Mr. 193. Erscheint täglich außer Montags. Brets pränumerando: Viertelfährlich 3,30 Mart, monatlic 1,10 mt, wöchentlich 28 Bfg. frei tn's Haus. Einzelne Nummer 6 Pfg. Sonntags- Nummer mit illuftr. Sonntags- Beilage Neue Welt" 10 Pfg. Post- Abonnement: 8,30 Mt.pro Quartal. Unter Kreuzband: Deutschland u. DesterreichUngarn 2 Mt., für das übrige Ausland 3 Mt.pr.Monat. Eingetr. in der Post- Zeitungs- Breisliste für 1893 unter Nr. 6708. Vorwärts 10. Jahrg. Infertions- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzeile oder deren Raum 40 Pfg., für Vereins- und Versammlungs- Anzeigen 20 Pfg Inserate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr Nachmittags in Der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochen= tagen bis 7 Uhr Abends, an Sonnund Festtagen bis 9 Uhr Vormittags geöffnet. Fernsprecher: Amt I, 4186. Telegramm- Adresse: " Sozialdemokrat Berlin! Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Itlframontane Sozialpolitik. Freitag, den 18. August 1893. Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. tinische Konzil, der französischen Republik durch Aufgabe freundlichen Gesinnung des Papstes, verweist auf die mehr der Prätendenten Zugeständnisse gemacht. Trotz der reichen als zahme Encyclica Rerum novarum und auf einen Brief, Begabung des jezigen Papstes steht er aber nun der sozialen den er unlängst an den katholisch- sozialen schweizerischen Frage gegenüber vor einer schwereren Aufgabe als irgend Nationalrath De curtius geschrieben hat. Wir wollen Die unaufhaltsam aufsteigende Klassenbewegung des einer seiner Vorgänger. Die aufsteigende Klassenbewegung diesen Brief, den sämmtliche ultramontane Organe als beProletariats beeinflußt sämmtliche bürgerlichen Parteien, des Proletariats ist nicht firchenfreundlich, sie ist eine voll- sondere sozialpolitische Offenbarung anpreisen, von dem und hier in erster Reihe die klerikale Partei. Diese Partei ständig unkirchliche Bewegung, entsprechend dem Grund- Phrasenwerke entkleiden. ist international, durch ihre Agenten mit Tonsur und Kutte faze, daß Religion Privatsache sei, andererseits sind die Thun wir dies, so finden wir blos eine Forderung hat sie noch starken, aber von Jahr zu Jahr schwindenden Stützen der Kirche vornehmlich in den Kreisen zu suchen, die im Interesse der Arbeiter, nämlich die nach einer interEinfluß in der Arbeiterbevölkerung. Ihr gehören Adelige an der Erhaltung der heutigen Wirthschaftsordnung persönlich nationalen Gesetzgebung zum Schutze der Frauen und und Bürgerliche, Geistliche und Laien, Fabrikanten und interessirt sind, endlich ist die einflußreiche Hierarchie, die Kinder und nur dieser. Daß hierauf die katholische Großgrundbesizer, industrielle und ländliche Arbeiter an, Kardinäle, Bischöfe, Aebte, zum weitaus größten Theile dem Kirche irgend einen Anlaß hat, stolz zu sein, läßt sich fügsie kann daher nicht so offenkundig kapitalistische Politik Adel und der Bourgeoisie entsprossen. All' dies wirkt zu- lich nicht behaupten, ist doch diese Forderung schon fast ein machen, wie der Nationalliberalismus und der Freisinn, sammen, um dem Papste, selbst wenn er es wünschen sollte, halbes Jahrhundert alt, und sind doch die Hauptvertreter sie ist aber als vorwiegend bürgerliche Partei trotzdem eine klare und entschiedene Parteinahme für die Arbeiter derselben der schweizerische Bundesrath und die Sozialunfähig ernsthafte Sozialpolitik zu treiben. So wie sie forderungen unmöglich zu machen. demokratie gewesen. Lange nach den Sozialdemokraten, die politisch Mitglieder verschiedener Richtungen zählt, so auch Aus all' diesen Umständen erklärt sich der sozial- eine viel weitergehende internationale Regelung des Arbeitersozial Angehörige verschiedener Klassen. Besäße sie nicht politische Eiertanz des Zentrums, einerseits die Forderungen schutzes forderten, nahmen die Ultramontanen diese Fordeeine mächtige Ueberlieferung, hätte sie nicht die großartig des Normalarbeitstages und das mehr als feige Verlassen rung auf. Dies kann auch den Arbeitern, welche sich noch organisirte katholische Hierarchie als Rückhalt, würde das des Standpunktes bei der Berathung der deutschen Arbeiter im Schlepptau der Zentrumspartei befinden, nicht verborgen religiöse Band und die übermächtige päpstliche Autorität schutzvorlage, ihr Eintreten für die Bettelsuppen des" Pro- bleiben und deshalb wird der dürftige sozialpolitische Infehlen, diese Partei, die in unserem Zeitalter der politischen fessors" Hitze u. f. w., andererseits ihr Eintreten für Ju- halt des päpstlichen Briefes nicht die beabsichtigte Wirkung und sozialen Parteien eigenartig dasteht, wäre längst zer- nungen, Befähigungsnachweis, korporative Gliederung ausüben. Dann wird selbst so mancher katholische Arbeiter fallen. Aber trotz aller für das Zentrum so günstigen Um- der Gesellschaft. Damit sind aber die Widersprüche darüber lächeln, daß der Papst sich die unlösliche Aufgabe stände, fann es auf Erhaltung seiner ausschlaggebenden im sozialpolitischen Verhalten des Zentrums noch gestellt hat, den alten Streit zwischen Dienstherrn und Stärke nicht mehr rechnen, weil die Arbeitermassen sich voll- lange nicht erschöpft, tritt doch die Partei, die das Interesse Arbeiter zu schlichten", man muß auch lächeln, wenn man ständig vom Zentrum abwenden. Eine Reihe von Wahl- der Arbeiter wahrzunehmen vorgiebt, für Einschränkung bemerkt, wie selbst die päpstliche Geheimkanzlei sich dem freisen würde verloren gehen, die Partei eine andere Gestalt und Verschlechterung des Volksschulunterrichts, für Getreide- Einflusse der sozialdemokratischen Agitation nicht entziehen annehmen. Dies fucht die Zentrumspartei zwar nicht durch zölle und dergleichen ein. tanu, denn sie läßt den Papst von der Ausbeutung Thaten, wohl aber durch eine schlaue Taktik zu verhindern. Gerade jetzt, nach dem auch für das Zentrum keines des arbeitenden Volkes durch eine gewinnsüchtige Lange wird ihr dies freilich nicht gelingen, denn immer wegs erfreulichen Ergebnisse der Reichstagswahlen, sieht Klasse sprechen. Daß der Papst auf die Wirkungen mehr werden die katholischen Arbeitermassen von diese Partei sich gezwungen, die sozialpolitischen Punkte der christlichen Sittenlehre zur Hebung der sozialen sozialdemokratischen Elementen durchsetzt, die Agitation ihres Programms entschiedener zu betonen. Die Siege der Schwierigkeiten rechnet, gehört zu seinem Geschäfte und ist unserer Partei macht nicht halt vor den vom Zentrum Sozialdemokraten und ihre steigenden Stimmenzahlen in ihm nicht weiter zu verdenken. Aber es wird ihm dies aufgerichteten Schranken. Dringt Wissen, soziale Erkenntniß, allen katholischen Wahlkreisen vor allem in Rheinland- West- alles nicht viel bei den ultramontanen Arbeitern nützen, klare Einsicht in die Verhältnisse und in die Personen in falen und in Schlesien erscheinen sicherlich der Zentrums- die bald einsehen werden, wer ihre Interessen am besten die Arbeiterschaft der katholischen Wahlkreise, dann ist es partei viel gefahrdrohender, als das Schmollen der Huene, fördern wird, ob der Papst in Rom oder ihre klassenaus mit der Zentrumsherrlichkeit. Darum ist die ultra- Ballestrem, Borsch und Schorlemer- Alst. Es wird für das bewußten Arbeitsbrüder. montane Partei gezwungen der Sozialdemokratie Konkurrenz Bentrum immer mehr zu einer Lebensfrage, seine Wahlkreise Die ultramontane Sozialpolitik ist unfähig, die Arzu machen. Da es ihr aber an ernstem Willen fehlt, für mit starker Jndustrie und Bergbau sich zu erhalten. Das Gefasel beitermassen zusammen zu halten, sie kann wegen der entDie Interessen der Arbeiter einzutreten, da sie stets den von der Religionslosigkeit der Sozialdemokratie schreckt nicht gegenstehenden Interessen der Grundbesitzer, Fabrikanten Widerstand des großen und kleinen Unternehmerthums mehr die katholischen Bauern und Arbeiter, der Einfluß der und Handwerksmeister den Arbeitern blos leere Verfürchten muß, wird sie immer in diesem Konkurrenzkampfe den Pfarrer und Kapläne ist im Abnehmen begriffen, und die sprechungen machen und bestenfalls Kleinigkeiten bieten. türzeren ziehen müssen. steigende Noth, die häufige Arbeitslosigkeit lehren die Ar- Entscheidende Thaten für die Arbeiterklasse lassen sich allein beiter nicht mehr beten, sondern denken. von dem in der sozialdemokratischen Partei organisirten Proletariat erwarten. Die Stellung der Ultramontanen zur Sozialpolitik ist in fast allen Staaten die gleiche, deshalb konnte auch das Deshalb ist es nun für das Zentrum überaus wichtig, Oberhaupt der katholischen Kirche, der Papst in Rom, den Arbeitern den Beweis zu liefern, daß es ein warmes Diese Erkenntniß bricht sich immer mehr Bahn, hat sie Stellung zur sozialen Frage nehmen, weil der von ihm ge- Herz für die Arbeiter habe. Man frebst mit allen je ge- fich in der ganzen Arbeiterklasse durchgerungen, dann giebt gebenen Richtschnur für seine Anhänger von den ultramon- stellten Arbeiterschutz- Anträgen im Reichstag und verschweigt, es feine Macht der Erde, welche die Verwirklichung der tanen Parteien fast aller Länder gefolgt werden kann. Das daß man sie stets zu Zeiten gestellt hat, wo an ihre sozialdemokratischen Forderungen verhindern kann. Papstthum hat in seinem langen Bestande die größte An- Annahme nicht zu denken war, während man gelegentlich passungsfähigkeit an die übermächtigen Strömungen im der Arbeiterschutz- Debatten den Herrn Hize mit den Volksleben gezeigt, es hat dem Heidenthum durch die Ein- Gutfleisch, Stumm 2c. Verböserungsanträge ausarbeiten sehung von Heiligen, der Reformation durch das triden- ließ. Man erzählt langes und breites von der arbeiterFeuilleton. Nachdrud verboten.] [ 45 Die Bekehrung André Savenay's. Sozialistischer Roman von Georges Renard. Autorisirte Uebersehung von Marie Kunert. = De Serenoize 155, Philippeaux 35 Jacques Denis 210. Ein wahres Sozialistennest also, noch dazu voll heimJm Dorfe sind der Kutscher und der Hausdiener den ganzen Tag über auf dem Posten, der eine am Eingang, der andere am Ausgang der Mairie. Der mußte schon sehr geschickt sein, der sich ihrer Kontrolle entziehen wollte. Jeder mußte, er mochte wollen oder nicht, einen Stimmlicher Sozialisten, die ihren Streich ganz im Stillen vorzettel für Herrn von Serenoize nehmen. Wie sollten sie es bereitet haben! Dreisch kann sich nicht genug darüber wundann anstellen, um ihn fort zu werfen oder durch einen dern. Wenn man die Schuldigen wenigstens noch herausanderen zu ersetzen? Das nennt man geheime Wahl! In finden könnte! Ihr müßt sie doch kennen, Ihr!" ruft allen Dörfern der Umgegend findet eine ähnliche Ueber b.r Patron voll Wuth. wachung statt. So find denn alle strategischen Maßnahmen Und Dreisch sieht sich gezwungen, kleinlaut zu antgetroffen, und Maheu wird sein Geld nicht ganz gestohlen worten. Ach nein, Herr, an mir liegt es nicht. Sollten haben. Sie es für möglich halten, daß diese vermaledeiten Arbeiter die Namen ihrer Stimmzettel auch mit Tinte nachgezogen hatten!" " am besten zu thun, wenn er den Ich bemerkte Maheu in Person. Er hat eine Art Die ersten Resultate treffen ein. Sie sind ausgezeichnet. Bureau oder Komptoir in einem kleinen Café. Viele der sehr ehrenwerthen Wähler kommen hierher, um sich ihre im Dorfe find 215 Stimmen für Herrn v. Serenoize, nur 3 für Philippeaux und 0 für den Sozialisten abgegeben Trotz dieses Mergers hat Herr von Serenoize um Mitters Karte abzuholen. Sie erhalten fünf Franks und einen worden. Man forscht jetzt nach, wer die drei Abtrünnigen nacht einen Vorsprung von 1000 Stimmen vor Philippeaux, Stimmzettel. Man geleitet sie bis zur Urne, um sich zu gewesen sein können. Der Kutscher und der Hausdiener dem einzigen Konkurrenten, den er wirklich fürchtete. Er vergewissern, daß sie unterwegs keinen anderen Bettel nehmen. Dann kommen sie mit ihrer durchlochten Karte, geben als solche übereinstimmend zwei Kaufleute und einen fängt bereits an, bescheiden zu triumphiren. Nichts destodie bezeugt, daß sie gestimmt haben, zurück und erhalten Tagelöhner an, die mit vorher zurecht gemachten Stimm- eniger glaubt er nochmals fünf Frants. Meine geftrige Berechnung war zetteln zur Wahl gekommen waren. Eine verrätherische Champagner, den er für den Fall des Sieges versprochen Meine geftrige Berechnung war demnach falsch. Ein Wählergewissen kostet 10 Franks. Ich Borsicht, für die sie verdientermaßen bestraft werden sollen. hat, zu morgen aufhebt. Allen Leuten im Schlosse wird verboten, ferner noch irgend Am 23. September.- Der Champagner wird hatte also den Werth meiner Mitbürger um die Hälfte etwas bei den beiden Kaufleuten zu kaufen, und der Tage- nicht aus dem Keller geholt werden. Philippeaux ist in unterschätzt, und bitte sie nun demüthigst um Verzeihung löhner fann lange warten, ehe Herr von Serenoize ihm dem Wettlaufen um das Mandat als erster am Ziel anwieder Arbeit giebt. gelangt. Er hat 6310 Stimmen, Herr von Serenoize nur In der Fabrik führt Dreisch den Vorsit, wie ich es 4520. Jacques Denis hat es auf 735 Stimmen gebracht. Die benachbarten Dörfer haben auch gut gestimmt. Also nicht einmal Stichwahl! Das bedeutet eine volls vorhergesehen hatte. Alle, die ihm verdächtig scheinen, läßt er nicht aus den Augen, gerade wie früher in den Zeiten Nur scheint die Popularität des Herrn von Serenoize in ständige, nicht wieder gut zu machende Niederlage. Maheu der Kommune, wenn er sagte: Ergreift die Leute dort!" demselben Maße abzunehmen, als die Entfernung wächst. wälzt jede Verantwortung dafür energisch von sich ab. Alle Ar- Je weiter die Gemeinden von seinem Aktionszentrum ent- Wir sind die Opfer," fagt er Aber sein Geficht hellt sich allmälig auf. beiter sind zur Wahl gekommen und wenn er die Bettel fernt sind, desto weniger Stimmen erhält er in ihnen. Miene, eines in letter Stunde ausgeführten Manövers, Deswegen. Teicht durch die Finger gleiten läßt, bevor er sie in die Urne versenkt, glaubt er auf dem Papier das unmerkliche Kennzeichen zu entdecken, das seine kleine Arbeit verräth. mit tragischer Die Resultate aus der Fabrik ließen etwas auf sich eines Verraths. Man hat uns unsere Leute abwarten. Endlich erschien Dreisch sehr verlegen. Die Stimmen trännig gemacht. In zwanzig Ortschaften, da, wo setzen sich hier so zusammen: ich nicht war, hat man hinterlistiger Weise fünfzehn ,, Gine genaue amtliche Untersuchung der Angelegenheit wird nicht ausbleiben und dann wohl auch das Ergebniß zur Veröffentlichung gelangen. Zu bemerken ist vorläufig zweierlei: Die Briefe Schröder's datiren bereits aus dem vorigen Jahre; ob irgend ein Zusammenhang zwischen den damaligen Vorgängen und dem Selbstmord Schröder's besteht, ist nicht erfichtlich. Die Antwort des Hauptmanns an den Pflegevater beweist aber deutlich, daß Schröder, falls er begründete Ursache zur Klage gehabt und Beschwerde im Dienstwege erhoben hätte, auch zu seinem Rechte gekommen sein würde." Politische Uebersicht.efer der Todtschweige- Organe könnten aus den Briefen doch beredten Epilog zur Annahme der Militärvorlage? Die Berlin, den 17. August. mancherlei lernen? Und auch die„ Germania" schweigt! Die Einfuhr von Hen und Stroh aus Rußland nicht leicht geworden sein Die Kreuz- Zeitung" druckt gleichfalls es wird ihr ist für Preußen vom 25. August d. J. verboten worden, bazu: -die Briefe ab und bemerkt angeblich damit keine Viehseuchen nach Preußen eingeschleppt werden. Zuerst wird in der kritischen Zeit der Futternoth das deutsche Futtermittel- Ausfuhrverbot erlassen. Nun wird der Trumpf eines preußischen Einfuhrverbots darauf gesezt. Gründe sind so wohlfeil wie Brombeeren. Wie das Bedürfniß der Junker nach hohen Viehpreisen zu den Viehzöllen die Bich- Einfuhrverbote schuf, natürlich nur aus Rücksicht auf die Seuchengefahr, das ist bekannt genug. Weshalb heute so scharf vorgegangen wird, obwohl die kleinen Landwirthe die fremden Futtermittel sehr gut brauchen können? Heute, da die Futternoth herrscht! Schröder hat nicht gewagt, sich zu beschweren trotz aller Ist es eine neue Liebenswürdigkeit, die als Würze der Hauptmannsbriefe, über deren Bedeutung wir mit dem Junkerblatt nicht rechten. Zollkrieg Suppe zugesetzt wird, die leider nicht die betrifft zwischen den Briefen und dem Selbstmord, so hat Junkerblatt nicht rechten. Und was den Zwischenraum Gewalthaber, sondern die Völker auslöffeln müssen? ber bibelgläubige Schröder eben lange geduldet und geWunderbar sind die Wege des preußischen Landwirthschaftsministers, der sich die Staatshilfe für Großgrundbesitzer kämpft, ehe er Hand an sich legte. Jedenfalls legen die und Domänenpächter lobt, den Kleinbauern aber die des Bürgers im Waffenrock unter Umständen harrt. Briefe des Todten Zeugniß ab von dem Schicksal, das Staatshilfe verweigert, weil sie entsittliche". Herr v. Heyden ist ein musterhafter Staatsmann. Soldatenfreuden, Aus Lübeck wird der" FrankDie Tabakfabrikat- Steuer. Im Monat September furter Beitung" unterm 14. August geschrieben:" Einen sollen Interessenten der Tabakbranche von seiten des Reichs- sehr anstrengenden Marsch mußte am ver schah- Amts nach Berlin berufen werden, um die Vorlage, gangenen Donnerstag, wie erst jetzt bekannt wird, das hier betreffend die Einführung der Fabrikatsteuer zu prüfen. Nr. 76 machen. Es rückte Morgens furz nach 5 Uhr aus, garnisonirende Bataillon des 2. hans. Infanterieregiments Es sollen Interessenten sowohl aus der Jndustrie und dem Tabatbau, als auch aus dem inländischen und ausländischen um sich in Tagemärschen nach Hamburg zu begeben, wo die Tabakhandel an der Konferenz theilnehmen. Sollen die Regimentsererzitien heute ihren Anfang nehmen. Trotz der Berufenen ihr Ja und Amen zum Entwurf sagen? Und fengenden Sige befanden sich die Mannschaften bei feldferner: gehören zu den Konferenzlern die sicher doch auch an der Tabakfrage interesfirten Tabat arbeiter? Büm Falle Schröder schreibt der fromme, eich 3bote": " folgendes vorschreibt:„ Ein Bundesgesetz wird die Abgrenzung der Wahlkreise bestimmen. Bis dahin sind die gegen= wärtigen Wahlkreise beizubehalten, mit Ausnahme der jenigen, welche zur Zeit nicht örtlich abgegrenzt und zu einem räumlich zusammenhängenden Bezirk abgerundet sind. Diese müssen zum Zweck der nächsten allgemeinen Wahlen gemäß der Vorschrift des dritten Absages gebildet werden." Diese Bestimmung behält das Recht, den Territorialbestand eines Wahlkreises, wie er entweder zur Zeit des Erlasses des Gesetzes vom 31. Mai 1869 abgegrenzt war oder auf grund desselben durch das Verzeichniß der Wahlkreise vom 28. Mai 1870( B.-G.-BI. S. 289) neu festgestellt worden ist, zu ver ändern, ausschließlich der Reichsgesetzgebung vor. Der§ 6 a. a. D. macht den Bestand der Wahlkreise keineswegs von dem unveränderten Fortbestehen der Verwaltungsbezirke abhängig, aus welchen sich die ersteren zur Zeit ihrer Feststellung zusammensetzten. Er hindert nicht eine spätere anderweite Abgrenzung dieser Verwaltungsbezirke, wenn dieselbe auf landesverfassungsmäßigem Wege angeordnet wird, aber ebenso wenig legt er einer derartigen landesrechtlichen Anordnung die Wirkung bei, daß durch dieselbe zugleich die Abgrenzung der Wahlkreise geändert werde. Bie Bildung der letzteren ist lediglich Sache des Reiches. Dieser Rechtslage entsprechend sind auch in einzelnen Fällen bereits besondere Reichsgesetze zur Abänderung von ReichstagsWahlkreisen ergangen.