Rr. m HtonnetncntS'BcdinatlhäJn! Lkom!?mcn!s, Prkis prünumrrando i Ticrlcljkhrl. SgO Ml, monatl. 1,10 Mk� wöchmllich 2S Pfg. frei ins Haus. einjdne Kummer 5 Pfg. Sonntags. nummer mit illufiiiater Sonntags. Beilage.Tie Neue Welt" 10 Pfg. Post- Abonnement: 1,10 Mark pro Monat. Eingetragen in die Posl-ZeilungS. Preisliste. Unier Kreuzband für Deutschland und Oesterreich- Ungarn 2 Mar!, für das übrige Ausland U Mar! pro Monat. Postabonnements nehmen an: Belgien. Töne mark, .Holland, Italien. Luxemburg, Portugal, ltiumänien, Schweden und die Schweig. 28. Jahrg. Die Tnlertlonj'GebQfsf betrögt für die sechsgespaltene Kolons?» geile oder deren Raum 60 Pfg,, für polltische und gewerkschaftliche Vereins- und Bersammlungs-Angeigeii 30 Pfg. „Kleine Hnztigen", daS fettgedruckte Wort 20 Pfg.(zulässig 2 fettgedruckte Worte), jedes weiter» Wort 10 Pfg. " gesuche und Schlafstelle» an> da» erste Wort 10 Pfg,, jedes ereWortOPsg, Worte über 15 Auch- stoben zählen für zwei Worte. Inserate für die nächste Kummer müssen bis 6 U-- Stell K Crlitcint Isglich außtr Qanügt. Vevlinev Volksblakt. Zentralorgan der fozialdemohrati feben Partei Deutfchtandd. relegratttm» Adresse: „Soiülicmotoal BerUa". Redaktion: SM. 68. Lindenstrasse 69. Fernsprecher: Amt IV, Nr. 1983. Oer schuldige von Issy-ies-ffloulineaux. Paris, 25. Mai.(Eig. Set.) i€ie offiziösen Korrespondenzbureaus, die das Ausland bedienen, sind wirklich Muster von Objektivität. Wie sorgsam wissen sie manchmal in ihrer Berichterstattung dem„Person- lichen" auszuweichen, selbst wenn der Schlüssel der Begeben- heitcn im Persönlichen liegt. So geht ihre Darstellung der Katastrophe vom letzten Sonntag vorsichtig allen Details aus dem Wege, die aus die Schuld einer einzelnen Persön- lichkeit hinweisen. Und doch ist dies« Persönlichkeit da! In Paris weist alles mit dem Finger auf sie hin, Zeitungen der verschiedensten Richtungen setzen die Kette der Beweise gegen sie zusammen und schon hat der Angeklagte sich stammelnd zu rechtfertigen gesucht. Dieser Angeklagte, dieser Schuldige ist der mächtigste Mann von Paris: der Polizeipräsckt Lspine. Dreifach ist seine Verantwortlichkeit. Seine Nach- l ä s s i g k e i t hat die allgemeinen Bedingungen für das Un- glück geschaffen, seine krankhafte, wichtigtuerische G e s ch ä f t i g k e i t die unheilvolle Situation heraufgerufen, sein eigensinnigerDünkel die Opfer ins Verderben geführt. Tie Ordnungspolizei in Jssy war geradezu jämmerlich organisiert. Es handelte sich darum, eine ungeheure Menge, die man im vornhinein auf mindestens eine halbe Million veranschlagen mußte, durch hinreichende Absperrungs- maßregeln, ohne unnötige Härte, aber mit ruhiger Energie vom Betreten der Fahrbahn abzuhalten. Aber in Jssy war die notwendige Absperrungskette nicht gezogen worden. Statt eines geschlossenen Spaliers war nur ein ganz dünner Militärkordon— alle fünf Meter ein Soldat— da. Allerdings, Herr L6pine hatte seine Reserve: Kavallerie- eskadronenl Genau wie bei Arbciterkundgebungen. Die Gefahr einer Panik gilt dem genialen Strategen nichts. Man stelle sich vor, was geschehen wäre, wenn Train seinen Apparat nicht im letzten Augenblick über die einreitenden Kürassiere hätte hinwegreißen können und schcugewordene Rosse ins Publikum gerast wären! Daß auch schon die bloße Intervention der Kavallerie zu unliebsamen Szenen geführt hat, gibt die Polizei in einem offiziellen Eommunique zu. worin sie naivcrweise von der„Feindseligkeit" auch der„gut- gekleideten Personen gegen die-Armee" spricht. Uebcrdies ist die Gefahr, die auch dem Flieger selbst von den geschlossenen Kavallerieabteilungen droht, durchaus nicht unbekannt. In Reims hat Bleriot 1909, in Jssy-les-Moulineaux selbst Lcvagncur bei der Ankunft von der Rundfahrt des Ostens 1910 aus diesem Grunde einen Unfall erlitten. Es ist aber weiter erwiesen, daß der Ritt der Kürassiere durch die Fahrbahn im verhängnisvollen Augenblick durch das Verhalten des Publikums gar nicht gerechtfertigt war. Ter„Jntransigeant" hat ein Klischee dieser Szene veröffent- licht. Es zeigt, daß das Eindringen der Zuschauer in die Fahrbahn durchaus keinen gefährlichen Charakter hatte. Etiva zehn lose Reihen Neugieriger waren durch den Kordon hindurchgeströmt, hinter ihnen war ein weiter, fast ganz leerer Raum. Herr L6pine behauptet nun in Interviews, daß nicht er es sei, der den Kürassieren den Auftrag zum Einreiten gegeben habe. Wer ist es also gewesen? Der„große Un- bekannte", der Spott jedes PolizcibrigadicrS, kommt auf ein- mal beim obersten Polizeihäuptling zu Ehren. Herr L6pine behauptet auch, daß er vielmehr dem die Kürassiere führenden Offizier zugerufen habe:„Sie können wegreiten. Wir brauchen hier niemand, der Dienst ist ausreichend." Und im nächsten Augenblick, als die Kürassiere, dieser Order ge- horchend, plötzlich die Zügel wendeten und mitten in der Fahrbahn ihre Richtung wechselten, geschah die Kata- st r 0 p h e. Läpinc hat aber die Gruppe der offiziellen Persönlich- kciten selb st auf die Fahrbahn geführt. Wie „Excelsior" am Tage nach der Katastrophe berichtete, sagte er zu Monis, mit dem er sich nahe dem Absahrtsplatz befand: „Sie werden von der anderen Seite besser sehen und ein g r ö ß e r e s G e s ich t s fe l d h a b e n!" Hierauf begab sich der Zug nach dem vom Polizeipräfekten bezeichneten Platz. In der Mitte der Bahn begegnete ihm ein Kommissär des Aeroklubs, der die Herren mit Hinweis auf die Gefahr bat, sich aus der Bahn zu entfernen. Monis meinte, im Augen- bück sei es nicht gefährlich und sie würden gleich weggehen. De'- Ministerpräsident mochte die Gefahr verkennen, aber war es nicht Sache des Polizeipräfekten, die Erfüllung der Sicher- heitsvorschriften auch von seinem Vorgesetzten zu verlangen, statt ihn dünkelhast zu ihrer Verletzung anzuleiten? Es ist also kein Zweifel. Tie allgemeinen Ordnungs- maßregeln waren ungenügend, die Intervention der Kavallerie unnötig und gefährlich und die offizielle Gruppe hatte auf der Fahrbahn nichts zu suchen. Und für alle diese Fehler und Unterlassungen ist Herr L6pine verantwortlich. Man sollte meinen, eine solche Schuld oder auch selbst nur das Bewußt- fem, der unschuldige Urheber dieser Katastrophe zu sein, konnte ihn wohl veranlassen, sich still ins Privatleben zurück- zuziehen. Wer der Nonn denkt nicht daran. Ln den von, ihm inspirierten Zeitungen läßt er die Angriffe gegen sich aus politischen Motiven ableiten. Er hat sich in Situationen, die nicht glücklicher waren als diese, behaupten können, die dunklen Punkte der Rochette-Affäre haben ihm nichts an- gehabt, so wird er denn auch über die Leiche Verteaur' un- versehrt hinwegschreiten. Herr L6pine weiß so viel, und dann— die Bourgeoisie braucht ihn. Die radikalen Re° gierungen trauen sich an ihn nicht heran, so sehr sie bisweilen auch Lust dazu hätten. Einige Minuten vor seinem schreck- lichen Tod hat Bertcaux einem Freund, der ihn auf die anormal erregten Gebärden Lspines aufmerksam machte und ihn bat, den Extravaganzen des Polizeipräfekten Halt zu ge- bieten, lächelnd geantwortet:„Was soll ich denn machen? Wenn ich etwas sage, wird er, wie ich ihn kenne, eine neue Attacke befehlen!" Man kann sich darauf verlassen, er wird sie, wenn sich nur irgendwie die Möglichkeit bietet, am nächsten Sonntag, bei der Kund- gebung für die Kommunekämpfer auf dem Pöre Lachaise, nachholen. Der Fall Lspine ist, wie unterrichtete Leute sagen, nicht mehr ein politischer, sondern ein pathologischer. Das mag stimmen, dann aber ist er pathologisch auch in dem Sinne, daß sich die herrschenden Klassen eines nur noch zum Unheil tauglichen, unberechenbaren Werkzeuges nicht zu entäußern wagen._ Cxpropriation und Betrügerei gegen die Hermften. Die Reichsversicherungsordnung nimmt den Arbeitern und deren Witwen wohlerworbene Rechte ohne Entschädi- gung, das EinführungSgesetz zur ReichSversicherungSordnung schlägt vor. die gegen die Witwe vorgeschlagene Beraubung und Betrügerei noch zu vermehren und die Kommission hat diesen Raubfeldzng gegen die Witwen gebilligt. Nach dem bestehenden Gesetz haben einen Anspruch auf Er- stattung der eingezahlten Versicherungsbeiträge: 1. weibliche Personen, die eine Ehe eingehen, 2. Verletzte, die mehr als den siebeneinhalbfachen Betrag des GnmdbetrageS der Invalidenrente als Unfallrente beziehen und S. Witwen und noch nicht lg Jahre alte Kinder verstorbener Versicherter, die eine Rente nicht erhalten hatten. Im Jahre 1909 betrug die Summe, die auf Grund dieser Vorschriften ausgezahlt wurde, etwas über 9'/« Millionen Marl. Der Durchschnitt der zurückgezahlten Beiträge betrug für den Einzelfall 90,40 M.» einige Rückzahlungen betrugen 190 Marl Dieses Recht aus Rückzahlung ihres Eigentums ist durch die VcrsicherungSordnung den Frauen, Witwen, Waisen und Unsallrentnern genommen. Man kann dem nicht entgegenhalten, daß die Reichs- versicherungSordnung doch eine Art Entschädigung durch die sogenannte Hinterbliebenenversicherung biete. Denn zunächst ist der KreiS der Personen, denen ein Anspruch auf Rückerstattung zusteht, ein anderer, viel weiterer als der s e h r e n g e Kreis, denen eine Karikatur einer Hinterbliebenenrente eingeräumt werden soll. Ferner ist zwecks Aufbringung der Hinterbliebenenrente eine Er- h ö h u n g der Invaliden beitrüge von nicht weniger als 56'/, Millionen jährlich vorgesehen. UeberdieS ist in einigen Fällen der zurückzuerstattende Betrag höher als die sogenannte Witwen- und Kinderrente. Bekanntlich beträgt die auf Grund einer zehn- jährigen Beitragsleistung in der niedersten Lohnklasse zu zahlende Witwenrente ganze 72.60 M. jährlich, also 27,30 M. weniger als der Durchschnitt der jetzigen Rückzahlungen, die in einigen Fällen sogar bis 193 M. betragen. Diesen Raub des Eigentums vergrößert das EinführungS« gesetz nach mehreren Richtungen. Erstens soll die ReichSversicherungSordnung zwar erst am 1. Januar 1912 in Kraft treten, alle diejenigen aber, denen nach dem bestehenden Gesetz ein Recht auf Erstattung der von ihnen oder ihren Eltern gezahlten Beiträge zusteht, soll dies Recht nur bis zur Wer- kündung der Neichsversicheriingsordnintg zustehen. Wird die Reichs- VersicherungSordnung etwa am 16. Juni verlündet, so verlieren also alle Ehefrauen, die nach dem 16. Juni 1911, aber vor dem 1. Januar 1912 heiraten, ihr Recht auf Rückerstattung der Beiträge selbst ohne die Hoffnung auf einen Pfennig Entschädigung irgend welcher Art. Diesen Raub den Nermsten gegenüber wagen die Konservativen, daS Zentrum und die Nationalliberalen Sozialpolitik zu nennen. Solcher Heuchelei gegenüber sind ja Roßtäuscher und Laudstraßeuräuber noch ehrliche Leute. Aber daS ist noch nicht die einzige und auch noch nicht der tückischste Schlag, den daS Einführungsgesetz gegen die Witwen und Waisen führt. Nach Artikel 69 dieses famosen gegen die Arbeiter geschaffenen Gesetzes sollen, wie wir bereits mitteilten, nur die Bei- träge bei den Hinterbliebeiienleistungen angerechnet werden, die nach dem 1. Januar 1912 geleistet sind. DaS heißt: auch die jämmer- lichen Renten, mit denen die ReichSversicherungSordnung die Waisen, Witwen und Arbeiter verhöhnt, erscheinen dem Zentrum, den Kon- servativcn und den Nationalliberalen noch zu hoch: es soll bis 1917 oder 1924, dem Ablauf der Nentezeit(200 bis 600 Wochenmarken, also fünf bis zwölf Jahre müssen z» deren Erfüllung geklebt sein), die Witwenrente nur 50 M. jährlich, also nicht ganz 14 Pfennig, die Waisenrente gegen 7 Pf. täglich betragen. Die Witwen NNd Kinder verlieren aber ihre» Anspruch aus Rückerstattung der Beiträge, der Expedition: SM. 68» I�indenstrasse 69. Fernsprecher: Amt IV, Nr. 1984. im Jahre 1912 über 120 M. jährlich im Durchschnitt betragen würde, gänzlich I DaS ist ein schamlos frevelhafter Raubzug gegen die Witwen und Waisen. Erst wird im Jahre 1902 ihnen eine Witwen« und Waisen- Versorgung vom 1. Januar 1910 lab versprochen: neunzig Mark jährlich wurden versprochen, sie sollten aus den Zollerträgen vom Jahre 1906 ab gespart werden. AlS das Jahr 1910 herangerückt war, befanden sich in dem Spartopf statt 460 bis 600 Millionen 66 Mllionen, weil die konservativen und Zentrums-Junker mittels der Einfuhrfcheine den Spartopf für sich geleert hatten. Dann nahmen Zentrum, Kon- servative und Nationalliberale den Witwen, die nicht selb st invalide geworden waren, die ihnen durch Reichs- gesetz versprochene Versorgung und raubten ihnen ihr jetzt ihnen gesetzlich zustehendes Recht auf Erstattung der von ihren verstorbenen Ehemännern geleisteten Beiträge. Die invalide gewordene Witwe sollte, wenn ihr Mann zehn Jahre lang gellebt hatte, 20 Pf. pro Tag, ihre Kinder, wenn nur eins vorhanden, 10 Pf., sind 2 vorhanden, nur 9, sind 3 vorhanden, nur 8 Pf. täglich er- halten. Und jetzt haben der schwarzblaue Block und die National- liberalen gar die Stirn, bis zum Jahre 1917 oder 1924 die Witwe mit 14 Pf. täglich, das Kind mit sieben Pfennig täglich als»Rente' abzuspeisen. Diese abgrundtief gemeine Expropriation und Betrügerei gegen die Witwen und Waisen ist der Gipfel deS unter der Flagge einer ReichSversicherungSordnung gegen die Arbeiterklasse unternommenen Raubzuges. Damit hat die herrschende Klasse die Notwendigkeit, die Besitzenden zu enteignen, der Arbeiterklasse vor Augen geführt und anerkannt, daß ein Recht auf Durchführung dieser Expropriation selbst ohne Entschädigung von ihnen nicht bestritten wird. Wer die Macht hat, hat daS Recht, proklamiert durch solche Borschristen die herrschende Klasse. Trage die Arbeiterklaffe durch unermüdliche Agi» tation für die Sozialdemokratie bei, daß sie bald die Macht erhält, um die gemcinschädlichen Expropriateure zu expropriieren. nie Vchlen in Portugal. Man schreibt uns aus Portugal vom 24. Mai: Sonntag, den 28. Mai, finden zum ersten Male Ullter der Republik Parlamentswahlen in Portugal statt. Die Regierung, die den Wahltermin verschiedene Male hinausgeschoben hatte, fühlt sich jetzt stark genug, einen für sie günstigen Erfolg zu erzielen. Trotz aller phantastischen Gerüchte über royalistischc Der- schwörungen und Konterrevolutionen, die durch die Kreaturen Don Manuels und die Klerikalen mit großem Geschick in die europäische Presse lanciert werden, muß doch konstatiert werden, dasx obwohl es in Portugal noch Royalisten und einige junge adelige Tollköpfe gibt, die gern Vcrschivörcr spielen möchten,— der Republik von dieser Seite keine Ge- fahr droht. Eine ernste Gefahr wird erst dann auftauchen, wenn die Regierung auf die Schwierigkeiten und Intrigen stößt, die ihr die Bischöfe, denen sie gestattet hat, im Lande zu bleiben, bereiten werden. Ein überzeugender Beweis dafür, daß die Monarchie keinen Boden mehr im Volke hat, ist die Tatsache, daß für die Wahlen nicht eine einzige royalistische Kandi- d a t u r— ivenigstens nicht offen— aufgestellt wurde. Es gibt natürlich reaktionäre liandidaten, aber sie segeln unter einer anderen, weniger unbeliebten Flagge. So hat die provisorische Regierung, die von der Elite der portugiesischen Bourgeoisie gebildet wird, die sieben Monate ihrer unumschränkten Herrschaft auszunutzen verstanden, um den Sieg ihrer Anhänger bei den Wahlen zur konstituierenden Nationalversammlung sicher zu stellen. Das Wahlgesetz ist auf diesen Zweck zugeschnitten worden. Und verfügt die republikanische Regierung nicht über dieselben Machtmittel, wie die monarchische? Die Zivilverwalfting, das Heer, die Schar der Beamten und die Politiker— sie alle sind willfährige Werkzeuge in der Hand der Regierung, die den Sieg an ihre Fahnen heften müssen. Die republikanischen Zeitungen versichern, daß die Wahl- freiheit gesichert und daß eine Korruption bei den Wahlen völlig ausgeschaltet sei. Das ist alles Schanmschlägcrei: Sieger wird nur der sein, den die Regierung haben will. Die Eifersüchteleien, die kurz nach Proklamicruug der Republik zwischen den republikanischen Führern wegen des Anteils an den Ehrenstellen und der Beute in Erscheinung traten, sind für den Augenblick scheinbar verschwunden. Im Parlamente werden sie viel schärfer wieder zum Durchbruch kommen, man wird sicher so viel republikanische Parteien haben, als eS republikanische Führer gibt. Augenblicklich ivollcn sich alle den Wa'hlerfolg sichern, und der Eifer der- schiedeuer Heißsporne geht sogar soweit, daß sie jede nicht- republikanische Kandidatur unterdrücken wollen,— die Sozialisten sind für diese Helden selbstverständlich k e i n v Republikaner. Trotz alledem stellt die sozialistische Partei Portugals 32 Kandidaten für die Wahlen auf, in den größeren Städten sowohl ivie auf dem Lande. In Porto und in Lissabon kandidiert in jedem Wahlbezirk ein Sozialist. Alle sozialistischen Kandidaten sind A r b e i t e r bis ans 1 Advokaten, LHandlungsgehilfen, 1 selbständigcnKaufmann, lArzt, lApothekcr und 1 Professor. Die sozialistische Wahlagitation hat im ganzen Lande das Gewissen des Proletariats aufgerüttelt. Es ist mit neuer Lebenskraft erfüllt worden und hat seine Reihen vermehrt. Die Partei hat mehr als 50000 Exemplare ihres Programms in allen Arbeiterkreisen verteilt. In ihrem Wahl- kämpfe wurde sie von vier sozialistischen Zeitungen wirksam unterstützt: der„A Voz do Operario"(Arbeiterstimme) in Lissabon,„A Voz do Povo"(die Volksstimme) in Porto, „A Republica social"(die soziale Republik) in Lissabon und „0 Trabalho"(die Arbeit) in Setubal. Diese sozialistischen Zeitungen hatten mit großen Schwierigkeiten zu kämpfen. Zunächst wurden sie nach der auch anderwärts beliebten Taktik von der republikanischen Presse totgeschwiegen. Ferner haben die Republikaner, die sich vor der Re- volution als Freunde des Proletariats aufspielten, heute, nachdem die Republik Wurzel gefaßt hat, ihre Versprechungen vergessen. Die republikanische Partei ist überhaupt die Partei der schönen Reden und Versprechungen, aber sie hat nicht nur nichts für das Proletariat getan, sie hat sogar dafür gesorgt, daß das Wahlgesetz ein Ausnahmegesetz gegen die Sozialisten wurde. Der Z 1 des Artikels 41 und der§ 3 des Artikels 42 dieses Gesetzes verlangen nämlich, daß jede Aufstellung einer Kandidatur zur gesetzgebenden Körperschaft in der Provinz die amtlich beglaubigte Unterschrist von 25, in Lissabon und Oporto von Ivl) Wählern haben muß. Dadurch hat die Re- gierung die Möglichkeit, an allen Orten die tätigen Sozialisten, die gegen sie stimmen, kennen zu lernen und gegen sie mit terroristischen Maßnahmen vorzugehen. Und dabei behauptet das Gesetz, daß die Wahlen auf Grund des direkten, all- gemeinen und freien Wahlrechts vor sich gehen sollen I Daher hat die sozialistische Partei das Proletariat gegen dieses Wahlrecht mobil gemacht: sie versucht, das Volk auf die tatsächlichen Verhältnisse hinzuweisen und für die großen Probleme des sozialen Lebens zu interessieren. Selbst am Tage der Wahl iverden in den Städten Protestversammlungen gegen das Wahlrecht stattfinden. � Das wirtschaftliche Erwachen hat in Portugal die gleichen sozialen Erscheinungen gezeitigt wie in anderen Ländern. So führen jetzt die Anarchisten und die Gegner des Parlamentarismus einen erbitterten Krieg gegen die sozio- listische Partei: sie zersplittern und schwächen dadurch das Proletariat. Nur durch eine energische und gesunde Auf- klärungsarbeit kann die sozialistische Partei diesen irre- geführten Teil des Proletariats auf dm rechten Weg zurück- führen. . Die Sozialisten erkennen sehr wohl an, daß für Portugal eine neue Aera angebrochen ist, aber sie wissen, daß der Klassenkampf jetzt erst einsetzt: denn welche politische Färbung die Bourgeoisie auch haben mag, sie ist stets die privilegierte Klasse, die vom Schweiße des Proletariats lebt und die es mit einem Knochen abspeist, während sie an der vollbesetzten Tafel sitzt. »» • Monarchistische Putschversuche. London, 27. Mai. Nach einer Lissaboner Meldung des „Morning Leader" hat die provisorische Regierung ein Telegramm erhalten, wonach der Marquis de Labradio, der Privatsekretär des Königs Manuel, sich unter die Monarchisten cm der spanischen Grenze gemischt habe und einer der Hauptführer der bechnnenden Revolte sei. Paris, 27. Mai. Meldungen des.New Dork Herald' und der.Daily Mail' aus Lissabon bezeichnen die Lage als sehr kritisch. In Caminho Novo griffen mehrere hundert Monarchisten eine aus Kavallerie und Infanterie bestehende Mititärabteilung an. Herbeieilende Munizipalgardisten gaben mehrere Schüsse auf die Monarchisten ab und es gelang chnen, sie zu zerstreuen. Eine große Anzahl Verhaftungen wurde vorgenommen. Zahlreiche wohl- habende Lissaboner Familien haben Portugal mit Rücksicht auf die beporjtehenden Ereignisse verlassen. politische dcberficbt Berlin, dm 27. Mai 1911. Die Zustimmung deS Bundesrats. In der heutigen Sitzung des Bundesrats wurde den vom Reichstag angenommenen Entwürfen eines V e r- f a s s u n g s- und eines Wahlgesetzes für Elsaß- Lothringen die Zustimmung erteilt. Die Reichsversicherungsorduung in dritter Lesung. Aus dem Reichstag, 27. Mai. Der gemeinsame Grundton der Regierungsreden wie der Ausführungen der Vertreter bürgerlicher Parteien zur Reichsversicherungsordnung ist die Katerstimmung, die enttäuschten Erwartungen und nichteingelösten Versprechungen entspringt. Das klang gestern, wie heute aus ihren Reden heraus. Wie hat man mit Posaunenblasen und Paukenschlag seit Jahren die Wohltaten angepriesen, die den Arbeitern durch die Reichs- vcrsicherungsordnung beschert werden sollten, und was ist daraus gelvorden l Jetzt, da die Bescherung da ist, geht es einher mit gedämpftem Trommelklang. Herr T r i m b o r n vom Zeuhtzrm und Herr M u g d a n gestern, der national- liberale Herr Horn und der Minister Delbrück heute, sie alle gaben zu, daß das nicht erreicht ist, was den Arbeitern versprochen wurde, sie plädierten eigentlich für mildernde Um- stände. Nur Herr Becker- Arnsberg klingelte etwas un- harmonisch mit dem Gladbacher Schellenbaum dazwischen. Mit den Gegnern gründlich abzurechnen, hatte Genosse Fischer übernommen. Er entledigte sich seiner Aufgabe auch in einer temperamentvollen Rede, in der er zunächst feststellte, daß die Hastigkeit der Kommissionsarbeit nicht ein- mal den Kommissionsmitgliedern Zeit gelassen hätte, die Be- richte zu lesen, geschweige denn zu prüfen. So wimmele denn dies komplizierte Gesetz von Unklarheiten, aus denen die Ar- beiter sich nicht informieren könnten. Fischer ging dann die Versündigungen der einzelnen Parteien, besonders des Zentrums und der Konservattven, an dem Gesetz durch und führte der Regierung ihre Abhängigkeit von den Scharfmachern aus zahlreichen Aussprüchen der Scharfmacher selbst zu®e- mute. Dem Ministerialdirektor Caspar wies er insbesondere nach, daß er wider besseres Wissen der Soztaldemokratte eine unzulässige Beeinflussung der Krankenkassen untergelegt habe. Ebenso zahlte er eS dem konservativen Grafen Westarp heim, daß er eS gewagt hatte, schwere Vorwürfe gegen unsere Partei zu erheben, die tatsächlich auf das Haupt der Konservativen zurückfallen. Zum Schluß räumte er mit der Illusion der Gegner auf, als ob sie durch die Enttechtung der Arbeiter in den Krankenkassen der Sozialdemokratie schaden könnten. Die Entrechtung der Landarbeiter werde vielmehr dazsi beitragen, der Aufklärung unter ihnen Bahn zu brechen. Der nationalliberale Landrat Horn aus Reuß j. L. suchte der ätzenden Krittk Fischers mit allerhand stattstischen Verech- nungeii entgegenzutreten, die der an sich stümpernden Diktion dieses menschgeworbenen Paragraphen nicht gerade Blut unb Leben einflößen konnten. Der Staatssekretär Delbrück pries das, was er die Wohltaten des Gesetzes nannte, unter höflicher Verschweigung gewisser schwerer Mängel. Herr Becker- Arnsberg leierte selbstgefällig bis abgedroschensten Phrasen aus der Lehrfibel der kapitalistischen Nationalökonomen herunter, die sich im Munde dieses Arbeitervertreters besonders geschmackvoll ausnahmen. Dann suchte er sich auch an der Sozialdemokratte und besonders am Genossen Molkenbuhr zu reiben wegen dessen Ausführungen über Jue Altersversicherung auf dem Parteitage zu Jena 1903. Nun er- widerte zunächst Dr. M u g d a n. der allerhand Angriffe auf seine Partei zurückwies. Mittlerweile war es 5 Uhr geworden, also schon eine Stunde mehr, als die sonst übliche Arbeitszeit. Die Sozial- demokraten beantragten Vertagung. Die Mehrheit ver- weigerte ihre Zustimmung; da bezweifelte Molkenbuhr die'Beschlußfähigkeit des Hauses. Zum Namensaufruf wurden aber noch so viel Mitglieder herangeklingelt, daß mit 226 Namen die Beschlußfähigkeit sich ergab. Zunächst erhielt Herr Becker noch einmal das Wort. Dann wies Genosse Molkenbuhr aus den Atten nach, daß er in Jena gegen Altersrenten vom 65. Jahre an sich er- klärt habe, weil damals noch die Hoffnung bestand, daß die Jnvalidengelder in auskömmlicher Weise gewährt werden und eine frühzeitige Altersrente entbehrlich machen würden. Durch die spätere Rentenquetscherei sei diese Hoffnung aber vereitelt worden, und so habe denn die Sozialdemokratische Partei sich auf dem Parteitage in Leipzig 1909 für die Altersrente vom 65. Jahre an erklärt. Damit schloß die Generaldebatte über die dritte Lesung. Am Montag wird das Haus in die Spezialdebatte eintreten._ Preustisches Allerlei. Nicht ivenlser als 23 Punkte umfaßte die Tagesordnung, die daS preußische Abgeordnetenhaus am Sonnabend zu erledigen hatte. Kaleidoskopartig wechselte das Bild; bald gab eS eine hitzige Wahl- rechtsdebatte, bald sprach man über die Gewerbeinspektion, bald erörterte man das Wesen der Animierkneipen, kurz die Sitzung brachte jedem etwas. Nach Erledigung einiger kleinerer Vorlagen ging daS Hau? über eine Petition des Landesvereins für Frauenstimmrccht um Einführung des allgemeinen, gleichen, geheimen und direkten Wahlrechts für beide Geschlechter zur Tagesordnung über. Die Fortschrittliche Volkspartei hatte Ueberweisung als Ma- terial, die Sozialdemokratie Ueberweisung zur Berücksichtigung be- antragt. Beide Anträge wurden von der reaktionären Mehrheit, die nicht einmal den Männern, geschweige denn den Frauen das Wahlrecht geben will, abgelehnt. Dabei kam eS zu heftigen Auseinandersetzungen zwischen unserem Genossen Leinert, der in geschickter Weise die ganze Wahlrechtsfrage aufrollte und daS verräterische Zentrum an den Pranger stellte, und dem demagogischen Jesuitenzögling Gronowskh, einem der sogenannten Arbeiter- Vertreter des Zentrums, der seine Hauptaufgabe darin erblickte, das Kapital gegen die Angriffe der Arbeiter zu verteidigen. Daß das Zentrum auch diesmal sein volksfeindliches Herz verriet und gegen daS Frauenstimmrecht wetterte, ist selbstverständlich; eS will eben von den Konservativen nicht lassen. Ebensowenig war das Haus geneigt, der Zuziehung von Ar» beitern zur Gewerbeinspektion die Wege zu ebnen. Entgegen einem von unserem Genossen Hirsch begründeten An- trage auf Ueberweisung zur Berücksichtigung ging eS über eine entsprechende Petition zur Tagesordnung über, und zwar waren in diesem Lalle alle bürgerlichen Parteien von rechts über daS Zentrum hinweg bis links ein Herz und eine Seele. Die gleich? Einmütigkeit zeigte sich bei einem konservativen Antrag auf Beseitigung des Animierkneipenwesens. Wenn die Sozialdemokraten, deren Standpunkt Liebknecht und Hoffmann vertraten, nicht für den Antrag stimmten, so nicht etwa, weil sie die Schädlichkeit der Animierkneipon verkennen, sondern weil sie sich von einem Polizeikampf gegen soziale Miß- stände nach den bisherigen Erfahrungen nichts versprechen. Montag: Kleinere Vorlagen und Petitionen Nach der Schlacht. Die Konservativen nehmen ihre Niederlage in der Frage der elsässischen Verfassung verhältnismäßig ruhig auf. Nur der„Reichsbote' sieht sich bemüßigt, seinem Haß gegen das Reichstagswahlrecht in einem langen Artikel Ausdruck zu geben und nochmals„den s a lzig en Fin g er auf die von preußischen und deutschen Ministern dem Vaterlande mit der Neu-Einführung eines hyperdemokratischen Wahlsystems ge- schlagene tiefe Wunde zu legen." Die Konservativen wollen eben, wie das schon ihr Redner im Reichstag ausführte, den Bund mit dem Zentrum nicht lockern lassen. Die Rache an der Regierung werden sie schon später kalt genießen. Ob die Regierung dadurch, daß sie den Konservativen gute Worte gibt, daran etwas ändern kann, wird man ja sehen. Demüttg genug klingen ja die Aus- führungen der„Nordd. Allg. Ztg.", die ihrem Bedauern über die konservative Opposition Ausdruck gibt und dann fortfährt: .Der Reichskanzler hat seine Achtung vor der ernsten Ueberzeugung ausgesprochen, von der der Widerspruch der konservativen Seile geleitet war, und die sich auch in der s a ch- lichen Form ihrer Opposition ausdrückte.' Es wird also ausdrücklich anerkannt, daß der Vorwurf des Januschauers, die Regierung habe einen Schlag gegen die Ehre und das Ansehen Preußens geführt, habe Preußen ein neues O l m ü tz bereitet, ein durchaus sachlicher war. Hoffentlich ist Herr v. Beth- mann �ollweg auch sozialdemokrattschen Angriffen gegenüber so objektiv, ihre sachliche Form anzuerkennen und seine Achtung der ernsten Ueberzeugung, der sie entspringen, zu bezeugen. Zum Schluß seiner Betrachtungen meint das offiziöse Blatt: .Auch war es eine neue Erscheinung, daß bei dieser wichtigen nationalen Aufgabe die sozialdemokratische Partei positive Mitarbeit geleistet hat. Der»Vor« wärtS' bemüht sich aber heute bereits, den Eifer derjenigen zu dämpfen, die aus der zustimmenden Haltung der Sozialdemokratie weitgehende Folgerungen ziehen könnten.' Das ist sehr mißverständlich ausgedrückt. Es war doch so, daß die Regierung nach heftigem Widerstreben unsere wichtigste Fordenmg, die Einführung desgleichen Wahlrechts akzeptiert hat! Wir waren von Anfang an bereit, positive Arbeit in unserem Sinne und zum Nutzen des Volkes zu verrichten und die Negierung war das Hindernis. Erst indem sie der Forderung der Sozialdemokratie nachgab, ermöglichte sie unsere positive Arbeit. Wenn die Regierung auch künftig zu solcher Mitarbeit bereit sein sollte, braucht sie sich wegen der Haltung des.Vottvärts" keine Sorgen zu machen. Ganz falsch aber ist es, wenn die„Boss. Ztg.- schreibt: .Uebrigens darf der Reichskanzler seinen umsturzschreicrischen Kriiikern gegenüber auf da? Stimm Verhältnis hinweisen. Die beiden Vorlagen sind keineswegs zustande gekommen, weil die Sozialdemokratie dafür eintrat; sie wären auch, wenn die .Genossen' sich der Abstimmung enthielten oder dagegen stimmten, glatt angenommen worden.' Wir haben diese Ansicht bereits in unserem gestrigen Leitartikel als unrichtig nachgewiesen. Hier wollen wir noch der„D. Tagesztg." das Wort geben: .Tatsächlich wäre ja dem äußeren Anscheine nach eine Mehrheit von etwa einem Dutzend Stimmen vorhanden gewesen, wenn die Sozialdemokratie geschlossen gegen die Vorlage gestimmt hätte. Aber diese Ziffern decken tötsächlich keineswegs die Sachlage. Denn wenn die Sozialdemokratie ihre Zustimmung verweigerte, weil die Anhänger der Vorlage das völlig gleiche Wahlrecht zu» rückWiesen, dann wurden auch eine Reihe von Zentrums« Mitgliedern, ja auch ein großer Teil deS Freisinns unsicher, so daß eine Mehrheit eben nicht mehr vorhanden war. Darum bleibt es dabei, daß die Preis» gäbe der Mehrstimmcn zugleich der Preis war, um den man die sozialdemokratische Zustimmung erreichte: und daß nach der ganzen Sachlage diese Zustimmung zur Gewinnung einer Mehrheit not» wendig war. Unn darum bleibt es auch bei der„Morgen» gabe'I Aber mit diesem Vertuschungsversuch der„Voss. Ztg." ist es nichts._ Jaurös über die elsässische VerfassunK. Aus Pari? wird uns geschrieben: Die Verhandlungen über das VerfassungSgesetz für Elsaß« Lothringen sind von der französischen Presse mit begreiflicher Auf» merksamkeit verfolgt worden. Daß bei ihrer Beurteilung Gefühls- Momente und nationalistische Cliches mitspielten, kann nicht wundernehmen. Die reaktionäre Presse hat sichs aber nicht ent- gehen lassen, speziell der deutschen Sozialdemokratie eins auszuwischen, wohl nicht zuletzt der in allen Ländern beliebten Tendenz zuliebe, die Sozialisten deS Auslandes als Musterparioten den heimischen.Vaterlandslosen" entgegenzustellen. Das„Journal deS DöbatS' allerdings erledigt die Kritik trotz seiner affektierten.Vor- nehmheit' mit einigen Rüpeleien gegen Gen. Bebel. Ganz dumm bleibt die„Bataille Shndicaliste", die in der Stellung der deutschen Sozialdemokratie zur Verfassungsfrage einen Beweis für ihre„Ent- Wickelung nach rechts' sehen will. Um so größere Aufmerksamkeit verdient der heutige Zeitartikel Jaur.es' in der„Humanite". Unser Genosse schildert darin die Bemühungen der deutschen Partei, Elsaß-Lothringen eine republikanische, wirklich demokratische Ver- fassung zu verschaffen, und den Kampf um das Wahlrecht. Er fährt dann fort:.Die sozialistische Partei befand sich so in der Alternative, entweder ein Gesetz zu votieren, das die Wut der Reaktionäre erregte, oder durch ihre Abstimmung den Erfolg einer Verfassung zu sichern, die zwar unvollkommen war, aber doch einige kostbare, einer Weiterentwickelung fähige Bürgschaften enthielt. Sie hat das zweite gewählt, und i ch glaub e, siehatrechtgetan.' Jaures setzt die Bedeutung des allgemeinen Wahlrecht» in Elsaß» Lothringen für Preußen und ganz Deutschland auseinander. Alles, was die Demokratisierung Preußens und somit Deutschlands vor- bereite, sei für Elsaß-Lothringen selbst die Bürgschaft neuer Fort- schritte auf dem Weg zur Autonomie und Freiheit..Diese sehr starken und sehr vornehmen Gründe haben die deutsche Sozial- demokratie bestimmt. Es war Bebel, der im Namen der Partei in diesem entscheidungsvollen Moment sprach. Und wahrlich, niemand kann den Mann, der um den Preis seiner Freiheit gegen die Bis« marcksche Politik gekämpft hat und der Abgeordneter von Straß- bürg im Reichstag, war. der Gleichgültigkeit gegenüber dem Nechtett der Elsaß-Lothringer verdächtigen. Die Bürger der annektierten Länder werden immer mehr erkennen, däß die Bemühung aller not- wendig ist, um die Regierungswillkür zu vermindern und die Fred« heiten deS Volks zu vermehren. Aber sie werden auch erkennen, daß die Zukunft Elsaß-Lothringens mit dem Fortschritt der Demo- kratie und deS Sozialismus in Deutschland verknüpft ist." Die Fortschrittler und die Neichsversichernngsordnung. Die Haltting eines Teiles der Fortschrittspartei, der sich dazu drängte, an dem arbeiterfeindlichen Werk des Enttechtungsblocks teilzunehmen, stößt in der linkSlibcralen Presse auf zunehmenden Widerspruch. Nachdem schon das „Verl. Tagebl.' die Herren gewarnt hat, schreibt jetzt die „Franks. Ztg.": „Jeder Sozialpolitiker gibt zu, daß die Vorlage selbst nach den Beschlüssen der Kommission oder, waS dasselbe ist, der zweiten Plenarlesung eine Anzahl von wichtigen Fortschrilten gegenüber dem heutigen Zustande enthält, die man sehr gern verwirklichen möchte. Aber wer dafür seine Stimme gibt, muß auch die Beschlüsse über die Krankenversicherung mit in den Kauf nehmen, und diesen Preis halten wir für zu hoch. Es ist darüber nichts mehr zu sagen. Wer sich noch nicht überzeugt hat, daß eS ein politischerFehler ist, der neuen Gestaltung der Kranken- Versicherung irnpllcito die Sanktion zu geben, wird e» auch durch einige weitere Worte nicht werden. Fehler sind freilich dazu da, daß sie gemacht werden, aber wenn es in den Augen der Fraktion ein Fehler wäre, die ReichSversicheningsordinrng abzulehnen, so wünschten wir. sie hätte lieber diesen Fehler gemacht. Sie hätte das um so leichter tun können, als ihr in der zlvekten Lesung alle Anträge abgelehnt worden sind und sich die Mehrheit in einer provokanten Weise benoinmen hat. Es wäre auch leichter gewesen, übelwollendem Mißverstand klar zu machen, warum man gegen die Annahme gewesen sei. als warum man dafür war. Der Beschluß der Fraktion ist natürlich in bester Absicht erfolgt, und sie darf als eine sich selbst verantwortliche Körperschaft bean» spruchen, daß man ihre Ansicht respektiere. Aber wir sind nicht in der Lage, beistimmen zu können. Also auch die„Franks. Ztg." ist der Ansicht, daß der Raub der Selb st Verwaltung und die dielen anderen Verschlechterungen die übrigens lächerlich geringe». und ganz ungenügenden Verbesserungen bei-weitem überwiegen. Aber die von der„Positivitts" unheilbar be- fallenen Fortschrittler wird das nicht abhalten, zum Gaudium des schwarzblauen Blocks ihre Stimmen den Gegnern zur Verfügung zu stellen. Der angeschlvindelte SlilltuSminister. Die„Deutsche Tageszeitung" findet den Mut zu der Erklärung, daß sie der Nachweis des„Berliner Tage- blattes", daß der Kultusminister in der Frage des russischen Studenten Dubrowski von amtlichen Organen in der un- glaublichsten Weise angelogen worden ist,„recht kühl" lasse. Gewiß, meint das Blatt, wäre es befremdlich, -wenn der Kultusminister in der Angelegenheit eine unrichtige Information erhalten und dem Abgeordnetenhause vor- getragen hätte. Statt sich nun aber über dies ungeheuerliche Fakwm der Anschwindelung des Ministers etwas näher aus» zulassen, sucht das Jnnkerorgan die Frage sogleich auf ein anderes Gleis zu schieben. Denn wenn auch der Llultus- minister durch die unrichtige Information zu einer falschen Darstellung des Falles verleitet worden sei, so beweise das noch keineswegs, daß Dubrowski sich hqbe töten müssen« 3>a6e doch die UnivdrsitaisbehordS LM UbgdwieseMN VN« heimacstollt, ein Zeugnis beizubringen,„das ihn von dem falschen Verdachte, ein politisch ungeeignetes Element zu sein, befreie". Dazu hat schon Genosse Liebknecht das Nötige gesagt: daß es nämlich keineswegs so leicht ist, gegenüber einer polizeilichen Denunziation seine Unschuld zu beweisen I Wie dem aber auch sein möge, mit der Feststellung, daß der Kultusminister von den untergeordneten Organen einfach belogen worden ist, hat diese psychologische Seite der Sache auch nicht das allergeringste zu tun. Es verrät nur das böse Gewissen des Agrarier- blattes, daß es iiber den springenden Punkt der Sache mit so verlegener Hast durch eine unehrliche Finte hinwegzugleiten sucht!