Nr. 85. Abonnements- Bedingungen: bonnements- Preis pränumerando: Bierteljährl. 3,30 Mt., monatl. 1,10 M., wöchentlich 28 Bfg. frei ins Haus. Einzelne Nummer 5 Bfg. Sonntags nummer mit illuftrierter Sonntags Beilage Die Neue Welt" 10 Pfg. PostAbonnement: 1,10 Mart pro Monat. Eingetragen in die Post- Beitungs Breisliste. Unter Kreuzband für Deutschland und Desterreich- Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 8 Mart pro Monat. Postabonnements nehmen an: Belgien, Dänemart, Holland, Italien, Luxemburg, Portugal, Rumänien, Schweden und die Schweiz. Ericheint täglich außer Montags. Vorwärts Berliner Volksblaff. 28. Jahrg. Die Infertions- Gebühr beträgt für die sechsgespaltene Rolonel geile oder deren Raum 60 Pfg., für politische und gewerkschaftliche Vereinsund Bersammlungs- Anzeigen 30 fg. ,, Kleine Anzeigen", das fettgedrudie Wort 20 Pfg.( zulässig 2 fettgedrudie Borte), jedes weitere Wort 10 Pig. Stellengesuche und Schlafstellenan zeigen das erste Wort 10 Big, jedes weitere Wort 5 Pfg. Worte über 15 Buchstaben zählen für zwei Worte. Jnjerate für die nächste Nummer müssen bis 5 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist bis 7 Uhr abends geöffnet. Telegramm- Adresse: ,, Sozialdemokrat Berlin". Zentralorgan der fozialdemokratischen Partei Deutfchlands. Redaktion: S. 68, Lindenstrasse 69. Fernsprecher: Amt IV, Nr. 1983. Sonntag, den 9. April 1911. Wähler herans! Am Montag, den 10. April, findet die Erfahivahl in dem Wahlkreise statt, den unser unvergeßlicher Paul Singer länger als ein Vierteljahrhundert vertreten. Zu einer der stärksten Hochburgen der Sozialdemokratie hat sich der 4. Berliner Reichstagswahlkreis entwickelt, und es gilt nun am Montag, durch eine glänzende Wahl des sozial demokratischen Kandidaten den stolzen Ruf des Wahlkreises zu behaupten!. Expedition: S. 68, Lindenstrasse 69. Fernsprecher: Amt IV, Nr. 1984. nene Heeresvorlage angenommen, die jährlich abermals 30 Millionen erfordert! Auch für neue Flotteurüstungen wird bereits cifrig Stimmung gemacht! Und die neue Flottenvorlage wird ja um so weniger ausbleiben, als der Reichskanzler sich vor wenigen Tagen mit aller Entschiedenheit gegen die Rüstungsbeschränkung, Die Gegner haben das Feld von vornherein der Klassenbewußten Arbeiterschaft geräumt. Freisinn und Konservative, die 1907 zusammen immerhin noch mehr als 22 000 Stimmen aufgebracht hatten, haben diesmal auf jede Gegenkandidatur verzichtet. Nur gegen die internationale Abrüstungsidee ausgesprochen hat! das Zentrum hat einen Zähltandidaten aufgestellt. Von einem eigentlichen Wahlkampf war also diesmal feine Rede. Trotzdem sind es die sozialdemokratischen Wähler der Partei und dem Gedächtnis Paul Singers schuldig, daß sie in imponierendem Aufgebot an der Wahlurne antreten, um mit einer riesigen Stimmenzahl ihren Kandidaten Otto Büchner in den Reichstag zu entfenden! Es gilt, der Reaktion die Quittung auszustellen für alle Unbill, die sie in den letzten Jahren der Arbeiterklasse, allen Schichten des werktätigen Voltes zugefügt! Von dem letzten Steuerraubzug ist ja die nichtbesitzende Bevölkerung Berlins besonders schwer getroffen worden! Die von den Junkern und ihren ultramontanen Handlangern dreift geleugnete Breissteigerung aller Lebensmittel und Verbrauchsartikel hat die Arbeiterschaft und den kleinen Mittelstand zur bedauerlichsten Einschränkung des Konsums gezwungen, auf Kosten der Gesundheit und Arbeitskraft! Das Wettrüsten geht also weiter! Und da die letzte Reichsfinanzreform bei weitem nicht ausreicht, um auch nur die gegenwärtigen Rüstungsausgaben zu decken, so ist auf eine neue Reichs finanzreform, so sind unausbleiblich! nene indirekte Stenern Auf der einen Seite also eine fortgesetzte Mehrbelastung des arbeitenden Volkes- auf der anderen Seite neue Volfsentrechtung! Entrechtung durch die neue Reichsversicherungsordnung, die dem Proletariat die Selbstverwaltung in den Krankenkassen rauben will, Entrechtung durch die Justizuovelle, die die freie Kritik durch die Presse zu unterbinden trachtet 1 Entrechtung durch die Beibehaltung der skandalösen Wahlkreiseinteilung, Entrechtung durch Verschleppung der preußischen Wahlreform! Reichstagswähler des 4. Wahlkreises! Am kommenden Montag ist es an Euch, der Dabei dienen die Unfummen, die den Nichtbesitzenden durch die ungeheuerliche indirekte Reaktion vollwichtige Antwort zu geben! Sorgt dafür, daß die Antwort deutlich ausfällt! Macht den Besteuerung abgepreßt werden, nicht etwa der Förderung von Kulturaufgaben zugunsten des Voltswohls, sondern lediglich der Stärkung des Militarismus und Marinismus! Mehr als neun Zehntel aller wirklichen Einnahmen gehen drauf für Heer, Marine, Schuldenverzinsung und Weltpolitik! Und trotzdem hat die Reichstagsmehrheit noch kurz vor der Bertagung die Wahltag zum Zahltag! Rein klaffenbewußter Arbeiter bleibe der Wahlurne fern! Bringt den letzten Klassengenossen heran, damit er seine Stimme abgebe für den sozialdemokratischen Kandidaten Otto Büchner! sorgung Ein Ausnahmegesetz gegen die erigustruppe auf Kosten der Arbeiter.„ aifenrente". Arbeiter. Nach der Dsterpause, soll, das Plenum des Reichstages die Reichsversicherungsordnung beraten oder vielmehr, wenn es nach dem vom Abg. Horn- Gera ausgeplauderten Wunsche der Scharfmacher geht, durchpeitschen. bureaukratischen Unter täglich. Nicht viel anders verhält es sich mit der nehmerschußtruppe Hinterläßt der verstorbene Vater, Abgelehnt sind fast alle auf Besserung der Rechte der Arbeiter der zehn Jahre lang in der niedrigsten Lohnklasse gezahlt abzielenden leicht durchführbaren Anträge. Fast zu derselben hat, ein Kind, so beträgt die an das Kind bis zu seinem Zeit, wo die bürgerlichen Parteien durch Erhöhung der Zivil- vollendeten 15. Lebensjahr zu zahlende Kinderrente liste von 15% Millionen um 3 Millionen anerkannten, daß volle 36,60 m. jährlich oder 10 Pfennig täglich. durch die Zölle auf notwendige Nahrungs- und Bedarfsartikel Hinterläßt er zwei Stinder, so beträgt die Rente für beide mindestens um 1½ der Geldwert der so schmalen Renten" ge- Kinder zusammen 63,60 M. oder 9 Pfennig für jedes fürzt ist, wurden die Anträge auf Erhöhung der Renten im wesent- Kind täglich. Für drei Kinder beträgt die Rente 90 M. Das Ergebnis der Kommissionsberatungen über den lichen abgelehnt. Hingegen sind die Zwangs beiträge der Ar- jährlich zusammen oder pro Kopf 8 Pfennig täglich. 1754 Paragraphen umfassenden Entwurf liegt noch nicht beiter erheblich erhöht. Das Verfahren ist ins- Der Höchst sa tz einer Kinderrente, wenn also 50 Jahre gedruckt vor, wiewohl die Kommission bereits am 20. April besondere für Unfallsachen noch erheblich verschlechtert. hindurch stets in der höchsten Lohnklasse geklebt war, beträgt 1910 eingefegt war, also nahezu ein Jahr lang getagt hat. Von der Selbstverwaltung sollen die Arbeiter auf für ein Kind 85,20 m. jährlich oder 23 Pfennig täglich, Noch nie vielleicht die berüchtigte Finanzreform aus dem Gebiete der Unfallversicherung völlig aus für zwei Kinder 120 M. oder 17 Pfennige für den Tag genommen ist in Reichstage felbft bei großen Gesetz geschlossen bleiben; ihr Mitbestimmungsrecht bei der und Kopf, für drei Kinder 155,40 m. oder 14 Pfennig entwürfen wie dem Bürgerlichen Gesetzbuch, den Versicherungs- Verwaltung der Invalidenversicherung ist zu- für den Tag und Kopf. gesegen der 80er Jahre, der 91er Gewerbeordnungsnovelle ungunsten insbesondere der Errichtung von Heilstätten Zur Entschuldigung für die erbärmliche Niedrigkeit dieser eine Kommissionsberatung so schleppend, die Bericht wesentlich eingeschränkt, bei der Krantenversich e- Renten" für Arbeiterwitwen und Waisen wird insbesondere erstattung so langsam erfolgt, Der innere Grund rung nahezu ausgeschlossen, und die wenigen Schranken der be- in Zentrumsblättern die Leere der Reichs- Witwensparkasse für die auffällige Art der Behandlung der Vorlage stehenden Gesetzgebung gegen Willfür der Behörden niedergerissen. angeführt. Wie verhält es sich damit in Wahrheit? In die Reichsmag darin liegen, daß die Scharfmachermehrheit zur Den Unternehmern hingegen ist, die schrankenloseste Freiheit für tasse sollten zur Erleichterung einer Witwen- und WaisenBusammenschweißung dieses Ausnahmegesetzes gegen die Verlegung der Gesetze zuungunsten der Arbeiter gefehlich versicherung vom März 1906 ab Bolleinnahmen gelegt worden, die Arbeiterklasse sich erst allmählich zusammenfand und die öffent- garantiert. Von vielen dies harte Urteil rechtfertigenden Vor- nach Schätzung des Zentrumsabgeordneten Trimborn sich auf liche Kritik an der Vorlage durch Hinauszögerung des Berichts schriften sei nur eine herausgegriffen: Die Unfall Berufs- jährlich 91, nach der des Schaßsekretärs v. Thielemann auf zu erschweren sucht. Die giftigsten Vorschriften der Vorlage genossenschaften sollen zwar der Aufsicht des Reichsversicherungs- 82 Millionen belaufen sollten. Es sind in diese Witwensparsind in Sondersizungen des Konservative, Nationalliberale amts unterstellt sein. Mittel zur Erzwingung der gesetzlichen fasse bis jetzt aber nicht 500 bis 550 Millionen, sondern einund Zentrum in trauter Gemeinschaft umfassenden Scharf Pflichten der Berufsgenossenschaften gibt das Gesetz dieser schließlich Zinsen nur 47 Millionen geflossen. Die fehlende macherfartells zusammengebraut und dann in einer dritten Aufsichtsbehörde jedoch nicht. Ja, im§ 967 ist aus Summe ist restlos von den Agrariern mittels des AusfuhrLesung der Kommission der sogenannten Ausgleichs- drücklich bestimmt: Das Reichsversicherungsamt ist nicht scheinsystems aufgefressen. Dem an dem Vorbehaltsgut für Lesung"-wie sich unsere Leser aus den fortlaufenden Be- berechtigt, an Stelle der landwirtschaftlichen Berufsgenossen- Witwen und Waisen vollzogenen Raub setzt die Verhöhmung richten, die wir über die Kommissionsberichte brachten, entschaft Unfallverhütungsvorschriften zu erlassen und technische der Witwen und Waisen durch die noch näher darzulegenden finnen ratifiziert. Dem Ueberrumpelungsversuch und dem Aufsichtsbeamte anzustellen. Die Habgier von Unternehmern Vorschriften der Reichsversicherungsordnung die Krone auf. Attentat gegen die Arbeiterklasse muß beizeiten entgegen- steht dem Entwurf höher als Leben und Gesundheit der Soviel vorweg zur Charakterisierung des Geistes der getreten werden. Wir werden den wesentlichen Inhalt der Arbeiter. Reichsversicherungsordnung, der die gesamte Arbeiterklasse jezigen Gestalt der Reichsversicherungsordnung in einer Reihe Als Köder für den Entwurf streuen Regierungs-, ohne Unterschied ihrer politischen Richtung zur Empörung Artitel sfizzieren. Zentrums- und andere Scharfmacherorgane die Behauptung gegen die ihnen zugedachte Verfümmerung ihrer Rechte aufDer Entwurf weist selbst gegenüber der Regierungs- aus, der Entwurf enthalte eine Witwen- und Waisen peitschen sollte. Der die Neichsversicherungsordnung durchziehende Haß borlage noch erhebliche Verschlechterungen auf. Noch un- versicherung. In Wahrheit enthält der Entwurf eine berhüllter wie dieser sucht er unter Mißhandlung der Nechte solche Versicherung nicht. Es ist Betrug, wenn der Entwurf gegen die Arbeiter und das Bestreben, aus Arbeitergroschen der einzelnen Arbeiter und der Arbeiterklasse die Arbeiter von einer Witwenrente" spricht. Die Witwe erhält teine eine bureaufratische Schußtruppe des Unternehmertums zu bebersicherungsgesetzgebung zu Versorgungsanstalten für Militär- Witwenrente, sondern soll nur für den Fall, daß sie solden, kommt am unverfälschsten bei den Vorschriften über anwärter, abgelegte Offiziere und Beamte, gelbe Gewerfvöllig erwerbsunfähig im Sinne der Ver- die Verwaltung der Krankentassen zum Ausschaftler und gefinnungslose Bureaukraten zu machen. sicherungsordnung wird, eine Invalidenrente er- druck. War für die bürgerlichen Parteien ein Hauptzweck der halten, und zwar in schamlos niedriger Höhe. Hatte der ver- Selbstverivaltung der Krankenkassen durch die Arbeiter bestehenden Versicherungsgesetzgebung die Entlastung der wohl storbene Ehemann 10 Jahre lang in der niedrigsten Klasse war früher die entschiedene Forderung auch bürgerlicher Streife habenderen Schichten von der Armenlast und die stärkere geklebt, so erhält sie einen Betrag von ganzen 72 M. 60 Pf. wie der verstorbenen Zentrumsabgeordneten Moufang und Belastung der Arbeiter, so zieht sich wie ein roter jährlich, also gegen 20 Pfennig täglich. Der höchste Reichensperger und wohl ziemlich aller liberalen Abgeordneten. der Selbstverwaltung Faden durch durch die Paragraphenmasse des Kommissions- Sag wird erreicht, wenn der verstorbene Ehemann 50 Jahre Vernichtung entwurfs das Bestreben auf Entrechtung der Arhindurch in der höchsten Klasse gesteuert hatte. Er Krankenkassen, Bebormundung der Arbeiter beiter auf dem Gebiete der Versicherung und die Ver beträgt in 170 m. 40 Pf. jährlich, also gegen 47 Pfennig durch engherzige Bureautraten und Unternehmer dcr forbut Set von Konservatidm, Nationalliberalen, Zentrums- reuten und auch Fortschrittlern wie Dr. Mugdan ausgehackte Norschlag des Entwurfs. Der Schlag, zu dem seit einem Jahrzehnt vergeblich die.Hand gegen die Arbeiterklasse und die Krankenkassen ausgeholt wurde, soll jetzt geführt werden. An der Krankenversicherung nehmen heute— abgesehen von Vorrechten der Unteniehmer in Betriebs- und Jnnungs- Krankenkassen— die Arbeiter zu"/->. die Unternehmer zu Vs teil. Der Vorstand besteht zu 2/a aus Arbeitern, zu Vs aus Arbeitgebern. Die Arbeiter zahlen 2/z der Beiträge und die Eintrittsgelder, die Arbeitgeber'/g der Beiträge. Im Jahre 1909 wurden in den Krankenkassen von den Arbeitgebern 1015S7 013, von den Arbeitern 228963 613 M. gezablt. Bestrebmigen der Arbeitgeber auf Einschränkung der Verwaltung reichen bis zun» Jahre 1900 zurück. Im Mai 1900 erging ein vertraulicher, im„Vorwärts" veröffentlichter Erlass an die Behörden, anzugeben,„ob und in welcher Weise ein Missbrauch der Vertvaltnug von Kranken- lassen zu sozialdemokratischen Parteizwecken in die Erscheinung getreten ist". Um dieselbe Zeit veröffent- lichte der Geheime" Negiernngsrat im preußischen Handels- ministerium Dr. Hossinann Vorschläge zur Aendenrng der Krankenkassen- Organisation. die im wesentlichen darauf hinausliefen,„den Arbeitern in der Ver- waltung die Oberhand zu nehmen", lveil dem„Miß- brauch der Verwaltung zu politischen Zwecken, Terrori- sierung der Aerzte usw." gesteuert werden müsse. Eine nähere Bezründiing für die Notwendigkeit einer solchen Resonn sei entbehrlich. Ein Sturm der Entrüstung erhob sich aus allen politischen Parteien gegen diese frivol, ohne die Spur eines Beiveiscs in die Welt gesetzte Verdächtigung der Arbeiter. Graf Posado wsky erklärte im Reichstag. die Hoffmannsche Arbeit sei eine reine Privatarbeit, trage keinerlei amtlichen Charakter. Im Jahre 1903 suchte die Regierung in der Krankenkassennovelle eine verschleierte Beseitigung der Selbstverwaltung der Orts- krankenkassen durchzufechten. Im Falle„grober Pflicht- Verletzung" sollte ein Vorstandsmitglied seines Amts durch die Aufsichtsbehörde entsetzt werden können. PosadowskyS Betcneniilgen. die Bestimmung solle nicht wegen politischer Mißliebiglcit, insbesondere nicht gegen Sozialdemokraten als solche angewendet werden, stand der Inhalt einer Rede des Gbheimrats Dr. Hoffmann in der Sitzung vom 28. April 1903 klar entgegen. Es gelang damals, den schwammigen Begriff„grobe Pflichtverletzung" durch„grobe Verletzung der Amtspflichten in bezug auf die Kasse nführung" zu ersetzen. Gleichzeitig setzte die sozialdemokratische Fraktion durch den letzten Absatz im§ 43 des Krankenvei-sicherungsgesetzes einen Schutz der Kasse gegen rechtswidrige Eingriffe der Aufsicht s- b e h ö r d e durch. Das Venvaltungsstreitversahren wurde gegen Anordnungen der Aufsichtsbehörde der Kasse und dem Kassenvorstand eingeräumt. Und es hat sich bewährt: in bei- nahe allen Fällen hat in Preußen das Obervcrwaltungsgericht der Kasse gegen behördliche Eingriffe recht gegeben und eine große Reihe rechtswidriger Anordnungen von Aufsichtsbehörden aufgehoben. Darül'er war der Vater der Gegnerschaft gegen die Seibstvenualtung der Krankenlassen nicht erbaut. Seine Pläne ruhten indes nicht. Unerivarteten Sukkurs in seinen haltlosen Angriffen gegen die Verwaltung der Ortskranken- kassen durch die Arbeiter erhielt er einigeo i r d." Die Motive zu der Reicksversicherungsordnung mußten zugeben, daß die Suche nach Beweismaterial für die Vchaup- tung des politischen Mißbrauchs durch die Arbeiter in den Krankenkassen fruchtlos war. Bei den vom Reichsamt des Innern veranlassten Besprechungen mit Vertretern der Kassen stellten auch Arbeitgeber— darunter bekannte Scharfmacher— das Vorhandensein Parteipolitischer Mißbränche innerhalb der Verwaltung ihrer Kassen„nachdrücklich in Abrede"(Motive S. 119). Trotzdem schlug die R e g i e r u n g S v o r l a g e vor. die Arbeiter dadurch zu entrechten, daß die Unternehmer und Arbeiter je die Hälfte der Beiträge leisten und an der Verwaltung auch je zur Hälfte beteiligt fein sollten. Ferner sollte danach die Auffichtsbchörde einen Vorsitzenden be- stellen, wenn Arbeitgeber und Arbeiter sich über die Wahl nicht einigten. Endlich sollte der Schutz gegen Uebcrgriffe der Aufsichtsbehörde durch das Verwaltungsstreitverfahren fortfallen. Diese Vorschläge stießen auf den lebhaftesten Widerspruch bei Arbeitgebern und Arbeitern ohne Unterschied ihrer politischen Richtung. Der Krankenkassen- k o n g r e ß, der vom 17. bis 19. Mai 1909 in Berlin tagte, wendete sich e i n st i m m i g gegen die geplante Ver- schlechterung. Auf diesem Kongreß wendete auch der Ab- geordnete G i c S b e r t S sich ganz im Sinne seiner Neusser Ausführungen gegen die von der Regierung ver- suchte Beeinträchtigung der Selbstverwaltung. Der Zentrums- abgeordnete Becker ließ sich in die Kominission zur Bekämpfung des NegicrungSvorschlages wählen. Auch in der ersten Lesung im Plenum wendete sich das Zentrum gegen den Angriff auf das Selbstverwaltungsrecht der Kassen und der Arbeiter. Anders in den Schlußabstimmnngen in der K o m m i s s i o». Dort verschrieb sich der Arbeiter- sekretär der christlichen Gewerkschaften, B e ck e r, mit Haut und Haaren dem Verlangen der nationalliberalen und kon- servativen Scharfmacher, das dahin ging: die Arbeitgeber zwar nach wie vor nur ein Drittel der Beiträge zahlen zu lassen, aber sie und die Aufsichtsbehörde zu unbeschränkten Herrschern der Kraukenkassenverwaltung zu machen. Demgemäß wurde beschlossen: 1. Der B o r s i tz e n d e des Vorstandes muß die Mehrheit der Stimmen der Arbeilgeber und der Arbeitnehmer im Vorstand haben. Kommt diese Mehrheit in zwei Sitzungen nicht zustande, so be- stellt das VersicherungSamt einen Vorsitzenden. Es darf nur mit Zustimmung der Mehrheit der Arbeitgeber einen Arbeit- nehmer und nur mit Zustimmung der Gruppe der Arbeiter einen Arbeitgeber zum Vorsitzenden bestellen.(§§ 340, Sil.) 2. Stellvertreter des Vorsitzenden wählt jede Gruppe der Arbeitgeber und Arbeitnehmer für sick>(§ 342). 8. Bei den Landkrankenkassen wählt die Vertretung des Gemeindeverbandes den Vorsitzenden sowie die anderen Mitglieder des Vorstandes, die zu einem Drittel beteiligte Arbeit- gebcr, zu zwei Dritteln Versicherte sein müssen(§ 343). 4. D i e Beamten und Angestelltender Kasse sollen nur durch übereinstimmende Beschlüsse beider Gruppen im Borstande bestellt werden. Erfolgt keine Einigung, so kann die Anstellung beschlossen werden, wenn mehr als zwei Drittel der Anwesenden dafür stimmen. Ein solcher Beschluß be- darf aber der Bestätigung durch das VersicherungSamt. Die Bestätigung darf auf Grund von Tatsachen versagt werden, die darauf schließen lassen, daß dem Vorgeschlagenen die erforderliche Zu- verlas sigkeit, insbesondere für eine unparteiische Wahrnehmung seiner Dienstgeschäfte, oder Fähigkeit feblt. Kommt kein Anstellungsbeschluß zustande oder wird die Bestätigung versagt, so bestellt daS VersicherungSamt aufKosten der Kasse die für die Geschäfte der Stelle er- forderlichen Personen. Diese Personen kann daS Ver- fuhcrnngSaml nach einem Jahre definitiv anstellen. lZZ 361a, 381b.) 5. Ein Verwaltu n gS st reitverfahren gegen Eingriffe der Aufsichtsbehörden soll fortfallen: es ist nur einfache Be- ichwerde vom VersicherungSamt an daS OberversichermigSamt zu« lässig, mit andern Worten: diejenigen Behörden, gegen deren Ein- griffe oft erfolgreich Klage im BerwaltungSstrciwerfahreo erhoben war. entscheiden jetzt definitiv. Es hat also die KonimtssionSvorlage noch weit tiefere Eingriffe in die Selbstvenvaltung. und zwar ohne jede Kam- Pensation. getan, als sie die Regierungsvorlage mit der Kam- pcnsation vorschlug, daß die Ardeitgeder die Hälfte der Bei- träge zahlen sollten. Wer Vorstandsmitglied der Kasse ist, ist nicht nur für die Krankenversicherung, sondern auch für die ü b r i g e n Z w e i g c der Ver sicher n ngsgesetzgebung von großer Erheb- lichkeit. Es werden nämlich die Beisitzer beim Ver- sicherungsam t(Versicherungsvertreter) von den Vorstands- Mitgliedern der Krankenkassen und die Beisitzer bei dem Oberversicherungsamt von den Versichenings- Vertretern bei den Versicherungsämtern, die Beisitzer beim Reichsversicherungsamt wiederum von den Ver- sicherungsvertretern bei dem Obcrversicherungsamt gewählt. Diese vielfache Siebung und indirekte Wahl soll zur Folge haben. daß nur der Burcaukratie und dem Unternehmertum genehme Vertreter gewählt werden. Die Vornahme einer direkten und geheimen Wahl für alle Kaffcnorgane und für die Versicherungsvertreter bei dem VersicherungSamt. OberversicherungSamt und Reichsver- sicherungsamt hat vor dem Kartell zur Verschlechterung der Versicherungsgcsetzgebung keine Gnade gefunden. Die angeführten ungeheuren Eingriffe in die Rechte der Arbeiterklasse machen eine energische Auflehnung gegen die geplante Unbill zur Notwendigkeit. ei» crkolg«ler Kethrnarnischeo Sammelpsroie. SuS Braunschweig wird uns geschrieben: DaS hätte sich Bethmaim Hollweg nicht träumen kassen, daß. während sich im Reichstage Nationalliberale und Konservative um die Stichwahlparole stritten, sein langst verhallter Sammelruf wirklich ein Echo fand. An den bürgerlichen Parteien Braunschweig« sind die Ereignisse zwischen der vorigen und der nächsten Reichstags- wähl scheinbar spurlos vorübergegangen. Sie wollen in der- selben Phalanx wie 13V7 in den RcichstagSwahlkampf treten und nur die eine Parole ausgeben: Gegen die Sozialdemo- kra tie! 1907 war in Braunschweig die Sammlung so vollkommen, daß sich im ersten Wahlkreise lBraunschwcig-BIankeiiburg) alle bürger« lichen Parteien, Nationalliberale. Welsen, Konser- v a t i v e. A n t i s e msi t e n und F r e i s i n n i g e. mit Ausnahme des nur 608 Stimmen musternden Zentrum», auf die Kandidatur des Äreisdireltors Langerfeldt einigten, der sich auf jedes Programm ver- pflichtete, dann aber der Wirtschaftlichen Bereinigung beitrat und schließlich für die Finanzreform deS SchnapSblockeS stimmte. Mit 22 471 Mischmaschstimmen gegen 19 841 sozialdemo- krotische Stimmen warf der vielseitige Kandidat Langerfeldt unseren Genossen BloS aus dem Sattel. Der bürgerliche Jubel war so g.oß. daß sich innerhalb des Mischmasches alle Grenzen verwischten und alles in einen muffigen Ordnungsbrei zusammenfloß. Dann kam der Katzenjammer. Den Kgrariem hatte cS Langerfeldt recht gemacht, aber in der Stadt nahm die Unzufriedenheit mit den neuen indirekten Steuern, die Langerfeldt miibewilligt hatte. gewaltig zu. Langerfeldt konnte für die nächsten ReichStagSwahlen nicht mehr präsentiert werden. Er hatte zu sehr enttäuscht und war ü» der Stadt unmöglich geworde» l Man hätte nun glauben sollen, daß diese Enttauschimg aus die Stellung der bürgerlichen Parteien zu den nächsten ReichStagSwahlen von Einfluß sein würde. Aber sie, die sich so hübsch zusammen- gefunden hotten, können sich jetzt nicht mehr auseinanderfinden. Die einzelnen Parteileitungen haben die Fühlung mit ihren Wählern im Mischmasch völlig verloren und die Führung aller hat der Reichs- verband. In diesem nämlich— er hat sich in Braunschweig schämigcrweise den Namen Reichswahlverein beigelegt— hatten sich die verschiedenen bürgerlichen Parteien aufgelöst, man war nur noch national schlechthin, d. h. national in, Sinne von antisozial- demokratisch. Da ist eS begreiflich, daß man sich aus dem Mischmasch nur schwer wieder herausfinden kann. Weiß doch keine Partei, wer eigentlich hinter ihr steht. Zuerst suchten sich die Freisinnigen. die als Partei schon lange in Braunschweig zu existieren aufgehört hatten, loszulösen. In ganz spärlich besuchten Versammlungen musterten sie einige Anhänger und stellten den Rechlsanwatt Otto Bracke, den Sohn jenes Wilhelm Bracke, der zu den Gründern der sozialdemokratischen Partei gehörte und bei der Beratung des SozialistengeietzeS im Reichstage die bekannten Worte rief:.Wir pfeifen auf das Gesetz", als ReichStogskandidaten der Fortschrittlichen VoUSpartei auf. Man glaubte mit Bracks die sozialdemokratischen Mitläufer fangen zu können und auch ländliche Wähler leicht zu ge« Winnen, da die Produktenhandlung Bracke auf dem Lande sehr be- kannt ist. Ob aber wirklich noch eine Koriichrittliche VolkSpartei im Wahlkreise existiert, kann vor der Wahl niemand sagen. Bis jetz sind nur einige Offiziers vorhanden, die die Verhandlungen im Namen imaginärer Wähler führen. Auch die Nationalliberalen suchten sich zurückzufinden. Um wenigstens etwas zu tun und als verhandlungsfähige Partei dazusteben, proklamierte sie einen indifferenten Malermeister, der in der Stadtverordnelenversammlung den ewigen Schweiger spielt, als Reichstagskandidaten. Am leichtesten hatten sich noch die Welsen herauszufinden, da sie in der Forderung der Uebernohme der Regierung durch den Herzog von C um d erlaub wenigstens ein leicht erkennbares Sortierungs« Prinzip besitzen. Kaum hatten sich jedoch die verschiedenen Parteirichtungen halb- wegS auf sich selbst besonnen, da nahm auch schon der Reichs« verband, der sie im ReichSwahlverein alle zusammen hat, den Sammelruf BethmannS auf und suchte sie wieder alle in einen Topf zu stecken. Und daS scheint ihm fast schon gelungen zu sein. Ein den Agrariern genehmer Kandidat der mittleren Linie soll der Mann sein, den man auf den Schild heben will. Der Vorsitzende des RcichswablverciiiZ teilte mit, daß die Welsen ihren Kandidaten. Notar Dedekind, nur erst vorgeschlagen hätten und zu neuen Einigungsverhandlungen bereit seien. Auch die Fortschrittliche VolkSpartei hätte dasselbe er- klärt, sie wolle, wenn«S zur Einigung käme, die Kandidatur Brocke zurückziehen. Der Vorsitzende des Reichswahlvereins wies dabei auf daS schöne Beispiel von Gießen- Nidda hin. wo Freisinnige sogar für den Antisemiten gestimmt hätten, das zeige, daß eine allgemeineEinigung sehr wohl möglich sei, waS übrigens fast wörtlich auch die nationalliberale.LandeSzeitung" geschrieben hat. Von den Nationalliberalen sprachen auf der Einigungstagung dir Vertreter direkt für den Zusammenschluß aller bürgerlichen Parteien und der Vorsitzende des.Vaterländischen Ar- beitervereinS" verurteilte scharf jede Eigenbrödelei und mahnte, daS Baterland über die Partei zu stellen. Die Mittelstandsvereinigung und der Schutzverband für Handel und Gewerbe, die nur Deck- adressen des Reichsverbandes sind, schlugen als gemeinsamen Kandidaten den W e l f e n Dedekind vor und die Agrarier von der wirtschaftlichen Vereinigung taten dasselbe. Dem gab nun der Generalsekretär des Reichsverbandes, ein Herr Schaper, im Namen seines Herrn und Meister» den Segen. Dann definierte aber auch der Reichsverbandssekretär den vagen