Nr. 99. Abonnements- Bedingungen: Abonnements- Preis pränumerando! Bierteljährl. 3,30 Mt., monatl. 1,10 M., wöchentlich 28 Pfg. frei ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags. nummer mit illustrierter Sonntags. Beilage„ Die Neue Welt" 10 Bfg. Poft Abonnement: 1,10 Mart pro Monat. Eingetragen in die Post- Zeitungs. Preisliste. Unter Kreuzband für Deutschland und Desterreich Ungarn 2 Mark, für das übrige Ausland 8 Mart pro Monat. Postabonnements nehmen an: Belgien, Dänemark, Holland, Italien, Luxemburg, Bortugal, Mumänien, Schweden und die Schweiz. = Ericheint täglich außer Montags. Vorwärts Berliner Volksblatt. 28. Jahrg. Die Infertions- Gebühr beträgt für die sechsgespaltene Solonel zeile oder deren Raum 60 Pfg., für politische und gewerkschaftliche Bereins, und Bersammlungs- Anzeigen 30 Pig. ,, Kleine Anzeigen", das fettgedruckte Wort 20 Pfg.( zulässig 2 fettgedruckte Borte), jedes weitere Wort 10 fg. 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Für Mehrbelastung infolge stadt, Stuttgart und Karlsruhe, sogar in Greiz, waren parti- schädigen. I. fularistische Einflüsse tätig, welche die noch bestehenden§ 9, der die Frage des Erwerbs von Wäldern regelt, Drei Tage nach dem Siege der Berliner Revolution vom Dynastien durch Bismarcks Politik bedroht glaubten. Die erhielt den Zusak, daß der Verband auch solche Flächen erwerben 18. März 1848 unternahm Friedrich Wilhelm IV. Bismarcksche Reptilienpresse warf dies alles in einen Topf mit kann, die sich im Eigentum von Kreisen und Gemeinden des Verseinen bekannten„ Umritt" in der Umgebung des Schlosses, den Demokraten und Sozialisten und stellte die letzteren bandsgebietes befinden, allerdings mit der Maßgabe, daß die Ber wobei er erklärte, daß er sich an die Spitze der deutschen Be- als geheime Agenten süddeutscher Höfe oder vertriebener waltung solcher Flächen den Gemeinden, die Besitzer derselben wegung stellen werde. An demselben Tage erschien eine von Fürsten hin. find, auf Antrag überlassen wird. Andererseits können die Kreise allen Ministern kontrafignierte Proklamation des Königs, in Mit dem föderativen Charakter des Reiches und den und Gemeinden auch verlangen, daß der Verband ihnen solche der es hieß: Preußen geht fortan in Deutsch- Reservatrechten entzog Bismarck dem eigentlichen Bartikularis Flächen abnimmt, soweit deren Erhaltung im Interesse des VerLand auf!" Ein Jahr später ließ derselbe König durch mus den Boden, der übrigens auch noch lange nach 1870 an bandes liegt. Die Anfrage eines Fortschrittlers, unter welchen die preußische Armee die Voltserhebungen für jene Frank Kleinstaatlichen Höfen sein Wesen trieb und dessen Elemente Bedingungen der Fiskus dem Verband die Waldflächen überlassen furter Reichsverfassung von 1849 niederwerfen, welche ein aus faltgestellten Rammerherren und mißvergnügten Hof- wolle, konnte der Minister des Innern nicht beantworten. Daß einheitliches Deutschland schaffen und Preußen darin aufgehen lieferanten bestanden. muß um so mehr Wunder nehmen, als wie der Redner herlaffen sollte. Die preußische Junkerschaft bekundete zu jener Hätte man übrigens damals, als Bismard mit dem vorhob- der Landwirtschaftsminister schon im Februar dem Ober Zeit offen, daß sie niemals für ein großes Deutschland, und Norddeutschen Bunde auf das Deutsche Reich lossteuerte, bürgermeister Kirschner gesagt hat, daß die Bedingungen. feststehen. nur für ein großes Preußen sich erwärmen könne. hinter die Kulissen sehen können, so wären die morali- 3weifellos hält die Regierung mit ihrer Antwort zurück, um möge Neun Jahre später, als Wilhelm I. in Preußen die schen Eroberungen" in Süddeutschland wohl lichst hohe Preise zu erzielen. Regentschaft übernahm, rief er den ob dem Scheitern der sehr erschwert worden. Die Rückschau" des einstigen Gegen den neugeschaffenen§ 9a, der dem Verband die Mög Einheitsbewegung grollenden Deutschen zu: In Deutschland württembergischen Kriegsministers v. Su com gibt darüber lichkeit gibt, Grundstücke für den Bau von Kleinwohnunmuß Preußen moralische Eroberungen machen; die interessante Aufschlüsse. Dieser einflußreiche Offizier, der die gen zu erwerben und durch Bebauung nubbar zu machen, erklär Welt muß wissen, daß Preußen überall das Recht zu Bismarcksche Politit nach 1866 rückhaltlos unterstützte, hatte ten sich die Konservativen, da ihrer Meinung nach die Wohnungs schützen bereit ist." 1868 in Berlin eine Unterredung mit Moltke über den da- politik nicht Sache des Verbandes sei, sondern Aufgabe der Einzels Die Welt weiß, daß diese„ moralischen Eroberungen" in mals schon als unvermeidlich angesehenen Krieg mit Frankreich, gemeinden bleiben müsse. Im Gegensaz dazu sprach sich der Ver Deutschland mittels preußischer Bajonette gemacht wurden, für den Bismarck nur auf den gelegenen Zeitpunkt wartete. treter der Sozialdemokratie grundsäßlich für eine Wohnungspolitik während in Preußen selbst ein rechts und verfassungswidriges Suckow brachte die Frage der Deckung Süddeutschlands bei einem durch den Verband aus; er ließ aber feinen Zweifel, daß von Regiment geführt wurde. Kriege mit Frankreich zur Sprache. Moltke sprach sich dahin einem so zusammengesetten Verband eine ersprießliche WohnungsIndessen die Deutschen sind gutmütig und unter ihnen aus, daß Preußen sich um so unsichere Bundes- politik nicht zu erwarten sei, zumal da er die erworbenen Grunddie Süddeutschen am meisten. Zwar protestierte Johann genossen wie die bürgerliche Demokratie und unzu stüde nicht selbst zu bebauen gezwungen ist, sondern sie an private Jacoby, der nunmehr für Deutschland die preußische verlässige Leute wie Varn büler und Mittnacht Spekulanten wieder veräußern kann. Militärherrschaft tommen sah, im preußischen Ab- nicht befümmern könne; für Preußen sei der Thüringer Wohl der reaktionärste aller Anträge war der zu§ 13 von geordnetenhause gegen die Indemnität, die man dem ver- Wald eine bessere Flankendeckung als der Oberrhein. einem Zentrumsabgeordneten gestellte.§ 13 regelt die Zusammen. faffungswidrigen Regiment gewährte; er schleuderte das Wort Als dann Suckow auch mit Bismarck sprach, zog dieser setzung der Verbandsversammlung. Der Stadt Berlin wollte die in die Welt hinaus, daß man dem preußischen Volte das zwar auch über Demofraten und Partikularisten her, sagte Regierungsvorlage nur ein Drittel der Vertreter einräumen, die ärgste zumute, was man einem Volfe zumuten könne, näm dann aber: Unsere ganze Sympathie gehört dem süd- Kommission hat ihr zwei Fünftel zugestanden. Das ist zwar eine lich die Schmach freiwilliger Knechtschaft deutschen Bruder, deutschen Bruder, dem wir jederzeit die Hand reichen Verbesserung, aber gekürzt werden die Rechte Berlins auch dadurch aber das Abgeordnetenhaus ging über diesen unverbesser- wollen" usw. Suckow scheint die gegen ihn angewandte Doppel- noch. Der Vertreter des Zentrums beantragte die Wiederherlichen Störenfried" zur Tagesordnung über. Die Erfolge züngigkeit gar nicht einmal übel vermertt zu haben. stellung der Regierungsvorlage, und im Falle der Ablehnung die Bismards auf den Schlachtfeldern Böhmens und im Als der Krieg mit Frankreich ausbrach, wurde Süddeutschland Erhöhung der Zahl der Vertreter auf 110 mit der Maßgabe, daß Mainfeldzuge brachen den Widerstand gegen seine Blut- und trotz all seiner Bettelpreußen" tatsächlich ohne Dedung ge- 100 von ihnen von den Gemeinden gewählt, 10 Eisenpolitik. Namentlich die" moralisch eroberten" Süd- lassen; seine Truppen wurden nach Norden gezogen und die vom König von Preußen ernannt werden sollen. deutschen fielen ihm in Masse zu. Er wußte sie über seine Grenzen waren so ungedeckt, daß mutwillige Franzosen Begründet wurde dieser famose Antrag damit, daß eine Majori wirklichen Ziele vollkommen zu täuschen und ihnen vor- wochenlang von Hüningen aus die badischen Eisenbahnzüge fierung der kleinen Gemeinden verhindert werden müsse. Der zuspiegeln, er werde ihnen nunmehr bringen, was sie mit beschießen konnten. Wären die Franzosen friegsbereit gewesen sozialdemokratische Redner forderte grundfäßlich für Berlin die der Verfassung von 1849 verloren. und hätten sie mehr unternehmende Heerführer gehabt, so ihm zukommende Vertreterzahl und bekämpfte das Streben nach Der Zweckverband Groß- Berlin in der Kommiffion. Abgelehnt wurde ein konservativer Antrag auf Einfügung eines neuen§ 23a, der auf Antrag des Staatsministeriums durch fönigliche Verordnung die Auflösung der Verbandsver. sammlung vorsieht. Nur die Vertreter der beiden konser vativen Parteien stimmten dafür. Die Beschränkung der Rechte Berlins wurde, wie für die Verbandsversammlung, so auch für den Verbandsausschuß, gegen die Stimmen der Fortschrittler und der So zialdemokraten bestätigt. Mit dem allgemeinen Wahlrecht verwandelte er wäre sicher ein Einfall in Süddeutschland erfolgt, der Errichtung eines Herrenhauses" für Groß- Berlin. Aehnlich ehemalige rebolutionäre süddeutsche Demokraten in möglicheriveise dem Kriege eine ganz andere Bendung äußerte sich ein fortschrittlicher Redner. Die Anträge wurden denn Bettelpreußen". Er hatte die liberale Bourgeoisseele gegeben hätte. Später, aber zu spät, tamen Gam- auch gegen die Stimme des Antragstellers abgelehnt,§ 13 selbst mit Erfolg studiert. Aus dem Entwurfe einer Verfassung betta und Freycinet auf den Gedanken, einen blieb unverändert. Die Fortschrittler und der Sozialdemokrat für Deutschland, den 1848 der durchweg aus liberalen Durchbruch bei Belfort zu versuchen. Nur die badische stimmten wegen der Entrechtung Berlins gegen den ganzen ParaBourgeois bestehende Siebenerausschuß dem Vorparlament in Division warf sich den 150 000 Franzosen entgegen, die von graphen. Frankfurt vorlegen ließ, konnte Bismarck leicht ersehen, mit dem unzuverlässigen Bourbati befehligt und von betrüge- Auch in bezug auf das Wahlrecht wurde nichts geändert. Es welchen wirtschaftlichen Zugeständnissen diese Bourgeoisie zu rischen Lieferanten mit Schuhwerk versehen waren, das Papp- bleibt bei dem indirekten Wahlrecht durch Gemeinde- bezw. Kreisgewinnen war. Er konnte diese Sugeständnisse machen und fohlen hatte. Dazu tamen im Jahre 1871 die Strapazen des vertretungen. Der Vertreter der Sozialdemokratie erklärte sich er machte sie. Damit hatte sich für diese nach Kapital- Winters. Diese Umstände machten es der badischen Division gegen diesen Wahlmodus, sah aber von der Einbringung eines anhäufung lechzende Klasse in der Tat der Hauptsache möglich, den Angriff Bourbatis abzuwehren. Wäre Antrags mit Rücksicht darauf ab, daß der sozialdemokratische Annach herrlich erfüllt", was sie 1848 erstrebt. Immerhin gab dieser gelungen, so wären die Konsequenzen, da in Süd- trag auf Einführung des allgemeinen, gleichen, direkten und ge es noch ein starkes demokratisches Fähnlein, das an den Idealen deutschland die zahlreichen französischen Gefangenen lagen, heimen Wahlrechts in der ersten Lesung fast einstimmig abgelehnt von 1848 festhielt und dessen Führer, unter denen sich außer Johann ganz unabsehbar gewesen. Herr v. Manteuffel tam, als war. Eine Aenderung wurde insofern getroffen, als alle drei Jacoby noch Guido Weiß, G. F. Kolb und andere be- die Sache entschieden war, half die geschlagene französische Jahre die Hälfte der Vertreter und ihrer Ersatzmänner aus der fanden, den Deutschen manchmal scharf ins Gewissen redeten, Armee über die schweizerische Grenze drängen und nahm den Verbandsversammlung auszuscheiden haben und durch Ergänzungswenn sie vor dem Erfolge des Sätularmenschen gar zu an- Ruhm des Siegers für sich in Anspruch. Moltke hatte also mahlen ersetzt werden sollen.( Nach den Beschlüssen erster Lesung dächtig die Weihrauchfässer schwangen. Die deutsche Sozial- die süddeutsche Grenze bis zum legten Stadium des Krieges follte alle zwei Jahre ein Drittel ausscheiden.) demokratie war nach dem Tode Lassalles in sich mehrfach so behandelt, wie er sich gegen Sudom geäußert, trotzdem die gespalten worden. Die Lassalleaner schienen sich unter der süddeutschen Staaten ihre Bundeshilfe in vollem Maße geFührung des Herrn v. Schweizer der Bismarckschen leistet hatten. Politit zu nähern, als Schweizer den Satz aufstellte, die deutsche Frage könne nur durch Arbeiterfäufte oder durch preußische Bajonnette gelöst werden. Dagegen erhob sich Liebknecht mit schneidenden Worten gegen das Aufgehen Deutschlands in Preußen. Die Weltgeschichte kann nicht stille stehen", sagte Die Kommission des Abgeordnetenhauses zur Vorberatung des er im Norddeutschen Reichstage, sie wird hinwegschreiten über Entwurfs eines Bwedverbandsgesezes für Groß- Berlin erledigte Eine weitere reaktionäre Gestaltung des Gesekes bezwedte diesen Nordbund, der nichts weiter ist, als die Knechtung, am Donnerstag die zweite Lesung. In bezug auf die 8u- ein konservativer Antrag, der die Mitglieder des Vera Schwächung und Zerrissenheit Deutschlands; sie wird auch sammensetzung des Verbandes wurden materielle bandsausschusses- nicht etwa nur Beamte, sondern auch hinwegschreiten über diesen Reichstag, der weiter nichts ist, als enderungen nicht getroffen, doch sind für das Plenum noch Aus- Mitglieder, die in feinem Beamtenverhältnis stehen, dem Diszi. bas Feigenblatt des Absolutismus." einandersetzungen darüber zu erwarten. Erklärte doch ein fonfer- plinargesek für Beamte unterstellen wollte. MitDer Nordbund war eine neue Auflage der einst von vativer Redner, seine Freunde seien grundsäßlich nicht damit ein- glieder des Verbandsausschusses sollten also aus Gründen, wele Herrn von Radowit gegründeten Union. Die letztere verstanden, daß die Rechte der Verbandsmitglieder sich nur nach die Entfernung eines Beamten aus seinem Amte rechtfertigen, war billig gewesen; sie fostete nur den berühmten der Einwohnerzahl und nicht auch nach dem Steucrsoll bemessen d. H., wenn sie sich der„ Achtung und des Vertrauens unwürdig" Schimmel von Bronnzell. Der Nordbund war nicht sollen; sie behielten sich für das Plenum sowohl Anträge nach gezeigt haben, im Wege des Disziplinarberfahrens ihrer Stellen so billig; um ihn zu begründen, mußte Desterreich aus dieser Richtung als auch bezüglich der Einbeziehung des Kreises enthoben werden können. Mit knapper Mühe gelang es, diesen Deutschland hinausgeworfen werden, und bei dieser Gelegen- Osthavelland ohne Aenderung des Gesezes vor. Borstoß abzuwehren. Bemerkenswert ist es, daß außer den Konser heit wurde den Deutschen eine nicht unbeträchtliche Quantität Die Beratung des sehr komplizierten§ 4, der den Erwerb, bativen und Freikonservativen auch ein Vertreter des Zentrums Blut abgezapft. Bau und Betrieb von Bahnen durch den Verband oder durch dies Attentat mitzumachen bereit war. Der preußische Partitularismus, der sich Dritte behandelt, würde einstweilen ausgesetzt und einige andere 1848 bei der Junkerschaft so start bekundet und ein großes Paragraphen erledigt. Deutschland zugunsten eines großen Preußens verworfen hatte,§ 5, der bestimmt, daß neue oder abgeänderte Iucht schien nunmehr verschwunden. Aber er hatte sich nur verborgen; linien oder Bebauungspläne der Ginzelgemeinden er war nicht tot, was den Deutschen später mit Ellbogenstößen dem Verbandsausschuß zur Begutachtung vorzulegen sind, erhielt flargemacht werden sollte. Dagegen wurde die Beschuldigung des den Zusak, daß es der Vorlegung nicht bedarf, wenn die Pläne nur Partitularismus mehr oder minder gegen alle erhoben, die die Aufteilung einzelner Baublöde oder die Verbreiterung bestehen sich der Bismarckschen Politik widersezten. Diese bestanden der Straßen betreffen. Weiter wurde dem Verbandsausschuß vom nicht aus lauter Demokraten und Sozialisten; es gab auch 1. April 1914 ab die Befugnis eingeräumt, aus wichtigen Gründen konservative und streng monarchische Elemente darunter, die des Verkehrs, der Gesundheit und der Wohnungspolitik die Abändes Einen Fortschritt bedeutet der neugeschaffene§ 31a, toonach dem Verbandsdirektor durch Beschluß der Verbandsversammlung ein sachverständiger Beirat aus Vertretern der Baukunst, des Verkehrswesens, der Volkswirtschaft und des Gefundheitswesens beigeordnet werden kann, der auf Wunsch des Verbandsdirektors oder auf eigenen Antrag gutachtlich gehört werden kann. In vorgerüdter Stunde trat die Kommission noch in die Bea ratung des§ 4, der unter Ablehnung zahlreicher Abänderungsanträge im wesentlichen unverändert blieb, Gegen bas Gefeß im ganzen stimmten Sie Vertreter Ser fort. 1 Schrittlichen Volkspartei und der Sozialdemokratie. Nationale Schmerzen. Der Reidsbote" stöhnt gar beweglich darüber, daß die Endlich gelangte noch folgende Resolution zur Be- sächsischen Behörden Maiumzüge gestattet haben. In Preußen ratung: habe man gottlob alle Demonstrationen verboten ,, in Sachsen Die Regierung zu ersuchen, sobals als möglich, jedoch gibt man die Erlaubnis dazu, ja fogar noch mit Mufit"! Was spätestens bei Beginn der nächsten Session, den Entwurf eines heißen soll, daß in Sachsen die Umzüge mit Mufit stattfinden dürfen. Gefezes vorzulegen, das für die wirtschaftlich zusammenhängen. Diese Mufit aber hat es dem frommen Blatte besonders angetan. den Gemeinden von Groß- Berlin unter Wahrung ihrer Selbst Macht es sich doch zur Aufgabe, in einem langen Artikel den staatsverwaltung einen nach der Steuerkraft zu bemeffenden Ausgleich treuen Bürgern" durch ein ganzes Bündel von Zitaten zu zeigen, in den gesetzlichen Volksschullasten herbeiführt, unter geeigneter welch„ blutrünstige Tegte", twelcher Unflat" zu tiefer Musit gesungen Berücksichtigung des Aufwandes für die Schulkinder der mitt- werden wird. Die Kenntnis der sozialdemokratischen Liederterte ist Teren und höheren Schulen, soweit diese Schultinder sich noch geradezu erstaunlich. So erstaunlich, daß selbst uns manche der im schulpflichtigen Alter befinden. zitierten Strophen völlig unbekannt sind. Einzelne dieser Verse sind so schön, daß wir den Reichsboten" selbst im Verdacht der Verfasserschaft haben. Einiges von dem„ Unflat" freilich stammt von sehr illuftren Autoren. Zum Beispiel folgende Strophe: Während sich ein Vertreter der fortschrittlichen Volkspartei dagegen aussprach und auch der Kommissar des Kultusministers den hier vorgeschlagenen Weg als bedenklich bezeichnete, erklärte der Vertreter der Sozialdemokratie vorbehaltlich seiner späteren Stellung zu dem Gesezentwurf sein Einverständnis, obwohl die. Resolution ihm nicht weit genug geht; er hätte auch eine Rege lung des Armen- und Krankenwesens für erforderlich gehalten. Die Resolution selbst wurde angenommen. für Ein Gesezentwurf, der eine Aenderung des§ 53 des Kommunalabgabengefeßes für Berlin und Umgegend( Regelung des Verhältnisses zwischen Wohnorts- und Betriebsgemeinde) sowie einige Petitionen des Inhalts, daß Gemeinden mit mehr als 40 000 Einwohnern, wofern sie im Streise bleiben, Stadtrechte annehmen fönnen, wurden der Regierung als Material überwiesen, alle anderen Betitionen wurden für erledigt erklärt. Politifche Ueberficht. Berlin, den 27. April 1911. Ihr fragt erstaunt: Wie mag es heißen? Die Antwort ist mit festem Zon: Wie in Desterreich, so in Preußen Heißt das Schiff Revolution!" Gs ist die einz'ge richt'ge Fähre Drum in See du tecker Pirat! Drum in See, und tapre den Staat, Die verfaulte, schnöde Galeere! Babre/ sizo! Der Reichsbote" weiß offenbar nicht, daß diese Verse teinen Geringeren als Ferdinand Freiligrath zum Verfasser haben! Dafür hat das ebenso literaturkundige wie musikalische Blatt wieder entdeckt, daß diese wüsten" Verse der Arbeiter- Marseillaise" angehören und nach der Melodie der Marseillaise gesungen werden! Vielleicht versuchen die Aestheten des Reichsboten", Freiligraths Strophe einmal nach dieser Melodie zu fingen! " Wie dem aber auch sei die Wut des Reichsboten" über die wunderlichen Capriolen" der sächsischen Behörden, die solch musikalischen Umsturz dulden, ist nur zu begreiflich. Hat doch die patriotische Empörung dieses fozi und judenfresserischen Blattes schon vor einigen fiebzig Jahren ihren schönsten Ausdruck gefunden in den Worten Heinrich Heines: Uns fehlt ein Rationalzuchthaus!" Und eine gemeinsame Beitsche!" ADANANADANANANANANANANANANANANANANANANAN Das vorschnell verteilte Bärenfell. Die Konservativen planen in furioser Selbsteinschägung ihrer Werbekraft, bei den nächsten Reichstagswahlen Berlin zu erobern allerdings nicht allein, sondern unter Mitwirkung der Deutsche Sozialen und Chriftlich- Sozialen. Sie haben sich deshalb mit den Häuptern dieser letzteren beiden Parteichen in Verbindung gefegt und nach gründlicher Beratung mit ihnen folgende Verteilung der Mandate vorgenommen: Im 1. und 5. Berliner Reichstags- sasasasasa wahlkreise werden die Deutsch- Sozialen den Kandidaten stellen, im 2. und 6. die Konservativen, im 8. und 4. die ChriftlichSozialen. Unter Zugrundelegung dieser Beschlüsse haben die drei vereinigten Parteien im 1. Berliner Reichstagswahlkreis den Gau vorsteher des Deutsch- Nationalen Handlungsgehilfenverbandes, Herrn Ostar Thomas, als Kandidaten aufgestellt, im 4. Wahlkreise den Reichstagsabgeordneten Arbeitersekretär Behrens, während im 6. Reichstagswahlkreis der konservative Provinzialschulsekretär Suid, der 1. Vorsitzende des Bundes der Festbefoldeten, für die drei ber bündeten Parteien kandidiert. Rüftet zum Mai! Die Zusammenfassung der proletarischen Kräfte der ganzen Welt findet in der Maidemonstration der Arbeit ihren gewaltigsten Ausdruck. Allüberall, wo auf der Erde Proletarierherzen schlagen, erschallt am 1. Mai der millionenfache Ruf nach Ueber die Standidaten in den übrigen drei Kreisen ist man sich Völkerverbrüderung, nach Beendigung des noch nicht einig; man will erst noch nähere Umschau nach quali blutsaugerischen Wettrüstens. Bis an die fizierten Männern halten; doch herrscht, wie es heißt, bei einem Teil der Konservativen die Abficht vor, die Zugkraft Glard b. Oldenburgs, des Ritters von Januſchau, in Berlin zu erproben und ihn im Birtus Busch auftreten zu laffen. 3ähne bewaffnet stehen sich die Nationen gegenüber; immer neue hunderte Millionen werden dem unerfättlichen Moloch Militarismus geopfert. Gegen diesen unerträg lichen Druck schärfsten Proteft zu erheben, ist eine der Aufgaben des Arbeitermai. Anerkannt muß übrigens werden, daß die Konservativen bei der Ueberlaffung von Mandaten an ihre Verbündeten eine große Selbstverleugnung bewiesen haben, wollen sie doch im vierten Wahlkreise, auf dessen Eroberung sie ja allerdings mit ganz besonderer Zu Allüberall, wo Arbeitssklaven im schweren Joche des versicht rechnen tönnen, für den christlich fozialen Abgeordneten Rapitalismus fronen, erschallt am 1. Mai der dringende Behrens eintreten, dessen Blatt, die in Barmen erscheinende Ruf nach Arbeiterschus, nach Verkürzung der Arbeit, erst jüngst( am 15. April) am Schlusse einer Wahl- Arbeitszeit. Millionen Proletarier sind durch betrachtung meinte: Die Konservativen find im Kleinbürgertum und in der Ar- mangelnden Arbeiterschuh, durch übermäßig lange Arbeitsbeiterschaft im höchsten Maße unbeliebt. Man mag diefe zeit Opfer des Kapitalismus geworden. Wir wollen nicht, Tatsache bedauern, ja auch bestreiten, aber wahr bleibt sie doch." daß weitere Millionen Männer und Frauen in der Dasselbe Blatt schrieb schon früher einmal( 20. 8. 