Nr. 177. Erscheint täglich außer Montags. Breis pränumerando: Vierteljährlich 3,30 Mart, monatlich 1,10 mt, möchentlich 28 Bfg. fret in's Haus. Einzelne Nummer 6 Pfg. Sonntags- Nummer mit illuftr. Sonntags: Beilage Neue Welt" 10 Pfg. Post- Abonnement: 3,30 Mt.pro Quartal. Unter Kreuzband: Deutschland u. DefterreichUngarn 2 Mt., für das übrige Ausland 3 Mt.pr.Monat. Eingetr. in der Post- Beitungs- Preisliste für 1893 unter Nr. 6708. 09) god Vorwärts 10. Jahrg. Infertions- Gebühr beträgt für die fünfgeivaltene Petitzeile oder deren Raum 40 Bfg., für Vereins- und Beriammlungs- Anzeigen 20 Pfg Juferate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr Nachmittags in Der Expedition abgegeben werden. Die Erpedition ist an Wochens tagen bis 7 Uhr Abends, an Sonnund Festtagen bis 9 Uhr Vormittags geöffnet. Fernsprecher: Amt I, 4186. Telegramm- Adresse: Sozialdemokrat Berlin: Berliner Bolksblatt. $ 610m 200 Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. mis good med siddende so Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Eine Schmähschrift, Sonntag, den 30. Juli 1893. Expedition: SW. 19, Benth- Straße 3. " Das ist unsere echteste schwer gefallen, sich für das letztere zu entscheiden, So be- die freiheitlichen und oppofitionellen Parteien als solche zu hält unsere Anschauung, daß wirthschaftliche Interessen die bezeichnen, die sich ihre Zustimmung möglichst theuer abtein amtlicher, fachlicher Bericht, ist schon seit Langem der ausschlaggebenden sind und bleiben werden im politischen kaufen laffen" und sie außerdem echt patriotisch wegen ihrer Jahresbericht in Parteigetriebe, wieder einmal Recht. Zur Wahrung der politischen Verständnißlosigkeit" dem Auslande zu denunder Handelstammer Dortmund, den die in dieser feudalen Körperschaft Unternehmerinteressen ruft die Dortmunder Handelskammer ziren! Diese Ausbeutergesellschaft bringt es fertig, ihre vereinigten westfälischen Musterunternehmer regelmäßig um alle Mannen zusammen, Hammer und Ambos" giebt sie geheime Sehnsucht nach dem Gewaltsmenschen Bismarc diese Zeit veröffentlichen. Aber der neueste für 1892 als Parole aus, und daß sie nicht Ambos werden hinter eine frech geheuchelte Sorge für die„ Existenz des übertrifft doch alle seine Vorgänger an Tollheit des Aus- wollen, die westfälischen Millionäre, das versteht sich von jungen Reichs" zu verstecken! Bourgeoisie, wie sie leibt und lebt. Ihre brutale Rück drucks und Anmaßung bezüglich des Inhalts. Es dürfte selber. So verschreiben sie denn im neuesten Dortmunder Handels- fichtslosigkeit, wenn die eigenen kaufmännischen Interessen faum im ganzen Deutschen Reiche eine offizielle Veröffent lichung geben, die so wie diese, unter Zurücksetzung aller Kammerbericht ihre Seele der schwärzesten Reaktion, um an umfassenden Armeelieferungen in Betracht kommen, Rücksichten, dem persönlichsten Empfinden und Denken ihren Geldbeutel in sicheren Schuß zu bringen, und wird nur noch übertroffen von der Einsichtslosigkeit, mit unserer Industriebarone ungeschminkten Ausdruck giebt. sie bekräftigen ihre offene Stellungnahme auch gleich durch welcher die wirthschaftliche Krisis statt aus sozialen Ursachen Mit dem Denken ist es freilich nicht weit her; was eine ebenso offene Erklärung für den Moloch Militarismus, aus der Nichtbewilligung der Militärvorlage erklärt wird. die Herren darin früher noch einigermaßen leisten unter dessen Bajonetten sich der Kapitalismus ach so wohl und dabei dringt selbst in diesem Kapitalistenbericht, nur an anderer Stelle die Erkenntniß durch, daß der Militarismus die fonnten, das ist jetzt zum Teufel gegangen vor der Rath- befindet. Diese Erklärung für den Militarismus knüpft natür Kultur auffrißt. Da heißt es: Die deutschen Erwerbslosigkeit und Wuth, in welcher sie sich der fortschreitenden sozialen Bewegung gegenüber befinden. Uns muß diese lich an die letzte Militärvorlage an und treibt in einer stände haben in den letzten Jahren eine übergroße Fülle Die von Auflagen, neuen Steuern und kostspieligen Projekten Art, die hintersten Unternehmergedanken auf offenem Markt schamlosen Weise mit der Wahrheit ihren Spott. auszupaden, im höchsten Grade willkommen sein. Wir westfälische Unternehmervereinigung hat die Stirne, im über sich hereinbrechen sehen, die alle mehr oder weniger können an diesem Beispiele wieder einmal zeigen, wie wüstesten Radautone zu schreiben: Daß Reichstag und etwas Ueberraschendes hatten, und die Empfindung ist eine tell sich in diesen Köpfen die Welt malt. Und der neueste Regierung sich aber über eine Gegenmaßregel( gegen ziemlich allgemeine, daß das namentlich auch bez. Bericht der Dortmunder Handelskammer liefert hierzu reich französische Rüstungen) überhaupt nicht einmal einigen der Finanzen so nicht weitergehen dürfe, konnten und besonders, daß die Regierungsvorschläge ab- daß es absolut nothwendig sei, endlich die nöthigen, die lichen Stoff. gelehnt wurden als über die Steuerkraft Deutschlands pflichtmäßigen und Ehrenausgaben von den wünschensEr beginnt mit einer noch halbwegs zutreffenden, aber nicht minder bezeichnenden Aeußerung mit einer hinausgehend, müssen wir als eine Gefährdung des werthen, und die wünschenswerthen von den blos anblutigen Kritik des Nationalliberalismus, eltfriedens und eine wesentliche Urgenehmen, aber eigentlich nicht nöthigen, ernsthaft zu sache der tiefen geschäftlichen Depression scheiden, daß man auch nicht nur fordern und versprechen der es als einen ganz besonderen Vorzug preise, betrachten, unter welcher ganz Europa seit einem dürfe, sondern daß das Zugesagte auch gewährt werden daß gerade seinen Mitgliedern bezüglich der wirth halben Jahre mehr darniederliegt, wie seit Jahrzehnten. müsse, wenn die entsprechende Forderung ehrlich erfüllt sei. schaftlichen Fragen volle Freiheit gelassen werde". Wenigstens kann diese Stelle sich doch auf nichts anderes nichts ist für Handel und Wandel schlimmer als die Un- Nach beiden Seiten hin glaubt manurfache Unzufriedenheit zu haben. Daß die beziehen, als auf die nationalliberale Bartei. Und wie gewißheit, die von Rathlosigkeit zeugt und davon, daß zur wuchtig sitzen die Siebe, wenn es da weiter heißt: Poli- die Pferde mit unsicheren Zügeln laufen, daß man großen Ueberschüsse der Staatsbahnen ausdrücklich sich jeder Wendung, auch der verhängnißvollsten, vers verbrieftem Recht zuwider mit Summen tische Parteien, die in einer Zeit und Aufgaben gegenüber, sehen muß. Mit Möglichkeiten versteht der Kaufmann zu von jährlich 100-150 Millionen Mark den Verkehr 3wehe die gewaltigste Anspannung und Entfaltung der materiellen und physischen Mittel und Kräfte erheischen, rechnen, auch mit üblen Thatsachen weiß er sich abzufinden bedürfnissen und der Landesmelioration - aber der ganz vollkommene Widerspruch ist auch für entzogen und der allgemeinen Staatskasse zugeführt Entscheidung berufen sind, laufen Gefahr, sich selbst olitisch völlig todt zu machen, wenn sie in den ihn geheimnißvoll.... Leider haben wir bei dieser Ge- werden, ist ein Vorwurf, der seit 1878 die preußische olitisch völlig todt zu machen, wenn sie in den legenheit dem Ausland einen höchst betrübenden Ein- Landesvertretung mahnt, daß hier ein feierlich und öffentwichtigsten Entscheidungen auf grund ihrer" Fraktions- blick in die politische Verständnißlosigkeit lich gegebenes Versprechen bis auf diesen Tag seiner Erfreiheit" zu einer Hälfte dafür und zur anderen dagegen weiter Kreise eröffnet.... Die Militärvorlage und füllung vergeblich harrt. Bestimmungsgemäß verwandt, stimmen, sich selbst zum Theil oder völlig ausbalanciren, ihr bisheriges parlamentarisches Schicksal ist ein er würden diese Ueberschüsse im Belauf von einer Milliarde also für die Entscheidung nicht in Betracht kommen, sondern schreckender Beleg für die Verhältnisse, denen wir mit ver- ausgereicht haben, dem Lande ein Kanalney, für ihre Freunde nicht nur werthlos, sondern halbe Gegner, hängnißvoller Endgeschwindigkeit entgegentreiben. Es darf Eisenbahnlinien und Frachterleichterung für ihre Gegner aber halbe Verbündete sind." nicht weiter möglich bleiben, daß alles, nicht nur die ab- in einer Fülle und Ausstattung zu schaffen, Das stimmt bis aufs Haar, und daß der National- soluten Voraussetzungen der wirthschaftlichen Entwickelung, welche den Erwerb und die Steuerkraft des Landes so ge= Liberalismus von seinen Lieblingsschützlingen jetzt diese Fuß- sondern auch die Fragen der politischen Existenz hoben haben würde, daß alle jene traurigen Sparsamkeiten tritte bekommt, wird ihm jeder herzlich gönnen. Natürlich wollen des jungen Reich es nicht nach den in ihnen liegen- an verkehrter Stelle nicht nöthig wären, die unser Verkehrsdie westfälischen Schlotbarone statt der liberalen Schaufelpolitik den Momenten beurtheilt und entschieden werden, sondern und Erwerbsleben heute so ungemein verdrießlich gestalten." feine zielbewußte Demokratie, sondern ihr Pronunziamento daß man in allen Vorlagen nur Ausgleichsgegen= gegen den„ ausbalancirten" Nationalliberalismus bedeutet st än de sieht, zu denen man sich die Zustimmung glatt und offen den Uebergang zum Konmöglichst theuer ablaufen läßt. Kann es etwas fervatismus, zu dem die Herren ja längst innerlich Schamloseres geben, als diese Berdrehungen? Eine Kapitalisten gehörten. Ihre Parole ist jetzt" Entweder oder", wirk flique, die sich mit Haut und Haar dem Militarismus verkauft, fich liberal oder ganz reaktionär, und es ist ihnen nicht weil sie weiß, daß er ihren Geldsack schützt, hat die Stirne, Feuilleton. Nabrud verboten.) [ 29 Und trotzdem noch mehr Militärausgaben und mehr Soldaten?? Man sieht, die herrschende Klasse ist mit völliger Blindheit geschlagen. Sie merkt das Ausbleiben jedes Kulturfortschritts am eigenen Leibe- aber sie hat so sehr aufgehört, Trägerin der Kultur und des wirthschaftlichen Fortschritts zu sein, daß sie schließlich diese Stagnation nungsrathes, seine kleine, nervige Gestalt in die Höhe und trocken und gleichfalls mit Zahlen gespickt. Wer würde hüllt sich in seine Toga mit der Gelassenheit eines Redners, die Objektivität dieser in jeder Beziehung korrekten der an den Erfolg gewöhnt ist. Ausführungen, die mit wahrhaft wissenschaftlicher UnparteiZunächst nimmt der Anwalt der Kläger das Wort. lichkeit gemacht zu sein scheinen, anzuzweifeln wagen? Ferrier geht in seiner Verachtung aller rhetorischen Kunst- Indessen bemerken die Aktionäre, daß der Staatsanwalt griffe so weit, daß er sich sogar von aller Beredsamkeit auffallend schnell über die Entstehungsgeschichte der GesellDie Bekehrung André Savenay's. hat. Seine Rede ist nüchtern, ernst und kalt. Er be- ſchaft und über die als Subſcribenten fungirenden StrohSozialistischer Roman von Georges Renard. Autorisirte Uebersehung von Marie Kunert. richtet gewissenhaft die Geschichte der Gesellschaft. Er ver- männer hinweggeht, daß er mit einer für sie betrübenden weist auf die Unregelmäßigkeiten, die sie von ihrem ersten Leichtigkeit den Herrn Baron von Türkheim, Bernaud und Auftreten an forrumpirt haben, giebt die Ziffern und die ersten Administratoren als unschuldig hinzustellen sucht, Daten, auf die sich die Sorglosigkeit oder besser vielleicht daß er erklärt, ihre bürgerliche Verantwortlichkeit fönne der Aktionäre ftüßen konnte, hier allein in Betracht kommen, daß er die Hauptschuld Noch ein Urtheil, das letzte! Ein Lumpensammler hatte die Leichtgläubigkeit etwas flott gelebt. Man hatte ihn verhaftet, weil seine auf das genaueste an, und, obgleich er alles vermeidet, einem Todten, Bressuire, aufbürdet, der aus guten Gründen Ausgaben Verdacht erregt hatten. Er hat gestanden, was die Debatte zu einer leidenschaftlichen gestalten könnte, die andere nicht mehr auflagen kann, daß er um eine gedaß er in einem Kehrichthaufen ein Portefeuille machenffeine sorgfältigen Angaben doch zuerst Eindruck. Albary linde Strafe für Albary bittet, der beschuldigt sei, ihm anKombat feine liebenswürdige Nachlässigkeit verloren, Colombel vertraute Gelder der Gesellschaft verschwendet und sich bemit 2000 Franks gefunden. Er hat dem miffar die 1600 Frants, die noch übrig waren, über giebt lebhafte Beichen seiner Zustimmung. Unglücklicher trügerischer Handlungen schuldig gemacht zu haben, indem geben. Man hat dann nach dem Eigenthümer gesucht, weise geräth der Rechtsanwalt jetzt aber ins Stocken und er zum Schein Dividenden vertheilte. Das Gesicht des alten Beamten wurde zusehends ihn aber nicht auffinden können. Thut nichts! Der verliert sich in einem wahren Zahlengewirr. Die Zahlen, Lumpensammler erhält dreizehn Monate Gefängniß! Der die er anführt, schaden sich durch ihre Massenhaftigkeit. finsterer und unruhig rückt er auf seiner Bank hin und her. alte Beamte hat recht. Das Gericht geht mit allem, was Tie Zuhörer vermögen nicht mehr zu folgen, langweilen Jeden Augenblick flüstert er André etwas ins Ohr, oder sich und hören nur noch mit halbem Ohre zu. Der Redner er wendet sich an seinen Anwalt mit fragenden oder wie Diebstahl aussieht, besonders streng um. Endlich ruft der Gerichtsdiener auf: Die Sache der sieht, wie der Präsident wieder die Nase in seine Akten wüthenden Blicken, die deutlich sagen:" Nun, was sagen Phosphatgesellschaft." Eine Bewegung macht sich im Zu- steckt, er hört hinter sich halblautes Geplauder. Er beendet Sie dazu? Wollen Sie uns hier so ruhig abschlachten hörerraum bemerkbar. André und Colombel, die Vertreter seine Rede in dem Vorgefühl, eine Niederlage erlitten zu lassen?" Albary scheint dem gegenüber ebenso ruhig wie der Aktionäre segten sich zur Linken des Gerichtshofes haben, und als er in seinem Schlußwort für seine Klienten sein Geguer aufgeregt. Das Verhör beginnt. Albary, der seine Namen und auf ihre Pläge, hinter ihnen nimmt Ferrier, ihr Anwalt, eine materielle Entschädigung verlangt, fehlt seinen AusPlatz. Auf der andern Seite erblickt man auf der Anklagebant führungen jenes warme und leuchtende Etwas, das über Titel angegeben hat, antwortet mit fester Stimme. Er be dauert das Geschehene und betheuert, in gutem Glauben einen sehr eleganten Herrn mit ruhiger Miene, ruhigem, zeugend auf die Geister wirkt. Nun erhebt sich der Staatsanwalt Martin. Er ver- gehandelt zu haben. Er habe selbst viel Geld dabei vers frischrasirtem Gesicht, einem rundlichen Bäuchlein, weißen Händen, die nachlässig mit einem Schildkrotlorgnon spielen lieft in furz gefaßter, abgerundeter Form, die ganz mit loren, sagt er. Er sei ebenso gut wie jeder andere ein militärischen Aeußern in Uebereinstimmung Opfer des Krachs gewesen. Bis zum letzten Moment habe Sas ist Herr Albarn, der letzte Direktor der Gesellschaft. seinem neues Resumee der Thatsachen, ruhig, er nichts davon gewußt, daß die Grube erschöpft war. Er ihm redt sein Vertheidiger Allyn, Mitglied des Ord- steht, ein darun " ruhig in den Kauf nimmt für den militärischen Schuh ihrer Wiillionen. Der neue Dortmunder Handelskammer- Bericht verräth denn auch an einer letzten hier anzuführendeu Stelle seine Hauptjorge diejenige über den Erfolg der Arbeiterbewegung. Unter salopper, künstlich ruhig gehaltener Form sucht die Kapitalistenvertretung den ärgsten Gram der westfälischen Schlotbarone zu verbergen, indem sie schreibt: " Die Arbeiterbewegung hat im Berichtsjahr keine besonders hohen Wellen geschlagen. Dazu waren die Zeiten nicht gut genug. Feierschichten und zahlreiche Ablegungen ließen auch für Unvorsichtige die allgemeine Lage nicht als zu Arbeitsstörungen geeignet erscheinen. Der von Saarbrücken im Januar des laufenden Jahres herübergetragene Ausstand war eine in dieser Reinheit noch nicht dagewesene neue Spezies: ein Sympathie- Ausstand. Nicht unfere Bergleute hatten zu klagen, ja sie vermochten nicht einmal eigene Wünsche zu formuliren, sie stellten die Arbeit nur ein zur Unterstüßung der Ausständigen in Saarbrücken. Die Störung dauerte etwa 14 Tage, doch unterbrachen bis zu 21 000 Mann die Arbeit; man veranschlagte den Lohnverlust auf ca. 360 000 m. und 828 Arbeiter wurden infolge des Streits endgiltig abgelegt. Es ist sehr schade, daß ein so anständiges, bei uns Deutschen leider sonst nur unvollkommen entwickeltes Gefühl, wie das der Kameradschaftlichkeit und Solidarität von gewissenlosen Hezern in einer Weise verleitet werden darf, daß es die Leute gegen ihre Berufsehre wie gegen ihre eigensten materiellen Interessen aufregt, ohne Aussicht auf irgend einen anderen Erfolg als die Anstiftung von Schaden und die Erregung von Unzufriedenheit. Die Wahlen, an deren Ende wir stehen, haben, wie gar nicht anders erwartet wurde, eine erhebliche Zunahme der fozialdemotratifchen Stimmen zu Tage gefördert. Es ist das der natürliche Entwicklungsgang. Im übrigen ift bei den Maffen, die der sozialdemokratischen Fahne folgen, zum weitaus größten Theil nur eine Jrreleitung des Berftändnisses zu beklagen, während sich anderwärts in sehr viel höherem Maße eine von Anfang an fehlerhafte Richtung des Willens vorfindet." unserer Getreidezölle nicht in die eingeleiteten Verhandlungen fu. Komp. in Nürnberg( 80 G., Preis 25 Pfg.) erschienene störend eingegriffen hätte. Der Bund der Landwirthe trägt Heftchen:„ Die heilige Behme des Militarismus“. Auch ohne sicherlich mindestens einen großen Theil der Schuld an der un- die etwas gesuchte Aufschrift wirlt diese Sammlung friegsgerichtgünstigen Wendung. welche die deutsch- russischen Verhandlungen genommen haben. Es wird deshalb eine seiner vor- licher Erkenntniffe, für deren Veröffentlichung dem Herausgeber nehmsten Aufgaben jeßt sein müssen, seine Mitglieder darüber Frit Kunert Alle danken müssen, denen das Wohl des Volkes, aufzuklären, daß ohne eine Herabsetzung unserer Getreidezölle das Schicksal unserer Brüder im Waffenrock am Herzen liegt. der Abschluß eines Handelsvertrages mit Rußland eine offenbare Jede Erläuterung hätte den ergreifenden Eindruck jener Urkunden Unmöglichkeit ist. Ein Zollfrieg zwischen Rußland und Deutschland kann nur von sehr furzer Dauer sein, da abgeschwächt. Wahrlich, diese Dokumente des Militärstaats, bei die merkantilen( Handels-) Interessen, welche bei uns, nament- denen jeder Buchstabe mit Thränen und Herzblut geschrieben ist, reden lich im Osten unserer Monarchie, auf den Abschluß eines Handels- eine so erschütternde Sprache, daß das Bolt, wenn es sein Urtheil vertrages mit Rußland hindrängen, viel zu mächtig sind, fällt, nicht schwanken wird mit der Entscheidung. Wer unbefangen als daß der Bund der Landwirthe ihnen gegenüber seinen bisherigen Wünschen auf Beibehaltung einer differenziellen Be- die Geschichte der unglücklichen Opfer der Militärgerichtsbarkeit handlung des russischen Getreides bei den maßgebenden Stellen liest, an der die Machthaber nicht rütteln lassen wollen, der bricht auf die Dauer Gehör verschaffen könnte. Zu diesen merkantilen den Stab über ein Verfahren, das den Untergebenen in das dichtIntereffen gehören auch die Eisenbahn Interessen. Herr Minister Thielen wird nicht damit einverstanden sein können, maschige Netz drakonischer Strafbestimmungen, aus denen es kein daß die Einnahmen des Staates aus den Eisenbahnen des Entrinnen giebt, mitleidslos verstrickt, das im geheimen, schriftOftens noch geringer werden, als sie es heute schon sind. lichen Prozesse, dem Ueberlebfel der absolutistischen Justiz, die leberdies wird sich auch die Landwirthschaft im Osten unserer nichtige Bagatelle mit tödtlicher Strenge ahndet, den blinden Monarchie sagen müssen, daß sie sich in das eigene Fleisch Gehorsam bei furchtbarer Strafe heischt und das mit langjährigem schneidet, wenn sie es geschehen läßt, daß der Handel unseres Ostens mit dem russischen Nachbarreiche vernichtet wird. Der Rerfer büßt, was das sicher nicht milde bürgerliche Zollkrieg wird daher sehr bald zu einem deutsch- russischen Gericht mit Verweis, mit Geldbuße oder Leichter Handelsvertrag, der Rußland die gleichen deutschen Sast etwa bestraft. Drei, fünf, fünfzehn, fünfzehn Getreidezölle, wie den übrigen Vertrags- Jahre Gefängniß für Vergehen, deren Schwere nur ein im staaten gewährt, führen müffen." Wenn unsere Staatsmänner nicht mit der Junkerschaft Kasernendrill geschultes Hirn zu würdigen weiß, werden über als dem ausschlaggebenden Faktor rechneten, müßte die Leute aus dem Bolte verhängt, die denn doch ein besseres Loos Wucht dieser Gründe auf sie wirken. Aber die Agrarier verdient hätten. Ein Wort in trunkenem Muthe gesprochen, eine heftige Geberde, ein Schlag vielleicht genügen, um ein Kriminalspielen auf, und der Graf tanzt... vergehen zu konstruiren, das den Thäter für immer ins Unglück Itm die Miquel'schen Stenerpläne zu unterstützen, stürzt. Dem Borgefehten, ist er auch Partei, vermag er auch geben die Offiziösen heute das zu, was sie sonst gewerbs selbst, weil er unter dem Zwange der Erregung stand, die Gemäßig ableugneten, so die Mißstände der Reichs- und Staatswirthschaft, so die Ueberschuldung des jungen schehnisse nicht zeitlich genau auseinanderzuhalten, mögenjihm auch Deutschen Reich 3. Die Reichsschuld beträgt nahezu die Aussagen der Gemeinen gegenüberstehen, wird dank dem Autorität doch eher Glauben geschenkt. 