Begriff.national" anerkcnnenderweise etwas näher. Der gemeinsame Kandidat müsse national sein, d. h. national auch in Wirtschaft- l i ch e r Beziehung für Stadt und Land. Nicht national sei, wenn man sich d a s ü r ausspreche, die zum Besten der Landwirte dienende Zollpolitik abzubröckeln. Die staatsrechtliche An- ickauung der Welsen, die den Cumberländer aus den braunschweigi- schen HerzogSlhron setzen wollen, sei keinHinderni» mehr, für den Reichsverband, für sie«inzutreten. Also national ist agrarisch, und die Delfen sind keine Reichsfeinde mehr, sondern nationale Helden. Sie haben ja mit dem Schnapsblock gestimmt l Diese Darlegungen wurden von liberaler Seite nicht widersprochen, im Gegenteil man nahm einmütig eine Be- scklußerklänmg an, einen gemeinsamen Kandidaten aller bürgerlichen Parteien gegen den sozialdemokratischen aufzustellen. Ob sich die Nationalliberalen und die Freisinnigen noch zu einer Absplilterung von diesem wundervollen Block, der mit einem kaum glaublichen Stumpf- sinn der bürgerlichen Wähler rechnet, ermannen, scheint sehr Zweifel- Haft, da d,e politische Bersimpelung der bürgerlichen Parteien in Braunschweig schon zu weit vorgeschritten ist. politifcbe(leberllcbt. Berlin, den 8. April 1911. Steuerscheu und Sozialistenhatz. SkunLenlang tobte— man verzeihe das harte Work--- Sonn- abend im Herrenhause der Kampf um die bessere preußische Finanz. Politik. So heftig ging der Berliner Bankier Delbrück gegen den Dcutschcn-Bank-Tirektor von Gtvinner los, daß sogar der General- redner aus Sorquitten dem eifervollen Anwalt des geltenden Kurses einen Tadel im sanftesten Oberhofmeisterton zu ertpilen ge- ruhte. Wer recht hat? Klar ist nur eins: Aus Gwinner. dem Manne des Bagdadbahnprojektes, spricht der großzügige KapiteliS- muS, der jenseits der fomilicnbücherlichen Grundsätze von Gut und Böse steht, der weit hinaus über die schmale Grundfläche de? eigenen Vermögens aus kolossalen Schulden riesenhafte Gewinne häuft. Delbrück, dem Gwinner zu wenig solide ist, und Lcntze sind das kleinere, bürgerliche, etwas hinterwäldlerische Kapital. daS sich nicht hinaufragt in die Nähe der Sonne des höchsten Profits, wo ihm die WachSbcfestigung der Flügel schmelzen könnte. Wer wagt, ge- winnt— ruft der eine verführerisch; halt ein. Unseliger— warnen die anderen. Und zum Schluß beruhigt ein Kollegium Adolf Wag, nerS das mäßig besuchte Hau», dessen Charakter zuliebe Herr Delbrück einen Londoner gräflichen Lankmenschen mit den Worten zitiert:„Seine Lordfchaft haben ausgeführt»»»" Damit wir aber nicht im Kriegsfall dem EtaatSbankerott anheimfallen, empfiehlt Wagner, keinen Groschen für Heer und Flotte zu sparenl Den Reichen, über deren Steuerbrandschatzung der Sorquittemnann herzbeweglich gejammert hatte, schreibt er die Ver- pslichtung zu, im Eteucrzahlen voranzugehen. Er fordert, unter scharfer Kennzeichnung der indirekten Steuern, dieser ingeniösesten bourgeoisen Erfindung, stärkere Anspannung der Vermögenssteuer. Nufiallend'ifl daß er d.je Erbcinfall' steuer pergiW' Nun aber erflomm das Herrenhaus Sen Gipfel. Für ft Galm, G8 bleibt abzutvarten, wie der Kanzler das feierlich gegebene Die hessische Wahlreform. zu Horstmar und er nicht allein fieht schon, wie der steuer- Versprechen einlösen wird. Wider Erwarten ist die Reform des hessischen Landtags Tiche Ruin die Großgrundbefizer verarmen, die Junker der Altersund Invaliditätsversicherung zur Last fallen läßt und die FideikomProfitable Kolonialbegeisterung. wahlrechts mun doch noch zustande gekommen. Die schwarzmißbefizer zum Verkauf ihrer entwerteten Ländereien und zur Wie oft ist nicht bei den Hottentottenwahlen von den Kolonial. blaue Mehrheit der Zweiten hessischen Stammer ist der Blamage Flucht ins Ausland zwingt! Am Bettelstabe nach Paris gelangt, wird schwärmern mit besonderer Emphase betont worden, das nationale ausgewichen, das Werk im legten Augenblick scheitern zu man sie dort bald gar auf den Seinebrücken betteln sehen! Aber Interesse" erheische es, daß Deutschland in der Kolonialpolitik so lassen. Man nahm alle von der Ersten Stammer beschlossenen Gott sei Dant, jekt tönnen sie noch im Jockeyklub und in Monte borgehen muß, wie es geschehen ist. Was die„ nationalen" Kolo- Verschlechterungen der Vorlage an und sicherte sich die Stimmen Carlo spielen. Fast hätte man schon eine Tellersammlung auf den nialbegeisterten unter nationale Interessen" verstehen, ist hin- der Bauernbündler durch Annahme des Antrages, das In Tribünen eingeleitet, da entzog ein mitleidiger Schlußantrag pro- länglich bekannt, es sind diese nichts weiter als nadte kapitalistische duſtriedorf Wieseck zur Stadt Gießen zu schlagen und damit fanen Augen die weiteren Elendsbilder. Nach vier Stunden war Profitinteressen. Freilich suchen sie es mit echter patriotischer Ent- einen weiteren bündlerischen Wahlkreis zu sichern. Dieser Beman beim Justigetat angelangt. rüstung zu leugnen; aber doch können sie Tatsachen nicht aus der schluß zwingt allerdings zur nochmaligen Verweisung des Nun ging's flott. Justisdebatte: ein Frage- und Antwortspiel Welt schaffen, die eine so deutliche Sprache für die wahren Ursachen Entwurfs an die Erste Stammer, doch ist an deren Zustimmung über den Bauplatz des Königsberger Gerichtsgebäudes. Inneres: Der Kolonialbegeisterung gewiffer Streise reden. Wir erinnern nicht zu zweifeln. Das Ergebnis der zehnjährigen Reformarbeit" ist politisch Zunächst bloß Medizinalwesen. Aber dann kam der- Clou: Sozie hier nur an die Affäre Tippelskirch u. Co. usw. Eine weitere sehr listenhas! Wild schimpfte Herr Jesko von Butttamer los, ohne intereffante Illustration au der Umwertung der angeblich im fläglich genug und ein Schandmal der dafür verantwortlichen Rüdsicht auf Wahrheit und Beweisbarkeit. Wo und wann hat die nationalen Intereffe" liegenden Kolonialpolitik in eine durch tapi- Parteien. Die Absicht ging zunächst lediglich auf eine DemoSozialdemokratie die Jugend oder sonst jemand zum gewaltsamen Kurier". Nr. 178 vom 6. April d. 3., veröffentlichte" Bilanz von Wahl, die allen Parteien mit Ausnahme der Bauernbündler talistisches Profitinteresse bestimmte, gibt eine in dem Fränkischen fratisierung des Wahlrechts durch Beseitigung der indirekten Umſtura aufgereizt, wann hat sie für den Kriegsfall den Vaterlands- 1910 der„ Afrikanischen Kompagnie- Attien- Gesellschaft", zu deren läftig geworden war. Um aber das direkte Wahlrecht zu berrat erwogen, den die preußischen Junker vor hundert Jahren Aufsichtsräten auch der bekannte Reichsverbandsgeneral v. Biebert erlangen, hat die bürgerliche Mehrheit der Zweiten Kammier massenweise geübt? Doch der Herrenhäusler braucht ja niemandem gehört. Diese Gesellschaft war nach der Bilanz in der Lage, 1910 das allgemeine Wahlrecht preisgegeben, indem sie Ge Rede zu stehen. Vom Terror gegen Arbeitswillige redet er vom einen Reingewinn von 624 850,66 m. au erzielen, wovon 10 Broa. meindeſteuerrückstände mit dem Wahlrechtsverlust bestraft, inHinzepöbel nicht. Noch nicht scharf genug ist ihm unsere Klassen- Zantieme, ist 50 110,80 M., an den Aufsichtsrat gezahlt wurden. Für dem sie die Erlangung des Wahlrechts besonders Arbeitern juſtiz! Es war Reichsverband in Reinkultur, und den Vorstand wurden an Zantiemen und für die Beamten an wesentlich erschwert, indem sie Wählern über 50 Jahre ein darum dürfte die schulgerechte Forderung nach mehr Schutz der Gratifitationen 49 583,10 M. ausgeworfen. Aber das schönste Zweistimmenrecht gibt. Damit noch nicht genug, gab die Streifbrecher nicht fehlen. Das Herrenhaus ist dem Scharfmacher, tommt noch. Die Dividenden wurden auf 5 Prog. von 1 850 000 2. Mehrheit dann noch wichtige Budget- und Gesetzgebungsrechte der übrigens einsieht, daß mit Ausnahmegefeben nichts feftgefekt, ist 92 500 m. Das war weiter nichts als eine Täuschung preis, um die Zustimmung der Herrenkammer zu finden. gegen die Arbeiterbewegung zu machen ist, das ge- der Oeffentlichkeit; denn in Wirklichkeit konnten 17 Prog. Divi- und schließlich nahm die Mehrheit, natürlich unter Zustimmung eignetste Forum für seine unfagbar hochstehende Kampfesweise. dende gezahlt werden. Um das nun in der Bilanz in möglichst un- der Ersten Stammer, noch eine Neueinteilung der Landtags Minister v. Dallwitz findet in der Belobigung der Land- auffälliger Weise zum Ausdruck zu bringen, ist man auf die gran- wahlkreise vor, die die Herrschenden Parteien in schamlosester räte gerechte Beurteilung", erklärt es als die ernsteste Sorge der biose Idee verfallen, einfach noch 12 Broz. Superdividende auf Weise begünstigt. aus den Arbeiterkreuzern mit erhaltenen Regierung, der rebolu- 1 850 000 m., ist 222 000 M., als Extraposten einzusehen. Damit tionären Sozialdemokratie feinen Spielraum zu laffen und stimmt, glaubte man zu erreichen, dem wenig mit dem kaufmännischen Geda er es ja genau weiß, wie es in der Welt zugeht, fröhlich in das baren vertrauten Leser Sand in die Augen streuen zu können. Terrorismusgeschrei ein. Bei der Strafgesegreform werde man nialschwärmer fest, deren Legeisterung sich in 17 Proz. Dividende Wir nageln die Kolonialbegeisterung der kapitalistischen RoloWeise, eventuell mit Waffengewalt, unter dem Ruf der Gefährdung verdichtet, und deren Profitinteressen vom Reich in so liebevoller nationaler Interessen" geschützt werden. Es ist die höchste Beit, daß das Volk mit solchen Abgeordneten Schluß macht, die ihre Mandate dazu benutzen, um persönliche Interessen im Reichstag au vertreten. neuen Streifbrecherſchuh versuchen, und im übrigen möge man sich getroff auf die Polizei verlassen! Der Königsberger Oberbürgermeister Norte holte fich für eine Sammlungsrede noch die bedingungsweise Anerkennung des Grafen Wedel das höchste Ziel Neu- Kantischen Bürgerstolzes! Nach solch herrlichem Tun hatte man dem Vaterlande genug geleistet. Noch eine Mitteilung des Direktors der Staatsarchive über die angeblich geheimgehaltenen Familienpapiere der Nach tommen Ludwigs XVI., der Naundorffs, und dann ist's Schluß mit dem Etat. Ja, ja, Ludwig XVI. ist fein übler Schluß... Zur Durchpeitschung der Reichsversicherung. Der Abgeordnete Horn( Gera) ist, wie wir in Ergänzung unserer geftrigen Mitteilungen bemerken möchten, nicht Berichterstatter des über Unfallversicherung handelnden Teils der Vorlage, sondern des die Krantenversiche rung behandelnden Buches. Von seinem Bericht haben die Kommissionsmitglieder noch feine Beile zu sehen befommen, geschweige die übrigen Reichstagsmitglieder, denen er eine Durchpeitschung gerade des von ihm zu vertretenden, besonders bösartigen Teiles der Vorlage zumutet! Freifinnig- nationalliberales Wahlabkommen. Die Freif. 8tg." teilt parteiamtlich mit: Die Geschäftsführenden Ausschüsse der Fortschrittlichen Volkspartei und der nationalliberalen Bartei haben nach Berständigung mit ihren Landesorganisationen ein Wahlab. tommen auf folgender Grundlage abgeschlossen: In Schlesien werden überlassen: der Fortschrittlichen Bollspartei: RothenburgHoyerswerda, Görlitz- Lauban, Jauer- Landeshut- Bollenhain, Biegnis- Goldberg- Haynau, Löwenberg, Bunzlau- Lüben, Glogau, Sagan- Sprottau, Grünberg- Freistadt, Schweidnig- Striegau, Breslau- Land, Breslau- West, Namslau- Brieg, Dels- Wartenberg, Glaz. Der nationalliberalen Bartei: Kattomiß- Zabrze, Kreuzburg- Rosenberg, Reichenbach- Neurode, Waldenburg, BreslauOft, Ohlau Nimptsch- Strehlen, Militsch- Trebnik, GuhrauSteinau- Wohlau. In Hannover werden überlaffen: der Fortschrittlichen Boltspartei: Emben, HannoverLinden; der nationalliberalen Bartei: Aurich- Wittmund, Melle- Diepholz, Osnabrüd, Neustadt a. N.- Nienburg, Hameln, Hildesheim, Einbed- Northeim, Göttingen, Goslar- Zellerfeld, Gifhorn- Peine, Lüchow- Uelzen, Lüneburg- Winsen, StadeBlumenthal, Kehdingen- Neuhaus a. d. O.; in Harburg eine Doppeltandidatur. zu Der unbequeme Generalmajor. Ebenso wie der Dr. Heim hat das Zentrum den Generalmajor a. D. Saeusler unsanft vor den Bauch getreten, indem es diefen militärischen Sachverständigen aus den Kommissionen hin ausbugsierte. Das ist nicht weiter verwunderlich, wenn man sich angenehmer Krititer war. erinnert, daß Haeusler ein für die Regierung manchmal recht unAm 16. März 1909 hielt er zum Militäretat eine Rede, wie das Zentrum fie heute von einem feiner Graftionsmitglieder nicht mehr gehalten wünscht. Er fagte damals: Nach den neuen Bestimmungen wird im Herbste dieses Jahres zum Landtage gewählt werden; es wird aber nicht etwa die ganze Zweite Stammer erneuert werden, sondern hälftigen" Erneuerung. Der neue Landtag wird also zur es bleibt bei der lächerlichen Rückständigkeit der bisherigen hervorgegangen sind, und zur anderen Hälfte aus solchen, die Hälfte aus Abgeordneten bestehen, die aus direkter Wahl im indirekten Verfahren gewählt wurden. Wenn die hessischen Machthaber also auch das Strafgericht in seinem vollen Umfange noch nicht zu fürchten haben, darf nach der Stimmung im Lande doch mit Sicherheit für die nächsten hessischen Landtagswahlen nicht nur auf eine starte Vermehrung der sozialdemokratischen Wahlstimmen, sondern auch auf eine Vermehrung der sozialdemokratischen Mandate gerechnet werden. Italien. Spanien. Genosse Iglesias über den Ferrer- Brozek. Biffolati über das Regierungsprogramm. programm fort. Biffolati segte die Gründe auseinander, warum Die Rammer fegte die Debatte über das Regierung Die Sadgasse aber, in der unsere militärische Ausbildung folge der Anschuldigungen der flerifalen und der konservativen Presse er nicht in das Kabinett eingetreten sei, und bestritt, daß er sich in noch stedt, das ist die leberschätzung des Drill& für über die Entwickelung der Krisis zurückgezogen habe oder infolge die Erziehung zur Disziplin... Disziplin durch Gewehrgriffe und Parademarsch fördern gu einer Meinungsverschiedenheit über das Regierungsprogramm. Gr fönnen, der tötet den ersten Hauch wahrer Disziplin fchon im fei im Gegenteil ein Anhänger des Programms bou Entstehen.... Es gibt ja sogar Neger in der aktiven Armee, die Giolitti, das auch das Programm der Sozialisten sei. Er und behaupten, man könne die deutsche Armee getroft dem Feinde seine Freunde würden energisch für das allgemeine Stimm entgegenführen, ohne daß sie den Griff des Präsentierens über- redt eintreten. haupt erlernt habe. Nachdem der Mensch nur mit einer Garnitur Beine ausgestattet ist, ist auch nicht a priori einzusehen, warum man beim Militär zweierlei Arten des Marschierens fennt. Nun muß ich aber doch darauf aufmerksam machen, daß wir in der deutschen Armee nicht nur eine zweifache, sondern sogar eine dreifache Art des Marschierens haben, nämlich als britte Gattung den sogenannten Stechschrift oder Parademarsch, der uns zum Gespott anderer Nationen macht, der durch das Aufprellen des Fußes auf das Straßenpflaster zahlreiche Gelent. erkrankungen herbeiführt, und der, was das beste ist, den Be stimmungen des Reglements von 1906 direkt widerspricht, welches auch für Barade und Ehrenbezeugungen nur den Exerziermarsch kennt, von dem es verlangt, daß die Fußspike fich nahe am Boden bewegt und der Fuß flach und leicht auf die Erde gesetzt wird. Und wer hat hier in Berlin nicht schon das Schauspiel gesehen. wie ein von einem Gefreiten geführter Ablösungstrupp auf das Kommando: Achtung, Augen rechts!" in den Stechschritt verfällt, die Beine möglichst hoch in die Luft wirft und nun unter Auftlatschen der Sohlen auf das Straßenpflaster mit Leibes kräften dieses Straßenpflaster bearbeitet!. Hunderttausende von Staatsbürgern mehr von einer an . Jest müssen sich unerseßlichen 8eit ihrer besten Lebens. jahre in der Kaserne zu bringen, als dies unbe bingt notwendig wäre, und dabei wird die Entnerbung und Degeneration der Massen nicht aufgehalten, und Boltswohlstand und Staatsfinanzen haben die Kosten dafür zu tragen... Den Wahlkreis Soya Shte Berden betreffend erklärt der Geschäftsführende Ausschuß der nationalliberalen Bartei, daß die Kandidatur eId nicht die Kandidatur der national- heute aus politischen Rüdsichten Patriotismus und Byzantinismus Leute, die eine solche Sprache führen, kann das Zentrum, das liberalen Wahlfreisorgnisation sei. mimt, natürlich nicht mehr als seine Sprecher im Parlament Für die oldenburgischen Wahltreise I und II find die beider seitigen Geschäftsführenden Ausschüsse bemüht, eine Einigung mit dem Ziele der Wahrung des gegenwärtigen Besißstandes herbeiauführen. In Medienburg werden überlaffen: der Fortschrittlichen Boltspartei: Sagenow- Grebes mühlen. Rostod Doberan, Malahin- Waren, Güstrow- Ribnik, Barchim- Ludwigsluft; der nationalliberalen Bartei: Schwerin, Neu- Strelit. In Thüringen werden überlassen: der Fortschrittlichen Boltspartei: Weimar, Meiningen- Hildburghausen, Sonneberg- Saalfeld, Altenburg; der nationalliberalen Partei: Eisenach, Gotha, Sondershausen, Rudolstadt, Gera; Doppelkandidaturen: Jena, Koburg. Im Wahlkreise Bremen unterstützt die nationalliberale Partei den Kandidaten der Fortschrittlichen Volkspartei. Der entschiedene" Reichskanzler. brauchen. Zwei Staatsverbrecher. Berlaufe der Ferrer- Debatte verurteilte der Sozialisten Madrid, 8. April. Deputiertenkammer. Im weiteren führer Iglesias die Politik der fonservativen Kabinette, deren Rückkehr das Land nicht wünsche. Diese Politik sei besonders in der blutigen Woche" eine Schande für die Nation gewesen. Wenn wir nicht dahin gelangen, er flärte Iglesias, die an Ferrer begangene Ungerechtigkeit zu fühnen, werden wir bestrebt sein, die Regierung zu türzen, die sich geweigert hat, eine Sühne herbeizuführen. Die Sache Ferrers würde auf die Straße gehen und wir würden alle Anstrengungen machen, einen Riesen. feldzug zu eröffnen, in dem wir als entschlossene Männer mit entblößter Brust tämpfen. Diese Worte riefen großen Tumult hervor. Die spanischen Sozia Sie werden fein Mittel unversucht lassen, um ihren Zwed zu listen, schloß Iglesias, werden vom Auslande nicht beeinflußt. erreichen. Wundern Sie sich nicht, die Stimme der Waffen zu hören, wenn Gerechtigkeit nicht gewährt wird.( Stürmischer Widerspruch.) Ministerpräsident Canalejas mies unter dem Beifall der ganzen Kammer, mit Ausnahme der Republikaner, die Drohungen werden wir uns mit aller Energie und mit der Macht, die Iglesias zurück und erklärte: Der revolutionären Gewalt das Gesetz uns in die Hand legt, widersetzen. Portugal. Arbeiter gegen den Marineminister. H Die Zentrums, Tremonia" in Dortmund weiß zu melden, gegen zwei der Fortschrittlichen Volkspartei angehörige Lehrer, den Liffabon, 8. April. Etwa hundert Angestellte und Ar. Reftor Tittel und den Lehrer Brinkelmann, fei wegen ihrer beiter des Marine Arsenals veranstalteten vor dem politischen Betätigung die Disziplinarunterfunng ein- Ministerium eine Rundgebung gegen den Marine. geleitet worden. Beide follen des Verbrechens fchuldig sein, den minister, dem sie die Verzögerung der Veröffentlichung einer chwarzblauen Blod als eine größere nationale Gefahr als die fie betreffenden Verfügung vorwerfen. Polizei und Bürgergarde, Sozialdemokratie bezeichnet zu haben. Lehrer als konservative Agitatoren. Die ostpreußischen Junker geben jetzt daran, Lehrer als Agitatoren auszubilden. In Königsberg soll demnächst ein Rednerkursus speziell für Lehrer abgehalten werden. Die Zeit ist so gewählt, daß die Kursusteilnehmer die späteren Namittags- und Nachtzüge benutzen fönnen, da an politischen Ausbildungskursen fein Urlaub zu be willigen ist. unterstüt von Mannschaften des Kreuzers Almirante Reis, stellten die Ordnung wieder her. Einige der Manifestanten flüchteten an Bord des Kreuzers Sao Gabriel, wo sie verhaftet wurden. Marokko. Spanische Kriegsvorbereitungen. Zur elfah- lothringischen Frage bemerkt die„ Norddeutsche A. der Minister verfügt hat, daß den Lehrern zur Teilnahme Espana" aus Cadig wird das spanische Geschwader in gemeine Beitung in ihrem Ridolide vom 8. April: Bar die Reichsleitung einmal zu der Ueberzeugung ge Tommen, daß die Fortbildung der elfag- lothringischen Berfaffung Den Teilnehmern werden Geldbeträge gezahlt. schon zu lange geftodt hatte, fo fonnte fie für ihre Reform feinen Wie weit die Ausnutzung der Lehrer für die konservative Partei Weg wählen, der bei der infonfequenten Haltung der elia fchon jett gegangen sein muß, geht daraus hervor, daß die Lothringischen Barteien feinerlei Aussicht auf baldige Berwirt Regierung zu Gumbinnen eine Verfügung lichung bot, und der fiberdies die Garantie vermissen ließ, daß erlassen hat, nach der den Lehrern, die an politischen( fondabei die Beziehungen der Reichslande zum Reich in fervativen natürlich) Bersammlungen teilnehmen einer die Reichsinteressen befriedigenden Weise geregelt Die Reichsleitung mußte vielmehr die wollen, der Urlaub dazu zu verweigern ist, um werden würden. Reform selbst in die Hand nehmen. Der Widerstand, nicht den Unterricht ausfallen zu lassen! Madrid, 7. April. Nach einer Meldung der Correspondencia biefem Hafen zusammengezogen. Infanterie und Marinetruppen, die bestimmt sind, nach Melilla zu gehen, werden am Sonntag unter dem Befehl eines Oberleutnants nach Cadig abgehen. China. Anfänge der Parteibildung. Die fortschrittliche Partei, die man die Partei des Geeinigten Reiches nennt, die erste der chinesischen Parteien, ist offiziell von der chinesischen Regierung anerkannt worden. Bor furzem ist noch eine neue Partei gegründet worden, die kon ftitutionelle", die gemäßigter ist als die erstgenannte. Ihr Programm schließt in sich: Respekt vor der kaiserlichen Konstitution, Herstellung der Beziehungen zwischen dem Hofe und dem Volke, Entwickelung der Städte und Provinzverwaltung. Berbesserung der Gesetze und hauptsächlich des Schulunterrichts. den sie dabei auf Seite der Konfervativen findet, erichwert zwar die Arbeit in hohem Grade, Ostpreußisches Landarbeiteridyn. wird aber den Reichstanzler nicht davon ab Wegen Körperverlegung und Bedrohung mit Totschlag halten, mit aller entschiebenheit an einem hatte fich in Königsberg der Gutsinspektor Münsterberg aus Entwurf festzuhalten, von dessen Rotwendigkeit und Praßniden zu verantworten. Der rohe Mensch hatte einen Swedmäßigkeit er nach wie vor überzeugt ist. Das Echidial der 71 Jahre alten Landarbeiter mit Totschlag bedroht und miß Reform hängt somit im wesentlichen von der parteipolitischen Beſcheidung derjenigen Parteien ab, die mit der Regierung auf dem handelt, weil er ihm nicht fleißig genug war. Der Land- wanderung nach den nördlichen, Provinzen sei zu fördern, ebenso Standpunkte stehen, daß der pofitive Abschluß des Berles dem arbeiter arbeitete schon seit 27 Jahren auf dem Gute Praß wie die Entwidelung und Zentralisierung der Armee und Flotte. Intereffe des Reiches, wie Elsaß- Lothringens entspricht, ohne nicen. Der gewalttätige Gutsinspektor erhielt 40 M. Geld. Biele hohe Beamten und Mandarine sind in die neue Partei, die Breußen zu schädigen." strafe. gleichfalls von der Regierung offiziell anerkannt wird, eingetreten. Die Aus Achter Kongreß der Gewerkschaften Deutschlands. Montag, den 26. Juni 1911. in Dresten im Saale des„ Tivoli". Ms Tagesordnung ist vorläufig vorgesehen: 2. Rechenschaftsbericht der Generalfommission. " Schuß und Begleitung des Herrn Thomas von und nach Hause be- verband nicht angehören, ben eingereichten Vertrag für die Safen fördert. Die Firma, die sonst 25 Leute beschäftigt, benötigt zur Be- arbeiter und Kranführer unterzeichnet, darunter befindet sich die wältigung der allernotwendigsten Arbeit heute schon zirka 40 Leute. Firma Egan, die sehr leistungsfähig ist. " Die Firma selbst ist arg in der Klemme, da die äußerst anstrengende Die im Arbeitgeberverband organisierten Firmen behelfen sich und schwere Löschung auf dem Salzhof" von solchen Elementen auf alle mögliche Weise, um über die selbst geschaffene Stalamität wegen ihrer Untauglichkeit nicht geleistet werden kann. Die Firma hinwegzukommen. Zunächst wurde der Kundschaft das Speditionswill zwar versuchen, die Direktion der„ Chemischen Fabrik Gries- gut zur Verfügung gestellt. Einige Fabriten waren somit geheim, Abteilung Spandau" zu bewegen, durch die Fabrit zwungen, das zu berfrachtende Gut von den eigenen Fabrikarbeitern 1. Erledigung der geschäftlichen Angelegenheiten.( Wahl der arbeiter den Schwefelties ausfarren zu lassen. Die Arbeiter verladen zu lassen. Andere Firmen lassen diese Arbeit durch das haben aber der Chemischen Fabrik haben Kommissionen, Prüfung der Mandate.) aber einstimmig beschlossen, Bureaupersonal ausführen, da die Arbeiter in den Fabriken diese ein derartiges Angebot strifte abzulehnen bezw. das Ver- Verladearbeiten als Streitarbeit betrachten und sie ablehnen. richten von Streitarbeit zu verweigern. Von den Arbeitswilligen" Auch die Eisenbahnen werden von den Hafengewaltigen um wollen diese Woche noch die meisten wieder abreisen, da sie einer Hilfe angegangen. Die Pfalzbahn lehnt es aber ab, ihren Betrieb folchen Arbeit nicht gewachsen sind. Die Firma wird sich dann wegen der bestehenden Differenzen zu erweitern und will nur den wieder einen neuen Trupp anwerben lassen, um nachher bald wieder normalen Betrieb aufrechterhalten. Die badische Eisenbahn kommt die Erfahrung machen zu müssen, daß diese„ Herren" ehrliche und den Hafenprozen aber weiter entgegen. Es wurde bekannt, daß tüchtige Arbeiter nicht eriegen fönnen. Die Streifenden werden des- 60 Stredenarbeiter nach dem Hafengebiet beordert sind, um den halb nach wie vor im Kampfe ausbarren, bis die Firma erflärt, die verstärkten Bahnverkehr bewältigen zu können. tariflichen Bestimmungen, die sie willkürlich gebrochen, im Betriebe wieder bis zu ihrem Ablauftermin innezuhalten. 3. Beratung der Anträge, betreffend: a) Allgemeine Agitation. b) Agitation unter den fremdsprachigen Arbeitern. c) Streifunterstüßung und Streifstatistik. d) Arbeiterinnen- Sekretariat. e) Correspondenzblatt. f) Sozialpolitische Abteilung. g) Zentral- Arbeitersekretariat. B) Bereinbarungen mit dem Zentralverband deutscher Konsumvereine. 4. Das Koalitionsrecht in Deutschland und der Vorentwurf zu einem deutschen Strafgesetzbuch. 5. Heimarbeiterschutz und Hausarbeitsgesetz. 6. Arbeiterschutz und Arbeiterversicherung. 7. Arbeitsnachweis und Arbeitslosen- Unterstüßung. 8. Die Stellung der Privatangestellten im Wirtschaftsleben. 