Nr. 180. Erscheint täglich außer Montags. Preis pränumerando: Viertel jährlich 3,30 Mart, monatlich 1,10 mt, wöchentlich 28 Bfg. frei in's Haus. Einzelne Nummer 6 Pfg. Sonntags Nummer mit illuftr. Sonntags- Beilage Neue Selt" 10 Pfg. Poft- Abonnement: 8,30 Mt.pro Quartal. Unter Kreuzband: Deutschland u. DefterreichUngarn 2 Mt., für das übrige Ausland 3 Mt.pr.Monat. Eingetr. In der Post- Zeitungs- Preisliste für 1893 unter Nr. 6708 Vorwärts 10. Jahrg. Infertions- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzeile oder deren Raum 40 Pfg., für Vereins- und Bersammlungs- Anzeigen 20#fg Inferate für die nächste Nummer müffen bis 4 Uhr Nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Grpedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr Abends, an Sonnund Festtagen bis 9 Uhr Vormittags geöffnet. Fernsprecher: Amt I. 4186. Telegramm- Adresse: " Sozialdemokrat Berlin! Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Ziegelsteinhöllen und Reichskanzler- Organ. Volle zwanzig Jahre hat die Nordd. Allg. 8tg." als Vertreterin der offiziellen Sozialreform dazu gebraucht, um einen Vertheidigungsartikel für den bestehenden Arbeiterschutz in Ziegeleien, den wir vor drei Wochen im Anschluß an die Lohnbewegung in diesem Gewerbe in seiner ganzen Dürftigkeit blosgestellt haben, zu stande zu bringen. Leider hat nun aber selbst diese lange Brütezeit nichts zu Tage gefördert, was den Ziegelei- Arbeitern und der offiziellen Sozialreform irgendwie zum Vortheil gereichte. Im Gegentheil: die Nordd. Allg. 3tg." liefert uns nur neuen, hochwillkommenen Stoff zur Kritik, und wir sind der unmaßgeb lichen Meinung: wenn sich das freiwillige Regierungsblatt seinen Erwiderungsartikel von irgend einem Ziegeleibefizer der Berliner Umgegend hätte schreiben lassen, so hätte es ihn schneller und vielleicht sogar weniger ungeschickt erhalten, als so auf dem bureaukratischen Wege aus dem Reichsamt des Innern. " Donnerstag, den 3. August 1893. Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. Ausnahmebegünstigung, kein Zugeständniß an die Profit- hängigkeit ihrer Thätigkeit von derjenigen der jungen Leute sucht der Unternehmer? Aber das Reichskanzler- Organ und Frauen gerade durch die Bestimmungen für lettere stellt sich ja nur so einfältig. Es ist gar nicht so. Es gegeben sei". Das ist der Gipfel der Unkenntniß tennt den Rummel auf Ziegeleien sehr genau. Es schreibt und der Heuchelei! Bestimmungen, welche nach dem wörtlich: eigenen Zugeständniß des Reichskanzler- Blattes dem Unter= " Ferner gilt die Bekanntmachung des Reichskanzlers nicht nehmer die möglichste Ausbeutungsfreiheit gewährleisteten, für alle, sondern nur für diejenigen Ziegeleien, in denen das sollen zugleich Arbeiterschutz" für erwachsene Arbeiter Formen der Ziegelsteine auf die Zeit von Mitte März bis Mitte sein? Hier heißt es: die Arbeitszeit der Erwachsenen ist November beschränkt ist. Es sind das im wesentlichen Feldziegeleien, durch die der Jungen und Frauen bedingt, und oben war bei denen jugendliche und weibliche Arbeiter in großer als sozialpolitische Weisheit proklamirt: die Beschäftigung Anzahl während der Sommermonate Beschäftigung finden. Soll diese ihnen erhalten werden, so muß sie sich nach der Jungen und Frauen muß sich nach den Arbeitszeiten den Arbeitszeiten der erwachsenen männ der Erwachsenen richten?" Solche Doppelzüngigkeit in so lichen Arbeiter richten, weil der Ziegeleibetrieb ernsten Dingen ist einfach Spott, den man sich mit den erfordert, daß die dabei vorkommenden verschiedenen Arbeiten Ziegelei- Arbeitern erlaubt! Ferner: die Zustände auf den fortwährend ineinandergreifen und die damit beschäftigten Ar- Biegeleien wären so idyllisch, daß man früh arbeitete, dann beiter einander in die Hände arbeiten. Da aber durchgängig stundenlang ruhte, um höchstens in der erquickenden Abendnur bei Tageslicht und vorzugsweise im Freien gearbeitet fühle den Rest der spielend zu erledigenden Arbeit zu abwird, so ist die Arbeit wieder von der Jahreszeit und der solviren? Wie stimmt das mit der möglichsten AusWitterung abhängig. Regen, Nachtfröste, Ueberschwemmungen und andere Vorkommnisse hindern die Arbeit nicht selten auf nüßung", verehrtes Reichskanzler- Organ?? die Dauer von Stunden und selbst von Tagen. Hierdurch Nur unsere in der Wolle gefärbte Bureaukratie tann entsteht das Bedürfniß, die bei günstigem solche naive und herausfordernde Anschauungen über die Wetter sich bietende Arbeitsgelegenheit Biegelei- Arbeit haben oder heucheln, und nur die Nordd. möglichst auszunügen, um Versäumtes nach- Allgem. Zeitung" kann sich unerschrocken zum Abdruck zuholen oder fünftigem Ausfall an Arbeits: folcher hochoffiziösen Arbeiterschutz- Artikel" hergeben. Wir zeit im Voraus zu begegnen. Dazu kommt, daß brauchten nur blind in die Zahl der Arbeiter hineinin den heißen Monaten die frühen Morgenstunden zugreifen, die allsonntäglich sich die sozialen Zustände der und die legten Stunden vor Sonnenunter gang für die Arbeit vorgezogen werben, Biegelei- Arbeiter um Berlin genauer ansehen, als jemals in damit diese während der heißesten Stunden ausgesetzt werden seinem ganzen Leben ein Geheimer Rath der Wilhelmstraße, und wir könnten dem Gewäsch des Reichskanzler- Blattes hundert Beugen entgegenstellen. Vielleicht äußern sich einige über den findischen Vertuschungsversuch, durch den die tann." " Ueber die Ausbeutung durch Akkordarbeit und Truckunfug, die wir in unserem Artikel vom 7. Juli als unerträgliche Mißstände im Ziegeleigewerbe bezeichnet hatten, geht die Norddeutsche Allgemeine Zeitung" schweigend hinweg fie gesteht also die Richtigkeit unserer Kritik stillschweigend zu. Dafür eine gründliche Untersuchung und Regelung dieser Verhältnisse in Aussicht zu stellen, fällt ihr natürlich nicht ein, dazu hat sie nicht den Auftrag; so etwas rührt auch unsere gute Bureaukratie nicht. Die Also auf den Feldziegeleien, die wir deshalb nicht beZiegeleitrawalle, scheint es, müssen sich noch erst ein Dußend sonders namhaft gemacht haben, weil sie wegen ihrer überMal wiederholen, und auch dann wird man sich noch zu helfen wiegenden Arbeiterzahl überhaupt allein in Betracht kommen, Blamage der 1891er Arbeiterschutz- Reform vor dem Elend wiffen, freilich nicht mit Arbeiterschutz- Vorschriften. Vielleicht besteht thatsächlich das Bedürfniß, d. h. in der Biegelsteinhöllen" nur noch in helleres Licht gesetzt ist es auch beffer so denn was im Reichskanzler- Organ gutes Deutsch übersetzt, die Unfitte der Unter- worden ist. Freilich die Schilderungen mögen so packend zur Erklärung der erbärmlichen Schuhvorschriften von jetzt nehmer, die bei günstigem Wetter sich bietende lauten, als sie wollen, in den komfortablen Räumen des vorgebracht wird, erweckt beinahe den Wunsch, man möge Arbeitsgelegenheit möglichst auszunüßen", d. h. Reichskanzler- Amtes werden sie nie denselben Eindruck äußern, sich von dieser Seite mit dem Arbeiterschutz überhaupt nicht die Arbeiter, die doch an" Regen, Nachtsrösten, Ueber- den sie auf uns machen. Und deshalb wird es auch den befassen. schwemmungen und anderen Vorfommnissen" ganz un- Ziegelei- Arbeitern immer klarer werden, worauf es anDen außergewöhnlich frühen Beginn( 4% Uhr Morgens) schuldig find, bis aufs Blut auszubeuten, kommt: daß wir das Heft in die Hand bekommen. und das außerordentlich späte Ende( 9 Uhr Abends) der um Versäumtes nachzuholen oder künftigem Ausfall im Beschäftigungszeit für jugendliche und weibliche Arbeiter, Voraus zu begegnen". Das ist eine Lobhymne auf die also Ausnahmevorschriften zu gunsten der Produktionswuth des Ziegelei- Unternehmers, die sich im Unternehmer von Ziegeleien, die der Reichs- Rahmen des Reichskanzlerblattes höchft pikant ausnimmt. Weil kanzler durch besondere Bekanntmachung vom 27. April der Unternehmer zu geizig ist, um Arbeitsräume herzustellen, 1892 einführte, hatten wir in den Vordergrund gestellt. in denen die Arbeiter vor jenen Unbilden geschützt sind, Darauf antwortete das Reichskanzlerblatt, daß neben der findet es das Reichskanzlerblatt ganz natürlich, daß man Etundenangabe über frühen Beginn und Schluß der Arbeit die Arbeiterschutz- Bestimmungen so lay als möglich für die Bestimmung stehe, daß an keinem Tage länger Biegeleien macht! Noch mehr: das Regierungsorgan lobt Druckfehler- Berichtigung. In unserem gestrigen Leit artikel: Der Bollkrieg, Kolumne 1, Spalte 3, Absatz 2, Zeile 15 Rolumne 2, Spalte 1, Absatz 3, Beile 4, von unten lies: Das von oben lies: Hochzollära, nicht Holzzollära. Ferner auf Bolt wird verelendet und widerstandsunfähig, nicht: das Volk verelendet und wird. als- 12 Stunden und wöchentlich nicht mehr als jogar birekt den Umstand, daß die Arbeiten im Freien Politische Ueberlicht. 66 Stunden gearbeitet werden dürfe. Heilige vor sich gehen", ein Umstand, der unter den gegenwärtigen Unschuld! Wenn sonst für jugendliche Arbeiter 10 Stunden Umständen doch nur das Maß der Ausbeutung erhöht! Marimal- Arbeitszeit, also 60 Stunden pro Woche, und für Die Nordd. Allg. 3tg." bringt es außerdem noch fertig, Frauen 11 Stunden, Sonnabends aber nur 10 Stunden, zu behaupten, daß die Arbeit während der heißesten wird also 65 Stunden pro Woche, vorgeschrieben sind, so find Stunden ausgesetzt werde und daß ein Schuh erwachsener 12 Stunden pro Tag und 66 Stunden die Woche feine Ziegelei- Arbeiter nicht nöthig sei, weil derselbe bei der AbFeuilleton. Nachdruck verboten.) ( 32 Berlin, den 2. August. Der Zollkrieg mit Rußland. Aus Petersburg gemeldet: Wie amtlich gemeldet wird, hat das russische Zolldepartement den Hafen Zollämtern vorgeschrieben, vom 1. August an = " Die Bekehrung André Savenay's. solcher Beruf auch zuwider. Sollte er in das große Heer Blattes nicht getroffen. Wenn er andere A.beiten vorlegen Sozialistischer Roman von Georges Renard. Autorisirte Uebersehung von Marie Kunert. 11. Kapitel. der Bank annehmen? Er verstaud nichts davon und ver- liebenswürdige, reiche Müßiggänger war, empfingen ihn spürte auch gar keine Neigung zu diesen Berufsarten. kühl, sobald sie in ihm einen Konkurrenten und möglicherGanz abgesehen davon, daß er mit seinen 27 Jahren noch weise auch einen künftigen Rivalen entdeckten. Seine Monate daran wenden mußte, um es so weit zu bringen, Artikel? Sie wären ja interessant", geschickt abgefaßt", daß er eine Kommisstelle ausfüllen konnte, war ihm ein aber nicht aktuell genug" oder sie hatten den Ton des der kleinen Regierungsbeamten eintreten? Aber da müßte wollte, so hieß es, es wäre unmöglich, sie dem betreffenden er sich zuerst mit einer Stellung als Ueberzähliger begnügen, Redakteur zur Einsicht zu übergeben. Der, den er sprechen umsonst arbeiten in einer Zeit, in der er Geld gerade so wollte, sei soeben ausgegangen, Oder er sei heute übernöthig gebrauchte, und überdies auf Jahre hinaus in dem haupt noch nicht in die Redaktion gekommen. In der ersten verschämten Elend und der Abhängigkeit dieser Proletarier der Beit wartete André dann treuherzig auf diesen Redakteur. Bourgeoisie verharren. Was für ihn das Suchen nach Er lernte die Langeweile und die Entmuthigung in den langen André Sapenay stand zum ersten Male in seinem Leben einem Erwerb noch erschwerte, war, daß er nicht daran müßigen Stunden fennen, die er in den Wartezimmern vor einer schwierigen Frage, an die er bisher noch niemals denken durfte, Frankreich zu verlassen oder sich in der Pro- der Redaktionsbureaus verbrachte. Endlich begriff er, daß gedacht hatte: Wie sollte er es anstellen, um von seiner vinz eine Stellung zu verschaffen. Frau Savenay hing an die Leute, die hier selbst an einer färglich besetzten Tafel Arbeit zu leben? Er war erstaunt, als er fand, daß die Paris mit all' ihren Gewohnheiten, ihren Erinnerungen, saßen, teine Luft hatten, mit neu Hinzukommenden zu theilen, Lösung dieser Frage recht große Schwierigkeiten bot. Kurzer ihren Vorurtheilen. Es war für sie mehr noch als ein daß sie die Thür vor fremden Eindringlingen sorgfältig Hand ließ er alle Berufsarten, die für ihn in Frage kamen, Vaterland, es war für sie der einzige Ort, wo sie leben verschlossen hielten und daß, wer sich hier einschleichen Revue passiren, und da mußte er sich gestehen, daß ihre konnte. wollte, von der List Gebrauch machen mußte. Die großen Bahl nicht eben groß war. Zuerst machte ihn diese Ent- André dachte auch daran, daß er sich mancherlei Wissen Revuen waren nun erst gar unzugängliche Zitadellen für deckung sehr niedergeschlagen. Wie, er, der in feinen angeeignet habe, daß er viel gereist sei, daß er eine gewandte ihn. Einer seiner Artikel wurde in einer kleinen Revue für Kreisen für einen außerordentlich befähigten jungen Mann Feder führe. Da kam ihm der Gedanke, sein Wissen und Kunst und Literatur aufgenommen, deren Direktor in der gegolten hatte, sollte auf dem Markte der menschlichen Ar- sein Talent in Geld umzusehen. Er fühlte sich im stande, Deffentlichkeit debütiren wollte, einige tausend Franks zu beitskraft keine Beschäftigung finden? Unmöglich, und doch einem Politiker, einem Schriftsteller, einem Gelehrten als verzehren hatte und sich damit für das Vergnügen bezahlte, machte es ihn einigermaßen unruhig. Er hatte keine Zeit zum Sekretär zu dienen. Er suchte einige seiner alten Freunde seine Werke und die einiger Freunde abzudrucken und in Warten. Er mußte sofort für sich und die Seinen einen Brot- auf, die ihm versprachen, sich der Sache anzunehmen und den Himmel zu heben. André wurde in Anweisungen auf erwerb haben. Jetzt begriff er erst den ungeheuren Vortheil, die ihn vergaßen, sobald er den Rücken gewandt hatte. die zukünftigen Einkünfte des Blattes bezahlt. Selbstver welchen diejenigen vor andern haben, denen der Besitz eines Er ließ Annoncen in die Zeitungen sezen, die ihm viel ständlich verzichtete er von da an auf diese wenig einKapitals es gestattet, sich nach Belieben ein Feld für ihre Geld kosteten, aber fein ernsthaftes Anerbieten ein- trägliche Mitarbeiterschaft. Thätigkeit auszusuchen. brachten. Bu gleicher Zeit verfaßte er einige ernste und leichtere Artikel, Feuilletons und Plaudereien und versuchte sie bei zahlenden Blättern unterzubringen. Aber die Journalisten, die ihm freundlich begegnet waren, so lange er der Er war Advokat, aber ein Advokat ohne Praxis; ein ausgezeichnetes Geschäft, bei dem er verhungern konnte Sollte er eine Stellung im Handel, in der Industrie, auf Er litt in dieser Zeit schwer unter seiner gezwungenen Unthätigkeit. Das Fieber der Erregung, das Paris am Vorabend der Weltausstellung erfaßt hatte, brachte ihn seine Unfähigkeit, seiner Familie eine ausreichende Stüze " von Schiffen, die unter deutscher Flagge einlaufen, eine erhöhte wege der Straße von Großbardau daher. Ihnen entgegen| Eisenbahnminister zu sparen versteht, ist männiglich be aftsteuer, d. i. 1 Stubel pro last beim Einlaufen und eben- fam der Lieutenant Gersten mit seiner Truppe. Er ver- fannt. Er will möglichst hohe Ueberschüsse herauswirthsoviel beim Auslaufen zu erheben. Ferner wird gemeldet, daß langte, die Arbeiter sollten den Fußsteig verlassen. Natür- schaften, und daß dies auf Kosten der Kleinen geschicht, der der Finanzminister im Einvernehmen mit dem Minister des lich weigerten sich die Arbeiter, dies zu thun. Da drohte Unterbeamten und Arbeiter, gehört zum herrschenden Syſtem. Auswärtigen verfügt hat, von den Boden- und IndustrieErzeugnissen Deutschlands und seiner Kolonien vom 2. August der Lieutenant, er werde sie niederstechen und kommandirte Jm königl Einbahn Betriebsamt Effen an die Bölle mit einem 50prozentigen Zuschlag zu erheben. die Vorderreiter, die Arbeiter in den Straßengraben zu rechtsrhein.) werden die Unterbeamten durch Dieser Zuschlag erfolgt für Waaren, die in den§§ 1 und 2, drängeln. Das geschah; es geschah aber auch sofort An- die Weisheit unserer Staatsmänner über die Herrlichkeit Punkt 2 des Gesetzes vom 15. Juni 1893 benannt sind, zeige beim Regimentskommandeur. der herrschenden Zustände gar gründlich aufgeklärt. Wie zu den durch dieses Gesez festgesetzten erhöhten Zöllen; für Von einem Manne der Münchener Sanitätstompagnie er wird denn die Stellenzulage vertheilt? Die Unteralle anderen Waaren zu den Zöllen, die durch Tarif vom fährt die Münchener Post" nachfolgendes: Am Samstag be- beamten, die Bremser z. B., die mit 800 M. angestellt 11. Juni 1891 festgesetzt wurden. Die Verfügung tritt am tamen wir so schlechtes und derart schimmliges Brot, daß wir werden, erhalten diese Zulage nur theilweise, die Bremser, 2. August in Kraft. Sie erstreckt sich nicht auf Waaren, die es auf die Kanzlei trugen und gegen dessen Annahme protestirten. Die feit vorigem Jahr angestellt sind, erhalten gar nichts. bei dem Inkrafttreten der Verfügung in den Zollspeichern Das Brot wurde dabei wohl abgenommen und eingeschlossen, Dagegen erhalten, wie wir hören, die Stationsvorsteher Ingern, und ebensowenig auf Waaren, deren Frachtbriefe den aber erst am Montag gegen Abend gab es anderes. Was macht 200 bis 300 Mart, die sechs Assistenten 200 Wark, die Bollämtern im Laufe des ganzen 2. August bis zum Schluß nun ein armer Teufel, der kein Geld hat, um den Hunger zu ältesten Lokomotivführer auf sehr vielen Stationen 200 M., der Zollamtsstunden zugehen werden. stillen? Er ist gezwungen, die verabreichte Zwiebacksuppe zu verzehren. Wie appetitlich diese aber ist, mag daraus hervor auch einzelne Beamte, Lademeister, Telegraphisten u. s. w. Zwölf bis dreizehn Steuerpläne für die Frank- gehen, daß, ehe man sich ans Essen macht, erst die Würmchen erhielten eine Zulage. Gerade diejenigen aber, die das furter Konferenz hat Herr Miquel im Sacke. Nun kann abgesucht werden, denn nicht selten schwimmen ganz fette niedrigste Gehalt beziehen, haben das Nachsehen. Daß es nicht fehlen. Kerlchen obenauf. Es ist dieser Uebelstand zwar nichts Neues, solch ein Vorgehen nur Erbitterung, Merger und Verdruß schon frühere Jahrgänger haben sich an das Absuchen der schafft, ist natürlich. Ein Gesuch verschiedener Bremser, Zur Tabatfabrikat- Steuer. Die Fabrikatsteuer, so würmer gewöhnt, doch bedarf es immer einer gewiffen Ueber- auch sie zu bedenken, wurde abgewiesen. So ist der Staat schreibt die Süddeutsche Tabakzeitung", ein bekanntes windung. Jeder bringt's überhaupt nicht fertig, solche Speisen als Unternehmer fein„ Muster" für die Privatbetriebe, er Fachblatt, soll für das Tausend Bigarren gleichmäßig zehn zu verzehren. Doch ißt man die Suppe immer noch lieber, wie brückt gerade so wie der einzelne Kapitalist auf die niedern Mark betragen. Danach würde die Dreipfennig- Konserven und Dörrgemüse. Angeffellten, die leer ausgehen und entsagen sollen, obwohl 3igarre um ein volles Drittel vertheuert werden, Die Reutengüter sind ein vielgepriesenes Heilmittel ihr Loos das bedauernswerthefte ist. Solche Zustände sind während dem Raucher, der sich Dreißigpfennig Bigarren gestatten kann, seine Bigarre nur um ein gegen die Schäden der Agrarzustände. Daß sie nur ein unleidlich, sie verdienen die schärfste Rüge. Nur die SozialDreißigstel vertheuert wird. Die Folge würde dann kleinlichstes Palliativmittelchen sind, das eine geringe Zahl demokratie kämpft ernsthaft für die Verbesserung der Lage nothwendig sein, daß der Verbrauch besonders der widerstandsunfähiger Kleinbauern künstlich schafft, weiß der kleineren Beamten. billigeren Bigarren bedeutend zurückgeht. Der Raucher ieder Einsichtige. Das preußische Rentengüter- Gesez datirt Die Spartheorie im Reiche des Ministers zur Pfeife übergehen oder er wird auf den vom 7. Juli 1891. Bis Ende vorigen Jahres war, so Thielen wird auch durch folgenden Fall illustrirt: Eine vertheuerten Genuß ganz verzichten müssen. Wie bedeutend heißt es in einem offiziösen Waschzettel, die Bildung von große Zahl der im Maschinenschuppen der Berlin572 Rentengütern, bei denen ein Kaufpreis in Renten vou Anhalter Bahn( Möckernstraße),( Direktionsbezirk ein solcher Rückgang fein tann, zeigt ein Blick auf die 169 535 M. und in Kapital von 974 615 m. verabredet Erfurt) beschäftigt gewesenen älteren Arbeiter wurden vorige letzte Steuererhöhung für Tabak im Jahre 1879. Damals ist, vollständig abgeschlossen. wurde der Zoll auf Rohtabak von 24 M. auf 85 M. für fallen allein 141 auf Ostpreußen, 151 auf Westpreußen, hr Lohn beträgt für den Tag 2,80 m., den sie auch Von diesen Rentengütern Woche als Streckenarbeiter der Bahnmesterei überwiesen. den Doppelzentner und die Steuer auf den inländischen 88 auf Pommern und 100 auf Posen, die übrigen auf die weiterhin erhalten. Ihre bisher innegehabten Blähe wurden Tabat von 4 auf 44 M. für den Doppelzentner erhöht. Brovinzen Westfalen, Schlesien, Schleswig- Holstein und durch junge Leute besetzt, die nur 2,00 M. Tagelohn erDas Ganze bringt dem Reich etwa 55 Millionen ein, also noch nicht so viel, als jetzt die Erhöhung der Steuer be- Hannover. Alsdann wurden weitere 2496 Rentengüter ge- halten. Während nun die alten Arbeiter im Maschinennoch nicht so viel, als jetzt die Erhöhung der Steuer be tragen soll. Trotzdem ging, wie wir bereits früher( Nr. 174 bildet, und zwar ebenfalls größtentheils in Ostpreußen, schuppen ständig Beschäftigung hatten, fürchten sie bei tragen soll. Trotzdem ging, wie wir bereits früher( Nr. 174 Westpreußen, Posen und Pommern. Letzteres erklärt sich hereinbrechendem Winter, wo Strecken und Stopfarbeiten vom 27. Juli) zahlenmäßig nachwiesen, der Verbrauch außerordentlich stark herunter. 