Nr. 83. nbonncmentS'Redlnsungen: BEonnementä< Preis pränumerando i Bierteljährl. 3J0 Mk., uionoll. 1,10 Mk., wöchenllick, 28 Pfg. frei WS Haus. Einzelne Rümmer S Pfg. EonnIagS- umnnicr mit Muflrierlcr SoimtagS» Beilage»Die Reue Welt' 10 Pfg. Posi. «bonnemenU 1,10 Marl pro Monat. Eingetragen in die Posl-Zciwngs- Prcislisic. Unter Nrcuzband für Deutschland und Oesterreich. Ungarn 2 Marl, für das übrige Ausland S Marl pro Monat. Postabonneulents nehmen an: Belgien, Dnnemart, Hollaud. Italien. Luxemburg. Portugal. Kmnänicn. Schweden und die Schweiz. 28. Jahrg. VK Insertion;-Ledllhr beträgt für die fechsgespaltene Kolonel. geile oder deren Raum 00 Pfg., für politische und gewerlschafUiche Loreins- und Lersaunntungs-Anzeigen M Pfg. ,, Kleine".......... Wort 21 Worte),.!■ Stellengesuche und Schlafstcllcnan- zcige.n das erste Wort 10 Pfg., jedes weitere Worts Pfg. Worte über löBuch- 'laben zählen für zwei Worte. Inserate ür die nächste Nummer müssen bis l1-' Crfchtint tizNch asStr nuntaa». Berliner Bolksblnil. Zcntralorgan der foztaldemokrattfchcn parte» Deutfchlatids. _ Uhr nachnnttagS in der Erbedition abgegeben werden. Tie Expcdrtio» ijt bis 7 Uhr abends geöffnet, Telegramm- Adresse: «S»ÄZllI«ln»Il»l Rtnio". Redahtion: 8 Cd. 68» Linden Strasse 69« Fernsprecher: Amt IT. Nr. 1983. Expedition: 8Äl. 68, Lindenstrasse 69. Fernsprecher: Amt IV, Nr. 1984. €in nationales Werk. Als der Nationalheros im Jahre 1885 sich von einem der Hakatistcn. dem Herrn Tiedemann, aufputschen ließ für den Plan, die polnischen Gutsbesitzer in Posen auszukaufen, da glaubte er mit 100 Millionen Mark auszukommen. Bismarck stellte sich das ungefähr in der Weise vor, wie die Junker Viehhandel treiben: man kaust für 1000 Taler magere Ochsen, mästet sie, verkauft sie dann und kaust abermals. Es sollten nämlich für 100 Millionen Mark Güter gekauft und an deutsche Bauern verkauft werden, mit deni Erlös kauft man wieder usw. Die polnischen Schlachzizen, so stellte sich Bismarck das vor, würden dann das Geld in Monte Carlo in rougo et noir anlegen. Die Sache kam anders. Bisher hat man aus den Taschen der Bevölkerung Preußens nicht weniger als 476 Millionen verschleudert. Man hat die wirtschaftlichen Zustände in Posen und West- Preußen geschädigt, indem man die Bodenpreise künstlich in die Höhe trieb, hat die Bevölkerung korrumpiert, hat den Nationalitätenkampf geschürt und vergiftet, den infamen Zweck der Erdrosselung des polnischen Volkes indessen nicht erreicht. Die Regierung Bülows hat dann, als das Werk der Ansiede- lungskommission in eine Sackgasse geriet, ein neues Völker- rechtliches Verbrechen begehen müsien, indem sie zwangsweise Enteignung der Polen beschloß. Allerdings ist dieser haar- sträubende Plan bisher nicht zur Ausführung gekommen, ein- fach weil die Maßregel absolut überflüssig und zwecklos wäre. Die Denkschrift über die Tätigkeit der Ansiedelungs- kommission liegt für das Jahr 1910 vor. Diese Kommission ist durch das Gesetz vom 26. April 1886 geschaffen, besteht also bereits seit einem Vierteljahrhundert. Sehen wir zu, was sie vollbracht hat. Es wurde ein immenser Landbesitz aufgekauft in den Pro- vinzen ZSosen und Westpreußen. Insgesamt 385460 Hektar. gleich OuadratmeUen. über 7 Proz. des gesamten Areals dieser Provinzen. Von diesem Lande waren früher im Besitze von Deutschen 492 Güter und 314 Baucrnwirtschaften mit einem Areal von 274 546 Hektar, im Besitze von Polen 191 Güter und 223 Bauernwirtschaften mit einem Areal von 110914 Hektar. Gezahlt hat die Ansiedelungskommission für dieses Land rund 366,8 Millionen Mark, und zwar an die früheren deutschen Besitzer rund 278,1 Millionen, an die polnischen 88,7 Millionen. Es stammen also 71,2 Prozent des gekauften Landes aus deutscher Hand und nur 28,8 Prozent aus polnischer, von dem gezahlten Gelde sind 75.8 Prozent in die Hände der deutschen Besitzer gelangt, 24,2 Prozent in die Hände der polnischen! Da der Hauptzweck deS Gesetzes für Bismarck die Aus kaufung des polnischen Adels war, den er für die gefährlichsten Staatsfeinde hielt, überrascht dieses Resultat einigermaßen Nicht die Polen, sondern die deutschen Besitzer kauft die Kom Mission aus! Dieser Widerspruch löst sich höchst einfach: das Geld der Steuerzahler wird vergeudet, der Verkauf von Gütern an die Ansiedelungskommission ist zu dem profitabelsten Geschäft geworden, das ein Gutsbesitzer in den genannten Provinzen machen kann. Deshalb haben die Junker teutscher Nationalität schon in den ersten Jahren ihren polnischen Nach barn dieses Geschäft nicht gegönnt und es durchgesetzt, daß auch sie aus„nationalen Gründen" sich des„heimatlichen Bodens" auf Staatskosten entäußern durften. Wer ein wenig in der Geschichte der ehemals zu Polen gehörigen Provinzen bewandert ist, für den hat dieser Vorgang noch einen besonderen Reiz. Als nämlich bei dem an Polen verübten Völkermorde diese Provinzen Preußen zufielen, da befanden sich hier bedeutende Güterkomplexe, die dem Staate gehörten(die sogenannten Starosteien, deren Ertrag zur Er- Haltung des Heeres, und die„Tafelgütcr". deren Ertrag zur Bestreitung der königlichen Hofhaltung dienen sollte). Diese Güter wurden Eigentum des preußischen Staates, und die Re- gierung Friedrich Wilhelms III. hatte nichts Besseres zu tun, als einen gewaltigen Teil davon an allerhand habgieriges Pack zu verschenken oder zu Spottpreisen zu verkaufen. Be- schenkt wurden Militärs, Beamte, aber auch die Zuhälter Seiner Majestät, wie ber_ berüchtigte Kammerdiener Rietz, der Abenteurer und Zuhälter Lütichau, der Oberkuppler Bischofsioerdcr u. a. m.') Auf diese unsaubere Art sind also die Vorfahren der heute in jenen Provinzen ansässigen deutschen Agrarier vor hundert Jahren in den Besitz der Güter gelangt. Das war der primitive Raub, wie er der Luder- Wirtschaft des damaligen Regiments entsprach. Heute ver- kaufen die Erben der Kuppler und Staatsdiebe die von ihren Vorfahren ergatterten Güter zu enornien Preisen an den Staat. Das ist der raffinierte Raub, den die Ausübung ver politischen Macht durch die Junker im heutigen Preußen er- wöglicht. Wie gesagt haben die Ankäufe der Ansiedelungs- ganz unheimlich in die Höhe Zahlen: Im Jahre 1886 be- mit durchschnittlich 568 Mark, 1895 mit 571 Mark, 1900 mit Mark. 1910 mit 1034 Mark. Im ') Wer darüber Näheres erfahren will, schlage die 1857 er- »chtenene Schrift des preußischen Patriolen Hau» Ludwig v. Held auf, beinelt:„Das schwarze Register oder General» tavieau sämtlicher i u S ü d p r e u ß e n. während der Minifter p. He y m diese Provinz verwaltet hat. »n � �n Ja h r e n 1794 bis 1798 als Gratialgüter K i r-h e»"g ü t e":/ � n, a l» g e u polnischen Krön» und kommission die Preise getrieben. Hier einige zahlt sie den Hektar 1890 mit 656 Mark, 818 Mark. 1905 1149 Kein Wunder daher, wenn der Andrang ganz enorm ist. Jahre 1910 kaufte die Kommission 20 Güter und 33 Bauern wirtschaften, angeboten wurden ihr aber zum Kauf 342 Güter und 525 Bauernwirtschaften. Dabei sind die polnischen Schlachzizen auch nicht blöde. Zwar erklärt die polnische Presse jeden Polen, der bereit ist, sein Gut an die Ansiedelungs- kommission zu verkaufen, als einen Verräter an der Sache des polnischen Volkes, aber das hindert durchaus nicht, daß diese Herren verkaufen. Im vergangenen Jahre hat ja die Kom- Mission abermals 3 große Güter und 13 Bauernwirtschaften von Polen gekauft, darunter nur eine Baucrnwirtschaft bei Zwangsversteigerung, den Rest freihändig. Geschäft ist Ge- schüft, und der Patriotismus geht in die Binsen, wenn der Profit winkt. Auf dem gekauften Boden siedelt die Kommission deutsche Bauern an. Bis Ende des Jahres 1910 hat sie insgesamt 18 127 Ansiedlerstellen vergeben. Es ist also daS„deutsche Element" angeblich um diese Zahl von Bauernfamilien vor- mehrt worden. Das stimmt indessen nicht ganz. Von diesen Ansiedlern waren nämlich schon vorher 4938 in den Provinzen Westpreußen und Posen ansässig. Es sind das Bauern, die ihre Besitzungen verkaust haben(zum Teil an die Ansiedlungs- kommission selbst) mid dann von ihr Boden in Pacht oder als Rentengut erwarben. Faktisch neu in die Provinzen gebracht wurden also 13 189 deutsche Bauern in 24 Jahren. Daß dadurch das Verhältnis der Nationalitäten nicht verschoben wird, ist klar. Selbst vom Standpunkte der Chauvinisten, die die Germanisierung der Polen auf ihre Fahne schreiben, ist das ein absolutes Fiasko. Freilich verfolgt die Regierung einen anderen Zweck; sie hofft in diesen Ansiedlern, die sie in möglichster wirtschaftlicher Abhängigkeit hält, sich eine Prätorianerkohorte heranzuzüchten, die mit dem Landrat und dem Gendarm durch dick und dünn geht. Aber auch dieser gemeingefährliche Zweck dürfte kaum erreicht werden. Die Bauern aus Westfalen, dem Rheinland, Pommern und Sachsen dünken sich denn doch schließlich zu gut, um sich von den Behörden als Hurrakanaille mißbrauchen zu lassen und geraten mehr und mehr in Opposition. Zum Teil treibt sie dazu das bäuerliche Unabhängigkeitsgefühl, zum Teil steilich möchten sie noch mehr aus dem Staats säckel herausschinden, weil man sie daran gewöhnt hat, sich als Staatspensionäre zu fühlen. Nun macht man zuweilen großes Aufheben von den an- geblich erzielten wirtschaftlichen und sozialen Resultaten. Es heißt, die Ansiedlungskomnüssion habe inmitten der slawischen Misere blühende deutsche Bauerndörfer geschaffen. Damit ist es aber auch ein eigen Ding. Nach langem Experimentieren ist die Kommission dahinter gekommen, daß kleinbäuerliche Betriebe unter den wirtschaftlichen Verhälnissen jener Provinzen nicht lebensfähig sind. Sie gründet daher jetzt vorwiegend große Bauerngüter. Von den begebenen Ansiedlerstellen sind 5238 unter 10 Hektar. 5515 von 10 bis 15 Hektar. 7374 über 15 Hektar. Also reiche Bauern siedelt man an und diese reichen Bauern werden vom Staate ausgehalten. Sie erhalten die Bauern güter zu Rentenrecht. Die jährliche Rente, die sie zahlen, beträgt 3 Proz. des Kaufpreises des Bodens, da aber der Staat diesen Boden melioriert, bestimmte Flächen für Wege hergibt. Kirchen und Schulen erbaut und alle diese Kosten nicht von�dcn Ansiedlern zurückerstattet werden, so ergibt sich für den Staat eine Rente nicht von 3, sondern von 2,76 Proz. Für die Steuerzahler ergibt sich also folgende Rechnung: Der Staat pumpt das Geld gegen 4 Proz. Zinsen und ver einnahmt von den Ansiedlern 2,76 Proz., zahlt also 1.24 Proz. zu. Bei den 476 Millionen, die bisher aus Staatsmitteln verausgabt sind, macht das 4 906 400 M. im Jahre aus Jeder vpn diesen Musterbauern kostet also die preußischen Steuerzahler im Jahre über 2700 M., und je größer der Besitz, desto größer der Staatszuschußl Unter diesen Umständen ist es wahrhaftig kein Wunder, wenn diese Ansiedelungen, rein äußer lich genommen, gedeihen. Das Wunder aber ist. daß trotzdem ein großer Teil dieser Ansiedlerwirtschaften schlecht fundiert ist. daß die Besitzer sehr häufig um Stundung der fälligen Renten bitten müssen, daß Kenner der Verhältnisse behaupten: in der Stunde, wo der Staat diese Ansiedler nicht mehr alimentiert, muß ein großer Teil von ihnen wirtschaftlich zusammenbrechen. Dieses Wunder erklärt sich indessen sehr einfach: man lockt die Ansiedler her- bei. verpflanzt Bauern in ein Land, das gänzlich andere Wirt- schaftliche Bedingungen aufweist, als ihre Heimat; deshalb können sie sich nur halten, so lange der Staat sie unterstützt. Dazu kommt, daß ein ansehnlicher Teil dieser Bauen: eben- falls das Spekulieren gelernt hat: sie rechnen nicht darauf. ihre Wirtschaften zu behalten, sondern suchen sie möglichst bald wieder mit Gewinn loszuschlagen. So wird die Ansicdlung zu einem Mittel, den polnischen Schlachzizen und den preußischen Junkern in Westpreußen und Posen Riesenprosite beim Verkauf ihrer Güter zu sichern und eine Handvoll Großbauern zu alimentteren aus Kosten der Gesamtheit. In der Tat---- ein nationales Werk! Venn nationale abgeordnete au; der Schule plaudern. Die Durchpeitschuug der Reichsversicheruugsorduung. Seit einiger Zeit schon gehen Nachrichten durch die Presse, die von der Absicht des schwarz-blauen Blocks, dem sich diesmal auch die Nationalliberalen an- schließen wollen, zu erzählen wissen, die Reichs- Versicherungsordnung im Reichstage durchzupeitschen. Die Herren möchten jede eingehende Beratung verhindern und wollen selbst unter Bruch der Geschäfts- 0 r d n u n g die Verabschiedung des- Gesetzes in kürzester Zeit erzwingen. Nun erfahren diese Gerüchte eine Bestätigung durch eine Zuschrift, die uns von absolut zuverlässiger Seite zugeht und für deren Richtigkeit, falls sie bezweifelt werden sollte, der Verfasser jederzeit mit seinem Namen einsteht. Die Zuschrift lautet: Sitz ich da am 5. April mittags in einem sehr bekannten Berliner Restaurant, wo die„honette Gesellschaft" glaubt „unter sich" zu sein, als der nationalliberale Abgeordnete Landrat Horn aus Gera und sein Kollege Findel aus Einbeck auf der Vildfläche erscheinen und an meinem Tische Platz nehmen. Herr Horn, dessen Abgeordnetenlaufbahn sich ihrem Ende zuneigt, ist mir als Mitglied der Reichs- versicherungsordnungskommission bekannt; er selbst scheint aber ein schlechtes Gedächtnis zu haben, sonst hätte er mich wohl erkannt. Wie es nun so ist— tves das Herz voll ist, des geht der Mund über.