Nr. 195. Erscheint täglich außer Montags. Breis pränumerando: Vierteljährlich 3,30 Mart, monatlich 1,10 mt, wöchentlich 28 Bfg. frei In's Haus. Einzelne Nummer 6 Pfg. Sonntags- Nummer mit illuftr. Sonntags- Beilage Neue Welt" 10 Pfg. Poft- Abonnement: 8,30 Mt.pro Quartal. Unter Kreuz band: Deutschland u. DefterreichUngarn 2 Mt., fü: das übrige Ausland 3 Mt.pr.Monat. Eingetr. in der Post- Zeitungs- Preisliste für 1893 unter Nr. 6708. Vorwärts 10. Jahrg. Insertions- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzeile oder Deren Raum 40 Vfg., für Vereins- und Beriammlungs Anzeigen 20 Big Juferate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr Nachmittags in Der Erpedition abgegeben werden. Die Grpedition ist an Wochen: tagen bis 7 Uhr Abends, an Sonnund Fefttagen bis 9 Uhr Vormittags geöffnet. Fernsprecher: Amt I. 4186. Telegramm- Adresse:. „ Sozialdemokrat Berlin: Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Die Wehrsteuer. Sonntag, den 20. August 1893. Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. so erscheint auf den ersten Anblick gerade die Wehrsteuer halb zum Heere Eingezogene in der Regel glücklicher ist und als etwas Sympathisches, weil sie die belastet, denen mit mehr Erfolg seine Interessen wahren kann, als sein Die Beschlüsse der Frankfurter Ministerkonferenz weisen durch den Heeresdienst die Freiheit nicht genommen gebrechlicher und schwacher, vom Militärdienst befreiter Klassenden vortragenden und geheimen Räthen des preußischen wird, weil fte die trifft, die in der Wahl genosse. Finanzministeriums und des Reichs- Schazamtes die Auf- des Aufenthaltes, der Beschäftigung, der Unter- Die Lebenswahrscheinlichkeit der Soldaten ist unzweifelgabe zu, Gesetzentwürfe über die Tabatfabrikats, Quittungs-, haltung u. f. w. nicht so beschränkt sind wie die haft um weit mehr als drei Jahre in allen GesellschaftsBörsen- und Luxuswein- Steuer auszuarbeiten. Wie der Soldaten. Somit wird anscheinend durch die Wehrsteuer schichten größer, als die der vom Militärdienste Befreiten. Reichstag sich zu diesen Gesetzentwürfen stellen wird, läßt eine Ausgleichung der ungleich vertheilten Lasten herbeisich nicht errathen, da die Abstimmungen desselben bei geführt. Unzweifelhaft ist der Militärdienst kein Vergnügen, Dienstfreiheit allgemein zugestehen könnten, so ließe sich doch Aber selbst wenn wir den ökonomischen Vortheil der Spezialfragen so turze Zeit nach den Wahlen sich unmöglich selbst wenn wir von Soldatenmißhandlungen und dergleichen dieser Vortheil nicht abmessen, nicht gegenüber den so vervoraussagen lassen. Besonders das Schicksal der Quittungs- gänzlich absehen, sicherlich fordert die Einberufung der schiedenen förperlichen Gebrechen abwägen, da diese Verund Tabakfabrikats- Steuer ist unberechenbar. Wird aber Reservisten und Landwehrmänner zu Uebungen und vor hältnisse in jedem Berufe, bei jeder Vermögenslage, ja bei auch nur eine dieser Steuern abgelehnt, so werden dem allem Mobilifirungen im Kriegsfalle oder bei Kriegsgefahr jeder Person verschieden sein werden, ohne daß sich ein Reichstage unzweifelhaft andere Steuern vorgeschlagen schwere persönliche und häufig auch wirthschaftliche Opfer. Maßstab finden ließe, diesen Vortheil auch nur annähernd werden. In erster Linie wird dann die Wehrsteuer in Aber diese Opfer werden von all denen gefordert, die zu bestimmen. Das aber wäre die unumgängliche VorausBetracht kommen. Sie wurde auch bei den Frankfurter nach einer freilich nicht stets genügend gründlichen Unter- fegung einer gerecht zu bemessenden Steuer. Ronferenzen vorgeschlagen und nicht unbedingt abgelehnt. suchung förperlich und geistig so gesund sind, daß sie den Auch im Reichstage wird sie Befürworter finden, da die Anforderungen des Heeresdienstes genügen können. Somit findet, wo die Wehrsteuer zu beanspruchen, wo sie zu erlassen ist, wie Es wird sich, kurz gesagt, nicht leicht feststellen lassen, Antisemiten unter Böckel's Führung ihr das Wort reden. wenn wir uns eines Ausdrucks aus der Darwin'schen hoch sie in jedem einzelnen Falle zu bemessen, und welche Schon einmal wurde dem Deutschen Reichstage von der Theorie bedienen wollen, eine militärische Auslese statt. Art der Bahlung für sie einzuführen ist. Regierung ein Gesetzentwurf über die Wehrsteuer vorgelegt, Die kräftigsten, gesündesten, widerstandsfähigsteu Jünglinge über den der Reichstag am 28. und 29. März und 7. Mai werden zum Militärdienste gezwungen, frei bleiben kränk darf man sich gar keinen besonderen Erwartungen hinWas die Erträgnisse einer solchen Steuer anlangt, so 1881 verhandelte. Man kann wohl behaupten, daß Fürst liche, geistig oder körperlich nicht normal entwickelte Bismarck mit keiner Vorlage so wenig Glück hatte, wie mit Männer. Bei der Strenge, mit der heute das Militär- geben, selbst wenn sie als eine progressive Einkommensteuer dieser, denn bei der Abstimmung erhob sich blos ein Mann, Ersatzgeschäft im Deutschen Reiche betrieben wird, bei der Klassen sind die jungen Leute troß ihres Ausscheidens aus eingeführt werden würde, denn gerade in den besitzenden nämlich- der Sohn des Reichskanzlers. erst unlängst wieder vorgenommenen sprunghaften Erhöhung dem Familienverbande und ihrer äußerlichen Selbständigkeit Nach dem Gesetzentwurfe von 1881 follten die vom der Soldatenzahl kann man schlankweg behaupten, daß die meist ohne Vermögen und geldeinbringenden Beruf. Sie Dienste im Heere oder der Marine ausgeschlossenen und nicht zum Militärdienst herangezogenen in der Regel nicht werden von ihren Vätern erhalten, ohne daß dies, oder ansgemusterten, die Ersaßreservisten I. und II. Klaffe, die blos zum Militärdienste untauglich sind, sondern auch in die Höhe thres Einkommens festgestellt werden kann. vor erfüllter Dienstpflicht aus jedem Militärdienstverhältniß ihrer Fähigkeit zum Erwerbe hinter den militärtauglichen Gerade bei den steuerkräftigsten Familien wird es oft unAusgeschiedenen während eines Zeitraumes von längstens Personen zurückstehen. Somit findet unseres Erachtens 12 Jahren einer festen Steuer von 4 M. und die Personen schon durch die Ableistung der Militärpflicht eine Aus- und einzutreiben, da die Bäter auf Grund der äußerlichen möglich sein, die Wehrsteuer richtig festzusetzen mit einem 1000 M. übersteigenden Einkommen einer von gleichung statt, der gerade durch die Einführung der Selbständigkeit der Söhne die Zahlung verweigern werden, 1-3 pСt. progressiv steigenden Einkommensteuer unterworfen Wehrsteuer entgegengearbeitet wird. Wenn auch sicherlich der Aufenthalt in Kasernen und ihrer Familien zur Steuer herangezogen werden können. die Söhne hingegen nicht entsprechend der Leistungsfähigkeit Die Aussichten für die Annahme eines Wehrsteuergesetz auf Manöverfeldern nicht mit den Ferienkolonien verEntwurfes mögen sich seit 1881 gebeffert haben. Obgleich glichen werden darf, so tann andererseits nicht in Abrede Während somit gerade die besitzenden Klassen leicht die Graf Caprivi keinen Sohn hat, der im Reichstage für diese gestellt werden, daß, rein wirthschaftlich betrachtet, Steuern werden abwälzen können, wird sie die Lohnarbeiter Borlage stimmen könnte, so wird sich wohl ein Bruchtheil die Lage des.Soldaten oft günstiger ist, wie die des" freien" klasse doppelt schwer drücken. Bei den Lohnarbeitern fällt der Abgeordneten bei der Abstimmung erheben, aber eine Arbeiters. Dies spricht keineswegs für den Militarismus, die Periode der Wehrsteuer( etwa das 20-32 Jahr) mit Mehrheit wird sich kaum hierfür finden. sondern verurtheilt nur unsere Produktionsweise, 100 der Höhe der Erwerbsfähigkeit zusammen, bei der befizenden Die Schweiz, Desterreich- Ungarn, Frankreich und Serbien arbeitslustige Personen oft lange Zeit teine Arbeit finden, Klaffe dagegen liegt sie meist noch in der Reit der Abhängigbefizen jetzt Wehrsteuern. Außer in Deutschland wollte wo die Arbeit oft so schlecht entlohnt wird, daß das Leben feit vom Familienoberhaupte. man sie auch in Italien einführen. Unter den Theoretikern in Gefängnissen und Kasernen eher genügende Sättigung Man kann deshalb Treitschke zustimmen, wenn er hat sie zahlreiche Freunde, im Bolte überwiegen ihre Gegner. und zweifelsohne ein Obdach und Kleidung sichert, das die Wehrsteuer eine unbillig hohe und musterhaft unDa man schon oft durch mehrfaches Einbringen nicht volks- dem freien Arbeiter in unserer Wirthschaftsordnung nicht gerechte Einkommensteuer nennt. thümlicher Vorlagen die Abgeordneten mürbe gemacht und verbürgt wird. den Widerstand der öffentlichen Meinung vermindert hat, Unter den vom Militärdienste befreiten befinden sich so daß nach zahlreichen Ablehnungen sich endlich doch auch aber gerade sehr viele Arbeiter, denen privatwirthschaftlich für durchaus unpopuläre Gesezentwürfe Mehrheiten ge- aus der Befreiung vom Militärdienste keinerlei Vortheil funden haben, verlohnt es sich jetzt schon, auf die Wehr erwächst. fteuer einzugehen. werden. Wenn wir unter Wehrsteuer eine dem überhaupt nicht oder nur in beschränktem Maße zum Militärdienste herangezogenen Wehrpflichtigen auferlegte Sondersteuer verstehen, Feuilleton. Nacorua verboten.) ( 47 Die Bekehrung André Savenay's. Sozialistischer Roman von Georges Renard. Autorisirte Uebersehung von Marie Kunert. Ju den besitzenden Klassen wird auch der wirthschaftliche Vortheil in Betracht kommen bei Beurtheilung der Befreiung vom Militärdienste, aber auch hier wird es nicht bestritten werden können, daß der völlig Gesunde und desmeine Gegenwart belästigen möchte. Aber ich bitte Sie, mein Fräulein, sie darauf aufmerksam zu machen, daß wir direkt bezogenen englischen Krepp, Korsets für tiefe Trauer, schwarzes Kastorpelzwerk und eine großartige Auswahl von Merino- und Tuchstoffen haben." In diesem Augenblick trat Norine ein. " Ich mache Sie noch darauf aufmerksam," rief der schwarze Herr, daß die Trauer für Dienstboten obligatorisch ist. Wir übernehmen das Färben von bunten Stoffen und liefern ein Kleid nach Maaß in 12 Stunden!" " Wird die Wehrsteuer eingeführt, so wird es heißen: „ Wer nicht dient, zahlt". Wie leicht könnte dies um schlagen in den Sah:„ Wer zahlt, dient nicht". Die Versuchung für den Staat könnte groß werden, die steuerfräftigsten Personen lieber zu besteuern, als zur Dienstpflicht heranzuziehen, so daß die allgemeine Wehrpflicht unmerklich in eine Wehrpflicht der Armen verwandelt werden könnte. Es würde auf diesem Wege leicht dazu kommen, daß der Adel wie bis nun die Offiziersstellen besetzte, daß die Söhne Friseur, der der sich für alle Haararbeiten empfahl, der Sargtischler, der Särge zu allen Preisen von dem Nasenquetscher des armen Teufels bis zu den kostbarsten mit Sammet ausgeschlagenen Särgen für reiche Leute anpries; der Gärtner, der sich anbot, den Leichenwagen mit Blumen zu schmücken; die Trödlerin, die sich bereit erklärte, die Kleider der Verblichenen zu den höchsten Preisen anzukaufen u. f. w. Als Johanna diese Reklame Offerten las, sprach sie bitter bei sich:" Diese feile Gesellschaft, in der selbst der Tod als Vorwand für ein Geschäft dienen muß!" Sie mies energisch die dreistesten Schnorrer ab, die in Person erschienen. Dafür hatte sie aber eine lange Auseinander sehung mit dem Kirchhofsinspektor. Während Johanna Frau Savenay wieder aufsuchte, besprach Norine die nöthigen Bestellungen mit dem Manne „ Da Sie nur eine Freundin der Verstorbenen und gab ein Kleid ihrer Herrin als Maaß. Der Vertreter sind, mein Fräulein, gestatten Sie mir, Ihnen zu sagen, der Trauerweide" versuchte noch einen neuen Anzug für daß wir die letzten Neuheiten, die sämmtlich von der Mode den jungen Herrn Savenay anzubringen, aber einer sonder schien, in den Bureaus der Verwaltung gewesen. Nur hatte und dem feinen Geschmack sanktionirt sind, in allen Artikeln baren Sitte zufolge ist bei den Männern die Trauerkleidung er, als er bestellte, daß die Beisetzung auf dem Père- Lachaise auf Lager haben. Ich erlaube mir, Ihnen Haarschmuck in die gleiche wie die für Festlichkeiten. André war mit stattfinden sollte, zu bemerken vergessen, auf wie lange er Jet, Tüllhüte und unsere Taschentücher mit schwarzen Ver- allem versehen, und der Kommis zog sich, noch immer die Grabstelle zu besitzen wünsche, und der Inspektor, ein zierungen zu empfehlen." mit forrekter und respektvoll theilnehmender Miene nach kleiner, alter Mann, dürr und ausgetrocknet wie eine Mumie, Ter Prospettmann glaubte, daß eine Freundin nur eine einer tiefen Verbeugung zurück, alles während er für sich wollte nun die Wünsche der Familie in bezug hierauf elegante Trauertoilette wünschen fonnte, die sie möglichst berechnete, daß dieser Todesfall ein schlechtes Geschäft war, wissen. schön erscheinen ließ. Johanna dankte trocken, aber der das ihm keine große Provision einbringen werde. Wenn keine besondere Bestimmung getroffen Rommis hielt sich noch immer nicht für geschlagen. Er wurde, ward der Leichnam in einem gewöhnlichen Grabe Den ganzen Morgen über wurde das Trauerhaus von beigesetzt. Johanna machte eine Bewegung der Entrüftung. fuhr eifrig fort: einem wahren Regen zudringlicher Prospekte, einer endlosen Der Beamte bemerkte dies, betrachtete das Zimmer mit Sie werden mir wenigstens sagen, mein Fräulein, Folge von Besuchern, die aus derartigen Anlässen ein Ge- dem Blick eines Tagators und sagte dann mit gutmüthiger welches die nächsten Verwandten der Verblichenen sind?" schäft machen, heimgesucht. All diese tausend verschiedenen Miene: Eine Mutter und ein Sohn, mein Herr." Gewerbetreibenden, die von den Todten leben, überfielen Nun, dem ist leicht abzuhelfen. Es ist nur Geld dazu die Familie wie eine willkommene Beute. Da war der nöthig. Für einige hundert Franks kann man sechs Fuß fich, eine mitleidige Grimasse zu stande zu bringen, während Kranzhändler, der auch unvergängliche Kränze und Palmen Erde auf fünf Jahre pachten, für einige tausend kann seine Augen befriedigt aufleuchteten. aus Metall und Erinnerungszeichen aus weißen Perlen ver- man die Grabstelle auf dreißig Jahre oder für immer Danu, mein Fräulein, werde ich Ihnen für Frau kaufte, der Grabsteinfabrikant, der keinem seiner Kon- taufen." Eavenay ein Preisverzeichniß unserer Waaren hier lassen. turrenten zutraute, daß er ebenso schöne Denksteine und Johanna konnte sich nicht enthalten, bitter aus Ich achte ihren Schmerz zu sehr, als daß ich sie durch ebenso billige knieende Engel liefern tönnte wie er; der zurufen: Der Mund des Vertreters der„ Trauerweide" bemühte der Subalternbeamten Unteroffiziere würden und daß die Proletarier allein als gemeine Soldaten dienen müßten. Aus all diesen Gründen, denen noch zahlreiche andere angefügt werden könnten, ist die Wehrsteuer zu verwerfen. Wir wünschen ihr, sollte sie den Reichstag wieder be- schäftigen, das gleiche Schicksal, das die Wehrsteuervorlage im Jahre 1831 gefunden hat. Volikifcho irelievltirik. Berlin, den 19. August. Zum Zollkriege. Ob die famose Konferenz, die unsere„müden Staatsmänner" erst nach dem 1. Oktober abhalten können, wenn sie überhaupt dazu führt, bald eine Einigung herstellt, das muß, schreibt treffend die„Frank- furter Ztg.", das muß nach der Sprache der Organe, die der Regierung nahe stehen, vorerst bezweifelt werden. Die deutsche Regierung hat bis zur Einberufung des Reichs- tages, die diesmal in Rücksicht auf die Sommersession und die Landtagswahlen später als sonst erfolgen dürfte, völlig freie Hand, während sie allerdings dem Reichstag Rechenschaft ablegen muß, da dieser seine Zustimmung zur Fort- dauer der Kampfzölle geben oder auch verweigern kann. Hiernach wird die Entscheidung kaum vor November er- folgen, wobei immer zu berücksichtigen ist, daß die Art der Entscheidung unsicher bleibt. Die Wahl des Oktobers als Konferenztermin erweist sich auch insofern als wenig ge- schickt, weil alsdann die günstige Zeit für die Schifffahrt vorbei und die russische Ernte untergebracht sein wird, so daß Rußland alsdann das drängende Interesse an einem raschen Vertragsabschluß, das jetzt vorhanden wäre, nicht mehr hat.— Der„Pester Lloyd" meldet, daß nach einer amtlichen in Wien eingelangten Verständigung der an dem Grenz- verkehr mit Oesterreich bethciligten preußischen und säch- fischen Eisenbahndirektionen für Getreide, Holz und Bett- federn unbedingt Ursprungszeugnisse beigebracht werden müssen, die erhärten, daß die Sendungen nicht aus Ruß- land herkommen, weil sonst die für Rußland geltenden erhöhten Zollsätze zu zahlen sein würden. Das genannte Blatt bemerkt, daß diese Anordnung für den Getreidehandel Ungarns höchst ungünstig sei.— Fanke Nnsredett. Jämmerlich sind die Ausreden der Geheiniräthe und den anderen Beauftragten unserer amtlichen Sozialpolitik von Oben gegen die vom„Vor- w ä r t s" an der famosen Sonntagsruhe-Kon- s e r e n z geübte Kritik. Offiziös wird jetzt geschrieben: „Wenn bemängelt wird, daß zum Zweck der Auswahl von Vertrauensmännern der Arbeiter für die demnächst hier stattfindenden Konferenzen in Sachen der gewerblichen Sonntagsruhe nicht aus die Fachorganisationen der Arbeiter zurückgegriffen werde, so bleibt außer Acht, daß die Fach- organisatiouen sich vielfach mit den politisch-agitatorischen decken und daß speziell in dem Gebiet der Eisenindustrie so gut wie keine Fachorganisationen der Arbeiter existiren." Wie dumm die Offiziösen sind, beweisen derartige Be- Häuptlingen, die so spielend leicht widerlegt werden können. Man kann doch nicht glauben, daß die Reichsregierung von der Existenz des deutschen Metallarbeiter-Verbandcs, einer rein gewerkschaftlichen Organisation mit vielen Tausenden Mitgliedern, die über ganz Deutschland verbreitet sind, nichts weiß, daß sie von den Organisationen der Schmiede, und anderer Branchen noch nichts gehört hat. Und wäre auch dem so, so ließe sich in öffentlichen Versammlungen spielend leicht feststellen, wer das Vertrauen der Arbeiter genießt und wer nach deren Ansicht volle Sachkenntniß über die Verhältnisse der Industrie und der Arbeiter besitzt. Es entspricht aber wohl mehr den Absichten der Stumm und Konsorten, denen die Regierung so gerne gefällig ist, berufene Arbeitervertreter nicht zu befragen. Deshalb die faulen Ausreden!— Soldateufreuden.'Ueber bayerische Soldatenziistände schreibt die„Münchener Post":„In Schwand hat der Premierlieutenant Braun der 9. Batterie des 4. Feldartillerie- Regiments dem Soldaten Arkauer eine derartige Ohrfeige ver- sehr, daß noch am folgenden Tage das Ohr ganz blau und die benachbarte Halsgegend geschwollen war. Von Schwand bis Roth mußte der arme Mensch obendrein noch neben dem Ge- „Ach, so ist die Sache. Die Reichen haben also das Recht, zu wissen, wo ihre Tobten ruhen. Aber die Armen sollen sie sich im Beinhaus suchen!" Der Beamte sah sie mit blödem Staunen an. „So ist das Reglement", sagte er.„Ich kann nichts dafür. Und dann, der Boden kostet doch, wie recht und billig, Geld. Er ist in Paris sehr theuer. Um so schlim- mer für die, welche kein Geld haben!" Er fügte dann hinzu, daß in Clichy oder Pautin das Kubikmeter zwei- oder dreimal billiger sei, daß es Friedhöfe für alle Geldbeutel gäbe, und da er Johanna's Gefühle mißverstand, fügte er mit Ueberzeugung hinzu: „Sehen Sie, mein Fräulein, man muß nicht so genau sein. Man stirbt ja nur ein Mal." Johanna wußte nicht, wie sie den ihr widerwärtigen Menschen los werden sollte, der für seine Verwaltung ein Geschäft machen wollte. Sie wollte Frau Savenay nicht wecken, die von Müdigkeit überwältigt, eben eingeschlafen war. Norine war auch ausgegangen. Glücklicherweise kam gerade Andrö niit ihrem Vater zurück. Die Antwort ließ denn auch nicht auf sich warten. Die Familie Savenay— Andrö hatte es zu sagen vergessen— besaß ihr Erb- begräbniß auf dem Pöre-Lachaise. So blieb dem Beamten, der schon eine etwas hochnrüthige Miene angenommen hatte, nichts übrig, als sich unterwürfig zu verbeugen. Er ver- schwand ohne ein Wort weiter aus dem Zimmer. Vater Teschamps schien ganz entrüstet. Er war mit Andre auf der Mairie des 17. Arrondissements gewesen. Im Bureau für Beerdigungen hatte der Beamte sie gefragt, in welcher Klasse die Beerdigung stattfinden sollte. Ändrs wußte es nicht. Er sagte daher auf's Gerathewohl: Dritte oder vierte Klasse". „Dritte Klasse", fuhr der Beamte sofort wie eine gut geölte Maschine, die sich nach einem Druck auf einen elek- irischen Knopf in Bewegung setzt, fort, 1062 Franks 35, Sarg mit einbegriffen, dazu 555 Franks für die kirchliche Feier. Sununa 1617 Franks 35." Als Vater Teschamps einen dumpfen Laut der Ueber- schütze herlaufen. Nun kommt ja hier das be— rühmte Be- schwerderecht und die Anzeige in Frage. Arkauer gelangte auf dem vorgeschriebenen Beschwerdeweg zum Hauptmann, der dem Mißhandellen einfach den Ralh gab, die Sache mit dem Herrn Premierlieutenant im Guten auszumachen. Arkauer hätte sich kaum beschwert, wenn er nicht von seinen Kameraden dazu ge- zwungen worden wäre, und hat in der Antwort des Herrn tauptmanns jedenfalls eine arge Stärkung des militärischen hrgesühls erfahren. Das Auseinandersetzen in Güte wird er wohl bleiben lassen müssen, da er kaum eine Sehnsucht nach mehreren derartigen„Genüssen" ver- spüren dürfte.