( R.-G.-B. 1873 G. 144 und R.-G.-B. 1876 S. 275). Bis zu einer anderweiten reichsgesetzlichen Feststellung hat es demnach bei der Abgrenzung der Wahlkreise zu verbleiben, wie sie in dem erwähnten Verzeichnisse vom 28. Mai 1870 angegeben ist. Nach diesem Verzeichnisse bestand der jetzige Wahlkreis Bochum- Gelsenkirchen- Hattingen aus dem damaligen Kreis Bochum; wenn also bei der jetzigen und auch bei früheren Reichstagswahlen einzelne oder auch nur eine Gemeinde einem anderen Wahlkreise, ohne vorheriges Reichsgesetz, zugetheilt worden sind, so ist dies unzulässig, und dürfte schon aus diesem Grunde die angefochtene Reichstagswahl im Kreise Bochum- Gelsenkirchen- Hattingen für ungiltig erklärt werden, weil die Gemeinde Oberbonsfeld, ohne daß solches durch Reichsgesetz sanktionirt worden, dem Wahlkreise Mettmann zugetheilt worden ist." Trotz der flaren Bestimmungen des Wahlgesetzes haben mehrere Berwaltungsbehörden in Preußen und Sachsen gegen das Gesetz gesündigt. Schneidig" sein heißt noch lange nicht gründlich sein. Die Wirthschaftliche Vereinigung, jener in der ersten Tagung des neuen Reichstags gegründete Fachverein der Brotvertheuerer und Volksauspowerer, zählt nach einer Veröffentlichung des Verzeichnisses an Mitgliedern: 60 Ronfervative, 25 Reichsparteiler, 18 Nationalliberale, darunter Dr. Enneccerus, Dr. Friedberg und Dr. Paasche, 6 Reform= parteiler und 20 Hospitanten und Wilde, unter ihnen Graf Herbert Bismarck. Die Polen haben ihren Beitritt von dem Beschlusse abhängig gemacht, den die Fraktion fassen marschmäßiger Ausrüstung im Tu ch anzug und hatten in dieser Verfassung 42 Meilen zurückzulegen, ganz abgesehen von den Gefechtsübungen, die unterwegs vorgenommen wurden. In Oldesloe fielen von einer Kompagnie nicht weniger als 6 Mann um, und es bedurfte längerer ärztStrenge Disziplin muß ja beim Militär sein, licher Bemühung, bis es gelang, sie ins Leben zurückzurufen. aber folche raffinirten Quälereien, wie sie nach den obigen Mit- Trotzdem wurde in genannter Stadt nicht gerastet, sondern theilungen in diesem Falle und nach anderen Nachrichten nach Blumendorf weitermarschirt, wo die ermatteten Truppen Die nächste Volkszählung wird voraussichtlich am wir erinnern nur an den Fall in Lübeck, wo ein halb wahn- endlich Quartiere bezogen. Im ganzen sollen an diesem 1. Dezember 1895 stattfinden. Offiziös wird geschrieben: finniger Unteroffizier Monate lang feine Untergebenen in Zage 16 Mann unseres Bataillons umgefallen sein. Die Da es wünschenswerth erscheint, daß die für die Ausabscheulicher Weise quälte wiederholt in anderen Garnisonen führung des Zählgeschäfts in Betracht kommenden Tage ausgeübt wurden, sollten nicht vorkommen. Auch die Unter- Angelegenheit macht hier Aussehen. offiziere müssen an bestimmte, vorgeschriebene Strafformen ge-" Ihr rothe Bande habt mich in dem Gaublatte blamirt. vom 30. November bis einschließlich den 2. Dezember bei bunden sein und dürfen nicht selbst Strafen nach Belieben er. Aber ich will's Euch im Manöver schon zeigen; keinen der Ansetzung der Kram, Vieh- und Jahrmärkte für 1895 finden oder vorgeschriebene Strafformen nach Belieben in Urlaub, kein Nachtzeichen giebt es." Also, schreibt die marktfrei bleiben, so haben die Minister des Innern und quälerischer Weise ändern, und wenn das troßdem z. B. beim Wurzener Zeitung", und noch schöner redete vorigen Mitt des Handels die Oberpräsidenten ersucht, in diesem Sinne Weise dagegen eingeschritten werden. Das würde sicherlich auch Nachererziren oder Nachpußen geschieht, so müßte in strengster och jener Offizier in Wurzen seine Abtheilung an, von auf die Provinzialräthe einzuwirken und insbesondere die nicht ohne sein geschehen, wenn die Offiziere es erführen; denn in der Regel dem wir kürzlich berichtet hatten, daß nicht ohne sein Bezirksbehörden wegen der Vorschläge zu den Marktterminen ergiebt sich bei der Untersuchung solcher Fälle, daß die Offiziere Verschulden vor drei Wochen ein Soldat derart in den mit der erforderlichen Weisung alsbald zu versehen. selbst die beste Gesinnung gegen ihre Soldaten haben, daß sie Graben stürzte, daß er noch heute im Lazareth liegt." aber von jenen Quälereien nichts erfahren haben. Und das hat der Offizier sich in der That also geäußert, so hat er tommt zumeist daher, daß die Mannschaften etwa von 7 Uhr damit seine Bildung bekundet. Abends ab ohne direkte Aufsicht der Offiziere in den KasernenDie Münchener Garnison genießt den Vorzug, eine neue stuben leben, und in dieser Zeit kommen in der Regel solche Art Insubordinationsvergehen- man möchte sie Quälereien und„ Schleifereien" vor, während man von solchen Suppen"-Infubordination nennen gezeitigt zu haben. Eine während des eigentlichen Tages- und Frontdienstes, wo die beim Eisenbahnbataillons- Offizierskasino angestellte stö ch in Offiziere dabei sind, selten oder nie etwas derartiges hört. stellte, wie die M. Post" berichtet, an die Ordonnanz, einen dem Es besteht ja ein Kasernen du jour- Dienst, allein dieser be- Bataillon entnommenen Soldaten, das Verlangen, ihr verschiedene schränkt sich in der Regel nur auf die äußere Ordnung und Gegenstände, als Strümpfe, Hemden 2c. zu waschen, was der erstreckt sich nicht auf das, was in den Kasernenstuben vorgeht. Soldat verweigerte. Hierwegen ist er mit 5 Tagen Arrest be= Und so fann es vorkommen, daß dort allerlei nicht blos straft worden, welche Strafe in anbetracht seiner guten Die Antisemiten liegen in schimpfreichem Bruderkrieg. folche Quälereien getrieben werden kann, was nicht gut ist. sonstigen Führung auf 3 Tage herabgemindert wurde. Jusub- Der Liebermann von Sonnenberg schilt die Ahlwardtianer Die„ Soldatenmißhandlungen" kommen meist in diesen Stunden ordination gegen eine Röchin eines Offizierkafinos und Be- und Böckelinge Gesindel- und Standal Antisemiten", die vor, und deshalb sollte die Militärverwaltung ihnen ihre bestrafung hierwegen, das ist die neueste hübsche Blüthe in dem Böckelinge und" Freunde des Rektors aller Deutschen antfondere Aufmerksamkeit widmen." Brachtbouquet Ferienkolonien". Der Reichsbote" ruft dann die Kirche zu Hilfe und worten ebenso munter. Nun begründen die bayerischen hofft, daß die Militärgeistlichen hilfreiche Hand leisten Kreisblatt"" tr. 106 liest man folgenden Kirchenzettel: Stadt- semitische Volkspartei", da der Berliner Bierbank- und Der Reservelieutenant im Talar. Jm„ Torgauer Antisemiten ein eigues Grüppchen, die bayerische antifönnten. Das ist gelinde gesagt naiv. Um dieses fressende tirche.( Folgt fachlich die Ankündigung der Predigten des Super- Radau- Antisemitismus nur zu oft jeden Zug von geistiger Uebel zu heilen, muß der Krebsschaden, aus dem es ent- intendenten und des Archidiakonus.) Schloß- und Garnison Tiefe und sittlichem Ernst vermissen lasse". springt, der Militarismus mit glühendem Eisen ausgebrannt firche. Am Sonntag Rogate, Vormittags 10 Uhr, Gottesdienst. werden. Weiße Pfaffenfalbe und ähnliche Palliative nützen Herr Predigtamtskandidat und Lieutenant der Reserve Gegen das allgemeine Wahlrecht laufen die gar nichts, sie lenken nur von dem Kern der Sache N. aus T. Diese innige Verknüpfung von Kirche und Kaserne Offiziösen Sturm. In ein russisches Blatt haben sie ab. Wie es oft um das Eingreifen der Offiziere spricht ganze Bände. ein Artikelchen lancirt", das heute die Nordd. Allgem. steht, wissen wir aus den vom" Vorwärts" im 8tg." wohlwollend abdruckt, mit der für ihren früheren Chef schmeichelhaften Bemerkung, das allgemeine Wahlrecht sei nicht aus dem Zwange der Umstände", sondern aus politischer Inspiration", was gar kraus und mystisch klingt, entsprungen und müsse, um dem Sozialismus den Wind aus den Segeln zu nehmen, rückwärts revidirt werden. Die frechen Buben, die an das allgemeine Wahlrecht tasten wollen, mögen sich merken, daß sich das Volk dies Recht nicht nehmen läßt. = = " Jahre 1892 veröffentlichten Erlassen des Prinzen zu Abgrenzung der Reichstags- Wahlkreise. Die VerSachsen und des bayerischen Kriegsministers von Safferling. fügung des preußischen Ministers des Innern über die In gewissen Kreisen nimmt man die Soldatenmißhandlungen Abgrenzung der Reichstags- Wahlkreise datirt vom 12. Juli eben„ favaliermäßig" leicht, und die Militärbezirksgerichte, dieses Jahres und lautet der„ Rheinisch- Westfälischen 8tg." die den Gemeinen mit drakonischen Strafen belegen, ent- zufolge: scheiden dann, es handle sich um Schläge u. s. w. ,, ohne daß Schmerz empfunden wurde." Die Tagespresse erörtert die Sache lebhaft und fordert Reform des Beschwerberechts und des Militär- Strafprozesses. Warum die NationalZeitung" und die geschwägige„ Norddeutsche Allgemeine Beitung" schweigen? Bildet der Fall Schröder nicht einen " Franks angeboten, während wir nur zehn Franks bezahlten. So hat man uns mit dem Gewicht eines unerwarteten Uebergebotes erdrückt. Man hat uns mit Banknoten er stickt. Aber wir sind nur der Gewalt gewichen, und Herr Philippeaux wird ein hübsches Loch in seiner Rasse haben. " wird. " = Bei den Wahlen zum Reich stage ist es vor: gekommen, daß Veränderungen von Verwaltungsbezirken ohne weiteres auch für die anderweite Abgrenzung der Reichstags- Wahlkreise als maßgebend angenommen worden find. Nach den gesetzlichen Bestimmungen ist dies unzu= lässig. Es wird deshalb auf den§ 6 des Wahlgesetzes für Moderne Rechtsprechung. Daß es in den Augen den Reichstag vom 81. Mai 1869 aufmerksam gemacht, der mancher Richter ein strafwürdiges Verbrechen ist, SozialPhilippeaur, der gewählt ist, wird wohl bis zu 150 000 Franks einer gleichgiltig gewordenen Sache trennt. Die Neuigkeiten gegangen sein. Da soll man doch einfach zu der guten alten von außen schienen ihr aus einer fremden, fernen Welt Beit zurückkehren, in der man so und so viel Einkommen zu kommen, von irgend einem Stern im Weltall. Sie mußte haben mußte, um gewählt werden zu können; das wäre sich sogar anstrengen, um sich dafür etwas zu interessiren. wenigstens nicht ungerechter und weniger heuchlerisch. Dann schloß sie schnell die Augen mit einer Miene, die zu Denn ehrliche Wahlen sind da unmöglich, wo es Millionäre fagen schien: Das alles liegt längst hinter mir. Beständig So tröstet sich ein Feldherr über eine verlorene Schlacht und Bettler neben einander giebt. Allgemeines Stimmrecht empfand sie ein unstillbares Verlangen nach Ruhe. Die mit dem Gedanken an die Verluste, die der Feind erlitten, und dabei die denkbar größte Ungleichheit der Vermögen Worte ich bin so müde!" waren fast die einzige Klage, und mit dem Bewußtsein, seine Pflicht erfüllt zu haben. sind zwei Dinge, die sich nicht mit einander vertragen. die über ihre Lippen kam und die den Zerstörungsprozeß Wenig fehlte, so hätte er sich mit seinem Unglück noch dra. Dieses wird jenes tödten, wenn jenes nicht dieses tödtet. der Krankheit in ihrem armen, zarten, kraftlosen Körper pirt und gerufen: Alles ist verloren, nur die Ehre nicht!" Am 26. September. Endlich gehöre ich wieder verrieth. Ich täusche mich, seinen Aplomb hat er noch nicht verloren, denn plößlich sagt er zu Herrn von Serenoize: „ Könnte man die Wahl Philippeaux nicht noch beanstanden wegen Wahlbeeinflussung? Ich würde Ihnen so viel Proteste besorgen, wie Sie wünschen." D mir selbst. Heute Abend noch werde ich in Paris sein. Die einzigen Sorgen, die sie noch hatte, bezogen sich Ich schließe hier mein Tagebuch, hoffentlich für iminer. auf das geheimnißvolle Etwas, das dem Tode folgen soll Jegt werde ich lebenden Wesen meine Gedanken, meine oder auf das zukünftige Schicksal der wenigen Personen, Hoffnungen, meinen Kummer mittheilen können. Ach! Die die jetzt für sie die Welt waren. So erwachte sie z. B. Zukunft verspricht mir mehr Schmerz als Freude zu aus einer langen, stummen Träumerei, um plötzlich ihren bringen. Aber in der Nähe theurer Freundesherzen, die Bruder zu fragen: uns beklagen, zu leiden, ist beinahe eine Freude nach den Sag' mir, André, Du der Du ja ein Mann bist, langen, einsam und stumm in der Fremde getragenen glaubst Du wirklich, aber aufrichtig, daß man aus dieser Welt in eine andere kommt, in der man noch weiter leben 15. Rapitel. müßte?" Aber Herr von Serenoize ist noch so bestürzt, daß er auf diesen genialen Vorschlag nichts erwidert. So muß Maheu, nachdem seine Forderungen beglichen find, mit seiner Bande einen neuen Schauplatz aufsuchen, auf dem er seine Leiden. Talente entfalten kann. Am 25. September.- Ich habe zwei Tage Mit Germaine ging es zu Ende. Sie verließ ihr Bett André, der an das Fortleben der Persönlichkeit nach damit zugebracht, die letzten Rechnungen von der Wahl zu nicht mehr und, wie es so oft bei langen entkräftenden dem Tode nicht mehr glaubte, der jedoch fürchtete, in einer ordnen. Es sind noch eine Menge eingegangen für Leiden vorkommt, die langsam alle Lebenssäfte aufgesogen Sterbenden eine Hoffnung auf Glück und Gerechtigkeit zu Schmausereien, die Maheu u. Ko. bei ihrer Abreise zu be- haben, so glitt sie allmälig in den Tod hinein ohne Widerzahlen vergessen hatten, für Druckkosten der Stimmzettel, stand, ohne Klage, fast ohne Schmerz. Eine eigenthümliche vernichten, so haltlos diese Hoffnung auch sein mochte, ver der Plakate zc. Wie schwer wird es Herrn von Serenoize, Seiterkeit hatte sich ihrer bemächtigt. Hinfällig und kraft- Doch vermochten fie Germaine nicht zu täuschen, die, nachlor sich in unbestimmte, verwirrte, zögernde Ausflüchte. nach dem Scheitern seines Planes die Rechnungen zu be- los, wie sie war, schien sie doch noch eine jener holden dem sie nachgedacht hatte, mit der bei Kranken so häufig zahlen, die er mit Vergnügen bis auf den letzten Heller Erinnerungen hinterlassen zu wollen, die infolge einer vorkommenden Bähigkeit im Festhalten ihrer Ideen, vou beglich, so lange die Hoffnung auf den Erfolg ihre großen Fronie der Natur den Schmerz über das Scheiden eines Summen gering erscheinen ließ. Wie er jetzt darüber geliebten Wesens in der vollen Entfaltung seiner liebens- neuem begann: unterhandelt, wie er sie nach Möglichkeit zu beschneiden würdigen Eigenschaften noch erhöhen. " ,, Du willst mit Deinen Ansichten schließlich doch sagen, versucht! Wenn meine Berechnungen stimmen, muß Sie lehnte fich jetzt nicht mehr gegen ihr Geschick auf, daß man dann für immer ausruht? Das ist mir auch Herr von Serenoize 110 bis 115 000 Franks dafür sie war auch nicht mehr übellaunig gegen ihre Umgebung; lieber. Mir ist alles so überdrüssig geworden!" ausgegeben haben. daß er nicht gewählt worden ist. friedlich löste sie sich vom Leben los, so wie man sich vonl ( Fortsetzung folgt.) demokrat zu sein, und daß dieser Umstand genügt, einen| Der österreichische Episkopat bekämpft heute nur noch aus Angeklagten, selbst wenn das unter Anklage stehende Ver- Tradition den Liberalismus; den Hauptgegner seiner gehen gar nichts mit Politik oder der Parteistellung zu bildungs- und kulturfeindlichen Politik sieht er nicht mehr thun hat, besonders hart zu bestrafen, davon liegt uns ein im Liberalismus, sondern im Sozialismus. Beweis vor in einem Urtheil des hehoeer Schöffengerichts vom 16. Juni d. J. Die Anklage drehte sich um hat bereits 48 000 Unterschriften; man hofft in acht Tagen Schweiz. Die Petition für das Recht auf Arbeit eine Nachtwächter- Beleidigung, deren unser Parteigenosse Hinsche in Lägerdorf sich dadurch schuldig gemacht haben die noch fehlenden 2000 zu erreichen. Joll, daß er als Zeuge in öffentlicher Gerichtsverhandlung feine Meinung dahin aussprach, der Nachtwächter B. habe bei einer nächtlichen Ruhestörung die Störenfriede nicht, wie es seine Pflicht gewesen wäre, zur Ruhe gewiesen. Das Jhehoeer Schöffengericht erblickte in dieser Aussage eine Beamtenbeleidigung und aus diesem Grunde und des weiteren aus Ser dem Gerichte bekannten Thatsache, daß der Angeklagte einer der Haupträdelsführer der Lägerdorfer Sozialdemokraten ist, schien dem Gerichte nur eine Gefängnißstrafe in der gedachten Höhe( 14 Tage) eine ausreichende Sühne für diese Beleidigung zu sein." Hier ist also offen die Parteistellung des Angeklagten als Strafverschärfungsgrund in dem Urtheil angegeben. Welche Empfindungen eine solche Rechtsprechung im Volke hervorrufen muß, brauchen wir nicht erst weiter auszuführen. Wohl aber erinnert uns dieser Vorgang wieder an jenen Artikel der konservativen Grenzboten", der sich mit Vorgängen in unserem Richterstande beschäftigte und wo es u. a. hieß gegenwärtige Aus Der englische Grubenarbeiter- Ausstand. geeb3 meldet Wolff's Tel.- Bureau unterm 17. August: einen schreibgewandten Genossen zu bestimmen, der gewillt ist, mit angehenden Auswanderern in Deutschland in schriftlichen Verkehr zu treten, sie über Arbeits- und andere Angelegenheiten aufzuklären u. s. w. Später, wenn die Settionen stärker sind, tönnte der Wirkungstunftsbild und müssen wir vorläufig, wie alles, so auch dies, flein freis derfelben erweitert werden, indem sie mittellofen Genoffen doch ist dies freilich noch zumateriell die Reise erleichtern, anfangen. 