— Herr Horn kam anscheinend direkt vom politischen Kuhhandel, der zwischen den kon- servattv- nationalliberal-zentrümlichen Mitgliedern der Kom- Mission stattgefunden hatte. Er hatte das Bedürfnis, seinem FraktionSgenoffcn mitzu- teflen, was abgekartet worden und Hub also an: „Wir haben beschlossen, die Reichsbcrsicherungsordnung nicht paragraphenweise, sondern kapitcl- beziehungsweise abschnittsweise zur Beratung zu bringen. Dann lassen»vir immer zwei Mann reden und dann ivird die Debatte geschlossen. Wenn die Sozialdemokraten beantragen, die Beamtenfrage vorweg zunehmen, so stimmen wir dem uatür- lich gern zu und behandeln dabei gleich das Einführungs- gesetz mit; dann geht es schneller, denn dann werden die De- hatten ruhiger." Die Sozialdemokraten wollen— so glaubte er zu wissen— die dritte Lesung bis zum Herbst hinausschieben. um im Sommer gegen das Gesetz„losgehen" zu können. Da machen wir nattirlich nicht mit; wir sitzen so lange bis die Sache fertig ist. Man weiß also wie es gemacht werden soll. Ich war Herrn Horn für seine freundliche Mitteilungen natürlich sehr dankbar, was ich hiermtt öffentlich zum Aus- druck bringe. Sollte Herr Hom die Nichtigkeit des Vorstehenden be- streiten, so bin ich gern bereit, meine Mitteilungen mit meinem Namen zu decken. Dann würde ich dem Hern: Land- rat noch andere Aeußerungen, z. B. über seine amtliche Tätigkeit, in Erinnerung bringen. Ashlretorm in lstsllen.. Donnerstag stellte sich das neu gebildete Ministerium G i 0 l i t t i der Kammer vor. Man erwartete mit großer Spannung die Darlegung des Programms der neuen Re» gierung. um zu erfahren, ob trotz des Verzichts B i s s 0- l a t i s Giolitti an der Wahlreform festhalten werde, lieber diesen wichtigsten Ptintt seiner Erklärung führte der Minister- Präsident aus: Die grundlegende Frage, die heute dem Parlament vorgelegt wird, ist die Reform deS Wahlgesetzes. Das Problem ist so schwierig, daß man an dasselbe nur in großen Zwischenräumen herantteten kann. Aber wenn cS einmal zur Erwägung gelangt, so muß cS in einer Weife gelöst werden, daß man die Sicherheit erhält, daß die nationale Vertretung der erreichten Stufe der Zivili- sation. der Bildung und der politischen Reife des Landes vollst ändigentfpricht. Angesichts der Fortschritte, die das italienische Volk in 20 Jahren der Freiheit gemacht hat. kann sich die Reform nicht auf einige wenige Abänderungen beschränken, sonder» muß in grundsätzlicher Weise dem politischen Leben und der großen Strömung der öffentlichen Meinung Rechnung tragen. Ich werde daher beantragen, daß auch diejenige» wahlberechtigt sein sollen, die der Militärpflicht genügt haben, und die, welche das 30. Lebensjahr erreich» haben. Ich werde ferner Maßregeln vorschlagen, die den wahren Willen der Wähler gegenüber Fälschung. Be- stechung und Gewalttätigkeit sicherstellen, und ebenso gesetzliche Be- slinimungen für Entschädigungen andre Deputierten. damit das Land seine Vertreter auch aus den weniger Bemittelten wählen kann. Das Parlament wird so der vollkommene Ausdruck des Willens dkS Landes fei«»md alle« sozialen Klassen offen stehen- E.z wird ein wirksamer Faktor der Zidilisation und de-Z Fortschriiis sein und ein Wall für unsere öffentlichen Einrichtungen und Frei- heiten. So sehr das vorgeschlagene Wahlrecht vom Standpunkt der Demokratie Einwendungen herausfordert, so tvürde seine Durchführung für Italien einen bedeutenden Schritt nach vor- würtS bedeuten. Und welcher Unterschied ist erst zivischen der Wahlreform des italienischen Ministers und dem Schandwerk, das die Regierung des Herrn B e t h m a n n H o l l w e g dem preußischen Volke anzubieten wagte! Wie so anders lauten die Worte GiolittiS, der das Parlament zum Ausdruck des Willens des Landes machen, es allen sozialen Klassen öffnen will, als die häßlichen Hohnworte gegen die Demokratie, die Bethmann Hollweg alS Segcnsspruch seiner Spottgeburt mit auf den Weg gab. Italien ist also reif für ein fast gleiches und allgemeines Wahlrecht, das preußische Volk aber bleibt unreif und die Schande des Dreiklasscnwahlrechts besteht fort. Soll es denn ewig so bleiben? � � Heber den weitere» Verlauf der Sitzung berichtet uns ein Privattelegramm unseres römischen Korrespondenten: Außer der Wahlreform kündigte Giolitti noch die B c r st a a t- lichung derLebensversicherung an derart, daß alle au-Z der Lebensversicherung rührenden Einnahmen der K a s f e f ü r d i e Alters- und Jnvaliditätsver sorgung der Arbeiter überwiesen werden. Während demnach die sichere Garantie des Staates den Anlaß geben werde, die Vorsorge für die Zukunft in Form der Lebensversicherung zu vergrößern, würden die Vcrsichc» rungsbeiträge der bester gestellten Klassen die Leistungen der Arbeiterversicherung erhöhen. Ueber die Kirchenpolitik sagte Giolitti: In den Beziehungen des Staates zur Kirche werden wir den Grundsatz weite st er Freiheit befolgen und das religiöse Gefühl schonen.... Wir werden bei jeder RegierungShandlung en, schloffen die Rechte unversehrt erhalten, die sich aus der Souveränität des Laien st aates und aus der Beoh- achtnng der Gesetze ergeben. Die Rede wurde von den Sozialisten und Republikanern kühl aufgenommen, während die übrige Kammer ihrem Herrn in der uhlichen Weise huldigte. Die Phrasen- hafte Behandlung der Kirchenpolitik und das Unterbleiben der Mkündigung. da3 so oft versprochene Ehescheidungsgesctz ein- zubringen, dürfte den Erfolg haben, die Klerikalen der ministeriellen Mehrheit zu erhalten. Die sozialdemokratische Fraktion nahm in ihrer gestrigen Nachtsitzung mit schwacher relativer Majorität eine von T u r a t i beantragte Resolution an, die sich gegen die Teilnahme der Soziali st en an der Re- gierung erklärt und jeden systematischen Ministerialismus verwirst, so lange die Massen schwach und ungcschult seien. Eine Resolution M u s a t t i, die eine pri n z ip ie ll e Bc- gründüng der Regierungsteilnahme und-Unterstützung enthielt. erhielt nur 2 Stimmen. Nach der Rede GiolittiS trat die Fraktion neuerlich zu einer Sitzung zusammen und beschloß gegen 4 Stimmen die Unterstütz ung des Kabinetts. Daraufhin erklärten die Genossen M usa tt i und Agnini ihren Austritt aus der Fraktion, um nicht vor dem Proletariat die Verantwortlichkeit für die Regierungsunterstützung mit übernehmen zu müssen. So beginnt denn der Ministerialismus der sozialistischen Parla- mentarier in Italien wie bisher überall mit der Z e r- fpaltung der Arbeiterpartei. politifcbe(Jcbcrficbt. Berlin, den 6. April 1911. Etatsberatung im Herrenhaus. Sie reden und reden und finden kein Emde. ES wird Abend, ehe fie auseinandergehen, nachdem fie lange genug den Worten der Weisheit von Sorquitten gelauscht, die ihr Generalredner. Gras Mirbach, der Nicht-Altersschwache, freigebig vor seine Kollegen wirft. Und heute traten fie gar schon zu fast nachtschlafender Zeit, um elf des Morgens, zusammen zu löblichem Tun. Nur wenige fehlen au» dem höheren Haufe: Bernhard mit dem Grübchen des Glück- lichen geht im Garten der Villa Malta zu Rom spazieren. Des Fürsten zu Eulenburg-Hertefeld Durchlaucht aber hat im Mitglieder- Verzeichnis nicht einmal eine Berliner Wohnung angegeben, die- weilen sie nach Lage der Dinge zunächst nur daS königliche Untersuchungsgefängnis zu Moabit fein könnte.... Gestern hat man im Herrenhause den den Herrschasten vertrauten Landwirtschaftsetat erledigt, allwo Mirbach nicht unterließ, hochdessen Abneigung gegen das bißchen Reichswertzuwachssteuer Ausdruck zu geben, die denn auch nicht die Zustimmung.unserer besten Wirt- schaflsreformer", der Grafen Schwerin-Löwitz und v. Kanitz, ge- fanden habe. Auch er, Graf Mirboch-Sorquitten, wäre, säße er im Reichstag, nicht dafür zu haben gewesen. Schade, wahrlich, daß solche Männer dem Parlament der verflachenden und verrohenden Demokratie fehlen müssen. Aber es ist doch Nachwahl in Berlin IV— und bald find 397 Wahlkreise aller Größen zwischen Schlettstadt und Stallupönen erledigt. Will der Herr Gras«in Tänzchen wagen? Beim Eisenbahnetat sprach einer der Großen des deutschen Kapitals. Mit gebührender Andacht hörte man Herrn v. Gwinner, dein Direltor der Deutschen Bank, zu. Seine Mitgliederkategorie ist laut amtlichen Verzeichnis:„Allerhöchstes Vertrauen". Der Kapitalmann tadelte die Staatsbahnverwaltung ganz tüchtig: Bei 271 Millionen Einnahmesteigerung haben sich die Ausgaben für Bahnbetriebsmittel und Bahnerhaltung stetig vermindert, hieran spare man und errichte monumentale Bahnhöfe auS Marmor und Granit, wo eS doch Backstein für die höchstens 50 Jahre Verwendbarkeit auch täte. Die Dienstwohnungspaläste der Eisenbahn- direktionSprästdenten belasteten nicht nur den Staat, sondern nötigten auch die Beamten selbst zu ruinösem Aufwand. Der Mintstcr von Breitenbach, der ans dem gleichen Titel Minister ist, wie Herr v. Gwinner HerrenhauSmitglied, erwiderte, daß der Bank- gewaltige durchaus und in allem unrecht hätte. Beim Finanzetat will Gwinner Herrn Lentze mal nach anderen Dingen fragen, als nach der— Ausbeutung der Arbeiter durch die Gewerkschaften. womit bekanntlich der Finanzminister die Huld und die Schluß- antrage der Dreitlastenmänner gewann. Auf die Klagen des Essener Oberbürgermeisters über die Nicht- genehmigung des Projekts einer rheinisch-westfälischen Städtebahn, antwortete Herr v. Breitenbach offenherzig, daß diese Bahn doch eme Konkurrenz für die Staatsbahn geworden wäre. Wenn die Geschäfte des Staates angetippt werden könnten, schreitet seine Verwaltung ein. Ganz einfach. Wie unpatriotisch, da noch eine Städtebahn zu verlangen! Nach vierstündiger Sitzung kam man zum KultuLetat. Gleich der erste Redner, Graf Aork-Wartenburg ging auf die vorromäuS-Enzyklika und den Antinwdernisteneid ein. Seltsam mittete seine Rede an. Welch ungeheurer Fleiß nur darin steckt« solch betäubende Flut böN seltensten Fremdwöriern und hochgelahrten lateinischen Redensarten, Formeln und Floskeln aufzustauen, daß sie endlich durch da? hochgezogene Wehr rauschend hereinstürzt. Und der Sinn: Rom arbeitet langsam, aber sicher auf die Trennung von Staat und Kirche hin. Aber, so ketzerisch der Graf auch sonst ist oder sich nennt— der Kern des Protestantismus sind ihm die Sekten I— die Trennung von Staat und Kirche wünscht er für Deutschland doch nicht. Deutschland, die fromme Kinderstube— ist keine romanische Mördergrube. In der deutschen Volksseele sei die Religion die Dominante und darum gebe eS keine Notwendigkeit für die Trennung von Staat und Kirche. Ach, Herr Graf, wenn Sie so fleißig Philosophie, Kirchenrecht und leider auch Theologie durchaus studiere»— warum verwenden Sie nicht ein bißchen heißes Bemühen darauf, die wirklichen „Dominanten" der deutschen Volksseele zu ergründen? Heute wird zunächst Kardinal-Fürstbischof Kopp antworten. Noch manche Rede wird man hören. Wird auch jemand sich dazu aufschwingen, die famose Be- tätigung de-Z Bethmann- Trott zu Solzschen Eifers zum Schutz der Oberlehrer, die den Antimodernistsneid verweigern, zu be- sprechen, der sich in der Versetzung jenes Lehrers vom Rhein nach der Polackei Herrsich bewährt hat?! Die Armen an Geist. Die tlntcrhaltungSbeilage zum„Arveiter", den: Blatt des Ver- bcrndcS katholiicher Arbeitervereine(Sitz Berlin), bringt in ihrer letzten Nummer einen Artikel über„Kindliche Gelehrig keil gegen den Heiligen Vater". Diese„kindliche Gelehrigkeit" wird definiert als die Fähigkeit und Neigung,„die Wahrheit nicht nur dann anzunehmen, wenn wir sie selber erkennen, sondern auch wenn sie uns von andern verkündet wird, und unser Leben nach den Grundsätzen und Erfahrungen anderer, die wir für weise und wohlgesinnt halten einzurichten." Ein solches Verhältnis finde statt zwischen Kindern und Eltern und ebenso zwischen gläubigen Katholiken und dem Papste. Und als Beispiel dieser„echt kind« lichen Denkweise" wird angeführt die 13. Regel auS dem Exerzitienbüchlein des heil. Ignatius von Loyola: „Damit wir mit der katholischen Kirche in allen Stücken vollkommen in Einklang stehen, müssen wir, falls die Kirche etwas für schwarz erklärt, eS als solches bezeichnen, auch«en» es unseren Augen weiß zu sein scheiut." Und päpstlicher als der Papst verkündet das Organ derer, die arm am Geiste sind, daß aus des Papstes Wort zu hören und schloören ist, auch wenn er nicht kraft seines Lehr- und Hirlenamtes spricht; das Overhaupt der katholischen Kirche ist unfehlbar in allen Dingen. denn, wie daS Blatt uns lehrt. unterliegt es keinem Zweifel, daß der hl. Geist der Kirche nicht nur im äußersten Notfälle beisteht, sondern in allein, was irgendwie mit dem Seelenheil der Gläubigen zusammenhängt. Darum, wenn der Papst sagt, daß etwas schwarz sei. was dem gewöhnlichen Sterblichen als weiß erscheint, so hat auch dieser vor der höheren Weis- heit des Papstes zu kapitulieren und zu bekennen: Ja. es ist schwarz! Einer und nur einer ist kraft göttlicher Ordnung im Besitz der ewigen Wahrheit— der Papst.