— Zum Beschwerderecht der Soldaten mag Nachstehendes dienen. Ein Soldat des 14. Infanterieregiments, welcher als wahrheitsliebend bekannt ist, erzählt in einem Briefe:„Gestern hatten wir Menage aus Bohnen, welche den schönen Namen„Saubohnen" führen. Uni das Gericht noch leckerer zu machen, als es ohnedem schon ist, fand sich in meiner Portion ein reizendes Exemplar eines voll- ständig ausgewachsenen Mehlwurmes von respektabler Größe vor. Das kann ja unter den reinlichsten Menschen passiren. Ich machte nun einen Unteroffizier auf diese sicherlich unbeabsichtigte Vergrößerung meiner Fleischportion aufmerksam— ich will ja nicht mehr als meine Kameraden— und dieser sagte mir ein- fach, daß die Zivilisten ganz anderes Zeug zu„fressen" bekämen. Als Anerkennung für meine Uneigennützigkeil und wahrscheinlich. weil ich ein solches Schleckermaul war, bekam ich wegen Appetit- losigkeit den Auftrag, das Zimmer und den Gewehrständer zu „schruppen". Hunger habe ich dann wohl auf diese Arbeit be- kommen, aber Gelüste nach Mehlwürmern doch nicht. Es ist mir nichts anderes übrig geblieben, entweder aus dem Ersparten meiner Eltern die Menage zu ergänzen oder die Säbelkoppel um ein oder zwei Löcher enger zu schnallen!" Hitzschlag. Der Fall Lauenstein, der Fall Bopp in Ulm reißt den Faden nicht. Auf dem Liückmarsch des gegcnivärtig in Ulm einquartirten zweiten Jnfanterie-Regi- ments vom Exerzierplatz auf dem Lerchenfeld sollen gegen 40 M a n n vom Hitzschlag betroffen und umgefallen sein. Ein Mann, Postpraktikailt Höfel aus Stuttgart, war sofort t o d t. Die Regimentsübung dauerte 6 Stunden, die An- kunft in Ulm erfolgte erst um 1 Uhr Mittags. In der Bürgerschaft herrscht, wie die„Frankfurter Zeitung" meldet, große Aufregung über das Marschunglück.— ?u»n Fall Schröder schreibt die ultramontane nische Volks-Zeitung": „Trotz allen Erlassen von hohen militärischen Stellen, trotz allen Verhandlungen in den Parlamenten, trotz allen Erörterungen in der Presse finden noch immer Soldaten- Mißhandlungen statt, wie schon die nicht seltenen Zeitungs- notizen über stattgehabte Vcrnrtheilungcn ergeben. Und wie Vieles gelangt gar nicht an die Oeffentlichkeil! Ohne Zweifel tritt uns hier einer der Auswüchse des militaristischen Systems entgegen, und es sind keineswegs blos die radikalen Blätter, die immer wieder darauf hinweisen. Daß die Presse mit den an die Oeffentlichkeit gelangenden Fällen sich beschäftigt, ist durchaus in der Ordnung. Wie würde es erst aussehe», wenn außerhalb der Kaserne niemand um diese Dinge sich be- kümmerte!"— Gegen Lieutenant Hofmeister soll nunmehr im September vor dem Militärgericht in W ü r z b u r g ver- handelt werden; die Anklage wird wegen des Flucht- Versuches noch auf Fahnenflucht ausgedehnt werden.— Die Futternoth. Erst jetzt sind die königlich preu- ßischeu Oberförster angewiesen worden, den Ansprüchen der Landbevölkerung auf käufliche Uebcrlassung von Wald- st r e u„so weit zu entsprechen, als dies ohne überwiegende Nachtheile für die Forsten geschehen kann". Die Einfuhr von Heu und Stroh aus Rußland aber wird ver- boten, so daß die Junker und Großhändler nach ihrem Belieben die Preise der Futtermittel in die Höhe treiben können.— Die NeichstagS-Ersatzwahl im Kreise K a t t o w i tz- Z a b r z e für den Zcntrums-Abgeordneten L e t o ch a, der sein Mandat niedergelegt hat, weil er zu den Drücke- bergern bei der Miluärvorlage gehörte, ist auf den 5. September angesetzt worden.— Ein Finanzkünstler ist der Geheimrath, der in der „Norddeutschen Allgemeinen Zeitung" für die Reichs- Po st Verwaltung eine Lanze bricht und die 11 Mit- lionen Mark Mehrausgaben, die die ach! wie spät und in viel zu geringem Umfange zugestandene Gehalts- erhöhung der noch heute jämmerlich bezahlten unteren Be- amten verursacht, schlankweg mit zum„Ueberschuß" raschung ausstieß, als er diese koloffale Summe nennen hörte, erwiderte der Beamte: „Das ist der Tarif. Aber es ist hier nicht wie beider Eisenbahn. Wir haben mehr als drei Klassen, wir haben neun, ohne zwei besoicdere zu rechnen." Der würdige Beamte sah ganz stolz und zufrieden aus, als er diese Ueberlegeubeit seiner Gesellschaft rühmte. Er zeigte auf eine Reibe Photographien, die an der Wand be- festigt waren, und sagte: „Hier haben Sie eine Uebersicht über das, was wir in den verschiedenen Klassen gewähren. Sie können wählen. Da ist die siebente Klaffe. Sie kostet nur 210 Franks 10, die achte: 102 Franks 10. Sie werden begreisen, daß in dem Maße, wie Sie im Preise heruntergehen, der Luxus und Komfort abnehmen. Je nachdem Sie die Thür Ihres Hauses und die Pfeiler in der Kirche schwarz detorirt wünschen, je nachdem Sie einen Sarg aus Tannen- oder Eichenholz wählen, einen Leichenwagen mit Pferden, die mit Federwedeln geschmückt sind, ob Sie mehr oder weniger Kerzen, eine große oder eine stille Messe, Musik oder nur eine einfache Einsegnung der Leiche haben wollen, sind die Preise festgesetzt." Andre zögerte noch. Der Beamte kam ihm verbindlich zu Hilfe: „Wenn Sie mir gestatten wollen. Ihnen einen Rath zu geben, mein Herr, so kann ich Jbnen die sechste Klasse noch als sehr anständig empfehlen. Sie können sie für sechs- hundert und einige Franks haben." Andrö beeilte sich, mit der Angelegenheit ins Reine zu kommen. Er nahm an, bezahlte und ging mit Vater Teschamps, der heftig vor sich hin brummte, hinaus. Jetzt waren nock die Traueranzeigen zu bestellen. Das war eine neue peinliche Aufgabe. Andrö hatte die Todes- anzeige in sehr schlichten Ausdrücken abgefaßt und nur die nächsten Angehörigen benachrichtigt. Als der Drucker sah, daß die Liste der Familiengliedcr nicht wie üblich eine ganze Seite mit den Namen einer Menge Vettern und ent- fcrnler Verwandten mit hochtrabenden Titeln und allen rechnet. Vielleicht liest der gelehrte Budgetkenner in einer freien Stunde im kleinen Cossa oder in irgend einem anderen Elementarbuch der Finanzwissenschaft den ein- schlägigen Abschnitt durch. Die elsässisch-lothringische Frage ist gelöst. Kürzlich ist, zum großen Aergerniß der evangelischen Muckerschaft, ein sächsischer Prinz, der Sohn des durch seinen Erlaß bekannt gewordenen Herzogs Georg zu Sachsen, nach Eich- städt in Bayern gegangen, um dort katholischer Priester zu werden. Der junge Prinz, der in Leipzig die Rechte sludirt hatte und dort zum Dr. juris promovirt worden war, hatte dann den bunten Rock eines sächsischen Grenadieroffiziers angezogen. Nun will er die Uniform vertauschen mit dem Talar, etwelche lutherische Eiferer sagten ihm gar nach, er wolle Mönch werden. Nun, eines jeden eigene Sache ist es, wie er sich sein Schicksal gestaltet; wir haben nichts da- gegen, daß sämmtliche Prinzen ins Kloster gehen. Irgend ein sächsischer Bliemchen- Patriot hat nun aber einen Vorschlag gemacht, der es verdient, bekannt zu werden. Prinz Max soll in Straßburg im Elsaß später alsgeistlicher Kurfür st residiren, damit die guten Deutschen zu anderen mittelalterlichen Errungen- schaften auch ein geistliches Kurfürstenthum bekommen. Da- durch werde, so sagt der Sächser, den Elsaß- Lothringern das Deutschthum sympathischer, sintemal die Sächser bei den Reichsländern beliebt seien. Jüngst habe nämlich ein säch- sischer Soldat ein Kindlein den Wellen der Jll entrissen. So wird die elsässisch-lothringische Frage gelöst, der Diktatur- Paragraph geht den Reichsländern dann ein wie eitel Honig, die Arbeiter wählen nur noch Leute wie den Prinzen Hohenlohe, und das deutsche Volk bittet sich noch viele solcher Friedeu und Zufriedenheit schaffenden Kursürstenthümer aus, in denen es, wie die Geschichte lehrt, oft recht lustig her- gegangen ist.— Eine Sonder-Verordnung über die Ueberwachung der Flösterei verlangt die„Vossischen Zeitung", da die Gefahr der Cholera-Verschleppung durch die Flößer größer sei, als die von der Kahnschifffahrt drohende Gefahr. Der Seuchenforscher Hirsch habe schon darauf verwiesen, daß man geradezu sogenannte Flößergänge ausfindig gemacht habe, längs denen die Cholera verschleppt worden ist. Es müsse gerade jetzt eine einheitliche Sonder-Verordnung über die Ueberwachung der Flößerei verlangt werden. Vor allem sei der Rücktransport der Flößer so zu gestalten, daß sie nicht einzeln auf beliebigen Wegen, sondern geschlossen auf einem ganz bestimmten Wege nach der russischen Grenze zurückkehren. Um dies zu bewerkstelligen, sind bisher zwei Vorschläge gemacht worden; einer davon geht dahin, daß man den Flößern sehr ermäßigte Fahrpreise auf der Eisen- bahn gewähre, um sie dadurch zur Benutzung der Bahn zu veranlassen. Die„Vossische Zeitung" führt dann aus: „Etwas weiter geht ein Vorschlag, der die Mithilfe der Groß-Holzhändler, für die die Holztransporte stattfinden, in Anspruch nimmt. Verlangt wird, daß die Holzhändler ihre Vereinbarungen mit den Flößern von vornherein so tresien, daß letztere von ihrem Bestimmungs- orte aus in geschlossenen und überwachten Zügen mit der Bahn nach der Grenze zurückkehren. Die Händler haben es leicht, durch Hinausschieben der Lohn- Zahlungen sich die Erfüllung dieser Bedingung zu sichern. Sie werden sich selbst bei vermehrten Kosten dazu bereit finden, weil sie leicht gezwungen werden könnten, in Deutschland nur deutsche Flößer, die viel t h e u r e r sind als die russisch-polnischen, in Dienst zu nehmen." Die öffentliche Gesundheitspflege soll also„durch Einbehalten des Lohnes, durch Verschiebung der Lohn- zahluugsfrist unterstützt werden, was sehr„sozial- reformerisch" ist. Ferner soll die Holzhändlerschaft mit der Drohung geschreckt werden, dag man sie zur An- wendung theuerer heimischer Arbeitskräste zwingen werde! Wir glauben, daß die Holzhändler für diese doppelte Beweisführung empfänglich sein werden. Denn ehe sie auf den„Schutz der nationalen Arbeit" eingehen, ehe sie nämlich die deutschen Arbeiter anstatt der wohlfeileren polnischen Flößer beschäftigen, sind sie zu allerlei Zu- geständnissen bereit. Und wenn sie die Lohnsummen etwas länger für sich behalten, verzinslich oder spekulativ anlegen können, so ist das ein lieblicher Trost für die kleine Mühe, die sie von der Sonder-Verordnung haben.— möglichen Dekorationen enthielt, versuchte er, die geringe Zahl der Zeilen durch die Qualität des Papiers wett zu machen. Er bemühte sich. Andre zu beweisen, daß das Monogramm der Tobten auf den Trauerbriefen nnumgäng- lich nothwendig wäre, daß mittelalterliches Büttenpapier die neueste Mode wäre zc. Andrö war nicht in der Stimmung, lange darüber zu verhandeln. Er willigte in das, was der Trucker ihm vorschlug, um nur möglichst schnell nach Hanse zu kommen. Während er trübe und stumm seines Weges ging, ließ Vater Teschamps seinem Zorn freien Lauf: „Ist es nicht schmählich," sagte er,„daß nicht einmal im Grabe Gleichheit für alle herrscht? Daß Kirche und Gesellschaft mit den Ehrenbezeugungen für die Todten noch Handel treiben, daß sie auf den Schmerz und die Eitelkeit der Hinterbliebenen spekulcren! Wann wird denn unser sogenanntes demokratisches Frankreich die schweizerischen Städte nachahmen, in denen die Beerdigung eines Bürgers Gemeindesache ist, nichts kostet und für alle die gleiche ist?" Andre, der von seinem traurigen Gange ganz erschöpft war, ließ ihn reden und stimmte seinen Gedanken innerlich zu. Als er endlich zu Hause angekominen war, hatte er niit einem Wort und einem Blick— aber wie viel drückten beide aus!— Johanna und ihrem Vater ge- dankt, die ihm den schweren Gang nach seinem Golgatha erleichtert hatten, soviel sie konnten. Kaum waren sie ge- gangen, als Onkel Theodor, der durch ein Telegramm be- nachrichtigt worden war, aus seiner Sommerfrische ankam. Er stieß die üblichen Klagen aus, die ein unerivarteter Todesfall stets hervorruft. Er legte in seine Worte und sein mitleidiges Gesicht die ganze banale Zärtlichkeit, deren seine vertrocknete Seele noch fähig war. Dann erkundigte er sich als praktischer Mann danach, wie die Beerdigung er- folgen sollte. (Fortsetzung folgt.) Die pflichtvergeffenen Beamten". Bu der vom nahmen festgesetzt werde. Die Regierung soll aufgefordert| schneide- Arbeiten ab. Der Beklagte gab su, baß er die KrankenVorwärts" gebrachten Mittheilung über das un- werden, alles aufzubieten, um ein bimetallistisches System tassenbeiträge begleiche und auch die Invalidenmarken flebe. Das beanstandete Jubiläumsgeschenk des Ober- Postdirektors( Doppelwährungssystem) aufzustellen. Trotz aller An- thue er aber nur, meinte er, weil er Scherereien sich ersparen Schiffmann schreibt das„ Volk": strengungen der Silberbarone muß die Union endlich wolle; früher hätten es die Kolonnenführer in seiner Fabrik brechen mit der nur dem Grubenkapital und seinen Agenten richtshofes erkannte Herrn Kosante nicht als den Arbeitgeber feien etwa fünf dieser Leute gethan. Die Mehrheit des Ge nüßlichen Silberpolitik, die dem Volke ungezählte Millionen Schmidt's an und wies diesen deshalb ab. Ihm wurde anheimgekostet hat. geftellt, den Kolonnenführer" Böttcher zu verklagen, wenn er en sich nicht gütlich mit demselben vergleichen könne. Wir begreifen nicht, wie einzelne Blätter fich darüber aufregen tönnen. Herr Schiffmann war doch nicht Post Unterbeamter. Nur diese verstoßen gegen ihre Pflicht, wenn sie Geschenke annehmen. Die Post- Unterbeamten sollten ihren hohen Vorgesezten doch dankbar dafür sein, daß sie einem allzu großen Anschwellen ihrer Einnahmen vorbeugen. Die Post Unterbeamten könnten sich sonst am Ende einem schwelgerischen Lotterleben ergeben. Man bedente: Wenn zu einem Gehalte von 1 M. 50 Pf. täglich noch Weihnachtsgeschenke hinzukommen! Das wäre entsetzlich, das würde die Postboten ordentlich üppig und übermüthig machen. Nein, nein, ihr Post- Unterbeamten, Herr Griesbach meint es wirklich gut mit euch. Glaubt ihm nur. Er will euch blos vor einem ausschweifenden Leben bewahren." Die ,, deutsche Rechtspartei" veranstaltet im September eine Zusammenkunft in Frankfurt a. M. Die Rechtspartei" verfolgt patrikularistische Tendenzen, ist aber ohne jede Bedeutung. Parteinachrichten. Der Rheder und Ex- Abgeordnete Wörmann, der fein teutsches Nationalbewußtsein durch die Beschäftigung von Negern und Chinesen, die billiger sind und die Rhinozerushaut- Peitsche ertragen, an stelle deutscher Heizer, befundet, ist persönlich mit Laeisz- Zetteln hausiren gegangen. Und doch = Ein verunglücktes Zeitungsunternehmen hat den In habern, den Druckereibesizern Winkler u. Maschning und dem Kaufmann Kantorowicz eine Anklage wegen versuchten Be Landgerichts I verhandelt wurde. Im Herbste 1891 gründeten truges zugezogen, die gestern vor der neunten Strafkammer des die drei Angeschuldigten ein Annonsenblatt unter dem Titel: Berliner Pferdebahn- Courier". Nach dem Prospekte sollte dasfelbe täglich in einer Anzahl von 80 000 Gremplaren an den Pferdebahn- Haltestellen Berlins zur Vertheitung gelangen. Zu den Inserenten gehörte auch der Möbelfabrikant Jaeckel, welcher Die Rechtszustände in Elsaß- Lothringen erfahren durch mit dem kaufmännischen Leiter der Zeitung, dem Angeschuldigten die folgende Mittheilung der„ Elsaß Lothring. Bolts Zeitung" Rantorowicz, eine Abmachung getroffen hatte dahingehend, daß eine grelle Beleuchtung. Die Verhandlung der Revision der für die täglich aufzunehmende Annonze ein Betrag von monatRedakteure Martin und Bueb vor dem Reichsgericht in Leipzig lich 200 M. bezahlt werden sollte. Die Dauer der Aufnahme gegen das Urtheil der Straffammer Mülhausen vom 27. März 1893 wurde vorläufig auf drei Monate festgesetzt. Schon nach einem Ein Medizinalwein Monopol schlägt der frei( Martin 8 Monate, Bueb 1 Monat Gefängniß) ist auf den 21. Sep: Monate ging das Unternehmen in die Brüche, nachdem der konservative Landtagsabgeordnete Lohren in der" Post" teimber festgesetzt worden. Auch von seiten der Staatsanwaltschaft Geldgeber, der Angeklagte Kantorowicz, bedeutenden Schaden gevor. Es sei an der Zeit, meint er, darauf hinzuweisen, ist Revision eingelegt, und zwar weil dieselbe der Ansicht ist, das habt. Jaeckel weigerte sich nun, den fälligen Monatsbetrag zu wie schwer heutzutage eines der ältesten und besten Mittel Gefeßen geschuldete Achtung") und das Gesez vom 17. Mai 1819 Der Beklagte ftüßte sich darauf, daß die Kläger ihren VerGesetz vom 27. Juli 1849 Artikel 3( Angriff gegen die den zahlen, worauf der Klageweg gegen ihn beschritten wurde. zur Bekämpfung von Verdauungsstörungen, ein Glas reinen, Artikel 1( Aufforderung zur Verübung einer als Verbrechen pflichtungen nicht nachgekommen seien. Es seien nicht 30 000, gesunden Weines, zu erlangen sei. Die Medizinalweine oder Bergehen bezeichneten Handlung") fei noch giltig, während fondern nur gegen 10 000 Exemplare zur Vertheilung gelangt. seien namentlich in den geringeren Sorten für Kranke die Straftammer Mülhausen im Einklange mit den ersten juri- Er würde nicht annoncirt haben, wenn ihm nicht falsche Vormeistens das reine Gift. Der Staat solle die geeigneten stischen Autoritäten des Landes der Meinung ist, daß jene Gesetzes spiegelungen gemacht worden wären. Die Kläger wurden darauf Trauben einkaufen, den gekelterten Wein in großen Staats- artikel durch die Einführung des deutschen Strafgesetzbuches auf abgewiesen und außerdem wurde noch obige Anklage gegen fie kellern lagern und die Apotheker zwingen, den Monopol gehoben sind. Nimmt das Reichsgericht in Leipzig an, jene von erhoben. Im Termine bestritten die Angeschuldigten entschieden, wein zu halten und zu bestimmten Preisen abzugeben. Daß iedermann vergessenen französischen Gesezesartitel seien noch das ihnen eine betrügerische Absicht innegewohnt. Es sei thatHerr Lohren garnicht weiß, was den Proletariern die„ Ver- giltig, so werden die zwei sozialdemokratischen Redakteure auch sächlich eine Auflage von 30 000 Stück geplant gewesen, als dauung stört"! Der Mangel an träftiger, ausreichender pflege"- Zeitungsredakteure müssen wissen, welche Gesetzesartikel dies nicht durchführen laffe, hätten sie den Vermerk am Dieferhalb verurtheilt, denn so räfonnirt die heutige Rechts man aber nach einigen Tagen eingesehen habe, daß sich Nahrung. Die Freikonservativen aber sind die Vertreter noch giltig und welche nicht mehr giltig sind, auch dann, wenn Kopfe des Blattes: Auflage 30 000 Stück" wieder entfernt. des Großkapitals, des junkerlichen wie des großgewerblichen, in Fachkreisen die Meinungen darüber getheilt sind. Die kaiserlich: Trotzdem der Sachverständige für Annoncenwesen, Kaufmann die Vorkämpfer des Unternehmerthums, das aus schnöder deutsche Gerechtigkeit" im Reiche der Gottesfurcht und frommen Rorwich, begutachtete, daß der Zeuge Jäckel feinen Schaden er Gewinnsucht die Lage und damit die Ernährungsverhält- Sitte beruht nun einmal auf solchen Grundsätzen. Uebrigens ist dem Genossen Bueb nach vielem Hängen und nur in einer Auflage von 10 000 Exemplaren täglich erschienen litten hätte, selbst wenn das Blatt während des einen Monats nisse des werkthätigen Volkes immer mehr verschlechtert, durch die Ausbeutung in Handel und Wandel und durch Würgen dieser Tage endlich gestattet" worden, in Kolmar über sei, hielt der Staatsanwalt doch eine betrügerische Absicht seitens die Gesetzgebung, die der Arbeiterklasse immer neue Gut- und seine Thätigkeit als Reichstagsabgeordneter zu referiren. der Angeklagten für vorliegend und beantragte eine GefängnißBlutsteuern, Zölle und Abgaben aufhalst. strafe von je drei Wochen. Der Gerichtshof glaubte dagegen den Angeklagten, daß sie eine so hohe Auflage beabsichtigt hatten, Die Senatswahlreform in Belgien. Die belgische Abgeordnetentammer hat am 18. August den neuen Artikel 56 der Verfassung verworfen, der von der Wählbarkeit der Senatoren handelt und an Stelle des früheren Artikels treten sollte, wonach die Wählbarkeit zum Senat einen Benfus von 1000 fl. erfordert Der Senat hatte den neuen Artikel 56 angenommen, die Kammer hält jedoch an dem Zensus von 1000 fl. fest. -" Vom Schlaraffenleben der Wühlhuber. Die Sonnabend 1971 " * 91821290 Gerichts- Beitung. Rammer VII. Das in es Bu Der= Der Böckel will für die preußischen Landtags- nummer der" Thüringer Tribüne" enthält folgende lakonische als sie angezeigt und hielt ferner eine Schädigung des Beugen wahlen kandidiren, und zwar in Marburg und Kirchhain- Frankenberg. Er will ferner in Biedenkopf den Schrift zwungen, eine zweimonatliche Gefängnisstrafe anzutreten, und Bom Züricher Kongreß zurückgekehrt, bin ich heute ge- Jädel nicht für vorliegend. Das Urtheil lautete daher auf Freigesprechung. führer des mitteldeutschen Bauernvereins, Hirschel, als bitte deshalb die Genossen der verschiedenen Städte, sich mit der Der Amtsrichter als Friedensengel feiert zur Zeit, wie Kandidaten aufstellen. Berichterstattung etwas gedulden zu wollen.bimmer in den Hundstagen seine höchsten und schönsten Triumphe Apolda, den 17. August 1893. im Kriminal- Gerichtsgebäude. Wenn in der Zeit der Gerichtsrot gun Aug. Baudert. ferien das Räderwerk dort draußen nur nothdürftig klappert und Tischler, Maler, Glaser in den langen Korridoren ihre Polizeiliches, Gerichtliches 2c. Werkstätten aufgeschlagen haben, um vorhandene bauliche Schäden Wegen Beleidigung eines Zimmermeisters durch die auszubessern, dann giebt es doch noch einige Winkel daselbst, Presse wurde der frühere verantwortliche Redakteur der Bremer in denen ohne Unterbrechung Tag um Tag Leben und find die Abtheilungen, " Bürgerzeitung" am 16. August zu 30 Mark Geldstrafe ver- Bewegung herrscht. organ gebrachten Nachricht gefunden, welche befagte, daß über beleidigungsklagen ausgefochten werden. Da giebt urtheilt. Die Beleidigung wurde in einer von unserm Partei denen die großen Staatsaftionen in Form der Privatden Platz des betr. Zimmermeisters die Sperre verhängt fei, weil