9. Bildungsbestrebungen und Bibliothekswesen in den Gewerkschaften. Der Streit der Backer, Lager, Hilfs- und Transportarbeiter von der Allgemeinen Elektrizitäts- Gesellschaft Brunnenstraße und Voltastraße dauert unverändert fort. Zu irgend welchen weiteren Verhandlungen ist es auch im Laufe des gestrigen Tages nicht gefommen. Die zu heute, Sonntag, angekündigte große Betriebsver sammlung findet nicht statt, weil die beteiligten Organisationen fich erst näher verständigen wollen. Ein Zuzug von Arbeitswilligen war am Sonnabend nicht zu tonstatieren. Alle Arbeitsuchenden obengenannten Berufes werden dringend ersucht, den Betrieb A. E. G. Brunnenstraße und Voltastraße bis auf weiteres streng zu meiden. Auch werden die im Betriebe tätigen Affordarbeiter ersucht, jede Streitarbeit von sich zu 10. Beratung der nicht unter den vorstehenden Punkten erweisen. Es ist notwendig, die Solidarität unter allen Umständen ledigten Anträge. hochzuhalten. Anträge zur Tagesordnung oder solche, welche auf die Im Bericht vom Sonnabend ist ein Fehler enthalten, der borstehend genannten Tagesordnungspunkte Bezug haben, sind leicht zu Frritierung Veranlassung geben könnte. Es heißt dort bis zum 15. Mai 1911 an die Generalfommission einzusenden. daß die Direktion das Angebot gemacht habe, den männlichen ArSämtliche bis dahin eingegangenen Anträge werden im ,, Cor- beitern eine Lohnzulage von 2 Pf. pro Stunde zu gewähren. Richtig respondenzblatt" veröffentlicht. damit sie in den Gewerkschaften ist nur, daß der Anfangslohn um 2 Pf. und zwar von 40 auf 42 Pf. erhöht werden sollte. Hätte die Direktion neben der Erhöhung der Anfangslöhne eine durchgehende Lohnzulage von 2 Pf. zugestanden, so wäre es höchstwahrscheinlich zu einer Arbeitsniederlegung nicht gefommen. Dies zur Steuer der Wahrheit. Die Streifleitung. distutiert werden können. Der Kongreß wird am 26. Juni 1912, vormittags 9 Uhr, eröffnet und wird bis einschließlich 1. Juli tagen. Die Vertretung auf den Gewerkschaftskongressen regelt sich nach den von dem vierten Gewerkschaftsfongreß( Stuttgart 1902) beschlossenen Bestimmungen. Deutfches Reich.. Vielleicht kommen nächste Woche die„ berühmten" Hamburger oder die Essener Siebenmonatsfinder" als Nothelfer nach Mannheim. Eß- und Kochgeschirr wurde bereits für sie für 200 M. von den Arbeitgebern angetauft; Strohjade als Lagerstätten für die Arbeitswilligen sind schon frisch gestopft worden. Vielleicht ist diese Vorbereitung aber auch unnötig. Freitag hat die Fabrikinspeftion den Parteien ihre Vermittelung angeboten; die Arbeiterverbände haben die Vermittelung akzeptiert. es Aus der Frauenbewegung. " Da er Die Bewegung unter den Wiener Dienstmädchen hat dazu geführt, daß Sonntag, den 2. April der Verband für Hausangestellte aller Kategorien" unter dem Namen„ Einigkeit" fonftituiert wurde. Das Vereinsorgan, dessen erste Nummer be reits erschienen ist, trägt denselben Namen. An der Spize des Vereins steht als 1. Vorsitzende die Genoffin Gisela oferl, Köchin von Beruf, eine schon bewährte, mit der Lage der dienenden Klasse vertraute und auch redegewandte Genofsin. Der Verein 510 Mitgliedern. seine Tätigkeit mit beginnt feine Wirksamkeit auf ganz Desterreich erstreckt, so wird dauern nicht lange und in einigen Provinzstädten werden Ortsgruppen entstehen. Die Organisation wird in erster Linie den Kampf um eine ordentliche Gerichtsbarkeit für Dienst. mädchen führen. Sie wird die Beseitigung der reaktionären Dienst botenordnungen anstreben, die den Mädchen den Stempel der Leibeigenschaft aufbrüden, wenn auch die ganze Wandlung der Anfchauungen und der Verhältnisse bewirkt hat, daß der Geist der An die deutsche Arbeiterschaft! Dienstbotenordnungen einer freieren, humaneren Auffassung weichen Partei- und Gewerkschaftsgenossen und-genoffinnen! mußte. Die Fälle find aber dennoch immer noch zahlreich genug, wo irgend eine nervöse Gnädige die Anwandlung bekommt, fich Seit einiger Zeit gehen durch die Presse Mitteilungen über errenrecht über die dienenden Mädchen anzueignen. Hand in die überaus traurigen und miserablen Lohn- und Arbeitsver- Hand mit der Forderung nach Beseitigung der hochbetagten hältnisse der Angestellten der Nähmaschinenfabrit Dienstbotenordnung geht die, ein Gewerbes oder Dienstgericht für Streitigkeiten aus dem Dienstverhältnis zu schaffen, find diefelben in eine Lohnbewegung eingetreten, dort ist über die 24 Stunden Arrest verurteilt, wogegen es teinen Refurs gibt. In Nürnberg, Frankfurt a. M. und Offenbach ba die Fälle Legion find, wo die Polizei, die heute in solchen Fällen jederzeit die nach ihrer Meinung unbotmäßigen Mädchen zu Berlin und Hamburg gärt es gewaltig unter den Singer- Arreststrafe befreien. 8um Programm der Dienstmädchenorganisation Fabrikate der Singer- Co. der Boykott verhängt. Auch in Nur ein Gnadengefuch fann die verurteilten Mädchen von der Angestellten. In der Fabrik der Singer- Co. in Wittenberge gehört felbstverständlich auch die Regelung der Lohnverhältnisse und ( Bezirk Potsdam) herrschen sehr verbesserungsbedürftige Zustände. der Arbeitszeit. Ferner Stellennachweis, Stellenlofenunterstützung, Goeben tommt auch aus London und Glasgow( England) Fürsorge bei Krankheit, die Errichtung von Herbergen und LeseAusgeschlossen von der Teilnahme an den Gewerkschafts- die Nachricht, daß dort 10'000 Angestellte der Singer- Co.- Näh- zimmern und die Gewährung des unentgeltlichen Rechtsschutzes. Longreffen sind alle solche Getpertschaften, welche ohne genügende maschinenfabrik in den Streit getreten sind. Die Dienstmädchenorganisation steht auf dem Boden der sozia Entschuldigung mit drei Quartalsbeiträgen im Rückstande sind. In einer überfüllten Versammlung der Gintassierer, tuierung des Vereins, hat ein stattlicher Bug von Dienstmädchen liftischen Arbeiterbewegung. Am Frauentag, noch vor der Konsti Die Gewerkschaften find berechtigt, für je 3000 Mitglieder genten, Mechaniker und Lagerarbeiter der Singer- an der Demonstration in Wien teilgenommen. Sie trugen eine einen und für die überschießende Mitgliederzahl, welche 3000 nicht Co. in Berlin wurde der Beschluß gefaßt, durch einen Appell an Standarte im Buge mit der Inschrift:& ür gleiches Recht erreicht, einen weiteren Delegierten au wählen. Gewerkschaften, welche weniger als 3000 Mitglieder zählen, wählen einen Dele- die gesamte deutsche Arbeiterschaft es den Partei- und Gewerk- und menschenwürdige Behandlung". gierten. Der Wahlmodus bleibt den einzelnen Gewerkschaften schaftsgenossen, und namentlich deren Frauen und überlassen. Töchtern, zur Pflicht zu machen, abritate der Singer- Co. Die Zahlung der Quartalsbeiträge an die General nur von den organisierten Angestellten der Singertommission soll am Schlusse eines Quartals für das ver- Co. zu kaufen. " Zu der Teilnahme an den allgemeinen deutschen Gewerkschaftstongreffen sind sämtliche Zentralorganisationen und solche Lokalorganisationen berechtigt, welche verhindert sind, sich zentral au organisieren. Unter sämtliche Zentralorganisafionen" sind alle zentral organisierten Gewerkschaften zu verstehen, welche an dem boraufgegangenen Gewerkschaftskongreß teilgenommen oder sich später der Generalfommission angeschlossen haben. Berechtigte Singer Co.". Lokalorganisationen sind solche gewerkschaftliche Vereinigungen, für welche ein Zentralverband nicht besteht. Entstehen Zweifel, ob eine sich zum Anschluß meldende Gewerkschaft zum Beitritt berechtigt ist, so entscheidet der Gewerkschaftsausschuß. Dieser hat berechtigt ist, so entscheidet der Gewerkschaftsausschuß. Dieser hat bei seinen Entscheidungen jedoch zu berücksichtigen, daß fich nur folche gewerkschaftliche Vereinigungen der Generalfommission anfchließen können, die feine Konkurrenzorganisation einer schon angeschloffenen Gewerkschaft bilden. " flossene Quartal erfolgen. Bis zum Songreß ist also nur der In Berlin besteht eine von der Firma großgezogene Gelbe Beitrag für das erste Quartal 1911 fällig. Es sind sonach Vereinigung der Singer- Angestellten", man alle an die Generalfommission angeschlossenen Gewerkschaften I asse sich also nicht täuschen. zur Teilnahme an dem Kongreß berechtigt, welche ihre Quartalsbeiträge für die erste Hälfte des Jahres 1910 bezahlt haben. Die Wahlen der Delegierten werden nach den vorstehenden Bestimmungen von den Vorständen der Zentralverbände aus geschrieben werden. Berlin, den 4. April 1911. Die Generalkommission der Gewerkschaften Dentschlands. C. Legien, Berlin SO. 16, Engelufer 15. Gewerkschaftliches. Berlin und Umgegend. Einigungsbestrebungen machen sich bei den streitenden Parteien im Tapezierergewerbe geltend. eine 0 Deutschen Transportarbeiterberband, welchem die Gintassierer angehören, und dem 3entral. berband der Handlungsgehilfen und gehilfinnen, dem die Agenten angeschlossen sind, ist zweds Kontrolle der Zugehörigkeit zur modernen Organisation für das Jahr 1911 roja Legitimationstarte herausgegeben worden. Die Mechaniker haben als Ausweis das Mitgliedsbuch des Deutschen Metallarbeiterverbandes vorzulegen. Wir richten an die gesamte Arbeiterschaft das höfliche Ersuchen, uns bei dem Kampfe gegen die Millionenfirma Singer Co., Nähmaschinenfabrik, durch scharfe Ausübung der Kontrolle zu unterstützen. Hoch die Solidarität! Zentral- Berband der Handlungsgehilfen und-gehilfinnen. Deutscher Transportarbeiter- Verband, Branche der Einkaffierer und Kaffenboten. Die Partei- und Gewerkschaftspresse wird um Abdruck gebeten. Die Unternehmer sind mit den Vorschlägen für einen Zarifvertrag hervorgetreten, und die Gehilfenkommission ist bereittvillig und im Interesse des Friedens auf erneute Verhand lungen eingegangen, wenn sie auch von den neuen Vorschlägen nicht befriedigt war. Gemeinsame Beratungen der beiderseitigen Komlicher Dauer zugunsten der Stuffateure beendet. Erreicht wurde Der Streik der Stuffateure in Stettin wurde nach eintvöchent missionen haben stattgefunden, die bis zum Sonnabendabend fort eine Steigerung des Minimallohnes für Bauſtuffateure von 6 M. gefegt wurden. Man erwartet, zu einer Verständigung zu fommen auf 6,50 M. am 1. Oftober 1911, von 6,50 M. auf 7 M. am und ein positives Resultat der Verhandlungen, der heutigen Gehilfen 1. Oftober 1912 bei neunstündiger Arbeitszeit. Ebenso für Wert bersammlung zur eventuellen Beschlußfassung vorlegen zu fönnen. stattstuftateure eine solche von 5 M. auf 5,50 M. am 1. Oktober 1911 und von 5,50 M. auf 6 M. am 1. Oktober 1912. Auch wurde eine Regelung der Affordarbeit erreicht. An die organisierten Arbeiter Berlins und der Vororte. Um den organisierten Arbeitern die Möglichkeit zu geben, prüfen zu fönnen, ob sie in einem Geschäft bedient werden, in dem die Ferderungen der Gehilfen bewilligt find, führten wir die Kontrolllarte ein. Am 1. April ist eine neue Starte eingeführt worden, die selbe ist grünlich grau und muß laufend gestempelt sein. Verband der Friseurgehilfen. Zweigverein Berlin. สิน Eins sei noch erwähnt, das für den guten, proletarischen Geift der Mädchen spricht. Einige, die der Drganisation angehören, wurden deshalb gekündigt. Sie jammerten nicht, sondern baten nur, in den Versammlungen nichts davon zu erwähnen, damit andere nicht abgeschredt werden. Leseabende. Lankwik. Montag, den 10. April, im Lokale von Herm. Schulz, Mühlenstr. 21. Vortrag der Genoffin Bohm- Schuch Rigdorf über Wirtschaftliches Elend und Verbrechen". Letzte Nachrichten. Schluß der Debatte über das italienische Regierungs programm. Rom, 8. April.( W. T. B.) In der Deputiertenkammer führte rungsprogramms sei allgemein anerkannt, so oft er an der Spike Ministerpräsident Giolitti aus, die Bedeutsamkeit des Regieder Regierung gestanden habe, habe er stets eine liberale Bolitit befolgt. Als im Jahre 1904 der Generalstreik die Gefahr einer starten Reaktion zeitigte, habe er dagegen Widerstand geleistet und sein Vertrauen zu dem Regime der Freiheit bewahrt.( Leb= hafter Beifall.) Aber wenn man den Triumph der Reaktion verhindern wolle, müßte man dem Lande beweisen, daß man die Freiheit mit der Ordnung bereinen fönne. Staatsmänner müßten sich leiten lassen von den Bedürfnissen der Zeit, in der sie leben und wirken.( Lebhafte Zustimmung und Beifall.) Weder als Minister noch als Abgeordneter hätte er je ein Wort gesprochen, das nicht eine Bekräftigung der Notwendigkeit einer demokratischen und liberalen Politik gewesen sei. Sein Vorschlag des allgemeinen Wahlrechtes, Frucht dieser Ueberzeugung. dessen unbedingte Lauterkeit niemand bezweifeln könnte, sei eine Lösung der Ministertrise verfassungswidrig verfahren sei; er beWeiterhin wies Giolitti den Vorwurf zurück, daß man bei der dauere, daß Biffolati feine verantwortliche Stelle habe übernehmen wollen, und wundere sich, daß einige liberale Redner darüber Besorgnis hätten äußern fönnen, daß er sich an die sozialistische Gruppe gewandt hätte, um so mehr, als die sozialistische Partei ihr ProDie Isolierer der Firma Rheinhold n. Co. in Leipzig stehen gramm merklich gemildert hätte und Karl Marg in die Rumpelseit Wochen im Streif. Obgleich die Firma dem Arbeitgeberverband fammer geworfen wäre.( Lebhafter Beifall auf der Rechten und angehört, mit dem ein Tarifvertrag abgeschlossen ist, hält sie diesen fassungsmäßig seien die Regierungen, welche im Parlament keine im Zentrum, Zwischenrufe auf der äußersten Linfen.) Nicht verTarifvertrag nicht inne. Die Firma entließ die organisierten Iso- Mehrheit hätten, und wahre Mehrheiten seien die, welche sich um Bio- faungsmäßig seien die Regierungen, welche im Parlament feine unter Tarif entlohnt wurden. Versuche der Organisationsleitung blem, welches allen anderen vorangehe, sei das allgemeine Wahllierer und suchte durch Annoncen von auswärts Hilfskräfte, die been, nicht um Personen scharen.( Lebhafter Beifall.) Das Prounter Leitung des Arbeitgeberverbandes, die Firma von ihrem tarifwidrigen Handeln abzubringen, waren erfolglos. Die Firma redt. Die Aufgabe und der Ruhm der gegenwärtigen Sammer Bei der Delegiertenwahl für die Ortskrankenkasse des Schlächter, versucht, Ersatzkräfte zu bekommen. So sandten denn auch die Ham- stimmt sei, die Größe und das Wohl des Vaterlandes zu mehren, gewerbes erhielt die Liste des Zentralverbandes der Fleischer 242 burger und die Magdeburger Vertreter der Firma Arbeitswillige beglückwünschen Giolitti.) Sodann erfolgt die namentliche Abunterhält in vielen Großstädten des Reiches Filialen, aus denen sie werde es sein, dieser Reform ihre Zustimmung zu geben, die be( Andauernder lebhafter Beifall auf der Linken; viele Deputierté Stimmen. Die Gelben hatten es vorgezogen, sich nicht an der Wahl ins Streifgebiet; auch aus Bayern sind Leute gekommen. Obgleichstimmung über die von Giolitti angenommene Todesordnung Carzu beteiligen. Von der Niederlage, die sie bei der Delegiertenwahl die Firma Armeelieferant ist, behauptet sie, nicht fonkurrenzfähig zur Innungsfrankenkasse erhalten, haben sie sich noch nicht erholt. zu sein, wenn sie den Tariflohn zahlen müsse. Die Arbeiterorgani- cano, welche lautet: Die Kammer billigt die in den Erklärungen Der Abwehrstreik der Hafenarbeiter bei der Firma Kurt Thomas fation aber hat am selben Orte mit fleineren Firmen ein Tarifver- des Ministerpräsidenten vorgezeichneten Richtlinien für die Gesch. Tarifver- gebung und Verwaltung. zu Spandau dauert unverändert fort. Die Firma bat fich am hältnis, ohne daß diese an Konkurrenzfähigkeit eingebüßt hätten. gebung und Verwaltung. Die Tagesordnung Carcano wurde mit Dienstag dieser Woche wieder einen Trupp Streitbrecher von Die Firma Rheinhold u. Co. will eben auf Kosten der Arbeitslöhne 340 gegen 88 Stimmen bei 8 Stimmenthaltungen angenommen. 22 Mann aus Hamburg schicken lassen. Dieselben famen nachts Preisdrückerei treiben. Die organisierten Arbeiter werden daher und gebeten, die im Stampfe befindlichen Isolierer in Leipzig durch 11 Uhr mit dem D 8ng von Hamburg wurden, wie das in Deutschland Ufance ist, von einer Polizei Fernhaltung des Zuzuges zu unterstüßen und etwaige Mitteilungen macht beichirmt per Stremier direkt nach dem Hafen gebracht. an das Bureau des Bauarbeiterverbandes, Leipzig, Voltshaus, zu Dort find diese nüßlichen Elemente" in einem Schuppen der Firma richten. um ant untergebracht und dürfen das Hafengelände nicht verlassen, damit sie Der Lohnkampf im Hafengebiet Mannheim- Ludwigs teine Gelegenheit haben, mit den streifenden Arbeitern zusammens zukommen. Die Beköstigung dieser Herren hat die Firma selbst überhafen. Wie in Rußland Arbeiterabgeordnete beseitigt werden. Petersburg, 8. April.( W. T. B.) Der Justizminister teilte dem Präsidenten der Reichsduma mit, daß der Abgeordnete Kropotow( Arbeiterpartei) vor Gericht gestellt werde und deshalb gemäß wird angeklagt, Urkunden gefälscht zu haben, um den für die Wahl den Statuten der Duma aus dieser ausscheiden müsse. Kropotom erforderlichen Zensus zu erhalten. nommen und zwar liefert die Fleischwaren der Schlächtermeister Die Aussperrung ist nun auf der ganzen Linie erfolgt mit AusSchaub, Potsdamer Straße, die Backwaren der Bäckermeister nahme der Schiffahrt. Dem Maschinenpersonal der Boote ist zwar geJäntsch, Tiefwerder. Die Spandauer Arbeitswilligen Ernst fündigt, doch ist es fraglich, ob die Aussperrung in der Schiffahrt Schulz, Jagowite. 13, Schönwald senior sowie feine aur Tatsache wird. Die Reeder haben die Kapitäne schon angebeiden Söhne, Weißenburger Str. 50, Otto Sarnowo, wiesen, die Heizer und Maschinisten zu fragen, ob sie weiter arbeiten Bichelsdorfer Str. 64, werden nach wie vor unter„ polizeilichem wollen. Im Hafengebiet haben zwei Firmen, die dem ArbeitgeberBerantw. Redakteur: Albert Wachs, Berlin. In eratenteil verantw.: Th. Glode, Berlin. Drud u. Verlag: Vorwärts Buchdr. u. Berlagsanstalt Paul Singer& Co., Berlin SW. Wie Unternehmer rechnen. Dresden, 8. April.( S. B.) Die sächsischen Grubenbefizer haben die Forderungen der Bergleute im Zwidauer und Delsnig- Lugauer Revier abgelehnt, da die Löhne seit 1905 um 21 Proz. erhöht worden seien und eine weitere Erhöhung gegenwärtig unmöglich sei. Hierzu 7 Beilagen r. 85. 28. Jahrgang. 1. Beilage des„ Vorwürts" Berliner Volksblatt. Sonntag, 9. April 1911. Zur Reichstags- Eriatzwahl im 4. Kreife. Bähltandidaten Graf von Oppersdorff, auf das die werktätige Be- das Stühlensyndikat der Staatsregierung nahe gelegt, zu erwägen, Am heutigen Sonntage wird den Wählern des 4. Kreises furz vor der Wahl nochmals Gelegenheit gegeben werden, in verschiedenen öffentlichen Versammlungen Stellung zur Reichstagswahl zu nehmen und sich davon zu überzeugen, daß ein Angehöriger der erwerbstätigen Bevölkerung die Pflicht hat, am morgigen Wahltage seine Stimme für den fozialdemokratischen Kandidaten abzugeben. Otto Büchner partei sein. Das war ein offenes Bekenntnis des Zentrums- Budgetkommission des Abgeordnetenhauses nach einer Debatte über völkerung des 4. Reichstagswahlkreises von Berlin am Montag ihm ob und unter welchen Voraussetzungen ein Zusammengehen des ebenso offen und ehrlich antworten muß. Mann für Mann müssen staatlichen Bergbaues mit dem privaten Bergbau auf dem Gebiete die Wähler ihre Stimme abgeben für den Kandidaten der Sozial- der Preßpolitik, insbesondere durch Beteiligung des staatlichen demokratie, den Kassenbeamten Otto Büchner. Bergbaues am Rheinisch- Westfälischen Kohlensyndikat in Frage gezogen werden kann. Die Wahl findet morgen, Montag, den 10. April, statt. Die Wahlhandlung beginnt um 10 Uhr vormittags und wird um 7 Uhr abends pünktlich geschlossen. Nach 7 Uhr wird niemand mehr zur Wahl zugelassen, auch wenn um diese Zeit noch Wähler im Wahllofal sein sollten. Gehe deshalb jeder Wähler rechtzeitig zur Wahl! Aus der Fassung dieses Beschlusses der Budgetkommission fistus und dem Kohlensyndikat überhaupt keine engeren Bezie fönnte gefolgert werden, daß bisher zwischen dem preußischen Berg hungen bestehen und die Kohlenpreise ein Gegenstand ständigen Zwistes zwischen den staatlichen Zechen und den Vertriebsorgani fationen des Shnditats gewesen wären. Von feinem Menschen, der die Verhältnisse des deutschen Kohlenmarktes fennt, wird aber ernstlich ein Gegensatz zwischen dem Fiskus und dem Syndikat be Ein Zählkandidat im 4. Wahlkreise. An der Ersatzwahl im 4. Neichstagswahlkreis will von den von Karten erhalten die Wähler nicht. Es hat sich deshalb Gegenteil an Rücksichtslosigkeit gegen die Abnehmer das Syndikat Eie besondere Einladung zur Wahl durch Zustellung hauptet werden können. Niemals haben die Bechen des Fistus die Wucherpolitik des Kohlensyndikats durchkreuzt, sie haben im bürgerlichen Parteien sich das Zentrum beteiligen. Natürlich jeder, der sein Wahlrecht ausüben will, mit entsprechender vielleicht noch übertroffen. Zwar ist die Ausdehnung des fistali handelt es sich um eine Zähltandidatur, um eine sogenannte Legitimation zu versehen, um in zweifelhaften Fällen sich fchen Bergbaues immer damit begründet worden, daß der Staat Heerschau" der Zentrumswähler, die hier vorhanden sind. Ein über seine Person ausweisen zu können. Als Legitimation in bezug auf Bildung der Kohlenpreise einen erhöhten Einfluß " Heer" wird es ja nun allerdings nicht sein, was die Zentrums gelten Steuerzettel, Militärpapiere oder Mietkontrakt. gewinnen müsse, aber in der Praris folgte der Fiskus nicht nur partei in einem Wahlkreis Berlins zusammenzutrommeln vermag. Wahlberechtigt ist jeder Deutsche, der 25 Jahre alt ist, im dem Syndikat, er ging ihm allzu häufig noch mit schlechtem Beispiel Aber daß sie die Gelegenheit zu einer Schau", zu einer Zählung letzten Jahre feine Armenunterstützung bezogen hat und in voran. Von den Kohlenabnehmern sind gegen den Fiskus in den ihrer Anhänger benußen will, läßt sich verstehen. Als Zählkandidat der Wählerliste steht. Die Wählerlisten sind nach dem Vorjahren die gleichen bitteren Klagen erhoben worden, wie gegen präsentiert sich Graf von Oppersdorff, der schon im Reichstag sitt Wohnungsstande vom Ende Februar dieses Jahres aufgestellt. Das Kohlensyndikat. Auch das Ausland wurde von der und der Zentrumspartei angehört. Gewählt wird selbstverständlich Jeder Wähler hat demnach sein Wahlrecht in demjenigen landes bevorzugt, so lieferte der Saarfiskus im Jahre preußischen Bergberwaltung auf Kosten des Jn. der Kandidat der Sozialdemokratie, der Kassenbeamte Wahlbezirk auszuüben, in welchem er zu dieser Zeit wohnte, 1906 und 1907 an österreichische Werke Saarkohle zu 114 und Otto Büchner. Doch auch Genosse Büchner, den die werk- wenn er auch inzwischen verzogen ist. Welches Wahllokal in 117 M., während deutsche Werte 160 und 170 M. zahlen mußten. tätige Bevölkerung des 4. Wahlkreises von Berlin am Montag Frage kommt, ergibt sich aus der am Freitag im Vorwärts" Das ist nur ein Beispiel unter vielen, es genügt aber, die Gemit einer gewaltigen Stimmenzahl zu ihrem Vertreter im Reichs- veröffentlichten Uebersicht über die Wahlbezirke und Wahl- pflogenheiten des Fistus zu kennzeichnen. Damit sind die vom tag ernennen wird, soll für uns zugleich ein 3ähltandidat lokale. Fiskus dem Syndikat geleisteten Liebesdienste noch lange nicht sein. Jeder Kandidat, mit dem die Sozialdemokratie vor die Wähler erschöpft. Bei den Kohlenlieferungen für die hintritt, ist ein Zählkandidat. Mit jedem unserer SanStaatsverwaltung wurden in den Jahren wirt. didaten wollen wir zählen, wie groß die Schar unserer schaftlichen Niederganges dem Syndikat erhöhte Die Parteigenossen im Kreise, die über freie Beit ber- reife bewilligt, durch die die Kohlenmagnaten viele Mil Anhänger und Freunde ist und um wieviel sie zugenommen hat. Daher darf selbst in sichersten Wahlkreisen, auch im 4. Reichstags- fügen, bitten wir, am morgigen Wahltage, am 10. April, lionen an Sondergewinnen erzielten. Zu aller Zeit behütete und be wahlkreis von Berlin, feiner unserer Wähler glauben, zur Wahlhilfe in den bekannten Schlepplofalen sowie in nach- schirmte der Fiskus das Syndikat, die Eisenbahnverwaltung räumte stehenden Zentralbureaus sich einzufinden. ihm die billigen Ausfuhrtarife ein, durch die der Verkauf deutscher Kohle zu Schleuderpreisen nach dem Ausland wesentlich Zentralbureaus: unterstützt wurde. daß es auf ihn nicht ankomme. = Wahlhilfe am Wahltage. Der Zentrums- Bähltandidat sprach am Freitag vor einer Versammlung von Zentrumswählern. Wenig oder Bei Mir, Staligerstr. 59. Telephonamt 4 Nr. 10 383. nichts sagte der Herr Graf über die Fragen, die der minder- Bei Beiersdorf, Elbinger Straße 9. Telephonamt 7 bemittelten Bevölkerung naturgemäß sich zuerst aufdrängen, wenn Nr. 6343. sie zur Wahl eines Reichstagsabgeordneten schreiten soll. Auch Bei Ziez, Warschauer Straße 61. Telephonamt 7 Nr. 3327. die Mitwirkung des Zentrums an dem Zustandekommen der Bei Merkowski, Andreasstr. 26. Zlephonamt 7 Nr. 945. Reichsfinanzreform, durch die dem deutschen Volk mit einer Fülle von neuen Steuern eine neue und überaus schwere Belastung aufgepadt worden ist, wurde von dem Redner nur in einigen Wahlversammlungen. Heute Sonntag, den 9. April 1911, mittags kurzen Säßen ganz flüchtig gestreift. Er hatte seinen guten Grund, 12 Uhr, finden sechs öffentliche Volksversammlungen statt. von dieser Ruhmestat" der Zentrumspartei nicht viel Aufhebens zu machen, sondern möglichst geschwind über sie hinwegzugleiten. Die Leute, die da vor ihm saßen, sahen ziemlich alle so aus, wie wenn sie nicht übermäßig mit Glüdsgütern gesegnet seien. Vor Tagesordnung: In letter Stunde. Freie Diskussion. Lokale: Borgmann, Andreasstr. 21, Graumann, Naunyneinem solchen Publikum über das heikle Thema der die ganze straße 27, Drachenburg, Vor dem Schlesischen Lor, Litfin, Lebenshaltung noch mehr verteuernden Finanz- Memeler Str. 67, Friedrichshain, Am Friedrichshain 22/29, reform zu sprechen, wäre denn doch zu unvorsichtig gewesen. Der Markgrafensäle, Markgrafendamm 34. Zählkandidat der Zentrumspartei hätte sich vielleicht aus der Mitte Referenten: Die Reichstagsabgeordneten Groß- Berlins, seiner Zuhörer eine Antwort geholt, die ihm und seinen Freunden die Genossen Hermann Molfenbuhr, Wolfgang Heine, Robert im Reichstag sehr wenig gefallen hätte. Der Herr Graf zog es vor, Schmidt, Georg Ledebour, Friz Zubeil und Arthur Stadtfich lieber in desto ausführlicher Breite über firchliche Fragen zu hagen. äußern. Er sprach über die Stellungnahme der Geistlichkeit zur In allen Versammlungen wird unser Kandidat Otto Leichenverbrennung, über die Bedeutung des Antimodernisteneides Büchner zu den Wählern sprechen. für die wissenschaftliche Forschung, über die Beziehungen zwischen Kirche und Staat. Dagegen wurde mit keinem Wort irgendeine Die Verkündigung des Wahlresultats Frage aus dem großen Gebiet der Sozialpolitik gestreift, findet am Montag, abends 8 Uhr, in Kellers Festfälen, feine der vielen Aufgaben der Arbeiter fürsorge auch nur Stoppenstr. 29, statt. mit einer Silbe berührt. Von den Zuhörern dieses vor die werktätige Bevölkerung Berlins hintretenden Kandidaten machte leider niemand den Versuch, seinem inhaltleeren Gerede die notwendigen Ergänzungen hinzuzufügen. Eine Diskussion tam nicht zustande. Dafür gab es dann noch ein zweites Referat, das in eine Empfehlung der Zentrumspresse austlang. Betreffs der Wahllokale hat sich folgende Aenderung er geben: m 18. Wahlbezirk ist an Stelle: Waldemarstraße 75 die 20. Gemeindeschule, Waldemarstraße 77 Turnhalle- als Wahllokal bestimmt. Angesichts dieser Verhältnisse drängt sich die Frage auf, welche Veränderung diese Beziehungen erfahren würden, wenn der Bergfiskus dem Syndikat offiziell beiträte. Wäre er in den Vorjahren für die Syndikatsinteressen hätte er nicht mehr überbieten können. schon Mitglied des Syndikats gewesen, sein hingebendes Eintreten Gher ist anzunehmen, daß eine Identifizierung mit dem Willen des Syndikats bei offener Mitgliedschaft schwieriger gewesen wäre. Dem Kohlenkapital war damit mehr genutzt, daß die fiskalischen aber stets widerstandslos den Spuren des Syndikats folgten, als Bechen sich in der Theorie die Freiheit des Handelns bewahrten, wenn die Staatsbetriebe sich förmlich in Reih und Glied mit den privatkapitalistischen Bechen gestellt hätten. Unbestritten hat an dev als gemeingefährlich von den weitesten Streisen erkannten Politit des Kohlensynditats der preußische Fiskus die Hauptschuld, er hätte es auf Grund seines Kohlenbesipes immer ermöglichen können, das Synditat zu etwas mehr Rücksicht auf die wirtschaftlichen Gemein interessen zu zwingen. Dem Kalisyndikat gehören die fiskalischen Betriebe bekanntlich lange an, grundsätzliche Bedenken gegen die Syndikatsmitgliedsfchaft bestehen bei der preußischen Regierung also ganz gewiß nicht. Sine offizielle Beteiligung an dem Kohlensyndikat soll, wie ge legentlich verlautete, von dem Fiskus davon abhängig gemacht werden, daß ihm eine bevorrechtigte Stellung etwa in der Weise eingeräumt wird, wie er sie im Kalisynditat, besonders vor dem Inkrafttreten des Saligesebes, besaß. Nun lehnen die Kohlen. magnaten die Gewährung eines Vorzugsrechts an den Fiskus i Syndikat ab. Wäre es dem Fiskus wirklich ernst, dem Syndika reichende Mittel an der Hand, dieser Absicht Geltung zu verschaffen. unter den erwähnten Bedingungen anzugehören, so hätte er aus. Minister und Oberpräsidenten überstürzen sich mit dem Anerbieten an die Zechenherren, für die Erneuerung der Syndikate tätig au sein. Vielleicht werden sie auch einmal angewiesen, dem Kohlentapital gegenüber die Stellung des Staates zu stärken, deffen Nichtbeteiligung im Syndikat nach den bisherigen Erfahrungen dazu führt, Unabhängigkeit zu markieren, um dem Kohlensyndikat noch beffer dienen zu können. Soziales. Gewöhnung" an den Verlust eines Armes. Bei einem Unfall in einem landwirtschaftlichen Betriebe im Welche Rolle im Reichstag die Zentrumspartei spielt, und in welchem Sinne die Zentrumspresse ihre Leser zu bearbeiten sucht, Hus Induftrie und Dandel. das lehrt eine Aeußerung, mit der der Graf von Oppersdorff seinen Vortrag begonnen hatte. Von der Ersazwahl im 4. Wahlkreis Der preußische Fiskus und das Kohlensyndikat. Berlins lenkte er den Blid hinüber auf die in Wälde kommenden fata haben die Kohlenmagnaten wiederholt die Aufforderung an Aus Anlaß der Erneuerungsverhandlungen des Kohlensyndis allgemeinen Wahlen zum Reichstag, bei denen es sich den preußischen Fistus gerichtet, sich mit den fiskalischen Kohlen Jahre 1890 hatte ein Arbeiter den rechten Unterarm verloren, woum einen harten Kampf zwischen links und rechts handele. In bergwerken dem Syndikat anzuschließen. Eine klare Antwort hat für er eine Unfallrente von 80 Prozent im Betrage von 75 Pf. diesem Kampf werde, so sagte er, für die rechtsstehenden die Regierung noch nicht gegeben, ihre Haltung gegenüber dieser täglich erhielt. Diese Summe erschien der landwirtschaftlichen Barteien eine starke Schuhwehr die Zentrums- Einladung war bisher wohlwollend- abwartend. Nun hat fürzlich die Berufsgenossenschaft noch zu hoch, sie wollte sie um 10 Prozent her. Kleines feuilleton. 