_ Ein Universitätsgesetz. In der„M a g d e b u r g i s ch e n Ztg." klagt eltt Gelehrter über die totale Rechtlosigkeit der studentischen Jugend. Der Akademiker stehe noch immer unter der Zuchtrute einer patri- archalischen, unbeschränkten, ungeregelten Zwangsaufsicht und ent- behre der staatsbürgerlichen Rechte und Freiheiten, wie sie der nichtstudiercnde gleichaltrige junge Mann besitze. Nach dem Reichs- vcreinsgesctz sei allen Personen vom vollendeten 18. Lebensjahr ab die Mitgliedschaft bei jedem Verein gestattet. Der deutsche Student dagegen, der im Durchschnitt das Mündigkeitsalter von 21 Jahren erreicht habe, sei jeder Willkür der Universitätsbehörden preisgegeben. Die Stellung des Studenten sei eben noch schüler- Haft. Tie patriarchalischen Verhältnisse einer vergangenen Zeit paßten nicht mehr in unsere Universitätseinrichtungen. Der Patri- archalismus müsse aus den Vorschriften verschwinden. So berechtigt diese Beschwerden sind, so fürchten wir nur. daß auch ein Universitätsgesetz, wie es der Verfasser fordert, die Recht- losigkeit der Studenten nicht beseitigen wird. Denn auf die Mög- lichkeit, Studenten zu relegieren, die einer politisch mißliebigen Organisation angehören, werden unsere reaktionären Machthader schwerlich verzichten. Schon heute ja können sich die Studenten im „nationalen" Sinne politisch rücksichtslos betätigen. Nur freiheit- liche Bestrebungen werden nicht geduldet. Und so lange unsere Universitäten selbst noch so sehr vom Geiste ängstlicher Rechnungs- trägerei beseelt sind, wie das leider der Fall Dubrowsky wieder in so beschämender Weise gezeigt hat, wird sich die akademische Jugend — und von den Dozenten gilt das gleiche— eine wirkliche staatsbürgerliche Freiheit nicht zu erringen vermögen. Vom Ostmarkentag. In Posen ist am Sonnabend der Gesamiausschuß des Ost- markenvereins unter Beteiligung von fast 200 Mitgliedern zu- sammengetreten. Im Mittelpunkt der Verhandlungen stand selbst- verständlich die Enteignungsfrage, die Rittergutsbesitzer B e r n u t h als den einzigen Weg bezeichnete, der zum Ziele führe. All- anderen Wege seien nur Nebenwege, die auf diesen Hauptweg hinführten. Major von Tiedemann-Seeheim, der den Bericht deS Hauptvorstandes erstattete, erzählte von internen Ver- Handlungen, die mit der Regierung im November gepflogen worden seien. Man habe damals geglaubt, über den Berg zu sein, aber jede Erwartung und jede Berechnung sei getäuscht worden. Als auch nach dem Zusammentritt des Abgeordnetenhauses keine Klarheit geschaffen worden sei, habe sich die Vereinsleitung ge- nötigt gesehen, mit der bekannten Erklärung vom 2 0. Januar hervorzutreten. Der Vorstand sei dadurch in eine oppositionelle Stellung zu der Regierung getreten. Die Schuld dafür treffe aber nicht die LereinSleitung. Auch habe am 25. Ja- nuar der Gesamtvorstand die Kundgebung einstimmig gutgeheißen. Durch die neuerlichen Verhandlungen im Abgeordnetenhause und ß>ie Reden deS Landwirtschaftsministers sei.die bestehende Not keineswegs herabgemindert worden". Der Vorwurf deZ Ministers, der Ostmarkenverein habe sich auf die Enteignungsfrage verbissen, er betrachte sie als Allheilmittel, sei durchaus unberechtigt. Der Ver- ein sei sich sehr wohl bewußt, daß die Enteignungsfrage kein Allheil- mittel sei; aber die Anwendung des EnteignungS- gesetzes sei der Prüfstein für den Ernst derDurch- führung der bisherigen O st markenpolitik. Der Verein gebe die Hoffnung nicht auf, daß doch noch ein Zusammen- arbeiten mit der Regierung möglich sei. In der Diskussion forderte ein Redner eine energischere Agi- kation des OstmarkenvereinS. Der Standpunkt des Minister? sei wohl auf innerpolitische Gründe zurückzuführen. Der »Volkswille" müsse aber von der Regierung kategorisch die Anwen- dung deS EnteignungSgesetzeS verlangen. Der gegenwärtige Minister sei nicht imstande, daS Gesetz anzuwenden, der Volkswille werde ihn jedoch hinwegfegen. ES wurde schließlich eine Resolution angenommen, die sich gegen die amtliche Ansicht wendet, daß die Ansiedelungstätigkeit eingeschränkt werden müsse. Die Besorgnis weiter Kreise sei nicht mehr durch bloße Versicherung, sondern nur mehr auf Grund unzwei- deutiger Tatsachen zu überbrücken. Die Versammlung maßte sich sowohl in ihrer Resolution als auch bei ihren Reden an, im Namen deS deutschen Volke? zu sprechen. Da die Verhandlungen deS Abgeordnetenhauses ergeben haben, daß sogar nur eine klein« Minderheit des DreiklassenparlamenteS hinter dem Ostmarkenverein steht, wird sich der Landwirtschaftsminister durch die Drohung, hin- weggefegt zg werden, schwerlich einschüchtern lallen, Cnglanck. Das Osborneurteil und die Negieruns. London, 26. Mai 1911.(Eig. Ber.) Nach langem Zaudern ist die Regierung endlich mit einer Vorlage heraus- gerückt, die die den Gewerkschaften aus dem Osborneurteil erwachsenen Nachteile beseitigen soll. Herr Asquith hat das Versprechen, das er vor den Wahlen gegeben, gehalten: denn die von Herrn Churchill eingebrachte Vorlage ent- hält genau jene gänzlich unzulänglichen Be- st i m m u n g e n, die vom Ministerpräsidenten vor sechs Monaten skizziert wurden. Die Vorlage gestattet den Ge- tverkschasten die politische Betätigung nur, wenn diese als einer der Zwecke in den von dem Registrar der Friendly Societies genehmigten Statuten der Gewerkschaft ausdrück- lich niedergelegt und die auf die politische Aktion bezügliche Bestimmung von der Mehrheit der abstimmenden Mitglieder angenommen worden ist. Die für politische Zwecke gesam- melten Gelder müssen getrennt von den übrigen Geldern der Gewerkschaft verwaltet werden. Die politischen Beiträge sollen ferner nicht obligatorisch sein. Ein Mitglied, das sich weigert, zu zahlen, braucht sie nicht zu entrichten. Ein solches Mitglied muß die Erklärung abgeben, daß es sich weigert, den politischen Beitrag, zu bezahlen. Es dürfen ihm keinerlei Nachteile aus dieser Weigerung erwachsen, auch darf die Pflicht, die politischen Beiträge zu bezahlen, nicht zu einer der Aufnahmebedingungen für neue Mitglieder gemacht werden. Der Registrar der Friendly Societies hat darüber zu wachen, daß die Abstimmung über die Einführung der politischen Aktien vollständig geheim und auf Grund des all- gemeinen gleichen Stimmrechts erfolgt. Alle Mitglieder müssen von dex Leitung der Gewerkschaft von ihrem Recht, die Zahlung der politischen Beitrage zu v'erwelgekff, ausdrück- lich benachrichtigt werden. Die Arbeiterpartei verlangt, die Wiederein- seßung der Gewerkschaften in die Rechte, die diese vor dem Fällen des Osborncurteils besaßen. Die von der Regierung angebotene Vorlage ist aber alles andere als eine Erfüllung dieser Forderung. Die Zukunft muß natürlich lehren, ob die Vorlage, die den Gewerkschaften erlaubt, ihre organisa- torischen Einrichtungen innerhalb enger Grenzen unter Zu- stimmung der Mehrheit der Mitglieder für politische Zwecke zu verwenden, der Arbeiterpartei etwas nützen wird. Aus den Erfahrungen der Vergangenheit zu schließen, dürste dies kaum der Fall sein; denn die Versuche der Gewerk- schaften, auf freiwilligem Wege einen politischen Fonds zu schaffen, haben nur äußerst geringen Erfolg gehabt. COrhel Ein Vertrauensvotum. Koussantlnepek, 20. Mai. Die jungtürkische Partei boti-rte heute in ihrer Konserenz dem Großwesir mit 90 gegen 11 Stimmen ihr Vertrauen. Der Beschluß ist, da er mitZivci- drittelmehrheit gefaßt ist, für die ganze Partei obligatorisch. Marokko. Ei« Gefecht im Muluja-Gebiet. ?ariS, 12. Mai. Aus Taurirt wird gemeldet, daß eine ftanzösische Kolonne am 23. Mai bei Debdu einen schweren Kampf mit Bcni RiiS zu bestehe« hatte, die nach hartnäckigem Kampf zurückgeworfen wurden. Die Marrokkaner sollen 500 Tote und Verwundete gehabt haben. Die Franzosen verloren an Toten einen Major, ein Leutnant und 18 algerische Schützen wurden verwundet. MxUio. Die Flucht des Despoten. Mexiko, 27. Mai. Der bisherige Präsident Diaz ist heimlich nach Veracruz abgereist. Die Reise wurde mit allen Vorsichtsmaßregeln ausgeführt. Es wurden drei Züge benutzt. Diaz Frau und Sohn reisten mit dem zweiten Zuge, der dritte führte eine Abteilung Soldaten mit sich. Die Ab- fahrtszeit wurde nicht bekanntgegeben, da man befürchtete, Aufrührer könnten die Flucht Diaz verhindern und ihn tätlich mißhandeln. Diaz hat sich an Bord des Dampfers„Apiranga" begeben, der Donnerstag von Veracruz nach Europa abgeht. Ei» Manifest MaderoS. New Jork, 27. Mai. Ein Telegramm aus Juarez meldet, daß Madero ein Manifest erlassen habe, in welchem er die pro- visorische Präsidentschaft niederlegt, an die Mexi- kaner den Appell richtet, delaBarra zu unterstütze«, und ihm die Truppen der Aufständischen zur Verfügung stellt. Em der parte!* Parteischule und Gewerkschaftsschule. Der achte Kongreß der Gewerkschaften Deutschlands, der vom 20. Juni ab in Dresden tagt, wird sich mit einigen Anträgen zu beschäftigen haben, die eine Reform der Gewerkschaftsschule an- streben. Die Verwaltungsstelle Erfurt des Deutschen Metall- arbeitervcrbandes hat folgenden Antrag gestellt: ..Die Gewerkschaftsschule der Generalkommission der Gewerk- schaften Deutschlands ist mit der Parteischule zu vereinigen. Solange die Verschmelzung nicht'durchgeführt ist, sind die Ge- werkschaften verpflichtet, die Parteischule mit Gewerkschafts- funktionären zu beschicken. Ferner hat die Generalkommission dahin zu wirken, daß der Vorstand der sozialdemokratischen Partei veranlaßt wird, Parteifunktionäre an dem Unterrichts- kursus der Gewerkschaftsschule teilnehmen zu lassen." Dieser Antrag entspringt, so schreibt die Erfurter»Tri» büne" dazu, zweifellos dem berechtigten Wunsche, daß die Funktionäre der Arbeiterbewegung eine einheitliche Ausbildung erhalten. Der heute bestehende Zustand kann unmöglich auf die Dauer aufrechterhalten werden. Während die Lehrer der Partei- schule auf dem Boden des Klassenkampfes stehen, sind an der Ge- werkschaftsschule Personen tätig, die nichts vom Klassenkampf wissen wollen; ja solche, die der modernen Arbeiterbewegung den Rücken gekehrt haben. Es wäre deshalb ein großer Fehler, wenn „Parteifunktionäre an dem Unterrichtskursus der GcwerkschaftS- schule teilnehmen" würden. Es geht doch nicht an, daß unsere Funktionäre ausgebildet werden von Personen, die aus der Partei ausgetreten sind und sich damit vom modernen Sozialismus ab- gewandt haben. ES ist zu wünschen, daß dies auf dem Gewerk- schaftskongreß klar zum Ausdruck gebracht wird. Auch in den Gewerkschaften herrscht Unzufriedenheit über die Zusammensetzung deS Lehrerkollegiums an der GewerkschaftS- schule. Die Bremer Bauarbeiter beantragen,„daß in Zukunft nur Parteigenossen als Lehrer tätig sind, und zwar solche, die den Klassenkampf in klarster Weise ihre Schüler lehren". Ein Gewerkschaftorgan, der„Textilarbeiter", nimmt in Nummer 10 vom 21. April ganz entschieden Stellung gegen Herrn Richard Calwer, der ja auch als Lehrer an der Gewerkschaftsschule tätig ist. Unter diesen Umständen scheint uns der Antrag der Erfurter Metallarbeiter, die beiden Unterrichtsinstitutioncn der Arbeiterbewegung zu verschmelzen, nicht zeitgemäß. RückhaltLloS stimmen wir dem zu, daß die Parteischule von den Gewerkschaften beschickt wird; ganz entschieden müssen wir uns aber dagegen wenden, daß die Partei unter den bestehenden Verhältnissen Genossen auf die Gewerkschaftsschule delegieren soll. Genosse Ludwig Schröder, der bereits vor einigen Tagen einen leichten Schlaganfall erlitten hatte, so daß er die Leitung der Generalversammlung der Bergarbeiter nicht übernehmen konnte, ist am Sonnabend leider von einem neuen Schlaganfall heim- gesucht worden, der so heftig war, daß unser bedauernswerter Genosse vor den Augen seiner Freunde zusammensank. potleeilickeo, CJmcimlcbes ulw» Lanbratsrccht gegen Streikversammlungen! Der Streik der mitteldeutschen Braunkohlen- bergarbeiter hat dem Zeitzer Landrat zu einer neuen Ver- drchung des ReichSvcreinsgcsctzes Anlaß gegeben. Am Donnerstag, den 11. Mai, sollte eine Bctrieböbesprechung der Arbeiter der Fett- fabrik in Rehmsdorf stattfinden. Diese Zusammenkunft sollte der im Lokal erschienene Gendarm Paul— wie er sagte in amt- lichem Auftrag— überwachen. Die Besprechung wurde nun natür- lich nicht abgehalten. Auf eine an den Landrat gerichtete Be- schwerde antwortete dieser am 10. Mai mit folgendem forschen Ukas: „Die Entscheidung darüber, ob eine Versammlung eine öffent- liche politische Versammlung im Sinne des§ 5 des SteichsvereinS- gesetzeS und daher ein Beauftragter zu entsenden ist, steht dem pflichtgemäßen Ermessen der Polizeibehörde zu und kann nicht dem Veranstalter oder Leiter oder gar den Teilnehmern über- lassen werden. Es würde ja sonst jeder Einberufcr usw. einer Versammlung imstande sein, die Anwesenheit polizeilich Beauf- tragter durch die einfache Erklärung, daß es sich um keine öffent- liche politische Versammlung handele, auszuschließen. Die gegenwärtig stattfindenden Streikversammlungen, zu denen auch die hier in Rede stehende gehört, sind offenbar öffent« liche PerssmWlungey, denn die Eiuladung— gleichviel wie sie erfolg? richkek sieh an eine unbestlMÄle Perjplifstzahk. und wenn sie auch den Zutritt z. B. von dem Vg�tzen der Streikkarte oder dergleichen abhängig macht, so ist die Kontrolle doch erfahrungsmäßig eine so oberflächliche, daß tatsächlich jeder Be- liebige Zutritt hat. Daß ferner in diesen Versammlungen voli- tische Angelegenheiten, d. h. solche, welche auf Verfassung, Ver- waltung, Gesetzgebung des Staates und die staatlichen Rechte der Bürger Bezug haben, erörtert werden, wird wohl nicht ange- zweifelt werden können, vielmehr auch durch den Verlauf der bisherigen Versammlungen bestätigt. Ich habe deshalb bis auf weiteres die polizeiliche Uebcrwachung sämtlicher Streikversamm- lungen ohne Rücksicht auf die Art der Einladung angeordnet. Stellt sich hierbei heraus, daß eine Versammlung ohne die im§ 5 des VereinZgesetzes vom 19. April 1903 vorgeschriebene Anzeige veranstaltet worden ist, so wird gegen den Veranstalter oder Leiter das Strafverfahren gemäß tj 18, 2 a. a. O. eingeleitet werden. Wincklcr." Der Ukas trifft sachlich zunächst deshalb daneben, weil die Be- sprechung der Fettfabrikarbeiter ja absolut nichts mit dem Berg- arbeiterstreik zu tun hat und auch überhaupt keine Streikver- sammlung war. Aber formell ist es wohl die skandalöseste aller bisherigen Vergewaltigungen des Vereinsgesetzes, eine so interne Zusammenkunft, wie es eine Betriebsbesprechung naturgemäß ist, zur öffentlichen und nun gar noch politischen Veranstaltung zu stempeln. Im übrigen ist dem Herrn Landrat der Name deS Be- zirksleiterS der Bergarbeiter, der die bisherigen Versammlungen einberufen hat, deren Verlaus die Erörterung politischer Dinge in Streikversammlungen bestätigt haben soll, angegeben worden, mit der Aufforderung, ihn— wie angedroht— gemäß§ 18 des ReichS- vereinSgesctzes zu belangisi. Man würde so erfahren, wie sich die ordentlichen Gerichte zu diesem Landratserlaß stellen. Wegen Beleidigung deS ReichSverbSndlerS Dr. Henricj wurde der Verantwortliche der»Leipziger V o l k S z t g.", Genosse Alfred Keimling, zu 150 M. Geldstrafe verurteift. Henrici war in einer Notiz der»Leipziger Volksztg." als„politischer Kasper" bezeichnet worden. Den angebotenen Wahrheitsbeweis — die Vernehmung einiger politischer Persönlichkeiten>—_ lehnte das Gericht ab, woraus der Verteidiger schloß, daß das Gericht die Behauptung als wahr unterstelle. Das Gericht widersprach dieser Auffassung nicht._ Soziales» LchrlingsauS.chilbung". Vor der 8. Kammer des GewerbegerichtS klagst der Vaier des BuchbinderlehrlingS Thiel gegen den Großbuchbindereibesitzcr Frydrhchowicz, Grünstr. 4, auf Feststellung der Arbeitszeit für den Lehrling. Dieser muß an jedem Sonnabend bis nacht? gegen 1 Uhr arbeiten. ES handle sich dabei nicht um eine richtige Buch- binderarbeit, bei der der Lehrling etwas lernen könne, sondern um bloße Einsteckarbeiten an einer wöchentlich erscheinenden Zeitschrift.- Der Beklagte vertrat die Ansicht, daß er die Ueberarbeit vm dem Lehrling verlangen könne, denn der Buchbindertarif sage, daß zwar regelmäßige Ueberstunden tunlichst zu vermeiden seien, aber geleistet werden müßten, wenn sie sich nicht umgehen ließen. Die gesetzlichen Schutzvorschristen für jugendliche Arbeiter kämen für den Lehrling nicht mehr in Betracht, da er das 10. Lebens- jähr schon vollendet habe. Das Gericht hielt die geforderte Arbeitszeit für z» lang. empfahl aber dem Kläger, die Klage zurückzunehmen, da, wenn auch das Gericht eine Entscheidung treffe, der Beklagte sst aber nicht beachte, dann am Zustand nichts geändert sei. Die Hand- Werkskammer, als Aufsichtsbehörde über das Lehrlingswesen, ver- möge da wirksamer einzugreifen. Der Kläger nahm darauf die Klage zurück. Die Begründung de? Gerichts ist sehr befremdlich, sie wirkt gerade wie eine Aufforderung, auf die Entscheidungen deö Gewerbe- gerichts zu pfeifen. UebrigenS ist die Bezugnahme auf den Tarif sehr deplaziert. Wenn jeden Sonnabend über die normale Arbeits- zeit hinaus geschafft wird, dann kann man füglich von einer regelmäßigen Ueberzeitarbeit reden, die nach dem Tarif nicht zulässig ist. Vielleicht ist die Organisation da mal nach und ver- hindert Seitensprünge, durch welche die arbeitslosen Gehilfen ge- schädigt werden._ Zum erstenmal in der Grakstadt. Mit einer eigenartigen Haftpflichisache hatte sich das Reichsgericht aus Anlaß eines Rechtsstreits einer Zigarrenarbeiterin B. aus Ohla» mit dem Preuhischen EisenbahnfiSkuS zu befassen« Die Klägerin war zum erstenmal als löjährigeL Mö-dchen mit der Eisenbahn nach Breslau gekommen. Als sie mit ihrer Schwester von Breslau wieder nach Ohlau zurückfahren wollte, fragte sie auf dem falschen Bahnsteige nach ihrem Zuge. Darauf erhielt sie von einem Bahnangestellten die Auskunft, durch den Tunnel auf den anderen Bahnsteig zu gehen. Inzwischen sagte ihr auch ein Reisender, daß ihr Zug dort drüben stehe und daß sie, wenn sie noch mit wolle, schnell machen müsse. Die Klägerin sprang nun in der Angst, den Zug zu verpassen, den einen Meter hohen Perron herunter auf das Gleis und wurde hier von einem lang-' sam heran fahrenden Leerzuge überfahren. Dabei hat sie beide Beine verloren. DaS Landgericht Breslau wies die Klägerin mit ihren An- sprächen ganz ab, weil sie allein daS Verschulden treffe._ DaS Oberlandesgericht Breslau dagegen hatte die Ansprüche der Klägerin zu drei Vierteln dem Grunde nach.für gerechtfertigt anerkannt. Zur Begründung führte das Oberlemdesgericht auö, daß die Klägerin, die zum erstenmal«inen Zug benutzt habe, durch das Gewirr auf dem Bahnhofe und die Angst, ihren Zug nach Ohlau nicht mehr zu erreiche» und allein in der Großstadt bleiben zu müssen, die im Verkehr erforderliche Einsicht für die Gefährlichkeit ihres Tuns verloren habe. Diese Verwirrung sei an sich begreif- lich und der Klägerin nur zum geringen Teil als Verschulden ai> zurechnen. Dagegen sei der Betriebsgefahr der Eisenbahn der größere Teil an dem Unfall beizumessen. Auf die Revision des EisenbahnfiSkuS hat das Reichsgericht dieses Urteil deS Oberlandesgerichts Breslau aufgehoben und den Schaden in umgekehrter Weise verteilt: die Klägerin zu drei Vierteln abgewiesen und ihren Anspruch nur zu einem Viertel als berechtigt aiierkannt._ Moderne Sklaverei. Nichts anderes wie Sklavcnketten sind die fogeimnnten „Wohlfahrtseinrichtungen" der Unternehmer, mit denen immer so viel Rühmens gemacht wird. Am deutlichsten zeigt das eine Bestimmung, die die große Mechanische Baumwollspinnerei und Weberei in Bayreuth in dem Mietvertrag sür die von ihr er- stellten„billigen" Arbeitenoohnungen hat. Das Unternehmen schaltete für ihre Arbeitssklaven da» Recht der freien Berufswahl ihrer Kinder aus und führt die wahrhaftige Leibeigenschaft wieder ein.- Wenn nämlich daS Kind einer Textilarbcitcrfamilie au? der Schule, entlassen- wird, und es wird nicht der Faorik, in der Bater und Mutter um kargen Lohn tätig sind, ebenfalls zur Aus- beutung überliefert, so straft die Direktion die Eltern dadu-ch, daß die Miete für die Fabrikwohming um 43 M. jährlich erhöbt wird. Will also ein miserabel bezahlter Weber oder Spinner sein Kind nicht demselben Elend, unter dem er selbst leiden muß. ausgeliefert sehen, sondern es einen andere» Beruf erlernen wssen.fo muß er den: reichen Unternehmer einen jährlichen Tribut von 48 Mark zolleul GewerkfcbaftUcbeö» Der Streik der Bäcker. In bürgerlichen Blättern war gestern nach einer Milkeilung VSn feiten der Meister zu lesen, die bis jetzt erfolgten Bewilligungen hätten gar keine Bedeutung, denn es hätten nur Meister mit einem und zwei Gesellen bewilligt, während sich die Inhaber der größeren Bäckereien den Forderungen der Gesellen gegenüber ablehnend ver- hielten.— Was in dieser Mitteilung gesagt wird, ist gewiß der Wunsch der führenden Jnnungsmeister; aber den Tatsachen ent- spricht es nicht. Die gestern von uns mitgeteilte Zahl der Bewilli- gungen, die schon vor dem Streikbeschluß erfolgten, war schon so groß, wie noch bei keinem früheren Lohnkampf. Doch mag noch so mancher Meister der EntWickelung der Dinge gleichgültig entgegen gesehen und sich abwartend verhalten haben. Das änderte sich aber, als der Beginn der Arbeitszeit nahte und die Bäckergesellen bei den Meistern, die noch nicht bewilligt hatten, nicht zur Arbeit erschienen. Da wurden die Meister plötzlich anderen Sinnes. Sie traten den Weg nach dem Gewerkschaftshause an, wo die Lohn- kommission samt den streikenden Bäckern versammelt war. Bis Mitternacht kamen unaufhörlich Meister und Meisterfrauen, suchten die Gesellen, welche bei ihnen beschäftigt waren, unter- schrieben die Forderungen und zogen mit ihren Gesellen leichten Herzens heim. Selbst nachdem das Streikbureau um 12 Uhr nachts geschlossen war, erschienen noch bewilligungslustige Meister, die dann frelich unverrichteter Sache wieder umkehren mußten. Als Sonnabend früh um ä Uhr das Streikbureau geöffnet wurde, standen schon wieder zahlreiche Bäckermeister da, um ihre Unter- schrlft unter den Vertrag zu setzen und das Plakat, den Ausweis der Bewilligung, mitzunehmen. Während des ganzen Tages brach der Zustrom der bewilligenden Bäckermeister nicht ab. Die Lohn- kommission hatte alle Hände voll zu tun, um die andrängenden Meister abzufertigen und ihnen die begehrten Gesellen zuzusenden. Im Drange der Geschäfte war es der Lohnkommission bis gestern abend noch nicht möglich, die Zahl der bis dahin erfolgten Bewilli- gungen festzustellen. Nach ungefährer Schätzung kann aber gesagt werden, daß schon mehr als die Hälfte aller Bäckermeister im Streikgebiet bewilligt haben. Schon diese Tatsache beweist, daß nicht nur die kleinsten Meister bewilligt haben. Es ist übrigens einwandfrei festgestellt, daß sich unter den Meistern, welche die Forderungen anerkennen, Inhaber größerer Betriebe befinden, und zwar nicht nur solche, die lediglich auf Arbeiterkundschaft angewiesen sind, sondern auch Bäckereien in sogenannten besseren Stadtgegendcn. Die größten Betriebe, welche viele Werkstätten und Filialen unterhalten, haben ohne Ausnahme bewilligt. Ja, selbst der kampflustige Obermeister Liebing in Reinickendorf hat Frieden mit dem Verbände ge- schlössen. Er hat die Forderungen anerkannt und sich verpflichtet, die vor dem Konflikt bei ihm beschäftigt gewesenen Verbandsmit- glieder wieder einzustellen.— So geht es von Erfolg zu Erfolg. Es ist selbstverständlich und wird auch von der Leitung des Bäckerverbandes anerkannt, daß er seine Erfolge in diesem Kampfe zum großen Teil der tatkräftigen Unterstützung der gesamten Ar- beiterschaft zuzuschreiben hat. Der Boykott ist in vorzüglicher Weise durchgeführt und bringt die beabsichtigte Wirkung. Die Plakate, welche dem Publikum anzeigen, daß der betreffende Bäckermeister bewilligt hat, werden mit Rücksicht auf die Polizei- und Gerichts- Praxis nicht wie früher im Schaufenster, sondern im Innern des Ladens angebracht, wo sie nach der Rechtsprechung des Kammer- gerichtS ungehindert hängen und durch keine Polizei entfernt werden dürfen. Trotzdem sind schon gestern vereinzelte Fälle vorgekommen, wo Polizeibeamte, dem Gesetz zuwider, die Entfernung des Plakats aus dem Laden verlangt haben. Einem solchen Verlangen braucht niemand zu folgen, denn es ist ungesetzlich. ** • Die Polizei lann von ihrer ebenso alten wie unberchtigten Ge- wohnheit, sich in jeden Streik einzumischen, nicht lassen. Sie hatte es sehr eilig, den Streikbeschluß zu erfahren. Sobald derselbe gefaßt war, wurde die Beobachtung gemacht, daß ein Polizeibeamter dem Präsidium telephonisch miteilte, wie die Versammlung verlaufen, von wievielen Personen sie besucht war, mit welchem Stimmenver- hältnis der Streikbeschluß gefaßt war usw. So eilig hatten es selbst die Bäckermeister nicht, die doch an dem Streik wohl ein größeres Interesse haben wie die Polizei. Oder können die In- nungsführer sich in dieser Angelegenheit auf ihre guten Beziehun- gen zum Polizeipräsidium verlassen? Alles in allem: Der Stand des Kampfe? ist über Erwarten günstig. Es kann deshalb schon jetzt als sicher gelten, daß die Bäcker, unterstützt durch die gesamte Arbeiterbevölkerung, einen glänzenden Sieg davontragen werden. «* • Uelier den Stand der Bewegung am 27. Mai, abends 7 Uhr, erhalten wir folgende Mitteilung: Bewilligt haben die Inhaber von 1617 Betrieben. Darin sind beschäftigt: Bäcker: 3152, ständig beschäftigte Konditoren: 187, Tageskonditoren: 68, zusammen 3397. Dazu Lehrlinge 417. Streikende sind noch vorhanden 1949. Zu neuen Bedingungen arbeiten bereits 3397. Also eine Beteiligung am Streik von 5337. Üerlin und Umgegend. Der Streik in den Eisenkonstruktionsbetrieben. In einer Versammlung der Streikenden, die am Sonnabend vormittag in den„Pharussälen" stattfand, erstattete Maus einen Bericht über den Stand der Bewegung. Die Einigkeit und Ge- schlossenheit unter den Streikenden ist bis jetzt musterhaft. Nur ein Abtrünniger ist angemeldet worden. Zahlreiche Arbeitswillige sind von auswärts gekommen; die Agentur der Witwe Müller, Ham- bürg- Altona, hat einige Transporte nach Berlin gesandt, die aber den Erwartungen der Unternehmer durchaus nicht entsprachen. Mancherlei Arbeiten sind von bestreikten Firmen nach auswärts gesandt worden, wie der Streikleitung gemeldet wurde; die ent- sprechenden Maßnahmen hat man sofort gegen eine Uebernahme von Streikarbeiten durch die Berufskollegen in anderen Orten ge- troffen. Ueber die Bauarbeiter wird von den Streikenden nocy bielfach geklagt, und es wurde als notwendig bezeichnet, daß unter den Bauarbeitern mehr Aufklärung über die Streiklagc verbreitet werde; durch Unkenntnis wird auf manchen Bauten vieles ver- schuldet, was den Streikenden Schaden bringt. Zuweilen waren erst längere Auseinandersetzungen mit Bauarbeitern— auch mit organisierten— notwendig, damit die Wünsche der Streikenden er- füllt wurden. Einzelne Unternehmer haben bereits erklärt, daß sie zu einem Friedensschluß geneigt seien, aber ihre Organisation hindere sie noch daran. Noch rechnen die Unternehmer mit der Wankelmütig- keit der Arbeiter und versprechen sich eine Wandlung der Dinge vom Pfingstfest und dem kommenden Monatsersten. Maus er- klärte unter der allseitigen Zustimmung der Versammelten, daß die Streikenden nicht daran denken, wankelmütig zu werden und ent- schlössen sind, ihre bescheidenen Forderungen aufrechtzuerhalten. Die Streikposten klagten mehrfach über ungerechte Behandlung durch die Behörden. Besonders in Tempelhof, wo einige große Firmen sich befinden, wird ihnen die Ausübung ihrer Rechte verantw. Redakteur: Albert Wachs, Berlin. Ja feratenteil verantw.: � sehr erschiverk. Die Gendarmen des Ortes derkanglen, daß die Posten sich in weiter Ferne aufstellen, oder sie wollten das Streik- postenstehen überhaupt nicht zulassen. Maus forderte die Strei- kenden auf, sich ihre Rechte nicht kürzen zu lassen, zugleich aber vor allen Ausschreitungen sich zu hüten. Er erzäbltc, daß ihm ein Polizeiwachtmeister selbst das Zeugnis ausgestellt habe, daß die Streikenden(der Firma Thyssen) sich sehr gesittet und anständig be- tragen. Maus mußte die Hilfe der Polizei in Anspruch nehmen, um die Papiere von zwei Arbeitswilligen, die die Arbeit wieder auf- gegehen hatten, zu erhalten.— Wo die Arbeitswilligen über den Streik aufgeklärt werden konnten, gelang es oftmals, sie zum Niederlegen der Arbeit zu bewegen. Klempner und Rohrleger! Die Firma Engländer, Pritz- ivalker Str. 6, führt für andere Firmen Streikarbeit aus. Die Kollegen, die dort beschäftigt waren, haben die Arbeit niederge- legt. Der Betrieb ist deshalb streng gesperrt. Deutscher Metallarbeiterveröand. Ortsverw. Berlin. Verband der Schneider und Schneiderinnen. Bei der Wahl der Delegierten zum Gewerkschaftskongreß wurden 1376 Stimmen abgegeben. Hiervon waren 11 ungültig und 9 weiße Stimmzettel. Von den abgegebenen Stimmen er- hielten Kunze 1175, Kaschewski 676, Schila 421, Gra- ma t k e 412. Es ist hiernach eine Stichwahl zwischen Kaschewski und Schila erforderlich._ Die Ortsverwaltung. Achtung! VerbandSmitglieber, Brotbllcker! Die Sperre über die Firma Liebing, Brotfabrik, Reinickendorf, Residenzstr. 159, ist aufgehoben. Die ausgesperrten Arbeiter sind wieder eingestellt worden. Zentralverband d. Bäcker u. Konditoren, Bureau: Engelufer 14/15. Eine Niederlage der Gelben. Bei den Wahlen zum Gefellenausschuß der Berliner Fleischer- innung erhielten die Gelben wiederum eine vollständige Niederlage. Im ersten Wahlgang, Wahl von 3 Altgesellen, wurden 451 Stim- men abgegeben; hiervon erhielt die Liste des Zentralvcrbandes 244, die Liste der Gelben 199 Stimmen. Im zweiten Wahlgang, Wahl von 3 Ersatzmännern, erhielt die Liste des Verbandes 249, die der Gelben 299 Stimmen. Alle Bemühungen der Jnnungsmeister, aller Terrorismus hat diesmal wieder nichts geholfen. Oeuttckes Reich. Schwarze Listen im Bergarbeiterkampfe. Die Bergwerksbesitzer im Obcrlausitzer Revier suchen Hilfe bei anderen Unternehmern. Der Arbeitgeberverband für das Baugewerbe in Zittau versendet an seine Mitglieder ein streng vertrauliches Schreiben, dem eine schwarze Liste, die 379 Namen enthält, beigelegt ist. In dem Schreiben werden die Bauunterneh- mer ersucht, an der Hand der beiliegenden Liste festzustellen, ob sie wirklich keinen der ausständigen Bergarbeiter beschäftigen, ge- gebenenfalls sollen sie diese sofort entlassen. Die mit einem Stern- chen auf der Liste versehenen Personen werden als besonders ge- fährliche Agitatoren bczw. Wortführer bezeichnet; es sind das 41 Personen. Der Verband für das Baugewerbe fordert seine Mitglieder zu solidarischem Verhalten auf und wünscht eventuelle Entlassung der genannten Personen ohne Angabe von Gründen. Die Verhandlungen im Buchbindergewerbe über den Dreistädtetarif. wurden am 22. und 23. Mai in Leipzig fortgesetzt. Sie gestalteten sich dadurch sehr schwierig, daß die Unternehmer bei der Bezahlung der Ueberstunden sehr wenig Entgegenkommen zeigten und für die Format- und Bogenberechnung bei Akkordarbeiten eine neue Grundlage unterlegt wissen wollten. Vereinbart wurde als Ueberstundenzuschlag für Arbeiter 12, 15 und 29 Pf. für die erste bezw. zweite und dritte Ueberstuvdc. Für Berlin jedoch bleibt es bei 16, 15 und 29 Pf. Für Arbeite- rinnen betragen die Zuschläge 6 bezw. 8 und 12 Pf. Somit ist nur für Arbeiter bei der ersten Ueberstunde eine Erhöhung von 2 Pf. herausgekommen und bei Arbeiterinnen bei der ersten Ueberstunde 1 Pf. und bei der dritten 2 Pf. Für Ueberzeitarbeit an Sonn- abenden und Sonntagen wurde 29 Pf. Zuschlag für Arbeiter und 12 Pf.— bisher 19 Pf.