Nr. 187. Erscheint täglich außer Montags. Preis pränumerando: Viertel: jährlich 3,30 Mart, monatlich 1,10 mt, wöchentlich 28 Bfg frei in's Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags: Nummer mit illustr. Sonntags: Beilage Neue Welt" 10 Pfg. Post- Abonnement: 3,30 Mt.pro Quartal. Unter Kreuzband: Deutschland u. Defterreich: Ungarn 2 Mt., für das übrige Ausland 3 Mt.pr.Monat. Eingetr. tu der Post- Zeitungs- Breisliste für 1893 unter Nr. 6708. Vorwärts 10. Jahrg. Infertions- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzeile oder deren Maum 40 Bfg., für Vereins: und Beriammlungs Anzeigen 20 Big Inferate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr Nachmittags in ber Expedition abgegeben werden. Die Ervedition ist an Wochentager: bis 7 Uor Abends, an Sonnund festtagen bis 9 Uhr Vormittags geöffnet. Fernsprecher: Ant I. 4186. Telegramm- Adresse: Sozialdemokrat Berlin Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Bur Maturgeschichte des Militarismus. Freitag, den 11. August 1893. halten wir uns an den Ergebnissen dieser hochinteressanten statistischen Studie. Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. hältnisse zur Länge der Dienstzeit. Je länger aber die Dienstzeit dauert, desto mehr haben sich die Leute an das In der österreichischen Armee kamen in den Jahren Soldatsein gewöhnt, es liegt daher die Vermuthung nahe, 1870-1882 durchschnittlich auf ein Jahr 300 Selbstmorde daß das Soldatwerden oder die ersten Monate des Die zahlreichen Selbstmorde im Heere unter den kräf- und 60 Versuche, dagegen in den Jahren 1883-1892 jähr Soldatseins, die Ursache für die gesteigerte Häufigkeit der tigsten und gesündesten Männern des Volkes bilden mit lich 355 Selbstmorde und 105 Selbstmordversuche, demnach Selbstmorde ist, denn die anderen Selbstmordursachen Recht eine der allerschwersten Anklagen gegen das Wesen haben die gelungenen Selbstmorde um 18 pCt., die miß wirken sonst gleichmäßig, so daß wir wieder einen Grund des Militarismus. Wenn es noch eines Beweises bedürfte, lungenen sogar um 75 pCt. zugenommen. Mit der Ent- mehr zur Behauptung haben, daß der Militarismus an daß der Vergleich der Kasernen und Manöverterrains mit wickelung des Militarismus steigert sich also auch die Häufig- der Steigerung der Selbstmordziffern die Schuld Ferienkolonien eine Frivolität ärgster Art war, so genügte feit der Selbstmorde in der Armee, während in der gleichen trägt. Noch deutlicher spricht hierfür die Statistik der Hinweis auf die Soldatenmißhandlungen und Selbst- Zeit das Verhältniß der Selbstmorde zur Zivilbevölkerung der Selbstverstümmlungen, da drei Viertel derselben sich im morde. Diese beiden Erscheinungen sind deshalb den berufs- sich nicht änderte. Während in Desterreich auf je ersten halben Jahre ereignen und über ein Drittel schon mäßigen wie freiwilligen Anwälten des Militarismus höchst 100 000 Einwohner 16 Selbstmorde und auf je 100 000 im ersten Monate. Fast drei Viertel sämmtlicher Solunbequem. Da aber die Anklagen troh unseres geheimen Männer selbst im Jahre 1885, das eine der höchsten Selbst- datenselbstmorde fanden in der Kaserne, meist wohl im Militärgerichtsverfahrens nicht aus der Welt zu schaffen mordziffern aufzuweisen hat, 28 Selbstmorde tamen, Born und Aerger über die eben erlittene Behandlung statt. find, so sucht man wenigstens die Enthüllungen wurden auf je 100 000 Soldaten 131 Selbstmorde gezählt! Mit größter Vorsicht blos lassen sich die amtlichen über die Soldatenmißhandlungen als übertrieben auf je 100 000 im Stande der Urlauber, der Reserve und Angaben über die Selbstmordursachen verwerthen, da es Hinzustellen und die Zahl der Selbstmorde als normal, den der Ersatzreserve eingereihten Personen tamen in den Jahren doch selbstverständlich ist, daß sowohl die Vorgesezten der Durchschnittssatz im gesammten Volte nicht übersteigend, zu 1883-1891 durchschnittlich pro Jahr 21, und auf ebenso Selbstmörder als auch die Militärverwaltung aufs leb bezeichnen. Bei dem vollständig ungenügenden Stande der viele Personen bei der Landwehr blos 18 Selbstmorde. hafteste interessirt ist, daß als Ursachen der Selbstmorde Selbstmordstatistik und der Militärstatistik ist es schwer, Obgleich die Altersdifferenz und die viel ungünstigeren nicht solche angegeben werden, welche zur Bestrafung der auf Grund thatsächlichen Materials diese Schönfärbereien ökonomischen Bedingungen, unter denen diese Personen leben, Vorgesetzten oder zur Minderung des Ansehens der Miliins rechte Licht zu setzen. Nur auf einen statistischen Fehl- anscheinend eine größere Häufigkeit der Selbstmorde erwarten tärverwaltung führen könnten. Man hilft sich da, indem schluß sei schon hier hingewiesen. Es geht nicht an, die lassen sollte, erreichte sie kaum ein Sechstel derjenigen man behauptet, daß die Ursachen der Selbstmorde Bahl der im Heere vorkommenden Selbstmorde mit der des Präsenzstandes. Deshalb ist es für jedermann klar, daß unbekannt sind, was in zwei Fünftel sämmtlicher Fälle Zahl der in der Zivilbevölkerung sich ereignenden zu vergleichen; lediglich der Dienst im stehenden Heere die Schuld an der angegeben wird, ferner wird, so in 7 pCt. der bekannten vergleichen lassen sich lediglich die Selbstmorde der überaus hohen Selbstmordziffer tragen kann. Selbstmordursachen Geisteskrankheit oder Unzurechnungsgleich altrigen Zivil- und Militärbevölkerung Die Thatsache, daß in der ganzen Beobachtungsperiode fähigkeit angegeben. Damit wäscht sich aber die Militärund auch hierbei sind die verschiedenen wirth( 1870-1891) bei der Kavallerie die größte, bei der verwaltung von ihrer Mitschuld an den Selbstmorden nicht schaftlichen Verhältnisse zu berücksichtigen. Der Soldat Artillerie die geringste Anzahl von Selbstmorden vorkam, rein, da es doch sowohl im Interesse der Geisteskranken fämpft den Kampf um's tägliche Brot nicht wie dürfte auf die verschiedene Zusammensetzung der Offizier als auch des militärischen Dienstes unverzeihlich ist, under gleichaltrige Arbeiter, der Soldat ist ferner gesünder korps zurückzuführen sein. Die Kavallerie- Offiziere entstammen, zurechnungsfähige Personen an die Fahne zu fesseln. Troß und kräftiger, als der gleichaltrige Zivilist, dessen förper- wenn auch nicht so ausschließlich wie in Deutschland, dem all dieser Beschönigungsversuche bleiben aber noch immer liche Beschaffenheit ihn nicht bloß für den Militärdienst grundbesitzenden oft ebenso wenig gebildeten wie hochmüthigen etwa zwei Drittel der bekannten Ursachen zu Lasten des untauglich erscheinen läßt, sondern ihn auch zur Durch Geburtsadel, während die Artillerie- Offiziere die gebildetsten Milita rismus, denn von je 1000 Selbstmorden, die in den kämpfung des Kampfs um's Dasein weniger geeignet Mitglieder ihres Standes sind. Dann kommen hierbei auch Jahren 1883-1891 in der österreichischen Armee vorkamen erscheinen läßt. Aus all diesen Gründen müßte eigentlich die übergroßen Anstrengungen des Dienstes gerade bei der und deren Ursachen bekannt waren, wurden 336 auf Furcht ginge es beim Militär wie es sollte zu die Selbst- Kavallerie in Betracht. Dies sollte gerade zu einer Ent- vor Strafe, 200 auf Unluft zum Dienen, 10(!?) auf mordziffer bedeutend geringer sein, als in der Zivil- lastung der Kavalleristen führen, aber in Deutschland hat Mißhandlung und strenge Behandlung, 51 auf getränkten bevölkerung. Leider läßt sich auf grund des zugänglichen man trotzdem gerade für die reitenden Truppengattungen Ehrgeiz, 68 auf Lebensüberdruß und 37 auf Heimdeutschen militärstatistischen Materials die Frage der Selbst- die dreijährige Dienstzeit belassen, während man die Dienst- weh zurückgeführt. Wir gehen kaum fehl, wenn morde in der Armee nicht mit so großem Nuzen beleuchten, zeit der übrigen Truppengattungen verminderte. Dies dürfte wir behaupten, daß unter den 40 pCt. unbekannten wie auf grund des österreichischen Materials. In dazu führen, daß das Mißverhältniß zwischen den Selbst- Selbstmordversuchen zahlreiche auf die vorstehenden BewegTeutschland werden die Ergebnisse der Militärstatistik so ge- morden in der Kavallerie und bei den anderen Truppen- gründen vor allem auf Mißhandlung und strenge Beheim gehalten, wie die Akten der politischen Polizei oder wie gattungen sich künftig noch weit stärker ausprägen wird. handlung zurückzuführen sind. Gerade die oben angeführten diplomatische Geheimnisse, während Desterreich alljährlich In den Wintermonaten, wo die Soldaten bei ihren Ursachen der Selbstmorde kommen in der Zivilbevölkerung ein umfangreiches militärstatistisches Jahrbuch herausgiebt, Uebungen unter der großen Kälte leiden und vor den Ma- bedeutend seltener vor, so daß wir auch für die Art der das jedermann zugänglich ist. Auf grund desselben unter- növern, wo sie am meisten geschuhriegelt werden, steigen die Selbstmordursachen den Militarismus verantwortlich machen suchte ein nationalökonomisch und statistisch bewanderter Selbstmordziffern am meisten an. müssen. Die Zahl der Selbstmorde in unserer Wiener Arzt Dr. Siegfried Rosenfeld die Selbstmorde Im ersten Monate der Dienstzeit sind fast dreimal Armee ist etwas geringer als in der öster im österreichischen Heere*). In der folgenden Darstellung so viele Selbstmorde vorgekommen, als dem Monatsdurch- reichischen. Es wäre aber falsch, dies auf schnitte entsprechen würde, in den folgenden fünf Monaten günstigere Verhältnisse in unserer Armee zurückzuführen. *) Erschien in Pernerstorfer's Deutschen Worten, August- noch zweimal so viel und von da an immer weniger. Es Der Grund scheint in nationalen Momenten zu liegen, denn und Septemberheft 1893. S. 449-515. steht also die Selbstmordhäufigkeit im umgekehrten Ver- auch in Desterreich ist in den aus Deutschen zusammenFeuilleton. Nachbruc verboten.] ( 39 Ihr Korporale oder Unteroffiziere in der Armee, Brücken- dige, der arme Teufel, der seine Stimme aus Noth und und Chausseeaufseher, ja sogar Lehrer und Prediger werden. Unwissenheit verkauft oder der große Herr, der sie aus ... Aber, meine Freunde, Offiziere, Ingenieure, Ehrgeiz tauft? Advokaten, Aerzte, Professoren, Bischöfe zu werden, dazu Am 21. August. Der Himmel ist grau, der Wind find nur die Söhne unseres Adels und unserer Bougeoisie heult, die Bäume beben im Sturme. Große Wolken jagen Die Bekehrung André Savenay's. gut. Da handelt es sich nicht darum, daß Ihr intelligent sich unaufhörlich. Ist es die Düſterkeit der Natur, die Sozialistischer Roman von Georges Renard. Autorisirte Uebersetzung von Marie Kunert. " seid, sondern darum, ob Eure Eltern zehn Studienjahre heute auf mich wirkt? Ich weiß es nicht. Aber ich bin für Euch bezahlen können. Man braucht Zeugnisse und so traurig, als sollte die Sonne nie wieder scheinen. Atteste, um zu den Berufsarten zu gelangen, die Geld ein- Warum bin ich heute so trübe gestimmt? Ist es der bringen. Man braucht aber wieder viel Geld, um diese Rummer] um mein verlorenes Vermögen? Neid auf die Zeugnisse und Atteste zu erlangen. Wieviele von Euch jenigen, welche jetzt das besigen, was ich nicht mehr habe? Ich schäme mich heute, weil ich einmal geglaubt werden in diesen circulus vitiosus, diesen fehlerhaften Kreis Ich glaube es nicht. In diesem Punkte kann ich mit mir habe, besser zu sein als die übrige Welt, wenn ich ihre eindringen? Vielleicht auf tausend nicht einer. zufrieden sein. Ich leide weniger, als ich früher glaubte, fühle Gleichgiltigkeit nachahmte. Ich fühle jetzt einen Am 17. August. Gestern feierte das kleine Dorf unter der Nothwendigkeit, mir mein Brot wie so viele neuen Menschen in mir erstehen, der nicht mehr seine la Mazère, auf dessen Gebiet Herr von Serenoize sein Schloß andere selbst verdienen zu müssen. Aber ich leide, weil ich Schuldigkeit gethan zu haben glaubt, wenn er über eine hat, ein Fest. Der Park stand den Bauern weit geöffnet. mich allein fühle, so schrecklich allein, und weil ich so Schlechtigkeit gelächelt oder mit Widerwillen das Vorhanden- auf dem großen Grasplay waren Tische aufgestellt. Man abhängig bin. Meine Wirthe verstehen mich nicht, sein einer Eiterbeule am Leibe der Gesellschaft festgestellt tonnte essen und trinken, so viel man wollte. Am Abend können mich nicht verstehen. Ich muß mich mit hat. Der Anblick des armen, gekauften Menschen, der von sah ich überall Betrunkene. Die Luft riecht heute noch nach meinen Ideen und Gefühlen tief in mein Jn= dem Reichen beftochen wird, um betrogen zu werden, abgestandenen Speisen und Getränken. Ich konnte meinen neres flüchten. Was für Menschen!" sagte empört mein Herz. Sollte ich doch noch Sozialist werden? Ekel und Abscheu kaum verbergen. Herr von Serenoize Frau von Serenoize gestern zu mir, als sie von den Es sollte mich nicht wundern, wenn ich noch einmal so sagte mir lachend: Sie haben zu feine Nerven. Das Volk Fabrikarbeitern sprach. Glauben Sie, daß sie im stande dächte wie Bater Deschamps. Doch habe ich meinen Platz riecht nicht gut, aber es amüsirt sich wie das liebe Vieh. find, nicht für meinen Mann zu stimmen, der ihnen seit in dem großen Kampfe noch nicht gewählt. Bis jetzt habe Man muß es nehmen, wie es ist." Warum könnte man fünfzehn Jahren Arbeit giebt? Wie sollten sie wohl ohne ich wohl mehr den Wunsch als den Willen zu handeln, aber nicht daran arbeiten, auch die Vergnügungen ebenso ihn leben?" Ich hätte beinahe geantwortet:" Und er, mehr Streben als Ueberzeugung. Aber es ist mir, als würde wie die Lebenshaltung des Voltes zu heben?" sagte ich. wie wäre er ohne sie reich geworden?" Aber ich schwieg. ich durch das Nachdenken, durch Energie, durch das Mit- Der zukünftige Gesetzgeber sah mich ganz erstaunt an. Das Es kann nicht meine Aufgabe sein, diese Leute Billigkeit leid mit den andern männlicher, gereifter. Jezt könnte Volt!" antwortete er, das ist aus seinem Schmuh nicht im Denken zu lehren, die mich für ganz andere Leistungen Johanna mir nicht mehr vorwerfen, ich wäre ein Egoist. herauszuziehen. Roh ist es, und roh wird es bleiben. bezahlen. Frau von Serenoize, die dennoch eher gut von Am 9. Auguft. Wieder eine Prämienvertheilung, Nehmen Sie doch nur unsere Bauern, Leute, die sich für Charakter als schlecht ist, ist fest davon überzeugt, daß ihr diesmal in einer Dorfschule und wieder derselbe Refrain, eine Flasche Schnaps verkaufen! Der gestrige Tag hat mich Mann mehr gethan hat, als seine Pflicht war, indem er daß die Bildung den Söhnen der Bauern und Arbeiter 2000 Frants gefoftet, aber er bringt mir auch 300 Stimmen die Leute nicht einfach verhungern ließ, die ihm rund alle Berufsarten eröffne. ein! Dafür ist er nicht zu theuer." 30 000 Frants Profit im Jahre erworben haben. Nun soll man ihr auseinandersehen, daß die eigentlichen Undankbaren Ihr armen Kleinen! Ja, wenn Ihr tüchtig seid, könnt Ich erwiderte nichts, aber ich dachte: Wer ist der Schul gesetzten Truppenkörpern die Selbstmordhäufigkeit verhältniß- 1ständniß und das Recht, mitzusprechen, werden die Arbeiter au ch| mittheilen will. Wir halten es aber kaum für möglich, in mäßig geringer als bei den anderen österreichischen hier zurückgesetzt? Wir verlangen, daß die Regierung eingehend diesem Falle den bekannten Gesetzesparagraphen von der Nationalitäten. Aber auch wir haben uns über allzu über den Sachverhalt Auskunft giebt und zwar in dem ihr zu Gefährdung der öffentlichen Ordnung angewendet zu sehen." große Häufigkeit der Selbstmorde in unserem Herr Gebote stehenden Amtsblatt, dem„ Reich 3- Anzeiger". Noch ist Wir hingegen halten es sehr gut für möglich, möchten der lichen Kriegsheere zu beklagen, auch uns ist die große An- e3 Zeit, einzulenken und das Richtige zu thun. Verstehen die Behörde aber nicht zu dem Entschlusse Glück wünschen, zahl der Selbstmorde in der Armee ein Beweis, daß unsere Brüder im zweifarbigen Tuche nicht so behandelt Beauftragten der Regierung aber so wenig die Zeichen der Zeit, wenn er wirklich gefaßt sein sollte. Das Mißtrauen, das unsere Brüder im zweifarbigen Tuche nicht so behandelt daß sie durch ihr Vorgehen, das die bevorrechtete Stellung des tiefen Fuß gefaßt hat, erhielte durch eine solche Maßnahme in vielen Gemüthern gegen die bürgerliche Rechtsprechung werden, daß sie sich ihres Lebens freuen können. Besitzes grell beleuchtet, das soziale Mißtrauen der Arbeiterschaft neue Nahrung. steigern, so tragen sie die Schuld allein, nur sie, die offenbar wünschen, unter sich" zu sein. Daß die bürgerliche Presse einhellig ist im Schweigen über die neue den Arbeitern angethane Unbill, wundert uns nicht. Wenn es sich freilich um die Börsensteuer handelte! Wir erklären zugleich, daß es uns nicht genügt, wenn das Organ der Stumm und Kardorff, die" Post", in ihrer Ausgabe vom 11. August schreibt: Die Häufigkeit der Selbstmorde im Heere zwingt uns, den Militarismus ebenso hartnäckig und energisch aus Gründen der Menschlichkeit wie aus wirthschaftlichen und volitischen Beweggründen zu bekämpfen. Politische Leberlidit. Berlin, den 10. Auguft. M " " An Reichsmünzen sind im Monat Juli in den deutschen Münzstätten zur Ausprägung gelangt: an Goldmünzen für 1452 820 M. Kronen, und zwar sämmtlich auf Privatrechnung, an Silbermünzen für 341 140 M. Fünfmarkstücke, für 1688 792 m. weimarkstücke, für 399 085 M. Einmarkstücke, an Nickelmünzen für 158 544,10 M. Zehnpfennigstücke, für 60 019,20 M. Fünfpfennigstücke und an Kupfermünzen für 15 654,70 M. Einpfennigftücke. " Ver „ Es ist eine durchaus irrige Annahme, daß über die betreffs der gewerblichen Sonntagsruhe zu erlassenden AusführungsDie Finanzministerkonferenz hat am 9. August, wie bestimmungen