2000 Millionen, die Verwaltungskosten der Reichsschuld Grundsaße der Die Spike gegen die Schwarzen", welche in den beliefen sich im Etat für 1892/93 auf 258 300 M., die Mildernde Umstände werden nur zu selten zugebilligt. Dafür letzten Worten liegt, mögen diese selbst abwehren. Die Kosten der Verzinsung auf 60 707 500 m. So berichtet empfindet ein Unteroffizier, wird er geschlagen, wohl Sozialdemokratie der natürliche Entwickelungsgang", jezt auch die Nordd. Allgem. Zeitung", die immer Schmerz, in erfreulichem Gegensaße zu den Urtheilen entspringend aus der„ Kameradschaftlichkeit und Solidarität" fordert, daß dem weiteren Anwachsen der Schuld Einhalt jener Militär- Bezirksgerichte, die zum Beispiel einen Schlag, der Arbeiter für dieses Zugeständniß schenken wir der geboten werde. Dies flingt um so erhebender, nach der das Trommelfell zersprengt, fennzeichnen als einen Schlag, Dortmunder Handelskammer all ihr Gift über die neue bem vor heute vierzehn Tagen die Militärvorlage der kein Schmerzgefühl hervorruft". So niedrig ferner der Spezies" von Streit und die Verleitung durch gewissen angenommen worden ist, die uns eine regelmäßige Jahres Lose Heger". Es ist gut, daß die Sozialdemokratie bereits ausgabe von 55 Millionen, eine Reihe außerordentlicher Aus- Maßstab sein mag, den man legi an die sozialpolitische Einsicht so mächtig auf dem Plane steht. Die Bourgeoisie befindet gaben in der Höhe von 60 Millionen gebracht hat. Dies derer, die Recht sprechen, kein bürgerliches Gericht könnte so versich, wie der neueste Dortmunder Handelskammer- Bericht klingt würdevoll, nachdem vorgestern das Anleihegesetz über worren, so einſichtslos, so verkehrt über die weltbewegenden sozialen mit willkommener Deutlichkeit in feinen tollen Sprüngen 48 Millionen in Kraft getreten ist. Thut nichts, Herr Streitfragen urtheilen, wie Militärgerichte dies gethan haben. zeigt, in einem Zustande so hochgradiger wirthschaftlicher Bindter fordert eine feste Schulden tilgungs- Daß eine Unterhaltung über Ausstände und rothe Federn am und moralischer Auflösung, daß die Welt wirklich Leute flicht und theilt im amtlichen Auftrage mit, daß be- Hut, wie eben von der Werkstatt gekommene Rekruten sie hatten, braucht, die aus anständigen Gefühlen" zusammenhalten absichtigt wird, eine Tilgungsquote von einem mehrjährige Gefängnißftrafen nach sich zieht der Hauptschuldige und handeln. Es stände sonst sehr schlimm! Prozent in Aussicht zu nehmen: es würde das jährlich eine hatte, ohne nachweislich das Gedicht selbst zu kennen, den Saß, Summe von 20 Millionen erfordern." Mit Speck fängt den er auf irgend einem Maueranschlag gelesen hatte, zitirt: man Mäuse, mit diesem Schuldentilgungs- Plane spekulirt Politische Ueberlicht. Berlin, den 29. Juli. es ftler Miquel weiß Rath, die Masse muß es bringen. das Schriftchen forgfältig und das Schriftchen sorgfältig und mit Nutzen, und möge man auf die Gutmüthigkeit des blinden Hödur. Wie„ Alle Räder stehen still, wenn dein starker Arm e3 sollen aber die Schulden getilgt werden? Der Steuer will"- so spricht solch ein Verdikt ganze Bände. Möge es von Hunderttausenden gelesen werden! Eine wirksamere Bundesräthliches. Der Bundesrath hat in seiner Sigung Kampfschrift gegen den Militarismus als diese Zusammenstellung Der Zollkrieg mit Rusland. Mit Recht weist das vom 13. Juli beschlossen, den Bestimmungen, betreffend die Be- kriegsgerichtlicher Urtheile kann sich der ehrliche Gegner des Organ der rheinisch- westfälischen Unternehmerschaft, die freiung des zu landwirthschaftlichen und gewerblichen Zwecken Rheinisch- Westfälische Zeitung" darauf hin, daß Deutsch bestimmten Salzes von der Salzabgabe vom Jahre 1888 unter herrschenden Systems gar nicht wünschen. Das System selbst Land thatsächlich den Bollkrieg eröffnet hat damals, als Biffer II Abfay 2 folgenden Satz hinzuzufügen:" Des Weiteren liefert ihm hier die Waffen gegen sich selbst. Bekommen ez beim Abschluß des deutsch- österreichischen Handels- ist die steuerfreie Werabfolgung von benatu ber Kleine Mann, der Bauer, der Landarbeiter, vertrages das russische Getreide einem Differentialzoll von rirtem Handelsfalz zum Aufthauen von Eis und Schnee aus dem Volte das Heftchen in die Hand, vergleichen sie die 15 Mark pro Tonne unterwarf. Desterreichischer Roggen und Abortröhren, Dolen( Abzugstanälen) und Wasserleitungs- harten Urtheilssprüche, die den Gemeinen treffen, mit den zahlt 35, russischer Roggen 50 Mark für die Tonne schachten, zur Vertilgung des Hausschwammes und des Gras- Strafen, die über die Vorgesetzten ausgesprochen werden, und ge( 10 Doppelzentner). Dann führt die Rheinisch- West- wuchses insbesondere auch an Private, Anstalten und Gemeinde- denken sie der vielen begnadigten Offiziere, so werden ihnen die fälische Zeitung", der die Sorge um die durch den Höchft verwaltungen, welche weder Gewerbe noch Landwirthschaft betarif bedrohten Interessen der Montanindustrie den Blick treiben, zulässig." Der Bundesrath wird nun, nachdem er den Bollkrieg beschlossen hat, sich ausruhen." Müde!" geschärft hat, noch aus: Preußisches. Der Staats- Anzeiger" vom und " Jeder ruhig denkende Politiker hätte sich aber auch sagen müssen, daß Rußland sich einen Zustand auf die Dauer nicht Augen aufgehen. Darum wünschen wir dem Büchelchen weiteste Verbreitung und besten Erfolg. Möge es viele thatkräftige Widersacher gegen den gemeinschädlichen Militarismus werben und immer weitere Kreise von der Nothwendigkeit einer Reform gefallen lassen würde, der den mit ihm bei uns tonturrieren- 28. Juli veröffentlicht das Gesetz wegen Aufhebung der Militärgerichtsbarkeit überzeugen! " Drittel niedrigeren Sage, als ihn das russische Getreide zu tragen mögens-) steuer- Gesez. hat, gestattete. Rußland hat sehr bald nach Abschluß des deutsch- Im Staats- Anzeiger" vom 29. Juli wird das österreichischen Handelsvertrages die Verhandlungen mit uns be- Kommunalabgaben- Gesez, vom 14. Juli datirt, gonnen, die zu einem mit ihm zu schließenden Handelsvertrag, dessen veröffentlicht. erste Voraussetzung natürlich für Rußland die Herabsehung des deutschen Getreidezolles auf 35 M. pro Tonne bilden mußte, Eine furchtbare Anklagefchrift gegen den Militarismus führen sollten und vielleicht auch geführt hätten, wenn ber ist dieser Tage erschienen. Wir haben ihrer bereits furz unter Bund der Landwirthe mit seiner durchaus verspäteten und geradezu kopflofen Agitation gegen eine weitere Herabsetzung Literarischem" gedacht. Es ist das im Verlage von Mörlein habe daher in aller Sicherheit geglaubt, den Aktionären Dividenden auszahlen zu können, bie, wie er zugeben mußte, außerordentlich hoch, jedoch durch die Gewinne der vorher gehenden Jahre vollkommen gerechtfertigt waren. Aber," fragt der Präsident, wie konnten Sie drei Monate vor der Katastrophe noch nicht wissen, daß die Grube nahezu erschöpft war?" » mit leiser, verschleierter Stimme und erhebt dabei mit einer müden Bewegung die Hand, an der ein riesiger Brillant funkelt. Troß seiner nachlässigen Haltung imponirt er sogar dem Präsidenten, der mit einem Male seine Fragen in sanftem, salbungsvollen Tone an ihn richtet: Die polnischen Wähler machen sehr entschieden Front gegen die polnische Fraktion, die mit ihnen Schindluderchen gespielt und als byzantinische Höflinge die das Volt drückende Vorlage bewilligt haben. In Posen tam es in einer am 27. Juli abgehaltenen Wählerversamm Herren um Koscielski- Admiralski den Kürzeren zogen. lung zu stürmischen Auseinandersetzungen, bei denen die Nochmals Herr Barth. Wir hatten Recht, als wir gestern schrieben, die Hirschberger Wähler des Herrn Barth, bie sich glücklich zu einem Mißtrauensvotum aufgerafft haben, feien des strebsamen Mandarins mit zwei Knöpfen würdig. Die Versammlung wollte nur so demonstriren, daß Herr Barth sein Mandat nicht niederzulegen brauche, da eine Nachwahl für den kompromittirten Staatsmann" einem Würde der Herr Baron uns sagen, was er von der Durchfall gleichkomme. Nun haben die Hirschberger zwar finanziellen Moralität des Angeschuldigten Albary weiß?" die Bartfühligkeit Barth's überschätzt; der hält sein Mandat Albary versteckt sich hinter mangelhafte Gutachten der( Finanzielle Moralität, auch ein drolliger Ausdruck, fest, und wenn noch weit schärfere Kritik an seiner WadelSachverständigen und übertriebene Berichte, die ihm von über den André zu jeder anderen Zeit gewiß herzlich ge- ftrümpfigkeit geübt wird. Dann aber ist diese Hirschberger Kritik den Ingenieuren aus Südamerika zugegangen feien. Er lacht hätte.) Der Herr Baron läßt seinen Lippen langsam ein politisches Armuthszeugniß in bester Form. Lieber einem zitirt enthusiastische Artikel, die zur Zeit, als die Gesell- einige knappe Worte entgleiten wie werthvolle Perlen, von unzuverlässigen, wortbrüchigen Politiker das Mandat lassen, schaft begründet wurde, in den Zeitungen erschienen und denen er sich nur schwer trennen kann. Er nimmt Albarn als in einer Nachwahl die Stärke der Partei erproben! die ihn wie alle Welt getäuscht hätten. Er erinnert daran, aufs Wärmste in Schuh und erklärt feierlich, daß der An- Am entschiedensten traten, was recht bemerkenswerth ist, daß er nur drei Monate lang Direktor gewesen sei und geklagte unzweifelhaft in gutem Glauben gehandelt habe. Die ländlichen Vertreter in der Hirschberger Entrüstungsgiebt sich in seinen Schlußausführungen der Hoffnung hin, Würde der Herr Baron uns auseinandersetzen, welche Versammlung auf. Sie erklärten, daß man auf dem Lande daß die Rechtschaffenheit, mit der er, ohne es zu wissen, Rolle er selbst in der Phosphatgesellschaft gespielt hat?" lieber fozialdemokratisch gewählt hätte, wäre man eine gefahrvolle Stellung angenommen habe, von den Der Herr Baron antwortete, das Unternehmen sei im sich über das Kommende klar gewesen. Daß unsere Gebeiden anderen ehrenwerthen Geldleuten, die mit ihm an Anfang vortheilhaft gewesen, da er doch selber daran be- nossen im Wahlkreise Barth's hier den Hebel einsehen der Spize der Administration gewesen, anerkannt werden theiligt gewesen sei. Ein diskretes Lächeln der Zuhörer werden, leuchtet ein. Das nächste Mal dürfte der Eides. würde. Jetzt war der Moment gekommen, diese stellt die Bedeutung dieses Geständnisses in das richtige helfer des auf die Schulter geklopften Rickert ausgespielt beiden ehrenwerthen Gelbleute, die als Zeugen geladen Licht. Er fährt fort: es sei immer gut gegangen, fo lange haben. waren, eintreten zu lassen. Vernaud, der zuerst aufgerufen er an der Spize war, indessen sei die Mine wie alle Minen " I " " wird, ist verreist. Aber der Herr Baron von Türkheim nicht unerschöpflich gewesen. Als er sich von der Direktion Die ultramontane Reichstagswahl: Steuer findet Der Eintritt geruht in Person zu erscheinen. des zurückgezogen, habe er den Aktionären einen Wink gegeben, eine warme Fürsprecherin in der von ihrer Todfeindin, der Milliardärs wird von einem Gemurmel der Neugier be- der auch von einigen verstanden worden sei. Er bedauere, flerifalen Köln. Volts- 3tg." deshalb applaudirten zentrumsgleitet. Einige der Zuhörer grüßen ihn, als er vorüber- daß die anderen noch an einem Unternehmen festgehalten fresserischen, die politische und wirthschaftliche Vergewaltigeht, entweder aus Ehrfurcht vor seinem Gelde, oder um in hätten, das schon alles hergegeben hatte, was es hergeben gung der Arbeiter unentwegt" predigenden RheinischDer Vorwärts" der Achtung der übrigen zu steigen, indem sie so thun, als konnte. Aber er sei in seinem Gewissen auch zu der Ueber- Westfälischen Zeitung". fennten sie ihn. Andere stehen von ihren Plägen auf, um zeugung gelangt, daß man, weil die meisten die Sache nicht solle, so deklamirt sie, doch nur auf Bauten u. s. m. sehen, wie ihn besser zu sehen, und scheinen erstaunt darüber, daß ein ganz übersehen konnten, einen so schleunigen Zusammenbruch am Löhnungstage der sozialdemokratische Vertrauensmann Mann, der so reich ist, daß er jeden Tag eine halbe nicht erwarten konnten, daß also Albary nicht schuldiger von jedem die Parteisteuer einziehe. Denn wehe dem, der Million ausgeben fönute, aussieht wie andere Sterbliche sei als der arme Bressucre, dessen verzweifelten Entschluß sich weigern wollte!" Brrr! Welch schauerliches Gemälde auch. Thatsache ist, daß der Steckbrief dieses Königs im er nicht genug bedauern könne. Reiche der Finanz etwa wie folgt ausgefüllt werden könnte: Gestalt gewöhnlich, Stirn gewöhnlich, Mund desgleichen zc. Nichts Bemerkenswerthes in seiner Physiognomie anßer etwa seinen schläfrigen Augen, die unter langen, hängenden Lidern gleichsam lauernd im Hinterhalt zu liegen scheinen. Er geht langsam auf die Barrière zu, leistet den Eid! ( Fortsetzung folgt.) Adence sins " taltherziger Steuereintreibung, wenn die Arbeiter sich selbst besteuern im Interesse ihrer Bewegung, im Kampfe für ihre Befreiung! Daß aber die Ultramontanen ihre armen Wähler besteuern, die nur aus Unwissenheit noch dem Zentrum folgen, daß sie eine Dummheitssteuer erheben, die blos dazu dient, die katholischen Arbeiter zu tnechten und zu blenden, dagegen muß entschieden Einspruch TE erhoben werden. Der Proletarier darbt sich gerne dass Echerflein für den Parteifonds ab, der der Arbeiterfache und nur der Arbeitersache dient. Für Bismarcspenden, mordspatriotische Denkmäler, Sedansrummel und bürgerliche Parteisäckel aber ist jeder den Arbeitern abgefochtene Pfennig Rau b. ersuche ich ergebenst, den Herren Lehrern und Fräulein Lehrerzu und der Reichspartei abschreiben müssen. In jedem Falle länder sind, sofort auszuweifen." Eine Politik, die an aber zeigt schon die erwähnte private Zusammenstellung, daß Einfachheit nichts zu wünschen übrig läßt! Herr von Bennigsen, der ein Erstarten der Mittelparteien lediglich aus dem Wachsthum der Fraktionen deduzirte und die Neußerung des Herrn von Manteuffel als unrichtig dar stellte, in einem großen Frrthum war. Meet Ausländer, Fremde sind es zumeist, Die unter uns gefäet den Geist Der Rebellion. Dergleichen Sünder, Gottlob! sind selten Landeskinder." Rußland und Polen. Die russische Regierung hat Im wesentlichen dürfte die„ Kreuz- Zeitung" recht Diner Zwang für Volksschullehrer. Man lese haben. Sie irrt nur, wenn sie von einer Kräftigung der allem Anscheine nach die Absicht, in Polen einen Aufstand folgendes Schreiben des Kreis- Schulinspettors fonservativen Partei spricht. Daß sie dies angesichts der hervorzurufen, damit sie die Kräfte des Volts jetzt brechen Burkardt in Mülheim a. Rh. an die ihm unter- Radau- Auseinandersetzungen zwischen dem„ konservativen" fönne, wo an feinen Erfolg eines Aufstandes zu denken ist. ftellten Lehrer und Lehrerinnen: Stöcker und den nicht verjudeten und verjunkerten" An- Sie glaubt dadurch für fünftige Möglichkeiten der Gefahr Mülheim a. Rh., den 16. Juli 1893. tisemiten thun tann, ist eine amüsante Bestätigung der alten einer polnischen Nationalerhebung vorbeugen zu können. Herrn Lehrer N., Wohlgeboren zu N. Wahrheit, daß die Selbsterkenntniß sehr schwierig und Wir theilten schon mit, daß die russischen Behörden seit Samstag, den 29. Juli 1893, wird Vormittags Punkt selten ist. 11 Uhr die diesjährige Frühjahrskonferenz im Saale des Herrn Magdeburg hierfelbft abgehalten werden. Ew. Wohlgeboren bruds dazu, die Nationalliberalen und die Reichspartei, die Religion( die Russen sind bekanntlich griechisch- katho Uebrigens gehört eine große Weitherzigkeit des Aus- einiger Zeit mit drakonischer Härte in Polen und Litthauen vorgehen. Die polnische Sprache und die römisch- katholische innen der dortigen Bürgermeisterei hiervon Kenntniß zu geben. sich in nichts Wesentlichem von den Vollblut- Konservativen lisch, die Polen römisch- katholisch) werden auf jede Weise Gleichzeitig bitte ich Sie, eine Lifte bei sämmtlichen Herren unterscheiden, noch als Mittelparteien" zu bezeichnen. Das brutal unterdrückt. In den Schulen darf nicht polnisch geLehrern und Fräulein Lehrerinnen Ihrer Bürgermeisterei ge- Aufgehen dieser zwei früher sogenannten Mittelparteien in sprochen werden, und jetzt erfahren wir, daß der slavische fälligst in Umlauf zu sehen, behufs Angabe, ob dieselben an die konservativ- reaktionäre Partei ist ein ebenso schlagender Archäologen- Kongreß, der auf den 13. Auguft nach dem Mittagessen sich betheiligen wollen oder nicht. Diese Beweis für die Richtigkeit unseres Sazes, daß die Mittel- Milna einberufen war, verboten worden ist, weil Pol Lifte wollen Sie längstens bis zum 25. Juli hier einsenden. parteien verschwinden, wie die Zertrümmerung der freinisch die Kongressprache sein sollte. Diejenigen, welche an dem qu. Mittagessen nicht theilnehmen finnigen Partei in dem letzten Wahlkampfe. wollen, haben vorher die Genehmigung bei mir einzuholen. Verlogene Heulmeierei. Ueber die Rücknahme der Raum ist es an den Tag gekommen, daß der Chicagoer Wieder ein kapitalistischer Justizmord aufgedeckt. Der Königliche Kreis- Schulinspektor: Ausweisung Cipriani's aus Frankreich wird der Anarchistenprozeß eine blutige Farce war und daß „ Kreuz- Zeitung" aus Rom geschrieben: Burkhardt." Ein solcher Ufas, der den Lehrern den Eß- Bwang aufe legt, befißt den Reiz der Neuheit. Vielleicht sorgt der unverfrorene Kreis- Schulinspektor, der so rücksichtslos feine Amtsbefugnisse überschreitet, zugleich dafür, daß die Lehrer auch die Mittel für solche Ausgaben erhalten. " Die Zurücknahme des Ausweisungsbefehls gegen den be- dessen Opfer durch den Fanatismus verbohrter Bourgeois fannten italienischen Anarchisten Cipriani hat einerseits be- und die Niedertracht gewissenloser Schufte an den Galgen friedigt, während andererseits die Antwort des Konfeil- und ins Buchthaus gebracht worden sind, und schon präsidenten Dupuy an die Deputation der Pariser Anarchisten kommt aus Amerika die Kunde von der Entdeckung fehr unangenehin berührt hat. Cipriani ist ein Subjekt, das eines nicht minder scheußlichen Verbrechens. Die Leser erbereits lange Jahre wegen gemeiner Verbrechen im innern sich des Pittsburger VergiftungsBuchthause zugebracht und erst fürzlich eine Freiheitsstrafe prozesses, der sich im Frühling dieses Jahres abwegen seiner Theilnahme an dem Krawalle des 1. Mai spielte und allen Spießbürgern den Angstschweiß auf die 1891 verbüßt hat. Es ist richtig, daß er 1870 bis 1871 mit Stirne trieb. Der Distriktsmerkmeister des ArbeitsritterGaribaldi gegen Deutschland gekämpft hat, also Frankreich Ordens, Mr. Dempsey, sollte im Auftrage der organi ihm gewissermaßen zum Dante verpflichtet ist. Aber daß der " Wir Eine ,, Arbeiter- Petition, an deren Echtheit sogar die National- Zeitung" nicht glaubt, obwohl sie für kapitalistische Interessen eintritt, ist von den Gilber baronen des Mansfelder Kreises in Umlauf gesetzt worden. Die Petition ist an den Reichskanzler gerichtet und ersucht um, Maßregeln, die für den Augenblick die Krists des Silberwerthes mildern, anderen Theils durch internationale Vereinbarungen, eine dauernde Gesundung der Verhältnisse des Edelmetallmarktes anbahnen, damit unser Erzbergbau erhalten, wir vor dem Ruin bewahrt und die Interessen des Reiches, die durch die Silberentwerthung schwer bedroht er Mit Ausnahme des Renegaten Crispi und der paarist. scheinen, gewahrt werden." Natürlich ist das ein Stoß- italienischen Kreuz- Zeitungs"-Leute freut in Italien sich feufzer der Doppelwährungsmänner, denen die Silberkrisis jedermann über die Rücknahme des in Frankreich gegen bas Spiel verdorben hat. Die Nothlage der Arbeiterschaft Cipriani erlassenen Ausweisungsbefehls. Cipriani ist eine ist unbestreitbar. Aber nicht durch münzpolitische, sondern der beliebtesten Persönlichkeiten in Italien. Er hat nie durch sozialpolitische Maßregeln tann geholfen wegen gemeiner Verbrechen" im Buchthause gesessen. Er werden. Und an Sozialreform denken die Leuschner und wurde, weil er in Egypten zwei Polizeiftrolche, die ihn Genossen doch wahrlich nicht. Vielleicht wird den Berg- überfielen, in gerechter Selbstvertheidigung tödtete, aus poliLeuten Eislebens, die sich als Knüppelgarde des Unter- tischer Rachsucht zu 20 Jahren Bagno( Galeerenstrafe) vernehmerthums gegen die Sozialdemokratie haben benützen urtheilt, nach 10 Jahren aber begnadigt. Er war, seit er Lassen, jetzt die Einsicht in die Ursachen des Arbeiterelends herangewachsen, allezeit ein glühender Freund der Freiheit aufdämmern.und Menschenrechte, und stand stets, wenn nicht in Ketten und Banden, in den vordersten Reihen der Kämpfer gegen Unterdrückung und Ausbeutung. Ehre ihm! oberste Minister der Republik einem von einer„ befreundeten" sirten Arbeiter mit Hilfe einer Anzahl von Verschwörern Macht abgeurtheilten Mörder und politischen Berbrecher seine Massen von Scabs, d. h. Streitbrechern, vergiftet haben. Er Sympathie ausspricht, welchen er achtet und dessen Charakter wurde auch zu langjährigem Gefängniß verurtheilt. er von menschlichem Standpunkte aus schätzt", das muß doch drückten sofort unsere Zweifel aus. Und jetzt hat felbst den befangensten Italiener verlegen und in Verwunde denn auch der Hauptbelaftungszeuge gegen Dempsey ge rung fezen. standen, daß dieser vollkommen unschuldig Im St. Louis Tageblatt" vom 15. d. finden wir, hierauf bezüglich, folgende Notiz: = An dem praktisch sozialen Kursus", den die Ultramontanen vom 4. bis 8. September in Neisse; dem schlesischen Rom abhalten werden, nehmen als Vortragende Der englische Grubenarbeiter- Ausstand, über bie Zentrumsabgeordneten Site, Schädler und Frei- find dessen Ursachen unsere Leser eingehend unterrichtet worden herr von Huene Theil. Der Oberste der Huenelinge, sind( siehe z. B. den Leitartikel in Nr. 175 vom 28. Juli) während des Wahlkampfes in Acht und Bann gethan, kläg ist, wie wir schon gemeldet, ausgebrochen. Heute liegen lich durchgefallen in Breslau- Land, ist in der letzten Zeit, folgende Drahtnachrichten vor: als man Kandidaten für das Reichsschazamt suchte, von den fraktionellen Zentrumsleuten gar sehr gehätschelt und als Reichs- Schahmeister empfohlen worden. Wird auf dem Neisser Kursus das Versöhnungsfest gefeiert werden? Vielleicht trägt von Huene über das Thema vor: Wie man wegen eines Antrages bei den Wahlen durchfällt, den der neugewählte Reichstag mit 16 Stimmen an nimmt? hier. London, 28. Juli.( W. T.