Nr. 95. Abonnements- Bedingungen: Abonnements- Preis pränumerando: Bierteljährl. 3,30 I., monatl. 1,10 M., möchentlich 28 Pfg. frei ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags. nummer mit illustrierter Sonntags Beilage„ Die Neue Welt" 10 Bfg. PostAbonnement: 1,10 Mart pro Monat. Eingetragen in die Post- Zeitungs Breisliste. Unter Kreuzband für Deutschland und Desterreich- Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mart pro Monat. Bostabonnements nehmen an: Belgien, Dänemark, Holland, Italien, Luxemburg, Portugal, Rumänien, Schweden und die Schweiz. Ericheint täglich außer Montags. Vorwärts Berliner Volksblatt. 28. Jahrg. Die Infertions- Gebühr beträgt für die sechsgespaltene Kolonel zeile oder deren Raum 60 Pfg., für politische und gewerkschaftliche Vereins und Versammlungs- Anzeigen 30 Pfg. Kleine Anzeigen", das fettgedruckte Sort 20 Pfg.( zulässig 2 fettgedructe 28orte), jedes weitere Wort 10 Pfg. Stellengesuche und Schlafstellenanzeigen das erste Wort 10 Big., jedes weitere Wort 5 Bfg. Borte über 15 Buchstaben zählen für zwei Worte. Juferate für die nächste Nummer müssen bis 5 Uhr nachmittags in der Erpedition abgegeben werden. Die Expedition ist bis 7 Uhr abends geöffnet. Telegramm- Adresse: ,, Sozialdemokrat Berlin". Zentralorgan der fozialdemokratifchen Partei Deutschlands. Redaktion: S. 68, Lindenstrasse 69. Fernsprecher: Amt IV, Nr. 1983. Sonntag, den 23. April 1911. Expedition: S. 68, Lindenstrasse 69. Fernsprecher: Amt IV, Nr. 1984. Oppoſition. Die Arbeiterpartei müſſe entweder die Rolle der Fliege Der Vorwärts" als amtliches übernehmen, die ahnungslos in das Netz der Spinne liefe, oder sie Die Jahreskonferenz der T. L. P. ie den Klugen und vorſichtigen Kämpfer ſpielen, der fich der Art London, 19. April( Eig. Ber.) des bevorstehenden Kampfes bewußt ist." Publikationsorgan. den UrteilsLansbury sprach für die Resolution. Er führte aus,„ Ist der„ Vortvärts" zum amtlichen Publikationsorgan Ostermontag und den folgenden Dienstag hielt die„ Un- daß eine Reform des parlamentarischen Verfahrens nie er- abanciert?" wird wohl mancher Leser beim Anblick der öffentlichen abhängige Arbeiterpartei" in Birmingham ihre 19. Jahres- reicht werden würde, wenn die Arbeiterpartei beständig die Bekanntmachung des Herrn Ersten Staatsanwalts beim Landgericht Konferenz ab. Die Tagesordnung wies nicht weniger als 129 Wirkung berücksichtige, die ihre Handlungsweise auf das Berlin im Inseratenteil unserer heutigen Nummer verwundert fragen. verschiedene Punkte nebst einer großen Anzahl Amendements Schicksal der Regierung haben könnte. Jedermann wisse, daß Gewiß ist es eine nicht alltägliche Erscheinung, daß der Vertreter auf. Die große Mehrheit der Anträge mußte daher not- der Einfluß des Kabinetts zu groß sei und eine gewaltige Ge- einer preußischen Anflagebehörde sich just ein„ Organ des Umwendigerweise im Handumdrehen erledigt werden. Zu einer fahr für die Demokratie bedeute. Als Keir ardie die sturges" als Sprachrohr erwählt. Eigenartige Umstände sind es schnellen Erledigung der Geschäfte trug auch noch der Umstand Frage der Behandlung der walisischen Bergarbeiter im Parla- denn auch, die den Herrn Oberstaatsanwalt Preuß zu diesem unbei, daß, wie vorauszusehen war, die Diskussion über die ment borgebracht habe, hätten nur 17 Arbeiterparteiler mit gewöhnlichen Vorgehen bewegen: Wie sich unsere Leser erinnern werden, ist unser Kollege Barth Taktik der Partei und der Arbeiterpartei die längste Zeit ihm gestimmt, da die anderen gefürchtet hätten, die Regierung in Anspruch nahm. in Gefahr zu bringen. Hier unterbrach Mac Donald den im Oktober v. J. wegen angeblicher Beleidigung des GeneralNach der Eröffnungsrede des Genossen Anderson, Redner mit der Bemerkung, daß der Beweggrund der fehlen- leutnants v. Below zu einer Gefängnisstrafe von einem des Vorsitzenden der J. 2. P., in der dieser den wachsenden den Arbeiterparteiler feineswegs der von Lansbury ange- Monat verurteilt worden. Diese Strafe büßt Barth zurzeit parlamentarischen Einfluß der Partei hervorhob und unter gebene gewesen sei. Landsbury erklärte fortfahrend, daß die ab. In dem Urteil war dem vermeintlich Beleidigten, dem die Befugnis zugesprochen, anderem auch die treffende Bemerkung tat, daß ein deutsch- Handlungsweise dieser Parlamentarier auf alle Fälle feige Herrn v. Belolv, innerhalb bier Wochen nach Zustellung englisches Einvernehmen noch von viel größerer zu nennen sei. Mac Donald habe nur von den bösen Tories tenor Wichtigkeit sei als ein englisch- amerikanisches, wurde der Vor- gesprochen. Wie stehe es aber mit den bösen Liberalen? des rechtsträftigen Urteils einmal im„ Borwärts" und standsbericht diskutiert. Schon gleich zu Anfang platten die Die Regierung wisse wohl, wie sie sich retten könne; sie möge einigen anderen größeren Zeitungen auf Kosten des AnGeister aufeinander. Im vergangenen Jahre hat eine große sich selbst retten. Was er vom Parlament gesehen habe, habe getlagten bekannt zu machen. Wie in früheren Fällen hätten innere Gärung in der F. 2. P. stattgefunden, die ihre Ursache ihm die Ueberzeugung beigebracht, daß man den Sozialismus wir auch diesmal ganz felbstverständlich unserer Pflicht zur Aufin der Unzufriedenheit mit der schwachen und unselbständigen oder wenigstens Etappen zum Sozialismus in der Jektzeit nahme des Urteilstenors in den redaktionellen Teil unserer Zeitung Politik der Arbeiterpartei hat, der die J. 2. P. angeschlossen nur erreichen könne, wenn man der Regierung mit seinen entsprochen; doch der Herr Generalleutnant vergaß, uns um die ist. Der Bericht des Vorstands wurde scharf kritisiert. Man Stimmen Furcht einjage. Mac Donald habe die Resolution Beröffentlichung des Urteilstenors zu ersuchen. Dagegen erhielten beklagte sich darüber, daß die Partei bei den letzten Wahlen sinnlos genannt; er fordere ihn auf, es in dem Amendement wir am Abend des 10. März einen Gilbrief der Staatsdem Kampfe mit den Liberalen in vielen Wahlkreisen ausge- flar zu machen, daß die Partei nicht an dem Wagen der Regie anwaltschaft, der folgendes Schreiben enthielt: wichen sei, man bemängelte das Verhalten der sozialistischen rungen gefesselt sei. Weder den Liberalen noch den KonserMitglieder der Arbeiterpartei im Parlament, die dort ihre bativen müsse Gnade erwiesen werden, wenn sie Unrecht täten. fozialistische Leuchte unter den Scheffel stellten. Ein heißer Die Liberalen wie die Konservativen seien Redekampf tobte um den Passus im Vorstandsbericht, in dem die Feinde der Demokratie und müßten aus den vier Vorstandsmitgliedern, die um die Mitte des vorigen dem Wege gefchafft werden. Am folgenden Tage wurde die Debatte über die Taktik Jahres ein Manifest gegen die Taktik der Arbeiterpartei ohne der Partei wieder aufgenommen. Mec 2 a ch I an, einer der Oberstaatsanwalts stand uns das Urteil des Landgerichts doch höher Wissen der übrigen Vorstandsmitglieder veröffentlichten, ein scharfer Tadel ausgesprochen wurde. Die Parteifonferenz Verfasser des viel besprochenen Manifests, wandte sich gegen als sein Ersuchen. Wir lehnten deshalb die Forderung ab. Im Ans pflichtete dem Parteivorstand mit großer Mehrheit bei. Mac Donald und bezeichnete deffen Behauptung, man müsse schluß daran entwidelte fich ein Lebhafter Briefwechsel, in dessen Der Inhalt des Manifests, dessen Art der Veröffent- alle Fragen mit Rücksicht auf alle ihre Beziehungen beurteilen, Verlauf uns auch flar wurde, warum die Staatsanwaltschaft uns ihr lichung von der Konferenz als verwerflich bezeichnet wurde, als unsinnig. Was würde man von einem Liberalen oder erstes Schreiben als Eilbrief übersandt hatte. Die Staatsanwaltgab jedoch später zu einer Debatte über die parlamentarische Tory denken, der gegen seine Partei stimme und dann vor schaft hatte nämlich am 11. Februar das rechtskräftige Urteil Lattik Anlaß, die zu den fruchtbarsten gehört, die je auf einer seinen Wählern erkläre, er habe mit Rücksicht auf die allge- dem Herrn v. Below zugestellt. Below hatte bei der StaatsanwaltKonferenz der 3. 2. P. geführt worden sind. 13 Sektionen meine Lage gehandelt. Burgeß drückte die Ansicht aus, daß schaft am 4. März die Veröffentlichung beantragt. Im Drange der hatten einen Antrag gestellt, der schon auf der Tagesordnung die bevorstehende Besoldung der Parlamentsmitglieder aus Geschäfte ist der Brief aber wohl einige Tage liegen geblieben, fo hatten einem Antrag gestellt, der schon auf der Tagesordnung Staatsmitteln die Partei in eine Lage bringen werde, in der daß wir erst am Tage vor Ablauf der 28tägigen Frist der Konferenz der Arbeiterpartei in Leicester erschien und dort niedergestimmt wurde. Der Antrag lautete: sie nicht mehr wie bisher die Parlamentsauflösung zu fürchten durch den Herrn Oberstaatsanwalt Preuß um die Veröffentlichung Um die Autorität der gewählten Wolfsvertreter im ParlaUm die Autorität der gewählten Voltsvertreter im Parla- brauche. Er wünscht die vollblütige Taktif, die von Lansbury ersucht wurden. In der Eile hatte man aber vergessen zu bemerken, des Herrn v. Below borlag. ment gegenüber dem überwältigenden politischen Einfluß, der jetzt vertreten wird, dessen Worte auf den einfachen Arbeiter einen daß ein Antrag des ment gegenüber dem überwältigenden politischen Einfluß, der jetzt größeren Eindruck machten als alle fein ausgeflügelte Diplo- Erst in späteren Schreiben wurde von der Staatsanwaltschaft auf von den Ministern ausgeübt wird, die fast jede wichtige Entscheidung von den Miniſtern ausgeübt wird, die fast jede wichtige Entscheidung matie, die die Partei zugrunde richten würde, wenn den Antrag hingewiesen. Leider war aber inzwischen die des Unterhauses als ein Vertrauensvotum ansehen, auf dessen Ver- man sie noch länger fortsetze. Man müsse der Deffentlichkeit rift abgelaufen. Wir konnten daher nicht mehr dem in deu weigerung die Auflösung als Strafe folgen kann, geltend zu zeigen, daß sowohl Liberale wie Konservative Intri- Briefen wiederholt ausgesprochenen Wunsche nach Beröffentlichung machen, wird die Arbeiterpartei im Parlament ersucht, alle der- ganten seien, die Sozialisten auf geradem Wege mar- entsprechen, denn dem stand der Passus des Urteils entgegen, der die artigen möglichen Folgen zu ignorieren und ihre Absicht zu schierten. Frift zur Veröffentlichung bestimmte. erklären, ihre eigenen Fragen in den Vordergrund zu rüden und beständig in allen ihr vorgelegten Fragen nach deren Wert zu stimmen." des aus: " In der Straffache gegen den Redakteur Richard Barth wegen Beleidigung fordere ich Sie auf, die anliegende Urteils formel in dem redaktionellen Teil Ihrer Zeitung öffentlich bekannt zu machen. Preuß Oberstaatsanwalt." Bei allem schuldigen Respekt vor den Wünschen eines preußischen des Herrn Barnes, der frühere Vorsitzende der parlamentarischen Aber die Staatsanwaltschaft ist ja eine der Behörden, die das Fraktion, erklärte, daß er der Resolution sehr sympathisch Recht haben, öffentliche Bekanntmachungen in Zeitungen zu erlassen gegenüberstehe. Er sei auch der Ansicht, daß die Partei in der natürlich gegen Bezahlung. Der Herr Oberstaatsanwalt Preuß, Zu dieser von dem Vorstandsmitglied Hall, einem der Vergangenheit nicht gekämpft habe, wie sie hätte fämpfen dem so viel an der Beröffentlichung der Urteilsformel lag, beschritt Unterzeichner des Manifests, und dem Parlamentsmitglied sollen. In der engeren Auslegung sei er mit der Resolution also diesen Weg. Jowett begründeten Resolution war folgendes Amendement nicht einverstanden. Es gebe Fragen, wie die Rüstungs- Für zukünftige ähnliche Fälle möchten wir dem Herrn Oberstaatsgestellt, das die Ansichten der Mehrheit des Parteivorstands frage und das Recht auf Arbeit, in denen er immer anwalt aber empfehlen, sich mit Inferatenaufträgen nicht wiedergab: unbekümmert um das Schicksal irgend einer Regierung wieder an die Redaktion zu wenden. Die dafür wenigstens bei " Diese Konferenz erkennt an, daß die Arbeiterpartei, um ihre stimmen würde. Dehne man aber die Praxis auf alle Fragen uns einzig in Betracht kommende Institution ist der Verlag Bwede wirksam zu verfolgen, alle unmittelbaren und sonstigen aus, so liefere man sich dem Intrigenspiel der Liberalen oder respektive die Expedition der Zeitung. Nur aus Gefälligmöglichen Folgen und Wirkungen einer Handlungsweise berüd- Konservativen aus. Er könne aber auch nicht für das Amen- teit haben wir eine Ausnahme gemacht und die Verδα das sichtigen muß, che sie diese annimmt, und darauf bedacht sein dement stimmen, da dieses den Anschein zu erwecken suche, es mittelung übernommen, Mißgeschic muß, sich bei der Entscheidung ausschließlich durch die Rücksicht auf sei alles in guter Ordnung. Er fordert die streitenden Oberstaatsanwalts unser Mitgefühl erregt hatte. Db übrigens ihre eigenen Interessen als Partei und durch den Wunsch, die Ge- Parteien auf, die Resolution wie auch das Amendement zurück der Herr Oberstaatsanwalt mit seiner in seinem letzten Schreiben ausgesprochenen Ankündigung, daß er die an unsere Expedition zu Legenheiten zur Erreichung ihrer Ziele zu vermehren, leiten zu zuziehen. Dieser Aufforderung schließt sich Seir Hardie an. bezahlenden Insertionsgebühren nachträglich von Barth ein. laffen." Er erklärt, auch er sei mit den Handlungen und der Haltung ziehen werde, Erfolg haben wird, möchten wir beDer interessanteste Teil der Debatte war ein Rededuell der Arbeiterpartei im Barlament nicht zufrieden. Die zweifeln. Nach dem gegen Barth gefällten Urteil hat die Verzwischen den Genossen Mac Donald und Lansbury. schlimmste Entwicklungsperiode der Partei sei nun überstanden. öffentlichung auf Kosten des Angeklagten innerhalb vier Wochen Mac Donald, der gegen die Resolution sprach, führte folgen. Die Partei finde es schwer, die Dentweise der Liberalen ab- nach Bustellung des rechtskräftigen Urteils zu geschehen. Jezt zuschütteln. Er verweise nur auf die Reden Mac Donalds, find aber bereits reichlich zwei einhalb Monat seit diesem „ Er sei weit davon entfernt, mit dem jezigen Verfahren im der nur von den verschmitten Tories rede, die ein Komitee Termin verstrichen. Unserem Kollegen hätte natürlich der Verlag Barlament zufrieden zu sein. Aber die vorliegende Resolution sei zum Studium der Sozialreform gebildet hätten. Aber die die kostenlose Aufnahme des Urteilstenors im redaktionellen Teil, sinnlos, wenn man sie als Mittel zur Abstellung der bestehenden Tories folgten nur dem liberalen Beispiele. Er( der Redner) wie es das Urteil ja auch bestimmt, gewährt. Aber öffentliche BeBustände betrachte. Was bilde den Wert einer Frage? Der Wert fürchte die Liberalen mit ihrer Sozial tanntmachungen der Staatsanwaltschaft tostenlos aufzunehmen hat oder die Beschaffenheit eines Falles müsse stets mit Rücksicht auf reform mehr als die Konservativen. Die der Verlag des Vorwärts" natürlich keine Veranlassung. alle Beziehungen beurteilt werden; es sei nicht ein Abstraktum in freundlichere Stellung der Arbeiterpartei zu den Liberalen einer Art luftleeren politischen Vakuums. Man müsse stets die erkläre sich aus dem Umstande, daß die liberale Regierung, größere von zwei Wohltaten oder das fleinere von zwei Uebeln ab- durch das Erscheinen der Arbeiterpartei im Jahre 1906 angewägen. Wenn er im Unterhause aufstände, um die Götter anzu- pornt, eine Reihe von Arbeiterforderungen( Gewerkschaftsflehen, die Armut abzuschaffen, würden ihn seine Wähler jedenfalls gesez, Alterspensionen usw.) bewilligt habe. Die ArbeiterZu den besten Kennern des Zentrums gehörte ohne Zweifel der nach Hause schicken. Er glaube, das Unterhaus stehe zu sehr unter partei unterstütze die Regierung bei der Abschaffung des Veto- verstorbene" Va terland"-Redakteur Dr. Sigl. Mitten in Klerikalen der Kontrolle der Minister. Die Arbeiterpartei müsse mehr Drud rechts der Lords. Sollte sich aber die Regierung anschicken, Streifen aufgewachsen, hatte er, der scharfäugige Beobachter, hinauf die Regierungen ausüben. Man dürfe aber nicht ver- das Haus der Lords gemäß der Einleitung zur Barlaments reichend Gelegenheit, feine Leute kennen zu lernen. gessen, daß der Entschluß der Arbeiterpartei, in einer bestimmten bill umzugestalten, so würde die Arbeiterpartei bereit sein, mit nichts von den ultramontanen Machern der Zentrumspolitik gesagt Frage gegen die Regierung zu stimmen, die Opposition in die Lage Hilfe der Fren oder der Konservativen die Regierung hätte, als das eine Wort: Sie Iügen wie die Teufel und bringen würde, die Regierung zu stürzen. Es würde dann zu stürzen. schwindeln aus Prinzip", so würde er damit erwiesen nicht die Arbeiterpartei sein, die den Sturz der Regierung herbei- Der Vorschlag Barnes und Keir Sardies wurde haben, wie genau er das Zentrum tannte. führe, sondern die konservative Opposition. Die Ar- darauf angenommen. Resolution und Amendement wurden beiterparteiler fönnten sich dann ihre ledernen Medaillen an die zurückgezogen. Troz der hißigen Schlacht gab es weder Sieger Brust steden, aber der Opposition würden alle Früchte des Sieges noch Besiegte. Die Debatte dürfte aber dennoch nicht vergebens in den Schoßz fallen. Die in der Resolution aufgestellte Forderung geführt worden sein. bedeute in der Bragis eine gewaltige Verstärkung der Macht der Das Zentrum. " Und wenn er Dr. Sigl hat nicht das vierzigjährige Jubiläum der deutschen Bentrumspartei erlebt. Er würde nicht verfehlt haben, den dicken Weihrauch, der bei dieser Gelegenheit zum Himmel stieg, durch einige Funken biffiger, aber ehrlicher und zutreffender Grobheit aufzuhellen. Aber Dr. Sigl hat die Sache vorweggenommen durch einen Artikel, den er im Jahre 1896, aus Anlaß des 25 jährigen Jubiläums der Zentrumspartei, in seinem Blatte veröffentlichte. Damals hatte das Zentrum bereits die schiefe Ebene betreten, auf der es in der Folge immer mehr herunterglitt. Noch war sein Gewissen nicht mit den beiden Flottengesezen vom Ende der neunziger Jahre, nicht mit dem Zolltarif, der Reichsfinanzreform und den mancherlei Sünden beladen, die es in jüngster Zeit wider die Arbeiterklasse begangen hat. Aber diese Sünden waren ihm vorgezeichnet, als es Mitte der neunziger Jahre ins Regierungslager überschwankte, und insofern ist das Bild, das Sigl in jenen Jahren vom Zentrum entwirft, zutreffend auch für das Zentrum unserer Tage. Der Artikel Dr. Sigle lautet: schiedener Stets in " Das Zentrum galt von seiner Gründung an bei Freund und Feind als eine fatholische Partei. Die Gegner des Zentrums warfen ihm vor, es hole sich seine Instruktionen in Rom, und da der päpstliche Stuhl unter Pius IX. dem neuen Reiche entschieden ab hold war, galt darum auch das Zentrum als, reichsfeindlich Im Reichstag stand dasselbe in ununterbrochener ente dagegen Opposition, blieb der Minderheit und war nicht einmal im Präsidium des Reichstags bertreten. Das waren die schönsten und besten Zeiten des Zentrums. Es ging ein idealer Bug durch die ganze Partei. Die Männer, die das Zentrum vertraten und sich der Partei anschlossen, hatten von der Regierung nichts zu erwarten. Für politische Streber gab es im Zentrum feinen Blaz. gesetzt werden, seine Pläne, feine national- französische Armee| Sozialdemokratie. Die Verlogenheit Ser Kampfesweise gegen durch eine Eingeborenenarmee Nordafrikas zu verstärken, in be- unsere Partei ist ja dies- und jenseits der Vogesen die gleidhc. drohlichem Umfange zu verwirklichen. Deshalb müsse„ bald Der übelberatenen S. D. P. aber gereicht das Lob der etwas geschehen, um das deutsche Interesse in entsprechender Nordd. Allg. 3tg." wirklich zur Schande und daß es nicht Weise zu wahren". ganz unverdient, ist das Bittere dabei, ent= Es versteht sich von selbst, daß wir dem französischen Jinperialismus, der sich in Frankreichs Marottopolitit offenbart, ebensowenig sympathisch gegenüberstehen, wie dem deutschen Imperialismus. Es wird deshalb die Aufgabe des französischen Broletariats sein, die französische Annettionspolitif nach wie vor mit allem Nachdruck zu bekämpfen. Nicht minder aber ist es die Aufgabe des deutschen Proletariats, einer deutschen Interventionspolitik, wie sie das Agrarierorgan wünscht, bon born= mit äußerster Entschiedenheit herein mit gegenzutreten! Die wirtschaftlichen Interessen Deutschlands an Marokko sind so lächerlich gering, daß ihretwegen jeder Konflikt mit Frankreich eine rivolität wäre. Bächerlich übertrieben sind auch die Befürchtungen des Oertel- Organs, daß Frankreichs Militärmacht durch eine afrikanische Armee eine irgend bedenkliche Berstärkung erfahren fönnte. Biel wahrscheinlicher wäre es, daß fich Frankreich durch eine Offupation Marottos auf Jahrzehnte hinaus in derartige Schwierigkeiten verwidelte, daß seine Aktionsfähigkeit in Europa erheblich geschwächt würde. Aber die vorgeblichen Besorgnisse des Agrarierorgans sind ja auch nichts als die Maste, hinter der sich die Konfliktlüsternbeit unseres Junkertums verbirgt, das durch die Hochflut eines Das änderte sich alles, als mit dem Regierungsantritt des tünstlich entfesselten Chauvinismus nur sein festgefahrenes Schiff Papstes Leo XIII. der Stulturkampf allmählich abzuflauen begann. wieder flott machen möchte. Man möchte lediglich einen großen Die einfichtsvollsten Führer des Zentrums haben es vorausgesehen, daß mit dem Aufhören des Kulturkampfes auch die innere Berechti- patriotischen Rummel inszenieren, um der gründlichen gung ihrer Partei aufhören müsse, und sie haben die Entwickelung, Abrechnung bei den Reichstagswahlen aus dem welche die Partei von da ab nahm, flar vorausgesehen. Mit dem Wege zu gehen! Diese unverfrorene Junkerstrategie gilt es Aufhören des Kulturkampfes hörte die entschiedene Oppositionsstellung daher von vornherein mit aller Entschiedenheit zu durchkreuzen! des Zentrums auf. Dasselbe fam unter die Majoritätsparteien und wurde hoffähig. Damit war aber zugleich ein höchst kritischer Wendepunkt geschaffen. Wer die innere und äußere Entwickelung der Partei genau berfolgt hat, lonnte beobachten, wie nun auf einmal fich im Zentrum Leute hervor und herandrängten, deren Zugehörigkeit zu der Partei in den Zeiten ernsten Stampfes sehr zweifelhaft gewefen war. Auf einmal merkten eine ganze Reihe von Strebern, daß beim Zentrum etwas zu holen sei, und nun begann eine innere Gärung der alten und der neuen Elemente, welche in dem ganzen Verhalten des Zentrums seitdem deutlich erkennbar ist. Näheres würde zu weit führen. Gegenwärtig nun scheint der Moment gekommen, wo diese Gärung überwunden ist. Die alten Elemente des Zentrums sind beseitigt, die neuen find obenauf, und diese nenen vertreten nun statt der alten beale eine ganz gewöhnliche Intereffenpolitit aber, wohl gemerkt, nicht die Intereffen des Boltes, das ließe man sich ja gerne gefallen, sondern an erster Stelle ihre eigenen. Das Zentrum ist zurzeit ein eind bon einigen wenigen Leuten, die sich berbunden haben zur Erhaltung und Förderung ihres eigenen politischen Einfluffes. Das ist die ganze Geschichte. Da sind vor allem einige geistliche Herren, die gar zu gern regieren möchten im Staat, und vor allem und an erster Stelle bie Intereffen des geistlichen Standes vertreten, dessen äußere Machtstellung fie mit allen Mitteln fördern. Dann kommen einige Beamte und Professoren, die vor allem an die eigene arrière benten und ihre Freunde und Slub genoffen vorwärts bringen wollen. Dann kommen einige Adlige und Hofherren, denen die Gunst von oben das wichtigste Lebensprinzip ist. Diese wollen natürlich und vor allem die alten Vorrechte ihres Standes aufrecht erhalten oder wiederherstellen. Neben ihnen lommen die edeligen oder bürgerlichen Groß Grundbesizer, die natürlich auch nur an sich denten. Hinter diesen folgt dann der ganze Troß von fleinen Beamten, Bürgern, Bürgern, Arbeitern, Bauern, benen alles mögliche verspricht und die das Stimm. vieh bergeben, mit dem die Leiter ihre politischen Geschäfte machen. Das ist die wahre Gestalt der Zentrumspartei im 25. Jahre ihres Bestehens." man Und das ist, so fügen wir hinzu, in verstärktem Maße auch die wahre Natur des Sentrums im 40. Jahre seines Bestehens. Das dem Bolte eindringlichst zum Bewußtsein zu bringen, wird vor allem die Aufgabe des bevorstehenden Reichstagswahlkampfes sein. Politifche Ueberlicht. limsturzpartei" gewährt hat. stod otros Delbrück bleibt. In den ministeriellen Kreisen scheint man es satt zu haben, die vom Freiherrn v. Jedlig erfundenen Gerüchte über die Amtsmüdigkeit des Staatssekretärs Delbrüd weiter furfieren zu lassen. Herr Delbrüd läßt jetzt die Gerüchte über feine demnächstige Demission energisch dementieren. Die N. pol. Korr." schreibt nämlich: " In einem Teil der Presse wird dem Staatssekretär Dr. Delbrück Amtsmüdigkeit nachgesagt. Eine Beitung will sogar im Reichsamt des Innern entsprechend angefragt und darauf angeblich die Antwort erhalten haben, daß man jegliche Auskunft hierüber verweigere. Bei der maßgebenden Instanz im Reichsamt des Innern ist, wie wir hiermit ausdrücklich feststellen, nicht angefragt worden. Wenn dies geschehen wäre, würde die Ant wort wahrheitsgemäß gelautet haben, daß von einer Amtsmüdigkeit des Staatssekretärs des Reichsamts des Innern Dr. Delbrück in feiner Weise die Rede sein kann. Der Staatssekretär berlebt nach der anstrengenden und schweren parlamentarischen Kampagne, die er hinter sich hat, einen furzen Erholungsurlaub in Baden- Baden, von dem er Ende dieses Monats zurüdfehrt, um seine Amtsgeschäfte sodann in vollem Umfange wieder zu übernehmen." Bugleich veröffentlicht die Köln. 3tg." folgendes allem Anschein nach aus dem Reichskanzleramt stammende, bereits gestern von uns unter Leyte Nachrichten" mitgeteilte Telegramm: Frisierte