Mr. 186. Erscheint täglich außer Montags. Breis pränumerando: Viertel jährlich 8,30 Mart, monatlich 1,10 mt, wöchentlich 28 Bfg fret in's Haus. Einzelne Nummer 6 Pfg. Sonntags- Nummer mit illuftr. Sonntags- Beilage Neue Welt" 10 Pfg. Post- Abonnement: 8,30 Mt.pro Quartal. Unter Kreuzband: Deutschland u. DefterreichUngarn 2 Mt., für das übrige Ausland 3 Mt.pr.Monat. Eingetr. in der Post Zeitungs- Preisliste für 1893 unter Mr. 6708. Vorwärts 10. Jahrg. Infertions- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzeile oder deren Raum 40 Pfg., für Vereins- und Beriammlungs Anzeigen 20 Bfg Inferate für die nächie Nummer müssen bis 4 Uhr Nachmittags in der Erpedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochen= tagen bis 7 Ubr Abends, an Sonnund Festtagen bis 9 Uhr Bore mittags geöffnet. Fernsprecher: Amt I. 4186. Telegrammi- Adresse: Bozialdemokrat Berlin! Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Bur Inferatenfeuer wird uns noch geschrieben: " Donnerstag, den 10. August 1893. = " Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. Finanzministers einfach nicht mehr erhoben wird. Zu Millionen könnten alſo benutzt werden, um eben so viele Politische tebersicht. Und hier sett merkwürdiger Weise der Zusammenhang leben, würde mit einem solchen Hochdruck dafür gesorgt mit der Arbeiterbewegung ein. Lassalle führte in seiner werden, daß die konservativen Blätter nach dem Plane Rede über die Feste, die Presse und den Frankfurter Bis mard's positiv" für die Inseratensteuer durch Die Geschichte ist doch ein rechter Widerkäuer! Oder Abgeordnetentag, die er im September 1863 an verschiedenen sonstige Vortheile entschädigt würden, daß die ge besser: Die Helfer des Finanzkünstlers Miquel, die Steuer- Drten Rheinland- Westfalens hielt, ebenfalls aus, wie„ das sammte nichtreaktionäre Presse einen noch schwereren Stand pläne„ ersinnen" müssen und Steuerreform und Steuer- lukrative Annoncengeschäft den Zeitungseigenthümern die bekäme, als sie ihn ohnedies unter dem herrschenden Scheingeschichte machen sollen, ähneln jenen Vierfüßlern zum Ver- Mittel gegeben habe, ein geistiges Proletariat, ein stehendes konstitutionalismus thatsächlich schon hat. Und unter der zweifeln. Sie haben unter anderem auch die Inseraten- Heer von Zeitungsschreibern zu unterhalten, durch welches bedrängten nichtreaktionären Presse würden wieder nur steuer wieder aufs Tapet gebracht jene Liebhaberei aller sie fonkurrirend ihren Betrieb zu vergrößern und ihre die kapitalkräftigsten, also in der Hauptsache die bürgerlichReaktionäre von Anno Toback, die der Vorwärts" Annonceneinnahmen zu vermehren streben". Hier müsse ein- liberalen Börsenorgane, den Druck der Besteuerung am bereits früher( Nr. 184) grundsätzlich erörtert hat. Diese gegriffen werden. Insofern die Zeitung Annoncen bringe, leichtesten überwinden oder mit Praktiken umgehen, die ja schöne Steuer hat eine ganz interessante Vergangenheit, die sei sie nichts als eine spekulative Fortsetzung des alten jest schon in ihrem Handelstheile" üblich sind( versteckte durch Lassalle auch mit der Arbeiterbewegung der 60er Jahre Gemeinde Ausrufers, der heute noch in kleinen Orten Empfehlungen, Reklamenotizen 2c.); am schlimmsten aber in Verbindung steht; von dieser Vergangenheit erzählten die existirt und alle behördlichen und privaten Bekannt- würde die Arbeiterpresse fahren, die vorläufig gezwungen Miquel'schen Offiziösen freilich nichts. Deshalb soll es hier machungen ausschellt". Daran sei anzuknüpfen. In ist, sich mit von den Inferatenbeträgen der Geschäftsleute zu besorgt werden. einem sozialdemokratischen Staat muß also ein Gesetz helfen, die von den Arbeitern so viel Geld ziehen. SchließDie klassischen Länder der Inseratensteuer sind Frank- gegeben werden, welches jeder Zeitung verbietet, lich ist natürlich die Inseratensteuer doppelt zu bekämpfen reich und Preußen. Im Jahre 1797 bereits gelangte die fran- irgend eine Annonce zu bringen, und diese ausschließlich deshalb, weil sie gegenwärtig lediglich dem preußisch- deutzösische Stempelsteuer zur Einführung, der Ankündigungen und allein den vom Staate oder von den Gemeinden schen Militarismus Mittel liefern, also durch einen Aderaller Art unterlagen. Man ersetzte dieselbe später( 1871) publizirten Amtsblättern zuweist. Von Stund' an hören laß bei den unermüdlichsten Kritikern des Militärsystems durch eine Steuer vom Druckpapier( 10 Fr. für 100 Kilo) die Zeitungen auf, eine lukrative Geldspekulation zu sein... den letzteren auch noch finanziell stärken soll. Aus diesen und durch eine Zusatzsteuer für Zeitungspapier von 20 Fr. Durch diese vom Staate oder von den Gemeinden publi- Gründen haben wir für die Inseratensteuer womöglich noch für 100 Kilo. Das Annoncenwesen wurde hierdurch selbst zirten Annoncenblätter würden jährlich, viel zu niedrig mehr als für jede andere Steuerart nichts als ein fräftiges: verständlich empfindlich vertheuert, so daß es sich heute noch veranschlagt, mindestens 1-2 Millionen gewonnen werden, Weg mit ihr!"-wenn die Miquel wirklich auf sie verin Frankreich kaum entwickelt hat, obgleich die Extrasteuer um so mehr, als sich hier alle Betriebskosten sehr ermäßigen fallen sollten. auf Beitungspapier seit dem Preßgesez von 1881 burch würden, als sich ferner diese Blätter keine Konkurrenz unter finngemäße Auslegung der neuen liberalen Vorschriften that- einander machen und in keiner noch so großen Gemeinde sächlich abgeschafft ist und infolge einer Verordnung des mehr als ein einziges Blatt erscheinen würde. Diese letzt, Ende der siebziger Jahre, betrug die jährliche Ein- Millionen von jenen indirekten staatlichen oder städtinahme aus dem Stempel für Zeitungspapier zirka schen Steuern zu streichen, die am meisten auf die Berlin, den 9. August. 22 Millionen Franks, aus dem Stempel für Papier über- ärmeren Klassen drücken, und die widrige Reklame der Der Zollfrieg mit Rußland. Mehrere Rem haupt ca. 15 Millionen Frants. Infolge der Außerkraft- heutigen Zeit... hätte so mindestens ihre gemeinnüßige scheider Eisenindustrie- Betriebe, die Hauptsächlich nach setzung des Zeitungspapier- Stempels sant aber schon 1883 der Wirkung." Rußland ausführen, haben einem Theil ihrer Arbeiter geBetrag der gesammten Papiersteuer auf ca. 2/2 Mill. Franks. So hat Lassalle den Gedanken der Jnseratensteuer bis kündigt; in einzelnen Geschäften soll das gesammte ArbeitsEin gutes Geschäft für den Staat war also die Steuer ge- zum äußersten auszubilden versucht ohne zu erkennen, personal entlassen worden sein.- Ju große Schwierigkeiten wesen, aber sie vermochte sich trotzdem nicht zu halten. In daß er damit damals nur der Reaktion in die Hände ar- gerathen die Dampfschneidemühlen an der Memel, die Preußen bestand bis 1849 sogar eine Art staatlichen beitete, ein Urtheil, das heute für die Inseratensteuer in russisches Holz verarbeiten, da die heimischen Forsten nicht Monopols des Annoncenwesens, indem die Inserenten ge- erhöhtem Maße zutreffen würde. Genosse Bernstein hat ausreichen, der Bezug aus masurischen Waldungen aber zwungen wurden, bei privilegirten Intelligenzblättern zu dies in der neuen Gesammt- Ausgabe von Lassalle's Reden wegen der hohen Beförderungskosten zu kostspielig ist. Den annonciren, die dem Staat für das Privileg die entsprechen- und Schriften, Band 1, S. 149 ff. und Band 11, S. 648, Arbeitern und den kleinen Fuhren leistenden Bauern geht, den Summen zahlten. Durch Gesetz vom 21. Dezember 1849 ganz richtig ausgeführt. Gewiß ist die Thatsache, daß die wie der Bolts- Zeitung" geschrieben wird, ein gut Theil wurde diese Einrichtung abgeschafft. Aber diese Freigabe Bresse heute ein Geldgeschäft ist, ein großer Uebelstand, ein ihres Verdienstes verloren. An der preußisch- russischen des Zeitungsgewerbes ärgerte nachträglich das System mächtiger Faktor der Korruption des öffentlichen Lebens. Grenze wird das untere Aufsichtspersonal er Bismarck schon in seinen Anfängen. In der Begründung der Demi ist aber, so lange überhaupt das kapitalistische Privat- heblich verstärkt werden, da der Schmuggel infolge des berüchtigten Breßordonnanz vom Juni 1863, die Bismarck eigenthum besteht, schwerlich abzuhelfen- am aller- Bollkampfes natürlich größeren Umfang angenommen hat.in der Konfliktszeit erließ, nachdem er den Landtag nach wenigsten durch beschränkende Geseze. So weit heute Ab- Der international- offiziösen in Wien erscheinenden Hause geschickt hatte, hieß es ausdrücklich: hilfe geschaffen werden kann, wird sie durch die Freiheit Politischen Korrespondenz" wird aus Petersburg " Die positive Gegenwirkung gegen die Einflüsse derselben der Presse ermöglicht." Die geringe Entwicklung des aus angeblich sicherer Quelle berichtet, daß betreffend des ( d. h. der liberalen Presse) vermittelst der konser Inseratenwesens in Frankreich, eine direkte Folge der 3ollkriegs die Regierungen in Petersburg und Berlin vativen Presse kann schon deshalb den wünschens: werthen Erfolg nur theilweise haben, weil die meisten der dortigen Steuer, hat die französische Preffe erst recht in die eine handelspolitische Verständigung herbeizuführen suchten, oppositionellen Organe durch eine langjährige Gewöhnung des Arme des Bonapartismus und der Hochfinanz getrieben, und daß man in den maßgebenden Kreisen die ernste Publikums und durch die industrielle Seite der mehr noch als die englische, die keine Beschränkung der Hoffnung" hege, vor Ablauf des bevorstehenden betreffenden Unternehmungen eine Verbreitung besitzen, welche Inseratenausbeutung tannte und fennt. Und in Deutsch erbstes zu einem Einvernehmen zu gelangen. nicht leicht zu bekämpfen ist." land? Unter der Militär- Monarchie, unter der wir Die Botschaft ist erfreulich. Ob sie sich bestätigt? Feuilleton. Nachdrua verboten.) [ 38 Die Bekehrung André Savenay's. Sozialistischer Roman von Georges Renard. Autorisirte Uebersetzung von Marie Kunert. " die Ladenhüter des großen Pariser Bazars, wie die losen er dazu lächelt, sieht es aus, als schnitte er den Leuten Mäuler zu sagen anfingen. Doch ein Meisterstreich hat ein Gesicht, das Kandidatenlächeln! Auch wir be den Verleumdern den Mund geschlossen. Philippeaux mühen uns, die Mütter durch die Kinder zu erobern. Was ließ nämlich einen wahren Wolkenbruch von grünen, die Bäter betrifft, so haben wir ihnen keine Müßen mit himmelblauen und rothen Mützen auf das Land dem Bilde des Eiffelthurmes geschenkt, wie haben es viel niedergehen, die in Golddruck das Abbild des Tageshelden, besser angestellt; wir haben ihnen die Mittel gegeben, fich des Eiffelthurms trugen. Wo konnte man wohl gleich den Eiffelthurm selbst ansehen zu können. Die Gesellschaft originelle und fesselnde Geschenke finden? Es regnete, von Orléans hat Vergnügungszüge zu fabelhaft billigen regnete auch immer noch kleider für männliche und weib Preisen abgelassen, und wir haben es natürlich die Leute liche Kommnnikanten. Welche geschickte Vereinigung prat- wissen lassen, daß wir dieser Freigebigkeit der Gesellschaft tischer und patriotischer Gaben für den 14. Juli! Welche nicht fern stehen. Wie glücklich können doch die Wähler Er ist entschieden ein schöner Mann, seine Haare und seine verdienstliche Anstrengung, um zwei Fliegen mit einer Klappe unseres Kreises sein! Tugenden sind geradezu bewundernswerth. Es wird nämlich zu schlagen, um Kirche und Staat gleichzeitig für sich zu Am 28. Juli. Wir haben der Prämienvertheilung in der Biographie auf die Großmuth hingewiesen, mit der er gewinnen. Ein glänzendes Mittel, um die Mütter durch die im Gymnasium von Amboise beigewohnt. Herr Philippeaux Geld vertheilt hat, freilich wird dabei nicht gesagt, wie er Kinder und die Väter durch die Mütter zu erobern, kam ebenfalls und bot, wie wir, prachtvolle Bücher an. Der es erworben hat. Er hat eine sehr reiche und sehr alte Wir müssen uns also entschieden tapfer halten. Herr Vorsteher vereinigte in seinem überschwenglichen DankesWittwe geheirathet und beerbt. Eine glückliche Spekulation von Serenoize erregt sich über diese Kaufmannspraktiken erguß„ die beiden edlen Spender, deren Namen man überall findet, 100.. 2C." Die übin Mehl hatte ein ganzes Jahr lang die Brotpreise auf nicht allzusehr. außerordentlicher Höhe gehalten. Das alles wird nicht erAm 20. Juli. cinem jungen Lehrer gehalten Revanche! Revanche! Wir haben liche Rede, die wähnt. Dafür werden wir um so sorgfältiger über die jetzt auch unser Blatt, unsre Blätter, welche ebenfalls die wurde, schilderte die Vortheile einer gediegenen Erziehung: Unterstüßungen und Almosen unterrichtet, die seine uner Biographie und das Porträt Herrn v. Serenoize's veröffent Ja, meine jungen Schüler, denkt daran, daß die wahre schöpfliche Mildthätigkeit keinem Armen vorenthalten kann, lichen. Wir schicken sie gleichfalls jedermann gratis zu, unsern Größe eines Mannes in seiner intellektuellen und moraliferner über die allmälig vorgenommenen Vergrößerungen geschätzten Konkurrenten nicht zu vergessen. Dann schen Bildung besteht, und später, wenn Ihr dieses friedfeines Geschäftes. Der Artikel hat nämlich einen doppelten haben wir für die Knaben- und Mädchenschulen hunderte liche Asyl Eurer Jugend vertauscht haben werdet mit den Zweck, den, die Aktien sowohl des Kaufmanns wie des von Büchern mit Goldschnitt kommen lassen und dabei die stürmischen Wogen des Lebens, dann seid versichert, daß Wahlkandidaten in die Höhe zu treiben. Freude gehabt, wohl zehnmal unter stürmischen Bravos die Achtung und Ehren Euch niemals fehlen werden, wenn Nach diesem Regen von hohlen Phrasen tam ein etwas Phrase zu hören:„ Herr von Serenoize, dessen Namen Ihr die Worte des Weisen wiederholen könnt, der sich fräftigerer Regen. Der 14. Juli- der hundertste Jahres- man überall da findet, wo es sich darum handelt, noch reich fühlte, nachdem er bei einem Schiffbruch alles tag des Bastilleſturms Diefelbe freigebige Hand die Bildung des Volfes naht. zu heben... Beim verloren hatte, die Worte: All das Meinige trage ich bei schickt den Gemeinden, um ihnen bei der Feier ihres National- zehnten Mal klang sie unserm Ohr noch ebenso mir, Omnia mea mecum porto." feftes unter die Arme zu greifen, Fahnen, Laternen, Feuer- schön wie beim ersten Mal. Armer Herr von Serenoize! Die beiden edlen Spender haben diese Nede mit an werkskörver und alle möglichen anderen Kleinigkeiten, all Er, dem das Volk jezt schon viel zu gebildet ist! Wenn gehört, ohne mit einer Wimper zu zucken. Sie hatten so " Aus der Rheinpfalz schreibt man der Frank- gesäumt hat, zur rechten 3eit, das heißt, ehe dieser Die Unmöglichkeit das Duell zu beseitigen ist oft furter Zeitung", daß dort bereits eine Bewegung begonnen Entwurf ausgegeben wurde, ihn da, wo er veröffentlicht von seinen Vertheidigern hervorgehoben. Immer, hieß es. habe, um mit Hilfe der Handelsgremien und Handels- werden mußte, im Reichs- Anzeiger", zu veröffentlichen. werde es Fälle geben, wo die verletzte Ehre keine Genugkammern bei der Reichsregierung für den möglichst baldigen Wie es möglich war, daß die Kölnische Zeitung" den thuung auf dem Rechtswege finden könne, sondern sie trog Abschluß eines Handelsvertrages zu wirken. Wenn das Entwurf früher publizirte? Auch die Militärvor der Staatsgesetze und Verbote selbst suchen müsse. Jetzt Organ für Steuerhinterziehung und Schienenflicken, die Iage wurde in dem rheinischen Weltblatte" vor der amt schreibt die Hauptvertreterin des Duells, das Organ der National- Zeitung" schreibt, daß das preußische lichen Veröffentlichung befannt gegeben. Doch das Wie Junker und Mucker, die Kreuzzeitung", bezüglich Bolt" bei dem Zollkrieg mit Rußland zunächst in Frage kümmert uns nicht. Die oberste Neichsbehörde, die betraut des belgischen Duellgesetzes:" Thatsächlich ist damit jedes fommt, so richtet sich diese borussische Schnauzenwüchsigkeit ist mit diesen Aufgaben, hatte es in der Hand, recht- Duell in Belgien fortan unmöglich, weil Niemand sich dazu selbst. Das Volt", das die Köbner und Genossen ver- zeitig das nöthige zu thun. Daß das nicht geschehen hergeben wird, durch eine Zeugenschaft bei einem Zweitreten, hat mit dem Volke gar nichts gemein. ist, daß eine für die Oeffentlichkeit bestimmte amtliche Ur- fampf mehrere Jahre Zuchthaus zu ristiren." Es wäre ein funde nicht im Amtsblatte zuerst abgedruckt wird und so Leichtes, das Duellunwesen, das so vieler Ehrlosigkeit als Allen gleichmäßig und gleichzeitig zugänglich wird, das ist Maske dienen muß, zu beseitigen, wenn nur der Wille ein Standal. dazu vorhanden wäre. „ Hierbei fügte die russische Regierung hinzu, daß sie bereit ist, diese Unterhandlungen auch vor dem 1. Oktober zu beginnen, allein wenn Deutschland auf diese Zugeſtändnisse nicht eingeht, wird die russische Regierung auf ihren bisherigen sein? Wie Wölffchen mogelt. Dieser Tage meldete Wolff's Telegraphen- Bureau, das im innigen Verhältniß zur deutschen Regierung steht, daß die„ Nowoje Wremja" über neue Zollverhandlungen zwischen Rußland und Militärisches. In Tilsit sind in der Dragoner Aus dem Reiche des Herrn Thielen. Vor der Deutschland berichte. Wölffchen aber unterschlug die Kaserne fünfzehn Soldaten an der Ruhr er Bonner Straftammer tam am 4. August, wie die Frankwichtigste Stelle in der Notiz des russischeu Blattes, obwohl krankt, einer davon ist bereits gestorben. furter Zeitung" meldet, ein Eisenbahnunfall zur oder gerade weil diese Stelle den Sachverhalt richtig Dragonerlieutenant Bopp II in UI m, der kürzlich Verhandlung, der sich im März d. J. auf der Station beurtheilen lehrte. Die" Nowoje Wremja" hatte nämlich bei dem bekannten Auflauf seinen Burschen mit der Reit- Sechtem ereignet hatte. Losgelöste Wagen waren auf geschrieben, die deutsche Regierung habe als Verhandlungs- peitsche trattirte, ist zur Wiblinger Schwadron seines Re- einen herankommenden Zug gestoßen, hatten aber nur getermin den 1. Oktober vorgeschlagen, was die russische giments versetzt worden. Soll das die ganze Strafe Auslassungen der beiden angeschuldigten Beamten. Der ringen Schaden angerichtet. Beachtenswerth waren die Regierung auch angenommen habe. Dann aber heißt es: Gegen den in