— für Arbeiterinnen festgesetzt. Nacht- arbeit von 19 Uhr abends bis 6 Uhr morgens, die bisher nicht tariflich geregelt war, wird hinfort mit 39 Pf. Zuschlag entlohnt. Aushilfsarbeiter, die unter einer Woche beschäftigt werden, erhalten auch hierauf noch 19 Proz. Extrazuschlag. Bezüglich der Formatbcrechnung gilt bei allen Positionen die Deckelgröße, im Zwcifelsfalle der nach Papier gefalzte Bogen. Dementsprechend soll die Preisfestsetzung erfolgen. Die Bogen- berechnung bleibt wie bisher; ein viel umstrittener Antrag der Arbeitgeber, wonach bei Dreibruchbogen auch bei den Formaten 15— 17 8 Blatt Text, Bilder oder Karten als 1 Bogen berechnet werden sollten, wurde abgelehnt. Zur generellen Einführung von paritätischen Arbeitsnach- weisen konnten sich die Arbeitgeber nicht verstehen, doch sollen der örtlichen Einführung solcher Arbeitsnachweise keine Schwierig- leiten bereitet werden. Eine sehr lange Debatte rief die Besetzung der Schnelldruck- pressen hervor, wobei die Arbeitgeber besonders die Konkurrenz der Buchdruckereien und der Luxuspapierfabriken ins Feld führten, so- wie auch den Widerspruch, der darin liege, daß auch von Arbeiter- feite die Beschäftigung von Arbeiterinnen an den gefährlichen Phönix- und Viktoriapressen freigegeben sei, nicht aber an den später zur Einführung gelangten, leichter zu bedienenden anderen Systemen, obgleich auch für da» an diesen Maschinen beschäftigte männliche Personal der Lohn für Schnellpressen verlangt und be- zahlt wurde. Diesen Gründen konnten sich auch die Arbeiter- Vertreter nicht verschließen und man einigte sich auf folgende Be- stimmung:.Das an Schnelldruckpressen sämtlicher Systeme beschäf- tigte Personal muß zu Zwcidritteln aus Pressern und kann zu einem Drittel aus Mädchen bezw. Hilfspersonal bestehen." Bisher durften Phönix- und Viktoriapressen zur Hälfte von Arbeiterinnen bedient werden. Auf die Forderung der Arbeiter:.An jeder Deckenmachmaschine ist mindestens 1 Gehilfe zu beschäftigen", erklärten die Arbeitgeber auf keinen Fall eingehen zu können, weshalb sie fallen gelassen werden mußte. Für den zweiten Gehilfen an der Feriigmach- Maschine wurde ein angemessener Stundenlohn, der nicht unter dem Minimallohn sein darf, festgesetzt. An neuen Maschinen sind die Arbeiten solange nach Verein- barung zu entlohnen, bis auf Antrag einer der beiden Parteien durch Tarifamtöbeschluß allgemein gültige Akkordsätze geschaffen sind. Mit dem Inkrafttreten des neuen Tarifs gelten alle vordem getroffenen, entgegenstehenden Abmachungen für aufgehoben, wo- mit auch die tariswidrige Leipziger Sonderabmachung gefallen ist, wonach für Arbeiterinnen, die Gehilfenarbeiten verrichteten, ein 29prozentiger Abzug zulässig war. Hierbei machten die Leipziger Unternehmcrvertreter die energischsten Anstrengungen, ihr Sonder- recht zu wahren, doch lehnten die Arbeitcrvcrtrcter die Fortdauer jenes untariflichcn Zustandes strikte ab. Tie Leipziger Arbeitgeber behielten sich jedoch vor, bei der. Beratung der Akkordpreise für leichtere Arbeiten entsprechende Anträge zu stellen. Die Tarifdauer soll wieder 5 Jahre betragen. Ein Antrag der Arbeitcrvertretcr auf eine dreijährige Gültigkeitsdauer oder auf eine weitere Erhöhung der am 2. und 3. Mai festgesetzten Minimal- stundenlöhne wurde von den Arbeitgebervcrtretcrn mit Heller Ent- rüstung zurückgewiesen, hätten sie doch schon die bittersten Vorwürfe ob ihres Entgegenkommens von ihren eigenen Kollegen bekommen. Dagegen erfuhr auch der Antrag der Arbeitgeber auf Festsetzung einer sechsmonatigen Kündigungsfrist für den Tarif eine Ab- lehnung; es blieb also bei der dreimonatigen.__ TH�Glocke. Berlin. Druck u. Verlag: Vorwärts Buchdr. u Verlagsanstait Eine aus je fünf Arbeitgeber- llnb Arbeitnebmerb'srtretern be- stehende Akkordtarifkommission tritt voraussichtlich am Mittwoch nach Pfingsten zur Beratung in Leipzig zusammen. Die Tauer ihrer Tagung wird auf etwa 14 Tage angenommen. Von feiten der Unternehmer sind in dieselbe nur Leipziger Prinzipalsvertreter gewählt, und zwar die Herren Rummel(Firma Fritzsche), Fikentscher, Maul jr., Friedrich und Klath(Firma Enders). Be- dauert wurde von Gehilfcnseite, daß nicht auch Berliner und Stutt- garter Prinzipale in die Kommission mit Hincingewählt worden seien, da sich die Leipziger Prinzipale immer ani hartnäckigsten den Forderungen der Arbeiterschaft gcgenüberg schleudert; dann floß zähe Lava in größeren Mengen aus, wobei sich Dämpfe entwickelten. 1906 kam ein schmaler Strom bis gerade an die Küste, 1907 und 1908 erfolgte dann eine große Lavaauf- schichtung, die etwa 30 Quadratkilometer Land unter einer 5— 10 dicken Steinkruste begrub. Jetzt fließt die Lava in einem dünnen Bach, aber mit einer Geschwindigkeit von etwa 4 Metern in der Sekunde, in die See. Das war erst möglich, nachdem sich aus dem Krater ein Lavasee gebildet hatte, in dem die gashaltenden flüssigen Gesteine beim Aufsteigen und bei der Abkühlung sich stärker aus- dehnen als die gasarmen und daher in die Höhe schnellen. � So springen aus dem feurigen See überall und fortwährend Fontänen von Lava, in denen die Gase der Lava ausgeschieden werden. Das Bild des rotleuchtenden Sees, der etwa 100 Meter unter dem oberen Rande liegt und 50 Meter breit und 20 Meter lang ist, macht einen überwältigenden Eindruck, besonders zur Nachtzeit. Die rot- und weißglühenden Massen schwimmen hin und her und klatschen aufspritzend gegen die Wände des Kraters, während man zahlreiche, 5— 10 Meter hohe Fontänen aus dem See aufspringen sieht. Nach dem Verlassen des Sees flieht die Lava als unter- irdischer Bach den Berg hinab, wobei ihr Weg durch einzelne Dampsstellen bezeichnet wird, und ergießt sich dann an der Steil- küste unter mächtiger Dampfentwickelung in die See. Wenn sich der enge Kanal verstopft hat, sucht sich der Bach rasch ein neues Bett in den zahlreichen Spalten und Hohlräumen de? Lavafeldes. Der Ausfluß der Lava in die See erfolgt an wechselnden Stellen; nur zwei Hauptsträhne haben sich dabei als ziemlich beständig erwiesen und bei dem einen tritt die Lava unter mächtigen Explo sionserscheinungen unterseeisch auf. Vom Rätsel der Elektrizität. Die Anschauungen über das Wesen der Elektrizität haben sich im Anschluß an die Entdeckungen der unsichtbaren Strahlen sehr verändert. Man kann zwar nicht sagen, daß das große Rätsel. daS diese Form der Naturkraft umgibt. bereits gelöst sei. aber die gewonnenen Vorstellungen sind doch etwas lebhafter und befriedigender geworden. Es ist noch die Frage, ob der große Physiker Lord Aetvio guS beW WÄ eillkv SIelto in den sozialdemokratischen Kassen so gut unterrichtet war unö geradezu taubstumm wurde. Wenn man von wirklichen Miß« bräuchen in den Krankenkassen sprach, die sich in den Händen seiner Partei befinden. Da ist z. B. die Krankenkasse in Essen. Herr Becker hat zugegeben, daß der Essener Rendant 6000bis9000M. Gehalt empfange(Hört! hört! b. d. Soz.) und hat dieses Gehalt für zu hoch erklärt.(Sehr richtig! im Zentr.) Tatsächlich bezieht Herr Meyer, diese Zentrumsleuchte in Essen, aber viel mehr. (Hört! hört! b. d. Soz.) Sein festes Gehalt beträgt 9000 M., da- neben bezieht er noch 2000 M. Gratifikation«», und seine Dienst- Wohnung ist ebensoviel wert. Es handelt sich also um ein Gehalt von 13 000 Mark. Herr Becker wäre ja geplatzt, wenn er nur einen einzigen solchen Fall von sozialdemokratischem Mißbrauch einer Kasse und'sozial- demokratischer Bezahlung in solcher Höhe gehabt hätte.(Sehr wahr! b. d. Soz.) Herr Trimborn hat vor einigen Wochen gesagt, daß Verträge, die in der Absicht abgeschlossen sind, sich im Hinblick auf die kommende Reichsverfickserungsordnung Vorteile zu sichern, die bei der Neuordnung der Verhältnisse nicht möglich wären, unmög- lich als im guten Glauben abgeschlossen anerkannt werden könnten. Nun hat dieser Meyer mit dem hohen Gehalt zu der Kom- Mission gehört, die die Regierung aus den bürgerlichen Kassenbeamten gebildet hat, um sich mit ihnen über die Lage der Dinge auszusprechen. Dort hat er nun erfahren, was geplant ist, und nun hat seine Kasse für die Beamten, die eventl. durch das neue Gesetz in ihren hohen Gehaltsbezügen verschlechtert würden, die Summe von 52 000 M. bei der dortigen Sparkaffe als Garantie für den Weiterbezug hinterlegt.(Lebh. Hört! hört! b. d. Soz.) Was sind dagegen ihre alten Ladenhüter, Herr Becker? Herr Trimborn hat uns indirekt unsere Redelust borge- warfen. Was wollen Sie denn? Das fehlte gerade noch, daß die Majorität die Minorität zum absoluten Schweigen in einer solchen Frage verurteilen wollte. Acht Jahre haben Sie gebraucht, um zu dieser Reform zu gelangen, und nun verlangen Sie, daß 1754 Pava- graphcn im Schnellzugstempo erledigt werden, um möglichst bald nach Hause zu kommen. Da- neben treibt Sie zu dieser Taktik freilich auch die A na st vor den neuen Wahlen.(Lebh. Sehr richtigl b. d. Soz.) Weil Sie wissen, daß der künftige ReickMag ein solches Gesetz nie bewilligen würde, haben Sie jetzt alle Kräfte angestrengt, um dos Gesetz möglichst bald unter Dach und Fach zu bringen.(Sehr nichtig! b. d. Soz.) Das ist«ine Ueberrumpelung der Wähler, ein Mißbrauch des Ihnen anvertrauten Mandates.(Lebh. Zust. b. d. Soz.) Das Wort Beratung schon ist eine Unwahrheit, wenn man es auf diese Verhandlung bezöge. Die Majoritätsparteien haben ihre Mitglieder geradezu zu Rädern einer Abstimmungsmaschine herabgedrückt(Lebh. Zust. b. d. Soz.), sie wußten gar nicht, warum sie aufstehen und warum sie sitzen bleiben. Sie stimmen eben, je nachdem die Weisung von den vorderen Bänken kam.(Sehr wahr! b. d. Soz.) Wir haben den skandalösen Fall gehabt, daß Mitglieder der Kommission selbst erklärt haben, es sei unmöglich gewesen, die Berichte auch nur durchzulesen, ge- schweige denn, sie durchzustudieren. Selbst in den wüsten Tagen der � Zolltarifverhandlung hat man Rede und Antwort gestanden. Hier aber, wo es sich um die Arbeitermassen handelt, sah die Mehr- heit ihre Pflicht darin, abzustimmen und hpn Schluß der Debatte herbeizuführen. Redselig wurde sie nur, wenn sie versuchte, die brutale Entrechtung der Arbeiter mit dem fadenscheinigen Vorwurf des sozialdemokratischen Miß brauchs zu rechtfertigen. Daß das Zentrum gerade Herrn Becker, einen Arbeitervertreter, als Vorkämpfer für die Arbeiterentrechtung hier in die Arena geschickt hat. ist schon mehr als eine starke Zu- mutung. Eugen Richter nannte die Nationalliberalen wegen ihrer Abhängigkeit vom Bunde der Landwirte die KriegSge- fangenen.die. Heloten der Bllndler. Daran wurde ich immer erinnert, wenn ich sah, wie Herr Becker vom Grafen Westarp seine Weisungen empfing.(Sehr gut! und Heiterkeit b. d. Soz.) Ich gebäre gewiß zu denen, die für Partei- disziplin sind und Verständnis dafür haben. Wenn die Zentrums- Partei ihren Arbeitervertretern in dieser Frage Schweigen auferlegt hätte, so könnte man eS, wenn nicht billigen, so doch begreifen. Aber die Arbeitervertreter des Zentrum? hier vor aller Welt zu Ver- tretern dieses Entrechtungsgesetzes gegen die Arbeiter zu machen, das war eine Grausamkeit, das war . eine Ohrfeige für die christliche Arbeiterbewegung. (Lebhafte Zustimmung bei den Sozialdemokraten.) Von den Frei- konservatwen, dieser speziellen Partei des Reichsverbandes, brauche ich nicht zu reden.(Zuruf rechts: Lauter!) Ach, Herr Behrens, selbst wenn ich brüllen würde, Ihr Gewissen könnte ich doch nicht wecken, denn Sie haben keines.(Große Heiterkeit und lebhafte Zu- stimmung bei den Sozialdemokraten.) Auch von den Konservativen war nichts anderes zu erwarten. Vielleicht eher etwas von den Nationalliberalen, denen die Rücksicht auf die kommenden Wahlen hätte den Blick schärfen müssen. Aber dieser Optimismus hat auch getäuscht. Die Nationalliberalen, die ihren Parteiführern seit Jahren keinen sicheren Wahlkreis schaffen können, die im Laude auf und ab hausieren müssen und überall Körbe bekommen, die im Norden und Osten des Reiches gegen die Konservativen donnern und dabei auf sozialdemokratische Hilfe rechnen, die unter den gleichen Gesichtspunkten gegen das Zentrum losgehen, diese Nationalliberalen sind eine ganz andere Partei, wenn sie nach dem Westen Deutschlands kommen. Da schreien sie schon nach der Hilfe der Zentrumspartei.(Heiterkeit.) Essen und Köln geben sie als Draufgeld, wenn das Zentrum ihnen nur Bochum und M ü h l h e i m garantiert,, und ich zweifle aar nicht daran, daß das Geschäft zustande kommt. Die rheinsichen Industriellen haben nicht ohne Erfolg mit der Entziehung der Subsidiengelder für die Nationalliberalen bei den Wahlen gedroht. Nicht umsonst hat der Scharfmacherverband gefordert, daß endlich mit der Redens- art von der Fortführung der Sozialreform unter Führung von Bassermann ein Ende gemacht werde. Ihre Versprechungen bei den Wahlen und in Ihren Programmreden bei Eröffnung dieses Reichs- tages haben Sie nicht gehalten. Es scheint, als sei das Wort des Grafen Posadowsky, man sei zwar für Fortführung der Sozial- Politik, aber bekämpfe jeden einzelnen Schritt, der auf diesem Wege vorwärts gemacht werde, gerade für die jetzige Vorlage gemünzt worden. Jeder unserer Anträge, der auf eine Erweiterung der Versicherungspflicht hinzielte, jeder Antrag auf Erhöhung der Renten, auf irgend eine Verbesserung im Gesetze wurde von Ihnen niedergestimmt. Zieht man das Fazit der monatelangen VerHand- lungen, so kann man mit ruhigem Gewissen sagen: Tatsächlich ist die ursprüngliche Regierungsvorlage in der Kommission und im Hause noch verschlechtert worden.(Sehr richtig! bei den Sozial- demokraten.) Gewiß sind auch einzelne Verbesserungen erzielt; aber wenn diese Vorzüge im Gesetz sind, dann haben Sie keine Schuld daran, denn so stark ist heute keine Partei und keine Regie- rung mehr, daß sie auf sozialpolitischem Gebiet eine Vorlage machen könnte, die nur Verschlechterungen für die Arbeiterklasse mit sich brächte.(Sehr wahr! bei den Sozialdemokraten.) Aber die finanziellen Vorteile, die das Gesetz in einzelnen Fällen und oft auch nur für einzelne Kategorien der Versicherten bringt, werden allein aufgehoben durch die Entrechtung weiter Schichten auf dem Gebiet der Selb st ver- waltung, durch die Rechtlosmachung der Land- a r b e i t e r und des Gesindes und durch die Nichtberück- sichtigung der elementar st en Forderungen, die die Arbeiterklasse seit Jahren erhoben hat und deren Durchführung nur an Ihrem guten Willen gescheitert ist.(Sehr gut! bei den Sozial- demokraten.) Natürlich trägt die Regierung auch ein großes Stück Verantwortung. Kann man überhaupt noch von einem Regierungs- einfluß bei der Behandlung dieser Vorlage sprechen? Erscheint die Regierung hier nicht einfach als Exekutivausschuß des Scharfmachertums? (Sehr richtig! bei den Sozialdemokraten.) Herr Delbrück hak sich darüber beklagt, daß man der Regierung immer diese Abhängig- keit vorwerfe. Wenn wir von einer Abhängigkeit der Regierung vom Zentralverband der Industriellen sprechen, so ist damit selbst« verständlich keine persönliche, keine unsaubere Abhängigkeit des Staatssekretärs von dem Verhande gemeint trotz der 12 000 Mark- affäre. Wenn wir von einer Abhängigkeit reden, so tun wir daS gegenüber den emphatischen Versicherungen des Herrn v. Beth- mann Hollweg, daß er eine unparteiische, eine über den Par- teien stehende, unabhängige Regierung führen wolle. Die Anmaßung der Jndustriefeudalen ist eine alte Erscheinung. Wie schrieb doch Herr Bueck, als Herr Brefeld Minister wurde:„Daß wir doch endlich Herrn v. Ber- lepsch klein bekommen haben, hat mich mit ganz be- sonderer Befriedigung erfüllt."(Hört! hört! bei den Sozialdemokraten.) Und wie sino die Bergherren gegen den techniker, der, ohne den berühmten Gelehrten zu kennen, sehr auf- dringlich mit seinen Kenntnissen renommiert hatte, mit der Frage: „Was ist denn eigentlich Elektrizität?" einfach mundtot machen könnte. Als die Elektrizität entdeckt war und unter wissenschaftliche Beobachtung genommen wurde, erschien es selbstverständlich, daß man ihr einen ähnlichen Ursprung zuwies wie dem Licht und der Wärme. Nachdem man einmal zu der Annahme gelangt war, daß außer den sichtbaren Massen noch ein unsichtbarer, unendlich feiner Aether vorhanden sei und den ganzen Weltraum erfülle, mußte man wohl daran denken, daß die Elektrizität ebenso wie die beiden andercn Kräfte durch Wellen dieses Aethers fortgepflanzt würde. Jetzt ist die sogenannte Elektronentheorie hinzugekommen, die im wesentlichen darauf fußt, daß jedes winzigste Stoffteilchen aus zwei Kraftteilchen, nämlich einem positiven und einem negativen Elektron, besteht. Professor Whittaker hat jetzt in einem großen Werk die Geschichte der Anschauungen über das Wesen der Elek- trizität und des Aethers von dem Zeitalter von Cartesius an bis zum Ende des 19. Jahrhunderts betrachtet und als Ergebnis die Forderung ausgesprochen, daß diese Elektronentheorie mit der Lehre vom Weltäther in Uebereinstimmung gebracht werden müsse. Die Annahme deS Aethers ist, nach seiner Ueberzcugung unausweichlich. Früher war daS Licht die einzige Form der Naturkraft, deren Uebertragung von einem Himmelskörper zum anderen durch den Weltraum als Tatsache hingenommen werden nnißte. Newton brachte dann die Schwerkraft hinzu, und jetzt ist die gleiche An- schauung für elektrische und ftnagnctische Vorgänge notwendig ge- worden. Man kann heute gar nicht mehr glauben, daß die Himmels- kövper in einem leeren Raum jeder für sich bestehen, sondern um sie und zwischen ihnen findet ein unablässiges Gehen und Kommen und eine dauernde»llmwälzung von Energie statt. Der mutmaßliche Weltäther ist nach der Meinung von Professor Whittaker für den Menschen ebenso wichtig wie d«e Luft, die wir atmen, und wir würden sterben, wenn der Aether verschwände. Diese Folge- erscheinung ist freilich nur logisch, da der Aether uns die Sonnen- strahlen vermittelt, die Erde aber mit all ihren Bewohnern von der Gnade der Sonne abhängig ist. Es sind ungeheuere Kräfte, die uns auf diesem Wege durch die„Straßen des Aethers", wie der Gelehrte sich ausdrückt, zukommen, denn die Kraft der Sonnen- strahlen ist an einem hellen Tage so gewaltig, daß sie auf jedem Hektar dev Erdoberfläche ungefähr 15 000 Pferdestärken gleich- kommt. Diese Summe von Strahlen zerlegt sich aber wieder noch in einzelne Kräfte wie Licht, Wärme, Elektrizität, Magnetismus. Kathodcnstrahlen usw., und es bleibt der Wissenschaft vorbehalten, eine Klärung dafür zu suchen, wie all dieie Energieformen im Weltäther neben und durcheinander Platz finden oder ob nicht vielleicht nur eine einzige Form der Kraft besteht, die möglicher- weise mit der Vorstellung des Aethers vereinigt werden muß. Theater. Schillerthesker O. Des dänischen Dichters Sophus Michaelis früher in Berlin bereits aufgeführtes Drama „Revolutionshochzeit" ist nunmehr dem Spielplan der feeMji AMexWgev einverleibt ffifitfeea, LHye die verdAMeinde Wirkung dieser Liebesepisode zu leugnen, darf gesagt werden, daß sie, obwohl mit psychologischem Rassinement hineinkomponiert, doch mit der Revolution von 1793 herzlich wenig zu tun hat. Zum min- desten ist es ein fadenscheiniges Heldentum, sich um einer erotischen Augenblicksleidenschaft willen mit Vorsatz standrechtlich füsilieren zu lassen— wie dieser Republikaneroffizier Marc-Arron es tut. Immerhin gibt die Rolle eine dankbare schauspielerische Aufgabe; und das gerade in ihrer Vermischung mit je einer Portion Marc Anton(Shakespeares„Cäsar") und Napoleon l. Georg Paeschke verstand es denn auch ausgezeichnet, wie man erwarten konnte, alles Interesse auf seinen Helden zu konzentrieren. Neben ihm be- hauptete sich noch Else W a s a, während Conrad W i e n e seinen Marquis allzu schablonenhaft auf einen modernen Neurastheniker hinausmimte und Steffi K r i ß als Zöschen Löontine mehr als nötig eine wienerische Soubrettenhaftigkeit leuchten ließ. Das Publikum folgte mit Spannung den Vorgängen und quittierte mit starkem Applaus.«. k, Humor uud Satire. Nobel muß die Welt zugrunde gehen! Die oft- preußische landwirtschaftliche Berufsgenossenschaft zahlte einer 18jäl)rigen Arbeiterin, der infolge eines Unglücks bei der Bedienung der Dreschmaschine beide Beine hatten abgenommen werden müssen, bisher eine monatliche Rente von 14,50 M. Neuerdings setzte die Berufsgenossenschaft die Rente auf 10,90 M. herab mit der Be- gründung. das Mädchen habe jetzt ein zweites Paar künstlicher Beine erhalten und größere Uebung im Fortbewegen erworben, könne also die ihr verbliebene Erwerbsfähigkeit besser ausnützen.— Auf die Reklamation, die Rente doch wieder zu erhöhen, erhielt daS Mädchen, wie wir hören, folgende Antwort von der Berufsgenossen- schaft:„Wir haben Ihren Fall nochmals eingehend geprüft und sind zu folgendem Resultat gekommen: Sie ersparen durch den Verlust Ihrer Beine eine Menge Geld. Weder brauchen Sie sich neue Strümpfe anzuschaffen, noch bedürfen Sie irgendwelchen Schuh- Werkes. Unter diesen Umständen halten wir es für angebracht, Ihre Rente dahin abzuändern, daß Sie fortan uns monatlich 4,75 M. zahlen. Wir haben dabei die Kosten des Spiritus, in dem Ihre abgenommenen Beine aufbewahrt werden, nicht berechnet. weil unser oberster Grundsatz die Noblesse ist." KunstundLeben. In Kiew will die„Militärisch-histo- rische Gesellschaft" zwischen dem Michaelkloster und der Sophie. kathedrale, das ist auf einer Strecke von etwa 500 Schritt, neun Statuen von alten Fürsten Kiews aufstellen. Das ist natürlich nur der Anfang; man wird es bei der kümmerlichen Zahl von neun nicht belassen. Aber die Regeln den Kunst machen gewisse Be- schränftingen nötig. Deshalb will man die Denkmäler nur alle fünf Schritt, also auf jeder Seite des Weges hundert errichten. Um die Kosten der 200 Standbilder zu verringern, sollen in ihnen Automaten angebracht werden, die auf dem verlängerten Rücken des Fürsten gegen einen Einwurf von 5 Kopeken Schokolade, Zi- aaretten, Tee und Branntwein verabfolgen. So bringt man die Forderungen der Kunst mit denen dxH prgktischcn Lebens in eine erfveKli.che l.Jüg-lld".) Z-MsfMikllsitt anfgeffelfft, 5« sie tra5 Anlaz Sei SlabBoSjäWJesiel nach Berlin geladen hatte. Da sprach der Bergrat Guthemann, der von sich rühmt, er habe einmal„bei der Firma"— im preutzi- sehen Handelsministerium— gearbeitet, von„unseren Freunde», die wir im Ministerium sitzen haben".(HörtI hört! bei den Sozial- demokraten.) Er sprach davon, daß die Beschwerung des Berg- gesetzes mit sozialen Dummheiten jetzt endlich soweit sei, daß damit ein Ende gemacht werden müsse. Er höhnt Herrn Delbrück, daß er am allermeisten Angst davor habe, wenn ein Reichsgesetz käme, er rät seinen Mitvertretern der Bergindustrie:»Sagen Sie morgen ganz offen dem Ministerium Wir sind die Herren im Hause. wir brauchen Sie nicht; Sie werden die Wirkung schon sehen!"(HörtI hört! bei den Sozialdemokraten.) Gar nicht erst verhandeln wollten die Bergherren mit dem Minister.»Drücken Sie dem Minister den Herrenstandpunkt ins Auge", sprach einer, der früher bei der Firma war,„wir haben jetzt auch eine taktische Handhabe, mit dem Gesetze zugleich den Minister, der Arm in Arm mit der Sozialdemokratie marschiert, und uns ein solches Gesetz präsentiert, zu schmeißen."(HörtI hört! bei den Sozialdemo- kraten.) Das sagt der Geheime Bergrat Klein. Ein anderer sagt:„Wieso der Minister dazu kommt, Arbeitervertreter hierher zu berufen, ist mir einigermaßen rätselhast." Und Herr Guthemann fügt hinzu:„Jetzt wird sich darüber reden lassen, weil der Herr Geheimrat W e i d e m a n n, der die beiden Sozia- listen dem Herrn Handelsminister namhaft gemacht, inzwischen ge- kommen ist." Also ein hoher Beamter de» preußischen Handelsministeriums macht auf Veranlassung seines Vorgesetzten, des Ministers, Männer namhaft, die er für geeignet hält, dem Mini st er Aufklärung zu geben, und da kommen die Vertreter der Bergindustrie, unsere größten Scharf- macher, und stellen in ihrer Versammlung den Ministerial- direkter zur Rede, wie er einen solchen Vorschlag habe machen können.(Hört! hört! bei den Sozialdemokraten.) Ist das nun Abhängigkeit oder nicht?(Lebhafte Zustimmung bei den Sozialdemokraten.) Wenn jemand mich in solcher Weise öffentlich behandeln würde, wie die Bergherren den Staatssekretär Delbrück in seiner Eigenschaft als preußischen Handelsminister behandelt haben, und wenn dann die Herren kommen würden, um mich zu einem Fest einzuladen, das zur Verherrlichung ihrer Bestrebungen dient, dann wurde mir allerdings mein Charakter verbieten, einer solchen Einladung zu folgen, und ich würde ihnen mit einem Fußtritt die richtige Antwort geben. �Lebhafte Zustimmung bei den Sozialdemokraten.)' Daß der Zentralverband sich so als Herr fühlt, daran trägt die Regierung die Schuld. Fürst Bülow hat sich die Wahlkosten seiner letzten Wahlen vom Zentralverband bezahlen lasten, und die Herren vom Zentralverband find sehr gute Rechner.(Sehr richtig! bei den Sozialdemokraten.) Das Zentrum hat damals sehr scharf darüber geurteilt. Aber Herr Erzbergcr sagt heute: das war damals. Heute ist das Zentrum unter dem Daumen des Grafen Westarp und erfüllt die Wünsche der Scharfmacher. Wenn der Regierung es um eine Sozialreform zum Besten der Ar- beiterklasse zu tun gewesen wäre, dann hätte sie sie mit uns und dem Zentrum machen müssen, und sich nicht vom Zentralverband der JndnDHellen eine Sozialreform gegen die Arbeiter diktieren zu lassen brauchen. Alle Forderungen des Scharfmacherverbandes hat die Regieruckg in ihrem Entwurf erfüllt, und die weiteren Verschlechterungen der Kommission freudigen HerzenS mit in Kauf genommen. Alls Vorschläge, die auf eine Erweiterung und Verbesserung der Vorlage hingingen, hat sie rundweg abgelehnt. Lieber wollte sie die ganze Vorlage scheitern lassen, als die Erweiterung des Personenkreises der Versicherten be- willigen. Lieber sollte die ganze Reform nicht zustande kommen, als daß die Schwangerenfürsorge obligatorisch eingeführt werde.(Sehr wahr! bei den Sozialdemokraten.) Hat nicht die Regierung auch ihr»Unannehmbar I" gegenüber unseren Forde- rungen in bezug auf die Invalidenrente erklärt, dieselbe Regierung, die sich schämen würde, dem letzten ihrer Beamten eine solche Pension zu zahlen, wie sie jetzt den invaliden Arbeitern ge- zahlt wird? Und die Beamten erhalten mit Lfl Jahren ihre Pension, ohne daß sie Beiträge zu leisten brauchen. Selbst den Vor- schlag, die Altersgrenze für di« Arbeiter auf 6S Jahre herabzusetzen, hat die Regierung für unannehmbar erklärt, unannehmbar aus finanziellen Gründen; dieselbe Regierung, die auf allen Weltauchtellungen paradiert mit den Leistungen der deutschen Sozialreform. Dieselbe Regierung hat kein Geld, die dem König von Preußen zu seinen Millionen Mark Einkommen abermals ZV» Million Mark hat zufügen lassen; einem Monarchen, der als größter Grundbesitzer des Reiches schon auS der Zollwuchcrvorlage jährlich Hunderttausende an Mehreinnahmen hat.(HörtI hörtl bei den Sozialdemokraten.) Dieselbe Regierung hat für die Arbeiter kein Geld, die es als Vorzug der Finanzreform aller Welt verkündet, wie die Einnahmen aus den Zöllen immer mehr anwachsen. AuS den Tee- und Kaffeezöllem allein find 40 Millionen Mark Mehrerträge geflossen; aber für die Arbeiterversicherung, für die Witwen», und Waisenrente hat die Regierung keinen Pfennig übrig. Wenn man heute von den Februarerlassen des Kaisers nicht mit Resignation. nein, höflich gesagt, ohne Respekt spricht, dann hat der Kaiser das seinen Ministern zu danken. Die Februarerlasse der- heißen den Arbeitern die gesetzliche Gleichberechtigung; wo ist sie in der Verfickierungsordnung geblieben? Wo sind Ihre Beweise über die sozialdemokratischen Mißbräuche in den Krankenkassen ge- blieben? Sie sind genau so wie die Anschuldigungen gegen die Sozialdemokratie in bezug auf die Moabiter Unruhen auf ihre Urheber zurückgefallen.(Sehr richtig! bei den Sozialdemokraten.) Auch nicht ein Fall ist geblieben, der von uns nicht widerleg) worden wäre.(Sehr»oahr! bei den Sozialdemokraten.) • Mit welcher Gewiffenbaftigkeit diese Vorwürfe gegen uns er« hoben worden sind, dafür ist der Herr Ministerialdirektor Caspar ein klassischer Zenge. (Hört! hörtl der den Sozialdemokraten.) In der Sitzung vüm II. Mai behauptete er. daß die sozialdemokratische Parteileitung der Entstehung der vielzitierten Vertragsformulare von Igvö nicht so ganz fernstehe.(Hörtl hörtl bei den Sozialdemokraten.) Der Herr hat auch die Empfindung, daß er für diese ungeheuerliche Anschuldigung einen Beloeis schuldig sei. Er müßte ja kein I u r i st sein, wenn er nicht so etwas wie einen Beweis fände. Er fährt also unmittelbar fort:»Die Männer, die an diesem Vertrags- formular beteiligt waren, sind die Herren Fräßdorf und Giebel. Daß die der Sozialdemokratie nicht fernstehen, ist all- gemein bekannt." Man beachte: Herr Caspar behauptet, die sozial- demokratische Parteileitung stehe der Entstehung der Formulare nicht ganz fern, und er beweist es durch die weitere Behauptung: es ist ja allgemein bekannt, daß die Herren Fräßdorf und Giebel der Sozialdemokratie nicht fernstehen. Gleichwohl wiederholt und verschärst er die Behauptung noch durch eine viel weitergehende Anschuldigung in den Worten:„Wenn die Parteileitung jetzt ans wohlerwogenen Gründen den Wunsch hat, solche Verträge be- seitigt zu sehen, jemals nicht mehr abgeschlossen zu sehen, so ist das erklärlich."(Hörtl hörtl bei den Sozialdemokraten.) Demgegenüber erkläre ich: wenn jemand außerhalb dieses Hauses eine solche Anschuldigung so gänzlich ohne jeden Beweis er- heben würde, so würde ich sagen, er hat diese Behauptung auf- gestellt im vollen Bewußtsein, daß sie formell nnd materiell erlogen ist.(Lebhafte Zustimmung bei den Sozialdemokraten, große Unruhe.) Präsident Graf Schiverin-Löwitz: Einen solchen Porwurf dürfen Sie auch nicht in dieser bedingten Form aussprechen. Abg. Fischer: Meine Partei und ibr Vorstand steht diesen Per- »ragen absolut fern. Wenn der Herr Ministcrialdireltor Caspar Säl GegehleiT hehasihlel, so müsi dt Säl Besveisekl sSesit ruHHgT bei den Sozialdemokraten) oder die Anschuldigung zurücknehmen; das ist er der Regierung, die ihn an diesen Posten gestellt hat, das ist«> dem Hause, vor dem er eine solche Anschuldigung erhoben hat, schuldig.(Lebhafte Zustimmung bei den Sozialdemokraten.) Reinlichkeit und Sauberkeit verlangt Graf Westarp. Dabei zitiert er zunächst den„Vor- w ä r t s" falsch, indem er behauptet, daß er von der Vereinigung der Krankenkassen im Jahre 1899 erwartet habe, sie würden sich zu einer neuen Waffe im Befreiungskampfe des Proletariats ent- wickeln. Er hat einen Satz aus dem Artikel eines Mitarbeiters. eines Arztes, aus dem Zusammenhang herausgerissen. Es han- delt sich um den Kampf um die Tuberkulose. Im übrigen ver- bitten wir uns von einem Wortführer der konservativen Partei Belehrungen über Reinlichkeit und Sauberkeit des öffentlichen Lebens.(Sehr gut! bei den Sozialdemokraten.) Wenn eine Partei das Recht verwirkt hat, Vorwürfe gegen uns zu erheben, so ist das seine Partei— eine Partei, die einen Hammer st ein in ihren Reihen'geduldet hat(Sehr richtig! bei den Sozialdemokraten), ob- gleich ihr bekannt war, was für ein Lump er war. Graf Westarp mag sich bei Herrn v. F i n k e n st e i n, dem Verleger der„Kreuz- zeitung", oder der„Frankfurter Zeitung" erkundigen, wer denn dieser damals die Nachricht von den Taten des Herrn v. Hammer- stein hat überbringen lassen. Hätte die„Frankfurter Zeitung" da- mal? nicht der Katze die Schelle angehängt, so wäre Herr v. Hammerstein vielleicht heute noch eine Zierde der konservativen Partei.(Sehr richtig I bei den Sozialdemo- kraten.) Vielleicht hätte gerade er dann die Westarp-Rede von der Reinlichkeit und Sauberkeit des öffentlichen Lebens gehalten.(Leb- hafte Zustimmung bei den Sozialdemokraten.) Die Edelsten und Besten, die in der konservativen Partei so schöne Moralpauken halten können, haben sich vor der Pistole des adligen Raufboldes gefürchtet, und darum haben sie ihn in ihren Reihen geduldet. Er war freilich auch eine ganze Portion gescheiter als so viele andere aus der jetzigen konservativen Partei.(Zuruf bei den Sozialdemokraten: lind nicht viel schlechter! Heiterkeit.) Und Herr v. Hammerstein ist nicht der einzige. Nohen ihm steht Herr S t ö ck e r, dessen Scheiierljaufenbrief in der Enthüllung seiner Doppelzüngigkeit und Hinterhältigkeit ein leuchtender Beweis für die Reinlichkeit und Sauberkeit des öffentlichen Lebens in der konservativen Partei ist. Und vor Stöcker und Hammerstein waren die Zuchthäusler Ohm nnd' Göbsche die Kronzeugen konservativer Moral, die den Prinzen Von Preußen bespitzelten, die Pulte erbrachen, die Meineide schworen, Depeschen fälschten und stahlen, alle? gegen gute Bezahlung der Kamarilla in der„Kreuzzeitung" und hinter und über der.Kreuzzeitung".(Hört, hörtl bei den Sozial- demokraten.) Graf Westarp will an dem Grundsatz festgehalten wissen, daß Geldmittel, die auf öffentlich rechtlicher Grundlage erhoben sind, nur für den Zweck angewandt werden, zu dem das Gesetz sie gegeben hat. Hat er sich je entrüstet gegen die Verbindung des Herrn Minister? v. PodbirlSki mit der bekannten Firma TippelSkirch(Sehr richtig! bei den Sozialdemokraten), die das Reich um Hunderttausende über? Ohr gehauen hat. und daS Ergebnis dieses Reinlichkeitsprozesses mit in die Taschen des kon- servativen Parteigenossen und Mitglied de« preußischen Staats- mnisteriums hat wandern lassen.(Sehr gut! bei den Sozialdemo» kraten.) Hat man je vom Grafen W e st a r p oder von einem anderen Konservativen auch nur ein Wort der Entrüstung darüber gehört, daß dieAgitatorendeSBundesderLandwirte aus den Kaligeldern riesige Summen für sich be- ziehen?(Lebhafte Zustimmung bei den Sozialdemokraten.) Und daß somit gleichsam öffentliche Gelder für die einseitige poli- tische Agitation einer bestimmten Partei verwendet worden sind? (Sehr richtig! bei den Sozialdemokraten.) Und als die SchnapöliebeSgabe hier zur Verhandlung stand, da hätte man doch auch erwarten können, daß das Gefühl der Reinlichkeit und Sauberkeit den Herren, deren Geldbeutel dabei in erster Linie berührt wurde, die Mitwirkung an dem Zustande- kommen dieses Gesetzes untersagt hätte.(Sehr wahr! bei den Sozialdemokraten.) Aber an der Abstimmung haben alle diese Herren teilgenommen. Graf Westarp frage doch einmal seine Freunde, den Grafen v. Finkenstein, die Herren Nehbel, WilckenS, Stubbendorff, Dietrich, v. Kapheng st, v. Dirksen, Steinaecker, Gans Edler Herr zu Put- l i tz, v. Michaelis, v. B o n i n, Graf Carmen, v. Heyde- brand, Euen, v. Richthofen, Fürst H o h e n l o h e-O e h r i n- g e n, er frage sie doch einmal, warum ihnen daS Gefühl für Sauberkeit und Reinlichkeit nicht gesagt hat, baß sie sich der Bbstimmnng zu enthalten hatten.(Sehr gutl bei den Sozialdemokraten.) Und als die Frage des Schnapsmonopols den Reichstag beschäftigte und den Direktoren ver Spirituszentrale, die an den Vorarbeiten beteiligt waren, daS Gehalt um je 20090 M. er- höht wurde, auch da habe ich nicht gehört, daß die konservative Partei im Interesse der öffentlichen Reinlichkeit und Sauberkeit dagegen protestiert hätte. Nicht einmal Herr Kreth. der doch selber diese 20 000 M. profitierte, hat es für nötig gehalten, sich dabei zurückzuziehen, sondern gotteSfilrchtig und fromm hat er dabei mitberaten nnd mitgetatet.(Heiterkeit hei den Sozialdemo- kraten.) Ich habe hier eine ganze Liste von geborstenen OrdnnngZsäulen, von den Abgg. S ch a ck und Hirsche! bis herab zu dem letzten Reichsverbandsagitator. Ich will es mir schenken, diese Liste vor- zulesen. Ich glaube, das vorgebrachte Material wird hinreichen, um die Herren von der konservativen Partei zu einer Aeußerung darüber zu veranlassen, wie sie sich in all diesen Fällen zur Frage der politischen Sauberkeit und Reinlichkeit stellen. (Lebhafte Zustimmung bei den Sozialdemokraten.) Noch ein paar Worte über die Nationalliberalen. Herr Heintze ist ja der Typ«? eine? Ratignalliberolen. da er von den Nationalsozialen über den Jungliberalen bis zum Nltliberalen in wenigen Jahren hinübergewechselt hat. Auch Herr Heintze glaubte von sozialdemokratischen Mißbräuchen in den Kran- kenkassen reden zu müssen und ist bis zum Jahre 1892 zurück- gegangen. Sein Beweis ist durch die Lagerung nicht besser geworden. Er zitierte eine Rede meines verstorbenen Partei- genossen Singer, worin gesagt ist, wenn es wahr ist. daß in den Hilfskassen vorzugsweise sozialdemokratische Anschauungen und Grundsätze gepflegt worden sind, so werden binnen kurzer Zeit die Zwangskassen Sammelplätze für die ziel- und klassenbewußte Ar- beiterschaft sein, die auf dem Gebiet der Krankenpflege befähigt und gewillt ist, die Forderungen der Arbeiterklasse zu erfüllen. ES wird also gesagt, daß nach der Zerstörung der Hilfskassen die ziel- und klassenbewußte Arbeiterschaft in die Krankenkassen eintritt, um dort auf dem Gebiet der Krankenpflege die Forderungen der Ar- beiterklasse zu erfüllen. Herr Heintze zieht aus diesen klaren, ein- fachen 20 Jahre alten Worten ten S.chluß, cS sei offen und klar iMlFsspröchett. daß W OtMKNttenkaM zlk? DeMMz SK Wp* demokratischen Herrschaft benutzt werden sollen.