Nr. 194. Erscheint täglich außer Montags. Preis pränumerando: Vierteljährlich 3,30 Mart, monatlich 1,10 mt, wöchentlich 28 Bfg. fret in's Haus. Einzelne Nummer 5 Bfg. Sonntags- Nummer mit illuftr. Sonntags- Beilage Neue Belt" 10 Pfg. Poft- Abonnement: 3,30 Mt.pro Quartal. Unter Kreuzband: Deutschland u. Desterreich Ungarn 2 Mt., für das übrige Ausland 3 Mt.pr.Monat. Eingetr. in der Poft- Zeitungs- Preisliste für 1898 unter Nr. 6708. Vorwärts 10. Jahrg. Insertions- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzeile oder deren Raunt 40 Bfg., für Vereins: unb Beriammlungs- Anzeigen 20 Pfg Inserate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr Nachmittags in Der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ift an Wochens tagen bis 7 Uhr Abends, an Sonnund festtagen bis 9 Uhr Vormittags geöffnet. Fernsprecher: 3mt 1, 4186. Telegramm- Adresse: " Sozialdemokrat Berlin! Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Cholera- Abwehr Sonnabend, den 19. August 1893. Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. und Medizinalreform. ein genügendem Maße der Cholera entgegentreten Länder erlangt habe, wo es mit der Medizinalverwaltung Aus Fachkreisen wird uns geschrieben: Der Reichs- Anzeiger" sagt:" Wir nähern uns den Tagen, in denen vor Jahresfrist die Cholera unser ganzes Baterland in Angst und Schrecken versetzte. Aus den verschiedensten Ländern wird auch jetzt wieder berichtet, daß Cholera- Erkrankungen in wachsender Zahl zur Feststellung tommen. Die Thätigkeit der Behörden auf diesem Gebiete kann jedoch nur dann Aussicht auf Erfolg haben, wenn sie von einem vernünftigen Verhalten aller Staatsbürger und von einer besonderen Unterstützung durch alle, die sich zu den Einsichtigeren rechnen, gefördert wird." tommen wir zu unserer zweiten Behauptung, daß bisher sogar der alles beweisende Abgeordnete Gneist bereits 1876 nichts geschehen ist, um diese Beamten so auszurüften, daß erklärte, daß Preußen nach und nach die Zustände der tönnen. Diese Physiker bekommen 900 M. Gehalt, keine am schlechtesten stehe". Was nutzen denn gewisse Kurse den Pension, keine Bureaugelder, find aber mit Schreibereien Physikern, wenn sie die darin erworbenen Kenntnisse nicht überhäuft, müssen sich Mikroskop und Obduktionsinstru- verwenden können! Der jüngst so lebhaft zurückgewiesene mente felbft kaufen und erhalten, haben keine Initiative, Vorwurf, daß Stagnation im Medizinalwesen herrsche, der müssen sich ihren Lebensunterhalt mit der Praxis erwerben ist nicht unberechtigt. und sollen dann, wenn letztere gerade am größten ist, d. h. in Cholerazeiten, ihre Haut und ihren Geldbeutel zu Markte tragen. Was wird aus den Angehörigen des Medizinalbeamten, wenn er sich bei der Sektion einer Choleraleiche infizirt und stirbt? Wer hat den größten Schaden davon? Gerade die arbeitende Bevölkerung. Biele Tausende sterben alljährlich Bahl dann ab und zu noch durch Fleckfieber, einheimische an Diphtheritis, Scharlach, Kindbettfieber, Typhus, deren die besiglose Klasse den weitaus größten Prozentsaz davon. und asiatische Cholera vermehrt wird, und immer liefert at man es nun schon einmal erlebt, daß ein Physikus die bazu, revidirt hätte? In den größten Städten mag es hin und wieder vorkommen. Die Wohlhabenden können wohl für sich allein sorgen, aber wer besorgt dem Armen eine gesunde Wohnung, gesundes Wasser, gesunde Arbeitsräume, wer hilft ihm, die Seuche von seiner Familie fernhalten, wenn in ein oder zwei Räumen sechs und mehr Und der Dank? Trotzdem die Zustände sich als völlig Personen hausen müssen? Hier muß ihm der Staat unhaltbar erwiesen haben, sind alle Hoffnungen auf eine beiftehen, und damit er das kann, muß er befähigte Organe haben. Medizinalreform völlig begraben; die Physiker haben ihre Arbeit gethan, fie können gehen. Eines bleibt ihnen. Im Wir brauchen durchgreifende Arbeiterschutzgesetze, die Ministerium rechnet man darauf, daß sie in Zeiten der die Lage der Arbeiterklasse verbessern, wir brauchen eine Noth ihre Schuldigkeit wieder thun werden. Der Direktor ernsthafte Sozialpolitik, die die Intereffen der großen der Medizinalabtheilung hat den erblichen Abel" erhalten. Masse wahrt, und innig verbunden damit muß die öffentNun, das ist eine sehr bequeme und billige Reform", im liche Gesundheitspflege, erfüllt von sozialpolitischem Geist, übrigen blieb alles beim Alten. D. h. die alten Uebel ge- thatkräftig Hand anlegen. Die Medizinalbeamten müssen Aber man stelle sie wirthschaftdeihen weiter, mag ein Mandarin zwei oder drei Knöpfe fozialpolitisch denken. an der Müze tragen. Aber man täusche sich nicht, unter lich sicher und unabhängig, man gebe ihnen die nöthige den Medizinalbeamten herrscht weit verbreitet eine solche Initiative auf gefeßlicher Grundlage. Bekanntlich fehlt Erbitterung und Wurstigkeit", daß es uns denn doch auch diese gefegliche Basis noch der Cholera gegenüber; Was ist endlich geschehen, um für die ärmere Bevölke- etwas zweifelhaft erscheinen möchte, ob sie in der That zum denn das Reichsseuchengesetz ist ja nicht zu stande gekommen. rung bessere Wohnungen zu schaffen, um vor allem zu ver- zweiten Male so aufopfernd und thatkräftig wie 1892 ihre Man denke nun, der Medizinalbeamte ordne wegen eines hüten, daß sie in Räume gepfercht wird, die die Brutstätte Interessen, ihre Eristenz und die ihrer ganzen Familie für Cholerafalles die nöthigen Maßregeln an: auf grund welchen von Entartung und Elend sind? Und doch waren die nichts und wieder nichts der im Interesse des Militarismus Gesetzes will man in so manchen Fällen die Betreffenden schlechten Wohnungsverhältnisse im Gängeviertel zu Ham- geübten Sparkunst des Staates zum Opfer bringen werden. zwingen, dieselben auszuführen? Wir wollen nur an die burg ein gewichtiger Fattor theils für die Ausbreitung Die Verhältnisse, die stärker sind, als die Menschen, werden Ueberführung in ein Krankenhaus, an die Räumung gewiffer theils für die Ueberwinterung der Krankheit. Häuser, an die Beobachtung verdächtig Erkrankter erinnern. Wer will gesetzlich einen leicht erkrankten Schiffer zwingen, fich 5 Tage der Schifffahrt zu enthalten und in Beobachtung zu begeben? Man wird sich auf das Polizeigesetz berufen wollen; aber nach der Ansicht so mancher Juristen wäre das unzulässig. Man glaube nicht, daß wir übertreiben. Wir wünschen nichts mehr, als daß die, die ein Recht zu haben glauben, Dazu bemerken wir, daß uns ein„ vernünftiges" Ver- vom grünen Tische aus über diese Sache zu urtheilen, einhalten aller Staatsbürger vor allem ein zweckentsprechendes mal einige Wochen die Physikatsgeschäfte in einem Kreise Verhalten der Staatsregierung und ein daraus erwachsendes zu verwalten hätten, wo eine gewisse Zahl von Cholera Vertrauen zu ihr vorauszusehen scheint. Bisher tonnten fällen auftritt. Was das für eine Arbeit Tag und Nacht wir uns aber in vollem Umfange davon leider nicht über- ist, welche Verluste in der Praxis eintreten, wie der unzeugen. Wohl find Vorschriften in großer Bahl und glückliche Physikus sogar von der Bevölkerung gemieden mit dankenswerther Energie erlassen, um für jeden wird, würde dann den Herren Bureaukraten gewiß recht einzelnen verdächtigen Fall die nöthigen Vorkehrungen deutlich werden. zu treffen; aber es ist weder von einer thatsächlichen Abstellung örtlicher Mißstände, noch von der Beschaffung besser ausgerüsteter Organe zur Ausführung jener Vorschriften sonderlich viel zu bemerken gewesen. Man sehe sich nur in den einzelnen Städten um, wie schlecht noch heute die Wasserversorgung und die Abfuhr vielfach eingerichtet sind. Das betrifft weniger vielleicht die großen als die kleineren Städte; aber daß auch in jenen nicht alles so ist wie es sein sollte, das hat uns z. B. die Charlottenburger und die Magdeburger Wasserfrage gezeigt. Wie wenig Städte besigen öffentliche Schlachthäuser, und dabei ist die Beschaffung gesunden Fleisches in Cholerazeiten gewiß von Bedeutung. " fie eben zuletzt zwingen, die Sache etwas mehr an sich Wohl bestehen gewiß überall die einschlägigen Beherankommen zu lassen, genau so wie es der Staat thut. stimmungen. Aber wer soll sich denn darum kümmern, da Seit über 40 Jahren ist von allen Seiten, auch vom man den Polizeipersonen kaum hygienische Kenntnisse zu- Regierungstische aus, oft genug die unbedingte Nothwendig sprechen kann! Es ist allerdings ein Gegenstand, der nur teit einer Neu- Organisation des Medizinalwesens anerkannt sehr ungern wegen seiner Schwierigkeit von der Exekutive und versprochen worden, damit endlich eine wirksame Beberührt wird, und" Indiskretionen" in dieser Beziehung fämpfung der epidemischen Krankheiten in Verbindung mit Darum endlich einmal fort mit der Quacksalberei, aussind eben nicht angenehm. Aber das kann kein Hinderniß einer obligatorischen Leichenschau und eine geordnete hygie- gekehrt den ganzen alten Wust von Verfügungen und Versein, diese Sache endlich mit Gründlichkeit zu behandeln. nische Ueberwachung aller Zweige des öffentlichen Lebens ordnungen und eine gründliche Neuorganisation des MeEs fehlt eben auch hier an den nöthigen sachverständigen in Kraft trete. Und doch ist bisher so gut wie nichts ge- dizinalwesens durchgeführt mit wirklichen Medizinalbeamten Organen, und es ist klar, daß das dieselben sein müßten, schehen. Der Militarismus verträgt sich nicht mit der Er- in den Kreisen, damit sie sich den Aufgaben der Hygiene die die oben erwähnten Vorschriften auszuführen und zu füllung von Kulturaufgaben. Die meisten anderen Staaten, widmen, insbesondere auch den Wohnungs-, Ernährungs-, überwachen haben. Das sind die Kreisphysiker, und damit selbst Rußland, find uns hierin weit voraus, so daß Arbeitsverhältnissen der arbeitenden Klasse ihre Aufmerk Feuilleton. Nacbrua verboten.) [ 46 Die Bekehrung André Savenay's. Dank für das Versprechen, das zu geben ihr nicht sehr beiben in Wirklichkeit besaß. Sozialistischer Roman von Georges Renard. Kopf zu sich auf ihr Kopfkissen herab und flüsterte ihr einige und den hübschen Ausflügen, die sie gemeinsam unternehmen Worte ins Ohr, die Johanna erröthen ließen. Hatte sie wollten. Die Mutter wieder stellte sich in Gegenwart der mit ihrem weiblichen Scharfblick das Geheimniß ihres Tochter, als ob sie durch ihre Worte ganz beruhigt wäre. Bruders errathen? Sie hatte nämlich mit leidenschaftlichem Sie hatte sogar den Muth, heiter zu scheinen. Und so beDrängen zu der Freundin gesagt:" Sie werden ihm immer mühten sich die beiden Frauen, durch eine zweifache fromme gut sein, nicht wahr?" Und dann hatte sie Johanna zum Lüge einander eine Hoffnung einzuflößen, die keine von schwer geworden war, gefüßt. Auch Magdalene, die in dem Der Oktober var herangekommen und hatte einen jener Krankenzimmer das Geräusch ihrer Schritte und den Ton schönen Herbstabende gebracht, an denen die Sonne mehr ihrer Stimme möglichst dämpfte, fragte sie: Licht als Wärme über den blassen Azur des Himmels ausHaft Du Freund André sehr lieb?"" Ach ja!" hatte gießt, an denen das Laub, das in der kalten Morgenluft die Kleine da überrascht und ein wenig entrüstet über diese bleicht und erschauert, einen bezaubernden Reiz annimmt. Frage, geantwortet. Nun," sagte Germaine darauf, denke Germaine wollte, daß das Fenster weit geöffnet bleiben daran, daß Du ihn immer so lieb haben mußt, ja, wenn sollte, um die sanfte Melancholie, welche die ganze AtmoDu kannst, noch lieber." Die Kleine antwortete nichts, sphäre zu erfüllen schien, die leichte, reine Luft, das gedämpfte aber ohne daß sie wußte warum, bewegte der feierliche Ton, Licht, den Duft der welken Blätter, die tausend Geräusche der in dem Germaine zu ihr sprach und der bloße Gedanke, daß Straße vermischt mit einem fernher dringenden dumpfen BrauGuter André, wie Du Dich um eine solche Kleinigkeit die Treue ihrer Zuneigung für ihren großen Freund besen, aus dem sich hin und wieder ein lauterer Ton, der Ruf eines so abmühst! Du weißt nicht, wie ruhig ich sein würde, zweifelt werden konnte, fie so, daß ihr die Thränen aus Kindes, das Pfeifen einer Lokomotive, das Wiehern eines Pferdes, wenn ich nicht Deinet- und Mamas wegen unruhig wäre." den Augen stürzten. die freischende Stimme eines Hausirers vernehmlich machte, Autorisirte Uebersetzung von Marie Kunert. Ein anderes Mal, als André fich, um sie von ihren Gedanken und ihren Leiden abzulenken, wahrhaft heroisch zusammengerafft hatte, drückte sie ihm schwach lächelnd die Hand und sagte in dem Ton zarten Mitleids, wie wenn er der Kranke gewesen wäre: " Johanna besuchte in Madeleine's Begleitung häufig Germaine fagte auch zu Norine:" Sorgen Sie so gut ins Zimmer dringen zu lassen. Die Hand in der der Germaine und brachte ihr zierliche Sträuße mit, die sie Sie können für Mama. Sie muß mehr essen und so oft Mutter hatte sie Stunden lang matt dagelegen. Sie schien forgfältig von duftlosen Blumen zusammenstellte. Ger- spazieren gehen, wie zu der Zeit als ich noch da war." Es dabei das Behagen eines Menschen zu empfinden, der fühlt, maine gefiel sich nicht nur darin, die Blumen anzusehen, war, wie wenn jemand eine Reise von einigen Wochen daß er einschläft. Gegen fünf Uhr, als eben die glühend sondern sie berührte auch gern die weißen Herbstanemonen, antreten will und nun noch das Haus den Zurückbleibenden rothe Sonne hinter den hohen Häusern gegenüber hinaba die einfachen Dahlien mit den großen Blättern, die zarten, empfiehlt. Die alte Norine vermochte sich bei ihren Worten sant, bat sie mit schwacher Stimme darum, man möchte ihr bescheidenen Astern mit ihrer violetten Blumenkrone mit nicht zu fassen und eilte in ihre Küche, um hier ihrem den Kopf aufrichten, weil ihr das Athmen etwas schwer wurde. André nahm sie in seine Arme und stützte sie sanft dem goldigen Herzchen in der Mitte, die Maßliebchen, deren Herzen in Thränen Luft zu machen. Stiele sich unter der Laft der leuchtenden Blüthenkrone Frau Savenay war die Einzige, vor der Germaine durch die zusammengelegten Kissen. Als er sie darauf fragte, neigen. Mechanisch zerpflückte sie oft eine dieser Blumen niemals eine Anspielung auf die große Reise, von der sie ob ihr so besser wäre, stieß sie einen tiefen Seufzer aus. und sagte dann, wenn sie es gewahr wurde:" Armes wußte, daß sie ihr nahe bevorstand, machte. Im Gegentheil, Ihre Hand hatte sich in einer konvulsivischen Bewegung, Blümchen, was hattest Du gethan, daß Du sterben mußtest?" in ihrer Gegenwart that die Kranke so, als ob sie an ihre der letzten, zusammengekrampft. So war sie gestorben, wie Eines Tages, als André nicht da war, zog sie Johanna's Genesung glaube. Sie sprach von dem kommenden Frühling man einschlummert. samkeit und Fürsorge zuwenden können und nicht erst zu warten brauchen, bis der Landrath sie einmal beauftragt. So wie die Dinge sich bisher entwickelt haben, müssen wir die Verantwortung dafür, daß wir nicht längst ein geordnetes Gesundheitswesen besigen, trotz aller Versicherungen und Versprechungen vom Ministertische aus der Staatsregierung allein überlassen. Politische tebersicht. Berlin, den 18. Auguft. = Die Handwerksretter. Der preußische Handelsminister hat einen vom Reichs- Anzeiger"( Nr. 127 vom 18. August) veröffentlichten Erlaß an die OberPräsidenten gerichtet, worin er Vorschläge für die Orga nisation des Handwerks und Vorschläge für die Regelung des Lehrlingswesens im Handstellt sich das Resultat wie folgt: werk nebst Erläuterungen zur eingehenden gutachtlichen Aeußerung" übersandt. Die Vorschläge stellen", so heißt Hauptwahl am 15. Juni: 16 935 es in dem Erlaß, das unverbindliche Ergebniß Nachwahl am 17. Auguft: 16 535 vorläufiger Erwägungen dar und sollen im wesentlichen nur die Grundlage für weitere Erörterungen abgeben, bei denen die Auslassungen der Behörden und die der Deffentlichkeit von " 2 Sozialdem. 400 Mischmasch 9 769 2431 8 809 960 2 281 150 Die Nachwahl in Hamburg hat die blöden Hoffnungen dreijährigen Soldaten, die Mitte September abgehen, wurde der Reaktion elend zu schanden gemacht. Pfäffische Ber- jedoch bereits bekannt gegeben, daß deren Löhnungsbezug mit leumdungen, schäbige Kniffe, Lug und Trug, Stimmenfang bem Tage des Abganges erlischt. Bei Vielen der Dreijährigen, und Stimmenbettel schofelster Art änderten nichts an dem die ohne Löhnung beurlaubt sind, ist vollständige Genesung noch allerdings selbstverständlichen Ergebnisse. Die Hamburger gar nicht abzusehen, und es muß deshalb für die weitere Arbeiter haben ihre Fahne siegreich auch aus dieser Wahl- giment verpflichtet bleiben, Verpflegung der franken Soldaten in erster Linie das Rewie dasselbe beim Eintreten Schlacht heimgebracht, und scheu mie geprügelte Köter ver- der Invalidität durch die Krankheit zur weiteren Verpflegung triechen sich die Preßmameluten des Laeisz, die unter der bezw. Erhaltung der zu Grunde gerichteten jungen Leute Sorge Oberleitung der Norddeutschen Allgemeinen Zeitung", des zu tragen hat. Denn ohne Zweifel wird, trotz ärztlicher GutRegierungsblattes, einen Schimpf- Krieg geführt hatten. achten und Auffindung der nöthigen Bazillen, der wahre KrankEs wurden im Ganzen 27 669 giltige Stimmen ab- heitserreger in den schlechten Menageverhältnissen, Dörrgegeben, gegen 29 178 Stimmen bei der Hauptwahl am bie ganze Laft der Verantwortung, eventuell der noch gut zu gemüsen und Konserven festgestellt werden. Daß alsdann 15. Juni dieses Jahres, also 1509 Stimmen weniger. Davon machende und zu ersehende Schaden für den Einzelnen der unhaben erhalten: Moltenbuhr 16 535, Laeisz 8809 und glücklichen Opfer eines mißglückten Experiments auf die MilitärRaab, der Antisemit, 2281 Stimmen. 