Zürich wohnenden vormaligen f. württ. Stationsaufseher erklärte, daß er zur Zeit des Unfalles allein Dienst gehabt habe und von seinem Posten aus Hauptmann 3. D. Edmund Miller von Riedlingen, die Einfahrt nicht habe kontrolliren können. Würde er die der in der Welfenfondsquittungs- Geschichte eine so seltsame Station verlassen haben- er habe das Schalter sowie Rolle spielte, ist wegen Majestätsbeleidigung die Untersuchungshaft verhängt. Das Landgericht Ravensburg er- Depeschen zu besorgen gehabt, so hätte dieses Strafe fucht in einem Steckbrief um dessen Festnahme und Ein- nach sich gezogen. Der Weichensteller bekundet, als er das lieferung. Von Miller wird folgende Beschreibung ge- Signal zur Einfahrt des Zuges gegeben, sei alles in Ordgeben: Alter 38 Jahre, mittlere Größe, starke Figur, nung gewesen; er habe sich aber weiter nicht mehr darum blasses, aufgedunsenes Gesicht, unsicherer Blick, röthlich bekümmern können, weil er beim Rangirdienst habe blonder kleiner Schnurrbart, ebensolche Haare, trägt meist aushelfen müssen. Da der Weichenſteller es unterlassen, die Wagen vorschriftsmäßig festzulegen und nur einen ein Augenglas. Holzkeil benutzt hatte, erhielt er einen Tag Gefängniß, Der Feldwebel Hügel in Erfurt, der am 8. Juli ebenso der Stationsaufseher. Zwei Arbeiter, die durch trotz großer Hihe zehn Soldaten mit vollem Geunbefugtes Verschieben der Wagen den Unfall veranlaßt, päd eine Stunde exerziren ließ, wodurch a cht Mann trugen je eine Woche Gefängniß davon. Die Verhandlung trant wurden, ist zu vierzehn Tagen Gefängniß ver- erinnerte an den Ausspruch eines Anwalts bei einem ähnurtheilt worden! lichen Prozesse hierselbst:„ Die Eisenbahnbeamten stehen mit dem einen Fuß im Grabe, mit dem anderen vor Ge richt!" Beschlüssen beharren." Den Friedensstörern und Zollfriegshehern, den Brotvertheuerern, die den Nutzen aus dem gegenwärtigen Streit ziehen, dem Klüngel der Volksfeinde paßte natürlich die Bereitwilligkeit der russischen Regierung zum früheren Beginn der Verhandlungen nicht in den Kram und deshalb fälschte Wolff. Ein neuer deutsch- spanischer Handelsvertrag ist am 8. August in Madrid vom deutschen Botschafter und dem Vertreter der spanischen Regierung unterzeichnet worden. Der Vertrag tritt in Kraft, sobald der Reichstag ihn genehmigt hat. Ueber die Finanzminister Konferenz weiß die Frankfurter Zeitung" zu melden, daß nichts zu melden sei, da die Theilnehmer fich Stillschweigen auferlegt haben. Am 8. Auguft habe eine Generaldebatte stattgefunden, und es wäre vollständige allgemeine Einigung" erzielt worden. Das wußten wir vorher. Wenn das Volk geschoren wird, sind die Scheerer immer einig. " Die Norddeutsche Allgemeine Zeitung" antwortet auf den von uns abgedruckten und dadurch zur weitesten Die Eisenbahn- Reform schreitet vorwärts- in Verbreitung gelangten Artikel des Volk" über die im Preußischen Abgeordnetenhause getriebene Baden. Vom 1. Oktober d. J. ab werden die Rück Bergendung von Staatsgeldern mit der höflichen Sachlich fahrkarten auf den badischen Staats- Eisenbahnen zehnteit, die dies offiziöse Mädchen für Alles womit a n- tägige Giltigkeit haben. In Preußen bleibt es beim alten. ständige Leute sich nicht befaffen- stets ausgezeichnet hat. " " Die Börsensteuer soll, wie wir der Norddeutschen Wir fordern Tagegelder für die Vertreter in allen öffent- Der Erfurter Bürgermeister Lange, der Verfasser Allgemeinen Beitung" entnehmen, Herr Miquel einer Ab- lichen Körperschaften, erheben aber dagegen Einspruch, daß des famosen Hundebriefes, soll nach einem mit Bestimmt ordnung des Frankfurter We ch se I makler- Syndikats am Steuervermögen Raub begangen wird. Das" Volk" beit auftretenden Gerücht amts müde sein. Ob die Hundegeschichte dem gegen Ober- Regierungsräthe- höflichen Herrn als„ unvermeidlich" bezeichnet haben, da sie die einzige volks- hat sich unstreitig ein Verdienst erworben dadurch, daß es den Gedanken des Rücktritts nahegelegt, wissen wir nicht. Wie thümliche Steuer" sei, ohne deren Einführung auf die Ge- diesen Mißstand aufdeckte, und wir freuen uns und wir freuen uns, daß übrigens die Thüringer Zeitung" mittheilt, beabsichtigen viele in währung anderer Steuern nicht zurechnen wäre. Rontingentirt der Vorwärts" der Lage ist, der Ent- Bürger auf grund des§ 346 R.-St.-G.-B.( Ein Beamter ( in einer bestimmten Höhe festgelegt) solle sie nicht werden. hüllung jene Deffentlichkeit, die sie verdient, zu wird mit Zuchthaus bis zu 5 Jahren bestraft, wenn er in der Die Börsensteuer werde in, schonendster Weise" erhoben werden. verschaffen. Ein Staatswesen, das mit einem Fehlbetrag Absicht, jemand der gesetzlichen Strafe rechtswidrig zu entziehen, Die Börsensteuer, die sicher nicht zu scharf anfassen wird, wirthschaftet und kein Geld für Wäsche Wäsche in den die Verfolgung einer strafbaren Handlung unterläßt u. 1. w.) soll die Koulisse sein, hinter der das arbeitende Bolt, Kliniken, kein Geld für wissenschaftliche Anstalten und Fort gegen Herrn Lange vorzugehen und die Administration der aber nicht in schonendster Weise" zur Ader gelaffen wird, bildungsschulen hat, das aus Sparsamkeit" die unteren Thüringer Beitung" will sich dem anschließen. Wenn sich unter ben vielen Bürgern" fein Staatsanwalt befindet, wird das sie ist ein Blender, der die Aufmerksamkeit von dem Haupt- Staatsbediensteten mit kläglichen Löhnen abfindet oder sie Vorgehen" wohl keinen Erfolg haben. An der Zeit wäre es gegenstand, der Steigerung der indirekten Steuerwirthschaft gar in Schaaren entläßt, das die Fabrikaufsicht mit der freilich, daß die Staatsanwaltschaft sich der Sache annähme. ablenken soll. Dampfteffelrevision verkoppelt, könnte die 707 955 M., die den Landboten als Liebesgabe gereicht werden, sehr gut für Zur österreichischen Ausweisungspragis. In Defter Ein Standal. Die Sonntagsruhe in genügliche, für Kulturzwecke verwenden. Einen Erwerb" im reich suchen sich die Polizeibehörden der unbequemen sozialwerblichen Anlagen ist eine Frage von höchster Wichtigkeit. Seit Jahren beschlossen, ist sie immer und politischen Leben zu suchen, müssen wir allerdings den demokratischen Redakteure und Agitatoren, sowie der bei immer wieder hinausgeschoben worden. Im September galanten Damen der Publizistik überlassen, die sich Jedem Lohnbewegungen in den Vordergrund tretenden Arbeiter sollen die Unternehmer der Montanindustrie zu einer prostituiren, der die Wacht hat. In den Büchern der poli- dadurch zu entledigen, daß sie die Frevler aus ihrem Amt3tischen Sittenpolizei steht der Name der Norddeutschen All- bereiche ausweisen. Diese rein polizeilichen Maßnahmen Konferenz in Berlin zusammentreten, die Arbeiter dieser gemeinen Zeitung in erster Reihe; sie hat Verständniß und stützen sich auf eine Gesetzesbestimmung, wonach Bersonen, Gewerbevernimmt das Gewerbe- Juspektorat. Der Ent Zarif für den„ Grwerb". die für die Sicherheit des Eigenthums eine Gefahr bilden, wurf von Ausnahmebestimmungen betreffend ohne richterlichen Spruch, lediglich durch Verfügung die Sonntagsruhe in gewerblichen Anlagen Auch ein Beitrag zur deutschen Rechtspflege. der Polizeibehörden aus ihrem Wohnfiße, sofern ist fertiggestellt. Schon vor Wochen wußte die Kölnische Neuerdings, so wird der„ Kölnischen Volks- Zeitung" aus er nicht ihr Heimathsort ist, abgeschoben werden können. Beitung" dies zu melden; das Verlangen, man möge ihn ma in geschrieben, bürgert sich hier in Strafpro. Da die Heimathsgesetzgebung Desterreichs die verrotteſte im Reichs- Anzeiger" veröffentlichen und dadurch unbedenkliches Vertheidik Europas ist, so wirken die polizeilichen Ausweisungen der öffentlichen Erörterung zugänglich machen, wurde in essen ein keineswegs unbedenkliches gungsmittel ein. Bei Anklagen, die zweifellos zu doppelt schwer, denn die Ausgewiesenen sind in den meisten der Köln. Btg.", wurde von uns und anderen Blättern Berurtheilungen führen würden, treten in Fällen, wo die Fällen in ihren Heimathsgemeinden gänzlich unbekannt. gestellt. Was geschieht? Die Kölnische Zeitung" Beklagten bemittelt sind, die Vertheidiger jetzt faft Charakteristisch für den Polizeistaat Defterreich ist es, daß veröffentlicht in ihrer ersten Morgenausgabe vom 9. August den immer mit Anträgen auf, die Angeklagten auf ihren die Braris der Sicherheitsbehörden sich nicht geändert hat, Entwurf, ehe das amtliche Blatt der Reichsregierung ihn Geisteszustand zu prüfen bezw. dieselben als unzurechnungs- obgleich das österreichische Reichsgericht, daß die Wahrung abdruckt. Daß dies möglich ist, daran trägt die Schuldfähig zu erklären. Innerhalb nicht sehr langer Zeit hat der staatsbürgerlichen Rechte zur Aufgabe hat und dessen allein das eigenartige Verhalten der Reichsregierung, die dieses Bertheidigungssystem hier den Erfolg gehabt, daß Mitglieder von ben parlamentarischen Körperschaften nicht von zwei Angeklagte freigesprochen wurden, wovon der eine, ein und der Regierung ernannt werden, gar die Naivetät oder vielmehr die Dreiftigkeit, zu applau- mehrfacher Millionär, nach seinem eigenen Ge- schon längst entschieden hat, daß die betreffende Gefeßes diren. Als ich das fah, hätte ich am liebsten rufen ständniß, einen wissentlichen Meineid geleistet hatte. Mit bestimmung blos auf Diebe und Räuber nicht aber auf einem ganz ähnlichen Fall hat sich das nächste Schwur die Sozialdemokraten, die prinzipielle nicht aber praktische mögen: „ Herr Professor, sagen Sie doch den werthen An- gericht hier zu befassen, vor welchem gleichfalls ein als Gegner unserer Eigenthumsordnung sind, angewandt werwesenden: Meine jungen Freunde, man macht sich über Millionär geltender hiesiger Weinhändler wegen Be- den darf. In jedem einzelnen Falle müssen nun die Ge Euch luftig. Ja, in der Schule, da werdet Ihr nach Euren trugs und Meineids als Angeklagter erscheinen wird und noffen den ganzen Instanzenzug bis zum Reichsgericht Leistungen und nicht nach Eurem Vermögen behandelt. Ihr dessen Vertheidiger jetzt die Frage der Zurechnungsfähigkeit durchmachen, das dann freilich regelmäßig die Verfügungen werdet belobt oder bestraft, je nachdem Eure Arbeiten, in den Vordergrund gestellt hat. Die große Masse des der Polizeibehörden aufhebt. Damit wird aber nichts an Euer Betragen, Eure Fähigkeiten sind. Nun wohl! In Volkes macht über die häufige Anwendung eines derartigen den Folgen des zugefügten Unrechtes geändert, denn die Ausweisung behält bis zu ihrer Aufhebung Rechtskraft, der Welt, im Leben ist meist das Gegentheil der Fall. Bertheidigungsmittels ihre Randbemerkungen! Seid Arbeiter, wenn Ihr wollt, habt Talent, wenn so daß schon so manche Existenzen hierdurch vernichtet Ihr könnt, Die Tante Boß fingt ein Loblied auf das Großkapital, fie wurden. Wie ein Telegramm aus Graz in Steiermark man wird es Euch vielleicht verzeihen. schreibt:" Gin Bolt ohne Großkapitalisten gleicht einer Armee meldet, scheint. jetzt endlich eine andere Praxis in Sachen Aber wollt Ihr Erfolg haben? Dann seid die Söhne von braven Soldaten, denen es an Generalen fehlt." Wir fügen der Ausweisungen von Sozialdemokraten Platz zu greifen. oder Schwiegerföhne eines einflußreichen Mannes. In hinzu: Das Volk der Berliner Philister ohne die Tante Boß irgend einer Gestalt müßt Jhr Geld, viel Geld haben. gleicht einer Schafherde ohne den Leithammel". Die Steiermärkische Statthalterei hat nämlich ohne Remedur Das giebt Euch erst ein Recht auf die Achtung, auf die seitens des Reichsgerichtes abzuwarten die Aufhebung der Stimmen Eurer Mitbürger. Wenn Ihr zweifelt, so fragt Die Ostafrikanische Gesellschaft, die soeben ihren Ausweisung unseres Genossen Resel, der eben als nur diese beiden edlen Spender, die sich um die Ehre streiten, Geschäftsbericht für 1892 veröffentlicht hat, wirthschaftet Delegirter in 8ürich weilt, verfügt. Resel ist Redakteur mit Verlust. Trotzdem prunkt sie mit einem Saldogewinn des Grazer Parteiorgans Arbeiterwille", einer der voltsdie Stimmen Eurer Väter zu kaufen. Am 4. August. Ich habe jetzt zu lachen angefangen von 205 560 Mart. Die deutschen Steuerzahler thümlichsten Redner und auch für das Landvolk wirkungsüber das Schauspiel, dem ich beiwohne: die alte Gewohn- find es, die der Kolonialgründung diesen Abschluß ermög- vollsten Agitatoren. heit des Skeptikers, der ich immer war, und die noch nicht lichen. Denn die eigentlichen Einnahmen der Gesellschaft Der englische Kohlenarbeiterausstand umfaßt jett ganz in mir erstorben ist. D diefer blöde Pariser Wit! bestehen darin, wie die Freisinnige Zeitung" ausführt, Ein äßendes Gift, das in den Herzen die Achtung vor daß das Reich der Gesellschaftskasse aus den 8011 bereits etwa eine halbe Million Menschen. Wie festgeschlossen der Kohlenarbeiterverband vorgeht, erhellt u. a. daraus, daß allem, was gut und schön ist, die edle Entrüstung, den Haß einnahmen in Ostafrika eine Summe überweist zur des Lasters zerstört! So sehr ich die herbe Fronie, die aus fünfprozentigen Verzinsung einer Zollobligationenschulb von von 200 000 Mitgliedern, mit Ausschluß der Grubenleute der Empörung der verletzten Redlichkeit hervorgeht, den 10 431.500 M. Die Gesellschaft aber hat von diesen Zoll- in Durham und Northumberland, blos 242 für die Anoffenen träftigen Spott, der wie ein heißes Gisen das Faule obligationen einen Betrag von 3 465 885 M. noch nicht, nahme einer Herabsetzung der Löhne gestimmt haben. Der beseitigen oder heilen will, schätze, so sehr hasse ich jetzt trotzdem die Bestimmungen es vorschreiben, in Ostafrita Rohlenmangel ist groß, der Kohlenpreis schwankt zwischen jene dumme Bethätigung des Geistes, der für ernsthafte verivandt. Es befinden sich vielmehr Bollobligationen bis 4 bis 8 Shilling für die Tonne( 20 8tr.). Die EisenbahnDinge nicht zu haben ist, der aus einer schmutzigen Hand- zu diesem Betrage noch in ihrem Portefeuille. Für diese gesellschaften setzen zahlreiche Arbeiter auf die Straße, da lung einen Wit macht, der mit einer seichten Redensart Obligationen bezieht also die Gesellschaft über 170 000 W. Die Kohlen aus dem Norden nach London fast nur durch einen feigen Berrath der Gerechtigkeit und Wahrheit ver- Binsen aus den Bolleinnahmen der Reichstasse, was einer Schiffe befördert werden. hüllt. Ich kann diese Stümper nicht mehr ertragen, die, thatsächlichen Unterstübung der Gesell. Spanisches. In Toledo und Santander wenn sie sich über eine politische, religiöse oder sittliche schaft gleichkommt. So wird in der Politik der deut- dauert der Widerstand gegen die neue Steuer auf Getränke Frage aussprechen sollen, eine Birouette( einen Drehsprung) fchen Kolonialabenteuer das deutsche Volk, das doch die fort. Die Winzer verweigern die Zahlung der Steuer und machen, um nur nicht ihre Ansichten aussprechen und ver- ganze Zeche zahlt, der freundliche Helfer einer mit Fehl- laffen ihr Eigenthunt„ ruhig" mit Beschlag belegen. theidigen zu müssen. Es fehlt ihnen an Muth und Ehr betrag wirthschaftenden Gründung deutscher Kapitalisten. lichkeit. Nun rede noch Giner von mangelnder Fürsorge für die Nothleidenden! ( Fortsetzung folgt.) " Die Botschaft des Präsidenten Cleveland an den am 8. Auguft eröffneten Kongreß zu Washington bespricht 42 Millionen Unzen Silber anzukaufen, und monatlich worunter die Hälfte Familienväter, bis auf weiteres zu unter- 6 Uhr zu arbeiten. Es sollte doch endlich an der Zeit sein, daß Richard Topf, Gipsstr. 8.3 Ans Brünn wird dem Vorwärts" durch ein Privat telegramm berichtet: Har die verhängnißvollen Wirkungen des Sherman Gesetzes, Gleichzeitig befürwortete eine Resolution, die noch Ausständigen,| Abends 5 Uhr festzusehen- verpflichteten, von Morgens 7 bis Abends die gezwungen fügen. Daß finanzieller Mittel auch sich Kollegen um zu zeigen, daß mit der Kaffenscheine, welche bei der ersten Vorzeigung in Gold oder flar fein; deshalb fordern wir Euch auf, die Listen in den Werk- achtstündigen Arbeitszeit ernst nehmen. Wir haben in unserem Silber ausgezahlt werden müssen. Hierdurch sei die Gold- tätten zirkuliren zu lassen, damit wir unseren Verpflichtungen Gewerbe bisher gute Erfolge zu verzeichnen, indem die Mehrheit reserve des Staatsschatzes vermindert worden, um die gegenüber den außer Arbeit Stehenden nachkommen fönnen, der Berliner Töpfer schon lange nur 8 Stunden arbeitet. Wir Die Lohntommission. ersuchen deshalb sämmtliche in Pankow arbeitende BauhandReserven fremder Nationen zu vermehren. In der Zeit J. A.: Rogge, Stallschreiberstr. 24, 11. werfer, die Töpfer auf unsere Beschlüsse hinzuweisen, wir denken vom 1. Juli 1890 bis 15. Juli 1893 habe sich der Bestand des Staatsschatzes an gemünztem Vergolder und Berufsgenossen! Am Donnerstag, findet auf diese Weise am besten vorgehen zu können, wenn uns fämmtDer Töpferträger, welcher und ungemünztem Rosenthalerstraße 38 eine öffentliche Versammlung aller im Berliche Bauhandwerker unterſtüßen. Golde um 132 Millionen Dollars vermindert, der goldergewerbe beschäftigten Arbeiter und Arbeiterinnen statt. Auf Außerdem fordern wir jeden Kollegen auf, solches Schriſtſtück, gegen die Beschlüsse nicht verstoßen wollte, wurde gemaßregelt. Bestand an gemünztem und ungemünztem Silber um der Tagesordnung dieser Versammlung steht:„ Akkord oder Zohn- wie oben genannt, nicht zu unterzeichnen. 147 Millionen Dollars vermehrt. Wenn dies fortdauere, arbeit". Wir fordern unsere Berufsgenossen auf, recht zahlreich wie oben genannt, nicht zu unterzeichnen. müßten alle Verpflichtungen der Regierung in dem ent- zu erscheinen, insbesondere werden die Kollegen von August wertheten Silber gezahlt werden. Amerika würde dann Werkmeister und Ruthenberg hierzu eingeladen. seine Stelle unter den Staaten ersten Ranges verlieren. Die Agitationstommission. Was die Rehabilitirung des Silbers durch internationales Achtung, Töpfer! Auf den Bauten der Töpfermeister Tesch In der Emailfabrik Brünn ist ein großer Streit Busammenwirken betreffe, so sei sicher, daß Amerika einen und Brillwig Pantow, Kaiser Friedrichstraße, Barzelle 147 dahingehenden Antrag nicht formuliren tönne, so lange es und 177, haben zirka 20 Töpfer sich nicht genirt, einen Revers ausgebrochen; 760 Gmailarbeiter, darunter 25 Maler, Dieses Ziel ganz allein zu erreichen fuche. Die gegen zu unterschreiben, in welchem sie sich ganz gegen mehrere sind im Ausstande. ganz gegen mehrere sind im Ausstande. Zuſchriften und Unterstüßungen sind an wärtige Lage habe einen Mangel an Vertrauen und Bersammlungsbeschlüsse, die Arbeitszeit von Morgens 71/2 Uhr bis Hein, Delvertstr. 