nur die Arbeitgeber vernommen werden sollen. Der Großgrundbesitz findet in der Kreuzdie Frankfurter Zeitung" trotz des gelobten zu der im nächsten Monat nach Berlin zu berufenden Konferenz 3eitung" immer eine eifrige Advokatin. Das auch von Stillschweigens der Theilnehmer erfahren hat, die Tabak werden ebensowohl Arbeitnehmer wie Arbeitgeber eingeladen uns besprochene katholisch- soziale Programm fordert u. a. fabritatsteuer, wenn auch nicht einstimmig, grund- werden." eine Höchstgrenze für den Bodenerwerb. Flugs sucht das fäßlich angenommen. Die Höhe der Steuer und die Wir fordern, daß die Regierung im Reichs- Anzeiger" das Junkerblatt diese Forderung dadurch in üblen Geruch zu Abmessung der Abstufungen soll späterer Berathung vor- Wort ergreift, offiziöse Ableugnungen in Blättern vom Schlage bringen, daß es ihr die Etikette aufklebt:„ Das ist sozialbehalten bleiben, weil erst, went bas reichsfinansielle der" Boſt" haben für uns keines Strohhalms Gen behalten bleiben, weil erst, wenn das reichsfinanzielle der„ Post" haben für uns feines Strohhalms Gewicht. Heraus demokratisch." Wir hätten dem Organ des alten und Deckungsprogramm vollständig vorliege, auch der Ertrag mit der Sprache! befestigten Grundbesitzes eine eindringlichere Kenntniß der Tabaksteuer genau abgeschäßt werden könne. Es werde unserer Grundsätze und Forderungen zugetraut. Möge uns die Bemessung dieses Mehrertrages ganz davon abhängen, Die Vertreter des Gastwirthsverbandes haben doch die Kreuz- Zeitung" sagen, wo in aller Welt die wie die übrigen Steuerprojekte aufgenommen würden; mit bei Miquel, bei Malzahn und Unterstaatssekretär Sozialdemokratie eine Maximalgrenze für den Erwerb anderen Worten: je weniger die anderen Steuervorschläge von Schraut ihre Audienz gehabt. In einer Dent- von Grund und Boden verlangt. Wir sind zu gute Aussicht auf Annahme hätten, desto mehr müsse der Tab at schrift zählen sie eine Reihe von Mißständen" auf, die Kenner der wirthschaftlichen Entwickelung, als daß wir bluten und umgekehrt. Die Produktionssteuer werde nach der Ansicht der Petenten zu dem Niedergang des Stellung nähmen gegen einen geschichtlichen Vorgang, die fallen und dementsprechend der Tabatzoll genau um Wirthsgewerbes beitragen. Sie wenden fich gegen die Verdichtung des Befizes in immer wenigere Hände, die die 45 M. herabgesett werden. Was die Art der Be- sogenannten Vereinswirthschaften, das Zimmervermiethen gesellschaftlichen Gegensätze immer mehr verschärft und so steuerung betrifft, so sei eine Stempelung beim mit Pension und die Privatkostgebereien, namentlich aber die endgiltige Auseinandersetzung beschleunigt. Fabrikanten in Aussicht genommen. Es werden drei gegen den Flaschenbier Handel und Verkauf, ficht die" Kreuz- Zeitung" die Sache des den Kleinbetrieb Hauptklassen angenommen, Bigarren, Rauchtabat, Schnupf der fonzessions, verordnungs- und im Kleinverkauf steuer aufsaugenden und beständig wachsenden Großbetriebs, so ist das tabat, innerhalb deren Abstufungen nach dem Werthe Platz frei betrieben werden könne, während der Wirth nur unter natürlicher, fie mag sagen ihr gottgewollter" Beruf. Wenn greifen. Die Einführung von Banderollen, wie sie anderwärts Konzession, Verordnung, bedeutenden Steuern und großen sie am Schluß zimperlich meint, ein Uebermaß an Latiin Gebrauch find, sei nicht beabsichtigt, vielmehr beschränkt sich Geschäftsunkosten das Bier absetzen könne. Staatssekretär fundien- Besiz" erscheine auch ihr im Interesse des Staatsdie Aufsicht auf eine Buch kontrolle, die unter thun- von Malhahn sagte zu, daß die Konzessionspflicht ganzen nicht vortheilhaft", so ist eben die Frage, was ihr lichfter Schonung der kleineren Produzenten" durchgeführt des Flaschenbier Handels oder Verkaufs als Uebermaß" erscheint. So reichlich das Junkerthum werden solle. Ueberhaupt gedente man die Kontrolle so demnächst im Reichstag zur Berathung kommen solle; die mit Zöllen, Steuergeschenken, Liebesgaben, Ausfuhr- Verweit zu erleichtern, als nur irgend möglich sei, um jede Regelung des Kantinen- und Vereinswirthschaft- Wesens gütungen, den besten Aemtern in Heer und Verwaltung Schädigung der Betriebe fernzuhalten. Man hoffe, daß liege bereits dem Reichstage vor und zwar in einem den gespeist wird, die Bescheidenheit der Edelsten und Besten" das Tabatsfabrikats- Steuergesetz bereits am 1. April in Betenten günstigen Sinne. Die Kantinen, Konsumvereine, weiß doch nichts von einem Uebermaß" des Liebesmahls, Kraft treten könne. Auch über das Stempelsteuer- Offiziervereine, sowie die Bierbrauer, die Bier an Private das die arbeitende Klasse ihr auftischen muß. Gesetz wurde berathen, und auch hierüber ist man, wie abgeben, würden danach künftighin besteuert werden. Ueber verlautet, zu einer gewissen Einigung gekommen, die in- Miquel's Offenbarungen vernimmt man nichts. Herr dessen ganz allgemeiner Natur ist. Die Frage gilt in von Malzahn aber, der in wenigen Wochen seine Amtszeit ihren Einzelheiten noch nicht als spruchruf, weil gerade in zu den angenehmen Erinnerungen" zählen wird, hat doch der legten Zeit beachtenswerthe Mittheilungen über die bald nix to ſeggen". Bedürfnisse des Geschäftslebens gemacht worden sind, die eine Berücksichtigung erheischen. Weitere sorgfältige Be- Die künftige Dienstpflicht der Erfahreservisten. rathungen sind in Aussicht genommen, da die Ab- In dem Gesez, betreffend die Friedensstärke des deutschen sicht besteht, das solide Geschäft thunlichst wenig Heeres heißt es: zu belästigen." Endlich ist auch die Quittungssteuer in den Kreis der Berathungen gezogen worden. Schält man den Kern aus dem Wust schöner Nebensarten heraus, so bleibt das Eine übrig: erhöhte indirekte Steuern, Mehrbelastung der Volksmasse. Weshalb die Herren Minister aber durch die Hinterthüren ihre Beschlüsse den Berichterstattern zuraunen, anstatt im Reichs Anzeiger" einen Bericht über den Gang der Verhandlungen erstatten zu lassen, das ist auch ein Geheimniß der höheren Bolitit".Heraus mit der Sprache! Wir haben dieser Tage( Nr. 185 vom 9. Aug.) die von einem offiziösen Blatte gebrachte Meldung eingehend besprochen, wonach zwar die Unternehmer als Gutachter" über die gewerbliche Sonntagsruhe nach Berlin berufen worden seien, während die Arbeiter durch die Gewerberäthe vernommen werden sollten. Bis zu diesem Augenblick hat die Reichsregierung die Nachricht, die uns das zweierlei Maß der famosen Sozialreform _ " " " " Der Fall Frank. Die pp. Amtsverkündiger, schreibt unser Bruderorgan, der Offenburger Volksfreund", suchen sich mit allen erdenklichen Mittelchen um die Thatsache zu drücken, daß der größte Theil der dem Schlußakt beiwohnenden Lahrer Bürger, ferner beinahe alle edlen Frauen und noch edleren Jungfrauen, ja sogar- furchtbar zu hören! mehrere gesinnungsechte Staatsdiener dem freisinnig- sozialistischen" Vortrag des Abiturienten Frank lebhaften Beifall zollten. Was sagt aber der " Ortenauer Bote", die Bad. Presse" zc. dazu, daß nach dem Die Aushebung der Erfahreservisten im bisherigen Sinne, Schlußakt viele Lahrer Herren, darunter nationalliberale welche beizubehalten bei gleichzeitiger Einführung zweijähriger Stadträthe, dem Water des Gemaßregelten unter warmen Ich glaube, es Dienstpflicht zur Unmöglichkeit wird, kommt in Fortfall; die Glückwünschen die Hand schüttelten?! Einrichtung als solche und die Uebungspflicht bleiben bestehen, würde auch der ausgesprochenen Findigkeit des Artikelda die Nothwendigkeit vorliegt, förperlich minderwerthige Schmiedes der Lahrer Beitung" schwer fallen, bei jenen Mannschaften in einigen Spezialzweigen, z. B. Verwaltungs- Herren sozialistische Ideen zu entdecken, wie er es wohl und Krankendienst, in beschränktem Umfange auszubilden." auch faum wagen dürfte, denselben die Fähigkeit, einem wissenDie bisherigen Einziehungen von Ersatzreservisten auf Weaterial zu einer Staturgeschichte des badischen Amtsverkündigers schaftlichen Vortrag zu folgen, abzusprechen. Als werthvolles 10, 6 und 4 Wochen zur Ausbildung mit der Waffe fallen biene folgendes: die teutonischen, für reif befundenen Lahrer fortan allgemein weg. Dagegen fönnen die Gestellungs- Abiturienten beschädigten nach dem Kommers( dem Frank nicht pflichtigen, die künftig der Erfahreserve zur Verwendung beiwohnte) in pöbelhafter Weise einen Neubau. Wo bleibt da im Verwaltungs- oder Krankendienste überwiesen werden, Eure Entrüstung, Ihr Kämpfer für nationalliberale Gefiitung, in beschränktem Umfange zur Ausbildung herangezogen wo bleibt da der Nothschrei über den„ unangenehmen Gindruck"? Die Amtsverkündiger schweigen wohlwollend über diesen " Jugendstreich". Ja, wenn Arbeiter diese Büberei gemacht hätten, dann wäre es etwas anderes! Nicht wahr, edle liberale ,, Lahrer Beitung"? werden. Schön ist's Bergmannsleben, Herrlich ist der Lohn; Seine Werte geben Glanz dem Königsthron. „ Der Kapitalismus hat das Klima verschlechtert, die große Dürre, Ueberschwemmungen und verheerende Stürme herbeigeführt." So sagte unser Genoffe Bürkli in seiner Die glücklichen Bergleute. Damit die belgischen Ansprache an den Internationalen Kongreß. Die Possen Ingenieure, die in diesen Tagen in Dortmund zum reißer des Pindterblattes haben darüber ihre Kapriolen Besuch sind, den Eindruck bekommen sollen, im Kohlengeschnitten. Wir überließen sie deshalb ihrer Klowns- revier sei alles schön und gut, hat die Firma Schüchtervon Oben in seiner ganzen Herrlichkeit enthüllt, nicht thätigkeit, weil wir nicht annehmen wollten, daß sie in mann u. Kremer ihr Wert ausgeschmückt. Es befindet sich bestritten. E3 Leuchtet ein, daß diese neueste amtlichem Auftrage Frazen schnitten. Da aber ernsthafte babei unter anderen folgende Reimerei: Maßregel ein gegen die Arbeiterschaft geführter Schlag ist. Die Blätter die Möglichkeit einer solchen Annahme erörtern, Arbeiter, diejenigen also, die am meisten interessirt sind am Ar- so sei einfach darauf hingewiesen, daß der kapitalistische beiterschutz der Gewerbenovelle, an der Sonntagsruhe, werden zu Raubbau, der ganze Länder durch Entwaldung verödet hat, Interessenten" zweiter Klasse herabgedrückt, die es nicht werth in der That die Schuld trägt an klimatischen Ver Die Welches Glück, ein Bergmann zu sein! Auf die schäbisind, daß sich die Regierung unmittelbar mit ihnen aus änderungen, an Wassernoth, an Dürre u. s. w. einandersetzt. Man bevormundet ste, man schickt Gewerberäthe, Bajazzi der Norddeutschen Allgemeinen Zeitung" mögen gen Wahlbeeinflussungen der Dortmunder Unternehmer bei irgend einem Kanzlisten des landwirthschaftlichen machen sich die Arbeiter einen Vers. anstatt die Arbeiter zu veranlassen, aus freier Wahl hervor Ministeriums oder bei einem Waldläufer sich über die Aufgegangene Vertrauensleute zu der Besprechung zu ent- gaben der staatlichen Forstpolitik und über die Zustände Dragonerlieutenant Bopp II, der als Hauptperson bei senden. Haben nur die Gruben- und Hüttenbesitzer das Wer- 3. B. in Südtirol unterrichten, das infolge der wahn- dem neulichen Straßenauflauf in Ulm so viel von sich reben wißigen Abholzung aus den Katastrophen nicht heraus machte, soll neueren Nachrichten zufolge außer Dienst nicht diejenigen sind, welche sie anklagt! Das schrift kommt. Daß der Kapitalismus außerdem noch die gestellt worden sein. Zuerst war die Versetzung desselben liche Aussprechen hier auf dem Papier erleichtert mich, aber publizistischen Schmaroberthiere der offiziösen Presse herbei- nach Wiblingen gemeldet worden. In Ulm reißt der Faden was würde ich für ein Paar Plauderstunden mit meinen geführt hat, ist eine Thatsache, für die die Pindter durch ihre nie ab. Erst die Lauenstein- Geschichte, nun die BoppWenn solche Affäre. Freunden Deschamps geben! Gegenwart selbst am deutlichsten zeugen. Immer schneidig. Zwischen einem Fähnrich des 13. InAm 22. August. Wer sagte doch, daß Herr Phi- Parasiten den Internationalen Kongreß nicht sehen und ihn lippeaux nicht richtig französisch sprechen könne? Jetzt als etwas Nichtssagendes behandeln möchten, so ergözt dieje fanterie- Regiments und einem Schlosser in München fam es in einer der letzten Nächte auf der Straße zu einem Streit, in entpuppt er sich mit einem Male als Schriftsteller. Eine Wanzentaktik des Todtstellens den Unbefangenen. deffen Verlauf der Schlosser dem Fähnrich eine Ohrfeige ver Broschüre erscheint unter seinem Namen, die noch dazu für Der Hader im Zentrum erweckt bei den Häuptlingen feste. Darauf hieb der Fähnrich seinen Gegner mit der scharf eine politische Broschüre garnicht schlecht geschrieben ist. der Fraktion schwere Sorgen wegen des Würzburger geschliffenen Waffe über den Kopf, so daß der Schloffer wehrlos Sie hat nur einen großen Fehler: Wer den angeblichen Katholikentages. In der Presse wird zum Sammeln gemacht war. Mit Hilfe eines Sergeanten wurde darauf der Bater kennt, kann nicht glauben, daß das Kind von ihm geblasen. Eine große Kundgebung müsse, so heißt es, die Arbeiter festgenommen und einem Gendarmen übergeben. Die sei. Man schreibt es ſeinem Sekretär zu, der nichts weiter Einigkeit der Partei offenbaren. Aber an dem Zentrums- Menge, welche sich aus Anlaß des Vorfalles angesammelt hatte, befigt, als Talent. Glücklicherweise für Herrn Philippeaux farren ziehen die Gäule nach verschiedenen Richtungen. Hott Sergeanten zu Leibe zu gehen. war sehr erregt und zeigte große Luft, dem Fähnrich und dem ist das Forschen nach der Baterschaft von unserem Gesetz- und Hü, Hü und Hott, Lieber und Ballestrem, Schorlemer buch verboten. Aber warum soll man unsere sozialen Zu- und Bachem, ein arges Durcheinander. Und unterdeß stände nicht bewundern, die es einem Dummkopf gestatten, bröckelt der feste Thurm." sich für wenig Geld Geist, Jdeen und Stil zuzulegen? Zur Alters- und Invaliditätsversicherung. Ein Beleg für die Langsamkeit, mit der der Versicherungsapparat arbeitet! Der Taglöhner Pelfter aus NeuwarenDie Bourgeoisie, die doch die Sozialreform in Erb- borf war 1891 mit einem Anspruch auf die Altersrente abZu dieser Zeit erhielt André einen Brief von seiner pacht hat, muß dazu gezwungen werden, die einfachsten gewiesen worden. Er unterbreitete feine Sache dem BerufsMutter, der ihn sehr beunruhigte. Sie theilte ihm, ohne sozialpolitischen Anstandspflichten zu erfüllen. In gericht und es dauerte fast zwei Jahre- bis zum 15. März Einzelheiten anzugeben, mit, daßGermaine'sGesundheitszustand alberstadt hatte die Stadtverordneten- Bersammlung 1893, bis seine Reflamation durch zuerkennung der sehr besorgnißerregend geworden wäre. Sie bat André nicht, sich geweigert, ein Gewerbegericht zu schaffen, ob- Rente erledigt war, inzwischen hatte er 12mal den Weg zu kommen, aber ihr Brief ließ eine solche Herzensangst, wohl von den Arbeitern es dringend gefordert worden war. zum Amtmann und 2 inal zum Landrath machen müssen. einen so innigen Wunsch, ihren Sohn zu sehen, durchblicken, Das Bedürfniß dafür war da, aber die Herren wollten nicht. Nun dauerte es noch 4 Monate, bis der Mann in der daß André sofort zu Herrn von Serenoize ging. Er bat Die Halberstädter Arbeiter wandten sich an die Regierung. vorigen Woche nämlich von dem Urtheil des Berufungsihu um Urlaub für einen Tag. Die Wahlperiode war Jezt hat eine ministerielle Verordnung verfügt, daß ein gerichtshofes in Kenntniß gesetzt wurde. Ueber die Ausnoch nicht eröffnet, so konnte Herr von Serenoize seinen Gewerbegericht zwangsweise zu errichten sei. zahlung der Rente kann immerhin auch noch einige Zeit Sekretär auf vierundzwanzig Stunden entbehren. Er willigte ein, und am nächsten Morgen sank der junge verstreichen; hoffentlich erlebt der Mann diesen Tag noch.Mann in die Arme seiner Mutter, bie, als sie ihn fah, Der englische Grubenarbeiter- Ausstand. Wolff's vor Freude und Bewegung beinahe ohnmächtig geworden Telegraphen- Bureau meldet unterm 10. August: ( Fortsegung folgt.) wäre. Der Fall Feichter. Wir lesen im Mülhauser Expreß":" Wie es heißt, wird die Verhandlung gegen den Polizeipräsidenten Feichter am 17. August unter Ausschluß der Oeffentlichkeit stattfinden. zunächst ein Gerücht, was ich Ihnen auch nur als solches Es ist Die Bergarbeiter des Glasgower Bezirts( Schottland) beschlossen zu streifen, falls ihnen eine Lohnerhöhung um einen M Swansea, 10. Auguft. Die Steiger der Gruben in Bonne Maesteg baben die Arbeit wieder aufgenommen. Mit den Stegern der übrigen Gruben finden Unterhandlungen statt. Der Preis der Yorkshire- Kohlen ist um 7 Shillinge für die Tonne( zu 10 Doppelzentnern) gestiegen. Shilling pro Tag nicht bewilligt würde. Die Besitzer der I Weiter berichtet die Elsaß Lothringische Volkszeitung" aus entdeckt, daß die Verwaltungsämter, die zu einer Zeit geschafft Kohlengruben wollen eine Lohnerhöhung um einen halben Straßburg: Am Sonntag, den 29. Juli d. J. wurde die hiesige wurden, wo an eine sozialdemokratische Verwaltung noch gar an denen gespart Shilling bewilligen. Feuerwehr- Musikkapelle aufgelöst. Grund: Am 7. Mai hat ein nicht gedacht wurde, Sinekuren feien, Theil der Musiker in Hämmerle's Garten, wo die Sozialdemo- werden müsse, weil sie jetzt von Sozialdemokraten versehen werden, fraten am gleichen Tage ihr Maifest feierten, gespielt. Die hoch- so ist diese Anschauung ja ebenfalls vom arbeiterfeindlichen wohllöbliche Polizei glaubt deshalb, es feien auch Sozialdemo- Standpunkt aus ganz in der Ordnung. Von schnurriger Auffraten. Nun haben sich die Sozialdemokraten um die Musik gar geblähtheit zeugt es aber, wenn die Korrespondenz verlangt, der nicht beworben, der Wirth hat sie gestellt. Die Regierung aber