n Nr. 181. Erscheint täglich außer Montags. Prets pränumerando: Viertelmonatlich jährlich 3,30 Mart, 1,10 mt, wöchentlich 28 Big frei in's Haus. Einzelne Nummer 6 Pfg. Sonntags: Nummer mit illuftr. Sonntags- Beilage, Neue Welt" 10 Pfg. Post- Abonnement: 8,30 Mt.pro Quartal. Unter Kreuz band: Deutschland u. Defterreich: Ungarn 2 Mt., für das übrige Ausland 3 Mt.pr.Monat. Eingetr. in der Post Beitungs: Breisliste für 1893 unter Nr. 6708. Vorwärts 10. Jahrg. Infertions- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Betitzeile oder deren Raum 40 Bfg., für Vereins- und Beriammlungs Anzeigen 20 fg Inferate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr Nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Ervedition ist an Wochentagen bis 7 or Abends, an Sonnund Festtagen bis 9 Uhr Vormittags geöffnet. Fernspredjer: Amt I, 4186. Telegramm- Adresse: " Sozialdemokrat Berlin! Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Die Kleinbauern Freitag, den 4. August 1893. Expedition: SW. 19, 33euth- Straße 3. und die Geistlichkeit. leiten, dann empfiehlt es sich, ohne sich auf religiöse Streitlichen Staaten wenig stimmte. Hoffnungsfreudig athmeten Läßt sich die Erörterung nicht leicht auf dies für den ein allgemein zugängliches Buch. Die Bauern fanden in Sozialismus entscheidende wirthschaftliche Gebiet zurück- demselben so manches, was mit den Zuständen der christfragen irgendwie einzulassen, der Landbevölkerung zu zeigen, die von Fürsten, Ritterschaft und Geistlichkeit geknechteten Man schreibt uns: wie die Geistlichkeit den Bauern gegenüber gehandelt hat. Bauern auf. Mit Berufung auf das Evangelium, auf die Auf feine Gesellschaftsschicht übt die Geistlichkeit ohne In katholischen Gegenden ist daran zu erinnern, daß von den Kanzeln gepredigte Gleichheit vor Gott forderten Unterschied des Bekenntnisses einen so nachhaltigen Einfluß der große Landbesitz der Bisthümer und Klöster zum fie größere Rechte, Hebung des schweren Druckes, der auf aus, wie auf die kleinbäuerliche Bevölkerung. Die länd- größten Theile den Bauern weggenommen wurde, daß die ihrer Klasse ruhte. Sie hofften von den Wortführern der liche Bevölkerung hängt mehr als die städtische an der Geistlichkeit, und nicht zuletzt die Ordensgeistlichkeit sich be- Reformation, daß sie sich ihrer Sache annehmen würden. Väter Glauben. Es wäre grundsätzlich nicht zu recht- mühte, daß die Staatsgewalt den freien Bauer zum Leib- Diese aber hatten ihre eigene Sache auf die Fürsten, auf die fertigen und überdies taktisch unklug, wollte man die eignen machte und diesen Leibeignen zu frohnden für Mächtigen dieser Welt gestellt, genau so wie es heutigen Tages Agitation für den Sozialismus bei der ländlichen Bevöl- Klöster und Bischöfe zwang, denen der frühere freie Besitz die Vertreter unseres Staatsfirchenthums thun. Statt Unterferung irgendwie verquicken mit der Verbreitung atheistischer der entrechteten Bauern zu theil wurde. Man erinnere stüßung von Luther und Melanchthon zu erhalten, wurden Grundsätze. Hiervor ist nur zu warnen. daran, daß noch heute die überaus reichen katholischen die Bauern mit Ermahnungen und weisen Reden abGeistlichkeit und Religion ist aber nicht das gleiche, Stiftungen die Bauern austaufen, sie von Haus und Hof gespeist. Die Bauernschaft ließ sich aber nicht mehr einselbst in den rückständigsten Gegenden wird dies der länd- vertreiben, um ihren Besiz unablässig vergrößern zu können. lullen. Als ihre Beschwerden und Klagen fein Gehör lichen Bevölkerung immer klarer. Nichts beweist dies mehr Man erwähne, daß daß der jetzige Papst den heiligen fanden, griffen sie zu den Waffen. Da bekannte Luther als die letzten Wochen. Da sahen wir in der rein katho- Thomas von Aquino als die wichtigste, ja, als die Farbe, er stellte sich mit seiner ganzen Autorität auf die lischen Bauernbevölkerung Altbayerns heftigste Opposition einzige philosophische Autorität für gläubige Katholiken Seite der Fürsten. In seiner Epistel„ Wider die Bauern" gegen die eingesessene Geistlichkeit erstehen. Offen wurde es bezeichnet hat, und daß in der Staatslehre dieses Mannes nahm er die Blutsauger in Schuß und stachelte diese Klasse ausgesprochen, daß die Interessen der Geistlichkeit und der das Folgende ausgeführt wird: zu den ärgsten Gewaltthaten gegen die um ein menschenReligion nicht zusammenfallen. Ja aus den Kreisen der würdiges Dasein tämpfenden Bauern auf. Geistlichkeit selbst werden Klagen laut über die Unchristlichteit der Amtsbrüder, mir erinnern nur an das merkwürdige Buch Schall's über die Sozialdemokratie, das unlängst im Vorwärts" besprochen wurde, dann an die bösen Erfahrungen, welche vor Kurzem ein Predigtamtskandidat gemacht hat, der als Handwerksbursche verkleidet in Pfarrhäusern um nichts anderes bat, als daß man ihm Arbeit nachweise. Dann sei auch einmal auf die eigenthümliche Erscheinung hingewiesen, daß eine Anzahl junger Leute, die evangelische Theologie studirt hatten, in's sozialdemokratische Lager übergegangen sind, was doch unzweifelhaft damit zusammenhängt, daß diese Leute eher in sozialdemokratischen Kreisen als in der Gemeinschaft mit der Geistlichkeit ihren Jdealen nachzuleben vermögen. Die Staatsbürger müssen darüber wachen, ihre Herr schaft über Diejenigen auszuüben, welche von Natur bestimmt sind, ihnen zu dienen; denn diese Herrschaft ist gerecht und gegen solche führt man ge rechten Krieg, falls sie fich rebellisch zeigen sollten. Die Bürger im besten Staate müssen tugendhaft sein.-Nun sind aber die, welche ein Leben der Lohn arbeit und des Martthandels führen, nicht tugendvoll und nicht von dieser Art. Ihr Leben ist niedrig und nicht darauf geleitet und gerichtet und ist in Vielem der Tugend unangemessen und direkt entgegen; also find solche nicht Bürger und kein Theil des besten Staates. Die Ackerbauer und Land: bauer aber auch nicht; denn für die Bürger ist es nöthig, Muße von nothwendigen und niedrigen Verrichtungen zu haben und daß fie manchmal Zeit für wissenschaftliche Betrachtungen haben und für edle Beschäftigungen. Solche Muße können aber Bauern nicht haben, da sie dem Landbau und der äußeren Arbeit hingegeben sind, also sind sie keine Bürger und kein Theil des Staates. Jm besten Staate sind Bürger die, welche Kriegführung und Berathung besorgen. In ihren Händen muß auch der Besitz liegen. In betreff der Stlaven, welche( im Jdealstaat) das Land bebauen, ist es zuträglich, daß fie start von Körper find, schwach von Verstand denn so werden sie nüßlicher sein für die Bearbeitung des Landes und werden nicht ausarten in Machinationen gegen ihre Herren".( J. J. Baumann, Die Staatslehre des heiligen Thomas von Aquino, aus seinen Werken authentisch zusammengestellt, 1878). Unsere Agitatoren auf dem Lande haben häufig Ge legenheit, mit protestantischen und katholischen Geistlichen in Volksversammlungen zu disputiren. Hierbei entpuppen sich die gescheitelten und geschorenen Herrn in der Regel als energische Bertheidiger unserer Wirthschaftsordnung, sie reden da so, wie man es nur von bezahlten Beamten der herrschenden Klassen erwarten kann. Dagegen wäre füglich nichts zu erinnern, wenn die Geistlichen eben nur als Staatsbürger und nicht als Vertreter des Christenthums den Mund so voll nehmen würden, wenn sie nicht im Predigttone die Fürsorge des Christenthums für die Armen und Enterbten preisen würden. Sie weichen gerne dem eigentlichen Streit- Aus der protestantischen Kirchengeschichte läßt sich auch punkte„ kapitalistische oder sozialistische Wirthschaftsordnung" so manches vorbringen, was beweist, daß die Vertreter der aus und leiten oft mit viel Glück die Diskussion auf das Kirche sich oft gegen die Bauern gestellt haben, kaum aber religiöse Gebiet über, worauf weniger gewandte Vertreter etwas, was sie für die Bauern gethan haben. Wir erunserer Grundsäte nur zu oft eingehen, indem sie vergessen, innern nur an Luther's Stellung zu den Bauern. daß wir nicht über die Richtigkeit von Bibelsprüchen, Der Reformation wurde von den Bauern neben dem sondern über Werth oder Unwerth unser Wirthschafts- religiösen auch sozialer Inhalt gegeben, die vom Katholiordnung zu verhandeln haben. zismus dem gemeinen Bolke vorenthaltene Bibel wurde nun Feuilleton. Nachbruc verboten.) [ 33 Den Bibelsprüchen, auf die sich die Bauern beriefen, setzte er den Bibelvers entgegen: Jede Obrigkeit ist von Gott geordnet." Doch hören wir Luther selbst: „ Die Schrift nennt die Obrigkeit Stockmeister, Treiber und Anhalter durch ein Gleichniß. Wie die Eselstreiber, welchen man allzeit muß auf dem Hals liegen und mit den Ruthen treiben, denn sie gehen sonst nicht fort, also muß die Obrigkeit den Pöbel, den Herrn Omnes( den großen Haufen) treiben, schlagen, würgen, henten, brennen, töpfen und radebrechen, daß man fie fürchtet und das Bolt also im Baume gehalten werde. - Als Treiber des Gesetzes müsse die Obrigkeit den Herrn Omnes( das gemeine Volt) zwingen und treiben, wie man die Schweine und wilden Thiere zwingt und treibt."( Luthers fämmtl. Werke, 33. Band, Seite 389.) Einem Bauer gehört Haberstroh. Sie hören nicht das Wort, so müssen sie die Büchsen hören und geschieht ihnen recht. Es ist Zeit, sie zu erwürgen wie die tollen Hunde. Die Obrigkeit soll zuschmeißen, würgen und stechen, öffentlich oder heimlich. Die Obrigkeit hat ein gutes Gewissen und rechte Sachen. Darum liebe Herren, steche, schlage, würge wer da kann! Bleibst du hierüber kalt, wohl dir, seligeren Tod tannst du nimmer überkommen." ( Sämmtl. Werke, 24. Band, Seite 284.) Das heißt: wenn du bei solcher Bauernabstecherei etwa solltest zu nahe kommen und am Ende gar von seiten der Bauern solltest Schaden nehmen an Leib und Leben so sei fröhlich, wohl dir, seligern Tod kannst du nimmer überkommen!" An einer anderen Stelle sagt Luther: Die Bauern sind in besserer Lage als die Fürsten. Ich bin sehr zornig auf die Bauern, die da selbst wollen regieren und die solchen ihren Reichthum nicht erkennen, daß sie in Frieden fitzen durch der Fürsten Schuß und Hilfe. Ihr ohn mächtigen groben Bauern und Esel, wollt Ihr's vernehmen? Daß Euch der Donner erschlüge! Anfechtung nicht allein durchs Leben gehen kann. Doch vollen Weise um so mehr mit Freundschaftsbezeugungen, hatte sie, als sie nachgab, ihre Bedingungen gestellt. Er als er offenbar den Wunsch empfand, die früher gegen ihn war denn auch damit einverstanden, daß die Hochzeit nicht bewiesene Rauheit, die er mehr als einmal bereut hatte, eher stattfinden sollte, als bis sie mündig geworden war. vergessen zu machen. Wie es ihm an André gefiel, daß er Bis dahin war noch ein Jahr. Ein Jahr, das ist eine sich durch sein Unglück nicht geringer, nicht herabgedrückt Die Bekehrung André Savenay's. Ewigkeit, wenn man zwanzig alt ist! Frau Roguet fühlte! Man hätte im Gegentheil sagen können, daß seine Sozialistischer Roman von Georges Renard. ein wollte die Sache beschleunigen. Aber Johanna hatte Armuth ihn in der Liebe, in der Achtung seiner Freunde die Stirn gerunzelt, und Sigismund war zu glücklich noch steigen ließ. Und wie sie alle mit seinem Groll gegen über ihre Einwilligung, als daß er sich der Gefahr aus- die Menschen und Verhältnisse, die sein Unglück verschuldet, gesetzt hätte, alles zu verlieren, wenn er zu viel forderte. sympathisirten! Wenn er von ihnen tam, war er heiter, Autorisirte Uebersehung von Marie Kunert. Er war von dieser Zeit an ebenso diskret, ebenso zurück von dem bedrückenden Gefühl des Verlassenseins und der Seitdem sprach sie niemals mehr von ihm, auch haltend, wie nur jemals vorher, er vermied es, sich aufzu Einsamkeit befreit, daß in dem bewegten Leben der RiesenMagdalene, die nichts von allem begriff, verbot sie, drängen, lästig zu werden. Hatte er nicht Johanna's Wort stadt beständig auf ihm lastete. seinen Namen auszusprechen. Trotz alledem hatte sie gegen und damit genug Hoffnung im Herzen, um, dieses Jahr Er kam nun oft, um wie er zu sagen pflegte die Erinnerung, die nicht weichen wollte, zu kämpfen. Aber Wartezeit auszufüllen? Freundschaftsbad zu nehmen. Es gelang Vater Deschamps sie trug in diesem Kampfe mit sich selbst den Sieg davon, Das junge Mädchen lebte indessen genau ebenso wie auch, ihm eine ziemlich gut bezahlte Arbeit zu verschaffen. und nichts als ihre Blässe verrieth ihr stilles Leiden, das früher. Einen Augenblick lang war sie unruhig, als der Es war dies eine Reihe von Artikeln für einen Führer allmälig zur traurigen Entsagung geworden war. Bater Großvater ihr mittheilte, daß er Andrè getroffen, daß er durch die Ausstellung". Deschamps merkte davon nichts. ruinirt sei und daß er ihn eingeladen habe, sie zu besuchen. André betrachtete das erste Geld, das er sich selbst verFrau Roguet hielt nun den Moment für gekommen, Da Herr Savenay nun unglücklich war, wäre es ja reine dient hatte, mit großem Respekt, und in eine Art von kindin dem sie einen entscheidenden Schritt vorwärts thun Grausamkeit, eine schreiende Ungerechtigkeit, gewesen, ihm lichem Aberglauben, über den er selbst lachen mußte, legte fonnte. Sie hielt in förmlicher Weise bei Vater Deschamps Beistand und Freundschaft zu verweigern. Und dann, er ein großes Fünffrantsstück als Gedenkmünze an dieses um die Hand seiner Enkelin für ihren Sohn an. Johanna welche Gefahr hatte sie auch zu fürchten? Herr Savenay Ereigniß beiseite. Er sah, wie Johanna und der Alte sich zögerte, als fie um ihre Meinung befragt wurde. Am hatte niemals ein Wort gesagt, aus dem sich entnehmen ihr arbeitreiches Leben so froh gestalteten und gewöhnte sich liebsten hätte sie mit" nein" geantwortet. Aber welchen ließ, daß er etwas anderes als ein wenig Sympathie für nun auch daran, die bescheidenen Freuden, die ihm zufielen, Grund sollte sie für ihre Weigerung angeben? Sie achtete fie empfand; und sie, sie war ja jetzt mit einem besser zu genießen, um weniger unter den mannigfachen VerSigismund, sie wußte, daß er sie liebte und ihr ergeben anderen verlobt. Mit dem großherzigen und kühnen drießlichkeiten zu leiden, die seine Geduld ermüdeten und war. Als ihr Großvater ihr freie Wahl ließ, hatte er ihr Vertrauen, das die Stärke gerader und tapferer seinen guten Willen lähmten. Am liebsten hätte er es ge nicht verhehlt, daß er glücklich sein würde, sie unter sicherem Charaktere ist, glaubte sie start genug zu sein, sich gegen sehen, wenn Mutter und Schwester auch Theil daran gehabt Schuhe zu sehen für den Fall, daß er stürbe. Schließlich sich selbst schüßen zu können. Sie machte es sich also zu hätten und versuchte es nun, sie mit seinen wiedergefundenen hatte sie eingewilligt. Lieber Sigismund als den ersten einer Art Pflicht, André mit schwesterlichem Mitgefühl auf Freunden zusammenzubringen. beften anderen," hatte sie sich mit Bitterkeit gesagt, da ein zunehmen. Mädchen unter den heutigen Zuständen ohne Gefahr und Vater Deschamps überschüttete ihn in seiner geräuschEines Tages nahm er denn auch Johanna und Magdalene mit zu ihnen. Man erneuerte die Bekannt " Ihr habt das Beste, nämlich Nutz und Brauch, Saft aus ben Weintrauben und lasset den Fürsten die Hülsen und Körner."( Sämmtl. Werke, 36. Band, Seite 175.) Als dann Luther all das Elend der Bauernkriege erfahren hatte, warf er sich stolz in die Brust und sagte: " Ich, Martin Luther, habe im Aufruhr alle Bauern erschlagen; denn ich habe sie heißen erschlagen; all ihr Blut ist auf meinem Hals. Aber ich erweise es auf unsern Herrn Gott, der hat mir das zu reden befohlen." ( Sämmtl. Werke, Band 59, S. 284.) Nicht Gott, nicht der Teufel hat ihm geheißen, gegen die Bauern so ruchlos zu heben, sondern seine Interessensolidarität mit den Mächtigen der Erde, den Fürsten und Raubrittern. Wir wollen es genug sein lassen mit diesen Ausführungen, sie zeigen den Bauern genugsam, daß wie heute schon vor 360 Jahren die evangelische Geistlichkeit es mit den großen Herren gegen die Bauernschaft gehalten hat. schreibt: " Unverschämt. Die„ Norddeutsche Allgemeine Zeitung"[ halten können. Ja, wenn es Kasernen oder Kasinos wären! Für Schießpläge, die Zehntausende kosten und die dann, " Es handelt sich nicht um eine Steuervermehrung, sondern weil sie von den Sachverständigen" gar so gefchickt ausgesucht um eine möglichst schonende Beschaffung der zu bekannten wurden, gar nicht zu brauchen sind und keinen Pappenstiel Zwecken erforderlichen Mittel unter gleichzeitiger Besserung einbringen, ist Geld in Hülle und Fülle übrig.... des finanziellen Berhältnisses zwischen dem Reiche und den Einzelstaaten." Preußisch- deutsche Rechtspflege. Dieser Tage stand Ueber 100 Millionen Mark mehr sollen beschafft werden unser Parteigenosse, der Tapezirer Scherdin vor dem durch neue Stenern oder durch Erhöhung bereits bestehender Gericht zu Potsdam, um sich wegen angeblicher Beleidigung der Potsdamer Polizeikommissare zu verantworten. Steuern. Das ist keine Steuervermehrung. Unverschämit! Der schneidige Staatsanwalt, ein Assessor von AlvensDer Tabak wird bluten. Herr Miquel verleben, beantragte zwei Wochen Gefängniß, weil eine kündet durch seinen Zedlitz oder sonst einen Geheimrath Geldstrafe doch nur die sozialdemokratische Parteikaffe zahle. in der Post": Scherdin hatte in einer am 6. April d. Js. im Glaser'schen „ Um vorübergehenden Schwankungen der Reichs- Lokal in Potsdam abgehaltenen Versammlung einen Voreinnahmen und demgemäß einem vorübergehend gesteigerten trag über:" Nächstenliebe" gehalten und dabei die Nächstens Deckungsbedürfniß begegnen zu können, wird bekanntlich ge- liebe der Polizeikommissare im Allgemeinen und eines plant, einen Theil der Reichssteuern etatsmäßig derartig be" " Was den Bauern an Lasten zugewachsen ist, es geschah weglich zu machen, daß dem Bedarf entsprechende Zuschläge Polizeikommissars, der einen Genossen aus seiner Arbeitsunter dem Beifall der Geistlichkeit, was ihnen abgenommen ausgeschrieben werden können. Diesem Zwecke soll, gutem Verstätte verdrängt hat, im Besonderen scharf kritisirt. Der wurden, geschah nicht auf ihre Veranlassung, oft gegen ihren nehmen nach, die Tabatfabritat Steuer dienen. Einst Gerichtshof verurtheilte Scherdin zu 100 M. Geldstrafe, Willen. Wie wurden und werden noch die Männer seitens weilen fann es sich allerdings nur erst um einen Vorschlag und der Vorsitzende, Landgerichtsdirektor Dictus, führte handeln; die Berathung desselben und die Einigung über den dabei aus, daß es den Gerichtshof gar nichts der Geistlichkeit angefeindet, die in der französischen RevoGesammtplan und seine Einzelheiten dürste erst in Frank- angehe, wer die Geldstrafe bezahle. Anlution und im Jahre 1848 für die Aufhebung der Feudal- furt a. M. erfolgen." dererseits sei es Pflicht und Schuldig laften und der Leibeigenschaft, gegen die Unfreiheit und Es lebe der„ bewegliche Faktor", der dem Reichstage feit der Polizei, Unternehmer davon zu Gebundenheit der Bauern kämpften? Die Geistlichkeit hat die gar nicht zu unterschätzende Befugniß einräumt, 3u verständigen, wenn bei ihnen ohne ihr sich ebensowenig je ein Verdienst um die Bauern und Landsch läge zu einer drückenden Steuer zu bewilligen! Die 2iffen namhafte Sozialisten beschäftigt arbeiter erworben wie der Adel, dessen Reichthum und Pfeife und die Zigarre des kleinen Mannes werden zu werden. soziale Stärke aus den Knochen des Landvolkes gesaugt ist. Ehren des Molochs von den Steuerkünstlern als die Ziel- Da der Brauch, unsere Genossen mit Gefängnißstrafe zu Und doch will Adel und Geistlichkeit in heuchlerischer punkte weiser Besteuerung betrachtet. Was die Fabrikat belegen, weil ja die Parteifaffe" doch die Strafen zahle, in Maske fich als als die wahren, ja als die einzigen steuer nicht bringt, schlägt der vielgewandte Miquel aus unserer erleuchteten Rechtspflege einzuwurzeln anfängt, so Freunde des Landvolkes aufspielen! Diese Maste haben anderen Lebensbedürfnissen der Volksmasse heraus. Der ist es anzuerkennen, daß ein Gerichtshof sich auf den so vir herabzureißen. Wir müssen dem Landvolke klar deutsche Michel zahlt die Zeche. Die Finanzminister werden selbstverständlichen wie verständigen gegentheiligen Standmachen, wie die Geistlichkeit es stets mit den Unterdrückern in Frankfurt a. M., wo einst der Bundestag sein volts punkt stellt. Freilich ist es ein Zeichen mehr für die Trennung der Bauernschaft gehalten hat, wir müssen die Bauern feindliches Unwesen trieb, dem deutschen Volke schon eine zwischen dem Rechtsbewußtsein des Volks und dem der rechtsdaran erinnern, daß ihre Väter und Großväter leibeigen Rechnung aufmachen, daß ihm hören und Sehen vergeht.-gelehrten Richter, daß etwas Selbstverständliches überhaupt noch waren denen, welche sich heute als ihre Beschüßer aufbesonders hervorgehoben und als rühmliche Ausnahme verspielen. Krieg im Frieden. Wolff's Telegr.