-B.) Der Kohlenstreit gewinnt an Ausdehnung. In Leeds verlassen 20 000 Berglente die Arbeit, ebenso 20 000 in Nottingham, tausende in Pontefract, Bristol und anderen Orten. Das Lamm Die Siamesische Frage ist aus der Welt geschafft -wenigstens für den Augenblick. Nach einer Depesche vom heutigen Tag hat die Regierung Siams das fran zösische Ultimatum bedingslos angenommen. jah, daß ihm kein Helfer erstand, und es fügte sich dem Gebote des Wolfs. Jedenfalls hat England zu dieser raschen Lösung beigetragen, und damit der französischen Regierung, die einen kleinen Krieg mit obligaten Lorbeeren für die Wahl brauchte, einen Strich durch die Rechnung ge= M Die Pittsburger Scab Vergiftung. Nach den Homesteader Unruhen vom vorigen Juli und den ersten Versuchen Frick's, die Fabrik mit Scab's zu betreiben, welche im Fort" Schlafstelle und Betöftigung erhielten, ereigneten fsch unter diesen Boarders" Carnegie's mehrere Erkrankungsund Todesfälle, welche auf Vergiftung deuteten. Letztere ward von den Gerichten auf grund von Sachverständigen- Gutachten als über allen Zweifel erwiesen angenommen, obschon die Vertheidigung Umstände ans Licht förderte, nach denen die Erkrankungen ebensowohl durch schlechtes Trinkwasser verschuldet sein tonnten. Das Gericht nahm als erwiesen an, daß die Speisen der Scabs durch die Röche der Firma Gallagher und Davidson vergiftet worden. Die Genannten waren in vielen Punkten geständig und machten überdies die Eröffnung, daß sie vom Distriktsmeister der Arbeitsritter, Dempsey, zu jenem Verbrechen gedungen worden seien. Dempsey protestirte gegen die Beschuldigung und gestand nur zu, daß er mit Angestellten der Firma zu Spionirzwecken verkehrt habe. Alle, die Dempsey lange kannten, waren gern geneigt, seiner Versicherung Glauben zu schenken, aber die Hauptschuldigen, die zwei Köche Gallagher und Davidson, zogen eine Eidbeweisfette um ihn, daß die Geschworenen ihn, gleich jenen, schuldig sprachen und zu langer zuchthausstra fe verurtheilten. Nun hat nach einer hertelegraphirten Mittheilung des Pittsburger Chronicle Telegraph"- der Hauptschuldige Gallagher ein Geständniß abgelegt, daß Dempsey unschuldig sei. Er, Gallagher, und sein komplice Davidson, seien durch Drohungen wie durch Straffreiheit Versprechungen bewogen worden, Dempsey hineinzuziehen und der Urheberschaft der That zu bezich tigen. Die Depesche schließt mit den Worten: Durch Gallagher's Geständniß wird eine Anzahl von Leuten kompromittirt, und wenn die Geschichte der Verschwörung ganz an den Tag kommt, wird Pittsburg eine seiner größten Sensationen erleben." Wir wissen vorläufig nicht, was wir von diefer Depesche halten sollen; denn ihre Vertrauenswürdigkeit wird durch folgenden Satz erschüttert: Die Anwälte Dempsey's werden die Angelegenheit vor den Begnadigungsrath bringen und sich bemühen, seine Freilaffung zu erwirken." Wenn aber Dempsey lediglich durch falsches Zeugniß verurtheilt wurde, bedarf er feiner Begnadigung", sondern eines neuen Prozesses zur Freisprechung. Die Angelegenheit Kalthoff. Den Chor der Hetzer gegen den Bremer Geistlichen Kalthoff, der im sozial Semokratischen Diskutirklub einen Vortrag über Redekunft zu halten gewagt hatte, führte die anständige" liberale Weser- Zeitung". Herr Kalthoff hatte nun an die macht. Redaktion der Weser- Zeitung" eine Erklärung gesandt, in der er den Verdacht der Zugehörigkeit zur sozialdemo- bisher den Abschluß der Verfassungsrevision in Belgien Belgien. Ueber die Frage der Senatswahl, die fratischen Partei zurückwies und erklärte, daß er als hinderte, ist ein Rompromiß zu stande gekommen. evangelischer Brediger über den Parteien stehe. Die Re- Danach soll der Senat fortan aus 101 Mitgliedern be daktion der Weser- Beitung" nahm die Erklärung in ihren stehen, von denen 75 auf grund des Pluralitäts Systems Spalten jedoch nicht auf. Einer weiteren Zuſchrift des( Wehrstimmen- Systems wonach ein Wähler unter bestimmten Dr. Kalthoff, die dem liberalen Blatte trefflich die Wege Bedingungen mehrere Stimmen hat) von allen Stimmweist, gab die Redaktion der„ Weser- Zeitung" endlich Raum. berechtigten unter denjenigen Bürgern gewählt werden, die Die Zuschrift lautet: mindestens jährlich 1500 Fr.( 1200 M.) direkte Steuern ,, An die Redaktion der Weser- Zeitung" bisher war ein Steuerbetrag von 2000 Fr.( 1600 M.) er Von meiner ursprünglichen Absicht, das System der Ver- forderlich entrichten. Die übrigen 26 Senatoren werden Wir wollen die weitere Entwickelung der Sache ab dächtigung, welches Sie in der Angelegenheit eines von mir von den Provinzialräthen nach freiem Ermessen gewählt. in einem sozialistischen Verein übernommenen Vortrages be- Das fünftige Wahlgesez soll bestimmen, in welchem Alter warten und einstweilen nur noch bemerken, daß die Chicagoer trieben haben und welches sich mir nach Ihrer Weigerung, die Wahlfähigkeit der Senatswähler beginnt; die Deputirten- Opfer durch ganz ähnliche Praktiken ans Messer geliefert eine von mir gegebene Erläuterung abzudrucken, als ein be- wähler müssen mindestens 25 Jahre alt sein. wurden, und daß in ihrem Prozeß die Zeugen erwiesener wußtes und beabsichtigtes qualifizirt, einer gebührenden öffentmaßen in ganz ähnlicher Weise bearbeitet waren. Auf, lichen Kritik zu unterziehen, habe ich nach Rücksprache mit den Castelar, der einst so hochgefeierte spanische einen Meineid mehr oder weniger kommt es dieser dollarBauherren meiner Gemeinde vorläufig Abstand genommen, be- Republikaner", will fich, wie wohl er selber aussprengt, wüthigen Geldsacks- Gesellschaft nicht an, die seinerzeit ein so halte mir indes vor, an geeigneter Stelle auf die Sache zurück vom politischen Leben zurückziehen. Die Ankündigung war lautes Halloh erhob, als einige Sozialdemokraten durch ihr zukommen. Ich will Ihnen heute nur mein Urtheil über Ihr sehr überflüssig. Wer nicht mehr lebt, fann sich nicht aus Solidaritätsgefühl sich in eine juristische Falle locken und Verhalten dahin aussprechen, daß durch die von Ihnen ge- bem Leben zurückziehen". Herr Castelar war nie etwas zur Beschwörung unwahrer Thatsachen verleiten ließen. übte, von zahlreichen urtheilsfähigen Männern meiner Be kanntschaft auf das ſchärifte verurtheilte journalistische Praxis anderes als ein geschickter Phrasendrechsler, der sich die Fene Sozialdemokraten, wenn wir ihr Handeln auch nicht die Weser- Zeitung" in meinen Augen auf gleiche Stufe mit Schlagwörter des Tags anzueignen wußte, ohne von dem billigen können, hatten doch edle Beweggründe, und sie Breßorganen gestellt ist, mit denen ich bisher Ihre Zeitung Wesen und den Triebfedern des politisch- sozialen Lebens stehen thurmhoch über den kapitalistischen Hallunken, die noch nicht identifizirt habe. Was ich von dem Freiſinn, den einen Begriff zu haben. Ein Schönredner, dem das Ge- aus den niedersten Beweggründen falsches Zeugniß erkauften Ihr Organ zu vertreten vorgiebt, halte, werden Sie sich selber plätscher seines eigenen Redeflusses die höchste Lust und die oder leisteten. Und diese Hallunken wurden von der fagen tönnen. Dr. Kalthoff." größte That war, scheute er vor jedem Handeln zurück und Kapitalistenklasse in allen Ländern der Erde als GesellDie Zerreibung der Mittelparteien. Zu dem wurde der Feind der Handelnden, weil sie ihm seine beschaftsretter gepriesen! leider noch nicht amtlich festgestellten, aber doch nun anschauliche Ruhe störten. Seit er seine Konsequenz als Gouverneur Altgeld von Illinois( Amerika) hat an nähernd genau bekannten( auch von uns veröffentlichten)" Republikaner" dadurch bewies, daß er sich nach den letzten die Spize der Arbeits- Inspektionsbehörde seines Staats, Zahlenergebniß der letzten Reichstagswahl bemerkt die Wahlen dem monarchischen Ministerinim zur Verfügung welche die Durchführung der gegen das Schwizsystem geKreuz- Zeitung": richteten Anti- Sweat- Shopbill" zu überwachen hat, die be= Berloren haben die Freifinnigen 220 000, die Schweiz. Ein begründeter Beschluß des Bundesraths taunte Sozialistin Mr 3. Florence Kellen gestellt. Nationalliberalen 200 000, die Reichspartei 70,000. Will man verweigert die Ausdehnung der Ausweisung von Hans Frau Kelley hat die Lage der arbeitenden Klassen in Engdiese Angaben als zutreffend annehmen, so ergiebt sich, wie die Müller, Benkert und Erb auf das ganze Territorium der land" ins englische übersetzt und steht ganz auf dem Boden die konservative Partei, wie Frhr. von Manteuffel durchaus Eidgenossenschaft. Die Antwort an die Berner Regierung des wissenschaftlichen Sozialismus. zutreffend bemerkte, aus der Wahlbewegung innerlich und ist höflich, bemerkt aber, daß Motive einer so strengen stellte, ist er ein todter Mann. äußerlich gekräftigt hervorgegangen ist, während die Mittel- Maßregel nicht vorhanden seien. Also hätte der vomi Internationale Solidarität des Proletariats. Die parteien zusammen noch erheblicher gelitten Duden zur heiligen Ordnung" bekehrte Müller, die Zierde französischen Genossen, die uns in unserem Wahlkampfe haben, als der Freisinn. Thatsächlich aber wird sich der„ Unabhängigen", das Recht, gegen die Beschuldigung so treu zur Seite standen, haben jetzt selber einen Wahldieses Verhältniß für die Konservativen noch günstiger, für anarchistischer Umtriebe zu protestiren. Die Ausweisung tampf von entscheidender Bedeutung durchzufechten und die die Mittelparteien noch ungünstiger gestalten, wenn man erst aus dem Kanton Bern bleibt nur wegen Mangel an Aus- Proletarier aller Länder, die uns so werkthätig unter in der Lage sein wird, nach den zu erwartenden offiziellen weis- Schriften bestehen. stützten, haben nun ihnen gegenüber die Pflicht der inter Aufstellungen fritische Berechnungen zu machen. Man wird Bern macht Schule. Aus Genf wird gemeldet: nationalen Solidarität zu erfüllen. Der deutsche Partei. und Breslau vortamen, wo die tonservativen Stimmen pure Der Maurerftreit hat am 27. Juli begonnen. Für den vorstand hat eingedenk dieser Pflicht 2500 Frants an die auf Kandidaten der Mittelparteien übergegangen find, be- Fall, daß Unruhen ausbrechen sollten, hat die Regierung französischen Brüder als Beitrag zu ihrem Wahlfonds zu rücksichtigen und zum Theil wenigstens der konservativen Partei beschlossen, die Rädelsführer, welche alle Ausschicken beschlossen. da beispielsweise Stimmenverschiebungen, wie sie in Bromberg Für den Inhalt der Inserate über. nimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung Theater. Sonntag, den 30. Juli. Leffing- Theater. Rosmersholm. Montag: Am Tage des Gerichts. Friedrich- Wilhelmstädt. Theater. Nanon. Montag: Dieselbe Vorstellung. Kroll's Theater. Fra Diavolo. Viktoria Theater. Frau Venus. Montag: Dieselbe Vorstellung. National Theater. Lehmann auf der Weltausstellung in Chicago. Montag: Dieselbe Vorstellung. Alexanderplatz Theater. Hüttenbefizer. • Der Montag: Dieselbe Vorstellung. Apollo Theater. SpezialitätenVorstellung. Kaufmann's Variété. SpezialitätenVorstellung. National- Theater. Große Frankfurterstraße 132. Doppelvorstellung zu einfachen Preisen, Sensationelle Novität! Lehmann auf der Weltausstellung in Chicago. Große Ausstattungs- Posse mit Gesang und Tanz in 5 Aufzügen von Eugen Prudens. Musik von Adolph Widecke. Regie: M. Samst. Vorher: Die juten Flinten oder: Hirsch in der Tanzstunde. Posse in 1 Att. Regie May Samft. Raffenöffnung 3 Uhr. Anfang der Abend- Vorstellung 71/2 Uhr. Im Garten auf der Sommerbühne: Aufführung von Einattern, sowie Auftreten von Specialitäten I. Ranges. Neues Programm. Morgen: Lehmann auf der Weltausstellung in Chicago. Castan's Panopticum. RiesenSchlangen- Familie aus Carl Hagenbeck's Thierpark. Königl. italienischer Circus Ernesto Ciniselli. Stadtbahnstation Zoologischer Garten. Heute, Sonntag, den 30. Juli: Große Vorstellungen um 4 Uhr Nachmittags und 8 Uhr Abends. 2 Zu der Nachmittags- Vorstellung hat jeder Erwachsene das Recht, ein Kind frei einzuführen. In beiden Vorstellungen die berühmtesten Reiter und Reiterinnen, sowie Reiten und Vorführen der bestdressirten Schul- und Freiheitspferde. In der Abendvorstellung: Die Erschaffung des Weibes oder: Das Weib durch die Jahrhunderte. Gr. Ausstattungspantomime mit Ballet mit durchweg neuen Dekorationen, Kostümen, Requisiten 2c. Gesetzl. geschützt. Inscenirt vom Dir. Ernesto Ciniselli. Arrangements u. vorkommende Tänze vom fönigl. italienischen Balletmeister Ant. Tignani.do Hippodrom unter Wasser. BERLINER HIPPODROM Am Kurfürstendamm. 2 Min. von Station Zoolog. Garten. 2 Große Borstellungen 2 5 Uhr Nachmittags und 8 Uhr Abends. Zur Nachmittags Vorstellung hat jeder Erwachsene das Recht, 2 Kinder frei einzuführen. Neu! Neu! Original Three Johnson's. Athleten und Kraft Jongleure. Miss Athene und Mr. Hajex, Thurmseilkünstler. Sigra. Isabella, Jagd- Schule. Römisches Reiten und Fahren von Herren und Damen, FlachRennen, Damen- Jockey- Rennen, Hürden- Rennen 2c. Abends zum Schluß: Am Strande von Ostende. Große Illumination des BadeHotels, Feuerwerk. Susanne im Bade. NB. Die bisher ausgestellten Passe- partouts verlieren mit dem heutigen Tage ihre Giltigkeit. Moabiter Gesellschaftshaus. Alt- Moabit 80 und 81. Täglich: Ohne Extra- Entree. Theater- und PassagePanopticum. Grösstes Schau- u.VergnügungsEtablissement der Welt. Entree 50 pr. SchweizerGarten. Am Königsthor. Haltestelle der Ringbahn. Sonntag sowie täglich: Extra- Vorstellung mit neuen Spezialitäten. Garreton- Troupe. Familie Grunatho. Gebr. Beyer u. f. w. Theater- Vorstellung. Boltsbelustigungen aller Art. Täglich: Grosser Ball. Entree 30 Pf. B. Nieft's Festsäle, Theater- und SpezialitätenVorstellung, sowie Concert. Anfang 4 Uhr. Entree 30 Pf., reservirter Plaz 50 Pf. 4127L* Helmuth Peters. G Unserem Sangesbruder Nichard Dähne zu seinem heutigen Wiegenfefte ein breimal donnerndes Hoch! Die Mitglieder des Gesangvereins ,, Often" der Metallarbeiter. 11616 Bergschloss- Brauerei. Heute, Sonntag: Neue Welt, Hasenhaide. Finsterbusch- Concert. Feuerwerk. Unserem Pfropfenbruder Wilhelm Blondin- Ponchery! Gebrüder Schwarz! Steinbach zu seinem morgigen Wiegenfeste ein dreimal donnerndes Hoch! Der Pfropfenverein Wedding". 11646 " D, da werden wir' mal lutschen! Emma Schlecht Otto Grau Verlobte.. Berlin, im Juli 1893. Todes- Anzeige. 12016 Allen Kollegen die traurige Nachricht, daß unser Kollege, der Steinmet Ernst Klemmer, verstorben ist. Die Beerdigung findet Sonntag, d. 30. Juli, Nachmittag 3/2 Uhr, von der Leichen halle des Zwölf- Apostel- Kirchhofes aus statt. Um rege Betheiligung ersucht 286/18 Der Vertrauensmanu. Verein Berliner Hausdiener. Am Freitag verstarb unser Mitglied Ludwig Both im Alter von 43 Jahren. Die Beerdigung findet Sonntag, den 30. Juli 1893, Nachmittags 3 Uhr, von der Leichenhalle des neuen JakobiKirchhofes in Brih aus, statt. 1209b fowie Auftreten aller Spezialitäten.- Pantomime. Im Champêtre: Ball. Im Garten: Volksbeluftigungen. Entree 25 Pf., vorher 20 Pf. Mittwoch: Kinder- Erntefest. 1175b Th. Keller's Hofjäger, Hasenhaide, BergmannstrassenEcke. 60/1 Heute, Sonntag, den 30. Juli 1893: Im großen Saale: Großes Garten- Konzert. men Ball. Marionetten- Theater. Volksbeluftigungen. Anfang 4 Uhr. Entree 15 Pf., im Vorverkauf 10 Pf. A. Froelich. Mittwoch, 2. Aug. cr.: Gr. Erntefest mit Festzug u. Gratis- Verloosung. Weimann's Volksgarten, Badstrasse 56. Gesundbrunnen. Entree 25 Pf. Anfang 4 Uhr. Pankstrasse 25. Sonntag, den 30. Juli 1893: Lehtes Auftreten der weltberühmten Max Franklin Troupe. Little Bruno u. Hermann. Ferner Otto Köhler, allgemein beliebter Komiker, sowie der gefammten neuengagirten Spezialitäten. Ball. B Max Weimann. Montag: Sommerfest der Stellmacher Berlins. Dienstag: I. WalzerAbend. Mittwoch: 3. Gr. Erntefeft. Donnerstag: Sommerfest der Ver. ehem. Kameraden des 19. Jnf.- Reg. Heute, 1174b Schloß Zum Sternecker. Sonntag: Weißensee. Nur einmalige Produktion. Der Vorstand. Sensationell: Das borende Känguruh auf Allen Freunden und Bekannten zur Nachricht, daß die Beerdigung unseres Kollegen Johann Borowsky am Montag Nachmittag 4 Uhr von dem hohen Thurmseil. der Thurmeil 1170b Tag- n. Nachtvorstellung Gebr. Niagara. Gr. Concert. Bal champêtre. See- Theater. Entree 30 Pf., vorher 25 Pf. Anfang 4 Uhr. der Leichenhalle des Emmauskirchhofes Donnerstag, 3. August: Benefiz für die Feuerwerker Beidler& Bodt. ftattfindet. Sonntags 12116 Die Kollegen der Gütschow'schen Pianofortefabrik. Kaufmann's Variété Stadtbahn- Station Alexanderplatz. Heute, Sonntag, den 30. Juli: Grosses Garten- Konzert u. Spezialitäten- Vorstellung Bei ungünstigem Wetter im Saal. Anfang 5 Uhr. Entree 30 Pf. 1160b A. Zimmermann. Treptow. Parkstraße. Jm Spiegel- Saal: Bade's Volksgarten. und Montags: Gr. Konzert und Spezialitäten- Borstellung. Großer Ball. Boltsbelustigungen aller Art. Anfang 4 Uhr. Kaffeeküche von 2 Uhr ab geöffnet. Entree frei. Treptow Restaurant W. Jacob Köpnicker Landstr., a. d. Verbindungsb. Ausschank der Berliner Bockbrauerei. E ff. Lagerbier 0,4 Lit. 15 Pf., Münchener 0,4 Lit. 20 Pf. 6 Regelbahn. Kaffeeküche Treptow. Restaurant ,, Zum Karpfenteich" Jeden Sonntag: Auftr. d. bel. Boltshumor. Etablissement Gr. Konzert u. Spezialitäten- Vorstellung. Herrn Pritz Sydow, fowie Süd- Ost Waldemarstraße Nr. 75. Zur Eröffnung meines Lokals lade ich hiermit Freunde und Gönner ergebenft ein. Jeden Sonntag: Tanzkränzchen. Anfang 5 Uhr. Empfehle meinen 500 Personen faffenben Saal für Vereine u. Gewerkschaften, sowie zu Hochzeiten. Einige Sonnabende sind noch zu haben. Carl Ulrich, Restaurateur. ratweil'sche 4595L Bierhallen. Kommandantenstr. 77-79. Täglich: Auftreten der Leipziger Sänger Auftreten der Leipziger Sänger Wochent. 7½ Uhr. Entree 10 pf. Auf. Sonntags 6 Uhr. Entree 30 Anerkannt gute Küche. vom Krystall- alast. für Festlichkeiten und Versammlungen. Carl Koch. Lützowstraße Victoria- Brauerei, 11-112. Garten resp. Saal. ( außer Täglich Sonnabends) Ostbahn- Park am Rüstriner Plaz, Rüdersdorferstr. 71, am Oftbahnhof Täglich: heater and Spezialitäten Vorstellung. sämmtl. Spezialitäten 1. Ranges. Entree frei. Hermann Otto. Kümpel's Restaurant zum Treptow.„ Park- Schloss" Grösster Garten. 11 Kegelbahnen. Tanz. Volksbelustigungen aller Art. Jeden Sonntag: Konzert.- NB. Der neuerbaute Saal, 1000 Personen assend, ist zu Festlichkeiten zc. an Vereine und Gesellschaften zu vergeben. Schönholz. Park- Restaurant( A. Bagandt). 4582L* Grosser schattiger Garten. Pariser Tanzplatz. Volksbelustigungen aller Art. Kegelbahnen. Kaffeeküche. Schattiger Garten. Nieder- Schönhausen. Safferküche, gelbahn. Elysium, Lindenstr. 25. Im großen Saale: Tanz. Ha Für gute Speisen und Getränke ist bestens gesorgt. E Fortuna- Säle Spezialitäten- Vorstellung. 3. 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Bei ungünstiger Witterung findet das Ronzert in den unteren Restaurationsräumen statt. B Entree Wochent. 10 Pf. Sonnt. 25 Pj. Säle für Versammlungen, Kommerje, Festlichkeiten 2c. Ich suche für Montag Abend einen Verein zu übernehmen. A. Miesch, Gesanglehrer, Weißenburgerstr. 49. Jeden Sonntag: Grosser Ball. Jeden Donnerstag: Große Gesellschaftsstunde. Empfehle meine Säle zu allen PrivatFestlichkeiten und Versammmlungen; auch sind einige schöne Vereinszimmer zu haben. 3670L* Gründer's Festsäle ( früher Mundt) Köpenickerstrasse 100. An größere Vereine gebe auch Sonnabends meinen größten Saal sür Bälle ab. NB. Meine 5 Vereins- Säle von 50 bis 200 Personen halte ich Vereinen, Gesellschaften 2c. bestens empfohlen. 4131L* Empfehle den Genossen und Freunden des Südostens meinen reichhaltigen Frühstück, Mittag. u. Abendtisch zu fleinen Preisen. Vereinszimmer noch mehrere Tage frei. Franz Gittler( früher Buder), Mariannenstr. 48. 41972 Berliner Bock. Heute Sonntag: Groß. Doppel- Ringkampf 31. Heinrich Eberle( Schüler von Karl Abs) und P. Hoog aus Amsterdam, sowie zw. Osthoff und R. Fürch. 300 M. Prämie. Auftr. v. Artisten allererst. Rang. Anf. 52 Uhr. Entree 50 Pfg. ACTIEN- BRAUERLE FRIE DRICHSHAIN AktienBrauerei Friedrichshain am Rönigsthor. Heute Sonntag: Grosses InstrumentalConcert. Anfang 4 Uhr. Eintritt 20 Pf. Kinder frei. Programm unentgeltlich. Dienstag: 1. Concert der 5. Jäger. Eintritt 10 Pf., Kinder frei. Programm unentgeltlich. 4572L Jeden Freitag: Militär- Frei- Konzert. Münchener Brauhaus Brauhaus Aktien- Gesellschaft. Wir erlauben uns unsere aus besten Materialien hergestellten Biere, und zwar Helles Lager- Bier, Münchener Versand- Bier, in empfehlende Erinnerung zu bringen. Berlin N., Johannisstraße 18/19. Die Direktion. 4593L* den 25. Juli 1893. Fernsprecher Amt III No. 8035. Berantwortlicher St.veteur: Wilhelm Schröder in Berlin. Druck und Verlag von Mag Bading in Berlin, SW, Beuthstraße 2. Hierzu zwei Beilagen 1. Beilage zum„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Ur. 177. Zum Züricher Kongreh. Den Parteigenossen, die den Züricher Kongreß besuchen, geben wir den Rath, die Reise mittels eines zusammenge: tellten Fahrscheinhestes zu unternehmen, wodurch die Fahrkosten nicht unerheblich verringert werden. Das Fahrscheinhest tann wie gewöhnliche Hin- und Rückfahrkarten auch über die gleichen Streden benutzt wer den, doch muß die zurückgelegte Strecke im ganzen mindestens 600 Kilometer betragen.( Von Berlin nach Zürich und zurück beträgt dieselbe 1800-1900 Kilometer.) t Tie Giltigkeitsdauer des Fahrscheinheftes währt 45 Tage, bei einer Reise von über 2000 Kilometer 60 Tage. Der Fahrpreis ist billiger als bei den Personenzügen, das Fahrscheinheft berechtigt aber zur Benutzung der Schnellzüge, soweit diese dieselbe Wagenklasse führen. Der Uebergang in eine höhere Wagenklasse für eine bestimmte Strecke ist gegen Lösung eines Zuschlagbillets auf jeder Station zulässig. Es empfiehlt sich, das Fahrscheinhest mindestens 24 Stunden vor Beginn der Reise bei der betreffenden Ausgabestelle zu bestellen. Bon feiten der Genoffen einzelner Kreise wurden weitere Delegirte gewählt: Augsburg. U. 3itt Jrsee für die Provinz Schwaben. Berlin. A. Stadthagen für Nieder- Barnim. Elberfeld. H. Grimpe für Barmen- Elberfeld. Hartha i. Th. C. Grünberg für 15. sächsischen Wahlkreis. Königsberg i. Pr. Hase u. Schmidt für Ostpreußen. Konstanz. H. Arnold für 1. bad. Wahlkreis. Lübeck. Th. Schwarz für Lübeck u. beide Mecklenburg. Paris. 