22 Musik. ganzen Auslagen, die er vorher allein bestritten hatte: die End- lärmenden eine stillere Seitenstraße mit Asphalt, und bald beginnt fumme seiner Rechnungen lautete auf rund 17 600 m. das muntere Geklapper und leise Gesurr der Jungen und Mädel Die größte Bibliothek der Welt. Dem großen Wert, das W. D. vom feurig plumpen Rasen mit strampelnden Beinen und fuchtelnden Johnston über die Geschichte der Kongreßbibliothek zu Washington der Badfische, die sich ihrer Würde bewußt sind. Armen bis zum fürnehm- gemessenen Doppelgeschwebe Arm an Arm veröffentlicht, sind folgende interessante Angaben über diese ge= Was Kolumbus an der Entdeckung Amerikas verdiente. Als waltige Bücherei zu entnehmen, die sich rühmen fann, troß ihres man reizende Bewegungen durch die Tanzstunde noch nicht ſchemaBeary von seiner letzten Fahrt ins Gebiet des ewigen Eises zurüd vergleichsweise jugendlichen Alters die ältesten und bestbotierten tisierter natürlicher Stindergrazie, erfreulich aber ist es immer, denn tehrte und die Welt mit der stolzen Erklärung überraschte, er habe Bibliotheken Europas in reißend schnellem Aufstieg überholt zu immer merkt man ja, wie es Freude macht. Vom Gesundheitlichen immer merkt man ja, wie es Freude macht. Vom Gesundheitlichen als erster Mensch endlich den vielumstrittenen Nordpol betreten, haben. Im April 1800 mit dem geringfügigen Kapital von 5000 ganz zu fchweigen. Und föstlich: es kann fast das ganze Jahr durch fielen ihm nicht nur Ruhm und Bewunderung zu: er erntete auch Dollar ins Leben gerufen, verfügte sie 1802 erst über einen Bestando bleiben, Liebe Polizei, laß es so!" Das ist für mich persönlich Geld. Für das Recht der Veröffentlichung seiner Reiseschilderungen von 980 Bänden und 9 Kartenwerken. Der im Jahre 1814 auf die hohen Obrigkeiten gegen das Rollaufen in den Straßen für jeder derartigen Beobachtung Endergebnis. Bis jetzt sind tatsächlich und seines Tagebuches wurden ihm in England und Amerita ge- 14 000 Bände angewachsene Bücherbestand wurde durch einen Brand dentiche Begriffe erstaunlich duldsam. Selbst wo mal ein Griesgram die hohen Obrigkeiten gegen das Rollaufen in den Straßen für waltige Summen gezahlt und auch die übrigen Länder entrichteten bis auf einen geringen Reſt vernichtet. Als sie bis zum Jahre 1851 deutsche Begriffe erstaunlich duldsam. Selbst wo mal ein Griesgram ein fleines Vermögen, um das Werk des erfolgreichen Forschers hauptsächlich durch Erwerbung privater Sammlungen wieder auf schilt, weil er angerannt, ist immer noch weder Verkehrshindernis beröffentlichen zu dürfen. Sven Hedin hat nach der Rüdkehr von 55 000 Pände gestiegen war, berringerte ein abermaliger Brand noch grober Unfug„ konstatiert" worden. Leben wir wirklich auch in feiner letten Entdeckungsreise ins Himalayagebirge für seine Vor- die Bestände auf 20 000. Die Zeit der reichen Millionenschenkungen diesen Dingen unterm Erdämmern einer neuen Zeit? Rochmals: tragstournee wahre Lenorgagen bezogen und der Leutnant Shackle- von feiten privater Personen war noch nicht gekommen; und der Liebe Polizei, lag' es fol ton, der mit seinem eigenen Vermögen die gewaltigen Kosten Kongrez versagte bei den jährlichen Dotierungen. Erst als das feiner Südpolarexpedition fast allein bezahlt hat und sich im Dienste Gesetz über die einzuliefernden Pflichteɣemplare von allen im Ge der Wissenschaft beinahe ruinierte, hat durch die großen Summen, biete der Union erscheinenden Büchern in Straft trat, begann das Im Neuen Operetten Theater wurde am Freitag die ihm seine Vorträge und seine Aufzeichnungen eingetragen beispiellose Wachstum, das für die Gegenwart zu einem Bestand wieder einmal der typische Operettenerfolg erzielt. Diesmal heißt haben, wenigstens den größten Teil der verausgabten Riesen- bon 2 300 000 Bänden, darunter 1 800 000 Pflichteremplaren geführt er:" Der ledige Gatte". Der Ledige ist ein junger Eng fummen verhältnismäßig mühelos wieder eingebracht. Der hat. Damit ist sogar der Bücherreichtum der Nationalbibliothek in länder, der sich einem ungarischen Baron mit einer zufällig gemoderne Forschungsreisende kann im Falle des Erfolges auch Paris( 24 Millionen), des British Museum in London( 1900 000) fundenen Bisitenkarte borstellt und deshalb für den erwarteten immer damit rechnen, für seinen Opfermut, seine Mühen und Ent- und der Königlichen Bibliothek in Berlin( 1 350 000) übertroffen. fünftigen Schwiegerjohn gehalten wird. Die baldige Ehe gilt na. behrungen durch reiche Geldeinnahmen entschädigt zu werden. In Der glänzende Neubau, der seit 1889 mit einem Kostenaufwand fürlich dem wirklichen, und nach entsprechenden Hochzeitswißen früheren Zeiten war das den großen Entdeckern nicht beschieden, von 27 Millionen Mark errichtet wurde, vermag einen Bestand von finden sich die Paare. ja, fie mußten sogar fast immer auf den Ruhm bei Lebzeiten ver: 5 Millionen Büchern aufzunehmen, den man um das Jahr 1930 Die Musit ist von Gustav Wanda. Hie und da blitt ettvas sichten und sich damit trösten, daß ſpätere Geschlechter dereinst zu erreichen glaubt, da außer den in zwei Exemplaren einzuliefern auf wie eine Sehnsucht des Komponisten, hinauszuflichen aus der ihren Namen mit Ehrfurcht nennen würden. Eine französische den neuerscheinenden Werfen jährlich ½ Million Mart für täuf- Gefangenschaft, in der ihn der Operettenzwed fesselt. Gin und der Beitschrift beschäftigt sich mit den materiellen Entschädigungen, die liche Erwerbungen zur Verfügung stehen; während z. B. die König- andere Chor, ein und die andere Wendung am Ende des wirkungsRolumbus für die Entdeckung Ameritas erhalten habe. Er bezog liche Bibliothek in Berlin sich mit 150 000 m. für Neuerwerbungen reichen zweiten Afies läßt uns mit einem solchen Sehnen so weit für die Entdedung eines ganzen Weltteiles, in dem heute Hunderte begnügen muß. Für den gewaltigen Betrieb der Kongreßbibliothek mitfühlen, daß wir von einer näheren Charakterisierung dem Kom. bon Millionen Menschen leben, ein tärgliches Monatsgehalt. ist ein fleines Heer von Beamten erforderlich. Es arbeiteten im ponisten und uns zuliebe absehen. Auch eine Unterscheidung, ob die Christoph Kolumbus war mit einem Monatsgehalt von 100 M. an= Jahre 1909 allein in der Katalogisierungsabteilung nicht weniger afte oder aber die Bausen mehr in die Breite gezogen sind, ob die Jahresgehalt von etwa 720 M. engagiert, die Matrofen empfingen eremplare, weitere 25 waren im Drudarbeitenbureau beschäftigt Aufmerksamkeit verdienten, erläßt man uns wohl gerne. Aber den 10 M. Monatsgage, und die ganze Ausrüstung der Expedition, von und weitere 64 waren in anderen Funktionen tätig. ben beiden Schiffen selbst abgesehen, foftete nicht ganz 12 000 M. Für den Proviant waren alles in allem nicht ganz 2400 M. ange- Rollschuhlinder. Ueber den Wert des Rollschuhlaufens äußert segt worden. Die erste Reise des Kolumbus dauerte länger als fich Ferdinand Avenarius im Kunstwart" wie folgt: Rollschuh fieben Monate, fie begann am 3. August 1492 und endete am linder gehören wohl zu dem wenigen Neuen, was uns das moderne März 1493. Nach der Rüdkehr verlangte er den Ersatz der Großstadtbild an wirklich Erfreulichem zugebracht hat. 8wischen den Darstellern die gebührende Anerkennung! Jari v. Petraẞ spielt in der Rolle der ungarischen Braut mit einer schlichten Vornehmheit, die uns herzlich bedauern läßt, daß eine solche Straft vielleicht ihre beste Lebenszeit auf das verwenden muß, was die eine Operetten. premiere ungefähr ebenso wiederbringt, wie es die andere gebracht hatte. 6% Verfammlungen. 1 ablehen und ließ zu diesem Swede Sen Mann bom Kreisarate! Die nationalliberalen und fonfervativen Scharfmacher mit 13hrer Gegend, und zwar in deffen amtlicher Sprechzeit. Bon fm erfahren Dr. Heydloff untersuchen. Dieser Arzt bescheinigte, der Armstumpf samt ihrem Zentrumsanhängsel werden trotzdem freilich auf Ver- Sie die Einzelbeiten, die Sie intereffieren.- Teutonia. Die Versicherungs anstalt ist zur Angehörigenunterstützung berpflichtet, falls folche vorhanden sei gut geheilt, und der Arbeiter habe sich im Laufe der Jahre an tragsireue gegen Arbeiter pfeifen, um die Kassen dem Unter- find. Für die Leistungen der Stasse ist das Statut maßgebend. ohne den Verlust seines Armes gewöhnt". Es könne ja auch noch ein nehmertum völlig ergebenen Personen zum Nachteil der Arbeiter G. 2. 18. 1. Nur für den Fall der Mobilmachung. Uebung Waffe fann erfolgen. Kontrollversammlung einmal im Jahre. Näheres fünstlicher Arm angebracht werden. Der Reduzierung der Rente ausantworten zu können. aus den Bekanntmachungen der Bezirkskommandos ersichtlich. 2. In der ftehe nichts im Weae. Vor dem Schiedsgericht für ArbeiterberRegel bis 11 Uhr. 3. Ja. M. P. Nr. 88. Das halten wir für aus sicherung in Erfurt rklärte der Arbeiter mit Recht, er könne nicht fichtslos. Togo 75. Nein. Bamag. Sie können schon jetzt fündigen. 21. R. 5. 88. Bei Wochenlobn find die Feiertage mitzubezahlen, wenn begreifen, wie man annehmen dürfe, es werde sich jemand an den nichts anderes vereinbart ist. A. D., Schwedterstr. 33. Nur dann, Berlust eines Armes gewöhnen". Zudem sei der Armstumpf nur Zentralverband der Hausangestellten, Ortsgruppe Berlin. In wenn ein Berlöbnis vorlag und ohne gefeßlichen Grund gelöſt iſt. R. B. 69. mit einer dünnen Haut bedeckt, die bei Kälte leicht aufspringe. der Mitgliederversammlung, die am Donnerstagabend in den In K. 2. 42. Leider ja, soweit die Sachen entbehrlich sind. O. S. 34. Ja. R. O. Ja. Das Schiedsgericht nahm denn auch an, daß angesichts eines solch dustrie- Festsälen stattfand, hörten die Versammelten den Bericht Nein. B. A. 7. 1. Nein. 2. Ja. 3. 2. 100. 1. Dorf in Hohenzollern mit Benediktinerklofter. 2. Aus traffen Falles von einer Rentenherabsetzung keine Rede sein könne. über die Tätigkeit der Verwaltung im ersten Vierteljahr 1911, aus V. Sch., Bankstraße. dem wir einige interessante Angaben hervorheben. Die Breslau und vertrat den Kreis Breslau- Oft. Der Vertragsbruch gegen die Kaffenangestellten. Zahl der Mitglieder wädyst stetig an. 1. Uns nicht bekannt. Vielleicht fragen Sie beim Bund der Arbeiter Im ersten Bergnügungsvereine, Bergemann Charlottenburg, Dandelmannstr. 13, an. Den von uns bereits besprochenen Eingriff des Einführungs- Quartal 1910 zählte die Ortsgruppe Berlin 681 Mitglieder, am 2. Das ist möglich. E. H. 27. In jedem größeren Café liegt das gesetzes zur Reichsversicherungsordnung in die Rechte der jetzigen Schlusse des Jahres 1910 zählte man 900, und am 31. März 1911 Reichsadres buch aus. Desgleichen in der Boltsbibliothek Adalberistr 44 Raffenangestellten unterzieht Amtsgerichtsrat Hahn in der Ar- war diese Zahl auf 1065 angewachsen. Im Laufe des 1. Quartals und in der Stadtbibliothet Bimmerftr. 91. Das Weitere tönnen Sie dort Torfbarbier. Benden Sie sich an Georg Davidsohn, beiterversorgung" einer Erörterung. Mit vollem Recht haben, wurden 196 Mitglieder aufgenommen und 31 schieden aus. 2441 erfragen. Die Ab- Berlin, Pasteurstr. 13. K. R. 101. 2. Band, Teil II, Seite 187. meint er ,, die Eingriffe des Entwurfs in wohlerworbene Rechte Beitragsmarken wurden im ersten Quartal verkauft. 3. 100. Dazu fönnen wir Sie mur an Ihre Organisation ber G. 3. in 8. Laffen Sie mich das wissen. 2. 2. 7. Ja. lebhafte Beunruhigung hervorgerufen. Die Folgen des Regierungs- redung mit der Hauptkasse zeigt in Einnahme und Ausgabe eine E. A. 96. 1.- 3. Wenden Sie sich an die Zeitschrift„ Museumstunde", borschlages habe man wohl in ihrer ganzen Grausamkeit nicht Bilanz von 527,20 M. Unter den Ausgaben stehen 120.50 M. als weien. erantenunterstützung verzeichnet. Die Lokaltasse hat eine er .. 13. 1. u. 2. Zentral erkannt". Die Frage, ob der Gesetzgeber in dieser Weise wohl Einnahme von 4087,29 m. gebucht. Unter den Ausgaben, die Unter den Ausgaben, die Verlag Georg Reimer, Lükowite. 107/108. Krantenpflegenachweis, Geschäftsstelle Stegliger Str. 57, übernimmt Ber erworbene Rechte fränten oder beseitigen dürfe, sei freilich zu 1317,23 M. betragen, stehen 147,85 M. für Agitationszwede ber mittelung au mäßigen Preisen. für Mittellose auch unentgeltlich. 3. An 2. 8. 3. Dhne nähere Angabe bejahen, denn er hat die Macht dazu". Auch eine Entschuldigung zeichnet. Der Bestand der Lokalfoffe betrug am Quartalsschluß meldung wie in jedem anderen Falle. M. D. in R. Berliner brauche er nicht zu suchen, denn er hat die Macht". Seinen 2242,86 M. In der Berichtszeit fanden 9 Agitationsversammlungen, ist uns Beantwortung Ihrer Frage unmöglich. Aufsatz, der die Vorschläge des Einführungsgesetzes durchaus miß- 6 Mitgliederversammlungen, 4 Vorstandssitzungen und 3 Beirats: Buchdrudersachschule( nur für Seber- und Druderlehrlinge). Unterrichts. billigt, schließt der konservative Professor mit folgenden Aus- fibungen zum Städtischen Arbeitsnachweis statt. 15 000 Flugblätter stunden Dienstag und Freitag, abends 6-8 Uhr. Auskunft über Aufführungen: Die Begründung zu den Art. 29-32( des Ein- und Sandzettel kamen zur Verteilung. In Streitfällen, das Dienst- nahmebedingungen ufm. im Bureau des Vereins Berliner Buchdruckerei verhältnis betreffend, erhielten 255 Hausangestellte im Verbands befizer, Berlin SW., Friedrichstraße 239, vormittags 9-1, nachmittags 3-6. führungsgesetzes) weist, besonders unter Heranziehung eines alten bureau, Michaelfirchplatz 1, Rat und Auskunft. In acht ist. Der Anspruch verjährt in drei Jahren. Der Anspruch gegen den Bes K. R. 33. Der Kutscher haftet, wenn ihm ein Verschulden nachweisbar Vertragsformulars, auf bedenkliche Bestimmungen einzelner An Fällen wandten sich Herrschaften an das Bureau um Auskunft. Bei fiber ist schwer durchführbar; diesem steht der Entlastungsbeweis dafür offen, stellungsverträge hin, die in einseitiger Begünstigung der Ange verschiedenen Differenzen, die gerichtlich ausgetragen werden baß er bei der Anstellung des Kutschers die erforderliche Sorgfalt auf stellten die Grenzen des Ueblichen und Billigen weit überschreiten". mußten, gewährte der Verband seinen Mitgliedern Rechts bei gewendet hat. Namentlich kämen dabei die Beschränkungen des Kündigungsrechts stand; es gelang, die Zahlung von Lohnrüdständen im Betrage der Kasse in Betracht. Derartige Verträge dürften gegen§ 826 bon 95 M. durchzusehen. Der Stampf gegen die Ausbeutung von BGB. verstoßen und nach§ 134 BGB. nichtig sein usw. Das tann Hausangestellten durch private Stellenvermittler hat die da git Tätigkeit der Verwaltung ebenfalls in Anspruch genommen. zur Rechtfertigung der einschneidenden Vorschriften offenbar nicht glieder wird das Ersuchen gerichtet, die Beiträge( 50 Pf. pro Monat) hinreichen. Verträge oder Vertragsbestimmungen, die ohnehin wenn möglich vierteljährlich im voraus zu entrichten, um die nichtig sind, brauchen nicht erst durch einen Att der Gesetzgebung Schwierigkeiten der Einfassierung zu vermindern. Dringend gebeseitigt zu werden. Die Vorschriften des Entwurfs richten daher warnt wird auch vor der Verwechielung des Zentralverbandes mit ihre Spitze gerade gegen diejenigen Verträge, denen auf Grund anderen Dienstbotenvereinen in Berlin, sowie vor der Verwechse= des geltenden Rechts nicht beizukommen ist. Daß aber in dieser lung des monatlich erscheinenden Zentralorgans" des Verbandes Weise unanfechtbare Privatrechte, ohne Entschädigung der Be- mitt anderen Dienstbotenzeitungen. zechtigten, dem öffentlichen Interesse aufgeopfert werden sollen, ist ein Vorgang von nicht zu unterschäßender rechtspolitischer Bedeutung. Ich nehme nicht an, daß die Vorschläge des Entwurfs von einer parteipolitischen Tendenz diftiert sind, aber es wäre Heuchelei, zu leugnen, daß ihre Schärfe, neben manchem bürgerlichen Angestellten, tatsächlich überwiegend die Anhänger der Sozialdemokratie treffen wird. Diese aber werden, wenn sie mit rauher Hand aus urkundlich verbürgtem Besitz gestoßen werden, vor ihren bürgerlichen Schicksalsgenossen einen Troft voraushaben: ber Gesetzgeber, der aus Gründen öffentlichen Intereſſes nach geltendem Recht einwandsfrei begründete Privatrechte rücksichtslos aufhebt oder einschränkt, wandelt in den Spuren sozialistischer Lehren, und wird sich gefallen laffen müssen, daß man ihn in Zukunft daran erinnert." GEE666# 99932 Unserem Genoffen Karl Alboldt nebst Frau zur Silbernen Hochzeit die herzlichsten Glückwünsche. Die Funktionäre der II. Abteilung. 9999999966eeeeee Dr. Simmel Spezial- Arzt für Haut- und Harnleiden. Prinzenstr. 41, dicht am Moritzplatz, 10-2, 5-7, Sonntags 10-12. 2-4 Dr. med. Fickerts spezialärztliches Institut für Geschlechtskrankheiten Haut- und Harnleiden, Linien- Strasse 132". an der Friedrichstrasse. 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Sonntagnachmittag 3 Uhr: Er und seine Schwester. Abends: in der Broschüre die tollsten Dinge, die angeblich vorgekommen Bolnische Wirtschaft.( Anfang 8 Uhr.) seien und von denen er durch Gedanken- Uebertragung" zum Teil Schiller- beater O. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Die Ehre. Abends: Kenntnis erhalten habe. Dazu gehört namentlich die Behauptung, Literatur. Liebelei. Literatur. Montag: Ein ideater Gatte. Dienstag: Liebelet. Mittwoch: Gabriello, der Fischer. Donnerstag: Richelet. daß die Oberin, die übrigens der Verfasser ohne ihr Zutun als Literatur. Freitag: Geschlossen. Sonnabend: Narziß. Sonntagnachmittag seine Braut" proflamiert, vom Chefarzt vergewaltigt worden sei; 3 Uhr: Die Ehre. Abends: Liebelei. Literatur. Montag: Ein idealer Die Peratung der zum Statut gestellten Anträge wird weiter- ferner behauptet er an verschiedenen Stellen der Broschüre, daß Gatte.( Anfang 8 Uhr.) geführt. Zur Aenderung des Fachorgans wird folgendes be- immer und immer wieder der Versuch gemacht worden sei, ihn zu Schiller Theater Charlottenburg. Sonntagnachmittag 3 Uhr: fchloffen: bergiften, bis es ihm endlich gelungen sei, diesen Ort der Schrecken Zapfenstreich Abends: Der Traum ein Leben Montag: Maria und Da die Geschäfte des" Zimmerer" im Laufe der Jahre an zu verlassen. Unter Begleitung eines Wärters sei er nach Berlin Magdalena. Dienstag: Im Klubjessel. Mittwoch: Der Traum ein Leben. Umfang bedeutend zugenommen haben, wird eine Trennung des gekommen und hier in der Maison de santé" untergebracht worden. Donnerstag: Sodoms Ende. Freitag: Konzert. Sonnabend: Liebelet. Verlags und der Redaktion borgenommen. Hier sei die Behandlung eine ganz andere gewesen und er habe schon Abends: Im Klubsessel. Montag: Der Traum ein Leben.( Anfang 8 Uhr.) Sonntagnachmittag 3 Uhr: Prinz Friedrich von Homburg. Der Verlag geht an den Verband selbst über und werden nach furzer Zeit entlassen werden können, da feine Spur einer Friedrich Wilhelmstädtisches Schauspielhaus. Sonntagnachmittag die Geschäfte des Verlags durch den Zentralvorstand besorgt; die Geistesstörung sich bei ihm gezeigt habe. Die Broschüre wimmelt 3 Ubr: Die Räuber. Abends bis Donnerstag: Cine Ehe. Freitag: damit verbundenen Kassengeschäfte werden von der Hauptkasse von Beleidigungen der schwersten Art. Er spricht von der„ Eppen- Gefchloffen. Sonnabend: Stafernenluft. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Faust. übernommen. Als Verleger fungiert der Verbandsvorsigende. dorfer Mörderhöhle", von den Spießgesellen" des Oberarztes, von Abends und Montag: Kasernenluft.( Anfang 8 Ühr.) Die Redaktion des Zimmerer" behält nach wie vor hinsicht- den Hamburger Verbrechern", von der„ Korrumpiertheit" der Neues Operetten Theater. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Der lich der Heranziehung von Mitarbeitern, Festsetzung des Hono- Hamburger Justiz, von den wenig mannhaften und rückenfesten Glüdsengel. Aunbendlich bis Donnerstag: Der ledige Gatte. Freitag: rars derselben, Anschaffung von Literatur, Zeitungsabonnements Personen, mit denen sich der Reichskanzler umgeben habe usw. usw. Der Glüdsengel. Abends und Montag: Der ledige Gatte.( Anfang 8 Uhr.) Geschlossen. Sonnabend: Der ledige Gatte. Sonntagnachmittag 3 Uhr: usw. freie Hand. Das eingeleitete Strafverfahren hat nur ein objektives sein Thater des Westens. Sonntagnachmittag 3, Uhr: Das Puppen Die bisherigen Funktionen der Preßkommission gehen auf fönnen, da angenommen wird, daß der Verfasser zur Zeit der Ab- mädel Abends bis Mittwoch: Die lustigen Nibelungen. Donnerstag: den Zentralvorstand über. Der§ 29 des Statuts in seiner jegi- faffung der Broschüre geisteskrank war und deshalb nicht verant- Der fidele Bauer. Freitag: Oratorium: Die Schöpfung. Sonnabend: Der gen Fassung wird aufgehoben. wortlich ist. Herr Morih bestreitet dies. Jeder, der ihn Jahre hin- fidele Bauer. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Die lustige Bitwe. Abends und Beschwerdeinstanz wegen Differenzen zwischen Redaktion durch fenne, werde ihm bezeugen, daß bei ihm von Geistesfrankheit Montag: Die lustigen Nibelungen.( Anfang 8 Uhr.) Trianon Theater. und Zentralvorstand ist, wie in allen übrigen Fällen, der Ver- gar keine Rede sei; außerdem behauptet er noch jetzt, daß er das, Sonntagnachmittag 3 Uhr und abends bis Donnerstag: Francillon. was er in seiner Broschüre geschildert, tatsächlich im Eppendorfer Mittwoch: Hippolytes Abenteuer. bandsausfchub. Freitag: Arankenhause erlebt habe. In einem früheren Termin hatte sein Geschlossen. Sonnabend: Francillon. Sonntagnachmittag 3 Ubr: Hyppo Verteidiger Rechtsanwalt Thiel die Erhebung eines Wahrheits- htes Abenteuer. Abends und Montag: Theodore u. Co.( Anfang 8 Uhr.) Residenz- Theater. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Bariser Menu. Abends beweises beantragt. Es sind mehrere Wärter vernommen worden. bis Mittwoch: Fernands Chekontrakt. Donnerstag: Die Kameliendame. Diese haben bekundet, daß Morih nicht anders behandelt worden Freitag: Beschlossen. Sonnabend: Die Stameliendame. Sonntag und sei als andere Kranke, und daß die Geschichte von einer Bergewalti- Montag: Unbestimmt.( Anfang 8 Uhr.) gung der Oberin, von Vergiftungsversuchen usw. absolut erfunden fei. Das Gericht erkannte auf Einziehung aller noch vorhandenen Exemplare der Broschüre und Vernichtung der Platten und Es sollen in Zukunft auch die tabellarischen Quarfalsabrechnungen und die Geschäftsannoncen in Wegfall kommen. Eine technische Monatsbeilage wurde nach längerer Diskussion abgelehnt. Bur wurde beschlossen: Beitragspflicht Wird ein Mitglied von einer Firma nach dem Auslande geschickt, so find die Beiträge weiterzuzahlen." Formen. Krawattenakademie. In Zukunft sollen die Wahlabteilungen zur Delegiertenwahl gur Generalversammlung möglichst nach Lohngebieten erfolgen. Mitglieder, die in einem anderen Orte als ihrer Zahlstelle in Arbeit Adolf Steinberg und dessen Ehefrau, über dessen Beginn wir am Die Betrugsanklage gegen den Inhaber einer Krawattenfabrik stehen, haben den Beitrag und auch den Extrabeitrag zu 5. d. M. berichtet hatten, endigte nach mehrtägiger Verhandlung mit zahlen, der für den Ort ihrer Arbeitsstelle maßgebend ist. der Freisprechung der Angeklagten. Die Kommission, die fich mit der zweckmäßigsten Art der Aufbringung und Höhe des Extrabeitrages beschäftigt hat, macht nunmehr folgende Vorschläge: Für das Jahr 1911 wird ein Extrabeitrag auf die Dauer von 30 Wochen erhoben, desgleichen ein solcher für das Jahr 1912 auf die Dauer von 40 Wochen. Der Extrabeitrag regelt sich wie folgt: 1. Klaffe 15 f., 2. Klasse 20 Pf., 3. Klaffe 25 Pf., 4. Klaffe 30 Pf., 5. Klasse 35 f. Der Extrabeitrag ist mit den ſtatutarischen Beiträgen zusammen zu leisten und wird unter Berücksichtigung der bisherigen Klasseneinteilung in Form einer Einheitsmarte eingezogen. Die Erhebung der Extrabeiträge beginnt mit der Woche vom 7. bis 13. Mai 1911( 11. Beitragswoche). Zunächst macht sich gegen die Vorschläge der Kommission eine Icbhafte Opposition geltend, weil darin die höheren Lohnklassen verhältnismäßig geringer belastet find, als wie die unteren. Nach dem u. a. Kube- Berlin wirkungsvoll ausführte, daß die Vorlage ein Kompromiß bedeute, daß aber nach Lage der Verhältnisse nichts anderes geschaffen werden konnte, wird die Debatte durch Schlußantrag beendet. Durch namentliche Abstimmung wird die Vorlage mit 93 Stimmen gegen 31 angenommen, bei zwei Stimmenthaltungen. Folgende Resolution findet hierauf gegen eine Stimme Annahme: Wochen- Spielplan der Berliner Cheater. Königl. Opernhaus. Sonntag: Drpheus und Eurydike. Montag: Die Stönigsfinder. Dienstag: Lohengrin.( Anfang 7 Uhr.) Mittwoch: Die Zauberflöte. Donnerstag: Hauptprobe zum Sinfoniekonzert. Freitag: efchloffen. Sonnabend: Sinfoniekonzert. Sonntag: Die Zauberflöte. Montag: Mignon.( Anfang 7%, Uhr.) Rönigl. Schauspielhaus. Sonntag: Die Räuber.( Anfang 7 Uhr.) Montag: Bring Friedrich von Homburg. Dienstag: Wilhelm Tell. Mittwoch: Göz von Berlichingen.( Anfang 7 Uhr.) Donnerstag bis Sonnabend: Geschlossen. Sonntag: Die Duttons. Montag: Der Störenfried.( Unfang 7 Uhr.) Nenes fgl. Opern- Theater. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Der berkehrte Hof. Abends: In der Sommerfrisch'n. Montag: Anno dazumal. Dienstag: Der Ameritaseppl. Mittwoch: Der Paragraphen schuster. Donnerstag: Jägerblut. Freitag: Geschlossen. Sonnabend: Der Geigenmacher von Mittenwald. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Jäger blut. Abend: Der Herrgottschniger von Ammergau. Montag: Liser! vom Schliersee.( Anfang 8 Uhr.) Deutsches Theater. Sonntag bis Donnerstag: Fauft. 2. Teil. Anfang 5 Uhr.) Freitag: Geschlossen. Sonnabend bis Montag: Faust. 2. Seil( Anfang 6 Uhr.): Deutsches Theater( Kammerspiele). Sonntag: Die Königin. Montag: Frühlings Erwachen. Dienstag: Sumurun. Mittwoch: Gawan. Donnerstag: Die Königin. Freitag: Geschlossen. Sonnabend: Sumurun. Sonntag: Die Königin. Montag: Sumurun.