nicht Ruhe und Raft. In der größten Sonnengluth er seinen Arbeitern den Lohn nicht zahle. Die Krawalle in Aigues- Mortes hat die Profitfeuchen die Kampshähne die Treppe zum Kriminalgerichts-Der Abdruck eines zuerst vom„ Hamb. Echo" gebrachten Gebäude hinauf, pustend und schnaufend erscheint die ganze sucht des französischen Unternehmerthums hervorgerufen, das Artifels Die Futternoth", der durch verschiedene Parteiblätter Rorona der Be- und Entlastungszeugen und auf den Wandelden heimischen Arbeitern die Schmußkonkurrenz italienischer die Runde machte, ohne bei irgend sonst einem Staatsanwalt gängen erhebt sich eine lebhafte Debatte darüber, ob es nothKulis auf den Hals gehetzt hat. Wie die Agenzia Anstoß zu erregen, brachte am 18. August den verantwortlichen wendig war, um eine solche Lappalie", um welche es sich geStefani", das offiziöse italienische Nachrichtenbureau mit- Redakteur des„ Saalfelder Volksblatts", H. Becker, vor das wöhnlich handelt, so viele Menschen bei solcher Hize nach Moabit theilt, hat der italienische Minister des Auswärtigen, Brin, Schöffengericht in Saalfeld. Durch den Artikel, der den Einzel zu zitiren. Drinnen im Gerichtssaale aber walten wahre Friedens den italienischen Generalfonsul in Marseille angewiesen, staaten den Vorwurf machte, noch nichts zur Abstellung des engel in der richterlichen Amtsrobe, die es als ihre schönste sich nach Aigues- Mortes zu begeben, um sich über die Bors Nothstandes gethan zu haben, fühlte sich nämlich das meiningische Aufgabe zu betrachten scheinen, mit der ganzen Wucht Ministerium beleidigt. Das Gericht stellte sich auch richtig auf ihrer Beredsamkeit bie grimmigsten Feinde fälle und die Situation daselbst genau zu unterrichten. den Standpunkt, daß der Artikel geeignet sei, das Ministerium föhnen und Frieden und Eintracht unter den Parteien herEine Wolff'sche Depesche aus Aigues- Mortes meldet in der öffentlichen Meinung herabzuwürdigen und verächtlich zu zustellen. Einer von ihnen ist ein wahrer Versöhnungstünstler, unterm 14. August:" Bahlreiche Arbeiter haben heute Vor machen, und verurtheilte den Genossen Becker zu 60 Mart unter dessen Mitwirkung die Vergleiche" wie Pilze aus der mittag die Arbeit wieder aufgenommen. Die Truppen Geldstrafe. onte Erde wachsen, so sehr fich auch die Parteien angeblich dagegen bleiben ftationirt zur Aufrechterhaltung der Ordnung". sträuben. Aber, Herr Amtsrichter, sie hat zu mir schmieriger ab Infolge neuer Todesfälle unter den verwundeten Arbeitern Thrankonditor gefagt! so remonstrirt der Kläger. Mein Gott, ist die Zahl der Todten nach amtlicher Feststellung auf 15 erwidert der Friedensengel, was seid Ihr Leutchen immer gleich gestiegen. Hier wird erklärt, daß sich unter den Todten übelnehmerisch! Lassen Sie der Frau doch das Vergnügen, sowas zu sagen, die Hauptsache ist doch, daß Sie es nicht sind. Kläger: 5 Franzosen befinden. Die Zahl der Verwundeten überGewerbegericht. steigt 60. Die Beerdigung der Todten fand gestern Abend Bittoria- Speichers" wurde verurtheilt, einem Arbeiter 42 M. als Leute jehört! Präf.: Wer Sie kennt, weiß doch, daß Die Leitung des Det is allens recht schön und jut, aber es haben's doch so ville ohne Zwischenfall statt. 300 Italiener tampiren in Sylveral, obnentschädigung zu zahlen, weil derselbe zu Unrecht ohne Rün Sie nicht schmierig find, und diejenigen, die Sie nicht kennen, wohin sich der italienische Bizekonsul begab, um sie aufzu- digung entlassen wurde. Den Einwand der Beklagten, daß die müssen Ihnen doch ganz gleichgiltig fein. Kläger: Na, fordern, sich ruhig zu verhalten." Arbeitsordnung den Passus:„ Eine Kündigung findet nicht statt", wenn Se meenen, denn will ich ja ooch nich so sind. Aber ick enthalte und öffentlich aushänge, so daß der Kläger von dieser muß et schriftlich haben, det ick nich schmierig und keen ThranDer englische Grubenarbeiter Ausstand. Wie Arbeitsbedingung gewußt haben müffe, hielt das Gericht für un- fonditor bin.- Präs.: Sie bekommen ein sehr schön geriebenes Wolff's Tel.- Bur. meldet, find nach Cardiff und New- erheblich. Der Kläger hätte feine Verpflichtung gehabt, den Aus- Protokoll, das können Sie sich hübsch einrahmen lassen und in port auf Ersuchen der dortigen Behörden eine Schwadron hang zu lesen; ihm hätte ausdrücklich vom Fortfall der Kündigungs- Ihrer guten Stube aufhängen. Kläger: Na denn man zu. Kavallerie und 2000 Mann Fußtruppen in Sonderzügen frist Mittheilung gemacht werden müssen. -Präs.: Angeklagte, sind Sie zum Vergleich bereit? geschickt worden. Hinter den Behörden stehen die Gruben wieder erstandenen Boltsbau- Aktiengesellschaft verlangte der richtige Art! Erst schwazt Ihr was in den Wind, was Ihr Von der in Liquidation gerathenen, unter anderem Namen Ungetl.: Nich in de Hand! Präs.: Das ist so die herren, die nach feftländischem Muster mir erinnern an Romptoirbote Lüd 48 M. Er behauptete, unrechtmäßig ohne nicht verantworten tönnt, aber wenn Ihr Leute das denn den westfälischen Ausstand Bolizei und Soldaten herbei Kündigung entlaffen zu sein. Da der Kläger von ehrlich eingestehen sollt, dann heißt es: Nicht in die rufen. In Glasgow( Schottland) wollen die Hütten der neuen Gesellschaft stillschweigend stillschweigend als lebendiges zu Hand! Angell.: Na, ich werde doch nicht vor werksbefizer ihre Hochöfen wegen der Kohlenkrisis aus behör der alten Boltsbau- Aktiengesellschaft übernommen wurde, so Genen zu Kreuze friechen! Präs.: Na, dann wollen wir blasen. Ferner meldet Wolff's Telegraphen- Bureau unterm nahm der Gerichtshof an, daß die alten Arbeitsbedingungen noch einmal anders mit einander reden! Sehen Sie, bis zum jebigen 14. August: zu Recht bestanden hätten. Zu denselben aber gehörte eine aus: Augenblick sind Sie noch nicht bestraft. Jezt betragen die Kosten Seit leztem Mittwoch sind in London 27 Dampfer mit drückliche Anerkennung der gefeßlichen Kündigungsfrist. Das 2,80 M. Wenn ich erst verhandele und ein Urtheil fälle, dann 27 000 Tonnen Roblen eingetroffen. Der Preis für Maschinen- Urtheil lautete gemäß dem Klage- Antrage. wird es immer theurer, dann werden Sie vielleicht auch noch tohle ift gegenwärtig 26 bis 28 Shilling per Tonne frei Rammer VIII. In der Luxuspapier- Fabrit von Priester mit 20 M. bestraft. Bedenken Sie, was für ein hübsches Kleid London. Die Händler find der Meinung, der Streik werde und Gick fonnten eines Tages die Steindrucker nicht arbeiten, da Sie dafür schon wieder kaufen können. Angeti.: Ja, ja, id nicht vor Ende September zu Ende gehen. Die die Dampfmaschine fich festgefahren" hatte. Fünf Drucker ver- brauche jerade' n neien Fummel! Präs.: Also: wollen Sie „ Daily News" glauben, die Grubenbesitzer würden langten von der Firma den Tag bezahlt. Sie begründeten ihre ſich vergleichen?- Angefl.: Na, wenn's fo theuer wird so.. alsbald von der vorgeschlagenen Lohnherabfegung, welche Forderung damit, daß fie bis zum Frühstück in der Fabrik ge- Aber wat soll ick denn thun?-Präf.: Sie erklären, daß Sie den den Ausstand hervorgerujen hat, zurückkommen. Die wartet hätten, bis ihnen gesagt wurde, sie müßten wegen Kläger nicht beleidigen wollten. Angefl; War ooch jar Bergleute beschuldigen die Grubenbeſizer, die Bewegung Betriebsstörung nach Hause gehen. Die Firma weigerte sich, gut- nich meine Absicht. Bräf. Daß Sie etwaige Beleidigungen hervorgerufen zu haben, um ihre Rohle mit großem willig zu zahlen, was eine bezügliche Rlage beim Gewerbegericht bedauern. Angefl.: Na, det kann ich ja ooch. Präs.: Und Gewinn zu verkaufen. Das Mitglied des Parlaments zur Folge hatte. Im Termin wandte der Vertreter der daß Sie die Kosten übernehmen! Angel.:( Nach langem Woods erklärte in einer in Wigan gehaltenen Rede, die in Beklagten ein, die Maschine sei durch höhere Be Bögern): Et is zwar happig, aber wat buht man nich bei die der kommenden Woche stattfindende Konferenz der Bergleute malt" an jenem Tage zum Stillstand gebracht worden. Hige. Auf diese Weise erzielt der Friedensengel die überwerde über die Mittel berathen, die Anhäufung von Kohlen Das Gericht hielt in diesem Falle höbere Ge raschendsten Erfolge und wenn er die Sigung schließt, dann hat in den Magazinen der Bergwerke zu verhindern. Die Ar- walt" nicht für vorliegend als Hinderungsgrund der er fast alle Streitigkeiten durch einen schönen Vergleich aus der beiter würden nur auf tägliche Rontratte antatt der monat- Weiterarbeit und war eben im Begriff, die Beklagte zu ver- Welt geschafft. Drüben aber in den umliegenden Wirthschaften lichen eingehen, damit sie im Falle einer Anhäufung der Vor- urtheilen, als ihr Vertreter sich zur freiwilligen Zahlung erbot.figen die ehemaligen Feinde in süßer Eintracht zusammen und räthe die Arbeit verlassen könnten, indem ihre Verträge einen Interessant ist ein Urtheil in Sachen Schmidt wider feiern den Vorsitzenden als einen Mann, der in die Welt paßt" Tag um den andern ablaufen würden. Die Zinn, Kupfer, Rofante( Albumfabrikant) um deswillen, weil es in Wider- und durch einige ungeschminkte Morte den Leuten so viel Geld Stahl- und Eisenwerke in den Bezirken von Swansea und spruch steht mit einem sogenannten prinzipiellen Gnterspart. Neath werden wegen der Rohlentrife Montag geschloffen fcheid der 3. Rammer, nach welchem Kolonnenführer, werden. Die Werke beschäftigen etwa 12000 Arbeiter. Polire, Vorarbeiter 2c. nicht als Arbeitgeber anzusehen sind, sondern deren Auftraggeber, Russisches. Nach einer am 17. Auguft veröffentlichten welch legtere auch auf jeden Fall für die richtige " S og Verordnung des russischen Finanzministers tritt das Ber- Entlohnung der Arbeiter verantwortlich feien Literarisches. bot der Einfuhr ausländischer Silber- Der Kläger war nämlich in der Fabrik des Herrn Rosante als münzen am 13. September in Kraft. Helser des Beschneiders thätig. Dieser hatte ihn angenommen und auch entlaffen, nach den Behauptungen des Klägers im Die nordamerikanische Silberpolitik. Die Finanz- Auftrage Rosante's. Schmidt beanspruchte eine Lohnentschädi tommission des Senats hat beschloffen, unverzüglich eine gung für 14 Tage im Betrage von 36 M. Der Beklagte Bill zu gunsten der Abschaffung des Artikels der Sherbie unrichtige Adresse gewandt habe. beantragte, den Kläger abzuweisen den Kläger abzuweisen, da sich derfelbe an manbill über den Silbereinkauf einzubringen. Ferner fei sein Arbeitgeber, sondern der Kolonnenführer beantragt die Finanzkommission, daß ein festes Werth- 6ttcher. Dieser habe die Beschneiderei unter sich, er nehme verhältniß zwischen Gold und Silber auf dem Wege inter- fich Helfer und entlasse sie wieder, je nachdem der Geschäftsgang nationalen Uebereinkommens oder durch legislative Maß- sei, und nur mit ihm rechne die Firma betreffs der Be Nicht er, R., 2522010 Wiener politische Volksbibliothek: Das allgemeine, gleiche und direkte Wahlrecht und das Wahlrecht in Oesterreich. Von Dr. Viktor Adler. Wien. Verlag von L. A. BretSchneider( Gumpendorferstr. 60). Preis mit Porto 23 Kr. Direct Legislation by the Citizenship Through the Initiative and Referendum, By J. W. Sullivan New York. True Nationalist Publisshing Company TwentyFive Cents. s Für den Inhalt der Injerate über. nimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung Theater. Sonntag, den 20, August. Königl. italienischer Circus Ernesto Ciniselli. Stadtbahn- Station: Zoolog. Garten. Heute, Sonntag, den 20. Auguß 2 Gr. Elite- Borstellungen 2 um und 8 Uhr Abends. In beiden Vorstellungen Auftreten des gesammten Herren- und DamenKroll's Theater. Der Brautmarkt Personals. in Hira. Todes- Anzeige. Mitgliedern und Freunden die traurige Mittheilung von dem Freitag früh erfolgten Ableben des wackern Genossen, unseres lieben Mitgliedes 1495b Bergschloss- Brauerel. Neue Welt. Hasenhaide. Hente, Sonntag: Finsterbusch- Concert. Feuerwerk. Heinrich Bischoff. Gebr. Schwarz, Großer Blondin- Ponchery, Beerdigung: Montag, 21. d., Nachm. 4 Uhr von Bethanien aus. Rauchklub Collegia". " Allen Freunden und Bekannten zur Nachricht, daß unser Kollege, der Tischler Leshing- Theater. Das Recht zu 4 Uhr hat jeder Erwachsene das Recht, Felix Korsykowski lieben. Montag: Rosmersholm. Friedrich- Wilhelmßädt. Theater. Fatiniga. Montag: Dieselbe Vorstellung. Adolph Ernst- Theater. Goldlotte. Montag: Dieselbe Vorstellung. Viktoria Theater. Frau Venus. Montag: Dieselbe Vorstellung. Aleranderplah Theater. Damenbad. Das Montag: Dieselbe Vorstellung. National Theater. Lehmann auf der Weltausstellung in Chicago. Montag: Dieselbe Vorstellung. Apollo Theater. SpezialitätenVorstellung. Kaufmann's Variété. SpezialitätenBorstellung. National- Theater. Große Frankfurterstraße 132. Doppel- Vorstellung zu einfachen Preisen. Gastspiel der badischen Kammerfängerin Frl. Adolphine Grimminger.. Sensationelle Novität! Lehmann auf der Weltausstellung in Chicago. Große Ausstattungsposse mit Gesang und Tanz in 5 Aufzügen von Eugen Prudens. Kouplets v. Linderer. Musik von Adolph Wiedecke. Regie: Mar Samst. Vorher: Die juten Flinten oder: Hirsch in der Tanzkunde. Poffe in 1 Att von Enny Anders. Musik von verschiedenen Komponisten. Rassenöffnung 3 Uhr.- Anfang der Abend- Vorstellung 72 Uhr. Im Garten auf der Sommerbühne: Novität: Wirkliches Wasser! Wirklicher Regen! Berlin unter Wasser oder:„ Kneipp's Wasserkur" Posse mit Gesang und Tanz in 2 Akten von Mylius. Regie: Hugo Hummel. Musit von Meyer. Vorher: Novität! Chansonetten Liebe. Posse mit Gesang in 1 Att von Eugen Prudens. Regie: Friz Schäfer. Vor, nach und zwischen den Possen: Auftreten von Spezialitäten 1. Ranges. Montag: Lehmann auf der WeltAusstellung in Chicago. Vorher: Becker's Geschichte. Zu der Nachmittags- Vorstellung um ein Kind unter 10 Jahren frei einzuführen. Abends 8 Uhr: Zum 46. Male: Die Erschaffung des Weibes oder: Das Weib im Laufe der Jahrhunderte. Gr. Ausstattungspantomime mit Ballet. Letzter Sonntag BERLINER HIPPODROM Am Kurfürstendamm. 2 Min. von Station Zoolog. Garten. Gr.Extra- Borstellungen Nachmittags 5 Uhr und Abends 8 Uhr. 2 Jeder Erwachsene hat das Recht zur Nachmittags- Vorstellung zwei Kinder und zur Abendvorstellung ein Kind unter 10 Jahren frei einzuführen. Abends: Gratisverloosung eines Reitpferdes. Zu jedem bis 81/2 Uhr gelösten Billet wird ein Freiloos verab folgt. Die Verloosung findet öffentlich in der Arena statt. Zum Schluß: Am Strande von Ostende. [ 14816 den 16. d. M. gestorben ist. Die Beerdigung findet Sonntag, den 20. d. M., Nachm. 5 Uhr, vom Hedwigsrankenhaus aus nach dem katholischen Kirchhof in Weißensee statt. Die Kollegen der' C. Bechstein'schen Hof- Pianofabrik. Ostbahn- Park am Rüstriner Play, Hermann Jmbs. Großer Erfolg Grfolg Thurmseitläufer. 1479b Im Champêtre: Ball. Zahllose Volksbelustig. à la Dresdener Vogelwiese. Anfang 4 Uhr. Entree 25 Pf. Mittwoch: Erntefest. Th. Keller's Hofjäger, Hasenhaide, BergmannstrassenEcke. 60/7 Brillantmit großem eute, Sonntag, den 20. August 1893: Erftes großes vintPracht- und Kriegs- Feuerwerk Schlusstableau. Ausgewähltes Programm ausgeführt von 3 renommirten Feuerwerkern. Großes Garten- Coneert( Kapellmeister Herr Rose). Ball. Marionetten- Theater. Volksbeluftigungen. Anfang des Concerts 4 Uhr. Entree 15 Pfennig, im Vorverkauf 10 Pfennig. Mittwoch, 28. August: Großes Ernte- Dankfest mit Gratis- Verloosung. Donnerstag, 24. August: Großes Extra- Garten- Concert. A. Froelich. Weimann's Volksgarten, Badstrasse 56. Gesundbrunnen. Pankstrasse 25. Heute, Sonntag, von 4 Uhr ab, Entree 25 Pf.: Rüdersdorferstr. 71, am Ditbahnhof Concert und Großer Ball. Spezialitäten. Täglich: Konzert, Theater und Spezialitäten- Vorstellung. Neu u. sensationell: Little Alfons, der phänomenale Lawinensturztünstler. The Moras, musikalische Excentrics, 1 Dame, 1 Herr. Troupe Metzetti, Parterre- Akrob., 2 Herren, 2 Knaben, 1 Mädchen. Emmy u. Reinhold Hintsche, Gesangs- u. Charakter- Duettisten 2c. Boltsbelustig. jeder Art. 4 Kegelbahnen z. Verfügung. Kaffeeküche geöffnet an Wochentagen von 2 bis 6 Uhr, Sonntags von 2-5 Uhr. Moabiter Gesellschaftshaus. Alt Moabit 80 u. 81. Täglich: Nen: Die verunglückte Droschkenfahrt der Garretton- Truppe. Klown Harris, Kunstpfeifer. Otto Köhler, Volkshumorist. Alfieri und Sohn, Akrobaten. Fräulein Leopold, 1. Soubrette der Gegenwart. Montag: Verein Zukunft II. Dienstag: Sommernachtsfest. Mittwoch: Letztes Erntefest. Donnerstag: Sommerfest des Vereins ehemaliger II. GardeUlanen. Sonnabend: Lassallefeier des 6. Wahlkreises. Schloß Weißensee. 1478b Zum Sternecker. Sonntag, den 20. August: 1491b Grosses Schwimmfest des Schwimmklubs Neptun verbunden mit großem Preis- Wettschwimmen. Gr. Konzert. Bal champêtre. See- Theater. Anfang 4 Uhr. Entree 30 Pf. Vorher 25 Pf. Im Trianon- Park: Großes Volksfest. Entree frei. Wilh. Groth's Danziger Garten Danzigerstraße 50-51. Jeden Sonntag: Frei- Konzert. E Auftreten der Schnell- und Dauerläufer Mr. Charles Wilson, Meisterschaftsläufer Mr. Harry Alfonso und Miss Paula. Volksbelustigungen aller Art. Den Vereinen ist mein Lokal bestens empfohlen. Gr. Wasser- Pantomime in 12 Bildern Theater- und Spezialitäten- Regelbahnen. Raffeeküche von 2 Uhr ab geöffnet. Grosses Feuerwerk. Illumination des Bade- Hotel.. Abends: Feenhafte Beleuchtung des Parks. Jm prachtvollen Park von 4 Uhr an: Großes Concert. Preise der Plätze 4, 3, 2, 1, 0,50 M. SchweizerGarten. Am Königsthor. Haltestelle der Ringbahn. Heute, sowie täglich: Extra- Vorstellung mit neuen Spezialitäten. Garreton- Troupe. Adolph Ernst- Theater. Familie Grunatho. Zum 65. Male: Goldlotte. Gesangspoffe in 3 Atten v. Ed. Jacobson 11. W. Mannstädt. Rouplets theilweise Don G. Görss. Musik von W. Steffens. In Szene gesetzt von Adolph Ernst. Anf. 7 Uhr. Fauteuil 2,50 M. WF Der Sommergarten ist geöffnet. Morgen: Dieselbe Vorstellung. Castan's Panopticum. Riesen- SchlangenFamilie aus Carl Hagenbeck's Thierpart. Ohne Extra- Entree. Emmy Bender. Max Grabow u. s. m. Voltsbeluftigungen aller Art. Täglich: Entree 30- Grosser Ball. Pf. FRIEDRICHSHAIN AktienBrauerei Friedrichshain am Rönigsthor. Heute Sonntag: Grosses Vorstellung sowie Concert. Anfang 4 Uhr. Entree 30 Pf., refervirter Plaz 50 Pf. 4127L* Helmuth Peters. Jeden Sonntag: Treptow. Restaurant„ Zum Karpfenteich" Gr. Konzert u. Spezialitäten- Vorstellung. Herrn Fritz Sydow, ſowie Auftr. d. bel. Boltshumor. fämmtl. Spezialitäten 1. Ranges. 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Durch Einsicht in die Brauerbücher des Herrn Grunert, Lübeckerstr. 2, haben wir uns überzeugt, daß Derselbe schon längere Zeit das Bier der Spandauerberg- Brauerei abbestellt hat. Ferner hat abbestellt Brüggemann, Charlottenburg, Salzufer 15. Wir ersuchen nochmals, alle Berich tigungen der Liste nicht der Redaktion des Vorwärts", sondern nur der Lokalfommission mitzutheilen. Die Berliner Lotal- Kommission. J. A.: J. Wernau, Rosenstr. 30. Sonntag, den 20. August 1893. 