8, Brünn, zu senden. Handelskrisen hervorgerufen, deren Gefahren man nicht unterschätzen dürfe. Obgleich die Frage der Zollreform ihre besondere Bedeutung nicht verloren habe, müsse man doch vor Allem seine Aufmerksamkeit der Finanzlage des Landes zuwenden. Die Botschaft schließt mit der dringenden Aufforderung an den Kongreß, das Sherman Gesez aufzuheben und Maßregeln zu treffen, wodurch die Absicht der Regierung außer Zweifel gestellt würde, ihren Verpflichtungen in solchem Gelde nachzukommen, das von allen zivilisirten Staaten anerkannt werde. -PO Parteinachrichten. Die Parteigenossen und die Lokalfrage. Zu diesem leider immer noch nicht genügend gewürdigten Thema bringt die Märkische Arbeiter Zeitung" einige Ausführungen, von denen es sich schon lohnt, daß man ihnen weitere Beachtung zu wende. Unser Partei Organ schreibt: Aus vielen Orten und hauptsächlich aus kleineren Städten erschallen die Klagen, daß unseren Genossen zur Abhaltung von Versammlungen teine Lokale zur Verfügung stehen, und daß ihnen daher die Agitation sehr erfchwert, ja fast unmöglich ist. Ja, sogar aus Orten, wo die Genossen schon so weit vorgeschritten waren, daß sie sich zu einem politischen Vereine zusammenschlossen und ein VereinsTotal hatten, tommen Klagen, daß der Vereinswirth ihnen sein Lokal entzogen hat. Es wird dies immer nur auf das Konto Der Gegner gefezt. Wenn man aber bie Gache richtig betrachtet, so trifft die Gegner weniger Schuld, als die Genossen selbst. Damit soll nun nicht gesagt sein, daß die Gegner gar nicht so toll auf das Abtreiben von Lokalen wären, wir kennen unsere Pappenheimer ganz genau und wissen nur zu gut, daß die reaktionäre Klique, zu der auch die Landwehr, Krieger und Turnvereine, sowie die sogenannten Luthermänner und christlichen Arbeitervereine gehören, alles daran segen, die Lokalbesiger zu bestimmen ihre Räumlichkeiten den Sozialdemokraten verschlossen zu halten. Thut er nun der reaktionären Gesellschaft den Gefallen nicht, so wird seine Wirthschaft von allen Mitgliedern der Gesellschaft gemieden, als wäre die Pest darin zu holen, die Nahrung ist ihm abgeschnitten und er ist jetzt nur auf den Besuch der Sozialdemokraten angewiesen. Dies Beispiel haben wir überall. Anstatt, daß die Genossen nun aber auch zusammen hielten und ihre paar Groschen, die sie zu verzehren haben, auch bei ihrem Vereinswirthe verzehrten, der doch nur auf fie an gewiesen ist, ist gerade das Gegentheil der Fall. Die Vereinsversammlungen werden schlecht besucht und die Wirthschaft im allgemeinen sehr schlecht frequentirt, fodaß so ein Vereinswirth, der vordem eine ausgezeichnet flotte Wirthschaft hatte, jetzt pielfach die schlechteste hat. Was hat nun der Wirth davon, daß er uns sein Lokal zur Verfügung gestellt hat? Gine verfümmerte Existenz. Man kann es einem Wirthe daher nicht verdenken, wenn er den Einflüsterungen der Gegner Gehör schenkt und fein Lokal uns verschließt. Der Wirth will leben, er hat Frau und Kinder, die auch leben wollen. Da nun der gesammte Ordnungsbrei da auszieht, wo wir einziehen, ist es moralische Pflicht von uns, einen solchen Wirth, wenn auch nicht ganz, denn das ist eben nicht möglich, so doch in etwas durch unsern Besuch den Ausfall zu ersetzen. Wenn wir das aber nicht thun, so haben wir ihm mit unserem Einzug in seine Wirthschaft seine Eristeng ruinirt, und dazu haben wir fein Recht. Der beste Wirth, und wäre er selbst Sozialdemokrat, ist oft durch das Nichtzusammen halten der Genossen gezwungen, Schritte zu thun, die er lieber nicht thäte. Wir übergeben diese Zeilen der Deffentlichkeit und ersuchen die Genossen, einmal zit prüfen, ob es anders ist. Wir sind überzeugt, daß wenn unsere Genossen ihrem Vereinswicth die Existenz sichern, es ihm nicht einfallen wird, sie aus seinem Lokal zu jagen. Eine Parteikonferenz für den 19., 20. und 21. sächsischen Wahlkreis wurde am Sonntag in 3f choppau abgehalten. In der Konferenz tamen namentlich agitatorische und organisa torische Fragen zur Besprechung. Von den meisten Rednern wurde betont, daß durch eine feste Organisation in 3schoppau viel geschaffen werden könne. Beschlossen wurde, für den 20. Wahlkreis ein Agitations komitee von drei Mann zu wählen; für den 21. Wahlkreis soll das Vertrauensmänner- System weiter ausgebildet werden. Polizeiliches, Gerichtliches ze. Die auf Anordnung der Karlsruher Ober- Staatsanwalt schaft verhafteten Parteigenoffen Hüber und Luz in BadenBaden wurden auf freien Fuß gefeßt. Soziale Uebersicht. Achtung! Schrauben und Façoudreher und Berufsgenossen Berlins und Umgegend! Die Kollegen der Metallschrauben- Fabrik von Willing und Violet( Bourset und Weiler) Cuvryitr. 20, haben wegen Lohndifferenzen seit 3 Wochen die Arbeit eingestellt. Eine Ginigung ist bis jetzt noch nicht erzielt worden, troydem werben ist bis Ser Fabrikanten Gerüchte verbreitet, wonach der Streit beigelegt sei. Wir machen hiermit besonders die Kollegen von Lucken walde, Finster walde und Jüterbock darauf aufmerksam, da es in Letzter Beit von einem Meister der Firma W. und V., Herrn Bernic, versucht worden ist, Kollegen aus den oben angeführten Orten unter den größten Versprechungen nach Berlin zu locken. Wir werden nicht versäumen, sobald der Streit beigelegt ist, die Kollegen davon in Kenntniß zu sehen und ersuchen, uns bis dahin wenigstens moralisch zu unterstüßen und den Zuzug fern zu halten. Nähere Auskunft wird bereitwilligst ertheilt im Streitbureau Cuvrystraße 25 bei Stümte. Mit follegialischem Gruß Die Streit Kommission. J. A.: Karl Koopmann. Alle arbeiterfreundlichen Blätter werden um Abdruck gebeten. Achtung, Kürschner! Kollegen und Kolleginnen! Wie Ihr alle wißt, wurde am 29. Juli der Streit für beendet erklärt, = 3. Bichung der 2. Klasse 189. Königl. Preuß. Lotterie. Biehung vom 9. Auguit 1893, Vormittags. Nur die Gewinne über 105 Mart find den betreffenden Nummern in Parenthese beigefügt. ( Ohne Gewähr.) 4 70 232 99 567 665 816 89 1205[ 300] 536 787 2032 40 42 182 87 389 427 89 534 677 896 934 43 66 3256 457 679 664 734 38 855 79 960 4003 41 54 69 99 195 263 720 806 95 914 5235 43 373 753 97 816 90 929 094 117 45 227 95 495 572[ 150] 753 7272( 1501 329 412 502 58 723 810 19 927 8020 326 39 481 96 765 816 25 71 921 9048 89 96 121 403 74 529 77 676 783 833 44 969 76 10010 238 89 543 87 637 97 754 58 899 910 45[ 150] 11021 135 785 260 88 973 12101 71 295 393 436 51 504 680 813 18 51 13268 395 856 14018 77 179 270 438 61 70( 150) 671 749 65 890 15198 29 431 44 615 35 45 51 54 815 916 16018 25 183 97 329 98[ 2001 436 41 77 79 528 30 68 830 17002 37 161 291 353 459 61 872 912 72 18127 215 70 483 639 67 899 905 35 19036 294 96 495 571[ 150] 634 84 86 723 28 60 912 20010 17 201 340 428 56 99 559 65 752 21013 257 79 332 400 15 42 514 632 720 22035 455 70 533 35 671 724 811 911 15[ 500] 3020 238 68 96 511 97 889 21474 25000 41 65 243 315 42 57 407 33[ 150] 55 98 575 893 985 20165 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68 592 606[ 1501 111046 218 315 823 51 59 71 112186 295 519 647 711 64 801[ 1500] 30 933 71 84 113043 61 172 307 404 55 640 64 720 871 934 76[ 150] 114041 167 302 34 402 582[ 150] 625 42 76 115061 154 215 38 41 59 522 617 25 706 872 925 116019 181 233[ 5001 313 531 715 17 23[ 200] 82 117020 37[ 150] 167 261 530 637 91 703 944 118088 98 526 617 119076 90 478 525 826 955 120079 170 424 518 626 38 921 121026 278 82 370 74 848 122164 457 511 648 804 934 128042 78 162[ 150) 94 235 377 484 518 812 925 34 124113 94 336 410 627 781 918 125073 262 92 446 63 91 510 53. 84 99 656 792 837 126163 210 70 333 44 72 423 504 645 60 708 85 817 21 54 975 127027 126 281 454 530 743 804 60 128850 90 781 993 129135 275 88 367 482 816 28[ 150] 80 960 15 86 701 44 884 908 91 130378 94 446 56 755 915 131102 95 253 91 316 404 8 79 611 182037 174 243 64 78 437 502 672 865 133099 126 51 301 423 574 648 134060 127 534 61 626 71[ 150] 705 9 26 977 185230 396 607[ 150] 93 703 45 73 949 82 130453 94[ 200] 595 877 982 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Ziehung der 2. Klasse 189. Königl. Preuß. Lotterie. Biebung vom 9. August 1893, Nachmittags. Nur die Gewinne über 105 Weart find den betreffenden Nummern in Barenthese beigefitgt. ( Ohne Gewähr.) 61 634 9992 ₤ 1103 110005 80 207 14 95 99 341 51 634 999 111058 70[ 150] 139 68 258 84 312 47 471[ 200] 570 609 66 905 85[ 200] 112030 88 426 808 113146[ 200] 207 303 4 710 872 903 30 86 114465 76 601 21 707 73 955 69 115035 270 357 469 578 698 808 116016 20 174 243 94 348 92 495 901 67 117041 97 133 228[ 150] 66 501 633 896 118272 409 835 119011 68 70 164 441 54 67 619 860 915 80 120021 86 253 486 631 733 861 973 90 121092 217 312 448 82. 122166[ 150] 239 307 71 432 515 38 58 77 793 880 956 123019 110 15 51 68 73 412 81 878 124022 85 520 651 818 933 125205 300 44 467 501 647 708 49 99 867 126127 264 463 80 542 127156 220 334 46 63 476 508 727[ 200] 809 29 907 85 128125[ 150] 296 653 63 681 [ 150] 724 66 975 129282 412 14 669 796 114 405 586 736 1067 239 80 85 488 522 628 45 81 98 933 2035 104 89 312 31 444 88 673 87 777 992 3213 303 422 739 847 4208 56 313 618 782 842 982 92 93 5034 734 6257 400 521 607 970 7277 79 741 8005 105 35 290 502 911 9025 113 233 552 611 64 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202011 26 78 124[ 300] 55 65 2.3 36 90 448 520 52 63 75 84 772( 2001 84211 38 46 57 76 404 10 13 95 208 15 350 68 84 89 607 22 86 916 33 593 605 68 71 741 48 805 48 85040 200 83 510 17 696 86020 117 73 201 13001 315 54 747 868 93 203102[ 15 000] 17[ 300] 244 56 358 352 457 511 46 59 64 612 15001 62 934 76 87039 110 386 432 718 58[ 200] 74 542 92 694 763 827 85 929 204080 125 326 490 729 907 28 59 852 88034 113 205 60 332 584 611[ 150] 54 96 760 72 849[ 150] 45 205201 90 523 98 637 78 206171 97 378 594 98 623[ 800] 939 68 207100 3 589[ 150] 637 770 829 85 952 208046 97 98 194 836 74 465 92 701 909 21 209021 90014 333 535 901 91085 335 558 743 53 92305 68 76 462 91 209021 66 443 60 530 96 756 69 857 ofte 563 795 803 31 86[ 150] 912 9301 155 57 70 387 97 572 615 708 819 210010 49 144 59 309 419[ 200] 69 717 813 30 962 211302 19 559 75[ 150] 92 94056 93 129 520 612 21 27 702 934 45 95029 217 30 654 846( 200) 212016 88[ 150] 304 403 514 615 709 10 21 810( 150) 46 334 633 697 96314 456 519 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( 150) 466.76 222059 593 605 61 60 823 938 58 91 228280 372 511 77 612 982 86 224025 79 101 37.92 96 245 50 88 841 619 97( 200) 642 832 72 942 225094 168 79 206 428 AT Für den Inhalt der Inserate über. nimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung Theater. Donnerstag, den 10. August. Leffing- Theater. Der Probepfeil. Kroll's Theater. Die Nachtwandlerin. Friedrich- Wilhelmstädt. Theater. Nanon. Viktoria Theater. Frau Venus. Alexanderplatz- Theater. Der Hüttenbefizer. National- Theater. Lehmann auf der Weltausstellung in Chicago. Apollo Theater. Spezialitäten. Vorstellung. Kaufmann's Variété. SpezialitätenVorstellung. Königl. italienischer Circus Ernesto Ciniselli. Stadtbahn- Station: Zoolog. Garten. Anfang S Uhr Abends. Heute, Donnerstag, den 10. Aug. Gr. Gala- Sport- Vorstellung. Zum 1. Male: Unserm Freunde und Nothstandsrath Herrn A. Handtke zu seinem heu figen Wiegenfeste ein donnerndes Hoch, daß der ganze eiserne Bestand wackelt. 13526 Die Neese. Anhalter Gr. Lichterfelde. Bahnhof. W. Griess, Restaurant, Griechisch- römischer Ringkampf Saal und schattiger Garten. zwischen dem Meisterschaftsringer von NB. Ginziges Lokal, welches zu Deutschland Heinrich Eberle und dem Arbeiter- Versammlungen zu haben ist. fehr starken Ringer Herrn Fircht. Herr Eberle jetzt eine Prämie von 500 M. für den eventuellen Sieger. Zum 4. Male: Die irische Bank, Sprungszene, ausgeführt von Spring pferden erster Klasse unter Sattel. Zum 34. Male: Die Erschaffung des Weibes oder: Das Weib im Laufe der Jahrhunderte. Gr. Ausstattungspantomime mit Ballet. Ferner Auftreten der vorzüglichsten Kunstreiter, Kunstreiterinnen, Clowns, Spezialitäten allerersten Ranges, sowie Reiten und Vorführen der bestdressirten National- Theater. Schul- u. Freiheitspferde. Große Frankfurterstraße 132. Sensationelle Novität! Lehmann auf der Weltausstellung in Chicago. Große Ausstattungsposse mit Gefang und Tanz in 5 Akten von Eugen Prudens. Musik von Adolph Wiedecke. Kouplets v. Linderer. Regie: Mar Sam st. Rassenöffnung 5% Uhr. Anfang der Abend- Vorstellung 7 Uhr. Im Garten auf der Sommerbühne: Novität: Wirkliches Wasser! Wirklicher Regen! Berlin unter Wasser oder: ,, Kneipp's Wafferkur". Posse mit Gesang und Tanz in 2 Aften von Enny Anders. Regie: Hugo Hummel. Vorher: Chansonetten Liebe. Posse mit Gesang und Tanz in 1 Aft von Eugen Prudens. Regie: Fritz Schäfer. Vor und nach den Possen: Auftreten von Spezialitäten 1. Ranges. Neues Programm. Morgen: Dieselbe Vorstellung. Mittwoch, d. 16. Auguſt, im Garten: Erstes großes Kinder- Jubel- u. TrubelFest. Castan's Panopticum. Riesen- SchlangenFamilie aus Carl Hagenbeck's Thierpart. Ohne Extra- Entree. PassageErnesto Ciniselli, Direktor. Hippodrom unter Wasser. BERLINER HIPPODROM Am Kurfürstendamın. 2 Min. von Station Zoolog. Garten. Hente: Gr. Gala- Vorstellung. Olympische Spiele, Damen- JockeyRennen, Herren- Flachrennen, Post mit je 4 Pferden geritten, HürdenRennen, Quadriga- Fahren 2c. 2c. Zum 1. Mal in Berlin: Neu! Neul Original Three Johnson's. Athleten und Kraft- Jongleure, in dieser Vollendung noch nie dagewesen! Zum Schluß: Am Strande von Ostende. Gr. Wasser- Pantomime in 12 Bildern. Jeder Erwachsene hat das Recht, ein Kind frei einzuführen. Sonntag: 2 große Vorstellungen. Moriz Play. Etablissement Buggenhagen. Altes Schüßenhaus, Linienstraße 5, entpfiehlt seine Festsäle ( 560 Personen fassend) zu allen Gelegen heiten. Neu! Neu! Im Verlage der„ Beitschwingen, Reichenberg, erschien soeben eine Brochure: Achtung, Textilarbeiter! Am Sonntag, den 13. August: Familien- Ausflug nach Strausberg. Die Kollegen und Kolleginnen werden ersucht, sich dabei rege zu betheiligen. Für Unterhaltung und Amusements wird gesorgt. Abfahrt Schlesischer Bahnhof, früh 72 Uhr. Treffpunkt in Strausberg in Weber's Kaffeehaus. Nachzügler, welche mit dem 81/2 und 9/2 Uhr- Bug fahren, werden vom Strausberger Bahnhof abgeholt. Der Vorstand. Hausdiener, Geschäftsdiener, Packer, Packerinnen u. Berufsg. Freitag, den 11. Auguft, Abends 9 Uhr, bei Gründer, Köpnickerstr. 100: Große öffentl. Versammlung. I Tages Ordnung: 1. der Gewerkschafts- Kommission behufs Gründung eines stänEs ist Pflicht eines jeden Kollegen, in diefer Versammlung zu erscheinen. Der Vertrauensmann. Die Medizin, die Naturheil- digen Autunftsbureaus. Referent: Herr Völkel. 2. Disfuſſion 2c. weise und das Bolf. Von Dr. Galenus. Dieselbe hat sich zur Aufgabe gesetzt, den Werth der Naturheilmethode im Gegensatze zur Medizin einerseits und andererseits die Stellung der Arbeiter zu derselben zu beleuchten. 171/8 Allgemeiner Hilfsarbeiter- und Arbeiterinnen- Verein Berlins und Umgegend. Wir machen unsere Mitglieder nochmals aufmerkfin, daß Sonnabend, den 12. d. M., das beim Das Heftchen ist anregend ge schrieben und deckt in klarer und volksverkändlicher Weise Mängel und Schatten, wo sich dieselben auch den zeigen mögen, wahrheitsgemäß auf. Wir machen darauf aufmerksam und laden gleichzeitig zu zahlreichen Bestellungen darauf ein. Preis: 1 Exempl. 10 fr., 10 Erempl. 90 fr., 100 Exempl. 7 fl. Proben werden keine abgegeben. Die Zahlung fann auch in Briefmarken erfolgen. 4668L* Ueberall zu haben in Blechdosen zu 5, 10 u. 20 Pf. A METALL PUT UNIVERSAL ME R. SCHUTZMARKE. Sommernachts- Fest 160/20 Genossen Wilke, Andreasfir. 26, stattfindet. Billets à 10 Pf. find bei Vorstandsmitgliedern, sowie vorher beim Wirth im Lokal zu haben. Um zahlreichen Besuch bittet Der Vorstand. Deutscher Holzarbeiter- Verband. Zahlstelle Berlin. ( Tischler aller Branchen, Drechsler, Bürstenmacher.) Versammlung für W. und SW. am Sonntag, den 13. August, Vormittags 10 Uhr, bei Habel, Bergmannstr. 5-7. 430/3 Tagesordnung: Vortrag, Diskussion, Vorschläge zum Beisiger für den Bezirk, Verschiedenes. Um zahlreichen Besuch bittet Die Ortsverwaltung. Fachverein der Tischler. Firma und Schutzmarke. Man achte genau auf meine POMADE Richard Poppe BERLIN N.O. derwel Bestes Putzmittel d Da viele minderwerthige und unSonnabend, den 12. Auguft, Abends 8/2 Uhr, in Bolh' Lokal, Alte Jakobftr. 75: General- Versammlung. Zages Ordnung: 1. Bortrag über: Staat und Gesellschaft. Referent: Herr Dr. Heimann. brauchbare Fabrikfate angeboten werden, 2. Diskussion. 3. Abrechnung. 4. Bericht des Vorstandes und des Bibliothekars. verlange man nur 5. Verschiedenes. Richard Poppe's Morig Universal- Metall- Puh- Pomade. Play. ( Schuhmarke„ Stern".) Ueberall vorräthig. Berlin No. Täglich: Gr. Garten- Konzert. Richard Poppe, Gollnowstr. 11. Gr. Frühtücks- u. Mittagstift. Spezial Ausschant von Pahenhofer Dr. Hoesch, homöopath. Arzt, Lagerbier, hell und dunkel. Linienstr. 149. 8-10, 5-7, Sonnt. 8-10. Bei ungünstiger Witterung findet das Konzert in den unteren Restaurations räumen statt. Entree Wochent. 10 Pf. Sonnt. 25 Pf. Säle für Versammlungen, Rommerse, Festlichkeiten 2c. Moabiter Gesellschaftshaus. Alt Moabit 80 u. 81. = Donnerstag, den 10. August 1898: Bus Benefis E 刮 越 市 Panopticum. für das beliebte Alberti Tris. Täglich: Grösstes heater und SpezialitätenSchau- u.VergnügungsEtablissement der Welt. Entree 50 Pf. Lützowstraße Victoria- Brauerei,-112. Garten resp. Saal ( außer Täglich Sonnabends) Stets wechselndes Vorstellung sowie Concert. Anfang 4 Uhr. Entree 30 Pf., refervirter Platz 50 f. 4127L* Helmuth Peters. Restaurant„ Lindenhof" Stolpe am kleinen Wannsee hält sich zu Ausflügen den geehrten Vereinen und Gesellschaften bestens Der Schutzengel D. R. P. Borräthig in allen Eisenwaaren- Handlungen. BK H H H H H H Preis 3 t. 4 M. An jedem Fenster leicht anzubringen. 