44 Stimmen zer- verwaltung zurückfällt, ist sonnenklar. Die Leute sind dann sog. splitterten sich. Molkenbuhr hat demnach mit einem Mehr Militärpensionisten, eventuell fürs fünftige Leben ausgestattet mit von 5445 Stimmen über seine Gegner gefiegt und mit einer einem Zivilversorgungsschein. absoluten Majorität von 2701 Stimmen das Mandat errungen. Gegenüber der Hauptwahl am 15. Juni, d. 3.offizieren des ersten Schweren- Reiterregiments in Ob es helfen wird? Dieser Tage wurde den UnterAntisemit München durch Regimentsbefehl eine Verfügung des Kriegsministeriums bekannt gegeben, wonach an diese Herren strengste Weisung erging, sich vor Ausschreitung der Dienstgewalt durch Mißhandlung Untergebener zu hüten, da derartige Vorkommnisse aufs Strengste beahndet würden. Sämmtliche Parteien haben also infolge der Privatim wurde noch bemerkt, daß das Regiment von der einen Wahlbetheiligung Stimmenrüdgang ganzen Garnison München den höchsten Prozentsatz von erwartende schwächeren zu die etwas Sozialdemokraten Kritik gewürdigt und berücksichtigt werden. Die zu verzeichnen; über abgestraften Soldatenmißhandlungen aufzuweisen hat. In gutachtliche Aeußerung wird sich auf die Zweckmäßigkeit pt., der Mischmasch fast 10 pCt., die Antisemiten fast Breußen thäte eine solche Verfügung auch noth; sie ware und Durchführbarkeit der Vorschläge im allgemeinen zu be- 7 pet. Den stärksten Rückgang haben die Laeisz- Männer allerdings nur ein Anfang, Wandel zu schaffen. Gebessert schränken haben." Doch soll eine Reihe von ausdrücklich be- zu verzeichnen, hinter denen auch die Antisemiten mit ihrem werden die betrübenden Verhältnisse erst, wenn der Soldat zeichneten Einzelfragen jedenfalls beantwortet werden. Die Berlust nicht weit zurückbleiben, während die Sozialdemo- fein Recht öffentlich vor einem unbefangenen GerichtsBorschläge, die wir noch eingehender besprechen werden, zeichnen hat. Bei der Hauptwahl siegte Bebel mit einem fann. Noth thut eine scharfe Aufsicht und gutes Beiſpiel, erst fratie nur einen Rückgang von etwas über 2 pet. zu ver- hof finden und sich ohne Furcht vor bösen Folgen beschweren laufen darauf hinaus, zur Wahrnehmung der Interessen Mehr von 4735 Stimmen über seine Gegner( Molkenbuhr dann wären die schlimmsten Mißstände behoben. Gründlich des Kleingewerbes Fachgenossenschaften und Handwerkskammern" zu errichten. Die Zugehörigkeit zu den Fach- mit 5445 Stimmen) und gewann mit einer absoluten Mehr ändern wird die Zustände die Demokratisirung des Heeres, heit von 2316 Stimmen( Molkenbuhr mit 2701 Stimmen) die Volkswehr, wo der Soldat sich als freier Bürger weiß. genossenschaften, d. h. Innungen, soll obliga torisch sein für das Mandat. Das Ergebniß vom 17. August ist also für Manneszucht und Ordnung bedeutet nicht blöde machenden, alle Gewerbetreibende, die ein Handwerk betreiben oder regelmäßig nicht mehr als 20 Arbeiter beschäftigen, der in unsere Partei ein wesentlich günstigeres als bei der Haupt- geisttödtenden Drill und schweigend erduldete Rohheit. den§§ 29 bis 30, 31 bis 37 der Gewerbe- Ordnung auf- mahl am 15. Juni. Ein kräftiges" Bravo" unseren wackeren Der Prozeß gegen den Lieutenant Hofmeister ist geführten Gewerbe mit Ausnahme des Handels oder einschließlich Parteigenossen, deren unermüdlicher Thätigkeit dieses äußerst -end lot auf unbestimmte Zeit vertagt worden. des Mufitergewerbes, soweit es höhere künstlerische Inter- günstige Wahlergebniß zu danken ist. essen nicht verfolge". Daß fie erholungsbedürftig, daß sie müde seien, Jeder Gewerbetreibende gehört kraft Gesetzes der Ge unsere hochbezahlten Minister und sonstigen Staatsnossenschaft seines Faches an. Also Junungszwang und männer", daß sie deshalb die Frist zur Berathung des Die Militärverwaltung hätte allen Grund, nicht nur aus Zwangsinnung. Zu den Aufgaben der Fachgenossenschaften wichtigen deutsch russischen Handelsvertrages humanen, sondern auch aus sozialpolitischen Rückgehören Pflege des Gemeingeistes"," Aufrechterhaltung der bis zum 1. Oktober hinausschieben müßten, ist von ihnen fichten allen Soldatenmißhandlungen in und außerhalb der Standesehre". Ferner Förderung eines gedeihlichen Ver- amtlich erklärt. Die Denkschrift des russischen FinanzKaserne thunlich st vorzubeugen. Die Veröffentlichung dieser hältnisses zwischen Meistern und Gesellen, sowie die Für ministers Witte fagt es schwarz auf weiß, und damit neuesten Vorkommnisse im Vorwärts" beweist deutlich genug, sorge für das Herbergswesen und für die Nachweisung von wird am deutlichsten die schamlose Lüge der offiziösen schub geleistet wird." welchen Strömungen durch die Soldatenmißhandlungen VorGesellenarbeit" als ob nicht schon die mittelalterlichen Norddeutschen Allgemeinen Zeitung" gekennzeichnet, die Thunlichst," blos„ thunlichft"? Geht es nicht ganz Handwerksgesellen für Herbergen und Arbeitsnachweis, un- fürzlich in höherem Auftrage pindterte, die Reichs- ohne" Mißhandlungen im herrlichen Kriegsheere, wo die abhängig von den Meistern, gekämpft hätten. Dann das regierung habe derlei nicht geäußert. Die Militär- Unteroffiziere walten und schalten, die Lehrlingswesen, das dem lehrlingszüchtenden Meister so gut vorlage und schalten, die hat den Herren fo viel mühevolle übertragen werden kann, wie dem Bock der Garten. Daß Tage und schlaflose Nächte bereitet, daß sie müde Bentrumsführer Lieber find die" Stellvertreter Gottes auf die Posse des Gehilfenausschusses unter obrigkeitlicher Auf- wurden. Warum haben sie nicht die Militärvorlage ficht( attives Wahlrecht 21, passives Wahlrecht 30 Jahre, vertagt bis nach der Berathung über den Zollkrieg Karenzzeit von zwei Jahren und einige andere niedliche und über die Steuervorlagen? Dann wäre vielleicht tung über das studentische Streberthum schreibt die nationalDie Bummler. In einer wehleidigen Trauerbetrach Klauseln) in diesem Zunft- Fastnachtsspiel nicht fehle, dafür der deutsche Michel so wild geworden, daß selbst seine liberale Magdeburgische Zeitung": ist auch gesorgt. Mitwirken kann der siebenfach gesiebte militärfcommsten Vertreter kopfscheu geworden wären. Gehilfenausschuß bei Regelung der Lehrlingsverhältnisse und bei den Gesellenprüfungen; von Lohn- und ArbeitszeitsFragen ist nicht die Rede. Aus ihrer Mitte wählen die haltenen Plenarsizung des Bundesraths wurde der EntFachgenossenschaften die Handwerkskammer, die Kontroll- wurf einer Verordnung, betreffend die Erhebung eines Zollbehörden u. s. w. der Fachgenossenschaften; beide können zuschlags für aus Finnland kommende Waaren angenommen. das Recht der juristischen Person erwerben. Gewerkschaften Ferner wurde der zollfreie Einlaß der von der Welt- Ausder Arbeiter geht es nicht so gut. stellung in Chikago zurückgelangenden Güter genehmigt. Die Borschläge zur Regelung des Lehrlingswesens werden den Zünftlern gar willkommen sein; sie bevorrechten Zum Zollfrieg mit Rußland meldet die„ Magdedie Fachgenossenschaften; d. h. die Junungsheiligen, geben burger Beitung":„ Die Vorstände der Handelsihnen und der Regierung, deren Werkzeuge sie sind, das kammern aus den Seestädten sind in Berlin an Recht, jeden politisch anrüchigen Handwerker zu maßregeln wesend, um bei der Reichsregierung wegen des Zollkrieges und klein zu kriegen, führen die lächerlichen Gesellen- vorstellig zu werden." prüfungen wieder ein und überlassen die Festsetzung der Bahl der Lehrlinge im Verhältniß zur Zahl der Gesellen eventuell dem Bundesrath, in praxi aber dem Zunft- Bock der Fachgenossenschaft. Bundesräthliches. In der am 17. August abgeFür die Rekruteneinstellung ist der diesjährige Termin nach den Ausführungsbestimmungen zur Militärvorlage auf den 14. bis 17. Oftober statt bisher den 3. bis 5. November festgesetzt worden. Zum Falle Schröder ergreift jetzt auch die ultramontane Germania" das Wort. Sie schreibt: " Erden"? " " " nach dem Die frivole Genußsucht der Jugend der höheren Stände begünstigt das Anwachsen der Sozialdemokratie, fie giebt den Anklagen dieser über die Drohnen in der heutigen Gesellschaft, die auf Kosten der arbeitenden Theile der Gesellschaft genießen, Recht. Sie muß auch den erbittertsten Angriffen der sozialistischen Wortführer auf die Grundlagen der heutigen Staatsund Gesellschaftsordnung als Untergrund dienen, denn zu allen Zeiten war die frivole Genußsucht der Jugend der oberen Stände ein Nährmittel revolutionärer Strömungen." Giftverkehr. In dem Entwurf von Bestimmungen über die Regelung des Giftverkehrs, wie er dem Bundesrathe zur Berathung und Beschlußfassung unterbreitet ist, sind für den Großhandel mit Giften sowohl hinsichtlich der Aufbewahrung, als auch der Abgabe Erleichterungen von den allgemeinen Vorschriften vorgesehen. Zunächst soll, wie die Berl. Bol. Nachrichten" schreiben, für den Großhandel die Führung eines Giftbuches als entbehrlich erlassen werden, sofern die Gijt. stoffe nicht im Einzelverkehr unmittelbar an das Publikum zum Selbstgebrauch abgegeben werden. Ferner soll der Entwurf auf Die Absicht ist, wie die Erläuterung besagt, dem Handdie Ausstellung von Giftscheinen bei Wiederverkäufern, technischen mert eine forporative Organisation" lies: eine zünftige Ver- Soldatenfrenden. Die unheimliche Seuche, die das Gewerbetreibenden, sowie staatlichen Untersuchungs- oder Lehrfassung zu geben und auf eine bessere Regelung des Lehrlings- Münchener Leibregiment heimgesucht hat, forderte bis jetzt anstalten verzichten. Auch wird es bei der Abgabe von Giften wesens" durch die Zuuftmeister hinzuwirken". Das Groß- 81 Opfer. Eine große Anzahl Erkrankter liegt 8. 8. noch im an die bezeichneten Personen oder Anstalten nicht der sonst vortapital wird auch dieses Hemmniß der wirthschaftlichen Reaktion Garnisonslazareth, während die Wiedergenesenden in verschiede geschriebenen genauen Signirung der Abgabegefäße bedürfen, aus dem Wege räumen. Nur eine Frage drängt sich auf: nen Ortschaften in der Umgebung von München, wie Fürsten- sondern es wird jede Bezeichnung genügen, die geeignet ist, eine feldbruck, Dachau, Schleißheim, untergebracht sind. Somit find Verwechselung auszuschließen. wer soll den aus der Rumpelkammer des Mittelalters ge- die amtlichen Bekanntmachungen über die Zahl der Erkrankten holten verstaubten Zunftplunder ernst nehmen? Die Herren und Gestorbenen als unrichtig festgestellt. Die Rekonvaleszenten Ueber sozialen Unverstand" jammert die ultraGeheimräthe etwa, die die Vorschläge bearbeitet haben? find sämmtlich auf drei Monate mit Löhnung beurlaubt; den montane ölnische Volkszeitung". Die Konsertriebener Höflichkeit vor ihr, überreichte ihr eine Karte und sagte mit einer fettig flingenden Stimme: Tage nur, wenn sie eine Kousine entfernten Grades war, und hier ist Fantasie- Halbtrauer gestattet." Um diese Litanei endlich abzukürzen, sagte Johanna itanei ungeduldig: Herr." Fräulein Savenay war nur meine Freundin, mein Der Vertreter der" Trauerweide" schien einen Augenblick verwirrt. Die Trauer um eine Freundin war von seinem Geschäft offenbar nicht vorgesehen und reglementirt. Er zog sich dadurch aus der Affäre, daß er dem jungen Mädchen ein hübsches kleines Buch überreichte, auf dessen Deckel schwarze und silberne Buchstaben sich mit veilchenficky blauen gefällig vereinten. Ach! wie oft verlieren wir diejenigen, welche wir Lieben! Sie werden uns schon entrissen an dem Tage, Wo mir die schreckliche Gewißheit erlaugen, daß Mein Fräulein, ich bin der Vertreter der„ Trauerfie unbarmherzig zum Tode verurtheilt sind. Wir mögen weide", des großen Magazins für Trauerartikel, dessen fie von da an noch so bitter beweint haben,-wenn ihr Ruf ganz Paris fennt. Wir haben von dem Unglück geHerz zu schlagen aufhört, wenn wir sie unbeweglich und hört, das Sie betroffen hat, und um Ihnen die in einem starr vor uns liegen sehen, dann begreifen wir, daß der solchen Moment stets peinlichen Gänge und Besorgungen Echmerz über den Verluft, als wir ihm noch entgegensahen, zu ersparen, bieten wir Ihnen unsere Dienste an und gegering war gegen den jähen Riß, den die wirkliche statten uns zugleich, unser aufrichtigstes Beileid auszu Trennung verursacht; und, nachdem wir sie zum zweiten sprechen." Male verloren haben, müssen wir sie noch einmal und auf Johanna machte eine unbestimmte Bewegung. ewig verlieren in dem Augenblick, in dem sie ins Grab Der Mann fuhr geläufig in seiner Rede fort. Augengesenkt werden. scheinlich sagte er eingelernte Phrasen her: André mußte den Todesfall zunächst auf der Mairie Die Trauer ist ein Kultus. Unser Haus, mein Fräu- Mein Fräulein," sagte er, ich bitte Sie, diesen Koder anzeigen. Dann brachte er die Nacht bei der Todten mit lein, weiß, daß es eine schwere Mission zu erfüllen hat. der Trauer anzunehmen. Er enthält alles, was das der Mutter zu, die stumm, vom Schmerz überwältigt, Es ist ein ernstes, reelles Haus, das aus dem Schmerz Beremoniell betrifft und wird Sie selbst über die geringsten weinte. Er wäre auch den folgenden Tag noch am seiner Kunden keinen Vortheil ziehen will dadurch, Einzelheiten der Etiquette belehren." liebsten bei derjenigen geblieben, deren einziger Trost daß es seine Preise höher schraubt. Es über- Johanna öffnete mit zerstreuter Hand diesen Koder nun war. Aber mußte er nicht an die nimmt mit derselben Sorgfalt die einfachsten, wie der Anforderungen, welche die Welt an den Schmerz stellt, grausamen Vorbereitungen zum Begräbnisse denken? die reichsten Trauerausstattungen. Es befaßt sich be- und mit einem mit Etel gemischten Staunen ersah sie Johanna und ihr Vater, denen die traurige fonders damit, genau die Regeln der Konvenienz hieraus, wie lange es schicklich ist, einen Onkel, ein Kind Nachricht mitgetheilt worden war, eilten schon am Morgen und Tradition zu beachten. Gewiß haben Sie, mein zu betrauern. Das kostbare Büchelchen gab ferner darüber herbei. Vater Deschamps ging mit dem jungen Manne Fräulein, das Unglück gehabt, eine Schwester oder Schwä- Bescheid, wann man Krepp und wann man Rachemire fort, um ihm bei seinen Besorgungen behilflich zu sein. gerin zu verlieren? Das bedingt sechsmonatliche Trauer, tragen muß. Es bezeichnete den passenden Zeitpunkt, an Johanna blieb bei Frau Savenay, um mit ihr und Norine eine Trauer in drei Abschnitten: zwei Monate in schwarzer dem es zum guten Ton gehört, die düstere Kleidung durch Germaine das letzte Gewand anzulegen, ein weißes Kleid, Wolle, zwei Monate in schwarzer Seide und zwei Monate weißen Auspuß oder Geschmeide zu beleben, wann man den das fröhliche Andenken an einen Ball in früheren Tagen, Halbtrauer." Wittwenschleier zurückschlagen oder herablassen muß. Hier jetzt das Symbol ihrer jungfräulichen Verlobung mit dem Johanna war roth geworden. Sie glaubte den Herrn ging die Liebe zu dem Todten und die Sorge für die Tode. unterbrechen zu müssen: Toilette Hand in Hand. Das Büchlein vereinigte Boudoir Die drei Frauen waren kaum mit diesem traurigen Nein, mein Herr," sagte sie, die Todte war nicht und Friedhof geradezu bewunderungswürdig mit einander. Schmuck fertig, als es flingelte. Ein Herr verlangte meine Schivester." Es enthielt eine vollständige rituelle Anordnung der jemanden von der Familie zu sprechen. Johanna empfing Dann also Ihre Kousine?" fuhr der Mann imbeirrt Trauergebräuche. Während dieser Zeit hatte der Verihn im Salon. Sie fand einen kleinen, fahltöpfigen Herrn fort. Ein halbes Jahr gewöhnliche Trauer, wenn sie eine treter der Trauerweide" aus seiner Mappe Musterkarten vor in schwarzer, durchaus tadelloser Kleidung, der wie ein Soufine ersten Grades war, mit der Erlaubniß, nach Be- genommen. Diplomat aussah. Der Unbekannte verbeugte sich mit über lieben Diamanten und Seide tragen zu können. Vierzehn er " " ( Fortsetzung folgt.) vative n werden von ihr deshalb, weil sie die ultra- montanen Wünsche in Sachen der preußischen Wahl- »Reform" in letzter Stunde doch nicht erfüllt haben, eifrig ins Gebet genommen, und der Jammer über die Begünstigung der Plutokratie, der Großgeldherrschaft, ist � groß. Die Wahlgesetznovelle ficht nämlich den ultramontanen Besitzstand, namentlich in den rheinisch-westsälischen Ge- uieindevertretungen, zu gunsten der nationalliberalen Groß- kapitalisten an. Uns läßt der Froschmäusekrieg kühl bis ans Herz hinan, da die Wahlschinerzen des Zentrums nicht über das K l a s s e n w a h l s y st e m hinausgehen, woran auch die Ultramontanen aus Heller Angst vor der Sozial- demokratie sich festklammern. Dieser soziale Unverstand wird in absehbarer Zeit die Macht des Zentrums bei den kleinen Leuten brechen.— Ter Prozeß Müller-Simonis gegen Feichter ist, wie schon gemeldet worden ist, vertagt worden. In der amts- gerichtlichen Zuschrift heißt es:„In Sachen des Priesters Dr. Paul Müller-Simonis, dahier Münstergasse 8, Privatklägers, gegen den Polizeipräsidenten Feichter dahier, Privatbeklagten, wegen Beleidigung, wird auf Antrag des Letzteren vom heutigen Tage: In der Erwägung, daß der Dertheidiger des Privatbeklagten glaubhaft dargethan hat, daß Privatbeklagter wegen durch nervöse Ueberreizung de- dingter Krankheit in der Hauptverhandlung vom 17. d. M. nicht erscheinen kann, daß aber das persönliche Erscheinen desselben wegen der Tragweite der gegen ihn erhobenen An- klage im Anteresse seiner Vertheidigung geboten ist. Ans diesen Gründen wird der Termin vom 17. August auf- gehoben und neuer Termin zur Hauptverhandlung anberaumt aus den 21. September 1893. Die Kosten der Vertagung hat Privatbeklagter Feichter zu tragen. Straß- bürg, den 15. August 1893. K. Amtsgericht: gez. Grob- hoffer, Amtsgerichtsrath."— Fusangel, von der Zentrumsfraktion trotz des Lieber'schen Niemals! in Gnaden aufgenommen, von dem Zentrumsverlag, dessen Blatt er leitete, an die Luft gesetzt, läßt vom 1. Oktober dieses Jahres ab in Hagen i. W. ein neues Blatt erscheinen unter dem Namen„Westdeutsche Volkszeitun g".— 3lus dem Reiche des Herrn Thielen. Um die zu militärischen Uebungen jetzt wieder eingezogenen Arbeiter der Staatseisenbahn- Verwal- t u n g einigermaßen für den Ausfall an Lohn während der Uebungszeit zu entschädigen, werden nach der„Bresl. Morg.-Ztg." auf Anordnung des Ministers sür die öffentlichen Arbeiten während der Uebungen Unterstützungen beziehungsweise Beihilfen an die Betreffenden gezahlt, und zwar erhalten Unverheirathete 20 M, Berheirathete 40 M. Eines Antrages seitens der Arbeiter zur Zahlung der Unterstützung bedarf es nicht, denn es werden seitens der Behörden Listen zusammengestellt; auf grnnd dieser Listen wird die Unterstützung an die Betreffenden gezahlt. Warum gicbt Herr Thielen uns nicht öfter Anlaß, solche Maß- regeln zu verzeichnen.— Frankreich. Die Schmutzkonkurrenz, die niedriger ge- lohnte italienische Arbeiter den einheimischen Arbeitern machen, hat in A i g u e s- m o r t e s(Departement Gard, Südsrankreich) zu Reibereien geführt, bei denen verschiedene Jtalrener schwer verletzt und getödtet worden sein sollen. Sogar das offiziöse Wölffchen meldet, daß die Zusanimen- stöße deshalb erfolgten, weil„die italienischen Arbeiter gegen einen äußer st geringen Lohn arbeiteten". Die Italiener haben ferner nach Wolff's Tel. Bur. Streit gesucht und mehrere französische Arbeiter verwundet. Die Schuld an solchen betrübenden Kämpfen trägt die profit- wüthige Unternehmerschaft, die Kulis einführt, um die hei- mischen Arbeiter, die eine höhere Lebenshaltung haben, uiederzukonkurriren.— Wolff's Telegraphen-Bureau meldet: A i g u e s- M o r t e s, 18. August. Der Maire(Bürger- meister) hat eine Bekanntmachung anschlagen lassen, in der er miltheilt, daß die Salinengesellschaft den italienischen Arbeitern alle Arbeit abgenommen hat und die Werkstätten morgen wieder eröffnen wird. Gleichzeitig fordert der Maire die Bevölkerung zur Ruhe, Aufrechterhaltung der Ordnung und zur Wieder- aufnähme der Arbeit auf, da die französischen Arbeiter Genug- lhuung erhalten hätten. Hieraus ergiebt sich, daß die französischen Arbeiter die Angegriffenen waren.— Der englische Grubenarbeiter» Ausstand. Nach einer Wolff'jchen Depesche vom 18. August ist in C u m b e r- l a n d die Arbeit nach einer Lohnerhöhung von 10 pCt. wieder aufgenommen worden. In Wales ge- währen einige Grubenbesitzer eine Lohnerhöhung von 20 pCt. Die Grubenarbeiter von D u r h a m haben den Beschluß gefaßt, nicht in den Ausstand einzutreten. Sie handeln, ebenso wie die Grubenarbeiter von Northumber- l a n d, gegen den Rath des nationalen Bundes. Am 17. August früh wurde in Ebbw Bale(Wales) eine Versammlung von 10 000 streikenden Kohlenarbeitern durch nicht streikende Arbeiter angegriffen und in die Flucht geschlagen, wobei viele verwundet wurden. Alle Gruben in Süd-Wales find geschlossen. An mehreren Orten versuchten die streikenden Arbeiter die nichtstreikenden zum Verlassen der Arbeit zu zwingen. Wer mag wohl die Streikbrecher, die„Schwarzbeine" zum heldenhaften Angriff auf die Ausständigen„augeregt" haben?— Eine bürgerliche Zeitungskorrespondenz berichtet über den 17. August: »Infolge der Ruhestörungen in Wales stiegen Maschinen- kohlen auf der gestrigen Londoner Kohlenbörse nm 2 ob. bis 2 sb. 6 ä. die Tonne. Seekohlen notirten 2«b. die Tonne höher als am Montag. Die Kohlenzusuhr nach London, sowohl zu Wasser wie mittels Bahn, ist noch immer beträchtlich. In einigen Theilen L a n c a s h i r e s in das Elend unter den den Ausständigen schon groß. Viele Bergmannsfamilien nagen am Hungerluche. In Leigh gehen Weiber von Haus zu Haus betteln. Eine Suppenküche ist eingerichtet worden. Die Haus- besitzer können die Miethe nicht einziehen, da das Ausstands- gelv nicht zum Lebensunterhalt genügt.— In Derby- s h i r e feiern jetzt 40 000 Arbeiter.— Das Ergebniß der namentlichen Abstimmung der Bergleute von Durham, ob sie allein vorgehen oder sich nach den Beschlüssen des nationalen Verbandes der Bergleute richten sollen, ist noch nicht bekannt. Allem Anschein nach ist die Mehrheit aber dafür, Durham solle nur seine eigenen Interessen zu Rathe ziehen.