prämien für den Fall, daß Feuerlöschhilse überhaupt geleistet würde. Das Schreiben schließt:„Da der geehrte Magiftrat in seinem Schreiben vom 2. Juni die von uns erbetene Erklärung nicht abgegeben hat, haben wirl den Herrn Polizeipräsidenten heute ersucht, streng darauf zu halten, daß der Gemeinde Char- lottenburg Löschhilfe seitens der hiesigen Feuerwehr nur bei dringender Gefahr und nur insoweit gewährt wird, als die Feuersicherheit Berlins dadurch nicht beeinträchtigt wird." Ein GegenttmrtSbild. In der„Kreuz- Zeitung" und anderen kapitalistischen Blättern lesen wir: Die 17 Jahre alte Kellnerin Ida Holland, Potsdamerstr. 86a, konnte trotz vieler Mühe keine Stellung erhalten. Um sich nicht der Prostitution ergeben zu müssen, sprang sie am Donnerstag Morgen um S Uhr vom Schiffbauerdamm aus in die Spree. Ein Droschenkutscher sah sie im Wasser verschwinden; es gelang ihm, die Lebensmüde zu fassen und bewußtlos an das Land zu bringen. Er fuhr sie nach einem Krankenhause, wo sie zum Bewußtsein zurückgebracht wurde und in ärztlicher Behandlung steht.— Das Bild bedarf keiner Erläuterung. In einem Hotel der Friedrichstrasie hat sich eine junge und hübsche Dame, ein Fräulein F., am Donnerstag Nachmittag vergiftet. Der Tod muß sofort eingetreten sein. Bei der Selbst- Mörderin fand man außer einem Fläschchen, welches ein sehr scharfes Gift enthielt, verschiedene Briefschaften vor, aus denen ersichtlich war, daß die junge Dame längere Zeit ein sehr intimes Liebesverhältniß mit einem Arzt unterhalten hatte, und als dieses nicht ohne Folgen blieb, von dem Liebhaber verlassen wurde. Das Gistfläschchen soll die Etikette einer hiesigen Apotheke tragen, woraus gefolgert werden dürste, daß das Gift auf ärztliche Vor- schrift angefertigt ivorden ist. Nachdem seitens einer gericht- lichen Kommission der Thatbestand festgestellt worden, erfolgte gegen Abend die Uebersührung der Tobten nach dem Leichen- schauhause, zum Zwecke der Obduktion und genauen Feststellung der Todesursache. Eine«„bekannte Leiche wurde gestern Vormittag im Müggelsee treibend aufgefunden und gelandet. Der Tobte, ein etwa LSjähriger Mann mit dunkelblondem Schnurrbart war un- bekleidet und ist jedenfalls beim Baden ertrunken. Die Leiche, wahrscheinlich diejenige eines Berliner Ausflüglers, ist bei dem Förster bei Müggelsheim zu rekognosziren. Z« Tode geschleift. Am Donnerstag Nachmittag waren auf dem an der Oberspree belegenen Terrain der Ewaldt'schen ?arbeholzfabrik mehrere Arbeiter damit beschäftigt, auf der inter dem Trockenschuppen belegenen sogenannten Schiebebahn, vermittelst sogenannter schottischer Karren eine große Quantität Rinde in d,e Mühle zu befördern. Kaum hatte jedoch der Zug, der aus zehn Karren und einer kleinen Feldbahn-Lokomotive be- Sand, die Mitte der Bahn erreicht, da riß durch irgend einen mstand die Verkoppelung des vierten Karren, wodurch die an- deren ins Rutschen gerielhen und den steilen Abhang herunter- rollten. Dabei wurden nun die an der Bahn beschäftigten beiden Arbeiter Köhn und Elsner von den Karren erfaßt und auf der abschüssigen Bahn eine ganze Strecke fortgeschleift. Nachdem die Karren zum Stehen gebracht worden waren, gelang es, den Ar- beiter Elsner zwar noch lebend, aber in entsetzlich verstümmeltem Zustande unter den Karren hervorzuziehen, sodaß er aus An- ordnung des herbeigernfenen Gewerksarztes schleunigst nach dem Krankenhause geschafft werden mußte. Ter niitverunglückte Arbeiter Köhn konnte dagegen nur noch als Leiche herausbesördert werden. Köhn hinterläßt eine Frau und zwei unmündige Krnder in den dürstigsten Verhältnissen. Polizeibericht. Am 27. d. M. Vormittags sprang eine vbdachlose Kellnerin gegenüber dem Hause Schiffbauerdamm 31/32 in die Spree, wurde aber noch lebend aus dem Wasser gezogen und nach der Charitee gebracht.— Ein neunjähriger Knabe siel Nachmittags gegenüber dem Hause Engel-Ufer 2b m den Luisen- städtischen Kanal und ein vierjähriger Knabe vor dem Hause Maybach-Ufer 5 in den Landwehrkanal. Beide wurden, ohne Schaden genommen zu haben, aus dem Wasser gezogen und ihren Eltern zugeführt. Im Lause des Tages fand BelleaUianceplatz 22 ein kleines Feuer statt. Gevilstls-Fletkuttg. Gegen den Reichstags- Zlbgeorducten Arthur Stadthagen sollte gestern vor der drillen Straskammer des Land- gerichts I eine Anklage wegen Hausfriedensbruchs und Belei- digung verhandelt werden, welche Bergehen vor fast drei Jahren begangen sein sollen, als der Angeschuldigte im Liebenwalder Kreise eine Agitationsreise für die Wahlen hielt. Im vorigen Sommer wurde die Sache bereits vor dem Landgericht II ver- handelt, auf die eingelegte Revision hatte das Reichsgericht aber das Erkenntniß aufgehoben und zur nochmaligen Verhandlung an das Landgericht I verwiesen. Die zum gestrigen Termin er- schienenen zahlreichen Zeugen mußten sich unverrichteter Sache wieder entfernen, da sich herausstellte, daß in betreff der Ladung ein Formfehler begangen war. Gewerbegericht. Sitzung vom 27. Juli. Kammer VIII. Von großem Interesse dürfte für Buchdrucker der Ausgang einer Klage sein, welche die Schriftsetzer Querfurth und Herkner gegen die große Buchdruckfirma I. Sittenfeld an- gestrengt hatten. Die Kläger arbeiteten in der Buchdruckerei des Beklagten in Akkord am Satz einer„Wappenkunde". Ihnen wurden mehrere Eliche's(Holzschnitte) verweigert, die sie zu ihrer Lohnberechnung beanspruchten, indem sie sich auf den Z 23 des allgemeinen deutschen Buchdruckertarifs stützten. Nach diesem Paragraph dürfen unter anderem auch Holzstöcke, welche im Satz vorkommen, den Setzern nicht entzogen werden und dieselben können sich deren Raum mit anrechnen. I. S. ivollte äugen- scheinlich am Arbeitslohn„sparen". Der Vertreter der beklagten Firma machte Einwendungen gegen die Auffassung, welche die Kläger von dem bezüglichen Tarifparagraphen haben; er, beziehungsweise die Firma I. Sittenfeld hielt sich dazu nicht für verpflichtet, den Klägern ihren Willen zu thun. Nachdem ein sachverständiger Arbeitgeber-Beisitzer daraus hingewiesen, daß ein von Prinzipalen und Gehilsen gebildetes Schiedsgericht vor einigen Jahren im Sinne des Klage-Auspruches die in Betracht kommende Tarifbestimmung ausgelegt habe, zog sich der Gerichtshof zur Beralhung zurück. Er verurtheilte den Beklagten zur Herausgabe aller Cliches an die Kläger, welche bis jetzt diese etwas angehen. Erfolge die Herausgabe innerhalb acht Tagen nicht, dann habe der Beklagte jedem Kläger S0 M zu zahlen. Im Falle die Kläger die Cliches bekommen und ihre Berechnung nicht anerkannt wird, werde ein neuer Termin nicht ausbleiben können. Kammer III. Zehn Maurer klagen gegen ihren ehemaligen Meister, Herrn Straßer; sie verlangen Lohnentschädigung für zwei Tage. Sie sind am Tage nach der Wahl entlassen worden, weil sie statt um 3 Uhr, wozu ihnen die Er- laubniß ertheilt war, schon des Mittags Feierabend gemacht hatten, um zur Wahl zu gehen. Es wurde festgestellt, daß die meisten von ihnen in der Nähe der Arbeitsstätte wohnten und auch um 3 Uhr noch zurechtgekommen wären, sowie daß einigen Weiterwohnenden auch srüher zu gehen gestattet war. Zwei Tage Enischädigung wurde mit Rllckncht darauf beansprucht. daß abgemacht war, des Sonnabends könne bei Ausschluß der gesetzlichen Kündigungsfrist jeder entlassen werden und auch gehen. Der Wahltag war bekanntlich der Donnerstag. Das Gericht wies die Kläger insofern ab, als es die Berechtigung ihres Anspruchs mit bezug auf die plötzliche Entlassung verneinte. Jedem wurde aber eine Entschädigung im Betrage von 2,Sll M. mit Rücksicht dar- auf zugebilligt, daß er fünf Stunden auf die regelrechte Aus- fertigung der Bücher und Karten am Entlassungstage warten mußte. In einem Prozeß des Töpfers P. gegen den Töpfermeister B. wurde erwiesen. daß der Kläger mehrere Stunden durch Schuld des Beklagten feiern mußte. Es war kein Material rc. zur Stelle. P. bekam 5,50 M. zuerkannt. Der Musterzeichner Röhn hatte sich einen Lehrling, zunächst sechs Wochen„auf Probe", angenommen. Als weitere sechs Wochen und noch einige Tage verflossen waren und der Vater keinen Pfennig Kostgeld erhielt, nahm er seinen Sohn aus der Lebre des Herrn Röhn. Eine vergeblich gütlich beizutreiben ver- suchte Entschädigung klagte der Lehrling Masutte, vertreten durch den Vater, nun ein. Der beklagte Lehrherr gab vor, daß sein Lehrling nichts geleistet hätte und noch keine Geldentschädigung beanspruchen könnte. Der Kläger führte dagegen an, daß' Ar- beiten von ihm bereits verkauft worden seien. Das Gericht ver- urtheilte den Beklagten zur Zahlung von 13 M. an den Kläger. Die Straßennnruhen, die sich in Mannheim am Abend des Stichwahltags abgespielt haben, sind am Donnerstag vor der dortigen Ferien-Strafkammer gesühnt worden. Vor den Schranken des Gerichts hatten sich 23 Angeklagte zn verant- worten; das Urtheil lautete auf 1 bis 14 Wochen Gesängniß resp. Haft. Soziale XtclicilWjk. Achtung, Metallarbeiter! Kollegen! Am 24. Juli hat die Generalversammlung des Verbandes aller in der Metallin du st rie beschäftigten Arbeiter den Streik in der Schraubenfabrik von Willing und Violett (Boursett u. Weiler) als berechtigt anerkannt, und beschlossen, die Kollegen zu unterstützen. Die Kollegen werden nun ersucht, durch freiwillige Beiträge für den Unterstützungsfonds es zu er- möglichen, diesem Beschluß der Versammlung nachzukommen. Denn nur dadurch, daß jeder Kollege sein Scherflein dazu bei- trägt, können wir die Kollegen in ihrem berechtigten Kampfe zum Siege verhelfen. Die Vertrauensleute, die noch Marken gebrauchen, können solche von den Unterzeichneten erhalten. Die Vertrauensleute der Berliner Metallarbeiter. R u d. K a tz k e, Schlosser, Elbingerstr. 28, Hos l Tr. Peter Sassenroth, Dreher, Neue How?"' 31. Rich. Wegner, Schlosser, Oranienstr. 23� � Tr. Achtung, Filzschuharbeiter! Kaum haben wir den Kampf gegen das Kapital siegreich beendet, so sucht der Fabrikant schon wieder, weil die Saison dem Ende naht, uns niit allen möglichen Mitteln zu hintergehen. Kollegen! Wenn wir auch den Lohn nicht viel erhöht haben, so haben wir doch eine geregelte Arbeits- zeit erzielt, außerdem eine ganze Anzahl unserer Kollegen, die uns fern standen, für die Organisation gewonnen. Wenn aber nicht Alles wieder verloren gehen soll, so agitirt tüchtig wo ihr nur könnt, denn ein tüchtiges Stück Arbeit steht uns noch bevor. In verschiedenen Fabriken haben sich die Arbeiter noch garnicht um unsere Bewegung gekümmert. So u. a. bei Gräs u. Komp., Köpnickerstraße. Auch die Herren Landsberger, Barnimstr. 22, und Goldmann u. Komp. haben ihre Arbeit fertig bekommen. lieber das Wie wollen wir nicht reden. Kollegen! An Euch ist es jetzt, wenn wir stark bleiben wollen, daß ihr die Versammlungen besucht und alle Indifferenten für unsere Organisation zu gewinnen sucht. Es wird in nächster Zeit eine öffentliche Versammlung stattfinden und wir ersuchen alle Kollegen in dieser Versammlung, der wichtigen Tagesordnung halber, zu erscheinen. Diejenigen die noch im Besitz von Sammel- listen sind, müssen dieselben bis zu dieser Versammlung ab- liesern. Dasselbe gilt von den Marken zum Agitationsfonds. Die Agitationskommissron derFilzschuh- Arbeiterund-Arbeiterinnenfür Berlin und Umgegend. Achtung, Tabakarbeiter! Die Mitglieder der Zentral- Krankenkasse, sowie des Unlerstützungs-Vereins der Tabakarbeiter werden darauf aufmerksam gemacht, daß vom Montag (31. Juli) ab das Kassenlokol von der Rheinsbergerstr. 