309/6 Um zahlreiches und pünktliches Erscheinen ersucht Der Vorstand. Stuckateure! Am Sonnabend, den 12. August, findet in Nieft's Festsälen, Weberstr. 17, das 17. Stiftungsfest des Fachvereins verbunden mit dem 1. Stiftungsfest d. Gesangvereins( M. 5. A.-S.-B.) der Stuckateure Berlins und Umgegend statt, wozu sämmtliche Sollegen und Freunde der Vereine hiermit ergebenst einladet mit dem Motto: Frisch auf, Kollegen, zu neuem Handeln!" Billets find im Arbeitsnachweis( Weinmeisterstr. 19 bei Schünemann), sowie in den mit Plakaten belegten Lokalen zu haben. 1351b Das Comitee. Verein der Plätterinnen und verw. Berufsgenossen Berlins. Sonnabend, den 12. August 1893, in der Brauerei ,, Friedrichshain" vor dem Königsthor: Großes Sommer- Fest bestehend in Garten- Konzert ausgeführt von Mitgliedern der Freien Vereinigung der Zivil- Berufsmusiker unter Leitung des Herrn Fritz Roland, unter gütiger Mitwirkung mehrerer Gesangvereine( Mitgl. d. A.-S.-B.), sowie des Vereins für volts thümliche Kunst. Während und nach dem Konzert im großen Gaale: Tanz. Um 12 Uhr: Gr. Polonaise bei bengalischer Beleuchtung verbunden mit Gold- und 256/12 macht es den Kindern unmöglich, Bonbonregen. Das dabei eingesammelte Gold wird an sämmtlichen Kassen das Fenster zu öffnen, und verdes Lokals in Zahlung genommen. hindert das Hinausfallen der Kinder Eröffnung 3 Uhr. Anfang des Konzerts 41/2 Uhr. Entree 25 Pf. Die Kaffeeküche ist den geehrten Damen von 3 Uhr an geöffnet. NB. Sangesbrüdern ist gegen Vorzeigung der Bundeskarte der Eintritt Der Vorstand. Stettiner Sänger empfohlen. Beluftigungen aller Art. Regelbahn u. Kaffeeküche zur Verfügung. Kremser am Bahnhof Wannsee. A. Mattausch, aus offenstehenden Fenstern. Gegen Eins. von M. 3,50 resp. 4,50 franko bei Prospekte gratis und franko.[ 56/15 Programm. Anfang 4193L* Sount. 7 uhr, Kinderwagen. Größtez ager Berlins L. Littauer, Berlin, Landsbergerſtr. 25. frei gewährt. Um recht regen Besuch bittet Wochent 8 Uhr. Entree 50 Pf. Vorverkauf Billets Sonntags teine Giltigkeit. G ratweil' sche Bierhallen Kommandantenstr.77-79. Täglich von 5 Uhr ab: Grosses Frei- Concert. Soiréen der Leipziger Sänger vom Krystall- Palast. Anf. Wochent. 72 Uhr. Entree 15 Pf., refervirt 25 Pf. Anf. Sonntags 6 Uhr. Entree 30 Pf., refervirt 50 Pf. Anerkannt gute Küche. Säle für Festlichkeiten u. Versamml. Programm unentgeltlich. Carl Koch. Andreasftr. 23.5 p Th. Keller's Hofjäger, Hasenhalde, Tücht. Reporter BergmannstrassenHeute, Donnerstag, den 10. August 1893: Cigarren mit Kontroll- Schuhmarke Ecke. 60/3 für Kiel gesucht, der bereits im Fach thätig gewesen. Meldungen unter Einfendung von Zeugnissen bis 15. Auguft für Händler und Restaurateure, in ver an die Expedition der Schleswig- schiedenen Preislagen offerirt auch nach Holsteinischen Bolts- Zeitung" in Riel. außerhalb. Gr. Extra- Garten- Konzert. Anfang 5 Uhr. Entree 15 Pf., im Vorverkauf 10 Pf. A. Froelich. Soeben erschien im Verlage der Agitations- Kommission der der auch Kanten machen kann, ver Bäckerei- Arbeiter Berlins( Rykestr. 3) die Broschüre: Die Arbeits- und Wohnräume in Berliner Bäckereien. Mit einem Anhange über den Arbeitswucher im Bäckergewerbe. 24 Seiten. Preis 10 Pfennige. Zu beziehen auch durch die Verlags- Buchhandlung des Vorwärts" und durch sämmtliche Kolporteure. Einen tüchtigen Vergoldergehilfen, langt Albert Spieside, Gold1353b leiftenfabrit, Dresdenerstr. 38." Schildermaler finden Beschäftigung bei Riechers, Belle- Alliancestr. 100. Straußfedern- Näherinnen. Näherinnen für Straußfedern finden beftbezahlte und dauernde Beschäftigung. 12406* Freystadt, Straußfedern- Fabrik, Kommandantenstr. 80/81, 1 Tr. Eine alte deutsche Feuer- Verf.- Gesell Th. Boltz' Festsäle, Altenberg's hem. Färberei, Wäscherei, Garderob.- Reinig.schaft fucht für Berlin 11. die Provinz ( vorm. G. Feuerstein) Alte Jakobstrasse No. 75.[ 727b Gr. u. kl. Säle z. all. Festlichkeiten u. Versammlungen. Coulante Bed. Teleph.- Anschl. Amt I 1082. Anstalt, Neue Jakobstr. 17, Brunnenstr.162( fr.123), Andreasstr. 54, Fruchtstr.36, thätige Haupt- u. Spezial- Agenten. Potsdamerstr. 57/58, empf. f. 3. Färb. u. Reinig. v. Garderob. jed. 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Fortsehung der zweiten Sigung Montag Nachmittag 3 Uhr. Nachdem sich der Jubel über das Resultat der Abstimmungen, wobei jedes Nationalitätsvotum mit Beifall begrüßt wurde, gelegt und die über die unwürdigen Provokationen der unabhängigen Radaumacher erregte Versammlung sich wieder beruhigt hatte, tritt der Kongreß in die Berathung der Fortsehung der Tagesordnung ein. Dieselbe wird nach dem Vorschlage des Organisationskomitee's einstimmig in folgender Form genehmigt: 1. Maßregeln zur internationalen Durchführung des Achtstundentages. 2. Gemeinsame Bestimmungen über die Maifeier. 3. Die politische Taktik der Sozialdemokraten: a) Parlamentarismus und Wahlagitation, b) Direkte Gesetzgebung durch das Volk. 4. Stellung der Sozialdemokratie im Kriegsfalle. 5. Schuß der Arbeiterinnen. 6. Nationale und internationale Ausgestaltung der Gewerkschaften. 7. Internationale Organisation der Sozialdemokraten. 8. Verschiedenes, Wille( Rumänien) beantragt, das auch die Agrar frage auf die Tagesordnung gestellt werde, umsomehr, da bereits der Brüffeler Kongreß diese Aufgabe dem Züricher überwiesen habe. Der Kongreß stimmt dem zu. Seitens der Franzosen wird beantragt, auch die Frage des General streits zur Verhandlung zu stellen. Bei der nach Nationen vollzogenen Abstimmung ergiebt sich Annahme dieses Antrages; 12 Nationen stimmten dafür und zwar: Australien, Amerika, Belgien, Bulgarien, Dänemark, Frankreich, Holland, Ungarn, Serbien, Norwegen einstimmig, England mit kleiner Majorität; 6 Nationen stimmten dagegen: Spanien, Italien, Rußland einstimmig, Deutschland mit allen gegen drei, die Schweiz mit allen gegen eine Stimme; Rumänien enthält sich der Abstimmung. Schluß der Sigung. Dritte Sigung, Dienstag Vormittags 9 Uhr. Den Vorsiz übernimmt Argyriades, Bertreter der Parifer Blanquisten. Wenn auch die Franzosen heute an Bahl schwächer, so seien doch alle Richtungen, und vor allem das arbeitende Frankreich, das wirkliche Proletariat vertreten. Wenn die Franzosen ihre Stimmung und ihr Votum lauter und energischer zum Ausdruck bringen, so müsse man das ihrem Temperamente zu gute halten. Aber die Franzosen hätten gewünscht, daß neben Marx auch die Bilder von Vorkämpfern anderer Nationen, z. B. Blanqui, Fourier, St. Simon, den Saal geschmückt hätten, weil diese alle beigetragen, den wissenschaftlichen Sozialismus zu begründen. Die österreichische Delegation beantragt, den streikenden englischen Bergarbeitern die Sympathie des Kongresses zu übersenden, was der Kongreß mit der Ergänzung beschließt, in seiner Mitte eine Sammlung zur thatkräftigen Bekundung dieser Sympathie zu veranstalten. = Pickard( Bergarbeiter- Abgeordneter im englischen Barlament) dankt für diese Kundgebung; wenn auch 300 000 Bergarbeiter auf der Straße liegen, so bedürften sie doch der augenblicklichen Hilfe noch nicht; aber die englischen Bergarbeiter würden diese Sprache des Herzens, von der er hoffe, daß sie fräftig erflinge, mit Dant erwidern. Donnerstag, den 10. August 1893. " 10. Jahrg. und Ungarn( inklusive der kroatischen Landesorganisation) 9 Dele- Deputirte Millet, für Polen Daszynski, Mendelson und girte für die politische Partei und 23 Gewerkschaften; ein Wesblesti; Rußland ist durch Plechanoff vertreten, DäneMandat wird für ungiltig erklärt, weil der Delegirte aus der mark durch Knudsen und Jensen, Norwegen durch Kröger Partei ausgeschlossen worden. Rumänien 5 Delegirte für Johannsen. Von den Franzosen sind die sämmtlichen bekannten die Partei und Gewerkschaften. Rußland 1 Delegirter Genossen, wie Guesde, Lafargue, Ferron, sowie die bisherigen ( Plechanoff) für eine Geheimorganisation Emanzipation Deputirten durch die Wahlen am Erscheinen verhindert, ebenso der Arbeit" in Petersburg; aber wenn auch die Organi Malon, Vaillant 2c. Von den Possibilisten ist Dejeant anwesend, sation geheim fei, so sei sie nicht anarchistisch und in Rußland Keufer für die Positivisten, Gegay, Jaclard und Argyriades für die werde auch für den Anarchismus nie ein Boden sein, weil die Blanquisten. Holland ist durch Nieuwenhuis und seine Freunde russischen Sozialisten auf dem Standpunkt des demokratischen Vliegen, Bigarrenarbeiter, Cornelissen, Parteisekretär, aber auch Sozialismus stehen. Serbien 1 Delegirter für verschiedene die Opposition gegen die Nieuwenhuis'schen Anarchistesozialistische Vereine; die ökonomische und politische Entwicklung leien ist durch van Kol und Troelstra vertreten. Die sei in ihrem Lande noch so rückständig, daß es zur Entwick junge bulgarische Arbeiterpartei hat Rakowski lung einer sozialdemokratischen Arbeiterpartei leider noch nicht Grabowski entsandt. Aus Belgien finden wir Volders, habe kommen können. Schweiz 101 Delegirte für Grütli Vanbeveren, Vandervelde und Defnet, aus der Schweiz verein( 12 000), Gewerkschaftsbund( 15 000), Sozialdemokratische Bürkli, Steck, Greulich, Lang, Seidel, Steck. Aus England Partei( 5000 Mitglieder.) Deutschland 92 Delegirte mit ist von den Parlamentsmitgliedern nur Pickard als Berg153 Mandaten für die Partei und Gewerkschaften, darunter eine arbeiter- Vertreter und für das Parlamentarische Komitee der Frau für die sozialistischen Arbeiterinnen- Vereinigungen. 11 Man- Gewerkschaften erschienen; von den bekannten Genossen der alte date für 10 Delegirte mußten, weil sie den Bedingungen über eßner von der Internationalen Arbeiter- Assoziation, Frau die Zulassung des Kongresses nicht entsprachen, zurückgewiesen Mary- Aveling, auch Genosse Bernstein vom„ Sozialdemokrat" werden.( Die zurückgewiesenen Anarchisten und Unabhängigen ist als deutscher Vertreter anwesend. Die großen Gewerkfind: Landauer und Werner- Berlin, Strahl- Elberfeld, Köster, schaften sind diesmal zahlreich vertreten: Holmes( Vereinigte Bley, Rathmann, Kahan- Zürich, Körner- Genf für Bernburg.) Weber), Harford( Vereinigte Eisenbahnarbeiter), Anderson( VerNorwegen 1 Delegirter, Italien 21 für Partei und Geeinigte Maschinenbauer), dann die Gewerkschaften der Färber, werkschaften, und Polen 21 Delegirte. Strumpfwirker, Gasarbeiter, Metallarbeiter, Glasarbeiter, der Eine Anzahl italienischer, deutscher und schweizerischer Dele- Kommunistische Arbeiter- Bildungsverein, die Sozialdemokratische girten beantragen, der Kongreß soll den im Wahlkampf stehen- Föderation, die Achtstunden- Liga, der Londoner Trades- Council, den französischen Delegirten seine Sympathie entsenden, der Kongreß die Fabiangesellschaft, Unabhängige Arbeiterpartei, Schottische stimmt unter jubelnden Zurufen dieser Aufforderung zu. Die Arbeiterpartei und die Arbeiterpartei von Aberdeen u. f. w. englische Delegation berichtet, daß sie einstimmig beschlossen habe, der französischen Arbeiterschaft ihre Solidarität zu bekunden angesichts der Feindseligkeit zwischen Frankreich und England, die Privat Telegramm des Vorwärts". durch die siamesische Frage hervorgerufen sei. Mögen die Bour- Zürich, 9. Auguft.( Internationaler Arbeiter. geois sich befeinden, die Interessen der Arbeiterklasse zwingen sie tongreß). Der heutige Vormittag wurde durch Sizungen der in Frankreich und England zum gemeinsamen Kampf gegen die Rommissionen ausgefüllt; am Nachmittag fand eine Plenarsitzung fapitalistische Ausbeutung. Deshalb wolle sie ihre Bruderliebe öffentlich bekunden und senden den französischen Arbeitern und statt, in der der Engländer Hodge den Vorsitz führte. Auf der ihren Wahlen die herzlichsten Glückwünsche. Tagesordnung stand die Berathung der Maßregeln zur internationalen Durchführung des Achtstundentags. Angenommen wurde die schweizer Resolution mit einem von den Engländern gestellten Amendement, nach dem auf Einberufung einer internationalen Konferenz der Haupt- Industriestaaten hingewirkt werden soll. Dritte Sigung: Dienstag Nachmittags 3 Uhr. Sanial schlägt eine Sympathiekundgebung vor für die erst letzter Tage durch die Krisis zu tausenden aufs Pflaster geworfenen amerikanischen Arbeiter. Bebel giebt folgende Erklärung zu Protokoll: Gegenüber den fortgesezten Mißdeutungen des Zusatantrages Bebel und Genossen zum Punkt 1 des Reglements für die zu lassung zum Kongreß erklären die unterzeichneten Antragsteller zu Protokoll: In der Kommission, welche über die Stellung der Sozialdemokratie zur Kriegsfrage berieth, wurde wurde der Antrag der Holländer, im Kriegsfalle in den Generalstreit 1. Dieser Zusabantrag, der die Feststellung des Begriffs zu treten abgelehnt, und der deutsche Antrag, der auf dem Bepolitische Aktion" enthält, war für uns eine Nothwendigkeit, schlusse des Brüsseler Kongresses bafirt, angenommen. In nachdem Herr Landauer in der deutschen Delegation und im Kongreß namens der Anarchisten und ihrer Freunde erklärt hatte, diefer Sigung gab Liebknecht ein von Plechanow gehaltenes das Wort„ politische Aktion" sei nichtssagend, man könne dar Referat wieder. Bekanntlich lägen zu dieser Frage zwei Anunter verstehen, was man wolle. Damit war für diesen und alle träge vor, der deutsche, von dem Beschlusse des Brüsseler Konnächsten Kongresse dem Mißbrauch und den endlosen Ver- gresses ausgehende, und der holländische, der den Generalstreif zettelungen von Zeit Thür und Thor geöffnet. 2. Der Zusayantrag besagt durchaus nicht, daß jeder, der im Kriegsfall fordere. Auf dem Boden der heutigen Gesellschaft zum Kongreß tommt, sich verpflichtet, die politische Aktion unter seien die Absichten der holländischen Genossen nicht durchführbar; allen Umständen in jedem Detail unserer Definition auszuüben. habe das Proletariat bereits eine Macht in Händen, die Er fordert nur die Anerkennung des Rechtes der Arbeiter, sämmt liche politischen Rechte ihres Landes nach ihrem Ermessen für die die Durchführung dieses Antrags ermögliche, so täme es überFörderung der Interessen der arbeitenden Klassen auszunuzen haupt nicht mehr in die Lage, sie in dieser Weise an und sich als selbständige politische Arbeiterpartei zu konstituiren. zuwenden. Auch der Militärstreit sei eine reaktionäre 3. Damit haben wir uns durchaus nicht auf den engherzigen Maßnahme und für die Haupt- Militärmächte Deutschland Standpunkt gestellt, der uns untergeschoben worden ist. Bir und Frankreich undurchführbar. Wären beide Kulturmächte haben nur ein gedeihliches Zusammenarbeiten mit Leuten für Die deutsche Delegation erklärt, 500 Fr. für die Bergleute unmöglich erklärt, die selbst in höchst engherziger und sektirerischer entwaffnet, so werde Rußland die Gelegenheit benußen, mit zu zeichnen. Auffassung den Arbeitern und Sozialisten die Hände binden und seinen Kosacken Westeuropa zu überschwemmen und die Die gestern wegen ihres exzessiven Benehmens entfernten sie auf bestimmte Mittel beschränken wollen, und die ihre Auf- europäische Kultur zu vernichten. Der holländische Antrag sei " Unabhängigen" und Anarchisten senden einen Protest gegen ihre gabe darin sehen, denjenigen Sozialisten und Arbeitern, die sich nur scheinbar revolutionär, in Wahrheit leiste er dem Zarismas gewaltsame Entfernung, verschweigen aber vollständig, daß sie anderer als der von ihnen gebilligten Mittel bedienen, zum Vor- Vorschub. Er hoffe, daß der deutsche Antrag im Interesse der selbst und ihre Zürcher Anhänger es gewesen, die mit den Ge- theil der Ausbeuter- Parteien in die Arme zu fallen. waltthätigkeiten, mit rohen Prügeleien begonnen, und erst infolge 4. Wir erklären außerdem, daß gemäß dem durch den Zusatz- Bivilisation und der Freiheit des revolutionären Proletariats dessen zur Thüre hinausgebracht wurden. Ohne diese Prügeleien antrag jezt modifizirten Reglement keine wirkliche gewerkschaft- vom Kongreß einstimmig angenommen. hätte bis zur Entscheidung über die Giltigkeit ihrer Mandate liche Arbeiterorganisation von diesem und künftigen Kongressen niemand ihre Entfernung verlangt. Der Kongreß nimmt diesen ausgeschlossen oder in der Auswahl ihrer Delegirten beschränkt Die Anarchisten beschlossen gestern, vom Donnerstag ab einen Protest schweigend entgegen, nur ein paar englische Delegirten ist. Der Zusatz bezieht sich nur auf die nichtgewerkschaftlichen Separationgreß abzuhalten. und die Holländer Klatschen Beifall. Vereine und Gruppen. Bebel, Edward, Kautsky, Otto Lang, Adler. Die Sonntagsruhe in gewerblichen Anlagen. Vandervelde erstattet Bericht über die Mandatsprüfung. Beanstandet sind 2 italienische, 1 polnisches, 1 ungarisches und 11 deutsche Mandate. Die zwei italienischen Mandate sind von Anarchisten ausgestellt und daher abzulehnen; das polnische Mandat wird bestritten, weil es von einer Zeitung ausgestellt, dessen Redaktion absolut unbekannt; das Bureau ist für Giltigerklärung sowohl dieses als des ungarischen Mandates. Bezüg lich der beanstandeten deutschen Mandate ist das Bureau ge- Sonntagsruhe in gewerblichen Anlagen(§ 105b, Der Entwurf von Ausnahmebestimmungen, betreffend die theilter Meinung. Die Majorität beantragt zurückweisung von 1 und 105d der Gewerbe- Ordnung) ist nunmehr fertiggestellt. Werner und Landauer, ebenso die der übrigen unabhängigen" Wir entnehmen demselben, nach der Köln. Zeitung", das nachDelegirten aus der Schweiz, die sich nach ihrer Zurückweisung folgende: durch die Schweizer an die deutsche Delegation gewandt; ein Mandat muß für ungiltig erklärt werden, weil sämmtliche 15 Unterschriften von einer Hand herrühren. 1. Allgemeine Bestimmungen. Nieuwenhuis bringt einen Protest ein gegen die gestrige Abstimmung über das Bebel'sche Amendement zu den Zulassungsbedingungen. Der Antrag Volders habe alle Amendements erledigt; nur unter dieser Voraussetzung hätten die Holländer dafür gestimmt. Trotzdem habe Singer das Amendement Bebel zur Abstimmung gebracht. Gegen eine solche Geschäftsleitung müsse er protestizen. Er habe sich zuerst gefragt: Ist das ehrlich? er setze indeß den guten Glauben voraus. Aber mit der Annahme des Amendements Bebel's sei die freie Meinungsäußerung unmöglich gemacht; und gegen diese Majorifirung protestire er ebenso wie gegen die damit erfolgte Beschränkung der Zulassung. Er verlange nochmalige Abstimmung und erhoffe dann die Ablehnung dieser Beschränkung. Sonst thäte man gut, das Bild Mary' mit Trauerflor ju umhüllen, denn damit wäre das Wort:" Proletarier aller Länder, vereinigt Euch!" zur Lüge geworden. 