Nr. 189. Grscheint täglich außer Montags. Brets pränumerando: Viertel: jährlich 3,30 Mart, monatlich 1,10 mt, wöchentlich 28 Bfg frei In's Haus. Einzelne Nummer 6fg. Sonntags- Nummer mit illuf. Sonntags- Beilage, Neue Welt" 10 Pig. Post- Abonnement: 8,30 Mt.pro Quartal. Unter Kreuzband: Deutschland u. Desterreich: Ungarn 2 Mt., für das übrige Rusland 3 Mt.pr.Monat. Eingetr. In der Post- Zeitungs: Preislifte für 1893 unte: Nr. 6708. Vorwärts 10. Jahrg. Infertions- Gebühr beträgt für di fünfgespaltene Petitzeile oder deren Raum 40 Pfg., für Vereins- und Berfammlungs: Anzeigen 20 Pfg Juferate für die nächite Nummer müssen bis 4 Uhr Nachmittags in der Grpedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr Abends, an Sonnund Festtagen bis 9 Uhr Vor mittags geöffnet. Fernsprecher: Amt I, 4186. Telegramm- Adresse: " Sozialdemokrat Berlin Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Sonntag, den 13. August 1893. Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. Die Bunge wird gelöst. nicht anerkennen mag und deshalb eine verwerfliche Künſt- Politische Webersicht. der durchschnittlich $ Bann der Unsere doppelte Anfrage an die Reichsregierung hat Wir fragen: Warum überläßt man es nicht den ArBerlin, den 12. August. ihre Wirkung nicht verfehlt. Erst kommt die offiziös be- beitern so gut wie den Kapitalisten, die kraft ihrer Stellung diente" Post", jetzt kommt schon das Lieblingsorgan der bereits übermächtig sind, aus ihrer Mitte heraus in freier, minister dazu gebracht hat, mit Hurrah den Miquel'schen Die Miquel'sche Denkschrift, die unsere FinanzReichsregierung, die Norddeutsche Allgemeine unbeschränkter Wahl unbeeinflußt ihre Vertreter zu Volksauspowerungs- Plänen zuzustimmen, soll nicht verZeitung", worin ein Oberoffiziosus folgendes bekannt wählen? Was soll hier der Gewerbe Juspektor, giebt: in Preußen im öffentlicht werden. Schade, sehr schade! Dem Reichstage „ Der Entwurf von Ausnahmebestimmungen von Unternehmeranschauungen steckt und durchgängig nicht die soll eine neue Denkschrift zugehen. So für 100 Mill. dem Verbot der Sonntagsarbeit in Gruppe III der Ge- nothwendige Fühlung mit seinen Schußbefohlenen, den Mart neuer Steuern! werbestatistik soll demnächst in mündlicher Berathung Arbeitern hat? Sind die Arbeiter kleine Kinder, die man mit Arbeitgebern und Arbeitern hier einer Beam Gängelbande führen muß? Der Gewerbeaufsichtsbeamte sprechung unterzogen werden. Die Auswahl der Ver- wird oft genug das Urtheil des Unternehmers haben über treter der Arbeitgeber ist in Preußen den hervor die durch Intelligenz und Sachkunde ausgezeichneten laffen worden. Von diesen werden, wie wir erfahren, Arbeiter". ragenderen industriellen Vereinen überachten entgegenzunehmen. land werden jährlich etwa fünftausend Millionen Zigarren Die Zigarre des kleinen Mannes. In Deutsch angefertigt. Die geplante Tabatfabrikatsteuer soll 90 bis 100 Millionen bringen. Die Fabrikatsteuer auf die/ Bigarre betrüge dann rund zwei Pfennig. Stufte man die Steuer auch scharf nach dem Werthe der Zigarre ab, so vertheuerte man die Dreipfennig- Zigarre um 1 Pfennig mindestens, also um wenigstens 33/3 pet.! Vertreter entfenden: 1. Der Verein deutscher Eisen- Wird er etwa solche wählen, die politisch anrüchig sind? und Stahlindustrieller, 2. der Verein deutscher Salinen- und Nein, es ist ihm ja vorgeschrieben, die Arbeiterdelegirten aus Salzbergwerke, 3. die Mannsfelder Kupferschiefer bauende Ge den Kreisen vor allem auszulesen, die in solchen Einrich werkschaft, 4. der Verein für die berg- und hüttenmännischen tungen eine Rolle spielen, wo der Arbeiter eine zweite Interessen im Aachener Bezirk, 5. der Oberschlesische berg- und Rolle spielt, in den Organisationen hüttenmännische Verein und 6. der Verein für Wahrung der der Innungs- Die Reichsweinsteuer soll, so verkünden die Offiziösen, bergbaulichen Interessen im Ober- Bergamtsbezirke Dortmund. versicherung, wo die auf Herz und Nieren geprüfte gesinnungs- nur die großen Weine, vor allem die Scha umweine Außerdem werden Beamte der bergfistalischen Betriebe an der tüchtige Arbeiterschaft im Vordergrunde steht. Eine Aus- treffen. Dann ist sie so uneinträglich wie alle Lurussteuern. Berathung theilnehmen. Was die Arbeiter anlangt, so nahme machen die Gewerbegerichts- Beisitzer; aber es steht Die um Miquel werden schon zur rechten Stunde die find in Preußen zunächst die Gewerbe- Aufsicht 3- im Belieben des Beamten, sich seine Leute auch anderswo, kleinen Weine, die das Volk trinkt, auch fassen, die kleinbeamten beauftragt worden, durch Intelligenz und wo die Industriellen mehr Abhängigkeit erwarten können, bäuerlichen Winzer plattdrücken und die Junker vom Sachkunde ausgezeichnete Arbeiter der wesentlichen hier in auszusuchen. Warum schließt man, wenn nun einmal das Johannisberger Rabinet so zart behandeln, wie die Betracht kommenden Betriebe nach Betriebsarten getrennt indirekte Verfahren gewählt wird, die freien Hilfs Börsianer. Wir kennen unsere Steuerkünstler. zu Bersammlungen einzuladen, mit ihnen die Ausnahme Vorschriften zu besprechen und ihr Gutassen, die Gewerkschaften aus? Weil hier die Zu dieser Anordnung hat Kerntruppen der aufgeklärten Arbeiterschaft sich finden, die die Erwägung geführt, daß es namentlich im Hinblick auf die nicht Jasager sind, die sich nicht dazu hergeben, Statisten Größe der hier in Rede stehenden Betriebe, in welchen die zu sein. verschiedensten Arbeiten vorkommen, nothwendig sei, dem Ar- Die Regierung lädt sich fiebenfach gefiebte Arbeiterbeiter Gelegenheit zu geben, sich über die Wirkungen der zu vertreter, die diesen Namen nicht ernstlich verdienen. Wo erlaffenden Vorschriften für den gesaminten Betrieb in aus ist da der„ gute Wille" der Herrschenden zum friedlich- schied reichender Weise zu unterrichten. Die Gewerbeaufsichtsbeamten sollen bei ihren Befragungen in erster Linie solche Arbeiter lichen Austrag sozialer Streitfragen? Eine künstlich zusammengesuchte, gepackte" Versamm berücksichtigen, welche als Gewerbegerichtsbeisiger oder als Mitglieder der Unfall- Schiedsgerichte fun- lung soll berathen über die wichtige Frage der gewerblichen giren oder als Arbeitervertreter den Kranten Sonntagsruhe.- Die Arbeiter werden wie bisher stief tassenvorständen angeboren und von denen deshalb mütterlich behandelt, herabgewürdigt zu bedeutungslosen erwartet werden darf, daß sie das Vertrauen der Ar- Schattenvertretern. beiter genießen, welche sie vertreten sollen. Von den durch die Gewerbeaufsichtsbeamten vernommenen Arbeitern wird sodann ein Theil zu den Verhandlungen, die in Berlin im nächsten Monat stattfinden werden, hinzugezogen." V Ein neuer Reichs- Schatzsekretär, das heißt ein Beauftragter Miquel's, ist uns schon bescheert worden. Der Reichs Anzeiger" meldet amtlich das Ausscheiden des teichs- Schabfefretärs, Freiherrn von Malhahn, aus dieser Stellung und die Ernennung des Landeshauptmanns von Schlesien, des Grafen v. Posadowsky- Wehner, zum Nachfolger des Freiherrn v. Malzahn. Der gräfliche Reichs- Schaßsekretär ist politisch ein völlig unbekannter Mann. Wie und wo er sich für die Aufgaben des neuen Berufs vorbereitet hat, wissen die Götter und die, die ihn berufen haben. Herr Miquel wird sich den richtigen Mann schon ausgesucht haben, der ohne Widerspruch thut, was Das ist das soziale Königthum in seiner Blüthe. Wer ihm geboten wird. Herr von Malzahn hat also in Frankden Nutzen davon hat? furt a. M. seine Hentersmahlzeit genossen; der zugleich verZum Schluß: nun die offiziösen Staarmäße zweiter liehene Kronenorden erster Klasse wird ihm das Scheiden und dritter Ordnung ihr Sprüchlein aufgesagt haben, wird leicht gemacht haben. sich nun endlich der Reich 3- Anzeiger" dazu bes quemen, amtlich den Thatbestand mitzutheilen? Sind unsere müden Staatsmänner" auch in den Bädern, ihre Beauftragten können sich doch instruiren" laffen. Die Zunge ist gelöst, hier hilft kein Mundspizen mehr, Das ist die echte christlich- germanische Sozialreform von oben. Den Unternehmern macht die Regierung ein tiefes Kompliment und bittet sie, aus dem Kreise der Unternehmerverbände selbst sich ihre VertrauensIeute auszulesen. Dagegen ist nichts einzuwenden, vorausgesetzt, daß die Arbeiter mit demselben Maß ge- es muß gepfiffen werden. messen werden. Aber dagegen empört sich der Geist der bureaukratisch polizeistaatlichen Bevormundungswirthschaft, die die politische und soziale Mündigkeit der Arbeiterschaft = Feuilleton. Madbrud verboten.) ( 41 Die arme Frau Savenay bat sie zu schweigen und an gewisse Dinge nicht mehr zu denken. Richtig," antwortete Germaine, ich vergesse immer, daß ich ein Mädchen ohne Mitgift bin. Heirath, Vergnügungen, Gesundheit, darf dies alles überhaupt für mich vorhanden sein?" Und sie brach in bitteres herzzerreißendes Die Wohnungsnoth des Herrn Majors. Aus Crossen a. d. Oder wird dem„ Vorwärts" geschrieben: Einen recht schneidigen Major beherbergt seit kurzem das kleine Städtchen Crossen in seinem Mauern. Herr Major Boelcke wurde vor etwa 3 Wochen von Cottbus nach Crossen a. d. D. als Bataillons Kommandeur des 1. Bataillons des 52. Regiments( v. Alvensleben) versetzt und hat sich in seinen neuen Garnisonort recht wirkungs= der Tochter eines reichen Rheders in Havre vermählt habe. Das Blatt entglitt ihren Händen, sie sank in ihren Stuhl zurück und verlor das Bewußtsein. Als Norine nach Hause kam, fand sie Germaine mit verzerrten Lippen und leichenblaffem Antlig wie todt, so daß sie in Weinen ausbrach. Doch tam Germaine wieder zu sich; allein sie blieb danach Die Bekehrung André Savenay's. Lachen aus. So trieb sie es weiter, bis die Wutter mit so schwach und bleich, daß Frau Savenay ihren Sohn rufen Sozialistischer Roman von Georges Renard. ihren Kräften zu Ende war und schließlich in Thränen aus zu müssen glaubte. brach. Da warf Germaine sich in ihre Arme, bat sie um Es war eine große Freude für das arme Mädchen, Verzeihung, bedeckte sie mit Rüssen, weinte mit ihr, und ihren Bruder wiederzusehen. Aber sie las auf seinem Antlig verdoppeltes Schluchzen erscholl, aus dem man nur die ge- etwas von dem schmerzlichen Eindruck, den dies Wiedersehen brochene Stimme der Frau Savenay vernahm, die immer auf ihn machte und den zu verbergen er sich vergebens wiederholte:„ Mein armes Kind! Mein armes Kind!" bemühte. Autorisirte Uebersetzung von Marie Kunert. Unter der Einwirkung des Leidens, das in ihr wühlte, hatte Germaine ebenso oft Anwandlungen der Fröhlich Nur gegen Johanna und Magdalene war die Kranke feit wie der Eßluft. Besonders an gewissen Tagen, wenn die unveränderlich sanft geblieben, vielleicht, weil sie mit ihnen " Du findest mich verändert, nicht wahr?" sagte sie. Anzeichen eines erneuten Anfalls sich ihren überreizten weniger häufiger zusammen kam, vielleicht auch, weil sie " Verändert? welche Idee!" entgegnete André lebhaft. Nerven fühlbar machten, war sie zornig auf ihre Mutter sich durch sie mit der Außenwelt verbunden fühlte. Johanna Ein wenig blaß nur, was Dir übrigens gut steht. Ich und Norine, einzig darum, weil Norine und die Mutter imponirte ihr durch ihren Verstand und durch ihren Muth. möchte darauf schwören, daß es die reine Koketterie von ſtets um sie waren. An solchen Tagen wies fie ihre für Bor ihr konnte sie sich nicht ohne Scham ihrer Melancholie Dir ist. Das kleine Fräulein spielt die bleiche Rose. Das Ich für sorglichen Bemühungen heftig zurück, wandte sie sich mit überlassen. Magdalene unterhielt sie durch ihr kindliches ist ein Geschmack, so gut wie irgend ein anderer. Abscheu von allem ab, was sie ihr anboten, schien sie alles Geplander, und der beruhigende Einfluß der sorglosen, meinen Theil, ich liebe die rothen Rosen mehr. Wenn ich hervorzusuchen, was ihnen Schmerz bereiten konnte. Dann findlichen Fröhlichkeit zeigte sich auch hier dadurch, daß erst wieder hier bin, werde ich dafür sorgen, daß Du war sie so grausam, Wünsche auszusprechen, deren Erfüllung Germaine sich, wenn sie dem Gezwitscher der Kleinen zu- tüchtig spazieren gehen mußt! Du mußt durchaus Deine nach Lage der Verhältnisse unmöglich war. So sprach sie gehört hatte, wahrhaft erfrischt und beruhigt fühlte. Sie, schöne gesunde Farbe wieder bekommen." von Bällen, Toiletten und Reisen und rief:" Wie schön die um schlafen zu können, nur zu oft gezwungen war, zu Dann begann er von seinem Leben während der letzten muß es doch jetzt am Meere sein!" Sie klagte darüber, daß den gefährlichen Morphiumeinsprißungen ihre Zuflucht zu zwei Monate zu erzählen. Er sprach und sprach hastig, sie in den engen Zimmern ihrer Wohnung rein ersticken nehmen, fand danach einen ruhigen und stärkenden Schlaf. ohne zu stocken und ohne zu überlegen, wie man spricht, müsse, oder sie sagte auch ironisch:" Heute Abend ist eine Aber diese flüchtigen Stunden der Ruhe hingen vom um sich zu betäuben, um nicht denken zu müssen. Zwei Galavorstellung in der Oper. Man giebt Hamlet. Warum Hauch eines Windes ab. Eines Morgens, als Germaine, oder drei Mal lachte die Kranke hell auf. Aber als André werden wir nicht hingehen?" Dann trällerte sie die Romanze die allein zu Hause war, zerstreut im" Journal des das Zimmer verlassen hatte und sich allein in dem feinigen der Ophelia. Glücklich die Maid Jm Arm des Geliebten! Mein Herz bebt vor Neid, Erblick ich ihr Glück... Débats" blätterte, fiel ihr Blick auf eine Notiz, befand, ließ er sich wie zerschmettert in einen Sessel fallen. aus der sich ein ihr nur zu wohlbekannter Name Die Thränen, die ihn bis dahin fast erstickt hatten, abhob. Es hieß darin, daß Herr Henri Dusaule, rannen über sein Gesicht und flossen unaufhaltsam, der Sohn des berühmten und geachteten Mitgliedes der lange, heiß und still, um so heftiger, wenn er an seine Akademie für politische und Moralwissenschaften, sich mit Mutter dachte, die so traurig und gedrückt aussah, voll eingeführt. Es war dem Herrn Major bei seinen J. Schwedler", an Die Feuerwehrhatten. Schwedler", Bielefeld und Leipzig, Verlag| listischen Maifest aufgespielt hohen Ansprüchen nicht möglich, eine für einen Major von Velhagen u. Klasing. Preis 40 Pfennige. Dem Kapelle rekrutirt sich aus Bürgerkreisen. Sie hat passende( wie er sich selbst ausdrückte), standesgemäße verächtlichen Geschreibsel, das wir hiermit tiefer hängen, zu mit sozialistischen Tendenzen nicht das Geringste zu Wohnung zu finden, trotzdem die Stadt feit 60 Jahren Troß erfaßt die Heilsbotschaft des Sozialismus immer ge- thun. Es läßt sich in keiner Weise rechtfertigen, Militär hat und der jedesmalige Kommandeur auch waltiger die Herzen und Geister. Und die Kinder der Ar- daß man für das Verhalten Einzelner die Gesammtheit standesgemäß" wohnte. Er wandte sich deshalb an den beiter, der kleinen Leute, die Kinder aller derer, die sich zu büßen läßt. Auch an Ausweisungen fehlt es nicht. Der dortigen Magistrat und es verlautete, daß, wenn ihm der unserer Partei bekennen, und ihre Zahl ist Million, lesen Ausweisung des Dptanten Karl Louis aus Bischweiler Magistrat nicht standesgemäß Wohnung besorge, das in solch einem elenden Wische, wie ihre Eltern, ihre An- wegen angeblicher sozialistischer Umtriebe ist bereits ErBataillon aus Crossen weggelegt würde. Der brave gehörigen beschimpft werden. Das ist sittlich, das ist christ- wähnung geschehen. Dem Vorgang in Bischweiler reiht sich Seitens des Magistrat ging in corpore auf die Wohnungsjagd, und lich. ein Straßburger Geschehniß würdig an. laut dem„ Croffener Wochenblatt" vom 7. August ist es Bezirkspräsidiums des Unterelsaß wurde nach eingeholter auch gelungen, den Herrn Bürgermeister Lorenz Vom Anstand der Halberstädter Bourgeoisie, die Bustimmung des Ministeriums der Schweizer Staatszu veranlassen, seine Wohnung zu räumen und sich mit Händen und Füßen gegen ein Gewerbe- angehörige Heinrich Bernasconi ausgewiesen. Bernasconi sie dem Herrn Major zu überlassen. Die Stadt Groffen chiedsgericht gewehrt hat und von der Regierung ist Schuhmacher und bereits längere Zeit in Straßburg hat der Herr Major noch veranlaßt, die Wohnung nach erst dazu gezwungen worden ist, haben wir dieser Tage be- thätig. Seine Ausweisung erfolgte gleichfalls wegen Beseinem Geschmack und Anordnung renoviren zu lassen. Auf richtet. Wie jetzt bekannt wird, war es der Führer der theiligung an sozialistischer Wahlagitation. Bernasconi ist wie lange Zeit der Herr Major die Wohnung bewohnen deutschfreifinnigen Partei in Salberstadt, ein gewiffer Sozialist, Agitationen soll er sich aber nicht Sein ganzes Vergehen besteht darin, wird, weiß man ja nicht, da es sich oft schon ereignet hat, Herr Böttcher, der gegen die Errichtung des Gewerbe- betheiligt haben. daß er einem daß ein Major nach dem Manöver nicht mehr wieder: Schiedsgerichtsfeierlich protestirt" hat. Genossen ein Bebel'sches Bebel'sches Flugblatt gekehrt ist. Ob der Kriegsminister mit diesem schneidigen das später der Polizei in Polizei in die Hände Der Adel leidet Noth. Seit 1878 besteht ein Bentral- übergab, Vorgehen des Herrn Majors einverstanden ist, bleibt hilfsverein von der deutschen Adelsgenossenschaft, der im Einige Maßnahmen fallen direkt ins Gebiet So wurde in Bischweiler ein 70 jähriger fraglich. vorigen Jahre über ganz Deutschland ausgedehnt worden der Kuriosa. Militärisches. In das Wurzener Garnisons ist, um der Verarmung des deutschen Adels vorzubeugen Arbeiter wegen Bettelns bestraft, weil er für den lazareth wurde vor 14 Tagen ein Jäger aufgenommen. Ein und seine Wiedergeburt anzustreben". Jetzt ist von diesem sozialistischen Wahlfonds Gelder gesammelt hatte.( Ist auch Lieutenant hatte ihn im hintern Kasernenhofe gewisse Lauf Vereine über die ersten 5 Jahre seines Bestehens ein Be- in Altdeutschland vorgekommen. Red. d. Vorw.) Und und Sprungübungen so lange wiederholen lassen, daß der richt veröffentlicht worden, der den nicht wegzuleugnenden Bebel erfreute sich anläßlich seiner jüngsten Anwesenheit in arme Mensch nicht weiter konnte. Trotzdem zwang ihn der Niedergang des Adels" zugesteht und um Unterstüßung der Straßburg der liebenswürdigsten Aufmerksamkeit seitens des Offizier, nochmals die Sprungübung auszuführen. Der adligen Genossen bittet. Nun werden die Junker schnell in Polizeipräsidenten Feichter. Feichter ließ ihn während der Soldat ftürzte herunter und verletzte sich innerlich derart, den Beutel der Steuerzahler greifen, um der verkrachten ganzen Beit Schritt auf Tritt von einem Schuhmann bedaß er im Siechkorbe fortgetragen werden mußte. Zu den Abelssippe zu helfen. Denn ein Recht auf Staatshilfe begleiten. Die Vorgänge erinnern an die schönsten Blüthen anwesenden Chargirten äußerte der Offizier danach, sie fißt nur die auserlesene Schaar der„ Edelsten und Besten".- des Systems Puttkamer zur Zeit des Sozialistengesetzes. Die Erfahrungen, sagt der Straßburger Berichterstatter der hätten doch gesehen, daß der Jäger selbst an seinem Sturze Preußisches. Der Staats- Anzeiger" veröffentlicht Frankf. 3tg.", die man in Deutschland mit der werbenden schuld gewesen sei. Die Chargirten erwiderten jedoch, sie den Erlaß des Ministers des Junern und des Kriegs- Kraft der Ausnahmegeseze gemacht, scheinen für die Reichstönnten das nicht bezeugen. ministers, daß für einen Zeitraum von ein und einem lande verloren zu sein. Und doch ermuthigen die seitherigen Unter der Mannschaft des in Schlettstadt( Elsaß) halben Jahr bei der Besetzung der Stellen von Schuh- Erfolge keineswegs zum Beharren auf der Bahn. Nirgends garnisonirenden Jägerbataillons Nr. 8 ist nun ebenfalls männern der königlichen Polizeiverwal- hat der Sozialismus in den verflossenen drei Jahren so der Typ hus ausgebrochen. Zwei Soldaten sind bereits tungen auch Bewerber ohne Bivilversorgungs- rapide Fortschritte gemacht wie in den Reichslanden. Von gestorben, 22 befinden sich schwer erkrankt im Lazareth.schein unter gewissen Umständen berücksichtigt werden 15 000 im Jahre 1890 ist die Zahl der sozialistischen Als Entstehungsgrund wird die schlechte Beschaffenheit des dürfen. Stimmen auf 45 000 im Jahre 1893 gestiegen. Arbeitet " fiel. " Wassers vermuthet. Der Typhus tritt aber, bemerkt Das Kriegsministerium hat die Intendanturen an man im bisherigen Stile weiter, so kann die Sozialdemotreffend die Frankfurter Zeitung", jetzt in so vielen weisen lassen, bei Ausschreibungen von Geräthetratie sich ins Fäustchen lachen. Ihre Stimmenzahl wird Garnisonen auf, daß man eher auf eine andere, gemein- lieferungen für Kasernen und Lazarethe möglichst in geometrischer Progression sich weiter steigern- dank der schaftliche Ursache all' dieser Epidemien( Verpflegung) lange Zeitfristen zwischen der Bekanntmachung und dem indirekten, aber wirksamen Unterstüßung, die ihr die Verschließen möchte. Ist das Wasser schuld, wie kommit es Lieferungstermine festzusetzen, damit den Verwaltungen der folgungspolitik leistet. dann, daß nur die in der Kaserne verpflegten Personen Strafanstalten die Möglichkeit gegeben sei, sich an vom Typhus ergriffen werden? Es wäre wirklich an der den Verdingungen zu betheiligen. Zeit, daß über diese Epidemien gründlich Klarheit verbreitet würde. Sollte nicht das„ Dörrgemüse" doch eine wichtigere Rolle spielen, als die Bettenkofer und andere gelehrte Gutachter" ihrer Zeit im Münchener Falle annahmen? Der" Typhus" sputt doch zu arg. Die Kaisermanöver in Württemberg fallen aus. Die Manöver des 14. und 15. Korps aber werden abgehalten. Trotz der Futternoth, troß des Nothstandes....Die Verurtheilung des Kapellmeisters Kern in Mainz wegen Wajestätsbeleidigung hat nach einer berichtigten Mittheilung nicht auf acht Jahre Zuchthaus, sondern auf 2 Jahre Gefängniß gelautet. Das Offizierforps des 118. Jufanterie- Regiments in Mainz hat für den Kapellmeister ein Gnadengesuch an den Kaiser gerichtet. Die Rölnische Beitung" jedoch will wissen, daß die Untersuchung noch schwebt. Der Angeber ist ein Hautboist. Politik in der Schule. In welch geradezu schändlicher Weise die zarte Jugend schon über den Sozialismus " belehrt", d. h. belogen wird, dafür ein neuer Beleg: = Die Fraktion Koscielski- Admiralski wird von den entschiedeneren Gruppen des polnischen Bürgerthums immer entschiedener bekämpft. Es regnet Mißtrauenserklärungen. Weshalb wählen die Polen Höflinge? Die aufgeklärten polnischen Arbeiter geben ihre Stimme teinem um Hofgunst buhlenden Junker oder Pfaffen, sondern einem Sozialdemokraten. Nur so werden die Interessen der polnischen Das katholisch soziale Programm" kommt den Herren vom Zentrum recht ungelegen. In der Köln. Bolts- 8eitung" schreibt derselbe Mitarbeiter, der eine schärfere Betonung der sozialpolitischen Fragen gefordert hatte, gegen die" Germania": " Nichts lag mir bei meiner Zuschrift ferner, als die Be- Volksmasse gewahrt. Und es geht vorwärts.deutung von Männern, wie Bischof von Ketteler, übersehen zu wollen. Gerade der Umstand, daß sein Geist unter Vergebliche Liebesmüh! In der Erfurter den katholischen Sozialpolitikern nicht mehr so lebendig zu Stadtverordneten- Versammlung vom 10. August brach der sein scheint, hat mich zu der Zuschrift veranlaßt. Oder wo Ober- Bürgermeister Schneider eine Lanze für den durch vernimmt man heute sein kühnes und unerschrockenes Wort? den Hundebrief bekannt gewordenen zweiten Bürgermeister Wo findet man sein mannhaftes Auftreten für alle berechtigten 2ange. Wie Herr Schneider versichert, soll nicht Lange, Forderungen der Arbeiter? Erneuern wir uns wieder an feinem Flaren Blick in sozialen Dingen, an seinem warmen sondern ein Herr Kappelmann der geistige" Urheber des Herzen für die Nöthen des arbeitenden Wolfes!" Briefes sein, der durch eine bedauerliche Ins Die Ketteler hätten im heutigen ultramontanen Feld- diskretion" an die Redaktion der Tribüne" gelangt sei. lager fein Belt, wo sie Obdach fänden. Heute herrscht die Wenn der Brief so unschuldiger Natur ist, wie der Herr breite Bettelsuppenmoral der Hiße und Genossen, die dem Ober- Bürgermeister glauben machen will, was giebt's denn Kapitalismus aber auch gar nicht wehthut. Im Gegen- da zu bedauern, weil er unserem Bruderblatt in die Hände theil! gefallen? Herr Lange soll nur die Unterschrift unter die Reinschrift des Briefes gegeben haben und wie Herr Der Diktaturparagraph als Sozialistengesetz. Aus Schneider andeutete, ohne recht zu wissen, was er unterDer Bund der Sozialdemokraten will von Gott nichts verschiedenen Theilen der Reichslande werden, wie die schrieb. Dies Geständniß ist einfach kostbar. Der Herr wiffen, will alles, was andere erben oder durch ihren Fleiß Frankfurter Zeitung" meldet, in jüngster Zeit Bürgermeister unterschreibt blindlings ein Schriftstück, ohne verdienen, gleichmäßig vertheilen, will Gewalt und List, Mord Maßregelungen von wirklichen oder vermeintlichen An- seinen Inhalt zu kennen! Herr Lange wird übrigens, wie und Brand, Lüge und Meineid anwenden, um den Besitz anhängern des Sozialismus gemeldet. Die Gleichmäßigkeit wir schon neulich bemerkt, dadurch nicht seiner derer Leute an sich zu reißen. In Reden und Schriften spotten