Vorwärts" solle ihre freiwilligen und unfreiwilligen Gjeleien macht turzen Prozeß. forgfältigst registriren, damit ihr in der Rapitalistenpresse zu größerer Rundschaft verholfen werde. Wenn wir auch hier und da einmal einen Fußtritt austheilen, so haben wir doch auf unserm Weg zum Siege im großen Ganzen anderes zu thun, als den fleinen Pintschern, deren Gekläff weiter nichts beweist, als daß wir vorivärts schreiten, unverdientermaßen zu Brot und Belaze deutung zu verhelfen. In bürgerlichen Blättern liest man über die Lage der Dinge am 9. August: In London ist der Preis der Kohlen nicht weiter gestiegen und ist die Nachfrage gegenwärtig geringer, als in anderen Jahren um diese Zeit, da alles darauf wartet, daß der Preis wieder fallen werde. Viele Eisenfabrikanten der Binnengrafschaften haben gestern angekündigt, daß sie einstweilen ihre Fabriken schließen müssen. Einer der Führer der Bergleute, der Parlamentsabgeordnete Wood 3, erklärte geſtern in einer in Pemberton gehaltenen Rede, der Ausstand werde ohne Ruhestörungen verlaufen, wenn die Behörden nicht, mie in früheren Fällen, sich einfach auf die Seite der Rapitalisten stellten. Sollte dies auch diesmal geschehen, so möge niemand die Führer der Feiernden verantwortlich machen. Bei früheren Ausständen sei es nur deshalb zu Unruhen gekommen, weil die Polizei die Feiernden wie wilde Thiere gehetzt habe. Ziemlich unerwartet verlief die Sigung des Vollzugs Diese neue Maßregelung ruft unter der hiesigen Bevölkerung großen und allgemeinen Unwillen hervor und zwar um so mehr, da die Feuerwehr- Kapelle sehr beliebt und der Stolz der Einwohnerschaft war. Wenn die Behörde so sortfährt, so kann es noch ganz gut werden! Die armen Schneider find durch diese Maßregelung um einen Verdienst gekommen. Es sollte nämlich in allernächſter Zeit die ganze Kapelle neue Uniformen befommen. Man erzählt sich, es feien einige Schneider, welche Aussicht hatten, die Arbeit zu bekommen, ganz wüthend, denn der Auftrag wäre während der Saurengurkenzeit ein fetter Bissen für dieselben gewesen. So geht es bei uns: der Bürger denkt und die Polizei lenkt. Hoffentlich verlernen die Bürger das Denken um deswillen noch nicht, sondern verlegen sich immer ernster darauf, dann wird es am Ende doch besser werden. in Als Reichstags- Abgeordneter Bebel sich vor einigen Tagen Mühlhausen i. E. aufhielt, ging ein Kriminalschuhmann als Dieser Mittheilung fügt unser Parteiblatt folgende malitiöse Bemerkung hinzu: Musſchuſſes der Bergleute von Durham. Der Aus- ſteter Begleiter hinter ihm her. Fer Barte schuß verhandelte darüber, was geschehen solle, nachdem die Grubenbesizer die 15 prozentige Lohnerhöhung verweigert hätten. Es wurde beschlossen, erst die verschiedenen Arbeiterlogen darüber abstimmen zu laffen, ob weitere Schritte von dem Verein der Bergleute von Durham oder vor dem nationalen Verbande ausgehen sollten. Die Sache kommt darauf hinaus, ob Durham fich vom Nationalen Verband sofort lossagen soll oder nicht. Jedenfalls wird der Ausstand in Durham um Wochen dadurch verschoben. In Northumberland, wurde gestern ein Fragebogen an jeden Bergmann geschickt mit, der einen Frage: Wollen Sie wegen 15 1/4 prozentiger Lohnerhöhung feiern? Ja oder Nein. Man erwartet mit ziemlicher. Sicherheit, daß Northumberland sich nicht dem Ausstande anschließen wird. Die Grubenbesitzer von Fife und Clackmannan verweigerten gestern auf einer in Edinburgh. abgehaltenen Versammlung einstimmig die Forderung der Leute auf 25 prozentige Lohn erhöhung. Die meisten Zechen der Grafschaft Fife besitzen zur Beit große Kohlenvorräthe. Die für die Vermehrung der Straß burger Schußmannschaft vor einigen Monaten geltend gemachten Gründe werden hier um einen vermehrt. Am Ende stellt das Straßburger Polizeipräsidium tünftig einen Geheimen" eigens zu dem Zwecke an, Bebeln in die Kreuz und Quer durch Europa nachzureisen. Ob die Steuerzahler mit dieser Berwendung ihrer Groschen einverstanden sind? Ein Unterfränkischer Parteitag soll, wie unser Würz burger Parteiblatt mittheilt, am 27. August in Würzburg abgehalten werden. Parteifinanzen. Ein gutes Beugniß der Opferwilligkeit haben die Chemnißer Genossen abgelegt. Die Einnahme zur Reichstagswahl betrug 4194,91 M., die Ausgabe 2118,47 M., so daß ein Ueberschuß von 2076,44 M. zu verzeichnen ist. 1000 m. werden davon dem Parteivorstand überwiesen. * Polizeiliches, Gerichtliches 2c. " Kaffenarzt und Kaffenmitglied. Wie die von den Ortstassen angestellten Aerzte zuweilen arbeiten", geht aus folgendem Schriftstück hervor: Attest. pp. Nissen, anscheinend( lehteres im Original dreimal unterstrichen) Alkoholist, ist nun glücklich ein paar( 3) Wochen Mitglied der Krankenkasse, hat eine chronische alte Kniegelenfentzündung, die sich durchs Arbeiten, das er ja nicht gewöhnt ist, nun wieder verschlimmert hat. N. muß liegen; zu Hause, d. h. in feinem Logis, ist dies angeblich unmöglich, darum in besteht der Mensch darauf, ins Krankenhaus zu gelangen. Aerztlicherfeits liegt allerdings ein triftiger Grund gegen dieses Verlangen nicht vor. Riesa, 5./6. 1893 algar le Dr. Feſtner. Die Titulaturen, mit denen der von den versicherten Arbeitern zum größten Theil bezahlte gebildete" Arzt den Kranken beehrt, lassen in der That nichts an Höflichkeit zu wünschen übrig. Hoffentlich richten die Mitglieder der betreffenden Ortsfasse an den Mann mit gleicher Höflichkeit, wie sie ihm eigen, das Ersuchen, von seiner Umgangsfähigkeit mit Menschen hinfort in anderen als Arbeiterkreisen Zeugniß abzulegen. " Moderne Räuberwirthschaft. In der GrundeigenthümerBeitung" wird die Hamburger Bauspekulation betreffend folgende Mittheilung gebracht:" Vom 12. bis 14. Juli standen 14 Grundftücke zum Verkauf, darunter 10 3wangsverkäufe; ein Erbe blieb unverkauft. Die Gesammtsumme der 13 übrigen Grundstücke ergiebt einen Kaufpreis von 782 510 m., wobei nicht weniger als 603 150. Hypotheken verloren gingen! Am Pinneberger- und Sandweg wurden 6 Häuser eines Besizers für 46 600 m. vertauft, wobei die bedeutende Summe von 493 400 Mark verLoren ging." Wie in Hamburg, so wird in allen Großstädten von den Baulöwen nach diesem Raubsystem gewirthschaftet. Wann endigt für die Krankenkaffen die Unterstützungs.. pflicht in Krankheitsfällen? In der Norddeutschen Allg. Beitung" ist bezüglich dieser Frage zu lesen: In dem Entwurfe des Krankenversicherungs- Gesetzes vom Juni 1883 lautete der 1. Absatz des§ 6: Die Krantenunterstüßung ist vom vierten Tage nach Eintritt der Krankheit an für die Dauer der Erwerbsunfähigkeit, jedoch höchstens für 13 Wochen zu leisten. Frankreich. Ein Bossenreißer des französischen Antisemitismus, der Marquis Morés, hat, wie er selbst erzählt, von dem Juden Cornelius Herz, dem Panama- Wegen Aufreizung zum Widerstand gegen die StaatsGauner, sich eine Spielschuld von 20 000 Franken zahlen gewalt wurde der Parteigenosse Robert Frante am 8. August laffen. Drumont, der geistreiche literarische Wortführer vom Landgericht Dessau zu 3 Monaten Gefängniß verurtheilt. Der Staatsanwalt hatte 5 Monat beantragt. Die unter Andes Antisemitismus, hat bei Herz für seinen Freund flage gestellte Aeußernng soll Franke in einer am 14. Mai abMorés betteln helfen. Die Herz, Morés und Drumont gehaltenen Wählerversammlung gethan haben. Die Verurthei- 15. find einander werth. lung erfolgte auf das Zeugniß des überwachenden Beamten hin. 60 Syndikate der Arbeiterbörse, die wegen Bergehens-Wegen Beleidigung unseres Genossen Friz Kunert gegen das Gesetz über die Syndikate" gerichtlich belangt wurde in der am 9. August in Halle abgehaltenen Schöffen wurden, find zu je 50 Frs. Geldstrafe verurtheilt worden. gerichtssigung der Agent Hesselbarth, welcher zur Zeit der Wahl Außerdem ordnete der Gerichtshof die Auflösung der die bekannten unehrenhaften Gerüchte über Kunert verbreitet hatte, zu 100 M. Geldstrafe eventuell 10 Tagen Gefängniß verbetreffenden Syndikate an, Klassenfuſtiz! urtheilt. Desgleichen erhielt der von Hesselbarth widerbeflagte Genosse Kunert wegen Beleidigung des ersteren eine Geldstrafe von 10 M. auferlegt, weil er im Voltsblatt" gegen die Angriffe ffe H.'s eine Erklärung abgegeben, worin die bezüglichen eußerungen Hesselbarth's als nichtswürdige Berleumdungen bezeichnet wurden. 4 M " Schon aus dem Wortlaute ergiebt sich, daß die Krankenunterstügung volle 18 Wochen, b. i. volle 91 Tage gewährt wer den sollte. Der Reichstag gab dem Gesetze die Fassung, wie sie jegt in Abs. 1 und 2 des§ 6 enthalten ist. Danach sollte die ärztliche Behandlung und Gewährung von Arznei 2c.( Nr. 1) alsbald, ohne Beobachtung einer Rarenzzeit, beginnen, die Dauer derselben aber nicht vertürzt werden, also 91 volle tage betragen. Die Berechnung dieser 91 Tage wäre nur in der Weise denkbar, daß der Beginn auf den Moment gesetzt würde, in welchem zuerst Gegen das freisprechende Urtheil, welches das Altonaer ärztliche Behandlung 2c. gewährt ist, so daß z. B., wenn letzteres Landgericht vor einigen Wochen gegen den Genossen Franz am 1. Januar 3 Uhr Nachmittags der Fall gewesen, dieselbe um Diedrich, der wegen Majestätsbeleidigung und Gotteslästerung 8 Uhr Nachmittags des 2. April- des 92. Zages aufhörte. angeklagt war, gefällt hat, hat der Staatsanwalt Revision ein- Eine solche Berechnung aber von Moment zu Moment, welche gelegt, soweit fich das Urtheil nicht auf die Anklage wegen für die Verwaltung des Versicherungswesens die größten UnzuGotteslästerung bezieht. Der Staatsanwalt beantragt, die träglichkeiten mit sich führen würde, ist dem KrankenversicherungsSache zur nochmaligen Verhandlung dem Kieler Landgericht zu gesetz überhaupt unbekannt, bei Anwendung seiner Bestimmungen überweisen. Soziale Lebersicht. er gegeben werden. Die Frage, für welche Zeit das Krankengeld su zahlen ist, bietet keine besondere Schwierigkeit. Die Zeit ist Ausschluß der Karenzzeit. Daß lettere aber außer dem Tage diefelbe, für welche ärztliche Behandlung zc. zu gewähren ist, mit der Erkrankung nur 2 Tage beträgt, geht aus dem bei den VerAusschluß der Karenzzeit. Daß lettere aber außer dem Tage bandlungen im Reichstage gebrauchten Beispiel, daß ein am Montag erkrankter Arbeiter zuerst für den Donnerstag Krankengeld bekommen soll, deutlich hervor. In dem oben angeführten Beispiel würde also das Krankengeld für die Zeit vom 4. Januar bis 2. April einschließlich, also für 89 Tage weniger die in diese Beit fallenden Sonn- und Festtage, zu zahlen fein. Panamino. Nach dem Autrage des Ober- Staatsanwalts, Senators Bartoli, werden, wie die Bossische Zeitung" meldet, vor die Geschworenen verwiesen:" der eheZeitung" meldet, vor die Geschworenen verwiesen: der ehemalige Gouverneur der Banca Romana", Romthur und Senator Bernardo Tanlongo, der Kassirer derselben Bank Romthur Cesare Lazzaroni und der Baron Michele Lazzaroni, dessen Neffe, wegen Betruges und Fälschung in der Bankverwaltung; die beiden ersteren außerdem wegen der im Amte begangenen Entwendung oder Unterschlagung einer Gesammtsumme von über 28% Mill. Lire, Fälschung von Urkunden und Kreditpapieren, Nachahmung von Banknoten ist nur die Rechnung nach vollen Tagen zulässig. Es bleibt im Betrage von 41 Millionen( von denen 421 000 Lire verdaher nur die Alternative, den ersten Tag entweder voll oder ausgabt wurden), und Bestechung öffentlicher Beamter; garnicht einzurechnen. Im ersteren Falle würde der Arbeiter Michele Lazzaroni wegen im Amte begangener Entwendung überall da, wo die ärztliche Behandlung 2c. wie fast immer wird der Fall sein oder Unterschlagung eines Theiles der Summe von erst im Laufe des Tages be= gonnen hat, benachtheiligt werden können, indem 28 Millionen und Beihilfe zur Unterschlagung derselben, sowie wegen Urkunden- und Kredit Titel- Fälschung; Genossen! Genosünnen! G3 kann und darf Euch nicht dann diese Leistungen für den bezüglichen Theil des letzten, Pietro Tanlongo, der Sohn des Bankgouverneurs, gleichgiltig sein, wie Euer tägliches Brot bereitet wird, es darf ist nicht erhält; nach der ganzen Intention des Gesetzes aber, 91., Tages- auch wenn er ihrer zur Zeit bedürftig wegen unmittelbarer Mithilfe zur genannten Unterschlagung Such nicht gleichgiltig sein, daß in Bäckereien Zustände herrschen, das Wohl der Arbeiter zu fördern, ist eine Handhabung desund zur Urkunden- und Kredittitel- Fälschung und wegen die dieselben verseuchen und zu Verschleppungsheerden an- selben, welche zu einer Benachtheiligung der Arbeiter führen Banknoten- Nachahmung oder Beihilfe dazu; der Rechts- steckender Krankheiten machen, und da von seiten des Staats, tönnte, als unzulässig anzusehen. Es muß daher der Berechnung, anwalt Bellucci- Seffa wegen Beihilfe zur Beamtenbeftechung beffen Erhebungen nun schon ein volles Jahr dauern, bis jetzt nach welcher der erste Tag nicht mitgezählt wird, der Vorzug noch nichts geschieht, um die gesundheitswidrigen Zustände in den und Mitwirkung bei der Unterschlagung oder Entwendung Bäckereien zu beseitigen, ist es Eure Pflicht, die Bäckereiarbeiter ( aus der Bankkasse) von mindestens 523 000 Lire; der in ihren Bestrebungen zu unterstützen. Ihr thut dies in Gurem Ministerialdirektor Monzilli wegen Annahme einer Be- eignen Interesse als Konsumenten der Bäckerei- Erzeugnisse sowohl stechungssumme von 59 500 Lire behufs pflichtwidriger wie im Interesse einer der am schwersten geplagtesten Arbeiter Thaten oder Unterlassungen als Beamter und wegen Bei- schaft. Genossen! Genossinnen! Wollt Ihr Euch des weiteren hilfe zur Unterschlagung und Fälschung seitens des Bank- über die Zustände in den Bäckereien informiren, so erscheint am gouverneurs und Kassirers; der Regierungs- Kommissar Freitag, den 10. August, um 81/2 Uhr in der Unions- Brauerei, Bammarano wegen Annahme von 18 000 Lire behufs Ber- Hasenhaide, zur Volksversammlung. Zeigt durch zahlreiches Er Zammarano wegen Annahme von 18 000 Lire behufs Verlegung seiner Pflichten als Bank- Aufsichtsbeamter; der scheinen, daß Ihr gesonnen ſeid, für die Interessen der Arbeiter einzutreten, um den Herren Bäckermeistern eine andere Auffassung Wechselagent Mortera wegen rechtswidriger Aneignung von über Menschlichkeit und Pflicht beizubringen. 100 000 Lire anvertrauter Gelder; die Einnehmer der Für die Agitations- Kommission der Bäckereiarbeiter Berlins. Die Maschine und der Arbeiter. Vor einigen Wochen Banca Romana", Agazzi und Paris, wegen UnterE. H. Kretschmar. wurden die großen Kaffeebrennereien der Firma Arbuckle u. Co. schlagung von 97 000 und 5000 Lire Bankgelder, endlich in Brooklyn, in welchen ungefähr 1000 Personen beschäftigt An die Posamenten Arbeiter und Arbeiterinnen wurden, geschlossen und es heißt, daß die Brennereien einige der Kassenbeamte Toccafondi wegen Unterschlagung von Berlins. Am Sonnabend, den 12. August, Abends 8 Uhr, Tage geschlossen bleiben werden. 26 595 Lire. Die führenden Politiker aber, die bei diesem findet in Boly' Lokal, Alte Jakobstr. 75, eine öffentliche Ver- die Firma beabsichtigt, eine Anzahl neuer Maschinen einzustellen, Gerüchtweise verlautet, daß Ranbzug betheiligt sind, gehen frei aus. Jedenfalls ent- sammlung statt. Außer mit der Entgegennahme des Berichts wodurch ungefähr 420 Mädchen ihre Arbeit verlieren würden. rollt die Anklage ein Bild tiefster Verderbuiß der bürger- der Agitationskommission, sowie dem des Delegirten der Streit Vor einem Jahre waren in den Brennereien über 1000 Mädlichen Gesellschaft. Kontrollkommission wird sich diese Versammlung hauptsächlich chen mit Berpacken von Kaffee beschäftigt. Die Firma damit zu befassen haben, die Mißstände auf einzelnen Wert stellte Maschinen ein, womit die Arbeit des Ginpackens Der auswärtige Handel Rußlauds im ersten Halbftätten ans Tageslicht zu ziehen, sowie die" humane" Handlungs- von weniger Leuten hergestellt werden fonnte, und viele fahr 1893 belief sich im Export auf 237 341 000 Bud gegen weise mehrerer Arbeitgeber einer gebührenden Kritit zu unter- Mädchen wurden entlassen. Es wurden dann immer mehr 166 369 000 im vorigen Jahre, die Einfuhr betrug werfen. Wir erwarten daher vollzähliges Erscheinen sämmtlicher Maschinen angeschafft und die Folge hiervon war, daß jetzt in 191 173 000 Bud gegen 174 333 000 in dem gleichen Beit- Kollegen und Kolleginnen. einer Brennerei, wo früher 300 Mädchen arbeiteten, die Zahl Die Agitationstommission: raum des vorigen Jahres. der Arbeiterinnen faum 20 beträgt. Superintendent Gilmore Alschmer, Rummelsburg, Türrschmidtstr. 33, II. fagte neulich, daß ein Mädchen ungefähr 900 Pfd. Kaffee täglich Achtung! Schneider und Schneiderinnen. Am verpacken konnte, während man mit der Maschine 12 000 Bjund Freitag, den 11. Auguft, Abends 81/2 Uhr, findet eine Werkstatt- bedruckt dieselben, wiegt und packt den Kaffee ein. Es sind be per Zag verpacken kann, dabei verfertigt die Maschine die Packete, und Geschäftsbelegirten- Sigung bei Frengang, Schüßenstr. 