10. Jahrg. flagten Thatsache, daß unsere Vögel sich von Jahr zu Jahr ver Verfügung zu stellen. Es handelt sich hier nicht um russische ringern, des allgemeinen Interesses nicht entbehrt. Als Ursachen Auswandererschwärme, die der Stadt Berlin so schwer zur Last dieser Verminderung führt Herr Anders zunächst folgendes an: fallen, sondern um solche Gindringlinge, die sich, um Arbeit zu Unserer Vogelwelt wird die Aufzucht der Jungen unmöglich ge- fuchen, heimlich und unangemeldet bei uns aufhalten, auf der macht, deshalb verschwinden sie. Jeder Vogel, der brütet, will denkbar niedrigsten Kulturstufe stehen und nach Prof. Koch die und muß ganz ungestört und ungesehen sich dem Brutgeschäfte bedenklichsten Verbreiter von Infektionskrankheiten sind. Mit hingeben fönnen. Jezt aber, wo jede Schonung durchforjtet, wo Rücksicht auf die Choleragefahr hat der Magistrat, ohne Entdie rationelle Waldkultur keine Dickichte duldet, wo die lebenden schädigung zu beanspruchen, vorläufig und widerruflich, erlaubt, Hecken von der Landwirthschaft alle beseitigt sind, unsere Park- daß mittellose russische oder polnische Einwanderer in einer beanlagen so angelegt find, daß fein dichtes Gebüsch vorhanden, sonderen Baracke polizeilich und unter Ueberwachung durch einen wo alle hohlen und alten Bäume weggenommen sind, ist den Schuhmann untergebracht werden können. Sobald die Leute Vögeln das Brüten fast unmöglich gemacht und sind sie taum in eingeliefert sind, werden sie ärztlich untersucht und, falls sie Die Hundstagshike scheint nicht ohne Einwirkung auf den der Lage, Nachzucht aufzuziehen. Die Nester sind dem Raubzeug gefund sind, binnen 24 Stunden über die Grenze geschoben, daBerstandskasten zahlreicher hiesiger Bäckermeister geblieben zu sein. und den Menschen förmlich preisgegeben, weil sie feine Deckung gegen an die Charitee oder die städtischen Krankenhäuser abWenigstens läßt sich diese Schlußfolgerung ziehen aus einer Reihe haben; die Nistkästen werden nur ungern von den Insekten geliefert, wenn sie krant befunden werden. von Antworten, welche der Agitationstommission der Bäckerei- Vögeln angenommen und sind für sie nur ein Nothbehelf. Mit Arbeiter Berlins und Umgegend auf deren Anfrage an die hoch- Hilfe der Behörden und Unterstützung der solchen Zwecken wohllöbliche Meisterschaft, ob sich dieselbe oder mer von ihr ge- dienenden Vereine und aller Thierfreunde ließe sich jedoch nach willt sei, die Brot- kontrollmarke in seinem Betriebe einzuführen seiner Ansicht in dieser Hinsicht etwas erreichen ohne große und sich den gestellten Bedingungen zu unterwerfen, zutheil ge- Geldopfer und giebt er, vorzugsweise die Berliner Verhält: worden ist. Zur Charakterisirung des bäckermeisterlichen Prozen- niffe, die jedoch überall passen, im Auge habend, folgende Anthums möge hier eine kleine Blüthenlese vorgedachter Antworten regung: folgen. So antwortet z. B. ein intelligenter" Bäckermeister der Agitationskommission auf deren bescheidene Anfrage in folgender Ich erkläre hiermit, daß ihr mindestens verrückt seid! Ich verpflichte mich, euch Ochsen in den Schlunk zu.... Ich werde die Marke lieber einem Bedürftigen, als euch Faullenzern geben, ihr Ochsen mit eurer großen Schnauze! " wurde ein Arbeiter am Freitag Nachmittag auf dem an der Ein Opfer der Arbeit. Von der Thonmühle zermalmt Dort waren mehrere Arbeiter damit beschäftigt, in die auf Oberspree belegenen Terrain der Knobel'schen Hohlziegelwerke. Sektion VII befindliche Thonmühle eine Ladung Erde einzufchieben. Sektion VII befindliche Thonmühle eine Ladung Erde einzuschieben. Durch einen unglücklichen Zufall war es übersehen worden, die Sicherheitsverkuppelung vorzulegen. Plötzlich löste fich der Ausschalter infolge einer Erschütterung, und die Maschine setzte sich der 24jährige Arbeiter Dames, der über einen am Boden liegenin Gang; fünf der bei derselben thätigen Arbeiter gelang es noch rechtzeitig, sich durch schnelles Beiseitespringen zu sichern, während den großen Verschlußriegel stolperte, von der Maschine erfaßt, in das Getriebe hineingezogen und zermalmt wurde. Jim Treptower Park, im Friedrichshain, im Thiergarten 2c. wird an einer geeigneten Stelle, möglichst an einem Teich oder Form einer Ruine. In Höhe von 12 Meter werden eine Menge Wasserlauf, ein Steinthurm in Höhe von 15 Meter gebaut in kleiner Schlupflöcher( Brutlöcher) mit einer eifernen Sißstange, welche nicht mehr als 15 Zentimeter lang sein darf, geschaffen. Diese Schlupflöcher werden nach kurzer Zeit bald mit Bachstelzen, RothEin anderer Herr Meister" antwortet im Lapidarstile: schwänzen, Rothfelchen, Meisen u. a. m. besetzt sein; selbst für Dohlen Eine antisemitische Heldenthat. Vorgestern Abend hat, Ihr seid wohl breegentlietrig? Zur Zeit Sommerwohnung und Staare könnten Brutpläße geschaffen werden. Um einen wie das Kleine Journal" berichtet, auf dem Bahnhof Grünau Dalldorf! solchen Thurm muß, um auch den anderen Vögeln Deckung zu einer jener antisemitischen Helden, die in den RadauversammEin weiterer Fragebogen der Kommission hat folgende an- beschaffen, ein Dickicht in der Breite von 5-10 Meter gepflanzt lungen das große Wort führen, sich eine brutale Rohheit zu muthige Beantwortung gefunden: werden aus Weißdorn, Schwarzdorn, Wachholder, Heckenrosen, Schulden kommen laffen. Um mit dem letzten Zuge, der um Ihr Rindviecher und Bochammels! Ein Raum zum Tanzen Brombeeren u. f. w., aber so dicht, daß nicht Mensch noch Vieh 11 Uhr 41 Min. Nachts Grünau verläßt, nach Berlin zu fahren, für das Agitationskomitee ift auch da! Durch Fußtritte und hinein kann, ein Heim für Nachtigallen, Grasmücken, Gold- wollten zwei Damen durch die Gartenhalle nach dem Perron gehen. Hundepeitsche werde ich Euch Schweinehunde hinaustreiben.-ammern, Drosseln u. a. m. Ein solcher Thurm, dessen stumpfe In ihrer Begleitung befanden sich zwei junge Herren, die in Auf die Frage nach dem Lohne, den der Herr Meister zu zahlen Spitze mit einem kleinen Birkenbäumchen oder Eberesche bepflanzt Grünau sich auf Sommerwohnung befinden, namens Georg Heskel gewillt fei, steht als Antwort:" Prügel! 20 Stockhiebe!" werden könnte, würde der Gegend ein romantisches Ansehen und und Karl Delsner. Als die Herren die Gartenhalle paffirten, Unterzeichnet ist diese Offenbarung einer schönen Bäckermeister- mancher Partie einen malerischen Abschluß verleihen und die rief ein Vorübergehender ihnen zu: Wo man hintommt, seele mit:" A. Krauts, Hundefänger a. D. Das Agitations Hauptsache den Vögeln ein naturgemäßes Heim bieten. Schuß sind die Juden." Darauf wandte sich Herr Georg Hestel Komitee fann uns. Wohnung: Schinderei." der Vögel ist Schutz der Gärten, ist Schutz der Landwirthschaft. an den Fremden mit der Frage, ob die Bemerkung Vielleicht, meint Herr Anders, nimmt ein Verein die angeregte ihm gegolten habe. Der Gefragte schimpfte hierauf fofort Sache in die Hand, namentlich legt er dieselbe den Verschöne weiter über die Judenbande", weshalb Herr Hestel rungsvereinen ans Herz. sich derartige Frechheiten" verbat und weiter gehen wollte. In demselben Augenblicke aber erhielt er einen von dem antiDie Nachricht, die jetzt durch die Blätter geht, daß im semitischen Raufbold, wahrscheinlich mit einem Ochsenziemer ge Krankenhause Moabit eine Cholerastation errichtet worden sei, führten, wuchtigen Schlag über den Kopf, daß der Getroffene erklärt sich wie folgt: Es hat sich während der vorjährigen zurücktaumelte. Das Blut schoß ihm über das Gesicht, die KopfCholera- Epidemie als angebracht gezeigt, die Umgebung von haut war in einer Länge von drei Zentimetern aufgerissen. Cholerakranken oder an Cholera Verstorbenen einige Zeit unter während Umstehende dem Verlegten beisprangen, entfernte sich ärztliche Beobachtung zu stellen, auch wenn bei den einzelnen der Schläger in der Richtung zum Walde, Herr Delsner eilte feinerlei Krankheits- Erscheinungen vorliegen. Diese Maßnahme ihm aber nach uad veranlaßte ihn nach langem Hin und Her ist sowohl im Interesse der betheiligten Personen, als auch in bei dem Stationsvorsteher sich zu legitimiren. Diesem Beamten Hinsicht auf die Sanitätspolizei begründet. Dadurch, daß man gegenüber legitimirte sich nun der Fremde durch Vordie Wohnung, in der der Kranke sich aufgehalten, von Personen zeigung einer Mitgliedskarte der Einschätzungs Komfrei macht, ist außerdem noch die Gelegenheit zu einer gründlichen mission des Magistrats" als der Hotelier Köhler Dom Desinfektion der in Frage kommenden Wohnräume gegeben. Auf Altstädter Hof, Kaiser Wilhelmstraße. Diese Legitimation grund der vorjährigen Erfahrung hat man auch jezt in Berlin war, wie wir gleich gleich hier bemerken wollen, teine diejenigen Personen, die mit den drei Cholerakranten in" Be- forrette, denn der antisemitische Schläger Köhler ist bereits seit rührung gekommen sind, veranlaßt, sich unter ärztliche Kontrolle fünf Monaten nicht mehr Bächter des bezeichneten Hotels. Der zu begeben. Zu diesem Zwecke sind sie in das Moabiter Kranken- jetzige Wirth ist der bekannte Herr Frizz Walterstein, der uns haus aufgenommen worden, wo sie in einer von den andern bittet, um jeder Verwechselung mit dem Schläger vorzubeugen, abgesonderten Baracke beherbergt werden. dies ausdrücklich zu erwähnen. Der antisemitische Schläger ist vor fünf Monaten aus dem Altstädter Hof ermittirt worden. Die Sanitätskommission tritt anfäßlich der Choleragefahr Der Berlegte, Herr Georg Heskel, der in der kritischen Nacht jetzt täglich im Polizeipräsidium unter Vorsitz des Ober- Regie: noch die Hilfe des Grünauer Arztes, der ihm die Kopfwunde rungsraths Friedheim zusammen, um die Nachrichten über die vernähte, in Anspruch nehmen mußte, hat sofort Strafantrag Seuche entgegen zu nehmen und nothwendige Vorkehrungen ohne wegen schwerer Körperverlegung gestellt. Bezeichnend für den der Stadtrath Dr. med. Straßmann, der Direktor des Kranken- of erschienen ist, wo er versuchte, sich seiner Heldenthat zu hauses Moabit Professor Reßmer und der stellvertretende Chef der Wasserwerke, Bau- Inspektor Beer. Das Polizeipräsidium hat, dem Berliner Tageblatt" zufolge, den Magistrat er Einer der bekanntesten und reichsten Wucherer Berlins, sucht, ihm zur Unterbringung gewisser russischer und pol- der die größten Geschäfte mit Kavalieren machte und auf allen nischer Ginwanderer eine Gelegenheit im Arbeitshaus zur Rennpläßen zu finden war, wird, wie der Konfektionär" erfährt, rin hat." Ein anderer würdiger Vertreter der Bäckergilde schreibt: " In anbetracht der guten Sache, der sich Ew. Allerhöchst geboren angenommen haben, bin ich sofort nach Dalldorf gejahren und habe mehrere Gummizellen reservirt, damit das wahnsinnige Agitationskomitee' nicht auf der Straße zu liegen braucht. Im übrigen unterwerfe ich mich niemals verrücktem Gesindel und rathe den Bäckerei- Arbeitern, in Zukunft nur noch in Genossenschafts- Bäckereien zu arbeiten. Unter schrift:" Ein erfahrener Bäckermeister, der schon lange sein Heu Ein weiterer, offenbar fettleibiger Schrippenbeld giebt seiner Meinung dahin Ausdruck, daß man die Genossenschaftsbäckerei bald todt machen werde. Die Bäckermeister würden großes Brot backen für die hungrigen Arbeiter, dann würden dieselben bald auf die Sozialdemokratie pfeifen. Ihm scheine es, daß die Bäckerei Arbeiter den größten Hunger hätten. In dieser lieblichen Tonart geht es weiter. Die hier mit getheilten Antworten sind noch die anständigsten. Eine ganze Reihe anderer entzieht sich einfach der öffentlichen Wiedergabe. Vernünftige und anständige Antworten sind nur ganz vereinzelt eingelaufen. Wir bemerken ausdrücklich, daß die urkundlichen Beläge für das Mitgetheilte sich in Händen der Kommission befinden und daß aus denselben ersichtlich ist, daß es sich nicht etwa um den schlechten Scherz einer einzelnen Person handelt. Auch haben nur Bäckermeister die befagten Fragebogen von der Agitations Kommission zugestellt erhalten. Die ehrenwerthen Antwortschreiber haben zwar den traurigen Muth besessen, rüpeldarunter zu setzen. Beides wirst ein bezeichnendes Schlaglicht auf die Gesinnungstüchtigkeit der progigen Mehlsäcke! Einen Vorschlag zur Vermehrung der Vogelwelt macht Herr Kuno Anders- Berlin in einem zoologischen Fachblatte, welcher angesichts der von allen Thierfreunden tief beSonntagsplauderet: rühmen. Des haben wird. Daher ist der einzige Wahlspruch, den man heute einem glückseligen Zeitalter, wird aber gar die Quittungs zur Richtschnur seines Handelns machen kann, daß man ruhig steuer eingeführt, so dürfte es auf diesem Erdenrund abwartet, was geschehen wird, und daß man sich möglichst vor Wonne überhaupt nicht mehr zu ertragen sein. Auch R. C. Bei der herrschenden Hize und der drohenden vor dem gleichzeitigen Genuß von rohen Gurken, Butter in dieser Beziehung muß man die brennende Sehnsucht mit Cholera richtet sich die allgemeine Aufmerksamkeit auf das milch und Weißbier in Acht nimmt. Mit der ernsthaften Geduld zu besänftigen suchen, nur soviel steht fest, daß, nachdem Wasser. Die Behörden richten ihre ganze Sorgfalt auf jeden Miene, die dem Reichsanzeiger" so gut steht, verkündete die Militärvorlage glücklich unter Dach und Fach gekommen Bazillus, und ginge es nach den Absichten des Thierschutz er schon vor einigen Tagen diese Weisheit, und die Folge ist, die nothwendige Deckung nicht ausbleibt. Inzwischen vereins, so müßte ein jedes dieser Lebewesen mit einem Maul- davon war, daß bisher nur ein Paar polnischer Proletarier aber lebt man in den Ferienkolonien ganz vergnüglich, torb versehen und dorthin gebracht werden, wo es in keine der Seuche zum Opfer fiel. Die Bourgeoisie beruhigt sich auch ohue daß man weiß, woher für das zukünftige Eingeweide beißen kann. Die moderne Technik, welche in diesem Falle sehr leicht die bleibt die Krankheit in den Leben Mittel nöthigen genommen werden. Wunderwerke sie auch sonst verrichten kann, läßt uns im Massenquartieren des Proletariats, so gelangt sie so leicht Erschießt sich hin und wieder ein Ferienkolonist, so hat Stich, wir sind gänzlich auf das Mikroskop des Pro- nicht in die exklusiven Viertel des Thiergartens, und damit er das einzig und allein seinem mangelnden Verständniß fessor Roch angewiesen, und man fleht die gütige ist ja denn auch die große Volksgefahr glück für die Annehmlichkeiten des Kasernenlebens zuzuschreiben, Vorsehung oder sonst wen an, daß unser geliebtes lich abgewendet. So geht es in unserer idyllischen denn auch derjenige der den Wohlgeschmack Leben vor den Einwirkungen der gefürchteten Seuche Beit überall zu, und um die Massengräber Kommißbrotes nicht aus eigener Erfahrung kennt, wird ohne verschont bleiben möge. Würde man alle die Vorschläge, in Hamburg kümmert sich heute kein Mensch mehr. weiteres zugeben müssen, daß man bei der jetzigen Tempedie in allen möglichen Zeitungen gemacht werden, alle an Aber schließlich bewegen uns ja auch ganz andere ratur unter zwei Stubenmänteln sich die Glieder nicht erfriert. sich selbst erproben, so könnte man sich selbst sehr bald als Interessen. Das höhere preußische Beamtenthum war so Und wenn die Stellvertreter Gottes auf Erden dafür sorgen, wandelnde Apotheke sehen lassen. Nur die Vegetarier, die furchtbar abgearbeitet und müde, daß man die Handels- daß ihre Zöglinge hin und wieder in einen wohljezt ein grasgrünes Blatt herausgeben, sind ihrer Sache verträge mit Rußland nicht vor dem Herbst in Angriff thätigen Schweiß gerathen, so folgen sie nur dem alten durchaus sicher, sie machen ernsthaft die Proposition zu nehmen konnte, denn auf das Recht auf Urlaub verzichtet griechischen Sprichwort, welches sagt, daß die Götter einer Wette, daß niemand, der nach den strengsten Prin- fein Bureaukrat und zierte ihn auch nur der Titel vor die Tugend den Schweiß setzten. Und die Tugend zipien des Vegetarismus lebt, der tüdischen Krankheit zum Exzellenz. Daher haben wir jetzt den frischen, fröhlichen ist nicht nur die Haupteigenschaft des Staatsbürgers im Opfer fallen wird. Eine solche Wette bietet die glänzendste Bollkrieg, und Herr Pindter hat alle Hände voll zu thun, allgemeinen, sondern die des Soldaten im besonderen. Aussicht auf Erfolg stirbt trot der ewigen um alle Maßnahmen unsererseits gut zu heißen und sie kann man gedörrte Gemüse und etwas überjährige KonRegeln des Vegetarismus doch jemand, so dürfte es ihm als Eingebungen höherer staatsmännischer Weisheit zu serven nicht vertragen, wie es unter denkriegerischen Söhnen schwer fallen, die Ansprüche auf den Einsatz der Wette preisen. Was bei der Sache herauskommen wird, wissen Bajuvariens vorgekommen sein soll, so erfordert es die geltend zu machen, denn die Todten beißen nicht, höchstens die Götter, und wenn Väterchen schlecht gelaunt ift, militärische Disziplin, daß solche Schwächlinge ohne weitere ins Gras, und das ist nach der Annahme des Herrn haben die Völker die Ausflüsse seiner schlechten Laune mit Formalitäten zur großen Armee versetzt werden. Das ist ein Professor Förster der höchste Genuß, der dem armen Sterb- Geduld zu tragen. Was bleibt dem Staatsbürger weiter ewiges Walten von unzerstörbaren Naturgesehen, und wer lichen zu Theil werden kann. übrig? Wenn sich heut zu Tage die Minister raufen, so dagegen ankämpft, verdient, daß er für alle Zeiten mit dem Es war eine bisher leider unbekannte Thatsache, daß der müssen die Bauern Haare lassen, so war es von Alters schmachvollen Titel eines Vaterlandsfeindes bedacht wird. Kommabazillus vor Spargelköpfen und Blumenkohl ehr- her, und so wird es wohl auch bleiben, bis eines Tages Der gewöhnliche, beschränkte Unterthanenverstand reicht an furchtsvoll Halt macht. Bewahrheitet sich die Annahme, so etwas andere Zustände und Verhältnisse eintreten. diese Annehmlichkeiten gar nicht heran, und mit dem ewigen kann man jeder tödtlichen Krankheit furchtlos ins Antlig Und wer weiß, vielleicht kommen dieselben sehr bald. Denn Nörgeln kommt man auch nicht weiter. sehen, und die Aerzte können ihre Billen selber schlucken nachdem die Ministerkonferenz zu Frankfurt ihr Ende erreicht Daher soll man alles beim Alten lasser- Agrarier, und ihre freie Zeit zur Bebauung ihrer Aecker verwenden. hat, werden wir wahrscheinlich nicht mehr allzulange darauf Soldaten und Bureaukraten sorgen Tor und Nacht für Andere Leute als die strengen Vegetarier erblicken dagegen zu warten haben, bis wir mit den neuen Steuer- unser Bestes; fehlt uns der durchdr im Rognak ein unvergängliches Heilmittel, sie gehören zu einrichtungen überrascht werden. Herr Miquel weilt all das Gute, was uns täglich geb jenen unverbesserlichen Trunkenbolden, die dem Wasser über- an den Ufern der Nordsee, bis jetzt vertraut er seine Ge- doch nicht Schuld der Regierenden, haupt die Eigenschaft als Getränk absprechen. Die heimnisse nur den murmelnden Wellen an, und diese sind der Dichter bezeichnet mit den V Meinungen sind eben leider so verschieden, daß wahrschein- leider nicht so geschwägig, daß auch nur ein einziges un- verstand der Massen. lich noch viel teimfreies Wasser die Spree hinabrieseln berufenes Ohr etwas hätte erfahren können. Werden uns wird, bevor man die Wahrheit in ihrer ganzen Tiefe erfaßt aber erst die Streichhölzer besteuert, so nähern wir uns ade Verstand für wird, so ist das ist nur das, was a: Das ist der Un " = D polizeilich gesucht. Einer seiner Helfershelfer ist bereits verhaftet| gelang es in furzer Zeit, die Löschung zu vollbringen. Der p Aus dem Reichs Versicherungsamt. Die Nr. 16 der worden. Der betreffende Wucherer war nach einem aus zweite Brand fand in einem zweistödigen Seitengebäude Große Amtlichen Nachrichten des Reichs Bersicherungsamts" vom wärtigen Plage zum Rennen gereist und scheint, rechtzeitig be- Frankfurterstr. 118 statt. Hier befindet sich im Keller und Erd- 15. August 1893 enthält folgende Retursentscheidungen und Benachrichtigt über seine bevorstehende Verhaftung, das Weite ge- geschoß eine Binkschmelzerei, in der sich in der Nacht ein Feuer fcheide: sucht zu haben.- Borher war der Herr gewiß eine Stüße der entwickelt hatte, das erst gegen 4 Uhr bemerkt wurde. Als die Die Zuständigkeit des Reichs- Versicherungsamts zur EntGesellschaft. Löschzüge anrückten, standen schon Keller, Erdgeschoß, der darüber scheidung einer Streitsache ist wegen der Mitbetheiligung einer gelegene Lagerraum und Dachstuhl in hellen Flammen und dichte anderen Berufsgenossenschaft im Sinne des§ 101 Abs. 2 des Die Verhandlungen in dem Prozeß Polfe werden, wie Rauchwolfen erfüllten den Hof. Da der Brand von allen Seiten landwirthschaftlichen Unfallversicherungs- Gefeßes nicht nur dann verlautet, am 6. November d. J. wieder aufgenommen werden. anzugreifen war, so erfolgte die Dämpfung mittels zweier Rohre gegeben, wenn die in dem schwebenden Verfahren den EntDer steckbrieflich verfolgte antisemitische Schriftsteller ziemlich schnell. schädigungsanspruch ablehnende Berrfsgenossenschaft die Zu= ständigkeit einer anderen sei es auch vielleicht schon rechtsRudolf Heinrich Plack- Podgorsky, zuletzt in Friedrichshagen Marktpreise in Berlin am 18. August, nach Ermittelungen fräftig für nicht haftbar erklärten- Berufsgenossenschaft, wohnhaft, dann unbekannten Aufenthalts, ist, wie erst jetzt be des töniglichen Polizeipräsidiums. Weizen per 100 Kg. guter von welche nicht der Aufsicht desselben Landes- Versicherungsamts fannt wird, am Mittwoch in einem Bade- Orte der Sächsischen 16,50-16,10 m., mittlerer von 16,00-15,70 M., geringer von untersteht, ausdrücklich oder stillschweigend behauptet, sondern Schweiz, wo er sich zur Erholung aufhielt, von einem ihm aus 15,60-15,20 M., Roggen per 100 kg. guter von 14,10 bis auch dann, wenn die gerichtsseitig von Amtswegen vorDresden nachgereisten Beamten der Berliner politischen Polizei 18,80 M., mittlerer von 13,70-18,40 m., geringerer von 13,30 zunehmende Prüfung ergiebt, daß eine andere, noch nicht anerkannt und auf dessen Veranlassung verhaftet worden. Black bis 13,00 m. Gerste per 100 kg. gute von 17,00-16,00 m., gerufene oder bereits, wenn auch vielleicht erfolglos, angerufene hatte bekanntlich ein Buch:" Pharisäer und Heuchler. Die mittlere von 15,90-15,00 M., geringe von 14,90-14,00 M. Berufsgenossenschaft für die Entschädigungsleistung materiell in Stüßen des Staates und die Leuchten des deutschen Parlaments" Hafer per 100 Kg. guter von 19,00-18,20 m., mittlerer von Betracht kommt oder möglicherweise in Betracht kommen kann. herausgegeben, in dem er das Ahlwardt'sche Aftenmaterial be- 18,10-17,40., geringer von 17,30 bis 16,50 M. Stroh, Ein Handeln gegen ausdrückliches Verbot begründet grundtreffs der rumänischen Bahnen besprach und das Verhalten des Richt per 100 Kilogramm von 6,30-5,65 M. Heu per fäßlich nur dann den Austritt aus dem Betriebe und damit den Finanzministers Dr. Miquel in dieser Angelegenheit scharf fritisirte. 100 Kilogramm von 8,40-6,50 M. Erbsen, gelbe zum Rochen Verlust eines Entschädigungsanspruchs, wenn das Verbot zum In dieser Kritik wurde eine Beleidigung des genannten Ministers, per 100 kg. von 40,00-24,00 m. Speisebohnen, weiße per 3wecke der Abgrenzung des Betriebes erlassen und zu einem sowie verschiedener anderer Personen gefunden und Strafantrag 100 Kg. von 50,00-20,00 M. Linsen per 100 Rg. von 80,00 bis thatsächlich wirksamen gemacht ist. gegen Black gestellt. Der Verfolgung entzog er sich durch die 30,00. Kartoffeln, neue per 100 Kg. von 12,00-6,00 M. RindFlucht. In der erwählten Sommerfrische Sachsens hat Plack fleisch von der Keule per 1 Kg. von 1,60-1,20 M. Bauchfleisch fich den Bart abnehmen lassen und nannte sich Müller. Seine per 1 Kg. von 1,30-0,90 M. Schweinefleisch per 1 Kg. von Einlieferung in das hiesige Untersuchungsgefängniß steht bevor. 