1878/79 hatte der Verbrauch dadurch, daß infolge Rückganges der industriellen Ver- in nur geringerem Maße ausgeführt werden, gänzlich enthältnisse in den westlichen Provinzen und eine Höhe von 2,73 Kilogramm für den Kopf erreicht, er damit verbundenen Verminderung der Nachfrage nach Schiebung, um sie, die alten Arbeiter auf eine glatte Art der lassen zu werden und halten das Ganze nur für eine sant mit dem Antritt der Steuererhöhung 1879/80 auf Arbeitern eine Zurückströmung der Arbeiter nach dem Osten und Weise los zu werden. Das gehe schon daraus hervor, 0,75 Kilogramm, und erhöhte sich dann langsam wieder, 1880/81 auf 1,26, 1881/82 auf 1,62, fant 1882/83 auf 1,17 stattgefunden hat. Die Rentengüter haben einen Umfang meinen sie, daß man ihnen anheimstellte, im Maschinen1880/81 auf 1,26, 1881/82 auf 1,62, fant 1882/83 auf 1,17 von 25 Hektar und mehr, 10-25 Heftar, 7/ 2-10 Hektar, schuppen weiter zu arbeiten, dann aber nur für eben diese und betrug endlich nach mannigfachen Schwankungen 5-7/ 2 Heftar, 22-5 Hektar und weniger als 2/2 hektar. 2,00 m. Tagelohn. Daß die Arbeiter von dieser Art 1891/92 1,47 Rilogramm auf den Kopf der Bevölkerung, also nicht viel mehr als die Hälfte der 1979/80 erreichten Neuerdings find den Generalkommissarien wiederum viele Sozialreform wenig erbaut sind, versteht sich. Güter zu angemessenen Preisen angeboten worden. Einem schnelleren Vorgehen zur Bildung von Rentengütern stand Zur Futternoth. Die bayerische Regierung verhandelt Die Steuerkünstler an der Arbeit. Irgend ein bisher hauptsächlich der Mangel an Landmessern im Wege, mit der österreichischen Regierung, daß die Futterlieferungen, vor Publikation des Futter- Ausfuhrverbots finanzpolitischer Geheimrath schlägt vor, zur Erhöhung der sowie die Neuveranlagung der Grund- und Gebäudesteuer, die vor Publikation Reichseinnahmen etliche mühsam Herrn von Stephan ab- wozu viele Kräfte erforderlich sind. Sobald private Güter geschlossen wurden, von dem Verbote ausgenommen werden gezwungene Berkehrsreformen rückgängig zu machen, so z. B. nicht mehr angeboten werden, sollen auch Domänen in jollen. das Fünfzigpfennigporto für die Fünfkilo- Rentengüter verwandelt werden. Schon bisher wurde bei Die sächsische Staatsregierung stellt vorläufig jeder Neuverpachtung von Domänen geprüft, ob nicht die die zur Deckung der Kaufpreise von Kraftfutter- und „ Wie die Dinge im Reiche einmal liegen, wird man fich Bildung von Rentengütern vorzuziehen sei. Für den ver- Streumitteln erforderlichen Gelder vorschußweise zur Verauch den Luxus, auf Rosten der Reichstasse dem schuldeten Junker, für die Großgrundbesizer, die lästigen fügung. Publikum Annehmlichkeiten über das Ver- Grund und Boden loswerden, ist das Rentengüter- Gesetz fehrsbedürfniß hinaus zu bieten, nicht mehr gestatten allerdings eine sozialpolitische" Heilsthat. Der Klein- Der Zentrums- Abgeordnete Frank, den der patriotische betrieb hält aber trotz alledem den Wettbewerb des Groß- Wahlverein in Ratibor zur Niederlegung seines Mandats zu Er hat Recht, der Miquel'sche Freiwerber für Mehr- fapitals nicht aus, und die Zwerggütler werden sicher drängen suchte, erklärt, daß er sein Mandat behalten werde. belastung der Steuerzahler. Das Publikum ist gut genug, Hinterfassen der Rittergutsbesizer, verkappte Tagelöhner, die Militärvorlage geftimmt haben würde, wenn er nicht durch Herr Frank erklärt ferner, daß er auch in dritter Lesung gegen um Steuern zu zahlen, um Soldat zu werden und sich von die beim Herrn" scharwerken müssen, weil ihr Gut" sie seelsorgerische Pflichten in seiner hiesigen Piusgemeinde an dem jedem aufgeblasenen Bureaukraten schuhriegeln zu lassen. nicht nährt. Besuche der Reichstagssigung gehindert worden wäre!!! Was nicht dazu dient, den Militärsäckel zu füllen, ist überflüssig, ja schädlich. Vielleicht wird auch das Briefporto. Politische Drückebergerei ist nie um Ausreden verlegen. angemessen rückwärts reformirt". Höhe. padete. Der siebengescheidte Offiziosus schreibt: dürfen." Die Privilegirten. Wie in Preußen der Militarismus das ganze öffentliche Leben durchdringt, bezeugt außer vielen anderen Thatsachen auch die, daß ihm sogar der Fiskus wohl oder übel eine privilegirte Stellung einräumen muß. Daß die Hunde der Offiziere sich bei der Besteuerung einer milderen Behandlung erfreuen, hätte am Ende weniger zu sagen; aber es dürfen auch die Väter der Offiziere, laut einem jüngsten Erkenntniß des OberVerwaltungsgerichtes, an ihrer Einkommensteuerfassion die Bulagen in Abzug bringen, welche sie den flotten Herren Söhnen geben. Militärisches. Aus Grimma wird geschrieben: Vorigen Dienstag früh famen vier Arbeiter auf dem Fuß" Ein weißer Rabe ist der schlesische Pastor von Bitte witz, der in den" Preußischen Jahrbüchern" seinen Klassengenossen, den Junkern, den Text liest wegen ihrer schäbigen Haltung in der Volksschulfrage. Er sagt u. a.: ab= Herr v. Kardorff führt den kundigen Thebanern seines Organs, der" Post", zu Gemüthe, daß die Sozialdemokratie fraft ihrer Stärke ein Recht auf den Vorsiz Das Wort, ich fenne keine Noth in den Lehrerfamilien" in Rommissionen und Abtheilungen habe, eine Thatsache, tönne nur jemand aussprechen, der das Leben in diesen über die irgend ein unwissender Nährvater der" Post" in Familien nicht kennt oder nicht kennen will. Die Mittel zu der" Post" das von uns schon charakterisirte Lamento ge einer Befferung der Lage sind in erster Linie durch eine geschlagen hatte. Kardorff, die parlamentarischen Rechte der rechtere Heranziehung des Großgrundbesißes zu beschaffen, und sodann die Ausbringung der Lehrergehälter, sowie Reparatur Sozialdemokratie erweisend, etwa gegen Kollegen Stumm, und Erbauung von Schulhäusern den Kreisen zu übertragen." ein Schauspiel für Götter! Die" Post" ist, wie wir schon Was sagt der frivole Schnapsjunker, der die ver- einmal fagten, der Fußabtreter für die freikonservativen hungerte Lehrerwittwe" sehen wollte, zu Herrn von Bitt- Magnaten. wig? Aus Aus dem Reiche des Herrn Thielen. Essen a. d. St. wird uns geschrieben: Wie der preußische " Die in diesem Jahre zur Erfahreserve ausgehobenen Mannschaften werden, wie der Posener Beitung" von amtlicher Seite mitgetheilt wird, nicht mehr zu Uebungen herangezogen. Da bei der diesjährigen Aushebung der Rekrutenbedarf für das stehende Nicht ohne geheime Bewegung bemerkte er, daß über Seer auch trotz der erheblichen Verstärkung vollständig gedem bleichen Antliz des jungen Mädchens etwas wie ein deckt ist, so werden die Ersazreserven in Friedenszeiten von Schleier der Traurigkeit lag. In der That war Johanna Uebungen jedenfalls verschont bleiben. Ueber die spätere seit einem halben Jahre ungefähr häufig trübe gestimmt. Verwendung oder Zutheilung zur Landwehr 2. Aufgebots Anfangs hatte sie sich darüber gewundert, daß André nicht oder Landsturm sollen demnächst nähere Bestimmungen ermehr kam. Als Magdalene eines Tages Vater Deschamps lassen werden. fragte, warum ihr Freund sie nicht mehr besuchte, hatte er geantwortet: Was willst Du! Er hat zu thun. Wir werden ihn wahrscheinlich nicht so bald wiedersehen." Die Zeit ist gekommen. sein zu können, noch schmerzlicher, noch entmuthigender zum Bewußtsein. Wie oft trugen ihn seine Gedanken, wenn er am Abend nach Hause ging, die Knieen wie zerschlagen vom Treppensteigen, die Füße wund von den endlosen Gängen auf dem Asphalt, das Herz bedrückt durch den gleichgiltigen oder ablehnenden Bescheid, den er überall erhalten, in die glückliche Zeit zurück, die erst vor kurzem für ihn ein Ende genommen und die doch schon so weit, weit Der Marburger Studentenstreik. Wie wir bereits hinter ihm zu liegen schien. Dann fragte er sich angstvoll, vor einiger Zeit melden konnten, so ist es geschehen. Die ob er nicht damals auch hart und kalt gegen die Leute " Hauptschuldigen", es sind ihrer acht, haben das consilium war, die sich an ihn um Hilfe wandten, ob er immer nach Das hatte er so kurz, so sonderbar herausgestoßen, daß abeundi( die Androhung der Verweisung) erhalten. FünfKräften den Pflichten der menschlichen Solidarität nach Johanna es nicht wagte, ihn weiter zu befragen. Indeß zehn Studenten wurden mit einem Verweis bedacht. Wesgekommen war, ob er damals auch begriffen hatte, daß begann sie zu ahnen, daß zwischen dem inngen Mann halb ein Marburger Berichterstatter der, Vossischen der Kampf ums Dasein, dieser wüste Kampf, in denen der und dem Alten irgend etwas vorgefallen sein mußte. 3eitung" unsere damalige Korrespondenz wohl vorEgoismus die Oberhand hat, als nothwendiger Ergänzung Ja, fie errieth sogar einen Theil der Wahrheit; das eilig" nennt? Vielleicht deshalb, weil sie früher als dies der Vereinigung der Menschen zur gegenseitigen Hilfe- war aber ein Grund mehr für sie, zu schweigen. Wenn sie anderen Blättern möglich war, den richtigen Sachverhalt leistung bedarf. Nachträglich erfaßte ihn das Mitleid mit Erklärungen verlangte, so hätte sie damit zugegeben, daß darlegte? den Unglücklichen, denen er aus Gleichgiltigkeit oder Be- sie sich für den Abwesenden mehr, als sie durfte, interessire; quemlichkeit das Almosen einer materiellen Beihilfe oder und das war ein Eingeständniß, daß sie niemand machen wenigstens das der thätigen Sympathie hatte verweigern wollte, ja, das sich selbst zu machen sie nicht den Muth tönnen. Schließlich kam er zu dem Gedanken, daß sie doch hatte. Als er immer länger fern blieb und sie auch keine eigentlich barbarisch wären, das Zeitalter und die Gesell Nachrichten von ihm erhielt, begann sie nachzudenken. schaftsform, in der die Schiffbrüchigen des Glückes bei ihren Zweifellos hatte der Großvater Herrn Savenay gebeten, glücklichen Mitbürgern jene eisige Gleichgiltigkeit finden, seine Besuche einzustellen; und schließlich hatte er recht die zu sagen scheint: Es ist nichts, ein Mensch ertränkt daran gethan. Wie schrecklich, wenn sie einen Mann zu So schreibt die„ Vossische Zeitung" in einem sich nur. lieben begonnen hätte, dessen Ideenkreis, dessen Stellung schwungvollen Leitartikel. Also die Zeit ist gekommen für Während dieser bitteren Betrachtungen empfand er den von der ihrigen so verschieden war! Welche Demüthigung den Normalarbeitstag, für eine demokratische Leitung der Wunsch, die Familie Deschamps wiederzusehen. Dieser Be- für sie, wenn man sie für fähig gehalten, in einer neuen Staatsgeschäfte, für Arbeiterschutz und politische Reformen. such war ihm auf seinem mühevollen Marsch wie eine er- Auflage des bekannten Romans von dem armen Mädchen Beileibe nicht! Das Organ des alten und befestigten Hausquickende Raft. Die kleine Magdalene umarmte ihn die Hauptrolle zu spielen, von einer ganz unmöglichen befizes von Berlin rafft sich zu dithyrambischer Begeisterung herzhaft und schalt ihn, weil er so lange nicht ge- Heirath mit einem Millionär zu träumen! Sie er auf für- anthropometrische Steckbriefe. Das tommen wäre, und als man ihr sagte, daß er röthete schon bei dem bloßen Gedanken daran und wußte feit einiger Zeit in Frankreich eingeführte, auf den ersten großen Kummer gehabt habe, wußte sie nichts Besseres ihrem Großvater Dank für seine Vorsicht. Und stolz ge- Stufen seiner Entwickelung befindliche Bertillon'sche Meßzu thun, als ihn wortlos von neuem innig zu umarmen lobte sie sich, seiner würdig zu sein, das, was sie an warmer system für Verbrecher stachelt die Philisterseele der Tante und zu küssen, dabei standen ihr große Thränen in den Sympathie für André in ihrem Herzen hegte, heraus zu Boß zu ungeahntem Eifer auf. Auch wir sollen solche Augen. Johanna gab ihrem Mitgefühl in so zarter Weise reißen. Daß sie mehr als warme Sympathie" für ihn Messungen haben, wir sollen für ihre internationale ReAusdruck, daß er seinen verlegten Stolz und sein ver- empfand, wagte sie sich nicht einmal im tiefsten Herzen leise gelung eintreten, was ja viel wichtiger ist als eine interwundetes Herz dadurch wunderbar erhoben und erfrischt einzugestehen. nationale Fabrikgesetzgebung. Schwer ist's teine Satire zu fühlte. schreiben.. ( Fortsetzung folgt.) „ Die Größe Deutschlands und sein Ansehen verbieten es daß wir dereinst zu den letzten Staaten gehören, die diesen Fortschritt sich aneignen... Die Zeit ist gekommen, aus dem Zustande ruhigen Berharrens in den thatkräftigen Handelns überzugehen!" immer noch erschwingen. der " und und ließ mittels Tiefer hängen wollen wir den nachfolgenden Wasch- wegen wörtlich wiedergeben wollen. Das freisinnige Kapitalisten-| verlassen. Vergangenen Sonntag wurde es derart schlimm, zettel, der die Runde durch die nationalliberale Provinz- blatt schreibt:" Im 6. Schleswig- Holstein'schen Wahlkreise, wo daß die Frau zum Arzte lief und ihn bat, doch nur ja presse macht: der bisherige sozialdemokratische Vertreter Molfenbuhr dem zu dem Kranken zu tommen." Heute ist Sonntag, heute Die Drohnen der Sozialdemokratie, welchen das lofterprobft Grafen Moltke( Reichspartei) unterlag, waren die kann ich nicht tommen!" erhielt sie zur Antwort, allgemeine Stimmrecht zu einigen 40 Sigen im Reichstage sozialistischen Wähler nach der Stichwahl über die unerwartete und so lag denn der Kranke den Sonntag, die Nacht bis zum verholfen hat, liegen jetzt behaglich auf der faulen Bärenhaut, Niederlage sehr empört. Es kam zu Ausschreitungen, an denen Montag da, als endlich der Arzt kam. Sie sind ja gar nicht und genießen bei fetten Parteidiäten und den Weihrauchdüften sich namentlich die weniger gebildeten Elemente betheiligten, die frank", sagte er, als er den Mann gesehen, Ihnen fehlt nichts, der Fraktions- Reptilienpresse ihr geplagtes Erdendasein. So durch die sozialistischen Agitatoren und Organe fanatisirt worden Sie wollen nur die Kasse ausnutzen". Der Stranke blieb thatviel, wie diese Herren Berufsheher zur Führung ihres Lebens waren und die Tragweite ihrer Handlungen nicht er- sächlich liegen, ohne daß ihm Hilfe wurde. Sein Leiden wurde bedürfen, kann das von dem„ Moloch Militarismus aus- ineffen fonnten. Leider müssen diese Leute jetzt für immer schlimmer; er konnte den Harn nicht ablassen und litt gemergelte" arbeitende Wolf, auf welches„ diese Geſellſchafts- die Schuld anderer büßen. In Uetersen, Wo Graf furchtbare Schmerzen. Wohl versuchte er mit einigen Hausordnung auszehrend, entsittlichend wirkt", anscheinend Moltke seinen seinen Wohnsitz hat, gingen zwei Schuhmacher- mittelchen, Umschlägen und dergl. sich Linderung zu verschaffen An den abgezehrten Leibern" gefellen, nachdem das Ergebnis der Stichwahl bekannt geworden vergebens. So lag er bis Mittwoch dieser Woche. Mittwoch geschäftssozialistischen Gastwirthe, Bigarrenhändler, war, auf die Wohnung des gewählten Gegners los uno riefen Nacht schrie der Kranke vor Pein und in ihrer Angst eilte seine Buchdruckereibefizer, Genossenschaftsleiter, an den Villen den Zuschauern u. a. zu:„ Smiet em de Fenstern in!"" Kommt Frau zu einem anderen Arzte, der vielleicht eine Viertelstunde und Häusern der Proletarier" von Vollmar, Reißhaus, doch rup, wi wöllt tom Gratuleeren geh'n!" Der eine Schuh- weit wohnte. Sie erhielt zur Antwort; Da fann ich nicht Heine und wie sie alle heißen, in den Geldsäcken der„ Lohn- macher erstieg die Treppe und schrie der untenstehenden Menge einspringen, das hat ja mein Kollege in Händen, der base babe in ftlaven" Singer, Sabor, Bebel, Auer, Bamberger und anderen zu:„ Kommt doch rup, sünd ji bang!" Darauf folgte der zweite versteht das ebenso gut. Als aber die Frau mit erhobenen Parteirentiers, am Entbehrungslohne des Herrn Liebknecht Schuhmacher und beide drangen in das Haus des Grafen Händen bat, ließ er sich erweichen. Na, dann holen mit 10 000 m. jährlich muß der Arme sich behelfen! Moltke. Hier wurden fie indeß bald verhaftet und hinter Schloß Sie mir eine Droschke, dann fahre ich mit." Die geängstigte der übrigen Hunderte von sozialdemokratischen Parteibeamten, und Riegel geschafft. Der Fall stand dieser Tage vor dem Frau lief nun erst eine halbe Stunde lang nach einer Droschke. an dem Wolfsappetit der bei Dressel Unter den Linden Ueterſener Schöffengericht. Die Angeklagten wurden wegen Endlich, endlich, endlich kam der Arzt beim Kranken an. Der schwelgenden Elitesozialdemokraten sehen wir nicht wie Hausfriedensbruchs zu drei bezw. zwei Wochen Gefängniß, wegen neue Arzt fab freilich, daß der Mann nicht an Magen- und diese Gesellschaftsordnung auf das Volk wirkt", sondern wie groben Unfugs zu je einer Woche Haft verurtheilt." Darmkatarh, sondern an Blasenkolik und Harnverhaltung litt. die Fata Morgana der Zukunftsgesellschaft die Augen der welche nur zu einer Staatsaktion aufgebauscht worden ist, um darauf. Die Frau läuft noch in der Nacht zur Apotheke. Der In Wahrheit hat sich die ganze sehr geringfügige Sache, Er zog ein Stück Papier aus der Tasche und schrieb ein Rezept urtheilslosen Menge blendet". 