Nr. 191. Erscheint täglich außer Montags. Breis pränumerando: Viertel: jährlich 3,30 Mart, monatlich 1,10 mt, wöchentlich 28 Bfg. frei in's Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags: Nummer mit illuftr. Sonntags- Beilage Neue Welt" 10 Pig. Poft- Abonnement: 3,30 Mt.pro Quartal. Unter Kreuzband: Deutschland u. DesterreichUngarn 2 Mt., für das übrige Ausland 3 Mt.pr.Monat. Ginger:. In der Poft- Zeitungs- Preisliste für 1893 unter Nr. 6708. Vorwärts 10. Jahrg. Insertions- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzeile oder deren Raumt 40 fg., für Vereins- und Beriammlungs- Anzeigen 20 Pfg. Inserate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr Nachmittags in ber Expedition abgegeben werben. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr Abends, an Sonnund Fefttagen bis 9 Uhr Vors mittags geöffnet. Fernspredjer: Amt I, 4186. Telegramm- Adresse: Sozialdemokrat Berlin Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Drei Urkunden zur Naturgeschichte des Militarismus. Durch die Presse macht folgende Notiz die Runde: Durch einen Schuß in die Schläfen tödtete sich am Freitag Nachmittag der Grenadier Schröder vom 1. GardeRegiment 3. F.( 8. Kompagnie) im Keller der Kaserne in Botsdam. Schröder diente, wie von dort gemeldet wird, im zweiten Jahre und war vor seiner Einstellung ins 1 GardeRegiment zu Fuß Postassistent in Berlin, wo auch sein Vater wohnt, an welchen der Selbstmörder noch Vormittags einen Brief geschrieben und diesen selbst in den Kasten geworfen hatte. Das Motiv zu dem Selbstmord soll Furcht vor siebentägigen strengen Arreft gewesen sein, den Schröder bereits bei einer achtzehntägigen Strafe fennen gelernt hatte. Die strenge Strafe soll Schröder dadurch verwirkt haben, daß ihm bei der Uebung auf dem Bornstedter Felde eine Hosenschnalle gefehlt hat, wovon dem Kompagniechef Mittheilung gemacht wurde. Mittwoch, den 16. August 1893. Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. schmerzen habe, Effen habe ich auch wenig Zeit oftgenoch an ihn zu Gunsten des Schröder von dem Pflegevater ge 10. tomme ich garnicht zum Mittag Effen an Kaffee trinken habe richtete Beschwerde folgendes geantwortet hatte! ich über haubt keine Gedanken mehr ich weiß gar nicht mehr ob ich Preußicher Soldat bin oder Stlave in Afrika das sind nur noch fleinigkeiten die ich Euch schreibe es geht mitunter noch besser. Die Ausdrücke die inan hört sind auch der rohsten Natur man wird weiter nicht genannt als Verbrecher Sonnenburger Lui Windkutscher Schuft f. น. Da verliert man allerdings den Muth, man wird so dumm und ängstlich das man] überhaubt nicht mehr puzen tann, aber mit Gotteshülfe wird ja die traurige Zeit eine freudige sein, denn es heißt ja in der Bibel die Erniedrigten werden erhöhet werden so muß man immer noch denken. Nun liebe Eltern denkt an das Alles nicht sondern denckt immer die Zeit geht vorbei, wollt Ihr nicht so gut sein und mir ein Packet schicken das wenigstens etwas zu Essen habe aber bitte Potsdam den 4/6 92. Euer Wohlgeboren! bestätige ich hierdurch den Empfang Ihres Briefes vom 2. b. M. Wenn ich auch bedaure, daß Ihrem Pflegefohn durch einen Mann der Kompagnie eine schlechte Behandlung zu Theil geworden ist, so hat doch auch der p. Schröder insofern unrecht gehandelt, als er dies nicht gemeldet hat. Jeder Mann der Kompagnie ist eingehend darüber belehrt, daß er sich eine solche Behandlung nicht hat gefallen zu lassen, sondern die Pflicht hat, dies seinen Vorgesezten zu melden, worauf ihm unbedingt sein Recht wird. bald mein Buzzeug ist auch alle dann schickt mir mal 3 Mart mit ich mache alles wieder gut Mit Gruß Euer trauriger Paul Wir haben zu diesem Falle folgendes zu bemerken: Der Post- Unterbeamte Schröder war der Pflegesohn braver Leute, des Ehepaars Tritter in Berlin W., Zu diesem ergreifenden Schreiben des bibelgläubigen Körnerstraße 15. Von allen, die ihn kannten, wird er als frommen Soldaten, der sich und die Seinen mit Sprüchen ein bescheidener, gut erzogener, tüchtiger Mensch geschildert, aus dem neuen Testament über die Pein des Daseins tröstet der seinen Pflegeeltern eine Stüße war. Die Dienstzeit und sicher nicht im Verdacht stehen kann, ein„ atheistischer sollte dem jungen Manne, wie so manchem vor ihm und Sozialdemokrat" zu sein, fügen wir einen Brief, den er an ach! so manchem wohl nach ihm, verhängnißvoll werden. einen Freund seiner Familie richtete zugleich mit dem soeben Einen von der obigen Darstellung abweichenden Aufschluß abgedruckten Briefe: über seine Erlebnisse giebt der nachstehende, wortgetreu abgedruckte Brief Schröder's an seine Pflegeeltern: Potsdam, den 29. 7. 92. Liebe Eltern! Ihr werdet Euch wohl wundern das ich nicht schreibe, ich habe keine Zeit bis jetzt Gehabt, das letzte mal wo ich wollte auf Wache schreiben hatte ich am Tage teine Lust und in der Nacht zu faul. Nun liebe Eltern wie geht es Euch seidt Ihr noch gefund hoffentlich geht es Euch besser als mir; wir haben jetzt einen neuen Koporal bekommen. Steinbrink der bei Euch sich lieb Kind gemacht hat haut mir alle Tage paar in Gesicht das ich öfters blute heute am Sonntag wo man soll heilig sein habe ich einen bitter bösen Tag verlebt bei der größten Hize mußte ich heute weil mein Bett nicht in Ordnung war( nicht gut gemacht war) von 121/2 bis 11/2 Bette bauen und in beiden Händen Gewehr strecken aber nicht blos in Drillichjacke sondern noch 2 Stubenmäntel an und oben die Kragen zu ich habe geschwitzt das die Drillich jacke ganz durchgeweicht war dann mußte ich noch den Helm aufsetzen die Schuppenfette ganz zugeschnallt so das ich kaum Luft holen fonnte dann stand ein Tambor mit der verkehrten Klopppeitsche dahinter und haute wie ein Kutscher auf sein Pferd, dann schickte mir der Korporal in andere Stube wo Sie mir auch verhauten ich bin so abschwächt das ich ordentliche Brust Feuilleton. Nagbrua verboten.) [ 43 Vertraulich Geehrter Herr....! Ergebenst von Rex, Hauptmann u. Kompagniechef. Mit den drei Urkunden, die wir soeben mitgetheilt haben, vergleiche man die im Eingang abgedruckte Breß notiz, wonach Schröder um einer Hosenschnalle willen sich den Tod gegeben hat. Der christlich gläubige, junge Mensch, der mit inniger Liebe an den Pflege Eltern hängt, hat denn doch nicht länger dulden und harren können, bis die Erniedrigten erhöhet werden", ein junges, blühendes Menschenleben, die Freude der Pflege- Eltern, ward zerstört. Beiläufig sei be= merkt, daß Schröder nie mit mit strengem Arrest, sondern mit zehn Tagen Mittelarrest insgesammt vorbestraft war; er hatte einmal einen Kameraden bei einem Streithandel herausgeholfen, hatte einmal eine geringfügige Unordnung an der Uniform, war einmal ohne Urlaub, um die geliebten Eltern zu sehen, nach Berlin gefahren. In den Tod betrübte alte Leute klagen am Grabe des Selbstmörders. In der Kompagnie Schröders ist sein Selbstmord der dritte seit furzer Zeit. Die schlichte Sprache der Schröder'schen Briefe ist eine wuchtige Anklage gegen den Militarismus. nehmen Sie sich doch bitte das Schreiben an sich und wenn das alles an Kriegs ministerium geht was ich schreibe kann ich verantworten Ich hätte es nicht geschrieben aber ich halte es nicht mehr aus, und weil meine liebe Mutter mir gesagt hat das Sie mir in diesen Sachen werden beistehen so faße ich jetzt den Muth um die Sache ein Ende zu machen. bitte aber so das ich nicht bestraft werde den man darf nicht aus der Kaserne schreiben wie ich denke erkundigen Sie sich ich bitte ganz genau und dann sagen bitte mein Vater was er machen hat. soll bitte aber sich erst bei einem Offizier wie vielleicht beim Herrn.... der Alexander- Reserve Offizier ist denn bei solchen Sachen muß man sich vorsehen denn auf Festung möchte ich nicht kommen vor aus besten Dank bitte den Zettel Ihr zu zerreißen P. Schröder. sprechen? Eine solche Urkunde zum Wesen des BeschwerdeKann die Hilflosigkeit und die Angst herzzerreißender rechts spricht ganze Bände: so spiegelt sich im Kopfe des Soldaten das Beschwerderecht Und man bedenke, daß diese Briefe geschrieben sind anderthalb Monate nachdem der Kompagniechef auf eine 6. Juli ein neues riesenhaftes Molochsopfer gebracht Gegen den Militarismus, dem der Reichstag am Und die Todten stehen auf und reden.... Politische tebersicht. Berlin, den 15. August. tannte russische Blatt, schreibt: Der Zollkrieg. Die Nowoje Mremja", das bes Aus zuverlässiger Quelle können wir mittheilen, daß die mit einem Courier nach Berlin gesandte Note der russischen Regierung, welche den Vorschlag enthielt, auch vor dem 1. Oktober auf Grundlage gegenseitiger Bugeständnisse zu Jede Seite des Entwurfs enthielt nichts als eine Menge und Absynth geaicht sind. Für die Besuche in den Wohausgestrichener Sähe, höchstens zwei oder drei Worte hatten mungen der Wähler gewandte Redner, die fast ganz saubere fich hier und dorthin verirrt. Schließlich blieb nichts übrig, Wäsche und sehr einnehmende Manieren aufzuweisen haben als ein unbeschreiblich mattes, gräuliches, fades und farb- sollen. Für die öffentlichen Versammlungen zungengewandte lofes Etwas, ein Meisterwerk der Kunst, in sehr diplo- ftiernackige Elitearbeiter, die im stande sind, Störenfriede matischen Worten nichts zu sagen. Wenn dieses bleich- nieder zu brüllen, die hartnäckigsten Redner zum Schweigen Die Bekehrung André Savenay's. süchtige Programm die Wähler fortreißen und begeiſtern zu bringen, im Nothfall die Stühle zu zerbrechen, die Sozialistischer Roman von Georges Renard. Autorisirte Uebersetzung von Marie Kunert. sollte?! Man rechnet allerdings mehr noch auf gewisse Tribüne zu erstürmen und mit unwiderstehlicher BeredtsamMittel, die von anderer Ueberzeugungskraft sind! teit ihre Argumente durch Faustschläge zu bekräftigen. Sein Am 30. August. Gestern ist hier aus Paris eine gewöhnliches Personal, das von auserlesener Tüchtigkeit, sehr interessante Persönlichkeit eingetroffen, bei der ich nicht aber nicht sehr zahlreich ist, vervollständigt er durch Reweiß, mit wem ich es eigentlich zu thun habe. Der Mann, fruten, die er erst auf dem Lande anwirbt. Die Leute sind Dann kann ich zu mir selbst zurückkehren, an diejenigen der sich Mahen nennt, erinnert an einen Geschäftsreisenden, militärisch organisirt. Er theilt sie in Sektionen, von denken, welche ich liebe, an Dich, Du arme Mutter, und mehr an den Chef einer Klaque( Bande, die im Theater denen jede ihren Aufseher und ihr bestimmtes Operationsnoch an Dich, meine arme Schwester, für die ich meine Feder für Geld Beifall flatscht) und an den Direktor gebiet hat. Er selbst streift dabei als guter Heerführer die und meinen Geist in diese Knechtschaft gegeben. Dann denke einer fahrenden Schauspieler Truppe zugleich. Er steckt ganze Kampflinie entlang, bereit, sich mit einem kleinen ich auch an Dich, meine Johanna, die niemals die meine stets voller Unruhe, schneidet gern auf, ist unan- Generalstab sofort auf einen bedrohten Ort zu werfen. sein wird, an Dich, die Du in mir den Haß gegen die Un- sehnlich im Aeußern, im Wesen bald kriechend, bald Die Soldaten und Offiziere bekommen fünf bis fünfgerechtigkeit geweckt und die feige Weichlichkeit des Egois- unverschämt. In seiner Begleitung befindet sich eine zehn Frants pro Kopf und Tag. Für die übrigen Kosten mus erschüttert hast. O meine Theuren! Seid Ihr meine Bande von höchst zweifelhaft aussehenden Kerlen, die seine hat Mahen einen Voranschlag von 30 000 Franks gemacht, Trösterinnen und mein Halt! Helfershelfer sind. Dieser Condottiere( Miethling) ganz der auch angenommen worden ist. Ich werde die Ehre Am 28. August. Der Augenblick, in dem der neuer Art rühmt von sich, daß er es verstände, das haben, seine Rechnungen zu prüfen und die Beträge auszuEntscheidungskampf losbricht, rückt immer näher. Herr von Material für die Wahlen zu bearbeiten", wie er sagt. Da zahlen. D Serenoize hat sich mit etlichen Lokalgrößen aus der Gegend bei hat er angeblich schon Resultate erzielt, auf die er stolz Und jetzt kann das konservativ- republikanische Komitee zusammengethan, um mit ihnen das Flugblatt, das an die ist. Er hat bereits mehrere Wahlkampagnen für ver- das schöne Flugblatt, in dem es freie und ungefälschte Wähler vertheilt werden soll, abzufassen. Die Herren schiedene Parteien, mitgemacht. Der ehrenwerthe Maheu Wahlen fordert, an die Mauern anschlagen lassen. Wenn brauchten dazu mehrere Sigungen, die dem Sekretär viel stellt nun folgende Forderung: Behntausend Franks für sein Kandidat durchkommt, kann es ja die üblichen Worte: Arbeit brachten. Wie sollte man ein Programm aufstellen, ihn, wenn die Wahl glückt, zweitausend nur, wenn sie miß- Gewählt mit so und soviel Tausend Stimmen", ver das den Republikanern zum Munde reden und den Royalisten lingt. Für diese Summe und die Bestreitung der Kosten, vollständigen durch: und durch so und soviel Tausend gefallen sollte, ohne die Imperi alisten und die Boulangisten welche seine Leute und er bei Ausübung ihrer Funktionen Frants". abzuschrecken? Wenn eines der Mitglieder des Komitees es verursachen, übernimmt er es, die öffentliche Wieinung zu Am 2. September.- Endlich ist die Wahlperiode wagte, einen rund und nett abgefaßten Satz vorzuschlagen, machen". Für die Schenken liefert er unverzagte Trinker, eröffnet. offiziell. Das ist wie eine Kriegserklärung, ließ ein anderer ihn sofort als ungeeignet durchstreichen. deren Köpfe und beredte Zungen auf Wein, Branntwein nachdem schon Monate vorher die Feindseligkeiten begonnen " . So Unterhandlungen zu schreiten, von der deutschen Regierung im Auch die Ausfuhr von Tabakfabrikaten ist gegenwärtig| der Lehrer eines Jdeals fähig, so steht er ganz höchsten Grade günstig aufgenommen wurde. Daher hat man nur eine geringe. Dazu kommt, daß der inländische entschieden auf dem Boden der Sozialdemokratie." vollen Grund anzunehmen, daß der Zollkrieg, dessen Folgen Tabakverbrauch mit dem Wachsen der Bevölkerung der Schweizer Professor," setzt die" Pädagogische Revue" mit gleicher Schwere auf der ökonomischen Lage beider be- nicht gleichen Schritt gehalten hat, sondern, wie wir kürzlich hinzu und fährt fort:" In Deutschland stehen die meisten freundeter Staaten lasten, in fürzester Zeit fein Ende erder hervorragenden und einflußreichen Volksschullehrer auf reichen wird und dank der Mäßigung von beiden Seiten und eingehend darlegten, zurückgegangen ist. dem liberalen Boden. Viele bekennen sich offen zum entder von der russischen Regierung tundgegebenen einsichtsvollen Herrn v. Posadowsky, dem neuen Reichs Schatzsekretär, schiedenen Freifinn oder zur Demokratie. Dagegen sind erFestigkeit. werden von der„ Köln. Bolts- 3tg." folgende brei Gigenschaften Für einen deutsch- russischen Handelsvertrag treten nachgesagt: er sei ein guter Berwaltungsbeamter, ein eifriger lärte Sozialdemokraten nur in geringerer Menge unter den deutschen Volksschullehrern zu finden. Es will jedoch Anhänger der Orthodoxie und ein ausgezeichneter Schüße. Das mit Entschiedenheit die württembergischen Hanfcheinen, als ob die sozialdemokratischen Ideen auch in genügt. delskammern in ihrem letzten Jahresbericht ein. Sie Lehrerkreisen mehr und mehr Eingang gewinnen, und gerade widersprechen scharf der agrarischen Behauptung, daß der Den Zünftlern wird ein kleines Angebinde von unter den intelligentesten Kollegen findet man jetzt häufiger Sturz der Getreidepreise eine Folge der durch die seither unserer für Nichtarbeiter stets aufmerksame Regierung wie früher Männer, die längst mit der ebenso unberechtigten abgeschlossenen Handelsverträge herbeigeführten Boll- gemacht werden. Das Handwerk soll organisirt", es sollen als rückständigen Anschauung gebrochen haben, der Sozia ermäßigung sei. Das rapide Fallen der Preise haben aus- Handwerker- und Gewerbekammern errichtet lismus würde die Welt wieder in die Barbarei zurückschließlich verursacht die gute Ernte des Jahres 1892, die werden. Im Reichsamt des Innern ist, nach offiziöser werfen. Zweifellos würde in der sozialistischen Gesellschaft Spekulation und, was insbesondere Süddeutschland betreffe, Meldung, ein Gesehentwurf ausgearbeitet worden, dem Lehrer und der Volksschule eine weit höhere Würdie Staffeltarife. Nachdem die Preise durch die Spekulation der dem Reichstage in der nächsten Tagung zugehen digung zutheil werden, als es im Gegenwartsstaate der tünstlich in die Höhe getrieben, haben sie durch Ueber- wird. So lange die Herren Geheimräthe den Zaubertrant Fall ist." Ueber diese verständigen Darlegungen ist das schwemmung des Marktes mit fremdem Getreide aus nicht finden, der dem im Kampfe gegen den Großbetrieb Kölnische Zentrumsblatt wie aus dem Häuschen. Wozu der Amerita, Ostindien und anderen Ländern naturgemäß untergehenden Handwerk Widerstandskraft verleiht, und Lärm? Muß es doch selbst eingestehen, daß die Lehrersinken müssen. dieses Elixir wird nicht gefunden, so lange sind alle schaft sich mehr und mehr der Sozialdemokratie zuwendet. Aus dem Reiche des Herrn von Stephan. Zu Plänchen und Pläne zur Rettung des Handwerks" im Frankreich. Das französische Amtsblatt, das„ Journal der in Nr. 188 veröffentlichten Verfügung des Herrn besten Falle gutgemeinte Phantastereien. Die Reaktion Griesbach, betreffend das Verbot der Annahme von will, das ist der Kern jener famosen Handwerkspolitit, die officiel", veröffentlicht den Ausweis des Baareinganges an Weihnachtsgeschenken, wird uns aus postalischen Kreisen Kleinunternehmer an ihre Fahne fesseln und sie in fünft- Steuern während der ersten 7 Monate des laufenden lichen Gegensatz zur Arbeiterschaft bringen. Aber die Jahres. An direkten Steuern waren 422 Millionen geschrieben: Herr Griesbach nennt die Beamten, die zu Weihnachten von Geschäftshäusern Geldbeträge als Geschenke Handwerker werden proletarisirt trotz aller Junungs- und Franks fällig und wurden 494 eingezahlt, also etwa eine Handwerkskammer- Gründereien. Monatsrate im Voraus. Die indirekten Abgaben sind angenommen haben, pflichtvergeffen". Er hat dabei ja nur um 29 Millionen Franks hinter dem budgetmäßigen Vordie unteren Postbeamten, die Postassistenten, Briefträger, PostDas Agrarrecht" soll auch reformirt" werden. anschlag zurückgeblieben, darunter die Bölle allein schaffner u. f. w. im Auge, und denen gegenüber glaubt er und wieder taucht Herr Miquel als Reformator" um 24. sich das gestatten zu können. Aber wir wollen seinem Die Reform" soll den schuldenmachenden Großgrundanscheinend schwachen Gedächtniß doch etwas zu Hilfe auf. Als solcher wurde er wenigstens