19 nach der Fehrbellinerstraße 34 bei Fr. Voigt verlegt ist. Die Kassenstunden sind wie bisher von 7—19 Uhr. Die Ortsverwaltung. Köpenick. Die Lokalkommission giebt hierdurch folgende Lokale bekannt, welche uns jetzt zur Verfügung stehen: Klein; Stadt-Theater; Gerisch, Lindenslraße und Dalbritz, Goldener Hirsch. Da sich Herr Scheer trotz Anfragen der Lokalkommission weigert, seine Lokalitäten zu Versammlungen herzugeben, so bitten wir die Genossen, solche Lokale zu meiden, wo uns keine Ge- legenheit gegeben wird, uns zu ernsten Berathungen zu ver- sanimeln. Ei» Gelverbegericht soll laut einer vom dortigen Magistrat erlassenen Bekanntmachung die Stadt Chemnitz erhalten. Die Chemnitzer Arbeiter werden schon dafür sorgen, daß die richtigen Männer hineinkommrn. Die große Versammknng der österreichischen Berg- arbeiter findet ani 6. August in Brüx statt. Aus der Tages- ordnung stehen wichtige Organisationsfragen. Schwarze Listen. Unser Hallesches Bruderorgan, das „Volksblatt", bringt einige geheime Zirkulare, die im Jahre 1399 verwendet wurden, um Arbeiter ihrer politischen Gesinnung wegen brotlos zu machen, zur öffentlichen Kenntniß. Von einer Reihe hektograpbirter Schreiben seien wenigstens einige im Wort- laute wiedergegeben. Da ist zunächst eines, welches besonderes Interesse erregt. Es lautet: Verband der Metall-Jndustriellen von Halle (Saale) und Umgegend. Halle a. S.. den 21. Mai 1839. Anbei beehre ich mich, Ihnen zwei Listen über die nicht in Arbeit zu nehmenden Arbeiter zur gefl. Kenntnißnahme zu überreichen. Weiter bitte ich Sie, den in der Halleschen Maschinenfabrik und Eisengießerei beschäftigt gewesenen Schlosser........ geboren am..... zu....... nicht in Arbeit zu nehmen, event. sofort zu entlassen, da derselbe ein hervorragender Agitator ist. Ferner beehre ich mich. Ihnen mitzutheilen, daß in Berlin 2999 und in Hamburg 3S09 Arbeiter die Arbeit niedergelegt haben. Da es unmöglich ist, eine genaue Liste dieser Streikenden so schnell und übersichtlich herzustellen, so ersuche ich Sie höflichst, die von Hamburg oder Berlin zuziehenden Arbeiter vorderhand in Ihren Betrieben nicht anzustellen. Der Vorstand der Metall-Jndustriellen von Halle und Umgegend. I. A.: Max Dehne. Die im ersten Absätze erwähnten zwei Listen, unterzeichnet: „Der Verband Deutscher Metallindustrieller. Der Geschäftsführer Rose", betiteln sich:„Verzeichniß hervorragender Agitatoren" und enthält die erste Liste 179, die zweite 76 Namen von Metallarbeitern aus dem ganzen Reiche, vor deren An- stellung gewarnt wird. Ein zweites Schriftstück hat folgenden Wortlaut: Verband der Metall-Jndustriellen von Halle (Saale) und Umgegend. Halle a. S., den 39. Mai 1399. Hierdurch ersuche ich Sie höflichst, den in der königl. Haupt- werkstälte beschäftigt gewesenen Schlosser........ geboren am...... zu...... nicht in Arbeit zu nehmen, event. sofort zu entlassen, da derselbe als ein hervorragender Agitator bezeichnet wird. Der Vorstand der Metall-Jndustriellen von Halle und Umgegend. I. A.: M a x D e h n e. In dem vorstehenden Schreiben heißt es, daß der Gemäß- regelte„als hervorragender Agitator bezeichnet wird". Man hat also noch nicht einmal die Gewißheit, daß er wirklich Agitator ist. Ein drittes Schriftstück lautet bestimmter. Darin werden die Verbandsmitglieder benachrichtigt, daß der Lackirer...... „wegen Agitation und Stistung von Unzufriedenheit unter den Arbeitern" der königl. Hauptwerkstätle gekündigt worden sei. Ein anderes Schriftstück lautet: Verband der Metall-Jndustriellen von Halle(Saale) und Umgegend. Halle a. S., den 16. Juni 1839. Hierdurch ersuche ich Sie höflichst, den bei der Firma Andreas Haaßengier beschäftigt gewesenen Dreher....... nicht in Arbeit zu nehmen, eventuell sofort zu entlassen, da der- selbe andere Arbeiter zur Niederlegung der Arbeit verleiten wollte. Der Vorstand der Metall-Jndustriellen von Halle und Umgegend. I. A.: M a x D e h n e. Wenn auch den Arbeitern gesetzlich das Recht zusteht, sich zu vereinigen zu dem Zwecke der Arbeitsniederlegung, so ist das doch bei den Herren Fabrikpaschas ein todeswürdiges Ver- brechen, und da die„Herren" heute nicht mehr über das Leben ihrer Sklaven verfügen können, so stellt man sie vor die Alter- nalive, entweder zu verhungern oder zu kuschen. Weiter sind wir im Besitze einer Liste, in welcher es heißt: „Vom Verband der Metall-Jndustriellen Magdeburgs und Umgegend wird uns folgende Liste von geineingefähr- lichen Arbeitern übersandl, Verzeichniß der entlassenen, nicht in Beschäftigung zu nehmenden Arbeiter." Nun folgen 13 Namen, die genau mit Vor- und Zunamen und Angabe des Standes und Geburts- resp. Wohnortes be- zeichnet sind. Tie vorletzte Rubrik giebt Ausschluß, wo die„Verbrecher" bisher beschäftigt gewesen sind und die letzte Spalte klärt uns über die„Verbrechen" selbst auf. Danach wird als hGrund der Entlassung" angegeben bei einem Arbeiter:„Lohn- erhöhung, Unfug, Hausfriedensbruch, Denunziation"(interessant wäre es, zu erfahren, welche Vorkommnisse all diesen Bezeich- nuugen zu Grunde liege»); bei sechs Arbeitern wird einfach an- geführt:„Schon länger entlassen". Bei zwei Arbeitern heißt es:„Theilnahme an sozialdemokratischen Versainmlungen in Berlin, Ausreizung zu ordnungswidrigen Bestrebungen". Ein Arbeiter ist schon seit dem 15. März entlassen. Auch ein Grund! Datum tragen die Listen nicht, daß man ermitteln könne, wie lange der Mann bereits»n der Acht gelebt. Als weitere Gründe sind angegeben:„Verleitung zum Trinken in der Werkstatt, Trunkenheit, Widersetzlichkeit",„Aersäumniß der Arbeit ohne Erlaubniß, Renitenz",„Mehrtägige unerlaubte Dienst- versäumniß und Gehorsams- Verweigerung",„Hervorragende Agitatoren in der Arheiterbewegung" und„Verleitung zur Renitenz". Derlammlnugen. Der sozialdemokratische Wahlvereiu für den 5. Berliner Reichstags-Wahlkreis hielt am 27. d. M. eine Generalversammlung ab. Dieselbe hörte zunächst einen Vortrag des Ge- nossen Wagner über die Nothwendigkeit der Arbeiterorgani- sation und nahm nach einer längere» an den Vortrag sich anschließenden Diskussion den Bericht des Kassirers Schulz pro zweites Quartal entgegen. Derselbe wies einschließlich des Bestandes vom ersten Vierteljahr eine Einnahme von 371,96 M-, eine Ausgabe von 150,45 M. und einen verbleibenden Bestand von 221,51 M. auf. Auf Bericht der Revisoren wurde der Kassirer entlastet. Als Revisoren wurden neu gewählt August» Herzer und F r i ck e r. Im Anschluß hieran erledigte die Generalversammlung einige interne und Vereinsangelegenheiten. Die in der Metallindustrie beschäftigten Arbeiter hielten am 27. Juli eine öffentliche Versammlung ab. in der Kollege Rüther über die Bedeutung des internationalen Kongresses in Zürich reserirte. Er entwarf in kurzen Zügen ein Bild von dem Arbeitsselde, welches derselbe vor sich habe, und plädirte für Beschickung desselben, umsomehr, da das gleichzeitige Stattfinden eines internationalen Metallarbeiter-Kongresses auch das Interesse der Berliner Metallarbeiter wachrufe. Die Berliner Metallarbeiter, die eine gegentheilige Form der Organisation als wie der deutsche Melallarbeiter-Verband besäßen, könnten sich unmöglich durch dessen Delegirte Segitz und Junge ver- treten lassen, sondern müßten durch Entsendung eines eignen Delegirten in die Lage versetzt werden, nöthigenfalls ihren Standpunkt präzisiren zu können. Lorenz bemerkte, sollte der Kongreß beschickt werden, so müsse sich der zu Wählende verpflichten, nicht für Ausschluß der revolutionär vorgeschrittenen Gruppen zu stimmen. Er trat dann für den Antrag der Holländer, die Dienst- Verweigerung im Kriegsfalle, ein und wurde dabei derart weit- abschweifend, daß ihm der Vorsitzende P ä tz o l d wiederholt zur Sache verweisen mußte. lKörsten berichtigte sofort einige Ausführungen des Vorredners in Betreff der Ausweisung der Anarchisten auf dem Pariser Kongreß, dem er beigewohnt babe. " Durch ihr Standaliren störten sie derartig, daß sie der Kongreß| feine Versammlung hier stattgefunden hat durch die Rücksichts.| Der Raiser babe mit seiner Familie ein anderes Schiff besteigen ausweisen mußte. Es wurde dann noch des Längeren über die losigkeit der Lokalinhaber, so war wohl jeder, der nur irgend müssen. Ob hier ein Unglück vorliegt, wie es auch gewöhnlichen Maifeier und die Organisationsfrage debattirt und schließlich konnte, zur Stelle, der Saal, welcher zirka 2000 Personen faßt, Sterblichen von den Elementen bescheert wird, oder ob die geNät her als alleiniger Kandidat fast einstimmig als Delegirter war überfüllt. Der Abgeordnete dieses Reichstags- Kreises Fri treuen Unterthanen seiner Kaiserlichen Majestät auch auf dem gewählt. Die Mittel sollen durch vom Bertrauens 3ubeil referirte über die letzte Reichstags- Session. Ehe Redner Meere haben zeigen wollen, daß sie seiner gedenken, das wird mann auszugebende Sammellisten anfgebracht werden. auf seinen Vortrag näher einging, fritisirte er scharf das Ver wohl unaufgeklärt bleiben. Hierauf besprach äther die Arbeitsniederlegung in halten der Wirthe gegen die Arbeiterschaft. Zu seinem Vortrag Ein gewaltiges Schadenfener brach am Freitag Vormittag der Schraubenfabrik Don Willing und Violet. Ein übergehend behandelte Redner eingehend die Wahlen, die Wahl zu Paris in einem Fouragemagazin am Quai Rapée aus. Das Kollege erhielt beispielsweise innerhalb einer Woche neun mache der gegnerischen Parteien, und wendete sich dann der deutschen Feuer dehnte sich auf eine Faßniederlage und die benachbarten Mal verschiedene Arbeit, die jedesmal ein Verändern der Maschine Reformpartei, den Antisemiten, zu, denen die Annahme der Magazine aus. Die Brandstätte umfaßte einen Raum von nothwendig macht. Es ist vorgekommen, daß Arbeiter mit 9 M. Militärvorlage zuzuschreiben ist. Sodann besprach Redner das Ver- 150 000 Quadratmeter. Die auf der Brandstätte befindlichen Pferde Wochenlohn nach Hause gehen mußten. Die Façondreher hatten halten des Herrn Bennigsen und des dekorirten Stumm. Redner und das Mobiliar wurden gerettet, drei Feuerwehrleute wurden innerhalb 8-10 Wochen eine Lohnherabfegung bis 50 pet. zu weist zum Schluß noch auf den Arbeiter- Bildungsverein hin und schwer verwundet, der Schaden wird auf 4 Mill. Franks geschätzt. erleiden, welche die Fabrikanten mit der Aufstellung neuer fordert alle Männer auf, sich demselben anzuschließen. In der Ein gestern Abend eingetroffenes Telegramm des D.-B. H. meldet: Maschinen begründeten. Seit 1889 war das Vorschußnehmen Diskussion sprachen die meisten Redner im Sinne des Referenten Die heute früh 5 Uhr auf dem Quai Rapée ausgebrochene FeuersUsus; da die Fertigstellung größerer Poften Arbeit oft mehrere bis auf zwei. Da die Versammlung nicht länger tagen fonnte brunst dauert trotz der größten Anstrengung der Feuerwehr fort; Wochen in Anspruch nimmt. Da die Fabrikanten sich auf persön als bis 11 Uhr, so konnte die Diskussion nicht zu Ende geführt bis jetzt sind 15 Waarenhäuser und eine große Anzahl Privatliche Rücksprache nicht einließen, so legten 71 Mann einmüthig werden. häuser vernichtet. Der Schaden beträgt bis jetzt etwa 5 Millionen die Arbeit nieder und verlangen die Zurücknahme des Utases Franks. Eine brennende Front von 700 Metern bietet einen und 10 pCt. Lohnerhöhung. Eine Kommission des Verbandes Velten. Am 26. Juli fand die jährliche Generalversamm- schrecklichen Anblick. 