20 der hiesigen Sozialdemokratie eins auszuwischen, folgendermaßen Apothefer, vielleicht schlaftrunken, giebt das Mittel, welches auf Nothleidende Junker. Welcher Mißbrauch vielfach unter zugetragen. Als am Montag, den 26. Juni, das Stichwahlresultat der einen Seite verordnet ist. Es war ein Mittel zum dem Deckmantel der landwirthschaftlichen Nothlage betrieben bekannt wurde, wonach Graf Moltte als Reichstags- Abgeordneter Gurgeln. Von diesem Medikament giebt man dem Kranken von wird, dazu wird der Freis. 3tg." ein bezeichnender Fall aus gewählt war, da kannte die Freude unserer Mordspatrioten teine Beit zu Beit trocken eine Messerspize voll. Es nützt natürlich dem Kreise Beckum berichtet. Der dortige Kreisausschuß trat Grenzen, es ging ans Gratuliren, und es verbreitete sich sogar nichts, und die furchtbaren Schmerzen vergrößern sich immer fürzlich im Anschluß an ein Schützenfeld in Herfeld, einer kleinen das Gerücht, daß am Abend ein Fackelzug und ein Ständchen mehr. Morgens, Donnerstag, beim Eintragen der Rezepte, merkt Landgemeinde im südlichen Theile des Kreises Beckum, bei dem dem Grafen Moltke gebracht werden sollte. Dieses Gerücht war der Apotheker, daß das Papier auf beiden Seiten beschrieben ist von den Nothleidenden nicht weniger als 67 Flaschen Seft ver- wohl nicht ohne Grund, denn thatsächlich wurden die Mitglieder und daß das richtige Rezept auf der anderen Seite des tilgt wurden, unter dem Vorsitz des Landraths zu einer Sigung der Militärvereine per Beitungsannonce aufgefordert, bei einer, Papiers steht. Wahrscheinlich war es einmal verschrieben. Nun zusammen, um angesichts der hier dokumentirten Nothlage der Land- nahe der Wohnung des Grafen Moltke liegenden Wirthschaft wird ihm natürlich Angst. Er läuft mit dem neuen Medikament, wirthschaft über einen Antrag Beschluß zu fassen, welcher besagte, anzutreten. Wie immer bei solchen Gelegenheiten hatten sich nachdem er den Namen des Kranken in Erfahrung gebracht, zu daß der Kreis 15 000 m. bewilligen solle, damit aus diesem Gelde denn auch Abends in der Nähe der Wohnung des Grafen der Wohnung desselben, um den Fehler gut zu machen. Jeht die Fracht für Futter- und Streumittel, welche die Bauern im Moltke verschiedene Neugierige angesammelt, unter denen auch hat der Kranke endlich das Richtige. Mittags gegen 11 Uhr Anschluß an den Bauernverein bezögen, bezahlt, resp. den die beiden Schuhmacher, die beide ziemlich angetrunken waren, kommt der Arzt wieder wohlverstanden der zweite Arzt, der Bauern zurückvergütet würde. Nun war aber von einer Noth- sich befanden. Nach der Aussage des einzigen Belastungszeugen erste sah den Mann ja für„ gesund" an lage oder einem Darniederliegen der Landwirthschaft in diesem vor dem hiesigen Schöffengericht, dem Klosterdiener, sollen nun Katheders den Harn ab. Nun war dem Kranken wohl leichter, Kreise, wie der Einsender schreibt, bisher noch nichts bemerkt obige Ausdrücke gefallen fein; dagegen wußten die Entlastungs- aber Nachmittags 2 Uhr war er todt. Diese schlichte Erworden, und darum beantragte auch ein Mitglied des Kreis- zeugen zu bekunden, daß nur von dem einen der Schuhmacher zählung aus dem Proletarierleben wurde uns unter bitteren ausschusses, die Beschlußfassung über den Antrag bis zum Herbst gefagt worden sei:" Kommt, laßt uns zum Gratulieren gehen". Thränen von dem Bruder des Verstorbenen gemacht, der ganz hinauszuschieben, weil sich dann erst übersehen lasse, ob wirklich Darauf seien die beiden Schuhmacher über die Treppe vor dem hilflos in unserer Redaktion war und nicht wußte, wohin er eine Nothlage eintreten werde. Die meisten Mitglieder des Hause nach dem Windfang gegangen und hätten durch sich um das Begräbniß wenden sollte. Daheim fißt die Frau Kreisausschusses stimmten ihm auch anfangs bei; als aber her- die verschlossene Glasthür nach dem Hausflur gesehen; in ihrem Gram. Etwas hinzuzufügen haben wir doch wohl nach die Verwerfung des erfterwähnten Antrages gewiß erschien, nun ſei der Klosterdiener hinzugekommen und habe nicht nöthig? Es würde nur die einfache Schilderung des Borwußte der Landrath verschiedene Mitglieder des Kreis- sie weggejagt. Von dem hinzugetretenen Gendarm seien falls abschwächen." ausschusses für den Antrag umzustimmen, so daß dieser schließ- die beiden Schuhmacher erst auf der Straße verhaftet worden. lich Annahme fand. Ein weiterer Antrag, der von einem Hiernach stellt sich die Sache als ein einfacher Ult, wie ihn ebenfalls sehr nothleidenden Landwirthe gestellt wurde, statt junge Leute öfter vorhaben, heraus, mit welchem die Sozial 15 000 M. 50 000 zu bewilligen, damit nicht allein die Fracht, demokratie als solche absolut nichts zu thun gehabt hat. Diese fondern auch 10 pt. des Kaufpreises der Futter- und Streit für den Vorfall verantwortlich machen fann eben nur ein frei mittel vom Kreise getragen würden, tam dagegen nicht zur Ab- sinniger Reporter, dessen Beruf es ist, vor dem rothen Gespenst stimmung. Man irrt sich nun aber, wenn man glaubt, daß gruselig zu machen. Nach dieser Reporterlogik tönnten wir mit Herrn.... Halle a. d. S. jener Beschluß den eigentlich bedürftigen Landwirthen zu gute viel größerem Rechte unsere Mordspatrioten für den Vorfall ver Erlaube mir Höflichst anzufragen ob Sie in nächster Zeit zu tomme. Denn gerade der kleine Landmann hat von dem antwortlich machen, denn nur dadurch, daß ein Fackelzug geplant Ihren neuen Gtablissement. Buffetier, Koch und Kellner selben gar keinen Vortheil, da er nicht von dem Bauernverein, war, der allerdings wegen ungenügender Betheiligung unterbleiben gebrauchen? ich habe jederzeit Buffetiers mit Kaution in jeder der sofortige Baarzahlung verlangt, Futter- und Streu- Artikel mußte, wurden die Neugierigen vor die Wohnung des Grafen Höhe( aha!), fowie tüchtige Köche und Kellner an der Hand. taufen kann; die Händler aber, an welche sich der kleine Land- Moltte gelockt. Zugleich erlaube ich mir Ihnen folgende ganz ergebene Offerte wirth halten muß, sind in diese Vergünstigung der Frachtersetzung Bemerkt sei noch, daß die beiden Schuhmacher Hochdeutsche zu machen: ich habe mit den Inhaber eines hiesigen größeren beiden nicht mit eingeschlossen. Danach müssen für dasjenige, was die sind und gar nicht im stande waren, die Ausrufe plattdeutsch, Etablissements das Abkommen getroffen, daß ich von den Hleinen Bauern bei diesen kaufen, dieselben die Fracht zahlen, wie sie das Berl. Tagebl." aufgemußt hat, zu bringen. Honorar, welches die Leute die ich den betr. während für den nothleidenden Großgrundbefizer bestens gesorgt Prinzipal zusende, an mich bezahlen, die Hälfte Eigenartige Rechtszustände scheinen im Musterstaate an den H. Brinzipal abgebe, da Gie ist. Für diese wird die Fracht aus den Steuergroschen bezahlt, in welche jeder kleine Gewerbetreibende zu der Kreissteuer beitragen Baden zu herrschen. Dort wurde der sozialdemokratische Ver- Ihrem Neuen Etablissement doch auch viel Leute brauchen muß. trauensmann in Baden- Baden, Kaufmann A. Hüber, auf An- werden, so würde sich das bei Ihnen doch auch verlohnen ordnung der Ober- Staatsanwaltschaft plößlich aus seinem Ge- und bin ich gern bereit, die Hälfte des Honorars welches Der Siam Rummel ist zu Ende, die Blockade auf- schäft heraus verhaftet, weil ihm wegen widerrechtlicher An- ich von den Leuten, welche ich Ihnen zusende, erhalte, an Sie gehoben, da Siam sich der französischen Uebermacht gefügt fchuldigung der Prozeß gemacht werden soll. Hüber hat als abzugeben und könnte ich Ihnen daffelbe jeden Monat einsenden, hat. Zwischen den englischen und französischen Besitzungen Vertrauensmann und Vorsitzender des Wahlkomitees für den felbstverständlich wird von mir die größte Diskretion beobachtet, in Indochinesien wird eine neutrale Zone nördlich vom oberen 8. badischen Reichstagswahlkreis eine Beschwerde unterzeichnet um welche ich auch bei Ihnen ganz ergebenft bitte. Sie tönnen Mekong errichtet werden. gegen schwere Wahlbeeinflussungen in Hördten im Murgthal. versichert sein, daß ich stets bemüht sein würde Ihnen gute und Es wird also jetzt der Stiel umgedreht und Hüber eingeschritten. tüchtige Leute zuzusenden überhaupt stets bemüht sein würde Sie Eine Freilaffung gegen Raution wird nicht gestattet, da Rollisions- gut zu bedienen. In der Hoffnung feine Fehlbitte gethan zu gefahr vorliegt. Daraus darf man schließen, daß alle als Zeugen haben, zeichnet mit vorzüglicher Hochachtung zu gunsten der Beschwerdeschrift etwa namhaft zu machenden ganz ergebenft Berfonen in den Verdacht der Mitthäterschaft gerathen und der A. Gottwald Magazingasse 25. Kollisionshaft verfallen. Für Herrn Hüber, der sein Laden- Dazu bemerkt die Schriftleitung der Hotel- Revue": geschäft ohne jede Hilfe betreibt, involvirt die Haft eine schwere Ein Leipziger Prinzipal, Inhaber eines größeren EtablisseGeschäftsschädigung. Im 6. badischen Reichstags- Wahlkreife ments, theilt also das Honorar mit dem Kommissionär, welches ereignete sich im Orte Sand der Fall, daß der Bürgermeister fich letzterer von dem Stellesuchenden bezahlen läßt! Interessant zwei Sozialdemokraten, welche Wahlzettel austheilten, 6 Stunden wäre es, den Namen dieses Ehrenmannes zu erfahren. Daß ein lang in dem keineswegs salonmäßigen Ortsarrest einsperren ließ, folches Lotal der richtige Taubenschlag für die Angestellten ist, bis er eines Besseren belehrt wurde. Man ließ ihn behördlicher- bedarf wohl nicht erst der Erwähnung, da der Inhaber möglichst feits ganz unbehelligt; dagegen konnte er sich im Amtsblatte in oft wechseln wird, um seinen Antheil am Honorar zu schinden. feiner nationalliberalen Bescheidenheit einer patriotischen That Aber zur Ehre der Leipziger Gastwirthe wollen wir annehmen, rühmen! Gladstone rechtfertigt in einem am 2. Auguft veröffentlichten offenen Schreiben das Verbleiben der irländischen Mitglieder im Reichsparlamente. Die Frage einer Herbstsession für das englische Parlament bleibt immer noch in Schwebe. Die nordamerikanischen Silberlente demonstriren auf einem Rongreß in Chikago zu gunsten einer Gesetzgebung, die den Silberbaronen zu Liebe die Voltsinteressen in der Union preisgeben soll. Parteinachrichten. Zum Züricher Kongres delegirten die Münchener Parteigenossen ihre Reichstags- Abgeordneten Vollmar und Birt. In Nürnberg wurde Grillenberger zum Delegirten ernannt; gleichzeitig wählten die Nürnberger Parteigenossinnen Frau Clara Bettin in Stuttgart zu ihrer Vertreterin. Die Parteigenoffen in St. Ingbert und Umgegend wählten H. Dullens zum Rongreßdelegirten. In Küstrin wurde D. Antric Berlin für den Wahl freis Königsberg- Neumart und in Stettin F. Herbert nach Zürich delegirt. Soziale teberlicht. " Das Kommiffionär- luwesen in seiner gemeinsten Form wird in einem Brief aufgedeckt, der nach dem Gastwirths gehilfen" der Leipziger Hotel- Revue" feitens eines Gastwirthes in Halle zugestellt ist: Leipzig, d..... 1893. nun daß es nur Lockspeise" ist, welche der biedere Kommissionär vorreitet, um das Ehrgefühl des Hallensers zu betäuben, und vermuthlich macht Gottwald, den wir übrigens nicht kennen, diese Anerbietungen geschäftsmäßig überall. Mit welcher Sorte Schufte mag der Mann arbeiten! Wie tiefstehend muß der den Gastwirthsstand taxiren, daß er ihm so etwas zu bieten wagt! Rigdorf. Achtung, Tischler, Drechsler, Stell- Wir haben bisher alle solche Erzählungen als unwahr und macher! Am 30. Juli erfolgte die Eröffnung des Arbeits- lächerlich von uns gewiesen, bis uns hier der nackte Beweis genachweiſes, sowie der Herberge für die hiesige Bahlstelle des deut liefert wurde. Darf man sich denn angesichts solcher Thatsachen, schen Holzarbeiter- Verbandes. Die Arbeitsvermittelung geschieht die doch den Kellnern nicht verschwiegen bleiben können, troz für Meister und Gesellen unentgeltlich. Der Arbeitsnachweis ist der Diskretion" des Herrn Gottwald, noch wundern, wenn sie für Arbeitssuchende( auch nichtmitglieder des deutschen Holz- folchen sauberen Prinzipal, der sich an ihren Placement- Groschen arbeiter- Berbandes) an Wochentagen von 8 bis 9 Uhr Abends bereichert, mit gleicher Münze heimzahlen, d. h. Gäste und Wirth und an Sonntagen von 9 bis 10 Uhr Vormittags geöffnet. Die betrügen, wo sich ihnen nur Gelegenheit bietet? Wo bleibt da Herberge sowie der Arbeitsnachweis befindet sich Hermannstr. 23 die Moral? im Lotale des Kollegen Schmidt. Ebendafelbst werden zu der Aus dem Wahlkreis Bingen- Alzey. In Nieder: Ingelheim fand am Sonntag eine aus vielen Orten des oben angegebenen Zeit Reise- Unterstützungen ausgezahlt. Die Zum Invaliditäts- und Altersversicherungs Gesetz ist Kreises beschickte sozialdemokratische Vertrauensmänner- Konferenz Kollegen werden ersucht, den Arbeitsnachweis bei vorkommenden dem Bundesrath ein Gesetzentwurf von Versicherungspflicht auf statt zum Zwecke der Bildung einer einheitlichen Organisation Fällen recht rege zu benutzen, sowie auch dafür einzutreten, daß die Hausgewerbetreibenden der Textilindustrie zugegangen. Die für den ganzen Wahlkreis. Folgender Beschluß war das Er- die Mitgliederzahl der hiesigen Zahlstelle eine recht hohe wird. Die Vorschriften schließen sich jenen für die Hausgewerbetreibenden gebniß der Berathung: An allen Orten, wo einigermaßen Aussicht vorhanden ist, Mitgliederversammlungen finden Dienstag nach dem 15. eines der Tabaksindustrie an, zerfallen in 15 Punkte und sollen ohne eine Organisation der sozialdemokratischen Partei ins Leben zu jeden Monats statt. beschränkte Geltungsdauer am 1. Januar t. J. in Kraft treten. Die Arbeitsvermittlungs Rommission.( In der Hauptfache wird festgesetzt, daß die Versicherungspflicht rufen, muß dies unverzüglich geschehen und zwar soll es den nach§ 1 des Gesetzes vom 22. Juni 1889 auf solche selbständige Parteigenossen an den einzelnen Orten überlassen bleiben, die Adlershof und Umgegend. Parteigen offen! Der Gewerbetreibende( Hausgewerbetreibende) erstreckt wird welche Vereinigung je nach den örtlichen Verhältnissen zu benennen. Es hiesige Arbeiter- Bildungsverein hat seit zirka 1/2 Jahren teine in eigenen Betriebswerkstätten im Auftrage und für Rechnung wird jedoch den Genoffen zur Pflicht gemacht, an den jeweiligen regelmäßigen Versammlungen mehr abhalten können, weil uns anderer Gewerbetreibender( Fabrikanten, Fabrikkaufleute, HandelsBorort nicht allein einen monatlichen Beitrag zu entrichten, fon vor der Behörde fein Lokal zur Verfügung deute) mit der Herstellung von Geweben, mit Wirfen voer Spulen dern auch dem Vorort jedesmal den Namen des Vorsitzenden und stellten; von jetzt ab können wir uns wieder regelmäßig ver- beschäftigt werden, und zwar auch dann, wenn diese Hausgewerbeder Raffirer anzugeben und mit dem Vorort in enger Verbindug sammeln, es steht uns das Lokal Wöllstein's Lustgarten zur Ber- treibenden die Roh- oder Hilfsstoffe selbst beschaffen, und auch zu bleiben." fügung. Die erste öffentliche Versammlung des Vereins findet für die Zeit, während welcher ste vorübergehend für eigene Als Vorort für den Wahlkreis wurde Bingen bestimmt. am Donnerstag, den 8. August, Abends 8 Uhr, statt, in der Herr Rechnung arbeiten. Dagegen soll die vorstehende Bestimmung In Bessungen bei Darmstadt hat am Sonntag gleichfalls Buchdrucker Massini einen Vortrag hält. Pflicht aller hiesigen feine Anwendung finden auf Personen, welche das Geschäft eine Konferenz der Parteigenoffen des hessischen Landtags- Wahl- Parteigen offen ist es, sich dem Vereine anzuschließen, resp. die regelmäßig für eigene Rechnung betreiben und nur gelegentlich freifes Dar m ftabt and stattgefunden, welche beschloß, Bersammlung zu besuchen; der Beitrag ist 25 Pf. monatlich, von anderen Gewerbetreibenden für deren Rechnung beschäftigt mit aller Energie in die Agitation für die bevorstehende Er- Eintrittsgeld wird nicht erhoben; auch diejenigen, die den Bei- werden, ebenso wenig auf Personen, welche in einem anderen, gänzungswahl zum hessischen Landtag einzutreten. Als Kandidat trag nicht aufbringen können, find herzlich willkommen und sollen die Versicherungspflicht begründenden regelmäßigen Arbeits- oder wurde mit großer Mehrheit Genosse Sparr- Darmstadt auf- nicht fortbleiben; nur durch festes Zusammenhalten tönnen wir Dienstverhältniß zu bestimmten Arbeitgebern stehen, sei es regelgestellt. etwas erreichen. Der Vertrauensmann. mäßig, sei es nur gelegentlich; drittens soll die Bestimmung nicht Anwendung finden auf Personen, welche in dem Betriebe Aus Uetersen, Schleswig- Holstein, wird uns geschrieben: Auf die Jämmerlichkeit der ärztlichen Behandlung des Hausgewerbes oder bei einer die Versicherungspflicht ander In welcher schmuzigen Weise die gegnerischen Beitungen und in den Krankenkassen wirst ein ergreifender Bericht, der dem weit begründenden Lohnarbeit überhaupt nicht berufsmäßig. speziell die" freifinnigen" vorgehen, wenn es gilt, der Sozial- Chemnißer Beobachter" zugeht, ein grelles Schlaglicht. Ich bin so sondern nur gelegentlich in so geringem Umfange thätig sind, demokratie eins auszuwischen, ist ja allseitig bekannt, bei folcher elend, ich kann nicht mehr arbeiten!" Mit diesen Worten kam baß der hieraus erzielte Verdienst zum Lebensunterhalt nicht ausGelegenheit scheuen fie die gröbsten Berleumdungen nicht. Allen vorige Woche, Donnerstag, ein Arbeiter nach der Frühstückspause reicht und zu den Versicherungsbeiträgen nicht in entsprechendem voran ist das" freisinnige"" Berliner Tageblatt". Daffelbe wieder in sein Heim. Er war schon längere Zeit in Behandlung Verhältniß steht. bringt in seiner ersten Beilage der Nr. 877 vom 27. Juli unter des Kassenarztes, der ihn auf Magen- und Darmkatarrh be der Rubrit: Aus Schleswig- Holstein, folgenden von Entstellungen handelte, aber er war noch nicht arbeitsfähig. Nun hatte sich und Unwahrheiten strogenben Bericht, ben wir seines Inhaltes sein Leiden verschlimmert und er konnte sein Haus nicht mehr " Für den Juhalt der Juferate über nimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung Theater. Donnerstag, den 3. Auguft. Leffing Theater. Die Drientreise. Friedrich- Wilhelmstädt. Theater. Nanon. Kroll's Theater. Fidelio. Viktoria Theater. Frau Venus. National Theater. Lehmann auf der Weltausstellung in Chicago. Alexanderplatz Theater. Rean, oder: Genie und Leidenschaft. Apollo Theater. Spezialitäten Vorstellung. Kaufmann's Variété. Spezialitäten Vorstellung. National- Theater. Große Frankfurterstraße 132. Sensationelle Novität! Lehmann auf der Weltausstellung in Chicago. Große Ausstattungs- Poffe mit Gesang und Tanz in 5 Aufzügen von Eugen Prudens. Mufit von Adolph Widecke. Rouplets Don Linderer. Regie: M. Samst. Raffenöffnung 51/2 Uhr. Anfang der Abend- Vorstellung 71/2 Uhr. Im Garten auf der Sommerbühne: Novität: Wirkliches Wasser. Wirklicher Regen. Berlin unter Wasser oder: ,, neipp's Wafferkur. Poffe mit Gefang und Tanz von Mylius. Vorher Novität: Chansonetten- Liebe. Boffe mit Gesang und Tanz. Vor, nach und zwischen den Possen: Auftreten von Specialitäten I. Ranges. Morgen: Diefelbe Vorstellung. PassagePanopticum. Grösstes Königl. italienischer Circus Ver. zur Wahrung d. Interessen Ernesto Ciniselli. Stadtbahnstation Zoologischer Garten. Heute, Donnerstag, den 3. August: 3um 27. Male: Die Erschaffung des Weibes oder: der Gaft- und Sanfwirthe Oeffentl. Volks- Versammlung Berlins und Umgegend. Den Mitgliedern zur Nachricht, daß die Frau des Kollegen Petersohn, Veteranenstr. 