( Anfang 8 Uhr.) Leffing- Theater. Bom Sonntag bis Donnerstag: Glaube und Heimat. Freitag: Geschlossen. Sonnabend bis Montag: Glaube und bis Donnerstag: Der Leibgardist. Kleines Theater. Sonntag nachmittag 3 Uhr: Das Kind. Abends Der Leibgardist. Sonntag nachmittag 3 Uhr: Das Kind. Freitag: Geschlossen. Sonnabend Abends und Montag: Der Leibgardist.( Anfang 8 Uhr.) Die Generalversammlung nimmt mit Befriedigung davon Kenntnis, daß 95 Prozent der Mitglieder die ihnen durch die Aussperrung im Jahre 1910 auferlegte Verpflichtung dem Ver- Heimat.( Anfang 8 Uhr.) bande gegenüber boll erfüllt haben. Sie spricht jedoch die beftimmte Erwartung aus, daß auch jene Kameraden, die mit ihren Extrabeiträgen noch im Rückstande sind, diese unbedingt und sobald als möglich begleichen. Solange das nicht geschieht, steht einem solchen Mitgliede Unterstübung in feiner Weise zu. Den Zahlstellen und Mitgliedern wird zur Pflicht gemacht, mit allem Nachdruck dahin zu streben, daß auch der letzte Mann das Versäumte nachholt." Die Beratung der weiteren Anträge wird auf Sonnabend bertagt. Gerichts- Zeitung. Brutale Verbrechen im Eppendorfer Krankenhause zu Hamburg" lautete der Titel einer Broschüre, die gestern die 5. Straffammer des Landgerichts I beschäftigte. Der Verfasser der Broschüre ist ein Kaufmann Adolf Moris in Berlin, der über seine Behandlung im Krankenhause die haarsträubendsten Dinge erzählt: Er habe sich zur Heilung einer Lähmung in die Klinik des Dr. Eduard Arning zu Hamburg begeben. Nach mehrwöchigem Aufenthalt daselbst habe er sich überreden laffen, zur weiteren Kräftigung seiner Gesundheit ins Eppendorfer Krankenhaus zu gehen, dort aber sei er plößlich als Geistestranter behandelt worden, obwohl er ganz gesund Neues Theater. Bom Sonntag bis Mittwoch: Mein erlauchter Ahnherr. Donnerstag: Ueber den Wassern. Freitag: Geschlossen. Sonn abend: Ueber den Wassern. Sonntag:" Mein erlauchter Ahnherr.( Anfang 8 Uhr) fehr. Dienstag: Judith. Mittwoch nachmittag 3 Uhr: Agnes Bernauer. Neues Schauspielhaus. Sonntag: Wienerinnen. Montag: Bieber Abends: Wienerinnen. Donnerstag: Fauft. 1. Teil.( Anfang 7 Uhr.) Freitag: Konzert des Mozartors. Sonnabend: Alt- Heidelberg. Sonntag und Montag: Wienerinnen,( Anfang 8 Uhr.) Berliner Volks- Oper. Sonntagnachmittag 3%, Uhr: Der Freischütz. Abends: Die Zauberflöte. Montag: Die lustigen Weiber von Windsor. Dienstag: Die Bauberflöte. Mittwoch: Die Hngenotten. Donnerstag: Die letzten Tage von Pompeji. Freitag: Großes geistliches Konzert. Sonnabend: Der Troubadour. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Undine. Abends: Fra Diavolo. Montag: Die Afrikanerin.( Anf. 8 Uhr.) Luifen- Theater. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Die Räuber. Abends Donnerstag: Aus erfter Ehe. Freitag: Geschlossen. und Montag: Aus erster Che. Dienstag: Zapfenstreich. Mittwoch und Sonnabend: Aus erster Che. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Die Räuber. Abends und Montag: Zapfenstreich.( Anfang 8 Uhr.) Luftspielhaus. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Meyers. Abends bis Mittwoch: Meyers. Donnerstag: Jugend. Freitag: Geschlossen. Sonn abend: Jugend. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Leutnantsmündel. Abends und Montag: Der Registrator auf Reisen.( Anfang 8 Uhr.) Nose- Theater. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Der Störenfried. Abends: Am Rande des Abgrundes. Montag: Der Störenfried. Dienstag: Am Rande des Abgrundes. Mittwoch: Der Störenfried. Donnerstag: Mutterlegen. Freitag: Geschlossen. Sonnabend bis Montag: Muttersegen. ( Anfang 8 Uhr.) Casino Theater. Sonntagnachmittag 8%, Uhr: Familie Klinkert. Abends bis Donnerstag: Zwei Wappen. Freitag: Geschlossen. Sonn abend: Zwei Wappen. Sonntagnachmittag 3, Uhr: Julie Wippchen. Abends und Montag: Zwei Wappen.( Anfang 8 Uhr.) Metropol Theater. Allabendlich: Hurra! Wir leben noch! Anfang 8 Uhr. Folies Caprice. Alabendlich bis auf weiteres: Der Feldwebelhügel Anfang 8 Uhr. tagnachmittag 3, Uhr: Spezialitäten. Apollo Theater. Allabendlich: Spezialitäten. Anfang 8 Uhr. Sonn Baffage Theater. Sonntagnachmittag 8 Uhr: Spezialitäten. Allabendlich: Spezialitäten. Anfang 8 Uhr. Wintergarten. Allabendlich und Sonntagnachmittag: Spezialitäten. Anfang 8 Uhr. Reichshallen Theater. Täglich: Stettiner Sänger. Anfang 8 Uhr, Sonntags 7 Uhr. a 0 von Säffingen. Allabendlich: Bravo! Da capo! Spezialitäten.( AnWalhalla Theater. Sonntagnachmittag 8, Uhr: Der Trompeter fang 8 Uhr.) Carl- Haverland Theater. Täglich: Spezialitäten. Anfang 8 Uhr. Herrnfeld Theater. Täglich: Scheidungs- Souper. Die Bar- Schwester. ( Anfang 8 Uhr.) Urania Theater, Taubenstr. 48/49. Sonntag bis Dienstag: Bon Abbazia bis Corfu. Mittwoch: Märkische Landschafts- und Gartenpoefie. Ab Donnerstag: Lebende Tierbilder von nah und fern.( Anfang 8 Uhr.) Sternwarte, Invalidenstr. 57-62. Wafferstande.Nachrichten ber Landesanstalt für Gewäfferfunde, mitgeteilt vom Berliner Wetterbureau. Bafferftand Berliner Theater. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Taifun. Abends bis memel, Tuns Mittwoch: Bummelstudenten. Donnerstag: Taifun. Freitag: Geschlossen. Bregel, Insterburg Sonnabend: Taifun. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Minna von Barnhelm. Beichfel, Thorn Abends: Bummelstudenten.( Anfang 8 Uhr.) Dder. Ratibor Strossen Frankfurt am feit 7.4. 6.4. Baffernand am 7.4. feit 6.4. cm cm) cm cm ¹) 501 -9 89-19 Saale, Grohlth 135 -10 350 247 34 261+4 avel, Spandau) 121 Rathenow³) Spree, Spremberg) 110 Beestow -2 170 178 263 142 +4 Beser, Münden -17 -3 -9 Minden 66 Rhein, Marimiliansau 412 -10 +16 Kaub 246 137 -21 Köln 270 42 -12 Redar, Heilbronn 120 Barbo Magdeburg 273 327 14 Main, Wertheim 179 -2 -2 Mosel, Trier 115 -11 -100 Fall. 5) Unterbeget. Modernes( Hebbel.) Theater. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Der Doppelmensch. Abends bis Mittwoch: Der Feldherrnhügel. Donnerstag: Apoftel. Freitag: Geschlossen. Sonnabend: Apostel. Sonntag: Der Barthe, Schrimm Feldherrnhügel.( Anfang 8 Uhr.) Landsberg 190 Orpheus in der Unterwelt. Montag: Tiesland. Dienstag und Mittwoch: Elbe. Leitmeriz Romische Over. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Die Bohème. Abends: Rege, Bordamm 92 Orpheus in der Unterwelt. Donnerstag: Hoffmanns Erzählungen. Freitag: Die heilige Elisabeth. Sonnabend: Die Bohème. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Ziefland. Abends: Der Widerspenstigen Zähmung. Montag: Orpheus in der Unterwelt.( Anjang 8 Uhr.) Thalia Theater. Bom Sonntag bis Mittwoch: Polnische Wirtschaft. Einladung Dresden + bedeutet Buchs, zum Oster- Freikonzert! ir erbieten uns, Shnen während der bevorstehen-| Anfang an abnuzt, um schließlich gänzlich zerstört zu When beter eer een toch lange darüber hinaus, weid Festkonzerte in Ihrem eigenen Heim zu veranstalten, Die Vorzüge unferer Batb6 Blatten wie Sie sie wahrscheinlich noch nicht gehört haben. find aber nicht nur hinsichtlich der Haltbarkeit, sondern Die Veranstaltung erfolgt völlig fostenlos für auch hinsichtlich ihres Inbaltes so gewaltige, daß nie Sie und hat den Zwed, Sie zu einem Abonnement mand, der diese Platten gehört hat, den Wunsch haben auf diele Konzerte zu veranlassen, falls das Probe- wird, andere Platten zu befizen. Da gibt es die neuesten tonzert, das Sie während der Dauer von 5 Tagen völlig unentgeltlich baben sollen, Ihnen und Ihren Angehörigen Freude bereitet hat. 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Die zabllofen uns täglich ohne Aufforderung zit kommenden, zum Teil in Worten des höchsten Lobes gehaltenen Buschriften sind der beste Beweis dafür, daß nicht nur die von uns geführten Fabrikate, sondern auch die Vergünstigungen, welche wir gewähren, in den weitesten Streifen Anerkennung finden. Machen Sie also einen Versuch Einige Anerkennungen Besten Dank für den Pathé- Apparat. Derfelbe spielt wunderbar und überragi be treffend Klangschönheit alles Dagewesene. Ich bin stolz auf den betreffenden Apparat. Danzig. gez. P. P., Buchhalter. Die mir gelieferte Bathé- Sendung übertrifft bei weitem nieine Erwartung und fann ich diese jedem au13 wärmste empfehlen. Nadis, Bezirk Halle. Frankfurt a. M. Geft. aus Bestellschein 120/17 feben! schneiden u. S gez W. Sch., tgl. Weichensteller. Ich habe die beiliegenden Bathé- Blatten gespielt und bin mit den elben sehr zufrieden. Erstaunt der Sie nichts fostet, und werfen Sie den eingedruckten bin ich sowie meine Familie über die Bestellschein, den Sie nur mit Ihrer Unterschrift zu Tonschönheit. versehen brauchen, in den nächsten Briefkasten. gez. W. M. durch die Sie alles das bestätigt finden werden, was Sie erhalten bann schnellstens unfere Sendung, im Stuvert wir geiagt haben. Gefällt Ihnen der Apparat aber einsenden! nicht, so tönnen Sie die ganze Sendung 5 Tage nach Breslau II, mir den angebotenen 2urus.Sprech Hierdurch ersuche ich die Firma Bial& Freund in Empfang wieder an uns zurüdgehen lassen. apparat mit echter Pathé Schalldose und viele Tausende unserer Kunden, dankbar sein werden, Bathé Blatten_obne Anzahlung, ohne Nachnahme, Wir sind aber überzeugt, daß auch Sie uns, wie 20 tüde, auf doppelseitig bespielten daß wir Sie auf unsere Vergünstigungen aufmerksam obne jede Emballageberechnung, insbesondere ohne gemacht und Ihnen Gelegenheit gebolen haben, von jede Kaufverpflichtung zur Brobe zuzusenden. denselben Gebrauch zu machen. Ich veroflichte mich, diese Sendung, falls ich sie nicht zu behalten wünsche, innerhalb 5 Tagen, vom Tage des Empfanges an gerechnet, franto zurüdzusenden, andernfalls behalte ich fie und zahle unter Anerkennung des Eigens tumsrechtes monatlich 3 Mt. vom Ablauf der Biobezeit be ginnend, bis der Wert des Apparates von 45 Mr. und der der 10 Doppelplatten à 3,30 t. beglichen ist. Erfüllungs. ort ist Breslau. Bial& Freund- Breslau Postfach 120/17 Ort und Datum: Bors, Zuname und Beruf: MON ( Siehe Wochen- Spielplan.) Freie Volksbühne: Sonntag, den 9. April, nachmittags 3 Uhr, Thalia Theater. 12./13. Abteilung ( Gruppe 54-57): Moral Neues Schauspielhaus. 4. Abteilung ( Gruppe 14-18): Agnes Bernauer. Herrnfeld Theater. 8. Abteilung ( Gruppe 34-36): An des Reiches Pforten. 0 Lessing- Theater. 9. Abteilung( Gruppe 38-40): Das Konzert, Montag, den 10. April, abends 8 Uhr: Neues Schauspielhaus. 17.( IV.) Abend abteilung: Wiederkehr. Neue Freie Volksbühne, Gonntag, den 9. April, nachm. 2%, Uhr: Deutsches Theater: Simson und Delila. Rammerspiele: Gawan. Nachm. 3 Uhr: Neues Bolts- Theater: Die Schmetter lingsschlacht. Schiller Theater O.: Die Ehre. Schiller Theater Bapfenstreich. Charlottenburg: Metropol Theater: Mamfell Mitouche. Kleines Theater: Das Kind. Neues Dveretten- Theater: Glücksengel Der Urania. Theater und Vergnügungen Wissenschaftliches Theater Taubenstraße 48/49. Abends 8 Uhr: Von Abbazia bis Corfu. Montag 4 Uhr: In den Dolomiten. 8 Uhr: Von Abbazia bis Corfn, Passage- Panoptikum. Große Abnormitäten- Schau! Hede Kosch Lebend! das Mädchen aus der Steinzeit! Das Urbild der Menschwerdung. Ferner: Colossus, Die lebende Kugel. Der Riese in allen Dimensionen ca. 2X2X2= 8 Kubikmeter Rauminhalt. Der Skelettmensch u, die anderen Schauattraktionen. Neites Theater: Tartuff. Die Ge- Alles fchwister. zibends 8, Uhr: Reues Volls- Theater: Sonntag, Montag, Sonnabend: Der Bielgeprüfte. Dienstag, Mittwoch: Gnadenbrot. Die Hasenpfote. Donnerstag: Die Schmetterlingsschlacht. Bolts- Oper: Montag: Die lustigen Beiber von Windsor. 0. Wallner Schiller- Theater O. beater. Sonntag, nach m. 3 Uhr: Die Ehre. Sonntag, abends 8 Uhr: Liebelel. Hierauf: Literatur. Montag, abends 8 Uhr: Ein idealer Gatte. Dienstag, abends 8 U Gr: Liebelel. Hierauf: Literatur. Schiller- Theater Charlottenburg. Sonntag, nahm 3 Uhr: Zapfenstreich, Sonntag, abends 8 Uhr: ohne Extra- Entree. Passage- Theater. Heute, Sonntag: 2 Vorstellungen. Nachmittags 3-7 Uhr( kleine Preise). Abends 8 Uhr: Lina Loos mit neuem Repertoir. Patty Frank Truppe Weltmeister d. Akrobatik und das große April- Varieté- Programm. Der Traum ein Leben. Metropol- Theater. Montag, abends 8 Ubr: Maria und Magdalena. Dienstag, abends 8 Ubr: Bum 1. Male: Im Klubsessel. Berliner Theater. Abends 8 Uhr: Bummelstudenten. Morgen: Bummelstudenten. Neues Theater. Täglich: Mein erlauchter Ahnherr. Anfang 8 Uhr. Theater des Westens. Abends 8 Uhr: Die lustigen Nibelungen. Sonntag 3, Uhr: Das Puppenmädel. Nachm. 3 Uhr: Mamsell Nitouche. Abends 8 16: Rauchen gestattet. Hurra! Wir leben noch! Große Ausstattungsrevue in 7 Bildern b. J. Freund. Musik v. V. Hollaender. In Szene gesetzt von Dir. R. Schulz. WING PARTEN Hente: 2 Vorstellungen 2 nachm. 3 Uhr kleine Preise und abends 8 Uhr mit: Lustspielhaus, Der Nachm. 3 Ubr: Meyers. Abends 8 1hr: Die grüne Neune. Residenz- Theater. Direttion: Nichard Megander. Anfang 8 Uhr. Fernands Ehekontrakt. Schwant in 3 Aften von Georges Feydeau. Morgen und folgende Tage: Fernands Ghetontrakt. Friedrich- Wilhelmstädtisches Schauspielhaus. Sonntag, den 9. April, 8 Uhr: Eine Che. Nachm. 3 Uhr: Die Räuber. Montag: Eine Che. Dienstag: Eine Ehe. Berliner Volksoper Nachm. 8%, Uhr: Der Freischütz. erbends Die Zauberflöte. 8 Uhr: Luisen Theater. Nachmittags 8 Uhr: Die Räuber. Trauerspiel von Fr. v. Schiller. Abends 8 Uhr: sprechende und weitere " Don" Hund 12 Attraktionen 12 u. a.: Roda Roda. Cpollo Theater 3, und 8 Uhr: 2 große Vorstellungen des vollständig neuen Programms. Nachm.: Halbe Preise. 9½ Uhr: Heinrich Prang in dem Schwan? Ein Gemütsmensch. Herrnfeld Die drei fenfationellen Novitäten: Das Scheidungs- Souper Ein Verlobungsgeschäft Aus erster Che. Die Bar- Schwester Schausp. in 5 Att. v. Ernst Ritterfeldt nach einer Erzählung von 5. Courts Anfang 8 Uhr. Borverkauf 11-2 Uhr. Mahler. DOSE THEATED Broge Frankfurter Str. 132. Nachmittags 3 Uhr: Der Störenfried. Lustspiel in 4 Aften von Benedig. Abends 8 Ubr: Folies Caprice. Täglich 8% Uhr: Soll und Haben. Ein lediger Ehemann. Casino- Theater Am Rande des Abgrunds. Lothringer Straße 37. Täglich 8 Uhr: Bolfsschauspiel in 4 Aften von R. Elcho. Montag: Der Störenfried. Trianon- Theater. Abends 8 Uhr: Zwei Wappen. Gwant in 4 Alten v. Ostav Blumenthal und Gustav Kabelburg. Borher erfillaffiger bunter Teil. Hippolyte's Abenteuer. Gonntag 3%, lir: Famille Klinkert. Jugendausschuß AAAAA für Groß- Berlin. AAAAA Sonntag, den 9. April 1911, abends 7 Uhr, in den ,, Union Festsälen", Greifswalder Straße 221-223, am Königstor: 289/20 Frühlingsfeier. Mitwirkende: Max Grunwald( Festrede), Eduard v. Winterstein( Rezitation), Kammermusik Vereinigung für Blasinstrumente unter Leitung von Gustav Bumcke ( Herr Schleimer: Flöte. Herren Baum und Hering: Oboe. Herren Fassunge und Ewald: Klarinette. Herren Kurz und Lange: Fagott. Herren Friese und Kersten: Waldhorn). Männerchor: Gesangverein Norden( M. d. A.-S.-B.) Dir.: Georg Diesbach. Eintritt frei. Garderobe 10 Pf. Alle Lehrlinge, jugendlichen Arbeiter und Arbeiterinnen sind zu dieser Feier freundlichst eingeladen. Sozialdemokratischer Verein im fünften Berliner Reichstags- Wahlkreis. Sonntag, den 16. April( erster Oster- Feiertag) im ,, Schweizergarten", Am Königstor: Großer Unterhaltungs- Abend bestehend in Sinfonie- Konzert( Maximilian Fischer), Vorträgen und Tanz. Mitwirkende: Berliner Ulk- Trio und erstklassige Spezialitäten. Eröffnung 6 Uhr. Eintritt 30 PL Anfang 7 Uhr. Herren, die am Tanz teilnehmen, zahlen 50 Pf. nach. Näheres Programm. Tische und Stühle dürfen nicht reserviert werden. 20/85 Das Komitee. ,, CLOU" 99 BERLINER KONZERTHAUS Mauerstr. 82. Zimmerstr. 90-91 Heute: Große Matince von 12-3 Uhr bel freiem Eintritt. Außerdem: Zwei Konzerte Anfang Ab Gastspiel des 7 Uhr Hofball- Musikdirektors 3, Uhr. C. M. Ziehrer mit seiner aus 65 Wiener Künstlern bestehenden Kapelle. Str. 72/ 72a Sport- Palast Potsdamer Str. 72/ 72a Größter Eispalast der Welt. Allabendlich: Glänzende sportliche Vorführungen und die Ausstattungs- Feerie 99 Eisfest an der Newa." Eintritt bis 5 Uhr 50 Pf. Nach 5 Uhr M. 1,-, reservierter Platz M. 2, Wohin des Sonntags? alten Dorf Birkenwerder( Rordb.), Hauptstr. 99. Rad Fenerstacks Gesellschaftshaus in Prädit. fchatt. Garten, Stegelb., Parkettjaal jed. Sonntag Tanz, Sammel punft aller freien Sänger, Turner, Nadfahrer, Fußballspieler usw. Stets Anfahl an Gesinnungsgen. 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In beiden Vorstellungen: Ohne Kürzung: ,, Armin 66 Pas In voller Aufführung! In beiden Vorstellungen: Bon- Bon der sprech. Ueberbund( Parodie). Mons. Cariot. Hindostanische Jongleurfünfte. Die berühmte Reiterfamile Frediani. Vorführen und Reiten der bestdreffierten Schuls, Freiheits- und Springpferde. Sämtliche Clowns mit neuen Bigen und Späßen. Zirkus A. Schumann. Heute Sonntag, 9. April: große 2 Vorstellungen 2 Nachm. 3, Uhr, abds. 7%, Uhr. Nachm. hat jeder Erwachsene 1 eigenes Rind frei unter 10 Jahren auf allen Sigplägen Jedes weitere Kind halben Preis. Die größte Sensation! Automobil- UeberholungsRennen in der Luft. Ausgeführt von La belle Georgina und ihrem Bartner. Auftreten fämtl.Attraktionen. In beiden Vorstellungen ungefürzt: Der große Coup der Schmuggler Voigt- Theater Gesundbrunnen, Badstraße 58. Sonntag, den 9. April 1911, abends 8 Uhr: Der Meineidbaner. Boltsstüd mit Gesang in 3 Atten ( 7 Bildern) von Ludwig Anzengruber.. von 10-1 Uhr an der Karl Haverland- heatertaffe. Deffnung der übenb. Uhr. straße 77/79. pras. 8 ur. Theater Sommandanten Alles Dagewesene wird übertroffen vom diesjährig. April- Programm. Reichshallen- Theater. Stettiner Sänger. Britton als Mieze im Hosenrock Anfang Wochentags 8 Uhr Sonntags 7 Uhr. Königstadt- Kasino. Holzmarktstr. 72. Neu! Les Orsélios Musikal. Akt. Neu! Victor Ritter New! Neu! Gräfin Emilda Tiretta. Adolf Holländer, Deutschl erst. Improv. Des Försters Töchterlein Liederspiel von D. Richter. Um 8 Uhr: Der Weltmeister- Boxer Sanssouci Lichtspiele ani Rottbuser Tor, Hochbahnstation. !! 1500 läge!! Größtes Lichtbildtheater Berlins! taffe 17 Uhr. Walhalla- Theater. ( Rofenth.Tor.) Weinbergs. 20 Allabendlich 8 Uhr: Bravo! Da Capo! April- Einlagen. Sonntagnachm. 3, Uhr: Der Trompeter v. Säckingen. Ganz kleine Preise. Alhambra Wallner- Theaterftraße 15. Jeden Sonntag: Großer Ball Großes Drchefter. Anfang Sonntags 5 Uhr. A. Zameitat. Germania- Prachtsäle N., Chausseestr. 110. Karl Richter. Jeden Sonntag: Paul Mantheys Lustige Sänger ( ftets wechselndes Progrumm) Anfang 6%, Uhr. Eintritt 50 Bi Nachdem: Familien Kränzchen. Bon 5 Uhr ab im weißen Saale: Gr. Ball. Jeden Mittwoch: Paul Mantheys Quftige Sänger u. Freitanz. Borzugsfarten gelten. Sente 4-11 hr: Niẞles Fest- Säle !! Nur das Neueste!! Dauer eines jeden Programms ca. 3 Stunden. Rein Nummern- Abruf! um 6 und 9 Uhr: Trojas Fall. 1000 mitwirkende Künstler. Jedesmalige Vorführung von Trojas Fall dauert Stunden. Entree 30 Pf., Barquett 50 Pf., Fauteuil 75 Pi, I. Rang 75 Bi., Balkon 1 M., Loge 1,50. Programm und Garderobe frei. Noacks Theater. Direktion: Robert Dill. Berlin N., Brunnenstraße 16. Letter Spieltag vor Ostern! Heiterer Lustspiel- Abend! Ein fideles Gefängnis. Ant. 8 Uhr. Entree 30 Bf. bis 1 M. Bon Montag bis Sonnabend: Ge schlossen. Stadt- Theater Moabit Alt- Moabit 47/48. Sonntag, den 9. April 1911: Maria Stuart. Kaffene röffn. 6%, Uhr. Anf. 7%, Uhr. Nach der Borstellung: Tanz. Dennewitzstraße 13. 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Eine künstlerisch illustrierte Maizeitung Nach Abschluß der Etatsberatungen in der Stadtverordneten- wird auch in diesem Jahre vom Verlag der Buchhandlung bersammlung in Breslau hat am Donnerstag Genosse Löbe Vorwärts, Berlin SW. 68, herausgegeben. Der Verlag ersucht, bei der Schlußabstimmung für die sozialdemokratische Stadtver- um pünktliche Erledigung der Bestellungen zu ermöglichen, daß ordnetenfraktion folgende Erklärung abgegeben: Parteibuchhandlungen und Kolporteure ihre Bestellungen umgehend aufgeben. Wir haben wie in früheren Jahren dem größten Teil der Einzeletats unsere Zustimmung gegeben und dies während der diesjährigen Beratung um so lieber getan, als darin verschiedene tleine Fortschritte enthalten sind, die sich auf die sozialpolitische Fürsorge, das Schulwesen, Bäder, Spielplätze, Lesehallen und dergleichen erstreden. Aus aller Welt. Grubenkataftrophen ohne Ende. den Banner worden. Die Strandung der Prinzek Frene". Bisher ist es noch nicht gelungen, den bei Fire Jsland ge strandeten Berfonendampfer Prinzeß Jrene" wieder flott zu machen. Die Basiagiere des Dampfers find inzwischen von dem Dampfer ,, Prinz Friedrich Wilhelm" übernommen und in New York gelandet worden. Es wird die Befürchtung gehegt, daß es dem in sehr flachem Wasser liegenden gestrandeten Dampfer schwerlich gelingen werde, wieder flott zu werden. Wahrscheinlich sei es, daß die ganze Ladung des Schiffes vorher gelöscht werden müsse. Korruptionswirtschaft. " Der verbrecherische Leichtsinn, mit dem in Amerika gegen Wir mußten bei der Gesamtabstimmung in früheren Jahren Gesundheit unsere Zustimmung verweigern, weil ein erheblicher Teil Leben und der unter Lage arbeitenden der Einnahmen unserer Kommune aus einer indirekten Lebens- Grubensklaven gesündigt wird, Das Dunkel um den Darlehnssucher und sehr einflußreichen hat schon wieder zu mittelsteuer, der Schlachtsteuer, herrührte. Wenn auch der vor einer neuen furchtbaren Katastrophe geführt. Staatsbeamten", der in dem famosen Inferat, der zentrumschriftlichen liegende Etat noch eine Reihe von Positionen aufweist, gegen Nachdem erst am Freitag in Scranton im Staate Augsburger Abendzeitung" Staatsstellen gegen 5000 m. die wir uns bei der Einzelberatung wenden, so Pennsylvania auf der Bancroft- Kohlenmine bei Darlehen vergeben wollte, beginnt sich zu lichten. Der Vers beruhen diefelben doch zum Teil auf landesgesehliche Vorschriften, einem Grubenbrande 40-60 Berglente ihr Leben mittler Hahn hat der Münchener Polizei den Namen des in Betracht die sich unserer Bestimmung entziehen, alle übrigen spielen ihrer lassen mußten, meldet jetzt wieder der Telegraph, daß in fommenden Herrn mitgeteilt. Es handelt sich um einen Oberst Bahl und ihrer finanziellen Bedeutung nach gegenüber den Kulturaufgaben der übrigen städtischen Verwaltungen nur eine geringe Kohlenwerken bei Littletown leutnant 3. D., unter defien Kommando der Agent und Kaufs Rolle. am im Staate Alabama Sonnabend morgen eine mann Hahn früher gedient hatte. Der Herr Oberstleutnant, dessen ich vere Explosion stattgefunden hat. In der Grube Name der Deffentlichkeit noch vorenthalten wiro, Holl feine wirden Staatssträflinge beschäftigt. Von 190 Gefangenen, Entlaffung aus dem Armeeverband beantragt haben. die zur Zeit der Explosion im Schachte beschäftigt waren, Der Vermittler Hahn, dem die Sache wohl sehr brenzlich wurde, fonnten bis mittag nur 20 lebend gerettet werden. hat in Freilassing feinem Leben ein Ende gemacht. Die neuerliche Statastrophe birgt in sich eine schwere Er ging auf eine Brücke, schoß sich eine Kugel in den Kopf und Antlage gegen Regierung und Unternehmer- stürzte ins Wasser. Mit behördlicher Genehmigung wurden willenZweimal waren wir gezwungen, den Etat abzulehnen, weil durch verschiedene gemeindebehördliche Maßnahmen der organifierten Arbeiterschaft die staatsbürgerliche Gleichberechtigung berjagt wurde. tum. # Jm abgelaufenen Jahre haben sich diese Maßnahmen nicht wiederholt, in der Erklärung des Herrn Oberbürgermeisters zur Vergebung der Festhalle lag vielmehr die Anerkennung dieser Gleichberechtigung eingeschlossen. Der Teufel und der Tod. Aus allen diesen Gründen sind wir bereit, dem Haushalts. Lose Gefangene wie Sklaven in die Grube getrieben! Aus Trencsin wird dem„ Budapesti Hirlap" gemeldet: Eine plan für 1911 unsere Zustimmung zu geben. Wir Sie sind für den Unternehmer zwar ein billiges Ausbeutungs- Bäuerin in Wagiellye erhielt diefer Tage von ihrem in Amerita binden uns damit nicht für die Zukunft, sondern behalten uns objekt, bedeuten aber infolge ihrer mangelnden Erfahrung im lebenden Gatten eine Geldsendung von 5000 Seronen, die beim bor, die Frage von Jahr zu Jahr zu prüfen, und werden sie Bergwerksgetriebe eine ungeheure Gefahr für Leben und Bostamt in Groß- Bittle hinterlegt wurde. Da der Bäuerin aufstets davon abhängig machen, daß der sozialdemokratischen Ar- Gesundheit aller auf der Grube beschäftigten Personen. Während getragen worden war, zwei Jdentitätszeugen beizubringen, wendete beiterschaft in allen tommunalen Angelegenheiten diese Gleich freie Arbeiter, wenn die Gefahr allzudeutlich sichtbar hervor- fie sich an den Ortsrichter( Bürgermeister), der ihr jedoch berechtigung gewährt wird. Wir geben auch der Hoffnung Aus- freie es genüge eine von ihm ausgestellte amtliche druck, daß die Versammlung das große soziale Wert der Artritt, wenigstens an tämpfen fönnen gegen das frebelhafte erflärte, nur follte die Frau niemanden bon der beitslosenunterstüßung mit uns in Angriff nehmen Spiel mit Menschenleben, sind die Sträflinge gänzlich Bestätigung, und bak sie die noch immer unbefriedigenden Löhne wehrlos gegenüber dem in der Grube lauernden Tode. Dann plöglich im Hause der Bäuerin sehr lebendig und vor der Um Mitternacht wurde es Geldiendung Mitteilung machen. der städtischen Arbeiter weiter auf ein menschenwürdiges Die im Verein mit der Regierung auf der Banner- Grube zu Tode erschrodenen Frau erschienen zwei gespenstige Ge Maß erhöhen wird." geübten Praktiken sind das schmählichste, was stalten, die sich als Teufel und sein Bruder, der Tod, Aus der abgegebenen Erklärung spricht ein rosenroter Optimis- der moderne Kapitalismus bisher hervor vorstellten. Der Teufel ließ die Frau schwören, ihm die 5000 Stronen mus. Wenn nicht die eigentlich selbstverständliche Gleichberechtigung gebracht hat. Aber was schiert es die profit- auszufolgen, die ihr Mann ohnedies auf unrechtmäßige Weise der Sozialdemokraten mit den anderen Staatsbürgern wäre, der hungrigen Aktionäre, unter welchen Verhältnissen der über erworben habe, widrigenfalls er sie seinem Bruder, dem Lode, überSchlußsatz der Erklärung zwänge konfequenterweise aur stritten fie ausströmende Goldregen hervorgezaubert wird. Mögen liefern werde. Am nächsten Tage erichien dann die Bäuerin mit Ablehnung des Etats. Denn uns will es nicht in den Kopf, auch Menschenopfer sonder Zahl fallen, wenn nur die Dividende der Bescheinigung des Ortsrichters beim Postamte. Als man von daß sozialdemokratische Stadtverordnete einem Etat ihre Zustim- den gewünschten Stand erreicht. mung geben, in dem die Löhne der städtischen Arbeiter so un- Wahrlich, Zeit ist es, diesen anarchischen Zuständen der befriedigend sind, daß sie nicht einmal ein menschen- Jektzeit ein Ende zu machen. Die beiden entseglichen Satawürdiges Maß erreichen. strophen sollten ein Menetekel bedeuten! Ausbau der Parteischule. In einer Würdigung des letzten Kursus der Parteischule stellt die Zittauer Voltszeitung" das Verlangen, die Dauer der Kurse zu verlängern. Das Blatt begründet die Forderung damit, daß ein großer Teil der Schüler bei seinem Ein tritt in die Schule sich zunächst an die anstrengende ausschließlich geistige Tätigkeit gewöhnen müsse. Erst nach längerer Zeit sei die bolle Aufnahmefähigkeit der Schüler erreicht, die Schüler seien in der Lage, den ihnen gebotenen Lehrstoff voll aufzunehmen. Daher sei von einer Berlängerung des Kurjus um drei Monate eine Berboppelung der wissenschaftlichen Leistungsfähigkeit der Schüler zu erwarten. Nach den über das Unglück auf der Bancroft Grube borliegenden Meldungen schwankt die Zahl der Getöteten zwischen 40 und 60. Unter den Toten befinden sich zehn Knaben. Auch zwei Mitglieder der Rettungsmannschaft find um gekommen. Erschütternde Szenen haben sich am Grubeneingang abgespielt, wo fünftaufend Personen die ganze Nacht