(Hört! Hort, de» den Sozialdemokraten.) Ich bin geradezu erschrocken, als ich das aus dem Munde eines Richters hörte, und wenn ich noch an einen persönlichen Gott glauben würde, würde ich zu ihm beten, daß er mich niemals vor den Richterstuhl eines solchen von p»li- tischer Parteileidenschaft erfüllten Richters bringt.(Sehr richagl bei den Sozialdemokraten.) An einer anderen Stelle sagt Herr Heintze selbst.— man kann es schwer feststellen, ob ein Kassen- beamter nur angenommen ist, weil er sozialdemokratischer Agitator war, oder weil ihn der Vorstand für fähig hielt. Trotzdem spricht er von notorischen Streikführern, die Kassenbeamte geworden sind. Wir halten es für die verdammte Pflicht und Schuldigkeit der Kassenbeamten, alle Vorgänge des wirtschaftlichen Lebens zu ver- folgen; die Leistungen und Aufgaben der Kasse werden ja wesent- lich von der materiellen Lage der Mitglieder abhängen(Sehr richtig! bei den Sozialdemokraten), hochgelohnte Arbeiter fallen ihr bei weitem nicht so zur Last, als Arbeiter, die keiner Or- ganisation angehören und widerspruchslos den LusbeuiungS- tendenzen der Kapitalisten preisgegeben sind. Wenn also bei einem Streik um höhere Löhne ein Kassenbeamter für die Forderungen seiner Mitglieder eintritt, so tut er etwas, was im Interesse der Kasse liegt.(Sehr richtig! bei den Sozialdemokraten.) Wieviel Unternehmervertreter sitzen nicht in den Krankenkassen! Ich will nur aus das Beispiel von Kattowitz hinweisen, wo der Rendant der Ortskrankenkasse der Geschäftsführer deS Unter- nehmerverbandes ist. der die ganzen Aussperrungen im Baugewerbe vorgenommen hat. Auch das Z e n t r u m hat von der sozialdemokratischen Miß« Wirtschaft in den Krankenkassen gesprochen, aber mit keinem Wort auf die Mißstände in den JnnnngSkrankenkassen nnS In bn» Berufsgenossenschaften hingewiesen.(Sehr richtig! bei den Sozialdemokraten.) Ich er« innere Herrn Irl an den Beschluß der Münchener Lohn« kutscherinnung ihre Arbeiter auszusperren und jedem Mitglied der Innung für jeden Tag der Aussperrung auS dem Vermögen der Innung 3 bis SM. zu zahlen.(Hört! hörtl bei den Sozialdemokraten.) Warum hat Herr Heintze rniS keine Aufklärung über daS Verhalten seines offiziellen Parteiorgan?, der.Nationalliberalen Korrespondenz", in bczug auf da? BeweiSanerbieteu über die sozialdemokratische Mißwirtschaft gegeben. Da war wohl der Grund maßgebend, den Herr Bassermann auf dem Parteitage zu Goslar 1906 zum besten gab, als er von einem liebwerten Ab« geordneten sprach, der nach Hause reiste, um einer Abstimmung zu entgehen und als Grund angab:„Bei dem Gesetz ist der eine Teil meiner Wähler dafür, der andere dagegen, in dergleichen Momenten lege ich mich in? Bett."(Große Heiterkeit.) Herr Trimborn hat gestern die Lichtseiten der Vorlage her« borgehoben, ich werde ihre Mängel beleuchten, deren Abstellung Sie ohne Angabe von Gründen— Sie hatten also wohl keine— ablehnten. Bei den Wahlen zu den Versicherungsvertretern nnd de« BersichernngS« Lintern sind nickt bloß die Frauen auSgenommeir, obwohl sie genau die» selben Pflichten und dasselbe Risiko haben, wie die Männer, auch das W a h l v e r f a h r e n ist ein derartiges, daß nicht einmal die preußischen Junker es wagen, eS im preußischen Landtage zu verlangen. Das Zentrum hat aber diesem Wohwerfahren zu- gestimmt. Für daS Elsaß haben Sie gestern dem allgemeinen, gleichen, geheimen und direkten Wahlrecht zugestimmt, denn da glauben Sie politische Geschäfte damit machen zu können, bei den VerficherungSämtern aber glauben Sie damit schlecht abzu schnei» den und haben darum da? veraltete, kirrupte, niederträchtige Wahl- verfahren der Lorlage gewählt. Abgelehnt haben Sie, die Ehe« frauen der kleinen Bauern und Hausgewerbe« treibenden, die im Betriebe des ManneS tätig sind, in die Versicherungspflicht aufzunehmen. Das ist Ihre Hilfe und Ihr Wohlwollen gegen den MIttclfland. Ebenso haben Sie die kleinen Angestellten und Handwerker mit. über 2000 Mk. Einkommen von der Versicherun�pflicht auSgfe«' schlössen. Nicht einmal die freiwillige Versicherung der Handlungsangestellten und Gehilfen haben Sie zugelassen, wenn ihr Einkommen über 2000 Mk. resp. 4000 Mk. hinausgeht. Ihre skandalöseste Leistung ist, daß Sie die W öchn e« rinnenpflege, da» Schwangerschaftsgeld, die Heb» ammenkosten, das Stillgelo ablehnten, obwohl Sie in der ersten Lesung der Kommission dafür gestimmt haben. AIS die Regierung aber das Joch deS Unannehmbar aufstellt� find Sie freundlich durchgekrochen, denn Sie haben ja wieder ein Stück Sozialreform, das nichts kostet, über das man aber schöne Reden halten kann.(Sehr wahr! b. d. Soz.) Herr Trimborn verschweigt, daß für die weitergehende Bechilfe der Krankenkassen die Zustim« mung des ReichSvcrsicherungSamteS und der Arbeitgeber notwendig ist; beim Widersprucheines einzigen Arbeitgebers kommt die Einrichtung nicht zustande. Und das ist der Zweck ge- Wesen, ein Mann soll die Bestrebungen aller anderen neutrali« sieren können. Sie haben auch für die Zersplitterung der Lrankenkaffen:" gesorgt, damit keine großen, leistungsfähigen Kassen entstehen können. Dr. M ugdan meinte freilich, die großen Kassen schließen die Selbstverwaltung aus. Freilich ist in ihnen da» Kontrollreckt der Mitglieder beschränkter, aber die Selbstverwaltung ist uns nicht Selbstzweck, sondern nur ein Mittel, die Kassen günstig zu gestalten.(Sehr richtig! b. d. Soz.) Sie haben die Innung»- und Betricbskassen und die kleinen Ortikassen mit 200 Mitgliedern aufrecht erhalten. Für Saisonbetriebe lassen Sie Betriebskassen zu, wenn auch nur für 2 Monate im Jahr die Mindestzahl erreicht wird. Wenn ein Arbeiter im Interesse des Vaterlandes seine Arbeit aufgeben muß, bestrafen Sie ihn beim Wiedereintritt in die Betriebskasse durch BeitrittSgebührea. Trotzdem werden Sie bei den nächsten Wahlen wieder die, � Sackpfeife des Patriotismus'' blasen.(Sehr wahr! b. d. Soz.) Für das Attentat auf die Selbst» Verwaltung, das mit einer Verschlechterung de» Kassenwesens gleichbedeutend ist, können Sie gar keinen anderen Grund angeben, als Ihren Haß gegen die Sozialdemokratie.(Sehr wohrl b. d. Sozialdemokraten.) Die Regierung wollte den Unternehmern bei der Auslieferung der Kassen an ihre Herrschaft wenigsten? auch Mehrleistungen auferlegen. Die Mehrheitsparteien haben ihnen diese Beiträge erspart, um sie«lS Wahl beitrüge erhalten zu können.(Sehr richtig! b. o. Soz.) Ihr Haß gegen die Sozial« demokratie macht Sie blind. In der Begründung sagt die Re- gierung in bezug auf die JnnungStassen, sie bilden ein wichtige? Mittel, um das Jnnungswesen zu hegen und zu pflegen. Heißt daS nicht offen zum Mißbrauch der Arbeiterversicherung in politischem Parteiintcresse auffordern?(Sehr richtig! b. d. Soz.) Ebenso billigen Sie den Mißbrauch bei den Berufsgenossenschaften; dort sollen die Vorstandsposten Ehrenposten sein, und als wir auf die hoh/n Entschädigungsgelder für die Vorsitzenden hinwiesen, die 10-, 12«, 15 000 Mark erhielten, haben Sie kein Ausnahmegesetz gegen die Berufsgenossenschaften gefordert.(Sehr richtig! b. d. Soz.) Die Berufsgenossenschasten wären der Regierung auch schön gekommen. wenn sie den Mut gehabt hätte, ein solches Gesetz vorzuschlagen. Mißbräuche kommen natürlich überall vor, auch bei den Beamten. Lesen Sie nur die Kriminalstatistik nack. Die sozialdemokratische Parteibcwcgung werden Sie übrigens mit diesen Ausnahmebestimmungen, mit dem Attentat auf die Selbst, Verwaltung der Krankenkassen nicht treffen.(Sehr Ivahrl b. d. Sozialdemokraten.) Mit der Einreihung sozialdemokratisch gesinn» ter Arbeiter in die Kasscnverwaltungen waren diese in der Reget für die sozialdemokratische Parteiagitation verloren.(Sehr wahr! b. d. Soz.) Wenn Wir diesen Kampf für di« Eelöstvcuvals fiWß i»'« Kassen so ekl'erg'.sch fu�M. so Mi 8KM. ive'i! Sdl Soft gehen der Regierung nach dem Wunsche der Unternehmer eine Vergewaltigung des Rechts und des RcchtSgefühls 'st-(Lebhafte Zustimmung b. d. Soz.) Zur uns handell es sich hier nicht um eine parteipolitische Frage, sondern um eine Rechts- frage, eine Frage der polltischen Moral.(Sehr richtig! b. d. Soz.)� Deshalb treten wir auch für die Rechte der Land- arbciterklaffe ein, die Sie behandeln, als wenn es sich um im Kriege unterworfene Heloten handelte. Die Landarbeiter sind heute noch infolge ihrer rechtlosen Stellung, ihrer sozialen Abhängigkeit und politischen Unterdrückung in der Mehrzahl Ihre Partciange- bongen, und vielleicht empfinden sie vielleicht sogar diese söge- nannte Ausdehnung der Krankensürsorge noch als eine soziale � Wohltat gegenüber dem gegenwartigen Zustand sozialer Verwahrlosung, an dem vor allem das Zentrum schuld ist, das auch seht wieder mit dafür gesorgt hat, die grasten Grundbesitzer von der Beitrags» leiswng zu entbinden.(Hört! hört! b. d. Soz.) Das Zentrum hat auch den Arbeitern das Neckst genommen, sich d e n A r z t a u s» »wählen, er must den Arzt nehmen, den der Gutsbe- itzer schickt; mit Hilfe des Zentrums ist der Landrat die entscheidend« Instanz über die Leistungen der Kasse geworden und er wird natürlich genau so.gewissenhaft" und„unparteiisch" verfahren, wie bei den Steuereinschätzungen und den politischen Wahlen.(Sehr wahr! b. d. Soz.) Sie haben den Landarbeitern Pflichten auferlegt, und damit wird natürlich das Verlangen ent- stehen, datz den Pflichten auch Re ch t e gegenübergestellt werden. (Sehr richtig! b. d. Soz.) Die Landarbeiter werden durch die Teil- nähme am sozialpolitischen Leben zum Bewußtsein ihrer Klassenlage erweckt werden, zu dem Bewusttsein, daß sie als Besitzlose der Klasse der Besitzen- den wehrlos gegenüberstehen.(Sehr richtig! b. d. Soz.) Und je größer das Unrecht und die Rechtlosigkeit, die die heutige Gestaltung der Versicherungsordnung den Landarbeitern bringt, um so energischer werden auch bei den Landarbeitern die Kämpfe um das gleiche Recht entbrennen. Die Geister, die Sie riefen, werden Sie nicht mehr loS.(Sehr richtig! b. d. Soz.) So wie seinerzeit bei den Kranlenkassen der Schlag gegen die Sozialdemokratie ein Schlag ins Wasser war, und so wie die Folge gewesen ist, dast die Sozialdemokratie gerade durch die Krankenkassengcsetzgebung, durch die Erweckung der Arbeiterklasse zur Teilnahme am politischen Leben gestärkt worden ist, so ähnlich wird sich auch die Entwickelung bei den Landarbeitern abspielen. (Sehr richtig! b. d. Soz.) � Die ganze Sozialreform Bietet das Bild der Echternacher Springprozessson: für einen kleinen Fortschritt nach vorn machen Sie einen Schritt nach rückwärts. Das zeigt sich besonders bei der U n f a l l v e r- f i ch e r u n g. Herr Trimborn sagt, dast der Kreis der Ver- sicherten um 200 000 Personen erhöht worden sei; aber in der Kom- Mission hat selbst Herr Dr. Semler gemeint, die Unterstellung dieser Kategorie unter die Unfallversicherung sei keine Verbesse- rung, sondern eine Benachteiligung, weil das jetzige Haft- Pflichtgesetz allen, die 3000 bis b000 M. Einkommen haben, bessere Chancen bietet als die Unfallversicherung.(Sehr wahr! bei den Sozialdemokraten.) In der Unfallversicherung sind die Forde- rungen der Arbeiterklasse unberücksichtigt geblieben, z. B. die Forderung einer Entschädigung für die Unfälle, die sich auf dem Wege von und nach der Arbeitsstätte ereignen. Ebenso haben Sie die Einbeziehung der gewerblichen Berufskrankheiten abgelehnt, sogar die Charakterisierung der Kolonnenarbeiter als selbständige Unternehmer haben Sie aufrechterhalten, obwohl eS klar auf der Hand liegt, dast es sich hier einfach um Akkordarbeiter unter bestimmten Voraus- setzungen handelt.(Sehr wahrl bei den Sozialdemokraten.) Bloh um den Bauherren die Versicherungsgebühr zu sparen, haben Sie sie als selbständige Arbeiter behandelt. Nach wie vor haben Sie daS schreiende Unrecht aufrechterhalten, dast die Unfall- entschädigungen er st nach einem Bierteljahr ein- treten, daß daS Risiko den Krankenkassen überantwortet wird, wo zwei Drittel der Beiträge von den Arbeitern gezahlt werden. Sie haben nach wie vor daS Unrecht aufrechterhalten, dast nur zwei Drittel des Lohnes angerechnet werden und daß bei all den Arbeitern, die über 1800 M. verdienen, nur ein Drittel dieses MehrlohneS in Frage kommt. Aber daS Unglaublichste der Verschlechterung, daS Sie wieder mit Hilfe des Zentrums beschlossen haben, ist der Z 907, der dem Reichsversicherungsamt geradezu verbietet. den landwirtschaftlichen Berufsgenossenschaften UnfallverhütungS- Vorschriften aufzuerlegen und technische Beamte anzustellen zur Ucberwachung, ob die Verhütungsvorschriften auch beachtet werden. Diese Bestimmung bedeutet für die S g r a r i e r geradezu eine Befreiung, von der sozialen Verpflichtung und für die ländlichen Arbeiter geradezu eine ver- mehrung ihrer Unfallgefahren.(Sehr wahr l bei den Sozialdemokraten.) Vom Zentrum bin ich allmählich gewöhnt worden, daS Unmöglichste für möglich zu halten; aber daß die Re- gierung um ein paar ostpreustischer Junker willen ein solches soziales Unrecht begeht, das ist mir unverständlich. Die Berufs- statistik zeigt, daß nirgends so leichtfertig Unfälle verschuldet wer- den wie in der Landwirtschaft. Der Kaiser hat bei wieder- holten Anlässen den Herren ins Gewissen geredet..(Lachen rechts.) Ach. Sie lachen bei diesen Dingen, Ihr Geldbeutel ist Ihr Gott. und Sie, rneitre Herren vom Zentrum, auch Sie bringen dem Gott Mammon das Opfer nur au» politischen Rück- sichten, um Ihre? Bündnisses mit den Konservativen willen. .(Zustimmung bei den Sozialdemokraten.) Bielleicht noch schlechter als die Kranken« und Unfallversiche- rung haben Regierung und Mehrheit die Invaliden- und Hinterbliebenenversscheeung gestaltet. Rundweg wurde der Antrag abgelehnt, die Invaliden- Versicherung auf alle Krankcnversicherten auszudehnen. Damit sind alle Hausgewerbetreibenden von vornherein aus- geschlossen; nicht einmal Arzt- und Apothekerkosten haben Sie den armen Invaliden für den Fall der Krankheit bewilligt.(Hört! hört! bei den Sozialdemokraten.) Und im schönsten Glänze zeigt sich Ihre Sozialreform bei der Frage der Herabsetzung des Renten- bezugsalterS von 7 0 a u f 6 S I a h r e. Es geht das Gerücht hier im Hause, daS soziale Gewissen habe dem Zentrum und den Kon- servativen geschlagen, und sie wollten in dritter Lesung dies- Her- absetzung wenigstens von 1915 ab den Arbeitern zukommen lassen. Ich habe vergebens in den Anträgen danach gesucht. Aber Herr Trimborn hat angekündigt, dast Sie den Antrag Irl wieder einbringen würden, der sogar die achtwöchige Wöchne- r i n n e n u n t e r st ü tz u n g für die Landarbeiterinnen wieder wegschaffen will.(Lebhafte Entrüstungsrufe bei den Sozial. dcmokraten.) Das ist Ihre Sozialpolitik.(Ruf bei den Sozial- Demokraten: Unerhört I) Und dann die Krone der Sozialreform: die Witwen- und Waisenversscherun». Seit Jahren geht das Zentrum mit dieser Forderung hausieren, und gerade hier tritt die Doppelzüngigkett feiner Politik am deutlichsten in die Erscheinung. Als es den oft- elbischen Agrariern den Zolltarif schuf und in seinen Arbeiter- kreisen eine Revolte auszubrechen drohte, da hat das Zentrum die Witwe«- und Waifenversicherung mit einer jährlichen Jngusficht- kiähisse Lei LeisijWSst Söst 2G0 Millionen Mark angeluftSigl un5 tn der Kommission mit unserer Hilfe durchgesetzt. Im Plenum aber zog Herr Trimborn den Antrag wieder zurück(Hört! hört! bei den Sozialdemokraten) oder schwächte ihn so ab, datz für die Witwen und Waisen nichts mehr übrig- geblieben ist.(Hört! hört! bei den Sozialdemokraten.) Sie wollten eben nur etwas haben, um die Arbeiter zu ködern (Sehr wahr! bei den Sozialdemokraten), nicht aber den besitzenden Klassen und dem Staate Verpflichtungen auferlegen. Jetzt bieten Sie dem Arbeiter in der Witwen- und Waisenversicherung ein Werk, datz geradezu ein Hohn ist. Die Hälfte aller Witwen scheiden Sie von vornherein mit einem einzigen Federstrich aus, nämlich die Witwen derjenigen Männer, die nicht gegen Invalidität versichert sind. Dann gibt man die Witwenversicherung nur denjenigen Witwen, die invalid im Sinne des Gesetzes sind.(Hört! hörtl bei den Sozialdemokraten.) Sie haben von Molkenbuhr gehört, datz als nichtinvalid eine Frau angesehen worden ist, die an beiden Fühen gelähmt war, die nur noch mit den Händen sich vom Herd zum Webstuhl bewegen konnte.(Hörtl hört! bei den Sozial- demokraten.) Tann nimmt man den Frauen, die bisber bei der Heirat ihre Beiträge zurückerstattet erhielten, noch diese Bei- tragser stattung(Hört! hört! bei den Sozialdemokraten), während man gleichzeitig für die Witwen- und Waisenversicherung, damit die Junker gar nichts dafür zu zahlen brauchen, der In- dustrie größere Lasten auferlegt als der Landwirtschaft; denn die Beiträge werden in der Industrie um zirka 33h P r o z., in der Landwirtschaft nur um 14 bis 20 Proz. erhöht.(Hört! hört! bei den Sozialdemokraten.) Also sogar dieses Gesetz, das den Aermsten der Armen Vor- teile bringen soll, benutzen Sie, um den Junkern eine Liebesgabe zuzuwenden.(Sehr gut! bei den Sozialdemokraten.) Und das macht das Zentrum, die Partei der Arbeiterfreundlichkeit, mit, und dafür tritt ein Arbeitervertreter des Zentrums hier ein(Pfui! bei den Sozialdemokraten.� Es ist ein purer Schwindel (Sehr richtig? bei den Sozialdemokraten), wenn man in den Ar- beiterkreisen die Ausfassung hervorrufen will, datz ihnen unmittel- bar nach dem Zustandekommen des Gesetzes eine ausgiebige Witwen- und Waisenrente werde zuteil werden. Artikel 59 des Einführungsgesetzes bestimmt, datz erst nach 10, 20, viel- leicht erst nach 30 Jahren die Witwen- und Waisenversicherung zur vollen Geltung kommt. Jetzt geben Sie von 1912 ab den Witwen 50 M., dem Kinde 25 M., d. h. 7 Pfennig pro Tag. eventuell 14 Pf.'(Hörtl hörtl bei den Sozialdemokraten.) Von 100 Witwen in Deutschland sind nur 7 invalid, und auf diese 100 Witwen treffen 133 Kinder. Die 7 Witwen bekommen zu- sammen 350 M., die 133 Kinder 25 M.. gleich 3325 M., zusammen also 3675 M. Wenn Sie sich vergegenwärtigen, datz die Rück- erstattung der Beiträge, die das jetzige Gesetz den Witwen gewähr- leistet und die Sie ihnen nunmehr genommen haben, nach denselben Grundsätzen gerechnet, im Jahre 1912 pro Witwe 110 M. jährlich ausmacht, dann haben Sie die seltsame soziale Wunder- Wirkung, dast Sie den 100 Witwen im Jahre 1012 11000 M. nehmen und dafür S«7l» M. geben. (Hörtl hört! und Pfuil-Rufe bei den Sozialdemokraten.)) DaS nennt man Witwen- und Waisenversicherung. Die Unternehmer haben eine Regelung deS Verfahren? bei der Regierung und den Parteien durchgesetzt, das die alten Mitzbräuche aufrecht erhält. Wie die Regierung lieber daS Arbeitskammergesetz scheitern lätzt, ehe sie die Arboitersekretäre zur Vertretung der Arbeiterwünsche zuläßt, so ging auch ihr Be- streben mit Hilfe der Zentrumspartei bei diesem Verfahren dahin, durchgängig Arbeitersekretäre und GewerkschastSbeamte von der Mitwirkung bei der Untersuchung und bei der Verhandlung im Reichsversicherungsamt entweder direkt auszuschließen, oder ihre Zulassung in das Belieben eincS Beamten zu stellen.(Hört! hörtl bei den Sozialdemokraten.) Dagegen ist den Berussgenossenschosten und ihren Beamten ausschlaggebende Einwirkung gewährleistet. Wenn wir daher jetzt zum Schluß vor der Frage stehen, ob wir diesem Gesetz unsere Zustimmung geben können, so werden die deutschen Arbeiter und sogar Sie verstehen, datz, wenn nicht tn dritter Lesung wesentliche Verbesserungen in das Gesetz hinein- kommen, wir gegen dieses Gesetz stimmen werden. (Sehr richtig! bei den Sozialdemokraten), im Interesse der deutschen Arbeiterklasse und in Wahrung unserer politischen Ehre!(Sehr gut! bei den Sozialdemokraten.) Sie haben immer und immer wieder erklärt: das soll ein Ausnahmegesetz gegen die Sozialdemokratie sein. Sie können unS nicht die politische Ehr- losigkeit zutrauen, für ein Gesetz zu stimmen, das Sie ausdrücklich zu einem Ausnahmegesetz gegen uns gestaltet haben. Wir sind keine christlichen Arbeitervertreter, wir sind sozialdemokratische Arbeitervertreter.(Leb- hafter Beifall bei den Sozialdemokraten.) Mit Rücksicht auf die Wahlen haben Sie da? Gesetz hier durchgezwungen; mit Rücksicht aus die Wahlen haben Sie Ihre Schweigetaktik, Ihren Guillotineblock der Abstimmung geschaffen. Ich gehöre in der Politik nicht zu den Allzuglänzend- sehern, ich bin ein Skeptiker. Aber daß der nächste Reichstag so gestaltet wird, daß für dieses Gesetz keine Mehrheit mehr wäre, dafür lege ich meine» Kopf auf den Block.(Sehr richtig! bei den Sozialdemokraten.) Und ich sage: jedes künftige Gesetz von jedem künftigen Reichstag würde für die Herren Junker mehr Lasten bringen.(Sehr richtig! bei den Sozialdemokraten.) Datz die Junker so wenig Lasten in diesem Gesetz tragen müssen, daS haben die deutsihen Arbeiter dem Zentrum zu dauken.(Sehr richtig! bei den Sozialdemokraten.) Kommt dieses Gesetz in dritter Lesung zustande, so können wir Ihnen heute schon erklären, daß wir sofort alle unsere Kräfte aufbieten werden, um eine Abänderung dirseS Gesetzes herbei- zuführen. Keine politischen oder parlamentarischen Rücksichten werden unS davon abhalten, wenn wir stark genug sind, diese Acnde- rung durchzusetzen. Mit Ihnen aber werde» wir dann noch weiter bei den Wahlen abrechnen!(Lebhafter Beifall bei den Sozialdemo- kraten.) Abg. Horn-Reutz(Natt.): Wir haben bei der zweiten Lesung mit Reden und Anträgen zurückgehalten, um das Zustandekommen dcS großen Werkes nicht zu gefährden. Dem festen Zusam- m e n h a l t e n der Parteien, die von vornherein entschlossen waren, positive Arbeit zu leisten, ist eS zu danken, daß das große Gesetz- gebungSwerk— das größte, daS den Reichstag beschäftigt hat seit dem Bürgerlichen Gesetzbuch— soweit gefördert ist, daß wir jetzt seine dritte Lesung vornehmen können.(Bravo! bei der Mehrheit.) Auch wir baben manche Wünsche zurückgestellt. Es aalt eine m i t t- lere Linie zu finden zwischen den widerstreitenden Interessen. Auf die Leistungsfähigkeit der Industrie, der Landwirtschaft und nicht zum mindesten der Versicherten selbst mußte Rückstrht ac- nommen werden. Die Sozialdemokraten freilich machten«S sich bequem. Sie forderten einfach und bekümmerten sich nicht um die Deckung.� Die Annahme der Anträge der äußersten Linken würde eine jährliche Mehrbelastung von zwei Milliarden bcidcutea. (Lautes Hört! hört! bei den Sozialdemokraten.) Das hieße Per- nichtung der Konkurrenzfähigkeit der den stschen Industrie.(Sehr wahr! bei der Mehrheit.) Wir hält:n gern mehr für die Säuglingsfürsorge getan; aber die rauhe Wirk- lichkeit zieht unseren Wünschen enge Grenzen.(ReickKkanzler P c t h m a n n H o i j g? e g erscheint igt Eagle.) Gewiß jind dj». Satze der Hinierbliebeiteitssersicherüng zunächsk? e ch k ntidtfg? aber Dr. Mugdan übertreibt, wenn er von einer Irreführung des deutschen Volkes spricht. Die Herabsetzung der Alters- grenze ist am Widerspruch der Verbündeten Regierungen ge- scheitert. Es ist jedoch ein Antrag in Vorbereitung, der eine Herabsetzung der Altersgrenze auf 65 Jahre von 1915 ab vorsieht.(Hörtl hört!)— Man wirft uns vor, daß wir die Selb st Verwaltung der Ortskranken- lassen vernichtet haben. Nichts kann falscher sein. Jrtdem wir der unumschränkten Herrschaft deS einen Teils ein Ende machen, stellen wir erst die Selbstverwaltung der Ortskrankenkassen auf eine sichere Grundlage.(Heiterkeit bei den Sozialdemokraten.) Die Be- stimmungen über die Landkrankenkassen sotten etn Ausnahmegesetz gegen die Landarbeiter vorstellen. Aber es ist doch eine Beteiligung der Arbeiter und Arbeitgeber an der Verwaltung der Landkrankenkassen vorgesehen. Daß die Wahlen nicht von den Be- teiligtqn selber vorgenommen werden, sondern von den Vertretungskörperschaften der Kommunalverbände, liegt in den besonderen Verhältnisse» des platten Landes begründet; ebenso die Erhaltung auch der kleinen ländlichen BetricbSkassen. Daß unter Voraussetzung gleichwertiger Leistungen landwirtschaftliche Arbeit- geber von der Pflicht befreit werden, ihre Arbeiter zu versichern, liegt gerade im Interesse der kleinen und mittleren Besitzer und ist also das gerade Gegenteil einer Begünstigung des großen Grundbesitzes. Entsprechende Be- stimmungen sind mit Recht in bezug aus die st ä d t i s ch e n Dien st boten getroffen worden.— Beim Rentenverfahrcn haben wir besonderen Wert auf ein gutes Vorverfahren und aus das Verfahren bei der unteren Instanz gelegt. Das ist wichtiger als daS Verfahren bei der Rekursinstanz, bei der ja doch der Ver- sicherte nur in Ausnahmefällen persönlich erscheint.— Vermutlich wird in dritter Lesung die Erhöhung der Höchstgrenze für die Krankenversicherung von 2000 auf 2500 M. erreicht werden. (Bravol)— Die Kinderzuschußrenten für Invaliden- rentner bedeuten einen gewaltigen Fortschritt.— Alle? in allem genommen, bringt die Reichsversicherungsordnung so große Fort- schritte, daß wir gern den Sozialdemokraten die Verantworturz überlassen, solche Vorteile für die Arbeiterklasse abzulehnen. Wir freuen unS, daß auch die Mehrheit der Fortschrittspartei für daS Gesetz stimmen wird.— Möge das große Werk dem deutschen Volk reichen Segen bringen!(Lebhaftes Bravol bei der Mehrheit.) Staatssekretär Dr. Delbrück: Der Kampf um die Reichsver- sicherungsordnung naht seinem Ende, und wenn nicht alle Zeichen trügen, wird dieser viel umstrittene Entwurf in Kürze im wesent- lichen in der Form verabschiedet werden, die ihm die Kommission gegeben hat. Die Reden, die hier noch gewechselt werden, sind bei aller Heftigkeit des Kampfes doch nur Rückzugsgefechte,. die aus das SchlußcrgebniS keinen Einfluß haben werden. Das zwischen den Mehrheitspartcien und den Berbündeteiu�tegierungen geschlossene Kompromiß hat bis heute ausgehalten rM> wird standfest bleiben bis zur Verabschiedung des Gesetzes.(Lachen links. Zustimmung rechts.) Die Führer der Parteien blasen zur Kritik, sie wollen Ab» rechnung halten vor dem Lande über das, was sie geleistet haben und was sie sich als Gewinn gutschreiben. Im Namen der Ver- kündeten Regierungen will auch ich mich an dieser Ab rech- nung beteiligen, ohne auf die Einzelheiten einzugehen. Ich würde aber nicht ehrlich sein, wollte ich ein lautes Loblied an- stimmen über das, was durch die Verhandlungen aus der Vorlage geworden ist. Ich mache kein Hehl daraus, datz der Entwurf durch die Arbeiten des Reichstages manche Aenderung erfahren hat, die i ch nicht gewünscht hätte. Die in der Praxis so notwendige leichte Anwenidbarlleit ist vielfach durchlöchert, die Richtlinien vielfach verschoben worden. Ich habe mich, als ich gestern vom Abg. S ch u l tz die Warnung hörte, daß die Verb.ündeten Regierungen ihre Würde nichp durch übermäßige Konzessionen an den Reichstag beeinträchtigen mögen, gefragt, ob dieser Vorwurf auch auf die Reichsversicherungsordnunj) zutreffe. Ich bin dabei zu dem Ergebnis gekommen, datz dieier Vorwurf hier nicht zutrifft. Es liegt in der Natur aller konstitutionellen Staatswesen, dätz ihre Gesetzgebung eine Kette von Kompromissen zwischen oer Regierung und den Parlamenten darstellt. Dieser Mangel haftet allen Gesetzen an. die wir hier verabschieden. Dieser unerfreuliche Charakter deS Kompromisses wird verstärkt, wenn in den Parlamenten wie bei uns eine große Anzahl von Parteien sitzt, deren keine die Möglichkeit hat, rhren Willen durchzusetzen, so daß die Regierung genötigt ist, nicht nur für ihre eigene Sache zu kämpfen, sondern auch noch den ehrlichen Makler zwischen den Parteien zu spielen, ein Geschäft, wofür sie in der Regel keine Provision bekommt, sondern meist noch zuzahlen muß. Uns ist der Vorwurf gemacht worden, daß wir garnicht versucht hätten, zu einer wirklichen Vereinheitlichung unserer gesamten sozialpolitischen Gesetzgebung zu gelangen. Wenn der Gang der Ver- Handlungen im Laufe des letzte» Jahres eins bewiesen hat, sa zweifellos daS, daß die Verbündeten Regierungen recht hatten, wenn sie diesem Wunsch auf eine wirkliche Vereinheitlichung nicht ent- sprachen haben. Dieser Versuch würde gescheitert sein auZ inneren und aus äußeren Gründen. Tie drei Zweige der Ver- sicherung haben sich in ihrer Art eingelebt und zn einer nnbestritte. neu Leistungsfähigkeit und Blüte entwickelt. Wer sie sind auf- gebaut, sowohl in bezug aus die Organisation, wie in bezug aus die Bcitragspflicht, auf ganz verschiedenen Grundlagen. Die Kronkenversicherung: ist aufgebaut aus beruflich- terri« wrioler Grundlage, die Beitragspflicht ist nach historischen Mustern auf Arbeitgeber und Arbeitnehmer gelegt. Die Unfall ver- si che rung ist im Anschluß an die bestehenden gesetzlichen Be- stimmungen über die Hastpflicht, nicht auf territorialer, sondern auf rein beruflicher Grundlage und aus einer Bcitragspflicht der Unternehmer allein aufgebaut. Die Jnvstlidenversiche» rung ist aufgebaut auf territorialer Grundlage mit.Beitrags- Pflicht des NelchS, der Arbeitgeber und der Arbeitnehmer. Diese so verschiedenartig organisierten Institutionen haben sich eingelebt, sie haben Vermögen erworben, sie haben eine gewisse VertvaltungS- prozäs geschaffen. So etwas läßt sich nicht zerstören. Alle drei Einrichtungen haben zu gut funktioniert, als daß man mit Erfolg hätte versuchen können, die Axt an ihre Wurzeln zu legen und etwas völlig Neues zu schaffen. Deswegen war es richtigen:, wenn di« Verbündeten Negierungen don vornherein be- strebt waren, nur zu einer Vereinheitlichung in bezug auf die Ge- meinsamkeit gewisser Einrichtungen und Otrganisationcn zu kommen. Hier sind Sie im wesentlichen unseren Wünschen gefolgt. Wenn ich" mir auch an den Organisationen dieses und jenes anders wünschen könnte, das eine bleibt bestehen: Wir baben für alle Zweige unserer sozialpolitischen Gcsctzgclmng dieselben Bebörden bei der Besetzung aller Instanzen unter Mitwirkung von Arbeit- gebern und Arbeitnehmern. Wir haben ferner ber den Orgam- sationsänderungen, wie wir gewünscht haben, die absolut not- wendige Entlastung des RchchSversicherungsamtes zu erreichen versucht. Tie sind andere Wege' gegangen, als wir Ihnen vor« geschlagen haben. Einfacher ist bie Sache nicht geworden, im Gegen- teil, sie ist reichlich kompliziert geworden, aber der Gesamterfolg wird doch das bringen, waß wir wünschen, und wir haben unter diesen Umständen keinen Anlaß gehabt, den von Ihnen gemachten. von den unserrgen etwas abweichenden Vorschlägen zu widerstreben. Im Gegenteil, wir sind daulbar, daß wir dieses Ziel erreicht haben. Wenn dann durch die Reden der Herren von der Linken heute und gestern noch immer wieder der Vorwurf durckgeklungen ist. daß wir die Hand geboten hätten zu einer Entrechtung der Arbeiter in den Kranienkassen, so will ich auf das. was ich hierüber neulich Ichon gesagt habe, nicht wieder eingehen. Ich habe die Uebcr- zeugung, daß es sich hier nicht um eine Entrechtung, sondern um eine gerechte Verteilung der Rechte bei der Vcrwal- tung der Krankenkassen handelt.(Sehr richtig! rechts.) Ich habe �efr3i es sich nicht um eine Beschränkung der «elvstverwultung handelt, und ich habe vor allen Dingen die lieber- zeugung, daß, je mehr es txnS gelingt, die Verwaltung der Kranken» kasjen zu neutraltfteren, wie, ich glaube, der Abgeordnete � r> m b 0 r ll«liunal geiKgt hat, liw so uiehr,die Wege Ifcf-i werden für die Ctiltv'lckekuktg, die Made?ön Mrer Th oll- Waldenburg, Garbe-Halle, Krau se-Lügau, Leim peters-Saarbrücken, I o ch m a n n- Oberhausen, L i e p m a n n- Langendreer, Kartenberg- Gelsenkirchen, P l ä tz m a n n- Wellinghofen. Dann referierte Verbandssekretär Witt-Bochum über deq Dresdener Gewerkschaftskongreß. Die Generalversammlung nahm sein Referat beifällig auf ufl? wählte 28 Delegierte nach Dxesden. Bei der Vorstandswahl wurde zunächst einstimmig be- schlössen, datz der alte Ludwig Schröder unter Fortbeziehung seines Gehalts dem Vorstand in Zukunft als Ehrenmitglied ange- hören soll. Der Beschlutz wurde mit lebhaftem Beifall entgegen- genommen. In der Zusammensetzung des Hauptvorstandes wurden durch das freiwillige Ausscheiden des zweiten Kassierers Schrei- t e r verschiedene Verschiebungen vorgenommen. In geheimer Wahl wurden gewählt: Sachse, 1. Vorsitzender, H u s e m a nn, 2. Vor- sitzender, Horn, Kassierer, Waldhicker, Kontrolleur, Witt, Löffler, Schmidt, Sekretäre. Sämtliche Genossen sind aus Bochum.-- Ms Beisitzer wurden gewählt: JungeSblut- Eving, Fischer-Laer, Ehrst n g» Mühlheim, B i d e n- Gladbeck, K l a r e- Altenessen, W eber-Bochum, Rauschenberg- Wattenscheid, Brinkmann- Hörde. Als Kontrolleure: Mundsbeck- Oespel, Becker« Essen, Kauermann- Langendreer, Linke- Dorstfeld, G e r i tz- mann- Gelsenkirchen, G e r l a ch< Oberhausen, Plätzmann- Als Redakteure: Hue-Essen, Wagnep und Adameks Bochum. Bei der Beschlutzfassung über die allgemeinen Anträge wurde bestimmt, datz nur solche Mitglieder als' Delegierte zur General- Versammlung gewählt werden können, die mindestens 2 Jahre dem Verbände angehören; das gleiche gilt auch für die Mitglieder des Aktionsausschusses.— Eine längere'Debatte entspann sich noch über zwei Beschwerden der Kameraden We i tz und S ch o l t i s e k. Die Generalversammlung entschied, datz der früher ausgeschlossene Kamerad Weiß wieder in den Verband eintreten kann, jedoch ohne datz seine alten Rechte anerkannt werden. Weiter sprach sie aus, daß die Kündigung des Bezirksleiters Scho lti se k- Ober- schlesien durch den Vorstand zü Recht erfolgt sei. Damit waren die Arbeiten der Generalversammlung erledigt. Sachse ließ sie in einem begeisternden Schlußwort Revue passieren. Er hob die Sachlichkeit der Verhandlungen hervor und den günstigen Eindruck, den sie auch in anderer Beziehung vor lden Versammlungen früherer Zeiten machten. Während-in früheren Zeiten vor einem grossen Teile der Delegierten das Schnapsglas stand, ist dies nicht bei einem einzigen mehr zu verzeichnen; ein Beweis, dass die Arbeiterbewegung ein Kultnrfaktor in jedweder Beziehuug ist. Sachses Rede klang ans in einem dreifachen Hoch auf den Verband. Stehend sangen die Delegierten das inter» nationale Knappenlied ihres Dichters Heinrich Kämpchen. Die nächste Generalversammlung findet über zwei Jahre in Hannover statt. kislien wir uns selbst überboten, um Ihrem Verlangen nach wirklich moderner schicker solider Kleidung jeglicher Art für Damen und Kinder zu durchweg ungewohnt billigen Preisen zu genügen, v-uipji niih'ji Iffr- _ insnmjS CÄfHoi« ,VS Poiret-Mantel 12,75 Kinder-Kleidchen Batist-tvicid 3.50 16.00 Eoni�- Strasse 33 Sonntag, den 28. Mai, ist unser Geschäft bis 6 Uhr geöffnet am Alezander-Platz (Steljc Wochen-Spielplan.) Freie Boltöbühne: Sonntag, den 28. Mai, nachmittags Z Uhr. Thalia- Theater. 7./8. Abteilung (Gruppe 31—35): Moral. 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Dienstag, abends 8 Uhr: Der Tranm ein Lieben. Schiller-Thealer"Ci18" Sonntag, nachmittags 3 Uhr: ILapleiiNtreleii. Sonntag, abends 8 Uhr: IIn«nren lieber. Montag, abends 8 Uhr: König Heinrich. Dienstag, abends 8 Uhr: Revolutionshochzclt. Neues Theater. Täglich: Hein MM Herr. _ Anfang 8 Uhr._ Berliner Theater. Abends 8 Uhr: Bmniiielatiidcnten. Morgen: Ikesier lies b estens. Abends 8 Uhr: Die lustige» Nibelungen. Sonnt. 