22 am 1. d. Mts. ver162/16 ftorben ist, Die Beerdigung findet am Freitag, Das Weib im Laufe der Jahrhunderte. Den 4. d. M., Nachmittags 6 Uhr, vom Große Ausstattungs- Ballet- Pantomime Trauerhause aus nach dem Elisabethin 8 Abtheilungen. Kirchhof, Prinzen- Allee, statt. Um recht Inscenirt vom Dir. Ernesto Ciniselli. zahlreiche Betheiligung bittet Arrangirt und komponirt vom fönigl. italien. Hof Balletmeister A. Tignani. Der Vorstand. J. A.: Lorenz. Auftreten der berühmten und beliebten Allg. Kranken- u. Sterbekasse Original Klowns Gebrüder Didic und Eugène Weldemnnn. Ferner Auftreten der vorzüglichsten Kunstreiter und Kunstreiterinnen, sowie Klowns und Spezia litäten allerersten Ranges. Reiten und Vorführen der bestdressirten Schul- u. Freiheitspferde vom Direktor. Anfang 8 Uhr. Ernesto Ciniselli, Direktor. Hippodrom unter Wasser. BERLINER HIPPODROM Am Kurfürstendamm. 2 Min. von Station Zoolog. Garten. Heute: Gr. Extra- Vorstellung. Olympische Spiele, Damen- JockeyRennen, Herren Flach- Rennen, Post mit je 4 Pferden geritten, Quadriga Fahren 2c. = Boa Constrictor dargestellt von Mons. Duvenect. Neu! Neu! Original Three Johnson's. Athleten und Kraft- Jongleure, in dieser Vollendung noch nie dagewesen! Am Strande von Ostende. Gr.Wasser- Pantomime in 12 Bildern Susanne im Bade. Anfang des Konzerts 5 Uhr, der Vorstellung 8 Uhr. Sonntag: 2 große Gala- Bor stellungen, Nachmitt. 5 Uhr und Abends 8 Uhr. Schau- u.Vergnügungs- Morig Etablissement der Welt, Entree 50 f. Castan's Panopticum. RiesenMorig Etablissement Blas. Buggenhagen. Blas. Täglich: Gr. Garten- Konzert. Großer Frühstücks- u. Mittagstifd. Spezial- Ausschant von Patzenhofer Lagerbier, hell und dunkel. Bei ungünstiger Witterung findet das Ronzert in den unteren Restaurationsräumen statt. B Entree Wochent. 10 Pf. Sonnt. 25 Pf. Säle für Versammlungen, Rommerse, Festlichkeiten 2c. Schweizer Garten Schlangen- Familie Schweizer Garten aus Carl Hagenbeck's Thierpark. Ohne Extra- Entree. ratweil' sche Bierhallen Kommandantenstr. 77-79. Täglich von 5 Uhr ab: Gr. Frei- Konzert Soiréen der Leipziger Sänger vom Krystall- Palast. Anf. Wochent. 71/2 Uhr. Entree 15 Pf., refervirt 25 Pf. Anf. Sonntags 6 Uhr. Entree 30 Pf., refervirt 50 Pf. Anerkannt gute Küche. Säle für Festlichkeiten und Versammlungen. Programm unentgeltlich. Carl Koch. Am Königsthor. Am Friedrichshain. Mittwoch: Familien- und Kinderfest verbunden mit Präfentvertheilung. Große Fackel- Polonaise und Kinderbeluftigungen. Gr. Extra- Vorstellung. Entree 30 Pf.: Ball. Lüzowstraße Victoria- Brauerei, 1-112. Garten resp. Saal. ( außer Läglich Sonnabends) der deutschen Drechsler Freitag, den 4. August 1893, im Lokale von Buggenhagen am Moritzplatz. Tages- Ordnung: 1. Klarstellung der Ursachen des Boykotts über die Spandauer Bergbrauerei. Referent: 0. Schröer( Spandau). 2. Diskussion. Um zahlreiche Betheiligung der Parteigenossen ersucht Die Berliner Lokal- Kommission. 202/1 Sommerfest und verw. Berufsgenossen. der Maler, Ladkirer, Auftreicher u. verw. Berufsg. sämmtlicher Filialen Berlins und Umgegend = ( E. H. Nr. 86, Hamburg.) Die Mitglieder Versammlungen sämmtlicher Verwaltungsstellen finden an folgenden Tagen statt: am Sonnabend, den 5. August, Bezirk A: Sonntag, d. 6. Augin der Neuen Welt, Hasenhaide 115-116. Vormittags 10 Uhr, bei Steh mann, Melchiorstr. 15. Bezirt B: Montag, den 7. Aug., Abends 8 Uhr, bei Do ober= stein, Mariannenstr. 31/32. Bezirk C: Sonntag, d. 6 Aug., Vormittags 10 Uhr, bei Grube, Mariendorferstr. 5. Bezirk D: Dienstag, d. 8. Aug., Abends 8 Uhr, bei Hirthe, Elisabethstr. 14. Die Tagesordnung für sämmtliche Versammlungen lautet: 1. Geschäft liches. 2. Bierteljährlicher Grosse Spezialitäten- Vorstellung. Gesangsvorträge von Mitgliedern des Arbeiter Sängerbundes, Kinderbelußtigungen, Fackeling. 211/ 13* BE BUS Grosses brillantes Monstre Feuerwerk. Jm Bal- Champêtre: Großer Sommernachtsball. Billets á 25 Pfg. in allen Vereinslokalen; an der Kasse 30 Pig, Arbeiter- Bildungsschule. Freitag, den 4. August, Abends 8½ Uhr, Kassenbericht. 8. Berschiedenes, in der ,, Berliner Ressource", Kommandantenstraße 57: außerdem für Bezirk B Wahl eines Schriftführers. Die Zahlstellen, in denen Sonnabends 8-10 Uhr Beiträge entgegen genommen und neue Mitglieder bis zum 45. Lebensjahr aufgenommen General- Versammlung. Zages Ordnung: 1. Bericht des Vorstandes. 2. Kassenbericht. 3. Wahl des 2. Vor fitzenden, des Kassirers und zweier Revisoren. 4. Anträge des Vorstandes werden, befinden sich: Für Bezirt A: 1. Maunynstr. 78 bei a) 3entralisation des Unterrichtes, b) Wegfall des Glementar- Unterrichtes, Anträge der Schul- Kommissionen. 5. Verschiedenes. 2. Langestr. 35 bei Rohr. Meier. 403/5 Der Vorstand. Freie Vereinigung der Kanflente. Für Bezirk B: 1. Reichenbergerstr. 16 bei Pätzold. 2. Skaligerstr. 65. Für Bezirk C: 1. 3offenerstr. 35 bei, Die gestern annoncirte Versammlung findet nicht heute, sondern erst Zalte. 2. Alte Jakobstr. 69 bei| Donnerstag, den 10. August statt. Lenz Der Vorstand. J. A.: Alfons Borchard. = Für Bezirk D: 1. Elsasser und Kl. Hamburgerstr. Ecke bei Witt= show. 2. Gollnow- und Weinftaßen- Ecke im Lokal. 1251b Heute, Donnerstag, im Vereinslokal Vereinssizung der Freien Vereinigung selbst. Handelsleute Berlins u. Umg. 4644L Statuten- und Mitgliedskarten- Vertheilung. Der Vorstand, Achtung, Holzarbeiter! Der Zentral- Arbeitsnachweis der Holzarbeiter, wie: Tischler, Drechsler, Instrumentenarbeiter, Parquetbodenleger, Einfcher, Modelltischler, Bürstenmacher etc. befindet sich Wallstr. 7/8, part. Geöffnet von 8-12 Uhr Vormittags und 3-7 Uhr Nachmittags. Die Arbeitsvermittlung geschieht unntgeltlich für beide Theile( Meister und Gesellen). 318/19 Wir ersuchen dringend, bei Arbeitslosigkeit ruch zu nehmen, und das Hauſiren lich zu vermeiden. mit der Arbeitskraft soviel wie mögIm Auftrage der Lokalverwaltung H. Wiedemann. W Allen Freunden und Bekannten theilen wir hierdurch mit, daß während d. Internationalen Züricher Kongresses, Stettiner Sänger. in der Zeit vom 3. bis 16. Auguſt, Stets wechselndes unser Geschäft an Wochentagen nur Abends von 61/2 bis 9 Uhr geöffnet ist. Programm. Otto Naether& Krausse, Anfang Sonnt. 7 Uhr, Uhrmacher, 46452 Wochent. 8 Uhr. Anklamerstr. 44, an der Brunnenstraße. Entree 50 Pf. Vorverkaufs Billets Sonntags feine Giltigkeit. Ostbahn- Park am Küstriner Play, ( Hermann Jmbs) Rüdersdorferstr. 71, am Ostbahnhof Konzert, Theater und Täglich: Spezialitäten- Vorstellung. Berliner Bock Spezialitäten Borstellung. Tempelhofer Berg. Heute: Große Extra- Vorstellung. Neues Programm. Entree 50 f. Anfang Wochentags 1/28 Uhr. 399M] Sonntags 1/26 Uhr. Neu u. sensationell: 3 Schwestern Peretti, Runstradfahrerinnen. Emmy u. Reinhold Hintsche, Ge fangs- u. Charakter- Duettisten 2c. Boltsbeluftig. jeder Art. 4 Regelbahnen z. Verfügung. Kaffeeküche geöffnet an Wochentagen von 2 bis 6 Uhr, Sonntags von 2-5 Uhr. Institut Moabiter Gesellschaftshaus. Alt- Moabit 80 und 81. Täglich: Theater- und SpezialitätenVorstellung, sowie Concert. Anfang 4 Uhr. Entree 30 Pf., reservirter Plah 50 Pf. Helmuth Peters. 4127L* Altes Schüßenhaus, Linienstraße 5, empfiehlt seine Festfäle ( 560 Personen fassend) zu allen Gelegen heiten. 7336 Restaurant„ Lindenhof" Stolpe am kleinen Wannsee F. Pietsch Lanz Dresdenerstr.10. hält sich zu Ausflügen den geehrten Der erste neue Lehrkursus in d. Saison Vereinen und Gesellschaften bestens Gr. Lichterfelde. Anhalter beg. f. Damen u. Herren Sonntag, 6. Aug., empfohlen. Beluftigungen aller Art. Bahnhof. Nachm. 4 Uhr. Meld. Adalbertstr. 3 Kegelbahn u. Kaffeeküche zur Verfügung. W. Griess, Restaurant, u. bei Beginn des Unterrichts.[ 4602L* Kremser am Bahnhof Wannsee. Saal und schattiger Garten. Wachteln, Staare 1,25, Kreuzschnäbel NB. Einziges 2otal, welches au 1,00, Beifige 0,75, Meifen 0,50 Invaliden Kinderwagen. Andreast. 23.5p Arbeiter- Bersammlungen zu haben ist. Istraße 7. 1246b* 4193L* A. Mattausch, Größtes Lager Berlins 1250b Verlag des ,, Vorwärts" Berliner Volksblatt Berlin SW., Benth- Straße 2. Wir empfehlen unseren Parteigenoffen zum Studium und zur Verbreitung: Siebknecht's Schriften Sochverrath und Revolution. Nr. 0,30 Eine ungehaltene Vertheidigungsrede gegen die Anklage des Hochverraths und wider die staatsanwaltliche Polizeiauffaffung Hochverrath und Revolution feien gleichbedeutende Begriffe. Revolution von unten" nämlich. Bur Grund- und Bodenfrage. 2. Auflage. mr. 0,50 Eine Bertheidigungsschrift für die Beschlüffe des Bafeler Kongresses der Internationalen Arbeiter Assoziation auf Bergesellschaftlichung des Grund und Bodens unter Beibringung eines überreichen historischen Materials. Feſtrede Biffen ift Macht- Macht ist sien. Bestrebe gehalten zum StiftungsFest des Dresdener Bildungsvereins am 5. Februar 1872. 9. Aufl. Mt. 0,30 Eine scharfe, quellenmäßige ritit, was unser Staat für Bildungszwecke und was er für Militärzwecke aufbringt, und eine glänzende Rechtfertigung der Betheiligung der Arbeiterklasse an den politischen Kämpfen der Gegenwart. Die Emser Depesche oder wie Kriege gemacht werden. 3. Auflage. Mt. 0,30 Besonders für die jüngere Generation liefert die Broschüre einen lehrreichen Beitrag zur Geschichte des deutsch französischen Krieges. Robert Blum und seine Zeit. Broshirt in e Seften à 25 Bfg. Gebunden Mr. 2, Darstellung seines Lebens und Wirkens in der Beit der deutschen Revolution und zugleich ein Stück Geschichte der 48 er Bewegung. Bu Schutz und Trub. Festrede, gehalten zum Stiftungs- Fest des Crimmitschauer Boltsvereins am 22. Oft. 1871. 6. Auflage. Mt. 0,25 Legt in allgemein verständlicher Form die Biele und die Weltanschauung der Sozialdemokratie dar." Aleber die polit. Stellung der Sozialdemokratie, insbesondere mit Bezug auf den Reichstag. Ein Vortrag, gehalten in einer öffentlichen Versammlung des demokratischen Arbeitervereins zu Berlin am 31. Mat 1869. Mit Vorwort und einem tragitomischen Nachspiel. Mr. 10, Für die Geschichte der Entwicklung der deutschen Sozialdemokratie und der Zattit der deutschen Sozialdemokratie ist diese in jüngster Beit vielzitirte Broschüre ein werthvolles historisches Dokument. Robert Owen. gegrabene Stizzen. Mit 2 Abbildung. 72 Selt. Mr. 0,30 Leben und sozialpolitisches Wirken. Zwei ausDas Alters- und Invaliden- Versicherungs- Gefeh. Vortrag, gehalten am 13. August 1888 in einer öffentlichen Bolts- Bersammlung in Wurzen. 3. Auflage. 82 Seiten. mr. 0,10 Ein Blick in die Neue Welt. Elegant gebunden Mr. 3, " Das Buch ist in hohem Grade Lesenswerth. Es enthält gerade das, was die gewöhnlichen Reisebeschreibungen nicht enthalten: einen ruhigen, objektiven Blick, eine streng sachliche Würdigung aller möglichen fleinen und großen Vortommniffe, die Vermeidung alles unnüßen Ballastes und erzeugt auf diese Weise im Leser mit den denkbar einfachsten Mitteln den Eindruck vollendeter Wahrheit." Stuttgarter Beobachter". Bum 18. März und Verwandtes. Seit. brosch. Mr. 0,20 46 Bolks- Fremdwörterbuch. 6. Auflage. Broschirt in 12 Seften & mt. 0,20 Gebunden Mt. 3, Die wahrhaftige Lebens- Geschichte des Josua Davidsohn. Bor, Die Ritter der Arbeit. Nach dem Amerikanischen. UeberAus dem Englischen übersetzt von Natatie Liebknecht. Mit einem Vorwort von Wilhelm Liebknecht. Mt. 0,30 fegt v.Natalie Liebknecht. Mit. 1, Wiederverkäufer erhalten Rabatt. Alle Buchhandlungen, Kolporteure und Beitungs- Spediteure nehmen Bestellungen entgegen. Bei Aufträgen von außerhalb ersuchen um gleichzeitige BetragsEinsendung( Porto extra). Verantwortlicher Redakteur: Wilhelm Schröder in Berlin. Druck und Verlag von Mag Bading in Berlin, SW, Beuthstraße 2, Hierzu eine Beilage. Beilage zum„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 180. " Tokales. Donnerstag, den 3. August 1893. Streit erregt oder einem[ anderen Mitgliede Beleidigungen zufügt, zahlt 5 M. Unanständiges oder beleidigendes Benehmen gegen die Direktion oder die von derselben ernannten Vorgesetzten, Verbreitung nachtheiliger Gerüchte, Schuldenmachen, Trunkenheit in oder außer dem Dienste ziehen eine Strafe von 20 M. nach sich, oder berechtigen zur augenblicklichen Entlassung, bei Verlust der laufenden Gage. 10. Jahrg. schule und nach vorzüglicher Führung, mit 19 Jahren als Unteroffizier zu dem in Schrimm garnisonirenden ersten Bataillon Der Polizeipräsident bringt auch in diesem Jahre die des 47. Infanterie- Regiments, dessen Stab in Posen steht. Hier nachfolgende warnende Bekanntmachung wieder in Erinnerung: wurde er wegen seiner Befähigung bald Bataillonsschreiber und Durch Untersuchungen im kaiserlichen Gesundheitsamt ist festzeichnete sich Jahre lang durch gute Führung aus, bis er sich an gestellt worden, daß das in Berlin zu wirthschaftlichen Zwecken der seiner Verwaltung anvertrauten Postkasse vergriff und in den Handel kommende Eis, selbst bei gutem Aussehen, in hierauf desertirte. Als Deserteur wurde er bisher noch immer ihrer Entwickelungsfähigkeit nicht veränderte, gesundheitsgefähr verfolgt und als solcher ist er auch von der Militärbehörde liche Kleinwesen enthalten hat. Es ist dadurch wahrscheinlich 2. Alle Mitglieder, welche nicht mit Kontrakt engagirt find, reklamirt worden. Bei seiner Ueberführung nach Posen ist man geworden, daß die häufiger beobachteten Krankheiten nach dem können zu jeder Zeit ohne Kündigung entlassen werden und haben mit der größten Vorsicht zu Werke gegangen. Ein Feldwebel, Genusse von Getränken, welche durch Hineinwerfen von Eis- nach erhaltener Entlassung keine wie immer gearteten Ansprüche ein Sergeant und ein Gefreiter waren hierher kommandirt wor stückchen gefühlt wurden, weniger durch die Kälte der Getränke, an die Direktion zu stellen. den, um den Arrestanten in Empfang zu nehmen und nach als durch die im Eise vorhandenen Krankheitserreger verursacht 3. Die Direttion tann zu jeder Tageszeit die Gesellschaft Bosen zu transportiren. Trotz dieser starken Eskorte, die vor worden sind. Dieselben Nachtheile können durch feste Nahrungs- ganz, zum Theil oder Einzelne, wenn es nöthig ist, auch nach seinen Augen die Gewehre lud, wurde der Gefangene obendrein mittel, z. B. Butter, welche durch Liegen auf solchem Eise ge- der Vorstellung, zur Dienstleistung zusammenberufen lassen. Wer noch gefesselt. fühlt wurden, entstehen. Vor dem Genusse von Getränken und einer solchen Aufforderung nicht nachkommt, zahlt 2-10 Mark Nachträglich werden noch immer neue Diebstähle, bei denen anderen Nahrungsmitteln, welche in der vorerwähnten Weise mit Strafe. der Verhaftete betheiligt war, bekannt. So ist jetzt festgestellt Eis gekühlt sind und infolge dessen gesundheitsgefährlich sein scheinigt werden. Unwohlfein, welches die Dienstleistung ver- Offiziersuniform oder unter dem Namen eines Offiziers von der 4. Krankheiten können nur durch den engagirten Arzt be- worden, daß Kringel auch mit dem Mann Jidentisch ist, der in können, wird deshalb hiermit gewarnt." hindert, muß zur sofortigen Anzeige gebracht werden. Decken hier in der Weise vorgegangen ist, daß er in besseren Tanzlokalen Bekanntschaften mit Damen der Halbwelt anknüpfte und diese in ihren Wohnungen bestahl. Bemerkenswerth ist, daß er nach Ausführung der letzten Diebstähle in Bremen, wo er bei zwei Schifferhedern einbrach, mit den Bestohlenen zusammen im Gasthofe gespeist, sich von ihnen über die Einbrüche erzählen ließ und die Geschädigten sehr bedauerte. " Prof. Virchow, als derzeitiger Rektor der Berliner Universität hat als solcher Gelegenheit gehabt, seinen Freifinn" auf glänzende Weise zu bewähren. Der Verein deutscher Studenten an der Berliner Universität hatte im Februar d. J. den Professor Dr. Brecher zu seinem Ehrenmitglied ernannt. Der derzeitige Reftor der Universität, Prof. Dr. Virchow, versagte feine Genehmigung, weil Männer, die der Universität nicht angehörten, auch nicht Ehrenmitglieder deutscher Wer bindungen sein dürften. Der Verein deutscher Studenten wandte sich mit einer Beschwerde an das Kultusministerium, darauf ist unter dem 21. Juli nachstehende Antwort des Kultusministers Dr. Boffe ergangen: " 5. Versäumniß von Proben wird mit 10 M. Strafe, Verfäumniß einer Vorstellung mit einer Monatsgage Strafe belegt. 6. Wer der Direktion gehörige Gegenstände, Garderobe, Requisiten 2c. muthwillig beschmust, beschädigt, verliert oder verdirbt, hat dieselbe in vollem Werthe zu ersehen. 7. Jedes Mitglied ist verpflichtet, den Empfang dieser Geschäfts- und Hausordnung im Direktionsbureau mit Unterschrift zu bestätigen. 8. Wer den Dienst selbst aufgiebt, oder aus dem Geschäft ausscheidet, hat seinen Lohn erst am nächsten Zahlungstage zu befonimen. Mit einer Schußwunde in der rechten Schläfe wurde gestern Abend um 93/4 Uhr ein Mann auf einer Bank in der Nähe der kleinen Sternallee im Thiergarten von einem Schutzmann des 38. Polizeireviers aufgefunden und nach der Charitee gebracht. Der Unbekannte, der sich den Schuß mit einem Auf die Eingaben vom 12. April und 19. Mai d. J. erMorris de Jonge. Man erinnert sich wohl noch der Revolver selbst beigebracht hat, führt Papiere mit sich, die auf widere ich dem Verein, daß es nach den bestehenden Bestim- eigenthümlichen Umstände, unter denen Herr Morris de Jonge den Bäcker Ernst Bormaneck hinweisen. Sein Zustand ist lebensmungen den studentischen Vereinen unbenommen ist, auch Nicht- vor einigen Monaten nach der Schweiz geflohen ist. Als gefährlich, sodaß eine Vernehmung nicht stattfinden kann. angehörige der Universität zu Ehrenmitgliedern zu erwählen, so- Redakteur der antisemitischen Hann. Post" sollte er den weit damit nicht eine Umgebung des Verbots in§ 40 der Vor- Justizminister durch einen Artikel beleidigt haben. Statt Ueber einen Selbstmordverfuch wird uns aus Röpenick schriften u. f. w. vom 1. Oktober 1879 oder eine sonstige Ver- ihn in Anklagezustand zu versetzen, zog es die Be- berichtet. In dem Hause Bahnhofftr. 