des Vorgehens berechtigt zu der Annahme, daß man es nicht Schuld ledig. Es kommt hier nur darauf an, die Führer über Gott und göttliche Dinge und entzünden in ihren Nebenmenschen die Gier nach Geld und Gut derer, die mit dem Ausflusse übertriebenen Amtseifers untergeordneter unter weffen Namen das Schreiben an den Adressaten mehr haben, als sie. Das sozialdemokratische Gift wirkte Organe, sondern mit der Bethätigung eines Systems zu gelangt ist. Wenn aber Herr Schneider Herrn Kappelschneller als man dachte. Bald flagte man mehr denn je thun hat. In Mülhausen verhindert man durch Versamm mann noch als Mitthäter in die Sache hineinziehen will über zunehmende Rohheit, Sittenlosigkeit, Unredlichkeit und lungs- Verbote den Reichstags- Abgeordneten Bueb, vor seinen uns tann's recht sein. Das einzig wesentliche ist die Verbrechen aller Art." Wählern Rechenschaft abzulegen. Will Bueb sprechen, so Behauptung, daß ganz allgemein so verfahren werde, wie So zu lesen auf S. 65 der sehr warm empfohlenen muß er über die Grenze nach der Schweiz pilgern. In gegen Herrn v. Tschoppe und diese Behauptung ist einfach Vaterländischen Geschichte für ein und Straßburg wurde vor einigen Tagen die Feuerwehr- Musik- unwahr. Wir erbieten uns, schreibt die Tribüne", dem mehrklassige Volksschulen, bearbeitet von tapelle aufgelöst, weil einige ihrer Mitglieder zum sozia- Herrn Oberbürgermeister Dutzende von Beweisen zu erbringen, " . daß er nicht wußte, welche der beiden Frauen er am meisten André saß vor ihr und betrachtete sie lange, ohne zu schnell genug tommen fönnen und sich fortwährend überbeweinen sollte. sprechen. Schließlich dankte er ihr dafür, daß sie gegen stürzen. Sie lernt jest Geographie und ist sehr tüchtig In seiner Traurigkeit kam ihm der natürliche Ge- feine Schwester so gut gewesen war, und fein Ton- barin, sie weiß, wo Freund André die ganze Zeit über gedanke, seine Freunde Deschamps zu besuchen. Die Ent- vielleicht war es das letzte Nachzittern des Schmerzes, der wesen ist, da, dicht bei Amboise, im Departement Indreverrieth eine verhaltene Beivegung, et- Loire mit der Hauptstadt Tours, nicht wahr, Mütterchen?" fernnung war ja nur gering. Aber weshalb legte er den ihn erschüttert hatte Weg so eilig zurück? Warum klopfte sein Herz so start, so daß Johanna sich nur noch mehr in sich selbst zurückzog. Und sie zeigt ihm auf ihrer Landkarte einen großen rothen als er an der Thür die Klingel zog? Es wurde ge- Sie antwortete ebenso bewegt, daß sie wenig gethan hätte, Punkt:" Siehst Du, Freund André, den hat Mütterchen daß sie gern mehr für Fräulein Germaine thun würde, gemacht. Wir haben Dich nicht vergessen, gelt! Alle öffnet. haben wir von Dir gesprochen. Und Ach, Herr André," sagte eine freudig überraschte und ihre großen schwarzen Augen, die fie bis dahin nieder Abende Stimme, die Stimme Johanna's, die erröthete, als ob ihr geschlagen hatte, strahlten plöglich auf André, wie wenn Mütterchen sagte, daß Du sehr traurig wärst. Ist Und dann haben wir ein Geheimniß entschlüpft wäre, indem sie den unerwarteten die Sonne aufging und umfaßten seine Gestalt mit ihrem das wahr, fag' einmal? Besucher zum ersten Male bei seinem Vornamen nannte. holden, warmen Glanz wie mit einer Liebkosung. Darauf Deine Briefe gelesen Fräulein Germaine hat sie uns Nichts ist ansteckender wie Verlegenheit. André selbst hatte sprach André von seinem Born, feiner Traurigkeit, seiner gegeben. Damit Du es glaubst, will ich Dir sagen, daß einen Moment der echüchternheit, die seine Stimme zittern Entmuthigung beim Anblick des Schachers mit dem Gewissen, Du mich in dem einen auf beide Wangen tüßt, und daß ließ, als er die üblichen banalen Worte sprach, die einem dessen Zeuge er war, und die großen schwarzen Augen, die Du einmal Mütterchen Deine hochachtungsvollen freund nach einer langen Trennung so gezwungen vorkommen, die ihn unverwandt ansahen, strahlten oder verdüsterten sich schaftlichen Grüße" schickt. Das stand ganz unten auf dem aber doch so verschieden an Werth find, je nach dem Ton, und spiegelten treu die Empfindungen wieder, welche die Briefbogen. Ich hab' doch ein gutes Gedächtniß, gelt der sie belebt, nach den Blicken, die sie begleiten. Erzählung des jungen Mannes in Johanna erregten. Mütterchen hat ihn wenigstens acht Tage aufgehoben in Herr Deschamps war nicht zu Hause, auch Magdalene Ach, schloß er, ich habe so oft an Ihren Großvater und ihrem Kaften, Deinen Brief, und wenn ich artig war, hat sie ihn mir vorgelesen nicht. Sie mußten aber bald wieder kommen. André an Sie gedacht!" fonnte nichts anderes thun, als auf sie warten. Er trat Gerade in diesem Augenblick entglitt der Bleistift Willst Du wohl still sein, kleines Närrchen!" unterein. Seit dem Tage, an dem er gekommen war, um sich Johanna's feinen Fingern, die ihn nervös gedreht hatten, brach Johanna fie erröthend, während André ihr einen für Johanna's Eintreten für ihn zu bedanken, war er nie und rollte auf die Erde. Sie bückte sich, um ihn aufzuheben. dankbaren Blick zuwarf. Glücklicher Weise sprang das Geplauder der Kleinen mehr mit ihr allein gewesen. Wie hatte sich seit jenem Be- André hatte sich schon auf ihn gestürzt, für eine Sekunde fuch alles verändert! Die beiden jungen Leute hatten sich streifte sein Haar das ihre, berührte seine Hand die ihre. jetzt zu einem anderen Gegenstande über. Sie erzählte von ohne es zu wollen, fast ohne es zu wissen, einander genähert. Johanna richtete sich mit einer heftigen Bewegung wieder ihren Fortschritten im Klavierspiel, von den Stücken, die André gehörte seinen Ansichten, seinen Sympathieen nach auf, aber das Blut war ihr so plößlich und so heftig in sie spielte, von einer sehr hübschen Polta, mi do re mi, jezt mehr zum Volte. Seine Kleidung sogar hatte, obgleich die bleichen Wangen gestiegen, daß André erschrocken, ent mi sol fa mi und von den sehr langweiligen Uebungen, fie immer noch sorgfältig war, nicht mehr die raffinirte zückt und geängstigt zugleich war wie ein Mann, der im die sie machen mußte, um den abscheulichen vierten Finger Eleganz, deren Studium der ernsthafteste Beitvertreib der Hochgebirge einen schmalen Pfad wandelt, plötzlich zu seinen biegsam zu machen. vornehmen Müßiggänger ist. Johanna dagegen hatte sich Füßen den Abgrund sieht und zitternd auf einer Felsspitze Johanna hatte inzwischen Zeit gehabt, sich zu sammeln. verfeinert, sie war ihrer Art zu sprechen, ihrem Geist, ihren stehen bleibt, von der aus er eine traumhaft schöne Land- Aber es ist, als hätte ein Fieber sie erfaßt, so daß sie im Benehmen nach weiblicher geworden. Dennoch schien es schaft erblickt, die in beunruhigender Tiefe unter ihm liegt. Bimmer umherläuft, eine Menge Sachen unter dem Vorinfolge eines sonderbaren Phänomens, daß sie jetzt, Ein heftiges Klingeln an der Thür ließ sie auffahren. wand, sie zu ordnen, in die schönste Unordnung bringt und sie sich in der That näher gekommen waren, Johanna ging hin, um zu öffnen. Ein Freudenschrei, ans Fenster geht, um Luft zu schöpfen, weil es so warm im einander ferner schienen. Wo war die Lebhaftigkeit eilige Schritte, ein lebendiger kleiner Sturmwind und Bimmer sei. Dann kommt sie zurück, um wieder ein Wort ihrer Unterhaltung geblieben? Niemals vorher hatten fie Magdalene hing auch schon am Halse ihres Freundes in die Unterhaltung zu mischen, aber sie vermeidet es dabei, fich so befangen gefühlt. Johanna beugte sich über ihren André. Sie denkt nicht daran, verlegen zu sein, o nein! André's Augen zu begegnen, gerade als ob sie sich vor ihm Arbeitstisch und spielte mechanisch mit einem Bleistift. Sie hat ja auch so viel zu erzählen, daß die Worte garnicht fürchte, oder vor sich selbst schäme.( Fortsetzung folgt.) 100 daß dies nicht der Fall ist. Und darum halten wir unsere Beschuldigung aufrecht, daß Herr Lange zweierlei Recht geübt, eins gegen gewöhnliche Bürger und ein anderes gegen Oberregierungsräthe; ob Herr Schneider diese Beschuldigung frivol" und eine Schmach" nennt, läßt uns völlig kalt. Zur Zeit, als Herr Lange den berühmten Brief„ ohne Kenntniß des Inhalts" unterzeichnete, erfolgten auch die sogenannten Verwarnungen" noch durch die Schuhleute und es steht für uns außer allem Zweifel, daß der betr. Schuhmann, ehe er zur Anzeige schritt, mehrfach irgend einen Angestellten des Herrn v. Tschoppe auf die gesetzwidrige Maulfreiheit des oberregierungsräthlichen Köters aufmerksam gemacht und erst als dies nichts fruchtete, Anzeige erstattet hat. Im übrigen tlagt der sonst so klageLuftige Magistrat nicht, dieweil ihm die Geschichte gar zu figlig ist. Die um Stephan. Das Stöcker'sche„ Volk" druckt den von uns mitgetheilten Griesbach'schen Erlaß sammt unserer Kritik dieser bemerkenswerthen Urkunde ab und bemerkt aus Eigenem:„ Wir sind gewiß der Ansicht, daß jedermann, und in erster Linie der Beamte, seine Pflichten zu erfüllen hat. Ist es den Postbeamten verboten, Geschenke anzunehmen, so muß auf die Beobachtung dieses Verbots gehalten werden. Eine andere Frage ist es, ob ein derartiges Verbot gerechtfertigt ist. Unter den jetzigen Verhältnissen meinen wir: nein. Die Postunterbeamten find derartig jämmerlich gestellt, daß man es ihnen nicht verwehren darf, ihr fümmerliches Einkommen durch die Annahme von Geschenken zu vergrößern. Erst wenn die Reichs Postverwaltung ihre Pflicht gethan und für ihre Beamten einigermaßen ausreichende Gehalte durchgesetzt haben wird, hat sie das moralische Recht erworben, mit so scharfen Erlassen vorzugehen." V Ein angeblicher Brief des Böckelianers Werner an unsere Parteigenossen im Wahlkreise Rinteln wird von der Schaumb. 3tg." veröffentlicht. Er lautet: Verhandelt Berlin, den 27. Juli 1893. Es erscheint der Stadtverordnete Herr Borgmann, Oberbergerstr. 6 wohnhaft, und erklärt: Bei Einsicht der ausliegenden Gemeindewählerliste habe ich gefunden, daß mein Name in derselben nicht verzeichnet steht. Nach mir im Wahlbureau gemachter Mittheilung foll ich pro 1893/94 steuerfrei veranlagt sein und aus diesem Grunde mein Wahlrecht verlieren. Jch protestire hiermit gegen die Aufstellung der Gemeindewählerliste, weil nach meinem Dafürhalten meine Steuereinschätzung als noch nicht für erledigt zu betrachten und mein Einkommen niemals als steuerfrei angesehen werden kann. D. g. น. H. Borgmann. D. ID. Saffe. 0. beschloß, in feiner Weise den Streifern nachzugeben und aus- 1 Gegen die Richtigkeit der Gemeinde- Wählerliste ist nun zuharren, bis die Lohnherabsehung von denselben afzeptirt innerhalb der vorgeschriebenen Frist eine Einwendung er worden wäre. Die meisten Redner sprachen die Ansicht aus, hoben worden, worüber folgendes der Magistratsvorlage beidaß der Streik bis Anfang September dauern werde, wo die gefügte Protokoll Aufschluß giebt: Kasse des Gewerkvereins erschöpft sein würde. Dann würden wohl die meisten Bergleute auf Wiederaufnahme der Arbeit bringen.(?)- Mittlerweile macht sich der Streit beim Güterverkehr der Midland Bahn in starker Weise fühlbar. Fast drei Viertel aller Kohlen der Binnengrafschaften werden auf der Midland- Bahn nach London befördert. Dieser Transport ruht gänzlich und infolge dessen sind eine Menge Lokomotivführer, Heizer und andere Angestellte entlassen worden. In SüdWales nimmt die Krisis wieder ein bedenkliches Aussehen an. In Cardiff steigen die Kohlenpreise fortwährend, aber die gezahlten Preise der einzelnen Sorten find so verschieden, daß es schwer hält, zu sagen, welches eigentlich die geltenden Preise sind. Für Maschinenkohlen sind schon 17 Shillinge die Tonne bezahlt worden. Die Leiter des Vereins der Bergleute von Northumberland haben ein zweites Manifest erlassen zur Begründung des Rathes, sich nicht dem Streit anzuschließen. Das Manifest hebt hervor, daß in Northumberland die Löhne zur Zeit um 10 pet. höher sind, als sie nach der Lohnstala von 1883 sein würden. Falls die Forderung auf eine Lohnerhöhung von Bur Sache selbst bemerkt in seiner Vorlage der Magistrat, 16/4 pet. gestellt werden würde, so würde wahrscheinlich nichts daß die Eintragung deshalb unterblieben ist, weil für 1893/94 anderes als eine Lohnerniedrigung schließlich daraus hervor- das für die Veranlagung in Betracht kommende Einkommen des gehen. Die Bergleute von Bagilt und Buckley in Flint- Genannten auf 650 M. fich berechnete.(§5 der Städte- Ordnung knüpft shire sind in Schrecken gerathen wegen der massenweisen das Bürgerrecht, d.h. das Recht zur Theilnahme an den Wahlen und Invasion von streitenden Bergleuten von Denbigshire. Seit Die Befähigung zur Uebernahme unbesoldeter Aemter in Dienstag wagt niemand mehr in die Grube zu fahren, weil der Gemeindeverwaltung und zur Gemeindevertretung jeder Gewaltthätigkeiten seitens der Streifer befürchtet.(?) Die an einem Staatseinkommen Steuerbetrag von mindestens Bergleute von Kilwinnong in Ayrshire( Schottland) haben 4 Thalern= 12 M. Dieser Minimalbetrag wird erst bei einem die Lohnsteigerung von 6 Shilling täglich angenommen, wollen Einkommen von 1200 m. bis 1850 m. erhoben.) Die infolge aber einstweilen nur vier Tage per Woche jarbeiten. Einer der Einwendung angestellten Ermittelungen haben ergeben, daß der Führer der Streifer, der Parlamentsabgeordnete der Steuer- Deputation II die Nichtveranlagung des Hutmachers Woods, prophezeite gestern in Leigh in Lancashire ein Borgmann für 1893/94 um beswillen aufgefallen war, da dieser baldiges Ende des Ausstandes, da große Uneinigkeit unter den für 1892/93 mit 12 Mark zur Gemeinde Einkommensteuer Grubenbesitzern herrsche. Für die Zukunft aber gab er seinen veranlagt gewesen; die Voreinschäßungs- Kommission sei zu Hörern den Rath, es nie dazu kommen zu lassen, daß bedeutende einer erneuten Aeußerung aufgefordert worden, und dies Kohlenvorräthe angehäuft werden könnten. Die allgemeine habe zu einer nachträglichen Veranlagung zum Steuerfaße Stimmung geht dahin, daß die Bergwerksbefizer dazu über- des Vorjahres geführt, mit welchem Sage dann der Reklamant gehen dürften, wenigstens für Schottland die Lohnerhöhung durch die Nachtragsliste in Zugang gestellt worden sei. Diese von 1 Sh. pro Tag zu gewähren, um eine weitere Ausdehnung Nachtragsliste sei aber erst nach dem 15. Juli beim Mades Streits zu verhüten. Die Bergarbeiter von Ardwick giftrat eingegangen. ( Lancaster) haben die Arbeit wieder aufgenommen, nachdem ihnen die Bergwerksbesitzer die geforderte Lohnerhöhung bewilligt hatten. B Sehr geehrter Herr!" Auf Ihre gefällige Zuschrift vom 8. d. M. erwidere ich ergebenst, daß ich für Ihre gestellten Die Einwendung des Stadtv. Borgmann hat zunächst bem Forderungen: 1. Reine Erhöhung der Friedenspräsenzstärke in der letzten Sigung vor den Ferien auch mit der Vorprüfung auf Kosten der unteren Volksklassen, 2. teine Belastung von etwaiger derartiger Einsprüche betrauten Wahlprüfungsausschuß Lebensmitteln für die unteren Volksmassen, 3. keinerlei Ginvorgelegen. Der Magistrat hat im Ausschusse noch erklären schränkung des Wahlrechts voll und ganz eintreten werde. In Chicago, wo die Weltausstellung unermeßliche lassen, daß der letzte Beschluß der Voreinschätzungs- Kommission Ich halte dieselben, als im wesentlichen in unserem Programm Schäße aufgestapelt hat, wo sich die Großbürger beider vom 14. Juli datirt, also noch vor dem Zeitpunkte der Auslegung enthalten, für vollkommen berechtigt. Bei diesbezüglichen An- Welten ein Stelldichein geben, geht der schwarze Hunger der Wählerlifte gefaßt worden ist, beim Magistrat aber erst am trägen werde ich gegen dieselben stimmen. Herrn Garbe habe um. In einer Rede, die Bürgermeister Harrison beim 21. Juli einging. Das fteuerpflichtige Einkommen Borgmann's ich Mittheilung von Vorstehendem gemacht und denselben ge- Empfange der verschiedenen Staatsmilizen hielt, erwähnte ist jetzt auf 1600 M. angenommen, man habe aber auf grund der Parteigenoffen darauf hinwirken zu wollen, daß sie Mann für er, daß die Zahl der Arbeitslosen von Chicago des Bensiten unter 14 Jahren je 50, im ganzen 350 M. in AbMann für meine Wahl eintreten. 2500 Stimmzettel gehen 200 000 betrage und daß, wenn der Kongreß nicht mit rechnung gebracht, so daß B. bei 1250 M. Einkommen mit 12 M. soeben per Postpacket an Sie ab. Für Ihre Bemühung im Geldmitteln zu Hilfe käme, der Ausbruch von Unruhen heranzuziehen war. Voraus besten Dank. Hochachtungsvoll Werner." unvermeidlich sei. Die beste aller Welten, wo die Erzeuger des Neichthums zu Grunde gehen.. beten, das nöthige zu veranlassen. Ich ersuche Sie, bei Ihren Unsere Genossen haben offenbar, wenn der Brief echt ist, bei Werner angefragt, wie er sich zu den bekannten drei Punkten stelle. Daß sie dem militärfrommen Stimmenjäger Werner, der in so kläglicher Weise sich um den Kern der Fragen herumbrückt, ihre Stimmen nicht gegeben haben, ganz abgesehen von der öden Antisemiterei des BöckelKnaben, versteht sich von selbst. Parteinachrichten. Der Ausschuß, von dessen 10 Mitgliedern 4 fehlten, durch 3 Stellvertreter aber nahezu ersetzt wurden, hat angesichts dieser thatsächlichen Verhältnisse die Einwendung als begründet anerkannt und empfiehlt der Versammlung einstimmig: ben Hutmacher und Stadtverordneten Borgmann in die Gemeinde- Wählerliste nachträglich aufzunehmen. Die Sigung wird nach 51/ a Uhr von dem Stellvertreter des Vorstehers Stadtv. Dr. Meyer II in Anwesenheit von 32 MitVersamminng zu einem etwas späten Termin erfolgt ist, Um 6 Uhr erklärte der Vorsitzende, da die Zahl der Anwesenden sich inzwischen nicht vermehrt hat, die Sißung für geschlossen. leber die Nachwahl in Hamburg, die am 17. Augustgliedern eröffnet. Derselbe weist darauf hin, daß die Berufung Sind wir die Büttel des Zarismus? Die Ver- stattfindet, wird uns geschrieben: Raum eine Woche trennt uns weil das betr. Material vom Magistrat nicht, wie früher, haftung eines russischen Deserteurs durch preus noch von dem Tage, an welchem hier im ersten Wahlkreise an bereits am 1., sondern erst am 4. August eingegangen ist. Da Bische Militärpersonen wird der Berliner Presse" aus Stelle Bebels eine Neuwahl zum Reichstage vorgenommen werden die Versammlung aber in ungewöhnlich hohem Grade beschlußThorn berichtet. In der Nähe der Thorner Festungs- foll. Von einer eigentlichen Wahlbewegung" ist hier nicht sehr viel unfähig sei( zur Beschlußfähigkeit gehören 64 Mitglieder), forts sei ein russischer Soldat, der aus seiner Garnison Bis heute hat der Kandidat der sozialdemokratischen Partei, zulässigen Termine, eine zweite Sigung zur Erledigung zu spüren. Am rührigiten ist freilich wie immer unsere Partei. so werde am Dienstag, den 15. August, dem spätesten Blod entwichen war, durch Militärpersonen verhaftet und Hermann Moltenbuhr, schon sieben große Versammlungen welche ohne Rück von der Kommandantur dem Landrath übergeben worden. in den verschiedenen Bezirken feines Wahlkreises abgehalten. Die besselben Gegenstandes stattfinden, Der Landrath habe den armen Teufel sofort an die Antisemiten mit ihrem Kandidaten Ra ab an der Spitze, fuchten sicht auf die Zahl der Erschienenen beschlußfähig sei. russischen Behörden in Leiwitsch ausliefern lassen. freilich zu verschiedenen Malen diese Versammlungen durch ihr schäftlichen Mittheilungen. Hiernach macht der Vorsitzende noch eine Reihe von geMit welchem Recht Militärpersonen Ausländer ver- Geheil" und ihre bekannten„ Hochs" zu stören, doch drangen fie haften, ist uns unerfindlich, und noch weniger erklärlich ist damit nicht durch und mußten kläglich abziehen. So auch kürzlich es, wie der Landrath dazu kommen fonnte, ohne weiteres in der großen Versammlung in der Barmbefer Bierhalle"( früher die Auslieferung eines Deserteurs an die russischen Behörden ihren Haupttrumpf, wie es scheint, für nächsten Mittwoch, dem Marienthaler") auf dem Pferdemarkte. Die Antisemiten haben zu veranlassen. Die russischen Militärpersonen unterstehen Vorabend des Wahltages, aufgespart. Dann wird ihr großer doch nicht der deutschen Militärgerichtsbarkeit, so daß die Liebermann erscheinen und eine seiner bekannten Baufen deutschen Militärbehörden gegen sie ohne weiteres polizei halten. Auch Ahl wardt ist angesagt, wahrscheinlich aber nur liche Befugnisse geltend machen können. Müssen Bäter zu einer Privatvorstellung. Der bürgerliche Mischmasch mit chen", mit dem wir doch im Zollfriege leben, denn immer ihrem Kandidaten F. Laeisz macht sich nach außen hin wenig und wieder solche kulturwidrigen Gefälligkeiten erwiesen bemerkbar, eine öffentliche Wählerversammlung hat er noch nicht abgehalten, jedoch schon Flugblätter und Stimmzettel vertheilen lassen. Am Wahltage wird die Börsenpartei, Freisiun und Liberale vereint, jedenfalls in ihrer Weise unerhörte" Anleistet ihre Presse und leisten ihre Flugblätter schon jetzt das strengungen machen, an Schimpfen auf die Sozialdemokratie möglichste; ob jedoch dadurch für den Kandidaten Laeisz irgend wie nennbare Erfolge erzielt werden, ist sehr zu bezweifeln. Hoffentlich geht unser Hermann Molfenbuhr aus der Wahl glatt als Sieger hervor. werden? " Kommunales. Das österreichische Kriegsministerium hat an die Korps, Divisions und Brigade- Kommandanten einen Befehl erlassen, wonach Mißhandlungen der Sol daten in jedem einzelnen Falle ,,, selbst wenn die Schuldtragenden nur Unteroffiziere sind", an das Kriegs ministerium zu berichten seien. Wie es scheint, ist diese Verfügung durch eine auffallende Erzählung von einer Soldaten- Mißhandlung veranlaßt worden, die das Budapester Neue Politische Voltsblatt" veröffentlicht und zu der unser Bruderblatt, die Wiener ArbeiterZeitung" einige Einzelheiten hinzugefügt hat. Ein ge wiffer Jakob Ellenberger, in Wien geboren, aber nach Ungarn zuständig, ist hiernach zu dem achten Honved- InStadtverordneten- Versammlung. fanterieregiment nach Lugos assentirt und dort, weil er die Außerordentliche Gigung vom Sonnabend, ungarische Dienstsprache nicht zu erlernen vermochte, auf den 12. August 1893, Nachmittags 5½ Uhr. alle Art gequält worden. So erhielt er sechs Stunden Die Ruhepause, welche die Versammlung für ihre BerhandEisen auf die bloße Anzeige des Rorporals, daß er nicht lungen alljährlich im Sommer eintreten läßt und welche feit lernen wolle. Krepire, elende Bestie," ich werde Dir die langem regelmäßig die Monate Juli und August umfaßt, wird Nase bis zur Wurzel ausreißen," solche Worte mußte er in diesem Jahre durch die heutige außerordentliche Sigung unterMaßgebend für die Einberufung derselben ist die täglich hören. Sein Feldwebel hat ihm unter anderm be- Städte- Ordnung für die sechs östlichen Provinzen der fohlen, einen Purzelbaum über vier Mann hinwegzuschlagen, preußischen Monarchie vom 30. Mai 1853, Dieses Gesetz und da er dies nicht vermochte, ist er über diesen lebenden respektirt nämlich keineswegs die Ferien, welche sich die BerSpringbock hinübergeworfen worden und blutig und zer liner Stadtverordneten Versammlung zu bewilligen pflegt, schlagen liegen geblieben. Schließlich ist der Mann desertirt, bestimmt vielmehr im§ 20 ausdrücklich folgendes: aber der Hunger hat ihn in die Kaserne zurückgetrieben, Vom 1. bis 15. Juli schreitet der Magistrat zur Berichtigung und dann ist er im Spitale gestorben. Der Vater des der Liste( d. h. der von ihm nach§ 19 zu führenden Siste der Ellenberger ist nach Lugos gereist, ist aber eben zum Be- ftinmfähigen Bürger). gräbniß zurechtgekommen; nähere Auskünfte über den Tod feines Sohnes hat ihm die Spitalverwaltung verweigert. Dieser Fall erläutert die kürzlich von uns mitgetheilten Selbstmordziffern im österreichischen Heere; er zeigt, daß die Soldatenmißhandlungen eine internationale Erscheinung des Militarismus sind. brochen. mehreren zu öffentlicher Kenntniß gebrachten Lokalen in der StadtBom 15. bis zum 30. Juli wird die Liste in einem oder gemeinde offen gelegt. Während dieser Zeit kann jedes Mitglied der Stadtgemeinde gegen die Richtigkeit der Liste bei dem Magistrat Ginwendungen erheben. Die Stadtverordneten Bersammlung hat darüber bis zum 15. Auguft zu beschließen; der Beschluß bedarf der Zustimmung des Magistrats. Briefkaffen der Redaktion. Thüringer. Kommen Sie Sonntag, den 27. August, Vor. mittags zu mir. Kuoffla. Wenden Sie sich mit Ihrem Gesuch an den Holzarbeiterverband, Wallstr. 7/8, Arbeitsnachweis. H. G. 19. Die Herrschaft" kann den Miethsthaler vom Lohne in Abzug bringen. Für eine richterliche Entscheidung ist es übrigens gleichgiltig, ob J. E. Der betreffende Kontrakt bedarf einen Stempel. ein Vertrag gestempelt ist oder nicht; die Parteien würden event. eine Stempelstrafe zu zahlen haben. A. B. Sie scheinen den Vorwärts" sehr schlecht oder vielleicht gar nicht zu lesen, denn sonst würden Sie eine Frage, die Sie sich selbst mit" Ja" beantworten können, gar nicht stellen. U. Wir sind der Ansicht, daß Schneider" bezahlt werden muß. Nr. 13. Machen Sie doch ein Testament, wonach die überlebende Ghehälfte alles erbt. Das Testament ist beim Amtsgericht I zu hinterlegen. G. K. Wenden Sie sich an die Steuer- und EinquartirungsDeputation des hiesigen Magistrats. " K. M. M. Wir haben wiederholt darauf hingewiesen, daß die Freimauerei" nichts weiter als Mumpig" macht. 