Nr. 192. Erscheint täglich außer Montags. Preis pränumerando: Viertel jährlich 3,30 Mart, monatlich 1,10 mt, wöchentlich 28 Pfg. frei In's Haus. Einzelne Nummer 6 Pfg. Sonntags- Nummer mit illuftr. Sonntags- Beilage Neue Welt" 10 Pfg. Post- Abonnement: 8,30 Mt.pro Quartal. Unter Kreuz band: Deutschland u. DesterreichUngarn 2 Mt., für das übrige Ausland 3 Mt.pr.Monat. Eingetr. in der Post- Beitungs- Preisliste für 1893 unter Nr. 6708. Vorwärts 10. Jahrg. Infertions- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzeile oder deren Raum 40 Pfg., für Vereins- und Berfanfmlungs- Anzeigen 20 Bfg Inferate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr Nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ift an Wochentagen bis 7 Uhr Abends, an Sonnund Festtagen bis 9 Uhr Vormittags geöffnet. Fernsprecher: Amt I, 4186. Telegramm- Adresse: Sozialdemokrat Berlin Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Die Vernachlässigung der Gewerkschafts- Bewegung. Ein Abgeordneter, den wir als einen trefflichen Prattiker der Gewerkschaftsbewegung schäßen, schreibt uns: Donnerstag, den 17. August 1893. Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. = manche berechtigte Wünsche nicht erfüllt werden können. Geld. Dann könnte mancher Genosse ohne Schaden an Die gewerkschaftliche Bewegung fordert ferner große per seinem Geldbeutel zu leiden, ganz der Gewerkschaftssönliche Opfer neben den Geldopfern. Die Gewerkschaft organisation angehören, was ihm heute bei den vielen verlangt von den Mitgliedern, daß sie vermöge ihres Vereinen und Vereinchen fast unmöglich ist. Und Solidaritätsgefühls ihre ganze Persönlichkeit bei allen Lohn was das Schlimmere, er denkt an die Gewerkschaft oft tämpfen u. f. w. einsetzen, während die politische Bewegung zuletzt oder berücksichtigt sie garnicht. Eine einheitliche ge= Der Vorwärts" hat schon vor kurzem( Nr. 172) gegen mit der Abgabe des Stimmzettels und dem Darreichen schlossene Organisation ist sowohl in politischer, wie in geden Vorwurf, als ob die Partei die Gewerkschafts- Organi- eines Obulus für den Parteifonds wenn auch nicht zu- werkschaftlicher Hinsicht von Nutzen und trägt zur Stärkung sation vernachlässige, sich entschieden verwahrt. Wir haben frieden ist, aber sich sehr oft genügen lassen muß. Die der Partei bei. Man möge aber auch nicht die vielen Versammlungen auseinandergesetzt, daß von einer solchen Absicht gar keine politische Partei zeigt vor allem nach außen ihre Stärke, Rede sein könne. Die Partei hat auf allen ihren Kongressen, die weniger in der strengen Organisation, als in der Zahl allzu sehr überschäzen. Die Versammlungen sind für die Agitation unentbehrlich. Manche Genossen glauben aber, so in Halle, in Berlin, eingehend ihren Standpunkt klar- derer liegt, die ihren Grundsähen huldigen. gelegt. Sie hat der Gewerkschafts- Bewegung die gleiche Auch ein Vergleich der politischen Organisationen mit wenn sie alle Tage eine Versammlung einberufen, der Stellung eingeräumt, wie der politischen. Und so beruhen den gewerkschaftlichen fällt immer zu gunsten der letzteren Partei einen großen Dienst zu leisten. Auch hier muß man denn auch alle Vorwürfe nicht auf Thatsachen, sondern sie aus, besonders gilt dies von Berlin, wo die Wahl- Maß und Ziel halten. Allzuviel Versammlungen ermüden sind der Ausfluß einer sehr begreiflichen Unzufriedenheit vereine verhältnißmäßig eine sehr schwache Mitgliederzahl und verlieren gerade ihre agitatorische Kraft, weil die Arbeiter nicht jeden Abend zur Versammlung gehen können. über die heutige Stellung der Gewerkschaften, die Partei aufweisen. aber soll als Prügelknabe herhalten. Hier träfe auch mit ebenso viel Recht die Be- Wir wiederholen: daß die Gewerkschaften manche Wenn heute behauptet wird, die politische Partei ver- hauptung zu, daß die Genossen, die sich an der Ge- Schwächen zeigen, liegt nicht daran, daß die Partei sie nachlässige die gewerkschaftliche Bewegung, so zeugt dies nur wertschafts- Bewegung betheiligen, nicht alle den Wahl- vernachlässigt, sondern ist in den Verhältnissen begründet. von der Unkenntniß, die in bestimmten Kreisen herrscht über vereinen angehören. Wir wollen dies aber niemand Nicht zum mindesten verschulden es die Genossen selbst die Ursachen der Schwächen dieser Bewegung. zum Vorwurf machen. Wer seine ganze Kraft der Gewerk- durch ihren Organisationsstreit. Für die Partei wäre es Es ist klar, daß die Gewerkschaften nur bei einer schaftsbewegung widmet, findet nicht die Zeit, mit gleichem aber geradezu Selbstmord, sähe sie scheel auf die Gewerks äußerst guten Organisation in Zeiten wirthschaftlichen Nieder- Eifer sich der Politik hinzugeben. Wir wissen aber, daß, schaftsbewegung; denn diese erfüllt vor allem die Aufgabe, ganges etwas erreichen können. Da wir aber, was niemand sobald die Partei alle Kräfte gebraucht, wie das die Wahlen die Schaar unserer Kämpfer schlagfertig zu halten. Eine Arbeiterklasse, deren wirthschaftliche Daseinsbedingungen bestreiten wird, nur sehr wenige gute Organisationen haben, jedesmal zeigen, dann alle Mann zur Stelle sind. und die letzten Jahre eine faft ununterbrochene Periode des Ferner tritt dazu als ein nicht zu unterschätzender Grund sehr niedrig sind, kann nicht die zähe, widerstandsfähige wirthschaftlichen Rückgangs sind, so weist natürlich die Ge- für unsere Schwäche das Organisationsfieber der Genossen. Kämpferin für ihre Rechte sein. Deshalb erfüllt die schichte dieser Zeit eine Reihe von Miserfolgen der Gewerk- Der nie endende Streit über Organisationsformen, der nicht Gewerkschaftsbewegung eine nicht zu unterschäßende Aufschafts- Bewegung auf. So fommt es, daß gar mancher den selten gehäffig geführte Kampf, die kleinliche Rechthaberei, gabe; würde dies verkannt, so trüge die gesammte ArbeiterOrganisationen den Rücken kehrt. Die Häufigkeit der Nieder- Eigenschaften, die eine Organisation verderben oder sie doch bewegung den Schaden. lagen entmuthigten viele frühere Mitglieder und ließen sie schwächen, kommen in Betracht. Wenn die Genossen, anstatt an dem Werth der Organisation zweifeln. Die Arbeiter sind über" Vorwärts" und Parteileitung zu schelten, sich einigten nicht alle Leute, die mit den Verhältnissen hinreichend ver- und geschlossen, ohne sich zu zersplittern, wie dies gerade traut wären, um dennoch fest zur Gewerkschaft zu halten. in Berlin der Fall ist, vorgingen, wäre mehr erreicht, als Ein geringer wirthschaftlicher Aufschwung, und unsere durch fruchtlose Streitigkeiten. Aber es scheint fast im gewerkschaftlichen Organisationen find wieder neu gestärkt. Hinblick auf die Gewerkschaftsbewegung in Berlin, daß Dank der langen Arbeitslosigkeit sind viele nicht im stande, einige Genossen glauben, sie könnten der Sache keinen ihre Beiträge zu zahlen. Sie mögen sich zu einer neuen Aufnahme nicht bequemen. Mancher schämt sich auch, fich aufs neue aufnehmen zu lassen und tritt still zurück. Dann sind aber auch die Opfer, die heute die Arbeiterbewegung fordert, sehr groß geworden. Machen wir uns dies einmal klar! größeren Dienst erweisen, als wenn sie fortwährend über zentrale oder lokale Organisation sich unterhalten. Nicht minder ist ein ernftes Wort in Sachen der politischen Vereinsbildung zu sprechen, die gleichfalls nur unsere Kräfte zersplittert. Auch diesem Organisationscifer sollten die Zügel angelegt werden. Berlin, den 16. Auguft. Der deutsche Michel kann getrost sein, er muß nicht blos für das Landheer bluten. Auch die Marine tritt mit neuen Forderungen an die Steuerzahler heran. In einer offiziösen Zeitungs- Korrespondenz liest man u. a., daß nach dem ursprünglichen Plan für 1894/95 eigentlich nur noch 4,7 Millionen" hätten aufgebracht werden sollen, Unser arg zersplittertes Vereinswesen stellt heute AuforWeshalb haben wir in Berlin die vielen Diskutirklubs daß dieser Betrag aber nicht ausreiche, vielmehr eine lange derungen, die beim besten Willen kein Arbeiter ganz erfüllen und Vereine für Landsmannschaften? Diese Zwecke können Reihe von Forderungen aus der dem Marinetann. Der durchgängig geringe Verdienst gestattet es ihm auch im Wahlverein verfolgt werden. Haben die Genossen etat für 1889/90 beigegebenen Denkschrift, die im Etat für in der Regel nicht, zwei oder gar mehreren Vereinen zu ein Bedürfniß, im engeren Kreise zu diskutiren und Vor- 1894/95 schwerlich abschließen werde, noch ausstehe. So gleich anzugehören. Was wird aber heute von ihm nicht lesungen zu halten, so mögen die Wahlvereine, die besser fügt sich in der Kette der Lasten Glied an Glied. verlangt? Er soll Mitglied des Wahlvereins, der Gewerk- jetzt einen anderen Namen annehmen könnten, Borlesungsschaft, des Diskutirklubs, der Landsmannschaften, des Sänger- und Diskutirabende veranstalten. Geht es ohne Landsbundes, der Arbeiterbildungsschule, der Freien Volts- mannschaften nicht, so möge man Sektionen in den Verbühne u. s. w. sein. Dazu kommen Beiträge für die einen bilden, so wird auch diesem Wunsche Rechnung Krankenkasse, für die Invalidenkasse, für den Streit getragen werden. Bildete sich das Vereinswesen auf diese fonds, für den Parteifonds. Hieraus erhellt schon, daß Art aus, so ersparte man viel Lauferei, viel Zeit, viel Feuillefont. Macbrua verboten.] [ 44 Die Bekehrung André Savenay's. Sozialistischer Roman von Georges Renard. Ueber das Begräbniß des Soldaten Schröder, über dessen Schicksal unser gestriger Leitartikel berichtete, wird uns geschrieben: ,, Als die Zeit der Beerdigung herannahte, rückten 8 Mann, geführt von einem Unteroffizier, an, hoben die Leiche auf eine System im Verscheiden ist. Ich bin ferner der Meinung, wird die Thätigkeit fieberhaft. Es ist ein beständiges Ausdaß wenn man, anstatt über Männer abzustimmen, auch und Eingehen. Da kommen Wähler, Maheu und Komüber Dinge abstimmte was zweifellos stattfinden wird, pagnie, Zeitungsausträger, Platatankleber, Stimmzettelsobald das Volt politisch geschult ist, daß dann das Vertheiler, alles drängt und stößt sich. Und überall im Votum der Wähler deutlicher und wesentlich verschieden ganzen Arrondissement, an Mauern, Thüren, Bäumen, sein wird von dem, was es gegenwärtig ist. Felsen sieht man grüne, gelbe, blaue und rothe Zettel, auf denen man in ungeheuren Lettern lieft: De Serenoize, Kandidat der honneten ( achtbaren) Leute." " Philippeaux, Kandidat der wahren Republik." Am 13. September. Ein schwerer Kampf findet gegenwärtig in dem Herzen des Herrn von Serenoize statt, ein Kampf zwischen seinem Geld- und seinem Ehrgeiz. Die Rechnungen häufen sich immer mehr. Maheu hat feierlich erklärt, daß er sich, wenn ihm nicht ein neuer Kredit von Autorisirte Uebersehung von Marie Kunert. 25 000 Frants bewilligt würde, nicht mehr damit be Was würdet Ihr sagen, Vater Jean, wenn man fassen könne, den Sieg zu organisireu". Als Grund von Euch den Vorschlag machte: Ihr sollt fortan nur fünf hierfür hat er angegeben, daß Philippeaux sich wie ein Frants Steuern bezahlen, aber der Besitzer dieses Parkes, moderner Jupiter in einen Goldregen verwandle. Herr der 200 000 Livres Rente besitzt, müßte anstatt 1000 Frants von Serenoize hat darob gefeufzt, eine Grimasse geschnitten zehntausend bezahlen. Dann könnte er immer noch und einen neuen Aderlaß bewilligt. Ich habe schon 190 000 Frants im Jahre ausgeben. Das ist eine hübsche 80 000 Franks ausgegeben," sagte er zu mir. Aber PhiSumme, und er wird dabei nicht allzu sehr zu bedauern lippeaux soll die 100 000 schon überschritten haben." sein! Findet Ihr nicht auch, daß es gerade kein Unglück D, Ihr mittellosen Kandidaten, versucht es doch, gegen wäre, wenn die Armen weniger arm und die Reichen weniger Konkurrenten zu kämpfen, die soviel Verdienst in ihren reich wären?" Geldkassen haben! „ Ach, Herr, das wäre zu schön! Aber warum machen Sie mir erst den Mund wässerig?" Am 15. September. Noch acht Tage! Wir sind alle gerüstet! Meine Feder und meine Beine jagen unauf " Um nichts, Vater Jean, ich wollte nur wissen, wie hörlich. Ich habe keine Zeit mehr, um dem Tagebuch zu Ihr darüber denkt." beichten, nicht einmal Zeit zum Nachdenken. Vielleicht ist Ich mußte lachen und verließ den braven Mann, den es auch am besten so...... Hier immer dieselben ekelmeine Fragen zu beunruhigen schienen. Dennoch ahnte er erregenden Dinge, in Paris immer dieselben Sorgen! Gernicht, daß er soeben zwei Artikel desselben sozialistischen maine soll immer schwächer werden, wie mir geschrieben Programms, das er verabscheute, gebilligt hatte: Alters- wird. Wann werde ich endlich dort sein können, wo mein rentenkassen und die progressive Steuer. Herz ist? Am 19. September. Die letzten Anordnungen Ich bin der Meinung, daß an dem Tage, wo die Bauern und die Arbeiter sich verstehen, das bürgerliche für die eigentliche Schlacht werden getroffen. Im Schlosse Und ganz, ganz unten auf einem rothen Zettel, der einem gegnerischen Plakat halb bedeckt ist: " Jaques Denis, Kandidat der Gozialisten." Jacques Denis kommt entschieden garnicht in bes tracht. Der Kampf konzentrirt sich zwischen den beiden Millionären. Am 21. September. Herr von Serenoize and der Präsident seines Komitees haben mysteriöse Zusammenfünfte mit Maheu und seinen Sektionshäuptlingen Danach kommt regelmäßig einer nach dem andsen von dieser Leuten zu mir mit Bous, die vom Präsidenten unterzeichnet sind. Auf jedem steht: Bon auf zu meinen Gunsten geleistete Arbeit. Die Summen sind verschieden: 115 Frants, 85 Frants, 350 Frants, 220 Franks, immer aber find sie ein Vielfaches von fünf. Ich weiß nicht, was das heißen soll und frage mich, vas für Dienste sie wohl dem Herrn Präsidenten geleistet Inben können. Einer dieser ehrenwerthen Makler, dem ich 120 Franks auszahle, be schwert sich:„ Das ist ein Frithum," sagt er,, 130 Frants muß ich bekommen." Und dabei zieht er ein großes Packet Wählerlisten heraus, die er durchblättert und zählt, wobei daß Bahre und trugen ihn zur Gruft. Als er hinabgesenkt war, sein auch im Vorwärts" besprochenes Buch über„ Die weise aufzuheben, versichert, daß eine solche Absicht der Regierung forderte der Todtengräber die Leidtragenden zu einem stillen Sozialdemokratie in ihren Wahrheiten und Frr- durchaus fernliege. Gebet auf, und damit hatte die Katastrophe ihren Abschluß thümern 2c." beweist. Pfarrer Schall ist nach wie das an Gefangene, bie, ohne eigenes Reisegeld zur Nachdem im März d. J. der Justizminister angeordnet hatte, gefunden. Weder ein Hauptmann, noch ein stellvertretender vor ein Gegner der Sozialdemokratie, er ist mon- Berfügung zu haben, aus Gefängnissen der Justizverwaltung Offizier war zugegen, der den armen Eltern ein freundliches archisch und orthodox gesinnt, und bekämpft die Sozial entlassen werden, Fahrkarten und Behrgelder zur Reise in die und tröstendes Wort sagte, denen die Stüße ihres Alters plök fenntniß, er ist dabei durchaus ein ehrlicher Freund der foften gegeben werden sollen, ist diese Verfügung nun auch auf demokratie auf grund einer ziemlich weitgehenden Sach- Heimath oder nach einem anderen Bestimmungsorte auf Staats. lich für immer genommen worden, auf die sie alle ihre Hoff- Arbeiter, so daß er ein nach jeder Richtung hin beachtens- mittelloſe Untersuchungsgefangene ausgedehnt worden, nungen aufgebaut hatten. Nur ein amtliches Schreiben, das wertherer Gegner unserer Partei ist als die Leute vom wenn die Entlassung aus der Untersuchungshaft auf grund einer 24 Stunden nach seinem Tode bei den Eltern einlief, gab ihnen Schlage Hänschens Blum. Wäre unsere Bourgeoisie ver- Aufhebung des richterlichen Haftbefehls erfolgte. Warum aber Runde von dem Vorgefallenen. Der Hauptmann der Kom- nünftig und hätte sie ein reines Gewissen, sie würde Schall ögert man damit, unschuldig Inhaftirte zu entschädigen? pagnie ist der Erbprinz von Hohenzollern, ein noch sehr junger zu einen ihrer Vorkämpfer gegen die Sozialdemokratie Barum greift hier die Gesetzgebung des Reiches machen. Dies geht aber nicht, da Schall nicht blos Gegner der Sozialdemokratie, sondern genauer Kenner und unerschrockener Gegner der Bourgeoisie ist. Mann. - nicht ein? Die Rechtspflege im Saarrevier erscheint durch die Unsere Betrachtung über das Frankfurter folgende, dem" Boten von der Saar" entnommene MitSteuerbouquet hat das Mißfallen der Nord- Gelegenheit, seine eigenartige Stellung zwischen den theilung in heller Beleuchtung. Ein Bergmann in Hühnerdeutschen Allgemeinen Beitung" erregt, schon kämpfenden Klassen zu zeigen, ergab sich gelegentlich einer feld, so berichtet das Blatt, ersuchte Dullens in St. Ingbert, deshalb, weil wir uns nicht begnügten, die offiziösen Wasch- Versammlung vor der Stichwahl in seinem Wahlkreise, ihm gelegentlich einmal eine Arbeiterzeitung mitzubringen. zettel abzudrucken und auf die Kommissionsberathungen zu in dem sich ein Vertreter der Sozialdemokratie und Er brachte ihm eine alte Nummer Vorwärts"," Saarbote" warten. Dies mag sich für andere Blätter schicken, nicht ein Kandidat des famosen Bundes der Land- und Schlägel und Eisen" und warf sie, da die Thür veraber für uns, denn der Sozialdemokratie kommt es weit wirthe gegenüberstanden. Schall forderte in einer Wähler- schlossen war, durch das offenstehende Fenster auf den Tisch. weniger auf die Einzelheiten der Gesetzentwürfe, als auf versammlung am 22. Juni zur Wahlenthaltung auf, da Giner der dort häufigen Schmarozer vulgo Mauschbacher deren Grundlinien an, die den Maßstab dafür bieten, ob man seiner Ansicht nach mit gutem Gewissen keinen Sozial- zeigte es an, und es erfolgte Anklage in Sulzbach wegen das im Reichstage so feierlich verkündete Caprivi'sche demokraten wählen könne und andrerseits die Wahl des Verbreitung von Druckschriften ohne ortspolizeiliche ErlaubFinanzprogramm eingehalten wird oder nicht. Vor allem anderen Kandidaten zwar das Wohl der Großgrundbesizer niß. Der Bergmann, Maßregelung befürchtend, bat, nicht interesfirt uns an der Reichs- Finanzreform, wer die eigent- und die Erhöhung des Brotkornpreises, aber nicht das Wohl zu erwähnen, daß er die Zeitungen