Bilanzen. Die Berliner Politischen Nachrichten" des Herrn Schweinburg fahren fort in dem Bestreben, die finanzielle Lage des Reiches jo rofig als nur möglich zu schildern, um die Gesundung der Reichsfinanzen zu beweisen. Schweinburg erzählt: „ Es wird ferner im laufenden Jahre eine Reichsanleihe nicht aufgenommen werden, was schon seit langem nicht der Fall war. Ist danach noch ein Zweifel an der Gesundung der Reichsfinanzen möglich? Sollte er noch irgendwo vorhanden sein, so wird er durch den Endabschluß für das Rechnungsjahr für 1910 beseitigt werden. Dieser Abschluß wird zeigen, daß aus früheren Zeiten stammende und die nächsten Jahre be= drohende Lasten zu einem großen Teil werden beseitigt werden fönnen. So ist also auch ohne den Reichshaushaltsetat für 1912 schon die Gesundung der Reichsfinanzen erhärtet. Selbstverständlich wird noch manches zu tun bleiben, um zu ganz tadellofen Zuständen zu gelangen. Dazu waren die Sünden der Bergangenheit zu groß. Namentlich wird dies der Fall bei der Ausgestaltung des Extraordinariums fein. Das Ziel ist, auf Anleihe nur noch Ausgaben werbender Natur zu nehmen. Für die allernächste Beit läßt es sich aus den angeführten Gründen nicht erreichen. Aber daß seine Erreichung möglich ist, wenn so, wie in der letzten Zeit gewirtschaftet wird, daran ist kein Zweifel." Dieser skrupellosen Verschleierung der Tatsachen gegenüber muß noch einmal betont werden, daß die Belancierung des Etats absolut fein Kunststüd ist, wenn man über 400 Millionen Mark neuer Steuern verfügt. Bezeichnend aber ist es, daß trotz dieser neuen Steuern der Etat nur mit Mühe und Not ins Gleichgewicht gebracht werden kann. Im nächsten Jahre erfordert die be fchloffene Heeresvermehrung allein schon eine Mehrausgabe von 24 Millionen Mart, die Mehrausgaben für das Heer werden somit bestimmt 35 Millionen Mark erreichen. Die Großindustrie drängt, wie aus dem Jahresbericht der Dortmunder Handelskammer zu ersehen ist, auf eine Abänderung des Flottengesetzes. Eine Bermehrung der Bauten von Kreuzern wirft das ganze Kartenhaus des Schatzsekretärs Wermuth über den Haufen. Es gehört wirklich ein robustes Gewissen dazu, unter solchen Umständen, dem Volfe eine Sanierung der Reichsfinanzen zu verheißen. Dringliche Erhebungen. de ad Bom preußischen Kultusminister find bringende Erhebungen über den gegenwärtigen Stand der Jugendpflege angeordnet. Es sollte dabei die Zahl der männlichen Jugendlichen im Alter von 14 bis 20 Jahren festgestellt und ferner ermittelt werden, wie viele Jugendbereine einen Anschluß an Fortbildungsschulen usw. haben und wie viele firchlichen Vereinigungen, nationalen Turn, Spielund Sportvereinigungen oder anderen, im vaterländischen Sinne geleiteten Bereinigungen angehören. Ferner erstreden sich die Erhebungen auch auf die Jugendheime. Der Deutsche Handelstag. Schlachtvieh, Vom 11. bis 14. Mai wird der Deutsche Handelstag in Heidelberg, wo bor 50 Jahren seine Gründung erfolgte, das Fest feines fünfzigjährigen Bestehens feiern. Bis jetzt haben sich etwa 600 Teilnehmer gemeldet. Für die Heidelberger Festtage sind neben einer Wir sind bereits den falschen Gerüchten entgegengetreten, Arbeitssigung umfangreiche festliche Beranstaltungen geplant. die von Meinungsverschiedenheiten zwischen dem Reichskanzler Die ernente Oeffnung der Grenze für franzöfifches und dem Staatssekretär des Innern wegen der elsaz- lothringischen Frage wissen wollten. Wir möchten aber noch ausdrücklich feststellen, daß der Reichskanzler und der Staatssekretär Delbrüd, wie dies auch in allen unterrichteten Streifen bekannt ist, in dieser Sache von Anfang an sich in voller Uebereinstimmung befunden und gehandelt haben; darin hat sich nichts geändert. Ist schon die Annahme grundfalsch, der Reichskanzler fönnte in einem Scheitern der Vorlage für sich einen Anlaß zum Nüdtritt sehen, so ist es geradezu bösivillig, ihm unterzuschieben, er würde in diesem Falle einen Mitarbeiter zum Sündenbod machen, der sich mit allen Kräften um das glückliche Gelingen des wichtigen Werks bemüht." Unterwie fie vom Gemeinderat der Stadt Mathausen i. E. vor einigen Wochen beantragt worden ist, hat das Ministerium für Elsaß- Lothringen in Beantwortung dieser Eingabe als zurzeit untunlich" bezeichnet. Das Ministerium beruft sich dabei auf das Vorkommen der Maul- und Klauenfeuche auch in Frankreich. Auf die Tatsache, daß während der Deffnung der Grenze für diese Einfuhr fein einziges trantes Stück Vieh aus Frankreich nach dem Elsaß tam, geht das Ministerium in dem Antwortschreiben an mit Bürgermeister feinem Worte ein! dessen haben sich die Gemeinderäte der Städte Mes und Straß burg dem Antrage der Stadt Mülhausen angeschloffen. Welche Delbrück bleibt also vorläufig. Für die offizielle Politik Preisunterschiede an der elfäffisch franzöfifchen Grenze beist das völlig gleichgültig. Ob dieje oder eine andere Nummer ftehen, zeigt eine Meldung aus dem Grenzorte Pfettershausen im den Namen Staatssekretär führt, ändert nicht das geringste Streife Altfirch, wonach fofort nach der neuen Schließung der Grenze daran, daß der Fufelblock die Richtung dieser Politik bestimmt. der Handel mit Fleisch in der für die zollfreie Einfuhr Kleinerer Quantitäten gezogenen Grenzzone einen neuen Aufschwung nahmi. Interessant ist es aber immerhin zu sehen, welche Intrigen- Französische Megger fahren in den franzöfifchen Grenzorten an und spiele die Führer der staats erhaltenden Parteien verkaufen beispielsweise das Pfund Ochsenfleisch zu 50 Pf. und das aufführen, um unbeliebte Minister zu Fall zu bringen, Kalbfleisch zu 72 Pf., während es auf der deutschen Seite 72 resp. 96 Pf. fostet. Eine Schande. Berlin, den 22. April 1911. Zur Nachwahl im 4. Berliner Landtagswahlkreis tvollen die Konservativen, nach der Deutschen Tageszeitung". ihren Freunden strenge Wahlenthaltung empfehlen. Sie wollen damit angeblich Vergeltung üben für die gehässige Haltung Proteft gegen die hamburgische Finanzreform". der Freisinnigen" und die Wahlhilfe, die der Freifinn der der„ Nordd. Allg. Stg.". Das Kanzlerblatt tischt dabei das Die Haltung der englischen S. D. P. findet den Beifall In fiebzehn großen Versammlungen protestierte am Freitag die alte Märchen auf, daß die englischen und französischen Sozia- hamburgische Arbeiterschaft gegen die schon mitgeteilten steuerOb diese Parole von den Konservativen, deren Einfluß listem patriotisch" und" national" seien im Gegensatz natür politischen Maßnahmen zur Beseitigung des Staatsdefizits. Die ja übrigens nicht allzu groß sein dürfte, beachtet werden lich zu den vaterlandslosen deutschen Sozialdemokraten. Aber Berfammelten forderten von der Bürgerschaft, daß sie die ungerechten wird, erscheint immerhin fraglich. Auf jeden Fall werden diese Lüge hat wirklich kurze Beine. Einmal ist die S. D. P. und volkswirtschaftlich ungefunden Steuern und Abgaben entschieden sich unsere Parteigenossen durch diesen Schachzug nicht ab- eine kleine Fraktion, die auf die englische Arbeiterbewegung zurückweise und darauf bringe, daß die Vermehrung der auf dem Wege der Einführung einer halten lassen dürfen, am nächsten Montag ihre äußerste nur geringen Einfluß hat. Im Barlament ist sie überhaupt nicht Staatseinnahmen Kraft einzusetzen, um die Wahl möglichst zahlreicher vertreten, ihr Mitglied Thorne ist als Kandidat der Ar- progressiven Vermögenssteuer und durch rationellen Ferner fozialdemokratischer Wahlmänner auch in der ersten und beiterpartei gewählt. Der Beschluß über die Rüstungs- Ausbau der Einkommensteuer vorgenommen werde. zweiten Klasse durchzusetzen! Auch der Freifinn wird ja frage ist zudem gegen eine starke Minderheit in ihren eigenen beißt es in der überall zur Annahme gelangten Resolution, die ber nun erst recht alles aufbieten, um seine Position zu behaupten. Wir erwarten daher von unseren Parteigenossen, daß jedermann auf seinem Posten ist und seine Pflicht erfüllt! Einen neuen Marokkorummel sucht mit Emfigkeit die Deutsche Tageszeitung" in Szene au seben. Offenbar hofft sie, durch das Aufrollen der Marottofcuge einen neuen internationalen Konflikt heraufzubeschwören, der der Reaktion durch Entfesselung des Chauvinismus zu einer geeigneten Wahlstimmungsmache verhelfen könnte. Reihen gefaßt. Er widerspricht durchaus jener Saltung, die Die Kongresse der Internationale für alle Arbeiterparteien festgelegt haben, und dieser Zweig des englischen Sozialismus hat sich mit dem bedauerlichen Beschluß selbst außerhalb der Reihen der Internationale gestellt. Die Repräsentanten der englischen Arbeiterklasse, die Arbeiterpartei, aber haben in den Rüstungsfragen dieselbe Stellung eingenommen wie alle anderen Bruderparteien und, mit ganz vereinzelten Ausnahmen früherer Liberaler, gegen die Heeres- und Flottenausgaben gestimmt. Und ihr sozialistischer Flügel, die Una bhängige Arbeiterpartei, hat auf dem eben stattgefundenen Parteitage die antimilitaristische FriedensDas Agrarierblatt wirft die Frage auf, ob Deutschland resolution des Kopenhagener Kongresses un geändert faſt ruhig zusehen dürfe, wenn etwa Frankreich zu einer Offuvation einstimmig angenommen. Bemerkenswert war, daß sich Maroffos schreite. Zwar habe Deutschland erklärt, daß es nur gerade die Vertreter der Schiffswerftendistrikte Portsmouth wirtschaftliche Zwede in Maroffo verfolge und anerkannt, daß die und Barrow- in- Furneß, deren Arbeiter fast ausschließlich von politischen Sonderinteressen Frankreichs eng verknüpft sind mit der den Flottenrüstungen leben, am energischsten gegen Befestigung der Ordnung und des Friedens im Innern, daß es die Flottenrüstungen wandten. Nur verlangten entschlossen sei, diese Interessen nicht zu durchkreuzen"-- allem sie, daß sich die Regierung um die aus Friedensgründen entdieses Abkommen beruhe gleichwohl auf der Erhaltung der Un. lassenen Arbeiter fümmern und ihnen andere Beschäftigung abhängigkeit und Integrität des Sultans resp. seines Bandes. verschaffen möge. Eine Resolution, die den Streit zur Folglich habe Deutschland das Recht, von Frankreich eine Re- Verhinderung des Krieges befürwortet, fand von spektierung der Unabhängigkeit des Landes zu fordern. Es sei mehreren Seiten Widerspruch, wurde aber schließlich gegen unmöglich, Marokko Frankreich aur friegerischen und fricblichen wenige Stimmen angenommen. Durchdringung einfach zu überlassen. Die Auffassung, daß Frankreich, wenn man es in Maroffo gewähren ließe, dann dort derartig festgelegt und beschäftigt toerde, daß es auf absehbare Zeit genügend mit sich selbst zu tun habe, sei unrichtig. Frankreich werde vielmehr eine außerordent Lighe Machtvermehrung erfahren und womöglich in den Stand " Bürgerschaft zur Kenntnis überreicht werden soll: Mit aller Entschiedenheit protestiert die Versammlung gegen die Absicht, die heute schon durch die Zoll- und Steuerpolitik bes Reichs in drückendster Weise belasteten Minderbegüterten und Armen auch noch von seiten Hamburgs durch neue Steuern und Abgaben zu überbürden. Als schwere Belastung dieser Art file bie ärmere Bevölkerung ist die Erhöhung des Wassergeldes anzusehen, die von den Grundeigentümern voraussichtlich noch mit einem Aufschlag auf die Mieter Kleiner Wohnungen abgewälzt werden wird. Energischen Protest erhebt die Versammlung auch gegen die Besteuerung der Konsumbereine als unbillig und ungerecht, als einen Raub an den Ersparnissen der Armen und als eine parteipolitische gehäffige Maßregel zur Einschränkung der wirtschaftlich höher stehenden Form des Warent umfazes zugunsten des unwirtschaftlich arbeitenden Detailhandels. Ebenso erhebt die Versammlung Einspruch gegen die beabfichtigte Einführung einer Luftbarkeitssteuer, die ein Hemmschuh für die Förderung allgemeiner Bildungsbestrebungen werden, besonders die für ihre Geselligkeitsbedürfnisse auf das Vereinsleben angewiesenen Voltstreife treffen und unerträgliche Belästigungen und Polizeischnüffeleien zur unausbleiblichen Folge haben würde." Frankreich. Damit ist hoffentlich auch die Nordd. Allg. Stg." beWahrung der Koalitionsfreiheit. ruhigt. Paris, 22. April. Die Regierung hat die WiedereinAuf den angeblichen Patriotismus" unferer französtelfuitg des Pariser Volksschullehrers Nègre verfügt, fischen Genossen schließlich beruft sich die Nordd. Allg. der vor drei Jahren als Haupturheber der Syndikatsbewegung Beitung" genau mit demselben Rechte, wie die französischen unter der Lehrerschaft abgesetzt worden war. patriotischen" Blätter auf den Patriotismus" der deutschen Mehrere Blätter beschäftigen sich eingehend mit ten zwischen der Regierung und den Bahngesellschaften ausgebrochenen 3 w ist, den sie als überaus ernst bezeichnen. Ein Todesopfer der Winzerunruhen. Neims, 22. April. Der wegen Beteiligung an den während der Winzerunruhen begangenen Plünderungen verhaftete Winzer Gallan hat sich im Untersuchungsgefängnis erhängt. Portugal. Die Parlamentswahlen. 9447 Cürkei. betwegung in den Vereinigten Staaten. Wir freuen uns des neuen Kampfgefährten und begleiten ihn mit unseren herzlichsten Wünschen. Soziales. Eine Spaltung in der jungtürkischen Partei. Konstantinopel, 22. April. In der jungtürkischen Partei hat Ein fozialdemokratisches Tageblatt für Nordböhmen. sich eine mehr rechtsstehende Gruppe gebildet, die die Wie zu erwarten war, hat die Auflösung des österreichischen radikaleren Elemente hinausdrängen till. Die Gruppe verlangt Parlaments den wenige Tage zuvor gefaßten Beschluß des Bodendie Ausschließung des Finanzministers, des Ob bacher Landesparteitags umgestoßen. Die bereits über eine Partei manns Talaat. Bei und mehrerer Deputierter aus der Partei. bruderei in eigenem Hause verfügenden Parteiorganisationen des Die Führer berieten über die Zusammensetzung des neuen Reichenberger Gebiets haben befchloffen, den jest zweimal Rabinetts. Hatti- Pascha soll Großwefir bleiben; außer wöchentlich erscheinenden Freigeist" zunächst während des Wahltampfes täglich erscheinen zu lassen. Die zu Ostern abgehaltene Die ersten Wahlen unter dem republikanischen System ihm würden nur der Kriegs- und der Justizminister beibehalten. Konferenz des Verbandes aller freien Gewerkschaften Nord- und haben natürlich eine besondere Bedeutung. Um so mehr, als Ginem Gerüchte zufolge soll die Verlegung des Zentralfikes von Ostböhmens beschloß auf Antrag mehrerer Delegierten der verdas Wahlrecht nahezu allgemein für Männer ist auch die Saloniti nach Monastir geplant sein. schiedensten Teile des weitausgedehnten Gebiets die tatkräftigste Soldaten haben das Recht erhalten, während das FrauenDie türkischen Blätter besprechen diese Vorgänge sehr Förderung des neuen Tageblatts, das eine Erfüllung fast jahrzehnte- am 1. Mai erscheinen wird. Glückauf! wahlrecht, für das einige Zeitungen eintraten, nicht bewilligt ausführlich. Jeni Gazetta" charakterisiert die Bewegung als langer Bestrebungen worden ist. Es stehen sich vier Parteien gegenüber: eine notwendige Reform der Partei, weil die Vorherrschaft neben den Klerikal- Monarchisten stehen die Republikaner in einiger Mitglieder aufhören müsse. Das Blatt dementiert die drei Fraktionen geteilt: die radikalen Anhänger des Gerüchte, wonach die Gruppe gegen den Parlamentarismus sei Ministers des Innern d'Almeida, die gemäßigten und in der Armee cine Spaltung bestehe." Tanin" beMuß der Arbeiter ärztlichen Jrrtum büßen? des Justizministers Costa und die Sozialisten. Hauptet, die Dissidenten seien durch fremde Intriguen irregeführt Wiederholt haben wir an dieser Stelle darauf hingewiesen, Lettere, die noch mangelhaft organisiert sind, unterstützen worden." Sia" befürchtet, daß die Bewegung zu blutigen Er- daß das Bestreben der Regierung und der Mehrheitsparteien, das daß das Bestreben der Regierung und der Mehrheitsparteien, das zum Teil die Almeidisten, während in den Großstädten eignissen führen werde." Sabah" meint, der Parlamen Reichsversicherungsamt als Retursinstanz gegen die Entscheidungen Lissabon und Opporto, in denen Proportionalwahltreise mit tarismus müsse nunmehr den Bedürfnissen des Landes angepaßt der Echiedsgerichte für Arbeiterversicherung in der neuen Reichsje 10 Abgeordneten gebildet sind, jedenfalls eigene Kandidaten werden. aufgestellt werden. Man rechnet auch auf einigen Erfolg. Mehrere jungtürkische Deputierte veröffentlichen eine Grebersicherungsordnung auszuschalten und dafür lediglich als Revisionsinstanz wie bei Invalidenrentenverfahren einzuEine große Volkskundgebung wird zur Feier der beflärung, die den Artikel des„ Tanin" scharf tabelt und betont, daß richten, von erheblichem Nachteile für die versicherte Arbeiterschaft vorstehenden Trennung der Kirche vom Staate die Partei sich nunmehr fester zusammenschließe. In Diffidentenvorbereitet. Der päpstliche Nuntius hat den Gläubigen die treifen verlautet, daß die Bewegung gegen den Einfluß der ist. Nachstehend können wir wiederum unseren Lesern einen von Veranstaltung von Gegenfundgebungen, bevor der heilige Freimaurer gerichtet sei. Gine große Rolle bei der Be- ben bielen Fällen unterbreiten, wo ein Verletzter durch die RekursStuhl das Gesetz kennen gelernt und dazu Stellung genommen wegung spielt das Mitglied des Monastirer Komitees, Oberst instanz zu feinem Rechte kam., hat, untersagt. Bei der ganz überwiegend scharf antiflerifalen Sadit, welcher auch im Jahre 1908 im Vordergrunde stand. Volksstimmung dürften sie auch keine großen Aussichten auf Erfolg haben. Die Trennung von Kirche und Staat. Lissabon, 22. April. Nach Meldungen aus der Provinz ist die Bekanntmachung des Separationsgefeßes mit Freuden tundgebungen aufgenommen worden. Der Regierung find aus dem ganzen Lande zahlreiche Glückwunschdepeschen zugegangen. England. Marokko. Der Puzer Sch. erlitt am 16. Juni 1909 durch Absturz aus zirka 1½ Meter Höhe eine Verletzung der linken Schulter. Die Nordöstliche Baugewerks- Berufsgenossenschaft, Sektion I lehnte den Anspruch des Verlekten auf Uebernahme des Heilverfahrens und Die Nebellen erobern Mekines. Rabat, 22. April. Die Bemmeurs rüdten in Mequinez ein Gewährung einer, Rente ab, weil nach dem Gutachten ihrer Nabat, 22. April. Die Bemmeurs rüdten in Mequinez ein Vertrauensärzte Dr. M. und Dr. N. erwerbsund plünderten die Stallungen des Sultans. Der Bascha von hindernde Neste des Unfalls nicht mehr nachweis= Mequinez ist geflüchtet. v Die Lage in Fes. Tanger, 22. April. Nach einer Meldung aus Fes vom 16. April ist die Lage im Innern der Stadt unverändert. Es regnet in Strömen. Seit vier Tagen ist kein Angriff erfolgt. Die Postboten, welche Tanger am 5., 6. und 7. April verlassen haben, find bei Ouled Gammad ausgeplündert worden. Die Mahalla lagert noch immer bei Dar Hafid. Amerika. bar sind. Die Ablehnung erfolgte, trotzdem Ech. noch in Behandlung eines namhaften Chirurgen als gänzlich erwerbsunfähig stand. Sch. legte gegen den ablehnenden Bescheid der Berufsgenossenschaft Berufung beim Schiedsgericht für Arbeiterverficherung Regierungsbezirk Potsdam ein und fügte eine Bescheinigung seines be hand einben Arztes bei, wonach dem Ech. bestätigt wurde, daß er an unfallfolgen gänzlich erwerbsunfähig sei., Das, Echiedsgericht forderte ein Gutachten seines Vertrauensarztes Dr. E. ein, der zu dem Ergebnis fam, daß es sich bei Sch. um eine Erkrankung beider Schultergelenke handele, und daß der Unfall vom 16. Juni 1909 Folgen bei Ech. nicht hinterlassen habe. Der Verletzte wurde auf Grund dieses Gutachtens vom Schiedsgericht abgewiesen. Gegen die Entscheidung wurde Rekurs beim Reichsversicherungsamt eingelegt und zur Begründung des Anspruchs ein aus führliches Gutachten des behandelnden Arztes überreicht. Das Gutachten sagt unter anderem: Wie die von mir am 18. Juni 1909 tonstatierte Schwellung des linken Schultergelenks beweist, ist durch das Trauma( Unfall) ein Bluterguß im Gelent erfolgt, der allmählich aufgesaugt wurde. Es ist eine jedem Chirurgen bekannte Ein Ausnahmefall, die Ermordung der drei Polizisten in gestern abend dort eingetroffen. Nach einer Besprechung Tatsache, daß berartige Berlegungen an sich imstande sind, bei einem Ein Ausnahmefall, die Ermordung der drei Polizisten in zwischen ihm und seinem Sohne wurde bekanntgegeben, daß vorher gefunden Gelenk schwere dauernde Gelenkerkrankungen, herSoundsbitch, soll die Notwendigkeit des Gesetzes beweisen. Juarez in den nächsten 24 Stunden nicht angegriffen werden vorzurufen." Alle anderen Umstände sprechen. gegen diese Notwendigkeit. Die solle. Zahl der ausländischen Verbrecher, gegen die sich die Vorlage, Gomez, der hiesige Vertreter des Führers der merika wie angegeben wird, richtet, geht von Jahr zu Jahr zurück. nischen Aufständischen We a dero, erhielt von diesem die ErIm Jahre 1910 betrug jie nur noch 1,2 Broz. aller vermächtigung, über den Abschluß eines Waffenstill urteilten Verbrecher. Dieser Prozentsatz ist fast um die Hälfte standes zu verhandeln. geringer als vor 7 Jahren. Auch kann man für die Vorlage fchwerlich die Tatsache ins Feld führen, daß die Zahl der Ein Ausnahmegesetz gegen die Ausländer. London, 20. April.( Eig. Ver.) Die macchiavellistische Politik der englischen bürgerlichen Parteien zeitigt sonderbare Blüten. In dem Bestreben, den Gegner zu übertrumpfen, beraubt man dessen Arsenal. Die Konservativen suchen die Liberalen zu entivaffnen und diese stehlen aus der konservativen Waffenkammer. Das Ausländergesez, das der Minister Annahme des kanadischen Vertrages. des Innern im Unterhause eingebracht hat, ist nichts als ein echt Washington, 21. April. Das Repräsentantenhaus hat das chauvinistisch- konservatives Machwerk, das nur durch die Furcht der Reziprozitätsabkommen mit Kanada mit 264 gegen Liberalen, die Konservativen tönnten bei den nächsten Wahlen 89 Stimmen angenommen. die Geister der Houndsditchmörder gegen die Regierung heraufbeschwören, erklärt werden kann. Um diese Geister sowie die Chauvinisten zu beruhigen, macht sich der englische Liberalismus jetzt an die Arbeit, um die den Radaupatrioten verhaßte ver- New York, 22. April. Wie aus dem Lager Maderos gehältnismäßig fleine ausländische Bevölkerung Großbritanniens meldet wird, ist der Vater des Führers der Aufständischen durch ein Ausnahmegesetz zu brangfalieren. zufezen braucht. Mexiko. Der Kampf wieder verschoben. Der Waffenstillstand bevorstehend. Aus der Partei. Unsere Maifesizeitung Aus Induftrie und Dandel. Das Reichsversicherungsamt erforderte nunmehr von dem Kreisarzt Dr. W. ein Obergutachten. Auch dieser Obergutachter tam zu dem Schluß, daß der Unfall erhebliche Folgen zurückgelaffen babe, daß die Gelenkertrantung auf den Unfall zutüdauführen sei. Das Reichsversicherungsamt verurteilte daraufhin die Genossenschaft zur Zahlung der Vollrente vom Beginn der 14. Woche nach dem Unfall bis zum 2. November 1909 und Verbrecher unter der ausländischen Bevölkerung prozentual Washington, 22. April. Der hiesige Vertreter Maderos Go bom 3. November ab zur Bahlung einer Rente von 25 Proz größer ist, als unter der einheimischen. Diese Erscheinung me a hat dem merikanischen Minister des Aeußern telegraphisch Würde die arbeiterfeindliche Forderung der Regierung und fann man in allen größeren Ländern wahrnehmen und von Maderos Bereitwilligkeit, einen Waffenstillstand zu der Mehrheitsparteien, das Reichsversicherungsamt als Retursihre Ursachen sind so klar, daß man sie nicht auseinander vereinbaren, Kenntnis gegeben. Hier glaubt man, daß die meri instanz bei Unfallfestsetzung auszuschalten, bereits Geségestanische Regierung ouf den Waffenstillstand sogleich eingehen Gegen den Teil der Vorlage, die den zurückkehrenden aus werde, wenn auch wahrscheinlich in nichtoffizieller Form, um eine fraft erlangt haben, so wäre der verletzte Arbeiter um seine Rente gewiesenen ausländischen Verbrecher schwerer zu bestrafen öffentliche Anerkennung der Aufständischen zu vermeiden. Ma- gekommen. Er hätte an seinem Körper den Irrtum der Vertrauens. deros Mitteilung an Gomez geht dahin, in Anbetracht der gegen ärzte der Berufsgenossenschaft büßen müssen. Der geschilderte wünscht wie bisher, läß sich nichts einwenden. Anders steht es wärtigen Lage nehme Madero jest den Vorschlag eines sich auf Fall beweist, wie notwendig für die Arbeiterklasse der Kampf gegen aber mit der Bestimmung, nach der ein weniger als fünf Jahre das Gebiet zwischen Juarez und Chuhuahua erstreckenden Waffen- die geplante Verschlechterung ist. Eine Verschlechterung, die nur in England ansässiger Ausländer ausgewiesen werden stillstandes an, um in anschließenden Konferenzen über ben einen geringen Teil des gegen die Arbeiterschaft geplanten Attentann, ohne irgendein Verbrechen begangen zu haben, wenn Frieden zu verhandeln. tats durch die neue Reichsversicherungsordnung darstellt, die Polizei erklärt, daß der Betreffende mit Verbrechern verkehrt. Der Ausweisungsbefehl soll soll allerdings nur dann vollstreckt werden, wenn der Ausländer nicht zwei englische Bürger finden kann, die für sein Betragen Bürgschaft leisten. Aber diese Einschränkung ist für die große Masse der armen Ausländer, die wegen mangelnder Kenntnis ist soeben vom Verlag Vorwärts" herausgebracht worden. Sie In dem foeben beginnenden österreichischen Wahlkampf dürfte der Sprache und der gesellschaftlichen Abgeschlossenheit der repräsentiert sich in recht ansprechendem Gewande., Trefflich in englischen Bevölkerung vielfach keine engere Fühlung mit den Idee und Ausführung sind die Jllustrationen. Das Titelbild berbie Frage der Rüstungen eine Hauptrolle spielen, lösen sich doch die ber- nationalen Strafeelereien mehr und mehr in der höheren Einheit Bürgern des Landes haben, von geringem Werte. Die Be förpert das klassenbewußte Proletariat. Von dem düfteren Hinter