1. Die den Arbeitern zu gewährende Ruhe hat, soweit Aehnlich spricht sich Volders aus. Der Engländer Oliver Daszynsti bittet, das beanstandete polnische Mandat unter II nicht abweichende Bestimmungen getroffen sind, minnimmt den Präsidenten in Schutz und beantragt Uebergang zur zurückzuweisen. Die Zeitung sei nur in einer Nummer er- und Festtage 24 Stunden, für Doppel- Festtage und für zwei aufdestens zu dauern bei 12stündiger Betriebsruhe für Einzel- Sonn Tagesordnung; wir haben noch 11 wichtige Gegenstände zu ver- schienen, über die Richtung sei also fein Urtheil möglich; das und Festtage 24 Stunden, für Doppel- Festtage und für zwei aufhandeln; es geht doch nicht an, daß wir jeden Tag kritisiren, Mandat sei ohne Unterschrift, niemand wisse, wer der Redakteur einander folgende Sonn- und Festtage entweder 36 Stunden oder, wenn eine Unterbrechung stattfinden soll, für jeden der beiden was am vorhergehenden beschlossen worden. Mit großer Majo der Zeitung sei, die hier eine Delegirtin entfende. rität beschließt der Kongreß Uebergang zur Tagesordnung und Frl. 2uxenburg erklärt diese Thatsache mit den eigen- Tage 24 Stunden; bei ununterbrochenem Betriebe, sofern längere rechtfertigt damit völlig die Geschäftsleitung des Präsidenten. thümlichen Verhältnissen in Russisch- Polen. Die Zeitung werde als 18stündige Wechselschichten nicht verboten sind, für jeden E3 erfolgt die Berichterstattung der Mandatsprüfungs- Kom- von einem sozialdemokratischen literarischen Verein herausgegeben, weiten Sonn- oder Festtag 24 Stunden; sofern längere als 18mission: England ist vertreten durch 65 Delegirte, die müsse als Ausdruck des polnischen sozialistischen Proletariats be- stündige Wechselschichten verboten sind, für Einzel- Sonn- und Festtage entweder für jeden zweiten Sonn- oder Festtag 24 Stunden 44 politische und gewerkschaftliche Organisationen repräsentiren, trachtet werden. darunter 9 ausschließlich aus jüdischen Arbeitern bestehend; Nach längerer Diskussion beschließt der Kongreß mit Stimmen- oder für jeden vierten Sonn- und Festtag 36 Stunden, in welchem Falle aber an dem vorhergehenden und Desterreich 34, darunter 7 czechische Delegirte, für sämmt mehrheit zurückweifung der Delegirtin. Das Bureau bezweifelt Sonn- oder Festtage die Zeit von 6 Uhr Morgens bis 6 Uhr liche Parteien und Berufsorganisationen; Australien 1 Dele- die Abstimmung; Polen beantragt Nationalitäten- Abstimmung. Abends arbeitsfrei bleiben muß; für Doppelfesttage und für zwei girter für 5 sozialistische Organisationen, darunter eine deutsche; 7 Nationen sind für Anerkennung, 9 für Verwerfung des Man- aufeinanderfolgende Sonn- und Festtage entweder 30 Stunden die sogenannte Arbeiterpartei und die Gewerkschaftszentralisation dates, 3 enthalten sich. habe eine Beschickung abgelehnt, sodaß die Ehre der Vertretung Für die Giltigkeit der bestrittenen deutschen Mandate spricht oder 24 Stunden, in welchem Falle aber in der Zeit von 6 Uhr ausschließlich den Sozialisten gebühre; Belgien 17 Delegirte, Gilles- London, die englische Delegation erklärt aber, daß Abends des vorgehenden Werktages bis 6 Uhr Morgens des darunter 2 Frauen, für politische und gewerkschaftliche Organi- Gilles nicht in ihrem Auftrage spreche. Gilles erklärt unter nachfolgenden Werktages insgesammt mindestens 36 Stunden gezogen werden. an dem folgenden fationen; Bulgarien 2 Delegirte und 31 Organisationen; großem Widerspruche der Deutschen, die Wahlen seien ordnungs- arbeitsfrei bleiben müssen. 2. Zur Ablösung der im ununterbrochenen Betriebe beDänemark 2 Delegirte für die sozialdemokratische Partei und mäßig erfolgt, die beanstandeten Delegirten vertreten die gleichen schäftigten Arbeiter dürfen andere Arbeiter jedoch frühestens die Gewerkschaften Kopenhagens, erstere 150 Vereine mit 17 000, Biele, seien feine Anarchisten, sondern nennen sich nur so mit schäftigten Arbeiter dürfen andere Arbeiter jedoch frühestens letztere 90 Organisationen mit 20 000 Mitgliedern; Spanien einer gewissen Prahlerei, einzelne erheben sogar ausdrücklich 12 Stunden nach Beendigung ihrer regelmäßigen Arbeit heranDieselben dürfen in dem ununterbrochenen Iglesias für die sozialdemokratische Ar- Widerspruch. Der Kongreß soll ein Exempel statuiren, ob er so Betriebe während der letzten 12 Stunden vor Wiederaufnahme 2 Delegirte: beiterpartei, Garcia für die Gewertschaften; Amerika tolerant fein will, Sozialisten abzuweisen, weil sie eine andere ihrer regelmäßigen Arbeit nicht beschäftigt werden. Die den Ab3 Delegirte: Cahan für die jüdischen Gewerkschaften, Taktik verfolgen. de Leon für die sozialistische Arbeiterpartei, Sanial De Leon: Die Deutschen sind gewiß nicht immer un- lösungsmannschaften zu gewährende Ruhe muß mindestens das für die Central Labour Federation in New York; das fehlbar gewesen, aber sie haben unstreitig große Berdienste um Maß der den abgelösten Arbeitern gewährten Ruhe erreichen. Mandat eines vierten Delegirten( Henryot, Möbelarbeiter die Sache des internationalen Proletariats. Daß die Unab- 11. Bestimmungen für einzelne Gewerbe der Gruppe III Gewerkschaft) wird beanstandet, da es nur für die internationale hängigen es ehrlich meinten, diesen Eindruck habe er nicht; Holzarbeiter Konferenz ausgestellt ist. Frankreich 39 aber wenn dies der Fall, so haben sie sich ausgedrückt wie Esel. 1. Für Bergwerke und Gruben. Delegirte für 54 verschiedene Organisationen. Holland 6 Von bekannten Vertretern der sozialistischen Bruderparteien Der mechanische Bumpenbetrieb bei der Erdölgewinnung aus Delegirte, wovon 3 für den Sozialdem. Bund, je 1 für die Buch- des Auslandes sind am Kongreß aus Italien Turati, Pro- Bohrlöchern und das Aufsammeln des Dels bei diesen und bei drucker, Zuckerbäcker und einen sozialistischen Lehrerverein. fessor Labriola und Frau Kolischoff; aus Rumänien der Springölquellen ist ohne Unterbrechung gestattet. T = der Gewerbestatistik. 2. Für Erzröftwerke. 3. Für Vertotungsanstalten. Der ununterbrochene Betrieb ist gestattet für die Arbeiten der Kesselwärter und Stocher, der Maschinisten, Schmelzer, Gichte und Apparatarbeiter, für die Zufuhr der Rohstoffe vom Hüttenplage oder von den Cokesöfen zu den Hochöfen, die Verarbeitung der Schlacken und die Verladung der Produkte. Das Entladen und Verschieben von Eisenbahnwagen ist gestattet, soweit an Sonn- oder Festtagen Wagen zugeführt werden und die Einhaltung der Ladefrist Arbeit erfordert. Während eine Trocknen und Magaziniren des gewonnenen Feinfalte auch das 5. Eifen Hochöfen. Jn Erzröstereien ohne Schwefelsäure Gewinnung darf mit auch für die Arbeiter führen würde, die Gewährung von Auswurf eine Zeit von 5 Stunden vor. zu unverhältnißmäßigen Nachtheilen für die Betriebe und folglich| müssen. Für die An- und Abfuhr der Erzeugnisse sieht der Ent dem Betriebe nach zwölfstündiger Ruhe desselben bereits um nahmen vorgesehen. Theilweise sind solche Ausnahmen bereits 6 Uhr Abends wieder begonnen werden. In Erzröftwerken mit im Gesetze selbst zugelassen, insbesondere Arbeiten, welche in 4. Salinen. Schwefelsäure Gewinnung ist der ununterbrochene Betrieb der Nothfällen oder im öffentlichen Interesse unverzüglich vorge Sonn- und Festtagen nicht durchführen. Die fortdauernde UnterIn den Salinen läßt sich eine regelmäßige Betriebsruhe an Röstöfen, der Kondensationseinrichtungen und der Konzentrations- nommen werden müssen, die Bewachung der Betriebsanlagen, haltung der Feuer ist nothwendig, um in der Sole genau dieeinrichtungen gestattet, bei letteren jedoch für die Transport Arbeiten zur Reinigung und Instandhaltung, durch welche jenigen Temperaturen inne zu halten, welche zur Erzielung eines arbeiten nur bis zum 1. November 1894. Von demselben Zeit- der regelmäßige Fortgang des eigenen oder eines fremden Be- gleichmäßigen Salzkorns erforderlich sind. Auch ist der Temperatur punkt ab darf für die an Blendröstösen beschäftigten Arbeiter die triebes bedingt wird, sowie Arbeiten, von welchen die Wieder- wechsel nicht ohne nachtheiligen Einfluß auf die Haftbarkeit der Dauer der Wechselschichten 18 Stunden nicht überschreiten. aufnahme des vollen werktägigen Betriebes abhängig ist, sofern Pfannen, während durch das Ansehen von Rost in den letzteren nicht diese Arbeiten an Werktagen vorgenommen werden fönnen, bas Salz gefärbt und dadurch an Werth erheblich verlieren Der ununterbrochene Betrieb der Defen von höchstens dreißig ferner Arbeiten zur Verhütung des Verderbens von Rohstoffen würde. stündiger Brenndauer und solcher Defen, deren Gase im Berg- oder des Mißlingens von Arbeitserzeugnissen. Im Anschluß an den Siedereibetrieb werks- oder Hochofenbetriebe Verwendung finden oder zur Ge- ganze Reihe von Gewerben mit den im§ 105 c gewährten Aus- und Festtagen gestattet, daß diese Arbeit unter die im§ 105 c winnung von Nebenprodukten dienen, sowie der hierzu erforder: nahmen sehr wohl in der Lage sein wird, den Betrieb im Abs. 1 Biffer 4 aufgeführten zu rechnen sein wird. Da der lichen Apparate ist gestattet. Vom 1. November 1894 ab darf übrigen auf 24 Stunden ruhen zu lassen, sind für andere Betriebs- Stilstand der Pumpwerte leicht einen ungünstigen Einfluß auf die Dauer der Wechselschichten 18 Stunden nicht überschreiten. arten weitergehende Ausnahmen aus technischen oder wirthschaft: die Zusammensetzung der beim Ruhen der Pumpwerke in den Für die übrigen Oefen ist an mehreren aufeinanderfolgenden lichen Gründen unerläßlich. Die auf die Betriebe der Gruppe III Bohrlöchern stillstehenden Sole ausübt, ist der ununterbrochene Sonn- und Festtagen das Biehen und Füllen in der Zeit von der Geiverbeftatistik bezüglichen Erläuterungen haben bei der Betrieb der Pumpwerke ebenfalls zuzulassen. Der Betrieb der 6 Uhr Abends bis 6 Uhr Morgens gestattet. Unmöglichkeit, ein erschöpfendes Verzeichniß der nach§ 105c Gradirwerke endlich ist völlig von der Witterung abhängig. Das Entladen und Verschieben von Eisenbahnwagen ist zulässigen Sonntagsarbeiten aufzustellen, sich darauf beschränken Gegen die Ausnutzung der guten Witterung an einem Sonn- oder während einer Zeit von 5 Stunden gestattet. Den mit dieser müssen, einzelne Arbeiten, deren Zulassung an Sonn- und Fest Festtag, welche insbesondere nach vorangegangenem schlechten Arbeit beschäftigten Arbeitern sind Ruhezeiten gemäß§ 105 c, tagen auf grund des§ 105 d von betheiligter Seite beantragt Wetter von Wichtigkeit ist, werden Bedenken um so weniger er Absatz 3 der Gewerbe- Ordnung zu gewähren. war, als solche zu bezeichnen, welche als bereits nach§ 105 c hoben werden können, als der Betrieb der Gradirwerke nur eine 4. Für Salinen. zulässig anzusehen sein werden. Ob im übrigen eine befehr Der ununterbrochene Betrieb der Pump- und Gradirwerke ftimmte Arbeit auf grund der Bestimmungen im§ 105 cbr geringe, im wesentlichen blos beaufsichtigende Thätigkeit be ansprucht. sowie Siederei ist gestattet. Vom 1. November 1894 ab darf an Sonn- und Festtagen vorgenommen werden darf, wird in die Dauer der Wechselschichten 18 Stunden nicht überschreiten. erster Linie dem sachverständigen Ermessen des Betriebsleiters und Pfingstfest, läßt sich die volle Betriebsruhe ohne besondere Für die drei hohen christlichen Feste, das Weihnachts, OsterFür das Weihnachts, Oster- und Pfingstfest bleiben die Be- überlassen bleiben müssen und demnächst der überwachenden wirthschaftliche Nachtheile auch in den Salinen durchführen. ftimmungen des§ 105 b, Absatz 1 der Gewerbe- Ordnung Prüfung der Aufsichtsbehörden, erforderlichen Falls der richterin Kraft. lichen Beurtheilung unterliegen. Maßgebend dabei wird der 5. Für Gifen hoch öfen. Gesichtspunkt sein müssen, daß die Arbeitsleistung an Sonn- und Der Betrieb der Hochöfen gestattet teine Unterbrechung. Festtagen auf das Mindestmaß, welches die durch§ 105c frei um regelmäßigen Gange des Schmelzverfahrens ist erforderlich, gegebene Arbeit erfordert, beschränkt und daß dementsprechend daß jede Aenderung der Temperatur im Ofen vermieden wird, Die Zahl der Arbeiter und die Dauer der Arbeitszeit bemessen die Aufgabe der aus den Erzen, dem Brennstoff und den Zuwird. Wenn die im§ 105c bezeichneten Zwecke auf verschiedenen schlägen bestehenden Beschickung gleichmäßig erfolgt und das geWegen erreicht werden können, so wird die Wahl der für den wonnnene Metall sowie die Nebenerzeugnisse rechtzeitig aus dem Betrieb zweckmäßigen Arbeit dem Betriebsleiter zustehen. So hängt fen abgestochen werden. Der fortlaufende Betrieb der Gebläse beispielsweise in vielen Gewerben die Wiederaufnahme des vollen ist aus dem Grunde unentbehrlich, weil eine Unterbrechung deswerkthätigen Betriebes davon ab, daß Defen und andere Appa- felben ein Erftarren der Schmelzmasse und eine Gefährdung des Vom 1. November 1894 ab darf die Dauer der Wechsel- rate die erforderliche Temperatur haben. Dies kann durch recht- fens nach sich ziehen würde, während das Unterlassen der Beschichten nur für die Reffelwärter und Stocher, die Maschiniften, zeitiges Anheizen der während der Betriebsruhe sich abkühlenden Schickung an Sonn- und Festtagen ähnliche Nachtheile und Schmelzer und Apparatarbeiter 18 Stunden überschreiten. Defen u. f. w. oder durch Unterhaltung der Feuer erreicht Schwierigkeiten verursachen würde wie die Inbetrieblegung eines Für den Betrieb der Cokesöfen gelten die vorstehend unter werden. Letzteres ist meist zweckmäßiger, weil der durch das Ab- faltgelegten Ofens. Für die Eisenhochöfen kommt noch hinzu, daß Biffer 3 Absatz 1 und 2 getroffenen Bestimmungen. kühlen und Anheizen hervorgerufene Temperaturwechsel auf das Störungen im Ofengange, welche sich erst nach Tagen beseitigen Material der Desen und sonstigen Apparate einen nachtheiligen laffen, die Eigenschaften des gewonnenen Eisens wesentlich Einfluß hat. In der Regel beansprucht das Anheizen eine verändern können. Abgesehen von den fürzere Arbeitszeit, die Unterhaltung der Feuer eine geringere als 18stündige ununterbrochene Thätigkeit nicht zugemuthet Gichtarbeitern, benen mit Rücksicht auf ihre schwere Arbeit eine mehr Bahl von Arbeitskräften, sodaß die Wirkung der einen wie der anderen Arbeit auf die Sonntagsruhe der Arbeiter sich im werden darf, kann zur Zeit die bisher übliche 24stündige Wechselwesentlichen ausgleicht. In einem solchen Falle wird auch die schicht belassen bleiben. Der ununterbrochene Betrieb läßt auch Befeuerung der Defen als eine durch§ 105c, Absatz 1, Biffer 3, eine Unterbrechung in der Zufuhr der Rohstoffe vom Hüttenfreigegebene Arbeit angesehen werden können. plaze oder von den Koaksöfen sowie die Abfuhr der ErEs folgen die Ausführungen des Entwurfs wieder, soweit Schlacken und die sofortige Berladung von Erzeugnissen auf zeugnisse nicht zu. Auch die sofortige Verarbeitung von sie sich auf einzelne Betriebe beziehen. Eisenbahnwagen wird während der Sonn- und Festtage gestattet 1. Bergwerke und Gruben. werden müssen. Es wird keinem Bedenken begegnen, so führt der Entwurf aus, 6. Bleis und Silberhütten. die durch gewaltsame elementare Ereignisse, wie Explosionen, Grubenbrände, Wasser- und Schlammdurch Hike erhalten werden, da andernfalls die volle Arbeit am folgen Die Flammöfen müssen während der Sonntagsruhe in voller brüche, Ginstürze, nothwendig werdenden Arbeiten zu den den Werktag nicht wieder aufgenommen werden kann. Nach der jenigen zu zählen, welche in Nothfällen unverzüglich vorgenommen überwiegenden Mehrzahl der vorliegenden Aeußerungen dürfte es werden müssen; auch sind dies Arbeiten, von welchen die den thatsächlichen Verhältnissen entsprechen, wenn die Vollendung Zu den durch Biffer 3 freigegebenen Arbeiten gehören ferner der Chargen zugelassen, im übrigen aber die Innehaltung der gesetz Wiederaufnahme des vollen werttägigen Betriebes abhängig ist. der vor 6 Uhr Abends des vorhergehenden Werktags eingesetzten Betrieb der Wasserhaltung und Wetterversorgung, das Nieder- lich vorgeschriebenen Betriebsruhe gefordert wird. Ununterbringen von Bohrlöchern bei Gefahr des Zusammengehens der- brochener Betrieb wird dagegen für die Entfilberung des Werkbem, quellendem oder druckfestem Gebirge, die Wartung und Bleihütten duldet im wesentlichen aus denselben Gründen wie felben, Schacht- und Streckenarbeiten in wafferreichem, schwimmen bleies mittels Zints zu gewähren sein. Der Hochofenbetrieb der Pflege der Grubenpferde, endlich auch Markscheiderarbeiten, der Betrieb der Eisenhochöfen teine Unterbrechung. Bezüglich der welche während des werktägigen Betriebes nicht mit genügender Röstöfen vergleiche die Ausführungen unter Nr. 2. müssen unverzüglich vorgenommen werden alle diejenigen Arbeiten, Sorgfalt ausgeführt werden können. Im öffentlichen Interesse welche den Schutz der Arbeiter, der Anlagen sowie der Um- Bei den Reduktionsöfen ist zur Wiederaufnahme des vollen gebungen nothwendig macht, als Wettermessungen, Arbeiten vor werktägigen Betriebes die Unterhaltung der Feuer nothwendig. Wetter häufig auftreten; Arbeiten, welche zur Entsäuerung und Arbeitskräfte lassen sich die Oefen an Sonn- und Festtagen im Ort in solchen Gruben, in welchen erfahrungsmäßig schlagende Nur mit einer geringen Vermehrung der dazu erforderlichen Reinigung der in öffentliche Gewässer abfliessenden Grubenwasser Gang erhalten, wodurch auch die Nachtheile vermieden werden, dienen u. s. w. Abgesehen von diesen durch§ 105c ohne weiteres welche die Betriebsruhe für die Defen zur Folge haben fann. Der ununterbrochene Betrieb der kontinuirlichen Schachtöfen zugelassenen Arbeiten gestattet der Betrieb in Bergwerken und zur Inganghaltung der Defen ist bei Vermeidung aufschiebbarer von mehr als sechstägiger Brenndauer ist gestattet. Der ununter- Gruben eine 24stündige Unterbrechung an Sonn- und Festtagen. Nebenarbeiten nur nöthig, daß fie bis 8 Uhr Morgens befchickt brochene Betrieb ist ferner gestattet beim Abladen von Rohstoffen, Nur im Betriebe der Erdölgewinnung hat sich die Nothwendig werden. Von da an tönnen die Schmelzer ihre Thätigkeit ohne welche direkt den Defen zugeführt werden, bei der Zufuhr der feit herausgestellt, den maschinellen Betrieb beim Bumpen des Nachtheil für den Betrieb auf 20 Stunden aussehen; für die Rohstoffe vom Hüttenplatze zu den Defen und bei der Abfuhr Erdöls aus Tiesbohrungen ununterbrochen im Gang zu halten. Zwischenzeit genügt die Wartung der Defen durch die Heizer Die vor 6 Uhr Abends des vorhergehenden Werktags in die 2. Grzröst werke. und deren Gehilfen, welche die Unterhaltung der Feuer zu be= sorgen haben. Flammöfen eingefeßten Chargen dürfen vollendet werden. a) Ohne Schwefelsäure- Gewinnung. Das Jneinandergreifen des Heigens mit der brochene Betrieb der Laugerei, sowie der Kupfervitriolgewinnung wendung erheblichen Brennstoffes bebuss Unterhaltung des Feuers für die Heizer an den Reduktionsöfen auf Arbeitsschichten von Wirthschaftliche Gründe stehen einer 24stündigen Betriebs: Destillation gestattet nicht, die Dauer der Wechselfchichten für Der Entwurf beschränkt sich deshalb auf die Forderung, daß Für die Kupfergewinnung auf elektrolytischem Wege ist der der Röſtösen nöthig sein. Die Betriebsruhe wird deshalb auf mehr als 12stündiger Dauer eine Ruhezeit von mindestens gleicher ununterbrochene Betrieb der Dynamomaschinen und der zu- 12 Stunden zu beschränken sein. Ginzelne Arbeiten werden Dauer folgen muß. gehörigen Refselanlagen einschließlich des Wechselns der Elektroden auf grund des§ 105 c Absatz 1 3iffer 1 und 4 auch während gestattet. der 12stündigen Betriebsruhe vorgenommen werden dürfen. 