2. Frankel für den deutschen sozialdemokratischen Leseklub Paris. Genoffe Segit Fürth ist nicht für Nürnberg, sondern für den Wahlkreis Fürth- Erlangen delegirt. Bon Gewerkschafts- Organisationen wurden weiter gewählt: Glasarbeiter- Verband: A. Gobel Bergedorf, G. Horn Löbtau, H. Ruf Oldenburg. Metallarbeiter Berlins: D. Näther. Der Parteivorstand. Parteinachrichten. Zur Beachtung. Von verschiedenen Seiten werden wir ersucht, vor Schwindlern zu warnen, die gegenwärtig die Partei und theilweise mit Erfolg zu brandschaken versuchen. So treibt sich der schon wiederholt gekennzeichnete 3igarren arbeiter Rampta gegenwärtig wieder in Sachfen herum; in Minden in Westfalen versucht ein anderer Schwindler unter wechselndem Namen mit einem Ausweis", der angeblich von dem Bernburger Vertrauensmann, bezüglich Karl Schultz, ReichstagsKandidat des II. anhaltischen Wahlkreises" blos mit Inhaber dieses" ohne weitere Namensnennung ausgestellt ist, von den Genossen Gelder zu erschwindeln. = Sonntag, den 30. Juli 1893. 10. Jahrg. Serr Bauer nicht mehr angehören fönne; der Gemeindevorstand nicht an jeden, und welche Reichthümer sich die Verfertiger des fie immer wieder gewissenlosen Schnorranten und Schwindlern fie alle mit der Schweißperle edler Thaten auf der Stirn stolz zum Opfer fallen. nach Hause, um auf ihren Lorbeeren zu ruhen, die Erhalter Also grundsätzliche Abweisung und Abnahme etwa vor: Deutschlands- die Junker, die Schlotbarone, die Judenfresser, gewiesener Ausweise, zu deren Ausstellung kein Vertrauens- die Admiralski- Waschlapskis und die Lehten, die Fettsten der freisinnigen Vereinigung. die Volkslieblinge von mann berechtigt ist und die in den meisten Fällen plumpe Fälschungen sind – das ist der beste und einzig wirksame Schuß Das frohndende Volk aber mag nur getrost seinen schwer bepackten Nacken noch tiefer beugen, die Lasten werden nicht gegen Schwindler. auf sich warten lassen. Am Bier freilich wollen sie uns nicht Behördliche Spionage nach Sozialdemokraten. Aus strafen, so ist's Herrn Böckel versprochen und auch dem vom Großröhrsdorf im 3. Wahlkreise wird der„ Sächs. Arb.- 3tg." Johannistrieb erfaßten guten Rickert. Man brauchte auch nicht folgende liebliche Angelegenheit mitgetheilt: Seit 4 Jahren gerade an die berühmten Charlottenburger Wasserwerke angeleitete ein Arbeiter den dortigen Theaterverein Germania", fchloffen zu sein, bei denen sich übrigens die ganze Herrlichkeit welcher sich die Aufgabe gestellt hat, zu wohlthätigen Zwecken privatkapitalistischer Verwaltung wieder einmal aufs glänzendſte zu spielen und dieser Aufgabe thatsächlich nachgekommen ist. offenbart hat, um in diesen heißen Tagen den Segen eines Am Schluffe der letzten Hauptversammlung am vorigen Sonn- fühlen Trunkes vom Faß zu würdigen. König Gambrinus abend erklärte plöglich ein Mitglied des Vereins, der Schuhmann wir machen auch in Royalismus- würde sich baß wundern, in Nr. 1, Herr Schöne, sein Bedauern, daß er dem Vereine welch' prächtigen Palästen jezt seine Gabe verzapft wird, freilich Von den habe ihn dazu weil aufgefordert, der edlen Gerstensaftes erringen, freilich nicht alle. Vorsteher des Vereins ein Sozialdemokrat sei. Das 105,5 Litern Bier, die nach Ausweis des vom„ Berliner Tageist nun wirklich der Fall, der Arbeiter ist Sozialdemokrat. blatt" ausgeschlachteten statistischen Jahrbuches für 1891/92 auf Woher wußte das aber der Gemeindevorstand, da jener sich in jeden braven Deutschen kommen, sei es Männlein oder Weiboder Greis, dürfte wohl mancher oft feiner Weise öffentlich hervorgethan hatte? Auf nähere Nach- lein, Kind forschung ergab sich, daß vor der Reichstagswahl die Kamenzer preußische Scharwerker oder schlesische Leineweber verflucht Amtshauptmannschaft den Befehl erlassen hatte, daß in allen wenig zu sehen bekommen, wie wohl auch manches ProletarierGasthöfen von Gendarmen nachgefragt werden soll, ob vielleicht find vergeblich seinen Antheil an Kakao und Südfrüchten von und wer um Hergabe der Sale zu sozialdemokratischen Ver- einem wohlweisen statistischen Amt reklamiren wird. sammlungen ersucht habe. Und wirklich war es dem Gendarm statistische Durchschnittsdeutsche lebt eben in bedeutend angelungen, mehrere solche Uebelthäter festzustellen, welche beim genehmeren Verhältnissen, als weit über 90 pCt. des deutschen Wirth Zur Schäferei" nachgefragt hatten. Unter Gesammtvoltes. Jedenfalls aber verfäumt das Kapitalistendiesen war auch der Leiter des genannten Theater- organ in der Jerusalemerstraße nicht, mit Emphase darauf hinvereins gewesen. Der Gendarm, nachdem er die große Ent- zuweisen, wie herrlich weit wir es schon gebracht haben und wie deckung gemacht hatte, hat sich dann beim Gemeindeamt in Groß- außerordentlich viel reicher und anspruchsvoller" wir geworden röhrsdorf über die Lebensverhältnisse der Betreffenden genau er- find. So ist es auch mit den Reichthümern der Bierverfertiger. fundigt, u. U. auch, wo sie arbeiten. Was hieraus folgt, ist Sie sind da, aber die Vertheilung ist etwas mangelhaft vor sich sonnentlar. Nachdem der Arbeiter von diesen behördlichen gegangen. Die Herren Direktoren und Aktionäre, diese Pensionäre Machenschaften Kenntniß genommen, legte er selbst sein Amt als und Ausgehaltenen der arbeitenden Klaffe, tommen erträglich dabei Vorstand nieder. Ob der Gemeindevorstand von Großröhrsdorf weg, die Brauereiarbeiter nicht ganz so gut. Die Arbeiterfanitätsbeim nächsten Steuerzettel- Austragen zu dem Schuhmann sagen fommission ist in der Lage, einiges darüber mittheilen zu können. Aus vier hiesigen Brauereien es sind nur aus eigenem Antrieb wird: Zu dem gehen Sie nicht, das ist ein Sozialdemokrat?! Besonders charakteristisch an diesem Vorgange ist die eingesandte Berichte liegen uns Beschwerden über die Handlungsweise der Kamenzer Amtshauptmannschaft. Bildet Wohnungs- und Schlafraumverhältnisse der Brauerei- Arbeiter vor. sich die Behörde etwa ein, daß ihr das fächsische Volt dafür Gehalt zahlt, daß sie politische Schnüffeleien betreibt? " A. " Der Das Bürgerliche Brauhaus zwar ist auf die Fors derung der Brauer, gegen einen Wohnungsgeldzuschuß auf die freien Wohnungen in der Brauerei zu verzichten, eingegangen, Die Versammlungsfreiheit in Elsaß- Lothringen. Die und damit ist die Beschwerde erledigt; aber hören wir, wie es bisElsaß- Lothringische Volts- Zeitung" berichtet unterin 28. Juli: her war: Auf einer schmalen, ausgetretenen Treppe gelangt Die für heute beabsichtigte öffentliche Bersammlung, in welcher man zu den freien Wohnungen" der Brauergehilfen. Es ist Reichstagsabgeordneter F. Bueb über die Thätigkeit des Reichs- dies ein Raum von 6,30 4,40 2,80 Inhalt, vernachlässigt, tags Bericht erstatten wollte, ist seitens des Bezirkspräsidenten feucht und stockig. Die Sachen und Koffer find mit wiederum untersagt worden! Dem Abgeordneten des Wahlkreises Schimmel überzogen. Im Raum stehen 6 Betten, bestehend aus Mülhausen ist es durch behördlichen Zwang somit unmöglich einem Strohsack und Decke, für 12 Personen bestimmt. Die beiden gemacht, gegenüber seinen Wählern die ihm obliegende Pflicht Fenster gehen nach einem Schuppen, der Böttcherwerkstatt. Ein der Berichterstattung über seine Reichstagsthätigkeit zu erfüllen. Ofen ist vorhanden, aber nicht heizbar. Gegen das jüngste Verbot des Bezirkspräsidenten wird Bueb beim Ministerium in Straßburg Beschwerde erheben. Für die 6 Betten, ein Raum von 6,90 5,40 3,15 mit ebenfalls 6 Betten. Habels Brauerei: Ein Raum von 6,80 5,20 3,15 mit nach der badischen und Schweizer Grenze zu wohnenden Wähler Beide Räume vernachlässigt, Stockflecken an den Wänden. Auf werden demnächst im Auslande, das ist in Baden und der dem Hofe zwei offene Klosets für ca. 50 Personen. Schweiz, Versammlungen zum Zweck der Berichterstattung ab- Bockbrauerei: Zwei Schlafräume von genügender Größe, gehalten werden. durch eine halbe Bretterwand getheilt, mit 5 und 8 Betten, ein Wir können demgegenüber nur wiederholen, was wir schon Teutsche Staatsbürger müssen zur Ausübung ihres Versammdes öfteren erklärt haben: die Genossen und Vertrauensleute lungsrechtes die Gastfreundschaft eines fremden Staates in An- Raum mit 4 Betten. Vier offene Klosets, überfüllt, ohne Desfollen Jeden abweisen, der solchermaßen an sie herantritt. Ist fpruch nehmen. Rann es eine herbere Satire auf die Zustände infektion, mangelhaft gespült für 80 Personen. ein Genosse im Dienste der Partei oder infolge Eintretens für in den Reichslanden geben? diefelbe gemaßregelt worden, so haben die Genossen des Ortes für ihn einzutreten; sind diese zur Unterstützung nicht im stande, so mögen sie sich an den Parteivorstand wenden, dann wird dieser aus der Parteikasse die nothwendigen Mittel zur Verfügung stellen. " Es hat also niemand Grund, fich dergestalt bittsuchend an die einzelnen Genossen zu wenden, sondern die Vertrauensleute dürfen in solchen Fällen immer annehmen, daß fie es mit Schwindlern zu thun haben, die auf die Gutmüthigkeit und Leichtgläubigkeit der Genossen spekuliren. Gewöhnen sich die Vertrauensleute diese grundsätzliche Abweisung jedes zureifenden„ Genossen" nicht endlich an, so werden Sonntagsplauderet. Arbeiter- Sanitätskommission. Schloßbrauerei Schöneberg: Ein Raum von 10,20 11,80 ca. 2,35 mit 24 Betten, ein Raum von 11,80 7,00 ca. 2,35 mit 14 Betten, beide über resp. neben dem Kesselhause, beide von 3 und 4 Dampfrohren durchzogen; während des Betriebes ist eine Hize von ca. 30-360 darin. Im zweiten Raum wird das Getreide durch eine Deffnung zur Weiche geschüttet, sodaß die Luft völlig mit Staub geschwängert ist. Nach Angabe der Kontrolleure eignen Drückende, alles lähmende Hige war die Signatur der letzten sich die dort neuerbauten Pferdeställe eher zu menschlichen Es ist wohl unWochen. Sie hat auch diesmal ihre pestilenzfördernde Kraft Wohnungen als die geschilderten Räume. nicht verleugnet. Im vorigen Jahre schenkte sie uns die Cholera, nöthig, irgend ein Wort des Kommentars hinzuzufügen und heuer die Annahme der Militärvorlage. Bei manchem der etwa zu erörtern, ob die reichen Brauerei- Eigenthümer von dem Herren Bewilliger wird sich wohl im Herbst, wenn es an die für sie erarbeiteten Gewinn ihren Lohnsklaven nicht wenigstens Sostendeckung geht, die Abkühlung einstellen, vorerst aber gehen menschenwürdige Wohnstätten zukommen lassen müßten das bis in das xte Glied, und es ist wahrhaftig eine Schande, tischen Rednern, deren Begeisterung für 30 Pfennige bedeuwenn der Ahne eines Mannes, der heut friedlich mit Weiß- tend höher steigt als für 20, zu wilder Wuth gegen derartige bier handelt, etwa in Hasenfellen gemacht" haben sollte. unwürdige Zustände aufgeftachelt werden? Der deutsche Michel, R. C. Als der Hofprediger aller Deutschen vor ungefähr Das sind zwar Handelsgebiete, die meilenweit auseinander der bekanntlich immer schläft, müßte eine Haut haben, gegen zwölf Jahren im Zenith seiner Macht stand, da ahnte er wohl liegen, und die Hand eines semitischen Abkömmlings, die welche ein Rhinozerusfell einfach Zigarettenpapier ist, wenn nicht, daß die Massen, die ihm damals ihr Hosianna sich nach dem deutschen Lorbeer ausstreckt, verdient, daß fie er die Zustände, welche die Herren Ahlwardt und zujubelten, nach kaum einem Jahrzehnt mit dem Auf- abgehauen und ins Feuer geworfen wird, bis sie ver- Bodeck bekämpfen, noch länger dulden wollte. Es wand ihrer ganzen germanischen Lungenkraft ihr Kreuzige borret. Aber dessen ungeachtet ist nunmehr Herr Bodeck darf nicht eher geruht werden, bis Eisbeine mit brüllen würden. Und doch ist es geschehen: besiegt und ge- eine der bewährtesten Stüßen von Thron und Altar, und Sauerkraut auch in jeder Synagoge servirt werden schlagen, mit Spott überhäuft mußte er den Schauplab das Berl. Tageblatt", welches entschieden mehr Antisemiten erst dann ist der Tag da, an welchem die Vorseiner Thaten verlassen, das Haupt statt, mit dem Lorbeer gemacht hat als die Herren Stöcker, Ahlwardt und Bodeck kämpfer des echten Germanenthums ihre geistigen Schwerter mit der Narrenkappe geschmückt. Und nun weilt er fern zuſammen genommen, läßt feinen Tag vorübergehen, an in die Scheide stecken können, dann steht ihnen auch nichts in Partentichen, die kräftige Luft der bayrischen Berge welchem nicht die Heldenthaten des leht genannten Ehren- mehr im Wege ,, daß sie selbst nach Palästina auswandern umspielt seine gefurchte Stirn: vielleicht denkt er an die mannes in das hellste Licht gerückt werden. und ihre Rosse im Jordan tränken können. düftere Stunde, wo er nach Berlin zurückkehrt und wo ihm mannes in das hellste Licht gerückt werden. Nun donnern sie in den Germania- Sälen beinahe Tag sein Bändiger Ahlwardt zum zweiten Male den Fuß auf für Tag, und Stöcker, der Unschuldsengel, muß täglich am nur wenig Aussicht vorhanden, daß dieser glorreiche Aber so, wie die Sachen augenblicklich liegen, ist leider den Nacken setzen wird wehe dem Besiegten! Marterpfahl stehen. Der Blutdurft der Antisemiten von Augenblick sehr bald eintritt. Bisher hat noch nichts davon Und alle seine Betbrüder, vom pensionirten Kirchendiener Ahlwardt's Schlage tennt keine Grenzen, und sie werden verlautet. daß es Herrn Ahlwardt gelungen sei, auch nur und Rüfter angefangen bis in die höchsten Spizen der Behörden, nicht früher ruhen, bis der Skalp Stöcker's in den Ruhmes- einen Juden dazu zu veranlassen, entweder zu seiner wenden sich schaudernd von ihm ab, und er denkt viel- hallen von Neudeutschland hängt. Stöcker's" Volk" ist ein Lehre überzutreten oder jene gesegneten Gefilde aufzuaus Berlin ausgewiesen werden sollte, und grimmig muß Prophet. An seinen Stammbaum hat sich bisher noch Ahlwardt seine jüdischen Mitbürger so sehnlich wünscht. leicht der Zeiten, wo er auf grund des Sozialistengesetzes gefährliches Judenblatt, und Herr Oberwinder ist sein Lehre überzutreten oder jene gesegneten Gefilde aufzuWo suchen, der Pfeffer gedeiht, und wohin Herr er die Komplimente lesen, die sein ehemaliger Bundesbruder, niemand herangewagt möge er am Tage der Prüfung Es ist also Arbeit in Hülle und Fülle vorhanden Herr Professor Förster, der Duldsamkeit preußischer Polizei- nicht treife befunden werden. Und die Beit wird an und jeder Arbeiter ist seines Lohnes werth. Es sind daher behörden macht. So ändern sich die Beiten den zweiten brechen, in welcher es flar aus Ahlwardt's Atten hervor: die dringlichen Aufforderungen der Staatsbürger Beitung" Luther hat man in Berlin einen" Fake" gescholten. Die gehen wird, daß die Berliner Stadtmission eigentlich nur an die Parteigenossen, etwas tief und energisch in den schärfere Tonart hat gesiegt, und zwar auf der ganzen eine Filiale der Alliance israélite universelle ist, und Beutel zu greifen, ebenso begreiflich wie sachgemäß. Denn, Linie; der Junker ist mit dem Juden in denselben volts- daß alle die Leute, die sich dafür interessiren, einfach ob einer Jude oder Christ, der Dalles ist der Feind eines feindlichen Topf geworfen worden, und nun zittert die Ge- in elendem Judensolde gestanden haben. Die Currende, jeden Menschen, und auch der Antisemit will leben. Das burts- und Geldaristokratie. Heil dir, Germania, nun die so häufig die sündenbeladenen Berliner mit ihren ist ein Verlangen, dessen Berechtigung nicht bestritten werden kommen die allerneuesten Gesellschaftsretter, und sogar Eugen erhebenden Gesängen stärkt, wird längst heimlich von jü- kann, und von den heißen Feldschlachten wird man durftig Richter hat die beruhigende Aussicht, an der Seite des dischen Kantoren geleitet, und die armen Jungen, denen und hungrig zu gleicher Zeit. Gastwirths Bodeck für den germanischen Zukunftsstaat man Gesangbücher, aber feine Stiefel und warmes Mittagtämpfen zu dürfen. " essen giebt, sind Spione der Börse, die auf den Höfen aus- Darum sollen die Antisemiten ihre" Ahlwardt's und Doch nachdem Seine bisherige Heiligkeit, Herr Stöcker, fundschaften müssen, ob nicht irgend ein Dienstmädchen zu Bodeck's bei guter Laune und bei gutem Appetit erhalten, für einen veritablen Juden erklärt worden ist, hat man einer gewagten Getreidespekulation zu veraulaffen sei. Der denn sonst kann die Sache für beide Theile gefährlich auch dem Stammbaum Bodecks nachgeforscht und siehe evangelische Oberkirchenrath ist eine Institution, die nur werden. Gehen Herrn Ahlwardt die Mittel aus, so wird da, auch seine Vorfahren sind trockenen Fußes durch den Zweck hat, jüdische rituelle Ausschreitungen zu ver- er wüthend und stürzt sich vielleicht auf seine Akten, um sie das rothe Meer gewandelt. Unter solchen Umständen dunkeln und die Vertreter der Staatsanwaltschaft haben zu verzehren- und in diesem Falle steht das Schlimmste manken natürlich alle Grundveften schließlich ist der die Aufgabe, durch glänzende Plaidoyers für jüdische Sün- zu befürchten, denn an so vielen Lügen muß auch der Teufel nicht einmal sicher, ob seine Großmama nicht etwa der ergiebige Sammlungen zu veranlassen. mit einem jüdischen Mitbürger ein unerlaubtes und unLauteres Verhältniß gehabt habe. Denn heut zu Tage werden die Sünden der Väter heimgesucht an den Kindern Darf es Jemanden, der im verschwiegenen Busen noch einen Funken von deutschem Gefühl für Recht und Wahrheit bewahrt hat, wunder nehmen, wenn die Massen von patrioStärkste ersticken. Und das wäre doch ein so ruhmloses Ende, welches auch der ärgste Widersacher dem ehrwürdigen Vorkämpfer der germanischen, der arischen Sache nicht wünschen könnte. Spandau. wäre vergebliche Liebesmühe, und St. Kapitalismus würde hofstr. 1. Hellwig, Schiffbauerdainm 1. Strauch, Schiffbauerdamin.| Jede an dem Distanzfluge betheiligte Taube erhält einen folche Narren, die ihm damit kämen, nur verlachen. Menschen- Kernig, Lindenstr. 35. Barling, Fischerstr. 13. Kaufmann Geheimstempel. Gleich nach dem Eintreffen jeder Taube hat würdiges Dasein der Arbeiter und ähnliche Gefühle duseleien, Zumbruch, Brückenstr. 6. sich der Besitzer nach dem Konstatirungsbureau zu begeben, wo weg damit! Hoch die Dividende!" also lautet die Parole dieser Einige Wirthe haben schon abbestellt, wünschen jedoch aus nach Abzug der auf die Minute berechneten Entfernung vom auf der Höhe ihrer Zeit stehenden Biedermänner, alles Bis- gewissen Gründen nicht veröffentlicht zu werden.( Militär?) Schlage nach dem Bureau die Flugzeit festgestellt wird. Ob die marc'sche Schule. Abbestellt hat: Mitschefsky, Langestr. 2. Tauben in Berlin bezw. in Floridsdorf genau um 4 Uhr Morgens aufgelassen werden können, hängt von der Witterung ab. ES steht fest, daß Brieftauben gewitterschwere Wolken nicht durcheilen. Dagegen bildet selbst starker Wind, wenn es nicht gerade ein Sturm ift, tein Hinderniß. Außer Gewitter und Sturm sind nur Hagelschläge und Raubvögel zu befürchten. Bezüglich des Auflaffens besteht zwischen Berlin und Wien insofern ein Unterschied, als die Berliner Tauben möglichst einzeln in Floridsdorf, die Wiener hier ziemlich geschlossen abziehen. Man ist hier der E. Glafer, Spreeftr. 36, nimmt tein Bier seit 22. b. M. von Ansicht, daß die Thiere fich bei einem gleichzeitigen Abflug leicht verlegen können. der Spandauer Berg- Brauerei. Tokales. Die Gemeindewähler erinnern wir daran, daß nur noch heute, 30. Juli, bis Nachmittags 3 Uhr die Wählerlisten im städtischen Wahlbureau, Poststr. 16, ausliegen. Nur bis dahin fönnen Einsprüche gegen die Richtigkeit der Listen, und zwar schriftlich, beim Magistrat erhoben werden. Behrendt, Potsdamerstraße. Kuhlmai, Potsdamerstraße. Berkmann, Havelstr. 20. Bierverlag Tieze, Havelstraße. Paul Ullrich. Café Reimann, Breitestraße. Bartnewig, Mittelstraße. Drescher, Potsdamer Chauffee. A. Pohrt, Breitestr. 32. Bierverlag Liesner, Moltkestr. 1. A. Plabbert, Moltkestr. 3. Kniehase, Neumeisterstr. 6. Charlottenburg. Die Lotal- Kommission: J. A.: J. Wernau, Rosenstraße 30. Auch die zweite Nummer der Sammlung„ Gekrönte Säupter"( August der Starte, Kurfürst von Sachsen) ist der der Stelle ein. Beim Statspiel wurde gestern der im Hause Rochstr. 6 Charlottenburg. Parteigenossen! Im Oktober d. J. wohnhafte Bäckermeister Lerche in einem Restaurant in der findet die Ersatzwahl zur Stadtverordneten- Versammlung statt. In anbetracht der dort herrschenden Mißstände dürfte jedem Münzstraße von einem Herzschlage getroffen. Der Tod trat auf Parteigenoffen die Nothwendigkeit der Vertretung unserer Partei in der Kommuneverwaltung als dringend erscheinen. Die Wähler- Konfistation verfallen. Gestern( Sonnabend) Abend wurde durch Wegen Verdachts des Kindesmordes ist die verehelichte listen liegen nur noch heute Sonntag, den 30. Juli, von 9-1 Uhr, Beamte der politischen Polizei bei dem Berleger obiger Broschüre, Schneidermeister Pauline Müller, geb. Kruppel, aus der und Montag, den 31. Juli, von 8-3 Uhr, im Rathhause, Berliner- Hans Baake, City- Passage, sowie bei den Druckern Janiszewski Friedrichsfelderstr. 18 von der Kriminalpolizei verhaftet und der firaße 72, parterre links, aus. Es ist Pflicht jedes Partei- u. Quitt, Dresdenerstraße, gehaussucht. Bei Baate wurden Staatsanwaltschaft vorgeführt worden. Sie steht unter der genossen, dieselben einzusehen. Genossen, welche daran verhindert 499 Exemplare, bei Janiszewski 1000 Bogen und die Platten mit schweren Anschuldigung, ihre 18 Jahre alte Stieftochter sind, werden ersucht, ihre Adressen behufs Einsichtnahme bei Beschlag belegt. Unterzeichneten bis spätestens Montag Mittag 1 Uhr abzugeben. 5. Wernicke, Krummeftr. 19, G. Beyer, Wallstr. 