— In New-England bei Petcrborough werden die Lokomotivführer und Heizer der Great Northern Eisenbahn von jetzt an nur 4V2 Tage die Woche beschäftigt. Ter Führer des Ausstaudes, der Parlamentsabgeordnete P i ck a r d, ist gegen jede Verhandlung mit dem Verbände der Grubenbesitzer, wenn irgend welche Lohnherabsetzung statt- sinben loll. Die Folgen des Ausstandes machen sich bereits in vielen Industrien geltend. Er hat im ganzen bis jetzt 1 000 000 Arbeitern das Brot genommen. Die großen Frodinghameschen Eisen- und Stahlwerke haben schließen müssen. Die Hochösen der Gesell- schaft waren schon früher ausgeblasen woroen. Vielfach wird jetzt in den betheiligten Kresien die Frage erörtert, ob es nicht an der Zeit sei, daß das Parlament Aemter zur Beilegung von Arbeitsstreitigkeiten einsetze.— Die Abstimmung der Berg- leute von Northumberland über die Frage, ob sie feiern sollten, falls ihnen nicht eine Lohnerhöhung von ILVe pCt. bewilligt würde, kam gestern zum Abschluß. Zwischen 13—14 000 Arbeiter gaben ihre Stimmen ab. Die Mehrheit gegen den Ausstand betrug 1300—1600 Stimmen. Trotzdem gehören die Bergleute von Northumberland dem nationalen Verbände an. Es heißt jedoch, daß sie keine Vertreter zu der am 26. d. M. in Birmingham stattfindenden Konserenz des nationalen Verbandes schicken wollen.— VarketnsStrtlhkezt. Unterfränkischrr Parteitag. Die Tagesordnung für den am Sonntag, den 27. August, in Würzburg stattfindenden unterfränkischen Parteitag ist nunmehr provisorisch wie folgt festgesetzt: 1. Beschlußfassung über die Geschäftsordnung und Wahl des Bureaus; 2. Organisation und AgUation. Referenten die Genossen Lock und Fülle: 3. Wahl einer Zentral-Leitung für Untcrsranken; 4. Unsere Parteipresse. Referent: Genosse Fülle; 3. Der Kölner Parteitag; 6. Verschiedenes. Etwaige noch be- absichligte Anträge sind an den Vertrauensmann I. Fersch, Petrinistraße 8, III Würzburg zu richten. *** Die Jntoleraaz der Sozialdemokratie suchten kapita» listische Blätter an einer aus Braunschwcig gebrachten Notiz darzulegen, nach welcher der sozialdemokratische Stadtverordnete Zigarrenfabrikant Wassermann in Schöningen seinen Gehilfen, den bei der letzten Reichstagswahl aufgestellten sozialdemokratischen Kandidaten Wentzel, wegen„politischer Meinungsverschiedenheiten" entlassen habe. Wie immer in solchen Dingen, so hatten die Gegner nattir- lich auch mit dieser Freudenbotschaft Pech. Wassermann und Wentzel haben in vollem Einversländniß ihre Geschäftsverbindung gelöst und beide erklären im„Braunschw. Volkssreund", daß von Parteistreitigkeiten oder politischen Meinungsverschiedenheiten als Ursache gar keine Rede dabei ist. Es wäre so schön gewesen, den taufenden Maßregelungen gegenüber, durch welche Ordnungshelden in gemeinster Weise Sozialdemokraten zu schädigen suchen, auch einmal mit einer sozialistischen Maßregelung im kapitalistischen Glasschrank para- diren zu können. *» Polizeiliches, Gerichtliches ee. — In der Berufungsinstanz wurden heute die Parteigenossen Jähnig und Schellenbeck in Halle von der Anklage des Vergehens gegen das Vereinsgesetz(§§ 1 und 12) freigesprochen. — Jüngst wurde in Hartha. Sachsen, ein Parteigenosse beerdigt. Einer der Leidtragenden hatte hierbei einen Kranz mit rother Schleife getragen. Auf 8 Tage Gefängniß erkannte das Gericht. — Eine Verurtheilung unter ganz eigenthümlichen Umständen ist seitens der Elberfelder Strafkammer gegen den Redakteur Gewehr von der Elberfelder„Freien Presse" ausgesprochen worden. Vor längerer Zeit hatten sich die ehemaligen Vorstands- Mitglieder der Allgemeinen Ortskasse in Elberfeld durch ein von der Generalversammlung dieser Kasse gefaßtes Mißtrauensvotum beleidigt gefunden, das in der„Freien"Presse" ohne jeden Zusatz zum Abdruck gebracht worden war. Die sich.beleidigt fühlenden Vorstandsmitglieder stellten Strafantrag. jedoch nicht gegen den Redakteur, sondern gegen die vermeintlichen Einsender der betr. Resolution. Gegen letztere wurde das Verfahren eingestellt, da- gegen erhob die Staatsanwaltschaft gegen den Redakteur Gewehr Anklage. Zwar hatte die Strafkammer anfangs das Verfahren abgelehnt, doch ordnete das Oberlandesgericht auf Beschwerde der Staatsanwaltschaft das Hauptverfahren an. Gewehr erklärte, daß er in dem Abdruck der Resolution durchaus nichts Straf- bares habe erblicken könne», indem die aus Vertretern bestehende Generalversammlung ohne Zweifel im Interesse der Kasse handele, wenn sie ihre gefaßten Beschlüsse den Mitgliedern mit- theile und in der fraglichen Generalversammlung sei ausdrücklich beschlossen worden, daß die„Freie Presse" das Publikationsorgan der Kasse sein solle. Der Staatsanwalt gab zu, daß die Beweisaufnahme Thatsachen ergeben habe, wonach die Mitglieder Ursache gehabt haben könnten, mit einigen Mitgliedern ihres Vorstandes unzufrieden zu sein, doch bestritt er Gewehr trotz des fraglichen Generalversammlungs-Beschluffes das Recht, die betr. Resolution zu veröffentlichen. Er beantragte 100 M. Geldstrafe und die üblichen Nebenstrafen. Vergebens suchte der Vertheidiger Rechtsanwalt Land« nachzuweisen, daß die Anklage schon allein deswegen juristisch unhaltbar sei, weck gegen Gewehr gar kein Srrafantrag gestellt worden und gegen die Mitangeschuldigten das Verfahren eingestellt worden ist; das Gericht erklärte Gewehr der Beleidigung schuldig und erkannte dem Antrage dos Staats- anwalts gemäß. Natürlich wird Revision eingelegt.— Es sei bemerkt, daß die betreffenden Vorstandsmitglieder der Kasse schon längst nicht mehr wiedergewählt sind. Soziale Ueberftrlzi. An die Hilfsarbeiter und Arbeiterinnen s ä m m tk i ch e r Branchen für Berlin und Umgegend! Kollegen und Kolleginnen! Durch die Wahl vom 23. Jnli in der Versamm- lung in Sanssouci habt Ihr uns beauftragt, für die Interessen unserer Gewerkschaft einzutreten und uns verpflichtet, unsere Gcwerksorganisation zu fördern und zu heben. Um dieser Aufgabe gerecht zu werden, müssen wir um die Unterstützung aller unserer Kollegen bitten. Unsere erste Aufgabe wird sein, die indifferenten Arbeiter und Arbeiterinnen der Organisation zuzuführen, sowie die zersplitterten Kräfte und kleinen Vereine zusammenzuschmelzen. Kollegen und Kolleginnen! Es ist unsere Pflicht, unter den gegenwärtigen traurige» Verhältnissen uns zu ver- einigen. damil wir so im stände sind, unseren Unter- drückern erfolgreich entgegenzutreten. Wir wollen hierbei nicht versehlen, auf den Leitartikel im„Vorwärts" in Nr. 192 hinzu- weise»(Die Vernachlässigung der Gewerkschaftsbewegung), dem wir voll und ganz zustimmen. Kollegen und Kolleginnen l Am Mittwoch, den 23. August, Abends 8'/, Uhr, findet bei Boln, Alle Jakobstraße 73, eine öffentliche Versammlung statt, wir bitten alle Hilfsarbeiter und.Arbeiterinnen, gleichviel in welchem Beruf oder Branche dieselben arbeilen, in der Versammlung zu erscheinen. Da die Kollegen in der Gummibranche schon be- schlössen haben, sich den Hilfsarbeitern und-Arbeiterinnen anzu- schließen, so ersuchen wir uin deren Besuch. Gleichzeitig ist es nothwendig, daß die Mitglieder der Agitationskommission, welche am 2. Jnrn 1891 bei Norbert gewählt wurde, in der Versammlung erscheint. Die Agitationskommission der Hilfsarbeiter und-Arbeiterinnen fü« Berlin und Umgegend. Oskar Schüler. W. Arndt. Für die OrtSkraukeufasse der Mechaniker. Optiker und verwandten Gewerbe findet am Sonntag, den 20. August, VorniittagS 9 Uhr, in den Arminhallen, Kommandantenstr. 20, die Wahl von 63 Delegirten zur General- versanimlung statt. Bei der Wichtigkeit der Wahl ist es unbedingt nothwendig, daß sich die Mitglieder recht zahlreich an derselben betheiligen. Eine starke Wahlbetheiligung ist um so mehr geboten, als von anderer bisher leider maßgebender Seite versucht werden wird, uns den Sieg und zugleich die Leitung der Kasse vorzuenthalten, damit wie bisher weiter gewirthschaftel werden kann. Wir erinnern auch an die vor einiger Zeit be- gangenen Unterschlagungen, durch welche die Kasse um ca. 4000 M. geschädigt wurde. Unsere Stimmzettel, welche im Wahllokale zur Ausgabe gelangen, enthalten 63 Namen von Kandidaten, die von den Kollegen der einzelnen Werkstätten aufgestellt und von der am 16. d. M. Annenstraße 16 stattgehabten öffentlichen Ver- sammlung der Mechaniker, Optiker und verwandten Berufs- genoffen bestätigt worden sind. Um Verwechselungen mit der von reaktionärer Seite aufgestellten Kandidatenliste zu vermeiden. machen wir darauf aufmerksam, daß die Liste der von der Mehr- zahl der Kollegen aufgestellten und bestätigten Kandidaten mit Wilhelm Buckisch, Alte Jakobstraße, beginnt und mit Vincenz Neumann, Kottbuserstraße, endigt. Nur diese Liste ist abzu- geben! Wahlberechtigt sind alle großjährigen, d. h. 21 Jahre alte» Mitglieder. Das Mitgliedsbuch ist zur Legitimation mitzubringen. Die Vertrauensmänner. In der Flnßstahlfabrik von Ebert in Pieschen in Sachse» sollte den dort beschäftigten 3 Ge lbgießern ein ganz horrender Lohnabzug gemacht werden. Während sie bisher für den Kasten(Maschinenformerei) 40 Pfennig erhielten, sollten sie jetzt nur 23 Pfennig bekommen. Da sie bei solcher Bezahlung nicht bestehen können, so legten sie die Arbeit nieder. Eine grössere Arbeitsniederlegung ist in Ober- r ö b l i n g e n bei Halle erfolgt. Dort sind 130 Arbeiter, die mit den Ausschachtungsarbeiten für die Legung von Wasserleitungs- röhren beschäftigt waren, wegen zu geringen Lohnes ausständig geworden. Die Arbeiter hatten den steinigen Boden 160 bis 170 Zentimeter tief auszuschachten und erhielten für diese schwere Arbeit den außerordentlich geringen Lohn von 1 Mark pro 3Vz Meter. Etwaigen Arbeitergesuchen in kapitalistischen Blättern wolle man die gebührende Beachtung schenken. GutSherrliches ans dem gelobten Laude Mecklenburg. Die„Mecklenburgische Volkszeitung" schreibt: Der Gutsbesitzer R. auf Buschmühlen bei Neubukow hat mit seinen Arbeitern den Feierabend auf 8 Uhr Abends vereinbart und, damit jeder weiß, „was die Glocke geschlagen hat", eine Uhr auf dem Hofe an- bringen lassen. Am 4. d. M., Abends 3 Uhr, verließ ein Ar- beiter den Hof. um feine müden Glieder nach Hause zu schleppen. Der Inspektor befahl den dort noch anwesenden drei Arbeitern, welche sich ebenfalls anschickte», nach Hause zu gehen, noch ein auf dem Hose stehendes Fuder Roggen abzubringen. Der Ar- beiter R... erwiderte, daß die Feierabendstunde geschlagen habe und auch bereits einer von den Leuten weggegangen sei. Daraufhin erschien der Gutsbesitzer R. und drohte dem vorgenannten Arbeiter mit Stockschlägen, worauf dieser treffend replizirlel: „Na, man ruhig bi de Sak, so geht nich los; wi Heft uns möd arbeit' un könn'n ohne Schläg to Beed gahn!" Das war dem absoluten Beherrscher Buschmühlens denn doch zu viel, er vergaß sogar das Fuder Roggen und befahl dem Arbeiter, sofort den Hof zu verlassen, widrigenfalls er von feinem Hausrecht Ge- brauch machen würde. Aus diese„höfliche" Ausforderung hin empfahl sich der Arbeiter, die anderen erhielten um gr/s Uhr Feierabend. Doch der Gutsbesitzer hatte seinen Plan gefaßt, denn wozu wäre die Gesinde-Ordnung und als deren trefflicher Ausleger das ritterschaftliche Polizei-Amt da, wenn letzteres auch in diesem Falle nicht gute Dienste leisten sollte. Am 11. d. M. erhielten die Arbeiter folgende Strafvcrsügnng: (Abschrift.) Der Tagelöhner........ zu Buschmühlen hat am 4. August, Abends 8 Uhr, die ihm von seiner Dienstherrschaft angewiesene Arbeil(Abladen von Roggen in die Scheune) eigen- mächtig ohne Rcchtsgrund(?) niedergelegt. Beweismittel: Der Antrag auf Strafe ist von dem Gntsbesttzer R.... ans Buschmühlen am 3. August d. I. gestellt. Es wird deshalb hiermit gegen den Tagelöhner........ auf grund des ß 1 der Verordnung vom 3. August 1392, betr. die Bestrafung der Dienstvergehen, eine an die Kasse des unter- zeichneten ritterschaftlichen Polizeiamts einzuzahlende Geldstrafe von 6 M., im Falle die Strafe nicht beigetrieben werden kann, eine Haftstrafe von 3 Tagen verfügt. Gebühren und Auslagen 1,20 M. fallen dem Beschuldigten zu; zusammen 7,20 M. Neubukow, den 11. August 1893. Vereintes ritterschaftliches Polizeianit für Buschmühlen. (gez.) Krüger. Ausgefertigt: C. Klüffendorf, Aktuar.— Sind nun auch die Arbeiter über solche Handhabung des Rechts empört, so wagen sie doch kaum Berufung gegen diese „Verfügungen" einzulegen, weil die„Göttin Gerechtigkeit" die Arbecker im Klasjeiistaat gewöhnlich mit scheelen Augen an« zusehen pflegt. Vom Schlachtfelde der Arbeit. Die Jahresübersicht der Verunglückungen mit Todeserfolg auf den unter preußischen Auf- sichtsbehörden stehenden Bergwerken aus dem Jahre 1892 wird letzt veröffentlicht.„Auf den unter der Aufsichtsbehörde stehen- den Bergwerken Preußens waren im Jahre 1392 367 343 Arbeiter beschäftigt, von denen 721 bei der Ausübung ihres Berufs zu Tode kamen. Im Vergleich zum Vorjahre ist die Zahl der beschästiaten Arbeiter nm 3833 gestiegen, diejenige der tödtlichen Verunglückungen jedoch nm 143 oder 16,74 pCt. gefallen. Beim Steinkohlen-Bergbau waren 239 031 Arbeiter be- chäftigt; von diesen" verunglückten 372 oder 2203 auf 1000, d. i. je einer von 433 Arbeitern, gegen 731 oder 2,339 auf 1000, d. i. je einer auf 436 im Jahre 1881. — Von den Oberberganits-Bezirken traf die höchste den Bezirk Dortinund mit 2,3 auf 1000 Arbeiter, gegen 3,233 im Jahre vorher; die niedrigste Ziffer hatte der Bezirk Clausthal mit 1,006 auf 1000. Im Bezirke Dortinund verunglückten tödtlich 364 Manu, im Bezirke Breslau 30, im Bezirke Halle 71, im Be- zirke Clausthal 11 und im Bezirke Bonn 137. Die häufigste Verunglückungsart geschah durch Stein- und Kohlenfall; es kamen hierbei 274 Arbeiter zu Tode, gegen 323 im Vorjahre. Hierauf folgen die Verunglückungen in Bremsbergen und Brems- schachten, welchen 90 Arbeiter gegen 87 im Vorjahre erlagen. In Schächten verloren 87 ihr Leben, gegen 83 im Vorjahre. Ueber Tage verunglückten 67, gegen 83 im Vorjahre, und durch schlagende Welter kamen 33 Leute um, gegen 107 im Vorjahre. Bei der Schießarbeit stieg die Verunglückungsziffer wiederum, sie de- trug 0,114 aus 1000, gegen 0,030 im Vorjahre." Sind das nicht erschreckende Zahlen? Dazu komme» noch die weit zahlreicheren Fälle von Verunglückungen ohne direkten Todeserfolg, die jähre- langes Siechthum, lebenslängliche Verkrüppelnng und kleinere Verstümmelungen einzelner Glieder zur Folge haben. Und bei solch' lebensgefährlicher Arbeit werden den Bergleuten Löhne ge- zahlt, die man als Hungerlöhne bezeichnen muß. Der reiche Dividendensegen, der in die Taschen der Aktionäre fließt, ist mit dem Blute der vielen Bergleute gedüngt. Denjenigen, die unter Lebensgefahr die Schätze aus der Tiefe hole», Hunger und Elend; den Nichtsthuern den Millionenertrag der Arbeit Jener ohne eine Gegenleistung, das ist das Bild unserer herrlichen Gesellschasts. ordnung. Für den Inhalt der Inserate über. nimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung Theater. Sonnabend, ben 10. August. Leffing Theater. Der Probepfeil. Kroll's Theater. Fidelio. Fatiniza. Friedrich- Wilhelmstädt. Theater. Adolph Ernst- Theater. Goldlotte. Viktoria- Theater. Frau Venus. Alexanderplatz Theater. Das Damenbad. National Theater. Lehmann auf der Weltausstellung in Chicago. Apollo Theater. Spezialitäten Vorstellung. der Tischler u. s. w. Oertliche Verwaltung Berlin H. Königl. italienischer Circus| Zentral- Kranken- u. Sterbekasse| Ernesto Ciniselli. Stadtbahn- Station: Zoolog. Garten. Heute, Sonnabend, 19. Augußt: Abends 8 Uhr: Groker Humor- u. Lach- Abend. Hochamüsantes Programm. Benefiz- Vorstellung für die berühmten und beliebten = Den Mitgliedern zur Nachricht, daß am Mittwoch, den 16. August, unser Mitglied, der Arbeiter Gustav Schiemann an der Lungenentzündung verstorben ist. Große öffentliche Versammlung sämmtlicher in Holzbearbeitungs- Fabriken und auf Holzpläßen beschäft. Arbeiter mit Frauen am Sonntag, den 20. August cr., Nachmittags 3 Uhr, in den Korkordia- Sälen", Andreasstraße Nr. 64. Tagesordnung: 1. Der Werth der Kontrollmarke. 2. Zustände im Bäckergewerbe und ft. Die Beerdigung findet am Sonne Einführung der Kontrollmarke in demselben. Referent Genoffe Kretschmar. abend, den 19. August, Nachmittags 312 Uhr, vom Trauerhause Falden- 3. Wie stellen wir uns zur Gründung eines Bureaus und Anstellung eines Original- Klowns Gebrüder steinstraße 35 aus nach dem Emmaus- ständigen Beamten für die Gewerkschaftskommiſſion. Nachher: Tanz und gemüthliches Beijammensein. Didic und Eugene Veldemann. tirchhof statt. Die einzigen dastehenden Original- 306/ 10 Klowns. Ohne Konkurrenz! In dieser Benefiz- Vorstellung werden sich die Gebrüder Veldemann ganz besonders in ihren neuen und Original Glanznummern zeigen. Gänzlich neues Programm. Kaufmann's Variété. Spezialitäten- Ferner Auftreten des gesammten HerrenVorstellung. National- Theater. Große Frankfurterstraße 182. Gastspiel der badischen Rammerfängerin Frl. Adolphine Grimminger. Sensationelle Novität! Lehmann auf der Weltausstellung in Chicago. Große Ausstattungsposse mit Gesang und Tanz in 5 Aufzügen von Eugen Prudens. Kouplets v. Linderer. Mufit von Adolph Wiedecke. Regie: Mar Sam ft. Raffenöffnung 51/2 Uhr. Anfang der Abend- Vorstellung 72 Uhr. Im Garten auf der Sommerbühne: Novität: Wirkliches Wasser! Wirklicher Regen! Berlin unter Wasser oder: ,, Kneipp's Wasserkur". Poffe mit Gefang und Tanz in 2 Aften von Mylius. Regie: Hugo Hummel. Musik von Meyer. Vorher: Liebe. Chansonetten Boffe mit Gesang in 1 Att von Eugen Prudens. Regie: Friz Schäfer. Vor, nach und zwischen den Possen: Auftreten von Spezialitäten 1. Ranges. Neues Programm. Morgen: Dieselbe Vorstellung. Adolph Ernst- Theater. Zum 64. Male: Goldlokke: Gesangspoffe in 3 Atten v. Ed. Jacobson u. W. Mannstädt. Rouplets theilweise von G. Görss. Mufit von W. Steffens. In Szene gesetzt von Adolph Ernst. Anf. 2 Uhr. Fauteuil 2,50 M. Der Sommergarten ist geöffnet. Morgen: Dieselbe Vorstellung. Castan's Panopticum. Riesen- SchlangenFamilie aus Carl Hagenbeck's Thierpart. Ohne Extra- Entree. PassagePanopticum. Grösstes Schau- n.VergnügungsEtablissement der Welt. Entree 50 Pf. SchweizerGarten. Am Königsthor. Haltestelle der Ringbahn. Hente, sowie täglich: Extra- Vorstellung mit neuen Spezialitäten. Garreton- Troupe. Familie Grunatho. Emmy Bender. Max Grabow it. f. m. Boltsbeluftigungen aller Art. Entree 30 Pf. Grosser Ball. Präglich KF Achtung! Freunden u. Genossen empfehle mein Weiss- und Bayrisch Bier- Lokal. C. Risch, Wrangelstr. 123. Altes Schüßenhaus, dinienstraße 5, empfiehlt seine Festfäle 560 Personen fassend) zu allen Gelegenjeiten. 7886 und Damen- Personals. Ernesto Ciniselli, Direktor. Hippodrom unter Wasser. a BERLINER HIPPODROM Am Kurfürstendamm. 2 Min. von Station Zoolog. Garten. Große Gala- Vorstellung. Reichhaltiges Programm. Olympische Spiele, Damen- JockeyRennen, Herren- Flachrennen, Hürden- Rennen, Post mit je 4 Pferden geritten, Quadriga- Fahren 2c. Neu! Neul The Original Three Johnson's. Athleten und Kraft- Jongleure. Nur noch kurze Zeit: Am Strande von Ostende. Gr. Wasser- Pantomime in 12 Bildern. Jm prachtvollen Park von 5 Uhr an: Großes Concert. Anfang der Vorstellung 8 Uhr. Preise der Plätze 4, 3, 2, 1, 0,75 m. Jeder Erwachsene hat das Recht ein Kind unter 10 Jahren frei einzuführen. Sonntag: 2 große Vorstellungen. Nachmitt. 5 Uhr, Abends 8 Uhr. ratweil'sche Um zahlreiche Betheiligung bittet Die Ortsverwaltung. Freireligiöse Gemeinde. Sonntag, Vormittags 104 Uhr, Rosenthalerstraße 38: Vortrag Angesichts der wichtigen Tagesordnung bittet um zahlreichen Besuch Die Agitationskommission. 183/4 Große öffentliche Versammlung sämmtlicher von Herrn Dr. Bruno Wille: Bauhandwerker u. Bauarbeiter Die Bedingungen d. Sittligt Gäste sehr willkommen. Am Mittwoch starb plötzlich 426/17 Herr Wilhelm Winter, welcher über 30 Jahre pflichttreu in der Gemeinde als Todtengräber thätig gewesen ist. Die Beerdigung findet am Sonntag, Nachmittags 4 Uhr, auf dem freireligiösen Begräbnißplay, PappelAllee 15/17, ftatt. Bekanntmachung. Montag, den 28. August 1893, Abends 81/2 Uhr, findet in der Berliner Ressource, Kommandantenstr. 