3'/, Uhr: Ein Walzeriraum. hyrieh-WIhölmstäUtischös Schauspielhaus. Sonntag, den 28. Mai, 8 Uhr: Kaseriieiilnft. Montag: Kasernenlust. Dienstag 7'/, Uhr: Opernvorslellg. Mittw., Donnerstag: Kasernenlust. Lustspiefhaus, Nachm. 3 Uhr: Der Herr Senator. 8 u'hr: Meyers. Luisen-Theater. Nachm. 3 Uhr: Letzte Aufführung: Alts erster Ehe. Abends 8 Uhr und Montag 8 Uhr: Letzte Aufführungen: Ohne Mntter. Ab 1. Juni täglich 3 Uhr: Neue Heimat._ i0SE=THEATE 132. Grogr Frankjurlel Str NachinittagS 3 Uhr: gut naoi, sto« Vortl. Ab. 8llbr: Her teemöo vlioll. 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Zunächst brachte der Gesangverein der Hutmacher ein slunmungsvolles Lied zu Gehör, darauf eröffnete der Vorsitzende Sinn die Tagung. In warmen Worten der Anerkennung gedachte Redner der der- storbcnen Vorsitzenden des Verbandes, der Genossin Ihrer. Er schilderte, wie es der rastlosen Tätigkeit der Genossin Ihrer im Mai vor 19 Jahren gelang, die Blumen- und Blätterarbeiter in einer Organisation zu sammeln und sie widerstandsfähiger bei der Erkämpfung besserer Lohn- und Arbeitsbedingungen zu machen. Im weiteren gedenkt er des Kollegen I r r g a n g, der als Kassierer des Verbandes auch schon seit 10 Jahren tätig ist, aber durch ein sechsmonatliches Krankenlager verhindert ist, an der Tagung teil- zunehmen. Anwesend sind 19 Delegierte, die die Zahlstelle Berlin, Dresden, Leipzig, Neustadt und Sebnitz mit insgesamt 922 Mitgliedern der- treten. Der Vorstand ist durch 6 Mitglieder, die Generalkommission durch K u b e und der Verband der Hutmacher durch M e t s ch k e vertreten. Am Frcitagmorgen wurde in die eigentlichen Verhandlungen eingetreten und gab Sinn als Vorsitzender den Rechenschaftsbericht. Der Wunsch der letzten Generalversammlung, dah die Mitglieder- zahl der Arbeiterinnen die der Männer in Zukunft überragen würde, hat sich insoweit erfüllt, als im 1. Quartal 1911 47 weib- liche Mitglieder mehr gezählt wurden; dies sei um so erfreulicher, als die Branche vollständig mit Arbeiterinnen durchsetzt sei. Auch in den Heimarbcitsgcbieten ist die Agitation recht erfolgreich ge- Wesen, so daß eigentlich die Mitgliedcrzahl viel höher sein mühte, als wie sie ist, denn im Jahre 199L wurden insgesamt 299, 1999 da- gegen 279 und 1919 gar 799 Aufnahmen gemacht. Aber wo sind sie hin? Die Fluktuation ist eben zu groß. In Breslau haben unter Leitung der verstorbenen Genossin Ihrer Werkstubensitzungen stattgefunden, ebenfalls in München, doch ist es nicht gelungen, dauernde Verbindungen in diesen Orten zu bekommen. In Breslau herrsche eine rückständige Arbeitsmethode, es fehle dort die Massen- Produktion. Es werden dort meistens nur bessere Muster gearbeitet, die auch besser bezahlt werden, und aus diesem Grunde hält es dort schwer, festen Fuß unter den Blumenarbeitern zu fassen.— Die Grenzstreitigkeiten mit dem Fabrikarbeitervcrband zeitigten eine ge- mcinsame Vorstandssitzung, in der der Vorsitzende Brey ausführte, daß keine Zahlstelle des Fabrikarbeiterverbandes berechtigt sei, Alumenarbeiter als Mitglieder zu führen. Lohnbewegungen hatte der Verband insgesamt 39, die meistens ohne Arbeitseinstellung erledigt wurden. Die internationalen Be- ziehungcn sind gepflegt, doch sind in Frankreich keine großen Er- folge erzielt, mehr aber in Oesterreich. Dort ist die Sache so weit gediehen, daß der„Blumenarbciter" die böhmischen Versammlungs- berichte aufnimmt und in 69 Exemplaren von den dortigen Kollegen bezogen wird. Die Kassengcbarung des Verbandes stellt sich wie folgt: Die ge- samte Einnahme betrug vom 1. April 1998 bis 31. Dezember 1919 einschließlich des Kassenbestandes vom 31. März 1998 insgesamt L4W3,S2 M., dem steht eine Ausgabe von 16 219,29 M. gegenüber; danach betrug der Ueberschutz am 31. Dezember 1919 8714,23 M. Von den Ausgaben seien folgende Hauptposten genannt: Für Krankenunterstützung......... M. 2923,99 An Streikunterstützung........... 3075,39 An Gemaßregeltenunterstützung........ 362,60 An Agitation............... 997,95 Für den.Blumenarbeiter'.......... 1691,06 Für Zeitschriften und Broschüren........ 337, CJ Für den Besuch der Gewerkschaftsschule..... 332,— An Verwaltungskosten, persönl. u. sächl., insgesamt» 1289,19 Prozente an die Ortsverwaltungen....... 3944,42 Die Debatte über den Geschäftsbericht wird von W e i cho l d- Sebnitz eröffnet. Zunächst will er wissen, ob die einzelnen Zahlstellen berechtigt sind, Zeitungen lokalen Cha- rakters herauszugeben, wie dies in Dresden geschehen ist. Er be- tcnt, glücklicherweise fei das Blättchen, das nach seiner Meinung ziemlich wertlos gewesen sei, eingegangen. Um aber Wieder- holungen zu vermeiden, bringe er die Sache zur Sprache. Zur Frage der Grenzstreitigkeiten übergehend, schildert er, wie in Sebnitz auch solche mit den Maurern und Bauhilfsarbeitern vorkommen. Diese Arbeiter seien während der Wintcrmonate sehr stark in der Blumenindustrie beschäftigt, um die Organisation der Blumen- arbeiter aber kümmerten sie sich durchaus nicht. Die Erhebung eines Lokalzuschlages von 10 Pf. zugunsten der Blumenarbeiter sei früher einmal Brauch gewesen, aber wieder abgeschafft, weil die be- treffenden Auch-Kollegen sich des öfteren weigerten, diesen zu zahlen. Zur Agitation in Sebnitz empfiehlt er die Herausgabe von Flugblättern in tschechischer Sprache, da Sebnitz stark mit den böhmischen Grenzorten zu rechnen hat. Die Delegierten aus Dresden, Lutze, Frau Lutze und Dicke, rechtfertigen das Vorgehen betreffs der Zeitung. Sie plädieren für Freiheit der Zahlstellen, sich nötigenfalls Agitationsblätter zur Be- kanntgabe von Versammlungen usw. den Bedürfnissen gemäß zu schaffen. Weichold- und Ehlich-Sebnitz plädieren des weiteren für die Beibehaltung der„Arbeiter-Jugend"; speziell in Sebnitz brauche man die„Arbeiter-Jugend" im Kampfe gegen die christlichen Jüng- lingsvereine. Auf Antrag des Revisors Scheuing-Berlin wird dem Vorstand einstimmig Decharge erteilt. Beschlüsse zu diesem Punkte werden folgende gefaßt: Der Vorstand soll auch ferner das Recht haben, die Gewerk- schaftsschule zu beschicken. Die„Arbeiter-Jugend" soll den Zahl- stellen auf Kosten des Vorstandes geliefert werden. Die persön- lichen Kosten, die durch die Agitation in den Heimarbeitsgebieten erwachsen, sollen in Zukunft vom Hauptvorstand getragen werden. Zur Berschmelzungsfrage mit dem Verband der Hutmacher machte der Vorsitzende Sinn kurze Ausführungen über die Wege, die bisher zur Verwirklichung des Projektes eingeschlagen worden sind. Weichold- Sebnitz legt klar, welche Motive für die Seb- nitzer zunächst maßgebend für die Verschmelzung sind. Es liegt ihnen vor allem daran, sich mit einem größeren Verbände zu ver- einen, um dadurch ihre Interessen wirksamer vertreten zu können. Von einem Teil der dortigen Kollegen werde der Anschluß an den Fabrikarbeiterverband als am praktischsten angesehen. Er persön- lich, wie der Vorstand überhaupt, seien jedoch für Anschluß an den Hutmacherverband; er warne jedoch vor Uebereilung in dieser Frage. Lutze-Dresden will dagegen die Verschmelzungsftage mög- lichst schnell gefördert sehen. M e t s ch k e, Vertreter der Hutmacher, betont, daß die Eni- Wickelung in der Hut- und Blumenbranche die Grenzen der Orga- nisation verwische und daher eine Verschmelzung für beide Organi« sationen praktisch und vorteilhaft sei. Seine weiteren Aus» führungcn begründen nachstehende Verschmelzungsbedingungen: 1. Der Verband der Blumenarbeiter tritt mit allen Aktiven und Passiven zum Hutmacherverband über. 2. Die zur Unterstützung berechtigten Mitglieder des Blumen» arbeiterverbandes erhalten im Verband der Hutmacher die Unterstützung der Beitragsklasse, zu welcher fie_ Beiträge zahlen. Bereits bezogene Unterstützungen werden in Anrech- nung gebracht. 3. Die zurzeit des Uebertritts zur Unterstützung berechtigten Mit- glieder des Blumenarbeiterverbandes können Unterstützung beziehen, nachdem sie die an den Karenzbeiträgen des Hut- machervcrbandes noch fehlenden Beiträge entrichtet haben. Dasselbe gilt auch für ausgesteuerte Mitglieder des Blumen- arbeiterverbandes. 4. Die Mitglieder der Zahlstellen des Blumenarbeiterverbandes treten mit eventueller Lokalkasse zu den Zahlstellen des Hut- macherverbandes über. Den Mitgliedern des Blumenarbeiter- Verbandes resp. Berufsgenossen, die gegenwärtig und künftig in der Blumen-, Blätter- und Federbranche arbeiten, steht es nach dem Uebertritt frei, zur Behandlung reiner Branchen- angclegenheiten örtliche Sektionen zu bilden. Im übrigen gilt das Statut des Hutmacherverbandcs. 5. Wird der Anschluß perfekt, kann der Name des Verbandes einen Zusatz erhalten, der auch den Blumenarbeitern Rech- nung trägt. Dasselbe kann auch mit dem Namen des Ver- bandsorganes geschehen. 6. Für die Blumenarbeiter kann im Organ eine besondere Rubrik zur Besprechung ihrer Angelegenheiten eingerichtet werden. Nachdem noch Fräulein Knobbe-Berlin, das Vorstandsmitglied Sinn und Gen. K u b e, Vertreter der Generalkommission, zu dieser Frage gesprochen haben, wird im Prinzip die Verschmelzung mit dem Hutmacherverband einstimmig angenommen. Der Vorstand wird beaustragt, die weiteren Verhandlungen zu führen. Der nächste Verbandstag soll zu gleicher Zeit und am gleichen Ort mit der Generalversammlung der Hutmacher statt- finden und dort der Uebertritt vollzogen werden. Die Sitzung wird dann auf Sonnabend vertagt. Marktpreise vo» Berlin am 2(i. Mai 1911, nach Ermittelung des Königlichen Polizeipräsidiums. Markthallenpreise.(Kleinhandel.) 199 Kilogramm Erbsen, gelbe, zum Kochen 39,99— 59,09. Speisebobnen, weihe 30,00—60,00. Linsen 20,09—60,00. Kartoffeln 6,00— 9,00. 1 Kilogramm Rindfleisch, von der Keule 1,60— 2,40. Rindfleisch, Bauchflcifch 1,20 bis 1,70. Schweinefleisch 1,20— 1,90. Kalbfleisch 1,40—2,50. Hammelfleisch 1,40—2,20. Butter 2,20—2,80. 60 Stück Eier 2,80—4,40. 1 Kilogramm Karpfen 1,20—2,00. Aale 1,40—3,00, Zander 1.40—3,80. Hechte 1,20 bis 2,80. Barsche 0,80—2,00. Schleie 1,20—3,40. Bleie 0,80—1,60. 60 Stück Krebse 2,00—30,00._ vlitternngSübersiitn vom 27. Mai 1911. P 5 =£ Swmemve 767 N Hanibm g 766 NNO Serltn 765 NO Frantl.a.M.j 762 NO München 761 SW Wien 761 0 Wetter 3halb bd. 3woltenl 3bcdcckt 3 heiter 3 heiter 1 wolkeiil -i» 1* •Wisnai i« M£ lS-2 40§ B 2 Bf Haparanda 779 Still Petersburg 772 SO Scillh 763 NNO Aberdeen 766 O Paris 762 NO Wetter »s «--> 5» S* wi halb bd. 19 1 wollen! 17 3 wolkig i 13 1 Nebel 1 11 2wolkelll 16 «Settervrognofe für Sonntag, den S8. Mai 1911. 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Kreis: Wfiit, Memeler Str. 67. Glyfium, Landsberger Allee 40/41. Korgmanns Festsäle, Andreasstr. 21. Graumann, Naunynstr. 27. Markgrafensäle» Markgrafendamm 34. 5. Kreis: Königs säle» Neue Königstr. 26(Eing.Wadzeckstr.). 6. Kreis: Nulflmanns Theater, Schönhauser Allee 147. Gesell schaftshans, Swinemünder Str. 42. Frankes Festsäle, Badstr. 19. Pharussäle, Müllerstr. 142. Stadt-Theater, Alt-Moabit 47/49. Kock-Sranerei, Abt. II, Chausseestr. 64. Teltom-Keeskom: Adlershof, Böllsteins I�ustzarten. Eharlottenkurg, Volksdaus, Rosinenstr. 3. Köpenick, 8tatIt-Tbeater. JohannisLhal-Ultdtrschöllkweldt.kesl.�lll!äU5eriKpandan» Köpnicks Restauranl, WLÄ7 Tages-Ordnung: Kirdorf, LoppeS Veslsäle, Hermannstr. 48/49. Schönekerg- Friedenau, Neue Ralliaussäle, Meininger Str. 8. Steglitz-Südende, Birkenwaldeheu. Treptow, Sport-Restaurant, Elsenstr. 115/116. Wilmersdorf, Cesellschaftshaus, Wilhelmsaue 112 Nieder Karnim: Friedrichsfelde, Robe, Prinzen-Allee 30. Fichtenkerg,Kebr.arnbolll, Franks. 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Hauptbureau: Hos l. Amt 3, 1239._ ChartU.tra», S. Hos HL Amt 3. 1987. Mtlllig! Kollegen Achtung! der Gelbfnetall'Induftrie! Montag, den SV. Mai 1S11, abends 6 Uhr: Versammlung aller in der Gelb* u. SlelßmetaMnduftrle Berlins belcbäft.flrbeiteru.flrbeitcrinnen im großen Saale der„Neuen Welt", Hasenheide 108/114: Tag eS-Ord nung: Wie die Vereinigung der Metallwarenfabrikanten versucht, sich eine gelbe Streikbrechertruppe zu schassen. Referent: Adolf Eohen. Kollegen und Kolleginnen! In letzter Zeit haben wir eS tn verschiedenen Betrieben der Metall- ilidustrie ermöglichen können, die Lohn- und«rbeitSbedingungen ein wenig auszubessern. Trotz alledem still! in der Weibmetallindustrie immer noch die Löbne und Verdiensie niedriger als in anderen Zweigen der Metallindustrie. Anstatt daß nun die Fabritanten sich mit der Talsache abfinden, dag ein Ausgleich slattsinden mutz, suchen sie sich gegen diese Strömung zu wehren und glauben mit Schassung einer gelben Unternehmerschutztruppe(Couleur Lebiu«) einen Schutzdamm errichten zu können. Zu diesem arbeiterseindlichen Tun gilt e» Stellung zu nehmen und ist deshalb das Erscheinen aller Liollegen und Kolleginnen in der oben angezeigten Versammlung notwendig. Achwg! Elilittlisliist dUanltf)! All'i««»! Wogen der Pfingstfeiertage findet die Auszahlung der Erwerbslosenunterstützung(Kranke) wie folgt statt: für den 3. und 4. Juni am Freitag, den 2. Juni, „„ 5.„ 6.„„ Sonnabend» den 3. Juni, bis IS Uhr.— Nachmittags geschlossen. Am 3. Feiertag(6. Juni) bleibt das Bureau geschlossen. 117/17 DI«<>rt»v(!i*waltaiis:. Restaurant Bellevue, x Voltersdorfer Schleuse. Dampferstation. X Reederei Robiling n. Tismer. Herrlicher Garten. 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Neiseartikel- und Portefeuillesbranche. Donnerstag, den 1. Juni, abends 8'/» Nhr, in den„Armiahallen", Kommaiidantenstratze 58/53: Vertpauensmänne�-Sktsung. vollzähliges Erscheinen dringend notwendig,-WS 157/3 Die Brauchenlettungen. ZentralferbanrUrSehsnietle Zahlstelle Berlin. Bureau und Arbeitsnachweis: Linienstr, 73.— Telephon: Amt 177, 0714. Mittwoch, de« 34. Mai IStl. abendS 8'/, Uhr, bei Boekor. Weberstratze 17: Oeffenfliehe Versammlung der Jnttungskollegen. TageS. Ordnung: 1. Die Antwort der Arbeitgeber auf unser« Anfrage. 2, Be> schlns/fassung über die weiteren Maftnahme». 176/14' Nur Jnnungskollegen haben Zutritt.— Kollegen I Wir erwarten voll« zähligen Besuch I Erscheint in Masjen t Die OrtSverwaltnng. Kenne» Sie sie? Wenn nicht, dann besichtigen Sie die Vilienlrolonie Karow, die aussichtsreichste Garlensiedelung a, d. Siettiner Bahn. 80 Pf. Fahrt. 800—5003». Anz, genüg, Pläne gratis, J. Richer, Berlin, Gontardstr. S. WandEiiz! 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M�stlleUv Vai-ni't«: abends b>/, Uhr(gleich nach Feierabend) im Schwarze» Adler, Franlfurter Chaussee 5/S. rdosten: S>/, Uhr bei Boeker, Wcbcrstr. 17. X ordeu: 5'/, Uhr bei Obiglo, Schwedter Strohe LZ. Xordw esten, Wcddlog and Konblt: 0 Uhr bei SaczarowSkt, Ravmeftr. S. �VeiSensev: S>/, Uhr im Prälaten, Lehderstr. 122. Ulxdorf: 5'/, Uhr bei«römle, Wcichsclstr. S(Jdeal-Pagage.) Kautifickler. Üe-Zilr I: Südosten, Süden, Südwesten S Uhr bei Raave, Fichiestr. 2S. IleaQ'It 2: Osten. Kordosten, Östliche Tororte bei Zieh, Warschauer Strubs 6L Bezirk S: S Uhr bei Gliesche, Kopenhagener Str. 74. Bezirk 4:6 Uhr aci Schappa», Kolberger Str. 23. Bezirk Blzdorr: 5'/, Uhr bei Hoppe. Hermannstr. 4S. I.a6en-, �ontormöbelbrancke um 6 uhr w,.Englischen Garten», Alexanderstrahe 27a. Bortrag deS Kollegen Käuig über: Alte und neue Formen im Lohntampf. Die Hausfrau praktisch, die ganee Familie Florians Zalinpflcsc-Kastcn, Zahnpulver, Zahnbürste, Mundwasser. Preis zus. nur M. 1.—. 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Anträge. 0V" Delegiertenkarte und Mitgliedsbuch legitimiert.'MiD 84, st_______ Die Orteverwaltung. Wasserparzellen Heu! do« 200 M. an. Neu! Idyllisch gelegen, ca. 30 km östlich von Berlin. See-. Wald-, FlioB- u, Land- parzellen spottbillig. Pläne gratis. - J. Rieger, J/Äb. V 2 a o ** � B* � Ohn© Ansahlnng! 2 T Heppen-, X>amenahpci g wtz Spezlal-Uhrcn-Welthaus. 5* pj Geschäft 25 Jahre. Trauring«. | � D Hapfmann B«*«cken- RJarlmaun str.18. Reparaturen ipottbillig. ° G Vorzeiger dieses 6 Proz. Rab Tcrlelh-Institut: Friedrichst.l 18/1,0 DraDg -Jor. Äieg. Frack, Gehrock L&OHosel.OO, Weste öOPs. Herren Qarderobö liefen nach Mab auf rellllzhlung »-» if) an monatlich, Anzahlung bis zur Liesemng, sehr dillige Preise, Anzüge von 55 M. an, Paletot von 48 IB. an, feinste tadellos« LuSsührung. J. Tomporowski, Schneidermeister, Lindenslrabe HO. Amt IV 6293.— Auch englische Damenkostüme und Paletot», wer Stoss hat. billigste»assapreise.' vor jeder Nachahmung der echte» StecWeiHimMMi ns Beigans h Ct. 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Weiter wird eine Reso- lution der Kommission angenommen, wodurch die Re« gierung ersucht wird, sobald sich die Ausbildungsmethode der Taubstummblinden im allgemeinen bewährt hat, auch für diese die Verpflichtung zum Schulbesuch in ähnlicher Weise festzu- setzen, und ebenso eine weitere Resolution auf Erhöhung der Staatsdotationen an Provinzialverbände auf dem Gebiete der Fürsorge für Irre, Idioten, Epileptiker, Taubstumme, Blinde und Sieche. Hierauf wird das Gesetz auch in dritter Lesung erledigt und in der Gesamtabstimmung einstimmig angenommen. Ein Gesetz über den Erwerb von Fischereiberechti» gungen durch den Staat wird in zweiter und dritter Lesung angenommen. � : Es folgen Petitionen. Eine Petition des Preußischen LandeSvereinS für Frauenstimmrecht in Berlin verlangt Einführung des allgemeinen, gleichen, geheimen und direkte« Wahl- rechts für beide Geschlechter. v Die Kommission(Berichterstatter Abg. Gronowski(Z.) beantragt Uebergang zur Tagesordnung. Ein Antrag Hirsch(Soz.) wünscht Ueberweisung der Petition zur Berücksichtigung, ein Antrag Roseaov(Vp.) Ueberweisung als Material. Abg. Leinert(Soz.)t Es' ist sehr eigenartig, daß die Kommission diese Petition materiell gar nicht behandelt hat. Das entspricht durchaus nicht der Bedeutung der Sache.(Sehr wahr! b. d. Soz.) In verschiedenen Staaten besteht das Frauenwahlrecht, z. B. in Amerika, in Dänemark, in Norwegen für die Gemeinden. Angesichts der Tatsache, daß in Preußen jetzt fast ein Drittel der Erwerbs- tätigen Frauen sind, über b Millionen, bewundere ich den Mut der Kommission über diese Forderung des Frauenstimmrechts einfach zur Tagesordnung überzugehen.(Sehr wahr! b. d. Soz.) Das beweist die Wertschätzung, die die Mehrheit dieses Hauses für die Frauen hat.(Unruhe rechts. Sehr richtig! b. d. Soz.) In dem verjunkerten Preußen haben die Frauen sich ja erst ganz allmählich politische Rechte erkämpfe« müsse«. Itoch 1902 sagte der Minister des Innern von Hammerstein:„ES sähe traurig aus um unseren preußischen Staat, wenn die leichte Erregbarkeit der Frauen gerade in öffentlichen Versammlungen das Volk bewegen sollte."(HörtI hört! b. d. Soz.) Der rückständige Standpunkt, daß die Frau sich nicht mit Politik beschästigen darf, ist ja auch noch in der bekannten Kaiserrede zrgn Ausdruck gekommen, die dann im Reichstag von fast allen Parteien zurückgewiesen wurde. Ich würde mich ja nicht wundern, wenn die Mehrheit dieses Hauses beantragen würde, die Frauen überhaupt für immer vom Wahl- recht. auszuschließen.(Sehr richtigl rechts.) Nun, Sie werden gezwungen sein, einmal zum Frauenwahlrecht zu greifen, i. wenn Ihnen das Wasser bis an die Kehde reicht, wenn die Mehrheit der Männer sozialdemokratisch wählt, aber dann wird es Ihnen nichts mehr nützen.(Sehr wahr! b. d. Soz.) In dem sehr wenig ausführlichen Bericht des Herrn Gronowski wird gesagt, daß bei der Beratung der letzten Wahlrechtsvorlage der Beweis erbracht sei, daß die Mehrheit dieses Hauses gegen die Einführung des allgemeinen, gleichen, direkten und geheimen Wahl- rechts ist. Es ist da die Rede von„der" Wahlrechtsvorlage, nicht „einer" Wahlrechtsvorlage. Soll das etwa heißen, daß damit die Sache überhaupt erledigt ist, daß eine neue Vorlage nicht zu erwarten sei und daß deshalb Uebergang zur Tagesordnung über diese Petition beschlossen sei. Auf jeden Fall setzen Sie sich mit einem solchen Beschluß in Widerspruch mit der Bevölke- rung.(Sehr wahr! b. d. Soz.) Es gibt ja kein Parlament ntit Ausnahme der russischen Duma, das sich in so krassem Gegensatz zu den Anschauungen der Mehrheit der Bevölkerung be. tätigt, wie das preußische Abgeordnetenhaus.(Sehr wahr! b. d. Soz.) Ueber 57 Prozent der Wähler, die des Zentrums, das sich vor den Wahlen auch für das allgemeine Wahlrecht ausge- sprachen hat, eingeschlossen, sind für das allgemeine Wahlrecht. Die jetzige Zusammensetzung des Parlaments ist also eine direkte Fälschung de? Volkswillen». (Sehr wahr! b. d. Soz.) Uebrigens wäre das geheime und' direkte Wahlrecht bei der letzten Wahlrechtsvorlage angenommen worden, wenn nicht das Zentrum elenden Verrat« eübt hätte. Dazu kommt, daß sich inzwischen die politischen Verhältnisse ver» ändert haben. Wenn nicht ein ganz frivoles Spiel getrieben wird. muß sich eine Mehrheit in diesem Hause für das allgemeine, gleiche, direkte und geheime Wahlrecht finden, nachdem im Reichstag die Linke, das Zentrum, sogar die Freikonservativen und drei Konservative dies Wahlrecht Elsaß->Lo thringen einge- räumt haben. Insbesondere an die Nationalliberalen möchte ich die Frage richten: entspricht es Ihrem Patriotismus, daß diejenigen Preußen, die vor 1371 die Reichslande im Kriege haben miterobern helfen, jetzt Deutsche zweiter Klasse sein sollen und ein schlechteres Wahlrecht als die Reichsländer selbst genießen sollen.(Sehr gutl b. d.. Soz.) Ich hj« j« überzeugt, daß Sie unseren Antrag auf Berücksichtigung der Petition ablehnen werden.(Sehr richtigl rechts.) Ich habe nie geglaubt, daß die konservative Partei in diesem Hause Recht und Gerechtig- keit walten läßt. Wenn Sie unseren Antrag ablehnen, werden wir für den freisinnigen Antrag stimmen. Diesem Antrag werden sich jedenfalls die Parteien anschließen müssen, die im Reichstag für das ollgemeine, gleiche Wahlrecht für Elsaß- Lothringen gestimmt haben. Doch wir sind es ja gewöhnt, daß die Mehrheit dieses Hause» über das Verlangen von neuen Fort- schritten mit Hohn zur Tagesordnung übergeht. Aber die Zeit wird kommen, wo das Volk auch über diese Karikatur einer Bolls- Vertretung zur Tagesordnung übergehen wird.(Bravo I b. d. Soz. Unruhe rechts.) Vizepräsident Dr. Krause: Wegen dieser Beleidigung des Hauses rufe ich Sie zur O r d n u n g. Abg. Rosenow�(Vp.): Ich muß Herrn Leinert darin zu» stimmen, daß es für die preußischen Wähler eine Herabsetzung be- deutet, daß sie das allgemeine Wahlrecht nicht haben sollen, während man es einem neu erworbenen Bundesstaat zubilligt. Bezüglich des Frauenstimmrechts kann sich Herr Leinert aber nicht auf Elsaß-Lothringen berufen. Meine Freunde legen den Haupt- wert darauf, zunächst einmal das allgemeine Wahlrecht für die Männer zu erkämpfen, dann werden wir auch daran denken können, die Reckte der Frauen weiter auszubauen. Abg. Gronowski(Z.): Für Preußen macht nicht der Reichstag da? Wahlrecht, sondern der preußische Landtag im Verein mit dem Herrenhaus und der Regierung. Also eS kommt nicht allein auf die Haltung der Parteien hier im Hause an. Bei der letzten Wahl- rechtsvorlage haben Konservative. Freikonservative und National- liberale beschlossen, gegeo das allgemeiae, gleichet djxstte uad geheime Wahlrecht zu stimmen. Da kann man dem Zentrum un» möglich allein die Schuld beimessen, daß das Reichstagswahlrecht in Preußen nicht eingeführt ist. Die Mehrheit gegen das aktive und passive Frauenwahlrecht würde sicher noch größer sein. Wir sehen die Hauptaufgabe der Frau in ihrer Betätigung im Hause. Die Mehrheit der deutschen Frauen ist sicher nicht für die Petition. �(Lachen bei den Sozialdemokraten� Herrn Leinert, der uns Verrat wegen unserer Haltung vorwarf, ver« weise ich darauf, daß die sozialdemokratische Fraktion in Karls- ruhe für ein Klassenwahlrecht für die Kommunen gestimmt hat. (Abg. Hirsch(Soz.): Sagen Sie doch ausnahmsweise einmal die WahrheitI Unruhe im Zentrum und rechts.) Wenn wir anderer Mpinung sind, wird uns immer Unwahrhaftig- keit vorgeworfen; die Sozialdemokraten können eben eine andere Meinung nicht respektieren.(Lachen bei den Sozialdemokraten.) Also in Karlsruhe haben Ihre Freunde einem verbesserten Klassen- Wahlrecht zugestimmt, und wenn das Zentrum hier dasselbe tut, so werfen Sie uns Verrat vor. Durch die Form Ihrer Wahlrechts- agitation haben Sie schon manche Freunde des Reichs- tagswahlrechts kopfscheu gemacht.(Lachen bei den Sozialdemokraten.) Wir sind Realpolitiker genug, um nicht Phantastereien nachzujagen, daher bitte ich Sie, dem Be- schluß der Kommission zuzustimmen.(Bravo I im Zentrum.) Abg. v.Erffa(k.): Wir halten die Zeit dieses Hauses für z u kostbar, um auf diese Petition materiell einzugehen. Wir haben nicht die Absicht, die Verbeugung der Freunde des Herrn Rosenow vor der Sozialdemokratie mit- zumachen(Unruhe links), und werden für den Kommissionöantrag stimmen. � Mg. Leinert'(Soz.)': Der Abgeordnete Gronowski hat meine Worte, wie üblich, verdreht. Ich weiß nicht, ist er so dumm oder stellt er sich so dumm.(Große Unruhe rechts. Vizepräsident Krause ruft den Redner zur O r dn u n g.) Das Wahlrecht in K a r l'? r u h e ist ge- schaffen worden gegen das Zentrum. Wir haben nicht für ein Klassenwahlrecht gestimmt, sondern für eine Abschwächung des Klassenwahlrechts, die das Zentrum abgelehnt hat.(Hört! hört! bei den Sozialdemokraten.) Herr v. Erffa hielt es für eine Zeitvergeudung, sich hier mit Rechten des Volkes zu be- schäftigen. Wir werden uns aber niemals nehmen lassen, die Rechte des Volkes von dieser Tribüne aus zu vertreten.(Bravol bei den Sozialdemokraten.) Abg. Gyßling(Vp.) weist die Bemerkung des Abgeordneten v. Erffa, seine Freunde hätten eine Verbeugung vor der Sozial- demokratie gemacht, als Verdächtigung und Ueber- Hebung zurück. Abg. Schiffer(nail.)' erklärt, daß seine Freunde für den Kom- missionsantrag stimmen würden. Damit schließt die Debatte. Abg. Gronowski(Z.) persönlich: Auf die persönliche Beleidi- gung aus den Reihen der Sozialdemokraten gehe ich nicht ein, weil ich weiß, daß die Sozialdemokraten ein Produkt ihrer Er- ziehung und Umgebung sind.(Lachen bei den Sozialdemokraten.) Der Antrag der Kommission auf Uebergang zur TageS- Ordnung wird hierauf angenommen. Es folgt eine Petition um Anstellung von Gewerbeaufsichtsbcamten au« dem Gehilsenstanbe. Die.Kommission beantragt Uebergang zur TageS ordnung. Die Abgg. Hirsch(Soz.)) u. Gen. beantragen Ueberweisung zur Berücksichtigung. Abg. Hirsch(Soz.): Die KowmissilM hat wunderbarerweise einstimmig Uebergang zur Tagesordnung beschlossen, zum Teil aus formalen Grün- den. Uns kommt eS aber allein auf die Sache an' und sachlich ist die Forderung der Petenten durchaus berechtigt. Wir haben selbst vor zwei Jahren einen Antrag in dieser Richtung gestellt. Der Sie- giernngsvertreter hat in der Kommission betont, die Arbeiter könn- ten ja die Gewerbeaussichtsbeamten auf Mißstände aufmerksam machen. Es ist aber bekannt, daß Arbeiter, die sich an Gewerbe- inspektoren wenden, gemaßregelt, ja auf die schwarze Liste gesetzt werden.(Sehr richtigl b. d. Soz.) Auch die Behauptung, der einzelne Arbeiter kenne nur einen Betrieb und habe deshalb nicht genügend Erfahrung, trifft bei der großen Fluktuation der Arbeiter nicht zu. Die Auswahl der betreffenden Arbeiter soll schwierig sein. Der wahre Grund ist aber eingestan- denermaßen die Fernhaltung sozialdemokratisch Gesinnter. Also nicht sachliche, sondern parteipolitische Gründe!(Hört! hört! b. d. Soz.) NurineinemsolchenHause, dag alle Märchen über die Sozialdemokratie, mögen'sie noch so albern und töricht sein, glaubt, ist das Argument denkbar, daß die Arbeiter zu nicht- sozialdemokratischen Inspektoren kein Vertrauen haben würden. Und dabei handelt eS sich um eine Forderung der gesamten Arbei- terklasse! Natürlich kommt zuerst die Rücksicht auf die„Arbeit- geber", die zunächst Vertrauen haben müssen zur Inspektion. Aber die Gewerbeinspektion ist nicht für die Unternehmer, sondern doch für die Arbeiter geschaffen. Die Gewerbeinspektion soll heute genügen; freilich, den Unternehmern genügt siel(Sehr gutl b. d. Soz.) Aus den Berichten geht doch hervor, wie wenig Betriebe die Inspektion erfaßt. In Preußen haben wir eben keine Sozialpolitik zu erwarten, aber notwendige Fortschritte setzen sich gegen die Maßgebenden durch. Auch die angekündigten Nachteile von der Einführung der Sicherheitsmänner im Bergbau sind nicht eingetreten. Die Forderung der Petition ist berechtigt. Mögen Sie darüber zur Tagesordnung übergehen und unsere Anträge ab- lehnen. Sie haben die Frauen zur Gewerbeinspektion heranziehen müssen und werden auch die Arbeiter heranziehen müssen.(Bravo! b. d. Soz.) Abg. Sauermann(Z.): Unsere grundsätzliche Stellung zu dieser Frage bleibt die alte. Der Antrag Hirsch(Berücksichtigung) wird gegen die Stimmen der Sozialdemokraten abgelehnt, auch das Zentrum stimmt dagegen. Ucber die Petition wird zur Tagesordnung übergegangen. Eine Petition um Zulassung d er Lehrer zu dem Amt eines Schöffen und Geschworenen wird auf Antrag Peltasohn(Vp.) gegen die Stimmen der Konservativen der Regierung in dem Sinne zur Berücksichtigung überwiesen, daß sie bei der bevorstehenden Reform der Strafprozeßordnung ihre Stimme im Bundesrat im Sinne der Petenten abgeben möge. Eine Reihe weiterer Petitionen wird ohne Debatte erledigt. Es folgt die Beratung eines Antrages v. Wenden(kons.) betreffend die Bekämpfung der Animierkncipeir. Abg. v. Wenden(kons.) begründet den Antrag, der im Hinblick auf die Tatsache, daß die zur Bekämpfung des Animierkneipen- wesenö bisher beschrittenen Wege sich nicht als zum Ziele führend erwiesen haben, nun weitere Maßnahmen verlangt, die geeignet sind; die Animierkneipen innerhalb Preußens verschwinden zu lassen. Das Verteilen von gedruckten Einladungen zum Besuch solcher Animierkneipen auf der Straße hat noch immer nicht auf- gehört; sie geht selbst in der Umgebung des Schlosses vor sich Redner verliest solche Zettel. In der„Kreuzzcitung" steht heute ein Artikel über das Freibad bei Wannsee.(Zuruf b. d. Soz.: Animiertneipen!) Wenn Sie den Artikel kennten, würden Sie wissen, daß ein loser Zusammenhang doch vorhanden ist. Ich bitte die Regierung, auch darauf ihr Augenmerk zu richten. Wem es ernst ist mit der Fürsorge für unsere Jugend, der muß dafür eintreten, daß hier mit eisernem Besen gekehrt wiid.(Bravo! techl*)„•-------—- L Abg. Liebknecht(Soz.): DäZ Animierkneipenwesen ist zweifellos enfe böse und' häßliche Erscheinung, und es wäre sicher ein Glück, wenn all die unglückseligen Existenzen verschwinden würden, die in diesem Sumpfboden gedeihen. Zu einem großen sittlichen Pathos gegen die Inhaber dieser Kneipen haben wir aber keinen Anlaß, denn sie sind ebenso eine Folge der heutigen Gesell- schaftsordnung wie die Prostitution. Uebrigens sind es nicht Arbeiter, sondern in der Hauptsache die Jugend der besseren Stände, die diesen Kneipen die Weiterexistenz er- möglicht. Viel zu weit gehen würde es, überhaupt gegen das Kellnerinnenwesen vorzugehen. Es gibt anständige Frauen und Mädchen in Hülle und Fülle, die in diesem Beruf, der ja den Frauen sehr nahe liegt, ihre Existenz finden. Die heutigen Mittel zur Bekämpfung der Unsittlichkeiten in den_ Animierkneipen reichen durchaus aus, aber sie werden nicht durchgeführt und. tonnen eS aus wirtschaftlichen Gründen nicht. Die Entlohnung der Kellnerinnen in solchen Kneipen ist so gering, daß sie ohne zu animieren gar nicht existieren können. Diese Mädchen befinden sich viel- fach in traurigster Abhängigkeit von den Inhabern oer Lokale. Mir ist ein Fall bekannt, wo ein solches Mädchen in hochschwangerem Zustande sich bis zum Tage vor der Entbindung noch den Gästen hingeben mußte.(Hört! hörtl). Es muß hier die soziale Fürsorge vor allem eingreifen.(Sehr wahr I bei den So- zialdemokraten.) Der Unfug mit den Zetteln ist übrigens viel geringer geworden und die Zahl der Animierkneipen in Berlin überhaupt kolossal zurückgegangen. Ebenso wie gegen die Animier- kneipen sollte man auch vorgehen gegen die vornehmen Tanz- salons, die ja besonders besucht sein sollen zur Zeit gewisser Tagungen von Vereinen, die einer Partei dieses Hauses recht nahestehen.(Sehr wahr! bei den Sozialdemokraten.) Die Hauptsache ist hier die Selbsthilfe des Volkes, an einer gesund und zum Idealismus erzogenen Jugend prallen solche Ver- suchungen wirkungslos ab. Sehr bedauerlich ist, daß der Vor- redner diese Gelegenheit benutzt hat, einen Vorstoß gegen das Freibad Wannsee zu mächen. Warum soll nicht in Wannsee für das Volk ein Frei- bad bestehen, wie es in allen fashionablen Badeorten von den oberen Zehntausend frequentiert wird?(Sehr gut! bei den Sozialdemo- traten.) Wenn uns konkrete Vorschläge zur Verbesserung der auch von uns zugegebenen Mißstände auf dem Gebiete des Animier- kneipenwesens gemacht werden, werden wir sie prüfen. Aber in der Allgemeinheit des Antrages können wir nicht zugeben, daß die bisherigen Maßnahmen nicht ausreichen. Wir halten es nicht für nötig, hier gleich die Gesetzgebungsmaschine in Bewegung zu setzen, und werden deshalb gegen den Antrag stimmen.(Bravol bei den Sozialdemokraten.) Abg. Heine(natl.) erklärt, daß seine Freunde für den Antrag stimmen würden. Abg. Schcpp(Vp.): Die Zahl der Animierkneipen ist zweifel- los sehr zurückgegangen. Polizeiverordnungen zu ihrer Bekämpfung halten auch wir für geboten, aber daneben darf die soziale Fürsorge nicht vernachlässigt werden. Abg. Strosser(k.): Es ist nicht immer nur Notlage, die die Kednerinnen in solche Kneipen treibt, sondern auch bodenloser Leichtsinn. Daß die Verhältnisse in Berlin wesentlich besser geworden sind, gebe ich zu, aber es müßte auch die letzte Animier- kneipe verschwinden. Nach dem ersten Teil seiner Ausführungen hätte man annehmen müssen, daß auch Herr Liebknecht für den Antrag stimmen würde. Abg. Schmedding(Z.)' spricht den dringenden Wunsch aus, daß die Regierpng bald dem Antrage Rechnung tragen mvge, ,, Abg. H-ffman«(Soz.): 1 Wir stimmen deshalb gegen den Antrag, tveil wir die Po- lizei, besonders die preußische, nicht als die geeignete Stelle zur Bekämpfung des Animierkneipenwesens ansehen, hier muß von unten aus eingegriffen werden. Uebrigens ist es nicht die Jugend, die diese Kneipen hauptsächlich frequentiert, sondern ältere, verheiratete Herren. Sie werden wissen, in welchen Kreisen die Leute zu suchen sind, die am Vor- und Nach- mittag nichts zu tun haben und sich in solchen Kneipen aufhalten. Die Zettel werden meist nur Leuten in die Hand gedrückt, die das Aussehen eines Provinzialen haben.(Heiterkeit.) Wir werden auch sehr zufrieden sein, wenn die letzte Animierkneipe ver- schwindet. Sorgen Sie nur dafür, daß diese Kneipen und auch die Ballsäle ihre Kundschaft verlieren. Aber es ist ja bekannt, daß die großen Ballokale gerade in der landwirtschaftlichen Woche besondere Tricks anwenden, weil sie wissen, dann kommt Geld nach Berlin.(Heiterkeit.), ,, Damit schließt die Debatte. � Abg. v. Wenden(k.): Ich möchte zum Schluß nur aussprechen, daß ich es nicht für eine glückliche Vorbedeutung für meinen An- trag halte, daß die Regierung sich in Schweigen hüllt. Der Antrag wird angenommen. Das Haus vertagt sich. Nächste Sitzung: Montag, 11 Uhr.(EtMstung des Oberver- waltungsgerichts, Losgesellschaften). Schluß 4Vi Uhr.. Hua der frauenbewegung. Das allgemeine Frauenwahlrecht und die Verfassung?