1 Wir hoffen nun, daß Sie uns hierbei unterstützen werden, indem Sie dafür sorgen, daß von Zeit zu Zeit, etwa alle vier Wochen, eine kurze diesbezügliche Notiz im Vorwärts" erscheint, Infolge der Bertheuerung der Kohlen macht die Great welcher anhängend ein Verzeichniß der noch zu ernennenden Northern Railway( die Große Nordbahn) die Einstellung von Sekretäre folgte. Die deutschen Parteiblätter werden um Abdruck 30 Passagierzügen von und nach Leeds, sowie die Einstellung gebeten. mehrerer Güterzüge bekannt. an Sie gelangt ist. Sollten Sie von Vorstehendem Gebrauch zwecks Veröffent- 2 Wir glauben, daß in dieser Weise ein bedeutender Schritt Die Wahlreform in Holland. Ans Amsterdam wäre, und wir wünschen und hoffen, daß diese Bitte nicht umsonst vorwärts auf der Bahn der internationalen Solidarität gethan meldet Wolff's Telegraphen- Bureau unterm 16. August: Bei einer heute Abend hier abgehaltenen sozialistischen Versammlung wurde ein Antrag angenommen, in welchem die lichung machen wollen, so steht dem natürlich nichts im Wege Haltung mehrerer Abgeordneter während der Debatten über und stehen vorläufig sowohl der unterzeichnete Sekretär für hier, die Wahlreform getadelt wird. Man beschloß, die Resolution als auch Genosse Gust. Finke für Detroit, Mich., Nr. 281 Russel dem Abgeordneten Rutgers van Rozenburg zu übergeben. wohnhaft, den Genossen zur Korrespondenz zur Verfügung. Eine große Voltsmenge sammelte sich vor der Wohnung dieses Mit proletarischem Gruß Deputirten an. Als die Polizei die Menge zerstreuen wollte, wurde sie mit Steinen beworfen. Hierauf zog die Polizei blank, und es tam zu einem Handgemenge, wobei ein Brigadier fowie mehrere Manifestanten verwundet und zwei Schuyleute entwaffnet wurden. Die Polizei wird wieder einmal, wie kürzlich bei einer " Das gegenwärtige Nichterthum wird von Tag zu Tag anderen Gelegenheit in Haarlem, die Masse gereizt mehr von einem immer deutlicheren Ausblicken nach oben be haben. herrscht, wird doch auf alle mögliche Weise dem Einzelnen flar Die zweite Rammer verwies die Besserungsgemacht, daß möglichste Wohlgelittenheit bei den Vorgesetzten anträge bezüglich des Wahlgefeßes an Sektionen, die am der sicherste Weg, aber auch die unerläßliche Voraussetzung 21. September zusammentreten werden. für das bescheidenste Aufrücken, ja selbst für die Versehung an einen Ort ist, der bessere Lebensbedingungen bietet. Praktische Tüchtigkeit, gediegene Leistungen auch auf dem Gebiete so kam es in Morre( Provinz Sevilla) zu Unruhen. der Rechts- und Staatswissenschaften gelten entweder für nichts oder sogar für schädlichen Ballast." Der ferbische Ministerprozeßt. Für das Richter kollegium in dem Prozesse gegen die ehemaligen Minister wurden in der Skupſchtina 8 Radikale und 8 Oppositionelle, theils Liberale, theils Fortschrittler, ausgelooft. Im Auftrage: Mar Silz, Sekretär, 62 Willet Str., Cleveland, State of New York, Amerika. Profe Todtenliste der Partei. An der Proletarierkrankheit ist am 15. August der Parteigenoffe Klempner Albert 3 ö phe I in 3 wida u gestorben. Böphel hat sich, trotzdem er jung an Jahren war er starb 28 Jahre alt in der politischen und gewerkschaftlichen Bewegung als thätiger und eifriger Genosse up anomda? StaBolizeiliches,& Polizeiliches, Gerichtliches 2c. In Spanien dauern die Steuerunruhen fort, gerichts vom 16. Auguft wurde gegen den Parteigenossen In der Sigung des Frankfurter SchöffenRaßenmeyer von Rödelheim, der ein Strafmandat auf 5 M. wegen Verbreitung von Bebel's Rebe über den Zukunftsstaat Das Gericht sprach ihn frei, well feſtgeſtellt ſet, daß er bie Schrift nicht auf dem Hausflur oder dem Vorplay, was als öffentlich zu betrachten sei, sondern innerhalb der Wohnungen abgegeben habe. In Argentinien wird wieder einmal geputscht. Der Die Franks. Volksstimme" schreibt: So ganz ohne ist Bundeskongreß hat kurzerhand den Belagerung 3- der Reichstags- Wahlkampf im Streife Friedberg- Büdingen auch zu stand über die ganze argentinische Republit vernicht verlaufen. Die blaue Polizei fonnte einige Anzapfungen hängt. E über Tellersammlungen u. f. w., troßdem alle Sammlungen zur Wahlzeit gestattet find, nicht unangezeigt lassen, und ein schwarzer een Polizist( aber kein Schornsteinfeger) brachte einen tüchtigen Genossen aus Oberwöllstadt 10 Tage ins Gefängniß, weil derselbe in einer Parteinachrichten. er öffentlichen Verſammlung einem Herrn tüchtig heimleuchtete. Als der biedere Herr nämlich in der Klemme war, riß er aus, und später erfolgte Anzeige wegen ergerniß Erregung und groben Unfugs. Soziale Uebersicht. Sygienische Kurse für Verwaltungsbeamte. Der preußische Kultusminister hat genehmigt, daß an den hygienischen Instituten der Universitäten Breslau, Königsberg, Kiel, Berlin und Marburg für Verwaltungsbeamte hygienische Kurse in der Weise eingerichtet werden, daß sie, soweit sich ein Bedürfniß dazu ergiebt" und die nächst gelegenen akademischen Aufgaben der erwähnten Anstalten es gestatten, von Zeit zu Zeit wiederholt werden sollen. Diesen Kursen, die auf 14 Tage berechnet sind, wird folgender Plan zu Grunde gelegt werden: Als Ziel wird erstrebt, den Theilnehmern durch Vorträge und Vorführungen einen Einblick in die ihren Wirkungskreis berührenden Theile der Hygiene zu verschaffen. Diesen Cine fozialdemokratische Konferenz des Wahlkreises Zwecken Aschaffenburg wurde am 13. Aug. in Aschaffenburg abgehalten. sollen die Sammlungen der Institute, Vertreten waren 18 Ortschaften durch 50 bis 60 Genossen. Versowie besonders der gesundheitlichen Einrichtungen handelt wurde über folgende Gegenstände: 1. Rückblick auf die der betreffenden Drte und ihrer Umgebung in Reichstagswahl. 2. Organisation und Agitation. 3. Die Presse. möglichst ausgedehntem Maße nußbar gemacht werden. Es 4. Beschichung des Parteitages in Würzburg. 5. Wahl eines Verwird sich dabei namentlich um folgende Gegenstände handeln: trauensmannes. 6. Verschiedenes. Als Partei- Organ für den 1. Die allgemeinen Aufgaben der Hygiene, Sterblichkeits- Kreis wurde die" Frants. Voltsstimme" anerkannt. Zu Dele Achtung, Töpfer! Auf dem Bau des Töpfermeisters Gustav statistik, Krankheitsursachen, die krankheiterregenden Parasiten. girten für den Parteitag in Würzburg wählte die Konferenz die Daber( wohnhaft in Rixdorf), Berlin, Tresdomstr. 47, wurden 2. Boden und Wasser, Wasserversorgung im Großen, Filter Parteigenossen Opifizius und Lippert. Zum Vertrauensmann 6 Kollegen, weil dieselben die Unterfüllung bezahlt verlangten, betrieb, Brunnenanlagen, Hausfilter. 3. Wohnungshygiene, wurde Lippert alsdann gewählt, zum Ersagmann Hilpert aus gemaßregelt. Der p. Daber hat außerdem noch in Rixdorf zwei Bauten, auf denen zirka 14 Kollegen arbeiten, dieselben erklären gesundheitsschädliche Bestandtheile der Luft, Ventilation, Hoffstetten. sich mit den gemaßregelten Kollegen nicht solidarisch. Die KolHeizung, lokale und zentrale Heizanlagen, Schulbauten, Vom Kampf mit geistigen Waffent. Der Fränkischen legen werden nun wissen, wie sie sich demgegenüber zu verhalten Krankenhäuser, Einzelbaracken, Arbeiterwohnungen, Gefäng- Tagespost" wird aus Ge frees im Fichtelgebirge berichtet: Daß haben. R. Zopf, Gipsstr. 8. niffe. 4. Die Entfernung der Abfallstoffe, Kanalisation, die Gefreeser hohe Obrigkeit es versteht, mit geistigen Achtung! Mäntelnäherinnen, Bügler, Stepper Riefelwirthschaft, Kläranlagen, Abfuhrsystem. 5. Volks- Waffen" gegen die Sozialdemokratie zu kämpfen, hat das sowie Arbeiter und Arbeiterinnen der Herrenernährung, Kost in öffentlichen Anstalten, Alkoholismus, Verhalten derselben schon zu Ostern dieses Jahres bewiesen, als tonfeftion! Kollegen und Kolleginnen! Die Zustände in Verfälschung der Nahrungsmittel, Fleischschau, Markt die Sozialdemokraten eine Parteikonferenz dort abhalten wollten, unserem Gewerbe, namentlich die Lage der Arbeiter und Arpolizei. 6. Die wichtigsten Theile der Gewerbehygiene. welche aber in letzter Stunde noch dadurch vereitelt wurde, daß unserem Gewerbe, namentlich die Lage der Arbeiter und Arman dekretirte:„ daß der Saal ungeeignet sei", und erst auf die beiterinnen der Damenmäntel- und der Herrenkonfektion wird von 7. Begräbnißwesen. 8. Verhütung der übertragbaren Beschwerde zur Kreisregierung der Saal für geeignet erklärt Tag zu Tag immer trauriger, so daß wir kaum im stande find, Krankheiten. Das Honorar für diese Kurse ist auf 30 M. wurde. Welche Zustände nun hier herrschen, möge unter anderm auch nur das Nothdürftigste zu erringen, selbst bei angeſtrengtester 16-18 stündiger täglicher Arbeitszeit. Kollegen, Kolleginnen! und 6 Mark für Institutsgebühren festgesetzt. die Thatsache beweisen, daß Genosse Schmidt sich feit der Reichs- Es ist dringend nothwendig, daß wir uns aufraffen und geWenn endlich die Verwaltungsbeamten in den wichtigen tags- Wahl mehrmals vor dem Schöffengericht Berneck zu ver- meinsam berathen über die traurigen Verhältnisse in der Schneiderei. Fragen der öffentlichen Gesundheitspflege unterwiesen werden, antworten hatte, welches stets zu gunsten Schmidt's urtheilte, Bu diesem Zwecke findet am Montag, 21. August, Abends 81 Uhr, so geschieht damit Selbstverständliches, aber in unerhörter aber es scheint, daß es auch in unserm Oberfranken nicht an in Kuhlmey's Salon, Schönhauser Allee 28, eine Weise bis heute Vernachlässigtes. Aber die Kurse sollten Verurtheilungen fehlen darf, denn am 10. d. Mts. ist Schmidt große öffentliche Versammlung der Arbeiter und Arbeiterinnen nur der Anfang einer Reform auf diesem Gebiete sein. Köhler zu acht Tagen Gefängniß verknurrt worden. Welch„ zarte Fräulein Agne 3 Wabnih wird über die Lage der Arbeiter wegen angeblicher. Berufsbeleidigung des Stationstommandanten der Damenmäntel- und Herrenkonfektion statt. Unsere Kollegin Wenn das Reichs- Gesundheitsamt anstatt einer bureau- Nerven" übrigens der Herr Stationstommandant haben muß, und Arbeiterinnen der Mäntel- und Herrenkonfektion sowie über fratisch- verzopften Behörde, worin mehr Juristen als Aerzte beweist, daß er am Sonnabend Genossen Schmidt zur Rede stellte, wie die Bedeutung der Vereinigung referiren. Kollegen und und Hygieniker ſizen, eine sozialpolitisch brauchbare Ein- er( Schmidt) sich unternehen könne, vor seinem Hause zu huſten Kolleginnen! Mache es sich jeder zur Pflicht, in dieser Verrichtung wäre, so hätten wir einen Stern, um den sich nüßliche und zwar Nachts 11 Uhr!!? Da jedoch Schmidt zur selbigen sammlung zu erscheinen und Propaganda für dieselbe zu machen. Juftitutionen leicht krystallisiren könnten. Was heute zum Beit schon längst zu Bett war, so ist doch mit aller Sicherheit fammlung zu erscheinen und Propaganda für dieselbe zu machen. Beispiel für Gewerbehygiene geschieht, ist durchaus unzu- anzunehmen, daß durch das Verhalten des Stationskommandanten, Ginladungszettel zum Weiterverbreiten sind von heute, Freitag, reichend. Der Arbeiterschutz thut bei uns bis heute nur welchem sich auch, nebenbei bemerkt, noch der Herr Stadtschreiber u haben bei Johann Gnadt, Swinemünderstr. 124, Kuhlmey, reichend. Der Arbeiterschutz thut bei uns bis heute nur Schuster und der Polizeidiener in würdiger Weise anschließen, straße 11, Eingang Bionstirch- Platz im Keller. Kollegen und Schönhauser Allee 28, Ahlers, Zeitungsspediteur, ZionskirchUnerhebliches. Wären unsere Gewerberäthe Sozialpolitiker es darauf abgesehen ist, die verhaßten Sozi zu Aeußerungen zu Kolleginnen, die sich an der Verbreitung der Handzettel beund Aerzte, anstatt Techniker und Offiziere a. D., so stünde verleiten, gegen welche man dann mit aller Schärfe strafrechtlich theiligen wollen, werden ersucht, sich am Freitag Nachmittag es jetzt schon besser um diese Dinge. So lange die Gesetz einschreiten kann. Ob ein derartiges Vorgehen von der vor gebung nicht die Hygiene in großem Stil behandelt, wird gefegten Behörde befohlen oder gebilligt wird, wissen wir nicht, swischen 5 und 6 Uhr, bei Kuhlmey, Schönhauser Allee 28, zu teine gründliche Besserung eintreten. Aber Reform heißt aber das wissen wir, daß mit solchen Mitteln gegen die hier soziale Reform, Hebung der Lage des Proletariats. Sozialdemokratie nichts auszurichten ist und ist der Beweis hiefür Und da geht der Klassenstaats- Politik allemal der Athem schon bei letzter Reichstagswahl erbracht worden. Es kann uns ganz recht sein, wenn dadurch die Behörde selbst die ausgiebigste Agitation für die Weiterverbreitung der Sozialdemokratie treibt. aus. melden. Agitation stommission der Schneider und no Schneiderinnen Berlins. Achtung, Lithographen! Wie das Hamburger Echo" mittheilt, hat die Verlagsanstalt und Druckerei- Attien- Gesellschaft, vormals J. F. Richter( Reform"), Große Bleichen, Hamburg, Der Tod des Grazer Fürstbischofs Zwerger ruft längst vergangene Zeiten ins Gedächtniß zurück, die Beit, land. Man schreibt uns aus Cleveland, Staat Ohio: Ein amerikanisches Korrespondenzburean für Deutsch sich bereit erklärt, einen Theil der Arbeiten für die Kunstdruckerei und Verlagsanstalt von A. und C. Kaufmann in Branden= wo der österreichische Liberalismus Desterreich vom KonIm Auftrage der hiesigen Sektion der sozialistischen Arbeiter- burg, deren Personal sich bekanntlich im Streit befindet, zur tordat, der entwürdigenden Unterwerfung des Staates unter partei habe ich Ihnen das Folgende zu unterbreiten: Ausführung zu übernehmen. Eine Anzahl Lithographieplatten die Kirche, befreit hat, wo er die konfessionslose Schule und In den lezten Jahren hat sich die Einwanderung nach sind bereits in Hamburg eingetroffen. Das„ Echo" spricht die die Noth- Zivilehe eingeführt hat, ohne Kulturkampfpolitik merita besonders aus deutschen Großstädten sehr vermehrt und Erwartung aus, daß die in der Verlagsanstalt und Druckereiim Bismarckischen Sinne zu treiben. Johannes Zwerger ist dieser Strom noch iminer im Wachsen begriffen. Naturgemäß A.-G. beschäftigten Steindrucker sich weigern werden, diese Arwar einer der ersten, entschiedensten, rücksichtslosesten und befinden sich unter den Einwanderern sehr viele Genossen, beiten auszuführen, damit ihren Kollegen in Brandenburg der muthigsten Gegner dieser Politik. Er trat mit mehr Ent- und haben wir deshalb den Beschluß gefaßt, unter den Sieg nicht erschwert wird. Ein Agent der Firma giebt sich in eine Bewegung ins Leben zu Hamburg große Mühe, Streitbrecher zu finden und nach Bran schiedenheit noch als die anderen Kirchenfürsten für die Genossen dieses Landes rufen, welche den Zweck haben sol solchen denburg zu schleppen. Die Firma J. F. Richter wird in der Hamburgischen Bevölkerung nach Gebühr gewürdigt und hat, wie bei früheren Lohnbewegungen, so auch während des letzten Buchdruckerstreits Proben ihrer ganz besonderen Arbeiterfeindlichkeit abgelegt. Der Glasarbeiterstreit in Odense( Dänemark) dauert weltliche Herrschaft des Papstes in die Schranken, er ward mitproletariern, denen die alte Heimath zu enge wurde, vor zum Organisator und Sprecher der Ultramontanen in der ihrer Abreise drüben, wie nach ihrer Ankunft hier, mit Nath und liberalen Steiermark. Dabei war er streitbar wie ein Hilfe zur Seite zu stehen. Freilich steckt hinter dieser unserer Jüngling und wahrte seine Unabhängigkeit im Gegensatze Absicht auch starter Egoismus, insofern, als wir diese anzu anderen Kirchenfürsten den Spitzen der Hierarchie tommenden Genossen baldigst in den Parteidienst zu nehmen ge gegenüber. Er konnte mit Genugthuung auf sein denten, aber gerade deshalb ist die Selbstsucht wohl auch ver- unverändert fort. Bis jetzt ist den Unternehmern nur die HeranWirken zurücksehen. Die Kirche hat sich in Desterreich zeihlich. Es ist leider ein noch traurig Ding, unsere Bewegung ziehung zweier deutscher Streitbrecher gelungen; im übrigen hat wieder ein gut Stück Boden zurückerobert, Ultramontane hier, gegenüber der deutschen; die Sektionen( mit Ausnahme die internationale Glasarbeiterschaft den dänischen Kollegen in fizen in der Regierung und der angreifende Theil des weniger) blühen alle nur wie die Veilchen, d. h. im Verborgenen, jeder Weise ihre Solidarität bewiesen. Briefe und Sendungen und ist es für neuantommende Genossen im ersten, wohl auch im sind zu richten an F. Hartmann, Bogesträde 1, Odense Liberalismus ist in Desterreich wie im Deutschen Reiche zweiten Jahre einfach ein Ding der Unmöglichkeit, sich zur( Dänemart). altersschwach geworden. Die Kirche, ihre geistlichen und Partei hineinzufinden, die Städte sind alle sehr weitweltlichen Diener arbeiten jetzt mit Aussicht auf Erfolg läufig gebaut und der Genossen wenige; das ist hier in als angreifender Theil und der Liberalismus ist unfähig Cleveland wie auch in anderen Städten der Fall, wie uns verzur Abwehr geworden. Herangewachsen ist unterdessen als ichiedentlich versichert wurde. Solche Genossen, überhaupt wenn neuer jugendkräftiger Gegner bie Sozialdemokratie, welche fie noch nicht genügend sattelfest sind, gehen dann der Bewegung mehr als der Liberalismus für die Abwehr der ultramontanen verloren und macht dies in der Summe einen stattlichen Ver Privat Telegramm des Vorwärts". Bestrebungen gethan hat, die auf Wiedereinführung der kon- lust der Partei aus. Diesem Uebelstande ließe sich leicht und mit verhältnismäßig geringen Unkosten steuern, wenn die Hamburg. Bei der gestrigen Reichstagswahl erhielt fessionellen Schule hinzielten. Unzählige Bersammlungen Redaktion des Vorwärts" uns in dieser Sache Beistand leisten Molkenbuhr( Sozialdemokrat) 16 535, Laeisz( Kartellwurden zu der Zeit von unserer Partei einberufen, als dem würde. Reichsrathe der Antrag Liechtenstein vorlag, durch den die Unser Plan, von dem wir uns sehr viel versprechen, ist kandidat) 8809, Raab( Antisemit) 2281 Stimmen. Molkenbuhr Konfeffionslosigkeit der Schule abgeschafft werden sollte. furs folgender: Wir veranlassen iede Sektion dieses Landes, list alio mit mehr als 5000 Stimmen Maiorität aewählt. વીવારનું બોર Depeschen. = Für den Inhalt der Jujerate über. nimmt die Redaktion dem Vublikum gegenüber keinerlei Verantwortung Theater. Freitag, den 18. August. Leffing Theater. Das Recht zu lieben. Kroll's Theater. Romeo und Julie. Friedrich- Wilhelmstädt. Theater. Fatiniza. Adolph Ernst- Theater. Goldlotte. Viktoria Theater. Frau Venus. Alexanderplatz- Theater. Das Damenbad. National Theater. Lehmann auf der Weltausstellung in Chicago. Apollo Theater. Spezialitäten Vorstellung. Kaufmann's Variété. Spezialitäten Vorstellung. National- Theater. Große Frankfurterstraße 132. Gastspiel der badischen Kammerfängerin Frl. Adolphine Grimminger. Sensationelle Novität! Königl. italienischer Circus Ernesto Ciniselli. Stadtbahn- Station: Zoolog. Garten. Heute, Freitag, den 18. Augußt: Abends 8 Uhr: Gala- Sport- Vorstellung. Ausgewähltes Programm. E Zum 12. Male: Die irische Bank, Sprungszene, ausgeführt v. Springpferden 1. Klasse unter Sattel. 500 M. Prämie demjenigen, welcher mit eigenem Pferde die in dieser Pièce ausgeführten Sprünge nachmacht. Offene Konkurrenz. Zum 42. Male: Die Erschaffung des Weibes oder: Das Weib im Laufe der Jahrhunderte. Gr. Ausstattungspantomime mit Ballet. Ferner Auftreten der vorzüglichsten Kunstreiter, Kunstreiterinnen, Clowns, Spezialitäten allerersten Ranges, sowie Reiten und Vorführen der bestdressirten Schul- u. Freiheitspferde. Morgen, Sonnabend: Sumor- und Lachabend zum Benefiz der beliebten Original- Klowns Gebr. Weldeman. Ernesto Ciniselli, Direktor. Hippodrom unter Wasser. Lehmann auf der Weltaus- BERLINER stellung in Chicago. Große Ausstattungspoffe mit Gesang und Tanz in 5 Aufzügen von Eugen Prudens. Kouplets v. Linderer. Musik von Adolph Wiedecke. Regie: Mar Sam st. Raffenöffnung 5/2 Uhr. Anfang der Abend- Vorstellung 72 Uhr. Im Garten auf der Sommerbühne: Novität: Wirkliches Wasser! Wirklicher Regen! Berlin unter Wasser oder: ,, Kneipp's Wafferkur". Poffe mit Gefang und Tanz in 2 Atten von Mylius. Regie: Hugo Hummel. Musit von Meyer. Vorher: Chansonetten- Liebe. Posse mit Gesang in 1 Att von Eugen Prudens. Regie: Friz Schäfer. Vor, nach und zwischen den Possen: Auftreten von Spezialitäten 1. Ranges. Neues Programm. Morgen: Dieselbe Borstellung. Adolph Ernst- Theater. Zum 63. Male: Goldlokke. Gesangsposse in 3 Atten v. Ed. Jacobson u. W. Mannstädt. Rouplets theilweise von G. Görss. Musik von W. Steffens. In Szene gefeht von Adolph Ernst. Anf. 7 Uhr. Fauteuil 2,50 m. SF Der Sommergarten ist geöffnet. Morgen: Dieselbe Vorstellung. Castan's Panopticum. Riesen- SchlangenFamilie aus Carl Hagenbeck's Thierpart. Ohne Extra- Entree. PassageHIPPODROM Am Kurfürstendamm. 2 Min. von Station Zoolog. Garten. Große Gala- Vorstellung. Reichhaltiges Programm. Olympische Spiele, Damen- JockeyRennen, Herren- Flachrennen, Hürden- Rennen, Post mit je 4 Pferden geritten, Quadriga- Fahren 2c. Neu! Neu! The Original Three Johnson's. Athleten und Kraft- Jongleure. Nur noch kurze Zeit: Am Strande von Ostende. Gr. Wasser- Pantomime in 12 Bildern. Im prachtvollen Park von 5 Uhr an: Großes Concert. Anfang der Vorstellung 8 Uhr. Preise der Pläge 4, 3, 2, 1, 0,75 m. Jeder Erwachsene hat das Recht ein Kind unter 10 Jahren frei einzuführen. Sonntag: 2 große Vorstellungen. Nachmitt. 5 Uhr, Abends 8 Uhr. ratweil'sche Bierhallen G Kommandantenstr.77-79. Täglich von 5 Uhr ab: Die Geburt eines munteren Mädchens zeigen hierdurch hocherfreut an Friedrich Bach, Heilgehilfe, nebst Frau, 1453b] Am Ostbahnhof 3. Achtung, Bauarbeiter! Unserm Genossen. Dimmick zu Sonntag, den 20. August, Vorm. 11 Uhr, in Renz' Salon, seinem heutigen Wiegenfeste die herzlichsten Glückwünsche. 