3. S. D. Derartige Fälle sollen aus eigener Erfahrung wissen wir es freilich nicht öfter vorkommen, nur ist es nicht hübsch von Ihnen, deswegen Slatfchereien zu machen. Wenn Sie verklagt werden, dann sind Sie einer Verurtheilung sicher; wir glauben aber, daß das beleidigte Brautpaar von einer Klage Abstand nehmen wird. Saa. J. 2. 101. Berlin hat fünf katholische und eine griechisch- katholische Kirche nebst zwei fatholischen Kapellen. Abonnent. Wenden Sie sich an die Redaktion des Holzarbeiters", Hamburg, Bismarckstr. 10. C. D. Der Wirth braucht Sie nicht vom Kontrakte zu ent binden: Sie würden gut thun, wenn Sie sich mit Ihrem Wirth in Freundschaft auseinanderseiten. F. F. in G. Wir können uns auf eine briefliche Auseinandersehung unmöglich einlassen. Wenn Sie einen Lese- und Diskutirklub gründen, dann müssen Sie denselben bei der dortigen Ortspolizei anmelden. Die Namen der Mitglieder sind anzugeben. Das gewünschte Berzeichniß wird Ihnen unsere Buch handlung zusenden. Nr. 100. Sie haften für den Schaden, da das Kind die Der englische Grubenarbeiter Ausstand. Die nöthige Aufsicht nicht gehabt hat. Kohlengruber- Besitzer von Airdrie und Slamannan( Schott die Zustimmung versagt, diefer gemäß§ 36 der Versammlung Pfändung nicht berechtigt. Weiter ist im§ 20 noch bestimmt, daß, falls der Magistrat H. W., Prinzen- Allee. Sie sind zu einer eigenmächtigen land) beschlossen, den Bergarbeitern die verlangte Lohn- die Gründe der Bersagung mitzutheilen hat und daß, wenn auch erhöhung von 1 Shilling täglich zu bewilligen. Die Gruben darauf keine Verständigung erfolgt, die Entscheidung der Regie- führen, nothwendig ist eine solche nicht. C. 100. Es ist gut, wenn Sie eine Legitimation bei sich -Eine Steuerquittung besitzer von Lanarkshire, der bekannten schottischen Graf- rung einzuholen ist, daß aber in allen andern Fällen dem Ur- dürfte event. nicht genügen. schaft, werden wahrscheinlich diesem Vorgehen folgen. Eine heber der Ginwendung binnen zehn Tagen der Rekurs gegen den O. S. Badstr. Ohne Beistand eines Rechtsanwalts werden tendenziös gefärbte bürgerliche Zeitungskorrespondenz Beschluß der Versammlung an die Regierung zufteht, die binnen Sie nichts ausrichten können. Wir rathen Ihnen, sich mit einem meldet unter dem 11. August: 4 Wochen endgiltig entscheidet.( Diese letzteren Vorschriften solchen in Verbindung zu sehen. Die Zehnpfennigmarke halten Eine große Anzahl Roblengruben Besizer der Binnen find durch§ 10 des Kompetenzgesetzes von 1883 modifizirt wir zu Ihrer Verfügung, da wir einen brieflichen Bescheid nicht grafschaften hielt ein Versammlung in Birmingham und worden.) geben. S Für den Inhalt der Inserate über nimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung Theater. Sonntag, den 13. August. Leffing- Theater. Das Recht zu lieben. Montag: Die Ehre. Kroll's Theater. Der Troubadour. Friedrich- Wilhelmstädt. Theater. Fatiniza. Montag: Dieselbe Vorstellung. Viktoria Theater. Frau Venus. Montag: Dieselbe Vorstellung. Alexanderplatz Theater. Damenbad. Das Montag: Dieselbe Vorstellung. National Theater. Lehmann auf der Weltausstellung in Chicago. Montag: Dieselbe Vorstellung. Apollo Theater. Spezialitäten Borstellung. Königl. italienischer Circus Ernesto Ciniselli. Stadtbahn- Station: Zoolog. Garten. Hente, Sonntag, den 13. Auguß: 2 Gr. Extra- Borstellungen 2 um 4 und 8 Uhr Abends. Frau J. Daniel. 1413b Die herzlichsten Glückwünsche zu Ihrem heutigen Wiegenfeste sendet W. L. Todes- Anzeige. Am 11. Auguft starb unsere brave Genossin Frau Auguste Görlich, In beiden Vorstellungen Auftreten im Alter von 29 Jahren an der Progeb. Bockmantel, der vorzüglichsten Kunstreiter, Runst- letarier- Rrankheit. reiterinnen, sowie Spezialitäten aller- findet am Montag, den 14. August, in Die Beerdigung ersten Rangs. dorf, Kreis Waldenburg i./Schl., statt. ihrem Heimathsorte, Ober Wüste- Giers Zu der Nachmittags- Vorstellung hat jeder Erwachsene das Recht, ein Kind unter 10 Jahren frei einzuführen. Um 8 Uhr Abends: Zum 4. Male: Griechisch- römischer Ringkampf zwischen dem Meisterschaftsringer von Deutschland Heinrich Eberle und dem Preisringkämpfer Hr. Petri. Prämie 300 Mart. Bum 7. Male: Die irische Bank, Sprungszene, offene Konkurrenz. Prämie 500 Mart. Bum 37. Male: Kaufmann's Variété. Spezialitäten Die Erschaffung des Weibes Vorstellung. National- Theater. Große Frankfurterstraße 132. Doppelvorstellung zu einf. Preisen. Gastspiel des Fräul. Mally Reich. Sensationelle Novität! Lehmann auf der Weltausstellung in Chicago. Große Ausstattungsposse mit Gesang und Tanz in 5 Aufzügen von Eugen Prudens. Kouplets v. Linderer. Musik von Adolph Wiedecke. Regie: Mar Samst. Vorher: Becker's Geschichte. Liederspiel in 1 Att von E. Jacobsohn. Regie: Max Samst. Raffenöffnung 3 Uhr. Anfang der Abend- Vorstellung 72 Uhr. Im Garten auf der Sommerbühne: Novität: Wirkliches Wasser! Wirklicher Regen! Berlin unter Wasser oder: ,, Kneipp's Wafferkur". Posse mit Gesang und Tanz in 2 Akten von Mytius. Regie: Hugo Hummel. Vorher: Chansonetten- Liebe. Bosse mit Gesang in 1 Att von Eugen Prudens. Regie: Frig Schäfer. Vor, nach und zwischen den Possen: Auftreten von Spezialitäten 1. Ranges. Montag: Lehmann auf der Weltausstellung. Castan's Panopticum. Riesen- SchlangenFamilie oder: Das Weib im Laufe der Jahrhunderte. Gr. Ausstattungspantomime mit Ballet. Ernesto Ciniselli, Direktor. Hippodrom unter Wasser. BERLINER HIPPODROM Am Kurfürstendamm. 2 Min. von Station Zoolog. Garten. 9 Gr. Extra- Vorstellungen 2 Nachmittags 5 Uhr und Abends 8 Uhr. Jeder Erwachsene hat das Recht zur Nachmittags- Vorstellung zwei Kinder und zur Abendvorstellung ein kind frei einzuführen. Reichhaltige Programms. Abends! Zum Schluß: Am Strande von Ostende. Gr. Wasser- Pantomime in 12 Bildern. Susanne im Bade. Jllumination des Bade- Hotel's. Großes Feuerwerk. Im prachtvollen Park von 4 Uhr an Concert. Anfang der Vorstellung 8 Uhr. Abends: Feenhafte Beleuchtung des Parks. Preise der Plätze 4, 3, 2, 1, 0,50 M. ratweil' sche Bierhallen G Kommandantenstr.77-79. Täglich von 5 Uhr ab: Grosses Frei- Concert. Soiréen der Leipziger Sänger vom Krystall- Palast. Anf. Wochent. 71/2 Uhr. Entree 15 Pf., refervirt 25 Pf. Anf. Sonntags 6 Uhr. Entree 30 Pf., reservirt 50 Pf. Anerkannt gute Küche. Säle für Festlichkeiten u. Versamml. aus Carl Hagenbeck's Thierpart. Programm unentgeltlich. Carl Koch. Ohne Extra- Entree. PassageMorit Moritz Play. Etablissement Play. Buggenhagen. Bla Panopticum. Frühtücks- u. Mittagstisch. Täglich: Gr. Garten- Konzert. Gr. Grösstes Schau- u.VergnügungsEtablissement der Welt. Entree 50 Pf. Kaufmann's Variété Stadtbahn- Station Alexanderplatz. Sonntag, den 13. Auguft: Grosses Garten- Konzert u. Spezialitäten- Vorstellung. Bei ungünstigem Wetter im Saal. Anfang 5 Uhr. Entree 30 Pf. 1388b A. Zimmermann. Moabiter Gesellschaftshaus. Alt Moabit 80 u. 81. Täglich: Theater- und Spezialitäten Vorstellung sowie Concert. Anfang 4 Uhr. Entree 30 Pf., refervirter Platz 50 Pf. 4127L* Helmuth Peters, Weimann's Volksgarten. 1389b] Dienstag, d. 15. August: Köhler's Benefiz. Löther als Gaft. Spezial- Ausschank von Patenhofer Lagerbier, hell und dunkel. Bei ungünstiger Witterung findet das Konzert in den unteren Restaurationsräumen statt. Entree Wochent. 10 Pf. Sonnt. 25 Pf. Säle für Versammlungen, Kommerse, Festlichkeiten 2c. SchweizerGarten. Am Königsthor. Haltestelle der Ringbahn. Heute, sowie täglich: Extra- Vorstellung mit neuen Spezialitäten. Garreton- Troupe. Familie Grunatho. Emmy Bender. Max Grabow u. f. w. Boltsbeluftigungen aller Art. Täglich: Grosser Ball. Entree 30 Pf. Fortuna- Säle 3. Straußberger- Straße 3. Jeden Sonntag: Grosser Ball. Th. Boltz' Festsäle, Seben Donnerstag: Große Gesell( vorm. G. Feuerstein) schaftsstunde. Alte Jakobstrasse No. 75.[ 727b Empfehle meine Säle zu allen PrivatGr. u. kl. Säle z. all. Festlichkeiten Festlichkeiten und Versammmlungen; u. Versammlungen. Coulante Bed. auch sind einige schöne Vereinszimmer Teleph.- Anschl. Amt I 1082. zu haben. 3670L* Unermüdlich kämpfte sie zur Zeit des Sozialisten gesetzes für unsere Partei. Unauslöschlich wird ihr Andenken bei den Genossen des 4. Berliner Reichstagswahlkreises weiterleben. 377/5 Die Vertrauensperson d. 4. Berliner Reichstagswahlkreises S.O. W. Erbe. Allen lieben Freunden, Verwandten und Kollegen, die meinen lieben Vater, den Maschinenbauer Franz Kruse, Th. Keller's Hofjäger, Hasenhaide, BergmannstrassenEcke. 60/5 Hente, Sonntag, den 13. August 1893: Gr. Garten- Konzert. Im großen Ball. Saale: Marionetten- Theater. Volksbeluftigungen. Anfang 4 Uhr. Entree 15 Pf., im Vorverkauf 10 Pf. A. Froelich. Mittwoch, 16. August: Großes Erntefest, Feftzug, Gratis- Berloosung. Donnerstag, 17. August: Großes Militär- Extra- Konzert( 5. Jäger, Hirschberg). Bergschloss- Brauerei. Neue Welt. Hasenhaide. Von 4 Uhr ab: Heute, Sonntag: Finsterbusch- Konzert. Feuerwerk. Ball. Blondin- Ponchery, Gebr. Schwarz, die besten Thurmfeilläufer, Parodisten, sowie Auftreten sämmtlicher Artisten, Bolksbeluftigungen aller Art. Eintritt 25 Pf. Billets vorher 20 Pf. 1883b Mittwoch, den 16. August: Kinder- Ernte Dankfest. Heute, Schloß Zum Sternecker.tag Weißensee. 1. zur letzten Ruhestätte begleitet haben, Gr. Gala- Abschieds- und Benefiz- Vorstellung 2. Auftreten 7 Uhr, meinen innigsten Dank. K. Kruse. FRIEDRICHSH ICHSHAIN AktienBrauerei Friedrichshain am Königsthor. Heute Sonntag: Grosses Instrumentalund Vokalkonzert. Anjang 4 Uhr. Eintritt 30 Pf. Kinder frei. Programm unentgeltlich. Dienstag: Letztes Concert der 5. Jäger. Eintritt 10 Pf., Kinder frei. Programm unentgeltlich. 4683L Jeden Freitag: Militär- Frei- Konzert. 10 " der Thurmseil Gebr. Niagara mit d. boxenden Künstler Känguruh. Gr. Konzert. See- Theater. Bal champêtre. Im Trianon- Park: Täglich großes Volksfest bei freiem Entree. Entree 30 Pf., vorher 25 Pf. Anfang 4 Uhr. 1390b Montag, d. 14. August: Gr. Sommerfest des deutschen Rancherbundes. Weimann's Volksgarten, Badstrasse 56. Gesundbrunnen. Pankstrasse 25. Heute, Sonntag, von 4 Uhr ab, Entree 25 Pf.: Neu! Clown Harris, Alfteri Konzert. Ball. Spezialitäten. Neu aferi. Sohn. Fräulein Leopold, Soubrette. Otto Köhler, Volkshumorist. Neu: Die Reise nach Jerusalem auf 3 Eseln, Morco Trio. Montag: II. Sommerfest der Schuhmacher- Innung. Dienstag: Köhler.Benefiz. Mittwoch: Erntedankfest. Donnerstag: Landwehrverein. Sonnabend: Rothenburger Sterbekasse. 1384b Max Weimann. Ostbahn- Park Gründer's Festsäle am Bütriner Plat. ( früher Mundt) Köpenickerstrasse 100. Un größere Vereine gebe auch Sonnabends meinen größten Saal für Bälle ab. NB. Meine 5 Vereins- Säle von 50 bis 200 Personen halte ich Vereinen, Gesell schaften 2c. bestens empfohlen. 4131L Hermann Jmbs. Am Küftriner Play. 71, Rüdersdorferstr. 71, am Ostbahnhof. Konzert, Theater- und Täglich: Spezialitäten Vorstellung. Neu und sensationell! Little Alfons, der phänomenale Lawinensturzkünstler. The Moras, mufital. Excentriques, 1 Dame, 1 Herr. Troupe Metzetti, Parterre- Afrobaten, 2 Herren, 2 Knaben, 1 Mädchen. Emmy und Reinhold Hintsche, Gesangs- und Charakter- Duettisten 2c. Volksbelustigungen jeder Art. 4 Kegelbahnen zur Verfügung. Victoria- Brauerei, üowstraße Kaffee- Küche geöffnet an Wochentagen von 2-6 Uhr, Sonntags v. 2-5 Uhr -112. Garten resp. Saal Täglich ( außer Sonnabends) Treptow. Restaurant„ Zum Karpfenteich" Jeden Sonntag: Stettiner Sänger Gr. Konzert u. Spezialitäten- Vorſtellung. Auftr. d. ber. Boltshumor. Stets wechselndes Programm. Anfang Sonnt. 7 Uhr, Wochent 8 Uhr. Herrn Fritz Sydow, fowie fämmtl. Spezialitäten 1. Ranges. Entree fret. Treptow Hermann Otto. Restaurant W. Jacob Köpnicker Landstr., a. d. Verbindungsb. Ex Ausschank der Berliner Bockbrauerei. E Entre e 50 Pf. ff. Sagerbier 0,4 Lit. 15 Pf., Münchener 0,4 Lit. 20 Pf. 6 Kegelbahn. Kaffeeküche Vorverkauf Billets Sonntags keine Giltigkeit. Concertpark Victoria Frankfurter Allee 72. Sonntag, den 13. August 1893: Grosses Concert u. Specialitäten- Vorstellung. Grand Production d. Mr. Niccolini mit seinem 10jähr. Sohne auf dem 100 Fuß hohen Thurmseil. Kaffeeküche. 4/10 Liter Bier 15 Pf. Weißbier. Anfang 3 Uhr. 1385b Fritz Rosche. Albrecht's Ball- Saal Memelerstrasse 67. Empfiehlt seinen Saal, 400 Pers. fassend, zu allen Festlichkeiten. BerTreptow. Kümpel's Restaurant zum , Park- Schloss" 59 Grösster Garten. 11 Kegelbahnen. Tanz. Volksbelustigungen aller Art. Jeden Sonntag: Konzert. NB. Der neuerbaute Saal, 1000 Personen affend, ist zu Festlichkeiten zc. an Vereine und Gesellschaften zu vergeben. Treptow. Parkstraße. Jm Spiegel- Saal: Sonntags St Bade's Volksgarten. und Montags: Gr. Konzert und Spezialitäten- Vorstellung. Großer Ball. Boltsbeluftigungen aller Art. Anfang 4 Uhr. Kaffeeküche von 2 Uhr ab geöffnet. Entree frei. Schönholz. Park- Restaurant( A. Bagandt). Grosser schattiger Garten. 4582L* Pariser Tanzplatz. Volksbelustigungen aller Art. Kegelbahnen. Kaffeeküche. Nieder- Schönhausen. ſchiedene Sonnabende noch frei. 4605 Elysium, Lindenstr. 25. Schattiger Garten. Kaffeeküche. Kegelbahn. Jm großen Saale: Tanz. „ DER FRIEDRICHSHOF" Die alleinige Leitung meiner Restaurants und Fettsäle " Der Friedrichshof" ist von heute ab dem Großherzoglich Mecklenburgischen HofTraiteur Herrn Gustav Brunfaut und Herrn Fritz Emberg übertragen. Berlin, den 12. August 1893. Wein- Grosshandlung Georg Soenderop, Friedrichstraße 41-42. 409 M Verantwortlicher Redakteur: Wilhelm Schröder in Berlin. Druck und Verlag von Maz Bading in Berlin, SW, Beuthstraße 2. Hierzu zwei Beilagen, 1. Beilage zum„, Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 189. Sonntag, den 13. August 1893. Internationaler Arbeiterkongreß gefchloffenen Broletariates. in Zürich. 10. Jahrg. des Friedens, als Demonstration des gewaltigen und einmüthig dürfe mit dem 1. Mai. Wir Desterreicher sind durch das Vers halten der Ausländer, besonders der Deutschen schwer geschädigt Bei der Abstimmung nach Nationen über die holländische worden in unserer Agitation.( Zustimmung.) Wir grollen den Resolution stimmen für dieselbe Australien, Holland, Frankreich, Deutschen nicht, wir begreifen ihr Verhalten, aber wir entNorwegen, die 14 übrigen Nationen dagegen. Bei der darauf schuldigen sie nicht. Auch in Deutschland wurden einige folgenden Abstimmung über das Amendement der Belgier, daß Stimmen für die Arbeitsruhe laut, ja ganze Orte waren die Vertreter der Arbeiter im Parlament verpflichtet sein sollen, dazu bereit, aber sie wurden durch den Beschluß des gegen jedes Kriegsbudget zu stimmen und für allgemeine Ent deutschen Parteitages daran gehindert. Um so mehr hat bewaffnung einzutreten", wird dasselbe mit großer Włajorität an- es mich gefreut, daß von deutscher Seite der Antrag auf Arbeitsgenommen. Bei der Abstimmung über die deutsche Resolution ruhe in der Kommission gestellt wurde, den wir hier bringen, einschließlich des belgischen Amendements enthalten sich Australien, und dem sich die Schweiz, Italien und England angeschlossen Amerita, Holland, Frankreich und Norwegen der Abstimmung. haben. Von nun an wird ja auch England am 1. Mai ArbeitsDie übrigen 14 Nationen stimmen für die deutsche Resolution. ruhe haben. Da ist es sehr möglich, daß dort bald eine größere Schluß der Situng. 3ürich, 11. Auguft. Schluß der Sigung vom Donnerstag Nachmittag. Nieuwenhuis: Auch in Holland ist der Kampf gegen den Militarismus mit Gefahren verbunden, wie der Prozeß weist, der gegen mich wegen Aufreizung zum Umsturz auf grund meiner Brüsseler Resolution eingeleitet wurde. Der sozial demokratische Militärbund Hollands wünscht telegraphisch die Annahme der holländischen Resolution. Liebknecht giebt in deutscher Sprache das Schlußwort Maifeier zu stande kommt, als in Deutschland. Wird unser Plechanoff's, dessen Ausführungen von den Franzosen, einigen Antrag angenommen, so steht der Brüsseler Beschluß aufrecht: Holländern, dem englischen Anarchisten Marbray und ein paar Arbeitsruhe dort, wo es nicht unmöglich ist. Aber jeder Partei Genossen Achte Sigung, Freitag Vormittag 9 Uhr. des famosen Gilles in ungehörigster Weise unterbrochen worden waren, so daß Plechanoff schließ Volders( Brüffel) übernimmt den Vorsitz, bittet, bei den wird es außerdem als Pflicht auferlegt, dort, wo die Arbeitsruhe lich zum Abbruch seiner Rede gezwungen war. Es sei vorstehenden Diskussionen sich möglichst kurz zu fassen; für die heute noch nicht möglich ist, es möglich zu machen. Die Deutschen sollen sich ihrer Pflicht bewußt werden, daß es nicht mit der falsch, von einer deutschen Resolution zu sprechen, große Zahl der Verhandlungsgegenstände stehen nur 2 Zage zur bloßen Erklärung: Es geht nicht abgemacht sein darf. Man diese Resolution sei nichts anderes als die vor zwei Jahren in Verfügung. Brüssel von der Majorität des Kongresses angenommenen deutschDie holländische Fraktion protestirt dagegen, daß Plechanoff die Arbeitsruhe ist möglich, oder sie ist ausgeschloffen. Wie in fann zudem wirklich nicht für ein ganzes großes Reich erklären, französischen Resolution, deren Verfasser Vaillant fei, fein Schlußreferat dazu benutzt habe, unwahrheiten zu sagen. Desterreich ist in Deutschland die Arbeitsruhe in manchen Orten der tapfere Vertreter der revolutionären Sozialdemokratie, dessen Die Brüsseler Resolution sei keine französisch- deutsche, denn die möglich, in anderen nicht. In Deutschland war man Namen in der internationalen Sozialdemokratie einen guten Klang Franzosen hätten in Brüssel für seine Resolution gestimmt. habe. Aber um ein falsches Vorurtheil zu erwecken, spreche man Liebknecht giebt an Stelle des abwesenden Plechanoff zu lassen, aufrecht zu erhalten, als man streng darauf geachtet aber viel strenger darin, den Beschluß, keine Arbeitsruhe eintreten immer von einem deutschen Antrag. Plechanoff gab dann die Erklärung ab, er halte es des Kongresses unwürdig, auf hätte, die Feier am 1. Mai und nicht an irgend einem Sonntag ein längeres Resumé aus diesen Ausführungen Baillant's, der persönliche Streitigkeiten einzugehen. Die Resolution sei eine im Monat zu veranstalten.( Zustimmung.) Künftig hat die darauf hingewiesen, daß der Dreibund nicht schmachvoller sei als franzöſiſch- deutsche, denn der Franzose Vaillant und der deutsche Partei in allen Ländern, wo die Arbeitsruhe bisher unmöglich der Zweibund zwischen Rußland und dem Frankreich, daß vor Liebknecht haben sie eingebracht und die Majorität des Kongresses war, fie möglich zu machen, sie hat die Organisationen, die 100 Jahren die Menschenrechte proklamirt hat und heute vor acceptirt. feiern wollen, zu unterstützen, zu ermuthigen, nicht zu entdem russischen Zar auf den Knien rutscht. Das war eine freie Ich habe eine weitere Mittheilung zu machen. Am Kongreß muthigen!( Bravo!) Wir Desterreicher sind keine Träumer, ja Rede, frei von jedem Chauvinismus, und in diesem seien 20 Nationen vertreten; bisher hätten nur 19 gestimmt, eine, Manchen hier im Saal vielleicht zu nüchtern. Wenn wir die Geiste müssen auch wir den vorliegenden Antrag be- Brafilien, hat sich enthalten. Dieses Mandat ſei ihm von Maifeier als vorzügliches Agitationsmittel erkannt haben, so handeln. Von diesem Gesichtspunkte geht auch eine dem Sozialdemokratischen Arbeiterbund Brasiliens übertragen entspringt das nicht der Phantasie, sondern der Realität. Der Erklärung eines Theiles der französischen Delegirten aus. Diese worden; um aber eine Häufung der Mandate zu verhindern, Ropf ist gewiß eine wichtige Sache, aber das Gefühl der interhabe er dasselbe bisher nicht ausgeübt. Es wäre aber ein Un- nationalen Solidarität, das die Maifeier im legten Proletarier recht gegen Brasilien, wenn er dieses Mandat nicht wenigstens weckt, dem wir mit unseren Argumenten gar nicht beikommen, von jetzt ab ausübte. dies Gefühlsmoment ist auch eine Realität.( Bravo!) Wir Für die Maifeier referirt Adler; die Kommission hat wären ebenso schlechte Politiker, wenn wir den Kopf, als wenn folgende Resolution vereinbart: wir das Herz vernachlässigen wollten.( Lebhafter Beifall.) Iautet: Wir glauben nicht für die Resolution Domela Nieuwenhuis stimmen zu können, da sie nach unserer Meinung zu einer unnützen Mezelei führen würde; ganz abgesehen davon, daß nicht einmal angedeutet ist, wie der Militärstreit in Angriff genommen werden follte. Ueberdies sind wir der Meinung, daß selbst diejenigen, welche für die Proposition Nieuwenhuis stimmen, trozdem den deutschen Antrag nicht zurückweisen fönnen, welcher erklärt, daß das einzige Mittel, den Krieg zum Verschwinden zu bringen, die Beendigung des Klassenkampfes durch Vernichtung des Kapitalismus ist. Die Resolution Nieuwenhuis ist für uns eine gefährliche Illusion. Jeder Sozialist fann und muß für den deutschen Antrag stimmen, wie er auch immer über die Vorschläge Doinela Nieuwenhuis denken mag. Jaclard( Syndikat der soz. Presse). Bonnier( Arbeiterpartei). 1. Der Kongreß erneuert den Beschluß des Brüsseler Kongresses, welcher lautet: Um dem ersten Mai seinen bestimmten ökonomischen Charakter: der Forderung des Achtstundentages und der Bekundung des Klassenkampfes zu wahren " Beschließt der Kongreß: Der erste Mai ist ein gemeinsamer Demonstrationstag der Arbeiter aller Länder, an dem die Arbeiter die Gemeinsamkeit ihrer Forderungen und ihre Solidarität bekunden sollen. Dieser Festtag soll ein Ruhetag sein, soweit dies durch die Zustände in den einzelnen Ländern nicht unmöglich gemacht wird." 2. Der Kongreß beschließt folgenden Zusatz: Die Sozialdemokratie jedes Landes hat die Pflicht, die Durchführung der Arbeitsruhe am 1. Mai anzustreben und jeden Versuch zu unterstützen, der an einzelnen Orten und an einzelnen Organisationen in dieser Richtung gemacht wird. Maxwell( Unabhängige Arbeiterpartei Englands) spricht für die Majorität der Engländer seine Sympathie mit der Resolution aus. In England habe man bisher aus Rücksichten für die großen Gewerkschaften die Feier am Sonntag begangen. Der Erfolg sei auch nicht ausgeblieben, doch sei es Zeit, davon Mal werde die Demonstration vielleicht schwächer ausfallen, allabzugehen und am 1. Mai zu demonstriren. Das erste und zweite mälig aber werde sie zu einer mächtigen Demonstration. Bereits hätten infolge der Achtstunden- Demonstration die Parlamente fich mit der Frage beschäftigt. Nun solle man auch noch die internationale Friedensdemonstration einbeziehen, damit auch diese Frage in Fluß tomme. Steadmann( vom Londoner Gewerkschaftsrath) spricht für die Beibehaltung der Feier am ersten Sonntag im Mai im Namen der englischen Minderheit. Der Gewerkschaften- Demonstrationen am Sonntag seien so gewaltig, daß sie nicht bloß auf die Bevölkerung, sondern auch auf die beiden großen politischen Gie seien nicht weniger begeistert für die Maifeier als die anParteien, Liberale und Konservative, Eindruck gemacht haben. deren, aber die praktischen Gründe sprechen für ihre Haltung, denn nur am Sonntag feien solch' große eindrucksvolle Massendemonstrationen möglich. Dezay( Revolutionäres Zentralkomitee). Weber( unabhängige Sozialisten). Nieuwenhuis habe ihm den Anschein erweckt, als hätte er den Antrag auf Einführung des Volapük für sich bereits in die That umgesetzt habe, denn so wenig Logik und Sinn habe seine Rede verrathen. Er habe den Deutschen Chauvinismus vorgeworfen, aber seine ganzen Ausführungen hätten nur bezweckt, die Eifersucht der Franzosen gegen Deutschland zu erwecken. Ja, mein Herr, man darf nicht die geringsten chauvinistischen Gefühle haben, und Schmach denen, welche hierher mit solchen 3. Der Kongreß beschließt ferner: Gefühlen gekommen find, Schmach denen, welche in ihrem Die Kundgebung des 1. Mai für den Achtstundentag soll Herzen nationale Eifersucht und nationalen Haß verbergen; zugleich eine Rundgebung des festen Willens der Arbeiterklasse und ich, ich soll diese zehnfach verdammenswerthen Gefühle sein, durch die soziale Ümgestaltung die Klassenunterschiede zu Vandervelde( Brüssel) macht auf einen Unterschied im hegen? Man hat sie den Deutschen vorgeworfen, und man hat beseitigen und so den einzigen Weg zu betreten, der zum Frieden Text aufmerksam. Der französische spreche von Demonstration, fich hier auf eine Rede Bebels berufen, der angeblich National- innerhalb jedes Volkes wie zum internationalen Frieden führt. der deutsche von Festtag; man müsse hier einen einheitlichen Text haß gegen Rußland gepredigt haben soll. Diesem aber entgegen Dr. Adler Wien: Um zwei Dinge handelt es sich: der herstellen, die Resolution habe in Desterreich, Deutschland, Itaist, wenn Bebel in Wahrheit das gesagt haben soll, was man Rommission haben eine Anzahl Anträge vorgelegen, die den lien u. f. w. sofort Anklang gefunden, die Franzosen hätten aber ihm vorwirft, ja er ist ein Chauvinist, und ich, der Russe, der 1. Mai nicht zu einer Manifestation für den Achtstundentag, Widerstand gegen die Bezeichnung& est tag geleistet. Denn das feine Ansicht theilt, ich bin dann ein Verräther an meinem sondern auch zu einer internationalen Friedensdemonstration zu Blutvergießen in Fourmies könne man nicht festtag nennen. Baterlande! Aber liegt denn die Sache wirklich so, wie man gestalten. Zweitens haben wir Desterreicher einen Antrag ein- Man müsse manifestiren, nicht feiern. Wolle man aber feiern, angiebt? Was hat da Bebel gesagt, welchen Nationalhaß hat gebracht, der sich nicht auf den Inhalt, sondern auf die Form dann heraus aus den Fabriken, und die Arbeit ruhen lassen. er denn gepredigt. Nun wohl, Bürger, er hat gegen der Maifeier bezieht. In der Frage der Friedensdemonstration Bebel: Freund Adler begann seine Auseinandersetzungen das offizielle Rußland Rußland gesprochen, er hat den find der Kommission eine Reihe von Anträgen aus Frankreich mit der Erklärung, daß die Kommission in ihrer Majorität der 3aren denunzirt, er hat ihn an den Schandpfahl der Ge- zugegangen, die sich für diesen Gedanken aussprechen. Ebenso Meinung gewesen sei, man müsse den Wortlaut der Brüsseler schichte gestellt. Ja, in Bezug auf diesen sind wir in voller Ueber viel französische Parteigruppen wie für, haben sich aber auch Resolution verschärfen, weil es einzelnen Nationen zu leicht geeinstimmung mit unserem Freund Bebel. Es ist hohe Zeit mit gegen diesen Gedanken erklärt. Die Desterreicher, Belgier, macht sei, dem Brüsseler Beschluß sich zu entziehen, das treffe dem russischen Zarismus ein Ende zu machen, der Schmach der Italiener u. f. w. waren in der Kommission der Ansicht, daß auch für Deutschland zu. In Brüssel sei der Ruhetag beschlossen ganzen zivilisirten Welt, der beständigen Gefahr des europäischen eine besondere Friedensdemonstration überflüssig sei, und zwar weil worden, soweit dessen Durchführung nicht unmöglich. Man ist Friedens und tulturellen Fortschrittes. Und je mehr unsere der 1. Mai an und für sich die mächtigste Friedensdemonstration von dem Gedanken ausgegangen, die politischen und wirthschaftdeutschen Freunde den Zarismus angreifen, desto mehr Dant wäre. Belgien erklärte, eine internationale Friedensdemonstration lichen Verhältnisse seien in den einzelnen Ländern zu verschieden, wissen wir ihnen. Bravo meine Freunde, schlagt ihn auf das sei deshalb gefährlich, weil es eine sehr bequeme und billige Sache man müsse daher den einzelnen Nationen die Freiheit gewähren, Haupt, zieht ihn auf die Anklagebant, so oft hr nur irgend sei, der sich auch die Bourgeoisie, soweit sie nicht Geschäfte mache, nach Maßgabe ihrer Verhältnisse über die Form der Maifeier zu fönnt, greift ihn mit allen Mitteln an, die Euch zu Gebote die im höchsten Maße harmlosen Friedenskongreßler, anschließen beschließen. Gewiß könne unter den Genossen sowohl des einftehen. Und was das russische Bolt anbetrifft, so weiß dasselbe, würden. Die bürgerlichen Friedensvereinler nehmen auf ihren zelnen Landes, als namentlich auch des Auslandes, Meinungsdaß unsere deutschen Freunde seine Freiheit wollen. Kongressen Refolutionen gegen den Krieg an und bewilligen verschiedenheit darüber entstehen, welche Form der Maifeier im Niemand hat durch Annahme unserer Resolution gegen das dann, soweit sie Parlamentarier sind, das Militärbudget ihrer einzelnen Fall zu wählen sei. Aber man müsse doch in jede russische Volt gesprochen, vielmehr nur gegen den Zarismus. Regierungen. Mit diesen Leuten wollen wir nichts zu thun Nation das Vertrauen setzen, daß sie selber am besten zu beGinge aber die holländische Resolution durch, so würde haben, diese Leute wollen wir nicht bei uns haben.