1,50-1,10 m. Kalbfleisch per 1 Kg. von 1,60-0,90 m. Der Arbeiter" Gustav Seidel, welcher von Charlotten von 2,80-1,80 m. Gier per 60 Stück von 4,00-2,00 M. Fische Hammelfleisch per 1 Kg. von 1,50-0,90 m. Butter per 1 Kg. burg aus nach Verden überführt worden ist, hat jetzt eingestanden, per 1 Kg.: Karpfen von 2,40-2,00 M. Aale von 3,00 bis gemeinschaftlich mit dem Schlosser Pyriß zwei Handwerksburschen 1,20 m. Bander von 2,40-1,20. Hechte von 2,00-1,20 m. in der Nähe von Rothenburg und Stade ermordet und beraubt Barsche von 1,60-0,80 m. Schleie von 2,40-1,10 M. Bleie zu haben. P. hat, wie wir berichtet haben, schon früher ein von 1,40 bis 0,60 m. Krebse per 60 Stück von 12,00-1,25. volles Geständniß abgelegt. Angeschwemmt wurde gestern Morgen im Landwehrkanal Schneider im Friedrichshain und Abends ein Arbeiter auf der innerhalb des Deutschen Reichs belegenen, den Grenzverkehr vermit Polizeibericht. Am 18. da. Mts. Morgens wurde ein Ausländische Eisenbahngesellschaften, welche den Betrieb von am Rottbuser Ufer die Leiche eines etwa 40 Jahre alten Mannes, Treppe des Hauses Georgenkirchstr. 25 erhängt vorgefunden. der auffallend start ist und nur wenige Stunden im Wasser gem Engelbecken wurde Nachmittags die bereits sehr verweste soweit diesen Bahntheilen die Bedeutung von selbständigen ins telnden Eisenbahnstrecken pachtweise übernommen haben, sind, inlegen haben kann. Der Tobte, der mit einem schwarzen Leiche eines neugeborenen Rindes angeschwemmt. In der ländischen, nach dem Ausdehnungsgesetz vom 28. Mai 1885 verSommerjacket, grauem Beinkleid( Pfeffer und Salzstoff), bunt- städtischen Badeanstalt an der Schleuse fiel Abends ein junger ficherungspflichtigen Betrieben zuzuerkennen ist, als Mitglieder gestreiftem Wollhemd und Halbschuhen bekleidet ist, hat dunkle Mann zu Boden und brach den Arm, so daß er nach der ber Privatbahn Berufsgenossenschaft in deren Kataster aufzu Haare und einen röthlichen Schnurrbart. Die Persönlichkeit hat Universitäts- Klinik gebracht werden mußte. In derselben mangels jedweden Anhaltes bis jetzt nicht festgestellt werden weise verunglückte vor dem Hause Zionskirchplay 8 eine alte seine Beschäftigung auf den betreffenden deutschen Eisenbahnnehmen. Das Personal ist insoweit gegen Unfall versichert, als Tönnen. Aus der Kleidung schließt man, daß der Todte ein Frau, indem sie infolge eines Fehltritts zur Erde fiel und eine strecken stattfindet, wobei die Berechnung der Beiträge unter ZuKellner gewesen ist. Verstauchung des Oberschenkels erlitt. Sie wurde nach der grundelegung derjenigen Lohn- und Gehaltsbeträge zu erfolgen Charitee gebracht. Im Laufe des Tages fanden 10 Brände statt. hat, welche auf die Thätigkeit desselben auf jenen Strecken " An eine aufgefundene Menschenhand knüpfen sich die ungeheuerlichsten Gerüchte, zumal da der Fundort in der Nähe des Moabiter Zuchthauses liegt. Eine Frau Calame aus der Liebenwalderstraße wollte in den Beamtenhäusern der Lehrterstraße am 16. d. M. die Müllkasten nach Lumpen und Knochen absuchen und stieß dabei auf die vom Körper abgetrennte Hand eines ausgewachsenen Menschen. Die Untersuchung ist sofort eingeleitet, doch ist die Angelegenheit bis jest nicht geklärt. Allem Anschein nach hat ein Student die Hand zu anatomischen Zwecken gebraucht und dann fortgeworfen. Gerichts- Beitung. Der Unfall eines elf Jahre alten Schulfnaben, der ver. unglückt war, als er die Räder der Mühle eines Verwandten, bei dem er wohnte, schmieren wollte, ist als entschädigungspflichtig nicht erachtet worden, da die Verrichtung nicht im nur aus Spielerei und Waghalsigkeit vorgenommen worden war. wirklichen oder vermeintlichen Betriebsinteresse, sondern offenbar Steuermann) ist nicht als ein Arbeiter des Schiffers, von Ein auf dem Rhein thätiger Lootse( sogenannter Stationswelchem er gedungen war, sondern als ein selbständiger Gewerbetreibender und daher als gegen Unfall nicht versichert erachtet worden. entfällt. F Die Nr. 16 der Sonderausgabe der„ Amtlichen Nachrichten des Reichs Versicherungsamts, Invaliditäts- und Altersversicherung" vom 15. August d. J. enthält zunächst den Abdruck eines Rundschreibens der genannten Behörde vom 31. Juli 1893, betreffend das Ergebniß der Rentenvertheilung für das Jahr Der 23jährige August Wagner, welcher gestern wegen 1892, deffen Zusammenstellungen insbesondere die Betheiligung schweren Diebstahls vor der achten Strafkammer des Land des Reichs an den während des Jahres 1892 auf grund des gerichts I ftand, gab zwar sein erstes Debut vor Gericht, die Invaliditäts- und Altersversicherungs- Gesezes geleisteten RentenThat aber, die ihn an diesen Ort geführt, konnte der Dreiftig- zahlungen ersichtlich machen. Ein Mord- und Selbstmordverfuch wird uns aus dem feit eines alten Verbrechers alle Ehre machen. In der Eine Revisionsentscheidung erachtet neue thatsächliche AnHause Friedenstr. 96 gemeldet. Dort wohnt im Hochparterre des Invalidenstraße wohnt ein 78 Jahre alter Handelsmann führungen auch über Verhältnisse, die erst nach Stellung des Quergebäudes die Wittwe Trappe mit 2 Kindern, zu denen die Gebert mit seiner Wirthschafterin. Der Angeklagte Wagner Rentenantrages bei der unteren Verwaltungsbehörde eingetreten 26 Jahre alte Schneiderin Emma gehört, die für ein Fräulein war bei dem alten Mann früher beschäftigt gewesen und war mit sind, so lange für zulässig, als das Schiedsgericht sein Lange in der Greifswalderstraße zu Hause arbeitet. Außerdem den häuslichen Verhältnissen genau vertraut. Er wußte namentlich. Urtheil noch nicht gesprochen hat, und erklärt daher die beherbergt die Trappe den 60jährigen Hospitaliten Rumbach, der daß der alte Mann einen Theil des Geldes, welches er in einem Schiedsgerichte für verpflichtet, zu der Behauptung des von der sich mit häuslichen Arbeiten beschäftigt. Emma Trappe ist arbeitsreichen Leben erspart hatte, in seiner Wohnung in einer Versicherungsanstalt als noch nicht erwerbsunfähig abgewiesenen Mutter eines jungen Kindes, das Rumbach ebenfalls wartet. verschlossenen Kommode aufbewahrte. Diese Schätze zu holen, Rentenbewerbers, die Erwerbsunfähigkeit sei während des BeOstern v. J. zog der 24 Jahre alte Kutscher Paul Helbing von hielt der Angeklagte für seine Pflicht. Um sich zu versichern, daß rufungsverfahrens eingetreten, Stellung zu nehmen. Ballifabenstr. 33, dem Elternhause, zu der Wittwe Trappe. Wie sich in den häuslichen Verhältnissen noch nichts geändert hatte, Endlich ist in einer Revisi onsentscheidung ausgesprochen, daß diese unserem Gewährsmanne mittheilt, ist ihr bei dem Zuzuge ftattete er dem alten Gebert eines Tags einen Besuch ab, dessen die Nichtbefolgung der Vorschrift des§ 81 des Invaliditäts- und Helbing's von seinen Verwandten angerathen worden, auf ihn angeblicher Zweck die Anfrage war, ob er nicht wieder eine Altersversicherungs- Gesezes, wonach die Revisionsschrift die AnObacht zu geben, da er schon zweimal versucht habe, sich das Schlafstelle bei ihm erhalten könne. Als am 4. Juli Hr. Gebert gaben enthalten soll, worin die Nichtanwendung oder unrichtige Leben zu nehmen. Helbing war als Kutscher auf dem Biehhofe mit seiner Wirthschafterin nach kurzer Abwesenheit von Hause in Anwendung des bestehenden Rechts oder der Beritoß gegen den angestellt, und das enge Familienleben, das er mit der seine Wohnung zurückkehrte, fand er die Eingangsthür erbrochen flaren Inhalt der Aften bestehe, oder worin Mängel des VerTrappe'schen Familie führte, zeitigte bald ein Liebes- und im Innern Kästen und Schränke durchwühlt. Auch die fahrens zu finden seien, nicht ohne weiteres die Zurückweisung der verhältniß zwischen ihm und Emma Trappe. Am verschlossene Kommode mar gewaltsam geöffnet und aus Revision zur Folge hat. Freitag Abend beschwor Helbing eine Eifersuchtsszene herauf, dem Schatkasten fehlte die Summe von 3600 m. in guten die darin gipfelte, daß er seiner Geliebten ein Verhältniß mit preußischen Staatspapieren. Der Dieb war der Angeklagte, Großbritanniens Handel war während der letzten sieben dem 60jährigen Hospitaliten vorwars. Das junge Mädchen welcher am Tage der That von mehreren Hausbewohnern in der Monate( einschließlich des Juli) erheblich schwächer als in der= lachte ihn aus und scheint ihn dadurch sehr gekränkt zu haben. Nähe des Thatortes gesehen worden war. Derselbe hatte die selben Periode des Jahres 1892. Die Einfuhr betrug Am nächsten Morgen verließ Helbing zeitig die Wohnung, fehrte Frechheit, bald darauf abermals im Hause zu erscheinen, wurde 230 924 092 Pfund Sterling und war um 15 264 266 Pfund aber gegen 9 Uhr dorthin zurück. Er setzte sich sofort in seine bei diesem Besuche aber festgenommen. Er wußte, daß bei Sterling geringer als im Jahre 1892, und die Ausfuhr war Stube und schrieb an seinen Vater, dem er mittheilte, daß er Gebert noch mehr Geld vorhanden sein müsse und hatte mit 127 429 314 Pfund Sterling um 3 895 285 Pfund Sterling eine That begehen werde, die grausig sei, und deswegen die zugestandenermaßen die Absicht, sich diesen Rest auch geringer als im vorigen Jahre. elterliche Verzeihung erbitte, Darauf betrat er die Küche, wo noch zu holen. Es wurde bei ihm fast gar kein Geld Rumbach mit Kartoffelschälen beschäftigt war, nahm ein scharf vorgefunden. Nach seinem Geständniß hat er sich sofort Aus Deutsch Ostafrika sind im Rechnungsjahre 1892/93 geschliffenes Beil, das an der Wasserleitung hing und begab sich zwei Anzüge gekauft und mehrere Goldstücke in liderlicher 16 544 Glephantenzähne im Gewicht von 286 8401/2 Pfund damit in eine Hinterstube der Wohnung, wo Emma Trappe Gesellschaft verpraßt, die größte Summe des Geldes hat ihm englisch ausgeführt worden, davon 10 666 3ähne im Gewicht von bei der Näharbeit saß. Was dort zunächst zwischen den aber, feiner Behauptung nach, ein Bechgenoffe gestohlen. Wahr- 200 548 Pfund englisch über Bagamoyo. beiden vorgefallen ist, tonnte bis jest nicht aufgeklärt scheinlich aber hat er das Geld an einem sicheren Ort aufwerden. Gegen 10 Uhr hörten Hausbewohner ein marlburch bewahrt, um es nach Berbüßung seiner Strafe tlein zu machen. dringendes Geschrei und fanden, als sie dem Schalle nachgingen, alle ersten Aufforderungen des Vorsitzenden an den Angeklagten, das junge Mäbchen mit schweren inneren Verlegungen bewußtlos feine Schuld dadurch zu mildern, daß er dem Bestohlenen sage, auf dem Hose liegen. Helbing hatte sie aus dem Fenster gestürzt. wo sich das Geld befinde, blieben ohne Erfolg. Der StaatsMan eilte nun sogleich in die Wohnung, holte Rumbach, der anwalt beantragte trop der bisherigen Unbescholtenheit des Anvon dem ganzen Vorgange nichts ahnte und drang nun in geklagten drei Jahre Zuchthaus gegen denselben. Der Sonntag, den 13. August, in den Concordia- Sälen eine gutdas Hinterzimmer, wo die Helbing in einer großen Blutlache an Gerichtshof erkannte auf ein Jahr drei Monate Buchtbesuchte öffentliche Versammlung ab, in der Genosse Timm in der Eingangsthür lieg and antrafen. Er hatte sich mit dem Rüchenbeil eine tiefe Verlegung am Kopfe selbst beigebracht. Inzwischen war Emma Trappe zum Bewußtsein gefommen, fonnte aber nicht sprechen. Als man sie in die Behausung tragen wollte, wehrte sie mit Seichen der Angst ab. Die gerufene Revierpolizei ließ beide Verlegte nach dem städtischen Kranken hause am Friedrichshain bringen; eine Vernehmung hat noch nicht stattfinden können. haus. Soziale Leberlicht. Kollegen, Genossen! Die Vorgänge in letzter Zeit veranlaffen mich, alle Diejenigen, die feiner Beit bei Oswald Berliner Ein Doppelfelbstmord auf den Schienen. Von einem beschäftigt waren, sowie auch die, die gegenwärtig bort arbeiten, Doppelfelbstmord ganz besonders tragischer Natur wird gemeldet: 81/2 Uhr bei Hensel, Invalidenstr. 1, einzuladen, um die zu einer öffentlichen Volksversammlung am Montag Abend Im benachbarten Grkner hat vorgestern ein junger Mann von ungefähr 19 Jahren, wie es heißt, ein Student aus Charlotten- Sandlungsweise einiger Herren zu kennzeichnen. Herr Berliner, burg, feinem Leben dadurch ein Ende gemacht, daß er sich vor sowie Brau- und Maschinenmeister sind brieflich eingeladen. den kurz vor 8 Uhr Morgens in Erkner eintreffenden, von Fang J. Brüß, Stellmacher, Brunnenstr. 142 I schleuse kommenden Vorortzug geworfen hat. Sein Körper ist Die Töpfer haben in Speyer, Rottbus und Königs- Wusterbuchstäblich in Stücke zerrissen worden. Kopf, Arme und Beine hausen Lohndifferenzen auszufechten, und ersuchen ihre Kollegen, wurden vollständig vom Rumpfe abgeschnitten. Aus einem an seine nach diesen Orten den Zuzug fern zu halten. Die Maurer Braut gerichteten Brief, welchen der Selbstmörder noch kurz vorher, sind in Celle, Danzig und Neustettin ausständig und ersuchen an der Bahnböschung sigend, geschrieben hatte, geht hervor, daß ebenfalls um Fernhaltung des Zuzugs nach diesen Orten. unglückliche Liebe den jungen Mann in den Tod getrieben hat. Dieser Brief enthielt die Aufforderung an seine Braut, ihm, Versammlungen. Die Arbeiter- Bildungsschule( Ostbezirk) hielt am einem Vortrag über: Gefrönte Häupter des 18. Jahrhunderts" sprach. An den mit lebhaftem Beifall aufgenommen en Vortrag schloß sich eine furze Debatte, an der sich Fr. Kolbe, ferner die Genossen Jbscher und Berger betheiligten. In seinem Schlußwort nahm der Referent Veranlassung, auf die Vortheile der Arbeiter Bildungsschule hinzuweisen. Mit dem Appell an die Anwesenden, sich der Arbeiter- Bildungsschule anzuschließen, schloß der Vorsigende Genosse Kusche die Bersammlung. Schöneberg. Am 14. August tagte hier eine öffentliche über die erste Session des neuen Reichstages sprach. An der Versammlung, in der Reichstags- Abgeordneter Fris Bubeil Diskussion betheiligten sich die Genossen Hadelbusch, Schimansty und Köster im Sinne des Referenten. Hierauf gelangte eine Resolution, in der die Anwesenden sich mit der Thätigkeit der Abgeordneten einverstanden erklären, einstimmig zur Annahme. Von der Veranstaltung einer Laffallefeier wurde Abstand genommen, dafür soll am Todestag Laffalle's eine öffentliche Versammlung stattfinden. Genosse Köster stellte den Antrag, die Tellersammlung fortzusetzen und den Ertrag dem Gea noffen Zubeil zu übergeben zur Unterstüßung der Ziegeletarbeiter Töpchins die anläßlich der Wahl gemaßregelt wurden und dadurch in traurige Verhältnisse gerathen sind. Nach Annahme dieses Antrages wurde die Versammlung geschlossen. Harmonie- Trompetentöne. In der Delegirten- Verfammwenn sie ihn wirklich liebe, zu folgen. Die Dame hat denn auch lung der sächsischen Hirsch- Duncker'schen Gewerkvereine, die am nicht lange auf sich warten lassen. Mit dem Vorortzug tommend, vergangenen Sonntag in Döbeln abgehalten wurde, haben die traf fie Abends 8,10 in Fangschleuse ein, gab in fieberhafter Harmonie- Apostel den Mund hübsch vollgenommen, als sie erHaft an der Kontrolle ihre Fahrkarte ab und rannte, ohne sich flärten, daß ihre Vereine in Sachsen Fortschritte machten, obwohl Weißensee. Die hiesige Verbandszahlstelle des Vereins der umzusehen, und so, daß es unmöglich war, sie aufzuhalten, das sie zugestehen mußten, daß sie gegen die Sozialdemokratie fast Bahngeleife entlang auf Ertner und auf den um diese Beit überall einen harten Rampf zu führen haben. Wie die Sachen gerade heranbrausenden Schnellzug zu. Sie warf sich nun in Wirklichkeit stehen, schildert treffend die Franks. Beitung" in gleichfalls wie ihr Geliebter vor den Zug und ist von diesem folgenden furzen Säßen: ergriffen und zermalmt worden. Der Leichnam lag am andern Vormittag noch, mit Reifern zugedeckt, unmittelbar am Geleife. Ueber die Person der Unglücklichen war Genaueres noch nicht festzustellen. in Holzbearbeitungsfabriten und auf Holzs pläßen beschäftigten Arbeiter tagte am 15. August. Da der Referent Genosse Jacobey nicht erschienen war, so bes schäftigte man sich mit Vereinsangelegenheiten. Zunächst wurde " Thatsächlich halten die Fortschritte der Hirsch- Duncker'schen der Anschluß an den Holzarbeiterverband besprochen, der aber Gewertvereine mit der Entwickelung der sozialdemokratischen abgelehnt wurde, da die Bremer Generalversammlung feiner Zeit das Gewerkschaften in Sachſen keinen Vergleich aus. Obwohl von weitere Bestehen der Vereinigung beschlossen hatte. Die Rechtsschutzden Gewerkschaften selbst in Sachsen der„ Indifferentismus" der fommission berichtete über einen Prozeß, wonach der Kollege Arbeiter ihnen gegenüber immer wieder scharf getadelt wird, so Fröhlich, als der vermeintliche schuldige Theil eines Unfalls, Brände waren in der Nacht zum Sonn- haben diese Organisationen jezt doch eine sehr bemerkenswerthe bei dem der Kollege Preis sein Leben einbußte, verurtheilt wurde. Zuerst war nach 3 Uhr in einem Seher- Ausdehnung und einen Einfluß erreicht, dessen sich die Hirsch- Durch das energische Eintreten des vom Verein gestellten RechtsImberg u. Lesson, Alte Jakobstr. 64a, Dunder'schen Gewerkvereine, obwohl sie älter sind, feineswegs anwalts, Herrn Gerhardt, und durch die Begutachtung des das in der Stille der Nacht schon eine erfreuen." Gewerberaths Stülpnagel, der die Schußvorrichtungen in jener gewonnen hatte, ehe die Löschzüge In einer Zeit, in der fich die sozialen Gegensätze immer Fabrik als mangelhafte bezeichnete, wurde der Kollege von der Papierkolli und die Einrichtung der mehr zufpizen und bei der sprichwörtlichen Waschlappigkeit und Anklage freigesprochen. Dieser Fall lehrt einmal wieder, daß und Decke hatten sich die Flammen Widerstandsunfähigkeit der Hirsch- Duncker'schen ist das ganz eine Organisation mehr durchzuseßen vermag, als dem einzelnen einem Rohre bekämpft werden, dann natürlich. bei seinem geringen Verdienste möglich ist. Kollege Knopf Zwei größ abend zu bekämp saal der Druckerei ein Feuer ausgebroa, ziemlich weite Verbr eintrafen. Es brannt. Setzerei, auch auf Fußbu ausgedehnt und mußten n rügt das Verhalten der Arbeiter, die immer noch in Kneipen einer echt sächsischen Polizeimaßregel zu beschäftigen. Zwei wird voraussichtlich noch heute für infiziet erklärt und die Bades verkehren, in denen Bier der Spandauer Bergbrauerei aus- Kolportage- Buchhändlern waren von einer Polizeibehörde, die anstalten werden geschlossen werden. Die Militär- Badeanstalten geschänkt wird. Sodann beschloß die Versammlung, am 16. Sep- leider nicht genannt wird, die Legitimationstarten verweigert wurden bereits gestern gefchloffen.-Karlsruhe, 18. Auguft. Nach einer tember bei Weimann, Gesundbrunnen, das Stiftungsfest abzu- worden und den Kolporteuren hatte man erklärt, sie dürften auf offiziellen Mittheilung wurde bei einem am 15. d. M. in Donaus halten. die Karten Teine Probehefte von solchen Werken auslegen, die eschingen gestorbenen Gymnafiaften, der von einer Reise nach noch nicht abgeschlossen sind. Die Versammlung entschied sich Marseille bereits leidend nach Donaueschingen zurückgekehrt war für scharfes Vorgehen. Man will es eventuell auf gerichtliche Cholera als Todesursache batteriologisch festgestellt. Entscheidung ankommen lassen. Vermischtes. Ein frommer Hirte. Vom Harze wird geschrieben: In einem Städtchen unserer Gegend herrscht jetzt eine große Aufregung. Der dortige Pastor steht in dem Rufe, sich einer Erbschleicherei schuldig gemacht und sich hierdurch in den Besitz einiger Morgen Landes gesezt zu haben. Dem Todtengräber des Dertchens fiel seit einiger Zeit ein Bildhauer auf, der sich an dem Grabe der Erblasserin viel zu schaffen machte. Eines Morgens sah er später, daß das wohlgelungene Porträt des Herrn Pfarrers in den Stein, welcher sich auf dem Grabhügel Der Verstorbenen befand, eingemeißelt war. Das Bildnis führte noch zwei andere Figuren, und zwar stand an der einen Seite des Geistlichen ein weinender Engel, während an der anderen Seite ein grinsender Teufel sich befand. Die Ortspolizei hat sofort das Meisterwerf entfernen lassen; ein gerichtliches Nachspiel dürfte nicht ausbleiben. Wegen des niedrigen Wasserstandes auf der Elbe haben fämmtliche Elbschifffahrts- Gesellschaften, wie aus Dresden berichtet wird, den Güterverkehr eingestellt. Das pyrotechnische Laboratorium in Danzig ist am Donnerstag in die Luft geflogen. Der Inhaber wurde schwer verlegt. " 2221 Depeschen. " ( Wolff's Telegraphen- Bureau.) Dortmund, 19. August. Der Rheinisch- Westfälischen Beitung" zufolge fand heute Vormittag auf der Zeche Vereinigte Westfalia" in dem Schacht Kaiserstuhl", Flöß, Null" eine Explosion schlagender Wetter statt. Bis 3 Uhr Nachmittags wurden 18 Todte und 17 Schwerverwundete heraufbefördert. Nach der Kölnischen Zeitung" find bei der Grubenexplosion in der Zeche " Kaiserstuhl bei Dortmund über 50 Bergleute umgekommen und eine große Anzahl verwundet. Wo nichts zu holen ist. Die„ Halberstädter Sonntags: Zeitung" schreibt: Gin uns unbekannter Herr hatte den sonderbaren Einfall, in der Nacht vom 15.