kürzlich bezeichnet. kommen. Da steht in der Broschüre Die Neue Zeit und befizern das Pumpen durch Staats- und Reichshilfe er- elegraphisches Bureau meldet: die Alte Deutsche Reichspost" auf Seite 75 folgendes: " " leichtern, ihnen die Darlehen recht wohlfeil verschaffen und den Besitstand der Pumpgenies sichern. Kleinbauern und Landarbeiter können auf ihr Recht warten bis zum jüngsten Tag, wenn sie sich nicht selbst helfen und sich der Sozialdemokratie anschließen. Der englische Grubenarbeiter- Ausstand. Wolff's Es ist die beste Aussicht vorhanden, daß es in Lancashire und Yorkshire zu einer Verständigung zwischen den Unternehmern und den Kohlengruben Arbeitern kommen werde; in Wales verschlimmert sich die Lage. Die Ausfuhr von Heu aus Rußland nach Preußen über Mlawa und Alexandrowo ist verboten worden. Daß den Beamten die Annahme von Geschenken verboten ist, fann nur gebilligt werden, was aber dem Assistenten und Sefretär recht ist, sollte dem Oberpostdirektor, der doch auch Beamter ist, nur billig sein. Wie reimt es sich aber zusammen, daß man gegen erstere im Betretungsfalle mit aller Schärfe vorgeht, während man ben Ober- Postdirektoren die Annahme von Geschenken in baarem Gelde, die von Sammlungen der Im bayerischen Heere kamen vom April 1889 bis In Bombay herrscht nach einem Telegramm des Kaufmannschaft herrührten, gestattet? Hier entscheidet wohl April 1891 weniger Selbstmorde und Selbstmordder Unterschied in der amtlichen Stellung der Betroffenen." versuche vor als in den zwei vorhergegangenen Jahren, Reuter'schen Bureaus" von heute früh 7 Uhr dort vollUnd weiß der kaiserliche Ober- Postdirektor Geheimer aber immerhin noch mehr als genug, nämlich 47 vollständige Ruhe, doch dauern die Verhaftungen der Anstifter der Ruheftörungen fort. Die Zahl der gegenwärtig in Ober- Postrath Griesbach, wer hierbei in Frage kommt? brachte und 13 versuchte Selbstmorde. Weiß er, daß sein Vorgänger, Herr Schiffmann, mit Haft genommenen Personen beträgt etwa 1500. Die Führer eben solchem langen und hochtönenden Titel, vor ca. drei Stärtung einen Kamillenthee- Artikel über den Züricher Kongreß. sprechung zusammentreten, von welcher man den besten ErTaute Vos servirt der bürgerlichen Gesellschaft zur der Mohamedaner und Hindus werden heute zu einer BeJahren anläßlich eines Jubiläums von der Berliner Kauf- Diesmal hat Tantchen den Zettelkasten: Zitate aus Aristophanes prechung zusammentreten, von welcher man den besten Ermannschaft ein Geschent von 10 000 Mark baar annahm? herausgezogen. Die Bourgeoisie mag sich nur an ihr Berliner folg erwartet. Sollen wir ihm auch Aehnliches aus Hamburg erzählen? Beibblatt halten, das ihr den Fortbestand verbürgt. Es fehlen Wir thun das nicht, wir haben Mitleid, tiefes Mitleid mit nur noch die anthropometrischen Steckbriefe frei nach Bertillon, ihm, nachdem er durch das Wörtchen„ pflichtvergessen" die dann ist die Kultur auf einem Höhepunkt angelangt, von dem moralische Abschlachtung von Angehörigen seiner eigenen aus sie das thörichte Treiben der Sozialisten mitleidig belächeln Klasse vollzogen hat. Zur Tabakfabrikat- Steuer. Der Flächeninhalt der mit Tabat bepflanzten Grundstücke, der 1871 22 673 Hektar, 1873 fogar 30 501 Hektar und 1881 27 248 Hektar betragen hat, ist im Jahre 1892 auf 14 735 Heftar herabgegangen. Der Rückgang betrifft hauptsächlich Bayern und Elsaß- Lothringen, sowie Posen und Schlesien. Die inländische Tabaferzeugung, sowie die Einfuhr und Ausfuhr von Rohtabat( in fabrikationsreifem Zustande) haben nach den vorliegenden statistischen Ausweisen betragen: im Etatsjahr Prodution Einfuhr Ausfuhr Tonnen netto 5.723 3.329 744 2153 1876/77 25 36149 677 1877/78 23.891 1878/79 23 911 76 598 100 030 3 192 1879/80 22 727 1880/81 41.757 1881/82 49-052 1882/88 31 181 12.005 15 266 27 213 26 460 218 2 807 3 502 1883/84 31 213 31 674 1884/85 37 754 85 934 3 912 1885/86 30 838 88 106 4 877 1886/87 30 868 41 419 1887/88 32 693 41 3828 1071 1888/89 21 087 46 829 990 1889/90 31 210 46 468 1890/91 38 897 1891/92 27.819 48 805 47-924 1 679 1318 2042 1774 wird. Nicht wahr, Zantchen? In Neuseeland ist, wie wir schon meldeten, allen Frauen, Weißen wie Maoris, das Wahlrecht verliehen worden. Vor Jahresfrist schon genehmigte das neuseeländische Unterhaus eine Bill, welche den Frauen europäischer Abkunft das Wahlrecht gab. Sie durften sogar unter gewissen Umständen in ihrem eigenen Hauſe thre Stimme abgeben. Der gesetzgebende Rath( das Oberhaus) Es giebt für den Bauernbund nur eine Gewißheit, verwarf die Bill aber. Seitdem hat der Rath eine vers feine Biele zu erreichen: er muß konservativ werden. änderte Zusammensetzung erhalten, indem das Ministerium Jn's Pöbeldeutsche überseßt heißt es: zwölf neue eigene Anhänger hineingebracht hat. An den bayerischen Bauernbund richtet ein StaatsPhilosoph die Mahnung: Es giebt für den Bauernbund nur eine Gewißheit, die Bauernschaft zu Grunde zu richten, er muß sich dem Bruder Junker, dem Bauernfeind von altersher, verschreiben. Das Schiedsgericht in der Behringsmeerfrage hat am 15. August sein Urtheil gefällt. Es besagt: 1. RußSo dumm sind die bayerischen Bauern aber nicht... land hat niemals bis zu diesem Augenblick Alaska oder Preußisches. Bei der durch die Kreisphysizi mit den das ausschließliche Recht der Robbenfischerei in dem BehringsApothekerlehrlingen hinsichtlich ihrer Tauglichkeit für meere jenseits der gewöhnlichen Grenzen des Küstengebietes den Apothekerberuf vorzunehmenden Prüfung ist festzustellen, an die Vereinigten Staaten von Amerika abgetreten. ob der Prüfling an Farbenblindheit leidet, weil der 2. Großbritannien hat Rußland gegenüber das Recht einer Mangel des Vermögens, die Farben der Chemikalien 2c. zu ausschließlichen Gerichtsbarkeit über die Fischerei im unterscheiden, die Ausbildung als Apotheker an sich schon un Behringsmeere weder anerkannt noch bewilligt. 3. Das möglich macht. Behringsmeer ist einbezogen in den Begriff Großer Ocean", Die Lehrer und die Sozialdemokratie. Recht ärgerlich welcher in dem Vertrage vom Jahre 1825 zwischen Großist die ultramontane Kölnische Volkszeitung" über eine in britannien und Rußland festgestellt ist. Nach diesem Verder Pädagogischen Revue", einem bekannten trage hat Rußland weder das ausschließliche Recht der Lehrerfachblatt, veröffentlichte Besprechung des„ berüchtigten" Jurisdiktion im Behringsmeer noch das ausschließliche Buches von Professor Dodel in Zürich: Aus Leben und Recht der Robbenfischerei außerhalb der gewöhnlichen oder besessen. Wissenschaft". In seinem neuesten Werke tritt Dodel", Grenzen des Küstengebietes ausgeübt so sagt die„ Pädagogische Revue", mit kraftvoller Lebendig- 4. Alle Rechte Rußlands in dem Theile des Behringsmeeres feit für seine Ideen ein"; sie nennt den Verfasser gleich- östlich der in dem Vertrage zwischen den Vereinigten Staaten erklärten und begeisterten Sozialdemo- und Rußland vom März 1867 festgestellten Seegrenze sind zeitig einen fraten. Die Buchprobe schließt mit dem Sage:" Ist vollständig an die Vereinigten Staaten übergegangen. 5. Den " haben. Es ist ein Signal zur Verdoppelung aller Kräfte Ich kenne Jacques Denis nicht, und es ist zehn anstatt neue Arbeiter einzustellen, Duzende von Euch entim Rampfe. Herr Philippeaug schläft auch nicht. Es gegen eins zu wetten, daß seine Ansichten nicht die lassen würde.-" Keiner sprach ein Wort. Nachdem der Werkmeister scheint, daß unser Geguer sich ebenfalls aus Paris meinigen sind. Aber ich hege die Achtung für ihn, die man Paris ist ja ein so reich versorgter Markt einem tapferen Manne schuldig ist. Ein Arbeiter gegen uns alle prüfend angeblickt, fuhr er fort: Man hat mir gesagt, daß unter Euch einige harte einen geschickten Manu der Art des Herrn zwei Millionäre! Das ist gerade wie wenn ein Manu von Maheu hat kommen lassen. Von ihm stammt das famose nackt gegen zwei bis an die Zähne bewaffnete Krieger Köpfe sind, die mehr zu wissen glauben, als andere, hirnWort: Ich würde ebenso gut Bismarck durchbringen. Das kämpfen sollte. Jetzt begreife ich die Sympathie Johanna's verbrannte Menschen, die den Mund nicht voll genug ist nur eine Geldfrage." Maheu selbst erkennt ihn für für Sigismund Roguet. Er ist in ihren Augen auch ein nehmen können, Leute, die niemals zufrieden sind. Die einen Meister auf dem Gebiete der Wahlmacherei" an. Tapfever. ein Kämpfer für das Recht, der seine feste Ueber- mögen sich in Acht nehmen. Wehe ihnen, wenn sie sich Freibeuter gegen Freibeuter! Das verspricht ja einen zeugung hat und sie mit Gefahr seiner Freiheit vertheidigt! unterstehen, hier die Dummheiten und Nichtswürdigkeiten schönen Kampf!-Philippeaux hat Waffen, die wir nicht und ich, was bin ich? Ein halber Mensch, der das dieser Kanaillen von Sozialisten zu predigen!" besitzen. Er hat den Präfekten, den Unterpräfekten und die Schlechte fieht, es verurtheilt, aber es nicht anzugreifen" In diesem Augenblicke, mein Herr," fuhr der ArMaires der verschiedenen Orte in der Hand. Aus reiner wagt! Ein Schwächling, schöner Gefühle fähig, aber zu beiter fort," beging ich die Dummheit, meinem NebenHerzensgüte erwirkt und erhält er Urlaub für die jungen einer energischen That unfähig. Wie sollte Johanna mich manne leise zuzuflüstern: Die Sozialisten find doch Männer, die zur Zeit unter der Fahne stehen. Die Wähler ihm vorziehen können? nicht alle Ranaillen. Dreisch, so heißt der Werkmeister, Listen werden auf seine Anregung öfteren, sorgfältigen Am 8. September.- Ein Arbeiter, der seit spiste die Ohren. Er rief mir zu: Heh, Du da, " Prüfungen" unterzogen. Danach fragt sich manche Ge- zehn Jahren in der Porzellanfabrik des Herrn von Celestin Joret, was murmelst Du da zwischen den meinde wohl, Serenoize arbeitet, tam heute Morgen, um mit ihm zu Zähnen? Wiederhole es doch ein wenig lauter, da Und, mein Herr, da woher alle die Kinder, die ihrem Schooß nicht sprechen. Ich empfing den Besucher, einen Mann von mit wir alle es hören können. entsprossen." etwa dreißig Jahren mit offenem, intelligentem Gesicht. habe ich es gethan. Was wollen Sie? Ich kenne Jacques Eine andere Gemeinde wundert sich wieder darüber, Der arme Teufel war entlassen worden und bat nun Denis schon lange und viele andere auch, die für mich daß ehrliche Bürger gestrichen werden, von denen es zufällig darum, in die Fabrik wieder eintreten zu dürfen. Ich wollte stets gute Kameraden waren. Ich wollte sie nicht alle bebekannt geworden ist, daß sie dem Kandidaten, den die Ver- die Ursache seiner Entlassung wissen. Zuerst antwortete er schimpfen lassen. Ich weiß wohl, daß ich darin Unrecht waltung unter ihre Flügel nimmt, feindlich sind. Die nur einseitig mit verlegener und mißtrauischer Miene. Aber hatte. Wenn die Großen reden, haben die Kleinen den Wahlen werden doch immer freier und unverfälschter! Ach, als er fah, daß ich wirklichen Antheil an ihm nahm, er- und zu halten. Und meine Frau sagt:„ Man läßt die Vater Deschamps sprach wahr:„ Der Adel und die Bours zählte er mir die ganze Sache mit der Umständlichkeit der Leute reden und giebt hinterher doch seine Stimme ab, für wen man will, Du Dummkopf!" Aber das Unglück war geoisie fürchten und verabscheuen das allgemeine Stimmrecht, Leute vom Lande. dieses nothwendige Werkzeug der Demokratie. Sie rächen„ Gestern war Lohnauszahlung gewesen. Der Werk nun einmal geschehen. Der Werkmeister schrie wie ein Rasich an ihm und suchen es dadurch zu beschneiden, daß sie meister, ein ehemaliger Stadtfergeant, ein gemüthsroher sender:" Deine Sozialisten, mein Lieber, sind nichts weiter es fälschen." Mensch, der nichts kennt als seine Ordre, rief seinen Leuten als Gefängnißfutter! 1871 habe ich genug von diesen Kerlen nieder gemacht. Ich sage Dir, das find Streikheter, Am 5. September.- Soeben ist ein dritter Kandidat, plöglich zu:„ Tietet zusammen!" und sagte zu ihnen: ein Sozialist, auf der Bildfläche erschienen. Er ist ein ein-" Ihr wißt alle, daß der Patron Kandidat für die Faullenzer, Kanaillen, und die es mit ihnen halten, sind nichts facher Schriftfeher, arbeitet in Tours und heißt Jacques Deputirtenkammer ist. Ihr fennt ihn, er ist ein guter Befferes!"- Teufel! Da wurde ich wild, Herr! Kanaille Denis. Man muß nur hören, wie man an der Tafel des Mann, der Euch Arbeit giebt, Euch regelmäßig bezahlt, Du selber! habe ich geantwortet. Er wurde weiß wie ein Das sollst Du mir büßen! fagte er. Du Herrn von Serenoize von ihm spricht: Hat man so etwas der auch in jedem Jahre mehr Leute einstellt. Ich hoffe, Tuch. heute Abend der Fabrik Adieu schon erlebt! Ein Hungerleider, ein Mensch, der keinen Sou daß keiner von Euch etwa für einen anderen stimmt. weißt, daß Du in der Tasche hat, der nicht einmal seine Flugblätter be- Herr von Serenoize ist der Kandidat des Kreises, der sagen kannst. Und wie er's gesagt, so that er auch. Als zahlen kann. Es ist auch wahr, mit welchem Rechte maßt Kandidat aller ehrlichen Leute. Er muß durch kommen. bei der Lohnzahlung an mich die Reihe tam, hat er mir biefer Bettler sich an, gewählt zu werden? Ist es nicht Ihr könnt Euch wohl denken, daß er nicht zufrieden meinen Lohn bezahlt und mein Arbeitsbuch ausgehändigt. schon genug, daß er Wähler ist?" wäre, wenn er nicht durch käme und daß er dann, Und da wollte ich heute den Herrn bitten, mich wieder auf Vereinigten Staaten steht fein Recht des Schuhes oder des Beitungen mit der Begründung abgenommen, daß diese in können. Ferner ersuchen wir nachstehende Fragen gewissenhaft Eigenthums zu auf diejenigen Robben, die sich auf den den Dresden nicht folportirt werden dürften, worauf sie nach Fest- mit der Adresse des betreffenden Unternehmers an die UnterVereinigten Staaten gehörigen Inseln im Behringsmeer stellung ihrer Persönlichkeit mit ihren übrigen Schriften entlassen zeichneten einzusenden. aufhalten, wenn diese Robben sich außerhalb der gewöhn wurde. Wir sind begierig, den Grund dieser Maßregel zu er fahren. lichen Grenze von drei Meilen befinden. Das Schieds: gericht setzte sodann in mehreren Artikeln ein Reglement Der zweite Nationalkongreß der Arbeiterpartei fest, zum Schutz und zur Erhaltung der Robben im Behrings- Italiens wird, wie wir schon früher meldeten, am 8., 9. und meer außerhalb der Grenzen der Jurisdiktion der respektiven 10. September stattfinden. Auf der Tagesordnung stehen, wie Regierungen. Man sieht, daß internationale Schieds- unser italienisches Parteiorgan Calotta di Claffa, jetzt mitgerichte ein gutes Mittel sind, Streitigkeiten verschiedener theilt, u. a. der Generalbericht des Zentralfomitees, sowie die Staaten beizulegen. Berathung des taktischen Programms der Partei. Parteinachrichten. Kommunales. Stadtverordneten- Versammlung. Außerordentliche Roth, roth, roth, das einige Roth. Die letzte Maifeier hatte für den Rebakteur der in Gelsenkirchen erscheinenden Deutschen Berg- und Hüttenarbeiter- Zeitung" ein gerichtliches Nachspiel. Es war nämlich, so schreibt das Blatt, nach Aus- Sigung vom Dienstag, 15. August, Nach m. 51/2 Uhr. fage eines Gendarmen im Hattinger Kreise vom zuständigen LandDie heutige Sigung der Versammlung hat einberufen werden rath angeordnet, das Tragen rother Shlipse und Abzeichen mit müssen, weil sich in der vorigen vom Sonnabend, den 12. b. M., rother Farbe nicht zu dulden. Als nun an der Brust unseres eine nicht beschlußfähige Anzahl von Mitgliedern eingefunden Parteigenoffen diese empörende Farbe entdeckt wurde, erfolgte die hatte. Nach§ 42 der Städte- Ordnung: Konfistation der Staat war diesmal wieder von der rothen Die Stadtverordneten Versammlung fann nur be. Farbe glücklich gerettet! Aber die grause Miffethat mußte ge- ebschließen, wenn mehr als die Hälfte der Mitglieder zufühnt werden, so verlangt es die Heilige Hermandad: Vergegen ist. Eine Ausnahme hiervon findet statt, wenn die Stadtverordneten zum zweiten Male zur Verhandlung über denselben Gegenstand zusammenberufen, dennoch nicht in genügender Anzahl erschienen sind." langt der große Grieche nur einen Punkt außerhalb des Raumes, um die Welt aus ihren Angeln zu heben, so ist der Polizei schon geholfen, wenn sie eine Verordnung oder Befehl hat und sie bringt Sachen fertig zum Staunen der Menschheit. So auch hier: Nr. 3487. An den Redakteur Herrn Heinrich Hünninghaus Nr. 38 der Straflifte de 1893/94. Gelsenkirchen, Friedrichstr. 47. gu Der Amtmann: Blumbach. ist die heutige Versammlung auf jeden Fall beschlußfähig. Die Sigung wird von dem Vorsteher Dr. Sangerhans nach 51/2 Uhr eröffnet. Anwesend sind 40 Mitglieder, außerdem vom Magistrat Stadtrath Bohm. fern? 1. Sind die Arbeitsränme gesundheitsschädlich und inwie 2. Wie tief liegen die Kellerwerkstätten unter der Erdober3. Ift Ventilation vorhanden? fläche? 4. Befindet sich die Leimschmelzerei in den Arbeitsräumen? 5. Wie lange währt die Arbeitszeit? 6. Jit die Ueberstundenarbeit eine regelmäßige? 7. Ist die Sonntagsarbeit regelmäßig eingeführt? 8. Werden Lehrlinge unter 16 Jahre länger als wie 10 Stunden täglich beschäftigt? 9. Wie lange lagern die Materialabfälle in den Arbeitsräumen? Die Vertrauensleute: 2. Kleinert, Berlin W., Bülowstr. 40. Martin Müller, Berlin N., Swinemünderstr. 128. Achtung, Vergolder! Am Donnerstag, den 17. b. Mts., Abends 81/2 Uhr, findet bei Seefeldt, Grenadierstr. 33, eine allgemeine Sigung des Filialvorstandes, der Vertrauensleute, der Agitationskommission und der Tarifkommission statt. Wir rufen unseren Kollegen und Kolleginnen nochmals die Beschlüsse und Refolutionen ins Gedächtniß, die sie in öffentlichen Versammlungen gefaßt haben. Bu gleicher Beit geben wir bekannt, daß die Listen in den Zahlstellen, sowie in der Sigung in Empfang zu nehmen sind. Wir machen es jedem Vertrauensmanne zur Pflicht zu erscheinen, und fordern die Kollegen in den Werkstätten, wo fein Bertrauensmann ist, auf, einen Delegirten zu senden. Die Agitations Rommission. Sonntag den 18. August erinnern wir diejenigen Buzer, welche Bezugnehmend auf die Annonce im Vorwärts" vom Savelbergerstr. 7 bei Müller ihre Arbeitsangelegenheiten regeln Gegenstand der Verhandlung ist die Beschlußfaftung über wollen, daran, daß sich seit Juni dieses Jahres eine Zahlstelle die von dem Stadtverordneten Hutmacher Borgmann gegen Morgensprache bei Bachstein, Stephanstr. 