gewünscht habe, was lichen Steuerträger sein werden. Das bekannt gewordene der Arbeiter befördern würde." natürlich auch geschah, obgleich D. dann jedenfalls frei Ergebniß der Ministerkonferenz genügte, dies zu beDiesen Standpunkt begründete Pfarrer Schall in ausgegangen wäre, und so erfolgte die Verurtheilung urtheilen und damit vom Standpunkte einer wirklich wissen längerer Rede, in der er die Haltlosigkeit der in einem der des D. zu Mark 20 oder 6 Tagen, trotzdem er geltend schaftlichen und dabei gleichzeitig volksthümlichen Steuer- Versammlung vorgelesenen Flugblatte enthaltenen aufge- machte, daß 1. es kein öffentlicher Ort gewesen sei, politik die Frankfurter Steuerpläne gründlich zu ver- häuften Anschuldigungen gegen die Sozialdemokratie und sondern sogar der Pfad nur zu des betreffenden Bergurtheilen. die Interessenpolitik des Großgrundbesizes nachwies. manns Haus führte und ein anderer nur vermittelst EinWir begreifen, daß die Hintermänner der Norddeutschen Die allgemeine Aufregung über sein Auftreten steigens hätte Butritt erlangen können, daß 2. es bereits Allgemeinen Zeitung" uns doppelt gram sind, weil unsere veranlaßte den Pfarrer, für den 29. Juni eine Bolts- alte gelesene Beitungen gewesen seien und daß 3. das anPartei nicht nur teinen Groschen" bewilligen wird, sondern versammlung zum Zwecke der Gründung eines evangelisch gezogene Gefeß von 1851 sich nur auf Veröffentlichung von auch noch an den Steuerplänen Kritik übt. Je entschiedener sozialen Arbeiter- und Jünglingsvereines einzuberufen. Die Bekanntmachungen und Plakaten bezöge. D. legte Berufung und fachkundiger die Opposition vorgeht, desto unbequemer Agrarier trommelten ihren ganzen Anhang, Gutsbesitzer, ein. Das Landgericht Saarbrücken sprach auch frei, weil ist sie den Auftraggebern der offiziösen Presse, die sehn Beamte, Aerzte, Rechtsanwälte zusammen, um Pfarrer Schall nicht die Mittheilung der Inserate, sondern des politischen lichst wünschen, daß der nun einmal unvermeidlichen zu majorisiren und die Gründung selbst einer so harmlosen Inhalts bezweckt gewesen sei. Gegen dieses freisprechende Opposition der Mund geschlossen und die Feder gebrochen Arbeiterorganisation zu hintertreiben. Obgleich Schall nicht Urtheil legte die Staatsanwaltschaft Revision ein, worauf mit einem Schritte sich vom monarchischen und orthodoxen das Kammergericht Berlin diese wichtige Sache nach SaarBur Erheiterung unserer Leser wollen wir auch verrathen, Standpunkte entfernte, obgleich er alles, was an die Erregung von brücken zurück verwies. Natürlich wurde schließlich das erste daß die Norddeutsche Allgemeine Zeitung" behauptet, Klassenhaß nur im Entferntesten erinnern konnte, vermied, Urtheil bestätigt; die Bemerkung des D., wenn er die Eugen Richter soufflire uns die finanzpolitischen Artikel. wurde ihm doch vom Kirchenvorsteher seiner eigenen Ge- Kreuz- Zeitung" oder„ Saarbrücker Zeitung" verbreitet habe, Unsere Forderung einer die hohen Einkommen stärker meinde vorgeworfen, daß er die Unzufriedenheit beim Ar- würde sicherlich kein Strafantrag gestellt worden sein, wurde heranziehenden Reichs Einkommensteuer ignorirt das beitervolke fördere, er erklärte endlich, daß man bei sol- einfach ignorirt. Also derselbe Gerichtshof spricht zuerst offiziöse Blatt, sowie alles ihr sonst Unbequeme, und chem Pfarrer nicht mehr in die Kirche gehen könne." Mit frei und verurtheilt sechs Monate später, ohne daß sich in thut jo, als ob wir die Bedeutung der preußischen anderen Worten, der Pfarrer wurde vom Kirchenvorsteher bezug des Sachverhalts irgend etwas verändert hätte. Die Ginkoinmensteuer- Reform nicht zu würdigen verständen. in öffentlicher Versammlung boykottet. Kirchenvorstand Angelegenheit soll an Gerichtskosten 57,40 m. toften, natürDer Vorwärts" hat vielfach Gelegenheit gehabt, die und Gemeinderath von Bahrdorf ließen es dabei nicht be- lich von Rechtswegen und eingebent des Spruches Justitia preußische Steuerreform zu besprechen, er tam aber freilich wenden und wandten sich an das herzogliche Konsistorium fundamentum regnorum, Gerechtigkeit ist die Grundlage der dabei stets zu entgegengesetzten Schlüffen als die" Nord in Wolfenbüttel und forderten mit Hinweis auf seine Rede Reiche. deutsche Allgemeine Zeitung", was ja für jeden selbst in den beiden Versammlungen die Versetzung des Pfarrer verständlich ist, der die Stellung des offiziösen Blattes zur Schall in eine andere Gemeinde. Der Fall Feichter. Wie der Kölnischen VolksRegierung und des sozialdemokratischen Zentralorgans Als hierauf Schall im Kirchenvorstande die Proto- Beitung" aus Straßburg gemeldet wird, ist die Verhandzum Bolte fennt. Interessant ist das Zugeständniß der follicung des seitens des Kirchenvorstehers ausgesprochenen lung in Sachen Müller- Simonis gegen den PolizeiNordd. Allg. 3tg.", daß die Erträgnisse der Börsensteuer Boykotts forderte, verweigerten die Helden ausnahmslos präsidenten Feichter wegen Krankheit Feichter's vom die Unterschrift. 17. Auguft auf den 21. September verlegt worden. Wie werde. nicht hoch sein werden. = Wenn die Norddeutsche Allgemeine Zeitung" meint, All' dies ist in einer lesenswerthen Broschüre des uns ein Privattelegramm aus Straßburg i. Els. meldet, ist wir hätten durch die vorauszusehende Abstimmung unserer Pfarrer Schall) genau geschildert. Db man Schall, der Herr Feichter angeblich- nervenkrank. Hoffentlich erholt Abgeordneten das Recht zur eingehenden Kritik der Miquel- ein Bierteljahrhundert ohne jede Klage Pfarrer war, nun sich der schneidige Präsident bis dahin. schen Steuerkünfte verwirkt, so täuscht sie sich gründlich; maßregeln wird, ist abzuvarten. So sehr das im Herr Thielen macht Schule. Die Dresdener Handelswir werden nach wie vor, in der Presse wie im Reichs- ökonomischen Interesse des Mannes vielleicht zu bedauern tammer hat vor einiger Zeit an die Generaldirektion der tage und in Versammlungen, die Stenerpolitik des preußischen wäre, uns fönnte es nur recht sein, denn es würde uns sächsischen Staatsbahnen das Ersuchen gerichtet, Ministers für die Reichsfinanzen kontrolliren und kritisiren, eine wuchtige Waffe für unsere Landagitation schaffen. die jetzigen Gepäcktarife auf die Hälfte ihrer Höhe zu erweil es für die Beurtheilung unserer Regierungspolitik und Es würde uns zum Beweis dienlich sein, daß die mäßigen. Das sächsische Finanzministerium, dem die Staatsfür die Art, wie die arbeitenden Klassen geschröpft werden, Pfarrer die Geschäfte der Bourgeoisie führen müssen, daß bahnen unterstellt sind, erwiderte hierauf, daß sich die Ernicht gleichgiltig ist, welche Bahnen Herr Miquel einzu- sie nicht der Religion sondern den herrschenden Klassen zu mäßigung der Gepäcktarife, wenn auch nicht bis zu dem schlagen beliebt. dienen haben, daß hinter der Religion, wie sie von der gewünschten Betrage, einige Gründe anführen ließen, aber Bourgeoisie aufgefaßt wird, sich blos bürgerliche Vores erscheine nicht angezeigt, mit einer solchen Maßregel zur urtheile verstecken. Beit einseitig und getrennt von der preußischen StaatsbahnSo wenig Pfarrer Schall, wie der Bremer Geistliche verwaltung vorzugehen. Bei den sächsischen Bahnen bleibt Kalthoff zu uns gehört, so sehr ist er doch ein Beweis eben auch alles hübsch beim alten. dafür, wie die sozialdemokratische Gedankenwelt alle Schichten -w Die Bourgeoisie und die Religion. Marx und Engels sagen im Kommunistischen Manifest"( S. 11 der 4. Auflage 1890): " Die Bourgeoisie hat alle bisher ehrwürdigen und mit frommer Scheu betrachteten Thätigkeiten ihres Heiligenscheines entkleidet, sie hat den Arzt, den Juristen, den Pfaffen, den Poeten, den Mann der Wissenschaft in ihre bezahlten Lohnarbeiter verwandelt." unserer Gesellschaft unterminirt. Jus stille Pfarrhaus, in Ein Verband der preußischen Eisenbahndie Bureaus, die Paläste, die Kasernen, überall hin dringt Assistenten soll nach dem Muster des Postassistenten- Berder Sozialismus ohne unsere Agitation, so daß bandes gegründet werden. Wir wollen sehen, ob Herr Wie richtig dieser Satz ist, beweist die Angelegenheit er unausrottbar ist trotz aller Anstrengungen der organisirten Thielen aus den Erfahrungen der um Stephan geSchall, über die wir gestern nach dem tendenziösen Ve- Bourgeoisie. lernt hat, daß es nicht angeht, auf die Dauer das Verricht der Magdeburger Zeitung" einiges mittheilten. einigungsrecht der Unterbeamten zu unterdrücken. Pfarrer Schall ist ein Mann, der sich redlichste Mühe genommen hat, den Sozialismus gründlich zu studiren, wie " Der neue Reichsschatsekretär, Graf von Posadowsky, wird von dem nationalliberalen„ Hannoverschen Courier" ob seiner parlamentarischen Thätigkeit er war 1882-85 Landbote über den grünen Klee gelobt. Wir Die deutsche Volkspartei beruft ihren Parteitag auf den 24. September nach Mainz. " er sich jedes Mal seinen schmutzigen Daumen näßt. Ich finden, schreibt die Freifinnige Beitung", bei einer Durch- Einen ,, Kongres deutscher Mittelstände" beruft habe Recht," sagt er." Ich bringe 26 Stimmen." In der ficht der von dem Grafen Posadowsky in jener Beit ge- die Teutoburger Partei" auf den 11. September in Kassel ein. Wenn nun die Mittelstände" nicht auf den That kommt er auch bald mit einem richtig ausgefüllten haltenen Reden, daß er im ganzen 24 mal das Wort er in Staffel ein. Wenn nun die Mittelstände" nicht auf den Bon zurück.... Diese würdigen Arbeiter" werden griffen hat, darunter mehrere Male als Berichterstatter Damm kommen und die„ Kraft" erlangen, wie ihr Organ also nach Maßgabe der Stimmenzahl, die sie liefern, bezahlt. über einzelne Theile des Etats und sonst fast ausschließlich Teut" sagt, dem geplanten Umsturz zu begegnen"! Ein anderes Geheimniß: Dreisch, der Werkmeister, hat über rein lokale Fragen. Eine Nede allgemein politischer Zwei Bilder aus dem Gegenwartsstaat. Nr. 1: ein Packet Stimmzettel mit dem Namen des Herrn von Natur hielt er bei dem Antrage Stern auf Einführung der Von einer Gewehrkugel tödtlich getroffen, wurde am Serenoize geholt. Sie bestehen aus weißem Papier und geheimen Abstimmung bei den Landtags- und Kommunal- 15. August Morgens ein Sträfling des Festungstragen kein besonderes Kennzeichen, wie das Gesez es vorwahlen, wobei er sich gegen die geheime Abstimmung aus gefängnisses in Spandau von andern Insassen schreibt. Aber ich war überrascht- ich bin doch immer sprach. Das finanzpolitische Gebiet berührte Herr Graf der Anstalt mittels Tragforbes nach dem Garnison- Lazareth noch naiver, als ich dachte als ich sah, wie der besagte Bosadowsky nur zweimal, das erste Mal bei der Frage der gebracht. Der Mann hatte zwischen 7 und 8 Uhr Gelegen Dreisch sich an einen Tisch setzte und mit Tinte auf jedem Vermehrung der Gendarmerie, bei der er sich über die heit, ungehindert durch das Hauptportal aus dem Gefängniß Bettel den aufgedruckten Namen nachzog. Dann erfuhr ich, finanziellen Belastungen der Gemeinden durch das Vaga- ins Freie zu gelangen. Sein Verschwinden wurde von dem daß er sie alle eigenhändig an die Arbeiter der Fabrik verbondenthum aussprach, das zweite Mal bei der Berathung Aufseher aber bald bemerkt. Derselbe erblickte ihn noch, theilt hätte. Diesmal wird mir das Errathen nicht schwer. des Hundesteuer- Gefeßentwurfs, bei der er aber fast nur wie er querfeldein in der Richtung nach Weinmeisterhorn In so guter Gesellschaft bildet man sich eben. Dreisch verwaltungsrechtliche Fragen erörterte. Perlen finanz zu lief, und verfolgte ihn in Begleitung mehrerer Mannwird morgen der Vorsitzende des Wahlbureaus sein. Er politischer Weisheit haben wir beim besten Willen in jenen schaften. Als der Flüchtling auf dreimaliges Haltrufen wird als solch die Bettel in die Urne werfen und wird Reden nicht zu entdecken vermocht. Die Neden des Grafen nicht stand, feuerte ein Bosten einen Schuß auf ihn ab. dabei mit einem Blick diejenigen, die er gekennzeichnet hat, Posadowsky haben vielleicht darum besonders bei vielen Die Kugel traf den Mann im Rücken, durchbohrte den sofort erkennen können. Die Tinte scheint nämlich durch einen guten Eindruck gemacht, weil sie sich durch ihre Kürze Oberkörper, wobei die Lunge durchschossen wurde, und Wehe den Arbeitern, die nicht für ihren Herrn stimmen! auszeichneten. Bu einer Empfehlung für das Reichs- Schatz- schlug noch in das Haus des Eigenthümers Lieben. Am 22. September. Der große Tag ist vor sekretariat dürfte aber selbst das nicht beitragen. Aber Getroffene brach alsdann zusammen und wurde hinweggetragen. über. Er soll über das Schicksal Frankreichs für vier Graf Posadowsky wird, wenn die Steuerverhandlungen be- Der Unglückliche, der wohl schwerlich wieder aufkommen dürfte, Jahre entscheiden, und in drei bis vierhundert anderen ginnen, die Losung hochhalten: war, wie der Anzeiger für das Havelland" berichtet, Solhier vielleicht ein bischen Fällen werden die Wahlen dat des Spandauer Trainbataillous und hatte überhaupt mehr, dort ein bischen weniger ebenso unverfälscht ausfallen wie bei uns. nur 8 Wochen Strafe zu verbüßen. Wie Miquel will, Ich halte still, und damit erbringt er den Befähigungsnachweiz " Der Nr. 2. Auf der Eisenbahnbrücke beim Lustgarten Die preußischen Landtagswahlen sollen wieder in Potsdam ging gestern Nachmittag der 18jährige SchlosserFa habe den ganzen Kreis bereist und hier und da einige Episoden gesammelt. In Amboise ist ein Hospiz für Greise. Viele von ihnen sind schwach, von Schmerzen die letzte Oktober- und erste Novemberwoche gepeinigt oder findisch geworden. Mehrere Leute Maheu's gelegt werden. warteten am Ausgang auf diese menschlichen Ruinen. Sie Preußisches. Offiziös wird gegenüber der Blättermeldung, wurden unter den Arn, genommen, in einen Wagen gefeßt wonach die Regierung beabsichtige, die Anweisung des Oberund bekamen ein Trirkgeld. Dann wurde ihnen ein präsidenten von Schleswig- Holstein vom 18. Dezember 1888, beStimmzettel in die Haid gedrückt, und nun vorwärts treffend die dänische Sprachenfrage, ganz oder theilmarsch! Bis in den Sad. gab man ihnen das Geleit, und so enthielt die Urne einige Bettel mehr auf den Namen des Herrn von Serenoize. ( Fortsetzung folgt.) *) Die Sozialdemokratie auf dem Lande, ihre Abwehr und sicherste Ausbreitung, Debisfelde, Verlag von A. Radwit, Preis 30 Pf. geselle Max Meyer aus Magdeburg einem Zuge entgegen, um sich überfahren zu lassen. Er wurde von der Maschine zur Seite geschleudert; dabei wurde ihm die rechte Hand entseßlich zugerichtet. Bei seiner Vernehmung gab er an, er habe sich das Leben nehmen wollen, weil er durch fortgesetzte Arbeitslosigkeit in die bitterste Noth gerathen sei. Vom Reichs Kriegeschat. In einem Auffage, den das letzte Heft des" Sozialpolitischen Zentralblattes" veröffentlichte, war der Vorschlag gemacht worden, den im Juliusthurm zu Spandau aufbewahrten Reichs Kriegsschatz| es find 120 Millionen Mart für sozialpolitische Aufgaben zu verwenden. Dem Vorschlage Dr. Gräger's, den Reichs Kriegsschatz aufzuheben, stimmen wir zu. Aber wenn die heutige Reichstags- Mehrheit die aufgeschatten Gelder zur Verfügung erhält, überweist sie die Millionen dem Militarismus mit ergebener Verbeugung. opfer in der Nähe ihrer Tempel dulden. Es scheint aber, I regieren, an normalen Zuständen im Sinne der„ Frankfurter daß politische Motive verschärfend auf die Streitigkeiten ein- Beitung" gelegen? wirken und man nimmt an, daß auf muhammedanischer Seite Agitatoren schüren. " Polizeiliches, Gerichtliches ze. Sächsische 3. Wegen Tragens republikanischer Abzeichen Von den Buren. Wie ein Telegramm der Hamb. erhielt der Weber R. A. Gärtner in Steinigtwolmsdorf vom Börsenhalle" aus Prätoria( Transvaal) meldet, beschloß Amtsgericht Neusalza einen Strafbefehl über 15 Mark eventuell Volksraad die Einführung eines Der Bayerlein in Bayreuth legt sein Mandat der 5 Tage Gefängniß. Er erhob Einspruch hiergegen, und das eines Staats- Schöffengericht erhöhte die Strafe auf 30 M. oder 10 Tage Ge= zum Reichstage, das durch die schmählichste Wahlmache monopols für Sprengstoffe. Von den bisherigen fängniß. Es stellte fest, daß der Angeklagte an einer jozialerschlichen worden ist, also doch nicht nieder. Wir hatten Lieferanten sind bereits Offerten für bedeutende Quantitäten demokratischen Wählerversammlung am 22. Mai d. J. in Wassersogleich die Nachricht angezweifelt. Ein Nationalliberaler gefordert worden. grund theilgenommen und bei dieser Gelegenheit vorn auf der verzichtet nicht aus Anstandsrücksichten auf ermogelte ManBrust, so daß es jedermann hat sehen können, eine künstliche Die australischen Kolonien werden sich im Laufe der Blume von rother Farbe getragen hat", daß die Blume ganz date. Zeit zu Einem großen Gemeinwesen entwickeln. Es soll ein das Aussehen einer rothen Nelke gehabt hat" und daß der AnDer Kapellmeister Kern. Das geheime Ver- Staatenbund geschaffen werden. In Sydney find geklagte ein Führer der Sozialdemokratie fei, der durch das fahren der preußischen Militärgerichts- die Vertreter der verschiedenen Kolonien zusammengetreten, Tragen der rothen Blume seiner fozialdemokratischen, republibarkeit zeitigt wundersame Blüthen. Beweis u. a. der um die Zollschranken, die zwischen den einzelnen Staaten kanischen Gesinnung hat Ausdru geben wollen. Konstatirt" Majestätsbeleidigungsprozeß Kern. Wochen sind seit der noch bestehen, niederzulegen. Dieser australische Boll wurde ferner, daß die Bestrebungen der sozialdemokratischen Bartei vor allem auch auf eine unter Umständen gewaltUrtheilsfällung vergangen, aber niemand weiß, wie das verein wird der Anfang zu einem engeren Zusammenschluß same Beseitigung der bestehenden monarchischen Staatsform Urtheil lautet. Zuerst hieß es, der Angeschuldigte sei zu acht Jahren Zuchthaus verurtheilt worden; dann wußte ein anderes Gerücht zu melden, das Urtheil lautete nur auf zwei Jahre Gefängniß, und die Offiziere in Wiesbaden hätten sich zu gunsten des Verurtheilten mit einem Gnadengesuch an den Kaiser gewandt. Und nun bringt die " Kölnische Zeitung" die Nachricht, Rapellmeister