„Wir gewöhnlichen Menschenkinder — so bören wir weiter— gleichen dem Wanderer, der im Nebel dahinzieht; er sieht kaum drei Schritte weit und kann die Gegen st ände in seiner Nähe nicht deutlich unterscheiden. Der hl. Vater gleicht einem Menschen, der hoch über allem Nebel auf der Spitze eines Berges steht, wo die Sonne am ivolkenlose» Himntel strahlt; e r überschaut alle Not der Zeit im Lichte der göttliche» Wahrheit I" Wenn das noch als„Religion" bezeichnet werden kann, dann darf man wohl fragen.- wo in der gauzeu Welt es noch eine Religion gibt, die ein gleiches Maß von Selbftentwürdigung de» Menschen vor dem Menschen verlangt?_ Gemästete Agitatoren. Wir lesen in einem Parteiblatt: „Die.Korrespondenz deö Bauernbundes" brachte dieser Tage einige Angaben über die Gehälter, die die Angestellten der Agrarier beziehe». Die Herren, die mit schnalzendem Behagen jede Lüge über die Mästung sozialdemokratischer Agitatoren, Ver- geudung von Arbeitergroschen und Belastung der Arbeiter weiter- geben, verstehen sich sehr gut anfs Nehmen und die„Notleidenden" zahlen den publizistischen und anderen Vertretern ihrer Interessen Gehälter, gegen die jene der Angestellten der Arbeiterbewegung völlig verschwinden und deren Höbe die Landarbeiter und Kleinbanern, die auch„zum Heben der Landwirtschaft" in den Beutel des BauernbundeS steuern müssen, schwindeln lassen müssen— wenn sie davon erfahren. Die«Korrespondenz deS BauernbundeS" teilt mit. daß der „Haupischriftleiter" der„Deutschen Tageszeitung", Dr. O e r t e l. SS 000 Ma r k G e b a lt bezieht. Was ungefähr auf die Bezüge schließen läßt, die die Direktoren und Geschäftsführer des Bundes, die Hahn, Roesicke usw. einstecken. Der neue Landesdirektor, Ober- Präsident v. Winterfeldt, der auf diesen Posten der„Selbst- Verwaltung" wesentlich im Interesse der Großgrundbesitzer zu wirken hat und von ihrer Clique gewählt wird, bezieht 23 000 M a r k. und sei» abtretender Vorgänger geht mit seinem vollen Gehalt von 18000 Mark in Pension. Besonders noble Gedälrer aber werden den Leitern der Spirituszentrale gezahlt, was der Wichtig- keit der Spritverivertung für die Junker entspricht. Der erste Direktor, der ReichStagsabgeordneie Krelh, bekommt 50 000 Mark und seine beiden Mitdirektoren dürften kaum weniger erhalten."_ Landtagswahlsieg im Herzogtum Gotha. Außerordentlich große Hoffnungen hatten unsere Gegner dies- mal aus den Landtagswahlkampf von WalterShausen-Jbenhain ge- setzt. Das Mandat war dadurch frei geworden, daß Genosse Deimer wegen Unterschlagung usw. zu einer längeren Gefängnisstrafe ver- urteilt wurde und darauf sein Mandat niederlegte. Unserem Kandidaten, einem einfachen Arbeiter, stellten die Gegner mit kluger Berechnung den Schuldirektor von WalterShausen als Sanimel- kandidate» entgegen. Der Versuch scheiterte kläglich. Unsere Wahl- männerliste— das Wahlverfahren ist indirekt— erhielt 568 Stimmen, der Herr Schuldirektor 337. Trotzdem die Gegner in echt reich?- verbändlerischer Manier die Versehlungen Denners gegen die Partei ausgenutzt hatten, erhielt die sozialdemokratische Liste gegen die Hauptwahl ein Mehr von 33 Stimmen, während die Gegner 36 Stimmen einbüßten. Die Wahl gilt als gutes Vorzeiche» für die kommenden ReichL- tagswahlkämpfe._ Die Monopolgeschäftchea des Herrn Abgeordneten. Eine Papierfirma im Kreise Wippersürth hatte in einem Be- leidigungsprozeß den Beweis geführt, daß der ZeutrumSabgcordnete Heß in seiner amtlichen Eigenschaft alS KreiSschulinspektor deS Kreise« Wipperfürth einen Mouopolvertrag aur Lieferung von Schul- heften an die ihm unterstellten Sckulen und Lehrer geschlossen und dadurch alle anderen Hestelieferamen vorsätzlich geschädigt hatte. Die Firma hat jetzt vor dem Kölner Landgericht ein zweites Urteil erstritten, das ihren Schadenersayaiiipruch an Dr. Heß feststellt. In der Urteilsbegründung wird als f e st g e st e l l t erachtet, daß der Vertrag vom 29. September 1903 ein Monopolvertrag sei. daß Dr. Heß das Bewußtsein eine? Monopolvertrageö gehabt und somit der klagenden Firma vorsätzlich Schaden zugefügt habe, daß er weiter gegen eine ganze Reihe ministerieller Verfügungen verstoßen und endlich gegen die guten Sitten gehandelt habe. Der geschästStüchlige ZentrumSvian» vertritt in, preußischen Dreiklassenhause den Wahlkreis Köln-Lanb-Bergheim-EuSkirche» und wirkt feit ISvö als KreiSschulinspektor in Mpperjürth.- j Ter deutsch-schwedische Handelsvertrag. Heute wurde der Entwurf eines neuen deutsch-schwedischen HandelSvertra ges von den beiderseitigen Delegierten unter Vorbehalt einiger»och unerledigter Punkte paraphiert, über welche die beiden Regierungen sich die Regelung im Korrespondenz- Wege vorbehalten haben. Gegen die Arbeiter und die Arbeiterversicherung bringt die„Zeilschrif» für Politik" auS der Feder deS Geh. Reg.-Rat Dr. Ferd. Friedensburg einen giftigen Artikel. Dr. Friede»!- bnrg, der bis vor kurzer Zeit Scnatsvorsitzender im Reich!« versicherungSamt war, wird als besonderer Sachkenner betrachtet, und die kapitalistische Presse druckt den Artikel mit viel Behagen nack. Er janimerr über die Remenjagd und über die starke Be- läsligung der Versick>erungöträger, die in unberechtigter Weise au!- genutzt werden. ES ist da! ein Gejammer, welches auch die Ver« trauensärzte der Berufsgenosscnschaflen anstimmen, die von jedem Verletzlen, dem nicht beide Arme oder beide Beine abgerissen sind, behaupten, daß er an Rentenneurasthenie leidet. Ob es eine solche Krankheit gibt, wissen wir nicht. Sicher ist aber, daß eS unter den Kassenbeamtcn und auch wohl unter den BerufsgenossenschaflSbeamten und Ztichtern eine ganze Anzahl von Personen gibt, die an einer krankhaften Simulantensiircht leiden. Zu diesen Leuten scheint Dr. Friedeil-Zburg auch zu gehören. Was soll man z. B. von einem Manne sagen, der das genaue statistische Material kennt, wenn er schlecht: „ES mögen Eltern noch so viele Kinder gehabt haben, immer ist gerade das durch Unfall gestorbene der einzige Ernährer ge- Wesen, und war es noch ein Knabe, ein Lehrling. Wollte man olle unwahren Angaben in Rentensachen vor Gericht stellen, die Zahl der Staatsanwälte und Richter müßte verviclsacht werden, und man erreichte doch nichts, da das Schuldbewußtsein, selten zu cr- weisen ist." Worte und Behauptungen da, wo man Zahlen als Beweise bringen lann. Dr. Fn-denSburg kennt die Zahlen. Aber warum führt er sie nicht an? Er hätte zum Beispiel anführen können. daß 1009 9363 Personen durch Unfall getötet sind, und da behaupteil 307 Personen, daß ein Getöteter ihr Ernährer war. Jeder Kenner der Verhältnisse, jeder Arnlenpfleger weiß, daß unter 9363 arbeuendeii Personen mehr als 307 sind, die ihre Eltern unterstützen. DaS Fahr 1909 bildet aber keine Ausnahme. Von den 197 234 Hinter« bliebenen durch llnfoll getöteter Personen, die 1909 Rente erbielien, waren 4208 Berwanote aufsteigender Linie. Warum nennt Dr. Friedensburg diese Zahlen, die ihm doch genau bekannt sind. nickt? Nun, er wird fie sich wohl angesehen haben, und er hat dabei die Uebcrzeugung gewonnen, daß fie all seine Argumente über den Haufen rennen und das Gegenteil von dem beweisen, was er behauptet._ Nekrutcnschittderei. Das sächsische Ulanenregiment Nr. 17 in Oschatz lenkt seit zirka zwei Jahren durch umfangreiche und furchtbore Soldaten miß Handlungen die Aufmerksamkeit auf sich. Die fast unglaublichen Vorkommniste bei diesem Regiment sind auch vor kurzem bei Beratung des Militäretats im Reichstage voi» unserem Genossen Schöpflin eingehend besprochen worden. Es war in der Tat auch an der Zeit, daß an dieser Stelle ein ernste» Wort über die Zustände bei genanntem Regiment gesprochen wurde. Bei genügender Beaufsichtigung sollten derartige umfangreiche Schinde. reien unmöglich sein. Die Mißhandlungen scheinen beim Oschatzer Regiment zum System geworden zu sein. Erst jetzt wieder wurde ein düsteres Bild aus dieser Kavalleriekascrne vor dem Oberkriegs- gericht in Dresden aufgerollt. Der Sachverhalt dieses neuen Aus- sehen erregenden Prozesses sei hier kurz wiedergegeben, Slm 15. Dezember v. I. wurde der Rekrut Müller von der 3. Esk. des Oschatzer Regiments bewußtlos auf dem Aosernenhoie aufgefunden und mit Rücksicht auf seinen Zustand in das Lazarett eingeliefert. Hier gab er an, daß er unter dnn Schreckensregiment der Gefreiten und„alten Leute" furchtbar gelitten habe; ins- besonder« sei er kurz vorher furchtbar geschlagen worden. Wenn die Schindereien wieder— wie in früheren Fällen— lange Zeit ungehindert betrieben worden, so sollte durch diese» Borfall der Stein endlich ins Rollen kommen. «Wen» du etwas meldest, dann schlage» wir Dich zu« Krüppel oder ganz." Durch diese Aeußerung ließen sich die Rekruten von einer Be- schwerde abhalten. Die Untersuchung förderte eine Unmenge Miß- Handlungen, Schikane und liebergriff« zu Tage. Die Rekruten lourden von«alten Leuten" zu allerlei Arbeiten herangezogen. Ein lllekrut mußte auf den Schrank klettern und das Lied singen„Vom Himmel hoch da komm ich her". Ein anderer Rekrut mußte unter Absingen des LiedcS„Im tiefen Keller sitz ich hier" längere Zeit unterm Tisch kauern! Am schlechtesten erging es den oben erwähnten Ulan Müller. Er wurde mal Nachts aus dem Bett gejagt und mußte dann Gänge besorgen und Stuben de: „alten Leute" lehren; wenn es nicht sckmell genug ging, bekam er Püffe und Stößel! Eines Abends kamen zwei Gefreite in die Stube, löschten das Licht aus, fielen über Müller her und mißhandelten ihn unmenschlich. Die Marter blieb niöht ohne Folgen; M. litt seit dieser Zeit unter Schwindelanfällen und Er- breche», er schleppte sich nur noch und brach dann ohnmächtig zusammen. Eine ganze Reihe weiterer Schindereien könnte man vorführen. Zwei Unteroffiziere haben dem Treiben der Gefreiten und „alten Leute" insofern Vorschub geleistet, als sie die Quälereien— obgleich sie davon wußte»— nicht meldeten. Das Kriegsgericht verurteilte die Quäler und zwar erhielten: Ulan Frohberg 3 Monate 2 Wochen, Ulan Ouaiser 2 Monate 1 Woche, die Gefreiten Dehland und Kiraucr je 45 Tage Gefängnis, die Gefreiten Jähne 5 Wochen, KnöS 6 Tage und Oehmichcn 3 Tage mittleren Arrest. Der Sergeant Krüger erhielt wegen Nichtmeldung strafbarer Handlungen Untergebener 2 Tage Arrest! Unteroffizier Schäfer wurde freigesprochen. Gegen das Urteil haben die Angeklagten Frohberg, Ouaiser, Dohland und Kraner Berufung eingelegt; der GcrichtSherr hat, obgleich viel höhere Strafen beantragt waren, auf daS Rechtsmittel verzichtet! Nur gegen das freisprechende Urteil hat der Gerichts- Herr Berufung eingelegt. Vom OberkricgSgericht wurde unzweideutig ausgesprochen, daß die Rekruten zweifellos aus Furcht vor den„alten Leuten" nicht recht mit der Sprache herausrücken. Nach siebenstündiger Verhandlung wurden die Berufungen der Angeklagten als unbegründet verworfen und den Ulanen Frohberg und Ouaiser die sechswöchige Untcrsuchungs« Haft nicht angerechnet. Der Berufung deS Gerichtsherrn wurde stattgegeben und der Unteroffizier Schäser wegen Nicht- mxldung strafbarer Handlungen zu einer Woche Arrest ver- urteilt.— Wie bestimmt verlautet, wird nun auch gegen den Ritt- mcistcr ei» gerichtliches Verfahren eingeleitet. Oeltemicb. Ein sozialdemokratischer Erfolg. Bei den Landtagswahlen in der Bukowina erhielten die sozialdemokratischen Kandidaten, von denen einer, der ruthenisch« Oberlehrer(d. i. Relior) H a w r y st s ch i ck gewählt wurde, mSgesamt 10000 Stimme», davon ein Drittel in der Landeshauptstadt Czerno« Witz. Die Wählerichast ist nicht nur nach der Größe de« GeldfackS, sondem auch nach dem nationalen Bekenntnis in verfchirdenr Wahl- körpsr eingereiht. ES gibt da deutsK-jüdische. ruthenische. rumänische � und armenisch-polnische Kurien. Ein Klein-Oesterreich. kombiniert »int den magyarisch-rumäuischen Wahlsitten Halb-Asiens. ES ist nicht ouögeschlosscn, daß in den Provinz.städten' noch Genosse Dr. — 2,30. Rindfleisch, Bauchfl-tsch 1,30 vi» 1,70. Schweinefleisch 1,20—1,90. Kalbfleisch 1,50-2,40. Hammelfleisch 1.40— 2,20. Butter 2,20—8,00. 60 Siück Eier 3,00-4,40. 1 Kilogramm Karpsen 1,20-2,40. Aal» 1.60-3,00. Zander 1.40-3,60. Hechte 1.30 di? 2,80. Barsche 0,80-2,00, Schleie 1,40-3,10. Biete 0,80-1,60.«0 Stück Krebse 4,00-28,00._ LVasserstaudS-Aexkirttkltet, der Landes anstatt für Gewässerkunde, milgetelll vom Berliner Ketterbureau. vasserstan» M e m e l. Tllfll V r e g« I. Jnsterdmg S e i ch s e l. Tbor» Oder. Ratibor , Krassen , Krankturt Warthe. Slbrinnn , LandZberg Netz«, vorbarnm Elbe, Leümcritz , Dresden . Bardo , Magdeburg vasserfland Saal«, Srockflttz Havel, Svlindau») . Rathenow') Spre«. Sprembero') » Lecslow Weser, Münden , Minden Rhein, MaHmllianSau » Kaub . Köln Neckar. Hellbronn Main, Wer, heim Mosel. Trier «)+ bedeutri Such»,- Kall.—») llMerdeget. «»SSSSSSg l» Unserem BezirkSsührer G � Albert Sczllinskl nevstFraa � zur Silberhochzeit die w g) beste» Sllnckwünsche. p Die Genossen des 67. Bezirks, � \ 2. Kreis.# * Unserm Kollegen ® Albert Sczilinski nebst Fran® ® zur Silberhochzei, die o 2 herzlichsten Elii»wünsche. Z Q Die Ortsverwaltung 2 ich des Verbandes der Tapezierer. A veeeeee««» � Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme und die Kranzspenden bei der Beerdigung meine? lieben un- vergeßlichen ManneS. deS Sattler? Robert �sutenderx saaen wir allen, welche ihn, die letzt« ?hr- rrwtelm haben, unserm her,. lichste), Dank. ziRd WW. Rautevberg nebst Kindern. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei der veerdigimg meines unvergeßlichen lieben Mannes Gustav Siraund sage ich allen Bekannten und Kollegen meinen herzlichen Dank. Klara Slwunck geb. Scbmol«. tc sw»' -- vi#? W.-»'tue»,« B»" ktC] B.ei:eB* *01 tt* deutscher Sauarheiter-Verband. Zweigverein Berlin. Sektion der Putzer. Sonntag, den 9. April 1911, vormittags 10'/* Uhr: jluperordentliehe Mitglieder-Versamtnlnny in Dräsels Festsälen, Neue Friedrichstr. 33. TageS-Ordnung: t. Situationsbericht über den jetzigen Stand der Arbeitsgelegenheit nach der Bantenkontrolle vom 21. März d. I. und Beschlußfassung über die Regelung des Abschlaglohnes. L. Verlchi-dencS. iZ7/g' mr SS«st unbedingte Pflicht scdeS einzelnen Mitgliedes, pünktlich zu dieser Versammlung zu�erscheinen.»l« Si-tll«'!,« Vci-naUting. Ärbeiter-Bildungssehule. „Frisch auf" Fahrräder mit dem Paieni-Äadsclgcirleke D. R.-P. lvo SSS kishmssvhlnvn, iNsseh- und Wringmaschinen [ottit ismMche Radfahrer-Bedarfsartikel empfiehlt die "LH il! Verkauf au jedcrmaun. 101/11* „Englischen Garten", Heinig: Eonutag, den 9. April, aicndS 7 Uhr, ,m Alexanderstrage 27 o: Vortrag des Schriftstellers Kurt � „Dik Enwickrlmtg Pfntfdjlnnbs in den lehttn 19 Jahren". Nachdem: GeniiitllchcM BelHammcnaeln and Tana. Eintritt 20 Ps., Garderobe srei. 6ß* LonncrStag, de» 13. April, abends'/»S Uhr, im Echullolal, Srenadierstrage 37: SrSnoraK-VSA'sainmKunx. Tagesordnung: l. Bericht des Vorstandes, der Revisoren und d«< Lehrerkollegiums. 2. Wahl zweier Revisoren. 3. AntrSge� 4. Verschiedenes� StF" Mitgliedsbuch legitimiert.— Beiträge müssen bezahlt werden."WfZ r Sirbettenatt) toetS: Hos L Ann 3. 1239. Verwaltungsstelle Berlin. Hauptdnreau: CharitbstraBe 3. Hos III. Amt 3, 1987 Sonntag» den 9. April, vormittags 9'/z Uhr» in den Borussia-Sälen, Ackerstr. 9/7: Branchen- Versammlung der fshrstudl-IMeiire und yelker. TageS-Ordnung: J. Bericht. 2. Branchenangelegenheiten. 3. Verschiedenes. Wegen der außerordentlichen Wichtigkeit der Tagesordnung tfl daß Er- scheinen sämtlicher in diesen Betrieben Beschäftigten unbedingt erforderlich. Sonntag» den 9. April, vormittags 19 Uhr, im Lokal von A. Hoffmann. Dragonerstr. 15: Branchen- Versammlung der Zchlniedt, Kesselsdimikde und antogemschen Zchweißer. TageS-Ordnung: 1. Jahresbericht der Uommilston 2. Diskussion. 3. Neuwahl der Kom- Mission. 4. verschiedenes.— Zahlreicher Besuch ivird erwartet. Sonntag, den 9. April, vorm. 19 Uhr» im Englischen Garten, Alexanderstr. 27c, großer Saal: Branchen-Versammlung aller tu der Uktüllindnstrik btsch. Mnschinennrbtitkr n. Arbeiterinnen. Tagesordnung: l. Jahresbericht der vranchenleilung. 2. DISkusfion. 8. Neuwahl der Branchenleitung. 4. Brancheuangelegenhellen und Ver« schledeutS. Pressen und Stoßwerten Bes rbeiierinnen freundlichst emgeladeü. 114,20 n Zieh> täligen seruer alle au Maschinen Die Orteve rwaltunff. r ir Verwaltung Berlin. Httttt» Freitag, abends 8'/, Uhr, im GewerkschaftShanse, Engel- ufer 14/15, Saal 4 sArbeitsloseusaal): Titaung der Ortsverwaltung, Achtung! LehrlingenjugendlicheArbeiter der Holzindustrie! Eonntagnachmittag van Z-« Uhr abend» ist der«rbeitSlosensaal stn GewerlschasiShause. Engelujer l4,lS, al« Leicsaal sür die Lehrlinge und jugendlichen Arbeiter geöffnet. Sämtliche Bücher und Zeitschristeu der Jugendbibliolhel liegm zur Ireien Benutzung aus. 78/19 Die WerkstattvertraurnSlente werden gebeten, die Lehrlinge auf deu Besuch des Lesesaales aufmerlsam zu machen. ver htsesfrsu miw Finsteipiiti sSt'ss. fw. Eimer und Schwamm mehr o&Uf. Kein Faecra ond Schmieren. Fentler und Spieiel werden, on- ObUntit von Jeder\r itterunf, bUUaduieU sauber. Frei« 1».r«n«i| HlM UM«! FÄÄffi-'ffiS Wacht Patxlappen nicht«chmim<7 Rdniit, ohn« omulreilca, alle Metalle bliUblaak und sehnen. _ Pr»te 20 Tfaenis l�tlA-KE-HE* i*tf ig ktintm Hamihali ftkln.) Allele. fabrikaeten: MA-KE-HE Gern. EH., Ulpil|.Tel.7W. ErhilUleh In!■ modaiUe) in allen Holz- C5 s und Stilarten von wunderbarer Tonfülle. (Fltieelton) gegen klelneraonntllcheTellzahlan ohne Jeden Prelamnlnchlng. 50/1 Für jedes Instrument gewahre ich 20jälu-. sohriltl. Garantie. i»1 3 3 Conrad Krause Mfg.. Aacb Soantasm gettlfnet. Netzerall«n haben in Tosen gl» und 20-Pf. 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Gemischtes Gemüse 1.35 Gemischtes Gemüse v. dos. 48, 60 pr. Grünkohl............ v. do.« 32 pt Spinat............... Vi dos. 33 PC. Pfefferlinge..........>,. do.« 48 pr. Morcheln v. dos. 1.10... v, do.. 60 pr. Champignons......... v. do.. 1.45 Saure Kirschen mit steinen.>,, dos. 35 pr. Erdbeeren. vi dos. 88 pr., v, do.« 50 pr. Himbeeren............ v. dos. 1.10 Melangefrüchte....... v. dos. 85 pc Apfelmus............ v. dos. 55 pr. Stachelbeeren........ Do.. 55 pr RHaumen............ Dos. 40 pr. Rhein. Kraut' l'Z* 42, 2�d 78 pr. Dose Eimer ca. 2 PM. ca. 5 ca. 10 Pfd. Gem. Marmelade 55 pr, 1.25 2.30 IPM.Clu 2PÜ Imn Hagebutten-Marmelade 75 pc 1.40 Bratheringe........... do.. 40pt Forellenheringe........ Do.. 48 pc Oelikatess-Heringe.. Dos. 43, 72 pc Neunaugen do.., e smek inh�t, do.« 88 pr. Hummer............... do.. 2.35 Oeisardinen____ dos. 38, 48, 62 pr V.■/.'/■ Dos« Oeisardinen 75 pr 1.30 2.50 Pfirsiche halbe Frucht, geschält.. l/z Dose 53 Ff. '/i Dose"/i Dose»/, Dose Preisseibeeren 65 pr. 1.15, 2.90 Marmelade verschiedene Fruchtsorten Topf 28 Pf. Rote Rüben v- oose 32 Pf.,»/. Dose 1.20 Bismarckheringe Dose 40, K25pf. Gewürzgurken.......... s.« 48 pr. Kolonialwaren Gemischt. Backobst pro. 30, 38, 48 pc Pflaumen...... pru°<- 22, 33, 43 pr. Entsteinte Pflaumen..... pw. 50 pc Kaliforn. Birnen p». 60, 68, 76 pr. Kaliforn. Pfirsiche pn 42, 50, 60 pc Kaliforn. Aprikosen.. pro. 76, 85 pt Saure Kirschen......... pm. 40 pr. Amerikan. Ringäpfel---- Pfund 70 pc Kuchenmasse.......... pan.t 50 pr, Mandeln.......... pm. 1.15, 1.35 Sultaninen...... pm. 53, 68, 82 pr. Rosinen................ pro. 55 pc Korinthen.............. p». 36 pr- Zitronat und Orangeat... pro. 52 pr. PaKet Va Pfand I Pfund z Pfand Olympia-Maispuder.......... pf».« 15 Budapester Mehl....... pfuno 26 pr. Feinstes Kaiser-Auszugmehl pro. 1 9 pr Weizenmehl 000........ pr«-. 1 7 pr. Selbsttätiges Backmehl �„d 28 pc Backpulver f�d. 40, 3 AU 1 4 pr. Vanillin-Zucker 40, Beuuf14p«. Java-Reis........... Pfd. 23, 28 p«. Rangoon-Reis........ Pfd. 1 5, 1 8 pc Bruch-Reis......... nd. 13, 14pt Victoria-Erbsen.......... prd. 16pc Glasierte Erbsen g«». 21, ge>p_ M~ etc. erzielt man durch Cgj we'®—'paa—— leuchtend,! f\ 1 II IT II garantiert wetterbeständig, streiehfert I sofort trocknend, billiger als Gelfarbe Prospekte, Muster gratis. Telephon TV. £auben, Restaurants Daebpii u. Daebpiipappen. 1936. Dachpix-GeBOIlwchaft. Berlin S. 61, Planuter 38. ,rr Teilzahlung liefert beqi bei kleinster Anzahlung in bekannter Güte* (mit grasten Rücksicht bei Krankheit und Arbeitslusigkeit) E.Cohn, Gr. FranWurterstr. 58 köllmscher Fischmartt 4,5,6 gegenüber der Brette Straße « s « kS» L o S w CA Q Ceinemeber Für jede Körperform passenö! Anzüge° Ulster° Paletots [68| Mark 28 32 Für Knaben und Jünglinge: UI D W D N � I25 40 Mark Meine Fabrikate, in eigenen Betriebswerkstätten gediegen verarbeitet, sind preiswert und unübertroffen in Sitz und Haltbarkeit. Moöemer Schnitt° Grosse Auswahl° Vorzügliche Passform. - Sonntag, den 9. April, von 8— 10 und 12—6 Uhr geöffnet.==: Nr. 83. 28. Iahrgavg. 2. ScilM ks„ " ßftliiift WMU ftrilnj, 7. April 1911 partci-Hngclcgcnbciten. Verband sozialdemokratischer Wahlvercine Berlins und Umgegend. Am Sonntag, den 9. April, 12 Uhr mittags, findet in Kellers Fcstsälen(Jnh. F r e y e r) Koppenstr. 29 eine außerordentliche Generalversammlung Patt. Als vorläufige Tagesordnung geben wir bekannt: 1. Endgültige Beschlußfassung über den Bezirks- M a i f o n d s. 2. Das Montagsblatt des„Vorwärts". 8. Partei- und Verbandsangelegenheiten. Der Versand der Eintrittskarten an die Delegierten und Kreise ist erfolgt. Der Kreis Nieder-Barnim stellt zu der M a i f o n d s- Resolution des Zentralverbandes den Zusatzantrag: „Erwerbslose weibliche Mitglieder sind vom Bei- trag zum Maisonds befreit." _ Der Aktions-Ansschuß. Lichtenrade. Sonnabend, den 8. April, pünktlich abends 8'/, Uhr. Mitgliederversammlung in dem Lakale des Herrn Jantke. Hohen- zollern- und Krügerstratzen-Ecke. Sonntag, den S. April, früh 8 Uhr: Agitationstour. Zernsdorf. Sonntag früh 7 Uhr: Flugblattverbrcitung. Treff- Punkt bei I. Knorr. Der Vorstand. Schcnkendors bei Königs-Wusterhausen. Wegen dringender An- gelegenheiten findet unsere Mitgliederversammlung schon am Sonn- abend, den 8. d M.. abends 8 Uhr, bei Paetsch statt. Unter anderem steht aus der Tagesordnung: Bericht der Gemeindevertreter über den Gemeindeetat. Wahl von zwei Delegierten zur Verbands- Versammlung. Erkncr-WolterSdorf. Sonnabend, den 8. d. M.: Generalversammlung in Wollersdorf bei Kadischat. Die Mitglieder von Erlner treffen sich zum Abmarsch 8'/« Uhr im Lokal Degcbrodt. Der Vorstand. Berliner JVaebriebtem Im Laubenland hat die„Saison" trotz der wieder eingetretenen kalten Witte rung begonnen. Die emsige Hand des Kolonisten hat dem einziehenden Frühling die Wege geebnet. Harke und Besen sorgten für Sauberkeit auf den Pfaden; Hammer und Nagel brachten ins Lot, was Sturm und Wintersgcwalt zerzaust und verbogen hatten; Farbe und Pinsel machten schließlich das unansehnlich Gewordene wieder ansehnlich. Mag auch der April in seiner Launenhaftigkeit winterliche Rückschläge bringen, viel schaden kann er nicht. Nunmehr ist alles bereit. Die Arbeit des Umgrabens ist beendet; die Spaten haben Ruhe. Die abgegrenzten Beete sind mit der Aussaat versehen; nur die Setzlinge harren noch der Verpflanzung. Das Grau des sorgsam geharkten Sandes gibt den Farbenton. Das Grün will sich erst spärlich zeigen; bloß das Lattenwerk der Lauben täuscht die liebe Sommer- färbe vor, die bald das ganze Kolonistenland mit ihren satten, kräftigen Tönen erfüllen wird. In den Johannisbcer- und Stachelbeersträuchern, die be- reits die ersten, zartgrünen Blättchen anzusetzen begonnen haben, jubelt schon lange lautes Leben. Drosseln, Stare und Finken haben dort ihre Nester untergebracht. Nun schwirrt es ohne Ermüden um die grünbetupsten Heckenruten. Und lockt und zwitschert und flötet und findet mit jauchzendem Sing- sang kein Ende. Da sind die Fäden mit den drachenschwanz- artig eingebundenen Papierschnitzeln, die über den Beeten im slprilwinde schwingen, nicht unangebracht. Denn das Vogel- Volk ist keck, nascht an den jungen, das Erdreich lockernden Trieben her Aussaat, holt die Saatkörnchen heraus und treibt allerlei Unfug. Am unverschämtesten freilich sind die Spatzen. Die lassen sich nicht so leicht einschüchtern und kennen den Rummel mit den flatternden Papierschnitzeln. Aber alles das ergänzt einander zum Frühlingsbild im Laubenland: blättekansetzendes Heckengesträuch, Vogelgeslatter und Schutzmaßregeln für die Saatbeete, das frischgestrichene Lattenwerk und ein jubelndes Gezwitscher, das kaum enden will, selbst wenn die Sonne gesunken. An der Peripherie der Großstadtsteinwüste breitet sich hier und da diese karge Er- holungsstätte proletarischer Existenzen. Die freie Natur ist ihnen so fern, so unerreichbar weit gerückt, daß sie sich mit dem bescheidenen Fleckchen Pachterde im Laubenland begnügen müssen. Während der rasch dahineilenden Sommersonntage blühen ihnen hier bescheidene Freuden— Genüsse, wie sie sich gerade noch der Großstadtarbeiter leisten kann. Die Straße dient dem— Spiel. Fragt mal unsere Jugend, sie wird mit unerschütterlicher Bestimmtheit erklären, daß es ihr historisch verbürgtes Recht ist. auf der Straße ihrem Spiele zu huldigen. Leider stimmt es, wenngleich«nan im Interesse der Großstadtjugcnd be- dauern muß, daß ihr vielfach kein anderer Spielplatz zur Verfügung steht, als die Straße. Wo kein öffentlicher Platz oder Park in der Nähe ist, müssen die Kinder schon mit der Straße vorlieb nehmen. Ein schwacher Trost ist es noch, wenn dieselbe keine rege Verkehrsader darstellt, wo tausend Gefahren die Kleinen in ihrem selbstvergessenen Tummeln umlauern. In diesen Tagen, wo der Frühling nnt sonnigem Kuß die Blümlein weckt und über die Kronen der Bäume und Sträucher einen zartgrünen Schleier webt, hält es die kleine Welt nicht mehr in der engen Stube. Hinaus, ins Freie, treibt es Jungen und Mädels und sei es auch nur auf die Straße, mit ihrem nüchternen, kahlen Pflaster. Und da jede Jahreszeit ihre bestimmten Spiele hat. so sind jetzt auch die Frühlingsspiele an der Reihe. Das ist ungeschriebenes, aber darum auch unverrückbares Gesetz. Da tanzt, von hartnäckigen Peitschenhieben getroffen, der „Tricsel", dessen Haupt, mit bunten Papierstückchen beklebt ist. woraus beim Tanzen hübsche Farbeneffekte erzielt werden. Bei diesem Spiel ist die weibliche Gleichberechtigung schon längst durchgeführt und blond- oder schwarzzöpfige Mädels „trieseln" mit derselben Ausdauer wie die Vertreter des„starken" Geschlechts. Eine Hauptrolle nimmt jedoch unter den Spiele» das„Murmeln" ein.