150 Familien find obdachlos, mehrere Feuerhatte mit ihrem Vermittlungsversuch auch feinen Erfolg. Die lung des sozialdemokratischen Wahlvereins für Belten und Um- wehrleute verunglückt. Situation ist günstig, Streifbrecher haben sich noch nicht gefunden. gegend statt, mit der Tagesordnung: Was haben uns die letzten Eine feiertiche Enthüllung. Die Passauer Zeitung" Dem ersten Meister wurde gekündigt, weil er sich weigert, neue Reichstagswahlen gelehrt? Bum 1. Punkt der Tagesordnung enthält folgende klassische Annonce: Höchster Nachruf zur EinArbeiter anzulernen; der zweite Meister hat sich mit den referirte Genosse Faber aus Berlin, derselbe kritisirte sämmtliche weihung und zur Enthüllungsfeier. Franz Xaver Sendtner, Streifenden solidarisch erklärt( Lebhastes Bravo!) und gleichfalls Parteien, hauptsächlich ging er mit der freisinnigen Partei scharf Kappelmeister und I staedtischer Obergeneralpautist von Bassau die Arbeit niedergelegt. Er ersuchte zum Schluß um thatkräftige ins Gericht. An der Diskussion betheiligten sich die Genossen hält fein Enthüllungsfeier am Samstag Abends 7 Uhr bei Herren Unterstügung. Ohne Debatte erklärte die Versammlung durch Paris, Paul und D. Klätsch im Sinne des Referenten, und for- Josef Koller in der Innstadt Gasthofbefizer, weil Herr Josef Annahme einer Reſolution den Streit für berechtigt und verderten die Genossen auf, dem hiesigen Verein beizutreten. Es Koller mich verewigt hat im Garten zur Reggelbahn und Herr pflichtete sich zur moralischen und materiellen Unterstügung der wurde sodann beschlossen, eine Lassallefeier zu veranstalten. Nach: List Portremaler mich sehr schön und meisterhaft getroffen Ausständigen. Körst en berichtete noch über die Verhandlungen dem die Neuwahl des Vorstandes erledigt, erfolgte der Schluß hat, ich und meinen guten lieben Michael Herndl mitder Gewerkschaftskommission. Die Versammlung erklärte sich mit der Versammlung. fammen gut gemacht hat, wo mein guter Freund Herndl der Errichtung eines Auskunftsbureaus 2c. einverstanden. Die nächste Versammlung soll sich mit den Schäden des SubmissionsStadttappelle jetzt verstärkt ist und dann die Sendtnerische Stadtschon 28 Jahre schon bei meiner Kappelle ist und die Sendtnerische wesens beschäftigen, zu der jeder Kollege sich mit Material versehen fappelle spielen thut, wo wir beide verewigt find, bei Herren möge. Ferner wurde zum fleißigen Vertrieb der Marken für den Josef Koller und Alle Paßauer von Nah und fern freundlichst Agitationsfonds aufgefordert. eingeladen sind, mit größter Freude willkommen werden. Dieses schöne Delgemäldebild wird beläuchtet und mit bengalischer Feuer Glück und Segen schenken, in Gotteshilfe einen sehr schönen ge= durchgesetzt Gott der himmlische Vater im Himmel werde mich seligen und freudigen Abend schenken, denn Vater im Himmel verläßt seine guten Wittiber nicht, wenn auf Ihm herzlich und gut vertraut wird. Für gutes Bier und gute Küche ist bestens gesorgt. Auch die Herren löblichen Innstadt Wanderer find Unterthänigst eingeladen und Ehrfurchtvollst meine lieben guten freundlichst eingeladen u. willkommen sein. Ich bitte nochmals Freunde von Nah u. fern guten bekannten von die Hochlöblichen Herren des Paßaus Puplikum wie auch die Hochverehrlichen Damen und Jungfrauen, Alle, Alle Willkommen sein werden, bitte ich herzlichst Franz Xaver Sendtner nicht Verlassen werden, sondern einen reichhaltigen Zuspruch Willkommen sein werden. Achtungsvoll verbleibe ich mit Achtung und Ehre. Franz Xaver Sendtner Kappelmeister und 1 staedtischer Obergeneralpaukist von Paßau mit seine Konsorten." Eine öffentliche Versammlung aller im Vergolder gewerbe beschäftigten Arbeiter und Arbeiterinnen tagte am 26. Juli. Der Kassirer der AgitationsKommission erstattete den Kassenbericht. Derselbe ergab eine Einnahme von 99,50 M. und eine Ausgabe von 92,83 M., mithin ein Bestand von 6,67 M. Das Ergebniß der Ergänzungswahl der Tarifkommission war folgendes: Hille, Grundirer, Schönburg und Voges, Barockvergolder, Klarong, Walzer, Fräulein Räschte, Belegerin und Stange, Packer. Im Hinweis auf die Nothwendigkeit einer Bertretung durch einen Berufs genossen wurde Hörde, Grundirer, in die Agitationsfommission gewählt. Folgende Resolution wurde angenommen: Die heute tagende öffentliche Versammlung beschließt: 1. Die Agitationskommiffion zu beauftragen, Marten oder Listen aus: zugeben zur Sammlung eines Streiffonds und zwar auch für Nichtmitglieder des Verbandes. 2. Von dem gesammelten Streit fonds sollen die entstehenden Unkosten der Tariskommission gedeckt werden. Ferner beschließt die Versammlung, die Tariftommission zu beauftragen, zweimal wöchentlich zu tagen, um die Sache zu beschleunigen. Der geplanten Errichtung eines ständigen Bureaus der Gewertschaftskommission stimmte die Versammlung zu und verpflichtete fich diefelbe, im Verein mit allen Gewerkschaften Berlins für die erforderlichen Mittel aufzukommen. Der Fachverein der Holz und Bretterträger beschäf tigte sich in seiner Versammlung am 16. Juli zunächst mit dem Kassenbericht. Derselbe wies eine Einnahme von 631,86 Mark und eine Ausgabe von 226,96 M. auf, es bleibt hiernach ein Bestand von 404,90 m. Sodann machte der Vorsitzende be Brägerinnen, Anlegerinnen, Schleifer u. f. m.). Große öffentliche Verfamm Lithographen, Steindrucker und Berufsgenossen Berlins( Präger, lung am Sonnabend, den 29. Juli, Abends 8% Uhr, in den Kontordia- Fejfälen, Andreasfir. 64. Tagesordnung: Die Differenzen bet der Firma A. u. C. Allgemeine Kranken- und Sterbekaffe der Metallarbeiter( E. S. Nr. 29, Hamburg), Filiale Berlin 9. Mitgliederversammlung am Sonntag, den 30. Jult, Vormittags 10 Uhr, bei Wied, Siemensstr. 17. abends 8% ühr, findet Gerichtstr. 19 bet Wahr eine Besprechung statt, wozu Achtung, Metallarbeiter des Nordens! Am Sonnabend, den 29. Juli, die Kollegen eingeladen werden. Kaufmann in Brandenburg. Referent Kollege Sillier. Fachverein der Uhrmacher. Versammlung am Sonnabend, den 29. Juli, Dr. Lütgenau über:" Mar Stirner." Abends 9 Uhr, bet Wientale, Alte Jakobfir. 83. Bortrag bes Genoffen Tischlerverein." Bersammlung am Sonnabend, den 29. Juli, Abends Uhr, Melchiorstr. 15. Abrechnung von der Landpartie. dantenraße 20, Bortrag des Berrn Dr. Bernstein über:„ Das Wesen des Ethische Gesellschaft. Sonntag, den 30. d. M., Abends 8 Uhr, Komman: Sozialismus." Nach dem Vortrag gemüthliches Beisammensein und Tanz. Neuer Berliner Handwerkerverein. Vereinsversammlung am Sonnabend, den 29. Juli, Abends 9 Uhr, bei Ochlmann, Münzftr. 11. Tages: ordnung: Vortrag des Herrn Dr. H. Gerstmann. Thema: Wergrößerungsgläser. Arbeiter- sidungsschule. Sonnabend, Abends s%-10% Uhr. SüdOstu!, athenbergerstr. 133: Unterricht in Physiologie und Buchführung doppelte). Ost- Schule, Markusstraße 31: Unterricht in Rechnen ( unt.). In allen Unterrichtsfächern, mit Ausnahme Mathematit und Buchführung, tönnen nech Schüler und Schülerinnen, auch jest tim Laufe des Semesters, eintreten. Deutscher fojialdemokratischer Leseklub in Paris. Rue St. sonore 314 Cafe du Sion de Belfort. Jeden Sonnabend öffentliche Berfamriung; reiche Bibliothet, Zeitungen, franzöftscher Unterricht. Der deutsche Arbeiter, der fremd rach Paris tommt, findet hier einen Anlehnungspuntt, Rath und Belehrung. London. Der einzige hiesige sosialdemokratische Berein Bonbons, ber alte, von art marr und Friedrich Engels 1810 begründete munifiifche Arbeiter Bilbungsverein befindet sich nach wie vor 49 Tottenham Street, Tottenham Court Rd., W. London. 4 Vermischtes. kannt, daß am 26. Auguſt das Stiftungsfest in Schnegelsberg's Leipziger Bruderblatt berichteten, wirft ein grelles Licht auf die Festfälen, Hasenhaide 21, stattfindet. Der Fachverein der Marmor- und Granit- Arbeiter tagte am 16. Juli. Die vom Kaffirer gegebene Vierteljahres- Abrechnung ergab eine Einnahme von 92,25 M. und eine Ausgabe von 31,20 M., mithin einen Bestand von 61,05 M. Die Einnahmen der Reservetasse betragen 250,52 m., die Ausgaben 109,36 M., bleibt ein Bestand von 141,16 M. Zur Aus arbeitung eines neuen Tarifes wählte die Versammlung eine Kommission. Der Fall Pickert 1, über den wir gestern nach unserem Korruption in der regierungsfreundlichen Presse. Während die Organe der Ordnungsparteien" mit wahrer Gier über jeden Armen herfallen, der, um den Hunger zu stillen, sich gegen die herrschenden Geseze vergangen hat, und sich den Teufel darum Scheeren, ob durch die Veröffentlichung seines Namens sein späteres Fortkommen auch gehindert wird, wird hier gefliffentlich eine Aufsehen erregende Angelegenheit einzig aus dem Grunde verschwiegen, weil sie einen Hüter der heutigen Ordnung betrifft. Erst nachdem ein sozialdemokratisches Organ den Fall aufgedeckt, reagirt die polizeifromme Presse darauf. In wie lendenlahmer Weise das geschieht, zeigt folgende Notiz des Leipziger Tageblatts": Das hiesige sozialdemokratische Blatt, Der Wähler" schreibt, daß gegen einen Polizei- Wachtmeister infolge einer gegen ihn gerichteten Denunziation die Untersuchung eingeleitet worden sei, und überschüttet die übrige Presse mit Vorwürfen, weil sie von dem Falle bisher noch nicht Notiz nahm. Diese Vorwürfe sind unberechtigt, da die Untersuchung noch gar nicht abgeschlossen und die Schuld des betreffenden Beamten noch gar nicht er wiesen ist." " " Gute Beute. Aus Gothenburg wird bem D.-B. H. vom 28. b. M. gemeldet: Die hiesigen Robbenfänger- Dampfer ,, Capella" und" Vega" find mit voller Ladung aus dem Polarmeere nach Sandefjord zurückgekehrt, ersterer mit 9720 Robben fellen und 2000 Faß Thran, letterer mit 5950 Robbenfellen und 1350 Faß Thran. Depeschen. ( Depeschen des Bureau Herold.) Kopenhagen, 28. Juli. Das Kriegsministerium beabsichtigt dem Vernehmen nach zum Herbst eine allgemeine Mobilifirung der Armee, um zu erproben, in wie kurzer Zeit diese im Kriegsfalle um Kopenhagen tonzentrirt werden kann. bementirt Kopenhagen, 28. juli. Berlinske Tidende" amtlich die Nachricht von Politiken", daß eine bösartige Diphtheritis- und Scharlach- Epidemie in der Kaserne in der Strandstraße herrsche; in der letzten Woche sei dort nur ein Fall von Scharlachfieber, Erkrankungsfälle an Diphtheritis aber gar nicht vorgekommen. Paris, 28. Juli. Aus Algerien werden von verschiedenen Orten heftige Erdbeben gemeldet, infolge deren die Einwohnerschaft auf freiem Felde kampirt. Budapest, 28. Juli. In der Stadt Szathmar find zwei, in Erdöszáda sechs choleraverdächtige Erkrankungen unter ben Bigeunern vorgekommen. Budapest, 28. Juli. Beim 13. Husaren- Regiment find angeblich 26 Mann desertirt wegen der übermäßigen Strenge des Schwadronschefs. annektirt. Briefkaffen der Redaktion. 