1910): Die konservative Partei ist der breiten Maise des Jugendkraft dahinfinken, nur weil es den Herrschenden Boltes entfremdet!... Und wie steht es in den Hand- nicht gefällt, die Arbeit gegen übermäßige Ausbeutung werters und Mittelstandstreifen. Es muß offen ausgesprochen zu schützen. werden, daß man diesen Streifen nicht immer das nötige Ber ständnis entgegengebracht hat. Weite Streise des Handwerker- und Völkerfrieden und Arbeiterschuß sind die hohen Mittelstandes haben den Rechtsparteien den Rüden gelehrt. Auch Kulturideale, für die die Arbeiterschaft der ganzen Welt konservative Politik unpopulär zu machen. Und daß man auf am 1. Mai demonstriert. in den Kreisen der fleinen Beamten hat man es berstanden, die den Arbeiterstand, besonders auf den Industriearbeiterstand, voll ständig verzichtet hat, ist eine sehr bedauerliche Tatsache, die sich noch bitter rächen wird." Herr Behrens scheint demnach die Werbekraft seiner Bundes genossen selbst verflucht niedrig einzuschätzen. Die Reichseinnahmen in 1910. Rüftet zum Mai! 3u späte Kritik. Das Neichsschazamt veröffentlicht den mit großem Tantam angekündigten Nachweis, daß die Reichseinnahmen des Rechnungs- General- Anzeiger", sieht sich jetzt genötigt, die unglaublichen Auch ein bürgerliches Blatt, der Dortmunder jahres 1910 tveit alle Erwartungen und Hoffnungen übertreffen. Zustände auf Zeche Zukas" für die dort eingetretene traurige Statastrophe verantwortlich zu machen Das Blatt schreibt: Nach biefem vorläufigen Bericht hat das Finanzjahr 1910 der Reichstaffe eine Einnahme von 1481,6 Millionen gebracht, während der Boranschlag diese Einnahmen auf 1441,6 Millionen bezifferte, also eine Mehreinnahme von rund 40 Millionen Mark. Davon find aber zunächst die 4,4 Millionen Mart abzurechnen, welche die Betriebsauflage auf Branntwein weniger ergeben hat. Es bleiben demnach 35,7 Millionen Mart. Im einzelnen ergibt sich folgendes Bild: Die Hölle haben 659,2 Millionen Mark oder 27,8 Millionen Mark über den Anschlag hinaus eingebracht, die Tabatsteuer. 11,8 Millionen Mark oder 2,6 Millionen Mark weniger, die Bigarettensteuer 24,3 Millionen Mark oder 0,6 Millionen Mark mehr, die Zuckersteuer 151,1 Million Mark oder 3,9 Millionen Mart mehr, die Salzsteuer 60,2 Millionen Mark oder 2,2 Mill. Mart mehr, die Verbrauchsabgabe für Branntwein 157,4 Millionen ober 22,6 Millionen Mart weniger, die Essigfäureberbrauchsabgabe 0,6 Millionen Mark oder 0,1 Million Mart mehr, die Schaumteinsteuer 9,8 Millionen Mark oder 0,4 Millionen Mart weniger, die Leuchtmittelsteuer 10 Millionen Mark oder 5 Millionen Mart weniger, die Zündwarensteuer 14,1 Millionen Mark oder 0,9 Millionen Mart weniger, die Brausteuer und lebergangs abgabe von Bier 110,2 Millionen Mark oder 1,3 Millionen Mart weniger, der Spielfartensteuer 1,9 Millionen Mark oder 0,1 Millionen Mark mehr, die Wechselstempels Steuer 18,4 Millionen Mark oder 1,6 millionen Mart weniger, die Börsensteuer 79,8 Millionen Mark oder 17,3 Millionen Mark mehr, die Rosesteuer 38,3 Millionen oder 3,9 Millionen Mark weniger, der Frachturkundenstempel 16,1 Millionen Mart ober 1,4 Millionen Mart mehr, die Personenfahrkartensteuer 20,7 Millionen Mark oder 2,1 Millionen Mart mehr, die Kraftfahrzeugsteuer 2,8 Millionen Mark oder 0,8 Millionen Mark mehr, die Tantiemensteuer 5,2 Millionen Mark oder 1,3 Millionen Mart mehr, der Schedstempel 3,5 Millionen Mark oder 3,9 Millionen Mark weniger, der Grundstüdsübertragungsstempel 42,8 Millionen Mark ober 17,3 Millionen Mark mehr, die Erbschaftssteuer 41,6 Millionen Mart oder 7,6 Millionen Mart mehr und die Statistische Gebühr 1,8 Millionen Mark oder 0,3 Millionen Mark mehr. An Setfelben Stelle in Flöz Maufegalt, an der sich dieses Unglück ereignete, ist dann der neuerliche Flözbrand führen zu müssen, daß infolge der ungeheuren Reientstanden. Unsere Gewährsmänner glaubten ihn darauf zurüdbung beim Saden des Gebirges ein Selbstent= zünden der Kohle eingetreten fei. Jedenfalls sei aber der Brand nicht erst am Sonnabend entstanden oder bemerkt worden, sondern es habe das Feuer schop tagelang gewütet.... Die Grubenleitung war auf das Gefährliche der Lage aufmerksam gemacht worden, aber es mußte erst zu dem großen Unglüd kommen, das ein Todesopfer gefordert hat und eine Anzahl opfermutiger Snappen in solche Todesgefahr brachte, daß sie nur unter großen Anstrengungen dem Grabe entrissen werden konnten. Die Schuld an den Mängeln und an dem Unheil wird von den Bergleuten vor allem dem Betriebsinspektor beigemessen, der bei seinem Bemühen um die Rettung des betäubten Bergmanns selbst den Tod fand. Man bedauert ihn, gewiß, aber man findet einen Fingerzeig des Schicksals darin, daß der Knappe, der doch länger den giftigen Schwaden ausgesetzt war, glücklich gerettet wurde, und der Betriebsinspektor trob aller Bemühungen dem Brande zum Opfer fiel, als Einziger. Man nennt ihn ein Opfer feines Systems. Hätte man, statt die skrupellose Heze gegen die Arbeiter mitzumachen, rechtzeitig feine warnende Stimme erhoben, so wären die Menschenleben gerettet worden! Bestrafte Prahlsucht. Zu den Blättern, die gern mit ihren guten Beziehungen zu den fogenannten bestunterrichteten Streifen der höheren Beamten prunten, gehört die„ Rheinisch- Westfälische Zeitung", das Leibblatt der Zechenund Hüttenbesizer. Diese Prahlsucht hat jedoch dieser Tage dem ehrsamen Blatt einen niedlichen Neinfall bereitet. In seinem Kampf gegen die elfaß- lothringische Verfassungsreform brachte jüngst die Rhein.- Westf. Stg." zwei angeblich aus der Umgebung des Statthalters stammende Artikel, in denen behauptet wurde, in dieser Umgebung halte man die Einverleibung Elsaß- Lothringens in Preußen für die einzig mögliche Lösung. Darauf erhoben die Beamten, die allein in Betracht kommen konnten, die Ehrenbeleidigungsklage gegen die verantwortlichen Redakteure der Rheinisch- Westf. 8tg."- und nun erklärten diese vor Gericht: ... daß die Brivatkläger in feiner Beziehung stehen zu den in unseren Blättern dom 5. und 26. Januar 1911 erschienenen Bufchriften, wovon wir die erste als aus der Umgebung des Statt Halters stammend, und die lettere als von einer angesehenen Persönlichkeit aus dem bezw. im Statthalterpalais herrührend bezeichnet haben. Wir bedauern, durch diese Behauptung und Bezeichnung die Herren Privatfläger in den ungerechtfertigten Verdacht der Urheberschaft gebracht zu haben." Die Beklagten zahlen die Kosten und 200 M. zu einem wohltätigen 8wed. Damit ist festgestellt, daß dieses Blatt, das fich stets besonders guter Beziehungen rühmt, glatt geflunkert hat. Die angesehenen Straßburger Persönlichkeiten aus der Umgebung des Statthalters" haben offenbar ihren Sitz in Eſſent. Rotschene Reichsverbändler. Das Dresdener Polizeipräsidium hat bekanntlich den bon unseren Parteigenossen geplanten Umzug mit Mufil am 1. Mai gestattet. Diese staatsgefährliche" Tat hat die fächsischen Reichsberbändler, wie es scheint, in höchstem Maße aufgebracht, denn die Ortsgruppe Dresden des ehrsamen Reichsverbandes gegen die Sozialdemokratie hat einstimmig beschlossen, ein Protestschreiben an die Polizeibehörde zu richten, in dem es heißt: „ Ein solches Entgegenfommen gegenüber einer ausgesprochenen staats- und gesellschaftsfeindlichen Demonstration hätte der Neichsberband gegen die Sozialdemokratie um fo eher bermieben gehofft, als die damit verbundene Beunruhigung, sowie der Eindruck, den dies Vorkommnis zweifellos auch nach außerhalb machen wird, angesichts der nahe bevorstehenden Eröffnung der Hygiene Ausstellung sowohl auf die Bürgerschaft, wie namentlich auf den allgemein erhofften gufluß an Gästen in empfindlich nachteiliger Weise zurüdwirten fönnte. Aus nationalen Gründen erscheint wohl der Wunsch durchaus gerechtfertigt, daß in allen deutschen Großstädten eine gleichartige Auffassung und Behandlung derartiger De monstrationen Platz greift und dieselben unter allen Umständen zu berbieten sind. Die Unterzeichner würden es daher freudig begrüßen, wenn, sofern die Zurücknahme obigen Beschlusses untunlich erscheint, mindestens alle diejenigen vorbeugenden Maßregeln getroffen werden, welche jene inund außerhalb Dresdens zu besorgenden Konsequenzen des Maiumzuges im voraus auf das Mindesimaß einzuschränken geeignet find und in 8ntunft der revolutionären Sozialdemokratie derartige 8ugeständnisse überhaupt nicht mehr gemacht werden mögen. Allem Anschein nach verwechseln die Dresdener Reichsverbändler die Hygiene- Ausstellung mit einer Rindvich- Ausstellung und nehmen infolgedessen an, daß sie vorwiegend von Landbündlern besucht werden wird, die ebenso rotfcheu find wie ihre Dchfen. P Gegen die Verschlechterung des Verfahrens in Unfallsachen Wir haben unter den auf Bedhje utas" beschäftigten Arbeitern Nachforschungen in dieser Hinsicht angestellt, wenden sich in einer vom Landeshauptmann der Provinz Bosen dem deren Ergebnis teineswegs zugunsten der Beche Reichstag zugesandten Eingabe auch die deutschen landwirts spricht. Unsere Gewährsmänner sind, wohlgemerkt, nicht etwa fchaftlichen Berufsgenossenschaften. Sie erflären, notorische Heißsporne und Heyer, sondern ernste bedächtige Leute, die eher zwei Worte zu wenig daß die Beschneidung des Nekursrechts sowohl für die Senten als eins zu viel sagen. belverber wie für die Berufsgenossenschaften eine wesentliche BerDie Unsumme des Unmutes über die Verhältnisse auf der schlechterung des bestehenden Rechts bedeutet und daher vom StandGrube machte sich schon einmal im November Luft durch den noch punkt beider Zeile unannehmbar ist". Aber der schwarz- blauin frischer Erinnerung stehenden Streit auf Bedhe Butas". Wie nationalliberale Blod tritt mit Feuereifer für Durchpeitschung des damals in Dortmunder General- Anzeiger" berichtet wurde, Ausnahmegefeges ein, eben weil es die Rechte der Arbeiter tamen in den verschiedenen Belegschaftsversammlungen immer nahezu aufhebt. wieder neue Klagen der verschiedensten Art bor, deren Berechti gung allgemein bestätigt wurde. So hieß es in einer Versammlung, die Mißstände auf Beche Lutas" feien in gewisser Beziehung noch schlimmer als die auf Radbod". Namentlich wurde die schlechte Berieselung erwähnt, in einzelnen Streden liege der Staub fußhoch. Auf keiner anderen Beche sei es so schlimm wie hier. In der Grube befänden fich tiefe Hohlräume, in denen sich die gefähr lichen Wetter angesammelt. Und in diese gefahrdrohenden Gänge schide man ungelernte Bergleute, die leicht das größte Unglüd anrichten fönnten. Durchpeitschung der Reichsversicherungsordnung. Die Art, wie die Reichsversicherungsordnung parlamentarisch durchgepeitscht werden soll, ist direkt ein Standal. Am Mittwoch ist die Stommiffion zusammengetreten, um die Berichte festzustellen. Dieser Bericht besteht aus sechs Büchern, die zum Teil einen Umfang von 250 bis 300 Seiten haben. Im günstigsten Falle kommen diese Berichte am Sonntag in die Hände ber Reichstagsabgeordneten. Am Mittwoch, spätestens aber In einer anderen Versammlung war man sehr erstaunt über Donnerstag, beginnt bereits die Beratung im Plenum des Reichs. die Meldung, daß Herr Bergrat Höchst in der Konferenz mit der tages. Die Geschäftsordmung des Reichstages bestimmt, daß die Deputation der Belegschaft erklärt habe, auf Zeche Lutas" seien zweite Lesung eines Gefeßentwurfes frühestens zwei Tage nach der die gerügten Mißstände nicht vorhanden. Gegen diese Auf- Berteilung des Berichtes der Kommission stattfinden kann. Mant faffung wandten sich eine Anzahl Redner. Insbesondere erbot man fich von mehreren Seiten, mit Herrn Bergrat Höchst in die hatte bei der Schaffung dieser Bestimmung natürlich keine Berichte Grube zu fahren und ihm Sohlräume, Wetter anim luge, die ein wochenlanges Studium erfordern, wenn fie gründ sammlungen, Beweise für chronischen Holz- lich durchgearbeitet werden sollen. Die Mitglieder des Reichstages mangel in Menge zu erbringen... haben in ihrer überwiegenden Mehrheit aber gar keine Möglichkeit, Auf diese Weise foll auch das lehte dem die Berichte vor der Beratung auch nur einfach durchzulesen. Je weniger Grubenbrande vorangegangene Unglüd ent- Abgeordnete die ganze Materie beherrschen, desto angenehmer ist das standensein, bei dem zwei Snappen in einem Ueberhau von für die Mehrheitsparteien. Das böse Gewissen treibt sie zu rascher herabfallendem Gestein zerschmettert wurden. Sie hatten, nach Arbeit, die volksfeindlichen Einzelheiten follen den Maffen möglichst dem mehrere andere es abgelehnt hatten, in den offenbaren Tod hineinzugehen, nach anfänglichem Widerstreben die Arbeit über- überraschend kommen. Fortgefeßt weist die bürgerliche Preſſe auf nommen und kaum damit begonnen, als das Gebirge zu die Bedeutung dieses Gefezes hin, eine Bedeutung, die wir gar fammenstürzte und die Unglüdlichen begrub, die nicht bestreiten; gerade deshalb aber muß gegen diese standalöse Das Tageslicht nicht mehr wiedersehen sollten, Purchpeitschung mit allem Nachdruck protestiert werden, Mecklenburger Volksschullehrer- Verhältnisse. und zwar der eine mit 428 990 gegen 299 499, der zweite mit Das Resultat bedeutet eine 340 543 gegen 238 042 Stimmen. in Erscheinung, als gerade er es far, der das Unternehmen, für Set dessen Firma er seinen Namen gegeben hatte, nach außen hin bertrat Die Domaniallehrer in Medlenburg- Schwerin sollen endlich die angelündete Gehaltserhöhung erhalten. Die schon im November Niederlage der Bundesregierung und der ArbeiterKläger wurde alfo als Betriebsunternehmer und nicht als ver vorigen Jahres in Aussicht gestellte Aufbefferung wird am 1. Juli partei. Das Bundesparlament hatte mit großer Mehrheit ficherungspflichtiger Arbeiter angesehen. Bei der Beurteilung des dieses Jahres in Kraft treten. Die Anfangsbesoldung wird von beide Gesetzesvorschläge angenommen; da diese aber eine Ab- alles schieb die Frage, ob B. tatsächlich" Unternehmergewinn" er1100 auf 1300 m. erhöht; dazu kommen Alterszulagen von 100, änderung der Verfassung in sich schließen, mußten sie dem Referen- zielt hatte, vollständig aus. Wir sind der Ansicht, daß bei derartig 300, 500, 700, 800, 900, 1000 und 1100 M. nach 3, 6, 9, 12, 16, bum unterbreitet werden. Die Gesamtheit erwies sich leider realtio- gelagerten Fällen die Frage, ob Gewinn erzielt wurde, eine große 20, 24 und 28 Jahren.( Bisher 7 Alterszulagen von je 100 m. närer als ihre Vertreter. Rolle spielt, da sonst eine ganze Reihe von Personen als nicht bet nach 3, 6, 10, 14, 18, 22 und 26 Jahren.) Das Gehalt der unverAmerika. ficherungspflichtig angesehen werden wird. heirateten sogenannten zweiten Lehrer ist von 800 auf 1000 M. erhöht. Landtagserfazwahl in Goldap. Schweiz. Die Polizeikampagne gegen die Gewerkschaften. Ungültigkeit der Konkurrenzklauseln minderjähriger Gewerbes New York, 26. April. Die drei Männer, die im Zugehilfen. Bei der heute erfolgten Landtagserfahwahl im Bezirk 4 Gum- sammenhang mit der Explosion von Los Angeles nach dem Bürgerlichen Gesehbuch zu ihrer Gültigkeit der Zustim Willenserklärungen Minderjähriger bedürfen grundsäßlich Ginnen wurden insgesamt 356 Stimmen abgegeben. Davon erhielten Gutsbefizer Jany- Niederwitz( fons.) 345 und Landwirt verhaftet wurden, werden heute abend in Los Angeles er- mung des gefeßlichen Vertreters des Minderjährigen. Eine AusBüttler- Eydtluhnen( lib.) 11 Stimmen. Ersterer ist mithin gewählt. wartet. Die Arbeiterverbände haben in den letzten nahme macht§ 113 des Bürgerlichen Gesetzbuches, wonach der Mins Tagen im ganzen Lande eine Lebhafte Agitation derjährige, wenn ihn der gesehliche Vertreter ermächtigt in Dienst entfaltet und behaupten, die Verhaftungen seien das Ergebnis oder Arbeit zu treten, für solche Rechtsgeschäfte unbeschränkt ge eines schlau eingefädelten Anschlags des Kapitals fchäftsfähig ist, welche die Eingehung oder Aufhebung eines Dienst gegen die Arbeiter. Die Gewerkschaften von New Yort oder Arbeitsverhältnisses der gestatteten Art betreffen. Dies wird fammeln einen Verteidigungsfonds von 200 000 Dollars, zu ob der Minderjährige sich auch wirksam ohne Zustimmung des ge von der herrschenden Meinung unrichtigerweise so aufgefaßt, als dem die Arbeitergewerkschaften des ganzen Landes beizutragen fehlichen Vertreters Vertragsstrafen und Konkurrenzklauseln unterfich verpflichtet haben. werfen könne. Im Gegensaße zu dieser unrichtigen, im Arbeiterrecht S. 56 an der Hand der Motive befämpften Ansicht steht ein jüngst von der Abteilung 7 des Amtsgerichts Berlin- Mitte( Amtsgerichtsrat Camter) erlassenes Urteil: Wahlen im Kanton Zürich. Zürich, 26. April.( Eig. Ber.) Die Stimmberechtigten des Kantons Zürich haben am nächsten Sonntag, den 30. d. Mts., die Regierung und den Kantons tat neu zu wählen. Die Wahl der sieben Regierungsräte vollzieht Die Angelegenheit wurde heute durch den Sozialisten fich ohne Stampf, da keine Gegenkandidaten aufgestellt sind. Der Berger vor das Repräsentantenhaus gebracht, der 75 jährige Demokrat Dr. Stößel, der sich immer mehr eine Untersuchung durch den Kongreß verlangte. nach rechts entwidelte und sich so die Sympathien der Arbeiterschaft, die er früher in reichem Maße besaß, völlig verscherzte, wird interessanterweise nur von den rechts- extremen Bürgerberbändlern belämpft, aber auch nur platonisch, da sie ihm feinen Gegenkandidaten gegenüberstellen. Sie greifen ihn aus guten demo" Aus der Partei. Politische Plakate. Die damals 17jährige Betlagte war bei der Klägerin, der Firma Schindler u. Co., gegen ein monatliches Gehalt von 30-35 t. als Gewerbegehilfin angestellt. Eines Abends wurde sie in das Bureau des Prinzipals gerufen, um dort, ohne daß ihr Gelegenheit geboten tvar, sich mit ihren Eltern zu besprechen, einen Schein zu unterDie Stettiner Polizei hat sich im Kampf gegen den Umstura schreiben, der sie verpflichten sollte, zwei Jahre nach ihrem Auskratischen Gründen an, indem sie erklären, daß er seiner Aufgabe neue Lorbeeren erworben. Sie verbot nicht nur einen Maifeier- tritt aus der Firma der Klägerin bei zwei namhaft gemachten Konnicht mehr gewachsen und diese wichtige Amtsstelle keine Versorgung Umzug, sondern nunmehr auch das Ankleben eines Mai- furrensfirmen teine Stellung anzunehmen, und zwar bei Vermei politischer Invaliden ist. Diese an sich durchaus richtige Begründung feier- Blakats an die öffentlichen Anschlagfäulen. Das staats- bung einer Konventionalstrafe von 200 m. Die Beklagte trat jedoch erschöpft aber offenbar die Gründe" der Bürgerverbändler nicht, gefährliche Plakat forderte allerdings nur zur Teilnahme an einem später bei einer der beiden Konkurrenzfirmen in Stellung und Klä denn wenn Stößel liberal" und den Bürgerberbändlern näher- Ausflug am Vormittag des 1. Mai und zum Besuch von sonstigen gerin klagte daraufhin die Konventionalstrafe ein, indem sie sich auf stünde, würde ihm seine Invaldität mit christlicher Nächstenliebe Veranstaltungen am Nachmittag und Abend des gleichen Tages auf. ben Nevers und auf§ 118 B. G. ftigte. Rechtsanwalt Dr. Siegfried Eine Ankündigung von Demonstrationsversammlungen enthielt der Weinberg, der die Beklagte vertrat, führte demgegenüber aus, daß nachgesehen werden. Unangefochten ist auch der einzige sozialdemokratische Vertreter Plakattert nicht. Trotzdem erhielt die Maifeierkommission folgendes der Revers ungültig sei. Der§ 113 erstrede sich nur auf die EinSchreiben des polizeilichen Plakatzenfors: gehung oder Aufhebung von Arbeitsverhältnissen der gestatteten in der Regierung, unser Genoffe Ernst, der gegenwärtig der Chef Auf die im Auftrage des Gewerkschaftskartells und der fozial- Art, greife also nicht das Versprechen einer Stonventionalstrafe in des Erziehungsdepartements ist und früher jahrelang mit Erfolg das demokratischen Wahlvereine Stettin und Randow- Greifenhagen an sich. In den Motiven sei ausdrüdlid) ausgesprochen, daß die Worte Finanzwesen leitete. mich gerichtete Anfrage betreffend den öffentlichen Anschlag eines der gestatteten Art" Klarstellen sollen, daß der Minderjährige nicht Maifeier" überschriebenen Plakates vom 22. b. Mts. erwidere befugt sei, einen Vertrag einzugehen, dessen Inhalt ihm Verpflich ich ergebenft, daß das vorgelegte Blakat nicht lediglich eine An- tungen auferlegt, die über die Natur der Dienst- oder Arbeitsverhält fündigung über öffentliche Vergnügungen enthält, sondern nisse hinausgreifen und welchen wegen ihrer Schwere oder Eigennach seiner Ueberschrift und dem auf den Vormittag des art im voraus zuzustimmen der Vertreter nicht beabsichtigt haben 1. Mai bezüglichen Teile, wie das gestern in Stettin zur tann. Zudem sprächen dieselben rechtspolitischen Erwägungen, die Verteilung gelangte Flugblatt Auf zur Maifeier" in§ 74 des Handelsgesetzbuches zur Nichtigkeitserklärung von Ston und der von der Maifeierkommission gestellte, inzwischen abgelehnte ventionalstrafversprechen minderjähriger Handlungsgehilfen geführt Antrag auf Genehmigung eines öffentlichen hätten, im vorliegenden Falle für die Richtigkeit des Reberfes. Der Aufzuges der Maifeierdemonstranten beweisen, als ein felbe verstoße nach Lage der Dinge gegen die guten Sitten. Auch Anfchlagzettel politischen Inhalts angesehen werden muß. fei die Strafe unverhältnismäßig hochy. Das Gericht schloß sich Derartige Anschlagzettel und Blafate dürfen nach§ 9 des diesen Ausführungen an und erkannte auf Klageabweisung. preußischen Breßgefeßes vom 12. Mai 1851( Gefeßsammlung Seite 278) nicht angeschlagen, angeheftet oder in sonstiger Weise Hus Induftrie und Handel. öffentlich ausgestellt werden. J. V.: Walther. Ein liberaler Regierungsrat, Bleuler, ein sehr fortschrittlich gefinnter Politifer, tritt aus Gesundheitsrücksichten vom Amte zurüc und wird ersetzt durch den reaktionären, arbeiterfeindlichen Advokaten Dr. Keller in Winterthur. " Im Zeichen des Kampfes vollziehen sich die Kantonsrats. wahlen, insoweit die Sozialdemokraten Kandidaten aufstellen, denn die Bürgerlichen, mit Ausnahme der Christlichsozialen, sind auf der ganzen Linie einig. Da die Mitgliederzahl des Kantonsrates bon 243 auf 219, um 24, reduziert wurde, müssen manche Kleber mit schwerem Herzen den liebgewordenen Sessel verlassen, so daß ein tragikomisches Moment im Wahlkampfe mitspielt. Unsere Bartei war bisher durch 39 Abgeordnete im Kantonsrat vertreten, wovon allein 27 auf Außersihl, wo sie die große Mehrheit hat, entfielen; Daß der Charakter eines Plakats nicht von seinem Text, sondern die übrigen zwölf verteilten sich auf weitere fünf Wahl von verteilten Flugblättern und abgelehnten Anträgen abhängig ist, ist freife. Gegenwärtig ist aus taftischen Gründen noch nicht eine Entdeckung, auf die man im Stettiner Bolizeipräsidium stola Vereinigten Köln- Rottweiler Bulberfabriten in allen Wahlfreisen von unserer Partei Stellung genommen; foweit fein fann. Daß tatsächlich das Flugblatt für die Beurteilung des es geschehen, wurden in acht Wahlkreisen 59 Kandidaten aufgestellt, wovon allein 28 in Außersihl, das einen Vertreter mehr zu wählen hat. Die Wahl von 39 der 58 sozialdemokratischen Kandidaten ist so gut wie sicher. Mit den Sozialdemokraten zusammen gehen, entweder infolge Direkter Vereinbarung, wie in Winterthur, oder aus allgemeinen Blakattextes ausschlaggebend war, wird allerdings auch durch den Umstand belegt, daß im Vorjahre der mit Ausnahme des Datums und Benennung einiger Lokale völlig gleichartige Plakattert von demselben Assessor austandslos freigegeben wurde. Polizeiliches, Gerichtliches ufw. Ein abstinenzfeindlicher Bikar. Der Pulvertruft. Auf der Tagesordnung der Aktionärsgeneralversammlung der steht ein Antrag auf Verlängerung der Kartellber träge. Damit wird die Oeffentlichkeit wieder einmal au einen Trust erinnert, der seinesgleichen sucht. Die Herstellung und der Verkauf von Kriegsmaterialien ist ja von jeher ein lukratives Gefchäft gewesen. Die Krupp, Magim, Armstrong, Stoda und wie sie alle heißen, haben an dem Kriegsbedürfnis der Völker schöne Berdienste gehabt und werden es vorläufig wohl auch noch weiterhin prinzipiellen Gründen als Anhänger des Proporzes, die Wegen Beleidigung eines fatholischen Vitars wurde der Nedat- haben. Heute, wo sich alles syndiziert und verfrustet, sind die Christlichsozialen, die beschlossen haben, feinem feinem Anhänger teur der Mülhauser Volkszeitung", Genoffe Gustav Hammer, Bulberfabriken natürlich nicht zurüdgeblieben, sie bilden ein Musterdes Systems des absoluten Wehrs ihre Stimme zu geben. vom Schöffengericht üningen( Elsaß) zu 5 M. Geldstrafe beispiel der organisierten Staatenplünderei, wie es drastischer gar Inwieweit sie zugunsten unserer Partei in einigen Wahltreifen das und den Kosten des Verfahrens verurteilt. Auch auf diese minimale nicht gefunden werden kann. Die Vereinigten öIn Rottweiler Bulbera Strafe wurde erst nach fünfbiertelstündigem Verweilen des GerichtsErgebnis zu beeinflussen vermögen, bleibt abzuwarten. Fest steht indes schon heute die Tatsache, daß unsere Partei, hofes im Beratungszimmer erkannt. Es handelt sich um eine Stor- fabriken stehen unter anderem in einem Kartellverhältnis zu den Pulverfirmen Dramer und Buchholz, Pulverauch wenn sie nur wieder die gleiche Vertrelerzahl sollte in den respondenz aus Süningen, in welcher erzählt war, daß der Bikar fabriken m. b.