- Bureau meldet zeichnet wird. Dafür steht der zweite Theil der Potsdamer Dies wird uns gelingen, denn der Bauer kann nicht lakonisch: Am 2. August, Nachmittags 3 Uhr, wurden bei Entscheidung in um so schönerem Einklang mit der landauf die Dauer für seine eigenen Interessen blind sein, er einem Schießversuch auf dem deutschen Kriegsschiffe Baden" läufigen großbürgerlichen Auffassung, die unsere Rechtkann nicht auf die Dauer seine Feinde für seine Freunde durch Entzündung einer 26 cm Kartusche getödtet: sprechung beherrscht. Im letzten Jahrzehnt des neunzehnten halten. Lieutenant 3. S. Delsner, Unter- Lieutenant. S. Bembsch, Jahrhunderts behauptet ein deutsches Gericht, daß es AufMit geschichtlichem und wirthschaftlichem Material Bootsmannsmaat Radzuweit, Ober- Matrose Kniephoff; die gabe der Polizei sei, die Unternehmer über die politische müssen wir deshalb die Landagitation betreiben, Matrosen Bräutigam, Höfner, Goldbaum, Schönrock, Neh- Gesinnung der Arbeiter zu unterrichten. Wir meinten, der die Religion aber müssen wir, so wie es unser lisen. Leicht verwundet wurden: Ober- Feuerwerksmaat freie Arbeitsvertrag" sei eine rein wirthschaftliche AnProgramm verlangt, ganz aus dem Spiele laffen. Wolle, Bootsmannsmaat Hinkelmann, sowie die Matrosen gelegenheit, der Verkauf der Arbeitskraft bedeute nicht Die Zurückhaltung der Religion gegenüber soll kein Frei- Müller, Franken, Eye, Edelkott, Henkels, Buschmann, Dehn, zugleich die Verpflichtung, politisch nur brief für die Geistlichkeit sein, die ihre religiöse Autorität Mustereit, Ackermann, Wecke, v. 5. Schlusen, Ricke, Ifing, denken, wie es dem Kapitalisten genehm ist. in den Dienst der kapitalistischen Interessen stellt, wir Nast, Weidelich, Entrop. Bei keinem der Verwundeten ist Potsdamer Urtheil mag Herr von Stumm seine Freude müssen nur strenge scheiden zwischen Religion und Geist- Lebensgefahr vorhanden. haben, die Freunde des friedlichen sozialen Fortschritts werden lichkeit. Preußisches. Der„ Staats- Anzeiger" vom 3. August das Zugeständniß an die Kapitalistenklaffe, wonach sie Herren Preußisches. Der Staats- Anzeiger" vom 3. August veröffentlicht das Gesetz, betr. Beihilfe zu Bolks- über Leiber und Geister der Proletarier sind, auf das Tiefste schulbauten, wonach aus den im§ 82 des Einkommen steuer- Gesetzes oder§ 49 des Ergänzungssteuer- Gesetzes be- die mit der Gesinnungsspäherei beauftragte Dienerin der stimmten Ueberschüssen für die Etatsjahre 1893/94 und Unternehmerschaft. Es unterliegt keinem Zweifel, daß die 1894/95 je 2 000 000 M. zu Beihilfen an Schulgemeinden Kundgebung des Potsdamer Gerichtshofes im Widerspruch oder Schulverbände zu Volksschulbauten wegen Un- steht zu den Grundsäßen der Verfassung. Der 15. Juni 1893 hat klärlich bewiesen, daß unsere tastende und sicherlich nicht immer geschickte Agitation auf dem Lande uns schon zahlreiche Anhänger geworben hat. Je klaver, geschulter und prinzipieller unsere Agitatoren auf dem Lande vorgehen werden, desto größer werden ihre Erfolge sein! Politische Leberlicht. Berlin, den 3. August. vermögens bereitzustellen" sind. Es wird ferner veröffentEin Berg= bedauern müssen. so zu An dem Gegen die Sonntagsruhe im Handelsgewerbe licht das Gesez, betr. die Dedung von Ausgaben agitirt ein würdiges dreiblättriges Kleeblatt, Berliner des Rechnungsjahres 1891/92. Wie die Ausgaben gedeckt Tageblatt"," Norddeutsche Allgemeine Zeitung"," Bossische werden? Durch eine Anleihe in der Höhe von 42 833 886 M. 35 Pf. Publizirt wird des weiteren das Beitung". Tante Boß hofft, daß der gegenwärtige Reichss Gesetz, betr. Ruhegehaltstassen für die Lehrer tag das Werk seines Vorgängers verbessern", d. h. das Gesuche, in denen um Befreiung von dem Zuschlagschulen. Der Zollkrieg mit Rußland. Auf die zahlreichen und ehrerinnen an den öffentlichen Bolts- Bischen kaufmännische Sonntagsruhe wieder beseitigen werde. Und die Regierung begießt durch ihren Pindter die auffür solche russische Waaren gebeten wird, welche auf grund sprießende Hoffnungssaat der manchesterlichen Rieselfelder. früher abgeschlossener Verträge im Laufe der nächsten Zeit Wofür wir kein Geld haben. Der Antifemit Bindewald ist, wie vorauszusehen zur Einfuhr gelangen sollen, wird amtlich erklärt, es sei Gewerbegericht für den Ober- Bergamtsbezirk Dortnach§ 2 der Verordnung bestimmt, daß der Zollzuschlag mund wird in Dortmund errichtet. Es zerfällt in war, bei der am 2. Auguft stattgehabten Stichwahl im diejenigen Waaren nicht treffe, welche vor dem 31. v. m. 16 Kammern, die da ihren Siz haben, wo die einzelnen Reichstagswahlkreise Alsfeld gegen den Nationalliberalen die russische Grenze überschritten haben. Dann heißt Reviere ihre Heimstätte haben. Das Berg- Gewerbegericht gewählt worden. es: Solche Waaren sind nach Ziffer V der Bekannt- soll aus dem Vorsitzenden und den erforderlichen Stellmachung vom 31. v. M. von dem Zuschlag befreit, wenn vertretern bestehen, die Zahl der Beisiger ist auf 300 nor sie vor dem 1. Oktober d. J. zur Verzollung, zur Ab- mirt, die zur Hälfte Arbeitgeber, zur anderen Hälfte fertigung auf Begleitschein II oder zur Anschreibung auf Arbeiter sein müssen. Die Wahlen zu dem Gerichte erPrivat- Kreditlager angemeldet und zur Abfertigung gestellt folgen direkt und sind geheim. Jeder 25 Jahre alte Bergwerden. Die Frage, ob weitergehende Ausnahmen zu ge- mann fann an der Wahl theilnehmen, falls er ein Jahr währen seien, ist im Schooße des Bundesraths sorgfältig Bergarbeit getrieben hat. Das Gericht, so schreibt die erwogen, aber aus zwingenden Gründen verneint Frankfurter Beitung", wird hier eine erhebliche worden. Bei dieser Rechtslage ist es nicht möglich, dem Anzahl von Räumen nothwendig haben, trotzdem hat man Zeitpunkte, an welchem die betreffenden Kaufverträge ab- sich nicht entschließen können, den überaus nöthigen Neubau geschlossen worden sind, eine entscheidende Bedeutung für eines Amtsgerichtsgebäudes vorzunehmen weil es an die Bemessung des Bollsatzes beizulegen. Selbstredend ist Mitteln fehlt. Man behilft sich mit gemietheten durch die kaiserliche Verordnung vom 29. v. M. an der Räumen, außerdem sucht man die bisherigen Bodenräume Befugniß des Bundesraths, aus Billigkeitsrücksichten in des Gebäudes nutzbar zu machen. Im ganzen Amtsgerichtseinzelnen dazu geeigneten Fällen einen Zollerlaß zu gebäude, in dem ein sehr großer Verkehr ist, befindet sich gewähren, nichts geändert." auch nicht ein einziger Raum, in dem sich die Zeugen auf" Die höheren Schuljungen im Dienste gegen die Sozialdemokratie. Der" Frankfurter Beitung" wird aus Mannheim geschrieben: " Eine niedliche Illustration zu der von nationalliberaler Seite zwar bestrittenen, deshalb aber doch nicht zu widerlegenden Thatsache, daß in dem„ Musterstaat" Baden die Parteipolitik fich sogar bis in die Schule erstreckt, hat der Schlußakt des Großh. Gymnasiums dahier geliefert. Bei dieser Feier gelangten, wie üblich, verschiedene Musikstücke zur Aufführung; außerdem legten einige Abiturienten durch rednerische Vorträge Proben ihrer Fähigkeiten ab. Wie uns von zuverlässiger Seite berichtet wird, hielt es ein Schüler dabei für angebracht, in seinen, die Waterlandsliebe verherrlichenden Ausführungen eine Reihe von Wendungen über die Verderblichkeit der Sozialdemokratie" einzuflechten, die selbst bei verschiedenen staatserhaltenden" Zuhörern Kopfschütteln verursachten. Es liegt uns fern, den schaft und plauderte zusammen. Die beiden Familien Als Johanna darüber böse wurde und Vater Deschamps schränkungen auf, die ihr ein halbes Jahr früher wie ein wohnten jetzt taum fünf Minuten von einander entfernt. ihr sogar ihre Härte vorwarf, hatte sie es doch nicht gewagt, Berrath an der Sache erschienen wären. Wenngleich ihre Die Entfernung, die sie bisher getrennt hatte, war nun laut zu sagen, daß sie im Grunde nur für Sigismund Haltung und Sprache nach wie vor einfach waren, konnte nicht nur räumlich, sondern auch nach jeder anderen Rich fürchte. Sie hörte nun auf, zu widersprechen und verwies man doch bemerken, daß sie an Feinheit und Anmuth_getung hin geringer geworden. Frau Savenay sah mit zu ihrer Entschuldigung auf ihr altes Mißtrauen. wonnen hatten und daß mit dieser Verfeinerung neue EmSchrecken, wie ihre Mittel von Tag zu Tag geringer Seitdem faben sich die beiden jungen Mädchen mehrere pfindungen, ja beinahe neue Sinne in ihr erwacht waren. wurden. Die Nothwendigkeit, ihre Ausgaben ihre Ausgaben einzu- Male in der Woche, und bald hörte man in den engen Sie empfand jetzt einen größeren Genuß an den Musikschränken, drängte sich ihr gebieterisch auf. Johanna, als Zimmern der Savenay'schen Damen von Zeit zu Zeit helles stücken, die Germaine ihr vorspielte, ihre persönlichen Anerfahrene Wirthschafterin, gab ihr die billigsten Bezugs- Lachen, das den Sieg der Jugend über die Wielancholie sichten über Bruchstücke aus den Werken, die André ihr quellen des Viertels für alle Bedürfnisse des Haushalts verkündete. Germaine war jedoch noch immer nicht ganz gelegentlich vorlas, waren gereifter und gerechter geworden, an, bezeichnete ihr die besten Geschäfte und offenbarte ihr gesund, sie hatte zuweilen Beklemmungen, nach denen sie als dies früher vielleicht der Fall war. Und die Gelegenbie tiefen Geheimnisse der häuslichen Sparsamkeit. Dann sich lange sehr schwach fühlte. Ihre Wangen behielten die heit zu solchen Vorlesungen André's fand sich jetzt oft genug. sprach man von der Malerei, und als Germaine mit bleiche Farbe einer welten Rose, aber jetzt erwachte doch Nicht, daß André etwa verliebt war! D nein! Wie einiger Bitterfeit sagte: wenigstens von Zeit zu Zeit die alte Fröhlichkeit früherer wäre das auch möglich gewesen? Er vergaß niemals, daß " Sie sind doch sehr glücklich, daß Sie soviel davon ver- Tage in ihr. Sie empfand eine wahrhaft findliche Freude das junge Mädchen mit einem andern verlobt war, wenn er bei dem Gedanken daran seufzte, stehen, um das, was Sie anfertigen, verkaufen zu können!" über das Geld, das sie für den ersten Fächer erhielt, den und dies Von der so geschah nur einzig und weil allein, machte Johanna ihr das Anerbieten, sie das wenige, was sie durch Johanna's Vermittelung verkaufte. fie verftünde, zu lehren. Germaine flatschte in die Hände Summe machte sie sofort vier gleiche Theile für vier kleine dieser Andere ihm ihrer nicht würdig genug schien und rief: Welche gute Idee!" Dann stockte sie mit einem Geschenke: eines für ihre Mutter, eines für André, und die und weil Frau Roguet eine Schwiegermutter von idealer Male erröthend, weil sie daran dachte, wie sie diese Unter- beiden übrigen für ihre Lehrerin und ihre Schülerin, wie Abscheulichkeit zu werden versprach. Nein, er war nicht richtsstunden bezahlen sollte. Doch im Nu war dieses Be- sie lachend sagte. Da jezt die Lust in ihr erwacht war, verliebt! Allerdings kam er an den Abenden, an denen er denken zerstreut, denn Johanna schlug einen Tausch vor. ein wahrhaft praktisches Mädchen zu werden, lernte sie das Johanna anwesend zu finden hoffte, früher zu seinen Ganz einfach! Germaine könnte Magdalene Musikunterricht Selbstaufertigen ihrer Kleider und Hüte, ja fie lernte sogar Freunden, aber mußte er nicht die musikalischen Fortgeben, und sie wäre ihr dann noch zu Dank verpflichtet. Die Kunst, über die zu spotten, welche darüber redeten, die schritte der kleinen Magdalene verfolgen? Er sprach zu So wurde die Sache zu André's großer Befriedigung sofort Kunst, ihre Armuth erhobenen Hauptes zu tragen, sich ein- Johanna mit einer Verehrung und Herzlichkeit, die niemand geordnet. Er frente fich, weil er seine Schwefter nun dem gebildeter Bedürfnisse und der Allerweltsansichten, welche entgehen konnte, aber war es nicht recht und billig, daß gefährlichen Brüten in der Einsamkeit und dem Müßiggang durch ihre bürgerliche Erziehung in ihr entwickelt worden er ihr seine Dankbarkeit für das, was sie seiner Schwester entriffen sah. Frau Roguet hatte allerdings dieses waren, zu entledigen. Andererseits gewann Johanna, die Liebes erwies, zu erkennen gab? Er begleitete sie nach Arrangement zu hintertreiben gesucht. Als sie erfuhr, daß von Germaine Minerva getauft worden war, durch den ihren Besuchen nach Hause, obgleich Water Deschamps sie die Savenay's zu Grunde gerichtet waren, sagte sie mit Verkehr mit der Freundin an Grazie und Eleganz des regelmäßig abholte, bitterem Lachen: Um so besser! Nun werden fie auch Wesens und Benehmens. Germaine gegenüber ließ sie wie fehen, was es heißt, arm zu sein!" Dann hatte sie noch hinzugefügt: Laßt sie sich doch allein herausarbeiten!" bei einer sehr empfindlichen Kranken die Gegenfäße ihrer Ansichten in den wichtigsten Fragen des Lebens so wenig wie möglich hervortreten und legte sich damit Be - aber war das nicht eine einfache Pflicht der Höflichkeit, die außer Acht zu lassen, unverzeihlich gewesen wäre? Und hatte Johanna nicht auch aller aus dern Herzen erobert, in erster Linie das seiner Mutter? ( Fortseßung folgt.) Schüler für diese Taktlosigkeit verantwortlich zu machen, 1 denn es unterliegt feinem Zweifel, daß das Programm dieser Schlußakte bis ins kleinste Detail von dem Direktor der Anstalt festgestellt zu werden pflegt. Der Leitung unserer Gymnasien dagegen machen wir allerdings den Vorwurf, daß sie in nicht zu entschuldigender Weise das Eindringen des Parteigetriebes in die Schule zuläßt. Denn wenn bei den alljährlichen Schulfeierlichkeiten derartige Erfurfionen der Abiturienten in das Gebiet der hohen Politik in Szene gesetzt werden, die dann in dem nationalliberalen Jünglingsverein ihre Fortsetzung finden, so liegt es nahe, daß auch die noch nicht zum Abgang reifen Echüler versucht sind, durch Zurschautragen patriotischer" Gefinnung die Gunft ihrer Lehrer zu erringen." mit zur zu einem kleinen Vergehen sich verleiten ließen, allgemeines Gefangenen, sondern als eine noch immer einflußreiche Befremden erregt hat. Uebrigens sind zwei von den bestraften Persönlichkeit. Wie sollten sie ja auch unhöflicher sein als Leuten gleichzeitig in Untersuchung wegen Rebschlingenlegens. Die Regierung? Gegen solche Personen Milde, übertriebene Milde, walten zu Tassen, würde eine unverzeihliche Schwäche, eine Schädigung der allgemeinen Rechtssicherheit sein. Die belgische Wahlrechtsreform. In der Kammera 4. Wenn es den Bestraften nur auf das Schilf anber Regierung über die Senatsreform seien die letzten fizung vom 1. Auguft erklärte Minister Burlet, die Anträge Namensfeststellung nach der Gaulifer Polizeibehörde zu gehen, Zugeständnisse, die die Krone geneigt sei, zuzugeben. Der nach der Folge leisten fönnen. Das haben sie nicht gethan, sie haben Jungfrauenfreund Leopold II. stemmt sich im Bunde mit gedroht, den Unterzeichneten todt zu schlagen und ins Wasser der verrotteten Großbourgeoisie gegen den Fortgang der zu werfen, haben ihn gewaltthätig angegriffen und zur Flucht Revision. Janson und die ganze Linke erhoben sich gegen gezwungen. Eine derartige Bedrohung und Vergewaltigung den Minister, der auf schroffe Weise die„ Krone blosstelle". ungefühnt zu lassen, würde Pflichtvergessenheit sein. Zugleich zog die Linte alle ihre Verfassungsanträge zurück und verweigerte die weitere Theilnahme an der Debatte über die Senatsreform. Auf die Ausschmückung des Berichtes durch die Phantasie des Herrn Berichterstatters gehe ich nicht ein, nur das sei bemerit, daß an dem Tage nicht grimmige Kälte, sondern eine für die Jahreszeit außergewöhnliche Wärme herrschte, daß weder von Eis noch von Schnee auch nur eine Spur vorhanden war. Auch die Erörterung der Frage, ob durch solche Berichterstattung die Ausbildung des Rechtsinns und Rechtsbewußt feins im Volte gefördert werde, möge unterbleiben. Jedenfalls wird nach den obigen Darlegungen jeder nur einigermaßen Unbefangene der hier allgemein herrschenden Meinung beiftimmen, daß die Anzeige der Leute lediglich ein Att der Pflicht, nicht nur der Amtspflicht, sondern auch der Pflicht gegen die allgemeine Rechtspflicht, Rötha, 1. August 1893. 1. war. Parteinachrichten. Schleswig- Holstein ist sich in Verbindung mit den VertrauensZum Züricher Kongreß. Die Agitationskommission für männern der einzelnen Wahlkreise dahingehend einig geworden, des 1. Hamburger Wahlkreises bei der dortigen Stichwahl thätig da Genosse Molkenbuhr infolge seiner Aufstellung als Kandidat sein muß und demgemäß die Provinz auf dem internationalen fozialistischen Rongreß in Zürich nicht vertreten kann, den Genossen v. Im als Delegirten, resp. als Stellvertreter den Genossen Pfannkuch nach Zürich zu entfenden, und ersucht die Genoffen, womöglich in öffentlichen Versammlungen v. Elm als Delegirten zu bestätigen. manchmal leber die Entlassung der Schulkinder aus der Schulpflicht hat der preußische Kultusminister folgende Grundfäße aufgestellt: Nach achtjährigem Schulbesuch und erlangter fittlicher und geistiger Reife werden zu Ostern die Kinder entlaffen, die bis zum 30. September desselben Jahres das 14. Lebensjahr vollenden, und bei zweimaliger Schulentlaffung außerdem 31 Michaelis diejenigen, die bis zum 31. Dezember desselben Jahres das 14. Lebensjahr vollenden. Ausnahmen sind bei denjenigen, Kindern zu machen, die aus entschuldbaren Gründen ( weiter und schlechter Schulweg, Krankheit, förperliche oder geistige Schwäche bei Beginn der Schulpflicht, Ueberfüllung der Echulen, Abwesenheit im Auslande) vom achtjährigen Besuch zurückgehalten worden sind. Auch können Kinder unter Berückfichtigung ausreichender, in der Person der Kinder oder der Eltern liegender Gründe, insbesondere wegen bedrängter wirthschaftlicher Verhältnisse oder besonderer Gelegenheit zu einem guten FortD. Jahn, tommen, schon zu Ostern entlassen werden, wenn sie erit bis zum Rendant und Gutsvorsteher. 31. Dezember das 14. Jahr vollenden. Das ist ein Zugeständniß an das auf jugendliche Arbeitskräfte aus guten flingenden GrünUnsere Leser mögen nun den zuerst abgedruckten Verden erpichte gewerbliche und landwirthschaftliche Unternehmer- handlungsbericht mit der Richtigstellung" des Friesen'schen thum. Wegen des Beginns der Schulpflicht soll auf die Eltern Rendanten vergleichen und selbst ein Urtheil fällen. Herr Parteitag für Thüringen. Der am, Sonntag abgehaltene dahin eingewirkt werden, daß sie zu Ostern diejenigen Kinder der von Friesen, der erst nachträglich von der Sache erfährt, Parteitag der Sozialdemokratie Thüringens war sehr stark beEchule zuführen, die das sechste Lebensjahr vom 1. Oktober des hat grundsäglich bereits vorher seine Aufträge gegeben. fucht. Im ganzen waren 41 Orte durch 70 Delegirte vertreten, vergangenen Jahres ab vollendet haben oder bis zum 30. Sep- Herr Jahn führt sie aus, er ist nichts als das amtliche außerdem hatten sich zahlreiche Zuhörer eingefunden. In einer tember des laufenden Jahres erreichen werden. Organ, der Beauftragte des Gutsherrn. Wenn die armen Entgegennahme der Mandate bereits erfolgt, sodaß gegen 3 Uhr Herr von Friesen und das praktische Chriften- Teufel, denen der Herr Rendant im Bewußtsein fittlicher Ent- nachmittags die eigentlichen Berhandlungen gleich beginnen Ent- Entgegennahme der Mandate bereits erfolgt, sodaß gegen 3 Uhr thum". In der Nr. 173 vom 26. Juli brachte der rüstung alles Mögliche nachsagt den Beweis ist er freilich konnten. Vorsitzende waren Hülle- Erfurt und Baudert- Apolda. Vorwärts" folgende Mittheilung nach dem„ General- An- schuldig geblieben wirklich allerlei Vorstrafen erlitten Bum ersten Punkt der Tagesordnung, Bericht des Agitationszeiger für Leipzig": haben, so ändert das nichts an dem Thatbestande. Und dieser komitees, referirte Hülle, welcher eine gedrängte Uebersicht über " Entsegliche Noth muß vergangenen Winter bei einigen Thatbestand belehrt uns darüber, daß das praktische Chriften- die im verflossenen Jahre entfaltete agitatorische Thätigkeit gab. Zwenkauer Familien geherrscht haben, und eine vor der Straf- thum" wegen werthlosen Schilfrohrs Strafanträge stellt, An freiwilligen Beiträgen waren eingegangen 662,87 W., denen tammer II geführte Verhandlung gestattete uns einen Einblick daß es im Winter- Herr Jahn findet allerdings, daß es eine Ausgabe von 457,63 M. gegenüberstand, sodaß ein in diefelbe. Die Ziegeleiarbeit hatte aufgehört und der am 24. Februar recht mollig" gewesen sei hungernden Kassenbestand von 205,24 m. verblieb. An diesen Bericht strenge Winter erhöhte die bereits vorhandene Noth in den und frierenden Proletariern die Röcke beschlagnahmt, und schloß sich eine lange, manchmal ziemlich bewegte DeFamilien G., H. und K. ganz beträchtlich. Ueberall riefen die daß die Richter das Mindestmaß der Strafe anfeßen. Un- der Genossen allerorts bekundete, die Agitation noch lebhafter zu batte an, welche deutlich den Eifer und den Drang Kinder nach Brot, ohne daß die Familienhäupter solches be- erhört ist die durch nichts erwiesene Beschuldigung, daß die gestalten und in die entlegensten Winkel hineinzutragen. Ein schaffen konnten, indessen machten sie einen Versuch dazu dadurch, daß sie am 24. Februar d. J. nach den zum Rittergut Verurtheilten Fische hätten stehlen wollen. Bestraft aber Antrag, im Herbst ein allgemeines Flugblatt für Thüringen herRötha gehörigen Drachenauer Teichen gingen, um dort Schilf sind sie wegen Diebstahls von Teichschilf im Werthe von zustellen, welches in populärer Weise klarlegt, wie die Kosten für abzuschneiden, aus welchem sie Abtreter zum Verkauf herstellen 20 Pfennig! Herr Jahn oder vielmehr sein Herr, nach die Militärvorlage, die ja voraussichtlich wieder auf die Schulter wollten. Zu diesem Zwecke mußten die Leute erst Löcher ins Gis deffen Heften er doch arbeitet, ist nicht dazu berufen, dar- des Armen abgewälzt würden, aufgebracht werden müssen, hacken, um zu dem auf dem Grunde wuchernden Schilfe zu gelangen. über zu entscheiden, was das Rechtsgefühl" und" Rechts- der Agitationskommission überwiesen. Hierauf gab Genosse wurde einstimmig angenommen. Drei weitere Anträge wurden Man bedente: Bei sirengster Kälte gehen zwei Leute in das bewußtsein" fördert. Sicherlich entspricht es weder dem Stegmann eine Uebersicht über den Stand der Thüringer Trieistalte Waffer, um für wenige Pfennige Schilf zu holen! Bei Rechtsgefühl noch dem Rechtsbewußtsein des Volkes, wenn büne". Wie bei allen Preßunternehmen ertönte auch hier das dem Schilfdiebstahle aber wurden die Leute von dem Ren- die Armuth so behandelt wird, wie von Herrn D. Jahn, alte Klagelied von den bedeutenden Außenständen( beim Abonnedanten des Rittergutes Rötha betroffen und ihnen die Rendanten und Gutsvorsteher des Herrn von Friesen, in ment allein 1749,96 M.), auch erwähnte Stegmann die enormen Arretirung angekündigt. Während zwei entflohen, weigerte dessen Auftrag der dazu verpflichtete Jahn gehandelt hat. Geldstrafen und Unkosten, mit denen die„ Tribüne" in letzter Zeit sich G. sen., mit nach Gaulis zwecks Namensfeststellung zu gehen, und so nahm der Herr Rendant die noch daliegenden Herr von Friesen aber mag fortfahren, praktisches bedacht worden sei. Die sich hieran schließende Debatte gestaltete Kleidungsstücke G.'s an sich!! Wiederholt von dem erbärmlich Christenthum" zu predigen. Das Volt wird ihn ver- sich etwas ärgerlich durch den Umstand, daß die Apoldaer Gefrierenden Mann um Hergabe des Roces gebeten, versuchte stehen. 8.an noffen ein Blatt, die Freie Presse", welches ursprünglich nur als Beilage zur Tribüne" gelten sollte, selbständig gemacht und extra Abonnements darauf angenommen hatten, wodurch die Schluß wurde eine Resolution angenommen, welche das BeTribüne" aus Apolda beinahe gänzlich verdrängt wurde, Bum dauern des Parteitags über diesen die Allgemeinheit schädigenden Die Affäre Lieste ist neuerdings in ein anderes Sta- Schritt der Apoldaer aussprach. Mehrere bie Presse behandelnde dium getreten. Ein vor kurzem unter eigenen Umständen ver- Anträge wurden an die neu zu wählende Preßkommission verstorbener Agent foll nämlich zugesehen haben, daß nicht Lieske, wiesen. Nunmehr ging der Parteitag zu dem Punkte: Stellungnahme sondern zwei andere Personen den Polizeirath Rumpf ermor- zum internationalen Kongreß in Zürich über. Ein Antrag, das beten. Lieste habe nur Wache gestanden. Aus Furcht vor den Mandat für Thüringen einem bereits gewählten Delegirten zu Thätern will der Agent feine Anzeige gemacht, dagegen den übertragen, wurde nach längerer Debatte abgelehnt und Genoffe Vorfall schriftlich niedergelegt und die fraglichen Papiere in Baudert- Apolda als Delegirter zum internationalen Kongreß seiner Wohnung verwahrt haben. Kurz vor seinem Tode gewählt. Die Kommissionswahlen ergaben folgendes: Die Agi unterrichtete er aber doch noch andere Personen von dem Getations- Kommission behält ihren Siß in Erfurt; die Kontrollschehniß. Diese haben nun, da die Papiere nach dem Tode tommission bleibt in der gleichen Busammensetzung wie bisher. des Agenten aus der Wohnung verschwunden waren, Anzeige Ein Antrag, Apolda daraus auszuschließen, wurde abgelehnt. bei der Staatsanwaltschaft erstattet und ist die Untersuchung Die Wahl der Preßkommission wurde den Erfurter Genossen in vollem Gange." der letztere endlich die gewaltsame Rücknahme, welchem Vor" gehen der Rendant durch das Ziehen eines Meffers zu be- Ueber die Ermordung des Polizeirathe Rumpf gegnen suchte. Als die Entflohenen und in einiger Entfernung bringt heute die Frankfurter Kleine Presse" folgende Stebengebliebenen das offene Meffer sahen, glaubten sie ihren sensationelle Nachricht: Kameraden bedroht, eilten zu dessen Hilfe herbei und bedrohten nunmehr den Rendanten mit Todtschlagen, Erfäufen und anderen lieblichen Sachen so sehr, daß dieser dem Grundsage von dem ,, muthigen Zurückweichen" entsprach. Der Kammerherr Freiherr von Friesen auf Rötha ( es ist der bekannte Führer der sächsischen Konser vativen. Red. d. V.") stellte nunmehr wegen des Diebstahls von Teichschilf im Werthe von zwanzig Pfennigen Strafantrag, und erzielte die Verurtheilung der Leute zu Gefängnißstraßen in der Dauer zwischen drei Tagen und vier Monaten wegen Diebstahls und Widerstands 2c. Bei einigen der Angeklagten kamen die Bestimmungen über den Rückfallsdiebstahl in Betracht für alle aber warf das Gericht das Mindestmaß der gesetzlich angedrohten Strafe aus." ( estiften. 