-'1 revision auf Island. Das Alling, das Parlament des kaum 80000 Einwohner zählenden Jnselreiches Island, hat in seiner nun bendeten Session eine neue Verfassung beschlossen, die unter anderen demokratischen Reformen auch das allgemeine und gleiche staatsbürgerliche Frauen- Wahlrecht bringt. Das Alting, das bisher aus 36 Mitgliedern be- stand, von denen 6 der König von Dänemark zu ernennen hatte, soll in Zukunft aus 40 Mitgliedern bestehen, und zwar 30, die in Wahl- kreisen auf 6 Jahre und 10 Abgeordneten, die durch Verhältnis- wähl vom ganzen Lande auf 12 Jahre zu wählen sind. Diese 10 Vertreter, dazu 4 von den in Wahlkreisen gewählten Abgeord- neten, bilden das Oberhaus, die übrigen das Unterhaus des Altings. Wahlrecht zu den allgemeinen Wählen haben alle mindestens 25 Jahre alten, zur Verhältniswahl alle mindestens 30 Jahre alten unbescholtenen Männer und Frauen, die im Lande geboren oder seit mindestens 5 Jahren dort ansässig sind. Wählbar sind alle Wahlberechtigten, die nicht Untertanen eines anderen Staates sind oder in eines anderen Staates Dienst stehen. Das Alting tritt alle zioei Jahre zusammen, und zwar auf 4 Monate. Ferner hat das Alting ein Gesetz angenommen, das den Frauen beim Universitäts- studium, bei Verleihung von Stipendien sowie bei der Besetzung von Aemtern die gleichen Rechte gibt, wie sie die Männer besitzen. Danach ist-es also nicht ausgeschlossen, daß auf Island eine Frau unter anderem auch Minister wird. Uebrigens soll das Land in Zukunft drei Minister haben, statt den einen, der bisher die Ge- schäste des Landes leitete._.. Leseabende. Johannisthal. Montag, den 29. Mai, 8� Uhr, im„Lind'enhof", Friedrichstraße 61. Vortrag über:„Heinrich Heine". Gerichts-Teitimg. ,' Spitzeleien bei der Leipziger Straßenbahn. Als die Angestellten der Großen Leipziger Straßenbahn voriges die VMezMMgeZ zu einer LohnbMezung trafen,«lachte« fie die CnlbVÄuttfi, Saß' die Direktion die VersMtNlukM» Set An- gestellten bespitzeln ließ, und daß infolge der Spitzeleien mehrere Angestellte, die sich als Mitglieder des TranSportarbeiterverbandes in den Versammlungen und in der Bewegung bemerkbar machten, entlassen wurden. Gegen dies System mußten sich natürlich die organisierten Angestellten wehren. Zu diesem Zweck erschien in ihrem Verbandsorgan«Der Straßenbahner" ein Artikel, der das von der Direktion gepflegte Spitzelsystem kennzeichnete und den Schaffner Brauer der Spitzelei beschuldigte. Gleichzeitig wurde auch das Bild BrauerS veröffentlicht. Auf Grund dieses Artikels stellte die Direktion der Großen Leipziger Straßenbahn Straf» antrag wegen Beleidigung ihrer Mitglieder und veranlasste auch, daß Brauer Strafantrag wegen Beleidigung seiner Person stellte. Der Strafantrag richtet sich gegen den verantwortlichen Redakteur des„Straßenbahner", Hermann Rathmann in Berlin. Die Staats- anwaltschaft erhob Anklage, die am Montag vor der 7. Strafkammer des Landgerichts I Berlin verhandelt wurde. Hier wurde durch die Zeugenvernehmung folgendes festgestellt: Während der Lohnbewegung der Straßenbahner schickte der Bahnhofsverwalter Höring im Auftrage der Direktion Schaffner, die auf Seite der letzteren standen, in die vom Transportarbeiter- verbände einberufenen Versammlungen der Angestellten. Diese „Vertrauensleute der Direktion", wie sie der Bahnhofsverwalter nennt, hatten den Auftrag, der Direktion zu hinterbringen, was in der Versammlung vorging und wer von den Angestellten sich als Redner betätigte. Für diese.Vertrauensdienste", die von den Ar beitern mit Recht als Spitzelei bezeichnet werden, erhielt der.Ver trauensmann der Direktion" jedesmal die splendide Belohnung von einer Mark.— Eines Tages, als wieder eine Versammlung statt- finden sollte, fragte der Bahnhofsverwalter Höring den als direb tionstreu bekannten Schaffner Brauer, ob er in die Versammlung gehe. Brauer bejahte und Höring bemerkte darauf:„Es ist gut. daß Sie hingehen, dann erfahre ich doch auch, was da los ist."— Brauer ging also in die Versammlung, erstattete dem BahnhofSver- Walter Bericht und teilte ihm mit, daß viele der Angestellten da waren. Eine Mark hat Brauer für diesen Dienst nicht bekommen. Er hat sich anscheinend freiwillig und gern als Vertrauensmann der Direktion betätigt. Am Tage nach der Versammlung soll der Schaffner Wünscher. wie Brauer behauptet. Wünscher aber bestreitet, zu Brauer gesagt haben:„Den Spitzeln, die den Wagen besteigen, müßten die Augen mit Steinen ausgeworfen werden.— Brauer will darüber sehr er- regt gewesen sein. Als er gleich darauf den Wagenmeister Kresse traf, sagte er zu diesem:„Ich hätte nicht gedacht, daß der junge Wünscher so rot ist." Der Wagenmeister machte hiervon dem Ver- Walter und dieser der Direktion Mitteilung. Wünscher wurde daraufhin, ohne daß ihm Gelegenheit gegeben war, sich zu verant- Worten, sofort entlassen.— Wünscher hat eine Schadenersatzklage gegen Brauer angestrengt, weil dieser durch unwahre Angaben die Entlassung Wünschers verursacht habe. Im Vergleichswege hat Brauer die Hälfte der eingeklagten Summe an Wünscher gezahlt, nachdem die Zeugenvernehmung zuungunsten BrauerS ausgefallen war.— Diese Tatsachen sind eS, die der Veröffentlichung deS Ar- tikels zugrunde lagen. Eine Beleidigung der Direktion hielt selbst der Staatsanwalt nicht für vorliegend, doch meinte er. der Schaffner Brauer sei zweifellos beleidigt und mit Boykott bedroht worden, weil er nicht Verbandsmitglied sei. Der Staatsanwalt beantragte eine Gefäng- nisstrafe von drei Wochen. Der Verteidiger. Rechtsanwalt Dr. Kurt Rosenseld, beantragte Freisprechung, weil weder die Direktion, die sck, wie festgestellt wurde, ein Spitzelshstem unterhalten habe, noch Brauer beleidigt sei und weil dem Angeklagten der Schutz des Z 193 zur Seite stehe, denn er habe als Angestellter des Verbandes den Artikel veröfsent licht, nicht zum Zwecke des Boykotts, wie der Staatsanwalt sagte, sondern um die Verbandsmitglieder zu schützen vor der unsauberen Tätigkeit der Spitzel. In dem Urteil, welches Landgerichtsdirektor Splettstoßcr vev kündete, wird gesagt, daß die Direktion durch den Artikel nicht be leidigt sei. Dagegen sei der Schaffner Brauer ohne jeden Grund in der schwersten Weise beleidigt. An sich stehe dem Angeklagten der Schutz des§ 193 zur Seite, aber aus den Umständen sei die Absicht der Beleidigung zu erkennen. Auf Grund der Aussage Brauers kam das Gericht zu der Ansicht, daß Brauer nicht, wie der Artikel sage, durch Verrat, Verleumdung und unwahre Angaben Wünscher aus Lohn und Brot gebracht habe. Das Gericht hielt die Beleidigung für so schwer, daß es den noch unbestraften Ange- klagte zu eiller Gefängnisstrafe von zwei Monates» verZrieilte. Eue aller Weit. positives Cbnftentum. Dir bekannte Forscher Emst Haeckel in Jena ist kürzlich Von einem Unfall betroffen worden, der den hochbetagten Mann längere Zeit an das Krankenlager fesseln wird. Ernst Haeckel, der erst jüngst wieder seine Gegnerschaft zum Sozialismus öffentlich bekundet hat, ist den Frommen im Lande längst ein Dom im Auge, weil das Er- gebnis seiner Forschungen sich mit dem Bibelglauben durchaus nicht ,n Einklang bnngen läßt. Einer dieser Frommen hat es nun fertig gebracht, dem Professor folgende» Brief zu schreiben: „Berlin, den 22. Mai 1V11. Sehr geehrter Herr Professor I GotteS Mühlen mahlen langsam, aber sicher, so heißt eS in einem alten Sprichwort. Endlich, endlich hat der e w i g e, g e rechte Gott, dessen unsagbare Langmut und Geduld Ihnen gegenüber geradezu anbetungswürdig ist, Ihnen sich offenbart I Es ist Gottes, jawohl des lebendigen Gottes Hand gewesen, die Sie jetzt noch in so hohem Alter ge schlagen hat l Mit unverhohlener Freude und Genug- t u u n g haben wir positiven Christen davon gehört, daß Sie nun hoffentlich zu dauerndem Siechtum verurteilt sind. Mögen Sie auf Ihrem SchmerzenSlager zu dem Bewußtsein kommen, daß Gott sich nicht spotten läßt, und mögen Sie viel- leicht doch noch der Erfahrung teilhaftig werden, daß es besser ist, ein Gottesbekenner als ein Gottesverleugner und Abtrünniger der Kirche zu werden. Kurz nachdem Sie aus der Kirche ausgetreten sind, hat Sie der lebendige Gott von Ihrer Ueberhebung herab- gestürzt I Vielleicht hilft Ihnen nun der Gott derAffen! Sie selbst sehen allerdings einem Affen ähnlicher als einem Menschen. Mit dem Wunsche, daß Ihnen der lebendige Gott noch diele Zeichen seiner Allmacht in Gestalt von Schmerzen und Siechtum geben möge, daß Sie sich krümmen unter Schmerzen, daß Sie nie wieder ganz geheilt werden mögen. Im Auftrage vieler positiver Christen, die sich über die ge- rechte Strafe Gottes freuen. Prof. D. v. B." Natürlich hat der Briefschreiber, wie tS bei derartigem Gesindel üblich ist, es nicht gewagt, selne frommen Wünsche mit seinem wirk- lichen Namen zu decken._ Die Flugwettbewerbe. Der Rheinische Zuverlässigkeitsflug hat mit der am Sonnabend zurückgelegten Strecke Frankfurt— Offenbach— Darmstadt— Frankfurt sein Ende erreicht. Da der Etrich-Rumpler-Pilot Hirth auch diese siebente und letzte Etappe der 570 Kilometer betragenden Flugstrecke glatt zurücklegte, wurde er zum Sieger erklärt. Er erhält den ersten Zuverlässigkeitspreis von 3ö900M. und den Preis des Kriegs- Ministeriums von 6999 M. Durch weitere Etappenpreise erhöht sich der Betrag auf rund 59 990 bis 69 090 M. Außerdem hat sich das Kriegsministerium verpflichtet, dem Sieger einen Apparat für 23 090 Mark abzukaufen. Beim Sachsenrundssug wurde die zweite Etappe DrcSden-Leipzig bisher von Lindpaintner, Loitsch, Büchner und Kahnt in ununterbrochenem Fluge zurückgelegt. Zur Zurücklegung der 190 Kilometer weiten Strecke gebrauchte Ltndpaitner 55 Minuten, Loitsch eine Stunde eine Minute, Büchner eine Stunde und Kahnt eine Stunde 14 Minuten. Zum Fernflug Paris-Rom-Turia soll morgen bei Paris der Start stattfinden. Auch der Sieger deS Fernfluges Paris-Madrid, der Morane-Pilot Bedrine. beabsichtigt sich an dieser neuen Konlurrenz, die über 2100 Kilometer geht zu beteilige«. Vergebliches Mühen. In der Nummer 110 der„Hohenzollernschen Blätter" findet sich folgende Notiz: Heute früh fand in der Josefskapelle auf dein zu den fürstlichen Besitzungen gehörenden Josessberg ein Gottesdienst statt für den heute zur Aburteilung durch das Schwur- gericht kommenden Rechnungsrat Wesener. Die frommen Gebete— freilich ohne Wirkung— wurden von P r i e st e r n der katholischen Kirche gesprochen für einen Mann, der in 156 Fällen das Geld kleiner Leute unterschlagen hat. Die Gesamtsumme der von dem frommen Gauner trotz sorgenlosen Auskommens unterschlagenen Gelder beträgt 6976 M. Das Schwurgericht in Hechingen verurteilte Wesen» zu einer Gefängnisstrafe von 3 Jahren und 4 Monaten. Der russische Augiasstall. Seit Jahren ist eine Kontrollkommission des russischen Senate? damit beschäftigt, die von Offizieren und Beamten während des russisch-japanischen Krieges begangenen Unterschlcife festzustellen. Jetzt liegt ein Bericht der Kommission vor, wonach die wahrgenommenen Betrügereien mehr als 12 Millionen Rubel betragen. Wie die Kommission erklärt, ist die wirkliche Summe der unterschlagenen Gelder erheblich größer; genau aber wird sie sich nie feststellen lasten. Eine große Zahl Offfziere und Armee- beamt« ist durch die Untersuchung bloßgestellt worden. �kleine Notkzcn. Folgenschwerer HauSeinsturz. Durch«inen Bergrutsch wurde gestern vormittag im badischen Dorfe Eichstetten ein Wohnhaus zum Einsturz gebracht. Der Besitzer deS HauseS und ein Kind wurden durch die Trümmer erschlagen, zwei Kinder erlitten schwere Vcr- letzungen. Polizeiagent»nd Mörder. Wegen deS Verdachts, an der Er- mordung und Beraubung einer reichen Hausbesitzerin beteiligt zu fein, wurde in Krakau der Polizist Jlnicki verhaftet. Ein elfjähriger Selbstmörder. Wegen eines Verweises hat in der ungarischen Stadt Debreczin der elfjährig« Schulknabe G a b r i c vor den Augen seiner Eltern sich eine Revolver- kugel in den Kopf gejagt und tödlich verletzt. Explosion in einem Schwcselmerk. Freitag abend erfolgte in Philadelphia in einem Schwefelwerk eine Explosion, wobei ein Arbeiter getötet und sechs schwer verwundet wurden. Eine FeuerSbrunst zerstörte die Anlagen. Einer du Ver- letzten ist gestorben. Heuts nachmittag starb plötzlich am Gehirnschlag unsere liebe Mutter, Schwiegermutter und Großmutter Frau Rosine Paradies geb. Mayer im 64. Lebensjahre. Berlin, den 27, Mai 1911. Im Namen der Hinterbliebenen: Julia Liebknecht geb. Paradies. Willi Paradies. Dr/K, Liebknecht. Die Zeit der Beerdignmg wird noch angezeigt. [UdeDMselierVaMvEreiB des � 6. Verl. Reichstags-WaliHes. Todes-Anzeige. Am 23. Mai verstarb nnfer Genosse, der Schankwirt Ulbert piscder Stettiner Str. 9. Ehre seinem Andenken J Die Beerdigung findet am Sanntag, den 28. Mai, mittags 12 Uhr, vom Nudols-Virchow- Krankenhause aus nach dem Sophien- Kirchhot, Freimwaldcr Straße statt. Um rege Beteiligung ersucht Der Vorstand. Allen Verwandten> Freunden und Bekannten die traurige Nach. richt, dafi am Donnerstag, den 25. Mai, srüh 8 Uhr, meine innig- geliebte Frau, meine herzensgute, treusorgcnde Mutter, unsere liebe Tochter, Schwester, Schwägerin und Tante L03Lb �iarie k�euerkelm geb, Granzke im Alter von 35 Jahren nach kurzem, aber schweren Leiden sanst entschlafen ist. Dies zeigen tiesbetrübt an Rigaer Straße 25, nebst Tochter, Eltern und Geschwistern. Die Beerdigung sindet Montag, den 29., nachm, 3>/,Uhr, von der Leichenhalle deS Zentral- Fried- Hosts in Friedrichsfelde aus statt. SMiIeilllilll'MedkrVMei'eiiil des K. Mi Relebstags-VabUes. Todes• Anzeige. Am 27. Mai, verstarb unstr.Ge- noste, der Zigarrenhändler krsiu Schubert Acne Hochstr. 16. Ehre seinem Andenke» l Die Beerdigung findet am Dienstag, den 39. Mai, nach- mtttags 3 Uhr, von der Leichen- halle deS städttfchen Friedhofes in der Müllerftraße, Ecke Seestraße, aus statt. Um rege Beteiligung ersucht ve? Vorstand. Deutscher Melallarbeiter-Varband Verwaltungsstelle Berlin. Todes- Anzeige. Den Kollegen zur Nachricht, daß unser Mitglied, der Schlosser Bock am 25. d. Mts. durch Freitod ge- sterben ist. Ehr« seinem Andenken k Die Beerdigung findet am Montag, den 29. Mai, nach- mittags 3 Uhr, von der Leichen« halle des Luisen-KirchhoseS, Neuer Fürftenbrunner Weg, aus statt. � Rege Beteiligung erwartet 117/18 Die Ortsverwaltung. Am Donnerstag, de» 25. Mai, verschied nach langen, schweren Leiden meine lstbe Frau, unsere gute Mutter, Schwester und Schwägerin Martha Müller geb. Illldebrandt. DieS zeigen tiesbetrübt an David Müller nebst Kindern, Bcrlichingenstr. 15. Di« Beerdigung findet am Montag, den 29. Mai, nach- mittags 5'/, Uhr, von der Leichen- Halle veS HeilandS-KirchhojeS w Plötzcnsee aus statt. WtaMcde? Mrerelii des S. Herl. Reichstass-WÄeisss. Todes- Anzeige. Am 25. Mai verstarb unsere Gmosjm Frau Martha Müller Berlichingenstr. 15, Ehre ihrem Andenke» t Die Beerdigung findet am Montag, den 29. Mai, nach- mittags 5'/, Uhr, von der Leichen- Halle deS Heilands- tttrchhojiö, PIStzcnsee, aus statt. Um rege Beteiligung ersucht 227/15 Der Vorstand. Sllllälveiiiliiii'sÄehei'VÄIvekeliil BtXÄorf. Den Mtgliedcm zur Nachricht, 1 daß unser Parteigenosse Mrleh ßergmann Smstrstr. 76(14. Bez.) am 26. d. MtS. verstorben ist. Ehre seinem Andenken k Die Beerdigung sindet am DiciiStag, den 30. d. MtS., nach' miltags 4 Uhr, von der Leichen- halle des Nixdorscr Gemeinde- Friedhoses, Ntariendorfer Weg, auS statt. Zahlreiche Beteiligung erwartet j Der Vorstand. SoziaidefflsMeher Wahlvereiii De» Mitgliedern zur Nachricht, daß unser Genosse, der Sattler Max Döhnert Grätzstr. 4(Bez. 12) verstorben ist. Ehre seine« Andenke«! Die Beerdigung findet heute nachmittags 3 Uhr. von der Halle des Treptower Gemeinde- Fried- hoseS auS statt. Um rege Beteiligung ersucht Der Vorstand. Nachruf, Am 21. d. M. verstarb nnfer Genoff«, der Zigarrenhändler Eirnst Storde Elsenstr. 110(Bez. 6). Die Beerdigung hat bereits stattgefunden. Ehr« seinem Andenken k 292/15 Der Vorstand. Am Freitag verstarb unser I lieber Mitarbeiter, der Schriltsetzer s Btto Becker im Wer von 29 Jahren. Ehre seinem Andenken k Die Beerdigung findet am Dienstag, nachmittags'/,5 Uhr, von der Leichenballe des Rix- dorfer Gemcinde-FciedhoseS(Ma> riendorser Weg) auS statt. Das Personal der Buchdruckcrei U. S. Ilermann. 20356 Freie Tarnersehan Rixdorf- Britz. mtgl. d. Arb.-T.-B. Den Mitgliedern zur Nachricht, daß unser Turngenoss« Otto Decker am Freitag, den 25. Mai, nach- mittags 5>/, Uhr, nach langen, j schweren Lewe» verstorben ist. Wir werden semer ftetS ge- denken! Die Beerdigung findet om I Dienstag, den 30. Mai, nachmittags 4'/, Uhr, von der Halle| des Rixdorser FriedhoseS, Marien- dorser Weg, auS statt. Die Mitglieder versammeln sich l 3'/, Uhr im Lokale voi» Felsch,! Knescbeckstraße. vollzähliges Erscheinen der Mit- glieder erwartet 291,19 Der Borstand. Danksagung. Für die vielen Beweise'herzlicher Teilnahme und reichen Ibranzspenden bei der Beerdigung meines lieben unvergeßlichen Manne» und Vater» Franz Ulrich sage ich allen Freunden, Verwandten und Bekannten, insbesondere dem 4. Berliner NcichStagSwahllreiS, den Genossen deS 362. Bezirks, dem Ver- bände der Zimmerer, Zahlstelle Berlin, und den Mietern des Hause» Weiden- weg 41 meinen herzlichsten Dank. Ulrich oebst Tochter. Deutscher Transportarbeiter-Verband. Borirksverwaltung Qrol-Borlin. Den Mitgliedern zur Nachricht, daß unjer Kollege, der Droschken- sührer friedrlch Zander verstorben ist. Ehre seine» Andenke»! Die Beerdigung findet am Montag, den 29. d. MtS., nach- mittag» 4 Uhr, von der Leichen- Halle des Urban-Krankenhauses aus nach dem neue» St. Michaels- Kirchhofe statt. Um rege Beteiligung ersucht 68/6 Die Beztrksverwaltung. Allen Teilnehmern bei der Beerdi. gung meines herzensguten, treu- sorgenden SohncS und Bruders Hermann Rabe, sagen wir hiermit unsern innigsten Dank. L018b Witwe Rabe und rochier. Danksag, inst. Für die zahlreiche Beteiligung bei der Beerdigung unseres lieben Vater», Bruder» und Schwager» 202Sb Fritz Schlicht sagen wir allen Bekannten und Ver» wandten sowie dem Kohlenhändler- verew.Südost» und dem Berein .Mgemeinschaji' unseren besten Dank, Die trauernden Kinder,- Schwester mid Schwager. Dn.Simmd! Spczial-Aml* für Haut- und Harnleiden. Prinzenslr. 41, 10— 2. 5— 7. 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Genossen g :| Belnhold Frede| y nebst seiner Gattin S Genossin Frede die herzlichsten Glückwünsche zur Silbernen o V Hochzeit. 44532 Z y Die Funktionäre de« Bezirke$ Pankow Z Kreit Nieder-Bariba. y £€€€€€««««»SSSSSS� Di« besten Glückwünsche % | Franz laleriBs imd Frau � $ zur Silber-Hochzeit. E 0» Mehrere Frennds. � Der Herr RegierungSpräfident hat Mit Schreiben vom 13. Mai 1911 verfügt, daß die Ayoldkdö in Qrünau wie früh er zur Arznei, und Heil- mitlelliescrung wieder zuzulassen sei. Wir bringe» dies« Verfügung hier- mit zur Kenntnis unsere, Kassen- Mitglieder. 276/13 AdlerZhos, den 26. Mai 1011. Der Vorstand der Gemeinsamen Ortskrankeukass« für AdlerShof und Umgegend. Hax Knappe, Vorsitzender. Ich habe mich Mofzstraße 75, purt. (am Nollendorf-Plalz) niedorgelasson. 73/11 Telephon: Amt VI 3608. Werner Freudenberg, prakt. Zahnarzt. Klimen- nvb KrilllMiidertl von»oben«exer,' aar WariaiuikN'Zlraljt 2. 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So., Berlin LW. Nr. M. 28. Iahrgavg. 5. KilM des JunuBtts" Serlim MM SnoM 28. WIM Die Konluntsenoildilcljaft im eigenen Win. Weit draußen im Osten von Berlin, in der Rittergut- straße in Lichtenberg, ist es gelegen: das eigene Heim der Konjumgenossenschaft Berlins und Umgegend. Das Grund- stück, das für die Zwecke der Konsumgenossenschaft erworben worden ist, hat die stattliche Größe von 12 310 Quadratmeter: für eine eventuell sich nötig machende Erweiterung ist das Borkaufsrecht auf das Nachbargrundstück vorgesehen. Auf diesem Grundstück sind in verhältnismäßig kurzer �eit eine Anzahl Gebäude errichtet worden, die den verschiedensten Zwecken dienen werden. Umfangreiche Lagerräume sind für das Zentrallager bestimmt und so angelegt, daß von der einen Seite die Lastwagen, von der anderen die Eisenbahnwagen soweit hcranfahren können, um bequem entladen werden zu können. Lichtvolle Räume sind für das Kontor hergerichtet. Besonderer Wert ist ans die Eigenproduktion gelegt. In erster Linie kommt hier die Bäckerei in Frage, die seit Anfang April im Betriebe ist. Mit allen technischen Er- rungenschaften der Neuzeft ausgestattet, ist es ermöglicht worden, daß bei Zubereitung der Backwaren fast ausschließlich Maschinen verwendet werden. Die innere Einrichtung dieser Bäckerei wird unseren Lesern in Kürze im Bilde in einer der nächsten Nummern der Unterhaltungsbeilage„Die Neue Welt" veranschaulicht werden. Die Kaffeerösterei ist soeben in Be- trieb gesetzt worden. In Kürze werden die Selterwasserfabrik, die Eismaschine und die Kühlräume in Benutzung genommen werden. Nicht unerwähnt bleiben soll, daß Kraft und Licht für die gesamte Anlage selbst erzeugt wird. Auch Automobile haben Unterkunft gefunden, um den Verkehr zwischen dem Zentrallager und den Verkaufsstellen aufs rascheste zu be- wältigen. Nach der Vorderfront zu wird die gesamte Anlage abgeschlossen durch Wohnhäuser, die für Wohnungen für An- gestellte bestimmt sind, und denen der Architekt eine hübsche Fassade gegeben hat. Die Verwaltung ist bemüht gewesen, die gesamten inneren Einrichtungen auf das praktifchste-'ein- zurichten und anderswo gemachte Erfahrungen zu berück- sichtigen. Was tvir hier in der Rittergutstraße sehen, tritt uns als Folgeerscheinung der Entwickelung der Konsumsvereins bewegung in Berlin vor Augen. So lange in Berlin diese Bewegung zersplittert war, ging es nicht recht vorwärts, wozu kam, daß auch manche Erfahrung gesammelt werden mußte und auch gewisse Mißerfolge nicht ausblieben. Erst als im Jahre 1808 die Verschmelzung des Berliner Konsum Vereins mit der Konsumgenossenschaft erfolgte, begann für die .Konsumvereinsbewegung in Berlin eine neue Aera. Die Reibungsflächen waren beseitigt und es war viel leichter als bisher möglich, weitere Kreise der Berliner Arbeiterschaft von der Notwendigkeit, auch auf dem Gebiete des Konsums sich zusammenzuschließen, zu überzeugen. Und gestützt auf die nunmehr einsetzende erfreuliche Entwickelung, faßte die Generalversammlung der Konsumgenossenschaft bereits am 27. September 1908 den Beschluß auf Herausgabe von Haus- anteilcn in Höhe von einer halben Million Mark. Arn 30. Juni 1309 wurde das Grundstück in der Rittergutstraße erworben und im Februar 1910 wurde bereits mit dem Bau begonnen. Die Grundsteinlegung erfolgte am 29. Mai 1910 und Anfang April dieses Jahres konnte ein Teil der Räume in Benutzung genommen werden. Der Bau ist in einer Weise gefördert worden, daß manche Behörde sich daran ein Bei- spiel nehmen sollte. Und was das erfreuliche ist, es ist während der Bauzeit kein nennenswerter Unfall vor- gekommen. Zu gestern hatte die Verwaltung eine Anzahl Ein- ladungen an Behörden, Genossenschaftler, Vertreter der Ge- werkschaften und der Partei ergehen lassen, um dem Werke die offizielle Weihe zu geben. In einem schlichten sonst anderen Zwecken dienenden— großen Raum begrüßte im Namen des Vorstandes der Geschäftsführer Herr Junger die Gäste. Er warf einen Rückblick auf die Entwickelung des Konsumvereinswesens, besonders in Berlin, zeigte die Schwierigkeiten, gedachte der Verschmelzung der Vereine und des sich daran knüpfenden Aufstieges bis zur Gegenwart. Er gab der Hoffnung Ausdruck, daß die Konsumgenossenschaft in dieser Weise sich weiter entwickeln möge. Im Anschluß daran überbrachten Vertreter der Groß-Einkaufsgesell- schaft in Hamburg, vom Zentralverbande deutscher Konsum- vereine, vom Konfumverbande der Provinz Brandenburg Grüße und Glückwünsche. P e u s- Dessau zog einen Ver- gleich der konsumgenossenschaftlichcn Bewegung in kleinen Orten mit der in großen Städten. Es sei auffallend, daß in den großen Städten die Konsumvereinsbewegung schwächer sei als in kleinen Orten. Das zeige sich in Dänemark und Schweden, selbst in England und Frankreich. Er hoffe, daß die Errichtung des eigenen Heims in Berlin gute Wirkungen im Lande hervorrufen werde. K a tz e n st e i n feierte die neue Einrichtung als den Beginn einer neuen Zeit. Tann wurde ein Rundgang angetreten, der allgemein befriedigte. Bezeichnend ist die Tatsache, daß der Magistrat von Lichtenberg abgelehnt hatte, zu erscheinen, obwohl er bei der kürzlich erfolgten Einweihung der Berliner Fleischer- meistern gehörigen Margarinesabrik sehr zahlreich vertreten war. Aber die Verwaltung wird sich zu trösten wissen. Die Konfumaenr'senschastSbewegung in Berlin und Umgegend wird sich trotzdem und alledem vorwärts entivickeln. Sie wird um so schneller vorwärts komme», wenn sie sich fern- hält von der phantastischen Uebertrcibnng der Bedeutung der Genosienschaftsbewegnng innerhalb der Arbeiterbewegung und wenn sie sich in dem Nahmen hält, den der letzte Parteitag in Magdeburg näher umgrenzt hat. V er� partü- �Zngelegenkeiten. Verband sozialdemokratischer Wahlvereine Berlins und Umgegend. Auf die in der heutigen Annonce angezeigten sanimlungcn in Sachen des Bäcker st reiks machen wir besonders aufmerksam und ersuchen die Genossen und Ge- nossinnen für regen Besuch der am Ticnötag stattfindenden Zusammenkünfte zu agitieren. Die Berliner Versammlungen sind durch das Jnsekat an- gemeldet. Für die Anmeldung der Vorortsvcrsammlungen haben die Wahlvereinsvorstände in der üblichen Weise Sorge zu tragen. _ Der Zentralvorstaud. Skegliß. Wegen iet am Dienstag, den 30, Mast abends 8% Uhr, im„Birkenwäldchen" stattfindenden Volksversammlung fällt die Mitgliederversammlung des Wahlvereins aus. Der Vorstand. Lankwitz. Am Mittwoch, den 31. Mai, im Restaurant Ebel, Mühlenstraße: Sitzung des Wahlvereins mit folgender Tages- ordnung: 1. Vortrag des Genossen Dr. Schütte:„Antike, klassische und moderne Kunst." 2. Aufnahme neuer Mitglieder. 3. Abrechnung von der Maifeier. 4. VereinSangelegenheiteir. o. Ver- schiedenes. Schmargendorf. Dienstag, den 30. Mar. abends Lftz Uhr, im Wirtshaus Schmargendorf, Warnemünder Straße 6: Mitgliederversammlung. Vortrag des Genoffen U n g e r, Grunewald: Schule, Kaserne und Presse. Der Vorstand. Johannisthal. Die Genossen und Genossinneu treffen sich DieuS« tagabend Bli8 Uhr bei Artner, Kaifer-WUHelm-Str. 43, und besuchen die Versammlung in Nieder-Schöneweide. Stralau. Die Mitgliederversammlung am Mittwoch, den 31. Mai fällt aus. Am Dienstag, den 30. Mai, abends Uhr, in den Markgrafensälen, Marlgrafendamm Zt: Oeffeutliche Versammlung. Die Bezirksleitung. Fricdrichihagcn. Am Mittwoch, den 31. Mai, abends Sll9 Uhr, Mitgliederversammlung in„Lerches Bürgersälen", Fried- richstr. 112. Tagesordnung: 1. Vortrag über„ArbeitSlosenversiche- rung und ArbeitSvermittclung". 2. Diskussion. 3. Lereinsangelegen- hcitcn und Verschiedenes. Niederschönhausen-Nordend. An, Dienstag, den 30. Mai, abmdS 8'/, Uhr, im.Lmdeiigarte»", Lindenstr. 43: Mitgliederversammlung deS Wahloereins. Tagesordnung: 1..Wanderungen durch die Mark Brandenburg". Reserent: Genosse Heinrich. 2. Vereinsangelegenheiten. S. Verschiedenes. Die Bezirksleitung. Rcinickendorf-Ost. Dienstag, den 80. Mai, abends 8 Uhr, in den„Hubertussäleii", Provinzstr. 77/7S: Mitgliederversamm- l u n g des Bezirkswahlvereins. Tagesordnung: 1. Vortrag des Ge- nosien Troger:„Die politischen Parteien und ihre Programme". 2. Unsere Stellungnahme zum Bäckerstreik. 3. Partei- und Vereins- nngelegenheite»._______ Die Bezirlsleitung. ßerllncr JNtecbncbten. Die Tage der Rosen. Nach den Tagen der Kastanien und des Flieders die Tage der Rosen. Noch immer ist die Rose die gefeiertste unter allen Blumen. Modeblumen kommen und gehen, die Rose aber überdauert sie schon durch die Jahrtausende, und sie wird kaum jemals einer Mode weichen. In unseren Breiten hat sie schon der alle Theophrastus als die letzte der Frühlingsblumen gefeiert. Mit dem Erschließen ihrer Blüten und mit ihrer Glanzzeit klingt das Frühjahr aus wie in eine Verherrlichung derjenigen Schmuckpflanze, die im Wettbewerb alle anderen weit hinter sich gelassm hat. Wir meinen, wenn wir von der Rose sprechen, immer die stefüllteu Blüten unserer Gärten und nicht die einfach bnihenoen Rosen unserer Mime und Hecken. Diesen Unter- schied mackft auch das Volk. Obwohl bei uns mehrero Rofeit wild wachsen fschon in der Jungfernhetde), fo nenni das Voltz sie doch gewöhnlich nur Hagebutten, aber nicht Rosen. Die alten Botaniker haben den Zusamenhang sogar so wenig ge kannst daß sie unsere wilden Rosen noch als„wilde Hage- butte" mit den Brombeeren zu den„Dornbüschen" stellten. Man muß aber auch zugeben, daß, so hübsch ein mit weißen oder rötlichen Blüten überdeckter wilder Rosenstrauch auch aussieht, die wilde Rose doch nur ein Aschenbrödel bleibt; erst unter der Hand des gartenbauenden Menschen und mit ihm bat sie sich zu bewunderten Prachtformen entwickelt. Die zahlreichen Rosen von heute kann auch der Spezialist oft nur schwierig nach Nam' und Art unterscheiden. Sie stammen nicht von einer, sondern von vielen wilden Rosen arten, und von manchen wissen wir nicht mehr, wo sie einst als Wildfang heimisch gewesen sein mögen. Schon in sehr alten Zeiten muß der Mensch an ihnen Gefallen gefunden und sie in seine Gärten versetzt haben, wo die Rosen dann in fruchtbarer Erde und sorgfältiger Pflege in Form und Farbe, Wuchs und Wohlgeruch zu immer neuen Bildungen angesetzt haben, von deren Ende noch nichts zu bemerken ist. Wer nachzudenken gewohnt ist über Rousscausche Wald Wildheit und die engende Kultur des Menschen, die sich so schlecht miteinander zu vertragen scheinen, der wird nicht vorbeisehen können an dem Beispiele, das die vom Menschen gezogene Pracht der Rosen ihm gibt: ein Bild strahlender Schönheit und Vollkommenheit, aus hübschen aber dürftigen Wildlingen durch die Kultur des Menschen und mit ihr erst erstanden!_ Von den GeschaftSkniffen mancher BerstchrrunnSaaenten teilten wir kürzlich eine bedenkliche Probe mit. In Rixdorf hatte bei einem Parteigenossen V., der gegen Feuerschaden versichert ist. ein Agent mit einem Begleiter dadurch Zutritt erhalten, daß er angab, er wolle die Versicherungspolice prüfen. Hinterher suchte er V. zum Abschluß auch einer Lebensversicherung zu animieren, wobei er eine andere Versicherungsgesellschaft nannte lderen Firma V. nicht genau verstand) und zu ibrer Empf-hlung allerlei Redens. arten über die sozialdemokratische Partei sowie über unseren Genossen Bebel machte. Der Agent wies auch auf V/S Parteizugehörigkeit hin und forschte nach der Adresse deS Bezirks. führers, von dem er sich die Adressen noch anderer Genossen ver- schaffen wolle, um sie gleichfalls aufsuchen zu können. Infolge unserer Mitteilungen über daS Gebaren dieser beiden Besucher baben wir aus Rixdorf noch einige Zuschriften er- halten, die Aehnliches melden. Uebereinstimmend wird berichtest daß immer zwei Agenten zusammen arbeiteten, von denen der eine das Wort führte. Doch hat sich bisher nicht mit Sicherheit ermitteln lassen, ob ei sich immer um dasselbe Paar handelt oder mehrere Paare tätig gewesen sind. Einem Parteigenossen B. stellten zwei Besucher sich als Vertreter einer Versicherungsgesellschaft vor, die ihren Sitz in Bremen habe. Um sie zu empfehlen, erzählte der eine, auch Bebel habe bei dieser Gesellschaft eine Lebensversicherung. B. antwortete, ihm sei gleich- gültig, wo Bebel sich versichert habe. Obwohl sie ihm ihre Gesell- schaft als eine Arbeiterversichcrung anpriesen, ließ er sich auf nichts ein und lehnte auch ab, sein Kind zu versichern. Mehr Erfolg hatten bei einem Parteigenossen S. zwei Herren, die er nach ihrem Auftreten zunächst für Angestellte der Feuerversicherungs- gesellschaft hielt, bei der er versichert ist. Der eine fragte, ob schon dje sßrÜNie für dieses Jahr bezahlt fei, izyd besah sich die, Quittung, die ihm vorgewiesen würde. Dann kam er auf Lebens- Versicherung zu sprechen, auch auf Kinderversicherung, nannte die „ B r e me n-Hanno ve vsch e L e b e n s v e r s i ch e r u ng S- Bank Aktiengesellschaft" und berief sich auf Bebel, um zu zeigen, welches Vertrauen diese Gesellschaft verdiene. L. ver- stand, daß Bebel int Aüfsichtsrat sei. Der Agent fvagte auch, ob S. dem Wahlverein angehöre, und äußerte, daß er sich gern noch Adressen von Parteigenossen verschaffen möchte. S. und seine Frau haben beide schon eine Lebensversicherung, erklärten stich aber schließlich bereit, auch mit dieser Gesellschaft noch eine Lebensversicherung abzuschließen. Sie zahlten 1,50 M. Aufnahmegebühr, worüber ihnen eine mit„Direktionsbeamter A. Woschitzky,- Potsdamer Straße 97" unterzeichnete Quittung ausgestellt wurde. Von derselben Versicherungsgesellschaft fanden sich auch bei einer Parteigenossin S. zwei Herren ein. Sie sprachen von der P a r t e i und erzählten, daß bei. ihrer Gesellschaft auch Bebel schon seit 17 Jahren versichert sei. Der Oberbürgermeister von Rixdorf ge- höre, fügten sie hinzu, gleichfalls zu ihren Versicherten. Die Herren hatten mit ihrem Werben keinen Erfolg. Als Frau S, die Adressen der Agenten forderte, schrieb ihr der eine auf einen Zettel:„M. Walke und F. Herbst. Bremen-Hannoversche Lebensversicherungs-Bank A.-G., Berlin, Potsdamer Straße 97."' Genosse Bebel keilt unS auf unsere Anfrage mist daß«t vor 36 Jahren sich bei der genannten Gesellschaft durch Vermitte- lung eineS Bekannten, der dort Agent war, versichert hat. Daß Bebel nicht in ihrem Aufsichtsrat sitzt und ihm niemals angehört hat, war von vornherein selbstver- ständllch. Wir empfehlen, ohne weiteres j e d e m Agenten die Tür zu zeigen, der etwa solchen Schwindel vor» bringt, um das Vertrauen zu seiner Gesellschaft zu steigern. Aber auch die Manier, die bloße Mitgliedschaft Bebels als Köder zu benutzen, wird von unserem Genossen Bebel als Ungchörigkeit empfunden. Wir nehmen an, daß Versicherungsgesellschaften» die sich durch ihre Leistungen zu empfehlen vermögen, ihren Agenten untersagen werden, mit solchen Mitteln zu werben. Partei» genossen sollten gerade diejenigen Agenten abweisen, die dreist auf Bebel sich zu berufen versuchen. Die Wünsche der Lehrer über ihre rechtliche Stellung in Staat und Gemeinde. Folgende Forderungen stellte der Berliner Lehrerverein im Anschluß an einen Vortrag des Herrn Rechtsanwalt Abramczhk stmd des Lehrers Herrn Otto Pautsch auf: I. Es ist gesetzlich festzulegen, a) ob der Lehrer im unmittel- baren Staatsdienst oder im unmittelbaren Dienst des Schulder- bandeS steht, bei dem er angestellt ist; d) ob der Lehrer unmittel- barer oder mittelbarer Staatsbeamter ist. II. Die Vorschriften der§8 1—3 des preußischen Gesetzes vom 1. August 1909 finden auf die Lehrer Uird Lehrerinnen eineS Schulverbandes Anwendung. III. 1. Die Beschränkung in der Wahl des Wohnsitzes außer» talb der Amtsgemei'nde ist aufzuheben(§ 92 des Allgemeinen andrechtS, Teil II, Titel 10). 2. Die Beschränkungen, die hinsichtlich des Wahlrechte? der VolkSschullehrer zu Mitgliedern des Magistrats, zu Stadtver» ordneten, GeDeindeverordpeten, Mitgliedern des Kreisausschusses, Schöffen unö Geschworen«»..ibestehen, wepden aufgehoben.' IV. 1. In der Bettitigung seiner polüifaien Gesinnung und seiner StaiddcsiniehMeüi ist �her Peamts'-Nur insofern Boschränktts als er'«ftray' iqjeir"MMieineit" EMfghfetze verstößt oder die bestehende StaatZform bekämpft. 2. Im Beschwerdcverfahrcn darf nicht eher eine Entscheidung gefällt werden, als bis dem Beamten Gelegenheit gegeben worden ist, die gesamten Ermittelungen kennen zu lernen und sich darüber zu äußern. 8. Der Beamte ist jederzeit berechtigst die Eröffnung deS formellen Disziplinarverfahrens zu fordern. 