1456b Im Auftrage der bekannten Genossen: W. Hf. Naunynstraße 27: Große öffentliche Versammlung Unſerm Kollegen und Genoſſen, dem sämmtl. Bauarbeiter Berlins u. Umgegend. Puthahn Heinr. Friese, zu seinem 49. Wiegenfeste ein tausendfach donnerndes Hoch, daß in Charlottenburg die Kaiser Friedrich u. Kantstr.- Ecke wackelt. Lieber Heinrich, sei heut gut, Bairisch- Bier, das giebt Muth. Nie wohr Voter Priese? Moabiter Gesellschaftshaus. Alt Moabit 80 u. 81. Täglich: Theater- und SpezialitätenVorstellung sowie Concert. Anfang 4 Uhr. Tages Ordnung: 1. Unsere wirthschaftliche Lage. 2. Diskussion. 3. Bericht der Vertrauensmänner. 4. Verschiedenes. Die Vertrauensmänner sind extra dazu eingeladen. Der Wichtigkeit der Tagesordnung halber ist das Erscheinen sämmtlicher Bauarbeiter nothwendig. 126/10 Der Einberufer. Achtung, Töpfer! Sonntag, den 20. August, Vorm. 10½½2 Uhr, in Pankow, im Lokale ,, Zum Nordstern", Wollankstr. 113: Wander- Versammlung Entree 30 Pf., refervirter plag 50 des Vereins z. Regelung der gewerbl. Verhältnisse Peters. Neues Club- Haus 72. Kommandantenstr. 72. Empfehle meine 4 Säle den p. p. Vereinen u. Gesellschaften zu Festlichkeiten, Commersen, Versammlungen etc. 1244 Rixdorf. 1451b Alle Freunde und Genossen ladet zur Einweihung der Töpfer u. Berufsg. Berlins u. Umg. = Tages Ordnung: 325/3 1. Vortrag, Diskussion. 2. Gewerkschaftliche Angelegenheiten. Die Kollegen vom Gesundbrunnen, Reinickendorf, Schönholz, NiederSchönhausen und Französisch- Buchholz werden ganz besonders zu dieser VerDer Vorstand. J. A.: Richard Topf, Gipsstr. 3. sammlung eingeladen. Achtung! Achtung! Oeffentliche Versammlung meines Lokals am Freitag, den 18.Auguft, der Marmor- und Granit- Arbeiter Berlins ergebenst ein A. Wurbs. Wilhelmshöhe, Woltersdorf. 15 Minuten v. Bahnhof Erkner, an der Chaussee nach KaltbergeRüdersdorf( nicht Schleuse). Saal für Versammlungen, Garten und Wald für 3000 Personen am FlatenSee. Kaffeetü che täglich geöffnet. Um Besuch bittet 4678L* Carl Gillmann. Altes Schüßenhaus, Linienstraße 5, empfiehlt seine Festsäle ( 560 Personen fassend) zu allen Gelegenheiten. 7336 Sonderfahrt. Diesen Sonnabend, den 19. August, Abends 1014 Uhr von Berlin( Stettiner Bahnhof) nach Stettin per Eisenbahn. Von Stettin am Sonntag, 20. August, nach Rügen Grosses Frei- Concert bitett Stubbenkammer Soiréen der Leipziger Sänger vom Krystall- Palat. Anf. Wochent. 71/2 Uhr. Entree 15 Pf., refervirt 25 Pf. Anf. Sonntags 6 Uhr. Entree 30 Pf., refervirt 50 Pf. Anerkannt gute Küche. Säle für Festlichkeiten u. Versamml. Programm unentgeltlich. Carl Koch. SchweizerGarten. Am Königsthor. Haltestelle der Ringbahn. Heute, sowie täglich: Panopticum. Extra- Vorstellung mit neuen Spezialitäten. Grösstes Garreton- Troupe. Schan- u.VergnügungsEtablissement der Welt. Entree 50 Pf. Familie Grunatho. Emmy Bender. Max Grabow it. f. 1. Voltsbeluftigungen aller Art. Täglich: Grosser Ball. Victoria- Brauerei, üowtraße Gutree 30 Pf. G 111-112. Garten resp. Saal ( außer Läglich Sonnabends) Stettiner Sänger Stets wechselndes Programm. Anfang Sonnt. 7 Uhr, Wochent 8 Uhr. Entree 50 Pf. VorverkaufBillets Sonntags keine Giltigkeit. Etablissement Moritz Moritz Play. Bla. Buggenhagen. Täglich: Gr. Garten- Konzert. Gr. Frühstücks- u. Mittagstisch. Spezial- Ausschant von Pahenhofer Lagerbier, hell und dunkel. Bei ungünstiger Witterung findet das Ronzert in den unteren Restaurationsräumen statt. Ostbahn- Park am Rüstriner Play, Hermann Jmbs. Rüdersdorferstr. 71, am Ostbahnhof. Konzert, Täglich: Theater und Spezialitäten- Vorstellung. Neu u. sensationell: Little Alfons, der phänomenale Lawinensturz fünftler. The Moras, musikalische Excentrics, 1 Dame, 1 Herr. Troupe Metzetti, Parterre- Afrob., 2 Herren, 2 Knaben, 1 Mädchen. Emmy u. Reinhold Hintsche, Gesangs- u. Charakter- Duettisten 2c. Volksbelustig. jeder Art. 4 Kegelbahnen z. Verfügung. Kaffeeküche geöffnet an Wochentagen von 2 bis 6 Uhr, Sonntags von 2-5 Uhr. ( Rhede), per Dampfer ,, Freia" ( größten Raddampfers Stettins, 1600 Pferdekräfte). Abfahrt Stettin 22 Uhr, Swinemünde 53/4 Uhr Morgens. Rückfahrt Stubbenkammer nach Anam Sonntag, den 20. August, Vorm. 10 Uhr, in Deigmüller's Lokal, Alte Jakobstraße Nr. 48a. Tages- Ordnung: 1. Bericht des Delegirten der Gewerkschafts- Kommission. 2. Beschlußfaffung über den Zentralverband aller in der Steinindustrie beschäftigten Arbeiter. 3. Diskussion. 4. Verschiedenes. Die Wichtigkeit der Tagesordnung verpflichtet jeden Kollegen, au er Der Einberufer. Hermann Fleischer, Manteaffelftr. 12. scheinen. 260/3 Verband der Sattler und Tapezirer. Versammlung am Sonnabend, den 19. August, Abends 81/2 Uhr, bei Wienerke, Alte Jakobftr. 83. Tages- Ordnung: 1. Bortrag.( Referent und Thema wird in der Versammlung bekannt gemacht.) 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Der Vorstand. Gemischter Chor„ Klarheit“ neubegründet für Süden, Südwesten und Weßen. Sonnabend, am 19. August cr., Abends 1/29 Uhr, im Bereinslokale von Oestreich, Tempelhoferstraße Nr. 15: 1. Versammlung. 159/13 Sangesbegabte Damen und Herren finden freundliche Aufnahme. Uebungsstunde jeden Montag 1/ 29-1/ 211 Uhr Abends. Um rege Betheiligung ersuchend Der Begründer. Arbeiter- Bildungsverein Schmargendorf. ordnungen des Kapitäns, Saßnitz( Hafen) Am Dienstag, den 22. August, Abends 812 Uhr, im Wirthshaus 24 Uhr Nachmittags. Fahrkarten Stettin- Rügen Swinemünde 6 M., Stettin 3 M. für hin und zurück sind in Berlin Schmargendorf, Warnemünderstr. 6: Grosse Mitglieder- Versammlung. Tages Ordnung: am Schalter des Stettiner Bahnhofes 1. Vortrag über: Die Astronomie und ihre Hypothesen". Referent: Sonnabend, den 19. August, vor Abgang Genosse G. Krause. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. des Sonderzuges Abends 10 Uhr zu haben. 4695L 426/5 Da nur eine beschränkte Anzahl Fahrfarten vergeben werden, empfiehlt sich ein vorheriges Lösen derselben in Berlin. Alles Nähere in Berlin durch die Anschlagfäulen am Donnerſtag und Sonnabend dieser Woche ersichtlich. Sophastoff.Reste in Rips, Damast, Crêpe, Fantasie, Gobelin, Plüsch und bunten Morquets spottbillig! Proben franko! S., Emil Lefèvre, Oranienstraße 158. Arbeitsmarkt. Zücht. Zwicker und Absatzbauer ver langt Bajung, Schaftfabrit, Neue 1449b Maaßenstr. 21. Gesellen auf Jaquets außerm Hause verl. C. Beyer, Adalbertstr. 20 I. Gäste willkommen. Um zahlreiches und pünktliches Erscheinen ersucht Der Vorstand. Schöneberg. Freie Vereinig. der Bau- u. gewerbl. Hilfsarbeiter 121/12 Schönebergs und Umgegend. Mitglieder- Versammlung am Sonntag, den 20. August, Nachm. 12 Uhr, in Jacob's Salon, Grunewaldstr. 110. Um zahlreiches und pünktliches Erscheinen ersucht Der Vorkand. Freie Volksbühne. Zu den in der gestrigen Nummer genannten Zahlstellen kommen noch hinzu SW.: Ib. Böttcher, Zigarrenhandlung, 3offenerstr. 31, SO.: H. Wolter, Bigarrenhandlung, Pücklerstr. 53. 890/17 Die Zahlstelle von Winkelmann ist Acer str. 153. Die Zahlstelle Nr. 23 ist bei Emil Diete, Restaurant, Lothringerstr. 67. Der Vorstand der Freien Volksbühne. J. A.: Julius Türk, SW. Solmsstraße 24. Neue freie Volksbühne. Sonnabend, den 26. August: Tüchtiger Zuschneider für Bau Italienische Macht tischlerei wird verlangt. 58/7 Englische Straße 23c. 1448b Gesucht wird sofort ein tüchtiger Leder- Maler. Offenbach a. M., Geleitsstr. 29. Eine alte deutsche Feuer- Vers.- Gesellschaft sucht für Berlin u. die Proving thätige Haupt- u. Spezial- Agenten. festes Gehalt werden zugesichert. Expedition entgegen. 410/6 im Garten des Viktoria- Theaters. Billets à 30 Pf.( an der Kasse 75 Bf.), welche auch zur Vorstellung Frau Venus", soweit der Raum im Parterre reicht, gelten, an allen Zahlstellen. Refervirte Pläge zur„ Frau Venus" zu ein Drittel des Kassenpreises nebst freiem Zutritt zum Garten werden nur bis Freitag, 25. August, an folgenden Stellen ausgegeben: Wilh. Hagemann, Oranienstr. 144, Herm. Bobsien, Kommandantenstr. 62, Th. Stampehl, Mariannenstraße 26, Chr. Schäffer, Manteuffelstr. 32, C. H. Wolters, Brückenstr. 5. Zur Generalversammlung am Dienstag, 22. August, 129 Uhr, Entree Wochent. 10 Bf. Sonnt. 25 fuchführung. Sämmtl. einschl.Arbeiten, Hohe fortlaufende Bezüge event. auch bei Joël, Andreasstr. 21, sind die neuen Mitgliedskarten vorzuzeigen. auch stunden- u.halbe tageweise, überSäle für Verfammlungen, Rommerse, nimmt bill. B., Buchhalter, Saarbrücker371M straße 7, 1 Tr. lints. Festlichkeiten 2c. Offerten unter 0. P. 2 nimmt die G. Superczynski, fünftliche Zähne, Invalidenstr. 105, II. 1053b Verantwortlicher Redakteur: Wilhelm Schröder in Berlin. Druck und Verlag von Mag Bading in Berlin, SW, Beuthstraße 2. Hierzu eine Beilage. Beilage zum Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 193. Tokales. " Freitag, den 18. August 1893. 10. Jahrg. Unglückliches Eheleben hat zum Selbstmord des 33 Jahre theiligte Privatperson im Sinne des§ 11 betrachtet werden könne, alten Kellners Adolf Sosnowski geführt. Die Frau hatte die anderseits, weil er garnicht eine Berichtigung mitgetheilter Thatgemeinschaftliche Wohnung Ziegelstr. 2 verlassen und bei ihrem sachen" verlangt hatte. Der Ausdruck" Thatsachen" sei im§ 11 Schwager B. in der Gartenstraße Unterkommen gefunden. Als ausdrücklich gewählt worden, um den Redakteur vor Chikanen gestern Morgen um 6 Uhr ein Lehrling den Garten des leht zu schützen. Daß jemand feine Behauptung" aufrecht erhält, genannten Grundstücks betrat, fand er an dem Baune hängend fei aber nur ein Urtheil, zu dessen Aufnahme im Wege des Beeinen Leichnam vor, in dem Sosnowski bald erkannt wurde. In richtigungsverfahrens ein Redakteur unmöglich gezwungen wereiner Tasche fand man einen Brief an die Polizei, einen an die den könne. Der Gerichtshof erkannte auf Freisprechung, da er nach dem Inhalte der Berichtigung den Reichs Anzeiger" zur Frau und einen an einen Verwandten vor. Aufnahme nicht für verpflichtet hielt. ihm " und Das Urtheil bildet in preßrechtlicher Beziehung ein völliges Novum. Es muß daber erst abgewartet werden, ob es, da es voraussichtlich in die Revisionsinstanz gelangt, vom Reichsgericht bestätigt werden wird. Halle, 16. Auguft.( Saale- 3tg.") Wegen eines in Böberib vor meheren Wochen vorgenommenen Streites zwifchen Militär und Zivilisten, wobei das Militär von seinen Seitengewehren Gebrauch machte, sind zwei Soldaten zu sechs Monaten bezw. 45 Zagen Gefängnißsirafe verurtheilt worden. Der Stadtgemeinde Berlin ist gestattet worden, die zur Freilegung 1. der Mühlenstraße auf der Strecke vom Rummelsburger Platz bis zur Warschauerstraße, 2. der Straße 9 Abth. 14 des Bebauungsplanes von den Umgebungen Berlins auf der Strecke von der Warschauer- bis zur Gubenerstraße, und 3. der Hochstädterstraße erforderlichen, noch nicht im Besize der Stadt befindlichen Grundflächen im Wege der Enteignung zu erwerben. Ein mächtiges Feuer, bei dem drei Mitglieder der FeuerZwei Exemplare des Mammutbaumes( Sequoia gigantea wehr schwer zu Schaden gekommen sind, wüthete gestern Bor- oder Wellingtonia gigantea), welche zwar in den letzten strengen Ein eigenthümliches Erkentniß auf grund des Prek mittag 104 Uhr auf dem Lagerplatz der Firma F. Zimmermann Wintern nicht unbedeutend gelitten haben, aber doch den ihrer gefeges fällte jüngst eine Straffammer in Frankfurt a. M. Da und Sohn am Tempelhofer Ufer 34. Der große Lagerplatz, der Art eigenen stolzen charakteristischen Habitus aufweisen, stehen selbst erscheint eine Wochenschrift„ Die Sonne", deren Heraussich bis zur Luckenwalderstraße ausdehnt, dient zur Stapelung auf dem Rasenplatz vor dem Palmenhaus des Botanischen geber, ein früherer Lokal- Reporter, sich einen Strohmann hält, von Nutzholz, Mauersteinen und Zement. An der Front der Gartens zu Berlin. Die beiden Bäume wurden, wie der der als verantwortlicher Redakteur zeichen muß. Nun hatte das Luckenwalderstraße erhebt sich die massive Mauer eines großen Staats- Anz." berichtet, vor etwa 40 Jahren hier aus Samen Blatt, dessen Inhalt aus Klatsch und persönlichen Angriffen Schuppens, der im übrigen aus Holz konftruirt ist. Der Schuppen gezogen und haben nun eine Höhe von über 20 Meter erreicht. besteht, den Tod eines jungen Arztes und einer Krankenschwester, barg nach der genannten Straße zu größere Mengen Nutzhölzer, Der Mammutbaum wurde erst 1850 auf der Sierra Nevada in denen es ohne Grund sträfliche Beziehungen zu einander nachdann folgte direkt anschließend der sogenannte Zementschuppen, Kalifornien von dem Reifenden Lobb entdeckt. Dieser fam in sagte, in einer so frivolen Weise besprochen, daß die Staatsanwaltzur Seite standen freie Stapel Nuhholz. Das Feuer ist dem einen Hain, welcher sich zusammensetzte aus etwa 100 Exemplaren, fchaft auf grund des§ 184 des Strafgesetzbuchs wegen Ver unzüchtiger Schriften Antlage erhob Vermuthen nach im Bementschuppen entstanden, hatte sich aber alle mehr als 90 Meter hoch. Es befanden sich darunter aber breitung nicht blos gegen den aber im Nu, verantwortlichen Redakteur, von einem scharfen Westwind angetrieben, auch solche, die über 110 Meter Höhe besaßen und einen Stamm- zwar über den ganzen Schuppen ausgedehnt, Το daß der durchmesser von 12 Metern aufiviesen. In einen umgestürzten sondern auch gegen den Herausgeber und Chefredakteur". hohlen Stamm konnte man 24 Meter weit hineinreiten. Den Gegen ersteren wurden 50 M., gegen letteren 100 M. Geldstrafe wirkliche Ort des Entstehens gar nicht mehr zu er mitteln war. Brandinspektor Reinhardt, der vom hervorragendsten Bäumen hatten die Eingeborenen Namen wie beantragt. Der Gerichtshof dagegen sprach den Verantwortlichen Depot in der Schönebergerstraße die hoch aufsteigenden Vater oder Mutter des Waldes, die Kinder, die drei Schwestern frei und verurtheilte den Herausgeber Müller zu einer Woche Rauchsäulen bemerkte, gab sofort gab sofort Mittelfeuer", so daß gegeben, und bei ihnen stand der Mammuthain in großem An- Gefängniß. In der Begründung heißt es: Durch den Artikel von Anfang an ein großer Löschtrain zur Verfügung stand. Die sehen, da man glaubte, hier die größten pflanzlichen Lebewesen werde die Sittlichkeit gröblich verletzt, er stelle sich also als unGefahr war in der That eine ganz koloffale. Der ganze Platz vor sich zu haben, welche nicht weit hinter den höchsten mensch züchtige Schrift dar, und es frage sich nur, wer als Verbreiter bildete, als die ersten Büge eintrafen, schon ein einziges Feuerlichen Bauten zurückstanden. Obgleich nun dieser Baum noch an anzusehen sei. Die Thätigkeit des verantwortlichen Redakteurs meer, haushoch schlugen die Flammen empor und der heftige manchen Stellen der kalifornischen Gebirge aufgefunden wurde, der Sonne" bestehe nur darin, daß sein Name ein für alle Mal Wind trieb die feurige Gluth über die ganze Luckenwalderstraße zeigte er doch, da er nirgends in großer Menge auftritt, sein unter das Blatt gedruckt werde. Auf den Jhalt habe er keinen hinweg, so daß der jenseits der Straße belegene Brennholz- Lager- Holz sehr geschätzt wurde und ein einziger Stamm eine ungeheure Einfluß, und er hätte auch die Aufnahme des anstößigen Artikels platz derselben Firma Feuer fing und nur durch energische Lösch- Ausbeute ergab, nach furzer Zeit eine so bedenkliche Abnahme, nicht verhindern können. Die maßgebende Person sei vielmehr arbeit und nach Niederreißen des Zaunes gehalten werden daß die amerikanische Regierung sämmtliche Mammutbäume als der Herausgeber. Dieser habe zugegeben, daß er von dem Artikel fonnte. Wäre die hohe massive Schuppenwand nicht gewesen, an Nationaleigenthum erklärte und dieselben so vor der drohenden Kenntniß hatte und seine Aufnahme in das Blatt veranlaßte. Der Baum hat sehr verschiedene Demnach hat das Gericht seine Thäterschaft als festgestellt ereine Rettung des Blazes hätte nicht gedacht werden können und Vernichtung rettete. das Feuer hätte dadurch ganz ungeahnte Ausdehnung gewonnen. Namen bekommen, besonders deshalb, weil die Amerikaner achtet, und damit ist er zugleich als der Verbreiter anzusehen. den Namen eines ihrer Nationalhelden Inzwischen waren nicht weniger als 16 Rohrleitungen in Thätig bei Er mußte sich auch bewußt sein, daß der Artikel geeignet ist, das teit gesetzt. 6 wurden von Dampfspritzen, 4 von Drucksprigen, gelegt hätten. Dieser prachtvolle Baum eignet sich bei uns, Scham- und Sittlichkeitsgefühl in geschlechtlicher Beziehung gröb6 von Hydranten gespeist. Der Hauptangriff richtete sich gegen aber nur in wärmeren Lagen, sehr gut zum Bierbaum; leider lich zu verletzen, und da dieser Tendenz ernsthaft entgegengetreten den Schuppen. Plötzlich bekam die Mauer desselben durch die werden ihm jedoch kalte Winter leicht gefährlich. Steht er da- werden muß, so hat das Gericht nicht auf Geld, sondern auf Gluth eine Abweichung, dadurch verlor der ganze Schuppen seinen gegen geschützt oder kann er während des Winters gedeckt Gefängnißstrafe erkannt. Salt, die Pfeifer brachen seitwärts aus und die aufgestapelten werden, so entwickelt er sich ausgezeichnet und gehört wegen Holzmassen stürzten in sich zusammen. Der Feuermann Bandow seines auffallenden eigenartigen Wuchses zu den geschäßtesten von der 5. Kompagnie wurde von den umstürzenden Balfen ge- Roniferen. Es mag noch erwähnt werden, daß die bei uns troffen und gegen einen Wagen geschleudert, er erlitt schwere viel feltener gezüchtete, dem Mammutbaum nächstverwandte, innere Verlegungen. Der Oberfeuermann Frädrich und der ebenfalls aus Kalifornien stammende Sequoia sempervirens Feuermann Morig von der 3. Kompagnie wurden unter den zu- fast ebenso hoch wird wie jener, der Stamm dagegen an der sammenfintenden Hölzern begraben, für den ersten Augenblick Basis oft einen noch viel bedeutenderen Umfang annimmt. schienen beide verloren, zum Glück aber hatten sich die Bretter Seit mehr als zehn Jahren weiß man jetzt aber, daß der so aufgethürmt, daß sie in einem hohlen Raum zu liegen famen. Mammutbaum an Höhe weit übertroffen wird von zahlreichen Ihre Lage war trotzdem eine furchtbare, da sie sich rings von Eukalyptus- Arten Australiens. So kennt man von den RiesenFlammen umgeben sahen und den Feuertod vor Augen. Mit Eukalypten( E. amygdalina) Exemplare, welche über 150 Meter Energie wurden sofort Rettungsarbeiten unternommen, und nach hoch sind und einen Stammumfang von 30 Metern besitzen. vieler Mühe gelang es, beide den Flammen zu entreißen. Beide Diese Bäume verzweigen fich erst in einer Höhe von 70 bis 90 waren freilich arg zugerichtet. Moris hat u. a. eine offene Metern, wo ihr Umfang noch 12 Meter beträgt! Die RiesenKnöchelverrenkung davongetragen. Dr. Maßmund legte die ersten baftigkeit eines solchen Baumes wird besonders auffallen, wenn Verbände an, dann wurden Bandow und Moritz nach dem wir bedenken, daß Bäume über 30-40 Meter Höhe bei uns Elisabeth- Krankenhause, Frädrich nach der Wohnung überführt. schon zu den großen Seltenheiten gehören. Die Eukalyptus- Aufruf an sämmtliche Bauhandwerker und Bau- Arbeiter Gegen Abend war die Hauptgefahr beseitigt, doch dauerten die arten, auch australische Gummibäume genannt, haben für Italien schon eine große Bedeutung gewonnen, da man sie als die besten umfangreichen Ablöschungsarbeiten noch fort. Fiebervertreiber schätzen gelernt hat. Am Lago Maggiore halten Eine Familientragödie hat sich gestern Morgen in dem dieselben noch sehr gut im Freien aus, und es ist auch schon Hause Wilhelmstr. 