9 Wir verzeichnen die Nachricht, überlassen aber der Kleinen Presse" natürlich die Verantwortung. Lieste hat Nun geht uns eine Buschrift des Friesen'schen Ren- bis zum legten Athemzuge auf das entschiedenste bestritten, danten und Gutsvorstehers, eines Herrn D. Jahn zu, daß er der Thäter sei. worin wir ersucht werden eine Richtigstellung" auszu- daß er der Thäter sei. Man lese: nehmen. Rechtlich sind wir allerdings nicht zur Aufnahme Bayerisches. Bei der Nachwahl in Deggendorf verpflichtet, da die Einsendung durchaus keine preßgesez ist der Bauernbündler Bürgermeister Krug mit 59 liche Berichtigung ist. Wir drucken aber trotzdem bas gegen 58 Stimmen zum Landtagsabgeordneten gewählt Echriftstück ab, weil es ein bemerkenswerther urkundlicher worden. Das 8entrum ist also endgiltig unterlegen. Beitrag zur Sittengeschichte unserer Zeit ist, weil es das Wesen des feudalen Großgrundbesiges, dieses Banner- Ueber den englischen Grubenarbeiter- Streit liegen herrn der„ chriftlichen Sozialreform" tages hell beleuchtet. vorläufig nur wenige Nachrichten vor. Der Zeitung Sun" zufolge wird in der nächsten Woche ein internatio. Der Bericht über die Gerichtsverhandlung gegen die des nales Komitee von Bergleuten in London zuSchilfdiebstahls in den zum Rittergute Rötha gehörigen soge- sammentreten, um festzustellen, ob die Bergarbeiter des Festnannten Gaulifer Teichen Angeklagten bedarf in einigen Punkten lands angesichts des englischen Bergarbeiter- Ausstandes die der Ergänzung und Berichtigung. Da infolge dieses Berichts englischen Bergleute direkt unterstüßen oder sich nur weigern die gehässigsten Angriffe gegen Herrn Kammerherrn Freiherrn v. Friesen und den Unterzeichneten gerichtet worden sind, wer den Sie den folgenden Ausführungen die Aufnahme nicht verfagen, 1. Herr Kammerherr Freiherr v. Friesen hat von der ganzen Angelegenheit erst nach der Gerichtsverhandlung Kenntniß erhalten. Damit fallen alle die offenen und verfteckten Angriffe, bie infolge dessen gegen ihn und gegen die von ihm vertretene Sache gerichtet waren, in sich zusammen. Herr v. Friesen hat in früheren gleichartigen Fällen von einer Strafanzeige Abstand genommen, wohl aber die Thäter darunter auch mehrfach die jetzt Bestraften darauf auf merksam gemacht, daß im Wiederholungsfalle Anzeige werde erstattet werden. Blichtgemäß hat der unterzeichnete Rendant als Gutsvorsteher diesmal Anzeige erstatten müssen, besonders, da es sich nicht nur um Diebstahl einer ziemlich werthlosen Sache, sondern um Bedrohung und Widerstand gegen die von ihm vertretene Staatsgewalt handelte. sollen, Rohlen nach England zu verladen. Der Vorsitzende des Bergmannsvereins Pick a rd behauptet nach derselben Quelle, daß aus Deutschland bereits die Zusicherung eingetroffen sei, die Bergarbeiter würden die Kohlenverladung nach England verweigern. Das Depeschenbureau Herold" meldet aus Bondon unterm 3. Auguft: überlassen. Wegen der vorgerückten Stunde wurde auf das Referat über die politische Lage, welches ursprünglich als zweiter Punkt der Tagesordnung stand und auf das Ende verschoben worden war, verzichtet. Damit war die Tagesordnung erschöpft, und der Vorsitzende, Genosse Hülle, schloß gegen 10 Uhr den Parteitag mit einer furzen, fernigen Ansprache und einem Hoch auf die internationale, revolutionäre Sozialdemokratie. Barteiblatt, fegt eine verwandte Aber der Leipziger Beitung" Die Konfufion der Anarchisten, so schreibt unser Leipziger in Bewegung. In ihrem Berichte über den Vortrag eines anarchistischen Konfusionsrathes Wiese aus Berlin, der am Montag Abend im" Pantheon" sprach, schreibt sie: In der Darstellung ließ sich ein gewiffer Bug zum Idealen nicht verkennen und sicher hielt sie sich frei von der gewöhnlichen Denkart, die in den Reden zahlreicher hervorragender Sozialistenführer unangenehm auffällt. Der Redner fand selbstverständlich nicht den Beifall der Mehrheit seiner Zuhörer. Besonders lebhaften Widerspruch rief er mit der Behauptung hervor, daß die peku niären Opfer, die der heutige Staat erfordere, nicht von den Proletariern gebracht würden, denn diese wären zur Entrichtung der Steuern unvermögend. " Also darum erklärt die Leipziger Zeitung" den Konfusionsrath Wiese für einen Jdealisten, weil er ganz in ihrem Sinne behauptete, daß nicht die Proletarier die Stüßen des Staates feien, und die Bourgeoisansicht vertrat, nur die Kapitalisten brächten für den Staat petuniäre Opfer. Daß die Arbeiter von den Kapitalisten ausgebeutet werden und, wenn die Kapitalisten Augenblicklich beträgt einschließlich der Frauen und Kinder die Zahl der Ausständigen über 400 000. Diese Zahl ordnungsmäßig gekündigt haben. In den großen Werken von geben, was sie den Arbeitern abnahmen, die ohnehin das Wenige, Deming in nächſter och noch um 30 000 mean, bit Manchester, Bradford, Nottingham, stellt sich bereits Kohlen- was ihnen nach der Ausbeutung verblieb, verhältnißmäßig höher allgemeiner werde, wie die Welt ihn noch nie gesehen. mangel ein. Man befürchtet, daß der jezige Streit ein so versteuern müssen, scheint nicht das Blech schwätzen, das der zu wissen, sonst könnte er Leipziger Zeitung" liebliche Mufit ist. Außerdem zieht sich dieser Die Panamadiebe. Ch. de Lesseps und Blondin, die tapfere Anarchisterich die Monarchie der Demokratie vor, was beiden im Pariser Hospital Saint- Louis untergebrachten Wunder, wenn die Leipziger Zeitung" einen Idealisten in ihm 2. Die fraglichen Teiche sind mit werthvollen Fischen Franken" Panama- Direttoren, werden mit aller der Rück- erblickt. Was derfelbe fonst geschwägt, ist nicht des Raumes besetzt worden; sie sind wiederholt von Fischdieben heimgesucht sicht behandelt, die ihr ausgezeichnetes früheres Wirken verwerth, auf den der Schwaz gedruckt würde. worden, deren man nicht habhaft zu werden vermochte. Langt; man bringt ihnen die zarteste Sorgfalt entgegen. Nach solchen Erfahrungen und nach dem Auftreten und den Blondin wird eigentlich gar nicht überwacht, er bewegt sich tomitee des Kreises Solingen veröffentlicht folgende Aba Parteifinanzen. Das sozialdemokratische Zentral- WahlPersönlichkeiten der im Teiche Betroffenen lag es ungemein nahe, anzunehmen, daß ein Fischbiebstahl geplant und zu jeder Zeit frei in den Höfen und Gärten, empfängt rechnung: Gesammteinnahme: 2372,85 M., Ausgabe: für Andas Schilf nur ein zu milderer Auffassung und Mitleid. Briefe und Zeitungen und auf seinem Zimmer Bekannte, zeigen, Flugblätter und sonstige Drucksachen 981,88 M., für in den und glätter Erregung bestimmtes Deckmittel sei. Stenner der Gepflogen ohne hierfür Erlaubniß nachsuchen zu müssen. Lesseps wird Agitation u. f. m. 448,70 m., an den Parteivorstand abgeliefert heiten von Fischdieben wissen, daß diese Manipulation bei dagegen überwacht, und wie! Die hierzu verwendeten 800 m., an den Vertrauensmann R. Hesmer 142,27 W., in Summa ann R. Gesme Fischdieben gewöhnlich ist. Bolizisten fühlen sich mehr als Bediente, denn als Wächter; 2372,85. M. 3. Die betroffenen und beftraften Personen sind zum Theil fällt es Lessens ein, während des Regens zu promeniren, wegen Unfugs, Bedrohung, Widerstands gegen die Staats halten fie ihm sogar den Regenschirm. Sobald Frau gewalt, einfachen und Einbruchsdiebstahls, Wilddieberei vielfach vorbestraft; der mit der höchsten Strafe Belegte hat seit seiner Lesseps auf Besuch erscheint, ziehen sie sich respektvoll zurück. Herr F. aus D. als Hanswurft der Antisemiten" bezeichnet. und Herrn dem felben verbracht. In der ganzen Umgegend find die Leute als Hotel ein ausgezeichnetes Essen gebracht. Wilddiebe so bekannt, daß ihre Kennzeichnung als arme gestellten des Hospitals ihm begegnen, so Familienväter, bie lediglich durch ihren und der Ihren Hunger nicht als einen wegen Krankheit dort Polizeiliches, Gerichtliches 2c. In der Nr. 65 der Burgstädter Voltsstimme" wurde Wenn die An- Angeklagt waren die Genossen Heinig, Landgraf und Schmidt. grüßen sie ihn Berhandelt wurde nur gegen den erstgenannten, welcher von dem untergebrachten hiesigen Schöffengericht mit 6 M. Strafe belegt wurde. Für den Inhalt der Inserate übernimmt die Redaktion dem Bublikum gegenüber keinerlei Verantwortung Theater. Freitag, den 4. August. Lessing- Theater. Sodoms Ende. Friedrich- Wilhelmstädt. Theater. Die Fledermaus. Kroll's Theater. Die Stumme von Portici. Viktoria- Theater. Frau Venus. National Theater. Lehmann auf der Weltausstellung in Chicago. Alexanderplat- Theater. Kean, oder: Genie und Leidenschaft. Apollo Theater. Spezialitäten Vorstellung. Kaufmann's Variété. SpezialitätenVorstellung. National- Theater. Große Frankfurterstraße 132. Sensationelle Novität! Lehmann auf der Weltausstellung in Chicago. Große Ausstattungspoffe mit Gesang und Tanz in 5 Aufzügen von Eugen Prudens. Musik von Adolph Wiedecke. Kouplets v. Linderer. Regie: M. Sam st. Kaffenöffnung 5/2 Uhr. Anfang der Abend- Vorstellung 72 Uhr. Im Garten auf der Sommerbühne: Novität: Wirklicher Regen. Wirkliches Wasser. Berlin unter Wasser oder: ,, Kneipp's Wafferkur". Posse mit Gesang und Tanz in 2 Atten von Mylius. Vorher Novität: Chansonetten Posse mit Gesang und Tanz in 1 Aft von Eugen Prudens. Morgen: Dieselbe Borstellung. Liebe. Castan's Panopticum. Riesen- SchlangenFamilie aus Carl Hagenbeck's Thierpart. Ohne Extra- Entree. PassagePanopticum. Grösstes Schau- u.VergnügungsEtablissement der Welt. Entree 50 Pf. Victoria- Brauerei, noſtraße 111-112. Garten resp. Saal ( außer Läglich Sonnabends) Stettiner Sänger Stets wechselndes Programm. Anfang Sonnt. 7 Uhr, Wochent 8 Uhr. Entree 50 Pf. Vorverkaufs Billets Sonntags teine Giltigkeit. ratweil' sche Bierhallen G Kommandantenstr.77-79. Täglich von 5 Uhr ab: Gr. Frei- Konzert Soiréen der Leipziger Sänger vom Krystall- Palast. Anf. Wochent. 71/2 Uhr. Entree 15 Pf., refervirt 25 Pf. Anf. Sonntags 6 Uhr. Entree 30 r., refervirt 50 Pf. Anerkannt gute Küche. Säle für Festlichkeiten und Versammlungen. Programm unentgeltlich. Carl Koch. Königl. italienischer Circus| Oris- Krankenkasse der Steindrucker Ernesto Ciniselli. Heute, Freitag, den 4. August: 3um 28, Male: Die Erschaffung des Weibes oder: Das Weib durch die Jahrhunderte. Große Ausstattungs- Ballet- Pantomime in 3 Abtheilungen. Inscenirt von Dir. Ernesto Ciniselli. Arrangirt und tomponirt vom fönigl. italienischen Balletmeister Ant. Tignani. Auftreten der berühmten und beliebten Original- Klowns Gebrüder Didic und Eugène Weldemann. Ferner Auftreten der vorzüglichsten Kunstreiter und Kunstreiterinnen, sowie Klowns und Spezialitäten allerersten Ranges. Reiten und Vorführen der bestdressirten Schul- u. Freiheitspferde vom Direktor. Anfang 8 Uhr. Ernesto Ciniselli, Direktor. Hippodrom unter Wasser. BERLINER HIPPODROM Am Kurfürstendamm. 2 Min. von Station Zoolog. Garten. Heute: Gr. Extra- Vorstellung. Olympische Spiele, Damen- JockeyRennen, Herren- Flach- Rennen, Post mit je 4 Pferden geritten, Quadriga- Fahren 2c. Boa Constrictor dargestellt von Mons. Duveneck. Neul Neu! Original Three Johnson's. Athleten und Kraft- Jongleure, in dieser Vollendung noch nie dagewesen! Am Strande von Ostende. Gr. Wasser- Pantomime in 12 Bildern. Susanne im Bade. Anfang des Konzerts 5 Uhr, der Vorstellung 8 Uhr. Sonntag: 2 große Gala- Vorstellungen, Nachm. 5 Uhr und Abends 8 Uhr. Moabiter Gesellschaftshaus. Alt Moabit 80 u. 81. Täglich: und Lithographen zu Berlin. Am 1. August verstarb unser Mitglied, der Steindrucker Herr Hermann Flohr. Die Beerdigung findet am Freitag, den 4. August, Nachm. 5%, Uhr, von per Leichenhalle des neuen Kirchhofes in Schöneberg statt. 1262b Um zahlreiche Betheiligung bittet Der Vorstand. Todesanzeige. 6. Wahlkreis! Grosse öffentliche Sozialdemokrat. Partei- Versammlung Sonntag, den 6. August, Vorm. 10 Uhr, in den Germania- Festsälen, Chausseestraße 103. Tages Ordnung: 353/15 1. Bericht der Vertrauenspersonen. 2. Bericht der Revisoren und Neutraurige Nachricht, daß meine liebe Allen Freunden und Bekannten die wahl derselben. 3. Neuwahl eines Agitationstommissions- Mitgliedes. 4. Berschiedenes. Frau, unsere gute Mutter, die Schankreich zu erscheinen. Bei der wichtigen Tagesordnung ersuchen wir die Genossen, recht zahlDie Vertrauenspersonen. wirthin Sophie Perterson, am Dienstag, Abends 10 Uhr, rach schwerem Kampf ihren Leiden erlegen ist. Nachmittags 6 Uhr, vom Trauerhause, Die Beerdigung findet heute Freitag, Beteranenstr. 21, aus statt. Freie Volksbühne. Die für Mittwoch, den 2. August, geplante VerDie trauernden Hinterbliebenen. sammlung fonnte nicht stattfinden. 1259b J. C. Peterson, Schankwirth, Veteranenstr. 21. Deutscher Holzarbeiterverband. Bahlstelle Berlin. Den Mitgliedern zur Nachricht, daß der Kollege Glawe am 1. August in der Heimstätte Malchow felbft statt. verstorben ist. Die Beerdigung findet am Freitag, Nachmittags 4 ühr, das 430/1 Die Ortsverwaltung. Verband der Bauarbeiter und Berufsgenossen Deutschlands. Bahlstelle Berlin. Sonntag, den 6. Auguft, Borm. 11 Uhr Statt dessen findet die Jahres- Generalversammlung mit der angekündigten Tagesordnung am 890/15 Sonnabend, den 5. August, Abends 8 Uhr, im Konzerthaus Sanssouci, Kottbuserstr. No. 4a, statt. Zutritt hat jeder, der den Beitrag für Monat Juni gezahlt hat. Beiträge für Juni event. Juli können noch gezahlt werden bei Gottfried Schulz, Admiralstr. 40a ( Kottbuserplatz in nächster Nähe des Versammlungslokals). Tellersammlung findet zu dieser Versammlung nicht statt. Der Vorstand der Freien Volksbühne. J. A.: Julius Türk, SW. Golmsstraße 24. 390/15 bei Säger, Grüner Weg Nr. 29: Allgemeiner Verein der Töpfer u. Berufsgenossen Mitglieder- Bersammlung. Tagesordnung: 1. Vortrag. 2. Diskussion. 3. Abrechnung vom 2. Quartal 1893. 4. Unser Stiftungsfest. 5. Verbandsangelegenheiten. Um das Erscheinen sämmtlicher Mitglieder ersucht 404/12 Der Vorstand. Adlershof. Am Sonntag, den 13. August: Kremserpartie des Arbeiter- Gesangvereins ,, Freiheit" n. Zeuthen- See, Küntzel's Restaurant. in Freunde und Bekannte des Vereins find hierzu eingeladen. Versammlungsort: Wöllstein's Lustgarten" 71/2 Uhr morgens. Billets à 1 M. sind bei Bökert, Demain und bei den Mitgliedern zu 421/12 Theater- und Spezialitäten- baben. Um rege Betheiligung ersucht Vorstellung sowie Concert. Anfang 4 Uhr. Entree 30 Pf., refervirter Platz 50 Pf. 4127L* Helmuth Peters, Ostbahn- Park am Rüstriner Play, Hermann Jmbs) Rüdersdorferstr. 71, am Ostbahnhof. Konzert Täglich: Theater und Spezialitäten- Vorstellung. Neu u. sensationell: 3 Schwestern Peretti, Kunstradfahrerinnen. Emmy u. Reinhold Hintsche, Gefangs- u. Charakter- Duettisten 2c. Volksbelustig. jeder Art. 4 Kegelbahnen z. Verfügung. Raffeeküche geöffnet an Wochentagen von 2 bis 6 Uhr, Sonntags von 2-5 Uhr. Berliner Bock Tempelhofer Berg. Heute: Große Der Vorstand. Neue freie Volksbühne. Sonnabend, 12. und 26. August: Italienische Nacht Deutschlands.( Mitgliedschaft Berlin.) Sonntag, den 6. August, Vormittags 10% Uhr, im Saale des Herrn Philipp, Rosenthalerstraße 38: Mitglieder- Versammlung. Tages Ordnung: 828/14 1. Vortrag des Herrn Dr. Pinn über„ Mohamed und seine Lehren. 2. Diskussion. 3. Vereins- Angelegenheiten. Der Vorstand. Deutscher Holzarbeiter- Verband. Zahlstelle Berlin. Montag, den 7. August, Abends 8%, Uhr, Bolt' Lokal, Alte Jakobstraße Nr. 75( oberer Saal): General- Versammlung. Tages Ordnung: 318/20 Vortrag, Diskussion, Abrechnung vom II. Quartal, Berichterstattung des Die Ortsverwaltung, Um zahlreiches Erscheinen ersucht Borstandes, Verſchiedenes. Verein der Einsetzer( Tischler) Berlins und Umgegend. Sonntag, 6. Auguft, Vormittags 1012 Uhr, bei Röllig, Neue Friedrichstr. 44: im Garten des Viktoria- Theaters. Mitglieder- Derlammlung. heute. Tagesordnung: Billets zum ermäßigten Preise von 30 Pf.( sonst 75 Pf.) an allen Zahl1. Vortrag des Herrn Millarg, über: Submissionswesen. 2. Dis stellen. Siehe den Säulenanschlag von fussion. 3. Verschiedenes. 4. Fragekasten. 145/14 410/18 Der unentgeltliche Arbeitsnachweis befindet sich im Vereinslokal Abends Billets zu ,, Fran Venus" zu ein von 8-9, Sonntags Vormittags von 10-12 Uhr. Auf§ 5 unseres Statuts Drittel des Kaffenpreises. wird aufmerksam gemacht. Der Vorstand. Generalversammlung am Dienstag, 22. August, 1/29 Uhr, bei Joël, Andreasstraße 21. Moritz Playz. Etablissement Buggenhagen. Achtung! Zimmerer. Morit Verein der Zimmerer Berlins u. Umgegend. Plaz. Täglich: Gr. Garten- Konzert. Gr. Frühstücks- u. Mittagstisch. Spezial- Ausschank von Pakenhofer Lagerbier, hell und dunkel. Bei ungünstiger Witterung findet das Konzert in den unteren Restaurations- 428/1 räumen statt. Pf. Sonntag, den 6. August, Vormittags 10 Uhr: General- Versammlung. Zages Ordnung: 1. Vortrag. 2. Statutenberathung. 3. Vorstandswahl. Jeder Zimmerer Berlins und Umgegend ist hierzu eingeladen. Die Neunerkommission. J. A.: E. Ob ft. Entree Bochent. 10 Pf. Sonnt. 25% Verband der Sattler und Tapezirer. Säle für Versammlungen, Kommerse, Festlichkeiten 2c. Extra- Vorstellung. Neues Club- Haus Neues Programm. Entree 50 Pf. Anfang Wochentags 1/28 Uhr. Sonntag 1/26 Uhr. SchweizerGarten. Am Königsthor. Haltestelle der Ringbahn. Sonntag jowie täglich: Extra- Vorstellung Garreton- Troupe. Familie Grunatho. Gebr. Beyer u. s. w. Theater- Vorstellung. Boltsbeluftigungen aller Art. Entree 30 Pf. Entree 30 Pf. Gräglich Grosser Ball. 72. Kommandantenstr. 72. Empfehle meine 4 Säle den v. v. Vereinen u. Geſellſchaften zu Festlichkeiten, Commersen, Ver1244b sammlungen etc. Wilhelmshöhe, Woltersdorf. 15 Minuten v. Bahnhof Erkner, an der Chaussee nach KaltbergeRüdersdorf( nicht Schleuse). Saal für Versammlungen, Garten und Wald für 3000 Personen am FlatenSee. Kaffeeküche täglich geöffnet. Um Besuch bittet 4604L* Carl Gillmann. Restaurant ,, Bärengrube" SO., Schlesischestr. 6. 電 Versammlung I am Sonnabend, 5. August, Abends 81/2 Uhr, bei Wienecke, Alte Jakobstr. 83. Tages Ordnung: tuſſion. 3. Verſchiedenes. 1. Vortrag des Genossen Dr. Pinn, über: Alte und neue Moral. 2. DisDer Vorstand. NB. Die photographische Aufnahme von der Dampferparthie liegt zur 290/6 Ansicht offen. Bentral- Verband der Maurer Deutschlands. Zahlstelle 1, Berlin( Putzer). Versammlung am Sonntag, den 6. August, Vormittags 11 Uhr, im Lokale Annenstr. 16. Zages Ordnung: 1. Wahl eines Bevollmächtigten. 2. Abrechnung vom 2. Quartal. Verbandsangelegenheit. 3. Um zahlreiches Erscheinen der Mitglieder ersucht Der Bevollmächtigte. Typographia 245/19 empfiehlt ſeine gemüthlichen Lokalitäten Gesangverein Berl. Buchdrucker u. Schriftgiesser. fomie schöne Bereinszimmer zur geneigten Benußung. C. Bolzmann's [ 46462 TanzUnterricht Lichtenbergerstr. 16 Sonnabend, den 5. August: Vokal- u. Instrumental- Konzert beginnt Sonntag, den 6. Auguft. Entree 20 Pf. Altes Schüßenhaus, Nachm. 4 Uhr. Sonorar für Kurfus 6 M. Linienstraße 5, empfiehlt seine Festsäle ( 560 Personen fassend) zu allen GelegenGrößtes Lager Berlins heiten. Kinderwagen. Andreasar. 23.5 p 7836 Die Beleidigung gegen die Tischlermeistersfrau Benthin nehme ich hiermit zurück und erkläre dieselbe für eine ehrenhafte Frau. E. Rödiger. Anfang 5 Uhr. in der Unions- Brauerei( Hasenhaide). Nach dem Konzert in beiden Sälen: Sommernachts- Ball Herren, welche daran theilnehmen, zahlen 30 Pfennige nach. Die Kaffeeküche ist von 3 Uhr ab geöffnet. Billets sind im Segersaal des Vorwärts" und an der Kasse zu haben. " Verantwortlicher Redakteur: Wilhelm Schröder in Berlin. Druck und Verlag von Mar Bading in Berlin, SW, Beuthstraße 2. Hierzu zwei Beilagen. 1. Beilage zum„, Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 181. Freitag, den 4. August 1893. " Da soll mehr wahre Religion" fordert Lehrer soll 10. Jahrg. Nachdem das Wesen und die Wirkungen des Wurst Internationaler Arbeiterkongreß felt den Kindern er for frengte Unparteilichteit üben, giftes" nunmehr bekannt sind, wird es Aufgabe der Chemiter berg i. N. in Zürich. Bon seiten der Genossen einzelner Kreise wurden weitere Delegirte gewählt: Küstrin. D. Antrid- Berlin für den Wahlkreis KönigsFrankfurt a. M. A. Diener für den Wahlkreis Frankfurt a. M. Nürnberg. 5. Grillenberger für Nürnberg; R. Fischer Berlin für die fränkischen und oberpfälzischen Wahlkreise( mit Ausnahme von Fürth und Nürnberg). Stettin. F. Herbert für Stettin. Der Parteivorstand. Tokales. Ju bezug auf die Notiz vom Verein selbständiger Kürschuer in Nr. 179 des Vorwärts" sieht sich die unterzeichnete Lohnfommission veranlaßt, folgendes zu erwidern: Die hiesigen Anarchisten haben den Redakteur des internationalen Kongreß nach Zürich gesandt. Sozialist", Landauer, und den Buchdruckereibefizer Werner zum meint ein anderer. Das alles tann das Uebel nicht furiren. sein, der Ursache der Bildung des Giftes auf den Grund zu Dadurch, daß die Kinder Reicher und Armer nie oder fast nie kommen. dieselbe Schule besuchen, wird ihnen der Gedanke der Ungleichheit eingeimpft und wenn sie ihn im glücklichen Kindersinn Das Organ der Junker und Mucker, der Reichsbote" zu vergessen suchen, dann sorgen Eltern und Erzieher, daß die macht der Sozialdemokratie den Vorwurf, daß sie die Arbeiter Schranke bestehen bleibt. Neulich ging ich durch den Thiergarten, nicht zum„ Sparen" erzieht- vielleicht damit die„ Liebesgaben“ wo zahllose Kinder, mit und ohne Wärterinnen, sich fröhlich für die nothleidenden Großgrundbesitzer erhöht werden können, tummelten. Einem zierlich gekleideten Jungen rollt der Ball oder um Bettelpfennige für den Stöcker zu erübrigen? fort und fiel vor die nackten Füße eines kleinen Proletariers, der ihn aufhob und lustig zurückwarf. Bald waren die beiden im eifrigen Spiel. Kaum sah das die Erzieherin, als sie auf stand, ihren Zögling rief und sich mit ihm entfernte. Mit so einem Jungen darfst Du nicht spielen," Von dem Befizer der Brauerei Wilhelmshöhe, Herrn hörte ich sie sagen. In trüben Gedanken ging ich Lehmann, Berlin, Belforterstr. 4, geht uns die Mittheilung zu, weiter. Nicht mehr fröhliche Kinderschaaren sah ich, nur daß Herr Lehmann nicht Mitglied des Brauereiringes ist. noch reiche und arme Kinder. Endlich sant ich ermattet auf eine Bank. Da zeigte mir ein Phantasiebild, wie leicht dies Gestohlenes Gut bei dem Bestohlenen umzutauschen ver anders sein könnte. Hätte die Erzieherin wohl so gesprochen, suchte fortgesetzt die frühere Verkäuferinnen 2., jetzige Ehefrau des wenn ihr Zögling antworten könnte: Aber, Fräulein, der ist Kaufmanns F. Sie war in verschiedenen Berliner Geschäften ja der Erste in unserer Klaffe"? Die Einheitsschule muß ge- thätig, so in einem Kaufhause der Leipziger- und in einem der fordert werden. Mögen später Gramina die Begabten von den Markgrafenstraße; aus dem letzteren war sie vor etwa Jahres. Unbegabten scheiden, aber die Möglichkeit der gleichen Aus- frist geschieden. Den hier waltenden Verkäuferinnen war nun bildung muß gegeben werden. Ein Volt der Denter lassen sich aufgefallen, daß sogenannte Gutscheine aus dem Weihnachts die Deutschen so gern nennen, und bedenken nicht, wie viel geschäfte, auf die entweder das darauf verzeichnete Geld zurückgeistige Kraft und Macht sie ungenutzt verkommen lassen. Die gegeben oder Waare in der gleichen Höhe verabfolgt wird, fortLeute, die von Jugend auf forglos ihrem Studium leben fonnten, laufend eingingen. Dazu kam, daß in neuester Zeit Metalltommen dann gewöhnlich mit dem Ausspruch: das wahre Talent waaren, namentlich Kaffeekannen und Milchtöpfe zum Umtausch bricht sich doch Bahn. Das ist nicht wahr. Auch ein großes im Geschäfte, besonders von Kindern, vorgelegt wurden. Als nun Talent muß verkommen, wenn ihm jeder Boden zur Entfaltung ein Knabe eine Hummerschaale eintauschen wollte und als Auftrag entzogen wird." geberin eine reiche Kundin aus der Potsdamerstraße nannte, wurde ihm ein Hausdiener unbemerkt nachgeschickt. Der Knabe, der die Hummerschaale nicht erhalten hatte, trat in der Schützenstraße an zwei Damen heran, in denen einer die frühere Verfäuferin erkannt wurde. Der Geschäftsinhaber benachrichtigte die Kriminalpolizei, die in der Wohnung der jetzigen Frau F., Krummeftr. 