der Dreadnoughtregierung auf. Die Testes Jahre haben ja mächstimmung öffnet der Polizeiwillkür Türe und Tore. Sie bildet grunde mit den rauchenden Fabritschloten hebt sich plastisch die tige Entfaltung des österreichischen Imperialismus gebracht, fichtein Stück aus der Kalauer Jurisprudenz, nach der diejenigen Gestalt eines jugendkräftigen Arbeiters ab. Die nervige Rechte, bare Ausdrücke waren die zivedloje Annerion Bosniens, die MoBersonen, denen man kein strafbares Verbrechen nachweisen deren Muskeln sich noch straffen, hat die Stette zersprengt, durch die bilisterung, der Kriegsrummel mit Gerbien und Montenegro, die die herrschenden Geivalten ihn in sflabischem Sefotentum zu halten brillante Sefundantenschaft für Deutschlands Weltpolitik in Algefann, ohne Gnade und Barmherzigkeit verurteilt werden. Der Pajjus ferner, in dem verlangt wird, daß Ausländer, gedachten. Energie und Intelligenz Teuchten aus seinen Bügen, ciras, die immer koloffaleren Befestigungen gegen den" waffen um Waffen besitzen zu können, die Erlaubnis der Polizei ein- während ein eisengeschienter Ritter und ein Heiliger" bekümmert starrenden Bundesgenossen Italien, die großen Flotenmanöver in holen müssen, ist eine unverfälschte Bureaukratendummheit. dem historischen Wienschwerbungsatt zuschauen. Gleich wuchtig in der Adria und zuletzt noch Franz Ferdinands höchstpersönliche VorAdmiral des Atlantischen und Stillen Ozeans", der nächstens der Mit dieser Bestimmung soll die Entwaffnung der ausländischen Linienführung und Verteilung von Licht und Schatten wirkt das führung der K. u. st. Kriegsschiffe bor bem nach Storfu fahrenden Verbrecher erzielt werden. Sie wird von der Verbrecherwelt mit große Mittelbild. Aus dem Lärm und Qualm der Fabrikstadt zieht Besuch des Levante- Geschwaders in Korfu folgen wird. derselben Leichtigkeit umgangen werden wie die Anmelde- die Schar der Maifeiernden ins Freie. Ein Pflüger hält in der pflicht in anderen Ländern. Was sollte einen ausländischen Arbeit inne, um den flatternden Fahnen nachzuschauen, während Einbrecher zum Beispiel hindern, von einem englischen Berufs- ihn ein herzugetretener Proletarier über die Bedeutung der Stundfollegen oder Hehler eine Schußwaffe zu kaufen? Die Jbee, gebung belehrt. Auch der Tert behandelt anschaulich und eindring. daß ein verdächtiger Kunde bei der Polizei die Erlaubnis, lich den Inhalt des Maigedankens. In dem Artikel Maifeier und eine Schußwaffe tragen zu dürfen, einholen würde, ist Reichstagswahl" feuert H. Müller die Maffen an, bei den Wahlen geradezu grotest. Der Wiederholung von Morden, wie sie für die Verwirklichung der Maiideale bas Ihrige zu tun. Start in Houndsditch verübt wurden, wird damit kaum vorgebeugt Sorn ruft die tatenluftige Arbeiterjugend vor die Front, während werden. Alles was mit der Vorlage, wenn sie in der vorliegenden Form angenommen werden sollte, bezwedt werden wird, ist Die Drangsalierung der frieblichen ausländischen Bevölkerung des Landes. Sie durchbricht den selbstverständlichen Rechts grundsay, daß jemand nur bestraft werden kann, wenn er fich etwas hat zuschulden kommen laffen, und gibt der Bureautratie und der Polizei eine Macht, die bei Ausländerhezen, wie sie zu Anfang des Jahres an der Tagesordnung waren, zu einer unheilvollen Anwendung kommen kann. Rußland. Der Galgen. Rüstungsprofite. Nun fehlt es natürlich nicht an jenen Molochpredigern und Baalspfaffen, die den Wählern sagen, wie produktiv doch die Dreadnoughtpolitif ist, da sie der metallurgischen Industrie Arbeit göt Die Gozialversicherung konnte da natürlich nicht Gefet werden. ist aber sicherlich eine Ungeschicklichkeit, daß der Generaldirektor der böhmischen Struppwerke, der Pilsener Stoda- Unternehmungen, Karl Ritter von Sloda, diese Weisheit in der Osternummer ver Neuen freien Preise" felbst verkündet und die Ironie der Geschichte will gar, daß man gleich darauf aus einem Artikel des Hermann Wen de I den Anteil der Frauen an den revolutionären Wiener staatlichen Börsenkommisjars über die wachsende Beteili Kämpfen der Vergangenheit und Gegentart schildert und Baul gung des österreichischen Kapitals am Aftienmarkt erfährt, daß die um breit in scharfen Umriffen die Kulturbedeutung der Ge- Stoda- Aktien in den zwei Jahren von 1909 bis 1911 im Sturs werkschaftsbewegung fennzeichnet. Ein fturmatmendes Maigedicht politit haben also bank der deutschfreiheitlich- christlichsozialen Politik bon 273 auf 683 gestiegen find. Die Interessenten der Rüstungshat Franz Diederich beigesteuert. in zwei Jahren, ohne einen Finger anders als zum Kouponschmeiden frumm zu machen, ihr Stapital um 150 Prozent mühelos vermehrt, und wenn Gott Mammon gut nationale, will fagen molochdienerische Wahlen gibt, tann das Geschäftche fig fortgehen. Daß die Skodaschen Arbeiter einstweilen zu gelber Gilaberei verfnechtet worden sind und auf Koalitionsrecht und Lohnerhöhung berzichten mußten, wird nur ein vaterlands- und nationsloser Geselle solch herrlichem Bericht entgegenzuhalten wagen.... Der Preis des Maifestblattes, bas durch alle Parteibuchhand lungen, Speditionen und Kolporteure zu beziehen ist, beträgt 10 Pfo.. Ein neues deutsches Parteiblatt in San Francisco. Ms ein Zeichen der immer stärker anwachsenden sozialistischen Weltanschauung ist das Erscheinen einer neuen fozialdemokratischen Beitung in San Francisco au begrüßen. Unter dem Titel Sum Dortmunder Bankfrach. Direttor Ohm von ber verIm Januar und Februar dieses Jahres schien der Vorwärts ber Paciftetifte offizielles Organ ber fortschrittlichen frachten Niederbeutschen Bant ist nach einer Frrenanstalt Galgen in Rußland zu einer verhältnismäßig feltenen Er- deutschen Gewerkschaften und Vereine Kaliforniens" erscheint das übergeführt worden. Er soll dort vier Wochen verbleiben und auf scheinung werden zu sollen. Denn im ganzen gab es in den neue Kampforgan seit dem 18. März d. 3. wöchentlich einmal. feinen Geisteszustand untersucht werden. Findige Leute wolfen Redakteur des Blattes ist der Genoffe Emil Ließ, langjähriger nämlich jetzt, da der Bankdirektor schon lange Zeit inhaftiert ist, beiden Monaten 13 Zobesurteile. Indes dies sollte sich Sprecher der freireligiösen Gemeinde in San Francisco; verlegt entdedt haben, daß Ohm in seiner Jugend Spuren von Größenwahn schon im Monat März als arge Täuschung herausstellen. wird das Blatt durch die California Labor Publishing Association. gezeigt habe. Solche Spuren" tann man ja bei vielen Leuten Denn während dieses Monats allein find 52 Todesurteile Aus dem Inhalt der vorliegenden Nummer spricht eine frische zu entdecken, die zu Gelde fommen. Ob den Bankdirektor fein Wahn" gefällt worden. versicht für die Zukunft der flaffenbewußten modernen Arbeiter- liegt aus dem Gefängnis hergusretten wird? Gewerkschaftliches. Der Buchdruckerverband im Jahre 1910. Mit 93 Proz. der im Buchdruckgewerbe beschäftigten Gehilfen als Mitglieder im Verband schloß die Buchdruckerorganisation das Der effektive Mitgliederzuwachs im Jahre 1910 Jahr 1910 ab. betrug 2909 und übertraf damit die Jahre 1909 und 1908. Seit der letzten Generalversammlung ist die Mitgliederzahl um 8985 Mit glieder gestiegen, der Verband zählte am Jahresschluß 62514 organisierte Buchdrucker. Wie armselig nimmt sich dagegen der Gutenbergbund mit seinen 3045 Mitgliedern aus, jene anmaßende Konkurrenz organisation" unter christlichem Protektorat! handlungen blieben ohne Resultat. Die Arbeitgeber waren nicht ge-| Ueberstunden verbieten würde. Die größte Ausbeutung der Arneigt, eine fofortige Bulage zu gewähren. Außer den Mitgliedern beitskraft der Frauen und auch der Kinder besteht in den Südder beiden Zentralverbände legten auch die zirka 30 Angehörigen des staaten der Union, wo die Arbeitszeit vielfach unbeschränkt ist und Hirsch- Dunderschen Gewerkvereins die Arbeit nieder. die Arbeitslöhne am niedrigsten sind. Zur Lohnbewegung im Kölner Zimmergewerbe. In den letzten Tagen haben vor dem Einigungsamt des Kölner Getverbegerichts Verhandlungen zwecks Beilegung der Differenzen im Zimmergewerbe stattgefunden, die völlig resultatlos verlaufen sind. Die Zimmermeisterinnung lehnt es ab, mit den Drganisationsvertretern der Zimmerer zu verhandeln; auch will dieselbe nunmehr nur noch eine Lohnerhöhung von 2 Pf. für das Jahr bewilligen und auch nur dann, wenn die Zimmerer die Forderung auf Verkürzung der Arbeitszeit fallen lassen und die Tarifdauer bis 1913 anerkennen. Trotz der vierwöchentlichen Bewegung ist noch keiner von den Streikenden abgefallen; jedoch ist der Zuzug nach wie vor strifte fernzuhalten. Auch der Wirkungskreis des Tarifvertrages hat sich wesentlich erweitert. 7331 tariftreue Firmen und 61 617 tariftreue Gehilfen wurden in 2093 Druckorten gezählt, was gegen den Bestand der ein Wachstum um Tarifgemeinschaft seit dem Jahre 1897 Die Bäckereiarbeiter in Frankfurt a. M. find in eine Lohn5700 Druckereien, 43 287 Gehilfen und 1624 Drudorten bedeutet. bewegung eingetreten. Ihre Hauptforderung ist die Einführung des Dem Organisationsvertrage mißt der Vorstandsbericht eine gute wöchentlichen Ruhetages. Schon im vorigen Jahre kämpften und erzieherische Wirkung für beide Kontrahenten bei. In den vier die Bäckereiarbeiter in einem mehrwöchentlichen Streit um diese berechtigte Forderung. Das Ergebnis dieses Kampfes war ein teilJahren seit Bestehen dieses Vertrages sind von den Schiedsgerichten weiser Erfolg: nur 42 Betriebe bewilligten. Nun soll mit den tarif80 Kontraktbrüche anerkannt worden. Der Prinzipalsverein iſt untreuen Firmen gekämpft werden, bis auch diese den Ruhetag einwährend der Zeit in 14, der Gehilfenverband in 8 Fällen für er- führen. Neben dem wöchentlichen Ruhetag werden eine Lohntannte Maßregelungs- beztv. Kontraktbruchsstrafen Haftpflichtig ge- erhöhung um 2 m., von 23 M. auf 25 M. Mindestlohn für macht worden. Bäcker und Hilfsarbeiter und die Anerkennung des paritätischen Die rapiden technischen Fortschritte im Gewerbe besonders Arbeitsnachweises gefordert. Die Arbeiter wollen das Einigungsamt die fortschreitende Einführung der Segmaschine- werden am besten des Gewerbegerichts anrufen. dadurch illustriert, daß im Berichtsjahre 379 neue Segmaschinen mehr in Betrieb gestellt wurden und die Zahl der Maschinenseger um 472 zugenommen hat, so daß am Schluffe des Berichtsjahres 3403 Segmaschinen im Betrieb standen, an denen 4146 Arbeitskräfte tätig waren. Bei der Konfektionsfirma Müller u. Hellersdorf in 8ittau stehen die Zuschneider, Bügler und Schneider seit 8 Tagen wegen Lohnreduzierungen im Ausstand. Die Firma fucht in auswärtigen bürgerlichen Blättern Streifbrecher. Sie verspricht Löhne, die weit über die zuerst an die Ausständigen gezahlten hinausgehen, hält ihre Versprechen nachher aber nicht. Vor Zuzug wird gewarnt. Verhandlungen im Tarifkampf in der Chemnitzer Maschinenindustrie. Leseabende. Zweiter Wahlkreis. Die Frauenleseabende des zweiten Berliner Wahlkreises findet statt für den Süden: bei Rabe, Fichtestraße 29; für den Südwesten: Lokal Kreuzbergstr. 2; für den Westen: Bülowstr. 58 bei Wiemers und für die Friedrichstadt: Buttkamerstr. 9 bei Rlietsch. Tegel. Montag, den 24. April: Schlieperstr. 30, parterre rechts. Bortrag:„ Die wirtschaftliche Macht des Genossenschaftswesens". Reinickendorf- Oft. Montag, den 24. April, bei Hadau, Residenz straße 124. Bortrag und Rezitationen des Genossen Domnid: Proletarisch- revolutionäre Dichtung". " 1 Pankow. Montag, den 24. April, bei Großfurt Nachfolger, Berliner Straße 27. Nieder- Schönhausen- Nordend. Montag, den 24. April, bei Gappa, Eichen-, Ecke Waldstraße. Boghagen- Rummelsburg. Am 24. April für den Ortsteil Boghagen bei Blume, Alt- Borhagen 56, und für den Ortsteil Rummels burg bei rüger, Türrschmidtstraße, Ecke Lessingstraße. Bei Blume spricht Genosse engels über Entwickelung der Jn= dustrie und bei Krüger spricht Genosse Glödner über Ent wickelung des Sozialismus. Friedrichshagen. Am Montag, den 24. April, abends 81, Uhr, im Jugendheim, Wilhelmstr. 74, Hof parterre rechts. Vortrag des Genossen Tarnow. Grünau. Montagabend im Lokal„ Zur grünen Ede": Vortrag über Königs- Wusterhausen. Montag, den 24. April, abends 8 ühr, im " Heinrich Heine". Referentin Genossin Schulte. Lotale der Witwe Wedhorn, Altes Schüßenhaus. Nieder- Schöneweide. Am Dienstag, den 25. April, beim Genossen Bengich, Brizer Straße 17. Die Geschäftslage im Gewerbe hat sich im Berichtsjahre gegenüber den Vorjahren etwas gehoben, trotzdem ist die Arbeitslosigkeit eine ziemlich hohe. Für 1910 betrug fie 4,58 Proz. gegen 5 Proz. im Jahre 1909 und 4,65 Proz. im Jahre 1908. Der Verband hatte ständig 2778 Arbeitslose; für 1 013 879 Arbeitstage war UnterNach gegenseitiger Verständigung zwischen den Kämpfenden stügung zu zahlen, das will besagen, daß die Reservearmee um Parteien haben am Freitag nachmittag 3 Uhr Verhandlungen be43 Proz. den Durchschnitt der Arbeitslosigkeit aller Gewerbe gonnen. Es sind zunächst je aus fünf Mann bestehende Kom Friedenau. Montag, 24. April, im Lolal von Mechelle, Handjerh missionen aus den Unternehmer und der und zusammengetreten. in Deutschland übersteigt. An Orts und Reiseunterſtügung wurden 1189 121 m. gezahlt. Die Ausgaben für UnterIn der Verhandlung stellte sich jedoch nach kurzer Zeit die Notstützungen zeigen den Verband auf der Höhe seiner Leistungsfähigkeit. Während in der Zeit von 1905-1908 alle Unterſtügungs- wendigkeit heraus, von der Organisation Berater hinzuzuziehen, was aweige eine Ausgabe von 5 192 809 m. nötig machten, verschlangen darauf auf beiderseitigen Wunsch erfolgte. Bom MetallarbeiterM. verband nehmen als Berater an den Verhandlungen der die Jahre 1908/10 die folosiale Summe von 7 264 769 M. Die Zahl der Invaliden stieg von 762 auf 808. Den 3 557 223 m. an Ein- erste Vorsigende Schlicke Stuttgart und der Bezirksleiter Haadnahmen in der Hauptkasse im Jahre 1910 stehen 2 880 533 M. Ausgaben gegenüber. Das Vermögen des Verbandes erhöhte sich von 7 530 671 M. auf 8207 361 M. Der Ueberschuß bezifferte sich auf 676 690 M. gegen 522 236 M. im Jahre 1909. Der Vorstandsbericht mahnt die Mitglieder zur größten Vorsicht an den Maschinen, da die Unfälle im Gewerbe sich stark häufen. Berlin und Umgegend. Dresden teil. Treptow. Montagabend 8% Uhr, im Sport- Restaurant", Elsenstraße 115/116: Vortrag des Frl. Dr. med. Wygodzinski: " Fürsorge für Mutter und Kind." ftraße 60/61: Vortrag der Genoffin Bohm Schuch über „ Sexuelle Aufklärung". Verfammlungen. Wenn es dadurch auch Der Zentralverband der Töpfer nahm in der am Freitag abgehaltenen Generalversammlung den Vorstandsbericht über das erste Quartal entgegen, demselben ist folgendes zu entnehmen: Es Zum Kampf im Hafengebiet Mannheim- Ludwigshafen. wurden 61 Streitfälle auf Bauten erledigt und zwei Sperren bers Der Vorsitzende des Gewerbegerichts hat sich mit Erfolg bemüht, hängt. Aus der Statistik des Arbeitsnachweises geht hervor, daß neue Verhandlungen zwischen den Parteien anzubahnen, die nun die Arbeitsgelegenheit im Januar und Februar ungünstiger, im unter seinem Vorfiz stattfinden. Die erste Sigung fand bereits am März dagegen ein wenig günstiger war wie in den gleichen Monaten Freitagnachmittag statt, trug aber unverbindlichen Charakter. Am des Vorjahres. Die Zahl der Mitglieder betrug am Schlusse des Montag, den 24. April, soll über die Verträge der Transportarbeiter Quartals 2174, das sind 39 mehr als Ende des vierten Quartals Die Kassenabrechnung zeigt eine Einnahme von 12 420 M. und der Maschinisten und Heizer inklusive der Schiffahrt verhandelt 1910. Zum Arbeiterinnenstreit bei der Firma Bergmann. werden. Ob es zu einer Einigung kommt, ist allerdings noch frag- und eine Ausgabe von 10 693 M., darunter 8903 M. für Unterlich, da sich die Arbeitgeber in der Sigung am Freitag sehr zurüd- ftügungen. Die streifenden Arbeiterinnen hatten sich gestern wiederum voll- haltend zeigten. Am Dienstag wird für die Holzbetriebe ver- hat sich mit der Frage beschäftigt, ob der Tarif gekündigt werden Am 1. Juli ist der Kündigungstermin des Tarifs. Der Vorstand zählig in den Pharussälen versammelt. Der Streifleiter Handke handelt. hatte über Veränderungen in der Lage nichts besonderes zu berichten. soll und ist zu dem Beschluß gekommen, der Versammlung zu Der Streit wird einmütig fortgeführt und die wenigen Arbeits- Ausdehnung der Textilarbeiteraussperrung in Hof i. B. empfehlen, in diesem Jahre von einer Kündigung des Tarifs Abstand willigen haben es mehr und mehr als ihre Pflicht erkannt, sich den Die Textilindustriellen sollen beabsichtigen, das Augsburger In- zu nehmen. Es sei zwar eine Erhöhung der Lohnsäze, besonders Streifenden anzuschließen. Wie feſtgeſtellt werden konnte, sind nur dustriegebiet in die Aussperrung mit hinein zu ziehen, wenn die der Beltener Arbeit, begründet, aber bei einer Kündigung des Tarifs noch 8 Arbeitswillige im Betriebe tätig, während rund 870 Arbeite- Arbeiter in Hof nicht auf ihre Forderung verzichten und bedingungs- gelingen würde, Verbesserungen zu erkämpfen, so jei nach Lage der müsse mit einem Streit gerechnet werden. rinnen im Streit stehen. Die umsichgreifende Betriebsstockung, die los die Arbeit wieder aufnehmen. Der Anlaß zu diesem Kampfe der Streik hervorruft, hat dahin geführt, daß noch weitere 30 männ- wurde in drei Webereien gegeben. In diesen Bebereien bestand der Berhältnisse doch zu erwarten, daß im Winter der Tarif nicht in liche Arbeiter, die natürlich für Verrichtung von Streifarbeit nicht freie Sonnabendnachmittag, in dem einen Betriebe seit dem 1. Januar den Tarif nicht zu fündigen. Aus diesen Gründen sei es ratiam, allen Punkten befolgt würde. Die Versammlung stimmte diesem zu haben waren, aussehen mußten. Die Entlassungen gaben 1910 und in den anderen Betrieben seit dem 1. Oktober 1910. Antrage des Vorstandes zu. den männlichen Arbeitern Grund, durch eine Kommission bei Anfang Februar forderten auf einmal die Unternehmer, daß die der Direktion vorstellig zu werden, um über die eventuelle Wieder- Arbeiter am Sonnabendnachmittag wieder arbeiten follten. Durch 1. Mai wie bisher, so auch in diesem Jahre durch völlige ArbeitsBezüglich der Maifeier beantragte der Borstand, daß der einstellung Auskunft zu erhalten. Dabei stellte die Direktion die Anschlag in den Fabriken wurde bekannt gegeben, daß am Sonn- ruhe gefeiert und jedes am 1. Mai arbeitende Mitglied ausFrage, ob die Kommission auch ermächtigt sei, über den Streit der abendnachmittag gearbeitet wird. Die Arbeiter haben daraufhin Arbeiterinnen zu verhandeln. Das war allerdings nicht der Fall, an drei Sonnabendnachmittagen die Arbeit verweigert, worauf Berliner Töpfer könnten ohne jede Schwierigkeit die Arbeitsruhe Der Vorsitzende Segabe bemerkte hierzu, die geschlossen wird. aber es fam zu der Verabredung, daß am Nachmittag derartige Ver- dann am 21. März die Arbeiter in den drei Betrieben ausgesperrt durchführen; sie hätten dabei gar kein Risiko und hätten noch nie Handlungen zwischen der Direktion und der Kommission der wurden. Am 3. April erfolgte dann die Aussperrung der Arbeiter in Arbeiter, ergänzt durch eine Kommission der streikenden Arbeite- weiteren 5 Webereien und ant 18. April die Aussperrung der Arbeiter Differenzen wegen der Maifeier durchzufechten gehabt, rinnen, gepflogen werden sollten. Die Streifleitung hatte dies von 3 Spinnereien. Insgesamt sind 4800 Arbeiter ausgesperrt. Wenn einige Redner gleichfalls für unbedingte Arbeitsruhe eingetreten gutgeheißen, und auch die Versammlung erklärte sich nun damit ein- die Aussperrung weiter von den Industriellen durchgeführt wird, so waren, wurde der Antrag des Vorstandes einstimmig angenommen. verstanden, daß in dieser Weise verhandelt wird. wird sich die Zahl der Ausgesperrten auf 15 000 erhöhen. Die UnterWas bei diesen Verhandlungen herauskommen wird, muß nehmer suchen nun ihr Vorgehen zu rechtfertigen, indem sie behaupten, abgewartet werden. Die Streifenden werden am Montag wiederum der freie Sonnabendnachmittag sei den Arbeitern infolge Provollzählig zur Versammlung tommen, um zu erfahren, inwieweit duktionseinschränkung, verursacht durch schlechten Geschäftsgang gedie Verhandlungen ein annehmbares Ergebnis herbeigeführt haben, geben worden. Diese Behauptung entspricht aber feineswegs den und demgemäß zu beschließen, was die Situation erfordert. Paris, 22. April.( W. T. B.) Der„ Temps" schreibt über die Tatsachen. Diese drei Unternehmer konnten auch sehr leicht den Aus den Erfahrungen der als Streitposten tätigen Arbeiterinnen Sonnabendnachmittag freigeben, da dadurch nur ein Arbeitszeitverlust Frage des französischen Einschreitens in Marokko: Es handelt sich wurde mitgeteilt, daß sie im allgemeinen von der Polizei nicht allzu von einer Stunde pro Woche eintrat. Den drei Hofer Unternehmern heute nicht darum, die Algeciras- Akte und die einzelnen Abfehr belästigt werden, daß jedoch eine dieser Arbeiterinnen von einem wäre es nun auch gar nicht eingefallen, den Arbeitern jemals den kommen über Marokko unter der Lupe zu prüfen; die Notwendig Schuhmann aufgefordert wurde, fortzugehen und, als sie sich auf freien Sonnabendnachmittag wieder zu nehmen, wenn nicht andere keit, das Leben der französischen Militärmission zu retten, steht den§ 152 der R.-G.-D. berief, die Antwort erhielt, sie solle lieber Kräfte dahin drängten. Einer der Unternehmer bestätigte dies außerhalb dieser Verträge. Um dies zu tun, braucht Frankreich nach den Rehbergen gehen", statt sich um diese Dinge zu bekümmern. feinem Arbeiterausschuß, indem er sagte, er persönlich habe fein sich nur auf seine Rechte und Pflichten als Großmacht zu berufen; Das erinnert einigermaßen an die Manier, die einige Schuyleute in Interesse daran, seinen Arbeitern den freien Sonnabendnachmittag deshalb hoffen wir, daß Frankreich nicht den Fehler begangen hat, Moabit zeigten. Derartige Aeußerungen brauchen sich die um ihr zu nehmen, er müsse sich hier lediglich den Anordnungen des Arbeit bei den verschiedenen Regierungen in mehr oder minder verhüllten gutes Recht streitenden Arbeiterinnen selbstverständlich nicht bieten geberverbandes fügen". Worten umt eine Art Zustimmung zu den Maßnahmen zu ersuchen, au laffen. welche es zu ergreifen gezwungen sein könnte. Diese fremden Mächte könnten es sogar indiskret finden, daß man ihre Zustim mung verlangt und sie dadurch an einer ausschließlich französischen Verantwortlichkeit teilnehmen laffen will. Man kann dabei an die Reichstagsrede des Fürsten Bülow im Jahre 1908 erinnern, in welcher er Desterreich- Ungarn dafür dankte, daß es Deutschland in seinen Beschluß, betreffend die bosnische Annexion, nicht hineingezogen habe. In der Tat ist der Süddeutsche Textilindustriellenverband der Störenfried des wirtschaftlichen Friedens in der bayerischen TertilDie Kutscher, Mitfahrer und Lagerarbeiter der Firma J. A. Luze, industrie. Die Aussperrung ist ein Willfüraft einer Bagatelle wegen. Kolonialwaren- und Kaffeegeschäft in der Heiligegeiststraße, haben Die Unternehmer behaupten, durch den freien Sonnabendnachmittag die Arbeit niedergelegt, nachdem von 14 Beschäftigten sechs nach würde die bayerische Textilindustrie schwer geschädigt. Dabei haben aber vorangegangener Lohnforderung auf die Straße geworfen worden 33 Aftiengesellschaften neben überaus hohen Abschreibungen immer noch find. Unter den Gemaßregelten befinden sich vier Familienväter. während der Zeit von 1905-1909 pro Jahr eine Durchschnitts dividende Der Betrieb ist für organisierte Arbeiter bis auf weiteres gesperrt. bon 13,78 Proz. an die Aftionäre gezahlt. Die bayerische Textilindustrie hat gerade glänzende Geschäfte gemacht. Bei den Kämpfen um die Achtung, Fliesenleger! Wegen Nichteinhaltung der tariflichen Berkürzung der Arbeitszeit waren die Textilindustriellen es, denen Bestimmungen und Beschlüsse der Schlichtungskommission ist die alle soziale Einsicht abging und die nur schwer geringfügige VerFirma Bruno Pfeifer in Rigdorf für organisierte Fliesen fürzungen der Arbeitszeiten abschließen. leger und Maurer gesperrt. Pfeifer ist als Zwischenmeister Für die Textilarbeiter ist der freie Sonnabendnachmittag ein zu betrachten. Er gibt selbst zu, die im Tarif festgefeßten Preise notwendiges Bedürfnis, weil über 300 000 verheiratete Frauen in nicht zahlen zu können. In Frage kommt der Bau Koch, Treptow, der Industrie beschäftigt sind. Rethel- Ecke Defreggerstraße. Die Schlichtungskommission der Fliesenleger. Der Streit der Maurer in Velten besteht fort. Eine von den Arbeitgebern eingeleitete Verhandlung führte zu feiner Einigung. Deutfches Reich. Achtung, Holzarbeiter! Aus der frauenbewegung. Der Achtstundentag für Arbeiterinnen wurde jüngst in Kalifornien eingeführt. Die Bestimmungen des Gesetzes gelten für alle weiblichen Arbeiter in Fabriken, Wertstätten und Ladengeschäften. Auf Erntearbeiten und auf das Trocknen Nach Hamburg find am Sonnabend größere Trupps Arbeits- und Einmachen von Früchten und Gemüsen findet das Gesetz keine williger aus Berlin, Hannover und anderen Großstädten ein Anwendung. Die Strafe für die Uebertretung des Gesetzes beträgt getroffen, die den Holzindustriellen Rausreißerdienste leisten sollen. in jedem Falle nicht weniger als 50 Dollar( 210 M.) und nicht mehr Steht der Streit im Hamburger Holzgewerbe auch für die Arbeiter als 200 Dollar( 840 M.), auch kann Gefängnisstrafe von 5 bis im allgemeinen durchaus günstig, muß dech strengstens auf 30 Tagen verhängt werden. Die eifrige Agitation der Frauen selbst Fernhaltung des Zuzuges geachtet werden, um den voll- hat bewirkt, daß das Staatsparlament dieser für manche Industrien ständigen Sieg der Holzarbeiter baldigst herbeizuführen. einschneidenden Vorlage zustimmte, die auch vom Staatsgouverneur Auch von der franzöfifchen Holzarbeiterorganisation wird über fofort unterzeichnet wurde und damit Gesetzeskraft erlangte. den Zuzug deutscher Holzarbeiter nach Paris geklagt. Es wird gebeten, streng darauf zu achten, daß keine deutschen Holzarbeiter Arbeiterinnen eingeführt werden, aber der Senat hat seine ZuIm Staate New Jersey foll ein Behnstundentag für als Streifbrecher nach Frankreich gehen. stimmung noch nicht gegeben, und die Fabrikanten entfalten eine Sämtliche Maurer und Zimmerer in Wriezen a. D. legten am außerordentliche Agitation, um das Zustandekommen des Gesetzes zu britten Osterfeiertag die Arbeit nieder. Sie fordern eine Lohn- hintertreiben. Man versucht, die Frauen selbst gegen das Gesetz erhöhung von 5 Bf. die Stunde. Seit dem Jahre 1906 hat feine einzunehmen, und scheut die dümmsten Argumente nicht. Man sagt Aufbefferung des Lohnes stattgefunden und die jetzt geführten Ver- ihnen zum Beispiel, wie schredlich es wäre, wenn man ihnen die Verantw. Redakteur: Albert Wachs, Berlin. In jeratenteil verantw.: Th. Glode, Berlin. Drud u. Verlag: Vorwärts Buchdr. u. Verlagsanstalt Letzte Nachrichten. Zur Marokkokrise. Nachdem Die Mächte haben nur zu prüfen, ob die von Frankreich unternommenen, durch die nationale Ehre gerechtfertigten Maßnahmen ihre Interessen schädigen und nicht hinterdrein als Deckmantel für politische Zwecke dienen. In dem vorliegenden Falle fann fein Zweifel an der Aufrichtigkeit Frankreichs bestehen. Diese Pflicht und dieses Recht eines souveränen Staates hat Kaiser Wilhelm vor. 14 Jahren mit besonderer Kraft und Klarheit dargelegt. Es handelte sich damals um die deutschen Missionare in China; auch unsere Offiziere in Fes sind Missionare, vertragsmäßig angestellte Missionare der Ordnung, des Friedens und der Zivilisation, und wir werden von ihnen sagen, was der deutsche Kaiser von den deutschen Missionaren gesagt hat, als sein Bruder Prinz Heinrich nach Schantung ging, um sie zu rächen und au beschützen. Spanien und Marokko. Gibraltar, 22. April.