2. K. Der betreffende Auffaß ist auf Ihre Zusendung hin gebracht worden. Besten Dank für diese sowie für die heute Ueber die Agitation wird Ihnen der erhaltene Nummer. Parteivorstand die nöthige Anweisung geben. Mittenwalde. Das Strafgesetzbuch braucht nur den Ausdruck lebenslänglich". Der Verein Berliner Hansdiener hörte in seiner Ver, sammlung am 25. Juli einen Vortrag des Herrn Dr. Baum M Der Vorbach über das deutsche Zunftwesen im Mittelalter. trag wurde mit allseitigem Beifall aufgenommen und in anbetracht der erschöpfenden Darstellung von einer Diskussion Abstand genommen. Dann erfolgte die Ausnahme von acht neuen Mitgliedern und die Ausgabe der Billets für den am 5. August stattfindenden Sommernachtsball. Da eine ganze Anzahl von Sofia, 28. Juli. In der geftrigen Konferenz der Führer Kollegen mit den Billets vom ersten Sommerfest noch im Rückder neuen Oppositionspartei wurde beschlossen, an den Wahlen stande waren, so stellte Kollege Puter den Antrag, daß inneram Sonntag weder aktiv noch passiv theilzunehmen, den Kampf halb vier Wochen von jedem Vergnügen abgerechnet sein muß, Der Wähler" antwortet schlagend: Wir quittiren dankend gegen Stambuloff aber bis an die äußerste Grenze fortzuführen. widrigenfalls die Betreffenden im Vorwärts" bekannt gegeben über diese vielfagende Notis, deren Niederschrift dem„ Tage( Wolff's Telegraphen- Bureau.) werden. Diesem Antrage wurde zugestimmt und erfolgte nach blatt" entschieden viel Kopfschmerzen verursacht hat. Die wahr- London, 28. Juli. Diese Woche sind mehrere Fälle von Regelung einiger Vereinsangelegenheiten der Schluß der Ver- haft Taciteische Kürze, deren sich das sonst so geschwäßige Organ Anthrax unter dem Wieh in den an Northamptonshire ansammlung. unserer Gosenphilister diesmal befleißigt, ändert an der Thatsache In Rigdorf hielt am 27. Juli der sozialdemokratische nichts, daß das Tageblatt" zwischen den Zeilen ausdrücklich zugrenzenden Grafschaften vorgekommen; das gefallene Vieh wurde vergraben oder verbrannt. Verein, Vorwärts" eine Versammlung ab, in der, nachdem gesteht, daß es um die unsaubere Geschichte gewußt und trotz- London, 28. Juli. Das„ Reuter'sche Bureau" meldet aus die Anwesenden das Andenken des vor zwei Wochen verstorbenen dem feinen Lesern kein Wort davon mitgetheilt bat! Die Brisbane von gestern: Gerüchtweise verlautet, die britische ReGenossen Hagendorf durch Erheben von den Sigen geehrt hatten, Ausrede, dies sei nur deshalb geschehen, weil die Untersuchung 3ubeil über die erste Session und die Parteien im neuen noch gar nicht abgeschlossen und die Schuld des betreffenden Begierung habe einen Theil der Salomoninseln im Stillen Ozean Heichstag referirte. Redner schilderte das Verhalten der Parteien amten noch gar nicht erwiesen sei", wird wohl bei allen Gönnern bei der Durchpeitschung der Militärvorlage im neuen Reichstag und Kennern des Tageblatts" nur ein mitleidiges Lächeln erund ging auf die Pläne ein, welche zur Zeit erörtert werden, wecken. Denn abgesehen davon, daß die Behauptung des stadtum die Kosten der Vorlage aufzubringen. Er zeigte, daß sie in räthlichen Anzeigeblattes nicht die geringste Wahrscheinlichkeit für der Hauptsache darauf abzielen, die Opfer wieder sich hat, pflegt sonst das Tageblatt" bei Verbreitung derartiger der Arbeiterschaft auszubürden. Nachdem Redner noch trimineller Notizen nicht so vorsichtig und zurückhaltend zu sein. die Verhandlung der beiden Interpellationen im Reichs. Wir erinnern blos an die plumpe Wahllige, die am Tage vor tage gewürdigt hatte, schloß er seine Ausführungen mit der letzten Reichstagswahl über unseren Genossen Kunert in Halle der Aufforderung, in der Agitation auch nach ber verbreitet wurde. Hat sich das" Tageblatt" damals auch nur Reichstagswahl nicht zu erlahmen und namentlich die Dr einen Augenblick besonnen, das Lügentelegramm, daß Kunert ganisation der Partei fortwährend zu stärken. Mit großem wegen gemeinen Diebstahls verhaftet sei, in auffälligster Weise Beifall befundete die Versammlung ihre Zustimmung zu diesen nachzudrucken? Ja, noch mehr! Als sich hinterdrein diese NachWorten. Zur Diskussion nahm niemand das Wort. Nach einer richt, an die übrigens schon vorher kein anständiger Mensch glaubte, furzen Pause, in der mehrere neue Mitglieder eingeschrieben als eine ganz gemeine Wahllüge entpuppte, fand es das Tagewurden, ging man zum Verschiedenen über. Der Vorsitzende er: blatt" nicht einmal für nöthig, unserem Genossen Kunert, dem M. O., Charlottenburg. Gine Beleidigung kann darin innerte an die neulich erfolgte Einsetzung der Sanitätskommission es doch durch die Verbreitung jener Lügennotiz die Ehre abund forderte die Bewohner der Knesebectstraße 2c. auf, bestehende geschnitten hatte, durch einen einfachen Widerruf Genugthuung gefunden werden. Die Strafhöhe für Beleidigungen ist zwischen fanitäre Mißstände der Kommission mitzutheilen. Schall erzählte, zu geben. Freilich handelte es sich hier ja um einen sozial BM. und 600 M. sowie zwischen einem Tag und 1 Jahr. A. B. 100. 1. Die genannten Loose find Schuldscheine daß auf dem Grundstücke, in welchem Herr Christet demokratischen Agitator, dem gegenüber nach der nationalliberalen Bizewirth ist, die Bedürfnißanstalt lange in unreinem Zustande Moral alle Mittel der Verleumdung und Beschimpfung angebracht eines Anlehns, deffen Tilgung dadurch erfolgt, daß jährlich eine war und erst als die Sanitätskommission gewählt worden war, find. Ganz anders liegt die Sache natürlich, wenn hier in Leipzig Anzahl solcher Schuldscheine ausgelooft werden. Nieten giebt es einigermaßen gereinigt wurde. Christek ist dabei im Wahlflug ein Polizeiwachtmeister verhaftet wird. Hier muß das„ Tage- allerdings nicht; aber Sie laufen auch die Chance, daß das be= blatt für gesunde Arbeiterwohnungen eingetreten. Jonas machte blatt", obwohl es sich jeden Augenblick über den Vorfall aus treffende Loos, nachdem Sie es vielleicht 50 Jahre besigen, darauf aufmertfam, daß auf der Straße, z. B. der Knesebeckstraße, direkter Quelle auf das genaueste unterrichten kann, erst den während welcher Zeit Sie feine Zinsen erhalten haben, mit dem die fanitären Mlißstände derart sind, daß sie jeder Gendarm beim weiteren Gang der Untersuchung abwarten! So verlangt es Nominalwerth herauskommt. 2. Wie man sich am besten und schnellsten Durchgehen merken muß. Da stehen große Pfühen wochenlang der nationalliberale Glaube an die Unfehlbarkeit des Beamten zum Redner ausbildet?" Dazu giebt es zwei Wege: Der thums. Es geht doch nichts über die journalistische Gerechtigkeit! eine besteht darin, daß man sich bemüht, über nichts zu sprechen, und fast aus jedem Hause kommt der Unrath auf die Straße. Im übrigen wird das„ Tageblatt" teinen vernünftigen Menschen was man nicht gründlich kennt, daß man sucht, sich gründliches Eine Versammlung des Vereins der Bau- und mehr die Ueberzeugung beibringen, daß es den Fall Pickert fiber- Wissen anzueignen und zu durchdenken und dem Gedachten auch gewerblichen Hilfsarbeiter, die am 16. Juli tagte, haupt jemals zur Sprache gebracht hätte, wenn es nicht vom den möglichst entsprechenden klaren Ausdruck zu geben. Der zweite beschäftigte sich zunächst mit dem Kassenbericht. Derfelbe weist Wähler" dazu genöthigt worden wäre. Man sieht, die sozial- Weg ist, sich mit Denken gar nicht abzugeben, und um so dreifter eine Einnahme von 31,30 M. und eine Ausgabe von 41,04 m. demokratische Presse hat doch auch ihr gutes: ste lehrt die taub- über alles, was man nicht versteht, ein großes Maul zu haben. Auf diesem Wege haben sich fast alle Maulhelden ausgebildet, auf. In der Beleidigungssache zwischen Kollegen Friedrich stummen Kollegen mitunter reden! und können Sie diesen das Maulheldenthum leicht absehen. Wenn und Koschanz wurde ein Schiedsgericht gewählt. Zum Schluß Sie dieses verschmähen, dann müssen Sie den ersteren, mührügte Kollege Krüger das unfollegialische Verhalten verschiedener Kolonnenführer, die ihre Kollegen um den verdienten feligeren aber um so lohnenderen Weg einschlagen. Lohn betrügen. Köpenick. Eine Volfsversammlung tagte am Dienstag, den 25. d. M., in Klein's Stadt- Theater und, da seit zwei Jahren Der Bar von Rußland wäre dieser Tage auf hoher See beinahe zu Malheur gekommen. Die Yacht, in der er mit seiner Familie auf der Ostsee fuhr, soll, wie das amtliche Organ der Regierung mitzutheilen veranlaßt wird, auf einen unter Wasser befindlichen Stein gestoßen sein, was zur Folge gehabt habe, daß der Hintersteven und das Steuerruder fortgerissen worden sei. 2.2. 100. Sie haften, falls teine gütliche Einigung stattfindet, für die Miethe bis zum 1. Oftober 1895. Margarethe. Wenden Sie sich an Ihren Vormund mit der Bitte, auf Herausgabe zu klagen, M. 100. Wenden Sie sich an das Gewerbegericht schriftlich. Karl H. Der Schwägerin steht kein durchführbarer AnAltersversicherung. Ja. spruch zu. UTZ- MARKE DER HABAKINDUST Arbeiter! Genossen! Kauft nur Cigarren mit der Kontrollmarke der Tabakarbeiter. Nachfolgend verzeichnete Fabrikanten und Händler führen nur Gigarren mit der Lese- und Diskutirklub 99 , Moabit". Sigung jeden Montag Abend 81/2 Uhr bei Kluchert, Zwingliftr. 6a. Gäste find freundlich eingeladen. Reinickendorf. Genossen und Sangesbrüder sind freundlichst eingeladen zu Sonntag, den 30. d. M., Nachmittags 4 Uhr, zum gemüthlichen Beisammensein der Mitglieder des Gesangvereins„ Weiße Rose"( Mitgl. des Arb.- Sänger- Bundes) bei dem Genossen Emil Kirsch, Regelbahn u. s. w. Kontroll- Schuhmarke der Tabakarbeiter. Residenzstr. 20. Schattiger Garten, Soeben erschienen und durch uns zu beziehen: Verhandlungen und Beschlüsse des Internationalen Arbeiter- Kongresses zu Brüffel. 16. bis 22. August 1891. Preis 20 Pf. Angesichts des bevorstehenden Züricher Internationalen Rongresses, auf 11076 dem eine Reihe der in Brüssel behandelten Fragen ebenfalls zur Verhand lung fommen, wird diese nach den Berichten der Tagespresse angefertigte Zu Händler können nur veröffentlicht werden, wenn dieselben ausschließlich Waare mit Schutzmarke führen, jede andere Veröffentlichung beruht auf Täuschung. ment 2. Klasse, Langestraße verloren. empfundenen Mangel eines offiziellen Rongreß- Protokolls einigermaßen Portemonnaie mit Bahnabonne- sammenstellung der Kongreßdebatten dem in den Kreisen der Genossen lebhaft Wilhelm Baumgarten, Stettiner- Nur legt. bitte abzug. Stralauerbr. 3 I. straße 59. S. * Wilhelm Börner, Ritterstr. 108. P. Böttcher, Kottbuser Damm 92, H. F. Dinslage, Rottbuserstr. 4. R. Fiebig, Böckhstr. 4. Otto Leh, Schönleinstr. 17. Ernst Beyer, Veteranenstr. 13. Franz Döring, Ruppinerstr. 21. Eickenjäger, Rheinsbergerstr. 31 a. Rudolf Gefelle, Vinetaplah. Gust. Lochmann, Brandenburgstr. 82. Albert Guieß, Brunnenstr. 112. Michaelis, Alexandrinenstr. 40. H. G. Schmidt, Gräfestr. 68. Carl Schonheim, Gräfestr. 8. Julins Start, Schönleinstr. 10. SO. Carl Abert, Bücklerstr. 6. Behnke n. Kinzel, Schmidstr. 21, Carl Böhlert, Mariannenstr. 5. G. Carl, Admiralstr. 25. R. Fischer, Reichenbergerstr. 74 a. G. Fischer, Stalizerstr. 128. George, Mariannenstr. 35. E. Getschmann, Sorauerstr. 10. Theodor Goecke, Wrangelstr. 125. E. Gosda, Manteuffelstr. 8. Eduard Klein, Röpenickerstr. 190. Lobbes, Reichenbergerstr. 49. * Wilh. Mertens, Cuvrystr. 34, Reinländer, Waldemarstr. 32. Carl Schindler, Görlitzerstr. 53-54. Christ. Schneider, Köpnickerstr. 26a. Theodor Stampehl, Mariannenstr. 26. Stübner, Reichenbergerstr. 157. A. Warnecke, Wrangelstr. 106. Herm. Wicht, Dresdenerstr. 16. SW. W. 