88 zu Charlottenburg Haussuchung hielt und ein ver blüffendes Ergebniß erzielte. Frau F. hatte in fast allen Ges schäften, denen sie angehört hatte, umfangreiche Diebstähle ausgeführt und einen Geschäftsmann um mehrere hunderte, einen fogar um etwa 8000 m. geschädigt. Die Diebin, die einen schwunghaften Handel mit den entwendeten Sachen betrieb, muß ihre bevorstehende Verhaftung geahnt haben und ist flüchtig geDie Einsenderin meint es recht gut, aber eine Besserung zu erwarten, indem man sie von der besseren Einsicht der herrschenden Klassen erhofft, heißt einfach Luftschlösser bauen. Die Einheitsschule kann nur von den Arbeitern erzwungen werden, und zwar durch Beseitigung der Klassenherrschaft. Die Dichteritis wirkt ansteckend. Raum haben die bürgerlichen Blätter folgende schrecklichen Verse des Ministers von Stephan reklamehaft veröffentlicht: " An zackiger Gebirge steilem Abhang " Kopfhängerisch" den Schädel sich nicht spalten Bei feuriger Araberrosse Trabgang 1 Sich mannhaft in dem Sattel zu erhalten Beim stürmischen Gebrande toller Wogen Zur Ruhe das empörte Meer zu zwingen Wenn in der Liebe man noch nie betrogen, Dem Flammenherz Entsagungsopfer bringen Jm Parlament nicht aus der Haut zu fahren, Wenn man gar Buße thun soll für sein Sparen Wohl mag das Muth und Manneskraft verlangen, Gern will dem Sieger den Triumph ich gönnen; Doch schwerer dünkt die Kunst mir, ohne Bangen Melodiös das Posthorn blasen können!" worden. Von den Nädern eines Güterzuges zermalmt wurde am Mittwoch- Vormittag auf den Geleisen des Bahnkörpers der Stettiner Bahn in der Nähe der Prenzlauer Chauffee ein unbe tannter Mann anfangs der dreißiger Jahre. Er hatte sich nicht daran gekehrt, daß die Barrièren der Bahnstrecke wegen Herannahens des Güterzuges bereits geschlossen waren, er umging, ehe er daran gehindert werden konnte, die Barrière und lief über den Bahndamm. Beim Ueberschreiten der Schienen stolperte der Unvorsichtige, fiel der Länge nach auf das Geleise und wurde, brausenden Güterzuges erfaßt und getödtet. Die zermalmte Leiche des Ueberfahrenen wurde nach Pankow geschafft. Es wird von den Unterzeichneten des Vereins angeführt ( derfelbe zählt kaum 20 Mitglieder). daß sie in der Zeit des Kürschnerstreits von den Streikenden in einer Weise angegriffen wurden, daß sie nicht umhin konnten, sich zu rechtfertigen. Wir möchten hierzu bemerken, daß wir es nie nöthig hatten, die Lüge als Kampfmittel zu benußen, sind vielmehr der Meinung, daß die gegebenen Thatsachen genügen, um solche Leute zu charakterisiren. Es wird z. B. behauptet, der Streit sei so gut wie aussichtslos, da fast in jeder Werkstatt flott weitergearbeitet wird. Uns tlingt es fast wie Fronie, wenn in der sechsten Woche eines Streits gesagt wird, er sei aussichtslos. Wir möchten speziell die Beauftragten des Vereins fragen, ob sie denn bei Ausbruch des Etreits so flott gearbeitet haben? Sind sie es doch gerade gewesen, die damals genöthigt waren, einen Budifer( ehemaligen Müzenmacher) als Arbeitskraft heranzuziehen. Nun soll der Streit aussichtslos gewesen sein, da von über 500 Werkstellen in kaum 40 davon etwas fühlbar gewesen sei; weiß denn Herr Hunder als Vorstandsmitglied der Krankenkasse nicht, daß nur höchstens 350 Werkstellen gemeldet sind? Wir haben in der Hochsaison höchstens 450 Gesellen, wovon noch auf einzelne Wertstellen zirka 30 Rollegen kommen. Das beweist, daß von den 350 Wertstellen in sehr vielen der Selbständige nur mit feiner Frau allein arbeitet. Es haben 84 Werkstellen mit 230 Arbeitern und 450 Arbeiterinnen bewilligt, davon entfallen 34 Werkstellen mit 85 Arbeitern und 195 Arbeiterinnen auf die Müzenbranche, und 50 Werkstellen mit 145 Arbeitern und 255 Arbeiterinnen auf die Belzbranche. Unter diesen Werkstellen sind natürlich die größten und maßgebendsten. Da wagen diese Herren noch von einem aussichtslosen Streit zu sprechen. Ferner beruht die Behauptung, wir hätten feine Vereinbarung angestrebt, auf Unwahrheit, da doch der Mitunterzeichner Herr Hunder als Vorfizender der Vereinigung der selbständigen Kürschner schon im März benachrichtigt wurde, daß die Lohnkommission mit den Selbständigen in Verbindung treten wolle. Und gerade die Herren Selbständigen gaben damals mehrfach ihrer Freude Ausdruck, daß sie auf grund der Bewegung der Arbeiterinnen und Arbeiter mit einer Mehrforderung an die Fabrikanten herantreten fönnten. Die Behauptung, daß die schlechte GeschäftsTonjunktur eine derartige Erhöhung der Löhne nicht verträgt, wird schon dadurch schlagend widerlegt, daß, wie die Selbständigen selbst behaupten, auch während der flauen Saison jeder Kollege Arbeit findet. Wenn die Herren behaupten, daß wir die einzige Gewerkschaft mit einem Minimallohn von 25 M. sind, so zeigen sie nur, daß sie mit den Arbeiterverhältnissen gar nicht vertraut sind. Wir verweisen sie auf die Maurer, Zimmerer, Buchdrucker u. a. m. Möchten sich die Herren nur als Arbeiter fühlen, so würden sie derartige Behauptungen nicht aufstellen. Sehr interessante Arbeiten über das sogenannte Wenn die Vereinigung sagt, daß Kollegen und Kolleginnen, Wurstgift", wie es sich bei der Bersetzung von frischer Wurst, welche schon früher einen höheren Lohn hatten und nun ruhig hauptsächlich in den Enden derselben, bildet, sind von dem Gedafür weiter arbeiteten, ja sogar schwächere Kollegen aus richtschemiker Dr. Jeserich und dem Dr. Franz Niemann, Aus dem Fenster des vierten Stockes stürzte sich der Arbeit brächten, weil sie angeblich den Minimallohn Assistent beim hygienischen Institut zu Berlin, ausgeführt worden. Mittwoch Abend um 1/28 Uhr auf den gepflasterten Hof des nicht verdienten, so antworten wir: Auch das ist nicht Die Untersuchungen sind angeregt worden durch verschiedene Grundstückes Grüner Weg 21 die 46 Jahre alte Tischlerfrau wahr, uns ist bis jetzt noch kein derartiger Fall bekannt. Betreffs Fälle, in denen Bergiftung in besonderer Art durch Wurst, Auguste Berger und starb infolge des erlittenen Schädelbruchs des Vorschusses geben die Herren Selbständigen wenigstens zu, Schinken, geräucherten Mal u. dergl. vorgekommen waren. Die auf der Stelle. Sie hatte seit einiger Zeit Spuren von Schwerdaß einzelne Fälle vorkommen; wir wissen ganz genau, daß bei verdächtigen Nahrungsmittel gingen dem Laboratorium des Dr. muth gezeigt und muß in einem solchen Zustande den tödtlichen einer der größten Firmen fast sämmtliche Selbständige mit Vor- Jeserich amtlich zur Untersuchung zu. Solche Vergiftungs- Sprung unternommen haben. schuß festhängen. fälle ereigneten sich in Beuthen, Unter- Wreschen, Berlin " als auch schon ein Briefträger in die Fußstapfen seines hohen ehe er sich zu erheben vermochte, von den Rädern des heranChefs tritt, und uns folgende Verse sendet: Von Haus zu Haus, Trepp' auf Trepp' ab zu steigen, In Wintersfrost wie in des Sommers Hize, Stets unermüdet sich im Dienst zu zeigen, Ob's regnet, hagelt, donnert oder blize. Und für die Mühe, ach wie karg der Lohn! Es reicht für Weib und Kinder kaum zu Brot, Wie eng der Raum in unserer Wohnung schon, Ist ständiger Quartiergast doch die Noth. Schlimm sind wir dran, doch blieb uns eins noch ferne, Das Schrecklichste daß man uns etwa zwänge Daß jeder der Geplagten noch auswendig lerne Der Excellenz Stephan unsterbliche Gesänge. = Schon wieder eine Benzin Explosion. Eine gewaltige Detonation verursachte gestern Vormittag gegen 9 Uhr bei den Bewohnern der Kraut- und Blumenstraße große Aufregung. In dem Hause Krautstr. 25 befindet sich im Parterregeschoß das Galanteriewaaren Geschäft von Schochert, dessen Inhaber im Laden mit einer Verlöthung beschäftigt war. Sch. bediente sich einer Benzin- Löhtlampe, welche, vermuthlich infolge eines Defektes am Bassin plötzlich mit lautem Knall explodirte. Sch. erlitt eine bedeutende Verlegung am Kopf, die Fenster des Ladens, sowie diejenigen der daran stoßenden Wohnstube wurden zertrümmert und die Glassplitter auf die Straße hinausgeschleudert. Troß der starten Berqualmung konnte das durch die Explosion entstandene Feuer sofort von den Hausbewohnern gelöscht werden. Dort entdeckte ein Die Frage wird nun aufgeworfen, wie stehen nun die Ge- und der Gegend Gegend von Halberstadt. Theilweise trat Die Leiche eines wahrscheinlich schon längst Verfellen in einer Fabrik oder bei den Hausindustriellen? Die Be- schneller tödtlicher Erfolg ein, in anderen Fällen fam es mikten ist am Mittwoch in dem städtischen Köpnicker Forst unhauptung, daß die Kollegen bei den Selbständigen als Mitkollegen zu Massenerkrankungen, so z. B. in einem Orte zur Erkrankung weit Müggelsheim gefunden worden. betrachtet werden, ist erwiesenermaßen falsch. Wir machen die von 34 Familien. Der in Berlin zu verzeichnende Fall endete patrouillirender Gendarm in einer Schonung den Todten, der Selbständigen für die Ausbeutung der Arbeiter nicht verantwort mit dem Tode des Erkrankten nach 42 Stunden. Ueberall wo auf dem Erdboden lag und bis aufs Hemde entkleidet war, lich, wir wissen, daß sie in dieser Beziehung nur die rechte Hand die Vergiftung eingetreten war, waren, gleichviel, ob sie tödtlich während die übrigen Kleidungsstücke in der Nähe zerstreut umherder Kapitalisten sind. verlief oder in Besserung überging, starfe Uebelkeit, Frost und lagen. Wie der Befund ergab, muß der Todte dort schon längere Wären wir nur für eine Lohnerhöhung eingetreten, so hätte andere krankhafte Erscheinungen die Symptome. Da, wo eine Beit gelegen haben. Nach Ausweis der Papiere ist der Berfich die Gesammtzahl der Kollegen und Kolleginnen an dem Sektion möglich war, d. h. in den tödtlich verlaufenen Fällen, torbene der am 14. Juni 1856 zu Karlsdorf bei Querfurt ge= Rampf betheiligt. Hier handelt es sich aber um einen Prinzipien ließen sich stets starte Entzündungen der Darmschleimhaut fest borene und in Berlin in der Waldemarstraße wohnhafte Schmied tampf, der schon auf dem internationalen Arbeiterkongreß in stellen. In einigen Fällen konnte mit absoluter Sicherheit das Karl Henichen. Zur Zeit steht die Todesursache noch nicht fest, Brüssel befürwortet wurde. Für diesen Kampf ist ein Theil der Gift aus den, dem Laboratorium eingesandten Objekten isolirt allem Anscheine nach aber liegt ein Selbstmord vor. Arbeiter heute noch nicht zu haben. Immerhin können wir be- werden, in anderen Fällen waren nur Bersetzungsprodukte inachhaupten, daß wir mit unserer diesjährigen Bewegung Erfolge weisbar. Letztere wirkten nicht mehr giftig, sie wirkten vielmehr berichtet: Der 26 Jahre alte Monteur Gustav Heinrich, Warschauer Ueber zwei Unglücksfälle mit tödtlichem Ausgange wird erzielt haben, auf die wir stolz sein können. so gut wie ungiftig. Die noch in unzersetztem Zustande befind- Straße 4, war am Sonntag früh mit dem Schmieren der Maschine Die Lohnkommission der Kürschner Berlins. lichen Stoffe waren noch stark giftig und ließen sich in solcher in der Pumpstation an der Warschauer Brücke beschäftigt. Dabei J. A.: Alb. Regge, Stallschreiberstr. 24. E. Riem, H. Wier. Menge isoliren und reinigen, daß mit ihnen sowohl chemische tam er dem im Gange befindlichen Räderwerk zu nahe; es wurde wie Thierversuche ausgeführt werden konnten. Lettere verliefen ihm der linke Oberschenkel völlig zerquetscht. Nach dem KrankenDie Einheitsschule. Von allen wahrhaften Pädagogen absolut tödtlich und zeigten sich bei der Sektion der ver- hause am Friedrichshain gebracht, starb er am Dienstag früh ist die Einheitsschule verlangt worden. Die Vorzüge derselben storbenen Thiere auch die bei den verstorbenen Menschen be= um 33/4 Uhr. Beim Auf- und Abfahren mit einem Fahrstuhl, sind nirgends bestritten, aber eben um ihrer willen wird sie beobachteten Darmentzündungen. Es wurde festgestellt, daß das das er mit anderen Lehrlingen zusammen aus Spi.lerei unterkämpft. Wer will, daß Herren und Knechte, herrschende und Gift nur kurze Zeit seine Haltbarkeit und seine Wirkung behält, nommen hatte, fiel der 16 Jahre alte Gilberarbeiter- Lehrling beherrschte Klassen existiren, muß ein entschiedener Gegner der bald aber in weitere Zersehungsprodukte, die fast garnicht Oskar Krüger in der Fabrit feines Lehrherrn, HollmannEinheitsschule sein. Der Bourgeoisstaat kann diese nicht ver- gitig sind, zerfällt, daß es hingegen in altoholischer Lösung lange straße 9/10, aus der Höhe des dritten Stockwerks; auf den Hof tragen und wenn von einzelnen Gliedern der Bourgeoisie der Beit haltbar ist. Es empfiehlt sich daher, Objekte, welche auf hinab und war sofort to dt. Beide Leichen sind dem SchauEinheitsschule auch ein warmes Herz" entgegengebracht wird, dieses Gift zu untersuchen sind, zur Erhaltung des Giftes mit hause zugeführt worden. so ist dieses nicht ernsthaft zu nehmen und nur eine Reminiszenz Altohol zu übergießen. aus früheren Zeiten, als die Bourgeoisie noch selbst demokratische Tendenzen hegte. Von einer Genoffin", die noch im Wahne der Wohlmeinung der gebildeten" Kreise lebt, erhalten wir eine Buschrift, die sie selbst" Ein Ferientraum" betitelt und die wir nachstehend wiedergeben: Durch weitere Versuche wurde festgestellt, daß ein besonderes Vermißt wird seit dem 1. d. M., Abends 10 Uhr, der Ferment oder ein besonderer Mikro- Organismus das Gift nicht 21 Jahre alte Posthilfebote Wilhelm Lamm, der erzeugt, sondern daß es sich aus stickstoffhaltigen Körpern durch Linienstr. 154a wohnte und auf dem Postamt IX am Potsdamer Berseyung im allgemeinen bildet. Auf fünstliche Weise gelang Bahnhof bedienstet war. Er hat sich in der Postbeamtenes, aus solchen stickstoffhaltigen Körpern ein dem Wurst Uniform entfernt und sich voraussichtlich das Leben genommen. " Die Frage über die Schulreform liegt gleichsam in der gift chemisch und physiologisch in jeder Beziehung sich Er stand unter dem Drucke von Schuldverbindlichkeiten und Luft. In allen Kreisen, in allen Ständen wird darüber debattirt. gleich gestaltendes Präparat zu erzeugen, das bei Thieren fürchtete, da die Behörde schon einmal für ihn eingetreten war, Fast jeder erkennt die Nothwendigkeit einer Reform an. Und wer diefelben Vergiftungserscheinungen hervorrief. Auch diese Körper seine Entlassung. nicht über die wissenschaftliche Unterrichtsfrage diskutirt, der hielten sich in Alfohol längere Zeit, zerfielen aber als nicht sehnt oft eine Aenderung des Tons herbei, der in den meisten mehr akut giftige Berseßungsprodukte." In einen Löwenbändiger verliebt hat sich ein Charlotten Schulen herrscht. Dies ist die Seite, die die Eltern und vor Durch diese Untersuchung ist erklärt, weshalb so selten troß burger Jungfräulein, dem einer der fühnen Thierdresseure der allem die Mütter interessirt. Ist es nicht ein trauriger Gedante, tödtlich verlaufender Fälle Gift von den Chemitern in den in der Flora gastirenden Menagerie mit seinem Heldenmuth und daß dem Kinde, welches im Hause in der gleichmäßigen Werth- Objekten gefunden wurde und weshalb dieselbe Wurstwaare, die feiner gewaltigen bestienzähmenden Kraft es angethan hatte. schätzung aller Menschen sorgsam erzogen ist, plöglich klar ge- in einem Falle tödtlich gewirkt hatte, bei anderen Personen, Gestern erschien in der genannten Menagerie ein Gärtnerbursche macht wird, daß ein Unterschied besteht zwischen reichen und welche erst später davon genossen hatten, teine Vergiftung hervor- mit einem prachtvollen Bouquet, rädergroß, für den Löwenarmen, christlichen und jüdischen Kindern? In der Schule rief. Das Gift hatte sich eben weiter in minder giftige Bestand- bändiger Mister S...." Höchlichst überrascht nahm der Besizer werden meistens die ersten Keime zum Klassen- und Rassenhaß theile zersetzt. Ueber die Einzelheiten dieser Untersuchungen den Strauß entgegen, noch mehr überrascht aber war er, als der gelegt. Von vielen wird dies Uebel erkannt, und die werden in nächster Zeit in der fachwissenschaftlichen Presse ein- Ueberbringer hinzufügte:" Auf Bestellung von Frau Sch.( der verschiedensten Heilmittel werden dagegen vorgeschlagen. I gehende Berichte erscheinen. Frau des Besitzers), ich soll das Geld gleich einkassiren." = waren. " " = Schließlich stellte sich heraus, daß eine junge Dame die Be-| bezw. die angekauften Baptere, Preußische Konsols, verwahrte ich Ein Angeklagter, der des Holzdiebstahls überführt wurde, stellerin war; von Liebe getrieben, erschien diese bald in meinen Privaträumen. Erst vor zwei Jahren wurde die An- soll zu seiner Entschuldigung angeführt haben, daß Schiller durch darauf in der Flora und wurde natürlich schleunigst schaffung eines Tresors beschlossen. Bu demselben gehörten drei sein Wort: Nehmet Holz vom Fichtenstamme" ihn zu der That in polizeilich liebenswürdiger Art über ihre wunderliche Art, Schlüssel, die aber sämmtlich in meiner Hand blieben. Im verleitet habe. An diese Anekdote erinnerte eine Ausrede, die Löwenbändiger zu ehren, interpellirt. Da die Dame sehr wider Jahre 1887 habe ich mit den Unterschlagungen begonnen. Ich gestern der des Diebstahls beschuldigte Schlächtergeselle Robert fpenftig sich zeigte, wurde sie schließlich in Polizeigewahrsam ge- hatte mich im Jahre 1885 verheirathet und wohnte mit meinen alle vor der 131. Abtheilung des Schöffengerichts anwandte, bracht und auf einige Stunden zur Abkühlung eingesperrt. Als Eltern zusammen. Als dieses Verhältniß unerträglich wurde, Am 19. Juni dieses Jahres war der Angeschuldigte man nach einiger Zeit wieder öffnete, bot sich den Eintretenden mußte ich mir eine eigene Einrichtung beschaffen, das Geld lieh mit einem leeren Schlächterwagen, der unbeaufsichtigt ein merkwürdiger Anblick die Gefangene stand im absolutesten ich mir bei Verwandten und Freunden, wodurch ich zu vor der Eva- Kostüm da, Taille, Rock, Hemd 2c. hatte sie durch das ver: 2000 Mark Schulden gelangte. Als ich um zurückzahlung sich auf furze Zeit ins Innere der Halle begeben hatte, ben, modurch ich vor der" Zentral- Markthalle" hielt, während der Führer gitterte Fenster auf den Hof geworfen. Da man einsah, daß gedrängt wurde, nahm ich das Geld aus der Kasse. Es davongefahren. Der Dieb wurde eingeholt, erhielt zunächst einen man es hier mit einer geistig anormalen Person zu thun hatte, waren dies rund 2000 m. Um dieses Defizit zu decken, spekulirte fühlbaren Denkzettel und wurde dann verhaftet. Im Termin brachte man sie in die Anstalt von Dr. Edel. ich auf mein Glück ich war bisher stets vom Glück be- behauptete Galle, daß er nur das Opfer seiner Gefälligkeit geGroßfeuer. Beim Anzünden der Schaufenster- Lampen des günstigt und spielte auf der Rennbahn. Dort habe ich worden sei. Er habe zufällig neben dem Wagen gestanden, als im Hause des Großdeftillateurs Schwennig, Andreasstr. 48, 4000. verloren. Es war dieses im Jahre 1889. Nunmehr ein Schuhmann ihn mit den Worten angefahren habe:„ Machen belegenen Weißwaaren- Geschäfts von Lewandowsky entstand war ich gezwungen, die angekauften Konsols" zu lombardiren. Sie, daß Sie mit dem Fuhrwerk fortkommen, Sie dürfen hier durch herabfallende Funken gestern( Donnerstag) Abend in der Ich that dies bei der Deutschen Bant" und bei der Gewerbe- nicht halten!" Der Angeklagte will gedacht haben, daß er den neunten Stunde Feuer, welches sich in wenigen Minuten im bant". Für das Lombardiren mußte ich 10 pCt. zahlen Führer des Wagens vor einem Strafmandat bewahren tönnte, ganzen Laden ausbreitete. Mit lautem Knall playten die und da ich bei den Revisionen mir stets Geld leihen, wenn er den Schuhmann in seinem Irrthum beließ. Er habe Scheiben der Ladenthür und des Schaukastens, worauf eine starke die Papiere einlösen, dann wieder lombardiren und neue Zinsen deshalb den Wagen bestiegen und sei langsam davongefahren Feuersäule hervorbrach, die auch im 1. und 2. Stockwerk zündete. Ehe zahlen mußte, so kann ich nur sagen, daß ich die 17 063,15 M., in der Absicht, nur eine kleine Rundtour zu machen, um dem die erste Feuerwehr zur Stelle war, brannte es auch in dem über um welche ich die Kasse geschädigt habe, nur bis zur Höhe von Schuhmann aus den Augen zu fommen. Diese Ausrede des Andem Boden liegenden Stockwert. Selbstverständlich lockte dieses 6000 M. in meinem Nutzen verwendet habe, alles Mehr ist für geklagten erregte allgemeine Heiterkeit. Das Urtheil lautete auf Schauspiel die Bewohner der ganzen Gegend auf die Straße. Lombard- und Wucherzinsen darauf gegangen. Im Laufe der brei Monate Gefängniß. Eine tausendköpfige Menge sperrte jeden Verkehr, so baß in Beit beschloß der Vorstand, daß die Papiere auf der Reichsbank furzer Zeit außer anderen Wagen wohl an zwei Dutzend hinterlegt werden sollen. Das war nicht möglich, denn nachdem Pferdebahn Wagen am Weiterfahren behindert ich meine Stellung beim Magistrat aufgegeben hatte, vermochte Feuerwehr war in großer Bahl erschienen, leider zu spät ich nicht mehr, die Lombardzinsen aufzubringen und die Gewerbebank ver= Das Feuer hatte mit rasender Schnelligkeit um sich gegriffen und ließ deshalb die Papiere durch in den Gardienen zc. gute Nahrung gefunden. Zur Absperrung taufen. der Brandstätte erschienen bald darauf berittene und Fußschuß decken, leute, die in bekannter schneidiger Weise mit dem Publikum ver: fuhren. Menschenleben sind nicht in Gefahr gekommen. Polizeibericht. Am 1. d. M. früh gerieth ein Arbeiter auf dem Berliner Lagerhof an der Putbuserstraße, als er daselbst einen festgefahrenen beladenen Düngerwagen ausheben wollte, beim Anziehen der Pferde zwischen Nad und Wagenkaften und erlitt bierbei eine so bedeutende Quetschung des Armes, daß ihm dieser im Lazarus- Krankenhause abgenommen werden mußte. Am 2. d. M. Vormittags wurde ein taubstummer Schneider vor dem Hause Krautstr. 3 durch einen Geschäftswagen überfahren und am Oberschenkel so bedeutend verlegt, daß er nach dem Krankenhause am Friedrichshain gebracht werden mußte. In der Silberwaaren- Fabrit von Petersfeld, Hollmannstr. 9/10, stürzte ein daselbst beschäftigter Lehrling durch den Fahrstuhl schacht, den er unbefugter Weise mittels Nachschlüffels geöffnet hatte, aus dem 3. Stock auf den Hof hinab und erlitt hierbei so schwere äußere und innere Verlegungen, daß er auf der Stelle verstarb. Nachmittags stürzte sich eine Frau, vermuthlich in einem Anfalle von Schwermuth, aus dem Fenster ihrer am Grünen Weg vier Treppen hoch belegenen Wohnung auf den Hof hinab und erlitt hierbei so schwere innere Verletzungen, daß sie bald darauf verstarb. In ihrer Wohnung in der Wilhelmstraße wurde eine Frau erhängt aufgefunden. Im Laufe des Tages fanden zwei fleine Feuer statt. Gerichts- Beitung. 3 : Soziale Ueberlicht. i. A.: Hans Goft, Vorsitzender, Erdm. Bendt, Schriftführer, Brizerstr. 16. Emdenerstr. 53. Um nun das Fehlen der Papiere zu ver- An die Bilderrahmenmacher! Kollegen! Die allgemein besorgte ich mir Depot Anmelde Formulare herrschende schlechte Geschäftslage, deren Ursache in dem anvon der Reichsbank, die ich als Depotscheine ausfüllen ließ. dauernden wirthschaftlichen Niedergang auf allen Gebieten Vorsigender: Haben Sie die Depotscheine nicht selbst aus- unseres Erwerbslebens, sowie in der verkehrten Produktions- und ben ich nicht nennen will, um nicht noch einen Anderen unglück- jedem Tage mehr fühlbar. Manche von unseren Kollegen sind gefertigt? Angeklagter: Nein, das hat ein Freund gemacht, Wirthschaftsweise zu suchen sind, macht sich auch bei uns mit lich zu machen!- Angeklagter fortfahrend: Es ist nicht richtig, wohl in der Lage, fich mit ihren Kollegen zur Erzielung befferer daß ich luxuriös gelebt habe. Ich bezahlte 300 Mart Miethe Arbeitsbedingungen zu vereinigen, wenn nicht der Indifferentisfährlich und verwandte für meine Familie 120 Mart monatlich. mus ein zu großer wäre, der alle dahingehenden Bestrebungen um den Anschein zu erwecken, als arbeite die Kaffe außer hindert, in gedeihlicher Weise sich zu entfalten. Vom Raftengeift ordentlich günstig, ließ ich die lange unbezahlt. Rechnungen möglichst tann man bei dem Rahmenmacher nichts mehr bemerken, wohl Wurde die Kasse verklagt, so ver aber ist bei einigen an stelle dessen Energielofigkeit eingetreten. schwieg ich die Zustellungen; ließ die Kasse verurtheilen Kollegen! Das muß, um eine weitere Verschlechterung unserer und bezahlte die Kosten aus meiner Tasche. Borstand, der aus sechs Personen bestand, hielt alle 4-6 Wochen müssen sich vereinigen, damit unsere Organisation zur Macht Der Lebenshaltung zu verhindern, anders werden. Alle unsere Kräfte eine Sigung ab und nahm eine Rassenrevision vor, oft tamen und Kraft gelangt und unsere Bewegung in Fluß gehalten wird. aber mehrere Sigungen hinter einander nicht zu stande, weil die Um dem Vorstand es zu ermöglichen, den Kollegen ein genaues Vorstandsmitglieder erklärten, teine Beit zu haben. Sett Bild der in unserem Beruf vorkommenden Lohndrückereien und mai 1892 hat keine ordentliche Revision mehr stattgefunden und anderer Uebelstände zu geben, ersuchen wir alle Kollegen, uns wenn eine außerordentliche Revision stattfand, dann wurde ich Material in diesbezüglicher Art zu überweisen. Kollegen! Gestets zwei Tage vorher benachrichtigt, denn der Vorstand war braucht ferner das wichtige Mittel der Werkstatt- Agitation und nicht einig, es war immer einer dem anderen sein macht unsere Annoncen und Bekanntmachungen im Vorwärts" eu fel. Teufel Die dings durch die Hände des Vorsitzenden, der sie eingehenden Mahnbriefe gingen aller- allüberall bekannt. Darum, Kollegen, die ihr noch nicht in dem an Fachverein der Bilder- Rahmenmacher seid, tretet demselben bei, mich gab, worauf ich sie beglich. An unbezahlten führet demselben immer neue Mitglieder zu, damit wir der Rechnungen stehen meiner Rechnung nach noch 6000 Mark aus. Schmuskonkurrenz und dem Ausbeuterthum ein festes Halt Der Apotheker Haverbeck hat seine Rechnung ein Jahr anstehen entgegensezen können. und 1900 M. auflaufen lassen. Ich habe ihm darauf 500 M. Der Vorstand des Fachvereins der Bilder- Nahmenmacher gleich und den Rest im vorigen Jahre gegeben. Falsche Berlins und Umgegend. Quittungen habe ich dem Vorstande nicht vorgelegt, ich habe die unquittirten Rechnungen vorgelegt und der Vorstand war NB. Die Vereinsversammlungen finden jeden Dienstag nach Gewerbegericht. Sigung vom 2. August. Kammer II. harmlos genug, den fehlenden Quittungsvermert nicht zu vermissen. Gegen einen Hausindustriellen, den Kürschnermeister Bodzek, Daß Bensch um meine Unterschlagungen gewußt hat, bestreite ich dem 1. und 15. jeden Monats bei Rakow, Prinzenftr. 