§. in Rönjahl und Sannover, sowie mit auch wenn sie nur wieder die gleiche Vertrelerzahl sollte in den in der Christenlehre( vor Schultindern) sich in schwer ver- Wolff u. Co. in Walsrode. Diese drei Firmen mit ihren Kantonsrat entfenden können, relativ mehr Bedeutung und Einfluß legender Weise über die Abstinena bewegung lustig weiteren Verbindungen sind als sogenannte deutsche Pulvererlangen wird als im verflossenen Stantonsrat, weil eben deffen gemacht habe; der Wahrheitsbeweis gelang vollständig und die gruppe bekannt. Sie stehen wieder mit der fogenannten Mitgliederzahl reduziert ist. Es ist aber auch möglich, daß 50 und Werurteilung erfolgte lediglich wegen formaler Beleidigung. noch mehr unserer Standidaten gewählt werden. Auf jeden Fall darf man mit Spannung dem nächsten Sonntag entgegensehen. Frankreich. Die Gesellschaften und die Eisenbahner. Soziales. Krankenkaffenkongreffe. Wie wir bereits am 4. d. M. mitteilten, findet am 29. April um 9 Uhr vorm. im Gewerkschaftshaus ein Hilfstaffentongreß 30. April um 10 Uhr vormittags ein Krankenkassenkongreß Paris, 27. April. Wie„ Echo de Paris" meldet, haben nummehr auch die Gesellschaften der Paris- LyonMéditerannée- Bahn und der Südbahn dem Minister mitgeteilt, fie tönnten seiner Aufforderung zur Wiederanftellung der entlassenen Eisenbahner nicht nachkommen. Sobald die Antworten aller Gesellschaften eingetroffen fein ftatt. Bereits um 8% Uhr des 80. April tagt ein werden, wird das Ministerium über die hierdurch geschaffene Lage beraten. Die Wirkung des Abenteuers. Daß das koloniale Abenteuer in der inneren Politik nur der Reaktion zugute kommen kann, führt Jaurès in der Humanité" aus. Er schreibt: in der Neuen Welt", Hasenheide, " Krankenkassenbcamtentag im neuen Saale der Neuen Welt". Die Tagesordnung dieses Kongresses befaßt sich mit der Stellungnahme zum Kaffenangestellten recht in der Reichsversicherungsordnung und zu dem Anschlag auf die Rechte der Angestellten im Einführungsgesetz zur Reichsversicherungsordnung. Dieser wurde jedoch zurückgewiesen, da B. von der Genossenschaft als selbständiger Unternehmer angesehen wurde, der nicht zu den versicherungspflichtigen Personen gehöre. B. habe auch als Unternehmer nicht Selbstversicherung beantragt. jachen: Behn Holzarbeiter, darunter B., schloffen am 27. Juni 1909 Die Stellung der Genossenschaft stüßte sich auf folgende Tateinen Gesellschaftsvertrag und errichteten eine Tischlerei. Gewinn " Wir treten in ein furchtbares Abenteuer ein. Cs oder Verlust sollte gemeinschaftlich getragen werden. Der Mietswird durch eine plumpe Ablenkung den Interessen des Rüd vertrag wurde von allen zehn Gesellschaften unterschrieben. B. überichritts in Frankreich dienen. Denn die schwachen radikalen nahm es, der Genossenschaft von der Errichtung der Möbelfabrik Regierungen, die durch ihre marokkanische Politik die Gefangenen Kenntnis zu geben, wie er auch zunächst seinen Namen für das der gemäßigten Gruppen werden, fönnen nicht die doppelte Laft einer Unternehmen hergab. Am 7. Januar 1910 wurde die Fabrit als Politik der Reformen und einer Politik der Groberung tragen. Sie G. G. m. b. H. in das Genossenschaftsregister eingetragen. werden binnen furzem zwischen zwei Feuer geraten. Und in Europa steigert fich das Unbehagen. Auch über diesen Bunkt fagt man Frankreich nicht die ganze Wahrheit." Sprengstoffgruppebies find alle zur Nobel Dynamite Trust Co. Ltd. gehörigen Dynamitgesellschaften- int Kartellverhältnis. Mit dem amerikanischen Bulbertrust ist ebenfalls eine Vereinigung geschaffen worden. Dieser Weltpulvertruft soll aber angeblich schon seit 1906 wieder aufgelöst sein. Dem steht aber entgegen, daß noch 1909 in den Vereinigten Staaten die Bundesregierung gegen diese Vereinbarung mit doku mentarischen Tatsachen, natürlich ohne Erfolg, ankämpfte. Damals tam das allerinteressanteste Vertragsmaterial autage. Es besteht demnach eine geheime Abmachung zwischen dem amerikanischen Pulvertrust, der deutschen Pulver- und der englischen Dynamit gruppe. Die beiden lehteren haben mit dem zuerst genannten eine auf zehn Jahre laufende Interessengemeinschaft geschlossen. Der amerikanische Trust berpflichtete sich dabei, innerhalb der Vertragsgeit teine Fabrit auf dem europäischen Trustabsakgebiete zu bauen. Gine im deutschen Auftrage in Jamesburg N.-J. im Bau befind liche Zündhütchenfabrik blieb damtals unbeendet. Als Gegenleistung übernahmen die amerikanischen verbündeten Gesellschaften die Bera pflichtung, jährlich 5 Millionen Zündhütchen von der Rheinisch Westfälischen Sprengstoffgesellschaft zu übers nehmen. Marokko. Der Vormarsch. Casablanca, 27. April.( Meldung der„ Agence Havas".) Die Kolonne Brulard hat ihre Formierung bei Bu Znika beendet. Sie besteht aus drei Bataillonen, einer Estabron, zwei reitenden Selbständiger Unternehmer oder versicherungspflichtiger Arbeiter? Der Vertrag bietet auch noch in vieler anderer Hinsicht Inters Batterien, zwei Zügen Gebirgsartillerie, einem Zuge Mitrailleusen Der Bandsägenschneider Karl B. erlitt am 29. November 1909 effantes. So besteht ein Passus, daß es den fartellierten Firmen und dem dazu gehörigen Train. Die Gefamiſtärke beträgt über durch Betriebsunfall eine Verlegung der linken Hand. Da der welchen eine andere mitvereinigte Firma berlangt, zu unter berboten ist, bei Regierungsarbeiten den Preis, breitausend Mann. Man denkt an die Möglichkeit, aus Unfall erhebliche Folgen hinterlassen hatte, erhob B. bei der Nord- bieten. Die Regierungen müssen eben zahlen, was verlangt wird. Mannschaften der Kriegsschiffe bei Mehedia cine 2andungs- deutschen Holz- Berufsgenossenschaft Anspruch auf Entschädigung. Damit ein Staat nicht auf die bee fommit, fich bei der ausabteilung aufzustellen. ländischen Konkurrenz einzudeden, hat man bertraglich bie rde verteilt. Für die amerikanischen Gesellschaften wurde Nord- und Südamerika reserviert, die übrige Melt, mit Ausnahme blieb den europäischen Fabriken zur Versorgung und Ausbeutung bon Kanada und Westindien, wo freie Konkurrenz herrschen soll, borbehalten. Welche Summen dabei verdient werden, läßt sich überhaupt nicht feststellen. Sie sind auf jeden Fall enorm. Bumal gerade die Bulver- und Sprengstoffabrikation auf einer außer ordentlich hohen Stufe steht, wird doch alljährlich ein Riesenstab tüchtiger Intelligenzen zu nichts weiter angehalten, als die Brobuftionsverfahren zu verbessern und so die ganze Sprengstoffindustrie immer rentabler zu machen. Der Borsigende der Nobel Gegen den den Anspruch des B. zurüdweisenden Bescheid der Dynamite Trust Company erklärte einmal in einer GeneralverGenossenschaft legte derselbe Berufung beim Schiedsgericht für Ar- sammlung dieser Gesellschaft ganz offen, daß es durch systematische beiterversicherung, Stadtfreis Berlin, ein, welches jedoch die Be- Arbeit gelungen wäre, die Produktionskosten auf das niedrigste rufung zurüdivies. Auch das Reichsversicherungsamt verneinte auf Minimum herabzuschrauben, während der Absatz durch fluge erhobenen Returs die Entschädigungspflicht der Genossenschaft. Startellpolitit gesichert sei. Fast genau vor zwei Jahren stellte er Aus der Entscheidung seien des allgemeinen Interesses wegen bergnüglich fest, daß die kürzlich vorhanden gewesene Trübung der folgende Säge wiedergegeben: europäischen politischen Verhältnisse die Nachfrage bei Gesellschaften, Nach der ständigen Spruchpraris des Reichsversicherungs- an denen wir interessiert sind, verstärkt hat". Mer denkt da nicht amts hat bei einem berartigen gemeinschaftlichen Unternehmen an jene Simpliciffimuszeichnung, wo Krupp, schmunzelnd über dem jeder Zeilhaber im Hinblick auf den§ 28 Abs. 3. G. 11. 8. G. ver- Weltkrieg sigend, meint: Alles meine Kunden!" ficherungsrechtlich als Unternehmer zu gelten, da der Betrieb auf Wenn jetzt die deutsche Pulvergruppe ihre Kartellverträge erfeine Rechnung erfolgt. Dieser Grundsatz ist im vorliegenden neuert, was ohne weiteres anzunehmen ist, so ist dies auch mit ein Falle auf den Kläger anzuwenden; wenn er den Unfall vom Beweis dafür, daß die angeblich schon seit 1906 nicht mehr 29. November 1909 beim Bedienen der Bandjäge erlitt, so war existierenden internationalen Abmachungen in irgendeiner Form er zu dieser Arbeit gleich den anderen Gesellschaftern allein durch noch bestehen. Dies wird im besonderen durch die Tatsache bestärkt, den Vertrag vom 22. Juni 1909 verpflichtet und stand dabei nicht daß von einem internationalen Wettkampf der Pulver- und etiva auf Grund eines besonderen Vertragsverhältnisses der Ge- Dynamitfabriken, der sonst bemerkbar sein müßte, nichts bekannt samtheit der anderen Teilhaber als Arbeiter gegenüber. Die ist. Ja, Einigkeit macht start, zumal wenn es ans Ausbeuten dep Stellung als Unternehmer trat bei dem Kläger um so deutlicher Staatskaffen geht. Auftralien. Eine rüdschrittliche Entscheidung. Mittwoch fand eine wichtige Bolts abstimmung statt. Es handelte fich darum, die gesamte industrielle Gesetzgebung einschließlich der Errichtung eines Schiedsgerichts zur Beilegung von Streitig feiten zwischen Arbeitern und Arbeitgebern, auch wenn diese auf einen einzelnen Staat beschränkt sind, aus den Händen der Einzelstaaten zu nehmen und an die Commonwealth( den Bundesstaat) zu übertragen, fowie um eine Berfchärfung der Bundesgefeggebung gegen Handels. und Industriemonopole. Soweit sich bisher übersehen läßt, find Beide Borschläge mit überwiegenden Mehrheiten abgelehnt, / Gegen die antiloziale HusgeHallu protestierte gestern abend die Arbeiterschaft von Groß-Berlin in 17 bis auf den letzten Platz gefüllten Versammlungen. Ein spärlicher, aber häßlich kühler und widriger Regen, dessen Ende man gern zu Haus abgewartet hätte, hinderte in einigen Lokalen die frühzeitige Füllung und damit den Beginn der Versammlung. Als aber der Himmel absolut kein Einsehen haben wollte, machten Männer und Frauen sich dennoch aus den Weg und füllten nun bald die Ver- sammlungsräume bis auf den letzten Platz. Wohin wir auch auf unserer Fahrt nach den verschiedenen Stadtteilen kamen, um einen Blick in die Versammlungen zu werfen, überall stießen wir auf eine dicht gedrängte Masse, welche zum großen Teil stehend den Worten der Referenten aufmerksam lauschte. Es war gewissermaßen die Elite der Berliner Arbeiterschaft, die da versammelt war. Es waren die, welche in den Organisa- tionen der Gewerkschasten und der Partei schon jene Schulung ge- nossen hatten, die sie erkennen ließ, welche über den Rahmen der Sozialgesetzgebung weit ins Politische hinübergreifende Bedeutung der gegenwärtige Plan einer Neugestaltung der Reichsverstcherungs- ordnung hat. Folgt doch der schwarzblaue Block bei seinem gegen- wältigen Versuch zur Entrechtung der Arbeiterklasse nur den Wünschen, welche aus Scharsmacherkrcisen so und so oft laut ge- worden sind. Findet dieser Entrechtungsversuch nicht eine Ar- deiterschaft, die sich energisch dagegen wehrt, so besteht Gefahr auch für die übrigen Rechte des Proletariats. Dann gewinnt die Reak- tion den Mut, gegen das von den Scharfmachern nicht minder angefeindete Koalitionsrecht und gegen die wenigen vorhandenen politischen Rechte Sturm zu laufen. � In ihrer Beurteilung des dem Reichstage vorliegenden Eni- Wurfes waren alle Versammelten sich einig, so daß überall ein- stimmig die nachfolgende Resolution angenommen wurde: Der Entwurf der Reichsversicherungsordnung, der dem wieder zusammentretenden Reichstag zur Annahme vorliegt, beschränkt die ohnehin schon recht spärlichen Rechte der ver- sicherten Arbeiter und Arbeiterinnen in der unerträglichsten Art und Weise. Große Schichten der Bevölkerung bleiben nach wie vor von der Versicherung ausgeschlossen, die Verfolgung der Rechtsansprüche Unfallverletzter sind aufs härteste erschwert, die Witwen- und Waisenrenten werden auf einen Satz nor- miert, der zur allerknappsten Lebensnotdurft niemals aus- reicht, die Witwenrente soll nur invaliden Witwen zuteil werden und verliert damit fast jede Bedeutung für die ar- bettenden Klassen., Neben zahllosen weiteren Verschlechterungen der be- stehenden Zustände wird die Verwaltung der Kranken- kassen und aller Versicherungsinstitutioncn den Arbeit- nehmern völlig entwunden. Die hohen Beiträge und der Zweitdrittelanteil der Arbeiter bleiben, das Mitbcstim- mungsrecht der Versicherten aber wird in schnöder Weise eskamotiert nnd an die Behörden ausgeliefert._ 6ewerhrcbaftUcbe� Die Niederlage der Scharfmacher in Chemnitz. Die Chemnitzer Former haben ihren Kampf nun doch siegreich veendet. Mit 1724 gegen 684 Stimmen beschlossen die Streiken- den. den Streik zu beenden. Die Arbeitsaufnahme begann am Donnerstag. Die Arbeiter werden nach Bedarf eingestellt. Maß- regelungcn sind ausgeschlossen. Gleichzeitig sind nun hiermit auch Aussperrung und Sympathiestreiks aufgehoben. Die Unternehmer mußten sich zu folgenden Zugeständnissen bequemen: t. Arbeitszeit: gZ-5 Stunden für Montag bis Freitag, 8M Stunden für Sonnabend; also bsstündige Arbeitswoche unter Beibehaltung der bisherigen Löhne. 2. Ueberzeit- und Sonntagsarbeit: 26 Proz. Zuschlag zum Stundenlohn für Lohn, und Akkordarbeiter. Kleinere durch die Natur des Gießereibetriebes bedingte Ueberschreitungen der Arbeitszeit bis zu einer halben Stunde bleiben außer Be- tracht. 3. Lohnfrage: Nach l4tägiger Beschäftigung findet Lohn- festsetzung nach Leistung mit Rückwirkung auf die ersten 14 Tage statt. Ein Vierteljahr später endgültige Lohnfestsetzung für Akkord. arbeiter in Höhe von 75 Proz. de» in der verflossenen Zeit er- zielten Akkordverdienstes. Lohnzulage für alle gelernten Lohnarbeiter(Gießereiarbeiter) über 18 Jahre und nach dreimonatlicher Tätigkeit im Berufe(Kern- macher, Schmelzer, Gußputzer usw.): bei einer bisherigen Lohn- höhe bis zu 28 Pf. pro Stunde 5 Pf. Zulage, von 29—32 Pf. 4 Pf.. von 33—36 Pf. 3 Pf., von 37—40 Pf. 2 Pf. und von 41—44 Pf. 1 Pf. Handarbeiter(ohne berufliche Qualifikation) über 18 Jahre bei einem Stundenlohn bis zu 34 Pf. 2 Pf.� von 3ö Pf. ab 1 Pf. Zulage pro Stunde. Diese Zulagen erfolgen unabhängig vom Lohnausgleich für Verkürzung der Arbeitszeit. 4. Akkordarbeit: ANordpreiS muß vor Beginn der Ar- beit durch Akkordzettel vereinbart werden. Abweichungen sind bei Massenartikeln nach Vereinbarung mit dem Arbeiterausschuß zu. lässig. Der festgesetzte Akkordpreis darf nur bei Aenderung der Arbeitsmethode revidiert werden. Offenbare Irrtümer in der Kalkulation müssen eventuell spätestens bei der dritten Wieder- holung der Arbeit berichtigt werden. Niedere Akkordpreise, bei denen bei normaler Arbeit der Durchschnittsverdienst nicht erreicht wird, sowie während der Krise herabgesetzte Akkordprcise sollen entsprechend aufgebessert werden. Die Verwiegung des Gusses soll geputzt erfolgen. Ab- weichungen nur nach Vereinbarung mit dem Arbeiterausschuß. 5. Fehlguß wird, sofern nicht grobes Verschulden vor- liegt mit dreiviertel des Lohnes bezahlt. Streitfälle sollen unter Hinzuziehung eines oder mehrerer unbeteiligter, erfahrener For- mcr, die beiden Parteien genehm sind, erledigt werden. 6. Lohnzahlung erfolgt Freitags; ist dieser ein Feier- sag, tags zuvor. Für fünf Tage Lohn darf längstens stehen bleiben. 7. Günstigere Arbeitsverhältnisse als die ver- einbarten bleiben bestehen. 8. Die Vereinbarungen treten am Tage der Wieder- «aufnähme der Arbeit in Kraft. 9. Die Wünsche der Arbeiter auf Betriebssicherheit und hygienische Einrichtungen will der Jndustriellenverband seinen Mitgliedern zur Berücksichtigung empfehlen. Diese Zugeständnisse entsprechen zwar nicht ganz den Wün- schen der Gießereiarbeiter, bedeuten aber für die meisten Arbeiter dennoch einen großen Erfolg. Nicht zugestanden sind Mindestlöhne und vertragliche Bindung der Abmachungen. Als Aequivalent für Mindestlöhne treten Lohnzulagen für Lohnarbeiter, bestimmte Normen für Festsetzung des Stundenlohnsatzes für Mkordarbeiter ein. Das ist gerade für die Akkordarbeiter, die ungefähr 73 bis Berantw. Redakteur: Albert Wachs, Berlin. Jn/eratenteil verantw.: I ig der ßelchsverncherungsordnnng Mit Entrüstung protestieren die Versammelten gegen den neuen Versuch, die deutsche Arbeiterschaft noch mehr zu entrechten und zu vergewaltigen. Die Versammlung ruft alle gerecht und billig denken- den Elemente des Volkes, jeden freiheitlich Fühlenden zum nochmaligen Protest gegen den schamlosen Entwurf auf, welchen der schwarzblaue Block im Bunde mit den Scharf- machern dem deutschen Volke zu bieten wagt. Tie Anwesenden verpflichten sich insgesamt zu energischem Kampfe gegen die jetzige volksfeindliche Reichs- tagsmehrheit, sie versprechen, nicht eher zu ruhen und zu rasten, bis der Wille der Arbeitersichaft durch die Wahl sozialdemokratischer Abgeordneter zur Geltung gebracht wird. Die Versammelten erblicken in der Stärkung der po- litischen und gewerkschaftlichen Organisationen und im Lesen der Arbeiterpresse den ersten Schritt zur Durch- führung des wahren Volkswillens, sie werden unablässig wirken und agitieren, die Freunde dieses Entwurfes der Reichsversicherungsordnung aus allen gesetzgebenden Körperschaften zu entfernen. »« * Die Polizei war überall vertreten, ohne jedoch durch eine große Zahl von Beamten in die Augen zu fallen. Zur polizeilichen Ab- sperrung kam es auch unseres Wissens nur in den Pharus-Sälen, wo Genosse Link vor 2669 Personen sprach. In den Germania- Sälen waren Saal und Galerie derart gefüllt, daß man etwa 3069 Personen zählte. Dort sprach Genosse Eichhorn. In der Eon- cordia referierte Genossin Z i e tz vor 1299 Personen. Im Gewerk- schastshaus mußte man durch Zusammenrücken etwas gewaltsam Platz für die Menge schaffen, die aufmerksam den Worten des Ge- nossen Koblenzer lauschte. Im 2999 Personen fassenden Saale der Bockbrauerei sprach Genosse Brückner. Auch in den Vororten hat man anscheinend von dem sonst üb- lichen Polizeiaufgebot abgesehen. Der uns zugegangene Bericht aus Charlottenburg, wo Genosse S t ü ck l e n vor 1999 Personen sprach, stellt dies für die dortige Versammlung ausdrücklich fest. In dieser Versammlung sprach auch ein Demokrat. In S ch ö n e b e r g referierte vor 739 Personen der neugewählte Abgeordnete Büch- n e r. Weitere Berichte erhielten wir aus Pankow, Lichten- berg, Rummelsburg, Treptow und Köpenick, wo die Genossen und Genossinnen Molkenbuhr, Cohn, Robert Schmidt, Nürnberg und H a n n'a referierten. Auch in den nicht genannten Orten dürfte die Demonstration einen ähnlichen Verlauf genommen haben, so daß man die Zahl der Teilnehmer an dieser Protestaktion unter Berücksichtigung der Größe der Berliner Lokale aus etwa 29 999 schätzen kann. 89 Proz. aller Arbeiter ausmachen, sehr wichtig, da der Stunden- lohnsatz bisher für die Akkordkalkulation eine große Rolle spielte und auch für die Entschädigung der Ueberzeitarbeit und des Fehl- gusses in Betracht kommt. Wenn die Arbeiter das Erreichte sich zu erhalten suchen, wer- den die jetzt erhöhten Löhne ganz von selbst Mindestlöhne werden. Genau so steht es mit der vertraglichen Bindung. Der Bestand der Zugeständnisse hängt auch bei vertraglicher Bindung wesentlich vom Verhalten der Arbeiter ab. öerlin und Umgegend« Ter Arbeiter innenstreik in der Glühlampenfabrik von Bergmann. Als die Kommission der Streikenden der Firma den Beschluß der Streikversammlung am Dienstag überbrachte, kam es nochmals zu einer kurzen Besprechung mit der Direktion. Die Kommission machte dabei den Borschlag, man möge alle Streikenden wieder ein- stellen und dann nachträglich die Regulierung der Akkordsätze auf dem Wege der Vereinbarung mit den Arbeiterinnen in den ver- schiedenen Abteilungen vornehmen. Herr Direktor Hülsebeck notierte sich den Vorschlag. Die Antwort darauf wurde schriftlich gegeben und lautet: „Wir sind bereit, eine Anzahl erprobte Arbeiterinnen sofort einzustellen, welche nach den neuen Akkordpreisen längstens 6 Tage arbeiten. Wird hierbei der gleiche Wochenverdienst wie stüher erzielt, so sind die neuen Preise angenommen. Wird der Wochen- verdienst nicht erzielt, so werden die neuen Akkordpreise entsprechend erhöht." In einer gestern vormittag abgehaltenen und wiederum voll- zählig besuchten Versammlung der Streikenden berichtete die Kommission über die Lage und verlas das Angebot der Direktion. Es fand nicht im geringsten irgendwelchen Anklang. Keine der Streikenden war dafür zu haben, daß die Direktion sich eine wahr- scheinlich sehr kleine Anzahl Arbeiterinnen heraussucht, um auf diese Weise die Akkordsätze zu bestimmen. Bei der Abstimmung wurde dann auch das Angebot der Direktion in diesem Punkte ein- st immig abgelehnt. Ebenso einstimmig erteilte die Versamm- lung darauf der Kommission den Austrag, der Direktion folgenden Vorschlag zu unterbreiten: „Die Arbeit wird mit den Löhnen und Arbeitsbedingungen, wie sie vor dem Streik bestanden, wieder aufgenommen. Eine Regulierung der Akkordpreise ist binnen einer Woche zu beenden, jedoch bleibt den Arbeiterinnen der bisherige Verdienst gesichert." Es wurde hierbei betont, daß die Arbeiterinnen sich einer Regulierung der Preise durchaus nicht entgegenstellen wollen; sie wünschen jedoch, daß hierüber erst eine Besprechung mit ihren Ver- treterinnen in den einzelnen Abteilungen stattfindet. Im weiteren Verlauf der Versammlung erwähnte Handle eine Notiz über„Ausschreitungen gegen Arbeitswillige", die am Mittwochnachmittag im„Lokal-Anzeiger" erschienen ist. Darin wird behauptet, daß am Abend vorher in der Oudenarder Straße eine Arbeiterin Anna Wendland und mehrere andere Arbeitswillige von streikenden Frauen und Mädchen arg belästigt und verfolgt worden seien, so daß sie schließlich in ein Haus flüchten mußten. In der Maxstraße soll von der Menschenmenge, die sich angesammelt hatte, ein Staketeuzaun niedergerissen worden sein. Die Streikleitung hat nun, wie Handle ausführte, genaue Nachforschungen über diese Vorgänge angestellt und tst dabei zu den, Ergebnis gekommen, daß Streikende mit der ganzen Angelegenheit nichts zu tun haben. Es iammeln sich vor einer großen Fabrik, wo gestreikt wird und Schutz- leme herumstehen, in der Regel Neugierige an. und hier waren es nach den Feststellungen der Streikleitung Kinder und junge Leute, wie sie eben überall zusammenlaufen, tvo etwas los zu sein scheint, Menschen, die am Streik gar nicht beteiligt sind. Uebrigens werden die Streikposten vor dem Fabrikgebäude regelmäßig um 4 Uhr ein- gezogen, und erst um 5 Uhr ist Feierabend in der Fabrik, so daß die Streikenden überhaupt nicht mehr anwesend waren, als die sogenannten„Ausschreitungen" stattfanden. Es ist auch an jenem Tage und Abend nicht eine einzige Streikende sistiert worden, was doch sicher geschehen wäre, wenn Streikende wirklich Ausschreitungen begange» hätten. WaS den eingerissenen Staketzaun anbetrifft, so kann sich jeder, der in die Gegend kommt, überzeugen, daß er noch aufrecht dasteht. ___.