129 abgespielt. Im vierten Stock wohnte oft angegeben worden, daß sie bei uns Winter von 15 Grad daselbst seit dem 1. April 1884 das Kaufmann Fränkel'sche Ghe- Kälte unbeschadet überstanden haben. Ihre fiebervertreibende paar. Der Mann, Philipp Fränkel, am 19. August 1836 geboren, Wirkung verdanken die Eukalyptusarten vor allem ihrem folos- Um ganz geringer Vortheile willen besinnt sich ein Unterlebte mit seiner am 14. Mai 1836 gebornen Gattin, Pauline salen Wachsthum resp. der dadurch herbeigeführten reichlichen nehmer feinen Augenblick, den Arbeiter Gefahren auszugeborenen Mendel in kinderloser glücklicher Ghe. Er betrieb Wasserverdunstung. In Italien gelingt es auch wirklich, ruit sehen, ihn Schädlichkeiten zu unterwerfen, welche seine Gesundfrüher in der Mohrenstraße ein eigenes Geschäft, übernahm dann Hilfe zahlreicher Bäume ausgedehnte gefährliche Sümpfe zu ent- heit zweifellos untergraben, ja im einigermaßen ungünstigen aber die sehr einträgliche Stelle eines Agenten für eine Posa- wässern. Es kommt noch hinzu, um den Werth diefer Arten zu Falle sein Leben in ernste Gefahr bringen. samentenfabrik in Sachsen. Am vorgeftrigen Nachmittage tam heben, daß das Holz eine große Festigkeit besitzt und als Schiffs= Dem gegenüber stehen die Behörden, die emsig herbeieilen, eine Frau in die Fränkel'sche Behausung, verweilte dort längere baumaterial außerordentlich geschätzt wird. Endlich liefern die wenn irgendwo durch einige Arbeiter dem Unternehmerprofite Zeit und hinterließ bei Frau Fränkel eine unverkennbare Auf- Eukalyptusbäume in großer Menge ein viele kapitale Eigen- eine Gefahr droht, meistentheils thatenlos, energielos, ohne regung. Was dort besprochen wurde, ist bis jetzt Geheimniß ge- fchaften besitzendes Del, welches auch in die Medizin Eingang irgend welche Regung da. Werden die Behörden durch lauten blieben. Vorgestern Abend gegen 8 Uhr sah der Schlossermeister gefunden hat. Auch von diesen Eukalyptusarten finden wir eine Nothschrei der Arbeiter endlich doch genöthigt, die UebelWolff, ein Sohn der Hauseigenthümerin, das Fränkel'sche größere Anzahl im Botanischen Garten gezogen. stände in Erwägung zu nehmen, so erfolgt allenfalls eine halbe, Ehepaar nach Hause zurückkehren, wobei die sonst als faum wirksame Maßregel, die noch viel verliert durch die Art, Polizeibericht. Am 16. d. M. Morgens fiel ein Mädchen wie sie ausgeführt wird. fehr ruhig bekannte Frau durch lebhafte Gesten vor dem Hause Kommandantenstr. 32 zur Erde und erlitt an= fundgab, daß etwas Besonderes vorgehe. In der Wohnung erklärte Frau Fränkel dein Dienstmädchen Selma Wenzel, daß scheinend bedeutende innere Verlegungen, so daß es nach der Auf dem Askanischen Plaße fie sich wegen heftiger Zahnschmerzen frühzeitig zur Ruhe be- Charitee gebracht werden mußte. geben werde, und der Dienstherr beauftragte die Magd, früh um fiel Nachmittags ein Mann von seinem in der Fahrt befindlichen 612 Uhr an die Thür des Berliner Zimmers zu pochen, wo man Geschäftswagen und erlitt eine schwere Verlegung des Oberschlief. Dies wurde pünktlich befolgt. Als von innen fein schenkels. Im Laufe des Tages fanden vier Brände statt. Lebenszeichen erfolgte, beruhigte sich die Magd, klopfte aber dann in Zwischenräumen wiederholt an, ohne Autwort zu erhalten. Jeht wurde sie unruhig und versuchte auf einem anderen Wege das Schlafzimmer zu erreichen, fand aber alle drei auf den Korridor mündenden Thüren von innen verschlossen. Als darauf ein Dienstmann mit einem Briefe aus dem Hotel de l'Europe, ferner zwei Herren keinen Einlaß finden konnten, lief die Wenzel zum Ein gegen den Direktor des Reichs- und Staats- prinzipal, der keine Sorge für die Gesundheit der Arbeiter 35. Polizeirevier, das die gewaltsame Deffnung der Wohnung Anzeigers" Dr. Hermann Klee gerichtetes 3wangs- hatte, nun doch zärtlich besorgt ist für ein halbes Dußenb veranlaßte. Man fand beide Ehegatten erhängt auf: die Frau Berichtigungsverfahren tam gestern vor dem hiesigen Schöffen- Racheln, für einige Stücke Gipsverzierung. Was ihm ein an der Eingangsthür vom Korridor aus, den Mann an der gericht zur Entscheidung. Der Redakteur des Fuhrhalters", Menschenleben nicht werth war, das sind ihm die einige Groschen jenigen nach den Vorderzimmern. Fräntel hat seine Ordnungs- Louis Müller, stand in einer heftigen Preßfehde mit dem Leiter Profit werth, die das Erfrieren dieser Gegenstände ihm tosten liebe bis zum letzten Augenblicke gezeigt, indem er ein Verzeichniß der Fuhrwerks- Genossenschaft und wurde s. 3. wegen Beleidigung fönnte. seiner geringen Schulden auf einem Tische niederlegte. Daneben verurtheilt. In dem Urtheil der vierten Straftammer befand sich auch Es erscheint dem Unternehmer nothwendig, das Erfrieren lag ein Bettel von der Hand der Frau, auf dem sie von einem der Passus: in dem Reichs- Versicherungsamt bestehe die Praxis, der Arbeiten für die Arbeiter sorgt er nicht zu verhüten, auch Fräulein Therese schriftlich Abschied nimmt. Außerdem war ein bei Rassenrevisionen den Berufsgenossenschaften einige Tage möchte er, daß der Bau im Winter schneller austrocknet, als es verschlossener Brief an Verwandte vorhanden. Aerztliche Hilfe vorher Anzeige zu machen. In Nr. 37 des Fuhrhalter" vom der Natur nach erfolgen kann. Er wird also den Bau heizen. fonnte nichts mehr ausrichten; der Tod war schon seit vielen 8. September v. J. wurde dieser Beleidigungs- Prozeß Darüber sei ihm kein Vorwurf gemacht, wenn die Heizung Stunden eingetreten. Die Beweggründe zur That find noch nicht des Reichs- Versicherungsamtes gegen Müller und Genossen so geschieht, daß die Gesundheit der Arbeiter dabei nicht gefährdet geklärt; man glaubt aber, daß Fräntel infolge Gingehens der einer Kritik unterworfen und die im Urtheil der Straffammer wird. Diese Rücksicht kommt dem Unternehmer aber nicht im Fabrik seinen Posten verloren hatte und den Tod einer ungewissen erwähnte Praxis als ungeheuerlich bezeichnet. Auf Verlangen Traume. Ofenrohre sind zwar vorhanden zur Abführung der Bukunft vorzog. des Präsidenten des Reichsversicherungs- Amtes, Bödeker, schädlichen Gase, auch giebt es billige Defen, die dem Zwecke voll" Gerichts- Beitung. " " Soziale Mebericht: Berlins und Umgegend. Wenn irgend etwas die Verderblichkeit und Unhaltbarkeit der heutigen Gesellschaftsordnung kennzeichnet, so ist es die absolute Rücksichtslosigkeit, mit welcher die Stapitalisten die Gesundheit und das Leben der Arbeiter gefährden, wo es sich um den Kapitalprofit handelt. Aus dieser Rohheit der Unternehmer, aus dieser Unthätigfeit der Behörden ergiebt sich für einen Theil der Bauarbeiter, für die Stuckateure, Maler und Töpfer die Nothwendigkeit, alle Jahre in einen Kampf einzutreten, ber eigentlich in jedem zivilifirten Staate ganz überflüssig sein müßte. Es ist das für Berlin die Fensterfrage und die Koatsforbfrage. Man zwingt in roher Profitwuth die Arbeiter, die bei der Arbeit, um nicht behindert zu sein, ziemlich leicht gekleidet sein müssen, selbst in der stärksten Kälte in den feuchten Räumen der Bauten im vollen Zuge bei offenen Fensteröffnungen zu arbeiten, bis der immer strenger werdende Frost die Arbeit gefährdet. Dann zeigt sich, daß der Töpfermeister, der Stuckateurbrachte darauf der Reichs- Anzeiger" eine furze, ganz objektive fommen entsprechen, da sie aber einige lumpige Mark theurer als Selbstmord. Gestern Abend gegen 1/29 Uhr stürzte aus Notiz, in welcher gesagt wurde, daß die von einem hiesigen offene Koatstörbe. Also wird der Unternehmer diese offenen Roatsdem Hause Prenzlauerstr. 38 aus der vierten Etage der Körper Blatte" behauptete Praxis des Reichsversicherungs- Amtes nicht förbe wählen und sie zum Heizen der Bauten benutzen. Daß einer noch jungen Frau auf das Straßenpflaster hinab. Die bestehe. Redakteur Müller leitete nun ein Berichtigungs- Ver- das ausströmende Koblenorydgas, die Kohlensäure, die brenzlichen Paffanten waren starr vor Entsetzen, als sie den zuckenden Leich- fahren gegen den„ Reichs- Anzeiger" ein, welches aber vom Staats- Gafe der Lunge des Menschen, dem Nervensystem sehr schäd= nam auf dem Trottoir erblickten. Wie sich herausstellte, war die anwalt, dem Oberstaatsanwalt und dem Kammergericht abgelehnt liche, ja sogar tödliche Gifte sind, die die Gesundheit unters Todte die Frau eines in dem Hause wohnenden Kaufmanns wurde. Herr Müller war damit nicht zufrieden, sondern schickte dem graben, das kümmert teinen Bau- Unternehmer, ob er Jude oder Hante. Die Veranlassung zu der unglücklichen That konnte nicht Reichs- Anzeiger" auf's Neue eine Berichtigung zu, in welchen Christ ist. Es handelt sich ja nur um Arbeiter. festgestellt werden. er sagte, daß er seine Behauptung aufrecht erhalte" und diese Die Polizeibehörde hat auf wiederholtes und sehr enerAus dem Zuge gestürzt ist am Dienstag Abend in der ia auch durch das Urtheil der vierten Straffammer bestätigt gisches Andringen der Arbeiter zwar einzelne Verfügungen Nähe von Rummelsburg ein unbekannter Mann, welcher wahr werde. Der Reichs- Anzeiger" lehnte die Aufnahme diefer Be- erlaffen, die diese unglaublichen Zustände, diese brutale Gescheinlich auf der Station aussteigen wollte und in schlaftruntenem richtigung ab und es wurde deshalb die Anklage erhoben. fährdung der Gesundheit der Arbeiter verhindern sollen, allein Zustande die Koupeethür geöffnet hat, weil er glaubte, der Zug, Rechtsanwalt Dr. Sello erachtete das an den Reichs- Anzeiger" die Verordnungen werden von den Unternehmern nicht beachtet, der soeben die Station verlassen hatte, halte noch. Der Unglück gerichtete Verlangen für ein unbilliges und unbegründetes. That weil die Polizei nicht die erforderliche Aufsicht ausübt und die liche flog mit dem Kopfe gegen die Mauer der Unterführung, fächlich habe die Strafkammer in ihrem Urtheile„ Kassen"- Arbeiter durch die Hungerpeitsche getrieben gerade im Winter taumelte zurück und gerieth, zu Boden fürzend, unter die Räder Revisionen mit Revisionen verwechselt, die dazu dienen, um den nicht die nöthige Energie zur Abstellung des Uebelstandes entdes Zuges, die ihn fast bis zur Unkenntlichkeit zermalmten. Mechanismus der Buchhaltereien und die organischen Einrich- wickeln können. tungen der Berufsgenossenschaften kennen zu lernen. Der§ 11 des So, Kollegen, tritt denn auch in diesem Jahre an uns Konfiszirt wurde am Montag, den 14. d. M., die Nr. 32 Breßgefeges fönne hier nicht Play greifen, einerseits weil Redakteur wieder, wie in allen Vorjahren, die Nothwendigkeit heran, des„ Sozialist" vom 5. August. Müller, dessen Zeitung gar nicht genannt worden sei, nicht als be- Schritte zu beratben, die wir anwenden müssen, um unsere Ge fundheit, unser Leben gegen die Profitgier der Unternehmer zu schützen. Der Ausführungs- Ausschuß. An die Lagerhalter der Konsum- und ähnlicher Vereine! Die Protokolle vom Lagerhaltertag in Chemniß sind zur Versendung gekommen. Sie enthalten: 26 schriftlich an den Lagerhaltertag eingereichte Berichte, welche Aufschluß über die Lage von 68 Lagerhaltern geben. Ferner die Forderungen der Lagerhalter und die geschaffene Organisationsform zur Durchführung des Verlangten. Wir ersuchen die Kollegen, ein Exemplar an die Vereinsverwaltungen abzugeben. Diejenigen Lagerhalter, welche das Protokoll nicht erhielten, ein solches aber wünschen, mögen ihre Adresse einsenden. Um Abdruck des vorstehenden werden die werthen Redaktionen der arbeiterfreundlichen Zeitungen gebeten. Ernst Grenz, Vertrauensmann, Chemnitz, Louisenstr. 8, II. V " Die Ursachen der Vermehrung der Betriebsunfälle. Die Sächsische Arbeiter- Zeitung" erhält aus nichtsozialistischen Kreisen eine Buschrift, die die Gründe für die vielfach erörterte Vermehrung der Unfälle in folgendem angiebt: " Weiterlaufen um einen Block nach einer nicht- geboykotteten Straßen- und des Unterarms. Der Arbeiter, welcher zunächst von der Car oder nach einem Union- Bierplat! Orts- Krankenkasse zu Bonn unterstützt wurde, gab sich wohl Am Sonntag, den 20. d. M., Vormittags 10 Uhr, wird in Aber auch abgesehen von der Unmöglichkeit, die Massen Mühe, daß ihm nach Ablauf der Leistungen der Krankenversiche den Konkordia- Sälen, Andreasstr. 64, eine öffentliche Ver- wirksam zur Ausführung dieses Systems zu organisiren, hat rung die Wohlthaten der Unfallversicherung zu Theil würden. sammlung sämmtlicher Bauhandwerker und Bauarbeiter Berlins der Vorschlag noch einen anderen Fehler. Er wäre eine förm- Allein, da der damalige Pächter des Restaurants den Unfall und Umgegend stattfinden( siehe Annonce), in welcher über die liche Prämie auf zwei abscheuliche Schattenseiten der Arbeiter der Behörde nicht angezeigt, auch furz nach demselben Frage der Fensterverglasung und der offenen Roatsfeuerung auf bewegung: auf ein widerwärtiges Spionagesystem, auf die ge- Bonn verlassen hatte, war er über den einzuschlagenden Weg im Bauten in Räumen, in welchen gearbeitet wird, gemeinsam be- hässige Denunzirerei von Kamerad zu Kamerad, von Union zu Unklaren. Da die Maschine zur Heizungsanlage gedient hatte, rathen werden soll.; Union und auf die heuchlerische, betrügerische Ausnugung der wandte sich der Arbeiter zuerst an die Rheinisch- Westfälische Es ist bezeichnend für die heutige Gesellschaft, daß wir Arbeiter als Konsumenten durch zwar nicht alle, aber sehr viele Maschinenbaus und Kleineisen- Industrie- Berufsgenossenschaft. alle Jahre diese felbe Frage im Spätsommer auf die Tages- kleine Geschäftsleute, die sich kein Gewissen daraus machen, Diese lehnte jedoch den Antrag auf Unterstützung ab, weil zur ordnung setzen müssen, daß wir immer wieder von neuem diesen unter dem Schild der Arbeiterfreundlichkeit" und unter der Zeit des Unfalles die Zentralheizung nicht betrieben worden sei. Kampf aufnehmen müssen. Es geht aber doch nicht anders. So Firma des„ Union"- Geschäftes ihren Arbeiterkunden schlechten Weil nun die Maschine theilweise zur Erzeugung von elektrischem wenden wir uns denn an die Bauhandwerker und ersuchen sie, Schund für theuren Preis zu verkaufen! Die Mehrheit der Licht gedient hatte, wandte sich der Arbeiter hierauf an die hierzu dieser Versammlung recht zahlreich und recht zeitig zu er- New- Yorker Arbeiter, welche nach beiden Seiten bin ihre für zuständige Berufsgenossenschaft der Feinmechanik. Allein scheinen, damit die gefaßten Beschlüsse so viel als möglich als gründlichen Erfahrungen gemacht haben, wird uns darin bei- auch diese Genossenschaft lehnte das Gesuch ab, weil der Betrieb der Ausdruck der ganzen Bauhandwerkerschaft betrachtet werden pflichten. des elektrischen Lichtes am Tage des Unfalles bereits eingestellt können. Es geht mit dieser projektirten Organisirung der Kon- war. Hierauf wandte sich der Verlegte an die Nahrungsmittel sumenten", wie mit anderen derartigen Palliativen, auf welche Industrie- Berufsgenossenschaft, weil die Maschine auch zur Eissich einzelne Arbeiter Wortführer kapriziren sie können selbst gewinnung diene. Letztere lehnte indessen ebenfalls den Antrag ihr bescheidenes Ziel nur erreichen bei einmüthiger, anhaltender auf Unterstüßung ab. Der so wiederholt mit seinen GeSolidarität der Gesammt- Arbeitermassen. Und haben wir es suchen Abgewiesene ersuchte hierauf die dortige Aufsichtsbehörde, erst zu einer solchen Solidarität gebracht, nun, dann wären die das Oberbürgermeister- Amt, eine Entscheidung zu treffen. Arbeiter doch wieder Thoren, wollten sie sich mit so bescheidenen Dies entschied dahin, daß die Nahrungsmittel- Industrie- BerufsBielen begnügen." genossenschaft unterstützungspflichtig sei. Allein lettere fehrte sich nicht an diese Entscheidung, und der Arbeiter wandte sich an das Reichs- Versicherungsamt, welches der genannten Genossenschaft auftrug, sofort Stellung zu dem Unfalle zu nehmen. Die Genossenschaft entsprach dieser Anordnung auch insoweit, daß sie dem Verlegten einen einmaligen Rentenvorschuß gewährte, lehnte Die Gründe, die jüngst für die Vermehrung der„ Unfälle aber die Unterstützung im Prinzip ab. Der Arbeiter legte hierim Betriebe" angegeben werden, veranlassen mich, darauf auf- gegen Berufung beim Schiedsgerichte ein, welches aber zu gunsten mertfam zu machen, daß man in den betreffenden Kreisen die der beklagten Berufsgenossenschaft entschied. Das Schiedsgericht Gründe vermuthlich nicht sehen will, denn ich fann taum an- war gemäß der Urtheilsbegründung der Ansicht, daß die drei nehmen, daß unsere Nationalökonomen, Fabrikinspektoren 2c. sich vorhin genannten Betriebe nicht als selbständige, je einzeln verEin Unternehmerausstand ist, wie wir einer in der„ Elber bei objektiver Betrachtung der Sachlage auf nur 10 Minuten sicherungspflichtige Betriebe der drei erwähnten Genossenschaften, felder Freien Preffe" veröffentlichten Mittheilung entnehmen, in über den bedeutendsten Faktor, der bei Beurtheilung der sondern als Nebenbetriebe der für den Hauptbetrieb des Langenberg, Kreis Mettmann, ausgebrochen. An diesem Orte, Frage nach Vermehrung der Unfälle" zu Grunde liegt, Pächters in Betracht kommenden Genossenschaften anzusehen so wird unserm Partei- Organ geschrieben, der eine start entim Zweifel sein können. Die Zahl der zur Entschädigung seien. Hierdurch wurde noch eine vierte Berufsgenossenschaft, wickelte Seidenindustrie besitzt und sich vornehmlich durch die gemeldeten Unfälle bezw. der erhobenen Ansprüche auf Gewährung die Brauerei- und Mälzerei- Berufsgenossenschaft, in die Frage Industrie ernährt, existiren seit ungefähr 90 Jahren drei größere einer Rente hat sich seit dem Jahre 1889 in genau hineingezogen, da damals in erster Linie die Aktienbrauerei Färbereien, auf welche die hiesige und benachbarte Industrie demselben Maße vermehrt, wie feit dieser Zeit die Gelegenheit" Phönig" in Dortmund Pächter der Restauration gewesen war. vielfach angewiesen ist. Laut Verfügung der königl. Regierung zum Erwerb, die Löhne 2c. herabgefunken, dagegen die Kosten allein auch diese Berufsgenossenschaft wies den Unterstützungsist den Färbereien die Klärung vermittelst Kalt, welche Klärungs- der Lebenshaltung bedeutend gestiegen sind. Daß ein Arbeiter antrag ab, und das Schiedsgericht verwarf die hiergegen einmethode auch jetzt noch in den drei Etablissements angewandt muthwillig oder aus Lässigkeit seine gefunden Knochen riskirt, gelegte Berufung. wird, vorgeschrieben und daraufhin gestattet, ihre Ab- um nach unendlichen Scheerereien jährlich vielleicht 30 m. Rente Der Verlauf der Verhandlungen brachte den Arbeiter zuletzt wässer in die bei der hiesigen Stadt vorbeifließenden so zu erhalten, ist eine bodenlose Verleumdung und kann nur von in die höchst sonderbare Lage, gegen das Urtheil zweier Schiedsgenannten Hardenberger und Deilbacher Bäche laufen zu lassen. Jemandem aufgestellt und verbreitet werden, der mit Arbeitern gerichte Berufung an das Reichs- Versicherungsamt einlegen zu Gegen diese Verfügung wurde seit Jahren nichts eingewandt, zu keiner Beit im Verkehr gestanden, der sie als Geschöpfe müssen, obschon beide Berufungen sich nicht gegen dieselbe Berufsbis ein unterhalb der Färbereien wohnender Hofbesiger die Ent- niederer Ordnung betrachtet! Nein, nicht dies ist die Ursache genossenschaft richteten. Das Reichs- Versicherungsamt hat endlich deckung machte, daß seine Kühe das Wasser mit Widerwillen zur Vermehrung der entschädigungspflichtigen Unfälle", sondern am 10. Juli d. J. die Nahrungsmittel- Industrie- Berufsgenossentränken. Eine eigenthümliche Illustration zu der Behauptung die schlechteren Erwerbs- und Lebensbedingungen zwingen die schaft verurtheilt, dem Kläger eine dauernde Rente zu zahlen. des vorher erwähnten Hofbesizers liefert der Umstand, daß der Arbeiter, trotz aller Nörgeleien selbst eine geringe Rente mit Es ist ein dringendes Bedürfniß, daß der Gang der Unfallunterselbe für seine Ochsen anerkannterweise in hiesiger Gegend bei allen Mitteln durchzufechten, auf die sie bei besseren Arbeits- suchungen und Rentenfeststellung in Zukunft erleichtert und abden Metzgern die höchsten Preise erzielt, ob dieses nun infolge verhältnissen freudig verzichtet hätten. Daß die Zahl der gefürzt werde. oder trotz des Genusses der Wässer, entzieht sich unserer Be Unfälle überhaupt relativ gestiegen, glaube ich nicht, urtheilung. Außer den Abwässern der Färbereien finden ein fann mich aber zur Zeit hierüber nicht informiren. Von der Versicherungsanstalt Mecklenburg empfingen großer Theil der Fäkalstoffe hiesiger Stadt und der Schmutz ver- Sollte dies aber der Fall sein, so erscheint es mir nicht im Jahre 1892 3176 Personen aus dem J. 1891 und 1017 Perfchiedener Meggereien ihren Abweg in den Hardenbergerbach, ungerechtfertigt, bei den aus Unachtsamkeit herbeigeführten Un- sonen aus dem Jahre 1892, zusammen 4193 Perfonen Alterswelcher sich mit dem Deilbach vereinigt. Aus diesem Grunde fällen Gewicht darauf zu legen, wie lange der Verunglückte ge- rente( A.) und 219 Personen aus dem Jahre 1892 Invaliden ist es schiver zu fonstatiren, welche Bestandtheile des Baches den arbeitet und in welchem törperlichen Zustand er sich zur Zeit des rente( I.). Die ältesten Renten Empfänger sind im Ochsen Widerwillen einflößen. Unfalles befand, denn es ist nicht unwahrscheinlich, daß der aus: Jahre 1808 geboren. Von den Rentenempfängern find gemergelte, ungenügend genährte Arbeiter einer Unfallgefahr in 3719 Männer( 3528 A., 191 J.), 693 Frauen( 665 A., feiner Schlaffheit eher erliegt, als ein anderer. 