106, statt. richtete sich eine Klage des Pelzwaaren- Fabrikanten Freudenberg. ganz entschieden."-Auf Veranlassung seines Vertheidigers bemerkt An die Lithographen, Steindrucker und Berufsgenossen Bodzek hatte von Freudenberg eine bestimmte Anzahl Lutrina- Angeklagter noch, daß er eine sehr abenteuerliche Jugend verlebt ſelle erhalten, damit er 100 Garnituren daraus verfertige. Die habe. Nachdem er als Kaufmann gelernt, fei er mit 17 Jahren Berlins! Dieser Tage sind an die Vertrauensmänner die Arbeit fiel schlecht aus und Freudenberg wandte sich mit dem und sei schließlich ohne Stiefel auf den Füßen heimgekommen, der Firma A. u. E. Kaufmann versandt worden, Wir ersuchen in die Welt gegangen, habe in Wien, Zürich, Paris, konditionirt Sammellisten für die ausständigen Arbeiter und Arbeiterinnen Berlangen an das Gericht, Herrn Bodzek zur Zahlung einer dennoch habe er sich wieder heraufgearbeitet. die Kollegen, sich im Interesse der Sache, rege an der Samm Entschädigung im Betrage von 160 M. zu verurtheilen, damit er ben ihm zugefügten Schaden Der Angeklagte Bensch bestreitet jedwede Mitwissenschaft lung zu betheiligen. Den Vertrauensmännern zur Kenntniß, daß erfett bekomme. der Zu Verhandlung und Begünstigung. Der Sekretär Philipp vom Landrathsamt über die Sammellisten Sonnabend, Abends, bei Koch, Rosenwar ein gerichtlicher Sachverständiger geladen worden und die fraglichen Kragen habe wiederholt revidirt und alles in Ordnung befunden; thalerstr. 39, und außerdem an folgenden Stellen abgerechnet auch habe der Landrath als Aufsichtsbehörde anstandslos werden kann: W. Brall, Swinemünderstr. 4; Dannsch, waren ebenfalls zur Stelle. Das Gutachten des Sachverständigen, die Jahresrechnungen genehmigt. Um Schuld oder Nichtschuld Schinkestraße 1; Simonssohn, Invalidenstraße 5, und welcher jeden einzelnen Kragen untersuchte, ging dahin, daß 40 der Garnituren einen Winderwerth von je 2,80 m. und 54 der- des Bensch dreht sich allein die Beweisaufnahme. Entscheidend D. Gillier, Gräfestr. 77. Die Verwaltung. selben einen solchen von je 1,80 m. hätten. Den Werth eines ist nach dieser Richtung hin das Zeugniß des Kreisfekretärs aus dem in Betracht kommenden Materials gut gefertigten außerordentlichen Revision beauftragt wurde. Derselbe fand die gegend befindet sich nach wie vor in der Gipsstr. 3 und machen Kanzleiraths Raehne, welcher am 16. März mit einer Der Arbeitsnachweis der Töpfer Berlins und UmKragens schäzte er auf etwa 5,30 M. Festgestellt wurde noch, daß die untersuchten Kragen auch die sind, welche Herr Bodzet Buchungen sehr im Rückstande, und als er den Status festgestellt wir die Kollegen sowie die Unternehmer darauf aufmerksam, daß dem Kläger geliefert hat. Der Beklagte wurde verurtheilt, die hatte, erkannte er sofort, daß die Depotscheine gefälscht waren; für beide Theile die Arbeit unentgeltlich nachgewiesen wird. Der 160,30 M. an Freudenberg zu zahlen. Mit seiner Gegen- doch schwieg er am ersten Tage, frug am nächsten Morgen Arbeitsnachweis ist geöffnet an den Wochentagen Vormittags flage er beanspruchte den Lohn von 1 M. für jeden existire. Bensch Bensch hat ihm auf 9-10 Uhr Vormittags. der Kragen wurde er abgewiesen. Rammer I. Der Schneider Fredrich war bei der be- Befragen ausdrücklich versichert, daß er bei der Niederlegung der fannten Firma Faßteffel und Windmann thätig und wurde wegen Depots anwesend gewesen sei, obwohl die Scheine gefälscht und fein Depot existirte. Der Zeuge ist der Meinung, daß einer zu späten Lieferung entlassen. Als er darauf aufmerksam Bensch um die heillose Kassenwirthschaft, die Jahre lang dauerte, machte, daß mit ihm fein Kündigungsausschluß vereinbart sei, wissen mußte. Durch seine Hände gingen alle Geschäfte, die nahm man ihn wieder in Arbeit. Nach Ablauf von 14 Tagen Mahnbriefe, die Rechnungen, die Beschwerden, kurz alle Kor- Gewerbe hat nunmehr die Anordnungen über die Verfassung Aus Bochum wird berichtet: Der Minister für Handel und fagte zu ihm der Bertreter der Firma:" Nun haben Sie ja respondenzen. Von den übrigen Vorstandsmitgliedern, die nur und die Thätigkeit des Berg- Gewerbegerichts Dortmund getroffen. Ihren Willen, es sind jetzt 14 Tage um. Fredrich kam fünf Tage lang nach Arbeit anfragen, bis ihm erklärt wurde, er be- einen wirklichen Einblick in die Verhältnisse gar nicht erlangen von Stellvertretern und 300 Beisigern( zur Hälfte Arbeitgeber, alle 4-6 Wochen oberflächlich mit der Kasse zu thun und Dasselbe besteht aus dem Vorsitzenden, der erforderlichen Anzahl tomme überhaupt keine mehr. Darauf flagte er auf Erstattung einer Entschädigung für diese fünf Tage, welche er sich der tonnten, sei es nicht verwunderlich, daß sie nichts bemerkten, zur Hälfte Arbeiter) und ist in sechszehn Kammern eingetheilt, der Vorsitzende dagegen mußte absolut Kenntniß haben, Firma F. u. M. zur Verfügung gestellt hatte. Die Beklagte, bezw. ihr Vertreter machte dagegen geltend, daß die genannte eingeweihte Mitglied des Vorstandes. Gegen Bensch sprach auch der Gesammtzahl der Beisitzer entfallen auf die Kammer zu er war als eigentlicher Geschäftsführer das einzig und allein von welchen allein sieben auf den Bezirk des alten Kreises Bochum und einige kleinere angrenzende Bezirke entfallen. Bon Aeußerung eine Entlassung des Klägers sein sollte, mit welchem mittlerweile die gesetzliche Kündigungsfrist ausgeschlossen worden noch die Befundung eines anderen einwandfreien Zeugen, daß Recklinghausen 22, auf Dst- Dortmund 16, Weſt- Dortmund 20, sei. Das Gericht verurtheilte die beklagte Firma zur Zahlung Bensch einmal versucht hatte, einen Depotschein der Krankenkasse Süd- Dortmund 22, Witten 14, Sattingen 18, Süd- Bochum 18, von 20 M., indem es diese Summe für eine angemessene Ent- als Kaution bei einem Privatgeschäft zu hinterlegen, daß das Nord- Bochum 18, Herne 18, Gelsenkirchen 26, Wattenscheid 20, schädigung hielt und annahm, jene unklare Aeußerung wäre Geschäft sich aber zerschlug, weil man sich auf eine solche Kautions- Ost- Essen 18, West- Essen 24, Süd- Essen 14, Werden 10 und schädigung hielt und annahm, jene unklare Aeußerung wäre itellung nicht einlassen wollte. Nachdem auf die Hälfte der Oberhausen 22. Das Berg- Gewerbegericht ist ohne Rücksicht auf geeignet gewefen, in dem Kläger den Glauben zu erwecken, er Entlastungszeugen verzichtet worden war, beantragte der Staats- den Werth des Streit- Gegenstandes zuständig für Streitigkeiten: folle sich zur Disposition halten. Wie schon oft entschieden anwalt für Buchert acht Jahre Gefängniß und zehn Jahre 1. über den Antritt, die Fortsetzung oder die Auflösung des fei, müsse die Kündigung und Entlassung ftritte ausgesprochen Ghrverlust, für Bensch ein Jahr Gefängniß, fünf Jahre Ehr Arbeitsverhältnisses, sowie über die Aushändigung oder den Inverlust. Der Gerichtshof nahm bei Buchert nur eine fortgesente Prozeß kontra Buchert und Genossen. Die frühere Berwaltung der Orts Krankenkasse für den Uebrigen nur den Gebrauch einer gefälschten Privaturkunde, bei über die in Beziehung auf dasselbe bedungene Konventionalstrafe. Die frühere Berwaltung der Orts- Krankenkasse für den Handlung in bezug auf Unterschlagung und Untreue und im halt des Arbeitsbuches oder Zeugnisses; 2. über die Leistungen und Entschädigungsansprüche aus dem Arbeitsverhältnisse sowie Amtsbezirk Weißensee wurde gelegentlich der Hauptverhandlung Bensch einfache Begünstigung an. wider den Rendanten Karl Buchert und den bisherigen Monaten Gefängniß nebst zweijährigem Ehrverlust, feiten über eine Konventionalstrafe, welche für den Fall bedungen Letzterer wurde zu vier Ausgenommen von der Zuständigkeit des Gerichts find StreitigBorsitzenden der Kaffe, Restaurateur Gustav Bensch, in ein Buchert dagegen zu vier Jahren Gefängniß und fünf ist, daß der Arbeiter nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses nichts weniger als günstiges Licht gestellt. Die Verhandlung Jahren Ehrverlust verurtheilt, wovon drei Monate als verbüßt ein solches bei anderen Arbeitgebern eingeht oder ein eigenes begann um 1 Uhr 1 Uhr Mittags. Durch direkte zadungen feitens der beiden Vertheidiger war die Zahl der geladenen erachtet wurden. Buchert bat, seine Strafe sofort antreten zu Geschäft errichtet. Hoffentlich gelingt es unseren Genossen, Beugen auf 16 gestiegen. Laut Beschluß über die Eröffnung dürfen, was genehmigt wurde. werden. auf solches Depot gar nicht existire. der Reichsbank an und erfuhr, daß hier ein von 8-12 Uhr, Nachmittags von 2-6 Uhr; Sonntags von Die Holzarbeiter resp. Drechsler der Firma Heuser in Barmen haben wegen entstandener Lohndifferenzen die Arbeit niedergelegt. Zuzug nach Barmen ist fernzuhalten. $ die 150 Arbeiterbeifizer durchzubringen. Auch ein Stück moderner Arbeiter Fürsorge. Wo alles den Bruder Arbeiter liebt, kann ein fönigliches KonDie„ Nordd. Allg. 3tg." aus Breslau meldet, wie im vorigen, so auch in diesem Jahre Veranlassung, die nach der Provinz Sachfen ziehenden evangelischen Arbeiter durch einen schlesischen Geistlichen besuchen zu lassen. So ist's recht. Mag der Leib verderben, wenn nur die Seele gerettet wird. des Hauptverfahrens wird dem Buchert Unterschlagung und Unter der Auflage der Körperverleßung mit tödtUntreue, sowie Urkundenfälschung je in mehreren Fällen, dem lichem Ausgange stand gestern der 17jährige Tapezirerlehrling im Jahre 1856 in Küftrin geboren ist, legt ein bis in alle Details Der Angeklagte, der in dem Möbelgeschäft von Müller u. Komp. erschöpfendes Geständniß ab und führt aus:" Ich bin ver in der Friedrichstraße in der Lehre ist, gerieth am Vormittag heirathet und Vater von drei Kindern im Alter von 10, 8 und des 7. Januar d. J. mit seinem Kollegen, dem Lehrling Göge, 3 Jahren. Früher war ich Buchhalter beim Berliner Magistrat in einen Wortstreit, der zu Thätlichkeiten überging. Die beiden mit 3600 Mark Gehalt. Als Nebenbeschäftigung war mir die jungen Leute stießen sich gegenseitig. Der Streit fand in der Rendantur der Orts- Krankenkasse in Weißensee übertragen. Ich Nähe des Fahrstuhlschachtes statt. Die Deffnung des Schachtes hatte dieselbe am 1. April 1887 übernommen. Anfang vorigen war mit einem Schusgitter versehen, welches etwa einen Meter Hans Müller, Weltenstürmer a. D., giebt der staunenden Jahres wurde der Beschluß gefaßt, für die Verwaltung der Kasse hoch war und die Deffnung zu einem Drittel verdeckte. Göße Menschheit von Tag zu Tage neue Zeichen feines ordnungseinen ständigen Rendanten mit einem ständigen Bureau und erhielt von seinem Gegner einen so heftigen Stoß, daß er zurück- finnigen Wohlverhaltens. Hatte da die Berner Zeitung" das einer den ganzen Tag währenden Geschäftszeit einzusetzen. Diese taumelte und gegen das Gitter stieß. Sein Oberkörper erhielt Gerede böser Zungen aufgegriffen, Dr. Hans Müller verleze das Stellung fonnte ich neben meinem Berliner Amte nicht annehmen, das Uebergewicht, er stürzte über das Gitter hinüber bekanntlich von allen Gesellschaftsstüßen aufs peinlichste gehütete " 1 da ich bereits erhebliche Unterschlagungen gemacht hatte, und drei Stockwerke tief in den Schacht hinab. Göye Keuschheitsgelübde und lebe, man dente wie schrecklich, im- Rondie an den Tag kommen mußten, wenn meine Stellung in erlitt so schwere Verletzungen, daß er nach kurzer Zeit fubinat! Doch Hans Müller lebt nicht im Kontubinat, und die andere Hände überging; ich entschloß mich daher, meine gute verstarb. Der Staatsanwalt beantragte gegen den tief Berner Zeitung" hat auf seine Veranlassung diese einen eheStellung beim Magistrat aufzugeben und die viel schlechter bereuenden Angeklagten zwar mildernde Umstände, aber doch maligen Sozial- Revolutionär aufs schwerste beschimpfende Andotirte Rendantur in Weißensee anzunehmen, lediglich um eine eine Gefängnißstraße von drei Monaten. Der Vertheidiger, schuldigung in aller Form zurücknehmen müssen. Und was wir Entdeckung zu verhüten. Ich erhielt nur 2100 M. Gehalt und Rechtsanwalt Lewin, plädirte für Freisprechung, da der An- sonst über Herrn Dr. Hans Müller hören, rechtfertigt ihn voll200 M. für das Bureau, Heizung 2c. Bei Uebernahme der Kasse geklagte sich seinem weit stärkeren und größeren Gegner gegen- tommen. Sobald er seine Studien der Theologie, denen er jetzt April 1887 war ein Bestand von 2500 M. vorhanden, der in über im Zustande der Nothwehr befand und nachgewiesener mit Fleiß und Gottvertrauen obliegt, beendigt haben wird, meinem Gewahrsam blieb. Der Bestand vermehrte sich von maßen sich im Zustande der Nothwehr befand. Der Gerichtshof gedenkt er nämlich den bereits mit einer RonfiftorialsrathsJahr zu Jahr, und so bekam ich immer mehr Geld in die Hände. trat dieser Auffassung nicht bei, sondern erkannte auf eine Ge- Tochter geschlossenen Herzensbund nach frommem Brauch vom Eine eigentliche Kaffe" bestand bis vor zwei Jahren nicht, das Geld fängißstrafe von sechs Wochen. Priester einfegnen zu lassen. kommen werden. un= Die foziale Fürsorge, welche unsere deutsche Sozialgesetz gebung für die Arbeiter trifft, wird in gar drastischer Weise beleuchtet durch folgendes Birkular, welches von der Nordwestlichen Eisen und Stahl- Berufsgenossenschaft, die ihren Siß in Han nover hat, an Unternehmer und Verwaltungen staatlicher Betriebe versendet worden ist. Es lautet: „ Nordwestliche Eisen- und Stahl- Berufsgenossenschaft. Zum internationalen Eisenbahnarbeiter- Kongreß. Die wassers, Anweisen der Pläge und Herbeischaffung von Bänken in 495 zwischen 7 und 8 Uhr und in 20 nach 8 Uhr geöffnet. offiziöse Presse stimmt zur Zeit Jubelhymnen auf den Minister und Stühlen nach der Kirche, Aufrechterhaltung der äußeren Blos in 32 wurden die Läden vor 8 Uhr, in 221 um 8 Uhr, in Thielen an, weil er der Mann gewesen, der verhindert habe, daß Ordnung in und vor der Kirche und endlich das Herumtragen 137 zwischen 8 und 9, in 204 zwischen 9 und 10, in 89 zwischen die sozialdemokratischen Agitatoren die Eisenbahnarbeiter in des Klingelbeutels. 10 und 11 und in 7 nach 11 Uhr Abends gefchloffen. Die Ladenibrem Nege fangen fonnten. Die braven Vogelstrauß- Politiker! zeit betrug in 215 Betrieben 12 und weniger in 128 12-13, in Als ob schon jemals Unterdrückungsmaßregeln die Beth eiligung Zur Ansübung des Fabrikinspektorats. In Bres 71 13-14, in 89 14-15, in 98 15-16 und in 89 Betrieben au einer Bewegung gehindert hätten, der nun einmal Iau ist, wie dies auch an andern Orten auf Andrängen der mehr als 16 Stunden. Außerdem kommen aber noch zahlbekümmert um Herrn v. Thielen auch die Schaaren der Arbeiterschaft geschehen, der Gewerbe- Inspektor mit den Arbeits- reiche Verlängerungen der Ladenzeit vor, und viele Handlungsdeutschen Eisenbahnarbeiter ihrer ganzen fozialen Stellung nach freisen dadurch in nähere Berührung getreten, daß er von jetzt gehilfen werden noch, nachdem die Läden geschlossen sind, beschäftigt. angehören müssen. Man tann wohl" Exempel statuiren", d. h. ab an jedem Sonntag in feiuem Geschäftszimmer anwesend sein Redner verweist auf die unglücklichen Einrichtungen der Post, hier und da, wie geschehen, die Arbeiter aufs Straßen- wird zur Besprechung mit den Betheiligten über alle gewerb wonach Sonntags von 5-7 Uhr gerade für die Hausdiener die pflaster werfen, die den Muth haben, das ihnen dem lichen Fragen, soweit sie den Dienstkreis der Gewerbe Aufsichts- Beschäftigung wiederum beginnt, sowie auf alle außerhalb ihres Buchstaben des Gesetzes nach zustehende Recht auf beamten, also in erster Linie die Fabrikaufsicht berühren. Berufs liegenden Beschäftigungen, auf die übermäßig lange, oft Wahrung ihrer Interessen öffentlich zu bethätigen, man fann sich 17-19ftündige Arbeitszeit und den fast gänzlichen Wegfall der auch einbilden, daß durch derartige Fürsorge die Arbeiter im 72 pCt. Dividende! Die Zuckerfabrik Barum( Braun- Pausen, betont die Wichtigkeit der Forderung statistischer Gra Lande der Sozialreform glücklich und selig werden, aber sowie schweig) hatte bei Verarbeitung von 620 000 3entner Rüben und hebungen gerade im Hausdienerberufe, hebt zugleich die Nothman den Kopf aus dem Sande herauszieht und ein wenig Um- einem Attienkapital von 381 759 M. nach Abzug aller Unkosten wendigkeit hervor, daß zu solchen Erhebungen, gleichwie in schau hält in den Städten, in denen die Eisenbahnarbeiter ihr einen Gewinn von 356 204 M. und nach Vornahme von anderen Ländern, die Vertreter der Organisation hinzugezogen gutes Kontingent zu den Reichstagswahlen stellen, wird man 91 838 M. Abschreibungen( wodurch das Fabrikanlage- Konto von werden müssen, denn es käme weniger auf Arbeitszeit und Lohn, prompt die Wirkung der Politik des Eisenbahnministers spüren. 872 800 auf rund 236 000 m. abgemindert wird) einen Rein- wie vielmehr auf die Verhältnisse an, unter welchen die Arbeit Und der Offiziosus, der gebührendermaßen Herrn von Thielen gewinn von 264 367 M. oder ca. 70 p& t. des Attien hergestellt wird. Die besten Resultate werden erreicht werden lobpreist, möge sich versichert halten, daß auch die deutschen fapitals. Dabei waren die 620 000 Zentner Rüben nicht durch bestimmte Fragen, noch Fragebogen, sondern durch Eisenbahnarbeiter auf dem Züricher Kongreß zu ihrem Rechte bereits mit 708 188 m., also der Zentner mit 1,3 M. mündliche Erhebungen. Grauer tadelt die Unfitte der Saisonbezahlt worden. Also trotz bedeutender Abschreibungen, trotzdem arbeit in en gros Geschäften. Hier sei es in dieser Zeit den die Rüben, weit über den Preis bezahlt wurden, 72 pet. Hausdienern unmöglich, zu Haus zu gehen, da ihre ArbeitsDividende! Fast das Doppelte hätte an Dividenden an die seit bis 1/23 Uhr und darüber hinaus dauert, sie aber um 7 Uhr Attionäre gezahlt werden können, wenn die Rüben zu dem pünktlich wieder zu erscheinen haben. Bezahlung solcher Ueberüblichen Preise von 70 bis 80 Pf. pro Zentner bezahlt worden stunden eristirt nicht. In Backräumen, Grabhöhlen ähnlich, wären. Damit aber die Arbeiter nicht erfahren sollen, wie hoch müsse ununterbrochen von früh 8 bis Nachts 11, 12 Uhr hin ge der Gewinn eigentlich ist, zahlt man den Aktionären, welche auch arbeitet werden; so triefe im Packkeller von Wolf und Lesser in gleichzeitig Rüben bauen, einen bedeutend höheren Preis für die der Klosterstraße das Wasser thatsächlich von der Decke herab, gelieferten Rüben. Trotz alledem können noch 72 pet. Dividende, vom Tageslicht sei keine Rede, nur spärliches Lampenlicht erhelle auf 100 m. eingezahltes Attienkapital 72 M., vertheilt" werden! unzureichend den Raum. In einem Zuchteller in der SpandauerUnd wie steht es mit den Arbeitern? Haben sie für ihre straße sei ebenfalls eine Beleuchtung, so mangelhaft, wie schwere Arbeit einen anständigen Lohn erhalten? Wir bezweifeln fie nur eine von den Hausdienern an der Decke 1893. es, denn sonst würde der mühelose Gewinn der Aktionäre nicht angebrachte Petroleum Lampe bieten tann. Da ein so hoher sein. Raum unter dem Flur- Eingange liegt, müssen etwaige Zur Frage der Sonntagsruhe. Die preußischen Minister fehrungen getroffen werden, das Herabfallen der Lampe zu verDurchfahrten stets vorher angekündigt werden, damit Vorfür Handel und Gewerbe und des Innern haben Erhebungen hindern. Stachdem Dreher, Blume und noch einige Redner im Seitens der Gifen- und Stahl- Berufsgenossenschaften ist be- über die Anzahl und die Art der Betriebe angeordnet, die mit Sinne des Referats und für die Annahme einer vorher zur Disschlossen worden, eine Statistik darüber aufzunehmen, inwieweit Wind oder unregelmäßiger Wasserkraft arbeiten. Diese Erhebungen tussion gestellten Petition gesprochen hatten, wurde dieselbe mit einäugige Arbeiter gegenüber gleichartigen unverlegten Arbeitern stehen mit der vorbereiteten Einführung der Sonntagsruhe für dem Antrage Grauer, dieser eine Denkschrift von den Vertrauensin ihrer Erwerbsfähigkeit beeinträchtigt find. Anlaß zu diesem Be- die Industrie und das Handwerk in Zusammenhang. Nach§ 105e personen und der Agitationskommission beizugeben und beides schluß haben die Entscheidungen des Reichs- Versicherungs- der Gewerbe- Ordnung können für Betriebe, die ausschließlich oder personen und der Agitationskommission beizugeben und beides dem Reichsamte einzureichen, einstimmig angenommen: amts gegeben, nach denen einäugigen Personen eine Rente vorwiegend mit durch Wind oder unregelmäßige Wasserkraft beDie am 1. Auguft in Mundt's Salon tagende Versammbewilligt worden ist, deren Höhe nach den Erfahrungen wegten Triebwerken arbeiten, Ausnahmen von dem Gebot der lung des Verbandes der Geschäftsdiener, Packer und Berufsder Genossenschaftsorgane die thatsächlich bestehende Ber: Sonntagsruhe in§ 105b zugelassen werden. Diese Ausnahmen genossen richtet an das hohe Reichsamt des Innern die Bitte, minderung der Erwerbsfähigkeit übersteigt. Die Statistik hat können nach der Lage der örtlichen Verhältnisse einheitlich ge- bei den weiteren Erhebungen der Reichskommission für Arbeiterden Zweck, auf grund der thatsächlichen Arbeitsleistungen Gin- regelt werden, fie können für einzelne Unternehmen zugelassen statistik, betreffend das Handelsgewerbe 1. dieselben auf die äugiger den zahlenmäßigen Nachweis zu erbringen, daß die Grund von jedem Triebwerksbesitzer in einem nach den Vorschriften Waaren- engros- Geschäfte auszudehnen, 2. auch die Geschäftswerbsfähigkeit dieser Personen nicht in so hohem Maße beschränkt der§§ 20 und 21 der Gewerbe- Ordnung sich regelnden Verfahren diener, Packer, Markthelfer, Weinkellerarbeiter 2c. 2c. in die Erist, als das Reichs- Versicherungsamt seither auf grund von erwirkt werden. Es sollen nun thunlichst Grundsätze aufgestellt hebung einzubegreifen, 3. auch die Arbeitsräume, insbesondere theoretischen Schätzungen der Augenärzte angenommen hat. Bei werden, die eine einigermaßen gleichmäßige Handhabung der Aus- Die Badkräume untersuchen zu lassen, 4. zu erheben, inwieweit Erreichung dieses Zwecke3 würde also indirekt eine Serab- nahmebestimmungen fichern. Es wird dabei zu berücksichtigen die gesetzlich festgesetzte Sonntagsruhe auch thatsächlich inneminderung der Genossenschaftslaften herbeigeführt werden. sein, daß die in Frage stehenden Ausnahmen nach der Abficht Wir bitten hiernach, zur Aufnahme der Statistit zunächst des Gesezgebers nur den Zweck haben, Ausfälle der regelmäßigen umseitig gütigft anzugeben, welche einäugige Personen gegen- ursacht worden sind, auszugleichen, und daß diese Ausnahmen wöchentlichen Arbeitszeit, die durch Versagen der Triebfraft verwärtig in Ihrem Betriebe beschäftigt sind. Zur Ertheilung näherer Auskünfte würden wir uns nach feinesfalls eine über das übliche Maß hinausgehende sonn- und Rückempfang des vorliegenden Fragebogens erlauben, Ihnen festtägliche Beschäftigung ermöglichen sollen. Abwarten. Die bisher gemachten Erfahrungen lassen nicht eine entsprechende Anzahl Zählfarten zu übersenden. darauf schließen, daß der Durchlöcherung der Sonntagsruhe in verständiger Weise Einhalt gethan werde. Kataster- Nr. Fragebogen betreffend die Arbeitsund Verdienstverhältnisse einäugiger Arbeiter. Hannover, d. An = . .. Erläuternd wird noch bemerkt, daß nur solche Arbeiter in den vorliegenden Fragebogen aufzunehmen sind, die nur ein Auge gänzlich verloren haben bezw. auf einem Auge gänzlich erblindet find. Nicht zu berücksichtigen sind dagegen diejenigen Arbeiter, bei denen auch das zweite Auge in Mitleidenschaft gezogen ist, oder die auch eine andere, die Erwerbsfähigkeit beeinträchtigende Verlegung erlitten haben. Hochachtungsvoll Der Genossenschafts- Vorstand. G. Stockhausen, Vorsigender. Urschriftlich nach Beantwortung der umfeitigen Fragen zurück gesandt an den Vorstand der Nordwestlichen Eisen- und Stahl- Berufsgenossenschaft Hannover Semmernstraße Nr. 8. 