18, reits 17 derartige Maschinen in den Brennereien im Betrieb. statt. Das Erscheinen der Kollegen und Kolleginnen ist noth- Gilmore sprach die Ansicht aus, daß in den Brennereien in kurzer Aus dem Laude der wiedergewonnenen Brüder. Derwendig. Beit nur Maschinen benutzt werden würden. Straßburger Bürger- Beitung" entnimmt unser elsaß- lothringisches In Geeftemünde haben vorgestern 16 am Fischerei- HafenPartei Organ folgende Mittheilung: Gestern Nachmittag bau beschäftigte 8immerleute die Arbeit eingestellt. Die gaben einige Bischweiler Sozialdemokraten dem ausgewiesenen Ursache des Ausstandes liegt darin, daß zwei Beauftragte, die Starl Louis das Geleite an die Bahn, und bei der Nachhause mit dem Meister über die Verkürzung der Arbeitszeit unter kunft fand der 70jährige Schuhmachermeister I..., der in handeln sollten, Feierabend erhielten. Als Antwort auf diese seinem Leben wohl noch wenig mit der Polizei zu thun Maßregelung legten sämmtliche Zimmerleute fofort die Arbeit hatte, einen Strafbefehl, wegen Bettels" vor, mit einem nieder und erklärten sich mit ihren entlassenen Kollegen solidarisch. Lage Haft und 1,90 m. Unfoften. Bei der Ueberrumpelung Seltsame Ansichten von den Aufgaben der sozialdemokra: durch die Polizei im Rinckel'schen Lokale wurde nämlich dem be treffenden I... eine Lifte abgenommen, auf welche Personen ver- tischen Presse scheint eine arg an Futternoth leidende offiziöse zeichnet ftanden, die zum sozialdemokratischen Wahlfonds Korrespondenz zit haben, die sich, so gut es geht, durch Haufiren gesteuert hatten, und wurde wahrscheinlich angenommen, daß J. mit Sozialistengift über Waffer zu halten sucht. Brachte sie da Hüben und drüben das gleiche Elend. Ein Herolddas Geld zusammengefochten hat. Ob die Personen, die letzthin fürzlich mit vielem moralisch- politischen Fleiß ein Geschreibsel telegramm aus Chitago meldet vom 8. August: Die Zahl der für ein Priesterjubiläum steuerten, auch einen Strafbefehl wegen für ihre Kundschaft zu stande, in dem sie sich in höherem Auf- hiesigen Arbeitslosen wird auf 50 000, barunter etwa die Hälfte Bettelns" bekommen? Oder hatten sie die polizeiliche Erlaubniß trag darüber ärgerte, daß die Verwaltungsposten in Kranken- gelernte Handwerker, geschäßt. In Cincinnati find etwa vorher eingeholt?- Nur so weiter gewirthschaftet, das fehlt faffen immer mehr von Sozialdemokraten besetzt werden. Sich 5000 Bimmerleute arbeitslos, ebensoviel werden aus San noch zu dem flotten Geschäftsgang und hohen" Löhnen, die wir über diese, die Arbeiterschaft ehrende Thatsache zu moquiren, ist Francis to gemeldet, während in Buffalo 10 000 und im Pittsin unserer Stadt baben." ja offiziose Pflicht und wenn die Korrespondenz mit einem Male burger Beairt 50 000 Menschen dasselbe Schicksal theilen. Parteinachrichten. 0 Derartige Mittheilungen wirken in ihrer Einfachheit oft aufflärender über den Weg, den die kapitalistische Produktionsweise nimmt, als lange theoretische Auseinandersetzungen über den Zufunftsstaat und ähnliche Dinge. Die Maschine, heute der Fluch des Arbeiters, wird erst in der sozialistischen Gesellschaft segenbringend für Alle wirken. Die Kohlenförderung in Europa betrug im Jahre 1891 317 000 000 Tonnen, zu denen nicht weniger als 180 000 000 Tonnen von Großbritannien beigesteuert wurden. Deutschland tam zunächst mit 78 000 000 Tonnen. Für den Inhalt der Inserate übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung Theater. Freitag, den 11. August. Leffing Theater. Gerichts. Königl. italienischer Circus Ernesto Ciniselli. Stadtbahn- Station: Zoolog. Garten. Heute, Freitag, den 11. August, Anfang 8 Uhr Abends: Gr. Gala- Sport- Vorstellung. Zum 2. Male: Griechisch- römischer Ringkampf zwischen dem Meisterschaftsringer von Am Tage des Deutschland Heinrich Eberle und dem Herrn Hans Vopel, Schlächtergeselle vom Zentral Viehhof. Kroll's Theater. Die weiße Dame. Friedrich- Wilhelmäädt. Theater. Nanon. Viktoria Theater. Frau Venus. Alexanderplatz- Theater. Hüttenbesizer. Der National Theater. Lehmann auf der Weltausstellung in Chicago. Apollo Theater. Spezialitäten Vorstellung. Kaufmann's Variété. Spezialitäten Vorstellung. National- Theater. Große Frankfurterstraße 132. Gastspiel der tönigl. Rammersängerin Adolphine Grimminger. Sensationelle Novität! Lehmann auf der Weltausstellung in Chicago. Große Ausstattungsposse mit Gesang und Tanz in 5 Aufzügen von Eugen Prudens. Kouplets v. Zinderer. Musik von Adolph Wiedecke. Regie: Mar Samst. Rassenöffnung 5%, Uhr.- Anfang der Abend- Borstellung 72 Uhr. Im Garten auf der Sommerbühne: Novität: Wirkliches Wasser! Wirklicher Regen!" Berlin unter Wasser oder: Kneipp's Wafferkur". Boffe mit Gefang und Tanz in 2 Atten von Enny Anders. Regie: Hugo Hummel. Vorher: Chansonetten- Liebe. Posse mit Gesang in 1 Att von Eugen Prudens. Regie: Fritz Schäfer. Vor und nach den Possen: Auftreten von Spezialitäten 1. Ranges. Neues Programm. Morgen: Dieselbe Vorstellung. Mittwoch, d. 16. August, im Garten: Erstes großes Kinder- Jubel- u. TrubelFest. Castan's Panopticum. Riesen- SchlangenFamilie aus Carl Hagenbeck's Thierpart. Ohne Extra- Entree. PassagePanopticum. Grösstes Bum 5. Male: Die irische Bank, Sprungſzene, ausgeführt von Spring pferden erster Klasse unter Sattel. Zum 35. Male: Die Erschaffung des Weibes oder: Das Weib im Laufe der Jahrhunderte. Unserm Freunde Herrn August Braun zu seinem heutigen Wiegenfeste ein dreimal donnerndes Hoch, daß sich die Bude dreht und das Bier in dem Arm.... schwebt. S. G. 2. K. Allgem. Kranken- u. Sterbekasse der Metallarbeiter. ( E. H. Nr. 29 31 Hamburg.) Filiale 4 Berlin. Den Mitgliedern zur Nachricht, daß unser Mitglied, der Schlossermeister Otto Eisert plötzlich verschieden ist. Die Beerdigung findet Freitag, den 11, Nachmittags 5 Uhr, von der Leichenhalle des Sanft Georgen- Kirchhofs( Landsberger Allee) aus statt. J. A.: Gorn. 224/4 Gr. Ausstattungspantomime mit Ballet. Neue freie Volksbühne. Ferner Auftreten der vorzüglichsten Kunstreiter, Kunstreiterinnen, Clowns, Spezialitäten allerersten Ranges, sowie Reiten und Vorführen der bestdressirten Schul- u. Freiheitspferde. Ernesto Ciniselli, Direktor. Hippodrom unter Wasser. e BERLINER HIPPODROM Am Kurfürstendamm. 2 Min. von Station Zoolog. Garten. Heute: Gr. Gala- Vorstellung. Olympische Spiele, Damen- JockeyPost Sonnabend, 12. und 26. August: Italienische Nacht im Garten des Viktoria- Theaters. Billets à 30 Pf.( sonst 75 Pf.) an den Zahlstellen. Billets zu Frau Venus" zu einem Drittel des Kassenpreises. Siehe Säulenanschlag von heute. Zur Generalversammlung am Dienstag, 22. August, bei Joël, Abends 81/2 Uhr, haben nur Mitglieder mit 410/4 neuen Karten Zutritt. Reinickendorf. Böttcher's Seeschlösschen, Markstr. 1-2. Sonntag, den 13. August 1893, Nachmittags 3 Uhr: Rennen, Herren- Flachrennen, Boft Großes Sommerfest mit je 4 Pferden geritten, HürdenRennen, Quadriga- Fahren 2c. 2C. Zum 1. Mal in Berlin: Neu! Neu! Original Three Johnson's. Athleten und Kraft- Jongleure, in dieser Vollendung noch nie dagewesen! Zum Schluß: Am Strande von Ostende. Gr. Wasser- Pantomime in 12 Bildern. Jeder Erwachsene hat das Recht, ein Kind frei einzuführen. Sonntag: 2 große Borstellungen. Victoria- Brauerei, üſtraße ( außer arrangirt von der Ortsverwaltung Reinickendorf der Zentral- Krankenund Sterbekasse der Tischler( Hamburg) zum Besten des Invalidenfonds, unter Mitwirkung des Gesangvereins „ Weiße Rose" unter Leitung ihres Dirigenten Herrn Misch. Deklamatorische Vorträge u. f. w. Die Musif wird von Berufsmusikern ausgeführt. Entree 20 Pf. Im Saale Tanz. Herren, die daran theilnehmen, zahlen 50 Pf. nach. 1356b Das Komitee. Osang's trautes Familienheim, Berlin SO., Reichenbergerstraße Nr. 47. Sonntag, 13. August, von 5 Uhr ab: Gemüthl. Familien- Beisammensein. Vorzügliche Speifen und Getränke, zeitgemäße Preise. Jeden Sonntag von früh 9 Uhr ab Eisbeine mit Sauerkohl, ebenfalls halte zu sämmtl. Speisen meinen Garten resp. Saal Läglich Sonnabends) Stettiner Sänger guten Familien- Bittern als Spezialität Stets wechselndes Programm. Aufang empfohlen. Alle Bekannte, Freunde und Genossen mit Familien ladet hierzu ganz ergebenft ein H. Osang, Volfshumorist Sonnt. 7 ur, Wilhelmshöhe, Woltersdorf. Billets Sonntags teine Giltigkeit. Wochent 8 Uhr. 15 Minuten v. Bahnhof Erkner, Entree 50 Pf. an der Chaussee nach KaltbergeVorverkauf Rüdersdorf( nicht Schleuse). Saal für Versammlungen, Garten und Wald für 3000 Personen am FlakenSee. Kaffeeküche täglich geöffnet. Um Besuch 4678L* ratweil'sche G bittet Carl Gillmann. Bierhallen Neues Club- Haus Kommandantenstr.77-79. 72. Kommandantenstr. 72. Täglich von 5 Uhr ab: Grosses Frei- Concert. Schau- u.Vergnügungs. Soiréen der Leipziger Sänger vom Etablissement der Welt. Entree 50 Pf. SchweizerGarten. Am Königsthor. Haltestelle der Ringbahn. Sonntag sowie täglich: Extra- Vorstellung mit neuen Spezialitäten. Garreton- Troupe. Familie Grunatho. 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Jeden Sonn. abend Abend werden die Beiträge des Täglich: Gr. Garten- Konzert. Allgemeinen Vereins der Töpfer DeutschGr. Frühstücks- u. Mittagstisch. lands entgegengenommen; daselbst ge= Spezial Ausschant von Pakenhofer langen auch die Kongreßprotokolle vom Lagerbier, hell und dunkel. achten deutschen Töpfer- Kongreß zur Bei ungünstiger Witterung findet das Ausgabe. Von Sonnabend, d. 12. Aug., Konzert in den unteren Restaurations- befindet sich auch die Zahlstelle der Zentral- Kranken- Zuschußkasse daselbst. Der Vorstand. räumen statt. Entree Wochent. 10 Pf. Sonnt. 25 Pf. 328/15 Säle für Versammlungen, Kommerse, Festlichkeiten 2c. Ostbahn- Park am Rüstriner Play, Hermann Jmbs) Rüdersdorferstr. 71, am Ostbahnhof. Konzert, Täglich: Theater und Spezialitäten- Borstellung. Neu u. sensationell: 3 Schwestern Peretti, Kunstradfahrerinnen. Emmy u. Reinhold Hintsche, Gefangs- u. Charakter- Duettisten zc. Boltsbelustig. jeder Art. 4 Regel bahnen z. Verfügung. 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Die Gewerkschaftsorganisation der Arbeiter hat den außer politischen, freien Kampf mit dem Unternehmerthum für den Achtstundentag zu führen, um dadurch der gesetzlichen Einführung des Achtstundentages für die ganze Arbeiterklasse den Weg zu bereiten." Die italienische Delegation giebt zu Protokoll, sie habe einftimmig gegen die Schweizer Resolution gestimmt, weil sie in Berbindung gebracht worden sei mit dem englischen Antrage. Da die Maifeier- Kommission und ebenso die betr. der politischen Taktik der Sozialdemokratie ihre Refolutionen noch nicht vereinbart haben, gelangt zur Verhandlung Punkt 4 der Tagesordnung: Stellung der Sozialdemokratie im Kriegsfalle. Berichterstatter ist Plechanow. wenn sie öffentliche Arbeiten in selbständiger Regie aufführen; nationalen Konferenz veranlassen. wo Gemeindearbeiten an Unternehmer zur Ausführung vergeben Zürich, 9. August 1893. werden, solle die Gemeindevertretung unter den Ausführungsbestimmungen die Verpflichtung der Unternehmer aufnehmen, Fünfte Sigung: Dienstag Nachmitt ags.( Schluß.) Die Deutsche Uebersetzung der Gilles'schen Ausführungen stundentag zu gewähren. allen bei solchen Aufträgen beschäftigten Arbeitern den Acht durch ihn selbst wurde seitens der deutschen Delegation nur mit Seitens der französischen Genossen sei zu seinem großen Begroßer Unruhe angenommen; man verlangte die Uebertragung dauern vielfach ein gewisses Mißtrauen gegen die geistigen Proins Deutsche durch die offiziellen Uebersezer au letarier zu Tage getreten. Er meine, der Gedanke des Sozialismus dem Bureau, weil man bei der bekannten Charakterfestigkeit sei so hoch und so erhaben, wie im vorigen Jahrhundert der Gedanke dieses Herrn an einer getreuen Widergabe der für die Engländer der bürgerlichen Freiheit. Und wie damals die Vertreter des berechneten Ausführungen zweifelte. Da der in der Geschäfts- Bürgerthums Hand in Hand gegangen seien mit allen Feinden führung ohnehin nicht sattelfeste Präsident Argyriades aber in- des Feudalismus, auch wenn sie aus den Reihen des Adels folge nervöser Aufregung die Situation nicht mehr beherrschte, hervorgegangen, er verweise nur auf Marquis Mirabeau, dessen und man gels fremdsprachlicher Kenntnisse keinen der deutschen, glänzende, bedeutende Rednergabe die wirksame Waffe in diesem englischen 2c. Burufe verstand, seine französischen Ausführungen Geisteskampfe gewesen, so müssen auch wir heute mit allen zwar mit Stentorstimme vortrug, es aber fast immer unterließ, Jenen Hand in Hand gehen, die aus den Reihen der Bourgeoisie bie Nebersetzung folgen zu lassen, so nahmen die Verhandlungen zeit zu uns tommen, um mit uns zu kämpfen gegen den Kapitalis- Nachtrag. Die Kommission zur Berathung der„ gemeine weise einen sehr stürmischen Charakter an. mus. Und warum auch diese geistigen Proletarier zurückweisen, samen Bestimmungen für die Maifeier", in der zehn Nach den Ausführungen de Leon's( Amerika) wurde Schluß wo dieselben doch fast durchgängig in noch viel elenderer Lebens- Nationen vertreten waren, hat den folgenden Antrag verder Debatte angenommen, die Engländer drohten mit Verlassen lage sich befinden als die Handarbeiter. Er selbst wisse das am des Saales, wenn nicht endlich diese unnüße Debatte und ge- besten; ihm könne man nicht den Vorwurf machen, daß er als schäftsführende Verwirrung aufhöre. Noch 19 Redner sind ein- geistiger Proletarier einseitig eigene Interessen vertrete; er sei geschrieben. selber Handarbeiter( Goldschmied) gewesen, und wenn er heute Geistesproletarier sei, so könne er offen sagen, daß seine soziale Situation besser gewesen als Handarbeiter, denn als Geistesproletarier. March and( Frankreich) spricht gegen den Schluß; es sei zwar viel für die Ausschließung, wenig für die Zulassung gesprochen worden; er verlange nochmalige Verlesung der zu faffirenden Mandate, damit man wisse, was man eigentlich thue. Die Abstimmung nach Nationalitäten vollzog sich unter großer Spannung. Jedes Votum für die Zurückweisung wurde mit Applaus begrüßt, und als sich herausstellte, daß mit Ausnahme Frankreichs und Hollands alle Nationalitäten die zu lassung der„ Unabhängigen" bezw. Anarchisten abgelehnt hatten, erhob sich donnernder Beifallssturm. Bebel beantragt nunmehr den Ausfall der morgigen Eitung, damit die für die einzelnen Punkte der Tagesordnung von den Nationen bestimmten Kommissionen zusammentreten, über ihre Stellungnahme sich berathen und die dem Kongres vorzulegenden Resolutionen ausarbeiten könnten. Erst wenn diese unerläßlichen Vorarbeiten gethan, sei ein ordnungsmäßiges Arbeiten möglich. Der Kongreß stimmt dem zu. Dann erfolgt der Schluß. einbart: Die Sozialdemokratie jedes Landes hat die Pflicht, die Durchführung der Arbeitsruhe am 1. Mai anzuftreben und jeden Versuch zu unterstützen, der an einzelnen Orten oder von einzelnen Organisationen in dieser Richtung gemacht wird. Sieben Nationen stimmten für diese Resolution, drei Nationen dagegen. Die Kommission, welche die Stellung der Sozialdemokratie im Kriegsfalle berathen und unter dem Vorsitz von Singer getagt hat, hat den Antrag der Deutschen, der folgendermaßen lautet, mit großer Majorität angenonimen: Coda, franz. Schweizer, wünscht, daß die Fragen des Achtstundentages und Minimallohnes zusammengefaßt werden, sonst würde die Arbeiterbewegung um 100 Jahre zurückgeworfen werden. Die Kapitalisten würden den Achtstundentag wegen der Ueberproduktion gerne bewilligen, aber gleichzeitig die Löhne" Die Stellung der Arbeiter zum Kriege ist durch den Betürzen, wenn nicht ein gefeglicher Minimallohn dies verhinderte. schluß des Brüsseler Kongresses über den Militarismus scharf wie die Beamten ein festes Gehaltsminimum besäßen, müßten bezeichnet. Die internationale revolutionäre Sozialdemokratie auch die Arbeiter diese Garantie haben. Die australischen Ar- hat in allen Ländern mit Aufgebot aller Kräfte den chauvinistibeiter hätten seiner Zeit den Achtstundentag nicht angenommen, schen Gelüften der herrschenden Klasse entgegenzutreten, das Band wenn sie auf der anderen Seite hätten müssen sich Lohnreduktionen der Sozialdemokratie um die Arbeiter aller Länder immer fester gefallen lassen. Die Zahl der Arbeitslosen würde durch den zu schlingen und unablässig auf die Beseitigung des Kapitalismus Achtstundentag nicht abnehmen, sondern die industrielle Reserve- hinzuwirken, der die Menschheit in zwei feindliche Heerlager ge= Armee immer mehr anschwellen. theilt hat und die Völker gegen einander hetzt. Mit der Aufhebung der Klassenherrschaft verschwindet auch der Krieg. Der Sturz des Kapitalismus ist der Weltfriede." Grillenberger giebt angesichts der knappen Ueberjetzung der Fauquet'schen Darlegungen eine eingehendere Schilderung der Kommissionsverhandlungen. Man habe die Schweizer bgelehnt wurde ein Antrag der Polen und Russen auf Im Laufe des Nachmittags war auch eine Zuschrift Lawroff's Resolution, die in ihrer sorgfältigen Ausarbeitung ein ganzes Referat Uebergang zur Tagesordnung, weil die Stellung der Sozialfür die russischen revolutionären Sozialisten der Narodnaja Wolja erseye, annehmen müssen, um eine Einigung zu erzielen. Sie demokratie zur Kriegsfrage albekannt sei, ebenso der folgende zur Verlesung gelangt. Sie bedauern, nicht vertreten sein zu sei aber auch eine sehr dankenswerthe Arbeit. Der englische Zusatz Antrag der Holländer: fönnen, senden aber die herzlichsten Glückwünsche und drücken betreffend Einberufung einer Staatenkonferenz sei afzeptirt worden," Der Rongreß beschließt, die internationale Arbeiterpartei den Wunsch aus, daß der Kongreß sich auch mit der Agrar- obwohl die Deutschen nach den Erfahrungen der letzten Berliner einzuladen, sich bereit zu halten, um unverzüglich auf eine frage beschäftige, da die Lage der Landarbeiter in Ruß- Arbeiterschuh- Konferenz nicht dazu ermuthigen tönnten, abermals Kriegserklärung durch die Regierung mit einer allgemeinen Arbeitsland eine geradezu schauderhaft unmenschliche sei. Doch eine solche zu fordern. Aber demgegenüber hätten die Engländer einstellung zu antworten, überall da, wo die Arbeiter einen Einblicken sie mit Hoffnung in in die Zukunft; die Ideen darauf hingewiesen, daß in England gerade infolge jener Konfe- fluß auf den Krieg ausüben können und in den fraglichen Ländes revolutionären Sozialismus gewinnen immer weitere Ver- renz ganz wichtige gefeßliche Regelungen, besonders bezüglich der dern die Kriegserklärung zu beantworten mit einer militärischen breitung, so daß die formelle Bildung einer Sozialistischen Partei Beschränkung der Kinderarbeit, stattgefunden hätten. Die Deutschen Dienstverweigerung." auch in Rußland nahe bevorstehe. Darauf nahm Plechanoff das hätten lieber auf den letzten Absatz der bekannten Pariser KongreßWort, um unter großem Beifall die Erklärung abzugeben, daß Resolution zurückgegriffen, wonach die Proletarier aller Länder Aus München tommt die Kunde, daß dort der Abgeord diese Zeit bereits erfüllt sei, er habe ein Mandat aus St. Peters- aufgefordert werden, in dem Sinne der internationalen Verein- nete v. Vollmar nicht unbedenklich erkrankt daruiederliegt. burg erhalten von dem dortigen Arbeiterverein„ Emanzipation barung auf die Regierungen einzuwirken. Die Holländer hätten der Arbeit", der zwar geheim, aber nicht anarchistisch sei. Ge- beantragt, die Acht stunden- Forderung nicht zu einseitig, heimbündelei und Anarchisterei seien nicht gleichbedeutend; im zu positiv zu betonen; es würden sich bald die Hoffnungen, Gegentheil, die russischen Revolutionäre stehen auf dem Boden die heute über deren Wirkungen vielfach vorhanden seien, des demokratischen Sozialismus, und der Anarchismus habe in als Illusion erweisen, und dann Rußland gar keine Zukunft. Sechste Sizung. Mittwoch, Nachmittags 3 Uhr. Den Vorsitz übernimmt Hodge, Vertreter des ParIamentarischen Komitees und Präsident des vorjährigen Gewerkschaftskongresses. Er habe an jenem Kongreß nicht geglaubt, daß er sobald zur Ehre berufen sein werde, einem internationalen Rongresse zu präsidiren; er werde unparteiisch, aber energisch präsidiren. Wir haben bisher noch wenig gethan, unsere von unferen Mandanten übertragene Pflicht zu erfüllen, bisher habe es ihm den Eindruck gemacht, als bestände eine Verschwörung, uns daran zu hindern. Privat Telegramm des Vorwärts". Zürich, 10. August.