( W. T. B.) Eine starke spanische Artillerieabteilung in Ceuta hat Rationen für zehn Tage erhalten mit dem Befehl, fich für den sofortigen Aufbruch bereit au halten. Bestimmungsort dürfte Tetuan sein. Eisenbahners Sterben. Andernach, 22. April.( W. T. B.)( Amtliche Meldung.) Heute nachmittag wurden unterhalb Bahnhof Andernach zwei bei Gleisa wurde getötet, der andere schwer verlegt. arbeiten beschäftigte Arbeiter von dem um 3 Uhr 39 Min. in Andernach fälligen Personenzug überfahren; der eine Arbeiter Verhafteter Erpresser. Wien, 22. April.( H. B.) Der vom Kölner Landgericht wegen Erpressung stedbrieflich verfolgte Handelslehrer Felig Scheumann wurde heute hier verhaftet. Paul Singer& Co., Berlin SW. Hierzu 4 Beilagen. it. 95. üü.i.to«» i. Mlllßt b„AllMlirls" fotliiict Polblilutt sZ-MiI«. Albeiter! Mkidet de» S GmerWasts- und Jlottf ipof en! Der im Beginne des Jahres 1907 gewählte Reichstag, welcher, weder damals noch heute, die im Volke vor- herrschenden Anschauungen und Stimmungen widerspiegelte, will vor seinem Hinscheiden die deutschen Arbeiter mit einer Aenderung der Reichsversicherungs-Ordnung beglücken, die wir als eine schmachvolle Entrechtung der gesamten arbeitenden Klassen bezeichnen müssen. Aus welchen Gründen wir zu einem so harten Urteile über den Entwurf gelangen, soll der Bevölkerung Groß- Berlins in 16 öffentlichen Bolksversammlnngen, die am Donnerstag, den 27. April, 8 Uhr abends, stattfinden, besonders dargelegt werden. Wir werden am Tage vorher, Mittwoch, den 26. April, durch die Parteiorganisation ein Flngblatt per- breiten, an dessen Verteilung wir alle Gewerkschafts- und Parteigenossen teilzunehmen ersuchen. Wir geben uns nicht der Hoffnung hin, daß die Mehrheit des Reichstages, daß der schwarzblaue Block die Stimme der werktätigen Bevölkerung beachten wird, wohl aber hoffen wir, daß der Protest der politischen und gewerkschaftlichen Organi- sationen das gesamte Proletariat Berlins aufrütteln und überzeugen wird; die Berliner Arbeiterschaft betrachtet die sogenannte Reichsversicherungs-Ordnung als ein Attentat auf die Bewegungsfreiheit und Gleichberechtigung der werttätigen Bevölkerung. Viele Atühcn und Anstrengungen sind es. die den Organi- sattonen in den letzten Tagen erwuchsen, doch wissen wir, der Eifer und die Opferwilligkeit unserer Mitglieder werden auch die jetzigen Aufgaben zu lösen wissen. Auf ans Werk. Genossen. Genossinnen und Ihr, Gewerkschaftsmitglieder: am Mittwoch, den ÄS. April: Flugblattverbreitung, am Donnerstag, den 27. April: Volksversammlungen. Niemand darf bei Erfüllung dieser organisatorischen Pflichten fehlen. Der Ausschuß der Berliner Gewerkschaftskommisfio«. Der AkttonS-AuSschnß. ei» hessische!.Fieltichili". .• Cassel, 21. April. Ein sensationeller Prügelprozeß, der lebhaft an die schamlosen Vorgänge in der IwangSerziehungsanstalt in Miel- t s ch i n erinnert, hat sich hier in Hessen in aller Stille vor- bereitet. Es handelt sich um Mißhandlungen von Zöglingen in der hessischen Zwangserziehungsanstalt Rengshausen. die dort auf der Tagesordnung standen. Allerdings waren wieder- holt in den letzten Jahren Gerüchte über Mißhandlungen an die Oeffentlichkeit gedrungen, doch wurden sie von der Anstaltsleitung immer sofort sehr energisch dementiert, sie erklärte öffentlich, daß sich ihre Zöglinge in der Anstalt außerordentlich wohl fühlten. Die sehr umfangreiche Anklageschrift spricht von zahlreichen Fällen fortgesetzter Mißhandlungen mit gefährlichen Werkzeugen, die an Zwangszöglingen begangen worden sein sollen.— Auf der Anklagebank nehmen sechs Angeklagte Platz; es sind dies der Stadtmissionar Bez und die D i a k o n e Mewz, Linde- mann, Schneider, Welker und Niebeling.— Als Nebenkläger tritt Glaube und fteimat. ES geschieht nicht mit den„ästhetischen" Absichten des ehr- würdigen Paters ExpediwS Schmidt, dessen„Gesammelte Studien und Vorträge" über" das Theater unter dem Titel:„Anregungen" bei Etzold u. Co., München, erschienen sind, wenn ich, der ich aus Gesundheitsrücksichten einige Zeit an dieser Stelle habe schweigen müssen, ein Wörtchen über:„Die' Tragödie eines Volkes" von Karl Schönherr sagen will. Der brave Pater Schmidt, der die Be- scheidenheit besitzt, sich mit seinem feisten Porträt in vollem Ornat auf anregende Weise seinen„Anregungen" einleitend voran- zuschicken, hat dieser Tage die Streitaxt ausgegraben gegen „Glaube und Heimat". Wenn die katholische Kirche, die einst ihre große Kunstblüte- Periode hatte und mit berechtigtem Stolz auf diese Vergangenheit hinweisen kann, sich heute mit Kunst befaßt, geschieht das mit der ohnmächtigen Gebärde des impotenten, muskelschwachen Spätlings, der mit seiner Zigarette zwischen den blutleeren Lippen an den Waffenrüstungen seiner Ahnen im alten Rittersaal entlang wandelt. Pater Schmidt geht in den Fußspuren keines Geringeren als des Papstes gegen„Glaube und Heimat" vor. Das Werk, sagt er. ist kein Kunstwerk und strauchelt über die„Tendenz". Ein Kunstwerk, behauptet er, im Namen der katholischen Kirche, die, wie die Geschichte lehrt, alle Tendenz haßt, muß sauber, objektiv, lediglich ein Gegenstand der Schönheit sein. Dieser ablehnenden Meinung entgegen hat sich unter anderen die kaiserliche Familie geäußert. Der Kaiser wohnte im Kieler Stadttheater einer allein dadurch schon historisch gewordenen Ausführung des Stückes bei. Er ließ nicht nur den erfreuten Dichter nach Schluß der Vorstellung in seine Loge bitten: er sprach daselbst auch seine Meinung aus, daß er einen„wunderbaren Theater- abend" erlebt habe.„Es sei," schrieben die Zeitungen als wärt- liche Kritik aus diesem Munde,„nichts Theatralisches an dem Stück, sondern alles sei aus dem Leben gegriffen. Ich erwarte in Schönherr den deutschen Dichter, der in Deutschland bis jetzt noch fehlt..."„Die Kaiserin war von der Vorstellung tief erschüttert. Ihr standen noch die Tränen in den Augen, als sie das Theater verließ." Der Dichter erhielt als Andenken an diesen Abend eine große Bronzeplakctte mit dem Kaiserbildnis, und am folgenden Tage wurde er eingeladen, dem Stapellauf des ersten deutschen Turbinenlinienschiffes„Kaiser" beizuwohnen. Da noch zu keiner Zeit ein Dichter der Ehre eines solchen Stapellaufs teilhaftig wurde und kein Künstler letzter Zeit von katholischer Seite so un- gestüm gegeißelt wurde, würde man obenweg vermuten können, daß der Kampf einem bedeutsamen Werk gilt. Das ist ein Irr- tum. Weder der Radau des ehrwürdigen Paters, noch die Ehrung in Kiel bezeichnen etwas Anderes als eine Sensation, wie jede Zeit sie gebar und jede Zeit sie vcrschtvindcn ließ. Es sei uns Leute;:„ohne Glaube und ohne Heimat" gestattet. fetslMn£& Wirbel so vieler Ehre LNb so vieler Hergbsetzung ! Ihr schmiilert dadiich der Goldarbeiter Cohn aus Hanau auf.— Verteidiger der Angeklagten ist Justizrat Dr. Weis.— Den Vorsitz führt Land- gerichtsdirektor Dr. Baege; die Anklage wird vertreten durch den Ersten Staatsanwalt Ganslandt und Assessor Knittert.— Ferner sind zwei Regierungsvertreter anwesend.— Geladen sind 24 Zeugen und drei Sachverständige. Nach dem Eröffnungsbeschluß ist der Stadtmissionar Bez der Hauptangeklagte; ihm werden allein dreißig Mißhandlungsfälle zur Last gelegt. Die übrigen Ange- klagten werden einer erheblich geringeren Anzahl von Mißhand- lungsfällen beschuldigt.— Die Angeklagten erklären sich im all- gemeinen für nichtschuldig. Sie hätten wohl, wie sie in ihrer Vernehmung angeben, ab und zu widerspenstige Zöglinge ge- züchtigt, doch seien diese zuvor eindringlichst ermahnt worden. Erst, wenn das nichts gefruchtet, hätten sie mit dem Gummi- schlauch sechs bis acht Hiebe bekommen. Der Gummischlauch sei als offizielles Züchtigungsmittel in der Anstalt eingeführt gewesen.— Die Angeklagten erklären wiederholt und übereinstimmend, sie hätten das Züchtigungsrecht nicht überschritten, und sie könnten die Züchtigungen vor Gott und den Menschen verantworten. Es sei in Rengshausen ein ganz schlechtes Zöglingsmaterial vorhanden gewesen, das eine strenge Zucht erfordert hätte. So sei der Angeklagte Mewz einmal von einem Zögling überfallen und gewürgt worden, so daß er in ernste Lebensgefahr gekommen sei. Nur durch das Hinzukommen eines anderen Diakons sei der meuternde Zögling schließlich überwältigt worden. Mit Rücksicht auf diesen und ähnliche Vorfälle sei einmal sogar der Vorschlag gemacht worden, die Wärter mit Revolvern zu versehen, doch sei dieser Plan nicht verwirklicht worden. Der Vorsitzende bemerkt hierzu, wenn die Angeklagten kerne Mißhandlungen begangen haben, so sei es doch sonderbar, daß Pfarrer Münch als Vorstand der Anstalt selbst erklärt habe. es seien Mißhandlungen vorgekommen und die Angeklagten be- reuten ihre Tat.— Mewz erklärt hierauf, daß der Pfarrer nur einmal in der Woche die Anstalt besuche und daher nicht genügend orientiert sei.— Hiermit ist die Vernehmung der Angeklagten beendet, und eS wird in die Beweisaufnahme eingetreten.-- Als erster Zeuge wird Geh. RegierungSrat Dr. Ofius vernommen, der früher Dezernent für das Fürsorge- Wesen war. Er erklärt, daß der Bezirksverband Kassel seine Für- sorgezöglinge in 140 Anstalten unterbringe; davon lägen 13 im Regierungsbezirk Kassel. Zu den letzteren gehöre auch die Zwangserziehungsanstalt Rengshausen, mit der ein entsprechender Vertrag abgeschlossen sei. Daß Strafen in solchen Anstalten not- wendig sind, stehe wohl außer Zweifel. Was die Abmessung der Strafe anlange, so meint der Zeuge, es sei schwer, diese genau aufzustellen. Die Hauptsache liege natürlich nicht in den erlassenen Be- stimmungen, sondern in der Art und Weise, in welcher die Strafe vollzogen werde. Erwartet werde jedoch von der Behörde, daß die Züchtigung erst als letztes Mittel zur Anwendung gelangen soll, wenn alle anderen Strafen versagt hätten. Daß in Rengshausen Gummischläuche angeschafft wurden, sei dem Zeugen erst später bekannt geworden. Der Gummischlauch, der dort zur Anwendung gekommen sei, sei 1 Meter lang, und die Diakone führten ihn immer bei sich. Die Wirkung der Schläge mit diesen Schläuchen auf den Körper ist sehr schmerzhaft. Eine gelinde augenblickliche Züchtigung bei einer Frechheit des Zöglings würde der Zeuge aber nicht als Mißhandlung bezeichnen können. Er habe die Anstalt viermal revidiert, doch sei ihm niemals von einem Zögling über Mißhandlungen irgendwelcher Art geklagt worden. Das erscheine ihm um so auffälliger, weil er glaubte, den Fall Schönherr in seinen richtigen Proportionen darzulegen. Wenn wir heute an eine„Tragödie eines Volkes" denken, dann haben wir natürlich die internationale Tragödie der Masse ohne Rechte, ohne Freiheit, ohne Glück vor Augen. Wir brauchen nicht erst auf die relativ unbedeutende Zeit der Gegenreformation„in den österreichischen Alpenländern" zurückzugreifen, wir stehen mit unserm Atem, unfern Augen, unserm Fühlen und unfern Leiden- schaften in einer Zeit tragischesten Ernstes, in einer Zeit, in der die Dichter mit einem Tuch vor den Augen und einem Ritterorden auf der Brust umherivandeln. Es gibt keine besonders„ausgesprochene" Tendenz in Schön- herrs Werke: es gibt die allgemein anerkannte, normale, durch alle Religionen gestützte, minderwertige und in ihrem tiefften Sinne verflucht reaktionäre Tendenz der herrschenden Klasse. Ich meine, daß die Tendenz in„Glaube und Heimat", die einerseits Eni- rüswng erweckt und andererseits das tieffte Mitleid erregt, nur ein kleines Teilchen, etwas Nebensächliches der heute gängigen Tendenz ist. Die Tendenz des„deutschen Dichters, der in Deutsch- land bis jetzt noch fehlt", würde durch den ehrwürdigen Pater mit feuchten Lippen gepriesen worden sein, wenn die katholische Kirche in diesem Stück die„edle" Rolle spielte, und umgekehrt würde dem Dichter keineswegs die Bevorzugung zuteil geworden sein, dem Stapellauf eines Kriegsschiffes beizuwohnen, wenn in Deutschland die katholische Kirche Staatsreligion wäre. Es handelt sich in diesem Stück nur um eine Nuance, die uns nicht besonders interessiert. Hier nimmt kein Dichter das Wort, der der Mensch- heit einen Dienst erweist, der der Welt etwas Neues kundzugeben bat— hier redet ein Mann, der in untserer kühlen, aufgeklärten, klaren Zeit den Zusammenprall der Religionen noch so be- deutungsvoll findet, ihm ein Drama zw weihen. Das bezeichnet schon sofort den bürgerlichen Dichter. Wenn„Glaube und Heimat" die Arbeit eines nicht bürger- lichen Künstlers wäre, ein nicht in dem gebräuchlichen Stil kom- paniertes Werk, würden wir etwas mehr über den Kampf der materiellen Interessen jener Tage, den wir jetzt so viel schärfer beurteilen können, vernommen haben. Gerade dieser Faktor, der materialistische Untergrund, ist durch diesen bürgerlichen Dichter mit der bekannten Grazie jemandes, der da meint, daß die Reli- gionen leiten, statt geleitet zu werden, daß das:„Verzeih Deinem Feind!" eine für alle Zeiten geltende Apotheose ist, mit über- legener Gebärde über Bord geworfen. Die letzten Worte des vcr- folgten Bauern, wenn er seinen toten Sohn mit in die„neue Heimat" nimmt, lauten:„So lang ich mein Inwendig sauber hau, tuet mich kein Reiter brechen und biegen!" Dies ist die Parole. die für das moderne Proletariat verderbliche Parole dcS christ- lichen Arbeiters, der noch fortwährend in allen Ländern den Spalt- pilz in politischen und ökonomischen Bewegungen darstellt. Das ist die irreführende Parole aller Religionen und der meisten(in bester Absicht) utopisch Denkenden. Wenn wir auch alle, wer wir auch sind,„uns Inwendig sauber hau", so wissen wir doch, daß wir MS vp.r dem„Reftet" des KspitllliSvM Mweigerlich fawflen die Fchlmte der I»nker! sich das Vertrauen der Zöglinge erworben zu haben, und er jeden einzelnen gefragt hat. Als der Zeuge jedoch davon hörte, daß in der Anstalt Gummischläuche angewandt würden, reichte er sofort eine Beschwerde an den Oberpräsidenten ein, setzte ihn von der Maßnahme der Anstaltsleitung in Kenntnis und erklärte gleich- zeitig, daß er, Zeuge, den Gebrauch der Gummischläuche verboten habe. Die Frage, ob die Diakonen durch die Strafbestimmungen der Anstalt berechtigt gewesen seien, das Züchtigungsrecht selb- ständig auszuüben, konnte noch nicht völlig geklärt werden. Die Strafbesiimmungen seien auch vom Bezirksverband nicht genehmigt worden, wenigstens seien die Gummischläuche auf keinen Fall ge- nehmigt. Die Angeklagten erklaren hierauf, daß die Gummischläuche von Pfarrer Münch eingeführt worden, nachdem jener Ueberfall auf den Diakon Mewz statt- gefunden hatte. Es wird darauf die Frage erörtert, ob die Angeklagten über- Haupt fähig waren, das schwere Amt eines Erziehers und nament- lich das eines Erziehers von solchen jungen Leuten, die bereits sittlich gefährdet seien, auszuüben.— Aus den Aeußcrungen der Angeklagten geht hervor, daß sie in verschiedenen Rettungshäusern ihre Ausbildung erhalten haben; die meisten von ihnen waren in der Anstalt Hephata bei Treysa. Der nächste Zeuge ist der praktische Arzt Dr. Haak(Hom- berg), welcher Anstaltsarzt in Rengshausen war. Er erklärt, daß er nur einmal bei einem einzigen Zögling, dessen Namen ihm nicht mehr erinnerlich sei, einen fingerdicken Striemen am Gesäß gefunden habe. Sonst habe er von Mißhandlungen bei den Zög- lingen keine Spur gefunden. Auch privatim sei ihm von Miß- Handlungen Nichts bekannt geworden. Das Gegenteil sei sogar der Fall: mehrmals seien Diakone zu ihm in Behandlung gc- kommen, die von den Zöglingen mißhandelt worden seien. So sei der Angeklagte Lindemann einmal mit einer schweren Beule am Kopf bei ihm erschienen.— Wie vom Gericht festgestellt wird, ist Lindemann von einem Zögling mit einer Hacke auf den Kopf ge- schlagen worden, während ein anderer Diakon drei Messerstiche erhielt. Dieser Zögling namens Bender wurde dafür mit zwei Jahren Gefängnis bestraft. Der folgende Zeuge, Kreisarzt Medizinalrat Dr. Faber (Rothenburg), hat die Zwangszöglinge zweimal untersucht. Eigent. liche Spuren von Mißhandlungen hat er nicht entdeckt, doch er» klärt der Zeuge, es sei wohl möglich, daß ihm in der Untersuchung manches entgangen sein könne; denn die Untersuchung sei lediglich sehr oberflächlich erfolgt, wie dies in der Natur der Sache liege. Pastor Schuchardt, der Leiter der Anstalt Hephata, gab eine ausführliche Schilderung der allmählichen Enttchckelung der Zwangserziehungsanstalt Rengshauisen. Eine Strafordnung sei vom Vorstand der Anstalt, dem auch der Zeuge angehört, aufgestellt worden. Die Bestimmungen der Strafordnung seien den beiden Landeshauptleuten in Kassel und Wiesbaden vorgelegt, sie haben auch anfangs die Genehmigung gefunden, seien aber nach langen Verhandlungen wieder umgestoßen worden. Der Zeuge bestätigt, daß einmal der Vorschlag gemacht worden sei. Revolver anzu- schaffen. Es sei dies in einer Kommissionssitzung der Anstalts- leitung geschehen, welcher auch der Zeuge beigewohnt habe. Den Anlaß zu diesem Vorschlage gaben verschiedene Anschläge auf die Diakone. Zeuge sei ober diesem Vorschlage energisch entgegen- getreten, weil er eine schwere Gefahr für die Brüder darin er- blickt habe. Man habe daher vom Revolver abgesehen, und Pfarrer Münch habe die Gummischläuche eingeführt. Auch der Zeuge hält körperliche Züchtigungen nur im äußersten Falle für angebracht, ganz vermeiden ließen sie sich jedoch nicht. Was die Fähigkeiten der Angeklagten zu ihrem Amte als Erzieher betreffe, so sei es richtig, daß sämtliche Brüder in Anstalten ihre Aus- bildung erhielten. Es müssen ernste Leute sein, die diesen Beruf müssen. Und wir wissen auch, daß der„Reiter", der am Schluß des Stückes, wahrscheinlich durch so viel Edelmut und Folgen deö christlichen Evangeliums des Bauern Rott, moralisch„besiegt" wird und sein Schwert«mit einem wilden Tritt entzwei bricht". nur in der lieblichen Einbildung eines Utopisten bestehen kann. Es ist heute kein Kampf mehr zwischen Religionen, getragen und getrieben durch die materiellen Interessen der Zeit, wie jedes historisch-matcrialistische Buch lehrt, es ist der Ii n versöhn- liche Kampf zwischen Kapital und Arbeit. Darum kann uns die„Tragödie eines Volkes aus der Zeit der Gegenreformation" nicht mehr rühren, weil der Dichter sich in der Wirkung des sogenannten„Allgemein-Menffchlichen", das keineswegs und ebenso wenig wie die Religionen für alle Zeit ist, irrt. Die Tragödie des alten Judenvolkes ist eine andere als die der alten Römer. Die Tragödie der alten Römer ist eine andere als die der ersten Christen, und so wissen wir Erwachten jedes Zeitalter nach seinen Zusammenhängen zu beurteilen. Aber in keiner Periode der Menschheit war die Tragödie eines über die ganze Welt verstreuten Volkes so gewaltig wie gerade heute. Nur wird es diesmal eine fröhlich endende Tragödie sein, wenn das Proletariat zum Sieg gelangt, das Verdorrte und Ver- lebte abschneidet und über die Begriffe Glaube und Heimat, die die Menschen in fatale und dumme Rubriken verteilt und nichts anderes als ungeheures Elend hervorgerufen hat, hinwegschreitet. In diesen Monaten des Kassenerfolges des Theaterstückes„Glaube und Heimat" wird die Devise:«Arbeiter aller Länder vereinigt Euch!"— vereinigt Euch über Glauben und Heimat hinweg, wieder wirklich„aktuell". Wenn Schönherr ein Dichter gewesen wäre, der eingesehen hätte, daß man nicht Jahrhunderte zurückzugehen braucht, um eine gewaltige, täglich Menschenleben über Menschenleben fordernde Tragödie eines Volkes zu schreiben— wenn sein Stück in großen und erhabenen Linien das Ringen des größten Teils der Mensch- heit gegen den kapitalistischen„Reiter" wiederzugeben versucht hätte, dann würde der ehrwürdige Pater im Namen aller„Wohl- gesinnten" und mit Unterstützung des ganzen Bürgertums ge- wettert haben, und der Dichter hätte mit seinen„Phrasen" und „Dogmen" den einundzwanzig Salutschüssen beim Stapellauf des Kriegsschiffes auf„Einladung der Marine" keineswegs beigewohnt. Jetzt muß er auf den Salut des modernen Proletariats, das den proletarischen Lebensanschauungen ergeben ist. und das die Zukunft in sich trägt, verzichten. HeinzSperber. Nottzen. n,.7" Bühnenchronik. Tilla D u r, e u x, die den Bühnen Reinhardts seit dem Jahre 1003 angehörte, scheidet im Mai dieses Jahres aus dem Verbände des Deutschen Theaters aus. .