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Aber auch so lange es in den Köpfen Nacht ist, verschwinden die Unterschiede zwischen wahr und unwahr, gut und schlecht, schön und häßlich, erscheint alles in einer grauen Grundfarbe, die stumpfsinnige Gleichgiltigkeit und Ausdruckslosigkeit erzeugt. Und ins Hygienische übersetzt lautet der Spruch: So lange es in den von den Menschen bewohnten Räumen dunkel ist, schwinden die Unterschiede zwischen rein und unrein, nüßlich und fchädlich, erscheint alles in der grauen Grundfarbe, die uns gleich giltig macht gegen den in jenem Grau verborgenen Schmuß. In beiderlei Sinne hat die sozialdemokratische Partei und jeder, der sich zu ihr bekennt, zu wirken. Sie hat mit hellem Fackelschein jedes Dunkel zu durchleuchten, damit erkannt wird, wie viele Feinde der menschlichen Kultur, der menschlichen Gesundheit aus jenem Dunkel uns auflauern. In beiderlei Sinne werden auch von den Menschen die größten Fehler gemacht. Egoistische Interessen der herrschenden, besitzenden Klassen verhindern jene Lichtbestrebungen am meisten. Andererseits ist aber auch den dadurch benachtheiligten Schichten der Bevölkerung nicht jede Schuld abzusprechen. Es mag der geistigen oder materiellen Gleichgiltigkeit oder Unfähigkeit Vieler entspringen, wenn der Blick soweit getrübt und der Wille soweit gelähmt ist, daß selbst die sinnenfälligsten Schäden unerkannt und ungebessert bleiben. So auf allgemein tulturellem wie auf speziell fanitärem Gebiete. Betreten wir einen Raum, aus welchem pestilenzialisch riechende Ausdünstungen uns entgegenströmen, so müssen wir entweder zu dem Schlusse kommen, daß der Raum schon bezüglich feiner fanitären Beschaffenheit den an ihn gestellten Ansprüchen nicht genügen fann ein Mangel, welcher meist der Gewinnsucht der Besizenden zuzuschreiben ist oder daß die den Raum benutzenden Menschen noch zu jenen Geschöpfen gehören, auf die efler Schmuh nicht mehr abstoßend wirkt. Letzteres ist z. B. der Fall, wenn Menschen in ihrer Wohnung Thiere beherbergen, welche unausgesetzt die Wohnung beschmußen, so daß die Dielen faulen( j. u.), oder wenn Arbeiter einer Werkstatt, die ein Kloset zugleich als Piffoir benuken müssen( was verboten sein müßte), täglich wiederholt das Sigbrett mit Urin beneßen unbekümmert darum, daß fie anderen Menschen dadurch Merger, Efel, Umstände und Schaden bereiten( f. u.). Wer ein echter Sozialdemokrat sein will, d. h. in wessen Hirn es hell geworden, muß Kopf und Herz so weit auf dem rechten Fleck haben, daß er seine Mitinenschen nicht durch gemein egoistische Nachlässigkeit und Gewissenlosigkeit schädigt und daß er gegen Uebergriffe der genannten Art mit aller Energie vor geht; er muß ferner bemüht sein, in feinen eigenen Wohnräumen 2c., so unvollkommen sie auch sein mögen, das mögliche Maximum von frischer Luft, Licht, Reinlichkeit und Trockenheit herzustellen oder herstellen zu lassen. Sonnabend. den 29. Juli 1893. 10. Jahrg. Fennstr. 2, 2. Hof. Pferdestall 2 Meter vom Wohnhaus, Gegen die Genossen With, Haufen und Sillier fand verbreitet Gestank, so daß die Bewohner nicht die Fenster öffnen. am 27. Juli Verhandlung vor der neunten Ferien- Straffammer Kesselbrunnen dicht am Stall, ein Meter von der Senfgrube ent- des Landgerichts I statt, nachdem ein in der gleichen Sache am fernt. Kloset für 10 Miether und die Gäste eines Restaurants 16. Mai cr. angestandener Termin mangels hinreichender Vorauf dem Hausflur, sehr unsauber, Inhalt läuft oft über in die bereitungen seitens der tgl. Staatsanwaltschaft ergebnißlos verlaufen war. Küche der Kellerwohnung. Köpenickerit r. 190. In einem Keller lagern seit Jahren Die Anklage lautet auf öffentliche Anreizung verschiedener u. a. ca. 3 Fuhren Schutt und Müll, der fault und stinkt. Das Bevölkerungsklassen zu Gewaltthätigkeiten gegen einander(§ 130 Str.-G.-B.). Haus hat 90 Miether. Reibelstr. 11. Ueber 2 Meter unter dem Niveau gelegener nasser Keller im Hof. Trotzdem das Wasser an den Wänden herunterläuft, entbindet der Wirth den Miether nicht vom Kontraft. Beschwerde bei der Polizei fruchtlos: Ein öffentliches Intereffe läge nicht vor. straße 58( in unserer letzten Veröffentlichung) haben wir beMit bezug auf unsere Mittheilung über Manteuffelrichtigend mitzutheilen, daß die Verhältnisse daselbst sich wesent lich gebessert haben, daß insbesondere das hinter der Bäckerei befindliche Pissoir im Hofe nicht mehr existirt. Das Bergehen soll durch Verbreitung der episch- dramatischen Dichtung:„ Bilder aus der großen Revolution" begangen sein. Diese Bilder wurden für so außerordentlich staatsgefährlich gehalten, daß jedesmal, wenn ein Theil derselben zur Verlesung tam, die Deffentlichkeit ausgeschlossen wurde. Auf grund der eingehenden Beweisaufnahme beantragte der felben nicht nachgewiesen sei, daß er von dem Inhalt der Staatsanwalt gegen Genossen Sillier Freisprechung, weil demBroschüre Kenntniß genommen habe; für Wiz und Hansen beantragte aber der Vertreter der Anklagebehörde je eine Gefängnißstrafe von einem Monat. Das inkriminirte Werk sei in gauz außerordentlichem Maße und, wie die Anklage Ungebildeten zum Vortrage zu fommen, vor Ungebildeten, welche nicht unterscheiden könnten Vergangenheit und Gegenwart. Die Schrift reize aber auch direkt zu Gewaltthätigkeiten an, indem sie mit bezug auf die Marseillaise mit den Versen schließt: Das Lied es möge sich gießen 15 p Für die Arbeiter- Sanitäts- Kommission gingen ein: 6 M. vom meint, insbesondere deshalb aufreizend, weil es bestimmt sei, vor Buchbinderverein durch Z. Gerichts- Beitung. In Eure Herzen hinein, Es möge sie durchglühen Wie feuriger, funkelnder Wein!". Die französische Marseillaise ruft aber die Bürger zu den Waffen! Die Anklage erblickt endlich auch darin ein besonderes Verbrechen, daß die beschlagnahmte Dichtung den Revolutionär Marat troß seiner Greuelthaten verherrlicht. In längerer glänzender Rede trat der Vertheidiger, Herr Rechtsanwalt Sonnenfeld, dieser einseitigen Auffassung der tgl. Staatsanwaltschaft entgegen. Mit Recht erklärte er es als eine Unterschätzung der Intelligenz und des Bildungsgrades der Berliner Arbeiter, wenn man ihnen die Fähigkeit absprechen wolle, das Zeitalter der französischen Revolution von der Gegenwart zu unterscheiden. die Eine für die Geschäftswelt höchst verderbliche Thätigkeit soll der Kaufmann Moses Leib Hirsch tritt entfaltet haben, welcher gestern der vierten Ferien- Straffammer des Land= gerichts I aus der Untersuchungshaft vorgeführt wurde. Er war des einfachen Bankrotts, des wiederholten vollendeten und versuchten Betrugs beschuldigt. Der aus Galizien stammende Angeklagte hat in Wien ein Geschäft betrieben, dort seine Zahlungen eingestellt und dann seinen Wohnsitz nach Berlin verlegt. Er will im Besitze von 2000 fl. gewesen sein, als er im Jahre 1889 ein Agenturgeschäft in der Heiligegeiststraße gründete, welches er dann nach der Kaiser- Wilhelmstraße und schließlich nach der Spandauerstraße verlegte. Im Anfange dieses Jahres häuften sich die Anzeigen gegen den Angeklagten derart, daß seine Ver- Andererseits besitze allerdings der Arbeiter im allgemeinen haftung erfolgte. Der Bücherrevisor gewann aus der Buch nicht die ihm zugemuthete Sprachenkenntniß, um führung des Angeklagten zwar keine Uebersicht über dessen Ver- französische Marseillaise zu verstehen, wohl finge er die mögenslage, wohl aber die Ueberzeugung, daß Hirschtritt deutsche Arbeitermarseillaise; diese aber verpöne Gewaltthätigwährend der beiden letzten Jahre es darauf abgesehen teiten, mit den Waffen des Geistes, im Zeichen des allgemeinen hatte, im großartigsten Maßstabe von den Lieferanten Waaren Wahlrechts, frei von Haß wolle sie den Kampf um das gleiche auf Kredit zu erhalten, um dieselben weiter zu veräußern, ohne Recht geführt sehen. Herr Rechtsanwalt Sonnenfeld wies unter den Lieferanten gerecht zu werden. Die Geschäftsthätigkeit des Berufung auf den gewiß unverdächtigen Historiker Leopold von Angeklagten war eine außerordentlich vielseitige, er bezog Gold- Ranke nach, daß sich die Dichtung aufs engste an die geschicht und Silberwaaren, Wein, Zigarren, Möbel, Pianinos, Bijouterie, liche Wahrheit anschließt, daß sie sich keineswegs als blinde und Thut in dieser Hinsicht jeder Genosse seine Pflicht, dann Trikot- und Schuhwaaren, furz alle möglichen Gegenstände. Die bloße Verherrlichung der Revolutions greu el darstellt, daß sie können die Besitzenden nicht mehr den Scheingrund geltend Anknüpfungsbriefe, die der Angeklagte an die Lieferanten, die wohl aber eine begeisterte Ehrenrettung der Männer bedeute, machen, daß die Verpestung der Räume nur Schuld der Be- sämmtlich außerhalb wohnten, richtete, hatten alle eine überein- welche um einzelner Handlungen willen geschmäht und verkleinert wohner ist, dann werden die unnennbar großen Mängel der stimmende Fassung, Hirschtritt bat zunächst um Zustellung von würden. Ebenso wie die Richter in den mittelalterlichen Herenmenschlichen Wohnungen, welche als Resultate gewinnsüchtiger Preislisten und Mustern, stellte im zusagenden Falle ein großes prozessen Greuel verübten und doch in ihrem persönlichen Sparsamkeit, Ausbeutung und ganz allgemein unseres heutigen Geschäft für den Export in Aussicht und betonte, daß er Charakter nicht verunglimpft werden, ebenso folle auch nach der Gesellschaftszustandes bestehen, in ihrer nackten Form zu Tage nur gegen ein Drei Monatsatzept kaufe. Eine Menge Tendenz der Dichtung Marat eine gerechte Beurtheilung ertreten und wird sich am ehesten Abhilfe erzwingen lassen. Fabrikanten sind durch den Angeklagten geschädigt worden, fahren; es dürfe an ihn nicht der Maßstab feine eigenen und die von ihm in Zahlung gegebenen Gegenwart angelegt werden, ein Jeder das sei das angeblichen Kundenwechsel" erwiesen fich als werthlos. Gebot der Wissenschaft- müsse nach den Verhältnissen Bei der Verhaftung Hirschtritt's stellte sich eine Schuldenlast von seines Zeitalters gemessen werden. Der Vertheidiger schloß über 30 000 m. heraus, einige Gläubiger find nachträglich theil- mit der zutreffenden Behauptung, daß, wenn die Angeklagten in's weise befriedigt worden. In einigen Fällen schrieb der An- Gefängniß geschickt werden, weil sie in poetischer Form wahre geklagte, daß er die verlangten Muster seinem Reisenden mit Begebenheiten dem Volfe erzählen, daß alsdann auch aus jedem auf die Tour geben wolle. Er hat einen Reisenden nie gehabt. Lehrbuche alles gestrichen werden müßte, was sich mit den Im gestrigen Termine stellte der Angeklagte die neue Behaup- französischen oder ähnlichen revolutionären Bestrebungen befaßt. tung auf, daß ein gewisser Hauser in Bukarest für ihn Rumänien Denn es sei eine Thatsache, daß auch jene schulmäßige Gebereist habe. Er bestritt jede betrügerische Absicht und wollte schichtsdarstellung die Sympathieen der Schüler den Freiheitsnur ein Opfer der schlechten Geschäftsverhältnisse geworden sein. fämpfern, insbesondere des Alterthums, zuwendet. Der Bücherrevisor befundete, daß sich ein Nachweis über den Verbleib der Waaren in den Büchern nicht befinde. Nach mehr stündiger Verhandlung verfiel die Sache der Vertagung, da sich die Nothwendigkeit des persönlichen Erscheinens mehrerer außer halb wohnender Zeugen herausstellte. Es folgt eine Reihe neuer, drastischer Beiträge: Brunnenstr. 