37, befindet, und es des Zentral- Verbandes deutscher Maurer( Pußer) verbunden mit die Richtigkeit der Gemeinde- Wähler liste erhobene Sie haben am 9. Mai d. J. in Blankenstein ein Band( Ab- Einwendung. Wir haben die Leser über die Sachlage in doch Pflicht eines jeden Kollegen wäre, sich dieser Organisation zeichen) mit der Aufschrift:" 8 Stunden Arbeit, 8 Stunden Er- unserm Bericht von der Sigung am 12. b. Wits. ausführlich anzuschließen. Es würden sich dann die Arbeitsangelegenheiten Gr beffer regeln lassen. Uebrigens wollen wir noch bemerken, daß holung, 8 Stunden Ruhe, Proletarier aller Länder, Einigt Euch orientirt. Der Wahlprüfungsausschuß beantragt einstimmig die Unterzeichner der Annonce mit Ausnahme von Hoffmann zum 1. Mai" in rother Farbe, also in anderen Farben desjenigen die Einwendung als begründet anzuerkennen und den Hutmacher feiner Arbeiterorganisation angehören, im Gegentheil versuchen Landes, in welchem Sie staatsangehörig sind, öffentlich und zwar Borgmann nachträglich in die Gemeinde- Wählerliste aufzunehmen. Dieselben, die bestehende Organisation auf alle mögliche Art und in demonstrativer Weise auf der rechten Brustseite getragen. Die Referent ist der Stadtv. Hor wig. Derselbe refapitulirt Uebertretung(?) wird bewiesen durch die Gendarmen Hoppe, furz den Thatbestand und betont, daß die thatsächlichen Momente Weise zu schädigen. In legter Linie wird sich auch kein überTodenhagen und Koschnit, ersterer hier selbst, die beiden letzteren tar ergeben, daß die Gründe für die einstimmige Beschlußzeugter Kollege verleiten laffen, bei einem Wirth zu verkehren, zu Stiepel wohnhaft, und die amtliche Verhandlung vom 18. Mai faffung des Ausschusses zwingender Natur waren. Er habe ich welcher Bier einer boykottirten Brauerei ausschenkt. d. J. Es wird deshalb hiermit gegen Sie auf grund der Kreis für den Ausschuß nur noch um die Frage gehandelt, ob es nicht H. Gräschte. H. Hierse. I. Pfarr. B. Förster. Polizei- Verordnung vom 25. Juli 1891( Amtsblatt Seite 283)" möglich gewesen sei, in diesem Falle den umständlichen und eine bei der Amtskasse Blankenstein( Rendant Wünnenberg) hier schwerfälligen Weg formeller Beschlußfassung durch die Stadt Streifftomitee. Der Streit der Korbmacher dauert unverändert Zum Hamburger Korbmacherstreit berichtet das dortige selbst zu erlegende Geldstrafe von 30 M., an deren Stelle wenn verordneten- Bersammlung zu umgehen, denn nach einer im Aus fort. Nach fünfwöchigem Rampf beginnt sich unsere Lage mefentfie nicht beizutreiben ist, ein Tag Haft für je 10 M. Geld- fchusse ohne Widerspruch geäußerten Meinung habe der Magiftrat lich günstiger für uns zu gestalten; besonders scheinen die Meister, strafe tritt, hierdurch festgesetzt. Außerdem find 40 Pf. Porto eigentlich kurzer Hand die irrthümlich erfolgte Auslaffung wieder die Grünarbeiter beschäftigen, arg in die Klemme zu fommen, zu entrichten. u. f. w. gut machen und die Liste ohne Weiteres entsprechend berichtigen Dank der Standhaftigkeit der Streitenden und unseren Bekönnen. Andererseits sei geltend gemacht worden, ob es nicht mühungen, ausreichende Arbeit von Auswärts zu verhindern. zweckmäßig wäre für derartige Fälle, bei denen Mittel und Bis heute haben zwei Meister ihre früheren Gesellen wieder einBweckt absolut nicht mit einander im Verhältniß stehen, ein Ver- gestellt und die Lohnreduzirung auf grüne Arbeit zurückgezogen; fahren festzusetzen, bei dem generell diese langwierige Prozedur außerdem hat ein Fabrikant, der eigentlich den ganzen Streik in vermieden werden könnte. Der Ausschuß habe aber diesen An- der Grünbranche in Szene gesezt hat, wiederholt Unterhandlungen regungen eine weitere Folge nicht gegeben, wohl, weil es sich mit uns angeknüpft, um möglichst noch einige Pfennige abzuhier um ein immerhin wichtiges und werthvolles Recht der Ver- zwacken, doch wurde am letzten Sonnabend in unserer Versammfammlung handelt, das nicht leichthin in Frage gestellt werden lung einstimmig beschlossen, unbedingt auf der alten Forderung dürfe. Die Frage, ob der Magistrat felbft ohne weiteres Remedur zu bestehen und sich auf keinen Vergleich einzulassen. Ebenso eintreten laffen fönne, fei nach der Mittheilung des Magistrats hoffen wir in nächster Zeit den Streit in der Demijohn- Branche Kommiffars Gegenstand der Erörterung im Schoße des Magi- zu Ein Parteitag für Schwarzburg Rudolstadt wird am strats gewesen, die Mehrheit habe aber geglaubt, zu einem solchen 8 einem für uns günftigen Abschluß zu bringen. Es streiken zur Beit noch noch 120 Mann mit 98 Kindern. 20. August, Nachmittags 1 Uhr, in Rudolstadt, Tunnel des Burg- Schritte nicht berechtigt zu sein. Die Frage habe gestreift werden Beit noch noch 120 Mann mit 98 Stindern. Briefe und Sendungen sind zu richten an 2. v. Dahle, teller, stattfinden. müssen, um dem Magistrat nahe zu legen, vorkommendenfalls in erneute Erwägung darüber einzutreten, ob er nicht doch in folchen per Adresse Herrn Borchert, Thalftr. 17, St. Pauli, Hamburg. Alle arbeiterfreundlichen Blätter werden um Abdruck erNachwehen der letzten Reichstagswahl. Aus Vohwinkel Fällen, wo es fich lediglich um offenbare Irrthümer handelt, fucht. wird berichtet: Gine Störung der öffentlichen Ordnung resp. Anlaß nehmen sollte, etwas weniger streng und formalistisch zu Sonntagsentheiligung erblickte die Behörde von Vohwinkel darin, verfahren. Bum Schluß empfiehlt der Referent der Versammdaß einige Genoffen von hier Sonntags während des Haupt: lung, den Ausschußantrag einstimmig anzunehmen. gottesdienstes Flugblätter verbreitet hatten. Ein solcher Frevel Eine Diskussion findet nicht statt; dem Antrage entsprechend verlangt felbstverständlich Sühne, welche natürlich auch durch wird die nachträgliche Aufnahme des Stadtverordneten Borgdie Zustellung verschiedener Strafmandate geschah, wogegen die mann in die Gemeindewählerliste einstimmig beschlossen. Frevler jedoch richterlichen Entscheid beantragten. Auf selbigen erfolgte am töniglichen Schöffengericht zu Elberfeld, wie nicht anders zu erwarten, tostenlose Freisprechung, weil kein Gesetzes. paragraph zu finden war, um dieselben zu verdonnern. Die Vohwinkler Genossen hoffen für die Zukunft, in ähnlichen Fällen durch übermäßigen Diensteifer der hiesigen Sicherheitsorgane nicht mehr belästigt zu werden. Blankenstein, den 14. Juni 1898. Selbstrebend war gegen diese farbenwüthige Strafverfügung auf gerichtliche Entscheidung angetragen. In dem am 26. Juli in Hattingen stattgefundenen Termine erfolgte denn auch, wie nicht anders erwartet werden fonnte, Freisprechung. Mithin darf trotz des Landraths von Hattingen die rothe Farbe, die die Befreiung der Völker vom politischen und sozialen Eklavenjoch verkündet, fortan auch im Hattinger Kreise getragen werden. ,, Der wahre Jakob" und" Der Postillon" dürfen in Dresden nicht folportirt werden, diese fonderbare Mittheilung wurde der Sächsischen Arbeiterzeitung" von einem Rolporteur gemacht. Seine in seinem Geschäft mit thätige Ehefrau wurde Dieser Tage in Wobsas Bierlokal, Brüdergasse, arretirt und nach der Wache geschafft. Dort wurden ihr die beiden genannten zunehmen. Er kann sicher sein, daß ich nicht mehr den großen Mund haben werde. Ich werde selbst Dreisch um Berzeihung bitten, so schwer es mir wird, weil ich nicht damit angefangen habe. Aber sehen Sie, ich habe eine Frau, Herr, drei Kinder und nichts übrig. Wenn ich entlassen bin, muß ich fort. Auf vierzig Meilen in der Runde giebt es hier keine ähnliche Fabrik!" Schluß 6 Uhr. Soziale Uebersicht. An die Stuckateure Berlins und Umgegend! Laut ber in der legten Versammlung, angenommenen Resolution, die gegen die fanitären Mißstände in unserem Gewerbe protestirt, fordern wir alle Kollegen auf, uns reichhaltiges Material einzusenden, damit wir dieses so schnell wie möglich dem Gewerbe- Inspektor, resp. dem Reichs- Gesundheitsamt unterbreiten Der Befizer hat sich nämlich verpflichtet, während des Wahlkampfes den Saal an niemand weiter zu vermiethen. Das Vergnügen, die Gegenkandidaten in VerIegenheit zu bringen, muß man doch, wie recht und billig, theuer bezahlen! Für Sachbeschädigungen in einer verhältnißmäßig ruhig verlaufenen Versammlung( zerbrochene Bänte, ab Trinkgelage der Enthusiasmusfabrikanten 80 Frants; in geriffene Tapeten zc.) 100 Frauts. Vorbereitende Eß- und Zur Beachtung für nichtständige Arbeiter. Es hat sich herausgestellt, so wird offiziös geschrieben, daß die vorgeschriebene Leistung der Beiträge zur Invaliditäts- und Altersversicherung für die nichtständigen Arbeiter, insbesondere für die außerhalb des eigenen Hauses arbeitenden Näherinnen und Waschfrauen, für Hafenarbeiter, landwirthschaftliche Attordarbeiter u. f. w. vielfach noch nicht in zureichendem Maße erfolgt. Nach dem Reichsgesetz vom 22. Juni 1889 liegt die Verpflichtung zur Verwendung einer Beitragsmarke für die bezeichneten Personen jedem Arbeitgeber ob, so lange ihm nicht nachgewiesen wird, daß für die Kalenderwoche, in der die Beschäftigung, sei es auch nur in Stundendauer, stattfindet, bereits anderweit eine Marke beigebracht oder fällig geworden ist. Die Nichterfüllung dieser Beitragspflicht unterliegt nach§ 148 des erwähnten Gesetzes einer Ordnungsstrafe bis zur Höhe von 300 Mart. haupt Sinn und Verstand? Man hätte dem Bürger lieber zuhören sollen, dann wäre die Sache schneller zu Ende gekommen. Ich bedaure ihn nicht etwa, nicht im mindesten! Er hat nichts weiter verdient. Was fällt ihm denn ein, als Kandidat aufzutreten? Er ist ein Arbeiter aus der Stadt, der gar keine Bildung hat, der schließlich nicht mehr ist wie unsereiner und auch nicht mehr weiß!" Stande habe ich bei Bauern sehr oft gefunden. Dieses unvernünftige Mißtrauen gegen Leute aus ihrem " Ihr werdet dann also nicht für ihn stimmen?" Wie sollt' ich, Herr, ich weiß von seinem ganzen Sozialismus gar nichts. Aber das will nichts beweisen, man versichert uns, daß es etwas Schreckliches sein soll!" Ich wollte noch einen Versuch machen. Ich sprach erst etwas Anderem und sagte dann plöglich von " Wie alt seid Jhr, Bater Jean?" " Zweiundsiebzig Jahre, Herr." Wieviel Jahre arbeitet Ihr nun schon?" " Ich glaube, es werden bald sechzig Jahre sein." " Und Ihr arbeitet immer noch?" " Ich muß wohl. Wer sollte mich denn ernähren?" " Das weiß ich nicht; aber mir scheint, Ihr hättet Ich versprach Joret, für ihn einzutreten. Allein Herr von Eerenoize ließ mir faum Beit, den Mund zu Gumma 3070 Frants. öffnen. Ich weiß, ich weiß," sagte er. Foret! Ein Dazu kommen noch die Rechnungen für hier und da Raisonneur! ein gefährlicher Geist! ein Führer! Er kann meinetwegen die Ansichten und Freunde haben, die er ausgetheilte Unterſtügungen, die Zuschüsse für drei will. Aber unter meinen Arbeitern dulde ich keine Beitungen, die in einer Auflage von zehntausend Exemplaren sozialistische Propaganda. Hier muß ein Erempel statuirt erscheinen, ohne Abonnenten zu befigen.... Da begreift werden. Schlimm für ihn!" Frau von Serenoize, die ich man den melancholischen und naiven Seufzer, der Herrn für die Frau und die Kinder zu interessiren versucht hatte, Serenoize heute Abend entschlüpfte:" Sind doch riesig trat ebenfalls für Joret ein. Sie fagte ganz leise einige theuer, bie Ghrenämter!" Worte zu ihrem Gatten, von denen ich nur verstand: Wahlversammlung, in der die drei Kandidaten sprechen Am 12. September. Ich komme aus einer großen schlechter Eindruck!"" Nun, meine Liebe", sagte Herr Serenoize," Dir zu Gefallen werde ich der Familie sollten. Unterbrechungen, Zwischenrufe, Schimpfworte, des Foret fünfzig Franks überweisen, aber unter der aus- bestialisches Geschrei, betäubender Lärm bildeten das Gedri clichen Bedingung, daß er vor den Wahlen den Kreis präge derselben, so daß man sich in die Deputirtenkammer verläßt." D, mein Freund, wie gut Du bist," sagte Frau versezt glauben konnte. Herr von Serenoize und Herr ein Recht darauf, Euch zur Ruhe zu setzen, von Euren verläßt."", mein Freund, wie gut Du bist," sagte Frau Philippeaux fonnten wenigstens zwischen zwei Skandal- Renten zu leben, eine Pension zu beziehen, wie Wunderbare an der Sache ist, daß sie es wirklich glaubt explosionen einige Sätze hintereinander sprechen. Ihre der alte Herr, Euer Nachbar, der dreißig Jahre Beamter Söldnerbanden hielten sich dabei gegenseitig in Schach. im Ministerium war." Aber als Jacques Denis, der Arbeiter, auch Der alte Bauer betrachtete mich argwöhnisch. Am 10. September. Hier ist eine ungefähre sprechen wollte, wie vereinigten da die beiden" Ihr wollt mich wohl höhnen, Herr." Ausstellung dessen, was Herrn von Serenoize ein Tag aus Banden ihre Anstrengungen, so daß die Anhänger" Aber nein, Vater Jean, ich finde, daß das ganz in der Wahlperiode von 1889 foſtet: des Redners eine kleine Minorität bildeten. Kaum Ordnung wäre. Meint Ihr nicht auch?" Zweispännige Viktoria zu einer Fahrt durch das konnte man hier und da einige Worte verstehen. Fürchter Arrondissement 50 Frs.; Miethe für Versammlungsfäle in liches Gebrüll zerhackte seine Rede in lauter kleine Fegen. sechs großen Dörfern 150 Frants; Rechnung der Wirthe in Lange kämpfte der Mann so vergeblich, ohne durchdringen jedem dieser sechs Dörfer, wo Maheu's Leute gegessen, ge- zu fönnen. Dann verließ er die Tribüne mit verächtlichem, trunken, zum Trinken aufgefordert und Reden gehalten bitterem Lächeln. von Serenoize, ihren Gatten umarmend. und er vielleicht auch! Und das haben 130 Frants; Frühstück und Diner mit einigen Ein- Jch ging mit einem alten Bauern nach Hause, den ich geladenen 80 Franks; Für Truck, Versandt und Anschlag tenne und dem ich in der Versammlung begegnete. Nun, von Plakaten und Flugblättern 1500 Frants; Miethe für Bater Jean, was sagt Ihr denn zu all dem?" sprach ich einen großen Zirkus zu einer Wahlversammlung in Amboise zu ihm. Fragen Sie mich nicht danach, Herr, mir ist der 1000 Frants. Kopf noch ganz benommen! Liegt in solchem Geheul überder „ D, und ob, Herr; aber da es unmöglich ist, sollte lieber garnicht davon sprechen." Dabei stieß der Alte einen tiefen Seufzer aus. Nach einer Weile sing ich wieder an: man Wieviel Steuern bezahlt Ihr fährlich?" " Fünf und fünfzig Franks, Herr, was sehr drückend ist, wenn man schon so nicht weiß, wie man auskommen soll." Wir gingen gerade an einem Schloß vorbei, das von einem herrlichen Bark umgeben war, der mindestens hundert Morgen umfassen mochte. ( Fortsetzung folgt.) Für den Inhalt der Inserate über. nimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung Theater. Mittwoch, den 16. Auguft. Leffing- Theater. Das Recht zu lieben. Kroll's Theater. Romeo und Julia. Friedrich- Wilhelmstädt. Theater. Fatiniza. Adolph Ernst- Theater. Goldlotte. Viktoria- Theater. Frau Venus. Alexanderplatz Theater. Das Damenbad. National- Theater. Lehmann auf der Weltausstellung in Chicago. Apollo Theater. Spezialitäten Vorstellung. Kaufmann's Variété. Spezialitäten Vorstellung. National- Theater. Große Frankfurterstraße 182. Gastspiel der badischen Rammerfängerin Frl. Adolphine Grimminge. Sensationelle Novität! Lehmann auf der Weltausstellung in Chicago. Große Ausstattungspoffe mit Gesang und Tanz in 5 Aufzügen von Eugen Prudens. Kouplets v. Linderer. Musik von Adolph Wiedecke. Regie: Mar Sam ft. Raffenöffnung 51/2 Uhr. Anfang der Abend- Vorstellung 7 Uhr. Im Garten auf der Sommerbühne: Novität: دو Wirkliches Wasser! Wirklicher Regen! Berlin unter Wasser oder: ,, Kneipp's Wasserkur". Posse mit Gesang und Tanz in 2 Atten von Enny Ander 3. Regie: Hugo Hummel. Mufit von Meyer. Vorher: NO Chansonetten Liebe. Posse mit Gesang in 1 Att von Eugen Prudens. Regie: Friz Schäfer. Vor, nach und zwischen den Possen: Auftreten von Spezialitäten 1. Ranges. Neues Programm. Morgen: Dieselbe Vorstellung. Königl. italienischer Circus Sentral- Stranten- u. Sterbekasse Neue Welt. Berglo- Brauerei, Haſenhaide. Ernesto Ciniselli. Stadtbahn- Station: Zoolog. Garten. Heute, Mittwoch, den 16. Auguft: Abends 8 Uhr: Gr. Gala- Sport- Vorstellung. Hochinteressantes Programm. Beson ( Oertl. Verwaltung Berlin H.) der Tischler ut. Heute Mittwoch:[ 1433b] Ernte- Dank- Fest mit Gratis- Berloosung. Ten Mitgliedern zur Nachricht, daß von 4 Uhr Finsterbusch- Konzert. unser Mitglied, der Tischler Carl Boitz, Nachm. ab: Spezialitäten. Puppentheater, Bonbonregen, Stangenklettern, Wettlaufen etc. Entree: Erwachsene 15 Pf., Kinder 10 Pf., am Sonntag, den 13. August, an Ge- Ernte- Festzug. estere erhalten eine Müße, Geschenk u. Freiloos. Die Beerdigung findet Mittwoch, den 16. August, Nachmittags 4 Uhr, Th. Keller's Hofjäger, ders hervorzuheben: Bum 8. Male: hirnhaut- Entzündung verstorben ist. Die irische Bank, Sprungſzene, aus geführt v. Springpferden 1. Klasse unter Sattel. 500 M. Prämie demjenigen, welcher mit eigenem Pferde die in dieser Piece ausgeführten Sprünge nachmacht. Offene Konkurrenz. Zum 40. Male: von der Leichenhalle des EmmausKirchhofes, aus statt. Die Erschaffung des Weibes oder: Das Weib im Laufe der Jahrhunderte. Gr. Ausstattungspantomime mit Ballet. Ferner Auftreten der vorzüglichsten Kunstreiter, Kunstreiterinnen, Clowns, Spezialitäten allerersten Ranges, sowie Reiten und Vorführen der bestdressirten Schul- u. Freiheitspferde. Ernesto Ciniselli, Direktor. Hippodrom unter Wasser. BERLINER HIPPODROM Am Kurfürstendamm. 2 Min. von Station Zoolog. Garten. 306/9 Um zahlreiche Betheiligung bittet Die Ortsverwaltung. Allen Verwandten, sowie den vielen Freunden und Bekannten meines verstorbenen Mannes Heinrich Ortmann fagen wir für die große Theilnahme bei der Beerdigung desselben unsern tiefgefühltesten Dank. 1436b Berlin, den 14. August 1893. Ww. Ortmann nebst Kinder. Hasenhaide, BergmannstrassenEcke. 60,5 Heute Mittwoch, den 16. August 1893: Vorletztes nach ländlicher Sitte mit gr. Feftzuge, Hahnenschlag, Sackhüpfen, Gratisverloosung. Großes Ernte- Festiflet, Gr. Garten- Konzert u. Ball. Marionetten- Theater. Volksbeluftigungen. Abends: Fackelzug und bengalische Beleuchtung. Anfang 4 Uhr. Entree 15. Pf., vorher 10 Pf. Kinderbillets à 15 Pf. nur an der Kaffe. Morgen, Donnerstag: Gr. Extra- Garten- Konzert. A. Froelich. Weimann's Volksgarten, Für die vielen Beweise der Liebe bei der Beerdigung meines guten, under Badstrasse 56. geßlichen Mannes Heinrich Stiebner Allen meinen innigsten Dant. 1435b Anna Stiebner. Ich nehme hierdurch die gegen den Riftenmacher Reinhold Ihle, Rraut straße 24, gemachte Beleidigung zurück und erkläre denselben für einen EhrenLangestraße 105. mann. Albert Schwark, Restaurateur, 1441b Großer Extra- Renntag. Achtung! Former. Achtung! Reichhaltiges Programm. Olympische Spiele, Damen- JockeyRennen, Herren- Flachrennen, Hürden- Rennen, Post mit je 4 Pferden geritten, Quadriga- Fahren 2c. Neu! Neul The Original Three Johnson's. Athleten und Kraft- Jongleure. Nur noch kurze Zeit: Am Strande von Ostende. Gr. Wasser- Pantomime in 12 Bildern. Im prachtvollen Park von 5 Uhr an: Großes Concert. Anfang der Vorstellung 8 Uhr. Preise der Plätze 4, 3, 2, 1, 0,75 m. Jeder Erwachsene hat das Recht ein Kind unter 10 Jahren frei einzuführen. Adolph Ernst- Theater. Schweizer Garten Mittwoch, den 16. Auguft: BOF Wieder- Eröffnung. Erstes Wiederauftreten des Fräulein Anna Bäcker. Goldlokke. Gesangspoffe in 8 Atten v. Ed. Jacobson u. W. Mannstädt. Kouplets theilweise Don G. Görss. Musik von W. Steffens. In Szene gefezt von Adolph Ernst. Anf. 2 Uhr. Fauteuil 2,50 M. Am Königsthor. Am Friedrichshain. Mittwoch: Familien- und Kinderfest verbunden mit Präsentvertheilung. Der Vergnügungs- Verein der Former veranstaltet Sonntag, den 20. Auguſt cr., eine Herrenpartie nach Birkenwerder. Treffpunkt Morgens 7 Uhr Nord- Bahnhof Gesundbrunnen. 