15 wohnte seit einigen legung von akademischen Disziplinarvorschriften verbunden ist. hörde vor, ihn zunächst für sechs Wochen an die Pro Monaten der 49jährige Eisenbahnarbeiter P., dessen Frau und Ich wünsche den studentischen Vereinen diese vinzial- Frrenanstalt zu Göttingen zu überweisen. Morris fieben Kinder in Berlin domizilirt sind. P. war schon seit akademische Freiheit, so lange sie dieselbe nicht miß: de Jonge, der feine Lust hatte, auf vielleicht ungemessene Zeit geraumer Zeit seinen Wirthsleuten die Miethe schuldig geblieben, brauchen, erhalten zu sehen und habe deshalb auch für den vor- wieder in das Jrrenhaus zurückzukehren, zog es vor, Deutschland so daß er es für gerathen hielt, sich am Dienstag Morgen 4 Uhr liegenden Fall nichts dagegen zu erinnern, daß der in der Ein- zu verlassen. Inzwischen ist nun gegen den Redaktionsgehilfen heimlich zu entfernen. Die Wirthin merkte jedoch die Absicht des gabe vom 12. April bezeichnete Gelehrte von dem Verein als Morris de Jonge's, der formell als verantwortlicher Redakteur Chambregarnisten und hielt, als P. rücken wollte, die Thür zu. Ehrenmitglied geführt wird. Dem Herrn Rektor der Universität gezeichnet hatte, wegen jenes Artikels das Verfahren durchgeführt Aus Wuth packte der getäuschte Miether die Frau am Halse und habe ich von diesem Erlasse Kenntniß gegeben." worden, und es hat mit Freisprechung geendet. Das Gericht hat versuchte sie zu erwürgen. Die Lettere schrie um Hilfe und nun Diese Burechtweisung des freisingen" Pathologen durch dahin entschieden, daß Freisprechung erfolgen müsse, weil der ließ P. die halb Ohnmächtige los, eilte zum Fenster und sprang, den Minister finden wir ganz gerechtfertigt, obwohl wir keinen Inhalt des fraglichen Artikels bei aller Schärfe der darin ent- ehe er daran gehindert werden konnte, aus der beträchtlichen Augenblick daran zweifeln, daß, wenn ein Studentenverein einen haltenen Kritik unserer Justizzustände die Grenzen des rechtlich Höhe die Wohnung war in der dritten Etage belegen Sozialdemokraten zum Ehrenmitglied ernennen würde, der Erlaubten nicht überschreite und den Thatbestand einer straf- herab. P. blieb bewußtlos auf dem Straßenpflaster liegen und Minister feinen Augenblick anstehen würde, darin einen Miß- baren Beleidigung überhaupt nicht darstelle." Infolge dieses wurde nach einem hiesigen Krankenhause geschafft; wie sich aber brauch" zu sehen, der nicht blos eine Rückgängigmachung der Er. Urtheils, das inzwischen die Rechtskraft erlangt hat, ist Herr herausstellte, hat der Lebensmüde teine schweren Verlegungen nennung, sondern höchst wahrscheinlich ein Verbot derselben zur Morris de Jonge, der darin auch für sich materiell eine davongetragen und wird in wenigen Tagen schon als geheilt entFolge haben würde. Freisprechung erblickt, in der vorigen Woche nach Berlin lassen werden können. zurückgekehrt. Er theilt das in einem Schreiben an die Bu funft" mit. um Eine neue Ausbeutung jugendlicher Arbeiter wird geUeber einen Erstickungstod wird uns aus dem Thierplant. Es handelt sich, wie der Konfektionär" erfährt, um die gartenhotel, Königgräberstr. 11, gemeldet: Von der„ Neptun"= Einrichtung eines Gilbotendienstes. Diese Gilboten, zu Unterschlagung von Krankenkassenbeiträgen. Der Bau- Gesellschaft in der Dranienstr. 97 war der Arbeiter Raps denen hauptsächtlich Knaben im Alter von 14 bis 16 unternehmer Zimmermann hatte den von ihm beschäftigten Ar- beauftragt worden, das Austrocknen von Zimmern vorzunehmen. Jahren verwandt werden sollen, wie sie jetzt schon in der be- beitern die Krankenkassenbeiträge in Höhe von 3,60 M. vom Er hatte dazu kleine eiserne Defen mit Kohlen angeheizt. Als fannten fleidfamen Uniform in unseren größeren Hotels vorzu- ohne in Abzug gebracht, dieselben aber nicht zum feststehenden gegen 8 Uhr Abends der Hausdiener ein Zimmer betrat, wo finden sind, sollen alle möglichen Dienste, Besorgungen, Aus- Termin an die Krankenkasse abgeliefert, auch die exekutiv tap 3 thätig sein sollte, fand er ihn leblos am Boden liegend tragen von Packeten 2c., übernehmen. Es sollen vorläufig vier Ginziehung blieb fruchtlos. Die Krankenkasse erstattete nun vor. Ein sofort hinzugerufener Arzt konnte nicht mehr helfen. Zentralbureaus im Westen, Südwesten, Nordwesten und im Strafanzeige bei der Staatsanwaltschaft. In der vor der Kaps war durch Einathmen von Kohlenoxydgas aus dem Leben Zentrum der Stadt errichtet werden mit je 50 uniformirten 9. Straffammer des Landgerichts 1 stattgehabten Verhandlung geschieden. Boten. Eine telephonische Benachrichtigung an das Bentral- wurde der Angeklagte auf grund der§§ 51, 52 und 82b des 15. Juni 1883 Ein falscher Kriminalist. Vor etwa 14 Tagen erschien bureau würde genügen, um innerhalb fünf Minuten in jedem Krankenversicherungs- Gesetzes vom 10. April 18923u einer Geldstrafe in dem Wirthshause von Beck, Dresdenerstr. 5, ein Mann, un Café, Hotel, Geschäft, Klub und in Privatwohnungen einen Boten zur Verfügung zu haben. Es soll auch ein Nachtdienst von 50 M. und den Kosten( im Unvermögensfalle 10 Tage Ge- gegeben haben wollte, abzuholen. Da aber Beck seit einiger Zeit fich 18 M., die er tags vorher dem Wirth in Verwahrung eingerichtet werden, vorausgesetzt, daß den Unternehmern gestattet fängniß) verurtheilt. Es wurden demselben noch mildernde Um- frank war und die Frau allein dem Geschäfte vorstand, so wird, das Telephon während der Nacht benußen zu dürfen, wo- stände bewilligt, weil er bisher noch unbescholten, die Summe glaubte sie an einen Frrthum des Unbekannten und wies ihn für sie bereit währen, eine entsprechende besondere Abgabe zu eine nur kleine und außerdem vor der Verhandlung schon an die ab. Dienstag Abend gegen 7 Uhr erschien er in Begleitung bezahlen. Das Institut würde alsdann Hilfe bei Unglücksfällen Krankenkasse abgeführt war. Auf die verhältnißmäßig hohe zweier Herren, um nochmals das Geld zurückzufordern. Als die durch Besorgung eines Arztes, Feuermeldungen, Herbeischaffung Strafe wurde jedoch erkannt, weil, wie der Vorsitzende ausführte, Frau sich wiederum weigerte, trat einer der Begleiter als polizeilicher Hilfe 2c. übernehmen. die Verlegung des Gesetzes, welches einen eminent gemeinnügigen Striminalbeamter auf, wollte sich aber als solcher nicht ausEin solches Institut mag so nüßlich sein, wie es immer will, Zweck im Interesse der Arbeiterbevölkerung verfolgt, mit Nachweisen. Ein im Lotal anwesender Gast, der Schiffskoch B., aber dann möge man Männer in demselben anstellen; kein Nutzen druck bestraft werden muß. Auf grund dieser Entscheidung ist schöpfte Verdacht und eilte zur Polizei, der Schußmannsposten aber tann so groß sein, daß er den Schaden aufwäge, daß man zu hoffen, daß nun endlich einmal die unreellen Arbeitgeber, wollte aber seinen Standplah nicht verlassen. Bei seiner RückKinder dem Geier der fapitalistischen Profitwuth preisgiebt. Daß welche die Groschen der Arbeiter, die diese sich abdarben, um fehr war die Gesellschaft verschwunden. In dem Schwindler man den Behörden zutraut, folchem fluchwürdigen Beginnen auch im Krankheitsfalle geschüßt au sein, auch noch verbrauchen, der vermuthet man einen Kaufmann 2. nur im geringsten entgegenzukommen, zeigt, eine wie niedrige wohlverdienten Strafe nicht entgehen werden. Die Neuwahl des Rektors der Berliner Universität für das Amtsjahr 1893/94 fand am Dienstag statt. Es wurde ein Mitglied der philosophischen Fakultät, der Germanist Geh. Regierungsrath Professor Karl Weinhold gewählt. Meinung von denselben man in gewissen Bourgeoiskreisen hat, Großes Aufsehen erregt in ärztlichen Kreisen, wie der Bigarrenarbeiter in seiner Wohnung in der Griebenowstraße Polizeibericht. Am 1. d. M. Vormittags erschoß sich ein daß man sie als willfährige Helfershelfer kapitalistischer Gewinn- Lokal- Anzeiger" mittheilt, die plögliche Entziehung der Doktor- mittels Revolvers.- An der Ecke der Weber- und Großen sucht betrachtet. würde eines hiesigen in der Königstadt wohnenden, praktischen Frankfurterstraße wurde Vormittags ein 6jähriger Knabe beim Arztes Dr. E., der außerdem in der Nähe des Oranienburger Ueberschreiten des Fahrdammes durch einen Geschäftswagen Thores Direktor einer vielbesuchten Klinik ist. Die Doktorwürde überfahren und nicht unbedeutend verlegt. ist demselben von der medizinischen Fakultät in Halle a. S. am in der Großen Frankfurterstraße wurde Nachmittags ein BuchAuf der Promenade 30. August 1862 ertheilt worden. Er praktizirte dann längere binder schwer frank aufgefunden und nach dem Krankenhause Zeit in Schlesien und wurde dort seit dem Jahre 1872 am Friedrichshain gebracht. fünfmal wegen verschiedener Betrügereien, zuletzt im Jahre 1879 vor dem Hause Schiffbauerdamm 4 in die Spree, wurde aber Nachmittags sprang ein Mädchen wegen Meineids sogar zu einer 9jährigen Zuchthausstrafe verurtheilt. noch lebend aus dem Wasser gezogen und nach der Charitee geBereits vor dieser Verurtheilung war er aus dem Militärverhältniß bracht. durch friegsgerichtliches Urtheil ausgestoßen worden. In der Tischlerei von Neubelt und Ko., Fruchtstr. 65, Bor etwa verlegte sich ein daselbst beschäftigter Tischler beim Spalten Jahresfrist fam er nach Berlin, ohne daß man hier von seiner Bergangenheit etwas wußte. Es gelang ihm schnell, eine be- bedeutend, daß er nach Anlegung eines Nothverbandes nach dem von Holz mittels eines Meffers am Oberschenkel so deutende Praxis zu erlangen, bis ein anderer hiesiger Arzt, der Krankenhause am Friedrichshain gebracht werden mußte. Seitens der Verwaltung der städtischen Kanalisation dieser Gelegenheit erfuhr, daß derselbe hier in Berlin mit großem schaft Neptun, welcher behufs Austrocknens von Zimmern nach ihn von Halle her kannte, G. hier auf der Straße traf und bei Abends wurde ein unbekannter Arbeiter der Versicherungsgesell werden gegenwärtig Erhebungen bezüglich des Schadens an Erfolge praftizirte. Die angestellten Recherchen ergaben, daß E. einem Hotel in der Königgrägerstraße geschickt worden war, in gestellt, welchen der große Wolkenbruch am 28. Juli d. I. in erst im Jahre 1888 aus der Strafanstalt entlassen worden war. einem Zimmer todt aufgefunden. Der Verunglückte hat seinen Berlin angerichtet hat. Die hierbei von den recherchirenden Die Universität Halle entzog ihm hierauf die Doktorwürde, Tod durch Einathmen von Kohlenoxydgas gefunden, welches die Beamten festgestellten Summen sind sehr erhebliche und um so worauf er seine an den Häusern angebrachten Schilder entfernen zum Austrocknen des Zimmers aufgestellten Koaksöfen ausschwerer ins Gewicht fallend, als die betreffenden Stellen, an mußte. denen die Wasserfluthen schädigend gewüthet, außerhalb des strömten. Jm Thiergarten, in der Nähe des Kleinen Sterns, Sanitätswache Nen- Kölln. Die Hilfe der Sanitätswache wurde während des Monats Juli in Anspruch genommen: Auf der Wache selbst 27 Mal, außerhalb der Wache 26 Mal, zusammen 53 Fälle. Von diesen betrafen innere Erkrankungen 28 Fälle, chirurgische Krankheiten 11, Unglücksfälle 7, vorfäßliche Verletzungen durch andere 6, Geburtshilfe wurde geleistet in einem Falle. üblichen Ueberschwemmungsgebietes belegen sind. Obwohl die Für die Lösung eines Vegirbildes in einer Zeitung mit versuchte Abends ein unbekannter, etwa 25 Jahre alter Mann amtlichen Anfragen noch nicht beendet sind, läßt sich doch jetzt der Unterschrift: Wo ist die Mutter?" war gegen Einsendung sich mittels Revolvers durch mehrere Schüsse in die rechte Schläfe schon mittheilen, daß der an jenem Tage entstandene Wasser- von 1 M. in Postmarken eine Brilantnadel zugesagt. Ein Ber- und in die Brust zu erschießen. Er wurde schwer verlegt, aber schaden für Berlin mehrere 100 000 m. beträgt. Die Ueber- liner fiel darauf hinein und erhielt eine Busennadel im Werth noch lebend nach der Charitee gebracht. Im Laufe des Tages schwemmung hat übrigens Beranlassung gegeben zur Ausmessung von vielleicht- 3 Pf. Das Werthstück" hat er nun der Polizei fand Mulackstr. 10 ein kleines Feuer statt. der Höhenlagen der unter Wasser gefeßten Stellerräume, wie eingeschickt, um sich über den Betrug zu beklagen. auch Nachforschungen darüber angestellt sind, an welchen Stellen das Wasser von den Kanalisationsbrunnen auf die Straßen gedrungen ist. " Auf dem Postamt Nr. 25, Königsgraben, verstarb am Dienstag Vormittag plöglich der 62jährige Briefträger G. aus der Zionskirchstraße. Er war seit drei Wochen krankheitshalber vom Durch die freundliche Zusendung einer Reklame der Dienste dispenfirt und beabsichtigte, nunmehr genesen, denselben Direktion des Berliner Hippodroms", die auf einem Exemplar wieder aufzunehmen. Er begab sich am gestrigen Vormittag nach Der Geschäfts- und Hausordnung des Berliner Hippodrom" seinem Postamt, um sich gesund zu melden und sein Monatshektographirt ist, lernen wir diese kennen. Sie ist so inter- gehalt abzuheben, brach jedoch, im Begriff, die Bureauthür zu essant, daß wir sie unseren Lesern nicht vorenthalten mögen. öffnen, plößlich leblos zusammen. Ein Herzschlag hatte seinem Leben ein jähes Ende bereitet. Geschäfts- und Hausordnung des Berliner " Sie lautet: Gerichts- Beitung. Der verantwortliche Redakteur des Vorwärts", Wilhelm Schröder, stand gestern wegen Beleidigung durch die Bresse vor der 7. Strafkammer des Landgerichts 1. Die Be leidigung follte begangen sein durch einen Leuschner heraus überschriebenen Artikel, den der Vorwärts" zur Zeit als sich der bekannte Bergarbeiter- Prozeß in Eisleben abspielte, in seiner Eine Muster Erziehung nach den Begriffen jedes preu- politischen Uebersicht brachte. Dieser Artikel gab dem Erstaunen 1. Sämmtliche engagirte Mitglieder haben sich dem Publikum, ßischen Musterbürgers hat der viel besprochene Einbrecher darüber Ausdruck, daß der in Eisleben allmächtige Herr Leuschner den Vorständen wie ihren Kollegen gegenüber mit gegenseitiger Kringel, der nunmehr in das Militärgefängniß in Poſen von dem geplanten Ueberfall der friedlich tagenden SozialAchtung zu benehmen. Wer also bei Proben und Vorstellungen eingeliefert worden, genossen. Der verwegene und gewandte demokraten nichts gewußt habe; hätte Herr Leuschner im Etablissement oder dessen nächster Umgebung Wortwechsel Einbrecher ist der Sohn eines Lehrers. Mit 15 Jahren trat er darum gewußt, so würde er doch seine Autorität aufgeboten oder öffentlichen Standal veranlaßt, zahlt 2 M. Strafe. Wer in die Unteroffizier- Vorschule ein, kam alsdann zur Unteroffizier- haben, um die von den reichstreuen Bergleuten verübten GeHippodrom. # Der Gerichtshof stand auf dem Boden der Anklagebehörde und verurtheilte den Anklagten gemäß dem Antrage des Staatsamvalts. Wir leben bei alledem in der besten der Welten. waltthätigkeiten zu verhindern. Den Artikel fand Herr Zeitung" aus dem Thüringer Wald. Die in dem meiningischen I nennt. Das Fabrikantenthum giebt von seiner Beute auch Leuschner beleidigend und die Anklagebehörde hielt es im öffent. Orte Steinach und dessen Umgegend befindlichen Schiefer- nicht das Geringste ohne seinen Vortheil im Auge zu haben an lichen Intereffe für geboten, einzufchreiten. Wie erinnerlich sein griffelbrüche, so berichtet sie, durch welche die ganze Welt mit einen anderen ab. Wir haben gewiß nichts dagegen, daß man dürfte, hat bereits am 5. Juli Verhandlung in diefer Sache Schiefergriffeln versorgt wird, sind zum großen Theil seit zwei in den Fabriten Meister hat, denn zu einer gefunden Entwickelung stattgefunden; dieselbe wurde jedoch vertagt, da der Vertheidiger Jahren vom meiningischen Staate in Verwaltung genommen der Industrie ist ein tüchtiger und erfahrener Meister in jeder des Angeklagten, Rechtsanwalt Heine, die Vorladung worden. Der Fistus betreibt hier ebenso wie bei den Tafel- Fabrik erforderlich und wenn dieselbe noch so klein ist. Ein bes Herrn Leuschner als Zeugen bewirkt hatte. In und Dachschiefer- Brüchen in Lehesten ein kaufmännisches Geschäft. solcher Meister hat im Interesse der Industrie, des Fabrikanten dem gestern abgehaltenen neuen Termin erklärte der In Berücksichtigung des Umstandes, daß neuerdings der Griffel- und der Arbeiter die Fabrikation nach besten Kräften zu leiten Zeuge Leuschner, daß er zur Zeit der im Vorwärts" preis in die Höhe gegangen ist, hat der Fiskus mit der Ver- und zu überwachen. Leider ist heute das nur noch selten der besprochenen Affäre von Gisleben abwesend gewesen und feine befferung der recht elenden Lage der Arbeiter insofern einen kleinen Fall; zum weitaus größten Theile sind die heutigen Fabrikmeister Ahnung von dem Ueberfall, der von den Bergleuten geplant sein Anfang gemacht, als er den Lohn pro tausend Griffel um noch nicht einmal gute Arbeiter, die ihre Meisterwürde nur ihrer folle, gehabt habe. Er bestreite überhaupt, daß von den Berg 10 Pfennig erhöht hat, sodaß die Arbeiter jet thatsächlich hündischen Treue, ihrer Speichelleckerei und Fuchsschwänzerei, Leuten die Gewaltthätigkeiten ausgegangen feien, seiner Ansicht 15 M. statt wie bisher 13 M. verdienen. Immerhin wenig sowie der Charakterlofigkeit und Dummheit ihrer Arbeitgeber vernach hätten vielmehr die Sozialdemokraten den ersten Anlaß zu genug, zumal dabei Weib und Kind mitarbeiten müssen. Freilich banken. Es ist vielfach schon erwiesen, daß manche Meister die der Schlägerei gegeben. Dieser Behauptung stellte Rechtsanwalt verdienen die Arbeiter anderer Industriezweige auf dem Thü vollendetsten Schufte waren. Dieser Sorte Meister ist es geradezu Heine furz den Hergang der Sache, sowie u. a. den Schlußpassus ringer Wald noch weniger: die geschicktesten Perlenmacher in unmöglich im Interesse der Gesammtheit eine Fabrik leiten zu einer Rede gegenüber, die nach dem Bergboten", dem Organ Lausch a verdienen 1 M. bis 1. 20 Pf. täglich bei 15 stün- tönnen. Dieses aber sind noch goldene Zustände gegenüber dem der reichstreuen Bergleute, Herr Leuschner, furz vor der Prügel- diger Arbeitszeit, wenn die Nebenarbeiten von Familien- Meisterschaftssystem, welches uns in den oben angeführten affäre gehalten hatte. Hierin war den Bergleuten empfohlen angehörigen besorgt werden; Augenmacher und Schachtelmacher Branchen in die Augen springt und uns die Feder in die Hand worden, fie möchten, falls die Sozialdemokraten bei verdienen täglich 1-2 M. In Igelshieb bringt es ein drückt. Wie ein Parasit flebt dieses System an dem arbeitenden ihnen eindringen sollten, von ihrem Hausrecht Gebrauch Perlenarbeiter ohne Familie auf 50 f. täglich, mit Familie auf Volfe und saugt ihm den letzten Rest Blut noch aus den Adern, machen. In einem weiter vom„ Bergboten" gebrachten Gedicht, i M. und in Steinheid verdienen die Augenmacher etwa den der Fabrikant ihm noch gelassen hat. Wenn wir in eine das Heine verlas, wurde der Prügeltaftit mit aller Deutlichkeit 10 m. wöchentlich. Indessen mögen diese Arbeiterklassen nicht solche Fabrit treten, so finden wir den Partitularismus im ausdas Wort geredet. Auf eine dahingehende Frage des Rechts- mit den Griffelmachern tauschen, weil die Arbeit derselben gedehntesten Maße. Ueber ein und dieselbe Arbeit finden wir anwalts Heine erklärte Herr Leuschner, daß er durchaus keinen eine aufreibende ist, denn die Griffelmacher find Sommer 2, auch 3 Meister, von denen jeder 4, 6, auch 8 Gefellen und Einfluß auf die Redaktion des Bergboten" habe und daher auch und Winter im Griffelbruch beschäftigt, und dadurch auch zu häufig auch noch ein paar Lehrlinge hat. Den Fabritanten gehen nicht im stande sei, die moralische Verantwortung für das in größeren Ausgaben genöthigt, weil sie gezwungen sind, einen die Arbeiter nichts an, er hat nur soviel Einfluß auf dieselben, daß, diefem Blatt Gebrachte zu übernehmen. Der Staatsanwalt hielt doppelten Haushalt zu führen. Die Erhöhung des Arbeitslohnes sobald ihm ein Arbeiter nicht mehr paßt, er ihn wegjagen fann, die Beleidigung des Bergraths Leuschner für erwiesen, die Be- um 10 Pp. pro Tausend bedingt für den Fistus eine Mehr- der Meister muß dann sehen, daß er einen andern Gefellen friegt, hauptung des Angeklagten, daß er durch den inkriminirten ausgabe von 27 000 m., da jährlich 270 Millionen Griffel ge da von der Zahl der Gesellen die Höhe seines Verdienstes abArtikel Herrn Leuschner zu einer Erklärung über dessen Schuld- liefert werden. Noch übler dran als die genannten Industrie- hängt. Die Lohnverhältnisse der Gefellen, welche in den Tofigkeit an dem fraglichen Ueberfall habe veranlassen wollen zweige sind die Gothaer Handweber, die bei 14 bis feltensten Fällen bei 20-25jährigen und noch älteren Arbeitern und die Absicht zu beleidigen nicht gehabt habe, treffe nicht zu, 15stündiger Arbeitszeit nur einen Wochenlohn von 7 M. er- 2 M., bei 17-20jährigen Arbeitern 1,70 m. bis 1,80 m. überdem Artikel sei vielmehr in geschickter Weise ein Inhalt gegeben, zielen, und am schlimmsten ergeht es den Stein- resp. Märbel- steigen, regelt der Meister. Der Fabrikant kümmert sich um die der unbedingt ironisch gemeint sei und müsse der Angeklagte der pickern im Sachsendorfer Grund. Durch den Wassermangel der Arbeiter sehr selten. Er übergiebt dem Meister das zu verBeleidigung schuldig befunden werden. Er beantrage eine Geld- legten zwei Jahre haben die Märbelmühlen bei weitem nicht so arbeitende Material, welches letterer zu den denkbar niedrigsten ftrafe von 200 M. und die in diesem Falle üblichen Neben- viel Märbel herstellen können, als ihnen Vorräthe von den Akkordpreisen übernehmen muß. Er muß dann sehen auf welche Da er aber nun als strafen. Pickern geliefert wurden. Dadurch wurde der Preis für das Art er mit dem Preise zurecht kommt. Der Vertheidiger hielt eine Freisprechung für geboten, da Tausend Märbelsteine auf 25-26 Pf. herabgedrückt, wovon aber Meister einen dem Titel entsprechenden Verdienst haben will, so der inkriminirte Artikel formell feine Beleidigung enthalte und noch etwa 10 Pf. für Aufwand abgehen. Bei 16-17stündiger beutet er die Gesellen in der unverschämtesten Weise aus, wie auch der Versicherung des Angeklagten Glauben geschenkt werden Arbeit bringt ein Märbelpicker wöchentlich 30 000 Stück fertig; an den oben angeführten Tagelöhnen zu ersehen ist. Wo aber müsse, daß er die beleidigend sein sollenden Wendungen in dem er verdient also wöchentlich höchstens 5 M., wahrlich, unter den die Affordpreise noch etwas höher stehen, legt sich der felben feineswegs ironifirend gebraucht habe. Ach stehe ihm als gegenwärtigen Verhältnissen ein Hungerlohn. p. Meister auf die Bärenhaut und läßt sich von den paar GeRedakteur eines sozialdemokratischen Blattes, das lebhaft an sellen gut ernähren. Sobald nun dem Fabrikanten der Meister nicht der ganzen Angelegenheit intereffirt gewesen, der Schutz des mehr paßt, jagt er ihn fort, damit ist auch das Verhältniß der § 193 des Str.