- 16. August den Geschäftsräumen unseres Blattes einen Besuch abzustatten, jedenfalls um sich Rath darüber zu holen, wie er seinen leeren Geldbeutel am besten wieder füllen könnte. Er brach eine Scheibe aus, öffnete von außen das Fenster und stieg ein. Sein Augenmerk richtete er zunächst auf die beiden verschloffenen Fächer des Schreibtifches, die er ohne Schlüffel zu öffnen versuchte; sein Verfahren bestand darin, das hinderliche Hola wegzuschneiden. So hatte er benn glücklich den einen Flügel geöffnet. Allein was seine Augen fuchten, war nicht zu finden. Einige Kisten Bigarren, Papierrollen u. f. m. ließ er unangetastet. Das sehnlichst Gesuchte glaubte er in dem anderen verfchloffenen Fach zu finden, welches Dresden, 19. Auguft. Die Meldung, daß die Elbe- Schiffer auf diefelbe Weise zu öffnen versuchte. Seine geräuschvolle fahrt eingestellt worden sei, wird von der Elbschifffahrts- GesellArbeit hatte die Polizei herbeigelockt, welche selbstredend in dieser schaft Rette" für nicht zutreffend erklärt; die Güterbeförderung Art Beschäftigung einen Einbruchsdiebstahl vermuthete, sie hieß ist durch das kleine Waffer zwar erschwert, aber nicht überall bedeshalb den armen Burschen herauskommen, und nahm ihn mit hindert. Bon Böhmen werden fast nur Rohlen in geringer nach der Wache. Menge verschifft, von Dresden aus noch alle anderen Güter. Wir hätten gewünscht, daß man den Mann nicht in seiner Die Schleppdampfer bergwärts fahren noch bis Böhmen. Arbeit störte, damit er die Erfahrung mit nach Hause nehmen Wien, 19. Auguft. An dem gestrigen Tage sind in dem fonnte, daß bei uns nichts zu holen ist, als Prozesse, welche Ergalizischen Bezirk Nadworna 5 Erkrankungen an Cholera und fahrung auch wir oft genug haben machen müssen und noch oft 3 Todesfälle vorgekommen. In den Bezirken Brzesko und Schlagende Wetter. Aus Essen a. d. Ruhr wird vom genug machen werden. Da wir wegen der zerbrochenen Scheibe Sniatyn ist kein neuer Fall festgestellt. In dem Bezirk Kolomea Sonnabend berichtet: Auf der Zeche„ König Ludwig" bei Herne und wegen des befchädigten Schrankes sehr entrüstet sind, so famen drei verdächtige Fälle vor, von denen zwei tödtlich verwurden, wie die Rheinisch- Westfälische Zeitung" meldet, gestern schlagen wir der Staatsanwaltschaft vor, den Burschen empfind- liefen. Nachmittag durch Entzündung schlagender Wetter in Flößlich zu bestrafen. Seine Strafe soll darin bestehen, daß man Karl" 7 Bergleute getödtet und 6 verlegt; der Betrieb ihn wieder nach seinem Ort zurückschickt und den Spott der ist nicht gestört. dortigen Arbeiter tragen läßt. Reinesfalls hätte es unsere Zu In den Nadelholz- Waldungen der Neumark ist vor ſtimmung, wenn man ihn gleich unserem früheren Redakteur einigen Jahren eine verheerende Krankheit aufgetreten, die man Martin nach dem Petershof schickt. Da wir jedoch auf Er bezeichnender Weise die Schütte" nennt. Die Nadeln der be- füllung dieses Wunsches feine Aussicht heben, fo empfehlen wir fallenen Bäume vertrocknen und fallen ab, und je nach der dem Gericht, daß es diesen Einbruch" milder bestrafen möge, Heftigkeit der Krankheit vertrocknen die Bäume. Als die märkischen als unsere Beleidigungen. Paris, 19. Aug. Infolge der Vorgänge in Aigues- Mortes Forstmänner s. 3. ihre Versammlungen abhielten, war die Die Cholera. Paris, 18. August. Wie der„ Temp3" herrschte gestern Abend in den Vorstädten von Marseille, wo sehr Ursache der Krankheit noch nicht bekannt. Erst jetzt ist es ge- meldet, hat Brasilien seit dem 16. b. Mts. alle brasilianischen zahlreiche italienische Arbeiter wohnen, große Erregung. Die lungen, die kleinen Maden zu entdecken, die in Millionen von Häfen gegenüber Ginwanderern aus Italien und aus allen Ländern, Polizei erhielt sehr strenge Befehle für den Fall von etwaigen Exemplaren die Nadeln durch Anfressen zerstören und die Bäume in denen Cholera herrscht, geschlossen. Diese Maßnahme bleibt bis Berwickelungen. Die Journale besprechen die Vorgänge von zum Gingehen bringen. Neuerdings ist die Oberförsterei Stolzen- auf weiteres in Kraft. Rom, 18. August. In Neapel find in Aigues- Mortes, mißbilligen die begangenen Exzesse und rathen burg von der Schutte" so in Mitleidenschaft gezogen, daß im den legten 24 Stunden 8 Personen an der Cholera geftorben. zu einer prompten Erledigung der Angelegenheit. nächsten Winter ein außergewöhnlich großer Abtrieb vor- 2em berg, 17. August. In dem Bezirk Nadworna fanden gestern London, 19. August. In dem wallisischen Kohlendistrikte genommen werden muß. In der Oberförsterei Wildenow, 7 neue Erkrankungen und 11 Todesfälle an Cholera statt. In dem von Pontyprydd herrscht nach hier eingegangenen Meldungen namentlich in dem Belauf Zanzhausen, sind nicht un- Bezirk Brzesko ist eine Erkrankung, in dem Bezirk Sniatyn ein große Erregung. un- Bezirk Brzesko ist eine Erkrankung, in dem Bezirk Sniatyn ein große Erregung. Zwischen den streitenden Bergleuten und bedeutende Bestände in Trodniß übergegangen. Die Todesfall festgestellt. 19. Aug. Aus Russisch- Polen wird die den weiterarbeitenden Dockleuten wird ein Zusammenstoß be Krankheit hat sich auch nach der Oberförsterei Kladom starte Ausbreitung der Cholera gemeldet. Im ganzen Bezirke fürchtet, es sind bereits Truppen eingetroffen. Nachrichten aus übertragen, wo sie in dem Revier Wormsfelde fich gezeigt hat. von Kalisch herrsche die Cholera im höchsten Grade. Posen, Merthyr zufolge find dort Unruhen ausgebrochen. Die Aufruhra Sächsische Polizeiplacereien. Eine Versammlung fächfi- 19. Auguft. Infolge der hier eingetroffenen amtlichen Meldung, atte ist verlesen worden. Infanterie ist nach Merthyr abgegangen. scher Kolportage- Buchhändler, die am Montag in Chemnih statt- daß in den nahe der Grenze gelegenen russischen Ort- Madrid, 19. Aug. Die Ausständigen in Bilbao sezen ihre fand und zu der Vertreter des Kolportage: Buchhandels aus schaften Colo und Conin der Ausbruch der Cholera friedlichen Rundgebungen fort. Es herrscht die Meinung vor, Leipzig, Dederan, Frankenberg, Stollberg, Delenit i. E., Lim- festgestellt worden sei, haben sich nach der Posener Zeitung" daß die Arbeit demnächst wieder aufgenommen werden dürfte. bach, Meerane, Glauchau, Gesau, Netschtau, Thalheim, Chemniß gestern der Medizinalrath Dr. Geronne und der Regierungsrath Die in Vitoria von den Behörden ergriffenen Maßnahmen beund den umliegenden Ortschaften erschienen waren, hatte sich mit Degner zur näheren Feststellung nach der Grenze begeben. Die Marthe gegnen einem paffiven Widerstand seitens der Ausständigen. Verband der Möbelpolirer Berlins und Umgegend. gulen Versammlung morgen, Montag, 21. August, Abends 8%, Uhr, im Lokale des Herrn Wilke. Tagesordnung: " Trinkt: COCO! Was ist COCO? Durst ist COCO! Petersburg, 19. Auguft. Nach hier vorliegenden Mel dungen aus Rostow am Don ist in dem dortigen Getreibehandel vollständige Stille zu fonstatiren. Einige Exportkomptoirs haben ihren Klienten mitgetheilt, daß sie aller Wahrscheinlichkeit nach von den von ihnen vollzogenen vorläufigen Kaufabschlüssen zurücktreten werden, obwohl sie in solchem Falle großes Reugeld zahlen müssen. 4798L Die Niederlage der Cottbuser- In 48212 Cigarren mit Kontroll- Shugmarke Forster Tuch- Fabriken für Sändler und Restaurateure, in vers tollektion. Bestellungen meterweise zu außerhalb. 0 Original Fabrikpreisen, werden Max Flatauer, 46102* 1. 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Laut Verfügung des Amtsvorstehers darf ein Entree und Tanzgeld nicht erhoben werden. Der Tanz ist frei und findet teinerlei Nachzahlung statt. Wir ersuchen alle Genossen, mehr als bisher für den Vertrieb der Billets zu sorgen und dieselben zeitig resp. schon jetzt zu entnehmen. Billets à 10 Pf. find in den Zahlstellen, sowie in den mit Plakaten versehenen Handlungen zu haben. Es bittet um zahlreiche Betheiligung Achtung! 374/14 Das Komitee. Achtung! 5. Berliner Reichstags- Wahlkreis. = Laffalle- Feier am Sonnabend, den 26. August 1893, im ,, Jägerhaus", Schönhauser Allee Nr. 103 bestehend in Vokal- u. Instrumental- Konzert unter Mitwirkung mehrerer Gesangvereine. Volksbeluftigungen aller Art. Festrede, gehalten vom Reichstags- Abgeordneten R. Schmidt. Anfang des Konzerts Nachmittags 4 Uhr. Entree frei. Im dekorirten Saale: Tanz. 351/17 Achtung! Das Comité. Achtung! Müggelschlößchen Friedrichshagen. Sonntag, den 27. August: Große Lassalle- Feier, bestehend in Vokal- und Instrumental- Konzert, Achtung! Orts- Krankenkasse Große öffentliche Volks- Versammlung des Löpfergewerbes zu Berlin. am Montag, den 21. August, Abends 82 Uhr, im Lokale des Herrn Hensel, Invalidenstraße 1. Tagesordnung: Bekanntmachung. Das von der Generalversammlung der Delegirten vom 4. Juli 1893 auss 1. Arbeitsverhältnisse in der Brauerei von Oswald Berliner und gearbeitete Statut ist vom Bezirks deffen Humanität. 2. Diskussion. Sämmtliche Arbeiter der Brauerei werden hiermit eingeladen. Um zahlreiches Erscheinen ersucht Der Einberufer. 1465b Achtung! Maurer. Achtung! Am Dienstag, den 22. August, Abends 8 Uhr, im Lokale Königsbank, Große Frankfurterstraße 117: Oeffentliche Versammlung der Maurer Berlins und Umg. Zages Ordnung: 1. Die Verhandlung des Züricher Kongresses in Bezug auf die Gewerkschaften. Referent Genosse äther. 2. Diskussion. 3. Neuwahl einer Preßtommission des„ Bauhandwerkers". 4. Gewerkschaftliches. Große öffentliche Versammlung 243/11 Ausschuß am 21. Juli 1893 genehmigt und tritt vom 1. September 1893 ab in Kraft. Für die Arbeitgeber und Mitglieder der 1. Klasse ist ferner zu bemerken, daß zu gleicher Zeit die achtmonatliche Zahlung der Beiträge pro Jahr in Kraft tritt und für die vier Wintermonate Beiträge nicht erhoben werden. Statutenbücher sind vom 25. August 1893 ab im Raffenlokal, Streligerstr. 7, in Empfang zu nehmen. 1483b Der Vorstand. G. Erbe, Vorsitzender, Spandau, Gr. Wall in der Havel. R. Balte, Schriftführer, Madaistr. 9. Verband deutscher Korbmacher. ( Filiale Berlin.) bei Roll, Adalbertstr. 21. aller in der Kürschnerbranche beschäft. Montag, d. 21. Auguſt, Abds. 8½ Uhr, Arbeiter und Arbeiterinnen am Montag, den 21. Auguft, Abends 8½ Uhr, im Saale des alten Schützenhauses, Linienstraße Nr. 5. Zages Ordnung: 1. Bortrag. 2. Discussion. 3. Bericht des Delegirten der Gewert schaftskommission. 4. Erfahwahl der Vertrauensleute. 5. Verschiedenes. 196/5 Die Vertrauensleute. htung! General- Versammlung Achtung! des Arbeiter- Bildungsvereins für Schöneberg und Umgegend am Montag, den 21. August, Abends 81/2 Uhr, in der Schlossbrauerei zu Schöneberg, Hauptstr. 60-64. Tagesordnung: Versammlung Freie Vereinigung der Graveure u. Ciseleure. Montag, den 21. Aug., Abds. 8 Uhr, im Vereinslokal, Dresdenerstr. 45: Versammlung. Tagesordnung: schaftlicher Vortrag des Hrn. Dr. Joël: 1. Geschäftliches. 2. Naturwissen" Wie sollen wir uns ernähren?" 3. Diskussion. 4. Verschiedenes. Pünktliches u. zahlreiches Erscheinen 1. Raffenbericht. 2. Vortrag. 3. Diskussion. 4. Verschiedenes.-Mit- nothwendig. glieder werden daselbst aufgenommen. 108/10 Der Vorstand. arrangirt von den Genossen des 4. Berliner Reichtags- Verband aller in der Metallindustrie beschäftigten Arbeiter Wahlkreises unter güt. Mitwirt. mehrerer Gesangvereine. Anfang 8 Uhr Morgens. Volks- und Kinder- Belustigungen aller Art. Feuerwerk etc. Billets à 20 Pf. intl. Ueberfahrt sind in allen mit Plakaten belegten Handlungen, sowie bei den Vertrauensleuten des 4. Wahlkreises zu haben. 350/1 Das Komitee. Sozialdemokratischer Wahlverein für den 4. Berliner Reichstags- Wahlkreis. Dienstag, 22. August. Ab. 8 Uhr, im Vereinsh. Südost, Waldemarstr. 75: Mas Versammlung. Berlins und Umgegend." Montag, den 21. August, Abends 8% Uhr, im Saale der Arminhallen, Kommandantenstr. 20: Tagesordnung: 1. Vortrag des Genossen Fritz Hansen. 2. Diskussion. 280/6 3. Verschiedenes. 877/6 Gäste willkommen. Neue Mitglieder werden aufgenommen. Um zahlreichen Besuch ersucht Der Vorstand, Sozialdemokratischer Wahlverein für den 6. Berl. Reichstags- Wahlkreis. Derlammlung E am Dienstag, den 22. d. M., Abends 8 Uhr, in Uhlik' Salon( früher Schirm), Badstraße 23. Lages Ordnung: 1. Vortrag des Gen. G. Wagner über:" Direkte Gesetzgebung durch das Bolt". 2. Diskussion. 3. Vereinsangelegenheiten und Verschiedenes. Der Vorstand. 240/20 Lassalle- Feier Sonntag, den 27. August er.: Bahn- Partie nach Kalkberge- Rüdersdorf = zum ,, Deutschen Hause", arrangirt von den Genossen Friedrichsbergs, unter gütiger Mitwirkung mehrerer Gesang- und Musik- Vereine. Anfang 9 Uhr Morgens. Volks- und Kinderbelustigungen aller Art. Abfahrt Stralau- Rummelsburg 6 Uhr 38 Minuten. Abfahrt Lichtenberg- Friedrichsfelde 6 Uhr 46 Minuten. Wir ersuchen die Genossen und Genossinnen aus Berlin, Friedrichsberg und den umliegenden Ortschaften, Kaltberge- Rüdersdorf u. s. w. sich recht zahlreich daran zu betheiligen, um eine imposante Feier daraus zu gestalten. Abfahrt Lichtenberg- Friedrichsfelde 10 Uhr 48 Minuten. Beschließende Versammlung. Tagesordnung: 1. Antrag auf Aenderung des§ 1 Absah b des Statuts. 2. Wahl eines Rechtsschutz- Kommissionsmitgliedes. 3. Der Streik bei der Firma Willing& Violet. 4. An den Vorstand gelangte Anträge. Ohne Mitgliedskarte kein Zutritt. Um zahlreiches und pünktliches Erscheinen ersucht KEF Tapezirer. Der Vorstand. 168/6 Der Arbeitsnachweis befindet sich beim Kollegen Wunderlich, C. Neue Grünstr. 20. Am Sonntag, d. 27. Aug.( LassalleFeier), Ausflug m. Damen n. Schmöckwig, Gasthaus zur Palme. Abfahrt: Jannowißbrüde resp. Schlesisch. Bahnhof 8.18 refp. 8.21. Görliger Bahnhof 8.35 für Nachzügler stündlich ein Zug. Der Vorstand. Rummelsburg! Oeffentl. Versammlung des Arbeiter- Vereins für Rummelsburg u. Umg. Sonntag, den 20. August, Mittags 12 Uhr, im Lokale des Herrn Müller, Neue Prinz- Albertstr. 70. Tagesordnung: 1. Vortrag des Herrn E. Adler über: Politische und gewerkschaftliche Organisation". 2. Diskussion. 3. Berschiedenes. Gäste willkommen. Der Vorstand. Montag, den 21. August, Abends 8½ Uhr, im Lokale des Herrn 110/18 Boltz, Alte Jakobstr. 75: Oeffentliche Versammlung. Tages- Ordnung: 1. Der Achtstundentag und die Mißstände in unserem Beruf. 2. Das Gewerkschaftsbureaus. Die Kollegen werden in ihrem eigenen Interesse ersucht, zahlreich zu erscheinen. Die Agitationskommission der Tapezirer Berlins und Umgegend. Große öffentliche Arbeiter- Bersammlung des Nordens 1450b am Montag, den 21. Augußt, Abends 8 Uhr, in Pape's Salon, Kolbergerstraße 23, Verein deutscher Schuhmacher. Filiale I. Montag, den 21. August 1893, Abends 8/2 Uhr, bei Henke, Blumenstraße 38: Versammlung. Tagesordnung: Vortrag des Genossen Rose über: Der Egoismus im gewerkschaftlichen Verschiedenes Zagesordnung: 1. Der Ueberfall des Gasanstaltsarbeiter- Fachvereins und politischen Kampfe. Distuffton. in der Nacht zum 13. August in Pape's Salon und wie stellt sich die Arbeiterschaft des Nordens dazu? 2. Diskussion. 3, Verschiedenes. 426/6 Der Einberufer. W. Schwartze, Thaerstr. 17. Zahlreiches Erscheinen erwünscht. 277/3 Der Vorstand. Borussia- Brauerei, Nieder- Schönweide. Borussia- Brauerei, Nieder- Schönweide. Allg. deutscher Lapezirerverein Sonnabend, den 26. August 1893: 10. Stiftungs- Fest, verbunden mit Sommernachts- Ball, arrangirt vom Gesangverein Eintracht- Alt- Glienicke ( Mitglied des A.-S.-B.) Für Nachzügler: Abfahrt Stralau- Rummelsburg 10 Uhr 40 minuten. Gesangs- und Instrumental-Konzert im Garten 338/16 Im Saale: Grosser Ball. Freie Vereinigung Das Komitee. der Zivil- Berufsmusiker Berlins und Umg. Dienstag, den 22. August, Vormittags 10 Uhr: Mitglieder- Versammlung im Lokale des Herrn Röllig, Neue Friedrichstr. 44. Zages Ordnung: 1. Wissenschaftlicher Vortrag. 2. Vereinsangelegenheiten. Während der Pausen findet Geschäfts- Ausgabe statt. 393/9 Der Vorstand. Ethische Gesellschaft. unter Leitung ihres Dirigenten Herrn Robert Dürre. Musik von der Freien Vereinigung der Zivil- Berufsmusiker. Anfang 8 Uhr.- Entree 25 Pfennig. Herren, welche am Tanz theilnehmen, zahlen 50 Pfennig nach. Hierzu labet ergebenst ein Der Vorstand. 421/20 Bund der geselligen Arbeitervereine Berlins und Umgegend. Sonntag, den 20. Auguft, Nachm. 3 Uhr, im Garten des Hrn. Röllig, Neue Friedrichstr. 44: Familien- Kaffeekochen. Nachdem: Versammlung Tagesordnung: 1. Vortrag. 2. Aufnahme neuer Vereine. 3. Bundesangelegenheiten. Darauf folgend: Gemüthliches Beisammensein und Tanz nebst humoristischen Vorträgen. Bei un günstigem Wetter Kaffeekochen im Saal. 172/14 Kosel, Zehdenickerstr. 19, Hof I. pt. Zur Lassallefeier offeriren wir den Vertrauenspersonen und Vereinen zu besonders billigem Sonntag, den 20. d. M., Abends 8 Uhr, Rosenthalerstr. 38: Preise das erste Blatt unserer Lassallenummer mit dem Portrait Letter Vortrag des Herrn Dr. Lütgenau vor seiner Abreise nach Dortmund, Lassalle's und zwei Artikeln über Lassalle's Leben und Wirken zur eventuellen über: Jenseits von Gut und Böse. 142/13 Gratisvertheilung. Nach dem Vortrag: Gemüthliches Beisammensein und Tanz. Herren und Damen als Gäste willkommen. Filiale B. Am Montag, den 20. d. M., fällt unsere Versammlung zu Gunsten der öffentlichen Versammlung aus. Die Ortsverwaltung. 1494b Ruderverein ,, Vorwärts". Sonntag, den 20. d. M., Nachmittags 2 Uhr, vom Bootshause gemeinsame Fahrt nach Neptunsheim, wo um 4 Uhr gemüthliches Kaffeekochen stattfindet. 14896 Gäste widtommen. Zitherspieler, " welche geneigt sind, dem Zitherklub Gleichheit" beizutreten, finden Aufnahme jeden Donnerstag, Abds. 9 Uhr, im Restaurant Reimann, Alte Schönhauserstr. 42. 14936 Neuheit! Elegante Leder- Zigarrentaschen mit den Bildnissen von Mare und Laffalle offerirt das Dutzend à 4,00 Mart. 2 Probetaschen versende franko gegen vorherige Einsendung von 1 Mark. Paul v. Damnitz Nachf., Berlin, Neue Königstr. 59.[ 413M Wer das glaubt der ist verrückt! Sozialistisches Zeit Rouplet von Rich. Heise, Volkshumorist, Berlin N., Zionstirchstr. 11 v. 3 Tr. Preis mit Klavierbegleitung 50 Pf. Exped, des ,, Volksblatt für Teltow ( Joh. Rautmann) Berlin SW., Beuthstr. 2, Hof rechts part. Verantwortlicher Redakteur: Wilhelm Schröder in Berlin. Druck und Verlag von Maz Bading in Berlin SW., Beuthstraße 2. 414/9 46902* 2. Beilage zum„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 195. Ernte- Ergebnisse. Jn Thüringen ist der Ertrag der Feldfrüchte, wie die Thür. G." sagt, nicht ungünstig", ausgenommen Gerste und Hafer, die zum Theil fehlgeschlagen find. " Sonntag, den 20. August 1893. höher als im vorigen Jahre. In der Lombardei, in Venetien und der Emilia, wo der Schnitt des Weizens und Roggens jetzt beendet ist, rechnet man auf einen guten mittleren Ertrag dieser Feldfrüchte und auf eine vorzügliche Maisernte. Auch an Futterfräutern ist kein Mangel zu erwarten. Soziale Ueberlicht. Aus Ungarn meldet die( amtliche) Wiener 3tg.", daß nach den beim Ackerbau- Ministerium eingegangenen Meldungen das Getreide durch Rost, Brand, Hize, Sturm, Gußregen und Hagel sehr gelitten habe. Gegenüber der vorigen Ernte tarirt man den voraussichtlichen Ernteertrag wie folgt: Weizen 34 Millionen Meter- Zentner( 1892: 38,65 Millionen), Roggen 9 428 318 Mir.- 3tr.( 1892: 13 338 149), Gerſte 11 350 830 M.- 3tr. An die Lithographen, Steindrucker und verwandten Berufs( 1892: 11 626 525), Hafer 9 585 103 M.- 3tr.( 1892: 9 817 862). Das wäre ein Ausfall von über 42 Millionen Meter- Zentner genossen Deutschlands! ( Buchbinder, Präger, Schleifer, Arbeiter und Arbeiterinnen.) Weizen, fast 4 Millionen Meter- Zentner Roggen, über 1/4 Million Die Lage des Streits in Brandenburg ist dieselbe geblieben. Meter- Zentner Gerste und fast 14 Million Meter- Zentner Seit 5-6 Wochen sucht nun die Firma A. u. E. Kaufmann Hafer. Doch beruht das, wie wie erwähnt, auf Schäßung. Arbeitskräfte unter allen möglichen Versprechungen; felbst aus Die Schäßung des Ernte- Ergebnisses der übrigen Bodenerzeug- Wien waren Maschinendrucker engagirt, einige lehnten aus Soliniffe ist besser. Hirse und Buchweizen, Hülsenfrüchte und Garten- darität die gebotenen Früchte ab und ein weiterer, welcher sich gewächse stehen gut. Von Hanf und Flachs ist der Ertrag zu- persönlich von dem Kunsttempel überzeugte, reiste sofort wieder friedenstellend. Tabat, Futterrüben, Zuckerrüben lassen eine gute ab. Ja, selbst mit Kost und Logis hatte man die Drucker in der Mittelernte erhoffen. Von Kartoffeln verspricht man sich einen Druckerei versehen, aber nichts holf, dieselben zurückzuhalten; die mittleren Durchschnittsertrag. An Wiesenheu wird das Ernte- Verhältnisse sind daher so günstig wie zuvor. Erträgniß schwach sein, besser dagegen an Grummet. Die Weiden stehen gut. Obst ist viel gewachsen, besonders Aepfel, Birnen und Pflaumen. Der Wein ist stellenweise sehr schön gewachsen, wird aber infolge der Peronoschora( ein Bilz, der auf Blättern und Trauben des Weinstockes wuchert) nur eine schwache Mittelernte liefern. Die Ernte in Algerien ist hinsichtlich des Weizens gut, der Gerste und des Hafers ziemlich gut ausgefallen. Futtermittel reichen im Departement Algier faum für den eigenen Bedarf aus, in den Departements Dran und Bone, namentlich in letterem, fann ein erheblicher Theil ausgeführt werden. Gemüse und Kartoffeln haben in den Departements Oran und Algier eine gute, im Departement Constantine eine ziemlich gute Ernte geliefert. Un Wein und Olivenöl hofft man eine reiche und gute Ernte zu erzielen. Dor. = 10. Jahrg. Schreiben gerichtet, worin sie darauf aufmerksam machen, daß auch in Mainz und seiner Umgebung es mit der Handhabung des§ 115 a der Gewerbe- Ordnung noch sehr windig aussieht, indem noch vielfach besonders bei den im Baugewerbe beschäftigten Arbeitern die Auslohnung derselben in Wirthschaften er= folgt. Der Vorsitzende wird aufgefordert, bei der Bürgermeisterei zu beantragen, daß durch öffentliche Bekanntmachung auf das Ungefeßliche dieses Verhaltens aufmerksam gemacht wird. Ferner wird der Vorsitzende ersucht, analog dem Vorgehen der Gewerbegerichte anderer Städte, für die Zukunft Ar= beitsordnungen, welche nicht die Namensunterschrift des Betriebsunternehmers tragen, in Klagesachen als solche nicht mehr anzuerkennen. Arbeiterrifiko. Aus Gleiwiß wird der Frankf. 