( Bedhafte urtheilen verstehe, wie sie die Entscheidung zu treffen habe. Auf der Zar unterstützt werden, der Mann, der Zustimmung.) Aber die Engländer sprachen diesmal den be- dem deutschen Parteitag, an dem auch Adler theilgenommen, fei die Freiheit unterdrückt, das Volk ausgehungert hat sonderen Wunsch aus, daß die Friedensdemonstration mit dem die Frage eingehend erörtert worden und mit 223 gegen der Mann, der fallen muß mit seinem ganzen System, wenn das 1. Mai vereinigt würde. Die Trades- Unions sind entschloffen, 6 Stimmen wurde beschlossen, von der Arbeitsruhe am 1. Mai russische Volf, wenn die Freiheit siegen will. Wenn die deutsche diesmal die Arbeitsruhe am 1. Mai eintreten zu lassen( Beifall) abzusehen. Die Versammlung hat damit die Frage feineswegs Armee über unsere Grenzen einziehen würde, so tämen fie als und sie meinen, daß ihnen die Durchführung viel leichter werden ein für allemal entschieden; auch der Parteitag hat aus Befreier, wie die Franzosen des National- Konventes vor 100 würde, wenn der internationale Frieden mit zum Gegenstand gesprochen, daß die Arbeitsruhe die würdigste Form der Feier Jahren nach Deutschland tamen, um als Sieger über die Fürsten der Maidemonstration gemacht würde. Deshalb haben die fei, ob sie jeweilen durchführbar sei, das hat nach Maßgabe der dem Volte die Freiheit zu bringen. Deutschen einen entsprechenden Antrag gestellt, dem sich politischen und ökonomischen Lage der jährliche Parteitag von die Desterreicher und andere Nationen Man spricht davon, daß die russische Gefahr durchaus nicht angeschlossen Fall zu Fall zu entscheiden. Ein prinzipieller Gegensatz besteht haben. Die am Friedensdemonstration 1. Mai so drohend ist. Aber haben sie denn vergessen, daß der russische danach so veranstaltet werden, daß die Proletarier, indem sie scheiden, ob die Arbeitsruhe durchzuführen ist oder nicht. Unter keinen foll also nicht, aber wir müssen uns das Recht vorbehalten, selbst zu entBar fich mit Ihrer( zu den Franzosen gewandt) Bourgeoisie sich mit allen Mitteln für die proletarische Revolution damit gleich- Umständen können wir dem zweiten Theile der vorgeschlagenen Realliirt hat, daß er der Mörder Polens ist, wie kann Frankreichzeitig für den Frieden demonstriren, also in einer Form, die uns solution zustimmen. Dieser steht auch in unlösbarem Widerspruch feine alte revolutionäre Vergangenheit so sehr vergessen, daß es bie" Friedensengel" der settirerischen Bourgeoisie vom Leibe hält. mit dem ersten Theil, der den Brüsseler Beschluß wiederholt. sich durch Annahme der holländischen Resolution zum Helfers- Die zweite Frage hat mehr zu Meinungsverschiedenheiten Anlaß In Brüssel wurde ausdrücklich jeder Nation das Recht zugestanden, Die holländische Resolution ist nur eine Phrase, deren gegeben. Wir Desterreicher beantragen, daß der Brüsseler Be- die Form der Feier selbst zu entscheiden. Sie wiederholen heute Durchführung im besten Falle, wie die französische schluß in bezug auf die Arbeitsruhe am 1. Mai nicht nur erneuert, diesen Beschluß und wollen hinterher gleich jedem Lande die Minorität anführt, zu einer Megelei führen würde, und zwar sondern in der Form verschärft werde. Es scheint uns, als Verpflichtung auferlegen, die Feier in einer ganz bestimmten zu einer Niedermezelung der Besten des Proletariates, ohne dem nähmen es verschiedene Länder zu leicht mit dem, was möglich Form zu begehen. Das ist undenkbar. Wie gestaltet sich diese Despotismus den geringsten Schaden zuzufügen. Eine russische und was nicht möglich ist am 1. Mai. Der agitatorische Charakter Frage in der Praxis? Man nehme an, in einer Versammlung Gefahr besteht angeblich nicht, aber fragen Sie nur ein Mal die des 1. Mai als einer wirklich proletarischen und revolutionären beschließt ein kleiner Theil die Arbeitsruhe; die große Mehrheit Delegirten Ungarns, Bulgariens, Serbien, welche Gefahr ihnen ruhe.( Beifall.) Das sprach der Brüsseler Beschluß aus. Die gefaßt. Was ist nun die Folge? Nach dieser Resolution muß Demonstration fann allein erhalten werden durch die Arbeits- ist dagegen; auch der Parteitag hat einen gegentheiligen Beschluß von seiten des russischen Barismus droht. wider alle bessere Nieuwenhuis wies darauf hin, daß die deutsche Bourgeoisie einen intensiven Haß gegen Frankreich nähre, der über furz oder Feier auf den 1. Mai, sondern wieder auf den ersten falsch, als schädlich erkannt hat. Das ist geradezu ein Bruch der lang zu einer Invasion der deutschen Armeen nach Frankreich Sonntag im Mai. Deutschland zählte von vornherein zu den Parteidisziplin. Und die Partei muß nicht nur die moralische, führen müsse. Sei denn die deutsche Invasion weniger gefährlich Ländern, wo die Arbeitsruhe unmöglich ist. In Frankreich war sondern auch die finanzielle Verantwortung dafür übernehmen. als die russische Invasion? zwar in Paris die Arbeitsruhe gering, in der Provinz aber Tausende von Arbeitern werden existenzlos, auf die Straße genur Engländer, die gegen ihn gestimmt hatten, erklärten sich fügen die Majorität der Minderheit sich fügen ชน wollen. Trozdem verlegten sie nicht einmal die Ueberzeugung Beschlüsse zur Ausführung bringen, die man als Das aber ist doch eine völlige Verkennung des That- wurde der 1. Mai ausgiebig und würdig gefeiert. Die Sache worfen; andere werden wegen Kontrattbruch gerichtlich bestraft. sachenverhaltes. Wir haben in Frankreich und Deutschland ein liegt jetzt so: Machen wir nicht einen Schritt vorwärts, so wird( Buruf der Desterreicher: Auch bei uns!) Und nach einem Gesetz aus organisirtes Proletariat und die Völker haben deshalb die Maifeier einschlafen.( Bustimmung.) In ihr aber sehen wir dem Jahre 1891, das geradezu für diesen Zweck ausgearbeitet worden, dafür zu sorgen, daß eine solche Invasion zur Un- Desterreicher den mächtigsten Hebel der Agitation, das beste werden Tausende von deutschen Arbeitern noch dazu mit dem möglichkeit würde. Aber um dies zu erreichen, muß jeder Mittel zur Aufwühlung des Proletariats. Sie ist eine prole- Verluste eines ganzen Wochenlohns bestraft. Wir haben also Chauvinismus in Frankreich und in Deutschland ausgemerzt tarische, eine Klassenfeier, nicht blos eine sozialdemokratische Feier. dann die Verpflichtung, alle diese Opfer materiell zu unterwerden, und damit dies geschehe, nehmen Sie die vorgeschlagene Darum sind wir der Ansicht, daß man es jenen Ländern, die stüßen.( zurufe aus den anderen Nationen: Nein! Nein! von Resolution mit überwältigender Majorität an als Demonstration andere Methoden der Demonstration befizen, nicht zu leicht machen den deutschen: Jawohl!) Wenn in Deutschland der Beschluß der Arbeitsruhe gefaßt wird, dann haben wir auch die Verpflichtung, daß dieser Beschluß in würdiger Form durchgeführt wird. Und dann wird eine Schlacht mit der Bourgeoisie und Regierung entbrennen, wie in feinem anderen Lande der Welt. Nehmen wir aber diesen Kampf einmal auf, dann wollen wir auch den Tag der Schlacht selber wählen.( Großer Beifall.) Nun klagen die Desterreicher uns an, daß wir ihnen durch unferen Standpunkt ihren Kampf erschwert haben. Ich habe das immer anerkannt und lebhaft bedauert. Aber soweit dürfen wir die Selbstverleugnung doch nicht treiben, daß wir, blos um ihnen ihren Kampf zu erleichtern, unsere eigene Partei und deren Lebensinteresse aufs Schwerste schädigen. Wie sie müssen auch wir hierbei unsere eigenen Wege gehen. Wir haben hierin auch unsere Erfahrungen. 1890 hat eine Stadt, wo unsere Parteigenoffen am besten disziplinirt find, über die geschlossensten und stärksten Organisationen und die reichsten Mittel verfügen, die Arbeitsruhe am 1. Mai durchzuführen verfucht. Der Versuch mußte mit schweren Opfern bezahlt werden und hat uns belehrt, daß die Opfer in absolutem Mißverhältniß zum Erfolg stehen, nicht blos zu erreichten, sondern erreichbaren. Und wie in Hamburg, so ist es überall. Noch Eines: Wir haben in Deutschland ca. 3/4 Millionen Staatsarbeiter im Eisenbahn- und Postbetrieb, in den Bergwerfen u. f. v. Alle diese Hunderttausende sind infolge der dort gehandhabten Disziplin unmöglich in der Lage, einen solchen Beschluß durchzuführen. Andererseits gebe es große Bezirke in Deutschland, wo unsere Partei stark vertreten, wo wir aber angesichts der traurigen Erwerbsverhältnisse den Arbeitern die Arbeitsruhe einfach nicht zumuthen können. Frauen und eines sechsstündigen für Mädchen unter acht- jaus zehn Jahren. 2. Festsetzung eines ununterbrochenen Ruhetages von 36 Stunden pro Woche; 3. Verbot der Nachtarbeit: 4. Verbot der Frauenarbeit in allen gesundheitsschädlichen Betrieben; 5. Verbot der Arbeit schwangerer Frauen 2 Wochen vor und 4 Wochen nach der Niederkunft; 6. Anstellung von Fabrikinspektorinnen in genügender Anzahl in all den Industriezweigen, wo Frauen beschäftigt sind; 7. Anwendung obiger Maßregeln auf alle Frauen, welche in Fabriken, Werkstätten, Läden, in der Hausindustrie oder als Landarbeiterinnen beschäftigt sind. im Namen der belgischen Minorität, zwar nicht aus prinzipiellen Gründen, sondern weil sie diefelbe für wirkungslos hält. In der Abstimmung wird die Resolution mit großer Mehrheit unter Einfügung des Antrages auf gleichen Lohn für Männerund Frauenarbeit angenommen. Zur Debatte gelangt Punkt 3: It Die politische Taktik der Sozialdemokratie: a) Parlamentarismus und Wahlagitatian; b) Direkte Gesetzgebung durch das Volk. Berichterstatter Vandervelde begründet folgende Resolution: Internationaler sozialistischer Arbeiter Kongres 1893 in Zürich. Politische Zattit. In Erwägung, daß die politische Aktion nur ein Mittel zur Erlangung der ökonomischen Emanzipation des Proletariats ist, Erklärt der Kongreß unter Hinweis auf die Beschlüsse des Brüsseler Kongresses über den Klassentampf: 1. Daß die nationale und internationale Organisirung der Arbeiter aller Länder in Gewerkschaften und andere Organifationen zur Bekämpfung des Ausbeuterthums eine unbedingte Nothwendigkeit ist. 2. Daß die politische Attion nothwendig ist sowohl zum Zweck der Agitation und der rückhaltlosen Kundgebung der Prinzipien des Sozialismus, als auch zum Zweck der Erringung der dringend nothwendigen Reformen. Daher empfiehlt er den Arbeitern aller Länder die Ertämpfung und Ausübung der politischen Rechte, welche sich als nothwendig erweisen, um die Forderungen der Arbeiter in allen gefeßgebenden und verwaltenden Körperschaften auf das nachdrücklichste und wirkungsvollste zur Geltung zu bringen und die politischen Machtmittel zu erobern, um sie aus Mitteln der Herrschaft des Kapitals in solche der Befreiung des Proletariats zu verwandeln. In den zwei Sizungen der Kommission wurde beschlossen, den ursprünglichen Antrag mit Ausnahme des letzten Sages beizubehalten. Einzige entschiedene Gegnerschaft war nur bei den zwei belgischen Delegirtinnen vorhanden. Die belgischen Dele girtinnen sind gegen jede Schußgefeßgebung, insbesondere gegen die sieben Punkte der Resolution mit der Begründung, daß alle solche Geseze nur eine Benachtheiligung der Frauen zu gunsten der Männer bedeuten, Ihre Vorschläge zielen nur auf Fachschulen, Gewerbeschulen und Suppenküchen hin. Diese Vorschläge wurden jedoch von den übrigen Mitgliedern der Kommission abgelehnt. Dagegen wurde der Zusatz der Italiener, auch die Landarbeiterinnen mit einzubeziehen, mit großer Majorität angenommen. Die gegenwärtig vorliegende Resolution wurde mit allen Stimmen gegen die Belgierinnen und den Franzosen Reufer angenommen, welch letterer wohl mit der Hesolution einverstanden war, aber auch andere Forderung mit einbezogen haben Von der deutschen Delegation werden also höchstens ein paar wollte, aus den Debatten ging hervor, daß die weibliche Arbeit in Delegirte diesem Beschlusse zustimmen. Ganz unannehmbar ist allen Ländern am meisten ausgebeutet werde, hier fallen längere die vorliegende Fassung des 3. Punktes der Resolution, daß die Arbeitszeit mit niedrigerem Lohne überall zusammen. Auch das Klaffenunterschiede durch das Mittel der sozialen Revolution" Trucksystem ist bei den Frauen durchwegs mehr vorhanden als beseitigt werden sollen. Damit wäre einfach für eine ganze Reihe bei den Männern; dazu kommt noch, daß die Arbeit des Mannes deutscher Staaten die Maifeier gefeßlich unmöglich.( Beifall.) abgeschlossen ist, wenn er die Werkstatt verläßt, während für die 3. Die Wahl der Formen und Arten des ökonomischen und Die englische Delegation spricht den Wunsch aus, daß die Frau dann erst noch die Arbeit im Haushalt, die Kindererziehung politischen Kampfes muß den einzelnen Nationalitäten nach Diskussion geschlossen, bez. die Redner nach dem Vorschlag beginnt. Der Arbeitslohn der verheiratheten Frau ist nur als Maßgabe der besonderen Verhältnisse ihres Landes überlaffen Bolders' nur 2 Minuten Redezeit erhalten. Bubuße zu dem Lohne des Mannes aufzufassen. Immer sind bleiben. Jedoch erklärt es der Kongreß für nothwendig, daß Schumeier( Oesterreich): Wenn die Engländer in ihrer bisher die Frauen die Mauerbrecherinnen für den Schutz der bei diesen Kämpfen das revolutionäre Ziel der sozialistischen Majorität zu der Ueberzeugung gekommen sind, daß die Feier Männer geworden, indem die Verkürzung der Frauenarbeit meist Bewegung, die vollständige ökonomische, politische und moralische am 1. Mai möglich ist, und wenn sich die übrigen Gewert auch in den Gewerben, in welchen Männer und Frauen zu umgestaltung der heutigen Gesellschaft, im Vordergrund gehalten schaften, die sich jetzt noch dagegen erklärt, auch zu derselben sammenarbeiten eine Verkürzung der Arbeitszeit der Männer im wird. In keinem Fall darf die politische Aktion als Vorwand Ueberzeugung fommen werden, so sei es sehr zu beflagen, daß die Gefolge gehabt haben. Von diesem Gesichtspunkte aus müsse für Kompromisse und Allianzen dienen, die eine Schädigung deutsche Partei, die sonst vorgiebt, an der Spize der Arbeiter- man den Schutz der Frauen betrachten. Dabei muß unserer Prinzipien oder unserer Selbständigkeit bedingen. bewegung zu marschiren, hier in dieser Frage im Hintertreffen man im Auge behalten, daß daß die lange Arbeitszeit II. bleibt! In einigen Orten Deutschlands ist die Arbeitsruhe gewiß der Frauen in Verbindung mit ihrem geringen Lohne eine Demöglich, und es ist Punkt 11 der Resolution die weiteste generation der ganzen Arbeiterklasse im Gefolge hat. Wir Konzession, die gemacht werden konnte. Bei den innigen Be- ftellen unsere Forderung auf Schuh der Frauen nicht im Interesse ziehungen zwischen der deutschen und der österreichischen Arbeiter- unseres eigenen Geschlechtes, sondern zur Förderung der Interessen schaft würde ich es lebhaft bedauern, wenn die Deutschen, indem der ganzen Gesellschaft. Die Männer fämpften bisher nur mit fie auf ihren ablehnenden Standpunkt beharren und nicht einmal einem Arm, der linke Arm, die Frau fehlte, wird die Frau noch ven Muth haben den Versuch der Arbeitsruhe zu wagen, uns mit einbezogen, dann sei erst der ganze Kämpfer fertig. weiter durch ihr Verhalten zu schädigen. Sceusa, Vertreter Australiens, beklagt sich zunächst darüber, daß ihm, der 5000 Meilen über den Ozean gefommen sei, durch den Schlußantrag das Wort abgeschnitten worden sei. Bolders erklärt es deshalb für ganz gerechtfertigt, wenn Sceusa noch nachträglich das Wort verstattet würde und es fährt danach Sceufa fort: In Erwägung, daß in der heutigen Gesellschaft die Vertretungskörper das Denken und Fordern der von ihnen Vertretenen nicht getreu wiederspiegeln, und in fernerer Erwägung, daß die fast in den meisten Ländern herrschenden Wahlkreissysteme mit Majoritätswahlen geeignet sind, diese Disharmonie zwischen dem Willen des Volkes und den Abstimmungen seiner Vertreter noch zu verstärken, erklärt sich der Kongreß zur vollen Eine Anzahl von Delegirten Rußlands, Spaniens, Hollands, Berwirklichung der Volkssouveränität neben dem VertretungsEnglands beantragen, daß auch die Forderung: Gleicher Lohn system für das Vorschlags- und Bestätigungsrecht( Initiative für gleiche Arbeit" mitaufgenommen werde. Franklin Clays und Referendum), sowie für das Proportional- Wahlsystem. ( Belgien) befürwortet diesen Antrag. Der Arbeiterinnenbund von England und Irland beantragt folgenden Zusatzantrag: Privat Telegramm des Vorwärts". Der Rongreß verwirft die Bestrebungen der Mittelflaffe, welche angeblich die Frauen der Arbeit schützen Zürich, 12. Auguft. Internationaler sozialistischer Arwollen, aber sich gegen eine Gesetzgebung wenden, welche beiter- Kongreß. Auf der Tagesordnung steht die politische Taktik die Macht der Arbeitgeber mit bezug auf die Ueberarbeitung der Sozialdemokratie. Siebknecht rechtfertigte glänzend den und schlechter Bezahlung brechen will. Australien nimmt der Maifeier gegenüber eine Sonderstellung ein, während für die nördliche Halbkugel der Mai der Anfang des Frühlings sei, stellt er für die südliche Erdhälfte, also auch für Australien, den Winteranfang, etwa dem November entsprechend, dar. Dazu kommt noch, daß in Australien bereits ein Arbeiterfeiertag für das Proletariat vorhanden ist, der Jahrestag des Sieges der Gewerkschaften, an welchem der Acht- Verdienst der männlichen Arbeiter herunterzudrücken. ftundentag erkämpft worden ist und der auch von den Regierungen als Arbeiterfeiertag anerkannt werde. Trotzdem aber schließe sich die sozialdemokratische Partei den Be schlüssen des Kongresses an und feiere auch den 1. Mai, das ist dann freilich kein Feiertag des Proletariates im Allgemeinen, wohl aber der Feiertag der Sozialdemokratie. Wenn auch die Sozialdemokratie noch schwach sei, so habe sie doch schon träftige Ansäge zur Entwickelung und je mehr der Sozialismus in der Masse des Proletariates um sich greift, desto mehr werde auch der 1. Mai zum allgemeinen Proletarier- Feiertage werden. Bolders theilt sodann mit, daß in der vorliegenden Re- fonderen Schutz für uns Frauen, abgesehen von der Zeit, zwei folution, Punkt 3, das Wort soziale Revolution durch: soziale Wochen vor und vier Wochen nach der Entbindung, welchen in denen das allgemeine Wahlrecht noch nicht eingeführt ist, Umgestaltung" erfest wird. Nach Vorschlag Bebel's erfolgt Reservatschutz uns wohl kein Mann übel nehmen wird. Wir das Proletariat auf die Einführung derselben mit aller Kraft getrennte Abstimmung. Punkt 1 und 3 werden per Afflamation find davon überzeugt, daß dieser Schuß, wie er in Desterreich be- hinwirken soll. Das Erscheinen unseres Vorkämpfers Engels auf einstimmig angenommen. Bei Punkt 2 erfolgt Nationalitäten reits verwirklicht ist, viel zu gering ist, wir beantragten deshalb dem Kongreß rief wahre Jubelstürme hervor. In einigen DankesAbstimmung; für die Resolution stimmen: Holland, Desterreich, auch eine sechswöchentliche Schonungszeit nach der Entbindung, worten wies Engels auf die Bedeutung Karl Mary' hin, dessen England( Majorität), Amerika, Italien, Spanien, Rumänien, stießen aber auf den Widerstand der Engländer, die in dieser worten wies Engels auf die Bedeutung Karl Marx' hin, dessen Serbien, Belgien, Frankreich, Schweiz, Ungarn, Polen( 5 dafür, Beziehung noch gar keine gesetzlichen Bestimmungen haben und Mitarbeiter er gewesen; fein Mann in der Welt könne mit 3 dagegen). Gegen dieselbe Deutschland( mit allen gegen 8), die deshalb mit der geringeren Forderung beginnen müssen, um gerechterem Stolz auf sein Lebenswerk zurückblicken, als der VerDänemart, Bulgarien, Rußland. Der Stimmabgabe enthalten überhaupt Erfolge zu erzielen. Hauptnachdruck legen wir aber faffer des„ Kapital". Engels gedachte ferner des 1873 abgehaltenen fich Schweden und Australien. auf Einbeziehung der Hausindustrie unter die Schußgefeßgebung, legten Kongreffes der Internationalen, auf dem die Lossagung Nach der Abstimmung erklärt Singer im Namen der weil hier Arbeitszeiten von 13-16 Stunden die üblichen sind. Deutschen Delegation zu Protokoll, daß die eben behandelte Resolution Frau Kolischoff( Mailand) vertritt den Standpunkt des von den Anarchisten erfolgte. Schon damals sei die Trennung in den verschiedenen Sprachen verschieden laute. Wäre der deutschen Delegation derselbe Wortlaut zur Abstimmung vorgelegt worden, wie gleichen Lohnes für gleiche Arbeit, weil sonst eine Verdrängung so nothwendig gewesen, wie heute noch. Aus der Auflösung der der englischen, so hätte die deutsche Delegation ein- der männlichen Arbeit durch die Frau die unausbleibliche Ron alten Juternationale, so schloß Engels unter braufendem Beifall, liegt die Gejahr nahe, ist die neue in gewaltiger Stärke hervorgegangen; der Sieg ist stimmig dafür gestimmt. Während der deutsche Text sequenz fein würde, außerdem bavon spreche, daß jeder einzelne Versuch jeder einzelnen Ge- daß sonst die Frau in Masse zur Prostitution gedrängt werden werkschaft an jedem einzelnen Orte unterstützt werden müsse, be- würde, beshalb beantrage sie einen Zusatz zu der vorliegenden dem kämpfenden Proletariat heute von keiner Macht der Welt Resolution. mehr zu entreißen. Hierauf wurde der Kongreß geschlossen. gnügt sich die englische Uebersetzung mit folgender Form: Es ist die Pflicht der Sozialdemokratie jedes Landes, Clara Bettin: Die Frage des Lohnminimums gehört die Feier des 1. Mai als einen Tag der Arbeitsruhe zu nicht zur Tagesordnung, kann aber bei diesem Punkte gar nicht erstreben und die lokalen Organisationen in in die Debatte gezogen werden; außerdem aber ist die gesetzliche ihren Bestrebungen nach dieser Richtung hin zu Regelung eines Lohnminimums oder gleichen Lohnes für gleiche Arbeit eine Utopie. Der Einwand der Vorrednerin, daß wenn unterstützen." Aehnlich lautet der französische Text. Im dritten Puntte das Lohnminimum nicht gefordert würde, die Arbeiterinnen auf der Tagesordnung fehlen in der englischen Uebersetzung die Worte, dem industriellen Gebiete den Mann vollständig verdrängen daß durch die soziale Revolution" die Klaffenunter- würde. Das ist durchaus unbegründet, es würde vielmehr durch Wir nähern uns den Tagen, in denen vor Jahresfrist der fchiede zu beseitigen seien. Weiter erklärt Singer, daß auch die die Verkürzung der Arbeitszeit der Frauen die Arbeitszeit der plögliche Ausbruch und das schnelle Umsichgreifen der Cholera deutschen Genossen im Prinzip der Arbeitsruhe ebenso herzlich Männer gleichzeitig verkürzt und demnach auch die Nachfrage in Hamburg unser ganzes Vaterland in Angst und Schrecken verund aufrichtig zustimmen, wie die Desterreicher und andere nach Händen steigen und damit auch die Löhne in die Höhe fette. Aehnlich wie vor einem Jahre wird auch jezt aus den Nationen, aber wir können uns nicht von irgend einem Einzelnen gehen. Damit aber fällt auch der Einwand, daß die Prostitution verschiedensten anderen Ländern( Rußland, Frankreich, Italien, Vorschriften in dieser Richtung machen lassen.