Rern sei freigesprochen und aus dem Gefängniß entlassen. Wer hat Recht? sein. Parteinachrichten. auch im Königreich Sachsen gerichtet sind, daß diese Partei als sogenannte Umsturzpartei republikanische Gesinnungen hegt und auch solche Tendenzen verfolgt". Wir bemerken ausdrücklich, daß der vorstehende Fall sich wirklich zugetragen und nicht etwa einem Wigblatte entnommen ist, das sich über die sächsische Justiz luftig machen wollte. In Hamburg wird heute, Donnerstag, der Wahlkampf Ein Justizmord. Die Schwäb. Tagwacht" berichtet: zwischen unserem Parteigenossen Moltenbuhr und dem Bekanntlich hatte jene aussehenerregende Artikelferie, welche Tagwacht" Kandidaten des Vertreters des anarchisch- kapitalistischen Inter- feinerzeit unter vorstehender Spigmarke in der und nationalismus, dem Kaufmann Laeisz ausgefochten. Ein britter eines gewiffen Schaber, veröffentlicht wurde, in welcher das Martyrium der jetzt in günstigen Verhält Hört, hört! Bayern hat bekanntlich die Deffent- Kandidat, der von den Antisemiten, d. h. von den mit der nissen in Amerika lebt, geschildert worden war, zu einer Anlichkeit im Militärstrafprozeß. Im Falle Glementen aufgestellt ist, fommt nicht besonders in Frage und und den Verfasser der Artikel A. Agster geführt, und zwar wegen heutigen Ordnung der Dinge unzufriedenen Kleinbürgerlichen flage gegen den damaligen verantwortlichen Redakteur W. Eichhoff Hofmeister aber scheint die Militärverwaltung eine Ausdürfte es nur zu einem Achtungserfolg bringen. Hat sich der ber darin enthaltenen Angriffe auf den Oberlandesgerichtsrath und nahme machen zu wollen. Den Münchener Neuesten Nach- Wahlkampf bisher verhältnismäßig geräuschlos abgespielt, so Bucher hier. Diese Prozeßfache ist keineswegs in Bergessenheit richten" wird nämlich geschrieben: haben die letzten Tage troß der schönen Sommerszeit, wo der Mast: gerathen, wie man vielleicht im Hinblick auf den inzwischen verbürger sich von seinen Anstrengungen im Bade erholt, dennoch auch auf gegnerischer Seite einiges Leben in die Bude im Mai 1892 erschienen!), sie erfreut sich vielmehr eines gedeihtrichenen Zeitraum denken könnte( die fragliche Artikelferie war gebracht, namentlich seitdem eine der Sozialdemokratie fattsam lichen Fortganges. Einer rascheren Abwicklung derselben traten bekannte Harlekinsfigur auf dem Kampfplatz getreten ist. Allerlichen Fortganges. Einer rascheren Abwicklung derselben traten eben so verschiedenartige Momente hindernd in den Weg; dings sendet dieser wackere Rämpe wie immer, so auch diesmal, seine Pfeile aus versteckter Stelle ab. In einem in 40 000 Grem namentlich verlangsamt sich die Sache dadurch, daß eine Anzahl Personen, welche gegenwärtig in Amerika leben, als Zeugen plaren verbreiteten Flugblatt, das in der Mittwochsnummer des fommissarisch vernommen werden müssen. Doch dürfte sich im " Echo" auf all seine Gemeinheit hin nach Gebühr gewürdigt Laufe einiger weiterer Monate der Prozeß soweit entwickelt wird, versucht diefer geistige Better Hans Blum's, der Sozialdemokratie den Garaus zu machen und die bisher von ihr Be- haben, daß an den Austrag deſſelben gedacht werden kann, so thörten zu kapitalfrommen Schafen umzumodeln. Mit welcher un- daß wir voraussichtlich im kommenden Winter diese interessante geheuren Frechheit der Flugblattschreiber zu Werke geht, Episode zu gewärtigen haben. ergiebt sich aus der bodenlos gemeinen Frage: " Nach Artikel 138 der revidirten Militär- StrafgerichtsOrdnung kann die Deffentlichkeit der bevorstehenden Berhandlung ausgeschloffen werden, wenn besondere militärdienstliche Interessen diese Maßregel nothwendig erscheinen lassen, was wahrscheinlich hier der Fall sein wird." Gerade der Prozeß Hofmeister gehört in das Licht der Deffentlichkeit. Der Angeklagte ist sozialistischer Umtriebe" beschuldigt, und feststeht, daß. ein Mann von großer Herzensreinheit und Güte, seine Mannschaften mit Menschlichkeit behandelt hat, daß er von ihnen geliebt wurde, daß er ein musterhafter Offizier war. Das Volk würde die Geheimnißkrämerei richtig beurtheilen, nicht zu gunsten des Militarismus.vie Wo blieb im vorigen Jahre bei der schweren Heimsuchung Hamburgs die thatkräftige Hilfe der internationalen revolutio den Regierungen wenig oder gar keine Neigung entgegen- bergegeben zur Steuerung unserer furchtbaren Noth?" Einiges Ethisches. In Eisenach wird zur Zeit eine Bus gebracht, obgleich es unzweifelhaft bei der Mehrzahl der Hierauf giebt das Echo" folgende Antwort: fammenkunft abgehalten, welche den Zweck hat, die von BourgeoisBriefe vollständig gleichgiltig ist, ob sie am Sonn narrethei eines Schurken? Weit über Deutschlands und zu fördern. In unserer Zeit des Militarismus und der Ist das die Schurterei eines Narren oder die Moralisten ausgehende sogenannte ethische Bewegung auszubreiten tage oder am Montage bestellt werden. Die belgische Regierung hat ben sehr anerkennenswerthen Entschluß Grenzen hinaus ist bekannt, daß in den Tagen ber schweren Berherrlichung der rohen Gewalt ist eine solche Bewegung ja Heimsuchung Hamburgs gerade die Sozialdemokratie, gefaßt, das Publikum durch Einführung einer besonderen unter völliger Hintansezung ihres Parteistandpunktes, die den timmerhin symptomatisch, wenn ihre praktische Bedeutung auch Briefmarke entscheiden zu lassen, ob die Briefe am Sonn- bar thatträftigste Hilfe geübt hat, wie das in unserem Zusammenkunft an sich auch nicht des Näheren eingehen, so nicht besonders hoch anzuschlagen ist. Wenn wir daher auf die tage bestellt werden müssen. Die belgische Regierung ist gestrigen Leitartikel schon ausgeführt worden ist. Fast durchweg wollen wir doch einige Aeußerungen herausgreifen, die uns um desnoch einen Schritt weiter gegangen und hat bei allen alle die Männer, die damals, dem überall lauernden Würg- willen beachtens werth erscheinen, weil sie von einem Freisinnsmann, europäischen Staaten angefragt, ob sie das belgische System engel muthig die Stirne bietend, als Kranken- und Zeichen dem bekannten Dr. Harmening gefallen find. In einer Rede über verstärkter Sonntagsruhe für den Briefbeſtelldienst annehmen transporteure zc. in Funktion waren, gehörten der Sozialdemo- Werrohung oder Veredlung des wirthschaftlichen Kampfes äußerte wollen. Alle Staaten, das Deutsche Reich nicht zuletzt, fratie an. An die Vertrauensleute unserer Partei, nicht an die fich der ehemalige freifinnige Abgeordnete nach dem„ Berliner haben ablehnend geantwortet. Bei der bekannten Fürsorge handelte, Mahn- und Verhaltungszir fuläre in den verfeuchten vom freien Wettbewerb der Kräfte. Eine wirkliche freie RonHandelskammer, wandte sich die Behörde, als es sich darum Tageblatt" u. a. wie folgt:„ Die Ethik verurtheile die Lehre des Herrn von Stephan für die Postbediensteten war frei- Wohnungen zu vertheilen. Und die Partei hat diese lich eine andere als ablehnende Antwort nicht zu erwarten. Solonne gestellt. Es wird sich hoffentlich im Reichstage Gelegenheit finden, den Chef der Reichs- Boftverwaltung über die Gründe seiner Ablehnung zu interpelliren. Der Sonntagsruhe für die Postbeamten wird von nären Sozialdemokratie? Haben die reichen Barteikassen etwas Soziale Ueberlicht. Der englische Grubenarbeiter- Ausstand. Die eng elischen Grubenherren rufen das Militär zu Hilfe. Wolff's Telegr.- Bureau meldet: Aus Abercorn wird gemeldet, daß heute früh 200 Soldaten in Ebbw Vale eingetroffen find. Bei den Unruhen in vergangener Nacht sind 25 der ausständigen Steiger verhaftet worden. Man befürchtet, daß sich die Unruhen heute wieder holen werden." Lader. Das ist festländische Sozialpolitik mit dem HinterDasselbe Bureau meldet: Weiter aber: was die Sozialdemokratie an materieller Unterstüßung geleistet hat zur Choleraz eit, davon hat sie allerdings tein Aufhebens gemacht. Bebel hatte nicht nöthig, Auf rufe zur Hilfe zu erlassen, solche Aufrufe hat jedes einzelne unserer batten den Erfolg, daß binnen wenigen Tagen 20 000 Mart einParteiblätter aus eigener Initiative erlaffen, und dieselben gingen, die gewissenhaft vertheilt worden sind, ohne daß gefragt worden wäre, welcher Partei oder welchen Glaubens der Nothleidende sei. Die sozialdemokratischen Helfer haben es nicht gemacht, wie ein gewiffer hiesiger Pfaffe, der eine um Unterftüßung bittende Frau abfertigte mit dem Bemerken:" Ihre Tochter ist ja wohl in der....-Straße; die verdient doch Geld genug und kann Sie unterstützen." Die Hamburgische Wählerschaft wird dem Gesindel, das jeder Scham und Ehre bar mit derartig gemeinen Mitteln fämpft, heute schon den gebührenden verachtungsvollen Fußtritt Die Grubenarbeiter in Northumberland haben einen Be ertheilen. schluß gegen den Streit gefaßt. England. Bei der Unterhaus- Ersatzwahl für den Gladstoneaner Grenfell wurde der Konservative Cooke mit 1504 Stimmen gewählt. Der Gegenfandidat Sir Joseph Pulley( Gladstoneaner) erhielt 1460 Stimmen. Frankreich. Die Gesammtzahl der zu den Kammer: wahlen angemeldeten Kandidaten beträgt 2060; für Paris find 371 angemeldet worden. furrenz habe es auch nie gegeben, willkürliche Geseze hätten dem Untauglicheren oft die Gewalt in die Hand gegeben, die freie Konkurrenz hemme den Fortschritt. Alles werde dadurch der wilden Selbstfucht preisgegeben. Sie sei unvereinbar mit den gesellschaftlichen Verbänden. Die Koalitionsfreiheit biete dem Arbeiter nicht die freie Konkurrenz. Der Kapitalist tönne Kapitalisten ringen. Der Besigende müsse von der gegenmit dem Kapitalisten, nicht aber der Arbeiter mit dem wärtigen eigenen Lebenslage absehen und sich einen weiteren Blick auf die Verhältnisse aneignen. Aus den Gesetzen müßte Alles entfernt werden, was eine Unterjochung eines Theiles des Volkes bedeute. Anderenfalls werde die Revolution großgezogen. Die gegenwärtige Gefeßgebung sei von dem Standpunkt allseitiger Gerechtigkeit noch weit entfernt, sie sei jedes Verständnisses für die Bedürfnisse des arbeitenden Volkes bar. Das beweise auch der neue Entwurf für das bürgerliche Gesetzbuch. Das Mittel des Streits sei für die Arbeiterschaft nicht von Vortheil, ins besondere auch infolge von umgesetzlichen Polizeiverboten. Die lette Reichstagswahl habe ein Bild der Zersezung geboten, habe den kleinlichen Interessentampf gezeigt. In der Herbeiführung Elfah Lothringisches. Während der Wahlzeit, so wird der einer größeren wirthschaftlichen Gerechtigkeit in Verbindung mit Frantf. Btg." geschrieben, wurde einigen Wirthen die Konzession einer größeren politischen Gerechtigkeit liege die Lösung entzogen, weil sie ihre Lokale sozialdemokratischen Versammlungen der Frage. Dem Arbeiter müsse der volle Ertrag nachzusuchen. Auch der Vorwärts" berichtete f. 3. über diese Arbeiters laufe auf eine Verbesserung des Menschenlooses übereingeräumt hatten, ohne die erforderliche polizeiliche Genehmigung einer Arbeit zugewandt werden. Die Hebung des Vorfälle.) Die Wirthschaftsverbote sind inzwischen sämmtlich auf haupt hinaus. Unentgeltlicher Volksunterricht, der Maximalgehoben worden. Der intereſſanteſte der Fälle hat foeben feine Arbeitstag müsse gewährt werden. Der Vorwurf der Borstadt von Straßburg, war am Pfingstsonntag die Wirthschaft der Arbeiter, sei unberechtigt. Die Rechtsprechung verurtheile Erledigung gefunden. Dem Wirthe Hoslin in Neudorf, einer Waterlandslosigkeit im Hinblick auf die internationale Vereinigung geschlossen worden. Die Thatsache, daß Sozialdemokraten in dem viele Strafthaten der Arbeiter, die lediglich gegen die Interessen Die serbische Volksvertretung, die Stupschtina, Ueberschreitung der Polizeivorschriften dagegen hatte nicht statt- Man müßte den weniger Gebildeten nicht Lotale ihre Berathungen abgehalten hatten, war richtig. Eine der Besitzenden gerichtet seien und deswegen geahndet würden. hat am 16. August in zweiter Lesung die Novelle zum gefunden. Nach dem reichsländischen Vereinsrecht bedürfen nämärter, sondern milber beurtheilen. Eine KlaffenHandelsvertrag und zum Zollverfahren mit Englich Vereine unter 21 Witglieder nicht der polizeilichen Genehmi- iuftig verschärfe den Kampf. Auch die unrichtige BerichtLand angenommen. Die Unterhandlungen über den gung. Der bei Hoslin verkehrende sozialistische Klub zählte erstattung über öffentliche Bersammlungen schüre den Haß. Handelsvertrag mit Rußland wurden bis zur nächsten 19 Mitglieder und es war nicht nachweislich, daß Hoslin über Nicht dadurch werde man der Situation Herr werden. Das Session der Stupschtina vertagt. 21 Mitglieder in seinem Lokale geduldet hatte. Die Versuche Recht sei nicht ewig, es sei wandelbar. Redner habe sich bisher Hoslin's, eine Beschleunigung des gegen ihn schwebenden Ver- wesentlich an die Besitzenden als die Besserunterrichteten geRusland. Die Kommission zur Reorganisation fahrens herbeizuführen, blieben erfolglos. Soeben nach Verlauf wendet. Auch auf Seite der Arbeiter sei nicht alles, wie es der Geschworenengerichte hat ihre Thätigkeit ab- von zwei Monaten wurde die Klage gegen Hoslin zurückgenommen; sein müßte. Gine Zertrümmerung des Bestehenden sei auch geschlossen. Die neue Gesetzesvorlage räumt den Gerichts- und nicht im stande, seinen Betrieb fortzuführen. Ein Kommentar für die Besitlosen verhängnißvoll. Nur die größere Reife und höfen das Recht ein, jedes freisprechende Urtheil der Ge- zu diesem Falle ist völlig überflüssig. Dagegen dürfte es für alt höhere Bildung schaffe die Gewähr für eine soziale Reform." Die letzten Säße wollen wir unbesehen in den Kauf nehmen, schworenen, das dem Buchstaben des Gesetzes wider deutsche Leser nicht ohne Interesse sein, das Gesetz fenn en zuintemalen wir denken, daß Herr Dr. Harmening bei einigem sprechen sollte", aufzuheben und eine neue Verhand- lernen, auf grund dessen die Maßregelung erfolgte. Es ist das guten Willen mit der Zeit auch noch darüber zur Einsicht lung anzuordnen. Mehr wird die Regierung nicht berühmte Kautschukgesetz vom 29. Dezember 1851, das den fommen wird, was es mit der Bertrümmerung" des Bestehenden wünschen. schlimmsten Zeiten der napoleonischen Reaktionsperiode ent- bei uns auf sich hat. stammt. Das Gesetz gestattet die Schließung einer Wirthschaft Im übrigen zeigen die obigen Aussprüche, daß es auch bei Russisches. Nachdem die russischen Eisenbahntarife a) zufolge einer Verurtheilung wegen Zuwiderhandlung gegen die einem Freisinnsmann nicht unmöglich ist, zu gefunderen, wenn für den Getreideversandt nach den Ostseehäfen herabgesetzt den Berufszweig der Wirthe betreffenden Gefeße und Verordnungen; auch immer noch unklaren Anschauungen über die große soziale worden sind, hat man die Tarife für den Holz- b) als Maßregel der öffentlichen Sicherheit. Dies Gesez stellt ewegung der Gegenwart zu kommen. transport ermäßigt. Als Verschiffungshäfen sind Riga waltungsbehörden. Sein Fortbestand ist mit der Entwickelung die Existenz eines Wirthes völlig in das Ermessen der Verund Libau ausersehen; die auf den bisherigen Wasserwegen eines politischen Lebens in den Reichslanden geradezu unverträg an der Grenze zusammengeströmten Holzmassen sollen auf lich. Der Wirth, welcher sein Lofal einer Oppositions partei In Stockholm ist einer bei der Generalkommission in Hamdiese Weise freigemacht werden. Die Transportkosten sind einräumt, muß fürchten, wegen Vergehens gegen die öffent- burg eingetroffenen Mittheilung zufolge ein partieller Streit der in dem neuen Tarif um 60 pCt. ermäßigt und betragen liche Sicherheit gemaßregelt zu werden. So erklärt es sich, daß Tapezirer ausgebrochen und zwar bei der Firma E. P. 1 Rubel auf 120 Bud. es den Sozialisten selbst in Straßburg und Meß unmöglich ist, Svensson. Da der Fachverein der Tapeziere in Stockholm an= geeignete Lofale zu Versammlungen zu erhalten. Auch der freie nimmt, daß die Firma versuchen wird, Arbeitskräfte aus Aus Bombay wird gemeldet, daß am 15. August eine elfaß- lothringer Bürgerverein hatte aus demselben Grunde auf Deutschland herbeizuziehen, so ergeht an die organisirten Tapegroße Anzahl Läden geöffnet war. Der Streit von 50 000 dem Lande mit Schwierigkeiten zu kämpfen. Nach dem Muster zirer aller Orten die Aufforderung, den Zuzug nach Stockholm hindostanischen Arbeitern, welche im geeigneten Momente des Gesetzes vom 29. Dezember 1851 aber find sämmtliche reichs- fernzuhalten. die Muhammedaner überfallen, dauert fort. Der Gouver feitigt find, werden niemals normale Zustände in die ReichsGouver- ländische Ausnahmegefeße gearbeitet. So lange sie nicht beneur hat an die freiwilligen Truppen eine Dantadresse gelande eintehren. richtet. Religiöse, wirthschaftliche, politische Ursachen spielen Es müßte eben feine preußische Bureaukratie und kein bei diesen Zusammenstößen mit. Die Muhammedaner preußisches System" geben, wenn andere Zustände in Elfaßwollen nicht die laute Fröhlichkeit der Hindus im Bereiche Lothringen einkehren sollen. Doch was ist den Herren, die zur ihrer Moscheen, die Hindus nicht die islamitischen Thier- Beit mit den Gefehen des getrönten Spizbuben Bonaparte zwischen Harmening und Richter von je gehapert hat. Bemerkt sei, daß es mit der Freundschaft in sozialen Dingen Briefkaffen der Expedition. T. M. Wir können Ihnen leider keine älteren Protokolle ablassen, da wir keine übrig haben. Die Sachen sind für unsere Geschäftskunden gesucht worden. Für den Inhalt der Juferate über. nimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung Theater. Donnerstag, den 17. Auguft. Leffing- Theater. Sodoms Ende. Kroll's Theater. Der Postillon von Lonjumeau. Friedrich- Wilhelmstädt. Theater. Fatiniga. Adolph Ernst- Theater. Goldlotte. Viktoria- Theater. Frau Venus. Das Alexanderplatz- Theater. Damenbad. National- Theater. Lehmann auf der Weltausstellung in Chicago. Apollo- Theater. Spezialitäten Vorstellung. Kaufmann's Variété. Spezialitäten Vorstellung. National- Theater. Große Frankfurterstraße 132. Gastspiel der badischen Kammersängerin Frl. Adolphine Grimminge. Sensationelle Novität! Königl. italienischer Circus Ernesto Ciniselli. Stadtbahn- Station: Zoolog. Garten. Hente, Donnerstag, den 17. Auguß: Abends 8 Uhr: Gr. Gala- Sport- Vorstellung. Hochinteressantes Programm. Beson Danksagung." 