6. Für Blei- und Silberhütten. Die vor 6 Uhr Abends des vorhergehenden Werktags in die Flammöfen eingesetzten Chargen dürfen vollendet werden. Der ununterbrochene Betrieb der Entsilberung des Werkbleies mittels Bints ist gestattet. Im Betriebe der Hochöfen ist der ununterbrochene Betrieb gestattet für die Arbeiten der Steffelwärter und Stocher, der Maschinisien, Schmelzer, Gicht und Apparatarbeiter, für die Zufuhr der Rohstoffe zu den Hochöfen, die Abfuhr der Produkte von den Hochöfen und die Verladung der Produkte. Das Entladen und Verschieben von Eisenbahnwagen ist gestattet, soweit an Sonn- oder Festtagen Wagen zugeführt werden und die Einhaltung der Ladefrist Arbeit erfordert. Bom 1. November 1894 ab darf die Dauer der Wechsel schichten 18 Stunden nicht überschreiten. Für den Betrieb der Röstöfen gelten die Bestimmungen unter Biffer 2. werden. 7. Für Zinthütten. Im Betriebe der Reduktionsöfen sind die Arbeiten der Schmelzer bis 8 Uhr Morgens gestattet, im übrigen dürfen diese Defen durch die Heizer ununterbrochen im Gange gehalten Die Ruhezeit der Schmelzer muß mindestens 20 Stunden betragen. Für die Heizer an den Reduktionsöfen darf die Dauer der Schichten 18 Stunden überschreiten, sofern der Arbeitsschicht eine Ruhezeit von mindestens gleicher Dauer folgt. Der ununterbrochene Betrieb der Binkvitriol- Laugerei und der Konzentration ist gestattet. Bom 1. November 1894 ab darf die Dauer der Wechselschichten außer für die Heizer an den Reduktionsöfen( Abs. 2) 18 Stunden nicht überschreiten. Für den Betrieb der Röstöfen gelten die Bestimmungen unter Biffer 2. 8. Für Kupferhütten. der Produkte von den Defen. 7. 8inthütten. Für die Kupfergewinnung auf nassem Wege ist der ununters ruhe entgegen. Bei 24stündiger Unterbrechung würde die Auf die Heizer der Reduktionsöfen auf 18 Stunden zu beschränken. gestattet. Bom 1. November 1894 ab darf die Dauer der Wechselschichten 18 Stunden nicht überschreiten. Das Entladen und Verschieben von Eisenbahnwagen ist während einer Zeit von 3 Stunden gestattet; die Ruhezeiten der mit dieser Arbeit beschäftigten Arbeiter müssen der Bestimmung des§ 105 c Abs. 3 der Gewerbe- Ordnung entsprechen. Für den Betrieb der Röstösen gelten die Bestimmungen unter Biffer 2. öfen ist gestattet. Für die Verarbeitung der Binkerze auf naffem Wege ist der ununterbrochene Betrieb der Zinkvitriol- Laugerei und der Ver dichtung nothwendig, und demgemäß auf grund des§ 105 c Abs. 1 3. 4 ohne weiteres zulässig. 8. Rupferhütten. b) Mit Schwefelsäure- Gewinnung. Betriebe, in welchen die beim Röstverfahren gewonnenen Erzeugnisse eine weitere chemische Verarbeitung erfahren, erfordern größere Beschränkungen der Sonntagsruhe. Beim Rösten a) Rupfergewinnung auf trockenem Wege. gefchwefelter Grze entweicht schweflige Säure in erheblicher Menge. Die schwefligfauren Gase werden zur Gewinnung von Ausnahme derjenigen fleinen Schachtöfen, welche der BerDer Betrieb der Schachtöfen( Kupferhochöfen) gestattet mit Schwefelsäure verwerthet. In zahlreichen Erzröstereien bildet arbeitung von Abfall- Erzeugnissen dienen, ebenso wenig wie der fogar die Schwefelsäure- Gewinnung den Hauptzweck des ganzen Betrieb anderer Hochöfen eine Unterbrechung. Unterbrechung. Auch der Betrieb der Verdichtungs- Einrich Betriebes und diese duldet aus technischen Gründen keine tungen muß freigegeben werden, weil sonst Temperaturfchwankungen eintreten, die das Undichtwerden der Bleipfannen, bas Springen der Glasretorten und die Beschädigung der sehr angeführten Gründe maßgebend gewesen. Für die Freigabe der Versandarbeiten sind die unter Nr. 5 Für den Betrieb der Flammöfen trifft das unter Nr. 6 bezüglich der Blei- und Silberhütten Geſagte zu. 9. Für Nickel, Kobalt, Antimon, Wismuts, Arsenik und Zinnhütten. Der ununterbrochene Betrieb der Schachtöfen, der Rothalas: öfen und der nur während der Wintermonate betriebenen töstfostspieligen Platinapparate zur Folge haben können. Für dieb) Kupfergewinnung auf naffem Wege. Im Betriebe der übrigen Röstösen und der Flammöfen jenigen Arbeiten, welche nicht anstrengend sind und durch längere schädlichen Gase zu beseitigen; er ist sonach auf grund des Der Betrieb der Kondensation dient lediglich dem Zweck, die. dürfen die vor 6 Uhr Abends des vorhergehenden Werktages Ruhepaufen unterbrochen werden, kann von einem Verbot der§ 105 c Abs. 1 3. 1 ohne weiteres gestattet. Bei der Laugerei eingesetzten Chargen vollendet werden. Bom 1. November 1894 ab barf bie Dauer der Wechsel- es im Hinblick auf die schwere und ohne längere Baufe fort- änderungen, welche die Kupferlauge bei Unterbrechung des Be 24stündigen Wechselfchicht abgesehen werden. Dagegen erscheint und der Kupfervitriolgewinnung ist zur Verhütung der Verschichten 18 Stunden nicht überschreiten. gehende Arbeit an den Blenderöst Defen geboten, für die an triebes durch zu lange Berührung mit den auslaugenden Erzen Martin- und Ziegelgußstablert, Bubbel. Diesen beschäftigten Arbeitern längere als 18stündige Wechsel- erleiden würde, der ununterbrochene Betrieb zuzulassen. schichten zu untersagen. 10. Für Bessemer und Thomas stahlwerte, = 3. Bertokung3 Anstalten. werke und zugehörige alz. und Hammerwerke. c. Kupfergewinnung auf elektrolytischem Wege. In Werken, in welchen der Betrieb an jedem zweiten SonnAuch hier würde die Unterbrechung des Betriebes eine so tag mindestens 36 Stunden ruht, darf an den übrigen Sonntagen Für diejenigen Koaksofen- Anlagen, welche unabhängig von wesentliche Störung zur Folge haben, daß eine Wiederaufnahme bereits um 6 Uhr Abends mit dem Betriebe nach 12 stündiger anderen Anlagen betrieben werden, besteht ein allgemeines Be- des vollen werkthätigen Betriebes nur möglich wäre, wenn Ruhe desselben wieder begonnen werden. Auf das Weihnachts-, dürfniß nach einer Berkürzung der sonntäglichen Betriebs während der Betriebsruhe eine Reihe von Arbeiten auf grund Neujahrs-, Oster- und Pfingstfest findet diese Bestimmung teine ruhe nicht. Eine Ausnahme machen allein die ober des§ 105 c Absatz 1 3. 3 vorgenommen würden, welche die Anwendung. schlesischen Koatsöfen, deren Brennstoff infolge seiner Beschaffen Arbeiter nicht erheblich weniger in Anspruch nehmen würden als Das Entladen und Verschieben von Eisenbahnwagen ist ge- heit eine 24stündige Unterbrechung des Biehens und Füllens der volle Betrieb der Anlage. ftattet, soweit an Sonn- und Festtagen Wagen zugeführt werden nicht zuläßt. Hiernach rechtfertigt sich die Zulassung des ununter- Auch der Eisenbahnwagen- Verkehr ist aus denselben Gründen und die Einhaltung der Ladefrist Arbeit erfordert. Bom 1. No- brochenen Betriebes für Koalsöfen von höchstens 80stündiger wie bei den Berkehrsanstalten zuzulassen. vember 1894 ab darf für die mit dieser Arbeit beschäftigten Ar- Brenndauer. Für die zahlreichen Koatsofen- Anlagen, deren über- Bezüglich der Röstöfen vergleiche die Ausführungen unter beiter die Dauer der Wechselschichten 18 Stunden nicht über schüssige Gäse zu Heizzwecken im Hochofen und Grubenbetrieb Nr. 2. schreiten. verwandt werden, wird, um eine erhebliche Vertheurung der BeDen beigegebenen Erläuterungen entnimmt die Köln. triebe zu vermeiden, ebenfalls der ununterbrochene Betrieb zuBeitung", daß die grundlegende Bestimmung über die Sonntags- gelassen werden müssen. Das gleiche gilt endlich von den Koats- Der Betrieb der hier zur Anwendung gelangenden Schachtruhe in gewerblichen Anlagen sich in zwei Richtungen bewegt: ofen- Anlagen, welche mit Einrichtungen zur Gewinnung und öfen stimmt mit dem Betriebe der bei Kupferhütten vorsie fordert ein bestimmtes Maß von Ruhezeit für die Arbeiter Verarbeitung der in den Gasen enthaltenen Nebenerzeugnisse ver- tommenden Schachtöfen von längerer Brenndauer im wesentlichen und schreibt daneben eine Ruhe des Betriebes für die Dauer fehen sind. Im übrigen läßt sich das Ziehen und Füllen der überein; die Abfuhr und Verladung können jedoch ruhen. von mindestens 24 Stunden vor. Eine ausnahmslose Durch- Koatsöfen ohne Schwierigkeit auf 24 Stunden unterbrechen. Da- Die Rothglasöfen gestatten feine Unterbrechung des Beführung dieser Bestimmung würde unter Umständen eine Störung gegen wird eine noch längere Unterbrechung, wie sie bei voller triebes, weil bei ben sonst nicht vermeidlichen Temperaturund bisweilen sogar eine Gefährdung der betroffenen Betriebe Betriebsruhe an zwei auf einander folgenden Sonn- und Fest- schwankungen die Röhren in den Oefen springen oder bei Unterherbeiführen können. In den wohlverstandenen Interesse der tagen nöthig werden würden, für undurchführbar gehalten. An haltung des Feuers durch Festbacken des Erzes beschädigt werden gewerblichen Arbeiter" hat der Gesetzgeber daher für diejenigen folchen Tagen wird deshalb das Biehen und Füllen für die Zeit tönnten. 9. Nickel, Robalt, Antimon, Wismut, Arsenit und Zinnhütten. Salle, in denen die unbebinate Durchführung der Sonntagsruhe zwischen 6 Uhr Abends und 6 Uhr Morgens gestattet werden Viele Röstöfen sind dadurch, daß die zur Verhinderung de Anlagen in Frage gestellt wäre. = Die Gründe, aus denen unter bestimmten thatsächlichen Voraus: setzungen das Entladen und Verschieben von Eisenbahnwagen an Sonn- und Festtagen gestattet werden muß, sind die für EisenWir werden den Entwurf demnächst eingehend besprechen. Tokales. " 9 Entweichens nothwendige Abkühlung der fich entwickelnden| Hotels 2c. zu finden sein. Für ihre Thätigkeit sollen nur 40 Pf. I sellschaftlichen Verkehr nicht wünsche. Als darauf Kunze als giftigen Dämpfe während der wärmeren Jahreszeit sich in ihren pro Stunde berechnet werden. Was die Knaben erhalten, wird Pfarrer bei Röder als Gemeindevorsteher( das trifft nicht zu, Anlagen nicht durchführen läßt, gezwungen, ihren Betrieb auf nicht gesagt. Wir erwarten, daß die Behörden wenigstens darauf muß wohl hetßen: als Amtsvorsteher oder Kirchenpatron, die Wintermonate zu beschränken. Die dadurch bereits vermin- achten, daß die Schutzbestimmungen für jugendliche Arbeiter genau R. war damals noch nicht Ortsvorsteher) einfam, eine bauliche derte Grtragsfähigkeit würde bei fonntäglicher Unterbrechung des beobachtet werden. Betriebes so sehr geschmälert werden, daß das Fortbestehen dieser Die Eisenbahnbrücke, welche die Eisenbahnstraße mit der Röder eine Beschwerde an das Konsistorium mit der Drohung, Veränderung im Interesse des Pfarrhauses vorzunehmen, richtete Für den Betrieb der übrigen Röstösen und der Flammösen Mühlenstraße verbindet, wird vielfach von den Arbeitern auf daß er astico) sid 910 trifft das unter Nr. 6 bezüglich der Flammösen in Blei- und dem Wege zur Arbeit benutzt. Früher waren die Thore, welche Art der Privatrache handelte, denn entweder waren die VorEs ist hier also anzunehmen, daß es sich lediglich um einen Silberhütten Gesagte zu. 10. Bessemer und Thomasstahlwerte, Martin Ringbahn benutzen wollen, wird durch die Absperrung der trieben ihn rein persönliche Interessen zur einiger Zeit aber erst um 6 Uhr. Für die Arbeiter, welche die kommnisse wirklich der Art, daß er..... oder es und Ziegelgußstahlwerke, Buddelwerke und Brücke ein großer Umweg und Zeitverlust nothwendig, so daß Denunziation. Dies lettere ist aber hier lediglich anzugehörige Walz und Hammerwerke. Die Defen mit Gas- und Halbgasfeuerung werden vielfach öffnete der Thorwärter bereits 10 Minuten nach 1/26 Uhr das stehen wollte, daß Kunze aufhörte, gegen ihn zu agitiren, das sie vielfach sich Ordnungsstrafen dadurch zugezogen. Gewöhnlich zunehmen, da er unter der Bedingung von weiteren Schritten abnach zweiwöchigem Betrieb zum Zwecke gründlicher Jnstand Thor, heute aber war es bereits 5 Minuten vor 6 Uhr, als die beißt also, da das sogenannte Agitiren" in feiner Weise bestandhaltung und Reinigung auf mindestens 36 Stunden still Thore noch nicht geöffnet waren. gelegt. Infolge dieser Einrichtung kann den Arbeitern an jedem sprengten hierauf die beiden Thore an den Eingängen zur gelegenheiten willfährig zeigen sollte. Eine Anzahl Arbeiter gründet ist, daß Kunze sich ihm, Röder, auch in privaten Anzweiten Sonntag eine über das gefeßliche Maß hinausgehende Brücke und erkletterten das mittlere eiserne Thor. Es wäre sehr Verlängerung der Polizeistunde, die ihm bisher stets gewährt Sonntagsruhe gewährt werden. Dadurch rechtfertigt es sich, die zu wünschen, daß, wie in früheren Jahren, so auch jetzt die worden war, auf einmal verweigert wurde, ohne daß dem Auch der Umstand, daß dem Restaurateur Gensler bie Ruhezeit an den in die Betriebsperiode fallenden Sonntagen Rücksicht auf die Arbeiter genommen werde. Der Magistrat Gensler, der sich nichts hatte zu schulden tommen lassen, ein auf die Dauer von 12 Stunden, während welcher die Defen gescheut nicht davor zurück Millionen auszugeben zur Förderung fachlicher Grund angegeben wurde, er vielmehr auf ein Privatdämpft werden fönnen, zu beschränken. Im übrigen läßt sich in den hier in Frage kommenden Be- Berkehrsinteresse vor, wenn es auch" nur" Arbeiter betrifft. der Verkehrsinteressen. Hier liegt doch gewiß ein gespräch mit Röder verwiesen wurde, daß ferner Röder den trieben eine 24stündige Ruhe überall durchführen. Das zur Gensler vorher gebeten hatte, bei der Gemeindevorsteher- Wahl Wiederaufnahme des vollen werftägigen Betriebes erforderliche Seche Selbstmorde und Selbstmordversuche für ihn zu agitiren, daß aber von dem Augenblick an, wo Röder Warmhalten und Beschicken der Defen ist schon auf grund des wurden uns am Montag und Dienstag aus den Außenbezirken nicht gewählt worden war, Gensler auch die gewünschte § 105c Abs. 1 Ziffer 8 zulässig. Berlins gemeldet: Am Maybach- Ufer sprang am Dienstag Abend Konzession nicht mehr erhielt, läßt keinen anderen Schluß in der fiebenten Stunde ein junger Kaufmann in den Landwehr zu, als daß Röder mit Hilfe feiner amtlichen Machtfanal, wurde jedoch, ohne daß er Schaden genommen, wieder befugniß Gensler dafür bestrafen wollte, daß er ihn nicht geherausgezogen. Am Montag Abend war fast an derfelben Stelle nügend bei der Wahl unterstützt hatte. in der Nähe der Kottbuser Brücke eine junge Schneiderin in den Alle diese Handlungen Röder's zeigen, daß er wiederholt Landwehrkanal gesprungen. Schiffer retteten die Lebensüber private Angelegenheiten mit amtlichen in selbstherrlicher Weise drüssige und übergaben sie der Polizei; am gleichen Abend er vermischt und die ihm durch sein Amt verliehene Macht willhängte sich der Arbeiter F. in seiner in Rixdorf in der Berg- türlich dazu mißbraucht hat, seine Sonderinteressen zu fördern, straße belegenen Wohnung aus Merger über das Verschwinden gerade dies aber versteht man darunter, wenn man von der seiner Ehefrau, die ihn böswillig verlassen hatte. Denselben Amtsführung eines türkischen Pascha", im Gegensatz zu der bei freiwilligen Tod fuchte und fand in seiner in der Frankfurter uns gebräuchlichen streng Amts- und Privatcharakter trennenden Eine gewerbliche Mittelstandspartei Berling" ver- Motive zur That aber unbekannt sind. Um sich der drohenden daher für Verhältnisse, wie die vorliegenden, nicht unzutreffend." Allee Nr. 178 belegenen Wohnung der Arbeiter A., dessen Beamtenthätigkeit, spricht. Der Ausdruck" Paschawirthschaft" war öffentlicht ihr Programm. Unterzeichnet ist dasselbe von 25 Handwerksmeistern. Diese neue Partei will ihre Haupt- Berhaftung zu entziehen, versuchte sich der in Rigdorf an- So viel betreffs der„ Paschawirthschaft". Bezüglich der behaupteten thätigkeit bei den Wahlen zum Reichstage, zu den Landtagen und fässige Arbeiter Bohl in der Nacht am Montag zu Abnahme des Denkvermögens des pp. Röder meint das Urtheil, zu gemeindlichen Zwecken entfalten. Sie versichert ihre Treue Dienstag zu erhängen, hinzukommende Fluchnachbarn schnitten es gehe im Gegentheil aus sämmtlichen, durch die Beweiszu Kaiser und Reich und stellt sodann eine große Anzahl Forde- Den bereits Bewußtlosen ab und und einem hinzugezogenen aufnahme festgestellten Thatsachen hervor, daß Röder eine nicht rungen. Obenan stellt sie den obligatorischen Befähigungsnach- Arzte gelang es, den P. wieder ins Leben zurückzurufen. Schließ gewöhnliche Persönlichkeit ist, die ihre Umgebung nach ihrem weis. Sie will eine Kräftigung der Innungen, für die sie als ich sprang in der Nacht vom Sonntag zu Montag ein 17jähriges willen zu lenken und ihm Entgegenstehende empfindlich zu treffen Aufsichtsbehörden Handwerferkammern mit völliger Selbstver Dienstmädchen, angeblich aus Liebesgram in den Kaltsee; die weiß, also Eigenschaften besitzt, die keineswegs auf geschwächte waltung verlangen. Von den regierungsseitig geplanten Hand- Leiche der Unglücklichen, die in Woltersdorfer Schleufe in Stellung Berstandesthätigkeit, sondern vielmehr auf bedeutende geistige werkerkammern erwartet sie nur eine Verkümmerung der Innungen. gewesen, ist bis jetzt noch nicht gefunden worden. Gaben schließen ließen." Das ausschließliche Lehrlingsprivileg wird für die Innungsmeister verlangt und nur diesen soll die Führung des Meister- Sittig auf dem Holzplatze Memelerstr. 