3tg." gemeldet: Infolge Durchbruchs von Grubengasen auf den Königin Luise- Gruben wurden gegen 50 Bergleute betäubt. Den nachgeschickten Rettungsmannschaften gelang es, dieselben herauszuschaffen. An der Unfallstelle sind unausgesetzt vier Aerzte mit der Wiederbelebung der Betäubten thätig. Hunderte von Angehörigen erwarten angstvoll das Ergebniß der Wiederbelebungsversuche. " Die Firma fann es also troz aller Machinationen nicht dazu bringen, Arbeitskräfte zu erlangen, doch jetzt greift selbige zu Zur Lage der Handschuh- Industrie. Die Breslauer einem anderen, aber jedenfalls lezten Mittel, und gelingt es uns, Beitung" berichtet aus Haynau: Die in Amerika durch die dieses abzuwehren, dann ist der Sieg binnen furzem entschieden. Silberkrisis entstandene ungünstige Geschäftslage und der leider Die Firma versucht nämlich ihre Arbeiten in anderen Druckereien vergeblich erhoffte größere Absah durch die Chicagoer Ausstellung fertigstellen zu lassen, so in Berlin, Hamburg, Dresden, Leipzig, haben auf die hiesige Handschuh- Industrie, welche es ausschließSelbstverständlich haben sich die Kollegen, welche in Firmen lich mit dem Export nach Amerika zu thun hat, so nachtheilig arbeiten, wo Kaufmann'sche Arbeiten fertiggestellt werden sollen, gewirkt, daß, nachdem bereits vor einiger Zeit Arbeiterentlaffungen mit den Streifenden in Brandenburg solidarisch erklärt und die stattgefunden haben, heute zwei Haynauer Handschuh- Fabriken Arbeit eingestellt; ebenso erwarten wir von jedem rechtlich die Arbeit bis auf weiteres ganz eingestellt haben. Drei Glaceedenkenden Kollegen, daß er dem Beispiel der Streifenden folgen leder- Färbereien und eine Glaceeleder- Gerberei beschäftigen einen wird; ferner erwarten wir, daß, wenn die Aufforderung an ihn Theil ihrer Arbeiter nur noch halbtagsweise. ergeht, die Arbeit der streikenden Brüder zu verrichten, er unbedingt die Erklärung abgiebt:" Ueber die Arbeiten der Firma den verschiedenen Gewerben insgesammt 364 636 Personen thätig. In der Industrie in Sachsen waren im Jahre 1892 in Kaufmann ist die Sperre verhängt und kann daher die Arbeit In Egypten ist die Weizen, Gerste- und Bohnen- Ernte nicht fertig gestellt werden". Jeder Einzelne wende sich uns ist somit gegen 1891 ein Rückgang von 6905 Personen zu sehr befriedigend gewesen, während die Linsenernte nur eine verzüglich an Unterzeichneten oder an die in den verschiedenen verzeichnen. Am empfindlichsten trifft der Rückgang das männmittlere war. Von Mais und Dari( einer hirseähnlichen Ge- Städten dazu kompetenten Personen, aber vor allem ist Nachricht liche Geschlecht, denn gegen 1891 wurden 5966 männliche, datreideart) bleibt für die Ausfuhr nichts übrig, wenn der inlän- zu geben, ehe die Arbeiten Kaufmanns angefangen werden." gegen nur 939 weibliche Personen weniger beschäftigt. Ihrem dische Bedarf gedeckt werden soll. Kollegen, Arbeiter, Arbeiterinnen! Der Streit verspricht Alter nach waren über 16 Jahre 221 083 männliche und 110 222 Das Ernte- Ergebniß von der australischen nach dieser Darlegung ein derartig ausgedehnter zu werden, wie weibliche Personen; gegen 1891 ein Weniger von 1633 männ Insel Tasmanien liegt für die Periode 1892/93 jetzt es in unseren Berufen niemals der Fall war, und es ist wohl lichen, dagegen ein Mehr von 2466 weiblichen Personen; über Es wurden geerntet auf 58 897 Acker 1018 550 Bushels sicher anzunehmen, daß die Firma alles daran sehen wird, uns den 14-16 Jahre waren 16 544 männliche und 11 548 weibliche Weizen, auf 3929 Acker 80 205 Bushels Gerste, auf 22976 Acer Sieg fo schwer wie möglich zu machen; dieselbe glaubt, uns in Personen, gegen 1891 ein Weniger von 1024 männlichen und 1290 631 746 Bushels Hafer und auf 16 535 Acker 60 245 Tonnen unseren finanziellen Verhältnissen schwächen zu können, fie glaubt, weiblichen Personen; über 12-14 Jahre waren 3461 männliche und Kartoffeln. Auf einen Acer gleich 0,405 Hektar kommen danach daß die Arbeiterschaft Deutschlands so leicht uns im Stiche lassen 1783 weibliche Personen, gegen 1891 ein Weniger von 3309 an Ertrag: 23,14 Bushels Hafer( 1 Bushel gleich 36,35 Liter), wird, um nachgeben zu müssen, doch auch darin soll sich die männlichen und 2115 weiblichen Personen. Es ist somit im ganzen 20,41 Bushels Gerste, 18,9 Bushels Weizen und 3,66 Tonnen Firma getäuscht sehen. Wir wußten ganz bestimmt, als wir in trotz des Rückganges, ein Anschwellen der weiblichen zu unKartoffeln( 1 Tonne gleich 20 Zentnern). An Hafer und Kar- den Kampf eintraten, daß er uns nicht leicht gemacht würde, wir gunsten der männlichen Personen zu verzeichnen. Während der toffeln wurden 244 827 Bushels und 2855 Tonnen weniger ge- wußten aber auch, daß nicht nur unsere Kollegen, sondern die Rückgang der beschäftigten Personen im ganzen 1,86 pt. beerntet als in der Periode 1891/92, an Weizen und Gerste 80870 Arbeiter Deutschlands hinter uns stehen, und um so freudiger trägt, ist derfelbe in der Holz, Nahrungsmittel- und Bekleidungsund 8519 Bushels mehr, wobei indeß zu berücksichtigen ist, daß werden wir auch diese neue Wendung des Streiks aufnehmen induſtrie bei weitem stärker, denn hier beträgt der Rückgang 11 313 und 1279 Acker mehr, als in der Periode 1891/92, mit und mit allen nur erdenklichen Mitteln es zu verhindern wissen, 6,26, 5,68 und 8,68 pCt. Der Rückgang der Beschäftigung Weizen und Gerste bebaut worden waren, während diesmal die daß die Arbeiten von Kaufmann fertig gestellt werden. jugendlicher Personen ist wohl auf die Einführung der Gewerbemit Hafer bestellte Fläche um 5384 Acker fleiner war als in der Kollegen, Arbeiter, Arbeiterinnen! Sorgen wir dafür, daß der Gewerbe- Ordnung sind, zeigt, daß noch 5244 Personen unter Ordnung zurückzuführen. Wie lückenhaft noch die Bestimmungen früheren Jahresperiode, Das Kartoffelland war um 142 Acker die Solidarität immer weitere Kreise umfaßt, weisen wir die 14 Jahren in der Industrie beschäftigt werden. Da die GewerbeArbeiten von Kaufmann von uns, sofern solche gemacht werden Ordnung die Beschäftigung von Personen unter 14 Jahren nur in Zum Schluß mag noch eine den„ Uebersichten der Welt- sollen und unterſtüßen wir die Streikenden so, wie es noth- Fabriken verbietet, so wird die Zahl von 5244 jugendlichen Personen wirthschaften" entnommenen Statistik des Belthandel 3 wendig ist! Große Opfer sind erforderlich, doch jeder Ginzelne als in der Hausindustrie beschäftigt anzusehen sein. Ein weiterer mit Getreide und Mehl aus dem Jahre 1888 zum Theil giebt diese Opfer nur für sich selbst; beweisen wir doch endlich Beweis, daß nicht nur die Arbeiter in Fabriken, sondern auch wiedergegeben sein. einmal, daß wir uns nicht mehr, wie es geschehen, in jeder Be ziehung mit Füßen treten lassen. Ueberall hören wir den Un- die der Hausindustrie den Bestimmungen der Gewerbe- Ordnung muth der Arbeiter über die Behandlungsweise, hier ist ein Weg- unterstellt werden müssen. Am stärksten ist der Rückgang der weiser, hier kann der Hebel angesetzt werden. Sorgen wir da- Jugendlichen Arbeiter in der Textilindustrie. Hier waren 1891 für, daß die Arbeiten von Kaufmann nur dann fertiggestellt och 5281, 1892 aber nur noch 2483 jugendliche Personen thätig. werden, wenn die Forderungen in Brandenburg erfüllt find, arbeit und den damit verbundenen Ausfall der Arbeitskraft eine Man müßte nun annehmen, daß durch das Verbot der Kinderaber forgen wir auch ferner dafür, daß die Geldmittel recht mehreinstellung von erwachsenen Arbeitern erfolgen dürfte, das reichlich fließen, dann liegt der Sieg auf unserer Seite. trifft aber für 1892 nicht zu, denn zieht man die weniger bes schäftigten 5244 jugendlichen Arbeiter von den 1892 überhaupt weniger beschäftigten Arbeitern ab, so bleibt immer noch ein Weniger von 1481 beschäftigten Personen gegen 1891. Noch schärfer tritt dies zu Tage, wenn man berücksichtigt, daß die Bevölkerung sich um 1,92 Prozent vermehrt hat. Mit dem von einigen Seiten prophezeiten Aufschwung der In Personen einen Rückgang zu verzeichnen, so haben sich die dustrie ist es demnach nichts. Haben die beschäftigten Dampfmaschinen gegen 1891 um 335 oder 4,15 pet. vermehrt, das heißt, die Zahl der Dampfmaschinen stieg von 8078 im Arbeiter Jahre 1891 auf 8408 im Jahre 1892. Noch schneller vermehrten der Herren Konfettion und der Maaßbranche: sich die zur Verwendung kommenden Pferdekräfte der Maschinen Große öffentliche Versammlung am Montag, den 21. August, und zwar gegen 1891 um 13 175 oder um 8,19 pCt., das heißt, Abends 81/2 Uhr, in Kuhlmey's Salon, Schönhauser Allee 28. fie stiegen von 160 772 im Jahre 1891 auf 173 947 im Jahre Tagesordnung: Vortrag der Mäntelnäherin Fräulein Agnes 1892. Während die Dampfmaschinen um 4,15 pEt. zunahmen, Wabnih über die Lage der Arbeiter und Arbeiterinnen in der haben die Pferdekräfte um 8,19 pCt. zugenommen. Es müssen Mäntel- und Herrenkonfektion und die Bedeutung der Ver- also mehr alte Betriebe vergrößert, als neue Betriebe errichtet einigung. sein. Besser kann man die Brachlegung der Arbeitshände nicht illustriren; auf der einen Seite ein starker Rückgang der beschäftigten Personen, auf der anderen Seite ein starkes Anschwellen der Maschinenkräfte. Was Wunder, wenn das Angebot von Arbeitskräften auf dem Arbeitsmarkt die Nachfrage bedeutend übersteigt und drückend auf den Lohn einwirkt. größer. Australien Kanada Bulgarien Argentinien Japan. Egypten Algier Chile . Ausfuhr Länder: Ausfuhr in Millionen ཤྰང ཚ 87- ཨལུཿ|" Einfuhr Kilogrammen Rußland Vereinigte Staaten 8621 19 3915 369 • Britisch Ostindien 2170 17 . Rumänien 1640 7 Desterreich- Ungarn 1222 94 • 572 230 569 251 429 1 349 2 210 21 187 42 157 56 123 Serbien Europäische Türkei Uruguay 92 2 46 ? 45 1 Ausfuhr in Millionen 64 • • 132 195 7476 3127 1871 932 1673 502 1591 65 6 31 734 459 353 7 307 117 297 196 226 148 4 145 50 111 . Einfuhrländer. Großbritannien Frankreich Deutsches Reich Niederlande Belgien. Italien. Schweiz Spanien Norwegen Dänemark Schweden Griechenland Portugal Finnland • Einfuhr Rilogrammen Insgesammt betrug die Einfuhr 19 630 Millionen Kilo gramm im Werthe von 2713,5 Millionen Mark( pro Kilo 13 Pf.), Die Ausfuhr 22 649 Millionen Kilogramm im Werthe von 2820,7 Millionen Mark( pro Kilo 122 Pf.). Aus Bulgarien wird gemeldet, daß von Gerste und Hafer die Ernte sehr gut, von Weizen, Spelz und Heu gut mittel und von Roggen und Halbfrucht schwach mittel gewesen ist. Die Qualität des Getreides ist vorzüglich und zwar erheblich besser, als die des vorjährigen Getreides war. Von Mais und Hirse verspricht man fich eine in jeder Beziehung vortreffliche Ernte. Alle Geldsendungen aus den verschiedenen Städten sind nur an Martin Mescha, Berlin S., Wißmannstr. 8, zu senden, und bitten wir, wöchentlich abzurechnen. Der Vorstand des Vereins der Lithographen, Steindruck er und Berufsgenossen Deutschlands. J. A.: Otto Sillier, Berlin S., Gräfestraße 77. Alle arbeiterfreundlichen Blätter werden um Abdruck gebeten. Achtung! Mäntelnäherinnen, Bügler, Stepper, Trikottaillen Arbeiterinnen und # " In Erwiderung auf den Bericht im Vorwärts" vom 16. August, betreffend die Puzer in Moabit, unterzeichnet von den Herren H. Gräschke, H. Hierse, J. Pfarr, B. Forster, fühle ich mich veranlaßt, Nachstehendes zu erwidern. Wie den Arbeitern, die bei mir verkehren, nicht unbekannt sein wird, habe ich mich sofort bereit erklärt, nachdem der Boykott über die Arbeitslosenstatistik in England. Das soeben erschienene Spandauerberg- Brauerei verhängt wurde, kein Bier mehr aus Augusthest der„ Labour Gazette", das offizielle Organ der der Brauerei zu nehmen; nur wegen kleiner Geschäftsdifferenzen ständigen englischen Arbeiterkammer, welche dem Handels. war ich bis jetzt verpflichtet, das Bier von der Brauerei zu ministerium beigefügt ist,[ enthält wieder eine Fülle statistischen nehmen. Da ich dies nun geregelt habe, so bieche ich am Materials, das von großem Interesse auch für unsere Leser sein heutigen Tage mit der Spandauerberg- Brauerei und beziehe mein dürfte. Wir greifen für heute die Statistit der Arbeitslosen im Bier jetzt aus einer nichtboykottirten Brauerei. Es wäre doch Monat Juli heraus. sehr zu empfehlen, daß bei solcher Gelegenheit mehr Rück sicht auf die kleinen Geschäftsleute genommen würde, denn die tönnen nicht so handeln wie sie wollen. Ich hoffe mit dieser Ertlärung meine Schuldigkeit gethan zu haben. H. Müller, Havelbergerstraße Nr. 7. Ein zur Einsicht gekommener Fabrikant. In einer Im Süden der südamerikanischen Republik Chile ist die kürzung der täglichen Arbeitszeit auf 10 Stunden angestellt. Wie Weberei in Sebni( Sachsen) wurden Versuche mit der VerWeizenernte im allgemeinen recht befriedigend gewesen; der Ertrag die Firma der Dresdener Handelskammer mittheilte, hat sich die überstieg den einer guten Mittelernte. Man schäßt die Menge Leistung der Arbeiter auch hier, trotz der Verkürzung der Arbeitsdes Weizens, der ausgeführt werden kann, auf 175 750 Tonnen geit, entschieden erhöht". ( à 20 Zentner). Wenn unser Unternehmerthum nicht so entseßlich bornirt und In der europäischen und asiatischen Türkei von Arbeiterhaß erfüllt wäre, würde es den dringenden Forde hat die Ernte im Durchschnitt einen mittleren Ertrag ergeben. rungen der organisirten Arbeiterschaft auf Verkürzung der ArbeitsIm Vilajet Adrianopel find Weizen und Roggen schlecht; ge- zeit ein beträchtliches Stück Weges entgegenkommen fönnen, ohne rathen. In Süditalien und auf Sizilien ist die Weizen und und Ameritas, das uns in der Industrie vielfach überlegen, lehrt daß der heilige Profit Schaden litte. Das Beispiel Englands Kartoffelernte gut, die Gerste- und Hafenernte weniger günftig dies. Aber nirgendwo hat sich die Arbeiterschaft mit einer verausgefallen. Der Ertrag der Heuernte war gering, man hofft bohrteren Unternehmerschaft abzuplagen, als im klassischen Lande nun, daß die Grummeternte Mangel an Futterstoffen verhüten der schwarzen Listen und Arbeitermaßregelungen. werde. In Toskana ist die Ernte sowohl hinsichtlich der Beschaffenheit als der Menge des Getreides recht gut ausgefallen; Die Arbeitnehmer Beisitzer des Mainzer Gewerbe in den Marken war der Ertrag an Weizen zirka um ein Viertel gerichte haben an den Vorsitzenden des Gewerbegerichts ein machten, zählten in diesem Monat bei einer Mitgliederzahl von 32 Organisationen, welche der Arbeiterkammer Angaben 336 086 20 919 oder 6,2 pCt. Arbeitslose gegen 5,8 pet. am Ende Juni. Im Juni des Jahres 1892 waren von den Gewerkschaften mur 5,3 pCt., im Juli 5 pCt. Arbeitslose gezählt worden. Diese Zunahme der Arbeitslosigkeit sucht die Labour Gazette" außer in dem allgemeinen Geschäftsniedergang noch zum Theil in dem Ausstand der Kohlenarbeiter, welcher anfange, andere Induſtrien mit zu berühren". Obiges Journal theilt uns noch weiter folgende wissens werthe Einzelheiten mit: Neue Streitigkeiten zwischen Kapital und Arbeit brachen in England aus 55 im Juli, gegen 71 im vorhergehenden Monat. 14 davon betrafen die Textil, 12 die Baus und 11 die Kohlenindustrie. Die Lohnerhöhungen waren unwesentlicher Natur, die ohureduktionen bedeutender; in einigen Branchen bis zu 5 pet.( SchiffsbauArbeiter). Die Zahl der Armen( Paupers) betrug nach einer Zählung, welche an einem bestimmten Tage in den Armenhäusern Großbritanniens vorgenommen wurde, 297 078 oder 203 Personen auf je 10 000 Einwohner, gegen 295 839 oder 202 von 10 000 am selben Tage des Monats Juni. Verglichen mit Juli 1892 zeigt der diesjährige Zeitraum eine Zunahme der Armen von 15 611 oder 11 pro 10 000. 9 0 Auf die wirthschaftlichen Verhältnisse der italienischen wieder mit Nachdruck aufgenommen werden. Der zweite Punkt| Anwesenden. Von einer Diskussion nahm die Versammlung in Arbeiterschaft wirft eine Korrespondenz in der Bildhauer der Tagesordnung lautete: Die Fenster- und Roatsforbfrage Ermangelung prinzipieller Gegner Abstand. Die auf der TagesBeitung" ein Schlaglicht. Es heißt in derselben: Die erbärm- und unsere Stellung zum Bauarbeiter Kartell." Rölln befür- ordnung weiter stehende Abrechnung vom Maifest mußte bis zur lichsten Zustände sind in Mailand im Bildhauer- Berufe wortete ein schärferes Vorgehen in dieser Frage als bisher, nächsten Versammlung vertagt werden, da noch feine vollständige anzutreffen. Im besten Geschäft bei Lovati beträgt der einen engeren Anschluß an das Bauarbeiter Kartell und die Abrechnung gegeben werden konnte, indem dem Maikomitee noch höchste Lohn 3/2 Lire( 2,80 m.) bei zehnstündiger Arbeits- Wahl eines Vertreters. Die Versammlung folgte diesem Vor- nicht alles Material zur Verfügung gestellt worden ist. Es erfolgte zeit. Um nur halbwegs Frau und Kinder durchzubringen, schlage und wählte als Vertreter in das Baukartell M a cf. Die hierauf die Rechnungslegung des Wahlkomitees durch den Genossen arbeiten die Verheiratheten nach Feierabend zu Haus für kleine Versammlung genehmigte ferner den Antrag, daß in der nächsten Hermann. Nach dem Berichte sind auf Listen eingekommen Tischlermeister und bringen dadurch natürlich die Löhne immer öffentlichen Versammlung die Abrechnung vom vorjährigen 1079,06 m. und durch Tellersammlungen 334,20 M. Die Totalen mehr herunter. Die jungen Leute arbeiten in obigem Geschäft Martenvertrieb zu erfolgen habe und daß diejenigen Marten- Ausgaben betrugen 270,45 M. Die Ueberschüsse sind dem Vergern für 1 Lire 25 Cts. pro Tag um sich auszubilden! Jeder inhaber, die bis dahin nicht abgerechnet haben, öffentlich be- trauensmann Köppen überwiesen worden. Dieser hat ferner der von einem Verein spricht, wird ausgelacht, und die Gründung fannt gegeben werden sollen. Um fernerhin einer derartigen an einzelnen Beiträgen noch 167,63 m. vereinnahmt. Nach Bes eines solchen für eine Unmöglichkeit erklärt. Doch wird's auch Verzögerung der Abrechnung vorzubeugen, wurde weiter be- gleichung noch ausstehender Forderungen wird über den vordort einstmals tagen!- Auch die Buchdrucker flagen über die schlossen, daß von nun ab alle Inhaber von Marken vierwöchent- handenen Baarbestand entsprechende Verfügung getroffen werden. Unter Zustände im Lande, wo die Zitronen blüh'n. So lefen wir im lich abzurechnen haben, widrigenfalls ihnen das Material entzogen Hiermit war die hauptsächlichste Tagesordnung erledigt. Korresp. f. Deutschl. Buchdr.":" In Neapel herrschen die werden soll. Bunkt„ Berschiedenes" nahm Bäder Kretschmar Veranlassung, jämmerlichsten Zustande unter den Buchdruckern. Es werden sich über die Nothwendigkeit der Brot- Kontrollmarke zu ver fehr oft wahre Hungerlöhne gezahlt; ja, es kommt vor, daß man es wagt, dem Arbeiter einen Wochenlohn von 5 Lire anzubieten. Von den Druckereien dritten Ranges, welche die größte Schmutzfonkurrenz treiben, falliren monatlich zwei bis drei. Das Lehrlingsunwesen steht natürlich auch in schönster Blüthe." Im Fachverein der Uhrmacher und verwandter Berufs- breiten und fanden seine Ausführungen allseitige Zustimmung. genoffen sprach am 12. dieses Monats Genosse Wiz über die Hingewiesen wurde ferner auf das Bestehen und Wirken der Evolutionstheorie". Der Referent schilderte in einem längeren Sanitätskommission sowie auf den Umstand, daß die jetzt sie Vortrage die Entstehung der Erde und gab eine eingehende Dar- bildenden 4 Genossen nicht ausreichen. Es erging deshalb an stellung über die Entwicklung der Lebewesen. Besonders auf die die Genossinnen und Genossen die Aufforderung zur DienstEntstehung des Menschen eingehend, stügte sich der Referent auf leistung und diesbezüglichen freiwilligen Meldung bei der KomVolkszählung in Nordamerika. Der erste Band des die Lehre Darwin's. Durch reichen Beifall gaben die Anwesenden mission. Nachdem noch die Nothwendigkeit der gewerkschaftlichen Compendiums des elften Zensus" in den Vereinigten Staaten ihr Einverständniß zu den Ausführungen des Redners fund. wie politischen Organisation hervorgehoben und unter lautem ist soeben erschienen. Aus demselben ersehen wir die folgenden Unter Verschiedenem beschloß die Versammlung, am Sonntag, den Jubel der Versammlung das Resultat der Stichwahl in Haminteressanten Thatsachen: Die Bevölkerung der Vereinigten 27. d. M., eine Lassallefeier durch einen Ausflug nach Schmöck- burg 1 bekannt gegeben worden war, erfolgte nach einem SchlußStaaten bestand am 1. Juni 1890( dem Tage, an welchem der wiß zu veranstalten. Die nächste Versammlung findet am Sonn- worte Auer's Schluß der Volksversammlung. Bensus abgenommen wurde) aus 62 622 250 Seelen. Die In- abend, den 26. August, Abend 9 Uhr, bei Wienecke, Alte Jakobdianer und andere Personen auf indianischem Territorium, in- ftraße 83, statt, in derselben wird Kollege Naether einen Vortrag Köpenick. Im Lokale des Herrn Gärisch tagte am 15. d. M. dianischen Reservatgebieten und in Alaska mit eingerechnet be- über den Züricher Kongreß halten. eine gutbesuchte öffentliche Versammlung des hiesigen Arbeitertrug die Bevölkerung 62 979 766 Seelen. Im Jahre 1880 vereins, in der Genosse Kö st er einen Vortrag hielt über: Die belief dieselbe sich- mit Ausschluß derselben Per- Der Frauen und Mädchen- Bildungsverein des ar: Errungenschaften der Astronomie. Sodann beschloß man die sonen- auf 50 155 283. Der absolute Zuwachs in beitenden Volkes für Berlin und Umgegend( Filiale Moabit) Lassallefeier am 2. September im Lokale des Herrn Klein( Stadtdem Dezennium war daher 12 466 467 oder 25 pet. hatte am 16. August eine gutbesuchte Versammlung, in der Herr theater), abzuhalten. Nach erfolgter Wahl eines Komitees, das Zwischen 1860 und 1890 verdoppelte sich die Bevölkerung; im Dr. Weyl in einem mit vielem Beifall aufgenommenen Bor- vereint mit dem Vorstand des Vereins die nöthigen Vorersteren Jahre betrug fie 31 413 321- die Indianer nicht trag über„ Gesundheitspflege" sprach. In der darauf folgenden bereitungen treffen soll und Erledigung verschiedener Vereinsmit einbegriffen. Angenommen, daß die Bevölkerung seit Diskussion gab das Mitglied der Sanitätskommission Genosse angelegenheiten schloß der Vorsitzende die Versammlung. 