„Das müßt ein schlechter Junge sein, dem niemals fiel das Murmeln ein, das Murmeln." Mehr Ernst und Hingebung können die Spieler in Monte Carlo auch nicht aufwenden, als unsere Jugend, wenn sie„murmelt". Gewöhnlich endet das Spiel erst dann, wenn die Hosentasche eines Glücklichen eine starke Wölbung, die der anderen aber eine gähnende Leere aufweist. Ja, was dem einen seine Uhl ist, ist dem andern seine Nachtigall. Gerne gespielt wird auch„Himmel und Hölle", wobei der Spieler, der gerade am„dransten" ist, auf einem Beine balancierend, versucht, ein Stückchen Glas oder dergleichen mit der Fußspitze in die mit 5lreide vorgezeichneten Räume zu stoßen ohne mit den Spielregeln in Konflikt zu kommen. Daß Ball und Reifen auch heute noch beliebt sind, davon kann man sich jederzeit überzeugen. Die Jugend ist ziemlich konservativ und wenn sie die neu auftauchenden Spiele eine Weile ausprobiert hat, kehrt sie doch gewöhnlich wieder in alter Treue zu ihren früheren Unterhaltungen zurück. So ist auch das wirklich teuflische„Diabolo" bald wieder ver- schwunden und offen gestanden,— wir Erwachsenen weinen ihm keine Träne nach, besonders diejenigen von uns, die nervös sind(und wer ist es nicht?) oder die Brillen tragen. Zwei Gläser— a 80 Pf.— zertrümmerte mir so ein ver- flixtes Ding, ein Glück, daß die Augen heil blieben. Nein, mit solchen Spielen verschone man die Jugend, um so mehr gönne man ihr die harmlosen Unterhaltungen, mit denen sie sich den Frühling des Lebens verschönern mag, der ohnedies nur alszubald verfliegt und nichts zurückläßt als die Er- innerungen an ein paar heitere, sorgenfreie Stunden. Aprilwctter. Der April, der kaum begannen hat. scheint sich in diesem Jahre als ein besonders neckischer Bursche einführen zu wallen. Herrschte am Sanntag schönes warmes Frühlingswetter. daß eS jeden hinaus in» Freie zag. so wendete sich an den nächsten Tagen das Wetter fortgesetzt. Am Montag, Dienstag und Mittwoch herrichte eine Kälte, wie wir sie in diesem Monat lange nicht gehabt haben. Und kaum herrschte lachender Sonnenschein, als auch schon wie im Handumdrehen ein Schneetreiben begann, wie eS in den eigentlichen Wintermonaten nicht besser da war. Dieser plötzliche Wechsel des Wetters übt auf die Ostersaison in der Putzbranche einen großen Einfluß aus._ Ambulatorische Behandlung von LupuSkranke» im Birchow- Kraukcnhause. Auf Antrag der Deputation für die städtischen Krankenanstalten und die öffentliche Gesundheitspflege hat der Magistrat die ver- s u ch S w e i s e Einführung der ambulatorischen Behandlung van Lupuskranken in dem Finsenlaboratarinm des Rudolf- Virchaw-Kranlenhause auf ein Jahr genehmigt. Für zahlende Kranke(Selbstzahler und Krankenkassenmitglicderj werden wie bei der röntgenologische Untersuchung und Behandlung snr eine Unter- suchung 10 M. und für Behandlung, d. h. für jede Sitzung b M. berechnet._ Der städtische Schweineschlachthof wird jetzt von 3 Uhr, der Rinderschlachthof von 4 Uhr morgens ab geöffnet fein. Die Oeffmmg des städtischen Schlachthofes, die bereits einmal beschloffen und von der Direktion ab 1. April angeordnet war. wurde durch die ablehnende Haltung der Marllhallendeputatian gegenüber den Wünschen der hiesigen Fleischermeister wieder in Frage gestellt. Nunmehr hat das Kuratorium des städtischen Vieh- und Schlachthofes in seiner Sitzung vom 6. d. MlS beschlossen: die Eröffnung d e S Schweine-Schlachthofes uin 8 Uhr und des Rinder-Schlachthofes um 4 Uhr morgens für die Sommermonate durchzuführen. Das Kuratorium sprach die Hoffnung aus, daß sich bei beiderseitigem guten Willen auch die Schwierigkeiten zwischen Engros-Fleischermeistern und Markthallen beseitigen lassen. Einem Antrage des Verbandes der Gemeinde- und Staats- arbeiter(Ortsverwaltung Berlin): Lieferung von Schürzen für die Heu- und Sirobbinderinnen, sowie Handschuhen und Seitenschutzledern für die Spinnerinnen wurde insofern Rechnung gelragen, als die Schnrzleder künftig van der Verwaltung geliefert werden; für den starten Verbrauch van Schürzen für die Binderinnen und Hand- schuhen für die Spinnerinnen soll ein kleiner Aufschlag zu den Allard- satzen gewährt werden. Der dritte Wunsch deS Verbandes auf Schaffung befferer Aufenthaltsräume für die Kanalarbeiter wurde den Stadlvv. Feuerstein und Hoffmann zur Prüfung und Berichterstattung für die nächste Sitzung überwiesen. WaS ist eine Postanfialt? Man schreibt uns: Der deutschen Pastverwaltung hängt der Zopf auch immer nach hinten. Erhalte ich da unlängst mit einem Auslandsbrief einen sogenannien internationalen Rückparta-Schem, für den der Absender des Briefes 25 Centimes gleich 20 deutsche Reichspfennige eingezahlt hat. Der Sckiein war vorschriftsmäßig mit dem Stempel des betreffenden aus- ländischen Postamts versehen. Ich gehe also nach meiner näwstbelegenen Poslaiistalt, weiche zufällig eine sogenannte.Postquetsche" ist, und bitte mir für den Schein zwei 10 Pfennigmarken aus. Der Schalterbeamte dreht den Schein hin und her, schüttelt den Kopf und meint endlich: „Ja, so was haben wir hier noch nicht gehabt I" Ich mache nun- mehr höflich darauf aufmerksam, daß nach der Postordnung, die ich unmittelbar vorher eingesehen hatte, ein solcher Schein bei allen denlschen Postanstalten gegen den entsprechenden Markenwert und sogar nach Wahl der Markensorte eingetauscht werden kann. Darauf der pflichttreue Beamte:„An allen Postanstalten? Ja. das mag schon stimmen, aber das hier bei uns ist keine Postanstalt. Sie werden wohl nach dem nächsten Vollpostamt gehen müssen." Wieder sehr höflich protestierte ich. Ein zweiler Beamter gab mir recht, und so erhielt ich endlich meine beiden Zehnpfenniginarken. Bemerkenswert ist dabei, was manche Schalterbeainle unter dem Begriff„Postanstalt' verstehen. Nach der zweifellas richtigen Ansicht des Publikums und doch wohl auch nach dem Sinne der deutschen Postordnung sind Postanstallen alle diejenigen postalischen Stellen. an denen öffentlicher Schalterverkehr vorgesehen ist. Daß der Brief- markenverkehr überall gleichartig funltivnieren muß. ist eigentlich eitle Selbstverständlichkeit. AlS schadenersatzpflichtig ist die Stadt Berlin verurteilt worden in einer gegen sie angestrengten Klage, die sich auf die Maabiter Vorgänge bezieht. Bekanntlich hatten Palizeibeamte ein Droschken- automobil, in denen vier englische Journalisten saßen, so mit dem Säbel demoliert, daß es aus dem Verkehr gezagen werden mußte. Der Besitzer verlangte von der Stadt Berlin Schadenersatz, der aber abgelehnt wurde. Er klagte. Das Landgericht I erkannte auf Grund des TumultgesctzeS vom 11. März 1850 die Schatenerfatzpflicht der Stadt Berlin an und kam zu einer Verurteilung. Bei der Ausbesserung des Fahrstuhls tödlich verunglückt ist gestern morgen T'/j Uhr der 20 Jahre Monteur Georg Reincke aus der Lortzingstr. 15, in der BeleuchlungSkürperfabrik von Max Kray u. Ca. in der Böckhstr. 7. Der Stuhl, der in, zweiten Stack stand, setzte sich plötzlich in Bewegung, während sich Reincke mit dem Kopf hinanö- lehnte. Dieser wurde zwischen Sluhlwandung und die Schachtwand gequetscht. Nach kurzer Zeit erschien die Feuerwehr und befreite den Verunglückten. Er war gber schon tot. Die Leiche wurde beschlag- nahmt und nach Anstlahme des Befundes nach dem Schauhause ge- bracht. Wie das Unglück entstanden ist. ließ sich noch nicht fest- stellen. Ein Automobil gestohlen. Am Mittwochmittag hielt vor dem Landgerichlsgebäude, Neue Friedrichstraße, ein Automobil. Es blieb eine Zeitlang unbeaussichtigt und wurde währenddessen von un- bekannter Hand gestohlen. ES handelt sich um eine» den Adleiwerken gehörigen Wagen. Eine nackte Leiche wurde gestern am ReichStagSnfer in der Nähe des Schlüterstegs aus der Spree gelandet. Um die Hüften war ein blutiger Verband gelegt. Es ergab sich, daß es sich um den Buch- drucker Adolf Beyer aus der Kirchbachstraße 20 handelt, der in der Nacht aus der Universitätsklinik entwichen und ins Wasser gegangen war. B. war erst vor kurzem operiert worden. ES war ihm be- kannt, daß er an Krebs leide und auf Heilung nicht mehr zu rechnen hatte. Aus diesen Gründen hat er sich entschlasscn, seinem Leben ein schnelles Ende zu bereiten. In der Nacht kletterte er auS einem Fenster und stürzte sich ins Waffer. Ein vatiquitätendieb wurde gestern in der Wilhelmstraße auf frischer Tat ertappt und festgenommen. Hiesige Antiquitäten- Handlungen wurden in der letzten Zeit wiederholt bestahlen. stelS von einem Kunden, der sich längere Zeil im Laden aushielt und sich vieles vorlegen ließ. Gestern erschien ein Mann in der Wilhclmstraße bei einem Händler und fragte nach allerhand Sachen, die der Geichästömann gar nicht besaß. Diesem fiel bald auf, daß der Mantel des Kunden stark aufgebauscht war. Er schöpfte um so mehr Mißtrauen, als der Mann viel fragte und nichts kaufle, und sagte ihm auf den Kopf zu, daß er ein Dieb sei. Der Kunde tat sehr empört und erklärte sich bereit, sich sasart untersuchen zu lassen. Zugleich aber verschwand die Bauschung des Mantels und hinter dem Kunden lag plötzlich ei» antiker silberner Korb. Der Ladeninhaber hatte recht gehabt. Ehe er nach aus seinem Wahnraum nach dem Geschäft ge- kommen war, hatte sich der Dieb schon gleich beim Betrete» deS Ladens den Korb angeeignet und unter den Mantel gesteckt. Der Ertappte wurde der Kriminalpolizei übergeben und entpuppte sich als ein Landwirt Georg Prinz auS Schweden, der wegen ähnlicher Diebstähle in Stockhalm schon wiederholt vorbestraft ist. Prinz ist aller Wahrscheinlichkeit nach der Dieb, der auch die anderen Händler bestahlen hat. Er wohnte zuletzt in Berlin in der Anhaltstraße. Reiche Beute machten Einbrecher in der Nacht zum Mittwoch bei dem Uhren- und Goldwarenhändler Paul Josephsohn, der in der Mnnzstr. 28 sein Geschäft beireibt und in der Dragonerstraße wohnt. Sie erbrachen die Flurlnr. öffneten einen verschlossenen Schrank mit einem Nachschlüssel und erbeuteten daraus und aus dem Laden für 4000 M. neue und zur Ausbesserung gegebene Uhren, goldene Arm- bänder und Broschen und silberne Löffel. Der Bestohlcne ist gegen Einbruch versichert. Der Gesangverein„Liderts" hält am Sanntag. den S. April, im Konzertsaale van Kellers Neuer Philharmonie, Köpenicker Str. 96/97, ein Frühjahrskonzert ab unter Mitwirkung van Herrn Kestenberg (Klavier), Konzerisängerin v. Holstein und Rezitator Fritz Richard. Anfang des Konzerts um 7 Uhr. Wer sind die Toten? Das Polizeipräsidium teilt mit: Am 4. d. Mts. wurde vor Engelufer 8 aus dem Luisenslädtischen Kanal die Leiche einer zirka 22 Jahre alten Frau gelandet, die etwa 1,55 Meter groß und untersetzt ist. Sie hat blondes Haar, gute, aber ungepflegte Zähne, stahlgraue Augen, ovales volles Gesicht, dicke Nase und Lippen, anliegende Ohren, auffallend dicke Ohrläppchen und war bekleidet mit grau und schwarz gestreiftem Jackelt, roter Baumwollbluse mit schwarzer Einfassung und acht kleinen Metallknvpsen besetzt, weißem Spqchtelkragen, weißer Untertaille mit blauen Bändchcn durcvzogcn, gesticktem Hemd, swwarzem Rock mit KurbelslickerLi, weißem Unterrock, weißleinenen Unterhosen, schwarzen baumwollene» Strümpfen mit roten Strumpfbändern, schwarzen neuen Schnür- schuhen und langen braunen Handschuhen. Vielleicht gehört ihr auch ein schwarzer Samthut mit weißen Flügeln und schwarzem Bande, der am Bethanienufer gefunden wurde. Die Leiche, die nur ganz kurze Zeit im Wasser gelegen hat, befindet sich im Schauhause. Etwaige RekagnoSzenten wollen sich darihin wenden oder im Polizeipräsidium Zimmer 330 zu 1606 IV. 55. 11. Mitteilung machen. Am 3. April d. I. hat sich im Klosettraum des Anhalter Bahnhofes ein unbekannter, anscheinend dem Arbeiterstande angehörender Mann vergiftet. Er ist etwa 25—30 Jahre alt, hat blandes Haar, Anflug von Schnurrbart und war bekleidet mit einem neuen blauen Kammgarnanzug und Gummimantel. Es fanden sich bei ihm mehrere Rechnungen der Firma Kienast u. Ca., Zürich. Die Leiche befindet sich im Schauhause. Nachrichten über die Persönlichkeit des Toien werden von jedem Polizeirevier und bei der Kriminalpolizei. Alexanderstr. 