32 im vierstödigen Vorderhause für vier Stockwerte zwei Klosets. Das untere wird von den Gefellen einer Schneiderwerkstatt zugleich als Pissoir benutt, ist in sehr schlechtem Zustande, der Verschlußdeckel abgebrochen, das Sitzbrett unpassend. Im Winter zugefroren, sehr oft verstopft 2c. Eine dem Wirth übersandte Beschwerde der Bewohner des zweiten Stockwerks, die das Kloset auch benutzen, war erfolglos. Wald str. 30. Die Abtrittstonnen des Hauses werden von der Firma Scheller, Müllerstr. 128, in der Weise entleert, daß die Exkremente aus den Tonnen in Bottiche gegossen und letztere in den auf der Straße stehenden Kastenwagen entleert wurden. Sollte sich in Berlin nicht ein zweckmäßigeres Verfahren, so weit das Tonnensystem noch in Betracht kommt, einführen lassen? Es giebt Einrichtungen, welche jede Belästigung der Anwohner vermeiden laffen.( Tonnen, die, hermetisch verschließbar, felbst abgeholt und durch leere Tonnen ersetzt werden.) der Nach langer Berathung verkündete demnächst der Gerichtshof die Freisprechung aller Angeklagten und beschloß die Freigabe der nunmehr 6 Monate zu Ünrecht beschlagnahmt gewesenen Broschüre. Der Gerichtshof erkannte an, daß der Verfasser zwar in glühenden Farben das Zeitalter und die Ideen der französischen Revolution verherrlicht habe, daß sein Wert aber mit geschichtlicher Wahrheit Belehrung und nicht Aufreizung be zweckte. " Staligerstr. 147 befindet sich eine aus Laden, Rollstube, Ein Zacherlin- Prozek. Die II. Ferien Straffammer des Stube, Küche und Korridor bestehende, in trostlosestem Zustande Landgerichts I verhandelte gestern in fünfstündiger Sitzung unter befindliche Kellerwohnung. Das Versprechen des Wirthes, nach der Leitung des Landgerichts- Direktors Brausewetter gegen die Reichsgerichts Entscheidung. Nur erhebliche Abschluß des Miethsvertrages Renovirungen vorzunehmen, blieb Drogisten Felix Rubeau, Emil Beckershoff, Wilhelm unerfüllt. Der Fußboden zeigt tiefe Löcher, ist feucht. In der Roll Sperling und A. Horn, welche des Vergehens gegen das Schimpfworte seitens des Gesindes genügen stube befindet sich außer der Drehrolle der Gasometer für das Markenschuß- Gesetz angeklagt waren, und den Druckereibettzer zur Entlassung desselben. Die Bestimmung des ganze Haus, welcher undicht ist; in diesem Raume schläft die Selmar Bayer, der der Anstistung zu diesem Vergehen be-§ 117 der preußischen Gesinde- Ordnung: Ohne Auffündigung Hausfrau und ein Kind. Die Stube, als Schlafraum benutzt schuldigt war. Bekanntlich wird seit einer Reihe von Jahren kann eine Herrschaft ein Gesinde sofort entlassen, wenn dasselbe von 4 Personen, hat nur eine fensterartige Deffnung nach der durch die Firma J. Zacherl in Wien ein Mittel gegen lästige die Herrschaft oder deren Familie durch Schimpf- und Schmäh Küche zu. Eine ganze Zahl weiterer Mängel bleibe unerwähnt. Infeften in den Handel gebracht, welches den Namen Bacherlin" worte beleidigt" seht nach einem Urtheil des Reichsgerichts Die Kinder sind kränklich. führt. Der umfangreiche Vertrieb dieses Artikels hat den An- VI. 3.-S. Schimpfworte von einer Erheblichkeit voraus, welche nach Rostocker str. 30 führt durch einen Thorweg zu einem geflagten Bayer veranlaßt, die geschützten Marken und Etiquettes den konkreten Umständen als Beleidigung der Herrschaft aufzufassen unbebauten Grundstücke, auf welchem die Hausabfälle abgeladen der Firma Bacherl mit jo fleinen unwesentlichen Abänderungen sind. Der Gutsbesitzer von K. hatte einem seiner Hausoffizianten werden; ca. 3-4 Fuhren liegen dort, bis dasselbe bebaut wird. nachzuahmen, daß eine Unterscheidung von den geschützten Privatförster U.) gegenüber grundlose Beschuldigungen gegen Bisher theilweise Abhilfe durch Schließung des Thorweges ge- Merimalszeichen nur bei besonderer Prüfung möglich ist. dessen Tochter ausgesprochen. U. bezeichnete in seiner Erwiderung schehen. Diese Nachahmungen hat Bayer vielen Drogisten zum diese Beschuldigungen als Dummheiten" oder" dumme RedensAntonstr. 1-2. In Nr. 1. 3 Klosets( Tonnensystem) Stauf angeboten. Seine Abnehmer haben dann gewöhnliches arten". Infolge dieser Aeußerungen wurde U. sofort aus dem für 20 Miether und Gäste einer Reſtauration; auf dem Hoje die Insektenpulver auf Flaschen gefüllt, welche ebenfalls hinsichtlich Dienst entlassen. u. tlagte gegen von R. auf Schadenersatz und Tonnen überjüllt, sodaß die Exkremente überlaufen. Furchtbarer Größe und Gestalt den echten Zacherlinflaschen glichen, diese erſtritt in der Berufungsinstanz ein obfiegendes Urtheil. Die Geftant. Keine Desinfektion. Abhilfe versprochen. Flaschen dann mit den nachgemachten Zeichen versehen und ihre Revision des Beklagten wurde vom Reichsgericht zurückgewiesen, Beusselstr. 9. 3 Klosets für 24 Haushaltungen. Auf Waare dann als„ Bacherlin" verkauft. Die obengenannten vier indem es begründend ausführte:" Der§ 117 der Gesinde- Ordnung einem Durchgangsflur ein Pissoir, ein zur Zeit der Recherche Drogisten sind nur ein kleiner Theil derjenigen, welche von der hat keineswegs die ihm von der Revision beigelegte Bedeutung, überfüllter Müllkasten, eine Führe Bauschutt. Keine Desinfektion. Firma Zacherl wegen Vergehens gegen das Markenschutz- Gefet feit vielmehr schon nach seinem Wortlaut Beleidigungen von übler Geruch. Denn nur dann soll die zur Verantwortung gezogen worden sind. Die Angeschuldigten einiger Erheblichkeit voraus. Lindenstr. 75. Metallwaaren- Fabrik im 4. Stock. Werk- führten sämmtlich Unkenntniß zur ihrer Entlastung an. Während Entlassung des Gesindes stattfinden dürfen, wenn dasstatt 8 Meter lang, 7 Meter breit, enthält einen Gasmotor von der gerichtliche Sachverständige, Kaufmann Selle, begutachtete, selbe die Herrschaft oder deren Familie durch ThätlichSchmähworte oder ehrenrührige 4 Pferdekräften, einen Glühofen, 2 Gebläse zum Löthen, eine daß das Bacherlin aus denselben Pflanzenblüthen hergestellt feiten, Schimpf- und Gelbbrenne 2c. Letztere durch einen Bretterverschlag abgetrennt. werde, wie das gewöhnliche Insektenpulver, hob der Vertreter Nachrede beleidigt hat. Ob Aeußerungen des Gesindes Las Abbrennen" der Metalle geschieht mit Scheidewasser, macht der Firma Bacherl, der Handelsdisponent G. Moory hervor, eine Beleidigung der Herrschaft durch Schimpf- und Schmähworte unerträglichen Dunst, der sich über den ganzen Raum sowie nach daß doch zwischen den beiden Präparaten ganz wesentliche Unter- oder ehrenrührige Nachrede enthalten, ist auch hier in jedem dem bewohnten 5. Stockiert und nach den tiefer gelegenen verschiede beständen. Die maschinellen Einrichtungen, welche bei Her- einzelnen Falle nach den konkreten Umständen unter Berücksichtibreitet. Die Gelbbrenne ist dunkel und hat nur eine 1 Quadrat- stellung des Bacherlin zur Verwendung fämen, dürften gung der Veranlassung zu den Aeußerungen, der gebrauchten fuß große Abzugsöffnung nach dem Schornstein. Durch Plaßen einzig in Europa dastehen, es werde aber auch durch die bei der Worte, der dem Bildungsgrade des Gesindes entsprechenden eines Ballons Scheidewasser und durch die scharfen Dämpfe sind Vermahlung der auserlesenen Blüthen vorangehende Dürre, Ausdrucksweise einerseits, der Vorschriften der§§ 78 und 79 der Bretter und Balten so beschädigt, daß größte Lebensgefahr durch welche ein Geheimniß der Fabrit sei, eine besondere Bürgschaft Gesinde- Ordnung andererseits zu untersuchen. Demgemäß könnte, Zusammenbruch des schwachen Verschlages, der ca. 8 Bentuer zu dafür geleistet, daß die wirksamen überaus flüchtigen Substanzen auch wenn der§ 117 auf lebenslänglich angestellte Förster anwendbar wäre, die Entlassung des Klägers für gerechtfertigt nicht tragen hat, besteht. Unter anderen arbeiten hier drei 14 bis der Blüthen nicht entweichen könnten. 15jährige Lehrlinge. Das Bewohnen des 5. Stockes, Der Staatsanwalt hielt es für zweifellos, daß sämmtliche erachtet werden, da sich nach der für die Revisionsinstanz maßsowie allgemein der über Metallgießereien Angeklagte von der Unrechtmäßigkeit ihres Thuns überzeugt gebenden thatsächlichen Beurtheilung des Berufungsgerichts in befindlichen Stockwerte müßte verboten waren. Er beantragte gegen Bayer 250, gegen die vier Drogisten der Bezeichnung der gegen die Tochter des Klägers grundlos gewerden. Die ganze Einrichtung widerspricht je 300 M. Geldstrafe. Der Vertreter der Firma Zacherl be- richteten Beschuldigungen als Dummheiten" Dummheiten" oder„ dumme den bestehenden polizeilichen Vorschriften. antragte als Nebentläger nur der Form wegen eine Geldbuße Redensarten" unter den vorliegenden Umständen eine Beleidigung Chausse estr. 68-69. Auf dem Hofe 4 Klosets, wovon von je fünf Mark, da er nur den Zweck verfolge den gewährten des Beklagten durch Schimpf- und Schmähworte im Sinne des 2 wegen Unbrauchbarkeit zugenagelt. Die anderen beiden, von Martenschutz vom Gericht anerkannt zu sehen.- Der Gerichts- Gesetzes nicht finden läßt." 30 Arbeitern benutzt, auch unbrauchbar, Holztheile verfault, hof entschied dahin, daß der Angeklagte Bayer in allen 4 Fällen schlechte Spülung, sehr unsauber, Ungeziefer. als Mitschuldiger anzusehen sei. Derselbe wurde zu einer GeldSorauerstr. 11, part. Der Wiether hält einen großen strafe von 300 m. verurtheilt. Gegen die vier angeklagten Sund, der stets in der Wohnung bleibt, alles verunreinigt. Die Drogisten lautete das Urtheil auf je 200 M. Geldstrafe und je Zielen in der Küche faulen. Entseglicher Gestant, auch in die 5 M. Geldbuße, sowie auf Veröffentlichung des Erkenntnisses in darunter gelegene Stellerwohnung dringend. der Voffifchen Beitung". Soziale Ueberlicht. Die„ Norddeutsche Allgemeine" und die Sonntagsruhe. Die Norddeutsche Aügemeine Zeitung" nimmt Notiz von den Ausführungen eines manchesterlichen Berliner Blattes| haft! Uebrigens wissen wir, daß die Herren Vorstände oder die Jagenti delle Ferovie del Mediterraneo, Mailand.