48. Betreffs des Boykotts der Spandauerberg- Brauerei und des Aufrufes der Brauer in Nr. 173 des Vorwärts" geht uns folgende Erklärung zu: Sehr geehrte Redaktion! Gegenüber dem in Nr. 173 des Vorwärts" veröffentlichten Aufruf" der Kommission der Brauerei- Arbeiter Berlins und Ümgegend gestattet sich der unterzeichnete Vorstand des Verbandes Berliner Brauereien, folgendes zu erklären: Amalie am 4. d. M. ermordet zu haben. Der Thatbestand ist Das„ Volt" erklärt aus Anlaß unserer Mittheilungen über folgender: Am 4. d. M., um 914 Uhr Abends, forderte die Unzüchtige Bilder"( in Nr. 170 vom 22. Juli), es habe bereits Müller das Kind auf, ihr das Geschäft zu zeigen, in dem es im Juni vorigen Jahres einen Leitartikel gebracht, in welchem es Tags vorher im Auftrage der Stiefmutter Garn eingekauft habe. sich recht gründlich mit Herrn Linderer befaßt" und die scham- Es sollte festgestellt werden, ob die Tochter bei dieser Gelegenlosen Auslagen dieses Ladens getadelt" habe. Es gesteht uns heit zwei Pfennige unterschlagen habe. Frau Müller ist um großmüthig zu, daß wir nicht jeden seiner Leitartikel im Ge- 101/2 Uhr ohne das Kind zurückgekommen, das am 7. d. M. in dächtniß behalten fönnen. Es schweigt sich jedoch darüber aus, der Pumpstation an der Stechbahn als Leiche aufgefunden wurde. daß es gerade antisemitische Unfläthigkeiten sind, die sich Nähere Einzelheiten über den Vorgang laffen sich noch nicht so lange in einer der belebtesten Straßen den Augen des vorbei mittheilen, da die Verdächtige ein Geständniß nicht abgelegt hat. paffirenden Publikums haben präsentiren dürfen, während sonst Eine fidele Strohwittwerschaft scheint ein Mann zu sogar wirkliche Kunstwerke, sobald sie zu nackt sind, vor dem Zorn durchleben, der sich gestern auf einer Sanitätswache einfand, um der privilegirten Moralwächter aus den Schaufenstern der Kunst- sich die linte Hand verbinden zu lassen, die unter einen Rollhandlungen weichen müssen. wagen gekommen war. Er hatte des Guten zu viel gethan und den im Südosten erlittenen Unfall selbst verschuldet. Er verweigerte beharrlich seinen Namen, damit Mutter im Bade" nichts davon höre und deswegen zurückkehre. Drei Stunden später wurde der Verunglückte mit der verbundenen Hand in einem noch luftigeren Zustande auf der Straße bemerkt. Es ist unwahr, daß der für die Berliner Brauergesellen er richtete Arbeitsnachweis dazu benutzt wird, um„ Leute, die sich irgendwie an der modernen Arbeiterbewegung betheiligen, voll- Arbeiter- Bildungsschule. In der Geschichte beginnt ständig brotlos zu machen". Der Arbeitsnachweis steht unter der Dienstag, den 1. August, in der Nordschule( Müllerstr. 179a), Kontrolle einer aus drei Arbeitgebern und drei Arbeitnehmern Freitag in der Ost schule( Markusstr. 31) ein neuer Kursus gebildeten Kommission, welche alljährlich von beiden Theilen und zwar in der römischen Geschichte mit besonderer in getrennten Wahlversammlungen gewählt wird. Die Arbeitnehmer Berücksichtigung der Klassenkämpfe und Stiavenaufstände. Neu sind daher in der Lage, die Handhabung des Arbeitsnachweises, hinzutretende Theilnehmer erwünscht. Pinn, Alte Jakobstr. 8 pt. Polizeibericht. Am 28. d. M. Nachmittags glitt eine Frau der von einem ihrer Kollegen geleitet wird, selbst zu überwachen beim Ueberschreiten des Fahrdammes vor dem Hause Tempelund für Innehaltung der betreffenden Bestimmungen U. Das Mikrophon in der Medizin. Auf dem für den hofer Ufer 16a aus, fiel zur Erde und erlitt hierbei eine VerSorge zu tragen. Die Ueberweisung der in den Arbeitsnachweis Monat September anberaumten Aerztekongreß in Rom wird ein legung des Hüftgelenks, so daß sie mittels Droschte nach ihrer eingeschriebenen Gesellen an die betreffenden Brauereien geschieht neu fonstruirter Apparat zur Ausstellung und Demonstration Wohnung gebracht werden mußte. In seiner Wohnung, in der Reihe nach. Bon dein den letzteren unter gewissen Be- gelangen, der eine Verbindung des Mikrophons mit dem der Lothringerstraße, wurde Nachmittags ein Bildhauer erhängt dingungen zustehenden Rechte der Ablehnung ist in der Zeit von Stethoskop darstellt. Das Stethoskop, das bekannte fleine Hör- vorgefunden. Vor dem Hause Teltowerstr. 23 wurde NachJuli 1892 bis Juni 1893 nur bei 11 Gefellen Gebrauch gemacht röhr, dient dem Arzt, um zu prüfen, ob die mit der Thätigteit mittags ein unbekannter, etwa 35jähriger Mann und in der verworden, während innerhalb dieser Zeit 457 Gesellen durch den namentlich des Herzens und der Lunge verbundenen Geräusche längerten Dieffenbachstraße ein Arbeiter anscheinend schwer frank Arbeitsnachweis Stellung erhalten haben. Bei diesen Ab- in der gehörigen Stärke, Reinheit und rythmischen Folge zu aufgefunden. Beide wurden nach dem Krankenhause am Urban lehnungen haben politische Gründe und die moderne Arbeiter hören sind und von keinerlei Nebengeräuschen begleitet werden. gebracht. Im Laufe des Tages fand Landsbergerstr. 31 ein bewegung feinerlei Einfluß ausgeübt. Aber auch diese 11 Ge- Das Borkommen solcher Nebengeräusche bedeutet immer eine Erfleines Feuer statt. sellen haben schließlich durch den Arbeitsnachweis in anderen frantung, und unsere Aerzte sind sogar im stande, durch die zum Verbande Berliner Brauereien gehörigen Betrieben Arbeit Untersuchung mit dem Stethoffop nachzuweisen, welchen räum gefunden. Die Erhaltung des Arbeitsnachweises liegt überhaupt lichen Umfang eine Erkrankung genommen hat. Nun ist ein stönicht im Intereffe der Brauereien, sondern lediglich in dem der rendes Geräusch selbstverständlich um so fräftiger, je mehr die Gefellen. Krankheit, welche das Geräusch hervorbringt, entwickelt ist, andererseits aber ist es dem Arzt und namentlich dem Patienten sehr wichtig, daß eine Krantheit schon in den Anfangs. stadien erkannt wird, denn je früher man die Krankheit erkennt, um so leichter ist die Heilung. Es ist aus diesen Gründen von großer Bedeutung, die Untersuchung mit dem Stethoskop immer mehr zu verfeinern, so daß schon die geringsten Abweichungen von den normalen Tönen zu hören find. Hierzu bietet nun das Mikrophon ein sehr geeignetes Mittel. Das Mikrophon ist nicht blos im stande Geräusche auf weite Entfernungen hin hörbar zu machen, sondern auch sehr feine Geräusche zu Gehör zu bringen; wenn z. B. eine Fliege über das Papier läuft, so ist das sehr deutlich zu hören. Diese Eigenschaft des Mikrophons also wird Was die Boykottirung der Spandauerberg- Brauerei betrifft, in dem neuen Apparat ausgenutzt, um schon die geringsten Anso ist dieselbe damit begründet worden, daß der sozial- fänge einer Erkrankung zur Kenntniß des Arztes zu bringen, Demokratischen Partei in Spandau der der Brauerei gehörige und hierdurch wird das Mikrophonftethostop voraussichtlich der Saal im Monat Juni zu einer Versammlung verweigert praktischen Medizin, das heißt also der leidenden Menschheit, worden ist. großen Nutzen bringen. Es ist ferner unwahr, daß der Verband die Arbeitszeit und die Lohnverhältnisse der gesammten Brauereiarbeiter nach Belieben regelt. Der Verband hat sich mit diesen Fragen bisher überhaupt nicht beschäftigt. Die Arbeitsverhältnisse der Brauergesellen- und um diese handelt es sich doch nur, da auch die Unterzeichner des Aufrufs Brauergesellen sind beruhen vielmehr auf den im Jahre 1890 zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern vereinbarten Bedingungen. Die letzteren werden von der SpandauerbergBrauerei, im Gegensaz zu der Behauptung in dem mehrerwähnten Aufruf, genau innegehalten, wie dies aus den Lohn listen der genannten Brauerei hervorgeht und wie dies von den dafelbst beschäftigten Brauergesellen ausdrücklich betont wird. Gerichts- Beitung. Ein Spielerprozeß gelangte gestern vor der zweiten FerienStraftammer des Landgerichts 1 zur Berhandlung. Der Weinhändler Gustav Barthel war wegen gewerbsmäßigen Glücksspiels sowie wegen Gestattens von Glücksspielen in einem öffentlichen Lokale an getlagt. Der Angefchuldigte hatte eine größere Forderung an die Weinhandlung von Hentschel u. Ko. Er gab an, daß er, um nicht sein Geld zu verlieren, vor etwa 2 Jahren das Geschäft der Schuldner habe übernehmen müssen. Dasselbe bestand aus einer Kellerei und einer im Hause Jägerstraße 63 gelegenen Weinstube. Für die lettere nahm Barthel den Kaufmann Rosenstern als Geschäftsführer an, auf dessen Namen auch die Konzession nachgesucht und ertheilt wurde. Im Januar d. J. meldeten sich bei dem Kriminalkommiffar von Manteufel verschiedene Personen, welche anzeigten, daß in der Weinstube des Angeklagten das Privatkomptoir des Inhabers zu einem Spielraum hergerichtet Da die Direktion dieser Gesellschaft dem unterzeichneten worden sei, in welchem eine Menge als Spieler bekannte PerDer Journalist Paul Schweder ersucht uns um Abdruck fonen seit Monaten zusammen tamen, um dort Hazardspiele Vorstand erklärt hatte, daß lediglich eine nothwendige Renozu betreiben. E3 würde gepotert" und getempelt, virung des Saales, die auch, wie wir uns überzeugt haben, folgender Erklärung: " In der Mittwoch- Morgennummer der Zeitung" Das große Summen würden umgesetzt und die Denunzianten selbst thatsächlich stattgefunden hat sie gehindert habe, den Saal Die angestellten Ermittelungen er zu der in Rede stehenden Versammlung herzugeben, so war die kleine Journal"( Redakteur J. Spi) fand ich einen hätten Tausende verloren. Annahme gerechtfertigt, daß nur ein Mißverständniß zu der von mir verfaßten und in verschiedenen Berliner Zeitungen zum gaben soviel Belastungsmaterial, daß gegen Barthel obige AnVerrufserklärung geführt habe. In Rücksicht hierauf ersuchten Abdruck gelangten Versammlungsbericht ohne Quellenangabe flage erhoben wurde. Der Angeklagte räumte zwar ein, daß er wir den Vorsitzenden der Lokal Kommission, Herrn Wernau, wörtlich nachgedruckt vor. Ich begab mich deshalb vorgestern sich wiederholt an dem Spiel feiner Gäste betheiligt habe, aber es unterm 14. d. M. brieflich um eine Unterredung, welchem Wunsche Nachmittag zum Redaktionslokal des„ Kleinen Journals" habe ihm nicht zum Erwerb, sondern nur zur Unterhaltung geund verlangte Bezahlung für den Nachdruck. derselbe jedoch bis heute nicht nachgekommen ist. Wider Erdient. Er halte fich Rennpferde, die er auf den Rennplägen in Fällen ähnlicher Art habe ich stets von anderen laufen lasse und die ihm soviel Gewinn einbrächten, daß er auf Der unterzeichnete Vorstand sieht sich dawarten her veranlaßt, hiermit festzustellen, daß die Redaktionen das mir zustehende Honorar bereitwilligst ausgezahlt einen unerlaubten Nebengewinn nicht zu rechnen brauche. Die Direktion der Spanbauerberg- Brauerei- Attien befommen erhielt ich in einem mehr als unhöflichen Zone Beweisaufnahme gewährte intereffante Einblicke der Spieler. Gesellschaft nach wie vor bereit ist, ihren Saal einen ablehnenden Bescheid. Selbstverständlich machte ich nun- Treiben Der Geschäftsführer Rosenstern beallen Parteien, ohne Rücksicht auf ihre po- mehr meinem Unwillen über eine solche Geschäftsführung Luft, fundete, daß der Angeklagte ihm nach Uebernahme mit Weinstube eine Liste übergeben habe litische Stellung, also auch der sozialdemokraumfomehr als mir schon zahlreiche ähnliche und noch weit ber schlimmere Klagen von meinen Berufskollegen über diefelbe zu Auftrage, die darauf verzeichneten Herren zum Abendtisch einzutischen Partei, zur Verfügung zu stellen. Ohren gekommen Während ich noch sprach, laden. Die erschienenen Gingeladenen seien ihm, dem Zeugen, wurde ich plöglich heimtückisch von hinten gepackt und damals als Spieler nicht bekannt gewesen. Mehrere Beugen mit Fäusten in einer Weise bearbeitet, daß mir Sören traten auf, welche an einzelnen Abenden von 1000 bis 5000 m. und Sehen verging. Ghe ich noch recht zur Besinnung verloren hatten, einer von ihnen wollte sein ganzes Vermögen fam, war ich die Treppe hinuntergeworfen. Ich requirirte sofort dem Spiel geopfert haben. Ein Zeuge erzählte, daß er eines auf dem Polizeirevier in der Lindenstraße polizeilichen Schutz Abends die Bant gehalten und bedeutend gewonnen hatte, als Folgende Wirthe nehmen Bier von der Spandauer Berg- und begab mich mit dem Reviervorstande nochmals in die er erklärte, aufhören zu wollen. Der Angeklagte habe es als Redaktionslokalitäten des Kleinen Journals", um die ungehörig bezeichnet, daß er das Spiel so plöglich aufgebe, sie Personalien des Schlägers feststellen zu lassen. Ich werde die feien darüber in Streit gerathen und der Angeklagte habe Das gesammte Reblin, Kirchstr. 17( Moabit). Calle, Invalidenftr. 37. Sache nach allen Seiten hin weiter verfolgen und überlasse die ihm einen Schlag ins Gesicht verfekt. Geld, welches er noch in der Hand gehalten, sei dabei auf den Neumann, Invalidenstr. 33. Schaffe, Invalidenstr. 32. Bals, Beurtheilung derselben der Deffentlichkeit." Boden gefallen, alle Anwesenden hätten sich an dem Auslesen Invalidenstr. 182. Zur Traube, Schlegelstr. 20. Zum Fran- Die ,, Erhebung" des Vorortes Groß- Lichterfelde zu ziskaner, Georgenstraße. Schiele, Kaiserin Augusta- Allee, einem selbständigen Amtsbezirk bringt verschiedene neue Beamten- betheiligt und dabei seien ihm einige hundert Mark abhanden Martinickenfelde. Romece, Thurmstr. 82. Wendt, Stromstr. 48. Pautsch, Alt- Moabit 129. Schade, Werftstr. 18. Pfigner, Wils- ftellungen mit sich. Es sollen ein Polizeikommiffar mit etwa gekommen. Das wirft ja ein recht nettes Licht auf die Spieler" meinte der Vorsitzende, Landgerichts- Direktor Brausewetter. Hochachtungsvoll Der Vorstand des Verbandes Berliner Brauereien. Max Happold, Brauereibesizer. Brauerei: Berlin: R. Roeficke, Brauereidirektor. waren. " = in das dem nackerstraße 58. Erdmann, Perlebergerstr. 46. Tilsner, Stendaler. 2400 M. Gehalt jährlich, ein Polizeisekretär mit 1800-2000.Kriminalkommissar v. Manteufel erzählte, daß in Berlin eine und ein straße 32. Heil, Bandelstraße 40. Restaurant Askanischer Diener angestellt werden. Platz 4. Waßmann, Charlottenstr. 19, Destillation Mauerzusammensetze. Es feien sämmtlich Leute, welche die Rennplätze straße 81. Haaghof, Oberwallstr. 5. Gotsch, Roßstr. 5. Für die Beförderung plöglich bei der Arbeit oder im des Totalifators wegen besuchten. Sie hielten ihre ZusammenSchade, Königin Augustastraße 86. Kersten, Fruchtstraße 26. Gewerbebetrieb verwundeter oder erkrankter Personen hat die fünfte, die mit dem technischen Ausdruck" Rommerse" bezeichnet in bestimmten Lokalen ab und beobachteten Schröder, Kirchstr. 25( Moabit). Bahnhof- Restauration Stettiner Eisenbahnbehörde jest verfügt, daß diefelbe auf den föniglich würden, = Bahn. Zur nassen Ecke, Platz vor'm neuen Ther. Klöhn, preußischen Staatseisenbahnen, soweit die Transportirung auf besondere Vorsichtsmaßregeln, um sich vor Ueberrumpelung zu Borsigftir. 13. Restaurant zur Moabiter Markthalle, Bremer ärztliche Anordnung zum Zweck der Ueberführung in ein Kranken- schützen. Wenn beispielsweise eine ihnen unbekannte Persön straße 72. Gäufice, Alt- Moabit 91-92. Brauer, Lübeckerstr. 51. haus stattfindet und der Raum es zuläßt, fortan im Gepäck- lichkeit anwesend sei, werde nie gespielt. Die Weinstube des AnLudwig, Lübeckerstr. 89. Bittermann, Alt- Moabit 125. Linke, wagen der Personen- bezw. Güterzüge erfolgen foll. Von dem geklagten gehöre zu den bezeichneten Lokalen, einer der Spieler Lehrterstr. 46, Ecke Perlebergerstraße. Müller, Rathenowerstr. 80. Transportirten und dessen Begleitern wird der Fahrpreis habe dort wie ihm von einem der Denunzianten verrathen Rieger, Havelbergerstr. 1. Franke, Kurfürsten Damm 118. dritter Klasse erhoben; die Beförderung der Krantenförbe erfolgt worden sei einmal 24 Stunden ununterbrochen dem HazardKlemm, Oranienstr. 100. Liebig, Bimmerstr. 24. Juhnte, frachtfrei. spiel obgelegen. Spandauerstr. 24, Nickel, Niederwallstr. 24, Schwanbeck, Staatsanwalt Freiherr von Erffa beantragte gegen den AnNeue Jakobstr. 15. Groffer, Stralauerstr. 57. Graß, Neber den Brieftauben- Distanzflug Berlin- Wien wird geklagten drei Monate Gefängniß und 500 M. GeldKurfürsten Damm 14. Kaufmann Düfterhaupt, Lützow uns berichtet: Die hier aus Wien eingetroffenen 117 Tauben strafe, während der Vertheidiger, Rechtsanwalt Dr. Fried: straße 1. Bursche, Schönebergerstr. 16. Bierverlag Ackermann, haben bereits den größten Theil der Strecke Berlin- Wien früher mann, ausführte, daß die Gewerbsmäßigkeit des Spiels dem Teltowerstr. 48. Fredrich, Blücherplatz 3. Reinhold, Schleier- zurückgelegt. Sie sind von Iglau, Jung- Bunzlau und schließlich Angeklagten nicht nachgewiesen sei, der Staatsanwalt müßte macherstr. 2. Café Bismarck, Tempelhofer Ufer 16. Elsner, von Senftenberg aus aufgelaffen worden. Die Luftlinie, welche sonst Siebenachtel aller Hazardspieler, die sich bekanntlich beBrandenburgstraße 17. Zur Gambrinus- Quelle Brandenburg- die Thierchen zurückzulegen haben, beträgt 520 Kilometer. Vor sonders aus Personen der höheren Kreise zusammensetzten, wegen ftraße 48. etwa drei Wochen hat man in Berlin Brieftauben nach Rotter- gewerbsmäßigen Glücksspiels anklagen. Der Gerichtshof hielt den dam aufgelaffen, deren erste die 680 Kilometer lange Angeklagten dagegen für einen Mann, der aus dem Glücksspiel Gärtner, Plantage 1. Mehlis, Charlottenstraße. Werke, Luftlinie in 11 Stunden 42 Minuten zurückgelegt hat. ein Gewerbe mache und verurtheilte ihn zu 6 Wochen Ge Mönchstr. 1. Arlt, Mönchstr. 4. Kaufmann Stahl, Potsdamerstr. 32. Die von hier abzulassenden Tauben gehören meistens der Ant fängniß und 3000 M. Geldstrafe, im Uurermögensfalle für je Kunze, Strefowplatz 8. Warmuth, Stresowplay 21. Sturm, Bahn- werpener Raffe an und werden auf je 200 M. Werth geschäßt. 10 m. einen Tag Gefängniß. Spandau: W bei Schneider. " Stebesfreiheit II, Felsenburg, Roppenstraße 43c. Vermischtes. " Gesangverein Die Folgen eines Mißverständnisses zeigten sich in einer[ zu erwecken, als ob in der großen Parteigenossenschaft über| Sängerbain, Reichenbergerstr. 16 het Päßhold. Verhandlung, welche gestern vor der 135. Abtheilung des Schöffenwesentliche Punkte Gegensäge beständen, wie es unsere Gegner Straußberg, im teftaurant Krüger. Myrthenblätter, Belforterfir. 15, gerichts stattfand. Es wurde folgender Thatbestand festgestellt: so gerne haben möchten. Einer der Vorredner habe gefragt, siederzweig, Sermsdorf, bet Gastwirth Stevert in Weldmannsluft. An einem Märztage trat eine Dame, die erst vor einigen Tagen warum diese Versammlung, da eine Nachwahl doch nicht vor Gesangverein Berliner Bildhauer, Ornament", Wrangelftraße 141 bet Schmidt. Gollegia 2 der Berufsmufiter, Neue Friedrichstr. 44, bei Röllig. aus der Provinz gekommen war, an eines der Schalter auf dem genommen werden solle, denn überhaupt einberufen sei. Die Frisch auf in Schönwalde i. d. Mart bei Schulz. Frisch zur Fret Bahnhofe Friedrichstraße und verlangte eine Fahrkarte nach Box- Antwort scheine ihm einfach: Weil die Abstimmung und der Verlauf heit, Simeonftr. 23 bei Flick. Metallarbeiter Often, Bücklerstr. 