-G. zu. Im übrigen sei durch die Gerichtsver- Die Frauenarbeit in der Metallindustrie ist eins der Gesellen zu ihrem Meister aufgehoben und ein anderer tritt den handlung zu Eisleben zwar nicht erwiesen, daß der Geheimrath bemerkenswerthesten Kapitel in der im Herbste 1892 vom Ver Meisterposten an. Bei der Vergebung des Meisterpostens kommt Leuschner feinen Einfluß auf die Bergleute ausgeübt, wohl aber, bande allerin der Metallindustrie beschäftigten es aber keineswegs auf die Leistungsfähigkeit, Charakterfestigkeit, daß der Tumult geplant und schon vorher bekannt war, u. a. Arbeiter Berlins und Umgegend aufgenommenen, oder gar moralische Führung an, sondern immer nur auf die selbst einem Organ der Polizeibehörde. von Dr. A. Braun bearbeiteten Statistik über Lohn- und Ar- Lohnbrückerei. Uns find Leute bekannt, die im Alter von 18 bis beitsverhältnisse in der Metallindustrie in Berlin. Die Metall- 19 Jahren schon Schleifermeister waren. Sehr häufig kommt es industrie, so heißt es dortselbst, ist noch vornehmlich ein Feld vor, daß der Lehrling im letzten Jahre mehr von der Arbeit für die Thätigkeit der Männer, aber in immer mehr Branchen versteht, als sein dem Fusel ergebener Meister. Es ist in der bringt die Frauenarbeit ein, immer gefährlicher wird die Kon- That die höchste Zeit, daß sich die betreffenden Arbeiter aufAuf Körperverlegung und Mißbrauch der Amtsgewalt turrenz der Frauen. Noch nicht eingedrungen find in Berlin raffen und das Schmarozerthum von sich abschütteln. Die beste Tautete die Auflage, welche gestern vor der dritten Straffammer die Frauen in die Branchen der Feilenhauer, Nagelschmiede, Gelegenheit ist vorhanden den ersten Schritt zu thun, und dieser des Landgerichts I gegen den städtischen Wächter Lipphardt Drücker, Dampfarmaturen- Arbeiter und Rohrleger; vorerst nur erste Schritt ist, daß sie sich ihrer Organisation, dem deutschen verhandelt wurde. Der Verlegte, der Rentner Kappes, gab vor Gericht vereinzelt werden Frauen beschäftigt bei der Drahtarbeit. Außer- Metallarbeiter- Werbande anschließen. folgende Schilderung des in Frage kommenden Borfalls. In der halb Berlins hat sich Frauenarbeit auch in denjenigen Branchen Nacht zum 4. März ds. Js. habe er an einer Gesellschaft theil- Gingang zu verschaffen gewußt, die in Berlin noch nur von In einer zu Darmstadt abgehaltenen Versammlung genommen, die sich erst gegen 5 Uhr Morgens trennte. Er sei Männern betrieben werden, so in Remscheid( Westfalen) in der der vereinigten Gewerkschaften wurde die Frage der Erhöchstens etwas angeregt, aber feineswegs angetrunken gewefen. Feilenhauerei; in Thüringen, Sachsen, Böhmen und Westfalen richtung eines Gewerbegerichts diskutirt. Es ſetzte hierbei für Als er vor seinem Hause in der Frankfurter Allee angekominen in der Nagelschmiederei. Ein besonders großes Gebiet hat sich die Bürgermeisterei manchen harten Tabel, weil fie, trotzdem sei, habe er entdeckt, daß er keinen Hausschlüffel bei sich führte. Die Frauenarbeit im jüngsten Zweige der Metallindustrie, schon lange ein Statut ausgearbeitet ist, auf die ablehnende Gleich darauf sei der Angeklagte vorüber gegangen, dem er ge- in den elektrischen Werten, erobert. Hier werden Haltung der Arbeitgeber sich stüßend, noch immer nicht an die sagt habe, daß er nicht hinein könne, der Angeklagte möge ihm die Frauen beschäftigt an automatischen Maschinen zum falls die Bürgermeisterei in ihrer unthätigkeit in dieser Sache Errichtung eines Gewerbegerichts geht. Es wurde beschlossen, doch öffnen. Dieser habe ihm einfach den Rath gegeben, er Fertigstellen von Stahlschrauben, zum Busammenstellen möge boch über den Zaun steigen und gegen das Fenster von flopfen, damit man ihm von innen öffne. Der Zeuge will dies on Theilen, kurz zu allen Arbeiten, mit denen früher männliche verharrt, an die obere Verwaltungsbehörde das Ersuchen zu Personen beschäftigt waren. Bei einzelnen Firmen dieser stellen, die Stadtverwaltung zu bestimmen, mit der Errichtung umfomehr für Hohn gehalten haben, weil seine Ehefrau wenige Branche werden die Uhrmacher vollständig, die Mechaniker fast eines Gewerbegerichts vorzugehen. Tage zuvor die Forderung des Wächters auf 1 M. 50 Pf. vollkommen von den Frauen verdrängt. Außerdem werden in Schließgeld als unberechtigt abgewiefen hatte. Er habe denselben Glektrizitätswerfen Frauen in der Drahtspinnerei, in der Stan- Verhältnissen müssen nach dem Bericht des GewerbeAus Mecklenburg- Schwerin. Unter idyllischen auf die Ungehörigkeit des ertheilten Raths hingewiesen, worauf gerei, Dampf- und Handbalancier; in der Klempnerei und Gürt- Inspektors, Landbaumeister Hennemann in Güstrow die Arbeiter der Angeklagte ihn angepackt und ihn zweimal gegen den Baun lerei zum Zusammenseßen der Glühlampen und zum Herstellen im gelobten Lande Mecklenburg leben. Dieser Herr konstatirt, gestoßen habe. Nun habe er mit seinem Schirm auf den Ander Lampen- Ausschaltvorrichtungen, dann zur Herstellung der wie wir einer Mittheilung der Staatsb.- 3tg." entnehmen, daß greifer eingeschlagen, worauf dieser von der Nothpfeife Gebrauch Hartgummitheile, zum Poliren der Messingtheile, zum Ginpacken die Gewerbeordnung einem großen Theil der Unternehmer machte. Als ein Nachtwachtmeister und ein Schuhmann herbei der fertigen Theile und sonst noch vielfach benutzt. In der nur dem Titel nach bekannt sei; die Aufsicht der geeilt seien, sei der Kampf bereits beendet gewesen. Der Zeuge Nähmaschinen- Fabrikation werden Arbeiterinnen zum Drts- Polizeibehörden ließe alles zu wünschen übrig, habe darauf bestanden, daß der Wächter ihn zur Wache Poliren von Metalltheilen, Vernickeln, Vergolden, Lackiren und die Arbeitsräume seien namentlich bei kleinen Betrieben, die begleite, damit der Thatbestand festgestellt werde. Der beim Justiren verwendet. In der Lampenfabritation felbe habe sich anfangs geweigert und sei erst auf werden Arbeiterinnen zum Aufgipsen und Einpacken, bei der Schlafstellen bei Ziegeleien und Mühlen von sehr schlechter Zureden der beiden anderen Beamten bereit gewesen, nach der Fabrikation von Gasbrennern zum Montiren der ungenügend find die regelmäßigen Ruhezeiten in Mühlen an und gesundheitswidriger Beschaffenheit. Ganz Wache zu gehen. Auf dem Wege dahin habe der Wächter den Brenner, am Balancier und Excenter, beim Stoßwert, an den ungenügend find die regelmäßigen Ruhezeiten in Mühlen an Spieß plöglich umgedreht. Mit den Worten: Jezt sind Sie mein Siebschneide- Maschinen beschäftigt. geordnet, am Sonntag Mittag der eine In der Petroleum Arbeiter völlig ermüdet seine Sonntagsruhe Arrestant, das ist für die 1 M. 50 Pf." habe der Wächter ihn brenner Fabrikation sind die Klempner schon vollan den Arm gefaßt. Auf der Wache sei nur der Wächter zu ständig durch Mädchen verdrängt. beginnt, der andere wieder an die Arbeit In der Neufilbertritt". Auch die neuen Vorschriften der Gewerbeordnung Gehör gekommen, ihn, den Zeugen, habe man zum folgenden abritation arbeiten Mädchen beim Löffelwalzen, über Sonntagsruhe bieten nach dem Gewerbe- Inspektor Morgen wieder hinbestellt, um seine Beschwerde zu Protokoll am Löffelwerk und beim Silberpoliren. In der zu geben. noch weniger, und doch legten die Arbeiter sehr großen Werth Schrauben Fabritation werden Arbeiterinnen außer auf zeitweilige gründliche und längere Ruheschicht von mindestens Der Angeklagte bestritt die Richtigkeit dieser Darstellung. zuni Berpacken, zum Schneiden der Schrauben und zu leichterer 24 Stunden alle 14 Tage. Bemerkenswerth ist, daß von den Zunächst sei der von ihm gegebene Rath in wohlgemeinter Absicht Bohrarbeit verwendet, auch an den Kreissägen, Drehfraisen und an 69 untersuchten Fabriken nicht weniger als 41 jede ertheilt. Der Zeuge habe dann sofort mit einem Schirm auf Schraub- und Bohrbänken findet man vielfach Frauen. Weib- Kündigungsfrist aufgehoben hatten. Die Löhne weib ihn eingeschlagen, worauf er ihn erst gegen den Baun liche Arbeitskraft wird auch zum Löthen und Galvanisiren be- licher Arbeiter betragen meist 1 M. pro Tag, gehen aber bei gedrückt habe. Daß er den Beugen auf dem Wege nußt. Außerordentlich ausgebildet ist die Frauenarbeit in den Konfektionsgeschäften bis auf 75 oder 50 Pf. pro Tag herunter, zur Wache an den er Arm gepackt, müsse ebenfalls Spandauer Staatswerkstätten, wo gegen 2000 Ara 3 auch nach Ansicht des Inspektors direkt bestreiten. Staatsanwalt Seßler hielt den Angeklagten auf beiterinnen thätig sein sollen. Einen fleinen Rückschlag hatte bie Prostitution befördert. Unangemessene Ausgrund der stattgehabten Beweisaufnahme für überführt und die Frauenarbeit für genauere Arbeit erfahren. Seit Einführung nugung der jugendlichen Arbeiter( 13 und 14 Stunden täglich) beantragte gegen denselben einen Monat Gefängniß der Präzisionsmaschinen ist dieser Vortheil für die Männer wieder fand sich namentlich in Ziegeleien, wo auch die Entlohnung sehr R- A. niedrig ist; daneben zeichneten sich Zimmerpläge, BeitungsDer Bertheidiger, R. A. Sello, wies darauf hin, daß in den ausgeglichen, indem nun auch für die genaueste Arbeit wieder fand sich namentlich in Ziegeleien, wo auch die Entlohnung sehr Hauptpunkten Aussage gegen Aussage stehe, daß beide Parteien Frauen verwendet werden können. In Berlin waren zur Zeit niedrig ist; daneben zeichneten sich Bimmerpläße, Zeitungsein gleiches Anrecht auf Glaubwürdigkeit hätten und sich des der Aufnahme der Statistik 1871 Arbeiterinnen in der Metall- Arbeitszeiten für jugendliche Arbeiter aus. druckereien und Zigarrenmachereien durch übermäßige halb eine Freisprechung wegen nicht genügender Klärung des industrie beschäftigt und zwar 506 in der Gürtler- und Schnitt- Kein Wunder, daß aus einzelnen Fortbildungsschulen mit Eachverhalts wohl rechtfertigen lasse. Der Gerichtshof hielt nur arbeit, 250-300 in der Mechanit, 288 in der Schlosserei, 262 in späterem Abendunterricht mitgetheilt wurde, daß das bloße einen Fall der einfachen Körperverlegung für erwiesen, die aber der Eisendreherei, 14 in der Schrauben- und Façondreherei, 2 a ch halten der Schüler oft eine schwere Aufnicht in amtlicher Eigenschaft geschehen sei, denn der Streit sei 140 in der Selempnerei, 14 in der Drückerei, 33 bei den Gas, gabe ist". Die Einrichtung von Gewerbegerichten, wegen des Schließgeldes entstanden und das Schließen der Thüren Wasser- und Dampfarmaturen, 256 bei den Hilfsarbeiten, 58 in welche in drei der größeren Städte von Arbeitergruppen fei eine reine Privatthätigkeit des Wächters und habe mit seinem der Schleiferei, 12 bei der Drahtarbeit, 2 in der Kernmacherei beantragt war, ist von den höheren Verwaltungsbehörden abAmte nichts zu thun. Das Urtheil lautete daher nur auf 30 M. und 1 in der Metallgießerei. Natürlich gelten diese Zahlen nur gelehnt mit der Motivirung nicht genügend vorliegenden BeGeldstrafe. für den Bruchtheil der Betriebe, der von der Statistit erfaßt Dürfniffes, einmal wegen der geringen Anzahl von Streitigkeiten, Das Sammeln von Fahrscheinen seitens der Kinder an den wurde. sodann unter Hinweis auf das Verfahren vor dem GemeindeHaltestellen der Pferdebahn hat schon manches Unglück herbeigeführt. Zum Kapitel der Hungerlöhne. Mit welch erbärmlichen vorsteher.(!) Ein solches tam auch in der gestrigen Verhandlung vor der IX. Unter folchen Umständen muß man sich ernsthaft fragen, ob Ferienftraffammer des Landgerichts I gegen den Schlächtermeister Löhnen zum Theil die Schreiber bezahlt werden, darüber theilt Eschentke, der der fahrlässigen Körperverlegung beschuldigt war, man dem Braunschweiger Volksfreund" von betheiligter Seite im Obotritenland die Gewerbe- Ordnung überhaupt zu recht bezur Sprache. Als der Angeklagte an einem April- Nachmittage folgendes mit: In einem hiesigen großartigen Möbelgeschäft ver- fteht. Derartig skandalöse Bustände, wie sie hier vom Gewerbemit seinem Fuhrwert von der Rathenowerstraße in die Thurm- dient ein als Schreiber angestellter gewandter Mann von Inspektor geschildert werden, stehen denn doch selbst in dem unter 30 Jahren monatlich 30 Mart. Derselbe müßte, obgleich er dem Zeichen der polizeilichen Sozialreformi gewiß nicht verstraße einbog, überfuhr er einen achtjährigen Knaben, feinen fümmerlichen Lohn durch Nebenarbeiten in seiner freien wöhnten Deutschland einzig da und in der That weiß man nicht, dortigen Haltestelle die steigenden Pferdebahn Fahrgästen weggeworfenen Scheine auf- Beit etwas aufzubeffern sucht, verlumpen oder zum Verbrecher was man dazu sagen soll, wenn bas angeführte Blatt, ob aus sammelte. Eschentte behauptete, daß er vorschriftsmäßig langsam werden, wenn ihn nicht seine Schwester aus Mitleid halb um- Naivität oder aus Verlegenheit, meint, daß diefelben Behörden, gefahren sei und den Knaben dreimal und so rechtzeitig an- sonst in Kost und Logis erhielte. Ja, wir leben in der besten unter deren Regiment sich diese Dinge abspielen, unmöglich diesem Treiben auf die Dauer zusehen können, ohne auf eine gewiffengerufen habe, daß derselbe sich bequem in Sicherheit bringen hafte Befolgung der Vorschriften der Gewerbe- Dronung energisch fonnte. In seinem Sammeleifer müsse der Knabe den Anruf zu dringen. wohl überhört haben, derselbe sei durch das Entdecken von immer mehr Fahrscheinen auf dem Pflaster in seinen Bewegungen voll ständig unberechenbar gewesen, und er habe deshalb nicht gewußt, nach welcher Richtung er ausweichen solle. Da die Beweisaufnahme die Richtigkeit dieser Angaben bestätigte, fo beantragte der Staatsanwalt, die Unfitte des Billetsammelns scharf rügend, die Freisprechung des Angeklagten, auf welche der Gerichtshof auch erkannte. der an der von den Soziale Lebericht. ausder Welten! 0 N 100 " " Auf die Arbeitsverhältnisse in der rheinischen Groß industrie wirft eine Notiz ein bezeichnendes Licht, die unserem Wenn je irgendwo, so ist es für die mecklenburgischen ArDortmunder Parteiblatt aus Iserlohn über das dort übliche beiter am Blaze, Selbsthilfe zu üben, indem sie fich organisiren Meinersystem zugeht. Es giebt in der That, so heißt es, für und mit Hilfe ihrer Organisation unnachfichtlich die von den bas Fabrikantenthum tein praktischeres System, die Arbeiter bis Fabrikanten geübten schnöden Wilkürlichkeiten der Deffentlichauf die Knochen auszubeuten, als das sogenannte Meisterschafts- feit übergeben. system, welches in der hiesigen Industrie zum Schaden der Arbeiter eine hervorragende Stelle einnimmt. Besonders kommen hier die Metallgießereien und Drehereien, sowie die Schleifereien, die Sporen- und Haarnadel Fabrikation in Betracht. Die Herren Fabrikanten haben es sich recht leicht gemacht, bie Arbeiter nach allen Regeln der Kunst auszuräubern, und haben Versammlungen. Der Verein zur Regelung der gewerblichen Verhält auch durch die Einführung des Meisterschaftssystems dafür niffe der Töpfer für Berlin und Umgegend hielt am Ein Bild des Eleuds, wie es leider vieler Orten im gesorgt, daß ihren Partisanen auch ein winziger Bruchtheil 26. Juli eine Generalversammlung ab. Nach dem erstatteten herrlichen Deutschen Reich zu schauen, bringt die Frankfurter der Beute zu gute kommt, für gutes Aufpassen, wie man es staffenbericht betrugen die Einnahmen für das zweite Quartal Vermischtes. Aus Mainz wird berichtet: Während des vorgeftrigen Ges 1751,45., der Bestand vom ersten Quartal 1099,87 M., die] Rronenbrauerei, für die übrigen Stadttheile in Weimann's VolksAusgaben 1697,31., bleibt ein Bestand von 1154,01 M. Hergarten. Für Moab it wurde ein Vergnügungsausschuß, bestehend vorgehoben wurde noch beim Rassenbericht, daß die Mitglieder aus den Genossen Gräschte, Weise, Jakob, Müller, zahl des Vereins jetzt 1065 beträgt, wovon 741 regelmäßig zahlen. Sempel, Schmit und Feistel, für die übrigen Stadtwitters 30g ein Wirbelstürm über einen Theil der Altstadt, Als Ersahmann der Rechtsschutz Kommiffion wurde Genosse theile ein solcher, bestehend aus den Genoffen Steinhausen, ber mehr unheil anrichtete, als sich anfangs übersehen ließ. Der Sauer und als Revisor der Genosse Bars chun gewählt. Löwenstein, Sieste, Bodens, Weinberg, Raschte Genosse Blaurock sprach hierauf in einem beifällig auf- und Hohenstein gewählt. Hartmann beantragte, das Lokal Garten des Provinzialgebäudes wurde vollständig verwüstet und genommenen Vortrag über das Thema:„ Die Ursachen der Ar- Colberger Salon für die Webbinger Genossen zur Lassalle- Feier eine Anzahl Bäume entwurzelt. Die Dächer sämmtlicher Häuser, beitslosigkeit". Sodann beschloß die Versammlung, das Stiftungs- hinzuzunehmen. Dieser Antrag wurde abgelehnt. Die Aus- über die der Wirbelſturm hinzog, sind beschädigt; in der Langfest am 23. September bei Lips abzuhalten. Kollege Hagen