1440b Pankstrasse 25. Mittwoch, den 16. Auguft: arrang. Festzug m. Ueberraschungen. Konzert. Spezialitäten- Vorstellung. Neu: Dressrte Menagerie. Frl. Leopold, Sängerin. Otto Köhler, Romiter. Erntefestball. Donnerstag: Sommerfest des Landwehr Vereins zu Berlin. Max Weimann. Anfang 4 Uhr. Eintritt 20 Pf. I. Gr. Ernte- Dankfest nach land. Gitte. Großartig neu Verband aller in der Metallindustrie beschäftigten Arbeiter im Berlins und Umgegend. Montag, den 21. August, Abends 8% Uhr, Saale der ,, Armin- Hallen", Kommandantenstr. 20: Beschließende Versammlung. Zages Ordnung: 1. Antrag auf Aenderung des§ 1 Absatz b des Statuts. 2. Wahl eines Die hierzu bewilligten Gelder find Rechtsschutzkommissions- Mitgliedes. 3. Der Streit bei der Firma Willing u. zur Stelle. Violet. 4. An den Vorstand gelangte Anträge. 1439b 230/4 Die Mitglieder der Kranken- und Ohne Mitgliedstarte fein Zutritt. Um zahlreiches und pünktliches ErSterbekasse sind als Gäste willkommen. scheinen ersucht Der Vorstand. Im Auftrage: A. Mewes. Achtung! Der Vorstand. Achtung! Verein der Lithographen, Stein Arbeiter- Radfahrer- Verein Berlin. druder und Berufgen. Deutschl. ( Filiale Berlin). Die Vereinsversammlung findet nicht am Donnerstag, den 17. d. M., sondern 8 Tage später statt und zwar wird dieselbe noch im Vorwärts" bekannt gemacht werden. 209/5 " Die Verwaltung. Orts- Krankenkasse der Kürschner u. verw. Gewerbe zu Berlin. Große Fadel- Bololante ertheilung. Außerord, Generalversammlung belustigungen. Kinderam Freitag, 18. Aug. 1893, Ab. 81/2 Uhr, Tagesordnung: Gr. Extra- Vorstellung. im Rest. Seehausen, Landsbergerſtr. 31. Im 1. 30 Donnerstag, den 17. August, Abends 8% Uhr, in Philipp's Restaurant, Rosenthaler- Strasse No. 38: Mitglieder- Versammlung. Zages Ordnung: 1. Bericht der Fünferkommission und Wahl des Vorstandes. 2. Statutenberathung. 3. Wie stellt sich der Verein zu dem zu gründenden Bund über ganz Deutschland? 4. Verschiedenes. 426/3 Gäste sind willkommen. J. A.: Carl Müller, Pallisadenstr. 11. Oeffentliche Versammlung der Töpfer n. Berufsgen. Berlins und Umgegend Der Sommergarten ist geöffnet. Entree 30 Pf. Game: Ball. 2. Grfahwahl eines Borstandsmitgliedes. am Mittwoch, den 16. August 1893, Abends 6 Uhr, im Saale des Morgen: Diefelbe Vorstellung. Castan's Panopticum. Riesen- SchlangenFamilie aus Carl Hagenbeck's Thierpark. Ohne Extra- Entree. 2 PassagePanopticum. Grösstes Schau- u.VergnügungsEtablissement der Welt. Entree 50 Pt. Lützowstraße Victoria- Brauerei,-112. Garten resp. Saal ( außer Etablissement Buggenhagen. Morih Play. Moritz Play. Täglich: Gr. Garten- Konzert. Gr. Frühstücks- u. Mittagstisdy. Spezial- Ausschant von Patzenhofer Lagerbier, hell und dunkel. Bei ungünstiger Witterung findet das Konzert in den unteren Restaurationsräumen statt. Entree Wochent. 10 Pf. Sonnt. 25 Pf. Säle für Versammlungen, Kommerse, Festlichkeiten 2c. ratweil' sche Bierhallen Eingeladen werden alle zum Besuche Herrn Joël, Andreasstraße Nr. 21. der Versammlung berechtigten Ver- Tagesordnung: 1. Stellungnahme zur Fenster- und Koakskorb- Frage. treter der Arbeitgeber und Kassenmit- 2. Stellungnahme zur Gewerkschaftskommission event. Wahl von Delegirten zu glieder. 1437b derfelben. 3. Verschiedenes. Die Legitimationskarten find am Es ist Pflicht eines jeden Töpfers sowie Berufsgenossen in dieser VerEingange zum Versammlungslokal vorsammlung zu erscheinen, da namentlich die Fenster- sowie die Roatstorb- Frage zuweisen. einen Theil unserer Lebensfrage bedeuten. 326/ 12* Der Vertrauensmann: Gustav Melzer, Friedrichsfelderstr. 26. Um pünktliches Erscheinen ersucht ganz ergebenst Der Vorstand. C. Do brenz, Wors. Berlin, den 15. August 1893. Achtung! Die Gewinne vom Sommernachts: Ball in Weimann's Boltsgarten, sind Verein zur Wahrung der Interessen der Maurer Berlins. Ordentliche Mitglieder- Versammlung 681/10 abzuholen am Freitag, den 18. August, am Donnerstag, den 17. d. M., Abends 82 Uhr, in Brochnow's Abends von 9 Uhr an, im Restaurant Keller, Berg str. 68. Nr. 15 26 29 48 72 124 167 220 226 243 297 414 159/12 445 462. Kommandantenste.77-79. Arbeiter- Gesangverein Nord. Grosses Frei- Concert Armin- Hallen, Täglich von 5 Uhr ab: Soiréen der Leipziger Sänger vom Krystall- Palant. Kommandantenstr. 20. Anf. Wochent. 71/2 Uhr. Entree 15 Bf., In dieser Woche- auch Sonnrefervirt 25 Pf. Anf. Sonntags 6 Uhr. a bend und Sonntag Entree 30 Pf., refervirt 50 Pf. Anerkannt gute Küche. Säle für Festlichkeiten u. Versamml. Programm unentgeltlich. Carl Koch. Läglich Sonnabends) Stettiner Sänger( 560 Personen fassend) zu allen GelegenAltes Schüßenhaus, Stets wechselndes Linienstraße 5, empfiehlt seine Festsäle heiten. 7336 Programm. Etablissement Anfang Sonnt. 7 Uhr, Wochent 8 Uhr. Entree 50 Pf. Borverkauf Billets Sonntags teine Giltigkeit. Moabiter Gesellschaftshaus. Alt Moabit 80 u. 81. Täglich: Theater- und SpezialitätenVorstellung sowie Concert. Anfang 4 Uhr. Süd- Ost Inhaber: Carl Ulrich, Waldemarstrasse 75. Säle frei. noch 1147b Neues Club- Haus 72. Kommandantenstr. 72. p. p. Vereinen u. Gesellschaften zu Empfehle meine 4 Säle den Festlichkeiten, Commersen, Verfammlungen etc. 1244b Salon, Sebastianstr. 39. Zages Ordnung: Vortrag des Genossen R. Millarg über:„ Die wirthschaftlichen Umwälzungen und die Arbeiter". Diskussion und Vereinsangelegenheiten. 381/10 Auch sind in dieser Versammlung Billets zum 11. Stiftungsfest am Sonnabend in der Brauerei Friedrichshain zu haben. Rege Betheiligung der alten Kampfgenossen erwartet bestimmt Der Vorstand. Verein zur Wahrung der Interessen der Gastund Schankwirthe Berlins u. Umgegend. Am Freitag, den 18. Auguft, Nachmittags 5 Uhr, bei Kuhlmey, Schönhauser Allee 28: Mitglieder- Versammlung. Tages Ordnung: 1. Die Bierfrage. Referent: Kollege Brunzlow. 2. Die Preisdrückungen in unserm Gewerbe. 3. Aufnahme neuer Mitglieder. 4. Vereinsangelegen162/17 Stollegen, pünktlich zu erscheinen. heiten und verschiedenes. Der Wichtigkeit der Tagesordnung wegen ist es Pflicht eines jeden Der Vorstand. Vereins- Versammlung Schmiedel's Festsäle, des Frauen- u. Mädchen- Bildungsvereins des arbeit. Volkes Alte Jakobstrasse 32, empfehle meine hocheleganten Säle Jeden Sonntag: Tanzkränzchen. zur Abhaltung jeder Art Festlichkeiten. Anfang 5 Uhr. Saal für Vereine u. Gewerkschaften zu Bersammlungen und jeder Art Fest lichkeit steht zur Verfügung. 4649L Einige Sonnaben de sind noch frei B. Nieft's Festsäle, Weberstr. 17, empfiehlt sich zur bevorst. Saison den Vereinen zu Festlichkeiten u. VersammEntree 30 Pf., refervirter Play 50 Pf. lungen. Saal gratis u. sonstige toulante 4127L* Helmuth Peters, Bedingungen. 34412* Wwe E. Schmiedel. für Berlin und Umgegend( Filiale Moabit) am Mittwoch, den 16. August, Abends 812 Uhr, im Lokale des Herrn F. Hermerschmidt, Perlebergerstraße Nr. 28. Tages- Ordnung: Um zahlreiches Erscheinen bittet Der Verstand. 411/2 1. Vortrag des Herrn Dr. Went:" Gesundheitspflege und die Frau Achtung! Allen Freunden und Genoffen zur Nachricht, daß ich mein in der heutigen Gesellschaft. 2. Diskussion. 8. Aufnahme neuer Mitglieder. Weiß- und Bairisch- Bierlofal von 4. Verschiedenes. der Schmidtstr. 31 nach Chamisso plat 5 verlegt habe. Achtungsvoll. Praktischer Neue Rossstrasse 3. Zahnarzt 12336* A. Märten. Schmerzlos: Zahnstehen, Füllen, Bahnerfat. Theilzahlung. Poliklinik umsonst. Möbel Spiegel und Polster- Waaren. Ausstattungen in Mahagoni u. Nußbaum; Küchenmöbel empfiehlt; Preislisten auf Wunsch franco. Berlin S.0., Franz Tutzauer, snickerstr. 25. Berantwortlicher Redakteur: Wilhelm Schröder in Berlin. Drud und Verlag von Mag Bading in Berlin, SW, Beuthstraße 2. Hierzu eine Beilage. R Beilage zum„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Jr. 191. Die Cholera. Mittwoch, den 16. August 1893. 10. Jahrg. Gerichts- Beitung. zu fürchtende Darmverschlingung, die unter diesen Umständen sechsjährige Johanna Häring, Drensestr. 9 bei den Eltern wohnleicht möglich war, machte die Aufregung nur noch größer. In haft. Sie erlitt einen komplizirten Unterschenkelbruch und beDie Cholera ist in Belin. Der Reichs- Anzeiger" ver- einigen Wagenabtheilungen machte man sich die Lage etwas er findet sich ebenfalls im Krankenhause Moabit. 4. Die Schutzöffentlicht Folgendes:" Unter der polnischen Arbeiterschaft im träglicher, indem man stand und sich rechts und lints an mannsfrau Katharine Kozinski, Birkenstr. 13, und 5. der MechaEndlich Wittenberge. den Trägern festhielt. Schreiber nifer Emil Lange, Dreyfestr. 9, haben Verlegungen am Kopfe Often Berlins sind in den letzten Tagen Erktungen an Brechdurchfall vorgekommen, von denen sich bei der fteriologischen dieses ist viel gereist, hat aber noch nie einen solchen erlitten. 6. Der Weber August Lucas, Marienstr. 8 wohnhaft, Untersuchung drei als Cholera herausgestellt haben. Ausbruch der Empörung Beamten gegenüber erlebt, wie erlitt eine bedeutende Quetschung des rechten Fußgelenks. Die Die Ver muthung spricht für eine Einschleppung aus Russisch- Polen. der, der sich nun ereignete. Alles stürzte zugleich aus den übrigen 4 Personen sind leichter verletzt. Nachmittags gerieth Wagen und versuchte von dem dienstthuenden Stations- ein Arbeiter vor dem Hause Chausseestr. 19 beim Besteigen eines Seitens der Behörden sind sofort die umfassendsten Maßregeln beamten und dem Zugführer Abhilfe des Uebelstandes zu er in der Fahrt befindlichen Arbeitswagens unter die Räder und ergriffen worden, so daß die Erwartung berechtigt erscheint, langen. Die Beamten blieben jedoch allen Protesten gegenüber erlitt eine so bedeutende Quetschung des Fußes, daß seine Ueberdaß der Gefahr einer weiteren Ausbreitung der Krankheit vor daß der Gefahr einer weiteren Ausbreitung der Krankheit vor- vollständig unzugänglich, die einzige Konzession war das Ver- führung nach der Charitee erforderlich wurde. Im Laufe des gebeugt ist." sprechen, Maschine und Wagen sofort nach der Ankunft in Berlin Tages fanden drei Brände statt. Gumbinnen, 12. Auguft. Grenzberichte melden eine untersuchen lassen zu wollen. Der größte Theil der Reisenden, Zunahme der Cholera in den russischen Grenzbezirken. Man be- dadurch erschreckt, eine Nacht auf dem Bahnhof zubringen zu fürchtet eine Einschleppung durch Schmuggler. müssen, von Familiengliedern in Berlin erwartet, oder durch Petersburg, 14. August. Nach dem heute veröffent- sonstige zwingende Gründe veranlaßt, bestieg den Marterkasten lichten Bulletin über den Stand der Cholera in Rußland sind aufs neue. In Wittenberge zurück blieben sieben Personen, darin der Stadt Moskau in der Zeit vom 5. August bis 7. Auguft unter zwei Damen und ein Kind( die eine der Damen war an der Cholera 68 Personen erfrankt und 23 Personen gestorben. guter Hoffnung), und diese waren nun verurtheilt, mitten in Jm Gouvernement Moskau erkrankten in der Zeit vom 30. Juli der Nacht fünf Stunden auf den nächsten Personenzug Gewerbegericht. Ein, Musterbau", wie der Vors bis 5. August 27 und starben 9, im Gouvernement Bessarabien zu harren. Ein Protest im Beschwerdebuch war Sas sisende sich ausdrückte, beschäftigte am 12. Auguft eine Extrasind vom 30. Juli bis 5. August 12 erkrankt, 6 gestorben, in der einzige Mittel, das den Zurückbleibenden zur Verfügung stand. sigung der Kammer III. Zunächst handelte es sich um eine im Stadt Warschau vom 3. auf den 4. August 1 Erkrankung, Nur die schnelle Weiterfahrt hinderte, daß nicht alle Mit- Interesse von 21 Maurern gegen die Firma Tusch u. 2ükten 1 Todesfall; Gouvernement Wladimir vom 30. Juli bis 5. August fahrenden ohne Ausnahme den Protest unterzeichneten. Der angestrengte Klage des Maurerpolirs und Kolonnenführers 23 Erkrankungen, 5 Todesfälle; Gouvernement Wolhynien vom dienstthuende Stationsbeamte erklärte später, fein Recht zu haben, Bartelt auf Zahlung von 143 M. rückständigen Lohn, sowie 30. Juli bis 5. August 13 Erkrankungen, 3 Todesfälle; eine Aenderung des in Hamburg zusammengestellten 8uges vor einer Lohnentschädigung im Betrage von 96 M.; er hielt sich Gouvernement Wjätka vom 30. Juli bis 5. Auguft zunehmen, so lange nicht Maschine oder Wagen beschädigt seien. für ungesetzlich entlassen. Die sehr umfangreiche Beweisaufnahme 13 Erkrankungen, 7 Todesfälle; Gouvernement Grodno An dem Schleudern der Wagen trage die schnelle Fahrt Schuld. ergab folgenden Sachverhalt. Die beklagte Firma hatte in der vom 30. Juli bis 5. August 101 Erkrankungen, 27 Todes Auf den Einwand, daß in andern Ländern die Fahrgeschwindig- Fidicinstraße einen Bau aufzuführen und überließ es dem jefälle; Gouvernement Jekaterinoslaw vom 30. Juli bis teit eine noch weit gesteigerte sei, ohne diesen Uebelstand im Ge- weiligen Polier, die Maurer zu engagiren und selbst die Stelle 5. August 3 Erkrankungen, 3 Todesfälle, Gouvernement Rafan folge zu haben, hatte er feine Erklärung. Jedenfalls muß es eines Kolonnenführers einzunehmen. Eine solche Stellung bevom 23. bis 29. Juli 39 Erkrankungen, 13 Todesfälle, Gou- auf das schärfste verurtheilt werden, daß ein Stations- fleidete auch der Kläger Bartelt. Mit ihm war ein Kontraft vernement Kiew vom 30. Juli bis 5. August 290 Erkrankungen, vorstand auf einer Station wie Wittenberge, die zu den bedeu- geschlossen worden, daß es für 1000 Steine so und soviel gebe 91 Todesfälle, Gouvernement Nishni- Nowgorod vom 29. Juli bis tendsten und bestausgerüstetsten Deutschlands zählt, nicht die Be- und daß nach jeder Balkenlage der Verdienst ausgezahlt werde. 5. Auguft 258 Erkrankungen, 102 Todesfälle, Gouvernement Orel fugniß hat, andere Maschine oder Wagen einzustellen, wenn die Da es mit der pünktlichen Auszahlung immer haperte, fahen sich vom 29. Juli bis 5. August 327 Erfrankungen, 110 Todesfälle, Reisenden einstimmig erklären, daß eine Weiterfahrt für sie un- die Maurer und ihre Helfer zur Einführung des Martensystems Gouvernement Pensa vom 29. Juli bis 5. August 1 Erfranfung, erträglich sei und Leben und Gesundheit gefährde. Die Unter- An-( Budikermarken) gezwungen. Der Budifer sollte ebenfalls nach Gouvernement Podolien vom 29. Juli bis 5. Auguft 484 Er- gestellten hielten mit ihrer Meinung nicht zurück und gaben an, Fertigstellung jeder Balkenlage fein Geld bekommen; sonderbarer frankungen, 175 Todesfälle, Gouvernement Szamara vom 23. bis daß die betreffende Maschine abgenügt sei und der zumeist in Weise hatte dies, wie aus der Verhandlung hervorging, Herr 29. Juli 31 Erkrankungen, 8 Todesfälle, Gouvernement Szim Betracht kommende Wagen Nr. 216 längst hätte ausrangirt sein Tusch, also einer der Arbeitgeber, mit ihm vereinbart. Bevor birst vom 29. Juli bis 5. August 10 Erkrankungen, 1 Todesfall, müssen. Möge dem Herrn Eisenbahnminister diese Klage zu die zweite Baltenlage fertig war, wurde Bartelt entlassen, weil Gouvernement Chartow vom 29. Juli bis 5. August 12 Er Dhren fommen und ihm Veranlassung geben, eine derartige un er angeblich seine Pflichten vernachlässigt haben sollte; Geld er frankungen, 9 Todesfälle, Gouvernement Ufa am 8. August 3 Er würdige und gesundheitsgefährliche Behandlung des reifenden hielt er nicht. Er hätte, so wurde gesagt, nicht für Ruhe und frankungen, Gouvernement Chersson vom 1. bis 8. August Publikums zu verhüten. Der hier so bescheiden ausgesprochene Ordnung gesorgt, sei böswillig von der Arbeit fortgelaufen und 50 Erkrankungen, 18 Todesfälle, 18 Todesfälle, Gouvernement Poltawa Wunsch dürfte wohl kaum Aussicht haben, in Erfüllung zu Regelschieben gegangen, die Arbeiter hätten durch sein Veram 3. August 6 Erkrankungen, 3 Todesfälle, Gouvernement gehen. schulden öfter nicht gearbeitet und einmal sogar eine Landpartie Minst am 5. August 10 Erkrankungen, 4 Todesfälle, Gouverne gemacht ein wahres Sündenregister! Der Maurer Grube ment Jaroslaw vom 2. bis 8. August 39 Erkrankungen, Eine Blutthat, durch welche das Leben von acht Personen wurde nun Polier. Er hat 143 M. erhalten, um sie an die 15 Todesfälle, im Dongebiet vom 6. bis 9. August 354 Ertran- gefährdet wurde, ist am vergangenen Sonntag auf der Ober- ehemalige Kolonne Bartelt auszuzahlen, that das aber nicht, fungen, 147 Todesfälle. Choleraverdächtige Erkrankungen fanden havel in der Nähe der Dampferhaltestelle Restaurant Berge- fondern gab eine fleinere Summe dem Budiker für den be Leuten kreditirte Waaren statt im Gebiet von Atmolinst vom 27. Juli bis 1. August 16 mann"( Amtsbezirk Tegel) verübt worden. Ueber die empörende treffenden und befriedigte mit eine ( davon 7 Todesfälle), in der Stadt Drenburg vom 30. Juli bis Angelegenheit machen uns mehrere Augenzeugen übereinstimmend dem Rest eigene Forderung, sich so am Gelde 5. August drei. folgende Mittheilungen: Der Anglerklub Aalemann" hatte am anderer schadlos haltend. Bartelt fuchte hierauf die In dem Bezirke Nadworna ist ein neuer Cholerafall vor Sonnabend fein alljährlich um diese Zeit stattfindendes Anglerfest 143 M. zu erlangen, die ihm eigentlich hätten ausgekommen. In Delatyn find zwei Personen an Cholera ge- im Restaurant Wilhelmsruh" bei Spandau abgehalten und be gezahlt werden müssen, indem er sich an das Gewerbegericht storben. schlossen die Mitglieder, am Sonntag früh eine Wasserpartie nach wandte; er handelte im Einverständniß mit denjenigen, welche Cilli( Steiermark), 12. August. Ein aus Ungarn zuge. Heiligensee zu unternehmen. Der Ausflug wurde auch bis zu dem diese Summe zufammen verdient hatten. Die Beklagten, Tusch Cilli( Steiermark), 12. Auguft. Gin aus Ungarn zuge- Restaurant Bergemann ausgeführt, und dort traf man neue und Lükken, wurden verurtheilt, die beanspruchten 239 M. an den reifter Arbeiter ist hier an Cholera gestorben, wie amtlich fest Boote mit Mitgliedern des Vereins, die dort geangelt