- 8. Nederüber die angeblich ruinöse Wirkung, die die Sonntagsruhe auf sonstwie ein Amt bekleidenden Genossenschafter von den durch landsche Bond van Spoor- en Tramwegpersoneel, Amsterdam. die Berliner Zigarrengeschäfte und das Bäckergewerbe ausgeübt das Genossenschaftsstatut festgesetzten Säßen sich nichts abziehen " " Versammlungen. haben soll, es bezeichnet die betreffenden Mittheilungen als sehr lassen, es haben daher auch die Arbeitervertreter das Recht, das Sparsamkeits- Kunststücke zu nie geahnter Vollendung gebracht Das Land der Sozialreform, in dem Herr v. Thielen seine bemerkenswerth" und fügt hinzu:„ Es dürfte zu bemerken sein, für sie festgesetzte Tagegeld zu verlangen. Wenn es welche giebt, hat, das Land, in dem die Sicherheit des reisenden Publikums daß bei derartigen Klagen hauptsächlich das Kleingewerbe und die darauf verzichten, so ist dies deren Sache, berechtigt aber dadurch beeinträchtigt ist, daß man die Arbeitskraft der Angestellten der Kleinhandel in Betracht kommen und daß§ 41 a, welcher durchaus nicht zu einem Vorwurf anderen gegenüber, die aufs unerhörteste ausbeutet, das Land, in dem die Zugehörigkeit diese Beschwerden hauptsächlich hervorruft, in der ursprünglichen es verlangen. Außerdem sagt das Gesetz ausdrücklich, daß zur Sozialdemokratie Grund genug ist, die Eisenbahnarbeiter Regierungsvorlage nicht enthalten, vielmehr eine der vom der Ersatz durch die Polizeibehörde festzustellen Reichstag angebrachten Verbesserungen" war. Der§ 41 a be- Es hat demnach der Beamte, welcher die Untersuchung führt, versuche der in Staatsbetrieben thätigen Arbeiter aufs rücksichtsist. aufs Straßenpflaster zu werfen, das Land, in dem die Koalitionsstimmt, daß, soweit nach§ 105 b bis 105 h Gehilfen, Lehrlinge festzustellen: die Zeit, welche der Bevollmächtigte verfäumte, auch loseste unterdrückt werden, dies Land ist auf dem internationalen und Arbeiter im Handelsgewerbe an Sonn- und Festtagen nicht etwaige Auslagen, und dies nach den Säßen, wie es in dem Eisenbahnarbeiter- Kongreß nicht vertreten. Warum nicht? Ei, beschäftigt werden dürfen, in offenen Verkaufsstellen ein Gewerbe- Genossenschaftsstatut, zu welchem der von einem Unfall Be- weil eben die Sozialreform die Arbeiter in den staatlichen Musterbetrieb an diesen Tagen nicht stattfinden darf. Es ist richtig, troffene als Versicherter zählt, festgesetzt ist, zu protokolliren, werkstätten zu den zufriedensten, glücklichsten und staatstreuesten bemerkt dazu die Frankfurter Beitung", daß diese Alles Uebrige findet sich von selbst. Leider giebt es sehr viele Menschen gemacht hat. Wer's nicht glaubt, ist eben ein unverBestimmung, wenigstens unmittelbar nach ihrem Infraft- Beamte, welche unerfahren in derartigen Dingen sind wie ein besserlicher Heyer. treten, bei den Kleingewerbetreibenden, namentlich bei denjenigen, Kind, und es muß wieder die sozialdemokratische Presse sein, die keine Gehilfen beschäftigen, große Verstimmung hervorgerufen welche sie aufflärt, respektive an ihre Pflichten erinnert. hat, die sich inzwischen übrigens schon sehr erheblich gemildert haben dürfte; es ist aber ebenso zweifellos, daß für die Einfü- Polizeibehörden und Arbeiterschutz. Unter dieser Stichgung dieser Bestimmung, die in der That eine Verbesserung des marte schreibt das Hamb. Echo" zutreffend: Von je her haben Gesetzes bedeutet, höchst triftige Gründe vorlagen, die heute noch die Sozialdemokraten betont, daß zur Ausführung des Arbeitermals auseinanderzusehen, wir uns ersparen können. Es hieße schutz- Gesetzes besondere Behörden gebildet werden müßten. Sie Der Verband aller in der Metallindustrie beschäftigten die Sonntagsruhe arg durchlöchern und auf die Umgehung des beantragten deshalb, daß ein Arbeitsamt geschaffen werde, dessen Arbeiter für Berlin und Umgegend hielt am Montag, Gesezes geradezu eine Prämie sehen, wollte man den in Rede Mitglieder aus den gewerblichen Kreisen hervorgegangen sind. den 24. Juli, feine ordentliche Generalversammlung ab. Dieselbe stehenden Paragraphen der Profitgier und dem Unverstand einer Vorschläge, die darauf hinzielten, daß ein Theil der Mitglieder beschäftigte sich zunächst mit der Arbeitsniederlegung in der Handvoll Kleingewerbetreibender opfern, und es ist darum drin- des Arbeitsamts durch Arbeiter gewählt würde, fanden keine Schraubenfabrik von Willing u. Violett( Boursett u. Weiler), gend zu wünschen, daß der Herr Reichskanzler diejenige Festig- Beachtung. Wir haben jetzt erst ganz bescheidene Anfänge eines Cuvryftr. 20. Kollege Naether erstattete hierüber näheren Bekeit, die er nach der Eingangs erwähnten Nachricht gegenüber Arbeiterschutz- Gesetzes und schontstellt sich heraus, daß die polizei- richt. Die Kollegen der betr. Fabrit seien durch die Herabfezung den Forderungen der Unternehmer in bezug auf die jugendlichen liche Ueberwachung der gewerblichen Anlagen nicht ausreichend der Akkordlohnsäße, wie auch durch das plögliche Einbehalten Arbeiter gezeigt hat, auch gegenüber dem Ansturm auf die Sonn- ist. Der Regierungspräsident in Schleswig hat in einer Ver- von Vorschußgeldern für angefangene Affordarbeiten veranlaßt tagsruhe befunden werde. Die Sonntagsruhe, wie sie das geltende fügung vom 19. d. M. gerügt, daß die Orts- Polizeibehörden bei worden, den Unternehmern hierin ein Hall zu gebieten, sie hätten Gesez vorschreibt, ist wahrhaftig nicht so weit gesteckt, um noch ihrer Besichtigung gewerblicher Anlagen nicht überall hinreichend versucht, mit denselben durch einen von ihnen gewählten Ausschuß Abzwackungen ertragen zu können, wenn anders das Gesez nicht für die Durchführung der gesetzlichen Bestimmungen Sorge ge- mündlich zu verhandeln, feien aber niemals vorgelassen worden, ein werthloses Blatt Papier werden soll. tragen hätten. Die Behörden sind daher mit entsprechenden auch eine schriftliche Einreichung der Wünsche, die Beseitigung Weisungen versehen worden. Ob diese etwas nützen werden, ist der Mißstände verlangte, blieb von feiten der Fabrikanten unzum mindesten zweifelhaft. Die Ueberwachung der gewerblichen berücksichtigt. Daraufhin sahen sich die Kollegen veranlaßt, diese Anlagen kann nicht so nebenher gemacht werden. Dazu ist eine Angelegenheit dem Vorstande des Verbandes zu unterbreiten, der Behörde erforderlich, welche diese Dinge versteht und die ihre Tags darauf durch eine Kommission mit den Unternehmern verganze Aufmerksamkeit nur auf diese Sachen richtet. Das kann handelte und ihnen die von ihren Arbeitern aufgestellten Forde die Polizei nicht, weil ihre ganze Organisation und ihr Beamten- rungen unterbreitete. Auch diese Verhandlungen verliefen resultatlos, personal sich nicht dazu eignen. Daher wird an eine eratte die Unternehmer wiesen rundweg die äußerst mäßigen Forderungen Durchführung von Arbeiterschutz- Gesetzen erst dann gedacht ab, und so legten denn demzufolge sämmtliche 70 Arbeiter die werden können, wenn die Ueberwachung Behörden übertragen ist, die dieser Aufgabe gewachsen sind. Zum Schutz der Arbeiter vor den Bauhyänen wurde in einer Sizung des Kölner Gewerbegerichts einstimmig ein Antrag der Arbeitnehmer angenommen, laut welchem das Kölner Polizeipräsidium ersucht wird, Vorschriften dahingehend zu erlaffen, daß der Name des gesehmäßigen Arbeit gebers unter den Arbeitsordnungen" verzeichnet stehe, indem die Erfahrung lehre, daß viele Arbeiter mit ihren Klagen abgewiesen werden mußten, weil sie ihren Arbeitgeber nicht kannten. Dieser Uebelstand macht sich besonders bei Ziegelei und Bauarbeitern geltend, wo sich in Streitfällen die Poliere, Schachtmeister 2c. 2c. als die gefeßmäßigen Arbeitgeber entpuppten, gegen die eine Klage dann meistens fruchtlos ist, weil diese als von den BauLöwen vorgeschobene Strohmänner natürlich mittellos dastehen. Durch Annahme des erwähnten Antrages dürfte wenigstens das wehrloseste Angriffsobjekt, der auf den färglichen Ertrag seiner Arbeit angewiesene Proletarier, vor dem Hochstaplerthum im Baufach einigermaßen geschützt werden. " Arbeit nieder. Es sei nun die Pflicht eines jeden Metallarbeiters, da der größte Theil der Ausständigen gewerkschaftlich organisirt, dieselben nach jeder Richtung zu unterstützen und sich mit diesen Leben wir noch unter dem Sozialistengesetz? An solidarisch zu erklären. Der Stand des Streits sei zur Zeit ein einen Freiberger Sozialdemokraten war von Zürich ein Packet äußerst günstiger. Nach einer kurzen Diskussion wurde der Streik angekommen, welches derselbe von dem Hauptsteueramte abholen als ein berechtigter anerkannt und den Kollegen die übliche Untermußte. Bei dem Eröffnen desselben stellte es sich heraus, daß stühung von 12 M. pro Woche und für jedes Kind 1 M. extra der Inhalt aus Büchern in polnischer Sprache bestand. Der bewilligt. Einigen jugendlichen Arbeitern wurde die UnterSteuerbeamte nahm eins derselben und notirte den Titel der be- stützung von 7,50 M. pro Woche gewährt. Hierauf erstattete der treffenden Bücher. Als unser Genosse aus dem Steueramte Rendant, Kollege Pezold, den vierteljährlichen Kassenbericht. herausfam, fam ihm auch schon ein Polizeibeamter entgegen, der Die Einnahmen betrugen vom 1. April bis Ende Juni inkl. des Gründungen. Die Gründungen von Aktien- Gesellschaften, ihn aufforderte, ihm die Bücher zu zeigen. Trotz allen Pro- Bestandes vom 1. Quartal 11 169,39 M., die Ausgaben in derwelche im ersten Semester des Jahres 1893 zur Veröffentlichung testirens half es unserem Genossen doch nichts, er mußte mit felben Beit 5525,26 M., e3 verblieb demnach ein Bestand von gelangten, umfaßten nach einer im Deutschen Oekonomist" ent- feinen Büchern auf die Polizeiwache. Da man aber dort nicht 5644,13 M. Unterstützung an die streifenden Kollegen von der haltenen Zusammenstellung 56 Gesellschaften mit einem Aftien- polnisch lesen kann, behielt man eins der Bücher dort, um wahr- Firma Groos u. Graf wurden 4485,50 M. gezahlt. Ein Antrag fapital von zusammen 39,64 Millionen Mark, während im scheinlich jemanden ausfindig zu machen, der den Inhalt dieses des Kollegen Wegner den vierteljährlichen Rassenbericht den Jahre 1892 zusammen 127 Gesellschaften mit 79,82 Millionen staatsgefährlichen Buches feststellen fonnte. Später wurde es Mitgliedern gedruckt zu unterbreiten, wurde von der Versammlung Mart gegründet wurden. Das wesentlichste Kapitalerforderniß dem Empfänger wieder zugestellt. Durch diesen Vorgang sieht abgelehnt. Den Bericht über die Thätigkeit der Rechtsschutzweisen die vier Gründungen von Eisenbahn Gesellschaften auf, man sich in die Zeiten des Sozialistengesetzes versetzt, wo es ja fommission gab Kollege Buckisch; dieselbe hielt im letzten Halbderen Kapital von 10,30 Millionen Mark dem Bau von Klein öfter vorfam, daß unsere Genossen in irgend einem Orte nach jahr 12 Sigungen ab, zu denen 11 Anträge um Gewährung von bahnen dienen soll.( Im Jahre 1892 wurden 6 Eisenbahn Ge- Empfang einer Sendung von der Polizei behelligt wurden. Wie Rechtsschutz vorlagen, von diesen sind 9 bewilligt, während die sellschaften mit 5,44 Millionen Mart Kapital gegründet.) Für kommt das Hauptsteueramt dazu, die Polizei von einer Sendung anderen abgelehnt werden mußten. Von den 9 bewilligten Klagedie Metallbearbeitung und den Maschinenbau wurden 5 Ge- an einen Bürger zu benachrichtigen? anträgen sind 5 zu gunsten des Klägers entschieden, ebenso die sellschaften mit 4,26 Millionen Mart Kapital( im Jahre 1892 vom Vorjahre noch nicht erledigten 5 Klagen, 3 Anträge waren dagegen 8 Gesellschaften mit 5,40 Millionen Mart Kapital) noch unerledigt und ein Antrag verloren. Kollege Ziegler theilte errichtet; für die Industrie der Steine und Erden 8 Gesellmit, daß die Kommission Einsicht in die Bücher des Arbeitsschaften( 1892: 15) mit 3,76 Millionen( 1892 12,51 Millionen) nachweises genommen und daß die Führung desselben eine korrekte Mart Kapital; dem Baugewerbe bezw. den Terrainunternehmungen gewesen sei, Beschwerden lägen nicht vor. G3 fanden nun widmeten sich 4 Gesellschaften mit 3,72 Millionen( 1892: 4 Gehierauf Ersatzwahlen zu den verschiedenen Kommissionen statt sellschaften mit 2,52 Millionen) Mark Kapital. Die sonstigen und zwar wurden für die Rechtsschutzkommission die Kollegen Gründungen vertheilten sich auf verschiedene Branchen. LandBuckisch und Menzel, für die Bibliothekkommission im Norden wirthschaftliche Attiengesellschaften wurden nicht gegründet, auch die Kollegen Horstmeyer, Junker, Klotz, Schuld, für den nicht Gesellschaften der Textilindustrie, der polygraphischen GeSüden, Meyer, Bauschte, Bergemann, und für Moabit werbe und des Versicherungswesens. Rollege Hofmann, für die