57, eine außerordentliche Generalversamm lung der Orts Krankenkaffen für den Gewerbebetrieb der Kauflente zc. statt. B Tagesordnung: 1. Festsetzung von Mahngebühren; 2. Erlaß von Vorschriften über die Krankmeldung, das Verhalten der Kranken und die Krankenaufsicht; 3. Erhöhung der Raffenbeiträge; 4. Definitive Feststellung der Beamten gehälter; 5. Bericht der RegreßKommission. NB. Wird die Tagesordnung in der ersten Versammlung vom 28. Aug. cr. nicht vollständig erledigt, so werden die Verhandlungen am Mittwoch, den 30. Auguſt cr., Abends 8 Uhr, in demselben Lokale fortgesetzt. Berlin, den 17. August 1893. 46972 Der Vorstand. Bierhallen Bentral- Verein der Brauer Bierhallen Kommandantenstr.77-79. Täglich von 5 Uhr ab: Grosses Frei- Concert. Soiréen der Leipziger Sänger vom Krystall- Palast. Anf. Wochent. 71/2 Uhr. Entree 15 Bf., reservirt 25 Pf. Anf. Sonntags 6 Uhr. Entree 30 Pf., reservirt 50 Pf. Anerkannt gute Küche. Säle für Festlichkeiten u. Versamml. Programm unentgeltlich. Carl Koch. Ostbahn- Park am Rüstriner Play, Hermann Jmbs. Rüdersdorferstr. 71, am Oftbahnhof. Konzert, Täglich: Theater und Spezialitäten- Vorstellung. Neu u. sensationell: Little Alfons, der phänomenale Lawinensturzinftler. The Moras, muſikaliſche Excentrics, 1 Dame, 1 Herr. Troupe Metzetti, Parterre- Atrob., Zweigverein der Provinz Brandenburg. Sonntag, den 20. August cri, Nachmittags Punkt 2 Uhr, in Mundt's Salon, Köpnickerstraße 100: Außerordentliche Mitglieder- Bersammlung. Tagesordnung: 1. Vortrag über Gewerkschafts- Bewegung.( Heferent wird in der Verfammlung befannt gemacht.) 2. Wie verhalten sich die Vereinsmitglieder zu dem Vorgehen der Agitations- Kommiffion. 3. Abrechnung des Vergnü gungs Komitee's vom Sommerfest. 4. Innere Vereins- Angelegenheiten. 5. Diskussion. 1464b = Um recht pünktliches Erscheinen der Mitglieder wird ersucht, da präz. 2 Uhr die Versammlung eröffnet wird. Der Vorstand. Verb. der Vergolder etc. Monats- Versammlung Berlins und Umgegend wie: Zimmerer, Maurer, Maler, Töpfer, Bauarbeiter, Stuckateure 2c. am Sonntag, den 20. d. M., Vorm. 10 Uhr, in den Konkordia- Festsälen, Andreasstraße Nr. 64. Zages Ordnung: 1. Stellungnahme zur Fensterverglasung und offenen Roatsfeuerheizung. 2. Wie stellen sich die Bauhandwerker und Bauarbeiter zur hiesigen Gewerkschafts- Kommission. Referenten werden in der Versammlung bekannt gemacht. Der Ausführungs- Ausschuh. 3. Verschiedenes. 219/2 Verein für ,, Volksthümliche Kunst“. Montag, den 28. August 1893, Abends 9 Uhr, bei Gründel, Dresdenerstr. 116: General- Versammlung. Tages Ordnung: 0 Bericht des Vorstauds.- Kassenbericht vom 4. Quartal. Vorstandes. Verschiedenes. Wahl des 364/9 Montag, den 21. August, fällt die Sihung aus. Ein Deklamator tann sich Abends beim Vorsigenden C. Krause, Landsberger Allee 8, melden. Verband aller in der Metallindustrie beschäftigten Arbeiter Berlins und Umgegend. Branchen- Versammlung der Eisen- und Metalldreher, aller in Gas-, Wasser- und Dampfarmaturen beschäftigten Arbeiter, sowie Bohrer, Hobler und Stoßer. Heute, Sonnabend, 19. Auguft, Ab. 81/2 Uhr, bei Röllig, Neue Friedrichstr. 44. Tagesordnung: 1. Vortrag. 2. Diskussion. 3. Wahl zweier Fachtommissionsmitglieder. 4. Verbandsangelegenheiten, Aufnahme neuer Mitglieder und Verschiedenes. 230/5 Heute, Sonnabend, den 19. August, Abends 8 Uhr: Konferenz der Vertrauensleute des Südens. Um zahlreiches und pünktliches Erscheinen der Kollegen ersucht Der Vorstand. Fachverein der Klempner Berlins und Umgegend. Montag, den 21. August 1893, in Grafweil's Bierhallen, Kommandantenstr. 77-79: Grosse Versammlung. Zagesordnung: 1. Vortrag über ,, Der Züricher Kongreß und wie stellt sich die Gewerkschaft dazu. 2. Diskussion. 3. Vereinsangelegenheiten, 4. Verschiedenes. Neue Mitglieder werden aufgenommen. Der Vorstand. 187/10 Der Arbeitsnachweis befindet sich bei Stramm, Ritterstr. 123. 3ahlstellen bei Stramm, Ritterstr. 123 und bei Germer, Landss bergerstr. 105: Sonnabends Abends 8-10 und Sonntags Vormittags von 10-12 Uhr. 2 Herren, 2 Knaben, 1 Mädchen. Emmy u. Reinhold Hintsche, Gesangs- u. Charakter- Duettisten 2c. Boltsbeluftig. jeder Art. 4 Kegelbahnen z. Verfügung. Kaffeetüche geöffnet an Wochentagen von 2 bis 6 Uhr, Sonntags von 2-5 Uhr. Moabiter Gesellschaftshaus. = Alt Moabit 80 u. 81. Täglich: der Filiale Berlin am Montag, den 21. August, Abends 81/2 Uhr, in Scheffer's Salon, Inselstr. 10. Tagesordnung: 1. Vortrag des Reichstags- AbgeordGroße öffentliche Versammlung neten Herrn Rob. Schmidt über 3edämmtl. im graphischen Gewerbe beschäft. und Ziele der Industrie Verbände". 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Arbeiter und Arbeiterinnen: Um zahlreiche Betheiligung wird er- Buchdrucker, Buchbinder, Lithographen, Steindrucker, sucht. Gäste willkommen. 358/11 Die Ortsverwaltung. Orts- Krankenkasse und verwandter Gewerbe. Theater- und Spezialitäten der Bildhauer, Stuckateure Vorstellung fowie Concert. Anfang 4 Uhr. Entree 30 Pf., refervirter Platz 50 Pf. 4127L* Helmuth Peters. C. Froelich's Gesellschafts- Säle u. Garten Schönhauser- Allee 161. Jeden Sonntag, Montag u. Mittwoch: Gr. Konzert. Entree frei. Jm Saale Ball.[ 1461b Jeden Mittwoch: Gr. Kinderund Familien- Feft. Empfehle meine Säle für Vereine und Gesellschaften unentgeltlich. C. Froelich. im Lokale des Montag, den 28. Aug., Abds. 8 Uhr, Herrn Bolt, Alte Jakobstraße 75: Außerordentliche Generalversammlung. Tages- Ordnung: 1. Salbjährlicher Kaffenbericht. 2. Berathung und Beschlußfassung über eventuelle Erneuerung des Kontrakts mit dem Verein freigewählter Rassenärzte. Schleifer, Präger, Prägerinnen, Arbeiter und Arbeiterinnen u. f. w. am Montag, den 21. August, Abends 81/2 Uhr, in den KonkordiaFeßfälen, Andreasstraße Nr. 64. Tages- Ordnung: 1. Bericht über den Streit bei A. u. C. Kauffmann in Brandenburg, sowie in anderen Druckorten. 2. Wie stellen sich die im graphischen Gewerbe beschäftigten Arbeiter und Arbeiterinnen zu dem Streit? Referent Buch209/16 drucker Massini. 3. Diskussion. Die Vereinsversammlung der Lithographen und Steindrucker fällt diesen Monat aus. Cöpenick. Gr. öfftl. Versammlung 3. Eventuelle Erhöhung der Beiträge. 4. Nochmaliger Vorschlag des Vorstandes über Aenderung der am Kassenstunden, 5. Verschiedenes. 147/3 Der Vorstand. J. A.: J. Söfner. Papageien, Sing. u. Ziervögel, Vogelbauer, Aquarien, billig. Schnelle, Invalidenstr. 7. für Frauen und Männer Dienstag, den 22. d. M., Abends 8 Uhr, im Saale des Herrn Scheer( Wilhelmsgarten). Tagesordnung: G. Brochnow's Fest- Säle, 39, Sebastianftr. 39. Jeden Sonntag, Montag, Dienstag und Sonnabend großer Ball. Empfehle meine Säle zu allen Festlichfeiten und Versammlungen. Berantwortlicher Redakteur: Wilhelm Schröder in Berlin. Druck und Verlag von Mag Bading in Berlin, SW. Beuthstraße 2. 1. Bortrag der Frau Martha Rohrlack über:" Die Frauen und der Sozialismus". 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. 46752 Das Erscheinen aller arbeitenden Frauen und Mädchen ist dringend [ 14676 erwünscht. Bitte im Saale nicht zu rauchen! Eintrittsgeld 10 Pf. Der Einberufer. 421/19 Sierzu zwei Beilagen. 1. Beilage zum„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 194. Lokales. Achtung! Folgende Restaurateure schänken das Bier der bontottirten Spandauer Berg Brauerei weiter aus: Beese, Holzmarktstraße 3. Dieser Herr soll auch Bier in mehrere Fabriken liefern, ohne Saß die Konsumenten über dessen Herkunft aufgeklärt sind. F. Klemte, Kl. Hamburgerstr. 28. Salomon, Stettiner Bahnhofs Restaurant. Rogge, Lüneburger- u. Paulstraßen- Ecke. Schwanebeck, Neue Jakobftr. 15. Müller, Havelbergerstr. 7( Verkehrslokal der Puter). Struck, Hagelsbergerstr. 6. Konrad, Wallstraße 45. Rutle, Frankfurterstr. 87. Jäger's Restaurant( Inhaber Reiter), Kommandantenstr. 62. Kosowsky, Große Frankfurterstraße 139. Sachse, Lindowerstraße Nr. 26( dort tagt der Gesang verein Unverdrossen"). Gänside, Alt- Moabit 97. Grunert, Lübeckerstr. 2. Frühstücksstube resp. Stehbierhalle der Armin hallen, Kommandantenstr. 20. Sonnabend, den 19. August 1893. = 10. Jahrg. angerechnet habe; würde derselbe nicht entlassen, so würde er montirt, die weiteren drei Maschinen werden im Laufe des nicht mehr im Lotal verkehren. Herr Baumgarten zeigt besagtem Monats August fertig werden. Sämmtliche Wohn- und VerKollegen den Brief und entläßt ihn. Auf die Einwendungen waltungsgebäude auf diesem Werke sind vollendet und zum Theil des Letteren, daß er vollkommen in seinem Recht gewesen sei, auch schon bezogen. Der Entwässerungskanal in der Seestraße hat Herr Baumgarten nur die Antwort, daß er emem Kellner ist fertig. Der Eisenbahnanschluß geht seiner Vollendung entgegen und wird im Laufe des Monats August in Betrieb ge= einem Gaft gegenüber nicht Recht geben tönne. Diese Antwort des Herrn Baumgarten, der uns sonst als nommen werden können. II. Wert Lichtenberg. Alle vier Reinleidlich guter" Prinzipal geschildert wird, spricht ganze Bände wafferbehälter und der Kondensations Wasserteich sind vollendet. von der Rechtlosigkeit der Gastwirthsgehilfen den Gästen gegen- Von den drei Maschinenanlagen sind die drei Druckpumpen im über, ist ein neuer Beweis, wie tief der Kellner steht in der Maschinenhause A soweit fertig gestellt, daß die Versorgung der Achtung seitens des Publikums sowohl, als seitens der Prinzi- Hochstadt durch die neuen Werke geschehen kann, die Wasserhebepalität, mit welcher die„ Elitekellner- Vereine" bekanntlich ihre maschinen zur Versorgung der unteren Stabbt in den Maschinenhäusern B. und C. werden voraussichtlich im Laufe des Oktober d. Js. foziale Lage" verbessern wollen. Reine nähere Untersuchung des Falles, das anonyme betriebsfertig montirt sein. Die beiden Beamten- Wohnhäuser Schreiben des ersten Besten genügt, einen Arbeiter außer Brod sind bereits bezogen, die Verwaltungsgebäude theils fertig, theils zu bringen. Wenn diese Praxis weiter um sich greift, dann nahezu vollendet. III. Druckrohrleitung Müggelsee- Lichtenberg. dürfte in Zukunft jeder Lump, dem die Zechprellerei mißlang. Der erste Rohrstrang, der das Wasser aus den Filtern am durch ein anonymes Schreiben in die Lage versetzt werden, einen Müggelsee nach den Reinwasser- Behältern des Werkes Lichtenberg leitet, ist im Betriebe. IV. Druckrohrleitung LichtenbergGastwirthsgehilfen außer Stellung zu bringen. Berlin. Der 760 Millimeter- Rohrstrang vom Werke Lichtenberg nach dem Wert Belforterstraße zur Versorgung der Hochstadt ist im Betriebe. Der 1200 Millimeter- Strang vom Werke Lichtenberg nach der Stadt im Zuge der Landsberger- Chaussee bis zur Ringbahn ist von zwei Rohrleger- Kolonnen in Angriff ge # In Charlottenburg schänken weiter: Sum Hirsch", Englischestr. 27. Brüggemann, Salzufer 15. Wenzel, Salzufer 19. Eisenblätter, Charlottenburger Ufer. Blank, CharWie Du mir, so ich Dir! Wer in diesen Tagen Gelegenlottenburger Ufer 3. Wichert, Lüßow- Ufer 1. Kegel, Pots heit hatte, die Mauerstraße in der Gegend der Jägerstraße in damerstr. 6. In Spandau schänten weiter: Warmuth, Birken. frühester Morgenstunde zu paffiren, dem bot sich täglich ein höchst sonderbares lebhaftes Bild. Dortfelbft kann man nämlich jeden straße. Nitschke, Berlinerstraße. Hinze, Fischerstraße. Wulf, Morgen furz vor 7 Uhr ein Bölkchen von etwa 200 Personen nommen und wird bis zum 1. Oftober fertiggestellt sein." Alle Behnißstraße. Krieger, Berlinerstraße. Kaufmann, Thomas- beiderlei Geschlechts genannte Gegend unter Aufsicht emes übrigen Leitungen innerhalb der Stadt find vollendet bis auf damm. Schöhn, in Firma Bock, Potsdamer- und Charlotten- Wächters der öffentlichen Ordnung auf- und abpromeniren fehen. die Linie Jannowißbrücke- Prinzenstraße bis zur Gitschinerstraßen- Ece. Hotel zum Rothen Adler. Merker, Potsdamer: Die Anwohner dieser sonst sehr ruhigen Gegend schauen ver- straße, welche noch im Laufe dieses Jahres zur Ausführung straße. Mehls, Charlottenstraße. Kreienbring, Hafenplay. Siebert, gnügt ob dieses bunten Treibens aus ihren Fenstern und die kommen soll. Bismarckstraße. Klodtwig, Bismarckstraße. Plez, Falkenhagener- Passanten fragen neugierig, was denn hier eigentlich„ los" sei. Gründen. Straße. Marten, Schönwalderstraße. Konrad, Lynarstraßen- Ecke. Die Geschichte hängt aber folgendermaßen zusammen: Vielfache Aufragen ergehen jekt an die Polizei von Zehler, Schülerburgstraße- Ecke. Kniehase, Neumeiſterſtr.," Zum Die in der Mauerstraße 44 belegene große Sittenfeld'sche Wohnungsinhabern, deren Miethskontrakte zum Oktober d. J. Stadtpark". Behrend, Hakenfelde. Kautsch, Neuendorferstraße. Buchdruckerei, welche den Lesern des Vorwärts" wegen ihrer gelöst find. Es handelt sich dabei um die brennende Frage, ob Schulz, Neuendorferstraße. Klukhof, Pichelsdorferstraße. Drescher, legten Gewerbegerichts- Prozesse mit Streitobjekten von 1,60 bis der Hauswirth berechtigt sei, von dem Miether zu jeder Zeit Potsdamer- Chauffee. Köller, Potsdamer- Chauffee. Vogel, Pots 3 Mark noch in frischer Erinnerung sein dürfte, befibt einen Butritt zu der Wohnung zwecks Besichtigung zu fordern. Wenn Damer- Chauffee. Rabenhorst, Klosterstraße. Bruder, Klosterstraße. äußerst gestrengen Fabritpascha, welcher es durch seine Liebens- auch die Miethskontrakte die Klausel enthalten, daß der Wirth Abbestellt haben in Charlottenburg: Frau Kühne, Goethe- würdigkeit in genanntem Geschäft von den bescheidensten An- zu jeder Tageszeit die vermiethbaren Räume zu betreten beund Schlüterstraßen- Ecke. Zienert, Knobelsdorferstraße. Ritter- fängen bis zu dem Range eines Herrn„ Direktors" gebracht hat. rechtigt ist, so ist damit nicht gesagt, daß der Miether jeden mann, Alt- Moabit 125. Graß, Kurfürstendamm 14. Dieser Herr Direktor" glaubte sich dadurch in der Höhe seiner Augenblick dem Vermiether seine Wohnung zur Verfügung Die Wirthe in Spandau, welche abbestellt haben, wün- Tantièmen nicht unwesentlich geschädigt, daß einzelne Arbeiter es zu stellen hat. Der Wirth hat sich vielmehr den Verhältnissen schen nicht veröffentlicht zu werden, aus ganz leicht erklärlichen in ihrer unfagbar frivolen Leichtfertigkeit gewagt hatten, Morgens des Miethers anzupassen. Hierüber geben Gerichtsbei Beginn der Arbeitszeit sich um einige Minuten zu verspäten. entscheidungen vom 18. Februar 1872, 30. Januar 1873 und Die Lotal Kommission: Die Folge davon war, daß der Allgewaltige in seinem gerechten 6. Januar 1875 genauen Aufschluß, worin es heißt:„ Der VerBorn einen Utas erließ, wonach mit dem Glockenschlage Sieben" miether ist nicht befugt, die Wohnung des Miethers nach Bedie Pforten des Arbeiterparadieses geschlossen, anstatt ge- lieben zu betreten, auch nicht zum Zweck anderweiter Vermiethung öffnet werden sollen. Denn„ Ordnung muß sein". Denjenigen, und auch dann nicht, wenn über die Frage, ob das Recht des welche diesen glücklichen Moment nicht abpaffen konnten, folle Miethers noch fortdauert, Streit besteht." Ja, eine Entscheidung eine Stunde Zeit und Gelegenheit gegeben werden, sich auf vom 2. Januar 1874 besagt fogar, daß in die von dem Miether ihre Kosten das prachtvolle Etablissement, welches durch verlassene und ausgeräumte, aber noch in seinem Miethsbesitz ihrer Hände Arbeit erbaut werden konnte, von außen zu besehen. befindliche Wohnung der Vermiether nicht eindringen darf. Nach Gleichzeitig war damit die wohlwollende Absicht verknüpft, dem den bestehenden Kontraktsformularen hat mithin der Wirth das von seinem Heßmarsche schweißtriesenden Arbeiter eine Stunde Recht, eine Besichtigung der Wohnung stets zu verlangen, wenn Muße zu gönnen, um sich gehörig abzukühlen. der Miether anwesend ist, sich aber sonst hinsichtlich der Zeit mit dem Miether in Einvernehmen zu sehen. Berichtigung":" Nun soll ich mich an die Sozialdemokraten in Zürich herangedrängt haben. Erbärmliche Lüge. Ich war lange vorher Sozialdemokrat, ehe verschiedene Herren der hiesigen Mitgliedschaft an die Sozialdemokratie gedacht haben. Ich bin im Jahre 1876 entlassen worden, weil ich mich weigerte, ein Rouplet zu fingen, welches mit dem Refrain schloß: " Denn ob ich Bebel sage oder Pöbel, und = " J. A.: J. Wernau, Rosenstraße 30. Herr Otto Wichers von Gogh. In unserem Züricher Bericht vom 9. August stand zu lesen: Ein verunglückter Schauspieler namens Wichers von Gogh, der sich vor einiger Zeit an die Züricher Genossen herangedrängelt hatte und heute geärgert ist, daß seine Bedeutung nicht anerkannt wird und seine Verse zweifelhaften Werthes von den Arbeitern nicht gekauft werden, bedauerte, daß die Unabhängigen f. 3. ausgetreten" feien; wie erhebend wäre es jetzt, wenn er gemeinsam mit ihnen Opposition gegen die Fraktionsdespotie treiben könnte: Gr rufe: Hoch die deutsche Sozialdemokratie! Nieder mit der Dynastie Bebel! Arbeiter, welche übrigens schon bei verschiedenen Provotationen So war's geplant. Allein es tam doch etwas anders. Die ( Herr Wichers scheint demnach zu glauben, daß im sozialen feitens der Geschäftsleitung ihre Solidarität bewiesen hatten, Eine grobe Ausschreitung begingen vorgestern diejenigen Staat das weibliche Erbfolgerecht eingeführt werde, sonst steht es waren sich klar, daß sie zwar die Verpflichtung hätten, pünktlich Leute, welche bei der Firma Willing und Violet arbeiten, obmit der Dynastie Bebel schlecht.) Hierzu ſendet uns Herr Otto Wichers von Gogh folgende zur Stelle zu sein, daß man aber keinenfalls das Recht habe, fie gleich über die Fabrik die Sperre verhängt ist, weil die dort mit dem Glockenschlage sieben auszusperren. Und so kann beschäftigten Schraubendreher streiken. Gegen 6 Uhr versuchten Ad 1 bin ich kein verunglückter Schauspieler, sondern ein Geschäftsuhr verklungen, Männlein und Weiblein im Gänse- Lokale von Stiemte saßen, dadurch zu reizen, daß sie in einem Ad 1 bin ich kein verunglückter Schauspieler, sondern ein man denn jeden Morgen, nachdem der siebente Glockenschlag der 12-13 der Streitbrecher einige der Streifenden, die in dem verunglückter Seemann, der, nachdem er seine Jugend im Waisen- marsch" unter Aufsicht eines Schuhmanns ihren Einzug in die Trupp vor das Lokal kamen und allerlei alberne und beleidigende hause vertrauert hatte, nach vierjähriger Ausübung des See- heiligen Hallen halten sehen. Die beabsichtigte Wirkung Redensarten ausstießen. Als einer der Streitenden, Genosse mannsberufes in allen Meeren durch einen unglücklichen Sturz des schneidigen Direttorial Erlasses ist nun insofern Menzel, auf die Straße trat, um den Leuten ihr ungebührliches aus einer Höhe von 24 Fuß sich das Rückgrat so verlegte, daß er als Dor der Betragen zu untersagen, fielen sie alle über ihn her und bearbeiteten ihn feine Thätigkeit als Seemann einzustellen gezwungen war. Aus Vor- gerade in das Gegentheil umgeschlagen, Verordnung gesammte Personal, welches mit angespitzten Eisenstäben, Feilen, Hämmern u. dgl. Die beiden stehendem können sie wohl schon zur Genüge ersehen, daß ich ein der paar Minuten wegen gar nicht so interessirt war, ja schon Anderen eilten ihrem Genossen zuilfe, wurden aber von den StreikProletarier erster Güte genannt werden kann. Ohne Mittel, vor Beginn der Arbeitszeit, pünktlich zur Stelle war, während brechern, die sich in großer Ueberzahl befanden, in ganz ähnlicher ohne Kenntniß irgend eines Berufs blieb mir mit 19 Jahren jetzt immerhin einige Minuten vergehen, ehe sich die Pforten Weise behandelt. Genosse Menzel erhielt so schwere Verlegungen, nichts übrig, als mich dem Berufe meines verstorbenen Baters hinter dem letzten Mann des endlosen Zuges schließen. Daß sich daß er vorgestern Abend noch nach