— Haeckels„Natürliche Schöpfungsgeschichte". sein bekanntestes populäres Werk, ist soebeist in einer einbändigen unverkürzten Ausgabe erschienen, die ig Ganzleinxo gebunden NU V M, kostet»— nur 1 ergreifen wollen, und nicht jeder würde in Sas Amt eines Bruders auf den Kopf zugesagt, er hätte die 45 M. gestohlen; Soch wußte er fommen, wenn er dadurch auch zum Struppel geworden wäre. Durch eingeführt, von den Ausgebildeten würden nur höchstens zehn davon nichts. Er wurde zunächst verhört", und da er sich un- den Sturz aus dem Fenster hat sich Hanz ein Bein gebrochen. Der Zögling Struve bekundet, daß er von den Angeklagten Prozent für dieses Amt auserwählt. Die Ziele, die einer Er- schuldig fühlte, stritt er den Diebstahl ab. Nachdem er gegessen, ziehungsanstalt geſtedt feien, seien eigentlich nicht ganz flar. fütterte er die Pferde und legte sich zu Bett. Nachdem er eine durch die Korridore gejagt und mit Schlägen traftiert wurde. Ein Immer neue Probleme, die studiert werden müßten, drängten Weile geschlafen, kam Schneider und Bez zu ihm und schlugen ihn, Schlag habe das Auge getroffen und es erheblich verletzt. Die An fich in den Vordergrund. Gerade für Rengshausen habe man nur indem sie ihn aufforderten, ein Geständnis abzulegen. Am anderen gaben Strubes wurden durch einige Zeugen bestätigt; die Anältere Männer gewählt. Die Angeklagten haben zweifellos nur Tage wurde er nochmals geschlagen und in eiserne Ketten gelegt. geflagten erinnern sich an die Vorfälle nicht mehr. Der Zeuge Darauf hat der Zeuge die Angeklagten eine Zeit lang irre- frühere Zögling Ott befundet, er sei Weihnachten 1909 in die das Beste gewollt. Es seien ruhige und besonnene Leute, wenige unter ihnen gerieten ab und zu in einen nervösen Zustand. geführt und dann wieder Schläge erhalten. Hierauf mußte er drei Anstalt gekommen und wurde vom Hausvater Bez sogleich aufEs wird darauf der Pfarrer Münch vernommen, der vom Tage lang in einer Zelle bei Waffer und Brot zubringen, die Hände gefordert, sich auszuziehen. Als er nur noch das Hemd an hatte, hat 1. Dezember 1908 ab Leiter der Anstalt war. Er erklärt, daß er wurden ihm auf den Rücken gebunden. Die Füße sind ihm dabei ihn Beh auf das nackte Gefäß geschlagen, so daß er blutunterlaufene während seiner Amtszeit gegenwärtig ist er nicht mehr Leiter erfroren. Dann habe er wieder Schläge bekommen, wohin es gerade Striemen hatte. Nach einigen Stunden wurde die Prozedur dann der Anstalt die Strafordnung für die Anstalt eingeführt habe. traf und ist mit Füßen getreten und mit dem Kopf gegen die Wand wiederholt. Von dem Angeklagten Niebeling ist er dann später noch Auch die Gummischläuche sind während dieser Zeit eingeführt gestoßen worden. Der Zeuge fährt dann fort: ehe ich mich zu Tode einmal geschlagen worden. Der Zögling Sohl ist mit einem worden. Die Strafordnung hat zwar nicht die völlige Genehmigung quälen lassen wollte, legte ich ein Geständnis ab. Stock, der eine eiserne Spike hatte, ins Bein gestochen worden. Der Angeklagte Welker, der dieser Handlung beschuldigt wird, erdes Operpräsidenten gefunden, und er habe dies auch dem Vorstand. flärt hierzu, daß er Kohl mit dem Stock nur berührt", aber nicht mitgeteilt, der sich bereit erklärte, nochmals bei dem Oberpräsidenten -vorstellig zu werden. Die Strafordnung sei in Kraft getreten, nachdem eingehende Besprechungen der Bestimmungen mit den Brüdern stattgefunden hätten. Die Auslieferung der Gummischläuche an die Brüder entspreche den Anordnungen des Vorstandes. Ausschreitungen in der Anstalt find leider vorgekommen, In meiner Verzweiflung wollte ich mich erhängen. " ( Große Bewegung im Zuhörerraum), hatte aber keine Gelegenheit geschlagen habe. Der Zeuge bleibt jedoch bei seiner Darstellung. Auf dem Transport nach der Anstalt soll Welter zu ihm gefagt bazu. Nächster Zeuge ist der Bögling Krause, der gegenwärtig haben: Wie siehst Du denn aus, Du Hund? Du siehst ja aus wegen einer Messerstecherei drei Jahre Gefängnis verbüßt. Dieser wie ein entsprungener Zuchthäusler." An einem anderen Tage hat Zeuge hatte gehört und gesehen, wie Wannemacher geschlagen| Kohl große Holzschuhe erhalten und mußte dann nach der Andacht wurde; er sah auch, daß Wannemacher stark geblutet hat. Der ZögDer Zeuge hat selbst bei seinen Untersuchungen festgestellt, daß Bögling Krause hat auch einen Fluchtversuch unternommen und war auf dem Hofe von einer Ede in die andere laufen; Bet lief immer linge bei der Züchtigung mit dünnen Hosen bekleidet gewesen sind, dabei von dem Hausvater Bez überrascht worden. As Bez kam, und ihnen dann noch das Hemd hochgezogen wurde, damit die widersetzte er und der Bögling Niemeyer sich dem Hausvater und Schläge empfindlicher waren. Das allein halte er schon für eine bedrohten ihn mit dem Messer. Sie wurden in die Anstalt zurüdAusschreitung. Von allen anderen Strafen hat der Zeuge nur durch gebracht und erhielten dort gleich nach der Ankunft ihre vordas Strafbuch Kenntnis erhalten. Die Angeklagten haben nach schriftsmäßigen" Hiebe. Dabei bekam Krause von Bez feiner Auffassung aber nicht bewußt rechtswidrig gehandelt, doch haben sie sich von falschen Auffassungen und Meinungen Teiten laffen. Der Hausvater habe einmal erklärt, es sei vorgekommen, daß ein Zögling, der Schläge erhalten habe, ihm, dem Hausvater um den Hals gefallen sei und gedankt habe. Fräulein Reiter, Köchin in der Anstalt, weiß über die Benukung des Gummischlauchs und von sonstigen Mißhandlungen nichts auszusagen. Die Zeugin Reihe, die in der Nähstube beschäftigt war, hat nur einmal beobachtet, wie im Hofe der Anstalt der Hausvater einen Bögling mit dem Gummischlauch geschlagen hat. Darauf wird der jezige Hausvater der Anstalt Rengshausen, Dillenberger, vernommen. Er ist der Nachfolger des Angeklagten Bez und macht seine Aussagen nur sehr zögernd. Er beginnt mit einer Charakterschilderung der Angeklagten. Bez ist ein außerordentlich nervöser Mensch, der sich nicht mäßigen fönne, wenn er einmal in Zorn geraten sei. Die übrigen Angeklagten feien ziemlich ruhige Leute. Die Böglinge seien wohl geschlagen worden, aber nicht übermäßig. Jetzt wird das Büchtigungsrecht nicht mehr von den Brüdern ausgeübt, Gummischläuche und Stöde find nicht mehr in ihrem Besit. Wenn Widerseßlichkeiten vorfommen, dann würde dem Direktor Anzeige gemacht, der entsprechende Verfügungen erläßt. Der Zeuge erklärt darauf, die Böglinge hätten fich, als die Untersuchung gegen die Angeklagten eingeleitet wurde, untereinander verständigt, auf Vorhalt muß er jedoch zugeben, daß er hierüber bestimmtes nicht ausfagen fönne. - Direktor Lindner bon der Zwangserziehungsanstalt Rengs. haufen kann gegen die Angeklagten nichts Nachteiliges aussagen. Es wurde darauf in die eingetreten. Erörterung der Einzelfälle Der Bauernknecht Wehmann, der von 1907 bis 1908 3ögling der Anstalt war, erklärt folgendes: Jch bin wegen Diebstahls in die Anstalt gebracht worden. Mein Betragen hat wohl manchmal zu Tadel Anlaß gegeben. Am zweiten Weihnachtstage hatte der Hausvater Bez Besuch; ich weilte als Kalfaktor in einem Zimmer, in dem ein Schrank stand, dessen Tür nur halb angelehnt tvar. In diesem Schrank sollen angeblich 45 Mf. gelegen haben, die dem Besucher des Bez gehörten. Bez tam zu mir und behauptete, ich hätte jene 45 M. genommen. Als ich das berneinte, erhielt ich Schläge und wurde dann in eiserne Retten gelegt, " so daß ich mich nicht rühren konnte. Aus Angst, daß ich noch mehr Schläge bekommen könnte, legte ich dann ein Geständnis" ab, obwohl ich das Geld nicht gestohlen habe. Ich sollte nun aber angeben, wo ich das Geld versteckt hätte. Das konnte ich natürlich nicht tun, und bekam darauf wieden Schläge mit einem Dornstock einen Schlag über den Kopf, daß er zusammenbrach und besinnungslos liegen blieb. Als sich die beiden Zöglinge dann am Rinnstein das Blut abwuschen, kam der Angeklagte Lindemann dazu und schlug sie mit einem Stoc gegen die Waden. Der Angeflagte Bez fann sich auf die Einzelheiten nicht mehr besinnen. Der Bögling Niemeber, jekt Soldat in Göttingen, ist vom Angeklagten Schneider, als er sich mit einem anderen Bögling namens Engelhardt bei der Feldarbeit unterhielt, mit einem Stod mehrmals geschlagen worden. Die Schläge haben ihn verschiedentlich an den Stopf getroffen. Auch der Zeuge Engelhardt befundet ähnliche Vorfälle. Darauf wurden die weiteren Verhandlungen auf morgen bertagt. In der gestern fortgesetzten Verhandlung wurde der Fall des Böglings Niemeyer weiter erörtert. Zu einem anderen Falle erklärt der Bögling Koch: Als er in die Anstalt aus einer Lehrstelle aurüdtransportiert wurde, erhielt er vom Angeklagten Metz eine Ohrfeige. Am anderen Tage betam er, weil er nicht schnell genug Stiefel putte, wieder Schläge mit einem Dornstod. Dreimal habe er an jenem Tage Schläge bekommen. Metz habe ihm gefagt, daß er von Bez beauftragt fei, ihn streng zu halten und ihn event. au züchtigen. Stoch selbst hat einmal gefagt:" mit einem Gummischlauch hinter ihm her und mißhandelte ihn. Am Abend hat er sich dann frank gemeldet. Als er einige Stunden Am Abend hat er sich dann frank gemeldet. Als er einige Stunden geschlafen hatte, sei Bez zu ihm gekommen und habe ihn aufgefordert, aufzustehen. Bez habe sich seinen Körper angesehen, der ganz blau und braun geschlagen war. Dann hat Beh ihm erklärt, er sei ein Simulant, morgen solle er wieder gesund sein.- Der Angeklagte Bez bezeichnet diese Angaben als völlig aus der Luft gegriffen. Andere Zeugen bestätigen aber die Aussagen Kohls. Der Urin des Zeugen sei nach den Schlägen mit Blut untermischt gewesen. Der Zeuge Kohl sagt weiter aus, er habe nur noch den einen Gedanken gehabt, aus der Anstalt fortzukommen; er wollte barum ein Verbrechen begehen, um ins Gefängnis zu kommen. Er verschaffte sich eine Eisenstange und wollte damit den ersten besten, den er traf, niederschlagen. Er wurde daran jedoch gehindert und bekam wieder furchtbare Prügel. Bei dem letzten Fall, der ebenfalls den Zögling Kohl betrifft, geben Lindemann und Beh die Möglich feit zu, geschlagen zu haben; als Grund geben sie Trägheit des Beugen an. Kohl wurde bei dieser Prozedur die Treppe herauf, und heruntergejagt; oben stand Lindemann und unten Betz, und sobald er antam, schlugen sie ihn mit dem Gummischlauch. Er mußte so lange die Treppe auf und ab laufen, bis er zusammenbrach. Aus den weiteren Fällen der Beweisaufnahme ist noch hervorzuheben, daß die Zöglinge den Korridor mit Urin waschen mußten, als die Wasserleitung eingefroren war. Nach Schluß der Beweisaufnahme führt der Staatsantvalt aus, daß den Angeklagten nicht hinreichend erwiesen sei, daß sie ihr Büchtigungsrecht überschritten hätten; er beantrage daher gegen sämtliche Angeklagte Freisprechung. Der Rechtsbeistand des Nebenlägers Kohl beantragt eine Bestrafung der Angeklagten, soweit fie den Zögling Kohl mißhandelt hätten. Der Verteidiger Weis schließt sich dem Antrage auf Freisprechung an. Nach längerer Bea ratung berkündet der Vorsitzende das Urteil Lieber 10 Jahre Zuchthaus, als 1 Jahr Anstalt. Herrn Geheimrat Ofius habe er von den Mizhandlungen nichts erzählt, weil er Angst hatte, daß er dann noch mehr Schläge erhalten würde.- Bögling Krause bemerkt hierzu, daß sich Koch dahin, daß der Angeklagte Bez zu 100 m. Geldstrafe eventuell anfangs über das Treppengeländer legen sollte, um seine Hiebe 20 Tagen Gefängnis verurteilt sei, während alle übrigen Anau empfangen. Als er dies nicht tat, wurde er im Speisezimmer geklagten freigesprochen worden seien. In der Begründung gezüchtigt. Er selbst sei von dem Angeklagten Schneider einmal wurde hervorgehoben, daß das Gericht nicht darüber zu entscheiden angeblich ohne Grund auf den ohnehin schon verbundenen Kopf hatte, ob das Erziehungssystem ein richtiges war oder nicht, sondern mit Stöden geschlagen worden. Koch wird sonst als ein ziemlich es mußte lediglich gewürdigt werden, ob eine strafbare Handlung borgelegen habe. Dem Angeklagten Beh sei lediglich eine vorsätzliche verlogener Mensch von den übrigen Zeugen hingestellt. einfache und eine fahrlässige törperliche Mißhandlung nachgewiesen. Bei den übrigen Angeklagten sei nicht erwiesen, daß sie ihr Züchti gungsrecht überschritten hätten. Daß den Angeklagten ein Züchti gungsrecht zustand, konnte nicht bestritten werden. Auch der vorstehende Prozeß hat die Notwendigkeit einer durch greifenden Reform der heutigen Art der Fürsorgeerziehung von neuem dargetan. Gerichts- Zeitung. Unterschlagungen in Höhe von 11 000 2. Der Bögling Seemann, jest Knecht, will vom Angeklagten Schneider einmal mit einem Gehſtock und ein anderes Mal mit einem diden Birkenknüppel geschlagen worden sein. Sch. bestreitet dies. Seemann habe seine Arbeit nicht nach Wunsch ausgeführt und deshalb nach mehreren Mahnungen 4 bis 6 Schläge mit einem dünnen Stock auf das Gesäß erhalten. Seemann fei überdies sehr berlogen. Der Zeuge bleibt aber bei seiner Aussage, nach welcher Schneider ihn mit einem dicen Birkenknüppel, den er mit beiden Händen hielt, geschlagen habe. Der andere Fall hat sich beim Baden zugetragen. Weil er angeblich geschwazt habe, sei Schneider auf ihn zugekommen und habe ihn mit einem Gehstock über den Rüden und Kopf geschlagen, so daß der Zeuge blutete. wurden dem Bankbuchhalter Walter Krutschte zur Last gelegt, gegen Gleichzeitig habe ihm der Anstaltshund einen Big in die Wade den gestern die 4. Straflammer des Landgerichts I unter Borsiz beigebracht. Seemann habe darauf drei Tage im Krankenzimmer des Landgerichtsdirektors Dr. Gayer zu verhandeln hatte. Start Perls in Charlottenburg seit mehreren Jahren angestellt. gelegen. Die Angeklagten und der Hausvater wollen von diesem völlig unbescholtene 23jährige Angeklagte war bei dem Bankier Borfall nichts wissen und können sich auf nichts mehr besinnen. Vor Gericht war der Angeklagte in vollem Umfange geständig und Bögling Müller ist nach seiner Einlieferung in die Anstalt erklärte, daß er lediglich infolge seines geringen Gehalts von von dem Hausbater Bez mit einem Gummischlauch geschlagen monatlich 125 M. in Schulden geraten sei. Der Staatsanwalt worden. Später ist er nochmals von mehreren Angeklagten gezüch beantragte 2 Jahre Gefängnis. Rechtsanwalt Grünspach führte in tigt worden. Bei den Züchtigungen habe er nur das Hemd an seinem Plaidoyer aus, daß die geringen Gehälter, die leider im gehabt. Alle Angeklagten haben au gleicher Zeit zugeschlagen. Bankwesen gezahlt würden, nicht mit Unrecht als eine Art An stiftung zu bezeichnen seien, da die Versuchung an diejenigen AnDie Angeklagten selbst stellen die Vorfälle viel harmloser dar. Es wird hierauf der Fall des Böglings Hanz erörtert, der gestellten, durch deren Hände täglich Hunderttausende gingen, viel behauptet, daß er von dem Angeflagten Betz einmal 200 Siebe er leichter herantrete, wenn sie mit materiellen Sorgen zu fämpfen halten habe. Bez erklärt, Hanz habe ihn nach einem vergeblichen haben. Das Gericht erkannte an, daß der Angeklagte infolge der geringen Besoldung in Not geraten war und berurteilte ihn trob luchtversuch erbroffeln wollen und sei dafür gezüchtigt worden, der Höhe der unterschlagenen Summe nur zu 1 Jahr 3 Monaten aber nur mit zehn Schlägen. Hanz sei auch später noch rabiat ge- Gefängnis und rechnete ihm auch noch brei Monate der erlittenen wesen und habe dafür von Weller einige Schläge erhalten, bis sein Untersuchungshaft auf die Strafe als verbüßt an. Widerstand gebrochen war. Hanz bleibt dabei, daß er 200 Schläge Neber die Verhandlung gegen die jugendlichen Arbeitsburschen Ebenfalls des Diebstahls dieser 45 m. wurde ber 8ögling erhalten habe, und daß bei der Büchtigung ein Stod entzweiWannemacher bezichtigt und deswegen mißhandelt. Ueber die Ber- gegangen sei. Den Hausvater Bek habe er nur deshalb gedroffelt, Bamzow, Glawaßfh und Tallming, über die wir in der letzten Sonnta sönlichkeit dieses Böglings erklärt zunächst der Angeklagte Bez, um aus der Anstalt heraus und ins Gefängnis zu kommen. Nach tagsnummer berichteten, wird uns von dem Vater des 3. mitgeteilt, daß er ein lügenhafter Mensch sei, der in der Anstalt mit anderen der Züchtigung, die mindestens 20 Minuten dauerte, sei er auf daß die gegen seinen Sohn erhobenen Beschuldigungen sich nicht rechtfertigen ließen und zum Teil auf Aussagen eines fünfzehnZöglingen feguelle Verfehlungen begangen habe. Der Zeuge ſeinem Zimmer zusammengebrochen. Am zweiten Tage habe er jährigen Paul 8. basierten, der von 3. zum Diebstahl angeſtiftet 38annemacher, jetzt Fabrikarbeiter, schildert den Vorfall nichts zu essen bekommen und mußte auf dem Boden schlafen, die sein sollte. Der Vater habe gegen das auf 1 Jahr lautende Urteil folgendermaßen: Er habe in Rengshausen viele Schläge bekommen. Hände auf dem Rüden gefesselt. Aus Verzweiflung sei er ſchließ- Revision angemeldet, außerdem soll auf Grund vorliegenden neuen Weihnachten 1908 kam er zur Andacht. Beim Appell wurde ihm lich aus dem Fenster gesprungen, um nur aus der Anstalt fortzu- Materials ein Wiederaufnahmeverfahren beantragt werden. auf den Kopf und ins Gesicht. Mir wurde darauf sehr übel, und dann bekam ich wieder Schläge. Ich kann aber hier unter meinem Eide bezeugen, daß ich das Geld nicht gestohlen habe, ich habe, lebig lich durch die Schläge gezwungen, ein falsches Geständnis abgelegt. Der Angeklagte Schneider erklärt hierzu, Wehmann habe ihm den Diebstahl ohne weiteres zugestanden. Wehmann habe ihn dann eine Stunde lang im Gebäude herumgeführt und habe bald hier und bald da erklärt, dort habe er das Geld berstedt. Bei dem Rundgang habe er ab und zu einen Schlag bekommen; die eigentliche Büchtigung habe aber erst der Hausvater Bez borgenommen. Der Sachverständige, Baron v. Bebe II, Anstaltsleiter in Freistadt bei Hannover, bemerkt hierzu, daß nach seiner Erfahrung die Zöglinge nur sehr schwer Wahrheit und unwahrheit unter scheiden könnten. Eine Ueberschreitung des Züchtigungsrechtes tomme in diesem Falle nicht in Frage. Die Eltern würden an ihren Kindern auch nicht anders gehandelt haben. Unsere Spezialitäten Leiser BET Neu eröffnet: Tauentzienstre 20 Leipziger Str. 65 Königstraße 34 Oranienstraße 34 Oranienstraße 47a Müllerstraße 3a Rixdorf, Bergstr. 7-8 Zentrale u. 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Für den Inseratenteil verantw.: Th. Glode, Berlin. Drud u. Verlag: Vorwärts Buchdruderei u. Verlagsanstalt Paul Singer u. Ca, Berlin SW Sr. 95. 28. Jahrgang. 2. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Sonntag, 28. April 1911 Zur Machwahl im 4. Landtagswahlkreis! Am morgigen Montag, den 24. April, dem Lage der befindet sich das Wahlmänner- Wahlen Zentralwahlbureau bei Bieler, Dieffenbachstr. 76, Tel. IV, 2359. Das Zentralivahlbureau ist den ganzen Tag geöffnet. Alle Genossen, die helfen können, werden gebeten, sich dort zu melden. Das Wahlkomitee. Wochen- Spielplan der Berliner Cheater. Zapfenstreich. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Aus erster Ehe. Abends: Sapfenstreich. Montag: Ohne Mutter.( Anfang 8 Uhr.) M Residenz Theater. Allabendlich: Fernands Chekontrakt.( Anfang 8 Uhr.) Königl. Opernhaus. Sonntag: Die Zauberflöte. Montag: Die Luftspielhaus. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Mehers. Abends: Der Fledermaus. Dienstag: Götterdämmerung.( Anjang 6%, Uhr.) Mittwoch: Die Zauberflöte. Donnerstag: Maia. Bajazz. Freitag: Die Königskinder. Registrator auf Netsen. Montag bis Sonnabend: Registrator auf Reisen. Sonnabend: Lohengrin.( Anf. 7 Uhr.) Sonntag: Die Zauberflöte. Montag: Sonntagnachmittag 3 Uhr: Meyers. Abends und Montag: Registrator Die Walküre.( Anjang7 Uhr.) auf Reisen.( Anfang 8 Uhr.) Königl. Schauspielhaus. Sonntag: Der Kaufmann von Benedig. Rose Theater. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Mutterlegen. Abends: Montag: Die Stügen der Gesellschaft. Dienstag: Der Störenfried. Mitte Robert und Bertram. Montag: Robert und Bertram. Dienstag: Die woch: Die Stügen der Gesellschaft. Donnerstag: Der Kaufmann von Millionenerbin. Mittwoch: Robert und Bertram. Donnerstag: MutterBenedig. Freitag: Die Braut von Messina. Sonnabend: Nathan der jegen. Freitag, Sonnabend und Sonntag: Robert und Bertram. MonBeife. Sonntag: Die Stügen der Gesellschaft. Montag: Der Störenfried. tag: Mutterlegen.( Anjang 8 Uhr.) Casino Theater. ( Anjang 7 Uhr.) Sonntagnachmittag 3, 1hr: Marianne, ein Neues fgl. Opern Theater. Sonntagnachmittag 3 libr: Der Weib aus dem Bolle. Abends und Montag bis Sonnabend: Zwei Wappen. tag: In der Sommerfrisch'n, Mittwoch: Amerikaseppl. Donnerstag: Der abend und Montag: Zwel Bappen. Anfangs br.) Stammhalter. Abends: Jägerblut. Montag: Der Meineidbauer. Diens. Sonntagnachmittag 3, Uhr: Marianne, cin Weib aus dem Volfe. Sonntag Metropol Theater. Allabendlich: Hurra! Geigenmacher von Mittenwald. Freitag: Der Stammhalter.( Anfang Anfang 8 Uhr. Wir leben no! 8 Uhr.) Sonnabend, Sonntag und Montag: Gefchloffen. Deutsches Theater. Täglich: Fauft. 2. Teil.( Anfang: Sonntag plagen. III. Klasse. Anfang 8%, Uhr. Folies Caprice. Allabendlich bis auf weiteres: Wertheim wird und fünftigen Sonntag 6 Uhr, die übrigen Tage 5 Uhr.) Deutsches Theater( Sammerspiele). Sonntag: Die Königin. Apollo Theater. Allabendlich: Spezialitäten. Anjang 8 Uhr. SonnBaffage Theater. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Spezialitäten. Alabendlich: Spezialitäten. Anfang 8 Uhr. Wintergarten. Allabendlich und Sonntagnachmittag: Spezialitäten. Anfang 8 Uhr. Reichshallen Theater. Täglich: Stettiner Sänger. Anfang 8 Uhr, Sonntags 7 Uhr. Walhalla Theater. T Sonntagnachmittag 3%, Uhr: Der Troms peter von Säffingen. Allabendlich: Bravo! Da capo! Spezialitäten ( Anjang 8, Uhr.) Herrnfeld Theater. Täglich: Scheidungs- Souper. Ein Berlobungs. gefchäft. Die Bar- Schwefter.( Anfang 8 Uhr.) Die Wahl der Wahlmänner findet am morgigen Montag, den Montag: Gawan. Dienstag: Die Königin. Mittwoch: Gawan. Donnerstagnachmittag 3, Uhr: Spezialitäten. tag: Die Königin. Freitag: Frühlings Erwachen. Sonnabend und Sonntag: 24. April, statt. Die Königin. Montag: Simson und Dalila( Anfang 8 Uhr.) Leffing Theater. Täglich: Glaube und Heimat. Anjang 8 Uhr.) Sonntag, 23. April, nahm. 3 Uhr: Rosenmontag. Sonntag, 30. April, nadm. 3 Uhr: Die Frau vom Meere. Die Urwähler haben in denjenigen Urwahlbezirken zu wählen, in denen sie zur Zeit der Aufstellung der Urwählerlisten gewohnt haben. Hiernach ist für die Urwahlbezirke 216, 217, 223, 224, 225, 227, 228, 230, 243, 244, 245, 246, 248, 251, 257, 263, 265, 268, 269, 406, 407, 408 und 415, für welche jetzt neue Urwählerlisten aufgestellt wurden, als Wohnungsstand das erste Drittel des Monats März d. J., dagegen für alle übrigen Urwahlbezirke des vierten Wahlfreifes derjenige Wohnungsstand maßgebend, welcher der Aufstellung der Urwählerlisten im Jahre 1910 zugrunde gelegt wurde - b. i. das erste Drittel des Monats August 1910. Eine große Anzahl Urwähler ist nun im Oktober 1910 bezo. April 1911 berzogen; alle diese stehen noch in den Wählerlisten und haben das Recht zu wählen. Wir ersuchen alle unsere Genoffen und Freunde, die kleine Mühe nicht zu scheuen, sondern nach dem Urwahlbezirt, in welchem fie im August 1910 wohnten, am Tage der Wahl zu kommen und ihr Wahlrecht auszuüben. Es findet Friftwahl statt, und zwar wählt die zweite Abteilung zuerst: in der Zeit von vormittags 9 bis mittags 12 Uhr, alsdann die erfte Abteilung: von nachmittags 1 bis 2 Uhr, und zuleht die britte Abteilung: von nachmittags 3 bis abends 8 Uhr. Da die Wahlhandlung pünktlich geschlossen wird, ersuchen wir um rechtzeitiges Erscheinen. Ferner wollen wir darauf hinweisen, daß der Wahlvorsteher eine Legitimation verlangen kann. Wer keine Wahltarte erhalten hat, versche sich mit sonstigen Legitimationen; als solche gelten Eteuerquittung, Invalidenkarte, Militärpapiere usw. Zur besseren Information lassen wir ein Berzeichnis sämtlicher Straßen des vierten Landtagswahlkreises yolgen: und Der vierte Landtagswahlkreis umfaßt die Stadtbezirle 66A bis 78C, 114-119, deckt sich mit Teilen vom Reichstagswahlkreis II ( Reichstagswahlbezirke 115-158, 228-235), vom Reichstagswahlfreis Berlin III( Reichstagswahlbezirke 236-239), enthält die Etraßen bezw. Straßenteile: Allegandrinenftr. 1-18a und 113-137, Arndtstr. 1-7 unl 36-44, Baruther Str. 1-22, Bär: waldstraße, Bergmannstr. 22-32 und 39-76, Blücherplak 3, Blücherstraße, Boedhstraße, Boppstraße, Brachvogelstraße, Branden. burgstr. 1-17 und 64-82, Camphausenstraße, Dieffenbachstraße, Fichtestraße, Fidicinstr. 25, Fontanepromenabe, Freiligrathjirage, Friesenstr. 1-12 und 15-27, Fürbringerstraße, Fürstenstr. 24, Geibelstraße, Gitfchiner Str. 1-108, Gneifenauftr. 2-115, Golzener Straße, Graefeftraße, Grimmstraße, Hasenheide 1-60, Heimstraße, Hohenstaufenplatz, Hollmannstr. 1-18a und 20-48, Jahnstraße, Alte Jatobftr. 1-1c, 137-175, Johannistisch, Johanniterstraße, Jüterboger Straße, Kaiser Friedrichplay, Stottbufer Tamm 1-43, Lachmannstraße, Lehniner Straße, Luisenufer 47-57, Marheineteplak, Mariendorfer Straße, Mittenwalder Straße, Morisstraße, Müllenhoffstraße, Neuenburger Str. 1a- 41, Noftizftr. 1-25 und 37-68, Blanufer, Prinz Auguft von Württem bergstraße, Prinzenstr. 1-16 und 103-119, Schleiermacherstraße, Schönleinstraße, Sebanufer, Siboldstraße, Simeonstr. 1-14 und 18-32, Straße 14B( Abteilung II des Bebauungsplans), Solmsftraße 1-27 und 30-52, Tempelherrenstraße, Am Urban, Urbanhafen, Urbanstraße, Wassertorstraße, Waterlooufer, Willibald legisstr. 1-7 unb 36-48, Wilmsstraße, Boffener Str. 1-26 und 28-60a, Büllichauer Straße. Kleines Theater. Sonntag nachmittag 3 Uhr: Nur ein Traum. abends: Der Leibgardist. Montag bis Sonnabend: Der Leibgardist. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Nur ein Traum. Abends: Der Beibgardist. ( nfang 8 Uhr.) Neues Theater. Täglich: Mein erlauchter Ahnberr.( Anfang 8 Uhr.) Neues Schauspielhaus. Sonntag und Montag: Bienerinnen. Dienstag: Judith. Mittwoch: Wienerinnen. Donnerstag: Alt- Heidelberg. Freitag: Bienerinnen. Sonnabendnachmittag 3 Uhr: Sternsches Kon fervatorium. Abends sowie Sonntag und Montag: 18tenerinnen.( Anfang 8 Uhr.) = Carl- Haverland Theater. Täglich: Spezialitäten. Anfang 8 Uhr. Boigt Theater. Sonntag: Die Anna- Life.( Anfang 7 1hr.) Mons tag, Mittwoch und Freitag: Gefallene Mädchen.( Anfang 8 Uhr.) Sonntag: Gefallene Mädchen.( Anfang 7 Uhr.) Raiser- Panorama. Täglich: Besuch der Ostseebäder. Reise über den Brenner nach Venedig. Iranta Theater, Taubenstr. 48/49. Rebende Tierbilder von nah 0 Berliner Theater. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Der Veilchenfresser. benbs: Bummelstudenten. Montag und Dienstag: Bummelstudenten. Mittwochnachmittag 3 Uhr: Nathan der Weise. Abends: Bummelstudenten. Dounerstag bis Connabend: Bummelstudenten. Sonntagnachmittag 3 Uhr: und fern.( Anfang 8 Uhr.) Sonntagnachmittag 4 Uhr: Bon Abbazzia bis Zaifun. Abends und Montag: Bummelstudenten.( Anfang 8 Uhr.) Korfu. Sternwarte, Invalidenstr. 57-62. Modernes( Hebbel.) Theater. Sonntagnachmittag 3, Uhr: Maria fang 8 Uhr.) Dienstag bis Sonnabend: Großstadtlust. Sonntagnachmittag Magdalena. Abends: Der Feldherrnhügel Montag: Großstadtluft.( AnMarktpreise von Berlin am 21. April 1911, nach Ermittelung des 3 Uhr: Minna von Barnhelm. Abends und Montag: Großstadtluft. Königlichen Polizeipräsidiums. Martthallenpreife.( leinhandel.) ( Anfang 8, Uhr.) 100 Kilogramm Erbsen, gelbe, zum Stochen 30,00-50,00. Speifebohnen, Romische Oper. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Hoffmanns Erzählungen. veiße 30,00-50,00. Linfen 20,00-60,00. Startoffeln 5,00-9,00. 1 StiloAbends: Orpheus in der Unterwelt. Montag: Der Widerspenstigen gramm Rindfleisch, von der Steule 1,60-2.40. Rindfleisch, Bauchfleisch 1,20 Zähmung. Dienstag: Hoffmanns Erzählungen. Mittwoch: Drpheus in bis 1,70. Schweinefleisch 1,20-1,90. Stalbfleisch 1,50-2,40. Sammelfleisch der Unterwelt. Donnerstag: Tosca, Freitag: Die Bohème. Sonn- 1.40-2,20. Butter 2,20-2,80. 60 Stud Gler 3,00-4,40. 1 Silogramm abend: Drpheus in der Unterwelt. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Drpheus Starpfen 1,20-2,40. ale 1,60-3,00. Bander 1.40-3,60. Hechte 1,40 bis in der Unterwelt. Abends: Die Fledermaus. Montag: Tosca.( Anfang 2.80. Barsche 1,00-2,00. Schlete 1,40-3,40. Bleie 0,80-1,60. 60 Stud 8 Uhr.) Streble 2,50-30,00. Thalia Theater. Somtagnachmittag 3 Uhr: Gr und feine Schwester. abendlich: Bolnische Wirtschaft.( Anfang 8 Uhr.) 3m Slubfeffel. Montag: Das Urbild des Tartuff. Dienstag: Maria und Magdalena, Mittwoch: Die Liebe wacht. Donnerstag: Der Traum ein Leben. Freitag: Der Bund der Jugend. Sonnabend: Liebelei. Literatur. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Die Ehre. Abends und Montag: Der Traum ein Leben.( Anfang 8 Uhr.) Schiller Theater 0. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Die Ehre. Abends: 6lationen Witterungsüberfcht vom 22. April 1911. Barometer flanb mm Bind richtung Windstarle 775 23 776 ND Better Temp. n. C. 5.6.