1. Juni 1890 sich in demselben Verhältniß vermehrt habe, Denen eine eingehende Schilderung der sanitären Misstände wie während der Jahre 1860 bis 1890, so müßte dieselbe am der Schlafstätten für Dienstmädchen. Diesem Schlafstätten- Freie Vereinigung der Graveure und Biseleure. Montag, den 1. Juni 1893 beinahe 67 300 000 gewesen sein. Von der Ge- unwesen hätte schon längst eine strengere behördliche Beaufsichti- 21. August, Vortrag des Herrn Dr. Joel: Wie sollen wir uns ernähren?" Der Arbeitsnachweis befindet sich beim Kollegen G. Wunderlich, Neue fammtbevölkerung die Indianer ausgeschlossen- waren gung zu Theil werden müssen. In der nächsten Versammlung Grünfir. 20. 53 372 703 amerikanischer und 9 249 547 oder 14,7 pct. fremder soll eine vom Genossen Knauf vorgebrachte Angelegenheit aus Freier Diskutir- Verein. Montag, den 21. Auguft, Abends 8% Uhr, Sigung bei Fischer, Martgrafenftr. 88. Bortrag: Die Verfassung des Deutschen Geburt. Die größte Anzahl der letteren war in North Dakota, Reinickendorf noch näher besprochen werden. Reiches( Fortsetzung). welches 45,58 pet. hatte. Unter den anderen Staaten hatten Freireligiöse Gemeinde. Sonntag, den 20. Auguft cr., Bormittags 10% uhr, Rosenthalerstraße Nr. 38. Vortrag: Die Bedingungen der SlitVerein für volksthümliche Kunft. Sigung alle Montage, Abends Freie Vereinigung der selbständigen Barbiere und Friseure etc. uhr, bei Gründel, Dresdenerfir. 116. Aufnahme neuer Mitglieder. Versammlung am Montag, den 21. Auguft cr., Abends 10 Uhr, bei Röllig, Neue Friedrichstraße 44. Tagesordnung: Die Hygiene der Barbierstuben. Abends 8 Uhr, Bersammlung bei bente, Blumenstraße Nr. 38. Bortrag des Genoffen Rofe über: Der Egoismus im gewerkschaftlichen und poli tischen Kampfe. nachm. 8 Uhr, bei Röulg, Neue Friedrichstraße 44, große Bersammlung und gemüthliches Beisammensein mit Zanz. Verein deutscher Schuhmacher, Filiale i. Montag, den 21. August, Bund der geselligen Arbeitervereine Berlins. Sonntag, 20. August, Vergnügungsverein Boruffia". Sonntag, den 20. August, Abends 6 Uhr, in Birt's Fortuna- Sälen( fleiner Saal): Fidelitas. Bergnügungsverein Ostend". Sigung am Sonntag, den 20. August, Montag, Minnesota 35,9 pSt., Wiskonsin 30,78 pt., Rhode= In einer Versammlung des Vereins zur Wahrung Jsland 30,77, Kalifornien 30,32, Massachusetts 29,35, New- Yort der Intereffen der Gast- und Schankwirthe sprach der Gaftlichkeit." 26,19, Michigan 25,97, Connecticut 24,6, New- Jersey 22,77, wirth Brunzlow über die„ Bierfrage". Er tadelte das Vorgehen Illinois 21,01, Jowa 16,95, Pennsylvanien 16,08, Ohio 12,51 der Brauereien, welche einen riesigen Flaschenbier- Handel beund Kansas 10,36 pt. Bevölkerung von fremder Geburt. trieben, wodurch sie, namentlich durch ihre Schleuderei, die GastMehrere der neuen Staaten und Territorien im Nordwesten wirthe erheblich schädigten. Dagegen müsse Front gemacht hatten große fremde Bevölkerungen, North- Dakota hat die größte. werden; die andern Gastwirths- Vereinigungen haben zu diesem Unter den nördlichen Staaten hat Indiana den geringsten 3wecke sich verbunden und eine Kommission gewählt, die Brozentsatz von Einwohnern fremder Geburt- nämlich 6,67 pet.; mit den Brauereidirektoren bereits verhandelt habe. Die großen, Virginien, Tennessee und Arkansas haben jedes nur 1 pet. Die dem Bierring" angehörenden Brauereien ließen sich zwar auf Gesammtzahl der Personen von afrikanischer Abstammung war nichts ein; viele andere aber hätten die Forderung, den Flaschenam 1. Juni 1890 in den Vereinigten Staaten 7 470 040, außer bier- Handel einzustellen, bewilligt, und diese seien durch Abnahme von Bier zu unterstützen. dem gab es noch 107 475 Chinesen und 2039 Japaner. Im In der Diskussion sprachen die GeJahre 1860, gerade vor dem Ausbruch des Sezessionistenkrieges, erkannten das Dilemma, in welches der Kleingewerbtreibende und Borg nossen Henke, Zubeil, Böhl, Lorenz, Babel u. a. Sie alle Nachmittags 5 Uhr, Krautstraße 6 bet Rudolf( Eingang vom Flur). Zanz zählte die Bevölkerung von afrikanischer Abkunft 4 441 830 Seelen. erkannten das Dilemma, in welches der Kleingewerbtreibende und Vortrag. Theater- und Vergnügungsverein" Fritillaria". Sonntag, den New- York war bis zur Zeit des Zensus von 1820 der volk- durch die Konkurrenz des Großkapitals gerathe, betonten aber 20. Auguft, abends 6 Uhr, bei Dreßler, Barnimftr. 16: Gigung, nachdem reichste Staat in der Union. Illinois nahm 1890 den zweiten das Nuzloſe einer Agitation gegen den Flaschenbier- Handel. Fidelitas. Gäste wiltommen. Rang, Dhio den vierten, Missouri den fünften ein und dann Der Arbeiter sei durch seine schlechte wirthschaftliche Lage Arbeiter- Bildungsschule. Sonntag Vormittag 10-12 Uhr: Nord= als möglich sich zu Schule, Müllerftr. 179a: Unterricht in Gesegestunde. Dt- Schule folgten Massachusetts, Texas, Indiana und Jowa. Die Bevölke- gezwungen, sein Bier so billig rung der nordwestlichen Gruppen von neuen Staaten verdoppelte beschaffen und der diesseitige Verein könne nicht die Hand dazu Markusstraße 31: Buchführung. Für alle vier Schulen in Schöning's Restauration, Stallschreiberstraße 29: Nationalötonomie. fich während 1880 bis 1890, während Nevada an Bevölkerung bieten, ihm dies zu vertheuern. Daß sie, die fleinen Geschäfts- Abends 8-10% Uhr: Nord- Schule, Müllerstraße 179a: Unterricht in abnahm. Das Wachsthum des Staates Washington von 1880 leute, immer mehr dem Ruin entgegen gingen, sei ihnen ohne- Deutsch( oberes); Süd- Schule, Mariendorferfir. 5 bei Grube: Nationalbis 1890 war verhältnißmäßig größer als das irgend eines dies bekannt; nur eine gründliche Umanderung der heutigen otonomie; Dft- Schule, Martusstraße 31: Gefeßestunde; Südost Schule, Reichenbergerstr. 133: Anatomie. In allen Unterrichtsfächern anderen Staates, feine Bevölkerung verfünffachte sich beinahe Wirthschaftsordnung würde auch für sie eine Verbesserung ihrer mit Ausnahme Mathematik und Buchführung, fönnen noch Schüler und Es wurden indeß die Kollegen Henke, Lorenz, Schülerinnen auch jetzt im Laufe des Semesters eintreten. während diefer Periode. Im Jahre 1880 gab es nur eine Stadt, Lage bedeuten. Sozialdemokratische gefe- und Diskutirklubs. Mar Kayfer, die eine Bevölkerung von über 1 000 000 Seelen besaß näm Babel und Günther gewählt, um in betreffender Kommission wenigstens dahin zu wirken, daß ein einheitliches Maß( ge- eim er", jeden Montag, Abends 9 Uhr, bei Rudolph Bahr, Gerichtsfir. 19. jeden Gonntag Bormittags 10% Uhr im Restaur. Schömann, Heimstr. 16.lich New- York. Im Jahre 1890 gab es drei solcher Städte Im Arbeiter- Sängerbund Berlins und Umgegend. Sonntag. Alle nämlich New- York, Chicago und Philadelphia. Im Jahre 1870 aichte Fässer) und einheitlicher Preis erzielt werde. gab es nur 14 Städte, von denen jede mehr als 100 000 Gin- weiteren Verlaufe der Debatte kritisirte man die Preisdrückerei aenderungen im Vereinstalender sind zu richten an Fr. Kortum, ManteuffelNebungsstunde. Aufnahme neuer Mitwohner enthielt. Im Jahre 1880 hatte sich diese Zahl auf 20 einzelner Kollegen. Neuaufnahme fanden folgende Kollegen: fraße 70, bends 9 Ubr: glieder. Montag. Norddeutsche Schleife, Melchiorstraße 15 Wilke, Andreasstr. 26, Schonheim, Gräfeftr. 8, Pötsch, Schöne- bei Stehmann. Stedertafel der Maler und verwandter und im Jahre 1890 auf 28 vermeytt." berg, Sedanstr. 66, Hildebrand, Bernauerstr. 83, Dengler, Berufsgenossen Annenstraße 16 bei Ghrenberg. Harmonie 2 WeinTonblüthe, Görligerstraße 68 bet Tolts Fehrbellinerstr. 81. Das Anfinnen des Kollegen Osang, die Ar- ftraße 11 bet Feindt. dorf.- Blüthe, Weinstr. 23 bei Küchenmeister. Suchsdorf'scher beiter aufzufordern, das billige King'sche Bier nicht zu trinken, Sängerchor, Landsbergerstraße Nr. 31 bei Seehausen. Froh' Sänger wurde von Zubeil gebührend zurückgewiesen. Hierauf erfolgte offnung Berlin West, Kulmſtr. 36 Liebesfreiheit II, hain, Reichenbergerstraße 16 bet Bähhold. Schluß der Versammlung. Straußberg, im Restaurant Krüger. Myrthenblätter, Belforterstr. 15, bei Schneider. Felsenburg, Roppenstraße 43c. Gesangverein Sieberzweig, Hermsdorf, bet Gastwirth Sievert in Weidmannsluft. Gesangverein„ Berliner Bildhauer, Ornament", Wrangelſtraße 141 bet - Frisch auf in Schönwalde t. d. Mart bei Schulz.- Frisch zur Fret beit, Simeonstr. 23 bei Flid. Metallarbeiter Osten, Püdlerstr. 49, bet Stabernack. Versammlungen. bei Raumann. Bund der geselligen Arbeitervereine Berlins und Umgegend. Der Verein zur Wahrung der Interessen aller in Die Mechaniker, Optiker und Berufsgenossen hatten der Hutfabrikation beschäftigten Arbeiter und am 16. Auguft eine gutbesuchte öffentliche Versammlung. Der Arbeiterinnen hielt am 15. August eine gutbesuchte Mit- Schmidt.Collegia 2 der Berufsmusiker, Neue Friedrichfir. 44, bei Röllig. Kollege Neumann bemerkt in seinem Bericht über den Streit bei gliederversammlung ab. Genosse Friz Hansen sprach in einem Groos u. Graf, daß dieser nicht verloren gegangen wäre, wenn Vortrage über das Thema:" Luther und seine Lehre im Lichte die Mechaniker besser organisirt wären. Viele der Kollegen haben der modernen Weltanschauung". Der Referent erntete für seine wohl die Vortheile der Organisation anerkannt, doch verhältniß- interessanten Ausführungen, welchen die Versammlung mit regem mäßig wenige seien derselben aus Anlaß des Streits beigetreten, Interesse folgte, reichen Beifall. Der Vorsitzende gab hierauf Daraus ist ersichtlich, wie gefährlich es ist, in einzelnen Wert einen Bericht über die Thätigkeit des Vorstandes, welchem die stätten in einen Streit einzutreten. Wie wenig Achtung selbst Rechnungslegung des Kassirers folgte; nach derselben beliefen sich die Kapitalisten gegenüber den Streitbrechern haben, zeige, daß die Einnahmen vom 1. Januar bis 1. Juli d. J. auf 510,60 m., bereits einige dieser Herren die Fabrik verlassen mußten und die Ausgaben auf 203 W., Bestand am 1. Juli 307,60 m., daallem Anscheine nach die übrigen bald folgen werden. Ein von sind 200 M. zinstragend angelegt. Zu Revisoren wurden fleiner Aufschwung sei trotzdem zu verzeichnen. Der hierauf gewählt die Kollegen Ruhr und Eigendorff und die Mitinhaber Graf zwinge jetzt niemanden mehr zur Kolleginnen Martha Hamann und Louise Hönice, zur BiblioUeberstundenarbeit. Die Abrechnung vom Streit konnte nicht thekarin wurde Emma Grochow gewählt. Zu Neuanschaffungen erfolgen, da der Kassirer erkrankt ist, andererseits laufen aber für die Bibliothek bewilligte die Versammlung 20 M. auch noch täglich Gelder ein. Der Streit hat ca. 4500 m. ge toftet. Zur Auszahlung von Streifunterstüßungen seien dem Eine ordentliche Mitgliederversammlung des Ver Bertrauensmann 1100 M. ausgehändigt, und auf Listen und für eins zur Wahrung der Interessen der Maurer Marken ca. 1500 M. eingegangen. Kollege Brandt will die für Berlin und Umgegend tagte am 17. d. M., in der Streifbrecher namhaft gemacht wissen. Hierzu bemerkt Kollege Genosse Millarg einen sehr beifällig aufgenommenen Vortrag Neumann, daß faum von einem Drittel derselben die Namen zu über: Die wirthschaftlichen Umwälzungen" hielt. In der Diserlangen waren. Eine dreigliedrige Revisionskommission soll die tussion besprach Kollege Kliemann den Werth der GewerkBelege zur Abrechnung prüfen und wurden hierzu die schaftsorganisation. Nach Erledigung einiger Vereinsangelegenheaterverein Concordia Beughofstraße 8 bei noch. Theaterverein Kollegen Hamann, Schwarz und Berger ernannt. heiten erfolgte der Schluß der Versammlung. Zu Delegirten für die Ortskrankenkasse sind bisher 61 Delegirte 0 = ( Alle Buschriften, den Bund der geselligen Arbeitervereine betreffend, find zu richten an B. Hentel, Bergmannitr. Nr. 21, Sof 3 Treppen.) Sonntag: Privat Theatergesellschaft und Artistentlub Berle Alliance bei Herrn sehmann, Alexandrinenstraße 32, Abends 6 Uhr. Privat Theater- und Bergnügungsverein& Imenhorst bei Herrn Serrath, Boechstraße 7, Nachmittags 4 ühr. Freundschaftlicher Bartverein bei Herrn Kyschty, Nostizstraße 12, Vorm. 8-10 Uhr. Turnverein Fichte in Schögel's Seeschlößchen in Lichtenberg. Tambourverein Ruf bei Sperling, Inselstr. 1.- Geselliger Berein Italia bei Bohrsdorf, Pantstraße 4.- Norotlub Geselligkeit bei Schneider, Belforterstr. 15, jeden Sonntag nach dem 1. b. M. Zheaterverein Thalia bei Schröder, in Stralau, Nachm. 3-4 Uhr. Geselliger Verein Freundschaft bet Rotiter, Schönhauser Allee 135. Geselliger Verein rei und Lustig bei Schönfelder i. Reſt, Oranienſtr. 153. Privat Theatergesellschaft Walhalla, Nachmittag 3% Uhr Dresdenerstr. 45 bet Bachmann, Sizung. Vergnügungsverein Nord 1. Sindowerstr. 26 b. Sachs Gefelliger Verein der Feilenhauer, Gartenstr. 162 b. Meißner, jed. Sonntag vor d. 1. d. M. Geselliger Berein Brüderbund", Stralauerstr. 57, bei tontag: Pfeifentlub Felsenfest bet Miegel, alle 14 Tage Gigung. Humoristischer Verein Pipifar bei Schubor dt, Königsbergerstr. 24. Krösche, Fichtestr. 29. Theaterverein Nora, Märkischer Hof, Admiralfraße 18c, Abends 9 Uhr. Theaterverein Proletariat, Naunynftraße 83 bet kühn. Gesang, Turn- und gesellige Vereine. Sonntag. Theater: und Bergnügungsverein Harletin, heute Nachmittag 5 Uhr Beughofftr 8. Othello jeden Sonntag 4 Uhr bei Foge, Röpenickerstr. 191. Nachher: Fidelitas. Vergnügungsverein Nord, Nachmittags 5 Uhr Fennstr. 5 bei Krüger. Bergnügungsverein Germania, alle 14 Tage Bersammlung LinienStraße 150. Vergnügungsverein Deutsche Ginigteit, Nachm. 4-6 Uhr, Blumenstraße 20 bei Bernicke. Nachher: Fidelitas. Bergnügungsverein Titania, Nachm 5-6 Uhr, bei Tempel, angestr. 65. Nachher: Fidelitas. Bergnügungsverein Nord, Sigung Sonntag Abends 6 Uhr bei Keller. Theater Verein 2ustige Seelen, Sonntag 4 Uhr bet Stehmann, Melchiorstr. 15. Bergnügungsverein Lustig, Sonntag, Staligerstr. 54( S. Hente), 5% Uhr: Sigung, Tanz, Fidelitas. Theaterverein Concordia", Sigung Sonntag, Nachmittag 6 Uhr, bet Krebs, Ohmgaffe 2. Nach der Sigung Fidelitas. Tambour- und Vergnügungsverein Gut Heil, alle 14 Tage bet Gepffert, Oranienstr. 121. Bon 4 Uhr an. Vergnügungsverein„ Nord", Sigung Sonntag Abend 6% Uhr. Gefang- Turn- und gesellige Vereine. Montag. Gefelliger Verein wiebelfife, Nixdorf, Abends ¼9 Uhr in Barta's Lotal, Berlinersiraße 120. Vergnügungsverein Freundes treue, jeden Montag bet möring, Admiralstr. 18c.- Geselliger Klub Namenlos, jeben Montag im Restaurant zum Bukunftsstaat, staftanien- Allee 35. Bergnügungsverein Aufelgoland Sigung jeden Montag 9 Uhr bei Linke, Bergstr. 54, Fidelitas. 3 aus den verschiedensten Werkstätten vorgeschlagen. Da voraus Weißensee. Der Holzarbeiter Verband hielt am sichtlich von anderer' Seite ebenfalls Vorschläge erfolgen, so ist 14. August seine erste Mitgliederversammlung ab, in der Kollege es unbedingt nothwendig, daß alle Kollegen, die wahlberechtigt Johns über die legte Generalversammlung berichtete. Hierauf und wählbar, also 21 Jahre alt sind, in der betreffenden Ber- wurde zum Bevollmächtigten Kollege Preiß, zum Kassirer Kollege fammlung am 20. August in den Arminhallen erscheinen, um Johns und zum Schriftführer Kollege 2öhnert ernannt. durch Abgabe der Stimmzettel den unsererseits aufgestellten Dele- In die Werkstatt Kontrollkommission wurden gewählt die girten zum Siege zu verhelfen. Schließlich wurde zum fleißigen Kollegen Dehnert, Meinicke, Becker, Zickerick und Lange. Unter Martenumfaß aufgefordert für die streikenden Kollegen bei Willig Verschiedenem" gelangten die Zustände in der Müllerschen Bauund Violet, sowie zur Benutzung der Sammellisten für die Auf- Tischlerei, Langhansstr. 58, zur Sprache. Drei Kollegen haben bringung der Kosten der Delegation zum Züricher Kongreß. dort die Arbeit niedergelegt, weil ihnen dieser Unternehmer für zweizöllige Flachbogenfenster, 3 Meter hoch und 1,30 Meter In der öffentlichen Versammlung der Maler und breit, die für den hiesigen Schulhausbau bestimmt sind, 8 m. Auftreicher, welche auf Beranlassung der Agitationskommission geboten. Für einen solchen geringen Preis kann aber die Arbeit am 16. b. M. bei mäßigem Besuche stattfand, referirte nicht geleistet werden. Die Versammlung sprach ihre Aner W. Schweizer- Rigdorf über Mißstände im Gewerbe und fennung für das Verhalten der Kollegen aus; es wurde aufdie Nothwendigkeit des achtstündigen Arbeitstages. Der Vor- gefordert, diese Werkstätte zu meiden. tragende trat mit Wärme für den Achtstundentag ein, bedauerte, Bergnügungsverein Ginigteit 1890. Jeden Montag Sigung bei Roll, daß der Kampf um denselben bei dem Rückgange der Maler- Nixdorf. In der öffentlichen Volksversammlung, die Adalberistr. 21, Abends 9 Uhr. Alle 14 Tage Tanz. Bergnügungsverein Eulalia" bet Herrn Neggentin, Barnim str. 4-5, bewegung in diesem Jahre nicht eröffnet werden könne und am 17. d. Mts. hierselbst stattfand, wurde unter Abänderung der Sigung 6 Uhr. wünschte, daß die Bewegung zur Erringung des achtstündigen Tagesordnung zunächst Stellung genommen zur diesjährigen Privat- Theater- Gesellschaft Hoffnung, Sigung b Sauermann, AdalbertArbeitstages von neuem aufleben möge. Bei dem Standpunkte Lassallefeier. Es wurde beschlossen, eine Feier zu veranstalten straße 8. Pfeifentlub Felfen fest, Abends 9 Uhr, Königsbergerstr. 20 bei Schabrodt des Referenten gestaltete sich die Diskussion recht lebhaft und und wählte die Versammlung einen achtgliedrigen Vergnügangs Rauchflub Weiße Wolte, Abends von 9-11 Uhr, Bernauerstr. 14. wurden auch vielfach die politischen Gegensäge in dieselbe hinein- Ausschuß, bestehend aus den Genossen Thomas, Schüttte, Rauchtlub Elvira, Abends 9 Uhr bei Lehmann, Friedrichsfelder: gezogen. Darin Kartentlub, ustige Brüder" Krautstr. 48, Abends 8½ Uhr waren sich indessen alle Redner einig, tau, Schent, Rothenstein, Sie, Gast und Becker. traße 27. daß die gewerkschaftliche Bewegung und die gewerkschaft- Nach Erledigung dieses Punktes hörte die Versammlung einen bei Ernst Rabite. Stattlub Grand". Abends% 9 Uhr bei R. Subrich, Lübbenerstr. 22. liche Organisation bedeutend mehr gepflegt und für die Vortrag des Reichstags- Abgeordneten Auer über die Bedeutung Frete Wereinigung der Kaufleute. Jeden Montag gemüthselbe mit allem Nachdruck agitirt werden müsse und daß der internationalen Kongresse, insbesondere des letzten Züricher liches Beisammensein im Restaurant" Bur neuen Bost", Beuthstr. 21. hierbei alle alle politischen Meinungen in den Hintergrund Kongresses. Die anschaulichen Darlegungen des Referenten wie treten müssen. Bu gunsten und zur Belebung der Achtstunden auch seine Rechtfertigung der Entfernung der„ Unabhängigen" HE T bewegung sollen die Sammlungen mittels Marten und Bons von dem Kongresse fanden lebhafte Zustimmung seitens der Meinen werthen Kunden zur Nachricht, daß ich mein Uhren- und Goldwaaren- Lager von der Invalidenstr. 157, neben der Markthalle, nach der berlegt habe. Brunnenstrasse 100 175, eben der Juvalidenſtraße Durch bedeutende Vermehrung meines ohnehin schon großen Lagers und direkten Bezug großer Posten HE மாடு Uhren, Gold, Silber-, Corall- und Granat- Waaren bin ich im Stande, noch billiger zu verkaufen wie bisher. Das sechzehnjährige Bestehen und stetige Emporwachsen meines Geschäfts beweisen meine Reellität und Leistungsfähigkeit. Die neuesten und geschmackvollsten Muster sind stets am Lager. Zacherlin, Vorsicht beim Einkaufe von ( dieses staunenswerth wirkenden Mittels gegen jederlei Insekten). 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Auflage Mt. 0,20 Eine turze Geschichte der Arbeitskämpfe in den verschiedenen Kulturländern um wirffame Arbeiterschußgefeße und zugleich eine Darlegung des gegenwärtigen Standes dieser Frage in der Gesetzgebung der einzelnen Industriestaaten. Die Klaffengegenfähe von 1789. t. 0,50 Durch Schilderung der Klassengegensäge, in denen Frankreich vor und während der großen Revolution sich befand, führt uns der Verfasser im Lichte der materialistischen Geschichtsauffassung Borbedingungen und nothwendigen VerTauf dieser großen Umwälzung in fesselnder Form und voll neuer Gesichtspunkte vor Augen. Karl Marx' Oekonomische Lehren. dargestellt und erläutert. 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Bruno Schoenlank: und ArDie Fürther Quecksilber- Spiegelbelegen beiter. t. 6 Zur Lage der arbeitenden Klaffe in Bayern. t. 0,30 Eine Darstellung der Lage der bayerischen Industrie- und Landarbeiter nach Den amtlichen Berichten der fönigl. Bezirksärzte 2c. Wiederverkäufer erhalten Rabatt. en Bet Aufträgen von Außerhalb ersuchen wir höflichst um gleichzeitige Einsendung des dafür entfallenden Betrages.( Porto extra.) Berliner Bock- Brauerei Aktien- Gesellschaft Tempelhofer Berg. Wir beehren uns hierdurch ganz ergebenst anzuzeigen, daß wir mit dem 15. August er. unser neu eingebrantes Versand- Bier ( nach Münchener Art extrafein gebraut und aus feinstem Malz und Hopfen hergestellt) zum Ausstoß bringen. Gleichzeitig offeriren wir unser Lagerbier( hell), sowie das in weitesten Kreisen bekannte und beliebte Pilsener Bier 412M aus unserer Brauerei Schönpriesen in Böhmen und bitten um geneigte Aufträge. Berliner Bock- Brauerei, Telephon- Amt VI, 3019. Aktien- Gesellschaft. 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