( Beifall.) bei den geschützten Arbeiterinnen größeren Umfang annehmen Rumänien, Ungarn) berichtet, daß Cholera Erkrankungen in würde. Gerade das Gegentheil lehrt die Erfahrung, die nicht wachsender Zahl zur Feststellung fommen. Man darf sich ingeschützten Arbeiterinnen stellen das größte Kontingent zur Pro- folge dessen nicht verhehlen, daß auch für Deutschland gegenstitution. Dann muß ich mich auch gegen Frau Gloys wenden, wärtig der Zeitpunkt gekommen ist, wo ein erneuter Ausnoch der Standpunkt, den diese Delegirtin vertrat, ist der alte frauen- bruch der Cholera mehr als bisher zu befürchten steht. rechtlerische Standpunkt, wegen der prinzipiellen Bedeutung für Die obersten Reichs- und Staatsbebörden haben dieser Sachbereits einen Proletarierkongreß müssen wir dagegen protestiren, daß der lage gewidmet besondere Aufmerksamkeit frauenrechtlerische Standpunkt, in jedem Mann einen Feind des veranlaßt, daß die im Vorjahre behufs Bekämpfung der Weibes zu sehen, zur Anerkennung fomme, wir müssen als Pro- Cholera erlassenen Vorschriften, nachdem sie auf Grund der letarierinnen das Tischtuch zwischen ihnen und uns zerschneiden. neueren Erfahrungen mehrfache, aber nicht erhebliche Abänderungen Die bürgerlichen Frauenrechtlerinnen vergessen immer, daß erfahren haben, allgemein wiederholt in Erinnerung gebracht zwischen Bürgerfrauen und Proletarierinnen ein unüberbrückbarer werden. Die Thätigkeit der Behörden auf diesem Gebiet, kann laffen gegensatz besteht. Die Arbeiterinnen müssen diesen jedoch nur dann Aussicht auf Erfolg haben, wenn sie von einem zurufen, wir halten uns für zu gut, Euch die Kastanien aus vernünftigen Verhalten als Staatsbürger begleitet und von einer dem Feuer zu holen; Eure Privilegien sind die Folgen unserer besonderen Unterstützung durch alle, die sich zu den Einsichtigeren Armuth, Eure Bildung nur ermöglicht durch die uns aufgezwungene rechnen, gefördert wird. Dies veranlaßt uns, darauf aufmerksam Unwissenheit." Recht auf Arbeit" in ihrem Munde bedeutet nur zu machen, daß die gegenwärtige Sachlage es bereits erfordert, Bulassung zu den höheren Berufen! Und die Phrase von all- der Erhaltung der Gesundheit erhöhte Aufmerksamkeit zuzugemeinen Menschenrechten haben noch keine der Bourgeoisfrauen menden. So muß namentlich vor jedem unvorsichtigen Genuß veranlaßt, hinabzusteigen in die Minen oder Steine auf den rohen oder unreifen Obstes, frischen Gemüses, besonders Gurken gewarnt werden. Auch wird dem Bau zu schleppen 14 und 16 Stunden lang Tag für Tag. Nicht ungekochter für Erweiterung der sog. Frauenrechte, sondern für Beschränkung Wasser aller derjenigen Flußläufe, welche, wie die Spree, der Ausbeuterfreiheit haben die Frauen zu tämpfen.. im vorigen Jahre durch Cholerateime verunreinigt waren, mit fortgeseztem Mißtrauen zu begegnen sein. Vor allem aber er fordert jede Erkrankung an Durchfall und ähnlichen Uebeln sofort die sorgfältigste Behandlung. Schleunige Zuziehung eines Arztes gleich beim ersten Auftreten derartiger Krankheitserscheinungen ift unbedingt geboten; und, wo der Erkrankte sich selbst nicht sofort hierzu entschließen tann, ist es Sache der Familien Der Kongreß erklärt sich gegen die Anstellung von Standpunkt der deutschen Sozialdemokratie und wies nach, daß Frauen und Kindern zu niedrigen Löhnen, mit der einzigen den Erfolgen diefer Taktik gegenüber die von den Holländern vorAbsicht, gegen die männlichen Arbeiter aufzutreten und den gebrachten Einwendungen nichts als Phrafengewölt find. AllerZur Bekämpfung dieser Uebelstände wünscht der dings, wer überhaupt nichts thue, der könne auch keinen Fehler machen. Kongreß, daß die Arbeiter der ganzen Welt sich bestreben, In der Abstimmung erklärten sich 18 Nationen mit dem deutschen AnFrauen und Kinder zur Bildung von Vereinen bezw. Getrag einverstanden, die Holländer enthielten sich der Stimme. Hierauf werkschaften zu veranlassen und denselben gleiche Löhne zu wurden sämmtliche noch zur Berathung stehenden Gegenstände von der fichern wie den Männern. Ferner sollten die Arbeiter von ihrer politischen Macht Tagesordnung abgesetzt; die Agrarfrage, wie die Frage der Be folchen Gebrauch machen, daß alle Gesetze, welche schädliche deutung der Gewerkschaftsorganisation soll auf dem nächsten Judustrien, Verkürzung der Arbeitszeit zc. betreffen, auf internationalen Kongreß erörtert werden, der im Jahre 1896 in die Frauen sowohl als auf die Männer Anwendung finden. London abgehalten werden soll. Einstimmige Annahme fand ein Frau Dworak( Oesterreich). Wir verlangen feinen be- Antrag der österreichischen Delegirten, wonach in allen Ländern, Neunte Sigung, Freitag Nachmittag 3 Uhr. Bur Debatte gelangt, da die Resolution au Puntt 3 nicht vorliegt, Bunft 5: Schuh der Arbeiterinnen. Berichterstatterin Louise Kautsty( Vertreterin der Wiener Arbeiterinnen) begründet und empfiehlt im Auftrage der Kommission nachstehende Resolution: In Erwägung, daß die bürgerliche Frauenbewegung jede besondere gefeßliche Schutzgesetzgebung zu gunsten der Arbeiterin zurückweist, als einen Eingriff in die Freiheit der Frau und ihre Gleichberechtigung gegenüber dem Manne; daß sie damit einerseits den Charakter unserer heutigen Gesellschaft unbeachtet läßt, die auf der Ausbeutung der Arbeiterklasse der Frauen sowie der Männer, durch die Kapitalistentlasse beruht; und andererseits die durch die Differenzirung der Geschlechter geschaffene besondere Rolle der Frau verkennt, nämlich ihre für die Zukunft der Gesellschaft so wichtige Rolle als Mutter der Kinder; erklärt der Internationale Rongreß in Zürich: Es ist die Pflicht der Arbeitervertreter aller Länder, nachdrücklichst für den gefeßlichen Schuh der Arbeiterinnen durch Berwirklichung folgender Maßregeln einzutreten: 1. Einführung eines achtstündigen Marimalarbeitstages für Frau Frvin( England) ist im Ganzen mit der Resolution einverstanden, aber sie möchte den Passus, bez. die scharfe Fassung gegen die bürgerliche Frauenbewegung gestrichen haben, weil man damit Elemente zurückstoße, die weit mit uns Hand in Hand gehen. Frau Bantol( Holland) spricht sich gegen die Resolution Die Cholera. Der Reich 3- Anzeiger" schreibt: = und ftraße 70, glieder. Für alle vier Schulen in Schöning angehörigen, Hausgenossen und Mitarbeiter, ihn dazu anhalten. Bech( Englischer Garten) Alexanderstr. 2c, Fröhlich, Schön-| Markusfiraße 31: Buchführung. Nationalökonomie. Montag Restauration, Stallschreiberstraße 29: Daneben ist es von besonderer Bedeutung für das Allgemeinwohl, hauser Allee 161. Abends 8-10% Uhr: Nord- Schule, Müllerstraße 179a: Unterricht ir daß die rechtzeitige Anmeldung aller verdächtigen Erkrankungen Von der Liste zu streichen und als gesperrt au halten ist Deutsch( oberes); Süd- Schule, Mariendorferftr. 5 bei Gru be: National Marfusstraße 81: Gesegestunde; Südost. bei der Polizei nie versäumt wird. Sobald ein Arzt zu Rathe Migel, Stralauer 57. Derfelbe weigert sich, das Bier der ökonomie; Ost- Schule, Schule, Reichenbergerstr. 133: Anatomie. In allen Unterrichtsfächern gezogen ist, muß erwartet werden, daß dieser die ihm obliegende Spandauer Bergbrauerei abzubestellen. mit Ausnahme Mathematit und Buchführung, fönnen noch Schüler und Meldepflicht gewissenhaft erfüllt. Aber auch wo ärztliche Hilfe Auf Beschluß der Lokalkommission sollen die Wirthe, die Schülerinnen auch jetzt im Laufe des Semesters eintreten. Sozialdemokratische Lese- und Diskutirklubs. Mar Kayfer, noch nicht in Anspruch genommen ist, darf die unverzügliche Bier der Spandauer Bergbrauerei weiter schänken, so weit uns Anmeldung der Erkrankung bei der Polizei nicht unterbleiben. hierüber Mittheilungen gemacht werden können, sämmtlich im ieben Sonntag Bormittags 10% Uhr im Restaur. Schömann, Heimstr. 16. Arbeiter- Sängerbund Berlins und Umgegend. Sonntag. Alle Sie herbeizuführen, liegt im wohlverstandenen eigenen Intereffe" Vorwärts" veröffentlicht werden, die Einsender ersuchen wir eim er", jeben Montag, Abends 9 Uhr, bet Rudolph Bahr, Gerichtsfir. 19. aller derer, die einen verdächtigen Krankheitsfall wahrnehmen, dringend, sich genau davon zu überzeugen, ob die Abbestellung Menderungen im Bereinstalender find zu richten an Fr. Kortum, ManteuffelAbends 9 Uhr: Uebungsstunde. Aufnahme neuer Mit und wird mit besonderen Schwierigkeiten niemals verknüpft sein. erfolgt ist, der Boykott foll felbstverständlich, wie ja auch der Montag. Norddeutsche Schleife, Melchiorstraße 15 Liedert afel der Maler und verwandter Wenn es im vorigen Jahre gelungen ist, eine Verschleppung der Beschluß der Voltsversammlung vom 4. d. M. lautet, mit aller bei Stebmann. Berufsgenossen Annenstraße 16 bei Ehrenberg. Harmonie a WeinCholera von Hamburg nach anderen Theilen Deutschlands fast Energie durchgeführt werden. firaße 11 bei Feindt. Zonblüthe, Görligerstraße 58 bet Tolts: gänzlich zu verhindern, so ist das im wesentlichen der verständDie 2otalt ommission. borf. Suchsdorf'scher Blüthe, Weinstraße 23 bei Heffe. nißvollen Aufnahme zu verdanken, welche die Rathschläge der J. A.: Julius Wernau, Rosenstr. 30. Sängerchor, Alte Schönhauser Straße Nr. 42 bei Reimann. Frog' Soffnung Berlin West, Rulinstr. 36 bei Naumann. Medizinalbehörden bei der großen Mehrheit der Staatsbürger fanden. Es steht zu hoffen, daß auch in diesem Jahre unser Arbeiterausschuß und auffichtführende Behörde. Wir Sängervain, Reichenbergerstr. 16 bei Pazhold.- te besfreiheit II, Straußberg, im Restaurant Krüger. Myrthenblätter, Belforterstr. 16, Vaterland von einer weiteren Ausbreitung der Seuche dann ver- haben seinerzeit über die Mandatsniederlegung der Ausschuß- bei Schneider. Gesangverein Felsenburg, Koppenstraße 43c. schont bleiben wird, wenn die empfohlenen Vorsichtsmaßregeln mitglieder der königlichen Hauptwerkstätte in Nippes bei Köln iederzweig, Germsdorf, bei Gastwirth Sievert in Weidmannsluft. Ornament", Wrangelstraße 141 bet überall und von jedem Einzelnen gewissenhaft durchgeführt berichtet, welche hauptsächlich dadurch veranlaßt worden war, Besangverein Berliner Bildhauer, Schmidt.-Gollegia 2 der Berufsmufiter, Neue Friedrichstr. 44, bei Röllig. werden. Daß letzteres geschieht, wird aber unbedingt erforderlich daß froß wiederholter Gesuche seitens des Ausschusses an die Frisch auf in Schönwalde i. d. Mark bei Schulz.- Frisch zur Frei Metallarbeiter Often, Pücklerstr. 49, bei fein zur Ueberwindung der Gefahren, die uns in dieser Be- aufsichtführenden Behörden die am 1. Dezember 1892 erfolgte beit, Gimeonftr. 23 bei Flick. ziehung drohen. Reduzirung der Stücklöhne um 10 pet. aufzuheben, nicht berück Stabernact. Bund der geselligen Arbeitervereine Berlins und Umgegend. fichtigt wurde. In den ersten Tagen dieses Monats erhielten( alle Buschriften, den Bund der geselligen Arbeitervereine betreffend, sind zu nun die Arbeiter der Wagen- Abtheilung die mündliche Mit- richten an. Sentel, Bergmannstr. Nr. 21, Sof 3 Treppen.) Sonntag: theilung( nicht offiziell) von Seiten ihrer Vorgesetzten, daß die Privat Theatergesellschaft und Artistentlub Belle Alliance bei Herrn oben erwähnte Maßnahme vom 1. August an aufgehoben sei. Bergnügungsverein Elmenhorst bei Herrn Serrath, Boechstraße 7, NachIn der Maschinen- Abtheilung war den Beamten und Arbeitern mittags 4 Uhr. in dieser Beziehung noch nichts bekannt gegeben worden. In- ftraße 12, Worm. 8-10 Uhr. folgedessen herrscht unter den Arbeitern beider Abtheilungen große Aufregung, da dieselben gehofft, daß diese Maßregel, welche für beide Abtheilungen gleichmäßig in Kraft trat, auch für beide Abtheilungen gleichmäßig aufgehoben werden würde, besonders da durch den acht Monate in Kraft gewefenen Abzug die Arbeiter materiell schwer geschädigt worden sind. Wien, 12. August. Der Handelsminister hat am 9. d. M. einen Erlaß an sämmtliche Bahnverwaltungen gerichtet, in welchem die im vorigen Jahre erlassenen prophylaktischen Verfügungen gegen die Einschleppung und Verbreitung der Cholera in Erinnerung gebracht und eine sorgfältige Ueberwachung des gesammten Personenverkehrs sowie die Bereithaltung von Desinfektionsmitteln angeordnet werden. Lemberg, 11. Auguft. Zu den bereits gemeldeten Cholerafällen in dem Bezirke Nadworna in Ostgalizien sind zwei neue hinzugetreten, von denen einer tödtlich verlaufen ist. In Beczenizyn, Bezirk Rolomea, sind zwei aus Ungarn zurückgekehrte Personen erkrankt, eine ist gestorben. Petersburg, 12. August. Die offiziellen Choleraberichte der letzten Woche lauten wie folgt: Podolien 390 Erkrankungen, 136 Todesfälle; Don 106 und 40; Kurst 69 und 27; Tula 95und 22; Kiew 56 und 28; Saraton 24 und 2; Bessarabien 17 und 8; Stadt Moskau 121 und 48 und Stadt Rostow 75 und 35; die Ziffern zeigen eine beträchtliche Zunahme der Epidemie. London, 12. August. Wie das„ Reuter'sche Bureau" meldet, ist in der letzten Nacht in Grimsby ein Todesfall an Cholera vorgekommen. Rom, 12. August. Der gestern unter verdächtigen Symptomen hier Erkrankte ist gestorben. Indessen ist noch nicht festgestellt, ob die Krankheit Cholera war. Gerichts- Beitung. Versammlungen. Lehmann, Alexandrinenstraße 32, Abends 6 Uhr. in Lichtenberg. T Privat Theater- und Freundschaftlicher Bärtverein bei Herrn Kyschty, NostizZurnverein Fichte in Schögel's Seeschlößchen Tambourverein Ruf bei Sperling, Jnjelftr. 1.- Geselliger Nordflub Gefelligkeit Verein Italia bei Bohrsdorf, Bantstraße& Theaterverein bet Sneider, Belforterstr. 15, jeben Sonntag nach dem 1. d. M. Geselliger Verein Thalia bei Schröder, in Stralau, Nachm. 3-4 Uhr. Freundschaft bei Rofiter, Schönhauser Allee 135. Geselliger Verein Privat rei und Zustig bei Schönfelder i. Rest, Oranienstr. 153. Theatergesellschaft Walhalla, Nachmittag 3 Uhr Dresdenerstr. 45 bet Bachmann, Sigung. Bergnügungsverein Nord 1. Lindowerstr. 26 b. Sachs Geselliger Bere in der Feilenhauer, Gartenstr. 162 b. Meißner, jeb. Sonntag vor d. 1. b. M. Geselliger Verein Brüderbund", Stralauerstr. 57, bei Miegel, alle 14 Tage Sigung. Montag: Pfeifentiub Felsenfest bei Schubor dt, Königsbergerstr. 24. Humoristischer Verein Pipifar bet Krösche, Fichteftr. 29. Theaterverein Nora, Märkischer Hof, Admiralstraße 18c, Abends Uhr. Theaterverein Proletariat, Naunynftraße 83 bei Kühn. Gefang-, Turn- und gesellige Vereine. Sonntag. Theater- und Bergnügungsverein arletin, heute Nachutittag 5 Uhr Zeugbofsir 8. Theaterverein Theaterverein Concordia Benghofstraße 8 bei stoch bello jeben Sonntag 4 Uhr bei Foge, Köpenickerstr. 191. Nachher: Fidelitas. ftraße 150. Krebs, Ohmgasse 2. Nach der Sigung Fidelitas. Theaterverein„ Concordia", Sigung Sonntag, Nachmittag 5 Uhr, bei 3 Tambour- und Bergnügungsverein Gut Seil, alle 14 Tage bei Sepffert, Oranienstr. 121. Bon 4 1hr an. Bergnügungsverein Norb", Gigung Sonntag Abend 5% Uhr. Gefang- Turn- und gesellige Vereine. Montag. Gefelliger Berein wiebelfische, Rirdorf, Abends 9 Uhr in Barta's Lotal, Berlinerfraße 120. Bergnügungsverein Freundestrene, jeben Montag bet Möring, Admiralstr. 18c.- Geselliger Klub Namenlos, jeben Montag im Restaurant zum Butunftsstaat, Kastanien- Allee 35. Bergnügungsverein Auf Helgoland Sigung jeden Montag 9 Uhr bei einte, Bergfir. 54, Fidelitas. Bergnügungsverein Ginigfeit 1890. Jeben Montag Sigung bei soll, Atalbertstr. 21, Abends 9 Uhr. Alle 14 Tage Tanz. Bergnügungsverein Gulalia" bei Herrn Reggentin, Barnim str. 4-5, Sizung uhr. Privat- Theater- Gesellschaft Hoffnung, Sigung b. Sauermann, Adalbertstraße 8. 1 Pfeifentlub Felsen fest, Abends 9 Uhr, Königsbergerstr. 20 bei Schabrodt Rauchflub Weiße Wolte, Abends von 9-11 Uhr, Bernauerstr. 14. Rauchflub Elvira, Abends 9 Uhr bei Lehmann, Friedrichsfelderfiraße 27. Kartentlub, ustige Brüder" Krautstr. 48, Abends 8½ 11hr bei Ernst Stadtte. Staitlub" Grand". Abends% 9 Uhr bei K. Hubrich, Lübbenerftr. 22. Die Stellmacher hielten am 9. August eine öffentliche Versammlung ab, in der Genosse Koblenzer in Längeren Ausführungen den Zweck und Nutzen des Holzarbeiter- Berbandes Harlegte und sich am Schlusse seines Referats der Hoffnung Bergnügungsverein Nord, Nachmittags 5 Uhr Fennstr. 5 bei Krüger. hingab, daß auch die Stellmacher Berlins bald zu der Ueber- Bergnügungsverein Germania, alle 14 Tage Versammlung Linienzeugung gelangen würden, sich dem Holzarbeiter- Verbande an- Blumenstraße 20 bei Bernice. Nachher: Fidelitas. Bergnügungsverein Deutsche Ginigkeit, Nachm. 4-6 Uhr, Bergnügungsverein zuschließen. In der Diskussion sprachen sich die Kollegen Brüß Titania, Nachm 5-6 Uhr, bei Tempel, Langeftr. 65. Nachher: Fidelitas. und Schwarz gegen den Anschluß, Kollege Kaiser für den- Vergnügungsverein Nord, Sigung Sonntag Abends 6, Uhr bei Keller. felben aus. Es wurde alsdann eine Resolution gegen 7 Stimmen Melchiorstr. 15. Theater Verein 2uftige Seelen, Sonntag 4 Uhr bei Stehmann, angenommen, nach welcher sich die Versammlung mit den AusVergnügungsverein 2ustig, Sonntag, Staligerstr. 54( S. Hente), 5% Uhr: führungen des Referenten einverstanden erklärt und sich für den Sigung, Tang, Fidelitas. Anschluß an den Holzarbeiter- Verband ausspricht. Der Kollege Brüß gab hierauf ein kurzes Bild über die Ursachen seiner EntEin Berserker im schlimmsten Sinne des Wortes stand am laffung aus der Brauerei von Oswald Berliner und glaubte Sonnabend in der Person des polnischen Kutschers Peter wegen Agitation gemaßregelt zu sein. Die Kommission theilt Polcyn aus Köpenick wegen Körperverlegung mittels eines mit, daß Herr Berliner behauptet, Brüß sei nur durch einen Meffers vor der Ferien Straffammer am Landgericht II. Der Streit mit dem Schmied entlassen worden und liege deshalb keine Angeklagte ist schon zwölfmal wegen Messerstechens vorbestraft Maßregelung vor. In der weiteren Diskussion über diesen Punkt und die neue, zur Anflage stehende Strafthat zeigte sich als eine tam es schließlich zwischen den Kollegen Zachau und Brüß zu solche, daß der Vorsitzende der Straffammer in der Urtheils- derartig heftigen Auseinandersehungen, daß der Borsigende sich begründung ausführen konnte, dem Angeklagten scheine es zur genöthigt sah, die Versammlung zu schließen. Die Freie Vereinigung der Graveure und Ziseleure zweiten Natur geworden zu sein, das Leben seiner Mitmenschen in Gefahr zu setzen. Am Abend des 9. Juli fuhr der Wagen hielt am 7. Auguft ihre Mitgliederversammlung ab. Ein Vorder Köpenicker Pferdebahn nach dem Bahnhofe. Auf der Damm- trag über Gold- oder Silberwährung, in dem der Referent in brücke sahen Kondukteur und Passagiere zwei Männer mit ein- eingehender Weise den Bimetallismus bespricht, fand allseitige ander ringen, von denen der eine wie in Blut gebadet erschien, Zustimmung. Nach Beantwortung einer Frage, welchen Nutzen während der andere augenscheinlich den Versuch machte, feinen die Börsensteuer dem Staate bringen würde, durch den Referenten, Gegner über das Brückengeländer hinweg in das Wasser zu wird dem Kollegen Wunderlich die Verwaltung des Arbeits werfen. Die Pferdebahn hielt an, Kondukteur und Passagiere nachweises übertragen, und die Kollegen Wilsnack und Klinky zu sprangen ab und trennten die Ringenden; dem einen wurde Schriftführern an Stelle Wunderlich's gewählt. Der Arbeitsein Messer aus der Hand gewunden. der andere nachweis befindet sich von jetzt an beim Kollegen Karl Wunderlich, Iag besinnungslos im Blute schwimmend am Boden. Graveur, C. Neue Grünftr. 20. Die Beugen fonnten sich da sie zum nächsten und letzten Zuge nach Berlin wollten nur so lange aufhalten, bis andere Bassanten hinzutamen und theils den Messerstecher fest- Perrückenmacher- Gehilfen( 3weigverein Berlin) hielten, theils sich des Verwundeten annahmen. Unter den tagte am Donnerstag. Der Kollege Lipte besprach in einem Paris, 12. Auguft. Das Gericht verurtheilte ein Mitglied, letzteren befand sich der praktische Arzt Dr. Lehmann, der den Vortrag die Schäden des Gewerkes, gleichzeitig sein Bedauern des Gemeinderathes von St. Ouen und einen Beigeordneten zu Besinnungslosen wie sich später herausstellte den Arbeiter aussprechend über die so schwache Organisation der Gewerkschaft, je 15 Tagen Gefängniß und 10 Frants Geldbuße, wegen GeFischer, nach seiner nahegelegenen Wohnung bringen ließ. Die und forderte deshalb die Kollegen auf, sich mehr als bisher an der waltthätigkeit und Widerstandes gegen die öffentliche Macht. Zahl der Wunden, die dieser im Kopfe hatte, konnte der Arzt gar Organisation zu betheiligen. Nach einer längeren Diskussion, an Stockholm, 12. August. Die Auswechselung der Ratififation nicht feststellen, er mußte sich darauf beschränken, schleunigst das der sich die Kollegen Helbig und Simson betheiligten, wählte der unterm 27. Juni 1892 mit Spanien abgeschlossenen KonBlut zu stillen und den Patienten nach dem Krankenhause bringen die Versammlung den Kollegen Simson zum 2. Vorsitzenden ventionen betreffend die Handelsverbindungen zwischen Schweden zu lassen. Fischer ist nach dreiwöchentlicher Krankheit trotz aller und Kollege Walter zum Raffirer. und Spanien und zwischen Norwegen und Spanien hat nach Lebensgefahr wieder geheilt worden, aber fein Stopf zeigt vorn Achtung! Militär- und Lieferungsschneider. Große öffentliche Ber- amtlicher Mittheilung am 9. d. M. in Madrid stattgefunden; und hinten eine Menge Narben. Glücklicherweise scheinen dauernd ſammlung am Montag, den 14. Auguft, Abends 8½ 1hr, in Miller's Salon, die Konventionen treten am 1. Januar 1894 in Geltung. nachtheilige Folgen nicht zu drohen. Die Beweisaufnahme er- Militär- und Lieferungsschneidern nach Annahme der Militärvorlage. Ref. Bureaus" aus Bombay von heute Abend 9 Uhr verschlimmert Johannisstr. 20. Tagesordnung: Welche event. Bortheile bieten sich den London, 12. August. Nach einer Meldung des„ Neuter'schen gab, daß der Angeklagte, von der Tanzmusit tommend, auf der August Täterow. Brücke den harmlos Heimwärts strebenden Fischer angefallen und Ethische Gesellschaft. Große öffentliche Bersammlung am Sonntag, den sich die Lage daselbst von Stunde zu Stunde. Alle regel 13. Auguft, Abends 8 Uhr, Kommandantenstraße 57, Ressource. Vortrag des gestochen hat. Jedenfalls und das hob auch der Vorsitzende Serrn Dr. Weyl über: Begetarismus, das Naturheilverfahren und das Pro- mäßigen und freiwilligen Truppen sind aufgeboten, diehervor hat es der Angeklagte nur dem Umstande zu danken, letariat. Diskussion und Verschiedenes. Nachdem gemüthliches Bet- selben erweisen sich aber bei der großen Ausdehnung der Ruhedaß er nicht wegen Todtschlags verurtheilt werden fonnte, daß fammenfein. zufällig ein Arzt foglich zur Stelle war. Das Urtheil lautete Rosenthalerstraße 38: Bortrag des Herrn E. Bogtherr Leben und Freund: derselben als unzureichend. Es kam zu einem erbitterten Stampfe, Freireligiöse Gemeinde. Sonntag, ben 13. August, Abends 10x uhr, störungen und bei der noch immer zunehmenden Heftigkeit auf vier Jahre Gefängniß. bei welchem 8 Personen getödtet und etwa 100 verwundet Vergnügungsverein„ guftige Jugend". Sonntag, ben 13. August, wurden. Bei weiteren Zusammenstößen erlitten die AufNachmittags 4% ihr, in Strobel's plan ina- Grotte, Raupachstr. 6. Nach der Sigung Fidelitas. ständischen beträchtliche Verluste. Etwo 200 Verhaftungen wurden vorgenommen. Man erwartet die Ankunft des Gouverneurs von Bombay Lord Harris. -O Soziale Uebersicht. An die Mitglieder der Lokalkommission und die Vertrauenspersonen unserer Partei der Um= gegend von Berlin! Die Lokalliste soll in alphabetischer Weise geordnet werden. Die hiesige Lokalkommission hat be= schlossen, zu diesem Zweck Formulare anzufertigen, auf welchen die Wirthe mit genauer Wohnungsangabe in flarer und leicht übersichtlicher Weise aufgeführt werden, die ihre Lokale unserer Partei zur Verfügung stellen, ebenso sollen die gesperrten Zokale bekannt gegeben werden. Sobald die Formulare angefertigt sind, werden dieselben an alle uns bekannten Adressen verschickt werden. Bon Ortschaften, welche Lokalfommissionsmitglieder nicht haben, ersuchen wir die Vertrauenspersonen, uns ihre Adresse einzusenden. In Berlin haben unterschrieben und sind auf den Lokallisten nachzutragen: Roh- Tabak Eine Versammlung der Barbiers, Friseur- und schaft". Vergnügungsklub Eichenlaub", Sigung mit Damen am Sonntag, ben 13. August, Nachmittags 5 Uhr, bei Albert, Landsbergerstr. 