9130 den.. 1893. ( Unterschrift) Dersammlungen. " der lich über ihre Verhältnisse zu vernehmen. gehalten wird, 5. die Bertreter der Packer, Hausdiener 2c. mündzeit der Packer 2c. ist länger und Wir begründen unsere Bitte folgendermaßen: 1. die Arbeitsber gelernten Laufmännischen Arbeiter. 2. Die Baufen und die seit der Packer 2c. ist länger und ungeregelter als die bemessen, wie für die gelernten Arbeiter. B. Die Räume, in denen freie Zeit an Sonntagen ist gleichfalls für die Backer 2c. fürzer die Bacfarbeiten zu verrichten sind, entsprechen weder was Raumverhältnisse noch was gesundheitliche Beschaffenheit anbelangt, den Anforderungen einer vernünftig gehandhabten Gesundheitspolizei. 4. Die Zustände in den Waaren- engros- Geschäften find in der Regel in feiner Weise besser, als in den Détail- Geschäften, somit ein Ausschließen angeführter Geschäfte aus den staatlichen Erhebungen fich in keiner Weise empfiehlt. 5. Durch berufene Vertreter der Arbeiterklasse erheben zu lassen, welche Ladenzeit im Interesse der Konsumenten erforderlich ist. Zur weiteren Begründung dieser Petition ist der Ausschuß des Verbandes von der heute tagenden Versammlung beauftragt." Die Hausdiener, Packer und Berufsgenossen hatten am 1. August eine Verbandsversammlung. Nach den Wittheilungen des Vorsitzenden soll am 11. August eine öffentliche Versammlung in demfelben Lokale stattfinden; ferner soll das Korrespondenz- Hierauf berichtete die Eingangs gewählte Prüfungskommission, blatt bei nächster Ausgabe um 1000 Exemplare vergrößert wer- daß die Nebenquittungen mit den Generalquittungen gestimmt den, die Mehrnummern werden zur wirksamen Agitation benutzt. haben. Grauer beleuchtete furz Geschäftspraktiken von Aßhelm Des weiteren wurde eine Prüfungskommission, bestehend aus den in der Grünstraße, fordert auf zum Anschluß an die Organisation, Kollegen Buyer, Sootmann und Kaßler gewählt, die Belege der sowie zur Verbreitung des Korrespondenzblattes, und bittet, alles angetauften Bücher zu kontrolliren. Grauer theilte mit, daß thatsächliche Material der Redaktionsfommission mitzutheilen. 5 Kollegen gegenwärtig frant feien, welche er namhaft macht, Ferner wird bekannt gegeben, daß sich der Gesangverein Brüdergetreten seien, und daß es mit dem Arbeitsnachweis troh wiederNachweisung der gegenwärtig beschäftigten einäugigen bezw. auf daß feit leßter Versammlung 26 Kollegen dem Verbande bei- schaft nicht aufgelöst hat. einem Auge erblindeten Personen. Es folgen hierauf folgende Fragen: Laufende Nr. Vor- und Zuname des Einäugigen. Art der gegenwärtigen Beschäftigung des Einäugigen. Hat der Arbeiter das Auge in Ihren Diensten durch einen Betriebsunfall verloren? Wann ist das Auge verloren gegangen?- War der Arbeiter zur Seit des Eintritts in Ihre Dienste auf dem werde. Schäfte- Arbeiter und Arbeiterinnen. Bersammlung am Sonnabend, Holter Aufforderung, nicht besser geworden sei, hieran die Der Verband deutscher Textilarbeiter( Filiale Berlin) ernste Mahnung fnüpfend, alle Vakanzen dem Arbeitsnachweis- hielt am 22. Juli eine Versammlung ab. Der Kassirer berichtete Bureau mitzutheilen. Zum 2. Punkt hielt Dr. A. Braun über die Einnahmen und Ausgaben des zweiten Quartals. Die einen mit lebhaftem Beifall aufgenommenen Vortrag über: Die Einnahmen betragen inkl. des alten Bestandes 844,21 M., die Erhebungen der Reichskommission über die Arbeitsverhältnisse im Ausgaben 530,75 M., mithin ist der Bestand 313,46 M. Die Handelsgewerbe". Redner beleuchtet zuerst die Wichtigkeit der Revisoren bestätigten die Richtigkeit der Abrechnung; es erhielt Auge bereits erblindet? e beabsichtigte Statiſti Arbeiterstatistik im allgemeinen, sodann die merkwürdige Er- deshalb der Kassirer Entlastung. Von zum Züricher Kongreß Das ganze Birkular, resp. die beabsichtigte Statistit ist ein scheinung, daß man erst, wenn man glaube mit der Sozialreform vorgeschlagenen Kandidaten erhielten Hübsch, Berlin, Reichelt, Mißtrauensvotum gegen die gefeßlichen Organe, welche bisher fertig zu sein, zusehe, wie fich der Arbeiter dabei befinde, fügt Burgstedt und Wagner, Berlin die meisten Stimmen. In den über die Höhe der Rente zu entscheiden hatten, gegen die Unfall- hinzu, daß hätte man vordem Erkenntniß der Lage der Arbeiter Vorstand wurden gewählt: Janz, erster Vorsitzender; Bolle, Schiedsgerichte und das Reichs- Versicherungsamt. Die Herren gehabt, die Geseze ganz anders gemacht worden wären, und tabelt, zweiter Vorsitzender; Steinbrück, erster Kassirer; Frau Drews, vom Borstand der Nordwestlichen Eisen- und Stahl- Berufs- daß sämmtliche amtlichen Statistiken in Deutschland in ein zweiter Kassirer; Herrmann, erster Schriftführer; Wienecke, genossenschaft glauben ein Recht zu der Annahme zu haben, daß mystisches Dunkel gehüllt bleiben, während 3. B. in den zweiter Schriftführer. Die Kommission wurde aus den Kollegen ihnen durch die Entscheidungspraxis, die sich auf das Urtheil Bereinigten Staaten von Nordamerika jährlich durch 30 eigens Behmann, Rotte, Petzold, Stehn und Heyden zusammengefeßt. ärztlicher Autoritäten stügt, zu große Opfer auferlegt werden. Dazu errichtete Bureaus hunderttausende von Publikationen unent- Borher hatte Kollege Liebers, der frühere Vorsitzende, Bericht Zum Nugen des Geldbeutels der Berufsgenossenschafts- Mitglieder geltlich an alle Interessenten abgegeben werden. In Deutschland über die Thätigkeit des Vorstandes erstattet. Es wurden abwollen sie eine Herabminderung der Genossenschaftslasten da existirt kein besonderes sozial statistisches Bureau. Von der Re- gehalten 10 Versammlungen und 15 Sikungen. Die Mitgliederdurch herbeiführen, daß den armen Verlegten die Rente verkürzt ist eine 13 gliedrige Reichskommission für Arbeiterstatistit zu zahl ist von 360 auf 420 gestiegen. Im Arbeitsnachweis wurden sammengesezt und zwar aus 7 seitens der Bundesregierungen er- 108 Stellen angemeldet; die Zahl der Arbeitsuchenden betrug Bezeichnend für die Art der beabsichtigten Beweisführung nannten Mitgliedern und 6 Mitgliedern des Reichstages, unter nur 55. Es ist hierbei zu bemerken, daß verschiedene mehrmals für die geringere Beeinträchtigung der Grwerbsfähigkeit durch diesen befindet sich blos ein Vertreter der Arbeiterklasse. An Arbeit erhalten haben, aber blos einmal eingetragen worden den Verlust eines Auges ist die Thatsache, daß die Umfrage der Hand der amtlichen statistischen Erhebungen im Bäcker- find. An 36 Mitglieder wurde Reise- Unterstüßung gezahlt. Die nicht nur in den der Berufsgenossenschaft angehörigen Betrieben gewerbe beweist Redner, daß die einschneidendsten, wichtigsten Herberge wurde von 34 Textilarbeitern benugt. Zu Revisoren erfolgt, sondern eine allgemeine Jagd auf Einäugige gemacht Fragen gänzlich übergangen werden. Hiernach sei die ganze wurden Schuster, Gruner und E. Müller gewählt. Kollege wird, welche irgendwo nach der Verlegung ein ebenso hohes oder statistische Thätigkeit der Reichskommission zu verurtheilen, Rohl berichtete über die Verhältnisse der Bibliothek. Indem höheres Einkommen erzielen, als vorher. Die Entscheidungs: hauptsächlich aber auch, da sie die schlechteftgestellten Arbeiter im noch beschlossen wurde, am Sonntag den 13. Auguft einen Ausprayis ging bisher sehr richtig dahin, daß der Verdienst eines Handelsgewerbe vollständig von der Erhebung ausgeschlossen hat, flug nach Strausberg zu unternehmen, erfolgt Schluß. Verletzten nach der Berlegung nicht bestimmend für die Höhe so erstrecke sich dieselbe nur über die Handelsgehilfen u. f. w., der Rente sein dürfe, weil nicht ausgeschlossen sei, daß ohne die in teiner Weise aber auf die Hausdiener, von denen in Berlin Verlegung derselbe einen noch höheren Verdienst erzielt haben allein ca. 30 000 thätig sind. Gerade bei den Hausdienern wäre würde. Diese Brayis scheint die Nordwestliche Eisen- und Stahl- eine Statistik von Wichtigkeit. Es sei anzunehmen, daß 9/10 von Berufsgenossenschaft durch ihre famose Statistik umstoßen zu denselben hochinteressante Vergangenheiten hätten, da sie sich aus wollen. Warum? Um ihren Mitgliedern einige Hundert Mark allen möglichen Berufen rekrutiren, deswegen seien sie auch so schwer zu organisiren, ihnen fehle jeder Zusammenhang, jeder Schutz durch die Gesetzgebung, hier müsse der Staat eingreifen. Für die Hausdiener gelten weder die Bestimmungen des Handelsgesetzes noch die Gewerbe- Ordnung, in Desterreich werden sie Vom Sieger von Sadowa. Nach einem vor einigen fogar unter die Dienstboten- Ordnung gestellt. Die Reichs- KomMonaten ergangenen Erlasse des Kultusministers sollten mission für Arbeiterstatistik untersuche die Verhältnisse teineswegs bei der Wiederbefehung von Lehrer stellen und bei der gründlich, es werden nur Stichproben gemacht, die keineswegs Neuregelung der Lehrerbesoldungen die etwaigen niederen maßgebend sein können. Man habe z. B. bei Kirchendienste, die mit den betreffenden Stellen bisher bebungen für die Handelsangestellten Straßen ausgewählt, verbunden waren, von diesen abgetrennt werden. Da in denen wenig, oder gar keine für fie in Betracht kommende Zweifel in dieser Hinsicht entstanden waren, ist nunmehr ent- Geschäfte, ja zum Theil überhaupt keine Geschäfte liegen. In schieden worden, daß als niedere Kirchendienste im Sinne dieser Berlin wurden blos 506 Fragebogen an Prinzipale, und Berordnung Kantorat, Präfantur, Organistenstelle, Kirchen- 497 an Gehilfen vertheilt, von diesen konnten aber blos 690, und schreibereien und Annahme von Meldungen zu kirchlichen Hand- zwar 330 von Prinzipalen und 360 von Gehilfen ausgefüllte benüßt lungen nicht anzusehen seien. Dagegen find zu den niederen werden. Interessant ist es, daß die Prinzipale, obgleich ihnen Kirchendiensten zu rechnen: Reinigung, Lüftung und Heizung mehr Fragebogen zugeftellt wurden, weniger in brauchbarer der Kirchen, Aufziehen der Kirchenuhr, Glockenläuten und An- Weise ausfüllten als die Gehilfen. Im Ganzen waren blos schlagen der Betglocke, Schmieren der Orgelbälge, Aufbewahren 2379 Gehilfen in den untersuchten Betrieben beschäftigt. In und Reinigen der Kirchengeräthe, Auf- und Zuschließen der 213 von den 690 Betrieben waren, Lehrlinge beschäftigt, aber blos in Kirchenthüren, Ausschmückung der Kirchen bei feftlichen Gelegen- 92 weniger Lehrlinge als Gehilfen, in 66 ebensoviel Lehrlinge als heiten, Abholen und Aushängen der Gesangsnummern, Anzünden Gehilfen, in 19 Betrieben tamen 2 und mehr Lehrlinge auf einen Geund Auslöschen der Altarkerzen, Herrichtung des Altars zum hilfenund in 33 wurden blos Lehrlinge beschäftigt. In 25 Betrieben Abendmahl, Besorgen der Obladen, des Weines und des Taufe wurden die Läden schon vor 6 Uhr, in 150 zwischen 6 und 7, Kosten zu ersparen. Es geht doch nichts über die liebreiche Fürsorge für die Opfer der Industrie! Arbeiter- Bildungsschule. Freitag, Abends von 8-10% uhr: Süd= Markusstr. 31. in den 5. Auguft, Abends 9 Uhr, bei Matties, Wallſtr. 20. Bortrag von Ottilte Baader über: Bom Rechte, das mit uns geboren. Schule, Martendorferstr. 5 bei Grube, Süb- D ft Ghule, Reichenbergerftraße 188. unterricht über Gefegestunde und Nationalökonomie. Ost-& chute, rage 179a: unterricht in Physiologie und Buchführung. In allen Unterrichtsfächern, mit Ausnahme von Mathematit und Buchführung, tönnen noch Schüler und Schülerinnen, auch jest im Laufe des Semeſters eintreten. Lese- und Diskutirklubs. Freitag. Karl Marx, Abends 8X Uhr, bei Gruber, Mariendorferfir. 5. Westen, bei S. Werner, Bülowstr. 59. Solzarbeiter". Abends 8% Uhr im Lotale des Herrn Peterson, Beteranenftr. 22.- Lese- und Distutirtlub Otto Reimer, Abends 8% Uhr Wilhelmshavenerstr. 23 bet Kuba. Distutirklub Auguft Getb tagt jest in Hand" 8% uhr bei Stewald, Manteuffelstr. 46. Freitag Abends 8% Uhr Restaurant gubeil. Lese- und Distutirklub Hand Mai= Arbeiter Sängerbund Berlins und Umgegend. Vorsitzender b. Neumann, Brunnenstraße 130, 2 Tr. Alle Aenderungen im Vereinstalender find zu richten an Friedrich Kortum, Manteuffelstr. 70. Freitag. fcher Männerchor, Schönhauser Allee 28, bei Kuhlmey.-Nord, BergUebungsstunde Abends 9 Uhr. Aufnahme von Mitgliedern. Kaisers traße 68, bei Keller. Vorwärts 1, G.D. Adalbertstr. 21, bet Roll. um meifer Gesangverein, Langestraße 65, bet Tempel. Buch= binder== Männerchor Berlins, Solzmarktstraße 3, bei Deter. glöden, pochftr. 33a, bet 2Bitte, Gemüthlichteit Buzer, Seydelstr. 30. Balme, in Belten, bet Schröder. Morgenroth 4. Röpenick, Müggelheimerstr. 8 bet Gelo. Karthaus'fcher Gefang= verein, Lichtenbergerstr. 21, bei Seife. roth 3, Gesangverein Morgen= Charlottenburg, Bismarckstraße 74. Arbeiter Gesang= verein. Typographia, Gefangverein Berliner Buchdrucker und Schriftmullerstr. 7, bei Reichert. gießer, Kommandantenstr. 20, Arminhallen. Gefangverein Nordwacht, Gesangverein Schmargendorf in Schmargen= borf, Wirthshaus. 8utunft 1, Steglty, Ahornstraße, im Gambrinus. Gesangverein Collegia 1, Manteuffelstr. 9 bet Nowiacts. Gefang verein reibeit Moabit, Kronen: Braueret, Alt- Moabit Nr. 47/49. Bereinte Gangesbrüder Moabit" sange. Stromstraße 28 bei Sängerverein Sorgenfrei" Melchiorftr. 16 bet Stehmann. = Gefangverein Rofalia" Blumenstr. 45 bei Went. GAD " 4 " feine Nord- West: rathen. Die Belegschaften beider Bechen sind gerettet worden seine Hand raftet nicht mit dem Ordnen der Zeuge- er Stern", Altonaerstraße 27 bei Lipte. Bineta", Gwinemünderstr. 35 bis auf einen Bergmann der Zeche Caroline". Der Schacht verabscheut alles Tuch. Der Schuster ist sehr unglücklich bet Queitsch. Frete Liedertafel, Neue Königftr. 73 bei Hahn. Brandenburger Männer- Gesangverein in Brandenburg a. 5., Prinz von Preußen" wurde zugemauert. Die Abdämmungs- und flagt beständig er hat nur sein Leder zu nagen Mengert's Boltsgarten. Rothe Fahne, Görligerstr. 52 bei Vogel. arbeiten werden von Zeche Caroline" aus bewerkstelligt. Gesundheit ist die eines verendeten Fisches." Sängerchor der Töpfer, Neue Friedrichstr. 44 bei Röllig. Brauer Ueber einen furchtbaren Eisenbahn Zusammenstoß Gesangverein Gerstenähre, Alte Jakobftr. 83 bei Wienecke. Ja, das ist das alte Lied vom alten Leid! vierzehnhundert MännerGefangverein Steinnelte, Röslinerstr. 17 bei Wendt. wird aus Paris berichtet: In dem Tunnel von Père Lachaise Jahre vor Chriftus ertönt es ebenso flagend wie heute, neunzehn Bund der geselligen Arbeitervereine Berlins und Umgegend. fand am Mittwoch ein Zusammenstoß zwischen zwei Zügen der Jahrhunderte nach ihm! Doch schon erhebt sich die Morgenröthe Alle Zuſchriften find zu senden an B. Sentel, Bergmannstr. 21, of 3 r. Gürtelbahn statt, bei welchem eine Anzahl Personen unerheblich einer besseren Zukunft und das nächste Jahrhundert wird ein Freitag: Tambourverein Ruf, Inselstraße 1. Tambourverein Wirbel Gartenstr. 52. Tambourverein ,, Boruffia" Weidenweg 93-94 bei J. Schols. verletzt wurden. Die Zahl der verlegten Personen beträgt 59. Die freies und glückliches Menschengeschlecht erblicken. Gefang-, Turn- und gesellige Vereine. Freitag. Männer- Gesang- felben wurden nach ihren Wohnungen gebracht, da es sich Stilblüthe. In dem Roman: Aus den Vogesen, abgedruckt verein union, Abends 9 Uhr, Berliner Bockbrauerei. Quartettverein meistens um leichte Verwundungen handelte. Das versperrte in der Berliner Zeitung", liest man( Nr. 180 vom Wedding, Abends s½ Uhr, bei Schäfer, Steue Hochstr. 49. Männerchor Waldesrauschen, Abends 9 Uhr, bei Weigt, Wartgrafeuftr. 87.- Privat: Geleise ist gestern früh wieder freigelegt worden. 3. August): Theaterverein Crescendo, Abends 9 Uhr, bei Schulz, Punouferstr. 35. Wer andern eine Grube gräbt. Ein Viehhändler hatte," Nach kurzer Zeit schritt Kurt von Usedom, in seinen Mufit- Dilettantenverein" Tonita", Abends 8½ Uhr bei Schent, Krautnr. 33, wie die„ Basl. Nachr." erzählen, einem ärmeren Bürger einer Regenschirm gehüllt, gefolgt von Karl Schröder und Uebungsstunde. Musitverein Frisch auf, Restaurant Schröder, Reichenbergerstr. 24. oberaargauischen Gemeinde eine Kuh verkauft, und da letterer sechs fräftigen Jägern, die außer ihren Waffen kurze Handbeile Berliner Turngen offenschaft. Die erste Männerabtheilung immer nicht bezahlen wollte, übergab ihn der Verkäufer dem Bei- trugen, dem alten Thurm am Eingang der finsteren Schlucht zu." turnt Freitag und Dienstag Abend von 8-10% Uhr in der Turnhalle des treibungsbeamten. Nun fiel ihm aber ein, das nach dem neuen Hat es sonst nichts angehabt, als den Regenschirm, das gute Leffing- Gymnasiums Pantstr. 9-10.- Zurnverein Gesundbrunnen die 1. Männer- Abtheilung turnt heute Abend von 8%-10% Uhr in der Turn- Konkursgesetze eine Kuh, wenn sie das einzige Thier im Stalle ist, Kurtchen? halle des Leffing- Gymnasiums, Pantstr. 9-10. nicht gepfändet werden kann, und so kam er auf den, wie er glaubte, pfiffigen Gedanken, seinem Schuldner noch eine Ziege zu billigem Preise zu verkaufen. Dieses Gaislein wollte er opfern, um dann das formelle Recht zu haben, die Kuh zu pfänden. Unser Schuldner, der auch nicht auf den Kopf gefallen ist, fkauft die Ziege und frohlockend zieht der Gläubiger ab. Am andern Tage in der ( Wolff's Telegravhen- Bureau.) Frühe ist er aber schon da mit dem Betreibungsbeamten und Petersburg, 3. August. Nach amtlicher Meldung sind vom glaubt sicher, seine Kuh nun wieder nach Hause führen zu können. 10. bis 15. Juli a. St. im Grodnoschen Gouvernement 25 PerWie sie aber in den Stall traten, war feine Biege mehr zu sehen. sonen an der Cholera erkrankt, 12 gestorben. In welchen Städten Auf Befragen des Betreibungsbeamten sagt unser Schlaumeier, des genannten Gouvernements diese Cholerafälle vorgekommen er habe gestern das Gaislein geschlachtet und mit seiner sind, ist in dem Berichte nicht angegeben. Familie schon theilweise aufgegehrt. Unter diesen Umständen durfte nach dem Gesez nicht gepfändet werden, und der Vieh( Depeschen des Bureau Herold.) händler zog zwar nicht mit seiner Kuh, wohl aber mit einer minister ist das Urtheil über die wegen Infubordination be Kopenhagen, 3. August. Auf Veranlassung des Kriegslangen Nase ab, denn er war nun auch noch um seine Gais ge- ftraften Mannschaften des Ingenieur- Regiments, sowie ein Auszug aus dem Verhörprotokoll der ganzen Armee bekannt gemacht Vergnügungsverein Esperance, Abends 9 Uhr, Rosenthalerstr. 11-12, in Restaurant. Bergnügungsverein Beilchen, Abend 9% Uhr, bei Brauns, Dranienstr. 183 p. Geselliger Arbeiterverein Graphia, Abends 8% Uhr, Alte Jakobstr. 128( Logenhaus). Unterhaltungsflub Schiller, Abends 8 Uhr im Restaurant Holzbächer, Drensestraße 3. Lepidopt. Bereinigung Orion, Abends 9 Uhr Sigung Schüßenftr. 29. Mufifverein Hoff= nung, Abends von 9-11 Uhr lebungsstunde Prostauerstr. 35-37 bet Schneider. Stattlub Kairo Abends 8 Uhr bei Flick, Simeonftr. 23. Bergnügungsverein Berolina, Abends 9 Uhr im Restaurant Zur Gleich heit", Andreasstr. 26, Sigung. Nach derselben Tanz. Tanzlehrer- Verein Solidarität, Abends 8½ Uhr im Lotale von Ehrenberg, Annenstr. 16, Sizung. Rauchtlub Rothe Fahne, Freitag Abends 9 Uhr, Cuvryfir. 48 bei Stricheldorff. English Conversational Club Shakespeare. Meeting every Friday at 9 p. m. at Behrens Restaurant Königstr. 62. Lecturer Mr. J. Bloch. Guests are welcome. Literarisches. Ergebnis der statistischen Erhebungen über Lohn und Arbeitsverhältnisse in der Metallindustrie in Berlin. tommen. worden. Depeschen: Stockholm, 3. August. Das Königl. Kommerz- Kollegium hat die Stadt und Provinz Neapel für choleraangesteckt erklärt. dung betreffs Auflösung des Reichsrathes aufrecht, da im Herbst Linz, 3. August. Das hiesige Voltsblatt" hält seine Meldas Budget keine Majorität finden werde. Uuter bestialischem Regiment. Von dem Zaren Pau! I. erzählt E. v. Matius in seinen Denkwürdigkeiten folgendes:„ Bei einer Revue in Riga ging er die lange Reihe der Soldaten hinunter und theilte mit seinem Rohrstocke rechts und links Siebe und Stöße aus. Er näherte sich der Stelle, wo ich( als Knabe) stand und ich sah, wie er mit dem Stocke einem unglücklichen Aufgenommen 1892 vom Verbande der Metallarbeiter Berlins Soldaten die Zähne einstieß und ihm das Gesicht zerschlug. Der Bukarest, 3. August. Infolge der mit der Viehseuchenund Umgegend. Bearbeitet von Dr. A. Braun. Berlin. Mann fiel nieder und mir entfuhr ein Angstruf. Da ergriff gefahr motivirten Zurückweisung der rumänischen Heu- Ausfuhr Verlag von Otto Näther. mich ein Bürger und schleuderte mich mit den Worten hinter an der ungarischen Grenze haben die fremden Händler be= Der neue Reichstag. Von Josef Kürschner. Berlin. den Volkshausen: Dummer Junge, willst Du uns alle unglückschlossen, die weiteren Einfäufe von Heu einzustellen. Deutsche Verlags- Anstalt. Preis 50 Pf. lich machen? Man brachte mich leblos nach Hause. Als Amsterdam, 3. August. Hier verlautet, eine ministerielle Die Medizin, die Naturheilweise und das Volk. Von ich meine Besinnung wieder erhielt, erzählte ich die gräßliche Krisis stehe bevor. Die Kammer werde sich nach Ernennung Dr. Galenu 3. Reichenberg( Böhmen). Verlag der Beit- Szene meinem Vater, der Präsident des Zivilgerichts war. Mit eines neuen Ministeriums bis 15. September vertagen, um demschwingen" J. Beranet. Preis 10 Kr. leifer, furchtsamer, zitternder Stimme rief mir dieser zu:" Um selben Zeit zu lassen, eine weniger raditale Wahlreform aus| Gotteswillen, schweig' Junge, sonst wandern wir heute alle nach zuarbeiten. Sibirien," und bei diesen Worten erstickte er meine Thränen durch Vermischtes. Vom internationalen Aerztekongreß. Das Exekutiv: Komitee des internationalen Aerztekongresses hat, wie aus Rom berichtet wird, den Kongreß auf April 1894 verschoben. Nach dem Diritto" bildeten die ungünstigen Nachrichten über die fanitären Verhältnisse in zahlreichen europäischen Städten den Grund zu dieser Maßnahme. Hinrichtung. In Düsseldorf wurde am 3. August der Bäcker Brendgen, welcher die Franziska Reiners aus Flingern f. St. auf scheußliche Weise mordete, früh 6 Uhr mit der Guillotine hingerichtet. harte Fauststöße. Das waren die einzigen Schläge, die ich von meinem Vater je erhalten habe." Paul I. fand, wie die meisten russischen Despoten, ein entsprechendes Ende. Eines Morgens lag er erdrosselt in seinem Schlafzimmer; einer feiner devoteften Speichellecker, ein Herr v. Bennigsen, hatte ihn beseitigt. Arbeiterelend! Ergreifend klingt aus grauer Vorzeit ein Lied in unsere Tage herüber, das von der düsteren Menschennoth predigt, und das da zeigt, wie das Elend alle Wandlungen der Zeit und der Menschen überdauerte. Dieses soziale Lied, das im 14. Jahrhundert vor Christus entstanden ist, schildert die Lage der Arbeiter unter Ramses II. von Egypten. Wir entnehmen das Gedicht, das frisch und keimfräftig geblieben ist, wie die Getreidekörner in den Pyramiden, einem Buch von Maspéron über Egypten und Affyrien. Das Lied lautet deutsch folgendermaßen: -vorgetragen, worin der Ausschuß sich dagegen verwahrt, daß die Chicago, 2. Auguft. Dem Münzkongreß wurde ein Bericht Vereinigten Staaten ihre Finanzpolitik von der anderer Länder Münzprägungs- Anstalt für