*__ Th.Glocke, Berlin. Druck u. Verlag: Vorwärts Buchdr. u, BerlagSanstalt UebrigenS erzählt man sich, daß die Firma den paar Streck« brecherinnen, die sie gewonnen hatte, ans 14 Tage Urlaub gegeben haben soll. Es ist ihr offenbar in ihrer Glühlampenfabrik nicht möglich geworden, auch nur einen irgendwie nennenswerten Teil der Arbeit der Streikenden fertigzustellen. Deutfehes Reich. Der Streik der Maurer und Bauhilfsarbeiter in Velten in der Mark ist am Dienstag mit vollem Erfolge für die Arbeiter beendet worden. Der abgeschlossene Vertrag hat bis zum 31. März 1912 Gültigkeit. Der Lohn der Maurer erhöht sich sofort um 2Vz Pi- pro Stunde und um je weitere 2'/z Pf. am 1. Juli dieses Jahres und am 1. April 1912, so daß der Lohn dann 63 Pf. beträgt. Der Lohn der Bauhilfsarbeiter wird zu den gleichen Zeiten ebenfalls jedesmal um 2'/z Pf. erhöht und erreicht 32l/z Pf. Der Lohn für ständiges Kalk- und Steintragen unterliegt besonderer Vereinbarung. Achtung, Böttcher k Bei der Hochseefischerei„Nordsee� in Nordenham sOldenburg) sind Differenzen ausgebrochen, die zur Entlassung der Böttcher geführt haben. Zuzug ist fernzuhalten. Tlusland. Gelbe Llnarchisten. In Salzburg haben sich die Anarchisten— freilich sind sie nur ein Häuflein— mit den Gelben und den Bürgerlichen ver- bündet, um die Wiederwahl des gehässigsten ArbeiterfeindeS, des Dr. S t ö l z e l, und des Bienerthianers Dr. Sylvester zu sichern, deren Mandate von der Sozialdemokratie ernstlich bedroht sind.— Eine nur in dem national verwüsteten Oesterreich mögliche Tatsache wird aus Karlsbad gemeldet. Das dortige nationale Arbeiterblatt lobt eine bürgerliche Kandidatenrede, die sich gegen das gleiche Wahlrecht ausgesprochen hat, weil eS tief schädlich für das„Deutschtum"(der Fabrikanten) seil Versammlungen. Zweiter Wahlkreis. Eine außerordentliche GeneralversaMm» lung des Sozialdemokratischen Wahlvereins, die am Mittwoch den großen Saal der Bockbrauerei füllte, beschäftigte sich mit der Frage der Spedition im Westen des Kreises, die, weil sie fort- laufend beträchtlichen Zuschuß erfordert, aufgehoben werden sollte, was den Genossen in jenem Stadtteil jedoch als ein schwerer Fehler erschien. Infolgedessen hatte sich der Vorstand mit der Angelegen- heit befaßt, und es hatte eine gemeinsame Besprechung mit der Expedition des„Vorwärts" stattgefunden, in der diese sich bereit erklärte, jene Spedition weiterhin aufrecht zu erhalten, wenn der Kreis selbst jährlich 1999 M. zu den Unkosten beitragen wollte. Der Wahlkreis ist auch noch insofern an der Sache interessiert, als der Spediteur, Genosse Schmidt, zugleich erster Kassierer des Wahl- Vereins ist und ein gut Teil seiner Zeit auf die tadellose Verwaltung der Kassengeschäfte verwendet. Ein großer Teil der Genossen und namentlich die Fürsprecher der Erhaltung der Spedition im Westen sind der Meinung, daß man kaum einen anderen Genossen finden würde, der die umfangreichen Kassengeschäfte neben seiner Berufs- arbeit erledigen könnte, so daß man, wenn die Spedition auf» gehoben und der Genosse Schmidt, wie die Expedition beabsich- tigte, nach dem 6. Kreis versetzt wird, bald zur Anstellung eines besoldeten Kassierers oder Sekretärs des Wahlvereins kommen müßte. Die Bezirksführerkonferenz war sich dahin einig geworden, daß, wenn die Generalversammlung sich damit einverstanden er. klärte, endgültig durch Urabstimmung entschieden werden sollte, ob die Spedition in der vorgeschlagenen Weise aufrechterhalten werden soll.— Nachdem der Vorsitzende S ch w e m k e über die An- gelcgenheit berichtet hatte, folgte eine rege Debatte, in der ein Teil der Redner gegen, ein anderer für die Bewilligung der 1999 M. sprach. Genosse Appel stellte den Antrag, die Frage durch die Generalversammlung ohne Urabstimmung endgültig zu erledigen. Der Antrag wurde angenommen, und daraus wurde dann auch, allerdings nur mit einem Uebergcwicht von 12 Stimmen, be- schlössen, die Spedition durch den erwähnten Zuschuß aus der Kasse des Wahlvereins aufrechtzuerhalten. Ferner beschloß die Generalversammlung, dem jeweiligen Vor- sitzenden des Wahlvereins eine jährliche Entschädigung von 199 M. zu gewähren. Ein Vortrag des Genossen C l a j u s über das Fort- bildungsschulwescn mußte wegen der vorgeschrittenen Zeit vertagt) werden. Die Bildhauer haben in ihren verschiedenen Branchenabenden Stellung zur Maifeier genommen. Die Holzbildhauer und Mo- delleure beschlossen in gewohnter Weise den 1. Mai durch Arbeits- ruhe zu begehen, die Steinbildhauer beauftragten ihre Kommission durch Budenrechte auf den einzelnen Plätzen für die ArbeitSruhe Sorge zu tragen. Es kam des weiteren noch zum Ausdruck, daß die Maifeier als Demonstration nur dann von Wirksamkeit sein kann, wenn alle Feiernden in der Versammlung anwesend sind. Nur die Teilnahme an dieser berechtigt zum Empfang der Kon- trollmarke und entbindet von der Verpflichtung der Beisteueruna zum MaifondS. Die Zementierer, Einschaler und Hilfsarbeiter hielten am Mittwoch eine Gruppenversammlung ab. um zu der bevorstehenden Maifeier Stellung zu nehmen. Die Diskussion zeigte, daß man dem„freiwillig" zu sammelnden Bezirksfonds nicht viel Sympathien entgegenbringt. Ms nachahmenswert wurde der Beschluß de» Töpferverbandes bezeichnet, der die Nichtseiernden mit dem AuS» schluß bedroht. Wenn auch ein solicher Beschluß nicht im Beton» baugewerbe durchgeführt werden könne, so müsse doch die Arbeiter. schaft dafür sorgen, daß die Arbeitsruhe diesmal allgemein durch- geführt und der 1. Mai 1911 ein Ruhmesblatt in der Geschi Nord-Süd-Bahn sofort bis zur Gneisenau st ratze statt bis zum Velle-Alliancc- platz ausgebaut und die Endstation dort so angelegt wird, daß die Verlängerung sowohl nach Rixdorf wie nach Tempelhof ohne wei- teres möglich ist, hat sich der Magistrat im Interesse baldigster Er- langung der Baugenehmigung einverstanden erklärt und die Versammlung um ihre Zustimmung ersucht Stadtv. Cassel(A. L.): Der Magistrat teilt uns den Bericht mit, den er am 24. Januar 1911 an den Eisenbahnminister erstattet hat. In diesem Bericht finden wir folgenden Passus:„Der Dezer- nent des Königlichen Polizeipräsidiums. Herr Regierungsrat Dr. Haaselau, bemerkt darauf, wenn Berlin jetzt die nachgesuchte Genehmigung erhielte, würde die Gefahr bestehen, daß eine Ver- ständigung mit Tempelhof unterbliebe, so daß die Nord-Süd-Bahn am Belle-Allianceplatz enden würde." Das ist in der Tat eine ungeheuerliche Bemerkung. Es wird da vorausgesetzt, daß wir, wenn wir die Genehmigung erhielten, die Bahn unseren offen aus- gesprochenen Intentionen entgegen nicht bis zur Gneisenaustratze ausbauen würden. Zu dieser Annahme hat der Herr Polizei- dezernent nicht das mindeste Recht gehabt. Sodann liegt in diesem Satze offen ausgesprochen:„Wir müssen auf die Stadt Berlin einen Druck ausüben, damit sie sich willfähriger zeigt in den Berhand- lungen mit anderen Gemeinden." Wir sind nicht wie die ungezogenen Kinder, denen man nicht zuviel Erlaubnis erteilen darf, weil sie sonst übermütig werden. Was uns hier unterstellt wird, ist kennzeichnend für die Behandlung überhaupt, für die Müh- seligkeiten, in die wir in den vielen Jahren verstrickt worden sind, und es mutz ganz besonders sonderbar anmuten, wenn angesichts solcher Vorkommnisse der Polizeipräsident noch gar erklärt, es sei „ein besonderes Entgegenkommen der Staatsbehörden gegenüber den Wünschen der Stadtgemeinde Berlin", daß uns nun doch erlaubt wird, die Bahn bis zur Gneisenaustratze zu führen. Der Polizei- Präsident hat gar nicht nach Wohlwollen, sondern nach rein fach- lichem Gesichtspunkte zu handeln und zu entscheiden. Stadtv. Bruns(Soz.): Ich habe diesen Ausführungen nichts hinzuzufügen, mutz aber darauf hinweisen, daß wir seinerzeit sofort betont haben, es sei zweckmätziger, die Bahn sofort bis zur Gneisenaustratze zu bauen. Hätten wir das beschlossen, so hätten wir uns diesen allerdings unberechtigterweise entgegengeschleuderten Bemerkungen entzogen(Zustimmung). Der Schein bleibt eben auf uns lasten. In Zukunft sollten wir uns also hüten, derartigen engherzigen Vorschlägen zuzustimmen. Stadtv. Schmitz(Fr. Fr.): Der letzteren Auffassung möchte ich ganz entschieden entgegentreten.(Zuruf: Aber richtig ist sie doch!) Wir haben uns doch auch mit den Kosten zu befassen; es ist durch- aus nur billig, wenn wir erwarten, datz auch die Gemeinde Tempel- hos oder die tatsächlich hinter ihr stehende Privatgesellschaft zu den Kosten herangezogen wird. Der Polizeipräsident sagt, in der Weigerung des Gemeindevorstandes Tempelhof, außer den Kosten der Strecke Gneisenaustratze bis zur Grenze von Tempelhof auch noch einen Beitrag zu den Baukosten der Strecke Belle-Allianceplatz — Gneisenaustratze zu übernehmen, könne ein mangelndes Entgegen- kommen zurzeit nicht gefunden werden. Auch dieser Standpunkt ist unberechtigt; der Polizeipräsident geht hier über die Befugnis hinaus, die ihm das Kleinbahngesctz gibt. Wir geben der Vorlage unsere Zustimmung, auch ohne die Kosten zu kennen, die uns daraus noch erwachsen werden, und hoffen nur, datz nun keine weiteren Schwierigkeiten mehr entstehen. Stadtv. Cassel: Auch ich war mit der Mehrheit der Verkehrs- deputation für den Bau sofort bis zur Gneisenaustratze. Das ist aber ein Jnternum, und die Ablehnung dieses Vorschlages durch den Magistrat berechtigt den Polizeidezernenten keineswegs zu seiner Annahme. Das Recht, sich dagegen zu verwahren, haben auch diejenigen, die ursprünglich anderer Meinung über die Trasse waren. Stadtv. Rosenow(N. L.): Darüber, datz der Polizeipräsident seine Befugnisse uns gegenüber überschritten hat, sind wir wohl einig. Wir wollten unter allen Umständen haben, datz losgebaut würde, darum haben wir seinerzeit der Magistratsvorlage Seestratze — Belle-Allianceplatz zugestimmt Die Vorlage wird darauf einstimmig angenommen. Der von der Stadt mit dem Forstfiskus über den Ankauf der Wuhlheide abgeschlossene Vertrag mutz verschiedene Aenderunge« er- fahren, da der Eisenbahnminister noch etwa 12,7 Hektar zur Er Tyrannenhatz beseelte Kampflied, das heute freilich zur Hymne der Republikaner von der Sorte des Herrn Malherbe entartet ist. Was ein großer deutscher Künstler vielleicht in seinen kühnsten und besten Stunden komponiert hat als Vermächtnis für die Zu- kunft und Erinnerungsmenetekel an die Zeiten der Schmach, das wird uns von einem Beamten der französischen Republik unter- schlagen— weil er Geld damit machen will und weil ihn ein preußischer Orden ziert. Literatur und Leben. Wenn die Künstler ilt werden, sehen sie ihre Werke mit ganz anderen Augen an. Und nicht selten scheint ihnen ihr ganzes Schaffen nichtig. Ibsen hat diesem Gefühl er- greifenden Ausdruck in seinem letzten Drama„Wenn wir Toten er- wachen" gegeben. Spielhagen hat ähnliche Empfindungen gehabt Peter Rosegger, der eben SpielhagenS Briese an ihn in seiner Zeit- schrift.Heimgarten" veröffentlicht, gibt u. a. auch folgenden Brief wieder, den Spielhagcn im Jahre 1999 nach dem Tode seiner Gattin schrieb: _.Ich danke Ihnen tausendmal für Ihren letzten herzlichen Brief. Sie möchten mir so gern helfen; aber für mich gibt es keine Hilfe. Wenn man einundsiebzig ist, hat die Natur ihre Selbstheilkraft eingebüßt: man verblutet an der Wunde, langsam vielleicht, aber sicher. Als Sie die Geliebte Ihrer Jugend verloren, lebte in„Ihrem Marke»och die schaffende Gewalt, die sprossend eine Welt aus sich gebären" mutzte. Sie wußten das nicht und konnten keinen Trost daraus sangen. Aber es ivar der Fall, und in der A r b e i t, der Sie sich nicht entziehen konnten— denn sie war Ihnen bedürftig, notivendig wie das Atmen— kam der Trost. Was kann mir noch die Arbeit sein? Ich habe die. die mir das Schicksal zuwies, getan. Sie liegt hinter mir. Und ich bin müde! so müdel Wenn ich es recht bedenke, war ich es längst. Und ich arbeitete nur noch für sie. der ein äußerlich behagliches, mit einem bescheidenen Luxus umgebenes Leben zu schaffen. mein Ehrgeiz war. Jetzt, da sie dabin ist, ich durch die leeren Räume irre, an deren Ausstattung sie ihre Freude hatte— waS soll mir das, waS nun in meinen Augen zum Trödel getvorden ist? Die Literatur aber— daß Gott erbarm I Ich wünschte, ich brauchte von ihr nichts zu hören und nicht zu sehen. Sie widert mich an, wie eine Speise, an der man sich übersättigt hat. Mögen andere, die hungrig zum Mahle kommen, �fich daran ergötzen! Ich räume ihnen gern den Platz. Und sie warten ja nur darauf; und die besonders Gierigen tuen, als ob mein Platz bereits leer sei. Ich kann'S ihnen nicht verdenken. In meinen jungen Jahren habe ich cS nicht anders und bester gemacht. Dazu kommt noch eines. Wer erfahren hat, was ich jetzt er- fahren mußte; wer des Daseins fürchterliche Bitternis gekostet hat; wer endlich weiß, wie brutal kalt, wie grausam scharf das wirk- l i ch e Leben in unser zuckendes Herz schneiden, es zerreißen kann, dem konimt seine sogenannte Poesie, von der man glaubte, datz sie, alles in allem, doch ein Spiegelbild der Realität sei, vor wie ein an der Wand vcrhuschendeS Schattenspiel. Und. endlich wissend, was das Leben wirklich ist, das Schattenspieler- kuuststück weiter treiben— cS erscheint mir lächerlich, unwürdig. blasphemisch."~> Weiterung des Bahnkörpers der Schlesischen Bahn bis Sadowa, sowie zu einer Verbindungsbahn Biesdorf— Grünau gebraucht und seinem Verlangen Rechnung getragen werden mutz, da dem Eisenbahn- fiskus für die zu Eisenbahnzwccken erforderlichen Ländereien das Enteignungsrecht zusteht. Ter Magistrat legt den abgeänderten Vertrag zur Genehmigung vor. Stadtv. Sonnenfeld(A. L.): Wir können dem allgemeinen Wunsche, diese wichtige Vorlage ohne Zeitverlust zu erledigen, nur dann Rechnung tragen, wenn der neue Vertrag in§ 3 eine Fassung erhält, die unsere Rechte ausgiebiger zu schützen geeignet ist, als es in dem Entwürfe geschieht. Hier heißt es:„Der Stadt Berlin wirbt die Eisenbahnverwaltung gemäß einem zu treffenden Abkommen gestatten, die Eisenbahnflächen mit Brunnengalericn, Röhren, Kanälen und Kabeln zu kreuzen; unter den Eisenbahndämmen darf die Stadt Berlin aber keine Tiefbrunnen legen." Ich beantrage, statt dessen zu sagen:„Die Stadt Berlin erhält das Recht, die Eisenbahnflächen mit Brunnengalerien" usw.«zu kreuzen; unter dne Eisenbahndämmen" usw. wie im EntWurfe. Stadtv. Dr. Wehl(Soz.): Auch wir wünschen dringend', die Vorlage sofort zur Annahme zu bringen. Dem Kollegen Sonnen- seid ist zuzugestehen, datz§ 3 geändert werden mutz, wenn man ihn mit den Augen des Juristen und nicht mit denen des gesunden Menschenverstandes ansieht(große Heiterkeit); wenn man aber ganz besonders vorsichtig zu Werke gehen wollte, mühte man auch noch das Wörtchen„unentgeltlich" aufnehmen. Wir werden dem An- trage zustimmen, um auf alle Fälle die Vorlage heute zu verab- schieden, damit der Bau des Wasserwerkes so schnell als irgend möglich vor sich gehen kann'. Oberbürgermeister Kirschner: In dem Passus des§ 3 kommt es nach meiner Auffassung nicht auf das Prinzip, d a tz die Anlagen gestattet sein sollen, als vielmehr auf die Ausführung, wo sie er- folgen sollen, an. Wenn wir die bedingungslose Zusage haben, datz die Anlagen hergestellt werden können, können wir wohl die Kon- zession machen, die Ausführung im einzelnen besonderer Verein- barung zu überlassen. Es möchte genügen, unseren Standpunkt in dem Begleitschreiben an das Eisenbahnministerium zum Ausdruck zu bringen. Wir haben es hier doch mit einer Behörde zu tun und müssen ihr mit einem gewissen Vertrauen entgegenkommen.(Rufe: „Na, na!" und Heiterkeit.) Stadtv. Sonncnfeld: Auch uns gegenüber geht der FiskuS von diesem Vertrauen nicht ohne weiteres aus. er verlangt vielmehr bielfach grundbuchliche Eintragungen, die einseitig nur die Stadt, aber nicht ihn binden! Ich modifiziere meinen Antrag dahin, datz ich hinzusetze:„Die Ausführung im einzelnen erfolgt nach Ver- ständigung der Stadt mit dem Eisenbahnfiskus." Auch das Wörtchen„unentgeltlich" nehme ich nach dem Vorschlage des Kol- legen Wehl in meinen Antrag auf. Nachdem noch Stadtv. Rosenow für diesen modifizierten An- trag Sonnenfeld gesprochen, wird§ 3 in der so veränderten Fassung und sodann der Vertrag einstimmig gutgeheißen, Schluß der öffentlichen Sitzung 7 Uhr. Sericbts- Leitung. Kreditschwinbeleien. Ein umfangreicher Prozeß gegen die inzwischen geschieden)! Ehefrau des Generaldirektors und Stadtrats Lapp in Aschcrsleben, die Frau Maria Lapp geb. Hillmer, begann heute vor der 4. Straf- kammer des Landgerichts I. Den Borsitz im Gerichtshofe führt Landgerichtsdirektor Dr. Geyer, die Anklage vertritt Staatsan- tvaltsrat Schwickeratl,, die Verteidigung der Angeklagten führen die Rechtsanwälte Dr. Alsberg und Dr. Werthauer. Als psychiatrischer Sachverständiger ist vom Gericht Medizinalrat Dr. Hoffinann ge- laden worden. Die 44jährige Angeklagte war noch bis bor kurzem mit dem Generaldirektor der„Aktiengesellschaft für Tiefbauunternehmungen" in Aschersleben verheiratet. Diese Ehe ist vor etwa drei Mo- naten wegen beiderseitigen Ehebruchs geschieden worden. Während der Ehescheidungsprozctz schwebte, erhielt die Angeklagte von ihrem Ehemann eine jährliche Unterstützung von 7299 Ä. Diese Summe reichte, wie die Angeklagte behauptet, bei weitem nicht auS, da sie z. B. allein für ihre damals in der Geisbergstratze gelegene Woh- nung 6999 M. Miete zahlte. Da die Angeklagte von jeher ein sehr üppiges Leben geführt hatte.— ihr geschiedener Ehemann soll nach ihrer Angabe vor Gericht ein Vermögen von etwa 6— 6 Millionen Mark besitzen, soll sie, um dieses Leben fortsetzen zu können, zu Humor und Satire. Ein edler Knaster. Wenn schon die Italiener allen Grund haben, sich über ihre«Virginia" bitter zu beschweren, so scheint es doch, datz eS den anderen Nationen in den gesegneten südlicheren Himmelsstrichen noch viel schlechter geht. Und zum Trost ihrer Landsleute führt die italienische Zeitschrift„Jl Tabacco" einige Verhaltungsmaßregeln an. die. wie sie sagt, ein boshafter Mann den Rauchern von Virginias in Rumänien gegeben hat: 1. Man wähle nur ganz helle Zigarren, da kein Magen, so stark er auch sei, die mit dunklem Deckblatt vertragen könne. 2. Man entferne sorg« fältig alle Fäden, Haare, Borsten und Lederstücke, die auf der Ober- fläche der Virginia erscheinen. 3. Man schließe vor dem Rauchen eine Lebens- und Unfallversicherung ab. 4. Man begebe sich an einen völlig einsamen Ort. der wenigstens drei Kilometer von jedem Lebewesen entfernt ist. 5. Man versehe sich mit einem Arzt, mit einer Taschenapotheke, einem kleinen Becken, einer Luftpumpe, einer Bahre und zwei kräftigen Gepäckträgern, wobei der Arzt und die beiden Gepäckträger mit Brillen und essiggetränkten Schwämmen versehen sein müssen. 6. Dann versuche man geduldig, die Zigarre anzuzünden, wobei man zwei bis drei unserer Streichholzschachteln verbrauche, und 7. man wende immer die höchste Vorsicht an, und wenn man zu Ende geraucht hat. so lösche man de» Stummel in einem Tümpel.__ Notizen. — Neue Opern.„Der schwarze Doktor�, ein Erst« lingswerk von Sepp Rosegger, Peter Roseggers Sohn, hatte im G r a z e r Stadttheater guten Erfolg. Der Text der im achtzehnten Jahrhundert spielenden Oper rührt auch vom Komponisten her.—- Die vor bald 49 Jahren zuerst aufgeführte Oper„Boris Go- d u n o w" von dem russischen Komponisten Mussorgsky erweckte in Stockholm großes künstlerisches Interesse. — K u n st ch r o n i k. Die Eröffnungsfeier der Großen Ber- Ii n c r Kuh fta u S st e llung findet Sonnabend, den 29. April. 4 Uhr nachmittags statt. Nach der Feier ist die Ausstellung für den allgemeinen Besuch geöffnet. — G e m m a Bellincioni will sich von der Bühne zurück« ziehen und in Berlin eine Gesangschule leiten. Sie sagte zu einen» Zeitungsmanne:„GeWitz sind die Erfolge auf der Bühne die an, meisten berauschenden, aber schließlich kommt doch einmal die Stunde, wo man müde wird, immer nur zwischen fremden Men- sehen zu leben. Wenn man im Jahre zehn Monate lang auf Reiser, ist, 299 Abende singt und auf Schnelldampfern oder in Schlafwager» von einer Stadt zur anderen, von Europa nach Amerika, vor» Amerika nach Europa hastet, und dann endlich müde und erschöpft daheim ankommt, um einige Wochen auszuruhen, dann kann man die Schönheit des Heims kaum noch wirklich genießen. Und so scheide ich denn mit leichtem Herzen von der Bühne und betrete meine neue Lebensbahn voll von Freude und Hoffnung. Ja ich glaube fast, die Möglichkeit, junge Künstler heranzubilden, sozusagen zu schaffen, muß noch eine größere Freude sein, als Rolle» zu llklUtUl/. Dieser Vorschlag veranlaßte eine lebhafte Debatte, bei der Herr Dr. Winberg, Sekretär der Handelstammer in Hannover, An den Gemeindevorsteher zu Grube in Holstein war bon heftige Ausfälle gegen die freien Gewerkschaften und gegen die einem jetzt in Grömitz bei Neustadt wohnenden, aber aus Grube Sozialdemokratie machte; der letzteren unterstellte er, daß sie die gebürtigen Schmied namens Ehlert das Ersuchen gerichtet worden, Jugend von der fachgewerblichen Ausbildung fernzuhalten fuche, er möge avecs Erlangung eines Automobilfahrscheins für den um fie als jugendlich ungelernte Arbeiter in den Großbetrieben um Bruder des E., der in Grube zur Schule gegangen fei, ein so leichter fassen zu können. Dann beklagte er sich bitter darüber, Führungsattest ausstellen. Darauf tam folgendes Schreiben daß die von der Handwerks- und Handelstammer in Hannover zurüd: einberufenen Elternabende leider sehr schwach Grube i. H., den 8. April 1911. besucht gewesen seien, die Arbeiterzeitung habe vom An den Herrn Ehlert, Grömiz. Besuch der Veranstaltung abgeraten. Zurüd mit dem Bemerken, daß der p. Heinrich Ehlert, welcher Hier derzeit in Grube gewohnt und die hiesige Schule besucht haben soll. " Aber in den Melde- Bücher nicht ersichtlich ist, wohl als ein ordentlicher Junge betragen hat, ist wohl nicht zu schweifeln, Jedoch ein Führungsattest wehr wohl schweckmäßig wenn es von der Schulbehörde ausgestellt würde. Der Gemeindevorsteher. Hermes. einer Reihe bon rebitfchwindeleien Zuflucht genommen haben. 