82. Be sprechnung des nächsten Bergnügens. Aufnahme. Tanz. Borträge. Theater- Gesellschaft und Artisten- Klub Humor". Sonntag, den 13. August, Nachmittags 4 Uhr, im Restaurant Schönwälder, Oranienſtr. 153. Vergnügungsverein Vorwärts". Sizung am Sonntag, 13. August, Abends 5 Uhr, bet Dahms, Grüner Weg 58. Abends& Uhr Fidelitas. Vergnügungsverein Italia". Restaurant Roland, Elfafferstr. 26. Fidelitas und Tanz. Anfang 6 Uhr. den Schuhmacher und alle in der Schuhindustris beschäftigten Arbeiter Depeschen. ( Depeschen des Bureau Herold.) Briefkaffen der Redaktion. " Rudolf Köster, Leffingstr. 30. Wir bestätigen Ihnen und Arbeiterinnen. Montag, den 14. August, Abends 8 Uhr, bet Bolg gein, daß Sie mit dem auf dem Züricher Kongreß anwesend Feuerstein), oberer Saal, Alte Jatobftr. 75. Tagesordnung: Vortrag. Be gewesenen, Unabhängigen" Köster nicht identisch sind. richt des Délegirten zur Streit- Kontrollfommission. Sterbekaffe von Arbeitern der Berliner Maschinenbau- Aktien- Klauke. Im Inferatentheil des Vorwärts" werden Sie Gesellschaft. Sonntag, den 13. August: Sahltag bei Stümte, Acter- finden, wann und wo der este Wahlkreis die Lassallefeier straße 128. abhält. den 13. August Familien- Ausflug, verbunden mit gemütlichem Betsammensein unvorsichtigkeit eingestoßen, so brauchen Sie dieselbe nicht zu Landsmannsschaft der Schleswig- Holsteiner zu Berlin. Sonntag, E. D. 100. 1. Hat Ihr kleiner Sohn die Scheibe aus im Restaurant Sanssouci, Fr. Bettin. Sotal ist frei. Verein Berliner Hausdiener. Dienstag, den 15. August, Abends bezahlen. 2. Für Gerichtskosten, die die Ehefrau zu zahlen 9 Uhr, Mitgliederversammlung in den Arminhallen, Kommandantenstraße 20. Arbeiter- Bildungschule. Sonntag Vormittag 10-12 Uhr: Nordhat, haftet auch der Mann; Sie müßten denn außer GüterSchule, Müllerftr. 179a: Unterricht in Gefeßestunde. Oft- Schule, gemeinschaft leben. Sumatra- Deck- Kinderwagen blatt v. 140 Pf. an, Java- Um- Größtes Lager im Norden Berlins. blatt u. Einlage v. 90 Pf. an, CarmenTheilzahlung gestattet. Umblatt v. 100 Pf. an, sowie sämmtl. A. W. Schulz, Brunnenstraße 145, anderen Sorten. 4035L* G. Elkhuysen, Alte Schönhauserstr. 5. Nur für Wieder Verkäufer Rauchrequisiten als Cigarrenspitzen, Cigarettenspitzen, Pfeifen etc. in allen Holzarten, Meerschaum, Bernstein 2c., liefert billigst Gustav Klein jr., Heilbronn a/ N. Spezialität: Echte Weichselwaaren. Kinderwagen. Größtes Lager Berlins zu Fabrik Ecke Rheinsbergerstraße. Musterbücher gratis und franko. Jede Art Wäsche wird sauber gewaschen und geplättet. Poftaufträge werden entgegengenommen. 12435* Frau Vogeler, Oppelnerstr. 13. Achtung! Kein Laden. Kontroll- Schuhmarke. Weissbier der Berl. Weissbier- Brauerei vorm. F. W. Hilsebein. Flaschenbier- Kellerei 63 Andreas- Strasse 63, 40 l. ca. 1/2 Ltr. 3 M. Telephon VII 5366. Möbel eigener Tischlerei H.Meyer, Tischlermstr. Nur eigene Fabritation, 25 Bigarren Berlin SO., Naunyn- Str. 3, Hof links part. 1 Mart. Garantie rein amerikanische Bager vollständ. Wohnungs- Einrichtung. Tabate. Rippentabat 2 Pfd. 60 Pfg. 3561 L H. F. Dinslage, Rottbuserstr. 4, Hof part. Größtes Achtung! Achtung! Empfehle den Genossen meinen Jung und Flaschenbier Handel. 53 Andreasstr. 53 part. u. 1. Kinderwagen. Andres Bager Berlins Bitte um reichlichen Zuspruch. 46522 Andreaskr. 23.0 V J. Sudrow, Müllerstr. 22b. |* 66/1 Bitherunterricht, o. Contractzw., Reibel| Kinderwagen, gebr., Rottbuserstr. 18. straße 42. Gut gehendes Mehl und Vorkostpreiswerth gegen baar zu verkaufen. Näheres bei Fr. Wenzel, Plätt anstalt, Adalbertstr. 68. gefchäft mit Rolle, Fl.- Bierverkauf 2c. 18936 Patentanwalt Schöne Wohnungen mit Wasserleitung und Kloset, 1 und 2 Stuben und Küche, 50 bis 70 Thaler, zu verm. 13866* Rigdorf, Prinz Handjerystr. 50 Freundl. Dachwohn., Zentrum, Stube, Rammer, Küche zum 1. Oft. zu verm. A. Dammann, Ingenieur, Oranien- 72 Thlr. Kreuzstr. 20, 3 Tr.[ 18975 strasse 61 a. Morigpl. Aust. tostenfrei. Freundt. Schlafst. für Herren, sep. Eing., b. Rißmann, Manteuffelstr. 61, Haus mit 2 Morgen Acker nebst Obst- voru 3 Tr. garten, passend für Handwerker, an der Ostbahn gelegen, 9 Meilen von Berlin, wegen Todesfalles unter günst. Bedingungen zu vert. Näh. Rixdorf, Biethenstr. 24, im Restaurant.[ 14096 Freundl. Wohnungen, 1 u. 2 Stuben u. Rüche, 60-80 Thlr., Wiesenstr. 21.1 14025 Möbl. Schlafft., sep., für 2 Herren. Scheidemann, Adalbertstr. 84, v. 4 Tr. Schlafst. f. H., Annenstr.2,$. r.ll. I. 1887b Frdl. Schlafft. f. H. Adalbertstr. 4, III. Frol. Schlafft. f. H. Adalbertstr. 19, III. Sozialdemokratischer Wahlverein für den 1. Berl. Reichstags- Wahlkreis. Dienstag, den 15. d. M., Abends 8 Uhr, Bersammlung " in Zech's Säle, Alexanderstr. 27 c: Tages- Ordnung: 1. Vortrag des Genossen Adler über: Die bürgerliche Götter- Dämmerung". 2. Diskussion. 3. Stellungnahme zur LassalleFeier. 4. Verschiedenes. Jedermann hat Zutritt. Um zahlreichen Besuch bittet 370/13 Der Vorstand. Die Beleidig. geg. schen zurüd. Verein deutscher Schuhmacher.[ Gheleleute nehme ich biermit sur Neues Club- Haus Sonntag, 13. Auguft, Abends 6 Uhr, Bahlfelle 2( Berlin). bei Keller, Bergstr. 68: Versammlung. Tagesordnung: 1410b] Frau Herb, Naunynſtr. 84. Die Beleidigung am 20. Juli gegen den Restaurateur H. Reinecke nehme hiermit zurück. W. Lenguer. Praktischer Neue Rossstrasse 3. Zahnarzt Schmerzlos: Zahnziehen, Füllen, Zahnerfab. Theilzahlung. Poliklinik umsonst. 1. Vortrag des Genossen Dr. Lütgenau, über: Mar Stirner. 2. Diskussion. 3. Nochmalige Besprechung des Gerichtsurtheils. 4. Verschiedenes und Fragefaften. Nach der Versammlung Abendunter Dr. Hoesch, homöopath. Arzt, haltung und Tanz unter gütigster Linienstr. 149. 8-10, 5-7, Sonnt. 8-10. Mitwirkung der Gesangskomiter Gebr. NB. Mitglieder werden aufgenommen und Beiträge fönnen bezahlt werden bei Salzwedel, Klosterstr. 83, Wernau, Rosenstr. 30, Thierbach, Mazzini. Friedrichsgracht 12, Wendt, Claudiusstr. 19. Achtung! Filzschnharbeiter. Achtung! Große öffentliche Versammlung der in der Filzschuhbranche beschäft. Arbeiter u. Arbeiterinnen Berlins und Umgegend am Montag, den 14. August 1893, Abends 8 Uhr, im Saale des alten Schühenhauses, Linienstraße Nr. 5. Tagesordnung: 1. Vortrag des Genossen Augustin über die Stellung: nahme zur Kontroll Schußmarte und zur Zuchthausarbeit. 2. Diskussion. 3. Abrechnung vom Streif. 4. Verschiedenes. = Zur Deckung der Unkosten findet Tellersammlung statt. E Die Agitationskommission der Filzschuharbeiter und Arbeiterinnen Berlins und Umgegend. 166/12 277/2 Bahlreiches Erscheinen erwünscht Der Vorstand. Achtung! Achtung! Alle Puker in Moabit werden er= sucht, sich betreffs Arbeitsangelegenheit alle Sonntage und Montage Vormittags zu näherer Besprechung über Arbeitsangelegenheit bei Müller, Havel. bergerstr. 7, einzufinden. 14116 Lehmann. Engelhardt. Friedrich. Bartsch. Kaminski. Hoffmann. Neu! Neu! Im Verlage der ,, Beitschwingen", Zähne zu Klinikpreisen volt. schmerzlos, event. Theilzahlung. Olga Jacobson, r. 145. Invalidenstr. Gine Parthie fehlerhafte Teppiche in Sophagröße à 5, 6, 8 u. 10 M. in Salongröße à 12,15,20-50 m., NB. Wir ersuchen die Kollegen die noch ausstehenden Liſten in dieſer Reichenberg, erschien soeben eine Teppich- Reste fpottbillig! Versammlung abzurechnen, widrigenfalls die Säumigen veröffentlicht werden. Achtung, Holzarbeiter! Montag, den 14. August 1893, Abends 8 Uhr, Große öffentliche Versammlung Brochüre: Die Medizin, die Naturheilweise und das Volk. Von Dr. Galenus. Dieselbe hat sich zur Aufgabe gesetzt, den Werth der Naturheilmethode im Gegensaße zur Medizin einerseits und der Holzarbeiter Berlins und Umgegend andererseits die Stellung der Arbeiter in der Berliner Ressource, Kommandantenstr. 57. Tages Ordnung: 1. Welche Stellung haben wir in der nächsten Beit einzunehmen? 2. Diskussion. 3. Stellungnahme zu den Anträgen der GewerkschaftsKommission. 4. Verschiedenes. 319/4 Um rege Betheiligung ersucht Der Vertrauensmann. Deutscher Holzarbeiter- Verband. Branche der Drechsler. Bahlstelle Berlin. Sonnabend, den 19. August, im neuen Saal der Unions- Brauerei, Hasenhaide 22-31: Grosser Sommernachts- Ball. Anfang 9 Uhr. Entree 25 Pf. Billets sind in allen mit Plakaten belegten Handlungen und in Zahl stellen des Verbandes zu haben. 430/4 Mäntelnäherinnen, Bügler, Stepper, TrikottaillenArbeiterinnen, Arbeiter und Arbeiterinnen der HerrenKonfektion und der Maassbranche. zu derselben zu beleuchten. Das Heftchen ist anregend ges schrieben und deckt in klarer und volksverständlicher Weise Mängel und Schatten, wo sich dieselben auch zeigen mögen, wahrheitsgemäß auf. Gardinen Stück von 22 Mtr. 10, 15-40 M. Teppich Emil Lefèvre, Fabrik Berlin S., 3782 L* 158 Oranien- Straße 158. reich illustrirt, Prachtkatalog gratis u. franko. Hüte m. Kontrollmarken, Müßen, Schirme, Hand schuhe, Kravatten 2c. 1406b C. Gerholdt, 72. Kommandantenstr. 72. Empfehle meine 4 Säle den p. p. Vereinen u. Gesellschaften zu Festlichkeiten, Commersen, Versammlungen etc. 1244b 4671* Danziger Volksgarten. Danzigerstraße 50/51. Haltestation der Pferdebahn Molten markt- Weißensee. Jeden Sonntag: Frei- Konzert. Raum für 2000 Personen. Volksbeluftigungen jeder Art. 3 Kegelbahnen. Jeden Mittwoch: Gänseausschieben. Wm. Koch. J. V.: Wilh. Groth. B. Nieft's Festsäle, Weberstr. 17, empfiehlt sich zur bevorst. Saison den Vereinen zu Festlichkeiten u. Versammlungen. Saal gratis u. sonstige toulante Bedingungen. 34418* Schmiedel's Festsäle, Alte Jakobstrasse 32, empfehle meine hocheleganten Säle zur Abhaltung jeder Art Festlichkeiten. Wwe E. Schmiedel. Altes Schüßenhaus, Linienstraße 5, empfiehlt seine Festsäle ( 560 Personen fassend) zu allen Gelegenheiten. 7336 Empfehle den Genossen und Freunden des Südostens meinen reichhaltigen Frühstück, Mittag u. Abendtisch zu kleinen Preisen. Vereinszimmer noch mehrere Tage frei. Wir machen darauf aufmerksam und Dresdenerstr. 2, am Rottbuser Thor. Franz Gittler( früher Buder), laden gleichzeitig zu zahlreichen Bestellungen darauf ein. Preis: 1 Erempl. 10 fr., 10 Exempl. 90 fr., 100 Exempl. 7 fl. Proben werden keine abgegeben. Die Zahlung kann auch in Briefmarken erfolgen. Stempel! * 4668L* Vereins- Abzeichen. H.GUTTMANN Stempel-, ( Schablonen-, SchilderFabrik .9. Berlin N., Brunnenstr. * Stempel! Gravirung von Inschriften etc. Große öffentliche Versammlung!! Roh- Tabak!! am Montag, den 14. August, Abends 81 Uhr, im Viktoria- Salon, Perlebergerstraße Nr. 13. Tagesordnung: Vortrag der Mäntelnäherin Frau Reimann über die Lage der Arbeiter und Arbeiterinnen in der Mäntel- und Herren Konfektion und die Bedeutung der Vereinigung. Sämmtl. in- u. ausländischen Sorten, gute Qualität, tadelloser Brand, in billigster Preislage, empfiehlt 292/10 Heinr. Franck, andlung Maler und Anstreicher. Am Mittwoch, den 16. d. M., Abends 8 Uhr, in Gratweil's Bierhallen, Kommandantenstrasse 77-79: Große öffentliche Versammlung Alles Nähere durch Säulenanschlag am Dienstag. 284/18 Der Vertrauensmann. Ethische Gesellschaft. Brunnenstr. 185. Kranzbinderei und BlumenHandlung 35292 von J. Meyer, Wienerstr. 1( nur dort) Guirlanden à Mtr. von 15 Pfg. an. Telephon Amt 9, 9482. Arbeitsmarkt. Ein junger Gen., Stoze'scher StenoAm Sonntag, den 13. d. Mts., Abends 8 Uhr, in der Berliner Ressource, graph, aushilfsweise schon in der Erp. Kommandantenstraße 57: Große öffentl. Versammlung. Vortrag des Herrn Dr. Weyl über: Der Vegetarismus, das Naturheilverfahren und das Proletariat. Diskussion. Verschiedenes. Herren und Damen als Gäste stets willkommen. Nachdem gemüthliches Beifammensein. Zu dieser Versammlung sind die Herren Vegetarianer und vom Naturheilverein freundlichst eingeladen. Bur Lasalle- Feier. 142/12 " der Boltsstimme" in Frankfurt a. M. thätig gewesen, f. Stelle als Schreiber oder dergleichen auf der Exp. eines Parteiblattes oder in einem sonstigen Geschäft, Buchhandl. 2c. Off. beliebe man postl. Hanau a. M. u. A. M. 1391b Einsetzer werden verlangt im Arbeitsnachweis des Vereins der Einsetzer( Tischler) Neue Friedrichstr. 44 Abends 8-9 Uhr, Sonntags früh 10-12 Uhr, auch Nichtmitglieder können fich melden. Der Vorstand. Gesucht wird das„ Volkblatt für Teltow- Beeskow zc." eine 8 Seiten starke, auf 145/15 fatinirtem Papier gedruckte Felt- Nummer erscheinen lassen( ohne Inferate). Diefelbe wird außer einem Porträt Lassalle's einen furzen Abriß seiner Lebensgeschichte bringen und Aufsäge enthalten, die seine Bedeutung für das Proletariat würdigen. Für Nichtabonnenten kostet die Festnummer 10 Pf. Wiederverkäufer erhalten hohen Rabatt. Bestellungen an die 4689L Expedition des ,, Volksblatt für Teltow". Berlin SW., Beuthstr. 2. von zwei Jnhaberinnen eines Knabenpensionats in Hildesheim eine Dame zur Unterstützung im Haushalt und in der Beschäftigung mit den Kindern. Offerten unter H. E. an die Exp. des Vorwärts". 1395b " Nur tüchtige Marmor: Steinmeke sucht Act.- Ges. Kiefer, Trebbinerstr. 7. Einleister verlangt sofort X- u. O- Beine!| Großer Maffen- Ausverkauf.46692 Nach beendeter Hauptsaison tommen Theodor Simon n. Ko., Neue Königstr. 39. Gelernter Buchbinder, Auf vielfachen Wunsch dehne ich von jetzt ab ca. 1000 Regenmäntel meinen hiesigen Aufenthalt bis zum à 6,- M., 500 Jaquets à 4,50 M., 14. d. M. aus und bin täglich von 10 200 Staubmäntel à 3,50 M., 100 Um- welcher als Kartonnagenzuschneider bis 2 und 4 bis 6 Uhr anzutreffen: hänge in Wolle und Seide à 8,- M. schon gearbeitet hat, verlangt fofort NW., Dorotheenstr. 93, I. Stock vorne. zum Ausverkauf. Heinrich Bayer, 46872* 1412b] Behncke, Müllerstr. 179a. Egalisator- Fabrikant aus Reinfeld in Damen- Mäntel- Bazar Eine alte deutsche Feuer- Vers.- GesellPapageien, Holstein. 64/3 Leipzigerstr. 91, 1 r. ſchaft ſucht für Berlin u. die proving thätige Haupt- u. Spezial- Agenten. Hohe fortlaufende Bezüge event. auch festes Gehalt werden zugesichert. Offerten unter O. P. 2 nimmt die 13966 Expedition entgegen. Waldvögel, Kanarien, Gold, Silber und Juwelen werden Papageibauer, Affen, zu den höchsten Preisen gekauft und in Goldwaaren weg. Todesfall m. Frau für jeden Preis Zahlung genommen. verkaufbar Konopka, Alexanderstr. 36a. fabrik Königstr. 22, Hof part. reparire unbed. Jede Nähmaschine gut und billig. Schiffchen 70 Bf., Singerspulen 5 Pf., Ersatztheile berechne 3. Selbstkostenpreise. W. W.- Spulen 20 Pf. 2c. Parteigenoffen mache besond. aufmerksam. 55/13 W. Maaske, Schwedterftr. 31. Achtung! Allen Genossen und Genossinnen empfehle das Genossenschafts- Brot, fowie Badwaare à 2 Pf. frei Haus von 4 Uhr ab. H. Grimpe, Musfauerstr. 49, Ecke d. Apotheke( Laden). Weltberühmt als billigste und reelste Einkaufsquelle f. Herren- u. KnabenGarderoben ist die Goldene Hundertzehn, denn sie giebt jezt in ihrem Ausverkauf: Sommer- u. HerbstPaletots von 8, 10, 12, 15, 18, 20, 22, 24 M. prima. Engl. Jaquet- u. RockAnzüge auch in Tuch u. Kammgarn von 10, 12, 15, 18, 20, 22, 24, 27, 30, 36 M. prima. DEF Hofen und Westen 3, 5,6,7,8,9, 10, 12. prima. Havelocks u. BellerinenMäntel von 10 M. an. Schlafröcke v. 6 M. an. Haus- u. Jagdjoppen v. 4 M. an. Knaben- und BurschenAnzüge sowie Paletots jetzt Spottbillig. Ginsegnungs- Anzüge von 10-24 M. prima. 4686L Goldene 110, 110. Leipzigerstr. 110. Cigarren mit Kontroll- Schugmarke für Händler und Restaurateure, in verschiedenen Preislagen offerirt auch nach 46102* außerhalb. Max Flatauer, Cigarren- Fabrik en gros, Berlin, Landsbergerstr. 72, 1 Tr. Roh- Tabak A. Goldschmidt, 4435L* am biesigen Plage wie bekannt grösste Auswahl! Garantie für sicheren Brand. Streng reelle Bedienung, billigste Preise! Sämmtliche im Handel befindl. Rohtabake find am Lager. A. Goldschmidt, Oranienburgerstr.2. 41972 Mariannenftr. 48. Genossen empfehle meinen FrühBereinszimmer mit Piano. Für gute Atücks-, Mittags- und Abendtisch. Getränte sorgt stets 1336L* NaunynFritz Fröhlich, raße 43. Schmargendorf. Restaurant ,, Sanssouci". Empfehle mein Lokal mit schattigem Garten, Kegelbahnen, Kaffeeküche ( à Liter 60 Pf.). Großer Saal zu VerSammlungen. ,, Vorwärts" liegt aus. 1404b A. Pöting. H. Richter, Optifer, Berlin, C. Spittelmarkt,( Wallstr. 1) und Weinbergsweg 15b, nahe am Rosenthaler Thor. Anerkannt beste und billigste Bezugsquelle aller optischen Artikel. ඊ Rathenower Alumingold- Brillen und Pincenez, " " " 2, 1, garant. nie schwarz werd. M. 2,50 Nickelbrillen u. Pincenez 1,50 do. allerfeinste Qualität Rathenower Stahlbrillen Alles mit den besten Rathenower Krystallgläsern I. Qual. versehen. Operngläser, rein achromat. M. 6. Neu! Richter's Opern- u. Reiseglas Excelsiorff inkl. Lederetui u. Riemen M. 12, übertrifft alles bisher Gebotene. Prompter Versandt nach außer halb gegen vorherige Einsendung oder Nachnahme. Genaueste Fachkenntniss. Eigene Werkstatt. Bitte genau auf Straße und Nummer zu achten, um sich vor werthlosen Nachahmungen und Täuschung zu schüßen. Sonntags v. 8-10, 12-2 geöffnet. 3545L KinderwagenBazar, Jerusalemerstr. 42 u. Brunnenstr. 6. Großartig. Auswahl jeder Art, billigste Preise. Viele Anertennungen. Musterbuch grat. u. franto. 43112* ( Auch Theilzahlung.). Meinen geehrten Freunden und Ge noffen empfehle mein gut assortirtes, von nur rein amerikanischen Tabaken fabrizirtes 4061L* Cigarren- Lager. Sämmtliche Waare ist mit Kontrollmarke versehen. A. Gerlach, 38. Kastanien- Allee 38. Rechtsbureau des Königlichen Amtsrichters a. D. Alte JakobEin Kohlengeschäft ist zu verkaufen. straße 130. Gewissenhafter Rath in allen Miethe 800 m. nebst Wohn. u. Stallung. Angelegenheiten. Unbemittelten unent1053b Näheres Chorinerstr. 30, Restauration. I geltlich. Auch Sonntags. Verantwortlicher Redakteur: Wilhelm Schröder in Berlin. Druck und Verlag von Max Bading in Berlin SW., Beuthstraße 2. 673b 2. Beilage zum ,, Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 189. Tokales. Der fozialdemokratische Wahlverein des 3. Berliner am Sonntag, den 27. August, im Schützenhause zu Schmargendorf, zum Gedächtniß an Ferdinand Lassalle eine dem Tage entsprechende Feier. Die Genossen haben nicht verfehlt, für ein Entree von 10 Pf. Unterhaltung mannigfachster Art zu bieten. Das Lokal liegt herrlich an Wiese und Wald und ist mit der Potsdamer Bahn alle 15 Minuten sowie von den Stationen der Stadt- und Ringbahn Die Genossen, welche noch nicht im Befih von Billets sind, tönnen solche bei Ladewig, Ritterstr. 70, bekommen. alle 30 Minuten zu erreichen. Sonntag, den 13. August 1893. 10. Jahrg. Finanzminister Dr. Miquel hat das zum Bleichröder'schen Nachlaß gehörige Grundstück Wilhelmstr. 64 für 1900 000 m. gekauft. Direktion der Anstalt dennoch eine Untersuchung des Falles für Kaufmann Karl Schwieg nach Entwendung von 4000 Mart, geboten, da in dem wenn auch nur momentanen Verlassen darunter zwei Eintausend- Markscheine, flüchtig geworden ist. des im Bade sitzenden Kindes immerhin eine Instruktions- Schwieg ist am 7. August 1873 geboren, mittelgroß und schlank, Verlegung lag. Die Direktion machte der Staatsanwaltschaft er hat blondes, auf dem Hinterkopf gescheiteltes Haar, bartloſes Anzeige und entließ wegen der Instruktionswidrigkeit gleichzeitig Gesicht, höchstens ein Anflug von Schnurrbart. Bei seiner die Wärterin, obgleich diese zu den tüchtigsten und zuverlässigsten Flucht war er bekleidet mit dunklem Jaquet, hellgrauer Hose, Wärtern der Anstalt gehörte. Die Staatsanwaltschaft ordnete Stehkragen mit umgelegten Ecken und steifem schwarzem Fitzhut, die gerichtsärztliche Obduktion der Leiche des Kindes an. Die- am zweiten Finger der rechten Hand trug er zwei Ringe, felbe hat am Freitag stattgefunden und hat ergeben, daß Wasser darunter einen mit drei blauen Steinchen. Er tritt schneidig auf in die Lunge nicht eingedrungen, daß das Kind also nicht und verkehrt mit Frauenzimmern zweifelhaften Rufes. ertrunken ist, im Gegentheil infolge der inneren Erkrankungen der Tod vielleicht in demselben Augenblicke eingetreten sein Der Botanische Garten wird auch heute für das Publikum würde, wenn sich das Kind auch nicht im Bade befunden hätte. geöffnet sein. Das Hauptinteresse dürfte die Victoria regia beDamit fällt jeder Halt für Erhebung eines Strafverfahrens gegen anspruchen, die bei den günstigen Witterungsverhältnissen immerfort neue Blüthen zeigt und zur Zeit zwölf prächtige Von den Mitgliedern der Orts- Krankenkassen die entlassene Wärterin. Blätter hat. erhalten wir fortwährend Beschwerden über die jetzt sehr streng gehandhabten Bestimmungen, wonach die Mitglieder nicht länger 4 Uhr eine ambulante Waffelbude sammt ihren Insassen. Vor Auf den Kopf gestellt wurde gestern Nachmittag gegen als 14 Tage mit ihren Beiträgen restiren dürfen. Früher ist der Zigarrenhandlung des Herrn Otto Baum, Friedrichstr. 32, diese Bestimmung allgemein nicht so genau gehandhabt worden; wurde ein solches dreirädriges Gefährt, das im Südwesten wohl jetzt sind nun eine Anzahl Mitglieder, die jahrzehntelang der bekannt ist, auf seiner Geschäftstournee nach der Hafenhaide durch Kasse angehört haben, ihrer Mitgliedschaft verlustig gegangen. Polizeibericht. Am 11. d. M. Morgens sprang eine Ar So fam es vor kurzem zu recht turbulenten Szenen in der Anstoß eines Pferdebahnwagens aus dem Gleichgewicht gebracht beiterin in der Nähe der Seestraße in den Spandauer SchiffMaschinenbauerkaffe, wo etwa 80 Mitglieder ihre Mitgliedschaft und im nächsten Augenblicke lagen frisch gebackene Waffeln, fahrtskanal, wurde jedoch, anscheinend ohne Schaden genommen In der Spree bei der zu haben, aus dem Wasser gezogen. Oberbaum- Brücke wurde die bereits sehr verweste Leiche eines Arbeiters angeschwemmt. Beim Abbruch des Hauses Lindenstraße 20/21 wurde ein Arbeiter durch die Trümmer einer umfallenden Fachwerkswand verschüttet und am Kopfe, sowie an führung nach dem Krankenhause am Urban erforderlich wurde. den Händen und Beinen so schwer verletzt, daß seine UeberAuf dem Hofe des Grundstücks Puttligstraße Nr. 8 wurde Wiederum hat der Tod uns eine brave Genossin, Frau Vormittags die Leiche eines neugeborenen Kindes aufgefunden. Auguste Görlich geb. Zockmantel entrissen. Wer von den GeIn seiner Wohnung, in der Barnimstraße, fiel ein Schneider, als er sich von seiner am Fenster stehenden Nähmaschine ernossen im 4. Berliner Reichstagswahlkreise Südost hätte nicht heben wollte, infolge eines Krampfanfalles mit dem Kopfe in jene junge Frau, die jezt am 11. August an der Proletarierfrankheit im Alter von 29 Jahren verschieden ist, zur Zeit des der Ackerstr. 134 eine Maurerfrau Bartsch ein flottes Geschäft legung, daß er nach dem Krankenhause am Urban gebracht Der Kriminalpolizei war mitgetheilt worden, daß in die Scheibe des Fensters und erlitt dabei eine so schwere VerSozialistengesetzes gekannt, die mit unermüdlichem Eifer den Genossen zur Seite stand. Wenn unsere braven Genossen, von der mit Stoffen, Tüchern, Schürzen, Spitzen u. s. w. betreibe. Bei werden mußte. Ein Fabrikant wurde in seiner Werkstatt, in politischen Polizei verfolgt und gehetzt wurden, wenn die Ge- einer Nachsuchung fand man auch eine große Menge dieser Gegen- der Wilhelmstraße, mit einer Stichwunde an der Brust todt aufnossen um Rath verlegen waren, so war sie es, die rechtzeitig stände, die Frau Bartsch nach ihrer Angabe von einem Manne gefunden. Es liegt unzweifelhaft Selbstmord vor. der schware Her- Ecke der Garten und Elsasserstraße fand ein Zusammenstoß einen Ausweg wußte, und dem geriebensten Kriminalschuhmann gekauft hatte, den sie nur unter dem Namen ein Schnippchen schlug. Nie werden die Genossen des Südosten mann" kennen will. Dieser Mann habe ihr seit mehreren Jahren zwischen einem Post- und einem Arbeitswagen statt, wobei der rergessen, daß die jetzt Verblichene zur Verbreitung der neuen schon die verschiedenartigsten Sachen verkauft. Es sei ihr aller- erstere umstürzte. Der Postillon wurde vom Bock geschleudert, Weltanschauung auch in der Zeit des Sozialistengesetzes muthig als dings, wie sie behauptet, aufgefallen, daß Hermann in den Besitz erlitt einen Bruch des Unterschenkels und mußte nach dem Vor dem Hause Proletarierin auf dem Kampfplate stand. Auch als brave Frau so verschiedener Dinge, wie er sie verkauft hatte, kommen konnte, Lazarus- Krankenhause gebracht werden. und Mutter erfüllte sie ihre Pflicht. Zur Zeit der Arbeitslofig- zumal er einmal geäußert habe, diesmal hätten sie mich aber Rathenowerstr. 