auf die Zeichen warteten. Die Leichen wurden zum Teil mit den Gesichtern im Sande bergraben aufgefunden. Augenscheinlich hatten die Verunglückten versucht, dem tödlichen Rauch zu entgehen. Ein skrupelloser Bankrotteur. ihr neuerdings Identitätszeugen verlangte, erklärte die Frau, sie werde nicht auch noch das Geld für diese Zeugen bes zahlen, da diese Summe ohnedies dem Teufel gehöre, und erzählte, was ihr in der Nacht passiert war. Der Poftbeamte zahlte ihr das Geld aus, verständigte jedoch gleichzeitig ohne ihr Wissen die Gendarmerie. In der Nacht erschienen abermals der Teufel und der Tod bei der Bäuerin, die vergebens bat, ihr wenigstens 500 Stronen zu belassen. Sie mußte das ganze Geld bergeben. Als jedoch die beiden unheimlichen Besucher mit ihrer Beute abziehen wollten, traten ihnen Gendarmen entgegen, die alsbald fonstatierten, daß der Ortsrichter und ein Verwandter von ihm sich als Teufel und Tod kostümiert hatten, um die 5000 Kronen zu ergattern. Beide wurden natürlich verhaftet. Ieicht verlegt. Kleine Notizen. alt- Nord und Salt- Süd zwei Güterzüge aus bisher unbeEisenbahnunfall. In der vergangenen Nacht sind zivischen tannter Ursache aufeinander gefahren. Eine Lokomotive ist die Böschung heruntergestürzt. Dreizehn Güterwagen wurden mehr oder weniger beschädigt. Zwei Bugbeamte wurden eine Wolkemenge das Gefängnis und bemächtigte sich eines Richter Lynch. In Lawrenceville( Georgia) erstürmte negers, der eine weiße Frau vergewaltigt hatte. Die Volks menge knüpfte den Neger auf und gab zahlreiche Schüsse auf die Leiche ab, die total von den Kugeln durchLöchert wurde. Weiter verlangt die„ Bolfszeitung", daß von Zeit zu Zeit für frühere Parteischüler Fortbildungstuese eingelegt werden. Für diese wäre es vorteilhaft, einzelne Lehrgegenstände fortfallen Mit welcher Gewiffenlosigkeit der verhaftete Juniorchef der zu lassen und dafür vielleicht Literaturgeschichte und Philosophie in Baumwollfirma Gebr. Plate in Bremen seine Betrügereien den Lehrplan aufzunehmen. Die Tätigkeit dieser theoretisch weiter begangen hat, läßt sich aus folgendem erkennen. Noch am Abend gebildeten Genossen im Lande würde mit der Zeit auch günstig vor dem völligen Zusammenbruch, den er flar boraussehen mußte, einwirken auf das Schülermaterial der ersten Kurse, da mit Sicher ist er zu feiner Mutter gegangen und hat diese zur Unterheit anzunehmen sei, daß die übergroße Mehrzahl der die Partei- zeichnung eines Reverses über 400 000 m. bewogen, schule besuchenden Genossen in den von früheren Parteischülern wodurch die Frau um ihr gesamtes eigenes Barber abgehaltenen Lehrkursen bereits auf den richtigen Weg des mögen gekommen ist. Zu diefem ihrem Unglid tommt noch hinzu, Studiums gewiesen würden. Zum Schluß der recht beachtenswerten daß ein wertvoller Sommerwohnsiz in Horn bei Bremen und ein Freireligiöse Gemeinde. Sonntag, den 9. April, vormittags Ausführungen wird die Forderung aufgestellt, an Stelle des der Landgut, die beide eingebrachtes Gut der Ehefrau Emil Plates und 9 Uhr, Bappel- Allee 15-17 und Nixdorf, Idealpassage: Freireligiöje Reichstagswahlen wegen voraussichtlich ausfallenden Kursus nach ihr Eigentum waren, mit in die ontursmasse fallen, Borlesung. Vormittags 11 Uhr, Seleine Frankfurter Straße 6: den Wahlen einen dreimonatigen Fortbildungskursus für frühere weil man sie einst in Sorglosigkeit auf den Namen Emil Plates Bortrag von Frl. J. Altmann:„ Tolstoi und Bola als WeltanschauungsParteischüler einzurichten. hatte eintragen laffen. Die unglückliche Frau ist jetzt dem Wahne Gegenpole". Damen und Herren als Gäste sehr willkommen. finn nahe. Dagegen bestätigt sich nicht, daß der verhaftete Plate Dienstag, den 11. April, abends 8 Uhr, findet im„ Elysium", Landsberger Zentralverband der Fleischer. Achtung! Engros Schlächter! jun. einer Frrenanstalt zur Beobachtung seines Geisteszustandes tee 40, eine öffentliche Berfammlung statt. Tagesordnung: Wer hat die überwiesen werden soll. Das Raffinement, mit dem er geschwindelt spätere Deffnung des Schlachthofes durchgeführt und wer versucht dieses hat, läßt auch nicht darauf schließen, daß er etwa geistesschwach wieder zu hintertreiben? Referent: Kollege P. Bergmann. Barteiliteratur. Im Verlage von Raden u. Co. in Dresden find foeben erschienen: Die Schulreform der Sozialdemokratie von Heinrich U Lack ist Mode und wird in dieser Frühjahrs- Saison zu jeder eleganten Toilette von Damen und Herren bevorzugt. Unsere diesjährigen Modelle haben neueste, exquisite, paẞrechte Formen und sind eine Zierde für jeden Fuß. Einige Beispiele unserer besonderen Leistungsfähigkeit: Damen- u. 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Lokale: Borgmann, Andreasstr. 21, Graumann, Naunynstr. 27, Drachenburg", Vor dem Schlesischen Tor, Litfin, Memeler Straße 67, Friedrichshain", Am Friedrichshain 22-29, Markgrafenfäle", Markgrafendamm 34. Referenten: Die Reichstagsabgeordneten Genossen Wolfgang Heine, Georg Ledebour, Hermann Molkenbuhr, Robert Schmidt, Arthur Stadthagen und Fritz Zubeil. In allen Versammlungen wird unser Kandidat Otto Büchner zu den Wählern sprechen. Wir erwarten, daß alle Wähler erscheinen! Der Einberufer. Paul Hoffmann, Stralauer Platz 1/2 217/ 11* Montag, den 10. April, abends 8%, 1hr, bei Keller, Koppenstraße 29: Verkündung des Wahlresultates. 4. Landtagswahlkreis Dienstag, den 11. April, abends 8 Uhr: Oeffentliche Wählerversammlung 210/ 16* im Hofjäger- Palait, Hafenheide 52-53. Tages- Ordnung: 1. Referat des Landtagsabgeordneten Adolf Hoffmann. 2. Ansprache des Kandidaten des Kreises M. Grunwald. 3. Diskussion. Wähler erscheint in Massen! Der Einberufer: G. Häusser, Alexandrinenstr. 109. Bekanntmachung. Betriebs- Krankenkasse der Stadtgemeinde Berlin. Einladung Bur Ordentlichen General- Versammlung der Betriebs- Krankenkasse der Stadt gemeinde Berlin ant Freitag, den 21. April 1911, abends 6 Ubr, im Bürgersaale des Rathauses, Rönigstr. 15-18. Tagesordnung: 1. Abnahme der Jahresrechnung für 1910. 2. Antrag betreffs Erweiterung der Statisti 3. Antrag betreffs des Verfahrens bei Ausstellung der Arzneischeine und bei den Befundmeldungen. 4. Verschiedenes. Berlin, der 3. April 1911. Der Vorstand der Betriebs- Krankenkaffe der Stadtgemeinde Berlin. v. Schulz. Deutscher Bauarbeiter- Verband. Beinkranke Zweigverein Berlin. Sektion der Puzzer. Sonntag, den 9. April 1911, vormittags 10% Uhr: Außerordentliche Mitglieder- Versammlung in Dräsels Festsälen, Neue Friedrichstr. 35. Zages Drdnung: 1. Situationsbericht über den jetzigen Stand der Arbeitsgelegenheit nach der Bautenkontrolle vom 21. März d. J. und Beschlußzfassung über die Regelung des Abschlaglohnes. 2. Berschiedenes. zu erscheinen. 137/ 9* Es ist unbedingte Pflicht jedes einzelnen Mitgliedes, pünktlich zu dieser Versammlung Die örtliche Verwaltung. Deutscher Holzarbeiter- Verband. Verwaltung Berlin. Bautischler, Bezirk IV. Montag, den 10. April, abends 6 Uhr: Branchen- Verfammlung bei Raabe, Kolberger Straße 23. Möbelpolierer, Beizer n. Magazinarbeiter Gemeinsame Orts- Krankenkasse für Nowawes und Umgegend. Dr. Strahl's Institut. Operationslofe Behand lung ohne Berufsstörung. Ueber 2500 Dant fchreiben. Brofpeft gratis. Sehr billige Kurenstr.22 Qarlottenst 273/8 Wamittelbar bal Leipziger- und Friedric virame. Sprechsels 10-13 and 8-8 Ube Sonntage zur 10-12. Prospekt gratia, Die Harnleiden Ihre Gefahren, Verhütung und Beseitigung von Dr. med. Schaper, BERLIN Preis 1 Mark. 7 tes Tausend. Am Montag, den 24. prit, Verlag Max Richter Frankfurt, Oder abends 8% Uhr, findet im Lokale bon Max Singer, Priesterstr. 81, eine Buschmühlwer Ordentl. General- Versammlung Herrenstatt, zu welcher die Herren Dele 81/17 gierten hiermit ergebenst eingeladen Garderobe Dienstag, den 11. April( gleich nach Feierabend): werden. Tagesordnung: 1. Rechnungslegung für das Ge fchäftsjahr 1910. 2. Geschäftliche Mitteilungen. 3. Genehmigung von Verträgen. 4. Verschiedenes. liefere nach Maß auf Ceilzahlung 10 von M. 273/12 an monatlich, Anzahlung Anträge zur Generalversammlung 1, bis zur Lieferung, sehi Branchen- Verfammlungen: miffen 10 Tage vor derfelben beim biuige Breiſe, Anzüge vo Bezirk Süden, Südosten, Westen und Rixdorf im Märkischen Hof, Abdmiralftr. 18c. Bezirk Osten, Nordosten und Oestliche Vororte bei Litfin, Memeler Straße 67. Bezirk Worden im Swinemünder Gesellschaftshaus Swiuemünder Straße 42. Borsigenden eingereicht Nowawes, den 9. April 1911. Der Vorstand. K. Wilk, Schriftführer. Karow W. Kersten, 55. an, Paletot vo 48 M. an, feinste tabellos. Ausführung. Borsigender. J. Tomporowski, -R. von 12 Mart an Shneidermeister, Lindenstraße 110. anmt 1V 6293. 20 Pfennig- Fahrt. J. Rieger, Gontardstr. 5. Nanfen The Hafan Möbel ganze Wohnungs- Einrichtungen bunte Küchen bei Kassapreisen auf Teilzahlung im Möbelhaus Carl Barthel Inh.: Joachim Hochmuth. Amt 7 0. 34, Zorndorfer Str. 54 Amt 7 7589 Riesen- Lager in separaten Räumen von Ne Uhren, Goldwaren, Sprechmaschinen, 5% Vorwärts"-Lesern 5%% Großer 7589 5% Umzugs- Saison- Verkauf zu außergewöhnlich billigen Preisen Gelegenheitskäufe!!! Großer Posten Teppiche zurückgesetzte Muster Sofagröße 875, Zimmergröße 1450, Salongröße 2275. Ganz bedeutend im Preise herabgesetzt sind: Gardinen- Restbestände 1-4 Fenster 1,95, 2,25, 4,75. Plüsch- u. Tuch- Portieren wundervolle Dessins, Garnitur 2,95, 6,25, 9,75. Riesige Plüschtischdecken Auswahl in 6,25, 9,50, 12,75. Diwandecken, Bettvorlagen, Felle, Läuferstoff- Reste zu kolossal billigen Preisen! 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April, in Schöneberg, Neue Nathaus- Festfäle, Martin- Luther- Straße 51: Versammlung Bortrag von Fran W. Kähler: „ Können wir mit unseren Arbeitsbedingungen zufrieden sein?" Freie Aussprache. Nachdem: Gemütliches Beisammensein. Saalöffnung 6 Uhr. Anfang 7 Uhr. 290/4 Deutscher Metallarbeiter- Verband. Arbeitsnachweis: Soil Amt 3, 1239. Verwaltungsstelle Berlin. Hauptbureau: Charitéstraße 3. Hof III. Amt 3, 1987. Dienstag, den 11. April, abends 8 Uhr, in Kellers Neue Philharmonie, Röpenicker Straße 96/97: Branchen- Versammlung Schullokal: Grenadierstr. 37, Hof geradezu 1. Lehrplan für das II. Quartal 1911. Sonntag: Nationalökonomie.( Bank-, Börsen- und Kartellwesen.) 1. Das Wesen und die Entwickelungstendenzen der kapitalistischen Wirtschaftsordnung. 2. Begriff und Geschichte der 3. Begriff und Geschichte der Kartelle. Vortragender: Max Grunwald. Börse. Montag: Deutsche Wirtschaftsgeschichte. I. Teil.( Von der Urzeit bis zum Ausgang der Staufer.) Begriff der Wirtschaftsgeschichte. Urzeit: Nahrung, Wohnung, Kleidung usw. Arbeit, Wirtschaftsverfassung. Soziale Zustände. Die Wanderungszeit. Entstehung der fränkischen Königsmacht. Die Bildung des großen Grundeigentums im fränkischen Reich. Umbildung der Klassenordnung. Soziale Zustände zur Zeit der Karolinger. Die Lehnsordnung der früheren Kaiserzeit. Der Kampf zwischen Kaisertum und Papsttum. Ursprung des deutschen Adels, Entstehung und Wesen der ritterlichen Gesellschaftsordnung in der Blütezeit des Mittelalters. Vortragender: Julian Borchardt. Dienstag: Geschichte.( Alte Geschichte.) 1. Geschichtliche Anfänge. Völkerfamilien. Das alte Babylonien. 2. Aegypten. 3. Phönizier, Juden. 4. Das assyrische Reich. Die Perser. 5. Das ältere Griechenland. 9. Rom 6. Griechenland in den Zeiten der Perserkriege, des Perikles und des Peloponnesischen Krieges. 7. Der Niedergang der griechischen Freistaaten, die mazedonische und hellenistische Zeit. 8 Rom bis zur Eroberung von Karthago. zur Zeit der Bürgerkriege. 10. Die römische Kaiserzeit und die Anfänge des Christentums. Vortragender: Dr. Alexander Conrady. Mittwoch: Einführung in den wissenschaftlichen Sozialismus. I. Teil.( Die Grundsätze des wissenschaftlichen Sozialismus.) Die Enstehungsgründe der modernen Sozialdemokratie. Die ökonomischen Grundlagen des wissenschaftlichen Sozialismus. Das Wesen der kapitalistischen Produktion. Utopischer und wissenschaftlicher Sozialismus. Die historischen Grundlagen des wissenschaftlichen Sozialismus. Der Klassenkampf als Triebfeder der sozialen Umwälzungen.( Historischer Materialismus.)- Die sozialistische Taktik. Der Zukunftsstaat". -G Nach jedem Vortrag wird Gelegenheit zu freier Diskussion gegeben. Vortragender: Julian Borchardt. Donnerstag: Rednerschule. 1. Die Bedeutung und Notwendigkeit der freien Rede. 2. Technische Hilfsmittel. 3. Das Vereins- und Versammlungswesen. 4. Praktische Uebungen im Reden und DisVortragender: Max Grunwald kutieren. der Schloffer Berlins und Umgegend. Freitag: Gewerkschaftswesen.( Aus Theorie und Praxis.) Lages Ordnung: 99 1. Bortrag des Kollegen Wuschick über: Gewerkschaftsund Tarifkämpfe". 2. Bericht der Branchenkommission. 3. Dis Puffion. 4. Berschiedenes. 115/8 Bahlreiches und pünktliches Erscheinen wird erwartet. Dienstag, den 11. April, abends pünktlich 6 Uhr, in den Ritterfälen, Ritterstraße 75: Versammlung für alle Einleitungsvortrag. GewerkschaftGrundsätze der modernen Gewerkschaften. liche Demokratie und Disziplin.- Taktik bei Lohnbewegungen und Streiks. Die Unternehmerorganisationen. Tarifverträge. Arbeitsnachweise. Gewerkschaft und Genossenschaft. Entwickelungstendenzen der deutschen Gewerkschaften. Vortragender: Emil Dittmer. Der Unterricht beginnt in Nationalökonomie am Sonntag, den 23. April. Wirtschaftsgeschichte: Montag, den 24. April; zweiter Abend: Sonnabend, den 29. April. Geschichte: Dienstag, den 25. April. Einführung in den wissenschaftlichen Sozialismus: Mittwoch, den 19. April. Rednerschule: 21. April. Donnerstag, den 20. April. Gewerkschaftswesen: Freitag, den in der Weißmetallindustrie beschäftigten Kollegen und Kolleginnen( 3inn, Zink, Bleigießer und Stürzer, Gürtler, Klempner, Feiler, Schleifer, Galvaniseure, Kraker, Lackierer, Drücker, Hilfs- aus, Zimmer 11, statt. Die reichhaltige Bibliothek ist an den arbeiter und Arbeiterinnen). Zages Ordnung: 1. Bortrag des Schriftstellers Genossen Ednard Bernstein über: Die Wirtschaftslage der Neuzeit". 2. Distuffion. 8. Berbandsangelegenheiten. Kollegen und Kolleginnen! Beigt durch Massenbesuch, wie in der vorigen Versammlung, daß auch Ihr gewillt leid, Cure Lage zu verbessern. Keiner darf fehlen! Achtung! Jeder Kursus erstreckt sich auf zehn Abende und beginnt pünktlich 8, Uhr und endet pünktlich um 10 Uhr. Der um 11% Uhr. Der Fortschrittskursus findet im GewerkschaftsAbenden von 7-8, Uhr geöffnet. Der Mitgliedsbeitrag beträgt pro Monat 25 Pf.; das Unterrichtsgeld für jedes Fach pro Kursus 1 Mark und ist spätestens am zweiten Abend zu zahlen. Sonntagskursus beginnt pünktlich um 10 Uhr und endet pünktlich Die Aufnahme neuer Mitglieder und Schüler erfolgt bei Beginn jedes Kursus im Schullokal Grenadierstraße 37, Hof geradezu 1 Treppe and in nachstehenden Zahlstellen: Gottfr. Schulz, Admiralstr. 40a; Reul, Barnimstr. 42; Vogel, Lortzingstr. 37; W. Kaczorowski, Ravenéstr. 6; Horsch, Engelufer 15. Alle Zuschriften an den Vorsitzenden Hermann sendungen an den Kassierer H. Königs, Berlin S. 59, HasenDer Vorstand. Achtung! Lamé, Berlin- Rixdorf, Steinmetzstraße 51 111, GeldDer Dfterfeiertage wegen findet die Auszahlung der Erheide 66. werbslosenunterstügung( Stranfe) wie folgt statt: Für Freitag, den 14.( Karfreitag), findet die Auszahlung schon am Donnerstag, den 13. April statt. Für Montag, den 17. April( 2. Feiertag), wird am Sonnabend, den 15. April, gezahlt. Am Dienstag, den 18. April( 3. Feiertag), bleibt das Bureau von 12 Uhr ab gefchloffen. Die Ortsverwaltung. Verband der Schneider und Schneiderinnen. Bureau: Sebastianstr. 37/38, Hoj rethts II. Achtung! Telephon: Amt IV, 9737. Militärschneider. Montag, den 10. April 1911, abends 8, thr: P. P. Die unterzeichnete Gesellschaft teilt hierdurch mit, daß sie die unter der Firma J. H. W. Dietz Nachfolger in Stuttgart betriebene Verlagsanstalt nebst sämtlichen Aktiven und Passiven übernommen hat. Die Gesellschafter sind: Heinrich Dietz, Verlagsbuchhändler in Stuttgart, Friedrich Ebert, Parteisekretär in Treptow bei Berlin, Hermann Molkenbuhr, Parteisekretär in Schöneberg bei Berlin. Zum Geschäftsführer der Gesellschaft ist Herr Heinrich Dietz bestimmt worden. Den Herren J. Belli und A. Kirchhoff ist Gesamt- Prokura erschaft zeichnen. Achtung! teilt worden. Sie können gemeinsam rechtsgültig für die GesellStuttgart, Anfang April 1911. Mitglieder- Versammlung in beit ,, Arminhallen", Rommandantenstr. 58-59. Lages Ordnung: 1. Berichterstattung über bie nunmehr abgeschlossenen Verhandlungen mit den Arbeitgebern. Berichterstatter: Rollege Kunze. 2. Distusfion. Erscheinen febes einzelnen Mitgliedes ist notwendig. Mitgliedsbuch ist mitzubringen! 162/19 Die Tarifkommission. Zentralverband der Schmiede Zahlstelle Berlin. Bureau und Arbeitsnachweis: Linienstr. 73. Telephon: Amt III, 9714. Montag, den 10. April 1911, abends 8, Uhr, in den Musikerfälen, Kaiser Wilhelmstr. 18m: Große außerordentliche Mitglieder- Versammlung mit Frauen Tages- Ordnung: 1. Bortrag des Reichstagsabgeordneten Robert Schmidt:„ Unsere Forderungen an die soziale Gesetzgebung". 2. Stellungnahme zum 1. Mai. 8. Unträge und Verschiedenes. Das Erscheinen aller Rollegen ist bring nd erforderlich. 176/8 Die Ortsverwaltung. Lebensunterhalt oder guten Nebenerwerb fann man sich zu Hause mit Striden für uns oder Private auf unserer erfiflasfigen Stridmaschine verdienen. Wir liefern dieselbe mit 50 M. 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Die Fakturen tragen zur Unterscheidung vom Verlags- Konto den Aufdruck Zeitschriften290/5 Stuttgart, 6. April 1911. Konto. Hochachtungsvoll J. H. W. Dietz Nachfolger G. m. b. H. Charlottenburg. Wilmersdorfer Straße 12 S. Hoffmann, Ecke Schulstraße empfiehlt sein reichhaltiges Lager von guten selbstangefertigten Frühjahrs- Anzügen und Paletots für Herren- und Knaben zu sehr sollden Preisen. Maß- Anzüge aus den modernsten Stoffen von 45 M. an In eigener Betriebswerkstätte. 87071 Gegr. 1863 Ohne Anzahlung! flefere an jedermann bei Zahlung einer Monatsrate laut Vereinbarung und bequemster Abzahlung Garderobe t. Herren, Damen, Kinder auf Kredit Wochenrate von 1 Hk. an neueste Fassona, grösste Auswahl Möbel Komplette Wohnungseinrichtungen Gardinen, Leit- und Bowie einzelne Möbelstücke, Polsterwaren, farbige Küchen, Portieren, Teppiche, Bettwäsche, Steppdecken, Betten, Kronen, Kinderwagen etc. in modernster Ausfahrung. Alte Schönhause Str. 8 S. DORN, Ecke Linienstrasse. 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Berlag: Vorwärts Buchdruderei u. Verlagsanstalt Paul Singer u. Co., Berlin SW. Dr. 85. 28. Jahrgang. 4. Beilage des Vorwärts" Berliner Volksblatt W Sonntag, 9. April 1911. ΒΙΣ Allen Freunden und Bekannten die traurige Nachricht, daß am 7. April, früh 5, Uhr, mein lieb er Mann und Bater, der Gastwirt 11576 Hermann Perret Köpenider Str. 32 nach furzem schweren Leiden ver. storben ist. Die trauernden Hinterbliebenen. Die Beerdigung findet am Dienstag, den 11. April, nachm 3 Ubr, von der Halle des St Thomastirchbojes, Nigdorf, Hermannstraße, aus statt. Sozialdemokratischer Wahlverein für den 8. Berliner Reichstags- Wahlkreis. Den Mitgliedern hiermit zur Nachricht, daß unser Genosse, der Gastwirt Hermann Perret wohnhaft Köpenider Str. 32( Bes girl 270), gestorben ist. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet am Dienstag, nachmittags 3 Uhr, von der Leichenballe des Alten Thomas- Friedhofes, Nixdorf, Her. mannstraße, aus statt. Um zahlreiche Beteiligung er fucht Der Vorstand. Todes- Anzeige. Stermit die traurige Nachricht, daß unser Mitglied, der Gastwirt Hermann Perret am 7. April verstorben ist. am Die Beerdigung, findet Dienstag, den 11. April, nachmittags 3%, Uhr, von der Leichenhalle des St. Thomas- Kirchhofes, Nixdorf, Hermannstraße aus statt. Um rege Beteiligung wird ge beten. Der 2 11976 d. Sparvereins Höchste Zeit". Der Vorstand Deutscher Holzarbeiter- Verband Den Mitgliedern zur Nachricht, daß unser Kollege, der Tischler Hermann Hentschel am 5. April gestorben ist. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet am Montag, den 10. April, nach mittags 3 Uhr, von der Halle des Bentralfriedhofes in Friedrichsfelde aus statt. Den Mitgliedern zur Nachricht, daß unser Mitglied, der Tischler Willi Hartmann verstorben ist. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet Dienstag, den 11. April, nachmittags 4 Uhr, von der Leichenhalle des Gemeinde- Friedhofs in Treptow, Neue Krug- Allee, aus statt. 81/16 Die Ortsverwaltung. Deutscher Holzarbeiter- Verband Bezirk Weißensee. Nach schwerem Leiden verstarb Freitag, den 7. April, unfer Scollege, der Tischler Theodor Hennig. Ehre seinem Audenken! Die Beerdigung findet Montag, nachmittags 5 Uhr, auf dem Weißenseer Friedhofe( Roelke ftraße) statt. 81/18 Um zahlreiche Beteiligung, be londers der Kommissionsmit glieder, erjucht Die Bezirksleitung. Deutscher Transportarbeiter- Verband. Bezirksverwaltung Groß- Berlin. Nachruf. Den Mitgliedern zur Nachricht, daß unser Sollege, der Gastwirt, frühere Geschäftslutscher Todes- Anzeigen BIJ Verein der Berliner Buchdrucker and Schriftgießer. Todes-Anzeige. Unseren verehrlichen Mitgliedern geben wir hiermit die schmerzliche Nachricht von dem Tode unseres lieben Mitgliedes, des Hauptverwalters des Verbandes der Deutschen Buchdrucker Adolf Beyer. Seit mehr denn 22 Jahren verwaltete er dieses Amt mit treuer Hingebung und strenger Pflichterfüllung. Bevor er seine Tätigkeit in der Hauptverwaltung aufnahm, war er Mitglied der Berliner Tarifkommission und außerdem auch Schriftführer im Gauvorstande. Ein schmerzliches, keine Hoffnung auf Heilung bringendes Leiden war die Ursache von seinem freiwilligen Scheiden aus dem Leben. Sein ruhiger, friedliebender Charakter, getragen von hohem kollegialen Sinn, sichern ihm in der Berliner Mitgliedschaft ein dauerndes, ehrendes Andenken. Die Beerdigung findet Dienstag, den 11. April, nachmittags 5 Uhr, von der Leichenhalle des ZentralFriedhofs in Friedrichsfelde aus statt und erwarten wir eine zahlreiche Beteiligung. 27/7 Für den Gauvorstand: Albert Massini, Vorsitzender. Verhand der Buch- and Steindruckerei- Hilfsarbeiter u. Arbeiterinnen Deutschlands. Ortsverwaltung Berlin. Am Donnerstag, den 6. April, abends 11 Uhr, starb nach schweren Leiden unser Kollege Ferdinand Fabrowsky im Alter von 56 Jahren. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet am Sonntag, den 9. April, nachmittags 31, Uhr, von der Halle des Luisen- Kirchhofes II in Westend, Neuer Fürstenbrunner Weg, aus statt. 27/6 Die Ortsverwaltung. Am Freitag, den 7. April, vormittags 10%, Uhr, verstarb nach langem, fchwerem Leiden mein lieber Mann, unser herzensguter Bater und Schwiegervaler, der Bastwirt 1176b Karl Wolsdorff furz vor Vollendung seines 47. Lebensjahres an Herzschwäche. Mit der Bitte um stille Teilnahme Anna Wolsdorff geb.Mehnke nebst Kindern. Die Beerdigung findet am Dienstag, den 11. April, nach mittags 4 Uhr, von der Halle des Neuen Jakobi- Kirchhofes Nig dorf, Hermannstraße, aus statt. Deutscher Bauarbeiterverband. Zweigverein Berlin. Am 4. April verstarb unser Mitglied Hermann Grund ( Bezirk Dften I). Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet am Sonntag, den 9. April, nach mittags 2, Uhr, auf dem Fried hofe der Markus- Gemeinde statt Um rege Beteiligung ersucht 137/20 Der Vorstand. Zentral- Kranken- und SterbeKasse il. Deutschen Wagenbauer Bezirk 16. Den Mitgliedern zur Nachricht, daß unser Mitglied 257/8 Gottlieb Kühn am 5. April gestorben ist. am Die Beerdigung findet Montag, den 10. April, nachmittags 2 Uhr, von der Leichen balle des Gemeinde- Friedhojes in Friedrichsfelde aus statt. Um rege Beteiligung ersucht Die Ortsverwaltung. Danksagung. Am Sonnabend verstarb nach langem fchweren Leiden unser lieber Sohn und Bruder, der Tischler 12115 Willi Hartmann am im Alter von 18 Jahren. Im Namen der Hinterbliebenen Joseph Hartmann. Der Beerdigung findet Dienstag, den 11. April, nachmittags 4, Uhr, von der Leichenhalle der Gemeinde Treptow, Neue Krug- Allee, aus statt. Nachruf. Am 6. d. Mts. verschied nach längerer Krankheit der Steppmeister Herr Gustav Halbauer. Der Verstorbene hat über 37 Jahre seinen Posten treu aus. gefüllt und das Interesse des Geschäfts in jeder Weise gewahrt. Ich werde sein Andenken stets in Ehren halten! 11946 Paul Fürstenheim. früherer Inhaber der Schuhfabrik M. Fürstenheim u. Co. Nachruf. Am 6. d. Mts. verschieb un erwartet der Steppmeister Herr Gustav Halbauer. In Freundschaft werden wir sein Andenken stets in Ehren halten! Das Arbeiter- Personal der Firma Vereinigte fränk. Schuhfabriken, Betrieb V, Berlin. 1195b Am 8. April, früh 1 Uhr, starb meine liebe Frau Wilhelmine geb. Becker aus Fahlenwerder. Karl Schmidt, Badojenbauer, Sorauer Str. 9. Die Beerdigung findet am Mittwoch, den 12. April, nach mittags 5 Uhr, von der Leichenhalle des Zentralfriedhofes in Friedrichsfelde aus statt. Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei der Beerdigung meines lieben Mannes Albert Lindow jage allen Verwandten, Freunden und Bekannten, insbesondere dem Wahlverein( Bezirk Nieder- Schönhausen), dem Verband wie auch dem Gefangverein der Puker meinen herzlichsten Dant. 1170b Emma Lindow. Danksagung. Fitr die vielen Beweise herzlicher Teilnahme sowie die zahlreichen Stanz spenden bei der Beerdigung meines lieben Mannes Max Knebel Für die Beweise herzlicher Teil- lage ich allen Verwandten und Benabme und Kranzspenden bei der fannten sowie dem Wahlverein, BeJohann Heinmüller Beerdigung meiner lieben Frau, zirk Tegel, dem Arbeitergesangverein am 26. v. Mis. im Alter bon 46 Jahren verstorben ist. Ehre seinem Andenken! 67/8 Die Bezirksverwaltung. 11966 unserer herzensguten Wutter, fagen Immergrün" und dem Verband der wir hiermit allen, insbesondere den Friseurgehilfen meinen herzlichsten Vereinen unseren herzlichsten Dant. Dant. Paul Hoppe, Gastwirt, und Kinder. Frau Knebel nebft Mutter, Bruder u. Schwestern. Saal mit Bühne und Garten Hermann Fischers billigste Särge Berlin, Urbanstr. 111, Ede Jahnstr., Sommernachtsbällen an Sonnabenden im Mai und Juni früher Rigdorf. Tel.: Amt IV, 13459. zu vergeben Große Frankfurter Straße 30. Am heutigen Sonntag geöffnet S 10, 12-6. Osterangebot! 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Zufatbeiträge für Fa milienunterstütung 6. Ersatzleistungen für ge währte Strantenunter ftügung. . 7. Ersa bleistungen v. Be rufs Genossenschaften, Unternehmern, Bers ficherungsanstalten für gewährte Krantenfür forge, Unfallrenten, Bu schüsse zumstrankengeld 8. Aus verkauften Bert papieren und zurüdge zogenen Kapitalien, Sparkassen oder Bant einlagen, Entnahmen a. dem Reservefonds 9. Durchlaufende Posten 10. Sonstige Einnahmen. 5 313,58 5 226,56 5 685,80 232 145,13 8 286,87 3 513,06 8 000, 866,67 1 436,99 11. SummederEinnahmen 265 476,66 b) Ausgaben. 1. Für ärztl. Behandlung 38 378,08 2. Für Arznei und sonstige Heilmittel 38 391,08 3. Krankengelder: a) an Mitglieder b) an Angehörige der Mitglieder. 4. Unterstügung an Woch nevinnen 5. Sterbegelder 82 977,28 3 438,92 5.922,20 5 439,70 Stranten. 41 287,07 6. Kur- u. Verpflegungsloften an anstalten 7. Fürsorge für Rekons baleszenten 8. Erfazleistungen für gewährte Strantenunter ftüßung 10. Für 9. ZurüdgezahlteBeiträge und Eintrittsgelder Sapitalanlagen ( Sparkasse, Zuführung. zum Refervefonds) 3 617,37 669,54 9 226,56 1 248,63 · 15 155,88 4 821,74 2540,56 11. Durchlaufende Posten 12. Verwaltungsausgaben a) persönliche b) sächliche 13. Sonstige Ausgaben • 14. Summe der Ausgaben 252 809,61 c) Abschluß. Summe der Einnahmen. 265.476,66 Summe der Ansgaben 252 809,61 Ergibt für den Schluß des Rechnungsjahres einen Sassenbestand von . .. 