( Internationaler Arbeiters wäre es gut, wenn fongreß.) In der zur Berathung stehenden Frage der man sofort auf den siebenstündigen oder sechsstündigen zurück Stellung der Sozialdemokratie zum Kriege erklärt Nieuwenhuis, greifen fönnte. Die Desterreicher hätten gleichzeitig auch die sein Antrag befinde sich in Uebereinstimmung mit dem Brüsseler Art der Maifeier regeln wollen. Aber( der Redner muß abbrechen, da die 5 Minuten verflossen). Beschluß; die deutsche Resolution sei phrasenhaft und nichtsElyn( England) wendet sich gegen die Anträge der Mino- sagend, wogegen die holländische ein bestimmtes Mittel an die rität, weil die behandelte Frage zu viel Zeit beanspruchen würde. Hand gebe. Erst muß die Achtstundenfrage geregelt werden; unter der engVor Phrasen kapitulirten die Regierungen lischen Arbeiterklasse giebt es viel, die von der ausschließlichen nicht. Unter den deutschen Sozialdemokraten mache sich Wichtigkeit der Lohnfrage durchdrungen sind, daß sie gegen den eine chauvinistische Strömung gegen Rußland bemerkbar, wie Barlamentarismus sind, obgleich sie keine Anarchisten sind. Sie Bebel's Reden erwiesen, in denen die Kosacken als Kinderschreck glauben auch nicht, daß die Frage der Arbeitszeit etwas mit dem aufgemußt seien. Plechanow's Referat erinnere ihn an BisBarlament zu thun habe; deshalb haben unsere Vertreter im marc's Reben; die Angst vor der Barbarei, welche der russische Zwei Anträge sind eingelaufen: die Redezeit auf 10 Minuten Barlament die Regierungen aufzufordern, die Frage der für Referent, 5 Minuten für die Debatteredner festzusetzen; jeder Arbeitszeit international zu regeln. Die englischen Ka- Despotismus über Europa bringen solle, sei tindisch. Die Redner soll nur einmal das Wort erhalten. pitalisten haben die Arbeiter immer Der zweite Antrag fordert: für jeden Gegenstand der Tages- Arbeitszeit auf dem Kontinent verwiesen; demgegenüber und feinen Groschen", gebrochen und seien auf das Niveau der die längere Deutschen hätten mit der Parole: Diesem System keinen Mann ordnung soll die Verhandlungszeit auf anderhalb Stunden fest- müssen die Arbeiter auf den Weg der internationalen Bollspartei herabgesunken. Aber auch die französischen Parlagesetzt werden. Regelung verwiesen, ihnen die Augen geöffnet werden, das Die englische Delegation befürwortet diese Anträge mit dem Mittel des Parlamentarismus zur Regelung dieser Achtstunden- mentarier hätten nicht gegen den Militarismus protestirt. Sinweise darauf, daß wir noch 10 Gegenstände zu verhandeln frage zu benutzen. und dafür nur 18 Stunden zur Verfügung haben. Der Militarismus habe seine Kraft nicht im stehenden Heere, Es kommt zur Abstimmung; alle eingebrachten Ainendements sondern in der Reserve, deren Mobilifirung man hindern werden abgelehnt. Für die Forderung betr. Minimallohn stimmten Amerita, Spanien, Frankreich, Italien, Rumänien, müsse. Dies führe zum Bürgerkrieg, dieser sei aber besser Norwegen; Holland enthielt sich; die anderen dagegen. Die von der als der Nationalkrieg. Jede Revolution beginne mit dem Kommission vorgeschlagene Resolution wurde per Afflamation Militärstreit, werde die holländische Resolution angenommen, fo in folgender Form angenommen: Der Kongreß erklärt: zitterten die Fürsten. Beide Anträge werden angenommen. Cipriani sendet einen Protest gegen die gestrige Beschluß fassung über den Ausschluß der Anarchisten. Der Kongres geht mit Stillschweigen darüber hinweg. auf Der Kongreß tritt in den ersten Punkt der Tagesordnung ein: Maßregeln zur internationalen Durch führung des Achtstundentages. Der Achtstundentag ist eine der wichtigsten Vorbedingungen Liebknecht: Der Standpunkt der deutschen Sozialdemo Berichterstatter ist Fauquez, Kantonsrath in Lausanne. Die der endgiltigen Befreiung der Arbeiterklasse vom Kapitaljoche tratie zum Militarismus ist seit den Tagen des Protestes gegen Kommission habe mit Ausnahme Frankreichs den Antrag der und die wichtigste Maßregel zur Verbesserung ihrer Lage. die Annexion des Elsaß der gleiche, unveränderte geblieben, die vereinigten Schweizer( Organisationen: Grütliverein, Gewerk- Durch den Achtstundentag wird die Arbeitslosigkeit geringer, schaftsbund, Sozialdemokratische Partei) akzeptirt, dazu ein die Arbeitstüchtigkeit größer, der Lohn höher und die Kauf- Parole lautet nach wie vor: Dem Militarismus keinen Mann Amendement der Engländer auf Einberufung einer internationalen fähigkeit des arbeitenden Volkes stärker. und keinen Groschen. Wie sie gewirkt hat, zeigen die letzten Staatenkonferenz. Von den Polen war beantragt, die Be- Durch den Achtstundentag wird das vom Kapitalismus ge- Wahlen, in denen die Majorität der Wähler gegen den stimmungen außer Wirkung zu setzen für die Arbeiter, die weniger störte Familienleben gehoben und eine bessere Fürsorge für die Militarismus ihr Votum abgegeben hat, wie sie gewirkt hat, als acht Stunden arbeiten; Holland beantragt Herabsetzung der Kinder ermöglicht. Arbeitszeit auf 7 bezw. 6 Stunden; die Franzosen beantragen, Durch den Achtstundentag steigt die Gesundheit, Kraft, zeigen ferner die tausend Jahre Gefängniß, mit denen die der Kongreß solle den Generalstreit in allen Ländern dekretiren, Intelligenz und Sittlichkeit des Volkes. deutschen Parteigenossen die seit langen Jahren geführte Agifalls die Regierungen nicht innerhalb eines Jahres der Auf- Durch den Achtstundentag gewinnt die Arbeiterklasse Zeit zu tation gegen das ganze auf dem Militarismus aufgebaute forderung betr. der internationalen Staatenkonferenz entsprochen gewerkschaftlicher und politischer Organisation und Thätigkeit; System bezahlt haben. Der holländische Antrag ist nichts als hätten. Auch die Forderung des Minimallohnes und der Ab- die politischen Rechte und Freiheiten können erst dann für die ein frommer Wunsch. Ist der Militärstreik erst durchführbar, dann schaffung der Affordarbeit wünschten die französischen Delegirten soziale Befreiung des Volkes recht nußbar und wirksam werden. aufgenommen. Aa' diese Anträge seien abgelehnt worden und Der Kampf für den Achtstundentag muß in allen Ländern hat auch die Stunde des Kapitalismus geschlagen. Soweit bitte er, die Resolution in der von der Kommissionsmehrheit vor- geführt werden, denn nur die internationale gesetzliche Durch- find wir aber heute noch nicht. Die schwerste Arbert geschlagenen Form anzunehmen. führung des Achtstundentages sichert seinen Bestand und seine liegt noch vor uns, und die besteht nicht in findischer KasernenMontagnard als Vertreter der Minderheit beantragt fegensreiche Wirksamkeit. Verwerfung, weil den gerechten Wünschen der Minorität nicht Als Mittel zur internationalen Durchführung des Achtstunden- verschwörung, sondern in unermüdlicher sozialistischer Agitation; Rechnung getragen worden; namentlich sei es die Forderung des tages empfiehlt der Kongreß diese lähmt den Moloch. Man sorge dafür, daß immer und Minimallohnes, auf die sie das Hauptgewicht legten; einestheils die gewerkschaftliche und politische Organisation der Ar immer mehr sozialistische Rekruten in die stehenden Heere einverhindere derselbe die Lohndrückerei der nerschiedenen Städte beiterklasse auf nationaler und internationaler Grundlage und treten, dann wird auch das natürliche Ende des Militarismus gegeneinander, der Arbeiter werde dann nicht gezwungen, des die Agitation und Propaganda für den Achtstundentag durch beschleunigt werden.( Stürmischer Beifall.) höheren Lohnes wegen von Stadt zu Stadt ziehen und damit diese Organisation. feinen Kollegen die Preise zu drücken, auf der anderen Seite er- Die Agitation für den Achtstundentag soll betrieben werden Adler( Wien) tritt für den deutschen Antrag ein. Wir mögliche die Einführung des Minimallohnes zugleich die Durch durch Flugschriften, durch Vorträge, durch die sozialistische Presse, überschätzen nicht unsere Kraft und Intelligenz, doch dürfen wir fehung einheitlicher Tarife. durch Demonstrationen, in Versammlungen und in den politischen auch die der Gegner nicht unterschätzen. Wenn der holländische Chausse beantragt Aufnahme der Forderung der Ueber- Körperschaften, in Parlamenten, Staats- und Gemeindebehörden zeitarbeit. Wahl der Fabrikinspektoren durch die Arbeiter aller Art. In der sozialistischen Presse sind unter einer stehenden Antrag angenommen wird, so werden die Fürsten nicht zittern, organisationen selber, statt der bisherigen Ernennung durch die Rubrik" Achtstundentag" alle Thatsachen und Bestrebungen für sondern uns auslachen.( Beifall.) Die Annahme dieses Antrages Bourgeoisregierungen. denselben zu verzeichnen und in den politischen Körperschaften wäre ein Verbrechen am Proletariat; ihm wäre dadurch der Leo Frankl, das bekannte Mitglied der Pariser Kommune, sollen die Vertreter der Arbeiter von Zeit zu Zeit Anträge auf falsche Weg gewiesen. Für die Holländer, die nicht die ihm das Amt eines Arbeitsministers übertragen, beantragt, Berkürzung der Arbeitszeit stellen, besonders für die von Staat es möge auch die Forderung aufgenommen werden, daß die Ge- und Gemeinden beschäftigten Arbeiter. in einem Militärstaat leben, ist ein solcher Vorschlag meindevertretungen überall da, wo die Majorität die Möglichkeit Die sozialistischen Vertreter der nationalen Parlamente sollen leicht gemacht; auch wenn die Schweizer ihm zustimmten, zur Durchführung haben und seitens der Regierung keine gesetz- fich über ein gemeinsames Vorgehen zur internationalen Ein- fände ich es noch begreiflich, doch sind diese viel zu vernünftige Leute, um sich an dem Utopismus der Holländer zu berauschen. I mit einer Tischlampe leuchtete. Plöglich wandte die B. sich Gewerbegericht. Rammer 1. Der Schneider Mikolaydzad Auch hegt die deutsche Sozialdemokratie feinen Chauvinismus gegen Frau R. und schlug dieser in voller Wucht mit beansprucht vom Schneidermeister Ruck 57 M. Lohnentschädigung, einem träftigen Fauftschlag die Lampe aus der weil ihn dieser ohne Kündigung entlassen hat. Der Kläger war gegen Rußland, sie bekämpft den zarischen Despotismus, doch Hand. Hierbei explodirte die Lampe, und im Nu eines Montags nicht in der Werkstadt des Meisters erschienen, nicht das russische Volt. Adler schloß unter stürmischem Beifall mit den Worten: Wir sind keine schlechteren Revolutionäre, als die Holländer, ist die Zeit gekommen, so wird es sich zeigen, schwätzt und wer handelt. wer In der Nachmittagssigung erklärt sich Nordamerika für Stimmenthaltung. Aveling hielt namens der englischen Delegation eine glänzende Rede für die deutsche Resolution, ebenso der Schweizer Heritier, sowie ein polnischer und ein ungarischer Delegirter. Die Norweger und Franzosen erklärten sich zum Theil für den holländischen Antrag. Belgien stellt den Zusatzantrag, daß die Abgeordneten im Parlament gegen das Kriegsbudget und für eine allgemeine Entwaffnung zu stimmen haben. Der Italiener Turati befürwortete in feuriger Rede die deutsche Resolution; den Generalstreik würde man mit der Generalfüfilade beantworten. Im Schlußwort erklärte Blechanow, daß Bebel's Angriffe dem Barismus gelten und nicht dem russischen Volke, welches im Kriegsfalle die Deutschen als Befreier begrüßen werde, gleichwie vor hundert Jahren die Heere des Konvents in Deutschland jubelnd aufgenommen worden seien. In der Abstimmung wurde der holländische Antrag abgelehnt. Gegen denselben stimmten 14 Nationen, dafür Holland, Frankreich, Norwegen und Australien. Amerika übte Stimmenthaltung. Der deutsche Antrag wurde darauf mit dem Amendement Volders von 14 Nationen angenommen; fünf Nationen enthielten sich der Abstimmung. Tokales. stand der ganze Treppenflur in Flammen. Während die durch was die Entlassung zur Folge hatte. den Lärm herbeigelockten Hausbewohner das Feuer zu löschen Termin, er sei frant gewesen an jenem Tage, während K. ihm Die letztere Behauptung suchten, hatte sich die B. nach ihrer eine Treppe höher belegenen vorwarf, er sei betrunken gewesen. Wohnung begeben und eine große Kanne voll Petroleum heraus- führte zu einem heftigen Disput zwischen den Parteien, der sich geholt, das sie nun von oben in die Flammen und über die darum drehte, ob M. öfter betrunken sei oder nicht; Ausdrücke Treppe goß. Die Bestürzung unter den Bewohnern der oberen wie Lügner und Betrüger wurden beiderseits laut, so daß der Stockwerke, die die brennende Treppe nicht passiren fonnten, war Vorsitzende die Parteien ernstlich zurechtweisen mußte. Der unbeschreiblich, doch gelang es dem Gendarmen, die Leute so Beuge des Klägers, fein Schlafwirth, sagte zu gunsten des bie gunſter, bes weit zu beruhigen, daß man mit vereinten Kräften das Feuer Klägers aus. Dem Vorsitzenden schien die zu löschen suchte, was glücklicherweise auch gelang, noch bevor einem Vergleich wie gemacht“ und er fragte den Beklagten die Feuerwehr eintraf. Die B. und ihr Liebhaber wurden nur sondirend, wie er sonst mit dem M. zufrieden gewesen mit Mühe von dem Gendarmen vor Mißhandlung geschützt und fei, jener hätte doch wohl seine Arbeit ganz gut ausgeführt. nach dem Amtsgefängniß gebracht. Das Paar hatte bereits alle Wenn er nicht betrunken war, ja," war die Antwort, welche ob Borkehrungen zu einer Auswanderung nach Amerika getroffen, bes Tones, in dem fie gegeben wurde, allgemeine Seiterfeit die jeßt wohl einen unfreiwilligen Aufschub erfahren dürfte. hervorrief. Schließlich tam folgender Vergleich zu stande: Der Beklagte nimmt den Kläger unter den alten Bedingungen wieder Ein noch nicht aufgeklärter Fall nimmt gegenwärtig die in Arbeit und zwar auf vier Wochen. Der Kläger verlangt, Kriminalpolizei in Anspruch. Am 6. d. M., Nachmittags wurde wenn einmal einen Tag feine Arbeit vorhanden ist, für dieſen eine etwa 40 Jahre alte Frau am Halleschen Thor bewußtlos teinen Lohn. Im übrigen bezahlt der Beklagte dem Kläger soaufgefunden und von der Wache des 35. Polizeireviers aus dem fort 10 M. und verpflichtet sich, dem Kläger noch 20 M. in Krankenhause am Urban zugerührt, wo sie am 8. d. M. infolge wöchentlichen Raten von je 5 M. zahlen. von Bluterguß nach dem Gehirn starb. Beide Augen zeigen blutunterlaufene Stellen und über die Nase hinweg läuft eine bedeutende Schmarre. Wenn man auch diese lettere auf einen Fall infolge von Krämpfen zurückführen kann, so laffen die blut unterlaufenen Augen immerhin die Annahme zu, daß die Frau etwa in eine Schlägerei verwundet gewesen sei. Bis jetzt hat weder die Persönlichkeit der Todten, noch der Thatbestand festgestellt werden können. Die Leiche ist heute zwecks Rekognoszirung öffentlich ausgestellt worden. Zu dem Leichenfund auf der Wannseebahn fönnen wir mittheilen, daß in dem übergefahrenen Manne der geistestrante Rentner Rudolf Heim aus Charlottenburg festgestellt worden ist. Schon vor einiger Zeit war er von Hause verschwunden, in der maison de santé zu Schöneberg wiedergefunden und in seiner Wohnung zurückgebracht worden. Von hier hat er sich wiederum entfernt und wahrscheinlich in selbstmörderischer Absicht vor einen Eisenbahnzug geworfen. Eine weibliche Leiche wurde am Mittwoch Morgen in Die Stadtverordneten- Versammlung, in welcher der Fall Köpenick hinter dem Grundstück„ Generalshof" in dem todten Borgmann zur Verhandlung kommt, findet am Sonnabend, Arm der Spree im Wasser treibend gefunden. Es war dies eine 12. Auguſt( nicht, wie wir irrthümlich berichten, am Donnerstag), etwa 35jährige Frau, die anscheinend in der verflossenen Nacht statt. Sollte die Versammlung nicht beschlußfähig fein, was sehr in selbstmöderischer Absicht in das dort nicht eben tiefe Wasser wahrscheinlich ist, da die Bourgeois- Mehrheit sich auf Ber- gesprungen gnügungsreisen befindet, so wird eine zweite Versammlung am gesprungen ist. Nach der Kleidung zu schließen, scheint die Auf Dienstag stattfinden. Diese gilt dann in jedem Falle als beschluß gefundene in besseren Verhältnissen gelebt zu haben, doch fehlt jeder Anhalt über ihre Persönlichkeit. In der Tasche der Lebensmüden fand sich ein Zettel, auf welchem außer den Worten: Ich habe der Frau Neumann zu Weihnachten 10 Mark geborgt", sich noch die Angabe:" Große Frankfurterstraße 57" befindet. Angestellte Recherchen ergaben jedoch, daß die Selbstmörderin in diesem Hause nicht wohnhaft ist. fähig. " V Der Kolporteur Feist aus der Naunynstraße ist wegen Verbreitung der beschlagnahmten Broschüren August der Starte" und Katharina II. von Rußland"( aus der im Verlag von Baale, City- Passage, erscheinenden Serie" Gekrönte Häupter") verhaftet worden. Achtung, Oranienburg! Ersuche diejenigen, welche am Stichwahltage, den 24. Juni, vor dem Nicolas'schen Gasthof mit Stimmzetteln gestanden haben, so schnell wie möglich Ihre Adresse an mich anzugeben. Theodor Mohaupt, Vertrauensmann, Oranienburg, Kanalstr. 