49, bei hagen. Mit den Ortsverhältnissen unbekannt, hielt sie Borhagen der Kontordia- Versammlung nach Ansicht der Einberufer der Ver- Stabernack. für eine Anhaltestelle, während sie eine Fahrkarte nach Rummels- fammlung nicht richtig war. Ob, um dies auszusprechen, eine Verburg hätte lösen müssen. Der Schalterbeamte erklärte furzweg, sammlung nöthig war, darüber könne man verschiedener Meinung daß es nach Borhagen teine Fahrscheine gäbe und ließ das sein, ebenso wie darüber, ob die Kundgebung der Vertrauensleute Fenster wieder herunter. Die Dame ging an ein anderes Schalter nothwendig war, ehe noch das Resultat dieser Versammlung beund wiederholte hier ihre Forderung. Der hier bedienende fannt war. Es sei zweierlei, ob folche Versammlung wie diese Was ein Häkchen werden will, krümmt sich bei Zeiten. Beamte war erst vor kurzem aus der Provinz gekommen, der Ort in einer fleinen Stadt oder in Berlin stattfinde, wo die ganze Von befreundeter Seite erhält der Wähler" einen Ausschnitt aus Borhagen war ihm nicht bekannt und er fragte deshalb die bürgerliche Presse darauf warte, gegen uns Waffen zu finden, den„ Dresdener Nachrichten" vom Juni 1877, in dem kein Geringerer Dame, sie wolle wohl nach Buxtehude. Dies faßte die schon und wo eine gewisse Sorte von Berichterstattern die ganze Nacht als der Erkanzler mit geradezu verblüffender Treue schildert, etwas erregte Dame als Hohn auf, sie entfernte fich böse und darüber nachdenke, welche Ausdrücke sie wohl am besten dazu ge- wie Hans Blum sich giebt. Der Aufsatz lautet:„ Man wird sich wurde noch gereizter, als sie fab, daß der Schalterbeamte sich brauchen fönnten, um der Sozialdemokratie etwas anzuhängen, der Grenzboten"-Artikel erinnern, die in den letzten Wochen lachend mit einem Kollegen unterhielt, als freue er sich über und dabei vielleicht noch den Schein der Wahrheit zu retten. eine so große Rolle gespielt haben, da sie das Demissionseinen gelungenen Wizz. Die Dame wandte sich mit den Die Ausführungen der Genossin Fahrenwald verstehe er wohl gesuch des Kanzlers mit den Bestrebungen einer hohen Dame", Worten:„ Sehen Sie nur die Lümmel da" an einen vorüber- vom Standpunkt der einzelnen Mitglieder der Frauen- Die angeblich gegen des Kanzlers Politik gerichtet seien, sowie gehenden Herrn. Zum Unglück war dies auch ein Eisen- Agitations Kommission, bei denen nun einmal bisher mit Frittionen mit dem Finanzminister in Zusammenhang bahnbeamter, der es für seine Pflicht hielt, die seinen das Persönliche eine Rolle gespielt habe, er ver brachten. Der Berliner Westend- Zeitung" ist es nun gelungen, Kollegen wiederfahrene Beleidigung zur Anzeige zu bringen. stehe sie aber vom Standpunkt der sozialdemokratischen Partei ein Schreiben mittheilen zu können, das die Ansichten des Fürsten Frau R. erhielt darauf eine Anflage wegen eine Anflage wegen Beamten nicht. Es handle sich doch darum:" Ist die gewählte Genossin selber über die erwähnten Artikel wiedergiebt. Ich hätte es beleidigung. Der Staatsanwalt beantragte selbst ihre Frei- würdig und befähigt, als Delegirte zu fungiren?" Und nicht gedacht. Aber zirka zwanzig und einige Minuten habe sprechung. Allerdings habe sie sich einer Beleidigung schuldig wenn auch gewiß viele befähigt feien, gewählt tönnte ich dem Fürsten doch abgerungen. Fünf davon kamen auf das gemacht, aber sie habe eine ihr zugefügte Beleidigung nur auf eben nur eine werden. Dem Vorredner müsse er be- Befinden, auf Friedrichsruh, auf Kissingen Endlich hatte ich der Stelle erwidert und müsse deshalb straffrei ausgehen. Wenn merken, daß die Delegirtenwahl doch keine Delegirten- die Unterhaltung so gewandt, daß ich die Grenzboten"-Artifel aufs man gefragt werde, ob man nach Buxtehude wolle, so könne lotterie sei. Er rathe, fünftig solche Versammlungen zu Tapet bringen konnte. Der Fürst verzog das Gesicht. Ich will darin wohl etwas Verlegendes gefunden werden, da der Ort, früherer Stunde zu eröffnen, damit zeitiger abgestimmt werden nichts davon hören," sagte er." Ich will von dem Blum nichts wenn auch zu Unrecht, mit Schöppenstedt gleichgestellt werde. könne und die Versammlung dabei noch zusammen sei. Gegen wissen. Wie, habe ich Ihnen nie erzählt, was der mir schon ein( Der Herr Staatsanwalt möge fich vor den Schöppenstedtern in die gewählten Personen habe jedenfalls niemand etwas ein- mal für einen Streich gespielt? Es war im April 1869, als ich Acht nehmen; nichts macht sie empfindlicher als solche An- zuwenden. Aarons befürwortet seinen Antrag, der in seinem einen ersten Versuch mit einer parlamentarischen Soiree machte. spielung.) ersten Theile lautet: Die Versammlung des zweiten Wahlkreises Ich sage: Versuch. Denn an eine regelmäßige Wiederkehr Der Gerichtshof folgte dem Antrage und erkannte auf Frei- verzichtet auf einen Protest gegen die Ausführung der Be- solcher Gesellschaftsabende hatte ich anfangs nicht gedacht, und sprechung. ſchlüſſe der Konkordia- Bersammlung." Redner bemerkt, mit in der That hätte sie ans Blum mir fast verleidet. Gleich dem hier erfolgten mündlichen Protest tönne man sich genügen den ersten Abend fonnte ich ihm keinen Augenblick entgehen, lassen; aber man solle aussprechen, daß man gegen die Beschlüsse er war immer hinter und vor mir, fing jedes Wort nichts einzuwenden habe. Antrick bemerkt noch, daß es sich auf und ich sah ihn zuweilen den Bleistift gebrauchen. feineswegs um seine Person handle. Er sei zweifelhaft gewesen, Ich ärgerte mich, machte jedesmal auf den Abfäßen ob er nicht verzichten solle, da er bereits als Vertreter des kehrt, wenn er mich anreden wollte, faßte den Grafen BethusyKreises, in welchem er kandidirt habe, nach Zürich gehe. Gegen Huc oder sonst wen unter den Arm, lies mich mit ihm in die Personen, die gewählt find, hätten auch die Genossen des ein tiefsinniges Gespräch über die Dressur der Jagdhunde ein, zweiten Kreises nichts einzuwenden, und keiner von denselben nachdem ich ihm zugeflüstert: Lassen Sie mich nicht los, bis der werde sich gefunden haben, das Mandat aus einer Nachwahl Blum fort ist", aber er wich und wankte nicht, verfolgte mich anzunehmen. Damit wird die Debatte gefchloffen. Mindestens mit den Augen, und die Hundedressur war nahezu erschöpft. Ich ein halbes Dutzend Resolutionen sind eingegangen, dieselben erblickte plötzlich Lasker, mit dem ich ohnehin ein Hühnchen zu werden sämmtlich zur Abstimmung gebracht und bis auf zwei rupfen hatte, und manövrirte so geschickt, daß es mir gelang, burch Uebergang zur Tagesordnung erledigt. Angenommen wird Laster in einen Winkel zu ziehen, wo ich durch andere Abgeordnete nur die vorher erwähnte Resolution Aarons und folgende von gegen meinen Verfolger gesichert schien. In demselben Augenblicke Ein Streif der Anseher und der Arbeiterinnen an den Baate eingebrachte: Die heutige Versammlung von Partei- war dieser wieder an meinen Fersen und wollte mich anreden. Bancs à Broches brach am 27. Juli in der Kammgarnspinnerei genoffen des zweiten Wahlkreises empfiehlt den Berliner Partei-" Erlauben Sie einen Augenblick, Herr Blum, eine Angelegenheit Das half, aber auch nur für Heilmann, Köchlin, Runeyl u. Cie. in Mühlhausen aus. genossen, bei allen zukünftigen Wahlen zu Ehrenämtern, die in von der höchsten Wichtigkeit Die Anfeßer reklamirten um mehr Lohn indem sie sich darauf öffentlichen Volksversammlungen vorgenommen werden, die Wahl einige Minuten. Am nächsten Morgen bin ich im Reichstage, beriefen, daß man ihnen schon vor längerer Zeit eine Lohn- durch Stimmzettel fünftig stattfinden zu lassen." Die Versamm- studiere auf meinem Plate ein großes Aftenstück, das mir eben aus erhöhung in Aussicht gestellt habe, ohne das Versprechen bis jetzt lung wurde hierauf geschlossen. Paris zugegangen. Da bringt ein Parlamentsdiener einen mit zu erfüllen. Auf einen erneuten Versuch der Vertröftung ant- Die Zimmerer der freien Hilfskaffe( E. H. II Hamburg), Bleistift geschriebenen Bettel von Hans Blum. Darauf steht:„ Erworteten die Anseher gestern früh mit Einstellung der Arbeit. örtliche Verwaltung Charlottenburg, hielten am 22. Juli ihre lauben Sie, daß ich über die gestrige Soirée, die überall einen so Am Nachmittage verbreitete sich die Nachricht, daß die Forde- Quartals- Versammlung ab, in der folgender Beschluß gefaßt herrlichen Eindruck hinterlassen hat, ein Feuillon für die„ Gartenrungen der Ansetzer bewilligt feien. Mittlerweile hatten aber wurde. Um die Agitation für die freien Hilfskaffen etwas reger laube oder war es das„ Daheim"? schreibe?" Was sollte auch die Arbeiterinnen der Bancs à Broches die Arzu gestalten, wollen wir monatlich, und zwar am ersten Sonn- ich machen? Ich schrieb ärgerlich darüber: Meinetwegen. Nach beit eingestellt, und zwar weil ihre Maschinen seit einigen Tagen abend nach dem ersten des Monats, Abends 8 1hr, Krumme- acht oder vierzehn Tagen mußte ich dann lesen, daß bei mir auf in schnelleren Gang gesetzt worden waren, ohne daß man den straße 19, bei Wernite, unsere Mitgliederversammlungen abhalten. der Soiree Wiße erzählt worden wären, wie sie wörtlich!- der Lohn erhöht hätte( die betreffenden Arbeiterinnen stehen im Tag. Die nächste findet am 5. August statt. Iohn). Einer Deputation der Arbeiterinnen erwiderte man heute früh kurz und bündig, sie tönnten mitsammt ihren Männern 14 Tage spazieren gehen und ihre Büchlein auf dem Polizeibureau abholen; man hätte teine Veranlassung, ihnen mehr Lohn zu zahlen. Durch den Stillstand der Baucs à Broches sah sich die Fabrikleitung heute früh veranlaßt, die ganze Fabrit mit Ausnahme der Karderie feiern zu lassen. Es sind infolge dessen ca. 300 Arbeiter und Arbeiterinnen freiwillig bezw. gezwungen im Ausstand. Soziale Uebersicht. Von einem bei der Firma E. Herzog u. Comp. in Luckenwalde ausgebrochenen Former streit hatten wir fürzlich zu berichten. In einem Schreiben an uns ergänzt die Firma diese Mittheilung dahin, daß nur drei Mann wegen ver weigerter Lohnerhöhung die Arbeit verlassen hätten; für diese hätte sich aber sofort doppelter Erfaß gefunden. Diese Richtig stellung soll unbestritten bleiben, unerfindlich ist uns aber die Meinung der Firma, daß von einem Streit im Sinne des Wortes keine Rede sein könne. Versammlungen. Zu unserem Versammlungsbericht in Nr. 174 des Vorwärts" betreffend die Mäntelnäherinnen- Versammlung berichtet uns Herr Boldt, Mariannenstraße, daß die in dem Bericht gegebene Behauptung, er bezahle oftmals nach 14tägiger Arbeit seinen Arbeiterinnen feinen Lohn, auf unwahrheit beruht. Von Herrn Weigert geht uns betreffend unseren Verfammlungsbericht der Konditoren und Pfefferküchler vom 22. d. M. folgende Berichtigung zu: 0 Buchhändler nur versiegelt zu verschicken pflegt! Seitdem fürchte ich die Reporter. Seien Sie überzeugt, ich ging anfangs ernstlich mit dem Gedanken um, Journalisten zu meinen Soireen hinzuzuziehen, aber Hans Blum hat mir das verleidet. Früher las ich die Grenzboten". Seit Herr Blum ste redigiert, habe ich sie abgeschafft. Ich habe immer Angst, es tönnte' mal ein Artikel darin stehen, wie der von 1869 in der Gartenlaube". Ich traue dem Blum alles zu... Jetzt haben wir die Be= Kanzler nicht ein, obwohl ich doch wiederholt davon wieder Auf den Inhalt des Artikels ging der scheerung anfing. .. " In Erfurt starb dieser Tage nach einem Krankenlager von wenig Tagen der Oberregierungsrath von Izschoppe, der felbe, an welchen der berühmte Brief des Bürgermeisters Lange gerichtet war. Uebrigens ist die Hundegeschichte nicht schuld an dem unerwarteten Tode des Heimgegangenen, vielmehr hat ein Herzschlag dem Leben des 66jährigen Mannes ein Ende gemacht. ( Frtf. 3tg.). 1. Es ist nicht wahr, daß ich mein Erscheinen zu der gegen mich in Szene gefeßten Protestversammlung am 20. Juli cr. zu gefagt habe; es ist nicht richtig, daß die Interessen der Gehilfen schaft durch die Versammlung vom 22. Juni cr. schwer geschädigt worden sind, denn in dieser Versammlung vom 22. Juni er. hat Im zweiten Berliner Wahlkreis tagte auf dem Bock am der Referent und Einberufer der Protestversammlung vom 20. Juli 28. Juli eine fozialdemokratische Parteiversammlung mit der Herr Lorging, in seiner Eigenschaft als Vorsitzender des Vereins Tagesordnung: Protest gegen die Delegirtenwahl zum inter- der Konditorgehilfen von 1875 ebenso wie sein Freund Herr Ueber die Feuersbrunft am Rapee- Quai in Paris wird nationalen Kongreß in Zürich. Der Vertrauensmann Werner Dölz einstimmig mit fämmtlichen anwesenden Gehilfen erklärt, noch weiter gemeldet: 14 Dampfsprißen vermochten dem Feuer erklärte zu Beginn der Bersammlung, nach der Versammlung im daß die Griſtenz des Konditorgewerbes eine Mindest Arbeitszeit feinen Einhalt thun. 30 Häuser in der Nähe des Holzlagers Kontordia- Saale feien viele Genossen an ihn heran getreten mit von 8 Stunden an Sonn- und Festtagen erheische, und den sind mit verbrannt. Die Zahl der Verwundeten ist sehr groß, dem Verlangen, eine Protestversammlung einzuberufen. Da dieses Konditoren erlaubt sein müsse, für den übrigen Theil des Tages zwei Feuerwehrleute sollen bereits ihren Wunden erlegen sein. Verlangen von einer ganzen Anzahl Genossen gestellt wurde, so einen du jour- Gehilfen beschäftigen zu dürfen. Den, Beweis Römisches Sprichwort. Der Papst hat die zwei Gehabe er sich als Vertrauensmann genöthigt gesehen, diese Ber- hierfür kann ich durch das Originalprotokoll der Versammlung walten( weltliche und geistliche). Der Soldat vertheidigt beide. fammlung anzuberaumen. Eine Nachwahl von Delegirten sei vom 22. Juni cr. führen; es widerspricht mithin den That Der Bürger bezahlt für alle brei. Der Arbeiter ernährt alle von Keinem beabsichtigt, es handle sich auch nicht um Personen, sachen, wenn die Herren Lorking u. Dölz jetzt be vier. Der Priester betet für alle fünf. Der Arzt tödtet alle sondern nur gegen das Verfahren in der Konkordia- Bersammhaupten, die Gesellen hätten an Sonntagen stets nur sechs. Der Dieb bestiehlt alle sieben. Der Beichtvater entfündigt lung, das er auch nicht gut heißen könne. solle Verwahrung ein- 5 Stunden arbeiten wollen. ( absolvirt) alle acht. Der Zodtengräber begräbt alle neun. Der gelegt werden. Die heutige Versammlung habe keinen anderen Zwed 2. Die Versammlung vom 11. Juli ist nur für die Chokoladen-, Teufel holt alle zehn. als den, freie Kritik zu üben. Schon in der Geschäftsordnungs- Debatte Konfitüren, Marzipan-, Zuckerwaaren, Bonbon- Fabrikanten zu Beginn jener Bersammlung feien Unregelmäßigkeiten vorge- u. s. w. einberufen gewesen und hatte mit den Konditoren nichts tommen. Ueber Kestner's Antrag, aus jedem Wahlkreise einen zu thun. " Freireligiöse Gemeinde. Sonntag, den 30. Jult, 10% Uhr, Rosen: thalerstr. 88. Serr E. Bogtherr: Die Reformation des 19. Jahrhunderts." Privat- Theatergesellschaft Preciofa". Sigung 5 Uhr im Restaurant Andreasburg", Andreasstr. 3. Nachher Tanz. Depeschen. ( Wolff's Telegraphen- Bureau.) Paris, 29. Juli. Nach hier eingegangenen Nachrichten aus Buenos- Ayres ist in der Provinz San Louis eine Revolution ausgebrochen. Der Gouverneur der Provinz wurde von den Insurgenteu gefangen genommen. Paris, 29. Juli. Nach hier eingegangenen Meldungen aus Bangkok hat die Friedenspartei des gestern Abend im Palaste zusammengetretenen Rathes, an welchem die Brüder des Königs und die Minister theilnahmen, den Sieg davongetragen. Dem Gesandten Siams in Paris wurde alsdann telegraphisch der Befehl übermittelt, das Ultimatum Frankreichs bedingungslos anzunehmen. Der Gesandte Englands wurde sofort von diesem Entschlusse in Kenntniß gesezt. Fast sämmtliche fremdländischen Schiffe find bereits abgegangen, um am Montag außerhalb der Blockadelinie zu sein. Paris, 29. Jult. Der siamesische Gesandte bestätigte heute Vormittag in der Unterredung mit dem Minister Develle, daß Siam alle Bedingungen des französischen Ultimatums angenommen habe. Der Ministerrath berieth über die Mittheilung Siams und wird morgen eine Sigung unter dem Vorsitz des Präsidenten Carnot abhalten. Vertreter in das Bureau zu wählen, sei man einfach hinweg- 3. Es ist unrichtig, daß ich parteiisch für die Arbeitgeber gegangen, ohne ihn zur Abstimmung zu bringen. Bei der Ab- aufgetreten bin, da die Protokolle der auf meine Veranlassung stimmung über Antrick habe der zweite Vorfigende erklärt: Das abgehaltenen Versammlungen ergeben, daß ich stets bemüht war, ist die Majorität," und zum Schluß wurde dann Antrick nicht die Gegenfäße zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer zu mildern als gewählt proflamirt. Brunzel bemerkt, ob bei der Ab- und eine friedliche Verständigung herbeizuführen. flimmung über Antrick das Resultat als Majorität erklärt worden Frauen- und Mädchen- Bildungsverein des arbeitenden Volkes sei, tönne er nicht bezeugen; aber wenn Antrict als nicht gewählt füe Berlin und Umgegend, Filiale Moabit. Deffentliche Bersammlung am bezeichnet worden wäre, dann wäre ja der Widerspruch sofort Montag, den 31. Juli, Abends 8% Uhr, im Bittoriasaal, Berlebergerstr. 18. laut geworden. Richard Schulz hält es nicht für richtig, Tagesordnung: Bortrag des Herrn Dr. Weyl:„ Die Gesundheitspflege und die daß in dieser Angelegenheit überhaupt noch eine Versammlung Frau in der heutigen Geſellſchaft. Rationale kaufmännische Kranken- und Sterbekaffe, Solzmarkteinberufen worden ist. Timm führt aus, die Schuld an der straße 67. Vorstandssigung am Montag, den 31. Juli, Abends 8% uhr, im ganzen Sache treffe nicht blos das Bureau der Konkordia Ver- Restaurant P. Bodenburg, Kommandantensti. 10-11. Freie Vereinigung der Graveure, Ziseleure und verwandter gefammlung, sondern auch die Versammlung selbst, die zu rufsgenoffen Berlino und Umgegend. Generalversammlung am Montag, unruhig gewesen sei. Seiner Ansicht nach sei Antrick nicht den 31. Juli, Abends 8 Uhr. Geschäftliches, Entgegennahme der Halbjahres: gewählt gewesen. Vielleicht habe das Bureau das nicht forreft rechnungen und Berichte. ausgesprochen. In Zukunft möge man solche Wahl durch Stimmzettel vornehinen, die eine Anzahl Ordner einsammeln und aus denen sie am nächsten Tage mit dem Bureau zusammen das katklub Roth- Junge". Sizung jeden Dienstag nach dem 15., SpielResultat feststellen; dasselbe könne dann im Vorwärts" bekannt abens von 9-11 Uhr abends im Restaurant Herrath, Böchstr. 7. gegeben werden. Börner hebt hervor: Daß die Versammlung Vergnügungshlub Oftend". Sigung mit Damen am Sonntag 5 Uhr, in der Konkordia herzlich schlecht geleitet war, darin feien alle rautstr. 6 bet Herrn Rudolf, Eingang vom Flur. Einschreiben neuer Mit Besucher derselben einig. Der zweite Vorsitzende habe Antrick lieber 30 Bf. Tanz und Borträge. Vergnügungsklub Eichenlaub". Sigung mit Damen am Sonntag als gewählt verlesen, sei darin aber von den anderen Bureau- um 6 Uhr, Landsbergerstr. 82 bet Albert, Vereinszimmer rechts. Zanz und mitgliedern berichtigt worden. Durch die Einladung zur heutigen Borträge. Arbeiter Bildungsschule. Sonntag Bormittag 10-12 Uhr: Nord= Bersammlung sei aber der Sozialdemokratie kein Dienst erwiesen. gule, müderstr. 179a: Unterricht in Gefegestunde. Dft- Schu( Er meine, daß die Parteigenossen sich bei dem Beschlusse, wie vartusstraße 31: Buchführung. Für alle vier Schulen in schöning" er vorige Woche gefaßt worden, beruhigen sollten. Frau Restauration, Stallschreiberstraße 29: Nationalökonomie. Fahrenwald erklärt, die Frauen protestiren dagegen, daß eine bends 8-10% Uhr: Nord- Schule, Müllerstraße 179a: Unterricht Delegirte aus Stuttgart geholt werden mußte. Frau Bettin sei Sonja( obres) bute, Mariendorferstr. 5 bet Grube: Nationa London, 29. Juli. Das„ Reuter'sche Bureau" erfährt, daß ja die bewährteste Genossin, aber sie sei tüchtig für Süd- schule, Reichenbergerstr. 133: Anatomie. deutschland, nicht für Berlin. Weiteres werde die Frauen- it Ausnahme Mathematik und Buchführung, fönnen noch Schüler und das Anerbieten der stamesischen Regierung, auf alle Bedingungen des französischen Ultimatums einzugehen, von Frankreich anAgitations Kommission veranlassen. Haupt ist der Meinung, Sozialdemokratische Lese- und Biehntisklubs. Mar Ravies, genommen sei und hierdurch die Nothwendigkeit der Blockade daß in der Konkordia- Versammlung eine Unterdrückung statt- jeben Sonntag Bormittags 10% Uhr im Restaur. Schömann, Seimstr. 16. gefunden habe. Kestner tritt den Bemerkungen Werner's und Reim er", jeben Montag, Abends 9 Uhr, bei Rudolph Bahr, Gerichtsstr. 19. hinfällig werde. Die Regelung der Frage, betreffend die am oberen Arbeiter- Sängerbund Berlino und Umgegend. Sonntag. Alle Laufe des Mekong gelegenen und von England an Siam abBrunzel's bei. Knüpfer fragt, warum nicht über den Antrag Kenderungen im Bereinstalender find zu richten an fr. Fortum, Manteuffel getretenen Provinzen würde bis zum Abschluß der Verhandlungen 9 Uhr: Uebungsstunde. Aufnahme neuer abgestimmt worden sei, als Delegirte aus jedem Wahlkreise Einen firaße 70, Abends Brauer- Gefangverein Gerstenäbre, Neue Friebrichstr. 20, zwischen der englischen und französischen Regierung aufgeschoben zu wählen, die dann von sich drei auszuloosen gehabt hätten. lteber. bet Keller, von 4-6 Uhr Nachmittags. Montag. Norbheutsche werden. Die, welche als gewählt bezeichnet worden seien, könnten sich gar schleife, Melchiorftr. 15 bet Stehmann. Biebertafelber male e Harmonie ein nicht als gewählt betrachten, denn Viele hätten in der Versamm- und verw. Berufsgen. Annenstr. 16 bei Ehrenberg. Zonblüthe, Görligerstraße 58 bet Boltslung gar nicht verstanden, um wen es fich handelte, und hätten ftraße 11 bei Feindt. dorf. Blüthe Weinstraße 3 bet effe. daher gar nicht gestimmt. Fischer: Die Partei und jeder einSängerchor, Alte Schönhaufer Straße Nr. 42 bei Reimann. zelne Genoffe habe allen Anlaß, fich davor zu hüten, den Schein rob' Soffnung Berlin West, Kulmftr. 36 bet taumann. 91 Man ötonouite; Dft- Schule, Marfusstraße 31: Gefeßestunde; Südost= In allen Unterrichtsfäche: n Schülerinnen auch jetzt im Laufe des Semesters eintreten. 9 MitLondon, 29. Juli. Die Konferenz der schottischen Bergarbeiter in Glasgow beschloß, das Resultat der GrubenbesitzerVersammlung am Mittwoch abzuwarten, und falls diese Versammlung die Mehrforderung von 1 Shilling täglich nicht be= willigt, den Streit zu beginnen. ( Depeschen des Bureau Herold.) Chemnitz, 29. Juli. Die hentige große Versammlung von Suchsdorf'scher Landwirthen beschloß unter Feststellung des bestehenden Nothstandes einstimmig eine erhebliche Erhöhung der Milchpreise. Paris, 29. Juli. Aus Bangkok wird gemeldet: Jm gestrigen siamesischen Ministerrath wurden die Unterhandlungen mit der französischen Regierung mitgetheilt; dieselben nehmen einen günftigen Verlauf und hofft man auf eine friedliche Lösung der Frage. Wien, 29. Juli. In Pottendorf brennt die Aktienspinnerei Bukarest, 29. Juli. Die Cholera in Bessarabien gewinnt feit heute früh. Der durch Versicherung gedeckte Schaden beträgt eine große Ausdehnung; dieselbe ist bereits in Bender auf 1/2 Million Gulden. getreten. Die Sanitätsmaßregeln an der Grenze find dieserhalb verschärft. Triest, 29. Juli. In der Provinz Alessandria kommen nach italienischer Blättermeldung täglich mehrere Cholerafälle vor. Konstantinopel, 29. Juli. Für Provenienzen aus dem Golf von Neapel ist eine fünftägige Quarantaine, für ProveParis, 29. Juli. In den bekannten Champagnerweinbergen nienzen aus Algier und Zunis ärztliche Untersuchung angeordnet von Ay ist die Reblaus entdeckt. Kopenhagen, 29. Juli. In Veranlassung des Konfliktes London, 29. Juli.( W. T.