3, VI, 3 Tr., Zimmer 405 entgegen genommen. Vorort- JSaebriebten« Rixdorf. Die kommunalen SozialistentSter RixdorfS im Magistrat und in der Stadtverordnetenversammlung sind durch die zahllosen gran- diosen Reinfälle der letzten Zeit offenbar ganz um ihre Ruhe ge- kommen. Die Herren des Magistratskallegiums insbesondere scheinen endlich zu merken, wie sie sich zwischen zwei Stühle geseht haben. Auf der einen Seite hat man durch die nutzlosen Versuche, mit Wahlrcchtsraub urvd EingemeindunigSproblem mehr als neun Zehntel der Bürgerschaft rechtlos zu machen, die Arbeiterschaft in der unglaublichsten Weise brüskiert— andererseits kann man ohne deren Vertreter im Rathause, bei allem guten Willen dazu, keine vernünftige Rechnung in der Kommunalpolitik mehr aufmachen. Die Magistratsparlei per excellence der Neuen Bürgerlichen gibt da auch nur einen schwachen Trost ab. Wag Wunder, wenn so die schlechte Stimmung chronisch geworden ist. um so mehr, als ja obenein ein Mehrheit der verwünschten Sozis als Damoklesschwert droht. Wie verärgert die kommunalen Kulissen— Politiker sind, bewies am Dienstag die KrankenhauSdebatte in der Stadtverord- netenversammlung. Nachdem der Plan, den Erweiterungsbau deS Krankenhauses hinter dem Steuerplan zu beraten, an dem Wider- stand der Sozialdemokratie gescheitert war, fing die Sache schon vielversprechend an, indem Stadtverordneter W i n t e r als Re- ferent des RechnungsauSschuffes die Stellung desselben völlig falsch wiedergab; erst später brachte er wohl oder übel eine Richtigstellung. Hierauf sprach Stadtverordneter Dr. Silberstein(Soz.) ein» dringlich und sachlich gegen den ablehnenden Beschluß des Rech- nungsausschuffes, der geradezu als ein Rovum für Rixdorf zu bezeichnen ist. 100 Patienten müssen durchschnittlich pro Monat im Krankenhause wegen Platzmangel abgewiesen werden, so daß mit Recht von einer Not gesprochen werden muß. E2 gibt des- halb nichts Notwendigeres als«den Weilerbau, der schleunigst in Angriff genommen werden muß. Der Stadtverordnete Beiß, dem seine Wähler bekanntlich attestiert haben, daß er nicht ernst zu nehmen ist. machte diesem Urteil in einer längeren Rede Ehre. Erwähnt sei daraus nur das Eingeständnis, daß viele der ins Krankenhaus eingelieferten unbemittelten Kranken auch an Unterernährung leiden. Natürlich gönnt er diesen nicht kräftige Krankenhauskast, sondern will sie— damit das Kranken- Haus nicht weiter gebaut Avevden braucht— mit der wesentlich billigeren Kast im Sicchcnhause abspeisen. Die Haltung des Magi- strats, der den Erweiterungsbau aus dem Etat entfernt hat, der- suchte Bürgermeister Dr. Wein reich zu rechtfertigen. Er mußte glfj'e&crt, l>aZ WweisuXHen tau Patienlsn in gkoßtt Za�! Tatsache und die vorhandenen Betten für Rixdorf nicht zureichend sind. Dann aber kam es schwarz in schwarz: die Unterhaltung großer moderner Krankenhäuser werde immer teurer; der neue Erweite- rungSbau würde nach seiner Fertigstellung 210 000 M. laufende Ausgaben verursachen; das wären 10 Proz. der gesamten Ein- tommensteuer usw. usw. Nachdem auf diese Ausführungen Stadt- verordneter Wutzlti sToz.), ebenfalls absolut sachlich, repliziert und betont hatte, daß die Mittel eben beschafft werden müssen, wo es sich um die Erfüllung einer der vornehmsten sozialen Pflichten handelt, beantragte Stadtverordneter Hey de, die Teckungöfrage zunächst zu diskutieren. Das war das Signal für den Oberbürger- meister Kaiser, seinem Zorn die Zügel schießen zu lassen, den man ihm nach der verlorenen Bataille zu Treptow allerdings nach- empfinden kann. Natürlich muhte auch er eingestehen, daß der Bau durchaus notwendig ist. Aber dann kam eine Attacke gegen die bösen Sozialdemokraten. Der Magistrat treibe eine rationelle Finanzwirtschast, und die erheische Deckung für beabsichtigte Aus- gaben. Nach dieser funkelnagelneuen Entdeckung kam es dann mit schwer verhaltenem Grimm und erhobener Stimme aus dem Mund« des Stadtoberhaupts:„Aeußern Sie(zu den Sozialdemo- kraten) sich doch endlich über die Deckungsfrage; ich brenne darauf. Der betreffende Herr, welcher so warm für den Krankenhausbau eintritt, kann ja mal Kämmerer der Stadt werden!" Das letztere sollte wohl endlich die äußerste Linke niederschmettern; je- doch— das schallende Gelächter, was bei dieser Aeußerung aus- brach, wird den Sprecher wohl eines Besseren belehrt haben. Ge- nasse Wutzky holte schließlich etwas unsanft den Herrn Ober- bürgermeister von dem hohen Roß herunter und bedeutete ihm, daß ein sozialdemokratischer Kämmerer gewiß kein Unglück für Rixdorf wäre.(Ohorufe rechts.) Im übrigen— so sagte Redner— imponieren unS solche Angriffe gar nicht. Ober- bürgermeister und Magistrat reden von rationeller Ftnanzwirt- schaft, wo eben erst in der Treptower Eingemeindungsgeschichte skrupellos finanzielle Bedenken unbeachtet blieben. 10. 15 Jahre sollten Treptow 100 Proz. Einkommen- steuerzuschlag privilegiert werden, was einschließlich der anderen Zugeständnisse Millionen den Rixdorfer Steuer- zahlern gekostet hätte, mit deren Geld auf diese Weise geradezu Schindluder getrieben werden sollte» um einer kleinen Jntereffenclique zu dienen.(Lärmende Unterbrechungen.) Die ewigen Finanzkalamitäten werden in Rixdorf wie in Berlin ein- gedämmt werden, wenn mit dem Unfug gebrochen wird; um jeden Preis an den 100 Proz. Einkommensieuerzuschlag festzuhalten. Mit dieser Ansicht sind wir in Groß-Berlin in guter Gesellschaft. Wenn der gute Wille da ist, dann wird der Skandal ein Ende nehmen, daß eine Gemeinde der anderen gegenüber denkt:„Hanne- mann, geh Du voran!" Einer muß endlich den Anfang machen; die anderen werden und müssen folgen. Auf diese Ausführungen wußte der Oberbürgermeister nichts Besseres zu sagen, als daß der Vorredner in sehr schwacher Position sich befinden müsse, wenn er die Treptower Sache heranziehe. Wer dabei von weg- geworfenen Millionen spricht, hat von den gepflogenen VerHand- lungen keine Ahnung. Sowohl durch energische Zurufe, als auch von dem Angegriffenen und von den Stadtverordneten Kloth und Dr. Silber st ein wurde dem Oberbürgermeister energisch auseinandergesetzt, daß er gar kein Recht hat, so zu sprechen, da die beliebte unverantwortliche Geheimniskrämerei jede sachliche Würdigung der Treptower Eingemeindung in der sozialdemokrati- schen Fraktion unmöglich gemacht habe. Diese Recht losmachung der dritten Wählerabteilung sei unerhört. Wo die-schwache Position iw diesem Kampf tatsächlich zu finden war, zeigte die Antwort des Oberbürgermeisters, mit der er vollends in die Sackgasse geriet. Hatte er vorher gesagt, daß unsere Genossen von der Treptower Angelegenheit keine Ahnung hätten, so rief er jetzt auf das Verlangen nach endlicher Aufklärung entgegengesetzt aus:„Das scheint nicht nötig; denn Sie(zu den Sozialdemokraten) sind offenbar besser informiert als ich!" Von stürmischen Zurufen und Gelächter der Sozialdemokraten apostrophiert, nahm das Stadtoberhaupt seinen Platz wieder ein, ohne selbst wohl von seinem Debüt sonder- lich entzückt zu sein. Wie stolz war man auch in die Arena geritten und wie kläglich wurde der Rückzug aus der Schlacht angetreten, um ja nicht über die verteufelt unangenehme Frage der Verschache- rung RixdorfS an Treptow Rode und Antwort stehen zu müssen. Nichtsdestoweniger wird die Abrechnung nicht ausbleiben; unzwei- deutig wird sie bei den nächsten Kommunalwahlen von den Wählern besorgt werden. Zu der Affäre des Wagnerschen Ehepaares, über dessen Ver- schwinden wir berichteten, wird gemeldet, daß das Ehepaar in hochgradiger Nervosität in Berlin umhergeirrt ist und sich nun wieder angefunden hat. Ein Lieferant der Firma erkannte vor- gestern abend in einer Wirtschaft in der Dresdener Straße das Ehepaar und benachrichtigte sofort den Vater des Wagner, der seinen Sohn und die Familienmitglieder in die Wohnung zurück- brachte. Die Verbindlichkeiten sollen nicht so groß sein, daß sie nicht ohne besondere Schwierigkeiten gedeckt werden könnten. Eine dem Ehepaar nahestehende Person erklärte, daß Wagner zu An- fang dteses JahreS feine beiden Pferde gegen Unfall versichert habe. Da er die Prämie nicht bezahlen konnte, waren ihm kurz vor dem 1. April beide Pferde gepfändet worden, so daß W. nicht in der Lage war. die Speditionsgeschäfte auszuführen. Es solle» noch 3000 M. Außenstände vorhanden sein. Charlottenburg. Eltenwemn für freie Erziehung. Sonntag, den S. d. Tl., findet unter Leitung de? Herrn Dr. v. Erdoera eine Besichtigung deS Kaiser- §-riedrtch-MiiseumS statt. Treffpunkt punktlich S'/z Uhr, Slraßenbahn- altestelle am W'lhelmsplatz.— Montag, de» 10. d. M., abends 8 Uhr. im Voltshause, Rosinenstr. 3: Mitgliederversammlung. Der Borstand. Friedrichshagen. Ein«erwegener Einbruch ist in der gestrigen Nacht in der hiesigen Gasanstalt verübt worden. Die Einbrecher, die sich mit Revolvern bewaffnet hatte», waren in die Konlorräume eingedrungen und hatten den Geldschrank erbrochen, aus dem sie bereits ein« Kassette mit 200 M. entnominen hatten. Sie waren dabei, weitere Fächer deS Geldschrank» zu öffnen, als, durch das Geräusch aufmerksam gemocht, der Wächter hinzukam. Einer der überraschten Diche sprang auf ihn zu. setzte ihm den Revolver auf die Brust und rief ihm zu, wenn er nickt fortgehe, schieß« er ihn über den Haufen. Der Wächter sprang beiseite und in diesem Augenblick flohen die Einbrecher durch da» Feniter in der Richtung der Landstraße aus Köpenick zu. Bis ,etzt ist es noch nicht gelungen, die Diebe zu ermittelu. Mariendorf. Etatsberatung. Beim Kapitel..Schulverwaltung" fordert Ge- nofle Weber eine Umfrage in der Volksschule zur Feststellung der Zahl solcher Schulkinder, die ohne Frühstück die Schule besuchen müssen, um beim Nachweis der Bedürftigkeit solches in der Schule unentgeltlich zu verabfolgen. Die Vertretung stimmt« dem Antrage der vorläufigen Umfrage zu.— Beim Titel„Beiträge für die Kreiskasse" wurde lebhafte Klage geführt, daß in den Kreiskranken- Häusern wiederholt Kranke wegen Mangel an Betten abgewiesen wurden. Eine Beschwerdeführuug hierüber wurde zugesagt.— Der Plan über das in der Frieoensstraße zu errichtende Feuer- toehrgebäuds soll wieder umgestoßen werden« da die Mehrheit der. bürgerlich ßi Vertreter das Gebäude in der Ringstraße als Mittel- Punkt für beide Ortsteile errichten will. Die beim KreisauSschuß eingereichte Zeichnung soll deswegen umgehend zurückverlangt wer- den. Zwei von unseren Genossen gestellte Anträge brachten zum Schluß noch eine lebhafte Debatte. Der erste Antrag verlangt die Ueberlassung der Turnhalle zur Benutzung des Arbeiterturnvereins. Genosse Weber wies nach, daß auch and-ere Gemeinden jetzt Ar- beiterturnvereinen die städtischen Turnhallen überlassen. Ter Ge- meindcvorfteher stempelte die Arbeiterturnvereine wieder zu sozial, demokratischen; er könne als Bertreter des bestehenden Staates die Halle nicht zu dem Zweck hergeben. Alle Einwendungen konnten ihn nicht zur besseren Einsicht bekehren.— Der zweite Antrag be- traf die Schulfeste, wobei von unseren Genossen verlangt wurde, dieselben nicht mehr in Lokalen, die insbesondere für die Arbeite: gesperrt sind, zu veranstalten, sondern in der Aula des neuen Gymnasiums abzuhalten. Es wurde erwidert, daß hierüber nicht die Gemeindeveriretung. sondern die Schulbehörde, der man es „gern" unterbreiten wolle, zu bestimmen habe. In dem Hauptvor» anschlag für 1911 sind für die Restverwaltung 40000 M. an Einnahmen eingesetzt. Der Etat der Gemeindeverwaltung verzeichnet an Einnahmen 17 370 M. und an Ausgaben 130 6�1 M. Die Amtsverwaltung erfordert eine Ausgabe von 48 927 M. Für die Verwaltung der Liegenschaften sind an Einnahmen 3020 M., an Ausgaben 3784 M. vorgesehen. Bei der„Kapital- und Schulden- Verwaltung" betragen die Einnahmen 26 425 M., die Ausgaben 24 123.M. Die Armenvcrwalrung bringt eine Einnahme von 26 100 Mark und fordert die Ausgabe von 49 980 M. Für die Schulder- waltung sind an Einnahmen 23 543 M. und eine Ausgabe von 225 380 M. vorgesehen. In der Stratzenverwaltung stehen 65 070 Mark Einnahmen 100 251M. Ausgaben gegenüber. Die Steuerver- waltung bringt 739 502 M. Einnahme und fordert 140 246 M. Aus- gäbe. Das Feuerlöschwesen verlangt bei 18 M. Einnahme 4490 M. Ausgabe. Die Kanalisationsverwaltung weist in Einnahme und Ausgabe die Summe von 62114 M. auf. Für„Insgemein" sind 2826 M. Einnahme und 5082 M. Ausgabe vorgesehen. Somit balanciert der Etat mit 1 112 193 M. Kablow. Bei der vor einige» Tagen hier fiattgefundenen Gemeindevertreter- wähl m der Hl. Klasse wurde unser Genosse Hermann Kurth mit 23 von Igabgegebenen Stimmen gewählt. ES zieht somit der zweite Sozialdemokrat in die Gemeindevertretung ein. Weiszensee. Der eingeführte Nachtdienst der Aerzte hat sich nach Erklärungen deS Gemeindearztes sehr gut bewährt. ES wurde in der letzten Gemeindevertretersitzung daher beschlossen, den Vertrag mit de» Aerzten auf ein weiteres Vierteljahr zu verlängern. Der Wirtschafts- betrieb des Schloßrestauranls geht vom 1. April auf die Inhaber der Brauerei Gabriel u. Richter über, auf deren Antrag außer den baulichen Aenderungen das gesamte Schloßgrimdstück mit elektrischem Licht beleuchtet werden soll. Die Kosten dieser Au- lagen werden zu zwei Dritteln von der Gemeinde über- nommen. Ein neuer Vertrag mit der Großen Berliner ist gegen die Stimmen unserer Genossen zustande gekommen. Danach verpflichtet sich die Große Berliner, innerhalb kurze«- Zeit nach erfolgter Genehmigung der Polizeibehörde eine Linie«2 E) nach Moabit zu verlegen. Ferner eine Verbindung über KönigStor. Frieden- ftraße, SlrauSberger Platz, AudreaSftraße nach dem Görlitzer Bahn- Hof und später nach Rixdorf zu schaffen. Dann sollen noch einige Linien bis zur Nennbahnstraße eventuell, durch die Lichtenberger Straße nach dem schloß«erlegt werden. Dafür leistet die Gemeinde die Verlängerung der Konzession bis zum Jahre 1949. sofern letzteres mit Berlin geschieht. Außerdem wird zur Erbauung eines neuen Bahnhofes ein acht Morgen großes Gelände unentgeltlich lasten- und kostenfrei zur Verfügimg aestefll. Der Bahnhof soll 200 Wagen auf- nehmen können, wovon mindestens 100 Wagen sofort in Betrieb ge- nommen werden. Pankow. Zvm