67. Gerichts- Beitung. war, Auf das Eine eigenthümliche Steckbriefsgeschichte theilt die Rheinisch- Westfälische Arbeiter- Zeitung" aus Dortmund mit. Am Donnerstag voriger Woche, fo berichtet sie, wurde seitens des Amtsgerichts in der„ Dortmunder Zeitung" ein Steckbrief gegen einen Genossen erlassen, trotzdem derselbe hier wohnt und ordnungsmäßig angemeldet ist, Steuerzettel erhält und auch seine Wahllegitimation erhalten hat. Grund des Steckbriefs ist die Fälligkeit" eines amtsgerichtlichen Urtheils über 10 M. oder 2 Tage Haft, wegen eines Renfontre zwischen Straßenpassanten, bei welchem der Betreffende zufällig anwesend war. erfolgte polizeiliche Strafmandat hatte er gerichtliche Entscheidung beantragt und erwartete täglich die Zustellung über die Festsehung des Termins. Am Donnerstag erschien nun der Steckbrief ohne daß er von einem Termin in der Sache Nachricht erhalten hatte. Höchst erstaunt theilte er sofort in einem Schreiben dem Gericht mit, daß er hier wohne( er wohnt schon seit 1½ Jahr in derfelben Wohnung) und von dem Termin nichts gewußt habe, also von dem ihm zustehenden Rechtsmitel habe feinen Gebrauch machen können und die Anullirung des Termins beantrage, da er, wie gesetzlich vorgeschrieben, nicht ordnungsmäßig geladen sei. Hierauf wurde nun zwar der Steckbrief zurückgenommen, ihm aber das Schreiben mit dem Vermerk zurückgeschickt, daß trotzdem das Urtheil Rechtskraft beschritten hat und ein Rechtsmittel da gegen nicht mehr zulässig ist. Diese Antwort seitens des Amtsgerichts ist uns ein Mäthsel. Das Gericht mußte, als in die Verhandlung eingetreten wurde, durch die Postzustellungsurkunde feststellen, ob die Ladung des Angeklagten vorschrifts mäßig zugestellt war, dies ist scheints nicht geschehen, denn sonst durfte eine Verurtheilung unter allen Umständen nicht erfolgen, denn nur auf die Aussage des Belastungszeugen jemanden zu verurtheilen ist nicht zulässig, es sei denn, daß eine ordnungsmäßige Ladung erfolgt ist. Soziale Ueberlicht. Zwölf Tage unschuldig in Untersuchungshaft gesessen hat ein hier fremder älterer Schriftsteller. Derfelbe hatte bereits fünf Nächte in einem Fremdenlogis hierselbst gewohnt, als er am folgenden Tage unter dem Verdacht verhaftet wurde, einem jungen Mann, der sich in demselben Absteigequartier befand, 10 Mark gestohlen zu haben. Auf ihn war dieser Verdacht nur Erfolgreiche Revision. Der frühere Redakteur, Genosse deshalb gefallen, weil er am frühen Morgen zuerst von den Gästen aufgestanden war. Innerhalb der ersten dreißig Stunden Hoffmann in Zeiß, jest in Pantow, hatte vor ungefähr 2 Jahren mehrere Artikel gegen den Polizeikommissar Thormann in Weißenerhielt der Verhaftete nichts weiter an Speise und Trant, als cine Tasse Kaffee und eine Schrippe. Darauf wurde der Schriftfels a. S. im Zeiger Voltsboten" gebracht, in welchen er dem steller in Gemeinschaft eines Diebes und einer franken Dirne, Kommissar Unredlichkeiten im Amte, Unterschlagung von Geldern, Bestechlichkeit u. s. w. vorwarf. Nicht Thormann, sondern die vorDie unterwegs in der Charitee abgesetzt wurde, im grünen 27gesezteBehörde stellte Strafantrag. In der Verhandlung vor dem Wagen in eine Einzelzelle des Untersuchungs Gefängnisses in Naumburger Landgericht gelang der Wahrheitsbeweis in der Moabit gebracht. Aber schon am nächsten Tage wurde er um glänzendsten Weise, so daß sich der Angeflagte in den Kläger quartiert und in eine große Zelle zu acht anderen Gefangenen und der angebliche Beleidigte in den Angeklagten verwandelte. verfetzt". Unter diesen befanden sich sehr schwere Jungen", Wie sehr der Polizeikommissar in dem Prozeß kompromittirt insbesondere ein großer, fräftiger Mann, der als GeistesAuf eigenthümliche Art ist der Restaurateur Richter zu wurde, geht am besten daraus hervor, daß die städtischen Begestörter zwei Jahre in Dalldorf und längere Zeit in einem der Anklage wegen Diebstahls gekommen, die gestern vor der hörden in Weißenfels die beantragte Pensionirung ab Zuchthause verbracht hatte. Und diesen erfahrenen" Mann 135. Abtheilung des Schöffengerichts gegen ihn verhandelt wurde. lehnten und dem Herrn bedeuteten, freiwillig zurückzutreten, hatte der Aufseher zum Stuben ältesten ernannt; seinen Richter miethete im Jahre 1891 die Erdgeschoßräume eines widrigenfalls seine Entfernung aus dem Amte beantragt würde. " Befehlen" mußte der Schriftsteller gehorchen und dabei die Hauses zu Restaurationszwecken. Der Besitzer, der nicht im Hause Der Herr Kommiffar zog das Erstere vor. Das Naumburger schimpflichsten Beleidigungen ruhig hinnehmen. Während der wohnte, übertrug ihm gleichzeitig die Verwaltung deffelben. Als Landgericht fand aber nicht nur die Form der Artikel diesem Gefangenschaft hatte er Düten zu kleistern. In frankem Zustande der Wirth nach Verlauf des ersten Vierteljahres die Rechnung Musterbeamten gegenüber beleidigend, sondern wollte außerdem wurde der Aermiste schließlich, als man sah, daß man einen Un- für das auf den Fluren und Treppen des Hauses verbrannte noch eine Beleidigung des ersten Bürgermeisters von Weißenfels schuldigen festgenommen hatte, ohne einen Pfennig Geld ent- Gas erhielt, fiel es ihm auf, daß der Betrag sich gegen bisher darin erblicken, dem angeblich der Vorwurf der Lässigkeit gelaffen, da man vergessen hatte, das ihm abgenommene Baar- um das Doppelte erhöht hatte. Er theilte dem Angeklagten die macht sein sollte, es verurtheilte den Redakteur Genossen Hoffgeld, welches zwar auch nur aus wenigen Groschen bestand, an Thatsache mit und empfahl Sparsamkeit. Im folgenden Quartal mann zu 60 M. Geldstrafe und in die durch die vielen Zeugen die Amtsstelle abzuliefern. Eine Entschädigung, ja selbst eine wiederholte sich die Erscheinung. Da die Flammen und nicht unerheblichen Kosten. Herr Rechtsanwalt Morris Berlin, Entschuldigung giebt es nicht, und derselbe Mann, der unschuldig Stundenzahl dieselbe geblieben wie früher, so der die Bertheidigung geführt hatte, legte im Auftrage des Verall diese- demüthigenden Foltern erduldet hat, wünscht sogar noch, man, daß die Leitung undicht sein. Ein urtheilten gegen dieses überraschende Urtheil Revision ein. Das daß sein Name nicht genannt wird, weil das Erleiden einer herbeigerufener Techniker konnte einen derartigen Mangel Reichsgericht hob, wie nicht anders zu erwarten, das Urtheil des Schmach, wie unverdient sie auch sein mag, in gewissen Kreisen nicht Das Räthsel wurde erst gelöst, als Landgerichts Naumburg auf und wies die Sache zur nochmaligen dem Unglücklichen selbst noch als Schande angerechnet wird. Richter fein Geschäft nach 2/2 Jahren einem Nach Verhandlung an die Vorinstanz zurück. Herrliche Zustände! folger abtrat. Es stellte sich heraus, daß der zum Geschäft gehörige Bierfeller an den Eingang zum Quergebäude stieß. Die zu leßterem führende Gasleitung war früher, als der Keller anderen Zwecken diente, durch diesen geleitet und mit einem Ableitungsrohr versehen worden, um den Keller erleuchten zu fönnen. Später, als dieser Raum der Restauration zugewiesen wurde, hatte man das Gasrohr von der Leitung abgeschraubt, Vertretern des Unternehmerthums abgerungen ist, liegt trob Das bischen Arbeiterschuh, das mit Müh und Noth den Die Gemeinde Nigdorf hatte vor einiger Zeit bei dem mit einem Zapfen verschlossen und vertittet. Der Angeklagte Magistrat von Berlin angefragt, ob Rigdorf aus den Berliner hatte dies entdeckt, die Beleuchtung wieder hergestellt und nun seiner vielen Durchlöcherungen der patriotischen Ausbeuterschaft Werken mit Wasser versorgt werden könne. Daraufhin hat während der ganzen Zeit von dem Gas verbrannt, welches zur immer noch im Magen. Es versteht sich am Rande, daß die jcht, wie die„ Boff. 3tg." mittheilt, der Gemeindevorstand einen Speisung der Hausflammen für Rechnung des Wirthes zugeführt publizistischen Haustnechte der kapitalistischen Nimmersatte die verneinenden Bescheid erhalten mit der Begründung: eine Wasser- wurde. Der Lettere zeigte Richter wegen Diebstahls an. Im Termine Klagen ihrer nothleidenden Herren möglichst bewegt der Welt versorgung bisher nicht angeschlossener Gemeinden könne erst in versicherte der so schwer Beschuldigte, daß er sich völlig schuldlos verkünden; sie wissen eben, daß das Klingern zum Handwerk Erwägung gezogen werden, wenn die städtischen Wasserwerke in fühle und das Opfer eines Frrthums geworden sei. Als er die gehört und daß das Herz des Bundesraths, ach, nur zu leicht in Friedrichshagen in vollem Betriebe sein werden. Verbindung für seinen Bierteller angelegt habe, sei er der Ueber- Wehmuth und Rührung vor dem gutintonirten tapitalistischen Großes Aufsehen erregte gestern Abend in der Gamzeugung gewesen, daß das hier verbrannte Gas durch seinen Gejammer aufgeht. Gegenwärtig macht folgendes Klagegeschrei brinusbrauerei zu Charlottenburg das Erscheinen eigenen Messer und nicht durch den des Wirthes kontrolirt die Runde durch die kapitalistischen Blätter: Es ist von uns schon verschiedentlich darauf hindreier Kriminalbeamten, die dort nach einem Doppelmörder werde. Nach der ganzen Lage der Leitung habe er dies anneuen Bestimmungen suchten. Wie wir hierzu erfahren, war noch in später Stunde nehmen müssen. Der Nachfolger des Angeklagten war derselben gewiesen worden, daß die von der Staatsanwaltschaft zu Verden die Drahtnachricht ein- Ansicht, er habe die Verbindung nur wieder aufgehoben, weil er über die Arbeitszeit der jugendlichen Argelaufen, daß in der Herberge zur Heimath von R. Bajan, glaubte, dadurch für sich zu sparen. Nachdem noch mehrere beiter diese aus einzelnen Berufszweigen fast völlig Daran haben auch die erleichtern= Wallstr. 2, eine Persönlichkeit eingekehrt sei, die sich Gustav Thatsachen zur Sprache gekommen waren, welche für den guten verdrängt hat. Seidel nenne und wegen zweifachen Mordes schleunigst zu ver- Glauben des Angeklagten sprachen, beantragte der Staatsanwalt den Bestimmungen des Bundesraths, wie sie haften sei. Dabei war der Festzunehmende als besonders ge- selbst die Freisprechung des Angeklagten, auf welche der Gerichts- für einige Beschäftigungsarten erlassen sind, nichts ändern fönnen. Diese Erscheinung war dem Oberbergamte Breslau fährlich bezeichnet worden. Die Polizei ermittelte nun, daß der hof auch erkannte. namentlich für die Steinkohlen- Bergwerke seines Bezirks aufge Gesuchte als Mitfahrer inzwischen in der Gambrinus brauerei Eine Schlägerei zwischen Juden und Antisemiten be fallen, und es hatte sich deshalb an den Vorstand des oberAnstellung gefunden hatte und faßte ihn gerade in dem Augenschlesischen Berg und Hüttenmännischen Vereins mit der Bitte blick ab, als er mit einem Bierwagen zurückkehrte. Näheres über schäftigte gestern die 137. Abtheilung des Schöffengerichts. das Verbrechen, deffen Seidel beschuldigt wird, ist hier noch nicht Handlungskommis Ifidor Steinfeld hatte dem Uhrmacher Lütger gewandt, ihm die Gründe dafür mitzutheilen. Der Vorstand hat bekannt. Der Berhaftete stellt sich vorläufig so, als ob er von das Nafenbein, zerschlagen und befand sich deshalb wegen darauf dem Oberbergamt mitgetheilt, daß der Hauptgrund in einem Verbrechen nichte wisse, wird aber voraussichtlich schon schwerer Körperverletzung auf der Anklagebant. Wie Steinfeld dem allgemeinen schlechten Geschäftsgang gelegen habe, der es angab, hatte er in der Nacht zum 30. April cr. mit zwei im vorigen Jahre überhaupt nicht erlaubte, neue Arbeiter einzuheute in sicherer Begleitung nach Verden gebracht werden. Ueber die Person des Seidel wird folgendes mitgetheilt: Glaubensgenossen und Freunden an der Ecke der Lothringer- stellen. Indeffen dürfte von einer Einstellung der jugendauch dann kaum die Rede sein, wenn Seidel, der die Strumpfwirterei erlernt hat, ist am 20. Februar 1870 und Schönhauserstraße geftanden, um sich zu verabschieden. lichen Arbeiter auch Leute seien zwei junge gekommen wie fich sich die Lage der Montanindustrie wieder heben und der zu Limbach geboren und seit dem Jahre 1891 verheirathet. Er Da feien ist Vater eines Kindes, das mit der Mutter in Lichtenstein später herausstellte die Uhrmacher Sütger und Baier, welche Arbeiterbedarf wieder steigen sollte; dafür aber seien die wohnt. Ende des vorigen Monats ist er über Bremen, Hamburg bei ihrem Anblick in lauter Weise ein Loblied auf Ahlwardt verschiedensten Gründe maßgebend: Einmal gebe es eine Anzahl anftimmten. Lütger sei an ihn, den Angeklagten heran- von Gruppen, welche aus betrieblichen Gründen von der Eins und zuletzt Spandau nach Charlottenburg gekommen und feit 8 Tagen in der Gambrinusbrauerei als Silfsarbeiter thätig getreten und habe gesagt:" Jude, was hast Du für einen schönen ftellung jugendlicher Arbeiter feinen Gebrauch machen tönnten, Zylinder auf, den hast Du Dir wohl unter'm Mühlendamm ge- sodann lassen sich die für die jugendlichen Arbeiter festgesetzten taust. Gieb mir mal etwas Feuer!" Der Angeklagte habe den Bausen mit der allgemeinen Arbeitszeit nicht in Ginklang bringen. Unverschämten gebührend zurückgewiesen im nächsten Augenblick Ein fernerer Grund sind die Weiterungen, welche für Betriebssei eine allgemeine Schlägerei entstanden. Wer den ersten Schlag führer und Aufsichtspersonal mit der Beschäftigung dieser Ar geführt, tönne er nicht sagen, er wolle aber zugeben, von seinem beiterkategorie verknüpft sind. Auch sind die Leistungen der Stocke Gebrauch gemacht zu haben. Die Beweisaufnahme bot jugendlichen Arbeiter nur geringe und die Kosten aus der Aretwas von den Angaben des Angeklagten besonders Abweichen- beiterversicherung gerade für sie verhältnismäßig hohe. des nicht dar. Der Staatsanwalt verkannte nicht, daß der An- Wenn in Ausnahmefällen eine Verlängerung der Argeklagte schwer gereizt worden sei, er habe aber mit einem ge- beitszeit nothwendig würde, sei es nicht möglich, fährlichen Werkzeug eine erhebliche Verlegung zugefügt und dieselbe einzuführen, wenn große Zahl jugendbeschäftigt würde. Schließlich müsse bestraft werden. Er beantragte eine Gefängnißstrafe von licher Arbeiter fei eine Das Urtheil lautete nur auf awanzig Mart auch gewisse Unzuverlässigkeit der jugendlichen Arbeiter nicht zu verkennen. Eine Abhülfe erblickt der Borstand geweſen. Zuletzt wurde er damit beschäftigt, Stühle von Char lottenburg nach Tegel zu fahren. Ein Petroleum- Attentat wird aus Rigdorf berichtet: Am Dienstag Abend wurde der Fußgendarm Thiel nach einem Hause in der Ziethenstraße gerufen, da dort der Arbeiter R. seine Frau und Kinder erstechen wolle. Als der Beamte erschien, hatte R. schon seine Familie unter Drohungen auf die Straße getrieben, um mit einer im Hause wohnenden Frau B. zusammenziehen zu tönnen. Die B. befand sich auch schon in der Wohnung des N., als der Beamte den R. veranlassen wollte, sich seiner Familie anzunehmen. Da die B. dies zu verhindern suchte, wurde fie 10 Tagen. von dem Gendarm zur Thür hinausgeschoben, wobei Frau R. Geldstrafe. Der eine 著 des genannten Vereins nur darin, daß man überhaupt demselben ist zu entnehmen, daß der Verein im verflossenen I firma C. F. Witte in Berlin nach und nach 12 000 M. unterdavon absieht, besondere gesegliche Ersch we Geschäftsjahre eine Einnahme von 28 310,95 M. und eine Aus- fchlagen hatte und am 15. v. Mts. flüchtig geworden war. Der rungen und Belästigungen mit der Beschäftigabe von 30 687,95 M. aufzuweisen hat und über einen Kassen- Verhaftete hatte sich einen falschen Namen beigelegt. Geld wurde gung jugendlicher Arbeiter zu verbinden, viel- bestand von 2377 m. verfügt. Bei der hierauf erfolgten Vorstands- bei ihm nicht gefunden. München. Ein Standälchen schlimmster Art effe für die betreffenden Arbeiter bei den Arbeitgebern voraus: 1. Vorsitzender Dr. Mehring, 2. Vorsitzender Dupont, leistete sich der Stellvertreter des Gerichtsvollziehers Leinsinger in feht, daß man diesen auch ohne gesetzliche Vorschrift zutraut, fie Kassirer Türk, 1. Schriftführer Otto Schneider, 2. Schrift München, Herr Emil Bellag, anläßlich einer Pfändung beim würden dem jugendlichen Arbeiter nicht größere Anstrengungen führer Dubelt, Revisoren Buschold, Bertram und Kaufmann Mayer, Augsburgerstr. 