28 J.), dem Domanium gehören 1464( 1379 A., 85 J.) Aber noch ein Umstand ist auf die Vermehrung der Bean, den ritterschaftlichen Gütern 1551( 1476 A., 75 J.), den rufung und Rekurse von sehr wesentlichem Einfluß. Nicht die Städten und ihrem Gebiet 1397( 1338 A., 59 J.). Der Kapitalunbescheidenheit und Tattlosigkeit der Arbeiter" bewahre, werth der Renten beträgt für die im Jahre 1891 entstandenen fondern die zeitweilig unbegreifliche Rücksichtslosigkeit der Ver- Altersrenten 1 306 735,33 m., für die im Jahre 1892 entstandenen trauensärzte" in der Tagirung der verbliebenen Erwerbsunfähig 494 474,99 M., für die im Jahre 1892 entstandenen Invalidenfeit und die Behandlung der Verlegten geben in der Mehrzahl renten 104 271,13 M., zusammen 1 905 484,45 M. Im den eigentlichen Grund zur Anrufung höherer Instanzen, in Rechnungsjahre 1892 find 1077 Rentenempfänger mit einer welchen trotz der Geheimrathsmitglieder" zum Verdruß der Be- jährlichen Rente von 81 980,83 M. hinzugekommen, rufsgenossenschaft sehr oft eine für den Verlegten günstige Ent- 352 Rentenempfänger mit einer jährlichen Rente von scheidung erfolgt. 25 534,04 M. abgegangen, so daß am Schlusse des Rechnungsjahres 725 Rentenempfänger mit einer jährlichen Rente von 56 446,79 m. vorhanden waren, dazu kommen die 3048 Rentenempfänger aus dem Jahre 1891 mit einer jährlichen Rente von 231 602,72 M. Mithin ist der Gesammtbestand am Schlusse des Jahres 1892: 3778 Rentenempfänger mit 288 049,51 m. jähr " Der erwähnte Hofbefizer fühlte sich jedoch nichtsdestoweniger veranlaßt, den Beschwerdeweg gegen die drei Färbereien, welche doch nur zum Theil an der Berunreinigung der Bäche schuld sind, zu betreten. Auch der Besitzer eines kleinen Kupfer walzwertes, welches ungefähr 15 Arbeiter beschäftigt, soll sich der Beschwerde angeschlossen haben. Inwiefern Färbereiabwässer Kupferplatten Echaden zufügen, wäre doch auch für weitere Kreise interessant zu erfahren. Infolge jener Beschwerde wurde von der königlichen Regierung eine Kommission hierher gesandt, deren Borsigender ein junger, der Industrie scheinbar völlig fernstehender Regierungsassessor war. Der Besuch dieser Kom mission hatte eine Weifung der königlichen Regierung an das hiesige Bürgermeisteramt zur Folge, nach welcher die Färbereien, falls das Wasser nicht ganz klar abliefe, täglich mit 30-100 m. oder höher in Strafe zu nehmen seien. Daß eine Färberei und zumal bei dem schlechten Gange der Industrie eine solche Mehr ausgabe nicht ertragen tann und daß eine Klärungsmethode, Familiensprache der Schüler anf niederen Schulen. welche das Wasser ganz klar ablaufen läßt, ganz enorme Kosten Taubstummen- Statistik. Nach der letzten schulstatistischen Erlicher Rente. verursachen und gleichbedeutend sein würde mit der Unrentabilität hebung ergab sich, daß in Preußen von 5 183 283 Schülern der Within bezieht jeder Rentenempfänger noch nicht 80 m. der drei Etablissements, sollte doch den Herren, welche extra fämmtlichen niederen Schulen 4528 336 nur das Deutsche als jährlich. D, die herrliche Sozialreform. zur Beurtheilung derartiger Angelegenheiten abgefandt werden, Familiensprache benusten, während 655 947 Kinder oder einleuchten. Es scheint in gewissen Kreisen eine Antipathie gegen die 122/3 pCt. entweder eine nicht deutsche oder eine fremde und Die Ausstellung der Juvaliditätsatteste für Arbeiter. Industrie Platz zu greifen! Aber was gerade anders als die Industrie die deutsche sprachen. Von den 561 455 ausschließlich eine Ginen eigenthümlichen Zweck soll eine Maßregel haben, die in ernährt die starke Bevölkerung unserer Gegend! Da aus den vor- fremde Sprache sprechenden waren 495 023 polnisch, 23 303 verschiedenen Versicherungsanstalts- Bezirken in Kraft getreten stehend erörterten Gründen die Färbereien nicht mehr im stande dänisch, 12 665 12 665 littauisch, 10 488 wendisch, 11 073 sonst ist. Ueber diese Maßregel wird in bürgerlichen Blättern befind, ihren Betrieb aufrecht zu erhalten, haben dieselben ihren slavisch, 8565 fafsubisch, 2761 friesisch, 1546 wallonisch und richtet: zu Und wer wagt es, unter diesen Umständen Steine auf die Arbeiter zu werfen, wenn sie sich bestreben, zu ihren Rechten gelangen?" mehr als dreihundert Arbeitern und Angestellten 1030 hatten eine andere Sprache. Seit der vorlegten Gr. Die Remunerirung der Aerzte für die von denselben auszutündigen müssen. Es hat sich daher der Arbeiter, welche hebung( 1886) hat die Zahl der ausschließlich eine nicht deutsche stellenden Invaliditätsatteste zur Begründung von Invalidenin Langenberg wohl schwerlich eine andere Beschäftigung finden, Sprache sprechenden Schüler um 2274 abgenommen, die der deutsch renten- Ansprüchen liegt bekanntlich grundsäglich den Antrag eine begreifliche Aufregung bemächtigt. Mancher brave Arbeiter und eine fremde Sprache sprechenden um 2648 zugenommen. Da stellern ob. Defsenungeachtet hat sich die Versicherungsanstalt fieht mit Frau und Kindern trostlos in die Zukunft. die Gesammtzahl aller Schüler in diesen fünf Jahren um 102 031 entschlossen, für jedes ärztliche Gutachten dieser Art ein zu So die Einsendung. So sehr wir anerkennen, daß Behörden zugenommen hat, so ist der Antheil der fremdsprachigen nicht fäßliches Honorar von drei Mart zu zahlen, wenn für die Pflicht haben, für unschädlichmachung der Abwässer zu sorgen, unerheblich gesunken. Im Jahre 1886 sprachen nur polnisch betreffenden Invalidenrenten- Antrag sie selbst zuständig ist und so eigenthümlich scheint man denn doch in diesem Fall vor 503 064, 1891 noch 498 588 Kinder, dagegen deutsch und polnisch der Arzt das Gutachten unmittelbar an die zuständige Bergegangen zu sein. In heutiger Zeit ist der Arbeitslose dem 1886 72 740, 1891 79 010, nur dänisch 1886 24 651, 1891 28 808, waltungsbehörde abgiebt, ohne dem Antragsteller Einsicht Hunger überliefert, und eine Behörde sollte sich sehr besinnen, be- dagegen dänisch und deutsch 1886 1624, 1891 1888 Rinder.zu gestatten. Diese Vergütung der ärztlichen Mühewaltung foll vor fie einigen Ochsengrafen vielleicht zu liebe zu einer Repressalie Die Bahl der Taubstummen stellt sich im Verhältniß zur Ein- die Bereitwilligkeit wie auch die Selbständigkeit und Genauigkeit den Anlaß giebt, durch welche 100 Arbeiter aufs Straßenpflaster wohnerzahl bei den verschiedenen Stationen wie folgt: auf der Untersuchung und Begutachtung seitens des Arztes sichern, geworfen werden. 100 000 Lebende kommen Taubstumme in der Schweiz 245,2, in und die Bedingung, daß nur für das vom Arzt direkt an die Desterreich 130,7, in Ungarn 126,8, in Schweden 102,3, in Verwaltungsbehörde abgegebene Attest das Zuschußhonorar geOrganisation der Konsumenten" als Waffe gegen die Preußen 101,9, in Finnland 101,8, in Deutschland( außer zahlt wird, den Aerzten die Freiheit der unbefangenen Aussprache 3,8, in Ausbeutung der Arbeiter, das ist, wie wir aus der amerikanischen Preußen) 93,1, in Norwegen 86,4, in Portugal 74,7, in den gegenüber den Interessen des Antragstellers gewährleisten. Sos Arbeiterpresse ersehen, der neueste, im Lager der„ Knights of Bereinigten Staaten von Nordamerika 67,5, in Griechenland wohl die Aerztekammer der Provinz Sachsen, als auch der AerzteLabor"( Ritter der Arbeit) zur Verhandlung stehende Vorschlag. 64,6, in Frankreich 62,6, in Dänemark 62,0, in Italien 53,7, in verein des Herzogthums Anhalt haben sich mit dein Vorgehen Das heißt, neu ist er eigentlich nicht; er ist schon im Jahre 1887 Das heißt, neu ist er eigentlich nicht; er ist schon im Jahre 1887 Spanien 45,9, in Belgien 43,9, in Holland 33,3. Die meisten der Anstalt einverstanden erklärt. von einem Führer der„ Knights", Henny Beckmeyer, gemacht Taubstummen sind jugendliche Personen. Hierzu bemerkt unser Bruderorgan, das Boltsblatt für Anworden, als eine Reihe von Streikniederlagen die organisirte halt" Die Aerzte sollen durch diese Einrichtung die Freiheit Arbeiterschaft zu entmuthigen begann. Verschleppungen der Unfallentschädigung. Daß man der unbefangenen Aussprache" erhalten. Ohne den Aerzten in Was mit einer Organisation der Konsumenten" im die Unternehmerverbände zu fast ausschließlichen Trägern irgend einer Weise zu nahe zu treten, dürfte doch mit der Interesse der Arbeiterfache nur gemeint sein tann, liegt auf der Unfallversicherung gemacht hat, dürfte wohl der Hauptgrund Beit sich die Wirkung dieser Einrichtung in einer den Arbeitern der Hand: sein, daß die der Unfallversicherung unterliegenden Arbeiter mit nachtheiligen Weise geltend machen. Die Arbeiter werden noch Das Kaufen von Unionwaaren und das Nichtkaufen, vulgo: so viel Schwierigkeiten in Erhebung ihrer Ansprüche zu kämpfen mehr das Vertrauen zu der Krönung der Sozialreform" verBoykotten von„ Stabwaaren" foll fyftematisch organisirt werden, haben. Daß die Berufsgenossenschaften nur zu gern sich ihren lieren, als wie es jetzt schon der Fall ist; außerdem werden dieum dadurch auf die kapitalistischen Produzenten einen nachhaltigen Verpflichtungen entziehen mögen, ist vom Reichs- Versicherungsamt felben den Aerzten mit mehr oder weniger gerechtfertigtem MißDruck im Interesse der Arbeiter auszuüben. Die Vertheidiger selbst anerkannt und auch oft rektifizirt worden. Am schlimmsten trauen entgegentreten, hauptsächlich denen, die in dem Rufe des Systems meinen, der Angriff mit diefer Waffe treffe das aber sind die Arbeiter daran, wenn es zweifelhaft ist, bei welcher stehen, ihre Atteste direkt an die Verwaltungsbehörde einzuFabrikantenthum empfindlicher als Streits, und das System habe Berufsgenossenschaft der Arbeiter seinen Entschädigungsanspruch senden. Dazu kommt noch die verschiedene Anschauung der ben großen Borzug, feitens der Arbeiter weder Kosten noch sonstige zu verfolgen hat. Dann tönnen oft mehrere Jahre vergehen, Aerzte über die Arbeitsunfähigkeit der Arbeiter; so könnten große Opfer zu beanspruchen. ehe der Berunglückte zu seiner armseligen Entschädigung gelangt. wir aus der Unfallversicherungs: Praxis einige Fälle anführen, Das flingt sehr plausibel auf den ersten Blick, und doch ist Wenn schon für den gefunden Arbeiter die Mühseligkeit der wo einzelne hiesige Aerzte und auch auswärtige Professoren fein Vorschlag unpraktischer, schwerer durchführbar, unzwed- Rechtsverfolgung fast der Rechtlosigkeit gleichkommt, so wird der die Verunglückten immer noch für arbeitsunfähig erklärten, mäßiger, als gerade dieser. im Dienste der Arbeit zum Krüppel gewordene geradezu dem während andere Aerzte den Mann für arbeitsfähig schrieben Unfer New- Yorker Partei- Organ übt daran folgende Kritik: Glend preisgegeben, wenn Jahre vergehen, ehe sein Entschädigungs- und dadurch den Wegfall der Rente veranlaßten, so daß erst Wenn es schon schwer ist, die Arbeiter zum Streit zu orga- anspruch festgestellt ist. Für die Berufsgenossenschaft allerdings das Schiedsgericht Schiedsgericht angerufen werden mußte. Uebrigens nisiren, der doch meist, wenn er zum Ausbruch kommt, eine entspringt daraus der reine Gewinn; das Elend und die voll ist die von der Versicherungs- Anstalt Sachsen- Anhalt getroffene natürliche Reaktion ist gegen den unmittelbar empfundenen Druck ständige Hilflosigkeit in den ersten Jahren nach dem Unfall be Maßregel nach unserer Meinung vollständig ungefeßlich, da ste auf seiten der ausgebeuteten Arbeiter- um wieviel schlimmer wirken oft, daß die endlich erftrittene Rente nicht zu lange die mit dem§ 75 des Invaliditäts- und Altersversicherungs- Gesetzes noch wird sich eine dauernde Organisirung der Arbeiter zum Berufsgenossenschaft belastet. Faft täglich werden uns Ver- in Widerspruch steht. Nach diesem Paragraph haben die Per Gebrauch einer solchen, erst auf Umwegen wirkenden Waffe er- fchleppungsfälle mitgetheilt und werden wir in solchen zu Rathe sonen, welche eine Rente beziehen wollen, ihren dahingehenden weisen? gezogen. Einen Fall, der typisch ist, theilt der Bauhandwerker" mit. Antrag unter Beifügung aller zur Begründung dienenden Der als Maschinist in dem Restaurant, Rheingold" zu Bonn Beweisstücke bei der zuständigen Verwaltungsbehörde einzureichen. Selbst anfangs mit fanatischer Begeisterung unternommene Boytotts, wenn sie nicht unmittelbar von Erfolg begleitet waren, angestellte Arbeiter B. war in der Nacht vom 28. zum Da nun das ärztliche Zeugniß mit zu den Beweisstücken gehört, wurden von der Masse der Arbeiter regelmäßig fehr bald wieder 29. August 1890 damit beschäftigt, den im Keller befindlichen so dürfte sich die obige Verfügung wohl mit Erfolg im Be. fallen gelassen, weil sich die Arbeiter in ihrer Mehrheit auf eine Dampfteffel mit Wasser zu speisen. Beim Aufdrehen des Hahnes schwerdewege anfechten lassen. Wir empfehlen deshalb allen längere Dauer selbst den kleinen, durch den Boykott erforderten sprang der Rücken heraus und der Arbeiter erlitt durch den aus- Arbeitern, welche Anspruch auf die Invalidenrente ma.ben Beschwerden nicht unterziehen wollten für andere, wie z. B. das firömenden Dampf eine schwere Berbrühung der rechten Hand I wollen, bei Verweigerung des ärztlichen Zeugnisses bezw. Eins Arbeitslosigkeit und Arbeitsvermittelung in Industrie. und Handelsstädten. Nach dem Sozialpolitischen Zentral blatt" ladet das Freie deutsche Hochstift" zu Frankfurt a. M. zu einer Besprechung über dieses Thema zu Anfang Oktober ein. Ort der Verhandlung ist Frankfurt a. M. Als Referate, die die Diskussionen einleiten sollen, sind in Aussicht genommen: Prof. Dr. Tönnies( Riel):" Der moderne Arbeitsvertrag und die Arbeitslosigkeit"; Karl Kloß, Bürgerausschußmitglied und Vorfizender des deutschen Tischlerverbandes in Stuttgart: Arbeits losigkeit im allgemeinen und Nothstandsarbeiten"; Dr. E. Hirsch berg, Beamter des städtischen statistischen Bureaus in Berlin: Erhebungen über Arbeitslosigkeit". von Material haft Grenzstr. 4, gewählt. Zu Punkt Verschiedenes nimmt der Bäcker Kretschmann das Wort, die Anwesenden auffordernd, für die Bäckerei Kontrollmarte einzutreten. Auf Antrag des Kollegen Rörsten wurde folgende Resolution angenommen: Die heutige öffentliche Formerversammlung erklärt sich mit den Bestrebungen der Bädereiarbeiter solidarisch und verpflichtet sich, diefelben nach Kräften zu unterſtüßen. reichung desselben direkt durch den Arzt sofort den Beschwerde- Izur Tagesordnung. Ein Ein schweizerischer Delegirter wollte I sanitären Einrichtungen Sorge zu tragen. Er empfehle desweg anzutreten. die Einführung eines Minimallohnes von 4 Franks und halb der Versammlung, den Ausschuß der Gewerbegerichtsgung vom 20. Dienstjahre an mit einer Minimal- Jahresrente um bei den hiesigen Fabriken diese Forderungen durchzusetzen. ferner Aufstellung der Forderung auf Pensionsberechti- Beisiger zu beauftragen, die nöthigen Schritte zu thun, von 1200 Frants. Diesem Antrag wurde ein anderer entgegen- Nach furzer Debatte wurde der Antrag einstimmig angenommen gestellt, der einfach den gänzlichen Anschluß an die allgemeine und Kollege Körsten mit dem weiteren Verfolg dieser Angelegen Arbeiterbewegung verlangt, welche die Altersversicherung durch heit betraut. Bum 2. Punkt„ Die Schädigung der Arbeiter durch den Staat, Abschaffung der Akkordarbeit, Minimallohn u. f. w. das Submissionswesen" referirte Kollege Zinzer. Kollege Körsten fordert. stand vom nächsten Kongreß zu behandeln sei. Kurzweg abgelehnt missionswesen zu beseitigen, da durch das Unterbieten Schließlich einigte man sich dahin, daß dieser Gegen bemerkte, daß alle Gewerkschaften ein Interesse haben, das Subwurde ein Antrag der holländischen Delegation, wonach bei der Unternehmer bei ihren Forderungen in aller= einem Kriegsausbruch sofort die Angestellten und Arbeiter der erster Linie der Arbeiter zu leiden habe. Jeder einzelne Eisenbahnen die Arbeit einstellen sollen. Dagegen wurde auf habe die Pflicht, durch Herbeischaffung Antrag derselben Delegation beschlossen, daß die von den Schädigung der Arbeiter durch dieses System nachzuweisen. Organisationen mit mindestens zwei Drittel ihrer Mitgliedschaft Im Sinne des Referenten sprachen Panikke, Stobsack und Pezold. Beschäftigung ingendlicher Arbeiter. Durch den Jahres- nationalen Kasse zu unterſtügen seien. Als Ort des nächsten die Tagesordnung der nächsten Versammlung zu setzen. Als beschlossenen Streits moralisch und finanziell aus der inter- Es wird schließlich beschlossen, den Gegenstand als 1. Punkt auf bericht eines Fabrikaufsichts- Beamten ist es zur Kenntniß des Ministers gelangt, daß in einzelnen Fabriken den jugendlichen Kongresses, der im Oktober 1894 statisinden soll, wurde einstimmig Vertrauensmann für den Norden wird Kollege Tauschel, wohnArbeitern feine Vor- und Nachmittagspausen gewährt werden Paris gewählt. und daß hierbei die Ansicht vertreten wird, daß die Nicht- Reisban' in Italien. Im Jahre 1892 waren in Italien gewährung dieser Pausen ohne weiteres denjenigen Fabriten 197 827 Heftar Fläche mit Reis bebaut, 3138 Heftar mehr als nachgesehen werden könne, welche die Beschäftigung der jugend im Jahre 1891. Geerntet wurden 7 260 034 Seftoliter, gegen lichen Arbeiter unter Gewährung einer 12ftündigen Mittags 1891 ein Mehr von 332 400 Seltolitern. Der Hektar Boden pause auf die Zeit von 8 Uhr Morgens bis 4 Uhr Nachmittags lieferte durchschnittlich 36,70 Hektoliter Reis, gegen 35,683 Hekto eingeschränkt hätten. Diese Regelung der Beschäftigungszeit liter im Jahre 1891. Die Reiseinfuhr fant von 339 429 Sefto für jugendliche Arbeiter ist nur zulässig, wenn sie auf grund des litern im vorhergegangenen Jahre auf 12 021 Hektoliter im Die Kranken- und Sterbekaffe der Berliner Hand§ 139, Absatz II der Gewerbe- Ordnung von der höheren Ver- Jahre 1892, was natürlich auf die Höhe der Ausfuhr von Ein- diener( E. H. 61) verhandelte nochmals in einer Versammlung waltungsbehörde ausdrücklich gestattet ist, weil nach§ 136 fluß sein mußte. Trotzdem betrug diese noch 793 241 Seftoliter, am 8. August über das weitere Bestehen der Kaffe. Nach Er a. a. D. den jugendlichen Arbeitern, die an Vor- und Nach gegen 804 745 Hektoliter im Jahre 1891. mittagen zufammen länger als 6 Stunden beschäftigt werden, in sehr start verbraucht. Nach einer Statistik aus dem Jahre 1883 Debatte über diesen Gegenstand eröffnet und sprechen für das Reis wird in Italien ledigung einer Reihe geschäftlicher Angelegenheiten wird die allen Fällen eine Vor- und Nachmittagspause gewährt werden stellte sich der Reisverbrauch pro Kopf in Deutschland auf 1,9, Weiterbestehen der Kasse die Kollegen Wagenschütz, Utech und muß und Abweichungen von der gefeßlichen Regel nur auf dem Frankreich 2,1, England 6, in Italien aber auf 22,8 Kilogramm Wilhelm, für Auflösung derselben die Kollegen Gebert, Friedrich, § 139 a. a. D. vorgesehenen Wege zugelassen werden können. jährlich. Die Urheimath des Reises ist Asien, und zwar China, Meier und Grauer. Auf Antrag Grauer beschließt die VerDa Unternehmer, welche die vorgeschriebenen Vor- und Nach Japan, Indien; man baut ihn noch in Afrifa, Südeuropa und fammlung, sämmtliche eingegangene Erklärungen zu verlesen. Da mittagspausen in Wegfall bringen, ohne die Genehmigung der Amerika. Die Grenze seines Gedeihens ist der 46. Grad nörd- das Verlesen über eine Stunde in Anspruch nimmt, verläßt ein höheren Verwaltungsbehörde eingeholt zu haben, sich strafbar licher Breite. Ueber 750 Millionen Menschen ernähren sich mehr Theil der Mitglieder den Saal. Das Resultat ergiebt: 206 Anmachen, wird regierungsseitig darauf aufmerksam gemacht, daß oder weniger ausschließlich von ihm; er ist demnach die am wesende und 204 Nichtanwesende sind für das Weiterbestehen und in allen Fällen der vorbezeichneten Art, sowie in anderen Fällen meisten verwendete Nährpflanze. 