Zusammenbruch beS Hinrichsensche» Unternehmens wird noch gemeldet, daß eS noch nicht gelungen ist, den Aufenthalt des Flüchtigen und seiner Familie zu entdecken. Der von einer Anzahl Gläubiger beantragte Konkurs ist mangels Masse vom Amtsgericht Pankow abgelehnt worden. Eine Prüfung der Werte der Vorhan« denen Altiven und der vorberechtigten Forderungen hat ergeben, daß mindestens 30000 M. hätten vorhanden fein müssen, um neben den laufenden Ausgaben die Kosten des Versahrens zu decken. Die Mieten und Gehäller allein betragen bereits monatlich 25 000 M. ES hat sich ergeben, daß den, Hinrichsen schon seit etwa zehn Jahren von vorsichtigen Geschäftsleuten kein Kredit mehr gewährt wurde und daß es ihm nur möglich gewesen ist, sich über Wasser zu halten, indem er Privatleuten, denen er hohe» Gewüm versprach. Anteilscheine an seinen Unternehmungen verkaufte. Besitzer von solchen Anteilen sind sogenannte„kleine Leute" auS Pankow und dem Norden der Stadt, die ihre geringen Ersparnisse in daS Geschäft steckten und auch bis in die letzte Zeit hinein Zinsen bis zu 15 Prozent erhielten. Di« vorhandenen Maschinen sowie daS übrige Material ist von Hinrichsen bereits seit Jahren verschiedenen Gläubigern als Sicher- heit verpfändet worden, so daß eS nicht zur Masse gerechnet werden kann. Auch die Gebäude sind überlastet. Eine Strafanzeige gegen den Flüchtling ist bisher bei den Behörden nicht eingegangen. Bernau. In der letzten Stadtverordnetenversammlung wurde gegen die Stimmen unserer Genosien dem Professor Pfeffer als Besitzer der höheren Knabenschule ötXK) M. als Entschädigung bewilligt, mit der Maßgabe aus Verzichtleistung seiner Konzession zugunsten der Stadt. Der Etat, welcher in Einnahnie und Ausgab« mit 362 000 M.. also einem Mebr von 29000 M. balanziert. wurde gegen die Stimmen unserer Genossen angenommen. Reben einem Vortrage von 55 000 Tl. sind als hauptsächlichste Einnahmen die Titel der Forst- Nutzung mit 71 480 M.. des WasserweikeS mit 12 000 M, der direkten Steuern mit 73249.59 M. eingestellt. Do an den Kreis 24 Proz. für Kreissteuern zu entrickien sind, belaufen sich die Gemeindesteuern aus 100 Proz. Mit 180 Proz. sollen die Grundsteuer 514!. 59 M., die Gebäudcsteuer 38 936.84 Tl., die Gewerbesteuer 17 821.40 M. bringen. An indirekten Steuer» sollen 23 516.00 M. aufgebracht werden. Für die Krankenhausverwaltuirz sollen 26 000 M. ein« kommen. Die Ausgaben belaufen sich für die Schulverwaltung auf 70556,50 M. Hier wurde a»f Antrag des Genossen Krüger ein Betrag von 200 Tl. für Entsendung armer Kinder in die Ferien- kolonie eingestellt. Für die KrantenhanSverwallung tollen 34 355 M.. für öffentliche Armenpflege 23 920 M., für Bauten 33 23l M.. für das Wasserwerk 24 300 M.. für die Forstverioaltung 22402 M.. für Gehäller der städtischen Beamten usw. 39 489 M. ausgegeben Iverdelt. In nichtöffentlicher Sitzung wurde über die Erhöhung der Beamten- und Lehrergehälter beraten, jedoch von einer solchen sür dieses Jahr Abstand genommen. Hingegen sollen in diesem Jahre Verhandlungen stat finden über die Festsetzung einer Gehaltsskala für diejenigen Beamten, für die eine solche bisher noch nicht bestand. Jngendveranstttltungen. Süden(2 K r« i«). Freitag, den 7. April, abends>/.9 Uhr. bei Rabe. Fichtestr. 2g: Verjaminstnig der Jugend de« Südens, zu der auch die alteren Genossen und Genossinnen eingeladen sind. Genosse Abg. Eichhorn lprlchl über die Ickten 40 Jahr« deuischer Geschichte. Frledrtchsba e«. Die Leser der.Arbelter-Jugcnd" veranstalten am Sonntag, den 9. April, eine Partie nach PichelSiverder Mestaurant Freunds .Jujelgarteii") Absahrt von FriedrichShagen um 8.04 Uhr. Arbeiter-Wauderbund„Tie Naturfreunde". Aandersahrlen am Sonntag, den S. April s I. Strausberg— Buckow. Abjchrt Schief. Bahnhof 6.29 Uhr vorm. IL SRelchoto-Nonnaiflietz. Abfahrt Stettiner Fernbahnhoj / g Uhr borin. II?. Spandau— Tegel. Abfahrt Lehrte? Haupliahnhos 1.40 II kr vorm. Gäste willlommen.....„ Arbeiter> Wanderverein„Berlin". Wanderfahrt an» Sonnta?. den 0. April, nach Buch, BaSdors, Birkenwerder. Abfahrt 7.34 Uhr Stclttncr Vorvribahnhos. Aandergcnossen des 4. Kreises tressen sich Sonntag abend im.GewerkschastShauS"._ Hiiö der Frauenbewegung. Tie Frauen und die Nachwahl in Berlin IV. Tie Forderung des Frauenwahlrechts ist überall, wo sie am 19. März gestellt wurde, mit Nachdruck vertreten worden. Ganz besonders stark waren im 4. Berliner Wahlkr-is die Versammlungen besucht. Ein Zeichen dafür, daß in diesem von großen Arbeitermassen bewohnten Kreise auch die Auf- klärungsarbeit an den Frauen nicht spurlos vorübergegangen ist. Allen diesen Frauen wird es jedoch klar sein, daß die Eroberung der politischen Gleichberechtigung� noch manchen harten Kamps zeitigen niuß. Natürlich dürfen die�Ge- nossinnen nun nicht untätig wieder die Hände i» den Schoß legen. Neben der speziellen Fraucnforderung gilt es auch. andere dringende Aufgaben nicht zu vernachlässigen. Am 19. April findet die Nachwahl zum Reichstage für unseren verstorbenen Genosien Singer statt und bis zu diesem Tage, wie auch am Wahltage selbst, haben auch die Ge- nossinnen die Pflicht, mit allen ihnen zu Gebote stehenden Mitteln für unseren Kandidaten, Genossen Büchner, ein- zutreten. Gewiß ist der 4. Kreis sicherer Bestand der Sozial- demokratie; aber uns kommt es nicht allein auf die Be- hauptung des Mandats an. als vielmehr auf eine bedeutende Vermehrung der sozialdemokratischen StimmenzahL Die Stimmenzahl zu erhöhen, können und müssen auch die Ge« nossinnen mit aller Macht anstreben. Auch haben die Frauen ihren Stolz darein zu setzen, daß sie als vollgültige Mitglieder der Partei angesehen werden. Sie können das am besten erreichen, wenn sie sich an allen Wahlärbeiten. am Tage der Wahl sowohl als auch bei den Vorarbeiten für diese nach Möglichkeit beteiligen. ES gibt fast keine Arbeit dieser Art, die nicht auch von Frauen ver- richtet werden könnte. Turch die Mitarbeit der Frauen wird wiederum ein Zeichen von der politischen Reife der- selben abgelegt werden können. Es ist ja nicht das erstemal. daß durch die tätige Mitarbeit der Frauen vielen Gegnern der Frauenbewegung ein Licht aufgesteckt wurde. Wenn dann am 19. April die Wahl unseres Genosien geschehen ist, dann haben die tätig gewesenen Geiwssimien doppelte Freude an dem wieder erfochtcnen Siege. Gegen den Ausschluss der Mädchen von der obligatorischea Fortbildungsschule protestierte eine Versammlung, die einberufen war von den vor» bündeten Frauenvereinen von Groß-Berlin, dem Kaufmännischen Verband für weibliche Angestellte und dem Verbattd für Hand- werkSmäßige und fachgelverblicbe Ausbildung der Frau. MS Re- ferenten fungierten Professor Ernst F r a n ck e, der Herausgeber der„Sozialen Praxis", Fräulein Elisabeth Lüders. Gerte Günther und Agnes H c r r m a n n, als Vertreterin des Kauf- männischen Verbandes für toeiblichs Angestellte. 65 Frauen- und Lehrerinnenvereinc aus ayen Teilen Preußens hatten Sympathie. kundgebungen gesandt. An der Diskussion beteiligte sich u. a. auch Herr Oberbürgermeister Cuno(Hagen). Schließlich wurde fast einstimmig folgende Resolution angenommen: „Die zu Berlin zu einer gemeinsamen Kundgebung deö Ver- bände 3 für handwerlsmätzige und sachgewcrbliche Ausbildung der Frau, des Kaufmännischen Verbandes für weibliche Auge- stellte und der Verbündeten Fraucnvereine von Groß-Berlin Heb- sammelten Männer und Frauen erkennen die soziale Bedeutung des dein Abgeordnetenhause vorliegenden Gesctzeirtwurfes betreffend Fortbildungsschulen voll an. bedauern aber um so mehr, daß die gesetzliche Vervslichtung der Gemeinden zur Einrichtung obligatorischer Fortbildungsschulen nur für die männliche Jugend Geltung haben soll. Da der Ausschluß der gewerblich und kaufmännisch tätigen weiblichen Jugend von dem Segen des Fortbildungsschulzwanges eine inaterielle und geistige Benachteiligung der Frau gegenüber dem Manne und zugleich eine Schädigung der Volkswirtschaft und' der nationalen Kultur bedeutet, so fordert die Versammlung die Ausdehnung des FortbildungSschtilztvangeS in demselben Umfange wie für die männliche aus die gelverblich und kauf- männisch tätige weibliche Jugend durch Landc-gesetz. In Städten mit mehr als 50 900 Einlvohnern wäre die PflichtforibildungS- schule für Mädchen sofort nach Inkrafttreten des Gesetzes«inzu- führen, kleineren Gemeinden könnten UebcrgangSfristen de- willigt werden. Die Versammlung fordert ferner, daß die PflichifortbildungS- schulen für Mädchen m demselben Umfange'wie die für Knaben einen fachlichen Charakter tragen und daß im Interesse einer gesunden Enttvickclung de» FortbildungsschullvesenS und zur Förderung von Handel und Gewerbe das preußische Fort- bildungsschulweseu auch Wetterhin dem Handelsminister unter- stellt bleibt. Die Versammlung lehnt die Einführung de» ReligionS- Unterrichtes in die Fortbildungsschulen ab. In vi« Schulvorstände der Fortbildungsschulen sind auch fach« mäßig geschulte Frauen aufzunehmeu." # Wir bedauern, daß die Veranstalter sür di« gewiß recht rnter» «ssante Veranstaltung kein anderes Lokal zu finde» wußten als das .Architektenhaus", aus dem die Berliner Arbeiter und Arbeue- rinnen durch den Willen der Besitzer systematisch ferngehalten werden. Bei dem großen Jnteress«, das ein Thema wie das gc- wählte doch ganz besonders für die arbeitende Bevölkerung hat, wäre eS doppelt Aufgabe der BersammlungSenrberufer gewesen, einen Saal zu wählen, in dem die Arbeiterschaft Zutritt hat. um so mehr, als eme Forderung wie die aufgestellt« nur an Relief gc. Winnen kann, wenn sie von denen nutgestellt wird, die als Nächst- beteiligte in Frage kommen. EingeganFene DrucbCchrifuii. von der»Neuen Zeit-(Stuttgart. Paul Singer) ist soeben da» 27. Heft des 29. Jabrgang« ertchlencir Aus dem Inhalt de» Hcste» hebe» wir hervor: Elchdöinchen-Politlk.-- Fleischtencrung und Kleinbetrieb. Von K. Kantsly.— Die Tarispolittk der Zlrbcitgeberverbände und die Ausgaben der tschasten. Von Wilhelm Kremser(Frankfurt a. W.)— Der industriellt Großbetrieb. Von Fritz Krimmer.— Lilerartsche Rriildschau. Die.Neue Zell" erschein» wöchentlich einmal. DaS eiruelne Lest kostet 83 Pf.__ eStttrrunnSNderNch, vom 6. vpril 1911. »rm-moguufe fut Freitag, den». ltlpril 191 U Em wenig wärmer, vielfach heiter, aber noch oerändertich bei«llpaS schwacher cu nordöstlichea Stube«; keine erheblich«, Nieder, chläge. Berliuer Betterbursgm »andwerker, � Arbeiter 3eäcr If�ailUW�I Uder lauft(eine Slcidung in de« griisjtc» Spezialgeschäft von & JÖPingj Arbeitskleidnug für jede« Beruf. '" Alexand-rttr. 28. Malen: Rosenthaler Str. ö3. Ecke W-inmeifterstraße; Allee 148. am Fricdrichshaln; Rixdorf- Bergstr. K«. am Ringbahnhos. Kauplgesa-äst: Kandsberger biiKsWZlllök- Paradiesgarten. Empfehle mein LolaI allen werten Lercinen zu �errenpartie». AchlungZooll Karl Sengbusch. Zähne 2 10 Jahre Garant. Teilz. wöchentl. 1 SI. Plomben • 1,50 M. Fast vollk. schmarrlas. Zahnziehen. Um; arbeitnag; scbleoht sitzend«r Gebisse Reparaturen sofort.* Zahn- Arzt Wolf. Potsdamer Str. 55.(Hochbahnst. Biilowstr.> 8—7. 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Abends 8 Uhr: Rauchen gestattet. Hurra! Wir leben noch! Grohe AuSstattmigSrevue in 7 Bildern v. I. Freund. Musik v. B. Hollacnder. In Szene gcsehi von Dir. R. Schultz. Jugendausschuß A A A A A für Groß- Berlin. A A A A A i Sonntag, den 9. April 1911, abends 7 Chr, in den �UnionnPestsälen�, Greifswalder Straße 221— 223, am Königstor: 289/20* Frühlingsfeier. Mitwirkende: Mas Grnnwald(Festrede), Eduard». Winterstein(Rezitation), Kammermusik• Vereinigung kür Blasinstrumente unter Leitung von Gustav Bumoke (Herr Schleimer: Flöt«. Herren Baum und Hering: Oboe. Herren Faseunge und Ewald: Klarinette. Herren Kurz und Lange: Fagott, Herron Friese und Kerelen: Waldhorn). Männerohor; Gesangverein Norden(M. d. A-S.-B.) Dir.: Georg Oiesbach. Eintritt frei. Garderobe 10 Pf. Alte Lehrlinge, jugendlichen Arbeiter und Arbeiterinnen sind zu dieser Feier Ireundliehst eingeladen. Heute:"VQ Die gesamten groben Spezialiäten. 9'/. Uhr: ttsinnZvk in dem Schwant Eiu Gemütsmeufch. lZesgugverein widerte. dl. d D. A.-S.-B. ChorroeisterHerrP. A.Joseph. M. d. D. Ä.-S.-B. Sonntag, den 9. April(Palmsonntag) im großen.Konzertsaal 1 von Kellers Neuer Pbilbarmonle, Köpenicker Straße 96/97:{ TrfibiaHrs-Konzert Mitwirkende: Konzertsängerin Frau Emmy v. Holstein(Sopran). Herr Fritz Richard vom Deutschen Jheater(Rezitation).| Herr Leo Kestenberg(Klavier). Beginn des Konzerts präzise 7 Uhr. Einlaß 6 Uhr. □ Eintritt 50 Pf. Programm und Liedertext gratis I Rauchen ist nicht gestattet I Kinder unter 6 Jahren haben keinen Zutritt! Neues Programm! Der spreebende Hand „Don" und weitere 12 Attraktionen 12 U.»: Roda Roda. Baachen gestattet. r. Abends 8 Chi: Lina Loos mit neuem Rcoertolr. Trank Truppe Wcllweister d. Alrobaiil und das grole Aprii-Varletb-Prozramm. 1 ♦ Thiiosche Chöre 300 Sänger Männer-Cbor Ost n n Säuger-Chor Wedding Männcr-Oesangverein„Namenlos" Kfitglied des Deutschen Ärbeit-Sängerb., Gau Berlin ' Ohormeister: Emil Thilo.