führung eines Beschlusses, die Vereinsreftanten, die länger als gaffe wurde das Dach eines Hinterhauses vollständig abgedeckt, berichtet, daß daß die Filiale in Nixdorf und Spandau drei Monate mit ihren Beiträgen im Rückstande sind, zu mahnen, bie Gärten in dem Neuen Raftrich sind ebenfalls mehr oder sich einstimmig dem Interessenverein angeschlossen habe. hat verschiedene Beschwerden von Mitgliedern, deren Bücher in minder stark heimgesucht worden. minder stark heimgesucht worden. Ein Dachdecker wurde mit Kollege Topf forderte die Kollegen auf, dahin zu wirken, Ordnung sind, zur Folge gehabt. Kassirer Gleinert hob Mühe gerettet, sonst wäre er von dem Sturme vom Dach gedaß die Träger sich möglichst zahlreich dein Verein an- demgegenüber hervor, daß ihn dieserhalb kein Verschulden treffe. schleudert worden. Die Dachziegel schwirrten wie Kartenblätter schließen, und wurde gleichzeitig das Verhalten der Dornbusch gab seinem Wunsche Ausdruck, daß der Verein Kollegen in Friedrichshagen kritisirt, die sich bei Peest in in Zukunft mehr brennende Tagesfragen, wie z. 3. den bevor- Die Cholera. Nach einer Meldung der Tribuna" aus Spandau als Streifbrecher gebrauchen lassen, und trotz des Ver: stehenden internationalen Kongreß, zur Diskussion stelle. Auch Neapel sollen daselbst von gestern Mittag bis heute Nachmittag sprechens, dort eine Aenderung zu schaffen, diefem Versprechen beantragte derselbe, den Vorstand zu beauftragen, auf Kosten des an der Cholera 30 Personen erkrankt und 11 gestorben sein. Amtnicht nachkommen. Der Antrag des Kollegen Partusch, diese Vereins Leute, die noch Billets von der vorjährigen Lassalle- liche Bulletins über Cholerafälle sind bisher nicht veröffentlicht Streifbrecher aus dem Verein auszuschließen, wurde auf Antrag Feier in Händen haben, im Vorwärts" bekannt zu machen und worden. Der Gesundheitszustand Italiens ist nach der„ Agenzia des Kollegen Thieme bis zur nächsten Versammlung vertagt. vor denselben zu warnen." Der Antrag wurde dem Vorstande Stefani" sonst ein guter. Desgleichen hielt der Verein eine Versammlung in Steglitz am überwiesen. Am 8. d. Mts. findet in den Germania- Sälen eine 23. Juli ab, woselbst der Genosse Blaurock über den Werth außerordentliche Generalversammlung statt. Auch erging an die der Organisation sprach. Gine im Sinne des Referats gehaltene Parteigenossen die Aufforderung, ihre weiblichen Angehörigen Resolution des Kollegen Mittag fand Annahme. zum Anschluß an den Frauen- Bildungsverein, der in Moabit eine Filiale errichtet hat, zu veranlassen. " 9 in der Luft. Ueber einen Vergiftungsfall durch eine milzkranke Kuh wird der Schwäb. Tagw." aus Untertürkheim folgendes mitgetheilt: Die hiesige Einwohnerschaft befindet sich in großer Aufregung. Im Auftrag einer Weingärtnerswittwe hatte dieser Die Tapezirer hielten am 31. Juli eine von etwa 300 Tage der Megger Th. Canz unter Mithilfe eines Verwandten Personen besuchte öffentliche Versammlung ab, welche zunächst Groß- Lichterfelde. In der am Sonntag, den 30. Juli, ausgehauen. Die Milz der franken Kuh wog ca. 30 Pfd., wäh der ersteren, namens Haug, eine milzkranke Kuh geschlachtet und an stelle der Werkstätten- Kontrollkommission des Fachvereins, die im Grieß'schen Lokale abgehaltenen, von ca. 300 Personen berend die Milz einer gefunden Kuh nur ca. 2 Pfd. schwer ist. fich fürzlich auflöste, eine neungliedrige Agitationskommission suchten öffentlichen Volts Versammlung hielt Reichstags. Bei der Arbeit hatte sich Ganz verlegt und es trat Starrtrampf wählte, damit auch die Anhänger des deutschen Tapezirervereins Abgeordneter Genosse Frig 3ubeil einen mit großem Beifall und bald darauf der Tod desselben ein. Auch sein Mithelfer darin Vertretung finden können. Das von der früheren Kom- aufgenommenen Vortrag über:" Die letzten Reichstagswahlen". Haug hatte sich dem Anschein nach verlegt, er liegt im Spital mission gesammelte Geld( 1263 M.) erhält die neugewählte Es gelangte sodann eine im Sinne des Referats gefaßte Resolution in Cannstatt im Sterben. Viele Personen, welche von dem Fleisch Agitations fommission. Zu der Frage: Wie stellen sich die einstimmig zur Annahme. Troh wiederholter Aufforderung des der milzkranken Ruh genossen, fühlen sich unwohl, theils vielleicht Tapezirergehilfen Berlins und Umgegend zur Erringung der acht- Vorsitzenden meldete sich auch diesmal wieder kein Gegner zum nur aus Furcht, theils vom Genusse des Fleisches, hoffentlich stündigen Arbeitszeit und der Beseitigung der Mißstände in Wort. An der Diskussion betheiligten sich Genossen aus fast treten teine weiteren ernsten Folgen ein. Megger Ganz war ihrem Gewerbe?" hielt Genosse Mattutat bas einleitende fämmtlichen umliegenden Orten. Nach Erledigung des ersten 33 Jahre alt und ist Vater einer zahlreichen Familie; er sowie 53 Referat. Er erläuterte den Werth der Verkürzung der Arbeits- Punktes der Tagesordnung wurde der Bericht der Lokalkommission Haug werden allgemein bedauert. zeit und erblickte in der Uneinigkeit der Arbeiter den größten entgegengenommen und jodann 3 Genossen in dieselbe neuHemmschuh für deren Durchführung. Die Diskussion über die gewählt. Unter Verschiedenem wurde das Verhalten der Arbeiter bereits in diesem Herbst vorzunehmende Lohnbewegung war und Handwerker eines in der Nähe befindlichen größeren Neuäußerst rege, die Meinungen über einen günstigen Erfolg jedoch baues in betreff des Lokalbesuches heftig getadelt. sehr getheilt. Eine große Anzahl von Werkstattdelegirten hat fich, wie Feder berichtete, in der letzten Sizung für dieselbe ausgesprochen. Er glaubt, die Konjunktur sei günstig, doch möge man die Entscheidung einer solch wichtigen Sache einer größeren Versammlung überlassen. Hartig, Freiwald und andere setzten dem entgegen, daß man vor allen Dingen die jetzige Arbeitszeit hochhalten möge und für Ueberstunden 831/3 pet. Aufschlag zu erringen suche. Ein Streit würde nur veranlassen, daß die Indifferenten die Plätze der Zielbewußten Tefe- u. Diskutirklubs. Donnerstag. Dieggen, abends 8% uhr, einnehmen und somit der Organisation schweren Schaden zu Gieshott.- Süd- Ost, bet Tollsdorf, Sorauer- und Görligerstraßen Gate. bei Schröder, Wiesenstr. 39. Neue Zeit, Abends 8 Uhr, Boyenstr. 40, bei fügen, die obendrein auch noch zwei Richtungen der Organisations- klub der Freunde" bet Gnabt, Swinemünderstraße 120. form anhänge. Kleinmeister Kahlen hält den Achtstundentag safenelever, Abends 8 Uhr, Restaurant Bischof, Baumschulen für einen Kulturfortschritt, wenn die Affordarbeit abgeschafft Emanzipaiton, Abends 8% Uhr bei Spät, Weinstr. 28 Sosialistischer Lese- und Distutirklub Abends 8½ Uhr, werde. Da troß der ausgedehnten Debatte die Frage keineswegs Reichenbergerfir. 157, Sigung.- Distutirklub" Bettget it" jeden Don geklärt wurde, beschloß man, die Diskussion in einer späteren nerstag nach dem 1. und 15. des Monats bet Tempel, Langestr. 65, Abends größeren Versammlung fortzusehen. Die Versammlung gab nach Rosenftr. 30. Distutirklub„ Gleich bett"( Weißensee) bet Hannemann, zur 8% Uhr. Brüderlich feit" Abends 9 Uhr, im Resaurant Bernau, erfolgtem Bericht des Delegirten zur Gewerkschaftskommission Flora, Abends 8½ Uhr. den Beschlüssen derselben ihre Zustimmung. Zum Schluß erwähnte Feder, daß die Gewerbe- Deputation des Magistrats die Beschwerde über die Ernennung des Gesellenausschusses durch die Innung abschlägig beschieden habe. Die Militärmützen- Arbeiter hielten am 29. Juli ihre zweite Versammlung ab, in der Genosse Hansen in einem überaus lehrreichen Vortrag über Gewerkschaftsorganisation sprach. Nach der Diskussion wurde eine vom Kollegen Freyer gestellte Resolution, die im Sinne des Referats gehalten war und zum Beitritt in die Organisation auffordert, einstimmig angenommen. Außerdem ist noch zu bemerken, daß die Versammlungen nicht nach dem ersten und fünfzehnten eines jeden Monats, sondern vor bem ersten und fünfzehnten stattfinden. verein Berlin). Donnerstag, den 3. August, Abends 10 Uhr, Rosenthaler: Verband deutscher Barbiere, Friseure und Verrückenmacher( 8weig: firaße 38. Mitgliederversammlung. Arbeiter- Bildungsschule. Donnerstag Abends s%-10% Uhr: Süd Schule, Mariendorferir. 5( bei Grube): Unterricht in Deutsch( oberes). Südost- Schule, Reichenbergerstr. 183: Unterricht in Kaufmännischem Rechnen, Korrespondenz und Geschichte. Oft Schule, Markusstr. 31: mathematit und Buchführung, tönnen noch Schüler und Schülerinnen, auch Unterricht in Physiologie. In allen Unterrichtsfächern, mit Ausnahme jegt im Laufe des Semesters, eintreten. 1 weg Treptow. " Gesangverein, Holzmarttftr. 3, bei Deter. 1 1 Edelweiß, Melchior: Ein neuer Beleuchtungsapparat, dessen kleine Flamme 4000 Kerzen Leuchtkraft besitzt, ist nach der Zeitschrift für Elektrotechnik" erfunden worden. Der Apparat hat 2 Meter Höhe und 1 Meter Durchmesser. Er enthält in seinem Innern daß es durch stark mit dieser Flüssigkeit getränkten Bimstein Luft ein leines Gebläse, das Benzin dadurch in Gasform überführt, Magnesiumpulver geleitet und gelangt, mit diesem geschwängert, hindurch treibt. Das Benzingas wird dann durch feines in ein Rohr, in dem es nach oben strömt und an der Spize einflüsse ist die Flamme durch eine Glashülle geschützt. Im desselben in einer fleinen Flamme verbrennt. Gegen Witterungsübrigen erfolgt die Vergasung und Verbrennung unter Kontrolle eines Läutewerks. Der Verbrauch von Magnesiumpulver ist gering und beträgt je nach der erforderlichen Leuchtkraft 14,4 bis 36 Gramm pro Stunde. Selbstverständlich wird durch Anwendung von Linsen die Leuchtkraft des Apparates noch wesentlich erhöht. Als erste Station der praktischen Verwendung des neuen Leuchtapparates ist die Küste von Folkestone in Aussicht genommen. ,, Wie verträgt sich Obst mit Bier?" In der jetzigen Arbeiter- Sängerbund Berlins und Umgegend. Alle Aenderungen im sommerlichen Jahreszeit ist diese Frage wieder zu besonderer Bettina fubten an Friedrich tortum, Manteuffelstr. 70. Wichtigkeit gelangt. Während der eine von einem gemischten Donnerstag. Uebungsstunde Abends 9 Uhr. Aufnahme neuer Mitglieder. St. urban, Annenjir. 9, bei Bros.- Kornblume, Blumenjir. 54, bei Genusse mindestens die Cholera befürchtet, weist ein anderer Wuttte.-- Frühlingsluft, Bülowstr. 59, bei Werner.- Bregelschluß, darauf hin, daß die beiden Nahrungsmittel so vielfach homogene Annenfir. 16, bet Reßner. Weiße Rofe, Reinickendorf, Seeschlößchen bei Bestandtheile enthalten, daß deren Vermischung für die VerDorf glödlein, Wilmersdorf, Berliner- und Auguststr.- Ecke bei Schulz. Böttcher.- Morgenroth 1, Rummelsburg, Berlinerstraße 9, bei Friefecte.dauung nicht schädlich sein könne. Die Frage ist aber mehr eine inigteit( Sumacher), Pappel- Allee 3/4, b. A. Meinhardt. Harmonie, praktische Arztfrage. Dem bekannten Grobschmiedsgesellen half Tempelhof, Dorfstr. 10, bei Gerth. Ost- und Westpreußischer Männer: eine tüchtige Portion Eisbein vom hißigen Fieber, während ein fraße 15, b. Gtehmann. Borar, Wienerstr. 31 b. Drügemüller.- Mai: anderer an dieser Arznei zu Grunde ging. Aehnlich geht's mit glöckchen 2, Süd- Ost, Reichenbergerstr. 16 b. Pagold. Frete Sänger, Obst und Bier. Ein kräftiger und ans Biertrinken gewöhnter Srautstr., bei Rudolf. But unft 3, Welten, bet W. Grunow.- Kreuz Magen wird einen mäßigen Zusatz von Obst leicht vertragen; berger Harmonie Müllerstr. 7 bet Reichardt. Fichteftraße 29, bet träfche. Nordstern, Nachmittags, Gipstraße 3 bet Pyrtec. Morgengrauen,( Bäcker), 8 bis 5 uhr Personen hingegen, die an Verdauungsstörungen leiden oder solche Steinfeger Sängerchor, Nahrung nicht gewöhnt sind, mögen beim Genusse von Obst vorKastanien Allee Nr. 28 bei Maiwald. Liedes Echo, Reichenberger sichtig sein und falte Getränke straße Nr. 145-146 bet Brandt. Liedertafel Westend, BlumenthalMilch, Wasser, Bier, nach dem straße 5 bei Behrendt. bet Stahl. Vorwärts 9, Charlottenburg, Schillerstr. 102 Genusse von Obst ganz vermeiden. Kinder aber sollen in jedem Gesangverein Abendroth in Deutsch- Wilmersdorf bet Falle vor dem gleichzeitigen Genuß von Obst und kalten GeMölter. Gefangverein der Stuckateure Berl ins und umgegend, Seybel- tränken behütet werden. traße so bei Preußer. Arbeiter- Gefangv. Spandau Lynarstraße Restaurant efers.- Gefangverein, Borwärts 2" Schönhauser Allee 28, bei Kuhlmeg. Arbeiter- Gefangverein 2yra 2, Charlottenburg, Caurstr. 23, bei gange.- Gesangverein& elfenfest( Gem. Chor), Badstr. 12, Victoriagarten. Gesangverein Collegia 2( freie Bereinigung der Bivil- Berufsmusiker), Neue traße 31 bei Seehausen. Friedrichstr. 44, bet Döllig. Gesangverein der Kirschner, Landsberger Gesangverein Arion in Wittenberge, bei Goring. Gesangverein Glodenrein( gem. Chor) Raftanten- Allee 95/96. Steinnelte, Röslinerstr. 17. Sängerrunde, Kottbuserstr. 6 Alpenrose, Grenzstr. 16 bei Seidel. Treu und Gesangverein Brüderschaft StallGefangverein FreundesGesangverein Ein= ,, Iris" Naunyn Der Verein zur Regelung der gewerblichen Verhältnisse der Töpfer und Berufsgenossen hielt am 23. Juli eine Branchenversammlung für Hilfsarbeiter ab, in der Kollege Thieme in einem Vortrag über das Thema: Wie verbessern wir unsere Lohn- und Arbeitsbedingungen" sprach. Die Diskussion war eine recht lebhafte und betheiligten fich an derselben die Genossen Marasas und Krüger für den Zentralverband eintretend, während die Genossen Sauer, Zoricke, Rieloff und meinicke zum Anschluß an den Interessenverein der Töpfer aufforderten. Eine dem letzteren sich anschließende Resolution fand Annahme, und wurde Genoffe Rieloff und Harms zur Ausarbeitung eines Lohntarijs getreue( gem. Chor), Landsbergerstr. 31 bet Seehausen. wählt. Die freie Vereinigung aller in der chirurgischen Branche beschäftigten Berufsgenossen hielt am 25. Juli eine Versammlung ab, in welcher der Kassirer den Kassenbericht vom 2. Quartal erstattete. Die Einnahmen betrugen inkl. Kassenbestand vom 1. Quartal 480,95 M., die Ausgaben 71,80 m., bleibt mithin ein Kassenbestand von 409,15 m. Nachdem Kollege Brückner zum 2. Vorsitzenden und Kunze zum Beisiger gewählt waren, hielt Genosse Millarg einen beifällig aufgenommenen Vortrag über die Organisation des Kapitals und der Arbeit. Bekannt gemacht wurde noch, daß am Sonntag, den 20. August, der Fachverein eine Dampferpartie nach Friedrichshagen veranstaltet. Der Fachverein der Uhrmacher hielt am 29. Juli eine Vereinsversammlung ab. Zunächst hielt Dr. Lütgenau einen Vortrag über May Stirner. Der Vortrag wurde mit Interesse verfolgt und beifällig aufgenommen. Nachdem der Fragetasten erledigt war, brachte Rollege Schrader die Angelegenheit Busse nochmals zur Sprache und wurde hierüber nach langer Debatte zur Tagesordnung übergegangen. Kollege Mäther theilte mit, daß der Arbeitsnachweis von Mittwoch, den 2. August, bis zum 16. August nur Abends von 7-9 Uhr geöffnet ist. Derselbe befindet sich Anklamerstr. 44. Redner fordert sodann auf, Material über die Lehrlingszüchterei in unserer Branche mitzutheilen. " bei Braun. Friedrichsberg- Lichtenberg, Frankfurter Chauffee bet Müller. Frohsinn 2, eft, Rebuferstraße 5 bet Nemit. schreiberstraße 29" Bum eifernen Stab". tracht 2, Neu- Glienicke, Rudowerstraße bei Hasdorf. ftraße 86, bei Friß Bubeil.- ,, Waldesgrün"( gem. Chor) Böckhstr. 8 bei A. Moewes. Bergnügungsverein elfenfeft" in Nixdorf, Her mannstraße 167 bei Fülleborn. Arbeiter- Gesangverein Oranienburger Borstadt, Ackerstr. 88/84, bei Hoppe. Gefangverein Feldblume, Lübbenerstr. 30, bei Wilhelm Meyer. Gefangverein Libertee 1, Cuvryftraße 24, bet Thielsch. Bund der geselligen Arbeitervereine Berlins und Umgegend. Alle Zuſchriften den Bund betreffend find zu richten an: Sentel, Bergmannstr. 21, Hof 3 Tr. Donnerstag: Vergnügungsverein Bruder bund, Andreasstr. 3 bet Noll. Rauchflub Graue Wolfe, Krautstr. 48. Musikverein Osiris, Adalbertstr. 21. Geselliger Verein Grüne the( vor dem Salle'schen Thor), Solmsstr. 1 bet Raporte. KegelKlub Buftige 13", Wienerstr. 1 bei Boll. Iuft," Ohmgasse 2 bei Krebs. Vergnügungsverein JugendRauchtlub Frisch auf, Roppenstr. 43 bei Lorenz. Gesang-, Turn- und gesellige Vereine. Donnerstag. MännerGesangverein Alt- Dessau, Abends 9 Uhr, bei sind, Wrangelstr. 91, Arbeitervereins für Gesangsabtheilung des sozialdemokratischen Weißenfee und Umgegend. Donnerstags und Sonnabends Abend; bet Wüller( feifenmüller), Königs Chauffee. Männer Gesangverein Tyrolienne, Abends 9 Uhr bei Faustmann, Reichenbergersir. 78a. Gesangverein Gloden rein, gemischter Chor, Abends von 9 bis 11 Uhr bei Knapp, Kaftanien- Allee 95/96. Verein Literarisches. Sozialpolitisches Zentralblatt, herausgegeben von Dr. Heinrich Braun( Carl Heymanns Verlag in Berlin, vierteljährlich 2,50 M.). Die soeben erschienene Nr. 44 hat folgenden Inhalt: Arbeiterschutz auf See. Von Mar Quard. Soziale Wirthschaftspolitik und Wirthschaftsstatistik: Fabriken in Rußland. Arbeitsnachweis durch die Berufsgenossenschaften. Sozialpolitische Fragen auf dem deutschen Juristentag. Lohnperioden und Lohnzahlung in Hanau. Ortsstatuten über die Lohnauszahlung an minderjährige Arbeiter. Arbeiterzustände: Arbeitslöhne in der oberschlesischen Montanindustrie. Von Prof. Dr. Werner Sombart. Gewerk schaftliche Arbeiterbewegung: Der französische Gewerkschaftstongreß. Bergarbeiterbewegung in England.- Arbeiterschußgefeßgebung: Schutzbestimmungen für jugendliche Arbeiter in Spinnereien. Die Haftpflicht in England.- Arbeiterversicherung: Uebelstände im Verfahren zur Feststellung der Unfallentschädigungen. Die Thätigkeit des Reichs- Verficherungsamts als Returs- und Revisionsinstanz. Ausdehnung der Invaliditäts- und Altersversicherung auf die Hausgewerbetreibenden der Textilindustrie. Zur Abänderung des Invaliditäts- und Altersversicherungs Gesetzes, Das Invaliditäts- und Altersversicherungs Gesetz in der Praxis. Schulwesen, Erziehungs- und Bildungsfragen: Praktischsoziale Kurse des Volksvereins für das katholische Deutschland. Literatur: Traub, Theodor, Kürzere Arbeitszeit. Von den im Verlage von J. H. W. Diez in Stuttgart er fcheinenden beiden naturwissenschaftlichen Werken Die Pflanzenwelt" und ,, Die Thierwelt" von R. Bommeli ist soeben Lieferung 10 und 10a erschienen. Die beiden reichillustrirten Werte sind jedem, der sich für die Naturwissenschaften interessirt, auf das Angelegentlichste zu empfehlen. Preis pro Lieferung 20 Pf. = H beiterinnen( Stuttgart, J. H. W. Diet' Verlag) ist uns soeben die Nr. 15 des 3. Jahrgangs zugegangen. Aus dem Inhalt diefer Nummer heben wir hervor: Das internationale Proletariat. Aus dem Reichstage. Intera nationaler sozialistischer Arbeiterkongreß zu Zürich 1893. Die deutschen Genossinnen im Wahlkampf. Feuilleton: Kindermärchen. Satire von Joh. Herm. Detmold.( Schluß.) Immer mehr! Gedicht von Georg Herwegh.- Arbeite tinnen- Bewegung. Kleine Notizen. Privat- Theaterverein, Fideler Geist 2", Abends 9 Uhr, im Märkischen Sof, Admiralitr. 18. Theater- Verein Bultanta 2" 9 Uhr, Borstädtisches Theaterverein Freundeskreis 9 Uhr im Restau stafino, Aderstr. 144. rant Bräuer, Solmsstr. 47. Turnverein Gesundbrunnen( Lehrlings- Abtheilung) turnt Montag und Donnerstag Abend von 8-10 Uhr, in der Turnhalle, Pantstr. 