307 Anwesende und 1 Nichtanwesender für Auflösung der Kasse. abweichender Regelung der Pausen, für welche die in der AusHierauf beschließt die Versammlung auf Antrag D. Grauer, führungsanweisung vom 26. Februar 1892 unter F. IV. b. be= nochmals eine Abstimmung durch Handhochheben vorzunehmen, zeichneten Voraussetzungen vorliegen, die für eine solche Rege= lung nothwendigen Anträge gestellt werden müssen, wo dies nicht dieselbe ergiebt 67 für Auflösung, 62 dagegen. Der Schriftführer geschieht aber die Vorschriften des§ 136 zur Durchführung ge= Kollege Runge konstatirt, daß nach diesem Resultat die Kasse nicht aufgelöst werden könne. Der Kassirer macht die Mitglieder bracht werden. darauf aufmerksam, daß infolge dieses Beschlusses die Beiträge Meinung und entschloß man sich zum Schluß, noch eine weitere erhöht werden müssen. Die Versammlung war hierüber getheilter Versammlung einzuberufen. 22. August, bet Buggenhagen statt. Diese findet am Dienstag, den Versammlungen. vor Zur Lage der Bäckerei- Arbeiter. Von dem Sohn eines 16. August ins Joel's Festsaal. Der Vertrauensmann, Kollege Eine öffentliche Versammlung der Töpfer tagte am Berliner Bäckermeisters erhalten wir eine Buschrift, in der er melaer, erstattete den Kassenbericht für die Zeit vom antnüpfend an die von uns fürzlich besprochene Statistik seine 28. Mai bis 3. August. Mit dem Bestande von 673,91 m. be Erfahrungen wie folgt schildert: Es giebt nach wie vor noch Schlafräume für Bäckergesellen, trugen die Einnahmen 2001,61 M., die Ausgaben 490,90 m. In der Generalversammlung des Fachvereins gegen die ein Schweinestall auf einem Gute ein Palast genannt und ist somit ein Bestand von 1510,71 m. vorhanden. Bekannt werden kann. In den meisten Bäckereien ist es Gebrauch, daß gegeben wurde, daß infolge Lohndifferenzen die Kollegen auf dem der Tischler sprach am 12. August Herr Dr. Heymann zwei Gesellen in einem Bett schlafen, sowie daß die Haustnechte, Bau des Töpfermeisters abert( Rigdorf) in der Tresckow- über das Thema:" Staat und Gesellschaft". Der vom Kassirer wenn die Gesellen aufstehen und an die Arbeit gehen, sich ins straße die Arbeit niedergelegt haben und vor Zuzug warnen. gegebene Kassenbericht ergab eine Einnahme von 69,40 M., dazu erste beste Gesellenbett, das eben erst verlassen worden, hineinlegen. Auch die Arbeiter bei Häfeler führten Klage über nicht Inne Bestand 4696,70 W.; dem steht eine Ausgabe von 243,22 W. Vom Lüften der Betten ist unter solchen Umständen natürlich keine haltung des Lohntarifs. Ein Antrag, die Versammlungen in gegenüber, mithin ein gegenwärtiger Bestand von 4521,88 m. Rede. Ebenso ist es mit der Beköstigung der Leute bestellt. Mir sind Zukunft durch Säulenanschlag bekannt zu geben, wurde ab- Davon sind 4000 M. zinstragend angelegt. Der Unterstüßungsviele Bäckereien bekannt gewesen, wo die Gesellen pro Woche für gelehnt, doch sollen sie von jest ab präzise 61/2 Uhr beginnen. fonds hatte eine Einnahme von 86,35 M., eine Ausgabe von 15 M. aufzuweisen, mithin einen Bestand von 71,35 M. Ueber einem gewissen Ignaz Butter und Belag eine Mart, also pro Tag etwas über 14 Pf. Kollege Kliese warnte erhielten, wozu noch täglich 1 große einfache Weiße für 10 B. Schmidt. Zur Fenster- und Koatstorb- Frage referirte Regie- die private Arbeitsvermittelung entstand eine längere Debatte, tam. Außer Kaffee des Morgens, der auch danach ist, erhielten rungsbaumeister Keßler und führte aus, daß von den Unter- die dadurch ihren Abschluß fand, daß ein Antrag vom Kollegen die Leute ein Mittagessen. Dieses besteht entweder aus Kar- nehmern, bei denen in allen Fragen nur der Kapital- Köster, diese Angelegenheit auf die Tagesordnung der nächsten toffelsuppe mit Fleisch, Brühkartoffeln oder sonst einer breiigen profit ausschlaggebend sei, ein Entgegenkommen in dieser Frage Versammlung zu setzen, angenommen wurde. Masse; von Gemüse einmal oder auch Braten oder gar Kompot nicht zu erwarten ist. Die Arbeiter hätten aber ein gutes Recht, Die öffentliche Versammlung der Filzschuharbeiter teine Spur. Ein Bäckermeister würde einen Schlagfluß be- Rücksichtnahme auf Leben und Gesundheit zu fordern und und Arbeiterinnen, welche am 14. b. Mts. abgehalten wurde, fommen, wenn ihm zugemuthet würde, seinen Leuten auch mal müßten sich diese eventuell erzwingen. Die schwere Arbeit im und Arbeiterinnen, welche am 14. b. Mts. abgehalten wurde, Sonntags wenigstens Kompot zu verabreichen. Wenn nun der Bau lasse eine warme Kleidung kaum zu, und so werde der Bau- hatte als ersten Gegenstand die Zuchthausarbeit und die ArbeiterKontrollmarke zur Besprechung auf ihrer Tagesordnung. HutGeselle bei diesem Fraß nicht existiren kann, na, dann muß er arbeiter durch die kalte Zugluft bald krank und siech. Troydem macher August in referirte über dieses Thema und empfahl die entweder seinen Arveitslohn zur Hilfe nehmen, oder verrecken. Das jeder wiſſe, ſo zwinge ihn doch die Hungerpeitſche, unter Benugung ber Rontrollmarte auch für die Filzschuhbranche im Nun denke man sich dazu die schwere 12-14 stündige Arbeitszeit die Bindekraft des Mörtels ermöglichen folle, wirft geradezu als Die Reoner, die in der Dirtusfion das Wort nahmen, äußerten allen Umständen zu arbeiten. Die Koatsfeuerung, die im Winter Interesse der darin beschäftigten Arbeiter und Arbeiterinnen. in der heißen Luft, und man kann sich ungefähr ein Bild machen Gift auf den Körper der Arbeiter. Die Bauhandwerker haben sich im Sinne des Referenten und gab die Versammlung schließ von dem Leben dieser armen Geschöpfe. alles versucht, eine Aenderung herbeizuführen, diese Versuche fich ihrer Ueberzeugung Ausdruck durch einstimmige Annahme nis? Das Vorwärtsschreiten der Arbeiterbewegung in scheiterten jedoch an dem Indifferentismus der großen Mehr- folgender Resolution: In Erwägung, daß die Einführung der Ungarn ist aus dem an den internationalen Kongreß in Zürich heit. Der Polizeipräsident, an den man sich beschwerdeführend Arbeiter- Kontrollmarte in unserer Branche Aussicht auf Erfolg erstatteten Bericht in hocherfreulicher Weise wahrnehmbar. Es wandte, hat das Aufstellen von Koakskörben von einer Erlaubniß hat, verpflichten sich die Filzschuharbeiter und Arbeiterinnen, haben darnach innerhalb zwei Jahren folgende Fachvereine ihre abhängig gemacht, doch fragt niemand nach dieser. mit allen Mitteln einzutreten für Einführung der ArbeiterDefinitive Thätigkeit begonnen, und zwar in Budapest: Fach- In unserer Gesetzgebung ist hier eine große Lücke, indem sie den Kontrollmarke auch in ihrer Branche. Ebenso verpflichten sich verein der Tischler, Schneider, Schuhmacher, Drechsler, Buch- Arbeiter nicht vor Gefahren schützt, sondern die Behörden erst dieselben, nur konsumartikel mit Kontrollmarte zu kaufen, soweit binder und verwandter Gewerbe, Hafner, Posamentirer, einschreiten läßt, nachdem durch ärztliches Gutachten Schäden diese bis jetzt in Anwendung gekommen ist. Die Abrechnung der Goldarbeiter und Zimmerer. In Gründung begriffen sind da effettio konstatirt sind. Die häufig en Bau- Unfälle beweisen, wie Kommission vom legten Streit, welche demnächst auf der Tagesselbst Maler, Anstreicher 2c., Bürstenbinder, Maurer, Rothgerber, fahrlässig gebaut wird, und wie wenig die Polizei in diesem ordnung stand, mußte ausgesetzt werden, weil noch zu viele Modelltischler, Gisen- und Metallarbeiter- Fachverein. Preßburg: Fache auf dem Posten ist. Es muß darauf gedrungen werden, Listen ausstehen. Die Abrechnung soll aber unbedingt in der Tischler, Schuhmacher, Bäcker, Hafner, Schneider, Bauarbeiter; daß die Behörden mehr als bisher ihr Augenmerk auf dergleichen nächsten öffentlichen Versammlung erfolgen und wurden alle Inmehrere fleinere Gewerte sind in Gründung begriffen. Arad Dinge richten. Eine am Sonntag stattfindende Versammlung des haber von Listen aufgefordert, bis dahin abzurechnen. Alle Tischler, Schneider, Schuhmacher, Bürstenbinder und Faßbinder. Bauhandwerker- Kartells, werde weitere Schritte berathen. Die on disten aufgefordert, bis dahin abzurechnen.de Temesvar: Tischler und Schuhmacher, andere Branchen sind in Stuckateure sind auch bei der Sache; den Malern wird es an- Restanten sollen in der nächsten Versammlung öffentlich bekannt. gegeben werden. Gleichzeitig wurde die Abrechnung vom Angriff genommen. Kronstadt in Gründung begriffen: Fachgesichts der vielen Arbeitslosen unmöglich, wenigstens sehr Sommerfest in Erinnerung gebracht. Zum Punkt„ Verschiedenes" verein der Schneider, Schuhmacher, Faßbinder. Dedenburg: schwer, energisch einzugreifen. Der Redner beleuchtete noch des wurden verschiedene Mißstände in Fabriten zur Sprache ge Schuhmacher, Schneider haben Statuten eingereicht. Fünfkirchen ausführlichen den Baustellenſchwindel und Häuſerwucher und bracht. Besonders abfällig kritisirt wurde das Verhalten des wurden verschiedene Mißstände in Fabriten zur Sprache ge in Bildung begriffen: Ein Arbeiter- Bildungsverein, Fachverein empfahl zum Schluß auch in diesem Jahre der Frage mit Ent- Fabrikanten Zimmt einem Arbeiter gegenüber, welchem der der Schneider, Bergarbeiter. Kremnitz in Bildung begriffen: fchiedenheit näher zu treten. Die Kollegen Thieme, abanz. Fabrikant 20 Bf. weniger bezahlt, als allen anderen Arbeitern. Ein Bolts- Bildungsverein. In Miskolcz find Statuten für einen Raß und Stuckateur Schulz äußerten sich ebenfalls im Bum Schlusse wurde noch hingewiesen auf das am 28. Oktober Arbeiter- Bildungsverein eingereicht. Neujah in Gründung be- Sinne des Referenten und gelangte folgende Resolution gegen stattfindende Stiftungsfest der Organisation. griffen: Fachverein der Schneider und Schuhmacher. Außerdem Stimme zur Annahme:" In Erwägung: daß ein energisches find von verschiedenen Provinzorten Anfragen betreffs Gründung Einschreiten der Töpfer Berlins und Umgegend nöthig ist, um In der ethischen Gesellschaft hielt am Sonntag Abend von Arbeitervereinen eingelangt und zeigt sich in dieser Hinsicht das Unternehmerthum zu zwingen, den Kollegen eine zugfreie Herr Dr. Weyl vor einer gut besuchten Versammlung einen Ietzter Zeit ein besonders reges Leben. Arbeitsstätte zu verschaffen, beschließt die Versammlung, auch in Bortrag über: Vegetarismus, Naturheilkunde pudiesem Jahre mit aller Energie, eventuell durch Streit, für diese und Proletariat, zu welcher Vegetarier und Naturheil Der Untergang der Handweberei. Wir berichteten jüngst Forderung einzutreten. Für die Roatsförbefrage, welche durch fundige speziell eingeladen und auch erschienen waren. Der Vorüber die traurige Lage der Handweber im Handelskammerbezirk Polizei- Berordnung geregelt, ist wieder wie im vergangenen tragende wies zunächst auf die Wichtigkeit einer ordentlichen Echweidnih. Der diesmalige Bericht der Handelskammer zu Jahre durch Beschwerde vorzugehen." Ferner nahm die gut- Ernährung nach den Grundfäßen der modernen Wissenschaft hin Sorau bringt nicht minder interessante Nachweisungen über den besuchte Versammlung einstimmig folgenden Antrag an: und hob namentlich ihre Bedeutung für die Arbeiterschaft hervor, Untergang der Handweberei: In den letzten fünf Jahren hat in" Die Versammlung erklärt, genau wie in den Vorjahren beim welche bei einer Kost von Brot, Kohl und Kartoffeln unmöglich gesund und um Sorau die Zahl der Handwebestühle um rund 1500 ab- Eintritt der rauhen Jahreszeit nicht ohne verglaste Fenster zu und leistungsfähig bleiben können. Desgleichen empfahl er eine genommen. Die Erscheinung, welche sowohl im sächsischen Erz- arbeiten, ebenso die die Gesundheit schädigenden offenen Roats- rationelle wissenschaftliche Heilkunde und konnte die Naturgebirge wie in den schlesischen Webergegenden beobachtet worden feuer auf Arbeitsstätten mit allen Mitteln zu beseitigen, heilkunde, welche sogar ohne Operation auskommen möchte, daher ist, wiederholte sich auch hier: die Arbeit auf Handwebestühlen und beauftragt den Vertrauensmann, die nächste öffentliche auch nicht recht empfehlen. In der Diskussion, an der die war so überaus unlohnend geworden, daß es den armen Leuten Bersammlung wieder mit derselben Tagesordnung einzuberufen, Herren Bolkinar und Braun theilnahmen, wurden Aussprüche nicht länger möglich wurde, sich noch so dürftig zu ernähren; die dann weitere Schritte in dieser Angelegenheit berathen soll. von Birchow und Bunge zitirt, in welchen einerseits die Vorzüge fie gaben daher ihre goldene Selbständigkeit" auf, und wandten Letterer Antrag wurde damit begründet, daß man auch ohne der vegetarischen Ernährung beleuchtet werden, andererseits darfich entweder anderer Beschäftigung zu oder suchten Arbeit in Unterstützung der Maler und Stuckateure trotzdem die Forderung gethan wird, daß die Wissenschaft sich über die beste Ernährung mechanischen Webereien. Nicht mehr lange wird es dauern und energisch betreiben werde. Mit der Errichtung eines ständigen auch noch nicht schlüssig ist. Allein die" Autorität Virchow" die Handweberei ist ganz eingegangen. Bureaus der Gewerkschaften erklärte sich die Versammlung ein- fand in der großen Mehrheit der Versammlung wenig Glauben, verstanden und wählte die Kollegen Daudert und Habanz und daß die Pflanzenkost zahmer" mache und durch ihre BilligUeber den internationalen Eisenbahnarbeiter- Kongreft, als Delegirte zur Gewerkschaftskommission. Es wurde alsdann feit und Einfachheit die Bedürfnisse verringere, erschien auch der am Sonntag in Zürich eröffnet worden, berichtet die Neue vom Kollegen David mitgetheilt, daß vom Töpfermeister Ruhm nicht gerade als Empfehlung für diefelbe. Im übrigen ging es Züricher Zeitung" folgendes: Anwesend waren 19 Delegirte aus( Michaelkirchstraße) 6 Kollegen vom Bau in der Ansbacherstraße in der Versammlung fachlich und ruhig her, und es wurde fogar Eigland, Schweiz, Italien, Galizien, Oesterreich, Holland und entlassen wurden, weil sie sich weigerten, Kacheln ohne Entschä- befchloffen, gelegentlich auch Vegetariern und Naturheilkundigen Frankreich. Beschlossen wurde zunächst die Errichtung eines inter- digung abzuladen. Kollege Partusch führte noch an, daß von die Möglichkeit zu bieten, ihre Ansichten in Vorträgen darzulegen. nationalen Sekretariats in Holland, mit dem die nationalen Sekretäre 52 Töpfern des Töpfermeisters Tesch 24 die Immobilien- Bank In der diesmaligen, augenscheinlich in großer Mehrheit von in steter Verbindung bleiben sollen. Sodann wurde einstimmig( Leipzigerstraße) auf 14 Tage Lohnentschädigung und Ausbezah- Sozialisten besuchten Versammlung waren sichtlich zwei Drittel folgende Resolution angenommen: Der Kongreß fordert die lung der angefangenen Attordarbeit verklagt haben, da der Be Gegner des Vegetarismus und der Naturheilkunde, und nur einige Berufsorganisationen aller Länder auf, sowohl mit allen übrigen auftragte der Bank, der sogenannte Baumeister Reimann, sie waren entschieden dafür. Der Abend schloß mit einer geselligen Mitteln, welche ihnen zu Gebote stehen und als zweckentsprechend vom Bau verwiesen habe, weil sie sich weigerten, Ueberstunden Unterhaltung. erachtet werden, als insbesondere durch die Arbeitervertreter in zu arbeiten. Kollege Thieme geißelte scharf diese willkürliche den Barlamenten, dahin zu wirken, daß für die Angestellten und Laune des sogenannten Baumeisters und gab den Kollegen einige Der Verein der Blumen und Federarbeiterinnen Arbeiter der Transport anstalten der Arbeitstag auf acht Stunden Winke für ihr Verhalten. Nachdem noch Steinbrick die Un- tagte den 7. b. M. Die der Versammlung unterbreitete Abfestgesetzt und denselben eine wöchentliche ununterbrochene Ruhe- follegialität einiger Töpfer in Friedrichshagen kritisirt hatte, errechnung ergab ein Defizit von 19 M. Zur Revision wurden zeit von 36 Stunden eingeräumt werde. Von den 52 jährlichen folgte Schluß der Versammlung. Fräulein Hahn und Fräulein Schley bestimmt, und findet Ruhetagen sollen wenigstens 17 auf den Sonntag fallen. Der das Stiftungsfest des Vereins ain 30. September statt. Nach Er ledigung interner Vereinsangelegenheiten, wurde die Berfammlung geschlossen. gewöhnliche Güterverkehr soll an Sonntagen eingestellt werden. In einer öffentlichen Formerversammlung, welche am Die Ausführung dieser Gesetzesbestimmungen haben besondere 14. Auguſt bei Seefeldt tagte, sprach der Genosse Former Inspektoren zu überwachen, welche alljährlich über ihre Amts- Rörsten über die Mißstände, die in bezug auf Waschvorrichthätigkeit Bericht erstatten." Der Delegirte Italiens stellte weiter tungen, Umkleideräume u. s. w. in hiesigen Fabriken herrschen. Eine außerordentliche General Versammlung des die Forderung auf, es solle von den Organisationen dahin gewirkt Es sei eine unbedingte Nothwendigkeit und ein befcheidenes Ber- Zentralvereins der Gärtner wurde vor einigen Tagen in werden, daß die Angestellten und Arbeiter der Eisenbahnen die langen, daß nach dieser Richtung hin Abhilfe geschaffen werde. Dresden abgehalten. Anwesend waren 14 Delegirte und zwar Eigenthümer derselben werden. Hierüber ging der Kongreß Nach§ 120 b habe der Unternehmer die Pflicht, für die nöthigen hatten Hamburg 2, Bremen 2, Altona, Barmbek, Lockstadt, Wiesbaden, Berlin, Kiel, Dresden, Magdeburg und Mannheim je einen Delegirten entsandt. Der bedeutendste Gegenstand der Tagesordnung betraf einen von Johanning- Bremen gestellten Antrag, den Zentralverein aufzulösen und selbständige Lokalorganisationen einzuführen. Dieser Antrag wurde, nachdem der Vorsitzende der Organisation, P. Jing- Hamburg, eingehend die durchaus günstigen Verhältnisse des Zentralverbandes dargelegt hatte, einstimmig abgelehnt. Die Versammlung nahm vielmehr eine Resolution zu gunsten der bisherigen Organisation an und beschloß, das Mitglied Johanning auszuschließen. Der Verband der in Holzbearbeitungs Fabriken und auf Holzplätzen beschäftigten Arbeiter und Arbeiterinnen Deutschlands, Filiale Charlotten burg, hielt am Sonntag, den 13. August, eine Mitgliederversammlung ab, in der Fräulein Baader in einem beifällig aufgenommenen Vortrage über das Thema:„ Vom Rechte, das mit uns geboren" referirte. Bei der Erörterung der Frage, ob sich die Filiale dem Holzarbeiterverbande anschließen soll, sprachen fich sämmtliche Redner für Beibehaltung der jezigen Organisation ihres Berufes aus. Im Verein der Einsetzer( Tischler) sprach am Sonntag, den 6. August, Kollege Millarg über das Submissionswesen. Redner betont, daß gerade die Berliner Arbeiterschaft gegen dieses Unwesen, das schlechte Löhne und überlange Arbeitszeit im Gefolge hat, energisch Front machen muß, und zeigt an verschiedenen Beispielen, welche Blüthen das Unterbietungssystem treibt. Eine im Sinne des Referats gehaltene Resolution fand einstimmige Annahme. Arbeiter- Bildungsschule. Freitag, Abends von 8%-10% Uhr: Süd Mengert's Boltsgarten. bergerstr. 