4. Die Person«lakten einschließlich der Berichte über die dienstliche Tätigkeit sind dem Beamten jederzeit zugänglich. 5. Für Disziplinarsachen sind besondere Disziplinarkammer» und Disziplinarhöfe einzusetzen, in denen auch Beamte der Kate. gorie des Angeklagten, niemals aber dessen direkte Vorgesetzte Sitz Und Stimme haben. 6. Die Voruntersuchung findet in Gegenwart des Angeklagten und seines Verteidigers statt. Auf Antrag des Angeklagten sind auch in der Hauptvelchändlung Zeugen zu hören und andere Be» weise zu erheben. . 7. Die mit Zuchthaus bedrohten Straftaten unterliegen hin- sichtlich des Disziplinarverfahrens keiner Verjährung. Im übrigen finden die allgemeinen Bestimmungen über die. Verjährung An- hvendung. Verfehlungen, die in den allgemeinen Strafgesetzen nicht mit Strafe bedroht sind, verjähren in drei Jahren. 8. DaS Wiederaufnahmeverfahren zu Gunsten und Ungunsten des Angeklagten, sowie die Entschädigung unschuldig diszipliniertes Beamten muß für das Disziplinarverfahren gesetzlich geregelt werden. 9, Im Falle einer Suspension darf eine Herabsetzung de» Gehalts nicht eintreten. 10. Der Erlaß des BeamtengescheS als Ausführung des Art. 88 der preußischen Verfassung, sowie der Erlaß eines Schulgesetzes ist dringend zu wünschen. In der Sitzung des Kuratoriums der städtischen Heimstätten vom 24. d. Mts. wurde wiederholt von den günstigen Kurerfolgen Kenntnis genommen,, welche fortlaufend mit der Verpflegung der Kinder in den städtischen Heimstätten er- zielt werden. Die Beschäftigung der Kinder in der bisherigen Weise durch Spiele unter Anleitung der Kinderpflegerinnen und bei Gewährung möglichster Freiheit unter Berücksichti» wichst der Eigenart der Kinder wurde gebilligt. Für. ihre Be- schäftigimg bei schlechter Witterung sowie für den Winter sollen noch einige Fröbelspiele beschafft werden. Die Be- ratung über den Erweiterungsbau der Heimstätte für Brust- kranke zu Buch wurde auf längere Zeit vertagst da ein drin- geudes Bedürfnis gegenwärtig nicht anerkannt werden konnte. Eine dreiviertelstllnbige Störung im Straßenbahnbetriebe, die durch ein fremdes Fuhrwerk herbeigeführt wurde, ereignete sich am Freitag am Kriminalgericht. Dort war einem beladenen Wagen der Gcrüstbauanswlt Altmann aus Charlottenbürg das rechte Hin-, terrad gebrochen und das Gefährt sperrte die Straßenbahnschienen in der Richtung nach der Gotzkowskystraße. Durch den Rettungs- Ivagen der Straßenbahn wurde das Hindernis beseitigt. Während der Dauer der Störung von 9 Uhr bis 9 Uhr 50 abends wurden die Wagen der Linien 10, 14, Q und W, durch die Rathenowec und Turinstraße abgelenkt. Trauriges Nachspiel zum Maabiter Krawallprozeß. Der Schlosser Paul Bock, der im ersten Moabiter Krawallprozeß von der Liebelt- kammer zu 3'/z Jahren Gefängnis verurteilt wurde, hat in seiner Zelle im Moabiter Untersuchungsgefängnis seinem Leben durch Er- sängen ein freiwilliges Ende bereitet. Ein Gefängnisausieher and Bock am frühen Morgen tot in seiner Zelle vor. Er hatte sich mit seinem Taschentuch an dem Heizungsrohr erhängt. Wie vor wenige» Tagen berichtet, hatte das Reichsgericht die Nevision Bock» 606tt das Urteil zurückgewiesen. Bereits im Verlaufe des Moabiter Krawallprozesses waren von dem Verteidiger Bocks Be- denken gegen die Zurechnungsfähigkeit des Angeklagten erhoben worden, sie wurden aber von den Sachverständigen als unbegründet bezeichnet. Man nimmt an, dah Bock, der zum mindesten als geistig minderwertiger Mensch angesehen werden muß. in einem Fall von Geistestrübung und vor allem aus Verzweiflung über die Zurück« Weisung der Revision den Selbstmord verübt hat. Er war, wie er- innerlich, derjenige von den Angeklagten im Moabiter Krawall- Prozeß, der die höchste Strafe erhielt. Bock war beschuldigt, einem Schutzmann einen Messerstich in den Unterleib versetzt zu haben. Er gab die Tat zu, erklärte aber, daß er in Notwehr gehandelt habe. Diese Angaben fanden aber nicht die Anerkennung des Gerichtshofes. Das Deutsche Opernhaus wird die Charlottenburger Stadt verordnetenversammlung in einer außerordentlichen Sitzung am Dienstag beschäftigen. Der Ausschuß hat mit großer Mehrheit der Errichtung des Deutschen Opernhauses zugestimmt. Als Bau Platz ist das vom Magistrat vorgeschlagene Terrain in der Bismarcks straße zwischen der Sesenhcimer und Krummen Straße gewählt worden. Es werden jedoch in der Krummen Straße nur das Eck- grundstück an der Bismarckstraße und vier weitere Grundstücke an- gekauft. Auf den Ankauf zweier noch vom Magistrat vorgeschlagener Grundstücke in der Krummen Straße wird verzichtet. Die Bau summe ist auf 3 Millionen Mark bemessen. Das Opern Haus soll ungefähr 2300 Plätze erhalten, die sich auf das Parkett und 3 Ränge verteilen. Die Lpernhaus-Betriebs-Aktiengesellschaft übernimmt das Opernhaus auf 33 Jahre in Pacht zu einem jäho lichen Pachtzins von 253 303 M. Die Preise der Plätze betragen im Abonnement im Orchestersitz 3,83 M., im 1. Parkett 3,33 M. im 2. Parkett 2,83 M.. im 1. Rang 4,83 M.. im 2. Rang 2,33 M und im 3. Rang 1,23 M. Bon einem Hunde zerfleischt wurde am Donnerstag abend ein Passagier in einem Wagen der Straßenbahnlinie 36. In dem Anhängewagen hatte ein Kaufmann Menzel, Wilmsstratze 17, mit zwei Hunden Platz genommen. Als ein Herr Hoffmann, Git> schiner Straße 67, den Wagen verlassen wollte, trat er unachtsamer weise in der Dunkelheit einem Hunde auf den Schwanz, worauil das Tier auf Herrn Hoffmann zusprang und ihm den Oberschenke vollständig zerfleischte. Das wütende Tier konnte nur durch Zw drücken der Kehle von weiterem Unheil abgehalten werden. Der Schwerverletzte mußte im Krankenhaus am Urban verbunden werden. Der Besitzer des HundeS dürfte für den Schaden verant- wortlich zu machen sein. Unter dem Pferde begraben. Auf eigenartige Weise ist am Freitag der 26jährige Arbeiter Leo Jankowski aus der Beußeb straße 5 schwer verunglückt. Auf dem Grundstück Neue Grünstr. 11 war ein der Drogenhandlung Brückner, Lampe u. Co. gehörige? Pferd gestürzt und I., der oei dieser Firma angestellt ist, lvar dabei behilflich, das Tier aufzurichten. Es gelang auch schließlich, das Pferd in die Höhe zu bringen, doch kam es wiederum zu Fall und stürzte auf den Arbeiter Jankowski, den es unter sich begrub. Als der Verunglückte unter der schlveren Last hervorgezogen worden war, wurde festgestellt, daß er einen komplizierten Bruch des linken Unterschenkels und anscheinend auch innere Verletzungen erlitten hatte. I. wurde nach der Unfallstation am Spittelmarkt gebracht, wo ihm die erste Hilfe zuteil wurde, und von dort nach dem Kran- kenhaus Moabit übergeführt. Der Zngzusammenstoß, der sich am 6. Februar bei Baumschulen» weg ereignete, wind am Montag die 2. Strafkammer des Land- gerichts II in einer Tagessitzung beschäftigen. Am 6. Februar, früh- morgens kurz vor 6 Uhr, fuhr ein vom Potsdamer Bahnhof koml mender Vorortzug in einen von Niederschöneweide-JohanniStahl nach Berlin-Stadtbahn ausfahrenden Zug. Die Maschine und vier Wagen entgleisten, �wei Personenwagen wurden mit solcher Wucht aus dem Gleise geichleudert, daß sie die Böschung hinabstürzten und sich dabei überschlugen. Der eine davon, ein Wagen zweiter Klasse, war leer, dagegen war der zweite, ein Wagen dritter Klasse, ziemlich stark besetzt. Bei dem Unglücksfall sind sechs Personen schwer und elf leichter verletzt worden. Die Schuld an dem Uw fall wird dem Führer des von Rixdorf herankommenden Zuges, dem Lokomotivführer H e i n ß aus Lichtenberg, aufgebürdet, der das für seinen Zug geltende„Halt"-Signal übersehen und mit einem auf„Freie Fahrt" stehenden Signal verwechselt haben soll, das für einen Zug Treptow-Baumschulenweg bestimmt war. Heintz ist schon 23 Jahre im Eisenbahndienst und hat sich vielfach als sehr umsichtiger Beamter bewährt. Dieser behauptet, daß der Unglücks- fall auf mangelhaste Beleuchtung der zu jener Zeit in Frage kom» menden Weiche zurückzuführen sei. Er hat in dieser Beziehung durch die Rechtsanwälte Sonnenfeld und Dr. Herbert F r ä n- kel eine Reihe von Zeugen zu seiner Entlastung vorladen lassen. Im ganzen sind zirka 43 Zeugen und mehrere Sachverständige vor- geladen worden. Oeffentliche Bibliothek und Lesehalle zu unentgeltlicher Be- Nutzung für jedermann, SO., Adalbertstr. 41. Geöffnet werktäg- lich von 5ih— 13 Uhr abends, an Sonn, und Feiertagen von S— 1 und 3— 6 Uhr. In dem Lesesaal liegen zurzeit 549 Zeitungen und Zeitschriften jeder Art und Richtung aus. Verloren wurde am Himmelfahrtstage in Erkner im Nestau- rant Fiekcrt ein schwarzes Portemonnaie mit 43 M. Der ehrliche Finder wird höslichst ersucht, dasselbe gegen Belohnung an F. Ziehm, Berlin. Skalitzer Straße 18, 3 Trp., abzugeben. Vorort- JNfacbncbten. Charlottenburg. Bei dem Gewcrbegericht zu Charlottenburg sind 1910 1602 neue Streitsachen gegen 1704 im Vorjahre(1539 i. I. 1908) anhängig gemacht worden. An dem geringfügigen Rück- gange(5.99 Proz.) ist allein das Baugewerbe und Bauhand- iverk beteiligt. Trotzdem mußten infolge Zunahme der recht- lich schwierig liegenden Streitsachen 38 Termine mehr als im Vorjahre angesetzt werden. Von sämtlichen Streitsachen entfielen auf das Bauhandwerk und Baugewerbe 4 6 6(570 i. I. 1909), auf Fabriken aller Art 161(153), auf das übrige Handwerk und Gewerbe 953(953). Der Wert des Streitgegenstandes betrug von 1— 20 M. in 660, mehr als 20—50 M. in 398, mehr als 50—100 M. in 301 und mehr als 100 M. in 210 Fällen. Der höchste Streitgegen- stand betrug 7500(1829) M. Durch Zllrücknahme wurden 243, durch Anerkenntnis 36, durch Vergleich 585, durch rechts- kräftiges Versäumnisurteil 208, durch Endurteil 158, durch Ruhenlassen des Prozesses und Abweisung wegen Unzu- ständigkeit 394 Klagen erledigt. Es wurden 183(145) Terminstage abgehalten und zwar 142(103) vor dem Vor- sitzenden allein und 41(42) vor dem Spruchgericht. Die Durchschnittszahl der in einem Vergleichstermine angesetzten Streitsachen wurde von 16 auf 12 herabgesetzt. Auch die Be- schlennigung der Rechtspflege— ein Hauptgrundsatz gewerbegerichtlicher Rechtsprechung— hat wieder erheblich zu- genommen. Statt 60,07 Proz. im Vorjahre wurden 69,7, also fast 70 Proz. aller Streitsachen, in einer Woche erledigt. (48,9 Proz. 1903). Bei 33 berufungsfähigen Urteilen ist Be- rufung nur in neun Fällen eingelegt, von denen erst eine Sache und zwar durch B e st ä t i g u n g des Urteils erster Instanz erledigt ist. Von den schriftlich eingereichten Klagen war ein nicht geringer Teil von Rechtskonsulenten und zumeist derart mangelhast abgefaßt, daß entweder das angerufene Gericht sie wegen Unzuständigkeit oder zur notwendigen Er- gänzung zurückreichen mußte. Im eigenen Interesse müssen die Rechtsuchenden darauf hingewiesen werden, sich in Streit- fällen an die Gerichtsschreiberei oder an die gemeinnützigen Rechtsauskunftsstellen oder an das Arbeitersekretariat zu wenden, wo sie kostenfrei sachgemäße Rechtsauskunft er halten und ihre Klagen und Schriftsätze richtig und unentgelt lich aufgenommen werden. Eine erhebliche Anzahl von Klagen ließen sich vermeiden, wenn die Arbeitgeber in Gewerbe betrieben, wo noch keine Tarifverträge gelten und Arbeits Ordnungen nicht erlassen sind, sich entschließen würden, ge druckte Dienstverträge mit klaren, dem Gesetz entsprechenden Bestimmungen über Kündigung und Arbeitsbedingung bei Abschluß der Verträge mit ihren Angestellten zu verwenden Als Einigungsamt ist das Gcwerbegericht im Berichtsjahre nicht in Tätigkeit getreten. Gutachten sind nicht erfordert, Anträge nicht gestellt worden. Wilmersdorf-Halensee. Heute, Sonntag, den 28. Mai, findet von vormittags 13 Uhr bis nachmittags 2 Uhr die G«werbegerichtswahl statt Wir ersuchen die Parteigenossen und Gewerkschaftskollegen, von ihrem Wahlrecht unbedingt Gebrauch zu machen. Die am Mittwoch stattgefundenen Wahlen der Arbeitgeber haben gegenüber den früheren Wahlen eine stock Beteiligung gezeigt. Dasselbe erwarten wir von den Arbeitnehmern. Vornehmlich an die außerhalb wohnenden, aber am Orte arbeitenden Kollegen sei die Mahnung gerichtet, sich vollzählig an der Wahl zu beteiligen. Die Gewerkschafts-Unterkommisjion. Rixdorf. Besprengungsversuche mit Oelpräparaten sind, Sie in der De putation für das Feuerlöschwesen mitgeteilt wurde, in den außer- halb des geschlossenen Stadtteils belegenen Straßen gemacht wor den. Die Besprengung mit Westrumit hat keine Wirkung gehabt, während die Besprengungsversuche mit Coeberit noch nicht abge- schlössen sind. Die endgültige Beschlußfassung über die Art der Besprengung soll später erfolgen.— Ueber das Verhalten der Krankentransporteure bei eintretender Lebensgefahr des Kranken und über die Mitnahme von Personen auf der Rückfahrt nach der Hauptfeuerwache ist eine Anweisung erlassen worden. Die Einführung der Reichsversicherungspflicht durch Reichsgesetz will der Magistrat auf dem Deutschen Städtctage bei Beratung der Arbeitslosenversicherung anregen. Ob der Magistrat bei der Mehr heit des Städtetages das genügende Verständnis mit seinen An- regungen antreffen wird, ist allerdings eine andere Frage. Dem Beschluß der Schuldcputation, während der Sommerferien die Schülhöfe als Spielplätze dem Publikum zur Verfügung zu stellen, ist der Magistrat in seiner letzten Sitzung beigetreten. Friedenau. Ein bedauerlicher Unglücksfall ereignete sich am Frenagmittag am Friedrich-Wilhelm-Platz, wo von einem Straßenbahnwagen der Linie? der Beiwagen abgekoppelt werden sollte. Bei dieser Arbeit geriet der Schaffner Gaebel zwischen den Motor- und Anhänge wagen und erlitt eine Quetschung der Brust. Der Verunglückte wurde nach dem Kreiskranlenhause in Groß-Lichterfelde übergeführt. Rummelsburg. Die Gewerbegerichtswahlen für die Arbeitnehmer finden am Montag, den 29. Mai, in der Zeit von 5 Uhr nachmittags bis 8 Uhr abends statt. Alle Wähler mit dem Anfangsbuchstaben A bis G wählen im Restaurant Kern, Türrschmidtstraße 45, von H bis P im Lokal Knapke(früher Carlin), Hauptstraße 83, von Q bis Z im Lokal Beyer(früher Rostock), Hauptstrahe 85. Wahlberechtigt sind alle Arbeiter, welche das 25. Lebensjahr er- reicht haben und in dem Bezirk des GewerbegerichtS beschäftigt ind oder, falls sie außerhalb in Arbeit stehen, am Ort wohnen. Wir ersuchen die Parteigenossen und Gewerkschaftskollegen, in eine rege Agitation für diese Wahl einzutreten. Jeder in Betracht kommende Arbeiter hat von seinem Wahlrecht Gebrauch zu machen Nicht darauf kommt es allein an, daß die Kandidaten der Gewerk- chaften gewählt werden, sondern hinter denselben muß auch die übergroße Mehrzahl der Wähler stehen. Versäume daher niemand die Wahl. Die Gewerkschaftsunterkommission Lichtenberg-Rummelsburg. Zehleudorf(Wannscebahn). In der gut besuchten Wahlvereinsversammlung hielt Gen. Udo einen mit Beifall aufgenommenen Bortrag über das Thema:»Untere Verfassung". Dem Vortrage folgte eine Diskussion, an der sich mehrere Genossen beteiligten. Mitgeteilt wurde, daß die hiesige Polizei bei dem Turnwirt Nachfrage gehalten habe, ob eine Lehr- lingsabteilung bestehe. Man scheint also auch hier die Jugend Spionage zu betreiben. In den Wahlverein wurden 3 neue Mit glieder aufgenommen. Der„Zehlendorfer Anzeiger" wird immer noch von einer großen Anzahl hiesiger Arbeiter gelesen. Belehrung auS diesem Spieß- bürgerblättchen zu schöpfen über alle die großen Fragen, die die Arbeiterschaft bewegen, ist selbst bei den allerdescheidensten An- prüchen nicht möglich. Dagegen erlebt man es sehr häufig, daß die Vertreterin der Arbeiterschaft, die Sozialdemokratie, in der ge- hässigsten Weise angegriffen wird. Zur vollständigen Charakteriste- rung dieses Blattes diene noch folgendes: In einigen Nummern desselben werden im Inseratenteil Streikbrecher nach Hamburg ge- ucht, und zwar so offen, daß ein Zweifel gar nicht möglich ist. Inter der Ueberschrift:„Wegen Arbeitsniederlegung" �werden Tischler gesucht, die, für den horrenden Lohn von 63 Pf. pro Stunde, in Hamburg Rausreißerdienste leisten sollen. Hoffentlich fallen keine Zehlendorfer Tischler auf diese Annonce herein. Aber daran ollten die Zehlendorfer Arbeiter wieder einmal erkennen, daß es Zeit ist, die Spießbürgerpresse aus ihren Wohnungen zu verbannen und die Arbeiterpresse zu abonnieren, die ihre Interessen vertritt und ihnen auf allen Gebieten Belehrung bringt. Wei�ensee. AuS dem Bericht des Schularztes für 1910/11 ist erwähnens- wert, daß der Gesundheitszustand der Schuljugend im Berichtsjahre im allgemeine» zufriedenstellend war. Das Einvernehmen zwischen Arzt und Schule war ein gutes, und die große Zahl der von den Kindern gewünschten Beratungen in der Schule hat bewiesen, daß die Kinder zum Schularzt Vertrauen hatten und gern seinen Rat eingeholt haben. Äußer mündlichen Verordnungen wurden auch Rezepte verabfolgt und eine große Anzahl zur Spezialbehondlung den betreffenden Polikliniken überwiesen. Bei den Oktober- und Aprileinschulungen wurden in den sieben Schulen 793 Kinder unter- ücht davon befanden sich 265 Kinder i» guteni, 363 in niittlerem, 173 in schlechtein Gesundheitszustände. Zurückstellungen vom Unterricht waren in 18 Fällen erforderlich. Wie der Arzt behauptet, sei von den Be- ratungen in der Schule sogar manchmal unnötigerweise Gebrauch gemocht worden; im ganzen wurde 2317 mal ärztlicher Rat erteilt. Einer ganz besonderen Aufmerksamkeit wurde der Ucbungö- und Hilfsschule gewidmet, die jetzt schon fünf Klassen aufweist. Die Speisung der bedürftigen Kinder in der Volksküche und die Verab- reichung des warnien Frühstücks in der Schule hat sich als recht segens- reich erwiesen. Ueber den Sport äußert sich der Schularzt wie 'vlgt:»Dem Jugendsport wird noch zu wenig Aufmerksamleit geschenkt. Turnen und Schwimmen müßten auch bei den Mädchen noch mehr erfordert werden. Durch häufig nicht stichhaltige Klagen dersuchen eS leider diele Eltem, ihre Kinder dem Turnen zu entziehen, nach meiner Ansicht dürften nur Lungentuberkulose und körperliche Mängel davon ganz befreie». Dem Schwimmsport, bietet der Kräftigung der Körpermuskulatur außerordentlich förderlichen Betätigung, wurden eine Anzahl Knaben, die ich als geeignet aus- gewählt, auch in diesem Jahre zugeführt. Für ganz ungeeignet halte ich für Schulknabe» den mir sehr unsympathisch und unästhetisch er- scheinenden Fußballsport, dem man zu seinem großen Acrger häufig sogar auf den Gehbahnen und den Straßen der Gemeinde begegnet. Wenn sich schon Erwachsene durchaus die Knochen dabei zerschlage» und andere Schädigungen zuziehen müssen, so sollte man dies Schul- lindern absolut verbieten, was allerdings in erster Reihe Sache der Eltern wäre." Die Neueinrichtung der Kochschule wird vom Schul- arzt lebhaft begrüßt, glaubt er doch eine Schar von tüchtigen HauS- stauen und Mädchen heranzubilden, die imstande sind, der»Magen- frage" in der ihr gebührenden Weise nahezutreten. Reinickendorf. Ein tödlicher Straßenbahnunfall ereignete sich gestern vormittag gegen 16 Uhr in Reinickendorf. Dort wollte der dreijährige Sohn Georg des Kaufmanns Freund, Provinzstraße 136 wohnhast, vor dem Hause 161 der genannten Straße vor einem in der Richtung nach Berlin fahrenden Straßenbahnwagen der Linie 36 über das Gleis laufen, wurde jedoch, obwohl der Fahrer die Gefahrbremse anwandte, umgestoßen und geriet mit der linken Körperhälfte unter den Schutzrahmen. Mittels mitgeführter Winden wurde der Waggon angehoben und der Kleine in einigen Minuten hervor- gezogen. Auf dem Wege zu einem in der Nähe wohnenden Arzt verstarb leider das Kind an den Folgen der erlittenen schweren inneren Verletzungen. Rosenthal, Wilhelmsruh, Nordend. Unter geradezu skandalösen Wohnungsverhältnissen haben die bei den hiesigen Straßenbauten beschäftigten polnischen Saison- arbeitet zu leiden. Die Gemeindeverwaltung hat die Arbeiten, die zu einer besseren Straßenverbindung notwendig find, der Firma Galandh u. Platkaw in Schöneberg übertragen. Obwohl möglichst hiesige Arbeiter beschäftigt werden sollten, werden meist polnische und galizische Saisonarbeiter herangezogen, jedenfalls, weil die Firma in letztere billigere Arbeitskräfte zu haben glaubt. Hierbei fei mitgeteilt, daß auch bei der Höherlegung der Nordbahn, die die Firma Sträubel-Berlin ausführt, Frauen mit Sand, und und Steineabladen beschäftigt werden, trotzdem männliche Arbeits- kräfte genügend vorhanden sind. Ein Teil der polnischen Arbeiter wohnt in Nordend. Vor einigen Tagen wurde nun von unseren Genossen ein« Broschüren- Verbreitung an diese Arbeiter vorgenommen. Hierbei zeigte sich, daß jene auf niedriger Kulturstufe stehenden, von den Unter- nehmern aber gerade bevorzugten Arbeiter in Wohnungen leben müssen, die alle Erwartungen auf diesem Gebiete übertreffen. Einer der Genossen teilt unS folgendes mit: Wir kamen zunächst in das Haus Kastamen-Allee 2. Hier sind verhältnißmäßig kleine Woh- nungen, die zeitweise von 6—16 Mann belegt waren; nur in einem Raum war ein Bett vorhanden, sonst findet man als einziges Möbel die Arbeitsgeräte der Arbeiter, sowie Kisten, Körbe, Koffer und vollgestopfte Säcke. Als Lagerstätte dient auf dem Fußboden ausgebreitetes Stroh; auch Frauen sah man hier, jedoch konnte nicht festgestellt werden, ob diese mit den Männern in gemein» samen Räumen schlafen. In dem einstöckigen Hause Kastanien- Allee 32 sind, wie unS mitgeteilt wurde, zirla 33 Mann, teilweise sogar auf dem Boden untergebracht. Geradezu skandalöse Zu- stände herrschen im Hause Schönhauserstr. 4. Hier ist ein Seiten- flügel vom Keller bis unter das Dach von diesen anspruchslosen Proleten bewohnt. In den meisten Fenstern fehlen die Scheiben. Da die Arbeiter sich vielfach auf dem Spirituskocher das Essen zubereiten, besteht sogar eine ständige FeuerSgefahr. Lebensgefahr birgt ein von den Arbeitern k«wohnter unterkellerter Stall, dessen Decke von Mäusen und Ratten vollständig unterwühlt ist. Aehn- liche Zustände konnte man im Haus« Kastamen-Allee 23 beeck- achten, wo gleichfalls Arbeiter untergebracht find. Zu veavundern ist, daß die sonst um allerlei Dinge besorgt« Polizei von solchen unhaltbaren Verhältnissen bisher keine Kenntnis erhalten hat. Hier könnte ein« äußerst fruchtbringende« Tätigkeit von ihr ent- faltet werden. Jenen arm«n, nur auf niedriger Kulturstufe befindlichen Ar« beitern kann man es nicht verübeln, daß sie so menschenunwürdig wohnen, in der Nähe der Reichshauptstadt ist eS jedoch Pflicht der Behörden, darauf zu achten, daß die bescheidensten Ansprüche an das menschliche Dasein erfüllt werden. Gerichts-Leitung. Ein Akt unerlaubter Selbsthilfe. Zu dem unter vorstehender Ueberschrist in unserer Nummer vom 24. Mai gebrachten Gerichts- bericht erhalten wir mit der Bitte um Aufnahme von dem Land- messet Krüger folgende Zuschrift:„ES wird so dargestellt, als ob Foltes u. Hoppe von mir bedeutend, um zirka 753 M., geschädigt worden wären. Durch die Verhandlung ist festgestellt worden: 1. daß FolteS u. Hoppe die Arbeit nicht vollenoet hatten; 2. daß Foltes u. Hoppe bis zum Abbruch der Beziehungen Woche für Woche je nach Leistung bezahlt worden sind; 3. daß Foltes u. Hoppe speziell mich als Eigentümer nie um Zahlung gemahnt oder verklagt haben; 4. daß die Fertigstellung der Glaserarbeiten durch einen anderen Meister, einschließlich der an FolteS u. Hoppe gezahlten 2333 M., über 3133 M. gekostet hatte, während mit Foltes u. Hoppe ein Pauschalpreis von 3133 M. für die ganze Arbeit ausgemacht war; 5. daß ich nach Fortnahme der Fenster durch Foltes u. Hoppe der Firma 753 M. hinterlegen wollte, bis zum gerichtlichen Austrag der Sache, daß FolteS u. Hoppe aber Auszahlung verlangten. Hierauf konnte ich wiederum nicht eingehen." Der Tischlerstreik in Henningsdorf wurde durch eine Verhand- lung vor dem Spandauer Schöffengericht noch einmal aufgerollt. Unter der Beschuldigung des Vergehens gegen§ 153 der Gewerbe- ordnung und wegen Beleidigung hatten sich die Tischler Paul Arndt und Paul Bogisen zu verantworten. Beide sollten am 3. März zwei Arbeitstvillige durch Drohungen zur Teilnahme am Streik bewegt und beleidigt haben. Die Angeklagten, denen Rechts. anwall Theodor Liebknecht als Verteidiger zur Seite stand, meinten. daß es sich bei dieser Anklage nur um einen Rwheakt des Werk» meisters Rhode handeln könne, dessen Entfernung aus dem Betriebe von Conrad gefordert und deshalb gestreikt worden fei. Die Be- lajtungszeugen Tischler Bohnnagel und Friedrich suchten darzu- legen, daß sie von den Angeklagten belästigt worden seien. Nament- lich Bohnnagel betonte, daß er sich an die Polizei gewandt habe. die dann auch jeden Tag zwei Beamte in Zivil mitgesandt habe. Vom Verte�iaer befragt, ob die Beamten Anlaß zum Einschreiten yeyabt hatten, suchte sich der Zeuge um diese Frage herumzudrücken. Auf weiteres Eindringen des Verteidigers in das Vorleben dieses Belastungszeugen stellte sich heraus, daß derselbe bereits wegen Bedrohung mit 3 Monate Gefängnis bestrast worden ist. Positive Angaben vermochten beide Zeugen nicht zu machen. Der erst kurze Zeit dem Schöffengericht vorstehende Assessor Ganz nahm in der Verhandlung insofern eine recht sonderbare Haltung ein, als er einem Entlastungszeugen gegenüber betonte:„Sie waren doch auch einer von den Streikbrüdern I" Der Amtsanwalt beantragte weaen Vergehen gegen§ 153 der Gewerbeordnung in Jdealkonkurren» mit§ 185 des Strafgesetzbuchs 1 Monat Gefängnis. Das Gericht erkannte jedoch nur wegen Beleidigung auf je 53 M. GelMtroü-. Von der Anklage teS Vergehens gegen§ 153 wurden die Anaeklaatea freigesprochen. U «lrnSwalde-Friedcberg. Sonntag, dm 28� Mal, nachmittags S vhr, bei Thimm, Tilsiter Str. 79: Mitgliederversammlung. Vortrag des(Sc« Nossen Dr. Moses. Gäste wMiommen. Singegangene Drudktdynftcn* Anna Barenthin. Drama von O. Krille. 1,50 M. I. Sassenbach, Berlin, Engcluier 15. Tos vatikanische Konzil. Von H. Munter. 75 Ps. Neuer Frank« fttrler Verlag, Frankfurt a. M. Volksschul-Warte. Nr. 20. Mannheimer Lehrerzeitung. Erscheint wöchmllich. Quart. 1,59 M. Verlag: Mannheim, Rheindammstr. 31. ßnefltarten der Redaktion. F. ES. Darüber könnte Ihnen Genosse Adolf Hoffmann, Blumenstr. 22, Auskunst geben.— Tpczialhilfe. Adressen dieser Spezialärztc sindcn Sie im 2. Band, Teil 2 des.Berliner Adreßbuches", Seite 213.— P. G. III. Um derartige private Angelegenheiten kümmern wir uns nicht.— fr- M. 100. Derartige Vcrmittelungsbureaus kennen wir nicht.— Arbeiter 23. 1. Bestimmte Acrzte nachzuweisen, müssen wir ablehnen; wenden Sie sich an einen Spezialarzt, deren Adressm im.Berliner Adreß- buch", 2. Band, Test 2 verzeichnet sind. 2. Nein.— S. C. 1. Länge 62 Kilometer, davon 20 Kilometer schiffbar. Breite nicht bekannt. Ergießt sich übrigens in mehreren Armen in die Elbe. 2. Vermögen wir nicht an- zugeben.— 100 ES. Wilh. Gahrmann, O. 112, Liebigstraße 41.— — 31. ft. 32. Nein. Wenden Sie sich an einen Arzt.— W.®., Bln. Derartige Institute find sehr oft von zweifei hastem Wert. Wenden Sie sich Neber an den Verband der Schneider, Scbastlanstr. 37—38.— W. V. 8. 14,18 Quadratmeter.— A. lg. Ein Verbrennungsofen, aber nur für Leichenteile, befindet sich in der Dieftelmehcrstraße.— Kurt g. lieber ärzt» lichc Diagnosen können wir uns unmöglich im Briefkasten verbreiten.— A. B. 100. In unserem Blatt wird die Gewinnliste der preußischen Lotterie täglich aus Wunsch unserer Abonnenten veröffentlicht, sonst haben wir damit nichts zu tun. Sie müssen daher selbst nachsehen, oder bei Ihrem Kollekteur sich erkundigen.— 91. D. 25, 1. Bei Ihrem Armen- kommisfionsvorsteher melden. 2. Zentrale für private Fürsorge, Unter den Linden 16, Querg. III, brieflich oder auch mündlich, Montag, Dienstag und Freitag l1/.— 7 Uhr.— 0. W. 535. Diese Sache ist bereits verjährt. — O. K.'lOO. Sie sowohl wie Ihre Frau können gemäß§ 26 des Jn- validenverfichcrungsgesetzcs Abfindung mit dem dreisachen Betrage der Jahrcsrente beantragen. Der Antrag ist an den Landrat zu richten.— Piependreher Nr. 1. 1. Zunächst ist schriftlich oder zu gerichtlichem Protokoll bei dem Amtsgericht ein Sühnetermin zu beantragen. Alsdann ist die Klage durch einen Rechtsanwalt beim Landgericht zu erheben. 2. Be> fragen.fcie einen Fachmann.— Ä. 12. Nichten Sie die Anfrage an die Stcuerdeputation des Magistrats.— C. W. 100. Beschwerde an den Magistrat.— A. F. 22. Bis zum Ablauf des Vertrages, also einschließ- lich September.— St. 23. Ja, falls der Ehemann R. die Ehelichkeit des Kindes anfechtet.— C. B. 000. Anscheinend niemand.— Heide lt. Wenn die behauptete Aeußerung Ihrer Nichte nachweisbar ist, sind Sie nicht zahlungspflichtig.—<£. S. 72. Innerhalb eines Jahres. Die Aus« zahlung kann noch verlangt werden. In der Regel enipfichlt sich aber die Wciterverficherung.— R. R. 33. Nein.—®. D. 3. Die Kündigung wirkt zum 1. Juli.— A. B.(£. 27. Teilen Sie dem Amtsgericht die Absicht mit. Sie erhalten demnächst Vorladung.— Wahlrecht. 1. Um« Meldung bei dem Polizeirevier, 2. Ja.— C. W. 23. Länger aiS vier Jahre zurückliegende Alimentesorderungen sind verjährt. Klageberechtigt ist der Vormund des Kindes. Wasserftands-Nachrtchteu der Landesanstalt für Gewässerkunde, mitgeteilt vom Berliner Wetterbureau '1+ bedeutet Wuchs,— Fall.—•) Untervegel. Der F I u t s ch e i t e l der Oder befindet sich heut« bei Steinau unterhalb der Katzbachmündung. Vte (g (§ (a (a @ (oj (§ (g (S (g (S (§ (a oX2a2X2X2X2X2X2X2)v2X2X2X2X2X2)(2X�� Zur 9fmgst- Woche Herr.-Anzüge ein- und rweireihig Cheviot gestreift und kariert in neuen Mustern........ Cheviot grau, braun, oliv od. dunkel meliert, hochmod.verorb. Zwimkammgam gestreift and keriert, tadellose PaQfono. TorzfigUcii i» Trogen.......... Kammgarne u. Cheviots aparte englische Ausmusterung la Melton- Cheviot blau beste Verarbeitung, Ersatz f. Mail 24 h 27 h 33 h 40 h 50 m. HerrenUlster Cheviot kariert und gestreift O A Z�tM. 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(Ohne Gewähr.).(Xachdruck verboten.) 81 116 68 415 92 622 1098 109 318 23 76 419 95 99 807 00 90 814 40[SW] 952 72(lOOOl 2245 61 66 323 417 551 836[lÖTO] 39 919 3035 228 317 19 32 75 409 65 561 678 826 4:090 388 92 483 OST[3000] 763 810 42 990 5080 (500) 91 360 98 511 704 816 6012 8U[500] 190 94 226 407 515 681 718 31 80 958 7 033 49 133 46 243 339 494 529 67 72 610[1010]«007 67[15000] 146 274 444 568[30UO] 67 699 789 828 64 75 79 913 79 9093 371 475 5» 608 785 90 10 105 39 ZIZ 95 451 527 733[500] 827 46 954[500] 72 1 1013 127 229 398 507 59 634 83 782 605 91 94 933 12027 813 948 49 1 3319 21 634 1 4070 175 203 552 79 83 646 755 899 1 5031 M[3C00] 170 SOS 31 437 554 59 94 698 »54 16M5 97 17020 181 333 4-17 523 97 657 67 737[ 3000] 73 88 ltl73«C 347 521 Ml 811 919 21 55 84 95 1 9 230 834 424[1609] 527 635 716 4t 829 954 20128 321 630 847[6000] 81 89 991 21120 78 523 77 «62 92 741 77[500] 825 25 027 69 80 210 66[500] 403 513 14 91 794 803 2 3 063 64[3000] 237[ 3000] 43 318 59 62 416 5.2 25 782 809 71 900[1000] 89 92 2 4024 137 99 289 444 60 7:5-25016[51.0] 63 121 23 538 76 81 696 731 968 260.3 IM 41 SU 31 451 70 619[3000] 711 984 27828 122 55 206[Mit] 463 007 848 2 8606 127 249 300 57 486 98 692 SOI 74 94[3806] 918 20015 90 93 III 249 89 339 64 492[506] 604 829 957 30669 74 ISO 210 68[3000] 567 69 632 721 867 31151 (500] 391 421 55[1000] 684 722 69 91 857 3 2103 7 4 6 210 25 U 324 42» 982 3 3072[ 500] 257 72 82 llOOO] SU 40« 10 817 39 94 91 34.22 385 680 91(1000) 725 58[1000] 904[sei] 24 7, 9! 35«M 106 61 329 673[3000] 707 918 »4 3 GM» 418[691] 656 60 724 53 92 1 25 3 7 132 7 76 858 [10M1 959 81 33e:e 53 7.5 917 39051 50 77 130 83 86 205.Hl 66» 783 988 87 40M4[1888] 115 43 284[1608] 6 78 347 400 81 505 14 682 143 378 41171 498 669 767 Sif 42095 275 356 418 591»6 68 6 811 17 989[8888] 17 62 4 3 016 162 90 597 608 41 713 63 64 884 5 44194 83 128 223 415[1000] 659 723 813 Sil 48[IM«]», 4 5 888 84 92 138 352 92 705 76 929 «I 4G 887 21 67 167 368 462 804 83 677 751 47199 275 411 589 10 712 4 8 280 309 448 843 4»003 SU 612 62[500] 50(1*, 451 8»1 72 87«72 51142 66 206 83 337 89 [500] 416 618[4H] 734 5 2067 158 77 217 390 582 867 89 5 3873[ 3000] 433[500] 502 913 1:058] 5 4230 ,1000] 333 532 63 028 764 811[590] 09 76 939 5 5964[ 509] 7? 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Im Gewinnrade verblieben: 2 Prämien ru 300 000 4 Gewinne zu 30000, 4 zn 15000, 14 zu 10000, 46«u 5900, 438 zu 2000, 680 zu 1000, 1182 zu 500 18. Ziehung 5. Kl 224. Kgl. Preuss. Lotterie. Ziehung vom 27. Mai 1911, nachmittags.. Kur die Gewinne über 2.9 Mark sind den betreffenilea Nummern in Klammern beigefügt. Dia Gewinne fallen auf die tczeietaneioa Loa. beider Abteilungeu. (Ohne Gewähr.)(Xachdruck verboten.) 169 82 209 27 430 54 520 793 833 982 1081[500] IM»2 659 44 48 717 25 36»2 819 51 91 90 2 043 84 144 77 302[1000] 406 23 663»76 3116[WOO] 410 564 665 82 877 4051 161 75 237 328 402 503 753 835 64 982 50-10 63 9 1 96 169 68 275[500] 338 486 609 909 6 282 86[500] 367 587[5000] 652 753 831 7« 964 7008 274 87 507 623 36 7 4 93 775 8196[»Ol 319 701 28 74 987 0119 43 83 263>9 93 302 13 407 519 24 58[500] 730 05 908 77 1O03S 68 119 235[1000] 417 506 32 757 11008 218 77 421 66 621 43 8« 734 43 910 57 12210 47[ 500] 551 403 22 76 84 716 805 943 91[500] 13u32 63 119 311 85 629 VM 14 34 862 991 99 14179 305 425 32 65 519 43 [1000] 54 640 704 814 92 63 1 5035 210 519 62 65 876 979 1 6009 114 48 283 123 602[500] 871 925 17202[500] 47 409 11 17 33 56 512 39 710 83 1 8003 139[3000] aH) 643 702 661 SO 19042 171 203 340 91 98 669 76 628 73» 893 916 38 2 0014 498 665 606»6«32 70 2 1 026 193 366 83 64« 731 876 930 62 22061 341 602[500] 79 737 909 47 73 23113 24.0 83 323 638 774[1900] 821 02 88 612 18 24063 (500] 120 25 13«[500] 860 2 5001 642 758[500] 826 28021 89 262[8000] 316 37[9000] 47 430 59 74 811 58 69 67 2 7119 279[1000] 416 95[»00] 561 618 27 757 850 2 8016 152 66 67 264 69 457 58 51« 67 819 95 923 5« 29225[500] 61 363 464[500] 70 531 706 85 30029 47 62[8000] 103 250 837 73 412[8000] 614 701 U 42 817 970 311.07 21 269 72 2G4- 7 7 77« 873 32986 US 93 680 803 87 915 60 3 3027 196 1- 0 26 311 44 444 623 863 924 4t[1000] 3 4241 418 4 0 638 58 85 711 16 909 3 5083 289 403 41 512 57 746 907 62 3 6047 168 266 92 430 560 937[500] 43 39 3 7l 8 427 54 70 80 655 74 720 38999 119 84 26« 325 410 61 89 98 613 603 928 3 0 814 472 590 650 800 40232 413 519 692 814 37 4 1 075 173 280<39 522 754 89 92 851 913 62 63[500] 42129[500] 336 4S3 558 755[5001 872 4 3�6[500] 214 34 42 96 311 43 81 449 93 517 82[JOol 718 31 850 4 4929 125 215 355 64 416 584 89 767 74 4 5 016 349 641 81 48048 225 469 535 708 99 919[1000] 28 4 7015 51 459 530 690 40 4 7 923 4S043 217 25 70 539 419 47[500] 526 3»[SOOO] 41 603 26 42»3 [SOOO] 40014 69 844 614 43 766 5 0055 101 20 33 43 266 362 419 831 951 82 51129 594 634 74[ 500] 921 5 2 017 81 329 456 502 61» 95 758 53115 200 326 4 6 8» 96 446 520 25 671 743 68 838 41 54170 210 45 325 616 91 858 5 5084 200 343 530 621 738 991 56520 SSO[3000] 917 57�12 46[500] 168 92 261 304 481 608 63 733 834 50238 91 279 425 71[3600] 84 518 34 48 621 716 957[>009] 5 0 286[IÜ90] 624 935 . 6 0011 137 1500] 343 405 622 50 818 31 58 86 968 6 1014 59 110 204 384 4,8 719[1006] 818 25 6 2.'IS II 30«(26 28 40 572 625[3000] 789 856»77 6 0161 328 2» 76 566 613 715£03[ 3090] 52 6 4129 350 645 62 732 [5000] 63 6 5093 242 852 416 31 52 81 012 776 SCI 905 60111 31 419 57 854 902 6 7259 449 561 768 895 979 92 60004[3000] 23 318 468[5000] 564 653 838[lOOO] 53 6 9 025 137 201 428 91 502 16 625 66 99 745 813 70073 511 37 717 507 954[ 3000] 55 66 71067 114 rsaro) 29 50 73 313 31 70 415 613 705 21 869 7 2 026 30 82 107[1690] 25» 322 39 412 83 530 62![lOOOl 28 942 73138 83 329 31 49 62 87 413 25 46 510 612 92 8,2 920 74047[SO 000] 75 SO[500] 122 260 301 52 55 413 67 506 29 91 674[3ffiO) 778[3000] 634 9 4 912 7 5163 232 48[500] 318 405 594 763,3 44! 