1 lummet? and welche Millel angewendet werden, ihrer habhaft zu jaus Petersburg meldet, find dort in der vergangenen Woche Sierbei operierte die Angeflagte hauptsächlich mit Wechseln, welche werden. Der Vorschlag des Referenten zur Frage des Behrstellen- 3 mei choleraverdächtige Fälle vorgekommen. Am von ihrem Sohne Heinrich Lapp unterschrieben waren. Da ihr nachweises für gewerbliche Lehrlinge gipfelte in der Hauptsache Mittwoch waren drei verdächtige Erkrankungen Ehemann ebenfalls den Vornamen Heinrich führt, war eine absicht- in folgenden Forderungen: Errichtung eines fommunalen 8entralzu verzeichnen. liche Verwechselung sehr leicht möglich. Obwohl die Angeklagte schon lehrstellennachweises, der von der Schule, den Handwerks- und Han- Wenn in dem offiziösen Telegramm auch versichert wird, im Februar 1909 vor dem Amtsgericht Charlottenburg den Offendelstammern, den Gewerbe- und Berufsorganisationen, der barungseid geleistet und nur das als ihr Eigentum angegeben hatte, Jugendfürsorgeorgane sowie den beteiligten Staats- und Gemeinde- daß alle Vorsichtsmaßregeln getroffen seien, um ein Weiterwas fie auf dem Leibe trug soll sie sich stets mit dem Nimbus einer behörden zu unterstützen sei. Ein Kuratorium aus Delegierten greifen der Cholera zu verhindern, so weiß doch alle Welt, schwerreichen Dame und Millionärin umgeben haben, um den Boden der beteiligten Störperschaften, unterstützt von einem fachmännischen was von den Versicherungen der russischen Machthaber zu für alle möglichen Darlehnsgeschäfte genügend vorzubereiten. Im Beirat, sollte die Zusammenarbeit organisieren und die ganze Lehr- halten ist. einzelnen werden ihr folgende Betrugsfälle zur Last gelegt. Sie stellenvermittelung überwachen. Auch ein Kulturdokument. bestellte bei einem Installateur Schnaat in Schöneberg für 700 M. Beleuchtungsförper, die sie mit einem auf ihren Ehemann gezoge nen Wechsel bezahlte. Bald darauf ließ sie sich von dem Portier des Hotels Weißes Haus" ein Darlehen von 650 M. geben, wofür fie ihm ebenfalls einen Wechsel mit der Unterschrift Heinrich Lapp aushändigte. Dem Inhaber eines Finanzierungsinstituts Ende mann übergab die Angeklagte eine eidesstattliche Versicherung, in welcher versichert wurde, daß die Wechsel von ihm, Heinrich Lapp, akzeptiert worden seien" und ferner, daß sie mit diesem, ihrem Chemann in Gütergemeinschaft lebe. Endemann gab daraufhin auf die Wechsel ein Darlehen von 1700 Mart. Durch einen ähn lichen Coup ließ sich eine Frau Emilie Schmidt in Friedenau berDarauf antwortete die Borsigende des Berliner Vereins weibleiten, auf einen mit Heinrich Lapp unterzeichneten Wechsel 8000 licher Handlungsgehilfen:„ Wenn man Elternabende Mart Valuta zu zahlen. Gegen die Angeklagte schwebten schon veranstalten wolle, müßte man es schlau aneinmal zwei Betrugsprozesse, in welchen aber ihre Freisprechung erfolgte. Bor Gericht bestritt die Angellagte jede betrügerische Ab- fangen. Man müßte ein ganz unverfängliches Thema wählen ficht und behauptete, in die Hände bekannter Wucherer und Wechsel- oder noch besser sei es, wenn man auf die Tagesordnung etwa feße: Aus Bebels Leben"; dann kämen die Schieber geraten zu sein, die ihr damals förmlich nachgelaufen wären und ihr Geld angeboten hätten in der Hoffnung, daß ihr Arbeitereltern und habe man sie erst einmal da, dann könne man Ehemann schließlich doch ihre Verbindlichkeiten regulieren würde. auf sie einwirken. Die Herrschaften glaubten jebenfalls vollständig unter sich zu Db es nicht zwvedmäßiger wäre, die preußische Regierung ließe Von den Rechtsanwälten Dr. Alsberg und Dr. Werthauer wird ferner unter Beweis gestellt, daß die Angeklagte, da sie mit ihrem sein, daß sie so aus der Schule plauderten. Wir sind ihnen natür ihre Gemeindevorsteher erst einmal richtig Deutsch lernen, bevor Ehemann in Gütergemeinschaft gelebt hatte, einen Anspruch auf lich dankbar, daß sie rüdhaltlos aussprachen, mit welchen verwerf- fie die Dänen in Nordschleswig gewaltsam verpreußt? mindestens 2 Millionen Mart habe, so daß von einer Vermögens- lichen Mitteln der Täuschung fie arbeiten, um Leichtgläubige au töbern. Aber wie niedrig muß die Dame, die nicht einen Moment schädigung keine Rede sein könne. errötete, als sie ihr Mittel bes Voltsbetruges zur Nachahmung Die Ueberschwemmung in der argentinischen Hauptstadt nimmt empfahl, die Arbeitereltern einschäßen, daß fie glaubt, einen Gin- einen immer größeren Umfang an. Wie uns ein Tele. fluß auf diese ausüben zu können, indem sie unter falscher Flagge fegelt. Alle besseren Elemente werden sich entrüftet abwenden, gramm meldet, erreicht das Wasser in den starkbevölkerten Stadtsobald sie den geübten Betrug erkennen und das wird nicht allzu- vierteln Nueva Popeha und Avellaneda eine Höhe von lange dauern. Welche Ueberhebung liegt zudem in dem Vorgehen wei Metern. Auch eine Anzahl von Dörfern ist überschwemmt. des genannten Vereins, wenn dieser sich so trampfhaft bemüht, just Mehrere Häuser sind eingestürzt und haben zahlreiche Perauf Arbeitertinder und deren Ausbildung Einfluß zu gewinnen. fonen unter ihren Erümmern begraben. Die Büge Die Arbeiterklaffe, die sich ihre großen, achtunggebietenden Organi- erleiden Verspätungen. Tausende find obdachlos. Man glaubt, daß fationen geschaffen hat, um die Ihrigen wirtschaftlich, sozial und viele Personen, die während der Nacht in den Häusern von den intellektuell zu heben, fie braucht wahrlich bei den bürgerlichen Fluten überrascht wurden, umgetommen sind. Damen und Herren nicht Rat zu holen, in welchem Beruf und bei welchem Lehrherrn sie ihre jungen Leute am besten weiterbilden läßt. Aber was der Zweck der ganzen Uebung, das plauschte FräuNach einer Meldung aus Bombay ist der Aviatiler Emanuel lein Lischnewsta aus, die alle möglichen Korporationen und emptinnes nach einem Fluge in der Nähe von Juovial mit Einzelfräfte für die Bestrebungen des Vereins nußbar zu machen feiner Maschine in einen Fluß gefallen. Der Flieger wünscht, denn diese seien doch nur ein Teil der fonnte nur als Reiche unter feinem Apparat hervorgeholt allgemeinen Jugendfürsorge, für die fich werden. neuerdings die preußische Regierung lebhaft intereffiere und die in dem Entwurf, der den preußischen Kleine Notizen. Landtag beschäftigt, näher präzisiert sei. Hier tam also der realArbeiterrifiko. In den Portlandzementwerken in Sardegsen tionäre Pferdefuß ganz deutlich zum Vorschein. Der Kampf gegen( Hannover) geriet in der Kohlenmühle auf unaufgeklärte Weise ein die freie Jugendbewegung, wie er von den Behörden geführt wird, zwanzigjähriger Arbeiter in das Getriebe der Transmission. Der soll dadurch ergänzt werden, daß reaktionäre Vereine ihren Köder ganze Körper wurde durch den Treibriemen förmlich zerriffen, nach der proletarischen Jugend auswerfen, indem sie sich an die fo daß der Tod fofort eintrat. Eltern wenden. Staatsanwaltschaftsrat Dr. Schwiderath führte in seinem Bläboher u. a. aus, daß er ohne weiteres anerkennen wolle, daß die Angeklagte, die in den glänzendsten Verhältnissen aufgewachsen sei und gelebt habe, nach der Trennung von ihrem Ehemann in eine fehr berzweifelte Situation geraten jei; dies ändere aber die rechtliche Beurteilung der Sache nicht. Sie habe sich stets als die reiche Frau aufgespielt und ihre wahren Verhältnisse verschwiegen. Mit Rüdsicht darauf, daß die Versuchung aber sehr nahe gelegen habe, erscheine eine Geldstrafe für ausreichend. Er beantrage eine solche von 1000 Mart.- Die Redytsanwälte Dr. Alsberg und Werthauer legten dar, daß die Angeflagte mit aller Bestimmtheit die Befriedigung ihrer Gläubiger habe erwarten können, wie dies ja auch schon zum größten Teil geschehen sei. Eine Täuschung durch die Wechsel allein fei ebenfalls nicht anzunehmen, da feiner der Gläubiger der Meinung gewesen sein konnte, daß der Generaldirektor Lapp in Aschersleben, ein Mann, der etwa jo bekannt sei, wie etwa Rudolf Herzog, sich in dieser Weise für ihn lächerlich fleine Beträge auf Wechsel besorgen würde. Nach längeren rechtlichen und tatsächlichen Grörterungen hielten die Verteidiger die Freisprechung der Anges flagten für geboten. Das Gericht erkannte in allen Fällen auf Freisprechung, da als festgestellt angesehen wurde, daß der Ange#lagten jede Absicht der Vermögensschädigung gefehlt habe. Eine Gefängnisbekanntschaft Hat der Malergeselle Albert Wulff zu einem raffinierten Schwindel ausgenußt, welcher ihn nunmehr vor die 3. Straffammer des Land gerichts II führte. Der Angeflagte hatte vor einiger Zeit eine längere Strafe in dem Strafgefängnis Tegel zu verbüßen. Hier lernte er einen Böttcher Lorenz fennen, der ebenfalls Strafe zu verbüßen hatte, jedoch schon einige Zeit vorher entlassen wurde. Als der Angeflagte bann im Juli b. J. ebenfalls aus der Anstalt entlassen war, legte er sich sofort wieder auf einen neuen Schwindel. Er fuchte feinen früheren Bellengenoffen auf und ersuchte ihn um ein Darlehen bon 1000 M., ba er vorher erfahren hatte, daß 2. gana gut fituiert war. Er erzählte dabei, sein Vater sei ein reicher Holz händler in Stralsund und werde sofort die Summe zurüdzahlen. Um den 2. recht sicher zu machen, telephonierte der Angeklagte nach Stralsund und sprach angeblich mit seinem dort wohnhaften Verwandten, da sein Vater zufällig nicht anwesend sei. Nach etwa einer Stunde wurde von Stralsund aus telephonisch angerufen. Gin Komplize des Angeklagten, der bisher noch nicht ermittelt ist, gab sich als Vater des Wulff aus und erklärte, daß er für den Betrag gut fagen wolle, wenn er die Summe von Lorenz erhalte. Dieser ließ sich jedoch nicht düpieren, sondern stattete den Angeklagten nur mit einem neuen Anzug aus, gab ihm auch noch seine Uhr mit und schließlich auch noch 50 M., damit W. nach Stralsund fahren und persönlich von seinem Vater das Geld holen solle. Wer aber nicht wiederfam, war der Angeklagte. Lorenz erfundigte fich nunmehr und erfuhr, daß ihn sein Bekannter aus dem Gefängnis betrogen hatte. Die Straffammer erkannte gegen Wulff mit Rücksicht auf die raffinierte Ausführung des Gaunerstreichs auf 9 Monate Gefängnis. Ein feiner Plan. Wollte man ihn zur Ausführung bringen und Erfolg erzielen, so durfte man ihn aber nicht gleichsam auf offenem Markte ausschreien. Wir werden jezt Gorge tragen, daß er in den weitesten Streifen bekannt wird, damit Frauen und Männer der Arbeiterklasse gewarnt werden und auf der Hut find. Die lebhafte Fürsorge" für unsere Jugend, die bon jener Seite tommt, sie soll uns aufs neue ein Ansporn sein, mit ber doppeltem Gifer an der Aufklärung der Jugend und der Mütter weiterzuarbeiten. Organisierte und zielflare Genofsinnen find ohne weiteres immun gegen alles Liebeswerben" bon bürgerlicher Seite. Verfammlungen. Zentralverband der Schuhmacher Deutschlands. Die Zahlstelle Berlin hielt am Mittwoch ihre Generalversammlung ab. Den Geschäftsbericht erstattete Samann. In der Ledertvarenindustrie waren verschiedene Streits zu verzeichnen, die fast alle günstig für die Organisation verliefen und annehmbare Verbesserungen erzielten. Burzeit wird bei der Firma Dörr u. eß gestreitt. Der Streit brach am letzten Montag aus und betrifft 18 Mann. Die allgemeine Lage im Schuhgelverbe tann als mittelmäßig bezeichnet werden. Mit der Ballschuh und Lederivarenbranche steht es gut, dagegen ist die Lage in der Reise- und Filzschuhindustrie nicht besonders günstig. Das ergibt sich schon aus der hohen Arbeitslosenunterstützung, die im letzten Quartal allein 8484,10.. also gerade noch einmal so viel wie im ersten Quartal des Vorjahres betrug. Redner teilte auch mit, daß mit einem Zwischen meister von Conrad Zad u. Cie. Differenzen bestehen, da der selbe den Minimallohn nicht einhält. Auf das Erjuchen der Verbandsleitung hat die Direktion der Firma Berhandlungen zugesagt, 17 Verkaufsstellen in Berlin. Wie viel Zwischenmeister die Firma beschäftigt, war bis dahin nicht festzustellen. So viel ist jedoch be. fannt, daß nur einer davon den Minimallohn bezahlt. Die Stol legen müßten unbedingt versuchen, sämtliche Zivischenmeister des genannten Geschäfts ausfindig zu machen, damit der Minimallohn überall durchgesetzt werden tann. Eine etwas mysteriöse Ent- und Verführungsgeschichte, in deren Mittelpunkt ein Gistünstler aus dem Eispalast in der Lutherstraße steht, wird am 29. d. M. unter Vorsiz des Landgerichtsbirektors Dr. Sehmer vor dem Schwurgericht des Landgerichts III zur Verhandlung kommen. Der in Untersuchungshaft befindliche Eis. und Rollschuhkünstler Gustav Steinide hat sich unter der Anflage des Verbrechens der versuchten Notzucht au verantworten. bis jetzt aber nichts mehr von fich hören loffen. Die Firma hat Steinide, der schon mehrfach vorbestraft ist, lernte im November b. J. in dem Eispalast, wo er allabendlich seine Künste produzierte, eine Näherin Frieda M. Bennen, die sich auch anscheinend sehr start für ihn interessiert hatte. Beide berabredeten einige Tage darauf ein Rendezvous in dem Sportpalast in der Potsdamer Straße, von wo sie bann in das Café Reichshof" gingen. Wie die M., die von allen Seiten als ein burdaus anständiges und fleißiges Mädchen gefchilbert wird, behauptet, habe jie der Angeklagte hier mit mehreren Glas Punsch betrunken gemacht und ihr bersprochen, fie in einer Autobroschte nach Hause zu bringen. Als die Droschte hielt, habe sie erst gemerkt, daß sie in eine ihr völlig fremde Gegend verfchleppt worden sei. Wie fich später ergab, war dies der westlichste Teil der Kantstraße, welcher zum Teil noch unbebaut ist. Wie bie M. weiter behauptet, habe sie der Angeklagte dann in seinen Laden, in welchem er Sportartikel verkauft, gewaltjem hineingezogen. Hier habe er in seinem mit Silbertreffen versehenen Samtfostüm eine Art Indianerbang aufgeführt, so daß sie erst geglaubt habe, er sei plöhlich irrfinnig geworden. Plötzlich habe er sich auf sie gestürzt, ihr mit den Zähnen die Kleider vom Leibe gerissen und ihr mit der Drohung, daß es ein Drama gebe, einen Stevolver auf die Brust gejebt. Grft als sie weinend bat, ihr nichts zu tun, habe er fie in Ruhe gelassen. Die Folge dieser Szene war die jebige Antlage. Der Angetlagte behauptet, daß er schon einmal in der Frrenanstalt Herzberge gewesen sei und für seine Tat nicht verantwortlich zu machen sei. Aus der Frauenbewegung. Wie man Arbeitereltern von bürgerlicher Seite einzufangen" fucht. Bei Salamander" mußte sich ein Zwischenmeister, der niedrige Löhne zahlte, auf das Eingreifen des Verbandes hin be. quemen, sich den festgelegten Bedingungen im wesentlichen anzu passen. Einzelne Betriebe, die mit Maschinen Reparaturen fertigstellen, betreiben eine geradezu unerhörte Schmußtonturreng. Die Zahl der Veranstaltungen war eine sehr große im letzten Quartal. Bersammlungen, Sibungen, Konferenzen wurden 147 abgehalten. Die Differenzen mit den Unternehmern waren ebenfalls zahlreich. Bendig gab den Kassenbericht. Abrechnung der Lofalfaffe Einnahmen und Ausgaben bilanzieren mit 15 967,60 M. Der Sassenbestand der Zuschußkaffe betrug am 81. 8. 1911: 7071,88. Die Einnahmen und Ausgaben der Lokaltasse bilanzieren mit 15 946,05 M. Die Zahl der Mitglieder beträgt 2835, im vorigen Quartal 2686. In diesem Quartal mehr Mitglieder 149. Eine Diskussion fand nicht statt. Als Delegierter nach dem Dresdener Gewerkschaftskongreß wurde amann in Vorschlag gebracht. Bezüglich der Maifeier stimmte die Versammlung folgendem vom Vorstand eingebrachten Antrag einstimmig zu: Buenos Aires unter Wasser. Todessturz eines Aviatikers. Schwere Gasvergiftung. In einer Steffelfabrik der russischpolnischen Grenzstadt Sosnowice erkrankten infolge Beschädigung der Gasleitung ein Ingenieur und sieben Arbeiter an Gasbergiftung: vier bon ihnen sind gestorben. find in den Familien mehrerer Arbeiter die schwarzen Boden Schwarze Boden. Im Dorfe Pfeilsdorf in Westpreußen festgestellt worden. Die Krankheit ist durch eine kürzlich aus Ruß Lanb eingewanderte Witwe eingeschleppt worden. Alle Vorsichts maßregeln gegen Weiterverbreitung wurden getroffen. der neuen Trambahn zwischen Albano und Buccarella er Schweres Straßenbahnunglüd in Italien. Bei der Eintveihung eignete fich ein schwerer Unfall. Beim Bassieren einer Brüde entgleisten drei Wagen und einer stürzte in den Fluß. Dreißig Bersonen wurden verlegt, darunter vier lebensgefährlich. GUMMI- ABSATZE Continental Angenehm weich u elastisch! Dauerhafter als Leder! Eine Wohltät für Jeden! Verlangen Sie von Ihrem Schuhmacher Continental- Gummi- Absätze, es sind die besten! Alleinige Lieferanten Schwelmer Gummiwaren- Industrie, G. m. b. H., Schwelm L. Westf, ohne Stoffe Fettwarte Die Generalversammlung hat Kenntnis genommen von der Ankündigung der Mitglieder des Verbandes der deutschen Schuhund Schäftefabrikanten, die am 1. Mai feiernden Arbeiter und Arbeiterinnen auf die Dauer von drei Tagen auszusperren. Die Bersammlung erivartet, daß ungeachtet dessen die Kollegen und Kolleginnen in den Fabriten den Beschluß faffen, den 1. Mai für Anzüge, Baletots, Roftüme ze. durch Arbeitsruhe zu begehen und beschließt, die Ausgesperrten felbst einkaufen, heißt Geld sparen! nach den Säßen des Verbandsstatuts aus den Mitteln der Lokal- Tuchlager Koch& Seeland G.m.b.H. tasse zu unterstützen. Gertraudtenstr. 20-21 vis- a- vis d. Kranzspenden liefert schnell und billig sowie sämtliche Blumenarrangements 13325 Aus aller Welt. Der Verein für handwerksmäßige und fachgewerbliche Ausbildung der Frau" hielt fürzlich in den„ Rammersälen" in Berlin seine Generalversammlung ab. Ueber die Bestrebungen bes Vereins wollen wir uns hier nicht des Näheren auslassen, sondern nur betonen, daß neben dem ganz vernünftigen Prinzip, den weiblichen Arbeitern, im Interesse ihrer individuellen Entwidelung und ihres wirtschaftlichen Fortfommens, dieselben Ausbil bungsmöglichkeiten wie den männlichen zu sichern, sehr viel zünft- Wiederauftreten der Cholera in Petersburg. Lerische und reaktionäre Bestrebungen mit unterlaufen. Was uns veranlaßt, von der Tagung Notiz au nehmen, find Allem Anscheine nach wird in diesem Sommer die die Ausführungen einiger Diskussionsredner, die zeigen, aus Cholera in Rußland feuchenartig auftreten welchen Moliven man sich um die Arbeiterjugend so angelegentlich und Tausende von Menschen hinraffen. Wie ein Telegramm Petrifirche. Paul Groß Lindenstraße 69 ( Vorwärts- Haus). und ohne Mager Fleisch 1 Pfd. 50 Pl. 5 Pfd. 2.40 Kasseler ohne Knochen 90 PL. Polnische Bratwurst 90 Pj., als Beigabe zum Not u. Grünkohl. Borzügl. gewürzte Not- und Leber. wurst, Pfd. 50 Vf., 2 Pfd. 95$ 1. F. Nietsch, Friedrichstraße 245, Witholmstr. 109-110 Todes- Anzeigen Sozialdemokratischer Wahlverein für den 4. Berliner Reichstags- Wahlkreis. Petersburger Viertel. ( Bezirk 358 I.) Den Mitgliedern zur Nachricht, daß unser Genosse, der Arbeiter Julius Reichow ( Weidenweg 20) gestorben ist. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet am Sonnabend, den 29. April, nach mittags 4 Uhr, von der Leichenballe des Zentral- Friedhofes in Friedrichsfelde aus ftatt. Um rege Beteiligung ersucht 218/11 Der Vorstand. Kranken- Unterstützungs- und Begräbnis- Verein für Bau- und gewerbliche Arbeiter Berlins und Umgegend. Den Kollegen zur Nachricht, daß unser langjähriges Mitglied Julius Reichow Weidenweg 20, am Sonnabend, den 22. April, verstorben ist. am Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet Sonnabend, den 29. April, nachmittags 4 Uhr, von der Leichen halle des Zentral- Friedhofes in Friedrichsfelde aus ftatt. Um rege Beteiligung ersucht 37/2 Der Vorstand. Deutscher Bauarbeiterverband. Zweigverein Berlin. Am Sonnabend, den 22. April, verstarb im Alter von 44 Jahren unser Mitglied Julius Reichow Bezirk Dsten II an Gehirnerschütterung. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet am Sonnabend, den 29. April, nachmittags 4 1hr, von der Leichenhalle des Zentralfriedhofs in Friedrichsfelde aus statt. Um rege Beteiligung ersucht 138/8 Der Vorstand. Beerdigungsverein Berliner Zimmerleute. Am 24. b. M. starb nach kurzem Krantenlager der frühere Gewerks taffterer, unser Mitglied Ferdinand Plötz im Alter von 78 Jahren. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet am 28. April, nadjmittags 3 Uhr, bot Jder Leichenhalle des Kranten hauses am Friedrichshain aus statt. Um rege Beteiligung ersucht 15085 Der Vorstand. Danksagung. B Verband der Schneider und Schneiderinnen. Den Mitgliedern geben tvir hiermit bekannt, daß die Kollegin Franziska Gawalska am 25. April cr. im Alter von 37 Jahren verstorben ist. Ehre ihrem Andenken! Die Beerdigung findet am Sonntag, den 30. April, nachmittags 4 Uhr, von der Halle des St. Hedwigs Kirchhofes zu Weißenfee statt. 163/5 Die Ortsverwaltung. Am Mittwochnachmittag ver starb nach kurzen Leiden mein lieber Mann, unser guter Bater und Großvater, der Klempner Otto Stoltenburg. Die tranernde Witwe nebst Kindern. Die Beerdigung findet am Sonnabendnachmittag 5 Uhr auf dem Kirchhofe der Himmelfahrt Gemeinde in Nieder- Schönhausen statt. 1506b Am Mittwoch verstarb mein lieber Mann, der Schlosser Paul Giese. Martha Giese geb. Krügerke. Die Beerdigung findet am Sonntag in Altdrewig bei Küstrin ffatt. Allen Freunden nnd Bekannten die traurige Nachricht, daß unfer lieber Bruder und Schwager, der Schlosser Paul Giese Alt- Moabit, Binzendorfstraße 6, am 26. d. M., früh 42 Uhr, sanft entfchlafen ist. 15076 Die Beerdigung findet am Sonntag nachmittag 4 1hr in Alt- Drewig bei Küstrin statt. Die tieftrauernden Brüder Ernst and Karl Giese. Danksagung. Allen denen, welche meinem lieben Manne, dem Restaurateur August Brinkmann die lette Ehre erwiesen haben, fomie für die zahlreichen Strangspenden fage meinen herzlichsten Dank. 40412 Bitte Marie Brinkmann, O., Romintener Straße 53. Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei der Beerdigung meiner lieben Frau sage ich allen Beteiligten, insbesondere dem Fabritarbeiter Verband, dem Spar- und Lotteries Berein Vorwärts" meinen innigften Dant. Ludwig Funk. Danksagung. " Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei der Beerdigung meines lieben Mannes und guten Baters Hermann Horn Für die vielen Beweise der Teil- fagen wirjallenBeteiligten, insbesondere nahme bei der Beerdigung meiner den Kolleginnen und Kollegen der lieben Frau, unserer guten Mutter, A. E.-G., sowie dem Transport insbesondere den Kollegen und arbeiter- Berbande unsern herzlichsten Meistern der Firma Israel unseren Dant. aufrichtigsten Dant. Gottfried Philipp und Kinder. Frau Horn und Kind. 15055 Achtung! Am 1. Mai Achtung! bleibt auch in diesem Jahre mein Geschäft gefchloffen. Arbeiter Anzüge Wilhelm Pahr, Brunnenstraße 116. Restaurant Bellevue, Woltersdorf Schleuse, Dampferaulegeftelle, herrlicher Garten, großer Saal für Bereine und Gewerkschaften. 14726 Vorzügliche Küche, Kaffeeküche, gut gepflegte Biere empfiehlt Emil Schmitz. Dr. Simmel Spezial- Arzt Tücht. Bautischler, für Haut- und Harnleiden. Maschinenarbeiter für Genossenschafts dicht am Tischlerei m. 1000-2000 Ginlage gej. Prinzenstr. 41, Moritzplatz, Offerten Boftlagerkarte 90, Berlin 78. 10-2, 5-7. Sonntags 10-12. 2-4 35 Kein Laden Verkauf nur im Fabrikgebäude! 35 Wenn Sie sparen Geld! We Möbel Sie direkt Engrospreisen zu in der Möbelfabrik H.Walter Willi Maaß, Brunnenstr. 35 kein Laden Tel.: A. III, 5157 nur Kein Kaufzwang! kaufen. Verkauf nur im Fabrikgebäude eigenes Fabrikat. Auf Wunsch Teilzahlung. 35 Permanente Musterzimmer- Ausstellung. 35 Möbel- Angebot. 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Sonntag, den 30 April, vorm. pünktlich 10 Uhr: General- Versammlung bei Bercht, Nitterstraße 75., Zages Drdnung: 1. Abrechnung vom 1. Duartal 1911. 2. Bereinsangelegenheiten und Ver schiedenes. 37/3 NB. Arbeiter jeden Berufes, welche das 16. Lebensjahr erreicht und das 50. nicht überschritten haben und des Vereins Mitglieder werden wollen, werden in der Versammlung aufgenommen. Jedes Mitglied ist verpflichtet, zu erscheinen. K.A. Gadegast, Goldiner Str. 75, part., Vorsitzender. „ Berliner ArbeiterRadfahrer- Verein" Mitglied des Arbeitere Radfahrer- Bundes .Solidarität. Touren zum Sonntag, den 30. April: 1. bis 5. Abt.: 7 Uhr: Nauen ( Stumpfe). 12, Uhr: Fallenhagen Seegefeld( Ridley). 6. bis 11. Abt.: 7 Uhr: Königs. Wusterhausen( Altes Schüßenhaus). 1 Uhr: Richtershorn. Start: an den bekannten Stellen. Die Zentralfabrwarthikung findet der Generalversammlung wegen am 12 Mai statt. 12/1 Lichtenberg und Umgegend. Abteilung Lichtenberg und Jugendabteilung: 5 Uhr: Teupit( Tornows Jdym). 12 Uhr: 8wiebusch( Gärtner). Start: Pfarrstraße 74. Abt. Friedrichsfelde: 4%, Uhr: Werder( Schwarzer Adler). Start: Berliner Str. 98. Abt. Hohen- Schönhausen: 4%, Uhr: Werder( Schwarzer Adler). Start: Berliner Str. 85. Abt. Borhagen 1 Nummelsburg: 7 Uhr: Streifzlige durch den Blumen tal. Start: Goethestr. 9. Vorbeugung der Syphilis durch Ehrlich- Hata 606. Aufklärungsbuch über Vorsichtsmaßregeln u. Erkennung d. LustFür seuche von Dr. Zikel. M. 1,-franco d. d. Medizin. Verlag E. Schweizer& Co., Berlin NW. 87a. Laubenland ita 50 Morgen in Hoppegarten ( dicht an Rennbahn) unweit Bahn, hart an Frankf. Chauffee, ist in fl. Barzellen b. Eigent. billig z. verpacht. Dff. 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Verlagsanstalt Kaul Singer u. Co, Berlin SW. Nr. 99. 28. Jahrgang. 