12 667,05 II. Vermögensandtveis für den Schluß des Rechnungs. jahres 1910. Das Gesamtvermögen der Rajſe fett fich wie folgt zusammen: Attiva: a) der Bestand für den Schluß des Rechnungs jahres 1910 laut vor. stehendem Beschluß b) Sparkassenbuch. Summe. . 12 667,05 179 753,94 9 192 420,99 Hlernach beträgt der Ueber. schuß der Aktiva 192 420,99 Nach dem vorjährigen Ab. fchluß beträgt der lleber schuß der Aktiva.. Ergibt gegen das Vorjahr an Ueberschuß der Aftiva mehr Zum Reservefonds gehören nach den stattgefundenen leberweisungen( Ents ziehungen) Nach dem vorjährigen Abschluß betrug der Reserve fonds. 183 842,96 8578,03 179 753,94 178 527,38 1226,56 12 667,05 Ergibt gegen das Vorjahr an Refervefonds mehr. Als Betriebsfonds ber bleiben der Kaffe bar Adlershof, den 7. April 1911. Max Knappe, Borsigender. Ich habe eine Poliklinik für Frauenleiden Gotzkowskystr. 19 II, Ecke Alt- Moabit 1209b eröffnet. Sprechzeit 1-, 3. Dr. S. Aschheim. En gros. En detail. Groß Vertrieb. Fabrikaten deutsch. TeppichWer Sprachen leicht, schnell und sicher Amt f, Berliner No. 9550 umor- Quartett Gg. Treuer lernen will, der wählt Poehlmanns neue Sprachlehrkurse: Englisch leicht gemacht"," Französisch leicht gemacht"," Italienisch leicht gemacht"," Russisch leicht gemacht", Spanisch leicht gemacht": ( weitere folgen) aufgebaut auf den Grundsätzen von Poehlmanns preisgekrönter und weltbekannter v. Gedächtnislehre. 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Marmor schuit die hol 33 642 94[ 400] 760 91 953 87021 178 84 227 386 523 662 954 66 88195 841 449 689 89124 311 444 90293 491 749 838 91065 75[ 400] 146 58 81 378 92 547 85 691 92 92265 325 93112[ 500] 32 245[ 500] 609 88 714 94174 214[ 400] 90 895 951 95046 249 363 93 878 936 46 96190 229 48 58 737 969 97027 106 275 361 594 677 98073 147 271[ 3000] 80 593 729 892 100634 88 898 101030 176 422 1400] 640 913 34 102421 527 44 71 778 103778 800 971 104205 105188 94 97 211 327 464 627 106287 362 1500] 107193 211 99 357 425 60 523 832 108093 290[ 400] 343 623 63 741 890 109404 942 110093 518 751 828 913 111014 62 229[ 400] 551 112825 989 113021 142 259 410 34 540 83 620 831 114121[ 1000] 589 901 115062[ 500] 187 230 348 56 [ 400] 452 849 950 76 116109 764 815 28 117403 912 118029 375 120088 151 314 517 801 937 121214 320 410 532 936 122120 91 330[ 400] 772 123046 480 584 761 99 887 931 124676 703 77 835 125035 276 567 845 904 126338 566 637 755 815 56 983 127052 104 337 793 876 128137 802[ 400] 5 962 129679 716 806 130524 64[ 400] 626 722 1500] 80 956 131251 411 [ 1000] 25 32 81 619[ 400] 54[ 1000] 132321 42 727 831 [ 1000] 133102 639 729 004 134022[ 1000] 233 373 78 85 603 88 822 924 135832 47 1400] 488 136446 526 715 860 137120 215 50 343 735 63 91 138273 326 412 99 139072 86 93 521 670[ 400] 818[ 400] 140045 86[ 400] 295 619 728 76 94 855 141009 35 142081 315[ 400] 98 484 599 875 143053 178 266 583 144051 295 145111 29 515 20 56 892 146205 880 486 577 978 147036 49 198 236 444 915 148045 74 115 [ 3000] 407 638 711 149001 240 523 823 150040 45 50 210 302 903 151119 52 252 302 515 673 750 980 152196 569 676[ 400] 703 813 54 153106 49 282 340 591 154075 80 190 92[ 400] 650 1551 257 62 421 588 795 838 156126 223 54 459 523 754 91 939 157172 941 158303 425 582 159159 319 428 77 904 160039 54 116 36 317 433 634 710 80 802 32[ 1000] 161280 313 31 979 162123[ 400] 269 319 82 658 88 815 163046 53 635 867 919 33 164107 216 27 315 165076 246 68 94 357 802 919 33 166329 751[ 400] 807 987 167018 505[ 400] 43 752 828 918 77 168059 395[ 400] 724 915 169001 176[ 3000] 391 574 722 953 77 170032 142 208 418 989 171012 137 368 527 812 172259 304 56 419 512 689 883 173173 331 456 558 174003 148 65 285 568 694[ 400] 724 983 175068 299 817 44[ 400] 404 23 558 676 176043 221 309 29[ 1000] 611 840 936 177099 215 73 565 91 178009 137 210 485 542 846 179319 499 663 778 180190 706 76 181388 67 905 7 182115[ 400] 359 729 957 183009 118 247 301 497 625 184077 168 559 624 76 782 185122 464 512 38 877 83[ 400] 959 81 186083 54 398 642 723 936 57 187263 443 512 688 838 188083 414 45 851 189894 480 654 929 Küche in Oeltarbe 58 M, zusammen 543.50 M. 2. Ziehung 4. KI. 224. Kgl. Preuss. Lotterie. Ziehung vom 8. April 1911, nachmittags. Nur die Gewinne über 192 Mark sind den betreffenden Nummern in Klammern beigefügt. Die Gewinne fallen auf die bezeichneten Lose beider ( Ohne Gewähr.) Abteilungen. ( Nachdruck verboten.) 61 109 29 96 440 58 83 621 87 1103 60 470 581 812 978 2223 433 685 731 3605 759 4006 405 34[ 400] 45 998 5110 65 242 80 438 84 796 965[ 400] 6033 284 588 818 41 7089 279 312 539 90 629 996[ 500] 9516 94 661 967 82[ 60 000] 10286 328 525 719 949 11108 215 863 410 26 817 12001 218 387 549 708 13011 233 51 68[ 400] 787 854 967 14474 667 949 63 15570 636 95 858 16082 84 173 203[ 400] 323 56 581 605 738[ 400] 17505 52 664 809 81 18385 517 696 909 68 19101 376[ 400] 77 20115 219 593 707 9 973 21315 593 608 32 788 22019 284 339 70 502 633 925 23174[ 400] 421 63 983 24015 637 25204 702 21 79 26105 59 85 435 604 975[ 400] 27129 200 541 28000 456 80 636 80 796[ 400] 888 29903 30044 89 438 45 536 834 61 947 31111 613[ 1000] 773 32255 723 31 33611 739 918[ 1000] 34166 237 321 42 612 35068 132 214[ 500] 315 16 81 409 25 515 61 787 840 78 36092 211 312 605 743 63 37117[ 100] 283 105 501 630 38221 64 329 567 636 964 39119 240 308 733 40129 213[ 3000] 59 366 96 357 632 731 807 45 945 41570 88[ 100] 816 935 42798 849 77 43086[ 400] 282 313 88 422 62 64 563 818 35 920 44005 59 87 229 725 822 45125 30 511 624 873 46:20 698 47034[ 1000] 161 846 992 48609 56 749 91 925 49236 403 551 714 814 907 50183 322 39 47 517 679 930 98 51 158 601 44 802 927 61 52290 497 687 53168 99 265 73 311 447 572 718 51 54874 55105 21 87 445 550 957 71 98 56114 46 94 636 56 95 761 999 57285 869 76 910 81 58074 99 432 781 59107 26 242 335 417[ 1000] 615 20 894 60067 180 284 513 982 61821[ 100] 758 62005 100 27 285 356 57 488 724 81 63293 308 9 452 584 666 757 64206 313 603 55 69[ 400] 923 65025 295 375 66017 162 203 61 393 511 727 973 67100 351 112 47 83 546 918 68070 146 394 446 88 562 690 822 69031 90 146 241 [ 400] 629 916 58 70067 713 889 970 94 71529[ 400] 55 619[ 1000] 29 887 942 72021 133 41 235 513 76 672 723 80 819 945 73109 312 19 88 820 74374 414 798 76005 407 73[ 1000] 96 363 64 77158 620 78387 599 753 80340 41 402 542 70 92 692 782 827 81152 285 692 82072 86 260[ 400] 507 623[ 400] 65 913 55 83079 166 428 927 84137 307 575 755 85106 83 688 839 918 86160 577 727 45 830 98 87083 255 56 608 61 721 871 10 000] 915 78 88158 241 586 617 78 745 997 89204 86 657 90199 830 473 573 603 18 852 91316 86 648 720 980 92198 285 507 76 88 669 825 979 93062 139 349 439 51 87 94830[ 400] 71 82 971 95089 145 395 430 545 706 73 803 96115 228 85 346[ 500] 589 863 97201 73 352 85 436 92 580 686 851 75 98267 441 547 63 813 22 907 99084 121 226 65 434 84 989 100138 253 316 472 76 518 80 720 101034 250 561 756 868 995[ 5000] 102122 60 405 81 103101 319 657 707 104168 337 54 809 79 105049 69 122 442 77 636 80 762 915 106010 14 515 616 107156 88 498 642 893 900 108078 234 88 353 622 109208 887 927 110291 633 56 88 724 111002 361 423 763 920 79 112 37 93 279 113016 34 47 324 762 64 114968 115368 409 62 541 659 770 809 116431 596 117033 45 857 77 87 577 912 118182 341 623 119232 339 685 120020 69 278 81 332 74 715 121216 122225 541 57 75 674 802 13 949 123038 247 429 769 75 825 124056 313 508 921 125169 233 348 459 626 71 126048 124 210[ 500] 17 316 523 75 889 90 127329 420 567 619 785 [ 400] 962 128251 60 558 692 700 883 932[ 400] 129161 251 316 88 998 130308 532 789 942 131068 914 16 30 132623 758 868 937 68 72 133578 766 833 134817 47 442 64 135738 811 136116 333 45 442 80 746 137086 297 361 404 574 615[ 500] 931 68 138166 268 476[ 100000] 620 732 969 139196 319 541 643 78 822 140080 793 826 141128 65 411 695 754 85 900 142055 146 520 69 71 93 609 841 87 143019 697 894 144237 419 562 838 146107 98 305 664 984 147043 637 50 705 884 148297 562[ 3000] 793 149351 72 606 983 150052 185 619 845 965 151096 107 395 870 90 152368 633 807 995 153044 123 227 405 40 621 51 925 63 154011 24 42 60 679 155047 236 156087 856 79 498 659 750 832 157192 158000 215 454 545 872 159369 724.947 160173 80 567[ 400] 161489 522 44 885 162297 444 163020 166 210 300 579 631 876 008 164214 91 92 623 845 940 165360 452 518[ 400] 166118 69 817 27 73 417 512 167 16 58 619 767 80 168256 317 449 656 805[ 400] 16 169706 887 170226 733 962 171139[ 400] 51 219 622 172671 778 173226 332 816 60[ 100] 174061 91[ 500] 206 94 307 40 434 510 947[ 400] 175188[ 400] 445 595 709 826 59 176070 134 392 679 987 177031 70 393[ 400] 648 741 50[ 400] 178072 324 573 88 830 916 21 179138 505 529 667 970 92 180225 796 948 181001 45 268 340 419[ 400] 629 54 86[ 500] 748 880 182073 82 93 265 605 783 183528 754 92 184003 129 364 464 526 772 805[ 500] 43 91 938 185107 20 313 759 899[ 15 000] 186308 638 747 187161 [ 400] 256 331 761 188019 402 576 85 616 86 87 853 905 74 189091 816 51 Die Ziehung der B. Klasse 224. Kgl. Preusa. Klassen- Lotterie findet statt vom 6.- 31. Mai 1911. 80441 94 696 704 814 998 81103 422 818 46 82090 111 312 640 735 83429 577 616 857 91[ 400] 84164 611 134 85109 88 319 28[ 500] 729 886 86005 13 283 84 308 Berantwortlicher Redakteur: Albert Wachs, Berlin. Für den Inseratenteil verantw.: Th. Glode, Berlin. Drud u. Verlag: Vorwärts Buchdruderei u. Verlagsanstalt Paul Singer u. Co., Berlin SW. Nr. 85. 28. Jahrgang. 6. Beilage des Vorwärts" Berliner Volksblatt. Sonntag, 9. April 1911. Mittwoch, den 12. April: Zahlabend in den Bezirken Groß- Berlins. Partei- Angelegenheiten. Zur Lokalliste! In Birkenwerder steht uns das Lokal Feuerstads Gesellschaftshaus, Hauptstraße 99, an der Nordbahn, zu allen Veranstaltungen zur Verfügung. Herr Habermann am Bahnhof Stolpe, zum Ort Hohen- Neuendorf gehörig, hat seine Unterschrift zurückgezogen. Das Lokal ist mithin gesperrt. Ferner weisen wir darauf hin, daß in Waidmannsluft vom Theaterverein Zur Wartburg" im Lokale von Kuchenbecker am ersten Osterfeiertag ein Vergnügen stattfindet, zu dem Billetts in Arbeiterkreisen angeboten werden. Wir bitten, dieselben zurüdzuweisen, da das Lokal für die Arbeiterschaft gesperrt ist. Die Lokalkommission. NB. Die Genossen werden ersucht, die Berichtigungen und Menderungen zur Lokalliste zu beachten und die Veröffentlichungen fich aufzubewahren. Ob er es nicht doch hat tun können, unmittelbar vor Schluß der einmal der Krankenhausbau verhandelt wurde und über den uns Haustür, deren Bewachung, man staune, einem Kinde anvertraut folgender Bericht zugeht: worden war, steht dahin. So gingen einige Wochen ins Land, bis " Die Magistratsvorlage, welche als ersten Ausbau 225 Beiten oer dritte Berdächtige den Eumeniden ins Zeug getrieben wurde. vorsicht und bei voller Bebauung für 475 Betten berechnet ist, Eine Provokation der Arbeiterschaft bedeutet ein Inserat des Man traute dem Krankenpfleger Grieht zu, er würde eine Wäsche- würde laut Kostenanschlag an Baukosten für den ersten Bauab Besizers des Restaurants" Waldschloß" in Schöneiche bei leine, von der ein Stück benutzt worden war, sorgfältig monatelang schnitt bei 225 Betten 1765 000 M., an Kosten für innere Einaufbewahren. Sein letter, für einen Mörder überaus charakte- richtung pro Bett 1000 m.=: 225 000 M., insgesamt also 1990 000 Friedrichshagen, Herrn Mann, das in der Niederbarnimer Zeitung" ristischer Stoßseufzer bestand in einer Mahnung an seine Frau, Mart Kosten verursachen, so daß der Einheitsfab pro Bett 8844 W. vom 6. April enthalten ist. In diesem Inserat heißt es: doch ja die Steuern rechtzeitig zu bezahlen. Damit haben wir uns betragen würde. Bei vollem Ausbau auf 475 Betten würden noch „ Einem geehrten Publikum von Schöneiche, Klein- Schönebec zu jenen Sphären aufgeschwungen, wo ewige Heiterfeit herrscht, an Kosten für innere Einrichtung 250 000 M. fowie an Baukosten und Umgegend hiermit zur gefl. Kenntnisnahme, daß ich mein obwohl uns ein offiziöses Nachrichtenbureau von der Täterschaft 870 000 W. Hinzukommen, so daß die Gesamtkosten des KrankenLokal seit dem 1. April cr. den sozialdemokratischen Bereinen zu dieses pünktlichen Steuerzahlers zu unterrichten wußte. Mit der Hauses bei vollem Ausbau 3 110 000 m. betragen. Der EinheitsBersammlungen und Festlichkeiten nicht mehr zur Verfügung stelle. Wäscheleine scheint nicht viel los zu sein. Nachdem man uns zu preis pro Bett würde sich alsdann nur noch auf 6547 M. stellen, Mein Lokal, welches idyllisch an Wald und Wasser gelegen, melden für gut befand, sie sei Sachverständigen zur Untersuchung während z. B. Schöneberg pro Bett 9000 M. und Rigdorf 7551 mit großem Bereinsgarten, Parkettiaal und gedeckter Kegelbahn, vorgelegt worden, ist es davon ebenso stille geworden wie von dem Kosten entstanden sind. Bemerkt sei jedoch, daß bei allen diesen empfehle ich den werten Vereinen und Schulen sowie dem ge- Heujamen, dem Revolver, dem Handschuh und den die Krone aller Berechnungen der Preis für Grund und Boden nicht mit in Ansat ehrten Publikum bei Ausflügen zum angenehmen Aufenthalt." Indizten bildenden Farbenspuren. Mar fängt an mit Zeugen gebracht ist. Das Krankenhausgrundstück ist der ehemalige Aus dem Inhalt der Ankündigung geht deutlich hervor, daß der beobachtungen zu arbeiten. Alle Achtung vor Leuten, die sich der Apodien'sche Gutshos an der Frankfurter Chauffee und hat eine Besitzer des Restaurants„ Waldschloß" auf Arbeiterbesuch nicht rechnet. Färbung von Schlapphüten und Anzügen nach Monaten noch er: Größe von rund 11% Morgen, die Grundstückserwerbskosten be Er sagt das so unverblümt, daß es geradezu entehrend wäre, wenn innern. Namentlich, wenn sie Gastwirte sind, die tagein tagaus tragen 618 000 M2. Da für das Wirtschaftsgebäude ein Teil des in Zukunft auch nur ein aufgeklärter Arbeiter die Restaurations- Hunderte von Personen in ihrem Lokal bedienen und den Fern- Schulgrundstücks an der Siegfriedstraße vorgesehen ist, so würde sprecher benutzen sahen. Es lohnt sich nicht, auf die mannigfachen sich das Krankenhausgrundstück noch um zirka 1800 Qudratmeter räumlichkeiten des Herrn Besigers besucht. Die Lokalkommission Widersprüche der gegen Grichl aufgebotenen Zeugen näher ein- erweitern. Bemerkt sei, daß bereits am 12. Januar 1899 die hat das Lokal gesperrt. zugeben, nur fragt es sich, ob es angezeigt ist, die Untersuchung, damalige Gemeindevertretung eine gemischte Kommission eingesett wie es jetzt geschieht, mit allen Einzelheiten in der Presse zu hat, welche sich mit der Frage der Erbauung eines eigenen Krantenführen oder nicht. Was uns jetzt von berufener oder unberufener hauses zu beschäftigen hatte, so daß, da inzwischen 13 Jahre Seite vorgetragen wird, dürfte wohl mehr in die Akten als vor vergangen sind, man wohl sagen kann, das Projekt ist ein das Forum der Defentlichkeit gehören. Die Hauptverhandlung ist gehend durch beraten worden. Um so erstaunter muß man öffentlich, nicht die Voruntersuchung und das Verfahren. Und fein, daß Herr Röder als Sprecher der Bürgerlichen erklärte, für über dieses ist die Angelegenheit überhaupt noch nicht hinaus seine Freunde wäre die Vorlage noch zu unklar und zwar verlangte gediehen. Will die Behörde durchaus, um sich die Mitarbeit des der Herr vom Magistrat einesteils Auskunft über Einzelheiten, Bublikums und der Presse zu sichern, den Gang der Ermittelungen| welche sowohl im Plenum wie auch in der Krankenhauskommission beröffentlichen, dann soll sie sich auch der Vollständigkeit befleißigen wiederholt beantwortet worden sind, andernteils wollte er statt der und uneingeschränkt mitteilen, aus welchen Gründen die anfangs bei solchen Projekten bei einzelnen Teilen unerläßlichen Wahrals beweisend auspofaunten Ergebnisse der Untersuchung sich scheinlichkeitszahlen feste, bestimmte Angaben. So unter anderem hinterher als belanglos erwiesen haben.... Es ist die höchste Zeit, die genaue Anzahl der Betten, für welche dringendes Bedürfnis daß sich die anständige Presse der ihr mehr oder weniger aufge- vorhanden wäre, da nach der Meinung seiner Freunde die Krankenbrungenen Rolle des Inquisitors in Kriminalsachen entledigt." häuser Groß- Berlins ziemlich leer stehen, so habe z. B. vor zirka Unserer Meinung nach sollte die Preffe die von der Kriminal- 10 Tagen er in Rummelsburg über 70 unbelegte Betten vorge polizei inspirierten Nachrichten nicht so unbesehen hinnehmen. funden. In dieser und ähnlicher Weise bewegten sich sämtliche Hat sich doch, wie das vielfach geschieht, aus Anlaß der Moabiter Vor- Anfragen, deren Inhalt er am Schluß dahin zusammenfaßte, seine fälle herausgestellt, daß diese polizei- offiziöse Darstellung im Freunde haben die Ueberzeugung, daß ein Ueberschuß an KrankenHente, Sonntag, nachmittags 4 Uhr, im großen Saale wesentlichen unmahr war. Handelt es sich um Kapitalverbrechen, häusern bestehe und daß man darin des Guter zuviel getan habe. von Kellers Konzerthaus, Köpenicker Str. 96/97, Ede Insel so ist es natürlich für die Presse sehr schwer, zu erkennen, was unser Redner, Genosse Grauer, rechnete darauf mit den Herren und Neue Jakobstraße: Große öffentliche Schifferversamminng. richtig und was unrichtig ist. Eben deshalb muß eine gründlich ab und wies ihnen nach, daß alle diese Anfragen doch Tagesordnung: 1. Schiffahrtsabgaben Vorschleuserecht Reform des heutigen Nachrichtendienstes aus dem Ressort der weiter nichts bezwecken, als die Erbauung des Krankenhauses Strafmandate Polizeischikane. Referent: Landtags. Kriminalpolizei verlangt werden. wieder auf unbestimmte Zeit hinauszuschieben. Der erste Bürgerabgeordneter Dr. Karl Liebknecht Berlin. 2. Freie Dismeister 8iethen gab ebenfalls die Erklärung ab, daß ein großer Tussion. Teil der Anfragen überhaupt nicht zu beantworten sei. Trotzdem Die Agitationstommission. waren die Herren Schachtel und Danneberg der Auffassung, Ueber eine neue Sorte von Spikeln weiß die Pädago- ohne die genaue Beantwortung können sie dieser Vorlage nicht zu Zweiter Kreis. Herrenpartie am Freitag, den 14. d. M.( Nargische Beitung" zu berichten; sie gibt ihnen den Titel" Büchti- stimmen. Trotzdem dann noch seitens unserer Genossen Beder, freitag) nach Tegel, Tegelort, Heiligensee. Treffpunkt 9 Uhr vormittags in Tegel, Berliner Str. 92 bei Staties.& a5rgungsspikel". Das Lehrerblatt erzählt, daß in Berlin in letter Brühl, Seifel und Spiedermann sowie von Herrn berbindungen: Straßenbahn Nr. 25 von Charlottenstraße- Beit mehrfach Eltern durch Briefe von unbekannter Dr. Bokofzer die Einwände der Herren zerpflückt worden waren Unter den Linden, Fahrzeit 47 Minuten, Nr. 31 vom Schlesischen Seite auf 3üchtigungen aufmerksam gemacht wor- und darauf hingewiesen wurde, daß die abermalige Vertagung ein Bahnhof, Fahrzeit 65 Minuten, und Vorortzüge vom Stettiner den sind, die ihren Kindern oder auch Kindern anderer Familien Schlag ins Geficht der Lichtenberger Bevölkerung darstelle, wurde Bahnhof. Um rege Beteiligung erjught Der Vorstand. in der Schule widerfahren sein sollten. In einem Fall ist auch in namentlicher Abstimmung die Bertagung und Zurückverweisung der Vorlage an den Magistrat mit 20 gegen 17 Stimmen bedem betreffenden Lehrer ein Bettel übersandt worden, der in hefti- schlossen. Hervorgehoben sei an dieser Stelle das mehr wie eigengen Worten sich über die angeblich von ihm ausgeführten Züchti- tümliche Verhalten einiger sogenannter liberaler Herren, welche gungen äußerte. Die Ermittelungen haben, sagt die Pädagogische kurz vor der Abstimmung verschwunden waren und dadurch indirekt Zeitung", das Ergebnis gehabt, daß die in den Zuschriften aufge- mit die Schuld an der erneuten Verschleppung tragen. Weiter sei stellten Behauptungen entweder gänzlich unwahr oder start über- aber der Abstimmung des Vorschullehrers Lindner gedacht, trieben waren. Ein Knabe, der schwer gezüchtigt worden sein sollte, welcher es fertig betam, mit für Vertagung zu stimmen." habe seit acht Wochen überhaupt keine Strafe erhalten. Vor der Das ist die Art, wie im Lichtenberger Stadtparlament Kulturbetreffenden Schule seien die Knaben von dem Briefschreiber aus- fragen behandelt werden. Man verläßt sich auf andere Gemeinden gefragt und aufgehezt worden, auch habe er einem der Knaben und glaubt damit seiner Pflicht Genüge geleistet zu haben. Wie lange wird diese Verschleppungspolitik noch getrieben werden? für seine Auskunft 5 Pfennig gegeben. Schifferversammlung. Ober- Schöneweide. Der Zahlabend für den 1. Bezirk am Mittwoch, den 12. d. M., nnd für den 7. Bezirk am Donnerstag, den 13. d. M., abends 8 Uhr, findet im Jugendheim, Klarastr. 2, statt. Die Bezirksleitung. Adlershof. Am Montag, den 10. April, abends 8 Uhr: Große öffentliche Bersammlung für Männer und Frauen im Lokale des Herrn Eichner, Bismarcstr. 60. Tagesordnung: Nachtlänge zur Wahl: " Terrorismus und Unehrlichkeit im Grundbefizerverein". Referent: Gemeindevertreter Genosse Albert Horliz. Freie Aussprache. Grünan, Bohnsdorf. Am Montag, den 10. d. M., abends pünkt lich 8 ller, im Lofale von Ehrhardt( Jägerhaus"), Grünau, Bahnhofstr. 1: Große öffentliche Versammlung. Referent: Genosse Fris Zubeir Thema:„ Auf der Suche nach einer Wahlparole" Genossen, forgt für Wassenbesuch. Heute Sonntag, früh 8 Uhr: Flugblattverbreitung zu dieser Versammlung. Friedrichshagen. Am Montag, den 10. April: Letzter Vortrag des Genoffen Biel im Lindengarten, Friedrichstr. 74. Borsigwalde- Wittenau. Heute Sonntag, nachmittags 2 Uhr, in Wittenau: Deffentliche Versammlung. Die Parteigenoffen von Borfigs walde werden ersucht, um 1 Uhr von den Lokalen Schulz und Bülete abzumarschieren. „ Büchtigungsspitel." " Zu unserem Artikel Grundfatlosigkeit" erhalten tvir folgendes Schreiben mit der Bitte um Veröffentlichung: 8ur Verteidigung. " fie angeblich ausgehen von einer Geheimen Privat- verAus dem mitgeteilten Wortlaut der Briefe ist zu ersehen, daß einigung Kinderfreunde" oder von einer Geheimen sozialen Vereinigung Kinderfreunde". Die Unterschriften sind unIn seiner Nr. 82 erhebt der Vorwärts" gegen mich den Vorleserlich, eine davon soll so ähnlich wie„ Wingerth" heißen. Die wurf, die Diskretionspflicht der Fraktionsmitglieder" verlegt zu Briefe sind gerichtet an Personen, die in verschiedenen Stadtteilen haben, gegen den ich mich infolge meiner Abwesenheit von Berlin erst Berlins und in einem Vorort wohnen. Die Bädagogische Btg." heute verteidigen fann. Meines Erachtens besteht eine zeitlich unhat bei der Wiedergabe des Wortlautes die Empfänger sowie die in begrenzte Diskretionspflicht nur in persönlichen Angelegenheiten, die Frage kommenden Kinder und ihre Lehrer nur mit Anfangsbuch- in der Fraktion zur Sprache tommen; in rein fachlichen Fragen erstaben bezeichnet und die Schulen nicht genannt. In allen Briefen lischt sie mit der Beendigung der Aktion, auf die sich beziehen. Denn Nowawes. Mittwoch, den 12. April, abends 8 Uhr, im 2ofale wird darauf hingewiesen, daß durch Beschwerde an die Schuldepu- nach Beendigung der Aftion fann die Mitteilung der Beweggründe des Herrn Schmidt, Wilhelmstr. 41-43: Versammlung des Wahltation die nötige Abhilfe geschaffen werden müsse. Die an den aber zur Aufklärung der Genossen über die Arbeit ihrer Vertreter die Arbeit nicht mehr stören; die Erörterung der Beweggründe ist vereins. Tagesordnung: 1. Vortrag über: Kaiserreich oder Volts- Lehrer gerichtete Zuschrift fündigt an, daß auch dem Vorwärts" bisweilen dringend nötig. So weit ich mich erinnere, ist in der staat?" Referent: Genoffe Erich Baron, Redakteur der Branden Mitteilung zugehen werde. Merkwürdigerweise hat, wie die Partei diese Anschauung stets gültig gewesen und nach ihr gehandelt burger Zeitung". 2. Geschäftliches. 3. Maifeier. 3. Maifeier. 4. Bericht und Pädagogische Zeitung" noch meldet, ganz Aehnliches sich in Ham- worden. Abrechnung des Bildungsausschusses. 