dem Krankenhaus Am Urban zuzuwenden, der Schauspieler gewesen war. Sie wissen wohl, bei dieser Gelegenheit die Menschenmassen nicht stauen und alles geschafft werden mußte. Sein Befinden giebt zu den ernstesten daß sich die Liebe zum Theater vererbt, das war auch bei mir der Fall. Später wurde ich dann Schriftsteller, welchen Beruf seinen„ regelrechten Gang" geht, dafür sorgen schon die Arbeiter Befürchtungen Anlaß, und die Sache ist um so betrübender, als der Verletzte verheirathet und Vater von fünf Kindern ist. Als die heilige Hermandad. ich jetzt noch ausübe. Wenn man mich nun höhnisch einen verein sehr merkwürdiger Umstand muß es betrachtet werden, ist unglückten Schauspieler nennt, müßte man mit demselben Rechte Aus dem Gegenwartsstaat. Die Heiligkeit der bürger- gerade vorgestern Abend in der ganzen Gegend kein Schuhmann Liebknecht einen verunglückten Studenten und Bebel einen verlichen Ehe ist bekannt ebenso bekannt ist es aber auch, wie zu erblicken war, während sonst dort stets mehrere uniformirte unglückten Drechsler nennen. sich„ Damen" vom Stande, d. h. Vertreterinnen der zahlungs- und Kriminalschuleute anwesend find. fähigen Moral, den üblen Folgen allzu großer Liebesseligkeit zu entziehen wissen. Bürgerliche Blätter berichten Folgendes: Eine In Krankenhause Moabit ist, wie die National- Zeitung" Skandalaffäre, die in allen Theilen Deutschlands viel Staub auf erfährt, wieder eine Cholera- Station wie im vergangenen Jahre zuwirbeln geeignet ist, wird demnächst die Gerichte beschäftigen. eingerichtet worden, und es befinden sich daselbst mehrere ver Gestern wurde hierselbst die frühere Hebamme B., sowie deren dächtige Rrante zur ärztlichen Beobachtung. Eine aus offiziösen wilder Ehemann", ein Schlächtergeselle, verhaftet. Frau B. hat sich Quellen gespeiste Korrespondenz berichtet dagegen Folgendes: durch zahlreiche Zeitungs- Annoncen Frauen und„ Jungfrauen" Zum Stande der Cholera in Berlin können wir die bes Das ist nach meiner Meinung ganz egal!" zur Ertheilung von Rathschlägen in diskreten Angelegenheiten" ruhigende Mittheilung machen, daß, wie Herr Dr. Hirschfeld, Längst, bevor ich nach Zürich kam, lag mein Drama empfohlen. Ihre Geschäftsempfehlungen" hatten einen groß- Assistenzarzt im Krankenhause Moabit, auf unsere Anfrage beBruderliebe" in meiner Bigarrentiste, die jahrelang mein artigen Erfolg, denn aus allen Theilen des Reiches strömten ihr reitwilligst mittheilt, bis gestern Nachmittag um 5 Uhr nicht ganzer Reisefoffer war. Dieses soziale Drama wurde von dem Aufträge zu. Die hiesige Kriminalpolizei war schon seit längerer eine einzige Person in das Moabiter Baracken- Lazareth Bertrauensmann der Züricher Sozialdemokraten, Beck, in Zürich Zeit auf ihr Treiben aufmerksam geworden und stellte ihr, um eingeliefert worden ist, die Anzeichen der asiatischen Cholera zeigt. eingeführt, nachdem er es in St. Gallen von der dortigen sie endlich faffen zu können, eine Falle. Frau B. ging in die- Auch hob Herr Dr. Hirschfeld noch besonders hervor, daß der Mitgliedschaft unter großartigem Erfolge hatte aufführen felbe ahnungslos hinein und überlieferte sich so selbst der Be- Gesundheitszustand hier weit günstiger fei, als um dieselbe Zeit fehen. In Zürich wurde es dann unter riesigem Beifalle im hörde, die nunmehr eine Haussuchung in ihrer von dem Schlächter- des Vorjahres. Hierfür spricht auch die Thatsache, daß beispiels Januar 1890 zu gunsten des Wahlfonds gegeben und mehrere gesellen unter falschem Namen gemietheten Wohnung abhielt. weise auf der Sanitätswache in der Adalbertstraße, die in einer hundert Franken nach Berlin abgeliefert zur damaligen Reichs- Dort fand man die ordnungsmäßig geführten Geschäfts- der bevölkertsten Gegenden Berlins liegt, in diesem Jahre nur tagswahl!!! Selbstverständlich wurde ich nach meiner Ueber- Bücher der weisen Frau, die ein geradezu ein Brechdurchfall im vorigen Monat an einem Kinde behandelt fiedelung nach Zürich Parteigenosse und war Vertrauensmann blüffendes Resultat ergaben. Die ehemalige Hebamme hatte wurde, während um die gleiche Zeit des Vorjahres etwa zuder Partei, als Liebknecht hier seinen Vortrag hielt. Das ist die Namen und Wohnungen aller derjenigen Damen sammen 16 Ruhr- und Brechdurchfälle und 9 Erkrankungen an mein Herandrängen an die hiesige Partei. So wird die freie genau aufgezeichnet, die von ihrer Hilfe" Gebrauch gemacht Cholerine vorgekommen sind. Meinungsäußerung von der Führerschaft belohnt im Partei hatten, und sogar die Beträge aufgezeichnet, die ihr für ihre BeOrgan der deutschen Sozialdemokratie. Die Antipathie, die gegen die Margarine herrscht", mühungen gezahlt worden waren. Es ergab sich, daß fie, wie hat fürzlich der Besitzer einer großen Margarinefabrit( Firma Ueber die Gemeinheit, die in der Verdächtigung liegt, ich gesagt, ihre Kundschaft" in allen Theilen Deutschlands hatte.. 2. Mohr in Altona- Bahrenfeld) auf eine schnurrige Weise zu ärgere mich, weil mein Verse nicht gekauft wurden, will ich für die Personen, die mit ihr in verbrecherischem Verkehr ge- bekämpfen gesucht. Er ist auf das nicht mehr neue, aber immer weiter fein Wort verlieren; diefer Standpunkt fennzeichnet den standen haben, wird derselbe ein mehr als unangenehmes Nach noch zugkräftige Mittel verfallen, einen Massenbesuch seiner Petroleumhändler, von dem die ganze Mache ausging. Gott er- spiel haben. Die gerichtlichen Untersuchungen sind in vollem Etablissements durch eingeladene Gäste in Szene zu setzen. Die halte der Partei noch recht lange diese Krämerseele. Mit solchen Gange. Den eigentlich geschäftlichen Theil des Unternehmens Reklameberichte, welche die bürgerlichen Blätter unter„ GeLeuten schlägt man am besten alle Revolutionen nieder! hatte der ebenfalls verhaftete Fleischergeſelle in der Hand. Er schäftlichen Mittheilungen" oder auch im redaktionellen Theile Mit der Bitte um wörtlichen Abdruckt dieser Erklärung versandte die Annoncen an die Beitungen, miethete die Wohnung barüber gebracht haben, sprechen von mehr als 1000 Personen, zeichnet und war überhaupt der Vertreter seiner angeblichen Frau, meist Kolonialwaaren- und Butterhändlern aus allen Städten gegen welche das Verfahren wegen Vergehens gegen§ 219 des der Mark Brandenburg, besonders aber aus Berlin, die ein von Strafgesetzbuches( Tödtung keimenden Lebens bezw. Beihilfe) ein- der Firma gestellter Extrazug am Montag früh vom Lehrter geleitet wird. Bahnhof aus nach Hamburg befördert hat. Am Schluß eines Wir haben Herrn Wichers v. Gogh das Wort gegeben, obwohl wir vergeblich nach etwas" Berichtigtem" in dem langen Nach einem Berichte der betr. Stadtbau Inspektion der Berichte heißt es:„ Ein Frühstück, zu welchem der Gastgeber Geschreibsel suchten. Da aber unser Korrespondent den Fehler an die städtischen Behörden war der Stand der Bau- Aus- eingeladen hatte, bildete nach den Anstrengungen des Tages einen gemacht und in seinem Bericht den Herrn überhaupt genannt führungen für die Müggelseewerte im Juli 1893 folgender: Am wohlthuenden Abschluß." Es wird nicht angegeben, ob die dabei hat, so mag derselbe sich auch unseren Lesern selbst vorstellen, 13. Juli d. J. ist der Betrieb für die Versorgung der Hochstadt servirten Speisen mit dem Fabrikat des Gastgevers, mit Marwodurch die liebe Gitelfeit hoffentlich ihre Befriedigung findet. mit täglich im Maximum 30 000 Kubikmeter Wasser aus dem garine nämlich, zubereitet worden sind. Da der Retlamezug verFür die Zukunft soll es uns eine Warnung davor sein, Leute Müggelfee aufgenommen. Die ganze durch Beschluß der Stadt- anstaltet worden war, um bei den Gästen„ die Antipathie gegen vom Schlage des Herrn Wichers v. Gogh in unserem Blatte perordneten- Bersammlung vom 19. April 1888 bewilligte An- die Margarine zu bekämpfen," so könnte man beinahe auf diesen lage wird bis auf unwesentliche Arbeiten im Laufe des Monats Gedanken kommen. Um vollständig über das Wesen der Kunstbutter überhaupt nur zu erwähnen. D. R. d.„ V." Oktober dieses Jahres soweit hergestellt sein, daß der unterrichtet zu sein, muß man doch vor allen Dingen wissen, wie sie Betrieb aufgenommen werden kann. Jm Besonderen wird auf Gaumen und Magen wirkt. Wir vermuthen jedoch, daß der I. Werk Müggelsee. Folgendes bemerkt: Die gesammte Kunstbutter fabrizirende Gastgeber in seinem Belehrungs- und Maschinenanlage in den beiden Schöpf- Maschinenhäusern am See, Befehrungswert nicht so tonsequent verfahren sein wird. Er ebenso sämmtliche 22 Filter und die beiden Reinwasserbehälter wird die Speisen für seine verehrlichen Gäste ,, Kunden der find fertig gestellt. In den beiden Maschinenhäusern nördlich der Firma und solche, die es werden sollen", nennt sie ein anderer Chaussee, für die Wasserhebemaschinen, welche das filtrirte Wasser Bericht mit bester und unverfälschter Naturbutter haben zunach dem Werke Lichtenberg fördern, sind drei Maschinen fertig bereiten lassen. Am Ende hat er recht daran gethan, E3 tam mit sozialdemokratischem Gruß Otto Wichers v. Gogh, " der Verunglückte". Anonymes Denunziantenthum. Unter dieser Spitmarke schreibt„ Der Gastwirthsgehilfe" in seiner letzten Nummer( 33) Dom 17. August: Herr Baumgarten( fr. Mosolf), am Morigplay, entließ dieser Tage einen Kollegen, gegen den in einem anonymen Schreiben Beschwerde geführt worden war. Ein Gast behauptete in dem: felben, daß der betreffende Kellner ihm 3 Glas Bier zu viel " = ver= ihm ja nur darauf an, bei seinen Gästen die Abneigung gegen| den Handel mit Margarine und zwar mit seiner Margarine 500 Mark Belohnung. Aus Düsseldorf ist, wie die dortige Polizeiverwaltung mittheilt, ein Kassenbote Jakob Giesen am 25. v. M. nach Unterschlagung von 9000 Mart, darunter 5000 M. in Hundertmarkscheinen, flüchtig. G. ist am 26. April 1848 geboren, mittelgroß, bat turzes blond und grau gemischtes Haar, einen ganz kurzen Vollbart und trug ein Jaquet aus blauem Cheviot. Beim Gehen läßt er den Kopf hängen. Er hat einen Baß bei sich, der am 7. Juli in Düsseldorf auf den Vergolder Jakob Giesen ausgestellt ist. Auf seine Ermittelung und die Herbeischaffung des Geldes ist die Belohnung ausgesetzt. Mit Beschlag belegt wurde die Reiche eines 4½ jährigen lottenburg wohnhaften Poliers S. Der Tod des Kindes, welches einer Gehirnblutung erlag, wird mit Mißhandlungen, welche bie Stiefmutter an dem Mädchen begangen haben soll, in Verbindung gebracht. Gerichts- Beitung. Gerichts- Beitung. Eingangsthores. Diese Benußbarkeit hatte der Beklagte auch während der ganzen Vertragszeit zu gewähren. Jede Beein zu befämpfen. Die Abneigung gegen den Verbrauch der Margarine braucht er nicht erst zu bekämpfen. Hier hat er eine beansprucht von seinem früheren Meister Heinze 28,50 M. rück- Vermiether felbst oder einen dritten mit Vorwiſſen des VerGewerbegericht. Kammer V. Der Rohrleger Sacher trächtigung dieses Rechtes des Miethers, erfolge sie durch den treffliche Bundesgenossin in der Armuth und dem Massenelend. Je größer die Armuth wird, desto mehr schwindet das ständigen Lohn. Der Beklagte hatte die Zahlung dieser Summe miethers, erzeugt einen Anspruch auf Schadenersatz auf feiten des verweigert, indem er bestritt, daß S. an mehreren der in Frage ein anderen Personen zugängiges Grundstück, das von solchen, Miethers. Dazu kommt die allgemeine Pflicht des Beklagten, Mißtrauen gegen die Margarine, desto höher steigt kommenden Tage gearbeitet habe. Im Termine machte er dies Fabrikanten. Denn natürlich greift nur derjenige zur Kunstbutter, Veranlassung des Herrn beziehungsweise der Frau Heinze an halten, welcher feine Gefahr für Leben und Gesundheit der ihr Berbrauch, und desto besser blüht der Weizen der ebenfalls geltend. Der Kläger behauptete dem gegenüber, auf namentlich von seinen Miethern, betreten werden muß, während der allgemeinen Verkehrszeiten in einem Zustande zu er der sich die Naturbutter nicht mehr leisten fann, wie man überjenen Tagen auf dem Bau und haupt bei Nahrungsmitteln, gegen deren Verbrauch und Vertrieb in seiner Nähe sich aufgehalten zu haben. eine„ Antipathie" herrscht, immer nur an den Besizloſen als den doch hätte dasselbe nach des Beklagten Worten bald ein- daß die Klägerin in dem Hauſe des Beklagten schon seit Es sei fein Material dagewesen, bort verkehrenden Personen mit sich bringt. In der Thatsache, Konsumenten zu denken hat. Offen gestanden, wir verargen es treffen sollen, was nicht geschah. Als es an einem Morgen ge- längerer Zeit wohnt, ohne eine Beleuchtung beansprucht zu den Fabrikanten und$ 5ändlern nicht, daß fie ihre angepriesene bracht wurde, habe es der Kutscher wieder mitgenommen, weil er baben, ist kein Verzicht auf jene Rechte zu finden. Ebenso unMargarine nicht felber effen, und wir finden es begreiflich, daß fein Geld dafür erhielt. Der ebenfalls gegen Heinze flagbare erheblich ist es für die Pflichten des Beklagten, ob der Gebrauch die gesammte besitzende Klaffe diese Abneigung gegen das ver- Selfer Gräfling fagte als Zeuge femes ehemaligen Mitarbeiters in Giebichenstein besteht, die Höfe, auch wenn sie den Zugang der dächtige Fabrikat, wie auch gegen alle anderen sogenannten Sacher dasselbe aus. Das Gericht nahm einstimmig als erwiesen Wohnungen bilgen, nicht zu beleuchten. Ein solcher Gebrauch, Volksnahrungsmittel, theilt. Margarine ist wirklich fein Hochgenuß! Aber man soll es dann auch der besiglosen Klasse nicht an, daß der Kläger bis zu dem von ihm angegebenen Tage, bis wenn er bestände, befreit nicht von der nach allgemeinen Grundverargen, wenn sie das Zeug ebenfalls nicht mag und nach etwas nur die Schuld des Beklagten war, wenn Kläger die Zeit nicht lagten auf die aus den erleuchteten Seitengebäuden auf den Hof zum 30. Juli, beim Beklagten in Arbeit gewesen ist und daß es fäßen erwachsenden Schadenersatzpflicht. Der Hinweis des Be Besserem verlangt. durch Arbeit ausfüllen konnte. Das Gericht gelangte um so eher fallenden Lichtstrahlen ist nicht geeignet, die Unterlassung einer Die Polizeiverwaltung von Greifenhagen zeigt an, daß au dieser Annahme, weil der Beklagte dem Kläger ein Attest aus Betenchtung zu rechtfertigen. Es muß für feststehend erachtet es ihr noch immer nicht gelungen ist, die Persönlichkeiten des gestellt hat, nach dem er bis zum 30. Juli bei ihm in Stellung werden, daß die nur zufällige, von dem Beklagten nicht veran Mannes und der Frau festzustellen, die dort am 26. Juni d. J., gewesen ist. Heinze wurde verurtheilt 28,10 M. an Sacher zu staltete Beleuchtung nicht ausreichend gewesen ist, um die auf dem Abends 11 Uhr, von der Brücke in die Reguit gesprungen sind. zahlen. Der Kläger Gräfling erzielte, da die seiner Klage Hofe und dem hier in Rede stehenden Wege befindlichen GegenDer Mann hatte sich zorber, nachdem sich beide zusammen- 84 Grunde liegenden Umstände diefelben wie im Falle Sacher ſtände mit Sicherheit zu erkennen, und daß die schwachsichtige gebunden hatten, einen levolverschuß in den Kopf beigebracht. wider Heinze find, gleichfalls ein obfiegendes Urtheil. Er hatte Klägerin durch diese fehlende oder mangelhafte Beleuchtung über Beide ertranken. Die 23äsche der Frau ist. S. gezeichnet. 28 M. beansprucht. Abzüglich 90 Pfennig für Raffenbeiträge Klägerin fann der Beklagte nicht zu seinen Gunsten verwerthen. die Kiste zu Falle gekommen ist. Diese Schwachsichtigkeit der Bielleicht ist diese Mittheilung geeignet, Aufklärung über die Per- und Versicherungsmarken wurde ihm das verlangte Geld zu Diese Eigenſchaft der Klägerin, welche etwa 1/2 Jahr zur Besitzsonen zu schaffen. gebilligt. Rammer II. Einer Klage der Kürschnermamsell Euphro- zeit des Beklagten D. in dem Hause wohnte, war außerdem ein fina Mika gegen den Pelzwaaren- Fabrikanten Oppenheim lag Grund, den Beklagten zu noch größerer Aufmerksamkeit in Anfolgender Sachverhalt zu grunde. Fräulein Mita gab im Frühsehung der Beleuchtung des Zuganges zu den Wohnungen feines jahr ohne zu fündigen ihre Arbeit bei Herrn Oppenheim, der sie Hauses anzuspornen. Ein Verschulden des Beklagten ist auch damals beschäftigte, auf, obgleich sie sich schriftlich verpflichtet darin gefunden worden, daß die Kiste in der geschilderten Weise hatte, die gefeßliche Kündigungsfrist inne zu halten. Oppenheim auf dem Zugangswege gestanden hat. Daraus, daß der Beklagte flagte darauf gegen sie. Es fam ein Vergleich zustande, daß in dem Hause wohnt, sein Geschäft betreibt, in der auf dem Hofe Fräulein M. auf 14 Tage bei etwas erhöhtem Lohn in ihr belegenen Werkstatt zu thun hat, folgert das Berufungsgericht, altes Arbeitsverhältniß zurückkehre; sie war bereits ander- daß ihm die Kifte und ihr Blas nicht entgangen sein kann und wärts in Stellung. Die weiland Beklagte, jetzt Klägerin nicht entgangen ist. Wenn der Beklagte es somit schuldhafterwollte nun an einem bestimmten Tage bei Oppenheim eintreten, weise unterlassen hat, den Weg zu den Wohnungen seines Hauses um die 14 Tage abzumachen". D. verlangte, daß sie zunächst von Gegenständen frei zu halten, welche Hindernisse für den unihre Papiere, Invalidenkarte und Krankenkassenbuch, ihm über- gefährdeten Zugang bilden und geeignet sind, die passirenden Der frühere Paftor Harder aus Weißenfee ist aus der mittele. Am anderen Tage ging sie, mit der Invalidenkarte Menschen zu beschädigen, und außerdem eine genügende BeFrrenstation der Charitee nach dem Untersuchungsgefängniß zurück versehen, in Begleitung ihres Bruders nochmals zu D., wurde leuchtung des Weges verabsäumt hat, so hat er sich Versehen zu geführt worden. Da er nach dem Gutachten der Aerzte als aber von deffen Frau, da sie das Kassenbuch nicht hatte, schulden kommen lassen, welche er auch bei gewöhnlichen Fähig unzurechnungsfähig betrachtet werden muß, wird das Ver in seiner Abwesenheit wieder fortgeschickt. Sie wandte sich feiten und ohne Anstrengung der Aufmerksamkeit vermeiden konnte fahren gegen ihn eingestellt werden. Wie die von ihm be- nun an das Gewerbegericht und verlangte die Verurtheilung und welches ihn als ein grobes Versehen zum Schadenersatz vergangenen Sittlichkeitsverbrechen beweisen, ist S. gemeingefährlich, Oppenheim's zur Zahlung einer Entschädigung für durch pflichtet. fodaß man ihn jedenfalls in eine Frrenanstalt bringen wird. ihn verursachte Zeitversäumniß. Das Krankenkassenbuch hat sie Natürlich! nach ihren Behauptungen deshalb D. nicht übergeben können, Aus Crefeld wird berichtet: Durch die Schurkenstreiche zweier Zum Kapitel der Entschädigung unschuldig Juhaftivter. weil es ihr derzeitiger Arbeitgeber, der sie nur auf 14 Tage von der sogenannten besseren Gesellschaft angehörenden Taugenichtſe und auch die Beiträge bezahlen wollte. Der Beklagte wurde, großartige Schwindeleien verübt zu haben, in Untersuchungshaft nachdem der Bruder der Klägerin vernommen war, zur Zahlung zubringen müffen. Der Sachverhalt ist kurz folgender: Die von 2,25 m. verurtheilt. Der Färber Walter wurde mit einer Klage gegen die beiden hoffnungsvollen Pflänzchen hatten eine ganze Menge Einbruchsdiebstähle verübt. Nun hatten dieselben einem Herren Altenberg, Färbereibefizer, abgewiesen. Die BeDer in Rathenow festgenommene Einbrecher Ziegler, lagten seien im Recht gewesen, ihn wegen seines Betragens zu Male eingebrochen worden war, eine schriftliche Aufforderung Wirth auf der Steinstraße, bei dem schon verschiedene alias Herr Müller aus der Müllerstraße in Berlin", hat in der entlassen, ohne kündigen zu brauchen. Walter benahm sich im geschickt, wonach derselbe einen Werthbrief an einer beſtimmten Nacht zum Mittwoch abermals einen fühnen Fluchtversuch ge- Termin nicht sonderlich anständig, weswegen ihm eine Ordnungs- Stelle in der Nähe des Wasserthurmes niederlegen solle, er macht. Ziegler war mit einem Fuß in seiner Belle angeschlossen, strafe von 3 M. auferlegt wurde. was ihn jedoch nicht verhindert hat, sich der Fessel zu entledigen