4. Die Herrschaft war nicht zumuthen, als mit der Gesundheit vereinbar ist." Schmidt. Für den Ausschuß wurden ernannt: Robert zu Hause, den größeren Kindern gab B. Geld, damit sich dieWer lacht da nicht! Der kapitalistische Wolf im Schafspelze der Schweichel, Frau Dr. Zadek, Dr. Blaschto, selben entfernen und etwas kaufen sollen. Nach Beendigung der Humanität und des wohlwollenden Interesses für seine armen G. Lichtenstein, R. Schmiedel, R. Jungnitsch, amtlichen Funktion stellte der Mann an das 21 jährige allein Opfer spielt denn doch eine zu üble Figur. R. Schult und Kurt Baate. Ein Antrag Böttcher, inner- anwesende Dienstmädchen unfittliche Anträge. Als er aber zurückDer patriarchalifche Normal- Arbeitstag im Klaffen- balb 6 Wochen eine neue Generalversammlung einzuberufen mit gewiesen wurde und das Mädchen Skandal zu machen drohte, schloß Der patriarchalische Normal- Arbeitstag im Klaffen der Tagesordnung: Soll die Freie Volksbühne die Klassischen er die Fenster der Wohnung, verfolgte das Dienstmädchen int staat. Aus Güstrow wird gemeldet: Vier beim Gutspächter Dramen in ihr Repertoir aufnehmen, ward angenommen, und ein anderen Zimmer und suchte das Mädchen zu nöthigen, ihm geBurmeister in Zehlendorf beschäftigte Arbeiter hatten vom dortigen Ortsvorstand je ein Strafmandat über 6 M. erhalten, weil Antrag: Der Boykott über unsere Kunstinstitute, gleichfalls auf fügig zu sein. Nur dem energischen Protest des Mädchens gelang es, fich den Budringlichen ferne zu halten. Die Sache ist fie Abends um 8/2 Uhr ohne besondere Erlaubniß ihres Arbeit die Tagesordnung zu sehen, abgelehnt. gebers bezw. dessen Stellvertreters Feierabend gemacht Im Verein der Zimmerer für Berlin und Umgegend zur gerichtlichen Anzeige gebracht worden. Ein seltsamer Unglücksfall wird aus Roubair gemeldet. hatten. Dies ist jedoch von jeher von den Arbeitern dort hielt am 6. August Genosse Köster einen lehrreichen Bortrag Danach stürzte am Donnerstag an der Wasserleitung ein folossale= so gehandhabt worden, daß, wenn die die Aufsicht füh über Astronomie und Wissenschaft, der allseitige Anerkennung Wasserbehälter von der Tragfäule, welche sich gesenkt hatte. Der rende Person Abends nach Hause gegangen war, auch fand. Die von der Kommission ausgearbeiteten Statuten wurden Wasserbehälter, welcher einen Durchmesser von 30 Meter hat, die Arbeiter nach Hause gehen konnten, ohne hierzu mit einigen Aenderungen angenommen, und in den Vorstand war bis an den Rand mit Wasser gefüllt. Der Pförtner der besonders aufgefordert zu werden. Die gegen obiges Strafmandat folgende Personen gewählt: Ernst Obst, 1. Vorsitzender; Wasserleitung, dessen Frau und drei Kinder kamen dabei ums von den betreffenden Arbeitern beim hiesigen Schöffengericht ein- Rottlow, 2. Vorsitzender; Richard König, 1. Kassirer; Barde Leben. Das Wasser ergoß sich in die nächsten Straßen und gelegte Berufung ist verworfen und sind die Arbeiter noch in leben, 2. Kassirer; Hinrichsen, 1. Schriftführer; Rupp, 2. Schrift richtete großen materiellen Schaden an, welcher auf 200 000 Fr3. die Kosten verurtheilt worden. Nach dem vereinbarten Kontrakt, führer; Thamm, Lehmann und Adolf Schulze als Revisoren. Nach geschätzt wird. den nebenbei die Arbeiter nach ihrer eigenen Aussage nicht einmal Erledigung einiger fleinerer Angelegenheiten schloß der Vorsitzende genau kennen, find sie verpflichtet, bis Sonnenuntergang" zu die vom besten Geiste beseelte Versammlung. Wir wollen nicht unterlassen, noch zu bemerken, daß bei dem betreffenden Burmeister acht Arbeiter beschäftigt sind, welche sämmtlich für den Arbeiterkandidaten Kandt gestimmt haben und die Denunziation kurz nach der Wahl erfolgt ist. Ein weiterer Kommentar ist überflüssig: auch so ist dieser Vorfall geeignet, die von den Konservativen gepriesenen patriarchalischen" Zustände im gelobten Mecklenburg in eine helle Beleuchtung zu mehr soviel Humanität und wohlwollendes Inter- wahl wurde der alte Vorstand in seiner Gesammtheit wiedergewählt. arbeiten. rücken. " Versammlungen. Verein deutscher Schuhmacher, Sahlstelle 2. Bersammlung Sonntag, den 13. August, Abends 6 Uhr, Bergstraße 68. Tagesordnung: Bortrag des Genoffen Dr. Lütgenau über Mar Stirner. verein. " 1 Kaiser= bet Brauer MännerTambourverein Wirbel Quartettverein Männerchor . In Nauheim ist der als Lustspieldichter und Feuilletonist bekannte Schriftsteller Dstar Justinus im Alter von 54 Jahren gestorben. 400 aus Ruhrartige Erkrankungen find, wie die Blätter aus Achtung, Hausdiener! Heute Abend 9 Uhr bei Gründer, Köpnider- Graz melden, in der Umgebung von Gurkfeld derartig heftig straße 100, große öffentliche Be sammlung. Tagesordnung: Antrag der Ge- aufgetreten. daß die Artillerie- Abtheilung, welche dort behuss wertschafts- kommission behufs Gründung eines ständigen Auskunftsbureaus. Schießübungen anwesend war, schleunigst nach Reichenberg verReferent Serr Böltel Tanzlehrerverein Solidarität". Bersammlung im Lofal von Ehren- legt werden mußte. Auch bei dem in Radkersburg stationirten berg, Annenstr. 16, Abends 8½ Uhr. Militär tritt die Krankheit in besorgnißerregender Weise auf. Arbeiter- Bildungsschule. Freitag, Abends von 8X- 10% Uhr: Süd= Von der Cholera. Wien, den 10. Auguft. Die amtliche Schule, Mariendorferstr. 5 bei Grube. Süd- Ost Schule, Reichenbergerstraße 183. Unterricht über Gesegestunde und Nationalökonomie Ost- Schule, Wiener Abendpost" meldet, daß bei den zwei Personen, welche Martusstr. 31. Unterricht in Geschichte( alte). Nord- Schule, Müller- unter verdächtigen Symptomen in Barbarrow und Mikuliczin ftraße 179a: Unterricht in Physiologie und Buchführung. In allen unter- verstarben, cholera asiatica fonstatirt worden sei. Alle Vorsichtsrichtsfächern, mit Ausnahme von Mathematit und Buchführung, fönnen noch Schüler und Schülerinnen, auch jest im Laufe des Semesters eintreten. maßregeln feien getroffen. In Billi(?) verstarb gestern ebenfalls ein Lese- und Diskutirklubs. Freitag. Karl Marx, Abends 8 Uhr, aus Ungarn geflüchteter Arbeiter an cholera asiatica. Der sozialdemokratische Wahlverein für den zweiten bei Gruber, Martendorferstr. 5. Westen, bei S. Werner, Bülowstr. 59. Wien, 10. August. Die Landesregierung der Bukowina hat die -Solzarbeiter". Abends 8 Uhr im Lotale des Herrn Peterson, Berliner Reichstags- Wahlkreis hielt am 9. Auguft eine gut Beteranenftr. 22. Lese- und Diskutirflub Otto Reimer, Abends 8 Uhr Maßregeln zur Verhütung der Einschleppung der Cholera mit besuchte Generalversammlung ab. Nach Erstattung des Geschäfts- Wilhelmshavenerstr. 23 bei Kuba. Distutirklub August Geib tagt jegt Rücksicht auf deren bedeutende Zunahme in den Nachbarländern berichtes für das verflossene Halbjahr durch den Vorsigenden, Freitag Abends 8 Uhr Restaurant zubeil.- Lese- und Diskutirklub" Hand verschärft. Nur eine einzige Grenzstation, Jykany, nach der Genossen Loß, verlas der Kassirer, Genosse Ludwig, den in Hand" 8 Uhr bet siewald, Manteuffelstr. 48. Arbeiter Sängerbund Berlins und Umgegend. Borsigender rumänischen Grenze hin, bleibt offen; auch dort findet Kaffenbericht. Die Einnahme betrug nach demselben 616,40 M. Ad. Neumann, Brunnenstraße 130, 2 Tr. Alle Aenderungen im Vereins- eine strenge ärztliche Untersuchung ber Reisenden und und die Gesammtausgabe 136,96 M.; am Halbjahrsschluß ver- talender find zu richten an Friedrich Kortum, Manteuffelstr. 70. Freitag. eine Desinfizirung des Gepäcks statt. In allen UeberAufnahme von Mitgliedern. Uebungsstunde Abends 9 Uhr. blieb somit ein Bestand von 479,44 M. Die Ostermatinee brachte ich er Männerchor, Schönhauser Allee 28, bei Kuhlmey. find Sanitätskommissionen Nord, Berg- gangsorten eingerichtet. einen Ueberschuß von 83,15 M. Dieser Ueberschuß und der ftraße 68, bei Steller. Vorwärts 1, G.D. Adalbertstr. 21, bei Noll. Budapest. Entgegen dem offiziellen Bulletin, daß keine verKassenbestand wurden der Vertrauensperson überwiesen. Die summer's cher Gesangverein, Langestraße 65, bet Tempel. Buchdächtige Erkrankung gestern in Ungarn vorgekommen sei, beBersammlung entlastete den Kassirer. Aus der darauf folgenden binder Männerchor Berlins, Holzmarktstraße 3, bei Deter. glöckchen, Hochstr. 324, bet Wilte. Gemüthlichkeit Buzer, hauptet der Pesti Hirlap", daß aus dem Bereger Romitat Neuwahl des Vorstandes gingen als gewählt hervor die Genossen Seydelfir. 30. Palme, in Welten, bei Schröder. Morgenroth 4, 15 Erkrankungen gemeldet wurden, bei denen der Prof. Pertik in Krieger, 1. Vorsitzender; Lehmann, 2. Vorsitzender; Röpenick, Müggelheimerftr. 3 bei Seld. Karthaus'scher Gesang Budapest die asiatische Cholera fonstatirt hat. verein, Lichtenbergerstr. 21, bei Seife. Gefangverein MorgenLudwig, 1. Kassirer; Butschke, 2. Kassirer; Hawering, roth 2, Charlottenburg, Bismarckstraße 74. dem verdächtigen Marmoroser Komitat eingetroffene Arbeiter wurArbeiter Gesang1. Schriftführer; 3inte, 2. Schriftführer; K. Berger, Typographia, Gefangverein Berliner Buchdruder und Schrift- den heute nach dem Budapester Staatsbahnhof internirt und mußten Hobus, Leithold, Mewes, Hermann und R. Schüß, gießer, Kommandantenstr. 20, Arminhallen. Gesangverein Nordwacht, troß ihrer Gegenwehr in den Wartesälen und im Freien kampiren.Müllerstr 7, bet Reichert. Gesangverein Schmargendorf in Schmargens Beisitzer. Als Revisoren wählte man die Genossen Paduch, dorf, Wirthshaus.-8utunft 1, Steglis, Ahornstraße, im Gambrinus. Petersburg, 9. August. In Warschau ist ein bis jetzt verBrademann und M. Mewes. Unter Vereinsangelegen- Gefangverein Collegia i, Manteuffelstr. 9 bei Nowiacs. Gefang- einzelt gebliebener choleraverdächtiger Fall vorgekommen. Vom heiten machte der Vorsitzende Mittheilung von dem nicht weniger als verein Freiheit Moabit, Kronen Braueret, Alt- Moabit Nr. 47/49. 11. Juli bis 24. Juli find im Gouvernement und in der Stadt ,, Bereinte Gangesbrüder Moabit' Stromstraße 28 Sozialdemokratischen Benehmen eines Restaurateurs, der sich in den Lange. Sängerverein Sorgenfrei" Melchiorstr. 15 bei Stehmann. Nishny Novgorod einschließlich der dortigen Messe an der Verein hat aufnehmen lassen. Der Betreffende heißt Kab. Er verließ Gesangverein" Rosalta" Blumenstr. 45 bei Went. Nord- West: Cholera und choleraverdächtigen Krankheiten 258 Personen erdie Versammlung frühzeitig mit Hinterlassung eines Bettels, auf Stern", Altonaerstraße 27 bei Sipte.-Bin et a", Swinemünderstr. 35 frankt, von denen 102 gestorben sind. Aus Charkom werden vier bet Queitsch. Freie Liedertafel, Neue Königstr. 73 bet Hahn. Bukarest, 8. Auguft. dem er augab, nicht länger bleiben zu können, und erklärte, auf Brandenburger Männer- Gesangverein in Brandenburg a. 5., choleraartige Erkrankungen gemeldet. die Aufnahme zu verzichten, wenn sie nur widerwillig erfolgen Mengert's Boltsgarten. Rothe Fahne, Görligerstr. 52 bei Bogel. Nach amtlicher Mittheilung ereigneten sich vom 6. bis 8. August follte. Das bezahlte Geld wolle er nicht wieder haben und er Sängerchor der Töpfer, Neue Friedrichstr. 44 bei Röllig. in Braila 15 neue Cholerafälle, darunter 4 Todesfälle; in Sulina würde auch ohne Vereinsmitglied zu sein, für die Partei wirken. Gesangverein ersten ähre, Alte Jakobfir. 83 bei Wienecke. 26 Neuerkrankungen, 5 Todesfälle. Das Gerücht vom Auftreten Gefangverein Steinnelte, Röslinerstr. 17 bei Wendt. Nachdem noch einige Genossen zu der Angelegenheit gesprochen Bund der geselligen Arbeitervereine Serlins und Umgegend. der Cholera in Galatz und Ploiesti wird entschieden dementirt. hatten, wurde der Ausschluß des Katz und die Zurückerstattung alle zuschriften find zu senden an B. Sentel, Bergmannstr. 21, Hof 3 r. Lemberg, 10. Auguft. Generalgouverneur Gurka hat für feiner vorweg bezahlten Beiträge beschlossen und zwar ein Freitag: Tambourverein Ruf, Inselstraße 1. Gartenstr. 52,- Tambourverein Borussia" Weidenweg 93-94 bei S. Scholz. Rongreßpolen umfassende Vorsichtsmaßregeln gegen die Cholera stimmig. Der Vorstand wurde beauftragt, das Arrangement Gesang-, Turn- und gesellige Vereine. Freitag. Männer- Gesang- unter Androhung strenger Strafen bei deren Uebertretung aneiner Lassallefeier vorzunehmen. Außerdem erhielt er den Auf- verein union, Abends 9 Uhr, Berliner Bockbrauerei. geordnet. Rom, 8. Aug. Der„ Tribuna" zufolge tamen in trag, die Sympathie der Versammlung telegraphisch dem inter- wedding, Abends 8 Uhr, bei Schäfer, Steue Hochstr. 49. Waldesrauschen, abends 9 Uhr, bei Weigt, Warfgrafeuitr. 87. Privat Neapel in den letzten 24 Stunden 5 Cholera- Todesfälle nationalen Kongreß zu übermitteln. vor. Die heute in Rom verbreiteten Gerüchte von 9 CholeraTheaterverein Crescendo, Abends 9 Uhr, bei Schulz, Burouserstr. 35. Musit- Dilettantenverein" Tonita", Abends 8% Uhr bei Schent, Krautr. 39, fällen daselbst sind unbegründet. Ter sozialdemokratische Wahlverein des Montpellier, 8. Aug. fünften uebungsstunde. Musttverein Frisch auf, Restaurant Schröder, Steichen Seit dem 5. August find hier 7 Personen an Cholera gestorben; Berliner Reichstagswahlkreises hielt am 8. Auguft eine bergerir. 24. Berliner Zurngenossenschaft. Die erste Männerabtheilung heute gab es 3 Todesfälle. öffentliche Versammlung ab. Nach erfolgter Bureauwahl hielt Genosse Rudolf Köster einen Vortrag über die Religion furnt Freitag und Dienstag Abend von 8-10% Uhr in der Turnhalle des Lessing- Gymnasiums Pantsir. 9-10.- Turnverein Gesundbrunnen und die Errungenschaften der Astronomie", der sehr beifällig die 1. Männer- Abtheilung turnt heute Abend von 8-10% Uhr in der Zurnentgegen genommen wurde. An der Diskussion betheiligte sich balle des Lessing- Gymnasiums, Pantstr. 9-10. Bergnügungsverein Esperance, Abends 9 Uhr, Nosenthalerstr. 11-12, der Kandidat theol. Schulz. Der Gottesbegriff, wie er zur Zeit von im Restaurant. Vergnügungsverein Beilchen, Abend 9 Uhr, bei Brauns, Gallilai, Keppler und Kopernikus gelehrt wurde, stehe allerdings Oranienstr. 183 p. Geselliger Arbeiterverein Graphia, Abends 8% Uhr, Unterhaltungsflub Schiller, Abends mit der heutigen Naturwissenschaft im Widerspruch. Daraus Alte Jakobstr. 128( Logenhaus). 8 Uhr im Restaurant Holzbächer, Dreyfestraße 3. Lepidopt. Vereinigung resultire aber nicht, nun gänzlich den Gottesglauben zu ver- Drion, Abends 9 Uhr Sigung Schüßenftr. 29. Musikverein Hoff= werfen, vielmehr fönne auch nach der Darwinistischen Welt- nung, Abends von 9-11 Uhr Uebungsstunde Prostauerstr. 35-37. bei anschauung der Gottesglaube bestehen. Er trenne das sittliche Schneider. Stattlub Kairo Abends 8 Uhr bei Flic, Simeonftr. 23. Vergnügungsverein Berolina, Abends 9 Uhr im Restaurant Sur GleichGebiet vom religiösen. Es gebe Leute, welche unfittlich leben heit", Andreasstr. 26, Gigung. Nach derfelben Tanz. Tanzlehrer- Berein und doch an Gott glauben, während andererseits Atheisten oft Solidarität, Abends 8% ühr im Lotale von Ehrenberg, Annenstr. 16, sehr edle Menschen wären. Die Widersprüche in der Bibellehre Bung. Rauchtlub Rothe Fahne, Freitag Abends 9 Uhr, Cuvrysir. 48 und die in der Naturwissenschaft niedergelegten Geseze bedürfen durchaus einer Regelung, da die Aufklärung unter dem Volt eine doch bei weitem andere sei. Im Uebrigen aber sollten Leute, welche das soziale Leben umgestalten wollen, das religiöse Gebiet nicht betreten, denn dasselbe erfordere ein tieferes Gingehen in dasselbe und sei auch eine Wissenschaft. Der Vertreter des Kreises im Reichstag, Rob. Schmidt, hielt dem Vorrebner entgegen, daß er mit seinen Ausführungen wohl sehr vereinzelt dastehe unter feinen zukünftigen Amtskollegen. Wenn er auch nicht alles Das Gerücht, der Fall Lieste" habe eine andere Vorschläge zur Deckung der Reichsausgaben und zur Durchvon ihm Vorgebrachte unterschreibe, so sei er immerhin über Wendung genommen, ist, wie der" Bossischen Zeitung" aus Frant- führung der Reform fortgefahren. Man einigte sich auch hier rascht von seiner freien Meinung und könne nur wünschen, daß furt a. M. geschrieben wird, folgendermaßen entstanden: Der über die wesentlichen Grundlagen und beschloß, die detaillirte er in Zukunft daran festhalte. Für uns ist Religion Privatsache. vor kurzem unter eigenthümlichen Umständen verstorbene Ausarbeitung und die Erledigung einer Reihe von Spezialfragen Die soziale Entwickelung mache der Kirche immer mehr Anhänger Agent" heißt Franz Bölder und fam dadurch ums Leben, daß der alsbald in Berlin zusammentretenden, aus Bertretern der abspenstig und kein Geistlicher sei im stande, dieses zu verhindern. er am 13. April d. J. beim Nachhausekommen, anscheinend in wesentlich betheiligten Staaten und aus Kommissaren der ReichsDiese sind Diener der herrschenden Klassen und Gewalthaber, nicht ganz nüchternem Zustande, die Treppe herabstürzte. Bei verwaltung zu bildenden Kommission zu übertragen. Es scheint und solche die etwa die Genußsucht der Besitzenden geißeln der Regelung feines nicht sehr bedeutenden Nachlasses fand man beabsichtigt zu werden, soweit irgend thunlich, die gesammten würden, wie es ähnlich ein englischer Bischof zur Zeit des eine Kiste mit allerhand alten Schriften und Papieren, die als Gefeßentwürfe gleichzeitig dem Reichstage bei seinem demDockersireiks gethan habe, seien weiße Raben. Der Gottesglaube werthlos verbrannt wurden. Darüber erbofte sich die Haus- nächftigen Zusammentreten vorzulegen. Alle Aeußerungen der sei in Ländern mit rückständiger Bewegung wie Italien und hälterin des Verstorbenen und behauptete, unter jenen Papieren Theilnehmer an der Konferenz zeigen, daß diefelben von den ErRußland am fefteften eingewurzelt. Den Gott, wie der kan hätten sich wichtige Aufzeichnungen über die Ermordung gebnissen der Berathungen sehr befriedigt find. Ueber diese Erdidat Schulz meine, vom Ueberfinnlichen entkleiden, hieße des Polizeiraths Rumpf bejunden, wonach die That von zwei gebnisse wird mitgetheilt, daß über den Gang der weiteren Vorihn einfach abschaffen; deshalb empfehle er ihm, den alten Gott Personen begangen worden wäre. Der Agent habe den arbeiten für die eventuell dem Bundesrathe zu machenden Vorzu lassen wie er ist, denn mit dem neuen mache der Klerus dann Borfall mit angesehen, aber aus Furcht keine Anzeige er lagen überall ein Verständniß erzielt ist, insbesondere auch hinerst recht feine Geschäfte. Das Volk hat Wichtigeres zu thun, stattet und nur ihr, der Haushälterin, das große Geheimniß sichtlich der heute berathenen Frage der eventuellen Besteuerung als sich mit simplen Glaubenssätzen den Kopf zu zerbrechen und mitgetheilt. In der Verhandlung gegen Lieste wurde als festgestellt des Weines. Bindende Beschlüsse sind selbstverständlich nirgends überläßt auch diefes den herrschenden Klassen. Angesichts der erachtet, die That sei nur von einer einzigen Person verübt gefaßt worden, da die ganzen Berathungen nur den Charakter Tausende, welche nicht wissen, wo sie ihr Haupt zur Ruhe legen worden, denn ein Tapezirerlehrling Ludwig Schmidt, der in der eines vorläufigen Gedankenaustausches trugen. Die Frage der sollen, gelte es vor allem, einen Zustand auf Erden herbeizu- Nähe des Thatortes stand, sah den Mörder davonlaufen; ebenso eventuellen Besteuerung der Inserate soll bei den Erörterungen führen, der jedem vor allem eine gesicherte Existenz biete.