> Großes Konzert am Sonntag, den 9. April 1911(Palmsonntag) in der Brauerei Frledrlcbthaln, Am Königstor (größter Konzertsaal Berlins) CO/12 unter Mitwirkung des Solisten Herrn Prot. Bernhard Dessau, Konzortmeister der Königlichen Oper(Violine) und des Königh Kammersängors Herrn Fr. Kalwell (Tenor), sowie dos„Neuen TonkUnillop. Orchesters", Dirig.: Kapellmeister Fr. Holifelder, SO Musiker. An der Kasse 75 PI., Vorverkanf-BUlett 00 Pf. Anfang pünktlich 5 Uhr. Rauchen verboten Kinder unter 10 Jahren haben keinen Eintritt. I „CLOU" BERLIKElt KOXZERTHACS Mauarstr. 82.*. Zlmmarstr, 90-91 Heute! und folgende Tage; Hofbalb&'usikdirekto'ra He ZiClirClT mit seiner ans 65 Wiener KUnstlcrn bestehenden Kapelle. Anfang 8 Uhr. Eintritt 50 Pf. „fraehtsäte des Ostens*4 Inhaber: Oskar Cranx. Frankfurter Allee 131—152. 8 o n n t a g, den O. April er., abends 81/, Uhr, tm Thcaterfaal: Gastspiel des ueuea Mieuer Gpereffell-Enseiilblks polnische VViFtschstt. Operettenposse in 3 Akten von Kraafc und OkonkowSki. Musik von F: Gilbert. GesangZierie von A. Schänseld. 37622 RrpertairestüS de» Berliner Thalia- TheatrrS. Pieise der Plätze im Vorverkauf bei Löse» u. Wolfs. Berlin O., Franks. Alle« 184, Gustav Beyer. Warschauer Sir. 14 und in den Prachtsäleu de» Ostend. Sperrsitz>.25. I. Platz 1,—, II. Platz 75 Ps. An der Abendkasse Sperrsitz i.50. l. PI. ILS, II. PL 1,—. Galerie und Stehplatz an der Abendkasse 50 Ps. Potsdamer Cm am# Potsdamer Str.72/72a»POO�I lliESl Str.72/72a Größter Eispalast der Welt. Allabendlich: GlanzeRde sportliche Vorführungen und die Aassiatfangt.Feerie „Eisfest an der Newa." Eintritt bis 5 Uhr BO Pf. SJach 5 Uhr M. 1,—, reservierter Platz M. 2,—. Zirkus Busch. Freilag, 7. 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Manteuffelstr. 24 und 25, MuSkauer Str. 17—28 und 31 bis 40(2236). Wahllokal: MuSkauer Str. 33 bei S ch o l z. Stadtbez. 99. Wahlbez. 23. Köpenicker Str. 21—29 und 143—158. Mariannenplatz 27—28, Mariannenuser. Wrangelstr. 134—137(2507). Wahllokal: Waldhau» Immergrün, Köpenicker Str. 158. Wahlbez. 24. Manteuffelstr. 17, Mariannenplatz 18—26, MuSkauer ®tr. 29, Wrangelstr. 1—15 und 122— 133'(2531). Wahllokal: 80. Gem.-Schule Wrangelstr. 128, Turnhalle. Stadtbez. 100. Wahlbez. 25. Köpenicker Str. 18—20» und 159—164, Iianteuffelstr. 1—6 und 121—130(2059). Wahllokal: Restaurant Zum lieben Paul, Köpenicker Str. 161. Wahwez. 26. Manteuffelstr. 7—16, 13-19 und 112—120, Wrangelstr. 16-18 u. 121(1967). Wahllokal.--NotvackS Festsäle, Manteuffelstr. 9. Stadtbez 101. Wahlbez. 27. Brommystratze. Westseite von Köpenicker Stratze bis zur Spree. Eisenbahnstr. 24 und 25. Köpenicker Str. 16—17 und «Md 165—172, Pücklerstr. 1—6 und 45—51(1961). Wahllokal: Pücklerstr. 50 bei W o l t e r. Wahlbez. 28. Pücklerstr. 7—15 und 38—54(2053). Wahllokal: Pücklerstr. 10 bei lkintzel. Stadtbez. 102. Wahlbez. 29. MuSkauer Str. 12—15 und 42—47, Pücklerstr. 16—26 und 28—37, Waldemarstr. 1, Wrangelstr. 19—22 und 113-120(2770). Wahllokal: Wrangelstr. 21 bei Weißer. Stadtbez. 103. Wahlbez. 30. Eisenbahnstr. 1—14 und 36b— 48, Lausitzer Platz 12—13, MuSkauer Str. 9—11 und 48-49. Wrangelstr. 23—21 und 111—112(1927). Wahllokal: Eisenbahnstr. 9 bei Z e ch. Wahlbez. 31. Eisenbahnstr. 15—23 u. 26—36»(1998) Wahllokal: Eisenbahnstr. 20 bei K r o k e r. Stadtbez. 104. Wahlbez. 32. Lausitzerplatz 7—11, MuSkauer Sft. 1—8 und 50—55, Skalitzer Str. 84—95», Wrangelstr. 25—38 u. 100—110, Zeug hosstr. 11-23(3018). Wahllokal: Wrangelstr. 105 bei Kurth. Stadtbez. 105. Wahlbez. 33. Bevernstratze, Brommhstraßr Ostseite von Köpenicker Stratze bis zur«pree, Gröbenuser 5— 9, Köpenicker Str. 1—15, Oberbaumstr. 7, Psuelstrahe(2425). Wahllokai:>14 /122. Gem.-Schule, Köpenicker Str. 2, Turnholl«. Wahlbez. 34. 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Cuvrhstr. 17—18 U. 10—41, Wränge! stratze 55- 66 und 68—80(2623). Wahllokal: Wrangelstr. 61 bei S ch l e y. Wahwez. 40. Cuvrystr. 30—33, Görlitzer Str. 31—40. Görlitzeruser 7 bis 16 und 27—31, Heckmannuser 10, Platz H, Wrangelstr. 66» und 67 (2680). Wahllokal: 170./251. Gem.>SchuIe, Görlitzeruser 15, Turnhalle. Wahlbez. 41. Cuvrystr. 19—29 und 34—39, Görlitzer Str. 41—44 (2791). Wahllokal: Restaurant.Sängerheim', Görlitzer Str. 44. Stadtbez. 107S. Wahwez. 42. Cuvrystr. 1—7 und 50-52, Schlesische Stratze 10-15 und 26—38(2495). Wahllokal: Haase-AuSschant, Schiefische Str. 28. Wahlbez. 43. Cuvrystr. 8—16 und 42—49, Görlitzeruser 1, Schlefische Stratze 16—22(2983). Wahllokal: Schlesische Str. 16 bei M e r km an n. Wahlbez. 44. Cuvryuser, Görlitzeruser 2—6 und 32—38, Heckmann- user 1—9, Lohmühleiistr 1—6, Schlesische Slr. 23—25», Vor dem Schlesischen Tor, Schleus enuser(2642).- Wahllokal: Restaurant.Zur Klause', Görlitzeruser 34. Stadtbez. 108A. Wahlbez. 45. Görlitzer Str. 59—61, Sorauer Str. 2 biS 16. 18-30(3133). Wahllokal: Sorauer Str. 22 bei Seiler. Wahlbez. 46. Oppelner Str. 10—22 und 25—37(2674). Wahllokal: Oppelner Str. 13 bei Z e i d l e r. Stadtbez. 10S& Wahlbez. 47. Falckensteinstr. 12—20 U. 28—34(1945). Wahllokal: 177.,191. Gem-Schule, Görlitzer Str. 51. Turnhalle. Wahlbez. 48. Falckensteinstr. 21-27. Görlitzer Str. 45—53, Oppelner Slr. 23 und 24, Sorauer Str. 17(1976). Wahllokal: Görlitzer Str. 52 bei W a k a N. Stadtbez. 109. Wahlbez. 49. Görlitzer Str. 6—375, Lübbmer Str. 30, Skalitzer Str. 47—61(2995). Wahllokal: Görlitzer Str. 70 bei Werner. Wahwez. 50. Görlitzer Str. 62, Lübbener Str. 1—29, Skalitzer Str. 62, Wrangelstr. 39(3029). Wahllokal: Lübbener, Str. 1 bei Pietsch. Stadtbez. 110. Wahlbez. 5l. Glogauer Str. 1 u. 34. Görlitzer User 17 bis 20, Liegnitzer Str 43, Ratiborftr. 1 und 21. Wimer Str. 36—39 und 41— 58b(3018). Wahllokal: Wiener Str. 41 bei Ewald. Wahlbez. 52. Görlitzer Eisenbahnhos, Görlitzer EisenbahnempsangS gebäude. Görlitzer Str. 1— 28, Skalitzer Str. 46b, Spreewaldplatz, Wenden» stratze. Wiener Slr. 16-21, 24-33, 33d— 35 u. 59—62(2770). Wahllokal: Wiener Str. 20 bei G r i n I ch. Stadtbez. III. Wahlbez. 53. Grünauer Slr. 1—13 U. 31—41, Reichen» berger Str. 127—13», Wiener Str. 22 u. 23(2455). Wahllokal: Grünauer Str. bei C i e s i e l s l i. Wahwez. 54. Grünauer Str. 14—30, Kottbuser User 18—28, Reichen berger Str. 55-63» u. 133-136(2551). Wahllokal: Grünauer Str. 16 bei J.a h r e. Stadtbez. 112A.. Wahlbez. 55. Forsterstr. 1-9 BJtb 49-68. vlener Stratze 33»(2120). Wahllokal: Reichenberger Str. 115» bei Fri tz. Wahlbez. 56. Forster Str. 10—10» u. 47-48, Liegnitzer Str. IL, Rtichm. berger Str. tl 1—126(2187). Wahllokal: Reichenberger Str. 119 bei W o i t s ch a ch. Stadtbez. 112». Wahlbez. 57. Forster Str. 11-16 und 44—46, Lieg. nitzer Str. 13 u. 14. Reichenberger Str. 64— 76(1957). Wahllokal; Reichenberger Str. 75/76 bei Kernchea. Wahlbez. 58. Forster Str. 17-13, Kottbuser User 12—17»(1788). Wahllokal: Forster Str. 22 bei L a u b c r. Stadtbez. 113A. Wahwez. 59. Kottbuser User 5—11, Liegnitzer Str. 15 biS 33, Reichenberger Str. 77-85(2522). Wahllokal: Reichenberger Str. 81 bei H i r s e l a n d. Wahlbez. 60. Liegnitzer Str. 1—11 u. 34—42, Reichenberger Str. 105 biS 110, Wiener Str. 40(2667). Wahllokal: Reichenberger Str. 107 bei Ratsch. Wahwez. 113B. Wahwez. 61. Glogauer Str. 2—33, Kottbuser User 3 bis 4». Reichenberger Str. 86—90 u. 93»— 104(2963). Wahllokal: Glogauer Str. 23 bei Fischer. Wahwez. 62. Görlitzer User 21—26. Kottbuser User 1— L, Ratiborftr. 2 biS 20. Reichenberger«tr. 9t— 98(3190). Wahllokal: Reichenberger Str. 96» bei S a u e r b a u m. Stadtbez. 145. Wahwez. 63. Meranderstr. 8—17 und 20>--Z6». Blumenstr. 1 und 84, Dirckseiistr. 1—15, Holzmarktstr. 73, Kaiserstr. 26, Magazinstr. 12 und 12», Schicklerstr. 1—3 und 12—13, Stadtbahnbogen 72 bis 79. Voltairestratze von der Stadwahn bis zur Alexanderstratze, Wallner- lheaterstr. 26-27(2840). Wahllokal: Englischer Garten. Alexanderstr. 27o. Stadtbez. 146. Wahlbez. 64. Blanlenseldestr. 1 und 15, Blumenstr. 75. Grotze Franlsurter Str. 70, Magazinstr. 1—11 und 13—19, Schilligstr. 1 biS 20 und 23-39(2341). Wahllokal: Braunschweiger Hos, Schillingstr. 36. Wahwez. 65. Kleine Frankfurter Str. l— 9 und 20—25, Kaiserstr. 1 biS 24 und 27—48, Schillingstr. 21—22(2523). Wahllokal: 69. Gemeindeschule, Kleine Franlsurter Str. 6, Turnhalle. Stadtbez. 147. Wablbez. 66. Blumenstr. 2—14». 69-74 und 76-83, Grüner Weg 1 und 2, Jfflaiidstraße, Marsiliusstr. 9—11, Wallnettheater stratze 13-25 und 28-34(3035). Wahllokal: Prachlsäie Alt-Berlin, Blumenstr. 10. Wahwez. 67. Blumenstr. l5— 26 und 59—68, Grüner Weg 8—18» u. 114-125, MarsiliuSstr. 12—15, MarkuSslr. 45—46(3188). Wahllokal: Filiale der 12. Gemeindeschule, Blumenstr. 63», Turnhalle. Stadtbez. 148. Wahwez. 68. Alexanderstr. 19 und 20, Holzmarktstr, biS 18 und 59—72, An der Iannowitz brücke, Bahnhos Jannowitzbrücke, An der Michaewrücke(Westscile), Sladwahnbogen 45—71 wid vom Stadt bezirk 3: Alcranderstr. 1«(1953). Wahllokal: Königstadt-Kasino, Holzmarktstr. 72. Wahlbez. 69. Holzmarktstr. 52—58, MarkuSstr. 64, Raupachstraße, Wallnertheaterstr. 1—12 und 35—45(2186). Wadllokal: Wallnertheaterstr. 34 bei Jan z. Stadtbez. 149. Wahlbez. 70. AndreaSstr. 68, Langestr. 19—27 und 82 biS 92(2197). Wahllokal: Langestr. 84 bei v a ch m a n n. Wahlbez. 71. Holzmarktstr. 19—24 und 43—51, Kraulstr. Lange» stratze 1—10 und 104—110, An der Michaelbrücke(Ostseite), Stadibahn- bogen 28-44(2516). Wahllokal: KoernerS GeselllchaslShauS, Langestr. 103. Wahwe». 72. Kraulstr. 20—28 und 30a— 34», Langestr. 11—18 und 93 blS 103(2423). Wahllokal: Langestr. 9 bei S ch e e r. Stadtbez. 150. Wahwez. 73. Grüner Weg 14—22 und 102—113, Kraut» stratze 11—12. MarkuSstr. 10-14. Kleine MarkuSstr. 19-30(1828). Wahllokal: Grüner Weg 22 bei T h i e m. Wahlbez. 74. Krautstr. 16—16», MarkuSstr. 1—9 und 47—53, Klewe MarkuSstr. 1-18(1817). Wahllokal: 155./136. Gemeindeschule, MarkuSstr. 49, Turnhalle. Stadtbez. 151. Wahlbez. 75. Blumenstr. 32 und 56—58, Krautstr. 4 biS 5, MarkuSstr. 15—28 und 31-44(2860). Wahllokal: MarkuShos, MarkuSstr. 18. Wahwez. 76. Blumenstr. 27— 31 und 33—34 und 51»— 55, Kraut» stratze 1�-3». 6—10, 47—52, 54a— 55»(2783). Wahllokal: 12 /64. Gem-Schule, Krautstr. 49. Turnhaie. Stadlbez. 153. Wahwez. 77. Blanlenseldestr. 2—14,®t. Frank- sutter Str. 74-83, MarsiliuSstr. 1-8 und 16-25(3174). Wahllokal:„KönigstädtischeS Kasino', Gr. Franlsutter Str. 76. Wahlbez. 78. Gr. Franksuttcr Str. 49-69, 71—73 und 84-89. MarluS- stratze 30. Watzmannstr. 10—34(3392). Wahllokal: Franlsurter Hof, Gr. Franlsurter Str. 47. Stadtbez. 153. Wahwez. 79. AndreaSstr. 45 und 46, Blumenstr. 42, Gr. Franksurier Str. 90—127, Koppenstr. 35 und 53, Krautstr. 1, Markus- stratze 29(1770). Wahllokal: Zur Franlsutter Hütte, Krautstr. 1. Stadtbez. 154. Wahlbez. 80. Elisabclhslr. 1 und 65-66, Palisaden- stratze 1 und 12/13, Watzmannstr. 34»— 37, Weberstr. 20—35 und 38—49 (2489). Wahllokal: B o e k e r S Festsäle, Weberstr. 17, kl. Saal. Wahlbez. 81. Weberstr. 3-19 und 50—63(2528). Wahllokal: Weberstr. 46 bei Aurk. Stadtbez. 155. Wahlbez. 82. Lichtenberg«: Str. 10—11, Palisaden- stratze 2—11, 14—29 und 88—103, Strausberger Str. 9—10 und 34—35 (3276). Wahllokal: Palisadmstr. 20 bei Trunk. Stadtbez. 156. Wahlbez. 83. Gr. Frankfurter Str. 32-48, Fürsten- walder Str. 2—23, Strausberger Str. 11—33, Weberstr. 1/2 und 64—66 (3346). Wahllokal: Gr. Frankfurter Slr. 41/42 bei Nickel. Stadtbez. 157. Wahlbez. 84. Fnedenstr. 36—44 und 96—102, LaNdS- berger Platz. Strausberger Str. 1 und 49—52(2163). Wahllokal: 135 /137. Gem.-Schule, Friedenstr. 37, Turnhalle. Wahlbez. 85. Slrausbergcr Str. 2—8 und 36— 48(2082). Wahllokal: Fortuna-Säle, Strausberger Str. 3, lt. Saal. Stadtbez. 158. Wahlbez. 86. FttedttchSberger Str. 4—14 und 18—84 Wahllokal; Friedrichsberger Str. 11 bei K a e s I e r. Wahlbez. 87. Friedenstr. 45—49 und 89-95, Friedrichsberger Str. 1 biS 3 und 25—27 11804). Wahllokal: Friedrichsberger Str. 24 bei M u S z h n S k i. Stadtbez. 159. Wahlbez. 88. Friedrichsberger Str. 15—17, Fürsten« wawer Str. 1 und 24. Palisadmstr. 30—34 und 68—87(2405). Wahllokal: Lichtspiel-Thcater, Ar. Franlsurter Str. 28, ll. Saal. Wahlbez. 89. Gr. Frankfutter Str. 19—31, Koppmstr. 36— 40 O, 50— 52, Lebuserstratze. Palisadenstr. 85— 38 u. 66—67(2422). Wahllokal: Gr. Franlsutter Str. 30 bei Siegel, kl. Saal Part. Stadtbez. 160. Wablbez. 90. Diestelmeherstratze, Fttedmstr. 50—58 u. 83—88, Jnsterburger Str. 12. Löwestr. 16 u. 17. Pusenoorserstratze, Richt- hosenstratze 1—12 und 15—34, Zomdorser Str. 63(3403). Wahllokal: Richthosenstr. 24 bei H o S k e. Wahlbez. 91. Friedenstr. 59—73, Koppmstr. 41—49, Palisadmstr. 39 biS 50 und 53—65(3461). Wahllokal: Richthosenstr. 15 bei B a l l. Stadtbez. 161. Wahlbez. 92. Gr. Franlsutter Str. 1—8, Friede»« stratze 74—82, Fruchtstr. 39-48, Palisadenstr. 51 und 52(1781). Wahllokal: Fruchtstr. 49/50 bei Man n. Wahwez. 93. Gr. Franlsurter Str. 9—18 und 128—146, Frucht« stratze 49—50(1936). Wahllokal: Gr. Franlsutter 16 bei M e r k m a n n. Stadtbez. 162. Wahlbez. 94. AndreaSstr. 29—44 und 47—59, vlumm» stratze 34»— 41 und 43—51, Grüner Weg 89—90, Kraulstr. 53—54(3441). Wahllokal: AndreaSstr. 56 bei V i e h st ä d t. Stadtbez. 163. Wahwez. 95. Kl. AndreaSstr. 1—7 und 17—81, Kraut« stratze 17—22 und 35-41(2136). Wahllokal: 38. Gem.