würde dann die gestohlenen Gegenstände wiederbekommen. Die und den Versuch zu machen, durch die Decke, von welcher er die Ein eigenartiger Sachverhalt lag der Anklage wegen Polizei rieth dem Wirth, den Brief hinzulegen, es würden ein Verschalung abgerissen, zu entkommen. Nur der Wachsamkeit Urkundenfälschung zu Grunde, die gestern vor der ersten Ferien- paar Beamte zur Stelle sein. Zwei Arbeiter, welche auf einem der Gefängnißbeamten ist es zu danken, daß der kühne Verbrecher Straffammer des Landgerichts I gegen den Fuhrherrn Emil Spaziergang begriffen, durch das Feld kamen, hoben ahnungslos bei seinem Fluchtversuch ertappt wurde. Er wurde nun noch Grünberg verhandelt wurde. Der Fachverein der Berliner den Brief auf und wurden daraufhin von den beiden Beamten Jeßt, stärker in Eijen gelegt. Droschkenkutscher wollte am 1. April eine Versammlung ab- bis in ihre Wohnungen verfolgt und sofort verhaftet. Auf der Brandstelle am Tempelhofer Ufer hat die halten, um gegen die Taxameter- Droschken Stellung zu nehmen. nachdem die beiden braven Arbeiter zwei Monate in UnterFeuerwehr bis gestern Abend 94 Uhr angestrengt zu thun ge- wurde im Verein entworfen, von dem Vorstandsmitgliede Streu schuldig und die wirklichen Verbrecher die oben bezeichneten Das bei dem Polizeipräsidium einzureichende Erlaubnißgefuch suchungshaft zugebracht, tomint es erst an den Tag, daß sie unhabt. Die von einigen hiesigen Blättern gebrachte Nachricht von ins Reine geschrieben und dem Angeklagten, als Schriftführer Bürschchen sind. Es sollen Söhne höherer Beamten sein. Wer dem Tode des Feuermanns Bandow bestätigt sich zum Glück nicht. Die Hauptverlegung, die er davongetragen, ist eine Hals- des Vereins, übergeben, um es dem Polizeipräsidium zu entschädigt die Arbeiter für die erlittene Untersuchungshaft? wirbelsäulen Quetschung. Der Oberfeuermann Heidrich ist in- unterbreiten. Grünberg erhielt die Erlaubnißbescheinigung fo- Wenn weiter feine Verdachtsmomente für diefelben vorlagen, zwischen auch in das Elisabeth- Krankenhaus eingeliefert, er leidet fort mit. Am Abend des 11. April waren über 1000 Droschten hätte doch wohl deren Unschuld schon weit eher festgestellt werden besonders an den Folgen einer Kohlenoxydgas- Bergiftung. besitzer der durch die Anschlagsäulen veröffentlichten Einberufung fönnen. Die mit der Untersuchung beauftragten Beamten hätten gefolgt. Die Sigung follte gerade eröffnet werden, als ein wissen können, daß derartige Schwindeleien höchst selten von Vorstandsmitglied den Angeklagten fragte, ob er die polizeiliche Arbeitern ausgeführt werden. Genehmigung bei sich führe. Der Gefragte bejahte und holte das Schriftstück hervor. Bei dieser Gelegenheit las er zum ersten Male durch, wobei er zu seinem Schrecken entdeckte, daß die Genehmigung auf den 17. April lautete. Er will der Meinung Die Oberförster des Potsdamer Regierungsbezirks gewesen sein, daß hier ein Schreibfehler seitens des Beamten sind vom legierungspräsidenten angewiesen worden den An- vorliege und um nicht den Vorwurf der Nachlässigkeit hören zu Der Sozialdemokratische Wahlverein für den dritten sprüchen der Landbevölkerung auf fäufliche Ueberlaffung von müssen, weil er das Schriftstück vorher nicht geprüft, machte er Waldstreu so weit zu entsprechen, als dies ohne überwiegende durch eine kleine Radirung aus der 7 eine 1, sodaß das Datum Berliner Reichstags Wahlkreis hielt am 17. Auguft eine öffentliche Versammlung ab. Stadtverordneter Theodor Nachtheile für die Forsten dem Bedürfniß gemäß geschehen kann." nun auf den 11. April lautete. Der überwachende Polizei wiener referirte über„ die Bedeutung des internationalen lieutenant, den man von der Abweichung des Tages der VerVon Heren Brüß geht uns in betreff des Eingefandts von sammlung von dem ausgestellten Erlaubnißschein unterrichtet Kongresses". Was die Bedeutung des Züricher Kongresses erhöhe, Herrn Berliner in Angelegenheit seiner Maßregelung folgende hatte, ließ sich nach Schluß der Versammlung das Schriftstücksichtigt, es sind dieses die Berichte der Delegirten aller Länder. so führte der Redner aus, sei bisher in der Presse nicht berückErklärung zu: Das Verbot, welches seinerzeit an meine Kollegen geben. Die Aenderung war leicht festzustellen und wurde auch ohne Aus allen Berichten ging hervor, daß der Kampf der Arbeitererging, mit mir im Betriebe zu sprechen, rührt allerdings, wie weiteres von dem Angeklagten eingestanden. Nun stellte sich ich gern zugebe, nicht von Herrn Oswald Berliner her, sondern später heraus, daß nicht der Beamte, sondern das Vorstands: lasse gegen die Ausbeutung in allen Ländern mit kapitaliſtiſcher von dem Braumeister Herrn Kannegießer. Von meiner Maß mitglied Streu den Schreibfehler begangen hatte. Produktionsweise derselbe ist, und wie schon im„ Kommunistischen regelung bin ich nach wie vor überzeugt, auch glaube ich nicht, Nachdem im Termine der Sachverhalt wie vorstehend fest- Manifest" sehr richtig enthalten, auf politischem und wirthschaft. daß der Streit mit dem Schmied ein Grund für meine Ent- gestellt worden war, hielt der Staatsanwalt das Bergehen der lichem resp. gewerkschaftlichem Gebiet geführt werden muß. Der Bericht der Engländer besagt, daß sie troß ausgezeichneter Ge laffung war, sondern es war nur ein Vorwand. Urkundenfälschung für erwiesen und beantragte eine Gefängnißwerkschaftsorganisation mehr und mehr den Schwerpunkt auf die strafe von drei Tagen. Der Vertheidiger, Rechtsanwalt Dr. Polizeibericht. Am 16. ds. Mts. Nachmittags gerieth ein Schwindt, plädirte in längeren Ausführungen für Freisprechung. politische Aktion legen, daß auch bei ihnen die Arbeitslosigkeit in zweijähriges Mädchen vor dem Hause Chorinerstr. 1 unter die Der Angeklagte habe keineswegs das Bewußtsein von der ebenso erschreckender Weise zunimmt, wie in den übrigen Ländern Räder eines Kohlenwagens und erlitt außer einem Armbruch Rechtswidrigkeit seiner Handlungsweise gehabt, sondern er mit dem modernen Industrialismus. Quackfalbereien der Bourbedeutende Quetschungen des Oberkörpers, so daß es nach der habe nur einen vermeintlich unrichtigen Zustand in einen geoiste- Regierung verwerfen auch sie und fordern Beseitigung des Charitee gebracht werden mußte. Am 17. ds. Mts. Morgens richtigen umändern wollen. Ebenso fei nicht nachzu Bourgeoisie gleicht sich in allen Ländern wie ein Gi fapitalistischen Systems. Dasselbe Bild biete Frankreich. Die wurden die Kaufmann Fränkel'schen Eheleute in ihrer Wohnung weisen, daß der Angeklagte irgend jemanden habe in der Wilhelmstraße und ein Kellner auf dem Hofe des Grunddem anderen. babe Frankreich den Panama- Standal, Der Gerichtshof kam zu einer anderen Ueber- Italien seinen Bank Krach, so habe Deutschland seinen täuschen wollen. ftüds Gartenstr. 168 erhängt vorgefunden. Vor dem Hause zeugung. Selbst wenn der Angeklagte der Ueberzeugung war, elfenfonds und Chauffeeftr. 86 fiel ein Rutscher von seinem in der Fahrt befind- daß ein Schreibfehler seitens der Polizei vorliege, so durfte er Aus den Berichten der Delegirten ging weiter hervor, daß mehrere die Steuer Defraudationen aufzuweisen. lichen Arbeitswagen, gerieth unter die Räder und wurde am die Alenderung nicht vornehmen. Wenn man beispielsweise ein Arme so bedeutend verletzt, daß seine Ueberführung nach dem Rind auf dem Standesamte anmelde und sehe nachher, daß der Nationen gegenwärtig die Erringung des allgemeinen WahlAugusta- Hospital erforderlich wurde.- Vormittags wurde Beamte in die Anmeldebescheinigung versehentlich ein falsches rechts in den Vordergrund ihrer Bewegung rücken. In ein zweijähriger Knabe vor dem Hause Manteuffelstraße 83 Datum eingeteagen, so habe man doch nicht das Recht, selbst die allen sogenannten Kulturstaaten frißt der die man gesammten Steuererträgnisse auf, durch einen Bierwagen überfahren und an der Hand Henderung vorzunehmen. Auch eine Täuschung sei in der Hand- fast die dem Volke auf indirektem Wege abgepreßt hat. schwer verlegt. Nachmittags sprang eine unter fittenpolizei- lungsweise des Angeklagten zu finden, denn der überwachende licher Aufsicht stehende und wegen einer Uebertretung zur Wache Polizeilieutenant sollte getäuscht werden, damit er die Versamm Berichte der Polen lassen erkennen, daß sie die Wiederdes 6. Polizeireviers gebrachte Frauensperson aus dem Fenster lung nicht auflöse. Der Fall liege aber denkbar milde und sei errichtung ihres Vaterlandes nur wünschen, um Theil zu nehmen des im ersten Stode des Hauses Gſafferstr. 44 belegenen Klosets Deshalb auf das zulässig niedrigste Strafmaß ein Tag Geam Bölkerbunde in unserem Sinne. Das Berhalten der Nachauf den Hof hinab und erlitt bedeutende Verlegungen am Kopfe fängniß fommen der polnischen Freiheitskämpfer zur Militär- Borlage hat und Fuße. Sie wurde nach der Charitee gebracht. An der mehr als jahrelange Agitation auftiärend gewirkt. Sie leben Admiralbrücke fiel ein Knabe beim Spielen in den Landwehr- Zur Haftpflicht der Hausbesitzer. In dem Prozesse eines in allen drei Monarchien in einer Art Belagerungszustand. Kanal, wurde jedoch noch lebend aus dem Waffer gezogen. Giebichensteiner Hausbesizers wegen Schadenersatzleistung hat jest Schon bei der leßten Wahl zeigten 6000 zu Preußen gehörige An derselben Stelle sprang Abends ein Mädchen ins Wasser, das tgl. Ober- Landesgericht Naumburg das Urtheil gesprochen. Polen durch Abgabe ihrer Stimmen für die Sozialdemokratie, wurde indessen noch lebend herausgezogen und nach dem Der Thatbestand war folgender: Frau Wwe. 3., die in dem daß sie dem Adel und dem Klerus den Gehorsam gekündigt Krankenhause am Urban gebracht. Eine Frau fiel Abends Grundstück des Klempnermeisters D. wohnte, fiel in der Dämme haben, und sie werden den Kampf gegen das Pfaffenthum weiter aus dem Fenster ihrer im vierten Stock des Hauses Prenzlauer rung im Hofe über eine dort stehende Riste. Die Frau erlitt einen führen. Die Gründung von gewerkschaftlichen Vereinen ist ihnen straße 38 belegenen Wohnung auf die Straße hinab und starb auf Beinbruch und klagte, da die Heilung angeblich nicht vollständig namentlich in Rußland und Desterreich unmöglich, ihre der Stelle. Auf dem Holzplage von Zimmermann und erfolgte, auf Entschädigung, indem sie das Klage Objekt auf Presse wird erstickt. Politisch rechtlos und wirthschaftlich ge= Sohn, Tempelhofer Ufer 34, entstand Vormittags in einem bis 2100 m. bezifferte. Die Rifte war nicht von D., sondern von fnechtet, verzweifeln sie dennoch nicht. Je elendere Mittel zu zur Luckenwalderstraße reichen den offenen Bretterfchuppen auf einer anderen Mietherin in den Weg gestellt; das Verschulden des ihrer Niederhaltung gebraucht werden, um so mehr steigere sich bisher noch nicht ermittelte Weife Feuer, das sowohl diesen als Hausbesizers wurde aber darin gefunden, daß er die Kiste nicht ihre Erbitterung. Wenn auch ihre Taktik verschieden, so ist das auch die übrigen auf dem Plage lagernden Holzvorräthe zerstörte weggeräumt, den Hof auch nicht beleuchtet habe. Das tgl. Land- Biel dasselbe. Deutschlands Wahlresultat hat das Siegesbewußts und auch die Hinterhäuser der Nachbargrundstücke ergriff. Die gericht Halle hatte den Hausbesitzer verurtheilt, Schadenersatz zu sein der anderen Völker bestärkt und Nacheiferung hervorgerufen. jenseits der Luckenwalderstraße belegenen Holzplähe geriethen leiften; auf die eingelegte Berufung hat das Ober- Landesgericht Der persönliche Gedankenaustausch hat den Werth des Konebenfalls, jedoch nur in geringer Ausdehnung in Brand. In- Naumburg dieses Urtheil jezt bestätigt. Wir entnehmen diesem greffes bedeutend erhöht und das Gefühl der Soldarität ge= folge des Einsturzes eines brennenden Bretterstapels wurden die Urtheil folgendes: Aus dem Miethsvertrage hat der Miether den fördert. An den organisirten Genossen liegt es nun, den Sinn Feuermänner Moritz und Bandow schwer und der Oberfeuer- Anspruch auf den gemeingewöhnlichen Gebrauch der vermietheten für Zusammengehörigkeit zu verbreiten. Der Eindruck, den die mann Heidrich anscheinend leichter verlegt. Sie wurden nach Sache, die Klägerin nicht nur auf Benutzung der ihr von dem Delegirten auf dem Kongreß erhielten, theilt sich allen Nationen und wird allen Vortheil bringen und widers Anlegung eines Verbandes nach dem Elisabeth- Krankenhause ge- Beklagten vermietheten Wohnung, sondern auch der dazu führen mit bracht. Außerdem fanden drei kleine Brände statt. Ein Arreftant hatte sich gestern Abend in der 8. Stunde auf das Dach der Markthalle in der Lindenstraße geflüchtet. Die Polizei alarmirte schleunigst die Feuerwehr, bei deren Anrücken der Arrestant freiwillig vom Dach wieder herunterstieg. erkannt worden. Versammlungen. 9 Militarismus Die den Zugänge, der Treppen, des Hausflures, des Hofes und des hallen in dem Ruf unseres Vorkämpfers Karl Mary. Die Kürschner, Filiale 1, Berlin, beschäftigten sich in ihrer Versammlung am 14. Auguft in einer längeren Debatte mit der Frage: Sind die Mitglieder, die sich am Streit nicht betheiligt haben, vom Verein auszuschließen? Die Mehrzahl der Redner sprach sich für den Ausschluß aus, und wurde auch dem entsprechend ein Antrag angenommen, 16 Mitglieder aus dem Verband auszuschließen. Die Zahl wäre noch größer gewesen, hätten nicht schon einige vorher ihren Rücktritt aus dem Verein erklärt. 紅漆 Bühnenverband jeden Sonnabend Monat bet 9% Uhr Mendelssohnstr. 9. Schilling, Büdlerstr. 55. Vermischtes. g Proletarier aller Länder vereinigt Euch!"( Lebhaftes Bravo!)| verein Deutsche Eiche bet Niederschuh, Fürbringerstraße 7.- Theater bekannt, daß am Abend des 15. wieder ein Erkrankungsfall an Auf die Frage des Genoffen Apelt über die Vorgänge bei der verein phigenia", bei Kramer, Rirdorf, Sermannstraße Nr. 140.Bocken vorgekommen ist und zwar in dem Hause Pfortnerstr. 31; Gefelliger Berein Italia" bei Bahn, Hochstraße Nr. 43. Saalverweisung der Anarchisten antwortete Genosse Megner, Theaterverein Muretta", Wendelssohnfir, bet Wiethe Abends 9 Uhr letteres, sowie das Nebenhaus Nr. 33 find ebenfalls polizeilich daß die Angelegenheit sich so zugetragen, wie sie der ,, Vorwärts" Mauchflub, Anita", Roppenftr. 43 bet Lorenz. Bergnügungsverein gesperrt worden. Es find somit bis jezt vier Häuser wegen der bereits berichtet hat. Das rüpelhafte Vorgehen Werner's und Selgoland", Stralauerstr. 67 bei Miegel. Bocken gesperrt. Um das Impfen, durch welches der StadtGesang-, Turn- und gesellige Vereine. Sonnabend. Paul Konsorten und die Befchaffenheit ihrer Mandate berechtigte voll Nidel'icher Mufitverein Allegro bet Spindler, Steichenbergerstraße 118, rath glaubt, der Seuche entgegen treten zu können, zu erleichtern, tommen zu dieser Maßnahme, sonst hätte sich der Kongreß lächer Ecke Forsterftraße. lich gemacht. Ob ein Brief Cipriani's dem Bureau vorgelegen von 8%-10% Uhr in der Turnhalle, Fretenwalderftr. 39. Zurnverein& ite Zurnverein Gesundbrunnen. Die 2. Männerabtheilung turnt heute follen Freitag sowie am Sonnabend von 12 bis 1 Uhr und Abends von 1/27 Uhr bis 1/28 Uhr unentgeltliche habe, entziehe sich seiner Kenntniß. Nach Verkündigung des Ham-( mitglied des Märtischen Arbeiter Turnerbundes) turnt Sonnabend von Impfungen im Schüßen Salon für die Anwohner der burger Wahlresultats erbat sich Genosse Pötzsch das Wort, um bis 11 in der Zurnhalle Friedenstr. 37. Pfortner und Reichsstraße, sowie für alle Personen eindie seitens des Genossen Gründel in der letzten Versammlung zeichniß, stönigsbergerfir. 24. vattheatergesellschaft, neeg lod che n", gerichtet werden, welche in letzter Zeit mit Einwohnern der abvorgebrachten Angriffe gegen den Arbeitsnachweis und die Orga- abends 9 Uhr bei Schuls, Brunnenstr. 116. Theaterverein Berliner gesperrten Häuser verkehrt haben. Wie unserm Parteiorgan nisation der Kellner zurückzuweisen. Nach ausgedehnter Dis- Bär jeden Sonnabend nach dem 1. und 15. Abends 9% Uhr bei Weick, Köpe: ferner mitgetheilt wird, fand am Mittwoch Nachmittag in Sachen tuffion, in der die Behauptungen Gründel's von den Ge- abend im Monat 9 Uhr Abends Sigung bei Rudolph, Krautstr. 6. niderstraße 68. Theaterverein effing. Jeden ersten und legten Sonn- der Bockenkrankheit eine von stadträthlicher Seite einberufene noffen Bösch, Polter, Morit und dem Gastwirth HerzBergnügungsverein alta 9% Uhr bei D. Heindorf, Barnimstr. 16.- Sigung statt, zu welcher ein großer Theil der Geraer Fabrikberg entschieden zurückgewiesen wurden, überwies die Berfamm- Bergnügungsverein Zuftige Jugend Abends 9 Uhr, im Restaurant befizer refp. deren Direktoren eingeladen waren. Es handelte lung die Untersuchung und Regelung dieser Angelegenheit einem Lautenbach, Cuvryfir. 3.- Bergnügungsverein uftige Becher Abends Schiedsgericht. Nachdem noch zu fleißigem Vertrieb der Billets 9 Uhr im Restaurant von D. Wils, Martannen- Ufer 2. Bergnügungsverein Carmen Sylva Sigung sich neben anderen diesbezüglichen Anordnungen auch besonders Geselliger Bere in um die Frage, wie sich die Unternehmer zu der Lohnfrage ihrer zur Laffallefeier am 27. August in Schmargendorf aufgefordert, Linde" jeden Sonnabend 9 Uhr bei Rausch, Suffitenstraße 9. Ber von der stadträthlichen Verordnung betroffenen Arbeiter stellen erfolgte Schluß der gutbesuchten Versammlung. gnügungsverein Sar in Ios, Sigung mit Damen Sonnabend, Abends sur, würden, d. h. ob sie dafür zu gewinnen sein würden, ihren Blumenftr. 46 bei Went. Mitglieder pünktlich. Vergnügungsverein Morgenstern, Sigung 9 Uhr, bet Erbsmehl, Elfafferstr. 58. Rauchtlub gezwungenermaßen feiernden Arbeitern eine Lohnentschädigung für bie denselben entgehende Arbeitszeit zu gewähren. Dieser Appell Blaue Dua ft e, Sonnabend s uhr bei Mücke, N., Wöhlertstr. 2. Stattlub Gordischer Knoten, jeden Sonnabend 9 Uhr bei Kar an das warme Herz" wird aber wohl ein vergeblicher gewesen Danst Forening Freta( Dänischer Verein Freia), Lindenstraße 106 bei Boppe. Berein ehemaliger Schüler fein, wenigftens hörte man nach stattgefundener Sizung einen taze. Gemeindeschule, Abends Uhr, Restaurant Wurl, Koppen: der Betheiligten äußern: wenn der Stadtrath derart einschneidende Straße 58. Geselliger Berein Stalia, jeben Sonnabend im Restaurant Bestimmungen erlassen will, so soll er auch die daraus entBoite, Rolbergerstr. 23. abends Reichenbergerstr. 73, bet Faustmann. Sta ttlub& reuzbube bei Steuer, Weinftr. 22. Stattlub evolution stehenden Kosten selber tragen. Schutz gegen die Pocken verlangt Schaftopf- Klub Bruder man, aber tosten soll er nichts. tette tagt jeden Sonnabend Abends 9 Uhr bei Weiß, Andreasstraße 77a.- Die Cholera. Petersburg, 17. Auguft. Der heute Rartenflub Nulle tagt jeden Sonnabend und Montag im Restaurant Hum boldhein, Hochstr. 32a. Stattlub Blaue Blouse, jeden Sonnabend bei veröffentlichte Cholerabericht meldet: im Gouvernement Wladimir Butite, Graudenzerstr. 2. vom 6.- 12. August 17 Erkrankungen, 4 Todesfälle, vom 30. Juli Touristenverein Wanderluft Abends 9 Uhr im Restaurant Märkischer bis 5. Auguft im Gouvernement Woronesch 6 Erkrankungen, Sof. Admiralstr. 18c. 2 Todesfälle, im Gouvernement Rurst 142 Erkrankungen, 51 Todesfälle, im Gouvernement Mohilew 2 Erkrankungen, 2 Todesfälle, im Gouvernement Perm 3 Erkrankungen, 3 Zodesfälle, im Gouvernement Ssaratom 28 Erkrankungen, im Gouvernement Tschernigom 2 Erkrankungen, im Tergebiet Eine rührende Szene aus dem Leben und Sterben der am 11. Auguft 2 Erkrankungen, 1 Todesfall, im Gou Arbeiterklaffe, so schreibt die New- Yorker Boltszeitung", spielte vernement Tambow am 6. August B Erkrankungen, fich bei der schrecklichen Bergwerts- Katastrophe in Thornhill, 1 Todesfall, im Gouvernement Taurien vom 7. bis England, ab, die kürzlich 186 Minenarbeitern auf einen Schlag 14. August 25 Erkrankungen, 11 Todesfälle, im Gouvernement das Leben nahm und die z. B. aus einer einzigen Familie den Tomst am 11. August 2 Erkrankungen, 1 Todesfall, im KubanVater und sechs Söhne todt dahinstreckte. gebiet vom 3. bis 9. August 7 Erkrankungen 5 Todesfälle, im Einer der verunglückten Bergleute, Namens Wood, wurde Gouvernement Tiflis vom 8. bis 11. August 6 Erkrankungen, 1 nach der Katastrophe todt aufgefunden mit einem Stück Kreide Todesfall, im Gouvernement Chartow vom 6. bis 11. August 24 Єrin der trampfhaft zusammengeballten Hand. Er hatte, als die frankungen, 15 Todesfälle. Nach einer amtlichen Mittheilung ist hier Explosion erfolgte, als er den sichern Tod vor sich sah, und die am 15. d. M. ein Soldat an Cholera gestorben. Alle erforderlichen giftigen Gase ihm schon die Brust zusammenschnürten, nach jenem Vorsichtsmaßregeln sind getroffen.