2. Beilage des Vorwärts" Berliner Volksblatt. Die Bäcker vor dem Einigungsamt. Am Donnerstag vormittag begannen die Verhandlungen der Bäcker vor dem Einigungsamt des Gewerbegerichts unter dem Vorsitz des Magistratsrats Schult. Als Vertrauensmänner der Arbeiter saßen die Genossen Körsten und Ritter, als Vertrauensmänner der Arbeitgeber die Herren Rahardt und Mischte im Einigungsamt. Der Andrang von Zuhörern war so start, daß der Verhandlungssaal im Gewerbegerichtsgebäude kaum ausreichte, um ihre Zahl zu fassen. Heshold begründete die Forderungen der Arbeiter. Bei der Lohnbewegung im Jahre 1907 handelte es sich in der Hauptsache um die Erringung eines wöchentlichen Ruhetages und die Beseitigung des Kost- und Logiszwanges. Eine Lohnerhöhung wurde nicht gefordert. Die inzwischen eingetretene bedeutende Verteuerung der Lebensverhältnisse rechtfertigt die jetzt aufgestellte Forderung eines tröchentlichen Mindestlohnes von 27 M., für Aushilfen 5 M. pro Tag, für Tagesfonditoren 6 M. pro Tag, aber für Sonnabend und Sonntag je 8 M. Ferner wird gefordert die 10ftündige Arbeitszeit, die in größeren Betrieben durch eine einstündige Pause unterbrochen werden soll. Den Arbeitern soll jede Woche ein Ruhetag gewährt werden. Diese bereits 1907 aufgestellte Forderung ist von einem großen Teil der Meister anerkannt. Von den etwa 6000 in Groß- Berlin beschäftigten Bäckergesellen haben 2800 den Ruhetag durch tarifliche Vereinbarung. Es handelt sich jetzt darum, daß der Ruhetag allgemein durchgeführt und der Kost- und Logiszwang beseitigt werde. Das läßt sich bei gutem Willen leicht machen. Die Meister, die den Ruhetag gewähren, find mit dieser Einrichtung sehr zufrieden. Es wird ferner ein paritätischer Arbeitsnachweis gefordert, sowie die Durchführung fanitärer Forderungen. Als ben prinzipiellen Teil der Forderungen bezeichnete Heshold den paritätischen Arbeitsnachweis, den Ruhetag, sowie die Beseitigung des Koft- und Logiszwanges. Das sind die Hauptpunkte der ganzen Verhandlung, die zuerst erledigt werden müssen. Wenn hierüber eine Einigung zustande kommt, dann wird die Verständi gung über die Lohnforderung und die sanitären Fragen teine Schwierigkeit machen. Ebenfalls von großer Wichtigkeit ist es, daß für den Fall eines Vertragsabschlusses hinreichende Garantien für die Durchführung des Vertrages durch die Meister gegeben werden, damit sich nicht wiederholt, was 1906 geschah, wo die Innungen den damals abgeschlossenen Vertrag nicht beachteten und derselbe dadurch hinfällig wurde. Obermeister Schmidt erklärte, die Bewilligung der aufgestellten Forderungen bedeute für die Meister eine Mehrbelastung von 40-50 Broz. und werde viele Gristenzen zugrunde richten. Es treffe nicht zu, daß 2800 Gesellen den Ruhetag haben. Ein großer Teil der Meister, die 1907 unter dem Druck des Boykotts den Ruhetag bewilligten, tönnten ihn nicht halten. Die Gesellen arbeiten am Ruhetage gegen besondere Bezahlung. Der 11stündige Arbeitsfreitag, 28. April 1911. tag brauche nicht verkürzt werden, denn er werde ja durch Pausen Obermeister Schmidt erklärte hierauf, die Meister hätten die bon einer, in manchen Betrieben von 2-3 Stunden unterbrochen. ehrliche Absicht, einen unparteiischen Arbeitsnachweis einzuführen. ( Diese Angabe rief lebhaften Widerspruch bei den als Zuhörer an- Die Leitung solle eine Kommission von 6 Meistern und 6 Gesellen wesenden Gesellen hervor.) Der Inhaber eines Großbetriebes habe haben. Diese brauchten nicht den Gesellenausschüssen angehören, erklärt, wenn die Forderungen angenommen werden, müsse er den die Meister würden die Gesellenvertreter anerkennen, die von den Betrieb schließen, denn er könne die Mehrbelastung nicht tragen. Gesellen bestimmt werden. Den Vorsiz könne abwechselnd ein Der Ruhetag fönne nicht durchgeführt werden, wenn er nicht durch Meister und ein Geselle führen. Wenn die paritätische KomGesez festgelegt werde. Der Arbeitsnachweis müsse in den Händen mission sich über einen Streitfall nicht einigen fönne, dann solle der Innung bleiben, doch solle auch den Gesellen eine Vertretung ein Mitglied des Gewerbegerichts oder der Gewerbedeputation entin der Arbeitsnachweistommission zugestanden werden. Für die scheiden. Beibehaltung des Kost- und Logiszwanges hätten die Meister kein Interesse, es müsse ihnen aber gestattet sein, Soft und Logis zu geben, wenn der Geselle es wünscht. In allernädyster Zeit werde die Zwangsinnung in Berlin in Kraft treten. Sie werde ihre Mit glieder zur Durchführung der Vereinbarungen verpflichten und glaube, dadurch die geforderte Garantie geben zu können. Auf Vorschlag des Vorsitzenden Schult wurden zunächst die von Hehschold als den prinzipiellen Teil der Forderungen bes zeichneten Punkte verhandelt. Als erster Verhandlungsgegenstand kam der Arbeitsnachweis an die Reihe. Altmeister Müller erklärte, der Arbeitsnachweis folle so eingerichtet werden, wie es die Innungen 1906 versprochen haben: Es solle ein Arbeitsnachweis der Innung bleiben, der unter Aufficht einer aus Meistern und Gesellen zusammengesetzten Kommission stehe... Nach einer späteren Ausführung des Meisters Rappsal sollen aber nur Mitglieder des Gesellenausschusses der Kommission als Gesellenvertreter angehören und ein Meister soll den Vorsitz führen. Schneider und Hebschold erklärten diesen Vorschlag der Meister für unannehmbar. Das sei kein paritätischer Arbeitsnachweis, sondern dieselbe Einrichtung, die 1906 zum Bruch des Vertrages führte, weil auch damals entgegen den Vertragsbestim mungen der Arbeitsnachweis nur im Interesse der Meister gehands habt und der durch Vertrag beseitigte Kost- und Logiszwang durch die Art der Arbeitsvermittelung tatsächlich wieder eingeführt wurde. Nach dem jetzigen Vorschlage der Meister würde es dabei bleiben, daß nur die Innungen Einfluß auf den Arbeitsnachweis haben. Die Mitglieder des Gesellenausschusses müßten zu oft schon durch den Wechsel der Arbeitsstelle aus dem Ausschuß scheiden: Außerdem könne jeder, der sich den Meistern mißliebig gemacht habe, durch Entlassung aus dem Ausschuß und aus der Kommission entfernt werden. Es gebe auch viele Betriebe, deren Inhaber selbst nach Einführung der Zwangsinnung nicht Innungsmitglieder werden brauchen. Dadurch bliebe auch ein großer Teil der Arbeitnehmer von der Teilnahme an der Verwaltung des Arbeitsnachweises ausgeschlossen. Ein paritätischer Arbeitsnachweis müsse so eingerichtet sein, daß die Arbeitnehmer allein zu bestimmen haben, wen sie als Vertreter in die Verwaltung senden, ohne Rücksicht darauf, ob die Betreffenden dem Gesellenausschuß angehören oder bei einem Innungsmeister arbeiten. Der Vorsiz müsse in den Händen eines Unparteiischen liegen. Maizeitung 1911 Nach dieser Erklärung des Obermeisters Schmidt konnte man annehmen, daß eine Vereinbarung über die Gestaltung des Arbeits. nachweises keine Schwierigkeiten machen werde. Doch es tam anders. Um 1 Uhr zog sich das Einigungsamt zur Beratung zurück. Wiederholt wurden Sonderbesprechungen bald mit den Vertretern der einen, bald mit denen der anderen Partei gepflogen. Um 7 Uhr verkündete der Vorsitzende, daß der Punkt Arbeitsnachweis noch nicht erledigt ist und die weitere Verhandlung auf Sonnabend 9 Uhr bertagt wird. Anscheinend teilen die übrigen Meistervertreter nicht den Standpunkt des Herrn Schmidt, oder seine Erklärung ist nicht als eine Zubilligung wirklicher Parität aufzufassen, so daß die Arbeitervertreter den Vorschlägen der Meister nicht zustimmen können, die anscheinend immer noch an dem Innungs- Arbeitsnachweis mit Scheinparität festhalten. Eingegangene Druckschriften. erschienen. Aus dem Inhalt des Heftes heben wir hervor: Krieg und Bon der Neuen Zeit" ist soeben das 30. Heft des 29. Jahrgangs Frieden. Betrachtungen zur Maifeier. Von Karl Kautsky.- Die Produk tivität des ländlichen Kleinbetriebes. Von M. Nachimson. Die Lage der Landarbeiter. Bon Karl Marchionini( Königsberg). Replit. Bon Emile Bandervelde. Die wirtschaftliche und soziale Lage des Krankenpflegepersonals in Deutschland. Bon Emil Dittmer.- Literarische Rundchan Ernst Lint. Religionsgeschichtliche Streifzüge. V. Von Heinrich Cunow. Feuilleton der Neuen Zeit Nr. 39: Bom Gedächtnis. Von Bücherschau: Johann, Blenge, Marg und Hegel. Die Neue Beit" erscheint wöchentlich einmal Das einzelne Heft toftet 25 Pf. Marktpreise von Berlin am 26. April 1911, nach Ermittelung des Königlichen Polizeipräsidiums. Markthallenpreise.( leinhandel.) 100 Silogramm Erbsen, gelbe, zum Stochen 30,00-50,00. Speisebohnen, weiße 30,00-50,00. Linsen 20,00-60,00. Kartoffeln 5,00-9,00. 1 Stilo gramm Rindfleisch, von der Keule 1,60-2,40. Rindfleisch, Bauchfleisch 1,20 1,40-2,20. Butter 2,20-2,80. 60 Stud Gier 2,80-4,40. I Stilogramm bis 1,70. Schweinefleisch 1,20-1,90. Stalbfleisch 1,50-2,40. Hammelfleisch Starpfen 1,20-2,40. ale 1,60-3,00. Bander 1,40-3,60. Hechte 1,20 bis 2,80. Barsche 0,70-2,00. Schlete 1,40-3,40. Bleie 0,80-1,60. 60 Stüd Strebje 2,50-30,00. " soeben erschienen. Reichhaltiger Inhalt. l. a.:„ Sturmtraum" von Franz -Maifeier und Reichstagswahl" von S. 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Waajempebofer Berg, Gemeindearbeiter. Bormittags 10 Uhr im Gewerkschaftshause( Saal 5). Uhr. Maffini. Alle dazu gehörigen Branchen: Buchdruder, Buchdruderei- Hilfsarbeiter u.-Arbeiterinnen, Schriftgießer, Photographen, Stereotypenre, Lithographen u. Steindrucker, Khlographen, Formstecher u. Tapetendruder kommen Handels-, Transport- u. Verkehrsgewerbe. Gruppenverfammlung im Deutschen Hof, in der Gruppenversammlung zusammen. Referent: Mr. Grunwald. Str. 15, mittags 12 Uhr. Handlungsgehilfen und Gehilfinnen, Kaufleute, Lagerhalter, Hausdiener, Handelshilfs: arbeiter, Geschäfts, Arbeits- und Droschkenkutscher, Hafenarbeiter fommen im Versammlungslokal zusammen. Referent: K. Heinig. 19 Holzarbeiter. Bormittags 10 Uhr in der Neuen Welt", Hafenheide 108/114. Referent: Frau Quise Ziek vom Parteivorstand. Die Mitglieder der einzelnen Branchen treffen sich vormittags 8 Uhr in folgenden Lokalen: Bürstenmacher bei Preuß, Holzmarktstr. 65. Stockarbeiter und Schirmmacher bei Lehmann, Bodenleger im Gewerkschaftshaus, Zimmer 2. Ginjeher im Gewerkschaftshaus, Saal 11. Jalousiearbeiter bei Walter, Adalbertstr. 62. Kammacher bei Walter, Adalbertstr. 62. Leitergerüstbauer u. Platzarbeiter. Bormittags 10 Uhr im Geverfchaftshaus, Saal 3. Kistenmacher bei Kling, Breslauer Str. 28. Referent: O. Franke. Die Handtuchfahrer treffen sich um 9 Uhr bei Schulze, Grüner Weg 11, und nehmen an der Verfammlung der Leitergerüstbauer teil. Bormittags 10 Uhr im Königstädtischen Kafino, Holzmarliste. 72. Referent: Holz- u. Bretterträger. Bromte. Die in der Holzindustrie tätigen Bader und Hausdiener, als auch die in der Metallindustrie tätigen Berufsangehörigen, sowie die Fräsetutscher und Arbeiter beteiligen fich an dieser Versammlung. Lederbearbeitung. Gruppenversammlung vormittags 10 Uhr bei Schmidt, Brinzen- Allee 33. bersammlung. Referent: Hammacher. Lohgerber, Weißgerber, Lederzurichter, Lederfärber und Handschuhmacher gehen direkt in die Gruppen. Nahrungs- u. Genußmittel- Gewerbe. Bormittags 10 Uhr, in Boekers Festfälen, Weber. Brauerei, u. Mühlenarbeiter, Gastwirtzgehilfen und Café- Angestellten. Bormittags 9 straße 17. Referent: Frik Zubeil. Klavierarbeiter im Märkischen Hof, Admiralstraße 18c. Korbmacher bei Krause, Mustauer Str. 20, Maschinenarbeiter bei Merkowski, Andreasstr. 26. Modell- und Fabrittischler im Rosenthaler Hof, Rosenthaler Str. 11/12. Perlmuttarbeiter bet Thomas, Melchiorftr. 5. Nahmenmacher bei Wehlisch, Staliger Str. 22. An der Stralauer Brüde 3. Vergolder im Gewerkschaftshaus, Arbeitslosenfaal. Hutformentischler im Gewerkschaftshaus. Die Tischler, Drechsler und Volterer treffen sich in den Rokalen, in denen fie ihre Werkstattsizungen abhalten und gehen von dort nach der Neuen Belt". Die Holzarbeiter der Vororte versammeln sich in Lichtenberg bei Schwarz, Möllendorfftr. 25. Nummelsburg bei Tempel. Hauptstraße. Friedrichsfelde bei G. Schulz, Wilhelmstr. 11. Weißenfee im Prälaten, Lehder Str. 122. Moabit bei Hube, An der Moabiter Brüde. ftraße 5/6. Referent: 3. Saffenbach. Treffpunkt: Große Hamburger Str. 18/19. Boruffia, Ader Stellmacher im Rosenthaler Hof, Rosenthaler Straße. Hutmacher, Blumen-, Federnarbeiter und-Arbeiterinnen. Bormittags 10 ur, Schmiede und Kupferschmiede. Bormittags 10 Uhr in 28iles Besälen, Scðaſtianſtr. 30, Fleischer. Treffpunkt der Kollegen um 9 Uhr im Verkehrslokal von Fris Bächtler, Elifabetbftr.. 11. Kürschner. Bormittags 10 Uhr in den Musiker- Sälen, Kaiſer- Wilhelm- Straße 18. im Berbandslotal, Gr. Hamburger Str. 18/19. Hoteldiener. Bormittags 9 Uhr im Berbandslolal, Am Weidendamm 1a. Uhr Friseure, Barbiere, Gärtner, Musiker, Tabakarbeiter und Arbeiterinnen und Zigarren fortierer gehen direkt in die Bersammlung. Schneider und Schneiderinnen, Wäsche- und Krawattenarbeiter innen und Zuschneider, Bormittags 10 Uhr: Kellers Neue Philharmonie, Köpenider Str. 96/97. Ref.: A. Hoffmann. rinnen und Wäscherinnen vormittags 10 Uhr in Schulz' Festfälen, Am Königsgraben, Münzstr. 17. Treffpunkt der Wäsche, Krawatten-, Blusen, Negligé, Korsett- und Schürzenbranche sowie der Platte Referent: S. Pätsch. Maler und Lackierer. Referent: Otto Handke. Referent: P. Pawlowitsch. Bormittags 10 Uhr in den Andreas Festsälen, Andreasstr. 19. Referent: Emil Dittmer. Die Maler der Küchenmöbelbranche Treffpunkt 8%, Uhr im Englischen Garten, Meganderstr. 276. Referent: E. Bernstein. Metallarbeiter. Bormittags 10 Uhr in der Brauerei Friedrichshain, Am Friedrichshain 16-23. Besondere Zusammenfünfte sind vorher nicht. Sämtliche Metallarbeiter begeben sich direkt in das Bersammlungslokal. Schuhwaren- Industrie. Gruppenverfammlung vormittags 10 Uhr im Schweizergarten, Am Friedrichshain 29-32. Referent: Davidjohn. Gewerkschaftshaus, Engelufer 15( Saal 1), bormittags 10 Uhr. Referent: M. Groger. Asphalteure und Pappdachdecker. reffpunkt: Gewerkschaftshaus. Bäcker und Konditoren. Bormittags 10 Uhr in den Konkordia- Festfälen, Andreasstr. 64. Deutscher Bauarbeiter- Verband. Maurer, Fliesenleger, Badofenmaurer, Kunfiftein- Porzellanarbeiter und Schildermaler. verseker, folierer und Steinholzleger. Vormittags 10 Uhr in der Berliner Bockbrauerei. Tempelhofer Berg.- Referent: 2. Manaffe. Sattler, Portefeuiller. Bormittags 10 Uhr in der Brauerei Königstadt, Schönhauser Alee 10. Treffpunkt der Fliesenleger bis 9 Uhr bei Habel, Bergmannstraße; dann Abmarsch. Putzer. Bormittags 10 Uhr: Kliem's Westfäle, Hafenheide. Referent: 3. Rotte. Gips- und Zementarbeiter. Bormittags 10 Uhr: Alt- Berlin, Blumenstr. 10. Holz-, Stein- und Gips- Bildhauer und Modelleure. straße 15. Referent: Dr. A. Bernstein. 3 Referent: A. Wuschick. Bormittags 10 Uhr in der Referent: M. Schippel. Referent: A. Drunsel. ( traße 17/18. Referent: Dr. H. Weyl. Bormittags 10 Uhr Keller, Köpenider Str. 96/97. Referent: G. Bauer. Steinarbeiter. Bormittags 10 Uhr in den Arminhallen, Kommandantenstraße 58/59( fleiner Saal). Steinsetzer, Rammer und Steinhauer. Bormittags 10 Uhr Sophien- Sale, Sophien ambra, allner- heater Stukkateure u. Gipsgießer. Die witglieder treffen sich um 8 Uhr in den Bahlstellen des Verbandes. Tapezierer. Bormittags 10 Uhr Industrie- Festfäle, Beuthstraße 19/20. Referent: Kollege Engel. Böttcher treffen fich vormittags 9 Uhr im Reſtaurant bes Gewerkschaftshauses und gehen in die Textilarbeiter. Bormittags 10 Uhr in den Brachtfälen Alt- Berlin, Blumenstraße 10. Referent: Buchbinder u. Buchbinderei- Arbeiterinnen, Etui- u. Leder- Galanterie- Arbeiter u.-Arbeiterinnen. Töpfer. Die Kollegen versammeln sich in den Bezirkszahlfstellen u. gehen von dort aus gemeinſam in die Verſammlung. Bootsbauer. Bormittags 10 Uhr im Arbeitsnachweislokal, Stralauer Allee 178. Referent: Jonny Hinrichsen. Versammlung der Holzarbeiter nach Neue Welt. Bormittags 10 Uhr im Restaurant Hohenstaufen- Sale, Rottbufer Damm 76. Referent: C. Hetzschold. C. Hübsch. Die Arbeiter der Textilindustrie treffen sich in ihren Berkehrslokalen. Bormittags 10 Gewerkschaftshaus, Engelufer 15( großer Gaal). Referent: Engen Brüdner. Treffpunkte: Album, Mappen u. Balanteriebranche: 9 Uhr bei wälisch, Staliterftr. 22. Budbinder Staker. Bormittags 10 Uhr im Englischen Garten, Meganderstraße 27c. Referent: 6. Weise. branche: 9 Uhr bei Bercht, Ritterstr. 75. Goldschnittbranche: 9 Uhr bei Wanzeh, Reichenberger Straße 16. Quruspapierbranche: 9 Uhr Fürstenhof, Ropenider Straße 137. Startonbranche: Zimmerer. Bormittags 10 Uhr Brauerei Königstadt, Schönhauser Allee 10. Referent:. Ströbel. 29 Uhr Gewerkschaftshaus, Restaurant. Alle in Berlin stattfindenden Versammlungen gelten durch dieses Inserat als genügend angemeldet. Referent: Wermuth. Referent: Fr. Wulff. Referentin: Jda Altmann. Referentin: Außerdem finden in Groß- Berlin noch folgende Versammlungen der Unterkommissionen zur Gewerkschaftskommission statt: Adlershof. Bormittags 11 Uhr bei Kaul, Bismarcftr. 16. Referent: Hellmuth Lehmann. Stralau- Rummelsburg. Vormittags 10 Uhr im Café Bellevue. Charlottenburg. Bormittags 10 Uhr im Boltshaus, Rofinenſtr. 3. Referent: J. Gah. Schöneberg. Bormittags 10 Uhr in den Neuen Rathausfälen, früher Obft, Meininger Str. 8. Erkner. Bormittags 11 Uhr in Degebrodts Geſellſchaftshaus, Friedrichstr. Referent: 8. Gaiba, Spandau. Bormittags 10 Uhr im Borzheim( Inh. Böhle), Havelſtr. 20, Groß- Lichterfelde. Bormittags 10 Uhr im Kaiserhof, Kranoldplay. Tegel. Bormittags 10 Uhr bei Klippenstein, Spandauer Straße. Referent: N. Bahn. Köpenick. Bormittags 10 Uhr im Wilhelmsgarten( Inh. Scheer). Referent: 2. Nitschke. Friedrichshagen. Bormittags 10 ur im Wilhelmsbab. Referent: B. Barthel. Tempelhof. Mariendorf. Bormittags 10 Uhr im Wilhelmsgarten, Tempel. hof, Berliner Str. 9. Referent: Segewald. Lichtenberg. Bormittags 10 Uhr bei P. Schwarz, Möllendorfftr. 25/26. Referent: geopolb. Weißensee. Bormittags 10 Uhr im Schlok Weißenfee, Königs- Chauffee 1-4 Referent: A. Stormer. Pankow. Bormittags 10 Uhr in Roestays Gesellschaftshaus, Kreuzftr. 3/4. Referent: Ad. Domnia. Wilmersdorf. Bormittags 10 Uhr im Gesellschaftshaus, Wilhelmsaue 110/112 Referent:. Knüpfer. Nieder- Schönhausen. Bormittags 10 Uhr in Neu- Raraba, Buchholzer Straße. Ober- Schöneweide. Bormittags 10 Uhr in Gaffelwerder. Referent: J. Hartmanz. Neu- Karlshof, Reinickendorf- Ost. min. 1 facent Robert Steglitz- Friedenau. Briane Birkenwäldchen, Schünftraße, Ede Rixdorf. 3 Versammlungen. Mernittags 10 Uhr bei rin oppe, Germannstr. 49, Belich. Marienfelde- Lichtenrade. Bormittags 10 Uhr im Hermanns Restaurant, Großbeerenstr. 78. Referentin: Martha Kaiser- Umbreit. Sufammenkunft 8, Uhr, Gefellschaftshaus. Referent:. Faak. Refibenzstr. 124. Referent: Fendel. Anefebedstr. 48/49, Bürgerfäle, Bergstr. 147. Referenten: A. Schmidt, Fr. Schneider, Th. Glode. Berta Lungwik. Kartelle und Vororte: Chauffeestraße. Referent: Emil Eichhorn. Oranienburg. Bormittags 10 Uhr im Waldhaus, Sandhaufen, Schüßenstraße. Alt- Glienicke. Bormittags 10 Uhr bei Genijet, Quisquer Straße Rr. 29. Referentin: Neuenhagen. Bormittags 10 Uhr bei Wortmann, Bahnhofstraße. Ref.: Genoffe Stimming. Bernan. Bormittags 11 Uhr im Schütenhaus. Referent: Genosse Knöschte. Nowawes. Bormittags 10 Uhr in Schmidts Deutschen Festsälen. Nef.: Genoffe Sonnenburg Eichwalde. Bormittags 10 Uhr in Wittes Waldschlößchen. Referent: Genosse Mette. Referent: Shwent. Grünan. Vormittags 10 Uhr bei Duchauffour. Referent: Genosse Herm. Kunze. Teltow. Bormittags 11 Uhr bei Bonow, Berliner Str. 16. Referent: Fromte. Königs- Wusterhausen. Bormittags 10 Uhr im Alten Schübenhand. Trebbin. Bormittags 10 Uhr in der Plantage. Referent: Stühmer. Lankwitz. Bormittags 10 Uhr bei Ebel, Mühlenstraße 9. Referent: Genosse Barth. Wannsee. Bormittags 10 Uhr im Fürstenhof. Referent: Thurow. Mahlsdorf- Kaulsdorf. omittalsport. Referent: Geneathaus, Zehlendorf. omittags 10 Uhr im Gesellschaftshaus. Referent: Ulm. Arferentin! Ottilie Baader. Genoffe Banmetster. Die Maifeiernden erhalten in den Vormittagsversammlungen unentgeltlich je eine Maifeftmarke. Die Anmeldung der Versammlungen der Vororte haben die Funktionäre der einzelnen Orte in der ortsüblichen Weise zu bewirken. Die Bureaus der Versammlungen werden beauftragt, über die Zahl der Versammlungsbesucher der Redaktion des Vorwärts", Lindenstr. 69, schriftliche Mitteilung zu machen. Der Ausschuß der Gewerkschaftskommiffion Berlins und Umgegend. Der Verband der sozialdemokratischen Wahlvereine Berlins und Umgegend. Alwin Körsten, Engelufer 15, L L. Liepmann, Lindenstr. 69. Mai- Feier der sozialdemokratischen Wahlvereine am Montag, den 1. Mai 1911. Nachmittags- und Abend- Veranstaltungen. Tagesordnung aller Versammlungen: Die Bedeutung des 1. Mai. Brauerei Happoldt, Hasenheide 32-38. Kliems Festsäle, Hasenheide 13-15. Bock- Brauerei, Tempelhofer Berg. Neue Welt, Hasenheide 108-114. Gewerkschaftshaus, Engelufer 15. Ludwig, Treptow, Köpenicker Landstraße. Concordia- Festsäle, Andreasstraße 64. Elysium, Landsberger Allee 40-41. Referenten: Barthel -C Fischer Poetzsch Berlin. Brauerei Friedrichshain, Am Königstor. Jos. Frankes Festsäle, Badstr. 19. Neumanns Volksgarten, Lichtenberg, Röder- Bock- Brauerei( Abt. II), Chausseestr. 64. straße 5-6. Schweizer- Garten, Am Königstor. Fröbels Allerlei- Theater, Schönhauser Nr. 148. Prater- Theater, Kastanien- Allee 7-9. Obiglos Festsäle, Schwedter Str. 23-24. Btablissement Ballschmieder, Badstr. 16. Voigts Theater, Badstr. 58. Pharus- Säle, Müllerstr. 142. fee Brauerei Patzenhofer, Turmstr. 25-26. Stadt- Theater, Alt- Moabit 47-49. Moabiter Gesellschaftshaus, Wiclefstr. 24: Insel- Restaurant, Plögensee. Gertrud David- Theodor Fischer Kubig- Ledebour- Litfin - Alfred Bernstein Dr. Borchardt- Brückner Büchner Regina Friedländer- Dr. Herzfeld- Adolf Hoffmann- Koblenzer- Kubig- Ledebour Sabath- Ströbel- Dr. Weyl Louise Zietz. Wahlkreis Teltow- Beeskow- Storkow- Charlottenburg. Adlershof. wellsteins„ Zuttgarten". Bohnsdorf. Schafer, Am Faltenberg. Brik. Raddatz, Chauffeeftr. 29. Charlottenburg.„ Boltshaus", Rofiuenstr. 3. Cöpenick. Stadt Theater". Dabendorf bei Bossen. Bur Bogelwiefe", Eichwalde. Seglerschlöschen", Gankels Ablage. Friedenau. zur Klaufe", Hildegardstr. 5/6. Groß- u. Kleinbesten in Kleinbesten schmtar. Groß- Lichterfelde. Wahrendorf, Bäteftr. 22. Referenten: Gustav Becker VerRichard Pfannkuch Grünant. Dachauffour, Röpenider Str. 79. Johannisthal. indenhof", Briedrichstr. 61. Königs- Wusterhausen. Witwe Wedhorn, Lankwik. Ebel, Mühlenstr. 9. Lichtenrade bei Deter. Mariendorf. Preuß, Kurfürstenstr. 44. Marienfelde. Herrmann, Großbeerenftr. 68. Mittenwalde.„ Gasthaus zum Kronprinzen. Nieder- Schöneweide. Restaurant„ Kyffhäuſer“. Nowawes.( atungen.) Schmidt, Deutsche Benale. 3offen. Kurzner, Baruther Str. 10. Rirdorf.( anstaltungen. Schöneberg. salohbrauerei", Sauptstr. 22. Bereinsbrauerei", Hoppes Get fale und Karlsgarten. Altes Steglik. Birkenwäldchen. Schünenhans". Teltow. Bonow, Berliner Str. 16. Tempelhof. withelmsgarten, Berliner Str. 9. Treptow- Baumschulenweg.( anstaltungen.) berg, Zwei Boltsgarten und Partstr. 1, und Geler, Parkstr. 2. Trebbin. Gesellschaftshaus". NonnenWilmersdorf. Gesellschaftshaus, Wilhelmsaue. Behlendorf. Gesellschaftshaus, Karlstr. 12. - Eduard Bernstein- Brühl Anna Dietz Eichhorn Manasse Piek Frida Schulte Hartmann- Hass- Hetzschold Sonnenburg Spliedt Frida Wulff- Mathilde Wurm- Zeuer. Wahlkreis Niederbarnim. Bernant. Franz Salzmann, Basdorfer Strake. Birkenwerder. Gesellschaftshaus Fenerstak, Borsigwalde. Borsigwalder Festsale, Konradite. 42. Erkner- Woltersdorf. Degebrodts GesellschaftsFranz. Buchholz, Kahne, Berliner Straße 39. Friedrichsfelde. Bube, Prinzen- Allee 30. Schwarz, Mötendorffftraße 25/26. Schaller. Waldschlößchen, Sauptstraße. Hohen- Schönhausen. Gesin ilhelmbers. Pankow. Zam Kurfürsten, Berliner Sir. 102. Karlshort. Fürstenbad. Reinickendorf- Ot. Schönholzer Tivoll, Ebuatb Lichtenberg.( anstaltungen.) Arnhold, Frankfurter Chauſsee 516. Reinickendorf- West. Wehborn Sale, Gichbornſtr. 60. Mahlsdorf. Karl Linke, Granowstraße. Rummelsburg- Stralau, Tempel, Café Bellevue, Neuenhagen- Petershagen. Detershagener, Tegel. Trapps Festsale, Bahnhofftrake 1. Nieder- Schönhausen. Ne raken. Gotten. Waidmannsluft. Bergschloß, am Bahnhof. Friedrichshagen. Lerches Festsäle, Friedrichstr. 112. Ober- Schöneweide. Morners Blumengarten. Weißensee. Schloß Weißensee. Friedrichsthal. Blelse, Gasthof zu den 4 Linden. Oranienburg. waldhaus Sandhausen, Schütenstrane. Wilhelmsruh. Deutschmann, Gauptstr. 