26. Geselliger Klub Blau- Weilchen, Abends 9 Uhr, Restaurant Sehmann, Naunynftr. 44. Verein ehemaliger 22. Gemeindeschüler, punti 9 Uhr bei Schröder, Stegligerstr. 18. Pfropfen verein Wedding, Abends 8% Uhr, bet Selterhoff, Antonstr. 5.- Vergnügungs- Verein Renata 9 Uhr, Im Verbande der in Buchbindereien, der Papier- und Abends im Restaurant Göy, Oranienſtr. 158. Gesangverein Proletariat Leder- Galanteriewaaren- Industrie beschäftigten Arbeiter und Ar-( sem. Chor) Abd. 9 Uhr, Uebungsstunde b. Möwes, Böchstr. 8.- Geselliger Verein univerfum, Sizung mit Damen Abends 9 Uhr b. Hagemann, Lothringer. Von der Gleichheit", Zeitschrift für die Interessen der Ar beiterinnen sprach am 31. Juli Genosse Massini über: Die straße 81. Vorträge, Fidelitas. Geselliger klub der alten arbeitenden Klassen Englands in sozialer und politischer" Be- moabiter, Stephanstr. 23, bei Littto, Abends um 8% Uhr und Geselliger ziehung". Der Redner gab ein Bild der Klassenkämpfe in Eng- jeben Donnerstag nach dem 15. im Monat Sigung mit Damen. Berein Universum, Sigung Abends 9% Uhr, im Restaurant Neumann, land, der Entstehung der Sozialreform, insbesondere der Behn Linienftr. 19: Borträge, Fidelitas. Verein Gemüthlichkeit und Klub stunden- Bill, und schilderte die Entstehungsgeschichte der Trades Sumor, Abends 9% Uhr, Lothringerftr. 105: Geselliges Betsammensein mit, Männergefangverein Sangesfreunde, Unions, welch' lettere er unter großem Beifall als nachahmens Damen,& idelitas und Tanz. Abends 9-11 Uhr, Payenhofer Ausschant, Landsbergerstr. 82. werth und als erste Stüße der bisher vernachlässigten, aber auch Waldesgrün, Abends 9 Uhr Sizung bei Nebelin, Langestraße 108.in England jetzt beginnenden politischen Bewegung bezeichnete. 8ithert tub Gleich beit, 9 Uhr Abends, bei 5. Reimann, Alte SchönPrivat Theaterverein Erescendo bet Maißner, Garten Unter Vereinsangelegenheiten beschloß die Versammlung u. a. die bauſerſir. 42. Verlegung des Arbeitsnachweises zu Ehrenberg, Annenftr. 16, ab fraße 162: Sigung mit Damen. Rauchflub Kollegia, Abends 9 Uhr, bet Hermann Rohr, Naunyn 1. Oktober und die Abhaltung eines Festes am 23. September traße 78. Rauchtlub Waldesgrün, Abends 8% Uhr, Restaurant in Sanssouci. Weiter wurde zur Unterstützung der Streifenden. Gaspar, Reichenbergerstr. 113a.- Rauchtklub Ohnesorge, Abends 9 Uhr Restaurant Buder, Gräfeftraße 18. Rauchklub Kernipige, Abends der Kaufmann'schen Luxuspapier Fabrik in Brandenburg aufuhr, bei A. Böhl, Rüdersdorferstr. 8.- Rauchklub Arabi Pascha, gefordert. Abends 9 Uhr, bet Berndt, Perlebergerstr. 17. Klub Ohne streit, Abends 9 Uhr Springstubbe's Restaurant, Manteuffelstr. 67. Rauchklub Theaterverein Mat: Süd- West, Abends 9 Uhr, Simeonftr. 23 bei Flid. Rauchtlub Brüderlich813 chen, Englischer Hof, Neue Roßstr. 3. feit, von 9 bis 11 Uhr bei Stabernack, Bücklerstraße 49. Rauch= tub Nordstern, jeden Donnerstag nach dem 15. im Monat bei E. Seinice, Friedrich- Karlstr. 11, Friedrichsberg. Rauchklub Eldorado, Abends 8 Uhr, Restaurant W. Schulze, Ostbahnhof 7. Stattlub Tournee, Abends 8% Uhr, bei Ullrich, Wrangelftr. 84. matra, bends 8 Uhr, im Restaurant Krause, Gitschinerstr. 93. flub Rückwärts, Abends 8% Uhr bet Arndt Ballisadenstr. 47. lub Gordischer Knoten Abends 9 Uhr, bei Schilling. Ruderverein Borwärts. Sigung Abends 8 Uhr, bei Bodenburg kommandantenstr. 10-11. Gäste willkommen. abends& Uhr bet Nagel, Schwebterstr. 23. Der sozialdemokratische Wahlverein für den sechsten Berliner Reichstags- Wahlkreis hielt am 1. b. M. in Moabit eine Mitgliederversammlung ab. Dieselbe ehrte zunächst das AnDenken an den verstorbenen Genoffen Wilhelm Grunewaldt durch Erheben von den Plägen und nahm sodann einen anregenden Vortrag des Genossen Köfter mit Beifall entgegen. In seinem Vortrage behandelte der Referent die wichtigsten Momente der Geschichte der Pariser Kommune von 1871. Dem Vortragenden wurde lebhafter Beifall gezolit. Die Laffallefeier findet, wie Genoffe Riefel bekannt gab, in zwei Lokalen ftatt: für Moabit in der Rauchtlub Su Stat - Stats Schießtlub Die„ Gleichheit" erscheint alle 14 Tage einmal. Preis der Nummer 10 Pf., durch die Post bezogen( eingetragen in der Reichspost- Beitungsliste für 1893 unter Nr. 2609) beträgt der Abonnementspreis vierteljährlich ohne Bestellgeld 55 Pf.; unter Kreuzband 85 Pj. Inseratenpreis die zwei gespaltene Petitzeile 20 Pf. Briefkaffen der Expedition. $. O. in J. Unser Blatt erscheint morgens und wird mit früher bei Ihnen eintreffen. Die übrigen Berliner Blätter, auf den Frühzügen expedirt, die Sonntagsnummer fann deshalb nicht welche Sie abonnirt sind, erscheinen wahrscheinlich schon Abends. Depelchen: ( Depeschen des Bureau Herold.) Altona, 2. Auguft. Heute fand vor der Straffammer I des fgl. Landgerichts gegen den Bankier Stachelberg die Verhandlung statt; derselbe wurde wegen Unterschlagung von Depots zu zwei Jahren Gefängniß verurtheilt. Der Antrag lautete auf 3 Jahre Gefängniß und 5 Jahre Ehrverlust. Christiania, 2. August. Das Armeekommando soll sich für die Einführung des Kragh- Jörgensen'schen 6,5 mm Gewehres in der norwegischen Armee entschieden haben. Die freiwilligen Schützenvereine werden die vom Storthinge bewilligten 100 000 Kronen zum Ankauf von Gewehren nach diesem Modell verStockholm, 2. Auguft. Da nach amtlicher Mittheilung die Maul- und Klauenfeuche in Dänemark fast erloschen ist, wird das königliche Kammerkollegium das Vieheinfuhrverbot Dänemart gegenüber noch in diesem Monat aufheben. wenden. Petersburg, 2. Aug. Der Finanzminister arbeitet ein neues Projekt aus zur Besteuerung des Totalisators. Belgrad, 2. Auguft. Wie„ Videlo" meldet, brachen vier bewaffnete Personen Nachts in das Kriegsgefängniß in Valjevo ein. Dieselben führten zwei Gefangene fort und stellten es den Gefangenen frei, die Flucht zu ergreifen. Dieser Vorschlag wurde von den Gefangenen abgelehnt. London, 2. Aug. Das aus Danzig vorgestern früh in Gravesend angekommene Segelschiff„ Violet" mußte in Quaran täne gehen, da an Bord desselben während der Reise vier choleraverdächtige Erkrankungen vorgekommen waren. London, 2. Auguft. Wie das Reuter'sche Bureau" aus Unwiffender. 1. Unter Dividende versteht man den Buenos- Ayres meldet, hat der Kongreß gestern den Antrag auf Attien- Gewinnantheil. 2. Wenn Sie ein Interesse an dem Vermittelung der Nationalregierung bei den Provinzen Buenos Geburtsschein des Betreffenden haben, so ersuchen Sie ihn doch Ayres, Santa Fé und San Luis abgelehnt. Die Times" um denselben. Zu welchem Zweck Sie sich ohne Wissen des melden aus Buenos- Ayres, die Revolution dauere fort, die meisten Betreffenden, den Sie nicht einmal genau zu fennen scheinen, in Städte seien in den Händen der Insurgenten. Besitz seines Geburtsscheines sehen wollen, ist unerfindlich. Briefkaffen der Redaktion. Briefkasten. 1. Das müßte nicht nur polizeilich angemeldet, sondern polizeilich genehmigt werden. 2. Ehescheidungsgründe sind im wesentlichen: 1. Ehebruch, 2. bösliche Verlassung, 3. halsstarrige und fortdauernde Versagung der ehelichen Pflicht, 4. selbstverschuldetes Unvermögen, 5. Raserei und P. Hier. Der jährliche Reichszuschuß zur Alters- und Wahnsinn, 6. Nachstellung nach dem Leben, 7. Unverträglichkeit Invaliditätsversicherung beträgt jetzt 13 Millionen Mark. In und Zantsucht, wenn sie zu einem solchen Grade der Bosheit Jahren wird er 38, nach 50 Jahren, im Beharrungszustande, steigen, daß dadurch des unschuldigen Ehegatten Leben oder Ge10 68 Millionen Mark betragen. W. B. Wenn Sie nicht zahlen, tönnen Sie mit Aussicht auf Erfolg verklagt werden. W. W. 12. Der Wirth ist, wenn dies im Vertrage vereinbart ist, berechtigt, Ihre Ermission wegen Miethsrückstandes zu verlangen. Ist nichts vereinbart, so kann der Wirth wegen Rückstandes zweier Mieths terminszinsen Räumung verlangen. Th. G. Sie müssen die Scheibe voll bezahlen, wenn Sie das Pech hatten, daß der von Ihnen getroffene Ball seinen Weg durch das Fenster nahm. Junger Ehemann. Ein Mädchen, das vor dem 1. Januar 1896 heirathet, friegt auch nicht einen Pfennig von ihren mühsam abgeplagten Klebegeldern zurück. Petroleum. Am besten geschieht das mittels eines gericht lichen Schenkungsvertrages zu Gunsten Ihrer Frau. Ist die Schenkung seitens Ihres Verwandten und rechtmäßigen EigenLondon, 2. Aug. Im Unterhause richtete der Abgeordnete thümers erfolgt, so können Ihre Gläubiger sich an den Sachen Howard an die Regierung die Frage, was sie angesichts der nicht mehr halten: hierbei nehmen wir an, daß Sie Ihren Thatsache zu thun gedenke, daß Frankreich, 201 Torpedoboote ersten Wohnsiz nach Eheschluß in der Mart genommen haben. befize, während England deren nur 83 habe? Frankreich sei D. F. 1050. Die Möglichkeit liegt vor. Legen Sie im Kriegsfalle im stande, die Handelsflotte daran zu ver- eventuell die Sachlage nach dem 20. d. Mts. zwischen 12 und hindern, London und seine Umgegend zu verproviantiren. 1 Uhr klar. Der Kohlenvorrath in Gibraltar sei illusorisch und S. W. 28. Aber: über Rechtzeitigkeit einer Kündigung ist unnüz, da die Schiffe im Kriegsfalle es vorziehen würden, etwa 30 Mal an dieser Stelle ausführlich Auskunft gegeben: anderswo Proviant einzunehmen. Der Sekretär des Marines ohne Kenntniß des Inhalts Ihres Kontrattes ist Ihr Wunsch Ministeriums ertheilte die Antwort, daß die Regierung nicht erst nicht zu erfüllen. auf eine Anfrage gewartet habe, um nothwendige Maßregeln zu treffen, sie sei aber nicht in der Lage, dieselben hier darlegen zu tönnen. Rom, 2. Auguft. Der Ministerrath wird in der nächsten Woche definitive Beschlüsse über die Frage der Silber- Scheidemünze faffen. Wie bestimmt verlautet, dürfte die Münz- Union nicht mehr in der bestehenden Form erneuert werden. Rom, 2. Aug. Zeitungsmeldungen zufolge sind verschiedene Städte Italiens von der Cholera heimgesucht; Erkrankungen werden aus Torno( 1), Rocca San Felice( 2), Verano( 2) und Monaco( 4) gemeldet. In Neapel selbst sollen täglich ca. 20 Gr frankungen vorkommen, von denen die Hälfte tödtlich verläuft. Die Behörden verweigern jegliche Auskunft. ( Wolff's Telegraphen- Burean.) Zürich, 2. August. Zum internationalen Eisenbahnarbeiter Rongreß, welcher am 14. August hierselbst stattfindet, sind bis jetzt Delegirte aus England, Desterreich, Frankreich, Italien und Holland angemeldet. Die Tagesordnung wird Anträge enthalten, betreffend die internationale Organisation( Sekretariat und Kaffe), die Gesetzgebung( Einführung der bezüglichen schweizerischen Ge setze in den übrigen Ländern) und die Erklärung der Solidarität des Bundes bei Streitangelegenheiten. Als nächstjähriger Kougreßort wird Paris vorgeschlagen. Paris, 2. August. Nach Meldungen aus Buenos Ayres stimmen die Kammern in der Wahl der Mittel zur Bekämpfung des Aufstandes nicht überein. Die feindliche Haltung der Deputirtenkammer gegenüber der Regierung verschärfte sich. Die Regierung, welche die öffentliche Meinung auf ihrer Seite habe, sei entschlossen, energisch vorzugehen. London, 2. Auguft. Der Zeitung Sun" zufolge wird in der nächsten Woche ein internationales Romitee von Bergleuten in London zusammentreten, um festzustellen, ob die Bergarbeiter des Kontinents angesichts des englischen Bergarbeiter- Streits die englischen Bergleute direkt unterstützen oder sich nur weigern sollen, Kohlen nach England zu verladen. Der Vorsitzende des Bergmannsvereins Pickard behauptet, daß aus Deutschland bereits die Zusicherung eingetroffen sei, die Bergarbeiter würden die Kohlenverladung nach England verweigern. $. fr. 1. Das Kind ist in der Schule aufzunehmen: ob es getauft ist oder nicht ist unerheblich. 2. Nur für die etwa nothwendig gemachten Kost- und Miethsschulden eines Hausfindes haftet der Vater, nicht die Mutter. C. Vegeuer. Daß die Briefmarke auf den Kopf gestellt aufgeklebt ist, ist keineswegs ein Grund zur Deffnung und Rücksendung durch die Post. Ist Ihnen oder einem Ihrer Bekannten denn je Derartiges passirt? Dann bitte um genaue Darlegung des Falles unter Uebermittelung der Beläge. Wiedemann. Töchter bedürfen bis zum vollendeten 24., Söhne bis zum vollendeten 25. Lebensjahre der Einwilligung zur Eheschließung. Es bedürfen: eheliche Kinder der Einwilligung des Vaters, eheliche vaterlose Kinder, sowie uneheliche Kinder der Einwilligung der Mutter und, so lange sie minderjährig sind, auch der des Vormundes, in Preußen auch der des Vormundschaftsgerichts. -WO 2. 2. 22. Derartige Anfragen über Erbrechtsverhältnisse lassen sich besser mündlich als schriftlich beantworten es sei denn, die Frage wird klarer gestellt. Sprechen Sie nach dem 20. zwischen 12 und 1 Uhr vor. E. D. Nur wegen Alimentenforderungen für die Frau oder die ehelichen Kinder ist Lohnabzug zulässig. Charlottenstr. 59. Wenn Sie zu Geldstrafe und nur eventuell zu Gefängnißstrafe verurtheilt sind, so tönnen Sie jederzeit, auch nach Ablauf der Ihnen gestellten Frist, die Geldstrafe erlegen und dadurch die Gefängnißstrafe illusorisch machen. Jst nur auf Gefängnißstrafe erkannt, so können Sie nicht statt derselben Geldstrafe zahlen. N. P. Wenn zwischen Ihnen nichts anderes( z. B. sofortiges Entlassungsrecht) vereinbart ist, so steht Ihnen der Anspruch auf Innehaltung der vierzehntägigen Kündigungsfrist zu. 2 Wettende. 1. Gefeßliche Bestimmungen darüber, wie lange ein Schlafbursche schlafen darf, giebt es nicht. 2. Schlafburschen sowohl wie möblirte Herren" haben ein Recht auf Benutzung des Hausschlüssels, wenn diese vereinbart war. A. B., Freiburg. Trotz des staatsvertraglich garantirten Aufenthaltsrechts fezt er sich der Gefahr einer Verhaftung und Bestrafung im Militärstaate aus. Verband der deutschen Gold- und Silberarbeiter. ( Zahlstelle Berlin.) Grosser Sommernachts- Ball Sonnabend, den 5. August 1893, Abends 8 Uhr, in Th. Keller's Hofjäger, Hasenhaide. sundheit gefährdet wird, 8. grobe Verbrechen, 9. unordentliche Lebensart: diese fann in Trunkenheit, Verschwendung oder unordentlicher Wirthschaft des einen Ehegatten, also auch in Pumpereien seitens der Frau, gefunden werden. Ehescheidungsgrund wird aber eine solche„ unordentliche Lebensart" erst dann, wenn der Richter Besserung angeordnet, der unordentliche Ghegatte aber in seinen Unordnungen beharrlich fortfährt, 10. Versagung des Unterhalts, 11. unüberwindliche Abneigung. Wollen Sie über die einzelnen Ehescheidungsgründe Näheres wissen, so müssen Sie im Landrecht Theil II, Titel 1§ 670-834 nachlesen. E. P. Piesterick. Der Betreffende muß wegen Nichtinnehaltung der Frist auf Entschädigung, d. h. auf Lohn, Klagen, falls er nicht etwa mit vierzehntägiger statt sechswöchentlicher Kündigung sich nachträglich einverstanden erklärt hat. W. S. 100. Die mündliche Vereinbarung ist giltig; der Vertrag dauert aber längstens ein Jahr. N. Sch. Sie stellen folgende Fragen: 1. Wann wurde die Moltkebrücke zum erstenmal gebaut? Wie wurde sie gebaut? 3. Wann wurde sie umgebaut und weshalb? 4. Wie lange ist das letzte Mal daran gebaut worden?- Wenn wir solche Fragen zu beantworten, Mühe und Zeit verwenden sollten, denn müßten wir einfach darauf verzichten, die Interessen der Arbeiter zu vertreten. Mit solchen Fragen wenden Sie sich an ein Fachblatt. Effen. Wenden Sie sich an die dortige Schul- AufsichtsM. H. 24. 1. Unbekannt. 2. Das ist strafbar. 3. An die Staatsanwaltschaft. Fr. G. Brennfpiritus" dürfen Sie verkaufen, aber nicht in Ihrem Lokale trinken lassen. Behörde. P. H. 18. Die Bestimmungen über Wandergewerbe finden Sie in§§ 55-63 der Gewerbe- Ordnung. Minderjährigen pflegt ein Wandergewerbeschein nicht ertheilt zu werden. Die zu führenden Druckschriften müsser aufgeführt sein. A. 3. 1. Ein Termin ist nicht erforderlich. 2. Nur, falls das Handwerkzeug mitversichert war. K. O. Das Vermögen der Frau haftet nicht, falls die EheTeute nicht ausdrücklich Gütergemeinschaft vereinbart hatten. Postabonnent. Briefliche Antwort wird nicht ertheilt. Vergleichen Sie die Antwort unter Legitimation unehelicher Kinder" in Nr. 172 vom 25. Juli 1893. " M. B. Wenn Sie glauben, von Anderen besser berichtet zu sein, so unterlassen Sie doch die fortwährenden Anfragen; unsere Antwort entsprach den thatsächlichen Verhältnissen und war richtig; damit ist die Sache hier erledigt; weitere Antworten erhalten Sie nicht. C., Molkenstraße. Die Möbel der Ehefrau haften für die Miethe, falls nicht der Ehemann vor Abschluß der Ehe auf sein ehemännliches Verwaltungsrecht gerichtlich verzichtet hat. 1225. Keine Beleidigung, sondern ein alter und nicht einmal schlechter Wit war die Aufforderung Ihres Freundes: wenn Sie gern Wasser fahren wollen, sollen Sie sich um die Verleihung des Postens eines Sprengwagenkutschers bemühen: mit der Klage würden Sie abgewiesen werden. Grein, Voigtl. Die Frau soll sich an die EisenbahnDirektion eventuell im Klagewege wenden. 300. K. Der Fabrikant erscheint leider nur dann schadens erfaßpflichtig, wenn das Handwerkszeug mitversichert war. F. 11. 100. Sie und der Käufer der Wirthschaft würden für die Miethe haften. Abonnent Wittenberg. Bimetallismus heißt Doppelwäh rung; Gold und Silber stehen bei dieser in einem gefeßlich zu einander bestimmten festen Werthverhältniß. Analt, Neue Jakobstr. 17, Brunnenstr.162( fr. 123), Andreasstr.54, Fruchtstr. 36, Altenberg's dem. Färberei, Wäscherei, Garderob.- Reinig.Potsdamerstr. 57/58, empf. f. 3. Färb. u. Reinig. v. Garderob. jed. Art, Spizen, Gard., Möbelst. gef. 1 Mt. p. Pfd., Bettdeck. gef. 1,25 Mt. p. Stück. 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Wir geben bekannt, daß unsere Mitglieder Legitimationskarten bei sich führen, welche zur Zeit meinen hiesigen Aufenthalt bis zum grün mit gelbem Querstrich sind und den Stempel der Freien 14. d. M. aus und bin täglich von 10 Vereinigung der Zivil- Berufsmusiker Berlins und Umgegend" tragen. bis 2 und 4 bis 6 Uhr anzutreffen: NW., Dorotheenstr. 93, I. Stock vorne. Freie Vereinigung der Zivil- Berufsmusiker Berlins Heinrich Bayer, Egalisator- Fabrikant aus Reinfeld in Holstein. 393/17 und Umgegend. Soeben erschienen und durch uns zu beziehen: Verhandlungen und Beschlüsse Des Internationalen Arbeiter- Kongresses zu Brüffel. 16. bis 22. August 1891. Preis 20 Pf. Angesichts des bevorstehenden Züricher Internationalen Rongreffes, auf dem eine Reihe der in Brüssel behandelten Fragen ebenfalls zur Verhand. lung kommen, wird diese nach den Berichten der Tagespresse angefertigte Bufammenstellung der Kongreßdebatten dem in der Kreisen der Genossen lebhaft empfundenen Mangel eines offiziellen Kongreß Protokolls einigermaßen abhelfen. Verlag des ,, Vorwärts, Berliner Volksblatt" SW., Beuthstr. 2. Roh- Tabak Ueberall zu haben in Blech3716L Unübertrefflich! dosen zu 5, 10 u. 20 Pf. METALL- PUTZ UNIVERSAL- ME R. W SCHUTZMARKE. | Man achte Firma und Schuhmarke. genau auf meine POMADE Richard Poppe BERLIN N.Q. Bestes Putzmittel derwel Unentbehrlich für jeden Haushalt! Seifen- Geschäft. Cigarren mit Kontroll- Schuhmarke für Händler und Restaurateure, in vers schiedenen Preislagen offerirt auch nach außerhalb. 46102* Berlin, Max Flatauer, Cigarren- Fabrik en gros, Landsbergerstr. 72, 1 Tr. 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