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Für den Inseratenteil verantw.: Th. Glocke, Berlin. Druck u. Verlag: Vorwärts Buchdruckerei u. VerlagSanstalt Paul Singer u.Eo., Berlin LW. it. 123. 28. ZaMvg. 6. KeilU des LsmUs" Kerlim UolksdIM Sotittlllg. 28. Mai 1911. lv. Sevekalversmmluvg der Glasarbeiter vvd 'Arbetterivvea Aeotschlavds. Ilmenau, LS. Mal. Fünfter Berhandlungötag. Neber den nächsten Gewerkschaftskongreß sprach Girbig- Berlin, der auf die einzelnen Tagesordnungspunkte kurz einging. Der Punkt.Llgitation unter den fremdsprachigen Arbeitern" sei besonders wichtig. Es mühte versucht werden, die fremdsprachigen Arbeiter aufzuklären und für die Organisation zu gewinnen, bevor sie hierher kommen. Stehe hier eine größere Lohnbewegung in irgend einem Berufe in Aussicht, mühte in den in Betracht kam- Menden Ländern agitatorisch gewirkt werden, so daß ein Zuzug vermieden wird.— Als Delegierte zum Gewerkschaftskongreß wur- den gewählt: Butze-Penzig, G i r b i g- Berlin, Dirschel- Fürth, Dornheim» Geschwenda und Hoffmann- Oldenburg. Ueber den internationalen Glasarbeiter- I o n g r e h, der im September in Berlin tagt, referierte G u m p e l- Berlin. Er gab einen Bericht über die Tätigkeit deS internationalen Sekretariat» und besprach die Aufgaben des bevorstehenden Kon- aresse«. Dem internationalen Sekretariat(Sitz Berlin) sind neben Deutschland folgende Länder angeschlossen: Frankreich, Belgien. Italien, England(TaselglaSmacher), Schweiz, Oesterreich, ginn- land, Dänemark und Bulgarien. Auf dem internationalen Kongreß werden auch die amerikanischen Organisationen vertreten sein. Die internationalen Beziehungen sind sehr gut und hofft der Redner, bah sie durch den Kongreß befestigt und erweitert werden. In der Diskussion wurde auf die enormen Eintrittsgelder— ?um Teil 600 Dollar!— hingewiesen, die amerikanische Organisa- ionen erheben. Man müßte dahin wirken, daß diese hohen Bei- träge beseitigt werden. Als Delegierte zum internationalen Kon- greß wird von jeder Branche ein Kollege gewählt, nämlich: Otto Hernz-Kleintettau, D o r n h e i m- Geschwenda, KieSl- Fürth, Hartmann- Stralau und Müller- Weißwasser. Den dänischen Kollegen, die sich im Streik befinden, wird eine Unterstützung von 1000 M. gewährt. Damit waren die wichtigsten Arbeiten der Generalversamm- lung beendet. Die Verbandsfunktionäre wurden einstimmig wieder- gewählt. Der Sitz des Ausschusses bleibt Dresden. Verbandsvorsitzcnder G i r b i g- Berlin ließ zum Schluß der Tagung die Beschlüsse der Generalversammlung Revue passieren und sprach die Hoffnung aus, daß sie zum Wohle der Organisation dienen mögen. Die nächste.Generalversammlung tagt 1913 in Dresden, Briefhaften der Rcdahtton. Xte futifilfifie Sprechstunde findet LIudeustrate 63, mini die«?«»peii — F a», st u d l—, wocheutögltch von 4H dis 7» Uhr adends, Somiadendl von Hi bis 6 Uhr aheud» statt. Jeder für»ea Briefkastru bestimmte»'.anfrage Ist ei» Buchstabe und eine zahl als Merfzeicheu beizufügen. Briefliche Slntwort wird nicht erteilt. EUtge{fragen trage man tu de» Lprechstunde vor. G.«.»II. 1.«In die Waisendeputation, Alte Jakobstr. 33/35. 2. Ja. gcmäh einer Miiiisterialoersügung. Immerhin stellen Sie den Antrag.— M. Ä. 8t. Für einen Monat.— E. R. 201. Die drei angegebenen lSegcnständc sind pfändbar.-» P. 37. Die Ucberscndung der Austritts- bescheinigung ist jroetfmäfjia.—®. Z. 999. Ist der Vater früher ver- storben als die Erblasser, so erben nur die Kinder, andernsalls auch die Wiiwc.— Gesundheit 06. Das Attest genügt nicht. ES muß eine er- hebliche KcsundheitsgclShrdung nachgewiesen werben können.— F. 8. In srühestens 2 Jahren.— O. L. 199. Da« stellt keinen Ablehnungsgrund dar. Versäumniskosten können vergütet werden, falls Mündclvermögen vor- Händen ist.— M. B. 24. Die Anmeldung muß aus den Namen der Mutter erfolgen: erst später ist eine Adoption zulässig. Ueber die Person deS als Vormund zu Bestellenden entscheidet daS Vonnundschaftsgericht; der Bctrcftende kann von der Klndesnutttcr vorgeschlagen werden.— M. S. 39.>. und 2. Ja.— H. A. 1901. Nur dann, wenn die Wäsche lür den Schuldner uiicntbehrilch tst.— A. R. 77. l. Nein. 2. Ja. —®. V. 20. Nein.— 91. B. 100. Kreisschulinspektor Düring, Berlin, Weihenburger Str. 26, ln weiterer Instanz: Provinzial- Schullollegium, Berlin, Llnlstr.«2.— A. G. 199. 1. u. 2. Ja. 3. Nein.— Kl. T. 0«. Die Kosten des Gegners ja.— P. 199. 1. Nein. 2. Ja. 3.§§ 5, 13. entscheidet die cilbehandlung ! bekannt.— R.<£, 1.' 1. Die Reklamationsfrtst ist verstrichen.' Sie stnd zahlungS- pflichtig. 2. Ja.— H. G. 1194. Ja.— F. K. 23. Die Liquidation ist begründet, fall« die Klage eingereicht war und das Objeft mehr als 00 M. beträgt.— K. 18. 1. Stein. 2. Nachtelle find nicht zu erwarten. Um voll belreit zu sein, müssen beide ausscheiden. 3. Nur dann, wenn eine Denunziation crsolgi.— A. X. 77. Es liegt anscheinend Betrug vor.— U. S. 1919. Nein. ES empfiehlt sich die Wciterversicherung.— N. Z. 31. 1, Unseres Srachlens ja. 2. Rein. G. S. 79. In dem Falle nicht. Falls geschehen, ist Beschwerde beim Magistrat angebracht.— F. B. 1. 1. Jeder hastet als Zweitschuldner sür sämtliche Kosten. 2. Ihre Frau ist nicht erbberechtigt.— 197 B. H. ES kann Uebcrschreitung der Notwehr angenommen werden.— NI. R. 98. Sie sind tm Unrecht. — Polizei 199. Eine solche.Feststellungsklage' ist unzulässig.— W. L. 1889. 1. u. 2. In Berlin. 3. An die Schonebergcr Steuerbehörde.— G. 0999. In drei Monaten. ES liegt also Bcrjährung vor.— W. H. 86. Beantragen Sie Stundung, da sonst Pfändung zu erwarten ist.— G. H. 15. 1. lt. 2. Im allgemeinen leider ja. 3. In solchen Fällen lässt sich der Beweis nicht sühren.— A. M. 38. Vom Dicnftvertrag ja, aber nicht vom Mietiverirag.— K. K. 80. Beschweren Sie sich beim Kassen- vorstand, eventuell bei der Aussichtsbehörde.— L. M. 199. Die Leih» ämter haben Anspruch aus Zahlung.— E. B. 29 u. M. S. 38. Wir raten zur Berusung.— 91. N. 100. Moabit.§ 8 und die Eni» .. �---... 6 IM 1905.— U. 10. zu Prcussen, sondern zu Ja. schcidung des Oberverwaltungsgerichts vom 5. Juli 199! — F. St.. Elbinz. Mainz geHort doch nicht zu Preußen, sondern zu Hessen. In Preußen bestehen solche unseres Wissens nicht.— lt. 395. New.— H. K. Ausser in den von Ihnen genannten Orten bestehen solche auch in Heidelberg und Sluttgart, in Rixdors hingegen nicht.— H. Steisse. Heine- mann, Berlin, Kroncnstr. 9.— 9t. P. 23 Der Ausdruck stammt aus dem Ansang der 70« Jahre, als Bismarck die Maigesetze gegen die Ultra- montanen einbrachte. Mit Kultur hat die Sache an und für sich natürlich nichts zu tun.— Treptow 11. Wenden Sie sich mst Ihrem Anliegen an den dortigen Gemeindevorsteher.— I. 2l. Städtische Stiftungsdeputalion, Poststr. 16, I, Zimmer 24—29.— 91. I. 306, 1, In seiner Brüsseler Rede, abgedruckt im Anhang seiner Streitschrift gegen Proudhon.DaS Elend der Philosophie'. 2..Karl MarL Oekonomische Lehren', gemeinverständlich dargestellt und erläutert von Karl Kautsky. BcidcS zu bc- ziehen durch die Buchhandlung Borwärts, Liudensir. 69.— R. N. Nein. PAUL HANKE5 Brotbäckereien ■ ta oÄMe'ich».. w Roggenbrot Die Firma hat die Forderungen der Gesellen bewilligt. Bäckereien in allen Stadtteilen Berlins und Umgegend. Beglaubigt Karl HglztehtUL Verkäufe. Teppich, sFarbenfehl«) 4«Ieflen- 6»il«fflUf. Fad it klag er»iaucrpoff, Nur Grosse Frantsutterstrah» 9. 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Druck u-Berlagi Vorwärts Buchdruckeret u- Verlagsanstalt Paul Singer u.Co.. Berlin LV�. Helft den Arbeitern in den Bäckereien in ihrem gerechten, ihnen aofgezwNNgenen Kampfe am eine bescheidene Existenz,«m ein eigenes Heim, nm eine Familie, indem Ihr nur Brot und Backware aus Bäckereien bezieht, wo die berechtigten Fordernnaen der Bäckergeselle» bewilligt sind.— Meidet auch die Milchgeschäfte und Wiederverkäufcr, wo unser Plakat nicht aushängt, und kauft nur von den Landbrotbäcker««nd Frühstücks- austrägern, die im Besitz unserer Legitimationspapiere sind. Berlin. )entschel. tanke. homa. zoppe. . oofsmann. Adalbertstr. 45a, D. Hanke. » 66, F. Hoppe. , 93, Wilhelm Heher. , 97, Manegold. Admiralstr, 10, OSkar Hanke. , 19a, Ransft. , 27, Peter. » 30, M. Heinroth. . 37, W, Kahl. , 40, Ransft. «dolsstr. 12d. Hönisch. 38, Kränlel. Alexandrinenftr. 28, I. Hilbig. , 116, P. Hanke. Mensteiner Str. 6, R. Ltnepcl. . 11, P, Hanke. Alt. Moabit 82a, Blottner. Slmsterdamer Str. 9, M. 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Möckernstr. 124, Blotwer. Mühlenstr. 4/5, Heinz. , 46 a» P. Böhla. . 68 a, Gätel. Müllcrstr. 28, Vondran. 0 33/34, Brotsabr.Gevr.Willler , 60, Tropp. , 63, Hoffmann. 120, Huschle. 152, Huschke. 0 156, Goldacker. 156 b, G. Mittendorf. „ 166 a, P. Hanke. MuSkauer Str. 6, A. Barduhn. . 28. Moses. , 34, M. Lerche. . 54, C. Btedennan». Nazarethkirchstr. 37, O. Kränlel. 45, N. Schwämmlein. Naunynstr. 7, E. Fillitz. . 64, O Hellmann. Nollcndorsstr. 40. P. Hanke. Nostizstr. 9, 31. Berger. Oderberger Str. 8, R. Müller. , 21, Gcrson. 38. O. Busch. 46. Janitzki. 49. E. Böhme. 61. Heide. Oldcnburger Str. 8, Müller. 14, Geislcr. 21, X. Neumann. Oppelner Str. 20, I. Hornig. . 29, H. Müller. . 35, 61. Niegel. , 49, Nah. Oranienstr. 19, O. Winller. , 181, Nordstern. , 186, Oskar Hanke. 196, A. Stuller. Oudenarderstr. 4, F. Hanke. , 36, W. Sanier. 44, Sllsred Liebener. Palisadcnstr. 2,sP. Hanke. . 20, Oskar Hank«. , 44, T. Schelenz. 58. Jäkel. 106, Nordstern. Pankstr. 42. ill. Albrech». Pankstr. 74, Hartman». , 83, Klang. 87, P. Hanke. Pappel-Allee 7,Laloff. , 21, Schüller. , 24, C. Caseler. , 54, R. Müller. , 62, F. Hanke. 85, Adam. Pasteurstr. 15, Hahmann. Persiusstr. 1, E. Lange. Planuser 92, N. Blume. Plantagenstr. 7, G. Tennigkeit. . 38, O. Kränket. Potsdamer Str. 138 a, R. Richter. Prinz-Eugen-str. 8, H. Berg. , 10, P. Blümel. , 10, Kolodzey. 20. F. Tautz. Proskauer Str. 8, A. Ncuschutz. , 21, Sorge. , 38, Gabclmann. Petersburger Platz 6, F. Hanke. Petersburger Str. 2, Schnabel. 32. F. Becker. , 47, K. Schneider. , 66, Peter. Pettenkoserstr. 17 a, Peter. Pillauer Str. 5, R. Mertens. Pintjchstr. 4, F. Klinder. „ 13, Meinhardt. Prenzlauer-Allee 42, Delow. . 53, B. Hoheisel. 230, W. Hartlepp. Pücklerstr. 8, R. Hardtke. , 42, E. Günther. Putbujer Str. 14, Peter. 18. Rothe. , 2t, P. Hanke. , 46, W. Stange. 49, F. Hanke. Prinzessinnenstr. 31, Grinds. Prinzen-Allee 10, P. Hanke. , 13, Nabenhorst. , 34, Schwenobt. , 61, G. Taupitz. „ 85, Konsumgenossensch. Prinzenstr. 12, Oskar Hank«. , 85. Nordstern. Putlitzftr. 1, Maul.- Pflugstr. 9, Hossmann, Ouitzowstr. 108, Blottner. Raabestr. 12, Mathelke. Namlerftr 24, E. Herberg. , 31, T. Dahlenburg. , 34. P. Dehme». , 36, M. Bäcker. 0 37, Oskar Hanke. , 38, Peter. Raumerstr. 17, Dziemia». . 26, Peter. . 41, P. Heerde. „ 55, Haubold. Natiborstr. 17, Züchter. Reichenbcrger Str. 51, Blottner. 53. Köhler. , 71. 3». PlnzalSki. , 72a, Jüiing. , 78, Blottner. ; 82, 0. Meyer. . 91, Berthold. 101, C. ZSagner. 0 121, Nordstern. . 145, H. Klauffch. , 150, Oskar Hanke. , 168, C. Schmiedel. Reinickcndorser Str. 1, Hentschel. , 25, P. Hanke. , 48, Schon. 0 50, P. Hanke. 0 77, H. Kurtzwcg. , 112, Goldacker. , 118, Kappler. Revaler Stahe 14, 3teiih. RhewSberger Str. 26, M. Lormz. Rhinowcrstr. 2, Mühlsteph. Rigaer Str. 92, Peter. Ritterstr. 114, Lange. Rodenbergstr. 2, R. Engel. , 33, Schaescr. Romintener Straffe 3, Peter. „ 8, Oskar Hanke. 20, Sllscher. „ 25, R. Bienert. „ 40, A. 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Smron-Dach-Str. 5, Ä. Gruschla. , 7, A. Zinffer. , 18, Menckheim. . 28, B. Wallner. Sprenaelstr. 33, P. Jarrasch. Eparrftr. 10, A. Kosubek. Schönhmijer Allee 63, OSkar Hanke. 70o, Goldacker. . 81, llfi. Schmidt. Schönhauser Ml« 1«. Oskar Hanke. 0 150, Rowack. 0 153a, Kluge. „ 177-:, Goldacker. Schönhauser Str.. Alte, 33. Goldacker. .. 39/40, P.Hanke. Schrewerstr. 19, Peter. . 39, Steffen. , 49, A. Dorow. „ 52, E. Schaller. Schulzendorser Str. 23, Riedel. Schönholzer Str. 5, Fr. Wittelbach. Schönletnstr. 4, Müller. , 17, Peter. , 27, A. Hollund«. Schererstr. 2, Fr. Burek. „ 12, P. Hanke. Schönwalder Str. 14, P. Hanke. „ 27, Herberg. Schönweider Str. 9, F. Leina». Schulstr. 6, A. Höhne. , 28, Franz Naumann. 0 35, Schmidt. . 51, A. Knaule. . 67, Thaler. Schwartzkopffstr. 4, O. Kränk«!. Schliemannstr. 30, F. Hanke. , 46, K. Krause. Schonensche Str. 1, H. Eder. , 8, Walther. Ib. Pirschel. Schwedter Str. 48, W. Böttcher. 0 52, A. Hübner. , 240, O. Feustel. „ 254, O. Haute. Schillwgstr. 19, Oskar Hanke. Schivclb einer Str. 4, I. Hildebrandt. 8. Peter. „ 9, Konsumgenoffmsch. „ 44, R. Engel. Schwedenstr. IIa, F. Haukes , 19, Kappler. Stargarder Str. 2, F. HankA 0 12a, Lepkt. , 21, Peler. . 57, Kaulitz. . 63, Reil. . 69/70, A. Funk. Stalschrriberstr. 32a, P. Hanl» Ctewmetzstr. 22, Blotwer. , 42, Blotwer. . 66, BäckereigmoffMsch. Stmdaler Str. 6, Konsumgenoffmsch. 0 5, Corts u. To. , 15, P. Hanke. Steglitzer Skr. 73, P. Hanke. Stralsund er Str. 3, P. Jllmann. , 28, F. Kögler. 56, A. Lothr Stralaurr Allee LZ, M. Bug«. Straffburger Str. 85, F. HeMNNNN. Struffmarmflr. 2, PL Hanke. Stephanstr. 7, H. Damaschke. 35, P. Stteleke. Stettiner Str. 7, F. Hanke. 0 21, Krause. . 54, Zeschmatm. 56, E. Krifta. Stolpijche Str. 3, W. Wetstnm , 22, O. Donath. + 26, F. Hanke. , 35, Schuncrt. , 88, Peter. . 41, F. Hanke. Strausberger Str. 1, C. Rcglie». . 83, SHrete. Strelltzer Str. 4. Näse. , 15, v. Grabows» , 64, E. Gramsr Stromstr. 83, P. gastrow. Swwmründer Str. 33, Kollsmngenoff. , 43, R. Engel. . 58, Müller. . 66, R. Becker. 74. F. Hm-W. , 80, Pruh. , 82, Wwkler. , 93, E. Martins. , 106, Meier. 114, P. Hanke. . 119, Weih. Tegeler Str. 11, O. Lmzner. 23. M. Dahlke. , 32, H. Kraus«. aerstr. 23, F. Hauke. T Horner Str. 62, A. Ha Thurneyserstr. 5, Rinke. Tieckstr. 16. Hoffmann. Titsiter Str. 12, P. Schürer. , 19, OSkar Hanke. 24. Plötz. , 26, Geffner. , 34, König.- , 77, Stahnsdorf. ., 91, P. Hanke. Togostr. 4, KonIumgMossmschajt. . 8, H. Blettermmm. „ 81, Zander. Torellstr. 4, F. Doliwa. Torsstr. 28a, KonsnmgmsffMschast. Transvaalstr. 5, Ehnes. 20. Gleide. Triststr. 9. Kühl. , 47, K. Huw«. 0 55, Rabat. . 64,(V-rkmtlSst.), Otto Kränlel. . 66, Stähr. Turincr Str. 36, P. Rißman». Turm str. 43, Goldacker. Ueckermünder Str. 11, F. Amst. 17, Ulbrich Urbanstr. 25, Th. Herzog. . 38. 0 49, 38. Hein. , 61, 5. Billing. 0 80, Blottner. . 112, H. Lntvsch. Usedomstr. 4, I. Skuwtk. 31, Peter. Utrecht« Str. 8, Hoffmann. 15, F. Hanke. Veteranmstr. 8, W. Lautsch. , 11, OSkar Hauke. Voigtftr. 17, Schaum. . 32, W. Henning. 38, Heidt. Voltastr. 32, Bertelnnum. . 42. D. Eckel. 49, Köster. Waldstr. 4, Krug. . 17, P. Hanke. . 25, E. Zglisch. 0 42, H. Bauer. , 46, H. Pohl. Waldmmrstr. 33, C. Slawini». , 37, Nordstern. Waldmsttstr. 15, R. König. 7ch B. Clans. Wallner-Thealcr-Str. 10, Frankel. Warschauer Str. SO, H. Schulze. , öS, W. Fiebig. 83, OZkar Hank«. Waldeyerstr. 3, P. Henke. Wassertorstr. 22, Blotwer. . 49, Haiisch. Wattstr. 1, Pirrmitz. 21, F. Hanke. Webcrstr. 3v, Goldacker. . 40b, Nordstern. . 47, Jaekel. SS, A. Pollrock. Weiszenburger Str. 24, Sl. Mtlner. , 42, G. Mosler. 4ö, Pcler. SS, Nobiling. Derslstr. 12. Vloltil-a. Weidcnivcg 34. OZkar Hauke. , S7. Lchmaim. . 7S. Peter. 82, Milbäch. Wcinstr. 7, O- Stade. WeinbergSweg 7, P. Hanke. Wiclcsstr. 21, A. Staub. 27, A. Reiiewih. 47, lllbrich. , SS, Nvthäusler. Willdenowstr. 2g, Prcicr. , 30, Konsunigenosscusch. , 37 lVerkaussst.). Kräulel Wilsnacker«Ir. IS,(Koldacker. 45, P. Hanke. Wiescnstr. 7, F. Hanke. 19, Dreier. 28, Johannes Seger. 31, Görtz. V4, P. Scharolien. Dilhdill-Stolzc.Itr. 4, F. Hanke. „ 15, Schmidt. 21, Schulze. fl 32, Bremer. Wilhelmstr. 137, N Richter. Wittslockcr Str. 7, K. Gicsiinmn. 25, LukowSki. Wrangelstr. 21, F. Franke. , 25, O. Schnase. 48. Tzschetsch. K5, lionsumgenossenschast. COii, Nordstern. . 09. Schwinge. . 77, Harke. , 91, OZkar Hanke. , 117, Nordstern. , 122, Stresow. , 126, Spickermann. Wollincr Str. 31, C. Schiwcck. , 38, G. Hein. 4 t, Kunze. , 50, P. Riebcnstahl. 58. Scholtyfsck. körther Str. 27, Reinhold Schütz. WUhelmShavcncr Str. 23, George. Sl. Glück. WinSstr., Ecke Marienburner St ratze, Pcler. Winsstr. 30, Götze. 33, Konsnmgcnosscnschast. Döhlcristr. 21, N Kaiser. Wvldcnbcrgstr. 7, Rciuiann. Wichcrlstr. 5, Kierzkowski. Wiener Str. 8, E. Schmidt. , 49, Handle. , 56a, Langwitz. Wisbycr Sir. 3, Schulze. Iorckstr. 40. Blollncr. , 65, Bäckcreigenossenschast. ZionSkirchstr. 10, P. Thiele. 34. 17, P. Sindersch. ZionZktrchPlatz 1, Mollwcide. Zorndorser Str. 8, L. Goebel. 27. SN. Mitsching. 55, Zh. Klein. 61, Konsuingcnoss. Jimmerstr. 84, N. Nichler. jjossciici- Sir. 41, Blollncr. ymijiglisli'. 34, Danieizik. Zldlcrshof. Arndt slr. 7a, Henn. Kanshold. Bismarcksir. II. Konsuingenossenschast. 17o,, Peler. Selchowstr. 33, Peter. »Ilt-Glieuicko. Köpcnicker Str. 32, Konsul»� enossensch. . 44,?l. Bolhe. Rndower Str. 60, O. ttreng«. ,„ 72, E. PcriS. AoliuSdork. Siratze 21, Konsiiuigeiiossenschast. Borsigwalde. Ernsislr. 2, Tnsrlsli. „ 6, Gustav Etzrold. . 25, Senn. Loss. Ränschsir. 57, Schubert. Echnbertsln 21, Konjnmverein. Baunischnleuweg. Bauiuschnlcnslr. 29, Schulz. „ 6.5b, Karl FranIcnstcitt. „ 70, Stenzei. „ 87, Schmidt. , 94, Ernst Menzel. drtififft. v, Paul HossuMer. Mesholzstr. 179, Schatz. .. 254, I. Leuvoid. Scheiblerstr. 29.«lbin Schulze. Borhageu-RummelSburg. Mt-Boxhagen 10, Oswald Rauhut. 31. L. Michaelis. „ 35, Peter. 49. I. Rülke. Boxhagener Chaussee 5/6, ö. Schubert. Franksurter Chaussee 145, Peter. Gabricl-Max-Str. 2, Große. Gärtnerftr. 31, A. Scherner. Grethcftr. 16, E. Buchlcr. Grünbergcr Str. 12, F. Sandmann. „ 18, E. Löwa. 20. Haspel. Kantstr. 1. N. DluzewSki. „ 3, Peter. „ 13, A. Spöttlich. Buckow. Hirtig. Lenbachstr. 1. I. PardcmaNtt. Lückstr. 12, Peter. . 58/59, P. Frank«. Mozartstr. 2, Konsumgenossenschaft. Neue Bahnhosstr. 19, Zt. Schubert. , 23 und 33, Peter. 27. O. Behling. 34, G. Bondmann. Rummel sburger Str. IS, Peter. Schillerstr. 27, P. Meklenbnrg. Tünschinidlstr. 21, F. Westpsal. 38. Peter. Wilhelmslr. 42, M. Luukwitz. Wiihlischstr. 32, O. Jander. Wismarplatz 3, Konsumgenossenschast. Britz. Chanssceslr. 17. Hagenieister u. Dalli. 23a, Seja. , 36, Hngemclstcr u. Dalli. , 36a, Hagenieister u. Dalli. 37, Dauviler. „ 43, Ernst Schädel. , 77, Robert Schulz. 114. Rudois Dietrich. Jahnslr. 41, Jodannes Plack. RlinginSftr. 3, ZIdamek. Nudower Str. 13, Bellmann. Werderstr. 21, Albert Pannwitz. 31, Ecke Rungiusstratze, Käuserverein. Werderstr. 56, A. Truk. , 70, G. Richnow. Charlottcnburg. Ansbacher Str. 3, Blottner. . 23. P. Hanke. Angsburger Str. 18, Blottner. , 26, Blottner. Berliner Sir, IlZ, Goldacker. 135, Uibrich. Beusscislr. 78, lllbrich. Cauerflr. 27, Bäckereigenossenschast. 19, lllbrich. Christsir. 18, Bäckereigcnossenschast. 33, Donner. Daiickelmannstr. 55, lllbrich. Eosandelstr. 11, lllbrich. ErasmuSsir. 12, Rudois Bednarlrick. Fasancnstr. 6l. P. Hanke. Friedbergstr. 39, Uibrich. Friedrich-Karl-Platz la, Nitsche. Friischestr. 67, Paul Hinzelmann. Garde du Eorps»Str. 6, Klimmcck. Goethestr. 25, Eifert. Groimanstr. 15, Uibrich. Gninstr. 27, Thiel. Hallcrstr. 9, H. Lössler. Havclstr.>2, Kopp. Hulteiistr. 70, A. StcniSdorff, Kalckreiithstr. 1, Blottner. Kamminer Str. 31, Fr. Butzok. Kanaistr. 15, Herniann Heine. Kantstr. 67, lllbrich. , 134b. Goldacker. KnobelSdorslstr. 42, G. Stach. 43. Uibrich. Krnnnnestr. 14, lllbrich. Leibnizstr. 65, Uibrich. Meeischeidtslr. 3. Bolksbrot. Motzsir. 19, Uibrich. Mündener Slr. 26, Bäckerelgeuossensch. Nehritigslr. 21, Proste. Ztettclbeckslr. 14. Blollncr. Ziürnbcrgcr Str. 22, P. Hank«. , 39. Uibrich. 42. Goldacker. Osnabrücker Str. 36. Pubyl. Peslalozzistr. 12, Böhm. 101, Bäckereigcnossciisch. PoIsdamtrSlr.t2.Ko»ilnngc»osscilich. 42, Uibrich. Scharrcnslr. 28, Krause. 30, Uibrich. Schillerstr. 71. Thiede. rrophie-Eharlolteii-Sir. 87. Uibrich. Spaildauer Sir. 30, Uibrich. Spreestr. 43/44, Uibrich. Tauroggener Slr. l, Zimmer. , 10, Kousumgen. . 45, Uibrich. Wallsir. 23, Konsumgenossenschast. . 50. Uibrich. Weimarer Sir.29, Konsumgenossensch. Wilinersdorser Str. 41, Uibrich. vlltllerbdorser Str. 44, Goldacker. 62- 63, uibrich. . 66, Goldacker. 156, Loste. 163, lllbrich. Franz.- Buchholz. Pankower Str. 28, Herm. Ullrich. Friedenau. Moselstr. 7, Konsumgenossenschast, Friedrichsfelde. Berliner Str. 66, Hampel. ,. 102, Gillard. Caprivi-Allee 43. Just. 44, Konstlmgenossensch. Wilhelmstr. 42. Meyer. Grünau. Königstr. 2. Konsumgenossenschast. Grotz-Lichterfelde. Berliner Str. 68, Fritz Krüger. Holensee. Wcstfälischestr. 49. lllbrich. Heiucrsdorf. Uckermarkstr. 47, Engel. 49, Bricsemeister. Hennigsdorf a. H. Albert Barthel, '«ige. libcrt Lücke. Wilhelm Lücke. August Mahnkopf. Karl Möwins. Wilhelm Seiler. riedrich Wolter. ennann Woller. arl Wolter. Wilhelm Wolter. HermSdors. Berliner Sir. 16a. Konsumverein. Hauptstr. 34, Hcrrmann. Hohe»> Tchönhanse«. Berliner Str. 52, Schulze. 99, Richter. Ouitzowstr. 2, Richter. Johannisthal. Bismarckslr. 6. Konsiiingenostenschast. KarlShorst. Dvnhoffstr. 35, Hansen. Dorotbeaslr. 27. Eichborn. Kransestr. 56, C. Schönhcrr. TrcSkowallcc 100, Konsumgenossensch. Küpenick. Grünstr. 8, Jjcui. Grünaner Str. 10, Stiehr. 18, Peter. Guteiibergslr. 1, Karl Breitkreuh. Kaiscriii-Augustc-Viktoria-Str. 23, Uibrich. Kaijcriii'Anguste-Biltoria'Str. 16, Schilling. Kaiser-Wiihclm-Str. 93, Biiiner. 100, Mielaud. 104, Peter. Kirchstr. 5. Peter. Mahlsdorser Str. 1, Richter. Müggelhcliner Str. 13—14, JaroS. , 32«, Handle. 41, Peter. Pari suis slr. 17, Klümer. Pestalozzistr. 18, Schiel. Rudowcr Str. 25, Hein. Schönlinder Slr. 12, Kudell. Lichtenberg. Bürgerhcinistr. 102, Konjumgenost. Frauts. Chaussee 41, O. Körber, » 88, O. Strunk. . 91, K. Fürft-lling. , 104, E. Scholtze. Friedrich. Karl-Str. 14, B. Schiunert Friedrichstr. 7, M. Mattner. Würteistr. 10, H. Schwarze. , 11, Emil Bischoff. 23, K, Welche. Jungstr. 14, O. Sparmann. Königstraße, P. Vürschke. Kronprinzenftr. 1, Konsumgenossensch. Kmiürstenstr. 74. Lessingftr. 10, Fr. Schwalm. Mainzer Sir. 24. L. Schmidt. Möllendorsulr. 82, B. Mägdcsrau. Müggeislr. 28. W. Dorrbauer. Nicdcrbaniimstr. 5, E. Ziudolph. . E. Gnohr. Oderstr. L7a, N. Maschler. Psarrftr. 30, Ö. Hefelcv. Ratdausstr. 3. I. Werkmeister. Riltcrgulslr. 22, ikouiuuigcnostelllchast. Scharnwcbcrjlr. 23, K. Hanke. 34. W. Köpke. 46, H. Schlvarze. Schksscislr. 14,?l. Honickc. Wagnerftr. 1, K. Förfterling. Warleiibcrgstr. 70, A. Fricdl. Wcserstr. 9, WUhelm Bodncr. , 22, Hushecr. Wilhelmslr. 57. Joseph Buchuiann. 75. Zl. Linde. Btahlsdorf. Bahnhosstr. 2, H. Delitz. Mariendorf. Chansseestr. 21, Martha Nowack. 34. P. Pnvschke. 62, A Fiatoiv Nicdek-SchZuhausött. Buchholzer Sir. 86, Conrad Richter. Beuthstr. 19, A. Böttger. Körnerstr. 8, K. Fischer. Uhlandstr. 41, Karl Loewe. Ober-Schöneweide. Deulstr. 9, H. Lutz. Edisonstr. 9, Peter. , 48, Konsumgenossenschast. . 49, Gustav Wittkops. Frischenstr. 2, Peter. , 21, O. Sorge. Luisen str. S, Karl Gehler. , 8, M. Äaedicke. , 12, Konsumgenossenschast. Rathcnaustr. 7, F. Fronober. , 18a, F. Warienberg. , 31, Peter. Siemens str. 11, Peter. 16, Wilhelm Timm. Stabystr. 23, Paul Franke. Tabbertstr. 35, Paul Scidelmann. Wilhelminenhosstr. 1, R. 17, R. ?erzog. Sedier. Pankow. Florastr. 80, Engel. Mühlenstr. 37, Müller. Wollankstr. 68, F. Hanke. 102, Konsumgenostenschasi. Plötzensec. Charlottenburger Weg 12, Seigert. Reinickendorf. Berliner Str. 14, Joseph Bieucrt. Birkenstr. 59. G. LowinSky. Bürgerstr. 20, E. Popp. Eichbornstr. 12, Ad. Behrendt. 16, Konsumverein. 25, Herm. Kube. 35, Kube. Hausotierstr. 102, R. Plumeher. '>erbststr. 24, Fr. Kotteichahn. olländerstr. 20, Emil Ritschke. oppcstr. 16, Konstinigenostenschast. . uslusstr. 39, Liebelt. Markstr. 12/13, Artur Albat. Prooinzstr. 28, Rud. Walloschek. 53, E. Rapp. 80, H. Schröder. 83, Herrn. Baumgärtel. Restdcnzstr. 102, E. Großberndt. 150, Liebig. Rütlistr. 15. SN. Förster. Wilkestr. 62, Neue Berliner Genossen- schastsbäckerei. Roscnthal. Hauptstr. 179, A. Zirkow. Rixdorf. Allerstr. 37. F. Naubereit. 46. Adolf Keddt. Am Wasserturm, EggerS. Bergstr. 32, N. Kresiing, 122, Koch. Berliner Str. 16, P. Hanke. 16. R. Schibgiit. 20, P. Klammeck. , 80/81, A. Spandel. 85. K. Rübe. 93, P. Werneke. Berihelsdovser Slr. 13, O. Markus. Boddinstr. 13, Bäckercigenossenschast. 58. P. Brückner. Bodcstr. 16, F. Scheffler. , 25, H. Haboeck. 28. S. Oeck. 31, F. RcgraSza». Mtzchmilche Str. 47. Nonsumgeuogensch. Dvnaustr. 24a, Peter. . 112, G. Gernhöser. Elbcstr. 6, W Schneider. , 16, M. Lunkwitz. 87, Peter. Eisenstr. 52, F. Pielsch. Einser Str. 33, Konlumgmogeiischast. 44, Burdack. 78. E. Friedrich. , 91, E. Friedrich. . IIS, P. Psegerkorn. Erkstr. IS, O. Jahnke. Erlangerstr. 8, E. Bahrholz. Falkjlr. 1, Bäckereigeiiostenschast. 12. Artur Rotzoll. , 21. G. Schittenbelm. 25/26. G Perseke. Frredelstr. 15, Konirimgenosteiischast. 37,38. P. Haute. , 44, Schirrmeifter. 47, A. Busch. Fuldastratze, B. Bcitb. . 45, O. Springer. 60, I. Hübner. Goethestr. 19, 81. Dobrick. Heidelberger Str. 76�O. Hanke. Hermannstr. 28, E. Senlbeil. , 47, G. Jänicken. , 54. R. Hildenbrand. 61/62, B. Radtke. 118, I. Bartsch. 149. R. Kluge. 170, H. Dallinger. 231, H. Karl. Hcrrjurthfir. 26. M. Firnstein. 34, O. Hanke. Herihastr. 3, Sl. Franz. Hertzbergstr. 21, Zt. Goertz. Hohestzollertchlatzll.Bäckereigeiio�en- , 13, W. Schmidt. Jlsestr. 30, C. Schul,. Jägerstr. 63, F. Jonscher. . 70, P. Halm. Jansastr. 2, H. Westenloff. Kaiser-Friedrich-Str. 7, Hermann. , 25, I. Bartsch. , 28, G. Wagner. 62, A.Sahlmanu. , 80, A. Schmidt. 213. . 247, O. Hanke. Kirchhosstr. 46/47, I. Breska. Knesebeckstr. 68, M. Schars. 146, PH. Kühnel. Kotibuser Damm 10, A. Brenner. , 69, P. Hank«. Leinestr. 57/58, H. Friedrich. Lenaustr. 14—15, Gustav Israel Laubcstr. 13, M. Bernhardiny. Mainzer Str. IS/16, O. Gninert. „ 56, Albert Schock. Mareschstr. 10/11, H. ReihS. Mariendorser Weg 1, H. Freudem'eich. Münchener str. 39,Koiisumgenosteiisch. „ 40/41, Oskar Hanke. „ 44, R. Weigelt. 54, W. Mahlwitz. Niemetzstr. 3, A. Holnbar. 10, M. Perseke. Nogatstr. 8, W. Ruthe. „ 16, I. Jabneck. 32, O. Auschwitz. Okerstr. 11, C. Anders. Pannierstr. 2/3, F. Albert. , 4, R. Riemer. , 6, Peter. 13, P. Frischgemuth. , 20, K. Junger. , 34, G. Juiing. Prinz-Handjery-Str. 7, O. Hanke. .. 22. C. Dänicke. 38. R. Raschick. 58. I. Bartsch. 70. B. Mitulla. 75. R. Frese. Pflügerstr. 13, E. Grenz. 77. O. Nachtigall. Ncuterstr. 32, C. Richter.. 33, E. Beyer. „ 46, E. Schmischk«. „ 76, Bobels. „ Weigelt. Nichardstr. 23, I. Ehrentraut „ 28, Sl. Babing. 63, E. Wille. 104. K. Hantle. NIngbabiistr. 25, P. Scholz. Sanderstr. 7/8, Peter. „ 2t, Herm. BrandeZ. Selchower Str. 27, M. Lehmann. Sicgfriedstr. 44, A. Beter. Steinmetzstr. 23, E. Kummer. 24. Gehle. „ 39, R. Sensileben. „ 53. R. Finger. „ 74, C. Hennig. 10t, A. Löwigt. „ 109, Bäckereigenosteulch. Tellstr. 10, H. Zille. Teupitzer Str.. E. Schmidt ThomaSstr. 6/7. V. Lobbe». 25, R. Reich. Treptower Slr. 13, R. Jacobt 67, Spura. Thüringer Str. 5, I. Bartsch. 14. 81. Eberhardt „ 17, 83. Schulz. 82, I. Thaier. Warthestr. 9, W. Äarotz. . 15, G. JanentSky. 68, B. Spandet Weichselstr. 3, F. Exmer. „ 9, Zivirzdowskh. „ 13, I. Gassenhuber. „ 29, Swillms. „ 31, O. SchwarS. .. 60. H. Fletscher. Weisestr. 18. St. Pohl . 52. Koniiimgenogenschast. Wcserstr. 30. I. Barisch. . 206. Führer. Wildenbruchstr. 8/9. F. Schmidke. 144135, Paul Belhge. 52. Grise. „ VI/02. Nonsirmgenost. „ 63/64, Feysara. Wippersw. 13. I. Runge. , 16, OSkar Hanke. . 21. P. Hellwig. Wistmannstr. 7. I. Troster. 29. B. Krüger. Zielhenstr. 19, E. Ossa. , 41. M. Haiiiilg. , 57, O. Kirschteitl. 75. A. Klein. GchSneberg. Albertstr. 12. P. Start Apostel-Palilusstr. 40, Ikonsumgenost. EberSstr. 25/26, Ecke Tenipelhvscrstraße, Konsumgenosteiischast. EberSstr. 42. Ö. Traeger. Eiscnacher Str. 63, Blottner. Erdmannür. 5, Clemens Friedrich. Gabriei-Maxslr. 1, Luzemann. Goethestr. 17, P. Hattk«. Goltzstr. 16, Blottner. „ 3t, Goldacker. Gotcnstr. 1, KonsumgenosieNfchast „ 11, Blottner. Grunewaldstr. 35, Walter. Hohensriedbergsw. 19, Blattner. Merseburgcr Str. 9, Blottner. Prinz-Georgstr. 7, R. Jende. Sedanstr. 36, 8l. Kratky. Schmargendorf. Breitestr. 22, Georg Klingbeil. Spandau. Achenvachstr. 6, Bühl(Hauptgeschäft). Ackerstraße. Ecke Fallcnhägeuer Straße. Adanistr. 2. Charlottenstraße, Ecke Potsdamer Str. Föiderichstt. 5, Konsumverein Mrktt». Lynarstr. 5. Mittelstr. 13, Konsumverein Merkur. Pichelsdorfer Straße 13. Schönwalder Straße 26. 64. Stresowplatz 16. Steglitz. Birkbuschstr. 10, F. Dahms. 84, E. GiesemaMt Hubertilsstr. 3, Otto Trojan. Lenbachstr. 2, Snizer. Mommjenstr. 59, Schröder, Stralau. Sllt- Stralau 56, G. Reilke. Tegel. Hauptstr. 28, Petersohn. Schlieperstr. 70, Konsuniverektt. Schloßstr. 27, Petersohn. Schöneberger Str. 64, Konsumvereln. Tempelhof. Berliner Str.42/43, Kons umgenogensch. Treptow. Eisenstr. 33. W. Gcske. . 108, 58. Kolditz. Grätzstr. 6, O. Hacker. . 10, A. Psenzig. , 19/20. Karl Müller. , 25, Emil Krause. , 58, Konsumgenossenschaft. Kiesholzstr. 17, Karl Albrecht. Puderstr. 23, Krause. Waidmaunslust. Freie Scholle, Konsumverein. aidmannstr. 1, I. Forgatsch. Weisiensce. Berliner Allee 183, Sl. Thielniann. . 232, 81. Schadwinkcl. Charlottciibur ger Stt. 78, Kurl Sieger. , 79, H. Dohm. 80, Wiek. 98, Heydm. Elsaßstr. 15, P. Danielak. Frifickestr. 7, Heinrich Bob 22, Friedrich Krause.' Gäblerftt. 8, Mannweiler. Gürtelstr. 12. B. Stolpe. Heinersdorser Str. ll, P. Sikorsv. 24. A. Wendt. , 43, Karl Schreiber. 56. Boy. Hehderstr. IIS, Thiele. Langhansstr. 51, Kottmus. , 55, E. Sucrow. , 75, 89, Wauber. .»4, Gustav Scharsenberg. . 98, Engel. , 142, Kafischke. 144/145, Kons, . 148, Ernst Schwarz. Lehderstr. 119, R. Klinke. Lothringen str. 31, 8t. Kemp«. Parkstr. 4, Wilhelm Engel. » 97, Teichmann. PistoriuSstr. 16(Hansa-Sroslavriy, Heinrich Hähnae. PistoriuSstr. 91, Bultgers. . 95, LcnipfuhL Rölckestr. 10, Jeerstrgcn. . 12, A. Lange. . 17a, Hllschner. Sedanstr. 16, I. Dahin. , 38, O. Engel. 78. Hewrich Hähno». 94. E. Dahn». 106. ß. Bogt. StrasblUgstrab- 94,<6 erlöst. Streustr. 2, Amandus Bauer, Uckernrarkstr. 178, I. Stöhr. Wilhelmstr. 29. O. Gnindnum» Wilhrlmsberg. KoSkestr. 17, Fritz Müller. Wilhelmsruh. Edelweißstr. ll, I. Lalchinski. Fontancstt. 24, E. Grüschow. Hauplstt. 30, G. Millelat. Lindcn-Allee 7, Konsumvereltd Wilmersdorf. Berliner Str. 135, Blottner. Brnchsaler Str. 4, Backhäuser. Düsteldorser Str. 8, Blottner. Meinekestr. 16/17, Blottner. Uhlandstr. 38. Uibrich. , 49, Goldacker. 133, Uibrich. Wilhelmsaue 2?�8on>mngenoffeNschast. Die betreffenden Bäckermeffte Kaiser, lr. 110, Konsumgenossenschast. Teil Genossittnen und Genosse, t zur Kenntnis, daß nach der Drucklegung dieser Liste noch mindestens 3!X> Bewilligungen eingelaufen sind< MÜffen sich inm bis zum Erscheinen der folgenden Liste durch Plakat und Lcgitimationskarten austveisen. Die Bäckermeister, die belvilligt haben,»verden ersucht, sich ihre Legitimalioucii der Kitudschaft gegenüber durch die bei ihnen beschäftigten Gesellen abholen zu lassen. Die Lohnkommittiou._ CUocbcti-bplclplan der BerUncr Cbcater. jtöutgl. OperuhariS. Tonulag: Die Znnberflöte. Montag: Tristan und Isolde.(Ansang 7 Uhr.) Dienstag: Culliie». Mittwoch: Mala. OavuIIoria iu--rioana. Dlliiiiclslag: LiebeStrank.(Aiisaiig 8 Uhr.) Frei- tag: Die Meistcrsingrr von Stüniberg. Lounabend: Jphigcnia in AiiliS. Sonntag: Das Rhcüigold. Montag: Die Zarlberstöte.(Sliijang 7'/, Uhr.) Küiligl. SGaiispielhaus. Sonittag: Der Störensried. Montag: König Heinrich VI. Dienstag: Die Jeurualisten. Mittwoch: König Richard Iii. Donnelsiag: ttöuig Richard ll. Freitag: Der Mcnnonit. Sonnabeiid: Wie die Alte» sniraen. Sonntag: Der Sivrensried. Ron- lag: Die Karolinger.(Slnjaiig T/, Uhr). Neues kgl. Oper»- Theater. Sonntag, 28. Mai: Geschlossen. Mon- tag. Dienstag. Mittwoch: Polnische Wirlichast.(Aiisang 8 Uhr.) Driiisches Ttzcater. Sonntag: Banlban. Montag: Ein Sommer« nachtslraimr. Dienstag: Fanst 2. Teil.(Ansang 6 Uyr.) Mittwoch: Faust t. Teil. Dvimerslag: Faust 2. Teil.(Sliijang 6 Uhr.) Freitag: Hamlet. Sonnabend; Faust 2. Teil.(Ansang 6 Uhr.) Sonnlag: Don Carlos. Montag: Ein S«ni»er»ochtSIrail»i.(Ansang 7'/, Uhr.) Teutsrhes Theateriea»er«. Soiintagiiachmlitag 3 Uhr: Der große Name. AbendS: Revointionshochzeit. Monlag: Der große Name. Diciistag: Der Tranm ein Lcbci». Mittwoch: Der große Name. Donnerstag: Im Kliibsessel. Freitag: Revolutionshochzeit. Soiiiiabeub: Gabricllo der Fischer. Sonntag und Montag: RcoolutioilShochzcit.(Ans. 8 Uhr.) Scliiller. Theater tlliarlottrubnrg. Sonntagnachuiitlag 3 Uhr: Zapsenstl eich. AbendS: Husarensicber. Montag: König Heinrich. Dlciis- tag: ZtevoluiioiiShochzcit. Mittwoch: König Heinrich. DonirerStag: 3>e- vointionShochzeit.' Freitag: Maria und Magdalena. Sonnabend: iloiug Heinrich. Sonntag. 4. Juni, nachmiltaaS 3 Uhr: König Heinrich. AbendS: Husarensieber. Montagnachmittag 3 Uhr: Wilhelm Teil. Abends: Im Klubsessel.(Slnsang 8 Uhr.) Friedrich, Wilhel», städtisches SchanlPiellianS. Sonntag und Mon- tag: Kasenienlnst. Dienstag: Opcnivorstcllung. Daun allabendlich: Kasernenliist.(Ansang 8 Uhr.) �. Theater des Westens. Sonntagnachmlttag 3'/, Uhr: Ein Walzer« tranm. Abends und Montag: Die lustigen Nibelungen. Dienstag und Mittwoch: Die lustigen Nibelungen. Donnerstag bis Montag: Geschlossen. (Ansang 8 Uhr.) mf-j, ,c? CPcretlcu, Theater. Sonntagnachmittag 3 Ubr: Der GuickSeimel. Abends: Der Gras von Luxemburg. Montag bis Mitwoch: Der Gras�von Luxenburg. Donnerstag. Freitag und Sonnabend: Eine «oimtag. 5. Juni, nachmittags 3 Uhr: Der GlückSengel. Abends und Montag: Eine Million.(Ausang 8 Uhr.) Allabendlich: Das Prinziiien.(Ansang 8 Uhr.)' m r, o,, �.„„15*1 Ier* Soimtagiiachinittag 3 Ubr: AuS erster Ehe. Montag: Ohne Mutter. Dienstag und Mittwoch: � s � Heimat. Freitag: Neue Heimat. Sonn- Heima't.?Ansang°8 Uh?.)��' Sonntag und Monlag: Reu« LrrftiPirlhauS. Sonntagnachniillag 3 Ubr: Der Herr Senator. fan'm äßmunü"1»8 Dienstag und Mittwoch: MeyerS. Donners« tafl Ifort.0»2;4in,treÄ..?Ä«? MrJ 1.'... Abends.n d s»!' Eonntagnachmiltag 3 Uhr: Auf nach New Bork. D>e?stan..»�.?8' D« fremde Blick. Vorder: Die Beriobung im Beit. Mittwoch: Der sremde Blick. Porher: Die Verlobung im Donnerstag: Mnttericaen. Krdtna. Pn5«> t und Bertram. Sonn« ......-">». Mutterscgen. Freitag: Robert und Bertram. SelbitmörderNiib. Sonntag. 4. Juni, irachiiitttag» 3 Uhr: «Ä... Abends: Der Selbstmörder klub. Wontagnachmittags 3 Uhr: »"nd Bertram. Abends: Ter Selbstmörder klub. DienStagnach« 8 Uhr) �' Muttersegen. AbendS: Der Telbstmorderklub.(Ansang Kasino. Theater. Sonntagnachmittag 3'/, Uhr: Marlanne, est, Weib miS dem �oike. Abend»: Zwei Wanpen. Montag bis Mittwoch: Zwei Kappen. Ab Donnerstag: Geschlosseii.(Ansang« Uhr.) z. Theater. Allabendlich: Hoheit amüsiert sich. Anfang Folios Capriee. Allabendlich ll» aus«rt'icrts: Werthestn wird Platzen. III. Klasse,«niang 8>,, Uhr. Hcrrnseld.Theater. Täglich: ScheidungS.Souper. Cm Verlobunas« geschüst. Die Bar-Schwester.(Ansang 8 Uhr.) Urania. Theater, Taubutstr 48/49. Lebende Tierbilder von nah und sern.(Slnsang 3 Uhr.) Sternwarte. Jnvalidcnstr. 57—62. /öeranllpvrtlicher Viedakltur: Msrt WoKs« Bkrlio. Für dxn Inseratenteil vergntv.: Tb- Glocke, Berlin. Drucku-Berlag: Vorwärt» Buchdruckerei u. VerlagSanstalt Paul Singer u. Co., Berlin KW.