= 48. Stationen Barometertanb mm ind richtung Windſtärke 2 wolfig 14 aparanda 752 N 3 mollig 12 Betersburg 769 N 1 mollig 14 Scilly 1 heiter Better Xemp. n. 18.73.8 BAORD 1 6 Regen 1 bedeckt 3 4 770 759 SS 776 SS 5 halb bd. 10 4 mollig 13 Schiller Theater Charlottenburg. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Die Jungfrau von Drleans. Abends: Liebelei. Literatur. Montag: Der Smotnembe. 774 SW Traum ein Leben. Dienstag: Rabale und Liebe. Mittwoch: Im Klub- amburg 774 fejjel. Donnerstag: Der Himmel auf Erden. Freitag: Liebelei. Literatur. Berlin Sonnabend: Im Klubfeffel. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Bapfenstreich. Frantl.a 10 berbeen abends: Cin idealer Gatte. 777 GD 2 wollen! 9 Baris 1 wollen! 10 abends: Gin idealer Gatte, Montag: Liebelei. Literatur.( Anfang 8 Uhr.) München Friedrich Wilhelmstädtisches Schauspielhaus. Sonntagnachmittag Bien 776 N 3 heiter 14 3 Uhr: Die Jungfrau von Orleans. Abends: Kasernenluft. Montag bis Wetterbrognose für Sonntag, den 23. April 1911. Freitag: Rafernenluft. Sonnabendnachmittag 3 Uhr: Wilhelm Tell. Ein wenig fühler, vielfach wollig bei ziemlich lebhaften westlichen Abends: Rafernenluft. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Die Räuber. Abends: Binden; keine erheblichen Niederschläge. Berliner Wetterbureau Rafernenluft.( infang 8 Uhr.) Neues Cperetten Theater. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Der abend: Der Graf von Lugenburg. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Der Glids. Gludsengel. Abends: Der Graf von Luxemburg. Montag bis Sonn engel. Abends und Montag: Der Graf von Luxemburg.( Anfang 8 Uhr.) Theater des Westens. Sonntagnachmittag 3% Uhr: Die lustige Bitwe. Abends: Die luftigen Nibelungen. Montag bis Sonnabend: Memel, Tuft Die lustigen Ribelungen. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Die geschiedene Bregel, Insterburg rau. Abends und Montag: Die lustigen Nibelungen.( Anfang 8 Uhr.) 29 eifel, Thorn abendlich: Théodore u. Cie. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Hippolytes Trianon Theater. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Hippolytes Abenteuer. Dder, Ratibor Abenteuer.( Anfang 8 Uhr.) S Bafferftand Stroffen Frankfurt Berliner Volts- Oper. Sonntagnachmittag 3% Uhr: Die luftigen Barthe, Schrimum Beiber von Bindsor. Abends: Der Trompeter von Salfingen. MonLandsberg tag: Der Waffenschmied. Dienstag: Rigoletto, Mittwoch: Die Zauberete, Bordamm flöte. Donnerstag: Amélia.( Der Mastenball.) Freitag: Fra Diavolo. Elbe, Leftmeriz Sonnabend: Die Zübin. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Der Trompeter von Sallingen. Abends: Der Bildschüz.( Anfang 8 Uhr.) Luifen Theater. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Der jüngste Leutnant. abends: Bapfenstreich. Montag: Der fritische Lag. Dienstag, Mittwoch und Donnerstag: Aus erster Ehe. Freitag: Maufefalle. Sonnabend: Dresden Wafferstands- Nachrichten Bafferftand cm am feit 21.4. 20.4. cm) 358-10 -6-6 176+4 240 +12 175-7 192-2 112+10 Saale, Grochit Savel, Spandau Rathenow) Spree, Spremberg") Beestow Beser, Münden Minden am 21. 4. 20.4. cm cm¹) 95+1 106 160 90 153 -63 Rhein, Maximiliansau 362 Raub Stoln 129-6 63-3 172 52+3 -74 Nedar, Heilbronn • Barby Magdeburg 168 9+ bedeutet Fall. 207 -10 Main, Bertheim 164 75 144 -14 Mosel, Trier 65 Bucs, www 2) Unterbegel. Carola- Woche Dienstag! Schluß Schluß Extra- Preise St Dienstag! Erstklassige, hygienische Kinderstiefel ,, Carola" ges. gesch. Carl Stiller Junior W. Leipziger Str. 29 W. Königgrätzer Str. 124-129 Ecke Friedrichstr.( Mädlerhaus) Hotel Fürstenhof S. Oranienstr. 155-156 Ecke Prinzessinnenstraße L S Schutzmarke. Phänomen- Gold Feinste Stck. 2, 3, 4, 5 Pf. Cigarette Ueberall zu haben Die beste daher verbreitetsten Marke Deutschlands. Tehnight Goldfare. Infine fritetabock! 777777777 IMON ( Siche Wochen- Spielplan.) Freie Volksbühne: Sonntag, den 23. April, nachmittags 3 Uhr. Thalia- Theater. 10./11. Abteilung ( Gruppe 44-48): Moral Neues Schauspielhaus. 8. Abteilung ( Gruppe 32-37): Agnes Bernauer. Herrnfeld Theater. 1./2. Abteilung ( Gruppe 3-6): An des Reiches Pforten. Residenz- Theater. 2./3. Abteilung ( Gruppe 7-9): Die 300 Tage. Montag, den 24. April, abends 8 Uhr: Neues Schauspielhaus. 2.( IV.) Abend abteilung: Wienerinnen. Neue Freie Volksbühne. Sonntag, den 23. April, nachm. 2, Uhr: Deutsches Theater: Simson und Delila. Rammerspiele: Gawan. Rachm. 3 Uhr: Neues Bolts- Theater: Die Schmetter lingsschlacht. Schiller Theater O.: Die Ehre. Schiller Theater Charlottenburg: Die Jungfrau von Orleans. Metropol- Theater: Mamsell Nitouche. Kleines Theater. Nur ein Traum. Neues Operetten- Theater: Glüdsengel. Neues Theater: Tartuff. schwister. Neues Bolts- Theater: Abends 8, Uhr: Der Die Ge Sonntag, Dienstag, Donnerstag: Gnaden brot. Die Hafenpfote. Montag, Urania. Theater und Vergnügungen Wissenschaftliches Theater Taubenstraße 48/49. Nachmittags 4 Uhr: Von Abbazia bis Corfu. Abends 8 Uhr: Lebende Tierbilder von nah und fern. Montag 8 Uhr: Lebende Tierbilder von nah und fern. Reife Ausftellung Geöffnet 10-8Uhr Eintrit am Zoo! Berliner Volks- Chor. M. d. A.-S.-B. Dirigent: Dr. E. Zander. Montag, den 24. April, abends 8, Uhr, Mittwoch, den 26. April: Unwiderruflich letzte Vorst. Zirkus A. Schumann. Heute Sonntag( legter Sonntag): große 2 Vorstellungen 2 Nachin. 3, Uhr, abbs. 7, Uhr. Nachm. hat jeder Erwachsene 1 Kind frei unter 10 Jahren auf allen Sigplägen, jedes weitere im Konzert- Saal Friedrichshain in unter 10 Zahr. halben Preis. Am Friedrichshain 16-23, Die größte Sensation: Dienstag, den 25. April, Automobil- Ueberholungsabends 8, Uhr, 108-114: in der Neuen Welt, Hasenheide R. Wagner: ,, Der fliegende Holländer". Soli: Frau Böhmer( Alt); Frau Schauer Bergmann( Sopran); Königl. Kammersänger Kalweit( Tenor); Königl. Hof- Opernsänger Habich( Bariton). Das Blüthner Orchester. Der Berliner Volks- Chor. Eintrittskarten im Vorverkauf 75 Pf. einschließlich Textbuch mit Garderobe und Programm. Abendkasse 1,00 M. 290/9 Wagners Bild und Erläuterungen 10 Pf. Ende gegen 11 Ubr. Billetts sind zu haben bei: Kasseneröffnung 7 Uhr. Mittwoch, Freitag: Der Biel Ausftellungsloofe à1Mk Veteranenstr. 11 Sommerfeld& Co., Rosenthaler Str. 51; Kriedemann, geprüfte. Sonnabend: Hanneles Himmelfahrt. Der Tor und der Tob. Bolts- Oper. Montag: Der Waffenschmied. Dienstag: Rigoletto. Schiller- Theater 0.Ballner, Sonntag, nahm. 3 Uhr: Die Ehre. Sonntag, abends 8 Uhr: Im Klubsessel. Montag, abends 8 br: Das Urbild des Tartuff. Dienstag, abends 8 Uhr: Kabale und Liebe. Schiller- Theater Charlottenburg. Sonntag, nach m. 3 Uhr: Die Jungfrau von Orleans. Sonntag, abends 8 Ubr: Liebelei. Hierauf: Literatur. Montag, abends 8 Uhr: Der Traum ein Leben. Dienstag, abends 8 Uhr: Maria und Magdalena. Berliner Theater. Abends 8 Uhr: Bummelstudenten. Morgen: Bummelstudenten. Passage- Panoptikum. Heute letzter Volkstag! Jeder Erwachsene ein Kind frei. Jedes Kind erhält ein Geschenk. Hede Kosch das Mädchen aus der Steinzeit und die anderen Attraktionen. Passage- Theater. Heute 2 Vorstellungen. Nachm. 3-4 Uhr kleine Preise. Abends 8 Uhr: Melia dle gefeierte russische Tänzerin. Lina Loos mit neuem Repertoir. Neues Theater. Patty Frank Täglich: Mein erlauchter Ahnherr. Anfang 8 Uhr. Theater des Westens. Abends 8 Uhr: Die lustigen Nibelungen. Sonntag 3 Uhr: Die lustige Witwe. Berliner Volksoper Rachm. 3, Uhr: Die lastigen Weiber von Windsor. Abends 8 Uhr: Der Trompeter von Säckingen. Friedrich- Wilhelmstädtisches Schauspielhaus. Sonntag, den 23. April, 8 Uhr: Kasernenluft. Nachm. 3 Uhr: Die Jungfrau von Orleans. Montag und folgende Tage: Ra fernenluft. Residenz- Theater. Direttion: Nichard Merander. Abends 8 Uhr: Fernands Ehekontrakt. Schwant in 3 Aften von Georges Feydeau. In deutscher Bearbeitung von Benno Jacobson. Morgen und folgende Tage: Fernands Chekontrakt. Truppe Weltmeister d. Akrobatik Willi Prager u. d. gr. April- Varieté- Programm. Luisen- Theater. Rachmittags 3 Uhr: Der jüngste Leutnant. Boffe mit Gefang von Jacobsohn. Abends 8 Uhr: Zapfenstreich. Drama in 4 Aften v. Adam Beyerlein. Montag 8 Uhr: Der kritische Tag. WINYSTARTEN Letzte Woche! Der sprechende und weitere " Don" Hund 12 Attraktionen 12 U. a.: Roda Roda. Rauchen gestattet. Lustspielhaus. Pollo Meyers. Abends 8 Uhr: Der Registrator auf Reisen. DOSE THEATED Große Frankfurter Str. 132. Nachmittags 3 Uhr: Mutterſegen. Abends 8 Uhr: Robert und Bertram. Montag: Robert und Bertram. Dienstag: Die Millionenerbin. Metropol- Theater. Nachm. 3 Uhr: Mamfell Nitouche. Abends 8 Uhr: Rauchen gestattet. Hurra! Wir leben noch! Große Ausstattungsrevue in 7 Bildern v. 3. Freund. Mufit v. B. Hollaender. In Szene gelegt von Dir. N. Schuly. Theater Borletter Sonntag:. 2 gr. Vorstellungen Rahm. 3, Uhr halbe Preise. Abends ab 8 Uhr: Das große Programm mit Heinrich Prang in seiner Burleste Ein Gemütsmensch. N. Roloff, Wörther Str. 31; Zucht, Immanuelkirchstr. 13; Hanisch, Auguststr. 50; Rietz, Kopenhagener Str. 2, Swinemünder Str. 86, Fehmarnstr. 8; Vogel, Lortzingstr. 37; Thomas, Gartenstr. 71; Tietz, Invalidenstr. 124; Hab, Torfstr. 19; Fischer, Veteranenstr. 6; Beyer, Stargarder Str. 74; Schulz, Wiesenstr. 60a; Brehmer, Weißenburger Straße 9; Scholz, Alte Schönhauser Str. 19; Daunert, Pappel- Allee 33; .: Perlewitz, Juhl, Ackerstr. 46; Roeßner, Immanuelkirchstr. 12. Am Friedrichshain 6; Schumacher, Königsberger Str. 11; Vogel, Dähn, PetersKoppenstr. 82; Liebecke, Romintener Str. 18; Rennen in der Luft. Ausgeführt von La belle Georgina und ihrem Partner. In beiden Vorstellungen: Mr. Baghonghi, d. kleinste Reitkünstler der Welt, sowie die sämtl. übrigen Spezialitäten. Jn beiden Vorstellungen: Der gr. Coup der Schmuggler. Trianon- Theater. Täglich abends 8 Uhr: Théodore& Cie. Sonnt. nachm.: Hyppolytes Abenteuer. Folies Caprice. Täglich 8, Uhr: Wertheim wird platzen! Bunter Solo- Teil. III. Klasse. burger Str. 34; Wedemeyer, Weidenweg 80; Niemeyer, Weber- Reichshallen- Theater. Zirkus Busch Heute Sonntag, 23. April, nachmittags 3½, Uhr: Das große Gala Programm mit der vollstän digen Pantomime: D Armin". Gewöhnliche Sirkuspreise. Jeder Erwachsene hat das Recht, 1 an gehöriges Kind unter 10 Jahren auf allen Sipplägen frei einzuführen. Weitere Kinder unter 10 Jahren halbe Breije.( Galerie volle Preise.) Abends 8 Uhr: Fortsetzung des Gastspiels Ferdinand Bonn mit seinem Ensemble König Richard III. bon Tragödie von Shakespeare. ( Das geehrte Publikum wird höflichst zur Bermeidung Störungen um pünktlichstes Erfcheinen gebeten.) Beginn 8 Uhr. Stadt- Theater Moabit Alt- Moabit 47/48. Sonntag, den 23. April 1911: Auf allgemeinen Wunsch wiederholt! Stettiner Sänger. Saß und Liebe. Britton als Mieze Hosenrock straße 19; Schrolle, Landwehrstr. 3; Reul, Barnimstr. 42; Jahn, Zorndorfer Str. 59; Rietz, Petersburger Str. 5, Thaerstr. 18, Kopernikusstraße 11. S.: Scholz, Hasenheide 108-114; Meyer, Schleiermacherstr. 8; Böttger, Zossener Str. 30; Goßmann, Teltower Str. 16; Nelthardt, Fischer, Manteuffelstr. 110; Ihm, Wrangelstraße 58; Böttger, Skalitzer Görlitzer Str. 58; Beel, Wrangelstr. 107; Straße 107; Stangenberg, Köpenicker Str. 20a; Horsch, Engelufer 15; Giebel, Engelufer 13; Francke, Mariannenstraße 26a; Menzel, Muskauer Straße 1; Schulz, Admiralstraße 40; Zindel, Reichenberger Straße 40/41; Teichert, Reichenberger Straße 98; Weber, Pannierstraße 8; Krause, Liebe, Hermannstraße 68; Hermannstraße 110; Schnötke, Richardstraße 115; Zehrend, Hasenheide 9; Kuhring, Jahnstr. 1; Greffel, Grimmstr. 30; Schwedhelm, Planufer 1; Rühle, Oranienstraße; Brinkmeyer, Alexandrinenstr. 25; Casino- Theater Bobsien, Kommandantenstr. 62; Priegent, Bellealliancestr. 75. 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Co., Berlin SW 21gr. 95. 28. Jahrgang. ΒΙΣ Sozialdemokratischer Wahlverein für den 4. Berliner Reichstags- Wahlkreis. Frankfurter Viertel. ( Bezirk 310.) Den Mitgliedern zur Nachricht, daß unser Genosse, der Chauffeur Johann Trzcinski ( Friedenstr. 54) gestorben ist. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet am Montag, den 24. April, nachmittags 5 Uhr, von der Leichenballe des Zentral- Friedhofes in Friedrichsfelde aus statt. Um rege Beteiligung ersucht 218/6 Der Vorstand. Am Donnerstag, den 20. d.M., verstarb plöglich an Lungenents zündung unser Kollege Hans Trczinski. Ehre seinem Andenken! Angestellte der Ortskrankenkaffe der Kaufleute. Deutscher Transportarbeiter- Verband. Bezirksverwaltung Groß- Berlin. Den Mitgliedern zur Nachricht, daß unser Kollege, der Droschtenführer Albert Schladitz am 21. d. Mts. im Alter von 48 Jahren verstorben ist. am Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet Montag, den 24. d. Mts., nach mittags 5 Uhr, von der Leichenhalle des Marlus- Kirchhofes in Wilhelmsberg aus statt. Um rege Beteiligung ersucht Die Bezirksverwaltung. Den Mitgliedern zur Nachricht, daß unser Kollege, der frühere Chauffeur Hans Tschinski am 21. d. Mis. verstorben ist. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet am Montag, den 24. April, nachm. 44, Uhr, von der Leichenhalle des Bentralfriedhofs in Friedrichsfelde aus ftatt. 67/13 Um rege Beteiligung ersucht Die Bezirksverwaltung. Todes- Anzeige. Freitag, den 21. April, morgens 5 Uhr, entschlief sanft nach langen, schweren Leiden unser lieber Bater, Großvater, Schwiegervater, Bruder, Schwager Dntel, der Strumpfwirfer Moritz Voigt im 66. Lebensjahre. und Dies zeigt tiefbetrübt an im Namen der Hinterbliebenen C. Voigt, Stoppenstraße 34. Um stilles Beileid wird gebeten. Die Beerdigung findet Montag, den 24. April, nachmittags 3, Uhr, von der Leichen halle des Zentral Friedhofes, Friedrichsfelde, aus statt. IP am Sozialdemokratisch. Wahlverein für den 4. Berliner Reichstagswahlkreis. Frankfurter Biertel. Bezirk 297.. Den Mitgliedern zur Nachricht, daß unser Genosse, der Wirter Moritz Voigt ( Stoppenstraße 34) geftorben ist. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet am Montag, den 24. April, nachmittags 4 1hr, von der Leichen: balle des Zentral- Friedhofes in Friedrichsfelde aus statt. Um rege Beteiligung ersucht 218/7 Der Vorstand. Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei der Beerdigung meines lieben Mannes und guten Baters 3. Beilage des Todes- Anzeigen Sozialdemokratischer Wahlverein für den 4. Berl. Reichstags- Wahlkreis. Stralauer Viertel. Bezirk 354 I, Den Mitgliedern zur Nachricht, daß unser Genosse, der Gastwirt August Brinkmann Nomintener Str. 56 gestorben ist. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet am Montag, den 24. April, nach mittags 5 Uhr, von der Leichenhalle des Zentral- Friedhofes in Friedrichsfelde aus statt. Um rege Beteiligung ersucht 218/4 Der Vorstand. Sozialdemokratischer Wahlverein des 6. Berl. Reichstags- Wahlkreises. Nachruf. Am 16. April verstarb unser Genoffe, der Steinfeger Max Lange Soldiner Str. 37. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung hat am 19. April ftattgefunden. 227/2 Der Vorstand. Orts- Krankenkasse für das Gewerbe der Tischler u. Pianofortearbeiter zu Berlin. Am Donnerstag, den 20. April, starb nach schwerem Leiden unser früherer langjähriger Strantenfontrolleur Karl Liebermann im Alter von 77 Jahren. Wie werden seiner stets ge denken. am Die Beerdigung findet Sonntag, den 23. April, nach mittags 3 Uhr, vom Trauerhause, Soldiner Straße 39 aus nach dem Elisabeth- Kirchhof, Prinzen- Allee, 275/12 Der Vorstand und die Angestellten. statt. Verband der freien Gast- und Schankwirte Deutschlands. Zahlstelle Charlottenburg. Den Mitgliedern hierdurch zur Nachricht, daß unser Kollege Karl Heuschkel verstorben ist. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet am Montag, den 24. April, nachmit tags 33 Uhr, von der Halle des Luisen Kirchhofes am Fürstenbrunner Weg aus statt. . Um rege Beteiligung bittet 74/17 Die Ortsverwaltung. Verband der Gemeinde- und Staatsarbeiter. Filiale Groß- Berlin. Durch den Tod ist uns einer unferer Mitkämpfer, der Kollege Otto Korzez von der Sektion Krankenanstalten entrissen worden. Wir werden ihm ein ehrendes Andenken bewahren. 36/1 Die Ortsverwaltung. Am 2. Feiertage, den 17., ver schied mein innigftgeliebter Mann Wilh. Braunsberg nach kurzem Krantenlager. Die Beerdigung findet Montag, 24., nachmittags 3 Uhr, von der Leichenhalle des Friedhofes Friedrichsfelde aus statt. am 1911. des ,, Vorwärts" Berliner Volksblatt. Sontag, 23. 3pri sit. CI> Verband der Sattler und Portefeuiller, Ortsverwaltung Berlin. Die Beerdigung des Kollegen Karl Lewin findet nicht um 12 Uhr, sondern nachmittags 3 Uhr statt. Die Ortsverwaltung. Hierdurch die traurige Nachricht, daß unser einziggeliebtes Söhnchen Fritz Grahlmann im Alter von 4 Jahren am 18. April durch Ueberfahren gestorben ist. Dies zeigen tiefbetrübt an Die trauernden Eltern Karl Grahlmann u. Frau Die Beerdigung findet heute Sonntag, den 23. April, nachmittags 2 Uhr, von der Leichenhalle des Johannes- Kirchhofes 3, Plögensee, aus statt. 39712 Für die innige Teilnahme bei der Beerdigung unseres unvergeß lichen Richard Nauendorff jagen wir allen, besonders den Kollegen der Firma Haase unseren besten Dank. Im Auftrage der trauernden Hinterbliebenen: Fran Luise Hoffmann. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem Begräbnis unserer lieben Entschlafenen Emma Wilke geb. Prüfer WESTMANN Mohren- Str. 37a. Dr. Frankfurter Ste 115. Zur Reise- u. Bade- Saison! 350 reinseidene Liberty- Mäntel 28.75, regulär 45.zirka 130 cm lang 36.-, 48.60.100.59.-. 82.- 110,- 195, 2600 Kostüme und Kleider in Bast, grau Kammgarn, Leinen, Batist, echt engl. 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Lebensjahre. Nur wer die Verstorbene lannte, weiß unseren Verlust zu schäzen. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen Ludwig Funk, Kaiser Friedrichstraße 79. Die Beerdigung findet am Dienstag, den 25. April, nachm. 3 Uhr, von der Leichenhalle des Rigdorfer Gemeinde Friedhofs aus statt. Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme und Kranzspenden bei der Beerdigung meines unvergeßlichen Bruders Edmund Sänger fage ich allen, insbesondere den beiden Chefs und Kollegen der Firma Myrow u. Comp., sowie den Kollegen des Verbandes der Sattler und Portefeuiller meinen herzlichsten Dant. Der trauernde Bruder 14285 Oskar Sänger. Danksagung. Für die herzliche Teilnahme bei der Beerdigung meines lieben Mannes, unseres Baters, Bruders, Schwagers, Schwieger- und Großvaters Heinrich Stahl fagen allen Freunden und Bekannten, dem Wahlverein, dem Verein der Metallschleifer, den Kollegen der Firma Spinn u. Sohn unseren herzlichen Dant. Die trauernden Hinterbliebenen. Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei der Beerdigung meiner lieben Frau Augufte Strehblow, die mir viel zu früh entrissen wurde, und für die vielen Stranz spenden sage meinen herzlichen Dank. ich So bestellen Sie sofort meine hier abgebildete beliebte Havanillos mit Javadecke. Dr.Simmel Beinkranke Spezial- Arzt für Haut- und Harnleiden. Prinzenstr. 41, Moritzplatz, 10-2.5-7. Sonntags 10-12. 2-4 ' Berlin, Alte Jakobstr. 124. Elektro- Technikum gegr. 1874. Eig. Fabrik. Elektro-, Maschinens, Bau, Ingenieur, Techniker, Wertmeister, Mon teur- Ausbild., Maschinenlaboratorium. Neuer Abendkursus. Prospekt kostenfrei. Stoffe für Anzüge, Paletots, Meter 3, 4, 5. aus direkter Duelle, daher am billigsten. Tuchlager Koch& Seeland G. m. b. H. Petritirche. Gertraudtenstr.20-21 bis- a- bis der Von 45 Mark an fertige Anzug oder Paletot aus modernsten Stoffen auf Roßbaar. Bei Stoffzugabe billigste Preise. Schneidermeister, H. Papendorf, Neue Königstr. 27 I. Teleph. VII, 4513. 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Bezirk Südwesten: Montag, den 24. April, gleich nach Feierabend, in Habels Brauerei, Bergmannstr. 5-7. Montag, den 24. gleich nach Feier: abend, bei Litfin, Memeler Str. 67. Verein für Frauen und Mädchen. Gegründet 1892. Sonntag, den 23. April, abends 6 Uhr, im Dresdener Garten", Dresdener Straße 45: Ordentl. General- Versammlung Bericht der Revisoren. Verschiedenes. Zages Ordnung: Jahresbericht. Neuwahl des Vorstandes und der Revisoren. Hieran anschliegend: Geselliges Beisammensein. Recht zahlreiches Erscheinen erwartet Sozialdemokrat. Wahlverein Charlottenburg. Beziet Often 2: sprit, fiets uns perles 2015 Dienstag, den 25. April, abends 8 Uhr, im Volkshause Bezirk Often 3: Montag, den 24. April, gleich nach Feier: ( großer Saal), Nofinenstr. 3: General- Versammlung. Zages Drdnung: 1. Der städtische Etat. Referent: Gen. Dr. Bruno Borchardt. 2. Kassenbericht vom I. Duartal 1911. 3. Ergänzungswahl des Vorstandes. 4. Aufnahme neuer Mitglieder. 5. Bereinsangelegenheiten. Mitgliedsbuch legitimiert. Bahlreiches Erscheinen erwartet 250/10 Der Vorstand. Deutscher Metallarbeiter- Verband. Arbeitsnachweis: Soj 1. Amt 3, 1239. Verwaltungsstelle Berlin. Hauptbureau: Charitéstraße 3. Hof III. Amt 3. 1987. Dienstag, den 25. April 1911, abends 8 Uhr: abend, in den Prachtsälen des Oftens, Frankfurter Allee 151-152. Feierabend, Boeter, Weberstr.17. Der Vorstand. J. A.: Mar Thiele, Borsigender, O. 112, Proskauer Str. 15 I. Zentralverband der Schuhmacher Deutschlands Neue Friedrichstr. 35: Bezirk Nordosten: Pettich nach Montag, den 24. April, abends 8 Uhr, in„ Dräfels Festfälen, Bezirk Nordwesten: Weierabend bei Raczorowsti, Große öffentliche Versammlung den 24., gleich nach Ravenéstraße 6. Modell- und Fabriktischler sowie Modelldrechsler. Montag, den 24. April, abends pünktlich 8 Uhr, im ,, Rosenthaler Hof", Rosenthaler Straße 11-12. Tages- Ordnung: Bericht von den Generalversammlungen. und Verbandsangelegenheiten. Verschiedenes. BranchenDie Kollegen der Firma Moldenhauer Söhne find hiermit zu dieser Bersantnlung besonders eingeladen. Branchen- Versammlung Laden- und Kontormöbeltischler. der Schwarzblechschlosser und Zeugschmiede im Gewerkschaftshause( Saal 11), Engelufer 15. Zages Drdnung: 1. Bortrag des Kollegen Briefert. 2. Bericht der Branchenleitung. 8. Neuwahl der Branchenleitung. 4. Berschiedenes. Mittwoch, den 26. April 1911: Bezirks- Verfammlungen für die gefamte Verwaltungsstelle Berlin 8 Uhr. in folgenden Lokaley: Norden: Pharus- Säle, Müllerstraße 142, abends 8%, Uhr. Norden: biglos Festsäle. Schwedter Straße 23, abends Norden: Schmidts Festsäle, Prinzen. Allee 33, abends Norden: Swinemünder Gesellschaftshaus, Swinemünder .8%, Uhr. Str. 42, abends 8 Uhr. Wohlfahrts Festsäle, Reinickendorf- Weft, EichbornOeffs Festsäle, Schöneberg, Litfins Festsäle, Memeler Tegel: traße 18, abends 6 Uhr. Moabit: Kronen- Braueret, Alt- Moabit 47/49, abends 8, Uhr. Westen und Schöneberg: aptitr. 5. abends 8% hr. Osten und Lichtenberg: traße 67, abends. 8 Uhr. Stralau u. Rummelsburg: abends 8 Uhr. Bericht und Blume, Alt- Borhagen 56, Südenbezirke: Hohenstaufensäle, Rottbuser Damm 76, Neuwahl der Bezirksleitung. Aufgang links, Savl 1, abends 8, Uhr. Montag, den 24. April, abends 6 Uhr, im Englischen Garten, Alexanderstraße 27 c. Zages Drdnung: 1. Vortrag. 2. Maifeier. 3. Branchen- und Verbandsangelegenheiten. Die Kollegen der Firma Glogowsky u. Co., Müllerstraße 151, find zu dieser Versammlung hiermit besonders eingeladen. Küchenmöbelbranche. ber Schoßarbeiter. Zages- Ordnung: 1. Bortrag: Kampf dem Glend". Referent: Rollege J. Klüß. 2. Disluffion. 3. Das fchädliche Zwischenmeistersystem in den Schuhgeschäften und Warenhäusern. 4. Verschiedenes. Mittwoch, den 26. April, abends 8%, Uhr, bei Boeker, Weberstr. 17: General- Versammlung. Zages Drdnung: 1. Geschäfts- und Sassenbericht vom 1. Duartal. 2. Diskussion. 3. Stellungnahme zur Feier des 1. Mai. 4. Verschiedenes. Ohne Mitgliedsbuch kein Einlak. 169/12 Die Ortsverwaltung. Deutscher Bauarbeiter- Verband. Zweigverein Berlin. Sektion der Gips- und Zementbrandre. 2 große Mitglieder- Versammlungen. Gipsbaubranche. Rabizputer, Spanner und Träger. Montag, den 24. April, abends 8 Uhr, im Englischen Garten, Dienstag, den 25. April 1911, abends 8 Uhr, in den Arminhallen, Alexanderstraße 27c: Kombinierte Verfammlung für Kommandantenstraße 58/59. Betonbaubranche.: Zementierer, Einschaler und Hilfsarbeiter. Tischler, Maschinenarbeiter u. Maler Mittwoch, den 26. April 1911, abends 8% Uhr, bei Januaſcht, in Berlin und den Vororten. Tages Ordnung: Bortrag. Maifeier. Branchenangelegenheiten, Vergolder. Montag, den 24. April 1911, abends 8 Uhr, im Gewerkschaftshause, großer Saal, Engelufer 15. Zages Drbnung: 1. Bortrag des Herrn Dr. Conrady über: Die erfte Periode der deutschen Arbeiterbewegung, von 1836-1852". 2. Unsere Maifeier. 3. Branchenangelegenheiten. Infelstraße 10. Tagesordnung: 128/6 1. Stellungnahme zum 1. Mai. 2. Branchenangelegenheiten. Zahlreichen Besuch erwartet Der Sektionsvorstand. Verband der Fabrikarbeiter Deutschlands Zahlstelle Groß- Berlin. Bureau: Engelufer 15. Geöffnet v. 9-1 u. 4-8 Uhr. Kel. Amt IV, 11443, Bezirks- Verfammlungen Sonntag, den 23. April, vormittags 9%, Uhr: Haarschmuck- Arbeiter u.-Arbeiterinnen. Gruppe der Kunststeinarbeiter Zages Ordnung: 1. Tarifverträge, ihr Einfluß auf Lohnverhältniffe der bei Haberland, Linienftr. 73. Montag, den 24. April, abends pünktlich 8 Uhr, Weißensee: abends 8% Uhr. Penkerts Restaurant, Berliner Allee 251, im Gewerkschaftshause, Arbeitslosen Saal, Engelufer 14. Rixdorf: Hoppes Festsale, Sermannstr. 49, abends 8% Uhr. Charlottenburg: volkshaus, Rosinenstr. 3, abends 8%, Uhr. Steglitz: Beaurant Schellhase, Ahornftrake 15a, Köpenick u. Friedrichshagen: Reftaur. Tapfer( Linden Arbeiterfere then i bie toonbaltie Desu Reinickendorf bei Wohlfahrt, Gigbornſtr. 18. fuffion. 3. Maifeier. 