hatten. Kläger zu zahlen und die Kosten zu tragen; sie haften solidarisch Die kleine Flotille wollte sich an der Partie betheiligen und die dafür. Ihre Verurtheilung bezüglich der 143 M. rückständigen Lemberg, 15. August. In Mikulicyn, Delatyn und Stähne wurden von dem Dampfer in Schlepptau genommen. Bei Lohn erfolgte mit Bezugnahme auf die prinzipielle Entscheidung, Dobrotow find je zwei Todesfälle und in Tartarow ein Todes- dem Zusammenkoppeln der Boote gerieth der auf dem ersten der nach welcher der Arbeitgeber- Poliere, Vorarbeiter, Kolonnenfall an Cholera vorgekommen. In Tulukow, Bezirk Sniatyn, artigen Fahrzeug befindliche Vorsitzende des Vereins, Steinmetz führer find feine Arbeitgeber auf jeden Fall für die richtige find am 10. d. M. eine Cholera- Erkrankung und gestern drei Thoms, in Berlin wohnhaft, mit dem Schornsteinfeger Flesch Entlohnung seiner Arbeiter haftbar ist. Die Berurtheilung beneue Erkrankungen vorgekommen, von denen eine tödtlich mann aus Charlottenburg in Streit: der Steinmetz schlug seinen treffs der Lohnentschädigung für 14 Tage mußte erfolgen, weil verlief. Gegner mit der Ruderstange derartig über den Kopf, daß F. be- der Kläger die Behauptungen, daß er böswillig die Arbeit verwußtlos zusammenbrach. Zwei in demselben Boote befindliche Herrn lassen habe u. f. w., als nicht zutreffend nachwies. Die Landund eine Dame wollten das heftig schaukelnde Fahrzeug ver- partie entpuppte sich als eine Nachhaufefahrt per Kremser, die laffen, weil Th. auf dem am Boden liegenden F. herumtrat und nach Feierabend vor sich ging; Regel wurde in der Mittagihn mit den Stiefelabsätzen furchtbar zurichtete. Sie sprangen stunde und bei Regenwetter geschoben, als so wie so nicht geauf den zweiten Kahn, durch die heftige Bewegung aber schlugen arbeitet werden fonnte, und etwas gebummelt" während der die Fahrzeuge um und die Insassen, insgesammt 8 Personen, Arbeitszeit wurde, weil man unwillig darüber war, daß man so stürzten in die Fluthen der Havel. Hilfe war glücklicher Weise sehr lange auf Geld warten mußte. sofort zur Stelle, und auch der bewußtlose Schornsteinfeger F. wurde herausgezogen und vorläufig in einem Pferdestall unter Ronstantinopel, 15. August. Die nach der Türkei ver- gebracht, um dann gegen Mittag auf Anordnung der zu spät tehrenden Personenzüge werden in Mustapha- Pascha angehalten benachrichtigten Gendarmerie nach dem St. Paul- Gerhardtfti ft tehrenden Personenzüge werden in Mustapha- Pascha angehalten und unterliegen einer dreitägigen Beobachtung. Die Reisenden in der Müllerstraße überführt zu werden. Der Zustand des werden ärztlich untersucht und die Gepäckstücke desinfizirt. Die Mannes ist sehr bedenklich, es sind alle Symptome einer starken Provenienzen von den Küsten Bulgariens und Dstrumeliens Gehirnerschütterung vorhanden und es ist fraglich, ob der Verwerden, sofern dieselben Reisende betreffen, einer fünftägigen letzte dem Leben erhalten bleiben wird. Der Thäter Th. ist sofort verhaftet worden. Quarantäne unterworfen, ohne Reisende einen Tag lang beobachtet. Die bestehende zehntägige Quarantäne für Herkünfte aus dem Golf von Smyrna ist auf die Herkünfte von den ganzen Küstengebieten des Bilajets Aidin ausgedehnt worden. gestellt wurde. Bukarest, 11. August. Nach dem heute veröffentlichten Cholera- Bulletin tamen gestern in Braila 14 Erkrankungen und 6 Todesfälle an Cholera vor, in Sulina 11 Erkrankungen und 16 Todesfälle und in Cernavoda 6 Erkrankungen und 1 Todesfall. Bukarest, 15. Auguft. Vom 14. auf den 15. d. m. famen in Braila 12 Erkrankungen und 6 Todesfälle an Cholera vor, in Sulina 14 Erkrankungen und 12 Todesfälle, in Gernawoda 9 Erkrankungen und in Galah 11 Erkrankungen. Tokales. Nach Erledigung der Sache Bartelt wider Tusch und Lütfen tamen Klagen der Maurer Zeichner, List, Schu bert, Wolff, Kretschmar, Schmidt, Blumenberg, Graul und Schmidt( Arbeiter) gegen Lüffen zur Werhand: lung, welche allesammt rückständigen Lohn betrafen. Bald nach der Entlassung des Poliers Bartelt war der Geldmann Tusch aus der Firma ausgeschieden, weshalb sich diese Klagen nur gegen Lütfen richten konnten; die betreffenden stammen nämlich aus der Zeit, in der Grube Polier war. Einen Theil der Forderungen erkannte der Beklagte an; er hätte sich verpflichtet, Noch nicht aufgeklärt ist ein Leichenfund, der gestern meint er, diese Ansprüche nach dem Richten zu erfüllen. Von Nachmittag zwischen 1 und 2 Uhr auf dem Grundstück Holsteiner den übrigen, größeren Posten weiß er nichts". Er be User 4 gemacht wurde. Dort bemerkte ein im Nebenhause hauptet, Grube das Verdiente richtig", wenn auch Nr. 5 wohnender Mann auf einem unter einem Schuppen nicht immer zur rechten 3eit" ausgezahlt zu haben. stehenden Rollwagen den Leichnam eines noch jungen Mannes, auf das„ Warum nicht?" des Richters antwortet er, es hätte in dem später der 28 Jahre alte Maurer Wilhelm Scharzell er- nicht immer gelangt", was er von dem Mann, fannt worden ist. Ueber die Todesursache hat sich bisher ebenso der ihm das Geld zum Bauen) gab," erhielt. Grube wenig ermitteln lassen, wie darüber, auf welche Art der Mann bestritt, den vollen Lohn richtig ausgezahlt" erhalten zu haben. auf den Rollwagen gelangt ist. Unmöglich ist nicht, daß er von einem einmaligen Weniger von 262 M. habe er 62 M. nachdafelbst hat nächtigen wollen und dabei vom Tode ereilt träglich befommen. Davon habe etwa die Hälfte der Budiker An öffentlichen Fuhrwerken besitzt Berlin 3. 3. 7968 Geworden ist. erhalten, das Uebrige liege bei ihm zu Hause". fährte und zwar 2480 Droschten 1. Klasse, 3445 2. Klasse und weshalb er das Geld nicht 149 Gepäckdroschten, gleich 6074 Droschten insgesammt. Ferner Den Erstickungstod fand am Sonntag früh ein vier Der Vorsitzende frägt ihn, weshalb 336 Omnibusse, wovon 186 der Allgemeinen Omnibus- Attien- Monate alter Knabe gleich nach der Rückkehr der Eltern aus wenigstens ausgezahlt hätte. Na, es ist ja niemand gesellschaft, 128 der Großen Berliner Omnibus- Gesellschaft und dem Seebade. Der traurige Vorgang betrifft die Familie des bei mir gewesen und hat etwas verlangt," 19 der Dampfstraßenbahn- Gesellschaft gehören. Thorwagen sind Arztes Dr. Schönheimer, Elsasserstr. 44, der erst am Sonnabend war die Antwort. Hiergegen protestiren die Kläger laut; fie 266 vorhanden und zwar 112 Ein- und 154 Zweispänner. Die aus dem Erholungsaufenthalte an der See hierher zurückgekehrt seien wohl dagewesen, nur habe man ihnen jedesmal vorZahl der Pferdebahnwagen beträgt 1292, von welchen 1048 der war. Beim Schlafengehen war der kleine Sohn Franz noch geredet, er wäre nicht zu Hause. Gegen Grube werden von Großen Berliner, 139 der Neuen Berliner und 105 der Berliner durchaus gesund, wurde aber am nächsten Morgen als Leiche einigen der Kläger schwere Beschuldigungen erhoben, ste stellen Pferdebahn- Gesellschaft gehören. Gegen das legte Vierteljahr in dem Kinderwagen, in dem er schlief, aufgefunden. Soviel ihm in Aussicht, vor den Strafrichter zu kommen. Der Arbeiter hat eine Vermehrung der öffentlichen Fuhrwerke um 148 ftatt- bis jetzt zu übersehen ist, hat das Kind den Erstickungstod er- Bartel sagt aus, er hätte Grube nach einer Lohnzahlung über den nach dem Tempelhofer Felde zu gelegenen gefunden, darunter eine Vermehrung der Pferde- Eisenbahnwagen litten. Bauzaun helfen müssen, damit derselbe sich um 25 und der Omnibusse um 27. Polizeibericht. Am 14. d. M. Vormittags sprang eine den stürmischen Forderungen der Maurer und Ueber eine böse Fahrt von Hamburg nach Berlin geht der etwa 50 Jahre alte Frauensperson gegenüber dem Grundstück Arbeiter nach 2ohn entziehen konnte. Bezeichnend " Post" von einem Abonnenten folgende Wittheilung zu: Der Reichstags- Ufer 5 in die Spree, wurde jedoch noch lebend aus für den Musterbau der Herren Lütten und Genossen ist die Ausdie Kläger fungirten zum Nachtschnellzug, der am 12. d. M. Abends 8 Uhr 15 Minuten dem Wasser gezogen und nach der Charitee gebracht. Als Vor- fage eines Klägers und Zeugen Hamburg verließ, um nach einmaligem Aufenthalt in Witten mittags gegen 111/2 Uhr beim Einzuge des 4. Gade- Regiments in Theil gegenseitig als Zeugen- daß 14 Tage lang tein berge um 11 Uhr 53 Minuten Nachts Berlin zu erreichen, die Kaserne viele Tausende von Zuschauern die in der Nähe der Lohn gezahlt worden ist und daß dann noch schleuderte von Anfang an und, abgesehen von der Durchfahrt Raferne belegenen Straßen besetzt hielten und von der Invaliden- Unverheirathete zurück stehen mußten, damit burch die einzelnen Stationen, fo ununterbrochen, daß sich der straße her eine zurückkehrende Schwadron Ulanen anritt, fletterten, ältere, verheirathete Kollegen nur einige Reisenden bald Unwillen, später aber die größte Aufregung be- wie von Augenzeugen bestätigt wird, mehrere unbekannt ge- Mart mehr erhielten. Grube vertheidigte sich damit, mächtigte. Da der Zug, wie gesagt, nirgends Aufenthalt hatte, bliebene Personen an den die Mauerpfeiler verbindenden daß er nicht mehr hätte auszahlen tönnen, wie ihm gegeben wurde. so war an eine auch noch so turze Erholung nicht zu denken. Gittern der Umwährung des Ausstellungs- Partes empor, um Nach eingehendem Verhör des Beklagten wurde festgestellt, daß der Aus demselben Grunde war es unmöglich Beschwerde zu führen, von dem oberen Mauerabsatz aus beffer sehen zu tönnen. Mann, der ihm das Geld gab", Fuhrherr Lindner, die übrigen zu dem umzufieigen, oder einen Wagenwechsel zu veranlassen. Infolge des dadurch einseitig am Gitter hängenden Gewichts erwähnten Weniger von 262. gehörenden 200 m. einfach an Viele Hände griffen während dieser peinlichen zwei gaben die Pfeiler nach und stürzten mit den Gittern Stelle der in Betracht kommenden Arbeiter ohne ihr Wissen dem Stunden nach dem Nothsignal, doch ohne daß schließlich diese auf das dicht davorstehende Publikum herab, wobei zehn Per- Budifer abgeliefert hat. Dieser hatte die Summe noch zu fordern. Absicht ausgeführt wurde. Der Deutsche entschließt sich bei fonen verlegt wurden, und zwar: 1. Der zwölfjährige Knabe Unter den Klägern befinden sich solche, welche wohl an diesen allen staatlichen Einrichtungen nur schiver, zur Selbsthilfe zu Albert Schröder, Waldstr. 48, bei der Mutter wohnhaft. 200 M. als Lohn partizipiren, aber nach ihrer Aussage feine greifen, besonders wenn, wie hier, eine Strafandrohung winkt. Er erlitt eine Quetschung der Hüfte und anscheinend innere Ver- Marken des Budikers benutzt haben. Die Kläger begründeten Es mußte ja endlich Wittenberge erreicht werden und damit das letzungen. 2. Die verehelichte Diener Scharf, Alexander Ufer 3 einzeln ihre Forderungen. Das Gericht ging bei seinem Urtheil, Ende der Leiden, denn Uebelkeiten und bedenkliche Unterleibs wohnhaft, welche Verletzungen am Kopfe und Unterleibe erlitten das in allen Fällen zu ungunsten des Beklags schmerzen hatten sich bereits bei allen Reisenden eingestellt. Eine hat; sie wurde nach dem Krankenhause Moabit gebracht. 3. Dielten ausfiel, davon aus, daß nach§ 115 der Gewerbe Ordnmig der Lrhn kxiar ouZgezadlt werden müsse und daß nach einem weiteren Paragraphen alle dem zuwiderlaufenden Verträge nichtig sind. Verurtheilt wurde L u k k e n zur Zahlung von 23,05 M. an Zeichner, von 38 M. an List, von 109 M. au Schubert, von 18,80 M. an Wolfs, von 16,60 M. an Kretschmar, von 16,50 M. an Schmidt, von 40,73 M. an B a r t e l(Arbeiter), von 16,25 M. an Blumenberg und von 34,80 M. an Graul. Auf Antrag der Kläger wird gegen Lükken das schleunige Arrestverfahren eingeleitet. Der Gerichts- Hof hat alle vorliegenden Entscheide einstimmig gefaßt. Die Art und Weise, in der auf dem fraglichen Bau gewirthschaftet wurde, erfuhr sowohl vom Gerichtsvorsitzenden wie von den Bei- sitzern schärfste Kritik. Drei und eine Halde Stunde dauerte die Verhandlung. Unterschlaanngen in Höhe von über 2000 M. hat sich der Buchhalter Pogrzeba zu Schulden kommen lassen, welcher gestern aus der Untersuchungshaft der Ferien-Strafkammer hie- figen Landgerichts I vorgeführt wurde. Der Angeklagte war seit längerer Zeit bei den Hof-Goldschinicden Sy u. Wagner als Buchhalter angestellt und genoß als solcher das denkbar größte Vertrauen seiner Chefs. Wie sich nachträglich durch mühsame Feststellungen aus den Büchern ergeben hat, ist dieses Vertrauen von dem Angeklagten schon seit geraumer Zeil schiröde getäuscht worden. Derselbe hat fortgesetzt mit Hilfe falscher Eintragungen in die Bücher von den Geschäftsgeldern größere und kleinere Summen unter- schlagen, bis er eines Tages auf frischer That entdeckt wurde. Er mußte zugestehen, in mindestens 45 Fällen eine Summe von 2265 M. sich widerrechtlich angeciguct zu haben. Wo diese große Summe in der verhältnißmäßig kurzen Zeit geblieben ist, ver- mochte der Vorsitzende aus dem Angeklagten nicht herauszuholen. Der letzlere behauptete, daß er»ach und nach in Schulden ge- rathen sei, weil fein Gehalt zu der Lebenshaltung, wie sie in dem Geschäfte gefordert wurde, nicht ausgereicht habe. Es scheint aber, als od auch hier die Frage„oü est la temme nicht unberechtigt wäre. Der Gerichtshof verurtheilte den An» geklagten, indem er eine fortgesetzte Handlung annahm, zu einem Jahre Gesängniß. „Kellner, ein englisches Beefsteak, recht durchgebraten, dazu einen Schoppen lllüdesheimer!" so rief ein Herr, welcher im Juni in ein Restaurant der Friedrichstraße eintrat. Das Aeußere dieses Herrn verrieth nicht gerade übergroße Vornehm« heit, indessen lag in dem befehlenden Tone, mit welchem die Worte gesprochen wurden, etwas, was dem Kellner imponirte, denn dieser beeilte sich, das Verlaugte herbeizuholen. Der Fremde verzehrte ruhig sein Beefsteak und wendete sich dann erst zu seinem Schoppen Rüocsheimcr. Mit sachverständiger Miene schlürfte er diesen langsam und prüfend, winkte dann mit vornehmer Herablassung den Wirth heran und sagte ihm verschiedene Schmciche- leien über die Güte des Weines. Der Wirth war viel zu koulanl, als daß er diesen Wink des Fremden, eine Unterhaltung mit ihm anzuknüpfen, nicht hätte verstehen sollen. Man sprach über dies und jenes, schließlich aber führte der Fremde ganz allem das Wort und dieses gruppirte sich stets um seine werthe Person. So vernahm denn der Wirth, daß der Fremde eben erst aus Ostpreußen hier angekommen war, um ein größeres Kapital zu erbeben, um damit ein Geschäft einzurichten. Im Laufe der Erzählung wurde der Fremde immer lebhafter, er de- stellte eine Flasche Champagner, stürzte während des Sprechens hastig jedes Glas hinunter und hatte beim letzten Tropfen schon wieder die Flasche in der Hand, um das Glas von neuem zu füllen. Allmälig wurde die Zunge des Fremden immer schwerer, sein Haupt senkte sich auf die Brust hernieder und er schien bald fest zu schlafen. Ter Wirth entfernte sich auf den Zehenspitzen, um in seiner Privatwohnung selbst der 3iuhs etwas zu pflegen. Kaum war er gegangen, da erhob der Schläfer den Kopf, sah sich forschend nach allen Seiten um, ergriff geräuschlos Hut und Stock und schlich einem nach dem Hose führenden Ausgange zu. Dieser sonderbare Rückzug war jedoch beobachtet worden. In einer Ecke saß Hermann, der Kellner, und wunderte sich, daß ein Herr der so selbstbewußt in das Lokal getreten war, letzteres so klein- laut verlassen wolle, und zwar— ohne bezahlt zu haben. Dieser Gedanke ließ ihn pfeilschnell aus seiner Ecke hcrvorschießen. Er faßte den Fremden, als dieser auf den Hof hinaustreten wollte, am Rockschöße und machte ihm begreiffich, daß er nicht im Schlarassenlande wohne, sondern in Berlin, wo man genossenen Wein ehrlicher Weise auch bezahlen müsse. Der Fremde sah Hermann, den Kellner, mit einem Blick voll tiefen Mitleids an, als wollte er mit Mirza Schaffy sagen: Die Weisen beim Pokale steh'» hoch über der Genieinheit, wie Berge über'm Thale steh'n in fleckenloser Reinheit! Ohne ein Wort zu erwidern, griff er nach einer Tasche, dann in eine andere, dann wieder in eine anders, suchte überall lange und fand nichts, insbesondere kein Geld. Er gerieth aber nicht in Verlegenheit, sondern erklärte, sein vergessenes Portemonnaie aus seinem Hotel sofort herbeiholen zu wollen. Bei Her- mann, dem Kellner, dämmerte nunmehr die Erkenntniß auf, daß hinter einer starken Stimme und einem befehlenden Tone nicht immer starker Geldvorrath zu suchen sei. Er erklärte des- halb, zur Sicherheit gleich mitgehen zu wollen und als ihn der Fremde kreuz und quer durch mehrere Straßen geführt hatte, ohne zum Jiele zu gelangen, übergab er denselben einem Schutz- mann. Bei Feststellung der Personalien ergab sich, daß der Erb- schast erhebende Ostpreuße der völlig mittellose Schreiber Pohl und sein„Hotel" eine Schlafstelle war, die er noch zu bezahlen hatte. Da nach Ausweis seiner Personalien an jenem Tage sein Gebiirtstaa war, so ist wohl anzunehmen, daß er sich die Zech- Prellerei als sinnigste Art der Geburtstagsfeier ausgewählt halte. Vor Gericht wollte er beweisen, daß der Wirth nur Zivilansprüche an ihn habe. Der Gerichtshof war aber so unhöflich. Betrug als vorliegend anzunehmen und den Gourmet zu 2 Monaten Gefängniß zu verurtheilen. Soziale Äebovlirhl. Ein sonderbarer Fall von Nuternchmer- Humanität und zugleich ein Beitrag zur lex Heinze ist in Regcnsburg an das Tageslicht gekommen. Wie allgemein üblich, so müssen sich die Arbeiter sowohl wie die Arbeiterinnen der Tabatbranche beim Verlassen der Fabrik einer körperlichen Untersuchung unterziehen, ob sie keinen Tabak gestohlen haben. Das sind vorerst die Blüthen unserer kapitalistischen Ausbeutung; denn wenn gerade diesen Arbeitern ein auskömmlicher Lohn geboten wäre, so brauchten sie sich nicht auf die Art und Weise vielleicht gar nur einen Schmalzler zu verschaffen. I» RegenSburg hat es nun der Direktor der Tabakfabrik von Gebrüder Bcrnard(deren Hauptvertretung in Offenbach a/M. ist) fertig gebracht, diese Untersuchung in der ordinärsten Weise vornehmen zu lassen. Da sich nämlich vor ca. 14 Tagen in ihren Büchern ein Manko von 300 M. heraus- stellte und man nicht weiß, wo es fehlt, so müssen natürlich die Arbeiter oder Arbeiterinnen das Fehlende gestohlen haben und es werden infolge dessen jetzt bei jedesmaligem Verlassen der Fabrik drei Arbeiterinnen herausgesucht, welche sich bis auf das Hemd ausziehen müssen, um von der Frau des Portiers untersucht zu werden. Auf die Interpellation der Arbeiterinnen erklärte der humane Herr Direktor, es liege ihm gar nichts daran und wenn es die ganze Stadt wüßte. Weil einige Arbeiterinnen infolge solcher Kom- promittirung regelrecht kündigten, mußten