- Bufarest, 18. August. Ant Stückchen Kreide gegriffen, um rasch noch einige Worte des Abschieds 16. b. M. find an der Cholera in Braila 8 Personen erkrankt und an seine Frau und seine Kinder zu richten, und dieselben der Gnade der 12 gestorben. In Gulina betrugen im gleichen Zeitraum die Vorsehung" zu empfehlen. Ghe er feine letzten Gedanken an Fälle 13 und 8, in Galatz 9 und 2 und in Cernawoda 2 Weib und Kind noch ganz niederschreiben konnte, war er und 5. Am 17. dieses Monats sind an der Cholera in Braila 9 Personen erkrankt und 2 gestorben, in Sulina 10 Pererstickt, ein Opfer jener Vorsehung", an die er noch glaubte. Die Dichter unserer Zeit tönnten manchen Stoff für ihre sonen erkrankt und 8 gestorben, in Galah 10 Personen erkrankt Poefien finden, wenn sie sich die Mühe nehmen würden, im Leben und 7 gestorben, in Fetesci 5 Personen ertranft und 2 gestorben. der arbeitenden Klasse nach denselben zu suchen. Für Heute früh 4 Uhr 30 Min. wurden in Bukarest 3 heftige Erdin den höheren" Klaffen abspielt, und dort wird man freilich sind in Neapel heute 10 Erkrankungen an Cholera und 6 Todes= sie ist aber das Leben der Welt durchweg jenes Leben, das sich stöße verspürt. Rom, 17. August. Wie die„ Tribuna" meldet, feinen Stoff finden, der sich so zu einer dichterischen Bearbeitung fälle, in Sulmano 2 Todesfälle vorgekommen. Auch in der eignen würde, wie das rührende Ende des armen Bergmanns Provinz Campobasso sind in den Orten Trivento und Fosfalto Wood. mehrere Personen an der Cholera erkrankt. Aus Turin Ein gutes Weinjahr scheint das Jahr 1893 zu werden. wird ein verdächtiger Fall verdächtiger Fall gemeldet, welcher in dem von Fossano vorgekommen ist. Neapel, Im schönen Schwabenlande wird, wie wir der Schwäbischen Gefängniß Zagw." entnehmen, über den Stand der Weinberge aus allen 18. August. Gestern wurden 10 neue Cholerafälle festgestellt, meinbautreibenden Gegenden nur Günstiges berichtet. So wird von denen 6 tödtlich verliefen. Die Cholera tritt ebenfalls in aus Mundelsheim gemeldet: Höhere Lagen, welchen der Früh Salmona, Fossalto und Trivento, Provinz Campobasso auf. jabrsfrost nicht geschadet hat, versprechen einen Dreiviertel- Herbst. Ende Juli hat es hier gefärbte Trollingertrauben gegeben, gewiß bie größte Seltenheit; heute fand ein Weingärtner zwei ausgereifte Trollingertrauben, wie sie in manchen Jahrgängen im Herbst nicht schöner getroffen werden. Im Jahr 1865 wurden von der Neuen Zeit"( Stuttgart, J. H. W. Dieg die Weinberge am 23. Auguft geschlossen, heuer muß die Schließung derfelben schon von Mitte August an er= folgen; wir haben also, bleibt der Himmel halbwegs günstig, heuer einen Herbstsegen zu erwarten, der in der Menge vollauf und in der Güte dem 1865er nicht nachstehen befriedig Aus Cannstatt wird geschrieben: Der Stand unferer Weinberge ist ein vortrefflicher. Die höheren Lagen zeigen eine Menge großer und schöner Trauben, und bei dem weit vorgeschrittenen Reifegrad darf allen Ernstes an einen Septemberherbst( wie 1865) gedacht werden. Dieser Tage verkaufte einige Weinbergbesitzer seinen Herbstertrag zum Preise von 190 m. per 3 Hektoliter. Hoffentlich wird der Heurige etwas billiger. Die Barbier und Perrückenmachergehilfen hielten am 15. August eine Versammlung ab, behujs Gründung einer Filiale für den Norden. Der Referent Kollege Biere gab in seinem Vortrag einen Ueberblick über die Entwicklung der Ge wertschaftsbewegung und besprach dann eingehend die Mißstände im Barbiergewerbe. An der hierauf folgenden Diskussion be theiligten sich die Kollegen Ponsius und Blaschwih. Auf Antrag des letzteren wurde zur Wahl eines Vorstandes ge schritten. Gewählt wurden: Kollege Jahnte als Vorsitzender, als Schriftführer Kollege Barges und als Kassirer Kollege Weiß. Allgemeine Kranken- und Sterbekaffe der Metallarbeiter( E. H. 29 Hamburg) Filiale 5. Sonnabend, den 19. August, Abends 9 Uhr, alte Schönhauserstr. 42 bei Reimann: Mitgliederversammlung. Tagesordnung: Kaffenbericht. Allgemeine Kranken- und Sterbekaffe der Metallarbeiter( E. 6. 29 Samburg) Filtale 3. Mitgliederversammlung. Sonnabend, den 19. August, Allgemeine Kranken- und Sterbekaffe der Metallarbeiter( E. H. 29 Hamburg) Filiale 8. Mitgliederversammlung. Sonnabend, den 19. August, Abends 8 Uhr, bei Herrn Wilte, Hochstraße 82a. Tagesordnung: 1. Kaffen bericht. 2. Vortrag eines Mitgliedes über Lehrlingswesen. Ovts- Krankenkaffe der Schuhmacher. Sonntag, ben 20. August, findet bei Geefeldt, Grenadierftr. 33, eine Versammlung der Mitglieder obiger staffe mit folgender Tagesordnung statt. 1. Anträge zur Generalversammlung. 2, Verschiedenes. Kranken- und Begräbniskasse des Vereins fämmtlicher BerufsAbends 8% Uhr, im Lotal Manteuffelstr. 46 bei Liewald. 9 klaffen( Verwaltungsfte 4), Sonnabend, den 19. Auguft, Abends 9 Uhr, Flottwellstr. 5 bet Bartelt. Berrin Berliner Schirmmacher. Sigung am 19. Auguft im Restaurant Trieschmann, Jüdenstr. 55. ( gegr. 1888)." Seute Abends 9 Uhr im Restaurant Mäcker und Frib, kom Verein Frohlinn", ehemalige Schüler der 7. Gemeinde- Schule mandantenstraße 50. Neuer Berliner Handwerkerverein. Sonnabend, ben 19. Auguft, Abends 9 Uhr: Beretnsversammlung bei Neumann, Rosenthalerstr. 36. Freie Gemeinde für Riedarf und Umgegend. Sonntag, den 20. August, Abends 6 Uhr, bei Wurbs, Steinmeßstr. 45. Bortrag: Der Kampf ums Dasein. Ref.: Waldeck Mannaffe. Schäfte- Arbeiter und Arbeiterinnen. Sonnabend, den 19. Auguft, Ethische Gesellschaft. Sonntag, den 20. August, Abends 8 Uhr, Rofenthalersti firaße 38. Letter Vortrag des Herrn Dr. Sütgenau vor seiner Abretse nach Dortmund über: Jenseits von Gut und Böse. Nach dem Bortrag: Gemüthliches Beiſammensein und Tanz. Herren und Damen als Gäfte stets Abends 9 Uhr: Versammlung Wallstr. 20 bei Mathies. willkommen. Arbeiter Bildungsschule. Sonnabend, Abends 8%-10% Uhr. Süb Dft Schule, Reichenbergerstr. 133: Unterricht in Physiologie und Buchführung( doppelte). Oft Schule, Markusstraße 31: Unterricht in Rechnen ( unt.). In allen Unterrichtsfächern, mit Ausnahme Mathematit und Buch führung, tönnen noch Schüler und Schülerinnen, auch jezt im Laufe des Semesters, eintreten. Deutscher Sozialdemokratischer geseklub in Paris. Rue St. Sonore 314 Cafe du ton de Belfort. Jeden Sonnabend öffentliche Ber: fammlung; reiche Bibliother, Beitungen, franzöfifcher Unterricht. Der deutsche Arbeiter, der fremd nach Paris tommt, findet hier einen Anlehnungspuntt, Rath und Belehrung. London. Der einzige bieftge fozialdemokratische Berein Londons, der alte, von Karl Marx und Friebrich Engels 1840 begründete Kommunistische Arbeiter Bildungsverein befindet sich nach wie vor 49 Zottenham Street, Tottenham Court Rd., W. London. Glück zu, wird." " Arbeiter- Sängerbund Serlins und Umgegend. Borsigender ad. Neumann. Alle Aenderungen im Vereinskalender sind zu richten an Friedrich Stortum, Manteuffelstr. 70. Sonnabend, Abends 9 Uhr: Uebungsstunde. Aufnahme neuer Mitglieder. Grüne Ethe, Rigdorf, Hermann- u. Knesebecfiraßen- Ecke bei Beyerle. Lyranta, Landsbergerstraße 31 bet Musehold. Sanges: Echo, Naunynstraße 86, bet gubeil. Die arbeitende Klasse tennt vom edlen Feuerwein nichts Freundschaft 2, Friedensiraße Nr. 48 bet Tollfühn. Babstraße 56, Bolt sgarten. 56, Weimann's Esmeralda, Frucht als den Namen, ihr gebührt bestenfalls Feuerwaffer, eller junterstraße 70 bei Nitsche. Liederkranz in Brandenburg, Mengert's licher Fusel, der den Menschen verthiert und Staat und Junker Boltsgarten. Hand in hand 2, Friedrichsberg, Friedrich al die Taschen füllt. Die Sozialdemokratie, die das arbeitende Volt straße 11 bet Heinecke. Gesundbrunner Männerchor, Gesundbrunnen, Prinzen- Allee 10.„ Frisch auf" Friedrichsberg, zu befferer, edlerer Lebenshaltung erziehen will, ist, weil solches Rummelsburgerstraße bei Deckert. Vorwärts 7" Rummelsburg, bei entsittlicht", mit allen gemeinen Mitteln zu bekämpfen. Borgmann. Gesangverein Immergrün", Tegel, Schloßstraße bet Ein gewaltiger Erdrutsch fand am Mittwoch im oberen Gefangverein Süd- Ost 2", Faltensteinstr. 41 bet Trittelwig. " Freter Männerchor Osten" Friedenstr. 74, bei Engelhardt. Stjördal, im Amte Drontheim, Norwegen statt; ein Häuferplatz " Glühlicht"( gem. Chor), Stromstraße 28. Frifch auf 2", Schön- mit zwei Scheunen verschwand mit der ganzen Viehbesaßung in Lorbeerzweig, Swine- die Tiefe, sodann stürzten noch von drei Bauernhöfen gegen Bund der geselligen Arbeitervereine Berlins und Umgegend 30 Hektar Land ab und verstopften die Graaelo in einer Länge Alle Buschriften, den Bund der geselligen Arbeitervereine betreffend von 1500 Metern. Weitere Abrutschungen werden erwartet. find zu richten an: P. Hentel, Bergmannftr. 21, Hof 8 Tr. Sonn- Ueber die Blattern Epidemie in Gera theilt die Zambour Berein Borwärts" Nixdorf, Hermann und Wanglidftraßen- Ede. Seben Sonnabend nach dem 1. und 16.- Zambour:„ Reußische Tribüne" noch folgendes mit: Der Stadtrath macht Schulz. walde in der Mart bei Restaurateur Schulz. münderftr. 85 bei Queitsch. Elegante 1 " Literarisches. Verlag) ift foeben das 47. Heft des 11. Jahrgangs er. schienen. Aus dem Inhalt heben wir hervor: Die wirthschaftliche Entwicklung Japans bis 1868. Von Dr. Paul Erust. Beiträge zur Entwickelungsgeschichte der Großindustrie in Deutschland.- Menschenthum und Klasseninstinkt. Von E. Belfort Bar. Deutsch von Viktor Adler. Ein neues Gracchen- Drama. Von E. Bernstein. Notizen: Das Sinken der Reallöhne. Feuilleton: Seemannsfrau. Novelle von Egor Schugon. = Depeschen. ( Wolff's Telegraphen- Bureau.) Berlin, 18. August. Eine Extra- Ausgabe des ReichsAnzeigers" veröffentlicht eine vom 17. d. M. datirte kaiserliche Verordnung, betreffend die Erhebung eines Zollzuschlages für aus Finnland tommende Waaren. Die Verordnung tritt sofort in Kraft. Gleichzeitig veröffentlicht der Reichs Anzeiger" eine Bekanntmachung des Reichstanzlers über die vom Bundesrath beschlossenen Ausführungsbestimmungen. London, 18. August. Heute zogen 20 000 Bergleute von Rhondda( Wales) nach Merthyr Vale und Treharris und zwangen die dortigen Arbeiter zur Einstellung der Arbeit. Rom, 18. August. Der" Tribuna" zufolge find in Neapel in den letzten 24 Stunden 8 Personen an Cholera gestorben. Elegante Einsegnungs- Herren- u. Knaben- Garderobe, Arbeitssachen, Bestellungen nach Maaß. EinsegnungsAnzüge. empfiehlt wie bekannt in reellster Ausführung und allerbilligsten Preisen Anzüge. J. BAER, Berlin N., Gesundbrunnen, Badstrasse 18, Edre der Stettinerstraße. Ich habe keine Filialen und stehe mit ähnlich lantenden Firmen in keinerlei Beziehung. Bitte daher genau auf Firma zu achten. Kurkig& Segall's Ersparnißkaffee. Bester und billigster Kaffee- Ersatz. Generalvertreter N. Rosenthal, Berlin S., Alexandrinenstr. 46. 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In allen diesen Fällen dient COCO- Neptun in ganz einzig daftehender Weise zum Löschen des Durftes. COCO- Neptun ist in den Droguen- und Colonialwaaren- Handlungen in Blechbofen zu 10 25 50 125 Pig. hinreichend für 8 20 40 100 Liter zu haben. Hauptniederlage für Berlin: Handelsgesellschaft Noris, Zahn& Co. Bersandt nach Orten, wo sich noch keine Niederlage befindet, gegen Ginsendung von Mt. 1.- in Briefmarken. 4394L Arbeiter- The ater- Verein Borussia I. veranstaltet am Sonntag, d. 20. Aug., Nachm. von 4 Uhr ab, in Osang's trautem Familienheim, Reichenbergerstraße 47, eine theatralische FamilienSoirée mit Kränzchen, wozu Genossen, Freunde und Bekannte freundlichst einlabet J. A.: Der Vorstand. Achtung, Former! Umstände halber findet am Montag die Zahlung der Beiträge bei Schwarztopf, Staligerstr. 11, statt. Die Mitglieder des Südens werden ersucht, behufs Lokalfrage zahlreich zu erscheinen. Der Vorstand d. Kranken- u. Sterbekassen- Vereins der Former. J. A.: A. Meme 3. 14676 Reisebureau R von Theodor Reiner& Comp., Platz vor dem Neuen Thore 3, int neuerbauten Eckhause, ertheilt toftenfreie Auskunft den Reifenden nach Amerika, Asien, Afrika und Auftralien. Lassalle- Feier. Sonntag, den 27. August: Grosse Dampfer- Partie nach Friedrichshagen fed) ( Müggelschlößchen), arrangirt von der Vereinigung der deutschen Schmiede. Nachmittags: Umfahrt auf dem Müggelsee. Abfahrt 81/2 Uhr vom RaiserGarten an der Jannowißbrücke. Rückfahrt 9 Uhr. Billets intl. Festplatz 80 Pf. Diefelben find bis zum 25. Auguft zu haben bei G. Tempel, Langestr. 65, und im Restaurant von Deter, Holz280/5 marktstraße 3. Deutscher Holzarbeiter- Verband. Branche der Drechsler. Bahlstelle Berlin. Sonnabend, den 19. August, im neuen Saal der Unions- Brauerei, Hasenhaide 22-31: Grosser Sommernachts- Ball. Anfang 9 Uhr. Entree 25 Pf. Hent Abend 1/26 hr erscheint Nr. 3 der Sammlung Papst Alexander VI. Gekrönte Häupter. 1 und Nr. 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Bericht über die Thätigkeit des Gewerbegerichts. 5. Verschiedenes Hierzu ladet ergebenst ein 1462b Die Agitationskommission. J. A.: A. Wiese. Kistenmacher! Am Sonntag, den 20. Aug., Vormittags 10 Uhr, bei Boltz, Alte Jakobstr. 75, Versammlung. Zages Ordnung: 6 # 1. Rönnen wir in eine Lohnbewegung eintreten? 2. Nendern wir unferen Tarif? 3. Können wir die Arbeitszeit verkürzen? 191/20 Friz Märten, 1. Borsigender. Rixdorf. Achtung! Rixdorf. Allgemeiner Verein der Töpfer und Berufsgenossen Deutschlands. Hüte E mit Arbeiter- Kontrollmarke. Größte Auswahl. neben Frifter Staligerstraße 131, und Rosmann Wilhelm Zapel, sutmacher. Bitte sehr, recht genau auf Name, Straße u. Hausnummer zu achten. Roh- Tabak A. Goldschmidt, 4485L am hiesigen Plaze wie bekannt grösste Auswahl! Garantie für sicheren Brand. Streng reelle Bedienung, billigste Preise! Sämmtliche im Handel befindl. Rohtabake sind am Lager. A. Goldschmidt, Oranienburgerstr.2. 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August, in Wurb's Salon, Steinmekſtr. 45: tüchtigen Reisenden gegen hohe Uhren, Gold- u. Silberwaaren Derlammlung. Alle Kollegen, welche auf dem Boden des Kongreßbeschlusses stehen, werden hierzu eingeladen. Mitglieder werden aufgenommen. 326/13 Der Beauftragte. Gemischter Chor„ Klarheit“ neubegründet für Süden, Südwesten und Westen. Sonnabend, am 19. August cr., Abends 1/29 Uhr, im Vereinslokale von Oestreich, Tempelhofer Ufer Nr. 15: I. Versammlung. 159/13 Sangesbegabte Damen und Herren finden freundliche Aufnahme. Uebungsstunde jeden Montag 1/ 29-1/ 211 Uhr Abends. Der Begründer. Um rege Betheiligung ersuchend Schlafftelle für 2 Herren. Brizer-| 2 Bettstellen, Matratzen, neu, billig. [ 14626 [ 14596 Laufiberstr. 3, Laden. ftraße 42, Seitenfl, 4 Tr. r. Provision. Solche, die mit der Maler1. u. Anstreicherkundschaft vertraut find, C. Wunsch, ante. 38, sowie praktische Maler, die sich dem Reifen zu widmen gedenken, erhalten den Vorzug. Schriftliche Offerten unter L. 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Berantwortlicher Redakteur: Wilhelm Schröder in Berlin. Druck und Verlag von May Bading in Berlin SW., Beuthstraße 2. 2. Beilage zum„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. r. 194. Der Antisemitismus auf dem linds 290 Man schreibt uns:*) Lande. Sonnabend, den 19. August 1893. NO 10. Jahrg. frißt zwar den Dung auf, ohne ihn zurückzugeben, es ist so, als lichen Befürchtungen, die er sich am liebsten selbst nicht gestehen ob der Landwirth mit den Körnern auch das Stroh verkauft möchte, und die doch von Tag zu Tag größer werden. hätte. Der Acker muß darunter verarmen, und darüber kann Dieser Umstand, daß der Bauer nicht innerhalb des Betriebs auch all' das wissenschaftliche Geschrei und Experimentiren mit durch die Konkurrenz, sondern außerhalb desselben durch den tünstlichem Dünger nicht hinweghelfen; mit fünstlichem Dünger Händler ruinirt wird, macht es ferner dem Antisemitismus leicht, fanu man den Acer so wenig ernähren wie einen Menschen mit sein sozialpolitisches Heilmittel an den Mann zu bringen: Er Die lezten Wahlen haben außer der nunmehr schon gewöhn Schnaps. Das schadet aber nichts, die Kartoffel bringt Geld, haltung und Hebung des Mittelstandes. Ift erst genug auf den lichen und von Freund und Feind gleichmäßig erwarteten Er- nach uns die Sintfluth. Juden geschimpft und hierdurch dem Bauern das Herz erleichtert scheinung des Wachsthums der sozialdemokratischen Stimmen Die Regierung könnte hier zweifellos sich ein großes Ver- worden, dann fällt doch auch jeder Grund weg, daß des Bauern eine neue Partei, den Antisemitismus, zu einer gewissen Be- dienſt erwerben resp. längst erworben haben, wenn sie die an- Gütchen mit feiner trefflichen Bewirthschaftung nicht in alle kommene Gegenstück zur Sozialdemokratie. Diese hat sich langsam führen würde, dann würde sich ja herausstellen, was bei solcher einzige Feind, der Kapitalismus? nein, die Wahrheit deutung gebracht. Er ist in seinem ganzen Auftreten das voll- gedeutete Entwicklung wirklich einmal auf einer Domäne durch- Ewigkeit erhalten bleiben könnte, vorausgesetzt natürlich, daß der unter mühevoller Arbeit ihr Gebiet erobert, der Antisemitismus Behandlung sowohl der gute, als auch der geringe Boden zu sagen bringt der Antisemit nicht fertig, ist doch der Kapita hat seine Erfolge spielend errungen, die Sozialdemokratie hat schließlich zu leisten vermag. Ich bin überzeugt, das Ergebniß lismus eine der vornehmsten Stüßen des Staats- also der ihre Hauptbedeutung in der ungeheuren Anzahl der sozialdemo- würde ein überraschendes sein. Es wäre damit die möglichst Jude vorher beseitigt oder unschädlich gemacht wird. Und der kratischen Stimmen, die Mandate fallen ihr verhältnißmäßig nur intensive Ausnutzung des Bodens erreicht, diese Intensität würde Bauer glaubt ihm gern, denn das eine, sein Besiz, ist ja seine spärlich und gleichsam widerwillig zu, der Antisemitismus das zu gleicher Zeit die intensive Anwendung der Maschinen und des Hoffnung, das andere, der Jude, das ist sein Saß. Die Sozialgegen hat mit wenig Stimmen viel Mandate erobert, die Sozial- Dampfes sowohl ermöglichen als auch bedingen, und damit wäre dann demokratie hat demgegenüber nichts, um dem Bauer seinen Feind, Demokratie endlich ging von den Städten aus und hat von da die Landwirthschaft dem raschen Tempo des kapitalistischen Entwick den Kapitalismus, leibhaftig vorführen zu können; die Maschine, aus schrittweise faſt das ganze Land mit ihrem Netz überzogen, lungsganges verfallen. Rapide Aufsaugung des Kleinbesitzes und in so geeignet dafür in der Industrie, erfüllt, wie wir gesehen der Antisemitismus hat lange an den verschiedensten Orten groß weiterer Folge Umformung der Arbeiterverhältnisse, Abschaffung baben, diesen Zweck auf dem Lande nicht. Der Antisemit zeigt Geschrei von sich gemacht und dürfte nun endlich zuerst in den der Gesindeordnung, Verkürzung der Arbeitszeit heutzutage ihm den Juden, aber nicht wie die Sozialdemokratie bringt ländlichen Bezirken festen Fuß gefaßt haben, und zwar mit Aus- fann sogar der Landarbeiter sich keine Vorstellung von der Möger die Aufklärung, sondern er handelt gerade wie die nahme Sachsens in lauter solchen, wo der Sozialdemokratie ein lichkeit einer furzen