Gold und Silber, wobei 2/3 Gold abhängig machen. Derselbe befürwortet die Errichtung einer und 1/3 Silber ausgeprägt werden sollen, und sagt, die Bill Shermann sei nicht verantwortlich für die Finanzlage. Briefkaffen der Redaktion. P. A. Etwas Verkehrteres konnten Sie freilich nicht thun. Dergleichen übersieht man doch, wie die Dinge nun liegen. Met. Der Bericht steht in Nr. 175 d. Bl. unter Parteinachrichten. Einen vierstündigen Normal- Arbeitstag hält Fürst Frau E. B. Haben Sie für die geschilderte Behandlung Bismarck für das Richtige. So sagte er auf seiner Bierreise Beweise, dann gehen Sie gerichtlich vor, und dann gelangt die " Ich habe den Schmied bei seiner Arbeit gesehen, am offenen Sache auch in die Oeffentlichkeit. Ueberdies können Sie sie in nach Kissingen den Korps studenten, die ihn auf dem Göttinger Bahnhofe anhochten. Für die buntbemüßten Jüng- Schlunde seines Ofens, er hat Hände wie ein Krokodil und dem Verein der Mäntelnäherinnen zur Sprache bringen. Die verschiedenen Handwerker, linge, die die väterlichen Gelder in süßem Nichtsthun ver- ist so schmutzig wie Fischlaich. F. W., Liegnitz. Das Gesetz ist überall das gleiche; es geuden und aus der Kneipe auf den Fechtboden wanken, ist der welche den Meißel führen haben sie mehr Ruhe als der kommt nur auf die Beurtheilung des speziellen Falles an, über Bauer? Ihr Feld ist das Holz, welches sie schnigen, ihr Ge- den Ihr Echreiben keine genügende Auskunft giebt. ihnen von Bismarck empfohlene Vierstundentag noch zu lang. Von der vorjährigen Hamburger Cholera- Epidemie. werbe ist das Metall: selbst in der Nacht werden sie geholt F. M. 1. Wir haben schon wiederholentlich auf die gleichDer von dem Exekutiv- Ausschuß des Nothstands- Komitees in der und sie schaffen über ihr Tagewerk hinaus sogar in der Nacht lautende Frage geantwortet, daß das Erscheinen der Wahltabelle Cholerazeit veröffentlichte Generalbericht weist einen Gesammt ist ihr Haus erleuchtet und sie wachen. Der Steinmetz sucht im Vorwärts" angekündigt werden wird. 2. In den größeren eingang von 8 444 927 m. nach, davon 2669 938 m. von Arbeit an allen möglichen harten Steinen. Wenn er die Aus- Buchhandlungen finden Sie eine Auswahl der gewünschten und seine Hände müde Karten. Deutschland inkl. 1 272 916 M. aus dem hamburgischen Gebiet, führung seiner Aufträge vollendet hat Er muß von Sonnenaufgang an auf dem es folgen die europäischen Länder mit 359 801 M., Amerika mit sind, ruht er wohl? O. E. 28. Aus Durlach in Baden fragen Sie hier an, 364 332. Die Gesammtausgaben betrugen 3011 302 M., der Bauplah sein, selbst wenn ihm Knie und Rücken zu brechen was die gefehliche Alimententare in einem badischen Dorfe ift. reservirte Kassensaldo für etwa kommende Fälle ist 430 000 m., droh'n. Der Barbier rafirt bis tief in die Nacht. Um etwas Danach fönnen Sie doch bei sich zu Hause sich besser erfundigen, der für den Fall, daß er nicht gebraucht wird, zur Versorgung zu essen zu haben und bei Seite legen zu können, muß er von was in Ihrer Heimath Brauch ist. er muß sich der Wittwen der an der Cholera Gestorbenen verwendet Haus zu Haus eilen, seine Kunden aufsuchen, F. St. Daß Ihr Nachbar Krakehl mit Ihnen sucht, giebt werden soll. und seine beiden Hände abarbeiten, um feinen Magen zu füllen, Ihnen noch kein Recht, die Wohnung ohne Kündigung zu es gilt wie vom Honig, der allein ist ihn, der ihn sammelt. räumen. Bergwerksbrand. Das Flöh Nr. 9 der Zeche„ Prinz von Der Färber, seine Hände riechen übel, fie haben den Geruch Preußen", bei Bochum, welches mit Zeche Caroline" des Frau K., Danzigerstraße. Wiederholen Sie die Frage. Sarpener Bergbauvereins in Verbindung steht, ist in Brand ge- fauler Fische, die Augen fallen ihm zu vor Müdigkeit, aber wir wissen sonst nicht, worauf sich Ihre Karte bezieht. Rixdorf!! Verein zur Regelung der gewerbl. Verhältnisse der Töpfer Berlins u. Umgegend. Sonntag, den 6. August 1893, Vormittags 11 Uhr, im Lokale des Herrn Kummer, Riedorf, Berlinerstr. 136: Wander- Versammlung. Zages Ordnung: 1. Vortrag des Genossen Frik Hansen. Diskussion. 2. Gewerkschaftliches. Um zahlreichen Besuch der Rigdorfer Kollegen bittet 825/2 Volks- Bazar Köpenickerstr. 127a. B. Sax Der Vorstand. Volks- Bazar Köpenickerstr. 127a. Herren- u. Knaben- Garderobe. Empfehle mein Lager von fertigen Herren- u. Knaben- Garderoben, fowie zur Anfertigung nach Maaß unter Garantie des Gutsizens. Solide Preise! Reelle Bedienung! Oranien- Bad Oranienstrasse 44. Abonnements I. RI. 60 Pf., II. KI. 3 Bäder 1 M. Dampfkasten- Bäder. Einpackung und Massage. Leitungswaffer. B 4810L* Jamaica- Rum, [ 131M echt Verschnitt u. Fac., Literfl. 1,10, 1,60, 2,10, bei 5 Fl. 10 Pf. billiger. Tokayer, med. süßer Ungarwein, Literfl. M. 2,10. Himbeer-, Kirsch-, Johannisbeersaft, Liter M. 1,20. 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August 1893. die Rathsmitglieder selbst nicht besigen, denn diese haben( nach demfelben Gelegenheits- Gesetz von 1878) in erster Linie von der ihnen im Schooße des Kantonsrathes zustehenden Befugniß Ge brauch zu machen, einen betreffenden Anzug( Antrag, Motion), beziehungsweise eine Vorlage einzubringen. Sie können ein Initiativbegehren erst stellen, nachdem ihre diesfällige Anregung im Kantonsrath in Minderheit geblieben ist." " " 10. Jahrg. offene Stimmabgabe( oder vielmehr Stimmen famm Iung) in noch bedenklicherer Form wieder eingeführt. Man hat das Veto oder fakultative Referendum als eine Institution, die nur durch agitatorische Machinationen zum Ziele führen könne und des wegen für ein zu regelmäßiger Funktion berufenes Voltsrecht ungeeignet fei, zurückgewiesen, die ganz gleiche Agitation aber zur Bedingung für die Ausübung des Vorschlagrechtes gemacht. Wird der Repräsentanz durch Veto und Referendum der Ist die Einzel- Initiative wirklich reformbedürftig, so soll sie Es ist Zeit dafür zu sorgen, daß diese Widersprüche beseitigt Charatter einer gesetz gebenden Behörde genommen und ihr der Rath abweisen, dadurch, daß sie nicht ein Drittel bekommt; werden. Allerdings fagt der Artikel 29 der Verfassung nichts derjenige eines gefeges vorschlagenden oder gesetz ent- der Rath fann dann die im Grunde gute, aber schlecht formulirte von Unterschriftensammlung; aber in Ermangelung irgend welcher werfenden Rathes aufgedrückt, der in der That dem Volke Idee des Initianten zu der feinigen machen, d. h. felbft, und nicht Ausführungsbestimmung bleibt ja durchaus kein anderer Weg nur zu rathen", nicht zu befehlen hat, so wird nun durch im Namen des Initianten, einen wohl formulirten Gesetzesvorschlag offen, um die Zustimmung der 5000 zu dokumentiren." die Voltsinitiative dem Rathe auch noch Konkurrenz gemacht, vors Volt bringen. Es ist kein Grund dafür erfindlich, warum Während der Verfassungszeit, welche vom Herbst 1867 bis ihm eine gleichwerthige Institution, eine Art außerordentlicher der Rath für den, d. h. im Namen des Initianten die Arbeit Frühjahr 1869 sich erstreckte, hatte der zürcherische Wolfsmagen Beistand oder Nebenrath beigegeben, der mit dem ganz gleichen übernehmen und so aus einem dummen Initianten einen ge- so viel Neues zu verdauen, daß es geboten war, von dem Neuesten Rechte, wie der gewöhnliche Nath, Anregungen, Fragen, Bescheiten machen soll. Schon die Konkurrenz, in der sich der Rath des Neuen, von der Volksinitiative und deren Ausführungsgehren und Gesetzesvorschläge vor das Volk zur Abstimmung dem Initianten gegenüber befindet, sollte ihm das verbieten. modus, nur das strikt Nothwendige zu sagen und alles übrige bringen fann. Dem Rath ist wohl das Recht eingeräumt, die Aber die der Initiativ- Institution gehässigen Liberalen sehen den Detail der Gesetzgebung zu überlassen. Einmal die Hauptsache, Volksinitiative zu begutachten im empfehlenden oder ab- Widersinn ganz und gar nicht ein, der zu ungehörigen Insinua Das Prinzip der Initiative in der Verfassung festgenagelt" lehnenden Sinne, er fann auch einen Gegenvorschlag machen tionen, zu einer unwürdigen Markterei und schließlich zu einer sagten wir uns damals, das andere wird sich dann mit Zeit und mit in Konkurrenz treten, aber solchen Ronfusion geführt hat, daß zur Stunde die Konservativ- und Weil schon finden." Wir Sozialdemokraten waren überhaupt er darf-- und das ist die Hauptsache an der Initiative Freisinnigen selbst nicht weder ein noch aus wissen und ob sie froh, wunderten uns sogar, daß das Volks- Initiativrecht bei nichts, gar nichts" ändern. Daher ist auch die Initiative, Koch oder Kellner sind. den vielen reaktionären Bourgeois- und Bauernelementen, denen ftrifte genommen, nicht dem Rathe, sondern der Regierung, der Und doch ist die Sache so einfach. Wird eine einfältige das" Ding" spanisch vortam, nicht auf noch größeren Widerstand Erefutive einzugeben zu Händen des Rathes, der sie innerhalb Einzel- Initiative eingereicht( was übrigens feit 25 Jahren noch nie stieß und nahmen daher die zeit- und geldfressende Unterschriftenverfassungsmäßiger Frist zu behandeln hat.( In Zürich jedenfalls vorgekommen), so würde sie wohl ohne Diskussion und dadurch, sammlung gern mit in den Kauf, zumal man damals von der vor der zweitfolgenden, regelmäßigen Wolfsabstimmung.) Ver- daß bei der Abstimmung, d. h. Konstatirung des Drittels, nie- Pedanterie nichts wissen wollte, welche die Eidgenossenschaft fäumt der Rath diese Frist, so hat die Regierung die Pflicht, die mand dafür aufsteht oder stimmt, furzer Hand ab- und zur Ruhe seither eingeführt hat bei Sammlung der 30 000 Unterschriften Boltsinitiative, sofern sie nichts der Bundes- und Kantons- gewiefeu. Ebenso wenn die Einzel- Initiative gut ist, aber schlecht für das fakultative Bundes- Referendum( 1874) und die Bundesverfassung Zuwiderlaufendes enthält, so wie so, auch ohne Be- redigirt, wird ihr kein Drittel zustimmen: der Initiant mag fie Initiative von 50 000 Initianten, deren Stimmberechtigung von gutachtung des Rathes, zur festgesetzten Zeit zur Voltsabstimmung dann später, besser redigirt, wieder einbringen. Der Initiant den Gemeindebehörden beglaubigt werden muß, was für die zu bringen. soll sich wohl, zwei und dreimal, besinnen, ehe er von dem Sammlung von Unterschriften viel mehr Zeitverlust und Umtriebe Schon vor 25 Jahren verfocht man in Zürich die Ansicht, schönen Rechte der Einzel- Initiative Gebrauch macht, denn wenn zur Folge hat, als im Kanton Zürich, wo man hierin nicht so eine von einer großen Anzahl Initianten unterstützte Bolte er" dummes Zeug" bringt, wird er von Allen gründlich und engherzig ist. Immerhin sind die Uebelstände der zürcherischen initiative follte auch ohne Begrüßung des Rathes, direkt lebenslang ausgelacht. Man darf vom Initianten verlangen, Unterschriftensammlung derart, daß der fantonale Grütliverein und sofort dem Bolle vorgelegt werden können, um alle daß er nicht mit einem leicht hingeworfenen Gedanken, sondern schon vor 8 Jahren veranlaßt wurde, die Boltsinitiative für einen und jede revolutionären Ausbrüche in Zukunft zu vermeiden wohlgewappnet vor Nath und Volk erscheine. bessern Modus zu ergreifen; es gelang ihm aber nicht, die 5000 ( wie zum Beispiel der September putsch" in Zürich Es beruht ja die Institution der Initiative auf der Voraus Unterschriften aufzubringen. Den Kantonsrath aber, der die im Jahre 1839 anläßlich der Berufung fehung, daß der oder die Initianten wiffen sollen, was Einzelinitiative bereits so arg verpfuscht hat, mit der Ausfindigs fohn läugnerischen Theologie- Profeffors David Strauß). Rechtens ist, oder doch sich vorher genau über die Tragweite machung eines geeigneten Ausführungsverfahrens der Boltsinitiative So befürwortete ich in der Revisionstommiffion, die 1868 eine erfundigen sollen, fura, fie fußt auf der Präsumtion zu betrauen, hieße doch wohl den Bock zum Gärtner machen, Vorlage an den Büricher Verfassungsrath zu machen und ich das der Voraussetzung, daß der Initiant zur Ausübung der gefeß- denn dem Rath fann doch nicht daran gelegen sein, es wird ihm erfte Botum abzugeben hatte, eine Voltsinitiative von 10 000 gebenden Gewalt befähigt sei. Wer gesetzgeberisch auftritt, als Ronkurrenten nicht paffen", die Initiative zu erleichtern, Stimmberechtigten foll direkt, über den Kopf des Rathes hinweg, der soll zunächst selbst darüber lar sein, was er will, welche wohl eher zu erschweren. Es fállt uns auch schwer", wird der fofort ans Bolt gehen". Die Anhänger des Repräsentativsystems praktische Gestaltung seine Idee in ihrer Verwirklichung an- Rath flagen, gute, dem Wolfe genehme Geseze zu machen. Wir erschrafen darob und einer meiner Freunde benutte diese Stim- nehmen soll, in welcher Weise dieselbe in das bestehende System leiden auch oft an Geburtswehen, wie die sorgliche Mutter, die mung, um einer Initiative von nur 5000 Bahn zu brechen, die der Gesetzgebung und Verwaltung sich einreihen läßt, welche das liebe kind so lange unter dem Herzen getragen; warum aber der Kantonsrath zu begutachten hätte, ohne indes etwas Aenderungen in diesen Gebieten die Annahme seines Gesetzes sollen nun die Initiativ Fürsprecher allein das Vorrecht daran ändern zu dürfen; sei er damit nicht einverstanden, so vorschlages nach sich ziehen wird. Dann wird es ihm auch leicht haben, kosten, mühe- und schmerzlos zu gebären- ihre Mißfolle er das Recht haben, von sich aus einen Gegenvorschlag zu möglich sein, seinen Vorschlag in bestimmter Gefeßesform zum geburten." machen. Diefer Antrag wurde mit Freuden als eine Art klaren Ausdruck zu bringen. Weiß das ein Initiant nicht alles So würde es wohl im Rathsaal tönen, denn das ist ja der Erlösung begrüßt und angenommen, der meinige aber mit Glanz genau, so ist es seine Pflicht, ehe er die Initiative lancirt, fich gewöhnliche, alles zerschmetternde" Einwurf:„ Es würden dann verworfen. Im Grunde aber wurde dadurch die Wolks. Darüber des genauesten bei kompetenten Persönlichkeiten au er- die Stimmberechtigten mit allem möglichen Unsinn behelligt werden". initiative eher erleichtert, als erschwert; der Rath hätte fundigen; er kann ja sein Initiativ Projekt auch veröffent- Die Erfahrung spricht zwar dagegen, denn an Landsgemeinden, ja so wie so das Recht gehabt, von sich aus jederzeit lichen und jedermann einladen, ihn auf allfällige Mängel in an unsern Gemeindeversammlungen allüberall im Schweizerland einen Vorschlag an das Volk zu bringen, aber man Form und Inhalt aufmerksam zu machen, Verbesserungen ihm hat ja jeder Bürger von altersher das Recht, Anzüge, Anträge, verneinte damals noch, die gefürchtete Boltsinitiative werde so gefälligit mittheilen zu wollen. Um dies zu erleichtern, wurde Motionen zu stellen"; käme dabei so viel Unsinn vor, wie ein unter die scharfe Kontrolle des Rathes gestellt und wir waren auch schon vorgeschlagen, daß ein solches Projekt, ein erster Ent- Monarchist sich von vornherein einbilden muß, so hätte wohl mit der geringen Zahl von 5000 auch zufrieden und so wurde wurf, d. h. eine solch vorläufige Initiative dem Rathe eingegeben diese Art Initiative schon längst" unfinnshalber" abgeschafft wer bie Boltsinitiative trotz ihrer Neuheit beim Volfe willig auf- werden dürfe, da denn doch dem außer dem Getriebe der Ver- den müssen. Es kommt aber dieser„ Unsinn" in der Praxis felten und angenommen. Die anderen Kantone, welche die Initiative waltung stehenden, mit der Gesetzgebung und deren Formen nur vor, und das wäre wohl auch bei einer erleichterten Initiative später als Zürich einführten, haben alle verhältnismäßig höhere theilweise vertrauten Einzel- Initianten nicht zuzumuthen sei, daß der Fall; auch unser Staatsschreiber Stüßi ist der Meinung, Biffern für die Volksinitiative und die sog. Einzel: Initiative er beim ersten Wurf den Nagel auf den Kopf treffe". Diese„ daß die Sache in Zukunft nicht schlimmer herauskommen würde, hat uns gar keiner nachgemacht. sozusagen provisorische Initiative würde vom Rathe an als bisher. Nach den bisherigen Erfahrungen aber darf sich die eine besondere Kommission gewiesen, um unter Zuzug des oder Volksinitiative bezüglich der materiellen Begründetheit des Die Züricher Verfassung enthält nämlich an erster Stelle, mehrerer Jnitianten das Projekt zu berathen. Nach Schluß Sinnes" ihrer Vorlagen wohl neben die Initiative der Behörden noch vor der Volks- oder Kollektiv Initiative von 5000, diefer Berathungen hat der Initiant dem Kantonsrathe innert ftellen." eine Art Einzel- Initiative. Wenn ein Einzelner oder eine einer Frist von zwei Monaten die Erklärung abzugeben, ob er Der Initiativ- Modus läßt sich leicht vereinfachen, man Behörde"( Gemeinderath, Schul- oder Armenpflege 2c.) ein auf feinem Vorschlag beharre und, wenn ja, zugleich diesen Vor- braucht nur zu wollen, und zwar nicht nur die Einzel, sondern Initiativbegehren stellt, welches von einem Dritttheile der schlag, sei es in der ursprünglichen, sei es in modifizirter auch die Volkss oder Kollektivinitiative, die auf mancherlei Art Mitglieder des Kantonsrathes unterstützt wird, so muß Form, mit Begründung in Schrift einzureichen.... Sowohl zu stande tommen tann, nicht blos durch Unterschriftensammlung über dasselbe durch das Volk entschiedrn werden". der Initiativvorschlag in seiner definitiven Form als die oder Abzählung an Gemeindeversammlungen( Rittings Anstatt draußen im Volte 5000 Unterschriften zu suchen, fucht Begründung, sofern diese nicht mehr als drei Druckbogen um hausen's Sektionen), sondern auch auf andere Weise; das war uns der Initiant drinnen im Kantonsrathe den britten Theil der faßt, sind den Mitgliedern des Kantonsraths gedruckt zuzustellen." Sozialdemokraten schon vor 25 Jahren tlar, aber gerade darum, anwesenden Mitglieder zu bekommen und erreicht so dasselbe Biel Dieser definitive, allein giltige Einzelinitiativ- Borschlag weil die besten, d. b. einfachsten Maschinen immer zu allerletzt er auf die einfachste Weise vermittelst eines Schreibens, worin seine wäre dann aber vom Nathe in globo und ohne irgend welche funden werden, die schlechten, d. h. tomplizirten aber zuerst aufs Initiative und Begründung derselben enthalten ist. Man wollte Abänderungen zu behandeln und sofern derselbe nicht von einem Zapet tommen, wollten wir, diese nicht in der Verfassung haben dadurch befähigten Männern, auch außerhalb des Nathes, er Dritttheil der Mitglieder des Kantonsrathes unterstützt wird, ist und sagten daher lieber davon garnichts." Nichts steht entgegen," möglichen, ihre Ideen und Vorschläge ohne Umtriebe und Stoften er, auf besonderes, innert vier Tagen nach Mittheilung des fagt Stüßi( Seite 85)„ daß diese Zustimmung( zu einem Initiativ zur Bollsabstimmung zu bringen, wenn ein Drittel des Rathes bezüglichen Abstimmungsergebnisses zu stellendes Begehren des Projett) auf amtlichem Wege eingeholt werde, indem einfach für gut findet, daß sie dessen würdig seien. Inititianten behufs Einholung der Zustimmung von 5000 Stimm-( bei Anlaß der nächsten Referendums- oder Boltsabstimmung den Da 1868 die Proportionalvertretung, obwohl im Verfassungs- berechtigten, ohne Begründung und Begutachtung, bei Anlaß der Stimmberechtigten die Frage vorgelegt) und am Fuße eines rathe wiederholt ernstlich berathen, noch nicht populär war, wollten nächsten Voltsabstimmung den Stimmberechtigten vorzulegen und Stimmzettels beigefügt wird: Schließt Ihr Euch dem und dem wir, Anhänger dieser Idee, dadurch auch einer namhaften Minder eine entsprechende Frage in den Stimmzettel aufzunehmen."*) in der Vorlage enthaltenen Initiativbegehren an? So tommt heit des Rathes gerecht werden und den Zwiespalt in der Re- Wohlweislich spricht sich die Zürcher Verfassung von 1869 bas Begehren zur Kenntniß aller Stimmberechtigten; jeder, der präfentang so leichter zum Austrag bringen gegenüber einer aus nicht genauer darüber aus, wie die 5000 der Boltsinitiative zu auftimmen will, hat Gelegenheit dies zu thun; er tann dies geschließenden, ungerechten, untraftablen Majorität des Parlaments. ftande kommen müssen und ein Spezialgesetz über die Art heim thun, und es ist ihm die nöthige Beit zur Ueberlegung geDamals hatte es freilich die Meinung, und auch die Verfassung der Sammlung ist bislang noch nicht erlassen worden, lassen. Alle Vorsichtsmaßregeln, welche man jetzt zur Sicherung fagt nichts anderes, daß diese Einzel- Fnitiative ganz so behandelt so daß eben nichts anderes übrig blieb, als die Sammlung von gegen Mißbräuche für nöthig erachtet, die Beglaubigung der Unterwerden solle, wie die Volks- Initiative, d. h. daß auch da der Rath 5000 Unterschriften bei den 80 000 Stimmberechtigten. Aber schrift, die Beurkundung der Stimmberechtigung, die zeitliche Einan der eingereichten Einzel- Initiative ebenfalls nichts, garnichts dieser bis anbin einzig offene Weg läßt sehr zu wünschen übrig, schränkung der Unterschriftensammlung fallen dahin; die Zustimmung ändern dürfe, was aber dann 10 Jahre später, als die Gegen- und Staatsschreiber Stüßi fann nicht umhin, denselben folgender- erfolgt in ein und derselben Stunde und zerstreut sich nicht über partei, die der Konservativ Liberalen, wieder Meister wurde, maßen( Seite 79) scharf zu kritistren: Monate; man ist sicher, daß nur Stimmberechtigte sich ausstreichen und Durch ein Gesetz folgendermaßen verunstaltet wurde: Gesetz be-" Der Einzelne hat schlechterdings kein Mittel, seinen Vor- daß nicht der eine für den andern unterzeichnet. Vergleicht man treffend die Behandlung von Initiativbegehren, 19. Mai 1878". fchlag allen Stimmberechtigten zur Kenntniß zu bringen und sie den Aufwand, der für die Sammlung der Unterschriften nöthig § 8. Die Frage, ob ein von einem Einzelnen oder einer Be- um die Erklärung über ihre Zustimmung anzugehen. Er ist ist, mit dem Aufwand, der nach gegenwärtigem Vorschlag hierzu hörde gestelltes Initiativbegehren, Anregung oder Entwurf, von auf den relativ Ileinen Kreis der Stimmberechtigten erforderlich wäre, so fällt auch diese Vergleichung in hohem Maße einem Dritttheile der Mitglieder des Kantonsrathes unterstützt angewiesen, die er und seine Freunde in Person bear- zu gunsten dieses Vorschlags aus, ganz abgesehen davon, daß werde, wird am Schlusse der vom Kantonsrathe über den beiten können, und da müssen nun mit allen Mitteln aus dieser Art der Behandlung die Bürger gewiß weit mehr Gegenstand und gepflogenen Berathung Beschluß Unterschriften Da zu stande gebracht werden. wird politische Bildung gewinnen tönnen, als aus jenen agitatorischen fassung zur Abstimmung gebracht. Der Antragsteller( d. h. Die Parteidisziplin angerufen, um Widerstrebende herum- Unterschriftensammlungen, die wohl eher zur Diskreditirung bes Initiant) oder die antragstellende Behörde sind berechtigt, vor zubringen; man den ganzen Einfluß der sozialen Initiativrechtes beitragen mußten." bieser Abstimmung den vom Kantonsrathe getroffenen Stellung geltend; die Rücksichten der Freundschaft, der Kundsame Wie man sieht, wäre hier leicht zu helfen; jeder Stimm Entscheidungen ganz oder theilweise beizutreten müssen herhalten; Frauen werden in Anspruch genommen, um berechtigte bekäme bei einer gewöhnlichen Boltsabstimmung außer und demgemäß ihre Anregung oder ihren Entfür ihre Männer, Söhne, um für den Vater zu unterschreiben; seinem Referendums- Stimmzettel noch einen zweiten, das Initiativ= wurf( d. h. die ursprüngliche Initiative) abzuändern, beman drängt und bestürmt den Unwilligen, bis er nachgiebt, um begehren enthaltenden Initiativ Stimmzettel zugestellt; auf ziehungsweise zurückzuziehen. Entspricht der Kantons Ruhe zu bekommen; man erleichtert ihm die Sache, indem man diesen würde der Aktivbürger, falls er mit dem angeregten rath dem Initiativbegehren nicht, so muß über dasselbe durch nur sein ganzes oder halbes Einverständniß verlangt, um für Initiativ- Projekt einverstanden ist, ein Ja! schreiben und sich das Volk entschieden werden, wenn es von einem Dritttheil der ihn zu unterschreiben. In der Regel ist es gar nicht möglich, dem damit auch als Initiant bekunden. Hierdurch würde natürlich in beschlußfäbiger Anzahl anwesenden mit Unterschreibenden Zeit zu lassen, Vorschlag und Begründung zu die Sammlung der gesetzlich vorgeschriebenen Anzahl ganz wesent glieder des Rantonrathes unterstützt wird." Hier wird also prüfen; man fagt ihm ungefähr, um was es sich handle; daß lich erleichtert. bem Grundsatze, daß über Initiativen, auch im Rathe, nur in man es dabei mit der Wahrheit nicht immer ganz genau nehmen Dieser bequeme und billige Modus paßte aber nicht bloß für globo, nur als Ganzes diskutirt und abgestimmt werden darf, darf, gehört zur Agitation. So bringt man schließlich die 3000 die Einzel- Initiative, sondern auch für die Rollettiv ins Gesicht geschlagen, wobei dann der Unsinn begangen wird, Buftimmenden" zusammen und das Wert ist gethan." oder Volksinitiative; nur müßte da immerhin verlangt werden, daß man im Rathe über einzelne Punkte und Details Sind tas der Würde diefes Volfsrechtes angemessene Formen? daß eine gewisse Anzahl Stimmberechtigter mit ihrer eigenhändimit Mehrheit abstimmt, während bei der Haupt- Ist das die richtige Gestaltung der Mitarbeit des Volkes an der Ver- gen Unterschrift zu dem der Regierung eingereichten Initiativ abstimmung über das Ganze ein Drittel genügt. So feift, befferung der öffentlichen Zustände, wenn die Initiative monopoli Projekt sammt Begründung stehen, und auch für allfällige Unforregirt oder Stümpert man, der Natur der Initiative firt wird zu Gunsten derjenigen, welche das nöthige Geld und die foften solidarisch haften wurden, falls das Initiativprojekt nicht zuwiderlaufend, an den einzelnen Paragraphen herum, nicht nöthige Zeit und die nöthige Lust zu solcher Agitation haben? die nöthige Anzahl Initainten fände oder das Initiativbegehren nur den Wortlaut, sondern auch den Sinn und Geist, das Liegt in einer solchen Agitation irgend ein Element für die bei der Boltsabstimmung verworfen würde. Wie groß die AnMaterielle der Jnitiative ändernd und der Initiant, im Rathe Förderung politischer Bildung des Voltes?" zahl dieser Solidar- Jnitianten sein müßte, würde wohl je hin- und hergezerrt, tribulirt und geängstigt, hat sofort vor der Man hat im Jahre 1869 die offene Abstimmung als die nach den Kantonen oder Staaten verschieden bemessen werden; Hauptabstimmung, wo ein Dritttheil Trumpf ist, sich zu er- Gewissensfreiheit beeinträchtigend oder Ergebniß fälschend be mindestens müßte diese Anzahl der Mehrheit des Rathes, flären, ob er den Verbesserungen oder Verböserungen" der fämpft, im gleichen Athemzuge aber für die Initiative die wo nicht der Bahl aller Raths- oder Parlamentsmitglieder gleichMehrheit des Rathes beipflichten wolle oder nicht. Man tommen oder gar um das zwei- oder mehrfache übersteigen; immerdrückt also einerseits diese Einzel- Initiative zu einer Motion *) Seite 84 der Broschüre Referendum und Initiative im bin wären das verhältnißmäßig nur wenige, wie beim„ Siebenherab und andererseits giebt man dem Jnitianten Diechte, welche Ranton Zürich. 