-B.) Die Zahl der ausständigen zwischen Frankreich und Siam hat die Regierung nach der Bergarbeiter beläuft sich bis jest auf 250 000, doch wird dieselbe Nat. Tid." den in siamesischen Diensten stehenden Premier- nach Nachrichten aus weiteren Orten in der zweiten Woche des lieutenant Dirckink Holmfeld zurückberufen und die französische August wahrscheinlich auf 340 000 steigen. Eine heute in Newcastle Regierung um die Bersetzung des Marine Premier lieutenants abgehaltene Versammlung von Grubenbesitzern beschloß, die Scheel, der auf einem französischen Kriegsschiffe in den, oft- Beantwortung der Arbeiterforderung einer 16prozentigen Lohnasiatischen Gewässern dient, zu einem anderen französischen Ge- erhöhung um eine Woche zu vertagen, um inzwischen mit dem schwader ersucht. Arbeiterausschuß zu berathen. D D London, 29. Juli. Depeschen aus Bangkok zufolge drückte die siamesische Regierung dem abziehenden französischen Gesandten Pavie ihr Bedauern über dessen Abschied aus, und sprach die Hoffnung aus, daß es zum Kriege nicht kommen werde. Die Blodade wird bis zu dem Augenblick dauern, in welchem Siam Frankreich vollständig Genugthuung geleistet. London, 29. Juli. Wie hier verlautet, soll der französischfiamefische Konflift schon beigelegt sein. Frankreich afzeptire die siamesischen Vorschläge und habe den Anspruch auf die Territorien am oberen Mekong aufgegeben. worden. Briefkaffen der Redaktion. A. Bebel. Den Parteigenoffen zur Nachricht, daß ich von heute ab bis Ende August verreist bin, es fönnen also Briefe an mich feine sofortige Beantwortung finden. Lep. Wir rathen Ihnen, es nicht zum Aeußersten zu treiben. Sie können den V." ja lesen, ohne daß der Betreffende es zu sehen braucht. Eine Stelle, wie die gewünschte, ist nicht offen, auch keine Aussicht. Sozialdemokratischer Wahlverein A. A., Rummelsburg. Kinkel wurde 1849 wegen seiner Theilnahme am Badisch- Pfälzischen Aufstand zum Tode verurtheilt, aber zu Zuchthaus begnadigt. Er entfloh aus Spandau, wo er Wolle zu spinnen hatte; in England und Amerika suchte er als Flüchtling eine politische Rolle zu spielen, fam wiederholt mit den radikal- sozialistischen Elementen in Konflitt, blibe aber seinen bürgerlich- demokratischen Grundsätzen treu. Nach einigen Schwankungen im Jahr 1870, genas er ziemlich bald von der nationalen Drehkrankheit, und entwickelte sich allmälig 3m Sozialismus. Vor seinem Tod, der am 12. November 1882 zu Zürich erfolgte, bekannte er wiederholt und öffentlich sein volles Einverständniß mit der deutschen Sozialdemokratie. A. K., Anklamerstraße. Wenden Sie sich an den Berliner Sanitätsverein. R. G. Den Familienklatsch wollen Sie öffentlich aufge bauscht haben? Den behält man hübsch für sich. Daß Ihr Schwager zu feiner Schwester, Ihrer Braut, auf die Sozialdemokraten schimpft, mag Sie verdrießen, aber wer von den Genossen, der Gegner unter seinen Verwandten hat, muß nicht ähnliches vertragen? B. in Erfurt. Was soll dergleichen im Vorwärt?"? Die Frau des betr. Pfarrers hat ja, wenn Ihre Mittheilung richtig ist, jederzeit einen Scheidungsgrund. M. W., Köln- Ehrenfeld. Sie haben zu dienen, fo wie Sie eingezogen werden. Die Militärvorlage ändert nichts daran. D. Bücher für die Arbeiter- Bildungsschule tönnen Sie abgeben bei H. Mattutat, Wrangelstr. 124, Hof 1 Tr. Typographia für den 6. Berl. Reichstags- Wahlkreis. Gesangverein Berliner Buchdrucker und Schriftgießer. Dienstag, den 1. August, in der Kronen- Brauerei, Alt- Moabit Nr. 47-49: Versammlung. Zages Ordnung: 240/17 1. Vortrag. 2. Diskussion. 3. Vereinsangelegenheiten. 4. Wahl eines Komitees zur Lassalle- Feier. 5. Verschiedenes und Fragekasten. NB. Die nächste General- Versammlung des Vereins findet Dienstag, den 8. August, statt. Der Vorstand. Große öffentliche Versammlung. fännitlicher Sonnabend, den 5. August: Vokal- u. Instrumental- Konzert Entree 20 f. Märkischer Hof, Admiral- Strasse Nr. 18 c. Jed. Sonntag im prachtv. Spiegeljaal Grosser Festball. Ende 2 Uhr. Meine beiden Säle, 120 u. 500 Pers. fassend sind noch Sonnabend, den 2. und 30. September, sowie etliche Anfang 5 Uhr. Sonntage an Vereine zu vergeben. in der Unions- Brauerei( Hasenhaide). Nach dem Konzert in beiden Sälen: Sommernachts- Ball Herren, welche daran theilnehmen, zahlen 30 Pfennige nach. Die Kaffeeküche ist von 3 Uhr ab geöffnet. Billets sind im Segersaal des Vorwärts" und an der Kasse zu haben. " Die nächste Uebungsstunde findet Dienstag, Abends 9 Uhr, ftatt.[ 159/6 Achtung! Achtung! Ehrenerklärung. Brauerei- und Bierverlags- Arbeiter Fisch- Arbeiter! am Donnerlag, den 3. August, Abends 8½ Uhr, in den Concordia- Festsälen, Andreasstr. 64( großer Saal). Tages- Ordnung: 81/2 Uhr, Frau Restaurateur Anna Woick, Am Montag, den 31. Juli, Abends Manteuffelſtr. 37, erkläre ich hiermit für eine anständige Frau, sollte ich Vereinsversammlung. 166/10 biefelbe vor etwa zwei Jahren beleidigt haben, welches Zeugen beweisen wollen, Tagesordnung: so nehme ich die Beleidigung hierdurch öffentlich zurück. 1. Vierteljahrsbericht. 2. Vortrag. 1. Vortrag über Maßregelungen der Brauerei- Hilfsarbeiter seit ihrer Dr ganisation. Referent: R. Wiehle, Verbandsvorsitzender der Brauerei- Arbeiter 3. Diskussion. 4. Verschiedenes. Deutschlands. 2. Diskussion. 3. Beschickung des Züricher Kongresses. 4. Besprechung über den Boykott der Spandauer Berg- Brauerei. 5. Verschiebenes. Zentral- Kranken- u. Sterbekasse NB. Zu dieser Versammlung sind sämmtliche Brauerei- Direktoren, Braumeister, Maschinenmeister, Kellermeister, Inspektoren, sowie sämmtliche Betriebsleiter eingeladen. Die Kommission. 1200b Andreasstr. 64. Konkordia- Festsäle. Andreasstr. 64. Sonnabend, den 5. August 1893: In allen Sälen: Gr. Sommernachts- Ball verbunden mit humoristischen Vorträgen arrangirt vom Verband der Geschäftsdiener, Packer und Berufsgenossen. Die Ballmusik wird von der Freien Vereinigung der Zivil- Berufsmusiker" unter Leitung des Herrn C. Raabe ausgeführt. Der Garten mit mehr als 1000 Gigpläßen, schöner Wasser- Fontaine u. f. w. steht uns zur Verfügung. = Im Garten Ausschant: 4/10 Liter Bier 15 Pf. Garderobe 20 Pf. Im Tunnel: 6 schöne asphaltirte Regelbahnen. Einlasskarten: Damen 30 Pf., Herren 50 f.( intl. Tanz) der Tischler 1. s. 1. 1165b Frau Anna Müller, Naunynstr. 91. Aufforderung. Der Maler und Lackirer Robert Schmidt, Kastanien- Allee 10 wohnF. Pietsch' Lauf- Dresdenerstr.10. Der erste neue Lehrkursus in d. Saison beg. f. Damen u. Herren Sonntag, 6. Aug., achm. 4 Uhr. Meld. Adalbertstr. 3 u. bei Beginn des Unterrichts.[ 4602L* Genofen empfehle meinen Frühtüchs-, Mittags- und Abendtisch. Vereinszimmer mit Piano. Für gute Getränke sorgt stets 1336L* Fritz Fröhlich, 43 Altes Schüßenhaus, Linienstraße 5, empfiehlt seine Festfäle ( 560 Personen fassend) zu allen Gelegen7336 heiten. Freunden und Genossen empfehle mein Oertliche Verwaltung Berlin F. haft, wird hiermit aufgefordert, seinen Weiß- u. Bairisch- Bier- Lokal. Montag, den 31. Juli, Abends 81% Uhr, bei Herrn Keller, Bergstraße 68, Mitglieder- Versammlung. Tagesordnung: 1. Abrechnung vom 2. Quartal. 2. Verschiedene Kassenangelegenheiten. Es ist Pflicht eines jeden Mitgliedes, zu erscheinen. Die Ortsverwaltung. 305/8 Verein Berliner Hausdiener. Sonnabend, den 5. August 1893: Großer Kinder frei, find im Bureau Neue Grünftr. 10, ſowie in allen Zahlſtellen und Sommernachtsball in den mit Plakaten belegten Handlungen zu haben. Anfang präzise 9 Uhr. 171/6 Sommer- Fest Ende??? Der Vorstand. der Stellmacher Berlins und Umgegend am Montag den 31. Juli 1893, in Weimann's Volksgarten, Badstrasse 56, bestehend in Konzert, Künstler- Vorstellung und Sommernachts- Ball. Tanz extra. Anfang 5 Uhr. Entree 25 Pf. Billets find in den mit Plakaten belegten Lokalen, sowie am Eingang des Festlokals zu haben.- Die Kaffeeküche ist von 3 Uhr ab geöffnet. Das Komitee. 1133b Ethische Gesellschaft. Am Sonntag, den 30. 5. Mts., Abends 8 Uhr, Kommandantenstraße 20: Vortrag des Herrn Dr. Bernstein, über: Das Wesen des Sozialismus. " Verpflichtungen dem Ost- und Westpreußischen Männer Gesangverein gegenüber( vom Palmsonntag) schleunigft nachzukommen, andernfalls gegen ihn vorgegangen wird. J. A.: Der Vorstand. !! Roh- Tabak!! Sämmtl. in- u. ausländischen Sorten, gute Qualität, tadelloser Brand, in E. Poillon, Schulzendorferstr. 18a. Allen Freunden und Roll. empfehle mein Weiß. n. Bairisch- Bierlokal, Frühstück, Mittag- und Abendtisch. A. Büngli, 1172b Alte Jakobstr. 35, part. 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Herren als Gäfte sehr willkommen. Volks- Bazar Köpenickerstr. 127a. 142/10 B. Sax Volks- Bazar Köpenickerstr. 127a. Herren- u. Knaben- Garderobe. Empfehle mein Lager von fertigen Herren- u. Knaben- Garderoben, sowie zur Anfertigung nach Maaß unter Garantie des Gutsizens. Solide Preise! Schmucksachen für Damen u. Herren als: Ohrringe, Armbänder, Broche's, Haarpfeile und -Spangen, Fingerringe, Uhrketten, Oberhemden, Manschetten- u. Kragenknöpfe Reelle Bedienung! Am 1. August eröffne ich eine Kartoffel- und Herings- Niederlage 168/4 u. billig man bei kauft Hemden Sally Glaser, Invalidenstraße 5. zu repren ( außer Bruch) unter Garantte foftet bei mir 1,50 Mk. Kleine Reparaturen entsprechend billiger. Uhren, Gold- u. Silberwaaren Möbel eigener Tischlerei C. Wunsch, augue. 38, H.Meyer, Tischlermstr. n. d. Dranienplay. Krankheitshalb. sof. Eck- Destillation Berlin SO., Naunyn- Str. 3, Hof links part. zu verkaufen. Zu erfragen b. Hempel, Lager vollständ. 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Beilage zum„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 179. Hand- und Maschinenarbeit. Sonntag, den 30. Juli 1893. den 10. Jahrg. Meister auf Beschluß einer Versammlung des Vereins selb- Waldluft neue Kräfte für ihre Berufsarbeit sammeln können, ist ständiger Korbmacher von Hamburg und Umgegend es sich an- zu Wiesbaden aufgetaucht und findet in den weitesten Kreisen der gelegen sein lassen, Preis für fchwere grüne Einwohnerschaft lebhaftes menschenfreundliches Entgegenkommen, Vor einiger Zeit machte eine interessante Statistik der 3ür Arbeit herabzusehen, offenbar in der Absicht, einen sodaß bereits mit der Aussendung solcher Mädchen begonnen worden cherischen Seidenindustrie Gesellschaft, betr. Druck auf die Streifenden auszuüben, denn wie allseitig ver- ist. Als Ort ist das Dörfchen Eppstein im Taunus ausersehen die Verdrängung der Handarbeit durch die Maschinenarbeit die sichert wurde, wird diese Arbeit augenblicklich sehr viel ge- worden, wo die Mädchen bei dem dortigen Lehrer Unterkommen Runde durch die Presse. Darnach betrug die Zahl der in dieser braucht und geht, wie man sagt, immer warm weg. Dadurch finden. Bereits sind seit einigen Wochen dort mehrere Mädchen Industrie des Kantons Zürich beschäftigten Arbeiter 1881: 50276 haben weitere 30 Mann die Arbeit eingestellt. Die Zahl der untergebracht, die nächstens urückkehren werden, um anderen Plaz ( 1883: 52 365, 1885: 42 350, 1889: 46 585), 1891 dagegen aber Streifenden ist somit auf 150 Mann mit insgesammt 120 Kindern zu machen. Sollte sich ein solch' menschenfreundliches Werk nur 45 383. Die eingeklammerten Ziffern zeigen innerhalb dieses gestiegen, die gewillt sind, den Kampf mit den Herren, einmal nicht auch hier ermöglichen lassen?" Jahrzehnts ganz bedeutende Schwankungen, die jedoch trotz der begonnen, auch siegreich zu Ende zu führen. Erschwert wird uns Die Mannheimer Voltsstimme" begleitet diesen Aufruf fleinen Steigerung von 1883 die Tendenz zur Verminderung bei der Kampf durch etwa 60 Kollegen, zur Hälfte Frauen, die nicht mit folgendem treffenden Kommentar: behalten haben. Und der Rückgang von 1881-1891 beträgt für unsere Sache zu gewinnen waren. Dringende Hilfe thut Oder Heuchelei! Wahrlich eine saubere„ Nächstenliebe", rund 10 pet. noth; deshalb ersuchen wir alle organisirten Arbeiter Deutsch- die ruhig zusieht und vielleicht selbst mithilft wenn ein Interessant ist aber, daß der Rückgang hauptsächlich die lands, uns träftig zu unterstützen. Briefe und Geldsendungen junges Menschenleben durch kapitalistische Ausbeutung, durch Handweberei betrifft, während die mechanische Weberei sind zu richten an 2. v. Dohle, per Adr. Herrn Borchert, Thal- Noth und Elend an den Rand des Grabes gebracht wird, und eine fortwährende Steigerung der bezüglichen Arbeiterzahl aufstraße 17, St. Pauli. dann den unglücklichen Nebenmenschen mit einigen elenden weist. So betrug die Zahl der 1881 in der Hausindustrie Groschen, vielleicht mit denselben, die man an ihm selbst beschäftigten Winderinnen 6433, 1891 dagegen nur noch 2789. abgezwackt hat, vom Rande des Grabes zurückzureißen sucht, Handwebstühle wurden 1881 30 398 gezählt, 1891 aber nur noch um ihn aufs Neue der kapitalistischen Ausbeutung in die 20 977. Ihr, mit einem drei- oder vielleicht vierwöchigen Landaufenthalt könntet ihr den Keim, den der gewissenlose Arbeitswucher in Die Wahlen zum Gewerbegericht in Gießen, die am hunderte und tausende arme Näherinnen gesenkt hat, ersticken? 28. Juli vollzogen wurden, brachten, soweit die ArbeitnehmerJusgesammt waren in der( Seiden-) Hausindustrie thätig liste in Betracht kommt, einen glänzenden Sieg der sozialdemo: Heuchlerische Brut! Wenn es Euch ernst ist mit eurem menschenArbeiter und Angestellte 1889: 27 880, 1891 dagegen nur noch fratischen Liste. Mit 342 siegten die Sozialdemokraten über ihre freundlichen Beginnen, so sucht die Krankheit, nicht die Begleit24 708: in der mechanischen Industrie 1889: 8460, 1891: Gegner, auf die nur 16 bis 28 Stimmen entfielen. Auf der erscheinung zu kuriren. Greift das Uebel an der Wurzel an. 10 568, zusammen 36 340 und 35 276 Arbeiter und Angestellte. Arbeitgeberliste wurden die Kandidaten des Gewerbevereins Steht uns bei und geht der gemeinen Ausbeuterei auf den Leib, die an diesen armen Geschöpfen begangen wird. Sorgt dafür, Tie Summe der an die Arbeiter und Angestellten aus- ohne Widerspruch gewählt. daß endlich unsere Forderung auf einen achtstündigen Maximalbezahlten Löhne und Gehälter betrug 1889: 16 333 904 und arbeitstag erfüllt werde und daß die armen Mädchen 1891: 14 820 759 Fr. Die Verminderung der Lohnfumme fällt 16, ja fogar 18 Stunden tagtäglich über fast ausschließlich auf die Hausindustrie( 2074 000 r.), während nicht 14, 16, und keine ihrer Näherei sitzen müssen die Löhne der in der mechanischen Weberei Beschäftigten eine haben, um ihren geschwächten Körper durch einen Gang in die feine Minute Beit freie Luft zu stärken. Sorgt dafür, daß sie anständig bezahlt werden, damit sie sich entsprechende Nahrung, Kleidung und Wohnung beschaffen können und nicht Jahr aus, Jahr ein auf Brot und Kaffee und Kaffee und Brot angewiesen sind, wenn sie sich nicht der Prostitution in die Arme werfen wollen. Mit einem Worte: Sorgt dafür, daß sie menschenwürdig leben können. Dann könnt Ihr Euch die Ehrenbezeichnung der Menschenfreundlichkeit beilegen, und dann spart Ihr auch Euer nachträg liches Mitleid, das weiter nichts ist als pharisäische Heuchelei, darauf berechnet, die große dumme Masse der Lohnfklaven an der goldenen Kette festzuhalten, um sie leichter ausbeuten zu können. Das Streitkomitee Hamburg- Altona. Die Töpfer ersuchen in ihrem Fachorgan um Fernhaltung des Zuzugs nach Speier, Nauen, Rottbus und Königs Wuster- Arme zu treiben! Nennt Ihr das Nächstenliebe? Und glaubt haufen. Dagegen vermehrte sich die Zahl der mechanischen Webstühle im gleichen Zeitraum von 3151 auf 7173 und die Zahl der beschäftigten Arbeiter stieg von 5563 im Jahre 1885 auf 10 248 im Jahre 1891. Zunahme von 800 000 Fr. erfuhren. Die von der ganzen Seidenindustrie bezahlten Löhne und Gehälter machten 1881 die Summe von 20 480 103 Fr. und 1891 die von 19 849 982 Fr. aus. Von dem Rückgang der Hausarbeit in der Seidenindustrie wird in der Hauptsache das Kleinbauernthum betroffen und man anderen Nebenerwerb. Auf die Sittlichkeit gewisser Kaufmanns- Prinzipale wirft folgender Brief, den der„ Handelsangestellte" veröffentlicht, ein bezeichnendes Schlaglicht. Dies Schreiben wurde einigen Handlungsgehilfinnen auf eine Annonce hin zugestellt: Stuttgart, den 8. Mai 1893. Geehrte Damen! Würden Sie eine sehr gute Stellung in Baden bei einem bei demselben im Hause ledigen Chef annehmen und wohnen? Wenn konvenirend, bitte um gef. Nachricht unter Chiffre W 805 iſt ſeit längerer Zeit auf der Suche nach einem Ersatz durch Hauptpost Stuttgart und furze Beschreibung ihrer Persönlich Terfelbe Vorgang wie in der Züricher Seidenindustrie spielt feiten, Karrière, Figur, Temperament 2c. sich auch im Krefelder Industriebezirke ab. Nach dem für Sie wissen ja, daß, wenn man beisammen wohnt, 1892 erstatteten Berichte der Krefelder Handelskammer man sich genau fennen muß, und wäre Ihnen dankbar, wenn nimmt die Zahl der in der dortigen Sammt- und Seiden- Sie mir in jeder Beziehung offen Antwort geben wollten, Industrie beschäftigten Handwebstühle reißend ab. So wurden in wenn Sie wollen, vorläufig anonym.- Paßt Ihnen die Stelder Sammtindustrie Handwebstühle gezählt 1889 7448, lung nicht, so können Sie mir vielleicht zwei hübsche 1890 6929, 1891 3351 und 1892 2850. Innerhalb der furzen Kolleginnen empfehlen. Mit Achtung Periode von drei Jahren hat sich demnach die Zahl der Handwebstühle um fast zwei Drittel vermindert. Leider steht diesem Rückgang nicht nur teine entsprechende Vermehrung der mechanischen Webstühle gegenüber, die Zahl derselben ist vielmehr ebenfalls geringer geworden. Man zählte deren: 1889 2214, 1890 2907, 1891 2425 und 1892 2022. Etwas beſſer iſt es mit der Seidenindustrie bestellt. Dieselbe beschäftigte Handwebstuhle 1889: 15 118, 1890: 14 263, 1891: 116 508, 1892: 10 173, der Rückgang der Handwebstühle beträgt hier ein Drittel. Die mechanischen Webstühle haben eine fleine Bermehrung erfahren und zwar wurden gezählt: 1889: 2270, 1890: 2484, 1891: 26818 und 1892: 2571. Jm Vorjahr hat hier ebenfalls ein Rückgang stattgefunden. 1892: 70,98 Millionen Mark. V 0 W 365 aus Baden, 3. 3. Stuttgart. Die Lehrlingsausbentung im Kaufmannsgewerbe. Bei der Schlußfeier des Schuljahres der Kaufmännischen Fortbildungsschule in Stuttgart hielt Prof. Huwald eine Rede, in der er die Frage der Unterrichtszeit behandelte. Er wies darauf hin, daß die kaufmännischen Lehrlinge mit Einreichung des Schulunterrichts von 6 oder 7 Uhr Morgens bis Abends 1/210 Uhr also Zum Knappentruh. Es genügt den Zechenverwaltungen etwa 15 Stunden täglich beschäftigt sind, in einer heutzutage nicht mehr, die Macht zu haben, bei den Bergleuten Zeit, wo der Körper gerade sich zu entwickeln bestimmt ist. Der jede selbständige Regung, jeden Versuch, sich durch Koalition das Redner schlug vor, vom Abend zum Tagesunterricht überzugehen; Höllenleben in und außerhalb der Grube halbwegs erträglich zu gegenwärtig haben von 150 kaufmännischen Fortbildungsschulen gestalten, mit brutaler Rücksichtslosigkeit zu unterdrücken. Man Deutschlands 60 nur Tagesunterricht, 25( darunter Stuttgart) geht weiter und hintertreibt systematisch auch die selbständige Tages- und Abendunterricht, die übrigen nur Abendunterricht. Es Ausübung der Pflichten, die die Berggesetz- Novelle auf dem sei doch kein Ding der Unmöglichkeit, es einzurichten, daß die Lehrlinge Papier wenigstens den Knappen gebietet. Die Bergleute sollen etwa an drei Nachmittagen der Woche den Fortbildungsunterricht Automaten sein, die zusammenfnicken und aufrecht stehen, wie es genöffen. jeweilig der Zechenverwaltung beliebt und wehe ihnen, wenn sie Ter Herr Professor hat Recht, meint die Schwäb. Tagw.", Die Tendenz der Verminderung der Hausindustrie ist aus nicht Ordre pariren, wenn in ihrem Hirn noch ein Schimmer die auf diese Rede aufmerksam macht, es ist kein Ding der Unben Ziffern als eine dauernde zu erkennen. Sie wird um so davon übrig geblieben, daß sie als zum Menschengeschlecht gehörig möglichkeit, den Unterricht so einzurichten, daß er statt nach stärker wirksam werden, je länger die allgemeine Wirthschafts- so etwas wie einen eigenen Willen haben. Man besitzt dann schon Feierabend an drei Nachmittagen der Woche stattfindet. Aber krise und die daraus hervorgegangene scharfe Krise in der die Macht, dem Lohnitlaven das Verständniß dafür beizubringen, der Herr Professor hat dabei nicht in Betracht gezogen, daß bei Gammt= und Seidenindustrie anhalten wird. Diese wer im Besitz des Willens ist und ihn auszuüben vermag. einer solchen Einrichtung der heilige Profit der privilegirten Krise giebt sich in den Verkehrsziffern zu erkennen. Der Die ganze Misère des Bergmannslebens tritt zu Tage in der Lehrlingszüchter, welche im taufmännischen Gewerbe ebenso zahlUmsatz betrug 1889: 86,05, 1890: 92,89, 1891: 76,638 und nachstehenden Petition, welche die Mitglieder des Algemeinen reich oder noch zahlreicher sind, als beim Handwerkerſtand, Schwankung in der Zahl der Webstühle. Im besten Jahre 1890 nappschaftsvereins zu Bochum an den Minister v. Berlepsch Noth leiden könnte, und das darf nicht sein. Der wohlgemeinte Vorschlag wird daher nicht so ohne Weiteres die Zustimmung werden die mechanischen Webstühle wesentlich vermehrt, während richten. Es heißt darin: Das zur Zeit giltige Knappschafts Statut enthält die Be- der kaufmännischen Lehrherren finden, und wir möchten dem sie im schlechtesten Jahre 1892 eine Verringerung erfahren. stimmung, daß nur aktive und invalide Bergleute Knappschafts- Herrn Professor nur den Anblick der süßsauren Gesichter der Der Verbrauch an Sammit- und Seiden- Produkten der Kre- Helteste sein können. Von den in letter Wahl gewählten Knapp- Lehrherren gönnen, wenn ihre Lehrlinge dreimal in der Woche felder Industrie ist in Deutschland allein von 38 Millionen schafts- Aeltesten wird vielen von den Zechenverwaltungen die statt in das Magazin in die Fortbildungsschule gingen, um Mart 1890 auf 31 Millionen Mark 1892 zurückgegangen, der Arbeit gekündigt und erhalten nur selten oder gar keine etwas zu lernen. Export nach England von 22 auf 15; der außereuropäische Arbeit wieder; verlieren dadurch die statutenmäßige EigenExport hat sich von 22 Millionen auf 16 Millionen Mark ver- schaft zum Knappschafts Aeltesten. Diese Maßregelungen Die Heilung der Sprachgebrechen. Es ist eine That wiederholen sich, so daß die systematische systematische Unfache, so schreiben bürgerliche Blätter, daß Sprachgebrechen in Für die Arbeiterschaft bedeuten diese Zahlen Arbeitslosigkeit, möglich mach ung der neuen Knappschafts Aeltesten unseren Schulen noch eine verhältnißmäßig starke Verbreitung Lohnverminderung, Abzüge u. f. w., kurz Elend und Noth. als solche flar zu erkennen ist und dadurch der berechtigte An- haben. Im vorigen Jahre vorgenommene Umfragen ergaben Dem Aussterben der schädlichen, kulturwidrigen Hausindustrie theil der Bergleute an der Selbstverwaltung des Knappschafts- 3. B. in den Hamburger Volksschulen 624, in den Mühlhausener wird kein vernünftiger Mensch eine Thräne nachweinen, allein vereins in Frage gestellt und schließlich verloren Elementarschulen 84 mit Sprachgebrechen behaftete Schulkinder. wenn der hausindustrielle Weber, da er auch in der Fabrik keine geht. Denn nur die den Zechenverwaltungen genehme Das bedeutet für die Kinder, falls keine Heilung eintritt, für Beschäftigung findet, ganz erwerbs- und existenzlos ist, was eltesten behalten ihre Grubenarbeit und somit allein nur die die Schulzeit eine große Summe von Unannehmlichkeiten, dann? Nun die Regierung des Landes, das nach der Be statutarische Möglichkeit, Knappschaftsälteste zu sein. Beschämungen, Kränkungen, für ihre spätere Lebenshauptung ferviler Zeitungsschreiber und Politiker an der Spike Da es nun gegen solche den Antheil der Bergleute an der zeit erschwertes wirthschaftliches Fortkommen; für Familie der Sozialreform marschirt, sie giebt dem arbeitslosen hungern- Selbstverwaltung des Knappschaftsvereins vernichtende Maß- und Schule erwächst aus diesen Sprachgebrechen manche den Weber, dem gedrückten Volke überhaupt 70 000 neue Sol- nahmen der Zechenverwaltungen feine geeignete Gegenmaßregeln Unannehmlichkeit und Belästigung. In diesen Zahlen drückt sich daten, hunderte von Millionen neuer Steuern, neue Kasernen, neue Kanonen und Repetirgewehre, neue Offiziere und Unter- giebt, so bleibt nur übrig dahin zu wirken, daß das Statut in aber auch in gewissem Sinne eine Schuld der Gesellschaft aus. anbetracht der oben dargelegten Drangsalirungen dahin ab- Sprachgebrechen und insbesondere Stottern lassen sich in der offiziere fie giebt Steine statt Brot! geändert wird, daß auch solchen Knappschaftsältesten, welche wegen Jugend durch sachgemäßen Unterricht ohne besondere Schwierig oben gezeichneter Umstände zu feiern gezwungen sind, die Be- feiten beseitigen. Ein nachahmenswerthes Beispiel in dieser rechtigung zur Ausübung der Knappschafts- Richtung hat der Verein zur Heilung stottern der Volksschüler" ältesten Funktionen nicht verloren geht. in Hamburg gegeben, der im September 1888 seinen ersten UnterStatuten, welche eine dahin gehende Bestimmung nicht enthalten, richtskursus begonnen und den jüngsten unlängst beendigt habe. ist die Genehmigung zu versagen und das in Geltung stehende Innerhalb dieses Zeitraumes hat der Verein in sechs Abtheilungen Statut wegen des nachträglich sich herausstellenden Miß- zufammen 617 Schüler unterrichten lassen. Die dadurch entstandenen verhältnisses, durch die Verkümmerung der Rechte der Bergleute, Ausgaben betrugen etwa 19 M. für jeden Schüler. Mehr als zu beanstanden. 