13 damit beschäftigt war, Polizeibericht. Als am 8. d. M. Vormittags der Arbeiter titels gestattet sein. Beschränkung der Gefängnißarbeit, Be zwischen zwei Bretterstapeln verbindende Latten zur Befestigung feitigung der durch die Militär- Dekonomiehandwerker gemachten anzubringen, fiel der eine Stapel um und auf Hittig Konkurrenz, Regelung des Submissionswesens, das Vorrecht Derselbe erlitt hierbei einen Bruch des Oberschenkels der Bauhandwerker bei Bauten betreffs betreffs ihrer Forde und mußte nach dem Krankenhause am Friedrichshain gerungen, Beschränkung des Hausirhandels wird des Hausirhandels wird verlangt. bracht werden. Die Reliquieuverehrung ist, nach einem abermaligen verlangt. bracht werden. Vor dem Hause Roppenstr. 93 wurde Urtheil des Reichsgerichts, I. Straffenats, vom 18./20. Februar Konsumvereine, Waarenhäuser für Offiziere und Beamte ein neunjähriger Knabe durch einen Bierwagen überfahren 1898, ein Gebrauch der katholischen Kirche, und ihre öffentliche sollen feine offene Berkaufsgeschäfte betreiben, noch und am Arm und Unterleib bedeutend verlegt. Vormittags Beschimpfung ist aus§ 166 des Strafgesetzbuchs zu bestrafen. irgend welche gewerbliche Erzeugnisse selbst fabriziren dürfen. wurde in der Großgörschenstraße ein achtjähriger Knabe durch Bezieht sich die beschimpfende Aeußerung zwar unmittelbar auf Dem Bazar- und Schwindel Auktionswesen, den Konkursmassen- einen mit Petroleumfäffern beladenen Wagen überfahren und be- einen einzelnen mit Grund oder Ungrund Ausverkäufen, den Waaren- Abzahlungsgeschäften, dem schwindel deutend verlegt. Nachmittags wurde ein siebenjähriger Knabe verehrten Gegenstand, so ist sie doch als die Beschimpfung der als Reliquie haften Reklamewesen soll gewehrt werden. Eine weitere Be- bei Ueberschreiten des Fahrdammes in der Grimmstraße durch Reliquienverehrung überhaupt zu bestrafen, wenn die Verehrung stimmung wendet sich gegen die Sonntagsruhe mit den einen Arbeitswagen überfahren und erlitt hierbei außer einer jener besonderen Reliquien als Ausfluß des allgemeinen GeWorten: Verlegung des Armes einen Schädelbruch. Vor dem Hause brauchs der Reliquienverehrung in beschimpfender Weise kritisirt Die gesetzliche Regelung der Sonntagsruhe Rottbuferdamm 34 wurde ein Vergolder frant auf dem Bürger wird. Der Luther'sche Statechismus ist trotzdem noch darf nicht zum Ruin der Gewerbetreibenden führen." steig liegend aufgefunden und nach dem Krankenhause am Urban immer in den evangelischen Schulen im Gebrauch. Betreffs der Ausdehnung der Unfallversicherungspflicht auf gebracht. Abends entstand in einer Küche Granseerstr. 3 durch das gesammte Handwerk, wird verlangt, daß die Unfall- Berufs- Ueberfließen von Spiritus Feuer. Die Wohnungsinhaberin erlitt Gewerbegericht. In einer Zuschrift theilt uns Herr G. genossenschaften unter Anlehnung"(?) an die entsprechenden bei den Löschversuchen bedeutende Brandwunden an der Hand. Erpel, Wrangelfir. 13, mit, daß er nicht der Erpel fei, der laut Innungsverbände gebildet werden. -In der Plätterei Krausenstr. 8 explodirte Abends eine unserm Bericht in Nr. 184 zur Zahlung von 18 M. an den Von der Alters- und Invaliditätsversicherung sollen die Petroleumlampe, wobei eine Blätterin so bedeutende Brand- Kutscher Kunert verurtheilt worden ist. vorhandenen Mängel und Schäden beseitigt werden. Zugleich wunden am Kopfe, an den Schultern und am Rücken erlitt, daß legt das Programm Verwahrung" ein gegen die gesie nach Anlegung eines Verbandes nach der Charitee gebracht plante staatliche Versicherung der Wittwen werden mußte. Im Laufe des Tages fanden vier kleine und Waisen, der Arbeiter gegen Arbeits Feuer statt. Iosigkeit, sowie gegen den Magimal- Arbeitstag. Endlich wird eine Reform der Reichsbank verlangt, so daß auch der kleine Gewerbsmann billigen direkten Kredit von ihr erhält. " " (.0033 881) Gerichts- Bettung. = Der Verurtheilte verlangt in seiner Zeitung auf grund dieses wenn die im Urtheil festgestellten Thatsachen noch nicht zur Urtheils die Amtsentsetzung des Drts- und Amtsvorstehers Röder. Amtssuspension genügten, meint er, dann sei er in der Lage, mit noch weiteren Thatsachen aufzuwarten. Soziale Meberlicht. 210 Aus Wien meldet ein Herold- Telegramm vom 9. Auguft. Gestern fand eine große Versammlung von Arbeitern des Kleinhandels statt. Es entspann sich bezüglich der Dauer der Arbeitszeit, der Sonntagsruhe und der Beschäftigung von Lehrlingen eine sehr lebhafte Diskussion. Man einigte sich zum Schluß über eine Resolution, nach welcher der Achtstunden- Arbeitstag, eine Be schränkung der Beschäftigung von Lehrlingen und eine 24 stündige Sonntagsruhe verlangt wird. lafonisch aus London mit: Während der letzten Woche betrug die Ein Herold- Telegramm theilt Bahl der Fallimente in England- Wales 109. 441 Es giebt keinen größeren Widersinn als den, das kleine Gewerbe als privilegirten Stand gegenüber den Arbeitern hin- Ein interessantes Schöffengerichtserkenntniß. Der Orts zustellen, deren Interessen vor denen der kleinen Unternehmer vorsteher von Lichtenberg, Rittergutsbesiger Röder, zurücktreten sollen. Die tapitalistischen Unternehmer, die daffelbe welcher zugleich Amtsvorsteher, Kirchenpatron, Kreistagsabgeordbeanspruchen, geben wenigstens vor, daß von ihrer Prosperität meter, Lieutenant a. D. und wer weiß was sonst noch ist, liegt auch das Wohlbefinden der Arbeiter abhinge; sie sprechen es mit dem Redakteur Albert Koch, Friedrichsberg, Wie es bergab geht. wenigstens nicht nackt aus, daß nur um des Wohles der dem Berleger, Drucker und Redakteur der Boltszeitung Millionäre willen die Arbeiter zu unterdrücken feien. Die für die Kreise Ober- und Niederbarnim" Organ Bünftler jedoch, die im obigen Programm das Wort führen, für amtliche und Privatnachrichten seit längerer Zeit in verlangen geradezu, daß die Forderungen der Arbeiter abzulehnen heftiger Fehde. Mehrere Artikel, betitelt Baschawirthschaft"," Nette Silberkrists and Arbeiterbewegung. Aus triftigen und diese in möglichster Rechtlosigkeit zu halten feien, nur weil Bustände" und„ Ehre und Anstand" erschienen in der genannten Gründen sind die Seeleute der auf der Rhede von die Herren Innungsmeister und Genossen der Meinung sind, daß Beitung, die sich mit der Amts- und Privatthätigkeit des Ortsvor Singapore liegenden Dampfer in eine Lohnbewegung gees ihnen dann besser gehen werde. stehers Röder befaßten. Der Vorgesetzte desselben, der Königliche treten. Bürgerliche Blätter berichten darüber: Die WährungsIn der Angelegenheit des Genoffen Stadtverordneten Landrath von Waldow, stellte daraufhin gemäß§ 196 des bewegung in Indien hat in ihrer Hinüberwirkung auf HinterBorgmann hat der Ausschuß der Stadtverordneten- Bersammlung Strafgesetzbuches Strafantrag gegen Koch. Er sollte den Be indien der Stadt Singapore den ersten Streit eingebracht. Die die Beschwerde deffelben anerkannt und befchloffen, der Stadt 40 Mart Geldstrafe lautenden Urtheils gelang es dem Be letzten Freitag eine 50 proz. Erhöhung ihrer Löhne, weil der amten Röder beleidigt haben. Nach der Begründung des auf Steuerleute und Matrosen der dortigen Dampfer verlangten verordneten Versammlung zu empfehlen, denselben in die Ge- flagten in dem vor dem Schöffengericht angestandenen Termin, Werth des Dollars im Sinten sei. Die Eigenthümer boten vermeinde Wählerliste nachträglich aufzunehmen. Morgen, Donnerstag, für eine feiner hauptsächlich in Betracht kommenden beleidigenden gebens 25 pet. Erhöhung, es wurde die Arbeit niedergelegt. Da findet die Stadtverordneten- Sitzung statt. Gin ähnlicher Fall, Behauptungen den Wahrheitsbeweis anzutreten. Und zwar man in Singapore auf Derartiges noch gar nicht gefaßt war der eben eine andere Erledigung fand, hat sich in diesen Tagen betreffs der, daß der Ortsvorsteher Röder und die Schifffahrt von Singapore nach Bangkok feit der Aufin Oberberg zugetragen. In diesem Städtchen ist der Ge- in Lichtenberg eine wahre Pafchawirthschaft hebung der Blokade sehr in Aufnahme ist, sind die Arbeitgeber noffe Zimmermann Wilhelm Kühnecke zum großen Merger führe. der dortigen Spießbürger und Honorationen Mitglied der Stabt in großer Verlegenheit. verordneten- Versammlung. Im Monat Mai lagen in Oberberg fei, wurde als nicht erwiesen angenommen und der Angeklagte ständen nicht zu zweifeln sein. Die andere Behauptung, daß Röder geistig nicht ganz gesund An einem Sieg der Ausständigen wird unter diesen Umdie Wählerlisten aus. Kühnecke war während dieser Zeit von feinem Meister zur Arbeit an der neuen Bahnstrecke Berlin- deshalb verurtheilt. Interessant ist nun die Urtheilsbegründung, Eremmen verschickt und konnte die Listen nicht einsehen. Den welche auszugsweise von der„ Voltszeitung für Ober- und Niederim Juni ihm zugesandten Steuerzettel hatte er nicht besonders barnim" gebracht wird und aus der zugleich der Sachverhalt, beachtet, da, wegen seiner öfteren Abwesenheit, seine Frau die welcher der Klage in letter Linie zu Grunde lag, zu ersehen ist. Zahlung der Steuer erledigte. Vorgestern, Montag, beantragte nun Wir drucken dieselbe etwas gekürzt, sonst aber wortder Bürgermeister in der Stadtverordneten Versammlung getreu ab: den Stadtverordneten Kühnecke aus der Versammlung Ausdruck, Pascha wirthschaft" vom Angeklagten nicht Berliner Wahlkreis hielt am 8. August in dem Lokal KönigsAus den angeführten Thatsachen geht nun hervor, daß der Der sozialdemokratische Wahlverein für den vierten auszufchließen, weil die für ein Mitglied Mitglied erforder lichen Bedingungen fortgefallen wären. zu Unrecht gebraucht worden ist. Man hatte bant eine Versammlung ab, in der Genoffe Glocke über die obne fein Wissen und wollen ihn in der Steuer so werde unter feinen Umständen in der Volts- Zeitung" Bekannt sich als Anhänger der in dem sozialdemokratischen Programm Im ersten Falle ist erwiesen, daß Röder erklärt hat, er direkte Gesetzgebung durch das Volk sprach. Redner bekannte weit herabgesetzt, daß er nicht mehr wahlberechtigt war, und so machungen veröffentlichen, die Gemeindevertretung könne machen, enthaltenen Forderung der direkten Gesetzgebung durch das Volk trat denn die Versammlung dem Antrage des Bürgermeisters bei was sie wolle. Eine solche Erklärung war un- und gab sodann einen Ueberblick über die Bethätigung der Beund schloß den Genossen Kühnecke aus der Versammlung aus. Die Steuerberabsehung ist um so auffälliger als der Meister, bei bedingt ungehörig und zeugte Miß völkerung an dieser Gesetzgebung in Ländern, wo bereits ähnliche dem Kühnecke in Arbeist steht, selbst Magistratsmitglied ist und glaubte, daß er einen Beschluß der Gemeindevertretung auf ge- Gesetzgebung, wie Rittinghausen sie empfohlen, aus, weil sie in achtung der Gemeindevertretung. Wenn Röder Rechtsverhältnisse herrschen. Redner sprach sich gegen die direkte in der Einschätzungskommission fich befindet, und aus den Lohnin der Einschäßungskommission sich befindet, und aus den Lohn- jeglichem Wege annuliren tönne, so hatte er dies ruhig und diesem Maße bei dem derzeitigen Bildungsstande des Volkes nicht listen genau weiß, daß R. ein höheres Einkommen als das, wozu fachlich auseinanderzusehen. Die heftige, jede Entgegnung von vorn durchführbar sei. Dagegen hielt er die Durchführung des er eingeschätzt ist, besitzt. In Oderberg hat dieses Vorgehen be- herein zurückweisende Erklärung aber, die er in der Sizung abgab, weist bloßen Vorschlags- und Verwerfungsrechts für wünschenswerth. fonders unter den Kleinbürgern und Arbeitern große Entrüftung barauf hin, daß er nicht die Würde der Gemeindevertretung, wie vor allen Dingen fei dazu aber eine gerechtere Gestaltung des hervorgerufen und die Folgen werden sich bei den nächsten er behauptete, bei der Kündigung im Auge hatte, da er ja Wahlrechts erforderlich und diese sollten die Genossen mit aller Stadtverordneten- Wahlen zeigen, bei denen Kühnecke oder ein anderer bewährter Genosse seinen um fo glänzenderen Einzug in tretung durch sein Benehmen zeigte, sondern den Anwesenden aufgenommen. Eine Diskussion fand nicht statt. felbst seine Misachtung der Gemeinde- Ber- Macht anstreben. Mit Beifall wurden diese Ausführungen von die Stadtverordneten- Versammlung halten wird. lediglich sein privates Interesse, und daß er nur Die Versammlung beschloß dann, an den Züricher Kongreß ein Das Knaben- Ausbeutungs- Justitut, über das wir jüngst barauf ausging, Roch", wie der Zeuge Jäche sich ausdrückt, Begrüßungstelegramm zu senden. Die Broschüre von Engels: nach dem„ Konfektionär" berichteten, soll wirklich schon in nächster eins auszuwischen". Der Umstand, daß Röder nachher Die Entwickelung des Sozialismus von der Utopie zur WissenZeit unter dem Namen„ Burschen- Kompagnie" ins Leben treten. einen formellen Mehrheitsbeschluß der Gemeinde erzielte, der seine schaft, soll laut Beschluß der Versammlung unentgeltlich an die Wie das genannte Blatt aus dem Prospette des Unternehmers eigenmächtige Sündigung( es handelte sich um den Amts- Mitglieder verabfolgt werden. Genosse of steten erklärt, entnimmt, sollen zunächst 300 Burschen im Alter von 14 bis 16 charakter der Volkszeitung") sanktionirte, ist für die Beurtheilung daß die Berichtigung des Malermeisters Wichmann auf unwahrJahren in fleidsamen Uniformen eingestellt werden, die, seines Benehmens ganz belanglos. heit beruht, demselben war die Beschaffenheit der Leiter bekannt, M " Versammlungen. nachtem fie vorher dazu ausgebildet wurden, ihre Thätigkeit auf Ebenso zeigt der Fall Kunze, daß Röder zwischen von der der nun bereits todte Maler Kuban herunterfiel. Redner Kleider und Stiefelreinigung, auf alle häuslichen Berrichtungen Amts- und Privatangelegenheiten nicht zu brachte ferner eine Beschwerde gegen einen Nacht- Wachtmeister erstrecken follen. Sie werden vor allen größeren Geschäften, vor unterscheiben pflegte. Der Privatmann Kunze hatte vor, der auf dem Rüstriner Play in berber Weise seines Antes der Börse, vor allen öffentlichen Instituten, an allen Bahnhöfen, dem Privatmann Röder zu verstehen gegeben, daß er einen ge- gewaltet habe. a guided Pfropfenverein Wedding, Abends 1 8 Uhr, bei Helterhoff, Antonstr. 5. Vergnügungs- Verein Renata 9 Uhr, 1 dem London, 9. Auguft. Die Mehrzahl der Grubenarbeiter von Der sozialdemokratische Wahlverein für den sechsten 19 Uhr bei Schröder, Stegligerfir. 18. Berliner Reichstags- Wahlkreis hielt am 8. d. Mts. in den Abends im Reſtaurant Göb, Dranienſtr. 163. Gefangverein roletariat Monmouth ist mit der zugesagten 1/4 proz. Zohnerhöhung ein Germania- Festfälen eine außerordentliche Generalversammlung( gem. Chor) Abd. 9 Uhr, Uebungsstunde b. Möwes, Böchftr. 8.- Geselliger Verein verstanden. Die im Förderungsbetrieb angestellten Beamten ab. In derselben erfolgte die Vorlage des umgeänderten Vereins- univerfum, Sigung mit Damen Abends 9 Uhr b. Hagemann, Lothringer: fordern jedoch 20 pCt. Erhöhung. Daher müssen 30 000 Arbeiter, ftraße 81. Borträge, Fidelitas. Geselliger Klub der alten unfreiwillg feiern. Die Grubenbesitzer werden die gerichtliche, statuts und des Organisationsplanes. Namens der Fünfermo abiter, Stephanftr. 23, bei Littto, Abends um 8 Uhr und tommission, welche zum Zwecke der Ausarbeitung niedergefeht jeden Donnerstag nach dem 15. im Monat Sigung mit Damen. Geselliger Bestrafung der Rädelsführer beantragen. worden war, erstatten die Genossen Dornbusch und Nie Verein univerfum, Sigung Abends 9% Uhr, im Restaurant Neumann, ( Wolff's Telegraphen- Bureau.) Linienftr. 19: Vorträge, Fidelitas. Berein: Gemüthlichtett und lub Bericht und trat die Generalversammlung sodann in die Spezial- umor, Abends 9% Uhr, Lothringerstr. 105: Geselliges Betsammensein mit, Petersburg, 9. Auguft. Nach amtlichen Berichten find in berathung der Vorlage ein. Dieselbe fand mit entsprechenden Damen, Fidelitas und Tanz. Männergesangverein Sangesfreunde, der Zeit vom 27. Juni bis 17. Juli Cholera- Erkrankungen mit Verein Abänderungen Annahme. Die Lassalle- Feier findet nicht, wie Abends 9-11 Uhr, Bazenhofer Ausschant, Landsbergerir. 82. epidemischem Charakter vorgekommen in den Kreisen Chotin Waldesgrün, Abends 9 Uhr Stzung bei Nebelin, Langestraße 108. irrthümlich bekannt gemacht worden ist, am 28. d. M., sondern Bitherttub Gleich beit, 9 Uhr abends, bet 5. Reimann, Alte Schön-( Gouvernement Bessarabien), Berditschew, Lipowezk und Taratſcha am 26. d. M. statt. Zu dieser Feier wird zwecks Agitation im Hauferstr. 42. Brivat Theaterverein Crescendo bei Maißner, Garten-( Gouvernement Kiew), Stadt Kiew, Fatesh( Gouvernement Kurst), sechsten Wahlkreise eine Festzeitung herausgegeben werden. Ein- ftraße 162: Sigung mit Damen. Rauchtlub Kollegia, Abends 9 Uhr, bet Hermann Rohr, Naunyn: Stadt Mostau, Bolchow, Mzenst und Kromst( Gouvernement gegangen war vom Genossen Hentschel wiederum ein Antrag ftraße 78. Rauchflub Waldesgrün, Abends 8½ Uhr, Restaurant Drel). Stadt Orel, in allen Kreisen des Gouvernements Podolien, auf Ausschluß des Mitgliedes J. Bär aus dem Wahlverein. Der A. Gaspar, Reichenbergerstr. 113a. Rauchflub Ohnesorge, Abends 9 Uhr vornämlich in den Kreisen Brazlaw, Haissin und Podolsk, im Rauchklub Kernipige, Abends Antrag wurde wiederum durch Uebergang zur Tagesordnung Restaurant Buder, Gräfeſtraße 18. 8% Uhr, bei A. Böhl, Rüdersdorferstr. 8.- Rauchflub Arabi Pascha, Kreise Nowoszilst( Gouvernement Tula), Stadt Tula, in den erledigt. Der Boykott über die Spandauerberg- Brauerei wurde abends 9 Uhr, b. Reftaurateur Schröder, Stephanstr. 45.- klub Ohne streit Kreisen Ananjem und Tiraspol( Gouvernement Cherson), in Erinnerung gebracht. Abends 9 Uhr Springstubbe's Restaurant, Manteuffelstr. 