1445b Allen denen, welche meinem Mann die letzte Ehre erwiesen haben, sowie dem Herrn Prediger für seine tröstenden Gedächtniß- Feter Worte, ſage meinen herzlichſten Dant. zu Ehren u. Andenken der verstorben. Vorkämpfer Die trauernde Wittwe Untermann. Gr. Lichterfelde. ders hervorzuheben: Bum 9. Mate: Volks- Bildungs- Verein. Versammlung. Die irische Bank, Springfzene, ausSonnabend, den 19. August, Abends geführt v. Springpferden 1. Klasse unter 81/2 Uhr, in Gries Lokal: Sattel. 500 M. Prämie denjenigen, welcher mit eigenem Pferde die in diefer Piece ausgeführten Sprünge nachmacht. Offene Konkurrenz. Zum 41. Male: Die Erschaffung des Weibes oder: Das Weib im Laufe der Jahrhunderte. Gr. Ausstattungspantomime mit Ballet. Ferner Auftreten der vorzüglichsten Kunstreiter, Kunstreiterinnen, Clowns, Spezialitäten allerersten Ranges, sowie Reiten und Vorführen der bestdressirten Schul- u. Freiheitspferde. Ernesto Ciniselli, Direktor. Hippodrom unter Wasser. BERLINER Lehmann auf der Weltaus- HIPPODROM stellung in Chicago. Große Ausstattungspoffe mit Gesang und Tanz in 5 Aufzügen von Eugen Prudens. Kouplets v. Linderer. Musik von Adolph Wiedecke. Regie: Mar Samst. Raffenöffnung 51/2 Uhr. Anfang der Abend- Borstellung 72 Uhr. Im Garten auf der Sommerbühne: Novität: Wirkliches Wasser! Wirklicher Regen! Berlin unter Wasser " oder: Kneipp's Wafferkur". Posse mit Gesang und Tanz in 2 Atten Regie: Hugo Mylius. Hummel. Musik von Meyer. Vorher: von Liebe. Chansonetten Bosse mit Gesang in 1 Aft von Eugen Prudens. Regie: Fris Schäfer. Vor, nach und zwischen den Possen: Auftreten von Spezialitäten 1. Ranges. Neues Programm. Morgen: Dieselbe Vorstellung. Adolph Ernst- Theater. Zum 62. Male: Goldlokke. Gesangspoffe in 3 Atten v. Ed. Jacobson u. W. Mannstädt. Rouplets theilweise von G. Görss. Musik von W. Steffens. Am Kurfürstendamm. 2 Min. von Station Zoolog. Garten. Große Gala- Vorstellung. Reichhaltiges Programm. Olympische Spiele, Damen- JockeyRennen, Herren- Flachrennen, Hürden- Rennen, Post mit je 4 Pferden geritten, Quadriga- Fahren 2c. Neu! Neu! The Original Three Johnson's. Athleten und Kraft- Jongleure. Nur noch kurze Zeit: Am Strande von Ostende. Gr. Wasser- Pantomime in 12 Bildern. Jm prachtvollen Park von 5 Uhr an: Großes Concert. Anfang der Vorstellung 8 Uhr. Preise der Pläge 4, 3, 2, 1, 0,75. Jeder Erwachsene hat das Recht ein Kind unter 10 Jahren frei einzuführen. Sonntag: 2 große Vorstellungen. Nachmitt. 5 Uhr, Abends 8 Uhr. Moabiter Gesellschaftshaus. Alt Moabit 80 u. 81. Täglich: Gäste sind willkommen. 426/4 Der Vorstand. ratweil' sche arrangirt vom Sozialdemokratischen Wahlverein für den 2. Berl. Reichstags- Wahlkreis. am Sonntag, den 3. September 1893, im Schützenhause zu Schmargendorf bestehend in Konzert und Ball 845/14 ausgeführt von Mitgliedern der Freien Vereinigung der Zivil- Berufsmusiker" unter Mitwirkung von Vereinen des Arbeiter- Sängerbundes. Um zahlreiche Betheiligung bittet Der Vorstand. Sozialdemokratischer Wahlverein Bierhallen für den 3. Berl. Reichstags- Wahlkreis. Kommandantenstr.77-79. Täglich von 5 Uhr ab: Grosses Frei- Concert. Soiréen der Leipziger Sänger vom Krystall- Palast. Anf. Wochent. 71/2 Uhr. Entree 15 Pf., refervirt 25 Pf. Anf. Sonntags 6 Uhr. Entree 30 Pf., refervirt 50 Pf. Anerkannt gute Küche. Säle für Festlichkeiten u. Versamml. Programm unentgeltlich. Carl Koch. Ostbahn- Park am Rüstriner Blah, Hermann Jmbs. Rüdersdorferstr. 71, am Ostbahnhof. Konzert, , ambababe Täglich: Theater und Spezialitäten- Borstellung. Neu u. sensationell: Little Alfons, der phänomenale Lawinensturztünstler. The Moras, musikalische Excentrics, 1 Dame, 1 Herr. Troupe Metzetti, Parterre- Afrob., 2 Herren, 2 Knaben, 1 Mädchen. Emmy u. Reinhold Hintsche, Gefangs- u. Charakter- Duettisten 2c. Volksbelustig. jeder Art. 4 Regelbahnen z. Verfügung. Kaffeeküche geöffnet an Wochentagen von 2 bis 6 Uhr, Sonntags von 2-5 Uhr. Donnerstag, den 17. August, Abends 8½ Uhr, in der Berliner Ressource, Kommandantenstrasse 57: Mitglieder- Versammlung. Tages- Ordnung: 1. Vortrag des Stadtverordneten Theodor Mehner. 2. Distuffion. 3. Vereinsangelegenheiten. 4. Verkündigung des Hamburger Wahi347/18 resultats. Der Vorstand. Gäste willkommen. Große öffentliche Versammlung sämmtlicher Bauhandwerker u. Bauarbeiter Berlins und Umgegend wie: Zimmerer, Maurer, Maler, Töpfer, Bauarbeiter, Stuckateure 2c. am Sonntag, den 20. d. M., Vorm. 10 Uhr, in den Konkordia- Festsälen, Andreasstraße Nr. 64. Tages- Ordnung: 1. Stellungnahme zur Fensterverglasung und offenen Roatsfeuerheizung. 2. Wie stellen sich die Bauhandwerker und Bauarbeiter zur hiesigen Gewerkschafts- Rommission. Referenten werden in der Versammlung bekannt gemacht. 3. Verschiedenes. Der Ausführungs- Ausschuß. Lasalle- Feier. Sonntag, den 27. August: 219/2 Th. Boltz' Festsäle, Grosse Dampfer- Partie nach Friedrichshagen ( vorm. G. Feuerstein) Alte Jakobstrasse No. 75.[ 727b Gr. u. kl. Säle z. all. Festlichkeiten u. Versammlungen. Coulante Bed. Teleph. Anschl. Amt I 1082. ( Müggelschlößchen), arrangirt von der Vereinigung der deutschen Schmiede. Nachmittags: Umfahrt auf dem Müggelsee. Abfahrt 8/2 Uhr vom KaiserGarten an der Jannowihbrücke. Rückfahrt 9 Uhr." Billets inkl. Festplatz 80 Pf. Dieselben sind bis zum 25. Auguft zu haben bei G. Tempel, Langestr. 65, und im Restaurant von Deter, Holz3. In Szene geſeht von Adolph Ernst Theater- und Spezialitäten- Concerthaus Sanssouci. martstraße 8. Anf. Uhr. M. zum 171/9 Q1. 7% ubt. Fauteuil 2,50 2. Vorstellung sowie Concert. Sonntag, dent 17. Septbr., Verein zur WA Der Sommergarten ist geöffnet. Morgen: Dieselbe Vorstellung. Castan's Panopticum. Riesen- SchlangenFamilie aus Carl Hagenbeck's Thierpark. Ohne Extra- Entree. PassagePanopticum. Grösstes 280/5 Sonntag, den 17. Septbr., Verein zur Wahrung der Interessen Anfang 4 Uhr. Entree 30 Pf., refervirter Platz 50 Pf. an größere Gesellschaft unter guten Bedingungen zu vergeben. Näheres daselbst Rottbuserstr. 4a. 4127L* Helmuth Peters, Schweizer. Garten. Am Königsthor. Haltestelle der Ringbahn. Heute, sowie täglich: Renz' Ball- Salon, Naunynstr. 27.[ 1442b Jeden Sonntag, Montag u. Donnerstag Großer Ball. Empfehle meine Säle zu allen Privatfestlichkeiten und Versammlungen. der Maurer Berlins. 881/10 Sonnabend, d. 19. August, in der Brauerei Friedrichshain 11. Stiftungs- Fest bestehend in Vokal-. Instrumental- Konzert u. SommernachtsBall, unter Mitwirkung des Gesangvereins der Töpfer. Die Musik wird von 25 Mitgliedern der Freien Vereinigung der ZivilBerufsmusiker" ausgeführt. Anfang des Konzerts Abends 6 Uhr, des SommerStocklaterne gratis. Um 10 Úhr: Aufführung von 2 lebenden Bildern. Um 12 Uhr: Festrede des Genossen Gustav Kehler. Extra- Vorstellung Altes Schüßenhaus, nachtsballes s ubr. Um 9 Uhr: Gr. Fackelpolonaise. Jedes Kind erhält eine mit neuen Spezialitäten. Linienstraße 5, empfiehlt seine Festfäle ( 560 Personen fassend) zu allen GelegenGr. Lichterfelde. Garreton- Troupe.beiten. Familie Grunatho. Emmy Bender. Max Grabow u. s. m. Volksbelustigungen aller Art. Entree 30 Grosser Ball. Pf. 7336 Anhalter Bahnhof. W. Griess, Restaurant, Saal und schattiger Garten. NB. Ginziges Lokal, welches zu Arbeiter- Versammlungen zu haben ist. Schau- u.Vergnügungs Restaurant„ Lindenhof" Jede Uhr Etablissement der Welt. Entree 50 Pf. Victoria- Brauerei, poſtraße 111-112. Stolpe am kleinen Wannsee hält sich zu Ausflügen den geehrten Vereinen und Gesellschaften bestens empfohlen. Beluftigungen aller Art. Garten resp. Saal Regelbahn u. Kaffeeküche zur Verfügung. Kremser am Bahnhof Wannsee. ( außer Läglich Sonnabends) 4193L* A. Mattausch. zu repariren ( außer Bruch) unter Garantie foftet bei mir 1,50 Mk. Kleine Reparaturen entsprechend billiger. Uhren, Gold- u. Silberwaaren C. Wunsch, aunty. 38, a. d. Dranienplag Billets( Herren 50 Pf., Damen 30 Pf. inkl. Tanz) sind in allen mit Plakaten belegten Geschäften, sowie in den bekannten Zahlstellen des Vereins zu haben. Sämmtliche Kollegen sowie Freunde und Gönner des Vereins fabet freundlichst ein Der Vorstand. Achtung, Rixdorf! Parteigenossinnen und Genossen! Donnerstag, den 17. August, Abends 8 Uhr, Große öffentliche Bolts- Versammlung im Lokale des Herrn Gröbler, Bergstraße Nr. 129. Tages Ordnung: 1. Die Bedeutung der internationalen Rongreffe. Referent: ReichstagsAbgeordneter J. Auer. 2. Diskussion. 3. Stellungnahme zur Lassalle- Feier und Wahl eines Romitees. 4. Abrechnung vom Maiſeſt. 5. Rechnungslegung des Wahlkomitees. 6. Verschiedenes. Es wird zur Pflicht gemacht, daß alle Frauen und Männer in dieser * Dr. Hoesch, homöopath. Arzt, Versammlung erscheinen. Linienstr. 149. 8-10, 5-7, Gonnt. 8-10. 421/18 Die Vertrauensperson: Robert Köppen. Hasenhaide, BergmannstrassenEcke. 60/7 Stettiner Sänger Th. Keller's Hofjäger, wechselndes Programm. Anfang Sonnt. 7 Uhr, Wochent 8 Uhr. Entree 50 Pf. Vorverkauf Billets Sonntags keine Giltigkeit. MoritzEtablissement Play. Buggenhagen. Hente, Donnerstag, den 17. August 1893: Gr. Extra- Garten- Konzert. Anfang 5 Uhr. Entree 15 Pf. Vorverkauf 10 Pf. A. Froelich. Zur Lassalle- Feier. Morik- wird das Volksblatt für Teltow- Beeskow 2c." eine 8 Seiten starte, auf Play. fatinirtem Papier gedruckte Täglich: Gr. Garten- Konzert. Felt- Nummer Gr. Frühstücks- u. Mittagstisch. erscheinen lassen( ohne Inserate). Dieselbe wird außer einem Porträt Laffalle's Spezial- Ausschant von Pakenhofer einen furzen Abriß seiner Lebensgeschichte bringen und Auffäße enthalten, die Lagerbier, hell und dunkel. Bei ungünstiger Witterung findet das feine Bedeutung für das Proletariat würdigen. Für Nichtabonnenten kostet die Festnummer 10 Pf. Wiederverkäufer Konzert in den unteren Restaurations- erhalten hohen Rabatt. Bestellungen an die räumen statt. T Entree Wochent. 10 Pf. Sonnt. 25 Pf. Säle für Versammlungen, Rommerse, 4689L Festlichkeiten 2c. Familien- Kränzchen veranstaltet vom Lese- und Diskutir- Klub Süd- Ost" am Sonnabend, 19. August, Abends 8 Uhr, im Lokale des Genossen Karl Ullrich, Waldemarstr. 74. Um zahlreiche Betheiligung bittet Der Vorstand. Billets sind zu haben bei sämmtlichen Vorstandsmitgliedern und bei Zolksdorf, Görlitzer und Sorauerstraßen- Ecke. Gemischter Chor„ Klarheit“ neubegründet für Süden, Südwesten und Westen. Sonnabend, am 19. August cr., Abends 1/29 Uhr, im Vereinslokale von Oestreich, Tempelhoferstraße Nr. 15: 199/10 159/13 1. Versammlung. Sangesbegabte Damen und Herren finden freundliche Aufnahme. Nebungsstunde jeden Montag 1/ 29-1/ 211 Uhr Abends. Um rege Betheiligung ersuchend Der Begründer. Hierzu eine Beilage. Expedition des ,, Volksblatt für Teltow". Berlin SW., Beuthstr. 2. Verantwortlicher Redakteur: Wilhelm Schröder in Berlin. Druck und Verlag von Mag Bading in Berlin, SW, Beuthstraße 2. Beilage zum„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 192. Ein bischen von der geistlichen Krankenpflege und ähnlichen Dingen. richtet. Es heißt da: Donnerstag, den 17. August 1893. um war die Tokales. vor von 10. Jahrg. erhärten, wurde ihnen die Verabfolgung der Arbeiterwochenkarten nicht nur verweigert, sie wurden sogar an der Weiterbenuhung Eine Bourgeoiskrähe hackt der anderen nicht die in Berlin gelöster Karten, die ihnen dort nach wie vor unAugen aus. In dem Hause Stalizerstr. 36 wohnt eine alte, beanstandet verabfolgt werden, einfach behindert. Ein eigengebrechliche Frau, die hochgradig an Rückenmarkschwindsucht thümliches Schlaglicht wirft diese verschiedenartige Handhabung Es sind von betheiligten leidet, die Almofenempfängerin Wrede. Ihr Gesammteinkommen auf die Eisenbahnverwaltungen. In letzter Zeit wurde in der Kreuz- Zeitung" eine etwas bestand in einer Armenunterstützung von monatlich 15 M. Man Kreisen schon Beschwerden erhoben worden, da diese aber als anachronistische Fehde zwischen Geistlichen und Irrenärzten, also wird zugeben, daß man bei einem solchen Einkommen auch bei unbegründet" zurückgewiesen worden sind, wird beabsichtigt, zwiſchen Glauben und Wissen ausgefochten, aus der uns folgende den allerbescheidensten Ansprüchen faum erſtiren kann, und es diese Angelegenheit bis in die höchste Instanz zu verfolgen. von der Vernunftpartei der Aerzte gebrachte Einsendung inter- war daher kein Wunder, daß Frau Wrede mit ihren Mieth3- Hoffentlich fragen diese Anregungen dazu bei, sämmtliche Beeffirt, die sich gegen den bekannten Pastor von Bodelschwingh zahlungen im Rückstand blieb. Einen geringfügigen Betrag war heiligte zur gründlichen Verfolgung zu veranlassen. Zu weiteren 5. Herrn Pastor von Bodelschwingh ist es bisher nicht be. sie dem Hauswirth schuldig, und sie war deshalb um eine be- unzuträglichkeiten führt auf dieser Station die rigorose Handfannt gewesen, daß Herr Direktor Dr. Scholz zu Bremen fich fondere Unterstützung zur Miethszahlung bei der Armendirektion babung der Bestimmung an Sonntagen, daß diejenigen Reisenden, ungünstig über die Brauchbarkeit der Diakonen und Diakonissen Wrede begab sich eingekommen. Die Sache verschleppte sich etwas, und Frau welche mit einem Billet dritter Klasse in der zweiten Klasse beAn schönen für die Frrenpflege ausgesprochen hat; er hat das Gegentheil öfters vorsteher Herrn Rentier Lohmann, Wendenstraße Nr. 4, einigen Tagen zu dem Armen- troffen werden, 6 Mark Strafe zu zahlen haben. Sonntagen find die Züge, wie jeder weiß, bis schriftlich und mündlich gethan." In der zweiten Konferenz den auf Stehplay überfüllt. letzten Besonders auf für den deutscher evangelischer Irrenseelsorger am 17. September 1890 Armenunterstützung Monat August fälligen 15 Mart in Empfang der Rückfahrt sind die Beförderungsmittel vollständig unzu nehmen. Bisher erklärte Herr Pastor von Bodelschwingh( Ber. über die zweite ihr diese Summe stets Johannisthal tommen. die Züge von Konf. S. 20): Was den Weggang der Diakonissen aus Bremen dem Kassirer Herrn zulänglich. Gräz anstandslos ausbezahlt worden diesmal fand die arme, Schmöckwiß, Grünau u. s. w. schon vollständig überfüllt an. betrifft, so hat nicht Bremen, sondern Bielefeld gekündigt, und krante Frau folgenden Zettel auf dem Bureau vor: 15 M. Jeder sucht, gleichviel in welcher Wagenklasse, einen Stehplatz zu ein Zerwürfniß mit der Anstaltsdirektion liegt nicht vor." Almosen für die eheverlassene Frau Wrede Nr. 145 habe ich erhaschen. Reisende mit dem Anrecht auf einen Sizplay in der Man vergleiche mit dieser Erklärung des Herrn Pastors zurückbehalten, dieselbe soll sich dieses Geld bei mir abholen, bitte zweiten Wagenklasse müssen vielfach mit einem Stehplay in der von Bodelschwingh das unter dem 19. März 1892 an einem schicken Sie dieselbe gef. deshalb zu mir..." Frau Wrede dritten Klasse vorlieb nehmen. Selbst diejenigen, die oft under Unterzeichneten gerichtete Schreiben des Herrn Direktors begab sich mit ihrem Almosenschein, auf welchem zugleich die freiwillig einen Stehplatz in der zweiten Klasse unberechtigt einScholz. pflege bin ich durch trübe Erfahrungen aus einen Herrn Lohmann, der ihr zwar die Auszahlung des Betrages be- Inspektor einzelne, natürlich dem Arbeiterstande angehörende Daffelbe lautet:" In Sachen der Diakonissen Quittungsvermerke verzeichnet werden, in die Privatwohnung des nehmen, stehen eingepfercht schlimmer wie Vieh im Biehwagen. Angesichts dieser Zustände wagt es der oben erwähnte Herr Paulus ein Saulus geworden. Die äußere Veranlassung des scheinigte, ihr aber mittheilte, daß er den ihr zustehenden Bersonen aus diesen überfüllten Roupee's herauszugreifen und sie Meggangs der Bielefelder Diakonen und Diakonissen war die Betrag einfach dem Hausbesitzer Herrn Beyer, Skaligerstr. 36, schwere Mißhandlung einer Kranken, bei welcher ausgezahlt habe, weil sie ihm einen Betrag an Miethe schuldig mit der Strafe von 6 M. zu belegen. Schreiber dieses war Gelegenheit sich herausstellte, daß Prügel schon längere fei. Man kann sich den Schmerz und die Enttäuschung der Beuge davon, wie einzelne gewiß recht schlecht fituirte Ausflügler 3eit gewohnheitsmäßig ausgetheilt worden armen Frau vorstellen, als ihr statt des baaren Geldes, welches ihre Sonntagsfreude recht trübe, mit Thränen in den Augen beIch muß übrigens hinzufügen, daß formell die fie wahrhaftig nothwendig genug brauchte, eine Quittung zutheil schließen mußten. Unterstützt wurde der Herr Vorsteher, was Kündigung nicht von uns ausging. Ich hatte manche Uebelſtände wurde, durch welche sie die beruhigende Gewißheit erhielt, daß wir nicht unerwähnt lassen wollen, in schneidigſter Weise von bisher gern ertragen, z. B. den häufigen Wechsel, das Dreinreden wenigstens die dringendste Noth von dem darbenden Hausbesitzer dem Herrn Gendarm. vom Mutterhaus u. dergl., weil ich meine Kranten beffer auf- Herrn Beyer abgewendet fei. Wie sentimental übrigens Herr oder Beschwerdeweg zu beschreiten, da wir auch hier nicht anWir rathen auch hier wieder allen Betheiligten den Rechtsgehoben wähnte als früher. Auch muß ich sagen, daß die körper: Beyer sein muß, geht aus dem Umstand hervor, daß er die Frau, nehmen können, daß diese Handhabungen den Intentionen der liche Pflege sonst gut war. Aber der Geist der Schwestern ist die eigentlich ausziehen wollte, nunmehr nicht ziehen läßt, weil doch zu unfrei, fast noch mehr der der Brüder, und die er weiß, daß er durch Vermittlung des Herrn Armenvorstehers höheren Verwaltungsbehörden entsprechen. Leitung des Mutterhauses flößt zu wenig Sympathie ein. Ich Lohmann stets sicher ist, die Miethe zu erhalten. rathe dringend ab, sich auf Aehnliches einzulaffen. Ich muß mich Armenvorsteher dazu da sind, um nothleidenden Hauswirthen durch vier Kriminalbeamte beschlagnahmte Flugblatt„ Gendarmen Ob die Das feiner Zeit bei dem Genossen Theodor Mehner leider selbst anklagen, durch zu große Vertrauensseligkeit gefehlt durch die Pfennige, an welchen wirklich das Blut der Wittwen und Nachtwächter" ist demselben am 7. d. Mts. zurückgesandt zu haben." Wir verzichten auf eine weitere Ausführung und und Waisen flebt, unter die Arme zu greifen, ist eine Frage, die mit der Benachrichtigung, daß das Verfahren wegen Beleidigung überlassen die zu ziehenden Schlußfolgerungen dem Urtheil des hoffentlich einmal in der Stadtverordneten- Versammlung des der Weimarischen Gendarmerie" gegen ihn eingestellt sei. unbefangenen Lesers. näheren beleuchtet wird. waren. 