( Leb- sah eine Frau Camphausen, die am Abend vorher mit ihrer ebenfalls gestreift sein. haftes Bravo!) Nachdem Kandidat Schulz noch einige turze Tochter des Weges tam, auch nur eine einzelne Person in ver- Wien, 10. August. Ein Erlaß des Ministeriums des Entgegnungen gegeben, vertrat auch der Referent in seinem dächtiger Weise sich vor dem Rumpf'schen Hause herumtreiben Innern vom 6. d. M. an die politischen Landesbehörden fordert Schlußwort ganz entschieden den Standpunkt des Genossen und erkannte in dieser mit ziemlicher Bestimmtheit den An- dieselben auf, angesichts der zunehmenden Verbreitung der geklagten Lieste wieder. Belastend für Lieste war außerdem Cholera in mehreren benachbarten Staatsgebieten etwa einHierauf wurde beschlossen, die diesjährige Lassallefeier durch eine frische Schnittwunde an der Außenseite der linken Hand, geschleppte Cholerafälle sofort zu untersuchen und geeignete Maßein Volksfest ohne Entree zu begehen und wurde ein neungliedriges die er sich am Tage nach dem Morde auf der Flucht in regeln zu treffen. Der Erlaß schärft die im vorigen Jahre aus Romitee gewählt, welchem die weiteren Arrangements überlassen Bwingenberg hatte verbinden lassen und deren Entstehung er Anlaß der Epidemie ergangene Instruktion ein, namentlich be Ein Antrag, dem Züricher internationalen Kongreß ein nicht erklären konnte. Die Sachverständigen vermutheten damals, züglich der Anzeige von Erkrankungsfällen, der Beschaffung aller er habe sich in die Hand geschnitten, als er das Schustermesser, Erfordernisse für die Spitäler, der Ueberwachung der VerkehrsBegrüßungstelegramm zu senden, fand einstimmige Annahme. mit dem wahrscheinlich die That verübt wurde, aus der Wunde anstalten und industriellen Etablissements, der Aerztebestallung Die Freie Volkebühne hielt am 5. August ihre General- ziehen wollte; denn dazu mußte er Gewalt anwenden, da es sich und der Mitwirkung von Bakteriologen bei jeder Landesverfammlung ab. Nach einer etwas erregt en Geschäftsordnungs- in den Rippen festgesezt hatte. Die Behörden haben auf die behörde. Debatte, ob die Versammlung statutenmäßig einberufen sei, an Aussage der Haushälterin kein Gewicht gelegt und daher keine Wien, 10. Auguft. Jn Mikuliczyn, Bezirk Nadworna in der sich die Herren Schweiher, Laasch, Dr. Mehring weiteren Schritte in der Angelegenheit gethan. Oftgalizien, sind heute zwei Cholerafälle vorgekommen, von denen Schmidt. bleiben. bei Kricheldorff Depeschen. ( Depeschen des Burenu Herold.) Paris. 10. August. Das„ Journal Offiziel" veröffentlicht heute das Gesetz über die Zulassung von Angestellten und Arbeitern fremder Nationalität in Frankreich. Die Anmeldung der Fremden muß bei schweren Strafen in bestimmter Frist erfolgen; auch die Prinzipale sind zur Anmeldung unter Strafandrohung verpflichtet. English Conversational Club Shakespeare. Meeting every Friday at 9 p. m. at Behrens Restaurant Königstr. 62. Lecturer Mr. J. Bloch. Guests are welcome. Dermischtes. London, 10. Auguft. In den meisten Distrikten find die Rohlenvorräthe erschöpft; die Arbeiter drohen, den Streit bis November auszuhalten. ( Wolff's Telegraphen- Bureau.) Frankfurt a. M., 10. Auguft. Die Berathungen der Konferenz der Finanzminister sind heute Nachmittag 4/4 Uhr ge schlossen worden. Heute wurde in der Berathung der speziellen and Schmidt betheiligten, die aber damit endete, daß sich die Ein Durchgänger. Aus Breslau wird berichtet: Am einer tödtlich verlief. Bei zwei in den letzten Tagen aus MikuVersammlung für beschlußfähig erklärte, besprach der Saffirer in Mittwoch Abend wurde, wie der Breslauer General- Anzeiger" liczyn beziehentlich Tartatom gemeldeten Todesfällen ist durch eingehender Weise ben sehr ausführlich aufgestellten Kaffen- meldet, auf dem Oberschlesischen Bahnhofe hierselbst der Buch- die bakteriologische Untersuchung Cholera asiatica tonstatirt bericht, der jedem der Mitglieder bereits gedruckt vorlag. Aus halter Ludwig Walter aus Berlin verhaftet, ber der Speditions- worden. In Gillt, Steiermart, starb gestern ein aus Ungarn Czernowik, 10. Ang. Infolge der Choleragefahr hat die Landesregierung die Sperrung sämmtlicher Grenzstationen, mit Ausnahme der Station Jykany, woselbst eine strenge Untersuchung der Reisenden erfolgt, angeordnet. getommener italienischer Eisenbahnarbeiter unter choleraartigen| Anerkennung ihrer Regierung, der Rongreß verweigere jedoch| P. 2., Wrangelstraße. Es fommt darauf an, was Gie Erscheinungen. dieselbe. Die Minister feien hierüber getheilter Meinung. Es unterschrieben haben. Tausendfach haben wir davor gewarnt, gehe das Gerücht von einer bevorstehenden Ministerkrisis. auf irgend welche Schwindel Subskriptionen reinzufallen. Aber Madrid, 10. Auguft. Die Ratifikation des Handelsvertrages die Dummen werden nicht alle. mit Schweden und Norwegen ist vollzogeu worden. Gerücht- Wilhelm. Nur wenn die Ehescheidung wegen Ehebruchs weise verlautet, daß eine Ministerkrise bevorstehe; der Kriegs- erfolgt ist, kann ein Strafantrag gegen den Ehebrecher erfolgen. minister habe die Absicht, feine Demission einzureichen. 2. K. Wo das Innungsschiedsgericht zuständig ist, hat das Helsingfors, 10. August. Ein heute veröffentlichter faiser- Gewerbegericht nichts zu sagen. Die Ihnen beim Amtsgericht licher Erlaß verfügt, daß von morgen ab in Finnland der erstandenen Kosten erhalten Sie in feinem Falle wieder ersetzt, Einfuhrzoll auf alle deutschen Waaren, einschließlich Tabat, um da es als Ihre eigene Schuld angesehen wird, wenn Sie beim falschen Richter klagten. 50 Prozent erhöht wird. Petersburg, 9. August. Die Erhöhung der finnischen Meerbusen- Zölle um 50 pct. wird in dieser Woche erwartet. Paris, 10. August. Das„ Journal des Débats" bestätigt, daß der Liquidator der Panamagesellschaft, Marquis, bei dem Handelsgerichte die Klage auf Rückzahlung von 100 Millionen Franks eingereicht hat, welche die an dem Syndikat für die Emission von Panamaattien betheiligten Institute f. 3. als Provision erhalten haben. Ferner flagt der Liquidator auf Rückzahlung von 50 Millionen Franks seitens der ersten Unter- Briefkaffen der Redaktion. nehmer. In Royan wurden sämmtliche Baracken des JahrGesangverein Nordwest. Derartige Aufrufe tönnen marktplatzes durch eine Feuersbrunst zerstört; die Menagerie nur mit der Unterschrift des Vertrauensmannes aufgenommen Pezon wurde mit allen Thieren ein Raub der Flammen. werden. A. B. Es fann Jeder ohne Ausnahme als Anstreicher arbeiten, wenn er Arbeit findet. Das Uebrige ist uns unverständlich. Graudenzerstr. 2.„ Die Beförderung aller versiegelten, augenähten oder sonst verschlossenen Briefe gegen Bezahlung von Weise, als durch die Post, ist verboten" besagt§ 1 des Gesetzes Orten mit einer Postanstalt des In- oder Auslandes auf andere Paris, 10. August. In einer Versammlung in Draguignan Arbeitervertreter- Verein. Auf die vielen Anfragen, die vom 28. Oktober 1871 über das Postwesen des Deutschen wandte sich Clemenceau gegen seine Gegner, die ein förmliches uns zugehen in betreff der Vorschlagsliste zum Reichs- Versiche- Briefe. Die Strafe beträgt das vierfache Postporto, jedoch nieReiches. Strafbar ist der Beförderer wie der Absender solcher Verleumdungssystem gegen ihn ausgebildet hätten. Mit Ent- rungsamt fönnen wir nur antworten, daß, soweit unsere In mals weniger als drei Mart. schiedenheit wies er die Anschuldigung zurück, daß er von Herz formation reicht, wir die Vorschläge empfehlen können. G. M. Sie fönnen sie verklagen. Besser ist es freilich, Geld empfangen hätte. Herz sei nichts weiter als Aktionär seiner Zeitung gewesen. Elemenceau tam darauf in längeren Aus- wenn Sie sich gütlich verständigen. führungen auf den Panama- Feldzug zurück, welcher von den Monarchisten unternommen worden sei, bekämpfte lebhaft die bekehrten Monarchisten und betonte schließlich, wenn er niemals an der Regierung gewesen sei, so täme dies daher, daß man sie ihm niemals angeboten habe. London, 10. August.( Unterhaus.) Der Parlamentssekretär des Auswärtigen Grey erklärte auf eine Anfrage, nach den neuesten Informationen befänden sich Mataafa und dessen Häuptlinge an Bord des britischen Kriegsschiffes Katoomba", es sei somit deren persönliche Sicherheit verbürgt. Die schließliche Ent scheidung hinsichtlich derselben werde Gegenstand der Berathung unter den drei Bertragsmächten sein. Der Parlamentssekretär des Kolonialamts Burton erklärte, die Swaziland- Konvention sei von Loch noch nicht unterzeichnet worden. England könne die Schuhherrschaft in Swaziland nicht aufgeben, da es eine solche nie besessen habe. E. R. und J. N. Sie gestehen selbst, daß der betreffende Gärtnereipächter ein bekannter bornirter Mensch ist. Warum soll derfelbe nicht auf die Sozialdemokraten schimpfen? Ihm macht es gewiß Vergnügen und uns schadet es nichts. A. Z. B. Da dürfte Ihre Schwester keine Ansprüche zu erheben haben. J. S., Friedrichsbergerstr. 10. Das Ihnen gegebene Versprechen ist zu unbestimmt gehalten, um eine Verpflichtung gerichtlich zu begründen. der elterlichen Bewilligung. F. Szc. Zum Austritt aus der Landeskirche bedarf es nicht Religion. Daß einzelne Abgeordnete fich als religionslos, andere als fonfessionslos bezeichnen, entspringt ihrer individuellen und Liebknecht, warum er sich„ konfessionslos" nennt. Dissident Auffassung. Fragen Sie Bebel, warum er sich„ religionslos", gehört. In den kurzen biographischen Notizen legt doch der Abist, wer nicht zu den staatlich anerkannten Religionsgesellschaften geordnete fein Religionsbekenntniß ab. G. K. Der Wirth muß sich mit ihrem Vorschlage zufrieden geben. Karschunke, Zoffenerstraße. Sie geben Ihre Klage beim Gewerbegericht zu Protokoll. Rud. Salomo. Bitte, geduldigen Sie sich, bis Genosse Stadthagen wiederkommt. Uns ist die Sache unbekannt. J.. 101. Wenn Sie die Erbschaft antreten, übernehmen Herrn Astor u. Schult. Auf eine weitere Sprechsaalfede fönnen wir uns nicht einlassen. Es sind beide Parteien zu Wort Sie auch die Schulden; Sie können sie auch antreten unter dem gekommen, und wir glauben damit der Sache genügt zu haben. Vorbehalt, daß Sie für die Schulden nur in Höhe des Werthes der Hinterlassenschaft aufkommen. D. F. 2. 23. Das nicht gebrauchte Rohmaterial ist zurück Wenn Ihr Vater 24 Jahre zuliefern; wenn auch vielfach das Gegentheil üblich geworden mit seiner Wirthschafterin zusammengelebt hat und mit ihr einen London, 10. Auguft. Wie dem„ Reuter'schen Bureau" aus war, schützt dies doch nicht dagegen, daß nicht einmal, was schon Sohn gezeugt hat, so haben Sie als Sohn dieses Verhältniß so Buenos- Ayres gemeldet wird, sind die Radikalen in La Plata öfters vorgekommen, wegen der Einbehaltung des nicht ge- respektiren, als wenn es ein staatlich anerkanntes wäre. Das eingerückt. Der Kriegsminister del Valle habe die Entwaffnung brauchten oder ersparten" Stoffes Antlage wegen Unter- ist unseres Erachtens ein höheres Gesetz als alle staatlichen. beider Parteien heute angeordnet. Die Radikalen forderten die schlagung erhoben wird. Maurer! Große öffentliche Generalversammlung der Maurer u. Putzer Berlins am Sonntag, den 13. d. M., Vormittags 10% Uhr, in den ,, Arminhallen", Kommandantenstraße Nr. 20. Tagesordnung: " 1. Vortrag über: Bauschwindel und Submissionswesen".( Referent wird in der Versammlung bekannt gemacht.) 2. Diskussion. 3. Antrag des geschäftsführenden Ausschusses, der Gewerkschaftskommission, behufs Anstellung eines befoldeten Beamten. 4. Besprechung über die Kontrollmarke im Bäder gewerbe. 5. Gewerkschaftliches. Sämmtliche Kollegen werden dringend ersucht, zu erscheinen. H. Schigolsky, Schivedterstraße 27. F. Gräschke, Lübbenerstr. 26. Vertrauensmänner der deutschen Maurer. Achtung! Achtung! Große öffentliche Versammlung aller in der Steinindustrie beschäft. Arbeiter Berlins und Umg. am Sonntag, den 13. August, Vorm. 10 Uhr, im Lokal des Herrn Müller, Johannisstraße Nr. 20. Tagesordnung: 1. Vortrag des Kollegen Ph. Thomas über den neuen Organisations: Entwurf. 2. Distusfion. 3. Unterstützung der Gemaßregelten. 4. VerAchtung, Rohrleger und Gehilfen! Die nächste Morgensprache findet Sonntag Vormittag bei Rattke, Krautstraße 48, statt. Hierzu laden ein 1328b Mehrere Kollegen. Mein im Zentrum gelegener Saal, Achtung! Achtung! Arbeiter- Bildungsschule( Ostbezirk). Sonntag, den 13. August, Abends 7 Uhr: 210 Perſonen faſſend, ist den Vereinen Oeffentliche Versammlung in den Konkordia- Festsälen, Andreasstraße 64. und Gesellschaften bestens empfohlen. Auch sind einige Zimmer für Kassen frei. C. Seefeld, Grenadierstr. 33. Tages- Ordnung: Die mir unbewußte Aeußerung zwei hunderts. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. 1. Vortrag des Genossen Perm: Gekrönte Häupter des 18. JahrGenossen gegenüber, Frau Engel vor 2/2 Jahren beleidigt zu haben, nehme Nach dem Vortrag: Gemüthl. Beisammensein und Tanz. ich zurück. 13606 403/7 H. Doru. Naether& Krausse Anflamerstr. 44 an der Brunnen- Straße. Uhren. Billigste Bezugsquelle für schiedenes. In Anbetracht der wichtigen Tagesordnung ist das Erscheinen Reparaturen gut und billig. aller dringend erforderlich. 286/19 Der Vertrauensmann: Joseph Buchmann, Willibald- Alexisstr. 39. Verband der in Holzbearbeitungsfabriken und auf Holzplätzen beschäst. Arbeiter u. Arbeiterinnen Deutschlands. Ortsverwaltung Berlin l. Sonnabend, den 12. August 1893, Andreasstr. 64. Konkordia- Festsäle. Andreasstr. 64: Großer Sommernachts- Ball Bitte lesen Sie! Jedem Genossen, der billig und gut taufen will, empfehle mein sehr reichh. Die Kommission der Oßschule. Posamentenbranche. Sonnabend, den 12. Auguft, Abends 8½ Uhr, im Lokale des Herrn Boltz, Alte Jakobstraße 75: Deffentliche Versammlung. Tagesordnung: 1. Die bisherige Wirksamkeit der Lohnkommission. 2. Berichterstattung des Delegirten zur Gewerkschafts- Kommission. 3. Verschiedene Gewerkschaftsangelegenheiten. Alle Kollegen und Kolleginnen sind hierzu eingeladen. 258/4 Die Agitations- Kommission. Achtung, Holzarbeiter! Montag, den 14. August 1893, Abends 82 Uhr, Große öffentliche Versammlung der Holzarbeiter Berlins und Umgegend in der Berliner Ressource, Kommandantenstr. 57. Tages- Ordnung: 1. Welche Stellung haben wir in der nächsten Zeit einzunehmen? Diskussion. 3. Stellungnahme zu den Anträgen der GewerkschaftsKommission. 4. Verschiedenes. Um rege Betheiligung ersucht Lager von ca. 1000 Sommer- Waletots, 2000 Anzüge, sowie einzelne Röcke, Jaquets, Hosen, Westen 2c. Ferner Uhren, Ketten, Ringe, 2. Betten, Wäsche, Stiefel, Hüte, Reise- u. Holykoffer, Waschlteffel 2c. Sämmtliche Sachen in alt und neu, auch werden verfallene Pfänder verkauft. A. Wergien, 319/4 Der Vertrauensmann. Teltow und Umgegend. unter Mitwirkung des Gesangvereins Freya"( Gemischter Chor) Mitglied Schneidermeister und Parthiewaaren Sonntag, den 13. August, Nachmittags 5 Uhr, im Schützenhauſe: des Arbeiter- Sängerbundes. Dirigent Herr Rockiki. Mufit, ausgeführt von der Freien Vereinigung der Zivilberufsmusiker Berlins. 438/1 Aufführung von lebenden Bildern. Billets für Herren 50 Pf., für Damen 30 Pf. Freunde und Gönner des Verbandes ladet freundlichst ein Der Vorstand. Mitglieder- Versammlung Händler, 8768L* Große öffentliche 127 Stalizerstraße127. Volksversammlung für Männer und Frauen. Bestellungen nach Maak werden gut und billig ausgeführt. Tages- Ordnung: 1. Die Aufgaben der Sozialdemokratie nach der Wahl. Referent: Bitte sehr, recht genau auf Namen Fritz Kasper Steglig. 2. Diskussion. 3. Wahl eines Vertrauensmanns. und Hausnummer zu achten. Drr Einberufer. der Holz- und Bretterträger Sophastoff- Reste Berlins und Umgegend am Sonntag, den 13. August, Vorm. 10 Uhr, im Lokale des Herrn Otto Klein, Schönlein- Straße Nr. 6. Tagesordnung: 1. Bericht des Delegirten zur GewerkschaftsKommission. 2. Bericht des Vorstandes. 3. Neuwahl des gesammten Vorstandes. 4. Verschiedenes und Aufnahme neuer Mitglieder. Wegen der wichtigen Tagesordnung ist es Pflicht, eines jeden Kollegen zu erscheinen. Außerdem sind die Kollegen der Firma Sauerland Nachfolger ( Poßling) ganz besonders eingeladen. 179/14 Der Vorstand. J. A.: P. Karnal. 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