24. im Restaurant. 1 -CO 1000 Buch= Quartettverein Arbeiter- Gefangverein Nord. Freitag, den 18. Auguft, Abends| Siebzehn Konkurrenzen um zahlreiche Ehrenpreise, sowie die Uhr, Monatssitzung bet Keller, Bergfir. 68. beiden 1200 und 1000 Mt.- Preise wurden lebhaft bestritten. Die Schule, Mariendorferstr. 5 bei Grube. Süd- Dft- Schule, Reichenberger- bekanntesten Taubenschüßen Deutschlands hatten sich auf dem ftraße 133. Unterricht über Gesegestunde und Nationalökonomie Ost- Schule, Heiligendamm versammelt, unter den besten Schüßen findet man Martusstr. 31. Unterricht in Geschichte( alte). Nord- Schule, Müllerrichtsfächern, mit Ausnahme von Mathematit und Buchführung, fönnen Graf Bernstorff, Graf Tschirschky- Renard, Prinz Max Hohenlohe, ſtraße 179a: Unterricht in Physiologie und Buchführung. In allen unter die altbekannten Namen, wie Graf Voß, Graf Hahn- Basedow, noch Schüler und Schülerinnen, auch jest im Laufe des Semesters eintreten. Freiherr von Falkenhausen, Freiherr v. Schrader, Baron Drasche, Lese- und Diskutirklubs. Freitag. Karl Mary, Abends sy Uhr, Baron Mutzenbecher u. A. Die" Hay" ist beendet und die Westen, bei H. Werner, Bülowstr. 59. bei Gruber, Mariendorferstr. 5. Bolzarbeiter". Abends 8 Uhr im Lotale des Herrn Peterson, Edlen haben den Lohn dahin, der in Gestalt von Geld- und Beteranenftr. 22. Lese- und Distutirtlub Otto Reimer, Abends 8 Uhr Ehrenpreisen ihres Schweißes werth ist. Wilhelmshavenerstr. 23 bei Kuba. Diskutirklub August Geib tagt jetzt Freitag Abends 8 Uhr Reſtaurant Zubetl. Das appetitliche Würstchen". In einer Restauration zu Lese- und Diskutirklub Hand in Hand" 8% Uhr bei Liewald, Manteuffelstr. 46. Stendal fand kürzlich der Trompeter Seeger aus Altona in Ad. Neumann, Brunnenstraße 180, 2 Tr. Arbeiter- Sängerbund Berlins und Umgegend. Vorsitzender einem„ warinen Würstchen", das er von einem„ fliegenden" Alle Aenderungen im Vereinstalender find zu richten an Friedrich Kortum, Manteuffelstr. 70. Freitag. Wursthändler für zehn Reichspfennige erworben, ein Fingerglied! uebungsstunde Abends 9 Uhr. Aufnahme von Mitgliedern. Kaiser Auf erstattete Anzeige gegen den betreffenden Wursthändler stellte cher männerchor, Schönhauser Adee 28, bei Kuhlmey.-Nord, Berg- sich heraus, daß diesem Tags vorher beim Anfertigen der Würststraße 68, bei Keller. Vorwärts 1, S.D. Adalbertstr. 21, bei Roll. summer'scher Gesangverein, Langestraße 65, bet Tempel. chen das Theilglied eines Fingers abgequetscht worden war. Er binder Männerchor Berlins, Holzmarktstraße 3, bei Deter. mai selbst stellte die Arbeit sofort ein, und gab einem Gesellen AufSeydelstr. 30. glöckchen, Hochstr. 32a, bet Wilte. Gemüthlichkeit Buzer, trag, nach dem Fingerglied zu suchen. Dieser will aber nichts Balme, in Belten, bei Schröder. Morgenroth 4, im" Gehackten" gefunden haben. Das Schöffengericht verurtheilte Köpenick, Müggelheimerstr.'s bei Seld.- arthaus'scher Gefang: den" Wursthändler wegen groben Vergehens gegen das Nahrungsverein, Lichtenbergerstr. 21, bei Seise. Gesangverein Morgen: Die freie Vereinigung der Militärmüşen Arbeiter roty 2, Charlottenburg, Bismarckstraße 74. Arbeiter Gesang mittelgesetz zu vierzehn Tagen Gefängniß. tagte am 12. August. Kollege Fischöder referirte über das verein. Typographia, Gefangverein Berliner Buchdrucker und SchriftDie schwarzen Blattern, die vor einigen Wochen schon Thema:" Gesangverein Nordwacht, Was bewog uns, eine Organisation zu gründen?" gießer, Kommandantenstr. 20, Arminhallen. Müllerstr. 7, bei Reichert. In der Diskussion theilten die Kollegen mehrere Fälle großer dorf, Wirthshaus. Gesangverein Sch margendorf in Schmargen in Gera eine Reihe Opfer gefordert haben, sind dieser Tage das Butunft 1, Stegliz, Ahornstraße, im Gambrinus. selbst von neuem ausgebrochen. Der Stadtrath macht durch Rücksichtslosigkeit mit, die von seiten der Fabrikanten geübt Gesangverein Collegia 1, Manteuffelstr. 9 bei Nowiacs. Gefang werde. Auch in betreff der Preise wurde bemerkt, daß z. B. verein Freiheit Moabit, stronen- Brauerei, Alt- Moabit Nr. 47/49. Anschlag an den Plakatsäulen, sowie in seinem Amtsblatt beVereinte Gangesbrüder Moabit" Stromstraße 28 bei fannt, daß in dem Hause Pfortenerstraße 43 ein Mann und in in Danzig die Arbeiter für das Duhend Müßen 7,20 M. er sange. Sängerverein Sorgenfrei" Melchiorstr. 15 bei Stehmann. der Reichsstraße 56 ein Kind von den schwarzen Pocken befallen halten, während hice die Fabrikanten 5 M. zahlen. Alle Redner Gesangverein Rosalia" Blumenstr. 45 bei Went. Nord- West: worden sind. Das Kind ist bereits Sonntag Nachts gestorben. betonten die Nothwendigkeit der Organisation. Hierauf wurde bei Queitsch.- Freie Liedertafel, Neue Königstr. 73 bet Hahn. Stern", Altonaerstraße 27 bei Lipte. ,, Bineta", Swinemünderstr. 35 Im Anschluß an die Bekanntmachungen der Erkrankungsfälle Kollege Krause als Beisitzer und die Kollegen Frit, Ebert und Brandenburger Männer- Gesangverein in Brandenburg a. S., heißt es weiter:„ Die Einwohner der Stadt und namentlich die Krause als Revisoren gewählt. Rothe Fahne, Görlizerstr. 52 bet Vogel. Anwohner der Reichs- und Pfortenerstraße werden dringend erSängerchor der Töpfer, Neue Friedrichstr. 44 bei Röllig. Brauer Gesangverein Gerste nähre, Alte Fatobftr. 83 bei Wienecte. Männer sucht, bei jedem Unwohlsein sofort einen Arzt zu Rathe zu ziehen, Gesangverein Steinnelte, Röslinerstr. 17 bei Wendt. damit möglichst bald festgestellt werden kann, ob bei dem Kranten Bund der geselligen arbeitervereine Berlins und Umgegend. ane Buſchriften find zu senden an B. pentel, Bergmannstr. 21, pof 8 r. die Pocken im Anzuge sind oder nicht. Ebenso wird dringend Freitag: Tambourverein Ruf, Inselstraße 1.- Tambourverein Wirbel anempfohlen, daß alle Personen, welche seit 10 Jahren nicht Gartenstr. 52. Tambourverein Borussta" Weidenweg 93-94 bet J. Scholz. geimpft sind, sich sofort wieder impfen lassen. Jede weitere Erverein union, Abends 9 Uhr, Berliner Bockbrauerei. Gefang-, Turn- und gesellige Vereine. Freitag. Männer- Gefang: frankung wird von uns sofort bekannt gemacht werden." wedding, Abends 8 Uhr, bei Schäfer, Keue Hochstr. 49. Männerchor Die Cholera. Petersburg, 16. Aagust. Nach dem Waldesrauschen, Abends 9 Uhr, bei Weigt, Wearfgrafeuftr. 87. Privat heute veröffentlichten Bulletin über den Stand der Cholera in Theaterverein Crescendo, Abends 9 Uhr, bei Schulz, Punouserstr. 35. Der Verein der Schäftebrauche hielt am 5. August eine Musit- Dilettantenverein" onita", Abends 8 Uhr bei Schent, Krautpr. 33, Rußland sind in Moskau vom 8. bis 12. August 166 Personen Mitgliederversammlung ab, in der Fräulein Baader in einem ebungsstunde.- Musikverein Frisch auf, Restaurant Schröder, Reichen an Cholera erkrankt und 67 gestorben, in Warschau vom 9. bis 10. August 1 Person erkrankt und 1 gestorben. In dem GouVortrage über das Thema:" Vom Rechte, das mit uns geboren" Berliner Turngenossenschaft. Die erste Männerabtheilung sprach. An der sehr lebhaften Diskussion betheiligten sich die turnt Freitag und Dienstag Abend von 8-10% Uhr in der Turnhalle des vernement Lomsha erkrankten am 14. d. 4 Personen, 1 Person Kollegen Krause, Gabriel und Bogs. Der Arbeits- effing- Gymnasiums Pantsir. 9-10. Turnverein Gesundbrunnen starb, im Gouvernement Grodno sind vom 6. bis 12. Auguft die 1. Männer- Abtheilung turnt heute Abend von 8%-10% Uhr in der Turn 96 Personen erkrankt, 22 gestorben, im Gouvernement Ssamara nachweis befindet sich augenblicklich beim Kollegen Hermann halle des Leffing- Gymnasiums, Pantſtr. 9-10. Krause, Ließmannstr. 9. Zum Schlufse wurde bekannt gegeben, Bergnügungsverein Esperance, Abends 9 Uhr, Rosenthalerstr. 11-12, pom 30. Juli bis 5. August 134 Erkrankungen, 39 Todesfälle, daß die nächste Versammlung am Sonnabend, den 19. August, Dranienſtr. 183 p. Vergnügungsverein Veilchen, Abend 9% Uhr, bei Brauns, im Dongebiet vom 10. bis 12. August 317 Erkrankungen, Geselliger Arbeiterverein Graphia, Abends 8% Uhr, 157 Todesfälle. Bukarest, 17. August. In den Wallstr. 20, bei Matthies stattfindet, zu der die Schäfte- Arbeiter Alte Jakobjtr. 128( Sogenhaus). Unterhaltungstlub Schiller, Abends letzten 24 Stunden sind an der Cholera in Braila 8 Perund Arbeiterinnen ganz besonders eingeladen sind. 8 Uhr im Restaurant Holzbächer, Drensestraße 3. Lepidopt. Vereinigung Orion, Abends 9 Uhr Sigung Schüßenftr. 29. Mufifverein off: fonen erkrankt und 12 Personen gestorben, in Sulina 13 Personen Die Lampenbranche des Verbandes aller in der nung, Abends von 9-11 Uhr Uebungsstunde Prostauerstr. 35-37 bei erkrankt und 8 Personen gestorben, in Galah 9 Personen erkrankt Metallindustrie beschäftigten Arbeiter für Bergnügungsverein Berolina, Abends 9 Uhr im Restaurant„ Zur GleichStattlub Kairo Abends 8 Uhr bei Flid, Simeonftr. 23. und 2 Personen gestorben, in Cernawoda 2 Personen erkrankt und Berlin und Umgegend hielt am Montag, den 14. August heit", Andreasstr. 26, Sigung. Nach derselben Tanz. Tanzlehrer- Berein 1 Person gestorben, in Festeti 3 Personen erkrankt und 5 Pereine Versammlung ab. Genosse Massini sprach über das Thema: Solidarität, Abends 8% Uhr im totale von Ehrenberg, Annenstr. 16, fonen gestorben. Rom, 16. August. Der„ Tribuna" zufolge " Der Kampf um die Existenz und der Werth der Organisation". Sin. Rauchklub Rothe Fahne, Freitag Abends 9 ühr, Guvrystr. 48 find in Neapel in den letzten 24 Stunden 11" Erkrankungen an Eine Diskussion fand nicht statt. Der Kollege Richter wurde von English Conversational Club Shakespeare. Cholera und 8 Todesfälle vorgekommen. der Versammlung als Fachkommissions- Mitglied vorgeschlagen. Meeting every Friday at 9 p. m. at Behrens Restaurant 17. Auguft. Auf der Bahnstrecke Marmarosa- Tarnopol starb Hierauf gelangte der Streit der Firma Willing u. Violet zur Königstr. 62. Lecturer Mr. J. Bloch. Guests are welcome. heute ein die Strecke inspizirender Ingenieur aus Wien an der Erörterung und wurde vielseitig bedauert, daß dort einige VerCholera. Sofia, 16. Auguft. Der Sanitätsrath hat die bandsmitglieder angefangen haben. Dann wurden die Kollegen ärztliche Untersuchung der aus dem Westen kommenden Reisenaufmerksam gemacht, in den Fabriken resp. Werkstätten, wo noch den in Caribrod, sowie die Desinfektion der gebrauchten Wäsche feine Werkstatts- Vertrauensmänner sind, diese zu ernennen und daselbst angeordnet. Die Verordnung tritt morgen in Kraft. die Adresse im Arbeitsnachweis abzugeben. Ferner wurde noch -Bukarest, 17. August. Der holländische Konful in Sulina zu reger Agitation für den Verband ermahnt. ist an der Cholera gestorben.- Belgrad, 17. August. InEin Vertheidiger der Gottesfurcht und frommen Sitte folge des steter Bunehmens der Cholera in den rumänischen 11. Auguſt der Prozeß gegen den Buchdruckereibesitzer Hermann auf der unteren Donau treffen. Der Sanitätsrath ist dieserhalb vor Gericht. Vor der Straffammer in Freiburg fand am Donauhäfen wird Serbien strenge Maßregeln für den Verkehr Poppen, Näherin Wittwe Allgaier und Maler Baier, sämmtlich zusammenberufen. von hier, wegen Kindesaus segung bezw. Menderung des Personenftandes statt. Der Fall erregte großes Aufsehen. Hermann Poppen unterhielt mit seiner Ladnerin ein Verhältniß. Diese wurde am 3. Juni in Colmar von einem Mädchen entbunden. Mutter war inzwischen wieder nach Freiburg gekommen Wenige Wochen darauf erhielt die Pflegerin des Kindes Briefkaken der Redaktion. ein Telegramm des Inhalts, sie möchte das Kind zu einer be- wenn Sie aunehmen, daß der Partei- Unterstützungsfonds auch für Friesacker in M. Sie befinden sich sehr im Irrthum, stimmten Stunde zur Bahn bringen, dort würde es in Empfang solche Kosten und Strafen auftommt, die aus dem Ver In Brit fand am 15. Auguft eine öffentliche Boltsversamm genommen und in andere Pflege gegeben werden. An der triebe von Schriften herrühren, die von einzelnen Parteigenossen Yung statt. Bunächst wurde die Lassalle Feier besprochen und Bahn wartete die bereits wegen Ruppelei bestrafte Allgaier und oder Bourgeoisverlegern als private Unternehmen herausbeschlossen, dieselbe am 27. August durch eine öffentliche Ver- der Maler Baier mit der ihnen von Hermann Poppen gegebenen gegeben werden. Der Vertrieb solcher Schriften ist ausschließlich sammlung für Männer und Frauen mit entsprechendem Vortrag Weisung, das Kind nach Paris zu bringen und es dort einem Sache der betreffenden Verleger und der Kolporteure, die fich das und darauf folgendem gemüthlichen Beisammensein zu begehen. Findelhaus zu übergeben. Das Kind wurde jedoch im Pariser mit befassen. Für etwaige unangenehme Folgen, die sich, wie Die Abrechnung des Volksfestes am 4. Juni d. J. ergab eine Findelhaus nicht angenommen. Hierauf setzte sich die Algaier, in ihrem Falle infolge des Verkaufes der Bibel in der WestenEinnahme von 304,70 M. und eine Ausgabe von 152,35 M., begleitet von Baier und zwei Pariser Buhältern, in eine Droschke; tasche" aus diesem Vertriebe ergeben, fann die Partei- Untersomit verblieb ein Ueberschuß von 152,35 M. Das Wahlkomitee fie fuhren nach einer stillen Straße und legten das etwa drei stützungskasse auch dann nicht aufkommen, wenn die betreffenden vereinnahmte 44,46 M. und verausgabte 45,90 M. Das Defizit Wochen alte Kind unter einen Baum. Eine zweifelhafte Schriften von Expeditionen lokaler Parteiblätter bezogen sind. von 1,44 M. deckte der Vertrauensmann Bosse. Der Ber- Person fand bei ihrem nächtlichen Spaziergang das Kind, das Die Partei kann nur für die Partei- Unternehmungen aufkommen, trauensmann hatte im Laufe des Jahres 263,81 M. Einnahme nunmehr im Findelhause Aufnahme fand. Der Mutter des die Privatunternehmen müssen naturgemäß ihr Risiko nach jeder zu verzeichnen und verausgabte davon 237,40 M. Den Rest von Kindes hatte Poppen auf ihre Anfragen erklärt, das Kind sei in Richtung selbst tragen. 26,41 M. erhielt der neugewählte Vertrauensmann Gottwaldt. Frankfurt oder sonstwo in bester Pflege. Poppen wurde zu acht A. S., Dorotheenstr. Berichten Sie uns Näheres über die Das ausstehende Material hat einen Werth von 64,90 M. Ge- Monaten, die Allgaier und Baier zu je vier Monaten Gefängniß Entlohnung der bei der Treibjagd verwendeten Arbeiter. noffe Böhm bestätigte diese Angaben. Von dem Ueberschuß des verurtheilt. Göbler. Von einem derartigen Manuskript ist der Res Boltsfestes wurden dem Gesangverein„ Eintracht" in Anerkennung Thierquälerei ist in unserer Zeit der Bildung und Gedaktion nichts bekannt. Ueber die Verwendbarkeit Ihrer Schrift seiner bereiwilligen Unterstützung bei Arbeiterfesten 10 M. be- fittung ein Sport, der mit Vorliebe von den„ Edelſten" und können wir erst nach erfolgter Einsichtnahme urtheilen. willigt und der Rest von 142,35 M. dem Vertrauensmann über- Besten" ausgeübt wird. Zu den abscheulichsten Passionen dieser Abonnent. Weder Sie noch Ihre Ehefrau dürfen vor wiesen. Nach Ertheilung der Decharge an den Vertrauensmann Art gehört das Taubenschießen, das charakteristisch genug, im rechtskräftiger Scheidung der Ehe heirathen. und den Kassirer des Komitees hielt Genosse Franz Berndt Junkeclande Mecklenburg alljährlich mit Raffinement geübt wird. A. B. 30. Die Kündigung ist nach den gesetzlichen Be einen intereffanten Vortrag über„ Die Theorie des Malthus". Die Sport- Welt" berichtet über dies Vergnügen: Die Taubenstimmungen giltig. An der Diskussion betheiligten sich die Genossen Roberstein schießen zu Heiligendamm, welche vom 25. Juli bis 7. August G. D. 90. Die während der Ehe erworbenen Sachen ge und Eberhardt im Sinne des Referenten. stattfanden, wurden unter sehr lebhafter Betheiligung abgehalten. hören troz Ihrer Mitarbeit Ihrem Mann. Im Verein deutscher Schuhmacher( Filiale Berlin II) sprach am 13. August unter großer Aufmerksamkeit der Versamm Tung Genoffe Dr. Lütgenau über May Stirner. Die Revision in der Klagesache gegen den Kollegen Germann wurde nach einer nochmaligen Debatte über die Angelegenheit zurückgenommen. Die nächste Versammlung der 2. Filiale findet am Montag, den 28. August, bei Müuer, Johannisstraße statt. Außerdem am 25. September eine öffentliche Versammlung im Südwesten behuss Gründung einer dritten Filiale. Die Kollegen, welche noch im Besitz von Billets für das Stiftungsfest sind, werden aufgefordert bei Kollege Stumpe abzurechnen. V Schneider. bet Kricheldorff. Berliner Bock- Brauerei Aktien- Gesellschaft Tempelhofer Berg. Wir beehren uns hierdurch ganz ergebenst anzuzeigen, daß wir mit dem 15. August er. unser neu eingebrantes Versand- Bier ( nach Münchener Art extrafein gebraut und aus feinstem Malz und Hopfen hergestellt) zum Ausstoß bringen. Gleichzeitig offeriren wir unser Lagerbier( hell), sowie das in weitesten Streisen bekannte und beliebte Pilsener Bier 412 aus unserer Brauerei Schönpriesen in Böhmen und bitten um geneigte Aufträge. Berliner Bock- Brauerei, Telephon- Amt VI, 3019. Aktien- Gesellschaft. Lothringerstrasse 53, vis- à- vis der Pferdebahn- Wartehalle. B. Günzel, Spezialität: Porträts bewährter sozialistisch. Führer( Laſſalle, Dermischtes. die Oranien- Bad Oranienstrasse 44. Abonnements I. RI. 60 Pf., II. Kl. 3 Bäder 1 M. Dampfkasten- Bäder. Einpackung und Massage. Leitungswaffer. 4810L* Jamaica- Rum, [ 131M echt Verschnitt u. Fac., Literfl. 1,10, 1,60, 2,10, bei 5 Fl. 10 Pf. billiger. Tokayer, med. süßer Ungarwein, Literft. M. 2,10. Himbeer-, Kirsch, Johannisbeersaft, Liter M. 1,20. Echt Stonsdorfer Bitter- Litör, Liter 1,20, 5 Str. 5,50, 10 Str. 10. 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