6. Unter Nr. 4 seiner Entgegnung" sagt Herr Pastor v. Bodelschwingh: Die in These 1 und 2 ausgesprochenen Behauptungen betreffend, daß die Frrenseelsorger- Konferenz die dem Jrresein zu Grunde liegende Krankheit auf den Begriff der Sünde und des Besessenseins zurückführe, die Irren als dämonisch frank und für ihr Thun und Lassen verantwortlich erkläre, so erkläre ich meinerseits, daß ich von einer solchen Lehre niemals etwas in unseren Seelforger- Konferenzen weder selbst ausgesprochen, noch von anderen habe aussprechen hören( in der dritten Konferenz war ich nicht anwesend)." " Nacht vom Montag auf Dienstag, etwa um 2/4 Uhr, im ThorAufruf! Alle Augenzeugen des Vorgangs, der sich in der weg des Hauses Oranienstraße 11( Bäckerei von Krause), zwischen Militär- und Zivilpersonen abspielte, werden dringend aufgefor dert, sich in der Redaktion des Vorwärts" zu melden. = Arbeiters Feiertag. Eins der ältesten und größten Berliner Fuhrgeschäfte ist das alte Beit'sche". Der Begründer desselben, Frit Veit, welcher seine Laufbahn als einfacher Droschken tutscher begann, ist vor ungefähr drei Jahren gestorben. Er hinterließ seinem Sohne drei Fuhrgeschäfte. Während der alte Weit", wie er vom Volksmunde genannt wurde, noch bis ins hohe Alterer wurde ca. 80 Jahre alt die Hauptleitung wir durch eine bürgerliche Korrespondenz folgende Einzelheiten: Ueber die bereits gemeldeten drei Cholerafälle erfahren wenigstens von einem Theile des Geschäfts persönlich in der Es handelt sich um die Arbeiter Kynal und Garun und die unHand hatte, bekümmert sich sein Sohn und Nachfolger um das verehelichte Arbeiterin Mideralska, die sämmtlich aus RussischDaß die Beschlüsse sich nicht gegen die Frrenseelsorger Geschäft so gut wie garnicht. Dasselbe ist einem feiner ehemaligen Polen stammen. Kynal wohnte im Hause Frankfurter Allee 136, Konferenz richten, sondern gegen den von den Pastoren v. Bodel- Kutscher zur Verwaltung übergeben, und derselbe führt ein Garun in der Pallisadenstraße und die Mideralska in der schwingh, Hafner, Knodt und anderen in den Konferenzen ver- selbstherrliches Regiment. Wenn auch nicht behauptet werden Friedenstraße. Trotzdem bestand eine enge Verbindung zwischen tretenen Standpunkt" und daß das Herrn v. Bodelschwingh foll, daß derselbe seine Stellung in materieller Beziehung zum den drei Personen. Die Mideralska ist eine Stiefschwester Kynal's befannt sein muß, haben wir bereits unter 3 nachgewiesen. Im Schaden des Geschäfts ausnüßt, so scheint es doch, als ob er und Garun war ihr Liebhaber. Die Untersuchung hat bereits übrigen stellen wir der Erklärung des Herrn Pastors v. Bodel- seinen früheren Kollegen, welche jetzt seine Untergebenen find, ergeben, daß sich Kynal Eßwaaren aus der verfeuchten Gegend fchwingh folgende Thatsachen gegenüber: In der ersten Konferenz zeigen und sie fühlen lassen wolle, daß er der Herr ist. von Russisch Polen hat tommen lassen, und daß alle drei deutscher evangelischer Frrenseelsorger( 30. Oktober 1889) ftellte So hatte zum Beispiel der alte Veit" seine Herkunft Personen davon gegessen haben. Man nimmt deshalb an, Herr v. Bodelschwingh in seinem Vortrag unter anderem folgende nie vergessen und wahrscheinlich, um um dieser Erinnerung daß der Krankheitsstoff in den Speisen enthalten gewefen Sätze auf:" Doch ist ein vom heiligen Geist verlassener Mensch Rechnung zu tragen, bestand bei ihm die zu einem Gewohnheits- sei. Ignaz Kynal erkrankte zuerst und starb bereits am nicht einfach geinilos. Seele und Leib werden dann ein wehr recht gewordene Sitte, seinen sämmtlichen Kutschern im Sommer 5. d. M. um 4 Uhr Nachmittags. In dem bakteriologischen lofer Tummelplatz anderer Geister." Die tödtliche Krant- einen freien Tag zu gewähren und zwar nach deren eigener Institut obduzirte Dr. Zenthöfer im Beisein von noch sechs heit, die Leib und Seele vernichtet, ist die Sünde." Die Wahl, an welchem Tage sie nicht zu fahren und auch keine Pacht anderen Aerzten die Leiche und stellte den Kommabazillus fest. medizinischen Mittel wirken in den meisten Fällen bei zu zahlen brauchten. Die Kutscher machten von dieser Vergün- Der Leichnam wurde unter den größten Vorsichtsmaßregeln sofort den Gemüthskranken nur schädigend auf Leib und Seele." ftigung stets gern Gebrauch und wanderten mit ihren Familien in Friedrichsfelde beerdigt. Alle Personen, die mit dem Todten Die Behandlung der franken Seele ist die Hauptsache."" Die einmal ins Freie. Gewöhnlich wählten sie zu diesem Arbeiter in irgend welche Berührung gekommen waren, wurden desinfizirt, moderne wissenschaftliche medizinische Psychiatrie hat sich große feiertage den Tag, an welchem ihr Werein, der Verein Berliner die Ehefrau Rynals in der Charitee drei Tage lang beobachtet Verdienste um die Erfenntniß, Pflege und Heilung der Geistes- Droschfenkutscher, seine übliche Landpartie veranstaltete. Da ihnen und dann als unverdächtig entlassen. Man theilt uns aus beſter franken erworben; allein sie ist doch vielfach im Grunde ma zu dieser Gelegenheit auch aus dem Geschäft die Kremser frei- Quelle mit, daß sowohl Kynal als auch dessen Ehefrau vor terialistisch und diesseitig sie läßt dann Sünde und Gnade, gestellt wurden, so hatten sie immer ein hübsches Vergnügen im Schmutz gestarrt haben. Dr. Zenthöfer ist übrigens auch der Gewissen und Schuld ganz aus dem Spiel und weiß nichts Kreise ihrer Kollegen, und die Sache stellte sich nicht allzu theuer. Diese Lebensweise Kynals nähergetreten. Der Befund spottet jeder davon, daß, wo Vergebung der Sünde, da auch Leben und Selig- Vergünstigung wurde den Kutschern noch bis zum vorigen Jahre an- Beschreibung. Kynal ist in der Nacht vor seinem Tode auffeit ist."( Bericht über die erste Konferenz, Bielefeld 1889, standslos gewährt. In diesem Jahre wurde denselben von ihrem ehe- gestanden und hat sich Buttermilch in ein Glas gethan, Seite 8, 9, 10.) Dann hielt in derselben Konferenz Pastor Fliedner- Raisers- maligen Kollegen, jezigem Geschäftsführer des Herrn Veit, der lieb- um diese mit einer in Scheiben zerlegten rohen Gurte gewordene Arbeiterfeiertag einfach entzogen. Da Herr Veit zusammen zu genießen und dazu dazu zwei Liter Schnaps werth einen Vortrag, aus welchem folgende Eäge hier wieder mehrfacher Millionär ist, kann diese Maßnahme wohl taum aus mit der Frau zu trinken. Nach dem Tode Kynals gegeben werden sollen:„ Nach den evangelischen Berichten äußerte Rücksicht auf das Geschäftsinteresse geiroffen worden sein. Die erkrankten die Mideralska und Garun, die sofort nach sich das Besessensein vielfach in derselben Weise, wie unser heu Millionen des Herrn Veit würden durch den Arbeiterfeiertag dem Krankenhause am Friedrichshain gebracht wurden. Hier ist tiges Jrresein und die damit verwandten Krankheiten."" Bei wohl faum eine merkliche Einbuße erlitten haben; möglicher die erstere der tückischen Krankheit gestern gleichfalls erlegen. Da unferen Frren legen zahlreiche Erscheinungen den Gedanken an weise aber hätte die" Autorität" des Herrn Geschäftsführers" die drei Fälle eng zusammengehören, so kann von einer VerEinwirtung feindlicher, insonderheit unreiner gelitten. Diese Maßregel, von der Herr Beit sicher feine Kenntniß seuchung Berlins feineswegs die Rede sein. Im Vergleich zum Geister nahe."„ Eumma: Alle Besessenen waren Kranke, hat, hat begreiflicherweise in Rutscherkreisen viel böses Blut ver- vorigen Jahre können wir mittheilen, daß die Zahl der Ermanche Krante find Besessene."( A. a. D. S. 15/16.) ursacht und ist durchaus nicht geeignet, das gute Einvernehmen, frankungen an Brechdurchfall verschwindend klein zu nennen ist. In der dritten Konferenz( 22. September 1891) führte Pastor so weit dies noch zwischen Unternehmer und Arbeiter besteht, zu Auch diese Thatsache enthält eine große Beruhigung. So lange Hafner Elberfeld in seinem Referat über Wahnsinn und Ver- erhalten. Auch ist es für das angesehene Beit'sche Fuhrgeschäft die Cholera in Berlin sporadisch auftritt, nimmt auch die Charitee brechen" aus:„ Der Verbrecher ist satanisch frant ge- wenig ehrenvoll, in heutiger Zeit, wo selbst kleine Geschäfts- etwaige Kranke auf und hat bereits eine Quarantainestation einworden. Der Geiftestrante ist dämonisch trant ge- inhaber ihren Angestellten, nachdem sie ein ganzes Jahr für sie gerichtet. Diese Einrichtung ist aber nicht dazu angethan, um worden."" Ist der Wahnsinnige unbedingt genöthigt, zum geschafft und gearbeitet haben, auf eigene Kosten einen ver- die Befürchtung einer weiteren Ausbreitung der Seuche aufVerbrecher zu werden? Ein organischer, auf das ethische Gebiet gnügten Erholungstag bereiten, eine so unrühmliche Ausnahme kommen zu lassen, ist vielmehr nur als eine behördliche Vorsichtssich erstreckender Zwang darf nicht angenommen werden."" Eine zu machen. maßregel aufzufassen. Wie wir ferner hören, wird in jedem Krankheit des Willens, eine ethische Krankheit giebt es nur mit Einzelfalle von Cholera oder einer ähnlichen Krankheit eine fo= fortige amtliche Mittheilung öffentlich erfolgen. " meinem eigenen Willen. Hier ist tein 3wang vorhanden. Es Durch ganz besondere Schneidigkeit scheint der Herr mag einer melancholischen Mutter nahe gelegt sein, ihre Kinder Stationsvorsteher der Bahnstation Johannisthal- Niederschönumzubringen und ins Wasser zu gehen, aber daß sie das wirklich weide die Aufmerksamkeit der höheren Behörden auf sich lenken Der Diebstahl bei der Neuen Pferdebahu- Gesellschaft. thun müsse, kann kein Mensch nachweisen." Wir müssen die zu wollen. Bis vor kurzem wurden noch die bekannten Arbeiter- In der vorigen Woche ging durch die Presse eine Notiz, auf dem Freiheit des Willens im geistestranten Verbrecher festhalten." Wochenkarten an jedermann anstandslos verabfolgt. Seitdem Hauptbahnhof der Neuen Berliner Pferdebahn- Gesellschaft, Kleine ( Ber. über die dritte Konf.) In der gleichen Konferenz verlas Pastor indeß der neue Herr Vorsteher das Szepter führt, wird folgende Frankfurterstraße, feien in der Nacht vom 9. zum 10. August die Stürmer ein Referat des nicht anwesenden Pastors v. Bodel- Verfügung des fgl. Eisenbahn- Betriebsamtes zu Cottbus auf das Einnahmen der Schaffner im Betrage von 1800 m. verschwunden schwingh über die Schrift Psychiatrie und Seelsorge" von Dr. rigoroseste gehandhabt: und der vermuthliche Dieb, der Schaffner Lange, verhaftet Roemer. In diesem Referate führt Herr Pastor v. Bodelschwingh" Die Verabfolgung von Arbeiter- Fahrkarten erfolgt fortab worden. Ueber die ganze Sache schwebt noch ein tiefes Dunkel, unter anderem aus:" Es steht also so, daß nicht nur den offen- nur an Arbeiter, welche außerhalb ihres Wohnortes in Arbeit 2. ist nicht verhaftet, sondern nur gerichtlich vernommen worden. bar Geistestranten gegenüber, die jetzt leider vielfach so lieblos stehen. Dieselben haben den Nachweis ihrer Arbeitereigenschaft In der betreffenden Nacht war dieser Schaffner an der Reihe, behandelt werden, sondern jedem fehlenden Menschen gegenüber darzuthun und zwar genügt als Ausweis die Alters- und die Gelder der übrigen Schaffner an sich zu nehmen und in einem das Richten und Urtheilen eine Sünde ist. Auf der anderen Invaliditätsversicherungs- Karte oder ortspolizeiliche Bescheinigung Geldspind unter Verschluß zu bringen. Der diensthabende Seite gilt es auch, mit vollster Entschlossenheit die Ansicht fest- über Beschäftigung als Arbeiter." Schaffner muß dann den Schlüffel dem Nachtwächter geben, den zuhalten, wonach man jeden Menschen für sein Thun und Lassen Selbst vorausgesetzt, daß diese Verfügung eines einzelnen Schlüssel zum Rassenlofal führt der Stallmeister. Am fraglichen verantwortlich macht und ihn nicht zum willenlosen Thier degra- Betriebsamtes den Intentionen der höheren Verwaltungsbehörden Abend hatte 2. seinen Dienst verrichtet und sämmtliches Geld, dirt. Selbst der hochgradig Geisteskranke hat noch ein Gefühl entspricht, führt die Durchführung derselben zu Unzuträglichkeiten worunter eine Menge Thaler, Zwei- und Einmarkstücke, sowie der Schuld und Verantwortlichkeit."( Ber. d. Verb. deutsch. evang. und Ungerechtigkeiten, die nur durch Veröffentlichung beseitigt für 400 m. Zehnpfennigstücke- das Packet hatte ungefähr Frrens. über die dritte Konferenz, S. 27.) werden können. einen Rubitfuß im Umfange eingeschlossen und den Schlüssel Wir begnügen uns mit Anführung dieser Thatsachen und Diejenigen, die davon betroffen wurden, sind größtentheils dem Nachtwächter gegeben und sich sowohl mit diesem als überlassen die Würdigung der Erklärung des Herrn Pastors Handlungsgehilfen, Gehilfinnen und Arbeiterinnen, die theilweise auch einem Stallmann unterhalten. Der Wächter sowohl v. Bodelschwingh dem Urtheil des unbefangenen Lesers. der Billigkeit halber, theilweise um die Sommerluft an der Ober- als der Stallmann haben an 2. nichts Auffälliges wahr Und mit diesem abgeftandenen altlutherischen Geift" maßt spree zu genießen, in Johannisthal oder Niederschönweide ihren genommen. Ein Packet hatte 2. auch nicht bei sich und solche man sich in pastoralen Kreisen an, zur Lösung der sozialen Frage Wohnsitz haben. Ihre Eigenschaft als Arbeiter ist um so weniger große Summe in Kourant kann niemand in seiner Tasche verfein Theil beizutragen und der Sozialdemokratie den Garaus zu anzuzweifeln, als die neuere soziale Gesetzgebung durch vielfache bergen. Die Mitnahme des Geldes durch 2. ist somit ausmachen. Sollte man es für möglich halten, daß in einer Zeit, Bestimmungen in der Gewerbe Ordnung dieselbe ausgeschlossen. Troß der Vernehmung vieler Angestellten ist über wo von unten herauf immer mächtiger der Schrei nach Humanität drücklich anerkennt. Abgesehen hiervon ist absolut nicht zu be- den Verbleib des Geldes bisher nichts ermittelt worden. Auch heraufbringt, fromme Brüder" und Schwestern" hilflose Kranke streiten, daß sie im Sinne oben zitirter Verfügung außer von dem Diebe hat man keine Spur. Räthselhaft erscheint es, prügeln und Vertreter der Wissenschaft sich ernsthaft mit Seel- halb ihres Wohnsizes in Arbeit stehen." Troßdem daß derselbe Geld, welches im oberen Fach des Spindes lag, forgern" über Teufelssput und ähnlichen mittelalterlichen Krims- nun die Betreffenden auch in der Lage waren, diese ihre Ar- nicht mitgenommen hat. Spuren von Gewalt find am Geldframs herumzanken müssen? beitereigenschaft durch Vorlegung ihrer Invaliditätskarte zu spind oder an den Thürschlössern nicht wahrzunehmen. 2. ist " " = Vigilanten Bildnisse. Von den Gastwirthen, welche in ihren Lokalen Damenbedienung haben, wird in letzter Zeit gegen eine gewiffe Kategorie von Gästen, die als harmlose Gäste Uebertretungen seitens der Kellnerinnen herbeizuführen suchen, um sodann den Denunzianten au spielen, lebhafte Klage geführt. Einige Wirthe, die in dieser Weise besonders geplagt wurden, greifen jetzt insofern zu einer eigenartigen Selbsthilfe, als sie mit einer Detektiv- Camera ausgerüstet, etwaige ihnen verdächtig erscheinende Gäste unbemerkt zu photographiren suchen und die Bilder in Kollegenkreisen zirkuliren laffen. Einige Wirthe haben sogar die Bilder von solchen Personen, die sich nach genauen Ermittelungen als gewerbsmäßige Denunzianten erwiesen, einrahmen laffen und in ihren Lokalen aufgehängt. zogene vorläufig vom Dienst dispensirt, doch will er diese Maßregelung| digten vom Kammergericht verneint worden. Auf diese angeb-| werden. Der Meister fürchtete Bestrafung, wenn er den papiernicht auf sich beruhen lassen und hat seine sofortige Wieders liche Entscheidung bezog sich gestern der Hauseigenthümer S., lofen Gesellen weiter beschäftigte und entließ ihn daher. Was einstellung beantragt. Da der Verdacht sich auch auf andere als er auf die von ihm gegen seine Verurtheilung wegen Ueber- weiter folgte, mögen sich die Leser selbst ausmalen! Krank, Beamte der Gesellschaft gerichtet hat, so ist eine baldige Auf- tretung des Miethssteuer- Regulativs eingelegte Berufung auf der mittellos, verkrüppelt, ohne Papiere, war der Mann auf die klärung nur zu wünschen. Anklagebank der VIII. Straftammer Berliner Landgerichts I Straße gesetzt, was sollte er thun? Betteln? wird bestraft; sich lak nehmen sollte. Der Gerichtshof folgte der Ansicht des falsche Papiere beschaffen? wird noch mehr bestraft. Er fand Staatsanwalts, daß zu einer Ausnahmestellung eines wegen den einzigen Ausweg darin, sich zu erhängen und zwar im einer Uebertretung Angeklagten vor den übrigen keine Friedhofe, damit seine Mitmenschen wenig Arbeit mit der WegVeranlassung vorliege. Da thnen auch die ange- schaffung seines todten Leibes hätten. Kammergerichts! Entscheidung nicht bekannt sei, nicht bekannt 2. Aus Schöneck wird gemeldet: Der bejahrte Waldarbeiter wurde Herrn S. anheimgestellt, entweder auf der Anklage: Gabriel Scherzer hat sich ertränkt. Für langjährige treu gebant Platz zu nehmen, oder sich mit der Vertretung durch seinen leistete Dienste" hatte der Alte die Verdienstmedaille bekommen. so Vertheidiger zu begnügen. Dieser wählte die letztere Alternative Aber seine Rente war jo gering bemessen, daß er die Bürde des und zog sich in den Zuhörerraum zurück. Die in der Sache selbst Lebens abwarf. Er glaubte, dadurch sich selbst einmal einen getroffene Entscheidung ist von allgemeinem Interesse. Der An- treuen Dienst" zu leisten, er, der sein Lebtag nur andern treu geklagte batte den Zuzug eines Miethers am 12. April 1892 in gedient hat. Nun hat er Ruhe; seine Verdienstmedaille kann ein einem Schreiben an den Magistrat angezeigt, welches sein Bote anderer erhalten. in den im Rathhause angebrachten Kasten geworfen hat. Dieses Schreiben ist nicht zu den Akten gelangt, und wurde der An: Verhafteter Archivrath. Auf Requisition einer aus- getlagte wegen Nichtmeldung des Miethers vom Schöffengericht wärtigen Staatsanwaltschaft wurde von der hiesigen Kriminal zu 10 m. verurtheilt, indem angenommen wurde, daß der Verpolizei der Schriftsteller und Archivrath Dr. E. wegen Betruges pflichtete für den richtigen Eingang der Meldung zu den Akten verhaftet. Das„ B. T." berichtet hierüber weiter: Wie wir zu sorgen habe. Die Berufungskammer erkannte auf Freidieser polizeilichen Meldung hinzufügen können, handelt es sich sprechung, weil der im Rathhause angebrachte Raften zur um den in früheren Jahren in Leipzig angestellt gewefenen Aufnahme aller an den Magistrat gerichteten Sendungen bestimmt Archivrath Dr. Ebeling, der vor etwa fünf Jahren mit großen sei und es daher genüge, daß die Meldung in diesen Kasten geEmpfehlungen von Leipzig nach Berlin gekommen war, um sich worfen ist. hier eine journalistische Eristenz zu begründen. Durch eigenes Die Dummen werden nicht alle 1 Beförderung ferkrankter Arbeiter mit der Eisenbahn. Der preußische Minister der öffentlichen Arbeiten hat sich damit einverstanden erklärt, daß Arbeiter, die plötzlich bei der Arbeit oder dem Gewerbebetrieb derartig erkranken oder verwundet werden, daß sie auf ärztliche Anordnung in ein Krankenhaus übergeführt werden müssen, in den Gepäckwagen der Personenüge befördert werden dürfen. Die Transportirten und deren Begleiter haben die Fahrpreise dritter Klasse zu bezahlen; die Krankenkörbe werden frachtfrei zurückbefördert. Als Nothbehelf, bis beffere Einrichtungen getroffen sind, fann diese Maßregel das ist der Trost der anerkannt werden. Es liegt aber auf der Hand, daß es weder Verschuldev vermochte G. jedoch nirgends festen Fuß zu fassen Ringnepper, welche an die Stelle der Bauernfänger getreten sind für die Kranken dienlich sein kann, noch würdig ist, sie in Gepäckund führte fich derart, daß er in journalistischen Kreisen und führte fich derart, daß er in journaliſtiſchen Kreisen und trotz aller Warnungen in der Presse noch immer gute Ge- wagen, wo überdies auch für die Begleiter jede Bequemlichkeit förmlich gemieden wurde und ihm auch die nachgesuchte Aufnahme in den Verein Berliner Presse" versagt werden schäfte machen. Ein solcher Ringnepper stand gestern wieder fehlt, zu befördern. Es ist deshalb erforderlich, daß die Eisenbahnmußte. Er lebte seit langer Zeit offenbar nur von der Auf- einmal in der Person des Handelsmannes Blaschtauer vor verwaltung besondere Wagenabtheilungen für den Krankennahme von Darlehen", und in den Kreisen, in denen man ihn dem hiesigen Schöffengericht. Es war in der Gegend des transport schafft. Ein Menschenleben ist so werthvoll, daß der kannte, wunderte man sich schon lange, daß Dr. E. noch immer Stettiner Bahnhofes, als ein Hausdiener, auf dessen Gesicht Staat für seine Erhaltung wohl einige Opfer bringen fann. auf der Bildfläche war. Vor einigen Jahren rief er hier eine Spuren des göttlichen Funkens nicht zu entdecken waren, von Wie in Mecklenburg Gnade geübt wird. In der Gegend Korrespondenz ins Leben, für die er nach dem Erscheinen der befragt wurde. Der Fremde erzählte dabei, daß er einen sehr von Güstrow in Mecklenburg waren vor den Wahlen zahlreiche ländliche Versammlungen abgehalten worden, um die Bauern zum Beitritt zum Bund der Landwirthe zu bewegen. Da die Bersammlungen meist nicht angemeldet worden und auch sonst die gesetzlichen Bestimmungen verletzt worden waren, erhielten etwa 120 Personen amtsrichterliche Strafmandate. Der Justizminister hat jedoch jezt die Strafen erlassen und die Rückgabe ber bereits gezahlten Strafgelder angeordnet. Die Mecklenburger Sozialdemokraten sind nun froher Hoffnung, daß auch ihnen die " aber die Sache für ihn abgethan, die Korrespondenz brachte es nicht bis zu einer zweiten Nummer. Seine gegenwärtige Verhaftung ist anscheinend wegen einer auswärts verübten Zechprellerei erfolgt. Bei dieser Gelegenheit ſei noch bemerkt, daß sich vor etwa einem Jahre der 16 jährige Sohn des Dr. E. in selbstmörderischer Absicht aus dem Fenster der elterlichen Wohnung stürzte und zwar in dem Moment, als Polizeibeamte im werthvollen Ring versetzen oder am liebsten für 30 m. verkaufen möchte. Als der Hausdiener noch nachdenklich dastand, winkte ihm der nicht weit davon stehende Angeklagte zu sich heran und flüsterte ihm zu, das Geschäft doch für ihn zu machen. Er sei Uhrmacher und habe auch schon um den Ring gehandelt, ihm als Uhrmacher aber habe ihn der Fremde so billig nicht ablassen wollen. Der biedere Hausknecht ging auch wirklich in die Falle. Hause auftauchten, um ihn wegen Unredlichkeiten, die er als biefem feine Uhr zum Piande, erhielt dagegen ein Zwanzigmart in Menge gezahlten Strafgelder zurückerstattet werden. Handlungslehrling begangen hatte, in Haft zu nehmen. Der stück zu seiner eigenen Sicherheit und wollte nach Verabredung Was man sich alles unter Sonntagsruhe vorstellt. junge Mann war auf der Stelle todt. den Angeklagten bald darauf in seiner Wohnung erwarten, um In Sachen der Sonntagsruhe für das Barbier- und FriseurAuf der Suche nach seinem Gepäck befindet sich ein den inzwischen erstandenen kostbaren" Ring abzuliefern und gewerbe hat das Gewerbegericht zu Neisse dahin entschieden, Tischler F., der am 14. d. M., Mittags, von Misdroy auf dem Uhr und Goldstücke wieder auszutauschen. Er wartete aber ver- Daß es für erforderlich erachtet wird, im Interesse des Gewerbes Stettiner Bahnhof antam. Er begab sich nach der Herberge in gebens und entdeckte zu spät, daß er seine Uhr und baares Geld wie auch des Publikums die Zeit von 5 Uhr bis Nachmittags der Auguststraße, um von da mit einer Droschte nach dem An- gegen einen werthlosen Ring und eine Spielmarle hergegeben 2 Uhr ohne Unterbrechung, also auch während der Kirchzeit, freihalter Bahnhof zu fahren. Unterwegs ließ er vor einer hatte. Als etwa 14 Tage später die Wache mit klingendem zugeben, außerdem in der Wintersaison die Zeit von 6-8 Uhr Destillation halten und trant mit dem Kutscher Bier. Hier Spiel über den Schloßplay zog, entdeckte der Gerupfte unter den Nachmittags. Dieser Bescheid ist dem Vorstande der Freien Verwurde es ihm leid, daß er Berlin verlassen sollte, er beschloß, mitmarschirenden Leuten den Angeklagten und ließ nun nicht einigung der Barbiere zugegangen. einige Tage hier zu bleiben. Sein Gepäckt zwei mit Bind- mehr locker, als bis er denselben auf der Polizei abgeliefert Es muß übrigens ein sonderbares Ding sein, das Gewerbefaden verschnürte Padete mit Kleidern und Wäsche übergab hatte. Blaschkauer wurde wegen Betruges zu 1 Monat Gefängniß gericht zu Neisse. er dem Wirth, hat sich aber weder die Straße, noch den verurtheilt. Namen des Wirths gemerkt und sucht jetzt vergeblich nach seinen Sachen. Kapitalistische Entbehrungslöhne. Attien- Zuckerfabrik zu Zu dem großen Kapitel ,, Bauhandwerker und Berliner Radegast i. A.: Reingewinn: 35 428 M. Dividende: 12 pet. Bau Unternehmerthum", gehört die Anklage wegen Diebstahls, Aktien- Zuckerfabrik Eichthal: Reingewinn: 116 850 M.- AktienBezüglich des eines Doppelmordes verdächtigen Strumpf- welche gestern den Malermeister Friedrich Gehrke und dessen Zuckerfabrik Soest i. W. zahlt ihren Aktionären 162 657 M. Diwirkers Gustav Seidel, der von Charlottenburg nach Verden Sohn Frizz Gehrke auf die Anklagebank der 5. Ferienstraf- vidende und ihren Beamten 7477 M. Tantieme. Attien- Zuckerüberführt worden ist, wird gemeldet, daß Seidel bisher das ihm kammer führte. Gehrke hatte für einen Neubau in der Pappel- fabrik Vechelde erzielte einen Reingewinn von 124 284. zur Last gelegte Verbrechen nicht eingeräumt hat. Ein Gendarm Allee, dessen Unternehmer in bezug auf seine finanzielle Die Attien- Buckerfabrik Markranstädt erzielte nach Bestreitung fand vor kurzem in einer Verpflegungsstation einen Schloffer Leistungsfähigkeit beinahe alles zu wünschen übrig ließ, die von 655 545 M. für Betriebskosten 52 305 für Abschreibungen, Tirriz, den er als eines Doppelmordes verdächtig festuahm. Es Malerarbeiten ausgeführt. Er hatte 1800 M. zu fordern, 13 904 M. für Tantiemen, 10 000 M. für Neubau und 463 M. wurden nämlich im April d. J. zu Rothenburg und Stade an sah aber seine Hoffnung, sein Geld zu erhalten, immer für Kontofurrentausfälle einen Gewinn von 72 936 M.- Ver dem Tischler Voigt und einem aus der Schweiz zugewanderten mehr schwinden, und schließlich wurde es ihm klar, daß er einigungs- Gesellschaft für Steinkohlenbau im Wurmrevier: DiTischler Dörr Raubmorde verübt und die Leichen an Bäume um den Lohn seiner und seiner Gesellen Arbeit kommen vidende: 7 pct. Rheinische Stahlwerke zu Meiderich: Digehängt, um den Anschein zu erwecken, als ob es sich um Selbst- würde, wenn er nicht einen energischen Schritt unternähme. vidende: 8 pet. Chemnizer Papierfabrik zu Einsiedel: Dimord handele. Diese Thaten hat der verhaftete T. eingeräumt So legte er sich denn den Plan zurecht, sich an den auf dem vidende nach sehr reichlichen Abschreibungen: 81/2 pet.( gegen und Seidel als Komplicen genannt. Dieser wußte aber bei Neubau befindlichen Gegenständen zu pfänden. Er ging auf das 7/2 pCt. im Vorjahre). Sächsische Holzindustrie Gesellschaft: seiner Festnahme nichts davon, daß sein Genosse der Behörde Polizeibureau und theilte dort ganz offen seinen Plan mit. Man Dividende: 7 pet. Falkensteiner Gardinenweberei und Bleibereits in die Hände gefallen war und ein Geständniß abgelegt suchte ihm begreiflich zu machen, daß er bei Ausführung des cherei: Dividende nach reichlichen Abschreibungen 10 pet.( gegen hatte. Planes eine strafbare Handlung begehen würde, er ließ sich aber 8 pCt. im Vorjahre.) nicht abhalten, sondern fuhr mit seinem Sohne auf einem Arbeitswagen vor dem Neubau vor, Iud eine Partie auf und versetzte dieselben für 400 Mart. Solzthüren auf Er machte wiederum der Polizei Mittheilung davon, = Versammlungen. Ein Todesfall durch Brandwunden wird aus bem städtischen Krankenhause am Urban gemeldet. Am Sonntag Nachmittag legte ein junges Mädchen, Ernestine Harnasch, die Brennscheere in das noch glimmende Feuer des Küchenherdes. Um das Feuer wieder anzufachen, griff sie zur Petroleumtanne. Gelb zur Lohnzahlung an die Arbeiter. Der hinkende Bote kam wo die Thüren in Versatz gegeben worden und benutzte das Die in der Schuhwaaren- Industrie beschäftigten ArSofort schlug eine Stichflamme in die Höhe, die auch in den Petroleumbehälter schlug und eine Explosion herbeiführte. Die in Gestalt einer Anklage wegen Diebstahls bezw. Beihilfe nach. beiter und Arbeiterinnen hielten am 14. August eine öffentHarnasch wurde über und über in eine Flammensäule gehüllt, den Sohn zu 1 Zag Gefängniß. Die hiergegen eingelegte Beeffanten und lehrreichen Vortrag über die Bedeutung und Das Schöffengericht verurtheilte Gehrke, den Vater, zu 3 Tagen, liche Versammlung ab. Genosse Adler sprach in einem interund wiewohl ihr alsbald mehrere Personen beisprangen und die brennenden Kleider, vom Leibe rissen, so war es doch schon zu rufung war für den Vater ohne Erfolg, da das Gericht über Nothwendigkeit gewerkschaftlicher Organisationen und den Umstand nicht hinwegkam, daß er polizeilicherseits auf das gewerkschaftlichen Kampfes. Den mit Beifall entgegen spät. Sie ist gestern unter schrecklichen Qualen gestorben. Strafbare feiner Handlung aufmerksam gemacht worden war. genommenen Ausführungen des Redners folgte eine sehr lebhafte Von einem größeren Vrand wurde heute früh die im Der Sohn wurde dagegen freigesprochen. Debatte, in welcher man die verschiedenen Anschauungen vertrat Quergebäude des Grundstücks Blumenstr. 74 belegene Plautsche Kartonfabrit heimgesucht. des Ein Rowdy. 3wei ausgeschlagene Badzähne über die Bedeutung des wirthschaftlichen Kampjes und eine bildeten die corpora delicti, welche gestern auf dem Gerichtstische eingehende Diskussion entspann sich über die beste Form der Organiſation. Darauf erklärte sich die Versammlung nach einem Eine Blutthat. Die gestern unter diefer Stichmarke ge- des Schöffengerichts prangten. Der bedauernswerthe ehemalige brachte Nachricht scheint sich als eine der gewöhnlichen Reporter: Besizer dieser noch guten Zähne war der schon befahrte Schuh- turzen Bericht über die letzten Beschlüsse der Gewerkschaftsenten zu entpuppen. Der angeblich verhaftete Friedrich Thoms macher Bischof, welcher gegen den Kassirer Schleger aus der tommiffion damit einverstanden, daß diefelbe für ihre Angelegenstellte sich uns gestern in eigener Person vor und theilte mit, Veteranenstraße als Zeuge auftrat. Herr Schleger ist offenbar heiten und für Gewerbegerichtssachen ein ständiges Bureau schaffe. Fleischer legte dann Rechnung ab für daß überhaupt fein Mensch an seine Verhaftung gedacht habe. ein zu Gewaltthaten hinneigender Mensch, der schon wiederholt Die Einnahmen betrugen danach Der gehirnerschütternde Schlag mit der Nuderstange, die er dem wegen Beleidigung, Widerstandes und Mißhandlung bestraft ist. den Mauff'schen Streit. Die Herren Ham habe, sei nichts gewesen als eine derbe, aber gut gemeinte Ohr von ganz besonderer Rohheit. Als er eines Tages durch die Rosen- Revision dieser Abrechnung bestimmt. Als Erfagmann für ein Reporter zufolge dem Schornsteinfeger Fleschmann verabfolgt Auch der Aft, der ihn jezt auf die Anklagebank geführt hat, zeugt 1093,32., die Ausgaben 1090,71 m. macher, Haupt, Holzgräfe und Rott wurden zur feige, die von Fleischmann gar nicht so besonders übel genommen thalerstraße ging, berührte ihn ein ihm begegnender Dienstmann un- Revision dieser Abrechnung bestimmt. Als Erfagmann für ein worden sei. Es sei zwar richtig, daß man F. ins Krankenhaus absichtlich mit dem Arm. Schleger gerieth darüber sofort in große Schich hold gewählt. Eine Anfrage des Herrn Bux, wie ausgeschlossenes Agitationskommissions Mitglied wurde Herr gebracht habe. Der Transport dahin habe aber erfolgen müssen, Erregung und lief dem Diestmann nach, welcher aber zu seinem weil er von Krämpfen befallen worden sei. Thoms, der angeb Glücke in einem Hause verschwand. Durch die längere Suche sich die Zentralorganisirten unter den Schuhmachern zur Grünliche Attentäter, habe Fleschmann gestern im Krankenhause nach dem Dienstmann hatte sich die Wuth des Angeklagten aber dung von Lokalvereinen für die Schäftebranche stellen würden, besucht und ihn soweit hergestellt gefunden, daß er bereits seine teineswegs abgekühlt; als er aus dem betreffenden Hause un- erledigte man dadurch, daß man beschloß, diese Angelegenheit Entlassung gefordert habe. Im Krankenhause sei zwischen den verrichteter Sache wieder auf die Straße trat, lief ihm der alte auf die Tagesordnung der nächsten öffentlichen Versammlung zu beiden Gegnern, die sich durch eine widrige Fügung des Geschicks Schuhmacher in den Wurf und ohne daß dieser irgend etwas sehen. Mitgetheilt wurde dann noch, daß in der Werkstatt um einer geringfügigen Ursache willen erzürnt hätten, bereits in gethan oder gesagt hätte, erhielt er von dem Angeklagten zwei von Dienstmann, Grünenthalerstr. 30a, 2ohnaller Form Frieden geschlossen worden, so daß sich die ganze wuchtige Fauftschläge ins Gesicht, so daß er den Verlust der oben differenzen ausgebrochen sind. Mordgeschichte in Wohlgefallen auslösen werde. erwähnten beiden Zähne zu beklagen hatte. Der Gerichtshof Die Freie Vereinigung der Kaufleute hielt am 10. Aug. verurtheilte den brutalen Menschen zu neun Monaten Gefängniß, nahm ihn sofort in Haft und verhängte außerdem über ihn eine Ungebührstrafe von 24 Stunden Haft. Polizeibericht. Am 14. d. Mts. Nachmittags stürzte im Hause Neue Schönhauserstraße 7 ein neunjähriger Knabe beim Hinabgleiten auf dem Treppengeländer aus dem vierten Stock auf den Hausflur hinab und starb bald darauf. Am 15. d. Mts. Vormittags sprang eine geistestranke Frau aus dem Fenster ihrer im vierten Stock des Hauses Brunnenstr. 3 belegenen Wohnung auf den Hof hinab und erlitt so schwere Verlegungen, daß sie nach der Charitee gebracht werden mußte, wo sie nach einigen Stunden starb. Vor dem Hause Lindenstr. 116 wurde Mittags ein siebenjähriger Knabe durch eine Droschte überfahren und erlitt einen Bruch des Oberschenkels. Er wurde nach dem Krankenhause am Urban gebracht. Im Friedrichshain wurde Abends ein etwa 50 Jahre alter Mann mit einer Schußwunde in der Brust, die er sich mittels Revolvers beigebracht hatte, aufgefunden und nach dem Krankenhause am Friedrichshain gebracht. Im Laufe des Tages. fanden zwei Brände statt. Soziale Ltebersicht. bei Norbert, Beuthstraße 22, eine Versammlung ab, in der Herr Dr. Braun über das Thema:" Eine amtliche Beleuchtung der elenden Verhältnisse im Handelsgewerbe", referirte. Jede Sozialreform von seiten der Regierung, so führte Redner aus, ist der beste Beweis dafür, daß es mit der Lage der betheiligten Arbeiter schon recht schlecht stehen müsse. So fah sich auch die Regierung veranlaßt, die Reichskommission für Arbeiterstatistik zu beauf tragen, Erhebungen über die Verhältnisse im Handelsgewerbe anzustellen. Dieselben sind nunmehr beendet und die amtliche StaGegenwartsbilder. 