67. Rauchklub in der Stadt Bielostock, in den Gebieten von Kuban Süd West, Abends 9 Uhr, Simeonstr. 23 bei Flick. Theaterverein Mai= Die Berliner Glaser und die in Schleifereien, glödchen, Englischer Hof, Neue Roßitr. 3. Nauchtlub Brüderlich und der Donkosacken, namentlich in Rostow, und Rauch Donbezirk. In den Gouvernements Wladimir, Wolhynien, Biegereien, ezereien und Malereien beschäf- feit, von 9 bis 11 Uhr bei Stabernack, Pücklerstraße 49. tlub Nordstern, jeden Donnerstag nach dem 15. im Monat bei Moronesh, Wiatka, Jekaterinoslaw, Kaluga, Kurst, Moskau, tigten Arbeiter und Arbeiterinnen waren zum E. Heinicke, Friedrich- Karlstraße 11, Friedrichsberg. Rauchflub Su= Mohilew, Nishny, Perm, Twer, Tula, Tobolsk und Tomst 6. August zu einer öffentlichen Versammlung eingeladen, die matra, Abends 8½ Uhr, im Restaurant Krause, Gitschinerstr. 93. Stat tamen nur vereinzelte Fälle unter Auswanderern und Arrestanten indeß nur schwach besucht war. Fr. Hansen referirte über das flub Rückwärts, Abends 8 Uhr bei Arndt Ballifadenftr. 47.- Stat vor, während die angesessene Bevölkerung unberührt blieb. Thema„ Die Proletarier im Alterthum und in der Neuzeit." tub Gordischer Knoten Abends 9 Uhr, bei Schilling. Seine interessanten Ausführungen wurden mit Beifall auf- Ruderverein Vorwärts. Gigung Abends 8 Uhr, bei Bodenburg Ebenso traten blos einzelne verdächtige Fälle auf in den GouKommandantenstr. 10-11. Gäste willkommen. Schießtlub teli vernements Kasan, Rjäsan, Ssamara, Ssaratom, Simbirsk, genommen. Eine Diskussion fand nicht statt. 3um Punkt Ver- bends 8 Uhr bet Nagel, Schwedterftr. 23.- Tambour Verein Einig: schiedenes" machte Stampehl darauf aufmerksam, daß die Ge- teit bet Saupt, Staligerstr. 102. Um 9 Uhr Uebungsstunde, nach derselben Pensa, Baku, Orenburg, Tambow, Stawropol, Ufa, Astrachan, Tschernigow und Petersburg. In den übrigen Theilen Rußwerkschaftskommission ein ständiges Bureau einzurichten gedenkt. Sigung. Aufnahme neuer Mitglieder. lands tamen Cholera oder choleraartige Erkrankungen nicht vor. Er beantragte, daß die Kollegen sich damit einverstanden Wie den Blättern aus Nishny- Nowgorod vom 8. d. M. teleerklären und die entstehenden Kosten dem Verhältniß gemäß decken. graphisch gemeldet wird, ist der Besuch der Messe seitens der Der Antrag wurde angenommen. Stampehl forderte dann zum eisrigen Vertrieb der Marken zum GeneralKaufleute fortgesezt sehr rege. fonds auf, sowie zur Mittheilung der Adressen derjenigen Kollegen, welche das letzte Flugblatt nicht erhalten haben, an die Vertrauensmänner. Er verlas dann eine Karte, in welcher Frau Knobel mittheilt, daß sie nicht ferner für die Gewerkschaft unter den Arbeiterinnen in Schleifereien wirten tönne, es wäre des halb gut, wenn sich eine neue Kollegin dazu meldet. Auf ein Unterstüßungsgesuch der Kürschner wurde beschlossen, für dieselben eine Liste in der Versammlung zirkuliren zu lassen. Rogge ermahnte dann zum Eintritt in den Verband. Hierauf wurde die Versammlung geschlossen. Bentral- Kranken- und Sterbekaffe der Tischler. f. w.( E. H. Nr. 3) Hamburg. Die Mitglieder der Ortsverwaltungen Berlins versammeln fich am Freitag, den 11. August, Abends 9 Uhr, Stralauerstr. 43 bei Quandt. 83 Uhr bet Tollsdorf, Görliger- und Sorauerstraßen- Ecke: Versammlung. Tagesordnung: Bortrag des Genossen Börner über den Werth der Kontroll: gefe- und Diskutirklub Süd- On. Donnerstag den 10. August, Abends marten. Barbiere.( Filiale Süd und Südoft.) Donnerstag Abends 10 Uhr, Berfammlung bei Herschleb, Adalbertstr. 4. Arbeiter- Bildungsschule. Donnerstag Abends 8%-10% Uhr: Süd Schule, Mariendorferstr. 5( bet Grube): Unterricht in Deutsch( oberes). Südost- Schule, Reichenbergerſtr. 133: Unterricht in Kaufmännischen Rechnen, Korrespondenz und Geschichte. Ost Schule, Markusstr. 31: Unterricht in Physiologie. Zu allen Unterrichtsfächern, mit Ausnahme Mathematik und Buchführung, fönnen noch Schüler und Schülerinnen, auch Fefe- u. Diskutirklubs. Donnerstag. Dieggen, Abends 8% Uhr, bei Schröder, Wiesenstr. 39. Neue Beit, Abends 8 Uhr, Boyenstr. 40, bei Süd Dst, bei Zoltsdorf, Gorauer- und Görligerstraßen Ece. Klub der Freunde" bet Gnadt, Swinemünderstraße 120. Safenclever, Abends 8 Uhr, Restaurant Bischof, Baumschulen weg Treptow. Emanzipation, Abends 8% Uhr bei Spät, Weinstr. 28 Sozialistischer Lese- und Distutirtlub Abends 8% Uhr, Reichenbergerstr. 157, Stgung. Diskutirklub Bettget ft" jeden Don jetzt im Laufe des Semesters, eintreten. Gieshott. " 1 nerftag nach dem 1. und 15. des Monats bet Tempel, Langestr. 65, Abends 8 Uhr. Brüderlich fett" Abends 9 Uhr, im Restaurant Wernau, Rosenstr. 30. Distutirklub letch bett"( Weißenfee) bei Hannemann, zur Flora, Abends 8½ Uhr. Arbeiter- Sängerbund Berlins und Umgegend. Alle Aenderungen im Vereinstalender find zu richten an Friedrich Kortum, Manteuffelstr. 70. Donnerstag. Uebungsstunde Abends 9 Uhr. Aufnahme neuer Mitglieder. Kornblume, Blumenfir. 64, bei St. Urban, Annenstr. 9, bei Prop. Wuttte. Frühlingsluft, Bülowstr. 59, bei Werner. Bregelschluß, Annenfir. 16, bet Reßner.-weiße Rose, Reinickendorf, Seeschlößchen bei bet Stahl. Böttcher.morgenrothi, Rummelsburg, Berlinerstraße 9, bei Friefecte.Dorfglödlein, Wilmersdorf, Berliner- und Auguststr.- Ecke bei Schulz. Einigteit( Sutmacher), Pappel- Allee 3/4, b. A. Meinhardt. Harmonte, Tempelhof, Dorfftr. 10, bei Gerth. Ost- und Westpreußischer MännerGesangverein, Holzmarttftr. 3, bei Deter. Edelweiß, Melchior: firaße 15, b. Stehmann. Borax, Wienerstr. 31 b. Drügemüller. Mai= glöd chen 2, Süd Dft, Reichenbergerstr. 16 b. Päzold. Freie Sänger, Krautstr. 6, bet Rudolf. 8utunft 3, Belten, bei W. Grunow.-Kreuzberger Harmonie Fichtestraße 29, bei Kräsche. Nordstern, Müllerstr. 7 bet Reichardt. Morgengrauen,( Bäcker), 3 bis 5 1hr Nachmittags, Gipsstraße 3 bei Pyrtec. Steinfeger Gänger chor, Kaftanien Allee Nr. 28 bet Matwald. Liedes Echo, Reichenberger straße Nr. 145-146 bet Brandt. Liedertafel Westend, Blumenthal ftraße 5 bei Behrendt.. Borwärts 9, Charlottenburg, Schillerstr. 102 Gefangverein Abendroth in Deutsch- Wilmersdorf bei Mölter. Gesangverein der Studa te ure Bert ins und Umgegend, Seydelftraße 30 bei Preußer. Arbeiter- Gesango. Span da u Lynarstraße Restaurant Rieters. Gesangverein„ Bor wärts 2" Schönhauser Allee 28, bei Kuhlmen. Arbeiter- Gesangverein 2yra 2, Charlottenburg, Gaurftr. 23, bet Lange. Gefangverein Felsenfest( Gem. Chor), Badstr. 12, Bictoriagarten. Befangverein Collegia 2( freie Bereinigung der Zivil- Berufsmuster), Neue Friedrichstr. 44, bei Röllig. Gesangverein der Kürschner, Landsberger ftraße 31 bet Seehausen.j Gesangverein Arion in Wittenberge, bei Boring. Gefangverein Glodenrein( gem. Chor) Kastanien- Allee 95/96. Steinnelte, Köslinerstr. 17. Sängerrunde, Kottbuserstr. 6 bet Braun. Alpenrose, Grenzftr. 16 bei Seidel. Frohsinn 2, Friedrichsberg- Lichtenberg, Frantfurter Chauffee bet Müller. Treu und eft, Lebuserstraße 5 bet Stemiz. Gefangverein Brüderschaft Stall: schreiberstraße 29" 8um eisernen Stab". Gefangverein Freundestreue( gem. Chor), Landsbergerstr. 31 bei Seehausen.- Gesangverein Ein= tracht 2, Neu- Glienicke, Studowerstraße bei Hasdorf. Iris" Naunyn ftraße 86, bet Friß Bubeil. Waldesgrün"( gem. Thor) Böchstr. 8 bet A. Moewes. Vergnügungsverein Felsen fest" in Nixdorf, Her mannstraße 167 bet Fülleborn. Arbeiter- Gesangverein Oranienburger Borstadt, Ackerstr. 83/84, bei Hoppe. Gesangverein Feldblume Lübbenerstr. so, bet Wilhelm Meyer.- Gefangverein Sibert ee 1, Cuvry ftraße 24, bet Thielsch. Flöter' scher Gesangverein, Roppenstr. 43 c, bet Lorenz. " 〃 -Statflub Tournee, Abends 8% Uhr, bei Ulrich, Wrangelstr. 84. Sprecisaal. Die Redaktion stellt die Benutzung des Sprechsaals, soweit der Raum dafü: abzugeben ist, dem Publikum zur Besprechung von Angelegenheiten allgemeinen Interesses zur Verfügung; sie wahrt sich aber gleichzeitig dagegen, mit dem Inhalt desselben identifizirt zu werden. Erwiderung auf den Sprechfaal- Artikel der Herren Astor u. Schulz in Nr. 184 dieses Blattes. " " London, 9. August. Die Kohlenarbeiter von Monmouth baben beschlossen, die Arbeit nicht eher wieder aufzunehmen, als bis die von den Förderern verlangte Lohnerhöhung um 20 pet. bewilligt ist. Konstantinopel, 9. Auguft. Serkünfte von der Donau, der rumänischen Küste und vom Schwarze Meere werden einer zehntägigen Beobachtung unterzogen. " Würde der Vorwärts" nicht den von mir eingesandten Aufruf etwas gekürzt haben, wäre Ihr Sprechsaal- Artifel gegenftandslos geworden. Beweise! Hier sind sie klipp und flar: Die reaktionären Bestimmungen Ihres Statuts( dem Vor" Briefkaffen der Redaktion. wärts" muthe ich nicht zu, dasselbe abzudrucken), Ihr starres, Druckfehler- Berichtigung. In der Quittung vom Dienstag, graphen, welcher besagt, daß sich die Freie Vereinigung" der den 8. August, muß es unter Hamburg, Kümmel- und Biermodernen Arbeiterbewegung anzuschließen habe, Ihre einstimmige Ueberschuß nicht heißen durch Defflander, sondern durch Ifflender steifes Festhalten an demselben. Ihre Verwerfung des ParaAblehnung des Antrages, das sich selbst geschaffene Spezialgefeß, 10,-. Desgleichen in der Expedition des Vorwärts" für den welches ein Wirken für unsere Ideen unmöglich macht, dahin Wahlfonds eingegangen nicht 81,60, sondern 360,50. gehend: Politik ist ausgeschlossen" zu streichen. Ihr ungerechtes A. Gerisch. Vorgehen gegen Mitglieder; die öffentliche gethane Aeußerung Zwei Wettende. Die Frage nach der Höhe der Reichsdes Herrn Astor sozialistische Bestrebungen nicht zu dulden"; sowie schuld hatten wir in der vorigen Nummer zu beantworten. Wir der Ausspruch:" Eine besondere Klaffe im Verein zu schaffen"! gaben sie auf 2 000 000 000 Mart an. Eigenmächtig hat der Muß ich noch darauf hinweisen, daß ein vom Verein festgesettes Setzer aus dieser Zahl, welche 2000 Millionen oder zwei Bergnügen vom Vorstand hintertrieben wurde, weil, wie er öffent- Milliarden bedeutet, zwei Billionen" gemacht. lich erklärte, ein Arbeiter- Gesangverein dabei mitwirken würde G. G. Sie denunziren, ohne Ihren Namen zu nennen, und ein Stück zur Aufführung gelangen sollte, das sozialdemo- beim Magistrat, daß jemand zu gering eingeschätzt ist, und beim kratischen Tendenzen huldigte? Dieses in kurzen Worten die Haupt- Polizeipräsidium, daß der Meister, bei dem Ihr Sohn in der last der Beweise. Lehre ist, Sonntags arbeiten läßt, und wundern sich, daß die Behörden Ihre anonymen Schreiben nicht berücksichtigen. Woher sollen wir nun den Glauben an Ihre Zuverlässigkeit gewinnen? Im übrigen wird die Deffentlichkeit zu entscheiden haben, ob Ihr Wirken im Sinne der modernen Arbeiterbewegung sich vollzog, und von Ihnen erwarte ich, daß Sie eine offene Klar legung in öffentlicher Versammlung mit herbeizuführen suchen, mag diese Versammlung nun von unserer, oder Ihrer Seite zubis dahin nehme ich Ihren Vorwurf, erst einberufen werden; mit meinem Aufruf bezweckt zu haben, die Sympathien der Arbeiter Ihnen zu entziehen gern auf mich. Mich leitete auch die Absicht, die sauer verdienten Arbeitergroschen nicht der reaktionären Mache zuzuführen. R. Walther. Depeschen. ( Depeschen des Bureau Herold.) W. Töpfer. Das ist kein Vertagungsgrund. M. H. Wenn der Miethskontrakt es nicht verwehrt, steht nichts dagegen. O. H. Senden Sie uns immerhin Nachrichten von allge meinem Interesse, selbstredend bleibt uns von Fall zu Fall bie Entscheidung über deren Aufnahme überlassen. Herr Laasch. In interne Angelegenheiten mischt sich die Redaktion prinzipiell nicht ein. Wir verweisen Sie eventuell auf den Inseratentheil. G. H. Stakfurt. Legen Sie Beschwerde gegen das Strafmandat ein. C. K. Württemberg. Das tönnen wir nicht. J. R. Charlottenburg, 3. 3. Grund. Ihnen ist nur paffirt, was jedem Handwerksburschen nicht blos in Grund, Frankfurt a. M., 9. Auguft. Die heutige Konferenz der sondern auch in Berlin und anderwärts täglich passiren kann, Sie fehren Finanzminister behandelte hauptsächlich die Tabatfabrikat- Steuer. ohne daß Jemand was besonderes darin findet. Die Debatte, welche nach der Frankfurter Zeitung" eine sehr Sonnabend in einem Hotel eines fremden Ortes ein; in derselben eingehende war, hat zu einem Einvernehmen geführt, indem die Nacht ist in dem Hotel ein Einbruch verübt; Sie sind in Steuer im Prinzip angenommen, wurde. Auch über ein Stempel- frühester Morgenstunde auf dem Balkon eines anderen, wenn steuer- Gefeß wurde berathen und ebenfalls, wie verlautet, Ein- auch noch feineren, Hotels erblickt worden, was dürfen Sie sich Dernehmen erzielt. Die weitere Berathung beschäftigte sich mit wundern, wenn Morgens um 5 Uhr schon der Gendarm der Quittungssteuer. Die nächste Sigung findet morgen früh und der uniformirte Gemeindediener in Ihr Zimmer 10 Uhr statt. dringen und dasselbe durchsuchen? Da Sie in dem Orte Frankfurt a. M., 9. August. Der Frants. 3tg." zufolge fremd und in Kurorten auch sehr feine Hochstapler empfing Finanzminister Dr. Miquel heute Deputirte der hiesigen sich in feinsten Hotels einfinden, könnte Ihnen keine Extrawurst Bant- und Kommissionsgeschäfte und bestätigte seine gestrigen gebraten werden und Sie erfuhren nur in äußerst glimpflicher Auslassungen. Die Konferenz faßt lediglich prinzipielle Form, was tausende arme Teufel hinnehmen müssen. Sie haben Beschlüsse über später zu machende Steuervorlagen; die wenigstens ein interessantes Reiseabenteuer zu verzeichnen. gestern zur Vertheilung gelangte preußische Denkschrift wird M. W. Es steht kein Altershinderniß Ihrem Eintritt in der Berathung der heutigen um 12 Uhr beginnenden Sigung die Gewertschaft wie Ihrem Austritt aus der Kirche entgegen. zu Grunde gelegt. Naumburg, 9. August. In den Weinbergen in der Gemarkung Eulau( Kreis Querfurt) wurden 13 neue Reblausherde entdeckt. Lübeck, 9. Auguft. Die Mecklenburgische Bahn hat sieben Schaffner entlassen, welche sich Betrügereien mit Fahrkarten in größerem Umfange schuldig gemacht haben sollen. Wien, 9. August. Nach dem" Fremdenblatt" wird der Reichsrath zu Anfang Oftober zusammenberufen werden. Budapest, 9. August. In zwei Orten des Bereger Komitates find 10 bezw. 5 Choleraerkrankungen vorgekommen. 400 Arbeitern, welche aus dem Marmaroser Komitat tamen, wurde der Eintritt in das Budapester Gebiet verweigert. Sund der geselligen Arbeitervereine Berlins und Umgegend. Alle Zuſchriften den Bund betreffend find zu richten an: Pentet, Bergmannfir. 21, Sof 3 Tr. Donnerstag: Bergnügungsverein Bruder bund, Andreasstr. 8 bet No. Rauchflub Graue Wolte, Krautstr. 48. Mufitverein Dfirts, Adalbert Straße 21. Berein Grüne Eiche( vor dem Salle'schen Thor), Solmsstr. 1 bei Razorte. Regel, Klub uftige 18, Wienerftr. 1 bei Boll. Bergnügungsverein JugendIuft, Ohmgaffe 2 bei Krebs. Rauchklub Frisch auf, Roppenstr. 43 bet Lorenz. Gesang-, Turn- und gesellige Vereine. Donnerstag. Männer Gesangverein Alt- Dessau, Abends 9 Uhr, bei Kind, Wrangelstr. 91, Gesangsabtheilung des sozialdemokratischen Arbeitervereins für Weißenfee und Umgegend. Donnerstags und Sonnabends Abend; bei Müller( Pfeifenmüller), Königs Chauffee. Männer Gesangverein Tyrolienne, Abends 9 Uhr bei Faustmann, Reichenbergerstr. 73a. Gefangverein íodenrein, gemischter Chor, Abends von 9 bis 11 Uhr bet Knapp, Raftanten- Allee 95/96. Brivat- Theaterverein, Fideler Geist 2", Abends 9 Uhr, im Märkischen Hof, Admiralstr. 18. Theater- Berein, Bultania 2" 9% Uhr, Borstädtisches rant Bräuer, Solmsstr. 47. Turnverein Gesundbrunnen( Lehrlings- Abtheilung) turnt Montag Stockholm, 9. Auguft. Die königliche Medizinalverwaltung und Donnerstag Abend von 8-10 Uhr, in der Turnhalle, Pantstr. 26. Geselliger Klub Blau- Weilchen, Abends 9 Uhr, Restaurant Lehmann, hat zwei Aerzte nach der Gegend von Mariestad abgesandt, um Naunynstr. 44. Berein ehemaliger 22. Gemeindeschüler, punti alle Maßnahmen zur Hemmung der Pockenepidemie zu treffen. stafino, Ackerstr. 144.- Theaterverein Freundestreis 9 Uhr im RestauPetersburg, 9. August. Der stud. theol. Wladimir Hyacintom, welcher jüngst ein Attentat auf den Chef der Heiligen Synode, Pobedonoszew, ausgeführt, wurde für irrsinnig erklärt und einem Jrrenhause überwiesen. Warschau, 9. August. Die Auswanderung der Juden nimmt nach den übereinstimmenden Meldungen der Zeitungen wieder große Dimensionen an. Schlosspark Wilhelminenhof. Station der Dampfschifffahrts- Gesellschaft. Bahnstation Johannisthal. Für Fußgänger auch von Sadowa in 30 Min. durch prachtvollen Laubwald zu erreichen. 4567L* Beste Gelegenheit für Tages- und Nachmittags- Ausflüge. Besonders geeignet für kleine und größere Gewerkschaften. Bei ungünstiger Witterung für ca. 3000 Personen sichere Unterkunft. Roh- Tabak A. Goldschmidt, 4435L* am biesigen Plage wie bekannt grösste Auswahl! Garantie für sicheren Brand. Streng reelle Bedienung, billigste Preise! Sämmtliche im Handel befindl. Rohtabake sind am Lager. A. Goldschmidt, M. bei R., Berlin. Für Ihre freundliche Zuschrift, die wir mit Vergnügen gelesen haben, besten Dant! Aber es geht boch nicht an, auf jede blöde Beschuldigung eines Winkelblattes oder eines Zeilenschinders zu antworten. Die verständige Auffaffung, die Sie haben, theilt doch jeder einfichtsvolle Leser. H. E. 1. Auch ungetaufte Kinder werden in bürgerlichen Schulen aufgenommen. 2. Das Schulgeld ist in den verschiedenen Schulen verschieden; der Unterricht in der Berliner Volksschule ist unentgeltlich. .. 1877. 1. Schulden eines großjährigen Sohnes und noch dazu für Getränke braucht der Vater nicht zu bezahlen. 2. Ob Mitglieder des Parteivorstandes Unterricht ertheilen? Wir glauben faum. Meyer, Rigdorf. Sie wenden sich eintretenden Falls an den Vorstand der Kasse. C. N. 3. 1. Die Zivilliste des österreichischen Kaisers beträgt 9 300 000 Gulden. 2. Atheist ist Einer, der die Existenz Gottes leugnet, Dissident, wer zu einer anderen als der staatlich anerkannten Kirche oder Religion sich bekennt, tonfessionslos, wer feinem Religionsbekenntniß angehört, freireligiös, der Angehörige einer freireligiösen Gemeinde. X- u. 0- Beine! 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