5. Verschiedenes. Der Vorstand. Fallenhagen Seegefeld. Am Mittwoch, den 12. April, abends 8 Uhr, in Lolal von Rifoley: Mitgliederversammlung. Der Vorstand. Berliner Nachrichten. Kriminalpolizei und Presse. " " " burg zugetragen, und zwar schon im Januar. Auch dort seien von Wenn ich auf die übrigen Vorwürfe, unter denen der Parteieiner Geheimen Privat- Vereinigung Kinderfreunde" Buschriften marodeur" als Glanzleistung anzuerkennen ist, nicht eingehe, dieser Art versandt worden, und eine davon habe eine verblüffende fo geschieht das nicht aus dem Grunde, daß ich sie fir Aehnlichkeit mit den Berliner Zuschriften. berechtigt halte. Ihnen gegenüber verweise ich alle, die sich ein felbständiges Urteil bilden wollen, auf meine Ausführungen in Die„ Pädagogische Beitung" meint, daß in Berlin von einer den Sozialistischen Monatsheften", aus denen der V." naturgemäß Zentralstelle aus systematisch gearbeitet werde. nur weniges mitteilen konnte. Hinterher sagt sie bezüglich der Gleichartigkeit der in Hamburg Dr. Leo Arons. und in Lerlin gemachten Erfahrungen, daß der Hamburger vielGegenüber den Darlegungen des Genossen Arons beziehen wir leicht nach Berlin gekommen sei. Wir vermuten, daß die Bentral- uns auf unsere neuliche Veröffentlichung, an der wir nicht bas stelle", die das Lehrerblatt annimmt, die„ Geheime Privat- Vereini- geringste zu ändern haben. gung Kinderfreunde", ihren Sitz in dem Hirn eines nicht ganz zurechnungsfähigen hat. Was die Drohung mit dem„ Vorwärts" betrifft, so wollen wir feststellen, daß uns über das in jenem Brief behauptete Vorkommnis teine Zuschrift zugegangen ist, weder eine anonyme, noch eine mit Angabe von Namen und Wohnung des Einsenders. Nebenbei bemerkt: anonyme Briefe wandern bei uns in den Papierkorb. Das Aufschlagen von Lagerzelten innerhalb der Staatsforsten zu Potsdam verboten worden. Die zuständigen Oberförster können und an den Ufern der öffentlichen Gewässer ist von der Regierung Erlaubnisscheine ausstellen, wofür die Antragsteller eine Gebühr von 1 M. zu entrichten haben. Die Ruderer und Segler müssen nun auf ihren Fahrten große Vorsicht beobachten, wenn fie landen, denn in den meisten Fällen werden sie nicht feststellen können, ob fie sich auf fistalischem, städtischem oder privatem Grund und Boden befinden. Dies Verbot ist eins von denen, die am grünen Tisch gemacht werden und die auch der" Frömmste" nicht befolgen kann. Neber die Art, wie heute aus dem Ressort der Kriminalpolizei an die Presse berichtet wird, haben wir schon uns wiederholt recht abfällig äußern müssen und im Anschluß daran eine Reform des polizeilichen Nachrichtendienstes gefordert. Jetzt wird die jebige Form der polizei- offiziösen Berichterstattung an die Presse selbst der polizeifrommen" Deutschen Tageszeitung" zu viel, die sich in einem Feuilleton unter der Ueberschrift:„ Die Preffe als Unter suchungsrichter" anläßlich der Mordsache Hoffmann wie folgt äußert: Da hat man zuerst einen unglüdseligen Wäschekutscher beim Widel; sein Vorleben wurde mit Röntgenstrahlen durchleuchtet, und der Indizienbeweis feierte Triumphe. Heusamen an der Zu einem öffentlichen Skandal Mordstelle, Heufamen an dem Berdächtigen, ein identifizierter Handschuh, ein Stüc Wäscheleine mit untrüglich festgestellten entwidelt sich nachgerade die Frage des Krankenhaubaues in dem Farbenspuren. Wir haben ihn! Berlin atmet auf. Wenn ein benachbarten Lichtenberg. Seit 13 Jahren beraten die Stadtväter Mörder so hurtig erwischt wird, erhöht sich die Sicherheit. Nur von Lichtenberg über den Krankenhausbau, bis heute sind die nach beendeter Reparatur in Bitterfeld flugbereit in der Halle liegt, Fernfahrt des„ P. L. VI". Das Reklameluftschiff.P. L. VI", das Froch der von der Lawine dieser Ueberführungsstüde Verschüttete, Herren noch nicht zu Rande gekommen. Unter dieser standalösen foll in einigen Tagen eine große Fernfahrt antreten. Zwischen der leicht an seinem Rufe verlebt, nach einigen Tagen darunter Berschleppung leidet die Bevölkerung unserer Nachbarstadt in der Luftverkehrsgesellschaft und der Amsterdamer Zeitung" De Echo" hervor und betrachtete die unwirtlichen schwedischen Gardinen schlimmsten Weise. Die städtischen Behörden verlassen sich auf die ist durch Oberleutnant Stelling, der gegenwärtig in Amsterdam von außen. Dann tam ein anderer an die Reihe. Ein Mitbewohner des Mordhauses. Daß ließ sich schon eher hören, denn die Nachbarorte und nötigen die Einwohner der Stadt, bei Aufnahmen weilt, ein Vertrag zustande gekommen, nach welchem der„ P. L. VI" in Stimme der Ermordeten, die mehrere Personen ganz genau( un- in Krankenhäuser der Nachbargemeinden die größten Schwierig- Amsterdam eine Reihe von Passagierflügen ausführen foll. Das mittelbar nach dem Morde) erkannt haben wollten welche teiten in den Kauf zu nehmen entweder durch fortgesetzte Zurück- Luftschiff wird, sobald die Windverhältnisse es gestatten, von BitterGehörtäuschung! fonnte dochy wohl nur einer nachahmen, der weisungen oder durch Zahlung höherer Pflegesätze. Mancher, der feld nach Berlin fliegen und von hier aus, nach kurzem Aufenthalt, in näherem Berkehr mit ihr, der äußerst Mißtrauischen, ge- in ein Krankenhaus gehört, findet keine Aufnahme und muß ſehen man rechnet bei günstigem Winde mit einer Fahrtzeit von 12 bis seine Fahrt über Gotha und Düsseldorf nach Amsterdam antreten. standen hatte. Wir haben ihn, heißt es wieder, und einige Zeit wie er fertig wird. Dadurch wird die öffentliche Gefundheitspflege 15 Stunden. Von Amsterdam aus dürfte das Luftschiff seinen Flug darauf: wir haben ihn doch noch nicht. in einer Weise vernachlässigt, die zum Himmel schreit. nach dem Haag fortseßen, wo ebenfalls Aufstiege vorgesehen sind. nicht vor. Die große Fahrt wird der Leniballon unter der Führung Gine definitive Entscheidung hierüber liegt zurzeit allerdings noch Oberleutnant Stellings antreten. Die neuen Feststellungen zerrannen der Leserwelt unter den Fingern, nur das wußten wir, daß ein mit beispiellofer Staltblütig keit unter feinster Berechnung verübtes Verbrechen seiner Auf flärung harrte. Entscheidend blieb der Umstand, richtiger wohl die Annahme, daß der Mörder, nachdem er die Leiche im Bette verstedt hatte, nicht unbemerkt das Haus habe verlassen tönnen. zeichnend für die Art, wie im Lichtenberger Stadtparlament von Die Geschichte des Krankenhausbaues in Lichtenberg ist fennder Haus- und Grundbesipermajorität allgemeine öffentliche Interessen vertreten werden. Das erhellt wieder deutlich aus der letzten Sigung der Stadtverordnetenversammlung, in der wieder Ueber Unterschlagungen im Deutschen Jagdschutzverein wurde dieser Tage in einer Sigung dieses Vereins im Hotel Esplanade" verhandelt. Nach einer Feststellung hat der verstorbene Generalfetretär Defraudationen in Höhe von 32 700 M. begangen. An der Spize dieses Vereins steht der Herzog von Ratibor. Er hat einer mit Untersuchung der Sache betrauten Kommission erklärt, für die Beruntreuungen mit seinem Vermögen haften zu wollen. Der Vorstand schlug der Hauptversammlung vor, das Anerbieten des Herzogs bon Ratibor zu akzeptieren. Die Hauptversammlung aber lehnte ab, ihren Präsidenten zur Deckung des Defizits heranzuziehen und beschloß, mit eigenen Mitteln einzustehen. Rest von 4500 000 m. berausgabt werden, und zwar zu 4 Prozent. I aur außerordentlichen Verbands- Generalversammlung wurden die Die Bersammlung stimmte dem zu mit der Maßgabe, daß die bors Genossen Kim mrig und Franz gewählt. Einen breiten Rahmen zubereitenden Arbeiten einer Kommission aus drei Magistrats- nahm dann die Erörterung des Bruchs der Lokalsperre durch einige mitgliedern und sechs Stadtverordneten übertragen werden. Der Genossinnen und Genoffen ein. Nach eingehender Würdigung der Kommission gehören u. a. auch die Genossen Rösler und Bedeutung der Lokalfrage im allgemeinen und der Lokalsperre am Eisenstadt an. Orte im besonderen durch den Genossen Kimmriz nahm die Ver fammlung nach längerer Distuffton eine Resolution an, in welcher den Genosfinnen und Genossen, die anläßlich des von der Schule Frauen foll am Donnerstag nach Ostern in Villa Kahl abgehalten beranſtalteten Elternabends das gesperrte Lofal von Schulz besuchten, die schärfste Wigbilligung ausgesprochen wurde. Der Leseabend für Frauen soll am Donnerstag nach Ostern in Villa Kahl abgehalten Straßenbahnunfall. Beim Besteigen eines in der Fahrt befind, lichen Straßenbahnwagens verunglückt ist gestern nachmittag der Magistrat und Turner. Der Magistrat hat befchloffen, zu den Der Knabe verfuchte in der Möllendorffstraße auf einen vorüber Awölfjährige Schüler Paul Schwarz aus der Herzbergitraße 55. Beranstaltungen, welche auf Veranlaffung des Oberpräsidenten von fahrenden Wagen der Straßenbahnlinie 71 zu springen, glitt ab und den Turnvereinen Berlins am 17. und 18. Juni d. J. anläßlich der fam so unglücklich zu Fall, daß er mit dem linken Fuß unter den Hundertjahr feter der Eröffnung des Turnplages in der Haienbeide Schußrahmen geriet. Mittels mitgeführten Winden wurde der Bahnstattfinden, einen Beitrag von 10 000 M. zu bewilligen. Gleichzeitig wagen angehoben und der Verunglüdte innerhalb vier Minuten hat der Magistrat beschlossen, für den Gründer des ersten deutschen befreit. Der Schüler, der eine starte Quetschung des linken Fußes Turnplages. Ludwig Jahn, eine Gedenktafel an dem Hause Unter- erlitten hatte, erhielt auf der Unfallstation einen Verband und wurde wafferstraße 7 anbringen zu lassen, wo seinerzeit die Blahmanniche dann nach der elterlichen Wohnung gebracht. Erziehungsanstalt sich befand, an der Jahn als Lehrer tätig war, als er den Turnplay in der Hafenbeide gründete. Wenn hier von Turnern die Rede ist. so ist das immer nur ein gewiffer Teil von Turnern. Arbeiterturnern gegenüber hat der Magistrat immer nur ein bedingtes Entgegenkommen gezeigt. alte Kaufmann und Invalide May Adler, Troffener Straße 42 Revolverattentate eines Selbstmordkandidaten. Der 42 Jahre wohnhaft, feuerte gestern von seiner Wohnung aus Schüsse auf die Straße ab und gefährdete die Baffanten. Die herbeigerufene Polizei mußte gewaltsam in die verschlossene Wohnung eindringen und den gefährlichen Revolverhelden festnehmen. Nach kurzer Schußhaft wurde er aber wieder auf freien Fuß gefeßt. Daheim jagte er sich dann zwei Kugeln in die Brust. Als gestern abend die Mutter die Wohnung aufsuchte, fand sie alle Türen wieder verschlossen vor und sie ließ sie durch die Polizei öffnen. Man fand jezt A. mit durchschoffener Bruft im Bett liegend auf. A. gab noch Lebenszeichen von sich, und auf Veranlassung eines hinzugerufenen Arztes wurde er nach dem Virchow- Krankenhaus gebracht. Ueberfahren und schwer verletzt wurde gestern nachmittag vor dem Hause Stettiner Straße 12 das 10 bis 12 Jahre alte Kind der Stettiner Str. 53b wohnbaften Gauerichen Eheleute. Das Kind lief, beim Spiel beschäftigt, in einen daher kommenden Bierwagen, dessen Räder ihm über den Körper gingen und es schwer verlegten. Es wurde erst nach der Unfallstation in der Hochstraße und von dort nach einem tranfenbaufe übergeführt.. Arbeiter Bildungsschule. Heute abend 7 Uhr: Vortrag des Schriftstellers Sturt Heinig über Deutschlands Entwickelung in den legten 40 Jahren", im Englischen Garten, Aleganderstr. 27c. " " Berliner Voltschor. Am Donnerstag, den 13. April, abends 8% Uhr, findet im großen Saale des Gewerkschaftshaus" das Einführungstonzert aum Fliegenden Holländer" unter Mitwirkung von Prof. Dr. Sternfeld( Vortrag), Frl. Arndt, Herrn Lederer- Brina, Wäschte, Guttmann u. a. m. ( Gesang) statt. Eintritt 25 Pf. Die Konsumgenossenschaft Berlin und Umgegend, die jetzt ihre Neuanlage in Lichtenberg in Betrieb genommen hat, erzielte im März einen Umsatz von 598 887,33. gegen 413 350,57 M. im März des Vorjahres, also 185 536,76 M. mehr. Die 9 Monate dieses Geschäftsjahres brachten 4 144 529,57 M. gegen die gleiche Zeit des Borjahres, die 2 875 384,61. ergab, alfo 1269 144,96 2. mehr. Der Durchschnittsumfaß auf die Verkaufsstelle beträgt für den März 10 693 M. Jm lezten Monat( März) wurden 3552 neue Mitglieder aufgenommen, wobei der Zusammenbruch des Rabattiparvereins Norden start ins Gewicht fällt. An Hausanteilen find für 550 000 M. ausgegeben. Die Sparkasseneinzahlungen sind bereits auf über 800 000. angewachsen. Ein weiterer schwerer Straßenbahnunfall ereignete sich gestern nachmittag gegen 5 Uhr in der Holteystraße. In dem Augenblick, als der dreijährige Knabe Richard Scheife, bei den Eltern in der Holtenstr. 11 wohnhaft, vor dem genannten Haufe über den Fahrdamm laufen wollte, fuhr ein Straßenbahnwagen der Der Kleine wurde umgestoßen und erlitt einen Bruch des rechten fogenannten Zubringe bahn( Warschauer Brücke- Lichtenberg) vorbei Unterschenkels sowie Quetschwunden am linken Bein und mußte nach dem Rummelsburger Krankenhause übergeführt werden. werden. Alt- Glienice. Zu erregten Geschäftsordnungsdebatten fam es in der am Mehrzahl der Vertreter verspürte teine Reigung, sich von dem VerDienstag bei Bohne stattgefundenen Gemeindevertretersizung. Die ordneten Schrader ein Referat über die lezten Erfazz. bezw. Ergänzungswahlen halten zu laffen. Nach längerer Debatte, bei der barte Worte fielen, sab sich der Vorsitzende, Gemeindevorsteher Weid13. v. M. erfolgten Eriagwahlen der 1. Abteilung. in der der Landmann, gezwungen, ielbit darüber zu berichten. Gegen die am rechtigt und die Wahl für ungültig. Trotzdem blieb Herr Opperwirt Hesse und Dekorationsmaler Oppermann gewählt worden sind, lag Protest vor; die Versammlung erklärte den Einspruch für bemann im Sigungszimmer. Nachdem der Vorfißende erklärt hatte, er übernehme die Verantwortung bierfür, die Vertretung möge sich Ueber den Tod des sechs Jahre alten Töchterchens des Tischlers ihr Recht indben, stimmte er fleißig mit Die Wahlen der 2. und 3. Ab Viehl aus der Mainzer Str. 25, worüber wir in der vorigen Woche teilung wurden für gültig erklärt, und Genoise Bartel für die 3. Abberichteten, wird uns folgendes mitgeteilt: teilung, Landwiri Höfi und Fabritbesizer Schneider für die 2. Abteilung Das kleine Mädven wurde am 15. März von dem Hunde des eingeführt. Zu stürmischen Debatten, bei der auch Ordnungsrufe ers Schlächtermeisters Nickel angesprungen. Da man furz darauf Bißteilt wurden, fam es bei der Wahl eines Schiedsmannes, die infolge wunden nicht fand, das Kind auch nicht flagte, berubigte man sich. erneuter Nichtbestätigung des Rentiers Partenheimer notwendig wurde. Am 22. März mußte plöglich ein Arzt geholt werden, der bei dem Sämtliche Frattienen schickten Redner vor, welche sich energisch das sinde Blutvergiftung feititellte. Einige Tage vorher war das Kind gegen wandten, sich einen dem Vorst her genehmen Kandidaten gefallen und hatte sich eine kleine Verlegung zugezogen. Da am oftropieren zu lassen. Bei der Debatte selbst kam es zu einer heftigen oberen Bein des Mädchens sich gleichfalls eine leichte Wunde zeigte, Auseinandersetzung zwischen den Gemeindeverordneten Hannemann entstand die Meinung, fie rühren von dem betreffenden Hund her. und Schrader, in deren Verlauf letzterer den Unwillen der Verfammlung erregte. Durch Herrn Hannemann wurde der Herr be Am 28. März verstarb das Kind im Krankenhaus. lehrt, daß er nicht mehr Rechte beiäße wie jeder andere Vers wurde entier Bartenheimer zum Schiedsmann und Genosse Nitze als Eriagmann gewählt. Der Antrag, daß in Zukunft Gemeindearbeiten und Lieferungen für die Gemeinde an Gemeindevertreter nicht mehr vergeben werden dürfen, wurde angenommen. Wittenau- Borfigwalde. Da das Resultat der ärztlichen Untersuchung bisher noch nicht vorliegt, so ist es noch nicht möglich, festzustellen, wodurch die Vertreter. Bei der nunmehr folgenden Abstimmung durch Stimmzettel giftung und der Tod des Kindes herbeigeführt worden ist. Wilmersdorf. Ueberfahren und getötet wurde vorgestern ein 6 Jahre alter Knabe, Jobannes Rödiger aus der Spichernstraße. Er geriet auf dem Brager Blaz unter den Kraftwagen eines Architekten und wurde Der Zoolerische Garten hat vor kurzem ein Paar Parma 000). Kängurus erworben, und bald darauf verließ ein fräftiges fo schwer verlegt, daß er schon auf der Hilfswache am Zoologischen Garten starb. Junges den Beutel der Mutter. Diese drei recht seltenen Bewohner von Neusüdwales find jetzt in dem alten Hause dicht neben dem Ein schwerer Bauunfall ereignete fich gestern vormittag auf dem Hauptrestaurant untergebracht und bilden ein schönes Seitenstück Neubau Hohenzollerndamm Ede Friedrichsruberstraße. Dort stürzte zu ihren vier baumbewohnenden Verwandten. Die Barma- Ständer Maurer Lambrecht aus der Juliusstr. 27 in Rigdorf aus der guruhs zählen zu den kleineren Arten und sind fast einfarbig hell Höhe des 3. Stockwerfes vom Gerüst ab und blieb schwerverlegt unten liegen. Auf der Rettungewache der Feuerwehr wurde dem Arbeiter Samariter- Kolonne Groß- Berlin. Am Montag, den Berunglückten, der zwei große Kopfwunden sowie Quetschungen der 10. D. M., abends 9 Uhr, finden in den Abteilungen Dresdener Brust und Rippen davongetragen hatte, die erste ärztliche Hilfe Straße 45 und Brunnenstraße 154 Vorträge über Krankenpflege zuteil. statt. Gäfte find willkommen. Am Montag, den 24. d. M., abends Rigdorf. 9 Uhr, im Dresdener Garten: Instruktionsabend für alle Kursusteilnehmer der fünf Abteilungen. Das pathologische Museum ist bis Ende dieses Monats geschlossen. rotbraun. Lichtenberg. Vorort- Nachrichten. Ein Schauturnen veranstalten die Frauenabteilungen der Freien Turnerschaft Rigdorf Briz heute Sonntag, den 9. April, pünktlich 5 Uhr nachmittags, in Hoppes Festjälen, Hermannstr. 49. Nach dem Turnen: Kommers und Tanz. Der Eintritt ist frei. Da das Programm sehr reichhaltig ist, wird die Arbeiterschaft Nigdorfs um ihr Erscheinen ersucht. Charlottenburg. Konkurs des Friedrichshagener Dampffägemühlenwertes G. m. 6. H. Die Firma Dampffägewerk und Baugeiellichaft Friedrichshagen G. m. b. H., die im Mittelpunkte des bekannten Wilmersdorfer Kommunalifandals stand, hat seit einigen Eugen infolge ungünstiger Der Voranschlag für das Rechnungsjahr 1911 balanziert in Geschäftsverhältnisse ihre Zahlungen einstellen und den Konkurs an- Einnahme und Ausgabe mit 2 137 000 M.; in dieser Summe ist eine melden müssen. An d Unternehmen waren zahlreiche Wilmers Anleihe von 1 Million Mark enthalten. Für den Neubau einer Für dorfer Stadtverordnete und Mitglieder des Magistrats beteiligt; die Schule nebst Turnhalle in Borsigwalde entfallen 450 000 M. Beteiligung des früheren Stadtverordnetenvorstebers Gebeimrat die Neupflasterung der Hermsdorfer, Tieks, Oranienburger, Beckmann hatte die Veranlassung zu dem bekannten Wilmers. Lübarser und Spandauer Straße find 386 000., für die Straßendorfer Kommunalfonflikt gegeben, in dessen Verlauf Geheimrat bahnanlage in der Oranienburger Straße 20 000 m. als zweite Beckmann von seinem Amte zurüdtrat. Die Teilhaber und Gläubiger Rate und für die Herstellung des Aufganges zum Waidmannsluster des Unternehmens, das über ein Stammkapital von 350 000 M. ber Bahnhof 14 000 M. vorgesehen; hierzu fommt die Schlußrate des fügte, werden voraussichtlich sehr erhebliche Verluste erleiden. Die Rathausneubaues von 100 000 m. Das Rathaus fostet der GeBaugesellschaft Friedrichshagen hatte sich sehr lebhaft an dem meinde rund 760 000 M. Die Gemeindeverwaltung erfordert einen Berliner Terraingeschäft beteiligt und dabei bedeutende Ausfälle er- Buschuß von 69 500 2.( 50 000), die Polizeiverwaltung ist mit litten. Wie es heißt, sollen auch durch Entziehung eines Banffredits 26 000.( 22 000) eingestellt. Trotzdem die Einwohnerschaft mur die Aussichten für die Gläubiger erheblich berichlechtert sein. Die von 8809 auf 8684 gestiegen ist, beträgt das Mehr für beide VerGrundstücke der Gesellschaft werden nun zur Subhastation lommen, waltungen 19 500 M., dagegen der Zuschuß zu den vier Volksschulen bei der ebenfalls bedeutende Verlufte eintreten werden. 96 000( 84 000). Die Armenverwaltung erfordert einen Zuschuß bon 39 000( 21 000) M.; unter diesem Titel befindet sich auch der Anteil zum Verbandsfrankenhaus in Reinidendorf mit einem Be trage von 24 000 M. Die laufenden Unterstübungen an Ortsarme betragen nur 5400 M. Die Straßen und Wege erfordern einen Buschuß von 54 000( 12 000) 2. Die Wasserversorgungsanlage balanziert in Einnahme und Ausgabe mit 72 000 M., desgleichen die Gasanstalt mit 24 000 m. Die Kanalisation schließt in Einnahme und Ausgabe mit 35 000 M. ab. Ginem Vermögensnachweis bon 6651 400 M. steht eine Schuldenlaft bon 4 802 666,28 M. gegenüber. Um dieses Rechenerempel fertigzubringen, hat man einfach sämtliche Gemeindegrundstüde teilweise um das Doppelte im Werte erhöht, z. B. das Grundstück in der Tiekstraße, welches im vorigen Jahre mit 40 000 m. zu Buch stand, ist in diesem Jahre mit 80 000 m. berzeichnet. Die Steuerverwaltung schließt mit einer Ginahme von 500 200 m. und einer Ausgabe von 55 200 M. Bur Erhebung gelangen wieder 125 Proz. von der beranlagten Staatseinkommensteuer, 225 Prog. bon 11 000 M. staatlich veranlagter Ge werbesteuer der 1. und 2. Klasse, 150 Broz. bon 2500 M. staatlich beranlagter Gewerbesteuer der 8. und 4. klasse, die Grundwert fteuer für bebaute Grundstücke mit 3 Proz. des gemeinen Wertes bon 16 Millionen Mark gleich 48 000., für unbebaute Grundftücke mit 6 Broz. des gemeinen Wertes von 21 Millionen Mark gleich 126 000 m. Die Umsatzsteuer ist mit 120 000 m., die Bierfteuer mit 5000( 4000) M., die Hundesteuer mit 2000 M. und die Zuftbarkeitssteuer mit 1200 M. eingesetzt. Troßdem die EtatsStadtverordnetenversammlung. Zu Beginn wurde über eine beratung als einziger Punkt auf der Tagesordnung stand, hersuchte Betition betreffend Unterstügung eines fogen. paritätischen man sofort in die Spezialdiskussion einzutreten. Genosse Adam Arbeitsnacweifes, welcher in Lichtenberg beſtehen soll, bon Barteien auf. Wie der Redner hervorbob, ist der zuſchuig au ven beffen Eristenz der Lichtenberger Arbeiterschaft aber nichts bekannt Berwaltungsfoften von 6,50 M. auf 8,03 m. pro Kopf der Bevölke ift, verhandelt. Um zu erkennen, wes Geistes Kinder die Gründer rung gestiegen. Die Forderung einer Vermehrung der Polizei dieses Nachweises find, sei auf die Einleitung der Petition bin fergeantenstellen sowie die Errichtung einer Polizeiwachtmeister gewiefen. Der Borsigende diefes Nachweises, ein durch seinen Durch ftelle, die als bringend notwendig bezeichnet werden, fönne man fall bei den legten Stadtverordnetenwahlen befannt gewordener bei der geringen Bevölkerungszunahme doch wohl nicht aufrecht hiefiger Zentrumsjünger, Herr Alb. Thau, schreibt nämlich wörtlich: Die letzte Mitgliederversammlung des Wahlvereins nahm nach erhalten. Die Koften dieser Verwaltung seien vom Jahre 1907 Am 15. Februar 1910 trat ich mit mehreren national ge: Entgegennahme des Berichts über die Verbandsgeneralversammlung von 1 M. auf 3 M. pro Kopf gestiegen. Die Sergeantenstelle wurde sinnten Herren zu dem Zweck zusammen, die Gründung eines im sozialen Interesse dringend nötigen paritätischen Ar- und Bildung eines Maifonds. Beide Anträge wurden abgelehnt. überfüllt, die Koften pro Schüler betragen 73 M. Der Forderung, Ar- Stellung zu den beiden Anträgen: Einführung eines Montagsblattes alsdann mit 9 gegen 5 Stimmen gestrichen. Die Gaulen find beitsnachweise für die Stadt Lichtenberg und Umgegend in Für den verzogenen Genossen Buls wurde Genosse Migner in die die Pfarr- und Kirchenverwaltungskosten aus dem Etat zu streichen, die Hand zu nehmen."- Während der Betitionsausschus leber- okalkommission gewählt. Zur Verbandsgeneralversammlung wurden wurde nicht stattgegeben. Ein Antrag auf Streichung von 1000 m. Während der Betitionsausschus leber- ür weisung an die soziale Kommiffion beantragte, glaubte Herr die Genofien Tautow und Bürgel delegiert. Zuschuß zum Kinderheim und Errichtung eines Kinderhortes in Schachtel durch seinen Antrag auf Bewilligung von 500 M. fein Am 1. Mai foll gemeinschaftlich mit den Bohnsdorfer Genoffen Gemeinderegie wurde abgelehnt. Dieser Boften segelt jedes Jahr im Lokal von Duchaufour, Köpenider Straße 78, eine Vormittags- unter der Flagge: Die Gründung eines Kinderheims ist durch versammlung und abends die eigentliche Maifeier stattfinden. Beim einen Verein beabsichtigt." Dabei ist weder von der Gründung noc Bericht des Genoffen Migner über die Gemeindevertretersizung rief von der Tätigkeit dieses Vereins im Orte etwas zu verspüren. Die der geplante Bau der Straßenbahn Schmödwig- Grünau Entrüstung Gasanstalt erzielt feinen Ueberschuß. Die Forderungen der Arbeiter auf Regulierung der Löhne, Arbeitszeit und Einführung eines Arbeiterausschusses find bis jetzt noch nicht erfüllt worden; man schweigt sich darüber aus. Auch, die Forderung auf Lieferung bon Anzügen bei schmubiger Arbeit wartet noch auf ihre Erledi gung. Eine längere Debatte entspann sich über die bewilligten mittel zum Bau eines Feuerwehrdepots. Im Jahre 1908 wurden hierzu 30 000 m., im Jahre 1910 am 2. Mai 50 000 m. aufge nommen, desgleichen 110 000 m. für die Verbindungsstraße nach Waidmannsluft. Das Depot und die Straße sind noch nicht aus geführt worden. Obwohl die Schulden sowie die Verzinsung und Tilgung der Summen geführt werden, ist unter Kapital- und Bermögensverwaltung von der Gesamtsumme von 190 000. feine Spur zu finden. Unter den vorübergehenden zur zinsbaren Anlegung verfügbaren Kassenbeständen findet sich die Bemerkung: Die Kassenbestände sind, da die Anleihegelder ziemlich aufgebraucht wurden, geringere geworden. Unsere Genossen meinten, da die Bauten feit 1908 nicht ausgeführt, die Gelder aber angelegt worden find, so müsse doch unter Schuldenverivaltung hierüber Rechnung gelegt werden. Hierauf wurde geantwortet: Wir führen diese often in dem diesjährigen Etat nicht mehr an, da ja die Bauaus führungen in diesem Jahre erfolgen. Für die bürgerlichen Vertreter war der Etat annehmbar, unsere Genossen stimmten ba gegen. soziales Verständnis zeigen zu sollen. Am Oftermontag, den 17. April er., abends 7 1hr, findet im Boltshause, Rosinenstraße 3, ein Heiterer Unterhaltungsabend mit nachfolgendem Tanz statt. Mitwirkende: Herr Otto Rembe( Neaitationen), Frl. Lily Baumann, Konzertfängerin Fri. Annie Ritter, Herr Max Modern( Bioline), Herr Osterburg( Lieder zur Laute). Eintrittskarten zu 50 Pf. bei Scharrnberg, Sefenheimer Straße 1; Weisheit, Rosinenstr. 3; Wilt, Kirchstr. 30, und am Bablabend. Der Bildungsausschuß. Grünau. hervor. Mariendorf. Unser Redner, Genosse Brühl, wies darauf hin, daß wir erst bor wenigen Wochen im Anschluß an die Forderung der ArbeitsLosenversicherung auch den Antrag auf Errichtung eines städtischen Nachweises gestellt haben, eventuell Angliederung an den Berliner Nachweis. Es sei notwendig, wenn etwas getan werden solle, die ganze Angelegenheit im Ausschuß für soziale Angelegenheiten durch zuberaten, um alsdann von diesem eine dementsprechende Vorlage Feuer in der Martendorfer Gasanstalt. In der Hiefigen Gas zu erhalten. Diese Auffassung wurde sowohl von Herrn 8e tonig als auch von unseren Genoffen Grauer und Beder unterstützt. anstalt, die an der Grenze zwischen Mariendorf und Briz belegen ist, brach am gestrigen Sonnabendnachmittag aus bisher noch nicht Die Betition wurde alsdann dem sozialen Ausschuß überwiesen. Alsdann wurde in eine Besprechung über eine vom Magiftrat aufgeflärter Urfache Feuer aus. An dem Retortenhaus, welches das der Stadt Rigdorf an den preußischen Landtag gerichtete Dentichrift in den großen Tants aufgespeicherte Gas liefert, war die Aneingetreten, welche fich mit der Anwendung des 53 des Kommunal bringung eines neuen Rohres zu den Reinigungsbehältern notwendig abgabengefeges befaßt. Dem in jener Dentschrift zum Ausdruck geworden. Diese Arbeit wird so ausgeführt, daß das neue Rohr tommenden Gedanken eines Groß- Berliner Ausgleichfonds aweds an ein Bentraltopfstück angeschraubt und mit geteerten Sanfftriden Regelung der Schullaften stimmen sämtliche Redner bei. Unier Redner, Genosse Spiedermann, betonte, daß die Schullasten abgedichtet wird. Diese Arbeit erfordert große Sorgfalt und es ist bom Staate zu übernehmen feien. Herr Bürgermeister Ziethen weist nicht selten, daß an den Dichtungsstellen Gas ausströmt, welches darauf hin, daß man im Abgeordnetenhause bei Errichtung des sich dann in der frischen Luft leicht entzündet. Kaum hatte einer Broedverbandes auch der Frage der Schaffung eines Ausgleichfonds der Angestellten im Retortenhause den Brand bemerkt, als er fofort nähertreten werde. Die Versammlung nahm alsdann einen Antrag nach dem Dampflesselhaus die Meldung Feuer" gab. Von dort an, wonach gemeinsam mit dem Magistrat an den Landtag eine aus wurden durch fämtliche Sirenen die Feuerwachen von Marien Betition abgesandt wird des Jubaltes, daß das in Aussicht stehende dorf, Tempelhof, Südende, Lankwiz und Marienfelde benachrichtigt, Gefes über die Verteilung der Schullaften so gefördert werde, daß die in laum zehn Minuten zur Stelle waren. Inzwischen hatte man es mit dem Zweckverbandsgefeß gemeinsam in Straft treten fann. Zu den Kosten der Verbreiterung der Ditbahnbrüde wurde an jedoch an der Brandstätte felbft durch mehrere Schlauchleitungen den die Eisenbahnbebörde ein Beitrag von 8000 m. bewilligt. Be an und für fich nur geringen Brand gelöscht, so daß die Wehren fchloffen wurde ferner für Neupflasterung der Kreuzigerstraße mit nicht mehr einzugreifen brauchten. Der Materialschaden ist nur Asphalt 40 950 M. zu bewilligen. Vorgesehen ist hierbei, daß die gering. Eine Betriebsstörung fand nicht statt. Bürgersteige verbreitert und mit Baumanlagen versehen werden. Einem Antrag auf Aufnahme eines Darlehns von 360 000 m. bei der städtischen Sparkasse wurde gleichfalls augestimmt.- Bon der im Jahre 1909 genehmigten Anleihe von 12 500 000 m. foll der Berantwortlicher Redakteur: Albert Wachs, Berlin. Für den Bohnsdorf. Jugendveranstaltungen. B Steglih Friedenau. Die öffentliche Jugendverfammlung, in welcher der Schriftsteller K. Hänisch Dortmund referiert, findet heute Sonntag, nachm. 2 Uhr, im Restaurant Birkenwäldchen", Stegliz, Schübenstraße, Die lette Mitgliederversammlung des Wahlvereins ehrte zunächst statt. Die Genoffen werden ersucht, für guten Besuch der Versammlung das Andenken des verstorbenen Genossen Freitag. Als Delegierte Sorge zu tragen. Der Jugend- und Bildungsausschuß. Inferatenteil verantw.: Th. Glode, Berlin. Drud u. Verlag: Vorwärts Buchdruderei u. Verlagsanstalt Paul Singer u. Co., Berlin SW. natiod A Nr. 85. 28. Jahrgang. 7. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt Sonntag, 9. April 1911. Tchnight Spirfares Onfine faites abock! Marke Deutschlands. Die beste daher verbreiteten. Kein Detailverkauf Gesunder Schlaf nur auf Zu haben in allen besseren Möbel- und Bettgeschäften aus den Fabriken von Schickler, Bohe& Co., G. m. b. H. Elberfeld, Berlin- Tempelhof, Breslau, Frankfurt a. M., Hamburg. Jedes Wort 10 Pfennig. Das fettgedruckte Wort 20 Pfg.( zulässig 2 fettgedruckte Worte). Stellengesuche und Schlafstellen- Anzeigen 5 Pig.; das erste Wort( fettgedruckt) 10 Pfg. Worte mit mehr als 15 Buchstaben zählen doppelt. Verkäufe. Teppiche( Farbenfehler) Gelegen heitsfauj. Fabriklager Mauerboff, Nur Große Frantiurterstraße 9, Flur. eingang. Gegründet 1874. Borwärts. leiern 10 Prozent. Sonntags geöffnet. Steppdecken billigst Fabri! Große Frantiurteritraße 9, Flureingang. 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