1. Aus Falkenstein, Sachsen, wird der tiftit bestätigt, was den Handlungsgehilfen selbst bereits lange Sächs. Arbeiter- Beitung" berichtet: Hier hat sich, wie die Vogt bekannt ist, daß die Zustände im Handelsgewerbe ganz unhaltländische Volts- Zeitung" mittheilt, ein Mann das Leben ge- bare find. Die Regierung ist auf grund dieser Enquete verpflichtet, nommen unter Umständen, die wieder einmal recht drastisch unsere alles daran zu setzen, um diesem System der Ausbeutung ein Redner Er hatte ein Ende zu machen. hält es für sehr nothwendig, Bein eingebüßt und humpelte auf einem Holzbein daher, an dem daß auch die Arbeitsverhältnisse der ungelernten Arbeiter int traurigen Gesellschafts- Einrichtungen illustriren. andern Fuße aber zeigten sich auch schon Spuren einer sehr be- Sandelsgewerbe, der Hausdiener, ermittelt werden, deren Bedenklichen Erkrankung. Bei einem hiesigen Meister hatte der schäftigungszeit eine noch weit längere ift. Dasselbe gilt auch arme Krüppel Aufnahme gefunden, und er freute sich, endlich von den Angestellten in den Waaren- Engros- und Speditionswieder seine ermatteten Glieder auf die Werkstatt schleppen zu geschäften. Auch in diesen Branchen dauert die Arbeitszeit oft können; doch die Freude sollte nicht lange vorhalten. Dte Polizei- bis in die Macht hinein. Redner verliest eine Reihe von Zahlen behörde verlangte Papiere, und diese hatte der Arme nicht. Bevor er aus dem amtlichen Ergebniß der Enquete, aus denen ersichtlich, nach Falkenstein gekommen, hatte er in Schöneck gearbeitet, und daß der weitaus größte Theil der Gehilfen und Lehrlinge eine Müffen Personen, denen eine einfache Ueber dort hielt man ihm, wie er erzählte, seine Papiere zurück, weil unmenschlich) lange Arbeitszeit habe. Auf grund dieser Enquete tretung zur Last gelegt wird, auf der Anklage= er Steuern schuldig war. Auf mehrmaliges Bitten war müssen wir fordern, daß eine bestimmte Arbeitszeit festgesetzt bant Play nehmen? Nach einer vor einigen Monaten in nichts zu erreichen, die dortige Behörde wollte Geld sehen, und werde. Doch gilt es nicht nur eine gefeßliche Festlegung der einigen Tagesblättern veröffentlichten Notiz wäre die vorstehende die hiesige Polizei wollte die beschlagnahmten Papiere haben. Arbeitszeit zu erstreben, sondern auch darauf zu achten, daß das Frage in einem Sonderfalle auf die Beschwerde eines Angeschul- n Ermangelung von Geld konnten beide Wünsche nicht erfüllt Gesez gehalten wird. Daher müssen wir auch fordern, daß Gerichts- Beitung. " = Vermischtes. " Sandelsinspektoren aus dem Handlungsgehilfenstande cingesetzt| Die Genoffen des ersten Wahlkreises hatten am werden, die jede Uebertretung zur Anzeige zu bringen hätten. 15. August eine Versammlung, zu der Jedem Zutritt gestattet An der hierauf folgenden Diskussion betheiligten sich im Sinne war. Genosse Adler hielt einen äußerst intereffanten Bortrag Unter bestialischem Regiment. Vor kurzem ging eine auch des Referenten die Kollegen Heymann, Blum und Türk. Ein über: Die bürgerliche Götterdämmerung. Eine Diskussion fand von uns gebrachte Mittheilung durch die Blätter, in der geHerr Herzberg ist zwar mit dem Referenten ein nicht statt. Bum Punkt: Stellungnahme zur Lassalle- Feter er- schildert wurde, wie Paul I. von Rußland seine Soldaten in verstanden, ist jedoch der Ansicht, daß wenn man die Verkürzung klärte Genoffe Petermann, daß die Genoffen des ersten einer Weise peinigte, der sich ein nicht ganz verthierter Mensch der Arbeitszeit erstreben will, auch auf die Prinzipale und Kon- Kreises von einer offiziellen Feier Abstand nehmen und am seinem Vieh gegenüber schämen würde. Das war vor beinahe sumenten Rücksicht genommen werden müsse, denen große Nach- Sonntag, den 27. Auguſt einen Familienausflug nach dem Lokal hundert Jahren. Wie wenig sich seitdem das Verhältniß des theile erwachsen würden. Die Kollegen Blum und Türk fertigten Pferdebucht bei Köpenick unternehmen. Abfatt Sonntag Früh zarischen Despotismus zu den getreuen Russenföhnen geändert den Herrn mit den freifinnigen Ideen glänzend ab und führten vom Schlesischen Bahnhof, bestimmte Zeit werde noch bekannt hat, möge das folgende entsegliche Erlebniß aus dem Leben des demselben vor, daß die Freie Vereinigung der Kaufleute" nicht gegeben. Genosse Bolig forderte die Genossen des ersten russischen Philanthropen Tolstoi zeigen. dazu da wäre, um die Lage der Prinzipale, sondern die der Kreises auf, fich möglichst rege an diesem Ausfluge zu betheiligen. russischen Philanthropen Tolstoi zeigen. Tolstoi erzählt in der Daily Chronicle", daß er am 29. SepHandlungsgehilfen zu bessern. Folgende Resolution wurde ein Auf eine Anfrage betreffend den Boykott über die Spandauer tember v. J. in einem der Distrikte reiste, in denen die Hungersstimmig angenommen: Bodbrauerei legte Genosse Adler noch einmal den Sachverhalt noth herrschte. Er bemerkte die Ankunft eines Schnellzuges, Die Versammlung der Freien Vereinigung der Kaufleute" lar, das ganze Verhalten als einen Schachzug der Gegner be- welcher einen General und eine kleine Abtheilung Soldaten enthat mit Entrüstung von den im Handelsgewerbe herrschenden, zeichnend, der uns bedeutenden Schaden zugefügt habe. Hierzu hielt. Sie waren auf ihrem Wege nach Tula begriffen, um einige durch die amtliche Enquete festgestellten Zuständen Kenntniß ge- nahm man folgende Resolution an:" Die heutige, im Lokale Bauern zu bestrafen, die es gewagt hatten, sich der Schmälerung nommen und richtet an den Bundesrath das dringende Ersuchen, Alexanderstr. 27c tagende Versammlung des ersten sozialdemoauf grund des§ 120e Absah 3 der Gesetzgebung die Arbeits- fratischen Wahlkreises hält mit größter Energie den Boykott der ihrer Rechte seitens eines jungen, aber einflußreichen Grundbesizers zu widersetzen. Graf Tolstoi giebt die folgende realistische Bezeit im Handelsgewerbe auf zehn Stunden täglich zu ver- Spandauer Bockbrauerei aufrecht!" schreibung der Art und Weise, wie bei dieser Gelegenheit die Fürzen." In der Versammlung der Filiale 4 der Maler Gerechtigkeit gehandhabt wurde nicht, wie er sagt, als ein Die öffentliche Versammlung für MänteInähe hielt Genosse Dr. Zadek einen Vortrag über Geschlechtstrant außerordentliches Beispiel, sondern weil es das einzige ist, mit rinnen, Bügler, Stepper, Trifottaillen Arheiten. In die Arbeitsnack, weis- Beschwerdefommission wurde dem er gesetzlich bekannt geworden. beiterinnen, sowie Arbeiter und Arbeiterinnen Kollege Gebauer gewählt. Am 27. August veranstaltet der Als Alles vorbereitet war, befahl der Generalgouverneur, der Herrentonfettion und Maßbranche, welche Verein eine Partie nach Friedrichshagen. Treffpunkt Morgens daß der erste der zwölf Bauern, welche der Grundbesizer als die am 14. b. M. nach Moabit( Vittoria Salon) einberufen war, 7 Uhr im Verkehrslokal, Breslauerstr. 27, Restaurant Ungering. Rädelsführer der Revolte bezeichnet hatte, vorgeführt werde. bekundete durch die Zahl der Theilnehmer, besonders der ArDieses erste Opfer war ein Familienvater, ungefähr 40 Jahre alt, beiterinnen, den wirksamen Fortschritt der dortigen Agitation. Rigdorf. In der Vereinsversammlung des sozialdemokra- dessen Rechtschaffenheit sprichwörtlich war und der sich der Achtung In einem die obwaltenden Verhältnisse grell beleuchtenden Vor- tischen Vereins Vorwärts am 8. Auguft war eine Vorlesung seiner Mitbürger im höchsten Grade erfreute. trage über die Lage der Arbeiter und Arbeiterinnen in der veranstaltet aus der Broschüre von J. Dietgen,„ Die Zukunft Es wurde ihm befohlen, sich auszufleiden und seinen Plat Mantel- und Herrenkonfektion führte die Mantelnäherin Frau der Sozialdemokratie", die von der Versammlung mit großer auf der Bank einzunehmen. Der Bauer bat nicht um Gnade, Reimann das Arbeiterinnen- Glend in seiner ganzen ergreifenden Aufmerksamkeit angehört wurde. Hierauf folgte eine recht leber wußte, daß dies unnüz sein würde. Er bekreuzte sich schweigend Tiefe vor Augen und verwies auf den deutschen Schneider- hafte Diskussion, an der sich mehrere Genossen betheiligten. Die und legte sich hin. Zwei Polizisten eilten vorwärts, um ihn auf und Schneiderinnen- Verband, den Weg der Organisation. Abrechnung vom Wintervergnügen und von der Urania ergab seinem Playe zu halten. Ein gelehrter Medikus stand nahe daAuch Herr Pfeiffer und Frau Gubela forderten zur Dr- einen Ueberschuß von 60 M., der dem Vertrauensmann überwiesen bei, um im Falle der Noth Hilfe zu leisten. Die beiden Verganisation auf. Lider sei die traurige Thatfache zu verzeichnen, wurde. Da man von verschiedenen Seiten einen nochmaligen brecher, die mit der Ausführung der Strafe beauftragt waren, daß von 40-50 000 in der Bekleidungsindustrie thätiger Ar- Besuch der Urania befürwortete, so soll in nächster Zeit diesem spuckten sich zuerst in die Hände, knallten dann mit ihren beiterinnen faum hundert dem Verbande angehören, trotzdem der entsprochen werden. Bum Schluß machte noch Genoffe Rauch Peitschen, und begannen ihr Werk. Es ergab sich, war und es war schwer, felbe nur 15 Pf. Eintrittsgeld und 5 Pf. Wochenbeitrag erhebe, auf die neu gegründete Zahlstelle der Tischler, die sich in der die Bank zu flein In der Diskussion traten vielerlei Uebelstände zu Tage. So Hermannstr. 23 befindet, aufmerksam. geqnälten, sich windenden Menschen ruhig zu halten. nird z. B. von den für ihren Lebensunterhalt arbeitenden ArGeneralgouverneur befahl, duß eine andere Bant gebracht werde. beiterinnen die billige Konkurrenz der Beamtenfrauen sehr schwer Unterdessen stand das arme, gemißhandelte Geschöpf mit finsteren empfunden. Diese Frauen fertigen bereits Mäntel für 25 Pf. Blicken, zuckender Unterlippe und zitternden nackten Beinen da. pro Stück an. Infolge ihrer Billigkeit werden solche Beamten Als die zweite Bant gebracht wurde, band man den Armen frauen von Unternehmern und Zwischenmeistern erklärlicherweise noch einmal darauf und die Henter nahmen ihr Werk wieder bevorzugt, haben besondere Lieferzeiten zc. Ebenso flar ist, daß durch auf. Mit jedem Augenblicke wurden die Wunden schrecklicher, diese Konkurrenz die ganzen Arbeitslöhne in fühlbarster Weise gedrückt dem Rücken, den Seiten und Beinen des gefolderten Wesens entwerden. So wurde ein Geschäft namhaft gemacht, das allein strömte Blut und nach einem jeden Schlag stieß der Gequälte 46 Beamtenfrauen beschäftige. Dasselbe soll sich, wie mitgetheilt einen Seufzer aus, den er vergebens zu ersticken versuchte. Und aus der Menge, welche umherstand, erscholl das Geschluchze der wurde, zum 1. Oktober noch bedeutend vergrößern. Pfeiffer war der Ansicht, daß als letztes Mittel gegen derartige Geschäfte Frauen, Mütter, Kinder und Verwandten des Gemarterten und den Boykott anzuwenden versucht werden müsse. Nicht besser das Gewinsel Derjenigen, deren eine gleiche Strafe wartete. seien die Verhältnisse in der Herrenkonfektion, wo ebenfalls wahre Hungerlöhne gezahlt werden, z. B. 1,60 Mart für ein Tugend Hosen nähen. Habe eine Arbeiterin den Muth, sich hiergegen aufzulehnen, so erwarten sie Hohn und Spott und Grotheiten seitens der Arbeitgeber". Die Klarlegung dieser Verhältnisse veranlaßte viele der Anwesenden zu Beitrittserklärungen zum deutschen Schneiderverband. Die nächste öffentliche Versammlung, in welcher Fräulein Wabnih referiren wird, findet am 11. September in demselben Lokale, Viktoria- Salon, Berlebergerstraße 13, statt, und wurde rege Agitation für die felbe empfohlen. Der Zentralverband der Maurer Deutschlands Bahl fielle I tagte am 6. August. Nach dem vom Kassirer gegebenen Kaffenbericht beträgt der Bestand der örtlichen Verwaltung 76,02 M. Die Abrechnung des Kollegen Gräschte vom Stiftungsfest ergab eine Einnahme von 424,42 M. und eine Ausgabe von 398,85 M., mithin ein Ueberschuß von 26,07 m. Des Weiteren giebt Kollege Gräschke bekannt, daß er mit der Tirektion der Urania Rücksprache genommen habe; dieselbe sei geneigt, der Zahlstelle Ginlaßkarten zu ermäßigten Preisen zu Derabfolgen, man möge, wenn dieselben zur Ausgabe gelangen, davon Gebrauch machen. Viele Kollegen führten Klage, von den Stucateuren und Weißbindern geschädigt zu werden, da lettere fich mit Arbeiten befassen, welche den Buzern zufämen, z. B. das Ziehen von Gesimsen und Pußen der Vestibüle; fie schädigten sich sowohl wie die Puzer dadurch, daß sie billiger arbeiten. Es sei an der Zeit, sich mit den Puzern solidarischer zu erklären. An Anbahnung von seiten derselben habe es nicht gefehlt, bis jetzt sei aber jede Verhandlung in diesem Sinne gescheitert. Ein Unterstützungsgesuch wurde der UnterstützungsKommission überwiesen, worauf die Versammlung geschlossen wurde. Eine öffentliche Versammlung der Schmiede Berlins tagte am 9. d. M. im alten Schützenhause, Linienfir. 5. Genosse Seiler referirte über die Gewerkschafts- Bewegung und deren Zweck und Ziel. Referent erntete durch seinen Vortrag großen Beifall. An der darauf folgenden Diskussion nahmen die Kollegen Fischer und Besner theil und sprachen im Sinne des Referenten. Alle Redner führten an, daß einzig und allein nur durch eine gute Gewerkschafts- Organisation bessere Lohn- und Arbeitsbedingungen zu erlangen seien, und sehen in der GewerkschaftsBewegung die Seele der politischen Bewegung. Jin 2. Punkt erstattete Dörgeloh Bericht über die Gewerkschafts- Kommission. Als Delegirter zur Gewerkschafts- Kommission wurde Dörgeloh wiedergewählt, als dessen Stellvertreter Hahn. Der Delegirte wurde beauftragt, für die Einrichtung eines Auskunftsbureaus zum Gewerbegericht einzutreten. Die Wahl einer Agitations Kommission wurde auf eine nächstfolgende Versammlung verschoben. Verband deutscher Barbiere, Friseure und Verrückenmacher ( 3weigverein Berlin). Donnerstag, den 17. Auguft, Abends 10 Uhr, Rosenthalerstr. 88, Mitglieder- Bersammlung. Arbeiter- Bildungsschule. Donnerstag Abends 8-10% Uhr: Güd: Saule, Martendorferstr. 5( bei Grube): Unterricht in Deutsch( oberes). Südost- Schule, Reichenbergerftr. 133: Unterricht in Kaufmännischem unterricht in Physiologie. Rechnen, Korrespondenz und Geschichte. Oft- Schule, Martustr. 31: mathematit und Buchführung, tönnen noch Schüler und Schülerinnen, auch iegt im Laufe des Semesters, eintreten. bet Schröder, Wiesenftr. 39. Lefe- u. Diskutirklubs. Bonnerstag. Dieggen, Abends 8% Uhr, Neue Zeit, Abends 8 Uhr, Bovenftr. 40, bei Gieshott.- Süd- Ost, bei Tolfsdorf, Sorauer- und Görligerstraßen Gce. klubber Freunde" bet Gnadt, Swinemünderstraße 120. weg Treptow. Hasenclever, Abends 8½ Uhr, Restaurant Bischof, Baumschulen In allen Unterrichtsfächern, mit Ausnahme " Emanzipation, Abends 8% Uhr bei Spät, Weinstr. 28 Sozialistischer Lese- und Distutirtlub Abends 8 Uhr, Reichenbergerstr. 157, Sigung. Diskutirklub Beitgeist" jeden Don nerstag nach dem 1. und 16. des Monats bei Tempel, Langeſtr. 65, bends 8% Uhr. Brüderlichkeit" Abends 9 Uhr, im Restaurant Wernau, Rosenstr. 30.- Distufirtlub„ Gleichheit"( Weißensee) bei Hannemann, zur Flora, Abends 8 Uhr. daß den Der Dann nahm er feine Bigarrette aus dem Munde und sagte ruhig und gelaffen: Genug! Führe den Nächsten her! Der Generalgouverneur zählte an seinen Fingern die Zahl der Schläge und rauchte faltblütig seine Zigarrette. Nachdem mehr als fünfzig Schläge ertheilt worden, hörte der Bauer auf, zu seufzen oder sich zu bewegen und der gelehrte Herr Doktor, welcher seine Dienste und feine Weiheit dem Distrikt- Hospital gur Bereinstatender find zu richten an Friedrich Kortum, Manteuffelstr. 70. bückte sich, um zu lauschen, ob das Herz noch schlüge, und beArbeiter- Sängerbund Berlins und Umgegend. Ale Menderungen im Berfügung gestellt, kam herbei, fühlte den Puls des Gefolterten, Donnerstag. Uebungsstunde Abends 9 Uhr. Aufnahme neuer Mitglieder. t. urban, Annenstr. 9, bet Bros. Kornblume, Blumenstr. 54, bei nachrichtigte den Repräsentanten der taiserlichen Autorität, daß Frühlingsluft, Werner. Annenfir. 16, bet stepnet. – Weiße Roje, steinidendorf, Geeſchloßchen bei das Opfer bewußtlos und daß eine fernere Bestrafung seinem Böttcher.- morgenroth 1, Rummelsburg, Berlinerstraße 9, bei Friefecte.- Leben gefährlich sein würde. Dorfglödlein, Wilmersdorf, Berliner- und Auguftftr.- Ecke bei Schulz. Aber der Generalgouverneur, trunkener denn je durch die ihm Einigteit( Sutmacher), Pappel- Allee 8/4, b. A. Meinhardt.- Harmonie, verliehene Machtvollkommenheit geworden, wurde beim Anblick Gesangverein, Holzmarfiftr. 3, bei Deter. Tempelhof, Dorfstr. 10, bei Gerth. Ost- und Westpreußischer MännerEdelweiß, Melchior- von Blut wild: er befahl, mit der Strafe fortzufahren. traße 15, b. Stebmann. Borag, Wienerstr. 31 b. Drü gemüller. Mat Der Folterprozeß nahm seinen Fortgang, bis der 70. Schlag geBlöden übt, Reichenbergerstr. 16 b. Bagold.- Freie Sänger, fallen war 70 schien aus unbekannten Gründen die heilige berger harmonie Krautstr. 6, bei Rudolf. Butunft 3, Velten, bei W. Grunew.-KreuzFichtsstraße 29, bet fräsche. Nordstern, Bahl zu sein, unter der es eine Beleidigung der Gerechtigkeit müderftr. 7 bei Neichardt. Morgengrauen,( Bäcker), 3 bis 5 Uhr wäre, aufzuhören. Nachmittags, Gipsstraße 3 bet Pyrted. Steinfeger Sängerchor, Kastanien Allee Nr. 28 bei Maiwald. traße Nr. 145-146 bet Brandt. Liedes Echo, Reichenberger Liedertafel Westend, Blumenthal ftraße 5 bet Behrendt.- Vorwärts 9, Charlottenburg, Schillerstr. 102 bet Stahl. Gefangverein Abendroth in Deutsch- Wilmersdorf bei Mölter. traße so bei Preußer.- Arbeiter- Gefango. Span ba u Lynarstraße Nestaurant Gesangverein der Studa teure Berlins und Umgegend, Seydel Kiefers. Gesangverein Vorwärts 2" Schönhauser Allee 28, bet Kuhl men. Arbeiter- Gesangverein yra 2, Charlottenburg, Gaurstr. 23, bei ange.- Besangverein Felfenfest( Bem. Chor), Badftr. 12, Victoriagarten. Gesangverein Collegia 2( freie Vereinigung der Zivil- Berufsmusiker), Neue Wegen Sittlichkeitsvergehen wurde der evangelische Friedrichstr. 44, bei Nöllig. Gesangverein der Kürschner, Landsberger: Paftor Sch. da es kein Arbeiter ist, nennen die Blätter den ftraße 31 bei Seehausen. Gesangverein Arion in Wittenberge, bet Namen nicht- vor die Strafkammer zu Glogau zitirt und Goring. Gefangverein Glodenrein( gem. Chor) Kastanien- Allee 95/96. Steinnelte, Köslinerstr. 17. Der Staatsanwalt bet Braun. Sängerrunde, Kottbuserstr. 6 hinter verschloffenen Thüren freigesprochen. Alpenrose, Grenzftr. 16 bei Seidel. Frohsinn 2, beantragte 2 Jahre Zuchthaus und Ehrverlust für die Dauer Friedrichsberg- Lichtenberg, Frankfurter Chauffee bei Müller. Treu und fchreiberstraße 29" Bum eisernen Stab". Fest, Lebuserstraße 5 bet Nemiz. Gefangverein Brüderschaft Stall- von 3 Jahren. In der Begründung des Urtheils wird ausdrück Gefangverein Freundes- lich festgestellt, daß die Handlungen des Angeklagten, welcher es treue( gem. Chor), Landsbergerſtr. 31 bei Seehausen. Gefangverein Ein- mit Schulkindern zu thun hatte, zweifellos unanständig tracht 2, Neu- Glienicke, Rudowerstraße bei gasdorf. Fris" Naunynfiraße 86, bei Fritz Zubeil. Waldesgrün"( gem. Chor) Böchfir. 