sie sofort gehen, trotz- dem der ß 7 der Arbeitsordnung die Kündigungszeit als die gesetzliche bezeichnet und sogar noch aus§ 122 hinweift. Wo bleibt da das Gesetz und wo bleibt die Sitte? Bemerkenswerth ist die Stellung, die der Fabrikinspektor des Bezirks den Arbeiterinnen gegenüber einnimmt. Als die betreffenden Per- sonen, so meldet die„Fräuk. Tagespost", um ihr Recht, d. h. ihren 14täglgen Lohn klagten und bei der Verhandlung ein solches Vorgehen der Direktion als ein genieines bezeichneten und erklärten, daß sie zu viel Schamgefühl besäßen, um sich einer solchen Anordnung zu unterziehen, da sagte Herr Rechtsrath Fauner:„Ach, gehen Sie mit Ihrer Scham!" Diese Aeußerung spricht ganze Bände über die Stellung, die das weibliche Proletariat in den Augen der herrschenden Klasse einnimmt. Ucber die Ergebnisse und die Vertheilung der Ein- konimcnstcner 1892 93 bringt das jüngst erschienene„Stat. Jahrbuch für den preußischen Staat" eine Anzahl von ver- gleichenden Tabellen, denen wir folgendes entnehmen: Bei einer rechnungsmäßigen Bevölkerung von 29 895 224 Per- sonen sind un ganzen 2 437 386 Zensiten zur Einkommensteuer veranlagt, darunter 2023 nicht physische Personen. Abgesehen von diesen kamen auf 100 Einwohner 8,15 zur Einkommensteuer veranlagte. Auf dem Lande sind 1 025 735 Personen oder 5,68 pCt. der Bevölkerung, in den Städten 1 410 073 oder 11,92 pCt. zur Steuer veranlagt. Die Zahl der Einkommen- steuerpflichtigen ist also in den Städten mehr als noch einmal so groß wie auf dem Lande. Von den einzelnen Regierungs- bezirken hatte, wenn nian von Berlin mit 18,92 pCt. absieht, verhältnißmäßig die»leisten Zensiten Arnsberg mit 14,47 pCt., alsdann folgen Düsseldorf mit 11,24 und Köln mit 10,00 pCt.; serner haben einen hohen Prozentsatz der Einkommen- steuerpflichtigen die Regierungsbezirke Porsdam mit 9,67, Hau- nover mit 9,64, Schleswig mit 9,47, Wiesbaden mit 9,33 und Trier mit 9,22. Die wenigsten einkommensteuerpflichtigen Personen hatten die Siegierungsbezirke Köslin und Bromberg mit je 4,46, Posen mit 3,94 sowie Gumbinnen und Marienwerder mit je 3,82 pCt. der Bevölkerung. Westlich der Elbe hat kein Regierungsbezirk einen Prozentsatz von weniger als 6, so daß die verhältnißmäßig größere Wohlhabenheit des Westens aus diesen Zahlen klar hervortritt. Von dem gesammten Jahresbetrag der Steuer(124 842 848 M.) entfallen 10 050 743 M. auf die nicht physischen Personen; von der städtischen Bevölkerung lwurden 84 334 760 M., von der ländlichen nur 30 451 345 M. ausgebracht. In Berlin ergab die Steuer 22 753 493 M.; von den Regierungsbezirke» brachten am meisten auf Düsseldorf mit 11 778 928 M., Wiesbaden mit 7 873 949, Arnsberg mit 6 362 941. Potsdam mit 6 507 524, Breslau mit 5 963 179, Magdeburg mit 5 839 663, Köln mit 5 624 659 und Schleswig mit 4 631 569 M., am wenigsten Stade mit 964 049, Gumbinnen mit 914 063, Köslin mit 852 342, Osnabrück mit 669 166. Aurich mit 649 358 und Stralsund mit 574 795 M. Auf den Kopf der Bevölkerung entfallen im Staatsdurchschnitt 4,13 M. Einkommensteuer, auf dem Lande nur 1,69, in den Städten dagegen 7,13 M. Ab- gesehen von Berlin niit 14,41 M. Steuer auf den Kopf, war der Betrag bei weitem am höchsten im Regierungsbezirk Wiesbaden mit 9,25; dann folgen Köln mit 6,69, Düsseldorf mit 5,91, Magdeburg mit 5,45, Hannover mit 5,02, Arnsberg mit 4,99, Aachen mit 4.61 und Polsdam mit 4,53 M. auf den Kopf der Bevölkerung; den verhältnißmäßig geringsten Betrag brachten auf Osnabrück mir 2,25,!iönigsberg mit 1,89, Bromberg mit 1,63, Köslin mit 1,54, Posen mit 1,52, Marienwerder mit 1,28 und Gumbinnen mit 1,19 M. auf den Kopf. Zieht man von der Gesammtbevölkerung die Personen ab, welche der Einkommen- steuer nicht unterliegen, weil ihr Einkommen den Betrag von 800 M. nicht übersteigt oder weil sie gesetzlich von der Steuer befreit sind, so bleibt für den Staat eine einkommensteuer- Pflichtige Bevölkerung von 8 943 165, die sich auf Stadt(4 537 612) und Land(4 405 553) ziemlich gleichmäßig verlheilt. Vergleicht man die so ermittelte Personenzahl mit dem Betrage der Steuer, so entfällt auf den Kops der steuerpflichtigen Bevölkerung im Staate ein Betrag von 13,96 M. Steuer; auf dem Lande kommen nur 6,91, in den Städten dagegen 18,59 M. Steuer auf den Kopf. Dein hohen Berliner Betrage von 30,60 M. kommt die Steuer im Rcg.-Bezirk Wiesbaden mit 29,34 M. auf den Kopf sehr nahe(daraus ergrebt sich, daß die Stadt Frankfurt, deren Ziffer nicht angegeben ist, für sich allein erheblich mehr auf den Kopf der Bevölkerung und der Steuerpflichtigen bezahlt als Berlin); alsdann folgen Köln mit 18,15, Breslau mit 18,14, Magdeburg mit 17,24, Aachen mit 16,41, Hannover mit 14,03, Düsseldorf niit 13,75, Potsdam mit 13,46 und Stralsund mit 13,41 M. Steuer auf den Kopf der steuerpflichtigen Bevölkerung. Am wenigsten reiche Leute wohnen in den Regierungsbezirken Köslin mit 7,91, Marienwerder mit 7,41, Gumbinnen mit 7,17 und Trier mit 6,83 M. Steuern auf den Kopf der Einkommen- steuerpflichtigen. Leider ist die Zahl der Einkommensteuer- Pflichtigen in den vorliegenden Tabellen nur für den ganzen Staat, nicht für die einzelnen Regierungsbezirke nach Stufen getrennt. Wir können deshalb nur mitthcileu, daß 2 118 969 Zensiten ein Einkommen von 900—3000 M. hatten, 204 714 ein solches von 3000—6000 M., 55 381 eines von 6000 bis 9500 M., 46 050 von 9500—30 500, 9039 von 30 500 bis 100 000 M. und 1659 von über 100000 M. Ein Einkommen von mehr als 1 Million Mark wurde von 31 Personen ver- steuert, die fünf Höchstbesteuerten hatten ein Einkommen von 1 997 500 M.. 3 337 500 M.. 4 312 500 M., 5 857 500 M. und 6 757 200 M. Die letzten beiden Personen zahlten zusammen jährlich über 500 000 M. Einkommensteuer. Die letzten Ziffern, so meint die„Franks. Ztg." mit Recht, sind allerdings enorm hohe. Aber weder aus dresen, noch aus einer prozentualen Zusammenstellung des Wachsthums der Steuerpflichtigen in den einzelnen Stufen, welcher wir neulich in einigen Blättern begegneten, läßt sich etwas Zuverlässiges über das verhältnißmäßige Wachsthum der kleineren und größeren Einkommen feststellen. Wenn beispielsweise die Einkommen einer der höchsten Stufen von 2 auf 4 steigen, so ist das eine Ver- mehrung von 100 pCt. Wenn dagegen die Einkommen von 5000 M. um mehrere Tausende steigen, so ergiebt sich daraus vielleicht nur eine Vermehrung derselben um 20 oder 25 pCt. Mit prozentualen Vergleichungen allein ist hier nichts anzufangen. Erst wenn das neue Einkommensteuer-Gesetz einige Jahre in Wirksamkeit ist, werden sich aus einer Vergleichung der ab- soluten und prozentualen Entwicklung bestimmte Schlüsse ziehen lassen. FortbildnngSschukwesen. Das Ministerium des Innern hat ein von den Zwickauer städtischen Kollegien aufgestelltes Orlsgesetz betreffs des Besuches der allgemeinen FortbUdungs- schule genehmigt. Dieses Ortsgesetz verpflichtet alle in Zwickau wohnhaften männlichen gewerblichen Arbeiter(Gesellen, Ge- Hilfen, Lehrlinge, Fabrikarbeiter) unter 18 Jahren(auch Aus- länder), welche nicht schon aus grund des königlich sächsischen Volksschulgesetzcs fortbildungsschiilpflichtig sind. bezw. eine gesetz- liche anerkannte Fachschule nicht bereits besuchen, nach ihrem Austritt aus der Volksschule noch drei Jahre lang die hiesige allgemeine Fortbildungsschule zu besuchen. Modernes Sklabenthui». In der Spinnerei von Trüben- bach u. Reißig in Dorsschellenberg in Sachsen sind Plakate an- geschlagen, welche besagen,„daß das Lesen dcr.Volksstimme'hund des „Wahren Jakob" verboten ist. Die Vorgesetzten sind angewiesen, sobald sie eins dieser Blätter bei einem Arbeiter sehen, dasselbe wegzunehmen; verweigert der betreffende Arbeiter die Heraus- gäbe, so tritt sofortige Entlassung ein. Stumm wird sich freuen, daß er am Ende des neunzehnten Jahrhunderts auch noch außerhalb seines Königreichs Schule macht. Der A 137 der Gewerbe- Ordnung. Ein beachtens- werthes Urlheil hat die Mannheimer Ferienstraskammer in einer Anklagesache wegen Uebertretung der Gewerbe- Ordnung gefällt. Der Gendarm Bastian hatte, als er am 14. Januar d. I., einem Sonnabend, nach 5'/, Uhr die Mctte'sche Zigarrenfabrik in Alt- lußheim revidirte, mehrere Arbeiterinnen dabei angetroffen, wie sie ihre Zigarrenmeffer und Nollbretter reinigten. Er erstattete Anzeige wegen Uebertretung des Z 137 G.- O. Das Schöffen- gerichl verurtheilte den Fabrikverwalter Hugo Müller zu einer Geldstrafe von 50 M. Die gegen dieses Erkenntniß eingelegte Berufung Müller's führte heute zur Bestätigung des erstrichter- lichen Erkenntnisses, da auch die zweite Instanz der Ansicht war, daß die sog. Aiifräumnngsarbeiten innerhalb der gesetzlichen Ar- beitszeit zu erledigen sind. JnmingSzopfigeS. Eine Beschwerde gegen den Magistrat als Aussichtsbehörde der Innungen richteten die vereinigten Münchener Bäckergehikfen an die bayerische Regierung. Die Beschwerde Mtzt sich auf einen Regierungsbeschluß vom 11. April 1323, wonach auf eine Eingabe der Bäckergehilfen dahin entschieden wurde, daß von Seile des Magistrats die Bäckerinnung Münchens zu veranlassen sei, die von der Innung eingeführten Arbeitsbücher im Sinne der jetzigen Gewerbe-Ordnung um- zuändern, wenn die Innung nicht vorzieht, die Bücher überhaupt abzuschaffen. Nachdem seit der Regierungsentscheidung bereits vier Monate verflossen sind, ohne daß eine Aenderung im Sinne des Regierungsbeschluffes eintrat, legten die Bäckergehilfen Be- schwerde gegen den Magistrat als Aufsichtsbehörde ein. Nntcrilehmerfrechheit.„Es ist bekannt, so schreiben bürgerliche und auch amtliche Blätter, daß sich das Reichsver- sicherungsamt vor kurzem veranlaßt gesehen hat, die Vorstände der ihm unterstellten Berussgenossenschaften aufzufordern, sich über die mulhmaßliche Ursache der auffallenden Vermehrung der Un- fälle in den Betrieben zu äußern. Das Rcichsversicherungsamt glaubte seinerseits einen Grund in dem Umstände zu finden, daß die Arbeiter anfangs aus Unkenntniß die Anmeldung der Unfälle bei den Berufsgenoffenschastcn unterlaffen und erst im Laufe der Zeit selbst geringsügigere Unfälle augemeldet hätten. Daraus hat u. a. die Norddeutsche Holzberufsgenossenschast erwidert. daß sie einen Mangel an Kenntmß der Bestimmungen des Unfallversicherungsgesetzes bei den Arbeitern nie bemerkt, dagegen mehrfach festgestellt habe, wie Hand in Hand mit dieser Kenntniß eine große Unbescheidenheit und Taktlosigkeit der Verletzten gehe, gleichviel, ob sie aus städtischen oder ländlichen Bezirken slaminten. Die wohlwollendste Behandlung ihrer An- Prüche stelle sie nicht zufrieden. Sosort seien sie mit der Drohung bei der Hand, das Schiedsgericht anrufen zu wollen. Früher sei leicht ein Einverständniß mit den Verletzten zu erziele» gewesen, wenn eine Rentenminderung erforderlich gewesen jei. Jetzt käme es fast immer zu Schiedsgerichtsprozessen selbst bei den geringsten Verletzungen. Andererseits hänge die Vermehrung der Unfälle wohl auch mit dem Bewußtsein der Arbeiter zusammen, s e I b st für Unfälle, die durch Fahrlässigkeiten entstanden ind, entschädigt zu werden. Dies Bewußtsein mache die Leute unachtsam und leichtsinnig. So lange nicht vom Reichs- Versicherungsaml und den Schiedsgerichten die Nichtbeachtung der Unsallverhütungs-Vorschristen bei den Urtheilen mit in Be- trachr gezogen werde, sei eine Abnahme der Unfälle, namentlich der leichteren, nicht zu erwarten." Mit Unternehmertrechheit, so kommentirt der„Wähler" diesen Erguß, bezeichneten wir die obigen Auslassungen der Norddeutschen Holz-BerufSgenossenschaft, und wahrlich, ist man es auch gewöhnt, täglich und stündlich wahrzunehmen, daß dem Unternehmerthum selbst so völlig unzulängliche Einrich- tungen zum Wohle der Arbeiter, als welche unser Unsallversicherungs-Gesetz sich darstellt, als ein Raub an seinen Privilegien erscheinen und von ihm auf's heftigste bekämpft werden, so kommt es doch nicht alle Tage vor, daß die Herren dies in so unverfrorener Weise aussprechen. Täglich kann inan von den ungeheuerlichsten Entscheidungen der Berussgenossen- Schalten auf wohlbegründete Entschädigungsansprüche Verletzter hören(siehe z. B. die kürzlich mitgeiheilte Entscheidung der Sächsisch Thüringischen Eisen- und Slahlbernssgenossenschaft), manche Berufsgenossenschaften betreiben es geradezu als Sport, den Verletzten, dem endlich eine Rente zuerkannt ist. mit Unter- üchungen und Rentenherabsetzungen so lange zu Hetzen, bis er mürbe ivird und sich die Herabsetzung ruhig gefallen läßt, nur -i»i Ruhe zu haben— jede Redaktion einer Arbeiterzeitung, an die sich die Gehetzten in ihrer Rathlosigkeit wandten, wird ein Liedchen davon zu singen wiffen— und angesichts dieser offen- kundigen Thatsachen besitzen diese Herren Unternehmer noch die Dreistigkeit, von einer„großen Unbescheidenheit, Taktlosigkeit" der Verletzten zu reden. Und geradezu wie Hohn klingt es, wenn diese Unteriichmerorganisation von„wohlwollender Behandlung" der Ansprüche der Verletzten zu reden wagt. Tie ArbeitSkolonien aks AnSbeutungSinstitnte. Die gut kapitalfrommen„Neuesten Nachrichten" berichten in einem „Das Verpflegungswcsen" überschriebenen Artikel die folgenden geradezu empörenden Zustände aus einer neueren Kolonie in einer größeren Stadt Norddeutschlands. deren Name leider nicht genannt wird. „Die Kolonisten erhalten noch für die ersten vierzehn Tage gar nichts an Vergütung, die nächsten sechs Wochen zehn P fennig den Tag und späterhin nach weiteren je 6 Wochen eine tägliche Lohnerhöhung von fünf Pfennigen. Dafür werden Arbeiten geleistet, die außerhalb mit drei bis vier Mark Tagelohn bezahlt werden. Sehr oft werden die Kolonisten in Fabriken geschickt; für die hier ausgeführten Ar- beilen zieht die Verwaltung den ü b l i ch e n T a g e l o h n ein, ohne den Kolonisten auch nur die geringste Extra- Vergütung zn gewähren." Wir sind gespannt, ob angesichts solcher himmelschreienden Ausbeutung, die in diesem Grade selbst der profltwüthigste Fabrikant noch nicht ausgeübt hat, das Stöckerblatt noch neue Worte findet, die Arbeitskolonien herauszustreichen. Dividende und Arbeitslöhne in Hintcrpommern. Die Aktionäre der Zündholzwaaren-Fabrik in Z a n o iv strichen am Schluß des letzten Geschäftsjahres 17 pCt. Dividende ein. Dagegen verdient ein Arbeiter bei der sehr ungesunden Be- 'chäftigung in der Fabrik durchschnittlich 1 M. 20 Pf. bis 1 M. 50 Pf. pro Tag; die Arbeitszeit dauert 11 Stunden. Einige Akkvrdarbeiler bringen es ans 2� M. täglich. Da die Nahrungsmittel in Zanow beinahe eben so hoch im Preise stehen, wie in einer Großstadt, kann man sich denken, welch ein elendes Leben die Arbeiter der Zündholzwaaren-Fabrik, meistens Familienväter, zu führen ge-- zwungen sind. Noch schlimmer gestallet sich aber das Bild, wenn, was garnicht selten, ein Arbeiter durch einen Betriebs- nnfall zu schaden kommt und unsere herrliche Unfallversicherung für ihn einspringt. Ein Arbeiter, der vor kurzem derartig zu Malheur gekommen war, daß er sein Leben lang arbeitsunfähig bleiben wird, erhält eine llnfallentschädigung von baaren sechs Mark pro Woche. Mit diesem Betrage muß er seine neunköpfige Familie ernähren. Unter solchen Umständen, so schreib: man uns, ist es denn auch nicht verwunderlich, daß selbst in diesem hinterpommerschen Städtchen von etwa 350 Wählern schon 75 bei der letzten Wahl sozialdemokratisch gestimmt haben. Es wird nicht lange dauern und auch die Mehrheit der hinter- pommerschen Wähler hat sich der Sozialdemokratie angeschlossen. Schutz der Arbelter in Ziindholzfabrikeu. Zur Aus- führung des Gesetzes, betreffend die Anserligung und Verzollung von Zündholzern vom 13. Mai 1334 hat der Bundesralh aus grund des§ 120 e der Gewerbeordnung ausführliche Vorschriften über die zu treffenden Einrichtungen in solchen Anlagen erlassen, die zur Anfertigung von Zündhölzern unter Verwendung von weißem Phosphor dienen. Danach müssen für das Zubereiten der Zünduiasse, das Betunken der Hölzer, das Trocknen der be- tunkten Hölzer und das Abfüllen wie Verpacken der Hölzer be- ondere Räume vorhanden sein, die nur untereinander, nicht aber mit anderen Arbeitsräumen oder mit Wohn- und Geschäfts- räumen in unmittelbarer Verbindung stehen. Ueber Einrichtung und Höhe der einzelnen Räume werden genaue Vorschriften ge- 5. Zur Organisation gehörig wird jeder Kollege angesehen, der im Besitz der hierüber ausgestellten Legitimation ist, und seine Beiträge regelmäßig geleistet hat. Arbeitslosen oder erkrankten Kollegen tann auf ihren Wunsch die Beitragszahlung erlassen und daß dieses geschehen ist, zu ihrem Ausweis dieses mit einem Stempel auf ihrer Legitimation vermerkt werden. 6. In der Steinindustrie beschäftigte Arbeiter, welche der Organisation beitreten wollen, aber an Orten arbeiten, an welchen noch fein Unterstützungsfonds besteht, können ihren Beitrag an den zunächst gelegenen Ort bezahlen, in dem ein solcher Fonds vorhanden ist, oder an die Geschäftsleitung. 