1. Referenten: Barenthin Stoermer . Straßen Ewald jr. Grunwald Hesse Domnik Woldt Zernike. Marie Juchacz Anna Matschke Mohs Die Abendfeiern sind zusammengesetzt aus feftreden, Konzert- Aufführungen, Gefangsvorträgen des Arbeiter- Sängerbundes, Darbietungen des Curnvereins Fichte, des Arbeiter- Radfahrerbundes fowie Spezialitätenvorftellungen.; Anmeldung eventl. Festreden sind durch die Kreise resp. Orte zu bewirken. Verband fozialdemokratischer Wahlvereine Berlins und Umgegend. Deutscher Metallarbeiter- Verband Deutscher Holzarbeiter- Verband Deutscher Tabakarbeiter- Verband. Arbeitsnachweis: Qoj l. Amt 3, 1239. Verwaltungsstelle Berlin. Hauptbureau: Charitéstraße 3. Hof III. Amt 3, 1987. Sonntag, den 30. April 1911, vormittags 10 Uhr: der Allgemeine Verfammlung Rohrleger u. Helfer Berlins u. Umgeg. im Gewerkschaftshaus, Engelufer 15, Saal 4. Zages Drdnung: 1. Bortrag des Schriftstellers Genossen Eduard Bernstein über: Wirtschaftsfragen der Neuzeit". 2. Diskussion. 3. Branchen- und Berbandsangelegenheiten. 4. Verschiedenes. In Anbetracht des sehr lehrreichen Vortrages ersuchen wir die Stollegen, recht zahlreich zu erscheinen. Die Kollegen von Blume und Deutsche Wasserwerke sind ganz besonders eingeladen. Sonntag, den 30. April 1911, vormittags 10 Uhr: Branchen- Verfammlung Zahlstelle Berlin. Heute, Freitag, abends 8 1hr, im Gewerkschaftshause, Engel- Heute Freitag, den 28. April, abends 28 Uhr: ufer 14/15, Saal 4( Arbeitslosensaal): Sitzung der Ortsverwaltung. Mitglieder- Versammlung Bautischler. Sonntag, den 30. April 1911, vormittags 10 Uhr: Branchen- Versammlung für Groß- Berlin der Wickelei- u. Tiolationsarbeiter und 2/16 -Arbeiterinnen im Voigt- Theater, Badstraße 58. Tages- Ordnung: 1. Bericht der Agitationsfommission. 2. Neuwahl derselben. 3. Branchenangelegenheiten. Mitgliedsbuch legitimiert. Zahlreicher Besuch wird erwartet. Sonntag, den 30. April 1911, vormittags 9%, Uhr: Versammlung aller Kernstückformer 116/3 im Lokal von Wollschläger, Adalbertstr. 21. Zages Drdnung: 1. Wie ist es möglich, unsere Lage zu verbessern? 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Zahlreichen Besuch erwartet Die Ortsverwaltung. bei Anton Boeker, Weberstraße 17. Zages Drdnung: 1. Stellungnahme zur Maschinen- Berechnungstabelle. 2. Diskussion. 3. Bericht über die Tätigkeit der Kommission. 4. Verbandsangelegenheiten. Die Kollegen werden ersucht, recht zahlreich zu erscheinen. 3. A.: Karl Reiche. Kardinal Malzkaffee übertrifft an Wohlgeschmack alle bisherigen Kaffeeersatzmittel Man probiere alles und behalte das Beste im Rosenthaler Hof", Rosenthaler Str. 11/12. Tages- Ordnung: 187/8 1. Wahl einer Wahlprüfungskommission. 2. Aufstellung eines Kandidaten zum Dresdener Gewerkschaftskongreß. 3. Dertliches. Mitgliedsbuch legitimiert. Bahlreiches Erscheinen erwünscht. Die Ortsverwaltung. Zum Ausschneiden & Dr. Rud. Weils Nährsalz- Bananen- Kakao ist wohlschmedenb, äußerst nahrhaft und stopft nicht. Beste Kraftnahrung bei Magen- und Darmkatarrh, bei Schwäche. zuständen, bei Unterernährung, bei Appetitlosigkeit. An genehmstes Frühstücksgetränk für Gesunde und Kranke. Paket= 1/2 Bund 1 Mt., 5 Pakete 4,75 M., 10 Pakete 9 M. Zusendung in Berlin und Vororten frei Haus. Prospette gratis und franko. D. Mader, Berlin S., Prinzenstr. 37. Versandgeschäft gesundheitlicher Nahrungs- und Genußmittel. Aus. führliche Preisliste bitte zu verlangen. 11242* 10815 ,, Silesia- Bad"= 99 Schlesische Str. 31 Alle Arten medizinische Bäder. Lieferant aller Kassen. Freitag, den 28. April Anfang 7%, Uhr. Königl. Opernhaus. Königskinder. Königl. Schauspielhaus. Die Braut von Messina. Theater und Bergnügungen Berliner Theater. Abends 8 Uhr: Bummelstudenten. Morgen: Bummelstudenten. Deutsches. Fauft. 2. Teil.( Anfang Theater des Westens. 6 Uhr.) Anfang 8 Uhr. Frühlings Kammerspiele. wachen. Er Neues fönigl. Opern Theater. Stammhalter. Nenes Schauspielhaus. Wienerinnen. Leffing. Glaube und Heimat. Komische Oper. Die Bohème. Kleines. Der Leibgardist. Berliner. Bummelstudenten. Weften. Die lustigen Nibelungen. Neues. Mein erlauchter Ahnherr. Lustspielhaus. Der Registrator auf Reisen. Trianon. Théodore u. Cie. Residenz. Fernands Chekontrakt. Thalia. Polnische Wirtschaft. • Schiller 0.( Banner Theater.) Der Bund der Jugend. Abends 8 Uhr: Die lustigen Nibelungen. Sonnt. 3%, Uhr: Die geschiedene Frau. Residenz- Theater. Direftion: Richard Merander. Abends 8 Uhr: Fernands Ehekontrakt. Schwant in 3 Aften bon Georges Feydeau. In deutscher Bearbeitung von Benno Jacobson. Schluß der Spielzeit: Sonntag, den 30. April. Wiedereröffnung Donnerstag, den 3. Auguft. Lustspielhaus. Abends 8 Uhr: Schiller Charlottenburg. Stebelet. Der Registrator auf Reisen. Literatur. Friedrich Wilhelmstädtisches. " Nasernenluft. Herrnfeld. Scheidungs- Souper. Die Bar- Schwester. Nenes Overetten. von Luxemburg. Der Graf Friedrich- Wilhelmstädtisches Schauspielhaus. Freitag, den 28. April, 8 Uhr: Bolksoper. Fra Diavolo.( Unjang Kasernenluft. 8 Uhr.) Luisen. Die Mauſefalle. ,, CLOU" BERLINER KONZERTHAUS Mauerstr. 82. Zimmerstr. 90-91 Täglich nachmittags und abends Große Konzerte ausgeführt von Garde- Regiments- Kapellen bei freiem Entritt. Vorzügliche Küche. Spezialausschank von Münchener Mathäser Bräu. Potsdamer Str. 72/ 72a Sport- Palast Potsdamer Str. 72/ 72a Auf vielseitigen Wunsch bleibt bis auf weiteres geöffnet als: Größter Eispalast der Welt. Allabendlich: Glänzende sportliche Vorführungen und die Ausstattungs- Feerie ,, Eisfest an der Newa." 99 Eintritt bis 5 Uhr 50 Pf. Nach 5 Uhr M. 1,-, reservierter Platz M. 2,-. Neue Welt Bad legembe Zage: RaAmerikaniicher Vergnügungs Park. Morgen und folgende Modernes. Großstadtluft.( Anfang fernenluft. 8 Uhr.) Rose. Robert und Bertram. Folics Caprice. Wertheim wird plaken! III. Klaffe.( Anfang 8 Uhr.) Metropol. Geschlossen. Rafino. Zwei Wappen. Voigt. Gefallene Mädchen. Apollo. Spezialitäten. Vañage. Spezialitäten. Noack. Der Flüchtling. ( Anfang 8, Uhr.) Luisen- Theater. 8 Premiere: Die Maufefalle. Schwant in 3 Aften von Alexander Engel und Julius Horft. Sonnabend 8 1.: Zapfenstreich. Drama in 4 Aften v. Adam Beyerlein. = Hasenheide 108/114. Eröffnung morgen Neue Direktion.. Neue SchaustellungenNeue Belustigungen. Urania. Zirkus Busch Reichshallen. Stettiner Sänger. DOSE THEATED Wissenschaftliches Theater Wintergarten. Spezialitäten. Walhalla. Bravo! Da capo! Intimes. Nachtarbeit. Madame Madeleine.( Anfang 8%, Uhr.) Urania. Taubenstraße 48/49. Große Frankfurter Str. 132. Anf. 8 Uhr Ende 11 Uhr. Robert und Bertram. Abends 8 Uhr: Lebende Tierbilder Poffe mit Gesang in 4 Abteilungen von nah und fern. Sternwarte, Invalidenstr. 57-62. Kaiser- Panorama. Befuch von Räder. Sonnabend: Robert und Bertram. Ostseebäder. Reise über den Metropol- Theater. Brenner nach Venedig. Wedding. Lichtspiele. Ballners Schiller- Theater 0. Theater. Freitag, abends 8 Uhr: Der Bund der Jugend. Sonnabend, abends 8 Uhr: Liebelei. Hierauf: Literatur. Sonntag, nach m. 3 Uhr: Die Ehre. Sonntag, abends 8 Uhr: Der Traum ein Leben. Schiller- Theater Charlottenburg. Freitag, abends 8 Uhr: Liebelei. Hierauf: Literatur. Sonnabend, abends 8 Uhr: Im Klubsessel. Sonntag, nach m. 3 Uhr: Zapfenstreich. Sonntag, abends 8 Uhr: Ein idealer Gatte. Geschlossen. Sonnabend, den 29. April 1911: Bum erftenmal: Taubenstraße 48/49. Abends 8 Uhr: Lebende Tierbilder von nah und fern. WINT BARTEN Letzte Woche! Hoheit amüsiert sich! Der Operette in 3 Atten von J. Freund. Mufit von Rudolf Nelson. In Szene gefekt vom Direktor Richard Schult. sprechende Anfang 7, Uhr. Nauchen gestattet. und weitere rebi errnfeld Theater Sensations- Erfolg der drei Novitäten ,, Don" Hund 12 Attraktionen 12 U. a.: Roda Roda. Rauchen gestattet. Das Scheidungs- Souper Noacks Theater. von Julius Horst. Direktion: Robert Dill. Berlin N., Brunnenstraße 16. Freitag, den 28. April 1911, abends 8 Uhr: Große Gala- Vorstellung! Letzte Aufführung des gr. Volks- Manege- Schaustücks ,, Armin" Sonnabend, 29. April, abends 8 Uhr: Premiere der neuen großen Frühjahrs- Pantomime Ein Jagdfest am Hofe Ludwigs XIV. Original- Ausstattungsstück des Zirkus Busch. a pollo Theater Letzte Tage des gr. Weltstadt- Programms. 9 Uhr: Heinrich Prang unaPark Sensationelle Attraktionen. Eröffnung morgen Passage- Theater Abends 8 Uhr: Melia die gefeierte russische Tänzerin. Lina Loos mit neuem Repertoir. Patty Frank Truppe Weltmeister d. Akrobatik Willi Prager u. d. gr. April- Varietė- Programm. Trianon- Theater. Täglich abends 8 Uhr: Théodore& Cie. Admiralspalast am Bahnhof Friedrichstraße. Eis- Arena Nachmittags und abends Kunstlauf- Produktionen. Allabendlich das feenhaft ausgestattete Eisballett. Montreal Stadt- Theater Moabit Die Stadt auf Schiffschuhen Alt- Moabit 47/48. Sonntag, den 30. April 1911: Neues Theater. Die Bar- Schwester Der Flüchtig. Die Lieder des Musikanten. Schauspiel n. d. gleichnam. Roman Ein Verlobungsgeschäft der Berl. Morgenpoſt" v. B. Hiller. Kaffeneröffn. 6, Uhr. n von Anton und Donat Herrnfeld. Täglich: Mein erlauchter Ahnherr. von Anton und Donat Herrnfeld Anfang 8 Uhr. Anf. 8 Uhr. Borbertauf 11-2 Uhr. Anfang 8 Uhr. Borzugskarten, überall zu hab., gültig. mit den Autoren in den Hauptrollen. Entree 30 Pf. bis 1 Mart. Lebrecht Winter: Dir. Hans Reiz. Anf. 8 Uhr. Nach der Vorstellung: = Tanz. Die Eisbahn ist für Schlittschuhläufer ununterbrochen von 10 Uhr vorm. geöffnet. Mittags: Korso bei Musik. mittags: Nach Militärkapelle Abends: Einodshofer- Konzert Bis 7 Uhr halbe Kassenpreise. Unterricht im Schlittschuh- und Kunstlaufen wird erteilt. in seiner Burleste Ein Gemütsmensch. Karl HaverlandAnfang Kommandanten pras, 8 mgr. Theater. frage 77/79. Das Aprilprogramm übertrifft alles Dagewesene. Neu! Die schwebende Musik. Königstadt- Kasino. Holzmarktstr. 72. Täglich Franz Sobanski, Viktor Ritter, Lotte le Mans, Geschw. Waldow, Adolf Holländer als Gaft, der berühmte Improvisator The Wodlaws usto. Der undankbare Sohn. Boltsstüd in 1 Alt von Reifflingen. Folies Caprice. Wertheim wird platzen! Bunter Solo- Teil. M III. Klasse. Casino- Theater Lothringer Straße 37. Von Presse und Bublikum anerkannt! Großartiger Lacherfolg! ,, Zwei Wappen" bon Blumenthal und Kadelburg. Dazu: Tartakoffs Kosaken- Exerzitien. Sonntag 3, Uhr:„ Marianne" ( ein Beib aus dem Bolle). Reichshallen- Theater. Stettiner Sänger. Britton als Mieze Hosenrock Voigt- Theater Gesundbrunnen, Badstraße 58. Freitag, den 28. April 1911: Gefallene Mädchen oder: Im Banne des Wüftlings. Sittenbild in 4 Aufzügen v. F. Schäfer. Kaffeneröffnung 7, Anfang 8 Uhr. Für den Inhalt der Inserate übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber teinerlei Verantwortung. Berantwortlicher Redakteur: Albert Wachs, Berlin. Für den Inseratenteil verantw.: Th. Glode, Berlin. Drudu. Verlag: Borwärts Buchbryderet u. Verlagsanstalt Paul Singer u. Co., Berlin SW Ar. 99. 28. Jahrgang. 3. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Freitag, 28. April 1911. Partei- Angelegenheiten. Maifeier. Zur Beachtung für die Komitees! Wir haben sämtlichen Referenten der Abendveranstaltungen die Mitteilung gemacht, daß die Festreden überall gegen 8 Uhr abends stattfinden, und bitten, bei Einteilung des Programms hierauf Rücksicht zu nehmen. Das Verbandsburean. " Rigdorf. Heute abend 8 Uhr in der„ Neuen Welt", Hasenheide Nr. 108-114: Deffentliche Versammlung. Tagesordnung: 1. Auf der Suche nach einer Wahlparole". Referent: Reichstagsabgeord neter Frig Zubeil. 2. Diskussion. Genossen, sorgt für Massenbesuch. Der Einberufer. Alt- Glienicke. Am Sonnabend, den 29. April, abends 8 Uhr, im Lokale des Herrn Jahn Generalversammlung des hiesigen Wahl bereins. Berliner Nachrichten. Aus der Stadtverordnetenversammlung. Unserem verstorbenen Genossen Borgmann widmete Ser Vorsteher Michelet gestern einen Nachruf, der durch eine ungewöhnliche Wärme auffiel. Herr Michelet spendete den Verdiensten Borgmanns um die Stadt Berlin rückhaltlose Anerkennung und hob besonders auch hervor, was der Verstorbene dem arbeitenden Volke bedeutet hat. Die Sigung war nur kurz und brachte keine großen Debaten. Um den Stadtmedizinalrat, den die Staf tverordnetenversammlung fordert, wurde nicht mehr gestritten. Ueber die bezüglichen Anträge hat ein Ausschuß beraten, und nach seinem Vorschlag sprach gestern die VersammLung sich in bestimmter Form dafür aus, daß dem Magistratsfollegium ein Stadtmedizinalrat beizugeben sei. Worte wurden hierüber nicht mehr gewechselt, aber gerade dieses böllige Schweigen war sehr vielsagend. Die Aenderung des Planes für die Unterpflaster bahn Nord- Süd" wurde genehmigt; die Bahn wird nun zunächst bis zur Gneisenaustraße reichen. Auch hier wäre es nicht erst noch zu einer Erörterung gekommen, wenn nicht Herr Cassel das Bedürfnis gefühlt hätte, gegen eine vorlaute Aeußerung zu protestieren, die in den Verhandlungen mit dem Magistrat ein Vertreter des Polizeipräsidiums sich geleistet hat. Genosse Bruns stellte fest, daß diese Aeuße rung leider durch ein Verhalten der Gemeindebehörden herausgefordert worden ist, das den Eindruck einer kleinlichen Schifane gegen die Vororte erwecken mußte. Der Krankenhausban in Lichtenberg " " fröhlich- hygienischen Morgenritt, begleitet von seinem Adjutanten, Schreibmaschinenhändler ansässig war und ob er infolge unbeglichener der einst der muntere Hauptmann von Schwarzkoppen war und Schulden von Düsseldorf verschwunden ist, ist für uns weniger von jekt der Dragonerleutnant Graf Hohenthal ist. Ernste General- Bedeutung und gleichfalls Privatsache des Herrn v. Trestow II. stäbler und Kriegsministerielle ziehen des Weges. Geheimräte, Wir erwähnen das nur, weil auch diese Notiz in der Düsseldorfer Rechtsanwälte, Bankiers, Aerzte, Schauspieler mit und ohne Gattinnen stellen sich mit der Bünftlichkeit ein, mit der sie an die Voltszeitung" gestanden hat und kürzlich von der Welt am Montag" Brunnen Karlsbads und Kissingens zu allen gewohnt sind, wiedergegeben wurde. manchmal rudelweise, auf den lammfrommen Kleppern irgendeines Auf eine Notiz des lettgenannten Blattes, nach der gegen den Tattersalls. Der Anblid ist nicht immer sinnvertvirrend schön. Kriminalkommissar Herrn Karl v. Treskow II ein DisziplinarAlle Stände, alle Jahrgänge, alle Taillenweiten sind da. Und so verfahren schwebe, hat das Polizeipräsidium berichtigt, daß es gehts, wie es im alten Berliner Tanzstundenlied heißt: Rechts- unrichtig sei, daß eine Disziplinaruntersuchung gegen Herrn v. Treskow herum, linksherum, mitten mang das Publikum", das am Wasserturm Posto gefaßt hat und mit lauter Kritik nicht immer eingeleitet worden sei, weil ein Berliner Bankdirektor den Nachweis zurückhält." erbracht habe, daß der Kriminalkommissar v. Treskow für die Wahrheit" Artikel geliefert habe. Hoffentlich bekommt den Reitern und Reiterinnen der Morgenritt beim Militärkonzert besser als bisher. Welchen Zweden das Militär noch dienen muß, ist nicht abzusehen. Dabei wird behauptet, daß bereits im Dezember an das Polizeis präsidium eine Disziplinaranzeige ergangen sei und zwar von dem Brokuristen Heinrich Wolf und am 25. März eine zweite bon dem Bankdirektor W. Ueber die Aufgaben der weiblichen Vormundschaft sprach Mittivoch abend Frau Amtsgerichtsrat Dunkelberg in der deutschen Ge- Soweit es sich in diesen Anzeigen um Amtsmißbrauch handelt, sellschaft für Mutter- und Kindesrecht. In der Debatte erregte die hat nicht nur die Disziplinarbehörde Anlaß, sich ernsthaft mit der Mitteilung Adele Schreibers, daß in Berliner Krippen vielfach uneheliche Kinder zurüdgewiesen worden feien, lebhafte Entrüftung. Prüfung der Angelegenheit zu befassen, sondern auch die StaatsUnd die Deffentlichkeit hat dringendes Interesse zu Es gelangte folgende Resolution zur Annahme:„ Die Versammlung anwaltschaft. nimmt mit Bedauern davon Kenntnis, daß in Krippen Groß- erfahren, inwieweit die schweren Anschuldigungen gegen den Berlins Kinder ihrer unehelichen Geburt wegen zurückgewiesen Kriminalkommissar Herrn v. Treskow II begründet sind. Mit einem lichen Geburt doch schuldlosen Kinder, wenn ihre Mutter erwerbs- in dem einen besonderen Ruf genießenden Mittwochsblatt der„ Großen Sie ist der Meinung, daß gerade diese, an ihrer unehe- allgemeinen Rechtfertigungsversuch und Verunglimpfung des Gegners tätig ist, in besonderem Grade der Obhut und Fürsorge bedürfen, Glocke" ist da nichts getan. Die Sache ist zu ernst. Hier muß eine und ersucht deshalb alle Krippen und Kinderhorte Groß- Berlins, flare, unzweideutige Antwort erfolgen. bei der Aufnahme feinen Unterschied zwischen unehelichen und ehelichen Kindern zu machen." Da Krippen und Kinderhorte von der Stadt Berlin subventioniert werden, dürfte zu verlangen sein, daß Zuschüsse nur unter lichen und unehelichen Kindern gemacht wird. Rationeller aber ist der Bedingung gegeben werden, wenn fein Unterschied zwischen ehe es schon, wenn die Gemeinde die Verwalt..ng der Strippen und Kinderhorte selbst übernimmt. Aubeitslosigkeit und Nahrungsforgen haben den 44 Jahre alten Arbeiter Theodor Koberstein aus der Fehrbelliner Str. 29 in den Tod getrieben. Er erhängte sich in seiner Wohnung mit einer Waschleine. Mittwoch an der Ede der Barnim- und Georgenkirchstraße das Von einem Bierwagen überfahren und schwer verletzt wurde am Kind des Arbeiters Konarske, Georgenkirchstr. 165. Das verlegte Sind wurde in einem Krantenwagen fortgeschafft. Zeugen des Vorfalles beklagten sich lebhaft über die dabei zutage getretene Verzögerung. An die arbeitende Jugend! Genehmigung der 165 Prozent Grund-, Gebäude- und Gewerbesteuer. Die Beschlüsse der städtischen Körperschaften zu Berlin vom 23./25. März 1911, wonach im Rechnungsjahre 1911 a) die beiden untersten Stufen der Staatseinkommensteuer von 2,40 2. und 4 M., die Einkommen von mehr als 420 bis einschl. 900 m. betreffend, von der Gemeindeeinkommensteuer freigelassen Die Zeit des Wanderns und des Spiels in freier Natur ist werden und b) zur Deckung der Gemeindebedürfnisse erhoben wer- wieder gekommen. Leider ist es der werftätigen Bevölkerung nuz den sollen 100 Broz. Zuschläge zur Staatseinkommensteuer, 165 vergönnt, an schönen Sonntagen sich diesem gefunden Sport zu steuer, und zwar die Grundsteuer in Form von 3,2 vom Tausend nachgehen muß. Dieses Los teilt auch die arbeitende Jugend. UmProzent der staatlich veranlagten Grund, Gebäude- und Gewerbe- widmen, da sie die ganze Woche dem Erwerb ums tägliche Brot des gemeinen Wertes der steuerpflichtigen Grundstüde folie fomehr ist es zu begrüßen, wenn die furze freie Zeit zur Bewegung 100 Broz. der Betriebssteuer sind, soweit nach den Vorschriften des in Feld und Wald ausgenutzt wird, um sich zu erfreuen an der Kommunalabgabengesetzes vom 14. Juli 1803 eine Genehmigung Natur und auszuatmen beim fröhlichen Spiel im Kreise von Kameerforderlich ist, vom Oberpräsidenten genehmigt worden. Die Mi- raden und Kameradinnen. nister des Innern und der Finanz haben zu dieser Genehmigung, wonach neben einem Kommunalzuschlage von 100 Broz. zur Staatseinkommensteuer, 165 Broz. der staatlich veranlagten Realsteuern für das Rechnungsjahr 1911 erhoben werden können, ihre Zustimmung erteilt. tst gestern abend von der Stadtverordnetenversammlung nach Die von der furzer Debatte endlich beschlossen worden. Mehrheit bisher geübte Taktik der Verschleppung dieses bereits 13 Jahre erwogenen Projekts hatte in der Deffentlichkeit immer größeres Aufsehen erregt und war den Machern im Bichtenberger Rathause recht unangenehm geworden. Durch seiner Fraktion; wenn er das Wort nahm, so fonnte man gewiß die öffentliche Erörterung in der Presse, vor allem im Vorwärts", waren auch andere Behörden von neuem auf das standalöse Verhalten der Lichtenberger Grundbefizermehrheit hingelenkt worden und der Polizeipräsident von Lichtenberg richtete unterm 19. April an den Magistrat folgendes bring liche Schreiben: Der Polizeipräsident. Tgb. Nr. II. Gen. 48, 11. " Lichtenberg bei Berlin, den 19. April 1911. Wie ich aus der Tagespresse ersehen habe, ist in der Stadtverordnetenfizung vom 6. d. Mts. die Vorlage über die Errichtung eines Strankenhauses in Lichtenberg an den Magistrat zurückverwiesen worden. Unter Bezugnahme auf die seit Jahren schwebenden VerhandLungen erfuche ich ergebenst, auf eine recht baldige Regelung der Angelegenheit hinzuwirken. Hierbei weise ich ergebenst darauf hin, daß die Unterbringung einzelner Kranten aus Lichtenberg in die umliegenden Krankenhäuser schon jetzt mit großen Schwierigkeiten verbunden ist. Beim Ausbruch von Massenerkrankungen würde dagegen eine große Ges fahr für die Bewohner Lichtenbergs dadurch eintreten, daß die in engen Wohnungen befindlichen Stranten nicht untergebracht werden tönnen, zumal auch die Krankenbarade am Parallelweg nur für eine beschränkte Zahl ausreicht. Auch die Drtskrankenkasse von Lichtenberg ersuchte in einem Schreiben an den Magistrat um dringliche Ausführung des Krankenhausbaues. gartenreiter bestimmt. Ueber den Genossen Borgmann bringt die„ Pädagogische Zeitung", Nummer dem Verstorbenen folgenden ehrenden Nachruf: Am 16. April das Hauptorgan des Deutschen Lehrervereins, in ihrer geftrigen starb der sozialdemokratische Stadtverordnete Hermann Borgmann im 56. Lebensjahre. Er war fast in allen Schulfragen der Sprecher fein, eine gründlich vorgearbeitete, mit innerer Wärme vorgetragene Rede zu hören, mochte es sich nun um die unentgeltliche Lieferung von Lernmitteln, um die Schulspeisung, um die Lehrerbesoldung oder um sonst was immer handeln. Ganz besonders interessierte ihn alles, was die Gesundheit des Volkes und der Jugend berührte, und so hat er sich auf den uns naheliegenden Gebieten besonders um die Förderung des Turn- und Badewesens, um die Speisung armer Stinder und um das Jugendspiel und die Ferienpflege verdient gemacht. Eine Störung im Straßenbahnverkehr ereignete sich in der letzten Nacht an der Friedrichsbrücke. An jener Stelle, an der gegenwärtig Pflasterungsarbeiten vorgenommen werden, sprang gegen 41 Uhr nachts ein Straßenbahnwagen der Linie 55 in der Kurve aus den Schienen. Durch Mannschaften des herbeigerufenen Rettungswagens der Straßenbahn wurde der Waggon wieder eingegleist. Bis zur Beendigung dieser Arbeit, die etwa 50 Minuten währte, mußten die die Unfallstelle passierenden inien 33, 54, 55 und III über die Weidendammer Brüde, Friedrich- und Oranienburgerstraße abgelenkt werden. Der Jugendausschuß für Groß- Berlin veranstaltet am Sonntag, den 30. April 1911 Gruppenpartien Gruppe Norden: Partie nach Sadowa- Adlershof. Treffpunkte: 7 1hr Malplaquetstraße, Ede Nazarethkirchstraße( Leopoldplay), Nettelbeckplatz( Normaluhr) und 28 Uhr Bad-, Ecke Schwedenstraße ( Normaluhr). Treffpunkt für Nachzügler: Adlershof von 2-6 Uhr bei Wöllstein, Bismarckstraße 24. Rüdfahrt von Karlshorst. Fahrgeld 40 Pf. Gruppe Rofenthaler Vorstadt: Partie nach Pichelswerder ( Alter Freund). Treffpunkte: 7 Uhr Binetaplah( Normaluhr), Pappelplaz, Arkonaplak, Gartenplay, Gustav- Meyer- Allee( Normaluhr). Treffpunkt für Nachzügler: Pichelswerder( Alter Freund) von mittags 12 Uhr an. Fahrgeld 20 Pf. Gruppe Schönhauser Borstadt: Partie nach Bichelswerder ( Alter Freund). Treffpunkte: 7 Uhr, Papppelallee, Ede Schönhauser Allee, Prenzlauer Allee und Ede Danziger Straße, Bahnhof Schön hauser Allee. Fahrgeld 20 Bf. Gruppe Moabit: Partie nach Saatwinkel. Treffpunkte: 8 Uhr, Bahnhof Beusselstraße, Stromstraße, Ede Turmstraße. Kein Fahr geld. Gruppe Dsten: Bartie nach Karlshorst, Sadowa, Ravensteiner Mühle, Friedrichshagen. Treffpunkte: 7 1hr, Baltenplay( Normaluhr), Schlesischer Bahnhof( Koppenstraße, Ecke Madaistraße), Lands berger Tor( Striegerdenkmal), Prenzlauer Tor. Fahrgeld 30 Pf. Gruppe Südosten: Partie nach Hessenwinkel. Treffpunkte: 7 Uhr Görlizer Bahnhof( Unfallstation), Mariannenplatz( Denkmal), Laufiger Plaz, Schlesisches Tor. Fahrgeld 40 Bf. Gruppe Süd- Südwest: Partie nach Tegel, Heiligensee. Treffpunkte: 7 Uhr Morigplatz, Hallesches Tor( Hochbahn), Hohenstaufenplay. Fahrgeld 20 Bf. beten, in möglichst leichter Kleidung zu erscheinen, sich mit Proviant zu versehen und die Liederbücher nicht zu vergessen. Alle Lehrlinge, jugendlichen Arbeiter und Arbeiterinnen sind zu diesen Ausflügen freundlichst eingeladen. Für Spielgelegenheit ist gesorgt. Die Teilnehmer werden geBom Lastkahn gestürzt und ertrunken. Ein trauriger Vorgang spielte sich gestern auf dem Finowkanal ab. Der sechsjährige Sohn des Schiffseigners Siebert hatte auf dem Lastkahn des Vaters herumgespielt und war dabei vom Bordrand in den Kanal gestürzt. In der Säuglingsfürsorgestelle I., Blumenstr. 