4. Verbands- und Branchen- Angelegenheiten. abends 8 Uhr. Friedrichstr. 74, abends 8, Uhr. garten), Friedrichshagen, Ober- Schöneweide: Baffelwerberstr. 16, abends 5%, Uhr. Restaurant Hasselwerder, Spandau: Restaurant Böhle, Sabelstr. 20, abends 8%, Uhr. Tagesordnung in allen Bersammlungen: Bilderrahmenmacher. Nachmittags 2 Uhr: Fur Blankenfelde im gofal Staab. Nachmittags 2½ Uhr: Montag, den 24. April, abends 6, Uhr, im Gewerkschaftshaus, sur Köpenick im Stadttheater, Friedrichstraße. Engelufer 14/15, Saal 3. Tages Drbnung: Tätigkeitsbericht der Kommission, Maifeier, Berbandsangelegenheiten. 1. Bericht von der außerordentlichen Generalver- Kisten- und Koffermacher. sammlung. 2. Stellungnahme zur nächsten ordentlichen General versammlung. Mitgliedsbuch legitimiert. Bahlreichen Besuch erwartet 115/16 Die Ortsverwaltung. Verband der Schneider, Schneiderinnen und Wäschearbeiter.( Filiale Berlin I.) Bügler u. Stepper. Oeffentl. Versammlungen Achtung! Montag, den 24. April, abends 8 Uhr. Achtung! Für den Norden: Swinemünder Gesellschaftshaus, Swinemünder Straße 42. Für den Wedding: bei Hoffmann, Basewalter Str. 3. Für den Often: Germania- Brauerei, Frankfurter Allee 53-55. Zages Ordnung: 163/3 Die Forderungen der Meister in der Damenkonfektion an die stonfektionäre und unsere Stellung dazu." Montag, den 24. April, abends 8 Uhr, bei Merkowski, Andreasstraße 26. Lages Ordnung: Bortrag, Maifeier, Verbandsangelegenheiten. Bodenleger. Mittwoch, den 26. April, abends 8 Uhr, im Gewerkschaftshaus, Engelufer 14/15, Saal 3. Zages Drdnung: 1. Bortrag. 2. Maifeier. 3. Branchenangelegenheiten, Schirmmacher. Mittwoch, den 26. April, abends 8 1hr, bei Lehmann, An der Spandauer Brücke 3. Zages- Ordnung: Maiseler, Branchenangelegenheiten, Wahl von Kommiffionsmitgliedern. Korbmacher. Referenten die Kollegen Donnerstag, den 27. April, abends 8 1hr, im Gewerkschafts. hause, Engelufer 14/15, Arbeitslosenjaal. Kunze, Sabath und Knoop. Mittwoch, den 26. April, abends 8 Uhr: Sur Spandau bei Bohle, Savelstr. 20. Abends 8 Uhr: Für Südost u. Süden bei Fisch, Gorter Str. 9. Abends 8 Uhr: Für Weißensee bei Content, Schderstr. 5. Abends 8, Uhr: Straße 74. Sar Schönhauser Vorstadt Gesche, Ropenhagener Rixdorf bei Gellert, Steinmenftr. 93. Für Donnerstag, den 27. April, abends 8%, Uhr: Für Norden bei Raabe, Kolberger Str. 23. Für Nordwest bei Kirschkowski, Beuffelste. 3. Für Osten bei Zietz, Warschauer Straße 61. Für Charlottenburg im Volkshause, Rofinenstr. 3. Abends 8 Uhr: Far Ober- Schöneweide bei Rabe, Bilhelminenhoffer. 43. Abends 8 Uhr: bei Grams, Ebers. 27. 1. Bericht der Zentralfommiffion, 2 Bericht der Branchenleitung Bür Schöneberg und Umgegend Gram 2. Kollegen: Wegen der außerordentlichen wichtigen Bedeutung der Tagesordnung ist es Pflicht eines jeden Kollegen, in dieser Versammlung 3. Zentralarbeitsnachweis. 4. Maifeier. 5. Verbandsangelegenheiten. zu erscheinen. Die Kommission für die Damenkonfektion. Königsbank 117 Große Frankfurter Str. 117 Elegant renovierte Festsäle mit Bühne( elektr. Licht). Für Gewerkschaften, Vereine habe ich Sonnabende zu jeder Jahreszeit frei! Während der Sommermonate Juni, Juli, August gebe meinen großen Garten( 800 Personen fassend) mit erstklassiger Herrengesellschaft gratis. Um werte Bestellung bittet Curt Breuer. Telephon: Amt 7, 8142. Stellmacher. Gruppe der Schallplattenarbeiter ( Presser, Schleifer und Stoffarbeiter) im„ Rosenthaler Vereinshaus", Rosenthalerstr. 57. Sweds Ausübung einer Kontrolle über Zeilnahme an ben Bezirksverfammlungen wird darauf aufmerfiam gemacht, daß die Mitglieder Bericht vom 1. Duartal, Bericht über die Verhandlung wegen der ihre Bücher mitbringen follen, um den Besuch der Bersammlung durch Stempel im Mitgliedsbuch eintragen zu fönnen! Arbeitsnachweisfrage, Maifeier, Branchenangelegenheiten. Bahlreichen und pünktlichen Besuch erwartet Donnerstag, den 27. April, abends 8%, 1hr, im Rosenthaler Hof, Rosenthaler Straße 11/12. Tages Ordnung: Einsetzer. 82/10 Mittwoch, den 26.5. M., abends 7, Uhr, im Gewerkschaftshaus, Saal 5( Arbeitslosenraum). Zages- Ordnung: 1. Bericht vom I. Duartal. 2. Branchenangelegenheiten. 3. Berschiedenes. Die Kommission. 63/12 Die Ortsverwaltung. Kranken- Unterstützungsbund der Schneider. Am Montag, den 1. Mai, bleibt das Bureau fo wie die Zahlftellen gefchloffen. 163/2 Die Ortsverwaltung. Sozialdemokratischer Wahlverein Branchen- Verfammlung der Gemeinsame Orts Krankenkaffe für u. Umgeg. des sechsten Berliner Reichstags- Wahlkreises Stickerei-Arbeiterfchaft Sönigswethafenges Dienstag, 25. April 1911, abends 8%, Uhr: Außerordentliche General- Versammlung in den Germania- Sälen, Chauffeestr. 110. Tages- Ordnung: 1. Wahl eines dritten Angestellten. 2. Vortrag:„ Die Sozialdemokratie im Dreiflaffenparlament". 227/ 3* Referent: Landtagsabgeordneter Dr. Karl Liebknecht. Mitgliedsbuch legitimiert. Der Vorstand. Schöneberg. Sozialdemokratischer Wahlverein, am Mittwoch, den 26. April cr., abends 8 Uhr, in den Prachtfälen„ Alt- Berlin", Blumenftr. 9. Zages Drdnung: Zu ber am Mittwoch, 3. Mai 1911, abends 8 1hr, int Pfuhlichen Hotel am Bahnhof stattfindenden General- Versammlung Tages.Drdnung: 1. Bortrag des Branchenleiters:„ Die Schädlichkeit der Lohnstaffeling in unserem Berufe und die Entlassungen in der stillen oder Musterzeit." werden die gewählten Vertreter er 2. Disfuffion. 3. Berschiedenes. 197/5 gebenit eingeladen. Kollegen und Kolleginnen! Angesichts der gegenwärtigen Zarifberatungen, welche von einschneidender Bedeutung für uns alle sein werden, halten wir es für eine Ehrenpflicht aller, in dieser Bianchenversammlung zu erscheinen! Die Branchenleitung. Mit Gruß Generalbilanz vom 1. Oktober 1910. Aktiva. Barenbestand Bädereiutensilien Gastaution Bechseltasse Kassenbestand Gerichtskostenvorschus Berl. Spar u. Bauverein Anteil Bureau- Utensilien Dienstag, 25. April, abends 8 Uhr, in den Neuen Rathausfälen, Meininger Str. 8: Bestender Spar- u. Birt Mitglieder- Versammlung. Tages- Ordnung: 1. Bortrag über: Die Steuerfragen Groß- Berlins und die Stellung der Sozialdemokratie. Referent: Stadtverordneter Genosse Ed. Bernstein. 2. Die Maifeier. 8. Vereinsangelegenheiten. 4. Verschiedenes. Die Mitglieder wollen vollzählig und rechtzeitig erscheinen. Verband der 15/10 Der Vorstand. Maler, Lackierer, Anstreicher us. Melchiorstraße 28, part. Filiale Berlin. Fernsprecher Amt IV Nr. 4787. Wegen der am Donnerstag, den 27. April, stattfindenden ProtestVersammlungen fällt die zu diesem Tage einberufene FilialVersammlung aus, und ersuchen wir die Kollegen, sich recht zahlreich an den Protest- Versammlungen zu beteiligen. Die Versammlung am 1. Mai findet in den Andreas- Festsälen, Andreasstr. 21, statt. 129/ 6* Die Ortsverwaltung. MANOLI Cigarettes Beliebte Specialmarken Abbas Dandy Gibson Girl Einer sagt's dem Anderen, dass der echte Grimm& Triepel von keinem anderen Fabrikat an Güte und Wohlgeschmack übertroffen wird. 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Mitglieder guthaben zahl Saftſumme der Genossen Bestand am 30. Sept. 1909 Neu eingetreten in 1909/10 178 1885 1885 3 181 Ausgetreten bis 30. Sept. 1910 Bestand am 1. Dltober 1910 • 14 167 1695 1695 Gegründet 1894. . Bäckereigenossenschaft ,, Volksbrot" Eingetragene Genossenschaft mit beschränkter Haftpflicht. Der Vorstand. 666666666 Fielitz. Kollahn. Kosmehl, Mölzner. deim Vorzeigen dieses serais 4% agat.. Damen sparen Geld! Im Engros- Lager Einzelverkauf" von 10 Uhr vm. ab» 1Posten er Kostüme blau, Kammgara früher eleganter parter Bu. englische Art, 30.- 4.0.-> 50.- 60.- 70.Jetzt 18. 24,- 30.- 40,- 50, 1 Posten engl. Ulster u. Raglans in allen früher 10.jetzt Längen, 15.- 21.- 28-85.- EM. 7.10.- 15.- 20.1 Poston hocheleganter Modelle 46 Pariser Genre Tuche Paletots Täll-, Seidenbedeutend unter Herstellungspreis. Spezialität: Extraweiten für starke Damen. in all. Anschließende Tach- Paletets 12-30 M mit eleganten 10-30 M. 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Bericht des Rechnungsprüfungs ausschusses. 2. Verschiedenes. Delegiertenkarte legitimiert! 3. Hornemann, 1. Borfigender. Orts- Krankenkasse für das Tapezierer- Gewerbe 8 zu Berlin. Am Freitag, den 28. April, abends Uhr, findet die Ordentl. General- Versammlung fämtlicher Delegierten bei Wendt, Beuthstraße 21, statt. Tages- Ordnung: 1. Rechnungsbericht. 2. Beschlußfassung über die Abnahme der Jahresabrechnung 1910. 3. Bekanntmachung der Beschlüsse des Borstandes. 4. Berschiedenes. Um pünktliches und zahlreiches Er scheinen wird gebeten. Der Vorstand. H. 2obiz, Borsigender. 275/7 Orts- Krankenkasse der Tabakfabrikarbeiter zu Berlin. Einladung zur Außerordentlichen General- Versammlung am Dienstag, den 2. Mai 1911, abends 18 Uhr, nach Andreasstraße Nr. 26 im Lokale„ Andreasgarten". Tages- Ordnung: 1. Erledigung der Vorstandsange Tegenheiten mit Rücksicht auf die Bere handlung der General Bersammlung bom 3. April cr. 2. Bericht über ben Krantenfaffen- Kongreß. 3. Besoldung des Nendanten. 4. Berschiedenes. Berlin, den 21. April 1911. 275/9 Der Vorstand. Orts- Krankenkasse ber Konditoren, Pfefferküchler u. verw. Gewerbe zu Berlin. Freitag, den 28. April 1911, abends 8, Uhr: General- Versammlung in den Arminhallen, Komman dantenstr. 57/58. Zages Drdnung: 1. Sassenbericht. 2. Bericht der Revisoren. 275/8 3. Beratung und Beschlußfassung des neuen Statuts betr. Berschmelzung der Drtskrankenkasse für das Bädergewerbe. 4. Neufestlegung bes Nubegehalts des früheren Nendanten. 5. Verschiedenes. Der Vorstand. J. A.: Georg Dorsch. Informieren Sie sich bevor Sie eine Barzelle laufen und verlangen Sie fostenlos Pläne mit Terr in Karlshorst, Biesdorf, Rauls. dorf, Mahlsdorf, Karow, Bernau: c. J. Rieger, Berlin, Gontardftr. 5. Land- und Waldparzellen nabe Bahnhof Fredersdorf, Rute von 4 Mark an. Otto Bresecke, Peters. hagen. Zeun& Ellrich Berlin N. 31, 151 Brunnenstr. 151 offerteren Roh- Tabake berzollt und unverzollt, zu billig. ften Breifen, z. 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Verlag: Vorwärts Buchdruckerei u. Verlagsanstalt Paul Singer u. Co., Berlin SW. 7589 Nr. 95. 28. Jahrgang. 4. Beilage des Vorwärts" Berliner Volksblatt. Sonntag, 23. Apt 1911. Lefeabend der Frauen: Morgen Montag, den 24. April. Die Broschüre der Genossin Ziek über Mutterschutz gelangt an diesem Abende in den sechs Berliner Kreisen und in Nieder- Barnim zur Gratis- Ausgabe an die Genoffinnen. Jm Kreise Teltow- Beeskow wird die Broschüre am Leseabend im Mai verteilt. Partei- Angelegenheiten. Zur Lokalliste! ( Besizer Pfigner) frei geworder. In Niederschönhausen ist das Lokal„ Zur Strauchwiese" Zweiter Kreis. Wegen der außerordentlichen Generalberfammlung am Mittwoch findet die Flugblattberbreitung im zweiten Streise schon am Dienstag abend statt. Der Vorstand. Zur Beerdigung des Genoffen Borgmann. Die Genossen der Vororte, d die an dem heutigen Leichenbegängnis des Genoffen Borgmann teilnehmen wollen, bersammeln sich an folgenden Stellen: Adlershof. Vormittags 10 Uhr im Jugendheim, Abfahrt 211 Uhr nach Schönhauser Allee. Brit. Vormittags 10 Uhr vor dem Lokale von Raddaz, Chausseestraße 39. Groß- Lichterfelde. Vormittags 10 Uhr vor dem Kaiserhof", Kranoldplay. Zehlendorf. Vormittags 10 Uhr auf dem Bahnhof Zehlendorf. Grünau. Abfahrt 10.59 vom Bahnhof Grünau. Johannisthal. Vormittags 10 Uhr bei Gabin. Dorfstraße. Karlshorst. Am Bahnhof; Abfahrt 10.40. Nieder- Schöneweide. 10.45 auf dem Bahnhof Nieder- Schönes weide zur Abfahrt. Neinidendorf- West. Dienstag, den 25. April, abends 8% Uhr: Mitgliederversammlung des Bezirkswahlvereins im Lokal von J. Gördes, Eichbornstraße 49. Mitgliedsbuch legitimiert. ursachen aber derartige Unfälle durch die zu erstattenden MelDungen, Außerbetriebseßung der Wagen und Besichtigung derselben durch die Aufsichtsbehörde, Vernehmung des Personals usw. Die Bezirksleitung. mancherlei Betriebserschwernisse und Kosten. Es muß daher Straßenbahnen während der Fahrt und auf die für die Beteiligten immer wieder auf die Gefährlichkeit des Auf- und Abspringens von meist unangenehmen Folgen hingewiesen werden. Jul. Klippenſtein, Spandauer Straße 4: Mitgliederversammlung. Tegel. Dienstag, den 25. April, abends 8% Uhr, im Lokal bon Tagesordnung: Vortrag des Genossen Knopp über:„ Die Heimarbeit und ihre Folgen." Raffenbericht. Neuwahl eines Schrift führers und zweiten Kassierers. Vereinsangelegenheiten. Die Bezirksleitung. Nieder- Schönhausen- Nordend. Die am Dienstag, den 25. April, fällige Mitgliederversammlung fällt aus. Die Bezirksleitung. Spandau. Die für Dienstag, den 25. April, angefekte öffentliche Frauenversammlung muß umständehalber verschoben werden. Der Tag, an welchem dieselbe stattfindet, wird noch näher bekannt: gegeben. Der Vorstand. Berliner Nachrichten. Der Zoo im Frühlingssonnenschein. Nun sprießen die jungen Blätter mit Macht. Strecken sich und spreizen sich und haben lichtgrün und silbergrau das tahle Geäft der Ulmen, Rüstern und Kastanien übertupft. Und hüpft schon im Tiergarten der Frühling von Zweig zu Zweig, so wiegt er sich in diesen warmen Apriltagen im Kartonarbeiterinnen gesucht. Man schreibt uns: In jeßiger Zeit finden sich sehr häufig Inferate in Tagesblättern, nach welchen Arbeiterinnen in Kartonfabriken gesucht werden. Anläßlich solchen Inserates frug ich im Es entspann sich nun Kontor einer Kartonfabrik um Arbeit an. folgendes Gespräch zwischen dem Chef und mir. Nach den üblichen Höflichkeitsflosteln jagte ich: " Ich komme bezüglich des Inserats." " Sind Sie geübte Kartonarbeiterin?" Nein, ich würde aber gern die Arbeit erlernen." Das können Sie, die Lehrzeit beträgt 6 Wochen, bei 2 M Entschädigung." Weil ich glaube, mich berhört zu haben, frage ich noch einmat, und wieder wird mir die Antwort: Sechs Wochen Lehrzeit wäh rend der Lehrzeit zwei Mark Entschädigung pro Woche." Auf meir erstauntes Gesicht sagt der gütige Arbeitgeber:„ Wenn Sie von 14 Jahren gelernt hätten, dann brauchten Sie jest nicht lernen. haben Sie keinen Mann?" Nein. Von 2 M. kann doch kein Mensch in der Woche leben." Ja, wenn Sie keinen Mann haben, ist es schlecht. Aber es Mariendorf. Vormittags 11 Uhr an der Endstation in der Zoologischen Garten mit besonderer Vorliebe im treibenden gibt Frauen, welche es nicht bereuen, den Beruf noch spät erlernt Geäft der wohlgepflegten Busch- und Baumgruppen. Mit gibt Frauen, welche es nicht bereuen, den Beruf noch spät erlernt zu haben," lindem Hauch bläst er über die schwanken Birkenruten, wellt er das zartgrüne Haar der mächtigen Weiden, die am Teich Zum Thema der Züchtigungsspikeleien", bor der Waldschenke Wache halten. über die in der, Pädagogischen Zeitung" berichtet worden Auch die Tiere erscheinen in diesen sonnigen Frühlings- war, glaubt der in Adlershof amtierende Boltsschullehrer tagen prächtiger gefärbt denn sonst. Zahlreiche Affenarten jezt durch dasselbe Lehrerblatt veröffentlichten Artikel will er feinen Moewes eine ergänzende Angabe machen zu können. In einem weisen wunderfeine Tönungen in Grau und Gelb auf. Unter Stollegen erzählen, wie er im vorigen Jahre von unseren Genossen den Hühnervögeln leuchten die Fasanen in buntester Farben- in Adlershof beschuldigt worden sei, Schulkinder beschimpft und pracht. Auch die Stelzvogelarten haben in ihrem Gefieder mißhandelt zu haben. Der Artikel trägt die Ueberschrift ganze Stalen zwischen Gelb und Rot aufgesteckt. Und wie Büchtigungsschnüffler" und wird von seinem Verfasser Lehrer die Birken- und Platanenstämme blanker, das Auge fesselnder Moewes sogleich in der ersten Beile ausdrücklich als Ergänzung zu dastehen und ihre dunkeln und hellen Tupfen träftiger heraus- den früheren Artifeln bezeichnet, in denen die„ Pädagogische Zeitung" heben, so erscheinen auch die Zeichnungen im Fell der Anti- diefen Gegenstand behandelt hatte. lopenarten schärfer geprägt, tiefer gefärbt. Wo Hell und Dunkel aneinanderstoßen, sind alle Halbtöne ausgeschaltet, damit die Kontraste um so unvermittelter, d. h. um so sinnfälliger, aufeinanderstoßen. Ober- Schöneweide. Pünktlich 10 Uhr in den Zahllokalen. Gemeinschaftliche Abfahrt 10.40 von Bahnhof Nieder- Schöneweide bis Schönhauser Allee. Friedrichsfelde. Vormittags 8/411 Uhr bei Bartholain. Reinickendorf- Weft. Vormittags 10 Uhr und zwar die Bes airte 1-4 im Lokal von Bandsch, Antonienstr. 61, die Bezirke 5-8 bei Schulz, Scharnweberstr. 22. Fahrverbindung bis Wedding mit der Straßenbahn, von dort bis Prenzlauer Allee mit dem Nordring. Bankow. Treffpunkt Ede Berliner und Kaiser- Friedrich- Straße. Abmarsch 11 Uhr. Spandau. Vormittags 91%, Uhr bei Böhle, Habelstr. 20. Abfahrt 10.25 vom Hauptbahnhof nach Schönhauser Allee. verfahren zu geben, in das er damals verwidelt wurde. Er er Herr Moewes versucht eine Darstellung von dem Beschwerdeberfahren zu geben, in das er damals verwickelt wurde. Er er zählt, der Adlershofer Bildungsausschuß der sozial. bem o fratischen Partei habe vergeblich zunächst den Rektor und dann den Kreisschulinspektor gegen ihn in Bewegung zu fegen Der Ausflug nach Cladow fällt heute aus. Vor den beiden Attraktionen aber, die der Zoologische gesucht und zuletzt eine Voltsversammlung gegen ihn einberufen, Garten zurzeit aufweist, sammeln sich die Menschenmengen aber auch hiermit nichts erreicht. Der Artikel schließt: Wie ich num Wilmersdorf- Halenfee. In der am Dienstagabend 8 Uhr im am meisten, verweilen sie am längsten. Das ist vor den erfahren habe, soll dieser Ausschuß über jeden Lehrer Listen führen. Wahlvereins wird der Reichstagsabgeordnete Friz 8ubeil über Bären und die kleinen, täppisch- plumpen Löwen untergebracht und die Kinder fun es. Wie es in Adlershof ist, so wird es wohl Gesellschaftshause, Wilhelmsaue 112, stattfindenden Versammlung des Käfigen des großen Raubtierhauses, wo die jungen, possierlichen Den Kindern wird befohlen, jedes Wort, welches die Ehre des Kindes berlegen" könnte, jeden Schlag sofort dem Bildungsausschuß mitzuteilen. Die politische Lage und die nächsten Reichstagswahlen" einen Vor- find. Hier werden Kinder und Erwachsene nicht müde zu auch in Berlin sein, und diese Organisation wird sich wohl auch auf trag halten. Der Vorstand. Steglit. Dienstag, den 25. April, abends 8% Uhr: Mit- schauen, zu staunen, zu lachen und sich zu freuen. Unter jämtliche anderen Drte erftreden." gliederversammlung bei Schellhase, Ahornstr. 15a. Tagesordnung: diefer bevorzugten Beliebtheit leiden natürlich die anderen bem einleitenden Hinweis auf die von der„ Pädagogischen Zeitung" 1. Vortrag des Genossen Dr. M. Schütte über: Ferdinand Tierbabys, besonders die Büffeltälbchen, die in ihrer plumpen mitgeteilten 3 üchtigungsspigeleien in Berlin und anderen Lassalle." 2. Vereinsangelegenheiten. Der Vorstand. Ausgelassenheit mehr, als es anscheinend der Fall ist, die Orten kann der Leser den Eindruck gewinnen, daß diese als das Wert sozialdemokratischer Bildungsausschüsse Blicke der Beschauer auf sich lenken sollten. bingestellt werden sollen. Wenn das die Meinung des Herrn Moewes oder der Redaktion des Lehrerblattes ist, so werden fie gebeten, gefälligst sich deutlicher zu äußern; sie sollen dann eine ebenso deutliche Antwort haben. " Friedenan. Am Dienstag, den 25. d. M., abends 82 Uhr, findet im Lokal von! Mechelfe, Handjerystr. 60/61, die ordentliche Generalversammlung des Wahlvereins statt. Der Vorstand. Groß- Lichterfelde. Dienstag, den 25. d. M., abends 8% Uhr, im Lokal von Erpel, Berliner Straße 124: Mitgliederversammlung. Die Flugblattverbreitung fann umständehalber erst Sonntag, den 30. April, früh 8 Uhr, stattfinden. Das junge Laub und die jungen Tiere geben dem gefamten Institut in diesen Lenztagen einen Hauch von Jugendlichkeit. In den blanten Fellen, in den Teichen, auf denen Die Wasservögel schnattern, in den weißen Birkenstämmen spiegelt sich ein warmer Glanz, der eine scheue, gerade erwachte Schönheit umflirrt und umgoldet: der Zoologische Garten liegt im Frühlingssonnenschein. Zum Ankauf der Wuhlheide. " " Aus diesen Schlußfäßen wie aus Der„ Pädagogischen Zeitung" teilen wir zur Kenntnisnahme mit, daß die von ihr wiedergegebene Darstellung des Lehrers Moewes in wesentlichen Bunften falsch ist. Richtig ist, daß der Adlershofer Arbeiter- Bildungsausschuß die Sache der über Moewes Lantwis. Mittwoch, den 26. April, abends 8 Uhr, bei Ebel, flagenden Eltern zu der seinigen gemacht hatte, richtig auch, daß er Mühlenstraße: Generalversammlung des Wahlvereins. Vortrag über:" Die Reichsversicherungsordnung". Vorstands- und Kassen- Von der Nord- Südbahn. Der Berliner Stadtberordnetenber zwei Beauftragte mit Rektor Krause in Gegenwart des Lehrers bericht. Wahl von Funktionären. Bericht von der Generalversammlung ist eine Vorlage über den Bau der Schnellbahn Nord- Moetves über die Beschuldigungen verhandeln lassen wollte, um die jammlung Groß- Berlin. Bericht der Gemeindevertreter. Ber- Süd von der Seestraße bis zur Gneisenaustraße zugegangen. Aus Angelegenheit möglichst in Güte zu erledigen. Unrichtig ist, daß einsangelegenheiten. Ausschlußantrag. Verschiedenes. der Vorlage geht hervor, daß die Aufsichtsbehörde nunmehr eine von über 40 ärztlichen Attesten" gesprochen worden sei, unrichtig Zehlendorf( Wannseebahn). Am Dienstag, den 25. d. M., vorherige Einigung mit den Vororten Rigdorf und Tempelhof nicht auch, daß Moetes durch Unterschrift habe sein Unrecht zugeben und 8% Uhr abends, bei Mickley: Wahlvereinsversammlung. Tages für erforderlich erachtet und ihre Bereitwilligkeit erklärt, die Ge- Besserung geloben sollen. Gemeint ist da vermutlich das Protokoll, ordnung: Vortrag des Genossen Mar Groger Rigdorf über: nehmigung zum Bahnbau zu erteilen, vorausgesetzt, daß die tech- das Rektor Krause selber über die mit den Vertretern der Eltern " Der Aufmarsch der Parteien zu den bevorstehenden Reichstags nischen Bedenken hinsichtlich der Unterfahrung der Weidendammer ohne Zuziehung des Lehrers Moetves geführte Verhandlung aufBrüde inzwischen gehoben werden. Die Endstation an der Gnei- fezte und durch seine eigene Unterschrift bestätigte. Die Beschwerde wahlen." Diskussion. Vereinsangelegenheiten. Verschiedenes. Der Vorstand. senaustraße foll so angelegt werden, daß die Weiterführung nach an den Schulinspektor wurde von einem unserer Gemeindeverordneten Tempelhof. Dienstag, den 25. April, abends 8½ Uhr, im Rigdorf ebenso wie die nach Tempelhof ohne weiteres möglich ist. eingereicht, sprach aber mit feiner Silbe von dem Bildungsausschuß. Die technischen Schwierigkeiten werden voraussichtlich recht bald Es war also durchaus ungerechtfertigt, daß der Schulinspektor, wie Wilhelmsgarten", Berliner Straße 9: Mitgliederversammlung. ihre Erledigung finden, so daß eine weitere Verzögerung dadurch Herr Moewes fagt, eine Verhandlung mit dem Bildungsausschuß Vortrag des Parteivorstandsmitgliedes Genossen Hermann nicht zu erwarten ist. Die Verhandlungen mit Rigdorf sind ein- ablehnte". Richtig wird die Angabe des Herrn Moewes sein, daß Müller. Vereinsangelegenheiten. Verschiedenes. geleitet und es ist die Erwartung berechtigt, daß mit Rigdorf ein er gegenüber dem Schulinspektor eine Mißhandlung der Kinder Treptow- Baumschulenweg. Dienstag, den 25. d. M., abends Einverständnis über die Verbindung der Nord- Südbahn mit der bestritten und den Gebrauch von Schimpfwörtern 8% Uhr: Mitgliederversammlungen im„ Sportrestaurant", Elsen- fünftigen Rigdorfer Untergrundbahn und die Einrichtung eines er felber nennt sie Ausbrüde, die besser unterblieben wären" straße 115/116 und„ Speers Festjäle", Baumschulenstr. 78. Tages- durchgehenden Verkehrs zustande kommen wird. Mit der Gemeinde mit Nerbosität zu entschuldigen gesucht hat. Richtig ordnung: Bericht von der Generalversammlung Groß- Berlin. Vor- Tempelhof sollen die Verhandlungen gleichfalls fortgeführt werden. wird auch die die Angabe sein, daß er dann zu der trag über: 3ived und Nutzen der Jugendheime", Referenten die Zeit, wo die Versammlung gegen ihn stattfinden sollte, also Genossen Lambrecht und Schent. Vereinsangelegenheiten und nach Einreichung der Beschwerde, gerade wegen schwerer Berschiedenes. Der Vorstand. Nachdem die Gemeindebehörden sich mit dem Ankauf der Wuhl- Neurasthenie einen längeren Urlaub hatte". Richtig Baumschulenweg. Zu der heute, Sonntag, den 23. April, früh heide einverstanden erklärt hatten, ist nachträglich noch der Minister ist endlich, daß nachher in der Bersammlung eine eingehende Er 8 Uhr beginnenden Vorwärts"-Agitation, die an den Wochentagen der öffentlichen Arbeiten mit dem Anspruch hervorgetreten, daß örterung seiner Angelegenheit unterblieb und eine allgemeine Beabends fortgesetzt wird, wollen sich die Genossen vollzählig in ihren außer den schon für Eisenbahnzwede bestiminten und vom Verkaufe trachtung über Schul- und Erziehungsmißstände geboten wurde. Der Vorstand. ausgeschlossenen Flächen von etwa 11,3 Heftar Größe noch weitere Es wurde nämlich damals angenommen auch von Personen, die Bezirkslokalen einfinden. Flächen in Größe von etwa 12,7 Hektar in der Nähe des Bahnhofs Herrn Moelves recht nahe stehen, daß er aus seinem langen Sadowa, die zur Erweiterung des Bahnförpers der Schlesischen Urlaub nicht wieder in den Schuldienst der Gemeinde Adlershof Bahn sowie zu einer Verbindungsbahn von Biesdorf nach Grünau zurückkehren werde. Eben weil unsere Genoffen nicht gegen die Mit- und zu Anschlüssen der verschiedenen Bahnlinien untereinander be- ehrerschaft, heten" wollten, sondern nur das Wohl der Der Vorstand. stimmt sind, für die Eisenbahnverwaltung reserviert werden. Dem Schule im Auge hatten, fiel hiermit für sie der Grund, die Verlangen des Eisenbahnfiskus mußte Rechnung getragen werden Erziehertätigkeit des Herrn Moetes noch weiter zu erörtern. Er umſomehr, als ihm das Enteignungsrecht für die zu Eisenbahn- felber ist es, der jezt die für ihn feineswegs fo sehr ruhmvolle zwecken erforderlichen Ländereien zusteht. Durch dieserhalb not affäre uns ins Gedächtnis zurückruft. Wenn er und die" Pädag. wendige Verhandlungen hat sich die Auflaffung der Wuhlheide an Beitung" wünschen, daß wir auspaden, so stehen wir zu Dienſten. die Stadt Berlin bisher verzögert. Die Eisenbahnprojekte sind erst Daß Herr Moetves den Unsinn glaubt, der Adlershofer Bildungsin der Bearbeitung begriffen und die Bahnlinien noch nicht end- ausschuß führe Listen über jeden Lehrer und lasse sich von Eichwalde. Dienstag, den 25. d. M., abends 8 Uhr, im Lokal gültig festgelegt. Die Eisenbahnverwaltung hat sich deshalb eine ben Kindern jedes Schimpfwort und jeden Hieb melden, darf man „ Sanssouci", Bahnhofstraße: Oeffentliche Versammlung. Tages- Frist von einem Jahre, von der Auflassung ab, ausbedungen, binnen ihm am Ende nicht übelnehmen. ordnung: Die Stellung der Gemeindevertretung zur Wasserver- welcher sie die zu beanspruchenden Flächen genau bezeichnen will. sorgung Eichwaldes. Diskussion. Um die Auflassung der getauften Flächen an die Stadt Berlin nicht Grünau. Heute vormittag 9 Uhr: Wichtige Flugblattver- noch länger hinauszuschieben, soll zunächst die ganze zurzeit noch im breitung von der„ Grünen Ede" aus. Der Vorstand. Befiße des Forstfistus befindliche Fläche der Wuhlheide an die Stadt Berlin aufgelassen werden und letztere muß später die der Eisenbahnverwaltung zu übereignenden Flächen an diese auflassen. Der Magistrat hat die Stadtverordnetenversammlung um zuftimmung zu den notwendig gewordenen Abänderungen ersucht. Britz- Budow. Dienstag, den 25. April, abends 8% Uhr, im Lokal„ Lindenpark", Inh. Karl Gruhn, Chausseestr. 