42 wurde ein achtjähriges Mädchen durch eine feit ihres Mannes ernährte sie, Tag und Nacht arbeitend, ihre beinahe erwischt", sie will sich aber trotzdem der Hehlerei nicht Droschke überfahren und erlitt einen Bruch des Unterkiefers und Familie. Aber an ihrem jungen Leben zehrte in diesem harten schuldig bekennen. Der schwarze Hermann, in dem ein wegen einer Rippe. Es wurde nach dem Krankenhause Moabit geNachmittags gerieth an der Ecke der Birken und Kampfe langsam der Keim einer Krankheit. Schon seit längerer Diebstahls mehrfach bestrafter Tapezirer Hermann Sobeck ermittelt bracht. Zeit tränkelnd, suchte sie Heilung in ihrer Heimath in Schlesien, wurde, ist wegen wiederholten Diebstahls, Frau Bartsch wegen Wilhelmshavenerstraße ein fünfjähriger Knabe unter die Räder eines Geschäftswagens und wurde so schwer verletzt, daß er bald hier fand sie endlich Ruhe, und zwar die beste, die Ruhe des gewerbsmäßiger Hehlerei verhaftet worden. darauf im Krankenhause Moabit verstarb. Im Laufe des Grabes. Ihrem untröstlichen Gatten hinterläßt die Todte zwei Tages fanden drei Brände statt. unerwachsene Kinder. protestirten. Wir können unseren Genossen nur empfehlen, recht vorsichtig zu sein, denn leider läßt sich gegen eine derartige statutarische Bestimmung nichts ausrichten und zeigt sich einmal wieder, wie nothwendig die Beseitigung dieser drakonischen Bestimmung des Krankenkassen- Gesetzes ist, die den Mitgliedern bei Arbeitslosigkeit sofort die vermeintlichen Wohlthaten einer so genannten Sozialreform entzieht. Ein stetes Andenken wird der Verstorbenen von allen Genoffen bewahrt werden. Der Sozialdemokratische Wahlverein im vierten Berliner Reichstags- Wahlkreis. Frau und ihr radreitender Junge in buntem Durcheinander auf Lebewesen unter Verwünschungen auf die Pferdebahn und alles, dem Asphalt. Glücklicherweise unverlegt, arbeiteten sich die beiden was damit zusammenhängt, aus dem Pele- mele heraus und retteten, was noch möglich war. Der Junge beging dabei, von der in den mit den Vorräthen gefüllten Sack zu werfen, was ihm Situation noch verwirrt, den Fehler, die brennenden Holzkohlen feitens der erzürnten Frau noch eine derbe Backpfeife eintrug, die ihn zu verdoppelter Gile anspornte, um dem Bereich der Unfallstelle und dem Gelächter der erheiterten Menge zu entstrampeln. Als muthmaßlich gestohlen ist eine am 5. d. Mts. zum Versatz gelangte goldene Damen- Remontoiruhr Nr. 205 683 von der Kriminalpolizei beschlagnahmt worden. Die Eigenthümerin wird ersucht, sich in den Vormittagsstunden von 9-12 Uhr im Zimmer 36 des Polizeipräsidiums baldigst zu melden." 3 Gerichts- Beitung. An der Im Zimmer 95 daselbst ist ein grauer Segelleinwand- Koffer Der plönliche Tod eines Kindes im städtischen Kranken- Unbekannten von gewerbsmäßigen Bahnhofsdieben auf dem mit Ledergriffen zu rekognosziren, der am 1. Juli cr. einem haus Moabit hat Veranlassung zu strafrechtlichen Grmittelungen, Bahnhof Friedrichstraße gestohlen worden ist. Der Koffer entwegen Beleidigung zu Grunde, welche gestern vor der zweiten Eine böse Personenverwechselung lag einer Anklage Daneben aber zu dem Gerüchte Veranlaffung gegeben, daß durch hält Wäsche und einen Plüschumhang mit Hahnenfedern besetzt. Ferienstraffammer des Landgerichts stattfand. Durch die Beweisvor der die Unvorsichtigkeit einer Wärterin ein Kind im Bade ertrunken sei. Auf grund eingehender Recherchen können wir folgende sach- maßlich gestohlenes Backpapier zur Refognoszirung aus. Im Zimmer 330 liegen 3-4 3entner gelbbraunes muth: Aufnahme ergab sich folgender Sachverhalt: Gines Nachmittags gemäße Darstellung des Vorfalles geben, durch welche vorbesuchte ein 15 jähriges junges Mädchen das Werthheim'sche erwähntes Gerücht jeden Halt verliert: Am 23. Juni wurde der Ein angeblicher Student der Theologie, der unter ver- Verkaufslotal in der Rosenthalerstraße. Nachdem dasselbe einen 21/2 jährige Knabe Wilhelm Dittmann, der an Gelent- Rheumatis- schiedenen Namen Vermiether von Schlafstellen geschädigt hat, ist einen Einkauf gemacht, stand es nebst vielen anderen Personen mus litt, in das Krankenhaus aufgenommen. Im Verlauf der in der Person des 15jährigen, bereits bestraften Arbeitsburschen in der Nähe der Kasse und erwartete bis Gelegenheit zum Zahlen Plötzlich trat ein Hausdiener an die junge Herzleiden ein. Am 8. d. M. wollte die Wärterin der Station IV wußte sich Logis, Essen und Darlehne zu erschwindeln, indem er Dame heran und forderte sie auf, ihm zu folgen. Als ihm ein das Kind nach ärztlicher Anordnung baden. Sie sette dasselbe den Vermiethern vorspiegelte, daß er bei seinem Vormund in erstauntes„ Warum?" entgegengehalten wurde, wiederholte er in die mit Wasser gefüllte Badewanne und begab sich darauf Potsdam einen Koffer mit 500 M. stehen habe, oder daß er im seine Auffordernng in so dringender Form, daß die junge Dame was allerdings instruktionswidrig war in das nebenanliegende Postfache angestellt sei, gelegentlich nahm er auch goldene seinem Verlangen nachgab. Er führte sie in ein besonderes offene Zimmer, um das Bett des Kindes zu ordnen. Als sie ühren mit. Zimmer, wo sich zwei Berkäuferinnen des Wertheim'schen Genach zwei Minuten zu dem Kinde zurückkehrte, lag dasselbe auf schäfts befanden, welche der jungen Dame erklärten, daß sie von dem Rücken im Wasser und war todt. Obwohl der Arzt du Die Polizeiverwaltung von Düsseldorf theilt der hiesigen den ausgelegten Waaren gestohlen habe und sich eine Leibesjour als Todesursache eine Herzlihmung tonstatirte, hielt die Kriminalpolizei mit, daß von dort der Schreiber oder auch Untersuchung gefallen lassen müsse. Vor Schreck starr ließ die Sonntagsplauderet. 100 wenn der Finanzen ganz und gar gleichgiltig erscheinen, die Er- minister nur den blendenden Vorschlägen seines Freundes gebnisse seines Nachdenkens interessiren nur soweit, als sie Ahlwardt sein Ohr leihen möchte. sich auf die Entdeckung neuer Steierobjekte beziehen. Kaum R. C. Allmälig nähert sich die Zeit der ſauren Gurke vergeht ein Tag, an welchem wir nicht mit einem neuen Beit her, Haben die beiden Herren allerdings noch von der ihrem Ende. Die unglaublichen Erzählungen und Geschichten, Steuerprojekt beglückt werden, und ginge es nach den der Diskonto Gesellschaft war, der jezige Finanzminister Direktor ein böses Hühnchen die sonst um diese Periode die Runde durch die Zeitungen Wünschen der Offiziösen, so wäre kaum noch ein Nickel im zu pflücken, so fennt Herr Ahlwardt machen, haben die Leser erbaut; ganz Berlin, soweit das Portemonnaie der Staatsbürger vor dem Schicksal bewahrt, feinen nachtragenden Grimm, andererseits selbe zahlungsfähig ist, befindet sich auf Reisen, und die daß er Herrn Miquel zur Lösung der Deckungsfrage, die Vaterland aus Äengsten und Nöthen zu retten. Er sammelt es gilt, das ersten Rückzügler, die wegen ihrer gebräunten Gesichter ja doch alle Gemüther beschäftigt, zur Verfügung gestellt feurige Kohlen auf das Haupt seines sonstigen Todfeindes, cinen etwas zurückgekommenen Eindruck machen, fallen an- würde. Denn wird das Geld zu anderen unnüßen Aus- und mit genialem Seherblick weist er ihm die Bahnen, die genehm unter den Reihen der sonst bei uns üblichen Bleich gaben verwendet, so hat es seinen Beruf verfehlt, und er in Zukunft zu wandeln hat, wenn er zu unermeßlichen gesichter auf. Dem gewöhnlichen Sterblichen stroßt das Herr Miquel ist doch schließlich der Einzige, der Schätzen gelangen will. Und wühlen gewöhnliche Menschen Geld nicht so in der Weste, daß er ein Gebirge oder eine wirklich ergründet hat, was uns frommt. Seeküste einathmen kann schließlich hat er es, wenn man muß es Darum schon mit Vorliebe im Golde, so ist das ein berechtigter heut zu Tage schon als ein Zeichen Vorzug jedes Finanzministers, und leitete ein solcher nur Kundigen glauben will, auch nicht nöthig, die Nachwirkungen eines verrucht revolutionären Charakters Charakters und eines stürmisch erlebten Winters zu verwischen und sich auf müths betrachtet werden, Ge- die Finanzen von Montenegro und nicht diejenigen Preußens eine ebenso anstrengende Zeit vorzubereiten. Lauscht man in Dinge mischt, die nur die Finanzverwaltung angehen das Geld nehmen, so predigte Herr Ahlwardt in einer wenn sich ein Unberufener und des Deutschen Reichs. Man soll den reichen Juden aber auf die Erzählungen derjenigen, die bereits zurück- und für welche diese allein ausschließlich das nothwendige seiner letzten Versammlungen. Und er will diese zunächst gekehrt sind, so glaubt man jedes Mal, mindestens Verständniß besitzt. Mit Vorschlägen darf man deswegen noch theoretische Lehre dadurch in die That umsetzen, daß einen Durchquerer Afrikas vor sich zu haben, und schon garnicht kommen, denn zunächst ist nicht die geringste er einen diesbezüglichen Antrag im Reichstage einbringen erfrischte nicht immer und immer wieder den stummen Aussicht vorhanden, daß dieselben irgend welche Beachtung will. Das ist unter allen Umständen ein Fingerzeig, den und staunenden Zuhörer die ewig neue Geschichte von den finden, die sie natürlich auch nicht verdienen, und anderer sich keine einigermaßen geregelte Finanzverwaltung ent Prellereien besonders geschäftskundiger Hotelbesitzer, so feits liegt immer die Befürchtung nahe, daß die Vorschläge, gehen lassen sollte. würden schließlich die Berichte sämmtlich an einer gewissen so gut sie auch gemeint sein mögen, das Mißfallen der Be- zunächst wohl nicht daran gedacht haben, diese auf Zwar wird Herr Ahlwardt Eintönigkeit leiden. Doch das macht alles nichts aus, auch hörde erregen. Und im Palais im Kastanienwäldchen ist so reelle Weise erworbenen Gelder zu irgend welchen wer in Berlin zurückbleibt, kann sich seines Daseins freuen, man gegen Nörgler besonders empfindlich, was ja auch Staatszwecken zu verwenden im Gegentheil: zunächst wenn ihm ein gnädiges Geschick den nothwendigen Mammon garnicht zu verivundern ist, da in Geldsachen bekanntlich wären wohl die nothleidenden Antisemiten zu berücksichtigen, in die Hände spielt leider kommen derartige Spielereien jeder Anflug von Gemüthlichkeit nach jeder Richtung aber von den Herzen der christlichen und germanischen im allgemeinen viel zu selten vor. hin ausgeschlossen ist. Nur muß man auch den Steuerzahler wäre unbedingt ein gewaltiger Felsblock entOb der Finanzminister Berlin ebenfalls verlassen hat, einen Umstand beherzigen, daß schließlich die Ver- ferut, wenn der Finanzminister, und thäte er es auch nur entzieht sich leider unserer Kenntniß. Einestheils bietet wirklichung der Finanzpläne nicht bei den offiziösen und erröthend, den Spuren des Herrn Ahlwardt folgen würde. das Studium der Personalnotizen zu wenig Anziehendes, äußerst bereitwilligen Federn des Finanzministers liegt, Welch' berauschender Ausblick eröffnet sich da für die Zuandererseits kommen die Steuererheber auch, selbst wenn sondern beim Reichstag, was soviel bedeuten will, daß kunft: der Appetit kommt beim Essen- ist das jüdische Herr Miquel die Reichshauptstadt nicht mit seiner An- sämmtliche Vorschläge mit Pauken und Trompeten an Geld erst für militärische Zwecke verbraucht, so wird man wesenheit beglückt. Wäre das nämlich nicht der Fall, so genommen werden. So gehen wir also einer ganz besonders vor dem christlichen nicht mehr Halt machen können, und würden sich unsere innigsten Wünsche dahin richten, trostreichen Zukunft entgegen, und unsterblich würde das ist auch dieses den Weg der Kasernen und Bayonette gedaß der Finanzminister sich fortwährend auf Reisen befände, Verdienst des Herrn Finanzministers sein, wenn er seine gangen, so muß der Zukunftsstaat nach Eugen Richter'schem und mancher hätte vielleicht nicht einmal Erhebliches das sommerliche Muße dazu benutzen würde, um darüber nach- Rezept ganz von selbst anbrechen, und alle Noth und alles gegen einzuwenden, wenn er in verwegener Kühnheit selbst zudenken, woher wir schließlich all das viele Geld be- Glend hat auf dieser Welt ein Ende. Darum soll sich das Land aufsuchte, in welchem der Pfeffer gedeihen soll. kommen, welches wir zur Begleichung unserer Militär- der Finanzminister vor allen Dingen merken, daß kein So aber lassen die Erfindungen der Neuzeit, soweit sie sich liebhabereien nothwendig haben. Damit wären die Vorschlag so dumm ist, daß er schließlich nicht doch noch auf die Beförderung von Briefen und dergleichen Sachen quälendsten Zweifel in befriedigender Weise gelöst, und die für militärische Zwecke ausgebeutet werden könnte... beziehen, dem Steuerzahler den Aufenthaltsort des Lenkers Sache ist ja auch gar nicht so schlimm, wenn der Finanz Junge Dame alles mit sich geschehen. Man unters 7,50 M., an Sonn- und Festtagen 8 M. Honorar zu zahlen. fuchte ihre Taschen, ihre Mujitmappe und ihren Muff, man Soziale teberlicht. Bestellungen sind bei der Geschäftskommission, Rosenftr. 30, im teöffnete ihr das Jacket und den Miedergürtel. Es wurde nichts gefunden als die von ihr gekaufte Kleinigkeit, worüber sie den und Berufsgenossen der Firma Willing u. Violet dauert Familien- Kaffeekochen am 20. August, Nachmittags 3 Uhr, bei Achtung, Metallarbeiter! Der Streit der Schraubendreher ſtaurant Bernau zu machen. Ferner wurde beantragt, daß die nächste Bundesversammlung mit gemüthlichem Beiſammenſein, Sanz und Bahlschein in der Hand hielt. Jezt wurde den Verkäuferinnen unverändert fort. Wir bitten um strengste Fernhaltung des Zu- Röllig, Neue Friedrichstraße 44, stattfinden soll. doch klar, daß hier ein Mißgriff geschehen sei, fie baten die junge Dame um Entschuldigung und gaben sie fret. Die Geges. Der Vorstand des Verbandes Berlins und Umgegend. fchichte von einer ertappten Diebin war inzwischen doch ruchbar aller in der Metallindustrie beschäftigten Arbeiter eines süddeutschen Aufrufs am 6. August in Stein's Restaurant Sozialdemokratische Radfahrer hielten auf Veranlassung geworden, als das junge Mädchen den Laden durchschritt, mußte es förmlich Spießruthen laufen und viele verlegende Bemerkungen Rosenthalerstr. 38, eine Besprechung behufs Gründung eines hören. Die Aufregung über den ihr angethanen Schimpf hat sie Achtung, Schuhmacher! Am Montag, den 14. August, Bundes über Deutschland ab. Von 28 Anwesenden erklärten fich auf's Krankenlager geworfen, erst nach drei Wochen war fie ge- Abends 8 Uhr, findet in Bolg Salon( früher Feuerstein), Alte 21 für eine derartige Gründung. Trotz der eifrigsten Müher Konrad verfchuldet worden. Bekanntlich wird in dem Werth- industrie nefen. Der bedauerliche Irrthum war von dem Hausdiener Jakobftr. 75, eine öffentliche Versammlung aller in der Schuh- und Reden zweier Gegner wurde dennoch eine Kommission vor beschäftigten Arbeiter und Arbeiterinnen statt. fünf Personen niedergesezt, um die ganze Angelegenheit schneller heim'schen Geschäft viel gestohlen und eine besondere Auf- Tagesordnung: Vortrag. Berichterstattung des Delegirten zur Abends 9 Uhr bei Philipp, Rosenthalerstr. 38. zu regeln. Nächste Versammlung: Donnerstag, den 17. August, merksamkeit der Verkäuferinnen ist wohl angebracht. An Streit- Kontroufommission betreffs Gründung eines Auskunftsjenem Tage hatte eine derselben eine schon längst verdächtige bureaus. Abrechnung vom Streit in der Fabrik von Mauff, Frau bei einem Diebstahl ertappt. Die Verläuferin rief Oranienstr. 180. In anbetracht der wichtigen Tagesordnung ist Schleunigst den Hausdiener Konrad, wies auf eine Frau, die un es Pflicht aller Kollegen und Kolleginnen pünktlich zu erscheinen. mittelbar neben der jungen Dame stand und sagte:" Bringen Die Agitationstommission der Schuhmacher Sie die Perfon nach hinten, ich werde einen Schuhmann holen." Die Verkäuferin entfernte fich eilig, der Hausbiener hatte den J. A.: Fleischer. Fingerzeig falsch verstanden, er bemächtigte sich der jungen Dame und die Diebin enttam. Gegen den Hausdiener Konrad, sowie gegen die beiden Verläuferinnen, welche die junge Dame untersucht hatten, wurde Anklage wegen Beleidigung erhoben. Der Gerichtshof fällte aber gegen alle drei Angeklagte ein freisprechendes Urtheil, da dieselben einestheils in Wahrung be rechtigter Intereffen gehandelt httaen und anderntheils von einer beleidigenden Absicht teine Rede sein konnte. in Berlin 3. Achtung, Parteigenoffen! Das Lokal des Herrn Gebeler Kleines Schützenhaus" Reinickendorf, Provinz- und Bürgerstraße ist gesperrt. Die Lokalkommission von Reinickendorf. Poderts. Richter. Rosenfeld. Mit Zustimmung der Berliner Lokal- Kommission J. Wernau. und Berufsgenoffen hatten am 11. Auguft eine schwach beDie Hausdiener, Geschäftsdiener, Packer, Packerinnen fuchte öffentliche Versammlung. Ladewig, Delegirter der Gewerkschaftskommission, berichtete: für die Weber Rigdorfs feien 22,05 M. gesammelt. Für die Bergarbeiter find 50 M., der Ertrag einer Tellersammlung von 12,50 M. und von dem Vereine noch 50 M. bewilligt worden; weiter ersuche er, nur Brot mit der Kontrollmarte zu kaufen. Wirthschaftliche Verhält nisse zwingen ihn, sein Amt als Delegirter niederzulegen. Die Ersatzwahl wurde aber bis zur nächsten öffentlichen Versammlung vertagt. Ramm beflagt die Schwierigkeit, Marten umzusetzen; in 11 Monaten fonnte er nur für 9 M. ausgeben. Hiernach legt ölkel in seinem Vortrage die Nothwendigkeit eines ständigen Bureaus der Gewerkschaftskommission mit besoldetem Heber einen Streik der Aerzte wird aus Reich en- Beamten ausführlich klar. Runge hält die von 75 Personen besuchte Der Kutscher August Hoffmann stand gestern unter der ba ch berichtet. Nachdem der Vorstand der Orts Krantentaffe Versammlung nicht für ausreichend, hierüber endgiltig Beschluß zu Anklage der fahrläffigen Tödtung vor der vierten Straffammer der Gewerbegehilfen sieben für diese Kasse praktizirenden Aerzten fassen. Kollege Grauer theilt mit, daß die Abendausgabe der Voffdes Landgerichts I. Der Angeklagte war am Nachmittage des für den 31. Juli gekündigt hatte, weil sie bebingungslos auf eine 3tg." heute schon berichtet, daß mit diesem Tage von den Arbeit12. April d. J. mit einem Flaschenbierwagen, von der Bärwald zwanzigprozentige Rabattgewährung einzugehen sich weigerten, gebern in der Stralauerstr. 2 ein ständiges Auskunfsbureau für Straße tommend, in die Wilmsstraße eingebogen und dabei in so baben die übrigen Aerzte, bis auf drei, sich mit ihren Kollegen Arbeitgeber und Arbeitnehmer errichtet worden sei, wir dürfen Dorschriftswidrig schneller Weise gefahren, daß eine den Damm solidarisch erklärt und am 2. August ebenfalls ihre Thätigkeit also nicht mehr lange zögern. Für den Antrag sprachen noch Barnewit, Puzzer, Herrmann, Ladewig, Fuchs und Kaßler. Nach überschreitende Frau unter sein Fuhrwert gerieth und so schwere für die Kasse eingestellt. dieser ausgedehnten Debatte nahm die Versammlung einstimmig Berlegungen erlitt, daß sie bald darauf verstarb. Der Staatsanwalt hielt die Fahrlässigkeit für eine außerordentlich grobe, er tag und Montag Vormittags abgehalten. Der internationale Schuhmacherkongreß wurde Sonn- eine Resolution an, in der die Hausdiener, Packer und Berufsbeantragte gegen den Angeklagten eine Gefängnißstraße von tag und Montag Vormittags abgehalten. Erschienen waren genoffen sich mit dem Antrage, ein ständiges Bureau der Geerklären. zwei Jahren. Der Gerichtshof erkannte auf ein Jahr Ge- Ungarn, Dänemark, Belgien, Frankreich und England vertraten. Sa fler berichtet, daß die Restanten der damaligen Zeitschrift 30 Delegirte, welche Deutschland, die Schweiz, Desterreich, werkschaftskommission zu errichten, einverstanden fängniß. Die von den Delegirten erstatteten Berichte ließen überein-„ Einigkeit" ihren Pflichten noch nicht nachgekommen sind, und will Die Fälle, in welchen Personen auf Grund stimmend die Arbeitsverhältnisse im Schuhmachergewerbe als eine diesbezügliche Aufforderung im Korrespondenzblatt erlaffen trübe erscheinen. Auch in bezug auf den Stand der Organi- haben. Herrmann giebt bekannt, daß die Auflösung der einder Gutachten von Schreibsachverständigen fationen waren die Mittheilungen nicht sehr erfreuliche, nament- geschriebenen Hilfskaffe der Hausdiener unmittelbar bevorstehe. unschuldig verurtheilt wurden, häufen sich in erschreckender Weise. Adem Anschein nach liegt im nachfolgenden lich bezüglich Desterreich, Ungarn und der Schweiz, Bock und Nach einer Mittheilung des Kollegen Grauer sind bereits 432 Falle wiederum ein solcher verhängnißvoller Irrthum des Schreib- Siebert vertraten den Verein deutscher Schuhmacher mit 10 000, Meldungen von Mitgliedern dieser Stasse eingegangen, die ihre fachverständigen vor. Am 5. b. M. hatte sich der Arbeiter&. Freak aus London die Union der Schuhmacher mit 42 000, Bustimmung zur Auflösung der Kasse geben. Zum Schlusse vor der Straftammer des Landgerichts I wegen schwerer Simon aus Lyon das dortige Schuhmacher- Syndikat mit 8000 wurde ein Begrüßungstelegramm nach Bürich gesandt. Urkundenfälschung zu verantworten. Er sollte einen von ihm und der Berner Freimüller den Verband der Schuhmacher in der Charlottenburg. In der am 9. August in Vilter's Salon verausgabten Wechsel fälschlich mit dem Akzeptvermerkt seines Schweiz mit 800 Mitgliedern. Von den gefaßten Beschlüssen ist besonders bemerkenswerth abgehaltenen Versammlung des sozialdemokratischen Wahlvereins Bruders versehen haben. Der Angeklagte bestritt hartnäckig die derjenige betreffend Errichtung eines internationalen Sekretariats wurde zunächst, da der Referent Genosse Köster not tiet Bekannten an seinen Bruder habe senden laffen, um ihn au akzeptiren und daß er den Wechsel von diesem Bekannten dem nationale Gegenseitigkeit in der Unterstützung reifender Mit- gegengenommen. Mit dem Bestand vom 1. Quartal waren einnächst mit dem Atzeptvermert seines Bruders zurückerhalten glieber. Die Unterstützung soll nach Kilometern erfolgen und zur genommen 380,18 M., ausgegeben 248,65 m., so daß ein Bestand habe. Der als Zeuge geladene Bruder verweigerte seine gegenseitigen Abrechnung das Markensystem überall eingeführt von 181,48 m. verblieb. Unter den Ausgaben befanden sich Aussage. Mit der Beschaffung der für jedes Land in anderer 100 m., die an das Zentral- Wahlfomitee abgeliefert waren. Auf Die Entscheidung hing daher lediglich von dem werden. Gutachten des Schreibsachverständigen ab. Daffelbe lautete Farbe herzustellenden Koupons wurde der in Nürnberg den Listen zur Landagitation find gezeichnet 180,35 M. Der init der Domizilirte Vorstand des Vereins Deutscher Schuhmacher betraut. Ueberschuß vom Siegesfest belief sich auf rund 165 M. Sodann größten Bestimmtheit dahin, daß nur der Angeklagte den Atzeptvermerk geschrieben habe. Das Gericht ver- Grundfäße aufstellen. Bezüglich des Streitwesens soll das Sekretariat bestimmte wurde nach längerer Debatte beschlossen, den Todestag Laffalle's am 3. September in der Jungfernhaide zu feiern. Sollte die urtheilte darauf den Angeklagten zu einem Jahre Ge= fängniß bei sofortiger Verhaftung. Nach Verkündigung des Der Kongreß wurde Montag Mittags 2 Uhr mit einem Genehmigung seitens der Forstbehörde nicht erfolgen, so sollen Urtheils brach die im Zuhörerraume befindliche Wirthschafterin Hoch auf die internationale Arbeiter- und Schuhmacherbewegung am Abend des 31. August zwei öffentliche Voltsversammlungen abgehalten werden, in denen über die Bedeutung Lassalle's des Angeklagten, Frau E., in Thränen aus. Sie theilte dem geschlossen. für die arbeitende Klaffe referirt wird. Hierauf hielt der inzwischen erschienene Referent einen mit Beifall neben ihr sitzenden Gastwirth W. mit, daß nicht der Angeklagte, sondern sie die Thäterin sei. Jener Bekannte, dem der aufgenommenen Vortrag über Astronomie und Religion". Unter Angeklagte den Wechsel zur Absendung an den Bruder gegeben, Eine Diskussion über denselben fand nicht statt. fei nach einiger Zeit zu ihr gekommen und habe erklärt, er habe Verschiedenem erwähnte Genosse Beyer, daß den hiesigen vergessen, den Wechsel abzuschicken, fie, Frau E. solle das Die Freie Vereinigung der Bau Arbeiter Berlins Straßenreinigern, die bekanntlich nur des Nachts arbeiten, noch zur Atzept des Bruders daraufschreiben und den Angeklagten beschäftigte sich in ihrer am 6. August tagenden Versammlung Pflicht gemacht ist, die in der Nähe ihrer Wohnung belegenen in den Glauben laffen, sein Bruder habe es geschrieben. mit der Vorstandswahl. Dieselbe ergab folgendes Resultat: Abflußkanäle bei regnerischem Wetter zu kontrolliren und event. Sie habe bisher gefchwiegen, weil sie immer angenommen 1. Vorsitzender Deredder, 2. Vorsitzender Böttcher, dafür Sorge zu tragen, daß keine Verstopfung eintritt. Mehrere ber Angeklagte könne nicht verurtheilt werden. 1. Raffirer Sprenger, 2. Kaffiver Seinemann, 1. Schrift derselben hätten nun bei dem letzten Regenwetter, wohl in olge Nuninehr laffe ihr Gewissen ihr keine Ruhe mehr, sie sei bereit, führer Berger, 2. Schriftführer Wendt, Revisoren Rie- von Uebermüdung, dieses versäumt, und so will nun der wohldies Geständniß jederzeit vor Gericht zu erhärten. Der Gast- täber, wallenthin, Söppner. Die Wahl der Fach- löbliche Magistrat diesen ohnehin schlecht besoldeten Arbeitern noch wirth W. wandte sich sofort an den Rechtsanwalt Dr. Schoeps, fommission und der Zahlstellen Inhaber wurde bis zur nächsten 1,50 M. vom fauer verdienten Lohn türzen. Dieses Verfahren um die nöthigen Schritte zur Aufhebung des Urtheils zu thun. Bersammlung zurückgestellt. Genoffe Bernau übte sodann fennzeichne die Charlottenburger Kommune als Arbeitgeber zur Letzterer hat bereits den Antrag auf Wiederaufnahme und Haft- eine eingehende Kritik an den diesjährigen Steuerlisten. Die Genge. entlassung gestellt. nächste Versammlung findet am 10. September statt. habe, Versammlungen. 