550 Knaben und Mädchen sind bisher in ihren zukünftigen Lebensberuf eingetreten, ohne durch Stottern und Stammeln am Fortkommen weiter behindert zu sein. Auch die jüngst abgehaltene Prüfung legte ein erfreuliches Zeugniß von den gewonnenen Resultaten ab. Bemerkenswerth ist, daß die Unterrichtenden keinen besonderen Kursus für Sprachlehrer durchgemacht, sondern nur vom Direktor der Taubstummenanstalt eine Anleitung in Konferenzen empfangen haben. Möchten sich doch in Deutschland recht viele Lehrer finden, welche die leichte Mühe nicht scheuten, sich von einem Sachverständigen solche Anleitungen zur Heilung Stotternder geben zu lassen. mindert. Soziale Ueberlicht. W Es kennzeichnet die Beachtung, die im Militärstaat von oben herab der Volksschule geschenkt wird, daß zur Heilung dieser Ge brechen die Privatthätigkeit in die Schranken treten muß. An alle in der Korbmacherei beschäftigten Personen Deutschlands! Kollegen! Wie bereits bekannt, befinden sich die Korbmacher Ferner bestimmt die Nr. 10 des§ 193 im genannten hierorts seit dem 10. Juli im Streit. Um aufgetauchten un- Statut, daß der Knappschafts- Vorstand sog. Oberälteste anstellen wahren Gerüchten entgegen zu treten, erlauben wir uns, den kann. Sind die Bedenken, welche damals bei der Berathung Kollegen Deutschlands in nachstehendem unsere augenblickliche dieses Punktes seitens der Weltesten geltend gemacht worden, nur Lage, wie die Verhältnisse in unserem Gewerbe überhaupt etwas durch die Erklärung des Borstandes beseitigt, daß die Bestimmung genauer zu fchildern. Das Korbmachergewerbe, besonders die nie angewendet würde, so ist jetzt eben durch die Ausführung Demijohnsbranche, ist als eines der miserabelst bezahlten Gewerbe der hier vorgesehenen Befugniß eine große Empörung unter den weithin bekannt, da infolge der ausgedehnten Zuchthausarbeit unsere Bergleuten hervorgerufen; da fast ausnahmslos die Einrichtung Arbeit immer mehr dem freien Korbmacher entzogen wird, und dieser der sogenannten Oberältesten als ein schändliches Sp ge! schließlich nur noch gelegentlich als Hilfsarbeiter verwendet wird. hum angesehen und verachtet wird. Dazu stellen Unser Lohn ist in den letzten sechs Jahren um 25 pet. reduzit sich die verhältnißmäßig sehr hohen Gehälter und Spesen dieser worden. Um so mehr glaubten wir uns augenblicklich nur gehässige Kontrolldienste verrichtenden Beamten als unerhört zu einer Lohnforderung berechtigt, als schon lange Zeit überflüssige Geldausgaben, dar, womit sonderbarer Weise gespart infolge des sehr guten Geschäftsganges über die normirte Zeit werden soll. hinaus Abends länger und auch Sonntags gearbeitet werden Zur Beschaffenheit der Arbeiterquartiere. Eine sehr mußte. Aus diesem Grunde wurde am 7. Juli in einer Verder Nachahmung empfehlenswerthe Erhebung hat die Polizeisammlung der Bahlstellen Hamburg- Altona beschlossen, den behörde in Brandenburg veranstaltet, nämlich über die Beschaffe Meistern die Forderung einer Lohnerhöhung von 9 pet. auf heit der Arbeiter- und Familienquartiere. Angesichts der vorDemijohns vorzulegen, in der festen Ueberzeugung, daß diese jährigen Cholera- Epidemie und der Thatsache, daß sowohl in winzige Forderung ohne jede Arbeitseinstellung afzeptirt werden Frankreich als auch in Rußland gegenwärtig die Cholera würde. Jedoch hatten wir die Humanität unserer Fabrikanten wüthet, sind derartige Erhebungen, wenn die Uebelſtände, die arg überschätzt. Mit nichtssagenden Antworten, wie. Wenn es sich bei denselben herausstellen, sofort beseitigt werden, dem einer bewilligt, bewillige ich's auch, wurden wir abgewiesen, Sommerfrische für Näherinnen. Der Plan, durch mühselige von größten allgemeinen Nuzen. In Branden worauf wir uns veranlaßt sahen, die Arbeit einzustellen. Um Arbeit bei schlechten Ernährungsverhältniffen blutarm gewordene burg erstreckten sich die Erhebungen über 4426 Ar. nun dem Verhalten der Herren Fabrikanten etwas mehr Nach- und zu Lungenkrankheiten prädisponirte arme Näherinnen zu beiter und Familien- Quartiere, die von 13 332 Personen druck zu verleihen und auch wohl, um uns ihre Humanität in ihrer Kräftigung auf einige Wochen in die Sommerfrische nach bewohnt sind, worunter sich 6175 Kinder befinden. Diese Arnoch etwas deutlicherer Weise fund zu thun, haben mehrere einem Orte zu senden, wo sie bei frugaler Nahrung in frischer beiter- und Familien Quartiere werden gebildet aus 12 228 Was gedenkt der Herr Staatsminister angesichts dieser graffirenden Mißstände, welche die ohnehin schwer gedrängten Bergleute mehr und mehr empören und verbittern und deren Rechte illusorisch machen, zu thun? Kapitalistisches Pharisäerthum. Die Mannheimer Tageblätter gefallen sich gegenwärtig mit folgendem Pröbchen geldfackprogiger Scheinheiligkeit: # Bimmern. Unter diefen 4426 Arbeiter- und Familien- Quartieren[ wohl kein Feind es bedrohte. Würde Italien nicht flüger und daß im betreffenden Ofen das Geröll zusammengefallen sei, befinden fich 106 Kellerwohnungen. Schlafstellenlieger waren weiser gehandelt haben, wenn es feine militärischen Ausgaben darum füllten dieselben den Ofen frisch auf und der Arbeiter vorhanden 293 männliche und 95 weibliche. Jn 15 Fällen auf die Hälfte beschränkt und die Quellen des Landes ge- Josef Saibl ordnete, wie gewöhnlich die Steine. Da plötzlich werden Küchen, Hausböden u. f. w. als Schlafräume benutzt. schont hätte? Die Bevölkerung des ehemaligen Kirchenstaates vollzog sich erst der eigentliche Zusammensturz und riß In 12 Fällen find die vermietheten Schlafräume nicht von den muß besonders die Zeit zurückwünschen, wo unter der väter- Saibl natürlich mit in die Tiefe. Derselbe begann in der eigenen getrennt. In 8 Fällen mußte polizeilich wegen Auflichen Zeitung des Papstes das Land das wenigst besteuerte höllischen Hige gleich zu brennen. Der eine Mann konnte hebung der Schlafstellen eingeschritten werden. Allgemein Europas war. seinen Kollegen nicht retten, wie gewöhnlich war die Kopflosigkeit wird Klage über unzureichende Lüftung sowohl der Ar- Inwieweit die letztere Ansicht des ultramontanen Blattes zu Hauptfaktor, und so suchten die Leute den Mann vermittelst beiterwohnungen als auch der Schlafstellen geführt. Wenn trifft, wollen wir vorderhand ununtersucht lassen. Möglich ist es Stricken herauszuziehen. Währenddem brannten dem Armen auch ein besonderer Nothstand an Arbeiter Wohnungen immerhin, daß das gepeinigte Landvolk von heute wehmüthig Füße und Hände ab. Endlich gelang es, dem noch immer laut nicht besteht, so wird ausdrücklich konstatirt, daß die der klassischen Zeiten der päpstlichen Lotterwirthschaft gedenkt, in schreienden Unglücklichen eine Schlinge um den Hals zu werfen fragt nicht wie. Durch das Beschaffenheit derselben hinsichtlich der Größe der Unterkunfts- der der hungernde Landmann wenigstens durch Organisation und die Rettung begann, doch fragt nicht wie. räume in zahlreichen Fällen viel zu wünschen übrig läßt. Eine zum Raub im ftande war, seiner Berzweiflung fräftigen Aus- Würgen des Strictes trat dem Halbtodten die Bunge hervor, derartige Erhebung würde sich auch für andere Orte sehr druck zu geben. In der heutigen Zeit des Fortschritts auf allen welche ebenfalls sofort verkohlte. Saibl war 32 Jahre alt und empfehlen. Gebieten schüßt der Militarismus die Bourgeoisie vor dieser Art Familienvater. Ordnungsblätter schrieben über den Unfall, Selbsthilfe. daß der Tagelöhner beim Füllen des Ofens das Uebergewicht betam, topfüber hineinstürzte und daß die Leiche in start ver fohltem Zustande aus dem Ofen befördert wurde. Hoffentlich nimmt die Unfallversicherung vom wahren Sachverhalt Notiz und befrägt sich über den Vorgang bei den betreffenden Arbeitern selbst. Vermischtes. Briefkaffen der Redaktion. sein, wenn nicht der Zahlungsbefehl ergangen wäre. Ein alter Abonnent. Die Forderung würde verjä rt erheben Sie Beschwerde. Der Gerichtsvollzieher kann nicht sein, wenn nicht der Zahlungsbefehl ergangen wäre. Exentuell erheben Sie Beschwerde. Der Gerichtsvollzieher kann nicht Pfänden, wenn der Befehl nicht zugestellt ist. G. 2. 85. Ja. Eine Schilderung des Elends in Italien, in der die im„ Borwärts" mehrfach gebrachten Mittheilungen über italienische Agrarverhältnisse geradezu frappant bestätigt werden, bringt die geftrige Morgenausgabe der„ Germania". Wir lassen den Artikel unverkürzt folgen, da er mit seltener Naturwahrheit zeigt, zu welch' einer Hölle für den Arbeiter das edle Brüderpaar Kapitalismus und Militarismus das schönste Land der Erde gemacht hat. Die„ Germania" schreibt: Ein gewissenhafter Schrist jetzt auch nach der Lebensstellung seiner Mitglieder be= Der neue Reichstag wird von der Schles. Volksztg." steller, der Italien und seine Bewohner kennt und liebt, Herr trachtet. Zunächst sind unter ihnen nicht weniger denn 103 René Bazin, fonstatirt, daß das Elend in Italien namentlich adlig, und zwar sind 2 Fürsten( Fürst Radziwill und Fürst unter der Landbevölkerung furchtbar um fich greift. In der Ezartoryski), 5 Prinzen( 2 Prinzen Hohenlohe, Arenberg, durch tausende kleine Kanäle befruchteten lombardischen Ebene Czartoryski, Carolath), 22 Grafen, 16 Freiherren, 3 Barone und findet die Heu- Ernte vier bis fünf Mal statt, die Reis- und 55 einfache„ von". Die meisten Adligen haben die Konservativen Kleefelder stehen in üppiger Aehren- und Blüthenfülle. Die und Polen, unter denen fünf Sechstel adlig sind. Keinen Udligen Maisfelder gleichen Zuckerrohrplantagen, das ganze Land ist haben unter sich die Reformpartei, Freifinnige Vereinigung, Südwunderbar reich und fruchtbar, und dennoch ist die Bevölkerung Deutsche Boltspartei und die Elsasser. Den Doktortitel führen arm. In beinahe ganz Italien begegnet man diesem Räthsel( 3), 53 Reichstagsmitglieder: 5 find Dr. theol., 6 Dr. med., 14 Dr. versicherungs- Beiträge sind nur in Höhe von zwei LohnzahlungsJ. W., Oesterreicher. Krankenkassen- und Invaliditätsdem Kontrast zwischen dem fruchtbaren Boden und dem phil., 28 Dr. jur. Ihrer Beschäftigung nach ist ein gutes Drittel versicherungs- Beiträge find nur in Höhe von zwei LohnzahlungsElend der Bauern. Die Dörfer sind traurig und arm, der Abgeordneten unter die Landwirthe zu zählen, wenigstens perioden abziehbar. obwohl die italienischen Bauern zähe Arbeiter sind. Ich habe bezeichnen sich 139 Abgeordnete als Landwirth, Bauer, Defonom, rechtsgiltigen Ehe findet in Deutschland vor dem Standes Bayer und andere Ehelustige. 1. Der Abschluß einer ihre Besitzungen durchstreift, sagt M. Bazin, am Fuß der Berge; Guts- oder Ritterguts, Majorats- u. f. w. Besitzer. Landwirthe beamten statt. Die Ehe ist vor dem Beamten des Bezirkes ab ich habe sie wiedergefunden in der römischen Rampagna, bei find in allen Parteien vertreten; dem Handwerkerſtande gehören zuschließen, in dem einer der Verlobten seinen Wohnsitz hat oder meiner Rückkehr von Neapel in Reggio und Kalabrien; in an 14, nämlich je 2 Schneider und Schuhmacher, dann i ich gewöhnlich aufhält. Voraussetzung des Abschlusses einer Sizilien versicherte mich sogar eine Franzose, Aufseher der Wein- an 14, nämlich je 2 Schneider und Schuhmacher, dann je zuschließen, in dem einer der Verlobten seinen Wohnsiz hat oder Sizilien versicherte mich sogar eine Franzose, Aufseher der Wein- 1 Bildhauer, Bergmann, Buchdrucker, Drechsler, Gärtner, In he ist, daß die Betreffenden ehemündig, daß die Ein. berge des Herzogs von Aumale, daß fie arbeitsamer, ausdauern- ftrumentenmacher, Kunsttischler, Schriftseger, Lithograph und willigung derer vorliegt, beren Zustimmung zum Abschluß der und geduldiger feien, wie unsere Arbeiter; andere sagten Tisch ler; Gewerbetreibende sind 57, davon 18 Kaufleute, 14 Fader Ehe das Gesetz erfordert, sowie daß keine Ehehinder mir, von den Bewohnern der Romagna, die ich nicht besuchte, brifbefizer, 6 Zigarrenfabrikanten, 5 Gastwirthe, 4 Buchdruckerei nisse vorliegen und endlich natürlich, daß die Verlobten vor sprechend:„ Es sind dies die tüchtigsten Erdarbeiter, die es giebt." befizer, 3 Buchhändler, je 1 Kehlleisten- und Blumenfabrikant, je dem Standesbeamten die Frage, ob fie erflären, daß sie Immer und überall wurde dasselbe Lob diesem starken und un- Holz- und Leder- Händler, 1 Schiffsrheder, 1 Meggermeister. In die Ehe miteinander eingehen wollen, bejahen. glücklichen Stamm gespendet. Diensten der Kirche, des Staates, der Kommunen oder Anstalten stehen tunden fordert der Standesbeamte in der Regel nur die in Der Hauptgrund des Elends liegt in dem Uebermaß der oder standen: 24( 23 katholische, 1 evangelischer) Geistliche, beglaubigter Form auszustellenden Geburtsurkunden und zu Steuern. Welches Gedeihen ist in einem Lande zu erwarten, 24 Richter( Amtsrichter, Amtsgerichts, Landgerichts- u. f. 1. stimmungserklärungen derjenigen, deren Einwilligung zum Ghe wo Grund und Boden mit 30 pet. der Reineinnahme be- Räthe), 9 Bürgermeister, 1 Schultheiß, 20 Rechtsanwälte, bündniß das Gesez erfordert. Ghemündig wird das Mäd steuert ist? Oder in manchen Städten, wo man der willfür 11 Beofefforen, 6 Direktoren, 4 Landschaftsräthe, 5 Landrathe, chen mit Vollendung des 16., der Mann mit Vollendung des lichen Einschätzung des Fiskus zufolge 50-60 pt. der 2 Stiftsräthe, 2 Bergräthe, 2 Legationssekretäre, 1 Lehrer, 20. Jahres. Der Einwilligung zur Eheschließung wirklichen Einnahme der Häuser zahlt? Der Graf Jacini durfte i Rektor a. D.( Ahlwardt), je 1 Amtshauptmann, 1 Regierungsbedürfen Söhne bis zur Vollendung des 25., Töchter bis zur Boll mit Recht schreiben, daß der Staat, die Provinzen, die Ge Präsident, 1 Domänenrath, 1 Legationsrath, 1 Archivar, endung des 24. Lebensjahres. Im Einzelnen bedürfen: eheliche meinden nicht besteuerten, sondern beraubten. Ferner vernichtet i Landesrath, 1 Oberbergrath, 1 Amisrath, 1 Forst- Kominiffar, Kinder der Einwilligung des Vaters. Gheliche, vaterlose Kinder der Wucher den Bauern. Seine Nahrung ist schlecht und uni Amtsgerichts- Sekretär, 1 Landesdirektor, I Oberpräsident, sowie uneheliche Kinder der Einwilligung der Mutter und, zureichend, feine Wohnung bleibt unausgebessert. Auch hat der i Staatsminister, 1 Stadtrath, 1 Vizekonsul. Endlich find Sozialismus zuerst sich bei der ackerbautreibenden Klasse ver- 19 Abgeordnete Schriftsteller, 6 Aerzte, 9 Redakteure, je 1 In- Solange sie minderjährig sind, auch der des Vormundes, in breitet. Der italienische Bauer schenkt dem Versucher, der zu genieur und Klosterpropft, und 12 find Rentner. Preußen auch der Genehmigung des Vormundschaftsgerichts. Sind beide Eltern verstorben, so bedürfen nur Minderjährige ihm spricht: Du hast nichts, die Andern haben Alles, nimm ihre genieur und Klosterpropft, und 12 find Rentner. Stellung ein," mehr und mehr Gehör. Zahlreiche Landstriche Ein schreckliches Unglück ereignete fich am Sonntag, den einer Einwilligung, und zwar der des Vormundes, in Preußen huldigen dem Sozialismus. Tas Uebel verbreitet sich. Jährliche 16. Juli, Vormitttags zwischen 8 und 9 Uhr im Funt'schen auch des Vormundschaftsgerichts. 2. Welcher heirathet, der Unruhen treten auf die eine oder andere Weise zu Tage. Die Kalfwert an der Walhallastation bei Regensburg. Anläßlich des thut wohl, welcher aber nicht heirathet, der thut besser," steht in wirklichen und gefährlichsten Agenten des Sozialismus sind die Auffüllens eines Kalkofens, wozu eigentlich vier Mann nöthig 1. Ror. 7, 38. Volksschullehrer. Sie sind selbst unglücklich; der Unterstaats- wären, was in diesem Falle aber von zwei Arbeitern besorgt 5. A. 1. Wenn Sie in demselben Gemeindebezirk wie der fetretär der öffentlichen Lehranstalten erklärte vor Kurzem, daß wurde, fiel einer der Arbeiter in die Tiefe und verbrannte Beleidiger wohnen, müssen Sie sich zunächst an den Schiedsmann 348 Gemeinden 1045 Schullehrern die Zahlung schuldig seien. schauderhaft. Der Vorgang war kurz folgender: Die Defen des Bezirks mit dem Antrage auf Anberaumung eines Sühne In dieser peinlichen Lage ist die Goldmünze verschwunden, werden von Oben stets mit Steinen nachgefüllt, von Zeit zu Zeit termins wenden, in dem der Beleidiger wohnt. Wohnt Beleidiger das Silbergeld von 5 Lire findet sich kaum mehr; im Umlauf ist fällt dann das ganze Geröll, da von unten erhißt, in sich zusammen. und Beleidigter in verschiedenen Gemeindebezirken, so erübrigt nur mehr Papier und Kupfermünze. Sobald der Zusammensturz einer Ofenfüllung fich vollzogen sich ein Sühnetermin. Alsdann kann die Beleidigungsklage soItalien erschöpft sich für seine Armee und seine Seemacht. hat, wird oben nachgefüllt. Ein Mann steigt dann von oben fort bei dem Schöffengericht, in dessen Bezirk die Beleidigung G3 fann eine große Armee von 800 000 Mann mobil machen, in den Ofen, um die nenhineingeworfenen Steine regelrecht zu gefallen ist oder in deffen Bezirk der Beleidiger wohnt, erhoben und es behauptet den dritten Rang unter den Seemächten, ob- lordnen. Den beiden Männern wurde nun fälschlich gemeldet, werden. 1 " Un Ur Kein Feilschen, tein Handeln, sondern streng fefte, sehr billige Preise. Wegen überfüllter Sommer- Läger Sommer- Ausverkauf zu bedeutend herabgesetzten, außergewöhnlich billigen Preisen, so weit der Vorrath reicht. Alle Preise find in Zahlen an den Waaren ausgezeichnet. Geschäftshäuser Baer Sohn Herren- u. Knaben- Bekleidung 1. Geschäftshaus 24a. Chauffeestraße 24a. Wasch- Hosen für Tadellose Maaß- Anferti gung unter Leitung eigener erster Meister. Herren von 1 Mk. an. 2. Geschäftshaus 8. Bridenstraße 8. für 3. Geschäftshaus 4508L 16. Große Frankfurterstraße 16. 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Gesangverein ,, Steinnelke". Teppiche!! Achtung! Hausdiener. Achtung! Dienstag, den 1. August, Abends 9 Uhr, in Gründer's Festsälen ( früher Mundi) Köpnickerstraße Nr. 100: Große Versammlung des Verbandes der Geschäftsdiener, Pader und Berufsgenossen. Zagesordnung: 1. Mittheilungen. 2. Vortrag: Die Erhebungen der Reichskommission über die Arbeitsverhältnisse im Handelsgewerbe. Referent: Dr. Adolf Braun. 3. Diskussion. 3. Aufnahme neuer Mitglieder und Ausgabe der Billets zum 5. Auguft. 4. Geschäftliches und Fragekasten. 171/5 Jeder Hausdiener ist eingeladen. Gäste gern gesehen. Der Vorstand. Maler. Lackirer und Anstreicher. Mittwoch, den 2. Auguft, Abends 8% Uhr, in den Gratweil'schen Bierhallen, Kommandantenstr. 77-79: Kombinirte Mitglieder- Versammlung der Filialen Berlins und Umgegend. Tagesordnung: 1. Berichterstattung vom Provinzialtag in Danzig. 2. Regelung der kombinirten Versammlung. B. Verschiedenes. Der Einberufer. 211/14 Verein deutscher Schuhmacher. Versammlung der Filiale II am Montag, d. 31. Juli, Abds. 81/2 Uhr, bei Keller, Bergkr. 68. Tagesordnung: 1. Vortrag der Genossin Frl. Wabnitz über: Andere Länder andere Gardinen!! Sitten. 2. Diskussion. 3. Abrechnung vom 2. Quartal. 4. Verschiedenes. Steppdecken!! fauft man am 4601L* billigsten in der Fabrik von J. Brünn, Markt 4. Stadtbahnhof Börse. Blücherstraße Nr. 11. 1177b 276/5 Um zahlreiches und pünktliches Erscheinen ersucht Der Bevollmächtigte. Verein sämmtlicher Arbeiter und Arbeiterinnen der Wäsche- und Kravattenbranche Berlins. Dienstag, den 1. Auguft, Abends 8%, Uhr, im Restaurant Hahn, Neue Königstraße 73: Versammlung. W Zages- Ordnung: 1. Vortrag.( Referent wird in der Versammlung bekannt gemacht.) 2. Distusfion. 3. Bierteljahresbericht pro 2. Quartal. 8. Rechenschaftsbericht vom Sommerfest. 5. Gewerkschaftliches. Die Mitglieder werden gebeten, recht zahlreich zu erscheinen. Gäste find willkommen. Neue Mitglieder werden aufgenommen. 384/11 Der Vorstand. Ben P. 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