0 macht, insbesondere müssen die Räume, in denen die Zündmasse leitung muß spätestens am Quartalsschlusse erfolgen. Es wird Ausführungen eine bewegliche Klage über die Lasten und die bereitet wird, so eingerichtet sein, daß ein beständiger Luftwechsel die Abgabe an die Geschäftsleitung selbstverständlich nur so lange Benachtheiligungen, welche den Handwerksmeistern durch die statifindet, um entstehende Phosphordämpfe sofort abzuführen. geleistet, als am Orte selbst Beiträge erhoben werden. Freihandels Gesetzgebung und die Versicherungsgesehe auferlegt Die Bereitung der Zündmasse darf nur in luftdicht geschlossenen 4. Zur Verwaltung des gesammelten Fonds, sowie zur Leitung worden seien, während für die selbständigen Handwerker nichts Gefäßen stattfinden, deren Füllöffnung zugleich als Sicherheits- und Regelung der örtlichen öffentlichen Angelegenheiten der Ar- gethan sei. Dabei seien diese doch staatserhaltende Elemente. ventil wirken kann. Die Abfüllräume müssen so bemeffen sein, beiter der Steinindustrie wird an jedem Orte ein Vertrauens- Redner geißelte schließlich einen Artikel des„ Confectionär", in daß für jeden Arbeiter ein Luftraum von mindestens 10 Rubit mann gewählt. Zu seiner steten Kontrolle sind Revisoren zu welchem die Konfektionäre aufgefordert werden, diejenigen meter vorhanden ist, wobei die Fenster, die geöffnet werden bestellen. fönnen, mit ausreichend wirkenden Ventilationsöffnungen verSchneidermeister nicht zu beschäftigen, die für die Genossenschaft Der Vertrauensmann beruft die öffentlichen Versammlungen der Schneidermeister für Damenkonfektion arbeiten. Ullrich fehen find. Der Arbeitgeber hat dafür zu sorgen, daß die Ar- aller in der Steinindustrie beschäftigten Arbeiter am Orte, nimmt rechnete der Versammlung kurz die Summen vor, um die es sich beiter einen besonderen Oberanzug oder eine auch den Oberkörper die Beiträge entgegen, hat für die Aufbewahrung des Fonds zu im§ 30 handelt. In der Diskussion sprach sich Wilke dahin deckende Schürze tragen, welche Kleidungsstücke sie beim Berlaffen sorgen und die Beifteuer an die Geschäftsleitung abzuführen, aus, daß man nicht das Heer von Beamten bei der Versiche der Arbeitsräume in einem besonderen getrennten Raume zurück- auch überall die Interessen der Kollegenschaft zu wahren und zu rung gebrauche, ferner daß jeder Staatsbürger pensionsberechtigt zulassen haben. Der Arbeitgeber darf nicht gestatten, daß die vertreten. sein sollte. Voltmann meinte, die Beiträge müßten anders Arbeiter Nahrungsmittel in die Arbeitsräume mitbringen oder als bisher, etwa so wie die Klassensteuer aufgebracht werden. darin verzehren, er hat dafür zu sorgen, daß das Einnehmen der Gastwirth Herzberg fragte die Versammlung, warum die Mahlzeiten nur in Räumen geschieht, die von den Arbeitsselbständigen Handwerker, nachdem ihnen immer neue Lasten aufräumen, sowie von den An- und Auskleideräumen vollständig gelegt sind, bei den Wahlen nicht für Vertreter stimmen, die für getrennt sind. Er darf zur Beschäftigung nur Personen zulassen, alle Nichtkapitalisten eintreten; sie sollten sich gegen das schwarze die eine ärztliche Bescheinigung darüber beibringen, daß sie nicht wie gegen das weiße Kapital wenden. Beier und mehrere andere an der Phosphornetrose leiden und vermöge ihrer Körper Redner erachteten die Petition nicht als weitgehend genug und beschaffenheit der Gefahr, von dieser Krankheit befallen zu werden, wünschten, daß eine andere, weitgehendere abgesandt werde. nicht in besonderem Maße ausgesetzt sind. Weitere Bestimmungen Frigge hielt eine Abänderung des§ 30, wie sie von dem betreffen die regelmäßige ärztliche Beaufsichtigung der Arbeiter, Referenten vorgeschlagen sei, nicht für nöthig, da die meisten die Anzeigepflicht der Arbeitgeber bei vorkommenden Fällen von Arbeiterinnen, wenn sie heirathen, nicht aufhören können zu Phosphornekrose unter den Arbeitern und eine genaue Bucharbeiten und daher auch weiter versicherungspflichtig bleiben. führung der Arbeitgeber über Vor- und Zunamen, Alter, Wohn- Im ersteren Falle richtet sich die Höhe des Beitrages nach Ein Vorredner hatte gerathen, die Petition nicht an den Reichsort, sowie den Tag des Ein- und Austritts jedes Arbeiters. der des Ortes, an welchem die Zahlung erfolgt, im anderen Falle tag, sondern an die Regierung zu senden. Frigge empfahl demNeue Anlagen, in denen Zündhölzer unter Verwendung von wird er durch die Geschäftsleitung den Umständen entsprechend gegenüber, die Petition an den Reichstag zu senden, der ja um weißem Phosphor angefertigt werden sollen, dürfen erst in Be- festgesetzt. das Wohl des Handwerkers besorgt sei, wie man das bei der trieb gesetzt werden, nachdem ihre Errichtung den zuständigen Nach dem Beschlusse des Kongreffes bezieht sich vom 1. Of Militärvorlage und dem russischen Handelsvertrage gesehen habe. Aufsichtsbeamten angezeigt ist und dieser durch persönliche Unter- tober ab die Organisation auf sämmtliche in der Steinindustrie v. Mofch forderte die Handwerker auf, nicht wenig zu fordern suchung festgestellt hat, daß die Einrichtung der Anlage den er beschäftigte Arbeiter, und die neu zu gründende Organisation und dem Beispiel des Bundes der Landwirthe zu folgen und laffenen Vorschriften entspricht. Aehnliche Vorschriften hat der erhält den Namen: einen großen Handwerkerbund" zu bilden. Er schlug Anschluß Bundesrath über die Errichtung und den Betrieb der Bleifarben- Organisation aller in der Steinindustrie beschäftigten Arbeiter." an die deutsch- sozialen Parteien vor. Selbstverständlich fanden und Bleizuckerfabriken erlassen. E3 tönnen zur Organisation alle Brecher, Schleifer, Stein- sich auch einzelne Redner, welche auf die sozialdemokratische Partei megen, Marmorarbeiter, Granitarbeiter u. s. w. gehören; allen mit antisemitischen Schlagwörtern schimpften; im allgemeinen Desterreichischer Arbeitertrus. Es ist zwar nicht leicht ist jetzt Gelegenheit gegeben, sich der Organisation anzuschließen vermieden es jedoch die Redner mit einer gewissen Scheu politisch zu entscheiden, ob die deutsche oder die österreichische Sozial- und zusammen brüderlich an der Verbesserung ihrer Lage zu Farbe zu bekennen, verschiedene wahrscheinlich, weil sie in dieser reform den Arbeiter mehr am Gebrauch feines Roalitionsrechts arbeiten. Beziehung noch im Dunkeln tappen. Die Versammlung stimmte hindert; in einem Ding ist jedoch Desterreich dem Land der Die Arbeiter in den Steinbrüchen wurden bisher von den schließlich dem Antrage zu, die Regierung aufzufordern, die Beipatentirten Sozialreform entschieden über. Wir meinen das Steinmeßen nicht für voll angesehen. Die Fortentwickelung der träge zur Alters- und Invalidenversicherung als Staatssteuer zu famose Mittel des Schubs", bas, obgleich selbst in Desterreich Maschinentechnit macht jedoch auch in diesem Gewerbe immer erheben und allgemeine Rentenversicherung für alle Staatsbürger ungefeßlich, dennoch von den niederen Behörden dem Unternehmer- mehr den gelernten Arbeitern übrig; die größeren Arbeiten einzuführen. Sie wählte dann eine Kommission von 15 Mitthum zu Liebe ungenirt auf Arbeiter, die mit ihrem Brotherrn" werden direkt im Steinbruch angefertigt und den Kollegen in gliedern, die zusammen mit dem Vorstand des Vereins der irgendwie in Konflikt gerathen, angewendet wird. Wie man dies den großen Städten bleibe fast nur die Reparaturarbeit. Der Schneider für Damenkonfektion eine Petition ausarbeiten soll. Rezept gebraucht, zeigt klassisch folgender Fall, der dem in Auffig Redner ging dann auf die Nothwendigkeit der Verkürzung der erscheinenden Gesellschafter" aus Strahl in Böhmen berichtet Arbeitszeit, speziell in der Steinindustrie, ein und glaubt, daß Die Holzarbeiter hielten am 14. August eine öffentliche wird. Während des jüngsten Bergarbeiterstreites hatte diese von den Gewerkschaften herbeigeführt werden tann. Dazu Versammlung ab. Da sie nur mäßig besucht war, so wurde der der Bergarbeiter E. das Verbrechen begangen, über einige sei aber das solidarische Gintreten der Arbeiter der ganzen erste Punkt der Tagesordnung abgesetzt und in Verhandlungen arbeitende Kollegen zu sagen:„ Schämt ihr Euch nicht, Branche von Nöthen, sonst wäre jede Bewegung von vornherein über die Anträge der Gewerkschaftskommission eingetreten. Kollege zu arbeiten?" Dieferhalb denunzirt, wurde er zu 10 Tagen Arrest illusorisch. Dem Züricher Kongreß machte der Redner den Vor- Dost referirte über das geplante Auskunftsbureau der Gewerkverurtheilt und nach abgebüßter Strafe der Bezirkshauptmann- wurf, daß dieser ebenfalls wie die politische Partei die Gewerkschaften und empfahl der Versammlung die Unterstützung desschaft in Teplik zur weiteren Amtshandlung überwiesen. Dort schafts- Bewegung vernachlässigt habe. Was die Agitation an- felben. Die Kollegen Glode, Wiedemann und Hoppe wurde er abermals drei Tage in Haft behalten und dann per betrifft, so hatte der Kongres folgende Resolution angenommen, Schub in seine Heimath befördert, nachdem ihm nachstehender die leider in dem ausgegebenen Kongreß- Protokolle durch ein Ausweisbefehl zugestellt worden war: Versehen nicht mit abgedruckt ist: " bestritten die Nothwendigkeit eines derartigen Bureaus, da die Holzarbeiter wie alle übrigen größeren Gewerkschaften ein solches bereits, mit dem Arbeitsnachweis verbunden, besitzen. Diese Frage folle man mehr auf die politische Seite verlegen und bei der Stadtverwaltung darauf dringen, daß diese zur richtigen Einsicht fomme und den Gewerkschaften, wie bereits gelegentlich der Konferenz der Arbeitsvermittler im Rathhause gefordert wurde, An Josef Eibicht aus Drohoburz, wohnhaft in Strahl. " Bum regelrechten und planmäßigen Betrieb der Agitation Mit dem Urtheile des t. t. Bezirksgerichtes in Teplit wurden wird das ganze Agitationsfeld in Bezirke getheilt. Jeder Bezirk Sie wegen Uebertretung des§ 3 des Koalitionsgefeßes mit zehn erhält einen Vorort, in dem eine Agitations- Kommission eintägigem bis 13. d. M. verbüßten Arreste bestraft. Mit Rücksicht gesetzt wird. auf die Abstrafung und den Umstand, daß Sie bestimmungslos Die Agitationstommiffion hat in dem ihr überwiesenen Be- geeignete Räume zur unentgeltlichen Benutzung für diese in feiner Gemeinde des Teplitzer Bezirkes heimathszuständig sind sirke die Agitation möglichst selbständig zu betreiben oder min- wecke zur Verfügung stellt. Die Gewerkschaftskommission und durch ihre agitatorische Thätigkeit wärend Ihres Auf- bestens dieselbe vorzubereiten, wenn an dem Orte und im Be- habe übrigens den Rahmen der thr zugedachten enthaltes im Teplißer Bezirke nichts anderes beabsichtigen und zirke nicht die dazu geeigneten Kräfte vorhanden sind. Im Thätigkeit weit überschritten und sei ihr auch von keiner Gewerk bezwecken als die einzelnen Klassen der bürgerlichen Gesellschaft letzteren Falle hat sich die Kommission an die Geschäftsleitung schaft ein Auftrag, andere Gebiete, als die Regelung von Streifs, zu feindlichen Parteiungen gegen einander aufzureizen, werden zu wenden, die dann, sobald von der Agitationskommission die zugewiesen worden. Diesen Ausführungen widersprachen die Sie im Grunde des§ 2 des Gesetzes vom 27. Juli erforderlichen Vorbereitungen getroffen sind, zu den Berjamm1871 R.-G.BI. Nr. 88 aus dem politischen Bezirke Tepliß mit dem Verbote jemals in diesen Bezirk zurückzukehren ausgewiesen. Diese Maßregel erscheint deshalb begründet, weil durch Ihren ferneren Aufenthalt im Bezirke, bei den im Bezirke bestehenden Verhältnissen das öffentliche Wohl gefährdet er scheint. Gegen diese Entscheidung steht Ihnen der Rekurs binnen 3 Tagen an die hohe f. t. Statthalterei frei. Teplit, am 18. Juli 1893. Der t. t. Statthaltereirath: Thun. So werden in Desterreich Arbeiter behandelt, die ihr so genanntes gefeßliches Recht ausüben. Wir find überzeugt, nach einem Schubparagraphen würden sich auch unsere deutschen Prozentpatrioten die Finger lecken. 0881 Dersammlungen. Kollegen Riediger, Robert Schmidt und Dost. Dem lungen Referenten zur Verfügung stellen wird. Es soll so ver Delegirten sei fein Vorwurf zu machen, die Berichterstattung hütet werden, daß, wie es häufig geschehen ist, ein Agitator nach stand gewöhnlich auf dem letzten Punkt der Tagesordnung und einem Orte hinkommt, in dem Glauben, dort eine Versammlung wurde öfter vertagt. Schmidt, Glocke und Reichert abhalten zu können, während es am Orte niemanden eingefallen fuchten den Leitartikel des Vorwärts" vom 25. Juni zu rechtist, eine solche einzuberufen, und der Agitator also unverrichteter fertigen. Nicht die politische Partei vernachlässige die GewerkSache wieder abziehen muß." schaften, sondern der Indifferentismus verhindere deren KräftiUnter der Vorausseßung, daß die eingesetzten Agitations- gung. Ein überzeugter Parteigenosse trete von selbst seiner Kommissionen ihre Schuldigkeit thun werden, läßt ihnen die Gewerkschaftsorganisation bei. Eine Resolution des Inhalts, Geschäftsleitung vollständig freie Hand. sich mit dem Antrage der Gewerkschaftskommission auf Errichtung " hatte, trat Rob. Schmidt, der betonte, auch fein großer Freund der Kontrollmarte zu sein, für die der Bäcker ein und meinte, die seitens ihrer Agitationskommission in Verbindung mit der Arbeiter- Sanitätsto mmission herausgegebene Broschüre würde viele von ihrer Nothwendigkeit überführen. Berechtigung babe sie, fraglich sei es nur, ob sie sich mit Erfolg einbürgern werde. Die Innungen nehmen mit allen Mitteln den Kampf dagegen auf und zeigen dadurch wieder ihr wahres Gesicht. Nicht das Gesammtwohl der Bürger kümmere fie, nur ihren Profit haben sie im Auge. Demgegenüber gelte es mit aller Entschiedenheit für die Sache der Bäckerei- Arbeiter einzutreten. Die Bersammlung gab dem Vorgehen der Bäckerei- Arbeiter ihre volle Zustimmung. Im Auftrage des legten Kongresses ist der provisorische Aus- eines ständigen Bureaus nebst besoldetem Beamten einverstanden schuß in betreff des Fachorgans mit dem Redakteur der Bild- zu erklären und sich zur Deckung der Unkosten zu verpflichten, hauer- Zeitung" in Verhandlung getreten. Jedoch sei keine Ans- wurde mit großer Majorität abgelehnt. Kollege Kühn ficht vorhanden, sich diesem Organ anzuschließen, dasselbe stehe empfahl hierauf die Bäckerei- Arbeiter in ihrem Bestreben, ihre auf dem Boden der Beschlüsse des Halberstädter Gewerkschafts- elende Lage zu verbessern, durch die Einführung der Bäcker Milde beklagte tongresses, tönne also nicht zwei Richtungen gerecht werden. So- Kontrollmarte zu unterstüßen. In Sizilien findet ein großer Eisenbahnarbeiter mit jei man gezwungen, bis auf weiteres den„ Bauhandwerker" die Mißstände der Stellenvermittelung, die durch das KommiſſionärAus stand statt. Durch mancherlei Maßregelungen, Ent: als Fachorgan beizubehalten Ueber den Vortrag entspann sich Unwesen in seinem Gewerbe hervorgerufen würden. Kollege laffungen, schlechte Arbeitsbedingungen ze. find die Arbeiter zu eine lebhafte Debatte. Mehrere Marmor- und Granitarbeiter er- Io de erflärte, fein so eifriger Anhänger der Kontrollmarke diesem Schritte gedrängt worden; der Abgeordnete Giuffridda flärten, sie ständen dem Entwurf sympathisch gegenüber und zu fein. Sie ziehe unter Umständen den Geschäftssozialismus befindet sich auf dem Schauplatz des Streits und hat die An- sprachen ihre Befriedigung aus, daß damit dem Kastengeist die groß. Vorbedingung zu ihrem Erfolg sei eine starke Organificht gewonnen, daß man ihn trotz der so ungünstigen Lage Spizze abgebrochen würde. Bindende Erklärung könnten fation, diese fehle den Bäckern. Kollege Dost nahm die Führer durchführen müsse. sie nicht abgeben. Mit der Beschlußfassung werde sich der Bäckerorganisation in Schutz. Leytere fei noch jung und eine öffentliche Versammlung am 20. August befassen. wo es möglich ist, müsse man sie unterstützen. Nachdem noch Hierauf gelangte einstimmig eine Resolution zur Annahme, Klawitter fich gegen die Kontrollmarke ausgesprochen in der sich die Versammlung mit dem vorliegenden Entwurf resp. der Resolution einverstanden erklärte. Zwei Kollegen, welche auf dem Plaz des Obermeisters der Junung Metzing dem von der Innung bewilligten Tarif entsprechend ihre Arbeit bezahlt In einer gutbesuchten öffentlichen Versammlung aller verlangten und deshalb entlassen wurden, erkannte die Berfamm in der Steinindustrie beschäftigten Arbeiter Berlins und Um- lung als gemaßregelt an und bewilligte ihnen pro Woche je gegend, die am 13. August stattfand, erfolgte durch den bis- 10 M. Unterstügung aus dem Generalfonds. Die Kommission herigen Verbandsvorsitzenden die Erläuterung des neuen Orga- bleibt bis auf weiteres für ähnliche Fälle bestehen. Der Vernisationsentwurfs. Der 6. Steinmeßen- Kongreß zu Frankfurt trauensmann wurde beauftragt, die Restanten, die Marten zum am Main beschloß, speziell auf Betreiben der fächsischen Kollegen, Generalfonds länger als 2 Jahre besitzen, mittels eingeschriebenen welchen durch das in Sachsen bestehende Vereinsgefeß jede Be Briefes nochmals an ihre Pflicht zu erinnern. Zum Schluß wegungsfreiheit innerhalb eines festgegliederten Zentralverbandes wurde auf den Boykott gegen die Spandauer Bergbrauerei hinunterbunden ist, denselben am 1. Oktober d. J. aufzulösen und gewiesen und aufgefordert, Lokale, in denen dieses Bier verzapft an dessen Stelle die lofe Bentralisation mit Bertrauensmännern werde, möchte jeder meiden. und einem 3gliedrigen Ausschuß an der Spitze einzuführen. Ein Für die Militär- und Lieferungs- Schneider fand am provisorischer Ausschuß soll unter Hinzuziehung befähigter Eine öffentliche Versammlung von Handwerts 14. Auguft eine öffentliche Versammlung statt, in welcher Kollege Kollegen den Organisationsentwurf für die neue Vereinigung me i stern und selbständigen Gewerbetreibenden Täterow einen mit reichem Beifall aufgenommenen Vortrag ausarbeiten. Die Kommission ist dieser Aufgabe nachgekommen hatte der Verein von Schneidermeistern für Damenkonfektion zum hielt über: Welche Vortheile bieten sich den Militär- und und unterbreitet nunmehr den Kollegen ganz Deutschlands den 14. Auguft einberufen behufs Stellungnahme zur Abänderung Lieferungs- Schneidern nach Annahme der Militärvorlage. BeEntwurf in Form einer Resolution. Die Abstimmung hat in des Gesetzes über die Alters- und Invalidenversicherung. Als zugnehmend auf die Errungenschaften des jüngsten Schneideröffentlichen Versammlungen zu erfolgen, etwaige Referenten traten Boltmann und Ullrich anf. Ersterer ftreits der Maaßarbeiter hob Redner hervor, daß jede günstige Abänderungen müssen dem im nächsten Jahr stattfindenden führte aus, daß in der Krankenversicherung, der Unfallversicherung Konjunktur zu benutzen sei, um bessere Daseinsbedingungen zu Rongreß überlassen werden. Die Resolution hat folgenden und der Alters- und Invalidenversicherung Gesetze für das erringen. Ein solcher Zeitpunkt sei mit der Annahme der Wortlaut: Wohl der Arbeitnehmer geschaffen seien, die für den Ar- Militärvorlage gekommen. Angesichts der Thatsachen, daß von 1. Die Verbandsfilialen des Verbandes der deutschen Steinbeitgeber recht tief einschneidende Bestimmungen enthalten, dem im 1890er Streit der Militärschneider erkämpften Tarif heut mehen sind, wo sie noch bestehen, am 1. Oktober D. J. auf so daß er die Laften aufzubringen kaum im ftande sei. schon wieder Abzüge gemacht sind, sei es Pflicht diesen günstigen zulösen. Namentlich die§§ 29 und 30 des Alters- und Invalidenver- Beitpunkt nicht unbenugt vorüber gehen zu lassen, um das GeEs sind überall, wo eine genügende Anzahl von Arbeitern ficherungs Gesetzes müßten abgeändert werden. Die Arnommene wieder zurückzuerobern, um Besserstellung der Lage der der Steinindustrie vorhanden, Unterstützungsfonds zu beiterinnen jollen, wenn sie mindestens für fünf Jahre Militär- und Lieferungsschneider zu schaffen. Zugleich erinnere Quittungskarten gründen. Die Beiträge zu diesem Unterstüßungsfonds sind frei- die voll beklebt haben, bei Ein- er an den Entscheid des Gewerbegerichts, welcher dahin lautet, daß Ghe willige. Ihre Höhe bestimmt jeder Ort selbst, seinen Verhält- gehung einer das Recht haben, Don ihnen die 7 pet. Spareinlagen, welche einen Theil des Arbeitslohnes bilden nissen entsprechend. eingezahlten Beiträge zurückzufordern. Die Saisonarbeiterinnen auch als figer Lohn zu betrachten feien, und dem Militärverein 2. Die Beiträge werden durch Einkleben von Marken quittirt, erhielten frühestens in acht bis zehn Jahren das Recht nicht zustehe, diese 7 pCt. von dem Lohne einzubehalten. die keine Werthbezeichnung enthalten. Diefelbe be- fünf Jahreskarten voll geklebt. Dann feien sie, da ste vom An den Arbeitern selbst liege es, von diesem Recht Gebrauch zu stimmt jeder Ort für sich. Das dazu erforderliche Material wird 16. Lebensjahre an versicherungspflichtig sind, also mindestens machen und jene Gesellschaft zu zwingen, von diesem rechtsvon der Geschäftsleitung an sämmtliche Orte geliefert. Eigene 24 Jahre alt. Die Arbeiterinnen heiratheten aber meistens widrigen System Abstand zu nehmen. Kollege Danzig schloß Beschaffung ist nicht gestattet. früher und so verfielen die von ihnen ebenso wie die von den sich im wesentlichen den Ausführungen Täterow's an und 3. Die durch diese Sammlungen aufgebrachten Mittel Arbeitgebern eingezahlten Beiträge dem Staate. Um das ver- empfahl den beim 1890er Streit aufgestellten Tarif, der in nur werden am Orte selbst verwaltet und zur Agitation, Streitunter gebliche Beitragzahlen zu verhüten, müßte§ 80 dahin abgeändert vier Geschäften durchgesetzt werden konnte, einheitlich bei allen ftüßung, Unterstüßung gemaßregelter und durchreifender Rol- werden, daß weibliche Arbeiter erst vom 30. Jahre an ver- Militärgeschäften einzuführen. Er empfehle daher die Annahme Tegen, sowie für die örtlichen Bedürfnisse der Organisation ficherungspflichtig wären.