18: Generalversammlung. Tagesordnung: Bericht des Gesamtvorstandes. Bericht der Gemeindevertreter. Diskussion. Verschiedenes. gliedsbuchy legitimiert. Schmargendorf. Die Generalversammlung des Wahlvereins findet nicht am Dienstag, sondern am Mittwoch, den 26. d. M., abends 8% Uhr, im Wirtshaus Schmargendorf, Warnemünder Straße 6, statt. Neben der sonst wichtigen Tagesordnung hält Genosse Groger einen Vortrag. Friedrichshagen. Am Mittwoch, den 26. April, abends 81%, Uhr, bei Lerche, Friedrichstr. 112: Mitgliederversammlung. Tagesordnung: 1. Vortrag des Genossen Kazenstein über„ Naturbetrachtung und Naturfreunde". 2. Diskussion. 3. Vereinsangelegenheiten und Berschiedenes. Riesenunterschlagungen beim Roten Kreuz für die Rolonien. Im Deutschen Frauenverein vom Roten Kreuz für die Kolonien, der feine Geschäftsstelle im Hause Eisenacher Straße 10 hat, wurden Unterschlagungen des früheren Schatzmeisters, Ingenieurs und Baumeistes Hugo Wölfer entdeckt, die eine Höhe von etwa 200 000 m. erreicht haben sollen. Dem Baumeister Hugo Wölfer, der eine Stellung bei der städtischen Tiefbaudeputation bekleidete, wurde in seiner Die durch das Auf- und Abspringen bei fahrenden Straßen- Eigenschaft als Schatzmeister des genannten Frauenvereins ein großes bahnwagen hervorgerufenen Unfälle haben sich auch im Betriebe Wertrauen entgegengebracht. Er hat dieses Vertrauen dadurch mißder städtischen Straßenbahnen außerordentlich vermehrt. Dem Fahrpersonal fann in solchen Fällen ein Verschulden nicht beige- braucht, daß er Gelder, die für besondere Zwede von Freunden der Bor- messen werden, auch erscheinen Haftpflichtansprüche aussichtslos. Sache dem Verein überwiesen wurden, jahrelang unterschlug. Diese Das Publikum hat oaher am eigenen Leibe und auf eigene Roften Unterschlagungen wurden durch den Schriftführer des Vereins im Die Folgen der so oft gerügten Unfitte zu tragen. Daneben ver- November v. J. entdeckt und führten Anfang Dezember zur sofortigen Biesdorf. Dienstag, den 25. April, abends 8½ Uhr: Bahlabend bei Berlin, Marzahner Straße 24. Reinidendorf- Oft. Dienstag, den 25. April, abends 8 Uhr, im „ Schüßenhaus", Residenzstr. 1/2: Mitgliederversammlung. trag des Genossen 2üpnih über: Proletarische oder bürgerliche Jugenderziehung- ein Kampf um die Jugend." Entlassung des ungetreuen Beamten. Schon damals wurde einiges worden ist, ereignete fich Borgestern in Schöneberg. Als nach- Pferd einer Geschüßbespannung und riß die anderen mit sich. von der Sache laut, die Einzelheiten sind erst jetzt befannt ge- mittags gegen 5 Uhr die in der Ebersstraße 6 wohnende 55jährige Die Pferde raften mit dem schweren Geschütz über die zum worden. Das Guthaben des Vereins bei der Seehandlung dem Bause Nr. 76 auf ein Stüd Apfelfinenschale, glitt aus und wodurch neun Soldaten verlegt wurden. Ein Soldat Witwe Minna Reichstein die Sedanstraße passierte, trat fie bor Teil auf der Erde lagernden Mannschaften, in Höhe von 1100 000 m. wurde sofort nach der Entdeckung stürzte zu Boden. Die Frau schlug jo heftig mit dem Stopf auf der Unterschlagungen gesperrt und Anzeige gegen 23. erstattet. Das Pflaster auf, daß sie eine flaffende unde an der Stirn und namens Berger starb nach Einlieferung in das Breslauer Die bon der Treuhandgesellschaft und einem besonderen eine Gehirnerschütterung erlitt. In bewußtlosem Zustande wurde Garnisonlazarett an seinen Verlegungen. Bücherrevisor vorgenommene Untersuchung ergab, daß. etwa die Verunglückte nach dem Schöneberger Krankenhause übergeführt, 200 000 M. von den täglich eingehenden Beträgen, die meist eine wo festgestellt wurde, daß sie außerdem auch noch einen Bruch des Höhe von 1000 M. erreichten, an sich genommen und berbucht hatte. rechten Oberschenkels davongetragen hatte. Durch raffinierte Buchfälschungen hatte er es verstanden, die Borstandsmitglieder zu täuschen.- W., der zuletzt als städtischer Landmeffer bei den Kanalisationswerken beschäftigt war, hat vor längerer Zeit ein Sanatorium aufgesucht. Er will mit Arbeiten so überlastet gewesen sein, daß er Fehler machen mußte, eine absichtliche Schädi gung des Vereins aber habe er nicht beabsichtigt. Nixdorf. Kavalier und Brettldiva. Die Wiener Standalchronik ist um eine neue Gensation reicher. Helden der Affäre sind die bekannte Wiener Brettldiva Anni Dirkens und ein Wiener Oberleutnant. Die temperament Die Zweigstelle der hiesigen Sparkasse befindet sich nicht, wie wir fürzlich mitgeteilt hatten, Berliner Straße 93, sondem Kottbolle Soubrette geriet im Ronachertheater während der Bore kott- stellung mit dem Komiler Müller hinter den Stuliſſen in einen buser Damm 93. Konflikt. Nach der Vorstellung verließ Frau Dirtens mit einem Wilmersdorf. Oberleutnant, der Zivilkleider trug, das Haus. Als fie aus dem Ein Zusammenstoß zweier Straßenbahnwagen mit einem Auto- Bühnentürl" traten, fagte Frau Dirkens zu dem Oberleutnant, er Bon einem Rollwagen überfahren wurde Sonnabend nachmittag 6 Uhr der zirka vierjährige Son des in der Kesselstr. 36 wohnmobil ereignete sich gestern abend 6 Uhr an der Uhland- und Düssel- folle Müller zur Rechenschaft ziehen. In diesem Moment kam auch dorferstraßen- Ede. Dort farambolierte die Autodrosfchte 9917 mit Müller aus dem Bühnentürl" auf die Straße. Der Ober. haften Bahnarbeiters Stübe. Beim Spielen vor dem elterlichen Hause rannte der Kleine über den Fahrdamm, geriet vor die Pferde eines einem Motorwagen der Linie S. In diesem Augenblick kam von der Leutnant verfekte nun Herrn Müller einen Schlag daherfahrenden Rollwagens, wurde umgestoßen und von den Rädern entgegengefegten Seite ein Wagen der Linie H angefahren, wodurch ins Gesicht und Frau Dirkens gab ihm einen Fußtritt. des Gefährts über Kopf und Brust gefahren. Besinnungslos wurde die Autobroschte eingeklemmt und erheblich beschädigt wurde. Der das Kind aufgehoben und zunächst nach der Unfallstation, von dort Führer des Autos blieb zum Glück unverletzt. nach der Charité gebracht. Die Berlegungen sollen so schwer sein, Schmargendorf. daß an dem Aufkommen des Kleinen gezweifelt wird. Seine blinde Frau durch Beilhiebe schwer verlegt hat der Arbeiter Aurich in der Pettenkoferstraße. Der rohe Mensch wurde der Staatsanwaltschaft vorgeführt. Ein Pompadourräuber; Ein tödlicher Betriebsunfall ereignete sich im hiesigen Gaswert. Der Vorarbeiter Philipp Lindner aus der Leueftr. 14 in Charlottenburg wurde von einer Lore umgestoßen, die Räder des schweren Gefährts zermalmten ihm die Brust, so daß der Tod auf der Stelle eintrat. Der Verstorbene hinterläßt eine Witwe und vier schulpflichtige Kinder. Spandan. 11 Für die in den Kreisen der feinen Gesellschaft sehr bekannte Brettidiva hatte der Roheitsaft sehr unerwartete Folgen. Das Bühnenpersonal des Theaters hielt noch am Abend nach der Vorftellung eine Versammlung ab, in der beschlossen wurde, an teiner Bühne mehr aufzutreten, an welcher Frau Dirkens engagiert wird. Diese Resolution wird allen Bühnen zu fidt werden. Der Direktor des Theaters hat die temperament volle Schöne fofort entlassen, außerdem wird gegen sie und ihren Beschützer, der wie ein vollendeter Kavalier hardelte gerichtlich vorgegangen werden. Eisenbahnkatastrophe in Südafrika. Aus Kapstadt meldet der Telegraph ein furchtbares Eisenbahn unglück, dem 21 Menschen zum Opfer fielen. Ein die Blaufranzbrüde bei Port Alfred passierender Personenzug stürzte die eine tiefe Schlucht überspannende Brüde hinab. Nach den bisherigen Feststellungen sind 21 Personen getötet worden, viele andere erlitten schwere Verlegungen. Kleine Notizen. Schwerer Berkehrsunfall. Ein den Verkehr gwischen der bel fehender Postwagen stürzte infolge Durchgehens der Pferde um. gischen Ortschaft Pauriac und dem Dorfe Le Falgour ber Vier Insassen wurden to blich berlebt, während drei andere mit leichteren Quetschungen davontamen. raubt. Einen doppelten Selbstmordversuch unternahm am gestrigen Sonnabend nachmittag die 44 jährige Satharina Strizinger, die in einer Frauenklinik in der Tauenzienstr. 19a angestellt war. Die St., die sehr nervös und leicht erregbar war, hatte am Vormittag einen Streit mit dem leitenden Arzt gehabt, über den sie in derartige In der leider nur schwach besuchten Generalversammlung des Erregung geriet, daß fie aus dem Leben zu scheiden beschloß. Sie Wahlvereins erstattete Genosse Bior den Vorstandsbericht. Danach trant deshalb eine halbe Flasche Lysol uod stürzte sich dann aus haben in der Berichtszeit zwei Generalversammlungen und fünf ein Fenster der I. Etage topfüber auf die Straße, wo sie besinnungs- öffentliche Versammlungen stattgefunden. Verteilt wurden 60 000 Tos liegen blieb. Baffanten schafften die Schwerverlette nach der Flugblätter und 2000 Stalender, ferner noch 500 Kalender an die Unfallstation am Kurfürstendamm, wo der Arzt feststellte, daß die Schiffer. Sodann gab der Genosse einen längeren Bericht über die St. außer der Lyfolvergiftung einen Beckenbruch und innere Ver- Verhandlungen mit der Bockbrauerei und der Pichelsdorfer Brauerei Legungen babongetragen habe. Die Frau wurde nach dem Kranken- wegen Freigabe der Säle, welche zum Resultat hatte, daß beide hause Westend geschafft, wo sie schwer daniederliegt. Säle der Partei wieder zur Verfügung stehen. Ferner sei beschlossen, daß zu allen Versammlungen dem„ Vorwärts" Handzettel beigelegt werden. Genosse Zior erwähnte noch, daß die Angliederung der am Kurfürstendamm einen Raubanfall verübt hatte, mußte sich an die Vorwärts"-Spedition stattgefunden habe. Bei der Inventur gestern mit seinen Stompliten vor der 4. Straffammer des Band- Aufnahme ergab sich, daß die Paffiven die Aktiven um 634,50 m. gerichts I berantworten. Angeklagt waren der 17jährige Arbeiter überstiegen. Dieses Defizit wurde vom Vorwärts" als ausgeglichen Hans Kamischte, der Arbeiter Ferdinand Winterhof und der betrachtet. Er empfahl, die„ Vorwärts"-Spedition und Buchhandlung Schlächter Walter Schulz. Kirchenräuber. Unbekannte Täter sind in der letzten Nacht in Am 23. Februar dieses Jahres gegen weiter nach Kräften zu unterstüßen. Die Gemeindevertreterwahlen 10 Uhr abends wurde eine Frau S. von dem Angeklagten hatten in Tiefwerder und in Cladow Erfolg, dort wurden Genoffen die Allerheiligenkirche im 20. Wiener Stadtbezirk eingebrochen, Stamischte angefallen, der versuchte, ihr den Pompadour, welcher in die Gemeindevertretung gewählt. In Gatow war ein Erfolg noch haben das Tabernatel erbrochen und verschiedene Gegenstände ge außer einigen Toilettengegenständen 75 M. enthielt, zu entreißen. nicht zu verzeichnen, jedoch sei zu hoffen, daß die Partei in den stohlen. Viele wertvolle Kirchenparamente find vernichtet, Es tam zu einem richtigen Handgemenge, bei welchem St. mit Ge- ländlichen Ortschaften bald noch mehr Erfolge haben werde. Den fämtliche Opferstöde tourden geöffnet und ihres Inhalts bes walt die Kette burdhriß und mit seinem Raube flüchtete. Auf Raffenbericht gab Genosse Köppen. Die Einnahme betrug inklusive bon. 502,69 Mark bom borigen Quartal Mutter und Kind überfahren. In der belgischen Ortschaft das Schuldkonto der drei Angeklagten entfallen außerdem noch eines Bestandes mehrere Schautasten- und Geschäftseinbrüche, sowie ein Einbrudh 1884,49 Mart, die Ausgabe 847,61 Mart, wovon 586,20 Mart Beerie spielte ein breijähriger Knabe auf den Gleisen der Vizi in die Zentralmarkthalle. Das Gericht erkannte gegen die brei an die Kreisfaffe abgeführt sind. Es ist somit ein Bestand von Burschen auf hohe Strafen, und zwar wurden verurteilt Kamischte 536,88 M. vorhanden. Der Preisefonds stellt sich auf 251,20 m. nalbahn, als die Mutter des Knaben bemerkte, daß dieser sich in männwege zu entfernen, doch in demselben Augenblid brauste ein Zug und Winterhof zu je 2 Jahren Gefängnis, Schulz zu 3 Jahren Mitglieder waren am Schluß des 3. Quartals vorhanden 928 männ- Gefahr befand. Sie eilte hinzu, um den Jungen vom Schienenliche und 76 weibliche. Es wurden 64 Perfonen neuaufgenommen. heran und überfuhr Mutter und Kind. Beide wurden Buchthaus. " Vorwärts"-Leser sind 1819, der Wahre Jakob" wird in 400 Egemgetötet. plaren und die Gleichheit" in 26 Exemplaren gelesen. Ein Antrag Sozialdemokratischer Zentralwahlverein für den Reichstags. vom Bezirk 7, die Spigelbroschüre von E. Ernst den Mitgliedern zum ermäßigten Preis von 65 Pf. zugänglich zu machen, wurde anwahlkreis Büllichau Schwiebus Kroffen Sommerfeld.( Drisberein genommen. Der Antrag vom Bezirt 8a, fäumige Zahler, die mit Berlin.) Dienstag, 24. April, abends 8, Uhr, bei Böhm, Koppens ihren Beiträgen länger als drei Monate in Rüdstand sind, in den straße 47. Allgemeine Familiensterbekaffe. Aderstraße 123 bei Bernide und Bahlabenden zu veröffentlichen, wurde mit dem Zujaz des Vor- Mariannenstraße 49 im Restaurant. Heute nachm. von 3-6 Uhr: Aufnahme standes, daß die Veröffentlichung erst nach erfolgter Mahnung und 8a. ung. vorgenommen wird, angenommen. Ein Antrag des Bezirk 6, eine Berliner Kranken- Unterstützungs- und Begräbnisverein für Berufsstatistit aufzustellen, wurde ebenfalls angenommen. Zum Frauen und Mädchen.( Gegr. 1892.) Sonntag 6 Uhr im Dresdener Kreisobmann und Obmann des örtlichen Bildungsausschusses Garten, Dresdener Str. 45: Generalversammlung. Geselliges Beisammen wählte die Versammlung den Genossen En. Bezüglich der Maifeier sein. Gäfte willkommen. wurde nach einem furzen Referat des Genoffen Appoldt und nach längerer Debatte beschlossen: Bormittags findet eine Versammlung bei Böhle statt, nachmittags von 3 Uhr ab Maifeier in der Brauerei F. P. 17. Prinz- Handjery- Straße. Ja, falls nicht Abzüge zulässig Bichelsdorf. Eintrittspreis 20 Pf. Diejenigen Genossen, welche find. D. 39. Nein. Th. m. 1. Ja. 2. Der tatsächlich entstandene, nicht feiern fönnen, haben eine Maimarte für 50 Pf. zu entnehmen, nachweisbare Schaden kann gefordert werden. 3. Amtsgericht. Die Klage erscheint aussichtslos. 8. G. 41. die Frauen eine solche für 25 Pf. Der Ueberschuß der Maifeier M. D. Glasgow. R. 47. Amtsvorsteher. G. 2. 20. Wenn Ihre Bes wird dem Maifonds überwiesen, aus dem im nächsten Jahre die 3,50 M. Jdeal. G. R. 18. gemaßregelten Genossen unterstützt werden sollen. Genoffe Bior gab hauptungen bewiesen werden können, können Sie ausziehen. F. R. 106. Ja. Ja. zum Schluß bekannt, daß der Ausflug nach Cladow am tommenden Es ist noch jest Bestrafung möglich. D. Fr. 100. Sezen Sie sich mit dem Baijenrat in Berbindung. Für die anderweiten Pflegetosten hasten Sie nicht. 3. A. H. 100. Sonntag wegen der Beerdigung des Genossen Borgmann ausfällt. P. D. 1. Ja. 2. Ja, mit Zustimmung des Vormundschaftsgerichts. 1. Ja. 2. Auf Erfordern ja. P. B. 1887. Teilen Sie Ihre Absicht dem Amtsgericht Berlin- Mitte mit. Sie erhalten demnächst Termins borladung. M. B. 77. 14 Tage. m. 1100. 1. Nein. 2. Ja. Ein Messerstecher treibt gegenwärtig im Nordosten Berlins sein berbrecherisches Wesen. In der Nähe des Bahnhofs Prenzlauer Allee stand gestern abend gegen 27 Uhr die Arbeiterin Rochlik bor einem Schaufenster und besah sich die Auslagen. Zu ihr gesellte fich bald ein etwa 25jähriger Mann, den sie jedoch nicht weiter beachtete. Plöblich zog der Fremde aus dem rechten Rodärmel ein offenes Meffer hervor und stach blißschnell mehrmals auf das ahnungslose Mädchen ein. Noch ehe sich die St. von ihrem Schreden erholen konnte, war der Täter in dem Gewühl der Straße spurlos berschwunden. Die Arbeiterin begab sich sofort nach Hause, wo festgestellt wurde, daß fie glücklicherweise feinerlei Verlegungen er Titten hatte. Lediglich der Mod und die Bluse waren an drei Stellen zerschnitten. Offenbar handelt es sich um einen krankhaft beranlagten Menschen, der sein gefährliches Treiben bald auch in anderen Gegenden der Stadt fortseßen dürfte, wenn es nicht gelingt, ihn schleunigst dingfest zu machen. " " " Aus aller Welt. Ein verhinderter Juftizmord. Im Theater Folies Caprice wurde am Freitag ein völlig neues Programm geboten. Wertheim wird plagen" lautet der eigenartige Titel eines Einafters von Mag Ernst. Die Boffe zeigt einen wiederholt Pleite gemachten Warenhausinhaber, der aus dem Dalles nicht herauskommt, aber bemüht ist, seine drei Töchter an den Mann zu bringen. Schließlich werden zwei Buchhalter und ein gerissener Reisender Schwiegerföhne. Was das mit dem Titel zu tun hat, ist uns nicht recht flar getvorden. Ein zweiter Einatter war ein Kleinbahnidyll 3. Iasie", das wenigstens originell war und ein hübsches Bildchen von der Fahrt in einer Bimmelbahn brachte. Natürlich wurde, wie immer an dieser Stätte, stark ge- Ein etwas dramatisches Geständnis hat eine junge Frau in jübelt. Die Herren Berisch, Hartley, Horowiz und als Neuer Herr St. Louis, Mrs. Schmidt, dieser Tage vor dem Richter abBeftes um das Publikum aus dem Lachen nicht herauskommen zu berurteilte Dr. Clemenson, ein bekannter Arzt in Chicago, Josef Müller sowie die Damen Urban, Müller und Rogée taten ihr gegeben. Sie erklärte, daß der im Herbst vorigen Jahres zum Tode laffen. Ein bunter Teil brachte einige gute Spezialitätennummern. unschuldig verurteilt worden sei. Dr. Clemenson war vom Ge Berliner Bolts- Chor. Der Volts- Chor bringt am Montag, richt schuldig befunden worden, seine Frau ermordet zu haben. Das den 24. b. M., im Konzertsaal Friedrichshain" und am Dienstag, Berbrechen erregte feinerzeit im ganzen Staate Illinois großes Aufden 25. b. M., in der Neuen Welt" Szenen aus dem Fliegenden Holländer" von Richard Wagner zur Aufführung. Es wirken mit: sehen, da der Mord unter sehr mysteriösen Umständen verübt worden Kgl. Sofopernfänger Habich von per Berliner Sofoper, Kgl. war. Dr. Clemenson hatte während der ganzen Prozeßverhandlung Kammerjänger Kalweit, Frau Schauen- Bergmann( Breslau), Frau nichts zu feiner Berteidigung vorgebracht und war schließlich als Böhmer; das Blüthner- Orchester und der Volks- Chor. Näheres in des Mordes schuldig zum Tode verurteilt worden. Jetzt der Annonce der heutigen Nummer. erklärt Frau Schmidt, daß Dr. Clemenson die Tat nicht verübt haben könne, da er sich in der betreffenden Nacht, in der der Mord begangen wurde, bei ihr im Hause befunden habe. Frau Schmidt erklärte: Jch gestehe gern die Schmach zu, ich tue dies aber um so lieber, als ich dadurch einen Menschen vor der Hinrichtung bewahre. Frau Schmidt handelte bei ihrem Geständnis in vollständigem Einvernehmen mit ihrem Gatten, der ihr den Fehltritt verziehen hat. Für Ertaubte und hochgradig Schwerhörige finden in der Kgl. Charité- Ohrenpolitlinit Hebungen im Absehen der Sprache und zur Erhaltung der Stimme am Montag, Dienstag, Donnerstag und Freitag von 12-1 statt. Beginn am 25. April. Meldungen werden ebenda angenommen. Für Minderbemittelte ist die Teilnahme unentgeltlich. Vorort- Nachrichten. Charlottenburg. Einspruch gegen die Festsehung der Polizeikosten. Der Kaiser auf der Reife. Briefkaften der Redaktion. Eingegangene Druckfchriften. Kommunale Pragis". Wochenschrift für Kommunalpolitik und Ger tonen entgegen. meindefozialismus. Heft 14 liegt vor uns. Abonnements zum Preiſe bon 3 M. pro Duartal nehmen alle Postanstalten, Buchhandlungen und SpediProbenummern versendet kostenlos der Verlag Buchhandlung Vorwärts, Berlin SW. 68. Buchhandlung Vorwärts, Berlin SW. 68, erschieneu. In Freien Stunden" " In Freien Stunden." Die Hefte 12 und 13 sind im Verlage der foftet pro Heft 10 Bf. und ist durch alle Buchhandlungen, Spediteure und Rolporteure zu beziehen. Zur Verlobung unseres Genossen Karl Appelt nebst seiner lieben Braut Amalie Rabn die herzlichstenBlüdwünsche.[ 39722 2. Kreis 124. Bezirk. Unserem Abteilungsführer Georg Kaulfuß zum Geburtstage bie herzlichsten Glückwünsche. Die Funktionäre der 31. Abteil Unserem Genoffen 11. Genoffin Paul Mazanke und Frau Bekanntmachung. Hierdurch wird bekanntgemacht: In der Straffache gegen den Re dakteur Richard Barth in Berlin, Adalbertstr. 20, geboren am 10. No bember 1882 zu 3lmenau, Diffedent, wegen Beleidigung bat die erste Straftammer des König. lichen Landgerichts I in Berlin in der Sigung vom 10. Oftober 1910 für Recht ertannt: Der Angeklagte wird wegen öffent licher Beleidigung zu einer Gefängnis. strafe von einem Monat und in die Kosten des Verfahrens verurteilt. Dem Beleidigten, Generalleutnant von Below, wird die Befugnis au gesprochen, die Verurteilung des Angeklagten auf dessen Kosten innerhalb vier Wochen nach Zustellung einer Ausfertigung des rechtsträftigen Urs teils durch Einrüdung der Urteilsformel je einmal 89762 1. im Borwärts", Zurzeit erholt fich Wilhelm II. von seinen Regierungsforgen auf der idyllisch gelegenen Mittelmeerinsel orfu. Aber nicht lange Die Beiträge der Großstädte zu den Polizeikoften haben in mehr, dann ist die Zeit der Ruhe vorüber, gewaltige Anstrengungen den letzten Jahren sehr erhebliche Steigerungen erfahren. Der harren des deutschen Kaisers. Am 1. Mai erfolgt die Abreise Beitrag der Stadtgemeinde Charlottenburg zu den Kosten der des Kaisers von Korfu. Am 4. Mai findet der Besuch des KaiserPolizeiberwaltung ist in dem letzten Jahrzehnt um das Drei- paares in Sarlsruhe beim badischen Großherzog statt. Am fache gestiegen, bon 197 187 M. im Jahre 1900 auf 642 623 5. Mai reift der Kaiser nach Potsdam. Am 6. Mai trifft er in Mart für das Jahr 1909. Die vorläufige Festsehung durch den Straßburg ein. Am Tage darauf findet ein Besuch der HohPolizeipräsidenten in Berlin vom Mai 1909 forderte nur 573 296 tönigsburg statt. Am 8. Mai reist der Kaiser nach der Straß Mart, so daß die endgültige Festsetzung um 69 327 W. Höher ist. burger Parade nach Me. Am Abend des 9. Mai reift der Kaiser Der Magistrat hat gegen diese endgültige Festsetzung Einspruch nach Wiesbaden, wo er am 10. Mai frühmorgens eintrifft. Für erhoben. den Aufenthalt in Wiesbaden sind drei Tage vorgesehen. Am Abend Char- nahme an den Strönungsfeierlichkeiten. Großfeuer. Gestern abend 6 Uhr wurde faft die gesamte Char- bes 18. Mai erfolgt die breise nach England zur TeilLottenburger Feuerwehr nach der Gardes- du- Corps- Straße 7 ge Dieser Kleine Auszug aus dem Reiseprogramm Wilhelms II. Flammen stand. Nach zweistündiger angestrengter Löschtätigkeit war gibt einen, wenn auch unbolikommenen Einblick in die Regierungs- Syphilis Nachweis tung„ Borwarts vom Sonntag, ben Die Gefahr beseitigt, boch fonnte von dem Dachstuhl des Border- forgen eines modernen Herrschers. haufes nichts gerettet werden. Mit den Aufräumungsarbeiten hatte die Wehr noch bis in die Nacht hinein zu tun. Die Ursache des Feuers ist nicht ermittelt. rufen, wo der Dachstuhl des erst neu erbauten Borderhauses in Schwerer Unfall bei einer Truppenübung. Eine Batterie des in Breslau garnisonierenden Feldartillerie- Regiments Nr. 6 hatte am Freitag nach einer Uebung Ein schwerer Straßenunfall, Ser durch die schon so häufig ge- ein Bauerngehöft in Moch bern aufgesucht. Als durch einen rügte Unfitte, Apfeljinenschalen achtlos fortzuwerfen, verursacht Windstoß ein Scheunentor zugeworfen wurde, scheute ein Schöneberg. die herzlichsten Glückwünsche zu heutigen Silbernen Hochzeitsfeiert Die Genossen des 739.Bezirks. 999999996eeeeeee 2. in der Kreuzzeitung", 3. im Berliner Tageblatt", 4. im Berliner Lofal- Anzeiger" und zwar im redaktionellen Tell öffentlich bekanntzumachen. Ferner find der Artikel mit der Ueberschrift die Meisespejen des Ge nerals" in allen Exemplaren der Nr. 43 des 27. Jahrgangs der Bet in allen frisch. u. veraltet. zweifelhaft. 20. februar 1910, sowie die zu seiner Fäll. durch wissenschaftl. Untersuchung. erstellung bestimmten Platten und fofort; desgl. Harn-( pez. auf Go- Formen unbrauchbar zu machen. Der Erste Staatsanwalt norrhoe fäden) u. Sputum- Analysen. bei dem Landgericht I in Berlin. Dr. Homeyer& Co., Spezial- Laborat., ibridite 150 g stadip Hermann Fischer's billigste Särge 189. Stronen Mobrenjtaße), I. 8724. Berj. 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