8 und unsittlich und höchst tadelnswerth" gewesen bet. Moewes. Bergnügungsverein e Ifenfeft" in Rirdorf, Ber- seien, daß aber bei diesen unmoralischen Handlungen das nothBorstadt, Ackerstr. 83/84, bet Hoppe. mannstraße 167 bei Fülleborn. Arbeiter- Gefangverein Oranienburger wendige Kennzeichen der unzüchtigen Handlung, die beabsichtigte Gesangverein Feldblume übbenerstr. 30, bet Wilhelm Meyer. Gefangverein& ibertee 1, Guvry- Erregung der Sinnlichkeit nicht nachgewiesen sei. Pastor Sch. ist ftraße 24, bet Thielsch. Flöter'scher Gesangverein, Roppenftr. 43 c, inzwischen im Disziplinarwege aus dem geistlichen Amt entfernt worden. Auch ein Urtheil! bei Lorenz. " bund, Andreasstr. 3 bei Noll. Lorenz. " Regel-, Weißenfee und Umgegend. Donnerstags und Sonnabends Abend; Und angesichts solcher in Rußland durchaus nicht ungenoch Verwunderung darüber, daß es in Rußland üblich ist, den wöhnlicher Vorkommnisse heucheln etwelche deutsche Junkerblätter Träger eines solchen Systems, den 3aren, gewaltsam vom Leben zum Tode zu befördern. " Bund der geselligen Arbeitervereine Berlins und Umgegend. Alle Buschriften den Bund betreffend sind zu richten an: Hentet, Rowdythum. Unser Mannheimer Parteiorgan berichtet Bergmannstr. 21, Sof 8 Tr. Donnerstag: Bergnügungsverein Bruder aus Ludwigshafen: Der Pöbel fißt auf dem ersten Play, das Rauchilub Graue Wolfe, Krautstr. 48. tonnte man Sonnabend Abend wieder bemerken in der VorMusikverein Dfiris, Adalbert- Straße 21. Verein Grüne & iche( vor dem Salle'schen Thor), Solmsstr. 1 bet Kazorte. stellung des Ludwigshafener Sommertheaters. Großartig hatten lub uftige 18", Wienerftr. 1 bei Boll. Vergnügungsverein Jugend sich da einige junge Vertreter von Bildung und Besiz" aufLust, Ohmgaffe 2 bei Krebs. Rauchklub Frisch auf, Koppenstr. 43 bei gepflanzt, die es systematisch darauf abgesehen hatten, die anderen Gefang-, Turn- und gesellige Vereine. Donnerstag. Männer Anwesenden in ihrem Genusse zu stören. Sich gegenseitig mit Gefangverein Alt- Deffau, Abends 9 Uhr, bei Kind, Wrangelftr. 91. lauter Stimme Profit!" zuzurufen, den auf der Bühne BefindGesangsabtheilung des sozialdemokratischen Arbeitervereins fürlichen zuzu trinken, die Kellnerin mit den Krügen herbeizutrommeln, bei Müller( Pfeifenmüller), Königs Chauffee. Männer Gesangverein machte den hoffnungsvollen Jünglingen als ein Mordsult prolienne, Abends 9 Uhr bei Faufmann, Reichenbergerstr. 730.- erscheinen. Wir bezeichnen ein solches Betragen anders, nämlich Gefangverein Glodenrein, gemischter Chor, Abends von 9 bis 11 Uhr las das, was es ist, als Pöbelhaftigkeit. bei Knapp, Kastanten- Allee 95/96. Von der Cholera. Venedig, 16. August. Die„ Gazeta Sof, Admiralftr. 18.Privat- Theaterverein Fideler Geist 2", Abends 9 Uhr, im Märkischen Theater- Verein Vultania 2" 9% Uhr, Borstädtisches de Venezia" meldet aus Neapel die Verschlimmerung des Cholerastafino, Aderftr. 144.- Theaterverein Freundestreis 9 Uhr im Restau- standes. Während am 13. August blos zwei Todesfälle vorrant Bräuer, Solmsstr. 47. und Donnerstag Abend von 8-10 Uhr, in der Turnhalle, Pantstr. 26. Turnverein Gesundbrunnen( Lehrlings- Abtheilung) turnt Montag famen, werden vom 14. August neunzehn Erkrankungen und zwölf Todesfälle gemeldet. Nach einer Meldung der Wiener Geselliger Klub Blau- Beilchen, Abends 9 Uhr, Restaurant Behmann, Lokal- Korrespondenz ist im Brucker Militärlager ein Infanterist Naunynftr. 44. Verein ehemaliger 22. Gemeindefchüler, puntt an der Cholera erkrankt. s uhr, bei Selterhoff, Antonftr. 5.9 Uhr bei Schröder, Stegligerstr. 18. Nach Meldungen aus Lemberg breitet Pfropfenverein Wedding, Abends Bergnügungs- Verein Renata 9 uhr, fich die Cholera an der ungarisch- galizischen Grenze immer mehr abends im Restaurant Göy, Oranienſtr. 153. Gefangverein Proletariat aus infolge des massenhaften Flüchtens der Arbeiter des Eisen( gem. Chor) Abd. 9 Uhr, Nebungsstunde b. Möwes, Böchstr. 8. Geselliger Verein Aus Lem= univerfum, Sigung mit Damen Abends suhr b. Hagemann, Lothringer- bahn- Bauunternehmers von Szigeth- Woronsenka. straße 81. Vorträge, Fidelitas. Geselliger klub der alten berg wird berichtet: In den letten 48 Stunden ermoabiter, Stephanstr. 23, bei Littfo, Abends um 8% Uhr und frankten in den Bezirken Nadworna und Sniatyn jeben Donnerstag nach dem 15. im Monat Sigung mit Damen. Geselliger 23 Personen an Cholera, von denen 11 gestorben sind. Eine Wanderversammlung des Vereins zur Wahumor, Abends 9% Uhr, Lothringerstr. 105: Geselliges Betfammensein mit, Stand der Cholera in Kleinasien lauten befriedigend. Die EpiBerein Gemüthlichkeit und Klub Konstantinopel, 16. Auguft. Die Nachrichten über den rung der Interessen der Maurer für Berlin Damen, Fidelitas und Tanz. Männergesangverein Gangesfreunde, demie ist sowohl in Smyrna, als auch in Basorat im steten und Umgegend, welche sich eines außerordentlichen Besuches Waldesgrün, Abends 9 Uhr Sigung bei Nebelin, Langestraße 103. Abends 9-11 Uhr, Pazenhofer Ausschant, Landsbergerfir. 82, Verein zu erfreuen hatte, folgte mit großem Interesse den Ausführungen Bithertlub Gleichheit, 9 Uhr abends, bei H. Reimann, Alte Schön- zahl Todesfälle zu verzeichnen. Auf zwei von Braila angeRückgang begriffen. Nur im Deok el Khujukt ist eine große Andes Herrn Sparfeld; derselbe betonte in seinem Vortrage die Hauferstr. 42. Privat Theaterverein Crescendo bei Maißner, Garten- tommenen Dampfern sind ebenfalls Cholerafälle vorgekommen. Nothwendigkeit des Kampfes auf wirthschaftlichem und politischem fraße 162: Sigung mit Damen.- Theaterverein Maiglöckchen, Eng- Lemberg, 16. August. Ueber die Cholera in Galizien Gebiet. An der Diskussion betheiligten sich die Kollegen Bielicke, fischer Hof. Neue Roßstr. 3. Wilke, Taudert, Schulz, Garbe, Legler, Jänsch und Hagen. Zum Schluß wurden vom Gefangverein einige Lieder zum Vortrag gebracht, die die Versammlung in eine recht gehobene Stimmung versetzten. Der allgemeine deutsche Tapezirerverein hatte am 7. Auguft eine außerordentliche Generalversammlung. Auf der Tagesordnung stand als wichtigster Punkt die vom Hauptvorstande verordnete Urabstimmung über den event. Anschluß an den Holzarbeiterverband. Da über den Werth solcher Verbände in früheren Versammlungen schon genügend diskutirt war, ging man sofort zur Abstimmung über. Das Resultat war, daß fast sämmtliche Anwesende gegen den Anschluß an den HolzarbeiterVerband stimmten, eine einzige Stimme war für Anschluß. Jm Verschiedenen wurden noch verschiedene Mißstände, betreffend des Fachblattes, besprochen und wurde eine diesbezügliche Erklärung von seiten des Hauptvorstandes gefordert. Der Arbeiterinnen- Bildungsverein für Friedrich 3berg und Umgegend hielt am 10. Auguft seine erste Bersammlung ab. Genosse Adler referirte in einem beifällig aufgenommenen Vortrag über das Thema:" Was ist Recht?" In Sen Vorstand wählte die Versammlung folgende Mitglieder: 1. Vorsitzende Frau Franz, Schriftführerin Frau Werschat, Kassirerin Frau Liepe. Außerdem wurden drei Hilfspersonen und zwei Revisoren ernannt. Zum Schluß gab der Genosse Lange noch bekannt, daß zur Lassalle- Feier eine Partie vom Verein nach Rüdersdorf unternommen wird. 1 Berein Universum, Sigung Abends 9% Uhr, im Restaurant Neumann, Lintenstr. 19: Borträge, Fidelitas. Rauchklub Depeschen. ms Rauchtlub Rollegia, Abends 9 Uhr, bei Hermann Rohr, Naunyn lauten die Nachrichten seit gestern wieder ungünstiger. Die Zahl traße 78. Rauchtlub Waldesgrün, Abends 8% Uhr, Restaurant A. Gaspar, Reichenbergerfir. 113a.- Rauchttub Ohnesorge, Abends s uhr der ferneren Erkrankungen in Nadworna und Sniatyn beträgt Restaurant Buder, Gräfestraße 18. s uhr, bet A. Böhl, Rudersdorferstr. 8. Rauchtlub ernipige, Abends 24, die der Todten im ganzen 29. Rauchflub Arabi Pascha, Abends 9 Uhr, b. Neftaurateur Schröder, Stephanstr. 45.--Klub Ohne streit, Abends 9 1hr Springftubbe's Restaurant, Manteuffelftr. 67. Süd- Weft, Abends 9 Uhr, Simeonftr. 23 bei Flick. Rauchklub Brüder= Rauch= lichteit, von 9 bis 11 Uhr bei Stabernack, Bucklerstraße 49. tlub Nordstern, jeden Donnerstag nach dem 15. im Monat bet &. Heinicke, Friedrich- Karlstraße 11, Friedrichsberg. Rauchklub Su= matra, Abends 8 Uhr, im Restaurant Krause, Gitschinerstr. 93. ttlub Gorbischer Knoten Abends 9 Uhr, bei Schilling. über die Homerule- Bill wurde auf Antrag Morley's ein Zufah Ruderverein Borwärts. Gigung Abends 8 Uhr, bet Bodenburg zu dem Paragraphen 3 angenommen, welcher das Tragen oder Kommandantenstr. 10-11. Gäste wiltommen. Schießtlub Zeti ben Gebrauch von Waffen für militärische Zwecke sowie die BilAbends 8 Uhr bet Nagel, Schwebterstr. 23. Tambour- Verein Einig= tett bei Haupt, Staligerstr. 102. Um 9 Uhr Uebungsstunde, nach derselben bung von Vereinen zum Einüben des Gebrauchs von Waffen für Sigung. Aufnahme neuer Mitglieder. militärische Zwecke untersagt. ( Wolff's Telegraphen- Bureau.) flub Rüd märts, Abends 8%, Uhr bei Arndt Palisadenfir. 47. Stattlub Tournee, Abends 8% Uhr, bei üürich, Wrangelftr. 84.- Stat London, 16. August. Unterhaus. Bei der heutigen Debatte - Stat = Verein schlesischer Sozialdemokraten. Sonderfahrt. Sonnabend, den 19. d. M., Abends 8½ Uhr, bei Bolk, Alte Jakobstr. 75: Abends 10% Uhr von Berlin( Stettiner Os Deffentliche Versammlung. 282/5 Tagesordnung: 1. Vortrag. 2. Diskussion. 3. Preßbericht. 4. Verschiedenes. Der Vorstand. Bäckerei- Arbeiter. Große öffentliche Versammlung am Donnerstag, 17. d. M., Nachm. 3 Uhr, in der Brauerei Friedrichshain ( früher Lips) am Königsthor. Tagesordnung: 1. Die Kontrollmarke und das Verhalten der Berliner Bäckermeister. 2. Bericht des Delegirten der Gewerkschaftsfommission. 3. Verschiedenes. 1443b scheinen. Jeder Kollege ist verpflichtet, in dieser Versammlung pünktlich zu er Die Agitations- Kommission. Diesen Sonnabend, den 19. August, Bahnhof) nach Stettin per Eisenbahn. Bon Stettin am Sonntag, 20. August, nach Rügen Dirett Stubbenkammer ( Rhede), per Dampfer ,, Freia" ( größten Raddampfers Stettins, 1600 Pferdekräfte). Abfahrt Stettin 22 Uhr, Swinemünde 53/4 Uhr Morgens. Rückfahrt Stubbenkammer nach Anordnungen desKapitäns, Saßnih( Hafen) 24 Uhr Nachmittags. Fahrkarten Stettin- Rügen 6 M., Stettin- Swinemünde Chausseestr. 103. Germania- Prachtsäle. Chauffeestr. 103. am Schalter des Stettiner Bahnhofes Sonnabend, den 19. August 1893: Gr. Vokal- u. Instrumental- Konzert arrangirt zum Besten der streikenden Bergarbeiter Englands unter Mitwirkung des Gesangvereins ,, Nordwacht"( Mitgl. des A.-S.-B. B. u. U.) Dirigent Herr Primmel. Die Mufit wird von der Freien Vereinigung der Zivil- Berufsmusiker ausgeführt. Nach dem Tanz. Herren, welche am Tanz theilnehmen, zahlen 50 Pf. nach. 159/14 Konzert: Anfang präzise 8 Uhr. Entree 20 f. Das Comité. An die Mitglieder der Freien Volksbühne. 3 M. für hin und zurück sind in Berlin Sonnabend, den 19. August, vor Abgang des Sonderzuges Abends 10 Uhr zu haben. 4695L Da nur eine beschränkte Anzahl Fahr farten vergeben werden, empfiehlt sich ein vorheriges Lösen derselben in Berlin. Alles Nähere in Berlin durch die Anschlagsäulen am Donnerstag und Sonnabend dieser Woche ersichtlich. Abbitte! Die schmählichen Beleidigungen, welche ich Herrn Jammer und dessen Familie zugefügt, nehme ich zurück, erkläre dieselben als höchst achtbare Leute und bitte dieselben tausend Mal um Berzeihung. A. Beyer, praktischer Zahnkünstler, Langestr. 110, 1. Etage. 1446b Die dem Möbelpolirer Prochnow Der Verein Freie Volksbühne" beginnt mit dem Monat August das und Frau, Pücklerstr. 49, zugefügte vierte Jahr seiner Thätigkeit. Mit Herrn Dr. Blumenthal, Direktor des Beleidigung nehme ich hiermit zurück Leffing- Theaters und mit dem Herrn Samst, Direktor des National- Theaters, und erkläre dieselben als ehrenhafte Alb. Duckwik. find Kontratte abgeschlossen worden, die dem Verein Freie Volksbühne" Leute.[ 14476] das Recht gewähren, seine Vorstellungen in diesen Theatern stattfinden zu laffen. Die ersten Vorstellungen in diesem Jahr finden am 3., 10., 17. und Verloren hat eine arme Zeitungs frau eine grüne Börse 24. September im Lessing- Theater statt. Die Mitglieder werden dringend gebeten, die Umwechselung der Karten in derjenigen Zahlstelle zu vollziehen, die mit einfaffirtem 27,50 M. AbonnementsBitte abzugeben bei 2ange, sie am bequemsten erreichen fönnen. In der einmal ausgesuchten Zahlstelle geld. müssen die Mitglieder statutengemäß ihre Beiträge während des ganzen Jahres Grünauerstr. 6, 3 Tr. zahlen. Jetzt, beim Umwechseln der Karten, sind die Mitglieder an feine Bahlstelle gebunden. Bis einschließlich Dienstag, den 22. August, haben die Mitglieder das Recht, die Umwechselung der Karten unentgeltlich zu Im Verlage der ,, Beitschwingen", verlangen. Vom Mittwoch, den 23. August an werden neue Mitglieder Reichenberg, erschien soeben eine aufgenommen, so daß die Umwechselung der Karten für die alten Mit- Brochüre: glieder geschehen kann, soweit noch Raum in den einzelnen Abtheilungen vorNen! Neu! handen ist. Die Beiträge sind abwechselnd auf 50 refp. 60 Bf. pro Monat Die Medizin, die Naturheilfestgesetzt. Der Beitrag für August muß gezahlt werden. Mitglieder, die ihre Abtheilungen wechseln wollen, werden gebeten, fich an den Unterzeichneten zu wenden. Der Vorstand der Freien Volksbühne" richtet an alle Mitglieder die dringende Bitte, die Umwechselung der Karten möglichst bald vorzunehmen, damit er eine Uebersicht über die Zahl der Mitglieder gewinnt. Jahresberichte sind in den Zahlstellen des Vereins unentgeltlich zu haben. Die Zahlstellen des Vereins befinden sich bei den Herren: Norden: Nordosten: Osten Südosten: Süden Südwest: Westen Emil Dieche, Restaurateur, Lothringerstr. 67. A. Hinze, Zigarrenhandlung, Pantstr. 14 a. Aug. Fellenberg, Restaurant, Brunnenstr. 122. H. Mehnert, Bigarrenhandl., Diedenhofenerstr. 8. Aug. Penn, Zigarrenhandl., Demminerstr. 62.1 M. Winkelmann, Zigarrenhandl., Ackerstr. 133. Ernst Beyer, Zigarrenhandl., Veteranenstr. 14. Niemeyer, Zigarrenhandlung, Weberstr. 19. H. Gumpel, Zigarrenhandlung, Barnimstr. 42. Franz Ungering, Restaurateur. Breslauerstr. 27, E. Böhl, Restaurateur, Frankfurter Allee 47. E. Arndt, Zigarrenhandlung, Staligerstr. 107. E. Böhlert, Bigarrenhandlung, Mariannenstr. 5. A. Kehr, Hutgeschäft, Köpnickerstr. 126. J. Gedicke, Bigarrenhandlung, Gräfeftr. 93. G. Schulz, Bigarrenhandlung, Admiralstr. 40. W. Börner, Bigarrenhandlung, Ritterstr. 108. H. Baake, Buchhandlung, City- Passage. A. Ochs, Zigarrenhandlung, Lindenstr. 59. J. Windhorst, Zigarrenhandlung, Junkerstr. 1. A. Laege, Reftaurateur, Fürbringerstr. 22. Rich. Schulz, Zigarrenhandlung, Raßbachstr. 21. C. Behrend, Restaurateur, Blumenthalftr. 5. M. Faller, Restaurateur, Pallasstr. 16. Nordwesten: F. Bok, Zigarrenhandlung, Lübeckerstr. 8. Zentrum: Albert Löwenberg, Zigarrenhdl., Neue Schönhauserstr. 18. P. Horsch, Zigarrenhandlung, Gipsstr. 5. Bruno Scheithauer, Musikalienhandlung, Rosenthalerstraße 64, vis- à- vis der Auguststraße. weise und das Volf. Von Dr. Galenus. den Werth der Naturheilmethode im Dieselbe hat sich zur Aufgabe gefeßt, Gegensaße zur Medizin einerseits und andererseits die Stellung der Arbeiter zu derselben zu beleuchten. Das Heftchen ist anregend ge schrieben und deckt in klarer und volksverständlicher Weise Mängel und Schatten, wo sich dieselben auch zeigen mögen, wahrheitsgemäß auf. Wir machen darauf aufmerksam und laden gleichzeitig zu zahlreichen Bestellungen darauf ein. Preis: 1 Exempl. 10 fr., 10 Erempl. 90 fr., 100 Exempl. 7 fl. Proben werden keine abgegeben. Die Zahlung fann auch in Briefmarken dosen zu 5, 10 it. 20 Pf. Ueberall zu haben in Blecherfolgen. METALL- PUTZ SP. 4668L* VERSAR POMADE SCHUTZMARKE. Richard Poppe BERLIN N.Q. Futzmittel der Welf Firma und Schuhmarke. Man achte genau auf meine Da viele minderwerthige und unDer Vorstand der Freien Volksbühne. brauchbare Fabritate angeboten werden, J. A.: Julius Türk, SW. Solmsstraße 24. verlange man nur Richard Poppe's Altenberg's dem. 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Abgehalten des Parteitags der Deutschen SozialMt.-25 vom 2. bis 6. Oftober 1887. 50 Seiten. Protokoll über die erhandlungen des Parteitags der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Abgehalten zu Halle a. S. vom 12. bis 18. Oktober 1890. 318 Seit. Mt.-, 50 Protokoll über die Berhandlungen des Parteitags der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Abgehalten zu Erfurt vom 14. bis 20. Oktober 1891. 368 Seit. Mt.-, 50 Protokoll über die Verhandlungen des Parteitags der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Abgehalten zu Berlin vom 14. bis 21. November 1892. 304 Seit. Mt.-, 50 Desterreichische Parteitage: Verhandlungen bemokratie in Hainfeld vom 30. Dedes Parteitags der österreich. Sozialzember 1888 bis 1. Januar 1889. Nach dem stenographischen Protokoll, herausgeg. v. J. Popp u. G. Häfner. 112 S. mt.-, 20 Verhandlungen des zweiten österreichischen ſozialdemofratischen Parteitags. Abgehalten zu Wien vom 28. bis 30. Juni 1890. 184 Seiten. Mt.-, 30 des dritten österreichischen sozialdemo= Verhandlungen fratischen Parteitags. Abgehalten zu Wien vom 5. bis 9. Juni 1892. 176 Seiten. t.-, 30 Internationale Arbeiterkongresse: Protokoll Abgehalten vom 14. bis 20. Juli 1889. Deutsche des Internationalen Arbeiterkongresses zu Paris. Uebersetzung. Mit einem Vorwort von Wilhelm Liebknecht. 133 Seiten. Mt.-, 25 Verhandlungen und Beschlüsse des interArbeiterkongresses zu Brüssel. Abgehalten vom 16. bis 22. August 1891. 36 Seiten." Mt.-, 20 Protokoll der Behandlungen des ersten Kongreſſes der Gewerkschaften Deutschlands. Abgehalten zu Halberstadt vom 14. bis 18. März 1892. 96 Seit. Mt.- 20 Wiederverkäufern Rabatt. Bei Aufträgen von Außerhalb ersuchen wir höflichst um gleichzeitige Einsendung des dafür entfallenden Betrages.( Porto extra). 16 Verlag des ,, Vorwärts" Berliner Volksblatt Berlin SW., Beuth- Straße 2. 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