§ 29 müffe dann dahin geändert der zur Diskussion gestellten Resolution, nach welcher die Vers verwendet nach Maßgabe der Anordnungen der Generalversamm werden, daß der Arbeitnehmer Recht auf Rente bereits mit dem sammlung die Agitationstommission beauftragt, mit den Arbeitern lung fämmtlicher Arbeiter der Steinindustrie des Drtes. 60. Lebensjahre erhalte. Eine Petition in dieser Richtung ver- der Militärgeschäfte in Verbindung zu treten, um zum geeigneten nun die An die Geschäftsleitung sind von den gesammelten Geldern las Redner und erfuchte um Unterzeichnung derselben. Zeitpunkt ihre Forderungen zu stellen. Kollege Roloff be= für jede Woche und jeden gezahlten Beitrag 5( fünf) Pfennige Die Petition soll an den Reichstag und an den Bundesrath ge- richtet, daß der Abzug im Betrage von 1 M. bei Berger und abzuliefern. Die Zusendung dieses Betrages an die Geschäfts- fandt werden. Redner knüpfte an die vorstehend wiedergegebenen Rollani wieder aufgehoben ist und Brandt den vollen Tarif bezahlt, Junge allerdings für Mannschaftsröcke 12 M. gebe und Sachs| Ramps Galon. Gefang Berein Zitania", Quornstraße 48 bei eine Reiberei über den Comment entstanden, die damit enbete' prozentsatzmäßig bezahle. Vermehrung der Arbeit durch Annahme Gesangverein Moa bit, Waldstraße 52 bei Gohr. Seidler. Gesangverein Gangesblüthen Blumenftr. 38 bei Sente. daß der Abiturient seinen Gegner auf Pistolen forderte! Dieser der Militärvorlage sei für Berlin wenig zu erwarten. Roll. Jerwin verein 2iederlust, Fichteftr. 29 bei R. Krösche. Männer GefangGesangverein erklärte sofort, daß er als Mitglied eines fatholischen Studentenbemerkt, zwei Drittel der Arbeiten werden in der Provinz her- Gleichheit", Pappel Allee 3-4 bei A. Meinhardt. Gefangverein vereins grundsäglich das Duell verwerfe, übrigens aber gern alle gestellt, man fönne nur den Tarif hoch halten. Nennenswerthyr a 3, Briz, Bergstr. 65 in Rigdorf.- Gefangverein& reiheit stränge a tränkenden Aeußerungen zurücknehme es half nichts! Die täme nur die Mannschafts- Uniformarbeit in Betracht. Gerüchten Eberswalderstraße 5. Kaiser'scher Quartettverein, Krautstr. 6 bei Rudolf. Arbeitergesangverein von Brig in Briz, Rosense eterrasse. Gesang- Forderung wurde aufrecht gehalten, worauf der Vorsitzende die nach solle jedoch der größte Theil dieser Arbeiten in Privat- verein Sängerfreiheit, Naunynstr. 43 bei Frizz Fröhlich. Ginig: Tafelrunde verließ." Wahrscheinlich werden die betreffenden anstalten und Zuchthäusern hergestellt werden. Schließlich erteit 3, Groß- Lichterfelde, bei Gries. Junge Eiche, Reinickendorf, Gesell: Väter ihrer derartig rüpelhaft erzogenen Söhne würdig sein; suche er, die gestellte Resolution nicht anzunehmen, um siewald. schaftsstraße 11 bei Hartmann. Georginia, Manteuffelstraße 45 bei Ginig, Straußbergerstr. 3 bei Birf. Borwärts" 7 andernfalls würden sie nicht verfehlen, den duellwüthigen Rangen damit die Regelung dieser Angelegenheit in den Händen des Rummelsburg, Rummelsburgerstr. 11 bet Borchmann. Seeger'scher eine entsprechend eindringliche Lektion mit dem Rohrstock zu Vereins der Militär- und Lieferungsschneider zu belassen. Die Männerchor, Frankfurterstr. 18 bei Kaprolatis. Gesangverein Edelgeben. Versammlung beschließt demgemäß. weiß, Potsdam, Waisenstr. 4 bei Ludley. Bund der geselligen Arbeitervereine Berlins und Umgegend.( Bu Kollege Roloff theilt mit, daß nach dem letzten Schneider schriften find zu richten an P. Hentet, Bergmannstraße 21, Hof 3 Tr.) ftreit sämmtliche Bivilschneider des Offiziervereins sich unter- Mittwoch: Boulad- klub Lustige Brüder, Manteuffelitr. 46 bei Liewald. schriftlich verpflichteten, feine Ansprüche an die bisher in Abzug gebrachten 7 pEt. geltend zu machen, im Falle sie aus eigenem Antriebe dort aufhören zu arbeiten. Dem Antrage, in der nächsten öffentlichen Versammlung die Resolution noch einmal zur Diskussion zu stellen, wurde nicht zugestimmt. Zum Schluß gab Kollege Roloff bekannt, daß in nächster Zeit, eine öffentliche Lieferungs- Schneiderversammlung stattfindet, in der die behördliche Antwort auf die Darlegungen der Lieferungsschneider bekannt gegeben wird. In Adlershof tagte am 3. Auguft eine öffentliche Verfammlung des Arbeiter Bildungsvereins. Seit sechs Monaten war es dem Verein nicht möglich, eine Versammlung abzuhalten, da sämmtliche Säle gesperrt waren. Das Referat hatte Genosse Massini übernommen und sprach derfelbe über die Bedeutung der englischen Arbeiterklasse in politischer und sozialer Beziehung. Redner legte in seinem 1/2 stündigen Vortrage die Zustände der englischen Arbeiter klar und folgerte zum Schluß, daß ohne gewerkschaftliche Organisation die politische nicht zur Erreichung unserer Ziele führt. Von einer Diskussion mußte Abstand genommen werden, da der Herr Amtsvorsteher die Versammlung nur bis 11 Uhr genehmigt hatte. Der Vorsitzende giebt noch bekannt, daß die nächste Versammlung eine Generalversammlung ift und am 17. d. M. stattfindet. Frauen- und Mädchen- Bildungsverein. Wander- Versammlung am Mittwoch, den 16. August, Abends% 9 Uhr, im fleinen Saale der Kontordia, Andreasstr. 64. Tagesordnung: Vortrag der Genoffin Frau Schulz. Frauen- und Mädchen- Bildungsvereins des arbeitenden Boltes für Berlin und Umgegend, Filiale Moabit. Deffentliche Versammlung am Mittwoch, den 16. August, Abends 8% Uhr, im Lokale des Herrn F. Hermer schmidt, Perlebergerstr. 28. Tagesordnung: Vortrag des Herrn Dr. Weyl: Gesundheitspflege und die Frau in der heutigen Gesellschaft. English Konversational- Klub Shakespeare. Bersammlung jeden Mittwoch in Neumann's Restaurant, Rosenthalerstr. 36. Verein ehemaliger Bad- Schmiedeberger und Umgegend. Mittwoch, den 16. Auguft, Abends 8½ Uhr, tm Restaurant May Walter, Raiserstraße 11. Bitterklub Alpenplöckchen- Edelweiß". Uebung bei Gollmann, Gipsstr. 11. Landsmannschaft der Schleswig- Holßleiner zu Berlin. Mittwoch, den 16. August, Abends 8% Uhr, große Bersammlung der Schleswig- Hol steiner nebst Frauen im Kommandanten- Garten, Kommandantenstraße Nr. 10-11. Arbeiter- Bildungsschule. Mittw och, Abends 8%-10% Uhr: Nord= Schule, Müllerstr. 179 a: Unterricht in Deutsch( unt.). Oft- Schule, Martusstr. 31: Unterricht in Logit. Süd- Schule, Mariendorferstr. 5: Unterricht in Geschichte( mittl.). Südost- Schule, Reichenbergerstr. 133: Unterricht in Rechnen, Deutsch( oberes). In allen Unterrichtsfächern, mit Ausnahme Mathematit und Buchführung, tönnen noch Schüler und Schülerinnen auch jetzt im Laufe des Semesters, eintreten. Lese- und Diskutirklubs. Mittwody. Johann Jacoby, bei Frizz Liette, Schwedterstr. 33. Heine, jeden Mittwoch vor dem i. und 15. jed. Monats, Ab. 8% Uhr, im Restaur. Grube, Mariendorferstr. 10.- Gesund brunnen, Abends 8% Uhr, bei Haferland, Bellermannstr. 87. Gleich heit, Abends 8% Uhr bei Stramm, Ritterstraße 123.- Heine, Rigdorf Abends 8% Uhr, bei Schmidt, früher Albrecht, Knesebecstr. 82. Dtto Meimer, bei A. Brosch, Wilhelmshavenerstr. 23. Einigkeit, Abends 8% Uhr, bei Beige, Triftstraße 1. Schneeglöd ch en 2, Potsdam, Brandenburger -O 1 Depeschen: ( Depeschen des Bureau Herold.) London, 15. Auguft. Nach einer Meldung der„ DailyNews" aus Washington wird sich im Senat eine fleine Majorität für die Aufhebung der Sherman- Bill zusammenbringen lassen. nach dem zu erwartenden Beschluß wird das Haus eine kurze Vertagung, etwa auf eine Woche, beschließen. London, 15. August. Die Kohlenpreise steigen andauernd. Ein Theil der Händler fann nur die Hälfte der Bestellungen ausführen; viele Hochöfen sind bereits wegen Kohlenmangels ausgeblasen. Die Steiger halten ihre Forderung auf Lohnerhöhung aufrecht und hindern die nicht streifenden Arbeiter an der Einfahrt. Beabsichtigte Lohnreduktionen werden allerorts mit Arbeitseinstellung beantwortet. Theater- Verein Durch Nacht zum Licht, Dresdenerstr. 116 bei Gründel. Geselliger Verein Fridolin, Brunnenstr. 35 bei Wolff. PrivatTouristentlub Nachtfalter, Frankfurter Allee 56 bei Burmann. Tambourverein Vorwärts( Rirdorf) Hermann- und WanzlickstraßenEcke bei Rober. Rauchtlub Eiserne feife, Triftstr. 1 bei Hoffmann. Humoristischer Rauchtlub, Görligerstr. 42 bei Picht.- Gefeäiger Lemberg, 15. August. Die Reservisten und Landwehrleute Verein Brüderlich fett Georgenkirchstraße 65 bet Müller. Musitverein aus den verseuchten Bezirken werden diesmal nicht zu den Bautenfchwengel Annenstraße 16 bei Ehrenberg.- Berein Rhetorit Militärübungen einberufen. Bebuferstr. 5 bei Nemis( alle 14 Tage). Naunynftr. 86 bei gubeil Abends 8 Uhr. Geselliger Verein Hoffnung London, 15. August. Aus Bombay wird berichtet, daß Gefang-, Turu- und gesellige Vereine. Mittwoch. Gesangverein gestern mehrere Leichenzüge angegriffen und zerstreut wurden. Rnospe, Abends 9 Uhr, im Restaurant Wahlstatt, Belle- Alliancestraße. Musttverein Vorwärts, Abends 8 bis 10% Uhr, Langestraße 103 Bisher beträgt die Anzahl der verhafteten Ruheftörer 1250. Die bei Mebelin... Restaurant Kanser, Staligerstr. 22. Männer- Gesangverein Walbtapelle 2, Abends 9 Uhr, Spitäler sind mit Verwundeten überfüllt. Die Truppen lagern Mufit- Dilettantenverein Preciofa, auf öffentlichen Plätzen. Abends 8-11 Uhr Uebungsstunde in Geisler's Restaurant, Fenn- und Tegelerstraßen- Ecke. teuffelstr. 9.Turnverein Hoffnung, Abends 9 Uhr, im Restaurant Schröder, ManKraftturnverein Jugendtraft, jeden Mittwoch und Sonnabend 9-11 Uhr Abends bei Lade, Beughofftr. 8. Zurnverein Gesund brunnen. Die 2. Männer- Abtheilung turnt heute von 8-10% Uhr Abends Abends 9 Uhr Uebungsstunde bei Faustmann, Reichenbergerstraße 73a. in der Turnhalle, Freienwalderstraße 39. Kraftturnverein Berolina, Athletenverein Atlas, Abends 9 Uhr, Uebungsstunde, Brunnenftraße 154, Lofal Kontordia. Reed, Lothringerstr. 94. Theater- und Vergnügungs- Berein Humanitas Abends 9% Uhr bei Theaterverein Bultanta 2", Abends 9% Uhr, bei Schulz, Beteranenstr. 18. Bühnenverband Othello, Abends s uhr, Restaurant Lothringerstr. 101. Sommer, Grünstraße 21. Geselliger Vergnügungsverein Regia, Abends 9 Uhr, im Restaurant Kreuzfibel, bei Gumlich, Reichenberger straße 149. Fidele Brüder, bei H. Mrose, Lachmannstr. 5.- Touristenverein Frei Weg", Abend 9 Uhr bei Sieblutad, Manteuffelstr. 86. Vergnügungsverein Lustig- Froh, Abends 9 Uhr, Märkischer Hof, Admiralstr. 18c. Sigung. Arbeiter Zitherklub Freiheitstlänge, Abends von 8-11 Uhr, bei R. Pommerente, Bahnstraße 23, am Bahnhof Großgörschenstraße. Bithertlub Alpenglöckchen Edelweiß. uebungsabend Gipsstr. 11 bet Gollmann. Rauchtlub No o chloch, Abends 9 Uhr, bei Kierstein, Admiralstr. 33. Rauchklub Rothe Nelte, bei Steuer, Weinstr. 22. Humoristischer Raucht lub, Abends 9 Uhr, bei A. Niemann, Görligerftr. 42. Rauch flub Sanssouci, Boechstraße 51. Rauchflub Ohne 3wang, Abends 9 Uhr Petersburg, 15. August. Das heutige Gesetzblatt veröffentbei Späth, Weinftr. 28. Rauchklub Grüne Quaste, Abends 9 Uhr, bei Schlüter, Kleine Markusstr. 10. Rauchtlub Bultan, Abends 9 Uhr bei licht einen faiserlichen Befehl, nach welchem die Annahme von Gittler, Mariannenstr. 48.- Rauchtlub Goldene Quaste", Abends 9 uhr Silber in Barren oder in alter Münze durch den Münzhof. zum bei Muß, Joftystr. 8. Rauchtlub gutgefinnter Freunde, Abends Umtausch oder zur Umprägung in neue Münze eingestellt und 8 Uhr bei Neumann, Höchſteftr. 28. Rauchtlub Schmotes Werte, Köpenickerstraße 121a bei Schöbel. Rauchtiub Borwärts SD.", die Einfuhr ausländischer Silbermünze, ausgenommen chinesische Waldemarstraße 74 bei George. Humoristische Pfeifen brüder Jamben, nach Rußland verboten wird. Der Finanzminister setzt Abends 9 Uhr, Klosterstraße 83, beim Benoffen W. Salzwedel. Rauch flub den Termin für das Inkrafttreten dieser Verordnung fest. De utfche Eiche, Abends 9 Uhr bei John, Waldemarstr. 52. Rauchtlub Lustige Brüder Abends 8% 1hr Manteuffelstr. 65 bei Möbius. Rauchflub Arcona Abends von 9-11 Uhr bei Bernhard, Staligerstr. 41. Rauch- Klub Einfach, Abends 9 Uhr, Manteuffelstr. Nr. 5 bei Bogt. Altdeutscher RauchtIub bei Badece, Münchebergerstr. 5. 1 " Stattlub Treff, Abends 8% Uhr, bet Otto Zabel, Frankfurter Allee 90. German American Club Uncle Sam. 9 o'clock, Restaurant 62, Königstrasse. Guests are welcome, Vermischtes. ( Wolff's Telegraphen- Burean.) Frankfurt a. M., 15. Auguft. Der Frankf. 3tg." wird aus London gemeldet, daß die Grubenbefizer von Süd- Wales beschlossen haben, die Forderung der Arbeiter auf Lohnerhöhung abzulehnen. Der Streif habe sich über ganz Süd- Wales und Monmouthshire ausgedehnt. In Rhederpreisen herrsche große Besorgniß, da Süd- Wales faft alle Schiffstohle liefere. Briefkaffen der Redaktion. Julius Breüß. Ihre Entgegnung fönnen wir nicht auf. nehmen. Besuchen Sie uns in den Sprechstunden Abends von 7-8 Uhr. Noeske u. Comp. Die preußischen Minister erhalten 36 000 M. Gehalt und freie Dienstwohnung. Plebejus in Hanau. Anonyme Zuſchriften berücksichtigen wir nicht. Was soll uns Ihr Offener Brief", der die Klagen eines durch die Großbanken geprellten Spießers wiedergiebt? Das Volt", das in Northern Pacific- Obligationen, in Anatolischen" Bahnen u. f. w. seine„ Ersparnisse" anlegt, hat doch ganz andere Interessen als das arbeitende Volk. Arbeiter- Hängerbund Berlins und Umggegend. Alle Aenderungen im Bereinstalender find zu richten an Friedrich Kortum, Manteuffelstr. 70. Arbeiter- Sänger- Bund Berlins und Umgegend. Mittwody. Uebungs. stunde Abends 9 Uhr, Aufnahme von Mitgliedern. Siebesfreiheit 1, Andreasstr. 26, bet Wilte. Freya,( Gemischter Chor), Alte Schönhauser ftraße 22-23, Bögow's Brauerei. Hilaritas, Hochstraße 32 a, bet Wilfe. Deutsche Eiche, Blumenstr. 46 bei Went. Echo 1 Pantow, Schulzefir. 27.- Gefangverein ber Steinmegen, Flemmingstr. 6 bei Mann yra 1, Naupachstr. 6, bei Stachel.- Hand in hand i, Reichenberger ftraße 16 bei Pägoldt. unverbroffen, Abends 84 Uhr, bei Gache, Rommunikation 16, bei Glafer. Lindowerstr. 26. Rütli, Friedenau im Kurhaus.- Bor wärts 5, Friedrichs hagen, Rundtheil, b. Lerche. Lorbeertranz, Lichtenbergerstr. 21 b. Seise. Südo ft 1. Stöpniderftr. 191, Restaurant.- Rothe Nelte, Schöneberg, ftraße 43, bei Siegeler. Gesangverein der Kupferschmiede, ftraße 11 bet Feind. Concordia" Dieffenbachstraße 53 bei Holz. Deutscher Männerfang", Belforterstraße Nr. 15, bei Die Duellfegerei grassirt derart unter den Gebildeten", Schneider. Gesangverein Freiheitstlänge, Alte Jakobstraße 68. Unverzagt Langeftr. 65 bet Tempel.- Gefangverein 2orbeertranz 2. daß selbst halbwüchsige Jungen schon die Mode mitmachen F. 2. 14. Eine derartige Spielerei können Sie in Ihrer Oranienstraße 190 bet Statsch. Gesangverein Siebeslust in Fürstenwalde wollen. Der Köln. Volkszeitung" wird aus Duisburg berichtet: Wohnung und in den Räumen eines anderen, mit dessen Gebei Haupt, Müncheberger Chauffee. Sängerchor der Maler, Stall- Bei dem Abschiedskommers der Abiturienten des hiesigen Real- nehmigung, vornehmen, soviel Sie Lust haben, indessen dürfen Gesangverein offnung 3", Brandenburg a. s. gymnasiums war zwischen einem Abiturienten und dem Präsidium Sie andere Leute damit nicht lästig werden. Bürgerliche Berichterstattung. Die in Grünberg er scheinende Schlesische Morgen- Zeitung" schreibt ganz harmlos: Gestern Nachmittag feuerte der 23 Jahre alte Sohn des Restaurateurs Liebsch in den hiesigen Weinbergen aus einer Jagdflinte zwei Schüsse auf ein Fabrik mädchen ab, das F. Sch. Löknih. Die Quittung erfolgt stets in Mart. in den Weinbergen beschäftigt war. Gegen 20 Schrotförner Nur auf besonderen Wunsch war der Beitrag der jüdischen Ge trafen die Aermste, glücklicher Weise nicht lebensgefährlich; an- noffen in Dollars beigefügt. A. G. geblich soll das Mädchen Laub im fremden Garten gepflückt C. 2., Haynau. Dr. Schoenlant hat nicht 1887, wohl haben. Und ob dieser ganz gemeinen Rohheit hat das biffig- aber 1885 in Arnstadt in einer Volksversammlung referirt. fromme Muckerorgan fein Wort der Entrüftung. Allerdings, der Zwei treue Abonnenten. Das Recht, sich Meister zu Held der That scheint hier ein christlich germanischer Jüngling nennen, bleibt Jedem unbenommen, dagegen ist es nicht gestattet, zu sein und das Opfer derselben nur ein Fabrikmädchen. Wozu sich unberechtigt eine Titulatur anzulegen, aus der man entnehmen da die Aufregung? tönnte, als habe der Betreffende eine gesetzliches Staatsexamen bestanden. " Wein schreiberstraße 29 aum eichenen Stab. Freiheits- Gruß, Schönhauser" Allee 46 bei Busse. Gine Parthie fehlerhafte zu kaufen gesucht Dr. Thompson's Seifenpulver Teppiche ist das beste und im Gebrauch billigste und bequemste Waschmittel der Welt. Nicht zu verwechseln mit geringwerthigen Nachahmungen, die in neuerer Zeit unter den Namen ,, Seifen- Extract" 2c. angeboten werden. 328M* Grosse Berliner Schneider- Akademie. 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