Arbeitsnachweis- Kontrollkommissio die und Kollegen Ziegler, Diener die Kollegen Arndt( Nadler) und Aug. Schröter( Rohrleger wurden als Mitglieder zur Fachkommission bestätigt. Die Abrechnung des Winterfestes erstattete Kollege Berger, Mitglied der Kommission zur Prüfung derselben. Die Einnahmen betrugen 788,20 m., Ausgaben 572,15 M., verbleibt ein Ueberschuß von 216,05 M.; hiervon gehen 22 M. für 110 abhanden gekommene Eintrittskarten ab, sodaß ein Netto- Ueberschuß von 194,05 M. verblieb, welche Summe der Kollege Kirmes verpflichtet ist, mit dem Rendanten abzurechnen, da er Kassirer des Vergnügungsfomitees gewesen. Es wurde in der hierauf folgenden Diskussion " Der Durchschnittslohn, der deutschen Mühlenarbeiter, der nach Angabe der Müllerei- Berufsgenossenschaft im Jahre 1891 noch 671 W, betrug, ist nach derselben Quelle im Jahre 1892 auf 614,43 W., alfo um 56 M. zurückgegangen. Das Fach blatt der Müller, dem wir diese Notiz entnehmen, knüpft an sie folgende treffende Bemerkung: Hoffentlich redet diese Thatsache zu unseren Kollegen eine so vernehmliche Sprache, daß sie sich endlich in Masse ihrer Organisation erinnern und ihr beitreten, um weitere Lobnabzüge zu verhindern. Da schimpft mancher wie ein Rohrspaß über die 60 Pf., die er monatlich, und über die 7,20 M., die er jährlich zur Organisation steuern muß, und will dabei absolut nicht einjehen, daß jeder durch sein Fernbleiben von der Organisation dafür sorgt, daß der Lohn jährlich um ein halbes hundert und mehr Mark finfen kann. Unsere Kollegen gehören auch zu der Sorte, die erst fühlen muß, ehe sie hört. Stimmt auch für Arbeiter anderer Berufszweige. = Rattcke gewählt, Der reine Zucker! Die Zuckerfabrik Strasburg U.-M. vertheilt nach Abschreibungen in Strasburg von 114226 M., in Prenzlau von 62 966 M., und nach Ueberweisung an den Reservefonds von 40 433 9. eine Dividende von 25 pt. Die Zuckerfabrik Gamburg zahlt nach gesetzlichen Rücklagen 2c. eine Dividende von 12 pet. Die Zuckerfabrik Altfelde zahlt nach einer Rücklage von ca. 50 000 m. eine Dividende von 6 pet. Die Zuckerfabrik Döbeln erzielte in der letzten BeNach den im Reichs Versicherungsamt angefertigten triebsperiode einen Gewinn von 129 439 M. Zusammenstellungen, welche auf den von den Vorständen der Versicherungsanstalten und der zugelassenen besonderen Kassen= Kapitalistenpraxis. Dieser Tage haben wir einer Ein- Einrichtungen gemachten Angaben beruhen, betrug am 1. Juli 1893 gabe des Vereins deutscher Eisen- und Stahl- Industrieller" an die Bahl der seit dem Infrafttreten des Invaliditäts- und bemerkt, daß das Komitee feineswegs den an dasselbe gestellten AufDie Regierungen der Einzelstaaten mit Staatsbahnbetrieb Er- Alters Versicherungsgesetzes erhobenen Ansprüche auf Be- gaben gewachsen gewesen sei. Der letzte Punkt der Tagesordnung wähnung gethan, die darauf hinausläuft, bei Vergebung von willigung von Altersrente bei den 31 Versicherungsanstalten mußte der vorgerückten Zeit wegen zur nächsten beschließenden Eisenbahnmaterial sich die ausländische Konkurrenz" vom Halse und den 9 vorhandenen Kaffeneinrichtungen 245 013. Von diesen Versammlung vertagt werden. Zum Schluß gelangte das„ Erzu schaffen. Nunmehr begegnen wir einer Notiz in bürgerlichen wurden 193 114 Mentenansprüche anerkannt und 42 984 zurück- gebniß der statistischen Erhebungen über Lohn- und ArbeitsverBeitungen, laut welcher die Firma Gebrüder Stumm in Nenn- gewiesen. 3810 blieben unerledigt, während die übrigen hältnisse in der Metallindustrie Berlins" zur Ausgabe. firchen in der jüngsten Zeit Offerten für diverse Walzeisen- 5105 Anträge auf andere Weise ihre Erledigung gefunden Der Verband der Möbelpolirer für Berlin und fabrikate zu einem Preise von 95 M. pro Tonne ab Neunkirchen haben. Von den erhobenen Ansprüchen entfallen auf Schlesien umgegend hielt am 17. Juli feine Generalversammlung ab. gemacht hat. Rechne man dazu 5 M. Zoll und 3 M. Fracht 28 331, Ostpreußen 22 414, Brandenburg 18 814, Rhein- Der vom Kassirer gebrachte Kassenbericht pro zweites Quartal 1893 bis Wien, so ergiebt das einen Preis von 10 fl. 70 fr. pro proving 16 178, Hannover 14 208, Sachsen- Anhalt 13 984, ergab intl. des Bestandes vom ersten Quartal eine Einnahme 100 Kg. franto Wien, also um nahezu 1 fl. per 100 g. Bosen 12 777, Schleswig- Holstein 9356, Westpreußen 9266, von 227,28 M. und eine Ausgabe von 157,28 M., so daß ein billiger als die Verkaufspreise der inlän- Westfalen 9255, Pommern 8251, Hessen- Nassau 5352, Berlin Bestand von 70 m. verblieb. Besonders günstig lautete der vom dischen Werte. Die ausländische Konkurrenz" ist den 2703. Auf die 8 Versicherungsanstalten des Königreichs Bayern Kollegen Schönice gebrachte Bericht des Arbeitsnachweises, indem deutschen Kapitalisten nur so lange ein Gräuel, als ihrem eigenen fommen 24 631 Altersrenten- Ansprüche, auf das Königreich 213 eingegangene Adressen vorlagen und sich nur 170 arbeitslose Profite dadurch Gefahr droht. Sachsen 10 254, Württemberg 5468, Baden 4635, Großherzog Kollegen gemeldet hatten. Der vom Bibliothekar erstattete Bethum Hessen 4026, beide Wiecklenburg 5034, die thüringischen richt zeigte, daß leider verschiedene Kollegen so unverantwortlich Zur Handhabung des Unfallversicherungs- Gefehes Staaten 5103, Oldenburg 892, Braunschweig 1718, Hansestädte nachlässig sind und geliehene Bücher nicht wieder zurückbringen. wird der Fränkischen Tagespost" aus Forchheim geschrieben: 1718, Elsaß- Lothringen 7200 und auf die 9 zugelassenen Rassen- Hierauf wurde zum zweiten Kassirer Kollege Richard Neumann Eine vielbekannte und vielbeklagte Thatsache sind die enormen einrichtungen insgesammt 3445. Die Zahl der während desselben gewählt. Den Unwillen der Versammlung erregte es als Miß: Verwaltungskosten bei den Berufsgenossenschaften. Es ist daher Zeitraums erhobenen Ansprüche auf Bewilligung von Invaliden- stände bekannt wurden, wie sie in unserem Gewerbe z. B. bei erklärlich, aber nicht der Tendenz des Gesetzes entsprechend, wenn rente betrug bei den 31 Versicherungsanstalten und den 9 Kassen- Lade, Dieffenbachstraße, und Lüders u. Herning, Krautstraße, die Vorstände sich um die Bewilligung der Renten herumbrücken einrichtungen insgesammt 59 247. Von diesen wurden 34 746 herrschen. Ebenso erregte das unkollegialische Benehmen des oder, wo nicht auszuweichen ist, diese auf ein Minimum herab tentenansprüche anerkannt und 15 988 zurückgewiesen, 5722 Boliers Rossi bei Wolter, Friedenstr. 44, die tiefste Entrüftung. drücken. Bei diesem Treiben leisten nicht selten Aerzte hilfreich blieben unerledigt, während die übrigen 2841 Anträge auf andere Nachdem der Vorsigende noch mitgetheilt, daß die Angelegenheit die Hand. Doch davon ein andernal. Für heute möchten wir Weise ihre Erledigung gefunden haben. Von den geltend Wendt der Staatsanwaltschaft übergeben sei und daß die Voretwas zur Sprache bringen, was, an und für sich nicht gemachten Invalidenrenten- Ansprüchen entfallen auf Schlesien stellung in der Urania am Sonntag, den 29. Oktober, stattfindet, Tehr bedeutend, immerhin zeigt, immerhin zeigt, wie einzelne Vorstände beslissen sind, das für die Arbeiter Bestimmte zu schmälern. 284, Rheinproving 4660, Ostpreußen 4468, Brandenburg 3107, wurde die Versammlung geschloſſen. § 55 des Unfallversicherungs- Gesetzes vom 6. Juli 1884 Hannover 3072, Sachsen- Anhalt 2672, Westpreußen 2483, WestIm Verein deutscher Schuhmacher, Filiale Ber. lautet: Dem Bevollmächtigten der Krankenkasse, welcher an der falen 2121, Posen 2096, Pommern 2065, Hessen- Nassau 1272, Schleswig- Holstein 891, Berlin 863. Auf die 8 Versicherungs- in II, sprach am 18. Juli Genoffe Roland in einem recht Untersuchung des Unfalls Theil genommen hat, wird nach den Anstalten des Königreichs Bayern kommen 7308 Invalidenrenten- interessanten Vortrag über Zweck und Nugen der Gewerkschaften. durch das Genossenschaftsstatut zu bestimmenden Säßen für den Ansprüche, auf das Königreich Sachsen 2138, Württemberg 1591, Von einer Diskussion wurde abgesehen, da der Vortrag bereits entgangenen Arbeitsverdienst Ersatz geleistet. Die Festsetzung er- Baden 1686, Großherzogthum Hessen 686, beide Mecklenburg alle Einzelheiten berührt hatte. Kollege Germann theilt mit, folgt durch die Ortspolizeibehörde." Trotzdem hier klar aus- 657, die Thüringischen Staaten 1006, Oldenburg 158, Braun- daß der Prozeß, betreffend die Einschickung der Mitgliederliste gesprochen ist, daß der Ersatz nach den von der Berufsgenossen- schweig 373, Hansestädte 297, Elsaß- Lothringen 1154 und auf zu Ungunsten des Vereins entschieden ist. Nach längerer Disschaft festgestellten Säßen zu leisten ist, giebt es Vorstände oder die 9 Kaffeneinrichtungen insgesammt 4139. Unter den Perfussion wurde beschlossen, hiergegen Widerspruch zu erheben. Vertreter, welche den Ersay nach dem wirklichen Arbeitsverdienst sonen, die in den Genuß der Juvalidenrente traten, befinden sich Gleichzeitig werden die Kollegen ersucht, mit den Programmen des Bevollmächtigten berechnen. Nur einen Fall für viele. Die vom Stiftungsfest baldigst abzurechnen. füddeutsche Textil- Berufsgenossenschaft hat in ihrem Statut als 1025, welche bereits vorher eine Altersrente bezogen. " Ersatz für entgangenen Arbeitsverdienst pro Tag 8 M. festgesetzt. Der erste internationale Kongreß der Eisenbahn- Ar- Rigdorf. Die am Sonntag, den 16. Juli, tagende Ver Ein Satz, der mit dem wirklichen Arbeitsverdienst von vielleicht beiter wird am 14. August im Anschluß an den Algemeinen sammlung der Freien Bereinigung der Bau- und 1,50 M. durchschnittlich in grellstem Widerspruch steht. Indessen, Arbeiterkongreß in Zürich abgehalten. An demselben betheiligen gewerblichen Hilfsarbeiter nahm vom Kassirer den die Herren hatten eine gute Stunde oder der Satz ist festgestellt, fich folgende Organisationen: 1. Amalgamated Society of Staffenbericht entgegen, dessen Richtigkeit von den Revisoren beum damit prunken zu können. Doch dies nebenbei. Nach diesem Railway Servants in England, Ireland, Scotland and Wales, stätigt wurde. Die dann vorgenommene Vorstandswahl ergab Satz kommen auf 1/4 Tag 2 M., welchen Betrag ein hiesiger London.- 2. Fachverein der Verkehrbediensteten Desterreichs, folgendes Resultat: 1. Vorsitzender üben, 2. Vorsitzender Bevollmächtigter wiederholt mit Recht liquidirt hat. Dies war Wien. 3. Schweizerischer Zugspersonal- Verein, Luzern. Göhring, 1. Kassirer Meyer, 2. Rassirer Otto, 1. Schriftder Vorstandschaft der Sektion 11 in Hof zu arg". Sie er- 4. Chambre syndicale de la Fédération générale des führer Robialta, 2. Schriftführer Ripe. Revisoren Schönfundigte sich bei dem Arbeitgeber des Bevollmächtigten nach deffen chemins de fer de la France et des Colonies, Paris. berg, Ddler und Roloff. Da eine Anzahl von MitVerdienst; anderwärts verlangen die Bevollmächtigten gar nichts, 5. Verein Schweizerischer Lokomotivführer, Zürich. 6. Eisen- gliedern von 1892 an mit ihren Beiträgen im Rückstand sind, die Forchheimer lassen sich jedesmal 2 M. auszahlen. Schauder- bahn- Arbeiterverein, Sankt Gallen( Suisse). 7. Associazione wird beschlossen, dieselben zu streichen. -O Verantwortlicher Redakteur: Wilhelm Schröder in Berlin. Druck und Verlag von May Bading in Berlin SW., Beuthstraße 2.