4. Nachdem noch zur stritten Durchführung des über die Spandauer Bergbrauerei verhängten Bontotts, sowie zu zahlDer Fall illustrirt auch von neuem schlagend die Nothwenbigkeit der Einführung der Berufung gegen die Urtheile der Der Bund der geselligen Arbeitervereine für Berlin reicher Betheiligung an dem am Sonntag, den 27. August stattStraffammern. Dem Angeklagten steht das Rechtsmittel der und Umgegend hielt am 16. Juli eine Versammlung ab, in findenden Besuch der Urania aufgefordert wurde, beschloß die Revision gegen das erste Erkenntniß zu, dies ist aber für ihn welcher die Vereine Privatgesellschaft Liberté, Vergnügungsverein Versammlung, den Vertretern des internationalen Proletariats nuglos, da er in der Revisionsinstanz neue Thatsachen nicht Einigkeit und Vergnügungsverein Frisch auf aufgenommen auf dem Kongreß in Zürich ein Begrüßungstelegramm zu überDorbringen kann. E3 bleibt also nichts übrig, als das ver- wurden. Es wurde bekannt gegeben, daß der Vorstand mit der senden. urtheilende Erkenntniß sofort rechtskräftig werden zu lassen, um Freien Vereinigung der Berufsmusiker wegen des Tarifs ein hieran das Wiederaufnahme- Verfahren zu knüpfen. Uebereinkommen getroffen hat, dahingehend, an den Wochentagen Meinen werthen Kunden zur Nachricht, daß ich mein Uhren- und Goldwaaren- Lager von der Invalidenstr. 157, neben der Markthalle, nach der verlegt habe. Brunnenstrasse 175, neben der Jnvalidenstraße Durch bedeutende Vermehrung meines ohnehin schon großen Lagers und direkten Bezug großer Posten Uhren, Gold-, Silber-, Corall- und Granat- Waaren bin ich im Stande, noch billiger zu verkaufen wie bisher. Das sechzehnjährige Bestehen und stetige Emporwachsen meines Geschäfts beweisen meine Reellität und Leistungsfähigkeit. Die neuesten und geschmackvollsten Muster sind stets am Lager. Elegante Spezialität: Goldene Ringe und Alfénidewaaren. Max Busse, Uhrmacher und Juwelier. Einsegnungs- Herren- u. Knaben- Garderobe, Arbeitssachen, Bestellungen nach Maaß. Anzüge. empfiehlt wie bekannt in reellster Ausführung und allerbilligsten Preisen Elegante EinsegnungsAnzüge. J. BAER, Berlin N., Gesundbrunnen, Badstrasse 18, Cdte der Stettinerstraße. Ich habe keine Filialen und sehe mit ähnlich lautenden Firmen in keinerlei Beziehung. Bitte daher genau auf Firma zu achten. 4894L Telephon Amt 7, No. 928. Berlag des ,, Vorwärts" Berliner Volksblatt 2. Beuth- Straße. Berlin SW. Beuth- Straße 2. Berliner Arbeiter- Bibliothek Herausgegeben von May Schippel. 3 I. Serie: 1. Seft: Ein sozialistischer Roman.( Ein Rückblick 2000 bis 1887.) Nach dem Amerikanischen des Edward Bellamy. 32 Seiten. Mr.-, 15 Die Gewerkschaften, ihr Nuken und ihre Bedeutung für die Arbeiterbewegung. Rede von May Schippel. 32 Seiten. Mt.-, 15 Die Arbeiterinnen- und Frauenfrage der Gegenwart. Bon Clara Bettin. 40 Seiten. Mt.-, 20 Mt.-, 20 mt.-, 20 2.# 3. " 4. n Der Sozialismus in Frankreich seit der Pariser Kommune. Von Offip Bettin( Paris)+. 48 Seiten. 5.* Charakterköpfe aus der franzöfifchen Arbeiterbewegung. Don Offtp Bettin( Paris)+. 48 Seiten. 6.# 7. Die Hausindustrie in Deutschland. Bon P. Kampffmeyer. 32 S. Mt.-, 15 Junker und Bauer. Sur Entwicklung unserer Agrarverhältniffe. Von Paul Kampffmeyer. 32 Seiten. Mt.-, 15 8. m 9. " Die Mare'sche Werththeorie. Bur Einführung in das Studium don Marr. Von Paul Fischer. 52 Geiten. Die wirthschaftlichen Umwälzungen und die Entwickelung der Sozialdemokratie. Von Mar Schippel. 32 Seiten. Mf.-, 15 Mt.-, 20 Die Sozialdemokratie und der Deutsche Reichstag. 10." 11.# 12." jum Gebrauch für sozialdemokrattsche Wähler. 36 Seiten. Materialien Mt.-, 15 Bie fojiale Frage auf dem Lande.( I. Die Lage der ländl. Lohnarbeiter in Preußen. Von Paul Kampffmeyer. II. Der Ruin des ländliche Kleinbetriebes durch die landw. Großprobuftion. Bon***) 40 Geit. Mt.-, 20 Die Arbeiterschuh- Gesetzgebung und ihre Regelung. Bon Paul Ernst. 86 Seiten. Mt.-, 15 II. Serie: 1. Seft: Der Mythus von der Begründung des Deutschen Reiches. Eine historische Stizze. Von Hans Müller. 40 Seiten. 2.# 3. 4. " 5/6." mr.-, 15 Zur Naturgeschichte der antisemitischen Bewegung in Deutschland. Bon Gerhard Strause. 32 Geiten. Mt.-, 15 Soziale Frage und Bodenverstaatlichung. Bon Conrad Schmidt, 82 Seiten. Mt.-, 15 Die deutschen Arbeiter und das Gewerbegerichtsgesek. Bon Mar Schippel. 36 Seiten. Mt.-, 15 Zur Entwicklungsgeschichte des Kapitalismus in Deutschland. Mit befonderer Berücksichtigung Mittel- und Norddeutschlands. Bon Paul Kampffmeyer. 84 Seiten. Mr.-, 25 Mt.-, 20 7." Prentische Volksschul- Zufände. Ein Wort an das Bolt und seine Lehrer. Von Hans Müller. 48 Geiten. 8. fort mit dem Dreiklassen- Wahlsystem in Preußen. Bon Mar Schippel. 8weite Auflage. 35 Seiten. mt.-, 20 9. " Die Unentgeltlichkeit der Lehrmittel für die Schulen des Volkes. Von Hans Müller. 32 Geiten. Mf.-, 15 10. " Das Ostende von London. Ein soziales Nachtbild. Won Paul Fischer. Erste Abtheilung. 30 Seiten. 11. " Breite Abtheilung. 27 Seiten. mt.-, 15 mt.-, 15 13. n 14. " Mt.- 20 Möbeltischlerei und Polsterwaaren- Fabrik ... A. Schulz, Steigenbergerfir. 5. 4663L* Größtes Lager einfacher und besserer Wohnungs- Einrichtungen von 240-3000 Mark. Garantie für dauerhafte Arbeit. Aeußerst billige Preise. Rein Feilschen fein Handeln, sondern streng feite, fehr billige Preife. Geschäfts- Häuser 12." Die Entwickelung der Geschichtsauffaffung bis auf Karl Mare, Bon Gerhard Kraufe. 46 Seiten. Mt.-, 20 Die Arbeiterbewegung im Lichte der materialistischen Geschichtsauffallung. Bon Gerhard Krause. 88 Seiten. Die deutschen Buchdrucker in ihren Kämpfen gegen das Kapital. Bon Walther May. 40 Getten. Mt.-, 20 1. Heft: Ift der Sozialismus mit der menschlichen Natur vereinbar? Von Paul Kampffmeyer. 28 Seiten. mt.-, 10 Technisch- wirthschaftliche Revolutionen der Gegenwart. Bon Max Schippel. 81 Seiten. Mt.-, 15 Engl. LederJackets 8,50, 6,50, 4,50. III. Serie: 2.# 3.# 4. " Die deutsche Zuckerindustrie und ihre Subventionirten. Beitrag zur Landagitation. Von Mar Schippel. 80 Setten. Mf.-, 15 Die Prostitution, ihre Ursachen, ihre Folgen und ihre Bekämpfung Von Dr. H. Zur- Magdeburg. 88 Seiten. Gin 5. " Die Bartelle von Dr. Adolf Braun. 48 Seiten. Komplett: 1. Serie: broschirt Mt. 1,-; gebunden Mt. 1,75 II. Serie: broschirt Mt. 1,65; gebunden Mt. 2,40 Wiederverkäufern Rabatt. Mt.-, 20 Mt.-, 25 Bei Aufträgen von Außerhalb ersuchen wir umgleichzeitige Einsendung des Betrages( Porto extra). Großer Ausverkauf! Gardinen- Fabrik von Bruno Güther, Gabriṭant aus Plauen in Sachsen, 80 Grüner Weg 80, parterre, Eingang vom Flur( lein Laden), zwischen Andreas- und Koppen- Straße, offerirt nach beendeter Inventur unter dem Selbstfoſtenpreis als Engl. Tüll- Gardinen, Spezialität: dauerhafte Waare, 2 Seiten Bandfeston, Meter von 45 Pfg. bis 8 Mt. Abgepaßte Engl. Tüll- Gardinen Fftr. 2-20 Mt., imit. Filet- Guipure. Madrass, Congreß-, Tüll- Spachtel-, Mull mit Tüll, gestickte Tüll- Gard. Fenster 10-60 mit. Stores v. 1-20 M. Stickereien, Steppdecken, Teppiche. 1000 Rete, zu 1-4 Fenster passend, unter Fabritpreis. Streng reelle Bedienung. Feste Preise. Neuheiten treffen täglich ein. Günstige Omnibus-, Pferde- u. Stadtbahn- Verbindung. Emil Tiersch, 45422* Proben nach ausserhalb portofrei. Uhrmacher, Brunnenstr. 18, Greifenbagen) ( neben Grosses Lager aller Arten Uhren, Goldwaaren und Ketten F Reparaturen unter Garantie! B 6181L* zu soliden Preisen. 32. Rosenthalerstr. 32. Welthaus O. Polke Rosenthalerstrasse 32, Ecke Sophienstrasse. Nach Auflösung meiner Filiale in der Brunnenstraße 131 großer Ausverkauf, nur um die kolossalen Borräthe zu räumen, zu jedem annehmbaren Preise. 10 000 Frühjahrs- Paletots, diesjährige Mode, sonst 30 M., jest 6, 8, 10-18 m. 6000 Arbeits- Anzüge von 4. an. 15 000 Jaquet- und Rock- Anzüge, sonst 20 u. 28 M., jezt 5, 6, 71/2, 9, 11, 14, 17-25. 8000 Kammgarn Hosen von 3 M. an, Arbeits- und Lederhosen von 12 M. an. Einzelne Jaquets und Röcke, sowie 8000 Knabennud Burschen- Anzüge jezt für die Hälfte des Werthes. 4685L Sonntags geöffnet von 7-10 und 12-2 Uhr. R Bon 5 M. an 8 Mart Billighter Detailnerkauf für deutsche u. engl. riferne Bettstellen u. Matratzen, Fabrit mit Dampfbetrieb. nickerstr. 127, Hof pt. Illuftr. Preisfourant gratis und franko E. Sass. Detailverlauf nur köpeRohtabak Ernst Förster, Berlin NO., Kaiserstr. 30. Baer Sohn BERLIN. 1. Geschäfts- Haus: 24a. Chausseestrasse 24a. 2. Geschäfts- Haus: 8. Brückenstrasse 8. 8. Geschäfts- Haus: 16. Grosse Frankfurterstrasse 16. in dunkl. Muster 12 M. Einsegnungs- Anzüge in blau Satin 17 M. in Rammgarn in Rammgarn 18. Besonders wohlfeile Angebote: 25 M. 4682L Werktags- Anzug 10 M.| Herbst- Paletot 12 M. Knaben- Anzüge 2,50 M. Werktags- Anzug 14 M. Herbst- Paletot 16 M. Knaben- Anzüge 3,50 M. Cheviot- Anzug 18 M. Herbst- Paletot 21 M. Knaben- Anzüge 5,50 M. Cheviot- Anzug 24 M. Herbst- Paletot 28 M. Knaben- Anzüge 8,50 M. Cheviot- Anzug 32 M. Pelerinen- Ulster 21 M. Schul- Anzüge Kammgarn- Anzug 24 M. Pelerinen- Ulster 25 M. Schul- Anzüge Kammgarn- Anzug 27 M. Wasch- Hosen 1 M. Leder- Hosen Kammgarn- Anzug 30 M. Werktags- Hosen 2,75 M. Leder- Hosen Kammgarn- Anzug 36 M. Werktags- Hosen 4,25 M. Leder- Hosen Kammgarn- Anzug 40 M. Kammg.- Hosen 6,50 M. Sommer- Jackets 1,50 M. Werktags- Westen 1,50 M. Kammgarn- Hosen 10 M. Stoff- Jackets 8,00 M. Stoff- Westen 2,50 M. Kammgarn- Hosen 12 M.| Loden- Joppen 8,00 M. 2,00 M. 3,50 M. 2,35 M. 4,50 M. 7,00 M. Blaue Cheviot- Jadets, Segler, Radfahrer, Monteure ac. gefüttert, für Turner, Ruderer, 8,50 M. Tadellose Maaß- Anfertigung unter Leitung eigener erster Meister. aus deutschen und englischen Stoffen zu streng festen, sehr billigen, in Zahlen gezeichneten Preisen. Alle Preise find in Bahlen an den Waaren ausgezeichnet. 19h Eigene Werkstätten. ArbeiterBekleidung Herren- u. KnabenBekleidung für effe Grosse Ersparniss an Zeit und Geld. Dr. THOMPSON'S Seifen- Pulver. Schutz- Marke, Anerkannt vorzüglichstes Wasch- und Bleich- Mittel. Man fordere direct allen besseren Seifen-, Droguen- u, Colonialwaaren- Handlungen das Jr. Thompson's Seifenpulver und achte genau auf die Schutzmarke ,, Schwan", da minderwerthige Nachahmungen in neuerer Zeit besonders unter der Bezeichnung ,, Seifenextract" angeboten werden. Preis pro 1/2 Pfund- Packet= 20 Pfennige. [ 829M Altenberg's gem. Färberei, Wäscherei, Garderob.- Reinig.Antalt, Neue Jakobstr. 17, Brunnenstr.162( fr.123), Andreasstr. 54, Fruchtstr.36, Potsdamerstr. 57/58, empf. f. 8. Färb. u. Reinig. v. Garderob. jed. Art, Spitzen, Gard., Möbelst. gef. 1 Mf. p. Pid., Bettdeck. gef. 1,25 mt. p. Stück. HerrenAnzug gereinigt, gebügelt von 2,50 k. an. Reparaturen billigst. Neu! Glanzentfernung von blankgetragenen Kammgarn- Garderoben. 8716L ရွာ LIT empfiehlt von Als Bandagist but sich zur Anfertigen leib binden, Apparate für Fuß- und Rückgratverkrümmung, Gradehalter, fünstl. Gliedmaßen als Arme, Beine 2c. unter Garantie zu billigsten Preisen. 4549L* Aug. Reiche, ieferant für Orts- und Hilfs. Krankenkassen, Seydelstr. 15. Uhren und Goldwaaren vormals zu den denkbar billigsten Preisen. Musikwerke. Reparaturen streng alle Gewerkschaft. Uhren- Fabrik Gustav Kersten Uhrmacher, etablirt seit 1869 Haupt- Depot: Luisenstr. 30 an der Marschallsbrücke, Kommandantenstr. 5 am Dönhoffspl. 4502L 11 ( 10 ( 61) 8 5 ( 2 Glashütter, Union- u. Longines- Uhren. unter 8 jähriger Garantie von jetzt ab Cylinder Remontoir- Uhren 6 Steine do. mit Goldrand do. start in Silber m. Goldr. Anter- Normal- Uhren 15 Steine silber. Damen- Uhren 10 Steine mit Goldrand . a. 9 15 " 17 " 83 " 18 . 25 " 45 12 " 4 . " 12 " golb. Damen- Uhren 10 Steine, gestempelt gold. Herren- Uhren, gestempelt Regulateure. Wilh. Wegner, A. Th. Zech. reell unter Garantie Becker- Uhren, Antergang Invalidenstraße 106. Landwolle 8501L Wecker- Uhren mit Musitwerk. 4588L garantirt nicht einlaufend, sehr empfehlenswerth gegen Schweißfüße. Schock 25 Pf. Alleinverkauf für Berlin Richard Stock, Wrangelstr. 119. Lothringerstrasse 53, vis- à- vis der Pferdebahn- Wartehalle. B. Günzel, Spezialität: Borträts bewährter sozialistisch. Führer( Lassalle, Mary 2c.) in Cigarrenspitzen, Pfeifen, Brochen, Nadeln, Knöpfen, Stöcken, Büsten, Bildern u.bgl. en gros, en détail.( Man verlange den Preiskourant.)] G. Superczynski, fünftliche Zähne, Invalidenstr. 105, II. Volks- Bazar Volks- Bazar Köpenickerstr. 127a. B. Sax Köpenickerstr. 127a. Herren- u. Knaben- Garderobe. Empfehle mein Lager von fertigen Herren- u. Knaben- Garderoben, sowie zur Anfertigung nach Maaß unter Garantie des Gutfizens. Solide Preise! Reelle Bedienung! Gr. Auswahl in goldenen u. filbernen Ketten, Ringen, Armbändern, Broschen, Ohrringen 2c., gold. Trauringe in allen Sorten und Größen stets vorräthig. Eigene Werkstatt für Reparaturen. Ueberall zu haben in Blechdosen zu 5, 10 u. 20 Pf. METALL PUT SAL- METALL UNIVERSAL- ME R. PUTZ POMA P. SCHUTZMARKE Richard Poppe BERLIN N.Q. Bestes Putzmittel der welt Man achte genau auf meine Firma und Schuhmarke. Da viele minderwerthige und unbrauchbare Fabrikate angeboten werden, verlange man nur Richard Poppe's Universal- Metall- Put- Vomade. ( Schußmarke Stern".) Ueberall vorräthig. Berlin NO. " Richard Poppe, Gollnowstr. 11. Verband der in HolzVerein zur Wahrung der Interessen Große Lassalle- Feier earbeitungs- dabreifen und auf der Maurer Berlins. 881/9 Sonnabend, d. 19. August, in der Brauerei Friedrichshain 11. Stiftungs- Fest bestehend in Vokal-. Instrumental- Konzert ut. SommernachtsBall, unter Mitwirkung des Gesangvereins der Töpfer. Die Musik wird von 25 Mitgliedern der Freien Vereinigung der ZivilBerufsmusiker" ausgeführt. Anfang des Konzerts Abends 6 Uhr, des Sommernachtsballes 8 Uhr. Um 9 Uhr: Gr. Fackelpolonaise. Jedes Kind erhält eine Stocklaterne gratis. Um 10 Uhr: Aufführung von 2 lebenden Bildern. Um 12 Uhr: Festrede des Genossen Gustau Kehler. des Sozialdemokratischen Wahlvereins für den dritten Berliner Reichstags- Wahlkreis am Sonntag, den 27. August 1893, im Schützenhause zu Schmargendorf bestehend in Konzert und Ball ausgeführt von Mitgliedern der Freien Vereinigung der Zivil- Berufsmusiker" unter Mitwirkung von Vereinen des Arbeiter- Sängerbundes. Billets à 10 Pf. sind in den Zahlstellen, sowie in den mit Plakaten versehenen Handlungen zu haben. Es bittet um zahlreiche Betheiligung Billets( Herren 50 Pf., Damen 30 Pf. inkl. Tanz) find in allen mit Achtung! Plakaten belegten Geschäften, sowie in den bekannten Zahlstellen des Vereins zu haben. Sämmtliche Kollegen sowie Freunde und Gönner des Vereins ladet freundlichst ein Der Vorstand. General- Versammlung der Zinkgiesser und Stürzer Berlins und Umgegend am Dienstag, den 15. August 1883, Abends 8% Uhr, im Lokale des Herrn Schröder, Reichenbergerstraße 24. 374/13 Das Komitee. Solzplägen besch. Arbeiter und Arbeiterinnen Deutschlands.( FilialeBerlin II, Nord.) Versammlung am Dienstag, den 15. d. M., Abends 812 Uhr, im Lokal des Hrn. Rehliz, Bergstr. 12. Tagesordnung: heiten. 3. Verschiedenes und Frage1. Vortrag. 2. Verbandsangelegen fasten. Das Erscheinen Aller ist nothwendig, gleichzeitig werden die Mitglieder an ihre Pflichten erinnert. Der Vorstand. Deutscher Achtung! 174/15 Müggelschlößchen Friedrichshagen. Sonntag, den 27. August: 319/5 Holzarbeiter- Verband, Große Lassalle- Feier, iliale Charlottenburg. bestehend in Versammlung am Montag, Abends 8 Uhr, im Lokale Vokal- und Instrumental- Konzert, des Herrn Krause, Bismarcjtr. 74. arrangirt von den Genossen des 4. Berliner ReichtagsTagesordnung: 1. Bierteljährlicher Kassenbericht. 2. Gewertschaft Wahlkreises unter güt. Mitwirk. mehrerer Gesangvereine. Verband der Bäcker. liches. 3. Antrag des Vorstandes. 4. Verschiedenes. Um zahlreiches Erscheinen bittet Achtung! Der Vorstand. 875/2 Anfang 8 Uhr Morgens. E Volks- und Kinder- Belustigungen aller Art. Feuerwerk etc. Billets à 20 Pf. inkl. Ueberfahrt sind in allen mit Plakaten belegten Handlungen, sowie bei den Vertrauensleuten des 4. Wahlkreises zu haben. 350/1 Das Komitee. Militär- und Lieferungs- Schneider. Chauffeftr. 103. Germania- Prachtsäle. Chauffeeſtr. 103 Große öffentliche Versammlung am Montag, den 14. August, Abends 81/2 Uhr, im Lokale des Herrn Müller, Johannisstraße 20. Sonnabend, den 19. August 1893: Mitglieder- Versammlung am Dienstag, den 15. August, im Lokale Gypsstr. 3. Tagesordnung: 1. Regelmäßige Monatsgeschäfte. 2. Vortrag des Herrn Dr. Joel: " Die Urgeschichte und Entwickelung Des Menschen." 3. Verschiedenes. Gäste haben Zutritt. Großes Vokal- u. Instrumental- Konzert 14056 arrangirt zum Besten Tagesordnung: 1. Welche event. Vortheile bieten ſich den Militär- der streikenden Bergarbeiter Englands und Lieferungs- Schneidern nach Annahme der Militärvorlage? Referent: August Täterow. 2. Diskussion. 392/9 Arbeiter- Sängerbund Berlins u. Umg. Sonntag, den 20. Auguft, Vorm. präz. 9 Uhr, im Saale der Brauerei Friedrichshain( früh. Lips): Uebungsstunde unter Leitung der Dirigenten Herren Gutau und Suchsdorf. Bundesnoten neueren und älteren Datums sind mitzubringen. Da das unter Mitwirkung des Gesangvereins ,, Nordwacht"( Mitgl. des A.-S.-B. B. u. U.) Dirigent Herr Primmel. Die Musik wird von der Freien Vereinigung der Zivil- Berufsmusiker ausgeführt. Nach dem Herren, welche am Tanz theilnehmen, zahlen 50 Pf. nach. Konzert: Tanz. Anfang präzise 8 Uhr. Entree 20 Pf. 1403b Der Vorstand. Freie Kranken- u. Begräbnißund Berufsgenossen Berlins( E. H. 27). Außerord. Generalversammlung am Dienstag, den 22. August, Abends 8 Uhr, im Lokale des Herrn Bolh ( früher Feuerstein), Alte Jakobstr. 75. Tages- Ordnung: Statutenberathung. Erhöhung der Beiträge. Das Comité. Vercin zur Wahrung der geistigen und materiellen Interessen Lied„ Die drei Ehrengrüße" ebenfalls zur Uebung gelangt, ersuchen wir die aller in der Hutfabrikation besch. Arbeiter und Arbeiterinnen. Vereine dasselbe durchzunehmen. Nach der Uebungsstunde: Außerordentl. Ausschuß- Sikung. Tages- Ordnung: Wahl des Bundes- Dirigenten. NB. Bezugnehmend auf die nachfolgende Sigung des Ausschusses ersuchen wir die Vereine pünktlich und vollzählig zu erscheinen. Bundes- Mitgliedskarte legitimirt. 106/12 Der Vorstand. Fachverein der Tapezirer Berlins und Umgegend. Am Montag, den 14. ds. Mts., Abends 8% Uhr, im Lokale des Herrn Bolk, Alte Jakobstraße Nr. 75: Versammlung. Tagesordnung: Am Dienstag, den 15. August, Abds. 8 Uhr, in Feindt's Restaurant", Weinstraße 11: Mitglieder- Versammlung. Tages Ordnung: 1. Vortrag des Herrn Fritz Hansen über: Der Proletarier einst und jetzt". 2. Bericht des Vorstandes. 3. Hechnungslegung des Kassirers. 4. Wahl der Revisoren. 5. Verschiedenes. Mitgliedsbudy legitimirt. Der Vorstand. Um zahlreiches Erscheinen wird gebeten. Gäste, durch Mitglieder eingeführt, haben Zutritt. 177/9 13736 Der Vorstand.. J. Ege. Härling. Schulze. Mitgliedsbuch legitimirt. Krankenunterſtüßungsbund der Schneider und Berufsgen. Versammlung am Dienstag, den 15. d. M., Abends 8/2 Uhr, Schüßenstr. 18. Tages- Ordnung: 1. Abrechnung vom I. Quartal. 2. Wahl eines Revisors. 3. Wahl zweier Stellvertreter. 4. Verschiedenes. 278/11 Der Lese- Klub ,, Karl Mare" ver Grosse öffentliche Korbmacher- Versammlung auftaltet am Sonntag, d. 20. Aug. am Montag, den 14. August, Abends 8% Uhr, im Lokale des Herrn Saeger, Grüner Weg Nr. 29. Tages- Ordnung: 1. Vortrag des Herrn Millarg über: Die wirthschaftliche Umwäl 1. Vortrag des Genossen Köster. 2. Diskussion. 3. Vereinsange- zung und die Arbeiter". 2. Diskussion. 3. Stellungnahme zu den Anträgen Um pünktliches und zahlreiches Erscheinen_ersucht. legenheiten. 312/3 Achtung! Der Vorstand. Achtung! Arbeiter- Bildungsschule( Ostbezirk). Sonntag, den 13. August, Abends 7 Uhr: Oeffentliche Versammlung in den Konkordia- Festsälen, Andreasstraße 64. Tages Ordnung: 1. Vortrag des Genoffen Perm: Gekrönte Häupter des 18. Jahrhunderts. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Nach dem Vortrag: Gemüthl. Beisammensein und Tanz. 403/8 Die Kommission der Oßschule. 1 Verein Berliner Hausdiener. Dienstag, den 15. August 1893, Abends 9 Uhr, in den Arminhallen, Kommandantenstr. 20: Mitglieder- Versammlung. Tages Ordnung: E 1. Mittheilungen. 2. Abrechnung vom ersten Sommernachtsball. 3. Aufnahme neuer Mitglieder, 4. Verschiedenes und Fragekasten. 1394b Der Vorkand. der Gewerkschaftskommiffion. 4. Verschiedenes. Um zahlreiches und pünktliches Erscheinen bittet 194/18 Der Einberufer. eine Kremser Parthie nach Saatwinkel. Gen., welche daran theilnehmen wollen, mögen sich bis Mittwoch Karten ( à 1,25 Mark) lösen, bei Grube, Mariendorferstr. 5. Zum Vortragen 199/9 Verband aller in der Metallindustrie beschäftigten Arbeiter annehmen, da ich demnächst meine 10Berlins und Umgegend. meiner Rouplets tann ich nichts mehr wöchentliche, unfreiwillige Badereise" Montag, den 14. August, Abends 82 Uhr, im Saale des antreten muß.- Meine soz. Kouplets 2c., Märkischen Hofes, Admiralstrasse 18 c: Versammlung " aller in der Lampenbranche beschäftigten Arbeiter, als Das ist von Göthe nicht!") und bitte Klempner, Gürtler, Drücker u. s. w. Tagesordnung: 1. Der Kampf um die Existenz und der Werth der Organisation. Referent: Genoffe Massini. 2. Diskussion. 3. Verbandsangelegenheiten, Aufnahme neuer Mitglieder und Verschiedenes. Zu dieser Versammlung laden wir die Kollegen folgender Firmen ganz ergebenjt ein: Wild u. Wessel, Prinzenstraße; Schwinger u. Gräf, SebastianStraße; Emil Sommerfeld, Plan- Ufer; Eduard Sommerfeld, Stalizerſtraße; Eckel und Glienicke, Wasserthorstraße und Hecht, Fürstenstraße. Um zahlreiches und pünktliches Erscheinen ersucht 232/17 Der Vorstand. Deffentliche Versammlung Vader Töpfer n. Berufsgen. Achtung! Britz, Achtung! Berlins und Umgegend Dienstag, den 15. August, Abends 8 Uhr, in Güldner's Salon, am Mittwoch, den 16. Augur 1893, Abends 6 Uhr, im Saale des Herrn Joël, Andreasstraße Nr. 21. Tagesordnif it g: 1. Stellungnahme zur Fenster- und Koatstorb- Frage. derselben. 3. Verschiedenes. Große öffentliche Volksversammlung. 2. Stellungnahme zur Gewerkschaftskommiſſion event. Wahl von Delegirten zu Tages Ordnung: 1. Vortrag.( Referent wird in der Versammlung bekannt gemacht.) 2. Diskussion. 3. Beschluß, betr. die Lassallefeier. 4. Bericht der Revisoren 5. Verschiedenes. 1071 Der Vertrauensmann. KF Schöneberg. Montag, den 14. August 1893, Abends 8/2 Uhr, im Saale der Schloßbrauerei: Große öffentl. Volksversammlung Es ist Pflicht eines jeden Töpfers sowie Berufsgenossen in dieser Ver sammlung zu erscheinen, da namentlich die Fenster- sowie die Koatsforb- Frage 326/ 12* einen Theil unserer Lebensfrage bedeuten. Der Vertrauensmann: Gustav Melzer, Friedrichsfelderstr. 26. Große öffentliche Former- Versammlung am Montag, den 14. Auguft, Abends 81/2 Uhr, im Lokale des Herrn Seefeldt, Grenadierstraße 33. Tagesordnung: wovon jetzt alle Nummern( à 50 Pf.) erschienen sind, können jedoch nach wie vor von mir bezogen werden( mit Ausnahme des jetzt verbotenen Kouplets: Bestellungen an meine( untenstehende) Adresse zu richten. Mit soz. Gruß: Rich. Heise, Volkshumorist,[ 13926 Berlin N., Zionskirchstr. 11, b. III. 50 Mark fichere ich Demjenigen zu, der Den oder Diejenige derart nachweist, daß ich gegen Denselben gerichtliche Schritte einlegen kann, wer die an die, Görligerstr. 64 wohnhafte Frau Thurow mit meiner Unterschrift versehene verleumderische Briefe geschrieben hat. 1381b Rudo, Lübbenerstr. 27. Die Buchdruckerei von 46542* M. Schrinner, Brunnenstraße 164, empfiehlt sich zur Anfertigung von Drucksachen jeder Art. Teppiche!! Gardinen!! Steppdecken!! 4601L* fauft man am billigsten in der Fabrik von J. Brünn, 1. Antrag an den Ausschuß des Gewerbegerichts betreffend die Waschfür Frauen und Männer. vorrichtungen und Umkleideräume in den Gießereien Berlins.(§ 120b der GeTagesordnung: 1. Berichterstattung über die erste Session des werbe- Ordnung.) 2. Das Submissionswesen und seine schädlichen Wirkungen. jetzigen Reichstags. Referent: Reichstags- Abgeordneter Fritz Zubeil. 3. Wahl eines Vertrauensmanns für den Norden. 4. Verschiedenes. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Wegen der Wichtigkeit der Tagesordnung ist es nöthig, daß von jeder Bur Deckung der Unkosten werden 10 Pf. Entree erhoben. Werkstätte mehrere Kollegen anwesend sind. 154/9 Die Vertrauensperson. Der Vertrauensmann. Verantwortlicher Redakteur: Wilhelm Schröder in Berlin. Druck und Verlag von Mag Bading in Berlin SW., Beuthstraße 2. 421/16 Hackescher Markt 4. Stadtbahnhof Börse. Gut erhaltene Hobelbänke werden zu faufen gesucht von Franz Berndt, 4688b Lebuserstr. 10.