Arbeitszeit auf dem Lande machen müßten jenigen, welche die Arbeiter in längst vergangener Zeit Auftreten bisher unmöglich gemacht worden war. Gerade die die unausbleiblichen Folgen davon sein, die wie jeder Fortschritt, ausreizten, die Maschinen zu zerschlagen, als ob damit auch der antisemitischen Erfolge auf dem Lande und die wirthschaftlichen politisch der Sozialdemokratie zu gute kommen würden. Viel Kapitalismus zerschlagen wäre. Der jüdische Händler ist doch Borbedingungen dazu näher kennen zu lernen, hat daher die leicht schon deshalb würde die Regierung sich darauf nicht ein- auch nur die Maschine, durch welche das Geldkapital die AusSozialdemokratie das größte Interesse. Die Landwirthschaft befand und befindet sich größtentheils laffen. Allein ihre Zeit ist so wie so vollauf in Anspruch ge- saugung des fleinen Bauern besorgt, wobei allerdings an der nommen mit den Bachterlassen für solche Pächter, die sich durch Maschine selbst eine hübsche Portion, sagen wir Schmieröl noch dem Kapitalismus gegenüber in der Lage eines fremden zu gute Bewirthschaftung des Bodens ruinirt haben. Von der hängen bleibt. Trotzdem, der jüdische Händler ist das UnwesentLandes. In der Industrie geboren und groß geworden steht er Seite ist also nichts zu hoffen. So müffen wir denn abwarten, liche, das Wesentliche das Geldkapital, was mit oder ohne Juden der Landwirthschaft als Eroberer und Kolonisator gegenüber, bis auch hier die Vernunft der natürlichen Entwickelung durch den Ruin des Bauern verursacht. ersteres mittels der Geldwirthschaft, letzteres mittels der Maschine, alle entgegenstehenden Hindernisse sich mächtig Bahn gebrochen Diesen wahren Zusammenhang aufzudecken und dabei zu denn das Geld unterwirft die Landwirthschaft dem Kapitalismus, hat, vielleicht bleibt dies aber überhaupt der sozialistischen Ge- zeigen, daß die Vorschläge zur Erhaltung und Hebung des die Maschine dagegen gestaltet sie zu einem Zweig der kapita- fellschaft vorbehalten. Bauernstandes entweder unausführbar oder unnüz sind und daß listischen Produktionsweise um. Nun ist aber die Maschine bis- Jedenfalls vorläufig vereinigt sich Alles, um das Eindringen namentlich die Bestrebungen der Agrarier nur für die Großher nur in geringem Maße in die Landwirthschaft eingedrungen. der Maschine in die Landwirthschaft zu verlangsamen und aufzu- grundbefizer von Nußen sind, muß demgegenüber die Aufgabe Die Klagen über Mangel an ländlichen Arbeitern sind zwar zum halten, während gleichzeitig die Geldwirthschaft fast in ihrer vollen der Sozialdemokratie sein. Namentlich das letzte ist besonders zu großen Theil Schwindel, würden aber gar nicht angestimmt werden Majestät dort schon zur Herrschaft gelangt ist. Längst sind die betonen. Denn die Anschauung des Antisemitismus ist zu bequem können, wenn die Maschine in irgend welchem erheblichen Um Beiten vorbei, wo der Landwirth vorherrschend Naturalwirthschaft und entspricht zu sehr dem Gefühl des Bauern, als daß er sie fange zur Anwendung fäme. Ich weiß wohl, daß ich mit dieser trieb und für seinen Bedarf das Land baute, er hat jetzt für sich durch weiteres Nachdenken so leicht rauben lassen sollte. Behauptung auf großen Widerspruch stoßen werde, da es zu seine Syppothekengläubiger und die Steuern zu sorgen, sein Das aber hat er auch schon eingesehen, ohne erst zu rechnen einer sehr bequemen Gewohnheit geworden ist, auch in der Landwirthschaft die entwickelte Maschinerie des Großkapitals dem ganzes Gut ist ja schon in Geldeswerth abgeschäßt, und so ist er daß er von den Zöllen, der Liebesgabe und den Zucker- Exportauf die Produktion von Geld, also von Waare angewiesen. Aber prämien wenig oder gar nichts hat, daß er also hier nur dem Kleinbesitz gegenüber zu stellen. Da ist allerdings die Säe, auch darin tritt dem Bauer der Großbetrieb nicht in dem Sinne Junker Vorspanndienste geleistet hat. Und diefer Punkt ist es, Drill, Mäh- und Dreschmaschine und vor allen Dingen feindlich gegenüber, wie bei der Industrie der Fabrikant dem auf den gedrängt, der Antisemitismus sich selbst untreu werden der Dampfpflug, und es ist ja auch feine Frage, Kleinmeister, wo dieser durch die Preise der Großindustrie ohne muß, wie ja denn auch schon im verflossenen Wahlkampi von daß wenn auch langsam die Maschine immer weiter vorbringen weiteres fonkurrenzunfähig gemacht wird. Bei der Bestimmung ihm genug auf Juden und Junker gehegt worden ist. Hier und den Ackerbau von Grund aus umwälzen wird. Nur zur der Preise der landwirthschaftlichen Produkte wirken aber so viel muß also der Antisemitismus, will er seine Anhänger Zeit ist dies noch nicht geschehen, im Gegentheil, die Landwirth verschiedenartige Faktoren mit und finden so große Schwankungen behalten, den Kampf gegen den jüdischen Ausbeuter in den Kampf schaft befindet sich erst in den allerersten Anfängen auf diesem statt, daß der zweifellos auch vorhandene Einfluß der billigeren gegen das Ausbeuterthum überhaupt erweitern, immer verbrämt Wege. Selbst wenn alle die vorbenannten und sonstigen Produktion des Großgrundbesizes dabei fast verschwindet, jeden natürlich mit der Erhaltung und Hebung des Mittelstandes, so Maschinen schon überall im Großbetrieb zur Geltung fämen, falls aber dem Bauern nicht zum Bewußtsein kommt. Was ihm lange, bis fein Mittelstand zum Erhalten und Heben mehr da wäre damit doch noch kein systematischer Maschinenbetrieb vor- zum Bewußtsein fommt, ist sein Verhältniß zum Geldkapital, fein wird. Die Rückständigkeit der wirthschaftlichen Grundlage, handen. Aber nur da, wo die Landwirthschaft nicht mit den und alle Unannehmlichkeiten in seinem wirthschaftlichen Leben auf welcher der Antisemitismus nur gedeihen kann, ist die ÜrWilkürlichkeiten der Natur zu kämpfen hat, wie beim Dreschen hängen mit dessen Vertreter, dem Händler, zusammen, aus deffen fache seines schnellen Emporkommens gewesen, sobald dieselbe und Säen, ist die Maschine vollauf zur Anwendung gekommen, und doch, wie viel Getreide wird auch im Großbetrieb noch mit Händen er zwar all' das schöne Geld erhält, aber stets zu wenig, von der revolutionirenden Thätigkeit des Kapitalismus beseitigt und welcher, während er, der Bauer, immer mehr verarmt, ist, wird sein Sturz ein ebenso plötzlicher sein. der Hand gedroschen und gefät. Und wie kümmerlich ist es erit immer reicher wird. Der Händler ist es auch, nicht der Nachbar Inzwischen braucht die Sozialdemokratie auf dem Lande nicht mit der Anwendung der Mähmaschine oder gar des Dampfpflugs Rittergutsbesitzer, der ihm schließlich, wenn es gar nicht müßig zuzusehen, bis der Antisemitismus abgewirthschaftet hat. mehr reicht, Geld borgt und der daher auch all' den Haß auf Da ist die Schaar der ländlichen Zwergbetriebe, die zu klein sind, Alle diese Maschinen, mit Ausnahme des Dampfpflugs, geladen bekommt, der aus den letzten Folgen dieses Geldborgens, um vom Händler ausgebeutet zu werden, und endlich die länd begründen aber den Gegensatz zwischen Groß- und Kleinbetrieb nämlich daß der Bauer um Haus und Hof kommt, emporsprießt. lichen Arbeiter selbst, die eigentlich Enterbten, welche sowohl vom nicht, da letzterer sie sich ebenso nugbar macht wie ersterer. Das Und da nun auf dem Lande der Handel zu sehr großem Theile Junker wie vom Bauer, nicht aber vom Juden bedrückt werden. entscheidende Moment des Großbetriebs aber, der Dampf, ist für den in jüdischen Händen ist, so verwandelt sich der Haß gegen den Un diese, deren Verstand nicht von dem Egoismus des Besitzes Landmann unverhältnißmäßig theuer, da er im Allgemeinen die Händler in den Haß gegen den Juden, in den Antisemitismus. verdunkelt ist, hat sie sich zu wenden. Für diese hat der AntiKohlen erst meilenweit durch seine Pferde heranfchleppen lassen So ist es mit der wirthschaftlichen Grundlage, auf welcher femitismus mit seinen rückständigen Versprechungen nichts Vermuß. Dafür ist aber umgekehrt die menschliche Arbeitskraft, wie dem Antisemitismus die reifen Früchte, fast ohne daß er sie zu lockendes. Aber, wie die legten Wahlen das schon gezeigt haben, männiglich bekannt, für ihn außergewöhnlich billig. Und da er schütteln brauchte, in den Schooß gefallen sind, bestellt. Ich bin das Evangelium des Proletariats von der wahren Freiheit und nun doch noch keinen systematischen Maschinenbetrieb kennt, des: etwas langathmig gewesen, wenigstens in bezug auf die rein Liebe wird auch der ländliche Proletarier, wenn es ihm in wegen also immer Beiten im Jahre tommen, wo er viel Hände landwirthschaftlichen Erörterungen. Indessen hängen dieselben seiner Sprache verkündet wird, mit offenen Ohren in sich aufnöthig hat, so ist es für ihn naheliegend und vielfach vortheil- fo innig mit der sozialen und also auch politischen Stellung der nehmen. haft, sich diese Hände größtentheils das ganze Jahr über festzu- Bandbewohner zusammen, daß sie hier gar nicht zu umgehen halten. Damit wird dann aber oft die wirklich vorhandene Maschine für ihn werthlos, da sie ihm nur die Arbeit für die waren, und daß eine weitere Beschäftigung hiermit nur mit Freuden zu begrüßen wäre. Ob meine Ansichten die richtigen Leute, die er ja doch bezahlen muß, wegnehmen würde, und sie find, die Landwirthe, praktische wie unpraktische, werden das bleibt dann ruhig im Stall stehen. bestellt! Es sind dies die hauptsächlichsten Punkte, die sich gegen die wohl nicht finden, und sie näher zu begründen, fehlt hier vor Ausbreitung der Maschine auf dem Lande zur Geltung bringen allem der Raum, mögen sie also durch die allgemeine Bernünftigund welche zu gleicher Zeit dem Gegensatz von Groß- und Klein- teit, die aus ihnen spricht, den Leser zu überzeugen suchen. Gr wähnen möchte ich nur noch, daß schon früher die Kartoffel als betrieb die Schärfe nehmen, die er in der Industrie erhalten die Ursache der Armuth des preußischen Boltes hingestellt worden hat. Dort kann der Kleinmeister den Feind, der sich ihm im ift. Faffen wir nun das wirthschaftliche Resultat noch einmal Großkapital entgegenstellt, die Maschine, mit Händen greifen. Der zufammen. Bauer hat dies Gefühl nicht; er liebt den Rittergutsbesitzer auch nicht, so reibt er sich denn die Hände in der stillen Hoffnung, daß der mit der neuen Maschine reingefallen ist. Und oft genug hat er dabei Recht. Wo aber auch nicht, ist der Vortheil durch aus kein ausschlaggebender oder spezifisch großbetrieblicher, um so weniger, als die Arbeit der Waschine meistentheils keine bessere ist, als die Handarbeit. Soziale Ueberlicht. Die Wiener Goldschmiede haben über die Silber. waaren Fabrik von S. Südfeld in Wien die Arbeitssperre verhängt und werden die deutschen Goldschmiede aufgefordert, den Zuzug nach Wien unbedingt fernzuhalten. Preußisches und französisches Volksschulwesen. Den Aufschwung des französischen Volksschulwesens in den letzten Jahrzehnten macht die Allg. Deutsche Lehrer- 3tg." durch die folgende Gegenüberstellung ersichtlich: Einwohner Budget f. d. Volksschulwesen Schulklassen. Lehrkräfte Fehlende Lehrkräfte Ueberzählige Lehrkräfte. Preußen 30 000 000 62 000 000 82746 70 856 11 890 Frankreich 38 000 000 77 500 000 100 064 104 012 3 948 1. Unsere ganze landwirthschaftliche Betriebsweise ist rückständig, wie denn auch die Menge der landwirthschaftlichen Erzeugnisse im Verhältniß zur angebauten Fläche nur unbedeutend oder gar nicht zugenommen hat. Demgemäß findet feine wirthschaftliche Bewegung innerhalb der Betriebe ſtatt, der Einfluß der Maschine ist nur gering und übt namentlich keine zerstörende Wirkung auf den kleinen Besitz aus, so daß also von Trotzdem, ich wiederhole es, erobert sich die Maschine auch einem Rampf des Groß gegen den Kleingrundbesitz nicht die die Landwirthschaft stetig; das entscheidende Moment und Rede sein kann. Alle Gegenfäße zwischen denselben, die ja in namentlich entscheidend für den Großbetrieb muß aber der reichem Maße vorhanden sind, stammen noch aus den alten Dampspflug sein, wie ja die Bearbeitung des Bodens überhaupt feudalen Zeiten her und nehmen durchaus nicht an Schärfe zu, Klassenfrequenz- Durchschnitt 68,7 Schüler 43,8 Schüler der Ausgangspunkt der Landwirthschaft ist. Während nun sonst verwischen sich weit eher durch Frankreich als Militärstaat giebt gleich Preußen nur einen gerade die Geldwirthschaft der Entwickelung der Maschinerie 2. den Geldfapitalismus, welcher die Landwirthschaft verschwindend geringen Theil seiner Staatseinnahmen für das den meisten Vorschub leistet, bildet fie hier für die Anwendung seiner Herrschaft unterworfen hat. Derselbe wirkt um so Volksschulwesen her. Dennoch hat es dem Lande, das immer des Dampfpflugs ein Hinderniß. Die Tendenz des Dampfpflugs fchroffer, je rückständiger der Betrieb ist, deswegen trifft er auch noch von der alten Mythe zehrt, der Hort der Intelligenz zu ist es, die Masse des urbaren Landes zwar nicht der Fläche, die fleinen Bauern am schlimmsten und oft bis zu ihrem that sein, einen bedeutenden Sprung voraus, seitdem es Republik geaber doch der Tiefe nach zu vergrößern. Dazu gehört vor fächlichen Ruin. Aber von dem Ruin der Kleinbauern zieht nicht worden. In Preußen Stagnation, reaktionäre Bestimmungen allem auch mehr Dung und das bedeutet wiederum Anbau von der Großgrundbesiger den Vortheil. Derselbe befindet sich viel zur Niederdrückung jedes freiheitlichen Geistes in der Schule, Stroh- und Futterpflanzen. Die Geldwirthschaft ist aber gleich mehr ebenfalls in einer gedrückten Lage dem Gelofapital gegen- fowie eine elende materielle und soziale Stellung der Lehrerbedeutend mit Kartoffelwirthschaft, und hierin ist der ganze so oft über, nur daß bei ihm meistentheils eine Personalunion mit dem schaft, woraus konsequent der beständige Mangel an Lehrbeklagte Nothstand der Landwirthschaft zu suchen. Hier wie selben stattfindet. Die Wirthschaft selbst aber leidet troß- fräften mit allen seinen verderblichen Üebeln refultirt. In überall entpuppt sich das kapitalistische Syſtem als Haubbau. dem Noth, troy aller Zölle, aller Liebesgabe, aller Export Frankreich giebt sich dagegen wenigstens ein ehrliches Bestreben Denn es ist doch ganz klar, daß das Material, womit die Land- prämien. fund, die schlimmen Sünden früherer Regierungen wieder gut wirthschaft arbeitet, der Acker und das Vieh ist, daß es also Daraus geht nun ohne weiteres hervor, daß der Bauer es zu machen und vor allem den Einfluß der Geistlichkeit aus der darauf ankommt, den Kreislauf zwischen diesen beiden immer gar nicht verstehen kann, wenn man ihm vom Ruin, welcher Schule radikal zu bannen. Die zivilisatorischen Fola zeigen mehr zu vergrößern, immer mehr anorganische Materie zur ihm durch den Maschinenbetrieb des Großgrundbesitzes droht, sich schon heute in einer für Preußen beschämenden utlichkeit organischen umzugestalten. Und die Nahrung des Ackers ist das spricht. Ja, wenn die kapitalistische Entwicklung mit ihrer Ma- und werden fort und fort mehr zu Tage treten zu Dung umgearbeitete Stroh. So geht also die eigentliche Kultur des Ackers dahin, ihn mittels des Dampfpflugs möglichst schinentechnik so, wie eben angedeutet, auf dem Lande Platz ge- Schaden für das sogenannte Bolt der Dichter und Denker. tief umzureißen und ihn mittels des Dungs bis in diese Tiefe griffen hätte, und wenn infolge dessen der Kleinbauer seinen Uuser Münzwesen. Der Minister des Innern, so schreibt hinein in Humus zu verwandeln, ihn mit Strohdung vollständig wäre da der Antisemitismus weggeweht, das ganze Interesse man der Saale- Zeitung", läßt gegenwärtig durch die seinem zu sättigen. Dann werden auch die höchsten Erträge erzielt des Bauers würde sich in seinem Stamps, seinem Haß gegen den Reffort unterstehenden Behörden Erhebungen darüber anstellen, werden, dann wird auch die Landwirthschaft verhältnißmäßig Rittergutsbesitzer Konzentriren. So aber ist dies ein Gedanken- ob nicht ein Eindringen nachgemachter Münzen in den Kleinunabhängig von der Witterung werden, denn je mehr in die gang, auf den er noch nie gekommen ist, zu dem ihm aber auch verkehr oder Ansammlungen von größeren Beträgen in KleinTiefe gegangen wird, defto geringer wird der Einfluß des jede Unterlage fehlt. Der Rittergutsbesiger sollte ihm mit seinen geld zu konstatiren ist. Es handelt sich dabei indeß nicht um Wetters, der Hize wie der Kälte, der Nässe wie der Dürre. Maschinen gefährlich werden? Der Hittergutsbesiger ist ja sein falsche, sondern um in jeder Beziehung vollwichtige Silbermünzen, Aber der geldwirthschaftliche Raubbau fragt nicht danach, Freund nicht. Hat der nicht den besten und schönsten Acker? und es gehen jene Erhebungen von der Vermuthung aus, daß, wie die Erträge in 10 oder 20 Jahren aussehen, er will gleich und für dessen Hehe und Hirsche sind seine Saar und Kartoffeln da seit Erlaß des Reichsmünzgesetzes vom 9. Juli 1873, nach das Geld klingen hören. Und Geld bringt die Kartoffel. Sie recht gut, schießen aber darf er sie nicht. Und da sind noch so welchem die Silbermünzen 3. 3. immer noch geprägt werden, der viel andere Sachen, weßwegen der Bauer des Rittergutsbesizers Silberwerth durch verschiedene Umstände fast um die Hälfte *) Wir veröffentlichen diese lehrreiche Arbeit eines gelegent. Freund nicht ist. Aber sprich ihm von seinem Ruin, und der zurückging, man sich durch Anfertigung von volwichtigen Münzen lichen Mitarbeiters, ohne mit den Ausführungen des geschäßten Rittergutsbesizer mit allen seinen Maschinen ist vergessen, und immer einen erheblichen Nuzen verschaffen könne. Verfassers in allen Punkten einverstanden zu sein. vor des Bauers Auge erscheint sein Schreckgespenst, der Händler, Die Ned. b. V.". " der Jude, und mit ihm alle seine Sorgen und alle seine heim zum großen DER PABAKINDUSTE N91274 Arbeiter! Genossen! Kauft nur Cigarren mit der Kontrollmarke der Tabakarbeiter. Nachfolgend verzeichnete Fabrikanten und Händler führen nur Gigarren mit der Kontroll- Schutzmarke der Tabakarbeiter. Händler können nur veröffentlicht werden, wenn dieselben ausschließlich Waare mit Schußmarte führen, jede andere Veröffentlichung beruht auf Täuschung. S. * Wilhelm Börner, Ritterstr. 108. P. Böttcher, Kottbuser Damm 92. $. F. Dinslage, Rottbuserstr. 4. N. Fiebig, Böckhstr. 4. Otto Ley, Schönleinstr. 17. Eickenjäger, Rheinsbergerstr. 31a. Rudolf Gefelle, Vinetaplay. Albert Gniek, Brunnenstr. 112. Gustav Hennig, Colonieftr. 147. Auguft Hirte, Swinemünderstr. 67. Emil Höhne, Ackerstr. 89. Guft. Lochmann, Brandenburgstr. 82. Louis Knoch, Grünthalerstr. 5. Michaelis, Alexandrinenstr. 40. H. G. Schmidt, Gräfestr. 68. Carl Schonheim, Gräfeftr. 8. Julius Start, Schönleinstr. 10. SQ. Carl Abert, Pücklerstr. 6. Behnke u. Kinkel, Schmidstr. 21. Carl Böhlert, Mariannenstr. 5. G. Carl, Admiralstr. 25. R. Fischer, Reichenbergerstr. 74a. G. Fischer, Staligerstr. 128. George, Mariannenstr. 35. E. Getschmann, Sorauerfir. 10. Theodor Goecke, Wrangelstr. 125. E. Gosda, Manteuffelstr. 8. Lobbes, Reichenbergerstr. 49. * Wilh. Mertens, Cuvrystr. 34. Reinländer, Waldemarstr. 82. Carl Schindler, Görligerstr. 58-54. Christ. Schneider, Köpnickerstr. 26a. Theodor Stampehl, Mariannenstr. 26. Stübuer, Reichenbergerstr. 157. A. Warnecke, Wrangelstr. 106. Herm. Wicht, Dresdenerstr. 16. SW. Löffler, Badstr. 42-43. Gust. Löwenberg, Badstr. 19. B. Moritz, Bernauerstr. 18. Emil Nauen, Ackerstr. 116, Gartenpl. August Penn, Demminerstr. 62. F. Stern, Putbuserstr. 42. Albrecht Steinide, Stralsunderstr. 23. C. Walter, Hussitenstr. 28. Max Winkelmann, Ackerstr. 153. H. Zechert, Putbuserstr. 37. Schönhauser Vorstadt. Wilhelm Brall, Swinemünderstr. 4. C. Herm. Diet, Pappel- Allee 2. Verkaufsbude: Schönhauser- Allee 73. August Gerlach, Kastanien- Allee 38. * Johann Hahn, Fehrbellinerstr. 3. Lorenz Heidemann, Danzigerstr.10/ 13. Julius Hinge, Weißenburgerstr. 47. 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