1869-1886"( von Staatsschreiber Stüßt). Geschlechts- Begehren" in Uri, die es zur Ergreifung des Ini " - A 8... 9. die Vornahme der ihm durch die Gesetzgebung zugewiesenen Wahlen; Art. 32. Der Kantonsrath wird in Wahlkreisen gewählt, deren Zahl und Umfang das Gesetz bestimmt. Art. 33. Die Mitglieder des Regierungsrathes können nicht gebung direkt durch das Volk ausgeübt wird. Alles für das Volk und alles durch das Volt! Zürich, August 1869. Im Auftrage der Sektion Zürich. Der Ref.: Karl Bürkli." tiativrechtes bedürfte und es hätte so eine relativ kleine Anzahl Bürger ein Mittel in der Hand, ihren Initiativvorschlag allen Stimmberechtigten zur Kenntniß zu bringen und sie um die Erflärung über ihre Zustimmung anzugehen. Natürlich müßte die vom Volfe gewählte Regierung das Recht haben, nicht nur solche Initiativbegehren, die der Bundes- oder Kantonsverfassung Mitglieder des Kantonsrathes sein; dagegen haben sie im Kantons- Und heute, nach bald einem Vierteljahrhundert, ist nicht Widersprechendes, sondern auch diejenigen Initiativprojekte, rathe berathende Stimme, das Recht der Antragstellung und der nur die Sektion Zürich, sondern welche offenbaren Unsinn oder mangelhafte Redaktion ent- Berichterstattung..... Der Kantonsrath kann für einzelne Se firte Arbeiterschaft der Schweiz derselben Meinung und Gedie gesammte organi halten, zurück und auf den Weg der Unterschriftensammlung, schäfte Sachverständige außer seiner Mitte mit berathender willens, obigen Antrag zu wiederholen. Zufolge dessen der daneben immer noch zu Recht bestehen würde, zu weisen. Stimme zuziehen. Solche oder ähnliche Kautelen oder Vorkehrsbestimmungen dürften Art. 34. Die Mitglieder des Kantonsrathes erhalten hat schon letztes Jahr das schweizer Komitee des intergenügen, um der gefürchteten Ueberschwemmung von„ Unsinn" vor- während der Sitzungen ein mäßiges Taggeld und eine einmalige Zürich beschlossen, die direkte Gesetzgebung durch das Bolt als nationalen sozialdemokratischen Arbeiterfongresses von 1893 in zu beugen. Uebrigens werden dumme oder leichtfertige Initianten, angemessene Reise- Entschädigung für die Session. ein Haupttrattandum auf die Tagesordnung des nächsten Kondie nicht wissen sollten, daß es das Volk mit dem Initiativrecht IV. Vollziehung und Verwaltung sehr genau und ernst nimmt, bald die Erfahrung machen, daß Art. 87. Die vollziehende und verwaltende Kantonalbehörde, gresses in Zürich zu sehen, und, um die Diskussion abzukürzen wer den Schaden( Publikationskosten zc.) hat, für den Spott nicht Regierungsrath, besteht aus sieben Mitgliedern, welche in einem sowie über diese noch Manchem dunkel vorkommende Frage helles Licht zu verbreiten, eine leicht faßliche, kurze Auseinandersetzung zu sorgen braucht. fantonalen Wahlkreise gleichzeitig mit dem Kantonsrathe durch der Ideen, Grundsäge und Erfahrungen der direkten Volksgesetzdas Volk gewählt werden. Art. 38. Der Regierungsrath wählt seinen Präsidenten und gebung in mehreren Sprachen( deutsch, französisch, lisch, italienisch Bizepräsidenten je auf die Dauer eines Jahres. und spanisch) zu publiziren und die internationalen Sektionen und Adressen zu versenden, Art. 39. Das Amt eines Mitgliedes des Regierungsrathes in der Hoffnung, die internationale Arbeiterschaft werde diese ist unvereinbar mit irgend einer anderen festbefoldeten Stelle. Für die Bekleidung der Stelle eines Direktors oder Verwaltungs- für die arbeitende Klasse so hochwichtige politische Frage in rathes einer Aktiengesellschaft ist die Erlaubniß des Kantonsraths ernstliche Erwägung ziehen und ihr die allseitige Zustimmung, erforderlich. Von den Mitgliedern des Regierungsrathes dürfen in Würdigung des Grundsayes, daß die direkte Gesetzgebung ähnlich wie dem Achtstunden- Feiertag, zu Theil werden lassen, nicht mehr als zwei den eidgenössischen Räthen angehören. Art. 40. Dem Regierungsrathe tommen wesentlich folgende durch das Volk das echte, rechte Werkzeug ist, mit dem man die Arbeiterfragen, die große soziale Frage friedlich lösen kann. Pflichten und Befugnisse zu: 1. Das Vorschlagsrecht für Geseze und Beschlüsse vor dem Kantonsrathe; Das schöne Volksrecht der Initiative würde durch weitherzige, zweckentsprechende und erleichterte Mittel und Wege der Ausführung nur gewinnen und dadurch dem Wolfe erst recht ins Herz hineinwachsen. Im Kanton Zürich kann sich dieses Boltsrecht auf zweierlei Arten äußern: 1. Wenn der 16. Theil der Stimmberechtigten( 5000 Initianten bei 80 000 Aftivbürgern) einen Vorschlag macht, muß derselbe vor die Volksabstimmung gebracht werden. 2. Wenn ein Einzelner einen Vorschlag macht, dem ein Drittel des Kantonsrathes beistimmt, muß ebenfalls durch das Volt darüber abgestimmt werden. Somit sind im Kanton Zürich: 1. 5000 Initianten, 2. Ein Einzelner, dem ein Drittel der anwesenden Mitglieder des Rathes zustimmt, 3. Die Mehrheit des Kantonrathes selbst( aus etwa 200 Mitgliedern bestehend), alle drei gleichberechtigt, Vorschläge an das Volk zur Abstimmung zu bringen; nur ist der Rath das gewöhnliche Organ; die zwei andern Organe aber die außergewöhnlichen, die sofort in Thätigkeit tommen, wenn das gewöhnliche I a hm wird. Zum besseren Verständniß folgen hier die Artikel über Initiative und Referendum aus der Züricher Verfassung von 1869, welche mit folgenden Worten beginnt: Das Volk des Kantons Zürich giebt sich traft seines Selbstbestimmungsrechts folgende Berfaffung: 1. Staatsbürgerliche Grundsätze. ( Art. 1 bis und mit Art. 18.) 11. Volks und Staatswirthschaftliche Grundsätze. ( Art. 19 bis und mit Art. 27.) III. Gesetzgebung und Volksvertretung. Art. 28. Das Volk übt die gesetzgebende Gewalt unter Mitwirkung des Kantonsrathes aus. A. Vorschlagsrecht des Volkes. 2. die rechtzeitige Veröffentlichung aller Vorlagen für die Voltsabstimmung und der in Kraft getretenen gesetzgeberischen Akte, sowie die Sorge für Vollziehung der Gesetze und der Beschlüsse des Volkes und des Kantonsrathes; 3. die Besorgung des Verkehrs mit dem Bunde und den Kantonen; 4. die Oberaufsicht über das Unterrichts- und Kirchenwesen und über die Besorgung des Armenwesens, sowie über die sämmtlichen ihm untergeordneten Behörden und Beamtungen; 5. die Beurtheilung der Streitigkeiten im Verwaltungsfache in letzter Instanz; 6. die Entwerfung des Voranschlages der Einnahmen und Ausgaben des Staatshaushaltes und der Separatgüter, die Vorlegung der bezüglichen Jahresrechnungen, sowie eines Berichtes über seine sämmtlichen Verrichtungen zu Handen des Kantonsrathes; 7. die Bestellung seiner Kanzlei und die Ernennung aller der jenigen Beamten und Angestellten, deren Wahl nicht durch Verfassung und Gesetz einem anderen Wahlkörper übertragen ist... = Briefkaffen der Redaktion. eng= an W. G. 20. 1. Ob jemand Dispositionsurlauber oder dergl. ist oder nicht, entscheidet die Frage, ob er Einkommen hat, also zur Steuer zu veranlagen ist, nicht. 2. Eine Ehefrau bedarf nicht der Einwilligung Ihres Ehemannes zur Klage. Ein Senat des Reichsgerichts hat allerdings vor Jahren in einer von Logit und nicht juristischem Menschenverstand abwegigen Entscheidung angenommen, daß in der Provinz Brandenburg nie die Ehefrau ohne Ehemann verklagt werden könne. Dieser durchaus verkehrten Ansicht folgten daraufhin eine Zeit lang einige Richter. Vor furzem im 30. Band der Entscheidungen ist die Entscheidung vom Reichsgericht selbst aufgegeben. 3. Einem 3eugen fann fein Gid zugeschoben werden. Zugeschoben kann ein Eid nur einer Partei werden. Klagt z. B. Schulze gegen Müller mit der Behauptung, M. habe von ihm 100 m. geborgt erhalten, so kann er dem Müller der Partei den Eid über die Wahrheit seiner Behauptung zuschieben". Müller fann sodann den Eid annehmen oder zurückschieben", d. h. verlangen, daß Schulze selbst schwöre, daß er Recht habe. Benennt Schulze zum Beweise seiner Behauptung Zeugen, so beschließt das Gericht deren Bernehmung. Der Zeuge hat seiner Zeugenpflicht zu In demselben Jahre, 1869, in welchem die neue Züricher genügen oder Geldstrafe und Haftstrafe bis insgesammt 6 Monaten Art. 29. Das Vorschlagsrecht der Stimmberechtigten( Initiative) Verfassung ins Leben trat, beschloß die Sektion Zürich der gewärtigen. 4. Der Vertrieb ausländischer Loose in Preußen ist strafbar. 5. Die Kürzung einer Unfallsrente aus dem Grund, amfaßt das Begehren nach Erlaß, Aufhebung oder Abänderung eines Internationalen Arbeiter Assoziation einen Gesetzes oder verfassungsmäßig nicht ausschließlich in die Be Antrag, betreffend die direkte Gesetzgebung durch daß der Verletzte an einen anderen Ort mit niedrigerem Tagefugniß des Kantonsrathes fallenden Beschluffes. Derartige Bebas Bolt am internationalen Arbeiterkongres in Basel( 1869) lohn gezogen ist, ist unzulässig. Nr. 112. Nach§ 105c Nr. 3 der Gewerbe- Ordnung finden gehren lönnen in der Form der einfachen Anregung oder des einzubringen und Referat und Antrag vorher zu veröffentlichen.") die Bestimmungen, welche für Fabriken Sonntagsruhe anordnen, ausgearbeiteten Entwurfes gestellt werden und find im einen wie Dieser Antrag fand damals in Basel noch nicht genügende Beim andern Falle zu begründen. Wenn ein Einzelner oder eine Behörde ein solches Begehren damaligen Anarchisten und russischen Nihilisten, leidenschaftlich Bereinbarung eine freie Nacht nicht zu. achtung, ja er wurde sogar von Bakunin, dem Haupte der auf die Bewachung der Betriebsanlagen leider keine Anwendung. Dem Betreffenden steht also mangels einer besonderen ftellt, welches von einem Drittheile der Mitglieder des Kantonsrathes bekämpft, als etwas im höchsten Grade Reaktionäres und Antiunterstützt wird, so muß über dasselbe durch das Volk entschieden Revolutionäres, so daß, troß eifrigem Bemühen Rittinghausen's, liche Angelegenheiten bezwecken", find zu ihrer polizeilichen AnBuchwald. 1. Vereine, welche eine Einwirkung auf öffentwerden. Dem Antragsteller oder dem Abgeordneten der antrag Liebknecht's und Anderer, dieses Traktandum ans Ende stellenden Behörde steht das Recht der persönlichen Begründung der Geschäfts- oder oder Tagesordnung( Traktandenliste) ge für das Büchel, das gelegentlich Verwerthung finden kann. Tagesordnung( Trattandenliste) ge- meldung verpflichtet. 2. Sie find im Recht. 3. Besten Dank im Schooße des Kantonsrathes zu, insofern 25 Mitglieder des jetzt wurde und folglich, wie Bakunin es wollte, nicht 4. Der Betreffende muß, falls er mit der„ Rente", die ihm zuKantonsrathes das Gesuch um persönliche Begründung uuter- mehr zur Behandlung kommen konnte. Den englischen und stützen. amerikanischen Delegirten gefielen die Institutionen Initiative gebilligt wird, nicht zufrieden, bei seiner Entlassung erklären, daß Ebenso muß der Volfsentscheid veranlaßt werden, wenn und Referendum" so gut, daß sie unsere Flugschrift famint der er sich seine Rechte auf zubilligung einer höheren Rente vor5000 Stimmberechtigte oder eine Anzahl von Gemeindeversamm Bürcher Verfassung in's Englische übersetzen ließen und unter der behält und muß dann innerhalb sechs Monaten nach lungen, an denen wenigstens 5000 Stimmberechtigte dafür ge- organisirten Arbeiterschaft Englands und der Vereinigten Staaten feiner Entlassung gegen den Militärfiskus beim Landgericht Klage erheben. stimmt haben, ein solches Begehren stellen, insofern der Kantons Nordameritas verbreiteten.**) 5. S. 100. 1. Eheleute fönnen wegen gegeneinander ver rath demselben nicht entspricht. Eine rechtzeitig eingereichte AnDie Publikation unseres Antrages sammt Begründung geübten Diebstahls oder Unterschlagung nicht, wegen Betruges regung soll spätestens in der zweitfolgenden regelmäßigen Bolts- schah so zeitig, daß unser Delegirte, Hermann Greulich, am nur auf Antrag bestraft werden. 2. Eheleute tönnen Be abstimmung dem Volfe zum Entscheide vorgelegt werden. Eisenacher Kongreß im August 1869 die Flugschrift mitnehmen Die Anregung, beziehungsweise der Entwurf, ist vor der Ab- und befannt geben konnte; zum ersten Mal wurde dort die leidigungen, die unter ihnen vorgefallen, gerichtlich im Wege der stimmung immer dem Kantonsrathe zu begutachtender Beschluß- direkte Gesetzgebung durch das Volk auf das Beleidigungsklage verfolgen, daß derartige Klagereien von gutem Geschmack zeugen, läßt sich nicht behaupten. 3. Der Ehemann ist faffung zu unterbreiten, Für den Fall, daß ein von der Bolfsinitiative ausgegangener Programm der deutschen sozialdemokratischen Partei genommen. für die Kinder aus erster Ehe seiner Frau nicht zu sorgen ver Es heißt in dieser Flugschrift am Ende:„ Wir möchten Gesetzesentwurf zur Abstimmung gelangt, kann der Kantonsrath nicht behaupten, daß obige Artikel über Initiative und Refe- pflichtet. 4. Die Sachen der Frau haften für die Miethe aus dem dem Wolfe außer seinem Gutachten auch einen abgeänderten Ent- rendum in unserer neuen Zürcher Verfassung in allen Theilen waltungsrecht des Ehemannes vor Eheschluß gerichtlich entsagt vom Ehemann abgeschlossenen Miethsvertrag, falls nicht dem Verwurf zur Entscheidung vorlegen. das durchaus Richtige getroffen hätten und so zu sagen als un- ist. 5. Ein Mann hat ein Recht, seine Frau rauszuwerfen", nicht fehlbares Schema gelten sollen. Die Mannigfaltigkeit der indiArt. 30. Alljährlich zwei Mal, im Frühjahr und im Herbst, viduellen Anschauungen wird da und dort Mängel heraus- ueber die ähnlichen von Ihnen noch gestellten Fragen holen Sie findet die Abstimmung des Volkes über die gesetzgeberischen finden. Allein diese Artikel verdienen als erster ernsthafter sich mündlich zwischen 12 und 1 Uhr Bescheid. Nr. 36. Wenn die Gegenstände bereits vor Einbringung Atte des Kantonsrathes statt( Referendum). In dringen- Versuch insofern alle Beachtung, als sie ein Gesammt in die Wohnung Ihr Eigenthum waren, so haben Sie das eine find; und Berathungen den Fällen kann dieser eine außerordentliche Abstimmung an- wert Recht, deren Herausgabe im Klagewege zu beanspruchen. Indeß stimmungen eines ganzen Voltes hervorgegangene neue ordnen. Staatsform, in welcher sich die Gesammtheit nach ihren würde Ihr Schwager der Gefahr strafrechtlicher Verfolgung wegen Betruges unterliegen, wenn er im Miethsvertrag die fortschreitenden Bedürfnissen ungehemmt entwickeln kann. Aus einem dahinWir leben der Ueberzeugung, daß die direkte Gesez- Sachen als ihm gehörig bezeichnet hat. gebung durch das Volk durch die Institutionen der gehenden Vermerk könnte auch vom Richter geschlossen werden, Boltsinitiative für Geseze und Boltsabstim daß das Eigenthum auf Ihren Schwager übergehen und Ihnen mung über Geseze in den größten Staaten eingeführt nur ein Pfandrecht an den Sachen verbleiben solle. Dann werden kann und muß, und daß die sozialen Fragen würden Sie abgewiesen werden. ohne diefe politischen Einrichtungen nicht gelöst werden tönnen. B. Bolts abstimmung. Der Volksabstimmung sind zu unterstellen: 1. Alle Verfassungsänderungen, Gefeße und Konkordate; 2. Diejenigen Beschlüsse des Kantonsrathes, welche derselbe nicht endgiltig zu fassen befugt ist( s. Art. 31); 3. Schlußnahmen, welche der Stantonsrath von sich aus zur Abstimmung bringen will. Der Kantonsrath ist berechtigt, bei der Vorlage eines Gesetzes oder Beschlusses neben der Abstimmung über das Ganze ausnahmsweise auch eine solche über einzelne Punkte anzuordnen. Die Abstimmung findet mittels der Stimmurne in den Ge- pflichtet, meinden statt. Die Betheiligung hieran ist eine allgemeine Bürgerpflicht. Die Bolkeabstimmung kann nur bejahend oder verneinend sein. Bei derselben entscheidet die absolute Mehrheit der bejahenden und verneinenden Stimmen. Ter Rantonsrath ist nicht befugt, Gesetze oder Beschlüsse vor der Abstimmung provisorisch in Kraft zu setzen. Alle zur Boltsabstimmung gelangenden Vorlagen sind spätestens dreißig Tage vor derselben zu veröffentlichen und den Stimmberechtigten einzuhändigen. C. Rantonsrath. Art. 31. Dem Kantonsrathe kommt zu: 1. Die Berathung und Beschlußfaffung über alle Gegenstände, welche der Volts abstimmung unterstellt werden; 2.... 3. die Verfügung über die Wehrkraft des Kantons, soweit dieselbe nicht vom Bunde beansprucht wird; 4. die Ueberwachung der gesammten Landesverwaltung und der Rechtspflege, sowie die Entscheidung der Konflikte zwischen der vollziehenden und der richterlichen Gewalt. Behuss Stellung einer Anflage gegen Mitglieder des Regierungsrathes und des Obergerichts tann er einen besonderen Staatsanwalt ernennen; 5. die endgiltige Entscheidung über neue einmalige Ausgaben für einen bestimmten Zweck, welche den Betrag von 250 000 Fr. nicht übersteigen, sowie über neue jährlich wiederkehrende Ausgaben bis auf den Betrag von 20 000 Franken; 6. die Festsetzung des jährlichen Voranschlages der Einnahmen und Ausgaben des Staatshaushaltes nach Maßgabe der bestehenden Gesetze und Beschlüsse, vorbehältlich der Bestimmungen in Biffer 5, und die gleichzeitige Bewilligung der entsprechenden Steuer; 7. die Prüfung der Staatsrechnung und der Rechnungen über die Separatgüter, die Sorge für ungeschmälerte Gr haltung des Staatsvermögens und für zweckmäßige Neufnung und Verwendung seines Ertrages; aus den Ab9 " Die Settion Zürich hält sich daher für ebenso ver: als berechtigt, die Idee der direkten Gesetzgebung durch das Volk vor das Forum des Internationalen Arbeiterbundes zu bringen, in der Ueberzeugung, daß diese Idee, wie die ewig denkwürdige Erklärung der Menschenrechte, als wirksamstes Mittel zur Verwirklichung dieser sozialen Rechte ihren Weg um den Erdkreis machen wird. Sie stellt deshalb folgenden Antrag: In Erwägung: daß das Gesetz das geschriebene Interesse des Gesetzgebers ist; daß bei der Gesetzgebung das Interesse der Gesammt heit naturgemäß maßgebend sein soll; daß erfahrungsgemäß Repräsentativförper mehr das Kapital als die Arbeit repräsentiren, und daher in der Regel die Gesetze auf Kosten der arbeitenden Massen zu gunsten des Kapitals gemacht werden; daß nur durch direkte Betheiligung an Der Gesetzgebung im Volte das politisch- soziale Bewußtsein durchdringen kann, welches die erste Borbedingung zur Lösung der sozialen Frage ist; beschließt: Es sei eine Hauptaufgabe der arbeitenden Klaffen, dahin zu wirken, daß die sozialdemokratische Republik verwirklicht werde, in welcher die Gesez V A. K. Holzminden liegt im Herzogthum Braunschweig. 2. S., Potsdam. Geschäftsaustünfte ertheilen wir nicht. Grüner Junge. 1. Der Pfändung leider aber in Preußen trotz Wuchergesetzes dem Retentionsrecht des Vermiethers -sind nicht unterworfen die in§ 715 der Zivil- Prozeßordnung aufgeführten Gegenstände. Dahin gehören insbesondere die Kleidungsstücke, die Betten, das Haus- und Küchengeräth, soweit bei Künstlern, HandFamilie unentbehrlich sind, ferner die vorbezeichneten Gegenstände für den Schuldner und feine werkern, Hand- und Fabrikarbeitern, sowie bei Hebeammen die zur persönlichen Ausübung des Berufs unentbehrlicher Gegenstände. 2. Was in Ihrer Wohnung sich befindet, fann gepfändet werden; Sache des Eigenthümers ist es dann, fein Recht im Wege der Interventionstlage geltend zu machen. 3. Wollen Sie nicht wenigstens ungefähr angeben, wann Ihnen das passirt sei? Stille Hedwig. 1. Wenn eine Frau von einem Abzahlungsgeschäft ohne Wissen des Mannes Waaren entnimmt, so ist der Mann nicht verantwortlich. 2. Die Frau fann, wenn sie den Namen ihres Mannes gefälscht und die Sachen versetzt hat, in sehr üble Lage fommen. Frau Ku Sie bezw. Ihr Mann müssen die von Ihrem noch nicht 7 Jahre alten Jungen zerbrochene Scheibe bee zahlen. Dienstmädchen. Wenn das Dienstmädchen vor Ablauf der Dienstzeit heirathen will, so muß sie zuvor fündigen und, falls monativeise gemiethet war, den laufenden Monat, sonst das laufende Vierteljahr noch im Dienst aushalten. W. S. Sie können den Schuldner verklagen, wenn er Ihnen nicht zahlt, wiewohl Sie Ihre Vormundschaftsbestellung vorweisen. P. W. Die Tochter fann in einer Anklagefache gegen ihre Eltern sowohl jede Aussage wie überdies die Leistung eines Eides ablehnen, selbst wenn sie eine Aussage gemacht hat. Was praktisch **) Die englische Broschüre von 36 Seiten ist betitelt: ist, hängt vom Einzelfall ab. P. S. Sie müssen im Termin erscheinen, die Quittungen, Direct Legislation by the People, versus Representative Governement. Translated from in denen vorbehaltlos quittirt ist, vorweisen, unter Angabe von the original swiss pamphlets by Eugene Oswald( and Beugen Ihre Vereinbarung mit dem Wirth darlegen. Werden Constitution of the confederate Canton of Zürich.") Ihre Behauptungen erwiesen, so wird Kläger foftenfällig abLondon: Chery u. Fletcher, 6 Wardrobe Place, Doctors: gewiesen, andernfalls werden Sie unter Auferlegung der Kosten Commons, E. Č. 1869. verurtheilt. Diese Flugschrift von 8 Seiten führt den Titel: Dirette Gefeßgebung durch das Volt. Referat und An trag der Sektion Zürich an den am 6. September 1869 in Basel zu eröffnenden Kongreß der Internationalen Arbeiter Assoziation. Preis 5 Zentimes. Buchhandlung des Schweiz. Grütlivereins in Zürich. 99 Rerantwortlicher Redakteur: Wilhelm Schröder in Berlin. Druck und Verlag von Mag Bading in Berlin SW., Beuthstraße 2.