78, findet im Mai Wohl hatte man den Vorfall bemerkt und sofort Rettungsversuche je einmal wöchentlich Unterricht in Säuglingspflege mit praktischen unternommen, die aber leider erfolglos blieben; nur noch die Leiche Uebungen statt. Meldungen schriftlich oder mündlich: Bureau des des Knaben konnte man bergen. Kinderhauses, Blumenftr. 78, vorn lints part. Bureauzeit: werktäglich von 2-4 Uhr. Warnung vor Schwindlern. Die Landesverficherungsanstalt Berlin teilt mit: Ein aufregender Vorfall ereignete sich in der letzten Nacht am In der gestrigen Sitzung erklärte die Mehrheit durch Tempelhofer Ufer. Dort schwang sich in der Nähe der Trebbiner ihren Redner, der Magistratsvorlage zustimmen zu wollen. Straße vor den Augen zahlreicher Passanten eine etwa 28jährige, Bon sozialdemokratischer Seite wurde beantragt, für den ersten gutgekleidete Frau über das Geländer des Landwehrkanals und " In letzter Zeit sind mehrere Fälle zu unserer Kenntnis gelangt, Bauabschnitt eine Bettenzahl von 275 vorzusehen, gemäß dem stürzte sich, ehe jie daran gehindert werden konnte, in die Fluten, in denen ein unbekannter Mann bei den Hinterbliebenen solcher in denen sie sofort versant. Zwei Herren, Augenzeugen des Vor- Personen erschienen ist, die der Versicherungspflicht unterlagen, sich einstimmigen Beschlusse der Krankenhausbaukommission. Der falls, sprangen der Lebensmüden sofort nach und es gelang ihnen als Beamter vorgestellt hat und unter dem Vorgeben, er wolle verAntrag wurde abgelehnt und die Magistratsvorlage, die zu unter großer Anstrengung und erst nach mehrmaligem Tauchen, die anlassen, daß den Angehörigen ein Teil der für den Verstorbenen nächst 225 Betten vorsieht, gegen eine Stimme angenommen. Frau zu erfassen und den Fluten zu entreißen. In besinnungs- gezahlten Beiträge beziv. ein Sterbegeld von der Landesversicherungslosem Zustande wurde die Selbstmordkandidatin nach der nahen anstalt gezahlt werde, fich die Quittungskarte bezw. die AufrechnungsMilitärmusik für Tiergartenieiter. Unfallstation am Tempelhofer Ufer gebracht und von dort in sehr bescheinigungen des Verstorbenen und zur Beschaffung eines ärztlichen Es wird berichtet, daß der Kaiser kürzlich die Anordnung ge- bedenklichem Zustande nach dem Urban- Krankenhause übergeführt. Attestes einen Geldbetrag, meistens von 3 Mart, hat geben lassen. troffen hat, daß an schönen Frühlingstagen am Hippodrom eine Bei der Frau wurden keinerlei Legitimationspapiere vorgefunden, Wegen seines sehr sicheren Auftretens ist ihm der Schwindel meist Militärtapelle spielen soll. Dieses Militärfonzert ist für die Tier- so daß ihre Personalien bisher noch nicht festgestellt werden konnten. gelungen. Der Gauner wird uns als ein Mann Ende zwanzig von Das Hippodrom ist der große, runde Reitplatz zwischen dem Ueber den Kriminalkommissar Karl v. Treskow II werden seit Mittelfigur mit blondem Haar und kleinem blonden Schnurrbart Zoologischen Garten und der Charlottenburger Technischen Hoch- einiger Zeit Beschuldigungen öffentlich verbreitet, die geeignet sind, geschildert; er trägt eine Aftenmappe unter dem Arm und veranlaßt Rentenquittungsformular zu unterschreiben. Die Staatsanwaltschule, in den, von allen Seiten her, ein Dugend Reitwege ein- die Persönlichkeit und die Amtstätigkeit des Herrn Striminal- eine Opfer in der Regel, ein von ihm bereits ausgefülltes grünes münden. Jeder Spazierritt im Tiergarten endet mit natürlicher kommissars in der ungünstigsten Weise erscheinen zu lassen und ohne schaft ist benachrichtigt worden." Sicherheit am Hippodrom, zu dem man durch die Stadtbahnbögen daß bisher eine befriedigende Erklärung gegen diese Anschuldigungen Wir warnen vor dem Gauner; es wird ersucht, den Burschen eine schr nüßliche Probe für scheue Pferde gelangt. Die gegeben worden wäre. Zunächst handelt es sich um Angelegen polizeilich feststellen zu lassen, tvenn er irgendwo auftauchen sollte. „ Deutsche Tageszeitung" schildert das Tiergartenreiten und die heiten privater Natur, die der Deffentlichkeit nichts angingen, wenn Personen, die es ausüben, also:„ Es wird sehr viel geritten in Wer ist die Tote? Bis zur Unkenntlichkeit verwest ist eine Berlin. lnd aus sehr verschiedenen Gründen: der Bflicht halber, Serr v. Treskow II nicht beschuldigt würde, in diefer feiner privaten weibliche Leiche, die gestern mittag vor dem Grundstück Neu- Cölln zum Bergnügen und aus Gesundheitsrüdsichten. Die Offiziere, Angelegenheit auch als Kriminalkommissar amtlich sich betätigt am Wasser Nr. 6-8 aus der Spree gelandet wurde. Sie hat schon die nicht Frontdienst tun, verschaffen sich und ihren Pferden das zu haben. Eine Schwester des Herrn v. Treskow II war mit einem so lange im Waffer gelegen, daß bereits eine Verkaltung einge= nötige Training. Rennleute machen ihren unentbehrlichen Morgen- Bankdirektor verlobt, die Verlobung wurde aus bestimmten Gründen treten ist. Eine Beschreibung ist deshalb nicht mehr möglich. Viel galopp. Aber weitaus die Mehrzahl aller Reiter und Reiterinnen aber wieder aufgehoben. Seit der Zeit liegen sich der Striminal- leicht aber läßt sich die Persönlichkeit mit Hilfe der Kleiderfeßen, betreibt die eble Kunst der Pferdebändigung, um sich eine törper fommissar und der Bankdirektor in den Haaren. Es find große Ledergürtels und eines Schuhes noch feststellen. die noch vorhanden sind, besonders eines schwarzen Rodes, eines liche Bewegung zu verschaffen, die der Hausarzt für notwendig Summen deponiert worden, um Ruhe zu schaffen. Es tam ein erflärt hat, damit der sigenden Lebensweise am Arbeitspult und Im Luisen- Theater muß infolge technischer Schwierigkeiten die am Dinertisch einiges Gegengewicht geboten werde. Go find, Bergleich zustande, daß einer dem anderen aus dem Wege gehe. früh morgens am Hippodrom alle Arten von Menschen und Herr v. Treskow II wird beschuldigt, fein gegebenes Ehrenwort Premiere des Schauspiels Ohne Mutter" auf Dienstag, den Tieren vertreten. An heißen Tagen beginnt der Zuzug fchon um nicht gehalten zu haben. Alles das aber würde weniger intereffieren, 2. Mai, verschoben werden. sechs Uhr, wenn die letzten Nachtschwärmer erst im Auto heimwärts wenn nicht behauptet würde, daß im weiteren Verlauf der AnZeugen gesucht. rasen. Der frühesten einer ist der Kaiser selbst, schon von weitem gelegenheit Herr v. Treskow II Beamte und Vigilanten und Vigiburch sein zahlreiches Gefolge tenntlich: einen Generaladjutanten, lantinnen in dieser seiner privaten Angelegenheit in Anspruch geringes, welche gefehen haben, daß am 26. April 1911, abends Diejenigen Passagiere des Personenzuges Nr. 1918 des Nordmeist den hünenhaften Herrn von Scholl, den Chef seines Marstalls nommen habe. Diese Beschuldigung ist so ungeheuerlich, daß die 7,31 Uhr, auf der Strecke zwischen Viehhof und Frankfurter Allee Baron Reischach, die beiden Flügeladjutanten vom Dienst, Stallmeister, Leibgendarmen, Reitknechte. Nicht viel später erscheint der borgesetzten Behörden schon der Deffentlichkeit gegenüber verpflichtet ein Fahrgast von einem in den Wagen geschleuderten Stein während Reichstanzler. Gleich seinem Vorgänger, dem Fürsten Bülow, be- find, dieselbe zu untersuchen und fich öffentlich darüber zu äußern. der Fahrt verlegt worden ist, werden gebeten, ihre Adresse an Herrn ginnt Herr von Bethmann Hollweg sein jaures Tagewerk mit einem D6 es richtig ist, daß Herr v. Treskow früher in Düsseldorf als Ferdinand Behrens, Charlottenburg, Rosinenstr. 12b abzugeben. Vorort- Nachrichten. Charlottenburg. bann den Forderungen der Schauspieler in ganz anderer Weise ge- getroffen, fie erlitten unerhebliche Verlegungen. Vorgeftern Tag der recht werden, als es nach der Magistratsvorlage der Fall sei. Schließ- jugendliche Schüße wiederum dem Schießiport" ob, er verwundete, lich halte er eine Erweiterung der Zuständigkeit der gemischten als er wieder blindlings in eine Schar auf der Straße spielender Deputation, die nach der Magistratsvorlage nur Baudeputation sei, Kinder hineinschoß, den fünfjährigen Herbert Heyer am Kopfe, so für notwendig. daß das Kind sofort in ärztliche Behandlung genommen werden mußte. Die Anzeige gegen den Schüler soll bereits erstattet und eine eingehende Untersuchung eingeleitet sein. Bürgermeister Matting sprach seine Genugtuung über die freundliche Aufnahme der Vorlage aus und bat darum, im Ausschuß geeignetere Borschläge für die Platfrage zu machen. Auch er läßt feinen Zweifel darüber aufkommen, daß das Verhalten der Interessenten Berurteilung verdient. Dem Ausschuß, dem die Vorlage überwiesen wurde, gehören als Vertreter der Sozialdemokratie unsere Genoffen Dr. Borchardt und 8ietsch an. Pflegestellen für Säuglinge, jedoch nur in Charlotten burg, fucht die Charlottenburger Waisenverwaltung. Es wird ein Pflegegeld bon monatlich 25 M. gezahlt und Bekleidung, gegebenen falls auch ärztliche Behandlung und Arznei gewährt. Meldungen werden baldigft an die Geschäftsstelle der Waisenverwaltung Char lottenburg, Stirchstr. 9, erbeten; mündliche Meldungen daselbst, Erdgeschoß Zimmer 7, werktäglich von 12-2 Uhr. Erkner. Eine mit Steinen beschwerte Leiche wurde vorgestern aus dem Müggelsee gelandet. In der Nähe des fönigl. Instituts für Binnen fischerei wurde der Tote ans Ufer getrieben und geborgen. In dem Toten ermittelte man den seit mehreren Tagen verschwundenen 81jährigen Drechsler Bonhoff aus Erfner. Bonhoff hat in einem Anfalle von Geisteskrankheit Selbstmord verübt. Die Charlottenburger Stadtverordnetenversammlung beschäftigte fich am Mittwoch zunächst mit einer Vorlage des Magistrats, für die deutsche Südpolar- Expedition, für die andere Gemeinden, z. B. Berlin, bereits Beiträge zur Verfügung gestellt haben, gleichfalls einen Beitrag von 1000 m. zu bewilligen. Die Vorlage wurde aber abgelehnt, nachdem sowohl Stadtb. Dr. Frengel( lib.) als auch Genosse Richter darauf hingewiesen hatten, daß für die Gemeinden fein Grund vorliege, dem Reich, das für alle möglichen unproduktiven Zwede Gelder bergeudet, finanzielle Pflichten abzu nehmen. Weiter nahm die Versammlung Kenntnis von der Mit Die hiesige Feuerwehr wurde am Donnerstagnachmittag um teilung des Magistrats, daß er gegen die Festsetzung der Polizeitosten Einspruch erhoben habe, da seiner Meinung nach Auf- 34 Uhr nach der Joachimsthaler Str. 14 alarmiert. Dort waren wendungen für Zwecke der Landespolizei einfach als ortspolizeiliche Maurer und Rohrleger mit bringenden Arbeiten in einem Keller Tegel. beschäftigt, wobei sie Aetherlampen zur Beleuchtung des Kellers Ausgaben eingestellt sind. In der letzten Gemeindevertretersitung wurde der vorgelegte Eine längere Debatte knüpfte sich an die Vorlage betr. das benutten. Aus unbekannter Ursache explodierte eine solche Lampe Bebauungsplan zwischen Schloß-, Hermsdorfer Straße und StaatsDrtsstatuf über Einschränkung der Sonntags- und im Nu standen eine Menge Kellerberschläge mit Inhalt in bahn genehmigt, ebenso wurde die Geradelegung der Schloßstraße arbeit in offenen Bertaufsstellen. Im Gegensatz zu Flammen. Ein Maurer Hermann Witte aus der Stastanienallee 28 dem vom Magiftrat vorgeschlagenen Ortsstatut, das sich mit dem hatte Brandberlegungen an beiden Händen erlitten. Samariter der nach dem vorgelegten Projekt gutgeheißen. Der Bau eines Feuerfür Berlin erlaffenen bedt, beantragten die Sozialdemokraten im Wehr verbanden ihn notdürftig und brachten ihn zur nächsten Unfall- wehrdepots wurde auf ein Jahr vertagt. Die Eingabe des Vereins für Sozialreform auf Errichtung eines Arbeitsnachweises lehnte die Brinzip die Einführung der völligen Sonntagsruhe, und für den station. Es gelang, den Brand auf den Keller zu beschränken. Gemeindevertretung ab, da die Gemeinde dem Reinickendorfer Fall der Ablehnung dieses Antrages, wenigstens für Lehrlinge und Arbeitsnachtveis angeschlossen ist. Von dem Bauunternehmer für jugendliche Personen das Verbot der Beschäftigung am Sonntag. Valtink, dem Besitzer des Etablissements Bellevue", war ein Antrag Genosse Gebert, der den sozialdemokratischen Antrag begründete, auf Ueberlassung eines Streifens am Ufergelände gestellt. Während führte an der Hand seiner praktischen Erfahrungen aus, daß die der Gemeindevorsteher beantragte, dieses Gelände den Anliegern Prinzipale die Bestimmungen über die Sonntagsruhe sehr oft zu zum Selbstfostenpreise zu überlassen, wurde von unseren Genossen umgehen verstehen; so lauge nicht die völlige Sonntagsruhe eindarauf hingewiesen, daß zu dem Verkaufspreise auch die durch Schaffung geführt sei, werde fein Ortsstatut hiergegen Schutz gewähren. Warum der Ufermauer usw. entstandenen Kosten dem Verhältnis entsprechend auffolle man denn immer auf Berlin warten, anstatt selbst einmal zuschlagen feien. Es gehe nicht an, daß die Gemeinde ihre zu laufenden borbildlich vorzugehen? Auch das Charlottenburger StaufmannsTerrains teuer bezahlen müsse, andererseits aber, wie das in diesem gericht stehe ja auf dem Standpunkt der völligen Sonntags- Gefährliche Schüßen treiben in den Rigdorfer Laubenkolonien Fall geschehe, das Land geradezu verschenke. Ein von dem Ge ruhe. Im Gegensatz hierzu warnte Stadtrat Boll bor immer noch ihr Unwesen. Vorgestern abend in der achten Stunde noffen Lichtenberg gestellter Antrag, den Verlauf dieses Terrains dem völligen Verbot der Sonntagsarbeit. Wenn irgendwo, erhielt die 24 Jahre alte Ehefrau Lieschen Fleck aus der Fulda- nicht vor Auflassung durch den Wasserfiskus an die Gemeinde vorso sei hier ein fchrittweises Vorgehen geboten. Auch das Publikum straße, als sie durch die Weserstraße ging, aus einer dort gelegenen zunehmen", wurde gegen die Stimmen unserer Genoffen und die müsse sich er allmählich an eine andere Geschäftszeit gewöhnen. Baubenkolonie heraus einen Schuß in den Hals, fie mußte, start ber Gemeindevertreter Marscheider und Dr. Hennide abgelehnt.Für ein gemeinsames Vorgehen mit Berlin sprechen sich eine Reihe blutend, nach ihrer Wohnung gebracht werden. Der leichtsinnige Der Antrag der Freien Scholle" um Ermäßigung des Wasserpreises tweiterer Rebner und auch der Bürgermeister Matting aus; Schüße foll ein 18 jähriger Schulinabe sein, der mit einem Terzerol wurde gegen die Stimme des Gemeindevertreters Marzahn an letterer bekämpfte noch ausdrücklich den von der Sozialdemokratie geschossen hat. Die Ernittelungen in der Sache find aber noch nicht genommen. Es wird vom 1. April 1912 ab ein Wasserpreis nach geforderten Schutz der jugendlichen Personen, worin er eine abgeschlossen. dem im Drtsstatut festgelegten Sage, also 18 Pf. per Kubikmeter, Schädigung der erwachsenen Angestellten erblickte. Genosse Hirsch erhoben. Für das Kruppiche Terrain an der Egellsstraße wurde ein Bebauungsplan vorgelegt und genehmigt. Die mit der Egellsentkräftete diefe Gründe; insbesondere betonte er, wenn der Bürgermeister aus solchen Erwägungen heraus von einem Schuß der Jugendftraße parallel laufende Straße soll 35 Meter breit werden und eine Mittelpromenade erhalten. Die Lustbarkeitssteuer brachte bisher lichen nichts wissen wolle, fo stelle er sich damit auf denselben Boden traße parallel laufende Straße soll 35 Meter breit werden und eine 3000 m. ein. Da diese Summe aber fast durch die entstehenden wie die reaktionären Elemente, die sich gegen die Verlegung des Fortbildungsschulunterrichts in die Tagesstunden wenden. Schließlich Ober- Schöneweide. Einziehungskosten aufgezehrt wurde, hatte der Gemeindevorstand eine wurde das Drtsstatut unter Ablehnung eines sozialdemokratischen neue Vorlage eingebracht, wonach die Steuer 10 000 m. bringen foll. Unsere Genossen wandten sich zwar entschieden gegen die Gre böhung wie gegen die Steuer überhaupt, trotzdem wurde die Vorlage angenommen. Rigdorf. Am Sonntag, den 30. April 1911, find die Luftbäder in Am Sonntag, den 30. April 1911, find die Luftbäder in Rigdorf am Dammweg beim Heibekampgraben( nahe Stiefholzstraße) von morgens 8 Uhr an für Damen, Herren und Kinder unentgeltlich geöffnet. Einbrecher statteten in der Nacht vom 26. zum 27. April der Antrages auf Ausschußberatung sowie der materiellen Anträge der Ortskrankenkasse einen Besuch ab; es ist dies der dritte in zirka Sozialdemokraten mit der Aenderung genehmigt, daß die Beschäftigung von Angestellten in offenen Verlaufsstellen an Sonn- und Fest- awei Jahren. Die Diebe nahmen ihren Weg vom zweiten Hofe des tagen nur bon 8-10 Uhr gestattet ist.( Der Magistrat hatte in rundstides durch ein Klosettfenster; fie find allerdings nicht auf Uebereinstimmung mit Berlin beantragt, im Sommer von 8-10 ihre often gekommen, denn der neue Geldschrank der Kaffe fetzte und im Winter von 12-2 Uhr.) Da ferner auf Antrag der Liberalen ihrer Kunst ein Ziel. Nach Demolierung verschiedener Bulte und beschlossen wurde, daß das Ortsstatut erst dann in Kraft treten soll, Durchsuchung sämtlicher Behälter haben die Einbrecher underrichteter wenn Schöneberg und Wilmersdorf die gleiche Regelung der Sonntags- Sache wieder abziehen müssen. ruhe einführen, so wird das Statut möglicherweise überhaupt nicht in Kraft treten. Adlershof. Arbeiter Wanderbund„ Die Naturfreunde". Wanderfahrten am Staflonen Baromelet Witterungsübersicht vom 27. April 1911. stand mm Bind richtung Bindstärke 755 S Better Temp. n. T. 5° G.= 4° St. Staffonen Barometer fland mam Bind richtung Bindstärke Better Kemp. n.. 8.7= 9.9 Haparanda 763 DND 2 bedeckt-3 8 Petersburg 764 SD 2 bedeďt 6 bededt 1 balb bb. 7 5 wollig 9 3 bededt 757 23 4 heiter 9 Scilly 4 bedeckt 6 berbeen 4 wolfig 752 WSW 7479 760 SS 3 Regen 763 1 11 7 Sonntag, den 30. April 1911." I. Tiefensee- Falkenberg. Abf.: Schles. Bahnh. ( Briegener Bahnsteig) 5.32 Uhr vorm. II. Sohen- Neuendorf- Birkenwerder. Abf.: Stett. Vorortbahnh. 6.45 Uhr vorm. III. Geologisch- botanische Wanderung nach Finkenkrug. Abf.: Lehrter Hauptbahnh. 7.25 Uhr vorm. IV. Buch- Blumberg. Abj.: Stett. Borortbahnh. 1.30 Uhr nachm. V. Kinder Die Gründung eines Rabattsparvereins unter den hiesigen straße, 8 Uhr. 2. Bahnh. Wedding, Eing. Nettelbedplak 7%, Uhr. 3. Bahnh. wanderung: Müggelberge. Treffp.: 1. Schles. Bahnh., Ede Frucht- u. Madai Zur Vorbereitung der Wahl von acht unbefoldeten Stadträten, Gewerbetreibenden gab dem Vorstand des sozialdemokratischen Rigdorf( Nordfeite) 8 Uhr vorm. deren Wahlzeit am 31. Dezember abläuft, wählte die Versammlung Wahlvereins Veranlassung, eine öffentliche Versammlung einzus Arbeiter: Wanderverein Berlin". Sonntag, den 30. April: Wander einen Ausschuß, dem u. a. unsere Genossen Dr. Borchardt und berufen, die am Dienstag abend in Beiers Lofal tagte. Genosse fahrt nach Michendorf, Lienewig, Schwielofee, Pekow, Potsdam. Abjabri Vogel angehören. Den lezten Punkt der Tagesordnung bildete die Beratung der d. Ritter brachte als Referent die Stellung, die die flaffen- 8.19 Uhr Schlesischer Bahnhof. bewußte Arbeiterschaft gegenüber dem Rabattmarkenunwesen einBorlage betreffend Errichtung eines Opernhauses, zunehmen hat, in überzeugender Weise zum Ausdruck. Die beren Inhalt wir bereits wiedergegeben haben. Der eigentlichen Rabattmarke bedeutet für den Käufer eine direkte UeberBeratung ging ein charakteristisches Vorspiel voraus: Der Bericht vorteilung. Minderwertige Waren oder Preisaufschlag, eventuell erstatter Stadtv. Otto beantragte, die Vorlage, soweit sie sich auf vermindertes Gewicht bildeten das Aequivalent für den Verkäufer. ben Anlauf von Grundstüden bezieht, in geheimer Sigung zu be- Selbst reelle und einfichtsvolle Geschäftsleute gäben zu, daß wie raten. Dieser Antrag fand jedoch keine Mehrheit und so ging denn Selbst reelle und einfichtsvolle Geschäftsleute gäben zu, daß der Referent durch eine Zuschrift bewies der Rabattsparverein die ganze Beratung in öffentlicher Sigung vor sich. Das war um für den Geschäftsmann feinen gesunden Zustand bedeute. Das Beifo notwendiger, als die in Betracht kommenden Besitzer von Grundpiel von Berlin N. müsse jedem als Warnung dienen. Demgegen Swotnembe. 754 23 stücken und Geschäften die Notlage der Stadt in unerhörter Weise über sei es für jeden Angehörigen der Arbeiterklasse, der sich vor Damburg auszubeuten fuchten und eine Brandmartung dieser Gesellschaft in Schaden bewahren will, eine selbstverständliche Pflicht, der hiesigen Berlin voller Deffentlichkeit am Blake war. Durch Annahme des Antrags Stonsumgenossenschaft, die auf demokratischer Grundlage auf- ünden Dtto wäre dies verhindert worden. die eine Kontrolle nach jeder Richtung Wien In der Sache selbst befürwortete der Berichterstatter die Vor- gebaut ist und hin ermöglicht, beizutreten. Auch wenn, wie in der Tage und beantragte ihre Ueberweisung an einen Ausichuß von Diskussion von Herrn Kaufmann Hoffmann, dem Vorfizenden 15 Mitgliedern. Bedenten hatte er nur gegen die Breishöhe des Bau des neugegründeten Vereins betont wurde, der Verein auf reeller mit plages; er erklärte, daß ihm parlamentarische Ausdrücke für die Grundlage aufgebaut, auch nicht als Stampforganisation gegen die Forderungen der Interessenten fehlen. Auch die Stadtbv. Dr. Stadthagen und Jander, die Konsumgenossenschaft gedacht und nicht zu vergleichen sei mit dem fich im allgemeinen sympathisch der Vorlage gegenüber stellten, berkrachten Sparverein Norden, da die Beträge für die auszugebenden Marken im voraus auf der Bant deponiert werden wandten sich auf das entschiedenste gegen die Bewücherung der Stadt müsien was allerseits starte Zweifel hervorrief, so fönne der Landesanstalt für Gewässertunde, mitgeteilt vom Berliner Betterbureau. Stadtb. 8ieti( S03.) ging zunächst gleichfalls mit den dieses alles den Vorteil nicht aufwiegen, den die Genoffenschaft ihren Mitgliedern biete. Mit der Aufforderung zur regen Mitarbeit Hauseigentümern und den Mietern, die so enorme Forderungen zum und fleißigen Agitation wurde die Bersammlung gefchloffen. Schaden der Stadt gestellt hatten, scharf ins Gericht. Was die Hauswirte sich hier der Stadt gegenüber erlauben, habe auch auf Morgen Sonnabend, den 29. April, hält der Verein Jugend- Remet, Tuft die Mieter abgefärbt, die ganz horrende Abstandssummen verlangen. Heim im Lokal von Kaul, Bismarditr. 16, feine Jahres- General- Bregel, Insterburg In der Stadtverordnetenversammlung werde sich schwerlich eine bersammlung ab. Außer den Mitgliedern, deren vollzähliges Er Mehrheit für diese geschäftliche Freibeuterei finden. Es gebe in der scheinen dringend erwünscht ist, find auch Gäste willkommen. Stadt genug andere Pläge, wo das Opernhaus mit denselben Auspizien erbaut werden könne. Redner trat des weiteren grund- Köpenick. fäglich für die Uebernahme des Betriebes in eigene Regie ein, wie Großes Unheil hätte durch das Treiben des zwölfjährigen fie in einer Reihe von Städten bereits mit Erfolg durchgeführt Schülers. angerichtet werden können, der sich damit vergnügte, jei. Die Stadt würde dadurch auch einen weit größeren vom Balkon der elterlichen Wohnung in der Bahnhofstraße herab Einfluß in Anstlerischer und sozialpolitischer Beziehung auf das Schießübungen mit einem Tesching abzuhalten, das er mit Schrot Unternehmen ausüben tönnen, fie fönnte dann z. B. billige Sonn- lud. Als Ziel wählte er die auf der Straße forglos spielenden tagsvorstellungen veranstalten und dadurch dem ärmeren Teil der Kinder. Vor einigen Tagen wurde dabei ein vierjähriger Knabe Bevölkerung den Genuß von Opern ermöglichen. Ferner fönnte sie und ein dreijähriges Mädchen von einer Schrotfugel an der Brust durch die Intereffenten. Versand nach auswärts p. Nachnahme Beachten Sie bitte unsere Schaufenster Einer regen Nachfrage Rechnung tragend, bringen wir Marke ,, Salambo Alleinverkauf für ganz Deutschland. 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